2 2 — N Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Berzogtums Braunschweig vom Jahre 1902. Wolfenbülkel. Kommissionsverlag von Julius Swißler. Philipper 4, 6. In allen Dingen lasset eure Bitte im Gebel und Ilehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Pralm 92, 2. Das ist ein köstlich Ding, dem Berrn danken, und lobsingen deinem Bamen, du Böchster. Auszüge aus dem Gesangbuch zu besonderen Zwecken dürfen nur mit Genehmigung des Herzogl. Honsistoriums hergestellt werden. Druck von Joh. Heiak. merer in Braunschweig. A. Sonnta B. Festtag SSSSS SSESSSSS D E In h aà 1 z. 1. Sonn- und Festtags-Tieder. A. Sonntagslieder Nr. 1—18. B. Festtagslieder. 1. Advent. Nr. 19—29. 2. Weihnachten. Nr. 30—54. 3. Neujahr. Nr. 55—61. 4. Epiphanias. Nr. 62—67. 5. Passion. Nr. 68—94. 6. Ostern. Nr. 95—115. 7. Himmelfahrt. Nr. 116—122. 8. Pfingsten. Nr. 123—133. 9. Trinitatis. Nr. 134—138. 10. Reformationsfest. Nr. 139—143. 2. Tieder von der Kirche und den Gnadenmiltteln. A. Christliche Kirche(Mission). Nr. 144—162. B. Wort Gottes. Nr. 163—173. C. Taufe und AÄonfirmation. 1. Taufe. Nr. 174—177. 2. Konfirmation. Nr. 178184. D. Abendmahl. Nr. 185—200. E. Liturgische Gesänge. Nr. 201—212. 3. Tieder vom christlichen Leben. Buße und Beichte. Nr. 213—238. Glaube und Rechtfertigung. Nr. 239—258. Jesuslieder. Nr. 259—295. Heiligung und christlicher Wandel. Nr. 296—335. ELieder vom Gebet. Nr. 336-340. Areuz⸗ und Trostlieder. Nr. 341-388. „Cob⸗ und Danklieder. Nr. 389—410. mit HHρH 1* 4. Lieder für besondere Zeiten, Verhältnisse und Stände. I6 hlebt Ich bleib m A. Morgen⸗ und Abendlieder. 30 Gott u 1. Morgenlieder. Nr. 411—428. Ach Got, 2. Abendlieder. Nr. 429—445. h—1 B. Für besondere Amstände. 2000 1. Jahreszeiten, Wetter, Ernte. Nr. 446—458. Ich Herre, 2. Reiselieder. Nr. 459—460. Ach Jesu, 3. Krieg und Frieden. Nr. 461—466. Ich lieber C. Berufs⸗ und Standeslieder.— uw 1. Fürst und Obrigkeit. Nr. 467468. 40 wͤder 2. Eheleute und Eltern. Nr. 469—475. schwund 3. Kinder. Nr. 476—480. Achwieflüe Minan ein Gott 5. Tieder von den lehten Dingen. Hun A. Sterbe- und Begräbnislieder. Nr. 481—517. Amdut B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Nr. 518—536. gerug Umächt' Win uf, avf, Verzeichnis der Dichter. I I uf diese ufersteh 2 isse Alphabetisches Verieichnis. Neu] Alt Neus Alt Ach bleib bei uns Herr 144/781Bleib, 2— 0 bleib bei mir.484 Ach bleib mit deiner Gnade 145782 Brich an, du schönes Morgen⸗ Ach Gott und Herr. 2130791 lichttü 31 Ach Gott, verlaß mich nicht 296 824Brunn alles Heils, dich.. 1 Ach Gott, vom Himmel sieh 146701 Ach Gott, wie manches Herze⸗ Christe, du Beistand deiner. 147 len 341 Christe, du Lamm Gottes 68¹⁴4 Ach Herre, du gerechter Gott 452 Christ fuhr gen Himmel. 203 Ach Jesu, dessen Treu.. 259 G& Christi Blut und Gerechtigkeit 241 Ach lieber Gott, behüte mich 476 Christ ist erstandean 96696 Ach mein Herr Jesu, dein. 260 Christ lag in Todesbanden. 97⁰695 Ach sagt mir nichts von Gold 261 Christus, der ist mein Leben 485838 Ach wiederum ein Jahr ver⸗ schwundeen 55 592Das alte Jahr vergangen ist 56747 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig 481 Das Jahr geht still zu Ende 57 Ach wundergroßer Siegesheld 116770 Das ist eine sel'ge Stunde 163 Allein Gott in der Höh sei Ehr 134719[Das walte Gott, der helfen 412 Allein zu dir, Herr Jesu.. 214 798 Das walt Gott Vater und Gott 413 Alle Menschen müssen sterben 482837Das Wetter ist vertrieben„450 Alles ist an Gottes Segen 297 Dein, dein soll sein das Herze 263 Alle Welt, was lebt und webet 389397 Dein König kommt in niedern 20 Allgenugsam Wesen 262 Dein Wort, o Herr, ist milder 164 Allmächt'ger Vater, Gott der 215383 Dein Wort, o Höchster, ist. 165170 Also hat Gott die Welt geliebt 30 74[Der am Kreuz ist meine Liebe 69755 Auf, auf, ihr Reichsgenossen 19738 Der du, Herr Jesu, Ruh und 70 Auf, auf, mein Herz, mit w95 Der du zum Heil erschienen 148 Auf Christi Himmelfahrt..117771Der heil'ge Christ ist kommen 32 Auf diesen Tag bedenken wir 118 Der Herr, der aller Enden 346 Auferstehn, ja auferstehn.. 518 Der Herr ist Gott und keiner 390 1 Auf Gott und nicht auf..342344Der Herr ist meine Zuversicht 34⁴47343 Auf, hinauf zu deiner Freude 239 Der Herr ist mein getreuer Hirt 3⁴8 Auf, ihr Streiter, durchge⸗ Der lieben Sonne Licht und 429 drungen:: 298797[ Der Mond ist aufgegangen 430 Auf meinen lieben Gott. 343 Der Tag ist hin, mein Jesu 431 Auf, Seele, auf und säume nicht 62 Die Ernt' ist nun zu Ende. 453 Aus Gnaden soll ich selig„240 Die Gnade sei mit allen. 2 Aus meines Herzens Grunde 411 Die Gnade unsers Herrn Jesu 212 Aus tiefer Not schrei ich.. 216712 Die güldne Sonne.. 414 849 Die helle Sonn leucht't jetzt 41⁵ Befiehl du deine Wege 344 825 Die Herrlichkeit der Erden 486447 Begrabt den Leib in seine„483231]Die ihr Christi Jünger seid. 185208 Bei dir, Jesu, will ich bleiben 178 Dies ist der Tag, den Gott. 3372 Bescher uns, Herr, das täglich 447 Dies ist die Nacht, da mir. 34744 Bete nur, betrübtes Herz„ 345 Die wir uns allhier beisammen 3 Betgemeinde, heil'ge dich.. 336 Dir, dir, Jehovah, willichsingen 33770 Bis hieher hat mich Gott„390426 Dir, milder Geber aller Gaben 454ʃ621 Die mit schräger Schrift bezeichneten Gesänge des alten Gesangbuches weichen vom Texte des neuen Gesangbuches stark ab, so daß sie nicht gut mit den neuen Gesängen zusammen ge⸗ sungen werden können. Alphabetisches Verzeichnis. Neus Alt Neus Alt In Dir trau ich, Gott, und wanke 349348 Freuet euch, ihr Christen alle 3900 herr, der Dreiein' ger Gott, ich preisedich 1350 38Fröhlich soll mein Herze.. 40/745 Her, die Du bist zwar mein... 487 Früh am Morgen Jesus gehet 417 Hetr, du Du Lebensbrot, Herr Jesu. 186 Frühmorgens, da die Sonn. 100 Herrduwo Du lieber, heil'ger, frommer 35 Für alle Güte sei gepreist„(432655 hert,e ist Du, meine Seele, singe.. 392 ö Hert Gott, Durch Adams Fall ist ganz 217214 Geduld ist euch vonnöten„352 Herrottd Du Vater deiner Menschen⸗ Geh aus, mein Herz, und suche 44⁴6 Herr, hött linder 299336Geht hin, ihr gläubigen.. 244 derr, ic Du weinest vor Jerusalem. 350 Geht nun hin und grabt.„489 hem, ich Du wiesest, Jesu, nicht die 174/193 Gelobet sei der Herr, der Gott 207 Hert Jesu Gelobet sei der Herr, mein Gott 393½0 Herr Jesu Ehre sei dir, Christe... 201 Gelobet seist du, Jesu Christ 41/689 dem Fen Ein Christ kann ohne Kreuz 351 Gen Himmel aufgefahren ist 204 Gut,. Eine Herde und ein Hirt.149 Gib dich zufrieden und sei 353 her Jesu Einer ist König, Immanuel 150 Gott, deine Güte reicht. 207 368 Gut, Einer ist's, an dem wir hangen 151 Gott, den ich als Liebe. 354 Hen Jesul Eines wünsch ich mir...71/756 Gott der Vater wohn uns bei 13607¹6 derde Ein feste Burg ist unser Gott 139705Gott des Himmels und der. 41808⁵⁰ den Jeiu Ein Haupt hast du dem Volk 467857 Gottes Stadt steht fest„. 155 8. her Iis Ein Herz und eine Seele war 152 Gott ist gegenwärtih.. 47²1 der Fes Ein Lämmlein geht und trägt 72131Gott ist mein Hot 16⁵ derr N Ein reines Herz, Herr, schaff 300 Gott ist und bleibt getreu 355⁵ hen Jes Eins ist not, ach Herr, dies eine 242799Gott lebt, wie kann ich 356 etr, wn Ein Wetter steiget auf... 449 Gottlob, der Sonntag kommt 5 Prr ff Empor zu Gott, mein 36 Gottlob, die Stund ist: 400 Her, sn Endlich bricht der heiße Tiegel 301 Gottlob, ein Schritt zur. 58 Hen, m Erhalt uns, Herr, bei deinem 140ʃ707 Gottlob, nun ist erschollen. 461 8⁵6 Rere w Erhöhter Siegesfürst und 98 Gott, mein Licht, erleuchte 3⁰⁸—227⁷ Her, w Erhör, o Gott, das heiße Flehn 179195[Gott, mein Vater, ich, dein. 218220 Peniih Er kommt, er kommt. 37/ 75Gott sei Dank durch alle Welt 21739 Herlih Ermuntert euch, ihr Frommen 519 Gott sei gedankt zu jeder Zeit 101141 Derlch Erneure mich, o ew'ges Licht 302 Gott sei gelobet und gebenedeiet 187⁰71⁰0 Hen 1 Erschienen ist der herrlich Tag 99 Gott Vater, aller Dinge Grund 167 Hüt Erstanden ist der heilig Christ 202 Gott will's machen, daß die 357826 Hier bin Es baut, Herr, deiner Menschen 448676Großer Gott, von alten Zeiten 6 Hir kn Es glänzet der Christen.. 303 Großer Gott, wir loben dich 39⁴ 0 50 Es ist das Heil uns kommen her 1 205 Großer Mittler, der zur.. 264 ih 2 Es ist ein Ros entsprungen. ö ö ö j, Es i gewißlich an der Zeit 520 Balleluja, jauchzt ihr Chöre 102765 1 Es ist nicht schwer, ein Christ 304 Halleluja, Lob, Preis und Ehr 137 77 n Csilnocheine Ruh vorhanden 521 Halleluja, schöner Morgen 7731 huen Es ist vollbracht, er ist..73 Halleluja, wie lieblich stehn. 6 H Es kostet viel, ein Christ zu sein 163 700 Halt im an Stele Jesum. 355 788 Rhte 8 nädig sein 153706Harre, meine Seele e Heiland, deine Menschenliebe 26694 Ruen Jahre fort, fahre fort, Zion 154ʃ784 Heil'ger Jesu, Heil'gungs⸗ 5 Iler Fang dein Werk mit Jesu an 416 ene 267 In Fortgekämpft und fortgerun⸗ Heimat meiner Liebe. 20 30 5 8enn 306 Herr, dein Wort, die edle. 168 5 arn Freu dich sehr, o meine Seele 488839 Herr, der du mir das Leben 433/656 9 6 —— 1** —........ Alphabetisches Verzeichnis. 20 Alt Neu Alt Neus Alt 40745 Herr, der du vormals hast. 463 Ich bin ein Kind, bin arm 477 11⁷ Herr, die Erde ist gesegnet. 4⁵⁵ Ich bin getaͤuft auf deinen. 175787 b 90 Lerr Duh 1 mit Glanz 120/156 Ich bin ja, Herr, in deiner 49⁵ 22⁵ 432655 Herr, du wo stuns vollbereiten 188 Ich ergebe mich dem Willen 360351 Herr, es ist von meinem Leben 434 Ich erhebe mein Gemüte.. 246218 3529 Herr Gott, dich loben wir, Herr 210 714Ich geh zu deinem Grabe„104766 4⁴6 HerrGott, dich loben wir, regier 462 Ich habe Lust zu scheiden„496841 244 Herr, höre, Herr, erhöre 309 Ich habe nun den Grund 2⁴47803 4899 Herr, ich bin dein Eigentum 522244Ich hab in Gottes Herz 3610²7 Herr, ich habe mißgehandelt 219 Ich hab in guten Stunden. 362556 Herr Jesu Christ, dein teures 74 Ich hab mein Sach Gott heim⸗ Herr Jesu Christ, dich zu uns 8732 Jestell·· 497 . du höchstes 189 6 2 mich biine ergeben. 523 ut, wir kommen Ich hab von ferne . Out. hen d höchstes 220103 J00 26 e 3t, And nche 196 10 ut,.. sieh doch..4 omme, Herr, und suche. 5 Herr Jesu Christ, mein höchstes 268% Ich lobe dich von ganzer Seele 156 19650 Herr Jesu Christ, wahr Mensch 491 Ich preise dich und singe.. 363% 3 Herr Jesu, deine Angst und 75776Ich ruf zu dir, Herr Jesu. 316 7 Herr Jesu, dir sei Preis.. 190 Ich singe dir mit Herz.. 395722 4—21¹ Herr Jesu, dir zu leben.. 181 Ich steh an deiner Krippe 42 166 Herr Jesu, Gnadensonne.. 310800 Ich steh in meines HerrenHand 364 —3—⁰ Herr Jesu, Licht der Heiden 63 Ich sterbe täglich, und mein 499 842 509 Perr nun lässest du deinen. 20 Ich und mein Haus, wir sind 469 5 Herr, öffne mir die Herzenstür 169 Ich weiß, an wen ich glaube 248804 400 Herr, stärke mich, dein Leiden 76 97Ich weiß, mein Gott, daß all 317377⁷ 589 Herr, unser Gott, laß nicht. 464 602 Ich will dich lieben, meine. 270805 46156 Herr von unendlichem.. 245 Ich will von meiner Missetat 223 793 3093²⁷ Herr, wie du willst, so schick's 359827 Ich wollt, daß ich daheime wär 500 2¹⁸ 220 Herzlich lieb hab ich dich 311801Je größer Kreuz, je näher. 365 828 21739 Herzlich tut mich verlangen. 492 Jerusalem, du hochgebaute 524843 10¹⁰¹41 Herzliebster Jesu, was hast du 77757 Jesu, deine Passion 78 187⁰⁰ Herz und Herz vereint. 9785Jesu, deine tiefen Wunden 790758 167 Heut triumphieret Gottes 103 Jesu, der du bist alleine.. 318 357⁵²⁶ Hier bin ich, Herr, du rufest 221 259Jesu, der du meine Seele„ 224 6 Hier legt mein Sinn.. 313 Jesu, geh voren 271806 39⁴ Hilf, Helfer, 95 in Angst„493 Jesu, großer Wunderstern 64750 26⁴ Hilf, Herr Jesu, laß gelingen 59748 Jesu, hilf siegen, du Fürste. 319 Hilf uns, Herr, in allen. 314 Jesu, meine Freude.... 272807 10276⁵ Himmelan geht unsre Bahn 315802Jesu, meiner Seele Leben„273 137⁴⁷ Hirte de ist der Sonne Schein 435852Jesu, meines Lebens Leben. 80759 777³¹ irte deiner Schafe 436 Jesus Christus herrscht als 119 Höchster Gott, wir danken10 442 bnig· 27⁴ 255788 Höchster Tröster, komm. 123 Jesus Christus, unser Heiland, 358 Hosianna, Davids Sohn.. 22 der den Tod 1054697 266 94 Hüter wird die Nacht... 419 Jesus Christus, unser Heiland, 2 der von uns 1920711 312 Jauchz, Erd, und Himmel„124 Jesus, Jesus, nichts als Jesus 275 26⁷ Ich armer Mensch, ich armer 222 Jesus lebt, mit ihm auch ich 106149 169 0 bete an die Macht 269 Jesus, meine Zuversicht 525844 4635⁵6 Ich bin ein Gast auf Erden 494840 Jesus nimmt die Sünder an 249808 Jesus soll die Losung sein. Ihr armen Sünder, kommt zu 2 Ihr Kinderlein, kommet.. Ihr Waisen, weinet nicht Im Frieden dein, o Herre. In allen meinen Taten In Christi Wunden schlaf ich In dich hab ich gehoffet.. In dir ist Freude In Gottes Namen fang ich an Ist Gott für mich, so trete. Romm, heil'ger Geist, erfüll Komm, heiliger Geist, Herre Komm, mein Herz, in Jesu. Komm, o komm, du Geist Kommst du, kommst du, Licht Kommt her, ihr seid geladen Kommt, Kinder, laßt uns Kommt, laßt euch den Herren Kommt und laßt uns Christum König, dem kein König gleichet König Jesu, streite, siege. Kyrie(Litanei) Laß dich Goelt Laß dich, Herr Jesu Christ. Lasset die Kindlein kommen. Lasset mich voll Freude. Lasset uns mit Jesu ziehen. Laß mich dein sein und bleiben Laß mich, o Herr, in allen. Laßt mich gehU+nn Laßt uns doch Christo dankbar Licht vom Licht, erleuchte mich Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Heiland, nahe dich. Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Jesu, wir sind hier, dich Lobe den Herren, den mächt. Lobe den Herren, o meine Seele Lobt Gott, ihr Christen.. Mache dich, mein Geist, bereit Mach's mit mir, Gott, nach Macht hoch die Tür, die Tor Meinen Jesum laß ich nicht? Mein erst Gefühl sei Preis. Meine Seele erhebet den Her ren.. Alt 829 386 83⁰ 77³ 698 789 77⁴4 81⁰ 309 809 733 3342 Meine Seel, ermuntre dich. Meine Seele senket sich Meine Seel ist stille. Meine Sorgen, Angst und. Mein Gott, ich weiß wohl, daß s Mein Herz, gib dich zufrieden Mein Jesu, dem die Sera⸗ phinen: Mein Jesu, der du vor dem Mein Leben ist ein Pilgrim⸗ stand Mein lieber Gott, gedenke. Mein Schöpfer, steh mir 12 Mir ist Erbarmung Mir nach, spricht Christus Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Fried und Freud ich fahr Mit meinem Gott geh ich. Mitten wir im Leben sind. Morgenglanz der Ewigkeit. Müde bin ich, geh zur Ruh Mie bist du, Höchster, von uns Noch läßt der Herr mich leben Nun bitten wir den heil'gen. Nun bricht die finstre Nacht Nun danket alle Gott Nun danket all und bringet Nun freut euch, liebe Christen Nun geh uns auuf. Nun jaͤuchzet all, ihr Frommen Nun jauchzt dem Herren. Nun ist es alles wohlgemacht Nun kommt das neue Nun laßt nns den Leib. Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lob, mein Seel, den Herren Nun preiset alle Nun ruhen alle Wälder Nun schlaf, mein liebes Nun sich der Tag geendet hat Nun sich der Tag geendet, mein Nun singet und seid froh. Nun tret ich wieder O daß doch bald dein Feuer O daß ich tausend Zungen hätte O du allersüßte Freude.. O du fröhliche...Weihnachts⸗ Zeit Alt 9 2 81¹⁴4 75²2 741 718 71⁵ 15⁵ 3638 72⁵ 68⁷ 742 111 7⁴9 407 853 8⁵⁴ 403726 77⁵ Oln fröh Odufröhlie O du Lieb O LDurchbr OEwiglei O Ewigkei O frommer O gläubig O Gott, O Gottes O Gott, O Haupt O heilige O heil ger Oheiliger O hilf El O Nüu Cl O Hesu EI OKsu, d — N.s ö 8 4* su, König O König, O Lunm Lehrei O Hedbe, O seig stärte O Dd, Hau Vater Batert O Velt, Vult. wie O wie Preis, Ainge b Rͤset en scaft, uUnde merz Scmi l Schönst Schwin See le, Al phabetis etisches Verz eichnis Neu 8²— 669 0 O du f 37¹ röhli 5⁰3 De. 67² in E.. Osterzeit 107 D e mei fingste zeit 1 Alt ö O urchb ein enzei 0⁷ 251 Ewiat 0 al Liebe.84 S 195 Cwigtei, D Dennen 84 Sees fro eit, d onn nde 3 760 eele äutiga O mme u F; erwo 2708 S was m glä ier und reude rt 52 1⁵ eht, G ermüdst N 5276. O G ubig getre nwort 8 Sei„Gottes üdst d 3 3. eus Al. 32⁴ 0 ott, d erz uer G 529 Sei getreu Gnad 1 dich. 285 t 183 O Gottes* Fruner 4.K 226 Sei Gott bis an 2 ist 286ʃ8 2⁵ Gott Sohn mer G 4604 Sani getreu das Er 49 20 252614 9 von„Herr ott. 3r ei mi und E„halt onde 3 83 0.. ren 5741 7˙.⁰ l Blu a eli 2— mal te 5 Dier. 10050 437⁷ O hil er Gei keh 761 ieh hi rste mmel eden 5⁰⁵, eist, r bei 442 hier e, E E 374 43—2— 5. 12977 0 nrnn 525770 138 O Fein Chri e, wa es Soh 131 So j ab ich och r enionig 21⁰7⁷⁷ ö Jes rist ahres Ohn 8 So jem obgesi echt 18 22907 2 O u, du mein Licht 6 So i and gesie seli 27. 735 5 8 Den Jeqn, Vaatient 31— 30515 36³⁵ Jesu, man⸗ Waun mi. Sollt i gleich bisweil⸗ e. 334 00 8 Aünaler Zich n s 65 4450 439 König aller t 1 orge d denn Gott nicht 37 33872⁵ Lanem Eren— So och fü mein nicht 68³1 390 2⁵ O Lehre Galte⸗ Majest 1915 65 wahn u iamen n. 995 729 0 O ehrer es, u st 35 p 2 enr inde Dueltg„dem k anschuldi 227 S ar dei lebe eine R 1 473 26 seli„die den Hi LErer⸗ 8 an„sprich uh 2 O stä g Hau n Him ehrer. 776 Still ist mei ße ni 1. 2137 S wte. 70 83¹¹¹ auri o ist d. tärke ich 47 raf mi as Li e Na 255 2 O Va rigkeit dein S sie.1 2 3 ich ni ied v cht. 5 O ter d I 0 5 tach 80ʃ19 Su orn icht i om 50 1 3 Wnnn 199.608 e den 4016⁰7 Wé„ich icht, igkeit Ta ill, ein ander 102 9 wie Eehpue dich aren 2 Aures Wrteen 2850521 465 O wie fröhli ier dein Lehen Treuer ort au o Ta 2878²1 440853 selig x„ o wie eben 7 Treue Gott aus Gotte 2 15 Prei eid ihr seli 890763 Tre r Jesu, ich m tes 11 —44 reis, E doch. euer Wäch woaane Annn 17⁰ 44165⁵ʃ„Ehr und 63 Triump ächter 5— Vin 233 4⁴—2 in. 1 Lob sei di 3 28— 231 derlahn die i 4(43 10 98 euch, ir e 6 Bir sesesd Ans 30 deeshon leere 10⁵ 224 Schafet ihr Chrisenler 1155 Unter Ausgan e Pforte 15 14⁰ 150.——5 schaffet, M lente K mumschäu Peren rte Cott 5³6 15 70 ö Schmüct und 91 tenschen 8 Valet wi te Lehe r. 610 737 ¶ Schmü e dich age füllt. 3 Bater us ich 0 2. 255. x S ckt d oslie t d 3208 V laß mi dir 56 Suwünd He Fest 1—8 in 451 19 Pertenh an⸗ ch Cnabes Se wing di err Jes 16 Maien 199079 eih uns Lunee 51184 ele ch n 13 0 lich Fr melrei 23 6 geh nin an dein 27⁷⁷ Verzagenich ieden reich. din. e Toutgatha. 905 Len D Ar gnädig⸗ 3971³ a. N Bon 46678• on G elk a kom in 14 8³ Vo Hott wi tam d m ich 1685 r dir,& ill ich der E 5 5 „Herr J nicht ngel. 146691 esu, steh lassen 52692 ichhter 235 832 er 23 32 5290 Alphabetisches Verzeichnis. Wach auf, du Geist der ersten Wach auf, mein Herz, die Nacht Wach auf, mein Herz, und singe Wachet auf, ruft uns die Walte, walte nah und fern. Wandle leuchtender undschöner Wär Gott nicht mit uns diese Warum betrübst du dich mein Warum sollt ich mich denn. Warum willst du draußen Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, es bleibt. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, so denken Was mein Gott will, e Was wär ich ohne dich gewesen Weicht, ihr Berge, fallt, ihr. Weil ich Jesu Schäflein bin. Welch hohes Beispiel gabst du Welt, ade, ich bin dein müde. Wenn alle untreu werden Wenn Christus seine Kirche. Wenn ich einst von jenem. Wenn ich ihn nur habe Wenn ich, o Schöpfer, deine. Wenn kleine Himmelserben. —.— meine Sünd mich krän⸗ En Wenn mein Stündlein Wenn wir in höchsten Nöten. Werde licht, du Stadt der. Werde munter, mein Gemüte. Wer Gott vertraut, hat wohl. Wer ist wohl, wie ddwini. Wer nur den lieben Gott läßt. Wer sind die vor Gottes Throne Wer weiß, wie nahe mir mein Wie Gott mich führt, so will ich Wie groß ist des Allmächt'gen Wie könnt ich ruhig schlafen. Wie lieblich ist doch, Herr. Wie mit grimm'gem Unver⸗ stand Neu 142 110 42⁷ 533 17¹ 111 143 378 379 28 38008 Alt 786 768 85¹1 8⁴⁷ 708 83³3 439 Wie schön leuchtet der Morgen⸗ stern vom Firmament Wie schön leuchtet der 4 stern, voll Gunad. Wie's Gott gefällt, gefällt's. Wie soll ich dich empfangen. Wie wohl ist mir, o Freund Willkommen, Held im Streite Willkommen, Quell der Fr. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod. Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Wir glauben all an einen Gott, Vater Wir Menschen sind zu dem. Wir singen dir, Immanuel. Wo findet die Seele die Heimat Wohlauf, mein Herz, zu Gott Wohlauf, wohlan zum letzten. Wohl einem Haus, da Jesus. Wollt ihr wissen, was mein. Womit soll ich dich wohl.. Wort des höchsten Mundes. Wo soll ich fliehen hin.. Wo willst du hin, weil's Abend Wunderanfang, herrlich Ende Wunderbarer König Zeige dich uns ohne Hülle. Zeuch ein zu deinen Toren. Zeuch uns nach dir Zieh hin, mein Kind. Zieht in Frieden eure Pfade Zion, gib dich nur zufrieden. Zion klagt mit Angst und. Zu deinen Füßen liege ich Zu dir, Herr Jesu, komme ich. Zum Licht empor, zum Lichte. Zween der Jünger gehn mit. D 10 Alt 176 730 778 85 5 Mu V 00 2Derß et segne u und uns! vor allem . Der uns leuch daß wir il daß er un Neus Ult 293754 29743 294823 11270 53 80 E ö 1. Honn- und Jesttags-Lieder. A. Sonntagslieder. . mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 4. Mos. e. 24—27. TC.— I— EUTTEAETEESE EEE EEEE EE 1* L— E L— I I 2 87 Brunn al⸗les Heils, dich eh⸗ren wir und öff⸗nen un⸗ sern +.— 1* t 1 —.— +* +— +2 + 2 E——4—— 2 7—.— Mund vor dir; aus dei⸗ ner Gott⸗heit Hei⸗lig ⸗ tum dein EV ů n EHRNEE— I— L— L 1— II 920 ho⸗-her Se-gen auf uns komm! 2. DerHerr, der Schöpfer, bei uns bleib, 4. Der Herr, derTröster, ob uns schweb, er segne uns nach Seel und Leib, sein Antlitz über uns erheb, und uns behüte seine Macht daß uns sein Bild werd eingedrückt, vor allem Ubel Tag und Nacht! und geb uns Frieden unverrückt. 3. Der Herr, der Heiland, unser Licht, 5. Jehovah! Vater, Sohn und Geist, uns leuchten laß sein Angesicht, o Segensbrunn, der ewig fleußt, daß wir ihn schaun und glauben frei, durchfleußHerz, Sinn und Wandel wohl, daß er uns ewig gnödig sei. mach uns dein's Lobs und Segens voll! Gerh. Tersteegen, g. 1697, f 1769. 2. Mel. Christus, der ist mein Leben. Off. Joh. 22, 21. E——— SS................... TTTT LV E 14—.—.— I— 1—— 1. Bie Gna⸗de sei mit al⸗len, die Euch de un·sers Herm, — + II......... e, E ö——— a rn—. des Herrn, dem wir hier wal-len und sehn sein Kom⸗ men gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade denn sie flößt zu den Siegen gelingt uns gar kein Tritt, Geduld und Glauben ein. es gehe seine Gnade 6. So scheint uns nichts ein Schade, denn bis zum Ende mit. was man um Jesum mißt, 3. Auf Gnade darf man trauen, der Herr hat eine Gnade, man traut ihr ohne Reu; die über alles ist. und wenn uns ja will grauen, 7. Bald ist es überwunden so bleibt's: der Herr ist treu. nun durch des Lammes Blut, 4. Wird stets der Jammer größer, das in den schwersten Stunden so glaubt und ruft man noch: die größten Taten tut. Du mächtiger Erlöser, 8. Herr, laß es dir gefallen! du kommst; so komme doch! Noch immer rufen wir: 5. Damit wir nicht erliegen, Die Gnade sei mit allen, muß Gnade mit uns sein; die Gnade sei mit mir! Phil. Friedr. HBiller, 9. 1699, 1 1769. 3—4 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 2— 3. Mel. Eines wünsch ich mir vor allem. 6. Mach bmudi * 0——— 7——. 2.—— sanft ind! Die wir uns all- hier bei⸗sam⸗men fin-den, schla⸗gen un⸗ sie nac mich! uns auf dei⸗ ne Mar ⸗ter zu ver⸗ bin⸗den, dir auf e⸗wig Klacheit —— schauen me =N +— 8* 2—— 3 EO. e nee, r var wrbd.,.r sah nen! * 45.— 10 ein Hän-de ein, 9———— wie ein A Zei⸗ 3 dies ge⸗ 150 „treu zu sein; und zum Zei⸗—— daß——0 ge ⸗tö⸗ ne und in di —— I 5 EERE ERN dei⸗nem Her⸗zen ge⸗ 565 und.⸗ ne, a⸗ ge A⸗men 1 ů 1— + ——.— 7———..— 4..——.———.— 1 ,..= und zu⸗gleich: Frie-de, Frie⸗ de sei mit euch! Chr. R. Graf v. Zinzendorf, g. 1222, 4 1252. mün —— Mel. n. —.—— ů—— ö ö 2*— ů 1 6 Gott ist 9e 996 Waze tig, set uns an ⸗be-⸗ten 5 Gott ist in 26 Mit ⸗ ten,„les in uns 66598 90 EE: I , bu ——.—.— 66...—. 2 D und in Ehr⸗ funcht vor ihn tre⸗ 2 vom Tod „und sich in⸗nigst vor ihm beu⸗ge!“ Wer ihn kennt, wer ihn und she ...... P— 2.——21 Tost, LV—— + 23.——.——— E 12 Holleluj 2 Lemt, schlagt die Au-gen nie-der, kommt, er⸗ gebt euch wie der! 3. Da 2. Gott ist gegenwärtig, dem die 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht da man Cherubinen dich preisen da wir u Tag und Nacht gebeuget dienen; und im Geist dir Dienst erweisen! heilig, heilig, heilig singen ihm zur Ehre Möcht ich wie die Engel immer vor dir aller Engel hohe Chöre. stehen und dich gegenwärtig sehen! Herr, vernimm unsre Stimm, Laß mich dir für und für ö da auch wir Geringen trachten zu gefallen, unsre Opfer bringen. liebster Gott, in allen! 3. Wir entsagen willig allen Eitel⸗ 5. Du durchdringest alles, wollst mit keiten, deinem Lichte, ö die uns Sünd und Welt bereiten; Herr, berühren mein Gesichte! O da liegt unser Wille, Seele, Leib und Wie die zarten Blumen willig sich ent⸗ Leben falten— dir zum Eigentum ergeben. und der Sonne stille halten, Du allein sollst es sein, laß mich so, still und froh, unser Gott und Herre, deine Strahlen fassen 22 dir gebührt die Ehre. und dich wirken lassen! n 12 ich recht sen vor dir ehen! olst mit ich ent⸗ A. Sonntagslieder 6. Mache mich voll Einfalt, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag im Geist und Wahrheit; laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben! 4—6 7. Komm, in mir zu wohnen, daß mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum kann werden. Komm, du nahes Wesen, dich in mir ver⸗ kläre, daß ich stets dich lieb und ehre. Wo ich geh, wo ich steh, laß mich dein gedenken, mich in dich versenken! Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1269. 5. Mel. Erschienen ist der herrlich Cag 265 V + EI.— II RDD 2 1. Gͤͤtt⸗löb, der Sonn⸗tag kommt her⸗bei, die Wo⸗ che ....... EEEEEEEEEE — 2— 2 2— 2—.—— wird nun wie ⸗der neu; heut hat mein Gott das 4 6*—— +.—— DDD — 2 L + I———— 1 1 V——4 0 2—— — Licht ge⸗ macht, mein Heil hat mir das Le⸗ben — H9 2————+— I. IA 2..— 5— 1 II 2— 1 L—— EE II bracht Hal.i 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. vom Tod für mich erstanden ist Halleluja! und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Halleluja! 3. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht g'nug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Himmelsehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich. Halleluja! Joh. Olearius, g. 1611, 4 1684. —— 6. Mel. Gott des Himmels und der Erden. ....——— 15. 2 2*.———. B *— 7.—— 1—— I— 2. 1 1 01 3ßer Gott von al ⸗ten Zei ⸗ ten, des ⸗ sen e sen Treu auf al ⸗-len Sei ⸗ ten mich von — ö E= Lun I. 2—3 2 2— 2 +— We— ö. Hand die Welt re giert, —— 2 8 2 1 Ju⸗gend auf ge ⸗ führt, heu te weckt des Ta⸗ ges .—3.=—— 1 2—— 2— 2 R ———. L——— II Lauf mich zu lau ⸗-ter An ⸗dacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt 13 6—7 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet't und singt, daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum; alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kasp. Neumann, g. 1648, f 1215. 2—5 7. Mel. Gott des Himmels und der Erden. E ů ar 6 —TS... TE +0 4 I +— I LI.N XV +.— + + +— I I 2——— 2—.— 2— I— L 1 Hal ⸗le⸗ lu ⸗ ja, schö-ner Mor⸗ gen, schö⸗ ner her te fühl ich kei ⸗ne Sor ⸗ gen, denn das N EA— 1 2— 45 als man den⸗ken mag, ist ein lie ber Tas, der durch sei ne Lieb-lich⸗ EH 1— ů— TS. E + + + 2 EI HUNN——.— + 2 L + 2. 2 4 9. 4. keit recht das In ⸗ner ⸗ ste er ⸗freut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunkeln Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au; da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gut zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich als nur Gotteswerk für mich. 5. Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust, laß mich Lehr und Trost gewinnen, gib zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall. 7. Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier fleht und singt, solches in dein Herze dringt. 8. Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbaths bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbath halten mag. Jon. Hrause, g. 1701, 1 1762. 14 ———.———— 2— 9 2. Tu ar bereit das. den Glaub daß uns dei 3. Bis w Halig, heil Amen, men nen, en, ingt, ließe, +²⁰²⁷ A. Sonntagslieder. 8—9 38. Eigene Melodie 2. N + N VE. + 1⁷——:&. SSP C. I. T ½— 1. Herr Jeiu Christ, dich zu uns wend, dein'n heil=gen SS........II..T E— Geist du zu uns send; mit Hilf und Gnad er uns re⸗ 4— +7. SDSDSDSISSSSS.... 35 gier und uns den Weg zur Wahr--heit führ! 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand daß uns dein Nam werd wohl bekannt 3. Bis wir singen mit Gottes Heer Heilig, heilig ist Gott der Herr! 5 5 und schauen dich von Angesicht in ew'ger Freud und sel'gem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heil'gen Geist in Einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! Wilhelm II., Herzog zu Sachsen-Weimar(5), g. 1598, + 1662. 9. Mel. O Durchbrecher aller Bande. E——— EEEEE — 1 57 und Herz ver ⸗- eint zu ⸗sam-men, sucht in Las⸗ set eu ⸗ re Lie⸗bes⸗ flam⸗men lo ⸗dern DEED iEEE e L Got⸗tes Her⸗zen Ruh! ö auf den Hei⸗land zu! Er das Haupt, wir sei ⸗-ne 16 3 ů E—. + 2 +2 2 EI + — I + C 77— I 17——— +. .— Glie-der, er das Licht und wir der Schein, er Der + 2 + LCIII + 7 T ESS. 27 Mei⸗ster, wir die Brü⸗ der; er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnaden⸗ kinder, und erneuert euren Bund, schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu von Herzensgrund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Herr geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr selbst euch Eintrag tut. 4. Halleluja, welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat/ daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist. 9—11. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 5. O du treuster Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wie's dein letzter Wille war; und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 6. Friedefürst, laß deinen Frieden stets in unsrer Mitte ruhn; Liebe, laß uns nie ermüden, deinen sel'gen Dienst zu tun. Denn wie kann die Last auf Erden und des Glaubens Ritterschaft besser uns versüßet werden als durch deiner Liebe Kraft? 7. Liebe,— hast du uns geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll, zuͤnde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von Einem Stamme, stehen auch für Einen Mann. 8. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein; also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nach N. L. v. Zinzendorf, g. 1700, + 1760, von Ch. Gregor. 10. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. nter d 5— — 1 dan⸗ken dir, daß auch wir daß du uns dein nach dem ⸗sel ⸗ben . Wort ge⸗ge⸗ hei ⸗lig le⸗ ben. daß er tä⸗tig sei 2. Unser Gott und Vater, du, du nur lehrst uns, was wir sollen. Schenk uns deine Kraft dazu, ben.] Gib dem Glau⸗ben — sol ⸗che Stär⸗ke, im Wer ⸗ ke. gib zum Wissen auch das Wollen und zum Wollen das Vollbringen, so wird alles wohl gelingen. Joh. Adam Baslocher, g. 1645, + 1726. 11. Mel. Valet will ich dir geben. Laß mich dein sein und von dir laß nichts mich Gott und Herr, dei ⸗ner Lehr! ———— wan ken, gib mir Be⸗ stän⸗dig treu⸗- er blei⸗ben, du mich bei trei⸗ben, halt + Herr, laß mich nur nicht keit, da 16 daß n 2. Brunngn lah mir deine mache Mund dich in Andat Streu das W laß es hunder 9. Zünde das auf men sei mir Weie daß kein Irt und kein frer welches dein 4. Laß mi⸗ helig, Hilig und mih in mit des Heif 0 mir eine wi es wird A. Sonntagslieder. 11—13 bot 00—. ich Dant ken in al ⸗le wig: keit. —..——..— H— 7 2.—.— H 2—— + + I. + I I I —. 0*—.— 16— Nikol. Selnecker, g. 1552, 4 1592. me,„ 12. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. ...IIIII.II... den,— L—— 2.—. I 1 5 1 Licht vom Licht, er-leuch-te mich bei dem neu⸗en U— Gna⸗-den-⸗-son=ne, zei ⸗ge dich mei⸗ nem mun⸗tern ,——..— I 81 I I + A 1, Ta⸗ ges⸗lich ⸗—00 8 Aune ge tich te, woh- ne mir mit Glan-ze bei, 7+— + 1 H ... E 5 1 II Gregor EE— *daß mein Sab-bat fröh-lich sei. 2. Brunngquell aller Seligkeit, 5. Ruh in mir und ich in dir, laß mir deine Ströme fließen, bau ein Paradies im Herzen. 16 dein mache Mund und Herz bereit, Offenbare dich doch mir ben dich in Andacht recht zu grüßen. und gieß meiner Andacht Kerzen Streu das Wort mit Segen ein, immer neue Nahrung zu, 2 laß es hundertfrüchtig sein. o du Liebesflamme du. 3. Zünde selbst das Opfer an, 6. Dieser Tag sei dir geweiht, är⸗ke, das auf meinen Lippen lieget, weg mit allen Eitelkeiten! dn sei mir Weisheit, Licht und Bahn, Ich will deiner Herrlichkeit ———.— daß kein Irrtum mich betrüget einen Tempel zubereiten, und kein fremdes Feuer brennt, nichts sonst wollen, nichts sonst tun, rir welches dein Altar nicht kennt. als in deiner Liebe ruhn. 50 0n 4. Laß mich heut und allezeit 7. Du bist mehr als Salomon, ringen, heilig, heilig, heilig! singen laß mich deine Weisheit hören; 5 1. und mich in die Ewigkeit ich will deinen Gnadenthron 45,1˙ mit des Geistes Flügeln schwingen. mit gebeugten Knieen ehren, Gib mir einen Vorschmack ein, bis mir deine Sonne lacht — wie es wird im Himmel sein. und den schönsten Sonntag macht. —— Benj. Schmolck, g. 162, 4152. eu⸗er 13. Eigene Melodie. ich bei——⁷———..— Zen,mien enr,L. —— Reb⸗ster Je⸗ su, wir sind hier, dich und lln e Ein nen und Be⸗gier auf die nich.............. S , in,.— rre üdein Wort an⸗ zu hõ ren; an. dü Her fl will suü⸗ßen Him⸗mels⸗leh ⸗ ren, zaß die Her ⸗ zen — — ⁰ 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten mußt du selbst in uns verrichten. ——— 2—— SSSSS.. IIIIIII.... 22 4..— 1.— von der Er⸗den ganz zu dir ge ⸗ zo-gen wer-⸗den. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren! Unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen! CTobias Clausnitzer, g. 1618, f 1684. . 14. mel. Berr Zesu Christ, dich zu uns wend. ..............————T EH X— + L C + 2————— 5 1. Nun geh uns auf, du Mor⸗gen⸗stern, du se⸗lig⸗ ..˖ I—, D ri ma⸗chend Wort des Herrn, du Pfand des Heils, das uns im EV——— H EIEEEESEEEEE ö 4— Sohn der Va⸗ ter gab von sei ⸗-nem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn, die Herzen sind dir aufgetan; wir sehnen uns nach deinem Licht und seufzen: Herr, versäum uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, mach unsre Glaubensaugen hell, daß wir die Wege Gottes sehn und in der Welt nicht irre gehn. 4. Du Wort der Buße, füll das Herz uns an mit tiefem Reueschmerz, daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott steh uns armen Sündern beil! 5. DuWort der Gnade, tröstend Wort, o bring uns Botschaft fort und fort von ihm, der für uns litt und starb und uns Gerechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, daß wir, der Eitelkeit entrafft, im gnädig dargebotnen Heil begreifen unser ew'ges Teil. 7. So geh uns auf, du Gottesglanz, durchdring uns und verklär uns ganz, du Wort, das noch in Kraft besteht, wenn Erd und Himmel untergeht. Julius Sturm, g. 1816, f 1896. Mel. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Bügel; See le fröh-lich sein! — 15. oder: Gott des Himmels und der Erden. EV—.—— — —2 + + + 12— + X———* + 2 5 2„ 1 Tut mir auf die schö⸗ ne Pfor=te, führt in 95—7 Ach wie wird an die ⸗sem Or ⸗te mei ⸗ ne ———— II + + 1 + + 1 GIE + I 4— + .. Got⸗tes us mich ein! H0 0 Hier ist Got⸗tes An ⸗ge⸗ sht, 2. Ich bin, He lomme du nun a Wo du Wohnun da is lauter Hin Zich doch in mei lah es deinen T g. Laß in Fur heibge du Leib, daß mein Singe dit ein lieblich L Heil ge du, Hert Iich das Herze g 4Mache mick wenn dein Saat hib mir Licht in A. Sonntagslieder. 15—17 Q +— II I NX* II—— — II +—— + 2 H.— ———— 1— den. sicht, hier ist lau-ter Trost und Licht. „ 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, und, was mir wird vorgestellt, u, komme du nun auch zu mir! präge meinem Herzen ein, Wo du Wohnung hast genommen, laß es mir zur Frucht gedeihn! da ist lauter Himmel hier. 5. Stärk in mir den schwachen Glau⸗ Zieh doch in mein Herze ein, ben, laß dein teures Kleinod mir laß es deinen Tempel sein! nimmer aus dem Herzen rauben; 684, 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, halte mir dein Wort stets für, heil'ge du Leib, Seel und Geist, daß es mir zum Leitstern dient daß mein Singen und mein Beten und zum Trost im Herzen grünt. — dir ein lieblich Opfer heißt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, 2——— Heil'ge du, Herr, Mund und Ohr, und dein Wille werd erfüllt; lig⸗ zieh das Herze ganz empor! nichts laß meine Andacht stören, 4. Mache mich zum guten Lande, wenn der Brunn des Lebens quillt; wenn dein Saatkorn auf mich fällt; speise mich mit Himmelsbrot, im gib mir Licht in dem Verstande tröste mich in aller Not! Benjamin Schmolck, g. 1622, + 1757. +6 16. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. M———— Wort, PFE jIn 2 LI 1—n——. +.½ + . XX2 +———— L—— 1 Un⸗sern Aus-gang seg- ne Gott, un⸗sern Ein-gang seg ne un ⸗ser täg ⸗ lich Brot, seg⸗ ne un⸗ ser *—— I 4—.—— ib 4 2— 8I N +— 13 0 IDDS 5 glei·cher ma ⸗tßen, 12— zä ü seb Ster⸗b Aun und Las⸗ sen, eg ⸗- ne uns m el'⸗gem Ster⸗ben EH* ů 1 ——. 7=.— 8 clanz,— ö 11 0 und mach uns zu Him⸗mels⸗er ⸗ ben! —„ Hartmann Schenck, g. 1654, 4 1681. t.„ 17. Eigene Melodie. Psalm 8a4. 1896.———.— 2— +— 1— 2—. 1 Wie lieb⸗lich ist doch, Herr, die Stät ⸗ te, da dei⸗ nes 12* gib, 556 ich sie gern be⸗tre ⸗te, weil da dein —————½t3Z—.—. , — in Na⸗ mens Eh ⸗ re wohnt!——— ne n dis b 4335 dei⸗ Wor⸗tes —.— FH— N — H 42— + + I 1 + I II —— 2 2 443 sich er⸗freun und dir des Her⸗zens An⸗dacht weihn. 19 2* 17—18 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 2. Wohl dem, der dich in deiner Hütte, Gott, zu verehren Ernst beweist! Du hörst sein Lob und seine Bitte und stärkst mit neuer Kraft den Geist, daß er auf deiner Wahrheit Bahn rechtschaffen vor dir wandeln kann. 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Segen, wenn man's nur recht zu Herzen nimmt. Es gibt uns Trost auf Trübsalswegen, die du zu unserm Heil bestimmt, es gibt im Kampf uns Mut und Kraft und ist ein Schwert, das Sieg verschafft. 4. Gott, laß auch mir dein Antlitz scheinen; dein Sabbat bring auch mir Gewinn, wenn andachtsvoll ich mit den Deinen vor dir an heil'ger Stätte bin. Laß dir das Lob, das wir dir weihn, ein angenehmes Opfer sein. 5. Ja, du bist Sonn und Schild den Frommen, du, Herr, gibst ihnen Gnad und Ehr, und wer nur erst zu dir gekommen, dem fehlt das wahre Glück nicht mehr. Was du verheißest, hältst du fest; wohl dem, der sich auf dich verläßt! Unbekannt. 13. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. EUN—..—— + +— 1 IEI— +I + CI 2—2—— + 2 E— L 2 Zei⸗ge dich uns oh- ne Hül-le, ström auf uns der Gna⸗de 1— ö 5 daß an die⸗sem Got⸗tes⸗ta ⸗- ge un-ser Herz der Welt ent⸗ — erz—.— PE. II +— + II ⁰P.I GI—— +— 4——1 ODELZE + GI— 1ů ⁊W EI— E— I Fül⸗Le,) ů—. sa: ge. daß durch dich, der starb, vom Bö-sen uns * + + 25— DSIEEEFIAEFEFE I.——— L +——— E— V 20—*—. Ge⸗fall- ne zu er⸗lö-sen, dei⸗ne glau⸗ben ⸗de Ge⸗mei ⸗ 4— PEEN 1 I— E———. I 1——1—.—.— H.I—2——— 2 I—— E=2.—. ne mit dem Va⸗ter sich ver⸗ ei no. 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbatstille! Daß von fern in deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Sel'gen dort verkläret, wenn der Sabbat ewig währet! 3. Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was von jenen Höh'n ich höre, sind's nicht Uberwinderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbat deiner Treuen. 4. Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Fr. G. Klopstock, g. 1724, f 1805. al 2. Mfi der König hinweg all der Holfer scht, wie s mit rricher er will ell U dämpfe 4. Seid dergirig Laft ms maht sie Jurwaht, pun lse die er ung Mit. me 0 Mis der Konij an uns, x hat er ccht B. Festtagslieder(Advent). 19 B. Festtagslieder. nn, 1. Advenk. nen 19. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 3U SSISSSSIII u, 1 Auf, auf, ihr Reichs ⸗ge ⸗ nos ⸗ sen, der den— pfa⸗het un ⸗ 90—„sen den .—. W—————— * enn ö nig kommt her ⸗ an, chr. 7 32 ßen Wun⸗der mann! Ihr Chri⸗sten, geht her⸗ n S, K n,.—.—.D.—.—.— — 1 E— 1— I ů ·—F.. V 1 unt. für, laßt uns vor al⸗-len Din-gen ihm 90⁰ + H 1—— —.— 75.uun Fs, M, Mus usne dee er,—.—— — SISISISISISISIIIISSIIIIIIIIIII.I.II..—. — and na im gen mit hei li ⸗ ger Be? gier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Nun wird kein Angst noch Pein — der König ist gar nah; noch Zorn hinfür uns schaden, — hinweg all Angst und Schmerzen, dieweil uns Gott aus Gnaden — der Helfer ist schon da; läßt seine Kinder sein. 5 seht, wie so mancher Ort 6. So eilt mit schnellen Schritten, hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern; seid fröhlich, ihr Verzagten, den König selbst zu sehn, er kommt in unsre Mitten stark, herrlich, sanft und schön; nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen 3— dort kommt der Morgenstern; und uns erlösen kann. der Herr will in der Not 7. Der König will bedenken mit reichem Trost euch speisen, die, so er herzlich liebt, er will euch Hilf erweisen, mit köstlichen Geschenken, ja dämpfen gar den Tod. als der sich selbst uns gibt 4. Seid fromm, ihr Untertanen, durch seine Gnad und Wort. der König ist gerecht. Ja, König, hoch erhoben, Laßt uns die Weg ihm bahnen, wir alle wollen loben macht sie zum Einzug recht. dich freudig hier und dort. Fürwahr, er meint es gut; 8. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, drum lasset uns die Plagen, wirst selbst doch arm und schwach; die er uns schickt, ertragen du liebest unvergleichlich, mit unerschrocknem Mut. du gehst den Sündern nach; 5. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, d. i woll'n wir dir allein 1605. der König kommt mit Macht; die Stimmen hoch erschwingen, an uns, sein' Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. 2¹ dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist, g. 1607, 1667. 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 5 20. Eigene Melodie. EH—.——— n SI..........I..... *— 1.—— 1——— 1— . Dein Kö⸗ nig kommt in nie⸗dern Hül ⸗len, ihn trägt der —.————.— 2 + Hμ 2— 2——— + ⁰ 1.—5 + + 4H— LI 2——— SSeeeee— + 2— I + XV. H.—.— +—..— EE. last⸗bar'n Es'⸗lin Fül⸗ len, emp⸗fang ihn froh, Je ⸗ru⸗sa⸗lem! +2 2— E — 2 1 —33.32 2..‚.— .— + + + Trag ihm ent⸗ ge⸗ gen Frie⸗dens⸗pal⸗men, be⸗streu den Pfad mit 1— 2. O mächt'ger Herrscher ohne Heere, gewalt'ger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht, es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. DeinReich ist nicht von dieserErden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. E E 2 DDDD‚iieeeeeeee.— e ———— + L + E 2 I.. 11 LV.— 1 1—— 1—— II grü⸗ nen Hal⸗men! So ist's dem Her⸗ren an⸗ge⸗ nehm. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstörtl Not ist es, daß du selbst hienieden kommst, zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus! Friedrich Rückert, g. 1789, + 1866. 21. Eigene Melodie. 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, was sie haben prophezeit, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Loher, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Friedefürst, Kraft, Rat und Held 22 .SDSDSS...I.I.............. I 23— L.= — 1. Gott sei Dank durch al-le Welt, der sein Wort be⸗ 117 SDSSEEEEEEEE——— E ö stän⸗dig hält und der Sün⸗der Trost und Rat zu uns EFH— R S. I + 11 11 + II E EEl her ⸗ge ⸗ sen ⸗det hatl hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte dir auch eine Bahn, Herr, in meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, rlin von 6. Und voller Se also sei a deine Sa 7. Trõ B. Festtagslieder(Advent). mach es, wie du gerne tust, rein von aller Sündenlust! 6. Und gleich wie dein Ankunft war voller Sanftmut, ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit! 7. Tröste, tröste meinen Sinn, 21—23 weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich gar hoch und kühn vermißt. 8. Laß mich, wenn du, Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, freudig dir entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinr. Held, um 1650. 22. Mel. Meinen Jesum laß ich 6555 —— 225 E + + +— 1 P + I I +72 — V 8—*. 15 7 2— 1 50o ⸗ si⸗ ⸗nal Da⸗vids Sohn kommt in Zi⸗ on — Vach be-⸗-rei-tet ihm den Thron, setzt ihm tau⸗send 7+17...— 2* EE. 2 —, f 92..—.— ꝗ.—— ein ⸗ge⸗ zo⸗ gen;—— Eh⸗ren ⸗ bo ⸗gen, streu⸗et Pal⸗men, ma⸗chet Bahn, V + 4— nn;——— 7 I———.— daß er Ein⸗zug 2. Hosianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz ist schon gerüst't, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast! Wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach so laß uns unverdrossen deinem Scepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein! hal⸗ten kann. 5. Hosianna! Steh uns bei! O Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen! Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 6. Hosianna! Laß uns hier an den Olberg dich begleiten, bis wir einstens für und für dir ein Psalmenlied bereiten; dort ist unser Bethphage: Hosianna in der Höh! 7. Hosianna nah und fern! Eile bei uns einzugehen, du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosianna! Bist du da? Ja, du kommst, Halleluja! Benjamin Schmolck, g. 1622, 4 152. 23. Mel. 306 was soll ich Sünder machen. 9 1i— 4—.— . Kommst du, kommst du, Licht 955 Hei⸗ den Ja du kommst 55 7 + N + +— ,, L.dis, e.e—.— 2 säu-mest nicht, weil du weißt, was uns ge⸗ bricht; 23 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. — e inen ee ͥiiꝑPꝑPDPDPRDSDSSiSIi 53 o du star-ker Trost im Lei⸗den, Je⸗ sü mei⸗ nes 5 DDDIIITITTTTITTITF , Lrn wir, m Her⸗zens Tür steht dir of⸗fen, komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen, 4. Jesu, rege mein Gemüte, du Weltheiland, Jungfraunsohn; Jesu, öffne mir den Mund, meine Sinne spüren schon daß dich meines Herzens Grund deinen gnadenvollen Segen, innig preise für die Güte, deines Geistes Wunderkraft, die du mir, o Seelengast, welche Frucht und Segen schafft. lebenslang erwiesen hast. 3. Adle mich durch deine Liebe, 5. Laß durch deines Geistes Gaben, Jesu, nimm mein Flehen hin, Liebe, Glauben und Geduld, schaffe, daß mein Geist und Sinn durch Bereuung meiner Schuld sich in deinem Lieben übe; mich zu dir sein hocherhaben. sonst zu lieben dich, mein Licht, Dann so will ich für und für steht in meinen Kräften nicht. Hosianna singen dir. Ernst Christ. Homburg, g. 1605, 1681. 24. Eigene Melodie. ö 2Z.3..——— 1— 2— +II 1 e Kren eeex dn,. 1—.. I——— 1 L— 1.—.— 1— I I 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der 2 4 6 Herr der Herr ⸗ lich keit, ein Kö⸗nig aller [„— I II +— I ..............I.I..I.I.I....... EH N S Kö ⸗ nig'- reich, ein Hei⸗land al ⸗ ler Welt zu⸗ E I—.—— 4.——.— 1 e VXV +1— 1—— I +—4— 1 5 gleich, der Heil und Le-⸗ben mit sich bringt; des⸗ 2 I +I 1 1 E +2* 4 H + 1 1 LV—— 1— 5— 2— 2 hal⸗ben jauchzt, mit Freu ⸗ den singt: Ge⸗ lo ⸗ bet n eeneen üre= en a.. h.* ů—— 2 7 7 1 —— sei mein Gott, mein Schöp⸗fer reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Gelobet sei mein Gott, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, mein Heiland groß von Tat! sein Königskron ist Heiligkeit, 3.— wohl dem Land, o wohl derStadt, sein Scepter ist Barmherzigkeit; so diesen König bei sich hat! all unsre Not zum End er bringt, Wohl allen Herzen insgemein, deshalben jauchzt, mit Freuden singt: da dieser König ziehet ein! Et ist die bringtmrit Helobet se mein Tröf 4. Mac Weit, eu' Die Zwei steckt auf so kommt i Heil u 2 155 5 x 2 2. Ber den Weg macht sei laßt alles VV hen, 681. — ladt, B. Festtagslieder(Advent). Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eu'r Herz zum Tempel zubereit't! Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. 2⁴4—26 Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Komm, omein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist; ach zeuch mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein! Dein heil'ger Geist uns führ und leit den Weg zur ew'gen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel, g. 1590, f 1655. 25. Mel. 95 Gott will ich nicht lassen. Eyv. Luk. 3,3—5. H*—.— —.—4.—— .. — 1 Mit—— o Men⸗ schen-kin- der, das Herz in 5 Bald wird das Heil der Sün-⸗der, der wun⸗der⸗ + II V*— SSSDSSI euch be⸗ ste ellt! 1 5 star⸗ke Held, ö den 2 35— al ö lein der + W/—— E d Welt zum Licht und Le⸗ben spro ⸗chen hat zu —.——— N SSII............ DPDE ge⸗ben, bei al len keh-ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht eben jeden Pfad, die Tal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, macht gerad! 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht; ein mii das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen zu dieser heil'gen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein. Nach Val. Chilo d. jüng., g. 1607, 4 1662 26. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 17 —— 4*——————— 1 e, nn ei na:et er,, Sn 2—— SS Nun jauch⸗zet all, ihr From⸗ Uweil un⸗ser Heil ist kom men, in die ⸗ser men, der Herr der 25 Ei ᷓᷓ́ᷓ Herr lich kel; zwar oh ne s ö ze 6üz EEEEEEEEEEEEEEEEE—+ —H11——.2 23....——*⁰⁷ 2.— n. LV. 2 1— 1— 1—.—..— — doch mäch-tig, zu ver ⸗ hee⸗ren und gänzaelich SSSDDII‚I....——.—.——.—— EN I +— 2—. + + + .———————————.—3— 22 zu zer⸗ stö ⸗ ren des Teu⸗fels Reich und Macht. 2. Kein Scepter, keine Krone 4. Ihr Armen und Elenden sucht er auf dieser Welt; in dieser bösen Zeit, im hohen Himmelsthrone die ihr an allen Enden ist ihm sein Reich bestellt. müßt haben Angst und Leid, Er will hier seine Macht seid dennoch wohlgemut, und Majestät verhüllen, laßt eure Lieder klingen, bis er des Vaters Willen dem König zu lobsingen; im Leiden hat vollbracht. der ist eu'r höchstes Gut. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, 5. Er wird nun bald erscheinen nehmt diesen König an, in seiner Herrlichkeit wollt ihr beraten werden und all eu'r Klag und Weinen und gehn die rechte Bahn, verwandeln ganz in Freud. die nach dem Himmel führt; Er ist's, der helfen kann; sonst, wo ihr ihn verachtet halt't eure Lampen fertig und nur nach Hoheit trachtet, und seid stets sein gewärtig; des Höchsten Zorn euch rührt. er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer, g. 1606, 4 1675. 2. mel. Erschienen ist der herrlich Cag. ,——————————— LCUU 4 + + EE— 1 + 11 L SS.—.——.—. + 2— + ͤ— E 4..—..——.*——. 1. Nun kommt das neu ⸗e Kir ⸗chen ⸗jahr, des freut sich —— + + + + 1 EV + 1—— HH—— J 2—— i* 1* 1 + — +———* 0 L Chri⸗sten⸗ schar. Dein Kö⸗nig kommt, drum freu ⸗8 EH I 2——.——— +.— 4.— 3* T+.. II 1 1— E 1 + 2 IEIl————EZ. + N EZCel————2——. + + 4..— + H E. + L.. I—.— + L—...3...‚‚ II ——. Ee —— dich, du wer⸗tes Zi⸗ on, wig-lich!l Hal-le⸗-lu⸗jal 2. Wir hören noch das Gnadenwort Lob und Preis sagen für und für. vom Anfang wieder immerfort, Halleluja! das uns den Weg zum Leben weist; 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Gott sei für seine Gnad gepreist. dem heil'gen Geist in Einem Thron; Halleluja! der heiligen Dreieinigkeit 3.Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, sei Lob und Preis in Ewigkeit. die unsern Glauben stets vermehrt, Halleluja! laß in uns bleiben, daß wir dir Joh. Olearius, g. 1611, + 1684. 26 Dn.⸗ Sidl. Gsessesi ——22f——————....IIRIRIIIeIeIsss 1664.• B. Festtagslieder(Advent). 28 Mel. Werde munter, mein Gemüte; 23. oder: Freu dich sehr, o meine Seele. 5—.DS * I—.—.— 1 Wa⸗rum willst du drau⸗ßen ste⸗hen, du Ge⸗ Laß dir, bei mir ein⸗zu⸗ ge⸗ hen, wohl ge⸗ WRSSSS. 4e 2— 3—.— +2— 2——— * E—— + ů3 105 u—— seg⸗ ne⸗ ter des Herrn?. ö al ⸗len, du mein Stern! Du mein Je⸗su, mei⸗ne Freud, BPIIIIII.I.I.......T.T.. TIT TITITTT —.— 0 Hel⸗fer in der rech⸗ten Zeit, hilf, o Hei⸗land, mei⸗nem V +—.— N + N— 2— + N SDSPSPISISIPIIIIIIIIII..I.... ———.— ꝗSIl Her⸗zen von den Wun'den, die mich schmer-zen! 2. Meine Wunden sind der Jammer, welchen oftmals Tag und Nacht des Gesetzes starker Hammer mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donnerstimm, die mir Gottes Zorn und Grimm also tief ins Herze schläget, daß sich all mein Blut beweget! 3. Will ich denn mein Elend lindern und erleichtern meine Pein bei der Welt und ihren Kindern, sink ich vollends tief hinein: da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen. 4. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär; hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ist's mehr, als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist's, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 5. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man erst recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu komm, laß dich erblicken! 6. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zeucht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gib dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. 7. Was du Böses hast begangen, das ist alles abgeschafft: Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünde Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen. 8. Alles dient zu deinem Frommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ist's gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Daul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. ⁰ —1 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Wie soll 0 ich dich emp-⸗ 29. Mel. Valet will ich dir geben. 72 + 8 D ——— 0 2 dn EnEe i e. ⁴— EEREAN ö fan⸗gen und wie be⸗ 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß⸗ 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, al ler Welt Ver-lan⸗gen, 0 mei⸗ ner 4.7— N— N 2 12— E 4 — LX I II I—— 4 gegn' ich dir 5• 2 7 See⸗le Zier?— Je ⸗su, Je ⸗su, EV.——. derren TC.— 5 H◻.. 2 142 2. +— Te, 2..—.—— ERNE 0 se 3tze mir selbst die Fak⸗kel bei, da ⸗ mit, was ., EHN— ů ETTITITT———.—— —. 0 0 2 0—— dich er 38 e, mir kund und wis⸗send sei. die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür: der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zu Trost und wahrem Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in Einem Augenblick. Er kommt dem alle! der ganze zum Wide 10. Er zum Fluc 2. Was schon in d zu unserm 3 Wer ist 20 Du, auch mir 1 reien B. Festtagslieder(Weihnachten). Er kommt, er kommt, ein König, dem alle Macht und List der ganzen Welt zu wenig zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ew'gen Licht und Wonne in deinen Freudensaal!⸗ Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 2. Weihnachten. 30. mel. Sobt Hott, ihr Christen allzugleich. EFAUAEEEEEIEEIEIIIIIIITIIJ. P— H10— 3—— +————..— 44.:4.—.. L * T—........ . 1. Al ⸗ so hat Gott die Welt ge-liebt, daß er aus *— 5— 135—2—7 25—— 1 2—— +— + V4⁰ w.—.1.. 2— E— 1 I—.—= — +— +* +*— V 25 frei⸗ em Trieb uns sei⸗nen Sohn zum Hei-land gibt. Wie *—.——.—.— H 747 +— +—— +* I II . L— I.— 2— +—2 + + II .F7.0 EI—— 1 2— I—— 1— I * 2. Was sein erbarmungsvoller Rat schon in der Ewigkeit zu unserm Heil beschlossen hat, 2, vollführt er in der Zeit.: 3. Er, aller Menschen höchstes Gut, der alle segnen kann, nimmt wie die Kinder Fleisch und Blut, ) doch ohne Sünde, an.: 4. Ich freue mich, mein Heil, in dir. Du nimmst mein Fleisch an dich. Was fehlt mir nun? Ist Gott mit mir, 2): wer ist dann wider mich?: 5. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst auch mir Rat, Kraft und Held, hat uns Gott so lieb! Wie hat uns Gott so lieb! mein Vater und mein Friedefürst, 2, sowie das Heil der Welt. 6. Was mir zum Seligsein gebricht, das, Herr, erwarbst du mir. Versöhnung, Leben, Trost und Licht, 2) das hab ich nun an dir. 7. Dein Mangel wird mein reiches dein Leiden stillt mein Leid. Teil, Durch deine Knechtsgestalt, mein Heil, ) gewinn ich Herrlichkeit.: 8. Gelobt sei Gott, gelobt sein Sohn, durch den er Gnad erweist. Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron! Erheb ihn auch, mein Geist!:: H. C. Hecker, g. 1699, 1 1745. 31. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 2 *.—5. 28— 74005 E SDSSSSSEEEEEEEEEEEEEEEEEEE ——.——— Trich au, du schö⸗ nes Mor⸗gen⸗licht! Das ist der ld I—. 25—— HD qqP—— T ö 207—.——.— al te Mor⸗gen nicht, der täg⸗lich wie 1665 der⸗ EHU EEEE— m Ene d e- EI—— 2—.— 2——— DESSSEEEEEEEE E keh⸗ret. sist ein Leuch⸗-ten aus der Fern, es E—.—— ů — E 3.— e,,— H— ist ein Schim⸗-mer, 21 ist ein Stern, 29 N— von dem ich 31—32 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. ö 3. längst ge ⸗ hö ⸗ ret. 2. Nun wird ein König, aller Welt 4. Ein ewig festes Liebesband— von Ewigkeit zum Heil bestellt, hält jedes Haus und jedes Land— ein zartes Kind geboren. und alle Welt umfangen. Der Teufel hat sein altes Recht Wir alle sind ein heil'ger Stamm,.— am ganzen menschlichen Geschlecht der Löwe spielet mit dem Lamm, 115.— verspielt schon und verloren. das Kind am Nest der Schlangen., 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit; 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Ch es naht die sel'ge Gotteszeit Hier in der Krippe liegt ein Kind 2. Die V der Freiheit und der Liebe. mit lächelnder Gebärde. bis daß die Wohlauf, du frohe Christenheit, Wir grüßen dich, du Sternenheld: da sandte daß jeder sich nach langem Streit Willkommen, Heiland aller Welt, das Heil de in Friedenswerken übe! willkommen auf der Erde! 3. Wenni Max von Schenkendorf, g. 1785, + 1812. so steht meir er belet an, 32. Mel. Aus meines Herzens Grunde. ö daß Gottes — 4. Damit —4—2.— emiedrigstd Der heil'⸗ge Christ ist kom ⸗ men, der mimmst selb des freun sich al ⸗le From ⸗ men am ashhänstim 5. Dein 8 lomm, sü ⸗ ße Got⸗ tes ⸗sohn, olt, deine höch⸗sten Him⸗mels⸗thron; auch—— au den 998 sei Herr, Immanue auf den di⸗ dich Got, En ⸗geln lie ⸗ben heil'⸗gen 4 2. Das Licht ist aufgegangen, er will, daß alle, rein die lange Nacht ist hin, von ihren alten Schulden, die Sünde ist gefangen, vertrauend seinen Hulden,. erlöset ist der Sinn, gehn in den Himmel ein. die Sündenangst ist weg, 4. Drum freuet euch und preiset, und Liebe und Entzücken ihr Kindlein fern und nah! baun weite Himmelsbrücken Der euch den Vater weiset, 0 aus jedem schmalsten Steg. der heil'ge Christ ist da; me g. Verwaiset sind die Kinder er ruft so freundlich drein mit süßen Liebesworten: nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder Geöffnet sind die Pforten, 20 Hi C. aß! ihr Kinder, kommt herein! in seinen Gnadenschoß; Ernst Moritz Arndt, g. 1769, + 1860. A 817. 1860·• B. Festtagslieder(Weihnachten). 33—34 33. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. .....TV+T,: 31 E re eer EIEE— EY rt. — 4 1. Dies ist der Tag, den Gott ge⸗macht, sein werd in en in Hnd.———— H— 12.—*—— 4.—..— 3 E 346—— ö 4—.— EH W.— 2—. 4 al⸗ ler Welt ge⸗dacht, ihn prei⸗ se was dur Je⸗sum V. 2 +— — I. 2—. +— 1 ,r, Christ im Him⸗mel und auf Er ⸗den ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst i im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir; „ich komm, im Buche steht von mir: Gott, deinen Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott, mein Heiland, bet ich an. 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majestät, du bist es, der das Herz erhöht! Gedanke voller Seligkeit, du bist es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn er⸗ fuhrt, den Tag der heiligsten Geburt, und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 14. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht, ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Chr. F. Gellert, g. 1215, 4 1769. 5 34. Mel. O daß ich tausend Hungen hätte. FAHE—..—— 4—.— IDHEBI V + I + P L 2—2 +—. —93 I— 12 I— 1—. 0— 2 1 1 Dies ist die Nacht, da mir er⸗schie- nen des gro⸗ ben Kind, dem 5 le En⸗gel die ⸗nen, bringt Licht i in V + +— I :,n, e,. Got⸗tes Freund⸗lich ⸗—keit; 5 mei ⸗ne Dun ⸗kel ⸗ heit, und die ⸗ Welt⸗ und ——— II— IIDD‚— IX. 11.— I 245 + + I 2. 1=I.2 + + H! ——— 2 1 Him⸗mels⸗licht weicht hun⸗ 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, 271 nicht den Gnadenschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle dent tau⸗ send Son⸗ nen nicht. streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Hölle Macht, der Sünde und des Kreuzes Nacht. 31 34—36. Sonn⸗ und F 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern verge⸗ hen vielleicht in einer kurzen Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, esttags⸗Lieder. sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachts⸗ sonne, bestrahle mich mit deiner Gunst! Dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. Kasp. Friedr. Nachtenhöfer, g. 1624, 1685. — 11 35. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. EH Da 5 Lart 1— NNNRDDSDDDD. + +. 2——...— + E— H◻.— +— I— + I + L ——1. ů.——.— 1. Du lie ⸗ber, heil'⸗ger, from⸗mer Christ, der für uns DIE + I I———.—. I TES.II I + I—.— 1—.—1 2 2 +—.— 2 LIE L + I 1.— + + 14— —. — Kin⸗der kom-men ist, da-mit wir sol⸗len weiß und EATT d. 28—. IEEEE en—A L—————. + 7 II— rein und rech-te Kin⸗der 2. Du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, du Himmelskind und Himmelsschein, damit wir sollen himmlisch sein! 3. Du lieber, heil'ger, frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Zeit. Got=tes sein! 4. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze rein, o bade mir die Seele hell in deinem reichen Himmelsquell! 5. Daß ich wie Engel Gottes sei in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für, du heil'ger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt, g. 1769, 1860. —7 36. Mel. Vom Bimmel hoch da komm ich her. EAEAE 2—— en 2..—.— PE. H IRRRRSE—.— 1. Em- por zu Gott, mein Lob⸗ge⸗sang! Er, dem das ERN— I II.................. TTTTTT 1* 2 2 E EI 1—75 I——— Lied der En-⸗gel klang, der ho⸗ he Freu⸗den ⸗tag ist EH———.— AHIAI— TCS.— 2*.*— 7 1 II— LII.I E7*7 1 1 2 E 2 + IV + NI — I I— + II da! Lob⸗sin⸗get, Got⸗tes 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns des Lebens Licht gebracht. Nun leuchtet uns ein milder Strahl wie Morgenrot im dunklen Tal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild, vom armen Pilgerkleid umhüllt, 32 Heil ist nah! und führet uns mit sanfter Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der im Himmel herrlich thront, hat unter uns als Mensch gewohnt, damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich. 3. Erl- uns, eine und wan in Sterne in. achts⸗ unst! vonne nst, B. Festtagslieder(Weihnachten). 36—39 3. Er leitet auf des Himmels Bahn 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang! uns, seiner Brüder Schar, hinan Er, dem das Lied der Engel klang, und wandelt unser Pilgerkleid der hohe Freudentag ist da! in Sternenglanz und Herrlichleit. Lobsinget, Gottes Heil ist nah! Friedrich Adolf Krummacher, g. 1767, 4 1845. Mel. Lobt Gott, ihr Christen allzugleich. 154 kommt, er kommt, der star⸗——— voll 68— 10 * o⸗ 2365 Mit⸗ 4er. nacht, des To ⸗des Mit⸗ter nacht. 2. Wer kommt, wer kommt, wer ist 3. Dir, Menschgeword'ner, singen wir voll göttlich starker Macht?([der Held, Anbetung, Preis und Dank. Messias ist's! Lobsing ihm, Welt! An deiner Krippe schalle dir 2) Dir wird dein Heil gebracht.: 2) der Erde Lobgesang!: Daniel Schiebler, g. 174u, 4 1221. 33. Eigene Melodie. — Es ist ein Ros ent⸗sprun⸗gen aus ei⸗ner Wur ⸗ zel zart, 3— als uns die Al⸗ten sun⸗gen; von Jes-⸗se kam die Art 65 B ——— —ß7([ßj—ñ—— —5 3635 ein Blüm ⸗lein bracht mit=⸗ten im —.— 2—110 95——— ö TPPP—— E—.—.———.— Zn. ch 40 7 2— 7 ter wohl zu der hal ⸗ ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, 3. O Jesu, bis zum Scheiden davon Jesajas sagt, aus diesem Jammertal hat uns gebracht alleine laß deine Hilf uns leiten Marie, die reine Magd; hin in den Freudensaal, aus Gottes ew'gem Rat in deines Vaters Reich, hat sie ein Kind geboren da wir dich ewig loben. wohl zu der halben Nacht. O Gott, uns das verleih! Vor 1600. 39.1 Melodie. DPDPDPDPDPDEIEE. T.* WRAI“— 8 1. Freu⸗et euch, ihr Chri⸗ sten al⸗le, freu ⸗ e sich, wer 33 3 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 1 al⸗lem Lei⸗de. Won⸗ne, Won-⸗ne VD — BII .—, DDD— 2* 2——————— im⸗-mer kann Gott hat viell n uns ge⸗täm! Freu⸗ et ——.—.—— EEEEEEE .— SDSDSDSDSDSPISII‚II— 0 euch mit gro⸗ßem Schalsle, daß er uns so hoch ge-acht't, , —— + ð1—41 12— +——— E E 1 E 1—— 1 50 sch mit uns be⸗ freund't ge⸗-mächt. Freu⸗de, Freu⸗de ü⸗ber U— I—— Eh.,.—.5.— 4 2—...— 2.....—* I— 4˙——1 2.— Freu⸗de: Chri-⸗stus weh⸗ ret 4— 55——.— DSPDIIII..T ..—.—— ber Wonne: Cü————— ber Wonme: 2. She siehe, meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der Krippe Höhle harte lieget dir zu gut, dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr. So laß mich von dir nicht wanken, nimm mich dir zu eigen hin, Chri-stus ist die Gna-den-son-ne. so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner auch in Gnaden an, schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder, gib der ganzen Christenschar Friede und ein sel'ges Jahr! Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. Christ. Keymann, g. 1607, 4 1662. 34 40. Eigene Melodie.—6F669 + +— R + I II + + e nemnte, rx,, E— 2.——————.— —6ä Fröh⸗lich soll mein Her⸗ze sprin ⸗ gen die ser E DiieE—— EE SDSDIDIIIT—3 1—— 1— E— I—— 3 Zeit,— vor Freud al⸗le En⸗= gel sin ⸗ gen. Hört, E SPSPI. 2 2 1— IIIE 2 E P„ +—..— +—. * 4.—— 55 bort, wie mit vol⸗ len Chör⸗ ren al ⸗le Luft — P. + I j— I H EWDPTPTDPTPTTPTPTITPTITFTTITITITITITIFITITITITITITITII—— E ö*———— e lau⸗-te ruft: Chri-stus ist ge⸗bo ⸗ ren! eer- ee 2. Heule Gotbes Hell reißt aus al Gott wird Gottes Kin sich mit un 3. Nun, ruft zu sich spricht mit Lasset fahr was euche ich bring a 4. Ei so stallt euch e eilt mit gro Mut den, schaut den Licht und 5. Dieih schet, hier zu den wah Jaßt ihn w an den Out euch kün K Wnn jeder B. Festtagslieder(Weihnachten). 40—41 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute, Gottes Kind, das verbind't sich mit unserm Blute. 3. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt, ich bring alles wieder. 4. Ei so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großen Haufen. Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. 5. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 6. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfind't seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände: hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 8. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 9. Ich will dich mit Fleiß bewahren, ich will dir leben hier und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Daul Gerhardt, g. 1607, 4 1676 41. Eigene Melodie. D 0 1. Ge ⸗lo⸗bet seist du, Je ⸗su Christ, daß du i..,.. e. Mensch ge⸗bo ren ö bist von ei⸗ner Jung⸗frau, das ist tieten 0 wahr, des freu⸗-et sich der En ·gel Schar. +* + SIIII.......— ikii⸗ 2. Des ew'gen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippe find't; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew'ge Gut. Kyrieleis! 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein der alle Ding erhält allein. Kyrieleis! 4. Das ew'ge Licht geht da herein, gibt der Welt ein'ꝰn neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis! 35 3* 41—42 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, und seinen lieben Engeln gleich. ein Gast in der Welt hie ward Kyrieleis! und führt uns aus dem Jammertal, 7. Das hat er alles uns getan, »macht uns Erb'n in seinem Saal. sein groß Lieb zu zeigen an, Kyr ieleis! des freu sich alle Christenheit 6. Er ist auf Erden kommen arm, und dank ihm des in Ewigkeit. daß er unser sich erbarm Kyrieleis! und in dem Himmel mache reich Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 42. Mel. Es ist gewißlich an der Seit. —.——.— 330——. Ich steh an dei⸗ ner n pe hier, o Je⸗ su/ ich kom⸗me, bring und sch en⸗ ke dir, was du mir .—. — ů Sn du mein Le⸗ben, —5— ah E e⸗ ben. Nimm es 1* 30 29 59 ge⸗ 35 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt und weil ich nun nichts weiter kann, ö mein Adern und Geblüte; so tu ich, was geschehen. dein schöner Glanz, dein süßes Bild O daß mein Sinn ein Abgrund wär, 1 liegt mir ganz im Gemüte. und meine Seel ein weites Meer, ö Und wie mag es auch anders sein, daß ich dich möchte fassen! ö wie könnt ich dich, o Herze mein, 6. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, aus meinem Herzen lassen? mit Lobe zu erhöhen 3. Da ich noch nicht geboren war, die Auglein, die so unverwandt da bist du mir geboren nach mir gerichtet stehen? ö und hast mich dir zu eigen gar, Der volle Mond ist schön und klar, eh ich dich kannt, erkoren. schön ist der güldnen Sterne Schar, Eh ich durch deine Hand gemacht, dies' Äuglein sind viel schöner. da hast du schon bei dir bedacht, 7. O daß doch ein so lieber Stern * wie du mein wolltest werden. soll in der Krippe liegen! 4. Ich lag in tiefster Todesnacht, Für edle Kinder großer Herrn du warest meine Sonne, gehören güldne Wiegen. die Sonne, die mir zugebracht Ach Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Licht, Leben, Freud und Wonne. Samt, Seide, Purpur wären recht, ö O Sonne, die das werte Licht dies Kindlein drauf zu legen. des Glaubens in mir zugericht't, 8. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg wie schön sind deine Strahlen! das Heu, ich will mir Blumen holen, 5. Ich sehe dich mit Freuden an daß meines Heilands Lager sei und kann mich nicht satt sehen, auf lieblichen Violen; nit Rosen, auls schönen von oben h 9. Zur Se viel weiße die sollen s⸗ im Schlafe Doch liebt dies Kinde was ich h 10. Du fr noch nach du hast die an unsrer suchst meir durch dein Saall, s Hlanzende in Leinlich Kind, 6 Rgel es 9. Da! und auft belachten die dun danket w chlecht, echt, ut weg ö holen, G. Festtagslieder Weihnachten). mit Rosen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 9. Zur Seite will ich hie und dar viel weiße Lilien stecken, die sollen seiner Auglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt viel mehr das dürre Gras dies Kindelein als alles das, was ich hier nenn und denke. 10. Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Herrlichkeit durch dein selbsteignes Herzeleid, 42—43 das will ich dir nicht wehren. 11. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden! 12. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich bewirten werde; du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde. Doch bist du so ein frommer Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 16ers. H= 4.— —*——— ‚—.— 1. Ihr Kin⸗der ⸗lein, kom ⸗-met, o E — 22 Dall, zur Krip⸗ pe her i Stall und seht, was in H Racht der 2. O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, seht hier bei des Lichtleins hell⸗ glänzendem Strahl in reinlichen Windeln das himmlische Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind. 3. Da liegt es, ihr Kinder, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh, die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, erhebet die Händlein und danket wie sie; ——— E— 9 Him⸗-mel für Freu-de uns macht. ————— hoch ⸗ hei ⸗li⸗ stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun, stimmt freudig zum Inbel der Engel mit ein. 5. O betet: Du liebes, du göttliches Kind, was leidest du alles für unsere Sünd! Ach, hier in der Krippe schon Armut und Not, am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod. 6. So nimm unsre Herzen zum Op⸗ fer denn hin, wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. Ach mache sie heilig und selig wie dein? und mach sie auf ewig mit deinem in eins Christoph von Schmid, g. 1768, 1852. 37 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen, wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin. 1* 3. Sehet, was hat Gott gegeben! V Seinen Sohn zum ew'gen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, +* uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. 4⁴4—45 1. Sonn⸗- und Festtags⸗Lieder. 44. Eigene Melodie. ENU 11 I E.— 4 E I V—.— 1—.—..r.— 1 +*—.— I—— I—.— 666. Kommt und laßt uns Chri stum eh-ren, Herz und nb,, e EEEEEEEEE‚r 1..—.,——.. LV—.2 I I* + 1 I I— —*— 35 24573 Sin nen zu ihm keh⸗ren, sin⸗ et fröh-lich, laßt e,,= E.——— 1 V 2——— hö⸗ ren, wer⸗tes 3 der Chn sten heit! Jakobs Stern ist aufgegangen, bult das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Hölle Reich. 6. O du hoch gesegn'te Stunde, da wir das von Herzensgrunde gläuben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 1 45. Eigene Melodie. —.— 15——————.—.—.2 .———————— x 0 1. Lobt Gott, ihr Chri⸗sten all⸗ ⸗gleich, in 3— nem I 1—— S 7. —.— 2. ö höch⸗sten Thron, der heut sch eußt auf sein Him⸗ mel⸗ reich und ö* 2—10— .SISIS.......II — schenkt uns sei- nen Sohn, 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß x und wird ein Kindlein klein, * er liegt dort elend, nackt und bloß ů 25 in einem Krippelein.:: 3. Er äußert sich all seiner G'walt, wird niedrig und gering und nimmt an sich ein's Knechts Gestalt, „der Schöpfer aller Ding.:, —4. Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an und schenkt uns sei⸗ nen Sohn. und gibt uns in sein's Vaters Reich : die klare Gottheit dran.: Er wird ein Knecht, und ichein Herr, das mag ein Wechsel sein! Wie könnt er doch sein freundlicher, 2) das herze Jesulein.: 6. Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis, der Cherub steht nicht mehr dafür. 2) Gott sei Lob, Ehr und Preis!: Nikolaus Bermann, 1 1561 nach dir i troͤst mir; 0 Kindlein durch all o lebstes B. Festtagslieder(Weihnachten). 46—47 46. Eigene Melodie. 7—— 0 365 ᷣDP ——— 1 1——— und.—.—— —*—„ —.— 1. Nun sin ⸗get und seid froh„jauchzt all und 3—5 IDD— Di —2—.——— n Ln L e ** .— sa⸗get so Un⸗sers Her-zens Won⸗ 2——..—.———— —.S......I.III.I.I.I.I.I.II..I..I..... —*———— 123—1——4 5— jen, ne liegt in der Krip⸗pe bloßund leuchtet doch ——.—. D Wel ——— ö be —— ö als die Son ⸗ ne in ei ner Mut⸗ter Schoß ö, 4= Du bist A und 2 du bist A und O Stal 8 25 2. Sohn Gottes in der Höh, so hat er uns erworben nach dir ist mir so weh, die ew'ge Himmelsfreud; tröst mir mein Gemüte,*ach wären wir doch da! o Kindlein zart und rein, 4. Wo ist der Freudenort? 107⁰ durch alle deine Güte, o liebstes Jesulein, 2: zeuch mich hin nach dir. 3. Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unsre Schuld. Wir war'n all verdorben durch Sünd und Eitelkeit, Ach nirgends mehr als dort, da die Engel singen zusamt den Heil'gen all, und wo die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal. Ach wären wir doch da! Nach dem Lateinischen In dulci jubilo. 1646. — 47. Mel. O sanctissima. —— 2—5— 2*E— 1——— ö EU——53 IYꝗYDDDDDRESDSSSS den, rrrurIr iich 1. O du fröh ⸗li ⸗che, 9 du se li⸗ 8e, ◻. 520—.— DI‚D..—— SSSS.......... gna⸗den ⸗-brin-gen-de Weih-nachts-zeit! Welt 7 n II—— —. 2Lür ing ver⸗ lo? ren, Christ ist P SSSS * P——————— 1501 freu ⸗ e, freu⸗e dich, o 30 2. O du fröhliche, o du selige, ö gnadenbringende Weihnachtszeit! 2) Christ ist erschienen, uns zu versühnen; freue, freue dich, o Christenheit!: 47—48 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! König der Ehren, dich woll'n wir hören. Freue, freue dich, o Christenheitien 2—— Joh. Daniel Falk, g. 1768, 4 1826. 152——.—— Eigene— 2— EE— 1. O Lie ⸗-be, die den was für ein Trieb hat Him⸗-mel hat zer ⸗ ris ⸗sen, dich be-we⸗gen müs⸗sen, 4 E— 22 2.—.— — 1— + I— + 2— S ö U 2. Die Liebe ist so groß in deinem Herzen, daß du für mich das größte + Wunder tust; die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Liebesgrad, der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hatl 3. Die Liebe ist mein Anverwandter worden, mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit, der Gottheit Quell lebt nun in meinem Orden, I die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit, I das Leben selbst ist Mensch gebor'n, V der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlor'n. 4. In ihm wird nun die Menschheit ausgesöhnet, die Reinigkeit der Seele wiederbracht; sie wird als Braut der Gottheit nun ge⸗ krönet, da sie der Himmel selbst so angelacht. die sich zu mir ins E⸗lend nie ⸗der ⸗ließ, der dich zu mir ins Jam-mer- tal ver-wies? 72 —.————* + 4 N 4* + + J— 1 I +* I I ö 1H—...— 5.—..— i‚ I— +* 0 Ehe— 2— Die Lie⸗ be hat es selbst ge⸗tan, sie schaut als SIEEEEEEEE E ů—— 1— E Mut ⸗ter mich in mei ⸗-nem Jam-mer an. Die Menschheit wird nun ganz erneut und als ein reiner Thron der Gottheit eingeweiht. 5. Die Weisheit spielt nun wieder auf der Erden,) dadurch das Paradies im Menschen grünt; nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herren dazu dient; die neugeborne Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unserm Her⸗ zen schaden, Immanuel ist bei uns in der Not. Ich gehe nur zu ihm, dem Quell der Gnaden, so dient mir selbst das Elend und der Tod; der Jammer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, Sprüche 8, 30. 31. dieweilfie Was schade men, we in sie fließt Immanue de Seele! Jchl den; vie schenkt er ich bin mit den ich in Ich bin v 2. Doch boren, sonst hil Hillt W Goti, Vohl den in rccher Wenni den für! luͤßt ihr an it l Mer Reine der hleibe Duum B Festtagslieder(Weihnachten). 48—49 dieweil sie selbst durch ihn verdammetist. weil mich der lautre Strom aus seiner Was schaden nun der Seele ihre Flam⸗ Lieb erfüllt. men, weil Christi Blut und Wasser 9. Auf, auf, mein Geist, vergiß die in sie fließt? Trauerlieder, Immanuel löscht ihren Trieb, er läßt erfreue dich in dieser Liebesmacht! die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. Des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt 8. Ich habe nun ein ewig Leben fun⸗ dich wieder, den; viel Reichtum, Ehr und Wonne und der Verlust ist völlig wiederbracht. schenkt er mir; O ewig, ewig wohl ist mir, daß ich ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, in Christo nun ein Wohlgefallen spür. den ich in mir mit Liebeswirkung spür. 3 Chr. Fr. Kichter, g. 1676, 1 1711. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, W. 40 E 49. Mel. 0 daß ich ae Hungen hätte. 4—̊— 065465 Got tes Gna⸗ de ist er⸗schie⸗ nen, hin lie⸗ ber des Heils kann je⸗ der sich be-⸗ die ⸗-nen, hier wird er⸗ .*2—— IS—— rt. Sohn ist Mensch ge⸗ 501 n, setzt, was war ver⸗ lorn. é Das Kind br 925 nun .— wie—der⸗ bracht die Kind schaft, die euch se⸗ lig macht. 2. Doch der für euch ist Mensch ge— dich lieb ich über alles sehr. boren, muß auch in euch geboren sein; Ach laß mich immer willig sein, sonst hilft's euch nicht, daß er erkoren mein Herze dir zu räumen ein! von Gott, zu helfen euch aus Pein. 6. Gib mir dein Herz! hast du befohlen Wohl dem, in dem dies Wunderkind drum geb ich's dir zum Opfer hin. in rechter Art Gestalt gewinnt! Es ist dir zwar gar nicht verhohlen, 3. Wenn ihr denn wollt noch hier auf Er⸗ wie weit es noch von deinem Sinn; den für solche Lieb Gott dankbar sein, du aber bist der rechte Mann, müßt ihr auch neu geboren werden; der Herz und Sinnen ändern kann. sonst ist eu'r Dank nur Heuchelschein. 7. So bilde denn dein schönes Wesen, Wer seinem Gott will danken recht, o Jesu, in mein armes Herz, der bleibe nicht der Sünden Knecht. das du dir selbst hast auserlesen, J. Drum kehret um, seid wie die Kinder, zünd darin an die Glaubenskerz; hinweg mit dem Hochmütigsein! so wird vergehn die dunkle Nacht, Bedenket wohl, ihr armen Sünder, die Adams Fall ins Herz gebracht. wie euch zu gut Gott selbst wird klein! 8. Die teure Lieb, die dich gezogen Ach folget diesem Beispiel nach, aus dem gestirnten Himmelssaal, daß euch dies Kind recht nützen mag! die teure Lieb, die dich bewogen, 5. O Jesu, meiner Seele Leben, zu kommen in das Jammertal, belebe mich zu deiner Ehr! die ziehe mich von allem ab, Ich will dir nicht mehr widerstreben, daß ich dir treu sei bis ins Grab. 41 49—51 9. So kann ich denn in jenem Leben mit Engeln und der Frommen Schar zu deinem Lob die Stimm erheben, 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. ohn Ende singen immerdar: Ich danke dir, Herr Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist! Sophie Eleonore, Herzogin v.Braunschweig, g. 1674, 4 111. 5 50. Eigene Melodie. — FE—= Te* 1 1 n — 2— + 1. Stil le Nacht, hei⸗ * & 9 N 22 V N E—. nur das trau⸗te hoch ⸗ hei⸗li⸗ ge Paar. Hol- der Kna⸗be im E—— P I——.— 3 N N N 1—— + 2 2— +— HEe E E I +—— + ö 242 0 0 EPI V V 0 Et ⸗„ki ⸗gen Haar, schlaf in himm ⸗li ⸗ scher Ruh, 28 schlaf in himm=li-scher 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht; durch der Engel Halleluja tönt es laute von fern und nah: ½ Christ, der Retter, ist da.: S..... Ruh'! 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schläget die rettende Stund, ): Christ, in deiner Geburt!: Joseph Mohr, g. 1292, 4 184s. 25 51. Eigene Melodie. 7 +— EATEEE* ne e, HEer————4. + 1— +— 1*—2 ů—— Vom Him⸗mel hoch da nn ich her, ich bring euch F——*¹ 2 1* L 1—.— I I„ 1 1 I—— e Mär; der gu⸗ten Mär bring ich so E— e. I— —————— I ——— 1 viel, da⸗ von ich sing'n und sa-gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut gebor'n von einer Jungfrau auserkor'n, ein Kindelein so zart und fein; das soll eur' Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ unser Gott, der will euch führ'n aus aller Not; er will eu'r Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Krippe, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort⸗ hin: was liegt doch in dem Krippelein? Me ist da C ist das 8. Willl Den Sünd und komm wie soll id 9. Achs wie bist d daß du de davon eir 10.Un; von Edel so wär sie zu sein ein II. Der das ist gre darauf du herprangs 2. Zu! wie Mich es ist der der euer 3. Des daß Gott r is geb eulr Brud I. Das ulh B. Festtagslieder Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. 8. Willkommen sei, du edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet hast und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß! 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie dir doch viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seide dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du. groß und reich, herprangst, als wär's dein Himmelreich. (Weihnachten). 51—55 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13. Ach, mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton. 15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen ein'gen Sohn! Des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr. Martin Luther, g. 1485, 4 1546 52. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. .. *—* +* 4. Vom Him⸗ mel kam der En⸗gel Schar, er ⸗schien den — ö——.— erenersiennrer. a. Hir⸗ ten of⸗ 3 fen⸗ bar; sie sag ⸗ten i hn'n: Ein Kindlein — nn— — 15 zart, das siegt dort 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist gebor'n eu'r Fleisch und Blut, eu'r Bruder ist das ew'ge Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. in der Krip⸗pe häart, Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gott's Sohn ist worden eu'r Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eu'r Zuversicht. Es mögen euch viel fechten an, dem sei Trotz, der's nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun worden Gott's Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit! Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 53. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. — f—— 5— r dür —— ö— 1. Will⸗kom⸗men, Quell der Sren den, mein sü⸗ßer +* +—————.—.— e..— * Trost im Lei⸗ den, 43 mein Schutz im fin ⸗stern Tal! 53 54 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 4 mn 20 755 men, Heil Sur⸗ der⸗ , u der Men⸗schen⸗ + 2. Zwar niedrig und geringe, Beherrscher aller Dinge, erscheinest du allhier; doch, was dem Aug entfliehet, des Heilands Größe siehet mein Glaube selbst im Stall an dir. 3. Unendliches Erbarmen! Zu Sündern, ewig armen, 4* kehrt deine Hoheit ein; uns Freiheit, Würde, Leben. einst Kronen uns zu geben, muß Knechtsgestalt die deine sein. kin ⸗der, will⸗ kom⸗men 54. Mel. Vom. hoch da komm ich her. ERR tau⸗ send⸗/ tau⸗ send an. 4. Mit dankerfüllten Lippen nah ich mich deiner Krippen. Zwar arm ist nur mein Dank; doch laß ihn dir gefallen, des Säuglings schwaches Lallen ist, Herr, vor dir ein Lobgesang. 5. Hier schlägt uns Sünde nieder, doch Hoffnung stärkt uns wieder. Bald kommt die Zeit heran, wo ich, zu deiner Ehre entbrannt, in höhre Chöre den frohen Jubel mischen kann. H. Jul. Code, g. 1755, 1 197. 4 x ö 4—— 9— ——.—* +— +. 2— Wir ½% gen—— 2005 nu⸗ du Le⸗ bens⸗ ö..II——.— * 9——.——.—— ů—3—— und Gna ⸗den⸗ auel, du Him⸗ mels⸗ blum ů—0 Mor⸗ gen⸗ . Ki..— 9. — R.. 6—— V ö—.— stern, du Sohn der Jung frau. Herr der Herrn. 2. Wir singen dir mit deinem Heer ů aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, + daß du, o lang gewünschter Gast, ö dich nunmeh r eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. 4. Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein! 5. Nun bist du hier, da liegest du, hälist in dem Kripplein deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommist doch bloß. St 6. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid, bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. 7. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein, doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. 9. Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 44 10.Dubi bin ich dein und will sets dienen 2.Gel wie? Din Wan ich o wuͤrd stomm on dem — i e S Sün Wie fan Ich bin del, I10. B. Festtagslieder(Neujahr). 5⁴4—55 10. Du bist mein Haupt, hinwiederum 11. Ich will dein Halleluja hier bin ich dein Glied und Eigentum mit Freude singen für und für, und will, so viel dein Geist mir gibt, und dort in deinem Ehrensaal stets dienen dir, wie dir's beliebt. soll's schallen ohne Zeit und Zahl. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 3. Neujahr. 55. Wie groß ist des Allmächt' gen Güte. H5 E ö 1 Ach, r 9 um ein Jahr ver⸗schwun⸗den, ein Jahr, und Ach, mehr als acht⸗mal ⸗tau⸗-send Stun-den sind weg als —.—— 22— ke 2.—— kommt nicht mehr zu= rüͤck! wie ein 235 gen⸗ 2—— 0—.— *.—— Sün ⸗den! Doch nein, der Rich⸗ ter al⸗ ler Welt läßt ———————— jeg ⸗li ⸗che mich wie- der⸗ 00 Weg mei⸗ne Tu⸗gen ⸗ den und sei ⸗nen Thron mich stellt. 2. Gedanken, Worte, Tatenheere, Zu oft ließ ich mein Herz erkalten, wie? Dürft ihr Gottes Licht nicht scheun? zu oft verletzt' ich meine Pflicht. Wenn ich dies Jahr gestorben wäre, Ich darf vor dir nicht Rechnung halten, wo würd jetzt meine Seele sein? ich zittre: Geh nicht ins Gericht! Stünd ich verklärt bei Gottes Kindern? 5. Nein, Vater, sie sind nicht zu zählen, Wär ich von seiner Lieb entflammt? die Gnaden dieses Jahres, nein! Wie? Oder hätte mit den Sündern Wie kann ich's dir und mir verhehlen? der Allgerechte mich verdammt? Ich bin nicht wert, noch hier zu sein! 3. Der Gott, der liebt, wie Väter lieben, Wo fang ich an? Gott, welche Menge hat ihn mein Undank nie betrübt? vom ersten bis zum letzten Tag! Der Gott, der mir so treu geblieben, Ich weiß, daß, wenn ich Jahre sänge, hab ich ihn auch so treu geliebt? ich dir zu danken nicht vermag. Lebt ich für ihn, nach seinem Willen, 6. Ich flehe dich, ach üb Erbarmen, stets als vor seinem Angesicht, gedenke meiner Sünden nicht fromm öffentlich und fromm im stillen, und zeig dem Reuigen und Armen, 2—. dem Gewissen und der Pflicht? der Gnade sucht, dein Angesicht! 4. Nein, Vater, sie sind nicht zu zählen, Wie freudig will ich dann mein Leben die Sünden dieses Jahres, nein! von nun an deinem Dienste weihn! Wie kann ich's dir und mir verhehlen? Wie eifrig will ich mich bestreben, Ich bin nicht wert, noch hier zu sein! durch deinen Geist ein Christ zu sein! 4⁵ 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 7. Ich danke dir für alle Gnaden, Ja, aller, aller Menschen Seelen die du dies Jahr der Welt erzeigt. will ich, mein Heiland Jesus Christ, Ach eile, Herr, die zu entladen, aufs neue deiner Huld empfehlen, die noch das Elend niederbeugt! weil du doch aller Heiland bist. Joh. Kaspar Lavater, g. 1741, 4 1801. Mel. Nun jauchzt dem Herren, alle Welt; —— 56. oder: Vom Himmel hoch da komm ich her. ,r,. n 7 ,.. — 1. Das al ⸗te Jahr ver⸗ gan⸗gen ist; wir dan⸗ken E—..——.———.— 2— E ——.————————— ö dir, Herr Je su Christ, daß5ß du in Not uns und Ge⸗ 9—.—— , nd n, münnn. + DRDPDRDPRPRPRPRPRPRPRRRRD—.—— L Ee— 1——— I * fahr so gnä⸗dig'⸗ lich be⸗schützt dies Jahr. 2. Wir bitten dich, du ew'ger Sohn kein'r Sünd im alten Jahr gedenk, des Vaters in dem höchsten Thron, ein gnadenreich Neujahr uns schenk! du wollst dein arme Christenheit 5. Hilf christlich leben, seliglich bewahren ferner allezeit. einst sterben und laß fröhlich mich 3.Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, am jüngsten Tage auferstehn das ist der Seelen höchster Hort; und mit dir in den Himmel gehn! vor Irrlehr und Abgötterei 6. Zu danken und zu loben dich behüt uns, Herr, und steh uns bei! mit allen Engeln ewiglich, 4. Hilf, daß wir fliehn dersünden Bahn o Jesu, unsern Glauben mehr' und fromm zu werden fangen an; zu deines Namens Lob und Ehr! Joh. Steuerlein(5), g. 1546, + 1615. 57. Mel. Berzlich tut mich verlangen. II S.......———— — 2— — +— an Jahr geht still zu En ⸗de; nun sei auch still mein In G e ot⸗tes treu⸗ Hän ⸗de leg ich nun Freud und I EV I 2 +* 2—. FEEU Z.—— 2 7 2 2 —53 II I +— Herz. 7.. und was dies Jahr um ⸗schlos⸗sen Schmerz, ö 3 V h sch 0 5 ........ PIPIPIPIPIPITIII EEEEEEEEE EEEE — V 7 di„ was Gott der Herr nur weiß, die Trä⸗-nen, die ge⸗flos⸗ E ů — EE sen, die Wun-den bren-nend heiß. 46 2. Warum 0 kutzes Olü Warum denn wo wir so seh So manches und mancher der erst noch du armes He 3. Daß ni was man so daß diese art nicht unsre g Es hat der die wir auf i in Zions golt ein Heimatre +. Hier geh die Tränensa dott werden im sebgen Hi 01. VV a B. Festtagslieder(Neujahr). 2. Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes Herz, warum? 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen im sel'gen Himmelszelt; 575 wir sehnen uns hinieden dorthin ins Vaterhaus und wissen's: die geschieden, die ruhen dort schon aus. 5. O, das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit: nur immer vorwärts sehen mit sel'ger Freudigkeit; wird uns durch Grabeshügel der klare Blick verbaut, Herr, gib der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut! 6. Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts! Und ist es uns hinieden so öde, so allein, o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein! Eleonore Fürstin Reuß geb. Gräfin zu Stolberg, g. 1835. 58. mel. Es ist gewißlich an der Feit. + 1 1— — 2—3—.—.— — 1 Gott-lob, ein Schritt zur E-wig-keit ist a⸗ber⸗ zu dir im Jont⸗gang die⸗ser Zeit 5—35 Herz sich +— ů N———— S................... PP———— e 0 Quell dar ⸗ aus mein Le-⸗ben sehn-lich wen'det, 5.96 +— 31,———— F.—— t————— 4 fließt und al⸗-le Gna⸗de sich er-gießt in mei⸗ ne V—— N —— HI— PIIIIIII I 47*— 1— II— Seel zum Le ⸗ ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlungen werde ganz in dir und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganz anheimgestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dich meinen Freund darf nennen, 47 58 59 Und daß du dort, o Lebensfürst, dich ganz mit mir vereinen wirst und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis' ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 6. Wenn auch die Hände lässig sind, und meine Kniee wanken, o biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schranken; damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. 1. Sonn⸗ und Festiags⸗Lieder. 7. Geh, Seele, frischim Glauben dran und sei nur unerschrocken, laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken! So dir der Lauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer Liebe! 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen, du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit, ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. Aug. Herm. Francke, g. 1665,+17e. 2— . Hilf, Herr Jesu, .— ö——— laß ge Kräf ⸗-te lin ⸗ gen, hilf, das brin ⸗ gen, daß aufs —. neu⸗e Jahr geht an; 2. Meiner Hände Werk und Taten, meiner Zunge Red und Wort müssen nur durch dich geraten zind ganz glücklich gehen fort; neue Kraft laß mich erfüllen und verrichten deinen Willen! 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; V geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, steh mir zur Seiten! 4. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, laß mich büßen meine Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade, daß ich bald Verzeihung find! eln kann; 48 neu⸗es Glück und neu-es Le⸗ Niemand sonst als du, mein Leben, kann die Sünde mir vergeben. 5. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, ja voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten! 6. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhie auf Erden fromm und selig möge werden! 7. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr, trage stets halte bei! —+—— und 2. Nsu soll bei un⸗ und so oft da sein Na mache seine umsor Herz . Sein wollen wir also wirde wird sich auch fürs Jesu Nam 4. Unsre nur in Fef eht unt d endran ahn ucht, B. Festtagslieder Neujahr). trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr! 60. ö — .. Je⸗sus soll die Lo⸗ sung sein, al⸗ lein Se su Na ⸗me soll 2. Jesu Name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen, und so oft wir nach dem Ort, da sein Name thronet, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum! 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zuteil, wird sich täglich bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir nur in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, g. 1607, f 1661. .——— — so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid soll der Name uns versüßen, so wird alle Bitterkeit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 6. Jesus, aller Bürger Heil, unserm Ort ein Gnadenzeichen, unsers Landes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, sei die Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 157. 61. Mel. Nun laßt uns Gott dem Berren. her Kraft ge⸗ ge⸗ ben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen 49 ————— I der un-serm Le⸗-ben bis hie⸗ vom alten bis zum neuen 3. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, 4 61—62 durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 5. Also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach, Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein' Augen wachen! 4 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den starken Händen, 0 die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten + in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden! 9. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, 4. Epiphanias. . Sonn⸗- und Festtags-Lieder. ein Herz, das sich gedulde! 10. Schließ zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen! 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen! 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe! 13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen! 14. Und endlich, was das meiste, füͤll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe! 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschare zum sel'gen neuen Jahre! Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 62. Mel. Lobt Gott, ihr Christen allzugleich. 35 de E 1. Auf, SeeZ⸗le, auf und säu ⸗me nicht E 25 das DDD 65 Licht t her für; 5. Wun⸗ der⸗ sern gibt dir Be =richt, der zu nen solchen Herrn; 44 deine Augen sein gewandt „auf diesen Morgenstern. der dir aufgangen ist; er 19 dich zum Kindelein, „das heißet Jesus Christ.: Held sei vor der Tür, 2. Geh weg aus deinem Vaterland 3. Gib acht auf diesen hellen Schein, der Held sei vor der Tür. die teure Saronsblum, das rechte, echte Gotteslamm, 172 Jsraels Preis und Ruhm. 5. Drum höre, merke, sei Dereit verlaß des Vaters Haus, die Freundschaft, deine E igenheit, 2) geh von dir selber aus!:, 6. Und mache dich behende auf, ů A. Er ist der Held aus DavidsStamm, befreit von aller Last, 50 und laß ni bis du 7. Halt! das fest it das führet Olle all 8. Osu in tiefste! und laß d ½ von sol 9. Gib mit Geiste und singe Hier ist 10. On die dieser? dem, desser forten ꝛegn meiste, en, nicht das — ht, der .„ ereit, gheit, auf, B. Festtagslieder(Epiphanias). und laß nicht ab von deinem Lauf, „bis du dies Kindlein hast.: 7. Halt dich im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiß; das führet dich zum Lichte fort „ aus aller Finsternis.: 8. O sinke du vor seinem Glanz in tiefste Demut ein und laß dein Herz erleuchten ganz 23½ von solchem Freudenschein!:, 9. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar mit Geiste, Leib und Seel und singe mit der Engel Schar: „Hier ist Immanuel.;:, 0. O wunderbare Süßigkeit, die dieser Anblick gibt dem, dessen Herz dazu bereit 62—63 „und dieses Kindlein liebt!: I1. Die Engel in des Himmels Saal, die freuen sich darob; die Kinder Gottes allzumal, „die bringen hier ihr Lob.: 12. Hier ist das Ziel, hier it der Ort, wo man zum Leben geht; 47 ist des Paradieses Pfort, die wieder offen steht.:, 13. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird jede Pein; wird erfreuet Herz und Sinn, „ denn Gott ist ja nun dein.: 4. Der zeigt dir einen andert n Weg, als du vorher erkannt, den stillen Ruh- und Friedenssteg 5 zum ew'gen Vaterland. Mich. Müller, g. 1675, 4 1702. 7 63. Mel. 23 will 3 dir geben.— nr ——.———— —— Herr Je ⸗su, Licht 915 Hei⸗ 85⸗ der From⸗men 220 wir kom-men jetzt mit Freu den durch dei⸗nes —.̃— ———.. Schaß und Lieb, Gei ses in sen dei ⸗-nen Bieb su⸗ Hen m Tem vel und 3— t Be gier, , Si⸗ me⸗ Z.. e ons—— ⸗em ⸗pel, 2. Du wirst von uns gefunden, 0 Herr. an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort; vergönnst noch heutzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der fromme Greis. 3. Herr, laß auch uns gelingen, daß einst wie Simeon ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: dich, 51 gro-ßen Gott, al all hier. Mir werden nun mit Frieden mein Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 4. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 4* 63—65 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 5. Hier will es oft mir scheinen, dort aber wird's geschehen, du sähst mich strafend an, daß ich von Angesicht daß ich vor Angst und Weinen zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Johann Franck, g. 1616, 1677. 1 e⸗ su, gro⸗ ßer Wun· der stern, der aus Ja⸗ kob mei⸗ne See⸗le will so gern dir an dei⸗nem dich kaum erkennen kann; ist er-schie⸗ en——10 Fe ste die nen; nimm doch, nimm doch gnä-dig an, WMwas ich Ar ⸗mer schen⸗ken 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, ihn als Opfer vor dich bringen. wie ich's von dir selber habe Wenn ich bete, nimm es auf und damit beschenket bin; und sprich Ja und Amen drauf! so ist dir's die liebste Gabe. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu! Daß es auch bewährt und rein Ach, mich schmerzet meine Sünde; in dem Trübsalsfeuer sein! aber du bist fromm und treu, 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, daß ich Trost und Gnade finde laß denselben zu dir dringen; und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Herz und Lippen sollen stets Erdmann Neumeister, g. 1671, 4 1756. Mel. Valet will ich dir geben. —————— 1 Kö⸗nig al ⸗ler Eh⸗ren, Herr Je? su, Idein Reich soll e⸗ wig wäh⸗ren, im Him-mel e hill, daß allhier auf ——.———— Er⸗den Reich be⸗ e—— — II 1 .— kannt mög wer⸗ den zur See⸗len Se⸗ lig⸗ 2. Von die Leut“ die Rnie dieweil si der neu e dazu das Drum m daß du b 3. Du wie uns doch acht vergängl hrangst! trägst kein stht nicht hier hast! 4. Doch dein Glar dein Güt und dein schier vo unste dn llebten f! rer Reul nde; B. Festtagslieder(Epiphanias). 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, dieweil sie dich erkannt; der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort. Drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeld't, doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, praͤngst nicht auf hohem Rosse, trägst keine güldne Kron, sitzt nicht im steinern Schlosse, hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güt allzeit regieret und dein Gerechtigkeit. 66. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf! Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren: rett mich aus aller Not! 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sei'n meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm, g. 1557 Eigene Melodie. Wer de licht, du Stadt der Hei den, 7—— Schau⸗ e, welch ein Glanz mit Freu ⸗ den i⸗ber und du Sa lem, dei⸗nem , wer⸗ de licht!“ Haupt an⸗-bricht! 5 Gott hat de⸗ rer nicht ver⸗-ges-sen, die im 1.——.— Fin stern sind ge⸗ ses ⸗ sen. 2. Ach, wie waren wir verblendet, ehe noch dies Licht brach an! Ja da hatte sich gewendet schier vom Himmel jedermann; unsre Augen und Gebärden klebten einzig an der Erden. 3. Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; Klein' und Große mußten sorgen, jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh, und was Menschen mag betrüben, aus der Welt hinweggetrieben. 5. Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die Finsternis, die in dieser Sündenhöhle unsern Tritt macht ungewiß; Jesu, deine Lieb und Segen leuchten uns auf unsern Wegen. 6. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit 53 66—68 1. Sonn- und Festtags-Lieder. durch des Glaubens Liebeswerke Herr, in Freuden und im Weinen folgen in Gerechtigkeit müsse mir dein Licht erscheinen. und hernach im Freudenleben 8. Jesu, laß mich endlich gehen heller als die Sterne schweben. freudig aus der bösen Welt, 7. Dein' Erscheinung müss' erfüllen dein so helles Licht zu sehen, mein Gemüt in aller Not, das mir dort schon ist bestellt, dein' Erscheinung müsse stillen wo wir sollen unter Kronen meine Seel auch gar im Tod; in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, g. 1607, 1662. 0 67. Mel——55 will ich dir geben. 5 E* EU1.DD.— LV 1—— I +— —— 1 Zum Licht em-por, zum Lich⸗ 10 aus Er⸗ Hen⸗ 1 Hin„weg vom An-ge ⸗sich- die dü⸗ stre .———.——— E ·ri 7 it! Lual 10— 20 65 stehst im Chri-⸗sten⸗ + + 1*— I— S.SSSIIII I 3 or⸗ den, da klingtẽs von Mut und Licht; frei sind die IDDEEDESEESESESESE SESEEi SESSEE.—1 EEEEEE. 2 5 2 Gei⸗-ster wor-den, die See⸗len zit⸗-tern nicht. 2. Zum Licht empor, zum Leben, 3. Er bringt das Licht zur Erde, zu Gottes Freundlichkeit! das ganze Sternenreich, Weg Sorgen, Zittern, Beben, daß alles selig werde, weg Angst der Feindlichkeit! macht Näh'n und Fernen gleich. Des Himmels Liebesfunken Drum woll'n wir fröhlich singen erleuchten alle Welt, dem Heiland Jesus Christ, die Hölle ist versunken, aus Nacht zum Lichte ringen, es herrscht der Liebesheld. wo er der König ist. Ernst Moritz Arndt, g. 1769, 4 1860. 5. Passion. Eigene Melodie. 0—......— E 5— Chri⸗ se du Lamm Got⸗ tes, der du trägst die 2. chri„ste, du Lamm Got⸗-tes, der du trägst die 3. Chri⸗ste, du Lamm Got ⸗tes, der du trägst die 9 EV 2 2 7⁷ 2 5 ů—.— ——.— 2 2— 1. Sun ⸗-de der Welt, 1. er ⸗barm dich un ⸗ser! 2. Sün ⸗-de der Welt, 2. er ⸗barm dich un ⸗ser! 2. der Welt, Der am weil ich . Di Sün de, Veh mnj er für Areuzig Hät ich nen B. Festtagslieder Passion). 3. gib uns dei-nen Frie-den! A men. 1526. Nach d. Latein. Agnus Dei. + 69. Mel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. E ö 1———— S — am Kreuz ist mei ne Lie ⸗be, mei ⸗ne 1. Der Weg, ihr ar-gen Sün⸗den⸗trie ⸗ be, Welt und ———— 5*— .SI Fleisch mit eu⸗ rer List! 4 — 1—.— 2.—. 70 2 2..9 ö 2 ö DE. IEE * „ en re Lieb ist gar der — Tod. Der am Kreuz i —— I DDD— ——————.— —————— ————...——. rr—— 5 . 5 77½ Lie ⸗be, weil ich mich im Glau-ben ü ⸗be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! Frevler, was befremdet dich, daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich. So ist er mein Friedensschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Trät ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe! Schweig, Gewissen, glaube dran, Gott aus reinem Liebestriebe hat die Handschrift abgetan und mit meines Bürgen Blut sie durchstrichen mir zu gut. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe! Keine Trübsal, noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesu los, nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe! Nun ist auch der Tod mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 16²⁵ 70. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. III—— ,,.—— 25 1J. Der du, Herr Je⸗- su, Ruh und Rast in dei⸗nem 55 —ñ—jgÜvuʃ 0 —* 4———— 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. ...— hal-ten hast, gib, daß wir in dir ——e ru⸗ hen all, und un ⸗ser Le⸗ben dir ge⸗fall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, 3. Wir danken dir, o Gotteslamm, die du erkauft mit deinem Blut, getötet an des Kreuzes Stamm. und führ' uns in des Himmels Licht Laß ja uns Sündern deine Pein zu deines Vaters Angesicht! den Eingang in das Leben sein! Georg Werner, g. 1589, + 1645. Eigene Melodie. ——— der mit blut gem Schweiß und —— 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm und mit teurem Lösegeld dort so blutig und so bleich zu sehen, mich erkauft von dieser Welt. hängend an des Kreuzes Stamm; 4. Ich bin dein!— sprich du darauf wie er dürstend rang um meine Seele, ein Amen. daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Treuster Jesu, du bist mein! und dann auch an mich gedacht, Drücke deinen süßen Jesusnamen als er rief: Es ist vollbracht! brennend in mein Herz hinein! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie ver⸗ Mit dir alles tun und alles lassen, gessen meine Schuld und deine Huld! in dir leben und in dir erblassen: Als ich in der Finsternis gesessen, das sei bis zur letzten Stund trugest du mit mir Geduld, unser Wandel, unser Bund! hattest längstnach deinemSchafgetrachtet, Albert AUnapp, g. 1798, 4 1864. 72. Eigene Melodie. 2— w r 2 1 Ein Lämm⸗lein geht und trägt die Schuld es geht und bü⸗ßet in Ge duld die Sün⸗den 56 8 2.D0 und He den, de und Si „Geh h a Iu Stra die Six du kam mein! mein! O Mu it di Du so und w Wx u hiemi befär 5. pei⸗se i ⸗ne B. Festtagslieder(Passion). 7² n ih ⸗ rer Kin⸗der; al ⸗ler Sün⸗der; es da⸗ hin, wird x. 4 krank, er⸗ gibt sich 220 die Wür⸗. Dauf, 4 bidn sich 1. H. 25—.—.— 32.—— 5.— al⸗ler 605 den; nim⸗ Wet an Schmach,— und—— Angst, .—— — E—— l 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen, den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen. „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgetan zu Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3.„Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will dir's tragen; mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen! O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen! 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiemit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit — Wun'-den, Strie⸗men, Kreuz und Tod und spricht: Ich will's gern lei⸗den. zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen, und was du mir zu gut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein, du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg Ehr und Stand der eitlen Welt, weg Reichtum, Gold und alles Geld! Ich hab ein Bessers funden: mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zu nutz zu allen Zeiten machen; im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel, und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna speisen; im Durst soll's sein mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen. 8. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben. Wenn mich der Sonne Hitze trifft, so kann's mir Schatten geben; setzt mir der Schmerz der Wehmiit zu, so find ich bei dir meine Ruh, 72—74 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. wie auf dem Bett ein Kranker, ich will mich darin kleiden; und wenn des Kreuzes Ungestüm es soll sein meines Hauptes Kron, mein Schifflein treibet um und um, in welcher ich will vor den Thron so bist du dann mein Anker. des höchsten Vaters gehen 9. Wenn endlich ich soll treten ein und dir, dem er mich anvertraut, in deines Reiches Freuden, als eine wohlgeschmückte Braut so soll dies Blut mein Purpur sein, an deiner Seite stehen. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 73. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. ⸗.—.— — 1 Ce ist vollbracht! Er ist ver⸗schie-den, mein Je⸗sus der Frie⸗de⸗ 966———3 im Frie-den, die Le⸗bens⸗ H —EE + + I 4——2—— L Ee, L T. 1 schñeßt die Au⸗gen zu; son⸗ne geht 506 285 —.——— E D‚..— — und sinkt in stil⸗le To ⸗des⸗ nacht; o gro⸗ßes Wort: Es ist voll-brack tl 2. Es ist vollbracht! Er hat's ge⸗ O süßes Wort: Es ist vollbracht! sprochen, 4. Es ist vollbracht! Owelch Verlangen des Lebens Wort muß sprachlos sein; zieht mich zu deinem Grabe hin; das Herz der Treue wird gebrochen, dich wünschen Engel zu umfangen, den Fels des Heils umfaßt ein Stein; ruh auch in meinem Herzen drin, die höchste Kraft ist nun verschmacht't; wo dir die Liebe Raum gemacht; o wahres Wort: Es ist vollbracht! o tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen Sünden, zur Ruh auf Christi Grabesstein; verdammet nun mein Herz nicht mehr. die Engel sind allhier zugegen, Vom Himmel her hör ich verkünden: ich schlummre sanft wie Jakob ein, Des Sohnes Blut erlangt Gehör; die Himmelspfort ist aufgemacht, am Kreuz hat's Frieden uns gemacht. o Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomon Franck, g. 1659, 4 125. 230 Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 3 P;t;!;P;PFPTPT'TCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCT n rirn.. 2. Herr Je⸗su Chris. dein teu⸗res Blut ist mei⸗ner ———— + + 2— 1 Btiie..33 —.————— höch⸗ stes Gut,— labt, das macht al⸗ + +*—5— IC ——*.— 1— II lein mein Herz von al⸗len Sün⸗-den rein. 58 2.Dei dein Un macht, d und zu d 3.O. mein Tr 2.D hab ich auch m dir auf Uch, li laß die laß On 3.D bist in ettruge mußtes klangen m; ugen, rin, cht; acht! lichlegen ein; B. Festtagslieder Passion). 7⁴4—76 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein dein teures Blut, dein Lebenssaft Ehrenkleid, gibt mir stets neue Lebenskraft. dein Unschuld und Gerechtigkeit 4. Herr Jesu, in der letzten Not, macht, daß ich kann vor Gott bestehn wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, und zu der Himmelsfreud eingehn. so laß ja dies mein Labsal sein: 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, dein Blut macht mich von Sünden rein. mein Trost, mein Heil, mein Gnaden⸗ thron Joh. Olearius, g. 1611, 16sg. 75. Mel. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. FE———.—————— dn EEE — 240— 5——.— 1 Herr Je⸗ su, dei ne Angst und Pein und dein be⸗ laß mir vor Au ⸗gen all ⸗zeit die Sün⸗de 6 1125— . trüb⸗tes Lei⸗-den I Der= lei⸗Den! Laß mich an dei⸗ ne gro⸗ße Not zu e, 2—.— Se.— n—— und dei⸗ nen her⸗ben, bit ⸗ tern Tod, die⸗weil ich le be, den ken! 2. Die Wunden alle, die du hast, 4. Drum will ich jetzt zur Dankbarkeit hab ich dir helfen schlagen, von Herzen dir lobsingen, auch meine große Sündenlast und wenn du zu der Seligkeit dir aufgelegt zu tragen. mich wirst hinkünftig bringen, Ach, liebster Heiland, schone mein, so will ich daselbst noch viel mehr, laß diese Schuld vergessen sein, zusamt dem ganzen Himmelsheer, laß Gnad für Recht ergehen! dich ewig dafür loben. 3. Du hast verlassen deinen Thron, 5. Herr Jesu, deine Angst und Pein bist in das Elend gangen, und dein betrübtes Leiden ertrugest Schläge, Spott und Hohn, laß meine letzte Zuflucht sein, mußtest am Kreuze hangen, wenn ich von hier soll scheiden! auf daß du für uns schafftest Rat Ach hilf, daß ich durch deinen Tod und unsre schwere Missetat fein sanft beschließe meine Not bei Gott versöhnen möchtest. und selig sterbe! Amen. Nach Tobias Clausnitzer, g. 1618, 4 1683. 76. Mel. Berzliebster Jesu, was—— nde RSE—— 2.— ISDSSSS— + 1. Herr, stär⸗ke mich, dein Lei⸗den zu be⸗ den⸗ ken, 12.—— + . 5„=— — 8————— mich in das Meer der Lie ⸗be zu ver⸗ sen ⸗ken, 59 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. — 88* — „wog, von 5-C — al-ler Schuld des — iů uns zu er ⸗ lo5: sen. 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, au unsfrer Statt gemartert und zerschla⸗ gen die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Ge— schäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich emp⸗ sinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. + 5. Es schlägt den Stolz und mein Ver⸗ dienst darnieder; es stürzt mich tief ö und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Güte. 7. So sei denn ewig auch von mir ge⸗ priesen für das Erbarmen, das du mirerwiesen, da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahingegeben. 8. Du liebtest mich; ich will dich wie⸗ der lieben und stets mit Freuden dei⸗ nen Willen üben. O gib zu diesem seligen Geschäfte stets neue Kräfte! 9. Seh ich dein Kreuz den Klugen dios⸗ ser Erden ein Argernis und eine Torheit werden, so sei's doch mir trotz allen frechen Spot— tes, die Wahrheit Gottes. 10. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken, so laß dein Kreutz mir wieder Ruhe schenken! Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried und Freude! 2— F. Gellert, g. 1727 1⁷69. Vers ꝛ und 8 Joh. S Sam. diterich, g. 1721, 2 1797. 77. Eigene Melodie. e ee,, ,..— 14 vn. Je ⸗ fü, ‚ 0 Herz ⸗lieb ⸗=ster was hast du ver ⸗bro-⸗ chen, —* 4———. 10 SPSꝓP......I daß man ein solch schaff Ur- teil hat ge-spro-chen? I———.— + f——— V Was ist ie Schuld dꝰ In was für Mis⸗ se ⸗ta⸗ ten — 2. Du gekrönet, ins Auge du wirstr ket, a 3. Wa her Pla hen dich ich, 0 He was du 4. Wi Strafe! Der gut die Schy rechte, 5. Og die dich 0 Ich lebte den, 6. Ach Zeiten, Treu au- Kein's N zudenker 7. V nicht er barmun emuͤte nit ge⸗ wiesen, ch dein ch wie⸗ en dei⸗ jen die⸗ jerden, Spot⸗ meine Kreuz on TZod keude! B. Festtagslieder(Passion). 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall geträn⸗ ket, ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach sol⸗ cher Plagen? Ach, meine Sünden ha⸗ ben dich geschlagen; ich, o Herr Jesu, habe dies verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Ge⸗ rechte, für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freu⸗ den, und du mußt leiden. 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich g'nugsam solche Treu ausbreiten? Kein's Menschen Herz vermag es aus⸗ zudenken, was dir zu schenken. 7. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, barmung zu vergleichen; womit doch dein Er⸗ 77—78 wie kann ich dir denn deine Liebestaten im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, das dir ange⸗ nehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf' und zähme, daß sie aufs neue nicht mein Herz ent⸗ zünden mit alten Sünden. 9. Weil's aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuzzu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 10. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 11. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen, nehmen zu Herzen. 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Joh. Heermann, g. 1585, 4 1647, 78. Mel. Christus, der uns selig macht. — E.. — 1. Se su, dei ne Pas⸗si ⸗on will ich jetzt be⸗ +—— — 345— 2 Len e den ⸗ ken; OEPEE 1— II + I. Je ⸗su, mei⸗ nem Her ⸗zen, wie du, un ⸗ser —— 11—— ⁴ + 2 13 1 II + + 2 + + 1— 4 + z.0—.— Heil zu sein, lit ⸗test al ⸗ 78—79 2. Gib, daß ich recht sehen mag deine Angst und Bande, dein Verspeien, Schläg und Schmach, deine Kreuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, Speer⸗ und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottessohn, der mich dir verbunden. 3. Laß mich aber nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen! Ach, die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde, diese hat gemartert dich, daß ich Gnade fünde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies in Buß und Reue; hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue! 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit so großem Leiden? 5. Wenn mir meine Sünde will machen heiß die Hölle, Jesu, mein Gewissen still', dich ins Mittel stelle, dich und deine Passion laß mich gläubig fassen! Liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich Lieb um Lieb dir bring! Laß indes dies Lallen, bis ich dorten besser sing, Jesu, dir gefallen! Sigism. v. Birken, g. 1626, f 1681. . 49. Mel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. E ö— bt= — ö—— 5———— — su, dei ⸗ne e 3665 mir 20 tie fen Wun⸗-den, dei ⸗ne al ⸗len 28665 den Trost in —.— 5———— ö....... Qual und Pitt⸗ rer Tod Fällt mir et-was Ar-ges ein, Leibs- und See-len-not. L 2 denk ich bald an dei-ne Pein: die er⸗lau⸗ bet mei⸗nem II j—ů1— —4 .. SW..—— Her⸗ zen mit der Sün⸗ 2. Will sich denn in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden: bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen: bald muß er von dannen weichen. 3. Ja für alles, das mich kränket, E 2 II— de nicht zu scher-zen. geben deine Wunden Kraft; wenn mein Herz hinein sich senket, schöpf ich neuen Lebenssast. Deines Trostes Süßigkeit wend't in mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben. 4. Auf dich setz ich all mein Hoffen, du bist meine Zuversicht; dein Lod! daß er mi Daß ich a bringet m deine Ont Aufersteht 5. Hab Lästerred hast getr du gere nur mich von den Dusend liebers 3.M liaßost al um zu h um zu se n du lasse M di Dausend 4. M dih ui und mi 910 6 Daß Dl mir die B. Festtagslieder Passion). dein Tod hat den Tod getroffen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, 10 bringet mir Trost, Schutz und Heil; ill deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 5. Hab ich dich in meinem Herzen, 79—80 du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verletzen mich. Wer sich birgt in deine Wunden, der hat glücklich überwunden. Joh. Beermann, g. 1585, 1647. Eigene Melodie. — 0————I— 1 1— 8 165 4— su, mei-nes Le⸗bens Le-⸗ben, 30 ⸗su, für mich ge ⸗ ge⸗ben die ———.— — mei nes To⸗ des Tod, tief ⸗ste See⸗ len⸗ not in das äu ⸗ßer⸗ ste Ver⸗der⸗ben, 3—3— I — 25— nur daß ich nicht möch⸗ ster ⸗ben, tau⸗-send⸗ tau ⸗ send⸗ 13———————.——— —.—————————.— 7 905—.—.— — e sei Wi, lieb⸗ster Je⸗su, Dank da⸗für! 2. Du, ach du hast ausgestanden Tausendtausendmal sei dir,‚ Lästerreden, Spott und Hohn, liebster Jesu, Dank dafür! hast getragen Strick und Banden 5. Du hast dich hart lassen schlagen, —..— du gerechter Gottessohn, mich zu lösen von der Pein, nur mich Armen zu erretten fälschlich lassen dich anklagen, ein von den argen Sündenketten. daß ich könnte sicher sein; —— Tausendtausendmal sei dir, daß ich möchte trostreich prangen, 14——. liebster Jesu, Dank dafür! hast du sonder Trost gehangen. —.— 3. Wunden ließest du dir schlagen, Tausendtausendmal sei dir, sem ließest allen Frevel zu, liebster Jesu, Dank dafür! —.— um zu heilen meine Plagen, 6. Du hast lange Marterstunden —.— um zu setzen mich in Ruh. ausgestanden mit Geduld, Ach, du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen! Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt und mit Dornen gar gekrönet; was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, ffen, mir die Ehrenkron aufsetzen. selbst den herben Tod empfunden, um zu büßen meine Schuld; daß ich losgesprochen würde, trugest du der Qualen Bürde. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 7. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod versüßet, es kommt alles mir zu gut; 6³ III E, 80—82 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. dein Verspotten, dein Verspeien für die Wunden, für die Schmerzen, muß zu Ehren mir gedeihen. für den herben, bittern Tod; Tausendtausendmal sei dir, für dein Zittern, für dein Zagen, liebster Jesu, Dank dafür! für die tausendfachen Plagen, 8. Nun, ich danke dir von Herzen, deine Angst und tiefe Pein Herr, für alle deine Not, will ich ewig dankbar sein. Ernst Christ. Homburg, g. 1605, 4 1681. 81. Mel. Es 23585 doch 113 5 die. 54555 2— Last uns 8000 Chri⸗ sto dank⸗ 9 2905 er ge⸗ Auch laßt uns sein der Sün⸗d de Zeind, weil Got⸗ tes lit⸗ten gro ße Pein, und sei-nem Wil⸗len le⸗ ben. Wort uns hel=le scheint, Tag und Nacht da-nach stre-ben, . — die Lieb er—— gen je 5„mann, die Chn. sus bar an E 1— E E 2Z—.—.—.—. — uns I mit 1075 nem bit tern Lei den. O SII.IT shend kind, be⸗tracht das recht, wie Got⸗tes Zorn die S Sun⸗ de schlägt, und tu sie ernst⸗lich mei⸗den. Sebald BHeyden, g. 4494, 4 1561. 82. Mel. Liebster Jesu, wir 55 hier. EEE D——— (Mei ne Seel, er- mun ⸗tre dich, dei- nes Je su 4 wie er für dich gi ⸗bet sich, da⸗rauf dei⸗ ne ,.,d.. ——— DE—.— Ee—.— Li 187 . Ach er-wäg die gro ⸗ße Treu⸗-e An⸗„dacht len .—.— ——— L und dich dei nes Je„su freu ⸗ el 2. Sieh, der wahre Gottes Sohn er läßt sich für dich verwunden; ist für dich ans Holz gehänget, wo ist größre Lieb gefunden? sein Haupt trägt die Dornenkron, 3. Du, du solltest große Pein sein Leib ist mit Blut vermenget, ewig leiden in der Hölle 6⁴ und von wegen v aber Jef läht dich 4. Du deines er hat d ut gem Sünde, Und den 5. J. das Ge er verbi meine 2 daß ich und noe 6. D dir will daß ich! einzig w Die W en, B. Festtagslieder Passion). und von Gott verstoßen sein wegen vieler Sündenfälle; aber Jesus trägt die Sünden, läßt dich wieder Gnade finden. 4. Durch sein Leiden ist gestillt deines Gottes Zorn und Rache, er hat das Gesetz erfüllt, gut gemacht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod bezwungen und den Himmel dir errungen. 5. Ich kann nimmer, nimmermehr das Geringste nur vergelten, er verbind't mich allzusehr; meine Trägheit muß ich schelten, daß ich ihn so schlecht geliebet und noch gar mit Sünd betrübet. 6. Du, mein Jesu, du, mein Heil, dir will ich mich ganz verschreiben, daß ich dir als meinem Teil einzig will getreu verbleiben, 83 Mel. Ich hab mein' 395 Gott. Ev. 8²2—83 dir zu leben, dir zu leiden, dir zu sterben, dir zu meiden. 7. Du, mein Jesu, sollst es sein, den ich mir zum Zweck gesetzet, wie du mein, so will ich dein bleiben stets und unverletzet; was du liebest, will ich lieben; was dich kränkt, soll mich betrüben. 8. Was du Wich⸗ das sei mein Will, dein Wort meines Herzens Spiegel; wenn du schlägest, halt ich still. Dein Geist bleibt mein Pfand und Sie⸗ gel, daß ich soll den Himmel erben; darauf kann ich freudig sterben. 9. Nun, so bleibt es fest dabei: Jesus soll es sein und bleiben, dem ich lebe, des ich sei, nichts soll mich von Jesu treiben. Du wirst, Jesu, mich nicht lassen, ewig will ich dich umfassen. Joh. Hasp. Schade, g. 1666, + 1698. Joh. 19, 50. ů n. .. 1. Nun ist es al⸗ les wohl ge⸗ macht, mein Je⸗-sus ruft: —3— — ä —— 2. 7 2— Es. ist vollbracht! 4548580 sein Haupt, o 5—56565 und Rehr der ———— dir er⸗ wirer SEr⸗ 2. Der, dem an Hoheit e Ualecht der Herr der Herrlichkeit erbleicht. Was Wunder, daß die Erde kracht! Die Welt deckt Nacht; denn Gottes Sohn wird umgebracht. 3. Das Heiligtum steht aufgedeckt; die Felsen bersten, alles schreckt. Die freudenlose Kreatur klagt jetzo nur den Tod des Herrschers der Natur. 4. Weil denn die Kreatur sich regt, so werd auch du, o Mensch, bewegt! be, wel⸗ches 1118 ver⸗dirbt. Der Fels zerreißt, und du wirst nicht durch dies Gericht beweget, daß dein Herz dir bricht! 5. Du selbst(hast du es g'nug bedacht?), du hast den Herrn ans Kreuz gebracht. Ihm, der für dich sein Leben gab, folg in sein Grab und stirb dem Sündengreuel ab! 6. Ach, Vater, ach, in Pein und Hohn erbleicht am Kreuz dein ein'ger Sohn; nun ist kein Zweifel, deine Huld tilgt meine Schuld und trägt forthin mit mir Geduld. 65 5 83—84 7. Ich will mit ihm zum Grabe gehn und, wo die Unschuld bleibet, sehn. Sein Tod soll meine Zuflucht sein, auf ihn allein schlaf ich einst sanft und selig ein. 8. Und nun dient ich der Sündenoch? Wie drücket mich ihr schweres Joch! Auf, Seele, daß du dich erhebst, nur Jesu lebst, nur Jesu zu gefallen strebst! 9. Töt, Jesu, selbst in meiner Brust, was sich noch find't von böser Lust! Dein Tod, der mir das Leben schafft, 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. gibt mir auch Kraft zu einer guten Ritterschaft. 10. Ja, Herr, mein Heiland, kräftiglich stärkst du in meinem Vorsatz mich! Ich setze freudig, auf dein Wort, den Kampf stets fort. Der reiche Lohn erfolget dort. 11. Wie dankich g'nug dir, Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist! Dich preis' ich auch in Angst und Leid, doch nach der Zeit noch würd'ger in der Ewigkeit. Laurentius Laurenti, g. 1660, 1722. 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Olberg sich betrübt; Liebe, die mit heißem Sehnen unaufhörlich fest geliebt; Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, um Gottes Zorn zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt! 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört; Liebe, die voll Angst und Schmerzen blieb im Tode unversehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, als der Atem geht zu End; Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt! ö 66 34. Eigene Melodie. n.—.———— 111.. ELDD EII + E———n— + EU+ 2— 2——4 LIV 4— E + W——ꝛ—— + 1 —*.—3——* I——. E 1 I + 1 O du Lie ⸗be mei⸗ner Lie⸗be, du er⸗wünsch⸗te die du dich aus höch-stem Trie-be in das jam⸗mer⸗ E Dd—.— N—..— 2— — +— +2————4— —— +.—.— +————— * I II—* 1— 2—— 1 Se⸗lig ⸗keit, 9— vol le Leid dei⸗ nes Lei⸗dens mir zu gu⸗te S................. II— EHD—.—..—.—.—. 1 — I I ́1—.— I— als ein Op⸗fer ein⸗ge⸗stellt und be-zahlt mit TV 122. 295————————.— 5E 222 I + + + + +* + 1 444K1.—— 2* 1 + + + 2—2 + + E 2 32—— E2 2—52 I— 1 + 1—— DDEEI. ö‚ V 5 dei⸗ nem Blu⸗te al le Mis⸗se ⸗ tat der Welt! 4. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuze mir erworben: ach wie tröstet mich dein Blut; ach wie dank ich deinen Wunden, schmerzenreiche Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh! 5. Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, die du mir das Heil erworben: Ew'ge Liebe, nimm mich an! Elisabeth v. Senitz, g. 1629, 4 16709. eeex davor s⸗ das gro wie bist Wie bif Ver he dem son und d6 von de 40 Walle ich hab mein Dan ist mir dein mit M B. Festtagslieder(Passion). 85⁵ 85. Mel. Herzlich tut mich Dn —. 25650 tiglih EAE.——.——. ů 2— 272.—— 0* E Haupt voll Blut 7— Wim⸗ den, voll Schmerz und vol⸗ler ü o Haupt, zum Spott„bun-den mit ei ⸗ ner Dor⸗nen .—10 — LS— Christ, 5— r Leid, Hohn, o Haupt, sonst schön ge ⸗ krö- net 4————— 1˙² mit höch-ster Ehr und Zier, jetzt a ber höchst ver⸗— E———„...— ————.—. ö——— —.—11 —. net: ge⸗ grü⸗ßet seis du mir! ete 2. Du edles Angesichte, dein Geist hat mich begabet 4—— davor sonst schrickt und scheut mit manchem Himmelstrost. 22 das große Weltgewichte, 6. Ich will hie bei dir stehen, .— wie bist du so bespeit! verachte mich doch nicht! 6 Wie bist du so erbleichet! Von dir will ich nicht gehen, Wer hat dein Augenlicht, wenn dir dein Herze bricht; dem sonst kein Licht nicht gleichet, wenn dein Haupt wird erblassen so schändlich zugericht't? im letzten Todesstoß, t mit 3. Die Farbe deiner Wangen, alsdann will ich dich fassen —— der roten Lippen Pracht in meinen Arm und Schoß. ö ist hin und ganz vergangen;„7. Es dient zu meinen Freuden des blassen Todes Macht und tut mir herzlich wohl, Well! hat alles hingenommen, wenn ich in deinem Leiden, hat alles hingerafft, mein Heil, mich finden soll. 2. und daher bist du kommen Ach möcht ich, o mein Leben, von deines Leibes Kraft. an deinem Kreuze hier 4. Nun, was du, Herr, erduldet, mein Leben von mir geben, ist alles meine Last; wie wohl geschähe mir! „ ich hab es selbst verschuldet, 8. Ich danke dir von Herzen, was du getragen hast. o Jesu, liebster Freund, ö Schau her, hier steh ich Armer, für deine Todesschmerzen, der Zorn verdienet hat; da du's so gut gemeint. gib mir, o mein Erbarmer, Ach gib, daß ich mich halte den Anblick deiner Gnad! zu dir und deiner Treu, 5. Erkenne mich, mein Hüter; und wenn ich nun erkalte r; mein Hirte, nimm mich an! in dir mein Ende sei! Von dir, Quell aller Güter, 9. Wenn ich einmal soll scheiden, ist mir viel Guts getan; so scheide nicht von mir; dein Mund hat mich gelabet wenn ich den Tod soll leiden, mit Milch und süßer Kost, so tritt du dann herfür! 1670.˙ 67 5* 1. Sonn-⸗ und Festtags-Lieder. Wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein! 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot! Da will ich nach dir blicken, da will ich glaͤubensvoll dich fest an mein Herz drücken: wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 36. Mel. Christus, der uns 22—— — 7 Chri⸗— Oor⸗ tes Sohn, durch denn in bit ter ——— r. 5 Lei daß wir dir siets un ⸗ter⸗tan all Un⸗ 2—— Z.——— tu⸗ gend mei⸗ den, Idei⸗ nen Tod und sein Ur⸗ sach w,. 5—.——— n anh bar lich be ⸗ den ⸗ ken, · für, wie⸗ wohl. 23—, e arm und so hüach, dir Dank⸗op ⸗fer schen- den. Böhmische Brüder. ö‚ V7. Eigene Melodie. 5 A c H—— 1———.——— O Lamm Got⸗tes, un⸗ schul⸗ dig am Stamm des all-⸗ zeit er⸗fun- den ge-dul⸗ dig, wie-wohl du 5 5— * ĩ—‚———— 5—— Kreu⸗zes ge schlach⸗tet, wa⸗ rest—. er ach⸗ tet! All 991— a. ge IT—— +— E. 4——— tra⸗ gen, sonst müß⸗ten wir ver za ⸗ gen. Er⸗ 605 IIIIII. r e x Ter 2.—— —+—— 3 ö . Dich un ⸗ser, 0 su! 2. O Lamm Gottes, unschuldig All Sünd hast du getragen, am Stamm des Kreuzes geschlachtet, sonst müßten wir verzagen. allzeit erfunden geduldig, Erbarm dich unser, o Jesu! wiewohl du warest verachtet! 3. O Lamm Gottes, unschuldig 68 am Ste alleite wiewoh hat dad uns au warest 1 ligt h welche hat fü 5•1 wie hi i0 B. Festtagslieder(Passion). am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet! 87— 89 All Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Gib uns dein'n Frieden, o Jesu! Nicolaus Decius, 4 1541. 83. Eigene Melodie. I 1. O Trau⸗rig ⸗keit, ö 2 33————— nrn das nicht zu be ⸗kla 2. O große Not, Gott's Sohn ist totl Am Kreuz ist er gestorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Missetat warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hier mit Blut beflossen, welches es ganz mildiglich hat für dich vergossen. 5. O süßer Mund, o Glaubensgrund wie bist du doch zerschlagen! 0 Her⸗ ze III Kind wird ins Grab gen? Gott des Va⸗ters ei nig ge ⸗ tra⸗ gen. Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6.O lieblichs Bild, schön, zart und mild, du Schmerzsohn der Jungfrauen! Niemand kann dein heißes Blut sonder Reu anschauen. 7. Hochselig ist zu jeder Frist, der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab versenket. 8. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: Hilf, daß ich mich bis ins Grab möge nach dir sehnen! Johann Rist, g. 1607, 4 1667. 89. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. E EEeExe IIIPI‚I‚———— 1.W— Welt, sieh hier dein Le⸗ben am Stamm des —— „zes schwe⸗ben, rrr ———— ——————— , e. —. —..——.— 6 2 1.*+* + + + ù.—— schwe ren mit Schlä-gen, Hohn und gro⸗ßem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, wie er mit Todesschweiße und Blut ist überfüllt. Aus seinem edlen Herzen vor unerhörten Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 69 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und deiner Marter großes Heer. 5. Ich bin's, ich sollte büßen an Händen und an Füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken 10 die Lasten, die mich drücken * viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, du lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr; 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben; eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich will's vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 12. Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst't. Was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 13. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. ö 90. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 4—.—. .... ö. — 1 See le, geh auf Gol⸗ ga tha, setz dich un ⸗ ter und be⸗ den⸗ke, was dich da für ein Trieb zur 80 — — Je⸗ su Kreu ⸗ze— ö— „ Due Här ⸗ter bist du noch als Stein, [ 1 + 2 I 3.——....—ß— 12 2 1— 2 E 2 I.ISISSIISS— E— R.—————————————— En Tii—4.— wenn du hier kannst fühl⸗ los sein. 0 2.86 zwischen wie das daß ihn eben schlagen Stoͤhnen B. Festtagslieder(Passion). 2. Schaue doch das Jammerbild zwischen Erd und Himmel hangen, wie das Blut mit Strömen quillt, daß ihm alle Kraft vergangen. Ach der übergroßen Not: es ist gar mein Jesus tot! 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, alles das hatt' ich verschuldet, und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, gibst du dich ans Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe; schaue von des Kreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe; dein im Blute wallend Herz setzet mich in tausend Schmerz. 5. Nun was schenk ich dir dafür? Ich will dir mein Herze geben; dieses soll beständig hier 91. Mel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. — unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend sein. 6. Laß dein Herz mir offen stehn, öffne deiner Wunden Türe; da hinein will ich stets gehn, wenn ich Kreuz und Not verspüre, wie ein Hirsch nach Wasser dürst't, bis du mich erquicken wirst. 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt verschmähen, laß mich dich, du höchstes Gut, immer vor den Augen sehen, führ in allem Kreuze mich wunderlich, nur seliglich! 8. Endlich laß mich meine Not auch geduldig überwinden; nirgend sonst wird mich der Tod als in deinen Wunden finden. Wer darin sein Bette macht, spricht zuletzt: Es ist vollbracht. Benjamin Schmolck, g. 1672, f 1752. — 1—1 E — —— *— L— L 2=..—— 1 Sei mir tau⸗send⸗mal ge⸗grü-ßet, der mich Je⸗ su, der du selbst ge⸗ bü⸗ ßet das, wo⸗ —————— I 2 51——— ee.— 50*—.— 5„——— 2 je und je ge⸗liebt,—.889 635 ——— 4 ,ü, e.F.-ah iire,, Ere— ; I—— 5 wenn ich knien und lie⸗ gen soll an dem Kreu-ze, da du b 6. +7——————— iSPISSDSEEE— stir ⸗-best und um mei⸗ ne See⸗le wir best. 2. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht! Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blut'gen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein! Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes Herze ruht, laß mich hie zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen! 71 -=r-Li — 4. Diese Füße will ich halten auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selber freundlich an . Sonn- und Festtags-Lieder. von dem hohen Kreuzesbaum und gib meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauren schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. Daul Gerhardt, g. 1607, + 676. Mel. O Craurigkeit, o Herzeleid. ru— du, mei⸗ ne Ruh, in I 5 937 RSISISSIEEEE E —— + und er-wek⸗-kest durch den Tod mei ne to 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben! Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Ach, bist du kalt, mein Trost und Halt! Das macht dein heißes Lieben, das dich in das kalte Grab mir zu gut getrieben. 4. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken; sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? Mel.— Jesu, e See ⸗le. 5. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. ˙ Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo Franck, g. 1659, + 1725 Gnadensonne. 2 den 2—5 5 S.... Wenn mei⸗ne — R Sünd mich krän⸗ken, o mein Herr o laß 3 be⸗ den⸗ken, du 9 25 8———.. 2 c hur⸗ pen bist x und al⸗ 49—5 mei⸗ ne 1154 den⸗last am Stamm des heil'⸗-gen 3—m 3 2. O Wunder ohne Maßen, wenn man's betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; es hat sich selbst mein Herr und Gott nih ge ⸗- nom⸗ men hast. für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ij bezahll durch daß ich nicht der Hölle Ol 4. Drum jetzt und me für deine P o Jesu, Lob für deine N für dein un für deine 5. Herr, mich reizen mit allem die füͤndlich daß mir nie wie viel es! daß ich erlöf 6. Mein soll's auch! vinden, 44477865 +676. den nerlein, eib nur en in Herr * B. Festtagslieder(Passion. Ostern). 93—95 die Schuld ist allzumal hilf mir geduldig tragen; bezahlt durch Christi teures Blut, gib, o mein Herr und Gott, daß ich nicht mehr darf fürchten daß ich verleugne diese Welt der Hölle Qual und Glut. und treu dem Beispiel folge, 4. Drum sag ich dir von Herzen das du mir vorgestellt. jetzt und mein Leben lang 7. Laß mich an andern üben, für deine Pein und Schmerzen, was du an mir getan, o Jesu, Lob und Dank, und meinen Nächsten lieben, für deine Not und Angstgeschrei, gern dienen jedermann für dein unschuldig Sterben, ohn Eigennutz und Heuchelschein für deine Lieb und Treu. und, wie du mir erwiesen, 5. Herr, laß dein bitter Leiden aus reiner Lieb allein. mich reizen für und für, 8. Laß endlich deine Wunden mit allem Ernst zu meiden mich trösten kräftiglich die sündliche Begier; in meinen letzten Stunden daß mir nie komme aus dem Sinn, und des versichern mich: wie viel es dich gekostet, Weil ich auf dein Verdienst nur trau, daß ich erlöset bin. du werdest mich annehmen, 6. Mein Kreuz und meine Plagen, daß ich dich ewig schau. sollt's auch sein Schmach und Spott, Justus Gesenius, g. 1601, 4 1675. 94. Mel. O Jesu Christ, meins Lebeus Licht. 3———————.—.——. ......... 0 22.—.—. 2.—— 4 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗ 3 Chris, daß du für ———.—.— —————. 5———— ⸗,n en. stor ben und hast—96 durch dein teu-⸗res SISSISISISIIIIIT 2 ge⸗ mach won vor Gott ge⸗ 20. gut.—⁴ 2. Und bitten, wahrer Mensch und daß wir am Kreuz geduldig sein, Gott, durch deine Wunden, Schmach uns trösten deiner schweren Pein und Spott: 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, Erlös uns von dem ew'gen Tod du werdest uns verlassen nicht, und tröst uns in der letzten Not! du werdest treulich bei uns stehn, 3. Behüt uns auch vor Sünd und daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Schand und reich uns deine mächt'ge Hand, Christoph Vischer, g. 1544, 4 1597. 6. Ostern. 95. Eigene Melodie.—— Auf, auf, mein Herz mit Freu ⸗den nimm wahr, was Wie kommt nach gro⸗ßen Lei den nun ein so 73 Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei. Eh er's vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria! V schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, ö der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel; nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut ‚ zusamt dem edlen Gut, ö so mir durch Jesum Christ ö aus Lieb erworben ist. 4. Ich hang und bleib auch hangen ö an Christo als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit. .................. 114—.. 21——— N—— E I I II EI— I I 1 — +— heut ge ⸗schichtl)„ 34½% Mein Hei⸗lan 11— gro„ ßes Licht! ein Hei ö d war ge — VWE I I 1 7*— EEE— 2 2——.—. 2—— legt da, wo man uns hin ⸗trägt, wenn von uns 9— ............. E 2— 28 un ⸗öser Geist gen Him ⸗mel ist gen= reist. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll; ich bin stets sein Gesell. 5. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und brauch mich nicht zu kehren an einzig Ungemach; es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 6. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, g. 1607, f 1676. 96. Eigene Melodie: SSISSSPIPI...I....... 0 S—.—————, E— 155... 9— 1. Christ ist er ⸗stan ⸗ den von der Mar⸗ter al ⸗le: des ee, DSDDD....... DDDDDD 8 5n 1*0 soll'n wir al⸗le froh sein, Christ will un ⸗ser Trost *.. 25—————— Eirt —. i leis. 2. Wär er nicht er⸗ stan⸗ A DD.————— E EEEIEEEEEEEEEEE den, so wär die Welt ver ⸗ gan gen; 74 V + seit daß er er⸗ 2. Den d bei allen M daz nachb kein Unschy avon kan und nahn Hielt ind i Hallelujal ame und hat b er Ehren, ren an, ld, Pforten, — — S — —— 2 V B. Festtagslieder(Ostern). —.— N— —.———7.— 5.—— 2 L I L + L 1 4.—— 1 2 LE.. stan⸗den ist, so lob'n wir den Va⸗ter Je⸗su Christ. Ky⸗ * I— ar— 72 ꝙ)I + + +—55.———— + N 1—— + +„„.——.— 8. E—I I—— I ri ⸗e leis 3. Hal le uia, Halle SSSSSSSRSDSDPIDDEEDP‚PSE ‚I..... I———.— ——— + + + I—.—1— 1 E + I—— 1 „ lu ia, Halt lel ja! Bes soll'n wir —.————.—.— —— II +—— 27 7 D.— 9.— ——— 1 2— + al le froh sein, Christ will un ⸗ser 9.——— II 1 N — IFEFF——————— —9. 22.— I—.— L———— Trost sein. KyUri ⸗ e⸗leis. Aus dem 15. Jahrhundert. Eigene Melodie. — 2..——— + 17— 1— I 2 I E— 1 Christ lag in To⸗des⸗ban ⸗ den, für uns' ⸗re der ist wie ⸗ der er⸗stan ⸗ den und hat uns SPIIIIFITITITITIIITII T I+ E* P BII + + + L E —2— E22 II L— E— Sünd ge ge bẽn 3 1 8 tt bracht das Le⸗ben; des wir sol ⸗len fröh-lich sein, Go 1..8—3.— 5—.— —— ̃——— — E.—— V. 0 ö —— T 1 1——.——— 5 lo ⸗- ben und dank-bar sein und sin-⸗gen Hal-le⸗ SSSE 1——m +. + EE— + E S.— — ———— 1— u ⸗ia. Hal ⸗-le lu ja! 2. Den Tod niemand zwingen konnt bei allen Menschenkindern; das macht' alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod sobald und nahm über uns Gewalt; hielt uns in sein'm Reich gefangen. Halleluja! 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren. Halleluja! 4. Es war ein wunderlich Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluia! 5. Hie ist das recht' Osterlamm, davon wir sollen leben, das sich an des Kreuzes Stamm in heißer Lieb gegeben; des Blut zeichnet unsre Tür, das hält der Glaub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja! 6. So feiern wir das hoh' Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr scheinen läßt. 1. Sonn- und Festtags-Lieder. Er selber ist die Sonne, der durch seiner Gnade Glanz erleucht't unsre Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja! 7. Wir essen und leben wohl zum süßen Brot geladen, der alt Sauerteig nicht soll sein bei dem Wort der Gnaden. Christus will die Speise sein und speisen die Seel allein; der Glaub will keins andern leben. Halleluja! Martin Luther, g. 1485, 4 1546. —— Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. e 535 Er ⸗ böh ⸗ n gehst ter Sie ⸗ ges-fürst und Held, aus dei-⸗nes Gra bes Tor I 225 52959 zet die als wie—————— ste dei ner Aüon die Mor ⸗ 95 son ⸗ne. er ⸗lo ⸗ ste Welt am Fe⸗ =ti gam vor, schön, wie ö Mach⸗ tig, Pudhltn Huis du 55 5 S. Er ů 10 S S SSS.....II..I. 2. Wie majestätisch bauest du am dritten Tage deiner Ruh den Leibestempel wieder! Trotz aller Feinde List und Macht hast du dein großes Wort vollbracht: Ich sterb und lebe wieder. Gehet, sehet: alle Riegel, Band und Siegel sind zerstöret, Jesus lebt und ist verkläret. 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab und blicket Fratan hinab: ist dies die Gruft zum Schrecken? — ben 3——— aus dem Strei⸗ 268— kommst mit Se⸗ gen uns aus dei⸗ner Gruft ent⸗ge⸗ gen. Seit Jesus hier geschlummert hat, sind Gräber eine Ruhestatt, die Fried und Hoffnung decken. Zagt nicht, klagt nicht: diese Glieder werden wieder sich erheben und das Leben Christi leben. 4. Dann werd ich ihn im Lichte sehn, gekrönt vor seinem Throne stehn mit himmlischem Entzücken. Dann ist mein Aug von Tränen leer, dann schreckt mich Sünd und Tod nicht mehr, nichts kann mich ihm entrücken. 76 Ewig, selig, ohne Mängel werd ich lebet und ihm Pre 5. Indes; was mich no daß ich mich mand ge 1—— F Phiert, al 2.Die alle! die Höll, all hat überwun der heut von Halle Klulal 3. Seipn her, das Herr, zerf Christ hat d Halleluja! ——— 5 Naht 11 2. 2. Motty mein Haln 10 W ö athn eben. 35,f 1546. * „%„. Hihte schn, lehn inen leer, 90 nicht Hentt itlen B. Festtagslieder(Ostern). Ewig, selig, ohne Mängel, werd ich leben und ihm Preis und Ehre geben. 5. Indes zerstöre, starker Held, was mich noch hier zurückehält, daß ich mich zu dir schwinge. wie die Engel sch ie⸗ nen ist der —.— ⁰—. mand g'nug 29.— en 99. Eigene Melodie. mag; 32—5 1 98—100 O gib mir deinen Geist, dein Licht, daß ich, wenn Herz und Auge bricht, vom Tod ins Leben dringe. Mach mich mutig in dem Streite und bereite mich bei Zeiten zum Triumph der Ewigkeiten. Christ. Gottlieb Göz, g. 1746, 4 1805. herr⸗ lich Tag, dran ren un=ser Herr, Hau umn⸗ —— phiert, all sei- ne Feind ge 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja! 3. Sein'n Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward ihm Herr, zerstört ist nun all seine Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja! 100. Mel. Erimen ist der herrlich Cag. aneer führt. Hal le⸗ ä 4. Die Sonn, die Erd, all n all's, was betrübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst darniederlag. Halleluja! 5. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Halleluja fein und loben dich, Herr Jesu Christ; zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja! Nikolaus Hermann, 1 1561. —... E — Nrig mor⸗gens, Chri⸗ stus da die Sonn 9—8——— 20— Hei⸗—— — ,.:. r. auf-er⸗ steht. 3655—21— ben ist der Sün ⸗-den — Nacht, Licht, Heil und Le-ben 2. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein Heiland bleibt im Todeszwang; am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Halleluja! —...——— 2—— e e d.———.—— 2— ö 2253555.5 Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja! 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält; drauf folgt der Sabbat in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Halleluja! ———— qSRSS 4. In kurzem wach' ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf; ich wach' auf durch des Herren Stimm, veracht' den Tod mit seinem Grimm. Halleluja! 5. Am Kreuz läßt Christus öffentlich vor allem Volke töten sich; da er durchs Todes Kerker bricht, läßt er's die Menschen sehen nicht. Halleluja! 6. Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt: was arm und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Halleluja! 7. O Wunder groß, o starker Held, wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja! 8. Kein Kreuz und keine Not sich find't, die Christi Sieg nicht überwind't. Er führt heraus mit seiner Hand, 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. wer mich will halten, wird zu Schand. Halleluja! 9. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; wenn mir gleich alle Welt stürb ab, g'nug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! 10. Er nährt, er schützt, er tröstet mich. Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich; wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied sein's Leibes bin. Halleluja! 11. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja! 12. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Joh. Heermann, g. 1585, 1647. 101. Mel. In dich hab ich gehoffet, Berr. ——— 2——— 22——.—.—— D +— I. 2 11.— 1.— .—..— ö—— 1. Gott sei ge⸗dankt zu je ⸗der Zeit! Bie Son⸗ne der Ge⸗ 8— 1.—..—.— 5—.— E 2 +— +—..— +— ——— + I 22—— — rech⸗tig⸗ keit geht auf, uns zu er⸗ freu ⸗en. Sie bricht mit I— I 56 DDeeeeeeeeeee eee e. — 2 + 4—.—.—. L*—* W + Macht aus finst⸗rer Nacht, um al ⸗les zu er ⸗ neu: en. 2.Es ist der Sieg'sfürst, Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Er hat dem Feind genommen des Tods Gewalt, drauf ist er bald mit Freuden wieder kommen. 3. Auch hat der Herr in Siegespracht viel Beute aus dem Grab gebracht, die will er gern uns geben: Gerechtigkeit, Heil, Friede, Freud und unverwelklich Leben. 4. Drum geb ich dir, Immanuel, in deine Hände Leib und Seel, du bist mein Schutz auf Erden, mein Licht und Heil, mein ewig Teil; mir muß der Himmel werden. 5. Laß mich mit dir zu Grabe gehn, mit dir auch wieder auferstehn, den Lüsten stets zu steuern, daß nach der Zeit in höchster Freud ich dort mög Ostern feiern. Peter Hagen, g. 1569, + 1620. ihm, e 2. Olowei⸗ hat mächgs von Todeslet Wir von Os sind nun mit und Erben x Bald, balde entschlafen, uhn in Fri die huge M das Lich de Unseme du wirst ihn der du deß Du wisst um and Kaaf m dem Suube, 103, ———— ist e Schand. betrübt? liebt; rb ab, nir hab. set mich. zu sich; n, es bin. stzensich, ich; Rkeit. ser Held, . Fleiß hreis. manueh, eel, en, B. Festtagslieder(Ostern)⸗ 102—103 102. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 11. E— + IDV +*— —.—————— ,, e d en 2 —. 1 Hal-le lu-ja, jauchzt, ihr Chö ⸗- re, singt Je⸗su Er, der Held, zer riß die Ban ⸗-den des To⸗ des E + 2..— —TS. +—— +*——*— LCVU E + +—— + + 1 1 ——— Z. Chri ⸗sto Preis und Eh-rel! Wie groß, wie herr=lich und ist auf ⸗er-stan-den, er, der für uns im l 9 II* I +* IIIII. IP PITITITT TUI 1.2 I + II—— 1— C +* 1 +— ,—.—. 7—— sen rogl Sein ist Ge-⸗walt und Macht, Preis Gra ⸗be lag. 665— 70 III +I.— 6 h E + ihm, er haͤt's voll⸗bracht! Hal⸗le⸗lu ⸗ ja! Er hat's voll'bracht, V + 2——*— I I EIE L +—— I— I +— E. — . er, der die Macht des To⸗des und des Gra bes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen, Wir werden ewig dein, hat mächtig Satans Reich bezwungen, gerecht und selig sein, von Todesketten uns befreit. Halleluja! Wir von Gott gefallne Sünder Tod und Gericht erschreckt uns nicht, sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder denn Jesus, unser Mittler, lebt. und Erben seiner Seligkeit. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne, Bald, bald entschlafen wir, wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne entschlafen, Christe, dir, durch unsers Grabes Dunkel bricht! ruhn im Frieden O was werden wir empfinden, die kurze Nacht, bis deine Macht wenn Nacht und Finsternis verschwin⸗ das Licht des ew'gen Tages ruft. den, 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, und uns umstrahlt des Himmels Licht! du wirst ihn herrlich auferwecken, Vollender, führe du der du des Staubes Schöpfer bist. uns diesem Tage zu, Du wirst unvergänglich Leben uns, die Deinen! und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, Die Todesbahn gingst du voran, dem Staube, der dir teuer ist. wir folgen dir in deine Ruh. Gottfr. Bened. Funk, g. 1754, f 1814. 103. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag..2 „ üne Einere den nen en=nn r— EEEE 1. Heut tri⸗um phie ⸗ret Got-tes Sohn, der vom Tod —————— SPSPSPSPꝑPIPISICIIIIIIIIIII ist er ⸗wstan⸗-den schon mit gro⸗er Pracht und Herr ⸗lich⸗ 79 ——— SSSII 103—104 keit; des ant n ihm in 2. Dem Teufel hat er all sein Macht zerstört und ihn zu Boden bracht, wie ue zu tun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Halleluja! 3. O auferstandner Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, führ uns durch dein Barmherzigkeit mit Freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja! 4. Hie ist doch nichts als Angst und Not, von Kindheit an bis in den Tod; dort aber in des Himmels Thron folgt auf den Kampf die Ehrenkron. Halleluja! ich die fuͤrst, wir st, ftoh⸗ lch. Him⸗-mels Er„ben ins 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht: wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3. Du ruhest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh geh zu dei⸗ nem die Hoff⸗ nung auf⸗—.— ** 0 * —— WZLʃᷓ . E⸗wig ⸗keit. Hal-le ⸗lu ⸗ja! 5. Nun kann uns kein Feind schaden mehr; lob er gleich murrt, ist's ohn Gefähr, darnieder liegt der arge Feind, wir aber Gottes Kinder seind. Halleluja! 6. Des danken wir ihm allzugleich und sehnen uns ins Himmelreich. Es ist am End,‚ Gott helf uns all'n, so singen wir mit großem Schall'n: Halleluja! 7. Gott Vater in dem höchsten Thron, samt seinem eingebornen Sohn, dem heil'gen Geist in gleicher Weis' in Ewigkeit sei Lob und Preis! Halleluja! Hasp. Stolshagius(d) 1591. Mel. Valet will ich dir geben. PꝗSPSPSPSPSPSPSSS .. du gro⸗-ßer be, daß du mir wie man kann fröh-lich Land des Le-⸗bens gehn. an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu; so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei: wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. 80⁰ Du wiust d det auch m da werd ic der mich v 5. Du fi und geiges wohin ich da ic dich Dort ist e⸗ wo lauter da warten in deiner. 6. Om o meines! 10 2˙. a! schaden nGefaͤhr, „ zugleich eich. albn, halbn: en Thron, n, Weis⸗ versegel, , B. Festtagslieder(Ostern). Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tod erweckt. 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, 104-106 ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft, da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Olberg zeigen, wo man gen Himmel fährt, da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems ew'ge Tore, da heißt's Halleluja in der Gerechten Chore. Ach wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck, g. 162, 4 1757. 105. Eigene Melodie. e, SEEEEEEE +* Je sus Chri⸗stus, un⸗ ser Hei⸗-land, der den Tod • ber⸗wand, ist auf⸗ er⸗ stan⸗ den, die Süund hat — ů.—— trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß uns Gott sein Huld gönnet. Kyrie eleison. er fan⸗gen. Ky⸗ 2. Der ⁵0 Sunden war gebor'n, ·e ·lei⸗son. 3. Tod, Ewd Leben und Genad, all's in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison. Martin Luther, g. 4485, 4 1546. 106. Mel. Jesus, meine de lebt, mit ihm Je⸗sus Er, er auch ich! Tod⸗ lebt und wird auch mich von wo sud wun nun den To⸗ ten dei⸗ne Sche⸗ cenꝰ auf⸗ er⸗-we-cken. Er ver Le klärt mich in sein Licht: ——— R—— dDies is mei ⸗ ne ver sicht. 6 106— 108 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich 4 über alle Welt gegeben. Mit ihm werd ich auch zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht: dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht: dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich sein I 107. 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht: dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Seine Treue wanket nicht: dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Chr. F. Gellert, g. 1715, 4169. Mel. O sanctissima. 4. Du fröh⸗ li ⸗che, o du se E——.... ,.—3—. gna⸗ den-brin-gen⸗de O ⸗ster-zeit! Welt — S SPSPSPSPSSPSIS.SI.......— lag in Ban ⸗den, Christ ist er stan den; 2 ———— —— SSee— 1 — freu e, 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! 2½ Tod ist bezwungen, Leben errungen; freue, freue dich, o Christenheit!: 108. freu e dich, o Mel. Nun freut euch, liebe Chri⸗sten⸗ heit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! ½ Kraft ist gegeben; laßt uns ihm leben! Freue, freue dich, o Christenheit!: Joh. Daniel Falk, g. 1268, 1826. Kor. 15,/558 —.—2—— 4 — 1.—0 O Zain 505 ist dein Sta⸗ Sta⸗ chel t um Wo ist dein Sieg, o Was kann uns jetzt der Teu ⸗fel tun, wie grau⸗sam er sich EEEEDS sei ge⸗dankt, der uns den Sieg so herr⸗=lich 8² 2. Leb den Feir zerbricht trägt we Nehtssi den star er ist de 3. De den Sie des Her was ihr Tod, Te durch C ihr gorn 4. Es und sieh Weil nu erstehn; So jem im Tod er lebt, 709. B. Festtagslieder(Ostern). 108—109 0 , 1 5— V——— 3—.— 811. SSS.———— 2 hat nach 2. Lebendig Christus kommt herfür, den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Hölle Schloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; er ist der Uberwinder. 3. Des Herren Rechte die behält den Sieg und ist erhöhet, des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind; ihr Zorn ist kraftlos worden. 4. Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder! Weil nun das Haupt erstanden ist, erstehn auch wir, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. die⸗sem Krieg durch Je⸗ sumChrist ge ⸗ ge ⸗ ben! 5. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei; derselb' ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Wesen. 6. Das ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 7. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat in diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! Nach Georg Weissel, g. 1590, f 1655. 109. mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. ,n.,.... 9—.— 2— 2—.—— 1 Tri⸗ umph! Ver⸗laßt die lee⸗ re Gruft! Tri⸗umph! Der Hei⸗land Hört, wie der Kreis der hei⸗tern Luft von Sie⸗ ges⸗tö⸗nen 7 7 H NVI +* 7¹m n w;n2— le betl d⸗ner Held! Die Höll und bes. beül) Sei uns ge⸗grüßt, er⸗stand⸗ner Held! Die Höll un —.—.— *— W.——.——— Tod ent-riss⸗ne Welt ruft 2. Was war dir, Erde, dazumal, als sich dein Grund empörte, und Jesu letzte Todesqual dich ängstlich seufzen lehrte? Ach jauchze nun in Fröhlichkeit, gesegnet sei des Herren Streit, der deinen Fluch bezwungen. dir Tri⸗umph ent ⸗ ge ⸗ gen. 3. Ihr Himmel, laßt den Jubelklang durch alle Wolken fahrenl Kommt, wiederholt den Lobgesang, ihr reinen Geisterscharen! Ehrt jetzt den Tag, wie jene Nacht, die diesen Held ans Licht gebracht, verherrlicht seine Siege. 86 6 109—110 4. Es müsse Zions Heiligtum vom Jauchzen widerschallen: Gott in der Höhe, dir sei Ruhm, den Menschen Wohlgefallen! Ihr Kreaturen, stimmt mit ein: Auf Erden müsse Frieden sein, im Himmel hohe Wonne! 5. Nun Jesu Grab die Siegel bricht, steht mir der Himmel offen: nun stützt den eitlen Glauben nicht ein unerfülltes Hoffen. 110. Mel. Nun freut euch, 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Du, Heiland, lebst und lebst in mir, du kannst, du wirst, ich folge dir, mich auch zum Vater führen. 6. Fahr auf, o seltne Siegespracht, die von der Höhe blitzet! Mein König, der, verklärt mit Macht, zur Rechten Gottes sitzet, du, der den Tod gefesselt hält, Erlöser, Richter, Herr der Welt, laß mich dir ewig leben! Joh. Val. Pietsch(5), g. 1690, 4 1755. liebe Christen g'mein. 0 E+ Wannn..————— H— Lanin...—— E.— ———— 2*e....—— 2 1 W auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist auf⸗ge⸗ er-mun⸗:tre dei⸗nen Geist und Sinn, den Hei⸗land zu emp⸗ + II—.—.— + E 1 ñjß7..—8——3 2 8 22.—.——.—56 X. I I— L E. 1—..—— + 4Z.—— 2 1—2—.— II L L + + 1HHm⁵1 I I 8— +—— 2. an ⸗gen 9 n der heu=te durch des To⸗-des Tür ge⸗bro⸗chen fan⸗gen, EV 4—.——— n Fn—— 17 SSI..... EEDE 2.—— 2—2————— DJ‚e + 2 aus dem Grab her-⸗für, der gan⸗zen Welt zur Won ⸗ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben! Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem Himmelszelt, wo Jesus ist zu finden! 4. Quält dich ein schwerer Sorgen⸗ stein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht: er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Es hat der Löw aus Juda Stamm heut siegreich überwunden, und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil gefunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen.“) 6. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 7. Scheu' weder Teufel, Welt noch Tod, noch gar der Hölle Rachen: dein Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringsten in der Welt Kol. 2, 15. 8⁴4 alz ein g drum wi 8. Ach von Tote rett uns und aus daß wir unter d denn de mit gen Weerst t den uch B. Festtagslieder(Ostern). als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 8. Ach, mein Herr Jesu, der du bist von Toten auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben 110—111 9. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gottes kindern und ewig in der Herrlichkeit von allen Uberwindern, die überwunden durch dein Blut. Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurent. Laurenti, g. 1660, 1722. 111¹. Mel. O Durchbrecher aller Bande. —— 153—„——— ů .SSSSS Wand-le leuch⸗ ten ⸗ der und schö-ner, 15 ster⸗ denn dein Herr und mein Ver⸗söh-ner stieg aus —— 1.—. son ⸗ ne, dei ⸗nen Lauf, 2 3 3„ · —— sei ⸗nem Grd ⸗ be auf! Als das Haupt er ster 1 — + EI S.S.... — beug te, barait du dich in nächt'⸗gem Flor Doch 15˙ , n,.e, e komm her ⸗ vor und leuch⸗te, denn auch er stieg längst em-⸗por! 2. Erde, breite dich in Frieden unter deinem Himmel aus; denn dein Herr ist nicht geschieden, er zerbrach des Todes Haus. Deine starken Felsen bebten, als er seinen Geist verhaucht; grüße nun den Neubelebten, wonnevoll in Licht getaucht. 3. Doch du selber, meine Seele, sag, wie feierst du den Tag, da der Herr des Grabes Höhle mit gewalt'gem Arm durchbrach? Feierst du sein Auferstehen auch in rechter Osterfreud? Kann man an dir selber sehen, welch ein hoher Festtag heut? 4. Bist du mit ihm auferstanden aus der Sünde Todesnacht? Hast du dich von ihren Banden losgerungen, frei gemacht? Oder liegst du noch verborgen & und in deinen Sünden tot? Kündet deinen Ostermorgen noch kein helles Morgenrot? 5. O dann laß dich nicht bedecken länger mehr die finstre Nacht. Sieh, dein Herr ist, dich zu wecken, von dem Tode auferwacht. Komm, vom Schlaf dich zu erheben, komm, der Fürst des Lebens ruft; wache auf zum neuen Leben, steig herauf aus deiner Gruft! 6. Sieh, er reicht dir hilfreich, gnädig die durchbohrten Hände hin, macht dich der Betäubung ledig, weckt mit Liebesruf den Sinn. Keine Strafe sollst du scheuen, darum bleibe nicht zurück; raff dich auf, dich zu erfreuen an des neuen Lebens Glück. 7. Steig Heren zum neuen Leben, ů du schliefest lang genug; . Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. daß du könnest auferstehn, aus der Sünde Haft und Banden in die schönste Freiheit gehn. Willst du ihm dich nur ergeben, streift er deine Ketten ab, und du siehst dein altes Leben 111—113 Kraft zum Leben wird dir geben, der für dich den Tod ertrug. Fang nur an erst aufzustehen, fühlst du dich auch noch so matt; der wird dir zur Seite gehen, der dich auferwecket hat. 8. Sieh, dein Herr ist auferstanden, hinter dir als leeres Grab. Karl Johann Philipp Spitta, g. 1801, 4 1859. 112. mel. Christus, der ist mein Leben. ——.———1—— 2 P ꝓ....I... IIIT +— L 2.——— 12 n kom⸗men, Held im Swei⸗ te,/ 0 dei⸗nes Gra⸗bes Kli Itl — 2 * 141 Wir 7— 8 6 ie⸗ren heu In der Gerechten Hütten 108 Eschon das Siegeslied; du trittst in unsre Mitten und bringst den Osterfried. 3. Der Feind wird schaugetragen?) und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. 4. Ach teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus, wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahnen auch über unser Herz ů und zeig uns einst die Bahnen I vom Grabe himmelwärts. —— te um dei⸗ne lee⸗re Gruft. 6. Laß unser aller Sünden mit dir begraben sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für! 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir dereinst nur selig mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Stachel ist nun stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon Triumph! Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 57 ————— SSEE Je:⸗su Christ, daß du vom ) Kol. 2, 15. — 113. Met. 955—4———— ist der herrlich s —— .—.2 /—.— —„ 1. Wir dan⸗ken dir, Herr —— I EA ———— EI——————— ———————— I* ö Tod er⸗—— 44—0 53.5 und hast dem——.— Ler 100 Hen N EI II +* . Macht und uns das Le-ben wie-der⸗bracht. Hal ⸗le ⸗lu-ja! 2. Wi nimm vs und hilf daß wir Hallelu den, 757. B. Festtagslieder(Ostern). 2. Wir bitten dich durch deine Gnad, nimm von uns unsre Missetat und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein' treuen Diener sein. Halleluja! 113—115 3. Gott Vater in dem höchsten Thron, samt seinem eingebornen Sohn, dem heil'gen Geist in gleicher Weis' in Ewigkeit sei Lob und Preis. Halleluja! Thomas Hartmann, um 1604. 114. Mel. Erhalt uns, Berr, 2 deinem Wort. Ey. Luf. 24, 26 . 5—8—— —— 256585975——————— *——.——.— 1 0 2—— . Wo willst du hin. lieb⸗ er weibs A⸗bend ist, 0 n — und kehr—— dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. mei⸗ nem n„zen ein! 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch irre macht. 5. Besonders aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod! Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest, ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 1674. —— 11⁵. mel. Jesu, meines Lebens SLeben. Ev. Luk 23, 1—55. 35.5öcc ...——————..— III——.— 18 25 1 Zween der Jün⸗ger gehn mit Shren ü⸗ber 7 ih re Au-⸗gen sind voll Trä-nen, ih ⸗ re —.—— N— i +*— 1.......... 1H rin Feld nach Em⸗-ma⸗- us; . See ⸗le Doll Ver druß: 1 man hört ih re Kla-ge⸗wor⸗te, Q— E.IN 2 I**—.— i ö 5— + +. 2 E +— E +*— E— 9— + ö ů— Idoch es ist von ih ⸗rem Or ⸗te un-⸗ ser Je⸗ 32——. 9—5—..——— +4— EU— Ln Inen— 2 — 2....—— 2—11 gar nicht weit 2. Ach es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach, sie bejammern ihre Schmerzen, ihre Not und Ungemach; und ver⸗treibt die Trau ·rig ⸗ keit. manches wandert gar alleine, daß es nur zur G'nüge weine; doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei. 115—116 3. Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen; o der unglücksel'gen Zeit, die man dergestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht und das Schäflein wiederbracht. 4. Hat sich eine Not gefunden, so ließ er mich nicht allein; Jesus stellt zur rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich bei ihm beschwere, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da. 5. Treuster Freund von allen Freun⸗ den, bleibe ferner noch bei mir! Kommt die Welt, mich anzufeinden, ach so sei du auch allhier! Will der Teufel mich betrügen, laß in deinem Schutz mich liegen! Komm, in meinem Geist zu ruhn: was du willst, das will ich tun. 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 6. Bin ich traurig und betrübet, so gib nur in meinen Sinn, daß mich deine Seele liebet, und daß ich der deine bin. Laß dein Wort mich feste gründen, laß es auch mein Herz entzünden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt. 7. Tröst auch andre fromme Seelen, wenn sie tief in Kummer stehn: wenn sie in verborg'nen Höhlen, Kammern, Feld und Wäldern gehn, ihrem Kummer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 8. Kannst du bei der Welt nicht weilen, ach so nimm mich auch mit dir, laß mich deine Freuden teilen, sei und bleibe stets bei mir! Bleibe doch in unsrer Mitten, wie dich deine Kinder bitten. Dank sei dir, o lieber Gast, daß du mich getröstet hast. Ludw. Neunherz, g. 1655, f1757. 7. Bimmelfahrt. 116. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. E E— EUU SSSII..— 4—.— EH E 1[Ach wun ⸗der- gro ⸗ßer Sie ⸗ ges ⸗ held, zur Rech ten Got tes in der Kraft, , ,. E—.———— 3 du Sün-⸗den ⸗trä⸗ ger al ⸗ler Welt, heut hast —605 hast dei⸗ nem Reich den Sieg ver:schafft, den Feind di ·2— 2 L. D.—. .————————————— du dich ge ⸗ set: zet zum Tod ver ⸗Ü mäch⸗tig, präch⸗tig tri ⸗um⸗ —— III— —— EU— 1 nn, 2 E———0 56 phierst 21 und ⸗gierst du; Tod und Le⸗ bav H.— A— ED I2. ESI 2——————.—.—.—.—..————— dir ist al ⸗les ·ter ⸗-ge ⸗ ben. 2. Di viel taus⸗ dich Siet weil du! mit Maj zur Frer Singet, rühmt u auf zum zu empft 3. Du! sind dein kommt o Trost, Ir was den wird un bringe, mein Ge dich zu y Ehr dem 4. Zeu dit, hi nach den Laß uns laß uns sen, len, B. Festtagslieder(Himmelfahrt). 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Macht zur Freude bist erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, der fähret auf zum Throne, zu empfahn die Himmelskrone. 3. Du bist das Haupt, o Herr, und wir sind deine Glieder, nur von dir kommt auf uns Heil und Leben, Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft; was dem Gemüt Erquickung schafft, wird uns von dir gegeben; bringe, dringe mein Gemüte, dich zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen. 4. Zeuch, Jesus, uns, zeuch uns nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unsern Wandel himmlisch s ein, laß uns demütig, züchtig, rein ew'ge Güte 116—117 all Uppigkeit verachten. Unart, Hoffart hilf uns meiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist, auf Erden wohnet Trug und List; es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen! Du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Komm, Herr, hilf, Herr! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende jauchzend heben unsre Hände. christlich leiden, Ernst Christ. Homburg, g. 1605, f1681. 117. Mel. Es ist an der Seit. ...— + n 1.—.— EE....— Auf Chri⸗sti Him⸗mel-⸗fahrt al ⸗ lein ich mei⸗ne 1 .—. und al⸗len Zwei⸗fel, Angst und— hier- mit stets eeeer II 5 4 Sa hrt grün⸗ de i mel ber ⸗win⸗de; dem weil—— nire, m Him⸗ EEE* I——— +—— ............ 2 4.—..———— L L 1 ist, wird sei⸗ ne Glie⸗der Je⸗sus Christ zur rech⸗ ten + 2 4—— I * Zeit nach⸗ho ⸗len. 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist auch stets mein Herz und Sinn, nach ihm mich 10 verlanget. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich 89 117—119 von deiner Auffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren 118. Mel. Nun. euch 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. und dann einmal, wenn dir's gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre doch mein Flehen! Nach Josua Wegelin, g. 1604, 4 1640. ch, liebe 9 mein. —* 22——.————— Rui 1 Prea die sen 27 be⸗ und 2—— d den⸗ken wir, daß C hristus auf⸗ ge⸗ —— zen 3—5— und flehn, er——— be⸗ 2. Gottlob, der Weg ist nun gemacht. uns steht der Himmel offen; Christus schließt auf mit großer Pracht, was vorhin war verflossen. Wer's glaubt, des Herz ist freudenvoll; dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. 3. Wer hier nicht seinen Willen tut, dem ist's nicht Ernst zum Herren, und er wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegt's; ist der nur echt, so wird gewiß das Leben recht gen Himmel sein gerichtet. we⸗gen man⸗cher G'fährd Trost nur ————3— I 5 Sün⸗der hi Erd, di wah ren uns ar-me Sun⸗der hier auf V ie wir— 60 SS.............— EEE — in Hoff⸗nung ha ⸗ben. 4. Solch Himmelfahrt fängt in uns an, bis wir den Vater finden und fliehen stets der Sünder Bahn, tun uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf, und Gott herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zusammenkommen. 5. Dann wird der Tag erst freuden⸗ reich, wann uns Gott zu sich nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, wie wir es jetzt bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut zu ew'ger Zeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wir's erleben! Johann Swick, g. um 1496, 4 1542. ö 119. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1 H .II.. I....... TT.. E— 1 I— I—.— Aehn 1 Hal ⸗le ⸗ja! Wie lieb⸗ lich ehn 55 seit du vom ew gen Zi on dort SISSSSSIIIIIIIII‚IIIIIIII.... E d——— önin. V hoch ü-ber uns die Him⸗ mels⸗ höhn, seit du aus⸗ sen⸗ 8855 dein le ⸗ ben⸗ 33 Wort und dei⸗ N 221117. e.—3 EI 50. e im Him⸗ mel 5 zest, ne Her ⸗de schüt-zest. 90 Fröh⸗lich, se⸗ lig schaut der * 2. Di was ist i Was ist Ein Sch das dir! ausgeht Syende, deine hel reichlich! großes H 3.Oerh ich weiß, das einst das einst e ist dei bis neu! O wer nimmer den⸗ men eich, ut 154². B. Festtagslieder(Himmelfahrt). 119—120 .—— 4*— *————————.—. ö— * 2 2— e 55—— + Glau⸗be von dem Stau⸗be auf zum Soh⸗-ne: ——— dürtent: ,r.,i ii. e 1 * mei ⸗-ne 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl; was ist ihr tausendfacher Strahl? Was ist der Glanz der Sonne? Ein Schatten nur von jenem Licht, das dir vom holden Angesicht ausgeht mit ew'ger Wonne. Spende, sende deine hellen Lebensquellen reichlich nieder, großes Haupt, auf deine Glieder! 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht, ich weiß, daß dort ein Auge wacht, das einst um uns geweinet, das einst für uns im Tode brach; es ist dein Aug, es bleibet wach, bis neu die Sonne scheinet. O wer nunmehr nimmer klagte, nimmer zagte, seit du wachest und aus Nächten Tage machest! 4. Wohin wir ziehn durch Land und Meer, ein Himmel neigt sich drüber her. dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, da wallt man sicher früh und spät Hei⸗mat ist am Thro-ne. vor Feindeslist und Schaden. Keiner deiner Auserwählten, Geistbeseelten, bleibt verlassen; treu will ihn dein Arm umfassen, 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz, zu dir, wenn sich das arme Herz verwundet und zerstoßen; du brichst nicht das zerstoßne Rohr, und wenn der Docht sein Ol verlor, kommt neues hergeflossen. Im Licht soll nicht eine fehlen von den Seelen, die zum Leben dir dein Vater übergeben. 6. O sel'ger König, Jesu Christ, wie wundervoll und heilig ist, was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, bleibt unser Anker, wenn es stürmt, auf ewig eingesenket. Hier, hier sind wir festgebunden; unsre Stunden fliehn in Eile, dann hinauf zum ew'gen Heile! Albert Knapp, g. 1798, 4 1864. 120. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. ů 1 —— —— (Herr, du fährst mit Glanz und Freu⸗den auf zu dei⸗ner 1.(Doch mich drük-⸗ ken noch die Lei⸗-den die ⸗ses Le ⸗ber 18, Hren N 1—— — ..... — 15 0— Herr-lich-keit.. 3— Gib mir, Je⸗su, Mut und Kraft, die ⸗ser Zeit. .—.—— DPDISIISISSES..— EO Eur V 25— 2 5— daß ich mei-ne Wan-⸗-der ⸗schaft so mit dir zu⸗ 91 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. rük⸗ke⸗le⸗ge, daß ich 2. Laß mir deinen Geist zurücke, aber zeuch mein Herz nach dir. Wenn ich nach dem Himmel blicke, o so öffn' ihn gnädig mir! Neige meinem Flehn dein Ohr; trag es deinem Vater vor, daß er mir die Schuld vergebe, daß ich mich bekehr und lebe. 3. Lehre mich die Welt verachten und was in ihr Eitles ist, und nach dem, was dort ist, trachten, wo du, mein Erlöser, bist! Wollust, Ehrsucht und Gewinn, soll mich dies zur Erde ziehn, da ich jenseits überm Grabe eine größre Hoffnung habe? 4. Diese müsse mir nichts rauben! Du erwarbst sie teuer mir. Jetzund seh ich sie im Glauben, dorten find ich sie bei dir. 2 EAV——— — + E— 4+.— 1—— V-2-—— C—* +—— Se Dl I + e stets dein blei⸗ben mo⸗⸗ Dort belohnst du das Vertraun deiner Gläubigen durch Schaun und verwandelst ihre Leiden in unendlich große Freuden. 5. Dort bereit auch mir die Stätte in des Vaters Hause zu! Rufst du frühe oder späte mich zu meines Grabes Ruh, leucht auch mir in dieser Nacht durch die Stärke deiner Macht, die des Todes Macht bezwungen und für uns den Sieg errungen. 6. Kommst du endlich glorreich wieder an dem Ende dieser Zeit, o so sammle meine Glieder, die Verwesung jetzt zerstreut! Heil'ge und verklär sie ganz, daß der Leib im Himmelsglanz, dann nicht mehr von Staub und Erde, ähnlich deinem Leibe werde! Nach Kaspar Neumann, g. 1648, f 115. 2 121. Mel. Alle Menschen müssen sterben. ꝗ ꝗIRITTT————— 2 6= 8„ 9— ö 1 Sie⸗ ges ⸗für ⸗ste, Eh⸗ren ⸗kö- nig, höchst-ver-⸗klär- te 46 al⸗ le Him-mel sind zu we-nig, du bist drü-ber 1————— + 3 .. 2 DITITIT— D—— * Ma⸗ je⸗stät,—. och er⸗ hoͤht sollt ich nicht Ju Fuß dir fal-len, und mein —. + Z...r. —.— — Herz vor Freu⸗de wal⸗len, wenn mein Glau⸗bens aug be⸗trach't nn.n —1—) dei ne Herr ⸗lich ⸗keit 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria, sollt ich nicht zu Fuß dir fallen, V und mein Herz vor Freude wallen, 92 und Macht? da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgeister speist; prͤchtig w freudig hei schau, ich! ruf auch! 4. Sollt da ich deit Sollt mei da ich dei Meinem! nicht vor nur in J. beugen hi 5. Geis drum wir ieder B. Festtagslieder(Himmelfahrt). prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen; schau, ich armes Kindlein hier ruf auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Glorie seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen; drum wirk in mir kräftiglich, 121—123 bis zum Schemel deiner Füßen alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Scepter sende weit und breit bis zur Welt Ende, mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan! 6. Du kannst alles allerorten nun erfüll'n und nahe sein; meines armen Herzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem Himmelsthron! Gerh. Cersteegen, g. 1697, 4 1769. — 12². Miel. Ach Gott und Berr. „——.. e — SPSPIPIIPITIIIIIII... 55 1. Zeuch uns nach dir, so lau fen wir mit [ 1—— II + EEEE EEEAAEE.———— E d———— . herz ⸗-li ⸗chem Ver-⸗-lan ⸗gen hin, da du bist, 0 ..I.I..II.IIIIIIIIIIIII.I.... .—. 1.—. 2 Herr Je⸗su Christ, aus die⸗ ser Welt ge⸗ gan-gen. 2. Zeuch uns nach dir, daß uns nicht mehr Herr Christ, und führ allhier beschwer uns deine Himmelsstege! das böse Weltgetümmel. Wir irr'n sonst leicht, 4. Zeuch uns nach dir sind abgeneigt nur für und für vom rechten Lebenswege. und gib, daß wir nachfahren 3. Zeuch uns nach dir, dir in dein Reich, so folgen wir und mach uns gleich dir nach in deinen Himmel, den auserwählten Scharen! Friedr. Fabricius(d), g. 1642, f 1705. 8. Pfngsten. 123. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. 10 221.————— DEEE, IIPIPIPIITII ,. n,.,. nnn I. Höch⸗ster Trö⸗ster, komm her⸗nie-der, Geist des Herrn, E——.—— ———————UI—.— S.S....I...I I I 0 J Glie⸗der! Er, der nie sein sei nicht fern, sal-be Je-⸗su 74— + 5 + — TT —j—— 1 I + 2.— + ö + + I 1 + I 1 + 2— Bi. 2 Wort ge⸗bro=chen, Je⸗ sus hat dei nen Rat EEE E E 9. 2.Hilf den Kampf des Glaubens kämp⸗ fen, gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden! 3. Hilf uns nach dem Besten) streben, schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. ) 1. Kor. 12, 31. sei ⸗nem Volk ver⸗spro⸗chen. Gib, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 4. Sei bei Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze! Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist freudig in die Freude! Ehrenfr. Liebich, g. 1715, f 1780. 36 12⁴4. mel. Es sind doch selig alle die. E 4.—. S—, IEe 5 1 Jauchz, Erd, und Him⸗ mel, ju⸗ble hell, die Wun⸗der 95.— an dem——„lo⸗ sen Häuf⸗ lein klein, das saß in Kr—.———— H 5— I——— 2 +* 4— II 2—2 + +—— L I +— L 1— 2 1— 22—— Gott's mit Freud er⸗ zähl, die er heut hat be⸗gan⸗gen fried⸗sa ⸗mer Ge⸗mein und be⸗tetꝰ mit Ver⸗ 500 gen, E 4 E——E: IZ. ‚‚II‚‚RRR 2 + —5 2 +2 +—— + LAIE e + + 1 + 2 12—.— + +—— 1——— 1.— m——————— daß es mit Geist ge⸗tau fet werd. Der kam mit Feu ers⸗ ER H I 1. AN + + EIEI + 2 1 + E SDSISSII.;.——.— glut zur Erd, mit star⸗ kem Stur⸗mes ⸗to ⸗ ben; das EE 8— 2157 Ldnrr. in. — 1 + IWSIIEEE +—2: E 2 2 FC +———.— +— I a. — Haus er⸗füllt er ü ber⸗all, zer⸗teilt man Zun⸗gen sah im EH—.— H.. S.— + + 1 + 1 + I H◻UUE—— + + L + I—— EI EH* 4. 2— Saal und all den Her⸗ren 195 ben. 2. Ach, Herr, nun gib, daß uns auch find in Fried und Flehn dein sel' ger Wind; weh rein von Sündenstaube ganz das Gemüt, füll an das Haus der Heil' gen dein, richt dein Werk aus, daß aufgeh rechter Glaube, und unsre Zung ganz Feuer werd, red nichts denn dein Lob hie auf Erd und was den Nächsten bauet. Brenn rein die sündige Natur, mach uns ein' neue Kreatur, obs Fleisch darob auch grauet. 3. Dein doch diese des Glall Dein Fel darum m daß solch und du d von oben und gebe daß stark träg sind! der Vate 4. Kor Geist, mit deine Von dire wer sich d gib himm Der fleisch auf göttlie in Wahrh und uns die uns g daß wirfs 5. Vat in dir sie verknüpf Also mac daß sich a nimm for und halt die in der Wae jal daß sie a loben Ch suchen al B. Festtagslieder(Pfingsten). 3. Dein Worterschallt schon lange Frist; doch dieses nur ein Anfang ist des Glaubens, der dich ehret. Dein Feld ist nun gepflanzet wohl, darum man dich jetzt bitten soll, daß solch Gut werd gemehret, und du den Segen mildiglich von oben reichest gnädiglich und gebest selig's Blühen; daß stark wir werden durch den Geist, trãg sind und schwach wir, wie du weißt; der Vater woll uns ziehen. 4. Komm, Balsam Gottes, heil'ger Geist, erfüll die Herzen allermeist mit deiner Liebe Brennen. Von dir allein muß sein gelehrt, wer sich durch Buß zu Gott bekehrt; gib himmlisches Erkennen. Der fleischlich Mensch sich nicht versteht auf göttlich Ding und irre geht; in Wahrheit wollst uns leiten und uns erinnern aller Lehr, die uns gab Christus, unser Herr, daß wir sein Reich ausbreiten. 5. Vater und Sohn bist du gemein, in dir sie kommen überein, verknüpft mit ew'gem Bande. Also mach uns auch alle eins, daß sich absondre unser keins, nimm fort der Trennung Schande und halt zusammen Gottes Kind', die in der Welt zerstreuet sind durch falschen Zwang und Lehre, daß sie am Haupt fest halten an, loben Christum mit jedermann, suchen allein sein' Ehre. 12⁴4—12⁵5 6. Durch dich besteht der neue Bund, ohn dich wird Gott niemandem kund, du neuerst unsre Herzen und rufst darin dem Vater zu, schaffst uns viel Fried und große Ruh und tröstest uns in Schmerzen, daß uns auch Leiden Ehre ist, da du durch Lieb gegossen bist in unser Herz ohn Klage. Du leitest uns auf ebnem Weg und führst uns hier den rechten Steg, weckst uns am jüngsten Tage. 7. Du, der lebend'ge Brunnenquell, der Gottes Stadt durchfließet hell, erquickest das Gemüte. Durch dich besteht des Vaters Bau; du willst und gibst, daß man dir trau, du bist die Gottesgüte. Irden Geschirr nur sind wir weich, brechen gar leicht von jedem Streich; du selbst wollst uns bewahren, uns brennen wohl in deiner Glut, daß uns der Feind nicht schaden tut, so wir von hinnen fahren. 8. Laß uns nicht sünd'gen wider dich, zum Tempel weih uns ewiglich, lehr uns im Glauben beten, daß Jesus Christus hie auf Erd durch dich in uns verkläret werd; all Schwachheit wollst vertreten. Der Welt Art stark noch in uns ist, und unserm Fleisch danach gelüst't; drum wollst uns täglich strafen um Sünd und um Gerechtigkeit und um Gericht mit Gütigkeit, daß wir in Gott entschlafen. Ambrosius Blaurer, g. 1492, f 1564. 125. Eigene Melodie i,..— 2hn— Weün hei ger Geist, Her⸗ re Gott, er⸗ füll mit —— I .,=.e....— 2— —8 dei ⸗- ner Gna-den Gut dei ⸗ ner Gläu ⸗bi⸗ gen Herz, 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. Mut und Sinn, dein brün⸗stig Lieb ent e. — S— ——— 2— 2— — 7 zünd' in ihn'n! O 0. ——— *———— EEEEEE =im Herr, durch dei⸗nes Lich⸗tes Glanz zu dem Glau-⸗ben ver⸗sam⸗melt ————— ,———— IEEEEE DISISSSISISISISISII.I......... . 2— hast das Volk aus al-ler Welt Zun⸗gen; das sei dir, Herr, zu — I dn —.—— ———————— N Se. Lob ge⸗ sun„gen. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns, Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen! O Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr denn Jesum mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja, Halleluja! 126. Eigene Hal⸗le⸗lu ja, Hal⸗le ⸗lu ⸗ja! 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in deinem Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben! O Herr, durch dein' Kraft uns bereit' und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja! Martin Luther, g. 1485, 4 1546. Melodie. S. ů ö 5.——— 2 141 1—— 1 — o komm, du Dei—ne Kraft sei L l Geist des Le⸗ bens, wah⸗ rer nicht ver⸗ge⸗ bens, sie er⸗ + f. ve ——. 1 —4.———4— — wig keit! der=zeit, SGott von E füll uns ie⸗ so wird Geist und Licht und 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir ander's nicht beginnen, als nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los! 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege! Was getan ist wider dich, räume ferner aus dem Wege, schlecht und recht behüte mich; —— 3 Schein in dem dun⸗keln Her ⸗ zen sein. wirke Reu an Sünde Statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß dein Zeugnis uns empfinden, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn allein sich gründen, wenn sich Not und Drangsal find't; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit, eufß aud und vert So wird und die 6. Wi daß das Ac, mei o so ma sprich d und gih 7.O du gew fördrei und we B. Festtagslieder Pfingsten). seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit! So wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? o so mache den Beschluß, sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh! 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser neuer Geist, fördre in uns deine Werke, und wenn Satan Macht beweist, 127. — Eigene Melodie. 126—128 schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg! 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein! 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die Gott gibt durch Jesum Christ und die unaussprechlich ist. Heinr. Reld um 1650. un⸗ serm aus die⸗-sem 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Hei⸗ land, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis! 3. Du süße Lieb,schenkuns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, 123. r, nn. * du al ⸗ler⸗süß ⸗ (der du uns in Lieb — ö E⸗len ⸗de. y ri heim⸗fahr'n En ⸗ de, wenn wir =leis! daß wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf EinemSinn bleiben. Kyrieleis! 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben ver⸗ klagen. Kyrieleis! Martin Luther, g. 1485, 1546. Strophe 1 vorreformatorisch. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. .—— —— ste Freu ⸗de, o du al⸗ ler⸗ und Lei⸗de un ⸗be⸗ su⸗ chet 9⁷ 7 . Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann; wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschütt't, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verwaltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weis und voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinen Sandes, gründ'st des tiefen Meeres Grund. Nun, du weißt auch zweifelsfrei, 4 wie verderbt und blind ich sei; r drum gib Weisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, wo man rein und lauter ist, 4 fliehst hingegen Schand und Sünden, weil du lauter Klarheit bist. Mache mich, o Gnadenquell, + durch dein Waschen rein und hell, laß mich fliehen, was du fliehest, gib mir, was du gerne siehest. ee Fi e— IS schon ⸗stes Licht, ö Geist des Höch-sten, höch-ster Fürst läs ⸗sest nicht: 4 ———.—— .,. * der du hältst und hal-ten wirst ohn Auf ⸗hö- ren 0— SS............I....— — 2———1 — al ⸗le Din⸗ge, hö ⸗ re, hö ⸗ re, was ich sin ⸗ ge. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommen Herzens, sanften Muts, bleibst im Leben unbeweget, tust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gib mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich g'nug getröst't; laß mich sein dein Eigentum; ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei. Hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinge neue, daß sich mein Gott meiner freue. 9. Sei mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ew'gen Freuden wirst dein' Auserwählten weiden. DPaul Gerhardt, g. 1607, 4 1626. 0 du sel Onadenl Führ uns dein Freue, leget, ö‚ eden, 167⁰• B. Festtagslieder Pfingsten). 129 13⁰ 129. Mel. O sanctissima. N ..I..I.I..... — 1 4.— 1. O du froh ⸗li ⸗ che, o du se ⸗li ⸗ ge, —.—m—— — — I— gna⸗den ⸗-brin⸗gen⸗de Pfing⸗sten⸗ zeit! Christ, I— 1—1 un ⸗ser Mei ⸗ster, hei=ligt die Gei ⸗ster; — 2..— 2 freu ⸗e, freu ⸗e dich, o Chri⸗sten- heit! 2. O du fröhliche, 3. O du fröhliche, o du selige, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit! gnadenbringende Pfingstenzeit! 2)½ Führ, Geist der Gnade, ½ Uns, die Erlösten, uns deine Pfade. Geist, willst du trösten. Freue, freue dich, o Christenheit!:, Freue, freue dich, o Christenheitl: Joh. Daniel Falk, g. 1768, +1826. 130. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 0—.— — 1 I— 1 x heil' ⸗ger Geist, kehr bei uns ein Du Him ⸗mels⸗licht, laß dei ⸗ nen Schein =— —.—— I——*„ und laß uns dei—ne Woh⸗nung sein, o komm, sein zu ste⸗ Son ⸗ne, Won⸗ne, himm ⸗lisch bei uns und in uns kräf⸗ tig du Her-zens-son⸗ ne! ter Freud und Won= ne! ——— L Le ben willst du ge⸗ben, wenn wir be⸗ ten; EEEEEE ————— 2 zu dir kom⸗men wir ge⸗ tre ⸗ten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, dein wahres Zeugnis lehren. die sich in fromme Seelen gießt, Höre, lehre, laß deinen Trost uns hören, daß wir können Herz und Sinnen daß wir in Glaubenseinigkeit dir ergeben, auch können aller Christenheit dir zu Lob und uns zum Leben. 99 7 130—131 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir auch leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels, o Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheits reichen Lehr 131. Eigene . Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder. und treuen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe; kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Mich. Schirmer, g. 1606, f 1675. Melodie. —.— — — L Geist, ö hei=li ⸗ger Gott, du —.— ——————.—.———— 2 al⸗ ler Not! Du bist ge⸗ EHAN——— 11—*——DDD=—„——— ——— rrnEer —.. EEE* —ñß‚—— + sandt vom Him mels⸗thron von Gott dem Va=ter — 6. — 44 I — — + — —.—47 — und dem Sohn. hei⸗ li⸗ ger Geist, o hei li⸗ ger Gott! 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, darnach zu lieben allesamt. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf getan. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort; 10⁰ leht uns dazu aue O heilig 5.O du zeige laß uns und zu O heili 2 Siege Geist stark Fried Licht gib v laß v zur ⸗ 2 wem führ gib! wen sprit . dich W B. Festtagslieder(Pfingsten). lehr uns den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 2 1 Schmückt das Fest mit Denn der Geist der streu-en, la⸗den; 22 len und den Kum-mer stil ⸗len. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad, gib uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben! 3. Laß die Herzen brennen, wenn wir Jesum nennen; führ den Geist empor, gib uns Kraft zu beten; wenn vor Gott wir treten, sprich du selbst uns vor; gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben! 4. Guldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, 132. Mel. Jesu, meine Freude. — Mai⸗en'), las⸗set Blu-men Gna⸗den hat sich ein ⸗ ge⸗ 131—132 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 1655. un⸗det Op⸗fer an! Mast Iüm Nehmt ihn ein, so Bahn! euch mit Licht und Heil er *) Ps. 118, 27. die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen uber uns zusammen, wahreLiebesglut; laß dein fanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen! 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus! Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen! 10¹ 132—133 7. Hilf das Kreuz uns tragen und in finstern Tagen sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Geistesflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 1. Sonn-⸗ und Festtags⸗Lieder. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen! Benjamin Schmolck, g. 1672, 4157. 0 133. Eigene Melodie. BRIEEEEEE EV 1 EIEE—..— 5 1 Zeuch ein zu dei⸗ nen To-ren, sei mei⸗ nes der du, da ich ge⸗bo- ren,—— neu ge⸗ QDIV. I I* I IEIEE EEEEE. ..———— 1—0— zens Gast, lü 2 21 8 50 4reit Haf 5 hoch-ge-lieb-ter Geist des 0—.—.—. 10—.— 5 4—— 2 ů +— EII I I* 2 Kil* + 1 . + + E I +. 2—. +—— 2——— E.—— 1— 1 1— Va⸗ ters und des Soh⸗nes, mit bei-den glei⸗chen Thro- nes, 7* I I HI— F— 265557— 2 2— V*— II mit bei 251 gleich ge-preist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht, mit Segen mich geschmückt, mir schon im Wasserbade versiegelt Gottes Gnade, die mich im Tod erquickt. 4. Du bist das heil'ge Ole, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, 10² zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steiget himmelan und hört nicht auf mit Flehen, bis der die Hilf läßt sehen, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, von Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feir willst, do sich wied was vol 8. Du die ganz annst A vie dir so gib d zu Frie verknüt was sic 9. B- bau un steh ihn schmück die Alte mit Frö mit Got das Vo 10.K mit rein Legier Ganz umn Wohl B. Festtagslieder(Crinitatis). Der Feindschaft Feind du bist, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder tu zusammen, was voller Zwietracht ist. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad + zu Fried und Liebesbanden, — 8— verknüpf in allen Landen, — was sich getrennet hat. —— 9. Beschirm die Obrigkeiten, nes bau unsers Fürsten Thron, ge steh ihm und uns zur Seiten, schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 10. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, 133—134 die Häuser und die Güter mit Segen für und für! Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 11. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 12. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wir's sollen geben in Todes Arme hin, wenn's mit uns hie wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus! Paul Gerhardt, g. 1607, + 1676. 9. Trinikatis. 134. Eigene Melodie. .... in der Höh' sei Ehr und nun und nim⸗mer-mehr uns ——............—2— ..... I IIII Dank für sei ⸗ ne Gna ⸗ de, Ei Wohl⸗ge⸗ 1 rüh⸗ren kann kein Scha- de. 2 ohlzge⸗ en, fall'n Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Un ⸗ter⸗ 4.——.——— ————— laß, all Fehd hat nun ein En de. 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich für deine Ehr, wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessen ist dein Macht, fortan geschieht, was du bedacht. Wohl uns des feinen Herren! it. 3. O Jesu Christ, Sohn eingebor'n deines himmlischen Vaters, Versöhner derer, die verlor'n, du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heil'ger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 103 13⁴—136 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 4. O heil'ger Geist, du höchstes Gut, durch Marter groß und bittern Tod, du all'rheilsamster Tröster, wend allen Jammer ab und Not! vor Satans Macht nimm uns in Hut, Darauf wir uns verlassen. die Jesus Christ erlöste N. Decius, 1541.(Gloria in excelsis.) 135. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. —3————.——* —.— EEE EE EE EEEEE—— + 2—— —6— 1. Drei⸗ein'⸗ger Gott, ich prei⸗se dich mit Mund und 4— H—.— N.—— E SE.——3.— 7. 4. 8. Her⸗zen in⸗nig ⸗lich, denn dei⸗ ne Gna⸗de, Güt und ——.—= —— 2—.— +— L—. E..—— 3—— Treu ist ü⸗ber mir, Herr, täg⸗ lich neu. 2. Laß, Vater, stets dein Kind mich sein; 3. Gott, heil'ger Geist, verlaß mich nicht, schließ stets in deine Huld mich einl so oft Versuchung mich anficht! Sohn Gottes, dein so teures Blut Sei du mein Beistand allezeit komm noch im Tode mir zu gut! und leite mich zur Seligkeit! Unbekannter. 136. Eigene Melodie. EH——.—.————4 —P.. IE + + +.— 1 D‚i iDiiiiiiiee ee. * + + 1 Gott der Va⸗ter wohn uns bei und laß uns nicht ver⸗ mach uns al⸗ler Sün⸗den frei und helf uns se⸗ lig EEE der⸗ben, Vor dem Teu⸗fel uns be⸗wahr, halt uns bei ster⸗ben! dir uns las⸗sen ganz und gar, mit al len S——— ** 1— 2— —* 2 fe⸗stem Glau⸗ben und auf dich laß uns bau ⸗en, aus + rech⸗ten Chri⸗sten ent⸗ fliehn des Teu ⸗fels Li ⸗sten, mit 1..—— A——— E 5 190 ö——* er⸗zens⸗grund ver⸗trau ⸗ en,— Waf⸗fen Gott's uns rü⸗ sten! A⸗men, A⸗men, das sei 1— I N 0 + HI —%+ XES N + I Lio + I. E 1 + II EE.——1 wahr, so sin ⸗gen wir Hal ⸗le⸗ lu⸗jal 2. Jesus Christus wohn uns bei 3. Der heil'ge Geist wohn uns bei und laß uns nicht verderben, usw. und laß uns nicht verderben, usw. Martin Luther, g. 1485, f 1546. 10⁴ 2.6 sei au in dei das 1 dami und Heili ist di die n B. Festtagslieder(Crinitatis). 137—138 137. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. IIIII.I..I...... 1 I 1 ler lu⸗1a Lob, Preis und Ehr „Von E⸗wig ⸗keit zu E⸗wig ⸗keit — I* ————————— sei un⸗serm Gott je mehr und mehr für al⸗ sei in uns al⸗len ihm be ⸗reit Dank, Weis⸗ —.—— —————— Wer ⸗kel le sei ⸗ ne 0 ö 77 heit, Kraft und Stär=ke. Klin⸗get, sin⸗get: Hei⸗ lis, . X * . hei⸗lig, hoch und herr⸗lich, hei ⸗lig ist Gott, 2 1 + — HI NI + II 4 4.———— S l un⸗ser Gott, der Herr Ze⸗ ba ⸗oth! 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht zur Herrlichkeit erkoren. sei auch dem Gotteslamm gebracht, Schauet, schauet, in dem wir sind erwählet, da ist Freude, da ist Weide, das uns mit seinem Blut erkauft, da ist Manna damit besprenget und getauft und ein ewig Hosianna. und sich mit uns vermählet. 4. Hallelujal Lob, Preis und Ehr Heilig, selig sei unserm Gott je mehr und mehr ist die Freundschaft und Gemeinschaft, und seinem großen Namen! die wir haben Stimmt an mit aller Himmelsschar und darinnen uns erlaben. und singet nun und immerdar 3. Halleluja! Gott heil' ger Geist mit Freuden: Amen, Amen! sei ewiglich von uns gepreist, Klinget, singet: ö durch den wir neugeboren, Heilig, heilig, hoch und herrlich, der uns mit Glauben ausgeziert, heilig ist Gott, dem Bräutigam uns zugeführt, unser Gott, der Herr Zebaoth! 1698. 138. Eigene Melodie. 1. Wir glau⸗ben all an ei⸗ nen Gott, Va ⸗ter, den die Schar der En-⸗gel preist, der durch sei ⸗ne 10⁵ 1. Sonn⸗ und Festtags-Lieder. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes und Marien Sohn, der vom Himmel kommen ist und uns führt ins Himmels Thron, der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Not. V E H— 1—.— I................ EH—.—. e gro ße Kraft al ⸗les wir⸗ ket, tut und schafft. 3. Wir glauben an den heil'gen Geist, der von beiden gehet aus, der uns Trost und Beistand leist't wider alle Furcht und Graus. Heilige Dreifaltigkeit, sei gepreist zu aller Zeit! Tobias Clausnitzer, g. 1618, 4 1684. 10. Reformativnsfest. 5 139. I. Eigene Melodie. Psalm a6. 4 1 25 2—. SSPS............ .,. 1 Ein se⸗ ste Bürg ist un ⸗ ser Gott, ein 5 er hilft uns frei aus al ler Not, die —.5———.—— D +2— 1 I— I——— La EE— + + EI H S... = 2 E 2——...3 + 1 V—. 7*8 2— 3 +7 gu ⸗te Wehr und War= fen,* uns jetzt hat be⸗trof ⸗H fen. Der alt ö b 12—— + Feind mit Ernst er's jetzt meint,.oß Macht und viel List sein grau⸗ ů E H ö E 2 2— —. sam Rü⸗stung ist, auf Erd ist nicht seins⸗ glei N= chen. 10 Der: II. Eigene Melodie. 4 22——8 ů15225 121 wnin. n.——.—.— 1——.—— 1 Ein se⸗ ste Burg ist un ⸗ser Gott, ein gu ·te hilft uns frei aus al ⸗ler Not, die uns jetzt E A DSDISDSPISITSIIT.— E— + GI 1—22 CE 2—..——— ů H=— Ache nd 2 25 sen. E.— ehr un zaf-fen, 5— ö hat be ⸗ trof fen. Der alt bö⸗se Feind mit ,r,,, e — E— +— 1—„— C L + r. D Ernst er's jetzt meint, groß Macht und viel List sein grau-⸗sam 1* 4 V 4 4 I + I +— HI e nne Arer:,. 4 E 7— H * 22 ö—.——— Rü ⸗stung ist, auf Erd ist nicht seins ⸗glei ⸗ chen. 2.Mit u wit sind g 6s stheithf den Gott! Fragst du, Er heißt a der Herr! und ist kei dos Jeld 3.Und und wollt so fürchte es soll un Der Fürf 1 2. Chii, beschim daß sie FMEH B. Festtagslieder(Reformationsfest). 139—141 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wie sau'r er sich stellt, wir sind gar bald verloren; tut er uns doch nicht; es streit't für uns der rechte Mann, das macht, er ist gericht't. den Gott hat selbst erkoren. Ein Wörtlein kann ihn fällen. Fragst du, wer der ist? 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Er heißt Jesus Christ, und kein'n Dank dazu haben. der Herr Zebaoth, Er ist bei uns wohl auf dem Plan und ist kein andrer Gott; mit seinem Geist und Gaben. das Feld muß er behalten. Nehmen sie den Leib, 3. Und wenn die Welt voll Teufelwär Gut, Ehr, Kind und Weib, und wollt uns gar verschlingen, laß fahren dahin, so fürchten wir uns nicht so sehr, sie haben's kein'n Gewinn; es soll uns doch gelingen. das Reich muß uns doch bleiben. Der Fürst dieser Welt, Martin Luther, g. 1485, f 1546, 140. Eigene Melodie. 6.85 — + + 1.—. + DSEESEEEEEEE— —e b dan dmn Won un 1. r⸗ halt uns, Herr, bei dei nem Wort und steu ⸗re — f 2 4— E—— ..—.—— 3.— dei⸗ner Fein⸗de Mord, die Je⸗sum Chri⸗stum, dei⸗nen Sohn, I NH II 1 ——.———N 0— I 25— 1 wol- len stür- zen von dei- nem Thron. 2. Beweis dein' Macht, Herr Jesu 3. Gott heil'ger Geist, du Tröster wert, Christ, der du Herr aller Herren bist; gib dein'm Volk ein'rlei Sinn auf Erd; beschirm dein' arme Christenheit, steh bei uns in der letzten Not, daß sie dich lob in Ewigkeit. g'leit uns ins Leben aus dem Tod! Martin Luther, g. 1485, 1546. 141. mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. —————————— dee ee xi. 14 1. Ver⸗za⸗ ge nicht, du Häuf⸗lein klein, ob⸗schon die — 4 4 X ů———— *——— — Fein⸗de wil⸗lens sein, dich gänz⸗lich zu ver⸗ ——2—.— 2——.——— stö⸗ren, und su⸗chen dei-nen Un ⸗ter⸗gang, da⸗ ——————— 4———— ID W von dir wird recht angst und bang; es wird nicht 107 1. Sonn- und Festtags⸗Lieder. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten! Er wird durch seinen Gideon,“) den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Richter 6, 13. 6— TCV. + I II J+S. E +2 + I H IEIIE +—— II 1*— +— I— II lal⸗ ge wäh⸗ren. muß Welt, Teufel und Höllenpfort, und was dem tut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns, und wir mit Gott; den Sieg woll'n wir erlangen. Michael Altenburg, g. 1584, f 1640. (Dieses Lied ließ Gustav Adolf am Morgen der Schlacht bei Lützen, am 16. Novbr. 1632, beim Feldgottesdienst singen.) 142. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. QD I I + + 1 P TSS. IE +—— +— I E LII XE I————.2 2 +— 12—2 E 1..—— 4J.———— 4E + I + L I .— 1 Wach auf, du Geist der er⸗-sten Zeu⸗gen, der . I die Tag und Näch⸗te nim⸗mer schwei⸗gen und .—.—— ‚‚.— +S. + + 2 + EI! +——. V+UNI. + + L +— E 2 + EI—. 1 IIAE————— — SED 1—.— Wäch-ter, die auf Zi-ons Mau⸗ern stehn, 4 de ren E trost dem Feindent ⸗ ge⸗ gen-gehn, ö S2. E—*—.— +S. E=. +—— +—.— +. + I I 1 IE——— + +— + 1— E + 1 E—————————— Schall die gan ⸗ze Welt durch-dringt und al ⸗-ler Völ=ker EEEE LV————— II Scha⸗ ren zu dir bringt. 2. O daß dein Feuer bald entbrennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach, Herr, gib doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn! O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, der Knechte Zahl ist klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig darum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! 4. Herr, gib dein Wort mit großen 0 Scharen, laß sie mit Kraft Evangelisten sein; I laß eilend Hilf uns widerfahren 10⁸ und brich in Satans Reich mit Macht hinein! O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist so, wie dein Wort ver⸗ spricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abendlichtl Ach reiß, o Herr, den Himmel bald ent⸗ zweir) und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach laß dein Wort recht schnelle lau⸗ fen, es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit Haufen *) Jes. 64, 1. der Heid Iu wect und aho 7.Ol und waẽ ann, das räur Vetilg, wahn Metlin ein Gar 8. U0 die Wer ja, stze und yrẽ daß trei diefürd B. Festtagslieder(Reformationsfest). der Heiden Füll zu allen Toren ein! Ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege! Vertilg, o Herr, den falschen Glaubens⸗ wahn und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei! 8. Laß jede hoh' und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein, ja, sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein! 14²2—143 9. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und Asche bin! Du, als der Brunnguell aller Güte, gibst selber mir etwas von deinem Sinn, daß mich der Menschen Elend jammern kann; drum bitt ich: Herr, o nimm mein Bitten an! 10. Du wirst dein herrlich Wort voll⸗ enden, der du der Welten Heil und Richter bist; 98 wirst der Menschheit Jammer wen⸗ en, so dunkel jetzt dein Weg, o Heil'ger, ist. Drum hört der Glaub nie auf zu dir zu flehn, du tust doch über Bitten und Verstehn. Karl Heinr. v. Bogatzky, g. 1690, rra. Psalm 124. R Wär Gott nicht mit uns die ⸗se mit uns die se Zeit, wir hät ⸗ ten 1 Zeit, so ra ⸗ el sa ⸗ gen, müss'n ver ⸗ za ⸗ gen, sind, ver⸗ ach't von so viel Men schen⸗kind, ar⸗mes Häuf⸗lein die so ein 2—— die an uns —— N set⸗zen al ⸗ le. 2. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; wo Gott das hätt' zugeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben; wir wär'n, als die ein Flut ersäuft, und über die groß Wasser läuft und mit Gewalt verschwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ist unsre Seel entgangen. Strick ist entzwei, und wir sind frei; des Herren Name steht uns bei, des Gottes Himm'ls und Erden! Martin Luther, g. 1485, f 1546— 26 II.. .. 2. Kirche und Gnadenmittel. 2. Lieder von der Rirche und den Gnadenmitteln. A. Christliche Airche(Mission). 4 144. Mel. Erhalt uns, Berr, 1 deinem Wort. H * I —— dad n d i. 1. Ach bleib bei usis, Herr su Christ, weil es nun SPSSSDSSDSSEEEE — 4 A⸗bend wor⸗ 920 ist; dein gött⸗ lich Wort,das hel⸗ le Licht, 1—. 4— I —„. —— L II laß ja bei uns er ⸗lö ⸗schen nicht! 2. In dieser letzten trüben Zeit und bringen eigne Weisheit her, verleih uns, Herr, Beständigkeit, zu fälschen deine rechte Lehr! daß wir dein Wort und Sakrament 6. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, stets rein behalten bis ans End! nicht unser, sondern dein ja ist; 3. Herr Jesu, hilf, dein' Kirch erhalt, darum so steh du denen bei, wir sind arg, sicher, träg und kalt; die sich auf dich verlassen frei! gib Glück und Heil zu deinem Wort, 7. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz damit es schall an allem Ort! und deiner Kirche wahrer Schutz; 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort dabei erhalt uns, lieber Herr, und wehr des Teufels Trug und Mord; daß wir nichts andres suchen mehr! gib deiner Kirche Gnad und Huld, 8. Hilf leben uns nach deinem Wort Fried, Einigkeit, Mut und Geduld! und darauf gläubig fahren fort 5. Den stolzen Geistern wehre doch, von hinnen aus dem Jammertal die sich mit Macht erheben hoch zu dir in deinen Himmelssaal! Nach Nik. Selnecker, g. 1552, 4+ 1592. 14⁵. Mel. Christus, der ist mein Leben. FH——— 211F0. FP 1—.— HEEEI I D— E 2 1. Ach bleib mit dei⸗ner Gna⸗de bei uns, Herr Je⸗-su Christ, D SS..I.I.............—+ . 7 daß uns hin⸗fort nicht scha- de des bö-⸗ͤ sen Fein⸗ des Vft. 2. Ach bleib mit deinem Worte dein' Wahrheit uns umschanze, bei uns, Erlöser wert, damit wir irren nicht! daß uns beid hier und dorte 4. Ach bleib mit deinem Segen sei Güt und Heil beschert! bei uns, du reicher Herr; 3. Ach bleib mit deinem Glanze dein' Gnad und all's Vermögen bei uns, du wertes Licht; in uns reichlich vermehr! 110 5. Ach bei mns, daß uns noch fall 2. CGie 590 eig ihr Herz in Gotte Der wä sie tbem und gle 3. Got die false dazu ih spricht: Wir ha was wi wer ist, Wife rist A. Christliche Kirche(Mission). 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll die böse Welt! 14⁵—147 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann, g. 1588, 1652. —— 146. Eigene Melodie. Psalm 12. ‚.— ........— . Ach Gott, vom Him-mel sieh da⸗ rein und laß dich wie we⸗ nig sind der Heil'⸗gen dein, ver-las-⸗ sen — —— —— 1 1 . des er ⸗ bar⸗ men, E + sind wir Ar⸗ 336 Dein Wort man läßt nicht ha- ben + — I —— 2 — E. —— ——— .—..—. * wahr, der Glaub ist auch ver lo-schen gar bei al⸗len — I 1 ——— 2 ———— Men:schen-kin-⸗ dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht Eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet. Der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten ganz und gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz!l wer will's uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. 147. Mel. Berzliebster Jesu, was—— du verbrochen. Mein heilsam Wort soll auf dem Plan getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feu'r siebenmal bewährt, wird lauter funden; am Gotteswort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein; da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen G'schlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sich's in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher find't, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. F-—.— + 4Z.— E SS— S X— + +——— E— 1 1— ..— 4.— 90— 1. Chri⸗ste, du Bei⸗ ständ dei⸗ner Kreuz⸗g„mei⸗ne, E—.— I———.— E— — ei ⸗le, mit Hilf und Ret⸗tung uns er⸗ schei⸗nel 11¹ 2. Kirche und Gnadenmittel. HA—.—.— — I I + + + I I— 1 . E 2 +—— + + 1 1j.— 1 — E. 2— LI ᷣ— 2—— E 1 Steu re den Fein⸗den, ih-re Blut⸗ge⸗ rich⸗te EETET T— R LI.A——— H! LV— I— II ma⸗ che zu nich=te! 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre demTeufel,seine Macht verhinder', alles, was kämpfet wider deine Glieder, stürze danieder! 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit gewähre, Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen gib zu genießen! 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matth. Appelles v. Löwenstern, g. 1594, f 164s. 143. Mel. Valet will ich dir geben. —, .SPSP... — 14;—— in 1 Der du zum Heil er ⸗schie-nen der al ⸗ler⸗ 2—5— und von den Che⸗ ru⸗ bi⸗nen zu Sün ⸗dern — SSSS.— LV E 1— 1 III— + 4 I— E/ 1 II 1——— ärm ⸗sten Welt dich 6. sellt den sie mit fre⸗ chem H— EI 1 + 4 +* I S................ T TFTFT.T I Stol ⸗ze ver⸗ höhnt für sei⸗ ne Huld, als du am „. I + II I 2 TS.. +— + + + 1 L L + 1 H2— + I + II LV— 1.— + + I 2 + + I + III 7*———.— 1 dür⸗ren Hol ⸗ze ver 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus; von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, 112 „söhn ⸗test ih⸗- re Schuld: die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Friede werden. bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie haf in deinen am Brunn der dir vol 6. So f laß deinen daß auf d die Toten daß, woen 2. Hüt Schon e Und die nahet da blinde X Nsus h 3. Kot daß die Ach wie sern von U¹ HI ähre, vissen oben, en erde, 1648. ern A. Christliche Kirche(Mission). auch sie hast du begraben in deinen Priesterschild,ꝰ) am Brunnguell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn; daß, wo man Götzen frönet 148—150 und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht! 7. Wir rufen, du wirst hören; wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, wie viele sind's noch nicht! O du, der's uns versprochen, werd aller Heiden Licht! Albert ÄUnapp, g. 1798, 4 1864. 149. Mel. Jesus, meine Huversicht. ‚ I H +— ———.——.— 2 I 1 PESSE SS 2 2 2 + +— 7— V Ei⸗ne Her⸗de und ein Hirt! Wie wird dann dir wenn sein Tag er-schei- nen wird? Freu e dich, du . SISSSSDSSDIE.· E 1—— 8———. D.. +——— II——ᷣ—ᷓ I— 7 L—— Rul +— sein, o Er klei⸗ ne Her mach dich auf und wer-de licht! öe r e E———u— +* ö Je sus hält, was er ver ⸗„spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht; Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Aleine Herde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. —.4 Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle; ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber stehen aufgetan; rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundesengel Bahn; großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit, Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne, mach dich auf! Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, g. 1767, 1845. 0. mel. Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens. * 2 ů 4—.——— E... 2 1 I I I— LiaE 114— L +— + L 2Z ..—— 9— 22 1 Ei⸗ner ist Kö⸗ nig, Im ⸗ ma⸗ nu ⸗ el sie ⸗get; Zi⸗ on hin ⸗ ge ⸗ gen, sei in ⸗-nig ver- gnü⸗get, 113 8 150—151 2. Kirche und Gnadenmittel. EH 231 N — 1——— 1 E— 6 E——. II be⸗bet, ihr Fein ⸗de, und ge⸗bet die in t la⸗be dein Her ⸗ze mit himm ⸗li ⸗scher Frucht; EE. I—.—v——.—0.—ꝗ+ E SII I LVI.— C 1— LI 1——.—— 2 4. e wi⸗ ges Le⸗ ben, un ⸗end ⸗li ⸗ chen Frie ⸗den, . e CHEIEE 2 L— 1—— E 2 +— E 7 e. 2 5 Freu⸗de die Fül ⸗le hat er uns be⸗schie-den. 2 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, trauet mit Freuden dem ewigen Gott: Jesus, die Liebe, versüßet die Schmerzen, reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; ewig muß unsere Seele genesen in dem holdseligsten, lieblichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus; bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Kräfte, zu siegen imKampfe und Straußl Fluten der Trübsal verrauschen, verge⸗ hen: Jesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun ge⸗ weinet? Auf und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe, die Sonne der Freuden erscheinet tausendmal heller, als du es geglaubt. Jesus der lebet, die Liebe regieret, die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus der bittet, kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle fließen die Ströme des Lebens allhier. Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket: hier ist Erlösung für alles, was drücket. 6. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, die euch der König des Him⸗ mels anbeut: selbst er, Jehovah, wird Siegern zum Lohne; wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit! Streitet nur unverzagt, seht auf die Kro⸗ ne: selber Jehovah wird Siegern zum Lohne. 7. Löwe aus Juda, da, da wird man sehen, eine gewaltige, siegende Schar deine unendliche Hoheit erhöhen. Alles, was Odem hat, ruft: Er ist's gar! Sehet, wie Kronen und Throne hinfal⸗ len; höret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zer⸗ reißt! Amen, die Liebe wird wahrlich erhören; alles, was in mir ist, lobe den Herren! J. L. K. Allendorf, g. 1695, 175. 151. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. EV.—.—— + e , a 9. 1 Ei⸗ ner ist's, an dem wir han ⸗gen, der für uns —55 Uns⸗re Lei⸗ ber, uns⸗ re Her ⸗ zen ge ⸗ hö-⸗ͤ ren d— A + + 1.—jH—* +I I 1 1— 2.—— 2—.————3—1 in den Tod ge⸗gan ⸗-gen und uns er⸗ kauft mit dir, o Mann der Schmer⸗zen, in dei⸗ ner Lie ⸗be 114 2. Nicht du selbst h nach deine Unsre Kra und keiner der nicht v Drum brit denn Mmn für den H wer in sic solgt, Her und trägt Uicket: rücket. ufdie Him⸗ „wird „dies Kro⸗ nzum oman Schar 39at! infal⸗ mmen Ureis, d dem wäͤre! „ zer⸗ jören; erten! A. Christliche Kirche(Mission). *—— 3—.— H ——* ——DU——UIIIe— sei Blut—— ei⸗ nem— 8—„ ruht sich's gut. Nimm uns zum Ei⸗ gen ⸗tum,—— ni— H+— 1, IE I 1 + 2 I— 12— + EII SSISDSESEEEEEE.— ů 7——— 2 rei ⸗-te dir —— zum Ruühm dei⸗ne Kin ⸗der, ver⸗ birg uns nicht ——4—* + I 1— SPSPSPSISSPSSPISIPIISSIIIIII..... — 1—— 1I L— I. das Gna⸗den ⸗licht von dei⸗nem heil-gen An⸗ge⸗ sicht! 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ew'gen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel; wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus! Sende sie hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und im Ewigkeit. Albert Knapp, g. 1798, 4 1864. 152. Mel. Wie schön 63858 der Morgenstern. —— u b I—3 2— 4.—, m, — 1 4—.— 1 Ein Herz und ei ⸗ ne See: le war 0 und wie es war und wie es ist, V E 7—— 2— I* . e. en. 2 der er⸗ sten Chri-sten⸗jün⸗ger Schar, als Glie⸗ — wo du der Herr bist, Je⸗ sus Christ, so werd E H—— N—.—..— GE EV— SSFI der ei ⸗- nes Lei⸗ bes; ö es und so bleih es! Leh⸗-re, meh⸗re Glau⸗-ben, h.— 50— ni— * IIIPIIIIISSS Lie ⸗be und— 3567 be, 0 5635 trei ⸗ben, SSI. ,ee,en un⸗ver⸗ rückt bei dir zu blei ⸗ Dan. 11⁵ 8* 152—154 4* 2. O du, der unsre Armut kennt, dein Lebenswort und Sakrament laß reichlich uns genießen! Das nähr und pfleg und stärk uns hier, ö daß du in uns und wir in dir uns aneinander schließen; daß wir in dir, durch dich leben, auszuschlagen und einander uns zu tragen. wie die Reben 2. Kirche und Gnadenmittel. 3. Weil du so herzlich alle liebst, weil du so reichlich allen gibst, Geduld hast, wenn sie fehlen, so sei auch aller Herz Ein Herz; des einen Freud, des andern Schmerz bewege aller Seelen! Gleiche, reiche Gnadengabe alle labe und vereine die gesegnete Gemeine! Harl Johann Phil. Spitta, g. 1801, 4 1859. * die Heiden überalle, l und alle Welt die freue sich NF und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 154. Eigene Melodie. — 153. Eigene Melodie. Psalm 67. ,.——— 2 CI X— 1— L— + I +— + E EH I Es woll uns Gott ge ⸗- nä-⸗- dig sein und sei⸗nen 1 sein Ant-litz uns mit hel-lem Schein er-leucht zum EV 1——— 14 +S. 1— EE 2—— I——— + ꝙ+—HI LE.U— E +.—— +DD3—.—* + + 2— +— I 1 2..—— +.2—3.— +I X E 1 een e en daß wir er⸗ken⸗nen sei ne Werk ew ⸗gen Ls beu,* E 12— HEe— 6 + 1—.—.—.—* 2Z.;.;...—5 L——.— I— 4 1— I 4.—— ö 56 und was ihm lieb auf Er- den, und Je⸗sus Chri-⸗stus 7—— 2—4 we,.. +—— HSeil und Stärk be⸗kannt den Hei⸗den wer ⸗ den und E—.—— NA —TS.* +——— + I EE ie zu Gott bée ⸗ keh ⸗ ren. 0 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Taten; das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohlgeraten. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der heil'ge Geist! Dem alle Welt die Ehre tu, vor ihm sich fürchte allermeist! Nun sprecht von Herzen Amen! Martin Luther, g. 1485, f 1546. Off. Joh. 5. — Pfor 2. Leide Zion, leide Trübsal, A sei bis in d siehe auf di Zion, jühl leide dich,! . Jalhe Zion, folge wenn sie d achte nicht nichts ihr Zion, wer folge nich 34 Nr Hion, prü der dir ru tue nicht, laß nur d Zion, das prüfe vech pf, chmerz A. Christliche Kirche(Mission). 15⁴—155 ————.— 2 DEDDIDEEIITT S 2.——— 2— E fort im L N icht! Ma⸗che dei⸗ nen Leuch⸗ ter hel ⸗le, .. 1.——— ...... ——— 2 1 Lie ⸗be nicht, su ⸗che stets die sBBIII— Zi ⸗on, drin ge durch die en ⸗ ge —————8 ISIIREEEE e..—.— Pfort, fah ⸗re fort, fah ⸗re fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone! Zion, fühlest du der Schlangen Stich, leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, wenn sie dich sucht groß zu machen; achte nichts ihr Gut und Geld, nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen! Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; tue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten! Zion, das, was gut scheint oder schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott, stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben! Zion, in die Kraft statt in den Schein dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet, zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu! Laß nicht lau und träg dich finden, auf, das Kleinod rückt herbei; auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmidt, g. 1670, 4 1745. 155. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. I 1 23———5 I , e, wn 1 x Got⸗ tes Stadt steht fest ge- grün-det auf heil'⸗gen Uden⸗noch steht sie und wird ste-hen; man wird an — 8—— 22.—.— ..— eene—————— 2 1 Ber⸗gen, es ver⸗bün ⸗det sich wi ⸗ der sie die ihr mit Stau- nen se ⸗ hen, wer hier die Hut und 117 2. Kirche und Gnadenmittel. ———— —— gan⸗ze Welt; 0 2 Wa⸗che hält. Der Houn ⸗ ter Is ra⸗ els ist EH—— ◻+— IE. —— S S, e, ae, DI irrriter i — k— ih⸗ res Hei-les Fels. Hal⸗le ⸗lu- ja! Lob⸗singt undsprecht: E I — Wohldem Ge⸗ schlecht das 2. Zions Tore liebt vor allen der Herr mit gnäd'gem Wohlgefallen, macht ihre Riegel stolz und fest, segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich dem zu lohnen, der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld! Wie trägt er mit Geduld all die Seinen! O Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn und König hat! 3. Große, heil'ge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit; du hast den Geist und hast die Klarheit, die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuer werte Wort IN ew'ger Gnade. wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit ew'gem Leben krönt! *. 4. Auch die nichts davon vernommen, . die fernsten Völker werden kommen und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, wird auch der Herr noch pred'gen lassen, was einst für alle Welt geschehn. in ihr hat das Bür⸗ger⸗recht! Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron?— wird man fragen. Dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, wie Gott sein Zion mächtig bauen und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin für die Heiden; es kommt der Tag; sie werden wach, und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden die Mutter aller Völker werden, die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie vom Reigen, wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur einer, Zions Gott. Harl Johann Philipp Spitta, g. 1801, 4 1859. daß jeder man höre daß nicht Deswege zu laden du willf die blind 3.Duh und Völ darinnen und dei die sämt als ihre und in was jed so sind en! gen: ahll len, en . Erden ‚ jen, leigen 1859. A. Christliche Kirche(Mission). 156—15⁷ 156. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. mee Enner,—— 2 I—— ——— — Ich lo ⸗be dich von gan-zer See=len, daß du auf dir wol⸗len ei-ne Kirch er-wäh=len zu dei⸗ͤnes ———.——.—.5 4.— EEEEEEE— die ⸗-sem Er ⸗den⸗kreis Na⸗ mens Lob r wo vie le sich zu ⸗ sam⸗men⸗ ——.—.;. + 1* E—..II— 4.—.— 23 ei⸗ner hei li-gen Ge- mein, die +* ————— —— 2— —— L da von al-⸗ ln ih Tren Sün⸗den durch Chri ⸗sti ———— an, v.— Blut ge-⸗ wor⸗den rein. 2. Du rufest auch noch heutzutage, daß jedermann erscheinen soll; man höret immer deine Klage, daß nicht dein Haus will werden voll. Deswegen schickst du auf die Straßen, zu laden alle, die man find't; du willst auch die berufen lassen, die blind und lahm und Krüppel sind. 3. Du hast dir, Gott, aus vielen Zungen und Völkern eine Kirch gemacht, darinnen dein Lob wird gesungen und deine wunderschöne Pracht; die sämtlich unter Christo stehen als ihrem königlichen Haupt und in Gemeinschaft das begehen, was jeder Christ von Herzen glaubt. 4. Das Heil wir nicht auf Werke grün⸗ den, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht; und will sich etwas Gutes finden, so sind wir dennoch böse Knecht. 157. Mit Glauben müssen wir empfangen, was Christi Leiden uns bereit't; im Glauben müssen wir erlangen der Seelen Heil und Seligkeit. 5. Du heiligst uns zum neuen Leben, daß wir auf Gottes Wegen gehn, und daß wir nach dem Guten streben und allen Lüsten widerstehn. Du willst die Runzeln und die Flecken, damit die Sünde uns gekränkt, mit der Gerechtigkeit bedecken, die Christus uns aus Gnaden schenkt. 6. Erhalt uns, Herr, im rechten Glau⸗ ben noch fernerhin bis an das End, Ach laß uns nicht die Schätze rauben, dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen mit Gnade, Segen, Fried und Freud, durch Liebesfeuer sie zu rüsten zur ungefärbten Einigkeit. Friedr. Konr. Hiller, g. 1662, f1726. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. D—ꝑñ———— 2— ——————— Q ..‚.IA‚‚‚— ......EE.... 2.——— *—————— — — K5 nig Je⸗su, strei Blick auf dei ⸗ne Frie⸗ al⸗-les we⸗ hen te, sie ⸗ ge, daß dens ⸗-bo⸗-ten, laß 119 157—159 2. Kirche und Gnadenmittel. H ——— ů 0 T..—— I—— bald dir un ⸗ter ⸗lie ⸗ ge, was lebt und webt in dei⸗nen Le⸗bens ⸗o ⸗ dem durchs gan ⸗ze wei=te —„, 1 —————————————— 4 2 ie⸗ser We— Toten⸗feld! hö re un⸗ 6 16667 6.⸗ *X.—— II I*—— I-IE , *—. +— 1 E A D E—— 1 laß es bald ge⸗schehn! A⸗men, A⸗ men! So rüh⸗men wir 7—— 2—.— 7 ů F —— 2 2—.— + 255. 5 und jauch⸗zen dir ein Hal⸗le⸗lu ⸗ja für und für! 1852(D). 158. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. b. 4. 1!— II— 1 .—* 2 — 391 1. O ö—.——5 26 d——— te, ö E 53 4 die dich ken⸗nen nicht, und brin-ge sie zu dei⸗ ner 41.— H1——.—— ERS.— E——..——.— 1 V Herd, daß ih ⸗-re Seel s auch se⸗lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die nicht bekennen wollen frei, die in Irrtum verführet sein; was ihres Herzens Glaube sei. auch die, so heimlich noch ficht an 5. Erleuchte, die da sind verblend't, in ihrem Sinn ein falscher Wahn. bring her, die sich von uns getrennt, 3. Und was sich sonst verlaufen hat versammle, die zerstreuet gehn, von dir, das suche du mit Gnad mach feste, die im Zweifel stehn! und ihr verwund't Gewissen heil, 6. So werden sie mit uns zugleich laß sie am Himmel haben teil! auf Erden und im Himmelreich, 4. Den Tauben öffne das Gehör, hier zeitlich und dort ewiglich, die Stummen richtig reden lehr, für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann, g. 1585, f 1647. 159. Eigene Melodie. 10 EE 2 12—.—————. ů 4 E E,.IIII——— 4 1. O daß doch bald dein Feu-er brenn ⸗te, ER.‚iiieeeeE 479—————..—— du un- aus-sprech-lich Le ⸗ ben ⸗ der, Flamme jetzt hier, dir, dem o ein herrlie 3. Undne so manche und mach und heilen 4. Vetze und sonder und mehre die nur ar 5. Erwe des ganze und mach dein Heil II A. Christliche Kirche Missionj. 159—160 6 EU— ů e —— S—.— 2 2 a. und bald die gan-ze Welt er⸗kenn=te, daß —— ——.—— ——— 0—— 2 ö— 2 2.—= du bist Kö ⸗ nig, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Himmelsfunken so manches kalte, tote Herz und machen Durst'ge freudetrunken und heilen Sünd und Höllenschmerz; 4. Verzehren Stolz und Eigenliebe und sondern ab, was unrein ist, und mehren jener Flamme Triebe, die nur auf dich gerichtet ist. 5. Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar! 160. Mel. Ein feste Burg ist unser Sott. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström nicht vergebens, ach zünd in unsern Herzen auch! 7. Schmelz alles, was sich trennt, zu⸗ sammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus! 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme doch bald die ganze weite Welt, und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und Held! 9. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. J. L. Fricker, 11766. + ———. ů 17.F SSE XX. 14 2—— 1— Wenn Chri⸗stus sei ⸗-ne Kir⸗che schützt, so mag die Her, der zur Rech-ten Got-tes sitzt, hat Macht, ihr I A 1—— 1— —.—— 1— —————...——.— Höl ⸗1 30 Höl⸗le wü⸗ ten, I bie ⸗ ten. Er ist mit Hil⸗fe nah, wenn 15 E—— Hee 65— I I SDSISꝗDPISISITITCPIPITIT..— 2—— ISISIIIII— S 230 er ge⸗beut, steht's da. Er schützt zu sei⸗ nem Ruhm mit Macht sein 2 ö—— ö——.— 33. B. 25 4*. Chri⸗sten⸗tum; mag doch die Höl-le wü ⸗ ten! 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören; denn den Gesalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts, 12¹ —— 160—161 sein Kreuz ist selbst ihr Spott; doch ihrer lachet Gott, sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit 2. Kirche und Gnadenmittel. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken. Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. schmähn, uns kann er sie nicht rauben. Der Herr, der starke Gott, Der Unchrist mag ihr widerstehn, wir halten fest am Glauben Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. hält über sein Gebot, gibt uns Geduld in Not und Kraft und Mut im Tod; was will uns da erschrecken? Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. 161. Mel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. 4 f6 4 I —— .———— 7 E— 1— 1 Zi ⸗on, gib dich nur zu-frie- den, Gott ist du bist nicht von ihm ge⸗-schie den, er hat 4*— 1 8 noch bei dir da ⸗rin, Va⸗ ter⸗sinn. Wenn er straft, so liebt er auch, ———— V. —5 * — . .—. — —&— 27 dies ist sein be-lieb-ter Brauch; Zi-on, ler-ne dies be— + —— 2— 2—.— 1—.—. —— I 2— . 2*———.—2 den=ken, wa-rum willst du dich so krän-ken? 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein Heiland still dazu, gleich als schliefe er in Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. 3. Berge, Felsen möchten weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn: dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Bundesgottes Schranken. 4. Müssen schon allhie die Tränen deine schönsten Perlen sein, muß das Seufzen und das Stöhnen schon das beste Lied dir sein, muß dein Purpur sein das Blut, und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei, du wirst doch nicht zu schanden, denk nur an die Ewigkeit! Sei nur fröhlich, wohlgemut, denn der Herr ist's, der es tut. Zion, Gott wird dich schon stärken, dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, nun ist das Ende und der Abend schon herbei; gib dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei! 12² Jür die Zr gibt er dir Zion, du w drum so la 7. O ihr freuet euch 2. Der“ seinen Be der laͤbt si jetzt in me Ach wille so gar gra Kann und lLeht nicht 3. Zion pprach zu zwar bist Seel und doch sell da die I so bleibi raut, haut, 760. A. Christliche Kirche(Misßzon). Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß die Welt nur machen! 7. O ihr Engel, Himmelserben, freuet euch mit Zion hier! 161—162 Denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelssaal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ew'gen Freuden? Joach. Pauli, g. um 1656, f nach 1674. + 162. Eigene Melodie. Jesaia 49, 14- 16. EE ů—— S.—— 1 Zi on klagt mit Angst und Schmer⸗zen, Zi⸗on, die er trägt in sei⸗ nem Her ⸗zen, die er —W— SS—.— ..S..IPSII Got⸗-tes 232 tadt Ach, spricht sie, wie hat mein Gott sich er-wäh-let hat. [IE:—* V+—5— 5n= —— + mich ver⸗las-sen in der Not und läßt mich so har⸗te — + = — 2 + — DD.... pres⸗ sen! Mei ner hat 2. Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn für und für so gar grausam zürnen mir? Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du Vielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar bist du jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwund't, doch stell alles Trauern ein! Wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin. er ganz ver⸗ges-sen. Meine Treue bleibet dir, Zion, o du meine Zier; mein Herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; siehe, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein, deine Mauern muß ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Stets auf dich sieht mein Erbarmen, du liegst mir auf meinem Schoß, wie ein Kind in Mutterarmen; meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Gefahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden; bleib getreu in allem Leiden! Joh. Beermann, g. 1585, + 164e. 123 163—164 2. Uirche und Gnadenmittel. B. Wort Gottes. 163. Mel. Alle Menschen müssen sterben. — 15 6 S.SSDSSSI.II.I.III.. ITIITTCIIIII —— 43 +I————. 1 Das ist ei ⸗ ne sel'-ge Stun-de, Je ⸗ su, da man . und das Herz von Her⸗zens⸗grun-de tief in dei⸗ne EAH—4 r r e E, 15 I EEEEEEIEEEE. dein ge⸗denkt Wun den Henk Wahrelich, 66566 als. ken⸗ nen, Je⸗sum +— —— +—8 sfsu⸗chen, fin⸗den, nen⸗nen, das er⸗ 22 let uns⸗ re 9 0 1 a + 7E.— I e S. 2.——.—————————.— mit der höch ⸗-sten Se-lig=keit. 2. Jesus, deine Gnadenquelle fließt so gern ins Herz hinein, deine Sonne scheinet helle, 3. Nun so laß auch diese Stunde dein Gedächtnis in uns sein, in dem Herzen, in dem Munde denn du willst genossen sein; leb und herrsche du allein! und bei aller Segensfülle Laß uns deiner nie vergessen! ist dein Wunsch und ernster Wille, Wie Maria still gesessen, daß man, weil dein Brünnlein voll, da sie deinen Mund gehört, unaufhörlich schöpfen soll. also mach uns eingekehrt! E. G. Woltersdorf, g. 1725, 1 1761. 164. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. — PSPSDSSSSPSPSPSPSRSPSPSRSRSRSSSISISee 1— 1 2—— 7 1(Dein Wort, o Herr, ist mil ⸗der Tau für VLa kei ⸗nem Pflänz⸗chen dei-ner Au den 2— I. .———.—— 2—— 2—32 +*—.—— ———— 32 . trost⸗be⸗ dürft'⸗ge See ⸗len. 20 n mels⸗bal⸗ 90 seh⸗len; er ⸗quickt durch ihn laß H—— — t—— I II 125.1 — 1 15 I ——*.——.—— 10 je⸗des blühn und in der Zu⸗kunft Ta⸗ gen dir 2——.—=. P—PPPPPPP‚‚‚ SFrucht und Sa⸗ men tra⸗ gen! 2. Dein Wort ist, Herr, ein Tlammen⸗ und Mark und Bein durchschaltet. schwert, ein Keil, der Felsen spaltet, O laß dein Wort noch fort und fort 124 ein Feuer, das im Herzen zehrt der Suͤnde und alle He 3 Dein W. fr unsre Ii s fuhrt auc und machtd Dn Himm verlösch un⸗ Und leucht! daß leine d 4. Ichsu⸗ da ward de mein Labso die Fackel! Sie zeigte r den Weg zl und leuchtet bis zu den e 5.Nun ho zu dir, dem Wo wender B. Wort Gottes. der Sünde Macht zerscheitern und alle Herzen läutern! 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pilgerreise, es führt auch Toren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten is zu den ewgen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn zu dir, dem sichern Horte. Wo wendet' ich mich anders hin? 16⁴—16⁵ Herr, du hast Lebensworte. Noch hör ich dein: Komm, du bist mein! Das rief mir nicht vergebens ein Wort des ew'gen Lebens. 6. Auf immer gilt dein Segensbund, dein Wort ist Ja und Amen. Nie weich es uns aus Geist und Mund, zu preisen deinen Namen; laß immerfort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten! 7. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren, den Hunger aus, dein Lebenswort und deinen Geist zu hören, und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen! Karl Bernh. Garve, g. 1765, 1841. ö 165. mel. wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte. FEHEN—1 ͤ 2 — e DISDSISI.IISISIS....... ——.—— r 8 1 Wort, o Höch-ster, ist voll⸗kom ⸗men; es lehrt uns es gibt dem Sün⸗der und dem From⸗men zum Le⸗ben —, I——— ne,— 1——.— + 90 Pflicht II L 1 L E— uns ⸗ re gan⸗- ze—9 li si ⸗chern Un⸗ter⸗ richt.— se=lig, Q 4 4— EEEEE E 2— 2...— ll V + 4— — acht⸗sam hört, be⸗wahrt und mit Ge ⸗ hor ⸗sam ehrt! 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, vertreibt des Irrtums Finsternis; es füllt mit Freuden, bringt uns Segen und machet unser Herz gewiß; es lehrt uns, Höchster, was du bist, und was dir wohlgefällig ist. 3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben, lehrt, wie viel Gut's du denen gibst, die freudig dein Gebot ausüben, und wie du väterlich uns liebst. Und was, o Herr, dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr und trüget nicht. 4. Gott, deine Zeugnisse sind besser und mehr der Sehnsucht wert als Gold. Ihr Wert ist köstlicher und größer als alles noch so feine Gold. Wer das tut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. Drum laß auch mich mit Lust be⸗ trachten, was mich dein Wort, o Höchster, lehrt, 12⁵ 165-167 2. Kirche und Gnadenmittel. und auf das mit Gehorsam achten, so fließen Trost und Seelenruh was es von mir zu tun begehrt; auch mir aus deinem Worte zu. Nach Joh. Kaspar Lavater, g. 17al, 1 1801. 166. Mel. Ach Gott und Herr. ²E 9—.— EESATT.——— *——.— 1. Gott ist mein Hort, und auf sein Wort 0Cl HE den raretner— : d. EEEEEEEE 1——— 1— mei⸗⸗ ne See⸗ trau-en. 0 wand⸗le hier D Di + meintote vor e im Glau⸗ben, niht im Schan⸗ en. 2. Dein Wort ist wahr; den kennt ich nicht, laß immerdar wär mir dies Licht mich seine Kräfte schmecken, nicht durch dein Wort erschienen. laß keinen Spott, 6. Nun darf mein Herz o Herr, mein Gott, in Reu und Schmerz mich von dem Glauben schrecken! der Sünden nicht verzagen. 3. Wo hätt' ich Licht, Nein, du verzeihst, wofern mich nicht lehrst meinen Geist dein Wort die Wahrheit lehrte? ein gläubig Abba sagen. Gott, ohne sie 7. Mich zu erneun, verstünd ich nie, mich dir zu weihn, wie ich dich würdig ehrte. ist meines Heils Geschäfte. 4. Dein Wort erklärt Durch meine Müh der Seele Wert, vermag ich's nie, Unsterblichkeit und Leben. dein Wort gibt mir die Kräfte. Zur Ewigkeit 8. Herr, unser Hort, ist diese Zeit laß uns dies Wort, von dir mir übergeben. denn du hast's uns gegeben. 5. Dein ew'ger Rat, Es sei mein Teil, die Missetat es sei mir Heil der Sünder zu versühnen, und Kraft zum ew'gen Leben! Chr. F. Gellert, g. 1715, 1 1269. 167. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. + +2 I 1 ù u— S= E*— X 1.— +— ——— ů———— 1 Gott Va ⸗ ter, al ⸗ ler Din ⸗ ge Grund, Wie lieb⸗ lich ist die Stät ⸗te hier! 7—*—— ů— 2 2——.—. E —2 gib dei ⸗ nen Va⸗ter ⸗ na⸗ men 5 an— Die Her⸗zen wal⸗-len auf zu dir, hier ist 2. Sohn dies Gott. laß dir' Hier schal dein Sege in diesen; Einheit, ib den He lg in Gn und nimm 3.Gotth wend her daß wir e Gieß über dich mit a äi B. Wort Gottes. 167—168 +4 V NI————— .SDSPSPSIS.SI. I‚I.........— ö 2 9. nin,. DD— sem heil'- gen vte. des Him⸗mels Pfor=te. Wahn cien bin 42——— JS. + 1 + I CEUUE + + 2—* +— E—2—...2———.——— L 2ẽ6 Sün⸗dern als bei Kin⸗dern vol-ler Klar-heit; EAEEEE.—4—. LII 2——— +———— + + +— 2———— D heil⸗ ge uns in dei⸗ner Wahr-heit. 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit, mach himmlisch uns auf Erden! dies Gotteshaus ist dir geweiht, Lehrer, Hörer, o laß dir's wohlgefallen! Hier schalle dein lebendig Wort, dein Segen walte fort und fort in diesen Friedenshallen! Einheit, Reinheit gib den Herzen; Angst und Schmerzen tilg in Gnaden und nimm von uns allen Schaden! 3. Gott heil'ger Geist, du wertes Licht, wend her dein göttlich Angesicht, daß wir erleuchtet werden! Gieß über uns und dieses Haus dich mit allmächt'gen Flammen aus, Kinder, Väter, früher, später geht's zum Sterben; hilf uns Jesu Reich ererben! 4. Dreiein'ger Gott, Lob, Dank und Preis sei dir vom Kinde bis zum Greis für dies dein Haus gesungen! Du hast's geschenkt und auferbaut, dir ist's geheiligt und vertraut mit Herzen, Händen, Zungen. Ach, hier sind wir noch in Hütten, Herr, wir bitten: Stell uns droben in den Tempel, dich zu loben! Albert Knapp, g. 1798, 4 1864. 168. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 2.—————— EEE ö EW= P SDPDI E— 8—...— 2 =22022—— 1 I. 1 Herr, dein Wort, die ed ⸗- le Ga ⸗be, die ⸗sen denn ich zieh es al ler Ha be und dem ——— —— + + + 2 ES— H Schatz er ⸗ hal ⸗te mir, 0 nicht mehr größ ⸗ten Reich- tum für. Wenn dein Wort soll ch .——.—.— — 0.—..— 0 60—.—.8— 5—— 5 gel ⸗-ten wo⸗ rauf soll der Glau⸗ be 465 n? Mir As EV. 2 E+.— — +—— I ,v.rn,. nicht um tau⸗send Wel⸗ten, a⸗-ber um Dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, 1 daß ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn; 27 168—170 2. Kirche und Gnadenmittel. laß mich eifrig sein beflissen, und zugleich zu deinen Füßen dir zu dienen früh und spat sitzen, wie Maria tat! D. 1. N. L. v. Zinzendorf, g. 100, f 1260. V. 2. Chstn. Gregor, g 1255, + 1801. 169. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 4 EEEE EH————— — 1. Berr, öff ue mir die Her⸗zens⸗tür, zieh mein Herz 277— I—* I 1 üü.—..—*——.—. ESEEEEEEEEEEEEE 9 durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort be⸗wah-⸗ren EV 12—.——.——.—8 EEEEE EEIEI.. Dꝰ I— I L 1— rein, laß mich dein Kind und Er ⸗be sein! 2. Dein Wort bewegt des Herzens 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Grund, dem heil'gen Geist in Einem Thron! dein Wort macht Leib und Seel gesund, Der heiligen Dreieinigkeit dein Wort ist's, das mein Herz erfreut, sei Lob und Preis in Ewigkeit! dein Wort gibt Trost und Seligkeit. Joh. Olearius, g. 1611, 4 16s. 4 170. Mel. Gott des Himmels und der Erden. E2 5 I II IS— 2 I— SSISISISSISSISISIII.II. 32 1 Teu ⸗res Wort aus Got⸗-tes Mun-⸗ dẽ⸗ das mir . ich al⸗ lein hab ich zum Grun de mei⸗ ner ———,— EEEEEEE lau:ter Se⸗gen trägt, Se⸗lig ⸗keit ge ⸗legt; in dir treff ich al-les EY 2—.— 1 ů ů— EU— 25— 2—————— — an, was zu Gott mich füh-ren kann. 2. Will ich einen Vorschmack haben, öffne mir des Himmels Pforte, welcher nach dem Himmel schmeckt, daß mein Geist hier recht erwägt, so kannst du mich herrlich laben, was für Schätze Gottes Hand weil bei dir der Tisch gedeckt, durch sein Wort ihm zugesandt! der mir lauter Manna schenkt, 5. Lasse mich in diesen Schranken mich mit Lebenswasser tränkt. sonder eitle Sorgen sein, 3. Du, mein Paradies auf Erden, schließe mich mit den Gedanken schließ mich stets im Glauben ein, in ein stilles Wesen ein, laß mich täglich klüger werden, daß die Welt mich gar nicht stört, daß dein heller Gnadenschein wenn mein Herz dich reden hört! mir bis in die Seele dringt 6. Gib dem Samkorn einen Acker, und die Frucht des Lebens bringt! der die Frucht nicht schuldig bleibt; 4. Geist der Gnade, der im Worte mache mir die Augen wacker, mich an Gottes Herze legt, und was hier dein Finger schreibt, 128 yrige mein laß den Zw 7. Was! was du sag Wird dein laß es nicht sondern gil ihm das L 8. Hilf, nur nachd 1⁷ 2. Won schuf und und der e zu uns he 3. Wo der der durch des ewig we B. Wort Gottes. präge meinem Herzen ein, laß den Zweifel ferne sein! sof. 7. Was ich lese, laß mich merken; was du sagest, laß mich tun! Wird dein Wort den Glauben stärken, 25 laß es nicht dabei beruhn, sondern gib, daß auch dabei ihm das Leben ähnlich sei! 8. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richtschnur gehn! 170—172 ö Was ich hier zum Grunde lege, ö müsse wie ein Felsen stehn, ö daß mein Geist auch Rat und Tat in den größten Nöten hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spiegel in der Folge Jesu sein, drücke drauf ein Gnadensiegel, schließ den Schatz im Herzen ein, ö daß ich fest im Glauben steh, bis ich dort zum Schauen geh! Benjamin Schmolck, g. 4672, f 1757. 171. Mel. Gott sei Dank durch alle Welt. — 2— RES ... oh,— e miniin.r an—— 1. Wal⸗te, wal⸗te nah und fern, all⸗ge⸗ wal⸗tig E 1 ende i. *— E— 1684 Wort des Herrn, wo nur sei⸗ner All-macht Ruf Men schen 45. en Hn. I. ,e Fe* — für den Him-mel schuf. ö —0 2. Wort vom Vater, der die Welt 5. Wort des Lebens stark und rein, ö — schuf und in den Armen hält alle Völker harren dein; ů —— und der Sünder Trost und Rat walte fort, bis aus der Nacht — zu uns hergesendet hat. alle Welt zum Tag erwacht! 4 +— 3. Wort von des Erlösers Huld, 6. Auf zur Ernt in alle Welt! V les der der Erde schwere Schuld Weithin wogt das reife Feld, RIN — durch des heil'gen Todes Tat klein ist noch der Schnitter Zahl, —. ewig weggenommen hat. viel der Arbeit überall. —‚— 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, 7. Herr der Ernte, groß und gut, der den Weg zum Himmel weist weck zum Werke Lust und Mut, und durch seine heil'ge Kraft laß die Völker allzumal Wollen und Vollbringen schafft. schauen deines Lichtes Strahl! Jonathan Friedrich Bahnmaier, g. 1774, f1841. 1 5 172. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. Ev. Luk. 8, 4— 15. **— I———.— 15 274. E— 2 2(Wir Men ⸗schen sind zu dem, o Gott, dein We⸗sen, Wil le und Ge⸗bot ‚—E.—5 2— 4. 51*23——. p. ů—— II d n wi— ist viel zu was geist⸗ch ist, un-tüch hoch und 129 9 tig; 11971 wis⸗sen's ö wir wich 2. Kirche und Gnadenmittel. E +* 5— *—..—..— — E à 5 ö EO 2... E. ꝗ—— 2—— 1 ——— + — 12—— und ver⸗ ste⸗hen's nicht, wo uns dein gött⸗lich Wort und F—— —— — — —— 1 V 2*————— Licht den Weg zu dir Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd bekannt dein heil'ger Will und Rechte; ö zum letzten ist dein ein' ger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. Laß uns dabei verbleiben und gib uns deinen heil'gen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb' annehmen jederzeit 4 mit Sanftmut, Ehrfurcht, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen! ö 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Worte Kraft, daß deine Lehre in uns haft' 3 auch reichlich bei uns wohne! 5. Offn' uns die Ohren und das Herz/ 0 daß wir das Wort recht fassen, 4 in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen! 6. Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; ö 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist! 5 +2 + nicht wei fet. der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich dem guten fruchtbar'n Lande und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld im feinen, guten Herzen! 8. Laß uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, gib, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden! Rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüste dämpfen! 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen, erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen! 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten; hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten; o heil'ger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung! David Denicke, g. 1605, + 1680. * Mel. Jesu, meine Freude. ů——— SII..... E + + I—— ILI. 4 ——.— E + 17 + + 1 In—— 1 0.— 1 Wort des höch-sten Mun-des, En ⸗gel mei-nes bald, da wir ge⸗fal ⸗len, lie ßest du er⸗ 30 2. Me vor der sest besti was der längst v das voll Was die versprich alles ein und ist! 3.Al Jesu G allen Jesus! Jesus und di teuer i Aler! ist nun durch! daß m igleich hier, g sein B. Wort Gottes. 10 993—,—.—— SE + 2 2 2— II— I— A +. + +— 2— L 7 + + 1——— 1 II Bun⸗des, Je⸗su, un⸗ser Ruhm, 4„ unne Krast, die schal⸗-len E⸗van⸗ge⸗ li ⸗ um, ——& I I I——— +— + + IEI 2 + 1 — L 2——— 1 4 EI Glau⸗ben schafft, ei ⸗ ne Bot ⸗schaft, die zum Le⸗ ——...—— IEIEEIFII.— 1 —— ben uns von dir 2. Was sein Wohlgefallen vor der Zeit uns allen fest bestimmet hat, was der Opfer Schatten längst verkündet hatten, das vollführt sein Rat. Was die Schrift verspricht, das trifft alles ein in Jesu Namen und ist Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet allen Zorn und Schuld. Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben alle Gnad und Huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre; ach, erwünschte Lehre! 4. Uns, in Sünden Toten, machen Jesu Boten dieses Leben kund. Lieblich sind die Füße, und die Lehren süße, teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun vermeld't durch der guten Botschaft Lehre, daß man sich bekehre. ge ⸗ge ⸗ben. 5. Kommt, zerknirschte Herzen, die in bittern Schmerzen das Gesetz zerschlug; kommt zu dessen Gnaden, der für euch beladen alle Schmerzen trug! Jesu Blut stärkt euren Mut, Gott ist hier, der euch geliebet und die Schuld vergibet. 6. Dieser Grund bestehet; wenn die Welt vergehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen; so soll mein Vertrauen evangelisch sein; auch will ich nun würdiglich dieser Kraft, die mir gegeben, evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke schaffet diese Werke, stehe du mir bei! Nichts kann mich nun scheiden, hilf denn, daß mein Leiden evangelisch sei. Laß auch mich einmal auf dich, als ein Kind mit dir zu erben, evangelisch sterben! Heinr. Cornelius Hecker, g. 1699, 4 1745. 17⁴—17⁵ —440 4. 2. Uirche und Gnadenmittel. C. Caufe und Nonfirmation. 1. Taufe. —— Wie.— 4— doch, Berr, die Stätte. —.* 2—— 74 2 + 1.— .. wie ⸗sest, Je⸗ 5 Her⸗⸗kannt' st auch Kin⸗der nicht die Klei-nen, die dir die für die Dei-nen und sahst voll —.— + 1 5 I + Ĩ + + + SSSRE E.. ö El⸗ tern brach⸗ten, Huld auf sie her Laßt, sprachst du, laß⸗set + 4 N 21.— I 2 — 2 —— 9*——.————..— 2——— V 2. Dir sei auch dieses Kind empfohlen, dir, dessen Treu unwandelbar! Wir bringen's, wie du selbst befohlen, dir in der heil'gen Taufe dar. Ach segn' es, Vater, Sohn und Geist, wie uns dein teures Wort verheißt! 20 Ich bin ge⸗tauft auf sie zu mir und wißt, das Him⸗mel ⸗ reich ist ihr. 3. Durch dieses Siegel deiner Gnade wird jedes Recht der Christen sein. Weih du es in dem Wasserbade zu deinem Kind und Erben ein! O selig, kennt es einst den Wert des Glücks, daß es dir angehört! .—— Nernder, g. 1724, 1802. dei nen Na⸗ men, Gott Va⸗ ter, men, zum Volk, das ich bin ge⸗zählt zu dei⸗ nem Sa ö EV+———..—— ISIII...... RN———— 0 Sohn und heil'-ger Geist; dir ge ⸗ hei ⸗ligt heißt; ich bin in Chri⸗-stum —— ein ⸗senkt, ich in 2. Du hast zu dehem Rind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; 5 ich hab, o Herr, aus reinem Triebe 3 dein Eigentum zu sein gewagt; 7 hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 1* . .... mit sei⸗ nem Geist be⸗schenkt. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan! 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn! Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut! 32 6.Laßd Gott Val Hall mich 2. De und het. bezeugt der Hin dieweil das au am Kre auch ih 3. D bringet damit! nieman 900 ) nan, neue in; um! C. Taufe und Honfirmation(Taufe). 6. Laß diesen Vorsatznimmer wanken, bis mich dein Wille sterben heißt! Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! So leb ich dir, so sterb ich dir, Halt mich in deines Bundes Schranken, so lob ich dich dort für und für. Joh. Jak. Raͤmbach, g. 1695, f 1755. 176. nel. Aus meines Herzens Grunde Ev. Mark. 10, 15—1% — E Lrr. 4 1 Lasu⸗set die Kind lein kom ⸗ men zu sie sind mein Freud und Won ⸗ ne, ich SSSI mir, spricht Got ⸗ tes Sohn, ö bin ihr Schild und Kron; ——— lein, daß sie nicht wär' nver⸗ ren, bin 0 Lin auch 119— die Kin ⸗ de⸗ ö ⁵————— 3 ge„ren, drum sie mein ei ⸗gen sein. 2. Der Herr gar Peonlih küsset Führet sie Christo zu, und herzt die Kindelein, er will sich ihr'r erbarmen; bezeugt mit Worten süße, legt sie in seine Arme, der Himmel ihr soll sein, darin sie finden Ruh dieweil sein teures Blut, 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, das aus den heil'gen Wunden ihr' Seele Gott gefällt, am Kreuzesstamm geronnen, denn sie sind Gottes Erben, auch ihnen kommt zu gut. lassen die schnöde Welt. 3. Drum nach Christi Verlangen Sie sind frei aller G'fahr, bringet die Kindlein her, brauchen hie nicht zu leiden damit sie Gnad erlangen, und loben Gott mit Freuden niemand es ihnen wehr! dort bei der Engel Schar. Cornelius Becker, g 1561, 4 eog. 177. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. TT.—— EE Lieb ster Je⸗ su, wir sind hier, dei: nem Wor⸗ Die⸗ ses Kind-lein kommt zu dir, weil du den. Rnach- zu le ⸗ben. cri— sehl ge ⸗ge ⸗ ben, daß man sie zu ohn füh⸗-re, P—— ö mel reich ist ih e⸗ 148 denn das dim⸗ 177—178 2. Ja, es schallet allermeist dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir; 2. Kirche und Gnadenmittel. deinen Purpurmantel decken, schenk ihm deiner Unschuld Seide, daß es ganz in dich sich kleide! 5. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, schenk ihm den Frieden, nimm dies Pfand von unsern Armen, Weinstock, hilf, daß diese Rebe tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden! auch im Glauben dich umgebe! 6. Nun, wir legen an dein Herz, was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blut und erfülle das Verlangen, von den angeerbten Flecken, laß es bald nach dieser Flut ja den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zu Leben! Benjamin Schmolck, g. 1622, + 173 2. Ronfirmation. 3* 173. Mel. O Durchbrecher aller Bande. ———— I— DD 5 Bei dir, Je⸗ su, will ich blei⸗ben, stets in 365705 nichts soll mich von dir ver ⸗trei⸗ben, will auf f—— EEEEEEEEEEEE dei ⸗nem Dien-ste stehn, dei nen We⸗ gen gehn. Du bist mei⸗ nes Le⸗bens 4 [E: 2——1—— I IEII 1 1— S... —— C E.—— =— Le ⸗-ben, mei⸗ ner See ⸗le Tricb und Kraft, wie der 4 EA 2—— +— +——— . 2. Könnt ich's irgend besser haben als bei dir, der allezeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, Wein⸗stock sei nen Re ben 310 strömt Kraft und Le-bens⸗sakt. der sein Leben für mich gab, sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu,‚ bei dir bleib ich so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, 134 wenn es nu und die Na Lege segnen mir aufs m prechendel aber dort l 6. Beib graut mir 1⁷ 2. Sie sich gan den Tau Und dir in ihren z/ den, eigt, C. Caufe und Konfirmation(Konfirmation). wenn es nun will Abend werden, und die Nacht herniedersteigt! Lege segnend dann die Hände mir aufs müde, schwache Haupt, sprechend: Sohn, hier geht's zu Ende, aber dort lebt, wer hier glaubt. 6. Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod 178—179 als dem kühlen, scharfen Wehen vor dem Himmelsmorgenrot! Wird mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist! K. J. Phil. Spitta, g. 1801, f 1859. Konfirmationslied, wie es die Gemeinde singt. 179. Mel. Komm, heiliger Geist, Berre Gott. .—.— 2— e— 9—.— EEEE.— 1. Er⸗hör, o Gott, das hei⸗ße Flehn der Kin⸗der, —— 1— 5 d r .Dii‚iiie.ñ——.— die hier vor dir stehn! Er bar⸗mend blick auf sie 0 E——*.— her⸗-nie-der, denn dein sind sie, sind Chri ⸗sti Glie ⸗der. Gib —..— I ,—— EEEE ih⸗-nen, Va⸗ter, — Sohn und Geist, den * Se⸗gen, den dein Wort ver⸗ .... V — 6 — 155— .— 7— 7 L heißt, er⸗fül⸗le sie mit dei⸗n . —— — + en Ga ⸗ben, laß sie mit dir Ge ..... 1 mein⸗schaft ha 3ben, 2. Sie wollen, deiner sich zu freun, sich ganz nun deinem Dienste weihn, den Taufbund feierlich erneuern und dir mit Herz und Mund beteuern, in ihrem Glauben festzustehn, Wie es die Kon 1. Erhör, o Gott, das heiße Flehn von uns, die wir hier vor dir stehn! Erbarmend blick auf uns hernieder; denn dein sind wir, sind Christi Glieder. Gib uns, Gott Vater, Sohn und Geist, den Segen, den dein Wort verheißt, erfüll uns du mit deinen Gaben, laß uns mit dir Gemeinschaft haben, erbarme dich, erbarme dich! er⸗bar⸗ me dich, er⸗bar⸗me dich! in ihrem Tun auf dich zu sehn, im Wandel rein und rein im Herzen, ihr Heil nie sorglos zu verscherzen. Gib Kraft dazu, gib Kraft dazu! firmanden singen. 2. Wir wollen, deiner uns zu freun, uns ganz nun deinem Dienste weihn, den Taufbund feierlich erneuern und dir mit Herz und Mund beteuern, in unserm Glauben festzustehn, in unserm Tun auf dich zu sehn, im Wandel rein und rein im Herzen, das Heil nie sorglos zu verscherzen. Gib Kraft dazu, gib Kraft dazu! Elieser Küster, g. 1752, 4 1700. 13³⁵ 2. Mirche und Gnadenmittel. Nach der Konfirmation. 130. Mel. Es woll uns Gott genädig sein. stär⸗ke ihr Ver⸗ traun auf e, Mitt⸗ler, sie, dei ⸗ ne und laß sie 3 im Tod und sie, dich ——2— X.— Teu'r⸗er ⸗lö⸗ sten;. lob di Le⸗ben trö sten; Drei ⸗ ein'⸗ger, sie ge ⸗ lob ⸗ten dir, dir selbst in dei⸗ne Hän de: O Gott, dein Ei⸗ gen⸗ ——— blei ⸗ ben. ar Münter, g. 1755, 5 1795, verändert durch Hüster. wol⸗-len's e⸗ wig Balthas Mel. Berzlich tut mich verlangen. —.— le⸗ben, ge-lobt mein Herz und ich hin ⸗ge ⸗ge ⸗ben schon durch der Tau⸗fe Mund — er auf dei nen Tõod ge⸗ tauft. 2. Herr Jesu, dir zu leiden, 3. Herr Jesu, dir zu sterben, gelob ich, hilf dazu; gelob ich heilig an; so wird kein Kreuz mich scheiden wer mit dir stirbt, soll erben oon dir, o höchste Ruh. dein himmlisch Kanaan. Du büßtest meine Schulden O laß mit dir zu Grabe am Kreuz, mein Herr und Gott; den alten Menschen gehn sollt ich nicht gern erdulden und, reich an Gnadengabe, um dich auch Leid und Spott? den neuen auferstehn! 4. Hen A. gelob ich dei mein herz s nur dir, nur und was ich Hilf, daß es: daß in der d des Olaube 18² HE sit eln an 2. Keine ich bin ein denn ich n dieser Tro lann ich u Jesu, durt weil das t nich damii 3. Sata Ich bin ei und damit b du noc Da ichbin st dir alle und vond machet G C. Taufe und Honfirmation(Honfirmation). 181—183 4. Herr Jesu, tot und lebend 5. Herr Jesu, bis ans Ende gelob ich dein zu sein; sei du mein Schild im Streit, mein Herz schlägt freudebebend daß mir kein Feind entwende nur dir, nur dir allein; der Seelen Seligkeit! und was ich heut gelobe, Ach hilf, daß bis zum Throne hilf, daß es auch gescheh, ich halte, was ich hab, daß in der Feuerprobe daß niemand raub die Krone, des Glaubens Gold besteh! die deine Huld mir gab! Adolf Stöber, g. 1810, 4 1892. 182. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. —— e .—.—.—.— 1 Las⸗fet mich vöͤll Freu-de spre⸗ chẽn: Ich bin der bei mensch⸗li ⸗chen Ge⸗bre⸗chen den⸗ noch +——— —— ein ge-tauf ter Christ,—0 ein Kind Got⸗tes ist Was sind al ⸗le Schat ae nüt-ie 7 da ich ei⸗ nen Schatz be ⸗sit ze, der mir al ⸗les Heil ge⸗bracht und mich e⸗ wig se ⸗lig mächt? 2. Keine Sünde macht mir bange, 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: ich bin ein getaufter Christ; Ich bin ein getaufter Christ; denn ich weiß gewiß, so lange denn das bringet mich zum Erbe, dieser Trost im Herzen ist, das im Himmel droben ist. tann ich mich von Angst der Sünden, Lieg ich gleich im Todesstaube, Jesu, durch dein Blut entbinden, so versichert mich der Glaube, weil das teure Wasserbad daß mir auch der Taufe Kraft mich damit besprenget hat. Leib und Leben wieder schafst. 3. Satan, laß dir dieses sagen: 5. Nun, so soll ein solcher Segen Ich bin ein getaufter Christ; mir ein Trost des Lebens sein. und damit kann ich dich schlagen, Muß ich mich zu Grabe legen, ob du noch so grausam bist. schlaf ich auch auf solchen ein. Da ich bin zur Taufe kommen, Ob mir Herz und Augen brechen, ist dir alle Macht genommen, soll die Seele dennoch sprechen: und von deiner Tyrannei Ich bin ein getaufter Christ, machet Gottes Bund mich frei. der nun ewig selig ist. Erdmann Neumeister, g. 167 1, 1756. Eigene Melodie. —— ä 6 8 Mein Schöp⸗fer, steh mir bei, sei mei⸗nes Le⸗bens „dein Au⸗ge lei ⸗te mich, bis mir mein Au⸗ ge 137 2. Hirche und Gnadenmittel. H I +Z.—* I e ...I F—————* Licht; Hi leg ich Herz und Glie-der vor dir zum bricht! ier leg i 3 ie⸗ ir z Q N [ V I +* I + 1 2* 4„00— + + 1—4* 2 2——— +* C.ED L +—— 2 — Op⸗fer nie⸗der und wid⸗me mei- ne Kräf⸗te für CEV E. + I* I 7— ISS S— ů. 2— dich und dein Ge⸗tschäf te. Du willst, daß ich der .,.—..— DDiee 2 Dei ne sei, mein Schöp⸗ fer steh mir bei! 2. Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt und lauter Wunder tut! Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, daß ich von Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich,‚ mein Heiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt; regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt; lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen Herren nennen, sein Gnadenwort verstehen, auf seinen Wegen gehen! Du bist, der alles Gute schafft; mein Tröster, gib mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen! Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist! Joh. Jak. Rambach, g. 1693, 4 135. 184. Mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. *— — 1 ö Sei Gott ge⸗treu, halt sei⸗ nen Bund, o Mensch, in leg die⸗sen Stein zum er⸗sten Grund, bleib ihm al⸗ 2 SR—— —— 3 len r. 10 Der Denk an den Kauf in dei⸗ner Tauf, — Le rn. m, H— 4 5— * da er sich dir ver⸗schrie⸗ ben bei sei⸗ nem Eid, in D. +7* + 25. I. + 22—4 18 2 I 2. ISE E⸗wig ⸗keit als Va⸗ ter dich zu lie⸗ben. 1 2. Sei Golt der Trubsald M er dein v was wilst du Dass höchsto ann seine Hu nichtz Bessers in Himmel u 3. Sei Got laß dich nicht in deinem go von seiner L Sein' alte T auf sein Wo was er verst drauf sollst d 4 Sei Go darein er die wenn er dich wer ist, der! Wer seine kein Teufel! wo diese W. da ist dir w 5. Sei O standhaftig steh fest da laß dich da D. Abendmahl. 2. Sei Gott getreu, laß keinen Wind der Trübsal dich abkehren! Ist er dein Vater, du sein Kind, was willst du mehr begehren? Dies höchste Gut macht rechten Mut; kann seine Huld dir werden, nichts Bessers ist, mein lieber Christ, im Himmel noch auf Erden. 3. Sei Gott getreu von Jugend auf, laß dich nicht Lust noch Leiden in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden! Sein' alte Treu wird täglich neu, auf sein Wort kannst du bauen; was er verspricht, das bricht er nicht; drauf sollst du kühnlich trauen. 4. Sei Gott getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Wer seine Gnad zur Brustwehr hat, kein Teufel kann ihm schaden; wo diese Wehr steht um dich her, da ist dir wohl geraten. 5. Sei Gott getreu, sein liebes Wort standhaftig zu bekennen; steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen! 18⁴4—185 Was diese Welt in Armen hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt ewig fort ohn alles Wanken stehen. 6. Sei Gott getreu, der immer sich läßt treu und gnädig finden; streit unter ihm nur ritterlich, laß über dich den Sünden ja wider Pflicht den Zügel nicht! Wär je ein Fall geschehen, so sei bereit, durch Buß beizeit nur wieder aufzustehen. 7. Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden! Er wird und kann in aller Not dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich der Hölle Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 8. Wirst du Gott also bleiben tren, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Himmel dir aufsetzen; da wirst du dich dann ewiglich in seiner Treu ergötzen. Michael Franck, g. 1609, f 1667. D. Abendmahl. 185. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 2—— I 6 1—— SSDSIESDSIIED——— .——3 1 Die ihr Chri⸗ sti Jün⸗ger seid, teu ⸗re, mit⸗er⸗ Q al ⸗le sei⸗nem Dienst ge⸗ weiht, al. ⸗öle sei⸗ nes EV N—— ů 15 1—— 4 11.——.— 2..— L +—I II——. 1.— 2— 1 ————— V lö⸗ste Brü⸗ der, Lei⸗bes Glie ⸗der:] kommt, Ver ⸗Wsöhn⸗te, kommt, er ⸗ neut JLV + 2 2—*2———— NI 2 2 + E + 17— + 2 I — —eu ren Bund der Se ⸗lig ⸗ keit! 2. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 139 SFI IIIIITIIICIII‚‚ L 18⁵ 3. Die mit voller Zuversicht, Mittler, deines Heils sich freuen, die laß stets in diesem Licht wandeln und sich ganz dir weihen. Laß ihr Herz vom Stolze rein, voll von deiner Demut sein! 4. Tröste, die in Traurigkeit über ihre Seelen wachen. Stärke, Herr der Herrlichkeit, ihren Glauben, hilf den Schwachen! Die gebeugt von ferne stehn, können unerhört nicht flehn. 5. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 6. Hoherpriester, Jesu Christ, du bist einmal eingegangen in das Heiligtum; du bist als ein Fluch ans Kreuz gehangen. Also bist du durch den Tod eingegangen, Sohn, zu Gott. 7. Hoherpriester, ja du bist auch für diese eingegangen. Sprich sie los, Herr Jesu Christ, wenn sie nun dein Mahl empfangen. Laß sie, großer Mittler, nicht nunmehr kommen ins Gericht! 8. Augenblick voll heil'gen Grauns, voller Wonn und süßen Bebens, teures Pfand des künft'gen Schauns, Überzeugung jenes Lebens! Laß, wenn sie zum Herrn sich nahn, von ihm Gnad um Gnad empfahn! 9. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 10. Jesu Christi Kreuzestod werd in aller Welt verkündigt. Er hilst uns von aller Not, 2. Kirche und Gnadenmittel. er hat uns vor Gott emtsündigt. Jesus Christ, mit Preis gekrönt, hat uns Staub mit Gott versöhnt. 11. In den Chor der Himmel schwingt, Herr, sich unser stammelnd Lallen; wenn, von Seraphim umringt, unsre Väter niederfallen, opfert dir ihr Lobgesang für dein Sterben Preis und Dank. 12. Ausgeschüttet warest du, warst wie Wasser hingegossen; deine Pein verschafft uns Ruh, deines Todes Wunden flossen und bedeckten dich mit Blut, uns und aller Welt zu gut. 13. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. 14. Deiner Zunge Durst war heiß, heißer noch der Durst der Seele; müd in deines Todes Schweiß hing dein Leib, und deine Seele lechzte schmachtender zum Herrn, doch schien seine Hilfe fern. 15. Du geheimnisvolle Nacht, du entreißt uns dem Verderben; Tod, den keiner je gedacht, du errettest uns vom Sterben; Tod, mit Schrecken ganz umhüllt, Gottes Zorn hast du gestillt! 16. Jesus rief: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Drauf starb er den Kreuzestod; wer kann diese Liebe fassen? Fluch und Tod sind nun nicht mehr; gebt, ach gebt dem Sieger Ehr! 17. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt sein Leben! Seht, wie er die Menschen liebt, da er selbst sich für sie gibt. Friedr. Gottl. Klopstock, 9. 1724, 4 803. 14⁰ 2. Auf gri mich diesen den frischen den Dich fin Ich bin zwa doch laß mi aus deinem 3. Du gu du wollest daß ich in zu dir muß Des Glau auf daß ich an deiner 4. Alge Herr, au laß mich d bereuen ja Des neuen du meiner laß mich d 5. Jwarh als der ic mit Sunde ie schmen t. ut, hnt. chwingt, len; ank. Brot! Leben! heiß, „ Gott, ehr hrot! eben! 1803. D. Abendmahl. 186. Mel. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut. . 4—..———.— —.— — 1 Du Le⸗bens⸗ der nach dem brot, Herr Je Him⸗-mel hung⸗rig is su Christ, kann dich ein ist und sich mit ha⸗ ben,‚ ich recht wür dig 2. Auf grüner Aue wollest du mich diesen Tag, Herr, leiten, den frischen Wassern führen zu, den Tisch für mich bereiten. Ich bin zwar sündlich, matt und krank, doch laß mich deinen Gnadentrank aus deinem Becher schmecken! 3. Du gnadenreiches Himmelsbrot, du wollest mir verzeihen, daß ich in meiner Seelennot zu dir muß kläglich schreien. Des Glaubens Kleid bedecke mich, auf daß ich möge würdiglich an deiner Tafel sitzen. 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit, o Herr, aus meinem Herzen; laß mich die Sünd in dieser Zeit bereuen ja mit Schmerzen! Des neuen Bundes Osterlamm, du meiner Seele Bräutigam, laß mich dich recht genießen! 5. Zwarbin ich deiner Gunstnicht wert, als der ich jetzt erscheine mit Sünden allzuviel beschwert, die schmerzlich ich beweine. +. 2 ᷓ 5—75— —————— obitt ich dich de⸗mü⸗tig⸗ wer ⸗de. In solcher Trübsal tröstet mich, Herr Jesu, daß du gnädiglich der Sünder dich erbarmest. 6. Ich bin ein Mensch. krank von der Sünd; laß deine Hand mich heilen! Erleuchte mich, denn ich bin blind, du kannst mir Gnad erteilen. Ich bin verdammt, erbarme dich! Ich bin verloren, rette mich und hilf aus lauter Gnade! 7. Mein Bräutigam, komm her zu unir und wohn in meiner Seele, daß sie dich liebe für und für und sich mit dir vermähle! Ach laß doch deine Süßigkeit für meine Seele sein bereit und stille ihren Jammer! 8. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, komm, selbst dich mir zu schenken! O Blut, das du vergossen bist, komm eilig, mich zu tränken! Ich bleib in dir, du bleibst in mir, drum wirst du, meiner Seele Zier, mich einst auch auferwecken. Johann Rist, g. 1607, 4 1667. Eigene Melodie. 5 1((Gott sei ge ⸗lo⸗bet und ge⸗ be⸗ne ⸗ dei ⸗et, Umit sei- nem Flei⸗sche und mit sei⸗nem Blu⸗te; das gib 141 diccctrgscc i 2. Hirche und Gnadenmittel. .— ů— Sre, d.:,re. ———— ITT——.— sel ⸗-ber hat ge⸗spei⸗set 10 e uns, Herr Gott, zu gu ⸗te! Ry⸗ ri e* E◻,...—— S. E—.————— + 1— + II I IIIIIIII ——— son! Herr, durch dei-nen hei ⸗li/ gen Leich ⸗ nam, 2. dich g'zwun⸗gen hat 3. uns nim-mer laß EV— 22„———17— +.—. E.— +2—* + + D. CEIN E + 1—— 2 +— Z7— 2— L + 222— L I—— der von dei⸗ ner Mut ⸗ ter Ma⸗ ria kam, 5 +—— —TS. 1— + + + III I I I— LI————— +—2.— + + +—. EII EEEE eeeeeeee... V—. 2 2 72 und das hei ⸗ ge Blut hilf uns, Herr, añs 7 II +* 717 al⸗ler Not! Ky⸗ 2. Den heilgen Leib hat er für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größre Güte konnte er uns schen⸗ ken, dabei wir soll'n sein gedenken. Kyrieleison! Herr, dein' Lieb so groß dich g'zwun⸗ gen hat daß dein Blut an uns groß Wunder tat und bezahlt' unsre Schuld, daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison! ri le. 1 sonl 3. Gott geb uns allen seiner Gnade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison! Herr, dein heil'ger Geist uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison! Martin Luther, g. 1485, 4 1546. Strophe 1 vorreformatorisch. 183. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. . DDDDDDE— ————————————————..—— Herr, du wollst uns voll-be-rei=ten zu dei⸗nes —5 Laß uns, Le⸗ ben zu em-⸗pfa ⸗-hen, mit glau⸗bens⸗ ———*—..— 13 PIꝑIIII.....II........ V2——.——.— Mah ⸗les Se⸗ lig ⸗kei ⸗ten, sei mit ⸗ten un ⸗ter hen und sprich uns los von ———— 5—3 SSSS 0 2 uns, o Gott! Sünd und Tod! Wir sind, o Je⸗su, dein; dein schenk uns durch deine Hilf, daß n und werder zum ew'ge 10 — — nam, hat] laß —— Treue, mer laß, D. Abendmahl. 188— 19⁰ +——— 46 5 + EV 1——1—— 2—. —— 8 I— + n L—— 22.— L + I 1 +.‚..— + + 2—.*——— laß uns e⸗wig sein! A⸗men, A⸗ men! An ⸗be⸗tung dir, +. E.— N 6 SEEESEEEEEEEEE......—— D—— 2—— 7 2—1 „. 5 einst fei⸗ern wir das gro⸗ße A-bend-mahl bei dir. Nach Fr. Gottl. Klopstock, g. 1724, f 1805. — 189. Eigene Melodie. + + +— I— + +! ꝗ=.... x 2—4 + ++ +. 1—4— 2 TSI.⁵½.—.—. + E L —.—— S332——4 1 1 Herr Je⸗ su Christ, du höch⸗stes Gut, du Brunn⸗quell 55535 wir kom⸗men, dei ⸗nen Leib und Blut, wie du uns +4 1 I HI* 2 4* + + ES EEEEEEEEEEE. — al ů 0 5— al ⸗ler na⸗den,*—— 2—.0 hast ge⸗ la den, zu dei ⸗ner Lie⸗ 46 Herr⸗lich⸗ F——— CJ— SSSSS— 7 keit und uns⸗ rer See⸗len Se=lig ⸗keit zu E. — I— +——— es⸗ sen und zu trin=ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit 3. Bleib du in uns, daß wir in dir zu diesem hohen Werke; auch bis ans Ende bleiben; schenk uns dein schönes Ehrenkleid laß Sünd und Not uns für und für durch deines Geistes Stärke! nicht wieder von dir treiben, Hilf, daß wir würd'ge Gäste sein bis wir durch deines Nachtmahls Kraft und werden dir gepflanzet ein in deines Himmels Bürgerschaft zum ew'gen Himmelswesen. dort ewig selig werden. 1724. 190. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. .———.— een ur.e,nnen Aur * SS DIIIIII 1 Herr Je ⸗ su, dir sei Preis und Dank 53—— Im Brot und Wein dein Leib und Blut iDDDiDeeee ee ———.—— Ie—— *—.——.———————— 2—.0 für die ⸗se See⸗len ⸗speis und Trank, da ⸗ mit kommt uns wahr ⸗haf⸗-tig wohl zu gut und uns⸗ ———.— ——*——..— 2—..— du uns be⸗ ga⸗ bet. 4,— re Her⸗zen la=bet. x Daß wir in dir uns er⸗ 143 V V. 4* 2. Kirche und Gnadenmittel. ———.—.—— I + E + 2—. 1— +— ᷓBBP „ E 2 I I N ——— 4*.—— e, 9— 42— —.1.— LñIIII— sol ches wol lest 2. Du kehrest, o Immanuel, ja selber ein in unsre Seel, dir Wohnung da zu machen; drum uns ein solches Herz verleih, das von der Weltlieb ledig sei und allen eitlen Sachen. Bleibe, treibe unser Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, alles Ird'sche zu verachten. 3. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht dein wertes Nachtmahl zum Gericht! Ein jeder recht bedenke, daß er mit diesem Lebensbrot im Glauben stille seine Not; der Fels des Heils uns tränke,“) züchtig, tüchtig dich dort oben stets zu loben, dis wir werden zu dir kommen von der Erden. *) 1. Kor. 10, 4. uns ge ⸗ben! 4. O daß wir solche Seligkeit erwarten möchten allezeit in Hoffnung und Vertrauen, und folgends aus dem Jammertal gelangen in den Himmelssaal, da wir Gott werden schauen, tröstlich, köstlich, uns als Gäste auf das beste bei ihm laben und ganz volle G'nüge haben! 5. Das gib du uns von deinem Thron, o Jesu Christe, Gottes Sohn, gib's durch dein bitter Leiden! Dasselbe, weil wir leben hier, laß uns betrachten für und für, all Böses darum meiden! Amen, Amen, hilf uns kämpfen, alle Sünden, hilf uns fröhlich überwinden! hilf uns dämpfen D. 4, 5, 4 Bernh. Derschow, g. 1591, f 1650, V. 2 u. 5 Han. Gesangb. 165. 191. mel. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. —— ,, d..... *—5 1 360 kom ⸗ me, Herr, und Gott, mein Er-bar-mer, müh-se⸗ lig des Wun⸗ders 2.— dich, würd⸗ ge mich rr. 2 be laden. dei ⸗ner Gna⸗den! Ich lie ⸗g hier vor dei⸗ nem S———— Thron, Sohn Got-tes und des Men⸗ schen Sohn, mich 2 ner Q— E—— zu ge⸗ trö⸗sten; ich füh ⸗le mei ⸗ ner Sün-⸗den Müh, ich su ⸗ch 2.Dich bet du bist das He u hast die He und wir sind Ih denk an! und an dein! Du hast mein du hast für n Gott war in in dir mit sie 3. So frer Er tilget dei und läßt an dich Gnad u Du rufst, un prichtliebvei. die Schuld i du bist in mo und du wirf von ganzem tal Thron, mpfen 16590, „ 1657 D. Abendmahl. 191—192 — 5. L ͤ—3——— su⸗che Ruh und fin ⸗de 2. Dich bet' ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder; du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet, du hast für mich dich dargestells, Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. ** sie im Glau⸗ben der Er ⸗lö⸗sten. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit, bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben! Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glückist dein Gebot, ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen! Chr. F. Gellert, g. 1215, 4 1769. Eigene Melodie. —— Chri ⸗ stus „ un⸗ser Hei ⸗land, der von SSEE———.— —— ů. I—— 1.—— ——He3 12 ——— .,.—. uns den Got-⸗tes-zorn wañdt, durch das bit⸗tre Lei⸗den EEEEE. I 1——.—..—*— sein half er uns aus der Höl le Pein. 2. Daß wir nimmer des vergessen, gab er uns sein'n Leib zu essen, verborgen im Brot so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl acht auf sein' Sachen; wer unwürdig hinzugeht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollst Gott den Vater preisen, daß er dich so wohl wollt speisen und für deine Missetat in den Tod sein'n Sohn geben hat. 5. Du sollst glauben und nicht wanken, daß es Speise sei den Kranken, deren Herz von Sünden schwer und vor Angst ist betrübet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barmherzig⸗ keit sucht ein Herz in großer Arbeit;) *) d. i. Seelennot. 14⁵ 10 192—194 ist dir wohl, so bleib davon, daß du nicht kriegest bösen Lohn. 7. Er spricht selber: Kommt, ihr Armen, laßt mich über euch erbarmen! Kein Arzt ist dem Starken not, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hättst du dir was konnt erwerben, was braucht ich für dich zu sterben? Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir helfen willt. 2. Kirche und Gnadenmittel. 9. Glaubst du das von Herzensgrunde und bekennst es mit dem Munde, so bist du recht wohl geschickt, und die Speise dein Seel erquickt. 10. Die Frucht soll auch nicht aus⸗ bleiben: deinen Nächsten sollst du lieben, daß er dein genießen kann, wie dein Gott an dir hat getan. Martin Luther, g. Ja85, 4 1546. *— 66 193. Eigene Melodie. EV—.—. 2—..—N——— —S. I 1* + 2UE +——— CV X. I———2= E2 + EE— I— 1 1H4t—— 1 V 5 1. Im Frie-den dein, o Her-re mein, laß ziehn mich ————— ö 1— S I—. — mei⸗ne Stra⸗ßen! Wie mir HN ꝗ I dein Mund ge⸗ ge⸗ben kund, schenkst ——— Wt I ä — — 5 7—— ..—.— hast mein Ge⸗ Gnad du oh»ne Ma⸗ßen, 555 sicht das *— ——— ES Licht des Hei-lands schau ⸗en laf sen. 2. Mir armem Gast bereitet hast das reiche Mahl der Gnaden. 3. O Herr, verleih, daß Lieb und Treu in dir uns all verbinden, Das Lebensbrot daß Hand und Mund stillt Hungers Not, zu jeder Stund heilt meiner Seele Schaden. dein Freundlichkeit verkünden, Ob solchem Gut bis nach der Zeit jauchzt Sinn und Mut den Platz bereit mit all'n, die du geladen. an deinem Tisch wir finden. Nach Johannes Englisch, 4 1572. +194. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 7 DSDIEE 5.I....—— 5 Komm, mein Herz, in Je⸗su Lei⸗den strömt auch dir ein Stil-le hier dein sehn ⸗lich Dür⸗sten an dem Mahl des 1 123 — ꝗ+ *.—.— 1— 1 2 —— —— IIII =.— *. Quell der Aüren Daß Le ⸗bens ⸗für⸗sten! 3 146 ich ei⸗nen Hei⸗land ha⸗be, llei 2. Zwar h wenn ich nae er ist auf der täglich meine Daß ich einet bleibt mein o und ich mag als sein Leid 3. Aber ich auch sein Abe Hier schenkt e wmmer will daß ich einen der am Kreu wie sein Wo mein Erlösen 4. Ach, w Wie entwei Suͤnd und wenn mir d daß ich eine der mit sein sanft und u mir nichts 5. Oich! ich in Sünd as woltt wäre dies daß ich ene dessen Hlut Besser wär als dies teu D. Abendmahl. 19⁴ Ha r. 2— ** * +— 2 mich in sei⸗nem Hei⸗ le la⸗be und in sein Ver-dienst mich II N 2— D ——— klein de, das ist 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der Himmelsreise täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen, nimmer will ich's nun verschweigen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach, wie werd ich oft so müde! Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht verschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner! Was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ew'ge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet, daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ———— 22 2 2 7— —— L mei ⸗-nes Her- zens Freu⸗de. ja den Schritt in Todes Rachen gern getan, mich loszumachen. 7. Heil'ges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden! Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heil' ger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden! Daß ich einen Heiland habe, der die arme Seele labe, muß nicht dies mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen, er gebietet mir zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. 11. Will hinfort mich etwas quälen oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, 147 10² 19⁴4—195 daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, 2. Nirche und Gnadenmittel. bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. E. G. Woltersdorf, g. 1725, 1 1761. 195. Mel. Aus meines Berzens Grunde. D PI EdEE n 1 Kommt her, ihr seid ge ⸗ la den, der — er i= 5e Herr der Gna⸗ den, an 13.— D Rnh 2—— E ꝑ.I......I .—.— Hei⸗land ru⸗fet euch, Huld und Lie ⸗be reich; der Erd und Him- mel 2e SSII.....—.— 1 DEEESESEEEEEEEE lenkt, will Gast⸗mahl mit euch hal ⸗ten und wun'der⸗ —— 1——.——— + ———————.— 1 1 1 .DPDSSSSSE +7—„ 2 f bar ge ⸗ stal ⸗ ten, was er in Lie⸗be schenkt. 2. Kommt her, verzagte Sünder, und werft die Angste weg! Kommt her, versöhnte Kinder, hier ist der Liebesweg; empfangt die Himmelslust, die heil'ge Gottesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust. 3. Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu vermählen, der wunderbar beglückt; kommt, legt auf ewig ab der Sünde lange Säumnis, empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab! 4. O wunderbare Treue, so lockst du mich zu dir? O wunderbare Weihe, so nahst du selig mir? Ich soll der Sünden Tod in deinem Blute trinken, vergehen und versinken in deiner Liebe, Gott? 5. O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam! Verwunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram; was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen, mein Herz ist gar durchflossen vom süßen Liebesgeist. 6. O Wonne kranker Herzen, die von den Sternen stammt und mir mit heißen Kerzen die sel'ge Brust durchflammt, die unergründlich labt mit milden Himmelsbächen; wie kann die Zunge sprechen, wie groß mich Gott begabt! 7. Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sündennacht, verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die, unermeßlich süß, ein Born der Liebe quillet und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln ließ. 8. Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn! Verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunde die seb ge H 196 2.80 0 wird dein man kann wie bruͤn Dein Blu zen ern 3. CS ein neues daß unse daß unse daß wir! in deinen 4. Das das dich die Freur füht, wi wir wert wenn un wit füh in unser ö e, D. Abendr nahl. den Wunderborn im Blut, die auf verborgne Weise die sel'ge Himmelsspeise, dir gibt das höchste Gut! Ernst Moritz Arndt, g. 1769, f1860. 196. Eigene Melodie ö 5„————.—.———— —.SS................ (Mein Je⸗-su, der du vor dem Schei ⸗den in dei⸗ner in ei⸗nem 1. uns hast die Früch⸗te . HI letz ⸗ten Lran ne 3 Te⸗sta ⸗ ment ver⸗macht, ———ß—— mü⸗ter dich, Stif⸗ ter 2. So oft wir dieses Mahl genießen, wird dein Gedächtnis bei uns neu; man kann aus jeder Probe schließen, wie brünstig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmer⸗ zen erneuern sich in unserm Herzen. 3. Es wird dem zagenden Gewissen ein neues Siegel aufgedrückt, daß unser Schuldbrief sei zerrissen, daß unsere Handschrift sei zerstückt, daß wir Vergebung unsrer Sünden in deinen blut'gen Wunden finden. 4. Das Band wird fester zugezogen, das dich und uns zusammenfügt; die Freundschaft, die wir sonst gepflogen, fühlt, wie sie neue Stützen kriegt; wir werden mehr in solchen Stunden mit dir zu Einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben, dies Blut erquicket unsern Geist; es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dich geneußt; wir fühlen neue Kraft und Stärke in unserm Kampf und Glaubenswerke. 197. Eigene *—. ———. die⸗ser ho⸗hen Gü ⸗ter. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes Gliedern ein, mit denen wir in solchem Stande Ein Herz und Eine Seele sein; der Geist muß mehr zusammenfließen, da wir Ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unser Fleisch, jetzt schwachheitvoll, einst herrlich aus dem Staube grünen und unverweslich werden soll, ja daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edle Gaben hast du in dieses Mahl gelegt. Da wir dich selbst zur Speise haben, wie wohl ist unser Geist verpflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Vorschmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gefun⸗ gen! Ein solcher hoher Liebesschein verdient, daß aller Engel Zungen zu dessen Ruhm geschäftig sein. Wird unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommner loben. Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 155 Melodie. 1— 22 13—— 1. O Je ⸗ su, In mein Bräu ⸗ti⸗ gam/ der du aus 149 2. Kirche und Gnadenmittel. 4 ............. LIV. +— 8 E.—— LI 2 25 —.——.— 4. +4 25 Lieb am Kreu⸗zes stamm für mich den Tod ge⸗ .——*— ů——.— EEE + II* 1—— + + I + EI AE DH L 2 L TS.—— Dn J E 77 56. I.— I I E AI* DPI lit-ten hast, 2. Ich komm zu deinem Abendmahl, verderbt durch manchen Sündenfall; ich bin krank, unrein, arm und bloß, ach Herr, mein Gott, mich nicht verstoß! 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, du bist der Herr, dem nichts gebricht; du bist der Brunn der Heiligkeit, du bist das rechte Hochzeitskleid. 4. Drum, o Herr Jesu, bitt ich dich, in meiner Schwachheit heile mich; was unrein ist, das mache rein durch deinen hellen Gnadenschein! 5. Erleuchte mein verfinstert Herz, zünd an die schöne Glaubenskerz; mein Armut in Reichtum verkehr und meinem Fleische steu'r und wehr, 6. Daß ich das wahre Himmelsbrot, dich, Jesu, wahrer Mensch und Gott, mit solcher Ehrerbietung nehm, wie mir es heilsam, dir genehm. 7. Lösch alle Laster aus in mir, mein Herz mit Lieb und Glauben zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanz in mir zu deiner Ehr! ge ⸗- nom-men weg der Sün ⸗den Last, 8. Gib, was mir nütz an Seel und Leib, was schädlich ist, fern von mir treib, komm in mein Herz, laß mich mit dir vereinigt bleiben für und für! 9. Hilf, daß durch deines Mahles Kraft das Bös' in mir werd abgeschafft, erlassen alle Sündenschuld, erlangt des Vaters Lieb und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seind, den guten Vorsatz, den ich führ, durch deinen Geist mach fest in mir. 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht, nach deinem heil'gen Willen richt; ach laß mich meine Tag in Ruh und Friede christlich bringen zu, 12. Bis du mich, o du Lebensfürst, zu dir in Himmel nehmen wirst, daß ich bei dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Joh. Heermann, g. 1585, f 1647. 198. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. EPH———— 705 ERE E— 2 2 2— L— I—— + 1.4. O Je ⸗su, mei ⸗ ne Won⸗ne, du mei— See⸗ CU + +I 4 + +—— —— E ...........I..I.II...—— EH 5 int. 5 4. len Son⸗ne, du Freund⸗lich⸗ster auf Er-den, laß mich EIATSSSSIE III E—.. HI EE 1 5 dir dank⸗ bar wer⸗den! 2. Wie kann ich g'nugsam schätzen dies himmlische Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben? 15⁰ 3. Wie soll ich dir es danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lo für alle dei für deine E die du für! 5. Dir di den Ursprr dir dank id und heiß v 6. Dir d das standl dir dank i das mich 7. Jetzt dein' uben dies teure tilgt allen Last, eel und treib, mit dir 4s Kraft afft, l, D. Abendmahl. 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoß'ne Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein' übergroße Güte; dies teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 198—199 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräft'ge Himmelsspeise, wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch in mir finde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten! 11. Nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, g. 1607, 4 1667. 199. Eigene Melodie. ————...— 2.....— ‚I— 2 7— o lie⸗be See⸗le, laß die dunk⸗le — E Dich, komm ans hel-le L icht ge⸗ gan⸗gen, fan ⸗ge herr ⸗=lich 2— ——— .— — S —.— U + Sün⸗den⸗ höh⸗-le, an zu pran-gen, denn der Herr voll Heil und Gna⸗den —— D—IDi———— 1 2——.—„—.. 2——— I———— will dich jetzt zu Ga⸗ste la⸗den; der den Him⸗mel kann ver⸗ wal ⸗ ten, 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten. Säume nicht, ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen, sprich: O Herr, laß dich umfassen, von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Mag ein köstlich Gut auf Erden sonst um Geld verkaufet werden, du, o Herr, für deine Gaben willst nicht Erdenschätze haben, und in allen Bergesgründen will jetzt Her⸗berg in dir hal aten. könnt ich ja kein Kleinod finden, daß ich bei dem heil'gen Mahle, Herr, dein Manna dir bezahle. 4. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Beides, Wonne und auch Bangen, fühl ich jetzt mein Herz umfangen. 151 199—200 Das Geheimmis dieser Speise und die unerforschte Weise macht, daß ich voll Staunen merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht kann ergründen? 6. Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall ich zu deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, 2. Kirche und Gnadenmittel. daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mag dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, g. 1618, 4 1677 Vor der Abendmahlsfeier eines Kranken. 200. Mel..—— unser im Himmelreich. 1. Zu dei⸗nen Fü⸗ßen lie⸗ge ich, mein Je⸗-su, blik de doch auf mich! Du bist der .—.— mann, der— — 7 er ⸗ ret ⸗ten kaun; drum, bin ich ——— ———— . e— gleich von Hil⸗fe bloß, so 2. Die Seele mach am ersten heil, mein Jesu, meines Herzens Teil, besprenge sie mit deinem Blut und mach all meine Sünden gut, und dann gib nach vergebner Schuld bei meiner Schwachheit auch Geduld! 3. Berühre mich mit deiner Hand, die so viel Böses abgewandt. Dein Leib mich speise, da ich krank, Christ. Beinr. Feibich, g. 1677, 1+ 7as. — ist doch mein Ver⸗ trau⸗en groß dein Blut sei meiner Seele Trank! Ich will wie Lazarus allein in Krankheit auch der Deine sein. 4. Wenn's meiner Seele selig ist, so heile mich, Herr Jesu Christ; soll Sterben aber besser sein, wohl mir, auf Jesum schlaf ich ein. Mach's 8, Jesu, Jesu, durch dein Blut mit mir an Leib und Seele gut! E. Liturgische Gesänge. 201—202 E. Citurgische Gesänge. 201. Eigene Melodie. *——— *—..———+ PPPPPP 2...— Ebere sei dir. Chri⸗ste, der du lit⸗test Ner. 2.———— 65—— 2— —..—.—... 4 — ö 1——— an dem Stamm des Kreu-zes für uns bit⸗tern Tod, ——————— SSSSSE——— —— dem Va ter in der E⸗ wig ⸗ keit; herr lei son, Ky ri ⸗e e ⸗lei ⸗son! Trö⸗ster ist, Hal ⸗le ⸗lu ⸗ja, Hal; le lu ⸗iet 2. Und wär er nicht erstanden hehr, behüt uns vor der Sünden Not, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja! die Welt alsdann vergangen wär, 5. Gib, daß wir von dem Tod erstehn, Halleluja, Halleluja! Halleluja, Halleluja, 3. Doch seit daß er erstanden ist, mit dir ins neue Leben gehn, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja! so loben wir den Herren Christ, 6. Zu dieser österlichen Zeit, Halleluja, Halleluja! Halleluja, Halleluja, 4. O Jesu, lieber Herre Gott, sei Gott der Herr gebenedeit, Halleluia, Halleluia, Halleluja, Halleluja! Aus dem 14. Jahrhundert. Nach d. Lat. Surrexit Christus hodie. 153 203—205 2. Hirche und Gnadenmittel. 203. Eigene Melodie. E.*..—— —ES.. 6—— 20 . Christ fuhͤr gen Him ⸗ mel. Was sandt er uns her⸗ H....... E D..IIE 1 Hnirr, Srart.. LV. + L 1—— +...— 1 — L L L + nie. der? Den Tröl⸗ster, den hei ⸗li⸗gen Geist, zu rn— ————*——— +———.—— 2 I *—„*—— 56 Trost der ar-men Chri⸗sten ⸗heit. Hal ⸗ le⸗ lu ⸗ ja! E— r.—. P + I + 5a—.— 0.. 2 I—. 5 ———— 2. Hal⸗ le l, Hal ⸗le luia, Hal⸗ 41%— 4——.—.—— SSPPP e E C I E + I 4 0 I 2— — le 6 ja! Des soll'n wir al⸗le froh sein, Æe——— 4 —ỹ——— L. 2 EE 2—— I + I * 2*———— Christ will un-ser Trost sein. Hal le⸗lu-ja! Aus dem 15.(5) Jahrhundert. + 204. Eigene Melodie. EEE— 245 IIIS 14.——— I———..—— EEEEEEEEEEEE —* 2 7 9—6— 1. Gen Him⸗mel auf⸗ge⸗ fah⸗ren ist, Hal⸗le ⸗lu ja, — 1 + der Kö⸗nig der Eh⸗ren, Jes sus Christ. Hal lelu jal 2. Er sitzt zu Gottes rechter Hand, wie zu ihm g'sprochen hat der Herr. Halleluja, Halleluja! herrscht über Himm'l und alle Land. 5. Drum jauchzen wir mit großem Halleluja! Schall'n, Halleluja, 3. Nun ist erfüllt, was g'schrieben ist, dem Herren Christ zum Wohlgefall'n. Halleluja, Halleluja! in Psalmen von dem Herren Christ. 6. Der heiligen Dreieinigkeit, Halleluja! Halleluja, 4. Nun sitzt beim Herren Davids Herr, sei Lob und Preis in Ewigkeit! Halleluja, Halleluja! 1609. Nach dem Lateinischen Coelos ascendit hodie. 205. Eigene Melodie. CPV—.— + +—.—* + 23 2— N — 2 E. Liturgische Gesänge. 205—206 * D———— 72—* EITE.— +2—.. + LOa +— 1* 2 + AVIH—5—ꝛ.— L + 4*7— 1———— Gläu⸗bi⸗ gen und ent⸗zünd in ih⸗-nen das eu⸗ er iiiii— SiSISSESESESSiiE 35 dei⸗ ner gött ⸗li⸗chen Lie ⸗be, der du durch Man⸗nig —* 6——.„— 5 I. 2— I + + L+ I H1 I I +— —— +=2D22 + 2.—.—7——— 2 I— 8——— 2 v * fal tig ⸗keit der Zun-gen die Völ⸗ker der gan⸗zen Welt ver⸗ ——*————.———4 —————— 4 2—— e.— ö sam-melt hast in Ei⸗nig⸗ keit des Glau-bens. Hal⸗ SI— DS SES S.... — 2.— le u a, Hal le u ia Altkirchlich. 206. Die Litanei. . Pastor oder Chor. nuGemeinde oder Chor. 10 E é —— II— +—— ——— ISI*————— Ky ⸗ ri e, e ⸗le i ⸗ son, —.— 18 E — A * Chri ⸗ste, +=le ⸗i ⸗son, 5.— ID 5——— .SSS.I. 10 Ky ri⸗ e, 4 le i ⸗ son, E VE—— 4 E—— ——— Chri ⸗ste, er ⸗ hö ⸗re uns. 22. aerrnnn——— SISISISISISI‚II... ‚ee———————— 1. Herr Gott Va⸗ter im Him ⸗-mel, 2. Herr Gott Sohn der Welt Hei⸗land, 3. Herr Gott hei ⸗li⸗ ger Geist, n. —— N— 5—— H SꝗSDSDSDSSSee— 1. 2. 3. er⸗barm dich u ber uns! I.„ II. „——— 28 ———————— F3 6————.63— 1. Sei uns gnä⸗dig, ver⸗· schon uns, lie⸗ ber Her ⸗re Gott! 2. Sei uns gnä⸗dig, hilf uns, lie⸗ber Her⸗re Gott! 15⁵ 2. Kirche und Gnadenmittel. —.— Vor al-len Sün⸗den ie⸗ hüt uns, lie⸗ber Her? re Gott! — 1* 208—— 2 Vor al ⸗lem Irr ⸗sal, vor al ⸗lem U bel, E V. II —————— vor des Teu ⸗fels Trug und List, vor bö ⸗ sem schnel ⸗len Tod, vor Pesti⸗lenz und teu ⸗ rer Zeit, vor Krieg und Blut-ver-gießen, vor Auf ruhr und Zwie ⸗tracht, vor Ha ⸗gel und Un ⸗ ge⸗ wit=ter, vor Feu ⸗ers⸗und Was ⸗sers⸗not, II. vor dem e wi ⸗ gen Tod I DI— — be⸗ hüt uns, lie⸗ber Her re Gott! —. E S Durch dei ⸗ne hei⸗li⸗ge Ge burt, durch dei ⸗nen Todeskampf und blu- ti- gen Schweiß, durch dein Kreuz und Tod, 1 durch dein heiliges Auferstehn und Him-mel fahrt 12——.. V 1I 5 1 x,, — NV 1.— hilf uns, lie⸗ber Her Kre Gott! ————————— —. II———.2 ‚ꝑPꝑPꝑPꝑPIP‚PIPIPIIPIPI''IJ7ì'p?Kß—ß“P[„—— In unsse⸗rer letz⸗ten Not, u am jüng ⸗sten Ge ⸗richt E 4 ã·—ͥ; 6—— ——ẽ— 1.— hilf uns, lie⸗ber Her re Gott! E I————. T. h +— E EE IIE— 55. Wir armen Sün ⸗ der bit ⸗ten: .— [ I 7 Du wol-⸗lest uns er ⸗hö⸗ren, lie⸗ ber Herre Gott, 15⁰ E. Liturgische Gesänge. 20 ——..— und deine heilige christliche Kirche re⸗ gie ⸗ren und füh-⸗ ren, all ihre Diener, Wächter und Hirten im heilsamen Wort und heiligem Le⸗ben er⸗hal⸗ten al⸗len Rotten und Arger⸗ nis ⸗sen weh-⸗ren al⸗le Irrige und Verführte wie ⸗der ⸗brin⸗gen, den Satan unter unsre Fü ⸗-ße tre=ten, treue Arbeiter in deine Ern ⸗-te sen⸗-den, deinen Geist und Kraft zum Wor ⸗te ge⸗ben, allen Betrübten und Blöden helfen und sie trö⸗sten, II. . ———— 2— e ö5 Her⸗ Gott! r⸗ hör uns, lie⸗ber re I. *.—————— .. Al⸗len Königen und Fürsten Fried und Ein⸗tracht ge⸗ben, dem Kaiser Heil und Se⸗gen schen⸗ken, unsern Landesherrn gnädig⸗ lich be- schüt⸗zen, alle Obrigkeit in Stadt und Land mit deinem Geiste leiten und be ⸗ hü⸗ten, allen, so in Not und Gefahr sind, mit Hil⸗-fe er⸗schei⸗nen, aller Kinder und Kranken pfle⸗gen und war⸗ten, alle unschuldig Gefangenen los und le⸗ dig las ⸗sen, alle Witwen und Waisen verteidigen und ver ⸗ sor⸗gen, aller Menschen dich er ⸗ bar⸗men, II. H1— — II er ⸗hör uns, lie ⸗ber Her re Gott! 1. H EIEE=——.. unsern Feinden, Verfolgern und Lästerern vergeben und sie be⸗keh=ren, die Früchte auf dem Lande geben und be⸗ wah⸗ren und uns gnädig⸗ lich er⸗ hö⸗ ren I—— —— 2 O Je ⸗su Chri⸗ste, Got⸗-tes Sohn, E— HOꝰ pI‚————— I—.—.— — V r⸗ hör uns, lie ⸗ber Her ⸗-re Gott! 157 2. Kirche und Gnadenmittel. I. 4 CEV 1 EHU————— I*— + 1. O du Lamm Gottes, das der Welt Sün-de trägt, 2. O du Lamm Gottes, das der Welt Sün-de trägt, 1 3. O du Lamm Gottes, das der Welt Sün-de trägt, E—— II +. II E. 1. er⸗ barm dich u ⸗ber uns! 2. er⸗barm dich ü ⸗ber uns! 3. ver⸗leih uns ste⸗ten Frie ⸗ deu! 1.„.. D.V II..— 1 +S. HU. 1 ICEZI— ILIIU— L II 25 . Chri⸗ste er ⸗ hö ⸗re uns! TDV I+I◻1..—— HI...‚ H E EEEE EE EE E Ky ri e/ L. le: n son, IILV E—— Chri ⸗ste, e ⸗ le on, I. u. II H— 4 n, ¶n n. Ky ⸗ri ⸗F, e⸗ le i son. li. Altkirchlich. Deutsch durch Martin Luther, g. Jass, 4 1546. 207. Lobgesang des ZSacharias.(Das Benediktus.) I. Mel. Siebenter Psalmenton. Luk. 1, 68— 09. 12.— 3 ů——.— E 1. Gelobet sei der Herr, der Gott Isra ⸗ els, 2. und hat uns aufge⸗ rich ⸗tet ein Horn des Heils 3. wie er vor Zei-ten ge⸗re⸗det hat 4. daß er uns errettete von un ⸗sern Fein ⸗ den 5. und die Barmherzigkeit erzeigete un ⸗sern Va tern 6. und an den Eid, den er geschworen hat unserm Va ⸗ter Abra ⸗ ham, 7. daß wir, erlöset aus der Hand uns ⸗ rer Fein ⸗ de, 8. in Heiligkeit und Ge⸗rechtig-keit, 9. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Höch ⸗sten hei ⸗ en, 10. und Erkenntnis des Heils ge ⸗ best seinem Volk, 11. durch die herzliche Barmherzigkeit un ⸗ sers Got ⸗ tes, 12. auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schat-ten des Io ⸗ des, 13. Lob und Preis sei Gott, dem Vater und dem Soh ⸗ ne 14. wie es war im Anfang, jetzt und immer-dar, 158 — — S 8 I. 2 2 5 4. E. Liturgische Gesänge. 207—209 II. ———— .—— ——— H. denn er hat be⸗ sucht und er⸗löset sein Volk 2. in dem Hause seines Die⸗ners Da ⸗ vid; 3. durch den Mund seiner hei⸗ligen Pro⸗phe ten, 4. und von der Hand aller, die uns has sen, 5. und gedächte an sei ⸗nen heiligen Bund 6. uns zu ge ben, 7. ihm dieneten ohne Furcht un ⸗ser Leben ⸗ lang 8. die ihm ge⸗ füllig ist. 9. du wirst vor dem Herrn herge⸗ WWI hen, daß du seinen Weg be⸗rei test M 10. die da ist in Vergebung ih⸗ rer Sün ⸗ de, 11. durch welche uns besuchet hat der Aufgang aus der Hb he, 12. und richte unsre Füße auf den Weg des Frie dens. 13. und dem hei⸗-ligen Gei ste, 14. und von Ewigkeit zu E⸗wigkeit. A men. 203. Lobgesang Simeons.(Nunc dimittis.) I. Mel. Achter Psalmenton. Luk. 2, 29—52. E— 4 —.—.————— 1. Herr, nun lässest du deinen Diener in Frie⸗den fah⸗ren, 2 denn meine Augen haben deinen Hei⸗land ge⸗se ⸗ hen, 3. ein Licht, zu er⸗ leuch⸗ten die Hei⸗ den 4. Eh6 ⸗ re ssei dem Vater und dem Soh⸗-ne 5. wie es war im Anfang, jetzt und im⸗merdar II. —.—— 1. wie dn ge sagt hast; 2. den du bereitet hast vor al ⸗len Völ ⸗kern, 3. und zum Preis deines Vol ⸗kes Is ⸗rael. 4. und dem hei ⸗ligen Gei=ste, 5. und von Ewigkeit zu E⸗wigkeit. A⸗men. 209. LCobgesang der Maria.(Das Magnifikat.) I. Mel. Neunter Psalmenton. Luk. 1, 46—55. 2———————— — 1. Mei ⸗ ne Seele er⸗ he⸗bet den Her ren, I 2. denn er hat seine elende Magd an⸗- ge⸗ se hen. ö 3. denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, 4. und seine Barmherzigkeit währet im mer für und für 159 2. Kirche und Gnadenmittel. de E 5. Er übet Ge⸗ walt mit seinem Arm 6. Er stö ⸗ ßet die Ge⸗ wal⸗ti ⸗ gen vom Stuhl 7. Die Hungrigen füllet er mit Gü ⸗tern 8. Er denket der Barm- herzig=keit 9. wie er geredet hat un⸗ sern Vä tern, 10. Lob und Preis sei Gott dem Vater und dem Soh ⸗ ne 10 11. wie es war im Anfang, jetzt umdd immer ⸗ dar Lee⸗ ———— H1. und mein Geist freuet sich Gottes, mei⸗ Ic Heilan⸗ des= 2. Sie ⸗he, von nun an werden mich selig preisen al-le Kindes ⸗kind, 3. und des Na⸗me heilig ist, 4. bei de⸗-nen, die ihn fürch ⸗ten. 5. und zer ⸗streut, die hoffärtig sind in ih„ res Herzens Sinn. 6. und er⸗ he⸗bet die Niedri-gen. 7. und läs⸗set die Reichen leer. 8. und hilft seinem Die ⸗ ner Israel auf, 9. A ⸗bra⸗ham und seinem Sa ⸗men ewig-lich. 10. und dem hei ⸗„ligen Gei ⸗ste, 11. und von E⸗-wigkeit zu E⸗wigkeit. A ⸗ men. 21⁰0. Eigene Melodie. I. Pastor oder Chor.— 85 II. Gemeinde oder Chor. ,s an dennen Kin, nin, Leis, Kr.,. E SDSRR——3 20 1. Herr Gott, dich o⸗ ben wir, Herr Gott, wir dan⸗ken dir. SIE VV4.½4 E——— I 2 L—* L— II H——.— ö.— Dich, Va⸗ter in E-wig⸗ keit, ehrt die Welt weit und breit. DEV +— 4—— I— S....... 11 2 H All En-gel und Him⸗mels⸗heer und was die=net dei ner Ehr, +— 1 ö E+ 5 ————. 2 E D— 5—*.—.——. auch Che ru bim und Se ra ⸗ phim II. 5. —.....———— 2——— 1 her Stimm: — E. Liturgische Gesänge. * —— ist un ⸗ser Gott, der Her ⸗ re Ze ⸗ba⸗oth! 2275 2——— —5 —— gött ⸗ lich Macht und Herr ⸗ lich ⸗ keit hei li ⸗ gen zwölf Bo ⸗ ten Zahl ten ren Märt!; rer all zu: mal gan ⸗ ze wer te 1„sten-heit Dich, Gott Va⸗ ter im höch- sten Thron, 11 den hei⸗li ⸗gen Geist und Trö ⸗ ster wert Diii‚i‚ieee 90 geht aber Him⸗mel und Er: de und die lie ⸗ben Pro ⸗-phe ⸗ten lo ben dich, Herr, mit gro-ßem Schall; rühmt dich auf Er den al lzeit. dei ⸗ nen rech ⸗ten und ein' ⸗gen Sohn, 1 mit rech-tem Dienst sie lobt und ehrt. E,—— 2— —————.——— 11. 33Dun d? nis der CEh ⸗ ren, 32330 su Christ, 2 r.— d B..—.*.. 1. Gott Va ters e wi ⸗ger Sohn du bist; ——————.—.—— 0 der Jung- frau Leib nicht hast ver-schmäht, Du hast dem Tod zer ⸗stört sein Macht Du sitzt zur Rech⸗ten Got ⸗tes gleich 11. Ein W ter du zu ⸗ künf ⸗ tig bist — 2 ů——— E * zu er 3 5 P sen das mensch-lich Ge— schlecht. und all Chri-sten zum Him-mel bracht. mit al ler Ehr ins Va ⸗ters Reich. all des, was tet und le⸗ bend ist. 4½— —— .————* 5—.————.— 116 4. Nun hilf uns, Herr, den Die-nern dein, Q IIE——— S—...... die mit dein'm teur'n Blut er ⸗ lö-⸗set sein, 161 2. Kirche und Gnadenmittel. ö— 1. N u, S 5 9 2 3—— 11 laß, unss im Him mel ba ben teil 3 .. mit den Hei k gen im e ⸗ wi ⸗gen Heil! Hilf dei ⸗ nem Volk, Herr Je ⸗ su Christ, 4 N— 2— 3 und seg- ne, das dein Erb-teil ist, ——, ů—.—————— ö——— x 11 wart und pfleg ihr zu al ler Zeit 5—— 595—— 2.— * ˖.—.——...—..— 8 und heb sie hoch in E wig=keit! 1 ö‚ 2——— V +——— -iEE 8 5. Täg ⸗ lich, Herr Gott, wir lo ⸗ ben dich ö ————.——.————— 15 — 1 und ehr'n dein'n Na ⸗-men ste ⸗tig ⸗=lich. e——————— ——..— 4——— 2 EE Be ⸗ hüt uns heut, 0 treu ⸗ er Gott, V Sei uns gnä⸗ dig, 0 Her re Gott, * 1 Zeig uns dei ⸗ ne Barm ⸗ her⸗ zig ⸗ keit, 6 * 2 +V vor al ⸗ ler Sünd und Mis⸗ se ⸗tat! sei uns gnä⸗ dig in al ⸗ler Not! wie un ⸗sre Hoff-nung zu dir steht. r,-. E— 4————..—————.— Auf dich hof E. Liturgische Gesänge. 210—211 a... I ————— in Schan⸗- den laß uns nim ⸗mer⸗-mehr! I. u. II. ——— Heill* WWW. A W. men. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. Nach dem Latein. Te deum laudamus. ris, 21¹. Eigene Melodie. Strophe und 2; 7 und 8; 15 und 14. — —— Eh —— I.= E „ 25 Tag des Zorns, o Tag voll Grau⸗en, da die Welt den —— 2. Zit tern in der Er ⸗de Grün⸗den wird des Rich-ters —— PP—— 25.................... n— Herrn soll schau⸗ en nach dem Wort, dem wir ver⸗trau en! Nah'n ver-kün- den, der die Her ⸗zen will er-grün-den. — Strophe 5 und 4; 9 und 10; 15 und 16. E‚—— it)—.———— ᷓͤ — 2————— 3. Wun⸗-der ⸗-bar Po-⸗-sau- nen-hal-⸗len wird durch je-des —— 4. Erd und Tod wird seh'n mit Be-ben das Geschöpf der ——— 3——— ich—————— ——.———.———————— en Grab er⸗-⸗schal-len, auf, zum Thro-ne! ru-fend al-len. ——931 Gruft ent-schwe-ben, Ant⸗wort sei-nem Herrn zu ge-ben. ich. .. 2 ott, ott, it————..— M/———, r. Welt ent⸗hal ⸗- ten, ü⸗ber die Ge⸗-richt zu hal-ten. ů—.0 Got⸗tes Soh— ne al ⸗les zu ver⸗dien⸗tem Loh- ne. tatl 7. Was soll dann ich Armer sagen? 9. Jesu, deiner Lieb gedenke, Notl Wer mich zu vertreten wagen, daß du für mich kamst, bedenke, teht. wo selbst die Gerechten zagen? darum einst mir Gnade schenke! 8. Furchtbar hoch erhabner König, 10. Bist voll Schmerz mich suchen gan— — Quell der Liebe, Heiland gnädig, gen, hast für mich am Kreuz gehangen, mach du mich der Sünden ledig! nicht umsonst sei Tod und Bangen. 16⁵ 3 35 211—212 2. Kirche und Gnadenmittel. 11. Richter der gerechten Rache, laß du, Heiland, Gnad mich sehen, deiner Huld mich teilhaft mache, nicht ins ew'ge Feuer gehen! eh der Tag des Zorns erwache. 15.Von den Böcken wollst mich scheiden, 12. Gleich Verworfnen fühl ich Ban⸗ zu den Schafen mich geleiten, gen, stell'n zu deiner rechten Seiten! Schuld macht glühen meine Wangen; 16. Ruf, wenn in die ew'gen Flammen mein Gebet laß Gnad erlangen! sinken, die du willst verdammen, 13. Du, der lossprach einst Marien mit den Deinen mich zusammen! und dem Schächer hast verziehen, 17. Sieh, nach dir streck ich die Hände, hast auch Hoffnung mir verliehen. zum Zerknirschten, Herr, dich wende, 14. Gar unwürdig ist mein Flehen, o gib mir ein sel'ges Ende! .. SDSDSDDPDPDSPT 666..... 18. Tag voll Trä⸗ nen, wo mit Grau en Gott die Kre a an sol schau ⸗en, auf ⸗-er⸗ ste⸗ hend aus dem Gra-be! 2. O————.—.—..,.,..I e— 5 Nmm die Schuld, Herr al-len be! From⸗ mer Je⸗— Hei — SS— 4 O. land du, schen-ke all'n die ew' ge Ruh! A men! Aus dem Lateinischen: Dies irae, dies illa. Übersetzung von Bunsen 212. Eigene Melodie. 2. Kor. 15, 15 EEE I ů——.— ————.—.........—— — Die Gna de un⸗ sers Herrn Je 3su ö Chri⸗ L 2— 5 sti und 36 Lie be. Got=tes und die Ge⸗ DE— ů +*— EASE——„———— 2 mein⸗schaft des heil gen Gei ⸗stes sei mit uns . r. — Rriee;t—————— 8——— al ⸗len, mit uns al⸗ len! A⸗men. 2 2. Lie zu solche bis an d und wol des Eler wuͤrd ic 3. 30 verstoß wie ich' Ach gel Gott, i dein S 4.S daß St auf Sü hen, cheiden, ammen n/ V Hände, dende, Bunsen. „J5, Iö. —.— — —— —— — —— i 3. Lieder vom christlichen Leben. A. Busze und Beichte. Eigene Melodie. Gott und Herr, wie groß und—— sind ——9—— r, mein be-gang-nen Sün-den! Da ist 7 nie⸗ mand, 60 d,,„,E der hel⸗fen kann, auf die-ser Welt zu fin⸗ den. 2. Lief ich gleich weit so fahre fort, zu solcher Zeit nur schone dort, bis an der Erden Enden laß mich nicht ewig büßen! und wollt los sein 5. Gib auch Geduld, des Elends mein, vergiß der Schuld, würd ich es doch nicht wenden. schaff ein gehorsam Herze, 3. Zu dir flieh ich, daß ich mein Heil, verstoß mich nicht, mein bestes Teil, wie ich's wohl hab verdienet. durch Murren nicht verscherze. Ach geh doch nicht, 6. Verfahr mit mir, Gott, ins Gericht; wie's dünket dir, dein Sohn hat uns versühnet. ich will es gerne leiden; 4. Soll's ja so sein, nur wollst du mich daß Straf und Pein nicht ewiglich von deiner Liebe scheiden! Rutilius, g. 1550, 4 1618. auf Sünde folgen müssen, 214. Eigene Melodie. Al lein zu dir, Herr Je⸗ su Christ, (Ich weiß, daß du mein Trö-ster bist, ———————.—.—.—. .——. 2— —.——— mein Hoff⸗ nung steht auf Er den. — kein Trost mag mir sonst wer den. — NDTT TSTITITITTIII.D .. 92 Von An ⸗be⸗ginn ist nichts er-kor'n, auf Er-⸗ den r d—5 6—— SS— IꝗꝗSYSSDD +—————— 2 ist kein Mensch ge-bor'n, der mir aus Nö⸗ ten 16⁵ 2¹⁴—21⁵5 5. Lieder vom christlichen Leben. E 2 4 f—.—— E........ hel⸗-fen kann: Ich ruf dich an, du bist al⸗ are N2 0 2, Eem 9. rech ⸗ te Mann. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß und meinen Nächsten gleich als mich. und reuet mich von Herzen; Am letzten End dein' Hilf mir send, derselben mach mich frei und los damit behend durch deinen Tod und Schmerzen des Teufels List sich von mir wend'. und zeig mich deinem Vater an, 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, daß du genug für mich getan, dem Vater aller Güte, so werd ich los der Sünden Last; und Christo, seinem lieben Sohn, Herr, halt mir fest, der uns allzeit behüte, wes du dich mir versprochen hast! und Gott dem werten heil'gen Geist, 3. Gib mir nach dein'r Barmherzigkeit der uns sein' Hilfe allzeit leist', den wahren Christenglauben, damit wir ihm gefällig sein auf daß ich deine Süßigkeit hier in der Zeit mög inniglich anschauen, und vollends in der Ewigkeit. vor allen Dingen lieben dich Johann Schneesing, 1567. 215. V., 5 und 4. Mel. O VBater, allmächtiger Gott. ———*.—— ———— —.— 5———— 5 1 1. All⸗-mächt'⸗-ger Va⸗ ter, Gott der Huld! Zu ———— S. EH,—— ꝑ— dei⸗ ner 265. mut 83—5 Ge⸗ 33—5 fleh'n wir, ver⸗ 2———. .—.— gib uns uns ⸗re Schuld. Er⸗-barm dich ü⸗ber B. . —++* —— D—...—*——. 1 +— F——— A 2— Z. uns! 2. Uns, die wir gläu-⸗big be ⸗ ten, — II— I* + HI— DE „—* E + I —.. 2 2 wirst du bei Gott ver— en Je⸗ — ——————— .SSSS I—— 5 sus Chri⸗ stus!“ Er ⸗barm Ddich ber uns! 3. Uns, die wir standhaft ringen, Für uns bist du Iorhenz hilf du den Lauf vollbringen! erbarm dich über uns! 166 +. Laß, von Sün auf m. auf ih und se die mi das is des w A. Buße und Beichte. 21⁵5—21⁷ 4. Laß, heil'ger Geist, uns streben, Du kannst die Kraft uns geben; von Sünden rein zu leben! erbarm dich über uns! Nach Joh. Spangenberg, g. 4asa, 1550. 216. Eigene Melodie; oder: 224 wie du willst, so schick's. Psalm 150. —— 1.— ISSEEEEEEEEE —— Aus tie ⸗-fer Not schrei 0 zu dir Herr Gotk er⸗ Dein gnä⸗dig Oh-ren kehr zu mir, und mei⸗ner DĩD‚‚IIIRTIIIDIRI‚r‚‚.——.— EHN——.— 2— —————————— 2 hör mein Ru ⸗ fen! 0 5 2 Bitt sie of. ⸗ fen! Denn so du willst das —— 7—.* —.——— ——— ö—— nen d.—— se⸗ hen an, was Sünd 25 Un⸗ 5 f. ge⸗ — T— S——— tan, wer kann, Herr, vor dir blei ⸗ ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und 4. Und ob es währt bis in die Nacht Gunst, die Sünde zu vergeben; und wieder an den Morgen, es ist doch unser Tun umsonst doch soll mein Herz an Gottes Macht auch in dem besten Leben. verzweifeln nicht noch sorgen. Vor dir niemand sich rühmen kann; So tu Israel rechter Art, des muß dich fürchten jedermann das aus dem Geist erzeuget ward, und deiner Gnade leben. und seines Gott's erharre. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, auf mein Verdienst nicht bauen; bei Gott ist viel mehr Gnade; auf ihn mein Herz soll lassen sich sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, und seiner Güte trauen, wie groß auch sei der Schade. die mir zusagt sein wertes Wort; Er ist allein der gute Hirt, das ist mein Trost und treuer Hort, der Jsrael erlösen wird des will ich allzeit harren. aus seinen Sünden allen. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 217. Mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. E——— r——— D — e IDSDSDSSi‚ii eEie E — 2 Durch A-dams Fall ist ganz ver⸗ derbt mensch⸗lich Na⸗ ( das⸗selb Gift ist auf uns ge⸗erbt, daß wir nicht as ⸗ —— SSSSSSISSSISII. tur und We⸗sen,——50 55 benn⸗en une sen ohn Got ⸗tes Trost, der uns er=löst 167 217—218 5. Lieder vomtchristlichen Leben. R——.— ů—1.. e. —— —1 hat von dem gro⸗ den Scha⸗ 3—0 dar ⸗ ein die Schlang E⸗ — —. .... 2 I ö .—.— 28565.0 4— va br zwang, 2. Weil denn die Schlang Eva hat bracht, daß sie ist abgefallen von Gottes Wort, das sie veracht, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod, so war ja not, daß uns auch Gott sollt geben sein'n lieben Sohn, der Gnaden Thron, in dem wir möchten leben. 3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld in Adam all verhöhnet, also hat uns ein fremde Huld in Christo all versöhnet; und wie wir all durch Adams Fall sind ew'gen Tods gestorben, also hat Gott durch Christi Tod verneut, was war verdorben. 4. So er uns denn sein'n Sohn ge⸗ ö schenkt, da wir sein Feind noch waren, der für uns ist ans Kreuz gehenkt, getöt't, gen Himm'l gefahren, dadurch wir sein von Tod und Pein erlöst, so wir vertrauen auf diesen Hort, des Vaters Wort: wem wollt vorm Sterben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Rat und ewig's Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben; darum uns bald kein Macht noch G'walt aus seiner Hand wird rauben. Gott's Zorn auf sich zu la-den. 6.Der Menschist gottlos und verflucht, sein Heil ist auch noch ferne, der Trost bei einem Menschen sucht und nicht bei Gott dem Herren; denn wer sich will ein andres Ziel ohn diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Teufels G'walt mit seiner List erschrecken. 7. Wer hofft auf Gott, und dem ver⸗ traut, wird nimmermehr zu Schanden; denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich geht zuhanden viel Unfalls hie, hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Trost; er hilft sein'n Gläub'gen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund, du wollst nicht von mir nehmen dein heil'ges Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht beschämen mein Sünd und Schuld; denn in dein Huld setz ich all mein Vertrauen; wer sich nun fest darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein'n Füßen ist dein heil'ges Wort ein Leuchte nah und ferne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; so dieser Morgensterne in uns aufgeht, so bald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist denen verheißt, die Hoffnung darauf haben. Lazarus Spengler, g. 1479, 4 1554. Mel. e der uns selig macht. 213. —— 1. Gott, mein Va ⸗ter, ich, dein Kind, fal le vor dir 0— 80 2. 3w lindlich! doch du du verni kennst m 65 vor d Du erhe noch ur 3. wennd Dein hast di Der dr in den Sein( teu'r e 4.2 mein vor der nicht v erflucht, ucht Zil Gwalt em ver⸗ anden t, A. Buße und Beichte. 218—219 10——..... de Sie⸗ be. Herz em⸗ und er⸗ ———— barm dich wie- der. Groß ist mei⸗ ne Sün⸗ den⸗ schuld, —.—.— SIS..—— SSSS....... die pn in ⸗-nigst reu et; grö⸗ßer dei ⸗ ne — Va ⸗ter⸗ huld, 2. Zwar ich bin's nicht wert, zu d dir kindlich aufzusehen; doch du bleibst ein Vater mir, du vernimmst mein Flehen, kennst mein Herz, ermunterst mich es vor dir zu stillen. Du erhörst mich väterlich noch um Christi willen. 3. Du bist meine Zuversicht, wenn die Schuld auch quälet. Dein Geschöpf verwirfst du nicht, hast dir's ja erwählet. Der du deinen Sohn für mich in den Tod gegeben! Sein Erlöster bin auch ich, teu'r erkauft zum Leben. 4. Dieses soll in jedem Schmerz mein Vertraun erwecken; vor der Sünde soll mein Herz, nicht vor dir erschrecken. — 4.—.— 35.43 f.......‚ 5. nne ———— die mich noch er freu ⸗ et. Trauen will ich Vater, dir, stets die Sünde hassen, nie vergessen, daß du mir so viel Schuld erlassen. 5. Preis sei dem Allgütigen, der mein Seufzen kennet! Der dem Gnadesuchenden freien Zutritt gönnet! Sing es, Seele, vor dem Herrn, fleuß von Freuden über; Gott, dein Gott, verstößt nicht gern, er begnadigt lieber. 6. Ewig bist du so gesinnt, Schöpfer meiner Seele! Ach wenn ich, dein strauchelnd Kind, noch aus Schwachheit fehle, so gedenkst du, der du weißt, daß mein Herz dich ehret, ich sei Staub, und du verzeihst dem, der wiederkehret. Christoph Friedr. Neander, g. 1724, + 1802. 219. Eigene Melodie. 1 Herr, ich ha-⸗be ich bin nicht den drüͤckt der Sün⸗den Last, mir ge⸗ zei⸗ get hast, ken mich vor dei⸗ miß ⸗ge ⸗ han-⸗ delt, ja mich Weg ge⸗-wan-delt, den du nem Zorn ver stek ⸗ ken. 169 219—220 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthalben sein; wollt ich über See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich Flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum ich muß es nur bekennen, Herr, ich habe mißgetan, darf mich nicht dein Kind mehr nennen; ach nimm mich zu Gnaden an, laß die Menge meiner Sünden deinen Zorn nicht gar entzünden! 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen an dem großen, weiten Meer, dennoch wird es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. 5. Lieder vom christlichen Leben. 5. Wein, ach wein jetzt um die Wette, meiner beiden Augen Bach! O daß ich g'nug Zähren hätte zu betrauern meine Schmach! O daß aus dem Tränenbronnen käm ein starker Strom geronnen! 6. Aber, Christe, deine Wunden und dein teuerwertes Blut machen meine Seel gesunden, löschen meiner Sünden Glut; drum will ich, mein Angst zu stillen, mich in deine Wunden hüllen. 7. Dir will ich die Last aufbinden, wirf sie in die tiefste See, wasche mich von meinen Sünden, mache mich so weiß wie Schnee, laß den guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben! Johann Frank, g. 1618, f 1622. 220. Eigene Melodie. . — —.— ——3 —55 — 1 25 1 Herr Je su Christ, du höch-stes Gut, du Brunn⸗-quell sieh doch, wie ich in mei⸗ nem Mut mit Schmer⸗-zen ——— — 2— 122—2— I. II— I — al ⸗ler Gna⸗ den, bin be⸗ la⸗ den und in mir hab Der Pfei⸗ le . 3— ——.—.8——.— 2—— 22 2 0——— —— im Ge⸗ wis⸗ sen oh- ne Ziel mich — 4. P EI!—.—..— G v 2 men Sün„der Wiu⸗ 8h. — Eubanm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen; auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen; ja ich weiß weder aus noch ein 170 und müßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Jedoch dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht und schier beginnt zu springen; dieweil es alle Gnad verheißt für die, die mit zerknirschtem Geist zu dir, o Jesu, kommen. 5. So komm ich auch zu dir allhie in meiner Angst geschritten und tu dich mit gebeugtem Knie von ganzen Verzeihe n was ich m auf Erden 6. O He um deines und tu in der Übert daß sich v 2.Jch es ist n doch ist noch ar 3. J zu unte ich kom ach abe 4. Es dort kor 0 ie Wett stillen, inden, den, oe, en, 11677. —.— mm⸗quell mer⸗ zen mich A. Buße und Beichte. von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen! 6. O Herr, vergib, vergib mir's doch um deines Namens willen und tu in mir das schwere Joch der Übertretung stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb 221. Mel. O Jesu Christ, 1— 1— de 1. Hier bin ich, 1————.—— E mich, ich— Liet Herr, du 220—22² und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deinem Freudengeist, heil mich mit deinen Wunden, tröst mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden und nimm mich einst, wenn dir's gefällt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten! Barthol. Ringwaldt, g. 1552, + 1599. mein's Lebens Licht. ru ⸗fest mir, du zie-hest . i darmnnn Bam. nn, mein Schöpfer, nimm, ach nimm es hin! Si 2. Ich hab oft deinen Wink verschmäht, es ist mir leid, ich komme spät; doch ist mir lieb, daß deine Güt noch auf mich armen Sünder sieht. 3. Ich wag es aber länger nicht, zu unterlassen meine Pflicht, ich komme, Herr, voll Reu und Buß; ach aber, ach wie wankt mein Fuß! 4. Es geht mir, wie es Petrus ging: dort kommt ein Sturm, ich sink, ich sink. 222. An⸗ge⸗sicht: ins Ge=richt! ot⸗tes Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 77 55 1 Ich ar⸗mer Mensch, ich ar⸗ mer Sün⸗der ach Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge⸗ lin⸗ der und geh nicht Ach reiche mir die starke Hand, so wird das Sinken abgewandt. 5. Du riefest mich, nun ruf ich dir. Mein Heiland, komm zu Hilfe mir! Mein matter Fuß kann nirgend fort, ach trage mich an Stell und Ort! 6. Flößt du mir Mattem Kräfte ein, so werd ich künftig stärker sein; so folg ich dir, mein Herr und Gott, durch Flut und Glut, durch Not und Tod. Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1755. teh hier vor Er⸗bar⸗me dich, er ⸗bar⸗me dich, Gott, mein Er ⸗bar⸗mer, ü⸗ber mich! 17¹ 222— 223 2. Wie ist mir doch so herzlich bange, wie kränkt mich meine große Sünd; hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien und neig zu mir dein Vaterherz; wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meines Herzens Schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, 3. Lieder vom christlichen Leben. nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 25 Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder als dein Kind! Erbarme dich, erbarme dich, 32 mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, erhört von deiner Gnad und Treu, weil sich der Trost im Herzen mehret; drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Cietze, g. 1641, 4 1705. 223. mel. HBerr, wie du willst, so schick's mit mir. E iISIEE ESEEEEE— 19⁰ will von mei ⸗-ner Mis⸗se- tat zum Her⸗ ren 1. An 2——— selbst mir Hilf 25 Rat— zu, o . ete. *.— 38 0 4096 Len und dei⸗-nes gu⸗ten Gei⸗stes Kraft, E — E P—.. 4.— — 2—— der neu ⸗ Her⸗ zen in uns schafft, aus Gna⸗ de mir V 2 4.———— —.— *—.— Le ⸗ wäh Pren! 2. Ein Mensch kann von Natur doch nicht sein Elend selbst empfinden; er ist ohn deines Geistes Licht blind, taub, ja tot in Sünden, verkehrt ist Will, Verstand und Tun. Des großen Jammers wollst du nun, o Vater, mich entbinden! 3. Herr, klopf in Gnaden bei mir an und führ mir wohl zu Sinnen, was Böses ich vor dir getan; du kannst mein Herz gewinnen, daß ich aus Kummer und Beschwer lass' über meine Wangen her viel heiße Tränen rinnen. 172 4. Wie hast du doch auf mich gewandt den Reichtum deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand, du hast mich überladen mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot, du machst, daß mir noch keine Not bis hieher konnte schaden. 5. Hast auch in Christo mich erwählt tief aus der Hölle Fluten, daß niemals mir es hat gefehlt an irgend einem Guten; und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruten. 6. Bish ganz unbe gesagt, es Gott pfle er fähret so strenge der Hirte 7. Die mein He ich sehe d dein Fer du reges des Tod die woll l lichl etlohne Sünd; indl ichl erhöret, Treu, nehret; chrei: lichl 1⁰³. rell A. Buße und Beichte. 6. Bisher hab 0 in Sicherheit ganz unbesorgt geschlafen, gesagt, es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen, er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Geduld der Hirte mit den Schafen. 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht, mein Herz will mir zerspringen; ich sehe deines Donners Macht, dein Feuer auf mich dringen; du regest wider mich zugleich des Todes und der Hölle Reich, die wollen mich verschlingen. Luise Benriette Kurfürstin von Brandenburg(D), 2²23—224 8. Herr Jesu, nimm mich zu dir ein, ich flieh zu deinen Wunden; laß mich da eingeschlossen sein und bleiben alle Sinaden⸗ dir ist ja, o du Gotteslamm, all meine Schuld am Kreuzesstamm zu tragen aufgebunden. 9. Dies stelle deinem Vater für, daß er sein Herze lenke und gnädig sich kehr her zu mir, nicht meiner Sünde auf daß er meine Sündenlast, die du auf dich genommen hast, ins tiefe Meer versenke. g. 1627, + 166. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1. su, der du mei⸗ — aus des——— fels bittern 1209 Sün ⸗den⸗-not sol Ieches las⸗ sen wis⸗— 10 —8 tig⸗lich her ⸗ aus⸗ e 2———— Be SS ne See⸗ 5 fin a Höh⸗I ·le 0— hast durch dei⸗nen und der schwe⸗ ren .— ris⸗sen und mich — neh⸗ mes Wort, —.— 1.— doch jetzt, o Gott, mein Hort! sei 2. Herr, ich muß es ja bekennen, daß nichts Gutes wohnt in mir; das zwar, was wir Wollen nennen, halt ich meiner Seele für; aber Fleisch und Blut zu zwingen und das Gute zu vollbringen, folget gar nicht, wie es soll; was ich nicht will, tu ich wohl. 3. Aber, Herr, ich kann nicht wissen, wie viel meiner Fehler sein, mein Gemüt ist ganz zerrissen durch der Sünden Schmerz und Pein, und mein Herz ist matt von Sorgen. Ach vergib mir, was verborgen, 173 rechne nicht die Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat! 4. Jesus, du hast weggenommen meine Schulden durch dein Blut; laß es, o Erlöser, kommen meiner Seligkeit zu gut, und dieweil du so zerschlagen, hast die Sünd am Kreuz getragen ei so sprich mich endlich frei, daß ich ganz dein eigen sei. 5. Wenn ich vor's Gericht soll treten, da man nicht entfliehen kann, ach so wollest du mich retten und dich meiner nehmen an! 22⁴4—225 5. Lieder vom Du allein, Herr, kannst es wehren, daß ich nicht den Fluch darf hören: Ihr zu meiner linken Hand seid von mir noch nie erkannt. 6. Du ergründest meine Schmerzen, du, Herr, kennest meine Pein. Es ist nichts in meinem Herzen als dein herber Tod allein. Dies mein Herz, mit Leid vermenget, durch dein teures Blut besprenget, so am Kreuz geflossen ist, geb ich dir, Herr Jesu Christ. 7. Nun ich weiß, du wirst mir stillen mein Gewissen, das mich plagt; * christlichen Leben. es wird deine Treu erfüllen, und 24 was du selber hast gesagt: Bann daß auf dieser weiten Erden. Laß mi keiner je verloren werden, sei du mein sondern ewig leben soll, im Leben u wenn er nur ist glaubensvoll. laß mich vo 8. Herr, ich glaube, hilf mir Schwa— ausgehn u chen, laß mich ja verderben nicht! um dich, n Du, du kannst mich stärker machen, 2² wenn mich Sünd und Tod anficht. Deiner Güte will ich trauen, bis ich fröhlich werde schauen—*— dich, Herr Jesu, nach dem Streit ů in der süßen Ewigkeit.— Johann Rist, g. 1607, + 1667.*— bro 225. mel. Kommt 33— zu mir, spricht Gottes Sohn. Ev. Luk. 15,—.7—.— ......... 5 e. Nh 0 1. Ihr ar⸗men Sün⸗ der kommt zu⸗hauf, kommt ei ⸗lig, ——— 2. Weil ..................... uwihn li* dei . kommt und e—— d lig und be⸗ dczihn 535——.—— EO W— 2.—.— in E——..— ich armer hier öff⸗net sich das Je⸗susherz für und bitt! ——— ᷓD—. 15 D ö— e Dein die in Reu und Schmerz er ken⸗nen der mir z rem Scha⸗ 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an; drum komm, dein Jesus will und kann dich retten und umarmen. Komm weinend,‚ komm in wahrer Buß und fall im Glauben ihm zu Fuß: er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, dem's in der Irr' an Hilf gebricht, er sucht es mit Verlangen; er lässet neunundneunzig stehn und sie gar in der Wüste gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste Jesus Christ das Schäflein, das verloren ist, den. bis daß er's hat gefunden. So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in Jesu Wundenhöhl; noch sind die Gnadenstunden. 5. O Jesu, deine Lieb ist groß! Ich komm mühselig, nackt und bloß, ach laß mich Gnade finden! Ich bin ein Schaf, das sich verirrt; ach nimm mich auf, weil ich verwirrt im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren zu deiner Herde, nimm mich an 174 chwa⸗ ichtl M, t. A. Buße und Beichte. 225—227 und mach mich frei vom Fluch und 8. Ich will von nun an sagen ab Bann! Dies ist mein Herbegeh ren. der Sündenlust bis in mein Grab 7. Laß mich dein Schäflein ewig sein, und in dem neuen Leben sei du mein treuer Hirt allein in Heiligkeit, Gerechtigkeit im Leben und im Sterben; dir dienen noch die kurze Zeit, laß mich vom eiteln Weltgesind die mir zum Heil gegeben. ausgehn und mich als Gottes Kind um dich, mein Heil, bewerben! Laurentius Laurenti, g.u,F1 ——————————..— * 1.— broꝛchen dein Ge-⸗bot und und sel r ge sün⸗ digt wi⸗der 2—PPII I————————— —.— L, d...— dich; das ist mir leid und reu ⸗ et mich. 2. Weil aber du, o gnäd'ger Gott, Laß deine Gnad und Gütigkeit nicht hast Gefall'n an meinem Tod, mehr gelten denn Gerechtigkeit! und ist dein herzliches Begehrn, 5. Verschon, o Herr, laß deine Huld daß ich mich soll zu dir bekehrn: zudecken alle meine Schuld, g3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, so werd ich arm verlornes Kind ich armer Sünder zu dir komm ledig und los all meiner Sünd. und bitt dich durch den bittern Tod 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort und heilige fünf Wunden rot mich bessern, leben fromm hinfort, 4. Dein's lieben Sohnes Jesu Christ, damit ich mög nach dieser Zeit der mir zu gut Mensch worden ist: gelangen zu der Seligkeit. Unbekannter 1643 227. Mel. Ein Lämmlein Leh. und— die Schuld. Ev. Luk. 18j,1 —— 18 SD...—— — 1——— 4 1 O Kö⸗ nig, des⸗sen Ma⸗je⸗ stät weit ü⸗ber dem Erd und Mer zu Dien ⸗ste steht, vor dem die al ⸗les stei⸗get, Welt sich nei-get, der Him-mel ist dein — I..... 59 xů 55— D—— bist voll Macht und H 5 lich⸗ke keit, sehr groß und 244— 3 E wun⸗der⸗ tä⸗ K0 ich ar⸗ Rer Menh ver⸗ mag nichts 17⁵ mehr, als —228 5. Lieder vom christlichen Leben. [7 +—— I II—.———— EEE E — 12.——————.. daß ich ruf zu dei-ner Ehr: Gott, sei mir Sün⸗der gnä⸗dig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, beschämet und von ferne, ich suche deine Hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne; doch weil ich voller Fehler bin und Sünde meinen ganzen Sinn zum Guten macht untätig, so schlag ich nieder mein Gesicht vor dir, du reines Himmelslicht. Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein Gewissen; drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bangen Geist, der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder, der für die Welt genug getan, durch den wir Gottes Kinder im gläubigen Vertrauen sind, der ist's, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht. Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere du mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben! Du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe tätig! Und will es nicht fort, wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; mir geh es gleich bös oder gut, gib nur, daß es nicht schade! Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todesbahn, mein Jesu, selbst beirätig! Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! Valent. Ernst Löscher, g. 175, f 1140. 228. Mel. 9685 tiefer Not— 3 zu—— ,— E 1 O Va ⸗ter der Barm⸗her⸗ zig⸗ teit ich fal⸗ le +— ver-stoß den nicht, der zu dir schreit und tut noch — — .— ND=——.——.— —— DSDPDSDPDD 2———— dir zu Zu e, ‚ end uch Bu 5 Was ich be ⸗ gan ⸗gen 2 EE lich I I lu⸗ les a e, gnän⸗ dig⸗ lich durch dei ne gro 5 2.Durchd nimm von u durch deine worin es m gib Willen, daß ich mit anfange un 3. O Jes am Kreuze getragen al wollst mein O wahrer( erbarm dich sieh an mein 4. Laß de dein Todesr mir kommer daß ich nich 220 n ahf Laß dichf 3. Jc0 b in nur de die du gihe 2² — nimm von mir, was mich quälet; —90 durch deine Weisheit schaffe Rat, dig! worin es mir sonst fehlet; gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende! 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen —1 2. Durch deiner Allmacht Wundertat Sinn getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen! bin, O wahrer Gott, o Davids Sohn, erbarm dich mein und mein verschon, sieh an mein kläglich Rufen! 4. Laß deiner Wunden teures Blut, dein Todespein und Sterben mir kommen kräftiglich zu gut, daß ich nicht müss' verderben. 229. Eigene Melodie. A. Buße und Beichte. 228—230 Bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet! 5. O heil'ger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust anficht, laß mich von dir nicht wanken! Verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach Wollust, Geld und Ehr in meinem Herzen herrsche! 6. Und wenn mein Stündlein kom⸗ men ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trotz und List durch Christi Sieg mög dämpfen, auf daß mir Krankheit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Tür zum Leben. David Denicke, g. 1605, f 1680. nruht r, — — Sieh, h hier bin ich, Eh⸗ ren⸗-kö⸗ nig, le⸗ge mich vvr in an, schwa⸗che ——4 E—— kann, 42555.—— bring ich dir, du 2——— schen-sohn. Laß dich sin⸗ den, 7io,.———.—.7 . e—— laß dich fin ⸗den don 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn! Dich alleine ich nur meine, l dein erkaufter Erb ich bin. noch Laß dich finden, laß dich finden, gib dich mir und nimm mich hin! 3. Ich begehre, Herr, gewähre mir nur deine freie Gnad, die du gibest, weil du liebest 230. Mel. Vater 99905 im Himmelreich. mir, 25 10 Asch und Ton. den, der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, der dich hat. 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud sind nur Schmerzen meinem Herzen, 5—88„ sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit! Joachim Neander, g. 1650, f 1680. 2 4.— U=.0 L I + 4 ——2 1. So wahr ich be, spricht dein Golt, mir 17²⁷ 12 ist nicht 230—231 5. Lieder vomtchristlichen Leben. rrrr. lieb des Sün⸗ ders Tod; viel⸗mehr ist dies mein Wunsch und Wil, daß er von Sün ⸗den hal⸗ 10 still, von sei-ner SSSSISSISSIIII 65,. Bos-heit keh⸗ sich und 2. Dies Wort bedenk,„ Wenshenend, verzweifle nicht in deiner Sünd! Hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit; ich will erst fröhlich sein auf Erd, und wenn ich lebensmüde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist's, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. le⸗be mit mir e-wig⸗lich. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod; zusagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt. Daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh morgen kommt, kann's ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück', auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit! Joh. Beermann, g. 1585, f1647. Mel. O Gott, du frommer Gott. — — +— ö—— —...— PDR 2*.—.——5—.. warn——. 1 Spar dei ne Bu ⸗ße nicht von ei ⸗ nem du weißt nicht, wann du mußt aus die ser —..——..— ——.—.— Jahr zum an, dern; Welt ors Wan Deri. Du mußt nach dei ⸗- nem ——.———.——— . 0 5 Tod vor Got ⸗ tes An ⸗ge⸗ sicht; ach den ⸗ke E flei ßig dran! Spar dei 178 ne Bu⸗ße nicht! ——4——— 2. Spar dei his daß du al du weißt nich wie lang du Wie bald ver der Mensche wie bald ist Spar deine 3. Spar d bis auf das erreiße doch die starke Si denk an die wie da das! mach dich vo Spar deine! 4. Spar d weil du bist da dulerstL wilhr in der 2. Zei stärk mit Ach, Her il 96 heil die! deiner 0 wend ab 3. Ach von den mein He die 0 Wie 0 A. Buße und Beichte. 2. Spar deine Buße nicht, bis daß du alt wirst werden; du weißt nicht Zeit und Stund, wie lang du lebst auf Erden. Wie bald verlöschet doch der Menschen Lebenslicht, wie bald ist es geschehn! Spar deine Buße nicht! 3. Spar deine Buße nicht bis auf das Todesbette, zerreiße doch beizeit die starke Sündenkette, denk an die Todesangst, wie da das Herze bricht, mach dich von Sünden los! Spar deine Buße nicht! 4. Spar deine Buße nicht, weil du bist jung von Jahren, da du erst Lust und Freud willst in der Welt erfahren. 231—232 Die Jungen sterben auch und müssen vors Gericht; drum ändre dich beizeit! Spar deine Buße nicht! 5. Spar deine Buße nicht; dieweil du noch kannst beten, so laß nicht ab, vor Gott in wahrer Buß zu treten! Bereue deine Sünd; wenn dieses nicht geschicht, weh deiner armen Seel! Spar deine Buße nicht! 6. Spar deine Buße nicht, ach ändre heut dein Leben und sprich: Ich hab mein Herz nun meinem Gott ergeben, ich setz auf Jesum Christ all meine Zuversicht; so wirst du selig sein. Spar deine Buße nicht! Johann Friedrich Stark, g. 1680, 17⁵6. 232. Eigene Melodie. Psalm 6. Straf mich nicht in EEE. dei⸗ n Zorn, gro⸗ ßer Gott, ver⸗ 1. AUAch laß mich nicht sein lor'n, nach Ver:dienst nicht ——.—— 8 scho ne! Hat die Sünd dich ent⸗zünd't, laß um Chri sti wil len dei nen Zorn sich sut⸗ Kert 2. Zeig mir deine Vaterhuld, stärk mit Trost mich Schwachen! Ach, Herr, hab mit mir Geduld, wollst gesund mich machen, heil die Seel mit dem Ol dune großen Gnaden, wend ab allen Schaden! 3. Ach ich bin so müd und matt von den schweren Plagen; mein Herz ist der Seufzer satt, die nach Hilfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwermutshöhle 4. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten; nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel, weich, Hölle, fleuch! Was mich vor gekränket, hat mir Gott geschenket. 5. Vater, dir sei ewig Preis hier und auch dort oben, wie auch Christo gleicherweis, 179 12* , 232—233 der allzeit zu loben, heil'ger Geist, sei gepreist, 3. Lieder vom echristlichen Leben. hoch gerühmt, geehret, daß du mich erhöret. Joh. Ge. Albinus, g. 1624, 4 1679. 1 233. Mel. Sion klagt mit Angst und Schmerzen. 4 I ——. 1 Treu⸗er Gott, ich ob dir wohl sind ——— muß dir kla ⸗-gen 58 nes mei ⸗ne Pla ⸗gen ser ,, i.,— ö Her-zens Jam-mer⸗ sfand, als mir selbst be⸗kannt: gro⸗ße Schwach-heit ich bei mir 1 58 1 3— ð— 2 II‚III= 7——— *—— 2——— 1 N— + 2— in An⸗fech-tung oft— mals spuͤr, wenn der Sa-tan al-len ——— .—..8 15 +—*—* 2 Glau⸗ ben 2. Du Gott, dem nichts ist verborgen, weißt, daß ich nichts von mir hab, nichts von allen meinen Sorgen; alles ist, Herr, deine Gab. Was ich Gutes find an mir, das hab ich allein von dir; auch den Glauben mir und allen gibst du, wie dir's mag gefallen. 3. O mein Gott, vor den ich trete jetzt in meiner großen Not, höre, wie ich sehnlich bete, laß mich werden nicht zu Spott, mach zunicht des Teufels Werk, meinen schwachen Glauben stärk, daß ich nimmermehr verzage, Christum stets im Herzen trage. 4. Jesu, Brunnquell aller Gnaden, der du niemand von dir stößt, der mit Schwachheit ist beladen, sondern deine Jünger tröst, sollt ihr Glaube auch so klein wie ein kleines Senfkorn sein, wolltst du sie doch würdig schätzen, große Berge zu versetzen. 5. Laß mich Gnade vor dir finden, der ich bin voll Traurigkeit; hilf du mir selbst überwinden, will aus mei⸗ nem Her- zen rau⸗ ben. so oft ich muß in den Streit; meinen Glauben täglich mehr', deines Geistes Schwert verehr, damit ich den Feind kann schlagen, alle Pfeile von mir jagen. 6. Heil'ger Geist ins Himmels Throne, gleicher Gott von Ewigkeit mit dem Vater und dem Sohne, der Betrübten Trost und Freud der du in mir angezünd't, so viel ich an Glauben find, über mir mit Gnade walte, ferner deine Gab erhalte! 7. Deine Hilfe zu mir sende, o du edler Herzensgast, und das gute Werk vollende, das du angefangen hast. Blas das kleine Fünklein auf, bis daß nach vollbrachtem Lauf ich den Auserwählten gleiche und des Glaubens Ziel erreiche. 8. Gott, groß über alle Götter, heilige Dreieinigkeit, außer dir ist kein Erretter, tritt mir selbst zur rechten Seit, wenn der Feind die Pfeil abdrückt, meine Schwachheit mir aufrückt, 5 18⁰ mir will alle und mich in 9. Zeuch d die er mir ge laß ihm fehl drauf er sim Gib Kraft,d ritterlich mö. und so oft ic hilf mir meir 10. Reiche das auf matt deine Gnade bis die Angst Wie die Jug daß der Fein er hůtt ein se das auf dich ö V. 9—— der ö. —8 A. Buße und Beichte. 233—234 mir will allen Trost verschlingen F6r9, und mich in Verzweiflung bringen. 9. Zeuch du mich aus seinen Stricken, die er mir geleget hat, —— laß ihm fehlen seine Tücken, —.— drauf er sinnet früh und spat. Gib Kraft, daß ich allen Strauß 11. Du bist meine Hilf, mein Leben, mein Fels, meine Zuversicht, dem ich Leib und Seel ergeben; Gott, mein Gott, verzeuch doch nicht! Eile, mir zu stehen bei, brich des Feindes Pfeil entzwei, laß ihn selbst zurückeprallen 8.—.——— 23—— 11 ritterlich mög stehen aus, und mit Schimpf zur Hölle fallen! Läu und so oft ich noch muß kämpfen, 12. Ich will alle meine Tage — hilf mir meine Feinde dämpfen! rühmen deine starke Hand, e‚gm 10. Reiche deinem schwachen Kinde, daß du meine Plag und Klage mir das auf matten Füßen steht, hast so herzlich abgewandt. deine Gnadenhand geschwinde, Nicht nur in der Sterblichkeit —.— bis die Angst vorübergeht. soll dein Ruhm sein ausgebreit't, — Wie die Jugend gängle mich, ich will's auch hernach erweisen len daß der Feind nicht rühme sich, und dort ewiglich dich preisen. — er hätt ein solch Herz gefället oh. Heermann —.— 45% K„g. 1585, 47. — das auf dich sein Hoffnung stellet. Zob. K * el. reu di ehr, o meine Seele. — 234 mel di ine Seel 55 —.—.——— 2. en, 1 Vau⸗ter, laß mich Gna⸗-de fin ⸗den, trö-ste mein ge⸗ Udenn die Men ge mei-ner Sün ⸗den macht mir Ban gig hrone,—————— ö. 95967ꝙ8 2— 36————4—.— äng=stet Herz;—. ang= stei Hez Sie ⸗he, mein Gott, wie ich hier keit und Schmerz. — — e — E 5— d n en de⸗muts⸗voll, ge⸗beugt vor dir, reu ⸗ig, trau⸗ rig, IEee ZIe 2 E*..—— .— 2 2 WD scham⸗rot ste⸗he und dich um Ver ⸗ge⸗-bung fle ⸗ he. 2. Du bist heilig; ich hingegen bin voll Ungerechtigkeit. Was kann dich zur Huld bewegen? Ach auf deine Gütigkeit setz ich meine Zuversicht; denn, Herr, sollte dein Gericht „ über mich nach Recht ergehen, wie würd ich vor dir bestehen? 3. Doch nach deinem Wort und Lehre willst du keines Sünders Tod, t, sondern daß er sich bekehre und frei werde seiner Not. 18¹ Dieser Trost erquickt auch mich. Gläubig, Vater, fleh ich dich: Laß für meine schweren Sünden auch mich Armen Gnade finden! 4. Dein Sohn selbst kam auf die Erde und vergoß sein teures Blut, daß ein jeder selig werde, der hier glaubt und Buße tut. Ach, sein Kreuz und Dornenkron bring auch ich vor deinen Tbron; durch sein heilig Blutvergießen laß auf mich Erbarmung fließen! 3. Lieder vom christlichen Leben. 23⁴—235 5. Längst zwar sollt ich sein gekommen; doch, Herr, deiner Gütigkeit ist dadurch noch nichts entnommmen, noch, noch ist die Gnadenzeit. keine Buße ist zu spät, wenn sie nur von Herzen geht; o so wird ja auf mein Flehen Gnade noch für Recht ergehen! 6. Gott, du Gott der Lieb und Treue, laß durch Jesu Tod und Pein meine späte Buß und Reue dir noch wohlgefällig sein! Denke doch nicht weiter dran, wieviel Böses ich getan, mein undankbar Sündenleben wollst du huldreich mir vergeben! 7. Vater, heilige mich Sünder, sieh nicht an, was ich getan; nimm mich unter deine Kinder wiederum aus Gnaden an, und dann rühm und preis' ich dich, Vater, jetzt und ewiglich! Höre mich in Jesu Namen, sprich zu meinen Bitten Amen! Nach Christ. Gensch von Breitenau, g. 1658, 4 1752, veränd. durch Elieser Gottl. Küster, g. 1752, 1799. — Mel. Berzlich lieb hab ich dich, o Herr. 94 8 A Se d.r. —— 2— 1 +—2*—1 —— I 2 I 2— 1— L 1(Vor dir, Herr Je⸗su, steh ich hier, mein Herz sehnt —.— Ach groß ist mei⸗ne Mis⸗se tat; doch, Mitt⸗ler, E IEE.....— EV I e —. 5 sich nach Trost bei dir; was darf ich Ar⸗ dei ⸗ ne Huld und Gnad läßt Sün-der nicht EH 2 4 e———— + +*— .— ö 1 100— mer sa gen 5 . EHE——————— .SII.................. R E—.—— dienst al⸗lein macht mich von al-len Sün⸗Den rein, .——.— PEM——1 EE+——— IJS. +2 2* 114 f.— I LEU. L—...—— + △———— 2 2——— 22 wenn ich in wah⸗-rer Reu und Buß an dich glaub ;.. + ER.——— 4.——— und dir fall Kzu Fuß. Herr Je⸗ su Christ, ich ————— N— 35————.2— 5 1 4 glaub an dich, ich trau e dir, ich will mich EFEHE 4—— I ——.. I— 14— I II 15 ilf irl bes⸗ sern, hilf du Unbekannt(1611) 18² 2. Doch, men, ged Dein Wor dein Eidse Du wilsst Uh geh n 3. Wir und unse nur tröst daß du! Ja, du! drum si 4. De schreitf Schau! Und der da dur dein He E A. Buße und Beichte. 236—237 1 Eund lie gen hier zu Uund füh⸗len lei- der 236. ben Gott läßt walten. dei⸗ nen im Ge⸗wis⸗sen, wie sehr dein —.— ö w Fü⸗ßen, ach Herr von gron ßer Gut un Te Das Maß der Sün⸗den ist er⸗ Zorn ent⸗ bren-net sei. — 2—2— ———.— füllt, 2. Doch, Vater, denk an deinen Na⸗ men, gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort heißt immer Ja und Amen, dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht. Ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen vor dir in dem Staube, und unser Herz ist ganz zerknirscht; nur tröstet uns allein der Glaube, daß du dich noch erbarmen wirst. Ja, du hast noch ein Vaterherz, drum siehe doch auf unsern Schmerz! 4. Das teure Blut von deinem Sohne schreit fuͤr uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade hast erzeigt, dein Herz dem Sünder zugeneigt. . * fin ⸗den? —.——..—— sie me, mein Angst r. bin mit vie=len gro Wenn al le Welt her— kä- ach weh uns, wenn du stra⸗fen willt. 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner Hut verlassen stehn! Ach sammle uns in deinen Schoß und mach uns aller Plagen los! 6. Gib Fried im Land und im Ge⸗ wissen, gesunde Luft, wohlfeile Zeit, laß Lieb und Treu sich stetig küssen und fördre die Gerechtigkeit, krön unser Feld mit deinem Gut, nimm Kirch und Haus in deine Hut! 7. So wollen wir dir Opfer bringen, und deine sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, und dein erlöstes Israel stimm in die Lieder Zions ein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! Benjamin Schmolck, g. 1672, 41757. Mel. Auf meinen lieben Sott. et., n A soll ich flie⸗hen hin, ßen Sün-den? Wo kann ich 2.— 0 nicht weg⸗ näh-me. 183 237—238 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte; laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen! 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde und ihrer nicht gedenke, ins Meer sie tief versenke! 5. Du bist der, der mich tröst't, weil du mich selbst erlöst; was ich gesündigt habe, hast du verscharrt im Grabe; da hast du es verschlossen, da wird's auch bleiben müssen. 6. Ist meine Sünde groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse. Wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. 5. Lieder vom christlichen Leben. 7. Mir mangelt zwar sehr viel; doch was ich haben will, ist alles mir zu gute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen wär, darf ich doch nicht verzagen; mit dir kann ich sie schlagen. Dein Blut darf ich nur zeigen, so muß ihr Trutz bald schweigen. 9. Dein Blut, der edle Saft, hat solche Stärk und Kraft, daß auch ein Tröpflein kleine die ganze Welt kann reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und ledig machen. 10. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben, denn du hast mir's erworben, da du für mich gestorben. 11. Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Joh. Zeermann, g. 1585, f 1647. 2338. mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Berr. Ev. Matth. 11, 28—50. ————..—. 1———— .5.————— .. 1 3Zu dir, Herr Je⸗su, 776 Mich drük-ket mei⸗ner Sün-⸗den Last, sie kom-me ich, nach-dem du läßt mir — mich so mil-⸗- dig-lich zu dir hast hei⸗ kei ⸗ ne Ruh noch Rast; würd sie mir nicht — . b— ßen kom„ men.—. be⸗nom men, so müßt dar ⸗- un ⸗ter 184 65 drückt m du, Herx, Gedenke, darum für damit nich der Bater vielmehr, mir Arme Mach mie Herr Nst und für n wenn Sat 3. Zud ich weiß v ohn dich, Alandre u bist al des Toder die Freit Sinn A. Buße und Beichte. 238—239 ich 5 ere ich koönn⸗ te nicht ve vor Gott 3anrn. .— —— L vor dem die Him⸗ mel selbst nicht rein, ich müßt ein —— + —.————.— —. und Licht, mein Trost 4 ——— mich und Aaß mich nicht!“ 2. Das Sündenjoch ist mir zu schwer, das feste Schloß, der Schild und Hort, es druͤckt mein Herze allzusehr; der Mittler und der Gnadenthron, du, Herr, wollst es zerbrechen! des Vaters Herz und liebster Sohn. Gedenke, daß du diese Last Herr Jesu Christ, darum für mich getragen hast, das glaube ich, das glaube ich, damit nicht möchte rächen ach stärk in solchem Glauben mich! wameh daß si ich h 0 wu dis 4. Hinfort 290 ich nun Izeit nr unre umii de un ner Mack durch d W 5 il dein Joch, die waust Bürde; mich durch deine Wunden heil, darunter find ich Fried und Ruh, Herr Jesu Christ, ich wachs und nehm im Guten zu. und für mich bitt, und für mich bitt, Und ob ich drunter wüͤrde wenn Satan wider mich auftritt! aus Schwachheit, die dir ist bekannt, 3. Zu dir steht meine Zuversicht, ermüden, wird doch deine Hand ich weiß von keinem Helfer nicht mir immer wieder helfen auf, —— dhie Anee niet. um zu vollenden meinen Lauf. All andre Helfer sind zu schlecht, Herr Jesu Christ, 92 d. e 5.0 gerecht, durch dich allein, durch dich allein des Todes Uberwinder, kann ich hier und dort selig sein. die Freistatt und der sichre Ort, J. Anast. Freylinghausen, g. 1670, f 1²59. B. Glaube und Rechtfertigung. 239. Eigene Melodie. —.——————— 2.—.— —————...———————— Auf, hin⸗ auf zu dei ⸗-ner Freu-de, mei ne Uweg, hin»weg mit dei nem Lei ⸗ de, hin, zu 18⁵ II 239—240 5. Lieder vomtchristlichen Leben. SSSIITIIII See⸗ le Herz und Sinn;—6 , 5— Er ist dein Schatz. H ,.—..— EH— Je⸗ sus is dein ein⸗ zig Le⸗ ben will die Welt nicht 12 V A d.,r.r..ꝰ.qͥᷓᷓ̃v R. aum dir ge⸗ben, bei ihm ist Platz. 2. Fort, nur fort, steig immer weiter Er steht dir bei. in die Höh zu Jesu auf; Wenn dich alle Menschen hassen, an, hinan die Glaubensleiter kann und will er dich nicht lassen, klimme mit geschwindem Lauf! das glaube frei! Gott ist dein Schutz; 5. Hoch, so hoch du kannst erheben Jesus bleibet dein Beschirmer deine Sinne von der Erd, wider alle Seelbestürmer schwinge dich, dem zu ergeben, und bietet Trutz. was du hast, der dein ist wert. 3. Fest, fein fest dich angehalten Dein Jesus ist's, an die starke Jesustreu; der um dich so treulich wirbet laß du, laß du Gott nur walten, und für dich aus Liebe stirbet; seine Güt ist täglich neu; drum sein du bist. er meint's recht gut. 6. Auf, hinauf, was droben suche, Wenn die Feinde dich anfallen, trachte doch allein dahin, müssen sie zurückeprallen; wo dein Jesus; sonst verfluche hab guten Mut! allen schnöden Sündensinn! 4. Ein, hinein in Gottes Kammer, Zum Himmel zu! die dir Jesus aufgetan; Welt und Erde muß verschwinden, klag und sag ihm deinen Jammer, nur bei Jesu ist zu finden rufe ihn um Hilfe an! die wahre Ruh. J. K. Schade, g. 1666, f 1698. 240. Mel. O daß ich tausend— hätte. Eph. 2, 8. 9. E5OE ereerire. 4.—.— 1 Aus Gnaden soll 10—5 lig wer-den. Herz, glaubst du's Was willst du dich so blöd ge-bär-den 2Ist's Wahr⸗heit, SSS o ⸗der glaubst du's nicht? was die Schrift ver ⸗spricht, so muß auch die=ses Q —— 55½.äi. ——— wer Kern— E—— I.—.—8 ̃—————.— Wahr⸗-heit sein: Aus Gnaden ist der Him⸗ mel dein. 186 2. Aus 0 dienen, d Der Mittle hat diese E daß uns se und uns a 3. Aus aus Gnad so oft dich so schwer! so oft dich was die A das beut! 4. Aus Erden u Was nöti⸗ Sag's, w Var's nii und dir a 5. Aus bleiben, Was all was Go worauf ist: Gu 6. Aus der, denk ni Wahri eben uche, en, B. Glaube und Rechtfertigung. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Ver⸗ dienen, die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden, so oft dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so oft dich dein Gewissen nagt; was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sag's, wenn du was zu rühmen hast. War's nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist: Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sün⸗ der, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ist's, Gott rufet Adams Kinder 240 2⁴1 aus Gnaden zur verheißnen Ruh: doch nimmt er nicht zu Gnaden an, wer noch auf Gnade sünd'gen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort ge⸗ höret, tret ab von aller Heuchelei! Dann, wenn der Sünder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sünd'gen scheint die Gnad gering, dem Glauben ist's ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Her⸗ zen das Herz des Vaters aufgetan, wenn's unter größter Angst und Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich ster⸗ ben; ich fühle nichts, doch mir ist wohl. Ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, mein Herze lacht, weil mich die Gnad schon selig macht. 10. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Teufel; ich schwinge meine Glaubensfahn und geh getrost, trotz allem Zweifel, durchs rote Meer nach Kanaan; ich glaub, was Jesu Wort verspricht, ich fühl es oder fühl es nicht. Christ. Ludw. Scheidt, g. 1709, + 171. Schmuck und —.— Eh⸗ren=kleid; da⸗mit will stehn, wenn ich zum Him⸗mel werd ein ⸗gehn. 2. Und wenn ich durch des Herrn Ver⸗ dienst noch so treu würd in seinemDDienst, gewänn den Sieg dem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab: 3. So will ich, wenn ich zu ihm komm, nicht denken mehr an gut und fromm, sondern: da kommt ein Sünder her, der gern fürs Lösgeld selig wär. 18⁷ 241—242 4. Gelobet seist du, Jesu Christ, 5. Lieder vom christlichen Leben. und hast für mich und alle Welt daß du ein Mensch geboren bist bezahlt ein ewig Lösegeld! +* ö N. L. Graf v. Finzendorf, g. 1700, + 176o. IWI N 2⁴2. Eigene Melodie. Ev. Luk. 10, 41. 42. 0 Kor. 1, 30. EHUE——.—. e.—— EEEE ö—..—— 1[Eins ist not, ach Herr, dies Ei ⸗ne leh ⸗re nur ein schwe⸗ res Al ⸗les an ⸗dre, wie's auch scheine, ist ja 5. 2.——.——————.— PI...I mich er ⸗ken ⸗nen doch! 4. Joch, ‚ dar ⸗ un ⸗ter das RG—— 35. Her⸗ ze sich na=get und 32 get und den⸗noch kein Q C.V wah- res Ver-gnü-gen NDRRTRRR er ⸗ get. Er —.—— lang ich dies werd ich mit R stes Heil. 3. Wie, dies Eine zu genießen, sich Maria dort befliß, als sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ; ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hö⸗ ren, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir; 18⁸ * 5 ö Ei ⸗ne, das 5 les er ⸗ setzt, so ————.—— n n, EH——.— 2 i Ei-nem in al ⸗lem er ⸗götzt. IN 2. Seele, willst du dieses finden, laß mich treulich an dir hangen, ö such's bei keiner Kreatur; schenke dich zu eigen mir! I. laß, was irdisch ist, dahinten, Ob viel' auch umkehren zum größesten x schwing dich über die Natur! Haufen, so will ich dir dennoch in X Wo Gott und die Menschheit in Einem Liebe nachlaufen; WN. vereinet, denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und wo alle vollkommene Fülle erscheinet, Geist. Was ist wohl, das man nicht 0f da, da ist das beste, notwendige Teil, in Jesu geneußt? mein Ein und mein Alles, mein selig⸗ 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt re⸗ gieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet! Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit voll—⸗ kommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein! Di höchste worben, Kreuzes ge die Kleider! worinnen! prangt. 7. Nun auch nach! Du bist ja, mir zur H. Was diene Leben, alles gegel entveiße m dein Leben 8. Ja/y Auf mich! erhub ssch vor Gott ni esten 9 in und nicht B. Glaube und Rechtfertigung. durch dein heil'ges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir er— worben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habeerlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht! Du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt! 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Auf mich strömt die Gnadenflut. 242—243 Du bist einmal eingegangen in das Heil' ge durch dein Blut; da hast du die ew'ge Erlösung erfun⸗ den, daß ich nun der Herrschaft der Hölle entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ich's meine, tilge allen Heuchelschein! Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichemSte⸗ ge, und leite mich, Höchster, auf ewi⸗ gem Wege; gib, daß ich hier alles nur achte für Spott und Jesum gewinne: dies Eine ist not. J. Beinr. Schröder, g. 1667, 4 1699. 05 Eigene Melodi Röm. 5, 25—28. 22 E— V 1 8 ist das Heil uns kom-⸗-men her — 2—7———.— E von Gnad und lau⸗ter Gu ⸗ te, sie kön-nen nicht be ⸗ hü ⸗ ten; der Glaub sieht 7 Je⸗ sum Chri⸗stum an, iE der hat g'nug für uns 7 I tan, er 2. Was Gott im G'setz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom G'setz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein G'setz drum geben, als ob wir könnten selber frei nach seinem Willen leben. So ist es nur ein Spiegel zart, — ist der Mitt⸗ler —— wor-dẽn. der uns zeigt an die sündig Art in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, die selbig Art aus eignen Kräften lassen; wiewohl es oft versuchet ward, doch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn Gleißners Werk Gott hoch ver— dammt, und jedem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. Doch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wär'n wir all verdorben. 189 —— — —.8 — .... ————8 2⁴43—244 Drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit sein's Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, (das wirst du nimmer lügen): Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himm'l erkauft, daß er nicht werd verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht lasset; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs G'setz erkannt und schlägt das G'wissen nieder; das Evangelium kommt zu Hand und stärkt den Sünder wieder und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im G'setz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 3. Lieder vom christlichen Leben. 10. Die Werk die kommen g'wißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube wär, wollt'st ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Werk, die sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zu Freud, setzt Gott kein g'wisse Tage. Er weiß wohl, wann's am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des soll'n wir ihm vertrauen. 12. Ob sich's anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; denn wo er ist am besten mit, da will er's nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein, und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß dir doch nicht grauen! 13. Sei Lob und Ehr mi thohem Preis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und heil'gem Geist! Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns ang'fangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd g'scheh wie im Himmelsthrone, das täglich Brot ja heut uns werd; wollst unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun, laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Ubel! Amen. Paul Speratus, g. 1484, 4 1551. 244. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. — 5— DDS —.—..—. 1 Geht hin, ihr glãu⸗ bi gen Ge⸗dan ⸗ken, ins wei ⸗te er hebt euch ü⸗ ber al-le Schran-ken der al-ten SXX 2 FEV 22 1 2 V 2 Feld der E⸗ wig und der neu-en Zeit er ⸗ wägt, daß Gott die 2. Der Gri leget, der Himmel da hat Gott der mir das da ich noch n da reicht er! 3. Sein Re durch seinen den wollt er den macht e in dessen B geheiliget u 4. O Wu vor allem A und wich zu für welche! O Vaterha der mich ir 5.Wie! müte e von welch zu mir du daß jeder Gott hat: 6. Wer der Kreat die in der daß er mi Ich hin i⸗ ein Staub 7. Ja fi der herflie womit, o! mich dein⸗ ich bin, o dein bin; Mein, Preis Heist! B. Glaube und Rechtfertigung. ei, die e 2. Der Grund der Welt war nicht ge⸗ leget, der Himmel war noch nicht gemacht, da hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Ge müte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. wig alt und e⸗ 8. Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Lei⸗ den der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit, der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 11. O sollt ich dich nicht ewig lieben, der du mich unaufhörlich liebst 2 Sollt ich mit Undank dich betrüben, da du mir Fried und Freude gibst? Verließ ich dich, o Menschenfreund, so wär ich selbst mein ärgster Feind. 12. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan; nichts ist so köstlich, nichts so schön als, höchster Vater, dich erhöhn. 13. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Joh. Gottfr. Herrmann, g. 1707, 1+ 191. — — Herr von un ⸗end⸗ li⸗chem Er⸗ an⸗dern Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 2 2.—— bar-men, du un⸗er⸗ Ar⸗-men, mit ei⸗nem 191 245—246 5. Lieder vom Leben. 0 gründ⸗ lich Lie⸗ bes meer, gan⸗ 37 Sün⸗der 365555 I V. + — christ die vor der Welt ge⸗ we⸗ 22— ist. 2. Für dein so allgemein Erlösen, ein Denkmal seiner Wunder stift't: für die Bezahlung aller Schuld, für diese Gnaden in der Zeit für deinen Ruf an alle Bösen dankt dir mein Herz in Ewigkeit. und für das Wort von deiner Huld, 6. Ja Mund und Herze soll dir danken, ja für die Kraft in deinem Wort doch bittet auch mein Herz und Mund: dankt dir mein Herze hier und dort. Laß weder Mund noch Herze wanken 3. Für deinen heil'gen Geist der Liebe, und gründe mich auf diesen Grund! der Glauben wirkt in unserm Geist, Erhalte nur durch deine Treu weil doch des Glaubens Kraft undTriebe mich bis ans Ende auch dabei! ein Werk der Allmacht Gottes heißt, 7. Laß mich in Liebe heilig leben, für die Befestigung darin unsträflich, dir zum Lobe, sein; dankt dir mein neugeschaffner Sinn. versichere mein Herz darneben, 4. Für dein so tröstliches Versprechen, es reiße keine Lust noch Pein daß deine Gnade ewig sei; mich von der Liebe Gottes hin, wenn Berge bersten, Hügel brechen, weil ich in Jesu Christo bin. steht doch dein Bund und deine Treu; 8. Tod, Leben, Trübsal, Angst und Lei⸗ wenn Erd und Himmel weicht und fällt, den, was Welt und Hölle in sich schließt, so lebt doch Gott, der Glauben hält. nichts soll mich von der Liebe scheiden, 5. Für deine teuren Sakramente die da in Christo Jesu ist. als Siegel deiner wahren Schrift, Ja Amen, Vater aller Treu, wo Gott, damit ich glauben könnte, zähl mich den Auserwählten bei! Phil. Friedr. Biller, g. 1699, 4 1769. 2 9— dei⸗ ne Huld in Je ⸗su 246. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. EV 2 +— E.—— L I I—. + I 1* + . + er ⸗ he⸗ be mein Ge⸗mü⸗e sehn⸗suchts⸗ ken⸗ ne 0— ⸗ne Gü⸗— 0— 612 . u dir; 2285 ů mir! Gott der Lie⸗ be und des Le⸗bens, ——.——————. DRDRPPIITTI 4—— kei ner harrt auf 666 ver⸗ 9335 Nur Ver⸗äch⸗ter HI 4—— —— 2.. dei⸗ner Huld stür⸗ et ih-re eig ⸗- ne Schüld. 192 2. Lehreen deinen Will daß ich nich füͤhre du mi Gott, du sie sicher kann Deine Vate ewig, wie d 3. Ach ge meiner Jus laß mich A Gott, vor! Alle Sünd willst du, O so hoͤre meine Ses 4.Gott, seine Seelt Onädig w wenn er si Nach3 . anken, Nund: anken undl hen, d Lei⸗ chließt, heiden, B. Glaube und Rechtfertigung. 2⁴46—247 2. Lehre mich, Herr, deine Wege, Mitten auf dem Sündenwege deinen Willen zeige mir; machst du sein Gewissen rege. daß ich nicht verirren möge, Wohl dem, der zu seiner Pflicht führe du mich selbst zu dir! umkehrt, den verwirfst du nicht. Gott, du siehest mein Vertrauen, 5. Du erquickest die Elenden, sicher kann ich auf dich bauen. deren Herz sich dir ergibt, Deine Vaterliebe ist die sich flehend zu dir wenden, ewig, wie du selber bist. über ihre Schuld betrübt. 3. Ach gedenke an die Sünden Freude schenket deine Güte meiner Jugendjahre nicht, dem geängsteten Gemüte, laß mich Armen Gnade finden, welchem du die Sündenlast Gott, vor deinem Angesicht! liebreich abgenommen hast. Alle Sünden, die mich reuen, 6. Dir will ich mich ganz ergeben; willst du, Vater, ja verzeihen. Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! O so höre denn auch mich; Laß mich immer heilig leben, meine Seele hofft auf dich. Herr, vor deinem Angesicht! 4. Gott, du willst des Sünders Leben, Keine schnöde Lust der Sünden seine Seele ist dir wert. müsse mich mehr überwinden. Gnädig willst du ihm vergeben, Ach bewahr, ich bitte dich, wenn er sich zu dir bekehrt. meinen Geist und stärke mich! Nach J. K. Lavater, g. ral, S 1801, von J. Sam. Diterich, g. 172, 4 1797. 247. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 2————.— 2—.— d EEEEEEE * 1 Ich ha⸗be nun den Grund ge⸗fun ⸗den, der mei ⸗nen Wo an⸗ders als in Je ⸗ su Wun-den? Da lag er e wig hält. ·. vor der Zeit der Welk, der Grund, der un—— — ft—.—.—. 4.— —7—— 2D weg⸗lich steht, wenn Erd und Him⸗mel un-ter- geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, 4. O Abgrund, welcher alle Sünden das alles Denken übersteigt; durch Christi Tod verschlungen hat! es sind die offnen Liebesarme Das heißt die Wunden recht verbinden, des, der sich zu dem Sünder neigt, da findet kein Verdammen statt, dem allemal das Herze bricht, weil Christi Blut beständig schreit: wir kommen oder kommen nicht. Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! g. Wir sollen nicht verloren werden, 5. Darein will ich mich gläubig senken, Gott will, uns soll geholfen sein; dem will ich mich getrost vertraun deswegen kam der Sohn auf Erden und, wenn mich meine Sünden kränken, und nahm hernach den Himmel ein; nur bald nach Gottes Herzen schaun; deswegen klopft er für und für da findet sich zu aller Zeit so stark an unsers Herzens Tür. unendliche Barmherzigkeit. 193 13 247—248 5. Lieder vom 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann, darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken, ja häuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß, werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich doch Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, christlichen Leben. so fällt wohl alles Rühmen hin, doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einst auch nach der Zeit: O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe, g. 1688, 4 158. 2438. mel. valet will ich dir geben. —— +—————— 6 IIIIIR—.—.—— r,. — 1 Ich weiß, an wen ich glan ⸗be ich weiß, 9313 wenn al-les hier im Stau⸗be wie Staub und ,.—.— öI I————————— est EU⸗ teht,.— 4 0 Rauch ver ⸗ weht; ich weiß, was e⸗ wig — 4—.—.5.——— — n =—— DDDDDDD———.— 2 blei ⸗bet, wo al⸗les wankt und fällt, wo Wahn die S...... S r SISIEESEIEIEI..— Wei⸗-sen trei ⸗bet und Trug die Klu ⸗gen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nie verläßt; auf ew'gem Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut; es ist der Herr der Geister, auf den der Himmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Heil'gen dienen,— ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der nimmermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort,— die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket am Abend einst begrub, er, der von Gott erwecket sich aus dem Grab erhub, 19⁴ 8 ine E der meine e der seinen E der mich mi und ewig y 6. Drun ich weiß, y eidlich si Sehet u ist hier Isus u 3. W suchete Jesus, uchet tr daß es! Jesus u 4. Ke lommet Jesus v Macht 0 Glaubt Jesus 5. J und bel laß, me B. Glaube und Bechtfertigung. der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schentt, der mich mit Gnade krönet 248—249 und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen zillen ̃ ö ö 5 und ewig mein gedenkt. des Todes ungeraubt; 6. Drum weiß ich, was ich glaube; es schmückt auf Himmelsauen ich weiß, was fest besteht mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt, g. 1769, 4 1860. * 7 I 6 it. leiben, 249. Mel. Jesus, meine Zuversicht. — ‚‚.—————————.— ——.—— —3— 2—— iben, 8=————.————— *D— 2—————— ö 1 Je-⸗süs nimmt die Sün-der an. Sa ⸗ get Zeit: wel⸗che von der rech ten Bahn auf ver-kehr-ten — 1—.— n— —— ö—.— flss S——...— I D — 2— Trost-wort al- len,].. Weg ver⸗fal ⸗ len! was sie ret-ten kann: — 555. öͤ und Je ⸗ sus —— 2. Keiner Gnade sind wir wert; — doch hat er in seinem Worte 7 eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; — Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, hal. daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, „ lommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir nimmt die Sün-der an. Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen quält mich nicht; wer will mich bei Gott verklagen? Der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Siender an. Erdmann Neumeister, g. 1671, 4 1756. 19⁵ 13*² 250 5. Lieder vom christlichen Leben. 250. Mel. Valet will ich dir geben. Röm. 8, 351. — ů ů I———— ISSE ———.———— V 1 Ist Gott für mich, so tre⸗ 8 gleich al ⸗les und be⸗te, weicht al ⸗les so oft ich ruf 15 wi⸗ der mich;—— hin ter sich. 230—— ich das Haupt zum . 00 bin ge=liebt bei Gol, was kann mir tun der Fein ⸗-de und 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühm's auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ew'ge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem Sternensitz, ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in Feuershitz. 5. Der, der hat ausgelöschet, was mit sich fuͤhrt den Tod; der ist's, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, Wi⸗der⸗sa ⸗cher Rott 2 darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmet mir mein Herz; die Höll und ihre Flammen, die sind mir nur ein Scherz; kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken find't, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu: wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, 196 und wie er l ein edle neu⸗ da Aug und was es gegl 10. Da ij mir prächtig wenn ich gl⸗ fäͤllt doch m Muß ich au mit Tränen mein Jesus durchsüßet II. Wer den Satan der wird v ein hohe, s⸗ zu leiden u gerãät in He das Kreuz die sind sei 12. Dos doch bin ie Gott will dem ich m Es koste und alles B. Glaube und wie er hab erbauet ——66 ein edle neue Stadt, — da Aug und Herze schauet, — was es geglaubet hat. les 10. Da ist mein Teil und Erbe les mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, — fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Tränen meine Zeit, 2 mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein hohe, schwere Last zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott, das Kreuz und alle Plagen die sind sein täglich Brot. und Rechtfertigung. an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hind'rung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, imen, 12. Das ist mir nicht verborgen, ist voller Freud und Singen, doch bin ich unverzagt; sieht lauter Sonnenschein. Gott will ich lassen sorgen, Die Sonne, die mir lachet, dem ich mich zugesagt. ist mein Herr Jesus Christ; Es koste Leib und Leben das, was mich singen machet, und alles, was ich hab, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. erzen, 251. Eigene Melodie. —— SSSSSS.. 1 Mein Je⸗su, dem die Se⸗ra⸗ phi ⸗-nen im selbst mit be⸗ deck⸗tem Ant-litz die ⸗nen, wenn —.—. .——.8——.———. Glanz der höch-sten Ma-je-⸗-stät 5 dein Be⸗ fehl an sie er⸗geht: wie soll⸗ten blö ⸗de ——— Flei⸗sches au-gen, die der ver⸗-haß-ten Sün-de Nacht , Hr An. n Heise schau ⸗en tau-gen? 197 251—252 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken den Eingang in dein Heiligtum und laß mich deine Gnad erquicken zu meinem Heil und deinem Ruhm. Reich deinen Scepter meiner Seele die sich in Demut vor dir neigt und dir als deine Braut sich zeigt; sprich: Ja du bist's, die ich erwähle. 3. Sei gnädig, Jesu, voller Güte dem Herzen, das nach Gnade lechzt, ach höre doch, wie mein Gemüte: Gott, sei mir Armen gnädig! ächzt Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen; wie könntest du ungnädig sein dem, den dein Blut von Schuld und Pein erlöst, da es so reich geflossen? Ich fall in deine Gnadenhände und bitte mit dem Glaubensgruß: Gerechter König, wende, wende die Gnade zu der Herzensbuß! Ich bin gerecht durch deine Wunden, es ist nichts Sträflichs mehr an mir; bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach laß mich deine Weisheit leiten und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg beständig bis ans Ende wandle, 5 5. Lieder vom christlichen Leben. damit ich auch zu dieser Zeit in Lieb und Herzensfreudigkeit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Stärk und List der Feinde wacht; so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. .Od, ia, 99—5 Herzwill dich umfassen, erwähl es, Herr, zu deinem ů0—0 Hast du aus Lieb ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron, so würd'ge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. S. Ich steig hinauf zu dir im Glauben, steig du in Lieb herab zu mir; laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir! Ich will dich fürchten, lieben, ehren, so lang in mir das Herz sich regt, und wenn dasselb' auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. W. Chr. Deßler, g. 1660, f 1222. 2.52. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. T EET Mir ist 6 Er⸗ bar ⸗mung wi⸗der-⸗——7 33 das zähl ich zu dem Wun⸗ der⸗ ba⸗ ren, W bar⸗mung, mein stol-⸗-zes RI de⸗ren ich nicht wert; Herz hat's nie be⸗ gehrt. Nun weiß i das und bin er⸗ freut und rüh⸗ me die Barm⸗-her-⸗ zig ⸗ keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst versühnet, macht durch das Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? warum geschieht's? Erbarmung ist's und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, be⸗ kennen, das rühm ich, wenn ein 19 Mensch mich ich kann es! so ist mein g Ic beuge n und rühme 4. Dies laßi dies soll mei auf dies Er auf dieses b 25 2. Dem im Tod w mein Sün darin ich ich fiel au 6s war kei die Sünd 3. Mein es war m der frei L er war zu die Angst daß nicht zur Hölle 4. Da mein Ele er dacht! er wollt: Er wand es war h r ließ'z 0. Er De l B. Glaube und Rechtfertigung. Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, 1 Nun freut euch, lie⸗be daß wir ge⸗trost und — sprin⸗gen, sin-gen was Got sü⸗-ße 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Gut's am Leben mein, die Sünd hatt' mich besessen. 3. Mein' guten Werk die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, er war zum Gut'n erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Hölle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen. Er wandt zu mir das Vaterherz; es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ's sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist zu erbarmen; 25²2—253 auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir! Da bin ich ewig hoch erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Phil. Friedr. Biller, g. 4699, 169. Chri⸗sten g'mein, und laßt uns fröh-lich all in ein mit Lust und Lie⸗ b EEE er kam zu mir auf Erden von einer Jungfrau rein und zart, er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen G'stalt; den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu gut; das halt mit festem Glauben! 199 253—254 Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein; da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll 5. Lieder vom christlichen Leben. und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren. Und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz! Das laß ich dir zur Letze. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 254. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. .—— r I SS D. 25 Got⸗tes Sohn, Herr Je⸗su Christ, daß man recht ů ist, noch stand-haft nicht je ⸗der ⸗man⸗nes Ding so —————.—.—*—— 1 5 ,.,,., 3— 50 Hlennben Drum hilf du mir von o-ben E I—— R—.—— EA—.—.———T——— her, des wah-ren Glau⸗bens mich be-währ' und daß ich E ————— — drin be⸗ har— re. 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, o Jesu Christe, dich den Sohn des Höchsten nenne, daß ich auch ehr den heil'gen Geist, zugleich gelobet und gepreist in dem dreiein'gen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gnadenheil die wahr Erkenntnis finden, wie der nur an dir habe teil, dem du vergibst die Sünden. Hilf, daß ich's such, wie mir's gebührt; du bist der Weg, der mich recht führt, die Wahrheit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, es wohl ins Herze fasse, daß sich mein Glaube immerfort auf dein Verdienst verlasse, daß zur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Sünden bin beschwert, dein Kreuztod zugerechnet. 5. Den Glauben, Herr, laß trösten sich des Bluts, so du vergossen, auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit eingeschlossen und durch den Glauben auch die Welt, und was dieselb am höchsten hält, allzeit für Schaden achte. 6. Wär auch mein Glaube noch so klein, und daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, die das zerstoßne Rohr nicht bricht, das glimmend Docht auch vollends nicht auslöschet in den Schwachen. 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig sei, den Glauben zu behalten, ein gut Gewissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 200 8. Herr, d mit, laß daß er sei fr und reich ar daß er sei tã mit Freude dem Nächste 9. Inson daß vollend ich ube gute dir allein 2⁵ 2. Sieh furcht ich Christus k Christus h Daß mich das ist me 3. Wen Chrsus wenn err Christus! Daß mein das ist m 4. Wür daß ich k und mit! Ohne Lich Christus das ist m Belt, ö‚ llein, B. Glaube und Rechtfertigung. 8. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken, daß er sei tätig durch die Lieb, mit Freude und Geduld sich üͤb, dem Nächsten treu zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die Kraft, daß vollends bei dem Ende ich übe gute Ritterschaft, zu dir allein mich wende 25⁴2⁵⁵ in meiner letzten Stund und Not, des Glaubens End durch deinen Tod, die Seligkeit, erlange. 10. Herr Jesu, der du angezünd't das Fünklein in mir Schwachen; was sich vom Glauben in mir find't, das wollst du stärker machen. Was du gefangen an, vollführ bis an das End, daß dort bei dir auf Glauben folg das Schauen. David Denicke, g. 1605, f 1680. 255. Mel. Jesus, meine Huversicht. Eiie LIIN X 4—.— LI +. + +.— 1.——.— IIEI— 2 1 2* 1 1—.— — 1 Stark ist mei⸗nes Je su Hand, und er wird mich — hat zu viel an mich ge⸗ wandt, um mich wie⸗der DDD DEEE 2 7—=— 42——— 2*0.— E Nn e⸗wig fas⸗ sen, Mein Er los ⸗zu⸗las⸗ sen. bar⸗-mer läßt mich nicht, V1. 9 I + +2 2 2 WM————— EE 1— 2 2 2 III——— +— 1— + + 4— 2—— das ist mei ne Zu-ver ⸗siäecht. 2. Sieht mein Kleinmut oft Gefahr, fürcht ich auch zu unterliegen: Christus beut den Arm mir dar, Christus hilft der Ohnmacht siegen. Daß mich Gottes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Ausgang wüßte und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte, Christus ist mein Stab und Licht, das ist meine Zuversicht. 5. Mag die Welt im Mißgeschick leben oder ängstlich klagen, ohne Halt ist all ihr Glück, wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. 6. Will mein Herr durch sanfte Zucht mich nach seinem Bild gestalten, o so will ich ohne Flucht seiner Hand nur stiller halten. Dann erschreckt mich kein Gericht, das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts, sollt ich ihn mit Kleimmut schmähen? Mein Erbarmer selbst verspricht's, sollt ich ihm sein Wort verdrehen? Nein, er läßt mich ewig nicht, das ist meine Zuversicht. Karl Bernhard Garve, g. 1765, FASan 201 256—257 5. Lieder vom christlichen Leben. 256. Mel. 995 0 28 Mönig. +——.— 5— 5185 ů— ů e,.. + 1 Un⸗um⸗ schränk le Lie⸗ be, gön- ne blö⸗ an Au⸗gen, daß sie 3 36 Strah⸗l—9 dei⸗ e mut blik—.—— 10.e die sonst taum auf Er ⸗ den 4u die den Erd⸗kreis wär⸗mend schmük⸗ ken . 2— 1— freu⸗den⸗ 2 reich Bõö⸗ sen und den Dei⸗ 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplatz deiner Güte. Deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden soviel Millionen Schulden und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen! 4. Du vergibest Sünde, Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder,) *) Psalm 7, 14. hörst der nen mit der Son⸗ ne schei nen. welche doch immer noch neue Schuld erreget, wenn sie kaum geleget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen; wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, verschonest und uns nicht nach Werken lohnest! Deine Hand sei Ehre, die so wohl re— gieret und mit Ruhm denScepter führet! Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben! daß du so Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1255. 15—— 2 1 Weicht, ihr Ber ⸗ge, fallt, 257. Eigene Melodie. —— ihr Hü⸗ gel, brecht, ihr Got-tes Gna⸗-de hat das Sie-gel, sie will SDDeeiee Fel ⸗sen al⸗le, ein: un ⸗ver ⸗ än ⸗dert sein. — Laß die Welt zu Trüm⸗mern 18 V.— gehn, 2. Gott ha Gott hat ein der wird nir bis er alles Er, die Wal es geschieht, 3. Seine wenn gleich sie wird ihr weil sie ew Gott ist fro sei die Wel 4. Willd hat sie laut⸗ Gott hält in so fällt aller als wär er was er ist: 5. Laßt ist sein Hei und bezeu⸗ u so stl hlre⸗ üͤhretl B. Glaube und Rechtfertigung. —.— gehn, 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt; sie wird ihren Zweck erreichen, weil sie ewig Glauben hält. Gott ist fromm und gut und treu, sei die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen, * Wir ö Him I all⸗zeit er ⸗ .— wird be ⸗stehn. daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, wenn die Welt sich auch empört; ihre Liebe mag erkalten, achtet doch mein Gott mich wert, und wenn Sturm und Donner brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genannt; das ist Trost, so werd ich Armer immer als sein Kind erkannt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides tu. 8. Nun es bleibt mein ganz Vertrauen ankerfest auf ihm beruhn; auf ihn will ich Felsen bauen, was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, g. 1572, Frs2. Eigene Melodie. sich zum nrrnrn — Leib und Seel auch wohl be⸗wah⸗ 4 I H . —— SISiꝑSPSISSESEEEE— ren; . E— Er sor⸗get für uns, hüt't und 5. Lieder vom echristlichen Leben. SSSSISSPIEIEIEIISIEE. * —2——— wacht, es steht al-les 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jungfrauen ist ein wahrer Mensch geboren durch den heil'gen Geist im Glauben; für uns, die wir war'n verlor'n, am Kreuz gestorben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. in sei ner Mächt. 3. Wir glauben an den heil'gen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganze Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hie all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. Amen. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. C. Jesuslieder. Eigene Melodie. 5—.—.—. EO RRSR‚.‚....... E 2—— 0. 2.— 1 Ach Je ⸗su, des ⸗ sen Treu im Him-mel Udurch kei nes Men⸗schen Mund kann g'nug ge⸗ E+— H— 4 WE E..— 4— 2 r—4 2. ö und auf Er ⸗den]. ——* d 5 prie ⸗sen wer ⸗den, ich dan ke dir, daß E—.——.—. E—..— EEEAEEEESSSSIII— EH du, ein wah⸗rer Mensch ge- bor'n, hast von mir H + +—— n Ere ů—..— LI.— 12—— + 0 L +— XI—— E*.—.— 5— 1 ab ⸗ge- wandt, daß ich nicht bin ver-lor'n. 2. Dein Name heil'ge mich, der ich bin ganz beflecket, der heil'ge Jesusnam, der alle Sünd bedecket; er kehre ab den Fluch, den Segen zu mir wend, sei meine Stärk, dadurch sich alle Schwachheit end't! 3. Er sei mein Licht, das mich in Finsternis erleuchte; er sei der Himmelstau, der mich in Hitz anfeuchte; er sei mein Schirm und Schild, mein Schatten, Schloß und Hut, mein Reichtum, Ehr und Ruhm, er sei mein höchstes Gut! 4. Er sei mein Himmelsweg, die Wahrheit und das Leben und wolle mir zuletzt aus Gnaden dieses geben, daß ich alsdann in ihm dies Leben schließe wohl, wenn meine Sterbenszeit und Stunde kommen soll. 5. Dir leb ich und in dir, in dir will ich auch sterben; Herr, sterben will ich dir; in dir will ich ererben 204 das ew'ge& das du erwe 26 2.Wir seh voll Huld v aber unsre du kannst' auch ung 3.O wer dein zu g Der hätt' und Leib! Wer ist w 4. Barn uns täglie heilen, sti nen un gegnen, 5. Ach uns alle und laß aus Not ohn Unt 6. Unt bald 0 8 C. Jesuslieder. 259—261 von dir verklärt will ich das ew'ge Himmelreich, dir dienen für und für. das du erworben mir; 1. Ach, mein Herr Je ⸗ su, Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. Joh. Beermann, g. 1585, 1at. 2— dein Na⸗he⸗ sein bringt gro⸗ ———— ßen Frie ⸗den ins Herz an ⸗ blick macht uns so Zarrnn:,: Le, dim e. — E hin-ein, und dein Gna⸗den⸗ daß Leib und See⸗ — 2. 1I— le dar ⸗u 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele kann's schon gewahren, du kannst dich fühlbar g'nug offenbaren, auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht! Der hätt' ohn Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und seg⸗ nen und unsrer Seele als Freund be⸗ gegnen, ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil, und laß unsre Seelen sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß! 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner blutigen Todsgestalt, 261. — 0 ber fröh-lich Mel. Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte. sagt mir nichts von Gold und es kann mich ja kein Ding er--göt 20⁵ 22*— und dank⸗bar wird. ja die laß uns immer vor Augen schwe⸗ ben und dein wahrhaftiges In⸗uns⸗ leben zu sehen sein! 7. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit sei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid! 8. So werden wir bis in Himm'l hin⸗ ein mit dir vergnügt wie die Kindlein sein; muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen: wenn sich das Herz nur an dirstets letzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrab'ne Hand, die soviel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt da⸗ stehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor, g. 1725, 1801. Schät⸗ zen, von Pracht und „zen, das mir die 261—262 3. Lieder vomtchristlichen Leben 8 Schön heit die⸗ser Welt vor Au⸗gen ——,—— nrn. 2—4 elt; stellt. Ein je⸗der lie⸗be, was er Wil ich be Je⸗sum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles das verwüsten, was Menschenhände zugericht't. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zer⸗ stören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergrün⸗ den, sein allerschönstes Angesicht und was von Schmuck um ihn zu finden verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über all's erheben und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und ob ich's zwar noch muß ent⸗ behren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mir's doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will, und liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler, g. 1624, 4 1677 262. Mel. Jesu, meine Hreude. —— 181 I— 30 ⸗ge-nug- sam We⸗ sen, das ich hab er⸗ ver-gnügst al-lei-ne, völ-lig, in-nig, 15 . mir zum höch-sten Gut: 38 See⸗ le, Mut. Wer dich hat, ist 10.. en still und satt; wer dir kann im Geist an⸗ han⸗ — gen, darf nichts mehr ver-lan- gen. 2. Wem du dich gegeben, Wer im Herzensgrunde kann in Frieden leben, lebt mit dir im Bunde, er hat, was er will. liebet und ist still. Bist du da muß das S und das Be 3. Höchste Ruhe der Rost in alle was Geschõ kann den G du vergnüg Was ich me kann mein und den Fi 4. Was droben und alles veicht 2.Dein, du ausern Dugibstre du wahre All mein in Lust U Du bistu vertreibt! 2. C. Jesuslieder. Bist du da uns innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 262—264 Einer nur kann geben Freude, Ruh und Leben. Eins ist not: nur du. be, 3. Höchstes Gut der Güter, Hab ich dich nur wesentlich, Ruhe der Gemüter, so mag Leib und Seel verschmachten: — Trost in aller Pein: ich will's gar nicht achten. V was Geschöpfe haben, 5. Komm, du selig Wesen, Iu kann den Geist nicht laben; das ich mir erlesen, ů Tnt du vergnügst allein. werd mir offenbar! ö Was ich mehr als dich begehr, Meinen Hunger stille, I Wi kann mein Seligsein nur hindern meinen Grund erfülle V 1 und den Frieden mindern. mit dir selber gar! N 4. Was genannt mag werden Bleib nur du mein Gut und Rub, droben und auf Erden, bis du wirst in jenem Leben ö — alles reicht nicht zu. dich mir völlig geben. a ben Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1709. 203. mel wos mein Gol win. gescheh allzeit. N ..EEN hr IHR SSIEI 31(Dein, dein soll sein 22—— 9.0. mein, dir lie ⸗ben M 40 hast mich be⸗kleid't, si⸗cher 18 leit't im Weg dei⸗ WMI dell, R ö * II 2 M. 5 656, 55 520 10 Mich soll von dir, so du's gönnst mir, 1. . kein Gunst noch G' walt ab⸗ zie hen; und wich auch 65 das 4* —.— II 2⁵2 FII......—.—* — 8— Fleisch da⸗ von, soll doch das Herz nicht flie- hen. 4 ig 2. Dein, dein soll sein das Herze mein, 3. Dein, dein soll sein das Herze mein, x du Hilf und Trost der Armen! ö du auserwählter Christe! Du gibst recht Freud, vertreibst all Leid, du wahre Lebensfriste. ist All mein Begier steht hin zu dir in Lust und Freud von Herzen. Sieh an den Streit, den ich erleid. und tu dich mein erbarmen! Dem Feind gebeut, die Sünd ausreut; das g'scheh dir, Herr, zu Ehren! ö Zeuch mich nach dir und tu in mir allzeit den Glauben mehren! Leo Judae, g. las2, 1542 2 Du bist mein Hort; dein ewig Wort vertreibt mir all mein Schmerzen. 0 2 4. 264. Mel. Alle 384— müssen sterben. Z . Gro ßer ii ⸗Ler, und die Schar 16— der zur Rech⸗ ten sei sei⸗nen Knech ten in 207 nes gro⸗ßen dem Reich der 5. Lieder vom christlichen Leben. Va ⸗ ters sitzt Gna deschützt den auf dem er hab⸗nen Thro⸗ne, in der 4 * 1—— 5— 1 — nig⸗ i chen Kro⸗ ne, les Heer der E wig keit nt ver hull tem Ant=litz scheut, 2. Dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, das ist gänzlich ausgemacht. Da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Aber nun ist dein Geschäfte in dem obern Heiligtum, die erworbnen Segenskräfte durch dein Evangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnade eilen; nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust,“) und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust. Du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. „) 2. Mos. 39, 14. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, darauf zielt dein Bitten hin. 6. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar und vertrittst nunmehr mit Freuden deine teu'r erlöste Schar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen, dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten, sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod! Joh. Jak. Rambach, g. 1695, f 1255. 45— 265. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 2. Cim. 2, 8. EHE EESSSSSSSA E—— 2 RRTREEER 2 2 Halt im Ge⸗-⸗dächt- nis Je-sum Christ, vom 928— Him-⸗mels kom ⸗men ist, 51— — 2* 0 :..— o Mensch, der auf die Er— den 4 43 dein Bru⸗- der da zu wer den; r= giß nicht, 20 ll 2. Halt im der für dich ja gar am und hat dar Welt, Sün! und dich er dank ihm f 8. Halt i der auch a siegreich vo befreit von Bedenke,d. und dir dal dank ihmf 4. Halb! der nach d gen Himn die Stätt 2 C. Jesuslieder. 265— 266 8.—— D.—‚..—.—3 48——————.— —.———————— der—* daß er dir zu gut hat an⸗ge ⸗ nom⸗men Fleisch und 1 + I . — e 7 Blut, dank ihm für die=se Lie ⸗be! 2— 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, da du sollst bleiben allezeit —.— der für dich hat gelitten, und sehen seine Herrlichkeit, —. ja gar am Kreuz gestorben ist dank ihm für diese Liebe! und hat dadurch bestritten 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, 1.—5 Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod der einst wird wiederkommen und dich erlöst aus aller Not, und sich, was tot und lebend ist, dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht und dir das Leben wieder bracht, dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, den der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, 266. Mel. Schmücke d zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir getan, mög aus dem Herzen lassen; daß dessen ich in aller Not mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen! Cyriakus Günther, g. 1650, 1 1704. ich, o liebe Seele. 4 —1 —— —.—7 2— 2—— ———.— .—. ů —— die dein treu —. 5 1 Hei⸗land, dei ⸗ne Men⸗schen⸗lie⸗ be war die Quel⸗-le es Herz be⸗ wo⸗gen, dich in un ⸗ser 6— HN „ j9 r. + R U dei ⸗ner Trie ⸗bẽ, zo ⸗gen, Fleisch ge⸗ 1 vich mir Schwach heit u.nber dek; er, F der un⸗ ge⸗ mei⸗ nen A . I Il Trie ⸗ be dei⸗ ner is 2. UÜber seine Feinde weinen, 2 jedermann mit Hilf erscheinen, — sich der Blinden, Lahmen, Armen —— mehr als väterlich erbarmen, nich der Betrübten Klage hören, —. 5s. M..—— dich vom Kreuz ins Grab ge⸗ strek⸗ket. +. 2 2.— —....— E treu⸗en Men⸗schen⸗lie ⸗be! sich in andrer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sünder, das ist Lieb, o Menschenkinder! 3. O du Zuflucht der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen 209 14 266 Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, I wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzuteilen! 3. Lieder vomtchristlichen Leben. aller Schmerzen Ziel geworden und, den Segen zu erwerben, als ein Fluch hast wollen sterben! 6. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, ohne Schelten, Drohen, Schlagen R II 4. Die Betrübten zu erquicken, andrer Schmach und Last zu tragen, A zu den Kleinen sich zu bücken, allen freundlich zu begegnen, V. die Unwissenden zu lehren, für die Lästerung zu segnen, die Verführten zu bekehren, für der Feinde Schar zu beten * Sünder, die sich selbst verstocken, und die Mörder zu vertreten. NI täglich liebreich zu sich locken, 7. Komm, laß deine Liebe decken ö war mit Schwächung deiner Kräfte meiner Sünden Meng und Flecken! dein gewöhnliches Geschäfte. Du hast das Gesetz erfüllet N 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, und desselben Fluch gestillet; da du für die ärmsten Armen laß mich wider dessen Stürmen dein unschätzbar teures Leben deiner Liebe Schild beschirmen! in den ärgsten Tod gegeben, Heil'ge meines Herzens Triebe, RI da du in der Sünder Orden salbe sie mit deiner Liebe! Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1255. x ö— 267. Mel. Jesu, meine Freude. V E—— e EE —. + I + 1 üe 5 1 Hei„mat mei ⸗ner Lie ⸗be, Ziel der heil'⸗ gen wo mein Je⸗sus wei=let, Frie⸗ dens⸗ stadt, es I*.—.— EE ½0 Trie⸗be, Ort der sel'⸗gen Ruh, ö ei let dir mein Seh⸗nen zu! derr, wie lang werd denn die Zeit entflieht, und ich kann mit Freuden sehn, wie durch das Leiden 11 mich mein Jesus zieht. 11 Näher stets zur Heimat geht's. Folgt ich nur dem Liebeszuge auch im Liebesfluge! meinem Jesu nach, dankend halb, halb zagend, nach dem Ausgang fragend und mit manchem Ach. O wie schwer ward mir's bisher, ganz mir selber abzusagen und mein Kreuz zu tragen! 210⁰ 10 ich noch bang, an die Er⸗ den ⸗not ge bun⸗ E—— I—— E DDi—.— 1 4— . T——** IDD... 1 II F*.——— den, zäh⸗len Tag und Stun-den? 5 2. Zwar sollt ich nicht zählen, 3. Doch ich geh so träge + sollte mich nicht quälen; auf dem Lebenswege 4. Lchrn treuer aufk den ich oft! Jesu, voll! hast du ja! 20 4— C. Jesuslieder. 267.—268 4. Lehr mich stiller gehen, je und je geliebt. treuer auf dich sehen, Lauter Güt ist's, die mich zieht den ich oft betrüͤbt! hin zum Ziel der heil' gen Triebe, ö Jesu, voll Erbarmen zu dir, meine Liebe. hast du ja mich Armen Franz Haerter, g. 1797, 4 1874. gen, 263. mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Rerr. Psalm 75, 25—28. 47 6 5 nnriin, ur.— — 5..—— Herr Je ⸗su Christ, mein höch-stes Gut, mein See⸗len⸗ ken ich blei⸗be den⸗noch stets an dir; so ist auch ken!————.— I— 130 35*— schatz, mein Her⸗ zens ⸗-mut und al-⸗äler Sin⸗ nichts, das dich von mir und uns⸗ rer Lie⸗ ů n nn — H— 5 12—.———— S.* 55. Ir + 97 0——5 Du machst mir dei nen be schei 46 e. 4.————.—.— 7W9 Weg be⸗kannt, hältst mich bei dei ⸗ner rech⸗ten Hand, 5. re⸗gierst und führst den Le⸗ bens ⸗lauf werd——. —.— mei-ner Schwach'heit auf. ———— 2 5.— 5 bist mein Licht, du bist mein Licht; ich fol ⸗ge —.—— 1.— E RE— — 66—————— 0— +——— dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, die Krone der Gerechtigkeit. der andres nichts beschlossen hat, Herr Jesu Christ, als was mir Segen bringet. ach mit Begier, ach mit Begier ö Geht's gleich zu Zeiten wunderlich, wünscht ich mich heute noch bei dir. ö so weiß ich dennoch, daß durch dich 3. Mein alles ist auf dich gericht't; der Ausgang wohl gelinget. hab ich nur dich, so frag ich nicht Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nach Himmel und nach Erden. 0 5 nimmst du mich dort mit Ehren an, Denn wär der Himmel ohne dich, é wo mich vor deinem Thron erfreut so könnte keine Lust für mich 211 14* 268— 269 5. Lieder vom in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein, denn auch die ganze weite Welt hat nichts, das mir wie du gefällt Herr Jesu Christ, vo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten, dies alles wird, wenn's auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle wär, mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. christlichen Leben. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf, komm, komm, mein Heiland, nimm mich auf! Erdmann Neumeister, g. 1671, 11756. 269. Eigene Melodie. .....1.. SSSSSSSII. 1(30 be te an die Macht der Lie-⸗be, geb mich hin dem frei ⸗ en Trie ⸗be, 1 2 +.— 2.IDI.... —— 1n Hl n n. L LI—. 2—⁴ A.—. 1 —————— die sich in Je su of ⸗fen⸗bart; ich mit dem auch ich g·... lie bet 4.V. 4. + I 2 +* + 1 EHEE E E— I— I— I— ͤ— ward; ich will, an ⸗östatt an mich zu den ⸗ken, eee ee. 2—— ‚FFPIFIHDD. 2 J— ins Meer der Lie ⸗be mich ver ⸗sen ken. 2. Wie bist du mir so sehr gewogen, und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen neigt sich mein alles auch zu dir; du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. 3. Ich fühl's: du bist's, dich muß ich haben; ich fühl's: ich muß für dich nur sein. Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Ruhplatz ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, drum folg ich deinen sel'gen Zügen. 4. Für dich sei ganz mein Herz und Leben, Erlöser, du mein einzig Gut; für dich hast du mir's nur gegeben, in dir es nur und selig ruht. Hersteller meines schweren Falles, für dich sei ewig Herz und alles! 5. Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, 212 aus dem de Wie beuger wie fallen 6. O Je im Grund 2 .— x 2. Ich w als meiner ich will di so lange n ich will di als meine 3. Ach du hochge und dich du höchst Es ist mi daß ich so + chl ich suchte ich hatte und liebt nun aber daß ich d bt. ö u dir, bricht, f, , mich aus dem der Sel' gen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen Hände! 6. O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein! C. Jesuslieder. 269—271 Möcht deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerh. Tersteegen, g. 1692, 4 1269. Eigene Melodie. Q 4 IEEE EEE eeEeEe EEEE..E 1—Z—.—. .2— + I + I 2 2 IDEE*— —— 1(Ich will dich lie ⸗ben, mei⸗ne Stär ⸗ke, ich Vich will dich lie ⸗ben mit dem Wer ⸗ke und , de, Lntre, dee DET ⁰ 2——.— ö ö *— +—..— EI 2—1 will dich lie ⸗ben, mei ⸗ne Zier, ich wwill dich im ⸗mer⸗ wäh⸗ren ⸗ der Be⸗gier, ich .—.—— 4—5——v.,. SPSPSI.I. I.......... lie⸗ ben, schön⸗stes Licht, bis mir das Her⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund, ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint, ich will dich lieben, Gotteslamm, als meinen Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet, du hochgelobter Heiland du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet und liebte das erschaffne Licht; nun aber ist's durch dich geschehn, 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz das Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich frei und froh gemacht; ich danke dir, du süßer Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irre gehn, laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn, erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz! 7. Ich will dich lieben, meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott, ich will dich lieben sonder Lohne auch in der allergrößten Not, ich will dich lieben, schönstes Licht, daß ich dich hab ersehn. bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, g. 1624, f1677. „2 271. Mel. Seelenbräutigam. SSSISSE.... S.— 2 2.— 30 1. Je ⸗su, geh vor ⸗an auf der Le⸗bens⸗bahn, 2r. +* 2 2. I +*—.— I — I + 1—— E E—* ——— 122 2 und wir wol„len nicht ver-⸗wei=len, dir ge⸗ 213 271—272 5. Lieder vom christlichen Leben. 1—— 19——ei. —2————— I—— L—.— I 2⁵ treu⸗— nach ⸗ zu ei ·len; führ uns an der 7 A. AI EHE—— N— Ir E 1—* N 1 2 1* + II. Z...——— I u Hand bis ins Va ⸗ter ⸗land! 2. Soll's uns hart ergehn, o so gib Geduld zu beiden, * laß uns feste stehn richte unsern Sinn und auch in den schwersten Tagen auf das Ende hin! 4 niemals über Lasten klagen; 4. Ordne unsern Gang, denn durch Trübsal hier Jesu, lebenslang! geht der Weg zu dir. Führst du uns durch rauhe Wege, 3. Rühret eigner Schmerz gib uns auch die nöt'ge Pflege! irgend unser Herz/ Tu uns nach dem Lauf 69 kümmert uns ein fremdes Leiden, deine Türe auf! Nik. Ludw. v. Zinzendorf, g. 1700, 4 1760. UI 272. Eigene Melodie. D. ———..———.— ————— + 12——— +—. * 2. 1(Je ⸗su, mei ⸗ne Freu ⸗de, mei ⸗nes Her⸗zens A Uach wie lang, ach lan⸗ge ist dem 33— zen —.— 4 öF—— E * Wei⸗de, Je ⸗su, mei⸗ ne Zier, n 0 ban ⸗ge und ver⸗langtnach dir! Ich bin dein, und —.— 1 55—. 106 e e, ee r...er d..— N H* 8— En Ei 2—— N . du bist mein, au⸗-ßer dir soll mir auf Er⸗ 3 E— 12— 2 H * S. 2— +* NI— IIUV..— +. H! I L— + 1*————— II +— 0— 45— N. den nichts sonst=ber's wer- den. 2. Unter deinem Schirmen Weg, ihr eitlen Ehren, X bin ich vor den Stürmen ich mag euch nicht hören, aller Feinde frei. bleibt mir unbewußt! Ai Laß die Erde zittern, Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod laß die Welt erschüttern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, obgleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Weg mit allen Schätzen, du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. soll mich, muß ich gleich viel leiden, nicht von Jesu scheiden. 4. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! 214 Gute Nac dit dei gan gule Nach 5. Weie denn meir Jsus, tri 2. De als mich dir bin als an“ dein Se wenn ic Ich bin ich will 3. Au folgte n deines regte m o ich et daß ich Ich bin ich will 4. M deine r wenn i⸗ 11 Ach ich ohne di Ich bin ich will Gute Nacht, du Stolz und Pracht, dir sei ganz, du Sündenleben, gute Nacht gegeben. 5. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. C. Jesuslieder. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, g. 1618, 4 1677. 273. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 13m—....——.— N ————.— WWON 1 Je⸗ su, mei ⸗ner See⸗le Leben, mei⸗ nes „dir will ich mich ganz er ⸗ge⸗ ben jet ⸗— ——— ů, —— WDDRR ᷣ 253 r.— Her⸗zens höch ⸗ste Freud, mei nen Gott will ich dich nen⸗nen V. 3— I.— DSSS EEE be⸗ ken⸗nen. Ich bin dein, und du bist mein, 2. Deine Güt hat mich umfangen, als mich erst die Welt empfing; dir bin ich schon angehangen, als an Mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenommen, wenn ich nur bin zu dir kommen. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Regen regte mir oft das Gemüt, so ich etwa fehlgetreten, daß ich wieder käm mit Beten. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 4. Ach wie oft hat in der Jugend deine Hand mich angefaßt, wenn ich Frömmigkeit und Tugend weggeworfen und gehaßt! Ach ich wäre längst gestorben ohne dich und längst verdorben! Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 15 sein. hat mich immerdar ernähret. 4* Ich bin dein, und du bist mein,. ich will keines andern sein. 6. Irr ich, sucht mich deine Liebe: fall ich, hilfet sie mir auf. Ist es, daß ich mich betrübe, tröst't sie mich in meinem Lauf. Bin ich arm, gibt sie mir Güter; haßt man mich, ist sie mein Hüter. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 7. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel beigelegt; ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dir, Jesu, in die Freude; Trotz dem, der mich von dir scheide. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 273—274 8. Drum ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigentum, an dich ich mich ganz ergebe, du bist meiner Seele Ruhm, meine Zuversicht und Freude, meine Süßigkeit im Leide. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 3. Lieder vom christlichen Leben. 9. Höre, Jesu, noch ein Flehen, schlag mir diese Bitt nicht ab: Wenn mein Augen nicht mehr sehen, wenn ich keine Kraft mehr hab, mit dem Mund was vorzutragen, laß mich doch zuletzt noch sagen: Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. Nach Christian Scriver, g. 1629, 4 1695. 9— 274. mel. Alles ist an Gottes Segen. Eph. 1, 21. 22. A i iiEEEEE 1. Je⸗sus Chri⸗stus herrscht als Kö⸗ nig, al ⸗les wird ihm H V V 4 E: I— 1 I EU E+ IACII 0——0— E—.— L — I 2* SꝗꝗDPꝑP‚P‚PIꝑIPIIIIPIIIIIIIIITITITII.II....... — Zun⸗ge soll be-ken⸗-nen, Je-⸗sus sei der Herr zu nen⸗nen, 0——— SSSSI..I........I...I. 122— I— II . dem man Eh ⸗re ge ⸗ben muß. 90 W& 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr; der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich. Dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher Ehren sitzt er unter lichten Chören über allen Cherubim. In der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen; denn der Vater gab es ihm. 5. Nur in ihm, o Wundergaben! können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hört's: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zu gut. 6. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glie⸗ der hier auf kurze Zeit darnieder, und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld, es folgen Freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Jauchz' ihm, Menge heil'ger Knech⸗ te, rühmt, vollendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt, und du Blutvolk in der Krone und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 9. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, 216 2. Ein den ich li Nsus ist was er u Ich bin füͤhre mi 3.8 und ist! ach so n Jesu, g Gib die mimm n 647 E , ehen, Mzen, nerzen, lufen, C. Jesusl ob ich schon noch Pilgrim bin. Jesus Christus herrscht als König, 275. ieder. 274—276 alles sei ihm untertänig! Chret, liebet, lobet ihn! Phil. Friedr. Riller, g. 1699, 169. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. ——— 3 1 Je⸗ sus, Je ⸗sus, nichts als Je⸗sus Jetz ⸗ und mach ich ein —— soll mein Ver⸗bünd nis, daß ich — 2 und mein Ziel. Wunsch sein sus will; will, was Je⸗ füllt, ru⸗fet nur: Herr, 2. Einer ist es, dem ich lebe, den ich liebe früh und spat; Jesus ist es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat. Ich bin in dein Blut verhüllt, führe mich, Herr, wie du willt! 3. Scheinet was, es sei mein Glücke, und ist doch zuwider dir, ach so nimm es bald zurücke, Jesu, gib, was nützet mir! Gib dich mir, Herr Jesu mild, nimm mich dir! Herr, wie du willt! Ludämilia Elisabeth, Gräfin zu Sch wie du willt! 4. Und vollbringe deinen Willen in mir und durch mich, mein Gott, deinen Willen laß erfüllen mich im Leben, Freud und Not, sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wo und wie du willt! 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, daß du dich und viel dazu mir geschenket und erwiesen, daß ich fröhlich singe nun: Mir geschehe, Gott, mein Schild, wie du willt! Herr, wie du willt! warzburg⸗Rudolstadt, g. 4640, f 16²2. 276. Eigene Melodie. — 8 .——..— S —................ 1 In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei⸗ de, o du Durch dich wir ha⸗ben himm⸗li⸗ sche Ga-ben, du der — +—.— —*— ů 1— 818.———— PPꝑPSPSPSPSPSPSPSSISSII sü⸗ ßer Je ⸗sus Ran(31„fest von Schan'den, wah,„ re Hei ⸗land bist; Zu dei ⸗ ner Gü⸗ te ——.—. 406 ————I—— ret⸗test von Ban⸗den; wer dir ver⸗ trau⸗ et, hat wohl ge⸗ steht un⸗ser Ge⸗ mü⸗te, an dir wir kle⸗ben im Tod und EEEE N ‚Abau ꝛet, wird e⸗wig blei ben, Hal⸗le-lu ⸗ ja! Le⸗ben, nichts kann uns 5 chei den. Hal⸗le⸗ lu ⸗jal) 217 6 1 N U V ö 0½0 G A +* + Aü 276—277 3. Lieder vomichristlichen Leben. 2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hast's in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde, Hallelujal Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort oben mit Herz und Munde. Halleluja! Joh. Lindemann,(d) 4 um 1650. . 277. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. —.— 94—— — 12 e————.‚ SISSSS.....IIIFIFFFF—— 1. Köl⸗ nig, dem kein Kö⸗ nig glei⸗chet, des ⸗sen Ruhm kein 04 Udem als Gott das Reich ge» büh⸗ret, der als Mensch das + E 570 1— n e. —— EEEEEEEn—. 2 Muͤnd er· rei ꝛchet, Scep ter it ret, hei ⸗ten krö⸗ nen, 2. Himmel, Erde, Luft und Meere, aller Kreaturen Heere müssen dir zu Diensten stehen; was du willst, das muß geschehen. Fluch und Segen, Tod und Leben, alles ist dir übergeben, und vor deines Mundes Schelten zittern Menschen, Engel, Welten. 3. In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die durchs Scepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, zie ren und bees» gleiten: die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen, dir ist niemand zu vergleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vollkommenheit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Lust, Furcht und Schmerzen, laß mich deinen Schutz genießen, gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Gehorsam üben, hier mit ringen, dulden, streiten, dort mit herrschen dir zur Seiten. Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 4 1755. 218 2 2. Li⸗ eh als i Liebe, d und mit Liebe, d dein zu! 3. Wie und gel Liebe,d ewige Liebe,! dein zu 4.L Licht u Liebe, mir zu Liebe, dein zu . erzen letzen/ C. Zesuslieder. 278. Mel. Homm, o komm, d E1 6 Rir 2. SSSSSS u Geist des Lebens. 1—— 347 — 65 . Lie ⸗be, die du⸗ mich zum Bil ⸗ Lie ⸗be, die du mich so mil de nach dem Fall hast ————. IEE 2. + 4 mich, dein zu blei⸗ ben 2. Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ew'ge Lust und Seligkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich bloß ergeben mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. e⸗ wig ⸗lich. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt't, Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich dort wird zieren mit dem Kranz der Herrlichkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler, g. 1624, + 1²7. 279. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. mei⸗nen Geist be⸗ und aus al⸗ lem kräf⸗ tig⸗lich mich in dich ein⸗ ——— n I— übR 2* 13 5 ruh ⸗Re 2 7 985•5 füh te, daß ich dich in ⸗nig ⸗lich mög in 1——. 2 Lie⸗be fas sen, al⸗les an ⸗dre Laf⸗fcf. 2. Sammle den zersireuten Sinn, Kreatur ängstet nur, treuer Hirt der Seelen; du allein kannst geben denn wenn ich in dir nicht bin, Ruhe, Freud und Leben. muß mein Geist sich quälen. 219 * 279—280 I 3. Mache mich von allem frei, gründlich abgeschieden, daß ich eingekehret sei 3 0 stets in deinem Frieden, N kindlich rein, sanft und klein, ö dich in Unschuld sehe, in dir leb und stehe. ½ 4. Menschenfreund Immanuel, I dich mit mir vermähle; R5 o du sanfter Liebesquell, salbe Geist und Seele, N daß mein Will sanft und still ö ohne Widerstreben i dir sich mag ergeben. NI 5. Jedermann hat seine Lust und sein Zeitvertreiben; mir sei eines nur bewußt, Herr, in dir zu bleiben. 5. Lieder vom christlichen Leben. Alles soll folgen wohl, wenn ich mich nur übe in dem Weg der Liebe. 6. Kreaturen, bleibet fern, und was sonst kann stören! Jesu, ich will schweigen gern und dich in mir hören. Schaffe du wahre Ruh; wirke nach Gefallen, ich halt still in allen. 7. Was noch flüchtig, sammle du; was noch stolz ist, beuge; was verwirret, bring zur Ruh; was noch hart, erweiche, daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine als mein Freund alleine! Gerh. Tersteegen, g. 1697, 4 1769. 280. Eigene Melodie. 7*Z— 24.——. 9 4 E—— EEEEE E X LI.— + + 1— I +* L 1 E e—— 2 1-H Je⸗sum laß ich nicht; weil er sich für +. so er ⸗for ⸗=dert mei⸗ne Pflicht, nur al⸗lein für iEEEEEE 8122— I—‚—— 2—. I 441 mich ge⸗ ge⸗ ben, Er iit rei⸗ 8 8 be Licht „hn zu le ⸗ben rist mei⸗ne e⸗bens Licht, R E 2—5 ᷓ I mei- nen Je sum laß ich nicht. 13 2. Jesum laß ich ewig nicht, unsrer Väter Glaube pranget. weil ich soll auf Erden leben; Mich erfreut sein Angesicht, 5 ihm hab ich voll Zuversicht, meinen Jesum laß ich nicht. V. was ich bin und hab, ergeben. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht N Alles ist auf ihn gericht't, meine Seele seufzt und sehnet, meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, laß das letzte Tageslicht 4 ö mich auf dieser Welt erreichen: x wenn der Lebensfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, nl wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht Jesum sucht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich frei macht vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten: Christus läßt mich für und für zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Keymann, g. 1602, 4 1662. 220 2.Gib, als deine gib, daß als mein Stoß all was mie und nich daß all! in deine 3. Wie ist, Jesu Wo diese das mein Drum nichts se lioben, e als dein⸗ der duf 4. M in Not; und haf und Mi verhöhn Ah laß alle St mit Re auch sa / lnicht s. C. Jesuslieder. 281 281. Mel. Ich ruf zu dir, Berr Jesu Christ. H—— S.— 25.— 2 2.——— O Je⸗ su Christ, mein schön⸗stes Licht, der du in so hoch mich liebst, daß ich es nicht aus-spre⸗chen ..., re ... 2 2——— E—— dei ⸗ner See⸗len 1 kann noch zäh len, gib, daß mein Herz dich wie⸗der⸗ um mit —— 7 RADDEEEEEEEEE— L— I—— LI + + 2 L 5. 6 Lie⸗ben und Ver⸗lan-gen mög um⸗fan- gen und als dein ———.——. V A SS........... ———. I 1— LI 4J.— + 1 I. Ei⸗gen ⸗tum nur ein 2. Gib, daß sonst nichts in meiner Seel als deine Liebe wohne; gib, daß ich deine Lieb erwähl als meinen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen und nicht gönnen, daß all mein Mut und Sinn in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese wohnt, kann nichts entstehn, das meinen Geist betrübe. Drum laß nichts andres denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ehren, als deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. Mein Heiland, du bist mir zulieb in Not und Tod gegangen und hast am Kreuz als wie ein Dieb und Mörder da gehangen, verhöhnt, verspeit und sehr verwund't. Ach laß mich deine Wunden alle Stunden mit Lieb im Herzensgrund auch schmerzen und verwunden! „zig an dir han ⸗ gen. 5. Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. Ach laß doch ferner, edler Hort, mich diese Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. 6. Laß meinen Stand, darin ich steh, Herr, deine Liebe zieren und, wo ich etwa irre geh, alsbald zurechte führen; laß sie mich allzeit guten Rat und gute Werke lehren, steuren, wehren der Sünd und nach der Tat bald wieder mich bekehren! 7. Laß sie sein meine Freud im Leid, in Schwachheit mein Vermögen; und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur Ruhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Luft zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 16re. 221 28² 3. Lieder vom tchristlichen Leben. 232. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. ——— +* EOEE ——— I—ꝛꝛß—*— ,,r.rn, ö 1 Je su, Je⸗ su, Gor ⸗tes Sohn, 21. es, daß ich re ⸗ de wahr, OII—P—P—.. 0 5 mein Bru⸗ der und mein End den⸗ thron, mein Schah, — vor dir ist al ⸗les son-nen⸗klar und kla⸗ FE—— H——— —S.. + + N 35— 4j—— EI HNI 2————— +— 25.—.— +— I II—.—— J.—.—— mein Freud und Won ⸗ne, rer als die Son-n Herz-lich lieb ich mit Ge⸗ + —— + 7 ................. .——.. 2—.E 5 ö fal ⸗len dich vor al len, nichts auf Er-den —. 2 SWS SSPSPSPSPSSEIEI.. 4 4 2..——— kann und mag mir lie ⸗ber wer⸗-⸗den. 2. Dies ist mein Schmerz, dies krän⸗ ket mich, daß ich nicht g'nug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzünd't, je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich, so viel ich soll und will, dich allzeit lieben möge. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Ehre, Freude, Gut und Geld, wenn ich es recht erwäge, kann mich ohn dich g'nugsam laben; ich muß haben reine Liebe; die tröst't, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen. Es geh ihm, wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. — I Ewig, selig nach dem Leide große Freude wird er finden, alles Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch gesehen noch gelehrt, es kann's niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich nicht erreichen noch vergleichen den Weltschätzen dies, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt, und mir dein klares Wort vermeld't, aus Liebe mich stets übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Freundlichkeit, die jetzt gerühmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken und sehn! mit unver ohn alle f Rechiih 2 22 2— * — 2. Duk und mac damit se durch di. und an was Fir zu Gott du hast auf wel was du das haf 4. Di mit auf was na man kü du sags als jem jehört, „ (C. Zesuslieder. und sehn dein liebreich Angesicht mit unverwandtem Augenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich 282—284 sein erquicket und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann, g. 1585, 7 6cr 283. Mel. Vater unser im Himmelreich. EE EiSEEEEE— + 2 + 1— 1. O Leh⸗rer, dem kein Leh⸗rer gleich, an Weis⸗heit EH—.—— 3— — 22.32325 EE 2 4.— 7. 8 LHNUEUUE—— DM‚Z‚Z‚Z‚.‚..—. 2— 2 + EIE ö *— I— LI— A 1—* + 77 und an Nie be reich, 523 1480 gen Va aters höch-⸗ster G EE ——— Rat, Prophet be⸗ 0 2 Wort und Tat, den Gott zu V V.—— 1—44 I ——..—— I EI— —..—.— ————..——.——* 3—.—‚IIII 2 2 un-serm Heil ge⸗ sandt un 2. Du kamst aus deines Vaters Schoß und machtest alle Siegel los, damit sein Rat umgeben war; durch dich wird alles offenbar und an das hellste Licht gestellt, was Finsternis umschlossen hält. 3. Du weisest uns die wahre Spur zu Gott, dem Schöpfer der Natur: du hast den Weg uns recht gezeigt, auf welchem man zum Himmel steigt; was du vom Vater selbst gehört, das hast du unverfälscht gelehrt. 4. Du sahest in der Gottheit Licht mit aufgedecktem Angesicht, was nach des Himmels weisem Rat man künftig zu erwarten hat; du sagst es deutlicher zuvor als jemals der Propheten Chor. d 5. Das Lehramt, welches du geführt, hast du mit Heiligkeit geziert und mit viel Wundern oft bestärkt, ihn ge⸗salbt mit eig- ner Hand! daraus man deine Allmacht merkt, ja endlich, als es Gott geschickt, ein blutig Siegel drauf gedrückt. 6. Du bist es, Herr, von dem das Anit, das die Versöhnung predigt, stammt, du machst durch treuer Lehrer Mund noch jetzt dein Heil den Menschen kund; begleite stets mit deiner Kraft ihr Amt, damit es Nutzen schafft! 7. Du sendest, wie dein Wort verheißt, noch immer deinen guten Geist, der allen Seelen, die er liebt, Erkenntnis, Licht und Wahrheit gibt, und der, wo man ihn nicht vertreibt, dein Wort in Herz und Sinnen schreibt. 8. Ach laß, o himmlischer Prophet, mich schauen deine Majestät; mach mich von Eigendünkel frei, damit ich dir gehorsam sei. Du sollst mein höchster Lehrer sein, führ mich in deine Schule ein! Joh. Jak. Rambach, g. 1695, 1755. 284. Eigene Melodie. —————.— ——, e—. . Schön⸗ ser Herr den su, Herr ⸗scher al ⸗ler 28⁴— 285 3. Lieder vomtchristlichen Leben. 1 EIIEEE— S—.—— 2—..—3 2 2— 1 1 1 En den, Got ⸗tes und Ma ri ⸗en 2 2 E—— E———.—.—————.— 2— EV— 4. 4———. 5 Sohn, dich will ich lie ben,— 655 ich DV— I EU ö 2 L 115— L——— eh- ren, du mei ⸗ner See⸗le Freud und Kron! 2. Schön sind die Wälder, noch schöner die Felder in der schönen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne, noch schöner der Monde und die Sterne allzumal; Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner, als all die Engel im Himmelssaal. 4. Alle die Schönheit Himmels und der Erde ist nur gegen ihn wie Schein, keiner auf Erden lieber kann werden, als der schönste Jesus mein. 16²7 36 285. Eigene Melodie. ICSIITTIITITITII..T... 2—6667765 I 4 + + + ꝗDCDSꝗFICJ—* L 2 IZI.....— .*—— LI— I— b +1 1. See ⸗len⸗bräu⸗ am, Je-⸗-su, Got ⸗-tes Lamm, 5.. ——.——— ha ⸗ be Dank für dei ⸗ ne Lie ⸗be, die mich E.—————*———— — + + I I V + rrn, niryrinrrimrit 5456 zieht aus rei ⸗ nem Trie ⸗be von der Sün —* V in mn Eüneirn. re 1——.4 N +—.—.— II— EAI 2——.— I*——.. II L—.—— I 12.— II Schlamm, Je ⸗su Got ⸗tes Lamm! 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemut deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht, salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in ihr dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; 22⁴ denen du di deinen Ftie 7. Mun er du mein gar ich will nim sondern gla Weil im Gl num ergreif 8. Hier d dort die El hier im He dort im H denn die solgt auf e 20 2. Sa laß ihn richt ihn laß ihn! Suche alles an 3. Du dein bet 90 zur O da kann Suche9 alles an 4. Ge laß dir 110 wi dich,den uche J alles n V denen du bist lieb, deinen Frieden gib! 7. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 8. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. C. Jesuslieder. 9. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 10. Du mein Preis und Ruhm, werte Himmelsblum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Himmelsblum, du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, g. 1620, 4 1701. 286. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Rn Sü IIIII— DDD—0.— 9—.——— 1 See⸗le, was er⸗müd'st du dich in den Din⸗gen — die doch bald ver-zeh-ren sich und u Staub und —— +—— +..—— —.——— +—— 22..—.— EEEEE— — die⸗ser Er ⸗d 55 A⸗ sche 1 den Su ⸗che Je⸗ sum und sein Licht, — SSE an dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwinger richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben: eil zur Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4. Geh in Einfalt stets einher, „ laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren, bist erlöst durch Christi Tod; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich nur oft im Geist über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, unter deinen Füßen stehen! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 2²⁵ 15 ä—— —.— 286—288 8. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben, laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Lieder vom christlichen Leben. 9. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen, glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolf, g. 1685, 4 1754. 237. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. IESE 5—— ö— H. 9 +S.. IE*—— 1— + + 2——.— ꝓISISISSISISIIIIIII TTTITIFITITITIIIII.... — 1 Such,wer da will, ein an⸗der Ziel, die Se⸗lig⸗ —8. mein Herz al ⸗lein be⸗dacht soll sein, auf Chri⸗stum —9 N 4.— 33——8 ESS IIII kei„ de 2 1— L—— eit zu n⸗ den sich 30 Grn Donz sein Wort ist wahr, sein Werk ist 5 PPP 2 E IE DD——.—2.— 1———. 11 1——— 1I— 2.— klãr, sein 3663— ger Mund 3 Kraft und Grund, all Feind zu SSTI....I... —. +— I. 1222— I— II ü ⸗ ber⸗win ⸗den. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, gdie uns doch nichts erworben, hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu teil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Suchtihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein, denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. 283. Mel. Wie— ist 15 4. Mein Herzenskron, mein Freu⸗ densonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben; bleib du mein Preis, dein Wort mich speis, bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an gich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich in Kreuz nicht zagen! Weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen! Georg Weissel, g. 1590, f 1655. Allmächt'gen Güte. —* — IEEE SSEX 2. —.— I 2 1 Was wär ich oh⸗ne dich ge⸗we⸗sen, Zu Furcht und Ang⸗sten aus ⸗er⸗le⸗ sen 226 was würd ich ständ ich in ich folgter dem wilde Ich fände und hoffn Wer hielt wer hielt 3. Hat und bin wie schn die bode Für alle bleib ich gewiß, i wenn zu 4. O und hol streckt 6 und lad Der Hüi im Gla die eine auch de 5. Da ein böse und wa 0o war m Freu⸗ bleiben; em Licht ort mich lngesich, ö hste Zier, em Leid, Rlag „1ss C. Jesnslieder. E 6 IIRSSS △—— e oh ⸗ ne dich wohl sein?.—8⁰9— wei ⸗ter Welt al⸗lein. Nichts wüßt ich si⸗ cher, was ich ,., we Kn, In D‚SDiDiDiii‚i‚i‚ii............ ö— 0 lieb 342— die Zu⸗kunft wär ein dunk⸗ler Schlund, und 22—* x ER ²....———— 2.—.— wenn mein Herz sich tief be⸗trüb ⸗te, wei tät ich — 21——————— 1 * ö 20 e— n 2. Einsam verzehrt von Lieb und Seh⸗ nen erschien mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Tränen dem wilden Lauf des Lebens nach. Ich fände Unruh im Getümmel und hoffnungslosen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kundgegeben, und bin ich seiner erst gewiß, wie schnell verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsternis! Für alle seine tausend Gaben bleib ich sein demutvolles Kind, gewiß, ihn unter uns zu haben, wenn zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. 5. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, ein böses Wesen wohnte drin, und ward's in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. mei ⸗ne Sor ⸗ge kund? Ein eisern Band hielt an der Erde die bebenden Gefangnen fest; Furcht vor des Todes Richterschwerte verschlang der Hoffnung Überrest. 6. Da kam ein Heiland, ein Befreier, ein Menschensohn voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unserm Innern angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott verwandt. 7. Seitdem verschwand die Not der Sün⸗ de, und fröhlich wurde jeder Schritt, man gab zum schönsten Angebinde den Kindern diesen Glauben mit; durch ihn geheiligt zog das Leben vorüber wie ein sel' ger Traum, und ew'ger Lieb und Lust ergeben bemerkte man den Abschied kaum. 8. Noch steht in wunderbarem Glanze der heilige Geliebte hier; gerührt von seinem Dornenkranze, von seiner Treue weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, der seine Hand mit uns ergreift und, in sein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieses reift. Fr. v. Hardenberg(Novalis), g. 1772, + 1801 15² 5. Lieder vom christlichen Leben. hes Bei spiel gabst du mir, mit Be⸗gier dir nach ⸗zu PSI==... Sollt ich nicht gern und durch dein Le-ben!l] ah men stre- ben 1— und nicht den Weg, den mein Hei ⸗land, ....‚ G...... du be ⸗tratst, 2. Dein Herz war voller Heiligkeit, so rein wie deine Lehre, + dein Tun Lieb und Rechtschaffenheit, dein Endzweck Gottes Ehre, für uns allhier Zufriedenheit und dort die ew'ge Seligkeit. 3. Darum entäußertest du dich und stiegst vom Himmel nieder, wardst Mensch, ein armer Mensch wie ich, und meiner Schwachheit Brüder, der Bosheit Raub, der Leute Spott, 19 in deinem Wandel gleich wie Gott. 4. In Knechtsgestalt erschienest du, 0 um uns zu Herrn zu machen; den Kranken gabst du Trost und Ruh und warst stark in den Schwachen; NV du trugst die Leiden mit Geduld und trugst sie sonder eigne Schuld. 1 Wem 7 6 le un ⸗treu D auch gehn WED und das tun, was du tatst? 5. Ein Opfer unsrer Missetat, liebt'st du uns doch als Freunde, erfüllt'st für uns des Vaters Rat und batest selbst für Feinde. Du starbst, gehorsam bis zum Tod, und ehrtest auch im Tode Gott. 6. Dies große Beispiel hast du mir zur Richtschnur hinterlassen, daß ich gesinnet sei gleich dir in meinem Tun und Lassen. Komm, sprichst du, nimm dein Kreuz auf dich, komm, folge mir und tu, wie ich! 7. Ich komme, Herr, gib Kraft und Licht, daß ich mein Heil erkenne, dein wahrer Jünger sei und nicht mich fälschlich nur so nenne, damit ich, deinem Beispiel treu, auch andern selbst ein Beispiel sei! Chr. Felix Weiße, g. 1726, 4 1804. 290. Mel. Berzlich tut mich verlangen. ö i e 2— wer⸗den, so bleib ich dir doch daß Dank⸗ bar⸗keit auf Er-den nicht aus ge-stor-ben 5 EE EE ver gingst für mich in Schmerz; drum geb ich dir mit Freu⸗ 22 2. Oftr daß du ge und mane dich leben Von Liebe hast du so der Welt! doch keinet 3. Dus noch imm und wenn so lbleibst! * 102 laß ich g solg an treugesi lasse stl eeines§ die mit alles wir ⸗land, h zu den u mir reuz auf wie ich! d Licht, cht sei! 118⁰4. C. Jesuslieder. 0—— ————3.‚‚i‚ —52——————— —.— 22. s—*—————.—.— den auf e-⸗wig die ⸗ses Herz. 2. Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist, und mancher von den Deinen dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen hast du so viel getan, der Welt das Heil errungen, doch keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu; die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden; o lasse nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. Friedr. v. Hardenberg, g. 1772, F 1801. 291. Eigene Melodie. —. 22—— *.——— I 3. 1—. Wenn ich ihn wenn er mein nur ——— I—.—2.— 2— V— ist, wenn mein Her bis hin um 5;t ————————3 .... .———————2+——*— sei ne Treu ⸗e nie ver weiß ich nichts von E———.—— 9— 1——— 7 9—*—.———— Lei⸗-de, 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, fsolg an meinem Wanderstabe treugesinnt nur meinem Herrn, lasse still die andern breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe, chlaf ich fröhlich ein; ewig wird zu süßer Labe seines Herzens Flut mir sein, die mit sanftem Zwingen alles wird erweichen und durchdringen. füh le nichts als— Dache Lieb und Freu-de. 4. Wenn ich ihn nur habe, hab ich auch die Welt, und des Himmels reiche Gabe meinen Blick nach oben hält: hingesenkt im Schauen kann mir vor dem Irdischen nicht grauen. 5. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland, und es fällt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand; längst vermißte Brüder sind ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedr. v. Hardenberg, g. 1772, 1 1801. 229 ö 292 5. Lieder vom christlichen Leben. j I 5. V— 292. Mel. Seelenbräutigam. 14 ‚ e— ů. N—.— PꝑPIPIFI W 19 0.—.—— +* 1. Wer ist wohl wie du, Je su, u te Auhs 1+ E 2—Oͥ— ꝗ—5— ů 2 9—— ö E EEEEEE RV Un e vie len alis er ko ⸗ ren, Le ⸗ ben 3 E B— 4———. „ 10— 46.1.. PII—— d— i —. rer, die ver ⸗ lo ⸗ren, und ihr Licht da⸗ UEER—.— ů V.——————— 2—.—* + 2—— 2— 4—————— EE— zu, Je ⸗ su, sü ⸗ ße Ruh! 2. Leben, das den Tod, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; 1 mich aus aller Not vor dir sonst nichts gilt ö 9 zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket W und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, N Glanz der Herrlichkeit! V½ 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt hast du mächtig überwunden R und ein ew'ges Heil erfunden durch das Lösegeld I deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, R König und Prophet, deinen Scepter will ich küssen, mit Maria dir zu Füßen sitzen früh und spät, ů höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen N. als dein Eigentum, allerschönster Ruhm! 141 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn! 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf! 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib! 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht! 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut! 230 13. Soll⸗ wollst du be nich durchs 2. Onu Sohn G. du hochg mein Her dein süße ist lauter Herr, dich Hosianna das wire deiner kan 8.Oeu du Gatt die Flan Und siä o Herr, in frisch. C. Jesuslieder. 13. Soll's zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten 292—293 und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn! ——— sube J. A. Freylinghausen, g. 1670, 4 1759. ——„ ö —7— 293. Eigene Melodie. EE E .*=... 244401— — 1[Wie schön leuch-tet der Mor-⸗gen ⸗stern, ——.——(Du Da⸗ vids Sohn aus Ja- kobs Stamm, t da⸗ EHE.— DEDEEEE. 4—— 39—————————————— — oll Gnad und Wahr⸗heit von dem Herrn aus Ju⸗ mein Kö⸗nig und mein Bräu ⸗ti ⸗ gam, du hast I —— rege; 10. E + —.— 72211. ——.— 6 e. da auf ⸗ge⸗ gan ⸗gen. —65 mein Herz um ⸗fan⸗gen: lieb⸗lich, freund⸗lich, schön und 1 llen, 2—.———— Hen; präch⸗tig, groß und mäch⸗tig, reich an Ga ⸗ben, —— 2 I SI.............. 0— u ber al ⸗les hoch er ⸗ha-ben. 2. O meine Perle, werte Kron, Sohn Gottes und Mariens Sohn, ö du hochgeborner König, mein Herz ist voll von deinem Ruhm, dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig Herr, dich preis' ich, Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du Gottesglanz und Himmelsschein, die Flamme deiner Liebe! ken, Und stärk mich, daß ich ewig bleib, en; o Herr, ein Glied an deinem Leib in frischem Lebenstriebe! Nach dir wallt mir mein Gemüte, ew'ge Güte, bis es findet dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freuden⸗ licht, wenn ich dein holdes Angesicht seh freundlich auf mich blicken. O Jesu, du mein höchstes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in die Arme, Herr, erbarme dich in Gnaden! Auf dein Wort komm' ich geladen. 5. Gott Vater, o du starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat sich mit mir vertraut, mein Herz auf ihn mit Freuden schaut, was ist's, das mich betrübet? Preis dir! Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang und laßt den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem Jesus Christ, I. 293—294 der mir mein ein und alles ist, in steter Liebe wallen. Singet, klinget, jubilieret, triumphieret! Dankt dem Herren, ihm, dem König aller Ehren! 7. Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ, daß du der Erst und Letzte bist, 3. Lieder vom christlichen Leben. der Anfang und das Ende! Du wirst mich einst zu deinem Preis aufnehmen in das Paradeis, froh falt ich meine Hände. Amen, Amen, komm, 0 schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, weil ich sehnlich dein verlange! Phil. Nicolai, g. 1556, + 1608. 41— 294. Eigene Melodie. EREAöSEEEEEEEEEE.——. .———————————— 1 Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗ Ich stei ge aus der Schwer-muts höh⸗ Eee IISIESIEE T. IDDI +—* 1 1 +——— EEEEEEEEEEEEEEE— — le, wenn ich in dei-ner Lie- be ruhl D 5 le und ei le dei⸗nen Ar men zu. inut Die [— —.—— D. ö 8 TIr 5 Nacht des Trau⸗erns —.— schei⸗ den, wenn mit so EE . —— —ĩ———— Freu⸗den die Lie⸗be strahlt aus 5 ner Brust t. n ist mein Him⸗mel schon auf Er ⸗den; wer woll⸗ Ete nicht ver⸗ r.. 3 gnü⸗get wer-den, 2. Die Welt mag schmähen oder prei⸗ sen, es sei also; ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, du bist mein Freund, den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn Freund⸗ schaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fäl⸗ len, weilin den stärksten Unglückswellen mir deine Hand den Anler reicht. 3. Will mich der Sünde Last erdrücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht Straf und Hölle meinem Rucken, in dir su⸗ chet. 232 und? Lust? so steig ich gläubig in die Höh und flieh in deine heil' gen Wunden; da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist meinHeil. Wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich. Du gibst mir aus den Wolken Speise und labest aus dem Felsen mich.*) Ich traue deinen Wunderwegen, sie enden sich i in Lieb und Segen; *) 1. Kor. 10, 2—4 genug, wen Ich weiß:n Ind uber S den führest 5. Der Tod mir nicht, in dir, der oaᷣalerliebs Ven mach wenn aus er eingeht Mein Lich aus dieser m/ deiner 5 2.Wer Wer stär Wer hit Wer scha Psus, de 3. Wer meines C Wer mach Ver mad Nuus, de 4. De Wer schü Wer erql 296 h⸗men nden lden, kann. n, nmenꝰ N 55 e Reise, 530. Speise 9.0 N, N C Jesuslieder. 294—296 genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß: wen du willst herrlich zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, wenn aus Gefahr und Ungewittern er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte des Himmels süßen Vorschmack sein! Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann als Jesus mich erfreuen. Oreicher Trost: mein Freund ist mein! W. Chr. Deßler, g. 1660, 4 1722. ———— Melodie. ů 4 23—.*— gen-tum? 2— meinRuhm? 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus, der Gekreuzigte! 3 Wer ist meines Lebens Teil, meines Geistes Kraft und Heil? Wer macht rein mich und gerecht? Wer macht mich zu Gottes Knecht? Jesus, der Gekreuzigte! 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schützt, wenn der Feind erbost? Wer erquickt mein mattes Herz? sus, der Ge⸗ kreu ⸗-zig⸗— Wer verbindet meinen Schmerz? Jesus der Gekreuzigte! 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der—— Not? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus, der Gekreuzigte! 6. Und so wißt ihr, was ich weiß, ihr wißt meinen Zweck und Preis. Glaubt, lebt, duldet, sterbet dem, der uns Gott macht angenehm, Jesu, dem Gekreuzigten! Joh. Chr. Schwedler, g. 1672, 4 1750. D. Beiligung und christlicher Wandel. 296. Mel. O Gott, du frommer Gott. 2 Ach, Gott, ver⸗laß Vach süh re mich, dein Kind, daß 233 gib mir die ich den mich nicht, 296—297 5. Lieder vom christlichen Leben. 2. 15 · —..— 1—.— 0———— 59——, —* 14.—. + II I— I 1 Gna⸗den ⸗ hän ⸗ de, öů ö Lauf⸗vofl ⸗ en. de zu mei ⸗ ner Se ⸗ lig EV TD. I II I—— II— 1 CIN———.— + +5 I +—— + + I + 2———3—.. + I 1 + I + —. 2— 7 6 keit; sei du mein Le⸗bens ⸗licht, mein Stab, mein EV— 1—— v—..— S + +———. + + N; H◻T SDI—.‚...—... + + + + 2— +— II 1 +— +* +— 1 II Hort, mein Schutz; ach, Gott, ver ⸗-laß mich nicht! 2. Ach, Gott, verlaß mich nicht, 4. Ach, Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen; ach laß dich doch bewegen; ach laß mich nimmermehr ach, Vater, kröne doch in Sünd und Schande fallen; mit reichem Himmelssegen gib mir den guten Geist, die Werke meines Amts, gib Glaubenszuversicht, die Werke meiner Pflicht, sei meine Stärk und Kraft; zu tun, was dir gefällt; ach, Gott, verlaß mich nicht! ach, Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach, Gott, verlaß mich nicht, 5. Ach, Gott, verlaß mich nicht, ich ruf aus Herzensgrunde; ich bleibe dir ergeben; ach, Höchster, stärke mich hilf mir, o großer Gott, in jeder bösen Stunde; recht glauben, christlich leben wenn mich Versuchung plagt und selig scheiden ab, und meine Seel anficht, zu sehn dein Angesicht, so weiche nicht von mir; hilf mir in Not und Tod; ach, Gott, verlaß mich nicht! ach, Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, g. 1659, 4 1725. 297. Eigene Melodie. ů 2——— .rrmrren 0 I. Al⸗les ist an Got=⸗tes Se⸗ gen und an sei⸗ ner 43 7 H H————— 0 II 4. 1h 1 1 + I 1—. 1—. 2— 4 WDPDPDPDPDPIPIPIĩsIĩII—— Gnad ge⸗le⸗ge ber al⸗les Geld und Gut. Wer auf + +— n, ü⸗ + + 3— E+—— Z—.—* Gott sein Hoffnung set⸗-zet, der be⸗hält ganz un⸗ver ⸗let- zet E 4 2+———3 N— E— 2*——2 ei ⸗ nen frei⸗ en Hel⸗den-mut. 2. Der mich hat bisher ernähret und noch leitet und regieret, und mir manches Glück bescheret, wird forthin mein Helfer sein. ist und bleibet ewig mein. 3. Viele mühen sich um Sachen, Der mich wunderlich geführet die nur Sorg und Unruh machen 234 und ganz u ich begehr u was mir w und man je 4. Hoffmt was ich wi so es ander Meine Ses hob ich sein und ihm a 5. Er w mein Verl 2 ind der e und dur kann kei denn den und den 4 8 Stärke; sind wir Wer ist 297298 D. HBeiligung und christlicher Wandel. und ganz unbeständig sind; es hat alles seine Zeit. ich begehr nach dem zu ringen, Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; was mir wahre Ruh kann bringen wie Gott will, so muß es bleiben; und man jetzt gar selten find't. wann Gott will, bin ich bereit. 4. Hoffnung kann das Herzerquicken, 6. Soll ich länger allhier leben was ich wünsche, wird sich schicken, will ich ihm wiht wirrnreben,. so es anders Gott gefällt. ich iIhn * verlasse mich auf ihn; Meine Seele, Leib und Leben ist doch nichts, das lang bestehet; hab ich seiner Gnad ergeben alles Irdische vergehet und ihm alles heimgestellt. und faͤhrt wie ein Strom dahin. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen, 1676. 298. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. f— 3 ————————.—————— D—.———— 1. Auf, ihr Strei⸗ter, durch⸗ ge⸗drun⸗gen, auf und folgt den 6———..—2— ——1— ————.— 2 ů —— 2.—— . + Hei⸗land nach, der durch Mar⸗ter, Hohn undSchmach sich auf ——.—— D—— — I 1— Zi⸗ons Burg ge⸗schwun⸗gen! Nach!—das Haupt hat schon ge⸗ 1 siegt; weh dem Glied, das mü ⸗ßig liegt! 2. Fort, nur nach mit Wachen, Beten! Unser Gott tut Wunderwerke. Fort,— was seid ihr so verzagt? Sagt, ob der nicht helfen kann, Christus hat den Sieg erjagt dem der Himmel untertan! 13— 0n E MRopf dertreten. 5. Niemand kann zu Salem thronen, Rufet aut im Siegeston: der nicht recht mit Jesu kämpft Schwert des Herrn und Gideon! und des Fleisches Lüste dämpft, 3. Kein Erlöster müsse sprechen: weil wir noch im Fleische wohnen. Ich bin elend, arm und schwach Nur durch Ringen, Kampf und Streit und durch so viel Ungemach kommet man zur Sicherheit. kann kein armer Sünder brechen; 470. d und den Schwachen Kraft erteilt. bis wir auf der Höhe stehn, 4. Sind wir schwach— bei ihm ist wo das Lamm die Fahne schwinget. Stärke; Ist der Erde Werk getan, sind wir arm,— der Herr ist reich. geht des Himmels Sabbat an. Wer ist unserm König gleich? G. Buchka, g. 1705, f 1752. t. .— 3. Lieder vom echristlichen Leben. 299. mel.—— 0 nur den lieben Gott 55 walten, E5U4 e——7—. 36..07 94—— Du Va ⸗ ter dei⸗ner Men⸗ schen-kin- der, der du die 55 und W n————— ge⸗ gen Sün der 8345 1463—— E Fe⸗ be Rheh ber in und voll Mit ⸗leid 95 laß 9 von gan⸗zem Her⸗ zen ——— e, ————.—— ——..—— dein im Le ben und im To⸗de sein! 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu sein mich übe, wie du mir selbst die Vorschrift gibst; was dir gefällt, gefall auch mir, nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilge, Herr, durch deine Liebe in mir die Liebe zu der Welt und gib, daß ich Verleugnung übe, wenn mir das Eitle noch gefällt! Wie könnt ich je die Kreatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur! 4. Laß mich um deiner Liebe willen gern tun, was mir dein Wort gebeut! Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, so sieh auf meine Willigkeit und rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das tut, was dir, o Gott, mißfällt. Drum laß es mich mit Sorgfalt meiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Vater, mich beflissen sein! 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, was mir dein weiser Rat bestimmt! Auch Trübsal führt zu ew'gen Freuden; wer ihre Last gern auf sich nimmt, sie willig trägt und weislich nützt, wird mächtig von dir unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, so ist auch Sterben mein Gewinn; dann werd ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Da wird die Lieb in vollem Schein und unaussprechlich bei dir sein. Nach Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 1757. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. + +—— — — nes Herz, Herr, schaff — in mir, schließ zu der ES— ver⸗ trei⸗ be zu, daß ie zin mei⸗ 2. Dir öffn' ich, Jesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei mir; nem Her⸗zen ruh! treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel, deinem Haus! 236 3. Laß deine und dein hell erleuchten me o Brunnen u 4. Und mach an Himmels 301. —5 1 Ipen gt Himen GOe 2. Unter in die Herz sein allgelt Wie er dies will er aud auf dem W 3. Liden endlich zum macht sie C daß er die g iu den 00 saust und st 4. Keiden Hah die Se in den Bid IWwie ein ie im inm Oem 5. Leide 100 den I schtt mit e wwo die sel nit dem eisend y 1 die Ug och mit ilt neiden, um, liden, untl ellden; nt, bt, . terben, m rben, 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt! 4. Und mache dann mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich; 301. Mel. Alles ist an Gottes Segen. D. Beiligung undechristlicher Wandel. 300—301 gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand! 5. So will ich deines Namens Ruhnn ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Beinr. G. Neuß, g. 1654, 4716. . ö 2—7— e— E —————. — und der Glaub em I. End. lich bricht der —— + 2— — ——— 2— ——.—.——.— 93— Pfängt sein Sie⸗gel, leich DSSRSSSISi dem Gold im 47 — II .... —.— 2—*——.— —— im⸗mels höch⸗sten Freu⸗den wer-⸗den nur durch lie fe Lei⸗den D Got tes Lieb⸗-lin 2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künft'gen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht sie Christo untertan, daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt; ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten, lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die sel'gen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. ge ver⸗klärt. 6. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. 7. Leiden macht im Glauben gründlich, macht gebeugt, barmherzig, kindlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. 8. Brüder, solche Leidensgnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kund gemacht, wenn sie mancher Schmerz durchwühlet, wenn sie manchen Tod gefühlet, Nächte seufzend durchgewacht. 9. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu seinem Herzen immer liebender hinan, und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! 237 ————— 301—303 5. Lieder vom 10. Endlich mit der Seufzer Fülle Lricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset dann hienieden, welch ein Meer von Gottesfrieden droben ihm bereitet sei! christlichen Leben. 11. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt. K. Fr. Hartmann, g. 1743, 1 1815. dei⸗ nen n 900 302. mel. O Zesu Christ, mein's Lebens Licht. 2 V 4 ............. , E..—.——..——.—.— XX.* S— 2491I. + L. — 4. 4 1. Er⸗ neu⸗ re mich, o ewẽ⸗ ges— und laß von —— ei. k. E——— e=....—— LIL 5— L 1— 1 0 1—5 12— +— An ⸗ge- sicht mein dei⸗ nem I nHerz und Seel mit I HI — I ——.— —— I 1 ———— ⁴— 10———..— 2——— und er-⸗fül ⸗let sein! Schein durch⸗leuch⸗tet 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sündenwust; ach rüst mich aus mit Kraft und Mut, zu streiten wider Fleisch und Blut! 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist't Eigene und nichts sonst, als was du willst, will, ach, Herr, mit ihm mein Herz erfüll! 4. Auf dich laß meine Sinnen gehn, laß sie nach dem, was droben, stehn, bis ich dich schau, o ew'ges Licht, von Angesicht zu Angesicht! Joh Friedr. Ruopp, 4 1708. „—— Aol. 5, 5—4. Melodie. glän-zet der ih⸗ nen der Chri⸗sten in ⸗ wen ⸗di ⸗ges Kö ⸗-nig des Him-mels ge⸗ + — —7 . R— ———— 0——+— 1 L ob-gleich sie v ist kei ⸗nem als ih ⸗-nen nur * Son⸗ne ver⸗ sel-ber be⸗ on au ⸗ßen die kaunt. nie-mand ver- spü-ret, was nie⸗mand be⸗ I.PIPIIIIIfIfIII.I.I T—T— Ad—— I* + 14 + I—— ——.——.—.——. 36 rüh ⸗ret, hat ih re er ⸗leuch ⸗-te⸗-ten Sin⸗ne gé⸗ [/ II I———H— nx,d. ——. 2— 5 gött ⸗li⸗chen Wür-de ge⸗füh⸗ret. 2.Sie schein gernge, verlacht von sind sie voll 0 der gierat, di das Wunder die hier sich! den König, keit führet, Schmucke ge 3. Denn ii chem Stamn sein mächtie Hlämmlein entzüͤndet v Die Engel die ihre Lob mit ihnen g singen; da ganz prächti 4 Sie wa im Himmel, und schütze den Frieden sinden, die Sie stehen und bleibe sie scheinen und fuͤhre von innen. A, will, erfüll! on gehn, stehn, cht, 7 17⁰8. 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe, ein Schauspiel der Engel, verlacht von der Welt; doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge, der Zierat, die Krone, die Jesu gefällt; das Wunder der Zeiten, die hier sich bereiten, den König, der einst sie zur Herrlich⸗ keit führet, zu grüßen, mit heiligem Schmucke gezieret. 3. Denn innerlich sind sie aus göttli⸗ chem Stamme, geboren aus Goit durch sein mächtiges Wort, ein Funke und Flämmlein aus göttlicher Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen gar fröhlich und wonniglich singen; das muß denn ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmäͤchtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sie sinden, die Armsten, was ihnen gefällt. Sie stehen im Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. D. Heiligung und christlicher Wandel. 303—304 5. WennChristus, ihr Leben, wird offen⸗ bar werden, wenn er sich einst, wie er ist, öffentlich stellt, so werden sie mit ihm als Herren der Erden auch herr⸗ lich erscheinen zum Wunder der Welt. Sie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtige Lichter aus⸗ zieren; da wird man die Freude gar offenbar spüren. 6. Frohlocke, du Erde, und jauchzet, ihr Hügel, daß du diesen göttlichen Samen geneußt; denn das ist des Ewigen göttliches Siegel zum Zeug⸗ nis, daß er dir noch Segen verheißt. Du sollst noch mit ihnen aufs prächtigste grünen, wenn erst ihr verborgenes Leben erschei⸗ net, wonach sich dein Seufzen mit ihnen vereinet. 7. O Jesu, verborgenes Leben der See⸗ len, du heimliche Zierde der inneren Welt; laß deine verborgenen Wege uns wählen, wenngleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. Hier übel benennet und wenig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater ge⸗ lebet, dort öffentlich mit ihm im Him⸗ mel geschwebet. Chr. Fr. Richter, g. 1676, 4 1711. — 304. Mel. Es kostet viel, ein Christ zu sein. ————.D EEE* 2 1. Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und 29—.—.—.. EEEEE Gei ⸗stes le ⸗ben; zwar nach dem Sinn des rei mnen + 1 er .—.— I 2 E 2—— S...—....— ——— der Na⸗ tur geht es gar sau ⸗er ein, sich im⸗-mer⸗ * 9— 0— — e 1 IS * E. dar in Chri⸗ sti Tod zu ge⸗ben; doch führt die I— O L I— Gna⸗de selbst zu al⸗ —:⅔; 304—305 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut er's mein, das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr, es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fulle; der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergib ihn willig in den Tod, so hat's nicht not. 4. Wirf nur getrost den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an; so ist's getan. 5. Faß nur dein Herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest! Versiehst du's oft und fehlst aus eigner Schuld, 305. 5. Lieder vom christlichen Leben. so sieh, daß du dich durch die Gnadestär⸗ kest; so gilt dein Fehl und kindliches Versehn als nicht geschehn. 6. Laß nur dein Herzim Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsternis be⸗ decken; dein Vater wird nichts Schlim⸗ mes mit dir tun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur! 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, und wirst dein Heil mit größrer Klar⸗ heit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist! 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh, in Frieden sollst du vor dem Vater schwe⸗ ben. Die Sorg und Last wirf nur ge⸗ trost und kühn allein auf ihn! Chr. Fr. Richter. g. 1676, 4 1711. Eigene Melodie. H—— 1. Es„stet viel, ein Christ zu sein und ————35—— ————— nach—— Sinn—8 rei⸗ nen Gei⸗stes le —— ——— we,r. L + „— Na⸗ tur eht es gar sau⸗ er ein, sich im-mer⸗ CV I I 2 I I** Diii eeeee — 4. ů— dar in Chri⸗ sti Tod zu ge⸗ben; und ist hier 22 2— E. EG EH. gleich ein Kampf wohl aus⸗ge⸗richt't, 240 das macht's noch nicht. 2. Man m gen gehu, Wlahiheo a kostet's Mi unün gen. Wenn man mit der 3. Doch ist wenn man m wäget, die ewiglich der sich hier leget. Es h aber macht, 4. Man sol ein reiner Lichte; wie wirst du 0 herrlich se diewell dich so schon gen schüns du glaube nu Bete, kam bald wir —8 ung . Bald harre, ho stets— Er nil! Oot, die adestär⸗ Versehn en ruhn, rnis be⸗ Schlim⸗ arfst du e Spur, Ristehn, er Klar⸗ bt, wirst NVater XChrist säumest kindlich ideRuh, erschwe⸗ nur ge⸗ I 2. Man muß hier stets auf Schlan⸗ gen gehn, die leicht ihr Gift in unsreFersen bringen; da kostetꝰs Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele drin⸗ gen. Wenn man's versucht, so spürt man mit der Zeit die Wichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit er⸗ wäget, die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets aufs Himmlische ge⸗ leget. Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht, daß man's nicht acht't. 4. Man sollein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wirst du da so stark, so hell und rein, so herrlich sein, so lieblich im Gesichte, dieweil dich da die wesentliche Pracht so schön gemacht. 306. Mel. Alles ist an Gottes Segen. D. Heiligung und christlicher Wandel. 305—-306 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust emp⸗ sinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn und es mit Gott zu Einem Geist ver⸗ binden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mag's verstehn? 6. Was Gott genießt, genießt es auch, was Gott besitzt, wird ihm in Gott ge⸗ geben; der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, wie lieblich wird'es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein als Gott allein. 7. Auf,auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen! Was sorgest du, daß dir's an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott ver⸗ heißen! Wie gut wird sich's doch nach der Arbeit ruhn, wie wohl wird's tun! Chr. Fr. Richter, g. 1676, F 1R. 1 Fort⸗ge⸗kämpft und fort ge⸗ run⸗gen, bis zum Licht⸗ te ——— durch⸗ge⸗ drun⸗gen muß es, ban⸗ge See ⸗le, sein! Durch die ... 2—— tief⸗sten Dun⸗kel⸗ hei⸗ ten wird dein H —— ei⸗land dich be⸗glei⸗ten, Mut spricht er 2. Bei der Hand will er dich fassen; scheinst du gleich von ihm verlassen, glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken; bald wirst du voll Freude danken, bald umgibt dich Trost und Licht. 3. Bald wird dir sein Antlitz scheinen; harre, hoffe bei dem Weinen, stets beglückt dich seine Wahl. Er will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben, E— ———— 22175 den Schwa-chen ein. ——— Wonne wird bald deine Qual. 4. Weg von aller Welt die Blicke! Schau nicht seitwärts, nicht zurücke, nur auf Gott und Ewigkeit! Nur zu deinem Jesu wende Aug und Herz und Sinn und Hände, bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft herausgezogen seiner Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; 24¹ 16 306—308 5. Lieder vom christlichen Leben. wo ist einer seiner Knechte, glaube nur, daß er dich hört; der bei ihm nicht Rettung fand? glaub, daß Jesus dich vertreten, 6. Schließ dich ein in deine Kammer, glaube, daß, was er gebeten, geh und schütte deinen Jammer Gott, sein Vater, ihm gewährt. aus in Gottes Vaterherz. 8. Drum so will ich nicht verzagen, Kannst du gleich ihn nicht empfinden, mich vor Gottes Antlitz wagen, Worte nicht, nicht Tränen finden, flehen, ringen fort und fort. klag ihm schweigend deinen Schmerz! Doch ich werd ihn überwinden; 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen, wer ihn sucht, der wird ihn finden, Gott wird sich als Vater zeigen, er gelobt's in seinem Wort. Joh. K. Lavater, g. 1741, 4 1801. 307. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. .. —— 1. Gott, dei⸗ne Gü⸗te reicht so weit, so weit die du krönst uns mit Barm⸗her⸗zig ⸗ökeit und eilst uns HI* I 1 .— 2—— ů— 5. ͤ4.... I Wol⸗ ken ge⸗ hen; —.— bei⸗ zu ⸗ 3——5 e +* 8— L—3— Herr, mei ne Burg, mein Fels, mein + 1 +* 1 —3 1 1 I 1 —— — Hört, ver⸗ nimm mein Flehn, merk auf mein Wort, denn ich will E, ö EI— 25 vor dir be: en. 2. Ich bitte nicht um Uberfluß Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, und Schätze dieser Erden, der Ruhm vor deinem Angesicht laß mir, so viel ich haben muß, und frommer Freunde Liebe. nach deiner Gnade werden; 4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, gib mir nur Weisheit und Verstand, auch nicht um langes Leben. dich Gott und den, den du gesandt, Im Glücke Demut, Mut in Not, und mich selbst zu erkennen. das wollest du mir geben! 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, In deiner Hand steht meine Zeit; so sehr sie Menschen rühren, laß du mich nur Barmherzigkeit des guten Namens Eigentum vor dir im Tode finden! laß mich nur nicht verlieren! Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1269. 3038. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 5 25—2—è— H 1.———4 . S........... 1. mein e er ⸗leuch-te mich, daß ich hier dich daß ich, Je ⸗ sus Chri⸗stus, 5„—— nen Herrn und „— A—— .. recht er ⸗ken ⸗ 8 Hei⸗land nen ⸗ ne. Höch-ster, laß mich doch auf Er-den ——— 242 wei⸗ 2. Lautre M hte mich es! hilf selbst meir lhte mich reck was zu meine und was mir 3. Aber laß lichtig seinen laß mein Her den erkannter Ver dich ken der kann nim 2.Ach la noch ferner zu unsrer e dewahr vr die deiner! biet allen d 3. Gib d und unwert D. Heiligung und christlicher Wandel. * P + 4 +* * + — 1 1 + — 2. Lautre Wahrheit ist dein Wort: lehre mich es recht verstehen, ö hilf selbst meinem Forschen fort, lehre mich recht einzusehen, was zu meinem Heil mich führet, und was mir zu tun gebühret. 3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen, laß mein Herz auch folgsam sein, —..— den erkannten Weg zu gehen! —.— Wer dich kennt und bleibt in Sünden, E.2 HIAN e se zu dem Him⸗ mel wer ⸗ den! 4. Gib, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre, daß ich, was es mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Ja, mein Glaube sei in Leiden mir ein Quell von Trost und Freuden! 5. O verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln und vor dir gewissenhaft als dein treues Kind zu wandeln! So wird einst in jenem Leben die der kann nimmer Gnade finden. mich dein hellres Licht umgeben. Uns Joh. Sam. Diterich. g. 1721, 4 1797. —.— 309. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. — 4 0*— + ,mein————— —— 4 1. Herr, hö ⸗ re, Herr, er hö⸗ re, breit dei ⸗ nes DDDi‚.—— will SSDS——...— ———— Na⸗mens Eh⸗re an al ⸗len Or ⸗ten aus, — SSee——————— ————.— Pfihh, be- hu-te al le Stän⸗ de durch dei ⸗ner All macht t A••4•—!õͥav;— H ————— uuh,— Hän de, schutz Kir che, O brig ⸗keit und Haus! 2. Ach laß dein Wort uns allen , noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz. Bewahr vor allen Rotten, eit; it die deiner Wahrheit spotten, biet allen deinen Feinden Trutz! h. 3. Gib du getreue Lehrer und unverdroßne Hörer, die beide Tãäter sein; auf Pflanzen und Begießen — laß dein Gedeihen fließen dih und ernte reiche Früchte ein! I 4. Gib unserm Fürsten Glücke, laß deine Gnadenblicke ö aauf den Gesalbten gehn; schütz ihn auf seinem Throne und lasse seine Krone allzeit in vollem Glanze stehn! 5. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen; schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen, und segne beide, Herrn und Knecht! 6. Wend ab in allen Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab; bewahr des Landes Früchte und mache nicht zunichte, was deine milde Hand uns gab! 7. Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feinde müde, 2⁴43 16* 309—310 verleih gesunde Luft, V laß keine teuren Zeiten +. in unsre Grenzen schreiten, I daß man nach Brot vergebens ruft! 8. Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret gehn! Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe flehn! 9. Sei allen Kindern Vater, ö den Müttern sei Berater, den Kindern gib Gedeihn, zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, 5. Lieder vomtchristlichen Leben. laß nicht zu Grunde gehn! Die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn! 11. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Sterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie im Frieden fahren zu Zions Freud und Herrlichkeit! 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen in unsers Jesu Namen, 2. Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich, laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben, ach, Herr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe ö und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, daß sich die Eltern ihrer freun! so ist gewiß der Wunsch gewährt. V ö 10. Komm als ein Arzt der Kranken, Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 1757. N. und, die im Glauben wanken, ö 310. Eigene Melodie. S.S................. 5.. V EEEEEEEEEE 33 1 Herr Je⸗su, Gna⸗den⸗son⸗e, wahr-haft'⸗ges laß Le ⸗ben, Licht und Won⸗ne mein blö⸗des ESEEEERDEEEEEEE EEE— I Le⸗bens ⸗licht, x— d An⸗ge⸗ sicht nach dei⸗ ner Gnad er⸗freu⸗en und mei * 1.....———.— .,.n 2. 28 nen Geist er ⸗ neu⸗en, mein Gott, ver ⸗äsag mir's nicht! und öffne mein Verständnis durch dein heilsames Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. 5. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn! 6. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut, denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; 244 hingegen mein mein Lassen u it böse und ni 7. Darum, du Vater aller 2sisti mein Leib in diesem damit ich' zu Nutz Un wolls mir Lehüt mic Satan hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. 7. Darum, du Gott der Gnaden, D. Heiligung und christlicher Wandel. 310—311 wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu! Gib, daß ich deinen Willen stets suche zu erfüllen, lutze, du Vater aller Treu, und steh mir kräftig bei! Ludw. Andr. Gotter, g. 1661, 4 175 31¹. Melodie. Herz=lich lieb dn ich Welt er ⸗ eitl., 2—— 1. e o Herr; ich bitt, wollst —.— nach Erd und 1ů2 91 Die 2——.— 3 ni⸗ htt. 3— van mir a uicht fern mit dei ner Git II Him-mel frag ich nicht, wenn ich dich nur — 65.5 ů d⸗ Gna— den! 2 1 kann du doch mei⸗ ne Zu⸗ ver⸗ sicht, —— durch Tost der lut hat er⸗ löst. — 4.— Ch ü. meir laß 2 Esist ja, Herr, dein G' schenkund Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben; damit ich's brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, x des Satans Mord und Lügen wehr, Cbärle, 24⁵ mich nim⸗ mer⸗ mehr! in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ich's trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Got, meinHerr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot! 3. Ach, Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, 31¹31² 3. Lieder vom den Leib in sein'm Schlafkämmerlein gar sanft ohn eig'ne Qual und Pein 4 ruhn bis zum jüngsten Tage! Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich 31². christlichen Leben. in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland und mein Gnadenthron! Herr Jesu Christ, ö erhöre mich, erhöre mich! ö Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, g. 1552, + 1608. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. n IDDEE— EH D...‚‚.e 4——— EV——2 ⁰EF—— 1 Heil'⸗ger Je ⸗su, Heil'⸗gungs⸗quel le, mehr als Kri⸗ ö. ler Glanz der Che⸗- ru⸗-bi ⸗ nen, die Hei⸗lig⸗ DIDDSDSDSDSSSSieeeeeeee‚eeeE e V* ö— P 7 *.—— 2———— stall rein, klar und hel ⸗le, du laut=rer Strom der * 9 keit der Se⸗ ra⸗ phi⸗ nen ist ge ⸗ gen dich nur * r,.,.. EI— EI.—.——— 65——— ö Hei⸗lig⸗keit! Ein Vor ⸗ bild bist du mir; ach 4/1 Dun⸗kel⸗heit. EV— 55 2.—— E EO en ꝓ 1960—..— 2 I + I I + + 2 4.——— 667 ä. 10——— bil⸗de mich nach dir, du, mein al-les! Je⸗su, Je=⸗su, ö EV——— 1 W3˙ E— e——— A EEEEEE EEE EEEEE... * hilf mir da ⸗ zu, 2. Stiller Jesu, wie dein Wille dem Willen deines Vaters stille und bis zum Tod gehorsam war, also mach auch gleichermaßen mein Herz und Willen dir gelassen, ach stille meinen Willen gar! Mach mich dir gleich gesinnt * wie ein gehorsam Kind, —·77 stille, stille! 1 ½ Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich fein stille sei wie du! 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer, in großer Arbeit, Müh und Kummer bist du gewesen Tag und Nacht; mußtest täglich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen und hast gebetet und gewacht. Gib mir auch Wachsamkeit, daß ich wie du allzeit wach und bete. daß ich mag hei⸗ lig sein wie du! Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sei wie du! 4. Güt'ger Jesu, ach wie gnädig, wie liebreich bist du, wie guttätig, selbst gegen Feinde wie gelind! Deine Sonne scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sind. Mein Herr, ach lehre mich, damit hierinnen ich dir nacharte. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich auch gütig sei wie du! 5. Sanfter Jesu, warst unschuldig und littest alle Schmach geduldig, vergabst und ließt nicht Rache aus. Niemand kann dein Sanftmut messen, bei der kein Eifer dich gefressen 246 als der um d Mein Heilan mir Sanftm guten Eifer. Nsu, Jsu, daß ich sanft 6. Würd' du suchtest d und wurdest wandeltest g in Demut u erhubst dich Herr, solche mich auch j stetig Üben! ) Joh. 2, f 2.Schal laß mich und dos die Lieb 4. Ich. durch d Is Kri⸗ chuldig ubn, * nult messen, ssen als der um deines Vaters Haus.“) Mein Heiland, ach verleih mir Sanftmut und dabei guten Eifer. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich sanftmütig sei wie du! 6. Würd'ger Jesu, Ehrenkönig, du suchtest deine Ehre wenig und wurdest niedrig und gering; wandeltest ganz arm auf Erden in Demut und in Knechtsgebärden, erhubst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben! Joh. 2, 17. 1. Hier legt mein Sinn sich vor D. Beiligung und christlicher Wandel. 31²2—313 Jesu, Jesu, hilf mir dazu, daß ich demütig sei wie du! 7. Liebster Jesu, liebstes Leben, mach mich in allem dir ergeben und deinem heil' gen Vorbild gleich! Gib, daß mich dein Geist durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich! Ach zieh mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland! Jesu, Jesu, laß mich, wie du, und wo du bist, einst finden Ruh! Unbekannt 1700. dir 53.———— —— 1+2 1— EE freu⸗end An⸗ge sicht zu 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben; o könnte doch in deiner Pein die Eigenheit ertötet sein 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, und doch ist von Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Taten; wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lie⸗ ben, du bist noch immer treu geblieben; + mei⸗ner Ar⸗mut sein ge⸗ richt't! ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und mich aus solchen Netzen ziehst. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht geschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; ach drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin! 10. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke und mich in deinen Abgrund senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein Herz wird von dir erquickt. 247 313—315 3. Lieder vom christlichen Leben. 11. So wächst der Eifer mir im Streite, und fühle, daß es Wahrheit ist, so schmeck ich schon des Sieges Beute daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christ. Friedr. Richter, 3. 1676, Fiell. Mel. Werde munter, mein Gemüte. ————— n rn n ö Wnh an Herr, in al⸗len Din⸗gen, daß wir 5— lan ⸗fan⸗ 39—— 93 voll⸗ 555 aen Ab uns PS.SPSPSPSDDSDDI un-ser Amt und 7.— Weis:⸗heit, Kraft und Stärk! Oh⸗ne dane Hilf und Gunst rn 6465. mm ser Werk um⸗sonst; 40— 20— Herr, in len ist —. Din-gen und laß al les wohl ge ⸗- lin-gen! 2. Hilf uns, Herr, an allen Orten, 4. Hilf uns, Herr, aus allem Leide wo wir dein bedürftig sein, in der letzten Todesnot, brich der Hölle Macht und Pforten laß uns fahren hin mit Freude und gib deinem Häufelein, und durch deinen bittern Tod deiner armen Christenheit, kommen in das Paradeis, Liebe, Fried und Einigkeit! uns zur Freude, dir zum Preis! Hilf uns, Herr, in allen Dingen Hilf uns, Herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! und laß alles wohl gelingen! 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten, 5. Hilf uns, Herr, in letzten Zügen, aller Trübsal und Gefahr, hilf! Nach unsrer Zuversicht laß uns keine Drangsal töten, laß uns ritterlich obsiegen nimm doch unser also wahr, und zu Schanden werden nicht! daß Kreuz, Elend und Verdruß O Herr Jesu, deine Hand uns zum besten dienen muß. leist uns Hilfe und Beistand, Hilf uns, Herr, in allen Dingen daß wir nach vollbrachtem Ringen und laß alles wohl gelingen! Lob und Dank dir ewig singen. Nach Martin Rinckart, g. 1586, 1649. 31⁵. Mel. Zesus, meine Zuversicht. ii., r. 3—5 ,,,,. 1 ain mel 05 geht uns re Bahn, wir sind Gä⸗ste bis wir hin nach Ka-„an durch die Wü⸗ ste — nur auf Er ⸗ den, 3— 9 ANer Aer 3si lonl⸗mehn er 2 den. 4. Dier in un-⸗ser Pil-grim-siand, 248 2.Himmela denn du bist und kannst d nicht zu dein Ein von Got lehtt zu sei ne 3. Himmel wenn ich ihn das weist mi wo ich einme Wenn mich! halt ich eine 4. Himme wenn er mir und mein G eine Kraft de Nach der Ro folgt des La 9 2. Iche du lannst daß ich ni die Hoffr voraus, w daß ich din und nicht guͤgen, D. Heiligung und christlicher Wandel. 315—316 2. Pnwehmnbunhn8h mein Geist, denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleucht'ter Sinn kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! denk ich allzeit, wenn er mir die Tafel decket, und mein Geist hier allbereit eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Jammertal folgt des Lammes Hochzeitmahl. 316.———— melodie. Ich ruf zu ver=leih mir Gnad 7 ben ser Ba din, Herr Je⸗ ter ⸗land 5. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne, denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren; Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmelan! das soll meine Losung bleiben, ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan nur steht mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, g. 4622, 4 457 su Christ, ich bitt, 2 zu die ⸗ser Frist, laß—„ doch PSSRPSS hör mein Kla gen; Den rech⸗ten Glau⸗ben, Herr, ich mein', den nicht ver ⸗ za⸗ gen! —.— 5 2—.—.— 155—15.—— *.—.—.—, 2—...— ........... ö 2—5—8—5 D———.———— I wol⸗ lest du mir ge⸗ ben, dir zu le den, dem Näch⸗sten —.—— e E* j—— 4 — L 2— nütz zu sein, dein Wort zu hal⸗-ten ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun; sonst wird's mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben! Dein Wort mein Speis laß allweg sein, 249 316—317 I damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein, das mich von dir möcht kehren. V. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden, beständig sein ans End gib mir, du hast's allein in Händen; und wem du's gibst, der hat's umsonst, s mag niemand erwerben noch ererben —.—.. 5. Lieder vom christlichen Leben. durch Werke deine Gunst, die uns errett't vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen! An deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße! Du kannst machen, daß mir's nicht bringt Gefahr; ich weiß, du wirst's nicht lassen. Johann Agricola, g. 1492, 1566. Mel. In dich——— ich gehoffet, Herr. des Höchsten Rat, der macht's allein, daß Menschenrat gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch in seinem Mut, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was doch Gott selbst erwählet. 4. So fängt auch mancher weise Mann N ein gutes Werk zwar fröhlich an 4 und bringt's doch nicht zu stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauter Sande. 5. Wie mancher ist in seinem Sinn fast über Berg und Spitzen hin, und eh er sich's versiehet, so liegt er da, und hat sein Fuß vergeblich sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du Kron und Scepter trägst in deinem Thron und aus den Wolken blitzest, 250 Q 4 EV 1— .. ——* 30 1. Ich welß, mein Gott, daß all mein An und 386.—56 dei⸗——— ů EV.—.—— FFII 2————23—. in E 1————— 2..5 9— ‚ Wil⸗len ruhn, von dir kommt Glückund Se⸗ gen; was 2. re⸗ 5 . P—— ö —.— er— ———— Un + 1 I E— 1 E + + N.**.—*—— gierst, das geht und steht auf rech- ten, gu⸗ten We ⸗gen. ——————— 2. Es steht in keines Menschen Macht, vernimm mein Wort und höre mich daß sein Rat werd ins Werk gebracht vom Stuhle, da du sitzest! I und seines Gangs sich freue; 7. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket! 8. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen! 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gib mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre! Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre! 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und Tat verüben! U. Vs isps Mens und äͤndre Was duni in kurzem 12. Sol an dem, n beginnen ist das me du leichtlie 13. Tit wo sie! unter g die du * die dich wie t Du wei derstreb, achen! , o wehr, —. —.— hel-nem iner Höͤh, steh er Rat, mir gul, und Blut Leil auch mir/ ier, cht 11. Ist's Werkvon dir, so hilf zu Glück, ist's Menschentum, so treib's zurück und ändre meine Sinnen! Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in kurzem zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unser Feind an dem, was dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß seinen Zorn du leichtlich könnest brechen. 13. Tritt du mir zu und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Hände. 14. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten! D. Heiligung und christlicher Wandel. 317—318 15. Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, davor sonst ihm graut, mit tapfrem Mut bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 16. Der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller G'nüge. So hilf nur, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege! 18. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 318. 4 2⁷7—— 2 DIDDSEeeeee 1— P + 2— 2 E.2—— 4 2—————— 2—— ....... . Je⸗su, der du bist al⸗ lei ⸗ne Haupt und Kö⸗ nig ů EISEPEIEEEE EE — 1 + C— 1 L +— L.4 I L— + 1— 1 seg⸗ne mich, dein ar⸗mes Glied; wollst mir 1 4— —.——5.*——— 1—. + + 12.—— +— I +. I 2— ————— 2.— neu⸗en Ein⸗fluß ge⸗ben dei⸗ nes Gei ⸗stes, dir zu le⸗ben; — I— + + I + I +— L V 2 1 mich durch dei ne Güt! 2 stär ⸗ke 2. Ach, dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie teuer sind sie mir! Du weißt, wie mich's oft erquicket, 251 wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen; ich verein' ge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht! 5. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben 318—319 ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, ganz allein zu dir gewandt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen, 5. Lieder vomtchristlichen Leben. Eigene Melodie. gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach du hast uns teu'r erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein! Halt uns fest, solang wir leben und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein! 9. Bis wir einst mit allen Frommen dort bei dir zusammenkommen und, von allen Flecken rein, dort vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, g. 1697, F 1769. + s I Uwie sie ihr höl⸗ Je⸗ su, hilf sie-gen, du Für⸗ ste des Le⸗ bens! lür sches Heer nicht ver ge- bens Sieh, wie die Fin mäch⸗ tig auf⸗ „ster ⸗-nis füh-ret, Bimet er ⸗ein, mir schäd⸗lich zu sein! ——— Sa⸗ tan, der sin-net auf al=ler⸗-hand Rän ⸗ke, — . ů—è R wie er mich sich- 2. Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Ver⸗ sühnen und dies zu meiner Demütigung dienen! 3. Jesu, hilf siegen! Wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Miß⸗ gunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden emp⸗ sinde, te, ver ⸗stö- re und krän ⸗ und sch mein tiefes Verderben Aman so hilf, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten! 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb. Laß mich eindringen ins göttliche Wesen, so wird mein Geist, Leib und Seele ge⸗ nesen! 9„Jesu, hilf siegen, damit auch mein dir, Herr, sei und ich mic hüllec wo sich die! Laß mich mi nen, daß die Deinen! 6. Jesu, h sinken; wenn sich di und mit den schminken, laß doch viel Steh mir zu ster, lehre Geister! 7. Jesu, Beten, Hüt merst nicht: laß dein Gel der du vers sein. 2. Es der schma wir kenn der uns lommt, ‚ ein jeder mit ganz fest nach rben, mmen 1769. ke. arlegt, errõten dlich fangen ud gib/ angen, eiligen Wesen, eele ge⸗ mein dir, Herr, sei gänzlich zu eigen geschenkt, und ich mich stets in dein Wollen ver⸗ hülle, wo sich die Seele zur Ruhe hinlenkt. Laß mich mir sterben und alle dem Mei⸗ nen, daß ich mich zählen kann unter die Deinen! 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; wenn sich die Kräfte der Lüge aufblähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deineKraft sehn! Steh mir zur Rechten, o König und Mei⸗ ster, lehre mich kämpfen und prüfe die Geister! 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst ja undschlum— merst nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, mein Fürsprech zu sein. 320. mei — kommt her⸗ Wü⸗ste ⸗nei; D. Beiligung und christlicher Wandel. 319—320 Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken! 8. Jesu, hilf siegen! Wenn alles ver schwindet und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh, ach, Herr, so wollst du im Grun⸗ de der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen! 9. Jesu, hilf siegen und laß mir's ge⸗ lingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang! So will ich ewig dir Lob und Dank sin⸗ gen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden geprie⸗ sen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! J. B. Schröder, g. 1667, + 1699. eu-ren Mut, zur an-dern; es ist 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat; kommt, folgt und trauet dem, ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem! gut. 3. Geht's der Natur entgegen, so geht's gerade doch. Die Fleisch und Sinne pflegen, sind schlechte Pilger noch. Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden: laßt gar euch selbst dahinten, es geht durchs Sterben nur! 253 320—321 4. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot, wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchen's nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. 6. Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt, es ist doch nur ein Weg; laß sein, wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg! 7. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit. Er selbst will bei uns stehen in jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir haben's gut! 3. Lieder vom christlichen Leben. 8. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh! Kommm, schließt euch fester an, ein jeder sei der Kleinste, doch wohl auch gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn! 9. Kommt, laßt uns munter wandern, der Weg kürzt immer ab; ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab; nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ew'gen Gut! 10. Es wird nicht lang mehr währen, halt't noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach Haus; da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wird's tun! 11. Drauf wollen wir's denn wagen, es ist wohl wagenswert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten, es soll nur Jesus sein. Gerh. Cersteegen, g. 1697, f 1769. 321. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Ev. Matth. 5, 1—11. 4.— + + I + + S.— I + 2 E SDPDP....— 2 1 Kommt, laßt euch den Her-ren leh- ren, kommt und ler⸗ net wel che die sind, die ge⸗ hö⸗ren zu der rech⸗ten ..e,,. 2 2 + +7 + ‚ II— all⸗zu⸗mal, Chri⸗sten Zahi, die be⸗ ken⸗- nen mit dem Mund, 2 45 ie = n I2 + 12— I 1.— glau⸗ben fest von Her⸗zens⸗grund und be⸗ mü⸗ hen 25⁴ I— schl 2. Selig sin und sind allze rühmen sich g daß Gott wer danken dem a denn das Hin Gott wird no die sich selbst 3. Selig si da sich göttlic die beseufzen ihr und andr die deshalben oft vor Gott! Diese sollen u und dann dor 4. Selig si da man Sar welche Hohn weichen gert die nicht suc und befehler Dese will d daß sie noch 5. Selig f nach Gerech daß an ihre nicht Gewa die da liebe sund aufrich Geiz, Betru Die wird 6. Seli shamehn sind mitleid bitten treul die behilflt auch wo m werden wie und Barmj D. Heiligung und christlicher Wandel. 32¹ len, 9— e—— 55„ 4— IEEEEI sich da⸗ ne⸗ben, Gut's zu tun, so lang sie le ben. 2. Selig sind, die Demut haben 7. Selig sind, die funden werden und sind allzeit arm im Geist, reines Herzens jederzeit, rühmen sich gar keiner Gaben, die in Werk, Wort und Gebärden daß Gott werd allein gepreist, lieben Zucht und Heiligkeit. Wun danken dem auch für und für, Diese, welchen nicht gefällt denn das Himmelreich ist ihr. die unreine Lust der Welt, Gott wird noch zu Ehren setzen, sondern sie mit Ernst vermeiden, die sich selbst gering hier schätzen. werden schauen Gott mit Freuden. 3. Selig sind, die Leide tragen, 8. Selig sind, die Frieden machen da sich göttlich Trauern find't, und drauf sehn ohn Unterlaß, die beseufzen und beklagen daß man mög in allen Sachen ihr und andrer Leute Sünd, fliehen Hader, Streit und Haß; ihren, die deshalben traurig gehn, die da stiften Fried und Ruh, oft vor Gott mit Tränen stehn. raten allerseits dazu, „ Diese sollen noch auf Erden sich auch Friedens selbst befleißen, und dann dort getröstet werden. werden Gottes Kinder heißen. 4. Selig sind die frommen Herzen, 9. Selig sind, die müssen dulden da man Sanftmut spüren kann, Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, welche Hohn und Trutz verschmerzen, da sie es doch nicht verschulden weichen gerne jedermann, und gerecht befunden sein. hagen/ die nicht suchen eigne Rach Ob des Kreuzes gleich ist viel, und befehlen Gott die Sach. setzet Gott doch Maß und Ziel, Diese will der Herr so schützen, und hernach wird er's belohnen daß sie noch das Land besitzen. ewig mit den Ehrenkronen. 5. Selig sind, die sehnlich streben 10. Herr, regier zu allen Zeiten nach Gerechtigkeit und Treu, meinen Wandel hier auf Erd, daß an ihrem Tun und Leben daß ich solcher Seligkeiten nicht Gewalt noch Unrecht sei, auch aus Gnaden fähig werd. ey. dierda lieben gleich und recht, Gib, daß ich mich acht' gering, sind aufrichtig, fromm und schlecht, meine Klag oft vor dich bring, 1 Geiz, Betrug und Unrecht hassen. Sanftmut auch an Feinden übe, — Die wird Gott satt werden lassen. die Gerechtigkeit stets liebe, 22— 6. Selig sind, die aus Erbarmen 11. Daß ich Armen helf und diene, net sich annehmen fremder Not, immer hab ein reines Herz, len sind mitleidig mit den Armen, die in Unfried stehn, versühne, —— bitten treulich für sie Gott; dir anhang in Freud und Schmerz! die behilflich sind mit Rat, Vater, hilf von deinem Thron, auch wo möglich mit der Tat, daß ich glaub an deinen Sohn d/ werden wieder Hilf empfangen und durch deines Geistes Stärke 2 und Barmherzigkeit erlangen. mich befleiße rechter Werke! —. ö David Denicke(d), g. 1605, 4 1680. 2⁵⁵ 32²2—323 3. Lieder vom christlichen Leben. mel. 55—6 e en Gott nicht Gahrie 255 set uns mit Je ⸗su zie⸗ in sei⸗nem in der Welt der Welt ent-flie-hen, auf der 1—5 2—.—— E 6 d L⸗ ..—5—— ö im⸗mer fort zum Wüneel rei⸗ sen, recht und ben rein, im. der Lieb 900 Glau⸗-ben R 2 3 en Zi. DDDR —* wei⸗ sen! Treu ⸗ er Je⸗ 285 bleib bei mir, E x. geh vor- an, ich fol ge 51 2. Lasset uns mit Jesu leiden, unser Fleisch, ihm sterben ab, seinem Vorbild werden gleich; so wird er uns aus dem Grab nach dem Leide folgen Freuden, in des Himmels Leben heben. Armut hier macht droben reich, Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Tränensaat die erntet Lachen, daß ich lebe für und für. Hoffnung tröstet mit Geduld; 4. Lasset uns mit Jesu leben; es kann leichtlich Gottes Huld weil er auferstanden ist, aus dem Regen Sonne machen. muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, hier leid ich mit dir, Jesu, unser Haupt du bist, dort teil deine Freud mit mir! wir sind deines Leibes Glieder, 3. Lasset uns mit Jesu sterben; wo du lebst, da leben wir; sein Tod schützt vorm andern Tod, ach erkenn uns für und für, reißt die Seel aus dem Verderben, trauter Freund, für deine Brüder! wendet ab die ew'ge Not. Dir, o Jesu, leb ich hier Laßt uns töten, weil wir leben, und dort ewig auch bei dir. Sigism. v. Birken, g. 1626, 4 1661. 323. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — IIEI— 4—.— R.———.—.——— .— a 1* Laß aß mich, o Herr, in al-len Din- gen auf dein Wort (Gib selbst das Wol-len und Voll-brin-gen; laß mein Herz 256 Stärke, laf daß man an er sei kein A Stärk mich und gib zun 3. Laß mie im Glüͤck in und deinem 3²⁴ 2..— V V. 10⁰ —.— 10 M —9— si 2. Gede dein süßes und mach, zu Saft u daß deine und hund 8. Gede und merk Weil ich i o schließ! doch gih ⸗ was mir! 4. Gede und wirf Wel ich z m Fleisch — i⸗nem der D. Heiligung und echr istlicher Wandel. 323—324 — N 2 —.——ãz—— ——... ——...— — II schn und dir mich weihn. 0 Q.—5 ——. ligt sen r Leib zum Op ⸗fer ———— 3— n ren hin; dein, Herr, ist al ⸗les, 05 Lich bin. 2. Gib meinem Glauben Mut und Stärke, laß in der Lieb ihn tätig sein, daß man an seinen Früchten merke, er sei kein Traum, kein falscher Sch ein. Stärk mich in meiner Wanderschaft und gib zum Kampfe Sieg und Kraft! 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben, im Glück und Unglück sein vergnügt und deinem Willen mich ergeben, der alles mir zum besten fügt; gib Demut, wenn du mich beglückst, Geduld, wenn du mir Leiden schickst! 4. Ach hilf mir beten, wachen, ringen, so will ich, wenn mein Lauf vollbracht, dir Dank und Ruhm und Ehre bringen, dir, der du alles wohl gemacht. Dann werd ich rein und unentweiht dich loben, Gott, in Ewigkeit. Henriette Kathar. von Gersdorff, g. veas, 4 1726. 32²⁴. denn au ⸗ßer dir ist 1 Mein l ie⸗ e·ber Gott, ge⸗ inn ke Mel. Wer nur den lieben G Hott 3856 walten. im be⸗sten der mich mit mei⸗ner Ur⸗gends ei⸗ner, 2 H. jeßt und al ⸗le ⸗zeit, Rat und Trost er ⸗freut. SPS.SISISIII Dein Wort macht mich voll Zu-ver⸗ + e sicht und sagt mir: 2. Gedenke meiner, wenn ich höre dein süßes Evangelium, und mache mir die Himmelslehre zu Saft und Kraft im Christentum, daß deine Aussaat wohl geling und hundertfältig Früchte bring. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, und merke stets in Gnaden drauf! Weil ich in Christo vor dich trete, so schließ dein Vaterherze auf, doch gib mir nichts als dies allein, was mir kann gut r und selig sein! 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, und wirf mich nicht im Zorne hin! Weil ich wie andre Menschen alle im Fleische schwach und blöde bin, Du ver „gißt mein nicht. so fördre meinen Gang und Stand durch Kraft und Stärke deiner Hand! 5. Gedenke meiner, wenn ich leide! Wen hab ich sonst als dich allein, der bei der Menschen Haß und Neide mein Freund und Tröster könnte sein? Und hab ich dich, so lacht mein Mut, wenn Welt und Teufel böse tut. 6. Gedenke meiner auch in allen, woran ich nicht gedenken kann, und blicke mich mit Wohlgefallen in meinem ganzen Leben an! Denn gibst du mir, was dir gefällt, so ist's um mich recht gut bestellt. 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe und wenn mich alle Welt vergißt; 257 17 —..— 32⁴4—326 versetze mich i in jenes Erbe, wo du mein Teil und Leben bist! Denn bliebst du nicht im Himmel mein, so wollt ich nie geboren sein. 8. Ich will mich über nichts betrüben, 325. mel. Mach's mit mir, 3. Lieder vom schristlichen Leben. in deine Hände hast du mich zu Heil und Segen angeschrieben; drum sieht die Hoffnung blos auf dich und denkt, im Glauben ungekränkt, daß Gott im besten meiner denkt. Erdmann Neumeister, g. 1671, 4 1756. Gott, nach deiner Güt. ED——5 e. EA SDSPSISISCSCSISISSTISTSISISISIIIII...... Mir nach, spricht Chri⸗stus, un⸗ ser Held, mir nach, ihr 1 Ver⸗leug-net euch, 308=laßt die—33 folgt mei⸗ nem EH EFb 2 N— 2— H— 8I! 2— +—— * iE st al le! 35— ö ö ö Chri⸗ sten al le Nehmt eu ⸗ er Kreuz und le! — 325 und—0 ·le! ö .—.—.. ů — 2 2. I Un ge⸗ mach auf euch, folgt mei⸗ nem WWan del nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heil'gem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte; mein Mund, der fließt zu jeder Zeit von Sanftmut und von Güte; mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott ergeben; schaut auf ihn! 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden und euer Herz von arger List zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seele Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 326. Mel. Mach's mit mir, 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst und breche Bahn, bin alles in dem Streite. Ein Kriegsmann darf nicht stille stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel nachgehen und wohlgemut, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen! Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des ew'gen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, g. 1624, f 1672. Gott, nach deiner Güt. * I nrnrv Nie bist du, Höch ster, von uns fern; du wirkst an Wo ich nur bin, Herr al-ler Herrn, bin ich in —.—, IIIIT E 5. m Han den Durch dich nur leb und 258 2. Wa du prüfe Du siehs du siehst é Mehts,n und nich 3. We mein He und, üb lobsinget so hoͤrst! daß ich! 4 Du Rat r Und blei vor aller so weißt zu mein D. Zeiligung und christlicher Wandel. .— 6 . OE=—. EEE—. 2 2 5—.———.— 2 if dich 5 at⸗ me ich; denn dei ⸗ ne Rech⸗ e schüt⸗zet mich. nt, 2. Was ich gedenke, weißest du, 5. Du Wh i Seufzern zu, . du prüfest meine Seele. daß Hilfe mir erscheine. 17⁵⁶, Du siehst es, wenn ich Gutes tu, Voll Mitleid, Vater, zählest du du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinemAug entfliehn — und nichts mich deiner Huld entziehn. 3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz an dich ergebe —.— und, über deine Huld erfreut, —— lobsingend dich erhebe, — so hörst du es und stehst mir bei, und daß ich dir immer treuer sei. 4. Du merkst es, wenn des Herzens Rat verkehrte Wege wählet. 2—2— Und bleibt auch eine böse Tat die Tränen, die ich weine. Du siehst und wägest meinen Schmerz und stärkst mit deinem Trost mein Herz. 6. O drück, Allgegenwärtiger, dies tief in meine Seele; daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu und dir zu dienen eifrig seil 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln und stärke mich denn auch mit Kraft, chl vor aller Welt verhehlet, vor dir getrost zu wandeln, voran, so weißt du sie und strafest mich daß du, o Gott, stets um mich seist, zu meiner Beßrung väterlich. das tröst und beßre meinen Geist! hn, Nach C. C. Sturm, von David Bruhn, g. 1727, 1 1782. sihn, 3²7. Eigene Melodie. hn.———.— 2— 2 m heüt mrn 1 O Durch⸗bre⸗cher al ⸗ͤler Ban-de, der du *.— der da Scha⸗-den, Spott uns mit —— 1j— N 4..— 900—— SSE— d folgt. ier gier. üim ⸗ mer bei ms bist be fer⸗-ner dein Ge⸗ Herm 4* Him⸗mels ⸗W lust ver⸗—— 3———.——— .„n, n mn —.— rich ⸗te wi⸗ der un ⸗ sern A⸗ dams ⸗sinn, bis dein die Rron SSSSDSDSESISISSS E.I IEEE.. en dr n 6rr. treu⸗es An⸗ge⸗ sich⸗te uns führt aus dem Ker⸗ker hin. 2. Ist's doch deines Vaters Wille, 3. Ach so mußt du uns vollenden, errn daß du endest dieses Werk; willst und kannst ja anders nicht; —— hierzu wohnt in dir die Fülle denn wir sind in deinen Händen, en aller Weisheit, Lieb und Stärk, dein Herz ist auf uns gericht't, in daß du nichts von dem verlierest, ob wir wohl vor allen Leuten —. was er dir geschenket hat, — und es aus dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns der Welt zum Spott gemacht. 259——⁷⁰ 327—328 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlésung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich', Vernunftbedenklichkeit, fort mit Scheu vorSchmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie du's nötig findest, tue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, die dein treuer Mund verspricht. 5. Lieder vom tchristlichen Leben. 7. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End; denn die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an; zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 8. Ach wie teu'r sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht' zu sein! Drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen nach dem besten Bild gebild't; der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 9. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben, führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, g. 1666, 1714. 328. Eigene Melodie. f.—.— ..—— .—.— 6——. 4——5—.— 1 O Gott, du from⸗ mer Gott, du Brunn⸗quell ohn den nichts ist, was ist, von dem wir . N 1——i̊8 DDiDiii. ö S....I..............—— u⸗ ter Ga⸗ ben, öů. 31 Ies ha ben, ge sun ⸗ den Leib gib .—.—* 6 —————— ö .— 11 L E—.— I mir, und daß in sol chem Leib ein un ⸗ ver⸗ ———— 2 EREA e, — letz te Seel und re 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet! Gib, daß ich's tue bald, n Ge⸗ wise⸗ sen bleib! zu der Zeit, da ich soll; und wenn ich's tu, so gib daß es gerate wohl! 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; 260 laß kein u aus mein und wem ich reden so gib de und Nac 4. Fin jo laß m gib einer das Krer Gib, da mit San und, we auch gut 5. Lal in Fried so weit e Willst do an Reicht gib au daß von nichts w 6.S0 mein L D. Heiligung und christlicher Wandel. 328—329 sehe laß kein unnützlich Wort durch manchen sauren Tritt aus meinem Munde gehen, hindurch ins Alter dringen, und wenn in meinem Amt so gib Geduld, vor Sünd ich reden soll und muß, und Schanden mich bewahr, ö so gib den Worten Kraft auf daß ich tragen mag und Nachdruck ohn Verdruß! mit Ehren graues Haar! 4. Find't sich Gefährlichkeit, 7. Laß mich an meinem End so laß mich nicht verzagen, auf Christi Tod abscheiden, then gib einen Heldenmut, die Seele nimm zu dir m das Kreuz hilf selber tragen! hinauf zu deinen Freuden, Gib, daß ich meinen Feind dem Leib ein Räumlein gönn mit Sanftmut überwind bei frommer Christen Grab, und, wenn ich Rat bedarf, auf daß er seine Ruh en auch guten Rat erfind! an ihrer Seite hab! 5. Laß mich mit jedermann 8. Wenn du die Toten wirst men, in Fried und Freundschaft leben, an jenem Tag erwecken, so weit es christlich ist! so tu auch deine Hand arben Willst du mir etwas geben zu meinem Grab ausstrecken, an Reichtum, Gut und Geld, laß hören deine Stimm h so gib auch dies dabei, und meinen Leib weck auf daß von unrechtem Gut und führ ihn schön verklärt imen, nichts untermenget sei! zum auserwählten Hauf! 6. Soll ich auf dieser Welt 7„ ꝛen, mein Leben höher bringen, n. 115 6 329. mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. .— dü— H f ꝗIID —.—. 1 5 Va ter ⸗herz, 0 Licht, Le⸗ dir bin ich ein⸗mal ü ⸗öber ⸗öge⸗ l S—.....——.— wir.— ben, o treu⸗er Hirt, Im ⸗ma ⸗nu ⸗el,; ben, dir, dir ge⸗hö⸗ ret mei⸗ne Seel. Ich will mich 2 WiEEDEEEEEEEEEEEEEEEEE hib—.—— —.— Anicht mehr sel⸗ber füh-ren, der Va ter soll das Kind re⸗ —— I——2* +—— —— ,: — — gie=ren; so geh nun mit mir aus und ein und ——. 22—5— + + 1 —.— ESSI— ———— 2 15— L— lei⸗te mich auf al⸗len Trit ten! Ich geh, ach hör, o — ——.5— H S DRDSDSRRDTS‚-..— e— ———— 10 mich nicht ei ⸗nen Schritt al-lein. Herr, mein Bit ⸗ ten, für 261 329—330 3. Lieder vom christlichen Leben. 2. Was kann dein schwaches Kind voll⸗ 5. Achmach einmal mich treu und stille, bringen? daß ich dir immer folgen kann; Ich weiß mir gar in keinem Rat; nur dein, nur dein vollkommner Wille drum sei in groß und kleinen Dingen sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn! mir immer selber Rat und Tat! Laß mich nichts mehr für mich verlan⸗ Du willst dich meiner gar nicht schämen, gen, ja,laß mir nichts amHerzen hangen ich kann dich ja zu allem nehmen, als deines großen Namens Ruhm; du willst mir selber alles sein; der sei allein mein Ziel auf Erden; so sollst du denn in allen Sachen ach laß mir's nie verrücket werden; den Anfang und das Ende machen, denn ich bin ja dein Eigentum! dann stellt sich lauter Segen ein. 6. Ich sehne mich, nur dir zu leben, 3. Du leitest mich, ich kann nicht gleiten; der du mein Herr und Bräut'gam bist. dein Wort muß ewig feste stehn: Was dir sich nicht will ganz ergeben du sprichst, dein Auge soll mich leiten, und was nicht deines Willens ist, dein Angesicht soll vor mir gehn, das strafe bald in dem Gewissen, ja deine Güt und dein Erbarmen laß Blut und Wasser auf mich fließen soll mich umfangen und umarmen. und tilge, was nicht lauter heißt! O daß ich nur recht kindlich sei, Laß nur dein Lob zur Lust mir werden bei allem gläubig zu dir flehe und dann das Heil der armen Herden und stets auf deinen Wink nur sehe, nach einer reinen Lieb im Geist! so spür ich täglich neue Treu! 7. So lob und lieb ich in der Stille 4. O daß ich auch im kleinsten merke und ruh als Kind in deinem Schoß. auf deine Weisheit, Güt und Treu, Das Schäflein trinkt aus deiner Fülle, damit ich mich im Glauben stärke, die Braut steht aller Sorgen bloß; dich lieb und lob und ruhig sei sie sorget nur allein in allen, und deine Weisheit lasse walten, dir, ihrem Bräut'gam, zu gefallen, stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; sie schmückt und hält sich dir bereit. sonst, lauf ich vor, da lauf ich an. Ach zeuch mich, zeuch mich weit von hin⸗ Drum mach im besten mich gelassen, nen; nichts ohne dich mir anzumaßen; was du nicht bist, laß ganz zerrinnen, was du nur tust, ist wohlgetan. o reiner Glanz der Ewigkeit! H. H. v. Bogatzky, g 1690, 1774. 330. Eigene Melodie. EV*.....— PFFII. DDRITITRTTTTTTTT—. d— 2 1. Rin⸗ge recht, wenn Got⸗tes Gna⸗ de dich nun zie het EE EE 5 und be⸗ kehrt, daß dein Geist sich recht ent ⸗ la ⸗ de a.xr, tt. 2——.—— vpon der Last, die ihn berschwert! 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, und der Lebensweg ist schmal; dring hinein in Gottes Reich; hier bleibt alles im Gedränge, will der Satan widerstreben, was nicht zielt zum Himmelsaal. werde weder matt noch weich! 26² 4. Ming und die er von der g halbe Lis 5. Rin halte dan laß dich! wär's ar 6.Nin deines d hier in d schwebst 7. Ha halte me recht beh Rückfall still, Wille zahn! rlan⸗ mngen leben, u bist. ben „ „ ießen erden erden ö Stille hoß. Fülle, 5; en, eit. on hin⸗ imen, D. Beiligung und christlicher Wandel. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wär's auch Tag und Nacht getan. 6. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 7. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast; recht beharren ist das beste, Rückfall wird zur schweren Last. 331. Mel. Wachet auf, r =—.——— 1 Rü⸗stet euch, ihr Chri »(wapp⸗net euch mit Got —2 su ⸗chen euch zur Beu⸗ frisch an je ⸗dem Or 330—331 8. Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 9. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut. 10. Wahre Treu kommt dem Getüm⸗ mel dieser Welt niemals zu nah: ist ihr Schatz doch in dem Himmel, so ist auch ihr Herz alld⸗. 11. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet vecht und fürchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich! J. J. Winckler, g. 1670, 6122. uft uns die Stimme. Die Fein⸗de „sten⸗leu=te! und kämp ⸗fet tes Wor⸗te te, ja Sa ⸗tan selbst hat te, da⸗ mit ihr blei ⸗bet 303— —.— eu'r be⸗ gehrt; un ⸗ ver ⸗ sehrt! 1 durch die⸗sen Held, 2. Reinigt euch von euren Lüsten, befisget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft! Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen! Wo ist des Glaubens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, Ist euch ist Im ma⸗ nu⸗ el. oo + und wir be-hal⸗ten der Feind zu schnell, hier si⸗ an ⸗ na! Der Star⸗ke fällt mit das Feld. der schaue auf das Ziel, da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wen'gen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. 263 331—332 5. Lieder vom Wenn Gott wird die Toten wecken, und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen Überwinder, christlichen Leben. die du erkauft mit deinem Blut! Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut! Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Wilh. Erasmus Arends, 1721. 332. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Philipp. 2, 12. rüe.—— E EE— — + 1 Edal schaf ⸗fet, Men⸗ bau ⸗et nicht, wie sich „re Sün ⸗der, nur — schen⸗-kin-der, schaf fet eu ⸗re V— + I I—+—.I.— —.— GII 1 1———— E M V,—— Se ⸗lig ⸗keit, wärt'⸗ge Zeit, son⸗-dern ö schau⸗ 5 ber au ,, n —.— rin get nach dem Him-mel- reich und be ⸗mü⸗ het . — 2— euch auf Er⸗-den, wie ihr 2. Daß nun dieses mög geschehen, so bekämpfet Fleisch und Blut, und der Welt zu widerstehen, rüstet euch mit Kraft und Mut; Gottes Wille soll allein eures Lebens Richschnur sein, mag es eure schwachen Herzen nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet; selig, wer im Kampf besteht und des Fleisches Lüste dämpfet; selig, wer die Welt verschmäht! mö⸗ get se ⸗ lig wer ⸗den! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen hat bei Christen keine Statt, fleischlich reden, tun und lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle tun und scherzen. 264 7. Furcht gen, denn uns zur 0² er iste, der und, nach! Wollen un O so laßt! ihn um G 8.Unde der, we in den Kre bis ihm sei Hauet Här was euch( und denkt! Dringet du Matth. 33 0 2. Gei laß dir d la nicht halte tre den dein fest mit a Der ist der ihmt 3. Sei gegen G auch die wenn er Dntle w ringen, D. Beiligung und christlicher Wandel. 7. Furchtmuß man vor Gott stets tra⸗ gen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur Hölle niederschlagen; er ist's, der des Geistes Ol und, nach dem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen! 8. Und dann schlagt die Sündenglie⸗ der, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht gelegt! Hauet Händ und Füße ab, was euch ärgert, senkt ins Grab?) und denkt oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 332—333 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht, gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen! 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, daß ich so in Jesu Namen meinen Glaubenskampf vollführ! Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe! Ludw. Andr. Gotter, g. 1661, 4 1755. Matth. 5, 30. I + 333. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. ** + 0 2 55— 2—— Sei ge⸗treu bis an 7 . — das En⸗de, da-mit kei ⸗ne Udich von dei-⸗nem Je su wen⸗de, sei ihm treu bis H————*——1——I EEE— Qual und Not in den Tod! Ach, das Lei⸗den — 2 ö +—— SS.SSSS........iI ist nicht wert der Herr-lich-keit, die dein Je⸗sus ——.——— SZSISI...II...II...EI L— E—— dir will ge⸗ben dort in sei„nem Freu⸗ den ⸗le⸗ ben. 2. Sei getreu in deinem Glauben, laß dir dessen festen Grund ja nicht aus dem Herzen rauben, halte treulich deinen Bund, den dein Herz durchs Wasserbad fest mit Gott geschlossen hat! Der ist gotllos und verloren, der ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; auch die Lieb am Nächsten übe, wenn er dich gleich oft betrübt! Denke, wie dein Heiland tat, als er für die Feinde bat; du mußt, soll dir Gott vergeben, auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen, traue fest auf Gottes Wort! Hat dich Kreuz und Not betroffen und Gott hilft nicht alsofort, hoff auf Jesum festiglich, sein Herz bricht ihm gegen dich, seine Hilf ist schon vorhanden; Hoffnung machet nie zu schanden. 5. Sei getreu in deinem Leiden und laß dich kein Ungemach, 26⁵ 333—335 5. Lieder vom christlichen Leben. ihn wie Jakob hält und zwingt, dem will er in jenem Leben seine Freudenkrone geben. 7. Nun wohlan, ich bleib im Leiden, Glauben, Lieb und Hoffnung fest; ich bin treu bis an das Scheiden; Jesus, der mich nicht verläßt, ist's, den meine Seele liebt, dem sie sich im Kreuz ergibt; ihm befehl ich meine Sachen, denn ich weiß, er wird's wohl machen. Nach Benj. Prätorius, g. 14656, 1674. 334. mel. Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. P.——8. 2— I—.—— SDSeeeee— keine Not von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und Ach! Denn du machest deine Schuld größer durch die Ungeduld; selig ist, wer willig träget, was sein Gott ihm auferleget. 6. Sei getreu in Todesstunden, halt dich glaubensvoll an Gott, flieh getrost in Christi Wunden, sei getreu bis in den Tod! Wer mit Jesu gläubig ringt, —. 5 1 So je⸗mand spricht, ich lie-be Gott, und haßt doch der treibt mit Got⸗tes Wahr⸗heit Spott und reißt sie sei ⸗ ne Brü⸗ ganz dar ⸗ nie⸗ die Lieb und ——.— G..I......— 9• 0*———.——.—.— + ——2.— — will, daß ich den Näch-sten lie ⸗be gleich als mich. IAIIE —— E — — — — 2. Wir haben einen Gott und Herrn, sind Eines Leibes Glieder, drum diene deinem Nächsten gern, denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein Nächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist unser aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, hab ich dies mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Tagen; ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen, dem nicht verzeihn, dem du vergibst, und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier getan, dem Kleinsten auch von diesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt ich's ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein und Gott in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist! Chr. F. Gellert, g. 1715, 11769. 335. Eigene Melodie. 4—.— 4— 4 —9 4.— 2 —.— ESESISEEIEIEEEIIII———.— 1. bis an mein se⸗ lig En-de und e⸗ wig-lich! 266 So nimm denn mei⸗ne Hän-de und füh⸗re nht 2. In de mein schwo und mach in Freud u Laß ruhn; dein armes 6s wird die und glaube 2. Heil und ihr! dem, der Heilger der zu wenn dei 3. Da⸗ was sief das wird vor Gott und dai Priester ö aller sein 4. Kan iner gla E. Lieder vom Gebet. 335—336 8 5 +2. 10 5 .— 5„——— Ich mag al⸗-lein nicht ge ⸗ en Schritt; Loi Leiden, 1=—— ot bhe 4— E E 2— 2 2 hen, nicht ei n + — E ;— wo du wirst gehn und ste⸗hen, da nimim mich mit! 2. In dein Erbarmen hülle 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle mein schwaches Herz von deiner Macht, und mach es gänzlich stille du führst mich doch zum Ziele, nachen. in Freud und Schmerz! auch durch die Nacht. 1 1673. Laß ruhn zu deinen Füßen So nimm denn meine Hände dein armes Kind; und führe mich es wird die Augen schließen bis an mein selig Ende —.— und glaͤuben blind. und ewiglich! —— Julie Hausmann, g. 1826, 1902. doch sie E. Lieder vom Gebet. .— 5 336. mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. Offenb. Joh. 8, 5—5. 2521.. 7E. +— + +—.—— 2 E— ů— 2 Ai E en de 1 Bet⸗ge⸗ mein⸗de, heil'⸗ge dich mit dem heil'⸗gen —4 Je⸗ su Geist er⸗ gie ße sich dir in Herz und —2—— E—— 131——————— mich.—.——3——. — 2..—— 7— ribs, 1el Laß den Mund al ⸗=le Stund von Ge⸗ jebst? EH I 6 EIE— N er getan, E.— 2— K·.——.. bet und Fle ⸗ hen hei⸗ lig ü⸗ ber ⸗ge⸗henl ‚ 2. Heilige der Seele Glut wenn's zum Herzen Gottes geht, sen und ihr heiß Verlangen, seines Zwecks nicht fehlen, dem, der für dich gab sein Blut, was wird's tun wenn sie nun r heilig anzuhangen! alle vor ihn treten rich Heil'ger Rauch sei es auch, und zusammen beten? ö‚ der zu Gott aufgehet, 5. Wenn die Heil'gen dort und hier, icht wenn dein Herze flehet! Große mit den Kleinen, Gel 3. Das Gebet der frommen Schar, Engel, Menschen mit Begier nen was sie fleht und bittet, alle sich vereinen, 2pt das wird auf dem Rauchaltar und es geht Ein Gebet 5/ 0 vor Gott ausgeschüttet, aus von ihnen allen, und da ist Jesus Christ wie muß das erschallen! Priester und Versühner 6. O der unerkannten Macht 2 2 aller seiner Diener. von der Heil'gen Beten, 001 4. Kann ein einiges Gebet ohne das wird nichts vollbracht 0 ö Einer gläub'gen Seelen, so in Freud als Nöten! lih 267 936—337 Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde jo zum End der Feinde. 7. O so betet alle drauf betet immer wieder, heil'ge Hände hebet auf, heiligt eure Glieder, heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget, betet, daß es dringet! 3. Lieder vom christlichen Leben. 8. Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen! C. K. Ludw. v. Ofeil, g. 1712, 4 1˙84. 337. Eigene Melodie. Ev. Joh. 16, 25 50. ————————— .i E S SSE.. 3.— 11.— —* B 1 4— dir, Je⸗ ho⸗ vah, will ich sin⸗gen, denn Dir will ich mei⸗ ne Lie⸗der brin⸗gen; ach . SSSSSI.I. wo ist doch ein sol⸗ cher —.— mir dei⸗nes Gei⸗stes Kraft da ⸗ zu, Gott wie du? daß ich es DEE. iu im Na⸗ men Je⸗su Christ so wie 08 d dir durch + HI — I— ————————————..——— 1———— ihn ge ⸗ fäal⸗lig ist! 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Dauitdein Sohn mich wieder zieh zu dir, dein Geisti in meinem Herzen wohne und meine Sinne und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel! 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan, so klingt es schön i in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an, so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhernChor. 4. Denn der kann mich bei dir vertre⸗ ten mit Seufzern, die ganz unaus⸗ sprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater, schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schal⸗ let durch deines heil'gen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mir's die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, weiles imNamendeines Sohnsgeschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich vo ller Trost und Freudig⸗ keit und weiß, daß alle gute Gabe, 268 Ne ich von d die gibst du. mehr, als ich verst 8. Wohln der mich zu d 33 —9— 2. Aber! von dem S denn es fol eine lange und die Ne möchte dich 4* mute 3. Wach Chuit i Klo wache, son ewig ferne denn Gott seiner One offn 4.6 . Wac nihht im& weil er son heimlich d und Gott; oft in 4 * sie ff rei. uschal Kraft llet erLieb, kann, getan. bitten 7 U d Etbe iad um habel eudio⸗ ‚ Ogbe/ die ich von dir verlange jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; E. Lieder vom Gebet. 337—338 in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt, Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeitl Barthol. Crasselius, g. 1667, 4 1724. 3338. Mel. Straf mich nicht in deinem Sorn. Ev. Matth. 26, 41. —— 1* I I EEE EEEEEE 2————. *„„ 4 1 Ma ⸗che dich, mein Geist, be⸗ reit, wa⸗che, fleh und +.— daß dich nicht die bö- se Zeit un⸗ver⸗hofft be⸗ ————.— ů — 1 1 II I LII E 2 2—.———— 2— I. 4— denn es ist Sa⸗tans List ü⸗ ber . et, n.. nn vid n —————————. —. + vie ⸗le From⸗-men zur Ver⸗su⸗schung kom-men. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe, denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Klarheit sehen; wache, sonst wird dir sein Licht ewig ferne stehen; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf mag finden, weil er sonst behende ist, heimlich dich zu binden; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, es fehlt nie 269 hier an falschen Brüdern unter Christi Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffahrt schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen, denn der Herr, der muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrei'n, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr 338—339 immer näher treten. Denn die Zeit ist nicht weit, 5. Lieder vom christlichen Leben. da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burch. Freystein, 41720. 339. Eigene Melodie. E 4.—.—.——.— I. 2—4 1 1—4 I 12— + PE 4...——6 —.—2..—. e“ 1. Va⸗ter un ⸗äser im Him⸗mel⸗ reich, der du uns 99—. + E I 1—n + +2 2— S EEEEEESSSEE —— D——— al ⸗le hei ⸗ßest gleich, Brü⸗ der sein und dich ru ⸗fen — + E —3EI—. 4——.— + + *2— I an und willst das Be⸗ten von uns han, gib, daß nicht 1 — — bet' al⸗lein der Mund, hilf, daß es geh von Her⸗zens⸗grund! 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich! Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm', verführte Volk bekehr! 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit, der heil'ge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt! 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zu⸗ gleich auf Erden wie im Himmelreich! Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, wehr und steur' allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut! 5. Gib uns heut unser täglich Brot, und was man darf zur Leibesnot, behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müssig gehn! 27⁰ 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit! 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht! Wenn uns der böse Geist anficht, zur linken und zur rechten Hand hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohl gerüst't und durch des heil'gen Geistes Trost! 8. Von allem Übel uns erlös, es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ew'gen Tod und tröst uns in der letzten Not, bescher uns auch ein selig's End, nimm unsre Seel in deine Händ! 9. Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten han auf dein Wort, in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, g. 1485, 4 1546. 2. Dein& befohlen hat dein Bruder vor ihn getrt der werte E der dir died drum muß gewiß erhör 3. Da sie das dir nic Sein Mun ertreibt ja F. Ureuz⸗ und Crostlieder. 2. Dein Vater ist's, der dir befohlen hat zu beten; dein Bruder ist's, der dich vor ihn getrost heißt treten; der werte Tröster ist's, der dir die Wort gibt ein; drum muß auch dein Gebet gewiß erhöret sein. 3. Da siehst du Gottes Herz, das dir nichts kann versagen. Sein Mund, sein teures Wort vertreibt ja alles Zagen. 340. mel. Ach Zesu, dessen Creu. ——. 2 D.———— 2— 2— 2—.—— 1 Wohl ⸗auf, mein Herz, zu Gott dein An ⸗ dacht — daß dein Wunsch und Ge⸗ bet durch al ⸗ le .——— ö 5 . 5 ·—27 fröh ⸗ lich brin ge, Wolt⸗ ken adrin Leuge, weil dich Gott be⸗ten . f— II 8—— 2 1 DiDSDSiSISiSISi‚iiii'i‚i‚ii‚ii‚tItiE. 2 heißt, weil dich sein lie ⸗ber Sohn so freu ⸗dig S.S....... — 2— 12 E—— 2 tre⸗ten heißt vor sei ⸗ nen Gna-den-thron. Was dich unmöglich deucht, kann seine Vaterhand noch geben, die von dir so viel Not abgewandt. 4. Komm nur, komm freudig her in Jesu Christi Namen, sprich: Lieber Vater, hilf, ich bin dein Kind, sprich Amen! Ich weiß, es wird geschehn, du wirst mich lassen nicht, du wirst, du willst, du kannst tun, was dein Wort verspricht. Joh. Olearius, g. 1611, 1 1684. F. Areuz⸗ und Trostlieder. Mel. Vater 9665 im Bimmelreich. + I— II 1— +* D. ——„* + 605 SISSISSEII.— V.— 5 1. Ach Gott, wie man⸗ches Her⸗ze ⸗öleid be ⸗ geg ⸗=net iKire,di, er, aie, er,. Ee 5 ö SSSSSSESIEEEIEIEEEEEE—— er die⸗ser Zeit; der schma⸗le Weg ist trüb⸗sal⸗ H 1———— I 1—— 1— 2 +—1 I—* 4—— —— 1 1 2. ILI + E— 1¹¹ E —— +*— 2——.— — voll, den ich zum Him⸗mel wan⸗dern soll; wie schwer doch —2 4 ů ů— f——— TT—— RD——.— — EE*——— läs⸗set Fleisch und Blut sich 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn; zwin⸗gen zu dem ew'⸗gen ut! bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat; 27¹1 — 341—342 niemand jemals verlassen ist, der hat getraut auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend kann so bitter sein, dein süßer Trost, der lindert's fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel ver⸗ schmacht't, so weißt du, Herr, daß ich's nicht acht'; wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und Hölls 5. Kein bess're Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ; ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest, du bist mein rechter treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 6. Jesu, mein Freund, mein Ehr und Ruhm, mein's Herzens Schatz und mein Reichtum, ich kann's doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann; wer Glaub und Lieb im Herzen hat, der wird's erfahren mit der Tat. 7. Drum hab ich's oft und viel gered't: Wenn ich an dir nicht Freude hätt, 3. Lieder vomtchristlichen Leben. so wollt den Tod ich wünschen her, ja daß ich nie geboren wär; denn wer dich nicht im Herzen hat, der ist gewiß lebendig tot. 8. Jesu, du edler Bräut'gam wert, mein höchste Zier auf dieser Erd, an dir allein ich mich ergötz weit über alle güldnen Schätz: so oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüt erfreuet sich. 9. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding; dein Geist bezeugt, daß solches frei des ew'gen Lebens Vorschmack sei. 10. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum besten allezeit; hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich mein'n Lauf vollenden kann! 11. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schanden mich behüt, erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: o mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller(d), g. 1547, f 1606. 342. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. — n—.— 0——— (Auf Gott und nicht auf mei⸗nen Rat will und dem, der mich er⸗schaf⸗ fen hat, mit 5———— * 2 ů ich mein Glük⸗ke bau gan⸗zer See ⸗le trau⸗ —— en Er, der die Welt all— en. 0——————— e—— Ee E.———— ....... mei ⸗-nen Ta⸗gen als Luntr D— ———— tra ⸗- gen. 272 2. Er sa wie viel m bestimmie mein Gluͤ Was zagt Mauch der zu de nicht zu b 2 Gott und hätte mir gnäd wenns se Er sorgt Nicht wa sein Will 4. Ist! weit schwe abs selbst! bei dessen 2.N will ich auf Chr und ihn ihm tu im Tod , at, wert, stell zu u mir; ing; bei ei. noch, ch. el, ran, kannl schund behüt, ein, 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ich's bat, gewährt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, sein Wille, der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes. Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir lagen? 343. F. Hreuz⸗ und Crostlieder. Soege Meldit + I II* 4 Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! AN Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten! Der Herr hilft seinen Knechten. Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. —4 I PE—— + = I + I 3,. — 1— 2 1. Auf mei⸗nen lie ben Gott tran ich in Angst und I + EI.— I— + 2 12— Not. Der kann mich all⸗zeit ret ⸗ten aus Trüb ⸗sal, —..— 2——.—— 2 2„ 2 —————— 2 21 Angst und Nö ⸗ ten, mein Un⸗glück kann er wen ——.— — 2 1— *—— 2— den, steht all's in sei⸗ nen Hän-den. 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen; ihm tu ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben; dem tu ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bist für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, uns allen auch zugleiche das ew'ge Himmelreiche! 5. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen! Amen. 1609. ö ö 7 3⁴⁴ 3. Lieder vom christlichen Leben. „344. Mel. Herzlich tut mich verlangen. Psalm 37, 5. ů 6 * S.— 1. Be⸗fiehl du dei ⸗ne der al ⸗ler⸗treu⸗sten Pfle ⸗ge des, We ge und was dein Her⸗ze der den Him⸗mel 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dir's soll wohlergehn; 4 auf sein Werk mußt du schauen, RN wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, ö es muß erbeten sein. 3. Dein ew'ge Treu und Gnade, 4 o Vater, weiß und sieht, ö was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 9 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir's nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel hie wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel * Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen, und was er haben will, + den, da dein Fuß ge H— I 2 ö j— / I„——— E— H!—— +— + L P. +— H 1.——— änkt kr lenkt; der Wol⸗ ken, Luft und Win⸗den H— 40 TD.V + 1 + II 2 I SIIEIEEII— ö r ar d 6 gibt We⸗ ge, Lauf und Bahn, der wird auch We⸗ ge fin⸗ 72— Bam. H ... * + + hen kann. das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn 274 er deiner und, soll in Angst als frag 10. W daß du i so wirde da dubs er wird! von der die du z bisher g II. V Du hast 2. G dir zur glaube was di. denn bete nu 3. 5 4. D sillt di bete mi er deiner sich begeben und, sollt'st du für und für in Angst und Nöten schweben, als frag er nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue! Du hast und trägst davon F. Ureuz⸗ und Crostlieder. 344 34⁵ mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron; Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not! Stärk unsre Füß und Hände 44 und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, g. 1607, 41676. 345. Mel. Jesus, meine Zuversicht. ö 0 +.— EE— ——— 235—— N 1. Bete nur, be⸗trüb⸗tes Herz, wenn dich Angstund ö ů klag und sag Gott dei nen Schmerz, er wird end⸗lich MN 35. 9 SED. I. .. L +—h—.. II E. E.— I 3i— n ö Kum⸗mer krän ⸗ken, —. dich den 9933 Gott wird dein Ge⸗bet und Flehn, —— I 2 2 + 2 II HI RW EEEEEEEE bt ist es ernst⸗lich's nicht ver ⸗wschmähn. 2. Gott wird dein Gebet und Flehn dir zur rechten Zeit gewähren; glaube nur, es wird geschehn, was die Frommen hier begehren, denn Gott kennet deinen Schmerz: bete nur, betrübtes Herz! 3. Bete nur, betrübtes Herz, bete stets in Jesu Namen; wirf die Sorgen hinterwärts, Gott spricht schon das süße Amen; deines Jesu Tod und Blut macht dein Beten recht und gut. 4. Deines Jesu Tod und Blut stillt die hell entbrannten Flammen; bete mit beherztem Mut, lten, 27⁵ Gott kann dich nun nicht verdammen. Sei getreu bis in den Tod! Beten hilft aus aller Not. 5. Beten hilft aus aller Not, ei, so bete ohne Zweifel; bist du arm, Gott schenkt dir Brot; schreckt dich Hölle, Welt und Teufel, bete nur, so wirst du sehn, Gott wird dir zur Seite stehn. 6. Gott wird dir zur Seite stehn; vor wem sollte dir nun grauen? Mußt du hier auf Dornen gehn, endlich sollst du Rosen schauen, denn Gott kennet deinen Schmerz: bete nur, betrübtes Herz! J. G. Krause, g. 1685, 4 1746. 18* 5. Lieder vom christlichen Leben. 2——— Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. Psalm 25 4—— ů— 1 1—.— — 1. Der—— der 21—— ler En⸗den re ⸗ giert mit —— E 4. e.——.—.—.——— sei nen Hän⸗—8 der Brunn der ew'⸗ gen Gü⸗ der E — 5 ist mein Hirt und Hu 2. So lang ich diesen habe, fehlt mir's an keiner Gabe, der Reichtum seiner Fülle gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freuden auf grüner Aue weiden, führt mich zu frischen Quellen, schafft Rat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich tun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angst sich stillen um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern im finstern Tal muß wandern, fürcht ich doch keine Tücke, bin frei vor dem Unglücke; 7. Denn du stehst mir zur Seiten, schützt mich vor bösen Leuten; ter. dein Stab, Herr, und dein Stecken benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Ole und füllest meine Seele, die leer und durstig saße, mit vollgeschenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Herz gutes Mutes, voll Lust, voll Freud und Lachen, so lang ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben im Hause, da du wohnest — Dee wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden und dort, da wir dich werden selbst schaun im Himmel droben, hoch rühmen, sing'n und loben. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1626 347. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. .R————— —.————...—— 22 2EI — —* Der Herr ist Dem feh lt es mei⸗ ne Zu-ver-sicht, mein nie an Trost und Licht, der einz'⸗ger Trost im Le⸗ sich dem Herrn er ⸗ ge⸗ ben. Gott ist sein Gott, auf —— 9˙i 2.Werw Du bist de Die Auge sehn deine Herr, gro und stark mit gnad wirst du! 3. Nod verlassen du läßt ih doch deine Des Fron wird frei r der Suͤnde pslegst du, 4. Drun Der Torer wenn der das Herz Wenn jen er steht, u als Fels ö 5. Wir die dir de V der F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 347—348 0 ——— ů—— ————————— g'nügt des Va⸗ ters Wil ⸗le. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche auf dich schaun, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat und stark von Tat, mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz wird frei von Schmerz, der Sünder eitles Dichten pflegst du, Herr, zu vernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Der Toren Trost verschwindet, wenn der Gerechte in der Not das Herz des Schöpfers findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn jene zittern, als Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet! Verflucht sind, die zu Menschen fliehn, verflucht, wer von Gott weichet. Dein Heiland starb; er, er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her sich Ungewitter sammeln! Gott hilft, wenn Christen freudenleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Tränen Zahl zählt er, er wiegt die Schmerzen und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht, auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehle ich mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue! Nach Christ. Chr. Sturm, g. 1740, 4 1786. —.* 343 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Psalm 23. E*.——..—..— f 4* 2— 7 Z2.—— + 2 + W X.———5 E + C + 2 8—— H2—2 + I*—— 1— I— E + Der Herr ist mein ge⸗ treu er Hirt, mir *—.— wird kein 1. der Hü⸗ter, der nicht schläftnoch irrt, kann mir nur H 2 : H. e 1— Gn* f 0 len—1 1I—— I 1 u⸗ tes eh⸗ len;„ Heil er ⸗ wäh⸗len. Er wei——5 auf grũ⸗ner — e e merie,— EZ.— + + + + 2—...— 2 Aü, die Spei⸗se gibt vom Le⸗bens⸗tau des Gei x stes —— Sar. U 2.D‚ —..2.— I 1— II 42 sei ⸗ner Gna ⸗ de 348—349 2. Er führet mich zum reinen Quell, der mein Gemüt beglücket, zum Wasser, welches frisch und hell den schwachen Mut erquicket. Er leitet mich auf rechter Bahn, er nimmt sich meines Ganges an um seines Namens willen. 3. Und ob ich wall im finstern Tal, fürcht ich doch keinen Schaden; sein Auge wachet überall, ich bin der Sorg entladen. Sein Stab und Stecken trösten mich, auf seine Treu und Macht kann ich gar ruhig mich verlassen. 3. Lieder vom christlichen Leben. 4. Du machst mir einen Tisch bereit im Auge meiner Feinde, verscheuchest Angst und Traurigkeit, sprichst freundlich zu dem Freunde; du salbst mein Haupt mit Ol, du schenkst mir voll den Becher ein und lenkst zum Himmel hin mein Sehnen. 5. Ja, Gutes und Barmherzigkeit wird lebenslang mir werden; ich bleib im Haus des Herrn die Zeit, die ich noch leb auf Erden. Und ist des Lebens Wallfahrt aus, dann trägt mich in sein Vaterhaus der Flügel treuer Liebe. Joh. Fr. v. Meyer, g. 172, 48a9. 349. Mel. Berzlich lieb hab ich dich, o Herr EE——.. ö DITE 72 3——— 1—— — L 1 +—. 4 1.— + 1 Dir trau ich, Gott, und wan⸗ke nicht, wenn gleich von Mein Hel⸗fer und mein Gott bist du, durch den mein EHUE—. 5.— 1 +——— + 2— +* 2— + I 1— 1 + 1 LI +— 1 L I + +* L— + 1 — 9— 2 mei ⸗ner Hoff⸗nung Licht der letz ⸗te Fun⸗ Herz doch end-⸗-lich Ruh und Freu⸗de wie⸗ 2 4 EE—.— E—— 84— 5 S.—*...—.. — ten schwi——— ö en win ⸗det. der sin Det. Von je⸗her hast du EEEE ———— 2 8 2=..— mich ge⸗führt und mei⸗ nes Wan⸗dels Lauf re⸗giert, — DEPE + H+ H+— EII + I + I TT ———— 1 4 mit se⸗ gen⸗vol⸗ler Va⸗ ter ⸗hand so man⸗ che + 1— H DEEEEEEEE E.. . + I + ++— I 1 I I I— I 70 1 7 Not hin-weg-⸗ge⸗wandt Un ⸗end⸗li ⸗cher, ich 1.— le, 2—— 2——*— 2— ——— 2. test mich; ich kämpf und trau auf dich; du II—.— II 2. Schw schwer, kaum füh noch läng Doch ewi du gehst! strafst nic Bald ist! bald mei bald hat mich gem F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 2. Schwer ist der Kampf der Leiden, schwer, kaum fühl ich Mut und Stärke mehr, noch länger auszudulden. Doch ewig, Vater, zürnst du nicht, du gehst mit uns nicht ins Gericht, strafst nicht nach unsern Schulden. Bald ist der Tränen Maß gefüllt, bald meiner Seelen Schmerz gestillt, bald hat Gott all mein Flehn erhört, mich g'nug geprüft und mich bewährt. Du Gott der Huld! Erhört von dir, lobsingt in mir dann meine ganze Seele dir. 3⁴9—350 3. Ach, alle Leiden dieser Zeit sind doch nicht wert der Herrlichkeit, die du wirst offenbaren. Bald wird auch mir der Duldung Lohn, bald steh auch ich vor deinem Thron mit treuer Kämpfer Scharen und danke dann dir, Gott, verklärt, der jetzt mich prüft, mich dann bewährt, daß ich von allen Leiden frei ein Seliger des Himmels sei. Barmherziger! Fest ohne Graun will ich dir traun; denn einst werd ich dein Antlitz schaun. Joh Joach. Eschenburg g.1745,f1820. Herzog Friedr. Wilhelms Hampflied 1809. 350. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. EV I ů t 9 1 Du wei⸗nest vor Je ⸗ ru⸗ sa⸗lem, be⸗zeugst, es sei dir an ge⸗ nehm, — 3——5H— II 2 [*——————HIHI.— II .— SDIDIꝑSDIEIEEEII.‚‚............——. 1 — Herr Je ⸗su, hei ⸗ße Zäh ren, wenn Sün⸗der sich be keh ren. — I.—— II— + W—?'!T᷑ V————. — 1 Wenn ich vor dir mit Buß er⸗schein und ün⸗ ber EAU 2 E 1— +— EEEEE. 2 mei ⸗ ne Sün⸗ den wein, so wäschst du ab aus CEE I + 1* + 1 L— 2 I + 2 2 +— lau ser Gfad die Mis se ⸗tat, die mich bis⸗ — II— + 2 2— ——— ber ge ⸗ quä ⸗ let hat. 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt von wegen meiner Sünde, zu deinen Tränen ich mich wend, da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt; wer damit seine Sünde netzt, den blickt Gott an mit Gütigkeit zu jeder Zeit und sein betrübtes Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Tränenhaus vor großer Angst oft weinen, der Welt aushalten manchen Strauß, sie martert stets die Deinen. Auf allen Seiten, wo sie kann, fängt sie mit mir zu hadern an. Dies tröstet mich zu aller Frist, Herr Jesu Christ: in Not du auch gewesen bist. 279 350—351 4. Du zählest alle Tränen mein; ich weiß, sie sind gezählet; und ob sie nicht zu zählen sein, dennoch dir keine fehlet. So oft vor dir sie regen sich, so oft bewegen sie auch dich, daß du dich mein erbarmen mußt. Dir ist bewußt mein Kreuz, drum hilfst du mir mit Lust. 5. Wer jetzund säet Tränen aus, hält in Geduld Gott stille, wird fröhlich sein in deinem Haus, wo Freude ist die Fülle, ja solche Freude, die kein Mann 3. Lieder vom christlichen Leben. mit seiner Zung aussprechen kann, und die da bleibt in Ewigkeit. Mein Kreuz und Leid wird werden dort zu lauter Freud. 6. Für diese Tränen dank ich dir, daß du die Freudenkrone, Herr Christ, dadurch erworben mir bei dir im Himmelsthrone. Wenn du mich holen wirst hinauf zu deiner Auserwählten Hauf, dann will ich recht lobsingen dir, o höchste Zier, für deine Tränen für und für. Joh. Heermann, g. 1585, f1647. 351. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. D. ů==—.——— .... 4.— n—.— Ein Christ kann oh- ne Kreuz nicht sein; drum wenn Gott ver sucht mit Kreuz und Pein die 2 ..... 2—— I N◻UU E 2 2 ——.—— 7—— laß dich's nicht be trü⸗ ben, Je li⸗ ⸗ber Kind, se — Kin⸗-der, die ihn lie-ben. ——..———+ . + I 1 + +— 1 + 4 H1D LIIIX I + 2 1 +— 1 7* I— L + L 1— L I + E + 1 20 1 E—— ern⸗ster sind des from-men Va=ters Schlä-⸗ge. Schau, EV 12— ....... ö. das sind Got ⸗- tes We ⸗ge. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott will's nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Soll's denn so sein, so gib dich drein: es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz lehrt fleißig beten, zieht ab vom eitlen Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirf's nicht hin mit schnödem Sinn, wenn's nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. 28⁰0 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit't die Ewigkeit und der Posaunen Schallen uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, nur Gott besteht. Bedenk's und laß dich üben, das ew'ge Gut zu lieben! 6.Auch Was Got Schich's sind's doe 2. GOet und sein⸗ der schen sobald er der edle, erlost un und hiff die groß 3. Ger und hän das läßt das ist i das ist i da häll läßt Go und für 1637. F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein. Was Gott schickt, will ich tragen. Schickt's doch der liebste Vater mein, sind's doch nur kurze Plagen ——0 5— 263—5 will ich nicht lassen. und wohlgemeint! Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freuden. Ich will mit Christo leiden. David Nerreter, g. 1649, f 126. Bebr. 10, 35—-37. .—. 1 LII 1 — +. —.— . 2 + — EEt 1 1—9— duld ist euch von und was euch mehr will tö ⸗-ten euch 2 nö⸗ ten, wenn Sor⸗ge, in das EE. PI...... Gram und Led Her-ze schneid't.— aus ⸗-er⸗ wähl⸗te Zahl, soll . 0—. 1— m euch kein Tod nicht tö⸗ ten, ist euch Ge-duld von —122.— 1 1— + H PEWiee. ——......... nö ⸗ten, das sag ich 2. Geduld ist Gottes Gabe und seines Geistes Gut, der schenket sie zur Habe, sobald er in uns ruht; der edle, werte Gast erlöst uns von dem Zagen und hilft uns treulich tragen die große Bürd und Last. 3. Geduld kommt aus dem Glauben und hängt an Gottes Wort; das läßt sie sich nicht rauben, das ist ihr Heil und Hort; das ist ihr hoher Wall, da hält sie sich verborgen, läßt Gott den Vater sorgen und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld tut Gottes Willen, erfüllet sein Gebot und weiß sich wohl zu stillen in aller Feinde Spott. Es lache, wem's beliebt; wird sie doch nicht zuschanden. Es ist bei ihr vorhanden ein Herz, das nichts drauf gibt. +H. noch ein- mal. 5. Geduld dient Gott zu Ehren und läßt sich nimmermehr von seiner Liebe kehren; und schlüg er noch so sehr, so ist sie doch bedacht, sein heil'ge Hand zu loben, spricht: der im Himmel droben hat alles wohl gemacht. 6. Geduld erhält das Leben, vermehrt der Jahre Zahl, vertreibt und dämpft daneben manch Angst und Herzensqual, ist wie ein schönes Licht, davon, wer an ihm hanget, mit Gottes Hilf erlanget ein fröhlich Angesicht. 7. Geduld ist mein Verlangen und meines Herzens Lust, nach der ich oft gegangen; das ist dir wohl bewußt. Herr voller Gnad und Huld, ach gib mir und gewähre mein Bitten, ich begehre nichts anders als Geduld. 281 * 352—353 8. Geduld ist meine Bitte, die ich sehr oft und viel I aus dieser Leibeshütte ö zu dir, Herr, schicken will. 5. Lieder vom christlichen Leben. Kommt dann der letzte Zug, so gib durch deine Hände auch ein geduldig Ende, so hab ich alles g'nug. Paul Gerhardt, g. 1607, f 1676. 2 353. Eigene Melodie. 2—.—* 18. 2 IV*— N ʒ— IE .. E I* I 1—— LI— 1— 1I— stil⸗ lẽ in dem In ihm ruht 1 Gib dich zu ⸗öfrie⸗den und sei I al ⸗-ler Freu ⸗de ohn ihn *— 4—— 1.— t Got⸗-te dei ⸗nes Le⸗ bens! ö mühst du dich ver⸗ge⸗ bens; er ist dein Quell und 7—— WEDEEE EE EEE E EEEEEFEFFEF *—— 4 0 Laa 1 I I— 2 1 dei ⸗ ne Son ⸗-ne, scheint täg-lich hell zu dei⸗ner Er H1 N EH 1—..————— 1 * LV—— 4 ιμ1 + IZI I + 3 Won⸗ne. Gib dich zu-frie-den! 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gna⸗ Er ist nicht fern, steht in der Mitten, den, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden n auch die Pein des größten Schmerzens. Kreuz, Angst und Not kann er bald wen⸗ den, ja auch den Tod hat er in Händen. 9 Gib dich zufrieden! 3. Wie dir's und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; ö er sieht und kennet aus der Höhe I der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen 170 und faßt zuhauf all unser Sehnen. V Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein einz'ger mehr auf ö Erden, dessen Treue du darfst trauen, N alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, —4 auch weiß er Zeit, dir's abzunehmen. Gib dich zufrieden! III 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen RI und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwin⸗ gen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einher gingen, dennoch mußt du oben liegen. Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Le⸗ ben, wie du's halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand, voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird viel mehr dich ein'gen füllen und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden! 282 9. Spri⸗ wo ich su⸗ Denn da helfen, w Wenn ich da schick Gib dich 10. Ble ge, wir macht dir glaube m Was lang ser, und Gib dich I. Ni Rotten laß sie nu Gott wire I Gott chen, wo groß ma Gib dich 12.5 Zeine, wenn er Wo ist 1676. f dem ihn U Uund H ner I iten, Bitten. ezwin⸗ segen weret, rhöret. ies Le⸗ en ben, laben. jäldem jelbem füllen sillen F. Hreuz⸗ und Crostlieder. 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel: wo ich such, ist nichts zum Besten. Denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lan⸗ ge, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewis⸗ ser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wird's hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sa⸗ chen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden! 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn er's sehen könnt und wollte. Wao ist ein Glück so klar und reine, 353—354 dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab; da wird sich's enden. Gib dich zufrieden! 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herdringen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Scha⸗ ren der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ew'gen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerhardt, g. 1607, f1676. ö 354. Eigene Melodie. E. 5——* SSSSSSSSEEEIIIE— — +* 1. Gott, den ich als Lie ⸗be ken ⸗ ne, der du 67— SSISISISEIEEEEESEIISEE.————— ᷓDPD‚IPSSISISISSIx—— Krank⸗heit auf mich legst und des Lei⸗dens Flamm er ⸗ regst, 51 2—————— ——.—— 2 2 2 + +— daß ich da⸗von glüh und bren⸗ne, bren⸗ne doch das I * Ah—**——.—. V 194 — 2. + I 1 2 2 2— 2*— D——— Bö ⸗-se b, das den Geist bis ⸗ her ge⸗ hin ⸗dert, +—— —iF77 2———— N I 8 8 +2 LITDa E + IIL I +— ——IFFIHHEFETEITTIJ———— SEE das der Lie⸗be Re⸗gung min⸗dert, die ich öf⸗ters von Dir hab! 2. In der Schwachheit sei du kräftig, in dem Schmerze sei mir süß; schaffe, daß ich dich genieß, wenn die Krankheit streng und heftig! Denn was jetzt den Leib bewegt, was mein Fleisch und Mark verzehret, 283 35⁴4—355 + was den Körper jetzt beschweret, hat die Liebe selbst erregt. 3. Leiden ist jetzt mein Geschäfte, 3. Lieder vom christlichen Leben. in dich senk in Lieb und Frieden! Laß des Leibes Angst und Schmerz nicht der Seele Auffahrt hindern ö andres kann ich jetzt nicht tun, und die Ruhe in mir mindern, als nur in dem Leiden ruhn. unterstütze du das Herz! Leiden müssen meine Kräfte, 6. Hilf mir, daß ich ganz bescheiden Leiden ist jetzt mein Gewinnst, und mit aller Freudigkeit, das ist jetzt des Vaters Wille, Ruhe und Gelassenheit den verehr ich sanft und stille, mög auf meinem Bette leiden! Leiden ist mein Gottesdienst. Denn wer hier am Fleische leid't, 4. Gott, ich nehm's aus deinen Hän⸗ wird errettet von den Sünden, den als ein Liebeszeichen an, so den Körper oft entzünden, denn in solcher Leidensbahn und an seinem Geist erneut. willst du meinen Geist vollenden. 7. Dir empfehl ich nun mein Leben Auch die Labung, die man mir und dem Kreuze meinen Leib; zu des Leibes Stärkung gibet, gib, daß ich mit Freuden bleib 14 kommt von dir, der mich geliebet, an dich völlig übergeben! ö alles kommt, mein Gott, von dir. Dann so weiß ich festiglich, 5. Laß nur nicht den Geist ermüden ich mag leben oder sterben, 4 bei des Leibes Mattigkeit, daß ich nicht mehr kann verderben, 1 daß er sich zu aller Zeit denn die Liebe reinigt mich. ö Christ. Friedr. Richter, g. 1676, 1711.— 0 355. Mel. Ach Jesu, dessen 5958255 SEEEEE 1 Gott ist und bleibt ge ⸗ treu, sein Her ⸗ze pflegt er gleich öf ⸗ ter- mal die Sei ⸗ nen V EV 2.— H n 8.. —+. + + + + H!—— + I— + 1 ◻NN + 2 +— N— + +— 1 —.5 5 icht I Lie ben II———— 1 ö richt vom ie ⸗ben,—— * zu be ⸗ trü⸗ ben. Er prü⸗fet durch das 9 EV————— 5 TS. I I. I— 18 I. + LII. 88—* + El=———.— + ——— Kreuz, wie rein der Glau⸗ be sei, wie stand-haft 1— N *,..—— 2. Gott ist und bleibt getreu; er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen. II Er braucht die Ruten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt; Gott ist und bleibt getreu. die Ge⸗ duld; Gott ist 28⁴ und bleibt ge⸗ treu. 3. Gott ist und bleibt getreu; er weiß, was wir vermögen, er pfleget nie zu viel den Schwachen aufzulegen. Er macht sein Israel von Last und Banden frei, wenn große Not entsteht; Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott er tröstet! er läßt au die Freud Es geht d im Augen sei, Seele Gott ist u 5. Gott er stillet d er will de in Trübsc 3 „Got Leben F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 4. Gott ist und bleibt getreu; er tröstet nach dem Weinen, er läßt aus trüber Nacht die Freudensterne scheinen. Es geht der Kreuzessturm im Augenblick vorbei; sei, Seele, nur getrost! Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist und bleibt getreu; er stillet dein Begehren, er will dein Glaubensgold in Trübsalsglut bewähren. 355—-356 Nimm an von Gottes Hand den Kreuzkelch ohne Scheu, der Lebensbecher folgt; Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu. Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreuz und Not dir ewig nützlich sei. So liebt der Höchste dich. Gott ist und bleibt getreu. 1695. 0 356. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. ENh E F— 7. 2 EEEE I 1.————— 7— 22— 1 ö 1(Gott lebt, wie kann ich trau-rig sein, als 15 Er weiß ja wohl von mei ⸗ner Pein, die er, e,en, i,(e, ee, en=,rn EE wär kein Gott zu fin ⸗den? 8 ich hier muß emp ⸗ fin-den. Er kennt mein Herz und 27— 6— Hd e———— +.——ł ͥi—* 2 + 19— +— 1.—.2 I— L. Ee + I + + — L üs +—* mei-nen Schmerz, so darf ich nicht ver ⸗ za- gen und V—2— HI—. .SII.III IE... ů 2 1—.— ihm nur al ⸗les kla ⸗gen. 2. Gott hört, wenn niemand hören will; was will der Feind denn sprechen, mein Seufzen werde nicht zum Ziel hin durch die Wolken brechen? Ruf ich empor, so hört sein Ohr, so steigt die Hilfe nieder, und schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht; wie klaget denn mein Herz, als säh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz offenbar erscheinen. Kein Tränlein fehlt, das er nicht zählt, worauf sein Aug nicht blicket, bis er uns hat erquicket. 4. Gott führt, drum geh ich ruhig fort auf allen meinen Wegen; mag mir die Welt bald hier und dort arglistig Stricke legen, so wird er mich zwar wunderlich, doch immer selig führen, daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott gibt, und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben. Was hilft mir denn mein steter Harm, als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, und wenn die Not uns nach der Wüste weiset, doch werden wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das. Gott hört, ich will's ihm sagen. Gott sieht, er setzt den Tränen Maß. Gott führt, ich darf nicht zagen. Gott gi bt und liebt. Nur nicht betrübt! Er wird mir endlich geben, auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck, g. 1622, 4+ 1252. 285 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, ö wird mit Klagen nur sich plagen, da der Unglaub leidet Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter schläfet ja noch schlummert nicht; zu den Höhen aufzusehen 4 wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz. ö Laß dein Weinen bitter scheinen, N dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. ö 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei; wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Nimmer klage, niemals zage, wenn der Herr dir Leiden gibt; der sie sendet, auch sie wendet, der hat nie ohn Furcht betrübt. 7. Willst du wanken in Gedanken, V faß dich in Gelassenheit! ö 357 358 3. Lieder vom christlichen Leben. 357. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. N 4 2* 4 1 x 22 +— 1— +⁴+—5 + + EEEEEEEEEEE— EH—.——— R 1. Gott will's ma⸗chen, daß die Sa⸗chen ge⸗hen, wie es ——— 2— E 11. SSEEEE E DD—— heil⸗sam ist. Laß die Wel ⸗len im ⸗mer schwel⸗len, FH————I— ... wenn du nur bei Je ⸗ su bist. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid! 8. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ist's beschwerlich, scheint's gefährlich, Deinem Gott ist nichts zu viel. 9. Wenn die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 10. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld; wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. 11. Aber denen, die mit Tränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone auf dem Throne ihres Heilands werden noch. 12. Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. J. D. HBerrnschmidt, g. 1675, 1725. Eigene Melodie. „re, mei⸗- ne SS See le, har re des Herrn, Sei bald der 286 2. Hat harre des alles ihm hilft er de Wenn all Gott verl 3 5 . 5 behůt mi und gib was die wend ab in meine * xlich, inden, I * +—— + + 2—. +—. + 2—8—. — W— +— 11 I I— 2 2———).— 2..— und ein neu ⸗er Frü⸗ ling folgt dem Win⸗ ter nach. EE 0 1—— SI‚I‚I‚I‚I‚IEIII. I.. T TRT ü—* 2—..— In al ⸗len Stür⸗méen, in al⸗ler Not wird er ö 26 +— 2=— N 2— + +—— E II —— 1—— + + 1— II XXV + + + II —— — dich be⸗ schir⸗ men, der 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn, alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; 359. treu e Gott. größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, rettꝰ auch unsre Seele, du treuer Gott! Joh. Friedr. Räder, g. 1815, 1872. Eigene Melodie. — +—. — + +.— 6 ů——..——.—— .— 2—.....———.— f P—— ——.—.———m— 8 1 Herr, wie du willst, so schick's mit mir im Le⸗ ben —.— al⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier, laß mich, Herr, EE ,, r,.-e, e.:—. und im Ster⸗ben; „Inicht ver= der beni Er⸗halt mich nur in dei⸗ner Huld, E—— HISEEE — ü— sonst wie du willst; gib dmir Ge⸗duld, denn dein Will ist H— en. 8— 2 I.—— der be 8ste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte, behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben! 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden! Mein Leib und Seel befehl ich dir, o Herr, ein selig End gib mir durch Jesum Christum! Amen. Kaspar Bienemann, g. 1540, f 1591. 360. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. .—... 29..————. ——.— L + I L —.* ů ö 1 4.0 er ⸗ ge⸗be mich dem Wil⸗len mei⸗ nes der wird auch an mir er ⸗fül⸗-len, was mir 287 5. Lieder vom christlichen LCeben. dich, o du dreiein'ger Gott, o so schreckt mich keine Not. 3. Und wie könnt' ich doch verzagen, ging es noch so wunderlich, ö da ich kann bis heute sagen: 4 Gottes Güte führet mich! N. Nun, erleb ich denn auch morgen, 4 o so lebt doch auch mein Gott, I der für mich in jeder Not V treu und liebreich ferner sorgen, 4 weis' und gut mich führen wird, ö weil er Vater ist und Hirt. Ludämilie Elis. Gräfin zu E tv R—.—— + ———⁰1——— S..............—— N ö Got ⸗tes ganz und gar; Sie h höch'ster Gott, her⸗ nüt ⸗zet im⸗mer⸗dar. r es Der EE 7——— 4.—.———.— X + 1.—. 2 I + 2— EII 1 2— E— L—7 + +—— —838—. Di L +.. 1.—— II—— nie⸗der! Al⸗les, was ich hab und bin, geb ich 2 EE.... IEIEEE SSESIIEE—————— WSW +——— 2 dir zu ei⸗gen hin. Du gabst es, dir geb ich's E EEEEEEE ö EEEDSESESRR wie⸗der; ma⸗ che dar⸗ aus, was du willt, 4 EE=D.D.D. LII— +— EI 12 I +*— E„ I 1* + II was du willst, mein Gott und Schild! 2. Von dir hab ich ja mein Leben, 4. Ginge mir es, wie ich wollte, I Gott, der du mein Vater bistl so ging es mir selten gut. ö Mir zum Heil hast du gegeben Wenn das stets geschehen sollte, 8 deinen Sohn selbst, Jesum Christ; was sich wünscht mein eigner Mut, N und mein sichrer, treuer Führer, würd ich oft mein Unglück wählen; der mir deine Wege weist, ich erfahre gar zu oft V5 ist ja selbst dein guter Geist. Böses, wenn ich Guts gehofft: Hab ich denn nun zum Regierer meine besten Wünsche fehlen. Drum in Gott, mein Herz, sei still! Mir geschehe, was Gott will. 5. Was Gott will, geschehe immer; was ich will und schädlich ist, das laß ja geschehen nimmer, Gott, der du so gütig bist! Und da dir mein Unvermögen, dir zu folgen, ist bekannt, o so laß doch deine Hand meiner Schwachheit Kraft beilegen! Und dann, Vater, folg ich dir; was du willst, geschehe mir! Schwarzb.⸗Rudolstadt, g. 1640, f 1672. 1 3 ot t Was bö ⸗se scheint, ist 28⁸ 361. Mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. ö*——.———— ᷓ, 23— 4 D.ñP—— +—; 8 hab in Got⸗tes Herz und Sinn mein Herz und mir Ge⸗winn, der Tod selbst Ffff. Hif. efff Kr⸗ 2. Das mein Vat Wennern so will er und mein gewöhnen, halt ich de mich wied 3. Zud bei ihm o Zeit, Ort zu tun un Er weiß, Leid un und was ob's noch 4. Du de was Flei als sei m dein Glü hast spat! an deine und denk gescheh 5. Fin und sich der hatf ersehen aus wah dir und! Laß ihm nach sein still immer legen! * „ 7 167⁷².½ ind Hlbi F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 361 9—...D 5 S....... . 1— 1 PꝑIII Si e⸗ ben. 19 5 inn er⸗ge ⸗ ben. 2. ist mein Le ben. Ich bin ein Sohn des, der den Thron 3 d, 7 e—— EEEEEEEEEEEEEEE EEEEEEE des Him⸗-mels auf ⸗ge⸗ er gleich schlägt und 2— 4*2 TDV I* 2— +2———.—4 2— 4— ———— —4— ——— 4—— Kreuz auf-legt, 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn ermich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen, fest zu stehen; halt ich denn stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 3. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt zu tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, ob's noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spat und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 5. Fürwahr, der dich geschaffen hat und sich zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen! Laß ihm doch zu, daß er nur tu nach seinem Wohlgefallen! 1 SSSSSE — 1 bleibt doch sein Herz ge⸗ wo⸗ gen. 6. Wenn's Gott gefällt, so muß es sein, es wird zuletzt dich freuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleich wie ein Dampf verschwinden. 7. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände; nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Nutz entstehe, und deine Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe! 8. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ich's an mit Freuden; soll's aber Kreuz und Unglück sein, will ich's geduldig leiden. Soll inir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen, wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 9. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straße reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, g. 1607, f1676. 289 19 362—363 5. Lieder vom tchristlichen Leben. 362. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 1**——— rt.n.. de. 56 1 1. Ich hab in gu⸗ ten Stun⸗ den des Le⸗ bens E—.—5 + S.....—————— E 55 Glück emp⸗fun- den und Freu⸗den oh ⸗ne Zahl; ..... A—.—.——— 5 so will ich denn ge-las-sen mich auch in Lei⸗ den V** +— — +—— 2 + II— .. 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. faf⸗sen; welch Le ben hat nicht sei⸗ ne Qual? Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. *— 363. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Psalm 30. —3.———.—— 44—————— S.— —7—— W83—.— 2*— 1— 2.— 1 Jũ prei⸗ se dich und sin„« ge, Herr, die mir so gro ⸗ße Din ⸗ ge bis⸗ — 1 R—— H.— + 1 EA 12—13 2— 1 —— 3. IE + + + HIEEETEE 1 H+ 2 L 1 — +— T II 4½— + +1 dei ⸗ ne Wun⸗der-gnad, ö ber er ⸗ wie sen Hatz denn das ist mei ⸗ ne 1———————— + Plflicht, in mei⸗nem gan⸗zen Le⸗ben dir Lob und 9—— 2——5— Dank zu ge ⸗ben; mehr hab und kann ich nicht. 290 2. Hert vom Belt da wird! da slehst Da andr zur finste da hältst und mich 3. Iht und dan der, wen hald hör uns Gne ruͤhmt ih und, wen nicht algt . Gott und strafe sein Zorn sein Herz und göm Den Abe des Mor der Son 5. Ich da mir'? Ich steh acht' alle 5 Nol. yehren/ 2. Herr, mein Gott, da ich Kranker vom Bette zu dir schrei, da wird dein Heil mein Anker, da stehst du treulich bei. Da andre fahren hin zur finstern Todeshöhle, da hältst du meine Seele und mich noch, wo ich bin. 3. Ihr Heiligen, lobsinget und danket unserm Herrn, der, wenn die Not eindringet, bald hört und herzlich gern uns Gnad und Hilfe gibt: rühmt ihn, des Hand uns träget und, wenn er uns ja schläget, nicht allzusehr betrübt. 4. Gott hat ja Vaterhände und strafet mit Geduld, sein Zorn nimmt bald ein Ende, sein Herz ist voller Huld und gönnt uns lauter Guts. Den Abend währt das Weinen, des Morgens macht das Scheinen der Sonn uns gutes Muts. 5. Ich sprach zur guten Stunde, da mir's noch wohl erging: Ich steh auf festem Grunde, acht' alles Kreuz gering; F. Hreuz⸗ und Crostlieder. das weiß ich, niederliegen; denn Gott, der kann nicht trügen, der liebt mich gar zu sehr. 6. Als aber dein Gesichte, mein Gott, sich von mir wandt, da war mein Trost zunichte, da lag mein Heldenstand; es war mir angst und bang, ich führte schwere Klagen mit Zittern und mit Zagen: Herr, mein Gott, wie so lang! 7. Nun wohl, ich bin erhöret, mein Seufzen ist erfüllt; mein Kreuz ist umgekehret, mein Herzleid ist gestillt; mein Grämen hat ein End, es sind von meinem Herzen der bittern Sorgen Schmerzen durch dich, Herr, abgewend't. 8. Ach daß zu deiner Ehre mein Ehre sich erhüb und nimmer stille wäre, bis daß ich deine Lieb und ungezählte Zahl der großen Wunderdinge mit ew'gen Freuden singe im güldnen Himmelssaal! Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 364. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. ———.—— — SRSISIIIITITITITITTIT. 1 ö Ich steh in mei⸗nes Her⸗ren Hand und will drin nicht Er⸗den-not, nicht Er⸗den ⸗-tand soll mich dar⸗ —.—....— ,.. R 233 e⸗ hen ei⸗ben, aus ver trei · ben und wenn zer-fällt die gan⸗ze SE 7 1.——— 4 —2— + 4 4 1 1 4 + I 1— I + +—— .—————————— Welt, wer sich an ihm, und wen er hält, wird wohl⸗be⸗ — + — V hal-ten blei ben. —— Luun 19* I ich werde nimmermehr, WR * 364—365 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hat's gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich garnicht grauen. ist alles mir gelegen; ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 3. Und was er mit mir machen will, 3. Lieder vom christlichen Leben. 4. Ja wenn's am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß, die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint, er ist doch nimmermehr mein Feind und gibt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er selbst verheißen: daß nichts mich seiner starken Hand soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht. Er bleibet meine Zuversicht, ich will ihn ewig preisen. C. J. Phil. Spitta, g. 180, 1 1859. 365. mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 1 Je grö⸗ßer Kreuz, je [Bei Sün⸗den ⸗ nä⸗ her lust und 4266660 ge .SSS Hunmel. Wer tüm⸗mel ver g an Gott prüft uns an dem Probestein; wie mancher Garten lieget wüste, fällt nicht ein Tränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. Die Palme wächset bei der Last, die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gesalzner Flut. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Ol im Feuer tut. 2. Je größer Kreuz, je beßrer Christe. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe. Der Wind bläst nur die Flammen auf, ö und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. 292 — 2—55 ö..0———— . Kreuz, ist oh ne Gott. ni ö Höl'⸗le, Fluch und Tod. O se ⸗lig ist der Mann ge⸗ :.., v. —— HUH———— — schätzt, den Gott in Kreuz Trüb⸗sal setzt. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete. Geriebne Kräuter duften wohl; wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlan⸗ gen. Im Tale steiget man bergan; wer durch die Wüsten oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein, sind't es hier nicht Ruh, so fliegt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben. Man freut sich recht auf seinen Tod, denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt, sie haben triumphiert. d. Je gi die Gott d und die ei der Uberw Ach dieses daß man! 2. Nic um alle mein So er mag's nach sein ich stelle 3. Es lit mir ege int, eind rpfand and nicht. 1859. h⸗ ne zt man Gebele. mwind em Pol. , är? Berlan⸗ hergan ugen eRuh, lerben. Tod, eben, 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, die Gott den Seinen beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. F. UKreuz- und Crostlieder. 365—366 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und je lieber sein! Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt! Benjamin Schmolck, g. 1622, 4157. 366. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. ——*— + ——————8 P T— —6 1. In al len mei⸗ nen Ta ⸗ten laß ich den ES.— —.—— 1646 Höch-sten ra ⸗ ten, der al-les kann und hat; F 2 EISEEEEIEEEEEEEE.— — ů 22 4 * muß zu al⸗len Din⸗ gen, soll's an⸗ders wohl ge⸗ — 2....——.——2.—.. X— 2—— +— II lin gen, mir sel⸗ber 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mag's mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stell es ganz in seine Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen, und was mir selig ist; ich nehm es, wie er's gibet; was ihm von mir beliebet, das hab ich willig auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 293 ge⸗-ben Rat und Tat. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu handen, so tröstet mich sein heilig Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird mir zu huͤrte fallen, mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß ja wohl die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Flemming, g. 1609, f 1640. 367—368 5. Lieder vom christlichen LCeben. 367. Eigene Melodie. Psalm 51, 1—6. EV— 2.— *DDD‚RRR EE —————=——— —59H— In di ch hab ich ge⸗ hof-fet, Herr, hilf, daß ich nicht zu⸗ EV—ꝛͤ10——.—— nn e. 9 0— 4— schan⸗den werd noch e⸗ wig⸗lich zu Spot⸗ Das bilt ich — 1——— 2—.. ◻*9— 2 r— fr———* i———— dich: er ⸗- hal-te mich in dei⸗ner Treu, Herr Got=te! 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, 5. Mir hat die Welt trüglich gericht't erhör mein Bitt, tu dich herfür, mit Lügen und durch falsch Gedicht eil bald, mich zu erretten! viel Netz und heimlich Stricke; In Angst und Weh ich lieg und steh, Herr, nimm mein wahr in der Gefahr, hilf mir in meinen Nöten! hüt mich vor falscher Tücke! 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir, bei, sei meine Burg, darin ich frei mein Gott, mein Gott, weich nicht von und ritterlich mög streiten mir, nimm mich in deine Hände! wider mein' Feind', der gar viel seind O wahrer Gott, aus aller Not an mir auf beiden Seiten! hilf mir am letzten Ende! 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlich⸗ Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt keit sei Vater, Sohn und Geist bereit, mir dein Wort, Lob seinem heil'gen Namen! mein Hilf, mein Heil, mein Leben, Die göttlich Kraft mach uns sieghaft mein starker Gott in aller Not; durch Jesum Christum! Amen. wer kann mir widerstreben? Adam Reusner, g. 1496, F4 um 1575. 368. Adene Melodie. — 4.——————— EV E+— 1—.— ‚— 9——.— FFFFFFFTTT E 8.——. E— Er 1. Laß dich Gott, du Ver-laßner, still' dein Sor⸗gen, dei⸗ — 4 H— I 2—— 22—— E— —.—2 C. 631H— „Qual und dei ne Not ist dem Höch-sten un-ver⸗bor⸗gen, 12—— E 2—— ............... . ö hilft er heut nicht, hilft er mor⸗gen. Laß dich Gott! 2. Halt Gott still, 3. Gott ist nah, denn er brauchet Liebesschläge, wenn er dir entfernet scheinet; wodurch er dich bessern will, ist nicht gleich die Rettung da, daß sich Kindesfurcht errege ist es dir zum Nutz gemeinet; Traue seiner Vaterpflege, er hilft, wenn du g'nug geweinet. halt Gott still! Gott ist nah. 29⁴4 4. Gott so du ihm deine Pein wenn dut und mit k Golt ist d 5. Lehr wie und i Sein Aug 2. Mei ist mit al was der ist zum Was die ist in Ch 3. Me will viel was glei und den Sorgen Kummer dir, von de! xlich⸗ ereit, hast 1575• F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 4. Gott ist dein, so du ihm dich nur ergibest; deine Pein wird Freude sein, wenn du ihn vor allem liebest und mit Unmut nicht betrübest. Gott ist dein. 5. Lehr Gott nicht, wie und wann er dich soll hören! Sein Aug steht auf dich gericht't. 368—37 Wahrt dein Kreuz lang, laß es währen, endlich wird es sich doch kehren. Lehr Gott nicht! 6. Liebst du Gott, wandelst treu auf seinen Wegen, wird kein Kreuz, kein Not, kein Tod dein Vertrauen niederlegen. Alles dienet dir zum Segen, liebst du Gott. Ant. Ullrich, Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel, g. 1655, 174. 369. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. — 4 r———4 PPIPIIIIII‚I.. RRREE— ——F———. 1 Fud See ⸗le und er⸗ war ⸗tet hin in Got⸗ tes sei⸗ ner We⸗ge sen ket sich ru-hig⸗ lich + + 9 S.DSDIPII.I I........ rnnmri*— Zie 15 En 5.3 liegt fein stil⸗ le, nackt und bloß E 10 — ........— ————— +————.——.—5 lieb⸗ Va sten V 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zufrieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden. Was die Ungeduld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken. Sorgen hört dem Schöpfer zu, meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, in des ters Schoß. trifft und ängstet nur die Heiden. Wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Nöten, hängt an Gottes Angesicht, auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden. Also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleich wie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und Ehr. Joh. Jos. Winckler, g. 4670, 1722. 370. Mel. Jesu, meine Freude ee n, erreer, 1H—.———— 2 3—. 1 Mei- ne Seel ist stil-le zu Gott, des ⸗sen Umein Herz ist ver ⸗ gnü⸗ get mit dem, wie's Gott 29⁵5 5. Lieder vomtchristlichen Leben. ** Wil le mir zu hel⸗fen steht; — fü ⸗get, nimmt an, wie es geht.) Geht es nur—8 —EL + + 4 E 1 6 7 de Him ⸗mel zu, und bleibt Je⸗ sus un⸗ gen⸗schie⸗ EERN— E N TJ. H 7• + II +— H EEEEE den, so bin ich 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten, und mag keinen leiden, der ihr redet ein; von der Welt, Ehr, Lust und Geld, wonach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur Einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Jesus, der getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß! Lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, *—2 7 N EE + 5— zu ⸗frie ⸗ den. wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust; sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit Lust, fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste; am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahr'n, wie Gott seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu spar'n biszu End; alsdann sich wendt't das zuerst gekost'te Leiden, und gehn an die Freuden. Joh. Hasp. Schade, g. 1666, F 1698. — 37¹. Mel. Freu dich sehr, o meine 2 — ů *—— 2— 2 2— 2— 1. H ne Sor⸗gen, Angst und Rla⸗ gen lau-fen mit der —— zen, al ⸗les Kla⸗gen, das der Herr al⸗ E— 05 12 1—.— it d;.6½ Zanle t wird gott-lob nicht e ⸗ wig sein. N + ID.V— + I 4+ E————— Nach dem Re⸗ gen wird ein Schein von viel tau send 2. Meir wird zur wenn die so trägt m wenn ein wird der! nach dem! lommen d 3. Wem muß man daß uns a s geht all Er hat un das man n will man so muß mi 4. Umset der mit K hier muß ob er glei Zu dem kommt ke die in Se eigen ihr F. Ureuz⸗ und Crostlieder. .— +* — .—— IEE — Son⸗nen⸗blik⸗ken mei ⸗ nen 2. Meine Saat, die ich gesäet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemähet, so trägt man die Frucht nach Haus; wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei; nach dem Kämpfen, nach dem Streiten kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht; will man hier das Kleinod finden, so muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besetzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit lommt kein Mensch hin ohne Streit; die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. 372. Mel. O Welt, mat-ten Geist er ⸗quik ⸗ ken. 5. Es sind wahrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trübsal hergekommen; darum siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen ausgezieret, weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt; seine Freund' und Hochzeitsgäste werden nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg nach geführtem Kampf und Krieg; Kanaan wird nicht gefunden, wo man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, Seele, und gedulde dich, Gott wird dich gewiß erretten; das Gewitter leget sich, nach dem Blitz und Donnerschlag solgt ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sorgen. Unbekannt 1704. ich muß dich lassen. —————2 2 ñ——— 4— 4 tti e, + 14. Mein Herz/ gib dich +— zu⸗ frie den und blei be * 2 4. . 2 P P 2—. — —* 4* —.— Kamen —— ganz ge ⸗schie⸗ den von Sor⸗ge, Furcht und Gram! · + *— 9— 4 E 2 2.—: ö 2. —— III Die Not, die dich jetzt drük⸗ket, hat Gott dir zu⸗ge⸗ —— ———.——— * schik lel, iei 2. Mit Sorgen und mit Zagen und unmutsvollen Klagen häufst du nur deine Pein; durch Stillesein und Hoffen still und halt dich wie ein Lamm! wird, was dich jetzt betroffen, erträglich, sanft und lieblich sein. 3. Kann's doch nicht ewig währen; oft hat Gott unsre Zähren, 29⁷ 37²2—373 5. Lieder vom christlichen Leben. eh man's meint, abgewischt; wenn's bei uns heißt: wie lange wird mir so angst und bange? so hat er Leib und Seel erfrischt. 4. Gott pflegt es so zu machen, nach Weinen schafft er Lachen, nach Regen Sonnenschein; nach rauhen Wintertagen muß uns der Lenz behagen: er führt in Höll und Himmel ein. 5. Indes ist abgemessen die Last, die uns soll pressen, auf daß wir werden klein; was aber nicht zu tragen, darf sich nicht an uns wagen, und sollt's auch nur ein Quentlein sein. 6. Denn es sind Liebesschläge, wenn ich es recht erwäge, womit er uns belegt; nicht Schwerter, sondern Ruten sind's, damit Gott zum Guten die Seinigen hienieden schlägt. 7. Er will uns dadurch ziehen zu Kindern, die da fliehen das, was ihm mißbehagt, den alten Menschen schwächen, den Eigenwillen brechen, die Lust ertöten, die uns plagt. 8. Er will uns dadurch lehren, wie wir ihn sollen ehren mit Glauben und Geduld, und sollt er uns in Nöten auch lassen, ja gar töten, uns doch getrösten seiner Huld. 9. Denn was will uns auch scheiden von Gott und seinen Freuden, dazu er uns versehn? Man lebe oder sterbe, so bleibet uns das Erbe des Himmels ewiglich doch stehn. 10. Ist Christus unser Leben, so muß uns, seinen Reben, der Tod sein ein Gewinn; er mag die Leibeshöhle zerbrechen, doch die Seele fliegt auf zum Bau des Himmels hin. 11. Drum gib dich ganz zufrieden, mein Herz, und bleib geschieden von Sorge, Furcht und Leid! Vielleicht wird Gott bald senden, die dich auf ihren Händen hintragen in die Herrlichkeit. J. A. Freylinghausen, g. 1670, 4 179. 373. Mel. Christus, der uns selig macht. n ——.———— +—.—— .—5 Schwing dich auf zu dei⸗ nem Gott, du .——— KEEE See ⸗le! War⸗ um liegst du Gott zum Spott in der I + 1 + N—— 5——2.—— + II— + + + + —————.. — I„höh ⸗le? Merkst du nicht des Sa⸗tans List? — + 1 +—. — Er will durch sein Kämpfen dei nen Trost, den 2U ee— —7 I.— Je ⸗sus Christ dir 2. Hab ich was nicht recht getan, ist mir's leid von Herzen; dahingegen nehm ich an „ ⸗ wor ⸗ben, dämp ⸗fen. Christi Blut und Schmerzen; denn das ist das Lösegeld meiner Missetaten, 298 hring ich d ist mir wo 3. Chris sein Recht sein Verdi da ich frei als in eine das kein rächt er g und Gewe 4. Stürt was könnt Deckt mich Gott mit ‚ der Gott, selbst verel daß der em mich nicht! 5. Ich b wer ijt, den Dringt da mit dem b laß es dri von geliel und gesch wenn es 6. Kind nehn zu a die gedeihe eiden hin. en, F. Kreuz⸗ und Crostlieder. bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 3. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 4. Stürme, Teufel und du Tod: was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ew'ge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 5. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide, laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 6. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl 373—374 ohne Zucht und Ruten. Bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd will zum Guten ziehen? 7. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen; wer hie zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen. Wem hier Christus recht bewußt, hat in Gottes Garten droben die vollkommne Lust endlich zu erwarten. 8. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen; denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 9. Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr, gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr! Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1670. Mel. 0 Welt, ich muß dich lassen. — r 5 5 ——.,.— brrieinntt. 1. Sein Kreuz und sei nen Frie- den hat uns der örrree, eeee, e. —8 2——..——5——.— 3— Herr be-schie- den in die ⸗ser ar ⸗ men Welt. —— rrnnre SIIIIII—————— 3655 Was er uns hin ⸗ter-las⸗sen, das wol ⸗len wir er⸗ E—— —. +— 2— I— rr faf⸗sen wie's sei ⸗nen 2. Wohl ist sein Kreuz oft drückend; doch wie so süß erquickend ist seines Friedens Wehn! wei ⸗sen Rat ge ⸗fällt. Wir dürfen nicht verzagen, in allen unsern Plagen will er ja treulich bei uns stehn. 299 37⁴4—375 3. Er kann uns nicht ersparen, was selber er erfahren auf seiner Pilgerbahn; ihn hat die Welt verhöhnet, mit Dornen ihn gekrönet, geführt den Todesberg hinan. 4. Und wie er war auf Erden, so sind auch seine Herden, die er mit Blut erkauft; sie sind auf seine Leiden zu gleichem Kampf und Streiten, sie sind in seinen Tod getauft. 5. Doch durch sein Blutvergießen wollt er uns ganz erschließen sein ew'ges Freudenreich. 375. Mel. O selig Haus, wo 3. Lieder vomtchristlichen Leben. Er hat, da er gestorben, den Frieden uns erworben, dem nichts auf dieser Erde gleich. 6. So gehn auch wir durch Kriege, durch Kreuz und Not zum Siege, durch Tod zum Leben ein, und auf den rauh'sten Wegen erblüht uns ew'ger Segen; das Herbste muß uns nützlich sein. 7. Und daß wir nicht ermüden, so schmecken wir den Frieden des Herrn in allem Leid. Wir sind beglückt und fröhlich und schon in Hoffnung selig. Durch Leiden geht's zur Herrlichkeit. Friedr. Weyermüller, g. 1810, f 1877. man dich aufgenommen. 1.——— ů—4 IREEE E E. *— 1.——. I*.— 1 1(So führst du doch recht se ⸗ lig, Herr, die *[Wie könn ⸗test du es bö ⸗se mit uns . tn ———*——— 14 2—=.— Dei-nen, ja se-lig und doch mei-stens wun-der=lich. —— mei⸗nen, da dei⸗ne Treu nicht kann ver⸗leug- nen sich? FEEH 1Z2 10 2——— 7 4 LE.I.I——— +— 1 i—. 1 DEZIE— + 13—.——...— 2—— 1 E 1—.—— e—— + Die We—ge sind oft krumm und doch ge⸗ EEUNN—————4 S.I IIE! I I I— + 1 2 I 2—3 — + E SQS.‚....‚. 2—.—— +— L 1 2 + rad, dar ⸗-auf du läßt die Kin ⸗-der zu dir EHU= 2— 2 2 4— — gehn; da pflegt es wun⸗der-selt-sam aus-zu-sehn, P + + I + NI + 2 2 PIII doch tri-um=phiert zu 2. Dein Geist hängt nie an mensch— lichen Gesetzen, so die Vernunft und gute Meinung stellt. Den Zweifelsknoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nach dem es dir gefällt. letzt dein ho- her Rat. Du reißest wohl die stärksten Band ent⸗ zwei; was sich entgegensetzt muß sinken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn; dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 3. Was u fügen, te Westen al was man biegen, Sterne Die Welt Kraft; du reißest ihr Glanz sein, de Leben sch 4. Will selig prei deinem X wem aber weisen, himmelan Den Vsch undspeis frei. W sicht sei? Wer kan sehn? 5. We Augen; Herr, re Der Wo nicht tar deines 0 Die best sie sind wer Au⸗ die Sa grob. 6.Ba zugreif baldfä Geschie uschw. Hin ageh du küf drauff der Ru Leschw. ege; 3. Was unsre Klugheit willzusammen⸗ fügen, teilt dein Verstand in Ost und Westen aus: was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfst in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein; ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein, dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig preisen, so hast du's schon aus deinem Buch getan; wem aber niemand will dies Zeugnis weisen, den führst du in der Still selbst himmelan. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Ab⸗ sicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm kann dir nicht taugen, du gibst die Kraft durch deines Geistes Trieb. Die besten Werke bringen dir kein Lob: sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei, wer Augen hat, sieht sie doch nicht so frei die Sachen sind zu fein, der Sinn zu grob. 6. Bald scheinst du etwas hart uns an⸗ zugreifen, bald fährest du mit uns ganz säuberlich. Geschieht's, daß unser Sinn sucht aus⸗ zuschweifen, so weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit blöden Augen hin, du küssest uns, wir sagen Beßrung zu; drauf schenkt dein Geist dem Herzen wie⸗ der Ruh und hält im Zaum den aus⸗ geschweiften Sinn. F. Kreuz⸗ und Trostlieder. 37⁵ 7. Du kennst, o Vater, wohl das schwa⸗ che Wesen, die Ohnmacht und der Sin⸗ ne Unverstand; man kann uns fast an unsrer Stirn ab⸗ lesen, wie es um schwache Kinder sei bewandt. Drum greifst du zu und hältst und trä⸗ gest sie, brauchst Vaterrecht und zeigest Muttertreu: wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäflein je und je. 8. Also gehst du nicht die gemeinen Wege, dein Fuß wird selten öffentlich gesehn, damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne hast; wer meint, er habe deinen Rat gefaßt, der wird am End ein andres oft gewahr. 9. O Auge, das nicht Trug noch Hoff⸗ nung leidet, gib mir der Klugheit schar⸗ fen Unterscheid, dadurch Natur von Gnad man unter⸗ scheidet, das eigne Licht von deiner Heiterkeit! Laß doch mein Herz dich niemals mei⸗ stern nicht, brich ganz entzwei den Wil⸗ len, der sich liebt, erweck die Lust, die sich nur dir ergibt und tadelt nie dein heimliches Gericht! 10. So zieh mich denn hinein in dei⸗ nen Willen und trag und heg und führ dein armes Kind! Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen, dein Geist die Furcht und Lüste überwind! Du bist mein alles, denn dein Sohn ist mein, dein Geist regt sich ganz kräftig⸗ lich in mir, ich brenne nun nach dir in Liebsbegier, wie oft erquickt mich deiner Klarheit Schein! 11. Drum muß die Kreatur mir im⸗ mer dienen, kein Engel schämt nun der Gemeinschaft sich; 301 375—377 5. Lieder vom christlichen Leben. die Geister, die vor dir vollendet grünen, Ist's möglich, daß mich etwas noch be⸗ sind meine Brüder, und erwarten mich. trübt? Komm, Freudenquell, weich' Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, ewig, aller Schmerz! das dich und mich und alle Christen liebt! Gottfried Arnold, g. 1666, 4 74. 71 376. 5 Eigene Melodie. 1. Sollt es— gleiche bis wei len schei⸗ nen, als ———— Sei nen, 0 so glaub und —.7 ——————— +—— —.—.—. 2 dn, weiß ich dies: Gott hilft end lich noch ge- wiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben, drückt mich schwer des Kreuzes Joch, hat er drum nicht aufgehoben; Gott mein Vater lebet noch. hilft er nicht zu jeder Frist, 6. Laß die Welt nur immer neiden! hilft er doch, wenn's nötig ist. Will sie mich nicht länger leiden, 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, ei so frag ich nichts danach, wonach ihre Kinder streben, Gott ist Richter meiner Sach. so hält Gott auch Maß und Ziel; 7. Will sie gleich mich von sich treiben, er gibt, wem und wann er will. muß mir doch der Himmel bleiben; 4. Seiner kann ich mich getrösten, ist der HDimmel mein Gewinn, wenn die Not am allergrößten; geb ich alles andre hin. er ist gegen mich, sein Kind, 8. Ach, Herr, wenn ich dich nur habe, mehr als väterlich gesinnt. frag ich nicht nach andrer Gabe; 5. Will mir Satan bange machen, legt man mich gleich in das Grab, ich kann seine Macht verlachen; g'nug, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Tietze, g. 1641, 4 1703. Sigene Melodie. 7. —...—.....— 37 1. Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn er läßt Ge⸗ führt mich auf rech ter Stra-ßen, da ich ging —— I* 232 EEEEEEE nicht von mir, 5 in der Irr. Er 33— 4 45 sei ⸗ ne Dn. den * S.— 6 ů— D SI.— WEDRDRDRDRDRDRDRDRRRRRRRRe 4.——.— 2 2— 60 brd— Mor⸗gen tut er mich wohl ver⸗ IV —.—,. sor-gen, wo 109 auch sei im Land. 2. Auf il in meiner es kann m er wendet Ihm sei e mein Leib sei Gott d er schaff's 3. Es t denn was Gut mein schenkt un⸗ ja seinen durch ihn was Leib obt ihn in 4. Lobt ihn, der u das ist ein darin mar verloxn ohn ihn e Wir solle und bleib 2. Er er weiß Himmel Mein der mir 3. We 2. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann mir gar nicht grauen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben: er schaff's, wie's ihm gefällt. 3. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Gut meint er's mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, ja seinen lieben Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret, lobt ihn ins Himmels Thron! 4. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenlt; das ist ein sel'ge Stunde, darin man sein gedenkt; verlor'n ist alle Zeit, ohn ihn vollbracht auf Erden. Wir sollen selig werden und bleib'n in Ewigkeit, F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 5. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vorher war geacht't. Wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben: wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 6. Darum ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich's auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freude voll, die, weil ich Christum kenne und meinen Herrn ihn nenne, mir widerfahren soll. 7. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Gut's die Fülle erworben uns und Gnad: auch Gott der heil'ge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold, g. 1552, 1598. 37737⁸ 376. Eigene Melodie. 1 4 .2— 1————.—.——4 .5— E—— +———..—⁴n— 1 E— PDEDEE ——99— 1. Wa ⸗rum be ⸗trübst du dich, mein Herz, be- küm⸗mers xů, nin: er er ꝓ SSISIIIIIII.I dich und trä gest Schmerz nur um das zeit⸗ lich — 2. H — 2———— P P f—.—— S * I—— .. Gut? Ver ⸗ trau du dei-nem Herrn und Gott, der D—. I A HLiasl P— L—..——— 1 I——2⸗;2.— 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß auch wohl, was dir gebricht, Himmel und Erd ist sein. Mein Vater und mein Herre Gott, der mir beisteht in aller Not! 3. Weil du mein Gott und Vater bist, al le Ding er⸗ schaf⸗ fen hat! wirst du dein Kind verlassen nicht, du väterliches Herz. Ich Staub und Asche habe hier sonst keinen Trost als nur bei dir. 4. Der Reich' verläßt sich auf sein Gut, ich aber will dir traun, mein Gott; 303 378—379 ob ich gleich werd veracht't, so weiß ich und glaub festiglich, wer dir vertraut, dem mangelt's nicht. 5. Ach, Gott, du bist noch heut so reich, als du gewesen ewiglich, mein Traum steht ganz zu dir. Mach mich an meiner Seele reich, so hab genug ich ewiglich. 6. Der zeitlich Ehr will ich entbehr'n, wollst mir das Ew'ge nur gewähr'n, das du erworben hast durch deinen herben, bittern Tod; das bitt ich dich, mein Herr und Gott! 7. Alles, was ist auf dieser Welt, es sei Gold, Silber oder Geld, 5. Lieder vomtchristlichen Leben. Reichtum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit und hilft doch nicht zur Seligkeit. 8. Ich dank dir, Christ, o Gottes Sohn, daß du mir solches kund getan durch dein göttliches Wort. Verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seele Seligkeit! 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt für alle dein erzeigt' Wohltat; ich bitt demütiglich: Laß mich nicht von dein'm Angesicht verstoßen werden ewiglich! 1565. 379. Eigene Melodie. v. — 1. Wa⸗rum sollt ich mich denn grä⸗ men? Hab ich doch — Chri⸗ stum noch, wer will mir den neh⸗ 56395 Wer will 650— 5 TD.V L 6 45 I Him ⸗mel rau⸗ ben, den mir schon Got tes Sohn V. ö —— —— 2 1 I bei ge⸗ legt im Glau-ben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, nehm er's hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 3. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt, sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 5. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier tun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu schanden machen. 6. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schließt das Tor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 301 8. Ulda ich mein ewiglich e hier ist ke was die a muß im“ 9. Wal Eine Ha Kummer Dort, dot da mein mich ohn 2.H er wirẽ er fͤhr so laß an sein für Ar, drum! und sei en M/ töten, —— F. Kreuz⸗ und Trostlieder. 379—380 8. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen; hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. 380. Eigene EE 1* Gott tut, 10. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freu⸗ den, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 11. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen! Paul Gerhardt, g. 1607, + 16²6. Melodie. das ist wohl ⸗ge⸗ tan, es wie er fängt mei⸗ ne Sa⸗ chen an, will bleibt ge⸗recht sein Wil⸗ ich ihm hal ⸗ten stil⸗ . 3 Er ist mein Gott, der + in der Not mich wohl weiß zu er ⸗ hal-ten; drum laß ich ihn nur 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an seiner Huld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken; er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. wal ⸗ten. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid; es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 30⁵5 20 380—382 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, 5. Lieder vom christlichen Leben. so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, g. 1649, 4 12os. 381. Eigene Melodie. Wer mein Gott will, . E— 2 . ge-scheh all-zeit, Zu hel⸗fen dem er sein Will, der ist be⸗ reit, der an ihn ist der be⸗ ste. SS..... Ir ilft aus No fr —96 glau⸗ bet se ste. Er hilft aus Not, der from-me Gott, und zuch⸗ get mit Ma ⸗ßen. Wer Gott ver⸗ Kant⸗ ö ö A. ů auf ihn baut, den will er nicht ver⸗ las⸗ sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuver sicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet. Er hüt't und wacht und hat wohl acht, auf daß uns ja nichts fehlet. 3. Drum, muß ich Sünder von der Welt hinfahr'n nach Gottes Willen zu meinem Gott, wann's ihm gefällt will ich ihm halten stille. Eigene Melodie. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. O frommer Gott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mir's nicht versagen: Wenn mich der böse Geist anficht, laß, Herr, mich nicht verzagen! Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen! Wer das begehrt, dem wird's gewährt. Drauf sprech ich fröhlich: Amen. Um 1554. 2. Chron. 20. ——— 3 Wen wir in höch sten Nõ ten sein und wis⸗ sen L —. — —. — . =. 2 — Tnicht, w. wo aus noch ein, und fin⸗ den we⸗ der Hilf' noch —.— — 2. —1— 3— A —— 2—; Rat, ob⸗ 2. So ist das unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein gleich wir sor-gen früh und spat, dich rufen an, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not, e 3. Und zu dir in und flehe und aller 4. Die all denen im Nam der unse 5. Drun und klag nicht 3 mein Mü ährt. 1556. n. 20. F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten dich im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprach ist. 5. Drum kommen wir, Herr unser Gott, und klagen dir all unsre Not, 383. Mel. Was mein Gott will, gescheh. 382—384 weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns davon in Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7. Auf daß von Herzen wir dafür hernach mit Freude danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hie und dort. Paul Eber, g. 1511, 4 1569. 2— 3——————5 .—23. Wer Gott ver⸗traut, hat wohl ge⸗ baut wer sich ver⸗läßt auf im Him⸗-mel Je⸗sum Christ, Dar-um auf dich all und auf Er⸗ den; Him⸗mel wer⸗den. Hoffnung ich 5*—— 5 ganz fest all ⸗ zeit 6 4— +— 7—— Hj—.— 2— ISISISISISI.I....... — Trost du bist in To ⸗des ⸗ not und Schmer⸗zen. 2. Und wenn's gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlaͤgt darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. v. J. Joach. Magdeburg, g. 1525, Anach 1585. V. 2 u. 5 1597. Eigene Melodie. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mir's wohl geben, was mir ist not, getreuer Gott, in dies'm und jenem Leben. Gib wahre Reu, mein Herz ernen, errette Leib und Seele! Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen! 1..— 5—.—————— +— 4— ++ +Z. .— +* 4 +— 1 Udeh nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten und hof=fet wun⸗der ⸗bar er ⸗hal⸗ten in al⸗ler den wird er II + + 1 2— +— + 8 2. 7 ihn al ⸗le ⸗zeit . 1 Wer Gott, dem Al ⸗ler⸗ höch⸗sten, 30⁷ 20* — .—5 6—5 4 1—.—— +.——.— I N. ——5 + 2— +—.— DD‚IIR— HO——.————— +———— EO 1——1— 2 L 1 maßt der hat auf 2. Was helfen uns die schweren Sor⸗ gen, was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstun⸗ den; erweiß wohl, wann es nützlich sei. Wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wir's uns versehn, und lässet uns viel Gut's geschehn. kei- nen Sand ge ⸗ baut. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes We⸗ gen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, g. 1621, 4+ 1681. — 335. mel. 3255.——8. wie du 955 so 66555 mit 255 ——— 1 Gott mich führt, so 3—7.—0616 ge⸗schieht, was er mir will ich gehn aus ⸗er⸗ sehn, ohn al I23 wird mir's an E2— N————— ISIII II I 5 2—.——.‚.. 2—.— Ei⸗gen ⸗ wäh'len; ö 0 f Wie er mich führt, so geh ich mit 2 —+ 3 IE= Q◻᷑+ —.— 110 — H—. .—.— 2 2— S —.—.— 1——l 1 und fol ⸗ ge wil⸗ lig Schritt vor Schritt in kind⸗ lichem 72— +— I HI .————— 0 2 8— II Ver⸗trau en. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit in Zeit und auch in Ewigkeit, stets seinen Rat zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ gnügt, ich ruh in seinen Händen. Wie er es schickt und mit mir fügt, wie er's will kehr'n und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt; er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. I. We in seinen Schent's lich, 6 was er il eh er mit ich bin j 5. Wiel im Glau Steht er was wil M A— F. Kreuz⸗ und Crostlieder. 385—387 4. Me Gott mich führt, so geb ich mich Ich fasse in Geduld mich fest; in seinen Vaterwillen. was Gott mir widerfahren läßt, Scheint's der Vernunft gleich wunder⸗ muß mir zum besten dienen. lich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, bedacht, es geh durch Dorn und Hecken. eh er mich an das Licht gebracht; Kann ich's auch anfangs nicht verstehn, ich bin ja nicht mein eigen. zuletzt wird er's aufdecken, 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu wie er nach seinem Vaterrat im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner was will mich von we⸗gen! e Schlä-gen! Nir⸗gends be wacht: Christ Ky⸗ri ⸗e, komm zu uns auf die See! mich treu und wohl geführet hat. Kraft mir bei, Dies sei mein Glaubensanker. ihm scheiden? Lampertus Gedicke, g. 1685, 4 1755. Eigene Melodie. des Sturm⸗winds —— 4 4 .—— Ei⸗ner ist, der in der Nacht, Ei⸗-ner ist, der Ret⸗tung, nir⸗gends Land vor uns 2. Wie vor unserm Angesicht reiche mir dann liebentbrannt, Mond und Sterne schwinden! Herr, Herr, deine Glaubenshand! Wenn des Schiffleins Steuer bricht, Christ Kyrie, wo nun Rettung finden? komm zu uns auf die See! Wo sonst als nur bei dem Herrn? 4. Nach dem Sturme fahren wir Seht ihr nicht den Abendstern? sicher durch die Wellen, Christ Kyrie, lassen, großer Schöpfer, dir komm zu uns auf die See! unser Lob erschallen, 3. Einst, in meiner letzten Not, loben dich mit Herz und Mund, laß mich nicht versinken! Soll ich von dem loben dich zu jeder Stund. bittern Strom Christ Kyrie, Well auf Welle trinken, ja dir gehorcht die See! Joh. Daniel Falk, g. 176s, 4 1826. 337. mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. ——.— 3 Hate Ean. 1 Wie's Gott ge⸗fällt, ge⸗fällt's mir auch; ich laß mich Ob mich zu⸗ zei ⸗ten beißt der Rauch, und wenn sich gar nicht schon ver⸗ .—— ren. wir ⸗ren all Sa⸗chen gar, weiß ich für⸗wahr, 3. Lieder vom christlichen Leben. 2 1 *——**——— S.SISISIFIPIPIPIPIITITIIITITITITTTITI..·ü. ——.—.*——. SGott wird's zu ⸗letzt wohl stel ⸗-len. Wie er's er⸗ sehn, muß 0—.— PP — I—7W—⁴— + I I III 2. Wie's Gott gefällt, so nehm ich's hin; das andre laß ich fahren. Was nicht soll sein, stell ich dahin. Gott will mich recht erfahren, ob ich ihm will auch halten still, und wird wohl Gnad bescheren; dran zweifl' ich nicht. Soll's sein(man spricht), so sei's; dem kann nichts wehren. 3. Wie's Gott gefällt, laß ich's geschehn; ich will mich drein ergeben; wollt ich sein'm Willen widerstehn, umsonst wär all mein Streben, dieweil fürwahr all Tag und Jahr bei Gott sind ausgezählet. Ich schick mich drein; soll's ja so sein, so sei's bei mir erwählet. 4. Wie's Gott gefällt, so mag's ergehn in Lieb und auch im Leide; dahin laß ich die Sachen stehn, daß sie mir sollen beide gefallen wohl, darum mich soll Ja oder Nein nicht schrecken. Schwarz oder Weiß, soll's sein, so sei's! Dann wird Gott Gnad erwecken. + T + es be-stehn; solls sein, so sei's ohn Quä⸗=len. 5. Wie's Gott gefällt, da läuft's hin⸗ aus, drob laß ich andre sorgen; kommt mir das Glück nicht heut ins Haus, so wart ich sein auf morgen. Was mir beschert, bleibt unverwehrt, ob sich's schon tut verziehen; mich nicht drum reiß. Soll's sein, so sei's! Will's Gott, kommt's ohne Mühen. 6. Wie's Gott gefällt, nichts weiter will von Gott ich sonst begehren; Gott hat gestellet mir ein Ziel, so lang wird müssen währen das Leben mein. Ich geb mich drein, auf guten Grund will bauen und nicht aufs Eis. Soll's sein, so sei's! Will Gott allein vertrauen. 7. Wie's Gott gefällt, so nehm ich's an, will um Geduld ihn bitten. Gott ist allein, der helfen kann; und wenn ich schon wär mitten in Angst und Not, läg gar am Tod, so wird er mich wohl retten gewalt'ger Weis. Soll's sein, so sei's! Ich g'winn's; wer wollt nun wetten? Ambrosius Blaurer, g. 1492, 4 1564. 383. Mel. Alles ist an Gottes Segen. ö 5— ö ..——.— e=,.——.4 —— 5— 5 Wun⸗der⸗an-fang, herr- lich En-de, wo die wun⸗der⸗ .—— 1.— ISD.— 5..—————— 1 ᷣ— EER * wei⸗sen Hän⸗de Got⸗tes füh⸗-ren ein und aus! Wun-der⸗ E„* ◻—— EU— ————— 4 16 gweis⸗lich ist sein Ra⸗ten, wun⸗der⸗herr⸗lich sei ⸗ ne Ta⸗ten, FE——— —+.. E + I— II L +.———— I— I—— + 1— I und du sprichst: wo will's hin⸗aus? 310 2. Dent was Gott ihm und! Ob der A ist das E Friede fo 3. Got und in g und du f so auch it hält Got daß man 4. Kei wo man die Vern ihre halb nicht in! dem sie e 2.6 und d unser unser wir f G. Lob⸗ und Danklieder. 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen, 5 ihm und dir zur Herrlichkeit. Ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet, Friede folget nach dem Streit. in⸗ 3. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß:) en. so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, wo man könne Hilf gewinnen, die Vernunft ist hier zu blind: ill ihre halb gebrochnen Augen nicht in das Verborgne taugen, dem sie allzublöde sind. *) Pf. 77, 20. 388-389 5. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts! Er fürwahr, er wird es führen, daß du's wirst am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. 7. Du wirst an den Fingern zählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! H. A. Stockfleth, 9. 1645, + 1708. G. Lob⸗ und Danklieder. 389. — Mel. Gott des Himmels und der Erden. —————— m, 12.—.— 1 Al ⸗le Welt, was lebt und we ⸗bet auf dem was nur sei ne Stimm er ⸗ he ⸗ bet, brin⸗ge Die net ihm, wer die ⸗nen ——.— —2.— wei ten Er ⸗ den ⸗kreis, Gott Dank, Ruhm und Preis! 04. U— 20 kann, freu⸗dig stimmt eu'r 2.Gott, Gott ist's, der durch sein Werde und durch seiner Allmacht Ruf unsern Leib aus Staub und Erde, unsern Geist vernünftig schuf; —. wir sind seiner Schöpfung Ruhm, er⸗ sein erlöstes Eigentum. 3. Kommt, mit Ehrfurcht zu erscheinen vor dem Angesicht des Herrn! Kommt frohlockend mit den Seinen, Nach Joh. Franck, g. 1618, + 1677, verändert durch Joh. L. Lob-lied an! lobt ihn herrlich, dient ihm gern! Denn der Herr ist jederzeit reich an Gnad und Gütigkeit. 4. Gott des Himmels und der Erde, höchster, unerschaffner Geist! Schöpfer, Mittler, Tröster werde jetzt und immerdar gepreist! Mache Herz und Lippen rein, dir ein würdig Lied zu weihn. 311 Psalm 100. Paulmann, g. 1728, 1807. 390— 391 5. Lieder vom christlichen Leben. 390. mel. Nun freut euch, lieben Christen g'mein. 9—— ů—— 1I— 8 EEE D. 1 Bis hie⸗ her hat mich Gott ge-bracht durch sei- ne gro⸗ße bis hie⸗ her hat er Tag und 322 635 be⸗— und Ge⸗ EE 2 ** Gu⸗ ö Mitt⸗ 1 190 bis hie⸗ 64— hat er mich geleit't, 0— hie Her 255 DDDDP‚‚ E 2.—.7.— + 9— hat er mich er⸗ imä bis hie⸗ her mir ge ⸗ hol ⸗ fen. 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank 3. Hilf fernerweit, mein treuster Hort, für die bisher'ge Treue, hilf mir zu allen Stunden, die du, o Gott, mir lebenslang hilf mir an all und jedem Ort, bewiesen täglich neuel hilf mir durch Jesu Wunden, In mein Gedächtnis schreib ich an: damit ich sag bis in den Tod: Der Herr hat Groß's an mir getan, Durch Christum hilf du mir, mein Gott, bis hierher mir geholfen wie du bisher geholfen! Amilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, g. 1652, 4 4706. 391. Mel. Es ist das Heil uns kommen— 565.—5 E d⸗ 1 Der Herr ist Gott 1— N b6 ner Twehe; — ist ihm gleich, wer 88 wie er, 08 2—— E 2—— froh⸗lockt ihm, al ⸗-le From ⸗men! so herr-lich, so voll-kom ⸗ 96n13. Der Herr ist 4— + +** e e ii,. groß! Sein Nam' ist groß! Er ist un ⸗ end=lich, gren⸗zen⸗ ———— 1 4—, e e, 88..888s ⸗ los in sei⸗ nem gan⸗zen We-⸗sen. 2. Ihntrifft kein Wechsel flücht'ger Zeit: 3. Um seinen Thron her strömt ein Licht, nie größer oder kleiner das ihn vor uns verhüllet. wird seines Namens Herrlichkeit, Ihn fassen alle Himmel nicht, der Erst' ist er, sonst keiner. wie weit er sie erfüllet! Wir Menschen sind von gestern her; Er bleibet ewig, wie er war, eh noch die Erde war, war er, verborgen und nur offenbar noch eher als die Himmel. in seiner Werke Wundern. 31²2 4. Wo wi uns nicht g Er kennet v der Wesen Bei ihm ist die Kraft u umspannet 5. Iter Veiß er ni Wo ist die ein Mensc Die Finste Gedanken noch ehe si 6. Wer sc o Herr, vo Algegenw dein Fittich 3⁰ G. Lob⸗ und 4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennet uns, kennt, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, die Kraft und Stärke seiner Hand umspannet Erd und Himmel. 5. Ist er nicht nah? Ist er nicht fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Die Finsternis ist vor ihm Licht; Gedanken selbst entfliehn ihm nicht, noch ehe sie entstehen. 6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittich über alle! 392. 2— 1 Du, dem, Mel. Valet will ich dir geben. mei ne See ⸗le, wel⸗chem al ⸗le Danklieder. 391—392 Du bist voll Freundlichkeit und Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner! 7. Unsträflich bist du, heilig, gut und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen tut; denn du vergiltst mit Wonne. Du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig sein, hast Freuden, Gott, die Fülle. 8. Du nur bist würdig, Lob und Dank zu nehmen, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer ist ihm gleich, wer ist wie er, so herrlich, so volllfjommen? Joh. Andreas Cramer, g. 1725, +1˙88. Psalm 146 sin⸗ge, wohl- auf und Din⸗ge zu Dienst und sin ⸗ge schön Wil ⸗len stehn! — Ich will den Her ⸗ren auf de Erd; ich will ihn herz=lich lo ben, so 2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig ungetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht: das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: lang ich le ⸗ben werd. der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer und die unzähl'ge Herde im großen, wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Unrecht tun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. 313 392—393 5. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod. Er nährt und gibet Speisen zur Zeit der Hungersnot, macht schöne, rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. 5. Lieder vom echristlichen Leben. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig seind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. 7. Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm. Der Herr ist ew'ger König, ich eine welke Blum; jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ist's billig, daß ich ehre sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 393. Mel. Nun danket alle Gott. 2— I...————. Ge 10 bet sei 1. (mein Schöp-fer, der mir Herr, mein Gott, mein Licht, mein hat mein 65 und Seel ge⸗ SSISSISISISISIII.— —.— W wein Meten der wih shhhdt ven Mutzer uheh ge ben, mein Vater, der mich schützt von eut⸗ter ⸗lei ⸗be — 1 I ———. 4„ 2—— an, der al le Au⸗ gen⸗ blick viel Guts an mir ge⸗-tan! 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut! 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafst! 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüften schwebet, gelobet sei der Herr, des Namen heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist! 5. Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engelschar das Heilig, Heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit. Gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Joh. Olearius, g. 46, 4 1684. 4 2. Alles, Cherubim stimmen d alle Engel, ufen dir i Heilig, heil 3. Helie heilig, He starker He Himmel, sind erfül alles istd 4. Der der Prop shickt zu neue Lob der Blut lobt und 5. Auf loben G dich, Go singt die sie vereh deinen e 6. Sie welcher und mit der, o K der mit! und dem 7. Du hast die du bist a 16²⁷⁶. 1654.• G. Lob⸗ und Danklieder. 394. Eigene Melodie. .——— 223—— 23— b. I SPSDSPSPSISSISSIIII 1 Gro-ßer Gott, wir lo ben dich; Herr, wir 2 Vor dir neigt die Er: de sich und be⸗ ———————— prei ⸗sen dei ⸗ ne Stär ⸗ke. un dert dei ⸗ ne We. 0 Wie du warst vor —.3 + 2 I—— I + 1— + E al ⸗ler Zeit, so bleibst du in E⸗wig ⸗keit! 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen stimmen dir ein Loblied an: alle Engel, die dir dienen, rufen dir in sel' ger Ruh: Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, heilig, Herr der Kriegesheere, starker Helfer in der Not, Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 4. Der Apostel heil'ger Chor, der Propheten große Menge schickt zu deinem Thron empor neue Lob⸗ und Dankgesänge; der Blutzeugen große Schar lobt und preist dich immerdar. 5. Auf dem ganzen Erdenkreis loben Große und auch Kleine dich, Gott Vater; dir zum Preis singt die heilige Gemeine; sie verehrt auf deinem Thron deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heil'gen Geist, welcher uns mit seinen Lehren und mit Troste kräftig speist, der, o König aller Ehren, der mit dir, Herr Jesu Christ, und dem Vater ewig ist. 7. Du, des ew'gen Vaters Sohn, hast die Menschheit angenommen; du bist auch von deinem Thron zu uns auf die Welt gekommen; Gnade hast du uns gebracht, von der Sünde frei gemacht. 8. Nunmehr steht das Himmelstor allen, welche glauben, offen; du stellst uns dem Vater vor, wenn wir kindlich auf ihn hoffen. Endlich kommst du zum Gericht, Zeit und Stunde weiß man nicht. 9. Steh, Herr, deinen Dienern bei, welche dich mit Demut bitten! Alle machtest du ja frei durch den Tod, so du gelitten. Nimm uns nach vollbrachtem Lauf zu dir in den Himmel auf! 10. Sieh dein Volk in Gnaden an, hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, daß der Feind es nicht verderbe! Wart und pfleg es in der Zeit, heb es hoch in Ewigkeit! 11. Alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Rett aus Sünden, rett aus Tod, sei uns gnädig, Herre Gott! 12. Herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, Herr, dein Segen; deine Güte zeige sich allen der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht verloren sein! übersetzung des Tedeum 1779. 31⁵ 39⁵5 3. Lieder vom christlichen Leben. 0 395. Mel. Nun danket all und bringet Ehr. .—.— E— 1—— v I 4.—.—— 1. Ich sin ⸗ ge dir mit Herz und Mund, Herr, ————.S 11——— +— 2 + 6 18e—— Amei ⸗nes Her⸗-zens Lust! Ich sing und mach auf I I* IL DDD.. + I I 3 mereriemmi n me, E e Er den kund, 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ew'ge Quelle seist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most zu seinen Zeiten find't? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Baterland? 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun; du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht was mir von dir be⸗ wußt. und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein', und was sein Kummer sei; kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zum Heil gekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein, so wirst du hier im Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, g. 1607, f 1676. 316 2. Lobe de lich regieret, lichen sicher der dich erh wie es dir se hast du nicht 3. Lobe de fein dich ber verliehen, d In wie vie hat nicht de ber dit F 39 el aus Haus, 9 und Dug, rb vnd enlicht, lf und nicht. einem hin nd auf Slauf persehn ehn, tun 396—397 G. Lob⸗ und Danklieder. 396. Eigene Melodie. „ V + 4.— 1 *————.—..—.————— 1 Lo-⸗be den Her-ren, den mäch-ti⸗-gen Kö⸗nig der Umei⸗ne ge ⸗lie⸗be te See le, das ist mein Be⸗ . DDEE.— —— 0 2 10———— E .———.——.— +.. 5 2. Kom⸗met zu ⸗hauf, Psal⸗ter und Har⸗se, wacht + geh ⸗ren. EAHI.——— N E , —— 1 auf, las⸗set den Lob-⸗ge⸗sang hö ⸗ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herr⸗ 4. Lobe den Herren, der deinen Stand lich regieret, der dich auf Adelers Fit⸗ sichtbar gesegnet, der aus dem Him⸗ tichen sicher geführet, mel mit Strömen der Liebe geregnet. der dich erhält, Denke daran, wie es dir selber gefällt; was der Allmächtige kann, hast du nicht dieses verspüret? der dir mit Liebe begegnet! 3. Lobe den Herren, der künstlich und 5. Lobe den Herren, was in mir ist, fein dich bereitet, der dir Gesundheit lobe den Namen! Alles, was Odem verliehen, dich freundlich geleitet. hat, lobe mit Abrahams Samen! In wie viel Not Er ist dein Licht; hat nicht der gnädige Gott Seele, vergiß es ja nicht, über dir Flügel gebreitet! lobende, schließe mit Amen! Joachim Neander, g. 1650, 4 1680. 397. Eigene Melodie. Psalm 146. , een DIIIIII 6 ů—.—.7 —— 2———— 35———— V. +7 +. *— Lo⸗be den Her⸗ren, o mei ⸗ ne See ⸗ le! weil ich noch Stun⸗den auf Er ⸗ den zäh —— I 2 1———— x N—— — SSISSSIEEE —. SISIIIIT. „ben bis zum Tod; gen mei⸗ nem Gott. H———— DDI.‚. 1 See Le ben hbat, wer⸗de ge⸗ prie ⸗=sen 13—, e ine erer e Kinent — 2 I + 1—— + + E.— 2.P‚—I— 1 —— 2—— I. früh und spat: Hal⸗-le⸗lu⸗-ja, Hal⸗-le ⸗lu⸗ja! 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib wenn nun das Grab nimmt seinenRaub. geboren, Weil denn kein Mensch uns helfen kann⸗ rufe man Gott um Hilfe an! Halleluja, Halleluja! 317 und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, ————..———I—— 397— 398 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden, und was darinnen ist, gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ist der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Unrecht lei den, er ist's, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei, und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! Eigene—ꝰ.—8 5. Lieder vom christlichen Leben. 6. Sehende Augen gibt er den Blin⸗ den, erhebt, die tief gebeuget gehn; wo er kann gläubige Seelen finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! 7. Aber der Gottvergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich. Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil'gen Geist! Halleluja, Halleluja! J. D. Berrnschmidt, g. 1675, 4 1725. Sirach 50, 24. 393. 4 31 3 Nun 2— tet al⸗ lder gro ⸗ße Din⸗ 00 42 mit Her⸗ zen, Mund und tut an uns und al⸗len 2EE Hän⸗-den, En⸗den, der uns von Mut⸗ter- leib und Kin-des-bei-nen an un ⸗zäh-lig viel zu 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort! 3—.—.—. ö. 2 2——— 4 gut und noch jetz-und ge- tan. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich. im höchsten Himmelsthrone, ihm, dem dreiein'gen Gott, 6 wie es anfänglich war= und ist und bleiben wird jetzund und immerdar! 4 160 . Martin Rinckart, g. 1586, 4 1649. 318 16 En 2.Ermunter Gott, unserm der seine Wr und große D g. Der un stisch und ge und, wo kein sich felbst zun 4. Der, obr doch bleibet; die Straf eil und tut uns 5. Er geb erfrische Ge und werf al Schmerz 2. Erkem der unz e und nichtu ein dieder . Er ha 0 und uns zu iu Scha 5 iu führen f Bin⸗ gehn; den, drut, hutz. ritte hritte ich. hohen er tlltl n G. Lob-⸗ und Danklieder. 399—400 771 399. 23——— 3988665 Zane, 50, 24. E 7—— ————.—.— 4———.— Nun dan ket all und brin⸗ get Ehr, ihr — + I‚ 9 —— 2 PI.. +T 4 Men⸗s meschen in der Welt, dem, de sen Lob der ——— 5,. 2 En gel Heer im Him⸗ 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet guten Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 400. Eigene Melodie. mel stets 5 ver-meld't! 6. Er lasse seinen Frieden ruhn in unserm Vott und Land,‚ er gebe Glück zu unserm Tun und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. Psalm 100. D. DDD/. ., 2. 3— Nun alschzt dem Her⸗ren, al⸗le Welt; kommt her, zu DDDEEEDEEEEEEEEEE.. DIIIIIITTIT—— ů—. 3 sei nem Dienst euch stellt; kommt mit Froh-⸗-lok-⸗ ken, ö fr 2..——————— EEEEEEE EE E.. 2.—— EE IEE säu ⸗met nicht, kommt vor sein hei⸗lig An ⸗ ge ⸗=sie t! 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst, durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf gute Weid. 319 4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, kommt, geht zu seinen Toren ein mit Loben durch der Psalmen Klang zu seinem Vorhof mit Gesang! 5. Dankt unserm Gott, lobsinget ihm, rühmt seinen Nam mit lauter Stimm, lobsingt und danket allesamt! Gott loben, das ist unser Amt. 400— 402 voll Lieb und Treu zu jeder Zeit; sein Gnade währet dort und hier samt Gott dem werten heil'gen Geist I und seine Wahrheit für und für. sei nun und immerdar gepreist! ö David Denicke(5), g. 1603, 4 1680,(nach Corn. Becker). 1606 401. Eigene Melodie. EWU 3. Lieder vom christlichen Leben. 6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit, 7. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein ein'ger Sohn, — 2 +* E— I L X— ů ö ..I.IIIIIIIIIIIIIIIIII IN 9 225 ³ — und ihn eh-⸗ ren für al ⸗le sei ⸗ne Ga ⸗ben, ——. N ³ 47— E 2——.— 14 2 1— 2.——— —. ů die wir emp⸗fan-gen ha-⸗ben. hat er allein gegeben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muß auch bleiben, N wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünde. N 4. Ein Arzt ist uns gegeben, x 14 der selber ist das Leben, * Christus, für uns gestorben; der hat das Heil erworben. ö 2. Den Leib, die Seel, das Leben EN ö mahl 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nacht⸗ der heil'ge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben, im Himmel soll'n wir haben, o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte uns Große mit den Kleinen; du kannst's nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen dient wider allen Unfall; durch Jesum Christum! Amen. Ludwig Belmbold, g. 1532, 1598. 402. Eigene Melodie. V——H Psalm 1053. ——— iE I 2— + . Sein Wahl⸗ tat tut Nun lob, mein Seel, den Her ⸗ren, was in mir meh ⸗ ren, ver⸗ mne es — . 5 1. Nun laßt uns dem Her⸗ ren Dank sa⸗ gen * 1.— .— ö Na 0 2 0 Hat dir dein Sünd ver⸗ — ... DDD 2— ——— — Bẽ ⸗bben und heilt dein Schwach-heit groß, er⸗ 2. Er he sein heilig dazu sein 60 mangelt Seilon d straft nicht die Gnad den Blöͤd Sein Gü ob den'n, so fern de ist unsre 3. Wie ob ihrer so tut der wenn w Er kenn und wei ein bald ein Blu der Wi so ist es also der sein En G. Lob⸗ und Danklieder. en Thron Sohn, Geist I Becker). 1 rett't dein ar-mes Le tet, die leid'n in sei ——. 2. Er hat uns wissen lassen sein heilig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen; es mangelt an Erbarmung nicht. Sein'n Zorn läßt er wohl fahren, 5 straft nicht nach unsrer Schuld; ö die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ist er hold. Sein Güt ist hoch erhaben ob den'n, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen lit, ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt uns arme Knechte und weiß, wir sind nur Staub, 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieb'n Gemeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich; ihr starken Engel, waltet sein's Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heilig Wort; mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 5. Sei Lob und Preis mit Ehren Gott Vater, Sohn und heil'gem Geist! Der woll in uns vermehren, was er aus Gnaden uns verheißt, daß wir ihm fest vertrauen, uns ganz verlass'n auf ihn, ein bald verwelkt Geschlechte, von Herzen auf ihn bauen, Um 105. ein Blum und fallend Laub; daß unser Herz und Sinn —.— der Wind nur drüber wehet, ihm allezeit anhangen. ö so ist es nimmer da, Drauf singen wir zur Stund: mit also der Mensch vergehet, Amen, daß wir's erlangen, 465 sein End, das ist ihm nah. glaub'n wir von Herzensgrund. — v. 1—4 von Joh. Gramann, g. as?, + 1541. 5—— Eigene Melodie. ver⸗ ———2—..— 1 ů daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät ⸗ te und ei ⸗ nen so stimmt ich da- mit um die Wet te vom al ⸗ler⸗ er⸗ 321 21 403 5. Tieder vom christlichen Leben. 55 tief⸗sten Her zens ⸗grund D S— HEEE— — tau ⸗send ⸗-fa ⸗ chen Mund,‚ Ain Lob-lied nach dem II ————— 2 1— N —— 9— DSESSI 2— 2 ꝗ + + 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäl⸗ dern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat soll sich mir zum Gehilfen geben, denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Leib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Wohlsein hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todesschmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. 32 an⸗dern an von dem, was Gott an mir ge⸗ tan! 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heiligwerter Gottesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach wo ich etwas Guts verricht', das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht doch gewahr. 11. Wie sollt ich nun nicht voller Freude in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leide nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 12. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin. Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, g. 1685, 1 1754. 2 Sot 2. Er is und sein dir deine! und deine dich waffn daß uicht und deine 3. Er! den Arm die sich v zu seiner er nimm und gibt zur Seli⸗ 4. Wie und Gut alsohat alheit un er hat un vergibt y mact v 5. Et erneuet daß wit ob's au Er hilf verheiß von sei bt. G. Lob⸗ und Danklieder. 40⁴ 404. mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. — 1 O)gläu⸗big Herz, sing froh und frei und gib Lob dei⸗nem ge ⸗ denk, daß er dein Va ⸗ter sei, den du all⸗ zeit sollst — Sorg in 2. Er ist's, der dich von Herzen liebt und sein Gut mit dir teilet, dir deine Missetat vergibt und deine Wunden heilet, dich waffnet zum geistlichen Krieg, daß nicht der Feind erlangt den Sieg und deinen Schatz zerteilet. 3. Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Ubermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden. 4. Wie sich ein treuer Vater neigt und Guts tut seinen Kindern, also hat sich auch Gott erzeigt allzeit uns armen Sündern; er hat uns lieb, ist voller Huld, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern. 5. Er gibt uns seinen guten Geist, erneuet unsre Herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, ob's auch das Fleisch mag schmerzen. Er hilft uns hie mit Gnad und Heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von seinen ew'gen Schätzen. dei⸗ nem Sinn dein Le⸗ben kannst er näh ⸗ren. 6. Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht vergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die nur ihm dienen wollten. 7. Was er nun angefangen hat, das will er auch vollenden; nur geben wir uns seiner Gnad, zum Opfer seinen Händen und tun daneben unsern Fleiß, gewiß, er werd zu seinem Preis all unsern Wandel wenden. 8. O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig ser und nehm ein löblich Ende; leucht uns mit deinem hellen Wort, daß uns an diesem dunklen Ort kein falscher Schein verblende! 9. O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir einfältig singen, und gib dein Wort mit freiem Klang, mach's durch die Herzen dringen! O hilf, daß wir mit deiner Kraft durch recht geistliche Ritterschaft des Lebens Kron erringen! Michael Weiße, 1542. 323 21³ 5. Lieder vom christlichen Leben. 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach, Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dankich dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! 1 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden, er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 32⁴4 405. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. ö 2 e e. V ESEESEEEEE ö 1 Sei Lob und Ehr dem höch-sten Gut, Udem Gott, der al le Wun⸗der tut, 2 N I 1 + I + HI 2— + EISSEEEE I I 4.— + II— dem Va⸗ter al⸗ler Gu ⸗ te,— dem Gott, der mein Ge⸗ mü ⸗ te mit sei⸗nem EAE EEEEEEEEEEEEE. rei⸗chen Trost er⸗füllt, dem Gott, der al-len Jam-mer —6 CH* +* HI I. ↄ.. I—0— +— I 2/—.—.— stillt! Gebt un-serm Gott die Eh ⸗ rel 2. Es danken dir die Himmelsheer, 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln o Herrscher aller Thronen, muß, die alle Welt erzeiget, und die auf Erden, Luft und Meer so kommt, so hilft der Überfluß, in deinem Schatten wohnen, der Schöpfer selbst und neiget die preisen deine Schöpfermacht, die Vateraugen denen zu, f die alles also wohlbedacht. die sonsten nirgend finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! Gebt unserm Gott die Ehre! N 3. Was unser Gott geschaffen hat, 7. Ich will dich all mein Leben lang, das will er auch erhalten, o Gott, von nun an ehren, darüber will er früh und spat man soll, Gott, deinen Lobgesang IAN mit seiner Güte walten. an allen Orten hören. 14 In seinem ganzen Königreich Mein ganzes Herz ermuntre sich, ö II ist alles recht, ist alles gleich. mein Geist und Leib erfreue dich! ö Gebt unserm Gott die Ehre! Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott, der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohlbedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jak. Schütz, g. 440, + 1690. 2. Wi über seir also hat mich des nich ges seit er m und daẽ und des Alles Gottes 3.8 nein, er daß er ducch Odun wie wi 1690, G. Lob⸗ und Danklieder. 406. Eigene Melodie. ..— EN—— mei⸗nem Gott nicht sin-gen? X Sollt ich Denn ich seh in Sollt ich al⸗len Din⸗-gen, wie — 2 A*.— ihm nicht dank⸗bar sein? gut er's mit mir mein. Ist doch nichts als lau⸗ ter HUD—— — EE. Lie⸗ben, das sein treu ⸗es Her ⸗ze En ⸗de hegt und trägt, I 2 2 die in sei ⸗ nem Dienst sich + —. + ü⸗ben. Al⸗ les Ding währt sei ⸗ne Zeit, I HI I Got⸗tes Lieb in 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, mich geschützt mit Vatertreue, seit er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab, und des ich mich jetzt erfreue. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ew'gen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du ungegründ'ter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, E⸗wig ⸗keit. daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Macht zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide, in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. 32⁵ ö vyr* ———— 406—407 Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sor⸗ gen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus der Bahne weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir gleich bitter scheint, dennoch, wenn ich's recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, 5. Lieder vom christlichen Leben. der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein, also wird auch nach der Pein, wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe find't, ei so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, g. 1607, 1676. 407. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 0— 4————1 EH 1—————— 1 Wenn ich, 0 Schöp fer, dei ⸗ ne Macht, die Lie ⸗ be, die für al ⸗le wacht, die Weis heit an ⸗be⸗tend en ,. SS SSISS SS.......... dei⸗ ner We ⸗ ge, ü⸗ber⸗ le ⸗ ge, 3. I * 5 1— EUAUUDE DDII‚.‚— E—.—————————————— en Be⸗wund'⸗rung voll nicht, wie ich dich er ⸗ he- ben * 355 2* + + *—. 4...—— Sᷓ. soll, mein Gott, mein Herr und Va ⸗ ter. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke: der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. 326 Mer hat die Wer kleidet Wer ruft d 3. Werm Wer heißt! Wer schließ mit Vorrat O Gott der Oott, deine so weit die 4. Dich! Sturm, dich preist! Bringt, ru bringt mei Nich, ruft 3.8 ben, Ende G. Lob⸗ und Danklieder. Wer hat die Sonn an ihm erhoͤht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen 2 Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wollen reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, 408. Eigene Melodie. 407—408 mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen, und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. —— Wie groß ist des All⸗ 1. der mit ver⸗här⸗te Ist der ein mächt'⸗gen Gü ⸗te! den Dank er⸗ tem Ge⸗mü⸗ te ———— — 7 .SSI Mensch, den sie nicht rührs, stickt, der ihr ge⸗bührt? Nein, sei⸗ne Lie⸗be zu er⸗ mes⸗sen sei e⸗ wig Pflcht. Der mei⸗ne größ⸗te * + jß7—4 DSSS. ver⸗giß, mein Herr hat mein noch nie ver⸗ges⸗sen, —— DTe————— auch 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Le⸗ ben, zu welchem du erschaffen bist, sei—ner nicht! wo du mit Herrlichkeit umgeben Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein: sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehnꝰ 327 SS — 408—409 Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille, ich soll vollkommen sein wie er. Indem ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, 5. Lieder vomechristlichen Leben. und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein; sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks! Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1760. 409. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. FEHEN—— TI..I H N + 1 + + II + N EEEEEE.... + 005.. 1 Wo mit soll ich dich wohl lo-ben, mäch-ti⸗ e nür da ⸗ zu von o⸗ben dei⸗ nes PZE I 2...... — 97— ger Herr Ze ⸗-ba⸗ oth? D — ů enn ich kann mit nichts er⸗rei⸗chen — Gei ⸗stes Kraft, mein Gott! 5 ö EÆE— E. EESEEEEEEEEEEEE 25 dei ⸗ne Gnad und Lie⸗bes⸗zei⸗ chen. Tau⸗send⸗tau send⸗ DSEN 1——31 +.— SSSS SI— V— 2— +I 2*———— +—— mal sei dir, 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen und gehäufet Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, —— 490 9— V. gro⸗ßer Kö⸗ nig, Dank da⸗ fürl so weiß ich kein Ziel zu finden noch den Grund hier zu ergründen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sünden Höhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 328 7. Wie ei nach dems so hast dur Herr mein und dich m wenn'Bauc Tausendtau großer Kön 8. Mich ost getraget in den Tält wunderbar Wenn schie ward doch Dusendtar großer Kör 9. Hieler und zur R lioßest du r durch der 2.Himn sers Tatt mohr al Hroßes! Sahle lobet ge seid ber einen s⸗ den. G. Lob⸗ und Danklieder. 409—410 7. Wie ein Vater nimmt und gibet, daß den Nöten, die mich drangen, nach dem's Kindern nützlich ist, ich bin dennoch stets entgangen. so hast du mich auch geliebet, Tausendtausendmal sei dir, Herr mein Gott, zu jeder Frist großer König, Dank dafür! und dich meiner angenommen, 10. Vater, du hast mir erzeiget wenn's auch gleich aufs höchste kommen. lauter Gnad und Gütigkeit, Tausendtausendmal sei dir, und du hast zu mir geneiget, großer König, Dank dafür! Jesu, deine Freundlichkeit, 8. Mich hast du auf Adlersflügeln und durch dich, o Geist der Gnaden, oft getragen väterlich, werd ich stets noch eingeladen. in den Tälern, auf den Hügeln Tausendtausendmal sei dir, wunderbar errettet mich. großer König, Dank dafür! Wenn schien alles zu zerrinnen, 11. Tausendmal sei dir gesungen, ward doch deiner Hilf ich innen. Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, Tausendtausendmal sei dir, daß es mir bisher gelungen. großer König, Dank dafür! Ach laß meines Lebens Gang 9. Fielen tausend mir zur Seiten ferner doch durch Jesu Leiten und zur Rechten zehnmal mehr, nur gehn in die Ewigkeiten! ließest du mich doch begleiten Da will ich, Herr, für und für durch der Engel starkes Heer, ewig, ewig danken dir. ö L. Andr. Gotter, g. 1661, f 1755. 410. Eigene Melodie. —— I + 4 + P 977— Wun⸗der ba⸗ rer Kö⸗ nig, Herr⸗scher von uns al⸗len, Dei⸗ne Gna⸗den⸗ strö⸗ me hast du las⸗sen flie⸗Fen, EE laß dir un⸗ser Lob ge fal⸗len! ů 454 ob wir schon dich oft ver ⸗lie ben. Hilf uns noch, särt uns doch, laß die Zun⸗ge sin⸗gen, laß die Stim-me klin⸗gen! 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöp⸗ Wirf dich in den Staub darnieder! fers Taten Er ist Gott Zebaoth, mehr als aller Menschen Staaten; er nur ist zu loben großes Licht der Sonne, sende deine hier und ewig droben. Strahlen, die das große Rund bemalen; 4. Halleluja bringe, wer den Herren lobet gern, Mond und Stern, kennet, wer den Herren Jesum liebet; seid bereit, zu ehren Halleluja singe, welcher Christum nen⸗ einen solchen Herren! net, sich von Herzen ihm ergibet. 3. O du meine Seele, singe fröhlich, O wohl dir! Glaube mir: singe, singe deine Glaubenslieder! endlich wirst du droben Was den Odem holet, jauchze, preise, ohne Sünd ihn loben. klinge! Joachim Neander, g. 4650, + 1680. 329 Verhältnisse Eigene I 4. Lieder für besondere Zeiten, und Stände. N A. Morgen⸗ und Abendlieder. I. Morgenlieder. Melodie. 4 5** — 2— 2— II— 143 1 + 1 vor Armut und vor Schanden, ö vor Ketten und vor Banden, R vor bösem schnellen Tod. ö 4. Mein'n Leib und meine Seele, mein Weib, Gut, Ehr und Kind ich dir, o Herr, befehle, dazu mein Hausgesind als dein Geschenk und Gab, mein Eltern und Verwandten, mein Brüder und Bekannten und alles, was ich hab. 330⁰ mein'n Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir sonst geben; er mach's, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, es wird in Gottes Namen sein alles wohlgetan, und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott beschieden in mein'm Beruf und Stand. 4*— 3—.— . 1. Aus mei⸗nes Her ⸗ zens Grun— de sag n die e. Mor den siun de, da⸗ EEEE * Ee —* ich dir ob und Dank „ zu mein Le⸗ben lang, 6 6• 14 5 —— + 1 1————————— V E iREEEEEEEEEEEEEE CTbhron, dir zu Lob, Preis und Eh-ren durchChrigslum, — FEVü. 1— + + II 1 1 41 SSSSSSEEE un ⸗ sern Her ⸗ ren, dein'n ein⸗-ge⸗ bor⸗nen Sohn. ö 2. Daß du mich hast aus Gnaden 5. Dein'n Engel laß auch bleiben N in der vergangnen Nacht und weichen nicht von mir, ö vor Fährlichkeit und Schaden den Satan zu vertreiben, AaAN behütet und bewacht. auf daß der bös Feind hier V Ich bitt demütiglich, in diesem Jammertal ö wollst mir mein Sünd vergeben, sein Tück an mir nicht übe, 460 womit in diesem Leben nicht Leib und Seel betrübe I ich hab erzürnet dich. und mich nicht bring zu Fall. 1 ö 3. Du wollest auch behüten 6. Gott will ich lassen raten, i mich gnädig diesen Tag denn er all Ding vermag. vor's Teufels List und Wüten, Er segne meine Taten, V vor Sünden und vor Schmach, mein Vornehmen und Sach! 0 vor Feu'r und Wassersnot, Ihm hab ich heimgestellt 2. ich M fort, x 2.Allmein erfordert Ge mein Herz drum auch! spricht: Do 3.80 Gott: wo Gott nie Gob gibt u drum sprec Das walle +. Will so will ich auf sein und sag in Das walte 5. Anfan stell ich all er gebe, w. drum sprer Das walte 6. Lagt 6 nach seiner 0 Onüget Numspre Das wall 43 Tuf ist doch y er wirdy Heben „ 41²2. mel. Erschienen ist der herrlich Cag. A. Morgen⸗ und Abendlieder(Morgenlieder). 412—413 7— — 2 Ba Ua +— +* „Das wal ⸗ie Gott, der + hel ö 1——³003— .AEE .———— EE. E— fen kann! Mit Gott fang +— — E. 75222 2— 2— E ⁴— — N—.—— ——— 2——— — +7 es glück⸗lich 1 ich mein Ar⸗beit an, mit Gott nur geht 1 + —————— 2— 16———. 2———— 3—— —— fort, drum ist auch dies mein er⸗stes Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freude spricht: Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebricht's; Gott gibt und tut mir alles Guts, drum sprech ich nun auch gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafuͤr; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ': er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so g'nüget mir's zu jeder Stund, drum sprech ich auch von Herzensgrund: Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: unverzagt! ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei, 413. mel. Berr Zesu Christ, dich zu uns wen drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat, er gibt und nimmt, macht's, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten Vaterbrauch tut er mir Guts, drum sprech ich auch: Das walte Gott! 10. Ohn Gott nichts glückt und seine Gunst, nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst; mit Gott geht's fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht' ich keiner Feinde Neid: laß hassen, wer's nicht lassen kann, ich stimme doch mit Freude an: Das walte Gott! 12. Tu ich denn was mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß, drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Johann Betichius, g. 1650, 40—— d. — 1 —2 ——. E 2 — 1 4— 7 — 1* —— 1 + 1. Das walt Golt Va⸗ ter 331 ——.— 2. und Gott Sohn, Gott heil'⸗ger ö 413—414 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. EH +— f— — Eere. FꝗSIPIPIPIFIFIPIPIPIPIFITITITITITITIITI— LV— 2— I L— I— 1— + Geist ins Him⸗mels Thron! Man dankt dir, eh die Sonn auf⸗ E. ů—85.5.„ A +1+ 2 LII. L— L + 9—— 33 geht; wenn's Licht an ⸗ bricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter Andacht meine Knie und ruf zu dir mit heller Stimm, dein Ohren neig, mein Red vernimm! 3. Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnädig hast behüt't, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Friede zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben Engelein mein Wächter und Gefährten sein! 5. Dein Geist mein Leib und Seel regier und mich mit schönen Gaben zier, er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann! 6. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht zu deinem Lob und meinem Nutz und meinem Nächsten tue Guts! 7. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich vom Übel abgewandt mein Seel mit Sünden nicht beschwer und mein Gewissen nicht versehr! 8. Mein'n Aus⸗ und Eingang heut be⸗ wahr, daß mir nichts ÜUbels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not! Martin Behm, g. 1552, 4 1622. 44. Eigene Melodie. EV 3— 1 ↄꝗù& 7 2.. *——— 85 Die güld ⸗-ne Son- ne voll Freud und Won-ne EV—*3—..—— ů.— SPSPIII.IIIIIIII.... I dn. 1.——.—— bringt un ⸗sern Gren⸗zen mit ih- rem Glän-zen EI e= ᷑ ——.—— EEEEEEEEEEEEEEEEEE 0 ein herz⸗er⸗ quik⸗ken⸗des, lieb⸗li⸗ches Licht. Mein Haupt und EV—— 25•171 L E + I 1 I I I I 1I.. 2. +— I 14. +— I I LV— + I + + L 2 *—— Glie⸗der, die la⸗ gen dar ⸗nie ⸗der, a ⸗ ber nun ISIIIII..I.I... I...........———. H— 2*....‚--e.. 3——— +—* 1 1 L— 0 steh ich, bin mun⸗-ter und fröh=lich, schau e den — + +* + HI I 2 I. + + I I II I.I. E I + +7 2—— I I 5 I 1—. L + 4—. II Him⸗ mel mit 2. Mein Auge schauet, mei⸗ nem Ge⸗ sicht. wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden 332 was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, yon hinnen g aus dieser Er 3. Lasset u dem Schöpfe Güter und was wir nur alles sei Got Die besten G sind unsre Ge dankbare Lie sind Weihrau an welchen er 4. Abend v sind seine Sot segnen und n Unglück vern sind seine We Venn wir un o ist er zuge wenn wir al o laßt er av über uns sei 5. Ich ho zu dir hoch all meine S laß mein B ohn allen A Haster und! e bosen d Jallen und hrib ferne z laß nich au d m ohn alles N. cchen den e den du wir mmeings Geijiges U unchrislic nach Gut: das lilge von meinet nas its In einer! geht zu sobald die m auf⸗ Jahn, kann! herk und verricht utz 51 ünd und gewandt beschwer s ndgroß von hinnen geschieden aus dieser Erde vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüter, dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn! Laster und Schande, des bösen Feinds Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke, laß mich auf deinen Geboten bestehn! 6. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Haus! Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus! 7. Menschliches Wesen, was ist's gewesen? In einer Stunde geht es zugrunde, sobald die Lufte des Todes drein wehn; A. Morgen- und Abendlieder(Morgenlieder). 333 alles in allem muß brechen und fallen, Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie gewesen vor ihrem Entstehn. 8. Alles vergehet; Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abgewandt! Sonsten regiere mich, lenk und führe, wie dir's gefället, ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals keinen zu sehre betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; aonn 41⁴4 416 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. nach Meeresbrausen hab ich zu warten und Windessausen im himmlischen Garten; leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. dahin sind meine Gedanken gericht't. Freude die Fülle und selige Stille Paul Gerhardt, g. 1607, f1676. 415. Mel. Herr Zest Christ, dich zu uns wend. [E 1 I II 2 L H EV— 7 2. 7 2. 2———— — 1. Die hel⸗ le Sonn leucht't jetzt her⸗ fin fröh⸗ lich vom E——— FF..... 2.— . +* + + 1— L L 1 + +—..—— — LI 1+7 2 I—2 + 8 +— „Schlaf auf ⸗ste⸗hen wir; Golt Lob, der uns in die ⸗ser EV 1·—— I——— N Nacht be- hüt't hat vor des Teu⸗fels Macht! 2. Herr Christ, den Tag uns auch be⸗ daß wir dich stets vor Augen han hüt vor Sünd und Schand durch dei- in allem, was wir heben an. ne Güt! Laß deine lieben Engelein 4. Laß unser Werk geraten wohl, unsre Hüter und Wächter sein; das ein jeder ausrichten soll, 3. Daß unser Herz in G'horsam leb, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß dein'm Wort und Will'n nicht wider⸗ gereich zu dein'm Lob, Ehr und Preis! streb, Niklas Hermann, 1561. 0 416. Mel. Christus, der uns selig macht. DEEE* 2 I 1—*— — S... T 2— 2.I + +2— +2—— 2—3 I— U—4 H—— 1 2 + I 1 1.— 1—— 1. Fang—9 Werk 5 Je⸗su an, Je⸗sus hat's in EH 4.—*.— 4. TS. +2—.— 1 2———— + + HIIU. E ZZ.‚.——. E— + ꝗ—.— 2 + 1 55* I I +— I—— +— 2 — Hän⸗ den; Je⸗sum ruf zum Bei⸗ stand an, Je sus D2.——.— 4—— 1ů—— CE.. I I + + + I 2 I +* I FEIH CLI.U + +——— 1 + + + L + 20 C—. + 4——— I—..— D———— . wird's wohl en ⸗ den. Steh mit Je ⸗su Mor⸗gens auf, EAEEEEEEEEEE.E.—— CIV E I*——— +* 2—C 23 — +. I 1——— geh mit Je ⸗ su schla ⸗fen, führ mit De su .—.—....... SSSISD..— dei⸗ nen Lauf, las⸗ se Je⸗ sum schaf=fen. 2. Morgens soll der Anfang sein, will er stehn zur Seiten, Jesum anzubeten, wenn des Satans List und Macht daß er woll dein Helfer sein dich sucht zu bestreiten. stets in allen Nöten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, Morgens, Abends und bei Nacht laß die Feinde wüten, 334 er wird dich ꝛ schuͤtzen und! Setz nur das in sein Allma und glaub sic er dein Unglü 4. Wenn de also angefang ei so hat es ke witst den Zw s wird folgen sle 2. Nun s ut in auf und uut 10 eile,I Nsu, k 4 Wolef ale einde uns ins Buc Ind der gut A. Morgen⸗ und Abend er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. ichkt. Setz nur das Vertrauen dein Ilene in sein Allmachtshände 1˙— und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende! 4. Wenn denn deine Sach mit Gott 52 165 also angefangen, ei so hat es keine Not, vom wirst den Zweck erlangen; — es wird folgen Glück und Heil lieder(Morgenlieder). 4¹6—418 hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben, es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben! All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgetan! Ich sprech darauf Amen. x Um 1754. ser 417. Mel. Kommt und laßt uns Christum ehren. —1...... SS— E—— m I. Früh am Mor⸗gen Je⸗ sus ge⸗ het und vor n. EE————————————— ohl,—**—— 2232 I——— I L——5 al ⸗len Tü⸗ ren ste⸗het, klop⸗fet an, wo man ge⸗ 2 e, dne, e ui Ere,. Ar Preis!* 2——.—.— ‚.... E.I 1 1561. fle⸗het: komm, Herr Je⸗ su, un ⸗ ser Gast! 2. Nun so lasset ihn nicht dorten, tut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: eile, Jesu, kehre ein! 3 in 3. Wollest täglich bei uns bleiben, —— alle Feinde von uns treiben, —25 uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja, es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. e⸗ 3 2 Gerh. Chr. H. Stip, g. 1809, f 1882. 8. Eigene Melodie. Sauf,——*——.— Hienin Eimmn nn,,— LVI.— 6 L— L 2*— + E. *—— iu 1 4 Der des Him⸗-mels und der Er ⸗ den, Va ⸗ ter, der es Tag und Nacht läßt wer ⸗ den, Sonn und FHRE ů— 1 ENEEEEEEEEEEEEDDE—— ö 235—.——— 12—. ohn und heil'=ger Geist,; Mond uns schei ⸗nen heißt, des⸗sen star ke Hand die E 23————— acht EH— 50—.——— BVelt und was drin⸗nen ist er⸗hält. 33⁵ 418—419 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß dich finden und dein Herz mir offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missetat! 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht! 3. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort! Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr undRuhm, nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu! Heinrich Albert, g. 4604, 4 1651. 419. Eigene Melodie. E—.— EIEEE— E——.— 4—— 9——.— 1. Hü ⸗ter, wird die Nacht der Sün-⸗den nicht ver⸗ E— 5 I—— —+. 12—...— 2 I.——*—— LIIU L.— + +. + 2——....— +— —57* 1——* 266 schwin⸗den? Hü ⸗-ter, ist die Nacht schier hin? Wird die EEE.——— ISISIII.I....I.I.II...... SꝗISEEIE 22 1—————————————— der Sin⸗nen bald zer⸗ rin-nen, Fin ⸗ster ⸗ nis DSEEE I —**— II —————— II L I— II dar⸗ein ich 2. Möcht ich wie das Rund der Erden lichte werden; Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. ver ⸗ wik-kelt bin? 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen, aber ich bin lauter Nacht; darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben, Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 6. Nur die fann nicht tu seine Raarhei wenn sein he soll erscheine muß das Au 3 lli aus 1u t 1— u 2. Gott: was Gute er gibt un⸗ und laht d iter nit! o muß de zum reiche 3. Were und bleibt der wird ducch Gol Da wird! daß er vo auch Arm 0 der bösen ann ihn Gott detk er segnet und füll A. Morgen- und Abendlieder(Morgenlieder). 419— 420 6. Nur die Decke vor den Augen 7. Jesu, gib gesunde Augen, kann nicht taugen, die was taugen, seine Klarheit kann nicht ein rühre meine Augen an! wenn sein helles Licht den Seinen Denn das ist die größte Plage, soll erscheinen, wenn am Tage muß das Auge reine sein. man das Licht nicht sehen kann. Chr. Fr. Richter, g. 1626, 1711. 420. Mel. Es ist gewißlich an der Seit. 1.———..—— ES.— — 1— I +—— 1 In Got ⸗tes Na⸗men fang ich an, was mir zu Umit Gott wird al ⸗les wohl⸗ge ⸗ötan und glück⸗lich 12——.—— B ——1— 2 +...—— — ö tun ge⸗ 111927406 aus⸗ge ⸗ füh⸗ret. Was man— D Na⸗men —*— +— DDDEe— I.——. L 4..— 12—. + tut, ist al⸗lent⸗hal⸗ben recht und gut und kann uns auch ge⸗ dei ⸗hen. 2. Gott ist, der das Vermögen schafft, 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, was Gutes zu vollbringen; hilf mir in meinen Werken, er gibt uns Segen, Mut und Kraft laß du mit deiner Gnade dich und läßt das Werk gelingen; bei meiner Arbeit merken, ist er mit uns und sein Gedeihn, gib dein Gedeihen selbst dazu, so muß der Zug gesegnet sein daß ich in allem, was ich tu, zum reichen Überflusse. ererbe deinen Segen! 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht't 6. Regiere mich durch deinen Geist, und bleibt auf seinen Wegen, den Müßiggang zu meiden, der wird gar leichtlich reich gemacht daß das, was du mich schaffen heißt, durch Gottes milden Segen. gescheh mit lauter Freuden; Da wird der Fromme immer satt, hilf, daß ich dir mit aller Treu daß er von seiner Arbeit hat auf dein Gebot gehorsam sei auch Armen Brot zu geben. und meinen Nächsten liebe! 4. Gott ist der Frommen Schild und 7. Nun, Jefu, komm und bleib bei mir! Lohn, er krönet sie mit Gnaden; Die Werke meiner Hände der bösen Welt ihr Neid und Hohn befehl ich, liebster Heiland, dir; kann ihnen gar nicht schaden. hilf, daß ich sie vollende Gott decket sie mit seiner Hand, zu deines Namens Herrlichkeit, er segnet ihre Stadt und Land und gib, daß ich zur Abendzeit und füllet sie mit Freude. erwünschten Lohn empfange! Salomon Liskow, g. 1640, 4 1689. 337 421—422 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. —2.—8 Mel. Ich dank dir 6685 durch deinen Sohn. 4 2—5 ——.—————.— 0 5 1. Mein erst Ge⸗ fühl i Preis und Dant. er⸗ heb ihn, EAH 2—2 5„—.— 4 HD——.— +—.— 144 + E*—— EH— DI. mei⸗ne See⸗le! Der Herr hört dei⸗nen Lob-ge-sang, +* I. 5 — lob⸗sing ihm, mei 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben; du bist es, der es uns erhält und mir's jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue! 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen! 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine Seele, — ne See⸗le! sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle! 7. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 8. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Jugend freue; 10. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe! Chr. F. Gellert, g. 1715, 4 1769. —— 422. Eigene Melodie. EEt——.——— 18 2. ——— 2—.— 1. Mor⸗gen⸗glanz der E⸗wig-keit, Licht vom un- er⸗ schick uns die⸗ se Mor⸗gen⸗zeit dei ⸗-ne Strah⸗=len 4 75 EEE— I. EE EEI- 9—— II— j E— HUIUIT—— schöpf'ten Lich⸗ te, zu Ge sich⸗te und ver⸗treib durch dei⸗ ne Macht un⸗sre Nacht! 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar! 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei entstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn! 338 4. Ach du b, daß auc mjer Heib v und enffernt sich auf jener freuen kann! 62 2. Zu iht der Morger ich falle vor der sie und 3. Du, nimmst dich wie soll ich Was du ar 4. Wirst Sie gelten du forders nur Liebe, 5. So n mich deine nach deine mein gan, . mein Mitt 4⁵ 5 5 105 zuversicht, liicht Knecht Heizustehn, gehn Lebenszeit igkeit, 5/ 7 1769. —= ⸗ dah⸗len — e Nacht! Glut ö lalt „ 4. Ach du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und entfernt von aller Plage sich auf jener Freudenbahn freuen kann! A. Morgen⸗ und Abendlieder(Morgenlieder). 422—424 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne! Führ uns durch das Tränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht! C. Knorr v. Rosenroth, g. 1656, f 1689. 423. Mel. Christus, der ist mein Leben. eil ich, ihn zu er 2. Zu ihm entzückt mich wieder der Morgensonne Pracht, ich falle vor ihm nieder, der sie und mich gemacht. 3. Du, Herrscher aller Welten, nimmst dich auch meiner an; wie soll ich dir vergelten, was du an mir getan? 4. Wirst du nach Opfern schauen? Sie gelten nichts vor dir; du forderst nur Vertrauen, nur Liebe, Gott, von mir. 5. So will ich dir lobsingen, mich deines Namens freun, nach deiner Gnade ringen, mein ganzes Herz dir weihn. 6. O Tilger meiner Sünden, mein Mittler, Jesu Christ, 424. he⸗ben; er hört mein frü⸗hes Lied. —— laß mich den Trost empfinden, daß du so gnädig bist! 7. Dir hab ich mich ergeben, ich freue mich in dir! Erfreuender, als Leben, ist deine Güte mir. 8. Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad! Du ewig Weiser, leite mich selbst nach deinem Rat, 9. Daß ich am ersten trachte nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achte, als allen Ruhm der Welt. 10. Bereit, den Lauf zu schließen auf deinen Wink, o Gott, und lauter im Gewissen: so finde mich der Tod! Chr. Fr. Neander, g. 1724, + 160⁰2. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. I .S Nan tret ich wie⸗der aus der Ruh und — Nicht weiß ich, was für neu ⸗e Plag mir J*— E geh dem sau ⸗ ren Ta ⸗ ge zu, wie mir isl be g doch weiß ich, heu⸗te noch + eg⸗ nen mag; 42⁴— 425 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 2 H. I + D +.— —— —.. — I 1 +—— ———.———————— + 2. Zwar meine Bürd ist täglich neu, doch ist mein Gott auch täglich treu der träget meine Sorgen. Vor Abend keiner recht vernimmt, was ihm den Tag all ist bestimmt; es bahnt ein jeder Morgen mir einen frischen Weg zur Pein, der kann mit Gott erstiegen sein. 3. Wie wenig hab ich oft gedacht, daß so würd sein zu End gebracht die saure Tagesbürde; doch hab ich Abends wohl gespürt, daß du mich, höchster Gott, geführt, daß mich dein Schein und Würde geleitet, mir geleuchtet hat auf meinen Weg und Kreuzespfad. 4. Weil ich denn des versichert bin, was trauerst du, verzagter Sinn, die Bürd auf dich zu legen? Trag, was du kannst, Gott träget mit; der Herr der Welt, der strauchelt nicht, bei ihm ist lauter Segen. Mit ihm geh ich denn frisch daran und scheue nicht die Leidensbahn. 5. So ist getrost mein frischer Mut, wenn ich mich in des Höchsten Hut kann eingeschlossen sehen; doch daß ich des versichert sei, Ant. Ulrich, Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel, g. 1655, f la. Hut, daß mir die Last + nicht Scha⸗-den tut. muß ich von Sünden leben frei und Gottes Wege gehen; mein Gott geht nimmer meinen Steg, wo ich nicht wandle seinen Weg. 6. Drum, liebster Gott, leit meinen Fuß, daß ich dir folg in wahrer Buß und läutre mich von Sünden! So kann ich als ein kühner Held bestreiten diese böse Welt, mit dir sie überwinden; so tret ich mutig an den Tag und scheue nicht, was kommen mag. 7. Ich leg auf dich, mein Gott und Herr, — mir zu tragen wird zu schwer, die Last, die mich gebogen; ich lege meine Würd und Stand in deine große Allmachtshand, die du mir nie entzogen; mit der hast du von Jugend auf geleitet meinen Lebenslauf. 8. Ich leg in deinen Schoß hinein, die meine Blutsverwandte sein; da sind sie wohl beschlossen; o Vater, meine arme Seel in Jesu Christ ich dir befehl; du wirst sie nicht verstoßen, wenn sie vom Leibe scheid't der Tod. Ich leg mich ganz in dich, mein Gott. IEXX — 4.— 1—— wRASISIIIIII I..—— E L— hei li ⸗ ge Drei⸗ 99.—.—. ⸗ keit, o hoch-ge⸗ . —— + Ei⸗- nig ⸗keit, Gott Va⸗ 225 Sohn und heil'⸗ger ö —.—, 3.— — Geist, 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut be⸗ heut die⸗sen wahr, daß mir kein Böses widerfahr, Tag mir Beiest an d leist! daß mich der Satan nicht verletz noch mich in Schand und Schaden setz! 340 3. Des Vate des Sohnes L des heil gen E eleuchtmein“ 4. Mein Sch o mein Erlöse in 2. Was s mein Gott, I will mi in deine Gn mit Leib, m Heut defen das soll me wil ich son 9. Drum da hast du se si dein nit ihr dich in dener da hast 4du darinnen lon 0 4. Da se zum Tenp uur Wol hm allerl ach wohn, bemeg mnd a hat Gei nit dir ve i mn Steg, . nen Fuß, eld mag. nd Herr, wer, ud uf hinein, 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heil'gen Geistes Glanz und Schein erleucht mein's finsternHerzensSchrein! 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei, A. Morgen⸗aund Abendlieder(Morgenlieder). 425— 426 o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier! 5. Herr, segne und behüte mich, erleuchte mich, Herr, gnädiglich! Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt! Nach Martin Behm, g. 1557, 4 1622. 426. Mel. Ach Jesu, dessen Treu. — b.* 1—7 r *——— 22 2——1 ö ů .SS O Je ⸗su, sü ⸗ ses Licht, nun ist die —((Nun hat dein Gna⸗- den-glanz aufs neu ⸗e 2.—— N——— H 1 7 EEEE + +*— — V C 115 2 I 22.—5 + LI 4—— 2, H1— 1 Nacht ver ⸗ gan= gen. ö 8 mich unt Sofant 2IGel Nun ist, was an mir E.—— 2 4 8 2 ———— 6657. +2————. 2 5 ist,—60 chla⸗ se auf ⸗ ge⸗weckt und hat nun 6——.—— I E— in Be gier zu dir sich aus ⸗-ge⸗ streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele, sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist! 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 341 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe, auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angetan. 7. Laß mir doch diesen Tag stets vor den Augen schweben, daß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgebe, auf daß mein ganzes Tun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 426—428 8. Ach segne, was ich tu, ja rede und gedenke; 4. Lieder für be sondere Seiten ꝛc. daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, 2. Heut, als die dunkeln Schatten mich ganz umgeben hatten, hast du, o Gott, gewehret, daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege trotz dem, der dich betrüge! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, ö du sollst die Sonne schauen! 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, NIN ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben; hie bring ich meine Gaben; mein Weihrauch, Farrn und Widder sind mein Gebet und Lieder. durch deines Geistes Kraft und daß ich unverrückt V. es also führ und lenke, verbleib dein Eigentum! Joachim Lange, g. 1670, 4 ras. 427. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. EHEAAEE. 2——.— 2 4 1. Wach auf, mein Herz, und sin ge dem Schöp-fer 1— —— 7—.— E L—„ 166—— 8 ler Din⸗ge, dem Ge⸗ber al-ler Gü⸗ter, dem FHEi———— IS..—**—— NHI—7.— L.—.— LX 2— 2— II 1—.— from⸗men Men⸗schen⸗hü⸗ ter! 6. Die wirst du nicht verschmähen, du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Bessers habe. 7. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage! 8. Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt' und Ende ach, Herr, zum Besten wende! 9. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise! Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1675. ö 423. mel. wie schön leuchtet der Morgenstern. ISEE 4⁴—.— + 4 ERTTETTTTTIII.——————+ .— S— 1 Mee schön leuch⸗tet der Mor-gen-stern (All Kre⸗ a ⸗ tur macht sich her⸗-für, —..... 2—5 ., — vom Fir⸗ ma⸗ ment des Him⸗mels fern, die Nacht — des ed len Lich-tes Pracht und Zier mit Freu⸗ EEE 4 +— + ist nun ver ⸗ gan ⸗gen. den zu emp-⸗fan⸗gen. 342 2. Du,omei etheb die Sti dem Herren denn, Herr, d und dem maf dem man läs mit Fleiß 1 Freudensaite man kanneh dich, o meine 3. Du, o n in aller Ang du hast mich du hast der; mir Schuß! des sei gebet Mein Mut, joll nun sin all mein Le oll dir Dar +. Ei me laß ferner d mir heut ar sei meine L und laß ki daraus mic Stͤl dich hin, qu käm Ifel unde wenn der 2 1 — 0 ten/ A. Morgen⸗ und Abendlieder(Morgenlieder). H— QD E I 4 4 4 I 1 4 + ENE 18.——...— ernde enrrni win. 2 2— 2 H 7 36 Lüf-ten, tief in Klüf ten, läßt zu Eh⸗ ren .—.— 2 I 5— 2— — 2. Du, o mein Herz, dich auch aufricht, erheb die Stimm und säume nicht, dem Herren Lob zu bringen; denn, Herr, du bist's, dem Lob gebührt, und dem man billig musiziert, dem man läßt innig klingen mit Fleiß Dank, Preis, Freudensaiten, daß von weiten man kann hören dich, o meinen Heiland, ehren. 3. Du, o mein Jesu, meine Freud in aller Angst und Traurigkeit, du hast mich heut befreiet; du hast der Feinde Macht gewehrt, mir Schutz und sanfte Ruh beschert, des sei gebenedeiet! Mein Mut, mein Blut soll nun singen, soll nun springen, all mein Leben soll dir Dankeslieder geben. 4. Ei mein Herr, süßer Lebenshort, laß ferner deiner Gnaden Pfort mir heut auch offen bleiben; sei meine Burg und festes Schloß und laß kein feindliches Geschoß daraus mich jemals treiben! Stell dich vor mich hin, zu kämpfen und zu dämpfen Pfeil und Eisen, wenn der Feind will Macht beweisen! + 2 sei nem Gott ein Dank⸗lied hö ⸗ ren. 5. Gieß deiner Gnaden reichen Strahl auf mich vom hohen Himmelssaal, mein Herz in mir erneue; dein guter Geist mich leit und führ, daß ich nach meines Amts Gebühr zu tun mich innig freuel Gib Rat und Tat, laß mein Sinnen und Beginnen stets sich wenden, meinen Lauf in dir zu enden! 6. Wend Unfall ab, kann's anders sein, wo nicht, so geb ich mich darein, ich will nicht widerstreben! Doch komm, o süßer Morgentau, mein Herz erfrisch, daß ich dir trau und bleib im Kreuz ergeben, bis ich endlich nach dem Leiden zu den Freuden werd erhoben, da ich dich kann ewig loben. 7. Indes, mein Herze, sing und spring, in allem Kreuz sei guter Ding, der Himmel steht dir offen. Laß Schwermut dich nicht nehmen ein, denk, daß die liebsten Kindelein allzeit das Unglück troffen. Drum so sei froh, glaube feste, daß das Beste, so bringt Frommen, wir in jener Welt bekommen. Burkh. Wiesenmeyer, s nach 1655. 2. Abendlieder. Eigene Melodie. + 429. 2..— 42 + ..—.—— X + + + +* + — I— 2— Der lies⸗ ben Son ⸗ne . die Welt hat sich zur N 1 Licht und Pracht hat nun den Ruh ge⸗ macht; tu, Seel, was * I —— + 2 1— + I 2 2 I + I SSISIRSASSI‚J— .— —.— L— 1 Tag voll⸗ füh ⸗. dir ge⸗ büh ⸗ret, tritt an die Him⸗mels⸗tür und 3⁴3 — 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. E———— 1224 1 2 E. 1 + 2 + + I CEU L* I— DIEIET + 2— + 1 L + E— I 1 2 2— I———.— ubring ein Lied her-für, laß dei ne Au⸗gen, Herz und Sinn .— E 828.— f P D— H* E— 2*— 1 2 auf Je⸗sum sein ge- rich ⸗tet hin! 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl und gebet eure Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll; doch noch zu tausend Malen scheint heller in mein Herz die ew'ge Himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schutz, mein Schatz und Eigen⸗ tum. 3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht bei Menschen und bei Tieren: doch Einer ist, der oben wacht, bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht dein Aug, auf mich gericht't, drum soll mein Herz auch wachend sein, daß Jesus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht dies schlichte Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann; ach nimm es gnädig an! Es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seele Freund. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen, du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, auch selber nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freude wieder aufersteht. 6. Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh und schlafe sanft und stille! Ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille. Schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun Jesu, Jesu, gute Nacht! Christian Scriver, g. 1629, 4 1695. 430. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. E EE ,x ** 1 Der Mond ist auf⸗ ge⸗ dan gen, die old⸗ nen E*—„ 2 5— CEUUN 2— E——— + im*....— LV + 2—5—. K I 3—— Stern⸗lein pran⸗ gen am Him-mel hell und klar. E E 2 2————2—— EUN E 2 2 22.— x E.— f 2..2— — ö Der Wald steht schwarz und schwei⸗get, und aus den Wie ⸗sen 174.2— +* + 1 H I I* 1 10— 2— + II —— +——— I..—— XX— 2— +—. 1 + +—— II — stei ⸗ get der wei⸗ ße 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold, als eine stille Kammer, 344 Ne⸗ bel wun⸗ der⸗ bar. wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt! 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen mnd ist doch So sind wo die wir gett weil unsre! +. Wir st sind eitel ar und wissen wir spinner imd suchen und komme 5. Gott, auf nichts nicht Eitel daß uns e 4³ Ruh B. Morgen⸗ und Abendlieder(Adendlieder). und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel: wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß uns dein Heil schauen, auf nichts Vergänglich's trauen, nicht Eitelkeit uns freun! Daß uns einfältig werden 430—431 und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein! 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod, und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder! Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius, g. 1740, 4 1815. 431. mel. Mein Herz und Seel den Rerren hoch erhebet. N* 2— +— + + — ä—. 5—.——.——dᷣ—ẽꝑu 1. Der Tag ist hin, mein Je⸗su, bei mir blei⸗ be, ————.—— — EI— o See⸗len⸗ licht, der Sün ⸗den Nacht ver⸗trei ⸗ be, — + I E— . L*— + + +— 0 0 geh auf in mir, Glanz der Ge-rech-tig⸗ keit, 9— H 2—— 1— II +— LI + + 1 NI ..— er⸗ leuch-te mich, ach Herr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ich's gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfind⸗ lich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzenskündiger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte, bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht't! 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen, ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! Dich laß ich nicht, mein Fels! Der Tag ist hin. Joachim Neander, g. 1650, + 1680. 345 43²2— 433 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 432. Mel. Mit meinem Gott geh ich zur Ruh. * 3.„*+—8— I—.— + + 4* E SE 2 4 7 1. Für al⸗le Gu⸗ ⸗ te sei ge ⸗ preist, Gott + 31— E..—. ö 135. .— — Va⸗ter, Sohn und heil'-ger Geist! Ihr bin ich zu ge— EV—5.— 1—5— =..— 2——.——... rin ⸗ge; ver⸗nimm den Dank, den Lob⸗-ge⸗-sang, E 5 6——— 4 3 den ich dir kind⸗lich sin ge! 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, was ich vermag bis diesen Tag, hast Großes heut an mir getan, ist alles deine Güte. mir mein Gebet gewähret, 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht hast väterlich mein Haus und mich mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, beschützet und genähret. vergib mir meine Sünden; 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk, und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, der Geist, mit dem ich dein gedenk, so laß mich Gnade finden! ein ruhiges Gemüte; Chr. F. Gellert, g. 1715, f 1769. 433. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 7. ů 4 X I e— 4 1. Herr, der du mir das Le⸗ ben bis die⸗ sen ——— + 2* +* I 2 I 1* L +* +* Fe—— +— + L 1 I—— — 9 0 Tag ge ⸗ ge⸗ben, dich bet ich kind-lich an. [E. +. 2*—* + ̃DISSSSSSSSSSSee Ei Ich bin viel zu ge? rin ge der Treu ⸗e, die ich E 1— 9— 7 EHN 2—.— +2 2 4.— 2— x sin ge, und die du heut an mir ge ⸗tan. 0 2. Mit dankendem Gemüte auf deine Güte hoffen, freu ich mich deiner Güte, im Geist den Himmel offen ich freue mich in dir. und dort den Preis des Glaubens sehn! Du gibst mir Kraft und Stärke, 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Gedeihn zu meinem Werke und nahe mich im Staube und schaffst ein reines Herz in mir. zu dir, o Gott, mein Heil. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, Ich bin der Schuld entladen, nach deines Worts Befehlen ich bin bei dir in Gnaden, einher im Leben gehn, und in dem Himmel ist mein Teil. 346 5. Bedeck el ih der R dein Name 43. um from o 55 E 2. Freil was dir n denn ich b in Gedan und vom pleget He so geschwi daß ichs3 3. Aber labe noch Ich bin f. doch verg Deine gre werde die onillit unfüg I Rel daß der Detke m 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh entgegen; dein Name sei gepreist! 434. mel. Werde munter, mein Gemüte. B. Morgen⸗ und Abendlieder(Abendlieder). 433—434 Mein Leben und mein Ende ist dein, in deine Hände befehl ich, Vater, meinen Geist. Chr. Fr. Gellert, g. 1715, 1769. 4 I I —5—5 + SEE ä—— N I ——=— —.— 4— 7. 4— 2—1 1 — Herr, es ist von mei⸗nem Le⸗ben wie⸗ der⸗ leh re mich nun Ach-tung ge⸗ben, ob ich —3.....—— E —. II— 1— um ein Tag da⸗ hin; Iromm ge⸗we · sen bin; zei⸗ge mir's auch sel⸗ ber an, 1I f —— — RN— —..—. EI EEE—— 6=.. 1——.— *+— o ich was nicht recht ge⸗ N jetzt in al⸗len * tan, und hilf öů—.— SSISEEEEEEEEE ——— + inur Hn + E 2—— II Sa⸗-chen gu⸗ten Fei⸗ er⸗a⸗ bend ma⸗ chen. 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat; denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und Tat, und vom Morgen bis jetzund pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ich's selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen, doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will ich noch deinen Willen künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich seil Decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei! Lösche Feu'r und Lichter aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück müsse weinen! 347 5. Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses tun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die Tat! Wend auch allen andern Schrecken, den der Satan kann erwecken! 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht; darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen! 7. Laß mich denn gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren einl Oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Haspar Neumann, g. 14648, 1 115. . 435—436 3. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 4 435. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. + 44 4 5 EV+ 13—4 —TS. TE +—— +—— 7 2....... E———.———.——. 1. Hin ⸗ un=ter ist der Son⸗ne Schein, die fin ⸗stre Ba drre: dre=. IDEEEEEE u D. . 2—2—5 4—.——.——— 2 Nacht bricht stark her⸗ ein, leucht uns, HerrChrist, du wah ⸗res Licht, + H! EE — 2.. C + I II laß uns im Fin⸗stern tap ⸗pen nicht! 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag und rechn' es unsrer Seel nicht zu, vor Not, Gefahr und mancher Plag laß schlafen uns in Fried und Ruh! durch deine Engel hast behüt't 4. Der Engel Wach um uns bestell, aus Gnad und väterlicher Güt. daß uns der böse Feind nicht fäll! 3. Womit wir heut erzürnet dich, Vor Schrecken, Angst und Feuersnot das, Herr, verzeih uns gnädiglich behüte uns, o lieber Gott! Niklas Hermann, 1 1561. 436. Mel. Jesu, meine Freude. E 1— TC.E V + +— U! InI 8 UITTEIIAS.——— + 8 2 π————— 2 1 Hir ⸗te dei⸗ner Scha ⸗fe, der von kei⸗ nem dei ⸗ne Wun⸗der⸗ gü⸗ te war mir Schild und + 4 5 I. 2 2 I HI 1—1 I* —.—. — ISSSSiieE. XX. + +—..—— I II— Schla fe et⸗was wis⸗sen mag, HDuüt te den ver⸗gang⸗nen Tag. Sei die Nacht—1 144.1 + I I I 1 FNU N +—.— 1 2— EEEEEEEE...— auf der Wacht und laß mich von dei nen Scha⸗ — 1.— + H 5 II + I N I II IIIEA 2—.— + + + 1 + II ———— + + 11 2 + + 1 II 5—— — ren um und um be⸗wah-ren! 2. Decke mich von oben sie sind mein und dein! vor der Feinde Toben Schließ uns mit Erbarmen mit der Vaterhuld! in den Vaterarmen Ein versöhnt Gewissen ohne Sorgen ein! sei mein Ruhekissen, Du bei mir und ich bei dir, drum vergib die Schuld! also sind wir ungeschieden, Denn dein Sohn hat mich davon und ich schlaf in Frieden. durch die tief geschlagnen Wunden 4. Komm, verschließ die Kammer gnädiglich entbunden. und laß allen Jammer 3. Laß auch meine Lieben ferne von uns sein! keine Not betrüben, Sei du Schloß und Riegel, 348 Unter deinen nimm dein! decke zu mi so witd uns noch der Sa 5. Wie, w heut zum G Wie bald ro Doch hast di daß mein 3 kommt die? so will ich 15 255 2. Ichr der du all laß mich k durch dein dein' Eng B. Morgen⸗ und Abendlieder(Abendlieder). 436—438 unter deinen Flügel lieg ich nur in Jesu Wunden, nimm dein Küchlein ein; sterb ich alle Stunden. decke zu mit Schutz und Ruh, 6. Nun wohlan, ich tue so wird uns kein Grauen wecken, in vergnügter Ruhe noch der Satan schrecken. Mund und Augen zu. 5. Wie, wenn ich mein Bette Seele, Leib und Leben heut zum Grabe hätte? hab ich dir ergeben, Wie bald rot, bald tot! o du Hüter du! Doch hast du beschlossen, Gute Nacht! Nimm mich in acht! daß mein Ziel verflossen, Und erleb ich ja den Morgen, kommt die Todesnot, wirst du weiter sorgen. so will ich nicht wider dich; Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 5. 437. Eigene Melodie. —.————.——VN— EEEE EE 1. Mit mei⸗nem Gott geh ich zu Ruh und —— + 1* 17— 2—.—— 6 tu in Fried mein Au ⸗ gen zu, denn Gott im Him⸗-mels⸗ 1 DDS= —— — ö thro⸗ ne u⸗ber mich wacht bei Tag und Nacht, *..——————— E D— —...————— 2——.———— 2— 1— auf daß ich si ⸗cher woh ne. 2. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, 3. Befiehl den starken Helden dein, der du allein mein Helfer bist, daß sie stets um und bei uns sein; laß mich kein Leid erfahren, all Ubel von uns wende! durch deinen Schutz vors Teufels Trutz Gott heil'ger Geist, dein Hilf uns leist dein' Engel mich bewahren! an unserm letzten Ende! v. 1: Cornel. Becker, g. 1561, 1604. v. 2 und 5: Unbekannt. 433. Eigene Melodie. —2——.—.— ö 392.—— den —— 9. 1. Muü⸗de bin ich, geh zur Ruh, schlie ⸗ße 1........———————— 8 2 mei ⸗ne Au ⸗gen zu; Va⸗ ter, laß die Au⸗gen 1—.——— DꝑiPe‚ee‚—— DPPPPPPFHFDFITI———5— dein U⸗ ber mei⸗nem Bet ⸗te sein! 2. Hab ich Unrecht heut getan, Deine Gnad und Jesu Blut sieh es, lieber Gott, nicht an! macht ja allen Schaden gut. 349 438—440 ö 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand! 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 4. Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu, Alle Menschen, groß und klein, laß den Mond am Himmel stehn sollen dir befohlen sein! und die stille Welt besehn! 1816. Luise Hensel, g. 1798, 4 1876. Am Sonntag Abend. 439. Mel. Nun sich der Cag geendet hat. ö ESSS E D. e— —8— I. Nun bricht die fin ⸗stre Nacht her⸗ein, des H——.— 1—— — F.N—— + + LI + I +1 I —.—.—.. L 1 22.— +II.. + 2—t— —5——— Ta⸗ ges Glanz ist tot; je ⸗ doch, mein Herz, schlaf —. 4——— 22— I—— + II ö EEE noch nicht ein, 2. O Gott, du großer Herr der Welt, den niemand sehen kann, du siehst ja mich in deinem Zelt, hör auch mein Seufzen an! 3. DerTag, den ich nunmehrvollbracht, ö der war besonders dein; drum hätt er auch bis in die Nacht dir sollen heilig sein. 4. Vielleicht ist dieses nicht geschehn, denn ich bin Fleisch und Blut und pfleg es öfters zu versehn, wenngleich der Wille gut. 4 5. Nun such ich deinen Gnadenthron, N sieh meine Schuld nicht an und denke, daß dein lieber Sohn 140½ für mich genug getan! V ö 6. Schreib alles, was man heut ge⸗ 74 lehrt, in unsre Herzen ein und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam sein! 7. Erhalte ferner noch dein Wort und tu uns immer wohl, damit man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll! 8. Indessen such ich meine Ruh; o Vater, steh mir bei und gib mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sei! 9. Gib allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht hat wider dich gestrebt! 10. Woferne dir mein Tun gefällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Lauf! I1. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den Himmel ein! Da wird in deiner Herrlichkeit mein Sabbat ewig sein. Haspar Neumann, g. 1648, f 1715. 440. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 1 0 4*— 91— Nun ru⸗hen al ⸗le Wäl⸗ der, Vieh, Menschen, — 2 „ 2—* I* Städt' und Fel ⸗ der, —— es schläft die gan- ze Welt; 350 = 2. Vo bi Die Nacht! die Nacht, sahr hin, e mein Jesu gar hell in 3. Der! die güldne am blauen also werd wenn mich mein Gott 4. Der legt ab da das Bild die zieh it wird Chr sind froh, die Arbeit Herz, frer vom Eler und von 4 „ zeit, I— B. Morgen⸗ und Abendlieder(Abendlieder). 4⁴⁰0—441 — rer, ——.—— 2 2 e EEE 1 ihr a⸗ber, mei ⸗ne Sin ⸗ nen, auf, auf, ihr sollt be⸗ 2* SSDi— H — 2—.——— II —— 1 gin ⸗nen, was eu ⸗rem Schöp⸗fer wohl⸗ge⸗ fällt! 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind; fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sterne prangen am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie geschlossen; wo bleibt dann Leib und Seel Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Jsrael! 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch selig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar! Paul Gerhardt, g. 1607, 1 1676— Eigene Melodie. — 1 2—— sich der Tag ge ⸗ en ⸗ det hat, und 6 +* ů H— I 2— 2—... IIEE + 2— L 1 kei ne Sonn mehr scheint, schläst al⸗ + ab⸗ge- matt't und was 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; zu ⸗-vor ge ⸗ weint. die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 351 441—443 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh; in dieser finstern Nacht wer wollte traurig sein? und schenke du mir gnädiglich 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, den Schirm von deiner Wacht! wo ihr habt euren Lauf; 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden ich baue jetzt in meinem Sinn Schuld, die mich bei dir klagt an; Gott einen Tempel auf. ach aber deines Sohnes Huld 8. Soll diese Nacht die letzte sein hat g'nug für mich getan. in diesem Jammertal, 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, so führ mich, Herr, in Himmel ein wenn ich muß vor Gericht; zur auserwählten Zahl! ich kann ja nicht verloren sein 9. Und also leb und sterb ich dir, in solcher Zuversicht. du Herr Gott Zebaoth; 6. Drauf tu ich meine Augen zu im Tod und Leben hilfst du mir und schlafe fröhlich ein; aus aller Angst und Not. Joh. Fr. Berzog, g. 1647, f 1699. 442. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. ————— EHT— 1 5——.5 1— Nun sich der Tag ge⸗ en„det, mein Herz zu SSS.—— S........———— —* 9N— 0 sich 9545. de und dan⸗ket in= nig ⸗ lich; iiPPPii dein hol⸗ des An⸗ge⸗ sich te zum Se gen auf mich e pᷓpqᷓpᷓ rich-te, er⸗leuch te und ent- zün ⸗de mich! 2. Ich schließe mich aufs neue daß du vergnügst alleine in deine Vatertreue so wesentlich, so reine, und Schutz und Herze ein; laß früh und spat mir wichtig sein! die fleischlichen Geschäfte 4. Ein Tag der sagt's dem andern, und alle finstern Kräfte mein Leben sei ein Wandern vertreibe durch dein Nahesein! zur großen Ewigkeit. 3. Daß du mich stets umgibest, O Ewigkeit, du schöne, daß du mich herzlich liebest mein Herz an dich gewöhne! und rufst zu dir hinein, Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerhard Cersteegen, g. 1692, f 1760. —5 443. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. EN ö ö BII —— er Je ⸗su, wa⸗che du, weil ich jetzt⸗ und gib mir und den Mei⸗nen Ruh, bleib, o Hirt, bei 35² Reu. 2. Treuer sonst wird G ken, das o uns mit Ach Bleib bei ui treuer Jesu, 3. Treuer daß in uns wenn wir se und kein Fe Deine Hilfe treuer Iosu, auch die dem A. Morgen- und Abendlieder(Abendlieder). 443—444 i em 2— So 27 schließ die Tü⸗ren sel⸗ber zu, treu⸗ er Ne su, wa⸗che du! 2. Treuer Jesu, weiche nicht, 4. Treuer Jesu, wenn es nun .— wird Grauen, Furcht und Schrek⸗ einmal mit mir kommt zum Sterben, ken, das oft mit der Nacht einbricht, so bring mich zu deiner Ruh, uns mit Ach und Weh erwecken. mache mich zum Himmelserben, Bleib bei uns mit deinem Licht, schließ mir selbst die Augen zu, treuer Jesu, weiche nicht! treuer Jesu, meine Ruh! 3. Treuer Jesu, steh uns bei, 5. Treuer Jesu, nimm zu dir daß in uns der Geist und Glaube, endlich mich und all die Meinen! wenn wir schlafen, wacker sei, Wenn der Tag nun bricht herfür, und kein Feind uns solchen raube! da du selber wirst erscheinen, Deine Hilfe mach uns frei, führ uns durch die Himmelstür, treuer Jesu, steh uns bei! liebster Jesu, ein zu dir! Unbekannt 1697. 444. Eigene Melodie. SEEEEE 134 Wer⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗ mü⸗te, und ihr daß ihr prei⸗ set Got⸗tes C tes Gü ate, die e er t 2 1 an 1 un 3 als er 3 den I Tag 2—.—.— 2 2 1 ......... 1— vor so man⸗ cher schwerr ren Plag, vor Be= t trüb⸗ͤnis, Schand und Scha⸗den treu 5„ hü ⸗tet hat in Gna-den. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, hat uns doch dein Sohn verglichen Vater der Barmherzigkeit, durch sein Angst und Todespein. daß mir ist mein Werk gelungen, Ich verleugne nicht die Schuld, daß du mich vor allem Leid aber deine Gnad und Huld und vor Sünden mancher Art ist viel größer als die Sünde, so getreulich hast bewahrt, die ich stets in mir befinde. auch die Feind hinweg getrieben, 4. O du Licht der frommen Seelen, daß ich unbeschädigt blieben. o du Glanz der Ewigkeit, 3. Bin ich gleich von dir gewichen, dir will ich mich ganz befehlen stell ich mich doch wieder ein; diese Nacht und allezeit; 353 23 4⁴⁴4—445 bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel schier! Da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe! 5. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Ubel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu! Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sei'n in deinen Schutz geschlossen! 6. Ach bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Uberfall, 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall, wend ab Feu'r und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod, laß mich nicht in Sünden slerben, noch an Leib und Seel verderben! 7. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat! Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat! Und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlichs Flehen! Amen, ja, es soll geschehen. Johann Rist, g. 1607, 4 1667. Am Schlusse der Woche. + —.———— d x-, — 1.—. 12——— —.— H. 1 ist die Wo⸗che nun ge⸗schlof ⸗sen, doch, treu⸗ er Wie sich dein Se⸗gens-quell er-gose- sen, so bin ich 1 5 IFIFIIIIII— 6 5 14.— H—3—...‚————— * LI 2— 1—2 II // 1 2 2— Gott, dein Her-ze nicht. noch der Zu⸗-ver ⸗sicht, daß er sich wei⸗ter⸗ ö — 2.2 2—— hin er- gießt und 2. Ich preise dich mit Hand und Mun⸗ de, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was du mir getan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochentagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gabst du auch die Kraft zum Tragen. Zudem, es ist voll Heil und Frucht in deiner Liebe, Herr, zu mir, und darum dank ich auch dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles, ach du versagst mir solches nicht: Gedenke keines Sündenfalles, weil mich mein Jesus aufgericht't, mein Jesus, der die Missetat auf ewig schon gebüßet hat! un⸗ er⸗ schöpf'lich 35⁴4 auf mich fließt. 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebro⸗ chen, und brichst ihn nicht in Ewigkeit, da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht sterben, sondern gnadenvoll als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen und will also den Wochenschluß vergnügt und froh zurücke legen, da der Trost mich ergötzen muß, daß ich in Christo solle dein und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zugenommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näher kommen und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in Himmel nimmt. 5 8. Undwenn! den Sonntag so blict die S mich auch mit ach ja, da teil den allerbeste 2. Die Be as Erdreic niteine gt Marsen un de ziehen si otb Salomo fließt. ñe gebro⸗ Cwigkeit, rochen, leid, voll M Segen 15 en, 5. ein. nommen, t, mt, B für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 445—446 9. So will ich das im voraus preisen, 8. Und wennich morgen früh aufs neue was du mir künft'ge Woche gibst. den Sonntag wieder sehen kann, so blickt die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus Du wirst es in der Tat erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. den allerbesten Segen aus. Erdmann Neumeister, g. 1671, 4 1756. B. Für besondere Umstände. 1. Jahreszeiten, Wetter, Ernte. 446. Eigene Melodie. IIES E 1. Geh aus, mein Herz, und su⸗che Freud in die⸗ser ..........——„ ——————————— 1. an dei⸗nes Got⸗tes Ga lie⸗ben Som-mer⸗zeit — ö———0—— .————. 2— 2——— S.‚ * an der schö⸗ nen Gär ⸗ten Zier und sie⸗he, wie sie D — 42—4 4* 4 G =——W—3m..—. 2—..—— . 2—— 6 4..— mir und dir sich aus-ge-schmük- ket ha⸗ben! N 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleugt aus seiner Kluft“) und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich in ihrem Rand mit schattenreichen Myrten; *) Jerem. 48, 28. die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienenschar 4 ‚ fleugt hin und her, sucht hie und dar ihr edle Honigspeise; des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überfluͤssig labt und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun 4 erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. V. 4⁴46—447 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön und läßt du's uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden? 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein? Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit eingestimmtem Mund und Stimm ihr Halleluja singen? 11. O wär ich da! O stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis' erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht ganz stille schweigen; 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 13. Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gib, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrücht erziehe. 14. Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich Wurzel treiben! Verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben! 15. Erwähle mich zum Paradeis und laß mich bis zur letzten Reis' an Leib und Seele grünen, so will ich dir und deiner Ehr allein und sonsten keinem mehr hier und dort ewig dienen. Daul Gerhardt, g. 1607, f 1676. Hagelfeier. — 447.—— Erhalt uns, Herr, bei Danen 0 —— ———3—— 5 täglich Bro, vor Teu⸗ Wors ů 105.—— —————.——— und vor Hun-gers⸗ Ant 30 huͤͤt uns durch dein nlie-⸗ben Sohn, + + IL + L II — + 4* + +.... EEE* —⁰ Gott Va⸗ter in dem höch-sten Thron! 2. O Herr, tu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Güt bekannt, ernähr uns, deine Kinderlein, der du speist alle Vögelein! 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm; denn aller Ding du Schöpfer bist und allem Vieh sein Futter gibst. 4. Gedenk nicht unsrer Missetat und Sünd, die dich erzürnet hat; laß scheinen dein Barmherzigkeit, daß wir dich lob'n in Ewigkeit! 5. O Herr, gib uns ein fruchtbarJahr, den lieben Kornbau uns bewahr, vor Teurung, Hunger, Seuch und Streit behüt uns, Herr, zu dieser Zeit! 6. Du unser lieber Vater bist, weil Christus unser Bruder ist; drum trauen wir allein auf dich und woll'n dich preisen ewiglich. Niklas Hermann, 1 1561. 35⁵6 2. Gib re fruchtbaren damit die 3 durch deine die hier zu der Ackerm auf dein 3. Verg all Müh u wennicht 9 unserr Nur du ve durch dich durch dich 4. Herr s gedenk an eihalte un und gnäd 4. 55 B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 448—449 fort 4438. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. SDSPSPSPCCERR nen Geist Es bant, Herr, dei ner Men⸗schen Schar fleußt, und hofft da bei von Jahr zu—.— ——————— INN Ona n— SS— auf dein Ge heiß die G de N daß sie ver ⸗sor⸗get wer⸗ O2 80 und daß du ö ö eRaum, 2—8 W 2— 7 8—.—.————.— ö aum, 7—.—— 2———— ö un⸗ 5 täg⸗—9— Brot 7 m—— 05— um————— 2—— ů Not uns freund⸗lich wollst be ⸗ sche- ren. V adeis 2. Gib reine Luft und Sonnenschein, vor hartem Frost und Hagelschlag,. lis' fruchtbaren Tau und Regen, vor Dürre, und was sonst noch mag V damit die Früchte wohl gedeihn den Früchten Schaden bringen! N. durch deinen milden Segen, 5. Gib gnädig, was uns deine Hand ö r die hier zu Lande früh und spat jetzt in der Hoffnung weiset, ö der Ackermann geworfen hat auf daß damit im ganzen Land ö „ F lrs auf dein Wort in die Erde. werd arm und reich gespeiset! ö 3 Vergebens ist all unsre Kunst, So wird dich loben groß und klein, all Müh und Zubereiten, die Alten und die Kinderlein, wennnicht, Gott, deine Gnad und Gunst und was auf Erden lebet. — unsern Fleiß begleiten. 6. Wir trauen dir, o großer Gott, — Nur du regierst des Wetters Lauf, laß deine Gnade walten! ö Lrung durch dich wächst jede Pflanze auf, Du weißt gar wohl, was uns ist not, ö ..— durch dich nur bringt sie Früchte. hast lange hausgehalten —0 4. Herr, straf uns nicht in deinem Zorn, und wirst regieren ferner so, Sohn, gedenk an deine Güte; daß man durch deinen Segen froh —.— erhalte unsrer Felder Korn wird deinen Namen preisen. und gnädig es behüte Barthol. Ringwald, g. 1530, F 1598. —.— Beim Gewitter. eif, 449. Mel. Auf meinen lieben Gott. l——. hargahr, SIII ahr, 1 1. Ein Wet⸗ter stei-get auf. Mein Wderd⸗ zu Gott hin⸗ 1—— +——— nd Streit—.—5 ö E—.— l 2•——— 4— auf! Fall ihm ge ⸗schwind zu Fu ße durch wah-⸗re&NI —— —....— ö ich ö——— 2 Reu und Bu ⸗ße, da-mit gleich dei ne Sün⸗ 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. — 1— — 2. Herr, der du gut und fromm, zu dir ich gläubig komm, bitt dich um dein Erbarmen, du wollest doch mich Armen um Christi willen schonen und nicht nach Sünden lohnen! 3. Durch Christi teures Blut mach mir ein Herz und Mut, das sich nicht knechtisch scheue, das vielmehr deiner Treue in allem kindlich traue und auf dein Helfen baue! 2—— ver⸗schwin-den! 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganz ergeben sein; dein Flügel wird uns decken, verjagen alles Schrecken und lassen uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan, verlaß uns nicht, bleib unsre Zuversicht und laß dein Vaterlieben auch jetzt an uns sich üben! So woll'n wir, weil wir leben, dir Preis und Ehre geben. Amilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg-Rudolstadt, g. 1657, 1 1706. Nach dem Gewitter. — 450. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 5 1—.— 4.—.— D— EEEEEE— 1 Das Wet⸗ter ist ver- trie⸗ben durch dei⸗ ne Idu bist stets bei uns blie⸗ben, hast Si⸗cher⸗ .— E SIi EEEEEEEE Gnad und Krãäft,.———— 5 — heit ver⸗schafft; wie 3——— Je ⸗sus Christ das CLV EIII I öSSSDSIIIIIIIII............... EV ö. 8.— 2—1 wil ⸗de Meer be ⸗ dräu ⸗et, die Jün-ger bald er⸗ EV ů.I. +. .....———... freu ⸗-et, der Hel fer 2. Haus, Hof, Gut, Leib und Leben hat deine Gnadenhand behütet und daneben beschützet unser Land. Dein gnädig Angesicht läßt du uns wieder schauen, die wir uns dir vertrauen mit starker Zuversicht. 3. Dankopfer wir dir bringen für das, was du getan; von deiner Macht wir singen; nimm's, Vater, gnädig an du stets bist. durch Christum deinen Sohn um sein's Verdienstes willen, der deinen Zorn kann stillen, der wahre Gnadenthron. 4. Ach, Herr, am jüngsten Tage, wenn der herein nun fällt, daß er mit Donnerschlage anzündet diese Welt, so streck uns deine Hand und zeuch uns, die wir gläuben an dich und treu verbleiben, hinauf ins Vaterland! Joh. Beermann, g. 1585, f 1647. 2. Du reg du gebeutst sprich ein und uns ble Steh uns be Herk, durch bald des Hi 45 2. Hert die wolht all unsre Wost, Hib 0 um dein Herr, u , Tage, B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, wetter, Ernte). 451—452 Bei anhaltender Nässe. 451. Mel. Straf mich nicht in deinem Forn. Schmerz und Kla⸗ge Soll der fuͤllt das Land, Se⸗gen dei⸗ ner Hand uns ver⸗ lo⸗-ren Zeig uns doch Gna⸗de noch, Va ⸗ ter D 2—— voll Er-bar ge⸗ hen? —ii————— men, hilf, ach hilf uns Ar⸗nien 2. Du regierst der Wolken Lauf, 3. Sende warmen Sonnenschein, du gebeutst dem Regen; der die Frucht erquicke! sprich ein Wort, so hört er auf Auf dich schaue ich allein und uns bleibt der Segen. mit des Glaubens Blicke. Steh uns bei und zerstreu, Unsre Not kennst du, Gott. Herr, durch deine Rechte Eil, uns beizustehen, bald des Himmels Nächte! laß uns Hilfe sehen! Joh. Leonh. Bäßler, g. 1745, 1 1811. Bei anhaltender Dürre— Mel. Berr, wie du willst, so schick's mit mir. ..— Ach Her⸗re, du ge ⸗rech ⸗=ter Gott, wir ha⸗ben's mit uns⸗rer Sünd und Mis ⸗se ⸗tat, daß un ⸗=ser ——..—— ver⸗schmach ten. 2. Herr, unsre Sünd erkennen wir, 3. Gedenke, Herr, an deinen Bund! die wollst du uns verzeihen; Um deines Namens willen all unsre Hoffnung steht zu dir, bitten wir dich von Herzensgrund, Trost, Hilf tu uns verleihen; tu unsre Not doch stillen! gib Regen und den Segen dein Allmächtig ist der Name dein, um deines Namens will'n allein, solch's kannst du alles tun allein, Herr, unser Gott und Tröster! Herr, unser Gott und Tröster! 1592. 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. Erntedankfest. 0 453. Mel. Aus Lar 554 Grunde. I—* N*—.‚——— —TS.** 2—— a— — x..—.—.4 Die Ernt ist nun zu En de, der wor-aus Gott al,, le. Stän ⸗ de satt, ....— Se⸗ gen ein-ge-bracht, reich und fröh⸗ ch macht. Der al te Gott lebt 5E noch, man kann es deut⸗lich mer ⸗ken an so eel Lie ⸗ bes ⸗-wer ⸗ ken, 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft uns ohne Bitte getan, was uns gefällt; die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. 3. Zwar manchen schönen Segen hat böses Tun verderbt, den wir auf guten Wegen sonst hätten noch ererbt; doch hat Gott mehr getan aus unverdienter Güte, als Mund, Herz und Gemüte nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, genugsam sich bezeuget durch Tau und Sonnenschein. Ward's aber nicht geacht't, so hat er sich verborgen und durch verborgnes Sorgen zum Besten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, 360⁰ drum prei⸗sen wir ihn hoch. für viel und große Gnaden; 4* Gott, wir danken dir. 6. Zum Danken kommt das Flehen: Laß uns, o frommer Gott, vor Feuer sicher stehen und aller andern Not, gib friedensvolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben, regier die Obrigkeit! 7. Besonders laß gedeihen dein teuerwertes Wort, daß wir uns dessen f freuen, und auch an unserm Ort dies gute Samkörnlein verlangte Früchte bringe, und wir in allem Dinge recht fromme Leute sein! 8. Gib, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Leibes hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben! O laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, wo er der Ruh geneußt, B. wo ihm lein So ernten wi 2. Die kl macht deine man siehet: und deine! Der kleinste wie klein f 3. Du so erhältst die gibst allen beschirmst Du liebest der Bösen 4. Das! men auf Hoffr du schirm dein ist d Du gibst u bistss, 5.Mild ‚u tränk Hibst, daf und mac u trauf die Frug Flehen: B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 453—455 wo ihm lein Leid bewußt! So ernten wir mit Freuden mil⸗ der Ge-ber ret Ruhm und Dank. sang 2. Die kleinste deiner Kreaturen macht deine Weisheit offenbar; man siehet deiner Güte Spuren und deine Macht von Jahr zu Jahr. Der kleinste Halm ruft laut uns zu: wie klein sind wir, wie groß bist du! 3. Du sorgst für uns nach Vaterweise, erhältst die Werke deiner Hand, gibst allem, was da lebet, Speise, beschirmst und segnest jedes Land. Du liebest unveränderlich; der Bösen selbst erbarmst du dich. 4. Das Saatkorn wird in deinem Na⸗ men auf Hoffnung in das Land gestreut; du schirmst, Allmächtiger, den Samen, dein ist der Erde Fruchtbarkeit. Du gibst allein zur Arbeit Kraft; du bist's, der das Gedeihen schafft. 5. Mild öffnest du den Schoß der Erde; du tränkst die Flur von oben her, gibst, daß die Saat erquicket werde, und machst die Ahre segenschwer; du träufelst mit dem kühlen Tau die Fruchtbarkeit auf Feld und Au. hörst dasSchrein der jun⸗gen Ra⸗ —— Rel. O Durchbrecher aller Bande. nach ausgestandnem Leiden die Garben voller Lust. Gottsried Tollmann, g. 4680, + 1706. —— al ler Ga-⸗ ben, Herr, dir ge⸗ Auch mein Ge-sang steigt V a.. Ohr zu mir! 6. So bringtdenn bei den vollen Scheu⸗ ern dem Herrn der Ernte Ehre dar; laßt uns den Bund mit Gott erneuern, des Güte groß und wunderbar! Gelobt seist du, des Vaterhand aufs neu gesegnet unser Land! 7. Der du aus liebendem Erbarmen uns nährst, treib uns zum Wohltun an; ein jeder sei ein Trost der Armen, wer ihren Mangel stillen kann! Herr, weil du Reich' und Arme liebst, so dien auch beiden, was du gibst! 8. Durch dich ist alles wohlgeraten auf dem Gefild, das wir bestellt. Doch reifen auch des Glaubens Saaten auf deines Sohnes Erntefeld? Sind wir auch, wenn er auf uns sieht, ein Acker, der ihm grünt und blüht? 9. Der List des Feindes wollst du weh⸗ ren, wenn er geschäftig Unkraut streut; die Frucht des Wortes laß sich mehren zu deinem Ruhme weit und breit, damit am großen Erntetag ein jeder Garben bringen mag. Ehrenfried Liebich, g 171 + 1780. SD‚‚D‚‚————.———. Herr, die Er-de ist ge⸗ seg-net von dem Güt und Mil-de hat ge⸗reg-net, dein Ge⸗ 361 E 4— N— 5 1E 4— 4 3*— ů EEIE— Wohl⸗ͤtun dei ⸗ ner Hand, ⸗geln d schenk be⸗ deckt das Land. Auf den Hü⸗geln, in— ERE I E— R +—.—— + I + 2 + +*—⁰— —0 + L 2 + I— 2 I +— *— I 1 I— Grün ⸗-den ist dein Se⸗ gen aus ⸗ge? streut; un Aer —— E:. D-AAu EILL + + I + E —+ 2— + + 2—. +*— I + I SDEEEEE War ⸗ten ist ge⸗krö⸗net, un-ser Herz hast du er⸗freut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, dein Vermögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gnad und Spende machet alle froh und satt. 3. Gnädig hast du ausgegossen deines Überflusses Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 4. Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade jetzt an unsre Seelen rührt, daß der Reichtum deiner Milde unser Herz zur Buße führt! 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort; alles soll geheiligt werden durch Gebet und Gottes Wort. Alles, was wir Gutes wirken, ist gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaussprechlich reich und groß. Chr. Rud. Beinr. Puchta, g. 1808, 4 1858. 456. Eigene Melodie. EE———. 4 S S..................— 2—2 E—— 1..———.—.— I 1 I. Nun prei⸗-set al⸗le Got-tes Barm⸗her⸗zig keit, lob ihn mit *——— EEEEEEEEEE Schal=le, wer ⸗-te ⸗ste Chri ⸗sten 3heit! Er läßt dich DDDDDREEEE E.— Ffreund⸗lich zu sich la⸗den; freu ⸗e dich, Is ra ⸗el, E— 1— 4.— ..— —— + E ....*— —..——— I 3 sei⸗ ner Gna⸗den, freu e d 2. Der Herr regieret lUber die ganze Welt; was sich nur rühret, froh ihm zu Fuße fällt. 36² ich, Is⸗ra⸗ el, sei ⸗ner Gna-den! Viel tausend Engel um ihn schweben, Psalter und Harfen ihmEhre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, x zur grünen stelet euch Da läßt er Vmachetu 4. Er gi eichlich un nach Vater sättigt er a 4³ 1. 5 2.Werk die heutl Doch mul denn du! nd schaf sein Brot . Dur säet und endl der Win die Wolk des Him sind dein 4.Unda der Acer s mohye 0 üte Erden — den! veben, pben. B. Für besondere Umstände(Jahreszeiten, Wetter, Ernte). 456—458 zur grünen Weide stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden. 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 9—— er schaffet früh'n und späten Regen, 23 füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden, freue dich, Israel, seiner Gnaden!: M. A. v. Löwenstern, g. 1594, f 1648. —.— 1——— Gott, von dem wir al⸗les ha⸗ben, die Welt ist 1 x idu a ⸗ber tei ⸗lest dei„ne Ga⸗ben recht wie ein —————— E d. gro ßes Haus, ö ein sehr Va ⸗ter drin⸗ nen aus. Dein Se⸗ gen macht uns V de ⸗t ur e Hunt. E 555— 2 ach lie =ber Gott, wer ist le reich, 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, denn du weißt allen vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt; der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des MenschenSpeise, der Acker selbst wird ihm zu Brot, es mehret sich vielfält'ger Weise, dir gleich? was anfangs schien als wär es tot, bis zu der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man erst be⸗ denken? Der Wunder ist hier gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen's auch keinmal verges sen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, g. 1648, 5. Bei sparsamer Ernte. 458. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. — 2 2— DDDHHI— —— Was Gott tut, (Wenn man nicht reich⸗lich ern⸗ ge⸗ tan, so ten kann, liebt das ist wohl 363 458—459 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. 2 DDDDEE 2 LE 1 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran ö und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, weil er uns liebt, und seine Hände müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 140 Er zeigt uns oft den Segen, N und ehe man ihn ernten kann, I muß sich die Hoffnung legen; weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre Güter und bessert die Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Es geh nach seinem Willen. Läßt sich es auch zum Hunger an, weiß er ihn doch zu stillen, 4⁵59. den⸗ken Got=tes Kin ⸗der. H ö Ner uns doch nicht min- der.) Er zieht das Herz doch E S 3— EEE E— 2— 5 him⸗mel-wärts, ob wir gleich oft auf Er⸗-den bei —— 13 N— —P— 4—.— 1— 2— E Man ⸗gel trau-rig wer ⸗den. obgleich das Feld nicht viel enthält. Man kann bei wenig Brocken satt werden und frohlocken. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Das Feld mag traurig stehen, wir gehn getrost auf seiner Bahn und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft uns Lebenskraft, es nennt uns Gottes Erben, wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan so wollen wir stets schließen. Ist gleich bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen, doch ist's genung zur Sättigung, wenn Gott das wen'ge segnet und uns mit Huld begegnet. . Benjamin Schmolck, g. 1672, 4+ 1737. 2. Reiselieder. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Psalm 121. 1. Ich heb mein Au ö FV.——.——.—— EEEEE gen sehn DEA ,.. 2— Ber⸗ ge hoch hin auf, thron mit 2. Mein Hilfe kommt mir von dem Herrn, er hilft uns ja von Herzen gern; Himmel und Erd hat er gemacht, er hält über uns Hut und Wacht. bis mir mein Gott vom .— DᷓDPDPPDPPPPPPP—— stat-ten 3. Er führet dich auf rechter Bahn, so daß dein Fuß nicht gleiten kann; setz nur auf Gott dein Zuversicht; der uns behütet, schläfet nicht. 364 4. Der tre bewahret dir ershlifit wird auch n 5. Vor all der fromme Unter dem e bist du gesic 6. Der Son sollen dir n Gott wende zu deinem 46 1—— getan. getan, 9j B. Für besondere Umstände(Reiselieder). 459— 461 4. Der treue Hüter Israel 7. Kein Übel muß begegnen dir, bewahret dir dein Leib und Seel; des Herren Schutz ist gut dafür. er schläft nicht weder Tag noch Nacht, In Gnad bewahret deine Seel wird auch nicht müde von der Wacht. der treue Hüter Israel. 5. Vor allem Unfall gnädiglich 1 der fromme Gott behütet dich;— Herr dein naunsgan ftetohe: unter dem Schatten seiner Gnad ö 1— zu Weg und Steg ge und di ar, bist du gesichert früh und spat. bring dich zu 9—— 1—— g 8 Schei 6. Der Sonne Hitz, des Mondes Schein pon nun an bis in Ewigkeit! sollen dir nicht beschwerlich sein. Gott wendet alle Trübsal schwer Corn. Becker, g. 1561, 1604. zu deinem Nutz und seiner Ehr. 460— mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. n Zieht in Frie⸗den eu ⸗re Pfa ⸗de! Mit euch des Wenn euch Je⸗su Hän de schir⸗ men, geht's un ter —.——.— gro⸗ßen Got ⸗tes Gna⸗-de und sei ⸗ ner heil'⸗gen Son nen⸗schein und Stür⸗men ge ⸗trost und froh bei n, Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er —— —— sei euch nim⸗ mer fern und wenn ihr sucht sein An ⸗ge ⸗sicht! G. F. S. Knak, g. 1806, 1 16828. in sei⸗nem Licht 3. Rrieg und Jrieden. 461. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. int.— E EE —— ö————————— d Lob, nun ist er⸗ schol len das ed-le (daß nun⸗mehr ru⸗ hen sol ⸗H len die Spieß und E Fried⸗ und Freu d Fried⸗ un Freu-den-wort, — V Schwer⸗ter und ihr Mord. Wohl⸗auf und nimm mun 36⁵ 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. * 2 +I ++ — + I 2 ‚ ——— + 4 ———— 6 wie ⸗ der dein Sai⸗ ten spiel her⸗ 90 0 Æ———. 4 EE à and, und sing Lie der im ho⸗ hen, vol len + 2 2 E* E I—.—— I 1 P— Chor! Er he⸗be dein Ge⸗ mũ te zu dei nem I + 5 + I. e. SS...S..PS PISSi‚I‚iie.. —7— L— L und sprich— Herr, d ne I— und Gü⸗ E V E———+— 2—— ee blerbt deit 3100 e wig lich. 2. Sei tausendmal willkommen, 3. Ach laß dich doch erwecken! du teure, werte Friedensgab! Wach auf, wach auf, du harte Welt, Jetzt sehn wir, was für Frommen eh als das letzte Schrecken dein Beiunswohnen in sich hab. dich schnell und plötzlich überfällt! In dich hat Gott versenket Wer aber Christum liebet, all unser Glück und Heil; sei unerschrocknen Muts, wer dich betrübt und kränket, der Friede, den er gibet, der drückt sich selbst den Pfeil bedeutet alles Guts. des Herzleids in das Herze Er will die Lehre geben: und löscht aus Unverstand das Ende naht herzu, die güldne Freudenkerze da sollt ihr bei Gott leben mit seiner eignen Hand. in ew'gem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 462. Mel. Nun danket alle Gott. — I S...— 9 EEEEE Herr Gott, dich lo-ben wir, re⸗gier, Herr, un ⸗sre ann., dei ⸗nes Gei⸗ stes Glut in un ⸗sern Her-zen —.—.8—— i —— x Komm, komm,o ed⸗le Flamm, ach komm zu uns all— .— EEEEEEEEEEEEE shier, so sin-gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo⸗ben wir. 2. Herr Gott, dich loben wir, Es steiget unser Lied wir preisen deine Güte, bis an des Himmels Tür wir rühmen deine Macht und tönt mit großem Schall: mit herzlichem Gemüte. Herr Gott, dich loben wir. 366 3. Hert Oot für deine groß vaf du das von Rriegesla daß du uns b des gildnen drum jauchje Herr Gatt, d 4. Hem UO die wit in vi⸗ der Waffen und frechen Feht ruͤhmet mit herzliche Gott Lobn Herr Gott,! 5. Hert E daß du die 9 Schild, Bog zerbrochen v Der Strick darum so f mit Herzen Herr Gott, 44 65 2. He hast vor und nae der Rel ach, fro 8 3. Herr Gott, dich loben wir . für deine großen Gnaden, 0 daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, — daß du uns blicken läßt En des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: * Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir, — die wir in vielen Jahren — der Waffen schweres Joch — und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund —.— mit herzlicher Begier: — Gott Lob, wir sind in Ruh! 2 Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschlagen. Der Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herzen, Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. und JIs ⸗ra ⸗ el blik⸗ ket quik⸗ket; —*—.—— die dein Volk ver ⸗ zie K3 hast vorher abgewendet und nach dem Zorn das süße Gut der Lieb und Huld gesendet: ach, frommes Herz, ach, unser Heil, B. Für besondere Umstände(Krieg und 463. mel. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. vor⸗mals aus Ea Hand vor⸗ be ⸗ gan⸗gen hat, V hen; 2. Herr, der du deines Eifers Glut Frieden). 462—463 6. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht ganz hast weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir. 7. Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den edlen Fürstenstamm und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gib ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in stolzer Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfüll jetzt nach Begier, o Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir. Johann Franck, g. 1618, + 177. Psalm 85. mit Gna⸗den r⸗lö-set hast dein Land der du die Sünd und Mis⸗se⸗ta hast vä⸗ ter⸗lich nimm weg und heb auf in der Eil, was uns anjetzo kränket! 3. Lösch aus, Herr, deinen großen deiner Gnaden! Grimm im Brunnen Erfreu und tröst uns wiederum 367 e 463—464 nach ausgestandnem Schaden! Willst du denn zürnen ewiglich, und sollen deine Fluten sich ohn alles End ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben, und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach gieß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Häuser! 5. Ach daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen Ruh und alles Unglücks Ende! 6. Ach daß doch diese böse Zeit 4 sich stillt' in guten Tagen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land und überall werd recht erkannt, ja stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden schön einander grüßen müssen, Gerechtigkeit wird einhergehn, und Friede wird sie küssen. Die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes tun: das Land wird Früchte geben, und die in seinem Schoße ruhn, die werden davon leben. Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1676. 464. Mel. n Jesu, was hast du 1 2. Mache zu schanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen; ach kehre dich mit Gnade zu uns Armen, laß dich's erbarmen! 3. Und schaff uns Beistand wider un⸗ sre Feinde! Wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde, 36 FE—— — 1e 9 1. Herr un⸗ser Gott, läz nicht zu shan Den wer⸗den ..PDP‚PIPIEIEIPIEIPIPIIEEEEE‚ EH5 DPDDPIDIꝑI — die, so in ih ⸗-ren Nö⸗ten und Be⸗ schwer⸗ den D S— EO—— EE—..—.— + 73— eei as und Nd cht aüf dei⸗ ne Gü ⸗te hof⸗fen Ab 1.——— E 0 und zu dir ru ⸗fen. sie müssen Wehr und Waffen niederle⸗ gen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens ist's, auf Men⸗ schenh ilfe bauen; mit dir wir wollen Taten tun und kämp⸗ fen, die Feinde dämpfen. 8 5. Du bist de troten undd lein vetten. 46⁵ dei 2. Schau trifft dein! läglich wird Hilf, ach hi Wir verder nichts wir: wo du nich . Hoher der du ene in den heil durch dein hast versöj ausgelösch wiederbrat 4. Site ihm an M unser eupe eine h hoͤch 5. Du bist der Held, der sie kann unter⸗ treten und das bedrängte kleine Häuf⸗ lein vetten. B. Für besondere Umstände(Krieg und Frieden). 464⁴465 Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Joh. Beermann, g. 1585, 4 1647. nd, wird— ö wenden, 465. Eigene Melodie. x ö ö K. — 1— 4— 5 — 2—— 0 1. Treu er Wäch ⸗ter IJs ⸗ra ⸗el, des sich freu ⸗et „ 123— ö—— 1 ö SSISIS.SI..,. en schön——=———————— ——. ——5 7 dei⸗ ner ar⸗ men Chri⸗sten⸗ heit, —— 2— DDRDRDRDEEE—.— + 2 . Freud— — r —.— stes tun: der du nicht schläfst noch schlum-merst, zu uns richt r Eri ᷑r,— ö en E ii dein hilf ⸗rei ⸗ches An n 2. Schau, wie große Not und Qual gehn trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr. l6rẽ. Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr! Wir verderben, wir vergehn, nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Jesu Christ, on der du eingegangen bist in den heil'gen Ort zu Gott 2 durch dein Kreuz und bittern Tod, hast versöhnt uns durch dein Blut, en ausgelöscht der Hölle Glut, wiederbracht das höchste Gut, 4. Sitzest in des Vaters Reich, . ihm an Macht und Ehre gleich, E unser ein'ger Gnadenthron, Fi⸗ seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, niderle⸗ wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt: wir uns 5. Kläglich schreien wir zu dir, Men⸗ klopfen an die Gnadentür, 5 wir, die du mit höchstem Ruhm änp⸗ dir erkauft zum Eigentum, dein Erbarmen hat kein End, 3. sichtl deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau' und mit Zittern sie anschau! 7. Treuer Hort Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit, Trutz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn! 9. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft, deine Christen traun auf dich, 369 24 465—467 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. auf dich traun sie festiglich. und der Menschen Herzen wend't, Laß sie werden nicht zu schand, daß der Krieg gewinnt ein End. bleib ihr Helfer und Beistand, 11. Jesu, wahrer Friedensfürst, sind sie dir doch all bekannt. der der Schlange hat zerknirscht 10. Du bist ja der Held und Mann, ihren Kopf durch seinen Tod, der den Kriegen steuern kann, wiederbracht den Fried bei Gott, der da Spieß und Schwert zerbricht, gib uns Frieden gnädiglich! der die Bogen macht zunicht, So wird dein Volk freuen sich, der die Wagen gar verbrennt dafür ewig preisen dich. Joh. Beermann, g. 1585, 1647. 22 466. 5755 Melodie. ————— — 1 ́——..—.—.. ————.—‚‚.IIII— —— 115— * H2.— 2 Ver⸗-leih uns Frie⸗ 300 gnä⸗dig-lich, Herr Gott, Zu —.—.—. I— 1 2 S. IIISII.. ist doch ja kein an-⸗drer 1 2———— 2 PP—— ——2—— Di nicht, der fuͤr uns könn=te strei⸗ ten, denn du . 2 un ser Gort al⸗ lei ⸗ ne. Martin Luther, g. Jass5, 1 1546. C. Berufs⸗ und Standeslieder. 1. Jürst und Obrigkeit. 7. Mel. Nun freut euch, liebe Christen g'mein. — Ein Haupt hast du dem Volk ge-sandt und trotz der Fein⸗de 1. in Gna⸗den un ⸗ser Va⸗ ter⸗land ge-eint und hoch er⸗ ——— To-ben bo ben. Mit Frie⸗den hast du uns be⸗dacht, 41 Kai⸗ Ir f V I *..——— ———— 2— ee uns be⸗stellt zur Wacht zu dei⸗nes Na⸗mens Eh ⸗ re 2. Wir danken dir mit Herz und Mund, den Kaiser und das deutsche Reich ** du Retter aus Gefahren, zu deines Namens Ehre. und flehn aus tiefster Seele Grund, 3. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, du wollest uns bewahren, laß auf des Kaisers Wegen Herr a ler Herrn, dem keiner gleich, dein huldvoll heilig Angesicht 370 ihm leuchten, und salbe iht daß er sich kr zu deines N. 4. Ach kon ein Feuer an den Odem und auf me dich huldor du hast in das Seepte und unser mit reichem d. Du w auf seine 8 der llar ih d6s hün du wollst. und milder stellen in planz C. Berufs⸗ u. Standeslieder(Fürst u. Obrigkeit). 467—469 t, ihm leuchten, uns zum Segen, daß wir im Frieden und im Streit „ und salbe ihn mit deinem Geist, fest auf dein Wort uns gründen! irs, daß er sich kräftiglich erweist Ein frommes Volk, das dir vertraut ö zu deines Namens Ehre! und dir zum Tempel sich erbaut 4. Ach komm, wie zu der Väter Zeit, zu deines Namens Ehre. t, ein Feuer anzuzünden, Julius Sturm, g. 1816, f 1896. Am Geburtstage des Landesherrn. 468. Mel. Nun danket alle Gott. E S— ů un. SSSISI—.— 25. 4 22233——— x Preis, Ehr und Lob sei dir, in des⸗-sen Schirm und —.— wir bis zurStund all⸗ hier viel Heil zu schmek⸗ken * E,—— RDR — Sctten der auch zu ie der Ue wöchehanwhnd —— hat⸗ten, er auch zu er all⸗ mäch-⸗tig nah un + drer RAE 57 I I 2— L 2 2 1. + —.— Heern ein Herr und Hel⸗ fer 0 2. Du hast ihm lebenslang —— den Odem treu bewahret —— und auf manch strengem Gang —— dich huldvoll offenbaret; du hast in seiner Hand „siste. das Scepter stark gemacht und unser Vaterland mit reichem Gut bedacht. 3. Du wollest deinen Geist auf seine Stirne legen, —— der klar ihn unterweist, des hohen Amts zu pflegen; —— Wiü du wollst Gerechtigkeit n und milder Gnade Lust och er⸗ ihm stellen an die Seit, ihm pflanzen in die Brust. 4. Du wollest allezeit ai⸗r in deinem Gleis ihn lenken t. und Zucht und Frömmigkeit in ihm dem Lande schenken, 1—è 469. it des Für⸗sten, un⸗sers auf daß er Vorbild sei von jeder Tugendart und Hilf und Schutz verleih, wo man den Glauben wahrt. 5. Du wollest seine Treu vergelten durch die Treue, womit ihn täglich neu ein gutes Volk erfreue, daß dein Gebot im Bund von ihm und uns gescheh, und seines Thrones Grund in unserm Herzen steh. 6. O segne, was wir flehn an seinem Jahresfeste, und gib zum Wohlergehn ihm deiner Gaben beste! Gib, daß er's nie vergißt noch wir, wie du so gern ein Herr und Helfer bist des Fürsten, unsers Herrn. Karl G. Grüneisen, g. 1802, 2. Eheleute und Eltern. Mel. Wie schön leuchtet der 2. 37——55— 2 1—— E—— — Reich ö — hen nich, 5*——— Ich und mein Haus, wir sind be . Du sollst der Herr im Hau ⸗se 371 24 21⁰ 1878. — D——— reit, sein, 4. Lieder für besondere Seiten ꝛc. ——/—43 WEEEE— EDE. ö 2 SPDPDPISPSPSPSPSIPIPIPIPIPI‚I‚IIIIIIII...... I u dir, Herr, die gan⸗ze Le⸗bens-zeit mit Seel gib dei ⸗nen Se⸗ gen nur dar⸗ ein. daß wir ——-SS——— bHh*—— S...— DDRD———. und Leib zu die ⸗nen. +.. ö 2 klei⸗ ne, from⸗me dir wil=lig die⸗nen! Ci: ne 2Z—.— —.— FEEEE EE +„—— L 2 L 1—— 2 2 I—— EI——0 — rei ne Haus⸗ge⸗ mei⸗- ne mach aus al-len! ů— N EEE EEEEEEE 123 2 DEDl— Dir nur soll sie 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen! Es leucht uns wie das Sonnenlicht, damit's am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben! 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus 54 und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns in Liebe allezeit 44 zum Dulden, Tragen sein bereit, IR voll Demut sanft und linde! Liebe übe jede Seele, keinem fehle, dran man kennet N den, der sich den Deinen nennet! 4 4. Laß unser Haus gegründet sein 0 auf deine Gnade ganz allein 4 und deine große Güte! Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kindlichem Gemüte, wohl⸗ge⸗fal ⸗ len. selig, fröhlich, selbst mit Schmerzen dir uns lassen und dann in Geduld uns fassen! 5. Gibst du uns ird'sches Glück ins Haus, so schließ den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste! Denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus kein andrer Geist als nur dein Geist regiere. Der ist's, der alles wohl bestellt, der gute Zucht und Ordnung hält, der alles liebreich ziere. Sende, sende ihn uns allen, heim und oben dich in deinem Hause loben! H. J. Phil. Spitta, g. 1801, 4 1859. in dem Herzen bis wir wallen 372 „ 470. Mel. O Gott, du frommer Gott. A— 7—— 2 Ea X 1 C 2——— + 1 I E 2———.—— Laß dich, Herr Je- su Christ, durch mein Ge⸗ komm in mein Haus und Herz und brin-ge 2. Dein und wilbs 470—472 C. Berufs⸗ u. Standeslieder(Eheleute und Eltern). Seel wir mir den Se ⸗ gen! m⸗me, Kunst ohn dich nichts rich-tet aus, wo + 99 ö Gna⸗ de bist, kommt Se⸗ gen in das Haus. ‚ é — Joh. HBeermann, g. 1585 f1647. N 47¹. mel. Nun sich der Cag geendet hat. ö Herzen— ö de⸗lein, und* nl lück ins +4 st aus, N 0 ö nut leer* 8—— V vär, Va⸗ter sein, drum schlaf in gu⸗- ter Ruh! W daß sie dir treue Pfleger sein,* 2. Dein Vater ist der liebe Gott und will's auch ewig sein, der Leib und Seel gegeben hat dir durch die Eltern dein. 3. Er schenkt dir seinen lieben Sohn, lermeist den schenkt er in den Tod Geist der kam auf Erd vom Himmelsthron, half dir aus aller Not. 4. Er schickt dir seine Engelein ziehn dich zu Gottes Preis. 6. Das liebe Jesulein will sein dein liebes Brüderlein, XI. drum schlaf, du liebes Kindelein, 4 so wirst du selig sein. + 7. Der heil' ge Geist der segne dich, bewahr dich alle Zeit, sein heil ger Nam behüte dich, lt, häll, zu Hütern Tag und Nacht, schütz dich vor allem Leid! daß sie bei deiner Wiege sein 8. So nimm du recht an Gnade zu, und halten gute Wacht. an Alter und Verstand, en 5. Dem Vater und der Mutter dein und halte deine Kindesruh befiehlt er dich mit Fleiß, in Jesu Schoß und Hand!l Nach Joh. Mathesius, g9. 1504, + 1565. 1350. 7 472. Eigene Melodie. EERE 1 O se lig Haus, wo man dich auf=ge⸗ wo un ⸗ter al ⸗ len Gä ⸗ůsten, die da 373 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. qꝑ——————. EN E Hir. 2 1—.—. L* 1—.—— E—— 1— 2 LII 1— L—— I * nom⸗-men, du wah-⸗ rer See ⸗len⸗ freend⸗ Herr Je⸗sus Christ,] 5 kom⸗men, du der ge⸗fei„ert-ste und lieb-ste bist; 2 5.—...— 1N.— 72.— ö..—— E—.—— wo al ⸗ler Her-zen dir ent ⸗ ge ⸗ gen .——— EEEEEE E ö———.— 2 schla-gen und al ⸗-ler Au- gen freu-dig auf dich EUAR I 7 ů——ͤ———. DPDPI +—— +————8——* S———.— OHPOE C E—— ‚ L— 1 E sehn, wo al ⸗-ler Lip⸗pen dein Ge⸗bot er ⸗ fra⸗gen, EUN 1—— ——. ů + Z——6 E.—— ö — 5* 18—— IU E und al ⸗le dei ⸗-nes 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in Einer, in deiner Liebe Eines Geistes sind, als beide Eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen, in Lieb und Leid, Gemach und Unge⸗ mach, und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sam⸗ meln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland du! Winks ge⸗wär=tig stehn! 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in Einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn: als deine Diener, deine Hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen froh und unverdros⸗ sen, in kleinen Dingen zeigen große Treu! 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt; o selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist; bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus! K. J. Phil. Spitta, g. 1801, 4 1859. 473. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. EN—— HN——— 0— I—.—.. 1I2 2— 22— 2— +—**. 1 Sor-ge doch für mei ne Kin⸗der, Va⸗ ter, nimm dich 0 Ob sie gleich vor dir sind Sün⸗ 37⁴4 der, sind. sie dir doch 2 0 zu —— gli sie 2. Sie sin und von ih übergeben und durch! hast du sie! väterlich ge daß sie, wer wären dein 3. Du ho und so mar mehr als v der sie hier hätte leicht ja das Leb aber deine bleibt bei! 4. Sami daß ihr He sich an Ge so bist du: Bleib auck lasse sie in und in kei bis sie end C. Berufs⸗ u. Standeslieder(Eheleute und Eltern). 473—474 ————————— Hrist, 5 ih ⸗ rer an! durch dei 2 st; zu ⸗ ge⸗ tan und dur ei⸗ 566 55—5 nes Blut S..— +* gen• gleich⸗wohl dein er⸗ worb'⸗nes Gut; dar⸗ um wirst du V. .—.— II — E 5 den dE ere— ———————————— 44 sie aus Gna⸗den wohl be⸗schüt-zen und be ra ten. Me ö dich 2. Sie sind dir von Kindesbeinen 5. Schütze sie vor bösen Leuten ö und von ihrer ersten Stund und vor der Verführer Schar, — übergeben als die Deinen, daß ihr Fuß nicht möge gleiten! gen, und durch deinen Gnadenbund Laß sie ihre Lebensjahr' hast du sie in ihrer Tauf in der Tugend bringen zu, N 1 väterlich genommen auf, bis du sie wie mich zur Ruh—· 2 daß sie, wenn sie sollten sterben, wirst ins kühle Grab versenken— 14 wären deines Reiches Erben. und die Seligkeit uns schenken! N lagd 3. Du hast sie bisher ernähret 6. Können sie in diesem Leben. und so manchem Unglücksfall hier, und wo es dir gefällt, IN 4 sehn, mehr als väterlich gewehret, was zu deinen Ehren geben, I men, der sie hier und überall so laß in der ganzen Welt NWWWN schr hätte leichtlich umgestürtt, ihnen, wo sie immer gehn, ospen ja das Leben abgekürzt; deine Furcht vor Augen stehn, I 000 aber deine Vatertreue daß sie dich im Tun und Lassen 10 bleibt bei ihnen täglich neue. stets in ihre Herzen fassen! ‚ ro 4. Sammeln andre große Schätze, 7. Gönne mir die große Freude, 2—— daß ihr Haus in solchem Heil daß am lieben jüngsten Tag 0 sich an Geld und Gut ergötze, nach so vielem Kreuz und Leide 2 so bist du mein einzig Teil. ich mit Jauchzen sagen mag: 1 Bleib auch meiner Kinder Gott, Liebster Vater, ich bin hier roißt lasse sie in keiner Not und die Kinder, die du mir Heles und in keinem Kreuz verderben, hast in jener Welt bescheret. bit. bis sie endlich selig sterben! Ewig sei dein Nam geehret! ende, Ludw. Beinr. Schlosser, g. 1665, 4 725 ndet, 474. wie schön leuchtet der Morgenstern. 81— I——— ———.—.—.— 5 DDSSS 1(Wie schön ist's doch, Herr Je ⸗ su Christ, (Wie steigt und neigt sich dei ⸗ ne Gab I 2—.—.— —. ö im Stan ⸗-de, da dein Se⸗gen ist, 1 dich und al ⸗les Gut so mild her ⸗ ab aus dei⸗ ö 37⁵ ö 474 475 4. Lieder für besondere Zeiten ꝛc. HI 11 + —.—————*— — de heil'⸗ ger E=⸗ he! wenn sich an dich lei ⸗ßig ner heil'-gen Höh-he, sich 5 6 9 —4—— ———— ů 4— ö—.— 7 +—— 2 +— L EI L—. L hal ten Jung und Al-ten, die im Or-⸗den EEDDSSEEEE E————————— ——* ‚‚ Ei⸗ nes Le- bens ei⸗ nig wor-⸗den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl 4. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt verstehn ja wohl und unverrückt beisammen stehn ein Stündlein, da man Leides voll im Bande reiner Treue, die Tränen lässet fließen; da geht das Glück in vollem Lauf, jedennoch, wer sich in Geduld da sieht man, wie der Engel Hauf ergibt, des Leid wird Gottes Huld im Himmel selbst sich freue. in großen Freuden schließen. Kein Sturm, kein Wurm Schweige, beuge kann zerschlagen, kann zernagen, dich ein wenig, unser König was Gott gibet wird behende dem Paar, das in ihm sich liebet. machen, daß die Angst sich wende. 3. Sei gutes Muts! Wir sind es nicht, 5. Wohl her, mein König, nah herzu! die diesen Orden aufgericht't, Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh, es ist ein höhrer Vater; in Angsten Trost und Freude! der hat uns je und je geliebt Des sollst du haben Ruhm und Preis, und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, wir wollen singen bester Weisẽ der beste Freund und Rater; und danken alle beide, Anfang, Ausgang bis wir bei dir, aller Sachen, die zu machen deinen Willen zu erfüllen, wir gedenken, deinen Namen wird er wohl und weislich lenken. ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, g. 1607, 1676. 45. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. H —.—* I + +— 1 L— E 4—— 1—— 19 1. Wohl ei⸗ nem Haus, da Je⸗sus Christ al-lein das E nn.. den n. SII—— .0909— I—2 I——.1 L EEI ** 3 3 al⸗lem ist! Ja, wenn er nicht dar-in⸗nen * 11—————— SSIII.III.I...... EH D——. wär, wie e⸗lend wär's, wie arm und leer! 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und zu dienen ihrem Herrn und Gott Kind in einem Glaubenssinn verbind't, nach seinem Willen und Gebot. 376 3. Wohl, w Welt ein Vo daß ohne Got das äußre We 4. Wohl, w Gebet bes und man nich als Gottes K 5. Wohl, w mit fleißiger, ein jegliches! den Geist der ein armes und hast m erlöst von 9. Meinl vas ich zun r alle dei und was 0 C. Berufs⸗ u. Standeslieder(Kinder). 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Rauchwerk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand ein jegliches nach seiner Art den Geist der Eintracht offenbart. 47⁵5—47⁷ 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ew'gen Glück. Dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es ge⸗ deiht; die Eltern werden hocherfreut, und ihren Kindern sieht man's an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: Wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. Chr. K. L. v. Pfeil, g. 1212, 1784. 3. Rinder. 476. Mel. Berr Jesu Christ, dich zu uns wend. SS................ EH—— Hee 5 1. Ach lie⸗ber Gott, be ⸗ hü ⸗te mich und mei⸗ ne —————.—————.— ee,, er — El ⸗tern gnä⸗ dig lich, auch mein' Ge-schwi⸗ster vor Ge⸗ ————— 22 —2 1.— 2 2— fahr mit dei⸗ nem star ken Anm be ⸗ wahr! 2. Und alle, die uns sind verwandt, beschütz durch deine rechte Handl Behüte mich vor aller Sünd, hilf, daß ich werd ein frommes Kind! Joh. Beermann, g. 1585, f 1647. 477. Mel. Nun danket all und bringet Ehr. 1— + + 1* —64 +** + SISIISSSS.—.— * ö 1. Ich bin ein Kind, bin arm und klein, und 5 1—.—.——3— 2— 14 2 +— + + E— 2 14— + +—— e + I +— 1——— 1—— I + 1 — I— I— 2 + mei ne Kraft ist schwach; ich woll⸗te ger ⸗-ne H SS se lig sein 2. Mein Heiland, du warst mir zu gut ein armes kleines Kind und hast mich durch dein teures Blut erlöst von Tod und Sünd. 3. Mein liebster Heiland, rat mir nun, was ich zur Dankbarkeit für alle deine Lieb soll tun, und was dein Herz erfreut. und weiß nicht, wie ich's mach. 4. Du selber hast es mich gelehrt, daß du mein junges Herz zu einem Opfer hast begehrt; Herr, zieh es himmelwärts! 5. Du hast mich in der Taufe ja mit deinem Heil bekleid't und, eh ich etwas wußt und sah, zu deinem Kind geweiht. 377 477—479 4. Lieder für besondere Feiten ꝛc. 6. Bewahr mein Herz und halt es rein 8. Doch soll ich länger hier noch sein, von allem, was befleckt; nehm ich an Jahren zu, laß stets in dir mich fröhlich sein, so hilf, daß ich stets bleibe dein von deiner Gnad bedeckt! und fröhlich Gutes tu! 7. Nimmst du mich früh aus dieser 9. Und schließ ich endlich meinen Lauf Zeit, dann ist mir wohl geschehn, in Liebe gegen dich, ich komm in jene Herrlichkeit, so hebe mich zu dir hinauf! wo ich dich werde sehn. Dann freu ich ewig mich. N. L. Graf v. Finzendorf, g. 1700, F 1760. 473. Eigene Melodie. „—eę—— Rim w— —————— —— V*————— 8— Weil ich Je su Schäͤf lein bin, freu ich mich nur W im: mer⸗—- ber mei⸗ nen ·ten Hir ten, — 0——— der mich schön weiß zu„wir ⸗ten, der mich lie bet, ⁵————————— ———.— 3 der mich 2 und be mei⸗ nem Na⸗ Ren nennt. 2. Unter seinem sanften Stab 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein, geh ich aus und ein und hab da ich sein bin und er mein? unaussprechlich süße Weide, Denn nach diesen schönen Tagen daß ich keinen Hunger leide, werd ich endlich heimgetragen und so oft ich durstig bin, in des Hirten Arm und Schoß. führt er mich zum Brunnquell hin. Amen, ja, mein Glück ist groß! Henr. Luise v. Hayn, g. 1724, 4 1782. 79. Mel. So nimm denn meine Rände. r,, Re— E Wie könnt ich ru⸗ hig schla— sen in dunk⸗ler Nacht, wenn ich, o Gott und Va ⸗ter, nicht dein ge-dacht? Es hat des Ta-ges Trei ⸗ ben mein Herz zer-streut; SSDSSSSISI bei dir, bei dir ist Frie- den und Se lig-keit. 2. O decke meine Mängel Gib mir, um was ich flehe: mit deiner Huld! ein reines Herz, Du bist ja, Gott, die Liebe das dir voll Freuden diene und die Geduld. in Glück und Schmerz! 378 3. Auch hilf, wie du vergibf und meinen B wie du mich li⸗ 40. Gott 2.Gott ist ein Vater all der will sie i ernäͤhven, kle Demsolben tr der nimmt si scht, er ist eu und euer He 3. Gott ist er wird deuch er weiß jn l si ist ihm m och sein, en Lauf +1760, C. Berufs⸗ u. Standeslieder(Uinder). 479—481 3. Auch hilf, daß ich vergebe, So schlaf ich ohne Bangen wie du vergibst, in Frieden ein und meinen Bruder liebe, und träume süß und stille wie du mich liebst! und denke dein. Agnes Franz, g. 1794, F 1845. Für Waisen. 430. Mel. O Gott, du frommer Gott. I n k, EE SSSS— +—7 1.—— Ihr Wai ⸗sen, wei ⸗ net nicht! Wie, könnt ihr Ver ⸗ lasu⸗ set euch auf Gott, der wird euch 1◻ H65 N— DSII-‚....————— E ——.. 92.— 2 euch nicht fast sfen:; 5 nicht ver la sen“ Sind gleich 18 El ⸗tern 965——— ö W——— + + +— — + 14.—2— 1—44—.——— +— 11— 2*—*— 2 0 — tot, so le bet den-noch Gott; weil a ⸗ber *— P— 2 H adl 1 17.H1 E + 4 + + E. II 4*————.— I 1 Gott noch lebt, so habt ihr kei ⸗ne Not. 2. Gott ist und bleibet stets ob ihr schon wenig habt, ein Vater aller Waisen, ist auch der Vorrat klein, der will sie insgesamt so will fürs künftige ernähren, kleiden, speisen. Gott der Versorger sein. Demselben trauet nur, 4. Ja glaubet, bleibet fromm der nimmt sich euer an; und geht auf Gottes Wegen, seht, er ist euer Schatz erwartet mit Geduld und euer Helfersmann. den euch verheißnen Segen 3. Gott ist ein reicher Gott, und weichet nicht von Gott, er wird euch wohl versorgen; vertraut ihm allezeit; er weiß ja eure Not, so werd't ihr glücklich sein sie ist ihm nicht verborgen; in Zeit und Ewigkeit. Joh. Friedr. Stark, g. 1680, f 1756. 66 5. Lieder von den lehten Dingen. A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 481. Eigene Melodie. ——— EE· —.— 11 7.— 2 2—.—.— 2——.U 7 1. Ach wie flüch-tig, ach wie nich-⸗tig ist des Men schen 379 481—482 5. Lieder von den letzten Dingen. ——II————.. —. 1 +. +— 2 E——.—.—. E—— EI — 1 Le⸗ ben! Wie ein Ne bel 670 ent-ste-het und auch wie⸗ der 1. .*—... bald ver⸗ het, so un⸗ ser Le⸗ben, se⸗het! 2. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so 9 rt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 4. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Dichten! Der, so Kunst hat lieb gewonnen und manch schönes Werk ersonnen, ist dem Tode nicht entronnen. 6. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist des Menschen Herrschen! Der durch Macht ist hoch gestiegen, muß zuletzt aus Unvermögen in dem Grab erniedrigt liegen. 8. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wir's uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 9. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen; wer Gott fürcht't, wird ewig stehen. Michael Franck, g. 1609, 1662. 432. 52665— Melodie. KH E ——...... Irn le Men⸗ schen muüͤs⸗ was da le- bet, muß sen ster-ben,—5 lLesFleischver⸗ ver⸗der⸗ben, soll es an⸗ ders . ——..— iDDIEDI‚ — geht wie Heu; wer⸗den neu. Die⸗ ser Leib, der muß ver-we⸗sen, wenn er 2 SSS an⸗ders soll ge⸗ ne⸗sen zu der gro⸗ßen Herr⸗ lich⸗ keit, 2— 4+Z— ;———— — die den Bromt men ist 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott beliebt, be ⸗reit. auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt. 38⁰ Denn in meit hab ich shon 5 mein Tr ist des Herrer 3. Nsus is und sein Tod er hat mir do drum fahr it hin aus diese in den schöne da ich werde schauen die! 4. Da win da viel tauf⸗ sind mit Hin dienen Gott da die Sera und das hol heilig, heilig Gott der Ve 5. Da die die Prophe Er war sch mehr; leg, er nun wird ler wan nun ist er A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 48²—483 ——— Denn in meines Jesu Wunden wo auf ihren Ehrenthronen —.— hab ich schon Erlösung funden, sitzet der zwölf Boten Zahl; hie⸗der und mein Trost in Todesnot wo in so viel tausend Jahren — ist des Herren Jesu Tod. alle Frommen hingefahren; —.— 3. Jesus ist für mich gestorben, wo dem Herrn, der uns versöhnt, und sein Tod ist mein Gewinn, ewig Halleluja tönt. „hl er hat mir das Heil erworben; 6. O Jerusalem, du schöne, e nichtig drum fahr ich mit Freuden hin, ach wie helle glänzest du! hin aus diesem Weltgetümmel Ach wie lieblich Lobgetöne in den schönen Gotteshimmel, hört man da in sanfter Ruh! da ich werde allezeit Ach der großen Freud und Wonne, 001 schauen die Dreieinigkeit. jetzo gehet auf die Sonne, e nichtig 4. Da wird sein das Freudenleben, jetzo gehet an der Tag, da viel tausend Seelen schon der kein Ende nehmen mag! egen, sind mit Himmelsglanz umgeben, 7. Ach ich habe schon erblicket dienen Gott vor seinem Thron; alle diese Herrlichkeit, da die Seraphinen prangen jetzo werd ich schön geschmücket Bnichtig und das hohe Lied anfangen: mit dem weißen Himmelskleid, heilig, heilig, heilig heißt mit der güldnen Ehrenkrone en, Gott der Vater, Sohn und Geist; steh ich da vor Gottes Throne, „ 5. Da die Patriarchen wohnen, schaue solche Freude an, . die Propheten allzumal; die kein Ende nehmen kann. e nichlig Joh. Georg Albinus, g. 1624, 1670. * 433. mel. Nun laßt uns den Leib begraben. + + + +—*— SSSSSS...... lehen.—*6 1. Be⸗grabt den Leib in sei⸗ ne Gruft, bis ihn des Wtehn e, ne ed e rei Rich-ters Stim⸗me ruft! Wir sä⸗ en ihn, einst EE.. ischver⸗——————— m⸗ders blüht er auf und steigt ver⸗klärt zuü Gott hin ⸗auf. amfuen 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr! 5. Gott blieb er treu bis an sein Grab, 22 Er war schon Staub und wird's nun nun wischt Gott seine Tränen ab. mehr; Was sind die Leiden dieser Zeit, eum er er liegt, er schläft, verwest, erwacht Gott, gegen deine Herrlichkeit! dereinst aus dieser Todesnacht. 6. Nun, du Erlöster, schlaf in Ruh! 9.— 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, Wir gehn nach unsern Hütten zu sch⸗Kü, der sie aus aller ihrer Not, und machen zu der Ewigkeit 16. aus aller ihrer Missetat mit Freud und Zittern uns bereit. ire durch seinen Sohn erlöset hat. 7. Ach, Jesu Christ, dein bittrer Tod —— 4. Hier hat ihn Trübsal oft gedrückt, stärk uns in unsrer letzten Not! nun wird er, Gott, von dir erquickt. Hier wandelt' er im finstern Tal, Laß unsre ganze Seele dein und freudig unser Ende sein! Fr. Gottl. Klopstock, g. 1724, + 1805. an nun ist er frei von Schmerz und Qual. 381 5. Lieder von den letzten Dingen. 434. Mel. Ach Jesu, dessen Treu. EH E..— 5ä 8— ES 2. 1 Bleib, Je ⸗su, bleib bei mir, es will nun Der Tag hat sich ge ⸗ neigt mit mei ⸗ner III‚i— 10 2 5 2. RRRRRSSSSSSSE... 1 e I— I—. 1— 1 2 A⸗bend wer-den!!] Nein Ab ⸗schied stellt sie 0 eit auf Er ⸗den.) Mein Ab' schied stellt sich E———— 2——5— — I— 2 2 8— E.———— E EÆ—————— .————— 7 ein; die Stun ⸗-de naht sich nun, da ich soll E..... .—— 2 2——— 4 EH— DPDiDPᷓxᷓPꝑP‚P‚P‚P‚P‚P‚P‚P‚P‚P‚PPPPPPx—2— auf der Welt die letz te Rei ⸗se tun. 2. Die Zeit der Pilgrimschaft, die ich hier angefangen, ist über Berg und Tal durch Kreuz und Not gegangen. Du aber warst bei mir, auch wenn ich's nicht gemerkt, und hast das matte Herz durch deinen Trost gestärkt. 3. So wirst du mich zuletzt, mein Jesu, nicht verlassen, mein Glaube soll dich fest mit beiden Armen fassen. Ach ja, ich höre schon, was mir dein Mund verspricht: Ich weiche nicht von dir, so fürchte dich nur nicht! 4. Drum fürcht ich mich auch nicht; wird meine Seele scheiden, so führest du sie ein ins Paradies der Freuden; so wird der böse Weg des ganzen Lebens gut, wenn man den letzten Schritt mit dir zum Himmel tut. Erdm. Neumeister, g. 1671, 4 1756. 435. Eigene Melodie. PDhilipp. 1, 21. EU SSSS———— ENWDDE— 2 5*— 12 DD—— Q ö 1. Chri⸗stus der ist mein Le⸗ben, und Ster⸗ben mein Ge⸗winn; ů + I 2— 4— + +.—.—— 2. 2——.— f 2————— 2,—* ů— 4 2 2——2 7—— 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heil'gen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, — dem tu ich mich er-ge-ben, mit Fried fahr ich da= hin. und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf! 5. Wenn Sinne und Gedanken vergehen wie ein Licht, das hin und her muß wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, laß, Herr, mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein! 382 7. An dir mich bleiben und ewig be in deiner Se 2. Der R den wir un ist nur ein sobald der und dieser sragt keine 3. Cs hi wir werdel ohn einen Was nütt Dem hied dem wird 4. Dies was Mül und saure Was Ma kann für! dies allez 5. Me das nicht mit Herz Was awirs die nicht b. Wa da kine! unn unt E mag h nicht; A. Sterbe- und Begräbnislieder. 485— 485 8. Wohl 5 Himmels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis Gott Vater und dem Sohne und auch dem heil'gen Geist. 7. An dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit und ewig bei dir leben in deiner Seligkeit! Unbekannter 1608. iel.— Welt, i ich muß di dich lass ssen. ..— +. 2 2— eHer=lich 9. keit der Er⸗ den muß 5 Rauch und ———.—.——— ———.———— 1.— kein Fels, kein Erz kann stehn. A⸗ Usche wer ⸗den, ————— 30 ————————— 22..— 2 schät⸗zen, wird als ein leich ter Traum ver⸗gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, kein Scepter dich befreien, den wir unsterblich achten, kein Purpur, Gold, noch edler Stein. ist nur ein falscher Wahn; 7. Wie eine Rose blühet, sobald der Geist gewichen, wenn man die Sonne siehet und dieser Mund erblichen, begrüßen diese Welt, fragt keiner, was man hier getan. die, eh der Tag sich neiget, 3. Es hilft kein weises Wissen, eh sich der Abend zeiget, wir werden hingerissen verwelkt und unversehns abfällt, ohn einen Unterscheid. 8. So wachsen wir auf Erden Was nützt der Schlösser Menge? und hoffen groß zu werden Dem hie die Welt zu enge, und schmerz⸗ und sorgenfrei, dem wird ein enges Grab zu weit. doch eh wir zugenommen 4. Dies alles wird zerrinnen, und recht zur Blüte kommen, was Müh und Fleiß gewinnen bricht uns des Todes Sturm entzwei⸗ und saurer Schweiß erwirbt. 9. Wir rechnen Jahr auf Jahre, Was Menschen hier besitzen, indessen wird die Bahre kann für den Tod nicht nützen; uns vor die Tür gebracht. dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. Drauf müssen wir von hinnen 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, und, eh wir uns besinnen, das nicht ein heimlich Schmerzen der Erde sagen gute Nacht. mit Herzensangst vergällt? 2 10. Auf, Herz, wach und bedenke, Was ist's, womit wir prangen? daß dieser Zeit Geschenke Wo wirst du Ehr erlangen, den Augenblick nur dein! die nicht in Hohn und Schmach verfällts Was du zuvor genossen, 6. Was pocht man auf die Throne, ist als ein Strom verflossen; da keine Macht noch Krone was künftig, wessen wird es sein kann unvergänglich sein? 11. Verlache Welt und Ehre, Es mag vom Totenreihen Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre 383 Dies, was uns kann er ⸗ göt ⸗zen, was wir für e⸗wig 486—487 und geh den Herren an, der immer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig ewig machen kann! 12. Wohl dem, der auf ihn trauet! „ 5. Lieder von den letzten Dingen. Er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen und nimmermehr vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas Gryphius, g. 1616, 4 1664. Mel. Ermuntre dich, mein Geist. E —— E/——— 4————„ — 1—— —— Di 2 2 E x 1. Doch bist du nicht Du bist zwar mein 18 blei⸗ best mein, wer nur mein al ⸗lein, der + 1 — —— an ⸗- ders s Herr von ew'⸗ gen — —— a Ta ⸗ gen, R— — D 6 mei ⸗ste dir, der for-dert und — 56—„ 4 8 — —.2— —.—— —— I 1 — 81— hebt von mir dich, o mein Sohn, mein il-le, mein 1.—‚—.— SSS......... I—— Herz und Wun-sches Fül 2. Ach gält es wüͤnschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut ewiglich mir wünschen und erwählen. Ich wollte sagen: bleib bei mir, du sollst sein meines Hauses Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut, Gott aber meint's noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut, in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, da Alt und Jungen in aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. —— Bi le. Ich sprech: ach weh, mein Licht ver⸗ schwind't, Gott spricht: willkomm, du liebes Kind, dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort und heil'ger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehn, bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6. Wir Menschen sind ja auch bedacht, die Unsrigen zu zieren; wir gehn und sorgen Tag und Nacht, wie wir sie wollen führen in einen feinen, sel'gen Stand, und ist doch selten so bewandt 38⁴4 mit dem, woh als wirs unẽ 7. Wie mar witd jmmer durch bõs Ex was Christen Da hat' den auf Erden ni der Vater m sich seines R· 8. Ein sol an meinem der steht vor und geht in hat Freude, und ruht vo er sieht und die uns allh 9. Er sieht sein Mündl weiß alle A und red't v die unser k die auch du wir, weil r nicht ausst 40 5 V 2. Tag in dem 6 weil mic er Wie sch nach dem ilt „T 166g. le, mein — Wort Bersehn, chehn Moh „ A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 487488 mit dem, wohin sie kommen, 10. Ach sollt ich doch von ferne stehn als wir's uns vorgenommen. und nur ein wenig hören, 7. Wie manches junge, fromme Blut wenn deine Sinne sich erhöhn wird jämmerlich verführet und Gottes Namen ehren, durch bös Exempel, daß es tut, der heilig, heilig, heilig ist, was Christen nicht gebühret! durch den du auch geheiligt bist: Da hat's denn Gottes Zorn zu Lohn, ich weiß, ich würde müssen auf Erden nichts als Spott und Hohn, vor Freude Tränen gießen; der Vater muß mit Grämen 11. Ich würde sprechen: bleib allhier; sich seines Kindes schämen. nun will ich nicht mehr klagen: 8. Ein solches darf ich ja nun nicht ach, mein Sohn, wärst du noch bei mir, an meinem Sohn erwarten; nein, sondern: komm, du Wagen der steht vor Gottes Angesicht Eliä, hole mich geschwind und geht in Christi Garten, und bring mich dahin, da mein Kind hat Freude, die ihn recht erfreut, und so viel liebe Seelen und ruht von allem Herzeleid; so schöne Ding erzählen! er sieht und hört die Scharen, 12. Nun es sei ja und bleib also, die uns allhier bewahren. will nicht mehr um dich weinen; 9. Er sieht und hört der Engel Mund, du lebst und bist von Herzen froh, sein Mündlein hilft selbst singen; siehst lauter Sonnen scheinen, weiß alle Weisheit aus dem Grund die Sonnen ew' ger Freud und Ruh; und red't von solchen Dingen, hier leb und bleib nun immerzu; die unser keiner noch nicht weiß, ich will, will's Gott, mit andern die auch durch unsern Fleiß und Schweiß auch bald hinüber wandern. wir, weil wir sind auf Erden, 507, 1076. nicht ausstudieren werden. Haut derthinrd Zne 483. Eigene Melodie. Freu dich sehͤr, o mei ⸗ne See⸗le, und ver⸗-giß all weil dich Chri-stus nun, dein Her re, ruft aus die⸗sem E Not und Qual, 1 901 Jam-mer tall! x Aus der Trüb⸗-sal, Angst und Leid sollst du fah ren in die Freud, die kein Ohr je in E wig⸗ keit auch wäh ⸗ ret. hat ge⸗hö⸗ret, die 2. Tag und Nacht hab ich gerufen so hab ich gewünscht, mein Leben zu dem Herren, meinem Gott, hin in Gottes Händ zu geben. weil mich stets viel Kreuz betroffen, 3. Denn gleich wie die Rosen stehen daß er mir hülf aus der Not. unter Dornenspitzen gar, Wie sich sehnt ein Wandersmann also auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Gefahr. 25 nach dem Ende seiner Bahn, 385 488— 489 Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unsre Wallfahrt voll Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, reich an Kreuz sind unsre Tag; gleich wann wir geboren werden, find't sich Jammer g'nug auf Erden. 5. Wenn die Morgenröt herleuchtet, und der Schlaf sich von uns wend't, Sorg und Kummer daher schleichet, Müh sich find't an allem End. Unsre Tränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn aufhört zu scheinen, hört doch nicht auf Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgen⸗ 5. Lieder von den letzten Dingen. sei du jetzt von mir nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse! 7. Ob mir schon die Augen brechen, und mir das Gehör verschwind't, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel führen. 8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammertal! Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren sterne, der du ewiglich aufgehst, und auf ewig triumpbieren. 1620. 489. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Z—. E 3..— +Dpp=.. + 7——— + 1 V— + 1——— + 7*** 1 2i.i hin und grabt mein Grab, denn ich bin des d von der Er ⸗de scheid ich ab, denn ö mich ruft des — Wanderns mü⸗ de; DI Him⸗mels Frie ⸗de, denn mir ruft die sü ⸗fße Ruh 296 S.PIPIPIPIPIPIPITITITITITITx..... T H f ͤ 4 4 —— 2 2— E 1——— 1 II von den En⸗ geln dro ⸗-ben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab; meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Ird'sche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden werden Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterno, fahret wohl mit eurer Pracht, denn ich reis' in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr erbleichet ganz. 6. Die ihr nun in Trauern geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde! 386 Was von noͤstet fro weint nich droben ni 7. Mei von der L daß ich a aus den e aus dem hin ins 8. Wei *) Wesei I 2. Ku ein besse Hott in Da wer in keine mein L 3. läßt sie in diese Ein sch istschn desh 4. manch Lechtsc Die N legt he bei Ta 89 mich n sie wit Denn Nd. terne, A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 489—490 Was von oben niederweht, meinen Heiland hab ich funden, tröstet froh des Herrn Gemeinde: und ich habe auch mein Teil weint nicht ob dem eitlen Schein, in den warmen Herzenswunden, droben nur kann ewig sein. woraus einst sein frommes Blut 7. Weinet nicht, daß nun ich will floß der ganzen Welt zu gut. von der Welt den Abschied nehmen, 9. Weint nicht! Mein Erlöser lebt; daß ich aus dem Irrtum will, hoch vom finstern Erdenstaube aus den Schatten, aus den Schemen“), hell empor die Hoffnung schwebt, aus dem Eitlen, aus dem Nichts und der Himmelsheld, der Glaube, hin ins Land des ew'gen Lichts. und die ew'ge Liebe spricht: 8. Weinet nicht! Mein füßes Heil, Kind des Vaters, zittre nicht! Wesenlose Bilder. Pfalm 39, 7. Ernst Moritz Arndt, g. 1769, f1860. 490. mel. G Welt, ich muß dich lassen. ——*—— —— 0 4 F iren 1. Gott Lob, die Stund ist kom⸗ men, da ich werd —.—..— auf⸗ ge nom⸗men ins schö ne Pa⸗ ra⸗deis. Ihr El-tern dürft nicht kla ⸗gen, mit Freu⸗de sollt ihr IIT.. ..———— 1— sa⸗ gen: dem Höch-sten sei Lob, Ehr und Preis! 2. Kurz ist mein irdisch Leben, den Christus jetzt wird setzen ein bessers wird mir geben ins Schloß vollkommner Sicherheit? Gott in der Ewigkeit. 6. Zuvor bracht ich euch Freude, Da werd ich nicht mehr sterben, jetzt, nun ich von euch scheide, in keiner Not verderben, betrübt sich euer Herz. mein Leben wird sein lauter Freud. Doch wenn ihr's recht betrachtet 3. Gott eilet mit den Seinen, und, was Gott tut, hoch achtet, läßt sie nicht lange weinen wird sich bald lindern aller Schmerz. in diesem Tränental. 7. Gott zählet alle Stunden, Ein schnell und selig Sterben er schlägt und heilet Wunden, ist schnell und glücklich erben er kennet jedermann. des schönen Himmels Ehrensaal. Nichts ist jemals geschehen, 4. Wie öfters wird verführet das er nicht vorgesehen, manch Kind, an dem man spüret und was er tut, ist wohl getan. rechtschaffne Frömmigkeit! 8. Wenn ihr mich werdet finden Die Welt voll List und Tücke vor Gott, frei aller Sünden, legt heimlich ihre Stricke, in weißer Seide stehn bei Tag und Nacht, zu jeder Zeit. und tragen Siegespalmen 5. Ihr Netze mag sie stellen, in Händen und mit Psalmen mich wird sie nun nicht fällen, des Herren Lob und Ruhm erhöhn, sie wird mir tun kein Leid. 9. Da werdet ihr euch freuen, Denn wer kann den verletzen, es wird euch herzlich reuen, 387 25* 490—492 daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld ergibt! 10. Ade, nun seid gesegnet! 5. Lieder von den letzten Dingen. Was jetzund euch begegnet, ist andern auch geschehn; viel müssen's noch erfahren. Nun, Gott woll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn. Joh. Beermann, g. 1585, 4 1647. 7 491. Mel. Vater unser im Himmelreich. 1——— 20 P...I.I.II.II..... — 1 2— EEEENEE 1. Herr Je⸗ 0 Christ, wahrr Menschund 56.7 der du littst iiPEE bitt⸗ re Lei-den dein, du 2. Wenn ich nun komm in Sterbens⸗ not und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht, 3. Wenn mein Verstand sich nicht be⸗ sinnt, und mir all menschlich Hilf zerrinnt: so komm, o Herr Christ, mir behend zu Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, verkürz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwend't! So nimm sie, Herr, in deine Händ! Der Leib hat in der Erd sein Ruh, bis sich der üngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, am jüngsten G'richt mein Fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk, 492. Eigene Melodie. IIIII————— 50 Mar⸗ ter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch end ⸗ lich E— I 24171— SDiPPPEE 27— X—— starbst und mir dein's Va⸗ters Huld er-⸗warbst, ich bitt durch's I. II I— 1 * + II R—— + E* ede,— wollst mir Sün-der gnä-dig sein. aus Gnade mir das Leben schenk! Wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich: wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum ganz verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er denn mit mir zugleich in Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach, Herr, vergib all unsre Schuld! Hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch unser Glaub stets wacker sei, dein'm Wort zu trauen festiglich, bis wir entschlafen seliglich. Paul Eber, g. 151, 4 1569. — 188 T 2— — E —— Herz⸗lich tut mich ver-lan⸗ Uweil ich hie bin um-fan⸗ 388 + gen nach ei nem sel'⸗ gen gen mit Trüb- sal und E⸗ der 2. Du! von Sün es hat de drauf ich Warum s⸗ vor Höle Weil ich e bin ich ein d. Men der Todi will ich v zu sterber Ich weiß da meine des freu Sterben 4. Der zu Staub doch auft durch Cl wird leu und lebe in Himn was schg 5.00 zu bleihe und mir Ehr, Ge A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 492—493 ů lend. Ich hab Lust, ab aschel⸗ den l6ar.——— —. And uui...— von die ser gen Welt schw nich nach 18 gen en Freu N Srer.—— u littst DSSI r— N —.— den. ⸗ode⸗su, komm nur bald! MA. — 2. Du hast mich ja erlöset doch ich das gar nicht achte, lich von Sünd, Tod, Teufel, Höll, es währt ein kleine Zeit; ö ͤ es hat dein Blut gekostet; das Himmlisch ich betrachte,*„ drauf ich mein Hoffnung stell. das bleibt in Ewigkeit. unhs Warum sollt mir denn grauen 6. Gesegn' euch Gott der Herre, l — vor Hölle, Tod und Sünd? ihr Vielgeliebten mein! 94 —. Weil ich auf dich tu bauen, Trauert nicht allzu sehre MI bin ich ein selig Kind. uber den Abschied mein! 4 sein. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, Beständig bleibt im Glauben! l der Tod sehr bitter mir, Wir werd'n in kurzer Zeit will ich mich doch ergeben, einander wieder schauen ö 1 zu sterben willig dir. dort in der Ewigkeit. e ih: Ich weiß ein besser Leben, 7. Nun will ich mich ganz wenden + mmich, da meine Seel fährt hin; zu dir, Herr Christ, allein: niht des freu ich mich gar eben, Gib mir ein selig Ende, RN .; Sterben ist mein Gewinn. send mir dein Engelein, 4. Der Leib zwar in der Erden sühr mich ins ew'ge Leben, x kbt; zu Staub und Asche kehrt, das du erworben hast, Hand doch auferweckt soll werden als du dich hingegeben 4* 9 durch Christum schön verklärt, für meine Sündenlast! eih wird leuchten als die Sonne 8. Hilf, daß ich ja nicht wanke und leben ohne Not von dir, Herr Jesu Christ, in Hinmelsfrend und Wonne: den schwachen Glauben stärke was schad't mir denn der Tod? in mir zu aller Fr ist! ud! 5. Ob mich die Welt auch reizet, Hilf mir ritterlich ringen, zu bleiben länger hier, dein Hand mich halt mit Macht, 0, und mir auch immer zeig 99 daß ich mög fröhlich singen: bei, Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, Gottlob, es ist vollbracht! . Christoph Knoll, g. 1565, 1650. 493. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. ö 1560 SSSE I S EE —— 4. Hilf, Hel=fer, hilf in Angst——.— er⸗barm dich' —.——— I———————. 64 an S..S.... n I 500 mein, du treu ⸗er Gott! Ich bin ja doch dein bes 389 5. Lieder von den letzten Dingen. TT.—7—— F,—— SI. und al ⸗ler Sünd. 3. Des freu ich mich von Herzen fein, —* Kind trotz Teu ⸗fel, Welt 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr. Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, du mein Gott und Erlöser bist. 494. ö Mel. Berzlich tut mich 55——688 bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein'n Nam'n. Hilf, Helfer, hilf, drauf sprech ich Am'n. 1596. Psalm 119, 19. VI E 1(55 bin ein Gast auf Er den und hab hier lei⸗ nen Der Him⸗mel soll mir wer⸗den, da ist mein Va⸗ter⸗ (n ö land.. H wall ich bis zum Gra-⸗be, nre. dort in der ew' gen Ruh ist Got-tes Gna den⸗ EH 4—.— ,,a,— 2—— be, die schließt WM 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an denn Müh und Not gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt, Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir oft Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ich's gleich nicht verschuld't, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 4. So ging's den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenn's fehlt an gutem Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, 390 beit zu. bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid: was will ich besser leben? Hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem freniden Zelt. Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort droben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen 6 und für un auch alles nach dem⸗ 8. Dotth da wollt i die Welt b daß ichsf Je länger ie wen'ger ne meine das meist 9. Die der Trüb Ach komn mein Her Romm, u mit mein und was durch dei 10. W ist nicht A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 235 in seinen Händen träget —— und für und für erhält, 42 auch alles hebt und leget, nach dem's ihm wohlgefällt. fein, 8. Dorthin steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; lam n. die Welt bin ich durchgangen. Am'n. daß ich's fast müde bin. 1596. Je länger ich hier walle, 9.60 ie wen'ger find ich Freud, —. die meinem Geist gefalle, —.— das meist ist Herzeleid. — 9. Die Herberg ist zu böse, nen der Trübsal ist zu viel. ter⸗ Ach komm, mein Gott, und löse —— mein Herz, wenn dein Herz will! 17 2 Komm, mach ein selig Ende mit meiner Wanderschaft, und was mich kraͤnkt, das wende durch deinen Arm und Kraft! 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; du ken⸗nest mei ⸗ ner Mon⸗den Zahl, D., 495. —.— 4..— 2— 1. Ich bin ja, Herr, iin mich an dies Licht ge⸗ bracht, ich die ⸗sem Jam⸗mer ⸗tal auch das ster ⸗ben soll, Le ⸗ben; Nacht muß ge⸗ ben; ., n mi das weißt du, 494—495 wenn mein Ziel ausgemessen, alsdann tret ich hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wann ich ausgehauchet, so legt man mich ins Grab⸗ 11. Du aber, meine Freude, du, meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ew'gen Wonne, da ich stets freudenvoll, gleich als die helle Sonne, nebst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast: da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, g. 1607, 1676. Eigene Melodie. in dei⸗ ner Macht, du hast weißt, wann du un ⸗ter⸗hältst mir auch wie der gu ⸗te und wann ich wo, wie . Va ⸗ter, mehr als wohl. 3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor 2. Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, 2 wenn nun mein Leben nichts mehr kann, 42 und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinne Kraft gebricht? Tuft du es, Gott, mein Heiland, nicht? 391 mir in großer Hitz, ohn Kraft, ohn Zier, mit höchster Herzensangst befallen, Gehör und Rede nehmen ab, die Augen werden mir ein Grab, doch kränkt die Sünde mich vor allen; des Satans Anklag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versuchung zu. .Fç’r—,s D —.— 495- 496 4. Ich höre der Posaunen Ton und seh auch den Gerichtstag schon, der mir auch wird ein Urteil fällen. Hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Gesetzes Fluch mich Sündenkind hinab zur Höllen. Wer hilft mir nun in dieser Not, wo du nicht, Gott, du Todes Tod? 5. Der Teufel hat nicht Macht an mir, ich habe bloß gesündigt dir, dir, der du Missetat vergibest. Was maßt sich Satan dessen an, der kein Gesetz mir geben kann, nichts hat an dem, was du, Herr, liebest? Er nehme das, was sein ist, hin; ich weiß, daß ich des Herren bin. 5. Lieder von den letzten Dingen. 6. Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug's mit deinem eig'nen Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorngericht? Komm, rette deines Leidens Ehre! Was gibest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? 7. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil, zu tief in deinen Wunden sitzen. Hie lach ich aller Macht und Not, es mag Gesetz, Höll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines Fremden sein. Simon Dach, g. 1605, 4 1659. 496. Mel. Valet will ich dir geben. —— ů—— *. +— 0——— ——.——————2——— 4— Ich ha⸗be Lust zu schei-⸗kren, mein Sinn geht ich seh ne mich mit Freu⸗den nach Zi⸗ ons LEV HI* EEEEEE .* 2 I II——— aus der Welt; Weil 2— 38 Frie⸗dens ⸗ zelt. 35 R int n 42 e..,. —..— H 2—.————— 2—— tun⸗de zum Ab'schied kei- ner nennt, so hört aus ele. 4.—— 6 —+. + I H—— 1*. E———— 2.—. EI 7 ö 3——— mei- nem Mun⸗-de mein letz⸗-tes Te ⸗sta ⸗ ment. 2. Gott Vater, meine Seele bescheid ich deiner Hand; aus dieser dunkeln Höhle führ sie ins Vaterland. Du hast sie mir gegeben, so nimm sie wieder hin, daß ich in Tod und Leben nur dein alleine bin. 3. Was werd ich, Jesu, finden, das dir gefallen kann? Ach nimm doch meine Sünden als ein Vermächtnis an; wirf sie in deine Wunden wie in ein Meer hinein, 392 so hab ich Heil gefunden und schlafe selig ein. 4. Dir, o du Geist der Gnade, laß ich den letzten Blick; zieh ich des Todes Pfade, so sieh auf mich zurück; ach fleh in meinem Herzen, wenn ich kein Glied mehr rühr, und stell in meinen Schmerzen mir nichts als Jesum für. 5. Ihr Engel, nehmt die Tränen von meinen Wangen an; ich weiß, daß euer Sehnen sonst nichts erfreuen kann. Wenn Leb nagt mich i so bin ich v und aller T 6. Euch o die ihr mich euch hab ic Gott, euren Drum nehn cã wird ge daß wir au einander n 7. Zulet mein blas 409 2. Mein Gott will ich schreib Es sind 9 beid, groß fällt keine 3. Es i Angst, N. des Bleib voll Müh und werẽ 4. Heu stark, M 5 Gub, Klut, . or nicht Hericht hrel hand ndtꝰ iß, mein tes Teil, . lot, „ nen A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. Wenn Leib und Seele scheiden, tragt mich in Jesu Schoß, so bin ich voller Freuden und aller Tränen los. 6. Euch aber, meine Lieben, die ihr mich dann beweint, euch hab ich was verschrieben: Gott, euren besten Freund. Drum nehmt den letzten Segen, es wird gewiß geschehn, daß wir auf Zions Wegen einander wiedersehn. 7. Zuletzt sei dir, o Erde, mein blasser Leib vermacht, Eigene Melodie. 496—497 damit dir wieder werde, was du mir zugebracht. Mach ihn zu Asch und Staube, bis Gottes Stimme ruft; denn dieses sagt mein Glaube: er bleibt nicht in der Gruft. 8. Dies ist mein letzter Wille, Gott drückt das Siegel drauf. Nun wart ich in der Stille, bis daß ich meinen Lauf durch Christi Tod vollende; so geh ich freudig hin und weiß, daß ich ohn Ende des Himmels Erbe bin. Benj. Schmolck, g. 1672, 4 1757. 1 Z DDi.ee— ———.——— Sach Gott heim⸗ge⸗ stellt: er mach's mit mir, + 1. Ich hab mein 4 1*— +* E H + +— E 7—— 1 wie ·s ihm ge⸗fällt. Soll ich all ⸗hier noch län ⸗-ger leb'n, ohn 1— .‚D‚iii.— H.—— P II Wi der⸗ streb'n 2. Mein' Zeit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel. Es sind gezählt die Haare mein, beid, groß und klein; fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhie ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal überall; des Bleibens ist ein' kleine Zeit voll Müh und Leid, und wer's bedenkt, ist stets im Streit. 4. Heut sind wir frisch, gesund und stark, und morgen liegen wir im Sarg; heut blühen wir wie Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. sein'm Wil⸗len tu ich mich er⸗geb'n. 6. Ach, Herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal, auch haben hie kein'n Aufenthalt, davon muß bald Gelehrt, Reich, Schön, Jung oder Alt. 7. Das macht die Sünd, du treuer Gott, daher kam uns der bittre Tod: der nimmt und frißt all Menschenkind, wie er sie find't, fragt nicht, wes Stands undEhr sie sind. 8. Ich hab hie wenig guter Tag, mein täglich Brot ist Müh und Klag. Wann mein Gott will, so will ich hin in Frieden ziehn; Tod schad't mir nicht, ist mein Gewinn. 9. Und ob mich schon mein' Sünd an⸗ sicht, dennoch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod sein'n liebsten Sohn gegeben hat. 10. Derselbe, mein Herr Jesus Christ, für all mein' Sünd gestorben ist 393 497—499 5. Lieder von den Und auferstanden mir zu gut, der Hölle Glut gelöscht mit seinem teuern Blut. 11. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm der bittre Tod nicht scheid't. Ich leb, ich sterb, so bin ich sein; er ist allein der einig Trost und Helfer mein. 12. Das ist mein Trost zu aller Zeit in allem Kreuz und Tranurigkeit. Ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 13. Mein'n lieben Gott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl' ich micht, letzten Dingen. in ew'ger Freud und Seligkeit, diemir bereit; ihm sei Lob, Preis in Ewigleit. 14. O Jesu Christe, Gottes Sohn, der du für uns genug getan, ach hilf mir durch die Wunden dein; du bist allein der einig Trost und Helfer mein. 15. Amen, mein lieber, frommer Gott, bescher uns einen sel'gen Tod; hilf, daß wir mögen alle hier bald sein bei dir, in deinem Reiche für und für! Johann Leon, f 1597. 498. Mel. Berzlich tut mich verlangen. war n.— 13—— SSEE.— 2. 1(Ich hab mich Gott er ⸗»ge⸗ ben, dem lieb⸗sten Va ⸗ter (hier ist kein Im mer⸗Le⸗ ben, es muß ge⸗ö schie-⸗den 2———‚— 7———— 8 E SSiSDDiRREEEE..— ———— mein; ů ö ö 12„. Der Tod kann mir nicht scha⸗den, ä —— 2—— PIIEIE ——.———— EH———— . 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da trachte ich hinein, darf mich nicht sehr beladen, weil ich wegfertig bin, in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach, sel'ge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit't, da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. 499. 7 7 +— 11⁷ i 7 — 2.· ů— ist nur mein Ge⸗winn, in Got ⸗tes Fried und Gna⸗ E t 8988 EEE 8 den fahr ich mit Freͤud da⸗ hin. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn' euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt fleißig ja in acht, in Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach! v. Johann Leon, T 1597. V. 2—4 Joh. Siegfried, g. 1564, f l6s?. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — — 2— e. EEI .— 1 Ich ster-be täg⸗lich, und mein Le⸗ ben Wer kann mir ei⸗ nen Bür⸗gen ge⸗ben, ob 394 eilt im⸗mer⸗ ich noch I + —1— I fott mor her 2. Ein M träget, ist immer re der Apfel, d fällt endlich Ich weiß,e daß ich zur 3.Es schick er kommete und fordert Wohl dem, denn ew'ge hängt nur; 4. Herre hast du all wie lange das ist un⸗ Hilf, daß! an meinen 5.Es lar als es am den einen den ander Ein einpo wo ich de 5 dionür Ln Sohn, EI IIE* II ö 9105 2387 10 Hin Hin x Die Zeit geht hin, der Tod kommt dein;— ö V ů 45——2.——— ö her; ach wer nur im mer fer⸗ig wär! N 40 Gal, 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden 6. Ein einz'ger Schlag kann alles en⸗ träget, den, und Fall und Tod beisammen sein. ist immer reif zu Sarg und Grab, Doch schlage nur mit Vaterhänden ö der Apfel, der den Wurm schon heget, und schließ in Christi Tod mich ein, .. fällt endlich unversehens ab. daß, wenn der Leib zu Boden fällt, üön. Ich weiß, es ist der alte Schluß, die Seel an Jesu Kreuz sich hält! x daß ich zur Erde werden muß. 7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr —.—. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, sagen, — err kommet oft unangemeld't wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; RN R und fordert uns ins Land der Toten. drum bet ich bei gesunden Tagen: 194 ie den Wohl dem, der Haus und Herz bestelll; Herr, ich befehl dir meinen Geist.— denn ew'ges Unglück oder Glück Verschließen meine Lippen sich, RI hängt nur an einem Augenblick. so schreie Jesu Blut für mich. 44 4. Herr aller Herren, Tod und Leben 8. Kann ich die Meinen nicht mehr V ö hast du allein in deiner Hand; segnen, so segne du sie mehr als ich;—* wie lange du mir Frist gegeben, wenn lauter Tränen um mich regnen, das ist und bleibt mir unbekannt. o Tröster, so erbarme dich — Hilf, daß ich jeden Glockenschlag und lasse der Verlaßnen Schrein ö é 15479 an meinen Abschied denken mag! durch deinen Trost erhörlich sein! d Gua⸗ 5. Es kann vor Abend anders werden, 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Her⸗ ö — — als es am Morgen mit mir war; zen, so schließe mir den Himmel auf, nrr Länn den einen Fuß hab ich auf Erden, verkürze mir die Todesschmerzen den andern auf der Totenbahr. und hole mich zu dir hinauf! 64 den, ö Ein einz'ger Schritt ist nur dahin, So wird mein Abschied keine Pein, wo ich der Würmer Speise bin. zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, g. 1672, 1 1. 500. mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht. Meinen, ——,—— 9 0—— ö V n, 2 hei⸗me wär, den Trost der eim im mei⸗ ne N — IAII Da⸗h I ————.—. ich, da ich Gott schau⸗e e⸗ wig ⸗ lich. WMN ö 2. Wohlauf, mein Seel, und richt dich 3. Daheim ist Leben ohne Tod, ö drn dar, dort wartet dein der Engel Schar. und ganze Freud ohn alle Not. mer⸗ Denn alle Welt ist dir zu klein, Da sind doch tausend Jahr wie heut, ö im⸗ du kommest denn erst wieder heim. 90 und nichts, das dich verdrießt und reut. N 9⁵ ö 500—502 4. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut, und such das Gut ob allem Gut! Was das nicht ist, das schätz gar klein und sehn dich allzeit wieder heim. 5. Du hast doch hie kein Bleiben nicht, ob's morgen oder heut geschicht. 501. Mel. Vater uns 3. Lieder von den letzten Dingen. Da es denn anders nicht mag sein, so fleuch der Welt gar falschen Schein! 6. Bereu dein Sünd, als wollst du gleich schon morgen ziehn gen Himmelreich. Ade, Welt, Gott gesegne dich! Gen Himmelreich nun fahre ich. Heinrich v. Laufenberg, 4 1455. er im Himmelreich. Æd—— 1 V EU— ——2 + U + I — + 1. In Chri⸗sti Wun ⸗den schlaf ich ein, die .— ——— *—— 2 +D EF— IAELE + +— 1 2 L 1. . mich von Sün⸗den rein, Chri⸗ sti Blut 2— Ge rech⸗ 1i9⸗ — EE — E EE keit, das da mit will ist meinSchirucund Eh⸗ Ten⸗ Hed + H..— + E. 2—6 EEE 1. 6 ich vor Gott be⸗ 2. Mit Fried und Freud ich fahr da⸗ hin, ein Gotteskind ich allzeit bin. Dank hab, mein Tod, du förderst mich; — 1 2. stehn, wenn ich zum Him⸗mel werd ein-gehn. ins ew'ge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Paul Eber(5), g. 1511, 7 1569. 502. Eigene Melodie. ....... E— 2— F——.—.— . 1 Mach's mit mir, Gott, nach dei⸗ner Guͤt, hilf mir in 1 9.—— Ruf ich dich an, ver⸗ sag mir's nicht!l Wenn mei ⸗ne DJ—— +2*—.1——.—2—.—— EFU 50 ‚PPFDPPIIIII—————— E— 30 1—— 950 mei ⸗- nen Lei⸗-den! Seel will schei⸗ den. so nimm sie, Herr, in I Ven E—————— —T..—— 12—.— EEEE EE 2— 2 dei ne Händ! Ist al-les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, du wirst mir's nicht verderben. Ach du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, verlassen meine liebsten Freund', die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not und Trübsal überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, die Sünd mir können nichts mehr schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden. Dein ein'ger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 396 5. Was! sein, weil bekleidt mit — Men * —. V 2.Mein ich sterbe, kein Auger Wie bald die Blum Dru im ma hier in den sein, Scheint ollst du lelreich. mein! L560. A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 502—504 wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt, bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. Herm. Schein, g. 1586, 4 4650. 5. Was wollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe, bekleid't mit Christi Unschuld rein 503. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. — 5815— ö Ze, enti. MeinGott, ich weiß wohl, daß ich ster ich bin ein —55 Uund fin⸗ de hier kein sol⸗ches Er⸗b das e⸗wig — 1 + HI + Essce Be Mohsch, der bald ver-geht, , der Welt be-steht; E drum zei⸗ ge mir in Gna⸗den an wie ich recht se⸗lig ster⸗ben kann! 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann J. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich ich sterbe, sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt; doch wenn ich dieses nur ererbe, daß deine Hand mich auferweckt, so nehm ich jede Stelle ein, die Erd ist allenthalben dein. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich 5. Nun, liebster Gott, wenn ich ja ster⸗ sterbe, dieweil der Tod viel Wege hält; be, so nimm du meinen Geist zu dir, dem einen wird das Scheiden herbe, auf daß ich dort mit Christo erbe, wenn sonst ein andrer sanfte fällt. und hab ich den am Grabe hier, Doch wie du willst, gib, daß dabei so gilt mir's gleich und geht mir's wohl, mein End in dir nur selig sei! wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck, g. 1672, 1752. kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blume kann gar leicht verblühn! Drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit! Ev. Luk. 2, 29—52. 504. Eigene Melodie. —„ 1. Mit Fried und Freud ich fahr da ⸗ hin in Got ⸗tes 9— V„ 7———ᷣ—.— EIE 0 .——— *———— 2 Wil le, ge ⸗ trost ist mir mein Herz und ———.——.—— S äSSSEE —— I—.— —— Sinn, sanft und stil ⸗ le. Wie Gott mir ver ——— 2—— 4 —— 21*————. ——— 01 hei ßen hat: der Tod ist mein Schlaf wor ⸗ den. 504—505 5. Lieder von den letzten Dingen. 2. Das macht Christus, wahr'r Got⸗ heißen laden tes Sohn, der treue Heiland, den du mich, Herr, hast sehen lan und g'macht bekannt, daß er sei das Leben mein und Heil in Not und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Well durch dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das hell und selig Licht für die Heiden, zu erleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist deins Volks Israel der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Martin Luther, g. Jass, 4 1546. 505. Eigene Melodie. F——— 2—— 455 2 EUU +*— L E E. 2— Z + E 2————— 1 Mit ⸗ten wir im Le⸗ben sind mit dem Wen such'n wir, der Hil fe tu, daß wir 0 965 1 1——.—— IEDEEEEEE E.. n d n e Tod um fan gen um ⸗fans⸗ 3 Gnad er lan l Das bist du, Herr 70 E I.III .——..— 7 2 2..— E. LV— + E1—— I— ——— — lei ne. Uns reu et un ⸗sre Mise⸗ se ⸗tat, 5—*.— 17 1H + +— + +— +—11 + I—— + UNUUUTTE.— 2— 1Z.— +* 2— 1*—— 2 2 I——.—.———4 47 die dich, Herr, 0 r„net hat. Hei ⸗li⸗ger Her⸗re Gott, E ů 11— EHN——I...— EE. E hei ⸗li⸗ ger star⸗ker Gott, hei ⸗li ger barm ⸗her ⸗-zi ⸗ ger D. ——. 4.——————— —.—4 5 Hei⸗ land, du e⸗ wi⸗ ger Gott, laß uns nicht ver⸗-sin⸗ . 6 4—. TI SSDSI..II................ — 1— 1——— ken in des bit⸗tern To⸗-des Noti Kh ri e ⸗lei⸗ on. 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Hölle Glut! Kyrieleison! 3. Mitten in der Hölle Angst unsre Sünd uns treiben. Wo soll'n wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, das g'nug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, 398 heiliger, sar heilger,bor du ewiger 2. Erdi wird auch und von! wenn Go 3. Sein der sie all von aller durch sein 4. Sein ist omme Er hat ge ist gestorl 1. So da ich so bis Gott mich wie 2N zu Ache doch wir von mei wird m A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost! heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, 505—506 Kyrieleison! Licht Martin Kuther, g. 1483, 4 1546. Nach dem Lateinischen 10 Notkers des ältern Media vita in morte sumus. nicht, Eigene Melodie. 506. Gemeinde. onne.—— 1 154e.— 10.—— L Nun laßt uns den Leib be⸗ gra ben und dar⸗ an 4— dem kein'n Zwei ⸗ fel haben, er werd am jung Len II 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gott's Posaune wird angehn. 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhie aus lauter Gnad von aller Sünd und Missetat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend W ist kommen zu ein'm sel'gen End. Er hat getragen Christi Joch, 50 ist gestorben und lebet doch. 1•0 —.— sn 1. So traget mich nun immer hin, 16 da ich so lang verwahret bin, bis Gott, mein treuer Seelenhirt, mich wieder auferwecken wird! ei⸗ son. 2. Ja freilich durch den Tod ich werd zu Asche wieder und zu Erd, doch wird das schwache Fleisch und Bein von meinem Gott verwahret sein. 3. Mein Leib bleibt hie der Würmer Spott, die Seele lebt bei ihrem Gott, der sie durch sein so bittres Leid erlöset hat zur Seligkeit. 4. Was mich fr Trübsal hat verletzt, wird nun in höchste Lust versetzt; 399 her⸗vor⸗gehn. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis an jüngsten Tag, an welchem ihn Gott verklären und ew'ge Freud wird gewähren. 6. Hier ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun lassen wir ihn hie schlafen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns gleicher Weis'. Böhmische Brüder. wir— 6— Tag auf ⸗stehn und un⸗ver⸗wes⸗lich Chor. die Welt ist nur ein Jammertal, dort ist ein rechter Freudensaal. 5. Wenn alle Welt zu Trümmern bricht, und Gott wird halten sein Gericht, so wird mein Leib verkläret stehn und in das Himmelreich eingehn. 6. Wie manche Widerwärtigkeit hatt' ich bei meiner Lebenszeit! Nun aber ist mir nichts bewußt als aller Auserwählten Lust. 7. So laßt mich denn in sanfter Ruh und geht nach eurer Wohnung zu! Ein jeder denke Tag für Tag, wie er auch selig werden mag! Georg Neumark, g. 14621, 7+ 181— 506—507 5. Lieder von d 8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns hat durch sein Blut erlöst en letzten Dingen. Gemeinde und Chor. von Teufels G'walt und ew'ger Pein. Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein! V. 8 Martin Luther. 507. Eigene Melodie. — +*—„— H— V——* +* E. 2—— SISISS E——— + ‚ ö— 1. O Welt, ich muß dich las ⸗sen, ich fahr da E 6— —.—— E.—.— 2— E— +— + E— 2— 2—— 2—— hin mein Stra⸗ ßen ins ew' ge Va ⸗ter=land. ——.—=. e. —* ge ben, da-⸗zu mein Leib und + Mein'n Geist will ich auf⸗ + + + + 1 4* SSSIF—I—— — 2.ee——.— ö f 2 Le ben 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn; kein Bleiben ist auf Erden, ö das Ew'ge muß mir werden, mit Fried und Freud fahr ich dahin. 7 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd kann mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen, so ich will zu ihm kommen, allein der christlich Glaube gut. 6. Ich bin ein unnütz Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ew'ge Leben; set⸗ zen in Hand. umsonst will er mir's geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mir's hat bereit't; hie mag ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheid't. 8. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich besinnen, denn du mußt auch mir nach; tu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach! 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen, sonst all irdischen Sachen sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein'n Abschied zu Herzen! Mein's Bleibens ist jetzt hie nicht mehr. Johann Hesse(d), g. 1490, 1 1547. Got⸗tes gnäd'⸗ ge 400 ber 2. Denb wie manch wie manc ein liebes Was ihm das fürcht Den Kum drum seid und kom Pein. lein! Luther. st und then, id'. chwach den, den +—— —2——2 ——— e— —— A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 508. Mel. Berzlich tut mich verlangen. = en. 2— 1 Pih hab ich ob ⸗ ge sié ⸗ get, mein Lauf ist nun voll⸗ ich bin gar wohl ver⸗gnün⸗ get, zu tau⸗ send gu⸗ ter —........ —.——— ber, mei ne Lie⸗ben, +— ———— ben? Steht'sdoch sehr Kit mn mich. 2. Denkt, Vater, wie viel Sorgen, 6. Schmückt meinen Sarg mit Krän⸗ wie manche wache Nacht, zen, wie sonst ein Sieg'smann prangt! wie manchen düstern Morgen Aus jenem Himmelslenzen ein liebes Kind oft macht! hat meine Seel erlangt Was ihm kann widerfahren, die ewig grüne Krone; das fürchtet, wer es liebt. die werte Siegespracht Den Kummer könnt ihr sparen; rührt her von Gottes Sohne, drum seid nicht so betrübt! der hat mich so bedacht. 3. Ach, Mutter, laßt die Zähren, 7. Doch netzet ihr die Wangen, stellt euer Klagen ein, ihr Eltern, über mir, des Höchsten sein Begehren euch hat das Leid umfangen, das muß erfüllet sein. das Herze bricht euch schier; Warum ihr jetzo weinet des Vaters treue Liebe und gar zu kläglich tut, sieht sehnlich in mein Grab, das ist sehr wohl gemeinet: die Mutter stehet trübe Gott machet alles gut. und kehrt die Augen ab. 4. Die Freude, die sich reget 8. Ich war euch nur geliehen bei einem Wandersmann, auf eine kurze Zeit. wenn er die Reis' hinleget Will Gott mich zu sich ziehen, und kommet glücklich an, so werfet hin das Leid die Freude, die empfindet und sprecht: Gott hat's gegeben, ein Schiffer, wenn sich schier Gott, nimm's, du hast das Recht, ein sichrer Hafen findet, bei dir steht Tod und Leben, die spur ich jetzt bei mir. der Mensch ist Gottes Knecht. 5. Fahr hin, o Angst und Schmerzen, 9. Daß ihr mein Grab müßt sehen, fahr immer, immer hin! zeigt unsern schwachen Stand; Ich freue mich von Herzen, daß es sobald geschehen, daß ich erlöset bin. tut Gottes Vaterhand. Ich leb in tausend Freuden Gott wird das Leid euch stillen; in meines Schöpfers Hand; ich sterbe nicht zu jung; da trifft und rührt kein Leiden, wer stirbt nach Gottes Willen, so dieser Welt bekannt. der stirbt schon alt genung. 40¹ 26 508 510 5. Lieder von den letzten Dingen. (Nachruf der Betrübten.) 10. Fahr wohl, o liebe Seele, Wann wird doch angelangen genieß der süßen Lust! desselben Tages Schein, Uns in der Trauerhöhle daß du uns wirst empfangen? ist nichts hievon bewußt. O möcht er heute sein! Gottfr. Wilh. Sacer, g. 1655, f 1599. 509. Mel. Berzlich tut mich verlangen I —. E EE pDp—p— ö Stimm an das Lied vom Ster⸗ben, den ern⸗ sten Abschieds⸗ Viel⸗leicht läuft heut. zu En ⸗ de dein ird' ⸗scher Le⸗bens⸗ E 4Z.—7—.—— .......— sangl ö gang, und die Son-ne sin ⸗ket, —— + ‚.. —.————.. 0 d.. be⸗schließt du dei ⸗nen Lauf, und wenn die — IDDDDieE —p————— get, stehst du mit ihr nicht auf 2. Es gibt nichts Ungewissers Ein Pilgerkleid hat allen als Leben, Freud und Not; die Erde hier beschert; allein auch nichts Gewissers wir tragen's auf der Erde als Scheiden, Sterben, Tod. und lassen's auf der Erd. Wir scheiden von dem Leben 4. So sing das Lied vom Sterben, bei jedem Lebensschritt; das alte Pilgerlied, uns stirbt die Freud im Herzen, weil deine Straße täglich und unser Herz stirbt mit. dem Grabe näher zieht! 3. An unserm Pilgerstabe Laß dich es mild und freundlich ziehn wir dahin zum Grab, wie Glockenton umwehn, und selbst ein Königsscepter es läute dir zum Sterben, ist nur ein Pilgerstab. doch auch zum Auferstehn! Karl Joh. Phil. Spitta, g. 1801, 4 1659. 510. Mel. Büter, wird die Nacht der Sände n. n—— 25 +W——————— SDPDSPDPDSDSDISDI...... I. Un ter Li ⸗lien je⸗—— Freu⸗ den du —— 2 II wei⸗den, See ⸗le, schwin ⸗ge dich em ⸗por! A——1 EG m.——.—. E—— 51.—— 6 Ad ler fleug be- hen-de! Je⸗ su Hän⸗ de 40² 2.Laßt zu dem H. derer, die nebst dem schon bedi mit dem n 3. Löse doch die d meines E in den sie zu den S die der 4. Nich süßes Leb was die( Sollt ich: und nicht Min, ich 5. Her mir nicht Glauben A. Sterbe⸗ und Begräbnislieder. 510—511 9——— ERE ——.—— — öff nen schon das Per len tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen Nach dir sehnt sich meine Seele zu dem Haufen in der Höhle, derer, die des Lammes Thron bis sie sich von hinnen schwingt. nebst dem Chor der Seraphinen 6. O wie bald kannst du es machen, schon bedienen daß mit Lachen mit dem reinsten Jubelton! unser Mund erfüllet sei, 3. Löse, erstgeborner Bruder, du kannst durch des Todes Türen doch die Ruder träumend führen meines Schiffleins, laß mich ein und machst uns auf einmal frei. in den sichern Friedenshafen 7. Du hast Sünd und Straf getragen, zu den Schafen, Furcht und Zagen die der Furcht entrücket sein! muß nun ferne von mir gehn. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, Tod, dein Stachel liegt danieder, süßes Leben, meine Glieder was die Erde in sich hält. werden fröhlich auferstehn. Sollt ich in der Wüste weilen 8. Gotteslamm, dich will ich loben und nicht eilen? hier und droben Nein, ich eil ins Himmelszelt. mit der herzlichsten Begier. 5. Herzensheiland, laß den Glauben Du hast dich zum ew'gen Leben mir nichts rauben, mir gegeben, Glauben, der durch alles dringt! hole, Heiland, mich zu dir! J. L. H. Allendorf, g. 1695, f 1775. 511. Eigene Melodie. F++ 5 1—.— — 2— Va ⸗ let will ich dir ge⸗ben, du ar ⸗ge. dein sünd⸗lich bö⸗ ses Le⸗ben durch ⸗aus mir TE 1—4—— + 4 ö. 2 u 4 5 mn., 2— fal⸗-sche Welt, 7 „ 2 mel ist gut nicht ge fällt. Im Him⸗ me s 5 DDIII‚....— DDDRSESEE.. 7woh⸗nen, hin- auf steht mein Be ⸗ gier; da wird Gott + + + Y+—— + N SISSSESESE FF πεϰʒ—ðꝛ Tꝙ 5 2 1.— 7 +7.—— 1—1 ; 5 2 herr-lich loh ⸗nen dem, der ihm dient all ⸗ hier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, laß selig mich abscheiden, o Jesu, Gottes Sohn! setz mich in dein Erbgut! Soll ich ja dulden Schmerzen, 3. In meines Herzens Grunde hilf mir, Herr Christ, davon, dein Nam und Kreuz allein verkürz mir alles Leiden, funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. 403 26*³ stärk meinen blöden Mut, 511—512 5. Lieder von den letzten Dingen. Erschein mir in dem Bilde ewig ist der genesen, zu Trost in meiner Not, wer bleibt in deinem Schoß. wie du, Herr Christ, so milde 5. Schreib meinen Nam' aufs beste dich hast geblut't zu Tod! ins Buch des Lebens ein 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden und bind mein Seel gar feste in deiner offnen Seit, ins schöne Bündelein rück sie aus allem Schaden der'r, die im Himmel grünen zu deiner Herrlichkeit! und vor dir leben frei, Der ist wohl hie gewesen, so will ich ewig rühmen, wer kommt ins himmlisch Schloß; daß dein Herz treue sei! Valerius Herberger, g. 1562, 4 1627. 512. Eigene Melodie. E I—— 7 + 1 +— 47—.— 2Z...— 15**— = Welt a⸗de, ich bin dein mü-⸗de, ich will nach dem 42— E 1— 4 +S. 11 EE= 2 + +2 N 1 I Lu. 2— öSDSDSPSPSPSPIPSISCSISCSISISIPISIPIIIIIIII i I — Him⸗mel zu; da wird sein der rech⸗te Frie⸗de und die E ů + +— + arer⸗ 1— —5—— + 2. +. I + E +————* 2—.— 2—.— — 2 + 2—— * +— stol⸗ze. See⸗len⸗ruh. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, 1 —— N 2.— + + I. 1 EHNU———— S..III.II LVI. + + + 5. 12—— 1— nichts denn lau⸗öter Ei ⸗tel⸗keit, in dem Him⸗-mel + WSDSDiDEESEEEESEE EWDP n rnn En Snnn V I.ꝗIIIJ EVH——*.—— el al ⸗le ⸗ zeii Frie ⸗de, Ruh und Se⸗lig ⸗ keit. 2. Ich bin schon dahin gekommen, in dem Himmel immerdar. ich bin meiner Krankheit los, Welt, bei dir ist Krieg und Streit, allen Schmerzen ganz entnommen, Angst und lauter Eitelkeit; ruhe sanft in Gottes Schoß. aber hier ist allezeit In der Welt war Angst und Not, Friede, Freud und Seligkeit. endlich gar der bittre Tod; 5. Laßt doch euer Trauern bleiben, aber hier ist allezeit liebste Freunde, weinet nicht! Friede, Freud und Seligkeit. Es ist gar nicht zu beschreiben, 3. Was empfind ich da für Freude, wie mir hier so wohl geschicht; was ist hier für Herrlichkeit! denn bei euch war Angst und Not, Übersüße Himmelsweide Schmerzen und der bitt're Tod, labet mich schon allbereit. hier im Himmel allezeit Welt, bei dir ist Krieg und Not, Friede, Ruh und Seligkeit. Krankheit und zuletzt der Tod, 6. Denket, daß es wird geschehen, hier im Himmel allezeit daß ihr mich in kurzer Zeit Friede, Ruh und Seligkeit. fröhlich werdet wiedersehen 4. Unaussprechlich schöne singet in der großen Herrlichkeit. Gottes auserwählte Schar, heilig, heilig, heilig klinget Denn bei euch war nichts denn Not, Müh und Angst und gar der Tod: 404 aber hie Friede, 7. Jd will euc daß euch 2. Sie zu ihrem für Chr und not was soll daß Jest beste üiben, ot, A. Sterbe- und Begräbnislieder. aber hier ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. Ich bin nur vorangegangen, will euch allen Anlaß geb'n, daß euch soll danach verlangen, 512—514 wo wir ewig sollen leb'n. Denn die Welt hat Krieg und Streit, all ihr Tun ist Eitelkeit; aber hier ist allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Joh. G. Albinus(5), g. 1624, 4679. 513. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. E 6* 5=.— IFF———— 457—— 1. Wenn klei ne Him-mels er ⸗ben in ih ⸗ rer 2 2—— 1—* +* 2 I* I +*. 2 5j* EE SSSS—.— V 2 X— + 7 . 4 n⸗schuld ster⸗ben, so büßt man sie nicht ein, — I—— EE 2— 2—— H‚—‚—....... EH——— —.— sie wer ⸗den nur dort o„ben vom Va ⸗ter auf⸗ E—— 5 —.—.—.——— 22— 2——— ho-ben,—F— mit sie 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Christum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden; was sollt es ihnen schaden, daß Jesus sie zu sich entbeut? un ⸗ver⸗lo ⸗-ren sein. 3. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe, g. 1688, 4 58. 5⁰4. Eigene Melodie. E 1 ů 6— ‚...—— 1*——. 1—— 1—.— L..— 4—.5 Wenn mein Stünd⸗lein vor⸗ han⸗den ist, und ich soll SIIV* I* I + I EU— SSDSDSDSDSDSPSSSSSIII...—— 54 +— ½m L*—— ahr'n mein Stra⸗ 5e, o g'leit du mich, Herr Je ⸗su III———————— 5EEAEEEE. P—— 2 2.— 2— 1 1 57 3 Christ, mit Hif mich nicht ver ⸗las⸗ se! Mein Seel an EE.——— 2— I + 2— I I + 2 1 + + + CI. + 2 4——3—— 12— w—* 1 2—— +*—— +. E +.4 I— +— mei nem letz ⸗ten End 665 fehl ich dir in dei⸗ne EH 1 2— 1— 1+ I 4—⁴— + 2 + I— II + —— 2—— 2—— 2 Händ, du wollst sie mir 2. Mein' Sünd' mich werden kränken sehr, mein G'wissen wird mich nagen, be⸗ wah-ren! denn ihr sind viel wie Sand am Meer; doch will ich nicht verzagen, 40⁵ 5¹1⁴4—515 gedenken will ich an dein'n Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot, die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewig Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; 5. Lieder von den letzten Dingen. mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Tod'sfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin, drum fahr ich hin mit Freuden. 5. Ich fahr dahin zu Jesu Christ, mein'n Arm tu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes Sohn; der wird die Himmelstür auftun, mich führ'n zum ew'gen Leben. v. 1—4 Niklas Hermann, f 1561. V. 5 1574. 515. Mel. Wer nur den lieben Gott 1 walten weiß, wie na⸗ he 1.———. de SPSDSPISSSSTSSSIAI mir mein En⸗ de? Hin geht die und be-⸗ hen⸗de kann kom⸗men l 4 der Tod: Mein Gott, ich bitt durch Chri⸗sti mei ⸗ne To⸗-des⸗ notlj EE——.— —— 4————— — 15 1 Hrn 1——.——— Blut: Mach's nur mit mei⸗nem En⸗ de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders wer⸗ den, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Tod'sgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End beden⸗ ken und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus bestel⸗ len, daß ich bereit sei für und für und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Machi immer süßer mir den Himmel und immer bittrer mir die Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel 406 die Ewigkeit sei vorgestellt! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu zu, darein ich mich festgläubig winde; das gibt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu schei⸗ de, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heil'gen Tauf; du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 9. Jc ich hab nun kan ich bleib Mein& Mach's 10.88 gen, ic ich bin 2. D gehab! schleuß was tr Dein 3. T gemach ihr Lie 5 1574. t die n⸗nien Zauf⸗ * Allf 9. Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kann er meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 10. So komm mein End heut oder mor⸗ gen, ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, . Slerbe⸗ und Begräbnislieder. 515—516 mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb indes in dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis. Mir g'nüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin des ganz gewiß: Mein Gott, durch Christi teures Blut machst du's mit meinem Ende gut. Amilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, g. 1657, + 1706. 516. mel. Mel. Ich hab mein' Sach Gott .... .. — 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an zum letz ten Gang! Kurz 1— der Weg, * N 5—————..— 2—— 0—.—*— die Ruh ist lang. Gott füh⸗ret ein, Gott füh-ret aus. Wohl⸗ IIII— L— ur—. I 5 Kein Blei⸗ben ist an 1— ae 2. Du Herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid, schleuß nur getrost die Pforte zu was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ew'gen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft 115 Schlaf⸗ gemach, ihr Lieben, folgt ihm sahnend nach! Nun gute Nacht, der Tag war schwül im Erdgewühl; nun gute Nacht, die Nacht ist kühl. 4. Ein Schmuck ist auch das Leichen⸗ tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph, der Herr macht gute Bahn! Sein Kreuz voran, das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbat ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. 6. O selig, wer das Heil erwirbt, der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! im Er⸗den⸗haus. 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und eins ist not. Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Teil! 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz. Schau himmelwärts; da, wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, eh dich der Tod an Tote reiht; sie rufen: gestern war's an mir, heut ist's an dir! Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wander⸗ stab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Schlag an die Brust, du mußt von dannen, Mensch, du mußt 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot; im Finstern droht 0 Tod und überall der Tod. 516—-—517 12. Ach banges Herz im Leichental, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr! Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir ver⸗ traut, schon hier die ew'genHütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern und kämpfet gern und harrt der Zukunft seines Herrn 5. Lieder von den letzten Dingen. 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Hinein! Hier schließt die Wallfahrt sich. Ihr Schlummernden im Friedensreich, gönnt allzugleich auch ihm ein Räumlein neben euch! 16. Viel Gräber sind an diesem Ort, viel Wohnungen im Himmel dort. Bereitet ist die Stätte schon am Gnadenthron, bereitet ihm durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und spricht: ich komme bald. Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein; wir harren dein. Amen, dein laß uns ewig sein! Chr. Fr. B. Sachse, g. 1785, 4 1860. 517. Eigene Melodie. ......... é EADAUE DEEEEEE— 197 LI— 1 I——.— 2 Zieh hin, mein Kind, denn Gott selbst for-dert *.. Ich lei ⸗de zwar, dein Tod be-trü ⸗bet SE„......—.—.—*..— EISEEEE. 4.——.P— dich aus die ⸗ser ar ⸗gen Welt. so un ⸗=ter Imich; doch weil es Gott ge⸗ fällt, und will mit E——8—..——— EE— laß ich al ⸗les Kla ⸗gen 27 stil lem Gei⸗ ste sa gen: Zieh hin, mein Kind! 2. Zieh hin, mein Kind; der Schöp⸗ fer hat dich mir nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir, jetzt wieder fortzuziehn. Zieh hin, Gott hat es so versehen; was dieser will, das muß geschehen. Zieh hin, mein Kind! 3. Zieh hin, mein Kind; im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, da wird kein Schmerz erfragt. Hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zieh hin, mein Kind! 4. Zieh hin, mein Kind; wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh denn das Ungemach mit Haufen sich einstellt. Wer lange lebt, steckt lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zieh hin, mein Kind! 5. Zieh hin, mein Kind; dieEngel war⸗ ten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die Krone weist. Nun wohl, dein Seele ist entbunden, du hast im Herren überwunden. Zieh hin, mein Kind! Gottfr. Hoffmann, g. 1658, f 1712. (Beim Tode von Uindern Nr. 482, 400, 508, 515, 5F. 4⁰⁸ Ste 2. Wi Der Her und sam uns ein, Halleluj 1860. Kind! B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 518—519 B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 513. Eigene Melodie. 2.— E s I. Auf ⸗er=stehn, ja — auf ⸗-er⸗stehn wirst du, mein *—.— n n neer Enine —.—— 6 + 2 10——— Staub, nach kur ⸗zer Ruh. Un ⸗sterb⸗lich's Le⸗ ben wird, Q—V.—— E ERE e ö——— d —— + E. E + 1—.. II— 70—.—.—— der dich schuf, dir 3e ben. Hale le a 2. Wieder aufzublühn werd ich gesät. Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben uns ein, uns ein, die starben. Halleluja! 3. Tag des Danks, der Freudentränen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wird's dann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden. Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume zu seines Namens Ruhme. Halleluja! Fr. Gottl. Klopstock, g. 1724, 1805. 519. Mel. Valet will ich dir geben. Ev. Matth. 25, 1—15. E I————— 4..—.‚ +...J—.— +* 2— 2 3—3..——. PE 2 2—*.— ö ꝗ——— 2—*..——— — Er ⸗ mun ⸗tert euch, ihr From-⸗men, zeigt eu ⸗rer 2— ö Der A⸗ bend ist ge ⸗ kom⸗men, die fin ⸗stre ——.— Ee E.,, IE LI 1— 3 + BII— I + +— 1 +—* 2— II I— 1 Lam ⸗pen Schein! 3 Naht vücht en drernn.nnn: mu ri. V.—— —.— 47 ů ma⸗chet der Bräu⸗ti ⸗gam mit Pracht; auf, be ⸗tet, ————— H U 2 ESISD‚ ů ů—— ——* 2—. + I*—I * 1 L kämpft und wa ⸗chet, bald ist es Mit ⸗ter ⸗ nacht. 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel! Die Wächter Zions schreien: der Bräutigam ist nah, begegnet ihm im Reihen und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor! 409 1 519—520 Die Tür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsgenossen, der Bräut'gam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen, der schönste Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von weitem, vor dem das Dunkle weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, 520. — 5. Lieder von den letzten Dingen. sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freude sonder Leid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid, hier stehn die Weizenhalmen im Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen, hier schenkt man Freudenwein. 8. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf, geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. Laur. Laurenti, g. 1660, 4172. igene Melodie. 3.....— EH** 2 E 3 in sei⸗ ner 1 In ist ge⸗ wiß⸗lich an der Zeit, daß Got⸗ tes gro⸗ßen Herr⸗lich⸗ keit, zu rich- ten I—.—— I*—. + N*—— 2* 6 I — Sohn wird kom⸗men Bos und From⸗me. Da wird 65 960 chen wer⸗den CE* I 4———. . E 212————3.—*—— — 7— teu'r, wenn al les wird ver ⸗gehn im Feu'r, wie Got⸗ tes —7—— A— DDTDn— Wort be⸗ zeu ⸗ get. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn all Toten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und verneuen. 3. Danach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden han getrieben; da denn gewiß ein jedermann wird hören, was er hat getan in seinem ganzen Leben. 4. O weh demselben, welcher hat des Herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! 110 Er wir und mi von Ch 5. O von we daß ich werd g Daran denn di und me 6. D wenn d Barth B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 520—521 en Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und lies mich aus dem Buche frei, und mit dem Satan müssen gehn darinnen stehn die Deinen, von Christo in die Hölle. auf daß ich samt den Brüdern mein ö 5. O Jesu, hilf zur selben Zeit mit dir geh in den Himmel ein, l von wegen deiner Wunden, den du uns hast erworben. daß ich im Buch der Seligkeit 7. O Jesu Christ, du machst es lang Oae en, werd angezeichnet funden! mit deinem jüngsten Tage; Daran ich denn auch zweifle nicht, den Menschen wird auf Erden bang denn du hast ja den Feind gericht't von wegen vieler Plage;* und meine Schuld bezahlet. komm doch, komm doch, du Richter groß, WMWHMA 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, und mach uns bald in Gnaden los l wenn du nun wirst erscheinen, vor allem Ubel! Amen. Barthol. Ringwald, g. 1559, 4 1592. Nach dem Latein.: Dies irae, dies illa. 521. Mel. Wie 2 ist mir, o 44—5 der Seelen. Ebr. a, 9 ———— N 60 1 Es U uoch ei ⸗ ne Ruh vor⸗ 5 ö V. 0 3237—— el hier in 12—— Ban⸗ V ö ö iiE +. den; auf, mü⸗ des Herz, und wer: de lichtl ö WN 41 den, und dei⸗ ne Son⸗ne schei⸗net nicht. Sieh auf das* 9* u 14 N ö......——..ͤnt. IR LI. + + 7——. 1+....—.* +2 E + + I Wn ———— E 4—— 2. 1 274—— E—— 1 —.— 5 Lainm, das dich mit Freu⸗den dort wird vor sei⸗nem Stuh⸗ le I ——— FEHEL +— ů— tes EE.......* en n n foie wei⸗den,—— die— 401—1— Wls E— 075 S —— 2— +2 den— +ist der i ße Kampf Le⸗„en ⸗ det, 655 bald der sau ⸗re IW ——*. .—— EEEE s Lauf vollen⸗ det, so gehst du ein zu dei ⸗ner Ruh. ö E 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, + 75 die Ruhe, die kein Ende nimmt; geht nicht mehr traurig und gebückt! I 0 es hat, da noch kein Mensch geboren, Ihr habt des Tages Last getragen, die Liebe sie uns schon bestimmt. dafür läßt euch der Heiland sagen: al, Das Gotteslamm wollt darum sterben, ich selbst will eure Ruhstatt sein; uns diese Ruhe zu erwerben; ihr seid mein Volk, gezeugt von oben, WMW es ruft, es locket weit und breit: ob Sünde, Welt und Teufel toben, N ihr müden Seelen und ihr frommen, seid nur getrost und gehet ein! versäumet nicht, heut einzukommen 4. Was mag wohl einen Kranken laben at zu meiner Ruhe Lieblichkeit! und einen müden Wandersmann? 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Wo jener nur ein Bettlein haben ht die manche Last und Bürde drückt; und sanfte darauf ruhen kann; 411 521—522 wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben brin⸗ gen, denn unsre Tränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und der⸗ gleichen wird müssen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das Lamm dort sehn, es wird beim Brün nlein uns erfrischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn? 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, 5. Lieder von den letzten Dingen. denn die Erquickungszeit ist da; die Sonne wird uns nicht mehr stechen, das Lamm ist seinem Volke nah, es will selbst über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbat ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und sind im Frie⸗ den und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß! Ach Flügel her, wir müssen eilen und uns nicht länger hier verweilen, dort wartet schon die frohe Schar! Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren! Begürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Joh. Sigism. Knuth, g. 1700, f 179. 522. Mel. Straf mich nicht in deinem Horn. — 2 1 3.—— ich bin dein Mir zum Heil und 7— Ei ⸗gen⸗tum, dir zum Ruhm ———...— 11— 2 ———.— S—— dein ist auch mein — hast du mir's ge⸗ *. Vä⸗ ter=lich führst du mich auf des +————— S.. We ⸗gen mei⸗nem Ziel ent ⸗ ge⸗gen. 2. Bald kommst du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden, dann soll ich zur Rechenschaft dargestellet werden. Dein Gericht schonet nicht, Richter aller Welten; denn du willst vergelten. 3. Weh dann mir in Ewigkeit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Zeit, hier gemißbraucht habe! Weh dann mir, hab ich hier dein Geschenk verschwendet und nicht angewendet! 112 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen schweben; möcht ich mich, stets meiner Pflicht treu zu sein, bestreben, daß ich nie töricht sie außer Augen setze, noch mit Fleiß verletze! 5. Lehre mich gewissenhaft meine Tage zählen, eingedenk der Rechenschaft, nur was gut ist, wählen! Gib, daß ich ernstlich mich täglich und auch heute darauf vorbereite! 6. Zei furchtbar o dann i daß um Wenn de lann ich Hert, ni⸗ 7. Me gleich füd Mittler, Gnadef den he Ich bin noch ni 60 siechen, „ Preis. Frie⸗ den, ichoß! n eilen, r! lieren! mein 5 ge⸗ B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 522—524 6. Zeigt sich erst die Ewigkeit Rufe du dann mir zu: furchtbar in der Nähe, such in mir dein Leben, o dann ist es nicht mehr Zeit, dann ist dir vergeben! daß um Gnad ich flehe. 8. Einst am Tage des Gerichts Wenn der Tod mir schon droht, werd ich mit den Frommen kann ich deinen Willen, zu dem Anschaun deines Lichts Herr, nicht mehr erfüllen. gnädig aufgenommen. 7. Mein Gewissen strafe mich Wonnevoll, Jesu, soll gleich für jede Sünde, dich im höhern Leben Mittler, daß ich bald durch dich dann mein Dank erheben. Gnade such und finde! Balthasar Münter, g. 1755, 4 1793 523. Mel. Nun—..— alle „—.—.——4—4 2—.——.————— 1. Ich hab von fer⸗ne, Huwr dei ⸗ uen ihroner⸗Blch 2298 hät ⸗1 ·te XI.——... E—— + +. 2.— + LI. ——.— 2—.— ger ne mein Herz vor ⸗ aus-ge⸗schickt und hät=te ER EE ESEEEEEEEEEEE 5 gern mein mü⸗ des Le ⸗ben, Schöp-fer der Gei⸗ 2—— dir —— ... — hin⸗ ge ⸗ ge-ben, Schöp⸗ fer der Gei⸗ ster, dir hin⸗=ben. 2. Das war so prächtig, 4. Doch bin ich 105 275 was ich im Geist gesehn; daß mich kein Bann erschreckt; du bist allmächtig, ich bin schon selig, drum ist dein Licht so schön. seitdem ich das entdeckt. Könnt ich an diesen hellen Thronen Ich will mich noch im Leiden üben doch schon von heute an ewig wohnen! und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 3. Nur bin ich sündig, 5. Ich bin zufrieden, der Erde noch geneigt; daß ich die Stadt gesehn, das hat mir bündig und ohn Ermüden dein heil'ger Geist gezeigt. will ich ihr näher gehn Ich bin noch nicht genug gereinigt, und ihre hellen goldnen Gassen noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. lebenslang nicht aus den Augen lassen. Joh. T. Bermes, g, 1758, 1 188t. 524. Eigene Melodie. — ——.— en S 2 1 Je ⸗ru ⸗sa ⸗lem, du hoch ⸗ge⸗ bau ⸗te Stadt, [Mein sehn⸗-lich Herz so groß Ver-lan gen hat, 413 33——722‚6776?:::....—— VVV I I———. II 5 + 2.— wollt Gott, ich wär in und ist nicht mehr bei — 1 V„ dir! Weit ü⸗ ber — 1.— Berg und Ta ⸗le, weit + „ — 2. O schöner Tag und noch viel schön⸗ re Stund, wann wirst du kommen schier, daß ich mit Lust und freiem Freuden⸗ mund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, tu auf der Gnaden Pfort! Wie manche Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und Gott mir hat gegeben das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, welch eine edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, trägt nun die Ehrenkron, die Jesus mir entgegen vom Himmel hat gesandt, da ich auf fernen Wegen noch war im Tränenland. le und eilt aus die⸗ ser Welt. 5. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland trugen ihres Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine singt man in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit, 7. Mit Jubelklang, mit Instrumen⸗ ten schön, mit Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer. Joh. M. Meyfart, g. 1590, 4 1642. 7— 525— Eigene Melodie.— EI +—————— 14 2—.— E 1 Je ⸗sus, mei⸗ ne Zu ⸗-ver⸗sicht und mein Hei⸗ land, Die⸗-ses weiß ich; sollt ie nicht dar-um mich zu⸗ — I derr ,... + 4 8 + + ͤ——„* U—7—— PEEiiEEE *—. s 18— it im Le⸗ In. 4. U d ⸗ · 3 · frie den ge.: ben, was die lan ge To-des-nacht 5 114, mir 2. Nsus ich werd a sein, wo m warum so Lässet auc welches es 3. Ich h zu genau! meine star wird in ih daß miche ewig von 4. Jchb auch einme das gesteh mich erwer daß ich in um ihn ei 5. Diese wird ihn, ich, ich sel werd in se nur die S wird von en⸗ , üßen 1 B. sten us Gericht und ewiges Leben. —. 2 0 ö O — 2 2 6*—— W—————— 1 2— N 192.—— I. mir auch für Ge⸗ dan 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. ken macht? 6. Was hie kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hier geh ich natürlich ein, nachmals werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst die Posaune klingt, die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen! Denn ihr sollt euch aus der Gruft eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein! Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg(5), g. 1622, f 1667. 526. Eigene Melodie. Ziren,e.n,. I E— 2 95 1. Laßt mich gehm. laßt mich gehn, daß ich E A n.— LU + I I— + + 12.* —*— 1* 2*2 7 2 — Je⸗—5 4 ge 3. 25—— 3—. is TD.V r 7 + — 2* —— Ver ⸗lan ⸗ gen, ihn auf wig zu I 2— IEHi—— *—— + + 191 Iu—— 2 I—— i H nien intEerne nnni, dineien,. 227 7 45 fan⸗gen 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht! und vor sei i⸗ 41⁵ nem Thron zu stehn. 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt' ich Flügel, hätt' ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Zions Höhn. 526—527 4. Wie wird's sein, wie wird's sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! Herr mein Gott, ich kann's nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Lieder von den letzten Dingen. 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, Herr, ins Paradies! G. Fr. Ludw. Knak, g. 1806, 4 1678. 527. Mel. Ich bin ja, Herr, in deiner Macht. — JD..* + I EU—..— t. LV I.—— I I — Mein Le ⸗ben ist ein Pil- grim⸗stand; ich rei⸗ 8 Gott selbst als ei ⸗ ne fe ⸗ ste Stadt auf Bun⸗ HSSEA—‚‚..——— EV IS se nach dem Va ⸗ter⸗-land, nach dem Je-ru-sa⸗ des⸗blut ge-⸗ grün- det hat; ö da werd ich ihn ohn JSI— +—— IIII— —.5— 2—— II— 2——— En 98 70 5 010 Mein Le⸗ben ist ein —.——— ..PF.t‚ttxxx!x!x!x.x.x.x.'.x.'.'T.T T TT—.x. I————— Pil-grim⸗stand, ich rei- se nach dem Va ⸗ter=land. 2. Es rinnet ohne Unterlaß hin meines Lebens Stundenglas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder; ich eile zu der Ewigkeit. Herr Jesu, mach mich nur bereit, eröffne meine Augenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht! 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach, der Lebensweg hat auch sein Ach. Man wandelt nicht auf weichen Rosen; der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abreißen von dem Ziel; ich muß mich oft an Dornen stoßen, ich muß durch dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die ihr Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist find't nirgends Ruh; doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich das güldne Himmelstor mir stell in Glaub und Hoffnung vor. 416 5. Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen! Mein Leben flieht; ach eile du und komm mit Gnad und Hilf herzu! 6. Durch deinen Geist mich heilig leit, gib in Geduld Beständigkeit, vor Straucheln meinen Fuß beschütze! Ich falle stündlich, hilf mir auf, zieh mich, damit ich dir nachlauf, sei mir ein Schirm in Trübsalshitze! Laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein! 7. Wenn mir meinHerz, oGnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden, und wenn ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, da Streit und alle Müh verschwinden; laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß! 2. Kei das endl und gan die Ewit sie treibe läßt nim a wie m aus ihr . o ewig, hier gilt Drum, zusamt! erschreck nichts i o schres 4. Ad wie stra im heiß auf kur men, ien! herzu i0 lei, Hühel U wil, en, u, NI. nden 6 oß! 1 1 ö E —. I rLIEIEE 8. Bin ich in diesem Pilgerland der blinden Welt gleich unbekannt, dort sind die Freunde, die mich kennen; dort werd ich mit der Himmelsschar B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 527—529 dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang; hier in der Wüste wird mir bang. Fr. Adolf Lampe, g. 1685, 4 1729. —— 528. Eigene Melodie. EN dur 2* S + + +.—:* * + 2 2 +— 1 — L— 2 4 1 S C⸗ wig ⸗keit, du Don-ner⸗wort, 0 2—— O E⸗ wig⸗ keit, Zeit oh- ne Zeit! Ich FHI—— 1——— +.—5—— TPS. + + I +——* I 4 1 +—.— 2 + 1— + 7 2 1 L 5 1 Schwert, das durch die See⸗ le bohrt, o An⸗faͤng weiß vor gro ⸗ßer Trau⸗rig ⸗keit nicht, wo ich E. +— I*— + 4——— 61=—— S.......I........ ** 10 de En 860 II G I—— L... on⸗der dẽ; 19 * mich hin⸗wen ⸗ de. Mein ganz er-schrock⸗nes Herz er⸗ E—— I 1 EHμ¹π——* + 2————.— II— CPU———‚...‚...——— I + I + RI..— EH EIE bebt, daß mir die Zung am Gau⸗men klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, hast du so lange Pein bestellt. das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben; ja wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ist keine Lösung nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang, o ewig, ewig ist zu lang, hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum, wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen; nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach, Gott, wie bist du so gerecht, wie strafest du die bösen Knecht im heißen Pfuhl der Schmerzen; auf kurze Sünden dieser Welt Ach nimm dies wohl zu Herzen und merk auf dies, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sünden⸗ schlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß doch, wie man sterben mag? 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Herr Jesu, wenn es dir gefällt, eil ich zu dir ins Himmelszelt. Johann Rist, g. 1607, 4 1667. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. EHA......... EH—————.— L 5 E wig ⸗keit, du Freu⸗den⸗wort, dãs L/ E⸗ wig ⸗keit, Freud oh- ne Leid! Ich 417 27 5 Lieder von den letzten Dingen. EEE— 14— ¶——j——— 24— 1. SEEEEEEEE EEEEEE ä. mich er ⸗ quik ket fort und fort. o An ⸗fang 7— weiß vor Her⸗ zens ⸗fröh-lich keit gar nichts mehr E + II* + +— + G— e, EE — 2... 2 8— 2 L— son der En ⸗ de! vom Ci, ten de, das sonst in die⸗sem Le⸗ ben E—.— + EDETIeE Siee——.. 1 4. 1 P + 1 II I—3 + 1 I— + 1 II 2. Kein Herrlichkeit ist in der Weli, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen; die Ewigkeit nur hat kein Ziel. sie treibet sort und fort ihr Spiel, ö bleibt unveraͤndert stehen; 1a. wie das Wort des Herren spriche, ihr Erbe, das verwellet nicht 3 O Ewigkeit. du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang. weiß ich, daß dies aufhöret. Drum wenn ich diese lange Zeit erwäge samt der Seligkeit. I die gar nichts mehr zerstöret 1 so acht ich alles Leiden nicht das kaum den Augenblick anficht die Pein der Märt'rer allzumal, so vieles Kreuz und Leiden? Wenn man es gleich zusammenträgt und alles auf die Wage legt, sodann zur andern Seiten dort jenes Lebens Herrlichkeit, wie wird es überwogen weit! plagt. weil mir die E⸗ 4. Was ist doch aller Christen Qual, —— 2 wia ⸗keit be ⸗ hagt. 5. Im Himmel lebt der Christen Schar bei Gott viel tausendtausend Jahr und werden des nicht müde. Sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben güldnen Friede, da Christus gibt, wie er verheißt, das Manna, das die Engel speist. 6. Ach wie verlanget doch nach dir mein mattes Herze mit Begier, du übersel'ges Leben! Wann komm ich doch einmal dahin, wohin mein schwacher, blöder Sinn sich allzeit übt zu streben! Ich will der Welt vergessen ganz, mich sehnen nach des Himmels Glanz. 7. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid. ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende Herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich, bis ich komm dahin! Kaspar Heunisch, g. 1620. f690 —7 530. mel Alle Menschen müssen sterben. EEE„— n de wer⸗den wir im gar-ben ein. — O wie fröh⸗ lich. o wie se=lig + Dro⸗ben ern ten wir un⸗zäh-lig uns⸗re Freu-⸗den⸗ E— H* H◻᷑ TI.—45 1 +„. 2 1 1—+ I+ 2 + L L + 2—— 2.* 1 1 1. H—ꝛ—ꝛ—— 22 2. I E—— L I + L— 1 + + 4** Him-mel sein! Ge⸗hen wir hier hin und wei⸗nen, dor⸗ten 418 2.Es nur ein j und die? lasset un⸗ Von den lämpfen und die heißet un 3. Ach bald in und aus in den R wo das f unser Kle unsre La und das 4. Da B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 4 ———— — I —. ddne i Eue. I 555—— e———. Fng wird die Son⸗ ne schei-nen. dort ist Tag und tei⸗ ne Nacht, mehr.—— 1...— + 2— +———— RERREE wo man nach den Tra nen lacht. ben 2. Es ist doch um dieses Leben 5. O wie werden wir so schöne —.— nur ein jämmerliches Tun, —— und die Not, die uns umgeben. — lässet uns gar selten ruhn. Von dem Abend bis zum Morgen Schar kämpfen wir mit lauter Sorgen aht und die überhäufte Not heißet unser täglich Brot. 3. Ach wer sollte sich nicht sehnen bald in Zion dort zu stehn und aus diesem Tal der Tränen in den Freudenort zu gehn wo das Kreuze sich in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt, und das Jauchzen ewig währt! 4. Da wird unser Aug erblicken, was ganz unvergleichlich ist; da wird unsern Mund erquicken. was aus Gottes Herzen fließt: m da wird unser Ohr nur horen, dir ahin, Sinn bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird da das Lobgetöne seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen bei so vielen Siegeskränzen: wie wird unser Kleid so rein, heller als die Sonne sein! 6. Ach wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen Himmelsbau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht alles Gold beschämet macht? 7. Nun, ich sterbe vor Verlangen, o du großer Lebensfürst, laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirstl Unterdessen laß auf Erden 10 was die Freude kann vermehren, schon mein Herze himmlisch werden, 41 da empfindet unser Herz bis mein Los in jener Welt lauter Wonne sonder Schmerz auf das allerschönste fällt! Benjamin Schmolck, g. 1672, 4 1257. „ 531. Eigene Melodie. +.——— 3—— 7 4.— +* 1690 6 1. O wie se ⸗lig seid ihr doch, ihr From-men, EV— EE—— n die ihr durch den Tod zu Gott ge ⸗ kom-men! — 5 ů0— 2——— 6— r im———*0 0 zen⸗ Ihr seid ent⸗ gan ⸗ gen al« ler Not, die —.—— e, E—.——— X⅛————— , öEEEEEEl ·en ö* uns noch hält ge ⸗ san ⸗ gen. 419 αννìιπιπι¹πέ⁰ι 531—532 2. Muß man doch hier wie im Ker⸗ ker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hie kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurerRammer sicher und befreit von allem Jammer, kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen, ihr habt schon, wonach wir uns erst sehnen, 532. mel. Wachet auf, ru 5. Lieder von den letzten Dingen. euch wird gesungen, was durch keines Ohr allhie gedrungen. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm, uns aus⸗ zuspannen, lös' uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, g. 1605, 1659. ift uns die Stimme. Offenb. Joh. Ia, 15. ————..— —.— SEEI SS. 1 Se ⸗lig sind des Him⸗-mels Er ben, die To ⸗ten, — Nach— letz-ten Au⸗gen⸗blik ⸗ken des To ⸗des⸗ .TITIIT— SDiDi‚....— 2— SSPS SSSSSISSSSISISISIIIIIIIIIII...... die im Her ⸗ren schlum⸗mers folgt Ent⸗ ster⸗ben, zur Auf er: ste⸗ hung zük ⸗ken, folgt Won-ne der Un⸗ —.————— 35—. AAI.iIDDSSSSSEIII. .—— 2 l— 21— ein ⸗ge⸗weiht. serb. lich⸗keit. In Frie den ru⸗ hen sie, los — —.—.— ů DIDIPIPIRPIRDPIPIIPRPERERe ·EE—— E von der Er-de Müh. Ho ⸗si- an- na! Vor Got⸗tes Thron r — 1————— + +— E—— +—1 1 2————. 2————— 1 2 zu sei-nem Sohn be⸗ 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sei dir, Versöhner Jesu Christ! Ihr, der Überwinder Chöre, dringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er sank wie wir ins Grab, wischt unsre Tränen ab, alle Tränen. Er hat's vollbracht; nicht Tag, nicht Nacht wird an des Lammes Throne sein. glei⸗ten ih ⸗re Wer ⸗ke sie. 3.Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne scheint uns alsdann; er ist uns Sonne, der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, nun bist du, Heil, uns aufgegangen, nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. Nun weinen wir nicht mehr, das Alt ist nun nicht mehr. Halleluja! Er sank hinab wie wir ins Grab; er ging zu Gott, wir folgen ihm. Fr. G. Hlopstock, g. 1724, f 1803. 42⁰ 2. Zioy das Herz si wachet Ihr Fren tig, von mächtig. Ihr Licht lom Her Jef Hosianna zum Frer und halt rungen. ht geme ererben? treibenꝰ ins aus⸗ führ uns Sonne, d und „659. . 14, L5. —.— — 5ten, 2 des⸗ 3 Hron — e sie. ieSonne Sonne, Herrn. angen/ angen, von fert u. B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 533—534 533. Eigene Melodie. Ev. Matth. 25, 1—135. .— 4——.— ö 445.58..——.—.———. ů. 2 4 0 auf, ruft uns die Stim me der Wach⸗tad Mit⸗ter-nacht heißt die-se Stun ⸗„ de. Sie ru⸗-fen —.I +—* 13 SRIRRFJI——..— ——.—.—— 0 6—.— K. sehr hoch auf der Zin ⸗-ne; wach auf, du Stadt Je⸗ uns mit hel lem Mun-de: wo seid ihr klu⸗ gen —. U* I + +* 1 J. + II* L—3—* CII I I— Z—5 + + I— + 2—1—— 1— + I + D.— — sa en 5—.—* X ru⸗ sa⸗ lem„— „Jungafrauen? ‚ Wohl⸗auf, der Bräut'gam kömmt! Steht .— E— IE —— III +II—.—*— 3 e ö—.——.. I—3 EE— + 1 . 0. 2— Nauf, die Lam⸗pen nehmt! Hal⸗le⸗lu ja! Macht euch be⸗reit E SSPSPISPIPIPIPIPIITT——.—, el, 4 I + I—— 2 L— EV—————— 1 zu der Hoch-zeit! Ihr müs⸗set ihm ent ⸗ ge⸗gen gehn. 2. Zion hört die Wächter singen; 3. Gloria sei dir gesungen das Herz tut ihr vor Freude springen, mit Menschen- und mit Engelzungen, sie wachet und steht eilend auf. mit Harfen und mit Zimbeln schön! Ihr Freund kommt vom Himmel präch⸗ Von zwölf Perlen sind die Tore tig, von Gnaden stark, von Wahrheit an deiner Stadt; wir stehn im Chore mächtig. der Engel hoch um deinen Thron. Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Kein Aug hat je gespürt, Nun komm, du werte Kron, kein Ohr hat je gehört Herr Jesu, Gottes Sohn! solche Freude. Drum jauchzen wir Hosianna! Wir folgen all und singen dir zum Freudensaal das Halleluja für und für. und halten mit das Abendmahl. Phil. Nicolai, g. 1556, 4 1608. 7 534. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. *— 3 ů— 22 2— ——— 8— (Wenn ich einst von je ⸗nem Schlum⸗mer, wel-cher Tod heißt, — und, er-⸗löst von al⸗-lem Kum⸗mer, je ⸗nen schö- nern —.———. I—4 4———— 2.— L L 2 L——— auf ⸗er ⸗steh o dann wach ich an-ders auf, 5 Mor⸗gen seh, E— 1 II. 4r E— *— 23 denn am Ziel ist dann mein Lauf. Sor⸗gen, die mich 42¹ Wb¹DUMNAuNN 5. Lieder von den letzten Dingen. 4 4 4 + + I— I I 1 E——. E I—— angst⸗voll mach⸗ten, werd ich dann für Träu ⸗ me ach ⸗ ten. 2. Hilf, daß keiner meiner Tage, 3. Daß ich nicht untröstbar zittre, Vater, meiner Lebenszeit wenn mein letzter Tag erscheint, einst mich im Gericht verklage, mich nicht Höllenangst erschüttre, er sei ganz von mir entweiht! wenn mein Freund nun um mich weint, Auch noch heute wacht ich auf; lindre dann die Todespein, Herr, mein Gott, zu dir hinauf laß mein End ihm lehrreich sein, müsse jeder Tag mich leiten, daß ich ihn zum Himmel weise mich zur Ewigkeit bereiten! und dich, Herr des Todes, preise! Fr. G. Ulopstock, g. 1724, f 1805. 535. Mel. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr— Wi. Joh. 7, 1517. E ö— *—— ů 42—4 E — E 1 Wer sind die vor Got tes Thro⸗ ne? Was ist Trä⸗get je— i ⸗ mne. Kro⸗ ne, glän ⸗ zen ...—.—..— —..— 1—.——ͥ 2D— + das für ei ⸗ ne Schars 5 23———.— wie die Ster ⸗ne klar, Hal ⸗ le„ lu ⸗ ja sin ⸗ gen .— V I I —— + E 2 2——— 8 3——. 2 4 2 Ei— 3.—— l, lo ⸗-ben Gott mit ho- hem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, welcher seinen Feind geschlagen, hingestrecket in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide göttlicher Gerechtigkeit, angetan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Tod bezwungen, folgend nicht dem sünd'gen Heer, die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlitten Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott; 42² nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewend't. 6. Es sind Zweige eines Stammes, der uns Huld und Heil gebracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Dahin streck auch ich die Hände, o Herr Jesu, zu dir aus, mein Gebet ich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit: treibe, Herr, die Feinde weit! 9. Hilf mir in dem Kampfe siegen wider Sünde, Höll und Welt laß mich wenn eir Juͤhte m Herr, m 10. De men, u und aut als dein „ schn, lich so se Ferusal ist diese raut? lann Ri nur sein Ehr Geiste von E ten. iitre, „ re, hweint, Hände, sioen laß mich nicht danieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt! Führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 10. Daß mein Teil sei bei den From⸗ men, welche, Herr, dir ähnlich sind, und auch ich, der Not entnommen, als dein dir getreues Kind 53 B. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 535—-536 dann genahet zu dem Thron nehme den verheißnen Lohn! 11. Welches Wort faßt diese Wonne, wenn ich mit der heil'gen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leucht auch wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinr. Th. Schenck, g. 1656, f1e2r. 6. Eigene Melodie. 2 I 7— f S—— — . Wo sin⸗det die See⸗le die Hei⸗mat, die Ruh; wer EHr E 1.——.— N 2.— 2—— + + +— V e + + I +——..j„ + ... +.— +—2.—j—ßꝛ.t.— 1 2 DZ...‚..— 42 +—7— I I +— L 1 1.— I—— —67 deckt sie mit schüt⸗zen⸗-den Fit ⸗ti⸗chen zu? Ach bie⸗ D. N —————8 die Welt kei ⸗ ne Frei ⸗ statt uns an, wo EDDDEEE + EH—5— 2. 5— LVI.— I + E— + * 7 —— I I 8— Sün ⸗de nicht kom⸗men, nicht an ⸗ fech⸗ten kann? + L I ꝗX 2. Verlasse die Erde, die Heimat zu sehn, die Heimat der Seele, so herr⸗ lich so schön! Jerusalem droben, von Golde gebaut, ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? ½ Ja, ja 1 dieses allein kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. —. 2* +— Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht, die EEE————— 2 E 22.—— r.,,. Hei⸗mat der See⸗le ben im Licht. ist dro 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen die kennt man dort nicht; das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang bewillkommt die Seele mit sü⸗ ßem Gesang. 2) Ruh, Ruh:: himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Ludw. Jörgens, g. 1791, 4 um 18sꝰ. 26 Ehre sei dem vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 423 An hang derjenigen Melodien, welche an Stelle der vor den Gesängen stehenden gesungen werden können. 1. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 2. Freu dich sehr, o meine Seele. E—j.—.—.— H—. EAN 4. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. AD——.—. 16 ,,F ue, de Hi, Ean, X,ire Hiii ch dich, o Herr. 4 D— + Herzlich lieb hab i Anhang. —— —V+— 4 II i * 90 u + I + HN E— + N 1 aA I 3* + IIR 5557 2—.—7 iii E—— i — 25 +* IIR SI TE Iür E AA zir F4¹n¼—4 IU ILEU AURN D SS EI e ESII. + 120 1. 20* + IA Wde 4 8——* +. ISII +T 5 „IE ENN + 2. I A E — 2 4 + 1 E— *7 + 1 2. V. + I E 7. 1 Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. — + UU1 *—— ISII P I I—* IAil TTV 22 ** AE — S4 ++ S4A N XI TNU ¶᷑N — EEI IEB 8 +2— ITU * T 4— 1 II Cs E Aib. AIV + DN —— Was mein Gott will, gescheh allzeit. 9. —.— * 4 — —4 ——— —— 4 — ——.—.— 1 +1 —— —— E — —— 5 — I Agricola, Johann(Schnitter, Ma⸗ gister Grickel), Mitverfasser des In⸗ terim, g. 1492 zu Eisleben, 1566 als ofprediger zu Berlin. 316. Albert, Heinrich, g. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, 1651 als Organist zu Königsberg i. Pr. 418. Albinus, Johann Georg, g. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, 71679als Pfarrer zu Naumburg. 232.482.512. Allendorf, Joh. Ludw.Konrad g. 1693 u Josbach bei Marburg, 1 1773 als Pasoru. Scholarch zu Halle. 150.510. Altenburg, Mich., g. 1584 zu Alach b. Erfurt, 11640 a. Pastor z. Erfurt. 141. Amilie⸗Juliane, Gemahlin d. Gra⸗ fen Albrecht Anton z. Schwarzburg⸗ Rudolstadt, geb. Gräfin v. Barby, g. 1637, + 1706. 390. 449. 515. Angelus Silesius siehe Scheffler. AntonUlrich, Herzogz.Braunschweig⸗ Lüneburg, g.1633,regierend. Herzog v. Braunschweig⸗Wolfenbüttel seit1685, trat 1710 öffentl. zur römischen Kirche über, 1714 10 Salzdahlum. 368. 424. Arends, Wilh. Erasmus, 1721 als Pastor* Halberstadt. 331. Arndt, Ernst Moritz, g. 1769 zu Scho⸗ ritz auf Rügen, 1860 als Professor emer. der Geschichte zu Bonn. 32. 35. 67. 195. 248. 489. Arnold, Gottfried, g. 1666 zu Anna⸗ .. Königreich Sachsen, Professor zu Gießen, 41714 als Pastor und In⸗ spektor zu Perleberg. 327. 375. Bahnmaier, Jonath. Friedr., g. 1774 z. Oberstenfeldi.Württembergs 1841 als Dekan i. Kirchheim unter Teck. 171. Bäßler, Johann Leonhard, g. 1745, 71811 als Rektorz. Memmingen. 451. Becker, Kornelius, g. 1561 zu Leipzig, + 1604 als Professor der Theologie und Pastor daselbst. 176. 437. 459. Behm, Martin(Behemb, Bohemus), g. 1557 zu Lauban in der Oberlausitz, +1622 a. Past. prim. das. 65.413.425. Betichius, Joh., g. 1650 3. Steckby in Anh.⸗Zerbst, + 1722 als Diakonus zu Zerbst. 412. Bienemann, Kaspar(Melissander), g. 1540 zu Nürnberg, 1 1591 als Ge⸗ neralsuperintendentz. Altenburg.359. Verzeichnis der Dichter. 126 von Birken, Sigismund(Betulius), 1626 z. Wildstein b. Eger, 1681 als Puvatgelehnter i. Nürnberg. 78. 322. Blaurer, Ambrosius, g. 1492 zu Kon⸗ stanz, +1564 zu Winterthur. 124.387. von Bogatzky, Karl Heinr., g. 1690 zu Jankowe i. Schles., 1774 als Privat⸗ manni.Waisenhause z.Halle. 142.329. Ihredider od. MährischeBrüder. IhreLieder(zumTeil aus dem Böhmi⸗ schen übersetzt) gaben Mich. Weiße (41542 in Neutomischl)im Jahre 1531 u. Joh. Horn(th1547 zu 42.86.506. lau) im Jahre 1544 heraus. 86. 506. Bruhn, David, g. 1727 zu Memel, + 1782 als Pastor zu Berlin. 326. Buchka, Johann Simon, g. 1705 zu Arzberg b. Bayreuthf 1752als Hilfs⸗ prediger zu Hof im Voigtlande. 298. Chiomusus siehe Schneesing. Claudius, Matthias, d. Wandsbecker Bote, g. 1740 zu Reinfeld bei Lübeck, 1815als Bankrevisor z.Altona. 430. Clausnitzer, Tobias, g. 16180d.1619 zu Thum bei Annaberg, 1684 als kurpfälzischer Kirchenrat zu Weiden n der Oberpfalz. 13. 75. 138. Cramer, Johann Andreas, g. 1723 zu Jöhstadt im sächs. Erzgebirge, 41788 als Professor der Theologie und Pro⸗ kanzler der Universität Kiel. 391. Crasselius, Bartholomäus(Crasselt), g. 1667z. Wernsdorfi. Königr.Sachs., +1724 als Pfarrer z. Düsseldorf. 337. Dach, Simon, g. 1605 zu Memel,1659 als Professor d. Dichtkunst zu Königs⸗ berg i. Pr. 495. 531. Decius, Nikolaus(Hovesch?), Mönch i. Kloster Steterburg b.Braunschweig, 1523 evang. Prediger i.Stettin, F 1541 daselbst. 87. 134. Denicke, David, g. 1603 in Zittau(Kö⸗ nigreich Sachsen), +1680 a. Kammer⸗ u. Konsistorialrat i. Hannover, gab in Gemeinschaft mit Gesenius das(New ordentlich) hannöversche Gesangbuch von 1646 heraus. 172. 228. 254. 308. 321. 400. Derschow, Bernhard, g. 1591 zu Kö⸗ nigsberg i. Pr., 1639 als Professor der Theologie, Konsistorialrat u. Ober⸗ pfarrer daselbst. 190. Deßler zu Nüt Schule Diterid Berlin und P Keder Berlin Kirche umark Drese, 17⁰¹ Kapel Eber, terfra Gener Theolt Eleone zu Ste Englif Predi, Eschen Flemi i. Kön der V Frand Mede Dasell 6. inger ade tulius), Slals S.322. 3u Kon⸗ 24.35⁷ 1690;zu Privat⸗ 42.329. rüder. Böhmi⸗ Weiße re1531 igbunz⸗ & als Weiden 17²3 zu Monch chweig, F15⁴1 Verzeichnis Deßler, Wolfgang Christoph, g. 1660 zu Nürnberg, 1722 als Konrektor d. Schule zum Han Geist das. 251. 294. Diterich, Johann Samuel, g. 1721 zu Berlin, 11797 als Oberkonsistorialrat und Pastor daselbst. Herausgeber der Lieder für den öffentl. Gottesdienst, Berlin 1765, in welchem Buche er die Kirchenlieder auf das willkürlichste umarbeitete. 246. 299. Drese, Adam, g. 1620 zu Weimar(7), 1701 als fürstlich Schwarzburgischer zu Arnstadt in Thüring. Eber, Paul, g. 1511 zu Kitzingen i. Un⸗ terfranken, Freund Luthers, 1569 a. Generalsuperintendent u. Professord. Theologie z. Wittenberg. 382.491.501. Eleonore, Fürstin Reuß, geb. Gräfin zu Stolberg, g. 1835. 57. Englisch, Johann, g. in Buchsweiler, Predigeri. Straßbrg. i. C.,f1577.193. Eschenburg, Joh. Joachim, g. 1743 zu Hamburg, 4 1820z. Braunschweig als Professor der alten Literatur und Kanonikus. 349. Fabricius, Friedrich, g. 1642zu Stet⸗ tin, 1 1703 als Pastor daselbst. 122. Falk, Joh. Daniel, g. 1768 zu Danzig, + 1826 als Legationsrat zu Weimar. 47. 107. 129. 386. Fischer siehe Vischer. Fleming, Paul, g. 1609z. Hartenstein i. Königr. Sachsen, 1640 als Doktor der Medizin zu Hamburg. 366. Franck, Johann, g. 1618 zu Guben i. d. Niederlausitz, 1677 a. Bürgermeister daselbst. 63. 199. 219. 272. 389. 462. Franck, Michael, g. 1609 zu Schleu⸗ singen i. Thüringen, 1667 als Lehrer a.d. Stadtschule zu Koburg. 184. 481. Franck, Salomo, g. 1659 zu Weimar, + 1725 als Oberkonsistorialsekretär daselbst. 73. 92. 296. Francke, August Hermann, g. 1663 zu Lübeck, Begründer der Franckeschen Stiftungen in Halle, 11727 als Prof. d. Theologie u. Pastor zu Halle. 58. Franz, Agnes, g. 1794 in Militsch in Schlesien, +1843 in Breslau als Vor⸗ steherin einer Armenschule. 479. Freylinghausen, Joh. Anastasius, g. 1670 zu Gandersheim in Brschw., Schwiegersohn Franckes, + 1739 als der Dichter. astor und Direktor der Franckeschen tiftungen zu Halle. 238. 292. 372. Freystein, JohannBurchard, g. 1671 z.Weißenfels f 1718 a. Hof⸗u. Justiz⸗ rat zu Dresden. 338. Fricker, Johann Ludwig, 1766 als Pfarrer z. Dettingen unt. Urach. 159. Funk, Gottfried Benedikt, g. 1734 14 Hartenstein i. Königr. Sachs, +18¹⁴ als Konsistorialrat u. Rektor des Dom⸗ gymnasiums zu Magdeburg. 102. Garve, Karl Bernhard, g. 1763 zu Jeinsen b. Hannover, bis 1836 Pre⸗ diger der Brüdergemeinde zu Neusalz a. d. O. 41841 zu Herrnhut. 164.255. Gedicke, Lampertus, g. 1683 zu Gar⸗ delegen in der Altmark, 1735 als Feldprobst zu Berlin. 385. Gellert, Christian Fürchtegott, g. 1715 zu Hainichen i. sächsischen Erzgebirge, +1769 als außerordentlicher Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit u. Moral 3.Leipzig.33.76.106.160.166.191.307. 334. 342. 362.407. 408. 421. 432. 433. Gensch von Breitenau, Christoph, g. 1638 zu Naumburg, Hofrat d. Her⸗ zogs v. Plön u. dänischer Geheimrat, +1732 a. Privatmann z. Lübeck. 234. Gerhardt, Paulus, g. 1607z. Gräfen⸗ hainichen b. Wittenberg, 1651—-1657 Probst zu Mittenwalde in Branden⸗ burg, 1657-1667Diakonus z. Berlin, + 1676 als Archidiakonus zu Lübben. 28.29. 40. 42. 44.54. 61. 72. 85. 89. 93. 95. 128. 133. 250. 281. 317. 344. 346. 352.353.361.363.373.379.392.395. 399.406.414.427. 440. 446. 461. 463. 474. 487. 494. von Gersdorf, Henriette Katharina, g. von Friesen, g. 1648 zu Sulzbach, Gemahlin des kursächsischen Geheim⸗ rats v. G. in Dresden, Großmutter Zinzendorfs, 41726 zu Großhenners⸗ dorf bei Herrnhut. 323. Gesenius, Justus, g. 1601 zu Esbeck in Hannover, 41673 als Oberhofpre⸗ diger und Generalsuperintendent zu Hannover(siehe Denicke). 93. Gotter, Ludwig Andreas, g. 1661 zu Gotha, 1735 als Hof⸗ und Assistenz⸗ rat daselbst. 310. 332. 409. Göz, Christian Gottlieb, g. 1746 zu Hengen b. Urach, 4 1803 als Pfarrer zu Plieningen. 98. 427 Gramann, Joh.(Poliander), g. 1487 z. Neustadt i. Bayern, Freund Luthers, +1541 a. Past.z. Königsberg i. Pr.402. Gregor, Christian, g. 1723 z. Dirsdorf (Schles.), F1801 a. Bischof d. Brüder⸗ gemeinde z. Berthelsdorf. Herausg. d. Brüdergesangsb. v. 1778. 9. 168. 260. Grüneisen, Karl Georg, g. 1802 zu Stuttgart, 4 1878 daselbst als Hofpre⸗ diger und Oberkonsistorialrat. 468. Gryphius, Andreas, g. 1616 zu Groß⸗ glogau i. Schlesien, 4 1664 als Land⸗ schaftssyndikus daselbst. 486. Günther, Cyriacus, g. 1650 zu Gold⸗ bach bei Gotha, 1704 als Lehrer am Gymnasium zu Gotha. 265. Hagen, Peter, g. 1569 auf Gut Henne⸗ berg i. Ostpreußen, 4 1620 als Rektor der Domschule in Königsberg. 101. von Hardenberg, Friedrich Leopold, Freiherr(Novalis), g. 1772 auf Gut Wiederstedt i. Mansfeldischen, 41801 a. Assessor z.Weißenfels. 288.290.291. Härter, Franz, g. 1797 in Straßburg i. Els., 1 1874 als Pfarrer das. 267. Hartmann, Thomas, war 1604 Dia⸗ konus zu Eisleben. 113. Harttmann, Karl Friedr., g. 1743 zu Adelbergi. Württb., zuletzt Pfarrer in Lauffen a. N., 4 1815 i. Tübing. 301. Haslocher, Johann Adam, g. 1645 in Speier, 4 1726 als Konsistorialrat u. Hofprediger z. Weilburg i. Nassau. 10. Hausmann, Julie, g. 1826 zu Riga, Erzieherin,f 1902 i. Petersburg. 335. von Hayn, Henriette Luise, g. 1724 zu Idstein in Nassau, 4 1782 als Oberin d. ledigen Schwestern z. Herrnhut.478. Hecker, Heinrich Kornelius, g. 1699 zu Hamburg, 1 1743 als Pfarrer z. Meu⸗ selwitz bei Altenburg. 30. 173. Heermann, Johann, g. 1585 z. Raud⸗ ten im Fürstentum Wohlau in Schles., Pastor zu Köben in Schlesien, 4 1647 zu Lissain Posen. 77.79.100.158.162. 197.230. 233.237. 244. 259. 282.328. 350. 450. 464. 465. 470. 476. 490. Heinrich v. Laufenberg, Priester u.De⸗ kan z. Freiburgi. Breisgau,1455.500. Held, Heinrich, g. zu Guhrau i. Schles., um 1650 Sachwalter das. 21. 126. Helmbold, Ludwig, g. 1532 zu Mühl⸗ hausen i. Thüring., f 1598 a. Super⸗ intendent u. Pfarrer das. 377. 401. Verzeichnis der Dichter. 42 Hensel, Luise, g.1798z. Linum b. Fehr⸗ bellin, Tochter eines evangel. Pfar⸗ rers, trat 1818 zur römischen Kirche über, Erzieherin, Tz. Paderborn 1876. 438(gedichtet 1816). Herberger, Valerius, g. 1562z. Frau⸗ stadt i. Pos. 41627 a. Pfarrer das. 511. Herman, Niklas, 1 1561 in hohem Al⸗ ter als Kantor zu Joachimstal i. Böh⸗ men. 45. 99. 415. 435. 447. 514. Hermes, JohannTimotheus, g.1738z. Petznik b. Stargard i. Pomm., 1 1821 als Oberkonsistorialrat, Superinten⸗ dent u. Pastor prim. z. Breslau. 523. Herrmann, JohannGottfried, g.1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, Tals Ober⸗ hofprediger zu Dresden. 244. Herrnschmidt, Joh. Daniel, g. 1675 z. Bopfingen(Wuͤrttemb.), 1723 als Prof. d. Theol. u. Mitdirekt.d. Francke⸗ schen Stiftungen zu Halle. 357. 397. Herzog, Joh. Friedrich, g.1647z.Dres⸗ den, 1 1699 a. Rechtsanwalt das. 441. Hesse, Johann, g. 1490 zu Nürnberg, 1547 als Pfarrer zu Breslau. 507. Heunisch, Kaspar, g.1620 zuSchwein⸗ furt in Unterfranken, 11690 a. Super⸗ intendent daselbst. 529. Heyden, Sebald, g.1494(2)z.Nürnberg 1561 a. Rekt.d. Sebaldsschule das. 81. Hiller, Friedrich Konrad, g. 1662 zu Unteröwisheim b. Bruchsal, 11726 a. Kanzleiadvokat zu Stuttgart. 156. Hiller, Philipp Friedrich, g. 1699 zu Mühlhausen in Württemberg, 1769 als Pfarrerzu Steinheim am Aalbuch in Württemberg; 1751 verlor er seine Stimme. 2. 156. 245. 252. 274. Hoffmann, Gottfried, g. 16583z. Plag⸗ witz b. Löwenberg i. Schlesien, T 1712 als Rektor d. Gymnasiums zu Zittau im Königreich Sachsen. 517. Homburg, Ernst Christoph, g. 1605 zu Mühla b. Eisenach, 4 1681 a. Rechts⸗ konsulent zu Naumburg. 23.80. 116. Horn siehe Böhmische Brüder. Judä, Leo, g. 1482 z. Rappoldsweiler, +7 1⁵⁴2 als Pfarrer zu Zürich. 263. Jörgens, Ludwig, g. 1791 i. Güters⸗ loh, Pred. i.Amerika,f um 1837. 536. Keymann, Christian, g. 1607 zu Pan⸗ kraz in Böhmen, 4 1662 als Rektor des Gyumnasiums zu Zittau im König⸗ reich Sachsen. 39. 280. Klopst Qued ratu. La Knak, zu Be in Dü Knapr 118⁰ 71.11 Knoll, in Se Spro Knorr 1636 als 0 Suh Krauf Greu 1746 intene Krauf bergi inten Krum zu T als r men. Kuntl zu Li dent; Küster Watz super Lampt Bren er seine 9 Plag⸗ 117¹⁶ Zittau 60⁵3u hecht⸗ 0.1¹6 weilet, 25 süen. 7. 5 VPon⸗ Rellor öͤnig⸗ Klopstock, Friedr. Gottlieb, g. 1724 z. Quedlinburg, 1803 a. badischer Hof⸗ rat u. dänischer Legationsrat zu Ham⸗ burg. 18. 185. 188.483.518.532.534. Knak, Gustav Friedr. Ludwig, g. 1806 zu Berlin, + 1878 als Pastor z. Berlin in Dünnow b. Stolpmünde. 460.526. Knapp, Albert, g. 1798 zu Tübingen, +1864 als Stadtpfarrer zu Stuttgart. 71. 119. 148. 151. 167. Knoll, Christoph, g. 1563 zu Bunzlau in Schlesien, 11621 als Diakonus zu Sprottau in Schlesien. 492. Knorr von Rosenroth, Christian, g. 1636 z. Altraudten i. Schlesien, +1689 als Geheimrat u. Kanzleidirektor zu Sulzbach in der bayr. Oberpfalz. 422. Krause, Johann Gottfried, g. 1685 zu Greussen im Schwarzburgischen, 4 1746 als Hauptpfarrer und Super⸗ intendent zu Dahma. 345. Krause, Jonathan, g. 1701 zu Hirsch⸗ berg in Schlesien,. 1762 als Super⸗ intendent zu Liegnitz. 7. Krummacher⸗ Friedr. Adolf, g. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, 4 1845 als reform. Pastor emerit. zu Bre⸗ men. 36. 149. Kunth, Johann Sigismund, g. 1700 zu Liegnitz, 4 1779 als Superinten⸗ dent zu Baruth i. d. Oberlausitz. 521. Küster, Elieser Gottlieb, g. 1732 zu Watzum, 1799 a. Pastoru. General⸗ superint. z. Braunschweig. 179.(234.) Lampe, Friedrich Adolf, g. 1683 zu Bremen, 17²9 als reform. Prediger an St. Ansgarii daselbst. 527. Lange, Joachim, g. 1670 zu Garde⸗ legen in der Altmark, +1744 als Pro⸗ fessor der Theologie zu Halle. 426. Laufenberg siehe Heinrich. Laurenti, Laurentius(Lorenz Loren⸗ zen)/ 15 1660 zu Husum, 1722 als Musikdirektor u. Kantor zu Bremen. 83. 110. 225. 519. Lavater, Johann Kaspar, g. 1741 zu Zürich, 4 1801 als reformierter Pre⸗ diger daselbst. 55. 165. 246. 306. Leon, Johann, g. 35 Ohrdruf in Thü⸗ ringen, 4 1597 als Pastor zu Wölfis bei Ohrdruf. 497. 498. Liebich, Ehrenfried, g. 1713 zu Probst⸗ hain b. Liegnitz,+1780 a. Pastorz. Lom⸗ nitz bei Hirschberg in Schles. 123.454. Verzeichnis der Dichter. Lindemann, Johann, 1580—1630 Kantor z. Gotha. Er soll a. d. Familie der Mutter Luthers stammen. 276(2). Liscow, Salomo, g. 16403z. Niemitzsch in der Lausitz, 4 1689 als Diakonus z. Wurzen im Königr. Sachsen. 420. Löscher, Valentin Ernst,g.1673z. Son⸗ dershausen,f1749a. Oberkonsistorial⸗ rat u. Superintend. z. Dresden. 227. von Löwenstern, Matthäus Apelles, g. 1594 zu polnisch Neustadt bei Op⸗ peln in Schlesien, 4 1648 als kaiser⸗ licher Rat zu Breslau. 147. 456. Ludämilia Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg-Rudolstadt, g. 1640, +1672 a. Braut d. Graf. Chr. Wilh. v. 8607 u 275. Luise Henriette, Tochter d. Prinzen Heinrich Friedrich v. Oranien, g. 1627 im Haag, Gemahlin d. Großen Kur⸗ fürsten Friedr. Wilhelm v. Branden⸗ burg, + 1667 zu Berlin. Es ist zweifel⸗ haft, ob die ihr zugeschriebenen Lieder von ihr verfaßt sind. 223. 525. Luther, Martin, g. 10. Novemb. 1483 zu Eisleben, 4am 18. Februar 1546 daselbst. 41.51.52. 97. 105. 125. 127. 136. 139.140. 143. 146. 153. 187. 192. 216.253.258.339. 466.504. 505. 506. Magdeburg, Joachim, g.15253. Gar⸗ delegen in der Altmark, nach 1583 als Prediger im Osterreichischen. 383. Mathesius, Johann, g.1504 zu Roch⸗ litz im Königr. Sachsen, als Student Luthers Haus⸗ u. Tischgenosse, 41565 als Pastor zu Joachimstal. 471. Melissander siehe Bienemann. Mentzer, Johann, g. 1658 zu Jahma i. d. Lausitz, 1734 als Pastor zu Kem⸗ nitz bei Bernstadt in der drich,g 403. von Meyer, Johann Friedrich, g.1772 zu Frankfurt a. M., 1 1849 als Ap⸗ pellationsgerichtspräsident das. 348. Meyfart, telim Matthäus, g. 1590 zu Walwinkel im Gothaischen, 11642 als Professor d. Theologie u. Pastor u Erfurt. 524. ohr, Joseph, g. 1792 zu Salzburg, katholischer Priester, 41848 als Vikar u Wagrein im Salzkammergut. 50. oller, Martin, g. 1547 zu Kropstädt b. Wittenberg, 11606 als Pastor prim. zu Görlitz in der Lausitz. 341. 429 Müller, Michael, g. 1673 zu Blanlen⸗ burg a. Harz, T 1704 als Kandidat der Theol. z. Schaubecki.Württemberg 62 Münter, Balthasar, g. 1735 zu Lubeck. + 1793 als Pastor an der deutschen Kirche zu Kovenhagen. 180. 522. Nachtenhöfer, Kaspar Friedr g. 1624 3. Halle, 11685a Past. z. Koburg 34. Neander, Joachim, g. 1650 zu Bre⸗ men, f 1680 als reformierter Dia⸗ konus daselbst. 229 396. 410 431 Neander, Christoph Friedr.,g. 1724;. Eckau i Kurland, f 1802 als Proyst z Gränzhof in Kurland 174 218 423 Nerreter, David, g. 16493 Nurnberg, 17263 Stargarda Generalsuperint. d. Herzogtums Hinterpommern 351 Neum ann, Kaspar, g.16483. Breslau, 1715 als Kircheninspektor u. Pastor prim daselbst 6 120 434. 439 457. Neumark, Georg, g 1621 z. Langen⸗ salza i. Thür, 1 1681 als Bibliothekar u. Archivsekretär zu Weimar 384.506 Neumeister, Erdmann, g 1671 zu Uchteritz bei Weißenfels, T 1756 als Hauptpastor zu Hamburg. 64. 182 249. 268 324. 445. 484. Neunherz, Ihleiten g. 1653 zu Wal⸗ tersdorf in Schlesien, 1737 als Ober⸗ pfarrer zu Hirschberg. 115. Neuß, Heinr. Georg, g. 1654 z. Elbin⸗ gerode i. Harz, 1 1716 a. Konsistorial⸗ rat u. Superint. z. Wernigerode. 300. Nicolai, Philipp, g. 1556 zu Menge⸗ ringhausen in Waldeck, F 1608 als Hauptpastor zu Hamburg 293. 533. Novalis siehe Hardenberg. Olearius, Johann, g. 1611 zu Halle, + 1684 als Oberhofprediger und Ge⸗ neralsuperintendent zu Weißenfels. 5. 27. 74. 169. 340. 393. Pauli, Joachim, g. um 1636 zu Wils⸗ nack in der Mittelmark, 1674 Haus⸗ lehrer zu Berlin. 161. Paulmann, Johann Ludwig, g.1728 zu Vorwohie, 1807 als Pastor zu Braunschweig. 389 von Pfeil, Christoph Karl Ludwig, 3* 1712 zu Grünstadt in der bayrischen Pfalz, württembergischer Geh. Le⸗ gationsrat, +1784 als preußischer Ge⸗ heimrat und Minister zu Deufstetten im Ansbachschen. 336. 475. Verzeichnis der Dichter 430⁰ Pietsch, Johann Valentin, g. 1690 zu Königsberg, f 1733 als Professor der Dichtkunst daselbst. 109. Poliunder siehe Gramann. Prätorius, Benjamin, g. 1636 zu Obergreißlaub Weißenfels, F 1674(5) als Pastor zu Großlissa bei Delitzsch in der Provinz Sachsen. 333 Puchta, Christian Rudolf Heinrich, g. 1808 zu Kadolzburg i ⸗Mittelfrank., 1 1858 als Pastor zu Augsburg. 455 Räder, g. 1815 zu Elberfeld, 41872 daselbst als Handlungsgehülfe. 358. Rambach, Johann Jakob, g. 1693 zu Halle, 4 1735 als Professor d. Theol und Superintendent zu Gießen. 175. 183.196.221. 256. 264. 266.277. 283. Reusner, Adam(Reißner), g. 1496 zu Mindelheim, Geheimsekr. Georgs von Frundsberg, ein Anhänger Schwenk⸗ feldts, Fum 1575 in s. Vaterstadt. 367. Richter, Christian Friedrich, g. 1676 zu Sorau in der Lausitz. F1711 als Arzt des Waisenhauses zu Halle. 48. 303. 304. 305. 313. 354. 419. Ringwald, Bartholomäus, g. 1530 u Frankfurt a. d. Oder, 1598 als Pfarrer zu Langenfeld in der Neu⸗ mark 220. 448. 520. Rinkart, Martin, g. 1586 zu Eilen⸗ burg i. d. Provinz Sachsen, 11649als Archidiakonus daselbst. 314. 398. Rist, Johann, g. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, f1667 als Pastor zu Wedel an der Elbe in Holstein. 19. 59. 66. 88. 186. 198. 224. 444. 528. Rodigast. Samuel, g. 1649 zu Gröben bei Jena. 1708 als Rektor am grauen Kloster zu Berlin. 380. Rothe, Johann Andreas, g. 1688 zu Lissa b Görlitz i. d. Lausitz, Pfarrer zu Berthelsdorf, 4 1758 als luth. Pastor z. Thommendorf i. d. Lausitz. 247.513. Rückert, Friedr., g. 1789 zu Schwein⸗ surt a. Main, Professor in Erlangen und Berlin, 1866 als preußischer Geheimrat zu Neuseß bei Koburg. 20. Ruopp, Johann Friedrich, g. zu Straß⸗ burg, f 1708 als Adjunkt der theologi⸗ schen Fakultät zu Halle. 302. Rutilius, Martin(Rüdeh), g. 1550zu Düben in der Prov. Sachsen, 4 1618 als Diakonus zu Weimar. 213. Sacer, Mauml kat zu! Sachse, 9.178⁵ burg, sistoria Schade Kühnd Diakor Schalli burg, f Scheffl 9.162 zogs vi Kirche bischof Iu Bre Scheid Walde Württ⸗ „Biblio Schein zu Gr leich e tor zu Schene Oshei Schenl Heidel 117² von Se 60 als R Schieb burg, Re⸗ Schirr er Nell⸗ Eilen⸗ 1649als nsen bei UWedel 59.66. Groben grauen 100eY l farrer zů . Pastor .15 e rlangen eußischer g.A Mel cheolog⸗ ö 5505f 1 11 Verzeichnis Sacer, Gottfried Wilhelm, g. 1635 zu Naumburg, 1699 als Kammeradvo⸗ kat zu Wolfenbüttel. 508. Sachse, Christian Friedrich Heinrich, g. 1785 zu Eisenbergi Sachsen⸗Alten⸗ burg, 4 1860 als Hofprediger u. Kon⸗ sistorialrat in Altenburg. 516. Schade, Johann Kaspar, g. 1666 zu Kühndorf bei Meiningen, 1698 als Diakonus zu Berlin. 82. 239. 370. Schalling, Martin, g. 1532 zu Straß⸗ burg, 11608 a. Past. z.Nürnberg. 311 Scheffler, JohannAngelusSilesius). g. 1624 zu Breslau, Leibarzt des Her⸗ zogs von Ols, trat 1653 zur römischen Kirche über, geistlicher Rat des Furst⸗ bischofs f 1677i. Kloster St. Matthias zu Breslau 261 270. 278. 325. Scheidt, Christian Ludwig, g. 1709 zu Waldenburg bei Schwäbisch⸗Hall in Württemberg, f 1761 als Hofrat und „Bibliothekar zu Hannover 240. Schein, Wanbe ermann, g. 1586 zu Grünhain bei Zwickau im König⸗ reich Sachsen f1630 als Musikdirek⸗ tor zu Leipzig 502. Schenck, Hartmann, g 1634 zu Ruhla bei Eisenach, 1681 als Pfarrer zu Ostheim vor der Röhn 16 Schenk, Heinrich Theobald, g. 1656 zu Heidelbach a d Schwalm in Hessen. 11727 als Stadtpfarreri Gießen 535. von Schenkendorf, Ferdinand Max Gottfried, g 1784 zu Tilsit, f1817 als Regierungsrat zu Koblenz. 31. Schiebeler, Daniel, g. 1741 zu Ham⸗ burg, f daselbst 1771 als Doktor der Rechte und Advokat. 37. Schirmer, Michael, g. 1606 z. Leipzig. +1673 als Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster zu Berlin. 26.130. Schlosser, Ludwig Heinrich, g. 1663 zu Darmstadt, 1723 als Prediger zu Frankfurt a. M. 473. v. Schmid, Christ., g. 1768 in Dinkels⸗ bühl, 4 1854 als Domherr in Augs⸗ burg. 43. Schmidt, Johann Eusebius, g. 1669 zu or zu Sreb bei Erfurt, f1745 als Pastor zu Siebleben bei Gotha. 154. Schmolck, Johann Benjamin, g. 1672 zu Brauchitschdorf b. Liegnitz, 2173 als Pastor prim. und Inspektor zu Schweidnitz. 12.15.22.60.90.104.112. 431 der Dichter 132.170.177. 236. 257. 299.309.315. 356.365. 436.458. 496. 499. 503.530. Schneesing, Johann(Chiomusus), g. zu Frankfurt am M., T 1567 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. 214. Schröder. Johann Heinrich, g. 1667 u Springe bei Hannover, 1699 als farrer zu Meseberg b. Wollmirstedt in der Provinz Sachsen. 242. 319 Schütz, Johann Jakob, g.1640z.Frank⸗ furt a. M., 1 1690 als Advokat u. ver⸗ schiedener Reichsstände Rat das. 405 Scriver, Christian, g 1629 zu Rends⸗ burg, Pastor zu Magdeburg, f 1693 als Oberhofprediger und Kirchenrat zu Quedlinburg 273. 429 Schwedler, Joh. Christoph, g. 1672 3 Krobsdorf i. Schles., 1730 als Pfar⸗ rer zu Niederwiese in der Oberlausitz. 29⁵ Selnecker, Nikolaus, g. 1532 zu Hers⸗ bruck b. Nürnberg. Schüler Melanch⸗ thons, Professor in Leipzig und Jena auch Superintendent in Hildesheim Mitarbeiter an der Konkordienformel. 1592 als Professor d. Theologie und Superintendent zu Leipzig 11 144. bon Senitz. Elisabeth. g. 1629 z. Ran⸗ kau in Schlesien, Hoffräulein am Hofe zu Brieg und zu Ols f 1679. 84. Siegfried, Johann, g. 1564, 4 1637 als Superintendent zu Schleiz. 498. Sophie Eleonore, Herzog. z. Braun⸗ schweig⸗Bevern, g. 1674, 4 1711 als Kanonissin zu Gandersheim. 49. Spangenberg, Johann, g. 1484 zu Hardegsen(Hannover), seit 1524 der erste evang Prediger an St. Blasien in Nordhausen f 1550 als Superin⸗ tendent zu Eisleben 215. Spengler, Lazarus, g. 1479 zu Nürn⸗ berg, Rechtsgelehrter u. Ratsschreiber dasFreund Luthers u. Beförderer der Reformat., 1 1534 z. Nürnberg. 217. Speratus, Paul(Hoffer), g. 1484 zu Röthlen bei Ellwangen, 1524 Hofpre⸗ diger Herzog Albrechts von Preußen. luth. Bischof von Pomesanien, f1554 zu Marienwerder. 243. Spitta, Karl Johann Philipp, g. 1801 zu Hannover, f 1859 als Superinten⸗ dent zu Burgdorf bei Hannover. 111. 152. 155.178. 182.364. 469. 472. 509. Starck, Johann Friedrich, g. 1680 zu Hildesheim, 1 1756 als Pastor u. Kon⸗ sistorialratz. Frankfurt a. M. 231.480. Stegmann, Josua, g. 1588 zu Sulz⸗ feld bei Meiningen, 1 1632 als Pro⸗ fessor der Theologie und Superinten⸗ dent zu Rinteln. 145. Steuerlein, Joh., g. 1546 z. Schmal⸗ kalden, 1613 als Stadischultheiß zu Meiningen. 56 Stip, Gerhard Chryno Hermann, g. 1809 zu Norden i. Ostfriesland, einige Jahre Pastor z. Osteel b.Norden, Fals Privatmann 1882 zu Potsdam. 417. Stockfleth, Heinri Arnold(Dorus), g. 1643 zu Alfeld in Hannover, 1708 als Kirchenrat, Oberhofprediger und Generalsuperintendent z. Mönchsberg bei Bayreuth in Mittelfranken. 388. Stöber, Adolf, g. 1810 zu Straßburg i. Els., 4 1892 zu Mülhausen i. E. als emer. Pfarrer und Konsistorial⸗ präsident. 181. Stolshagius, Kaspar, 1591 Pastor zu Iglau in Mähren. 103. Sturm, Christoph Christian, g. 1740 zu Augsburg, 1786 als Hauptpastor in Hamburg. 326. 347. Sturm, Julius, geb. 1816 zu Köstritz, 11896 als Pfarrer daselbst. 14. 467. Tersteegen, Gerhard,g.1697zu Mörs, 1769als Bandmacher zu Mühlheim d. d. Ruhr(reform.). 1. 4. 121. 262. 269. 279. 318. 320. 442. Thilo, Valentin, der jüngere, g. 1607 zu Königsberg i. Pr., 41662 als Pro⸗ fessor der Beredsamkeit daselbst. 26. Tietze, Christoph(Titius), g. 1641 zu Wilkau b. Breslau, 170Zals Pastor zu Hersbruck bei Nürnberg. 222. 376. Tollmann, Gottfried, g. 1680 zu Lau⸗ ban in der Lausitz, 4 1766 als Pastor zu Leube b. Görlitz in der Lausitz. 453. Bischer, Christoph, g. zu Joachimstal in Böhmen, 1 1600 als Generalsuper⸗ intendent zu Celle. 94. Wegelin, Josua, g. 1604 zu Augs⸗ burg, f 1640 als evang. Pfarrer zu Preßburg in Ungarn. 117. Weiße, Michael, g. zu Neisse i. Schle⸗ sien, Pfarrer zu Landskron u. Fulneck in Mähren, 1542 als Vorsteher der Brüder in Neutomischl. 404.(siehe auch Böhmische Brüder.) Verzeichnis der Dichter. 432 Weiße, Christian Felir, g. 1726 zu Annaberg, 11804 als Kreissteuerein⸗ nehmer zu Leipzig. 289. Weissel, Georg, g. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, 1635 als Prediger zu Königsberg i. Pr. 24. 108. 287. Werner, Georg, 1589z. Pr.⸗Holland, P. 700 Diakonus zu Königsberg i. Pr. 70. Wiaderhronm l. Eiiaß, S g. 1810 zu Niederbronn i. Elsaß, Spezereihänd⸗ ler, 41877 als Mitglied des Kirchen⸗ vorstandes daselbst. 374. Wiesenmeyer, Burkhard, um 1640 Lehrer am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin, nach 1653 als Pfarrer in Petershagen. 428. Wilhelm II., Herzog zu Sachs.Weim. 9. 1598 zu Altenburg, 1 1662 zu Wei⸗ mar. 8. Winckler, Johann Josef, g. 1670 zu Lucka in der Lausitz, 1 1722 als Kon⸗ sistorialratu. Domprediger zu Magde⸗ burg. 330. 369. Wolf, Jakob Gabriel, g. 1684(1683) Greifswald 1754 als Hofrat und Professor der Rechte zu Halle. 286. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, g. 1725 zu Friedrichsfelde bei Berlin, 41761 als Stadtpfarrer zu Bunzlau i. Schle⸗ sien. 163. 194. Zeibich, Christoph Heinr., g. 1677 zu Mölbis bei Leipzig, 1748 als Pro⸗ fessor d. Theologie, Konsistorialassessor und Probst zu Wittenberg. 200. von Zinzendorf, Graf Nikolaus Ludwig, g. 1700 zu Dresden, Stifter der evang. Brüdergemeinde, f 1760 zu Herrnhut. 9. 168. 241. 271. 477. von ns des Ponr Graf Christian Re⸗ natus, des Vorigen Sohn, geb. zu Herrnhut 1727, f daselbst 1752. 3. Zwick, Johann, g. um 1496 zu Kon⸗ stanz, f1542 als reform. Pfarrer sei⸗ ner Vaterstadt zu Bischofzell in der Schweiz während der Pest. 118. Unbekannt sind die Verfasser folgender Lieder: 17. 38. 46. 69. 96. 114. 131. 135. 137. 157. 189. 226. 235. 284. 297. 312. 343. 355. 371. 378. 381. 383. 394. 411. 416. 436. 443. 452. 485. 488. 493. Nach dem Lateinischen. 68. 394. 1235 zu leuerein⸗ Domnau ediger zu . Holland, nigsberg 1810 zu reihänd⸗ Kirchen⸗ im 164⁰ grauen 653 als . Weim. zu Wei⸗ 1670 zu ls Kon⸗ Magde⸗ 401689 frat und le. 286. „6.17²⁵ 11501 i.Schle⸗ 167⁷zu als Pro⸗ lassessor 200. Lektiynar enthaltend Episteln und Evangelien auf die Bonn- und Festtage nebst Alttestamenklichen Teaten lowie die Tridensgeschichte unsers Berrn und Beilandes Jesu Christi und die Beschreibung der Zerstörung der Stadt Jerusalem. Dazu eine Bibellesetafel. Wolfenbüttel. Kommissionsverlag von Julius Swißler. Episteln und Evangelien. Erster Jahrgang. Am 1. Sonntage des Advents. Epistel. Röm. 13, 11—14. Weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf; sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir gläubig wurden; die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeikommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes. Lasset uns ehrbarlich wandeln als am Tage; nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Un⸗ zucht, nicht in Hader und Neid; sondern ziehet an den Herrn Jesum Christ, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Evangelium. Matth. 21, 1—9. Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage, an den Olberg, sandte Jesus seiner Jünger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr; löset sie auf, und führet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: „Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig, und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.“ Die Jünger gingen hin, und taten wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider drauf, und setzten ihn drauf. Aber viel Volks brei⸗ tete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Am 2. Sonntage des Advents. Epistel. Röm. 15, 4—13. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seid unter einander nach Jesu Christ, auf daß ihr einmütiglich mit Einem Munde lobet Gott und den Vater un⸗ sers Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu be⸗ stätigen die Verheißungen, den Vätern geschehen; daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet:„Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.“ Und abermal spricht er:„Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!“ Und abermal:„Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Bölker!“ Und abermal spricht Jesaja:„Es wird sein die Wur⸗ zel Jesses, und der auferstehen wird, zu herrschen über die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.“ Der Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr völlige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geistes. 233 Evangelium. Tuk. 21, 25—36. Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und werden zagen; und das Meer und die Vasserwog und vor W Kräfte wer bommen in get zu gesc lösung nah alle Bäum jeht der Se daß das R vergehen,k Worte ver mit Fresse schnell übe wohnen. entfliehen Am Dafü tes Gehein reu erfund oder vone mir nichts der mich r wird ans offenbarer 90 Da a Jünger zu eines ande Het Johan men gehen auf, und! an mir ar hannes:9 schen, das hen? Wo Rlider tr u sehen denn ein meinen 6 Am „ Drer Andigkei dern in 0 Gal kunt vewahre 14. szustehen rden; die legen die hrbarlich und Un⸗ rist, und t0, sandte ecken, der in Füllen d sagen, hah aber a pricht: ind reitet gingen und das olls brei⸗ nen, und chrie und NNamen 13. dab wir & Geduld zach Jelu Bater un⸗ hwie euch Christu⸗ 65, zu be⸗ hott loben ich loben „Freult e heiden, die Wur⸗ u werden eude und heligen nen und und die Erster Jahrgang. 3 Wasserwogen werden brausen; und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfän⸗ get zu geschehen, so sehet auf, und erhebt eure Häupter, darum daß sich eure Er⸗ lösung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume; wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. HDimmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht. Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. So seid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Am 3. Sonntage des Advents. Epistel. 1. Kor. 4, 1—5. Dafür halte uns jedermann: für Christi Diener und Haushalter über Got⸗ tes Geheimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist's ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Denn ich bin mir nichts bewußt; aber darinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott das Lob widerfahren. Evangelium. Matth. 11, 2—10. Da aber Johannes im Gefängnis die Werke Christi hörete, sandte er seiner Jünger zween und ließ ihm sagen: Bist Du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und sa⸗ get Johannes wieder, was ihr sehet und höret: Die Blinden sehen, und die Lah⸗ men gehen, die Aussätzigen werden rein, und die Tauben hören, die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir ärgert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Jo⸗ hannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu se⸗ hen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häusern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet:„Siehe, Ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.“ Am 4. Sonnkage des Advents. Epistel. Philipp. 4, 4—7. Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kundsein allen Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, son⸗ dern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu! 1* Episteln und Evangelien. Evangelium. Joh. 1, 19—-28. Und dies ist das Zeugnis des Johannes, da die Juden sandten von Jeru⸗ salem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Ant⸗ wort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagest du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern; und fragten ihn und sprachen zu inm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elia, noch der Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der ist's, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. Dies geschah zu Bethabara jen⸗ seit des Jordans, da Johannes taufte. Am 1. Weihnachtstage. Epistel. Tit. 2. 11—14. Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen, und züchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilan⸗ des, Jesu Christi, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. Evangelium. Luk. 2, 1—14. Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus aus⸗ ging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste, und geschah zur Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Jo— seph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Da— vids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Da— vids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte— Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihrer Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuch⸗ tete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln ge⸗ wickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen! Am 2. Weihnachtstage. Epistel. Tit. 3, 4—8. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilan⸗ des,— nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner und Erneu durch Jesu und Erben Steyl unter dem tiner, und waren, un der Weisl Maͤnner, wider Go traten her sche Zeuge wider dies sus von N gegeben h. sicht wie e auf gen g Gottes m ur Recht stürmeten Und die Saulus, Ren Geist nihtl Un Und einander: geschehen hede, M. schen hat War. Und sagt hatte Und die gehöret! N A Knechte den Vor auch wir Satzung einem R ren, erlo — E Erster Jahrgang. nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christ, unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. von Jeru⸗ belannte agten ihn hetꝰ Und Oder die Lektiyn am Feiertage Stephani. wir Ant Apystelgesch. 6, 8—15; 7, 55—59.. bont Stephanus aber, voll Glaubens und Kräfte, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heißet der Liber⸗ von d tiner, und der Kyrener und der Alexanderer und derer, die aus Cilicien und Asien ö Hr 465 waren, und befragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht zu widerstehen WMWW“ ihnen u der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche ö 494 0 nicht Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehöret Lästerworte reden wider Mose und ö . debic wider Gott. Und bewegten das Volk und die Altesten und die Schriftgelehrten; und abara sen traten herzu, und rissen ihn hin, und führeten ihn vor den Rat; und stelleten fal⸗ sche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch höret nicht auf, zu reden Lästerworte ö wider diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn hören sagen: Je⸗ ö züchtiget sus von Nazareth wird diese Stätte zerstören, und ändern die Sitten, die uns Mose** hen Lüste, gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saßen, und sahen sein Ange⸗ I +* die selige sicht wie eines Engels Angesicht.—Wie er aber voll heiliges Geistes war, sah er W Heilan⸗ auf gen Himmel, und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten ö N 4 sete von Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen, und des Menschen Sohn ö das fleißig zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und— stürmeten einmütiglich auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. ö Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß ö justus aus⸗ Saulus, und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm mei⸗ rerste, und nen Geist auf! Er kniete aber nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Sünde** nann ging⸗ nicht! Und als er das gesagt, entschlief er. 3 f auch Jo⸗ Evangelium. Tuk. 2, 15—20.— Stadt Da⸗ Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten unter MN hlechte Da⸗ einander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem, und die Geschichte sehen, die da +* Weibe, die geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend, und fanden dren solte beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber ge⸗ ö ihn in eine sehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kind gesagt ren Hitten war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten ge— lachts ihrer sagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte, und bewegte sie in ihrem Herzen. herrn leuch⸗ Und die Hirten kehreten wieder um, preiseten und lobten Gott um alles, das sie n Firhi⸗ gehöret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. ö dt Am Sonntage nach Weihnachten. Epistel. Gal. 4, 1—7. n der Stad 4 Undeln ge⸗ Ich sage aber, solange der Erbe unmündig ist, so ist zwischen ihm und einem die Menge Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; sondern er ist unter Gott in der den Vormündern und Pflegern bis auf die Zeit, die der Vater bestimmt hat. Also ö auch wir, da wir unmündig waren, waren wir gefangen unter den äußerlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von ——ũ— einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz wa⸗ er uden ren, erlöste, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott en, ondern 6 Episteln und Evangelien. gesandt den Geist seines Sohns in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hie kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder; sind's aber Kinder, so sind's auch Erben Gottes durch Christum. Evangelium. Tuk. 2, 33-40. Und sein Vater und Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird(und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betaget, und hatte ge⸗ lebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft; und war nun eine Witwe bei vier und achtzig Jahren; die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde, und pries den Herrn, und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Je⸗ rusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehreten sie wieder nach Galiläag zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnade war bei ihm. Am Neujahrstage. Epistel. Gal. 3, 23—29. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht wür⸗ den. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmei⸗ ster. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche, hie ist kein Knecht noch Freier, hie ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal Einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Same und nach der Verheißung Erben. Evangelium. Tuk. 2, 21. Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mut⸗ terleibe empfangen ward. Oder für die Altarvoyrlesung. Pfsalm 90. HErr, Gott, Du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wur⸗ den, und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, der du die Menschen lässest sterben, und sprichst: Kommt wieder, Men⸗ schenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf; gleich wie ein Gras, das doch bald welk wird, das da frühe blü⸗ het und bald welk wird, und des Abends abgehauen wird und verdorret. Das ma⸗ chet dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen. Denn unsre Missetaten stellest du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte. Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet sieben⸗ zig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als slöͤgen wit sich vor so daß wir kl ten gnädit lich sein u gest, nache deine Ehr dere das L An In! ser; welck nicht das mit Gott den Him die Kräft Zud von ihm daß ich v und spra zu erfüll auf aus den Gei siehe, ein chem ich HErrn g kel die L über dir Glanz versamn Döhter ö ausbreck De Herode chen: L im Mor rete, ers briester ber Vatert / so sindẽs edet ward. ieser wird ichen, dem Y„ auf daß „ Hanna, d hatte ge⸗ nun eine e Gott mit en Stunde, ung zu Je⸗ des Herrn, nd wuchs, ihm. ahret und 8 Gesetz rocht wur⸗ Zuchtmei⸗ m Jesum. zogen. Hie ann noch sti,so seid ward sein rim Mut⸗ jerge wur⸗ E wigkeit der, Men⸗ ergangen und sind frůhe blü⸗ Oas ma⸗ lich dahin zünde in⸗ ich deinen ret stebelt + höflic ahin/ ab⸗ Erster Jahrgang. 7 flögen wir davon. Wer glaubt's aber, daß du so sehr zürnest? Und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. HErr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knech⸗ ten gnädig! Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröh⸗ lich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange pla⸗ gest, nachdem wir so lange Unglück leiden. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern. Und der HErr, unser Gott, sei uns freundlich, und för⸗ dere das Werk unsrer Hände bei uns; ja das Werk unsrer Hände wolle er fördern! Jür die Predigt freier Cext. Am Sonnkage nach Neujahr. Epistel. 1. Petr. 3, 20— 22. In der Arche Noahs wurden wenige, das ist acht Seelen, gerettet durchs Was⸗ ser; welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats an Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott, durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte. Evangelium. Malth. 3, 13—17. Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und Du kommest zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt also sein; also gebühret es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald her⸗ auf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf über ihm. Und er sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an wel⸗ chem ich Wohlgefallen habe. Am Jeste der heil. drei Rönige, Epiphanias. Irsaja 60, 1—6. Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HErrn gehet auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich, und Dun⸗ kel die Völker; aber über dir gehet auf der HErr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. Und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf, und siehe umher! Diese alle versammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen, und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. Dann wirst du deine Lust sehen, und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern, und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und aus Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des HErrn Lob verkündigen. Evangelium. Matth. 2, 1—12. Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland gen Jerusalem und spra⸗ chen: Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der König Herodes hö⸗ rete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem; und ließ versammeln alle Hohe⸗ priester und Schriftgelehrten unter dem Volk, und erforschete von ihnen, wo Christus 8 Episteln und Evangelien. sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also stehet geschrieben durch den Propheten:„Und du, Bethlehem im jüdischen Lan⸗ de, bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir der kommen, der über mein Volk Israel ein Herr sei.“ Da berief Herodes die Weisen heimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kind⸗ lein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme und es an⸗ bete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet, und gingen in das Haus, und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an, und taten ihre Schätze auf, und schenk⸗ ten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Am 1. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 12, 1—6. Ich ermahne euch nun, lieben Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sich's gebührt zu halten; sondern daß er von sich mäßig⸗ lich halte, ein jeglicher, nach dem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise als wir in Einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschäft haben, also sind wir viele Ein Leib in Christo, aber unter einander ist einer des andern Glied; und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Evangelium. Tuk. 2, 41—52. Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit, und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete und sie fra⸗ gete. Und alle, die ihm zuhöreten, verwunderten sich seines Verstands und seiner Antworten. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich ha⸗ ben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. Am 2 Wir mand We er des An er des Er er sorgfäl falsch. H ander sei träge in Seid fröl der Heili fluchet ni einerlei euch heri Und ter Nesu: laden. U nicht We Stundei saget, da Weise de spricht z an. Und sie brach war, und er gesche Idermo dann den Heichen, lichkeit. Am Ha get euch mit alle De ein Au mich we Ich wil Jqus f dem Pr er denn en Lan⸗ mir der Weisen re, und Kind⸗ des an⸗ Stern, im und sie hoch „seiner schenk⸗ im, daß un Weg 6. es, daß gefällig r Welt prülfen . Denn iemand mäßig⸗ aubens. Glieder er unter Gnade, t. Und heit des , blieb en aber, n unter ederum nden sie sie fra⸗ d seiner hrach zuů dihha⸗ iht mich 1 ist⸗ itihnen xbehiel ter und Erster Jahrgang. 9 Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 12, 6—16. Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat je⸗ mand Weissagung, so sei sie dem Glauben gemäß. Hat jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfältiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfältig. ÜUbet jemand Barmherzigkeit, so tue er's mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter ein⸗ ander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brünstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangelium. Joh. 2, 1—11. Und am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und die Mut⸗ ter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit ge laden. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrüge gesetzt nach der Weise der jüdischen Reinigung, und ging in je einen zwei oder drei Maß. Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie fülleten sie bis oben⸗ an. Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun, und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam(die Diener aber wußten's, die das Was⸗ ser geschöpft hatten), rufet der Speisemeister dem Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, als⸗ dann den geringeren; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herr⸗ lichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 12, 17—21. Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Fleißi⸗ get euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Ist es möglich, soviel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern ge⸗ bet Raum dem Zorn(Gottes!; denn es stehet geschrieben:„Die Rache ist mein, Ich will vergelten, spricht der Herr.“ So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das 5 3.* Evangelium. Matth. 8, 1—13. Da Jesus aber vom Berge herabging, folgete ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussätziger kam, und betete ihn an und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will's tun, sei gereiniget! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sage es niemand, sondern gehe hin, und zeige dich dem Priester, und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, zu einem Zeugnis uͤber 10 Episteln und Evangelien. sie. Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrüchig, und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Haupt⸗ mann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; und wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so gehet er; und zum andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er's. Da das Jesus hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgeten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glau⸗ ben hab ich in Israel nicht gefunden Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham und Isaak und Jakob im Him⸗ melreich sitzen; aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappen. Und Jesus sprach zu dem Haupt⸗ mann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward ge⸗ sund zu derselbigen Stunde. Am 4. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 13, 8—10. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet; denm wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfüllet. Denn das da gesagt ist:„Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten;“ und so ein andres Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort zusammengefasset:„Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.“ Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Ge⸗ sehes Erfüllung. Evangelium. Matth. 8, 23—27. Und Jesus trat in das Schiff und seine Jünger folgeten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groß Ungestüm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und Er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben! Da sagt er zu ihnen: Ihr Klein⸗ gläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stund auf und bedräuete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? Nm 5. Bynntage nach Epiphanias. Epistel. Rolosl. 3, 12—17. So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herz⸗ liches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, und vertrage einer den andern, und vergebet euch unter einander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit; und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in Einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Lie⸗ dern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Wor⸗ ten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Evangelium. Matth. 13, 24—30. Jesus legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säete. Da aber die Leute schliefen, Da nun traten di men auf Das hat gehen un mit aust bis zu d melt zuv den Wei Am Wi und Zul ber gesel me, die an dem! melgesch fester da Licht, da genstern Weissag keine W Mensch Un nes, sein llaret vo den wei mit ihm du, so n er noch⸗ me aus habez d und ers⸗ auf und denn J prach: ten auf Am W ner erle der da! empfah gewisse nen Lei der bat große haupt⸗ Dach in ein mich mt er; erte er Glau⸗ mmen Him⸗ sterni haupt⸗ rd ge⸗ 0. ist? Erster Jahrgang. 11 schliefen, kam sein Feind, und säete Unkraut zwischen den Weizen, und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Do traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Sa⸗ men auf deinen Acker gesäet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daß wir hin⸗ gehen und es ausjäten? Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet. Lasset beides mit einander wachsen bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sam⸗ melt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer. Am 6. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. 2. Petr. 1, 16—21. Wir sind nicht klugen Fabeln gefolget, da wir euch kundgetan haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern wir haben seine Herrlichkeit sel⸗ ber gesehen, da er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stim⸗ me, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit:„Dies ist mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe.“ Und diese Stimme haben wir gehöret vom Him⸗ mel geschehen, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr drauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Mor⸗ genstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie keine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht, sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, aetrieben von dem heiligen Geist. Evangelium. Malth. 17, 1—9. Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johan⸗ nes, seinen Bruder, und führte sie beiseits auf einen hohen Berg; und ward ver⸗ kläret vor ihnen; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wur⸗ den weiß als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, hie ist gut sein; willst du, so wollen wir hie drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Da er noch also redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stim⸗ me aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören. Da das die Jünger höreten, fielen sie auf ihr Angesicht, und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht! Da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie niemand denn Jesum allein. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den To⸗ ten auferstanden ist. Am Sonntage Septuagesimä. Epistel. 1. Nor. 9, 24 bis 10, 5. Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber Ei⸗ ner erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfahen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs un⸗ gewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet; sondern ich betäube mei⸗ nen Leib und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich ——— 12 Episteln und Evangelien. werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unsre Väter sind alle unter der Wolke gewesen, und sind alle durchs Meer gegangen, und sind alle auf Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meer, und haben alle einerlei geist⸗ liche Speise gegessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tran⸗ ken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden niedergeschlagen in der Wüste. ——8 Evangelium. Matth. 20, 1—16. Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Ar⸗ beiter zu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sah andere an dem Markte müßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde, und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus, und fand andere müßig ste⸗ hen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hie den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe den Arbeitern, und gib ihnen den Lohn, und heb an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie em⸗ pfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur Eine Stunde ge⸗ arbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und die Hitze getragen haben. Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem Letzten geben, gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. Am Sonntage Sexagesimä. Epistel. 2. Ror. 11, 19 bis 12, 9. Ihr vertraget gerne die Narren, dieweil ihr klug seid. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten machet, so euch jemand schindet, so euch jemand nimmt, so je⸗ mand euch trotzet, so euch jemand in das Angesicht streicht. Das sage ich nach der Unehre, als wären wir schwach worden. Worauf aber jemand kühn ist,(ich rede in Torheit) darauf bin ich auch kühn. Sie sind Ebräer, ich auch. Sie sind Israeli⸗ ter, ich auch. Sie sind Abrahams Same, ich auch. Sie sind Diener Christi,(ich rede törlich) ich bin's wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge er— litten, ich bin öfter gefangen, oft in Todesnöten gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger eins. Ich bin dreimal gestäupet, ein⸗ mal gesteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht hab ich zu⸗ gebracht in der Tiefe des Meers. Ich bin oft gereiset; ich bin in Fährlichkeit ge⸗ wesen durch die Flüsse, in Fährlichkeit durch die Mörder, in Fährlichkeit unter den Juden, in Fährlichkeit unter den Heiden, in Fährlichkeit in den Städten, in Fähr⸗ lichkeit in der Wüste, in Fährlichkeit auf dem Meer, in Fährlichkeit unter den fal⸗ schen Brüdern; in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel ast lich werd ich werd ja rühm unsers Zu Dan masker durch di das Rül gen des in dem weiß ich mel Un gewesen hörte ul ich mich Schwae wollte d hoͤher a der hoh lich des hebe 2 hat zu! Schwa heit, ar D prach: und in unter d hing, die Do ein gu nief er prach das G sechen, das E sind, Herze diern Wurz Das Sorg Hruch omnem sind dalle geist⸗ tran⸗ er an i der VAr⸗ d um aus prach ht ist „und ig ste⸗ achen h hin bend itern, men, chen. eem⸗ reten e ge⸗ Hihe eund, hen? wie iehest d die let. 9. euch so je⸗ h der rede raeli⸗ rede je er⸗ he ich ein⸗ 9 it ge⸗ den ähr⸗ rsal 1, M 2 Erster Jahrgang 13 viel Fasten, in Frost und Blöße; ohne was sich sonst zuträgt, nämlich daß ich täg⸗ lich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich ja rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher sei gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Damaskus. der Landpfleger des Königes Aretas verwahrete die Stadt der Da⸗ masker und wollte mich greifen, und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze: doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarun⸗ gen des Herrn Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahren list er in dem Leibe gewesen, so weiß ich's nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich's auch nicht: Gott weiß es) ward derselbige entzücket bis in den dritten Him⸗ mel Und ich kenne denselbigen Menschen(ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es). Er ward entzücket in das Paradies, und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Für denselbigen will ich mich rüͤhmen; für mich selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, täte ich darum nicht törlich; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber des, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarungen überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, näm⸗ lich des Satanas Engel, der mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht über⸗ hebe. Dafür ich dreimal dem Herrn geflehet habe, daß er von mir wiche; und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwach— heit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne. Evangelium. Luk. 8, 4-15. Da nun viel Volks bei einander war, und aus den Städten zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Säemann aus zu säen seinen Samen; und indem er säete, fiel etliches an den Weg, und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. Und etliches siel auf den Fels; und da es auf⸗ ging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf, und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Es fragten ihn aber seine Jünger und wrachen, was dies Gleichnis wäre? Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reichs Gottes; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören. Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören, und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens, und ersticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Land sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen, und bringen Frucht in Geduld. —— 14 Episteln und Evangelien. UAm Sonntage Estomihi. Epistel. 1. Ror. 13, 1—13. Wenn ich mit Menschen⸗ und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weis⸗ sagen könnte, und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis, und hätte allen Glau⸗ ben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freund⸗ lich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lässet sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie verträget alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden, und die Sprachen aufhören werden, und die Erkenntnis aufhören wird. Denn un⸗ ser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommne, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesichte. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Evangelium. Tuk. 18, 31—43. Jesus nahm aber zu sich die Zwölfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden; und er wird verspottet und geschmähet und verspeihet werden; und sie wer⸗ den ihn geißeln und töten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das Gesagte war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blin⸗ der am Wege und bettelte. Da er aber hörte das Volk, das hindurchging, forschte er, was das wäre. Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vornean gingen, bedräueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille, und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! dein Glaube hat dir geholfen. Und alsobald ward er sehend, und folgte ihm nach, und pries Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott. Am 1. Sonnk. in don Jasten. Invoravit. Epistel. 2. Ror. 6, 1—10. Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet. Denn er spricht:„Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhö⸗ ret, und habe dir am Tage des Heils geholfen.“ Sehet, ietzt ist die angenehme Zeit, etzt ist der Tag des Heils. Und wir geben niemand irgend ein Argernis, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes, in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Angsten, in Schlä⸗ gen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keusch⸗ heit. in E gefärbter der Gerec Oerüchte bekannten Gezuͤchtig die Arme alles hab Da! versucht! ihn. Und daß diese ben:„Di das dure lige Stad Gottes E gehn über deinen stehet aut führte ih der Welt so du nie mir, Sat ihm allei ihm und Am 2.õ Wei dem ihr! ihr imme durch de meidet d Heiligur nichts w Handel; und beze ur Heil — Sidon. ihm nae Tochter ten zu il chreiet! zu den v nicder u daß mar Liebe weis⸗ Rau⸗ Und und eund⸗ ht, sie ttern, t sich uldet rden, n un⸗ nmen 1, da lage; Aurch jehen durch den wer⸗ Sie licht, Hlin⸗ kschie über. aber Du sich wilht prach hend, Golt. 10. nade echö⸗ geit, daß 3s Hlä⸗ lsch⸗ Erster Jahrgang. 15 heit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geist, in un⸗ gefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Gerüchte; als die Verführer und doch wahrhaftig; als die Un⸗ bekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht ertötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts innehaben, und doch Evangelium. Matth. 4, 1— 11. Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden. Und er antwortete und sprach: Es stehet geschrie⸗ ben:„Der Mensch lebet nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet.“ Da führte ihn der Teufel mit sich in die hei⸗ lige Stadt, und stellte ihn auf die Zinne des Tempels, und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab; denn es stehet geschrieben:„Er wird seinen En⸗ geln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“ Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben:„Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.“ Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Heb dich weg von mir, Satan! denn es stehet geschrieben:„Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen.“ Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und dieneten ihm. Am 2. Sonnt. in den Nasten, Reminilcere. Epist. 1. Chell. 4, 1—7. Weiter, lieben Brũder, bitten wir euch und ermahnen in dem Herrn Jesu(nach dem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln und Gott gefallen), daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Brunst der Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen; und daß niemand zu weit greife, noch vervorteile seinen Bruder ini Handel; denn der Herr ist der Rächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heilizung. Evangelium. Watth. 15, 21—28. Und Jesus ging aus von dannen, und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kananäisch Weib ging aus derselbigen Grenze, und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da tra⸗ ten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: 16 Episteln und Evangelien. Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamlein, die von ihrer Herrn Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Am 3. Bonnkage in den Fasten, Oruli Epistel. Eyhes. 5, 1—9. So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder, und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet, und sich selbst dargegeben für uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet, auch nicht schand⸗ bare Worte und Narrenteidinge oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Got⸗ tes. Lasset euch niemand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts; die Frucht des Geistes ist aller⸗ ei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit Evangelium. Tuk. 11, 14—28. Und Jesus trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Ober⸗ sten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste, und ein Haus fällt über das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? Dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber Ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kin⸗ der aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Ge⸗ wappneter seinen Palast bewahret, so bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Har⸗ nisch, darauf er sich verließ, und teilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubre Geist von dem Menschen ausfähret, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet ihrer nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, dar⸗ aus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's mit Besemen gekehret und geschmücket. Dann gehet er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselbigen Menschen ärger denn vorhin. Und es begab sich, da er solches re⸗ dete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren Am 4. Sonnkage in den Pasten, Lätare. Epillel. Gal. 4, 21—31. Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt, habt ihr das Gesetz nicht ge⸗ höret? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Söhne hatte, einen von der Magd, den Fleisch gebo Worte beder Sinai, das Arabien der ist, und ist! ist die Freie du Unfruch schwanger! Wir aber,! wie zu der Geist gebo die Magd! Sohn der! dern der 5 Darn Und es zoe Kranken tl seinen Jür seine Auge pus: Wo denn Ern hundert C wenig neb mon Petr aber was lagere. Es Jesus abe denen, die sie woltten übrigen X mit Broch den. Da ist wahrl sie komme abermale Am 5. Chri und ist dy das ist, d Blut, son eine ewie sche vor wie vieln Ren Geist dienen de Herrn ube ist Abigen 9. Liebe, Gabe it oder chand⸗ yndern reiner d Got⸗ Dinge d nicht Licht aller⸗ da der Elliche Ober⸗ en von : Ein Haus hie will hebub. re Kin⸗ Finger ler Ge⸗ m aber n Har⸗ ist, der saubre Ruhe , dar⸗ sekehret e ärger hemach ches le⸗ er Leib Erster Jahrgang. 17 Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien ist durch die Verheißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente: eins von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, welches ist die Hagar; denn Hagar heißet in Arabien der Berg Sinai, und kommt überein mit Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben:„Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist; denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.“ Wir aber, lieben Brüder, sind, Isaak nach, der Verheißung Kinder. Aber gleich⸗ wie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift?„Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn; denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.“ So sind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, son⸗ dern der Freien. 3 Evangelium. Avh. 6, 1—15. Darnach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stadt Tiberias in Galiläa. Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg, und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Ostern, der Juden Fest. Da hub Jesus seine Augen auf, und siehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philip⸗ pus: Wo kaufen wir Brot, daß diese essen?(Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn Er wußte wohl, was er tun wollte.) Philippus antwortete ihm: Für zwei⸗ hundert Groschen Brot ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Si⸗ mon Petrus: Es ist ein Knabe hie, der hat fünf Gerstenbrote und zween Fische; aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftausend Mann. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigen gleichen auch von den Fischen, wie viel sie wollten. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umkomme. Da sammelten sie, und fülleten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die überblieben denen, die gespeiset wor⸗ den. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, daß sie kommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum Könige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst allein. Am 5. Sonntage in den Fasten, Iudira. Epiltel. Ebr. 9, 11—15. Christus aber ist kommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommnere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern durch sein eigen Blut Einmal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erlösung erfunden. Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wie vielmehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewi⸗ gen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testa⸗ 2 18 Episteln und Evangelien. ments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretun⸗ gen, die unter dem ersten Testament waren, die so berufen sind, das verheißne ewige Ee Evangelium. Aph. 8, 46—59. Jesus sprach: Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Worte; darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Da antworte⸗ ten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß Du ein Sama⸗ riter bist und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und Du sprichst: So jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist Du mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? und die Propheten sind gestorben. Was machst Du aus dir selbst? Jesus antwortete: So Ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, von welchem ihr sprecht, er sei euer Gott; und kennet ihn nicht; Ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne sein nicht, so würde ich ein Lügner, gleichwie ihr seid. Aber Ich kenne ihn und halte sein Wort— Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und er sah ihn und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin Ich. Da huben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus. Am Palmsonnkage. Epistel. Phil. 2, 5—11. Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern äußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch, und an Gebärden als ein Mensch erfunden; erniedrigte sich selbst, und ward ge— horsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr sei zur Ehre Gottes, des Vaters. Evangelium. Matth. 21, 1—9. Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Olberg, sandte Jesus seiner Jünger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Fül⸗ len bei ihr; löset sie auf, und führet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das ge— schah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:„Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig, und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.“ Die Jün⸗ ger gingen hin, und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brachten die Ese⸗ lin und das Füllen, und legten ihre Kleider drauf, und setzten ihn drauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Maumen, folgte, schr in dem N. der Herr brach's, u ches tut zu mahl, und so oft ihrẽ und von d Velcher n let, der ij sich selbs, welcher u mit daß e che und K teten, so w von dem g Vor daß er au der Welt der Teufe daß er ihh gegeben, mahlauf, nach goß trocknetef tus; und sus antw aber hern Füße waf Vil mit! demn auc der bedgn rein, abe seid nich und setzt getan ha biws au. sosolktil gegeben, er Rne Hesandt Uretun⸗ ne ewige ich euch der höret ntworte⸗ Sama⸗ sondern e; es ist jemand schen die estorben vird den welcher selbst? ist aber kennet nicht, so nn Wort, sah ihn 9 Jchre rlich, ich .daß sie er wohl sondern Mensch, ward ge⸗ terhöhet, Namen nd unter Herr se „ sandte cken, der ein Fül⸗ 06 Lird Das ge⸗ eten, der iftmütig, die Jün⸗ die Cse⸗ Uf. Aber von den Erster Jahrgang. 19 Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nach⸗ folgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Am grünen Donnerstage. Epistel. 1. Kyr. 11, 23—32. Ich habe es von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot, dankte, und brach's, und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; sol⸗ ches tut zu meinem Gedächtnis. Desselbigen gleichen auch den Kelch nach dem Abend⸗ mahl, und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Welcher nun unwürdig von diesem Brot isset oder von dem Kelch des Herrn trin⸗ ket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot, und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber zum Gericht, da⸗ mit daß er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch viel Schwa⸗ che und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen. Denn so wir uns selber rich⸗ teten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem Herrn gezüchtiget, auf daß wir nicht samt der Welt verdammet werden. Für die Altarvorlelung das vierle Bauptstück der Leidensgeschichte. Evangelium. Iyh. 13, 1—17. Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und bei dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, und Jesus wußte, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben, und daß er von Gott kommen war und zu Gott ging: stund er vom Abend⸗ mahl auf, legte seine Kleider ab, und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Dar⸗ nach goß er Wasser in ein Becken, hub an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurze, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Pe⸗ trus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest Du mir meine Füße waschen? Je⸗ sus antwortete und sprach zu ihm: Was Ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst's aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, son⸗ dern auch die Hände und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nichts denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und setzte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr, und saget recht dran, denn ich bin's auch. So nun Ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie Ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. 2*. Episteln und Evangelien. Am Rarfreitage. Aber ihre FJür die Altarvorlesung inen: We + 40 das fünfte Bauptstück der Leidensgeschichte. eid auri NN Jür die Predigt freir Cexte. Du allein gen drinne Am 1. Ostertage. Epistel. 1. Bor. 5, 6—6. Euer Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den gan⸗ 20952 en Teig versäuert? Darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer 10 uhen Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das hoßeten, ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Hini 0 Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Rihebei Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit. gen, sie h. Evangelium. Mark. 16, 1—8. unter uns Und da der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, ihn sahen 140 des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen, und salbeten ihn. glauben e Und sie kamen zum Grabe am ersten Tage der Woche sehr frühe, da die Sonne kiden, un aufging. Und sie sprachen unter einander: Wer wälzet uns den Stein von des Gra⸗ pheten, un I bes Tür? Und sie sahen dahin, und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzet war; men nahe I denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab, und sahen einen Jüng⸗ gehen. Ur ling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang weiß Kleid an; und sie entsetzten den, und! sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht. Ihr suchet Jesum von Naza⸗ 25 geschah IIN reth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, und ist nicht hie; siehe da die Stätte, da gab's ihn II sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt's seinen Jüngern und Petrus, daß er shwand vor euch hingehen wird nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt in uns, d hat. Und sie gingen schnell heraus, und flohen vor dem Grabe; denn es war sie Zit⸗ fe sunde ö tern und Entsetzen ankommen; und sagten niemand nichts; denn sie fürchteten sich. die Elfe v Am 2. Ostertage. Epistel. Apostelgesch. 10, 34—41. haftig au 14 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahr⸗ Dege ge heit, daß Gott die Person nicht ansiehet; sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet Brot bra und rechttut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott Im 1.E zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkündigen lassen den Frieden durch Je⸗ Alle 9 sum Christum(welcher ist ein Herr über alles), die durchs ganze jüdische Land ge⸗ dDe Sieg schehen ist, und angegangen in Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte: ö wenn Nil 7 wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen Geiste und nit Waf Kraft; der umhergezogen ist, und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom r und 194 Teufel überwältiget waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles Denn dr . des, das er getan hat im jüdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie ge⸗ ö draisind 1* tötet und an ein Holz gehangen. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage, größ und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwähleten Wer da Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auf⸗ erstanden war von den Toten. Evangelium. Tuk. 24, 13—35. An 5———— Und siehe, zween aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der 25 un war von Jerusalem sechzig Feld Wegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie hah mit redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so rede⸗, e ten und befragten sich mit einander, nahte Jesus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. en gan⸗ in neuer um, das m alten in dem Maria, eten ihn. Sonne es Gra⸗ zet war; Jüng⸗ utsetzten n Naza⸗ tätte, da , daß er ch gesagt sie Zit⸗ dlen sich X Wahr⸗ füͤrchtet die Gott urch N⸗ Cand ge⸗ predigte: eiste und die vom gen alles n sie ge⸗ en Tage⸗ wãhlelen ner auf⸗ ecken, der Und sie 6 so rede⸗ nitihnen. Erster Jahrgang. 2¹ Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegen, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist Du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Ta⸗ gen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Ta⸗ ten und Worten, vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Ober⸗ sten überantwortet haben zur Verdammnis des Todes, und gekreuziget. Wir aber hoffeten, Er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die sind frühe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sa⸗ gen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht. Und Er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben; mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Pro pheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie ka⸗ men nahe zum Flecken, da sie hingingen; und Er stellte sich, als wollte er fürder gehen. Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleib bei uns; denn es will Abend wer⸗ den, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn. Und Er ver⸗ schwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und fie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahr⸗ haftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzähleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brot brach. Am 1. Bonnk. nach Ostern, Auastmodogeniti. Ep. 1. Iph. 5, 4—10. Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der da kommt nit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Was⸗ ser und Blut; und der Geift ist's, der da zeuget; denn der Geist ist die Wahrheit. Denn drei sind, die da zeugen, der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeug⸗ nis größer; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohn. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugnis bei sich. Evangelium. Ioh. 20, 19—31. Am Abend aber desselbigen ersten Tages der Woche, da die Jünger versam⸗ melt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein, und sprichr zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Junger roh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Geich⸗ wie mich der Vater gesandt hat, so sende Ich euch. Und da er das gesagt hatte, — x 2²2 Episteln und Evangelien. blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwölfe einer, der da heißet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale, und lege meinen Finger in die Nägelmale, und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine Jünger drinnen, und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlos— sen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her, und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her, und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig sondern gläubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Je⸗ sus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christ, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glau⸗ ben das Leben habet in seinem Namen. Ant 2. Bonntage nach Ostern, Miserirordias Domini. Epistel. 1. Petr. 2, 21—25. Dazu seid ihr berufen; sintemal auch Christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; welcher keine Sün⸗ de getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wie⸗ der schalt, da er gescholten ward, nicht dräuete, da er litt, er stellte es aber dem heim, der da recht richtet; welcher unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Lei— be auf das Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil worden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Bischofe eurer Seelen. Evangelium. Ayh. 10, 12—-16. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässet sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und verlässet die Schafe und fleucht; und der Wolf erhaschet und zer⸗ streuet die Schafe. Der Mietling aber fleucht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. Ich bin der gute Hirte, und erkenne die Meinen, und bin be⸗ kannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und Ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird Eine Herde und Ein Hirte werden. Am 3. Sonntage nach Ostern, Iubilate. Epistel. 1. Petr. 2, 11—20. Lieben Brüder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pilgrime: enthal⸗ tet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Übel⸗ tätern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn's nun an den Tag kom⸗ men wird. Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als die von ihm gesandt sind zur Rache über die Übeltäter und zu Lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohltun verstopfet die Unwissenheit der törichten Men⸗ schen, alsd oondern als tet Gott. E ren, nicht: das ist Gn leidet das Streiche lei de bei Got Nsus sehen; und ter. Da sy er saget zu lleines, so ist das, da Nsus, daf einander, aber ber Ihr werde traurig sein si gebier, Kind gebo der Mens⸗ euch wied euch nehn Am 4. Alle Vater des der Finste heit, auf Kolichers Jorn. De et ab all⸗ das in eu Nun raget mi ist euer f gut, daß soich ab wird die richt: un ihun! diser W nicht tras euch in g chen ihr nen sind ar nicht ben den Händen ne Hand nal seine erschlos⸗ spricht he deine laubig. cicht Ie⸗ lig sind, r seinen hrieben, N Glau⸗ und uns ne Sün⸗ icht wie⸗ mheim, nem Lei⸗ nz durch Schafe; afe. Der n Woff und zer⸗ nd achtet bin be⸗ ler. Und die sind n meine 120⁰. anthal⸗ ret einen on lbel⸗ rag lom⸗ 23 Erster Jahrgang. schen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Tut Ehre jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürch⸗ tet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furcht den Her⸗ ren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das Übel verträgt und leidet das Unrecht. Denn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missetat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet, das ist Gna⸗ Evangelium. Aph. 16, 16—-23. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Über ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber uͤber ein kleines, so werdet ihr mich sehen; denn Ich gehe zum Va⸗ ter. Da sprachen etliche unter seinen Jüngern unter einander: Was ist das, das er saget zu uns: über ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und: Ich gehe zum Vater? Da sprachen sie: Was ist das, das er saget: über ein kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr unter einander, daß ich gesagt habe: über ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist kommen; wenn sie aber das Kind geboren hat, denket sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Am 4. Synnkage nach Ostern, Cantate. Epistel. Jak. 1, 17—21. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahr heit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, lieben Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hören; langsam aber zu reden, und langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so le— get ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Evangelium. IJoh. 16,5—15. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fraget mich: Wo gehest du hin? sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns worden. Aber Ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß Ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch; so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Ge⸗ richt: um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnet's jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selber reden, sondern +7— 2 2⁴ Episteln und Evangelien. was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch ver⸗ kündigen. Derselbige wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er's neh⸗ men und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum hab ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen. Am 5. Sonntage nach Ostern, Rogate. Epistel. Jak. 1. 22—27. Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, dadurch ihr euch selbst be⸗ trüget. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts und nicht ein Täter, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet. Denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er davon und vergisset von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommne Gesetz der Freiheit, und darinnen be⸗ harret, und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter, derselbige wird se⸗ lig sein in seiner Tat. So sich jemand unter euch lässet dünken, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern täuschet sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt hehalten. Evangelium. Iyh. 16, 23—30. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in mei⸗ nem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Sol⸗ ches hab ich zu euch durch Sprichwörter geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwörter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus ver⸗ kündigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daß Ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet, und glaubet, daß Ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage; darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist. Am Feste der Bimmelfahrt Christi. Epistel. Apystelgesch. 1, 1—11. Die erste Rede hab ich getan, lieber Theophilus, von alle dem, das Jesus an⸗ fing, beide, zu tun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nach⸗ dem er den Aposteln(welche er hatte erwählet) durch den heiligen Geist Befehl ge⸗ tan hatte, welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte durch mancher⸗ lei Erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheißung des Baters, welche ihr habt gehöret(sprach er von mir; denn Johannes hat mit Wasser ge⸗ tauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Iorael? Er sprach aber zu ihnen: Es gebühret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater sei⸗ ner Macht vorbehalten hat; sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes emp⸗ fahen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusa⸗ lem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Und da er solches vor ihren stunden b ner von cher von habt gen Zul glauben gesehenl prediget wird seli chen abe men wer ben, und ken werd nachdem zur recht und der! Am 6. S˙ unter eif Seid ga mit der: de Gotte hat, daß Dingen von Ew hab ich tun. E Dienst. ter noct Zeit kor habe it ander. Vinde en zen wurder gen, na euch ver⸗ er's neh⸗ rum hab —27. selbst be⸗ ist gleich chdem er ltet war. nnen be⸗ wird se⸗ hott, und dienst ist der: die mnbefleckt erdet in rin mei⸗ sei. Sol⸗ 1, daß ich raus ver⸗ meinem denn er daß Ich nen in die ihm seine un wissen e darum H1. Jesus an⸗ ard, nach⸗ gefehl ge mancher⸗ vedete mit n, daß Vaters, HBasser ge⸗ ach diesen en: Hern, Haber i Vater sei⸗ istes emp⸗ 1Neusa⸗ Und da Erster Jahrgang. 25⁵ er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahrend, siehe, da stunden bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Män⸗ ner von Galiläa, was stehet ihr hier und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, wel⸗ cher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Evangelium. Mark. 16, 14—20. Zuletzt, da die Elfe zu Tische saßen, offenbarte sich Jesus und schalt ihren Un⸗ glauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt, und prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Die Zei⸗ chen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Na⸗ men werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertrei⸗ ben, und so sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kran⸗ ken werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel, und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten; und der Herr wirkte mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Am 6. Sonnkage nach Ostern, Exaudi. Epistel. 1. Petr. 4, 8—11. So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine brünstige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge. Seid gastfrei unter einander ohne Murmeln. Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gna⸗ de Gottes. So jemand redet, daß er's rede als Gottes Wort. So jemand ein Amt hat, daß er's tue als aus dem Vermögen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christ, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Joh. 15, 26 bis 16, 4. Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen Ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen. Solches hab ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß wer euch tötet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst dran. Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Va⸗ ter noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, ihr dran gedenket, daß Ich's euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch. Am 1. Pfngsttage. Epistel. Apystelgesch. 2, 1—13. Und als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle einmütig bei ein⸗ ander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und es erschienen ihnen Zun⸗ gen zerteilet wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes, und fingen an, zu predigen mit andern Zun⸗ gen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zu Je⸗ ————— 26 Episteln und Evangelien. rusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen unter einander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadocien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Agypten und an den Enden von Libyen bei Kyrene und Ausländer von Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Ara⸗ ber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden. Sie ent⸗ setzten sich aber alle, und wurden irre, und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßes Weins. Evangelium. Joh. 14, 23—31. Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lie⸗ ben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches hab ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbige wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe Ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht. Ihr habt gehöret, daß Ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist größer denn ich. Und nun hab ich's euch gesaget, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es nun geschehen wird, ihr glaubet. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also tue, wie mir der Vater geboten hat: stehet auf und lasset uns von hinnen gehen. Am 2. Pfingsttage. Epistel. Rpostelgesch. 10, 42—48. Der Herr hat uns geboten zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß Er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeu⸗ gen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfahen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhöreten. Und die Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward; denn sie höreten, daß sie mit Zungen re⸗ deten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Was⸗ ser wehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herrn. Evangelium. Ioh. 3, 16—21. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, son⸗ dern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht ge⸗ richtet w Namen de die Weltk denn ihre an das L heit tut, d in Gott g Ow tesl Wie wer hat d hat ihm durch ihn Es! Oberster ster, wir! Zeichen t zu ihm:“ boren we Wie kam in seiner wahrlich Geist, so wird, da nicht wu Der Win von wan Geist gel gehen?! weißt da zeugen,! ihr nicht ich euch mel, de der im muß des verloren hasset se S unter n, und edeten. Siche, eglicher amiter, Pontus Libyen d Ara⸗ die ent⸗ Was ie sind ihn lie⸗ er aber st nicht zeredet, mein d euch meinen schrecke jch gehe freuen, c. Und schehen umt der daß ich uf und Er ist W zell⸗ gebung heilige eidung, e Gabe iaen re⸗ 5 Was⸗ haben auf daß haben. hte, son⸗ nicht ge⸗ — Erster Jahrgang. richtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohns Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer Arges tut, der hasset das Licht, und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestrafet werden. Wer aber die Wahr⸗ heit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan. Am Crinitatisfeste. Epistel. Röm. 11, 33—36. O welch eine Tiefe des Reichtums, beide der Weisheit und Erkenntnis Got⸗ tes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm was zuvor gegeben, daß ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. Evangelium. Iyh. 3, 1—15. Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden; der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Mei— ster, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die Du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem ge— boren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er fähret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zu— gehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel, und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haben; und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und niemand fähret gen Him mel, denn der vom Himmel herniederkommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Epislel. 1. Aph. 4, 16—21. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm. Darinnen ist die Liebe völlig bei uns, daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben; denn Er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den 28 Episteln und Evangelien. er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß wer Gott liebet, daß der auch seinen Bruder liebe. Evangelium. Tuk. 16, 19—31. Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Lein⸗ wand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwären, und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde, und lecketen ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch, und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hub er seine Augen auf, und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und sende Lazarus, daß er das Außerste seines Fingers ins Wasser tauche, und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfan⸗ gen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber⸗ fahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Va⸗ ters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; laß sie dieselbigen hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob jemand von den Toten aufstünde. Am 2. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Iph. 3, 13—18. Verwundert euch nicht, meine Brüder, ob euch die Welt hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschläger; und ihr wisset, daß ein Totschläger hat nicht das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß Er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber semand dieser Welt Güter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu,— wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Evangelium. Tuk. 14, 16—24. Es war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl, und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und sie fingen an alle nach einander sich zu ent⸗ schuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hin⸗ ausgehen, und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andre sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, dar⸗ um kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und sagte das seinem Herrn wie⸗ der. Da ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus schnell auf die St Lahmen un du befohlen Gehe aus auf daß m geladen sin Am 3. So de zu seiner 3 tern und n der Löwe, und wisset Gott aber Jesu, ders tigen, grür Es no die Pharis der an, un cher Mens der nicht! nen, bisd mit Freud und spric das verlot Einen Sü bedürfen. die nicht e ihn fndes barinnen den, den Heln Got Am 4 Ich an uns s⸗ auf die O der Ciiel auf Hoff gänglich hen wir er Lein⸗ ner mit sich zu Hunde, b, und b auch, er seine Und er daß er denn ich du dein mpfan⸗ alles ist himnen erüber⸗ les Va⸗ daß sie e haben „ Vater ie Buße rden sie 18. wissen, Brüder. sset, der e Leben für uns nn aber ieht sein ein, laßt mit der Erster Jahrgang. 29 auf die Straßen und Gassen der Stadt, und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune, und nötige sie hereinzukommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner. die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Am 3. Sonntage nack Trinitatis. Epistel. 1. Prtr. 5, 6—11. So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn Er sorget für euch. Seid nüch⸗ tern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein brüllen⸗ der Löwe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet, fest im Glauben, und wisset, daß eben dieselbigen Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräf⸗ tigen, gründen. Demselbigen sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Tuk. 15, 1—10. Es naheten aber zu ihm allerlei Zollner und Sünder, daß sie ihn höreten. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Sün⸗ der an, und isset mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Wel⸗ cher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eines verlieret, der nicht lasse die neun und neunzig in der Wüste, und hingehe nach dem verlor⸗ nen, bis daß er's finde? Und wenn er's gefunden hat, so leget er's auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heimkommt, rufet er seinen Freunden und Nachbarn, und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein über Einen Sünder, der Buße tut, vor neun und neunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder welch Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde, und kehre das Haus, und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, rufet sie ihren Freundinnen und Nach— barinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen gefun⸗ den, den ich verloren hatte. Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den En geln Gottes über Einen Sünder, der Buße tut. Am 4. Sonntage nach CTrinitatis. Epistel. Römer 38, 18—23. Ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbaret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern um des willen, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des ver⸗ gänglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Kreatur sehnet sich mit uns, und ängstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. Evangelium. Tuk. 6, 36—42. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. .————.— 30 Episteln und Evangelien. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinen Meister; wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er volllommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bru⸗ der, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zeuch zuvor den Balken aus deinem Auge, und besiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest. Am 5. Sonntage nach Trinikatis. Epistel. 1. Petr. 3, 8—15. Endlich aber seid allesamt gleich gesinnet, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, son⸗ dern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn merken auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn stehet wider die da Böses tun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fuͤrchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erschreckt nicht; heiliget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Evangelium. Tuk. 5, 1—11. Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Got⸗ tes, und Er stund am See Genezareth, und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Netze: trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, daß er's ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehört zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winketen ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und fülleten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hinaus! ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, über diesem Fischzug, den sie mit einander getan hatten; desselbigen gleichen auch Jakobus und Johan— nes, die Söhne Zebedäus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fahen. Und sie führeten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgeten ihm nach. Am 6. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 6, 3—11. Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christ getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, al ihm gepfla glich sein, auf daß de wer gestor gestorben, Christus, hn nicht h Einem Me dah ihr de Jh ten und I hött, daß Gerichts des Geric schuldig; wenn du! Bruder et zuvor hin deine Gal dem Weg Richter,1 ter gewor bis du al Gleichwi— Ungerech Gerechtig waret ihr Welcher! seid von ihr heilig Sold al Zu Jünger nun drei Hegessen elichef si wir Bro ihr Bro Erde lag siesemner hattenez zedrückt, mit dem nen ein rden sie Reister; du aber ge wirst le, Bru⸗ icht den u Auge, 15. nherzig, ge, daß ich vom gen des ngesicht koͤnnte,‚ willen, Knicht; ort Got⸗ hen; die fe eines, e. Und ehört zu hus, daß ir haben (ich das sche, und ren, daß iffe voll, een und es war rischzug, Johan⸗ Fürchte eSchfe II. e sin u den Lod, Hleit des Erster Jahrgang. Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbet; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen Denn das er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu Einem Mal; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid, und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herrn. Evangelium. Matth. 5, 20—26. Ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der Schriftgelehr— ten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt ge⸗ hört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf den Altar opferst, und wirst allda eingedenk, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfre deine Gabe. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleins überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Ker⸗ ker geworfen. Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Am 7. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 6, 19—23. Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zu Dienste der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet auch nun eure Glieder zu Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn. Evangelium. Mark. 8, 1—9. Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret, und haben nichts zu essen; und wenn ich sie un⸗ gegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn etliche sind von ferne kommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hie in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr Brote? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote, und dankte und brach sie, und gab sie seinen Jüngern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankte, und hieß dieselbigen auch vortragen. Sie 32 Episteln und Evangelien. aßen aber, und wurden satt; und huben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich. Am 8. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 3, 12—17. So sind wir nun, lieben Brüder, Schuldner nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Va⸗ ter! Derselbige Geist gibt Zeugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Evangelium. Matth. 7, 15—23. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kom⸗ men, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erken⸗ nen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen, oder Feigen von den Di⸗ steln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Früchte; aber ein fauler Baum bringet arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Früch⸗ ten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in dei⸗ nem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben 2 Haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen be⸗ kennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter! Am 9. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ror. 10, 6—13. Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir nicht uns gelüsten lassen des Bösen, gleichwie jene gelüstet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleichwie jener etliche wurden, als geschrieben stehet:„Das Volk setzte sich nieder zu essen und zu trinken und stund auf zu spielen.“ Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie et⸗ liche unter jenen Hurerei trieben, und fielen auf Einen Tag drei und zwanzig tau⸗ send. Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie etliche von jenen ihn ver⸗ suchten und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleichwie jener etliche murreten, und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr jenen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen ift. Darum, wer sich lässet dünken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht lässet versuchen über euer Vermögen, sondern machet, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr's könnt ertragen. Evangelium. Luk. 16, 1—9. Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm berüchtiget, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein. Der Haus⸗ halber sprac graben kan will, wenn men. Und Wie viel bi er sprach z nach sprach dert Malter Und der He die Kinder Und Ich s auf daß, n Am! Von Ir wisset wie ihr ge der durch! ohne durch Und es sin eʒ aber ee sich die Geist zu r lenntnis! einem and der zu tur einem and aber alles dem er w Und brach: den diene über dich Wagenbr shleifen! die Zeit, auszutrei geschrieb. grube. U und die sanden n Am Q Ich lindiget walches behalten Köͤrbe. on sich. 17. ir nach lüssen; Denn t einen ern ihr her Va⸗ Sind terben rhoben ch kom⸗ eerken⸗ en Di⸗ Baum ind ein cht gute Früch⸗ errl in himmel. in dei⸗ rieben? nen be⸗ 13. lassen vie jener und zu wie el⸗ gig tall⸗ ihn ver⸗ lichwie hes alle⸗ welche lag wohl suchung můgen/ Atragen. uieeinen gebracht lechmung er Hau⸗ Erster Jahrgang. 33 halter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser neh⸗ men. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Ols. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreibe flugs fünfzig. Dar⸗ nach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hun⸗ dert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er klüglich getan hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger denn die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlechte. Und Ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. Am 10. Sonnkfage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ror. 12, 1—11. Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seid gewesen, und hingegangen zu den stummen Götzen, wie ihr geführt wurdet. Darum tu ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heißen ohne durch den heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben; aber es ist Ein Geist. Und es sind mancherlei Amter; aber es ist Ein Herr. Und es sind mancherlei Kräf⸗ te; aber es ist Ein Gott, der da wirket alles in allen. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutz. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Er⸗ kenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe gesund zu machen in demselbigen Geist; einem andern Wun⸗ der zu tun; einem andern Weissagung; einem andern Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist, und teilet einem jeglichen seines zu, nach d wi dem er wil. Evangelium. Tuk. 19, 41 48. Und als Jesus nahe hinzukam, sah er die Stadt an, und weinete uber sie und sprach: Wenn doch auch du erkennetest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frie⸗ den dienet! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern, und an allen Orten ängsten; und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben:„Mein Haus ist ein Bethaus“; ihr aber habt's gemacht zur Mörder⸗ grube. Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrächten; und fanden nicht, wie sie ihm tun sollten; denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn. Am 11. Sonntage nach Crinitatis. Epistel. 1. Ror. 15, 1—10. Ich erinnere euch aber, lieben Brüder, des Evangeliums, das ich euch ver⸗ kündiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet: welchergestalt ich es euch verkündiget habe, so ihr's behalten habt; es wäre denn, daß ihr's umsonst geglaubet hättet. Denn ich habe 3 Episteln und Evangelien. euch zuvörderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben sei fr unsre Sünden uach der Schrift; und daß er begraben sei, und daß er auf erstanden sei am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwölfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünfhundert Brüdern auf Einmal, deren noch viel leben, etliche aber sind entschla⸗ fen. Darnach ist er gesehen worden von Jakobus, darnach von allen Aposteln. Am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen wor⸗ den. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, darum daß ich die Gemeine Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich ge⸗ wesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Eyangelium. Luk. 18, 9—14. Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zween Menschen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Pharisäer, der andre ein Zöllner. Der Pharisäer stund, und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner; ich faste zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von allem, das ich habe. Und der Zöllner stund von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust, und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird er— höhet werden. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 2. Ror. 3, 4-9. Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht daß wir tuchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber, sondern daß wir lüchtig sind, ist von Gott, welcher auch uns tůchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buch⸗ stabe tötet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buch— staben tötet und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also daß die Kinder Is rael nicht konnten ansehen das Angesicht des Moses um der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch aufhöret, wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben! Denn so das Amt, das die Verdammnis prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, überschwengliche Klarheit. Evangelium. Marh. 7, 31—37. Und da Jesus wieder ausging von den Grenzen von Tyrus und Sidon, kam er an das galiläische Meer, mitten in das Gebiet der zehn Städte. Und sie brach ten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legete ihm die Finger in die Ohren, und spützte, und rührte seine Zunge, und sah auf gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Hephata! das ist: Tu dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und er redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten's niemand sagen. Je mehr Er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten, und wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend. Am! Lieber nes Mensc istja die L die Samer welcher ist hestätigeti Gesetz auf Denn so d Verheißun Was soll! Same kän durch die! aber ist ein Venn abe Gerechtigk unter die Christum, Und Augen, d nige woll höͤret, und uchte ihn Er aberf wortete u ganzer S= als dichfe du leben. Rein Näl von Jeru und schlu ober ohn ging er v ah ihn, husah, Olund L ein. De⸗ Wirte un dir's bez⸗ der Näc die Barn deigleich Am Ich volbring gestorben er auf en ist von ehr denn Hentschla⸗ teln. Am hen wor⸗ bin, daß Aber von eblich ge⸗ sondern n wie die mner; ich le. Und Himmel, Ich sage sich selbt I wird el⸗ V t daß wir n daß wir zu führen der Buch⸗ die Buch⸗ der J n seines Geist gib, Rrheit hal, Klarheit. idon, kam H. se mach Hand aul Erster Jahrgang. 35⁵ Am 13. Sonnkage nach Trinitatis. Gpistel. Gal. 3, 15— 22. Lieben Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: verwirft man doch ei nes Menschen Testament nicht, wenn es bestätiget ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht:„durch die Samen“, als durch viele, sondern als durch Einen:„durch deinen Samen“, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung sollte durchs Gesetz aufhören, welches gegeben ist über vierhundertunddreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat's Abraham durch Verheißung frei geschenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzukommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat alles beschlossen umter die Sünde, auf daß die Verheißung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Evangelium. Tuk. 10, 23—37. Und er wandte sich zu seinen Jüngern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Kö— nige wollten sehen, das ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und haben's nicht gehöret. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, ver⸗ suchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er ant⸗ wortete und sprach:„Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte, und deinen Nächsten als dich selbst.“ Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho, und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus, und schlugen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da er kam zu der Stätte und jah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden, und goß drein Ol und Wein, und hub ihn auf sein Tier, und führte ihn in die Herberge, und pflegte sein. Des andern Tages reiste er, und zog heraus zween Groschen, und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tu desgleichen. Am 14. Synntage nach Trinitatis. Epistel. Gal. 5, 16—24. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und den Geist wider das *0 36 Episteln und Evangelien. Fleisch; dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht tut, was ihr wollet. Re⸗ gieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Ab⸗ götterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gü⸗ tigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. Evangelium. Tuk. 17, 11—19. Und es begab sich, da Jesus reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch Sa⸗ marien und Galiläa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aus⸗ sätzige Männer, die stunden von ferne, und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wur⸗ den sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er gesund worden war, kehrte er um, und pries Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wo sind aber die Neune? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremd⸗ ling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Am 15. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Gal. 5, 25 bis 6, 10. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eiteler Ehre geizig sein, einander zu entrüsten und zu hassen. Lieben Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehl übereilet würde, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr die ihr geistlich seid; und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Chri⸗ sti erfüllen. So aber sich jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe sein eigen Werk, und alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch säet, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist säet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glau⸗ ens K Henosen Evangelium. Matth. 6, 24—34. Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird den einen hassen, und den andern lieben; oder wird dem einen anhangen, und den andern ver⸗ achten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für eu⸗ ren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himm⸗ lischer Vale unter euch, Und warur sie wachsen lomo in al So denn G gen in den gläubigen! werden wi ten die Heii tet am erst solches all gende Tag eigne Pla Am 16 Daru ich fuͤr euck vor dem V da Kinder! tum seiner. schen, daß Lebe eing Heiligen,n erkennen d werdet mit das wir b in der Gei Amen. Und einer Jün tor kam, si Mutter, u da sieder ud trat! Nungling uden; un prisen G. Hott hat! dische Lar Am S˙ sichdz gebi Mut, mit Khalten Geis, wie let. Re⸗ sind aber ucht, Ab⸗ ten, Haß, or gesagt cht erben. keit, Guͤ t. Welche zegierden. durch Sa⸗ zehn aus⸗ sprachen: zu ihnen: jen, wur⸗ ar, kehrte zu seinen rtete und tsich sonst er Fremd⸗ geholfen. 5 6, U. tuns nicht grüder, so urecht mit af du nicht hesetz Chri⸗ nichts ist, dann wird sicher wird nit allerlei ten. Denn wird von wird von nicht müde gwir denn des Hlau⸗ nen hassen, ndern 105 70 ich ellch · für eu⸗ icht füte 2 Speise⸗ immel an auer himm⸗ Erster Jahrgang. 37 lischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge Eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Sa⸗ lomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselbigen Eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und mor⸗ gen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Klein⸗ gläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trach— ten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürft. Trach⸗ tet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fuͤr den andern Morgen; denn der mor⸗ gende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigne Plage habe. Am 16. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Ephel. 3, 13—21. Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trübsale willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee vor dem Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißet im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reich⸗ tum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Men⸗ schen, daß Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen, und ihr durch die Liebe eingewurzelt und gegründet werdet, auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge und die Tiefe und die Höhe; auch erkennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfülle. Dem aber, der überschwenglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem sei Ehre in der Gemeine, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangelium. Tuk. 7, 11—17. Und es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadt⸗ tor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen, und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührte den Sarg an; und die Träger stunden. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf, und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an, und priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jü⸗ dische Land und in alle umliegende Länder. Ant 17. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Ephes. 4, 1—6. So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich's gebührt eurem Beruf, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanft⸗ mut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe, und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und Ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, ————— 38 Episteln und Evangelien. Ein Glaube, Eine Taufe, Ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch allen und durch euch alle und in euch allen. Evangelium. Tuk. 14, 1—11. Und es begab sich, daß Jesus kam in ein Haus eines Obersten der Pharisäer auf einen Sabbath, das Brot zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig. Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprach: Ist's auch recht, auf den Sab⸗ bath heilen? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an und heilte ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, den sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt, und er nicht alsbald ihn herauszeucht am Sabbathtage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gästen, da er merkte, wie sie erwähleten, obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht obenan, daß nicht etwa ein Vornehmerer denn du von ihm ge⸗ laden sei, und dann komme, der dich und ihn geladen hat, und spreche zu dir: Weiche diesem! und du müssest dann mit Scham untenan sitzen. Sondern wenn du ge⸗ laden wirst, so gehe hin und setze dich untenan, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, er spreche zu dir: Freund, rücke hinaufl Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhöhet, der soll ernie⸗ driget werden; und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden. Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ror. 1, 4- 9. Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn in allen Stücken reich gemacht, an aller Lehre und in aller Erkenntnis; wie denn die Predigt von Christo in euch kräftig worden ist, also daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi, welcher auch wird euch fest erhalten bis ans Ende, daß ihr unsträflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft sei⸗ nes Sohns Jesu Christi, unsers Herrn. Evangelium. Matth. 22, 34—46. Da aber die Pharisäer höreten, daß er den Sadducäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm:„Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“ Dies ist das vornehmste und größte Ge⸗ bot. Das andre aber ist dem gleich:„Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.“ In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisäer bei einander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dünkt euch um Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt:„Der Herr hat ge⸗ sagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße“? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage an hinfort, ihn zu fragen. Am 19 So le⸗ durch Lüste Und ziehet Gerechtigk jeglicher und sündi nicht Rau beite und ligen. Dat Und siehe Da nun; mein Sol gelehrten ken sah, s zu sagen: Ruf daß i den zu ve auf und e wunderte Am? So dern als det nicht! euch nich Oeistes; dern, sin alles Got ter einan Un sprach:“ und san ten nicht Gasten: nich ist; und gin aber gr er zorni dete ihr aber die zur Hoe brachter voll. d über euch Pharisäer e, da war d sagte zu den Sab⸗ ihn, und euch, dem auszeucht jeben. Er „ obenan Hochzeit, ihm ge⸗ : Weiche in du ge⸗ „der dich re haben oll ernie⸗ I9. abe, und wird euch errn Jesu schaft se⸗ ul getopft versuchte hesus aber gzen, voll rößte Ge⸗ als dich heten. Da Bie dümkt zu ihnen: r hal ge ine geinde wie ist 5 dagte auch Erster Jahrgang. 39 Am 19. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Ephel. 4, 22—-28. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lůge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir unter einander Glieder sind. Zürnet und sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern ar beite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürf⸗ tigen. Evangolium. Matth. 9, 1—8. Da trat Jesus in das Schiff, und fuhr wieder herüber, und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schrift⸗ gelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. Da aber Jesus ihre Gedan⸗ ken sah, sprach er: Warum denkt ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben; oder zu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sün⸗ den zu vergeben— sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf, heb dein Bette auf und gehe heim! Und er stund auf und ging heim. Da das Volk das sah, ver⸗ 5 wunderte es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. Am 20. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Eylzes. 5, 15— 21. So sehet nun zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, son dern als die Weisen, und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. Darum wer det nicht unverständig, sondern verständig, was da sei des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes; vedet unter einander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Lie⸗ dern, singet und spielet dem Herrn in euren Herzen, und saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi; und seid un ter einander untertan in der Furcht Gottes. Evangelium. Malth. 22, 1—14. Und Jesus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte; und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie woll ten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mast vieh ist geschlachtet, und alles bereit; kommt zur Hochzeit! Aber sie verachteten das, und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andre zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seine Knechte, höhneten und töteten sie. Da das der König hörte, ward er zornig, und schickete seine Heere aus, und brachte diese Mörder um, und zün⸗ dete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar ber eit, aber die Gäste waren's nicht wert. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen, und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sah allda einen Men⸗ Episteln und Evangelien. schen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen, und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und wer⸗ fet ihn in die Finsternis hinaus! da wird sein Heulen und Zähneklappen; denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. Am 21. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Ephes. 6, 10—17. Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnt gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herrn der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswillen, so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgür⸗ tet eure Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit, und an den Beinen gestiefelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr aus⸗ löschen könnt alle feurige Pfeile des Bösewichtes; und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Evangelium. Joh. 4, 47—54. Und es war ein Königischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser hörte, daß Jesus kam aus Judäa nach Galiläa, und ging hin zu ihm und bat ihn, daß er hinabkäme und hülfe seinem Sohne; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Kö⸗ nigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkündigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Ge⸗ stern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andre Zeichen, das Jesus tat, da er aus Judäa nach Galiläa kam. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Philipp. 1, 3—11. Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke,(welches ich allezeit tue in alle meinem Gebet für euch alle, und tue das Gebet mit Freuden), über eurer Ge⸗ meinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis her; und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich der⸗ maßen von euch allen halte, darum daß ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefängnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Er⸗ fahrung, daß ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und un⸗ anstößig bis auf den Tag Christi, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch zu Ehre und Lobe Gottes. Darr nen wollte hausend P laufen ihn len. Daf mit mir, und ließt aus, und und er gr dig bist!! mir, ich n ihn ins Unechte so Herrn al zu ihm:! atest; sol über dich Veinigert himmlisck seinem V Am 2 Fol habt zum aber sag cher End Schande mel, von unsern n nach der Da in seine sprachen les rocht schen. 2 gebe ode was ver Grosche pracher des Kai sich un N De nicht ar ie bist du tummte. ind wer⸗ RNz denn —17. Stärke. Anläufe dern mit 1 nis eswillen, tand tun Aumgür⸗ echtigkeit, Friedens. ihr aus⸗ es Heils ser hörte, ihn, daß sprach Der Kö⸗ spricht as Jesus „Knechte, ihnen die ihm: Ge⸗ er, daß es ebet. Und aẽ Jesus 3—1l. eit tue in urer Ge⸗ lbigen in die durch Erster Jahrgang. Evangelium. Malth. 18, 23—35. Darum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rech⸗ nen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn⸗ tausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr ver⸗ kaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezah⸗ len. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hin⸗ aus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an, und würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schul dig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mit knechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, das sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle. Am 23. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Philipp. 3, 17—2I. Folget mir, lieben Brüder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, daß sie sind die Feinde des Kreuzes Christi, wel⸗ cher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist im Him⸗ mel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge sich untertänig machen. Evangelium. Matth. 22, 15—- 22. Da gingen die Pharisäer hin, und hielten einen Rat, wie sie Jesum fingen in seiner Rede; und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist, und lehrest den Weg Got⸗ les recht, und du fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Men⸗ schen. Darum sage uns, was dünkt dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weiset mir die Zinsmünze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Überschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Da sie das höreten, verwunderten sie sich, und ließen ihn und gingen davon. Am 24. Synnkage nach CTrinitatis. Epistel. Rol. 1, 9 Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehöret haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntnis 14. Episteln und Evangelien. seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand, daß ihr wandelt wür⸗ diglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seid in allen guten Werken, und wachset in der Erkenntnis Gottes, und gestärket werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmütigkeit mit Freuden, und dank⸗ saget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis, und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. Evangelium. Matth. 9, 18—26. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf und folgte ihm nach und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang ge⸗ habt, trat von hinten zu ihm und rührte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei ihr selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet! denn das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand; da stund das Mägdlein auf. Und dies Gerücht erscholl in das⸗ selbige ganze Land. Am 25. Sonnkage nach Trinitatis. Gpistel. 1. Chell. 4, 13—18. Wir wollen euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten von denen, die da schla⸗ fen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und überbleiben auf die Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Po⸗ aune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auf⸗ erstehen zuerst. Darnach wir, die wir leben und überbleiben, werden zugleich mit denselbigen hingerückt werden in den Wolken dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten muter eiinder Evangelium. Malth. 24, 15—28. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung,(davon gesagt ist durch den Propheten Daniel,) daß er stehet an der heiligen Stätte,(wer das lieset, der merke drauf!) alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu ho— len; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Weh aber den Schwangern und Säugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwähleten willen werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hie ist Christus, oder: da, so sollt ihr's nicht glauben. Zeichen u wäte) aud sie zu euc er ist in d gang und schensohn Am 2 Und die nach! Zukunfts Anfangd Himmel den dure der Sint den durc Gerich 5 ten, ihr Jahre w Verzuge loren we Dag kom mit groß und die gehen, u sen, daß Himmel Wir wai heißung, We heilige werden scheiden zu seine gen zu! erbet do g gew mich ge nacket g mich be den ihn geschen haben! beleide menꝰ A wür⸗ Werken, aft nach id dank⸗ Licht; ᷑csetzt in urch sein siel vor um und gte ihm ang ge⸗ ie sprach wandte Glaube d als er sprach Und sie dergriff in das⸗ 316. da schla⸗ n. Denn ott auch, wir euch Zulunft lbst, der der Po⸗ dden auf⸗ lleich mit Huft, und Worten gesagt ist jas lieset, ist; und se zu ho⸗ en. Weh re Flucht ine grohe 1900 nicht Mensh alsdann 0re nicht Erster Jahrgang. 4³ glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder tun, daß verführet werden in den Irrtum(wo es möglich wäre) auch die Auserwähleten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer, so glaubt nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Auf gang und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Men schensohns. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Am 26. Bonnkage nach Trinitalis. Epistel. 2. Petr. 3, 3—13. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eignen Lüsten wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibet es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber Mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestan⸗ den durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel, der jetzund ist, und die Erde wer⸗ den durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden auf den Tag des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhal⸗ ten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie Ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß jemand ver⸗ loren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße lehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen. So nun das alles soll zer⸗ gehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem We⸗ sen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden? Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Ver heißung, in welcher Gerechtigkeit wohnet. Evangelium. Matth. 25, 31—46. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sa gen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, er erbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hung⸗ rig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nacket gewesen, und ihr habt mich belleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. Dann wer⸗ den ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen, und haben dich gespeiset? oder durstig, und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen, und beherberget? oder nacket, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen, und sind zu dir kom⸗ men? Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage 14 Episteln und Evangelien. euch: Was ihr getan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin dur⸗ stig gewesen, und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nacket gewesen, und ihr habt mich nicht be⸗ kleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig oder durstig oder einen Gast oder nacket oder krank oder gefangen, und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt Einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden in die ewige Pein gehen; aber die Ge⸗ rechten in das ewige Leben. Am 27. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Thell. 5, 1—11. Von den Zeiten aber und Stunden, lieben Brüder, ist nicht not, euch zu schrei⸗ ben; denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Fahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwan⸗ ger Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, lieben Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Fin— sternis. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wa⸗ chen und nüchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, son⸗ dern die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesum Christ, der für uns ge⸗ storben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch unter einander, und bauet einer den andern, wie ihr denn tut. Evangelium. Matth. 25, 1—13. Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen wa⸗ ren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen; aber sie nah⸗ men nicht Ol mit sich. Die klugen aber nahmen Ol in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und entschlie— fen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; ge⸗ het aus, ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin zu den Krämern, und kaufet für euch selbst. Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr mu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euer nicht. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. An Sieh Und bald des Bund aber den wird ersch der Wäsc Kinder L HErrn S das Spei Und sie ihn ge ben stehet ter bricht, dem gesa ben. Und Mensch n der heilig ligen Ge gesehen. Rind de dem Ges⸗ lässest do gen habe Licht, zu Am Un vom HE Ahas sp er: Woh e beleidi selbstein gebären er weiß, Und der Hereist sie über u ihr: wirst s Nuus Gott de n, das hin von seinen in dur⸗ und ihr icht be⸗ cht. Da gesehen n, und ahrlich, as habt die Ge⸗ I. u schrei⸗ wie ein e Fahr, chwan⸗ t in der der des er Jin⸗ me wa⸗ d die da d/ sollen mit dem n, son⸗ uns ge⸗ sollen. enn kit. Campen nen wa⸗ sie nah⸗ nt ihren nischlie⸗ int: ge⸗ mückten eurem rachen: rãmern/ uigam ir ward r, Hert, ch kenne welcher Erster Jahrgang. 4⁵ Am Tage Mariä Reinigung. Lektivn. Maleachi 3, 1—4. Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bunds, des ihr begehret, siehe, er kommt! spricht der HErr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden mögen? und wer wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Golds chmieds und wie die Seife der Wäscher. Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die Kinder Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie denn HErrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit; und wird dem HErrn wohlgefallen das Speisopfer Judas und Jerusalems wie vorhin und vor langen Jahren. Evangelium. Luk. 2, 22—32. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Moses kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstelleten dem Herrn,(wie denn geschrie⸗ ben stehet in dem Gesetz des Herrn:„Allerlei Männliches, das zum ersten die Mut⸗ ter bricht, soll dem Herrn geheiligt heißen“) und daß sie gäben das Opfer, nach dem gesagt ist im Gesetz des Herrn, ein Paar Turteltauben oder zwo junge Tau⸗ ben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem hei⸗ ligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pfleget nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme, und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Au⸗ gen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel. UAm Tage Mariä Verkündigung. Lektion. Jesaja 7, 10—15. Und der HErr redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HErrn, deinem Gott, es sei unten in der Hölle oder droben in der Höhe. Aber Ahas sprach: Ich will's nicht fordern, daß ich den HErrn nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so höret, ihr vom Hause David: Ist's euch zu wenig, daß ihr die Leu⸗ te beleidiget, ihr müßt auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird er essen, wann er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. Evangelium. Luk. 1, 26—38. Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßest seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seiner Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein ——— Episteln und Evangelien. König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreichs wird kein En⸗ de sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; da⸗ rum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt wer⸗ den. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie un⸗ sruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Am Cage der Bagelfeier. Für die Altarvorlesung Plalm 85. HErr, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande, und hast die Ge⸗ fangenen Jakobs erlöset; der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk, und alle ihre Sünde bedeckt(Sela); der du vormals hast allen deinen Zorn auf⸗ gehoben, und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns; tröste uns, Gott, un⸗ ser Heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns! Willst du denn ewiglich üͤber uns zürnen, und deinen Zorn gehen lassen für und für? Willst Du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dein Volk über dir freuen möge? HErr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Ach, daß ich hören sollte, was Gott der Herr redet; daß er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, daß in un⸗ serm Lande Ehre wohne; daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Him⸗ mel schaue; daß uns auch der HErr Gutes tue, und unser Land sein Gewächs gebe; daß Gerechtigkeit fürder vor ihm bleibe, und im Schwang gehe. Oder Pfalm 104. Tobe den Berrn— Balleluja! Jür die Predigt freier Texk. Am Johannisfeste. Lektion. Jesaja 40, 1—5. Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; redet mit Jerusalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Missetat ist verge⸗ ben; denn sie hat Zwiefältiges empfangen von der Hand des HErrn um alle ihre Sünden. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HErrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Tale sollen erhöhet werden, und alle Berge und Hügel sollen geniedriget werden, und was ungleich ist, soll eben, und was höckericht ist, soll schlicht werden; denn die Herr— lichkeit des HErrn soll offenbart werden, und alles Fleisch mit einander wird es sehen. Denn des HErrn Mund hat's geredet. Evangelium. Luk. 1, 57—80. Und Elisabeth kam ihre Zeit, daß sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Gefreundten höreten, daß der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freueten sich mit ihr. Und es begab sich am achten Tage, kamen sie, zu beschneiden das Kindlein; und hießen ihn nach seinem Vater Zacha⸗ rias. Aber seine Mutter antwortete und sprach: Mit nichten, sondern er soll Jo- hannes heißen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft, der also heiße. Und sie winketen seinem Vater, wie er ihn wollte heißen lassen. Und er forderte ein Täfelein, und schrieb also: Er heißt Johannes. Und sie verwunder⸗ ten sich all dele und le schichte wa reten, nah lein werde ward des Gott Jore ein Horn det hat du seren Feir gete unser er geschwi Hand un Gerechtig sten heiße Erkenntni durch die Aufgange Schatten Kindlein hervortre Am Und seiner W. Geist der Geist der sein die noch Urte richten di mit dem pen dene Glaube! Ma der Stad Und es 6 Libe. 1 Gebened bes. W Siehe, meinem werden, hebt den hat die! Mreisen⸗ M, und bei dene kein En⸗ lich von ige Geist ten; da⸗ nnt wer⸗ m Sohn sie un⸗ Siehe, gel schied m 85. die Ge⸗ em Volk, orn auf⸗ Hott, un⸗ ewiglich mẽ denn eige uns u redet; auf eine ß in un⸗ echtigkeit om Him⸗ ichs gebe; eundlich, ist verge⸗ nalle ihre m HErm ale sollen und was die Herr⸗ wird 65 I soll Io⸗ undschaft, . Und der⸗ Isser rwun 47 Erster Jahrgang. ten sich alle. Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er re⸗ dete und lobete Gott. Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn; und diese Ge⸗ schichte ward alle ruchbar auf dem ganzen jüdischen Gebirge. Und alle, die es hö⸗ reten, nahmen's zu Herzen und sprachen: Was, meinest du, will aus dem Kind⸗ lein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistes voll, weissagte und sprach: Gelobet sei der HErr, der Gott Israels; denn er hat besucht und erlöset sein Volk; und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Dieners David, wie er vor Zeiten gere⸗ det hat durch den Mund seiner heiligen Propheten; daß er uns errettete von un⸗ seren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen, und Barmherzigkeit erzei⸗ gete unsern Vätern, und gedächte an seinen heiligen Bund und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham; uns zu geben, daß wir, erlöset aus der Hand unsrer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höch⸗ sten heißen; du wirst vor dem Herrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs, und ward stark im Geist; und war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel. Am Tage Mariä Beimsuchung. Lektion. Jesaja 11, 1—5. Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais, und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen; auf welchem wird ruhen der Geist des HErrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HErrn. Und Wohlgeruch wird ihm sein die Furcht des HErrn. Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, noch Urteil sprechen, nach dem seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen, und recht Urteil sprechen den Elenden im Lande; und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen, und mit dem Odem seiner Lip pen den Gottlosen töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein, und der Glaube der Gurt seiner Hüften. Evangelium. Tuk. 1, 39—56. Maria aber stund auf in den Tagen, und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Judas, und kam in das Haus des Zacharias, und grüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll, und rief laut und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Lei⸗ hes. Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörete, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele er⸗ hebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, und des Name heilig ist; und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet, die 48 Episteln und Evangelien. hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößet die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllet er mit Gütern, und läßt die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit, und hilft seinem Diener Israel auf, wie er ge⸗ redet hat unsern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei dreien Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim. Am Michaelisfeste. Lektion. Offenb. Iph. 12, 7— 12. Und es erhub sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegeten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißet der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unsers Gottes worden, und die Macht seines Christus, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses, und haben ihr Leben nicht geliebet bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen! Evangelium. Matth. 18, 1—11. Zu derselbigen Stunde traten die Jünger zu Jesu und sprachen: Wer ist doch der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich, und stellte das mitten un⸗ ter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedriget wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer Ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehänget, und er ersäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist. Weh der Welt der Argernis halben! Es muß ja Argernis kommen; doch weh dem Men⸗ schen, durch welchen Argernis kommt! So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm oder ein Krüppel eingehest, denn daß du zwo Hände oder zween Füße habest, und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus, und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest, und werdest in das höllische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, das verloren ist. Am Ernkedankfeste. Jür die Altarvorlesung Plalm 95, 1—8. Kommt herzu, laßt uns dem HErrn frohlocken, und jauchzen dem Hort unsers Heils! Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen, und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der HErr ist ein großer Gott, und ein großer König über alle Götter. Denn in seiner Hand ist, was unten in der Erde ist, und die Höhen der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer, und Er hat's gemacht; und seine Hände haben das Trockne bereitet. Kommt, laßt uns anbeten und knieen und nie⸗ derfallen vor dem HErrn, der uns gemacht hat. Denn Er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme höret, so verstocket euer Herz nicht. Ichd Gemeine. dran. Wo ewiglich. herzige Hl Bund. Er das Erbe Gebote sir treulich u Bund ew ist der We bet ewigl Am Re S0 ihr nicht: welche ih geben hat gegeben. Gott, der der andr wir sind nach Go Baumei baue. Ei ist Jesus ne, Holz wirdeg eines jeg das er de verbrenn doch als Gottes i verderbe selbst. A Welt, d Denn es mal.„e sich nier sei Kepl Oder da 1 Au hrenr uhl, und Reichen vie er ge⸗ wia blieb el stritten icht, auch orfen der die ganze den auch nel: Nun ie Macht verklagte 3 Blut W ist doch utten un⸗ hret, und T nun sich wer Ein her ärgert Nühlstein Rist. Weh em Men⸗ Fuß dich ben lahm best, und iß es auẽ, hest, denn Sehet zuů, hre Engel Denn des „ 1I6. ort unsers men ihnn über alle höhen und seine und. und win ime höte Erster Jahrgang. 49 Oder Pflalm 111. Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeine. Groß sind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Luft dran. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barm⸗ herzige HErr. Er gibt Speise denen, so ihn fürchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund. Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen. Sie werden erhalten immer und ewiglich, und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klugheit, wer darnach tut, des Lob blei⸗ bet e Tür die Predigt freier Cext. Am Refurmationsfeste. Jür dir Altarvorlesung 1. Ryr. 3, 4—23. So einer saget: Ich bin Paulisch; der andre aber: Ich bin Apollisch,— seid ihr nicht fleischlich? Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollos? Diener sind sie, durch welche ihr seid gläubig worden; und dasselbige, wie der Herr einem jeglichen ge⸗ geben hat. Ich habe gepflanzet, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. So ist nun weder der da pflanzet, noch der da begeußt, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber pflanzet und der da begeußt, ist einer wie der andre. Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfahen nach seiner Arbeit. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Gebäu. Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein andrer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christ. So aber jemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, edle Stei⸗ ne, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden; der Tag wird's klar machen; denn es wird durchs Feuer offenbar werden, und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewähren. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn empfahen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er des Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch als durchs Feuer. Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes verderbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. Niemand betrüge sich selbst. Welcher sich unter euch dünket, weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, daß er möge weise sein. Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es stehet geschrieben:„Die Weisen erhaschet er in ihrer Klugheit.“ Und aber⸗ mal:„Der Herr weiß der Weisen Gedanken, daß sie eitel sind.“ Darum rühme sich niemand eines Menschen. Es ist alles euer; es sei Paulus oder Apollos, es sei Kephas oder die Welt, es sei das Leben oder der Tod, es sei das Gegenwärtige oder das Zukünftige, alles ist euer, ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes. Jür die Predigk freier Cext. Am Bußtage. Für die Altarvorlesung ein Bußpfalm, etwa Pfsalm 130. Aus der Tiefe rufe ich, HErr, zu dir. HErr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! So du willst, HErr, Sünden zu⸗ 4 Episteln und Evangelien. rechnen, HErr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Ich harre des HErrn; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den HErrn von einer Morgenwache bis zur andern. Is⸗ rael hoffe auf den HErrn; denn bei dem HErrn ist die Gnade, und viel Erlösung bei ihm; und Er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden. Oder Plalm 25. Nach dir, HErr, verlanget mich— seiner Not. DOder Pfalm 143, 1—11. HErr, erhöre mein Gebet— Gerechtigkeit willen. 25 Episteln und Evangelien. Zweiter Jahrgang. Am 1. Sonntage des Advents. Leklion. Pfalm 24, 3—10. Wer wird auf des HErrn Berg gehen? und wer wird stehen an seiner hei⸗ ligen Stätte? Der unschuldige Hände hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schwöret nicht fälschlich: der wird den Segen vom HErrn empfahen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein Antlitz, Gott Jakobs.(Sela.) Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehel Wer ist derselbige König der Ehren? Es ist der HErr, stark und mächtig, der HErr, mächtig im Streit. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe! Wer ist derselbige König der Ehren? Es ist der HErr Zebaoth, Er ist der König der Ehren.(Sela.) Evangelium. Matth. 11, 25—30. Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast, und hast es den Unmündigen offenbaret. Ja, Vater; denn es ist also wohl⸗ gefällig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn, denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater, denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Am 2. Sonntage des Advenks. Lektivn. Jerem. 31, 31—34. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, da will ich mit dem Hause Is⸗ rael und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Agyptenland führete; welchen Bund sie nicht gehalten haben, und Ich sie zwingen mußte, spricht der HErr; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HErr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. Und wird keiner den andern, noch ein Bruder den andern lel nen, beide vergeben, Da Gottes2 0 lichen Ge sehet, das wird die e sohns, un da. Gehe mel blitze schen Sol werden v Am Sud Der Gott kehre sich bei ihm i ellbe Wee höher iste Gedanke mel fält, fruchtbar das Wort lommen, Zus Nndes istder, vo einos Pr seine St ledernen Honig. und alle bekannte aufe ko daß ihrl der Buß zum Va der zu er walcher Ichtauf en ich heilgen nan dich u Wort. ern. Js⸗ rlösung 0. mer hei⸗ ht Lust Errn eschlecht, achet die hel Wer er HErr, daß der er HErr aler und erborgen sso wohl⸗ ler. Und n Valer, zu mir auf euch demütig d meine 34. ause P⸗ r Bund ahm, daß und Ich on ich mit will meint zein Vo er den Sweiter Jahrgang. 51 andern lehren und sagen:„Erkenne den HErrn,“ sondern sie sollen mich alle ken⸗ nen, beide, klein und groß, spricht der HErr. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben, und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Evangelium. Tuk. 17, 20— 25. Da Jesus aber gefraget ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußer⸗ lichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe, hie, oder: da ist es. Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch. Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, daß ihr werdet begehren, zu sehen Einen Tag des Menschen⸗ sohns, und werdet ihn nicht sehen. Und sie werden zu euch sagen: Siehe hie, siehe da. Gehet nicht hin und folget auch nicht. Denn wie der Blitz oben vom Him⸗ mel blitzet, und leuchtet uber alles, das unter dem Himmel ist, also wird des Men⸗ schen Sohn an seinem Tage sein. Zuvor aber muß er viel leiden, und verworfen werden von diesem Geschlechte. Am 3. Sonntage des Advents. Lektion. Jelaja 55, 6—11. Suchet den HErrn, solang er zu finden ist; ruft ihn an, solang er nahe ist. Der Gottlose lasse von seinem Wege, und der Übeltäter seine Gedanken, und be— kehre sich zum HErrn, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege, und meine Gedanken denn eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Him⸗ mel fällt, und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde, und machet sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen: also soll das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich's sende. Evangelium. Matth. 3, 1—12. Zuͤder Zeit kam Johannes der Täufer, und predigte in der Wüste des jüdischen Landes und sprach: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen:„Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg, und machet richtig seine Steige.“ Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jüdische Land und alle Länder an dem Jordan; und ließen sich taufen von ihm im Jordan, und bekannten ihre Sünden. Als er nun viel Pharisäer und Sadducäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Frucht der Buße. Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kin⸗ der zu erwecken. Es ist schon die Art den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und Er hat seine Worfschaufel in der Hand⸗; 4* Episteln und Evangelien. er wird seine Tenne fegen, und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer. ö RIII Um 4. Sonntage des Advents. LTektion. Jesaja 12, 1 6. ö Zu derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HErr, daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Zorn sich gewendet hat, und tröstest mich. Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher, und fürchte mich nicht; denn Gott der HErr ist meine Stärke und mein Psalm, und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser schön⸗ fen aus den Heilsbrunnen. Und werdet sagen zur selbigen Zeit: Danket dem HErrn, prediget seinen Namen, machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist. Lobsinget dem HErrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; ö solches sei kund in allen Landen. Jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion; N denn der Heilige Israels ist groß bei dir. Evangelium. Ioh. 3, 22—36. I Darnach kam Jesus und seine Jünger in das jüdische Land, und hatte daselbst MNI sein Wesen mit ihnen, und taufte. Johannes aber taufte auch noch zu Enon, nahe bei Salim, denn es war viel Wassers daselbst; und sie kamen dahin, und ließen sich taufen. Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis gelegt. Da erhub sich eine I Frage unter den Jüngern des Johannes mit den Juden über die Reinigung. Und A kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jor⸗ dans, von dem du zeugetest, siehe, der taufet, und jedermann kommt zu ihm. Johan⸗ N nes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel. Ihr selbst seid meine Zeugen, daß ich gesagt habe, ich sei nicht IINN Christus, sondern vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; EINN der Freund aber des Bräutigams stehet und höret ihm zu, und freuet sich hoch über des Bräutigams Stimme. Dieselbige meine Freude istnunerfüllet. Er muß wachsen, ö ich aber muß abnehmen. Der von oben her kommt, ist uber alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde, und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist uber alle, und zeuget, was er gesehen und gehöret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer es aber annimmt, der besiegelt's, daß Gott wahrhaftig ist. Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. Der Vater hat den Sohn lieb, und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt uͤber ihm. Am 1. Weihnachtstage. Epistel. Ephel. 1, 3—6. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet . hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum. Wie er I. uns denn erwählet hat durch denselbigen, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe; und er hat uns verordnet zur Kindschaft gegen ihm selbst durch Jesum Christ, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm ge⸗ ö macht in dem Geliebten. ů Evangelium. Tuk. 2, 1—14. Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus aus⸗ ging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste, und geschah zur Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sic aus Gal die da he auf dab e ger. Und ihren erst sie hatten Gegerd siehe, des und sie f siehe, ich euchisthe Und das in einer schen He Friede a M Väternd den Soh Welt ge Ebenbil gemacht Rechten so gar v hat er j aberma mal, da alle En V Vort. macht, Kben, Jinster gesand zeugete er deug erleuck dassel die S Nacht dem G nes, so uns u vom I aber die 6. rnig bist che, Gott ist meine ser schͤn⸗ HᷣErnn, diget, wie hewiesen; zu Zion; ie daselbst on, nahe nd ließen sich eine ng. Und des Jor⸗ . Johan⸗ ihm denn chsei nicht duligam: hoch über zwachsen, der Erde ymmt, der 3 nimmt ist. Denn Heittnicht tüber ihm. 6 gesegnet n. Wie er , daß wir verordnet llen seines enehm ge⸗ usts au rerste, 10 nann ging/ Zweiter Jahrgang. 53 daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertraueten Weibe, die war schwan ger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegs D auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihrer Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fuͤrchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch istheute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmli schen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen! Am 2. Weihnachtstage. Epistel. Ebr. I, 1—6. Nachdem vor Zeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens, und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort, und hat gemacht die Reinigung unsrer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe, und ist so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen höhern Namen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt:„Du bist mein Sohn, heute habe Ich dich gezeuget“? Und abermal:„Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein“? Und aber⸗ mal, da er einführet den Erstgeborenen in die Welt, spricht er:„Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.“ Evangelium. Iph. 1, 1—14. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle D inge sind durch dasselbige ge— macht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es ward ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Man nes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch, und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohns vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 5⁴ Episteln und Evangelien. Am Bonntage nach Weihnachten. Epistel. Rolpss. 2, 6—10. Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christum Jesum, so wandelt in ihm, und seid gewurzelt und erbauet in ihm, und fest im Glauben, wie ihr ge⸗ lehret seid, und seid in demselbigen reichlich dankbar. Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verführung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christo. Denn in ihm wohnet die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Fürstentümer und Obrigkeit. Evangelium. Joh. 1, 15—18. ö Johannes zeuget von ihm, rufet und spricht: Dieser war es, von dem ich ge⸗ sagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christ worden. Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborne Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündiget. Am Neujahrstage. Epistel. 1. Timyoth. 2, 1—6. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Für⸗ bitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein geruhig und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm Heiland, wel⸗ cher will, daß allen Menschen geholfen werde, und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist Ein Gott und Ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Er lösung, daß solches zu seiner Zeit geprediget würde. Evangelium. Tuk. 2, 21. Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mut⸗ terleibe empfangen ward. Oder für die Altarvorlesung Pfalm 121. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HErr behüte dich, der HErr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der HErr behüte dich vor allem Übel; er behüte deine Seele. Der HErr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Für die Predigt freier Cexl Am Bonntage nach Neujahr. Epistel. Jak. 4, 13—17. Wohlan nun, die ihr saget: Heute oder morgen wollen wir gehen in die oder die Stadt, und wollen Ein Jahr da liegen und Handel treiben und gewinnen; die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist's, der eine kleine Zeit währet, darnach aber verschwindet er. Dafür ihr sagen solltet: So der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun. Nun aber rühmet ihr euch in eurem Hochmut. Aller solcher Ruhm ist böse. Denn wer da weiß Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde. Da dem Jos⸗ Mutter; denn es Und er! und enti auf daß spricht:, er von d Kinder; drunter ist erfül Gebirge beweint ihnen.“ dem Jo Kindlei storben, Kindleis rele, da fürchtet und zo⸗ die da pheten: Am3 S chem n das R. Stimm zerbree Recht! daß er warter die Er und de ohtig dich z nen d und d Name Herol chen: un M —10. andelt in ie ihr ge⸗ niemand ehre und die ganze ist das m ich ge⸗ war eher de. Denn h Jesum er in des et, Für⸗ brigkeit, keit und nd, wel⸗ Vahrheit lenschen, zur Er ard sein kommt. Er wird er Hüter ist dein he,noch Seele. gleit. die oder vimnen Dampf r sagen un aber 4 weiß Zweiter Jahrgang. 5⁵5 Evangelium. Matth. 2, 13—23. Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und fleuch nach Agyptenland, und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen. Und er stund auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht, und entwich nach Agyptenland; und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf daß erfüllet würde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:„Aus Agypten hab ich meinen Sohn gerufen.“ Da Herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig, und schickte aus, und ließ alle Kinder zu Bethlehem töten und an ihren ganzen Grenzen, die da zweijährig und drunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernet hatte. Da ist erfüllet, das gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht:„Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder, und wollte sich nicht trösten lassen; denn es war aus mit ihnen.“ Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Agyptenland und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und zeuch hin in das Land Jsrael; sie sind ge⸗ storben, die dem Kinde nach dem Leben stunden. Und er stund auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich, und kam in das Land Israel. Da er aber hö⸗ rete, daß Archelaus im jüdischen Lande König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott, und zog in die Orter des galiläischen Landes, und kam und wohnete in der Stadt, die da heißt Nazareth; auf daß erfüllet würde, das da gesagt ist durch die Pro⸗ pheten: Er soll Nazarenus heißen. Am Jeste der heil. drei Rönige, Epiph. Lektion. Iesaja 42, 1-6. Siehe, das ist mein Knecht, ich erhalte ihn, und mein Auserwähleter, an wel⸗ chem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben, er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das zerstoßne Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrhaftiglich halten lehren. Er wird nicht matt werden noch verzagen, bis daß er auf Erden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten. So spricht Gott, der HErr, der die Himmel schaffet und ausbreitet, der die Erde machet und ihr Gewächs, der dem Volk, so drauf ist, den Odem gibt, und den Geist denen, die drauf gehen: Ich, der HErr, habe dir gerufen in Ge⸗ rechtigkeit, und habe dich bei deiner Hand gefasset, und habe dich behütet, und habe dich zum Bund unter das Volk gegeben, zum Licht der Heiden; daß du sollst öff⸗ nen die Augen der Blinden, und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen, und die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker. Ich, der HErr, das ist mein Name; und will meine Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Götzen. Evangelium. Matth. 2, 1—12. Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland gen Jerusalem und spra⸗ chen: Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der König Herodes hö⸗ 56 Episteln und Evangelien. rete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem; und ließ versammeln alle Hohe⸗ priester und Schriftgelehrten unter dem Volk, und erforschete von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also stehet geschrieben durch den Propheten:„Und du, Bethlehem im jüdischen Lan⸗ de, bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir kom⸗ men der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei.“ Da berief Herodes die Weisen heimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet, und gingen in das Haus, und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an, und taten ihre Schätze auf, und schenk— ten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Am 1. Ponntage nach Epiphanias. Epistel. Ephel. 5, 8—14. Ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts; die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit; und prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn. Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, strafet sie aber vielmehr. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch zu sagen schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht gestrafet wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es:„Wache auf, der du schlä⸗ fest, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.“ Evangelium. Matth. 4, 12— 22. Da nun Jesus hörte, daß Johannes überantwortet war, zog er in das gali⸗ läische Land; und verließ die Stadt Nazareth, kam und wohnete zu Kapernaum, die da liegt am Meer, an den Grenzen Sebulons und Naphthalis; auf daß er⸗ füllet würde, das da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht:„Das Land Sebulon und das Land Naphthali, am Wege des Meers, jenseit des Jor⸗ dans, und das heidnische Galiläa, das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und die da saßen am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.“ Von der Zeit an fing Jesus an, zu predigen und zu sagen: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Als nun Jesus an dem gali⸗ läischen Meer ging, sah er zween Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und An dreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen. Alsbald verließen sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da er von dannen fürbaß ging, sah er zween andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff mit ihrem Vater Zebedäus, daß sie ihre Netze flickten; und er rief ihnen. Alsbald verließen sie das Schiff und ihren Vater un folgeten ihm nach. Am 2. Synnkage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 1, 16—20. Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig machet alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die l Gott gilt, „Der Ger wird offer die Wahrl offenbar; das ist sei den Werk gung hab Und erscholl v ward von ging in d wollte lef das Buch ist bei mi das Evan Gefanger schlagenet Jahr des Und alle zu ihnen nis von gingen, werdet fr Dinge he terstadt. seinem Am Nu mit Gott haben in Hoffnun sondern duld brin Hoffnun gossen in Da das Jal nun Jes dez denn hen Lan⸗ mir kom⸗ lodes die en wäre, lach dem e Und es X Stern, tam und sie hoch a, seiner dschenk⸗ m, daß zuütigkeit Herrn. 3, strafet zu sagen dz denn u schlä⸗ Ali⸗ maum, daß er⸗ t.„Das es Jor⸗ großes ist ein sagent: om gali⸗ Ind An Fischer. machen. dannen 1, und xe Nehe ter und 20. I2 Kraft sich und Sweiter Jahrgang. 57 auch die Griechen. Sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben stehet: „Der Gerechte wird seines Glaubens leben.“ Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten. Denn was man von Gott weiß, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart, damit daß Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also daß sie keine Entschuldi⸗ ung haben. 2. Evangelium. Ink. 4, 14—24. Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galiläa; und das Gerücht erscholl von ihm durch alle umliegende Orte. Und Er lehrete in ihren Schulen, und ward von jedermann gepriesen. Und er kam gen Nazareth, da er erzogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbathtage, und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den Ort, da geschrieben stehet:„Der Geist des Herrn ist bei mir, darum daß er mich gesalbet hatz er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht, und den Zer⸗ schlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.“ Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener, und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllet vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeug⸗ nis von ihm, und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist das nicht Josephs Sohn? Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet freilich zu mir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört zu Kapernaum geschehen! Tu auch also hie in deiner Va⸗ terstadt. Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist angenehm in seinem Vaterlande. Am 3. Bonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 5, 1—5. Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christ, durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darinnen wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trübsal Ge duld bringet; Geduld aber bringet Erfahrung; Erfahrung aber bringet Hoffnung; Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausge gossen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Evangelinm. Jph. 4, 5—14. Da kam er in eine Stadt Samarias, die heißet Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde. Da kommt ein Weib von Samaria, Wasser zu schöp⸗ fen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken. Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, daß sie Speise kauften. Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest Du von mir zu trinken, so du ein Jude bist, und ich ein sama⸗ 58 Episteln und Evangelien. ritisch Weib?(Denn die Juden 9137 keine Gemeinschaft mit den Samaritern.) Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkennetest die Gabe Gottes, und wer der ist, der zu dir saget: Gib mir zu trinken, du bätest ihn, und er gäbe dir le⸗ bendiges Wasser. Spricht zu ihm das Weib: Herr, hast du doch nichts, damit du schöpfest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendig Wasser? Bist Du mehr, denn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh. Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer dieses Wassers trinket, den wird wieder dürsten; wer aber des Wassers trinken wird, das Ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers wer⸗ den, das in das ewige Leben quillet. Am 4. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Ephel. 2, 17—22. Christus ist kommen, hat verkündiget im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren; denn durch ihn haben wir den Zu⸗ gang alle beide in Einem Geiste zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, er⸗ bauet auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist; auf welchem der ganze Bau in einander gefüget wächst zu einem heiligen Tem⸗ pelti in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet zu einer Behausung 8 i Heis i Evangelium. Ioh. 4, 15—26. Spricht das Weib zu ihm: Herr, gib mir dasselbige Wasser, auf daß mich nicht dürste, und ich nicht herkommen müsse, zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gehe hin,—0 deinem Manne, und komm her. Das Weib antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: ich habe keinen Maßn Fünf Männer hast du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein Mann; da hast du recht gesagt. Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß Du ein Prophet bist. Unsre Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr saget, zu Jerusalem sei die Stätte, da man anbeten solle. Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten. Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Zeit, und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Spricht das Weib zu ihm: Ich weiß, daß Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn derselbige kommen wird, so wird er's uns alles ver⸗ kündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Am 5. Synntage nach Epiphanias. Epistel. 2. Timoth. 3, 10—17. Du aber bist nachgefolget meiner Lehre, meiner Weise, meiner Meinung, mei⸗ nem Glauben, meiner Langmut, meiner Liebe, meiner Geduld, meinen Verfol⸗ gungen, meinen Leiden, welche mir widerfahren sind zu Antiochien, zu Ikonion, zu Lystra, welche Verfolgungen ich da ertrug; und aus allen hat mich der Herr er⸗ löset. Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung lei⸗ den. Mit den bösen Menschen aber und verführerischen wird's 5 je länger je ärger, verführen und werden verführet. Du aber bleibe in dem, das du gelernet hast, und dir ve von Kind e leit durch d geben, istr rechtigkeit, Als a dem Fest, Fest und s dem Volk. dern er ver vor den I Und die d er sie doch nicht mein der wird it Wer von i der ihn ge Am 6. Die Schwachh Beruf; ni berufen; Veisen zu wählet, de und das V was etwa her in Ch rechtigkeit „wer sich: Aber und sprac wie die S hen. Das tenz denn Vicle nun phet. An Galiläa! dem Fled Zwietrach niemand Whrsee Anechte 0 antwottet laritemn.) stes, und be dir le⸗ damit du Bist Du nd er hat sprach Wassers dern das sers wer⸗ —22. euch, die den Zu⸗ hr Gäste ossen, er⸗ Eckstein hausung daß mich t zu iht: nd sprach esagt: ich st, der is Herr, ich mgebetet, 5 spricht m Berge anbetet; en. Aber erden den u, die ihn Heist und 6 lommt, alles ver⸗ 10—¹⁷. ung, met⸗ Verfol⸗ Ronion, Hert el⸗ gung l⸗ ² ärgel met haf, 59 Zweiter Jahrgang. und dir vertrauet ist, sintemal du weißt, von wem du gelernet hast. Und weil du von Kind auf die heilige Schrift weißt, kann dich dieselbige unterweisen zur Selig keit durch den Glauben an Christum Jesum. Denn alle Schrift, von Gott einge⸗ geben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Ge⸗ rechtigkeit, daß ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt. Evangelium. Avh. 7, 10—18. Als aber Jesu Brüder waren hinaufgegangen, da ging Er auch hinauf zu dem Fest, nicht offenbarlich, sondern als heimlich. Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der? Und es war ein groß Gemurmel von ihm unter dem Volk. Etliche sprachen: Er ist fromm; die andern aber sprachen: Nein, son⸗ dern er verführet das Volk. Niemand aber redete frei von ihm um der Furcht willen vor den Juden. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat? Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. So jemand will des Willen tun, der wird inne werden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob Ich von mir selbst rede. Wer von ihm selbst redet, der suchet seine eigne Ehre; wer aber suchet die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm. Am 6. Sonntage nach Epiphanias. Epistel. 1. Royr. 1, 25—-31. Die göttliche Torheit ist weiser, denn die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, denn die Menschen sind. Sehet an, lieben Brüder, euren Beruf; nicht viel Weise nach dem Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen; sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählet, daß er die Weisen zu Schanden machte; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott er⸗ wählet, daß er zu Schanden machte, was stark ist; und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählet, und das da nichts ist, daß er zunichte machte, was etwas ist, auf daß sich vor ihm kein Fleisch rühme. Von ihm kommt auch ihr her in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Ge⸗ rechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, auf daß,(wie geschrieben stehet,) „wer sich rühmet, der rühme sich des Herrn“. Evangelium. Joh. 7, 3753. Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift saget, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers flie— ßen. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfahen sollten, die an ihn glaub⸗ ten; denn der heilige Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verkläret. Viele nun vom Volk, die diese Rede höreten, sprachen: Dieser ist wahrlich der Pro phet. Andere sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soll Christus aus Galiläa kommen? Spricht nicht die Schrift, von dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, solle Christus kommen? Also ward eine Zwietracht unter dem Volk über ihm. Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn. Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisäern; und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Es hat nie kein Mensch also geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid ihr auch verführet? Glaubet auch irgend 60 Episteln und Evangelien. ein Oberster oder Pharisäer an ihn? Sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht. Spricht zu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher einer unter ihnen war: Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhöret und erkennet, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galiläer? Forsche und siehe, aus Galiläa stehet kein Prophet auf. Und ein jeglicher ging also heim. Am Bonntage Boptuageimä. Epistel. Röm. 10, 8—18. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. Denn so du mit deinem Munde bekennest Jesum, daß er der Herr sei, und glaubest in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferwecket hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubet, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennet, so wird man selig. Denn die Schrift spricht:„Wer an ihn glaubet, wird nicht zu Schanden wer⸗ den.“ Es ist hie kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal Ein Herr, 10 9 alle, die ihn anrufen. Denn„wer den Namen des Herrn wird anrufen, soll selig werden.“ Wie sollen sie aber anrufen, an den sie nicht glauben? Wie lolen sie aber glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben stehet:„Wie lieblich sind die Füße derer, die den Frieden ver⸗ kündigen, die das Gute verkündigen!“ Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht:„Herr, wer glaubet unserm Predigen?“ So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich—7 aber: Haben sie es nicht gehöret? Wohl, es ist ja in alle Lande ausgegangen ih Schall und in alle Welt ihre Worte. Evangelium. Matth. 9, 35—38 Und Jesus ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen, und predigte das Evangelium von dem Reich, und heilete allerlei Seuche und aller lei Krankheit im Volke. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die temen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenig sind der Arbeiter. Dar⸗ um bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende. Am Sonntagr Sexagesimä. Epistel. 2. Tlhpell. 3, 1—5. Weiter, lieben Brüder, betet für uns, daß das Wort des r laufe und ge⸗ priesen werde wie bei euch/ und daß wir erlöset werden von den unverständigen und argen Menschen. Denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen. Wir versehen uns aber zu euch in dem Herrn, daß ihr tut und tun werdet, was wir euch gebieten. Der Herr aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi. Evangelium. Mark. 4, 26—32. Jesus sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft, und schläft, und stehet auf, Nacht und Tag; und der Same gehet auf und wächset, daß er's nicht weiß; denn die Erde bringet von ihr selbst zum ersten das Gras, darnach die Ahren, darnach den vollen Weizen in den Ahren. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schicket er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da. Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen? und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden? Gleichwie ein Senfkorn, wenn das gesäet wird aufs Land, süet ist,son Zweige, al loͤnnen. Das 2 dio wir seli zunichte m will ich ver die Weltw Denn diem gefiel es sintemal d aber predi eine Torhe shim, göttl Dave Was tun! alle an ihr Leube. Eir sprach zu: Mensch st dete er ni war, weie allein, so brächte. X delte nicht nahe bei d mit seinen Am 1. Dar lasset un⸗ Uns laufe Jesum, mögen I F ist gesess Vidersp Mut ma standen ö 30 gen J Schn w trus nah fahre dit u Gesetz m kam, che man m: Bist uf. Und 8. t deinem zen, daß den ver⸗ ngelium o kommt Ich sage ngen ihr Schulen, nd alle Samen gehet umersten Wenn Ermte ist cchwell set w ¹d Zweiter Jahrgang. 6¹ aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samen auf Erden; und wenn es ge⸗ säet ist, so nimmt es zu, und wird größer denn alle Kohlkraͤuter, und gewinnet große Zweige, also daß die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen üt Am Sonntage Estomihi. Epistel. 1. Ryr. 1, 18—24. Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft. Denn es stehet geschrieben:„Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.“ Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemachte Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben; sintemal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen, wir aber predigen den gekreuzigten Christ, den Juden ein Argernis und den Griechen eine Torheit, denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Chri⸗ stum, göttliche Kraft und göttliche Weisheit. Evangelium. Iyvh. 11, 47—54. Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viel Zeichen. Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Römer, und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselbigen Jahrs Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser, Ein Mensch sterbe für das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe. Solches aber re⸗ dete er nicht von sich selbst, sondern dieweil er desselbigen Jahrs Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern daß er auch die Kinder Gottes, die zerstreuet waren, zusammen⸗ brächte. Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn töteten. Jesus aber wan⸗ delte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von dannen in eine Gegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt, genannt Ephrem, und hatte sein Wesen daselbst mit seinen Jüngern. Am 1. Bonntage i. d. Fasten, Invoravit. Epistel. Ebr. 12, 1—4. Darum auch wir, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens; welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete er das Kreuz, und achtete der Schande nicht, und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl Gottes. Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat, daß ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset. Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut wider⸗ standen über dem Kämpfen wider die Sünde. Evangelium. Matth. 16, 21—23. Von der Zeit an fing Jesus an und zeigte seinen Jüngern, wie er müßte hin gen Jerusalem gehen, und viel leiden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten, und getötet werden, und am dritten Tage auferstehen. Und Pe⸗ trus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Herr, schone dein selbst; das wider⸗ fahre dir nur nicht! Aber er wandte sich um und sprach zu Petrus: Heb dich, Sa⸗ 6²2 Episteln und Evangelien. tan, von mir! du bist mir ärgerlich; denn du meinest nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist. Am 2. Synnk. i. d. Jasten, Reminisrere. Epistel. 1. Petr. 4, 12—19. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden,(die euch widerfähret, daß ihr versucht werdet.) als widerführe euch etwas Seltsames, son⸗ dern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offen⸗ barung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmähet werdet über dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er gepriesen. Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb oder Übeltäter, oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schä— me er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daß an⸗ fange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's für ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seele befehlen, als dem treuen Schöpfer, in guten Werken. Evangelium. Matth. 20, 20- 28. Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zween Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Könnet ihr den Kelch trinken, den Ich trinken wer⸗ de, und euch iuusen lassen mit der Waih⸗ da Ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Ja, wohl. Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, da Ich mit getauft werde, sollt ihr getauft werden; aber das Sitzen zu meiner R echten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater. Da das die Zehn höreten, wurden sie unwillig über die zween Brüder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fürsten herrschen, und die Oberherrn haben Gewalt. So soll es nicht sein unter euch; sondern, so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Die— ner. Und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht. Gleichwie des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene, und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. Am 3. Bonnk. in den Jasten, DOruli. Epistel. Röm. 8, 28—39. Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohns, auf daß derselbige der Erstgeborne sei unter vielen Brüdern. Welche er aber verord— net hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch ge⸗ recht gemacht; welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir nun hiezu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Welcher auch seines eignen Sohns nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwähleten Gottes beschuldigen? Gott ist hie, der da gerecht machet. Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher der Liebe G. oder Jährlic wir getötet! allen überw wiß, daß we weder Gege dere Kreatu serm Herrn. Und e genannt 3a Jesum zu s⸗ von Person ihn sähe; de Stätte, sahe hernieder d nieder, und er bei einem Siehe, Hert trogen habe diesem Hau Menschen! Am 4.51 Die Li gestorben is die, so da und auferst und ob wir lett nicht u lteist ver uns mit ih 0 Versoh uscher 90 Wort denn Gott versöͤhnen Sünde ger Sechs Werorber ihm ein A he zu Tis liher Nard das Haus Judas, S Si sondem 12—19, die euch les, son⸗ Offen⸗ r/ wem Heist der aber bei ieb oder so schä⸗ daß an⸗ ills für Und so heinen? jefehlen, einen zu dsprach: ken wer⸗ sprachen trinken, ber das n denen umwillig daß die es nicht Die wie des er diene, 390. dienen, hat, die yns, auf verord⸗ auch ge⸗ gemacht ns sein⸗ irm⸗ will die Her will ferwecke Sweiter Jahrgang. 63 ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Fährlichkeit oder Schwert? Wie geschrieben stehet:„Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.“ Aber in dem allen überwinden wir weit um des willen, der uns geliebet hat. Denn ich bin ge wiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine an⸗ dere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, un Evangelium. Tuk. 19, 1—10. Und er zog hinein und ging durch Jericho. Und siehe, da war ein Mann. genannt Zachäus, der war ein Oberster der Zöllner, und war reich; und begehrte Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von Person. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sähe; denn allda sollte er durchkommen. Und als Jesus kam an dieselbige Stätte, sah er auf und ward sein gewahr, und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute zu deinem Hause einkehren. Und er stieg eilend her⸗ nieder, und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen, murreten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. Zachäus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand be trogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist. Denn des Menschen Sohn ist kommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist. Am 4. Bynntage in don Jasten Lätare. Epistel. 2. Kor. 5, 14—21. Die Liebe Christi dringet uns also; sintemal wir halten, daß so Einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben, und er ist darum für alle gestorben, auf daß die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. Darum von nun an kennen wir niemand nach dem Fleisch; und ob wir auch Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu worden. Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versöhnet hat durch Jesum Christ, und das Amt gegeben, das die Versöhnung prediget. Denn Gott war in Christo, und versöhnte die Welt mit ihm selber, und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu, und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt; denn Gott vermahnet durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Evangelium. Iph. 12, 1—8. Sechs Tage vor den Ostern kam Jesus nach Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefälschter, köst licher Narde, und salbete die Füße Jesu, und trocknete mit ihrem Haare seine Füße; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischarioth, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe 6⁴ Episteln und Evangelien. nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, und hatte den Beutel, und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laß sie mit Frieden; solches hat sie behalten zum Tage meiner Begräbnis. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Am 5. Sonnkage in den Fasten, Iudira. Epistel. Ebr. 10, 19—27. So wir denn nun haben, lieben Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu, welchen er uns bereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist, durch sein Fleisch, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes: so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in völligem Glauben, besprenget in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen, und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung, und nicht wanken; denn er ist treu, der sie ver⸗ heißen hat; und lasset uns unter einander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken, und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche ypflegen, sondern unter einander ermahnen; und das so viel mehr, so viel ihr sehet, daß sich der Tag nahet. Denn so wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Er⸗ kenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir fürder kein ander Opfer mehr für die Sünden, sondern ein schrecklich Warten des Gerichtes und des Feuereifers, der die Widersacher verzehren wird. Evangelium. Matth. 23, 29—39. Jesus sprach: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet, und schmücket der Gerechten Gräber, und sprecht: Wären wir zu unsrer Väter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut. So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr Kin⸗ der seid derer, die die Propheten getötet haben. Wohlan, erfüllet auch ihr das Maß eurer Väter! Ihr Schlangen, ihr Otterngezüchte! wie wollt ihr der höllischen Ver— dammnis entrinnen? Darum siehe, Ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und derselbigen werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abel bis aufs Blut Zacharias, des Sohnes Berechjas, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusa⸗ lem, die du tötest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus soll euch wüst ge⸗ lassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Am Palmsonntkage. Epistel. Ebr. 5, 5—9. Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat:„Du bist mein Sohn, heute habe Ich dich gezeuget.“ Wie er auch am andern Ort spricht:„Du bist ein Priester in Ewigkeit, nach der Ordnung Melchisedeks.“ Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Fle⸗ hen mit starkem Geschrei und Tränen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen;! er Gottes E er vollendet gen Seligke Solche die Stunde verkläre g ewige Lebe daß sie dich erkennen. gegeben ha mit der Kle An Der g— Christi? 3 Christi? 2 Brots teilh Aber: zu ihm: N Gehet hin Meine Ze die Jünge Und am? Wahrlich betrübt, ur Er antwo wird mich ben stehet wirdl Cs Judas, d e8. Da sie Jungern und danl des neuen den. Ich Weinstog Vaters Gel ner Hroße sagte er hatte den n; solches lezeit bei 1927. mgang in euen und ben einen chaftigem em bösen halten an er sie ver⸗ seizen zur vie etliche ihr sehet, die Er⸗ fer mehr uereifers, er, die ihr dprecht: ein mit f ihr Kin⸗ das Maß chen Ver⸗ Beise und ind etliche Stadt zu sen ist auf Sohnes hrlich, ich „Merusa⸗ le oft habe Küͤchlein wüst ge⸗ sehen, bis er würde, gezeuget nach der Sweiter Jahrgang. 6⁵ aushelfen; und ist auch erhöret, darum daß er Gott in Ehren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, das er litt, Gehorsam gelernet. Und da er vollendet war, ist er worden allen, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewi⸗ gen Seligkeit. Evangelium. Ioh. 17, 1—5. Solches redete Jesus, und hub seine Augen gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist hie, daß du deinen Sohn verklärest, auf daß dich dein Sohn auch verkläre; gleichwie du ihm Macht hast gegeben über alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christ, erkennen. Ich habe dich verkläret auf Erden, und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte. Und nun verkläre mich Du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Am grünen Donnerstage. Epistel. 1. Kor. 10, 16. 17. Der gesegnete Kelch, welchen wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Bluts Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn Ein Brot ist's, so sind wir viele Ein Leib; dieweil wir alle Eines . Für die Altarvorlesung das vierte Bauplstück der Leidensgeschichte. Evangelium. Matth. 26, 17—29. Aber am ersten Tage der süßen Brote traten die Jünger zu Jesu, und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Osterlamm zu essen? Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe, ich will bei dir die Ostern halten mit meinen Jüngern. Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. Und da sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Und sie wurden sehr betrübt, und huben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm: Herr, bin ich's? Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrie ben stehet; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß derselbige Mensch nie geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn verriet und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst (s. Da sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte, und brach's, und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sün⸗ den. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Am Rarfreitage. Jür die Altarvorlesung das fünfte Bauptstück der Leidensgeschichte. Tür die Predigk freie Cexte. Am 1. Pstertage. Epistel. 1. Petr. 1, 3—9. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach sei⸗ ner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch 5 — 66 Episteln und Evangelien. die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und un⸗ befleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit, welche be⸗ reitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit. In derselbigen werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wo es sein soll, traurig seid in mancherlei An⸗ jechtungen, auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche Gold, das durchs Feuer bewähret wird, zu Lobe, Preis und Ehre, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch lieb habt, und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet, und wer⸗ det euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude und das Ende eures Glaubens davonbringen, nämlich der Seelen Seligkeit. Evangelium. Tuk. 24, 1—12. Aber am ersten Tage der Woche sehr frühe kamen sie zum Grabe, und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewälzet von dem Grabe; und gingen hinein, und fanden den Leib des Herrn Jesu nicht. Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zween Männer mit glänzenden Kleidern. Und sie erschraken, und schlugen ihre Angesichter nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hie, er ist auferstanden. Gedenket dran, wie er euch sagte, da er noch in Galiläa war, und sprach: Des Menschen Sohn muß überantwortet werden in die Hände der Sünder, und gekreuziget werden, und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gin⸗ gen wieder vom Grabe, und verkündigten das alles den Elfen und den andern allen. Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sageten. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als wären's Märlein, und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe, und bückte sich hinein, und sah die leinenen Tücher allein liegen; und ging davon, und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. Am 2. Ostertage. Epistel. 1. Ror. 15, 51—58. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und dasselbe plötzlich in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen die Unverweslich⸗ keit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllet wer⸗ den das Wort, das geschrieben stehet:„Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“ Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum. Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unbeweglich, und nehmet immer zu in dem Werk des Herrn, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. Evangelium. Joh. 20, 11—18. Maria aber stund vor dem Grabe und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab, und siehet zween Engel in weißen Kleidern sitzen, einen zu den Häupten und den andern zu den Füßen, da sie den Leichnam Jesu hinge⸗ legt hatten zu ihnen: hingelegt! slehen, un du? Wen hast Du i holen. Sr Rabbuni, ich bin no dern und meinem 6 Jungern: Am 1.8 Käm du auch b gebiete di unter Por ohne Flec wird zeige und Herr da niemo dem sei 6 Das Iona, ha Du weißt er wieder ihm: Ja, Schafel“ Petrus m und spra S. Sprichts du üünge du aber gurten un 5 Lode er 6 Got ums geli aig gemo erweket, werzeig Durch seij durh der den Der und un⸗ ch, die ihr welche be⸗ et ihr euch herlei An⸗ den werde be, Preis ht gesehen und wer⸗ nde eures ind trugen naber den Leib des zu ihnen lugen ihre el ihr den nlet dran, hen Sohn et werden, nd sie gin⸗ en andern Nalobus S deuchten etrus aber nen Tuͤcher nge. hlafen, wir lugenblic, o die Toten Denn dies 5 anziehen vewweblih⸗ ület wer⸗ den Sieg. des Todes Dank, de um, meine Werk des Hemm. un weinte, iten, einen Jesu hingẽ⸗ Sweiter Jahrgang. 67 legt hatten. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet Jesum stehen, und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast Du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingeleget? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni, das heißet: Meister. Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brü⸗ dern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria Magdalena kommt und verkündiget den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. Am 1. Sonnk. n. Ostern, Auastmodogeniti. Epist. 1. Tim. 6, 12—16. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist, und bekannt hast ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig machet, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers Herrn Jesu Christi, welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der König aller Könige und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnet in einem Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen. Evangelinm. Ioh. 21, 15—19. Da sie nun das Mahl gohalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, Du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er wieder zum andernmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, Du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, Du weißt alle Dinge, Du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du jünger warest, gürtetest du dich selbst, und wandeltest, wo du hinwolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein andrer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst. Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen würde. Und da er das gesaget, spricht er zu ihm: Folge mir nach! Am 2. Sonnkage nach Ostern, Misericordias Dymini. Epistel. Ephes. 2, 4—10. Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit, durch seine große Liebe, damit er uns geliebet hat, da wir tot waren in den Sünden, hat er uns samt Christo leben dig gemacht,(denn aus Gnade seid ihr selig worden,) und hat uns samt ihm auf⸗ erwecket, und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, auf daß er erzeigete in den zukünftigen Zeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christo Jesu. Denn aus Gnade seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen 5* 68 Episteln und Evangelien. in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln sollen. Evangelium. Ioh. 6, 35—50. Jesus aber sprach zu ihnen. Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubet, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel kommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern des, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, das er mir gege⸗ ben hat, sondern daß ich's auferwecke am jüngsten Tage. Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn siehet und glaubet an ihn, habe das ewige Leben; und Ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Da murreten die Juden darüber, daß er sagte: Ich bin das Brot, das vom Himmel kommen ist, und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, des Vater und Mutter wir kennen? Wie spricht Er denn: Ich bin vom Himmel kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht unter einander. Es kann niemand zu mir kom⸗ men, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und Ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Es stehet geschrieben in den Propheten:„Sie werden alle von Gott gelehret sein.“ Wer es nun höret vom Vater und lernet's, der kommt zu mir. Nicht daß jemand den Vater habe gesehen, ohne der vom Vater ist; der hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben Manna gegessen in der Wüste, und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. Am 3. Sonntage n. Ostern, Iubilate. Epistel. 2. Ror. 5, 1—9. Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, daß wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist, im Himmel. Und darüber sehnen wir uns auch nach unsrer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlanget, daß wir damit überkleidet werden; so doch, wo wir bekleidet und nicht bloß erfunden werden. Denn dieweil wir in der Hütte sind, sehnen wir uns und sind beschweret; sintemal wir wollten lieber nicht ent— kleidet, sondern überkleidet werden, auf daß das Sterbliche würde verschlungen von dem Leben. Der uns aber dazu bereitet, das ist Gott, der uns das Pfand, den Geist, gegeben hat. So sind wir denn getrost allezeit und wissen, daß, dieweil wir im Leibe wohnen, so wallen wir ferne vom Herrn; denn wir wandeln im Glau⸗ ben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost, und haben vielmehr Lust, außer dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn. Darum fleißigen wir uns auch, wir sind daheim oder wallen, daß wir ihm wohlgefallen. Evangelium. IJoh. 14, 1—9. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubet an Gott und glaubet an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo Ich bin. Und wo Ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du bin der W durch mich nun an ke geige uns euch, und Nm 4. Seid nung, die Oewissen, werden, d so es Got Sintemal die Unger aber lebe Sieh wie die E Menschen euch geiße um mein⸗ überantn euch zu d die da re An Wir it richt! des hoffer gleichen wir beter mit unar Geistes Bit euch auf und wer ein Sol einen d dennoch mel Gu A Se is stzen i Got. auch ff daß wir ir kommt, dürsten. och nicht. mmt, den ht daß ich Wille des mir gege⸗ der Wille habe das rreten die mmen ist, lutter wir ntwortete mir kom⸗ jch werde ten:„Sie lernet's, om Vater van mich iter haben das vom 19. .dah wir nacht, das chausung, so doch, der Hütle nicht enk⸗ schlungen fand, den jeweil wir im Glau⸗ ust, außer wir uns et an Gott . Wenns bereiten. umen und gehe, D0⸗ wir wissen 69 Sweiter Jahrgang. nicht wo du hingehest; und wie können wir den Weg wissen? Jesus sprichtzu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genüget uns. Jesus spricht zu ihm: So lang bin ich bei euch, und du kennest mich nicht, Philippus? Wer mich siehet, der siehet den Vater Am 4. Sonntage n. Ostern, Cantate. Epistel. 1. Petr. 3, 15—18. Seid allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoff⸗ nung, die in euch ist, und das mit Sanftmütigkeit und Furcht; und habt ein gut Gewissen, auf daß die, so von euch asterreden als von Übeltätern, zu Schanden werden, daß sie geschmäht haben euren guten Wandel in Christo. Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, daß ihr von Wohltat wegen leidet denn von Übeltat wegen. Sintemal auch Christus einmal für unsre Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führete, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. Evangelium. Matth. 10, 16—-20. Siehe, Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser, und werden euch geißeln in ihren Schulen. Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Am 5. Sonnk. n. Ostern, Rogate. Epistel. Röm. 8, 24—27. Wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man siehet, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man des hoffen, das man siehet? So wir aber des hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch Geduld. Desselbigen gleichen auch der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen forschet, der weiß, was des Geistes Sinn sei; denn er vertritt die Heiligen nach dem, das Gott gefällt. Evangelium. Matth. 7, 7—11. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfähet; und wer da suchet, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? So denn ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Him⸗ mel Gutes geben denen, die ihn bitten. Am Jeste der Bimmelfahrt Christi. Epistel. Rol. 3, 1—4. Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, das droben ist, nicht nach dem, das auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit Episteln und Evangelien. Evangelium. Tuk. 24, 44—53. Jesus sprach aber zu seinen Jüngern: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Moses', in den Propheten und in den Psalmen. Da öff⸗ nete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstunden, und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden, und auferstehen von den To⸗ ten am dritten Tage, und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern, und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, Ich will euch senden die Verheißung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe. Er führte sie aber hinaus bis gen Bethanien; und hub die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen, und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an, und kehreten wieder gen Jerusalem mit großer Freude; und waren allewege im Tempel, priesen und lobeten Gott. Am 6. Sonntage nach Ostern, Exaudi. Epistel. Eyhes. 1, 17—23. Der Gott unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner selbst Erkenntnis, und er⸗ leuchtete Augen eures Verständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die Hoffnung eures Berufs, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes an seinen Heiligen, und welche da sei die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke, welche er gewirket hat in Christo, da er ihn von den Toten auferwecket hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel, über alle Fürstentümer, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen; und hat alle Dinge unter seine Füße getan, und hat ihn gesetzt zum Haupt der Ge⸗ meine über alles, welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allen — Evangelium. Ioh. 14, 15.—21. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote; und Ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfahen; denn sie siehet ihn nicht, und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibet bei euch, und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn Ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, daß Ich in meinem Vater bin, und ihr in mir, und Ich in euch. Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist's, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem Vater geliebet werden, und Ich werde ihn lieben, und mich ihm offenbaren. Am 1. Pfingsttage. Epistel. 2. Ror. 3, 17 bis Rap. 4, 6. Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Klarheit mit aufgedecktem Angesichte, und wir werden verkläret in dasselbige Bild von einer Klarheit zu der andern, als vom Herrn, der der Geist ist. Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nach dem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde, sondern meiden auch heimliche Schande, und gehen nicht mit Schalkheit um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit beweisen wir uns wohl an aller Nenschen o die verloren Sinn verbl Klarheit El Helbst, sonde willen. De hat einen h keuchtung! Petru et durch di gen Geists David ist meinem H Schemel d diesen Jest Da sie abe zu den and trus sprach Nesu Chri heiligen ferne sind, bezeugte e Geschlecht hinzugeta Chrif Cvangelis zum Werk ankommen lommner daß wirr Wind der chleichen in allen e Rib zusan . ein⸗ in seinem das alles Sie In Brorl hen viel! den, war vekaufte se warer zu euch von mir Da öff⸗ zu ihnen: u den To⸗ ergebung seid des lers. Ihr mit Kraft die Hände und fuhr erusalem m Gott. 1723. gebe euch und er⸗ da sei die Erbes an t an uns, wirket hat r Rechten les, was ünftigen; der Ge⸗ in allen itten, und den Geist nicht, und din euch h um ein denn Ich „ daß Ich hebole hat meinem ren. 6. heit. Nun schte, und „ als vom demn uns iden au cht Gotles an alla Sweiter Jahrgang. 71 Menschen Gewissen vor Gott. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt; bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Er⸗ leuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. Evangelium. Apollelgesch. 2, 32—41. Petrus sprach: Jesum hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen. Nun er durch die Rechte Gottes erhöhet ist, und empfangen hat die Verheißung des heili⸗ gen Geists vom Vater, hat er ausgegossen dies, das ihr sehet und höret. Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber:„Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße.“ So wisse nun das ganze Haus Jsrael gewiß, daß Gott diesen Jesum, den ihr gekreuziget habt, zu einem Herrn und Christ gemacht hat. Da sie aber das höreten, ging's ihnen durchs Herz, und sprachen zu Petrus und zu den andern Aposteln: Ihr Männer, lieben Brüder, was sollen wir tun? Pe⸗ trus sprach zu ihnen: Tut Buße, und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfahen die Gabe des heiligen Geists. Denn euer und eurer Kinder ist diese Verheißung, und aller, die ferne sind, welche Gott, unser Herr, herzurufen wird. Auch mit viel andern Worten bezeugte er und ermahnte und sprach: Lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht. Die nun sein Wort gerne annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen. Am 2. Pfngsttage. Epistel. Ephel. 4, 11—16. Christus hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aber zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern, daß die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Amts, dadurch der Leib Christi erbauet werde, bis daß wir alle hin⸗ ankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohns Gottes, und ein voll⸗ kommner Mann werden, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi, auf daß wir nicht mehr Kinder seien, und uns wägen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Täuscherei, damit sie uns er⸗ schleichen zu verfuhren. Lasset uns aber rechtschaffen sein in der Liebe, und wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus, von welchem aus der ganze Leib zusammengefüget ist und ein Glied am andern hanget durch alle Gelenke, da⸗ durch eins dem andern Handreichung tut nach dem Werk eines jeglichen Gliedes in seinem Maße, und machet, daß der Leib wächset zu seiner selbst Besserung; und das alles in der Liebe. Evangelium. Rpostelgesch. 2, 42—47. Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam auch alle Seelen Furcht an; und gescha⸗ hen viel Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig waren wor⸗ den, waren bei einander, und hielten alle Dinge gemein. Ihre Güter und Habe verkauften sie, und teileten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war. Und sie waren täglich und stets bei einander einmütig im Tempel, und brachen das 72 Episteln und Evangelien. Brot hin und her in Häusern, nahmen die Speise, und lobeten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen, und hatten Gnade bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeine. Am Trinitatis-Feste. Epistel. 1. Ror. 2, 7—16. Wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, welche Gott ver⸗ ordnet hat vor der Welt zu unsrer Herrlichkeit, welche keiner von den Obersten die⸗ ser Welt erkannt hat; denn wo sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herr⸗ lichkeit nicht gekreuziget; sondern wie geschrieben stehet:„Das kein Auge gesehen hat, und kein Ohr gehöret hat, und in keines Menschen Herz kommen ist, das Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ Uns aber hat es Gott offenbaret durch seinen Geist, denn der Geist erforschet alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, ohne der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, ohne der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehret, und richten geistliche Sachen geistlich. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich gerichtet sein. Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn. Evangelium. Maith. 28, 16- 20. Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zwei⸗ felten. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin, und lehret alle Völker, und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes; und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Cimoth. 6, 6—11. Es ist aber ein großer Gewinn, wer gottselig ist und lässet sich genügen. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum offenbar ist, wir werden auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns genü⸗ gen. Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel törichter und schädlicher Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. Denn Geiz ist eine Wurzel alles Ubels; des hat etliche gelüstet, und sind vom Glauben irregegangen, und machen ihnen selbst viel Schmerzen. Aber du, Gottes Mensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gott⸗ seligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut. Evangelium. Tuk. 12, 16—21. Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, des Feld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei ihm selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, da ich meine Früchte hinsammle. Und sprach: Das will ich tun; ich will meine Scheunen abbrechen, und größere bauen, und will drein sam⸗ meln alles, was wir gewachsen ist, und meine Güter; und will sagen zu meiner Seele: Lie ij trink un man deine o gehet es Amꝛ Gott Jesu Chr Leben und der uns b teuren un ilhaftig! so wendet und in de Mäßigkei derliche i lich bei en nis unser tappet mit lieben Br denn wo dargereich Jesu Chr Aber chen ein bigen, un das Himn Verle fan Aber damit mo an das U werfen si ausgehen ofen wer Fruuden hert aber Gott ver⸗ ᷑sten die⸗ der Herr⸗ e gesehen das Gott ich seinen it. Denn n, der in 8. Wir Gott, daß den, nicht n, die der e Mensch res nicht lles, und oder wer Jesus fi ber zwei⸗ heben alle Violler, Geistes; bei euch 6M—II. en. Denn uch nichts ns genü⸗ tricke und herderben egelͤstet, hmerzen. der Gotl⸗ ensch, ds ollich willi rein sam⸗ u meiner Sweiter Jahrgang. 73 Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und hab guten Mut. Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wes wird's sein, das du bereitet hast? Al⸗ so gehet es, wer sich Schätze sammelt, und ist nicht reich in Gott. Am 2. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 2. Petr. 1, 2—11. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu Christi, unsers Herrn! Nachdem allerlei seiner göttlichen Kraft, was zum Leben und göttlichen Wandel dienet, uns geschenkt ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die teuren und allergrößesten Verheißungen geschenkt sind, nämlich daß ihr dadurch teilhaftig werdet der göttlichen Natur, so ihr fliehet die vergängliche Lust der Welt: so wendet allen euren Fleiß daran, und reichet dar in eurem Glauben Tugend, und in der Tugend Erkenntnis, und in der Erkenntnis Räßigkeit, und in der Mäßigkeit Geduld, und in der Geduld Gottseligkeit, und in der Gottseligkeit brü⸗ derliche Liebe, und in der brüderlichen Liebe gemeine Liebe. Denn wo solches reich⸗ lich bei euch ist, wird's euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen in der Erkennt⸗ nis unsers Herrn Jesu Christi; welcher aber solches nicht hat, der ist blind, und tappet mit der Hand, und vergisset der Reinigung seiner vorigen Sünden. Darum, lieben Brüder, tut desto mehr Fleiß, euren Beruf und Erwählung festzumachen; denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln, und also wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsers Herrn und Heilandes Evangelium. Matth. 13, 44—50. Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgnen Schatz im Acker, wel⸗ chen ein Mensch fand, und verbarg ihn, und ging hin vor Freuden über demsel⸗ bigen, und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Und da er Eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netze, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fähet. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefäß zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen, und die Bösen von den Gerechten scheiden, und werden sie in den Feuer ofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappen sein. Am 3. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 2. Ror. 7, 6—-10. Lieben Brüder, daß ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reuet mich nicht. Und ob's mich reuete, dieweil ich sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübt hat, so freue ich mich doch nun, nicht daruͤber, daß ihr seid betrübt worden, sondern daß ihr betrübt seid worden zur Reue. Denn ihr seid göttlich be trübet worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen nehmet. Denn die göttliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket den Tod. Evangelium. Tuh. 15, 11—32. Jesus sprach: Ein Mensch hatte zween Söhne; und der jüngste unter ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Teil der Güter, das mir gehört. Und er teilte ihnen das Gut. Und nicht lang darnach sammelte der jüngste Sohn alles —————— 7⁴4 Episteln und Evangelien. zusammen, und zog ferne über Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen. Da er nun all das Seine verzehret hatte, ward eine große Teurung durch dasselbige ganze Land, und er fing an zu darben. Und ging hin und hängte sich an einen Bürger desselbigen Landes, der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trebern, die die Säue aßen; und niemand gab sie ihm. Da schlug er in sich und sprach: Wie viel Taglöhner hat mein Vater, die Brot die Fülle haben, und ich verderbe im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen, und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündiget in den Himmel und vor dir, und bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich als einen deiner Taglöhner. Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündiget in den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor, und tut ihn an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße; und bringet ein ge⸗ mäftet Kalb her, und schlachtet's; lasset uns essen und fröhlich sein; denn dieser mein Sohn war tot, und ist wieder lebendig worden; er war verloren, und ist gefunden worden. Und fingen an fröhlich zu sein. Aber der älteste Sohn war auf dem Felde; und als er nahe zum Hause kam, hörte er das Gesänge und den Rei⸗ gen; und rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist kommen, und dein Vater hat ein gemästet Kalb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder hat. Da ward er zornig, und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er aber antwortete und sprach zum Va⸗ ter: Siehe, so viel Jahre diene ich dir, und habe dein Gebot noch nie übertreten; und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. Nun aber dieser dein Sohn kommen ist, der sein Gut mit Huren verschlun⸗ gen hat, hast du ihm ein gemästet Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und gutes Muts sein: denn dieser dein Bruder war tot, und ist wie⸗ der lebendig worden; er war verloren, und ist wiedergefunden. Am 4. Sonntage nack Trinitatis. Epistel. Röm. 7, 18—25. Ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnet nichts Gutes. Wol⸗ len habe ich wohl, aber Vollbringen das Gute finde ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. So ich aber tue, das ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnet. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daß mir das Böse anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem in⸗ wendigen Menschen. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte, und nimmt mich gefangen in der Sün⸗ de Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. Ich elender Mensch! wer wird mich er⸗ lösen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke Gott durch Jesum Christ, unsern Herrn. So diene ich nun mit dem Gemüte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Flei⸗ sche dem Gesetze der Sünde. Evangelium. Matth. 5, 1—12. Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig snd, die de Leid tragen sie werden Gerechtigke werden Be werden O. der heißen Himmelrei hen und v fröhlich un Am 5 So le alles After jetzt gebor schmeckt he lebendigen wählet und lichen Har angenehm ich lege ein der soll ni Ungläubi stein wore stoßen an seid das das Volk! ufen hat ein Volk! nun aber Des lippus, u aus der zu ihm: ten geschr zu ihm: und sieh ein rechte her kenne Nef, dad pricht zu sus antn dich geef Und spr Nmmel! en So um mit g durch ngte sich ie Saue ue aßen; aglöͤhner Ich will ich habe „daß ich esich auf ihn sein ihn. Der vor dir; er sprach jebet ihm t ein ge⸗ in dieser und ist war auf den Rei⸗ ber sagte chlachtet, eingehen. zum Va⸗ jertreten; fröhlich erschlun⸗ n: Mein oollest dist wis⸗ 25. E. Wol as Gule, lle ich. E Sünde, hute tlin, dem in⸗ „das da der Suͤn⸗ mich er⸗ „ unsem hem Flei⸗ und seine ch: Selig Zweiter Jahrgang. 7⁵ sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kin⸗ der heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolget werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmä⸗ hen und verfolgen, und reden allerlei Ubels wider euch, so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnet werden. Am 5. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Pelr. 2, 1—10. So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alles Afterreden; und seid begierig nach der vernünftigen lautern Milch als die jetzt gebornen Kindlein, auf daß ihr durch dieselbige zunehmet, so ihr anders ge⸗ schmeckt habt, daß der Herr freundlich ist, zu welchem ihr kommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber bei Gott ist er auser⸗ wählet und köstlich. Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geist⸗ lichen Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gont angenehm sind durch Jesum Christum. Darum stehet in der Schrift:„Siehe da, ich lege einen auserwähleten, köstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubet, der soll nicht zu Schanden werden.“ Euch nun, die ihr glaubet, ist er köstlich; den Ungläubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben, und zum Eck⸗ stein worden ist, ein Stein des Anstoßens und ein Fels des Argernisses; die sich stoßen an dem Wort und glauben nicht dran, dazu sie auch gesetzt sind. Ihr aber seid das auserwählete Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch be⸗ rufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid. Evangelium. Joh. 1, 43—51. Des andern Tages wollte Jesus wieder nach Galiläa ziehen, und findet Phi⸗ lippus, und spricht zu ihm: Folge mir nach! Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Philippus findet Nathanael Und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Prophe⸗ ten geschrieben haben, Jesum, Josephs Sohn von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es. Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, in welchem kein Falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Wo⸗ her kennest du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dir Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warest, sah ich dich. Nathanael antwortete und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, Du bist der König von Israel. Je⸗ sus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubest, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch Größeres denn das sehen. Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich sage ich euch: Von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen, und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren auf des Men⸗ schen Sohn. 76 Episteln und Evangelien. Am 6. Sonntage nach Trinit. Epistel. 1. Iph. 2, 28 bis Rap. 3, 8. Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf daß, wenn er offenbaret wird, wir Freudigkeit haben und nicht zu Schanden werden vor ihm in seiner Zukunft. So ihr wisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß, wer recht tut, der ist von ihm ge⸗ boren. Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kinder sollen heißen! Darum kennet euch die Welt nicht; denn sie kennet ihn nicht. Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein wer⸗ den; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget sich, gleichwie Er auch rein ist. Wer Sünde tut, der tut auch unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. Und ihr wisset, daß Er ist erschienen, auf daß er unsere Sünden wegnähme, und ist keine Sünde in ihm. Wer in ihm bleibet, der sündiget nicht; wer da sündiget, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. Kindlein, lasset euch niemand verführen. Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündiget von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zer⸗ 2 Evangelium. Aoh. 15, 1—11. Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. Einen jeg⸗ lichen Reben an mir, der nicht Frucht bringet, wird er wegnehmen; und einen jeg⸗ lichen, der da Frucht bringet, wird er reinigen, daß er mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Worts willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir, und Ich in euch. Gleichwie der Rebe kann keine Frucht bringen von ihm selber, er bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet, und Ich in ihm, der brin⸗ get viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen wie ein Rebe, und verdorret, und man sammelt sie, und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darinnen wird mein Vater geehrt, daß ihr viel Frucht bringet, und werdet meine Jünger. Gleichwie mich mein Vater liebet, also liebe Ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe. So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie Ich meines Vaters Gebote halte, und bleibe in seiner Liebe. Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde. Am 7. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. 1. Iph. 2, 1—6. Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht sündiget. Und ob jemand sündiget, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christ, der gerecht ist. Und derselbige ist die Versöhnung für unsere Sünden; nicht allein aber für die unseren, sondern auch für der ganzen Welt. Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten. Wer da saget: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit. Wer aber sein Wort hält, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer da saget, daß er in ihm bleibet, der soll auch wandeln, gleichwie Er gewandelt hat. Evangelium. Luh. 6, 43—49. Jesus sprach: Es ist kein guter Baum, der faule Frucht trage, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage. Ein jeglicher Baum wird an seiner eignen Frucht erkannt. 2 Trauben v Schatz sein bösen Sch über. Wa zu mir kor er gliich i und legete zum Hauf det. Wer bauete au bald, und Ame So i sten als d und werd setz hält u „Du solss nun nicht also tut, a Da sprachen: ihre Hänz übertretet solht Vat Dödes ste Gott geg shieht s Gottes Vsaja be nem Mu aber ver Mensche und vern nichtt sor haten s argerten, se mein ren!l sie fallen sie An Lie seinen N Ich schu euch Kin p. 3, 8. Hird, wir unft. So ihm ge 5 Kinder . Meine wir sein sein wer⸗ Hoffnung t, der tut rschienen, er in ihm herkannt. gleichwie diget von ufels zer⸗ inen jeg⸗ inen jeg⸗ nge. Ihr bt in mir, hm selber, Ich bin der brin⸗ ir bleibet, sie, und ine Worte derfahren, det meine Bleibet in gleichwie yede ich zu jen werde. 6. 1. Und ob Im Chrif, iicht alein lerken wu, eihn, und rheit. Vet en. Daran t, der soll Rein fauler hen Sweiter Jahrgang. 77 erkannt. Denn man lieset nicht Feigen von den Dornen, auch so lieset man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein boshaftiger Mensch bringet Böses hervor aus dem bösen Schatz seines Herzens. Denn wes das Herz voll ist, des gehet der Mund über. Was heißt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage? Wer zu mir kommt, und höret meine Rede, und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete, und grub tief, und legete den Grund auf den Fels. Da aber Gewässer kam, da riß der Strom zum Hause zu, und mochte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegrün⸗ det. Wer aber höret und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete auf die Erde ohne Grund; und der Strom riß zu ihm zu, und es fiel als⸗ bald, und das Haus gewann einen großen Riß. Am 38. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Jakob. 2, 8—12. So ihr das königliche Gesetz erfüllet nach der Schrift:„Liebe deinen Näch⸗ sten als dich selbst,“ so tut ihr wohl; so ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter. Denn so jemand das ganze Ge⸗ setz hält und sündiget an Einem, der ist's ganz schuldig. Denn der da gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen,“ der hat auch gesagt:„Du sollst nicht töten.“ So du nun nicht ehebrichest, tötest aber, bist du ein Ubertreter des Gesetzes. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Evangolium. Matth. 15, 1—14. Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem und sprachen: Warum übertreten deine Jünger der AÄltesten Aufsätze? Sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsätze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter fluchet, der soll des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht:„Es ist Gott gegeben, das dir sollte von mir zu nutz kommen,“ der tut wohl. Damit ge⸗ schieht es, daß niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ehret, und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsätze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen:„Dies Volk nahet sich zu mir mit sei⸗ nem Munde, und ehret mich mit seinen Lippen; aber ihr Herz ist ferne von mir; aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebote sind.“ Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihm: Höret zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht; sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Weißt du auch, daß sich die Pharisäer ärgerten, da sie das Wort höreten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet. Lasset sie fah⸗ ren! sie sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Am 9. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Iphh. 2, 12 17. Lieben Kindlein! ich schreibe euch; denn die Sünden sind euch vergeben durch seinen Namen. Ich schreibe euch Vätern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich schreibe euch Jünglingen; denn ihr habt den Bösewicht überwunden. Ich habe euch Kindern geschrieben; denn ihr kennet den Vater. Ich habe euch Vätern ge— 78 Episteln und Evangelien. schrieben; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich habe euch Jünglingen ge⸗ schrieben; denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt bei euch, und habt den Bösewicht überwunden. Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibet in Ewigkeit. Evangelium. Matth. 19, 16—26. Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, daß ich das ewige Leben möge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter; und: du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlet mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach. Da der Jüng⸗ ling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm; denn er hatte viel Güͤter. Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Jüngerhöreten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich. Am 10. Sonnt. nach Trinitatis. Epistel. 2. Ror. 6, 14—18 u. 7, 1. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Ge⸗ rechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemein⸗ schaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes für eine Gleiche mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht:„Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Darum gehet aus von ihnen, und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will Ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr. Dieweil wir nun solche Verheißungen haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns rei⸗ nigen, und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. Evangelium. Avh. 2, 13—22. Und der Juden Ostern waren nahe, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem; und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken, und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen, und verschüttete den Wechslern das Geld, und stieß die Tische um; und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen, und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause. Seine Jünger aber gedachten dran, daß geschrieben stehet:„Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen.“ Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns fü zu ihnen: prachen d willst ihn Da er nu dies gesa Am 1 Wat Ia, ich a Christi J net, und werde, da den Glar Glauben die Gem gegenkon schon vol dem ich r nicht, daf und stred nach dem Es Weib mi Schweste Martha brach: Sage iht Manha, wenn di und erj dulde, x nicht züt den, ⁰0 zu gücht sein dem Tage no gen.NAl ngleit; denen, die müd chele w gegen je ingen ge⸗ habt den lt ist. So les, was Leben, ist Lust; wer ich Gutes as heißest im Leben er sprach: sollst nicht Nächsten gehalten Willst du „so wirst er Jüng⸗ esus aber hwer ins mel durch das seine zwerden? lichz aber 3. 7 l· at die Ge⸗ Gemein⸗ ein Teil für eine ttes; wie deln, und on ihnen, j; will Ich chter ein, en, meine uns rei⸗ erusalem: u, und die m Tempel das Geld, N: Traget He. Seine Haus hat Bas zeigl Zweiter Jahrgang. 79 du uns für ein Zeichen, daß du solches tun mögest? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet; und Du willst ihn in dreien Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Jünger dran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte. Am 11. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Philipp. 3, 7—14. Was mir Gewinn war, das hab ich um Christi willen für Schaden geachtet. Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um welches willen ich alles habe für Schaden gerech⸗ net, und achte es für Kot, auf daß ich Christum gewinne, und in ihm erfunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird, zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, damit ich ent⸗ gegenkomme zur Auferstehung der Toten. Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nach⸗ dem ich von Christo Jesu ergriffen bin. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu. Evangelium. Luk. 10, 38— 42. Es begab sich aber, da sie wandelten, ging Er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich zu Jesu Füßen, und hörte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragest du nicht darnach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählet, das soll nicht von ihr genommen werden. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 12, 5—14. Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn, und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst; denn welchen der Herr lieb hat, den züchtiget er; und er stäupt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. So ihr die Züchtigung er⸗ duldet, so erbietet sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht zůüchtiget? Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig wor⸗ den, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder. Und so wir haben unsre leiblichen Väter zu Züchtigern gehabt und sie gescheuet, sollten wir denn nicht vielmehr untertan sein dem Vater der Geister, daß wir leben? Denn jene haben uns gezüchtiget wenig Tage nach ihrem Duͤnken; dieser aber zu Nutz, auf daß wir seine Heiligung erlan⸗ gen. Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt uns nicht Freude, sondern Trau⸗ rigkeit zu sein; aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt sind. Darum richtet wieder auf die lässigen Hände und die müden Kniee, und tut gewisse Tritte mit euren Füßen, daß nicht jemand strau⸗ chele wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den Herrn sehen. Episteln und Evangelien. Evangelium. Joh. 5, 1—14. Darnach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der heißet auf ebräisch Bethes⸗ da, und hat fünf Hallen, in welchen lagen viel Kranke, Blinde, Lahme, Verdorr⸗ te, die warteten, wann sich das Wasser bewegte. Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich, und bewegte das Wasser. Welcher nun der erste, nachdem das Wasser beweget war, hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war. Es war aber ein Mensch daselbst, achtunddreißig Jahre lang krank gelegen. Da Jesus denselbigen sah liegen, und vernahm, daß er so lang gelegen war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, wenn das Wasser sich beweget, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so steiget ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bette und gehe hin! Und alsobald ward der Mensch gesund, und nahm sein Bette und ging hin. Es war aber desselbigen Tages der Sabbath. Da sprachen die Juden zu dem, der gesund war worden: Es ist heute Sabbath; es ziemt dir nicht, das Bette zu tragen. Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm dein Bette und gehe hin! Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bette und gehe hin? Der aber gesund war worden, wußte nicht, wer es war; denn Jesus war gewichen, da so viel Volks an dem Ort war. Darnach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe zu, du bist gesund worden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Argeres widerfahre. Am 13. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Ivh. 4, 7—12. Ihr Lieben, lasset uns unter einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer lieb hat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht lieb hat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe: nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern daß Er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebet, so sollen wir uns auch unter einander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns unter ein⸗ ander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. Evangelium. Mark. 12, 28—34. Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zugehöret hatte, wie sie sich mit einander befrageten, und sah, daß er ihnen fein geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vornehmste Gebot vor allen? Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor allen Geboten ist das:„Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott; und du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von gan⸗ zem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräf⸗ ten.“ Das ist des vornehmste Gebot. Und das andre ist ihm gleich:„Du sollst dei⸗ nen Nächsten lieben als dich selbst. Es ist kein ander größer Gebot denn diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet, denn es ist Ein Gott, und ist kein andrer außer ihm; und denselbigen lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüte, von ganzer Seele und von allen Kräften, und lieben seinen Nächsten als sich selbst, das ist mehr denn Brandopfer und alle Oyfer. Da Jesus aber sah, daß er vernünftiglich antwortete, sprach er zu ihm: Du bist ni fragen. Um 14. Ich d achtet hat, ger und eir unwissend sers Herrn wiblich we Welt, die darum ist Christus e ewigen Le baren und Es b hinein in! in der Sta Pharisäer und weint ihres Hav das der N Wenn die ihn anrul Simon, i⸗ ein Wuch andre fün welcher un Ich achte, Herichtet. Haupts 0 einkomme nicht mit: ich dir: wenig ver den verge selbst: W. Dein Olc Am „Bir liche Kra wir ängs solgung; nen nich lem. Es Bethes⸗ Berdorr⸗ herab zu nachdem euche er ng krank gelegen n: Herr, en ich pricht zu Mensch ages der ist heute Der mich agten sie che hin? ewichen, dsprach dit nicht 2. von Gott, lieb hat, e Gotles dab wir et haben, nung für uns auch unter ein⸗ hate wie hatte, und mtwottete der Hert, von gall⸗ nen Kräf⸗ sollst de⸗ enn diese. t geredet, ieben von gräften, und alle ihn: Zweiter Jahrgang. 81 b bist nicht ferne von dem Reich Gottes. Und es wagte ihn niemand weiter zu agen. Am 14. Bonntage nach CTrinitatis. Epistel. 1. Timoth. 1, 12—17. Ich danke unserm Herrn Christo Jesu, der mich stark gemacht und treu ge⸗ achtet hat, und gesetzt in das Amt, der ich zuvor war ein Lästerer und ein Verfol⸗ ger und ein Schmäher; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan im Unglauben. Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade un⸗ sers Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist. Das ist ge⸗ wißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus kommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen, unter welchen ich der vornehmste bin. Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf daß an mir vornehmlich Jesus Christus erzeigete alle Geduld zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. Aber Gott, dem ewigen Könige, dem Unvergänglichen und Unsicht⸗ baren und allein Weisen sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen. Evangelium. Tuk. 7, 36—50. Es bat Jesum aber der Pharisäer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in des Pharisäers Haus, und setzte sich zu Tisch. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, daß er zu Tisch saß in des Pharisäers Hause, brachte sie ein Glas mit Salbe, und trat hinten zu seinen Füßen, und weinte, und fing an, seine Füße zu netzen mit Tränen und mit den Haaren ihres Haupts zu trocknen, und küßte seine Füße, und salbte sie mit Salbe. Da aber das der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anrühret; denn sie ist eine Sünderin. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sage an. Es hatte ein Wucherer zween Schuldner. Einer war schuldig fünfhundert Groschen, der andre fünfzig. Da sie aber nicht hatten, zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben? Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerichtet. Und er wandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin kommen in dein Haus, du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Füßen; diese aber hat meine Füße mit Tränen genetzet, und mit den Haaren ihres Hauyts getrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem sie her⸗ einkommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. Du hast mein Haupt nicht mit Ol gesalbet; sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbet. Derhalben sage ich dir: Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebet; welchem aber wenig vergeben wird, der liebet wenig. Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sün⸗ den vergeben. Da fingen an, die mit ihm zu Tische saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sunden vergibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden. Am 15. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 2. Ryr. 4, 7—18. Wir haben aber solchen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschweng⸗ liche Kraft sei Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trübsal; aber wir ängsten uns nicht. Uns ist bange; aber wir verzagen nicht. Wir leiden Ver⸗ solgung; aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt: aber wir kom⸗ men nicht um; und tragen um allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm 6 8² Episteln und Evangelien. Leibe, auf daß auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbar werde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum so ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber den⸗ selbigen Geist des Glaubens haben, nach dem geschrieben stehet:„Ich glaube, darum rede ich,“ so glauben wir auch, darum so reden wir auch und wissen, daß der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum, und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschieht alles um euretwillen, auf daß die überschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise. Dar⸗ um werden wir nicht müͤde, sondern ob unser äußerlicher Mensch verdirbet, so wird doch der innerliche von Tage zu Tage erneuert. Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. Evangelium. Matth. 10, 24— 33. Der Jünger ist nicht über seinen Meister, noch der Knecht über den Herrn. Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Meister, und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen also heißen! So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts ver⸗ borgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr höret in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht mögen töten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Hölle. Kauft man nicht zween Sper⸗ linge um Einen Pfennig? Dennoch fällt derselbigen keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählet. So fürchtet euch denn nicht; ihr seid besser denn viel Sperlinge. Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himm⸗ lischen Vater. Am 16. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 4, 9—13. Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes. Denn wer zu seiner Ruhe kommen ist, der ruhet auch von seinen Werken, gleichwie Gott von seinen. So lasset uns nun Fleiß tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand falle in dasselbige Beispiel des Unglaubens. Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert, und dringet durch, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Ge⸗ danken und Sinne des Herzens. Und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdeckt vor seinen Augen; von dem reden wir. Evangelium. Ioh. 9, 1—7. Und Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war. Und seine Jünger frageten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündiget, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündi⸗ get noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm. Ich muß wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Se Lasset! mut ul sache a aus 9w und zu nun al fangen U seines liche a zu tun nicht! er zun denen Und! gescha Und d ten un sie ein Mens und h auf d er sab Unde 1 Diglei lieber Kann wäre u ih was nicht einle ar werde. su willen, e. Darum aber den⸗ glaube, issen, daß ch Rsum, illen, auf eise. Dar⸗ et, so wird die zeitlich hleit uns, denn was en Herrn. wie sein n sie seine lichtẽ ber⸗ cht wissen ihr hötet denen, die lmehr vor een Sper⸗ ohne euren 30 fürchtet kennet vor Wer mich jem himm⸗ —13. zu seiner on seinen. Ktjenand ekbendig durch, bis ir der Ge⸗ bar, es ist Und seine oder seine Sweiter Jahrgang. der Welt. Da er solches gesaget, spützte er auf die Erde, und machte einen Kot aus dem Speichel, und schmierte den Kot auf des Blinden Augen, und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah(das ist verdolmetscht: gesandt) und wasche dich. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Am 17. Bonntage nach Trinitatis. Epistel. Rol. 2, 1620. So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmten Feiertagen oder Neumonden oder Sabbathen: welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war; aber der Körper selbst ist in Christo. Lasset euch niemand das Ziel verruͤcken, der nach eigener Wahl einhergehet in De⸗ mut und Geistlichkeit der Engel, des er nie keins gesehen hat, und ist ohne Ur sache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn, und hält sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenke und Fugen Handreichung empfähet und zusammengehalten wird, und also wächst zur göttlichen Größe. So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? Evangelium. Luk. 6, 1—10. Und es begab sich auf einen Aftersabbath, daß er durchs Getreide ging, und seine Jünger rauften Ahren aus und aßen, und rieben sie mit den Händen. Et liche aber der Pharisäer sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, das sich nicht ziemet zu tun auf die Sabbathe? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, das David tat, da ihn hungerte, und die mit ihm waren? Wie er zum Hause Gottes einging, und nahm die Schaubrote und aß, und gab auch denen, die mit ihm waren; die doch niemand durfte essen, ohne die Priester allein? ind sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist ein Herr auch des Sabbaths. Es geschah aber auf einen andern Sabbath, daß er ging in die Schule und lehrete. Und da war ein Mensch, des rechte Hand war verdorret. Aber die Schriftgelehr⸗ ten und Pharisäer hielten auf ihn, ob er auch heilen würde am Sabbath, auf daß sie eine Sache zu ihm fänden. Er aber merkete ihre Gedanken, und sprach zu dem Menschen mit der dürren Hand: Stehe auf, und tritt hervor! Und er stund auf, und trat dahin. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch, was ziemet sich zu tun auf die Sabbathe, Gutes oder Böses? das Leben erhalten oder verderben? Und er sah sie alle umher an, und sprach zu dem Menschen: Strecke aus deine Hand! Und er tat's; da ward ihm seine Hand wieder zurechtgebracht, gesund wie die andre. Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Jak. 2, 13—17. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht über den gehen, der nicht Barmher zigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. Was hilft's, lieben Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? So aber ein Bruder oder Schwester bloß wäre, und Mangel hätte der täglichen Nahrung, und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch, und sättiget euch; gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe sie das? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werle hat, ist er tot an ihm selber. Evangelium. Mark. 12, 41—44. Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten, und schaute, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten; und viel Reiche legten viel ein. Und es kam eine ar⸗ 6³ Episteln und Evangelien. me Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller. Und er rief sei⸗ ne Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Wit⸗ we hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem übrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt. Am 19. Sonntage nach Trinit. Epistel. Roloss. 3, 16 bis Rap. 4, 2. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Ihr Weiber, seid untertan euren Männern in dem Herrn, wie sich's gebührt. Ihr Männer, liebet eure Weiber, und seid nicht bitter gegen sie. Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist dem Herrn gefällig. Ihr Väter, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr Knechte, seid gehorsam in allen Dingen euren leiblichen Herrn, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfältigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn, und nicht den Menschen; und wisset, daß ihr von dem Herrn empfahen werdet die Ver⸗ geltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herrn Christo. Wer aber unrecht tut, der wird empfahen, was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person. Ihr Herrn, was recht und billig ist, das beweiset den Knechten, und wisset, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt. Haltet an am Gebet, und wachet in demselbigen mit Danksagung. Evangelium. Matth. 12, 46—-50. Da Jesus noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden. Er ant⸗ wortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter? und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter. Am 20. Bonnkage nach Trinitatis. Epistel. Jak. 3, 13—18. Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bittern Neid und Zank in eurem Herzen, so rühmet euch nicht, und lüget nicht wider die Wahrheit. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herab kommt, sondern irdisch, menschlich und teu⸗ felisch. Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses Ding. Die Weisheit aber von oben her ist aufs erste keusch, darnach friedsam, gelinde, läßt sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei. Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesäet im Frieden denen, die den Frieden halten. Evangelium. Luk. 9, 51—56. Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genom⸗ men werden, wendete Er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen Markt der Sama⸗ riter, daß sie ihm Herberge bestelleten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Angesicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem. Da aber das seine Jün⸗ ger Jab daß Her sich, un Des M zu erha AI wir den sterben, standen aber, u Bruder stehet e gebeug licherf den an Anstoß Arztes habe 2 Sünde ief sei⸗ Wit⸗ nn sie „was 4, 2. lehret lichen Borten Gott Herrn, en sie. Herrn erden. Dinst erzens „ und Ve⸗ lt, der . Ihr rauch lbigen er und Siehe, r ant⸗ 2 und prach: meines Sweiter Jahrgang. 8⁵ ger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elia tat? Jesus aber wandte sich, und bedräute sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Des Menschen Sohn ist nicht kommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten. Am 21. Sonnkage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 14, 7—13. Unser keiner lebet ihm selber, und keiner stirbet ihm selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus auch gestorben und aufer⸗ standen und wieder lebendig worden, daß er über Tote und Lebendige Herr sei. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du andrer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellet werden; denn es stehet geschrieben:„So wahr als Ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Kniee gebeuget werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen.“ So wird nun ein jeg⸗ licher für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten; sondern das richtet vielmehr, daß niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Argerniß darstelle. Evangelium. Matth. 9, 9—13. Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stund auf und folgete ihm. Und es begab sich, da er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viel Zöllner und Sünder, und saßen zu Tische mit Jesu und seinen Jüngern. Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isset euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? Da das Jesus hörte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Gehet aber hin und lernet, was das sei:„Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.“ Ich bin kommen, die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Frommen. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 2, 1. 9. Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der da richtet; denn worinnen du einen andern richtest, verdammst du dich selbst; sin temal du eben dasselbige tust, das du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht über die, so solches tun. Denkest du aber, o Mensch, der du richtest die, so solches tun, und tust auch dasselbige, daß du dem Urteil Gottes entrinnen werdest? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufest dir selber den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, welcher geben wird einem jeg⸗ lichen nach seinen Werken: Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben; aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungere htig⸗ keit, Ungnade und Zorn; Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die öses tun. Evangelinm. Tuk. 13, 1—9. Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkündigten ihm von den Galiläern, welcher Blut Pilatus samt ihrem Opfer vermischet hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläerm 86 Episteln und Evangelien. Sünder gewesen sind, dieweil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig ge⸗ wesen vor allen Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Wein⸗ berge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen, und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum, und finde sie nicht; haue ihn ab; was hin⸗ dert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedünge ihn, ob er wollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn darnach ab. Am 23. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 10, 35—39. Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber ist euch not, auf daß ihr den Willen Gottes tut und die Verheißung empfahet. Denn„noch uͤber eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen. Der Gerechte aber wird des Glaubens leben. Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele kein Gefallen haben.“ Wir aber sind nicht von denen, die da weichen und verdammet werden, sondern von denen, die da glauben und Evangelium. Iph. 11, 1—27. Es lag aber einer krank, mit Namen Lazarus, von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha.(Maria aber war, die den Herrn gesalbet hat mit Salbe und seine Füße getrocknet mit ihrem Haar; derselbigen Bruder, La⸗ zarus, war krank.) Da sandten seine Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, den du lieb hast, der liegt krank. Da Jesus das hörte, sprach er: Die Frankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, daß der Sohn Gottes da⸗ durch geehret werde. Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Laza⸗ rus. Als er nun hörte, daß er krank war, blieb er zween Tage an dem Ort, da er war. Darnach spricht er zu seinen Jüngern: Laßt uns wieder nach Judäa ziehen. Seine Jünger sprachen zu ihm: Meister, jenes Mal wollten die Juden dich stei⸗ nigen, und du willst wieder dahin ziehen? Jesus antwortete: Sind nicht des Tages zwölf Stunden? Wer des Tages wandelt, der stößet sich nicht; denn er siehet das Licht dieser Welt. Wer aber des Nachts wandelt, der stößet sich; denn es ist kein Licht in ihm. Solches sagte er, und darnach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke. Da sprachen seine Jünger: Herr, schläft er, so wird's besser mit ihm. Jesus aber sagte von seinem Tode; sie meineten aber, er redete vom leiblichen Schlaf. Da sagte es ihnen Jesus frei her⸗ aus: Lazarus ist gestorben; und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dage⸗ wesen bin, auf daß ihr glaubet; aber lasset uns zu ihm ziehen. Da sprach Thomas, der genannt ist Zwilling, zu den Jüngern: Laßt uns mitziehen, daß wir mit ihm sterben. Da kam Jesus, und fand ihn, daß er schon vier Tage im Grabe gelegen war. Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, bei fünfzehn Feld Weges; und viel Juden waren zu Martha und Maria kommen, sie zu trösten über ihren Bruder. Als Martha nun hörte, daß Jesus kommt, gehet sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen. Da sprach Martha zu Jesu: Herr, wärest du hie gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben; aber ich weiß auch noch, daß, was du bittest von Gott, das wird dir pricht zu jüngsten an mich! an mich, ja ichgl Am? Sin eines jeg und wiss rem eitel als eines der Welt die ihr d die Herr tet. Und zu ungef nem Her aus unv ewiglich schen wi aber des euch ver Al prach z Als Jes er im C ppracher pracher prachen auch die Grabe. den Ste sinkt s Hesagt, sie den. prach: allezeit ben, D Lazaru dern so hr, daß dig ge⸗ ondern n aber Wein⸗ zu dem d habe hin⸗ ich dies en; wo 39. Heduld wfahet. d nicht wird, denen, en und ziehen. ich stei⸗ Tages nit ihm gelegen ind viel Bruder. er blib Bruder ott, das Sweiter Jahrgang. 87 wird dir Gott geben. Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen. Martha spricht zu ihm: Ich weiß wohl, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am jüngsten Tage. Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubest du das? Sie spricht zu ihm: Herr, ja; ich glaube, daß Du bist Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen ist. Am 24. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Petr. 1, 17—25. Sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hie wallet, mit Furcht, und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöset seid von eu⸗ rem eiteln Wandel nach väterlicher Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor ersehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben möch⸗ tet. Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefärbter Bruderliebe, und habt euch unter einander brünstig lieb aus rei⸗ nem Herzen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibet. Denn„alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Men⸗ schen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret und die Blume abgefallen; aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit.“ Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündiget ist. Evangelium. Ioh. I1, 32—45. Als nun Maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärest du hie gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Als Jesus sie sah weinen und die Juden auch weinen, die mit ihr kamen, ergrimmte er im Geist und betrübte sich selbst und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprachen zu ihm: Herr, komm und sieh es. Und Jesu gingen die Augen über. Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn so lieb gehabt! Etliche aber unter ihnen sprachen: Konnte, der dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht verschaffen, daß auch dieser nicht stürbe? Da ergrimmte Jesus abermal in ihm selbst, und kam zum Grabe. Es war aber eine Kluft, und ein Stein darauf gelegt. Jesus sprach: Hebt den Stein ab. Spricht zu ihm Martha, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon, denn er ist vier Tage gelegen. Jesus spricht zu ihr: Hab ich dir nicht gesagt, so du glauben würdest, du solltest die Herrlichkeit Gottes sehen? Da huben sie den Stein ab, da der Verstorbene lag. Jesus aber hub seine Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhöret hast; doch Ich weiß, daß du mich allezeit hörest; aber um des Volkes willen, das umherstehet, sage ich's, daß sie glau⸗ ben, Du habest mich gesandt. Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grab⸗ tüchern an Füßen und Händen, und sein Angesicht verhüllet mit einem Schweiß⸗ tuch. Jesus spricht zu ihnen: Löset ihn auf und lasset ihn gehen. Viel nun der Ju⸗ den, die zu Maria kommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. Am 25. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Ebr. 3, 12—15. Zehet zu, lieben Brüder, daß nicht jemand unter euch ein arges, ungläubiges Herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott; sondern ermahnet euch selbst 88 Episteln und Evangelien. alle Tage, solange es heute heißet, daß nicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der Sünde. Denn wir sind Christi teilhaftig worden, so wir anders das angefangene Wesen bis ans Ende fest behalten. Indem gesagt wird:„Heute, so ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht.“ Evangelium. Matth. 21, 33—43. Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg, und führte einen Zaun drum, und grub eine Kelter drinnen, und baute einen Turm, und tat ihn den Wein⸗ gärtnern aus, und zog über Land. Da nun herbeikam die Zeit der Früchte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, daß sie seine Früchte empfingen. Da nah⸗ men die Weingärtner seine Knechte; einen stäupten sie, den andern töteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten warem und sie taten ihnen gleich also. Darnach sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie unter einander: Das ist der Erbe; kommt, last uns ihn töten, und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn, und stießen ihn zum Wein⸗ berge hinaus, und töteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinberges kommen wird, was wird er diesen Weingärtnern tun? Sie sprachen zu ihm: Er wird die Böse⸗ wichter übel umbringen, und seinen Weinberg andern Weingärtnern austun, die ihm die Früchte zu rechter Zeit geben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gele⸗ sen in der Schrift:„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eck⸗ stein worden. Von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen“? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt. Am 26. Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Thesl. 5, 14—24. Wir ermahnen aber euch, lieben Brüder, vermahnet die Ungezognen, tröstet die Kleinmütigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß keiner Böses mit Bösem jemand vergelte, sondern allezeit jaget dem Guten nach. beide unter einander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Un⸗ terlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht, prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein. Er aber, der Gott des Frie⸗ dens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse bewahret werden unsträflich auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi. Getren ist er, der euch rufet, er wird's auch tun. Evangelium. Matth. 25, 14—30. Ein Mensch, der über Land zog, rief seinen Knechten, und tat ihnen seine Güter aus; und einem gab er fünf Zentner, dem andern zween, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der fünf Zent ner empfangen hatte, und handelte mit denselbigen, und gewann andere fünf Zentner. Desgleichen auch, der zween Zentner empfangen hatte, gewann auch zween andere. Der aber Einen empfangen hatte, ging hin, und machete eine Grube in die Erde, und verbarg seines Herrn Geld. Über eine lange Zeit kani der Herr dieser Knechte, und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legete andere fünf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner ge⸗ tan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewe⸗ sen, ich w herzu, der Zentner g sprach zu gewesen, auch herz du ein ha du nichte in die Er zu ihm:! gesäet ha den Wech mir genor der zehn Fülle hal Und den Zähnekla Am 27. Und und die e die heilig bereitette von dem wird bei wird ihr der Tod sein; den mache 0 haftig u O, der A des leber ich werde „ Sel ein Men einem je nun; de Wbend o er nicht ich allen In stehen, werden hinauf uns lch erdedurch ders das Heute, so nen Zaun den Wein⸗ hte, sandte Da nah⸗ n sie, den en waren nd sprach: den Sohn ihn töten, um Wein⸗ men witd, die Böͤse⸗ tun, die nie gele⸗ zum Ekk⸗ jor unsern umen und 1424. en, tröstet Sehet zuů, Uen nach, ohne Un⸗ risto Jesu aber alles, des Frie⸗ eib müsse . Gettelt ine Hület en, einem imf Zent gentnei: m andere. die Erde, + Knecht, gen halle entner ge⸗ ein Herr run gewe⸗ Sweiter Jahrgang. 89 sen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der zween Zentner empfangen hatte und sprach: Herr, du hast mir zween Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben zween andre gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich uͤber viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der Einen Zentner empfangen hatte und sprach: Herr, ich wußte, daß du ein harter Mann bist; du schneidest, wo du nicht gesäet hast, und sammelst, da du nicht gestreuet hast; und fürchtete mich, ging hin, und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! wußtest du, daß ich schneide, da ich nicht gesäet habe, und sammle, da ich nicht gestreuet habe, so solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich kommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Wucher. Darum nehmet von ihm den Zentner, und gebt's dem, der zehn Zentner hat. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, das er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappen. Am 27. Sonntage nach CTrinitatis. Lektivn. Offenb. Joh. 21, 1—7. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen; und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen; und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das erste ist vergangen Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahr⸗ haftig und gewiß. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird's alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Evangelium. Mark. 13, 33—37. Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist. Gleich als ein Mensch, der uber Land zog, und ließ sein Haus, und gab seinen Knechten Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Türhüter, er sollte wachen. So wachet nun; denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens; auf daß er nicht schnell komme, und finde euch schlafend. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet! UAm Tage Mariä Reinigung. Lektion. Micha 4, 1—4. In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HErrn Haus ist, fest stehen, höher denn alle Berge, und über die Hügel erhaben sein, und die Völker werden dazu laufen. Und viel Heiden werden gehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des HErrn gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir auf seiner Straße wandeln; denn aus Zion wird ——.—.— 90⁰ Episteln und Evangelien. das Gesetz ausgehen, und des HErrn Wort aus Jerusalem. Er wird unter gro⸗ zen Völkern richten, und viel Heiden strafen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andre ein Schwert aufheben, und werden nicht mehr kriegen lernen. Ein jeglicher wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen ohne Scheu; denn der Mund des HErrn Zebaoth hat's geredet. Evangelium. Tuk. 2, 22—32. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Moses kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstelleten dem Herrn,(wie denn geschrie⸗ ben stehet in dem Gesetz des Herrn:„Allerlei Männliches, das zum ersten die Mut⸗ ter bricht, soll dem Herrn geheiliget heißen“;) und daß sie gäben das Opfer, nach dem gesagt ist im Gesetz des Herrn, ein Paar Turteltauben oder zwo junge Tau⸗ ben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem heili⸗ zen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pfleget nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme, und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Jsrael. Am Tage Mariä Verkündigung. Lektion. Micha 5, 1—3. Und du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll nir der kommen, der in Israel Herr sei, welches Ausgang von An⸗ fang und von Ewigkeit her gewesen ist. Indes läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, so gebären soll, geboren habe; da werden dann die übrigen seiner Brü⸗ der wiederkommen zu den Kindern Israel. Er aber wird auftreten und weiden in Kraft des HErrn und im Sieg des Namens des HErrn, seines Gottes. Und sie werden wohnen; denn er wird zur selbigen Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Evangelium. Luk. 1, 26—38. Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie uber seiner Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein Rönig sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von kei⸗ nem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. — lnd siehe, El Atter, und g Denn bei G Herrn Magt Am Tah Gott, Du erhörest hart; Du we lässest, daß deinem heili unser Heil,! festsetzt in se Meers, das die an den e beide gegen (o, und mas ihr Getreide chen und fer Gewächs.2 Fett. Die L unher husti man jauchz Lobet Stärk verzagten zur Rache; Blinden A. alsdann w dob sagen. im duͤrren wo es dür haben, soll und ein N darf; undd uren mög noch dasel rlöseten! ewige Fre und Schn Er al uis gelegt se gefreie unter gro⸗ verden ihre dein Voll ernen. Ein cheu; denn / brachten m geschrie⸗ die Mut⸗ pfer, nach unge Tau⸗ nd derselbe raels, und dem heili⸗ des Herrn die Eltern an pfleget ach: Herr, enn meine N Volkern, el. 13. in Juda, 9 von An⸗ If die geit, iner Brü⸗ nd weiden 6. Und sie ie Welt it ott in eine war einem h Mara. cligel Der , erschtat ngel sprach Siehe, du n solst du Iden; un wird ein kin Ende chvon ke llge Gesst en; darum nt werden. SZweiter Jahrgang. 9¹ Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Am Tage der Bagelfeier. Jür die Alkarvorlesung Psalm 65. Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion, und dir bezahlt man Gelübde. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Unsre Missetat drücket uns hart; Du wollest unsre Sünden vergeben. Wohl dem, den du erwählest und zu dir lässest, daß er wohne in deinen Höfen; der hat veichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel. Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer; der die Berge festsetzt in seiner Kraft, und gerüstet ist mit Macht; der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker, daß sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst fröhlich, was da webet, beide gegen Morgen und gegen Abend. Du suchest das Land heim, und wässerst es, und machest es sehr reich. Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle. Du lässest ihr Getreide wohl geraten, denn also bauest du das Land. Du tränkest seine Fur⸗ chen und feuchtest sein Gepflügtes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs. Du krönest das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußstapfen triefen von Fett. Die Weiden in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und die Hüͤgel sind umher lustig. Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet. Oder Pfsalm 147. Lobet den Herrn— Halleluja. Jür die Predigt freier Cexk. Am Iphannisfeste. Lektivn. Jesaja 35, 3-10. Stärket die müden Hände und erquickt die strauchelnden Kniee! Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Sehet, euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen. Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren werden geöffnet werden: alsdann werden die Lahmen löcken wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird Lob sagen. Denn es werden Wasser in der Wüͤste hin und wieder fließen und Ströme im dürren Lande. Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollen Teiche stehen; und wo es ditrre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Da zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. Und es wird daselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige Weg heißen wird, daß kein Unreiner drauf gehen darf; und derselbige wird für sie sein, daß man drauf gehe, daß auch die Toren nicht irren mögen. Es wird da kein Löwe sein, und wird kein reißend Tier drauf treten, noch daselbst gefunden werden, sondern man wird frei sicher daselbst gehen. Die Erlöseten des HErrn werden wieder kommen, und gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Evantzelium. Mark. 6, 17—29. Er aber, Herodes, hatte ausgesandt, und Johannes gegriffen und ins Gefäng⸗ nis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Weib; denn er hatte sie gefreiet. Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, daß du deines 92 Episteln und Evangelien. Bruders Weib habest. Herodias aber stellte ihm nach, und wollte ihn töten, und konnte nicht. Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein from⸗ mer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn, und gehorchte ihm in vielen Sachen, und hörte ihn gerne. Und es kam ein gelegener Tag, daß Herodes auf seinen Jahrstag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galiläa. Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzete, und gefiel wohl dem Herodes und denen, die am Tisch saßen. Da sprach der König zum Mägdlein: Bitte von mir, was du willst, ich will dir's geben. Und schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die Hälfte meines Königreichs. Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers. Und sie ging alsbald hinein mit Eile zum Könige, bat und sprach: Ich will, daß du mir gebest jetzt zur Stunde auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers. Der König war betrübt; doch um des Eides willen und derer, die am Tische saßen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun. Und alsbald schickte hin der König den Henker, und hieß sein Haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis, und trug her sein Haupt auf einer Schüssel und gab's dem Mägdlein, und das Mägdlein gab's ihrer Mutter. Und da das seine Jünger höreten, kamen sie und nahmen seinen Leib, und legten ihn in ein Grab. Am CTage Mariä Beimsuchung. Lektion. Jerem. 33, 14-16. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, daß ich das gnädige Wort erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet habe. In den⸗ selbigen Tagen und zur selbigen Zeit will ich dem David ein gerecht Gewächs auf⸗ gehen lassen; und soll Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden. Zur selbigen Zeit soll Juda geholfen werden, und Jerusalem sicher wohnen; und man wird sie nennen: Der Herr unsre Gerechtigkeit. Evangelium. Luk. 1, 39—56. Maria aber stund auf in den Tagen, und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Judas, und kam in das Haus des Zacharias, und grüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll, und rief laut und sprach: Gebene⸗ deiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörete, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden. was dir gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat die Nie⸗ drigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist, und des Name heilig ist; und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößet die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebt die Nie⸗ drigen. Die Hungrigen füllet er mit Gütern, und läßt die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit, und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat unsern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei dreien Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim — Am Darnach aus allen He Lamm, ange großer Stimn und dem Lar um die vier an und spra Rraft und S wortete der dern angetar weißt es. Un al, und hab Blut des Lo und Nacht ii len. Sie wi de Sonne o den, und lei Iänen von Und sie ren die an, ihnen: Laßt das Reich 6 als ein Kin Häͤnde auf Ame Gott se Daß man a len dir, Go auchzen, do Es danken Hewächs. flüͤchte ihn! Ich w und ewigli awiglich. 2 Kindeskind uden von sll sagen! dab man barnherji und erbarn und deine: deiner Hen töten, und er ein from⸗ m in vielen auf seinen Bornehmsten gefiel wohl Mägdlein: n Eid: Was Königreichs. sprach: Das zum Könige, ner Schüssel n des Eides sehlbitte tun. herbringen iut auf einer Nutter. Und Dlegten ihn 1416. ort erwecken be. In den⸗ ewächs auf⸗ Zur selbigen nan wird sie eilends zu isabeth. Und hrem Leibe. ich: Gebene⸗ Leibes. Und Siehe, da in meinem det werden, e erheht den hat die Me⸗ preisen lll it, und des bei denen, ofirig sud sch die Ni⸗ r. Er denket küntuntn hr hei dreien Sweiter Jahrgang. 93 Am Michaeliskeste. Lektion. Offenb. Joh. 7, 9—17. Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar, welche niemand zählen konnte, aus allen Heiden und Völkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und Palmen in ihren Händen, schrieen mit großer Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unserm Gott und dem Lamm! Und alle Engel stunden um den Stuhl und um die Altesten und um die vier Tiere, und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Und es ant⸗ wortete der Altesten einer und sprach zu mir: Wer sind diese mit den weißen Klei⸗ dern angetan? und woher sind sie kommen? Und ich sprach zu ihm: Herr, Du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die kommen sind aus großer Trüb⸗ al, und haben ihre Kleider gewaschen, und haben ihre Kleider helle gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes, und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Stuhl sitzt, wird über ihnen woh⸗ nen. Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine Hitze; denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie wei⸗ den, und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Evangelium. Mark. 10, 13—16. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daß er sie anrührete; die Jünger aber fuh⸗ ren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kindlein zu mir kommen, und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfähet als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie, und legte die Hände auf sie, und segnete sie. Am Erntedankfeste. Jür die Altarvorlesung Plalm 67. Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten!(Sela.) Daß man auf Erden erkenne seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil. Es dan⸗ ken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest, und regierest die Leute auf Erden.(Sela.) Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott. Es segne uns Gott, und alle Welt e Oder Plalm 145. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich loben, und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. Der HErr ist groß und sehr löblich, und seine Größe ist unausforschlich. Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen. Ich will reden von deiner herrlichen schönen Pracht und von deinen Wundern; daß man soll sagen von deinen herrlichen Taten, und daß man erzähle deine Herrlichkeit; daß man preise deine große Güte, und deine Gerechtigkeit rühme. Gnädig und barmherzig ist der HErr, geduldig und von großer Güte. Der HErr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seiner Werke. Es sollen dir danken, HErr, alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben und die Ehre deines Königreichs rühmen, und von deiner Gewalt reden, daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die —.— —9⁴ Episteln und Evangelien. herrliche Pracht deines Königreichs. Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für. Der HErr erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller Augen warten auf dich, und Du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf, und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Der HErr ist gerecht in allen seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken. Der HErr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und höret ihr Schreien, und hilft ihnen. Der HErr behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gott⸗ losen. Mein Mund soll des HErrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen hei⸗ ligen Namen immer und ewiglich. Jür die Predigl freier Cexl. Am Reformationsfeste. Jür die Altarvorles. Philipp. 1, 27—30. Wandelt nur würdiglich dem Evangelium Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch oder abwesend von euch höre, ihr stehet in Einem Geist und Einer Seele, und samt uns kämpfet für den Glauben des Evangeliums, und euch in keinem Weg erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis, euch aber der Seligkeit, und dasselbige von Gott. Denn euch ist ge⸗ geben um Christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch um seinetwillen leidet, und habet denselbigen Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt, und nun von mir höret. Tür die Predigt freier Cext. UAm Buktage. Jür die Altarvorlesung ein Bukpsfalm, etwa Psalm 51, 3-19. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich wohl von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde. Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein hab ich gesündigt, und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten, und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Siehe, ich bin in sündlichem Wesen geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfan⸗ gen. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgnen liegt; du lässest mich wissen die heimliche Weisheit. Entsündige mich mit Hop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Ge⸗ beine fröhlich werden, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden, und tilge alle meine Missetaten. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Ange⸗ sichte, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit dei⸗ ner Hilfe, und mit einem freudigen Geist rüste mich aus. Ich will die Ubertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich von den Blut⸗ schulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Ge⸗ rechtigleit rühme. Herr, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhur verkündige. Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Oder Pfalm 32. Wohl dem— und rühmet, alle ihr Frommen. 35 Siel rael und gewesen i ich sie au sie zwing dem Hau Gesetz in sein, so n andern l nen, beid vergeben, Den Verächte der HErt ihr mein ihren Fl Ihr wer den des sehes M an dasg den Prof Der soll ihren Tri und pre ben; de Sünder den We erhöhet gleich i des HE des HE Was so auf den bläͤset d , und deine d richtet auf gibst ihnen „ was lebet, eilig in alen hn mit Ernst chreien, und en alle Gott⸗ e seinen hei⸗ 1.2730. h komme und Einer Seele, ich in keinem n, ihnen der n euch ist ge⸗ sondern auch mir gesehen salm, n nach deiner Reinige mich nde ist immer daß du recht st. Siehe, ih nden empfan⸗ u lst nich verde 5 wasche „doh die Ge von meinen reines Herz, einem Ange⸗ ieder mit de die Ubermtter hon den Blul⸗ ige deine O⸗ deinen Ruhm wohl geben; in geängtetet ichten, Alttestamentliche TCexte — zur Auswahl für Predigten über freie Teyte. Am 1. Sonntage des Advents. Jerem. 31, 31—34. (Der neue Bund.) Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, da will ich mit dem Hause Js⸗ rael und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Agyptenland führete; welchen Bund sie nicht gehalten haben, und Ich sie zwingen mußte, spricht der HErr; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HErr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. Und wird keiner den andern, noch ein Bruder den andern lehren und sagen:„Erkenne den HErrn“, sondern sie sollen mich alle ken nen, beide, klein und groß, spricht der HErr. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben, und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Am 2. Sonntage des Advents. Maleachi. 4. (Der große und schreckliche Tag des Herrn.) Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen; da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der künftige Tag wird sie anzünden, spricht der HBErr Zebaoth, und wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln; und ihr sollt aus⸗ und eingehen, und hüpfen wie die Mastkälber. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Asche unter euren Füßen wer⸗ den des Tages, den Ich machen will, spricht der HErr Zebaoth. Gedenkt des Ge⸗ setzes Moses, meines Knechts, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb an das ganze Israel samt den Geboten und Rechten. Siehe, Ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des HErrn. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, daß ich nicht komme, und das Erdreich mit dem Bann schlage. Am 3. Sonntage des Advents. Jos. 40, 1—8. (Cröstet, tröstet mein Volk/) Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; redet mit Jerusalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Missetat ist verge⸗ ben; denn sie hat Zwiefältiges empfangen von der Hand des HErrn um alle ihre Sünden. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HErrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Tale sollen erhöhet werden, und alle Berge und Hügel sollen geniedriget werden, und was un⸗ gleich ist, soll eben, und was höckericht ist, soll schlicht werden; denn die Herrlichkeit des HErrn soll offenbart werden, und alles Fleisch mit einander wird es sehen. Denn des HErrn Mund hat's geredet. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorret, die Blume verwelket; denn des HErrn Geist bläset drein. Ja, das Volk ist das Gras. Das Gras verdorret, die Blume verwelkt; aber das Wort unsers Gottes bleibet ewiglich Alttestamentliche Texte. Am 4. Sonnkage des Advents. 5. Myse 18, 15—19. (Verheißung des Propheten.) Einen Propheten wie mich wird der HErr, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen. Wie du denn von dem HErrn, deinem Gott, gebeten hast zu Horeb am Tage der Versammlung, und sprachst: Ich will hinfort nicht mehr hören die Stimme des HErrn, meines Gottes, und das große Feuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe. Und der HErr sprach zu mir: Sie haben wohl geredet. Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern, und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. Und wer meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will Ich's fordern. Am 1. Weihnachtstage. Jes. 9, 6. 7. (Uns ist ein Kind geboren.) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-⸗Vater, Friedefürst; auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, daß er's zurichte und stärke mit Ge⸗ richt und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HErrn Zebaoth. Am 2. Weihnachtstage. Micha 5, 1—38. (Bethlehem Ephratha.) Und du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, welches Ausgang von An⸗ fang und von Ewigkeit her gewesen ist. Indes läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, so gebären soll, geboren habe; da werden dann die übrigen seiner Brüder wiederkommen zu den Kindern Israel. Er aber wird auftreten und weiden in Kraft des HErrn und im Sieg des Namens des HErrn, seines Gottes. Und sie werden wohnen; denn er wird zur selbigen Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Am Bonntage nach Weihnachten. Jes. 63, 7—16. (Bist du doch unser Vater.) Ich will der Gnade des HErrn gedenken und des Lobes des HErrn in allem, das uns der HErr getan hat, und der großen Güte an dem Hause Israel, die er ihnen erzeiget hat nach seiner Barmherzigkeit und großen Gnade. Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind. Darum war er ihr Heiland Wer sie ängstete, der ängstete ihn auch, und der Engel seines Angesichts half ihnen. Er erlösete sie, darum daß er sie liebete, und ihrer schonete. Er nahm sie auf, und trug sie allezeit von alters her. Aber sie erbitterten und entrüsteten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind, und stritt wider sie. Und sein Volk gedachte wieder an die vorigen Zeiten, an Mose: Wo ist denn nun, der sie aus dem Meer führete samt dem Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen heiligen Geist unter sie gab? der Mose bei der rechten Hand führte durch seinen herrlichen Arm? der die Wasser trennte vor ihnen her, auf daß er sich einen ewigen Namen machte? der sie führte durch die Tiefen wie die Rosse in der Wüste, die nicht straucheln? Wie das Vieh ins Feld hinabgehet, brachte der Geist des Herrn sie zur Ruhe; also hast du dein Volk geführet, auf daß du dir einen herrlichen Namen machtest. So schaue nun vom Himmel, und siehe herab von deiner heiligen herrlichen Wohnung. Wo ist nun dein gegen mie Porael ke allers her (Herr, G Hert und die keit, der linder! 2 und wie wie ein het, und machet d hin müs ins Licht Zornʒ w Jahre, u ist, so ist' davon.“ chem dei klug wer Fülle u Leben l wir so l ihren Ki unsrer Ic Meine deinen Praůl Schatte der Mo Der Hl D du eil ich nu und S mein 3 alle, d und m . en aus dir m HErrn, rachst: Ich „und das ich zu mir: erwecken Uzu ihnen jöͤren wird, Herrschaft wig⸗Vater, Ende auf le mit Ge⸗ der Eifer N in Juda, 9 von An⸗ uf die geit, ner Brüder weiden in 3. Und sie ie Welt i. I in allem, rael, die e rer sprach: r Heiland half ihnen. ie auf, und en heiligen cte wieder eer führet sie gab: die Wasser sie fühite das Vich ast du dein haue nun R. Wo ist Alttestamentliche Texte. 9⁷ nun dein Eifer, deine Macht? Deine große herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. Bist Du doch unser Vater. Denn Abraham weiß von uns nicht, und Israel kennet uns nicht. Du aber, HErr, bist unser Vater und unser Erlöser; von alters her ist das dein Name. Am Neujahrstage. Psalm 90, 1—17. (HZerr, Gott, du bist unsre Zuflucht.— Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes.) Herr, Gott, Du bist unsre Zuflucht für und für. Che denn die Berge wurden, und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit, der du die Menschen lässest sterben, und sprichst: Kommt wieder, Menschen⸗ kinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf; gleich wie ein Gras, das doch bald welk wird, das da frühe blü⸗ het, und bald welk wird, und des Abends abgehauen wird und verdorret. Das machet dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich da⸗ hin müssen. Denn unsre Missetaten stellest du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte. Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so is's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Wer glaubt's aber, daß du so sehr zürnest? und wer fürchtet sich vor sol⸗ chem deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. HErr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig! Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern. Und der HErr, unser Gott, sei uns freundlich, und fördere das Werk unsrer Hände bei uns; ja, das Werk unsrer Hände wolle er fördern! Oder Pfalm 121. (Eingang und Ausgang.) Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilse kommt. Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter JIsraels schläft noch schlummert nicht. Der HErr behütet dich, der HErr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der HErr behüte dich vor allem Ubel; er behüte deine Seele. Der HErr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Am Sonntage nack Reujahr. Plalm 73, 23—28. (Berr, wenn ich nur dich habe.) Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat, und nimmst mich endlich mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die wider dich huren. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte, und meine Zuversicht setze auf den Herrn, HErrn, daß ich verkündige all dein Tun. 7 Alttestamentliche Texte. Am Epiphaniasfeste. Jel. 2, 2—5. (Von Sion geht das Gesetz aus.) Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HErrn Haus ist, fest stehen, höher denn alle Berge, und über alle Hügel erhaben werden; und werden alle Heiden dazu laufen, und viel Völker hingehen, und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des HErrn gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen, und des HErrn Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Heiden, und strafen viel Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andre ein Schwert auf⸗ heben, und werden hinfort nicht mehr kriegen lernen. Kommet nun, ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des HErrn! Am 1. Sonntage nach Epiphanias. Plalm 122. (Wir werden in das Baus des Berrn gehen.) Ich freute mich uͤber die, so mir sagten: Lasset uns ins Haus des HErrn gehen! Unsre Füße stehen in deinen Toren, Jerusalem. Jerusalem ist gebauet, daß es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soll, da die Stämme hinaufgehen, die Stämme des HErrn, wie geboten ist dem Volk Israel, zu danken dem Namen des HErrn. Denn daselbst stehen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses David. Wün⸗ schet Jerusalem Glück! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. Um des Hauses willen des HErrn, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen. Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Jes. 61, 1—6. (Der Geist des Berrn ist über mir.) Der Geist des Herrn, HErrn ist über mir, darum daß mich der HErr gesalbet hat. Er hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochnen Herzen zu ver⸗ binden; zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß ihnen geöffnet werde; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HErrn und einen Tag der Rache unsers Gottes; zu trösten alle Traurigen zu schaffen den Traurigen zu Zion, daß ihnen Schmuck für Asche, und Freudenöl für Traurigkeit, und schöne Kleider für einen betrübten Geist gegeben werden; daß sie genannt werden Bäume der Gerechtigkeit, Pflanzen des HErrn zum Preise. Sie werden die alten Wüstungen bauen, und was vor Zeiten zerstöret ist, aufrichtensie werden die verwüsteten Städte, so für und für zerstöret gelegen sind, erneuen. Fremde werden stehen, und eure Herde weiden, und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein. Ihr aber sollet Priester des HErrn heißen, und man wird euch Diener unsers Gottes nennen; und werdet der Heiden Güter essen, und in ihrer Herrlichkeit euch rühmen. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. 2. Rönige 5, 1—19. (Naeman.) Naeman, der Feldhauptmann des Königs zu Syrien, war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn und hoch gehalten; denn durch ihn gab der HErr Heil in Sy⸗ rien. Und er war ein gewaltiger Mann, und aussätzig. Die Kriegsleute aber in Syrien waren herausgefallen, und hatten eine junge Dirne weggeführt aus dem Lande Israel; die war am Dienst des Weibes Naemans. Die sprach zu ihrer Frau: Uch, daß seinem A an, und König zu schreiben. Gulden lautete al Naeman König J Gott, daf Mann v mirl Da zetrissen der zerri rael ist. Hause E und was rein wer zu mir h anrufen, tun. Sin Wasser sich, un ihm und ßen, soll du rein. geredet Knaben ganzen daß kei deinem nehme Naeme soviel; opfern deinen ins He Er spi 2— 0 R nb schl len, d istno deine n/ höher Heiden en Berg e Wege, sgehen, den, und e Spieße hert auf⸗ m Hause ngehen! eine HErrn. d. Mün⸗ je Friede der und HErrn, gagalbet M zu vel⸗ aß ihnen Tng der zu gion, RKleider jume der üstungen NStädte, und eure sein. Ihr Gotles ö ruͤhmen. 9. Alttestamentliche Texte. 9³ Ach, daß mein Herr wäre bei dem Propheten zu Samaria! der würde ihn von seinem Aussatz losmachen. Da ging er hinein zu seinem Herrn, und sagte es ihm an, und sprach: So und so hat die Dirne aus dem Lande Israel geredet. Der König zu Syrien sprach: So zieh hin, ich will dem Könige Israels einen Brief schreiben. Und er zog hin, und nahm mit sich zehn Zentner Silbers und sechstausend Gulden und zehn Feierkleider; und brachte den Brief dem Könige Israels, der lautete also: Wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, daß du ihn von seinem Aussatz losmachest. Und da der König Israels den Brief las, zerriß er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, daß ich töten und lebendig machen könnte, daß er zu mir schicket, daß ich den Mann von seinem Aussatz losmache? Merket und sehet, wie sucht er Ursache zu mir! Da das Elisa, der Mann Gottes, hörte, daß der König Israels seine Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm, und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Klei⸗ der zerrissen? Laß ihn zu mir kommen, daß er innewerde, daß ein Prophet in Is⸗ rael ist. Also kam Naeman mit Rossen und Wagen, und hielt vor der Tür am Hause Elisas. Da sandte Elisa einen Boten zu ihm, und ließ ihm sagen: Gehe hin, und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder erstattet und rein werden. Da erzürnte Naeman, und zog weg, und sprach: Ich meinte, er sollte zu mir herauskommen und hertreten, und den Namen des HErrn, seines Gottes, anrufen, und mit seiner Hand über die Stätte fahren, und den Aussatz also ab⸗ tun. Sind nicht die Wasser Amana und Pharphar zu Damaskus besser denn alle Wasser in Israel, daß ich mich drinnen wüsche und rein würde? Und wandte sich, und zog weg mit Zorn. Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dich der Prophet etwas Großes hätte gehei⸗ gen, solltest du es nicht tun? Wieviel mehr, so er zu dir saget: Wasche dich, so wirst du rein. Da stieg er ab, und taufte sich im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geredet hatte; und sein Fleisch ward wieder erstattet wie ein Fleisch eines jungen Knaben, und ward rein. Und er kehrte wieder zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Heer. Und da er hineinkam, trat er vor ihn, und sprach: Siehe, ich weiß, daß kein Gott ist in allen Landen, außer in Israel; so nimm nun den Segen von deinem Knecht. Er aber sprach: So wahr der HErr lebt, vor dem ich stehe, ich nehme es nicht. Und er nötigte ihn, daß er's nähme; aber er wollte nicht. Da sprach Naeman: Möchte denn deinem Knechte nicht gegeben werden dieser Erde eine Last, soviel zwei Maultiere tragen? Denn dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern und Brandopfer tun, sondern dem HErrn. Nur darinnen wolle der HErr deinem Knecht gnädig sein: wo ich anbete im Hause Rimmons, wenn mein Herr ins Haus Rimmons gehet, daselbst anzubeten, und er sich an meine Hand lehnet! Er sprach zu ihm: Zieh hin mit Frieden. Am 4. Sonntage nach Epiphanias. Pfsalm 93. (Der BErr ist Hönig.) Der HErr ist König und herrlich geschmückt; der HErr ist geschmückt, und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll. Von Anbeginn stehet dein Stuhl fest; Du bist ewig. HErr, die Wasserströme erheben sich, die Wasserströme erheben ihr Brausen, die Wasserströme heben empor die Wel⸗ len, die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtiglich; der HErr aber ist noch größer in der Höhe. Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, o HErr, ewiglich. 7² 10⁰ Alttestamentliche Texte. Am 5. Sonnkage nach Epiphanias. Besekiel 33, 10—16. ch habe keinen Gefallen an dem CTode des Gottlosen.) Darum, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprecht also: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, daß wir darunter vergehen; wie können wir denn leben? So sprich zu ihnen: So wahr als Ich lebe, spricht der Herr, HErr, ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose be⸗ kehre von seinem Wesen, und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem bösen Wesen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel? Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Volk: Wenn ein Gerechter Böses tut, so wird's ihn nicht helfen, daß er fromm gewesen ist; und wenn ein Gottloser fromm wird, so soll's ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist. So kann auch der Gerechte nicht leben, wenn er sündigt. Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soll leben, und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Böses, so soll aller seiner Frömmigkeit nicht gedacht werden, sondern er soll sterben in seiner Bosheit, die er tut. Und wenn ich zum Gottlosen spreche, er soll sterben, und er bekehret sich von seiner Sünde, und tut, was recht und gut ist, also daß der Gottlose das Pfand wiedergibt, und bezahlet, was er geraubt hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt, daß er kein Böses tut: so soll er leben, und nicht sterben, und aller seiner Sünden, die er getan hat, soll nicht gedacht werden; denn er tut nun, was recht und gut ist; darum soll er 0 19— Am 6. Sonnkage nach Epiphanias. 2. Myose 3, 1—6. (Berufung Mosis.) Mose aber hütete der Schafe Jethros, seines Schwähers, des Priesters in Mi⸗ dian, und trieb die Schafe hinter die Wüste, und kam an den Berg Gottes Horeb. Und der Engel des HErrn erschien ihm in einer seurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, daß der Busch mit Feuer brannte, und ward doch nicht verzehret; und sprach: Ich will dahin, und beschauen dies große Gesicht, warum der Busch nicht verbrennet. Da aber der HErr sah, daß er hinging, zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hie bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, zeuch deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehest, ist ein heilig Land. Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Am Sonnkage Soptuagelimä. Ier. 9, 23. 24. (Wer sich rühmet, der rühme sich des HErrn.) So spricht der HErr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Star⸗ ker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, daß er mich wisse und kenne, daß Ich der HErr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Er⸗ den; denn solches gefällt mir, spricht der HErr. Am Sonnkage Sexagesimä. Amyos 3, 11. 12. (Bunger nach dem Wort Gottes.) Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, HErr, daß ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot, oder Durst nach Wasser, son⸗ dern nach dem Wort des HErrn, zu hören; daß sie hin und her, von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen Morgen umlaufen, und des HErrn Wort suchen, und doch nicht finden werden. Daru nicht gern der zurech Sie halter den lassen Bosheit le wie ein g Zeit, eine kommen s get ihr do uns?“ J Lehrer zu lehren, w Nad ham! Un gen Sohr daselbst z ham des Knaben auf, und Abrahan ben: Ble wir ange Holzzun er und A u seiner Sohn. U opferd d Brando die ihm und ban eine H. der En tele: Hi nichts; nicht v einen 9 und na Und A gagt: 9 V V du haf 6. Unsere e können „HErr, tlose be⸗ m bösen henkind, t helfen, hm nicht n, wenn claͤßt sich kgedacht ich zum und tut, bezahlet, N Böses tan hat, n soll er in Mi⸗ Horeb. Busch. ret; und sch nicht Hott aus ch Tiit srauf du Vaters, herhüllte in Star⸗ ichtums. oenne, auf Er⸗ iger ins ser son⸗ m Meer m Wort Alttestamentliche Texte. 10¹ Am Sonntage Estomihi. Jer. 8, 4—9. (Mein Volk geht irre.) Darum sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Wo ist jemand, so er fällt, der nicht gerne wieder aufstünde? Wo ist jemand, so er irre gehet, der nicht gerne wie⸗ der zurechtkäme? Dennoch will ja dies Volk zu Jerusalem irre gehen für und für. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, daß sie sich nicht wollen abwen⸗ den lassen. Ich sehe und höre, daß sie nichts Rechtes reden. Keiner ist, dem seine Bosheit leid wäre, und spräche: Was mache ich doch! Sie laufen alle ihren Lauf wie ein grimmiger Hengst im Streit. Ein Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, eine Turteltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie wieder⸗ kommen sollen; aber mein Volk will das Recht des HErrn nicht wissen. Wie mö⸗ get ihr doch sagen:„Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns?“ Ist's doch eitel Lüge, was die Schriftgelehrten setzen. Darum müssen solche Lehrer zu Schanden, erschreckt und gefangen werden; denn was können sie Gutes lehren, weil sie des HErrn Wort verwerfen? Am Sonntage Invoravit. 1. Myse 22, 1—14. Isaaks Opferung.) Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham, und sprach zu ihm: Abra⸗ ham! Und er antwortete: Hie bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen eini⸗ gen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija, und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Da stund Abra⸗ ham des Morgens frühe auf, und gürtete seinen Esel, und nahm mit sich zween Knaben und seinen Sohn Isaak; und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf, und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte. Am dritten Tage hub Abraham seine Augen auf, und sah die Stätte von ferne; und sprach zu seinen Kna⸗ ben: Bleibt ihr hie mit dem Esel; ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer, und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feu⸗ er und Messer in seine Hand, und gingen die beide mit einander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schafzum Brand⸗ opfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beide mit einander. Und als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott sagte, baute Abraham daselbst einen Altar, und legte das Holz drauf, und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz, und reckte seine Hand aus, und faßte das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihm der Engel des HErrn vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwor⸗ tete: Hie bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben, und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest, und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet um meinetwillen. Da hub Abraham seine Augen auf, und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hangen; und ging hin, und nahm den Widder, und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. Und Abraham hieß die Stätte: Der HErr siehet. Daher man noch heutiges Tages sagt: Auf dem Berge, da der HErr siehet. Am Bonnkage Reminisrere. 2. Mose 33, 17—23. (Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig.) Der HErr sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. Er 102 Alttestamentliche Texte. aber sprach: So laß mich deine Herrlichkeit sehen. Und er sprach: Ich will vor dei⸗ nem Angesicht alle meine Güte vorübergehen lassen, und will ausrufen des HErrn Namen vor dir. Wem ich aber gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich mich. Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich siehet. Und der HErr sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen. Wenn denn nun meine Herrlichkeit vorübergehet, will ich dich in der Felskluft lassen stehen, und meine Hand soll ob dir halten, bis ich vorübergehe. Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht 95 Am Synnkage PDruli. Jer. 26, 1—15. (Ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren.) Im Anfang des Königreichs Jojakims, des Sohns Josias, des Königs in Juda, geschah dies Wort vom HErrn, und sprach: So spricht der HErr: Tritt in den Vorhof am Hause des HErrn, und predige allen Städten Judas, die da her⸗ eingehen, anzubeten im Hause des HErrn, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen; und tue nichts davon. Ob sie vielleicht hören wollen, und sich be⸗ kehren, ein jeglicher von seinem bösen Wesen, damit mich auch reuen möchte das Übel, das Ich gedenke ihnen zu tun um ihres bösen Wandels willen. Und sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Werdet ihr mir nicht gehorchen, daß ihr in mei⸗ nem Gesetze wandelt, das ich euch vorgelegt habe, daß ihr höret auf die Worte mei⸗ ner Knechte, der Propheten, welche Ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht hören wolltet: so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo, und diese Stadt zum Fluch allen Heiden auf Erden machen. Da nun die Priester, Prophe⸗ ten und alles Volk höreten Jeremia, daß er solche Worte redete im Hause des HErrn, und Jeremia nun ausgeredet hatte alles, was ihm der HErr befohlen hatte, allem Volk zu sagen, griffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk, und spra⸗ chen: Du mußt sterben! Warum darfst du weissagen im Namen des HErrn und sagen: Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüste wer⸗ den, daß niemand mehr drinnen wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HErrn wider Jeremia. Da solches höreten die Fürsten Judas, gingen sie aus des Königs Hause hinauf ins Haus des HErrn, und setzten sich vor das neue Tor des HErrn. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Fürsten und allem Volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt wider diese Stadt, wie ihr mit euren Ohren gehöret habt. Aber Jeremia sprach zu allen Für⸗ sten und zu allem Volk: Der HErr hat mich gesandt, daß ich solches alles, das ihr gehöret habt, sollte weissagen wider dies Haus und wider diese Stadt. So bessert nun euer Wesen und Wandel, und gehorchet der Stimme des HErrn, eures Got⸗ tes, so wird den HErrn auch gereuen das Ubel, das er wider euch geredet hat. Siehe, ich bin in euren Händen; ihr möget's machen mit mir, wie es euch recht und gut dünkt. Doch sollt ihr wissen: wo ihr mich tötet, so werdet ihr unschuldig Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HErr hat mich zu euch gesandt, daß ich solches alles vor euren Ohren reden sollte. Am Synntage Lätare. Jes. 52, 7—10. (Die Boten, die Frieden verkündigen.) Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die da Frieden verkündi⸗ gen, Gutes predigen, Heil verkündigen; die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wẽ wirdz m mit einan tröstet un den Aug Da sie um de und rede daß wir Seele el das Vol Mose ui dich ger bat für und rich Da mac jemande V nicht d habe e und du und ei Eselin. lem, m den He vom& deine zur F. ich, di und eitel keitl und liche er il Rec lich, verb Alttestamentliche Texte. 103 vor dei⸗ Deine Wächter rufen laut mit ihrer Stimme, und rühmen mit einander; denn man HErnn wird's mit Augen sehen, wenn der HErr Zion bekehret. Lasset fröhlich sein, und ich nich mit einander rühmen das Wüste zu Jerusalem; denn der HErr hat sein Volk ge⸗ du nicht tröstet und Jerusalem gelöset. Der HErr hat offenbart seinen heiligen Arm vor Weiter: den Augen aller Heiden; daß aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes. mm nun Am Sonntage Iudira. 4. Mole 21, 4—9. en, und(Die Erhöhung der Schlange in der Wüste.) Hand Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, daß an nicht sie um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege, und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Agypten geführt, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hie, uns unsre Seele ekelt über dieser magern Speise. Da sandte der HErr feurige Schlangen unter 5 das Volk; die bissen das Volk, daß viel Volks in Jorael starb. Da kamen sie zu da h Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir wider den HErrn und wider m habbt, dich geredet haben; bitte den HErrn, daß er die Schlangen von uns nehme. Mose schb⸗ bat für das Volk. Da sprach der HGErr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange, e das und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist, und siehet sie an, der soll leben. dprich Da machte Mose eine eherne Schlange, und richtete sie auf zum Zeichen; und wenn in mei⸗ jemanden eine Schlange biß, so sah er die eherne Schlange an, und blieb leben. ue mei⸗ Am Syonntage Palmarum. Bach. 9, 8—12. ihr doch(Dein Hönig kommt zu dir sanftmütig.) ind dise Und ich will selbst um mein Haus das Lager sein wider Kriegsvolk, daß es Proph?⸗ nicht dürfe hin⸗ und herziehen, daß nicht mehr über sie fahre der Treiber; denn ich HErm, habe es nun angesehen mit meinen Augen. Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, te,allem und du, Tochter Jerusalem, jauchze; siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter nd spra⸗ und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der rm und Eselin. Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusa⸗ üste wer⸗ lem, und der Streitbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden lehren unter e sich im den Heiden, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans andre und , gingen vom Strom bis an der Welt Ende. Auch lasse ich durchs Blut deines Bundes los vor das deine Gefangenen aus der Grube, da kein Wasser innen ist. So kehret euch nun Fürsten zur Festung, ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt; denn auch heute verkündige der diese ich, daß ich dir Zwiefältiges vergelten will. n 0 Am Gründonnerstage. Plalm 111¹. hesen(Der Herr hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder.) +0 Got Halleluja! Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen im Rat der Frommen giche und in der Gemeine. Groß sind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat . n b eitel Lust dran. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich, und seine Gerechtig⸗ Kule keit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige lul En und barmherzige HErr. Er gibt Speise denen, so ihn fürchten; er gedenket ewig⸗ 0 lich an seinen Bund. Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß sle er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen. Sie werden erhalten immer und ewig⸗ lich, und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er vertünni, verheißet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die t Römig — 104 Alttestamentliche Texte. Furcht des HErrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klugheit, wer dar⸗ nach tut, des Lob bleibet ewiglich. Am KRarfreitage. Pfsalm 22, 2—20. (Warum hast du mich verlassen d) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Rachts schweige ich auch nicht. Aber Du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels. Unsre Väter hoffeten auf dich; und da sie hoffeten, halfest du ihnen aus. Zu dir schrieen sie, und wurden errettet; sie hoffeten auf dich, und wurden nicht zu Schanden. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:„Er klage es dem HErrn, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm.“ Denn Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brüsten war. Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an; Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein Helfer. Große Farren haben mich umgeben, gewaltige Stiere haben mich umringet; ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein brüllender und reißender Löwe. Ich bin aus⸗ geschüttet wie Wasser, alle meine Gebeine haben sich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs. Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legest mich in des Todes Staub. Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben. Ich kann alle meine Ge⸗ beine zählen. Sie aber schauen, und sehen ihre Lust an mir. Sie teilen meine Klei⸗ der unter sich, und werfen das Los um mein Gewand. Aber Du, HErr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen! Am 1. DOstertage. Psalm 118, 14—24. (Die Rechte des Rerrn behält den Sieg.) Der HErr ist meine Macht und mein Psalm, und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HErrn be⸗ hält den Sieg; die Rechte des HErrn ist erhöhet; die Rechte des HErrn behält den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HErrn Werke verkündigen. Der HErr züchtiget mich wohl; aber er gibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, daß ich dahin eingehe und dem HErrn danke. Das ist das Tor des HErrn; die Gerechten werden dahin eingehen. Ich danke dir, daß du mich demütigest und hilfest mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein worden. Das ist vom HErrn geschehen, und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HErr macht; laßt uns freuen, und fröhlich drinnen sein. Am 2. Ostertage. Psalm 16, 8—11. (Dein Heiliger wird die Verwesung nicht sehen.) Ich habe den HErrn allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist fröhlich; auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht der Hölle lassen, und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich. An Alsog und stund seine elf K das Wasse mit ihm, b rüͤhrte er d über dem9 gentoöͤte br Er sprach: Jakob heif und bist ol Er aber sy Jakob hief Seele ist Der 6 gruͤnen Al führet mic derte im f und Stab Du salbes zigkeit wer immerdar Hebe und fͤhre mögen un prichst du borgen, u du nicht 0 hat, wird Miden K und matt Kraft,daß den, daß wer dar⸗ er meine und des dem Lob nen aus. en nicht eute und Taul auf d errette gezogen; Auf dich er Schoß . Große Rachen hin aus⸗ rz ist in vie eine in des hat mich eine Ge⸗ ne Klei⸗ sei nicht an singt yrn be⸗ hält den indigen. auf die ist das du mich ist zum unsern drinnen werde lassen, Loben: . Alttestamentliche Texte. 10⁵ Am Sonnkage QAuasimodogeniti. 1. Mose 32, 22—31. (Jakobs Uampf.) Also ging das Geschenk vor ihm her; aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer, und stund auf in der Nacht, und nahm seine zwei Weiber und die zwo Mägde und seine elf Kinder, und zog an die Furt des Jabbok, nahm sie, und führte sie über das Wasser, daß hinüberkam, was er hatte; und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und da er sah, daß er ihn nicht übermochte, rührte er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk der Hüfte Jakobs ward über dem Ringen mit ihm verrenkt. Und er sprach: Laß mich gehen, denn die Mor⸗ genröte bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Er sprach: Wie heißest du? Er antwortete: Jakob. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft, und bist obgelegen. Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißest du? Er aber sprach: Warum fragest du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. Am BSonntage Wisericordias Dymini. Plalm 23. (Der Berr ist mein HRirte.) Der HErr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue, und führet mich zum frischen Wasser; er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wan⸗ derte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Ol, und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmher⸗ zigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und werde bleiben im Hause des HErrn immerdar. Am Sonntage Iubilate. Jes. 40, 26—31. (Die auf den ZBErrn harren, kriegen neue Uraft.) Hebet eure Augen in die Höhe und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen, und fuͤhret ihr Heer bei der Zahl heraus? Er rufet sie alle mit Namen; sein Ver⸗ mögen und starke Kraft ist so groß, daß es nicht an Einem fehlen kann. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, JIsrael, sagest: Mein Weg ist dem HErrn ver⸗ borgen, und mein Recht gehet vor meinem Gott vorüber? Weißt du nicht? Hast du nicht gehöret? Der HErr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Die Knaben werden müde und matt, und die Jünglinge fallen; aber die auf den HErrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen, und nicht matt wer⸗ den, daß sie wandeln, und nicht müde werden. Am Sonnkage Cankate. Psalm 98. (Singet dem FErrn ein neues Lied.) Singet dem HErrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. Der HErr läßt sein Heil verkündigen; vor den Völkern läßt er seine Gerechtigkeit offenbaren. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes. 106 Alttestamentliche Texte. Jauchzet dem HErrn, alle Welt, singet, rühmet und lobet! Lobet den HErrn mit Harfen, mit Harfen und Psalmen; mit Drommeten und Posaunen jauchzet vor dem HErrn, dem Könige! Das Meer brause, und was drinnen ist; der Erdboden, und die drauf wohnen. Die Wasserströme frohlocken, und alle Berge seien fröhlich vor dem HErrn; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht. Am Bonntage Rogate. Jel. 55, 6—11. (Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.) Suchet den HErrn, solang er zu finden ist; ruft ihn an, solang er nahe ist. Der Gottlose lasse von seinem Wege, und der Übeltäter seine Gedanken, und be⸗ kehre sich zum HErrn, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HErr; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege, und meine Gedanken denn eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Him⸗ mel fällt, und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde, und machet sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen: also soll das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich's sende. Am Bimmelfahrtsfeste. Plalm 110, 1—4. (Setze dich zu meiner Rechten.) Der HErr sprach zu meinem Herrn:„Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.“ Der HErr wird das Scepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unter deinen Feinden! Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir ge⸗ boren wie der Tau aus der Morgenröte. Der HErr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen:„Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.“ Am Sonntage Exaudi. Plalm 42. (Meine Seele dürstet nach Gott.) Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Wenn ich denn des innewerde, so schütte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mit dem Haufen, und mit ihnen wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die da feiern. Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg. Deine Fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der HErr hat des Tages verheißen seine Güte, und des Nachts singe ich ihm, und bete zu dem Gott meines Lebens. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget? Es ist als ein Mord in meinen Gebeinen, daß mich meine Feinde schmähen, wenn sie läglich zu m und bist so! daß er mein Darum tue es nicht Namens wi men seid. D den ihr unt erfahren, de an euch erze euch aus al rein Wasser und von all⸗ einen neuer wegnehmen und will sol Rechte halte Vätern geg So hi spricht der! terleibe an wäͤhlet hab Dürrez ich deine Nach serbächen. den mit de schtriben, der Köͤnig Ic bin de Des und erhah ihm, ein dektten sie prach: Daß die U voll Raue und wohr VErrn 36 und hatte rin mit hzet vor dboden, fröhlich rdboden nahe ist. und be⸗ ott, denn len, und Himmel id meine om Him⸗ nachet sie also soll mir leer sende. h, bis ich er deines ieg wird en dir ge⸗ des wird isedeks. ele, Gotl, nn werde nd meine tt? Wenn denn ich I Gotte⸗ rübest du ich werde tist meine ermonim, nd da eine er Hérr nd bele zů du meül 130 5 „ wenn sie 107 Alttestamentliche Texte. täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Am 1. Pfngsttage. Bes. 36, 22—28. (Das neue Herz.) Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr, HErr: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause JIsrael, sondern um meines heiligen Namens willen, welchen ihr entheiliget habt unter den Heiden, zu welchen ihr kom⸗ men seid. Denn ich will meinen großen Namen, der vor den Heiden entheiligt ist, den ihr unter denselbigen entheiliget habt, heilig machen. Und die Heiden sollen erfahren, daß Ich der HErr sei, spricht der Herr, HErr, wenn ich mich vor ihnen an euch erzeige, daß ich heilig sei. Denn ich will euch aus den Heiden holen, und euch aus allen Landen versammeln, und wieder in eurer Land führen. Und will rein Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet. Von all eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich willeuch ein neu Herz und einen neuen Geist in euch geben, und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen, und euch ein fleischern Herz geben; ich will meinen Geist in euch geben, und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln, und meine Rechte halten, und darnach tun. Und ihr sollet wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollet mein Volk sein, und Ich will euer Gott sein. Am 2. Pfingsttage. IJes. 44, 1—6. (Ich will Wasser gießen auf das Durstige.) So höre nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich erwählet habe! So spricht der HErr, der dich gemacht und bereitet hat, und der dir beistehet von Mut⸗ terleibe an: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du Jesurun, den ich er⸗ wählet habe! Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre; ich will meinen Geist auf deinen Samen gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen, daß sie wachsen sollen wie Gras, wie die Weiden an den Was⸗ serbächen. Dieser wird sagen: Ich bin des HErrn, und jener wird genannt wer⸗ den mit dem Namen Jakob; und dieser wird sich mit seiner Hand dem HErrn zu⸗ schreiben, und wird mit dem Namen Israel genannt werden. So spricht der HErr, der König Israels, und sein Erlöser, der HErr Zebaoth: Ich bin der Erste, und Ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Am Crinitatisfeste. Ies. 6, 1—8. Das dreimal heilig.) Des Jahrs, da der König Usia starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabnen Stuhl, und sein Saum füllte den Tempel. Seraphim stunden über ihm, ein jeglicher hatte sechs Flügel; mit zween deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie ihre Füße, und mit zween flogen sie. Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HErr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Daß die Uberschwellen bebeten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauchs. Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen, und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HErrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. Da flog der Seraphim einer zu mir, und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 08 Alttestamentliche Cexte. und rührte meinen Mund, und sprach: Siehe, hiemit sind deine Lippen gerühret, daß deine Missetat von dir genommen werde, und deine Sünde versöhnet sei. Und ich hörte die Stimme des Herrn, daß er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hie bin ich, sende mich! DOder: 4. Mys. 6, 22—27. (Der Aaronitische Segen.) Und der HErr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet: Der HErr segne dich, und behüte dich; der HErr lasse sein Angesicht leuchten über dir, und sei dir gnädig; der HErr hebe sein Angesicht über dich, und gebe dir Frieden. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß Ich sie segne. Am 1. Sonnkage nach Trinitatis. 5. Mos. 6, 4-13. (Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen.) Höre, Israel, der HErr, unser Gott, ist ein einiger HErr. Und du sollst den HErrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen; und sollst sie deinen Kindern einschärfen, und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest, oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest, oder aufstehest; und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein; und sollst sie über deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore Wenn dich nun der HErr, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dir zu geben, große und feine Städte, die du nicht gebauet hast, und Häuser, alles Guts voll, die du nicht gefüllet hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Olberge, die du nicht gepflanzt hast, daß du issest, und satt wirst: so hüte dich, daß du nicht des HErrn vergessest, der dich aus Agyptenland, aus dem Diensthaus geführet hat; sondern sollst den HErrn, deinen Gott, fürchten, und ihm dienen, und bei seinem Namen schwören. Am 2. Sonntage nach Trinitatis. Spr. Sal. 9, 1—10. (Das Mahl der Weisheit.) Die Weisheit bauete ihr Haus, und hieb sieben Säulen, schlachtete ihr Vieh, und trug ihren Wein auf, und bereitete ihren Tisch, und sandte ihre Dirnen aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt: Wer unverständig ist, der mache sich hie⸗ herl und zum Narren sprach sie: Kommt, zehret von meinem Brot, und trinket des Weins, den ich schenke; verlasset das unverständige Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege der Klugheit. Wer den Spötter züchtiget, der muß Schande auf sich nehmen, und wer den Gottlosen straft, der muß gehöhnet werden. Strafe den Spötter nicht, er hasset dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben. Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen. Der Weisheit Anfang ist des HErrn Furcht, und den Heiligen erken⸗ nen, ist Verstand. Am 3. Sonnkage nach Trinitatis. Ies. 12. (Danklied der Erlöseten.) Zu derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HErr, daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Zorn sich gewendet hat, und tröstest mich. Siehe, Gott ist wein meine Stärke schöpßfen aus HErm, pred kündiget, wie bewiesen; sol zu Zion; den Am 4. Denn si der vorigen den sich ewig Ich will Jer fröhlich sein drinnen gehe Und soll gesc Ich hören.9 wie ein Rind verderben av Am 5 Die Gi hat noch kein OErr ist me OErr ist fre Es ist ein k ist ein köstli ein Verlasse Staub sack und viel Sd betruͤb wohf Vohld der Sünder HErrn, und Hlanzet an Blätter verr losen nicht, losen nicht der HErr 1 O Je Ia md anken sol erühret, ei. Und er will Söhnen let: Der lber dir, Frieden. segne. ollst den on allem iehmen; deinem stehet; mal vor dan die „das er u, große l. die du at, und Itt wir: md, aus fürchten, nen aus⸗ scch hie⸗ inlet des x leben, Schande . Strafe Gib dem her Lehre en erken⸗ omig bit „ Siehe, Alttestamentliche Texte. 109 Gott ist mein Heil, ich bin sicher, und fürchte mich nicht; denn Gott der HErr ist meine Stärke und mein Psalm, und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen. Und werdet sagen zur selbigen Zeit: Danket dem HErrn, prediget seinen Namen, machet kund unter den Völkern sein Tun, ver⸗ kündiget, wie sein Name so hoch ist. Lobsinget dem HErrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen. Jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir. Am 4. Sonntage nach Trinitatis. Jes. 65, 17—19; 24. 25. (Die neue Erde.) Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken wird, noch zu Herzen nehmen; sondern sie wer⸗ den sich ewiglich freuen und fröhlich sein über dem, das ich schaffe. Denn siehe, Ich will Jerusalem schaffen zur Wonne und ihr Volk zur Freude. Und ich will fröhlich sein über Jerusalem, und mich freuen über mein Volk; und soll nicht mehr drinnen gehört werden die Stimme des Weinens, noch die Stimme des Klagens. Und soll geschehen, ehe sie rufen, will Ich antworten; wenn sie noch reden, will Ich hören. Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh essen wie ein Rind, und die Schlange soll Erde essen. Sie werden nicht schaden, noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HErr. Am 5. Sonntage nach Trinitatis. Rlagl. Jer. 3, 22—32. (Die Güte des HBErrn ist, daß wir nicht gar aus sind.) Die Güte des HErrn ist, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der HErr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Denn der HErr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraget. Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein, und auf die Hilfe des HErrn hoffen. Es ist ein köstlich Ding einem Mann, daß er das Joch in seiner Jugend trage; daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas überfällt, und seinen Mund in den Staub stecke, und der Hoffnung erwarte, und lasse sich auf die Backen schlagen und viel Schmach anlegen. Denn der HErr verstößet nicht ewiglich, sondern er betrübt wohl, und erbarmet sich wieder nach seiner großen Güte. Am 6. Sonntage nach Trinitatis. Psalm 1. (Der Weg der Gerechten und der Weg der Gottlosen.) Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HErrn, und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, ge⸗ pflanzet an den Wasserbächen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blãätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl. Aber so sind die Gott⸗ losen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. Darum bleiben die Gott⸗ losen nicht im Gerichte, noch die Sünder in der Gemeine der Gerechten. Denn der HErr kennet den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergehet. Am 7. Sonunkage nach Trinitatis. Jes. 62, 6—12. (wächter auf den Mauern Jerusalems.) O Jerusalem, ich will Wächter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen, und die des HErrn ge⸗ denken sollen; auf daß bei euch kein Schweigen sei, und ihr von ihm nicht schwei⸗ 110 Alttestamentliche Texte. get, bis daß Jerusalem zugerichtet und gesetzt werde zum Lobe auf Erden. Der OErr hat geschworen bei seiner Rechten und bei dem Arm seiner Macht: Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben, noch deinen Most, daran du gearbeitet hast, die Fremden trinken lassen; sondern die, so es einsammeln, sollen's auch essen, und den HErrn rühmen; und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines Heiligtums. Gehet hin, gehet hin durch die Tore, bereitet dem Volk den Weg; machet Bahn, machet Bahn, räumet die Steine hin⸗ weg; werft ein Panier auf über die Völker! Siehe, der HErr lässet sich hören bis an der Welt Ende: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. Man wird sie nennen das hei⸗ lige Volk, die Erlöseten des HErrn, und dich wird man heißen die besuchte und unverlassene Stadt. Am 8. Sonntage nach Trinitatis. Jor. 23, 16—29. (Das Wort Gottes Feuer und Bammer.) So spricht der HErr Zebaoth: Gehorcht nicht den Worten der Propheten, so euch weissagen. Sie betrügen euch; denn sie predigen ihres Herzens Gesicht, und nicht aus des HErrn Munde. Sie sagen denen, die mich lästern:„Der HErr hat's gesagt, es wird euch wohlgehen;“ und allen, die nach ihres Herzens Dünkel wan⸗ deln, sagen sie:„Es wird kein Unglück über euch kommen.“ Aber wer ist im Rat des HErrn gestanden, der sein Wort gesehen und gehört habe? Wer hat sein Wort vernommen und gehöret? Siehe, es wird ein Wetter des HErrn mit Grimm kom⸗ men, und ein schrecklich Ungewitter den Gottlosen auf den Kopf fallen. Und des HErrn Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr's wohl erfahren. Ich sandte die Propheten nicht, doch lie⸗ fen sie; ich redete nicht zu ihnen, doch weissagten sie. Denn wo sie bei meinem Rat blieben, und hätten meine Worte meinem Volk gepredigt, so hätten sie dasselbe von ihrem bösen Wesen und von ihrem bösen Leben bekehret. Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HErr, und nicht auch ein Gott von ferne her? Meinst du, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß Ich ihn nicht sehe? spricht der HErr. Bin ich's nicht, der Himmel und Erde füllet? spricht der HErr. Ich höre es wohl, was die Propheten predigen, und falsch weissagen in meinem Namen, und sprechen: Mir hat geträumet, mir hat geträumet. Wann wollen doch die Pro⸗ pheten aufhören, die falsch weissagen, und ihres Herzens Trügerei weissagen, und wollen, daß mein Volk meines Namens vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählet? gleichwie ihre Väter meines Namens vergaßen über dem Baal. Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der HErr. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HErr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? Am 9. Sonntage nach Trinitatis. Spr. Sal. 16, 1—9. (Des Menschen Weg und Gottes Weg.) Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HErrn kommt, was die Zunge reden soll. Einen jeglichen dünken seine Wege rein; aber der HErr wäget die Geister. Befiehl dem HErrn deine Werke, so werden deine Anschläge fortgehen. Der HErr macht alles zu bestimmtem Ziel, auch den Gottlosen für den bösen Tag. Ein stolz Herz ist dem HErrn ein Greuel, und wird nicht ungestraft bleiben, wen Missetat ver jemands W zufrieden. locht. Des er fortgehe. Dies i ins Tor im des HErrn anzubeten! Wesen, so Lügen, we hie ist des tut einer e Gewalt tut nach ander bei euch w. Aber nun Diebe, Me fremden& vor mich i hat keine! das nach! wohl, spri Und mit starker la gesündi kit willer deinem he taten will Und nun Radii mein Got Sadt, di Gebet, n Und die Auge Clenden schen we haben, u o wache den. Der JIh will ost, daran sammeln, sollen ihn die Tore, leine hin⸗ hören bis siehe, sein n das hei⸗ suchte und . pheten, so esicht, und Err hatẽs nkel wan⸗ ist im Rat sein Wort imm kom⸗ .Und des Sinn hat; h,doch lie⸗ einem Rat Eselbe von rein Gott, Meinst du, pricht der „Ich höre m Namen/ h die Pro⸗ sagen, Ind die einer über dem mein Wont usammen? , und m h. mnt, mas der HErr Anschläge sen für den ungeuf Alttestamentliche Texte. 111 bleiben, wenn sie sich gleich alle an einander hängen. Durch Güte und Treue wird Missetat versöhnet, und durch die Furcht des HErrn meidet man das Böse. Wenn jemands Wege dem HErrn wohlgefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden. Es ist besser, wenig mit Gerechtigkeit, denn viel Einkommens mit Un⸗ recht. Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der HErr allein gibt, daß er fortgehe. Am 10. Sonntage nach Trinitatis. Ior. 7, 1—11. (Die Predigt am Tor des Cempels.) Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom HErrn, und sprach: Tritt ins Tor im Hause des HErrn, und predige daselbst dies Wort und sprich: Höret des HErrn Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingehet, den HErrn anzubeten! So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und Wesen, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort. Verlasset euch nicht auf die Lügen, wenn sie sagen: Hie ist des HErrn Tempel, hie ist des HErrn Tempel, hie ist des HErrn Tempel! Sondern bessert euer Leben und Wesen, daß ihr recht tut einer gegen den andern, und den Fremdlingen, Waisen und Witwen keine Gewalt tut, und nicht unschuldig Blut vergießet an diesem Ort; und folget nicht nach andern Göttern zu eurem eignen Schaden: so will ich immer und ewiglich bei euch wohnen an diesem Ort, im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe. Aber nun verlasset ihr euch auf Lügen, die nichts nütze sind. Daneben seid ihr Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige, und räuchert dem Baal, und folget fremden Göttern nach, die ihr nicht kennet. Darnach kommt ihr dann, und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Es hat keine Not mit uns, weil wir solche Greuel tun. Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Mördergrube? Siehe, Ich sehe es wohl, spricht der HErr. Am 11. Sonntage nach Trinitatis. Dan. 9, 15—18. (Auf deine große Barmherzigkeit.) Und nun, Herr, unser Gott, der du dein Volk aus Agyptenland geführt hast mit starker Hand, und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist: wir haben ja gesündiget und sind leider gottlos gewesen. Ach, Herr, um aller deiner Gerechtig⸗ keit willen wende ab deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berg. Denn um unsrer Sünde willen und um unsrer Väter Misse⸗ taten willen trägt Jerusalem und dein Volk Schmach bei allen, die um uns her sind. Und nun, unser Gott, höre das Gebet deines Knechtes und sein Flehen, und siehe gnädiglich an dein Heiligtum, das verstöret ist, um des Herrn willen. Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tue deine Augen auf und siehe, wie wir verstört sind, und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Ies. 29, 18—21. (Die Cauben hören.) Und zur selbigen Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buchs, und die Augen der Blinden werden aus dem Dunkel und Finsternis sehen, und die Elenden werden wieder Freude haben am HErrn, und die Armen unter den Men⸗ schen werden fröhlich sein in dem Heiligen Israels; wenn die Tyrannen ein Ende haben, und es mit den Spöttern aus sein wird, und vertilget sein werden alle die, so wachen, Muͤhe anzurichten, welche die Leute sündigen machen durchs Predi⸗ 11² Alttestamentliche Texte. gen, und stellen dem nach, der sie strafet im Tor, und stürzen durch Lügen den Ge⸗ rechten. Am 13. Sonnkage nach Trinitatis. Sach. 7, 4-10. (Barmherzigkeit gegen die Brüder.) Und des HErrn Zebaoth Wort geschah zu mir und sprach: Sage allem Volk im Lande und den Priestern und sprich: Da ihr fastetet und Leid truget im fünf⸗ ten und siebenten Monat diese siebenzig Jahre lang, habt ihr mir so gefastet? Oder da ihr aßet und tranket, habt ihr nicht für euch selbst gegessen und getrunken? Ist's nicht das, welches der HErr predigen ließ durch die vorigen Propheten, da Jeru⸗ salem bewohnet war, und hatte die Fülle samt ihren Städten umher, und Leute wohneten, beide, gegen Mittag und in den Gründen? Und des HErrn Wort ge⸗ schah zu Sacharja und sprach: Also sprach der HErr Zebaoth: Richtet recht, und ein jeglicher beweise an seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit; und tut nicht unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen; und denke keiner wider seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen. Am 14. Sonntage nach Trinitatis. Pfalm 50, 14- 23. (Opfere Gott Dank.) Opfere Gott Dank, und bezahle dem Höchsten deine Gelübde! Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Aber zum Gott⸗ losen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte, und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest, und wirfest meine Worte hinter dich? Wenn du einen Dieb siehest, so läufest du mit ihm, und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibet Falsch⸗ heit. Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das tust du, und ich schweige; da meinest du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen, und will dir's unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinraffe, und sei kein Retter da. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes. Am 15. Sonntage nach Trinitatis. 1. Rön. 17, 8—16. (Elias und die Witwe.) Da kam das Wort des HErrn zu Elia und sprach: Mache dich auf, und gehe gen Zarpath, welche bei Sidon liegt, und bleibe daselbst; denn ich habe daselbst einer Witwe geboten, daß sie dich versorge. Und er machte sich auf, und ging gen Zar⸗ path. Und da er kam an das Tor der Stadt, siehe, da war eine Witwe, und las Holz auf. Und er rief ihr und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäße, daß ich trinke. Da sie aber hinging, zu holen, rief er ihr und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brots mit. Sie sprach: So wahr der HErr, dein Gott, lebet, ich habe nichts Gebacknes, ohne eine Hand voll Mehls im Kad und ein wenig Ol im Kruge. Und siehe, ich habe ein Holz oder zwei aufgelesen, und gehe hinein, und will mir und meinem Sohn zurichten, daß wir essen, und sterben. Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht; gehe hin und mach's, wie du gesagt hast; doch mache mir am ersten ein kleines Gebacknes davon, und bringe mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du darnach auch machen. Denn also spricht der HErr, der Gott Israels: Das Mehl im Kad soll nicht verzehret werden, und dem Olkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, da der HErr regnen lassen wird auf Erden. Sie ging hin, und machte, wie Elia gesagt hatte. Und er aß, und sie auch und ihr Haus eine Zeitlang. Das Mehl im Ke Wort des 5 AI Siehe, des Allmäch Hand heilet dich kein lb von des Se du dich nich Hunger wi sondern dei auf dem La Frieden ho wirst erfah das Gras führt werd R Ichsp nicht auf E habe keine in der Wü AI In de soll ich dir meinem V o laß nun Wuhastm So gib m gehe; dem Weil du d Chre, noe um Weis ich dich 0 zu will ic Koͤnigen Wol Vohl der Jalchis mein täg mein 6 Sa den Ge⸗ lem Volk im fünf⸗ et? Oder en? Is's da Jeru⸗ ind Leute Wort ge⸗ echt, und tut nicht ner wider rufe mich um Gott⸗ en Bund nter dich? st mit den et Jalsch⸗ rleumdest du. Aber , die ihr Ver Dank Gottes. . und gehe elbst einer gen Zar⸗ und las (sähe,daß mir auch ih hobe im Kruge. Alttestamentliche Texte. 113 Mehl im Kad ward nicht verzehret, und dem Olkrug mangelte nichts nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte durch Elia. Am 16. Sonnkage nach Trinitatis. Bivb 5. 17—26. (Er schlägt und heilt.) Siehe, selig ist der Mensch, den Gott strafet; darum weigre dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht. Denn Er verletzet, und verbindet; er zerschlägt, und seine Hand heilet. Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Ubel rühren. In der Teurung wird er dich vom Tod erlösen und im Kriege von des Schwertes Hand. Er wird dich verbergen vor der Geißel der Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben, wenn es kommt. Im Verderben und Hunger wirst du lachen, und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht fuͤrchten; sondern dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Tiere auf dem Lande werden Frieden mit dir halten; und wirst erfahren, daß deine Hütte Frieden hat; und wirst deine Behausung versorgen, und nichts vermissen; und wirst erfahren, daß deines Samens wird viel werden und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden; und wirst im Alter zu Grab kommen, wie Garben einge⸗ führt werden zu seiner Zeit. Am 17. Sonntage nach Trinitatis. Psalm 75, 5—8. (Gott erniedrigt und erhöht.) Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so, und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt, pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig, es habe keine Not, weder von Aufgang, noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wüste. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget, und jenen erhöhet. Am 18. Sonnkage nach Trinitatis. 2. Chron. 1, 7—12. (Salomos Gebet um Weisheit.) In derselben Nacht aber erschien Gott Salomo, und sprach zu ihm: Bitte, was soll ich dir geben? Und Salomo sprach zu Gott: Du hast große Barmherzigkeit an meinem Vater David getan, und hast mich an seiner Statt zum Könige gemacht; so laß nun, HErr, Gott, deine Worte wahr werden an meinem Vater David; denn Du hast mich zum Könige gemacht uͤber ein Volk, des so viel ist als Staub auf Erden. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, daß ich vor diesem Volk aus⸗ und ein⸗ gehe; denn wer kann dies dein großes Volk richten? Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinn hast, und hast nicht um Reichtum, noch um Gut, noch um Ehre, noch um deiner Feinde Seele, noch um langes Leben gebeten, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, daß du mein Volk richten mögest, darüber ich dich zum Könige gemacht habe, so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; da⸗ zu will ich dir Reichtum und Gut und Ehre geben, daß deinesgleichen unter den Königen vor dir nicht gewesen ist, noch werden soll nach dir. Am 19. Synnkage nach Trinitatis. Pfalm 32, 1—7. (Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind.) Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist! Wohl dem Menschen, dem der HErr die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist! Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein täglich Heulen. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Darum bekannte ich dir 8 11⁴4 Alttestamentliche Cexte. meine Sünde, und verhehlte meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem HErrn meine Übertretungen bekennen. Da vergabst Du mir die Missetat meiner Sünde. Um deswillen werden alle Heiligen zu dir beten zur rechten Zeit; darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen. Du bist mein Schirm; du wirst mich vor Angst behüten, daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann. Am 20. Sonntage nach Trinilatis. Spr. Hal. 2, 1—8. (LCaß dein Ohr auf Weisheit achtgeben.) Mein Kind, so du willst meine Rede annehmen, und meine Gebote bei dir be⸗ halten, daß dein Ohr auf Weisheit acht hat, und du dein Herz mit Fleiß dazu nei⸗ gest; ja, so du mit Fleiß darnach rufest und darum betest, so du sie suchest wie Silber, und forschest sie wie Schätze: alsdann wirst du die Furcht des HErrn vernehmen, und Gottes Erkenntnis finden. Denn der HErr gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand. Er läßt's den Aufrichtigen gelingen, und beschir⸗ met die Frommen, und behütet die, so recht tun, und bewahret den Weg seiner Hei⸗ ligen. Am 21. Bunntage nach Trinitatis. 2. Sam. 7, 17 29. (Wer bin ich, und was ist mein Baus d) Da Nathan alle diese Worte und all dies Gesicht David gesagt hatte, kam Da⸗ vid, der König, und blieb vor dem HErrn, und sprach: Wer bin ich, Herr, Err, und was ist mein Haus, daß du mich bis hieher gebracht hast? Dazu hast du das zu wenig geachtet, Herr, HErr, sondern hast dem Hause deines Knechts noch von fernem Zukünftigem geredet, und das nach Menschenweise, Herr, HErr! Und was soll David mehr reden mit dir? Du erkennest deinen Knecht, Herr, HErr! Um deines Worts willen und nach deinem Herzen hast du solche große Dinge alle getan, daß du sie deinem Knecht kundtätest. Darum bist du auch groß geachtet, HErr, Gott; denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott denn du, nach allem, das wir mit un⸗ sern Ohren gehört haben. Denn wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Jsrael, um welches willen Gott ist hingegangen, sich ein Volk zu erlösen, und sich einen Namen zu machen, und solch große und schreckliche Dinge zu tun auf deinem Lande vor deinem Volk, welches du dir erlöset hast von Agypten, von den Heiden und ihren Göttern? Und du hast dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum Volk in Ewigkeit; und Du, HErr, bist ihr Gott worden. So bekräftige nun, HErr, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast; und tu, wie du geredet hast: so wird dein Name groß werden in Ewigkeit, daß man wird sagen: Der HErr Zebaoth ist der Gott über Israel, und das Haus deines Knechts David wird bestehen vor dir. Denn du, HErr Zebaoth, du Gott Israels, hast das Ohr deines Knechts geöffnet, und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Knecht sein Herz gefunden, daß er dies Gebet zu dir betet. Nun, Herr, HErr, Du bist Gott, und deine Worte werden Wahrheit sein. Du hast solches Gute über deinen Knecht geredet. So hebe nun an, und segne das Haus deines Knechts, daß es ewiglich vor dir sei; denn Du, Herr, HErr, hast's geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechts Haus gesegnet werden ewiglich. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Spr. Sal. 24, 14—20. (Der Gerechte fällt und steht wieder auf.) Also lerne die Weisheit für deine Seele. Wenn du sie findest, so wird's her⸗ nach wo Gottlose rechterf glück. dr seinem! von ihm losen. X löschen. Ac seinem ist ja se daß Gi Teue der HE vor ihn A Leben bei dir die doe vergeb Herr, Sünde meiner denn i um dei nichtst und se ger W fahre, n HErm r Sünde. m, wenn bist mein nen kann. . bei dir be⸗ dazu nei⸗ sie Silber, mnehmen, Munde ud beschir⸗ einer Hei⸗ 9. kam Da⸗ rr, HErr, ast du das noch von Und was Um deines getan, daß Err, Gott; ir mit un⸗ Jerael, sich einen nem Lande und ihten Cwigkeit; das Wort stz und tü, man wir Knochts hast das n. Darum herr/HErt, Gut über nechts, daß nem Segen 20, wirdẽs her⸗ 11⁵ Alttestamentliche Cexte. nach wohlgehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein. Laure nicht als ein Gottloser auf das Haus des Gerechten; verstöre seine Ruhe nicht. Denn ein Ge⸗ rechter fällt siebenmal, und stehet wieder auf; aber die Gottlosen versinken in Un⸗ glück. Freue dich des Falles deines Feindes nicht; und dein Herz sei nicht froh über seinem Unglück; der HErr möchte es sehen, und ihm übel gefallen, und seinen Zorn von ihm wenden. Erzürne dich nicht uber den Bösen, und eifre nicht über die Gott⸗ ani. Denn der Böse hat nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen wird ver⸗ öschen. Am 23. Synnkage nach Trinitatis. Plalm 85, 9—14. (Güte und Treue, Gerechtigkeit und Friede.) Ach, daß ich hören sollte, was Gott der HErr redet; daß er Frieden zusagte seinem Bolk und seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, daß in unserm Lande Ehre wohne; daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; daß uns auch der HErr Gutes tue, und unser Land sein Gewächs gebe; daß Gerechtigkeit fürder vor ihm bleibe und im Schwang gehe. Am 24. Sonntage nach Trinitatis. Plalm 39, 5—14. (Lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß.) Aber, HErr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schemen, und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln, und wissen nicht, wer es einnehmen wird. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Errette mich von aller meiner Sünde, und laß mich nicht den Narren ein Spott werden. Ich will schweigen, und meinen Mund nicht auftun; denn Du hast's getan. Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand. Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret wie von Motten. Ach wie gar nichts sind doch alle Mens chen! Höre mein Gebet, HErr, und vernimm mein Schreien, und schweige nicht über meinen Tränen; denn ich bin dein Pilgrim und dein Bür⸗ ger, wie alle meine Väter. Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe denn ich hin⸗ fahre, und nicht mehr hie sei. Am 25. Sonntage nackh Trinitatis. Biob 14, 1—5. Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit.) Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit, und ist voll Unruhe; gehet auf wie eine Blume, und fällt ab; fleucht wie ein Schatten, und bleibt nicht. Und du tust deine Augen über einen solchen auf, daß du mich vor dir ins Gericht zeuchst. Kann wohl ein Reiner kommen von dem Unreinen? Auch nicht einer. Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monde stehet bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht überschreiten. Am 26. Sonntage nach Crinitatis. Plalm 126. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.) Wenn der HErr die Gefangnen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rüh⸗ 116 Alttestamentliche Cexte. mens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: Der HErr hat Großes an ihnen getan. Der HErr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. HErr, bringe wieder unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringest im Mittagslande. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin, und weinen, und tragen edlen Samen; und kommen mit Freuden, und bringen ihre Garben. Am 27. Sonntage nach Trinitatis. Ies. 35, 3—10. (Die Erlöseten Zions werden kommen mit Freuden.) Stärket die müden Hände und erquickt die strauchelnden Kniee! Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Sehet, euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen. Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren werden geöffnet werden; alsdann werden die Lahmen löcken wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird Lob sagen. Denn es werden Wasser in der Wüste hin und wieder fließen und Ströme im dürren Lande. Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollen Teiche stehen; und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Da zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. Und es wird daselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige Weg heißen wird, daß kein Unreiner drauf gehen darf; und derselbige wird für sie sein, daß man drauf gehe, daß auch die To⸗ ren nicht irren mögen. Es wird da kein Löwe sein, und wird kein reißend Tier drauf treten, noch daselbst gefunden werden, sondern man wird frei sicher daselbst gehen. Die Erlöseten des HErrn werden wieder kommen, und gen Zion kommen mit Jauch⸗ zen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Am Cage der Darstellung Jesu im Tempel. Plalm 96, 1—10. (Sagt, daß der HBErr Hönig sei.) Singet dem HErrn ein neues Lied; singet dem HErrn, alle Welt! Singet dem HErrn, und lobet seinen Namen; verkündiget von Tag zu Tage sein Heil! Erzählet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Völkern seine Wunder! Denn der HErr ist groß, und hoch zu loben, wunderbarlich über alle Götter. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HErr hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prächtig vor ihm, und gehet gewaltiglich und löblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Völker, bringet her dem HErrn, bringet her dem HErrn Ehre und Macht! Bringet her dem HErrn die Ehre seines Namens; bringet Geschenke, und kommt in seine Vorhöfe! Betet an den HErrn in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HErr König sei, und habe sein Reich, so weit die Welt ist, bereitet, daß es bleiben soll; und richtet die Völker recht. Am Tage der Verkündigung Mariä. Pfalm 2. (Du bist mein Sohn.) Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen mit einander wider den HErrn und seinen Gesalbeten:„Lasset uns zerreißen ihre Bande, und von uns werfen ihre Seile!“ Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken.„Aber Ich habe meinen König eingesetzt auf meinen heiligen Berg Zion.“ Ich will von der Weise predigen, daß der HErr zu mir gesagt hat:„Du bist mein Sohn, heute hab Ich dich gezeuget; heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe nen Scey weisen, il HErrnen zurne, un Aber wol Ich keit will wenig v pricht d da ich sc Also hab s sollen von dir HErr, d ö I kündige wird au einen B geschwo für und Wahrhe Ab Ort, da einen bigen rührten nieder; deines und de den, m Mitta segnet! und w daß ich wachte und fü Oottes frühe tete ihr m ihnen bringe de. Die en, und en. aget den nmt zur rden der werden ige wird Ströme en; und gelegen 1e Bahn or drauf die To⸗ er drauf st gehen. Jauch⸗ orden sie —10. uget dem Cnählet er HErr öᷣtter der therrlich eiligtum. Machtl dkommt ihn alle Reich, o . Heiden Alttestamentliche Cexte. 11⁷ zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. Du sollst sie mit einem eiser⸗ nen Scepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.“ So laßt euch nun weisen, ihr Könige, und laßt euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem HErrn mit Furcht, und freuet euch mit Zittern! Küsset den Sohn, daß er nicht zürne, und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen! Am Johannisfest. Ies. 54, 7—10. (Der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.) Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzig⸗ keit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der HErr, dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da ich schwur, daß die Wasser Noahs sollten nicht mehr über den Erdboden gehen. Also hab ich geschworen, daß ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen, und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HErr, dein Erbarmer. Am Cage der Beimsuchung Mariä. Pfalm 89, 2—6. (Eine ewige Gnade wird aufgehen.) Ich will singen von der Gnade des HErrn ewiglich, und seine Wahrheit ver⸗ kündigen mit meinem Munde für und für, und sage also: Daß eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel.„Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwähleten; ich habe David, meinem Knechte, geschworen: Ich will deinen Samen bestätigen ewiglich, und deinen Stuhl bauen für und für.“ Und die Himmel werden, HErr, deine Wunder preisen, und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen. Am Michaelistage. 1. Mol. 28, 10—22. (Die Himmelsleiter.) Aber Jakob zog aus von Beer⸗Seba, und reiste gen Haran, und kam an einen Ort, da blieb er über Nacht; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts, und legte ihn zu seinen Häupten, und legte sich an demsel⸗ bigen Ort schlafen. Und ihm träumte; und siehe, eine Leiter stund auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen dran auf und nieder; und der HErr stund oben drauf, und sprach: Ich bin der HErr, Abrahams, deines Vaters, Gott und Isaaks Gott; das Land, da du auf liegest, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Same soll werden wie der Staub auf Er⸗ den, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden ge⸗ segnet werden. Und siehe, Ich bin mit dir, und will dich behüten, wo du hin zeuchst, und will dich wieder herbringen in dies Land Denn ich will dich nicht lassen, bis daß ich tue alles, was ich dir geredet habe. Da nun Jakob von seinem Schlaf auf⸗ wachte, sprach er: Gewißlich ist der HErr an diesem Ort, und ich wußte es nicht; und fürchtete sich, und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hie ist nichts anders denn Gottes Haus, und hie ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stund des Morgens frühe auf, und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und rich⸗ tete ihn auf zu einem Mal, und goß Ol oben drauf, und hieß die Stätte Beth⸗El; ISIIX. 118 Alttestamentliche Texte. vorhin aber hieß die Stadt Lus. Und Jakob tat ein Gelůbde, und sprach: So Gott wird mit mir sein, und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben, und Kleider anzuziehen, und mich mit Frieden wieder heim zu mei⸗ nem Vater bringen, so soll der HErr mein Gott sein; und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mal, soll ein Gotteshaus werden; und alles, was du mir gibst, des will ich dir den Zehnten geben. Am Reformationsfest. Plalm 46. Die feste Burg.) Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge, und die Berge mitten ins Meer sänken, wenn gleich das Meer wütete und wallte, und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Mor⸗ gen. Die Heiden müssen verzagen, und die Königreiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt. Der HErr Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. Kommt her, und schauet die Werke des HErrn, der auf Erden solch Zerstören anrichtet; der den Kriegen steuert in aller Welt; der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt, und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid stille, und erkennt, daß Ich Gott bin. Ich will Ehre einlegen unter den Heiden; ich will Ehre einlegen auf Erden. Der HErr Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. Am Erntedankfest. Plalm 34, 2—9. (Schmeckt und sehet, wie freundlich der Berr ist.) Ich will den HErrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HErrn, daß es die Elenden hören, und sich freuen. Preiset mit mir den HErrn, und laßt uns mit einander seinen Namen erhö⸗ hen. Da ich den HErrn suchte, antwortete er mir, und errettete mich aus aller meiner Furcht. Welche auf ihn sehen, die werden erquicket, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden. Da dieser Elende rief, hörte der HErr, und half ihm aus allen seinen Nöten. Der Engel des HErrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. Schmeckt und sehet, wie freundlich der HErr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! Am Rirchweihtage. Plalm 84. (Wie lieblich sind deine Wohnungen.) Wie lieblich sind deine Wohnungen, HErr Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des HErrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken: deine Altäre, HErr Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten, und von Herzen dir nachwandeln, die durch das Jammertal gehen, und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte Gott sei zu Zion. HErr, Gott Zebaoth, höre mein Ge⸗ bet; vernimm's, Gott Jakobs! Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Ant⸗ litz deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser denn sonst tau⸗ send. Ich will lieber der Tür hüten in meines Gottes Hause, denn wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der HErr ist Sonne und Schild, der HErr gibt Gnade und Ehre; dem Men Aus Ohren mi zurechnen fürchte. Meine S rael hoffe bei ihm; unsers 1N. der Verst sie ihme Lazarus Pfund e dez das ungefals auf sein über sie, der ihn nicht ver aber nit Beutel, Was be allezeit habt iht Leichna gelium Gedäch 2. wrach und de D in Vot 10 30 Gott ir Brot zu mei⸗ den ich was du die uns terginge, dwallte, ttes fein len sind. m Mor⸗ eich muß Jalobs Erden erbricht, unt, daß einlegen chutz. Munde And sich nen erhõ⸗ r meiner Ird nicht en seinen ilft ihnen ntrauetl verlanget euln sich chwalbe und mein 3ar. Wohl wandeln, ie Lehrer dern, daß mein Ge⸗ das Anl⸗ sonst tau⸗ on in der t Hnade Alttestamentliche Texte. 119 und Ehre; er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HErr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt! Am Buftage. Plalm 130. (Aus der Ciefe rufe ich, NErr, zu dir.) Aus der Tiefe rufe ich, HErr, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! So du willst, HErr, Sünden zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Ich harre des HErrn; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zur andern. Is⸗ rael hoffe auf den HErrn; denn bei dem HErrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm; und Er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden. 26 Die Leidensgeschichte unsers Herrn und Beilandes Jesu Christi nach den vier Evangelien. I. Das Ostermahl. 1. Die Salbung. 1. Sechs Tage vor den Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl im Hause Simons, des Aussätzigen, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm Maria ein Pfund Salbe, und salbete die Füße Jesu, und trocknete mit ihrem Haar seine Fü⸗ ße; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Und sie hatte ein Glas mit ungefälschtem und köstlichem Nardenwasser, und zerbrach das Glas, und goß es auf sein Haupt. Da das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig und murreten über sie, und es sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischarioth, der ihn hernach verriet: Wozu dienet diese Vergeudung? Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen, und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, und hatte den Beutel, und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr das Weib? Sie hat ein gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun, mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte, sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evan⸗ gelium geprediget wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.“ 2. Zesus kündigt sein Leiden an, und Iudas erbietet sich zum Verrat. 2. Es war aber nahe das Fest der süßen Brote, das da Ostern heißet. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr wisset, daß nach zween Tagen Ostern wird, und des Menschen Sohn wird überantwortet werden, daß er gekreuziget werde. Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Altesten im Volke in den Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas, und hielten Rat, Joh. 12, 1—8. Matth. 26, 6—13. Mark. 14, 3—9. 12⁰ Die Leidensgeschichte wie sie Jesum mit Listen griffen und töteten. Sie fürchteten sich aber vor dem Volk, und sprachen: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk! Und Judas, genannt Ischarioth, der da war aus der Zahl der Zwölfe, ging hin, und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie er ihn wollte ihnen überantworten, und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Da sie das höreten, wurden sie froh, und boten ihm dreißig Silberlinge. Und er versprach es, und suchte von dem an Gelegenheit, daß er ihn verriete und überantwortete ohne Lärmen.“ 3. Die Bereikung. 3. Aber am ersten Tage der süßen Brote, auf welchen man mußte opfern das Osterlamm, traten die Jünger zu Jesu und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Osterlamm zu essen? Und er sandte seiner Jünger zween, Petrus und Johannes, und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und wenn ihr hineinkommt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe, ich will bei dir die Ostern halten, wo ist die Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen möge mit meinen Jün⸗ gern? Und er wird euch einen großen Saal zeigen; daselbst richtet fuͤr uns zu. Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und gingen hin und kamen in die Stadt, und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und am Abend kam er, und setzte sich zu Tisch, und die zwölf Apostel mit ihm.“ 4. Das Psterlamm. 4. Und Jesus sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide; denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfüllet werde im Reiche Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte, und sprach: Nehmet denselbigen, und teilet ihn unter euch; denn wahrlich, ich sage euch, ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines 5 u 1 8 Vaters Reich. 5. Die Jußwaschung. 5. Da nun Jesus erkannte, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und bei dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, und Jesus wußte, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben, und daß er von Gott kommen war, und zu Gott ging: stund er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab, und nahm einen Schurz, und umgürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hub an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurze, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Füße waschen? Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihm: Was Ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil Luk. 22, 1. 2. Matth. 26, 1—5. Mark. 14, 1. 2. Luk. 22, 3—6. Matth. 26, 14—16. Mark. 14, 10. 11. Luk. 22, 7—14. Matth. 26, 17—20. Mark. 14, 12—17. Luk. 22, 15—18. Matth. 26, 29. Mark. 14, 25. mit mir. die Hän⸗ nichto, d nicht all alle vein 6.. sich wier habe?9 So nun auch eue daß ihr! ist nicht So ihr weiß, n mein B schieht, lich, ich auf; we 60 prach: Siehe, ger sehr chem et nach de sprach: Des M dem N besser, Nunge Simor selbige wortet Bissen Bisser Dasse meine not ist genoy schen wird dem Volk, im Volll bölfe, ging ihn wollte Uihn euch lberlinge. rrie Mete und pfern das sst du, daß ger zween, und wenn asserkrug; nen Jün⸗ zu. Und men in sterlamm. nit ihm. sterlamm nicht mehr nahm den + aus dieser waren, „ und daß auf, legte ach goß e d trocknete truẽ; ind euẽ ant⸗ istes aber die Jüße kein Leil unsers Berrn und Reilandes Jesu Christi. 121¹ mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nichts, denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.—— 6. Ein Beispiel habe ich euch gegeben. 6. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und setzte sich wieder nieder, und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr, und saget recht dran, denn ich bin's auch. So nun Ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie Ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Nicht sage ich von euch allen; ich weiß, welche ich erwählet habe. Aber es muß die Schrift erfüllet werden:„Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.“ Jetzt sage ich's euch, ehe denn es ge⸗ schieht, auf daß, wenn es geschehen ist, ihr glaubet, daß Ich's bin. Wahrlich, wahr⸗ lich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ 7. Einer unler euch wird mich verralen. 7. Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrübet im Geist, und zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Siehe, die Hand meines Verräters ist mit mir über Tische. Da wurden die Jün⸗ ger sehr betrübt, und sahen sich untereinander an, und ward ihnen bange, von wel⸗ chem er redete, und huben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm einer nach dem andern: Herr, bin ich's? und der andre: bin ich's? Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß derselbige Mensch nie geboren wäre. Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß an der Brust Jesu, welchen Jesus lieb hatte, dem winkte Simon Petrus, daß er sorschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. Denn der⸗ selbige lag an der Brust Jesu, und er sprach zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus ant⸗ wortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein, und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischarioth. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wußte niemand über dem Tische, wozu er's ihm sagete. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus spräche zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest, oder, daß er den Armen etwas gäbe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht.“ 8. Einsehung des heiligen Abendmahls. 8. Da Judas aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Men⸗ schen Sohn verkläret, und Gott ist verkläret in ihm. Ist Gott verkläret in ihm, so wird ihn Gott auch verklären in ihm selbst, und wird ihn bald verklären. Joh. 13, 1—11. 2 Joh. 13, 21—20. „ Joh. 13, 21—30. Luk. 22, 21—23. Matth. 26, 21—25. Mark. 14, 18—21. Die Leidensgeschichte Da nahm Jesus das Brot, dankte, und brach's, und gab's den Jüngern, und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, das tut zu mei⸗ nem Gedächtnis. Desselbigen gleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Trinket alle daraus; das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Und sie tranken alle daraus.“ 9. Ein neu Gebot. 9. Jesus aber sprach: Lieben Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und, wie ich zu den Juden sagte: wo Ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen, sage ich jetzt auch euch. Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf daß auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete ihm: Da Ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen, aber du wirst mir her⸗ nachmals folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben für dich lassen. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben für mich lassen? Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch möchte sichten wie den Weizen; Ich aber habe fuͤr dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleins dich bekehrest, so stärke deine Brüder.“ 10. Es muß vollendet werden, das geschrieben steht. 10. Und Jesus sprach zu ihnen: So oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel Han Sie sprachen: Nie keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigen gleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat,.— 5 sein Kleid, und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet:„Er ist unter die Ubeltäter gerechnet.“ Denn was von mir geschrieben stehet, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hie sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.“ II. Jesus in Gethlsemane. I1. Des pelrus Permessenheit. 11. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, ging Jesus hinaus nach seiner Gewohnheit über den Bach Kidron an den Olberg. Es folgeten ihm aber seine Jün⸗ ger nach an denselbigen Ort. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir, denn es stehet geschrieben:„Ich werde den Hirten schla⸗ gen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.“ Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus aber sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sag⸗ ten auch alle Jünger.“ ö Joh. 13, 31. 32. Matth. 26, 26—29. Mark. 14, 22—25. Luk. 22, 19. 20. Vergl. 1. Kor. 11, 23—25. »Joh. 13, 33—38. Luk. 22, 31—34. Tuk. 22, 35—38. Matth. 26, 30—-35. Mark. 14, 26—31. Luk. 22, 39. Joh. 18, 1. 12.2 ein Garter den Ort at Idus sprc Und nahn bedäus, u. Seele ist b ihr nicht i 13. U Angesccht: ginge; un Kelchs; di Engel vo Und Simon, s⸗ und betet, ist schwad isbs nicht Dein Wil aber sein undfand und wuß und bete dem Gel wollt ihr Mensche gehen!& 14. welcher Diener, das gin er hinal Maaret bin u ihr? i gesagt, erfüllet hast.)⸗ ern, und zu mei⸗ ahl, und am Blut, sches tut, ö bei euch. da könnt „daß ihr nder lieb hr Liebe stwortete mir her⸗ nal nicht lltest du begehrt, haß dein Hrüder.“ Beutel, hen: Nie hme ihn, leid, und werden enn was sehe, hie ich seiner ine Jün⸗ werdet ten schla⸗ Iferstehe, zu ihm: ärgern. er Hahn m: Und chen sah⸗ 9. N0 unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. 123 12. Jesu Ankunkt in Gethsemane. 12. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane. Da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verriet, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Und Jesus sprach zu seinen Jüngern: Setzet euch hie, bis daß ich dorthin gehe, und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, die zween Söhne des Ze⸗ bedäus, und fing an zu trauern, zu zittern und zu zagen, und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod: bleibet hie und wachet mit mir. Betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet.“ 13. Jesu Gebetskampf. 13. Und Jesus riß sich von ihnen bei einem Steinwurf, fiel nieder auf sein Angesicht auf die Erde, und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüber⸗ ginge; und sprach: Abba, mein Vater, es ist Dir alles möglich; überhebe mich dieses Kelchs; doch nicht wie Ich will, sondern wie Du willst. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend, und sprach zu Petrus: Simon, schläfest du? Vermochtest du nicht Eine Stunde mit mir zu wachen 2Wachet, und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Zum andern Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe Dein Wille. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er kam wieder, und fand sie abermal schlafend vor Traurigkeit; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ sie, und ging abermal hin, und betete zum dritten Mal, und redete dieselbigen Worte. Und er stund auf von dem Gebet, und kam zum dritten Mal zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug. Siehe, die Stunde ist hie, daß des Menschen Sohn in der Sünder Hände überantwortet wird. Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe. 14. Jesus und die Bäscher. 14. Und alsbald, da er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwölfe einer, welcher hatte zu sich genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisäer Diener, mit Fackeln und mit Lampen, mit Schwertern und mit Stangen. Und Ju⸗ das ging vor ihnen her. Wie nun Jesus wußte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Nazareth. Jesus antwortete: Ich habe es euch gesagt, daß Ich's sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen. Auf daß das Wort erfüllet würde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast.) 15. Der Ruß des Iudas. 15. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet, und führet ihn sicher. Und alsbald trat er 1 Matth. 26, 36—38. Mark. 14, 32—34. Luk. 22, 40. 2 Matth. 26, 39—46. Mark. 14, 35—42. Luk. 22, 41. 46. » Joh. 18, 3—9. Matth. 26, 47. Mark. 14, 43. Luk. 22, 47. — 12⁴4 Die Leidensgeschichte zu Jesu und sprach: Gegrüßest seist du, Rabbi! und küßte ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du kommen? Juda, verrätest du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Da traten sie hinzu, und legten die Hände an Jesum und griffen ihn. 16. Peirus mit dem Schwerlk. 16. Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert drein schlagen? Und siehe, Simon Petrus hatte ein Schwert, und zog es aus, und schlug nach des Hohenpriesters Knechte, und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jesus aber ant⸗ wortete und sprach: Lasset sie doch so ferne machen. Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn, und sprach zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide an seinen Ort. Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Le⸗ gionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen.“ 17. Die Macht der Jinsternis. 17. Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen und zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn zommen waren: Ihr seid ausgegangen als zu einem Mörder, mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fahen. Bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehret im Tempel, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde, und die Macht der Finsternis Und das ist alles geschehen, daß erfüllet würden die Schriften der Pro⸗ pheten. Da verließen ihn alle Jünger, und flohen. Und es war ein Jüngling, der fol⸗ gete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut; und die Jüng⸗ linge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren, und floh bloß von ihnen.“ III. Jesus vor dem hohen Rat. 18. Jesus vor dem Bohenpriester Bannas. 18. Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum, und banden ihn, und führeten ihn aufs erste zu Hannas, der war Kaiphas Schwäher, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es wäre gut, daß Ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt; ich habe alle⸗ zeit gelehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragest du mich darum? Frage die darum, die gehöret haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabei stunden, Jesu einen Backenstreich, und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Hab ich übel geredet, so beweise es, daß es böse sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas sandte ihn gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester, Altesten und Schriftgelehrten.“ 1Matth, 26, 4850. Mark. 14, 44—46. Luk. 22, 47. 48. „Matth. 26, 5154. Mark. 14, 47. Luk. 22, 49—51. Joh. 18, 10. 11. »Matth. 26, 55. 56. Mark. 14, 4852. Luk. 22, 52. 53 „Joh. 18, 12—14. 19—24. 19. nis wider Zeugnis zween fal den Temp andern ba nicht über ihm: Ant stille, und 20.5 re dich be Gottes,d ich euch: siten zur riß der ⸗ sen wir w duͤnkt euck A.. an, ihn z Etliche a isbs, der Deselbit des Hohe andre I. Türhüter und hatt tuus sitz warest a ger eine kenne ih Petrus hinausg war au zu: Ich kräftigt hinzu,d 18 2 2 her sprach Nenschen um und hen sie zu N Petrus Knechte, aber ant⸗ r an und inen Ort. er meinst zwölf Le⸗ eben hat? mriestern ren: Ihr gen, mich npel, und Nacht der der Pro⸗ g, der fol⸗ die Jüng⸗ ihnen. nnahmen Kaiphas der den Voll. ne Lehre. habe alle⸗ kommen, 12 Frage ieselbigen einer, diẽ enpriester 3 daß es 45 sandte haren alle unsers Herrn und Beilandes Jesu Christi. 12⁵ 19. Dir falschen Zeugen. 19. Die Hohenpriester aber und Altesten und der ganze Rat suchten falsch Zeug⸗ nis wider Jesum, auf daß sie ihn töteten, und fanden keins. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmete nicht überein. Zuletzt traten herzu zween falsche Zeugen, und sprachen: Wir haben gehöret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht überein. Und der Hohepriester stund auf, trat mitten unter sie und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Aber Jesus schwieg stille, und antwortete nichts.“ 20. Das Codesurkeil. 20. Da fragete ihn der Hohepriester abermal, und sprach zu ihm: Ich beschwö— re dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seiest Christus, der Sohn Gottes, des Hochgelobten? Jesus sprach zu ihm: Du sagst es, Ich bin's. Doch sage ich euch: Von nun an wird's geschehen, daß ihr sehen werdet des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft, und kommen in den Wolken des Himmels. Da zer⸗ riß der Hohepriester seine Kleider, und sprach: Er hat Gott gelästert, was bedür⸗ fen wir weiter Zeugnisses? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört. Was důͤnkt euch? Sie aber verdammten ihn alle und sprachen: Er ist des Todes schuldig.“ 21. Jesu Verspotkung. 21. Die Männer aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn, und etliche fingen an, ihn zu verspeien, und zu verdecken sein Angesicht, und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht, und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug? Und viel andere Lästerungen sagten sie wider ihn.“ 22. Bie Verleugnung des Pelrus. 22. Simon Petrus aber folgte Jesu nach von ferne und ein andrer Jünger. Derselbige Jünger war dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast, Petrus aber stund draußen vor der Tür. Da ging der andre Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Türhüterin, und führte Petrus hinein. Es stunden aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlenfeuer gemacht mitten im Hof, denn es war kalt, und wär⸗ meten sich. Petrus aber setzte sich unter sie, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte. Da kam des Hohenpriesters Mägde eine, die Türhüterin; und da sie sah Pe⸗ trus sitzen bei dem Licht, und sich wärmen, schaute sie ihn an, und sprach: Und du warest auch mit dem Jesu von Galiläa. Bist du nicht auch dieses Menschen Jün⸗ ger einer? Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Weib, ich bin's nicht; ich kenne ihn nicht, weiß auch nicht, was du sagest. Und über eine kleine Weile ging Petrus hinaus in den Vorhof; und der Hahn krähte. Als Petrus aber zur Tür hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die dabei stunden: Dieser war auch mit dem Jesu von Nazareth. Und er leugnete abermal, und schwur da⸗ zu: Ich kenne des Menschen nicht. Und über eine Weile, bei einer Stunde, be⸗ kräftigte es ein andrer, und sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm. Da traten hinzu, die da stunden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von Matth. 26, 59—63. Mark. 14, 55—61 Matth. 26, 63—66. Mark. 14, 61 Matth. 26, 67. 68. Mark. 14, 65. 126 Die Leidensgeschichte denen, denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verrät dich. Spricht des Ho⸗ henpriesters Knechte einer, ein Gefreundter des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da verleugnete Petrus abermal, hub an sich zu verfluchen und zu schwören, und sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagest, ich kenne des Menschen nicht. Und alsbald krähte der Hahn zum andern Male. Und der Herr wandte sich und sahe Petrus an. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und ging hinaus, und weinte bitterlich.“ 23. Die Morgenversammlung des hohen Rats. 23. Des Morgens aber, als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten und führeten ihn hinauf vor ihren Rat, und sprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich doch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rech⸗ ten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saget's, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugnisses? Wir haben's selbst gehöret aus seinem Munde.“ IV. Jesus vor Pilatus. 24. Des Verrälers Ende. 24. Da stund der ganze Haufe auf, und banden Jesum und führeten ihn hin vor das Richthaus, und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus, und es war frühe. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereute es ihn, und brachte herwieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten und sprach: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut ver⸗ raten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhängte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat, und kauften den Töpfersacker darum zum Begräbnis der Pilger. Daher ist der⸗ selbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten Jeremias, da er spricht:„Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlet war der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben um den Töpfersacker, als mir der Herr befohlen hat.““ 25. Vor dem Richthaus. 25. Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus, und sprach: Was bringet ihr für Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter, wir hätten ihn dir nicht über⸗ antwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten. Matth. 26, 58. 69—75. Mark. 14, 54. 66—72. Luk. 22, 54-62. Joh. 18, 15—18. 25—27. Matth. 27, 1. Mark. 15, 1. Luk. 22, 66—71. Matth. 27, 1—10. Mark. 15, 1. Luk. 23, 1. Joh. 18, 28. Auf daß Todes er an, ihn z det, und ein Köni 36. ihn und das von Bin iche tet. Vas Ware m den Jud Da spra sagst's, für die Spricht! hinaus; leine Se Und Altesten sprach z nicht? l ger sehr 2⁷ geschen ihm seh priester mit seit und sa Freund 2 samme das V Menst ich hal Todes 1 8. bgehauen abermal, veiß nicht, hahn zum te Petrus „wirst du llesten des vor ihren nen: Sage und laset n zur vech⸗ Sohn? Er bedürfen sen ihn hin 5 Pilatus, zum Tode, enpriestern Blut ver⸗ nd er warf esich selbs. nicht, daß einen Rat, her ist der⸗ füüllet, das genommen n von den ir der Herr icht umtein erals, und orteten un nicht ber⸗ richt ihn nand toöten. oh. 18 0 2. 5— 2. Jesu Christi. 127 unsers Herrn und Beilandes Auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde. Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und sie fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Diesen finden wir, daß er das Volk abwen⸗ det, und verbietet, den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht, Er sei Christus, ein König.“ 9 26. Der Rönig der Wahrheit. 26. Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jesu, fragte ihn und sprach zu ihm: Bist du der Juden König? Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst oder haben's dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwor⸗ tet. Was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden drob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde, aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst's, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt kommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu den Hohenpriestern und zum Volk: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. Und da er von ihnen und den Altesten verklagt ward, antwortete er nichts. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen; hörest du nicht? Und er antwortete ihm nicht auf Ein Wort, also daß sich auch der Landpfle⸗ ger sehr verwunderte.“ 27. Jesus vor Berodrs. 27. Die Hohenpriester aber hielten an, und sprachen: Er hat das Volk erreget damit, daß er gelehret hat hin und her im ganzen jüdischen Lande, und hat in Gali⸗ läa angefangen bis hieher. Da aber Pilatus Galiläa hörete, fragte er, ob er aus Galiläa wäre. Und als er vernahm, daß er unter Herodes' Obrigkeit gehörte, über⸗ sandte er ihn zu Herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da aber Herodes Jesum sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehöret, und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts. Die Hohen⸗ priester aber und Schriftgelehrten stunden, und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgesinde verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weiß Kleid an, und sandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde miteinander, denn zuvor waren sie einander feind.“ 28. Jesus vder Barabbas. 28. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zu⸗ sammen und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende; und siehe, ich habe ihn vor euch verhöret, und finde an dem Menschen der Sachen keine, deren ihr ihn beschuldiget; Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn gebracht, das des Todes wert sei. Darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Joh. 18, 28—32. Matth. 22, 1I. Lul. 23, 2. Joh. 18, 33—38. Matth. 27, 11—14. Mark. 15, 2 5. Ouk. 23, Z. K. Mark. 15, 3—5. Matth. 27, 12—14. Luk. 23, 5—12. 12⁸ Die Leidensgeschichte Auf das Osterfest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk Einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er täte, wie er pflegte. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen son⸗ derlichen vor andern, der hieß Barabbas, welcher war um eines Aufruhrs und Mords willen ins Gefängnis geworfen. Und da sie versammelt waren, sprach Pila⸗ tus zu ihnen: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe. Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barabbas oder Jesum, von dem gesagt wird, er sei Christus, der Juden König? Denn er wußte wohl, daß die Hohen⸗ priester ihn aus Neid überantwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit die⸗ sem Gerechten, ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und Altesten überredeten und reizten das Volk, daß sie viel lieber um Barabbas bitten sollten, und Jesum umbrächten. Da antwortete nun der Land⸗ pfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe? Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem, und gib uns Barabbas los! Da rief Pilatus abermals zu ihnen, und wollte Jesum loslassen, und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie riefen aber, schrieen und en Kreuzige, kreuzige ihn! Der Landpfleger aber sprach zum dritten Mal zu ihnen: Was hat er denn Übles getan? Ich finde keine Ursach des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm an mit großem Geschrei, und shrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn! Und ihr und der Hohen⸗ priester Geschrei nahm überhand.“ 29. Die Dornenkrone. 29. Da nahm Pilatus Jesum, und ließ ihn geißeln. Die Kriegsknechte des Landpflegers aber führten Jesum hinein in das Richthaus, und sammelten über ihn die ganze Schar; und zogen ihn aus, und legten ihm einen Purpurmantel an; und flochten eine Dornenkrone, und setzten sie ihm auf sein Haupt, und ein Rohr in seine rechte Hand, und beugeten die Kniee vor ihm, und beteten ihn an; und fingen an, ihn zu grüßen, spotteten ihn und sprachen: Gegrüßest seist du, der Juden König! Und spieen ihn an, und nahmen das Rohr, und schlugen damit sein Haupt, und gaben ihm Backenstreiche.“ 30. Sehek, welch ein Mensch. 30. Da ging Pilatus wieder heraus, und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus, und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin, und kreuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.“ 31. Der lehte Rellungsversuch. 31. Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr; und ging wieder hinein i in das Richthaus, und spricht zu Jesu: von wannen bist du? Aber Jesus Lut. 23, 13—16. Matth. 27, 15—23. Mark. 15, 6—14. Luk. 23, 17—23. Joh. 18, 39. 40. 50h. 19, 1—3. Mark. 15, 16—19. Matth. 27, 26—80. Jo. 10, 4—7. gab ihm le du nicht, d Jesus ant oben herab Von und sprac sich zum K führete er heißt Hod Sehet, da Spricht worteten: —— Getümm geschähe, unschuldi Volk und den los, d welchen fi 33. und zoge ihn kreuz schen, de ein Vate auf ihn, 34. ten und Döͤhterr über eu wird: S die Brü Bergen: am grüt zween a wollte e Einen ind bat, len son⸗ ro und h Pila⸗ losgebe. gesagt Hohen⸗ uhl saß, mit die⸗ lber die oᷣber um Land⸗ ich euch a schrie Oel Da Das soll m aber, ch zum ach des ran mit Hohen⸗ chte des on über ntel an; in Rohr m und Juden Haupt, führe lio ging uihnen: schriben ihn hin, vorteten hat sich wieder Ju 5 03 1½ιο⁵. unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. 129 gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben: darum, der mich dir überantwortet hat, der hat's größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Juden aber schrieen und sprachen: Läßt du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Könige machet, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort hörete, führete er Jesum heraus, und setzte sich auf den Richtstuhl an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, auf Ebräisch aber Gabbatha. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester ant⸗ worteten: Wir haben keinen König denn den Kaiser!! 32. Pilatus willigt in die Rreuzigung Jesu. 32. Da aber Pilatus sahe, daß er nichts schaffte, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, gedachte er dem Volk genug zu tun, und urteilte, daß ihre Bitte geschähe, nahm Wasser, und wusch die Hände vor dem Volk, und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Da gab er ihnen den los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefängnis geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum ubergab er ihrem Willen, daß er gekreuzigt würde.“ V. Die RNreuzigung. 33. Simon von Ryrene. 33. Da nahmen die Kriegsknechte Jesum, zogen ihm den Purpurmantel aus, und zogen ihm seine eigenen Kleider an, nahmen ihn und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und er trug sein Kreuz. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Men-⸗ schen, der voruͤberging, mit Namen Simon von Kyrene, der vom Felde lam,(der ein Vater war des Alexander und Rufus,) den ergriffen sie, und legten das Kreuz auf ihn, und zwangen ihn, daß er's Jesu nachtrüge.“ 34. Weinet nicht über mich, londern weinet üÜber euch. 34. Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die klage⸗ ten und beweineten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst und über eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben! Dann werden sie anfangen, zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! und zu den Hügeln: Decket uns! Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführt zween andere Übeltäter, daß sie mit ihm abgetan würden.“ 35. Das ersle Wort Jelu am Nreuze. 35. Und da sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeut⸗ schet Schädelstätte, gaben sie ihm Myrrhe im Wein zu trinken; und da er's schmeckte, wollte er es nicht trinken. Daselbst kreuzigten sie ihn, und mit ihm zween Übeltäter zu beiden Seiten, einen zur Rechten und einen zur Linken, Jesum aber mitten inne. 1 Joh. 19, 8-15.— Matth. 27, 24—26. Luk. 23, 24. 25. Joh. 19, 16. » Matth. 27, 31. 32. Mark. 15, 20. 21. Luk. 23, 26. Joh. 19, 16. Luk. 23, 27—32. 9 13⁰ Die Leidensgeschichte Da ward die Schrift erfüllet, die da sagt:„Er ist unter die Übeltäter gerechnet.“ Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Jesus aber sprach: Va⸗ ter, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun. Pilatus aber schrieb eine Überschrift, was man ihm Schuld gab, die Ursache seines Todes, und setzte sie auf das Kreuz zu seinen Häupten; und war ges chrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. Diese Überschrift lasen viel Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ward. Und es war ge⸗ schrieben in ebräischer, griechischer und lateinischer Sprache. Da sprachen die Hohen⸗ priester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der Juden König, sondern daß er gesaget habe: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das hab ich geschrieben.“ 36. Die Verkeilung der Kleider Iesu. 36. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen seine Klei⸗ der, und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknechte ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet, von oben an gewirket durch und durch. Da spra⸗ chen sie unter einander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soll. Auf daß erfüllet würde die Schrift, die da saget:„Sie haben meine Kleider unter sich geteilet, und haben über meinen Rock das Los geworfen.“ Solches taten die Kriegsknechte, und sie saßen allda und hüteten sein, und das Volk stund und sah zu.“ 37. Das zweite Wort Jesu m am Rreupe. 37. Die aber vorübergingen, lästerten ihn, und schüttelten ihre Köpfe, und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichest du den Tempel Gottes, und bauest ihn in dreien Tagen! Hilf dir nun selber; bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz! Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein unter einander, samt den Schrift⸗ gelehrten und Altesten, und sprachen: Andern hat er geholfen, und kann ihm selber nicht helfen. Ist er Christus, der Auserwählte Gottes, der König in Israel, so steige er nun vom Kreuze, daß wir sehen, und glauben. Er hat Gott vertrauet, der erloͤse ihn nun, hat er Lust zu ihm; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und sprachen: Bist du Christus, so hilf dir selbst. Aber der Übeltäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andre, strafte ihn, und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Und zwar wir sind billig drinnen, denn wir empfahen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes getan. Und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommest. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ 38. Das dritle Wort Jesu am Kreuze. 38. Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwe⸗ ster, Maria, Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah, und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ Matth. 27, 33. 34. 37. 38. Mark. 15, 22. 23. 25—28. Luk. 23, 33. 34. 38. Joh. 19, 18—22. »Matth. 27, 35. 36. Mark. 15, 24. Luk. 23, 34. 35. Joh. 19, 23. 24. »Matth.27,39—44. Mark. 15, 29—32. Luk.23,35—43.—. Joh. 19, 25—27. 39. bis zu d Stunde metscht: elliche,! 4⁰ erfüllet bald lie steckte il andern Fesusd aberma Und al 41 unten a sichauf, den Gre nen vie sie sahe schied, dieser! dabei! wandte ber, die liläan die M bedäu 4 am Kr baten kamen mit ih storber seines gesehe daß er die S hrich erechnet.“ ach: Va⸗ ie Ursache schrieben: en; denn war ge⸗ ie Hohen⸗ un daß er eschrieben seine Klei⸗ auch den Da spra⸗ weser sein ider unter laten die d sah zu. löpfe, und lest ihn in om Kreußl n Schrift ihm selber Pracl.so trauet, der Sohn. Es Christus, te ihn und dre,strafte in gleiher ahen, was sprach zu prach zu ies sein⸗ unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. 131 39. Das vierle Work Iesu am Rreuze. 39. Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis über das ganze Land bis zu der neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde schrie und rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani, d. i. verdol⸗ metscht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und etliche, die dabei stunden, da sie das höreten, sprachen sie: Siehe, er ruftdem Elias.“ 40. Die drei lehlen Worke Jesu uam Rreuze. 40. Darnach, da Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürstet. Da stund ein Gefäß voll Essigs; und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm, und füllte ihn mit Essig, und steckte ihn auf ein Rohr, und hielt es ihm dar zum Munde, und tränkte ihn. Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elias komme, und ihm helfe. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und Jesus schrie abermal laut, und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Händel Und als er das gesagt, neigte er das Haupt, und verschied.“ 41. Die Zeichen nach dem Tode Jesu. 41. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und stunden auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung, und kamen in die heilige Stadt, und erschie⸗ nen vielen. Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie sahen das Erdbeben, und was da geschah, und daß er mit solchem Geschrei ver⸗ schied, erschraken sie sehr, und der Hauptmann pries Gott und sprach: Wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wieder um. Es stunden aber alle seine Bekannten von ferne, und die Wei⸗ ber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolget, und hatten ihm gedienet, da er in Ga⸗ lilãa war, und sahen das alles, unter welchem war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und Salome, die Mutter der Kinder des Ze⸗ bedäus, und viel andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren.“ VI. Das Begräbnis Jesu. 42. Die Grablegung. 42. Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben den Sabbath über,(denn desselbigen Sabbaths Tag war groß,) baten sie Pilatus, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon ge⸗ storben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugnis ist wahr; und derselbige weiß, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde:„Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.“ Und abermal spricht eine andre Schrift:„Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.““ Darnach am Abend kam ein reicher Mann von Arimathia, der Stadt der Ju⸗ Matth. 27, 45—47. Mark. 15, 33—35. Luk. 23, 44. »Matth. 27, 48—50. Mark. 15, 36. 37. Luk. 23, 46. Joh. 19, 2830. »»Matth. 27,5156. Mark. 15,38—41. Luk.23,47—49.—Joh. 19,31—37. 9* —— 132 Beschreibung der Zerstörung den, mit Namen Joseph, ein ehrbarer Ratsherr, ein guter, frommer Mann, der hatte nicht gewilligt in ihren Rat und Handel, welcher auch auf das Reich Gottes wartete; denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich aus Furcht vor den Juden. Der wagte es, und ging hinein zu Pilatus, und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief dem Hauptmann, und fragte ihn, ob er schon lange gestorben wäre. Und als er's er⸗ kundet von dem Hauptmann, erlaubte er es und befahl, man sollte den Leichnam dem Joseph geben. Und Joseph kaufte eine Leinwand. Es kam aber auch Nikode⸗ mus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen war, und brachte Myrrhe und Aloe unter einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu, und wickelten ihn in die reine Leinwand, und banden ihn in leinene Tücher mit den Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuziget ward, ein Garten, und im Garten ein neu Grab, welches Joseph hatte lassen in einen Fels hauen, darinnen niemand je gelegt war. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rüsttages willen der Juden, dieweil das Grab nahe war, und wälzten einen großen Stein vor die Tür des Grabes, und gingen davon. Und der Sabbath brach an. Es waren aber allda Maria Magdalena und Maria, des Joses Mutter, die setzten sich gegen das Grab, und die andern Weiber, die mit ihm kommen waren aus Galiläa, die beschaueten das Grab, und wie sein Leib gelegt ward. Sie kehreten aber um, und bereiteten Spezerei und Salben. Und den Sab⸗ bath über waren sie stille nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folget nach dem Rüsttage, kamen die Hohenpriester und die Pharisäer sämtlich zu Pilatus, und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab ver⸗ wahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger kommen, und stehlen ihn, und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten; und werde der letzte Betrug ärger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; gehet hin, und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin, und verwahreten das Grab mit Hütern, und versiegelten den Stein.!“ Beschreibung der Zerstörung der Stadt Ierusalem. Als das vormals von Gott so hoch begnadigte Volk der Juden das Maß seiner Sünden durch die Verwerfung des Sohnes Gottes erfüllt hatte, ward es von den Strafgerichten Gottes getroffen, die durch Mosen und die Propheten und von dem Sohne Gottes selber ihm zuvor angedroht waren. Das Werkzeug hierbei in Gottes Hand waren die Römer, ein Volk von fern her, des Sprache sie nicht kannten, das wie ein Adler flog, ein freches Volk, das nicht ansah die Person der Alten, noch schonte der Jünglinge; wie denn schon Moses bezeugt hatte, daß ein solches Volk über sie kommen würde, wenn sie der Stimme ihres Gottes nicht gehorchten(. Moses 26, 49). Das Strafgericht selber ward aber also vollzogen. Nachdem die Juden Jesum Christum verworfen und gekreuzigt hatten, wur⸗ den sie hingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt. Sie übertraten immer augenfälliger die heiligen Gebote Gottes und setzten ihre ganze Religion nur in eine abergläubische Beobachtung äußerlicher Gebräuche. Die Ungerechtig⸗ keit nahm zu, und die Liebe erkaltete. Vornehme und Geringe überließen sich mit 1 Matth. 27, 57-66. Mark. 15, 42—47. Luk. 23, 50—56. Joh. 19, 38—-42. frechem sich alle dern an schen L sie woh gen un Gessiue pelscha nehme und re daß Ro den La ruhrs dies ge wartet Römer der Fel um dor men w eingede annahe 2 Der ri und u nicht l stand! die rõ gemet leitun heim gleite phus digt, wiß Erfül nure die schrie die N Er e Soh ware Mar Drei eines 2d ann, der h Gottes Juden. men den rief dem er's er⸗ eichnam Nikode⸗ rrhe und mit ihm ũib gelegt den Sab⸗ lget nach atus, und och lebte: Hrab ver⸗ ud stehlen der letzte ler gehet das Grab salem. Naß seiner 3 von den von dem in Gottes mten, da lten, nod lches 5 30 rchten 6. uten, wur⸗ übertraten Religion ngerechtt, I sich mũ der Stadt Jerusalem. 133 frechem Leichtsinn allen Lastern. Uppigkeit, Unordnungen und Spaltungen zeigten sich allenthalben. Jerusalem und das ganze Land ward mit Räubern und Mör⸗ dern angefüllt. Der Greuel der Verwüstung stand an heiliger Stätte. Die römi⸗ schen Landpfleger steuerten solchen Unordnungen nicht nur nicht, sondern förderten sie wohl gar, um dann bei dem nachherigen Einschreiten desto größere Erpressun⸗ gen und Gewalttätigkeiten sich erlauben zu können. So nahm z. B. der Landpfleger Gessius Florus einmal bei Unterdrückung eines Aufstandes einen Teil des Tem⸗ pelschatzes für sich weg, ließ 3000 Juden in Jerusalem niederhauen und viele Vor⸗ nehme geißeln und kreuzigen. Solch Verfahren erbitterte dann wieder die Juden und reizte sie um so mehr, das ohnehin verhaßte Joch der Römer abzuwerfen, so daß Rotten und Aufruhr nichts Seltenes waren. Als nun gar die Juden über Cestius, den Landpfleger von Syrien, der auch einmal zur Unterdrückung eines solchen Auf⸗ ruhrs herbeigekommen war, einen kleinen Sieg davongetragen hatten und über⸗ dies gerade damals die Ankunft eines weltlichen Messias recht zuversichtlich er⸗ warteten, brach der Aufstand im ganzen Lande aus, und ward der Krieg gegen die Römer beschlossen. Die Mauern Jerusalems wurden ausgebessert und befestigt, der Feldherr Josephus mit einem Heere von 100000 Mann nach Galiläa geschickt, um dort den Römern entgegen zu treten, wenn sie von Syrien aus ins Land kom⸗ men würden; und alles übte sich in den Waffen. Die Christen in Jerusalem jedoch, eingedenk der Weisung und des Befehls des Herrn, sahen das Gericht Gottes her⸗ annahen und flohen über die Berge nach Pella am jenseitigen Ufer des Jordans. Die Römer ließen nicht lange auf sich warten, und die Adler sammelten sich. Der römische Feldherr Vespasian drang mit einem mächtigen Heere in Galiläa ein und unterwarf eine Stadt nach der andern. Josephus, der sich im offenen Felde nicht halten konnte, warf sich in die starke Festung Jotapata bei Tiberias und wider⸗ stand dort 7 Wochen lang dem Feinde. Da erstiegen aber in einer nebelichten Nacht die römischen Soldaten die Mauern, und alles, was Waffen trug, ward nieder⸗ gemetzelt. Josephus selber entkam und flüchtete mit 29 Juden in die trockenen Wasser⸗ leitungen der Stadt, wo einige mitleidige Frauen ihn und seine Begleiter insge⸗ heim ernährten. Er ward jedoch auch hier von den Römern entdeckt; seine 29 Be⸗ gleiter töteten sich gegenseitig, um nicht den Heiden in die Hände zu fallen; Jose⸗ phus selber aber ließ sich gefangennehmen und ward von Vespasian dahin begna⸗ digt, daß er als Gefangener in seinem Zelte bleiben mußte. Und das geschah ge⸗ wiß nicht ohne göttliche Zulassung; denn Gott wollte einen Zeugen haben, der die Erfüllung seiner Gerichte aller Welt verkündigen könnte; und Josephus war nicht nur ein Feldherr, sondern auch ein gelehrter Geschichtsschreiber und hat dann auch die Geschichte dieses Krieges und der Zerstörung Jerusalems als Augenzeuge be⸗ schrieben. Vespasian drang nun weiter siegreich in Judäg ein und war schon in die Nähe von Jerusalem gekommen, als er in Rom zum Kaiser ausgerufen ward. Er eilte deshalb nach Rom und überließ die weitere Führung des Krieges seinem Sohne Titus, der um Jerusalem eine Wagenburg schlug. In Jerusalem selber wimmelte es von allerlei Volk; denn viel tausend Juden waren dorthin geeilt, teils um die Stadt zu schützen, teils um hinter ihren starken Mauern Schutz zu suchen. Es herrschte aber in der Stadt die größte Zwietracht. Drei Parteien insonderheit standen sich einander gegenüber: 1) Die Partei Simons, eines vormaligen Räuberhauptmanns, der die Außenwerke der Stadt innehatte; 2) die Zeloten, d. h. Eiferer, die unter dem Vorwande des Eifers für den Glau— 134 Beschreibung der Serstörung ben und die Freiheit die größten Grausamkeiten verübten, und die unter Anfüh⸗ rung des Johannes von Giscala die mittlere Stadt besetzt hielten, und 3) die Partei Eleasars, der, von 20000 Idumäern unterstützt, des Tempels sich bemächtigt hatte. Diese drei Parteien bekämpften sich gegenseitig mit Schwert, Feuer und Dolch. Der Hohepriester Ananias, den Josephus als den besten Mann seiner Zeit schildert, und der Eintracht herzustellen suchte, ward nebst 12000 angesehenen Einwohnern umgebracht. Johannes von Giscala drang mit seinen Bewaffneten in den Tempel ein, den Eleasar geöffnet hatte, um das Volk zum Opfer zuzulassen, bemächtigte sich des Tempels und richtete ein entsetzliches Blutbad an, worin Tausende umkamen, wie jene Galiläer, deren Blut Pilatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Tag und Nacht hörte man nichts als das Geschrei der Kämpfenden und den Jammer der Trauernden. Die Töchter Jerusalems weinten über sich selbst und über ihre Kinder. Inzwischen hatte nun auch Titus die Stadt von außen belagert und an allen Orten geängstet. Am 15. Tage stießen die Römer mit ihren Sturmböcken, die ein Rabbiner jener Zeit das Schwert des Würgengels nennt, die äußerste Mauer ein; und 9 Tage nachher ward auch die innere Mauer erobert. Die Römer drangen in den zunächst gelegenen Teil der Stadt, und Ströme Bluts flossen in den engen Gassen. Darauf richtete Titus seinen Angriff gegen den Tempel und die Burg An⸗ tonia. Um den Tempel zu erhalten und das Blutvergießen zu vermeiden, ließ er zuvor den Juden Frieden anbieten, wenn sie sich ergeben wollten. Allein die Ju⸗ den wollten nichts von einer Übergabe wissen. Und doch war die Not in der Stadt aufs höchste gestiegen. Eine furchtbare Hungersnot peinigte die Verteidiger. Be⸗ waffnete drangen in alle Häuser, Lebensmittel aufzusuchen. Eltern und Kinder rissen einander die Speise vor dem Munde weg. Man aß das Leder der Schuh⸗ sohlen und die Riemen an den Schilden. Man suchte in den Düngerhaufen nach Knochen. Leichen Verhungerter lagen in den Straßen und verpesteten die Luft. Ja, es geschah, was Moses auch zuvor verkündigt hatte: Eine vornehme Frau,„ein Weib, das zuvor zärtlich und in Lüsten gelebt, daß sie nicht hat versucht, ihre Füße auf die Erde zu setzen vor Zärtlichkeit und Wohllust, hat ihr eigen Kind heimlich geschlachtet und gegessen in dem Mangel, Angst und Not, womit die Stadt von den Feinden gedrängt ward.“ Als dies Titus hörte, hob er seine Hände gen Him⸗ mel und rief Gott zum Zeugen an, daß er unschuldig an diesen Greueln sei, da er wiederholt Frieden angeboten habe. Viele Juden in Jerusalem suchten dem Elend dadurch zu entgehen, daß sie des Nachts heimlich aus der Stadt flohen. Allein sie wurden von den Römern ergriffen und fanden keine Gnade bei ihnen. Als sich einst das Gerücht verbreitete, die geflüchteten Juden hätten Gold verschluckt, schnit⸗ ten die römischen Soldaten in einer Nacht 2000 gefangenen Juden die Bäuche auf um Gold in ihren Eingeweiden zu suchen. Die meisten der Geflüchteten aber wur⸗ den von den Römern gekreuzigt, das Angesicht gegen die Tempelmauern gerichtet, so daß nach kurzer Zeit die Juden von der Zinne ihres Tempels Tausende ihrer Brüder am Kreuze mußten hangen sehen. Das Blut des auf Golgatha von ihnen Gekreuzigten kam über sie und über ihre Kinder. Titus hatte unterdes die Belagerung fortgesetzt und auch die Burg Antonia erobert, so daß nur noch der Tempel mit seinen Nebengebäuden und einigen Mau⸗ ertürmen in der Gewalt der Juden war. Um Tempel und Menschen zu schonen, ließ Titus den Juden nochmals Frieden anbieten und ihnen namentlich vorstellen, wie ihr Heiligtum zu Grunde gehen würde, wenn der Kampf fortgesetzt werde. Allein ab Kampf f. Doch erk gesagt ha berannte hallen de aufhörli niedergel er an da hitzigsten das gold in kurzer war. Da pelberg! 6000 We pels, als das gesck Da! ihn nann und dem aus dene als er si⸗ getrieber richten k Josephu standen. Stein ar diesem K andernd tar, ohne Vol zer Heiden sie zu ei Und hat dorvete Fußsohl und lar Und da ihrer S sammel kreuzigt Gch D verachtt rnst a blibes lnfuͤh⸗ Partei t hatte. Dolch. iidert, ohnern dempel gie sich kamen, ag und ner der tinder. n allen die ein ler ein igen in engen rg An⸗ ließ er ie Ju⸗ Stadt qer. Be⸗ Rinder Schuh⸗ en nach Ift. Ja, u, ein e Fße eimlich adt von n Him⸗ i, da er Elend Wonia uMau⸗ schonen, ustellen, werde· der Stadt Jerusalem. 13⁵ Allein abermals vergebens!„Nun so sei es denn!“ rief Titus.„Wir wollen den Kampf fortsetzen; aber den Tempel will ich auch gegen euren Willen erhalten.“ Doch er konnte mit aller seiner Macht nicht das Haus erhalten, von dem der Herr gesagt hat, daß an ihm kein Stein auf dem andern bleiben sollte.— Die Römer berannten von neuem die Mauern und eroberten bald die beiden nördlichen Vor⸗ hallen des Tempels, die eine Beute der Flammen wurden. Nach sechs Tagen un⸗ aufhörlichen Stürmens wurden endlich auch die östlichen Vorhallen erobert und niedergebrannt. Darauf ging es an den Tempel selbst. Titus hatte verboten, Feu⸗ er an das Gebäude zu legen; ein Soldat stieg aber dennoch, als der Kampf am hitzigsten war, einem andern auf die Schultern und warf einen Feuerbrand durch das goldene Fenster in den Tempel. Er zündete; die Flammen griffen um sich, und in kurzer Zeit brannte der Tempel lichterloh, daß an ein Löschen nicht zu denken war. Da stieg die Wut und Verzweiflung der Juden aufs höchste. Der ganze Tem⸗ pelberg ward ein Leichenhaufen. In wenigen Stunden lag der Tempel in Asche. 6000 Weiber und Kinder, die ein falscher Prophet auf die flachen Dächer des Tem⸗ pels, als auf eine sichere Burg, geführt hatte, kamen in den Flammen um. Und das geschah am 10. August des Jahres 70 nach Christi Geburt. Da Titus sah, daß der Tempel,„das Prachtstück des römischen Reichs, wie er ihn nannte, zerstört war, gab er Befehl, nun auch die ganze Stadt niederzubrennen und dem Erdboden gleich zu machen. Nur drei Mauertürme sollten stehen bleiben, aus denen die Juden zuletzt selbst geflohen waren, und die so fest waren, daß Titus, als er sie besichtigte, ausrief:„Gott selbst hat die Juden aus diesen Bollwerken getrieben, denn was hätten wir mit unsern Werkzeugen gegen solche Türme aus⸗ richten können!“ Der Befehl des Titus ward so pünktlich vollzogen, daß man, wie Josephus berichtet, bald nicht mehr glauben konnte, es habe hier je eine Stadt ge⸗ standen. Jerusalem ward zertreten von den Heiden und geschleift, und ward bein Stein auf dem andern gelassen. Mehr als eine Million und 300000 Juden sind in diesem Kriege getötet; 97000 sind gefangen und von diesen die einen gekreuzigt, die andern den wilden Tieren vorgeworfen, und die jungen Kinder als Sklaven verkauft. Von der Zeit an ist Israel ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Al⸗ tar, ohne Priester und ohne Heiligtum geblieben(Hos. 3, 4). Und der Herr hat das Volk zerstreut unter alle Reiche auf Erden(5. Mos. 28, 25). Und hat sie unter allen Heiden sichten lassen, gleichwie man mit einem Siebe sichtet Amos 9, 9). Und hat sie zu einem Sprichwort und Spott gemacht unter allen Völkern(5. Mos. 28, 37). Und hat ihnen ein bebendes Herz gegeben und verschmachtete Augen und eine ver⸗ dorrete Seele, daß sie unter den Völkern kein bleibendes Wesen haben und ihre Fußsohlen keine Ruhe finden G. Mos. 28, 65). Ihre Plagen sind wunderlich, groß und langwierig gewesen(5. Mos. 28, 59). Ihr Haus ist ihnen wüste geworden. Und das alles ist über sie gekommen darum, daß sie den Ratschluß Gottes von ihrer Seligkeit verachtet und, statt sich von dem verheißenen Heiland Jesu Chrifto sammeln zu lassen unter seine Flügel, ihn, den Sohn Gottes, verworfen und ge⸗ treuzigt haben. Und ihr Haus wird ihnen wüste gelassen werden, bis sie sprechen: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn(Matth. 23, 39). Der du dieses liesest, siehe dich wohl vor, daß du nicht auch den Sohn Gottes verachtest und mit Sünden kreuzigst. Schaue die Güte und den Ernst Gottes! Den Ernst an denen, die gefallen sind; die Güte aber an dir, sofern du an der Güte bleibest, sonst wirst du auch abgehauen werden(Röm. 11, 22). Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Conn onnabend 25. Dezemb. 26. Dezemb. 27. 28. 20. 30. 31. Dezemb. 1. Advent. Bibellesetafel.“) Morgens. Abends. Ev: Matthäus 21, 1—9. Ep: Römer 13, 1. Mose 3, 85. l. Mose 1⁴, „ 49, 8—-12. 4. 24, 18, 15—19. 2. 2 Sammehis 0, Jesaja 7, 10—14.P Fesaja 9, 11, Z—0 19912 14, 25, Psalm 24. 2. Aübnnt Ev: Lukas 21, 25—-36. Ep: Römer 15, Jesaja 35, 1—10. Jesaja 40, • 42, 1—9.» 49, „ 51, 4—-11. 52, 54, 7—13. 55, 57, 14—21. ö 61, 62, 6—12. Psalm 96. 3. Advent. Ev: Matthäus 11, 2—10.] Ep: 1. Korinther 4, Jeremia 23, 1—6. Lukas 4, ——— 51, 31—4.„ 1, * 33, 14— 26. 1, Hesekiel 34, 11—16.» 1„ 34, 23—31. Matthäus 1, 36, 22—27. Psalm 97. 4. Advent. Ev: Johannes 1, 19—28. Ep: Philipper 4, Daniel 7, 13-18. Daniel 9, Hosea 2, 14—23. Hosea 14, Joel 3, 1—5. Amos 9, Micha 4, 1—5. Micha 5, ö Zephanja 3, 14- 20. Haggai E. Sacharja 9, 8-10. Psalm 113. 1. Weihnachtstag. Ev: Lukas 2, 1—14. Ep: Titus 2, 2. Weihnachtstag. 2, 15—-20. Ep: Titus 2, Johannes 1, 1—18. 11. Johannis 2. Eyheser 1, 3—6. Psalm 2. Kolosser„ 9 45, Ebräer 1, 1—4. 90. Bonntag nach Weihnachten. Ev: Lukas 2, 33—-40. Ep: Galater 4, Jahresschluß. Ebräer 6, 11—20. Psalm 103. ) Herausgegeben von der Preußischen Haupt-Bibelgesellschaft. I. Jan Sonnt. Monto Dienst Mittw Donne Meita Sonna Sonnt Monte Diens Mittn Donn Freite Sonn Sonn Mon Dien Mith Dom Freit Som Som Mon Dien⸗ Mih Dom WMei Son Son Mor Dier Mit Don Frei + Sor Bibellesetafel. 137 Neujahr. Morgens. Abends. 4. Januar Ev: Lukas 2, 21. Ep: Galater 3, 23—29. 2. Matthäus 3, 1—12. Matthäus 3, 13—17 3. Johannes 1, 29—34.] Johannes 1, 35—51 4. 2, 13—25. 3, 22—-36. 5.—• 4, 1—14. 4, 15-26 Epiphanias. 6. Januar Ev: Matthäus 2, 1-12. Ep: Jesaja 60, 1—6. 142 Johannes 4, 2742. Psalm 126. Bonntag nach Neujahr. Sonntag CEv: Matthäus 2, 1323. Ep: 1. Petri 4, 12—19 Montag Pf Hint 8. Paalm 19. Dienstag 1 84. 80. Mittwoch 46.** 40. Donnerstag 11².* 32½. Freitag 85. 5. Sonnabend• 111. 1 3 1. Epiphanias. Sonntag Exv: Lukas 2, 41-52. Ep: Römer 12, 1—-6. Montag Lukas 4, 14—30. Matthäus 4, 12—25. Dienstag 4, 31—44. 5, 1-19. Mittwoch Matthäus 5, 27—48. 6, 1—18. Donnerstag ar. 5 19—17. Freita„„ 9, 917. Senhabend„ 9, 27—38. Psalm 29 2. Epiphanias. Sonntag Ev: Johannes 2, 1—11. Ep: Römer 12, 7-16. Montag Matti aus 10, 1—15. Lukas 7, 36—50. Dienstag 13, 31—35.„ 9, 57-62. Mittwoch 13, 44 52. 10, 38—42. Donnerstag• 15, 53—58. 11, 37—54. Freitag ö Johanmnes 5, 1—16. Johannes 5, 17-30. Sonnabend 5, 31—47. Psalm 38. 3. Epihenigs. Sonntag Ev: Matthäus 8, 113. Ep: Römer 12, 17—21. Montag Jes aia 1„ 1.18 Psalm 7. Dienstag ö 2, 1—19. 84. Mittwoch 5,, 86. Wn 25—12* 89 119 eita 2, 5281. 2 2.— Sonidend 26, 1321. 18, 1—20 4. Epiphanias. Sonntag Ev: Matthäus 8, 23-27. Ep: Römer 13, 8-10 Montag Jesasa 41, 114. Psalm 68, 1—12 Wütwt 1.——.9„ 125 ittwoch 11 1—8.• D 1 12—25. 3 7 5 Freita• 45, 12—25. 29. Sonnabend 49, 8—18. 12. ——————— Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Morgens. Ev: Matthäus Jesaja Hesekiel 9575 Ev: Matthäus Sprichwörter Prediger Psalm Ev: Matthäus Markus Matthäus Johannes Matthäus Ev: Lukas Matthäus Johannes * Ev: Lukas Johannes Matthäus Lukas Ev: Matthäus Lukas * Bibellesetafel. 5. Gpiphanias. Abends. 13, 24-30. Ep: Kolosser 3, 12—17. 58, 7—14. Jesaja 63, 7—16. 64, 1—12.U„ 65, 17—25. 66, 13—24. Hesekiel 31, 1—19. 36, 22—28. 44 1. 2. 8. 4. Pfalm 116. 6. Gpiphanias. 17, 1—9. Eyp: 2. Petri 1, 1071 8, 1—21.). Sprichwörter 9, 1—18. 2, 1—11. Psalm 119, 1—24. 119, 25—48. 119, 49—72. 115 73—96.• 119, 121144.— 1 19, 161·176. Beptuagesimä. 20, 1—16. Ep: 1. Korinther 6, 7—13. Matthäus 14, 22—33. IsneN 6, 35—51. 6, 61—71. 16, 1.. 17, 14—27. Pfalm Bexagesimä. 8, 415. Ep: 2 18, 1—11. Mathaus Korinther Matthäus 7, 1—10.] Lukas 7, 11—24. Johannes 7, 37—53. 8, 12—20. 8, 31—45. Psalm 18, 31—43. Ep: 1. Korinther 9, 1—9. Iohennes 9, 24—41. 10, 24—42. Lukas 11, 1—13. Matthäus 11, 37—-54. Lukas 12, 13—31.] Psalm Invoravit. 4, 1—11.]Ep: 2. Korinther 12, 32—40. Lukas 12, 49—-59. 13, 114— 15, 114.. E, 2 W. 18, 1—8. Pfalm 119, 97·120. 119, 145-160. 14. 9, 2410,5. 14, 1—12. 6, 22—34. 6, 52—-60. 15, 1—20. 16, 13—28. 138. 11, 19-12,9. 18, 12—22. 9, 51—56. 7, 25—36. 8, 1—11. 8, 21-30. 141. 13, 1—-13. 9, 10—23 10, 1—11 10, 21—24 11, 16—24 12, 112 91. 6, 1—10 2, 41—48 10, 10—17 14, 25—35 15, 25—32 17, 20—37 13. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerste Freitag Sonnaben Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst Freitag Sonnaber Sonntag Monag Dienstag Mittwoch Donnerst Weitag Sonnabe Sonntag Momag Dienstag MWiwo Donners Weitag Sonnab. Sonntag kontag Demda Mittwoe Donner Peitag Sonnal Sonnto Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Somnn onnabend Sonntag Bibellesetafel. 139 Neminisrere. Morgens. Abends. Ev: Matthäus 15, 21—28. Ep: 1. Thessalon. 4, 1—7. Johannes 10, 22—42. Markus 10, 1—16. üti 11, 11—6 Matthäus 19, 16—30. Matthäus 20, 17—28. 20, 29—34. Lukas 49, 1— 10. Lukas 19, 11—28. Johannes 11, 17—31. Johannes 11, 32—46. 11, 4757.¶ Psalm 121. DOruli. Ev: Lukas 11, 14—-28. Ep: Epheser 5, 1—9. Lukas 19, 29—40. Matthaus 21, 12—17. Markus 11, 11—19. Johannes 12, 20-33. Johannes 12, 34- 50. Matthäus 21, 23—33. Matthäus 21, 33-46. 22, 23—-33. 23, 1—12. 23, 13—28. * 23, 29—39. Psalm 14⁵. Lätare. Ev: Johannes 6, 1—15.Ep: Galater 4, 21—31. Markus 12, 41—44. Mat häus 24, 1—14. Matthäus 24, 29—36. 25, 14-30. • 26, 1—5. Lukas 22, 1-6. Lukas 22, 7—13. Edonme 26, 20—-29. 22, 24—38. 13, 12—30 Johannes 13, 31—38. Pfalm 26. Audira. Ev: Johannes 8, 46—59. Ep: Ebräer 9, 11—15. Johannes 14, 1—21. Johannes 15, 1—15. 15, 16—25. 17, 1—26. Matthäus 26, 30—46. Matthäus 26, 47—56. 26, 57—75. 27, 1—10. Lukas 23, 1—7. Lukas 23, 8— 12. Matthäus 27, 11—23. Psalm 69, 1—21. Palmarum. Ev: Matthäus 21, 1—9. Ep: Philipper 2, 5. Matthäus 27, 24—31. Lukas 3, 26-32. Lukas 23, 33—38.„ 23, 39—43. Johannes 19, 19-29. Psalm 22. Am grünen Donnerstage. 13, 1—15.] Ep: 1. Korinther 11, 23— Am Karfreitage. [Ev: Johannes Ev: Matthäus Matthäus Ev: Markus 27, 45—54. 27, 55—56. 1. Ostertag. 16, 1—8. Ep: 1. Korinther Ep: Jesaja Psalm 52, 13.53, 12. 16. 5, 6.8. Bibellesetafel. 2. Ostertag. Morgens. Abends. Montag Ev: Lukas 24, 13—35. Ep: Apostelgesch. 10, 34—41. II Dienstag Lukas 24, 36—47. Apostelgeschichte 13, 26—33. Mittwoch Johannes 20, 1-10. Johannes 80, 1118. Donnerstag 21, 1-14. 21, 15—19. Freitag 21, 20—25. Matthäus 28, 16—20. Sonnabend Lukas 24, 48—53. Psalm 133. Quasimodygeniti. Sonntag Ev: Johannes 20, 19—31. Ep: 1. Johannis 5, 4-10. Montag Apostelgeschichte 1, 12—26. Hiob 19, 23—27. Dienstag 2, 14— 28. Psalm 48. Mittwoch 2, 29—47.»„ 72. Donnerstag 3, 1—11..( 93. Freitag 3, 12—26. 95. Sonnabend 4, 1—18.„ 23. Misericordias Domini. Sonntag Ev: Johannes 10, 1216.] Ep: 1. Petri 2, 21—25. Montag Apostelgeschichte 4, 19—31. Psalm 98. Diensta 4,32—5, 11..» 99. Mittwo 5 5, 12—24.• 110. RN Donnerstag 5, 25—42.»„ 118, 14—29. Freitag• 6, 1—15.• 122. ‚ Sonnabend 7, 44 59. 66. —6-4 Iubilate. ö Sonntag Ev: Johannes 16, 16-23. Ep: 1. Petri 2, 11—20. FWEAN Montag Apostelgeschichte 8, 1—25. Psalm 132. Dienstag 8, 26—-40.» 139. Mittwoch 45 56. N Donnerstag 9, 23—31..„ 62. Sonnm 9, 32—43. Apostelgeschichte 10, 1—16. onnabend 10, 17-33. Psalm 147. Cantate. Sonntag Ev: Johannes 16, 5—15. Ep: Jakobi 1j„0 Montag Apostelgeschichte 11, 1—18. Apostelgeschichte 11, 19—-30. N Dienstag 12, 1—25. 15, 12. Mittwoch 13, 44-52. 14, 1—18. Donnerstag 14, 19—28.• 15, 1—20. reitag 16, 9—24.— 16, 25—40 0 onnabend• 17, 1—15. Psalm 00. Rogate. Sonntag Ev: Johannes 16, 23-30. Ep: Jakobi 1, 22—27. Montag Apostelgeschichte 17, 16—34. Apostelgeschichte 18. 1—28. Diensta 19, 1—20. 19, 21—40 Mittwo 20, 1—-16. Psalm 47. Am CTage der Bimmelfahrt Christi. Donnerstag Ev: Markus 16, 14—20. Ep: Apostelgesch. 1, 1—11. Somar Apostelgeschichte 20, 17—38. Apostelgeschichte 21, 1-16. onnabend 21, 17—-39. Psalm 61. Sonntag Montag Dienstag Mittwock Donners Freilag Sonnabe Sonntag Montag Dienstae Mittwoe Donnert Meitag Sonnab Sonntag Montag Diensta Mittwo Donner Freitag Sonnal Sonnto Monta Dienste Mittwo Donner Peitag Sonna Sonnte Montae Dienste Mittwo Donnen Weitag Sonna Sonnt onte Dienst Mittw Donne —.2 Meita Sonne Bibellesetafel. 14¹ Exaudi. Morgens. Abends. Sonntag Ev: Johannes 15,26—16,4. Ey: 1. Petri 4, 8—11. Montag Apostelgesch. 21,40—22,22. Offenbarung 4. Dienstag 22,23—23,11. 1 e. Mittwoch · 23, 12—35. 2 Donnerstag 2⁴. 2, Freitag 25, 1—12. 2, I. Sonnabend 2⁵, 13—27. Psalm 5. 1. Pfingsttag. Sonntag Ev: Johannes 14, 23—31.] Ep: Apostelgesch. 2, 1—13. 2. P-ingsttag. Montag Ev: Johannes 3, 16—21. Ep: Apostelgesch. 10, 4248. Dienstag Apostelgeschichte 26. Offenbarung 2, 18—29. Mittwoch 27, 1—20. 3, 1—6. Donnerstag 27, 21—44.• 3, 7—13. Freitag 28, 1—15. 3, 14—22 Sonnabend 28, 16—31. Psalm 67. Trinitatis. Sonntag Ev: Johannes 3, 1-15.] Ep: Römer 11, 33-36. Montag 1. Mose 1, 1-31. Römer 1, 1—12. Dienstag 2, 16—25. 1, 13—23. Mittwo 3. 2, 1—16. Donnerstag 4, 1—16. 2, 1729. Freitag• 6, 5—22. 3, 1—20. Sonnabend 7. Psalm 49. 1. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Lukas 16, 19—31. Ep: 1. Johannis 4, 16—21. Montag 1. Mose 8. Römer 3, 21—31. Dienstag• 9, 8-29. 4, 1—8. Mittwoch• 11, 1—9. 4, 9—25. Donnerstag 13, 1—18. 5, 1—11. Freitag* 14, 8—24. 5, 12—21. Sonnabend* 15, 1-18. Psalm 104. 2. nach Trinikatis. Sonntag Ev: Lukas 14, 16—24. Ep: 1. Johannis 3, 1318. Montag 1. Mose 17, 1-16. Römer 6, 12—18. Diensta 18, 1-16. 7, 1—13. Mittwoch 18, 17—33. 7, 14—25. Donnerstag 19, 12—29. · 8, 1—11. Freitag 21, 1—21. 8, 24—30. Sonnabend• 22, 1-19. Psalm 6 3. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Lukas 15, 1-10. Ep: 1. Petri 5, 6—11. Montag 1. Mose 23. Römer 8, 31—39. Dienstag 24, 1—14. 9, 3. Mittwoch 24, 15—28..„ 9, 14—21. Donnerstag 24, 29—49. 9, 22—33. Freitag 24, 50—67. 10. Sonnabend 27, 1—-17. Psalm 63. 1 „ Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag in. onnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Zinna Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch A 8 eitag onnabend Sonntag Montag Dienstag Mittw Fa reitag Sembend Sonntag Montag Diensta Mittw Ianag itag Sonnabend Morgens. Ev: Lukas 1. Mose Ev: Lukas 1. Mose Bibellesetafel. 4. nach Trinitatis. 6, 36-42. Ep: Römer 27, 18— 29. Römer 27, 30- 45. 28, 10—22. 29, 1—-20.— 31, 1—18. 32, 1—21. Psalm 5. nach Trinitatis. 5, 1—11. Ep: 1. Petri 32, 22-32. Römer 33, 1—17. 35, 1—-15. 1. Korinther 37, 1—17. 37, 18—-36. 39. Psalm 6. nach Trinitatis. Ev: Matthäus 1 20—26. Ep: Römer 4 1. Mose Ev: Markus 1. Mose 0, 1—23. 1. Korinther 41, 1—24. 41, 25—43. 42, 18—38. Psalm 7. nach Trinitatis. 8, 1—-9. Ep: Römer 43, 1—15. 1. Korinther 43, 16—34. 44, 1—13. 44, 14—34. , 5.„ 45, 16—-28. Psalm 8. nach Trinitatis. Ev: Matthäus 7, 15—23. Ep: Römer 1. Mose 46, 1—7. 26—-34. 2. Korinther 47, 1—12.27-31.„ 48, 1—20. — 49, 29—50, 14. 50, 15—26. 2. Mose 1. 6—22. Psalm 9. nach Trinitatis. 16, 1—9. 5 1. Korinther 2, 1—10. 2. Korinther 2, 11— 25. 3, 1—-15. 4, 1—17.„ 5.* 6, 1—13. Psalm Abends. Sonnta Montag Diensta Mittwo Donner Freitag Sonnal Sonnta Montas Dienste Mittwo Donner Freitag Sonnal Sonnta Montag Diensto Mittwo Donnen Peilag Sonna Sonnt. Monta Dienst Mittw Donne Teitag Sonna Sonnt Monta Dienst Mittw onne Veia Sonne Sonn ont. Diens Mittn Donn WPeita Sonn Bibellesetafel. 143 10. nach CTrinitatis. Morgens. Abends. Sonntag Ev: Lukas 19, 41—48. Ep: 1. Korinther 12, 1—11. Montag 2. Mose 71 Galater 1, 1—10. Dienstag 14. 1, 11—-24. Mittwoch 12, 1—19.• 2, 16—21. Donnerstag 12, 29—42. 3, 1—14 Freitag 13, 17.—22. 4, 11—20 Sonnabend 14, 1—14.¶ Psalm 25. 11. nach Trinikatis. Sonntag Ev: Lukas 18, 9—14.Ep: 1. Korinther 15, 110. Montag 2. Mose 14, 15—31. Ganie 5, 1—15. Dienstag 15, 20—26. 6, 11—18. Mittwoch 16, 1—14. Epheser 1, 1—14. Donnerstag 16, 15—35.* 1, 15-23. Sonnd 17, 1—16.„ 2, 1—10. nnabend 19. Psalm 94. 12. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Markus 7, 31—37. Ep: 2. Korinther 3, 4—11. Montag 2. Mose 20, 1—19. Epheser 2, 11—22. Dienstag 24. 396725 3, 1—12. Mittwoch 32, 1—14.• 4, 7—14. Donnerstag 32, 15—35.• 4, 15—21 Freitag 5 33, 12—23.„ 5, 10—14 Sonnabend• 34, 1—10. Psalm 4. 13. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Lukas 10, 23—37. Ep: Galater 3, 15-—22 Montag 2. Mose 34, 27—-35. Epheser 6, 1—9. Dienstag 3. Mose 40. 11„ 6, 18—24 Mittwoch 4. Mose 12. Philipper 1, 12—21 Donnerstag 13, 17—34 1, 22—30 Freitag 14, 1—25.• 2, 12—18 Sonnabend• 14, 26—45. Psalm 30. 14. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Lukas 17, 11—19. Ep: Galater 5, 16—24. Montag 4. Mose 16, 1—19. Philipper 3, 1—16. Dienstag 16, 20—40. 4, 8—23. Mittwoch 16, 41—-50. Koloste 1, 1—8. Donnerstag 17, 1—11. 1, 15-29. Freitag 20, 11. 2, 1—15. Sonnabend 20, 14—29. Pfalm 39. 15. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Matthäus 6, 24—-34. Ep: Galater 5, 25—6, 10. Montag 4. Mose„1—9. Kolosser 2, 16—23. Dienstag 23, 16—24„ 3, 1—11. Mittwoch 5. Mose 31, 14—23 3,18—4, 1. Donnerstag 34, 1—12. 4, 2—18. Freitag Josua 1. Thessalonicher 1. Sonnabend* 3. Psalm 28. Bibellesetafel. 16. nach Trinitatis. —— Sonntag Ev: Lukas 11—17. Ep: Epheser Montag Josua 6, 1—21. 1. Thessalonicher Dienstag 7. ö Mittwoch 23.. Donnerstag 24 19.—55 N„.* Freitag* 24,—. i Sonnabend Richter 2, 8-23. Psalm 17. nach Crinitatis. Sonntag Ev: Lukas 1. 0 1—11. 22 Epheser Montag Ruth 5 Thessalomicher Dienstag 2. 2%— 4 1 Timotheus Donnerste Freitag 1. Samuelis 1, 1—2⁰0 5 Sonnabend 1, 212, 11. Psalm 18. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Matthäus 22, 34—46. Korinther Montag 1. Samuelis 3. 0 1. Timotheus Dienstag 4, 1—18. Mittwoch E e e Donnerstag 0 3—13.* Freitag 8. Sonnabend 9.1 Pfalm 19. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Matthäus 9, 1—-8. Eh: Epheser Montag. Samuelis 10,.„ Timotheus Dienstag 10, 17—27. 2. Timotheus Mittwoch 12. Donnerstag 15 10.— Freitag e Sonnabend 16, 1—13. Psalm 20. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Matthäus 22, 1—H4. Ep: Epheser Montag 1. Samuelis 16, 14—23. 2. Timotheus Dienstag 17,„ é Mittwoch 12. 20—⁷ a 17 Donnerstag 18— Titus Freitag 1— Sonnabend 19, 1—18. Psalm 21. nach Trinitatis. Sonntag Ev: Johannes 4, 47-54. Ep: Epheser Montag 1. Samuelis 24. 7 hilemon. Wiuwoch 41 1. Petri Mittwoch 659. 31. Donnerstag 2. Samuelis„12. Freit 5, 17—25. Treitag ö„ Sonnabend 6. Psalm Morgens. Abends. — V E — 8— * D ES- S Sonntag Montag Diensta⸗ Mittwor Donnere Freitag Sonnab Sonnta Montag Diensta Mittwos Donner Freitag Sonnab Sonntae Montag Diensta Mittwos 0 Donner Meitag Sonnal Sonnte Monta Dienst Mittwe Donne Veitag Sonna Sonnt Ronto D Dienst Mittr W D Donne Beita Sonno Sonnt Nont Dienst Mitt Donne Veih Sonne lesen, d Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Bibellesetafel. 22. nach Trinitatis. Morgens. Abends. Ev: Matthäus 18, 23—-35. Ep: Philipper 11 2. Samuelis 12, 1—14. 1. Petri, 12, 15—23.„ 5, 15, 1-14. 2. Petri 1, 16, 55.„ 2 18, 117. 2. 24. Psalm 744 23. nach Trinitatis. Ev: Matthäus 22, 15—22. Ep: Philipper 3, 1. Chronika 29, 110. 1. Johannis 1. 1. Könige 5. 3—15. 20 .— 2, „ 8, 22—30. 5 H 8, 54—66.* 4, „ 9, 19. Psalm 42. 24. nach Trinitatis.“) Ev: Matthäus 9, 18-26. Ep: Kolosser 1. 1. Könige 10, 1—13. 1. Johannis 5, 5 17, 1-16. Ebräer 2, Am Bußtage. Lukas 13, 1—-9. Pfalm 102². 1. Könige 18, 1—-16. Ebräer 8. * 18, 122. 4. 18, 30—46. Psalm 76. 25. nach Trinitatis.“) Ev: Matthäus 24, 15—28. Ep: 1. Thessalon. 4, 1. Könige 19. Ebräer 20• • 21, 1—19.* 6. 2. Könige 2, 114. 10, , I7. 10, 5, 1—-14. 12, * 6, 8—23. 570 138. 26. nach Trinitatis.“ Ev: Matthäus 25, 31—46. p 2. Thessalon. 1, 2. Könige 17, 1—23. Ebräer 42,* 18, 1—8. 155, 20. 13, 2³— Jakobi 4, 55, 22. 2, Klagel. Jerem. 3, 22—39. Psalm 149. 27. nach Trinitatis.) Ev: Matthäus 2˙0, 1.13. Ep: 1. Thessalon. 5, Offenbarung 2.— Jakobi 0 7, 9—17. 8. — 19, 1—9.* 4. — 20, 11—25. 5— * 21. Judã 42. — 22 Psalm 150. 3—11 1—7. 1—5. 1—14. 15—21. 17—21 1—14. 15—29. 1—12. 1—16. 9—14. 12—21 1—18 13—18 1—18. 19—39. 1—11. 3—10. 12.— 29. 1—14. 15—25. 1—15. 1—13. 1—11. 14—26. *) Von dem Sonntage ab, an dem das Totenfest gefeiert wird, werden di ie Leltionen ge⸗ lesen, die für die 27. Woche nach Trinitatis angegeben sind. Gebete. NN A. Virchengebete. 1. Allgemeines Rirchengebet. Ewiger, allmächtiger Gott! Wir beten dich in tiefster Ehrfurcht an und danken dir demütiglich für die unzähligen Wohltaten, womit du uns bisher ohne unser Verdienst und Würdigkeit an Leib und Seele reich gesegnet hast. Wir preisen dich insonderheit, daß du dein seligmachendes Wort und reinen christlichen Gottesdienst noch immer unter uns erhältst, obschon wir vor dir bekennen müssen, daß wir nicht getreu in deinen Wegen wandeln. So laß uns denn auch unser Gebet um alles, was unsre irdische Wohlfahrt betrifft, vor deinen heiligen Thron bringen. Walte mit deiner allmächtigen Gnade über dem deutschen Kaiser, über dem Regenten unsers Landes und seinem ganzen Hause, so auch über allen, die du deinen Völkern auf Erden zu Obrigkeiten gegeben hast. Segne unser gesamtes deut⸗ sches Vaterland, und beschütze seine Kriegsmacht zu Wasser und zu Lande. Er⸗ halte die ganze Christenheit bei der Wahrheit deines Wortes und beim lieben Frie⸗ I den. Gib daß(in unsrer Stadt und) in unserm Lande deine Ehre wohne, daß Güte und Treue daselbst einander begegnen, daß Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Laß dir zu dem Ende all unsre Schulen und Bildungsanstalten ganz besonders befohlen sein. Mache sie zu Pflanzstätten nicht nur nützlicher und heilsamer Kennt⸗ nisse, sondern auch christlicher Tugenden und Sitten. Wende Feuers⸗ und Wassersnot, Krieg und Seuchen, Mißwachs und teure ö Zeit in Gnaden von uns ab. Segne hingegen des Handwerkers Fleiß und des KIN dandmanns Arbeit mit fruchtbarem Gedeihen. Sei ein Vater der Witwen und Waisen, ein Helfer der Kranken und Notleidenden, ein Tröster der Vereinsamten, ö der Verstörten und Betrübten. Belebe unser aller Herzen mit dem Geiste der Lie⸗ be, damit wir einer für des andern Wohl gern und mit Freuden tun mögen, was einem jeglichen in seinem Stande möglich ist. Und da wir nur Fremdlinge und Gäste auf Erden sind und hieselbst keine bleibende Stätte haben, sondern dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, dar⸗ nach aber das Gericht: so hilf uns, daß wir dazu im Glauben und wahrer Gottes⸗ 0 furcht täglich uns vorbereiten und tun mögen das Werk, wozu du uns auf Erden berufen hast, dieweil es noch Tag ist, ehe denn die Nacht kommt, da niemand mehr wirken kann.— Zuletzt aber, wann dieses Leben vorüber ist und unser letztes Stünd⸗ lein kommt, dann steh uns bei mit deiner Kraft und hilf uns aus zu deinem himm⸗ lischen Reiche. Solches alles verleihe uns, o himmlischer Vater, durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herrn, in dessen Namen wir ferner also beten: Vater unser, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schul⸗ digern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. 2. Advent. Herr Jesu Christe, du Sohn des allmächtigen Gottes, wir danken dir von ganzem Herzen, daß du vom Himmel herab ins Fleisch gekommen bist und mensch⸗ liche Nat einigt, de und irdi Ziehe de Komm u dir bestä mit wir! leit dave heiligen Her begreifli so hoch wollen e bei deine Liebe un gesagt.L ausbreitt ten bekeh sich freue ben, Lei hilf uns genden! Geburt nießen z Engeln He und die keit. Wi gen wir Bost, d Herr, u den du gewesen auch he gesicht 0 damit v segnet beschlie freundl ste aller Al unseres ddanken ne unser eisen dich ttesdienst wir nicht Vohlfahrt uber dem n, die du ntes deut⸗ nde. Er⸗ ben Frie⸗ daß Gilte ch küssen. hesonders ier Kennt⸗ und teure und des hven und insamten, e der Lie⸗ ögen, was elbst kene rben, dar⸗ er Gotles⸗ auf Erden land mehr 165 Stünd⸗ em himm⸗ ben S Sohn A. Kirchengebete. 147 liche Natur angenommen hast. Du hast deine Gottheit mit unserer Menschheit ver— einigt, darum vereinige dich auch mit unserm Herzen. Zwar ist dasselbe fleischlich und irdisch, aber du kannst es durch deine Kraft himmlisch und göttlich machen. Ziehe denn in unsere Herzen ein und mache dir darin eine beständige Wohnung. Komm und hilf uns, daß wir durch wahren Glauben und ein gottseliges Leben dir beständig dienen mögen und allezeit in guter Bereitschaft erfunden werden, da⸗ mit wir bei deiner letzten Wiederkunft das Ende des Glaubens, der Seelen Selig⸗ leit davon bringen und dir samt deinem und unserm himmlischen Vater und dem heiligen Geiste Lob, Ehr, Preis und Dank sagen. Amen. 3. Weihnacht. Herr Jesu Christe, du Heiland aller Menschenkinder, wie sollen wir deine un⸗ begreifliche Liebe zur Genüge rühmen und preisen, daß du uns arme Menschen so hoch gewürdigt und als ein Mensch gleich wie wir, dazu arm und elend, hast wollen geboren werden, damit du uns von Sünde und allem Elend erlösen und bei deinem himmlischen Vater wiederum zu Gnaden bringen möchtest. Für solche Liebe und Demut sei dir, o gnädiger Heiland, ewiglich von uns Lob und Dank gesagt. Laß uns denn diese frohe Botschaft mit Worten und Werken immer weiter ausbreiten, daß die Schlafenden erweckt, die Unwissenden erleuchtet, die Verkehr⸗ ten bekehret und die Leidtragenden getröstet werden, daß die Elenden es hören und sich freuen.— Und weil du darum Mensch geworden bist, daß du durch dein Le⸗ ben, Leiden und Sterben unser Mittler und Versöhner bei Gott sein möchtest, so hilf uns, daß wir durch wahre Buße und festen Glauben in allen christlichen Tu⸗ genden leben, damit wir dieser großen Wohltat, die du uns durch deine heilige Geburt erworben hast, schon hier in diesem Erdental mit freudiger Zuversicht ge⸗ nießen mögen, bis wir dort in deinem Himmelreiche in ewiger Seligkeit mit allen Engeln und Auserwählten dich ohne Ende rühmen und preisen werden. Amen. 4. Jahresschluß. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge worden, und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewig—⸗ keit. Wir aber vergehen in der Zeit, und unser Leben fähret schnell dahin, als flö⸗ gen wir davon. Darum kommen wir zu dir, du unsere einzige Hilfe, unser ewiger Trost, denn deine Gnade weicht nicht, und der Bund deines Friedens fällt nicht, Herr, unser Erbarmer! Wir danken dir, o Gott, für allen Segen deines Wortes, den du in dem verflossenen Jahre uns reichlich zugewendet hast. Du bist uns nahe gewesen mit deinem Geiste, so oft wir in diesem Heiligtume versammelt waren, 390 heute, da wir zum letzten Male in diesem Jahre gemeinschaftlich dein An⸗ gesicht gesucht haben. Laß dein heiliges Wort in unseren Herzen bewahrt bleiben, damit unser Ausgang aus dem alten, und unser Eingang i in das neue Jahr ge⸗ segnet sei. Gib, daß wir das alte Jahr in ernster Stille, wie es Christen Lenen beschließen und das neue in deinem Namen beginnen. O Herr, laß dein Antlit alen h über uns leuchten, und schenke uns bei der Flucht unserer Tage die edel⸗ ste aller Gaben, deinen Frieden in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 5. Neujahr. Allmächtiger, gnädiger Gott und Vater, wir haben heute abermals ein Jahr unseres Lebens zu Ende gebracht und kommen vor dein heiliges Angesich t mit Loben und Danken, daß du uns in demselben dein väterliches Herz in guten und 10* 148 Gebete. in bösen Tagen genugsam hast erkennen lassen. Was wären wir ohne dich gewe⸗ sen, o Gott, in allen unseren Nöten und Gefahren, wenn deine gnädige Hand uns nicht beschirmet und errettet hätte. Verzeihe uns alle Sünde und Missetat. Fange mit diesem neuen Jahre an, uns aufs neue zu segnen. Erhalte uns dein reines Wort. Erbaue Kirche und Schule. Erleuchte alle Prediger und Lehrer. Stärke alle Regenten und Obrigkeiten. Segne alle Hausväter und Hausmütter. Regiere Kin⸗ der und Gesinde. Bewahre uns vor Krieg und Aufruhr. Wende ab Seuchen und Teurung. Beschere uns gedeihliche Witterung. Kröne das Jahr mit deinem Gute. Gib Friede im Lande, Freude unseren Herzen, Gesundheit unseren Leibern und erbarme dich aller deiner Menschenkinder. Du auch, o treuer Heiland Jesu Christe, sei gepriesen für alle die unzähligen Wohltaten, die du uns armen Sündern bisher erwiesen hast, bleibe auch in Zu⸗ kunft mit deiner erlösenden Liebe uns zugetan, daß wir deines teuren Verdienstes in Not und Tod uns getrösten mögen. O Herr, heiliger Geist, Lob und Preis sei dir gesagt für deinen Beistand, für deine Hilfe und tröstliche Leitung, die du uns hast erfahren lassen. Regiere uns auch ferner durch deine Gnade, daß wir die alte Sünde und Missetat mit dem alten Jahre ablegen, ein neugeborenes Herz in dieses neue Jahr mitbringen, hei⸗ lig und unsträflich vor dir wandeln, unsern christlichen Beruf wohl ausführen und endlich die Krone der ewigen Herrlichkeit erlangen mögen. Amen. 6. Epiphanias. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, wir danken dir von Herzen, daß du dich unserer Voreltern, die in der Finsternis des Heidentums wandelten, in Gna⸗ den angenommen und sie und uns zu deinem Reiche berufen hast. Erhalte uns ferner das helle Licht deines seligmachenden Wortes, als den einzigen und ge⸗ wissen Leitstern, der uns aus dieser dunkeln und verkehrten Welt zu deinem Him⸗ melreiche führen muß. Breite seinen Schein aus durch alle Lande und Finsternisse. Erleuchte unsere Herzen, daß wir demselben mit Fleiß folgen, unsern Heiland, Je⸗ sum Christum, der da ist das Licht und Leben der Welt, immer ernstlicher suchen und ihn in Wort und Tat freudig bekennen und ehren. Laß uns auch in dieser unserer Pilgrimschaft keine Mühe, Gefahr noch Unlust scheuen, sondern unserm Heiland und Erlöser in Not und Tod getrost nachfolgen, bis wir einst durch deine Gnade das vorgesetzte Ziel, deine himmlische Friedens⸗ und Freudenstadt errei⸗ chen werden. Bewahre uns inzwischen, wie du den Weisen aus dem Morgenlande getan, vor allen Anläufen des Teufels und der bösen Welt, damit wir unser wah⸗ res Vaterland bei dir sicher und unverrückt erreichen mögen, um deiner ewigen Liebe und Barmherzigkeit willen in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 7. Passionszeit. 1. O Herr Jesus Christus, der du uns armen verlorenen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wieder gebracht hast, wir danken dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und deinen seligmachenden Tod und bitten dich: Er⸗ halte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gib uns Gnade, die ewige Wohltat der teuren Erlösung mit dankbarem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe heißer, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger und beständiger wer⸗ den und blutigen Amen. 23 du der? Sühnop und bist worden. nes heil im Lebe tig gew wir soll Anfäng der uns bringen ewiglich Wi arme ve liges Jesu C Marter damit schwere Jünge ten Rid Fäustet und un nen gel Kreuz höchste Herz g du, ol6 Wund G Lob I uns ve tung u Lust in werder nem V und di werder sicht.! ich gewe⸗ and uns 1. Jange in reines tärke alle ziere Kin⸗ chen und em Gute. lbern und mzäͤhligen ch in Zu⸗ erdienstes stand, für giere uns t mit dem ngen, hei⸗ hren und u, daß du in Gna⸗ rhalte uns Mund ge⸗ mem Him⸗ insternisse eiland, Ne⸗ cher suchen in dieser n unserm durch deine stadt ervei otgenlande unser wah⸗ ner ewigen nen. adurch dein vorben 1nd d für deine R dich: Er⸗ Gnade die nen und i iher, in de ndiger wi A. Kirchengebete. 149 den und unseren Sünden absterben. Hilf auch, daß wir an unserm Ende deines blutigen Todes uns zur ewigen Seligkeit freuen und trösten, o Herr Jesus Christus. Amen. 2. Herr Jesus Christus, du Lamm Gottes, wir danken dir von Herzen, daß du der Welt Sünde getragen hast und durch dein Leiden und deinen Tod das Sühnopfer für uns geworden bist. Du hast dich in der Sünder Hände hingegeben und bist um unsertwillen verspottet, gegeißelt, mit Dornen gekrönet und gekreuzigt worden. Ach verleihe uns Gnade, daß wir durch die andächtige Betrachtung dei⸗ nes heiligen Leidens und Todes von Herzen gedemütiget, unter allen Anfechtungen im Leben und Sterben getröstet und zu dem Kampfe wider Sünde und Welt mäch— tig gewaffnet werden. Du hast uns, o lieber Heiland, ein Vorbild gelassen, daß wir sollen nachfolgen deinen Fußstapfen. Gib, daß wir im Aufsehen auf dich, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens, laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, auch einst des Glaubens Ende, der Seelen Seligkeit davon⸗ bringen und dich für deine unaussprechliche Liebe loben und preisen immer und ewiglich. Amen. 8. Rarfreitag Wir danken dir, o Jesu Christe, du heiliger, barmherziger Heiland, daß du uns arme verlorene Menschen ohne all unser Verdienst und Wurdigkeit durch dein hei liges Leiden und Sterben von der Sünde Macht und Fluch erlöset hast. O, Herr Jesu Christe, wie groß ist dein Leiden, wie schwer ist deine Pein, wie viel ist deiner Marter, wie bitter und schmerzlich ist dein Tod, wie unaussprechlich ist deine Liebe, damit du uns deinem himmlischen Vater versöhnet hast. Du hast am Olberge in schwerer Todesangst blutigen Schweiß vergossen, du bist verlassen von allen deinen Jüngern, du bist gebunden durch die Hände der Gottlosen, du bist vor ungerech— ten Richtern fälschlich verklagt, du bist verurteilt, verspeiet und verhöhnet und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen.— Um unserer Missetat willen bist du verwundet und um unserer Sünde willen bist du geschlagen.— Du bist gegeißelt und mit Dor⸗ nen gekrönet, du bist mitten unter die Übeltäter gerechnet, du bist als ein Fluch ans Kreuz gehänget, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, und in deinem höchsten Durst mit Essig und Galle getränket. Endlich ist dir im Todesschmerz das Herz gebrochen, und hast deine Seele gegeben in deines Vaters Hände. So hast du, o heiliger, gerechter Mittler, unsere Schuld bezahlet, auf daß wir durch deine Wunden geheilet würden. Für all diese Marter und Seelenpein sagen wir dir nun als deine Erlösten Lob und Dank, und bitten dich, daß dein heiliges, bitteres Leiden an keinem von uns verloren sein, sondern gib, daß wir uns dessen von Herzen wider alle Anfech⸗ tung unseres Gewissens trösten, auch dasselbe uns dazu dienen lassen, daß alle böse Lust in uns ausgelöschet, dagegen aber alle Tugenden eingepflanzt und gemehret werden, auf daß wir, der Sünde abgestorben, hinfort der Gerechtigkeit leben, dei⸗ nem Vorbilde getreulich nachfolgen, christlich leben, geduldig leiden, selig sterben, und durch den Tod mit dir zum ewigen Leben eingehen mögen, wo wir dich schauen werden nach allem Leide in deiner göttlichen Herrlichkeit von Angesicht zu Ange⸗ sicht. Amen.(O hilf Christe, Gottes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir dir stets untertan all Untugend meiden, Gebete. deinen Tod und sein Ursach fruchtbarlich bedenken, dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken. Amen.) 9. Ostern. Ewiger, allmächtiger Gott, himmlischer Vater, es freuen sich alle heilige En⸗ gel, es freuen sich alle deine Auserwählten, die dich kennen, es freuet sich auch unser Herz und unsere Seele, daß dein lieber Sohn, der um unserer Sünden willen ge⸗ storben war, heute von den Toten wieder auferstanden ist und alle unsere Missetat in seinem Grabe verborgen und versiegelt hat. Dafür danken wir dir nun von Grund der Seelen und bitten dich um solcher fröhlichen Auferstehung willen, du wollest uns aus dem Todesschlafe der Sünden mächtig auferwecken, daß wir alle unsere Lust und Verlangen zu dir hinauf in den Himmel haben mögen. Laß uns durch diese siegreiche Auferstehung unseres Heilandes allezeit fröhlich und getrost sein, daß Sünde und Tod getilget sind, und daß es nun mit uns keine Not mehr habe, wenn wir nur mit wahrem Glauben die Gerechtigkeit ergreifen, die dein lieber Sohn uns erworben hat. Darin erhalte uns gnädiglich, so lange wir hier zu leben haben, bis wir dermaleinst völlig zu dir kommen, dich von Angesicht zu Angesicht schauen und mit allen heiligen Engeln und Auserwählten ewig rühmen und loben werden. Amen. In Jesu, unsers auferstandenen Heilands Namen. Amen. 10. Bimmelfahrt. Herr Jesu Christe, du erhöheter Siegesfürst, Lob, Ehre, Preis und Dank sei dir gesagt, daß du nach erhaltenem fröhlichen Siege wider Sünde, Tod, Teufel und Hölle gen Himmel aufgefahren bist und dich zur Rechten deines himmlischen Vaters gesetzt hast, wo du als Haupt deiner Gemeinde dich unser in allen Nöten annimmst und als unser ewiger Hoherpriester treulich für uns bittest. Gib uns deine Gnade, daß wir mit unsern Herzen und Gedanken bei dir seien allezeit. Laß uns alle Eitel⸗ keit der Welt verachten und in steter Bereitschaft deiner herrlichen Wiederkunft war⸗ ten. Wir glauben und trösten uns nun festiglich, weil du, unser Haupt, gen Him⸗ mel gefahren bist, du werdest uns, deine Glieder, nicht immer im Elende zurück⸗ lassen, sondern dermaleinst sicher zu dir holen. So hilf denn, wenn die Zeit heran⸗ nahet, da du uns abfordern wirst, daß wir mit gläubigem Herzen, mit betendem Munde und mit fester Zuversicht auf dein heiliges Verdienst in Frieden fahren mögen. Bis dahin erhalte uns beständig bei deinem Wort und deinen heiligen Sakramenten, und gib uns durch deinen Geist Kraft und Stärke, alle Hindernisse unsrer Wallfahrt freudig und getrost zu überwinden. Tröste uns in aller Wider⸗ wärtigkeit, schütze uns wider alle Feinde und laß uns endlich mit erwünschtem Siege in deine ewige Herrlichkeit gelangen. Dir samt dem Vater und dem heiligen Geiste sei Lob und Preis gesagt jetzt und in alle Ewigkeit. Amen. 11. Pfiingsten. O Gott heiliger Geist, der du am heutigen Tage die Herzen der Apostel er⸗ füllet und durch sie deine heilige Kirche auf Erden gegründet hast, wir bitten dich herzlich, du wollest auch in uns wohnen und uns also regieren und führen, daß wir das Ende unsers Glaubens, der Seelen Seligkeit, davon bringen mögen. Du bist ein Geist der Lehre, unterweise uns in deinem heiligen Worte, daß wir das⸗ selbe wo über all in ns daß wir ein Gei schaffe bösen L den, la sein. D mütiget unserm des Sa uns all Gib un Sünde Seele i selig eir ohne Er keit wil V dir, das Macht machen uns ab sen did mel un uns m dein deiner uns re kommt gesicht Amen deine! erfüll segner unsre wach len, so Gepfl sapfe man Schu ilige En⸗ uch unser villen ge⸗ Missetat N Grund u wollst lle unsere ms durch tsein, daß be, wenn zohn uns n haben, t schauen werden. Dank sei eufel und en Voters amnimmst e Gnade, all CEitel⸗ unft war⸗ gen Him⸗ de zurüc⸗ eit heran⸗ helendem en fahten 1 heiligen indemisse er Wider⸗ temSitge gen Geist Iposte er⸗ bitten dich chren, daß bögen mir das A. Hirchengebete. 151 selbe wohl fassen und behalten mögen. Lehre uns unsern Gott recht erkennen und über alles fürchten, lieben und vertrauen. Du bist ein Geist des Gebets, so erwecke in uns eine heilige Begier, allezeit mit herzlicher Andacht rechtschaffen zu beten, daß wir damit durch die Wolken dringen und Erhörung finden mögen. Du bist ein Geist der Reinigkeit und Heiligkeit, reinige unser Gewissen von allem Bösen, schaffe in uns ein reines Herz und keusches Gemüt, daß wir allen Sünden und bösen Lüsten feind seien und in keine Sünde willigen. Du bist ein Geist aller Tugen⸗ den, laß uns als deinen Tempel mit allen christlichen Tugenden schön geschmücket sein. Du bist ein Geist der Freude und des Trostes, vertreibe bei uns alle klein⸗ mütigen Sorgen und mache uns freudig und getrost in aller Trübsal, damit wir unserm Heilande durch Not und Tod mit freudigem Mute folgen. Treibe von uns des Satans Schrecken und alle Anfechtungen; zumal an unserm letzten Ende, wenn uns aller menschliche Trost verläßt, da stehe du uns bei mit deinem göttlichen Troste. Gib uns alsdann ein freudiges Herz und versichere uns der Vergebung unsrer Sünden, der Gnade und Kindschaft Gottes, daß wir still und gottgelassen unsre Seele in die Hände unsers Erlösers befehlen und also auf sein heiliges Verdienst selig einschlafen, auch hernach in der ewigen Freude dich für alle deine Wohltaten ohne Ende rühmen und preisen mögen, Amen, um deiner Liebe und Barmherzig keit willen, Amen. i. 12. Trinitatisfest. O du heiliger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, wir danken dir, daß du dich durch dein heiliges Wort uns zu erkennen gegeben hast in deiner Macht und Herrlichkeit. Erhalte uns und unsern Nachkommen solche deine selig⸗ machende Erkenntnis. Laß uns bei derselben fest beharren und nichts von derselben uns abwendig machen. Wir loben dich, wir ehren dich, wir beten dich an und prei⸗ sen dich: Heilig, heilig, heilig ist unser Gott, der Herr Zebaoth; alle Lande, Him⸗ mel und Erde sind seiner Ehre voll. O Gott Vater, sei uns gnädig und erfreue uns mit deiner Liebe. O du Sohn Gottes, sei uns gnädig und erhalte uns durch dein Verdienst. O Gott heiliger Geist, sei uns gnädig, erquicke und tröste uns mit deiner heiligen Gegenwart. O du heiliger, dreieiniger Gott, sei uns gnädig, hilf uns recht glauben, christlich leben, geduldig leiden und endlich, wenn die rechte Zeit kommt, selig sterben, damit wir mit allen Engeln und Auserwählten dich von An⸗ gesicht zu Angesicht schauen und daselbst ewig lieben, loben und preisen mögen Amen, Herr Jesu, in deinem Namen, Amen. 13. Bagelfeier. Herr, allmächtiger Gott, du König Himmels und der Erden, der du durch deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früchten zierest und erfüllest; wir bitten dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest unser Land segnen, daß es seine Früchte gebe zu seiner Zeit; denn ohne deinen Segen ist alle unsre Arbeit umsonst. Gib vom Himmel her Regen und Sonnenschein, daß alles wachse und gedeihe. Schließe den Himmel nicht zu über uns um unsrer Sünde wil⸗ * len, sondern suche das Land heim mit deiner Fülle. Tränke seine Furchen, feuchte sein Gepflügtes, segne sein Gewächs. Kröne das Jahr mit deinem Gute, daß deine Fuß⸗ stapfen triefen von Fett, so werden die Wohnungen in der Wüste auch fett werden; die Hügel umher werden lustig sein, und die Auen werden prangen mit Korn, daß man jauchzet und singet.— So laß dir, o himmlischer Vater, in deinen gnädigen Schutz befohlen sein die liebe Saat und alle Früchte des Erdreichs. Bewahre sie 152 Gebete. in Frost und Hitze, in Regen und Ungewitter; bewahre sie vor Sturm und Hagel, vor Verheerung und allem Schaden. Behüte uns vor Mißwachs und Teuerung, vor Hunger und Kummer. Erhöre uns in deinem Himmel, und verlaß uns nicht um der Sünde willen deines Volkes; sondern versorge uns gnädiglich mit aller Not⸗ durft des Lebens, auf daß wir in allen Dingen deine göttliche Kraft und deine milde Hand mit Danksagung erkennen und dich preisen, der du uns reichlich ernährest an Leib und Seele, hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. 14. Erntedankfest. Herr Gott Himmels und der Erden, der du allein kannst geben Regen und fruchtbare Zeiten und die Herzen der Menschen erfüllen mit Speise und Freude, wir sagen dir Dank, daß du wiederum die Arbeit unserer Hände gesegnet und dies Jahr gekrönt hast mit deinem Gute, so daß wir mit fröhlichem Mute die Früchte des Feldes einsammeln konnten in die Scheunen. Darüber jauchzen und singen wir zu dir: Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns vom Mutterleibe an lebendig erhält und tut uns alles Gute. Preise, Jerusalem, den Herrn, und lobe, Zion, deinen Gott, der deinen Grenzen Friede schafft und segnet dein Land mit Wein und Korn und allerlei Frucht.— Segne und behüte nun, o getreuer Gott, alles, was du uns bescheret hast, daß wir es nach deinem Willen anwenden und in Frieden genießen mögen. Uns selber aber laß als leben⸗ dige Zweige deiner Pflanzung also leben, daß wir einst am Tage der Ernte durch deine heiligen Engel in vollen Garben als guter Weizen in deine Scheunen gesam⸗ melt werden. So wollen wir dir mit allen Heiligen ein fröhliches Danklied singen und deine Güte preisen in alle Ewigkeit. Amen. 15. Bußtag. Herr, Herr, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, wir liegen hier vor deinem heiligen Angesichte und dürfen unsere Augen nicht auf⸗ heben zu dir. Denn wir müssen uns schämen, daß wir so gesündigt haben, obschon du uns so väterlich den Weg des Heils gewiesen hast. Wir haben dich nicht geliebt über alles, und unsern Nächsten wie uns selbst. Wir haben gesündigt und sind von deinen Geboten abgewichen, also daß auch bei uns die Ungerechtigkeit hat überhand genommen, weil die Liebe in vielen erkaltet ist. Darum ist deine Hand schwer über uns, und wir finden keinen Frieden in unsern Herzen.— Aber, o heiliger und ge⸗ rechter Gott, wir erkennen und bekennen vor dir unsern großen Undank und un⸗ sere mannigfache Sünde, und wir bitten demütiglich, erzeige deine Barmherzig⸗ keit über uns. Denn du kenneft, was für ein Gemächte wir sind, du gedenkest daran, daß wir Staub sind. So vergib uns denn, o Herr, alle unsere Ubertretungen um deiner Güte willen. Gedenke nicht mehr unserer und unserer Väter Sünde, sondern gedenke unser nach deiner Barmherzigkeit, die da ewiglich währet. Du willst ja nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. O Herr, bekehre uns, so werden wir bekehrt, und laß uns nicht um unserer Untreue willen zu Grunde gehen. Hast du dich doch der kleinen Kinder zu Ninive einst erbarmt, daß du die Stadt nicht verderbtest; so laß nun unsere und der ganzen Christenheit Not dir zu Herzen gehen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm, sondern sei uns gnädig, Herr, und errette uns von der Hand aller, die uns hassen. Siehe deswegen an das Angesicht deines lieben Sohnes, unseres Mitt⸗ lers Jesu Christi, der erhöhet zu deiner Rechten für uns bittet und uns vertritt. Siehe und Le nedeite heit Ge löser, s nem N A gehen schen n bedenk wir da im Gl schrecke dem T gebrac daß w dern se sern, d daß sie du abr und al Helfer und le den e komm bösen tigkei vollen legtl senen erhal voris Wod taten nen ches aus Herz neu brav desh und Her; d Haggh rung, vor nicht um ller Not⸗ ine milde ernäͤhrest egen und Freude, und dies e Früchte d singen „der Uns erusalem, hafft und d behüte deinem ls leben⸗ nte durch n gesam⸗ ed singen nd Treue, nicht auf⸗ „obschon ht geliobt sind von überhand wer über und ge⸗ und un⸗ emherzig⸗ est daran, mgen um e, sondern willst ja , helehre Grunde aß du die A. Kirchengebete. 153 Siehe an sein heiliges Haupt, von der Dornenkrone zerrissen; siehe an sein Kreuz und Leiden, seine Marter und seinen Tod, und sei uns gnädig. Du auch, o gebe⸗ nedeiter Friedefürst, Herr Jesu Christe, habe du über uns und über die ganze Christen⸗ heit Gedanken des Frisdens und nicht des Leides, so wollen wir dich, unsern Er⸗ löser, samt dem Vater und dem heiligen Geiste, dafür von Herzen loben und dei⸗ nem Namen danken, daß er so lieblich ist, hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. 16. Tokenfeier. Allmächtiger, ewiger Gott, deine Jahre währen für und für, wir aber ver⸗ gehen in der Zeit, denn alles Fleisch ist wie Heu, und alle Herrlichkeit des Men— schen wie des Grases Blume; das Gras verdorret, die Blume fällt ab. Lehre uns bedenken, daß es ein Ende mit uns haben muß, daß unser Leben ein Ziel hat, und wir davon müssen, damit wir uns allezeit bereit halten und auf ein seliges Ende im Glauben warten. Laß des Todes Gedanken und seinen Stachel uns nicht er⸗ schrecken, sondern laß uns allezeit aufsehen auf unsern Herrn Jesum Christum, der dem Tode die Macht genommen und Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat. Erhalte uns durch deinen Geist im Glauben und bei gutem Gewissen, daß wir nicht säen auf das Fleisch, von welchem w ir das Verderben ernten, son⸗ dern säen auf den Geist, zu ernten das ewige Leben. Bei dem Heimgange der Un⸗ sern, die in dem Herrn sterben, gib uns zu erkennen, daß sie selig sind von nun an, daß sie zu dir kommen, wo nicht Leid ist, noch Geschrei, noch Schmerzen, und daß du abwischest alle Tränen von ihren Augen. Herr Gott, du schauest allen Jammer und alles Elend; die Armen befehlen dir ihre Sache, du bist der Witwen und Waisen Helfer. Erscheine mit deinem kräftigen Troste allen Angefochtenen und Betrübten, und laß sie samt ihren im Glauben entschlafenen Toten, die sie betrauern, mit Freu⸗ den einst gestellt werden vor dein Angesicht. Wenn aber unsre Zeit und Stunde kommt, so laß auch uns als deine Knechte im Frieden fahren. Behüte uns vor einem bösen, schnellen Tode, laß uns voll Glaubens und reich an Früchten der Gerech— tigkeit unsern Geist in deine Hände befehlen, und also unsern Lauf mit Freuden vollenden und das ewige Leben ergreifen. Amen. 17. Wochenbetstunden. Barmherziger Gott und Vater, nachdem wir abermals eine Woche zurückge— legt haben und in eine neue eingetreten sind, so danken wir dir für alle uns erwie⸗ senen Wohltaten. Du hast dein Wort und Sakrament unter uns rein und lauter erhalten, uns Ruhe und Frieden, auch tägliche Nahrung beschert. Du hast uns der vorigen Woche Tage und Plage gnädig überwinden helfen und lässest uns diese Woche mit Gesundheit und Freuden antreten. Für solche und alle anderen Gut taten sagen wir dir von Herzen Lob und Dank. Weil wir aber in der vergange nen Woche wider dich, Herr unser Gott, vielfältig gesündigt haben, so ist uns sol ches herzlich leid, und bitten wir alle um Gnade und Vergebung. Gib, daß wir aus der alten Woche keine alten Sünden mit in die neue nehmen. Gib uns neue Herzen und einen neuen gewissen Geist. Laß deine Gnade alle Morgen über uns neu aufgehen und erhalte uns bei deinem reinen Worte und bei dem rechten Ge brauche der heiligen Sakramente. Stärke auch mit Kraft aus der Höhe unsre Lan desherrschaft und alle christlichen Obrigkeiten. Fördere guten Rat und nützliche Tat und wende Krieg, Seuche, Teuerung, Feuersbrunst, Wassersnot und sonst alles Herzeleid in Gnaden von uns ab. Gib uns Friede und Gesundheit, auch Glück ——— 15⁴4 Gebete. und Heil zu unser aller Beruf und Stande. Und weil wir nun mit der neuen Woche unsre Amts⸗ und Berufsarbeit wieder antreten, so fange, o Gott, von neuem an, uns zu segnen. Laß uns das Werk, dazu du uns berufen hast, mit Freuden an⸗ greifen und führe durch deinen Segen alles, was wir in deinem Namen anfan⸗ gen, zu deiner Ehre, zu unserer und unseres Nächsten Wohlfahrt glücklich hinaus. Gefällt es dir aber, lieber Vater, uns in der angehenden Woche mit Kreuz und Trübsal heimzusuchen, so gib Geduld und mache uns das Kreuz nicht schwerer, als wir es tragen können. Hast du endlich über einen oder den andern unter uns be⸗ schlossen, ihn in dieser Woche durch den zeitlichen Tod aus dieser Welt abzufordern, so gib demselben hier ein seliges Ende, daß er dort ewig bei dir sei, und wir zuletzt insgesamt nach aller Mühe und Arbeit auf Erden bei dir im Himmel einen Sab⸗ bath nach dem andern in ewiger Freude und Herrlichkeit feiern mögen. Das ver⸗ leihe uns, o Gott, in des heiligen Geistes Kraft durch Jesum Christum. Amen. 18. Belstunde nach der Jeier des heiligen Abendmahls. Nun, mein Heiland, in deiner Kraft will ich hingehen, und was noch übrig ist, im Fleische zu leben, will ich nach deinem Willen zubringen. Weil es aber nicht in eines Menschen Kraft steht, wie er wandle oder seinen Gang richte, so gib du mir das Vollbringen. Regiere mich durch deinen heiligen Geist, laß deine Güte und Treue mich allewege behüten. Laß mich empfinden, daß du durch den Glau⸗ ben in mir wohnest, durch die Liebe in mir lebest und durch die Hoffnung mich täg⸗ lich stärkest. Gib, daß ich ohne Heuchelei in Sanftmut und Demut beständig ein⸗ hergehe, damit dein Leben an mir offenbar werde. Gib mir alle Tage neue Kraft, daß ich mich selbst verleugne, die Welt verschmähe, dein Kreuz auf mich nehme und dir beständig nachfolge. Gib mir Mut und Stärke, daß ich meinen Feinden getrost widerstrebe, die Werke des Teufels in mir beständig töte, auch die Welt und was in der Welt ist, als Augenlust, Fleischeslust und hoffärtiges Wesen, siegreich über⸗ winde. Laß mich in allen Stücken an dir, meinem Haupte, wachsen und fruchtbar sein in allen guten Werken. Vollführe du selbst das gute Werk, das du in mir an⸗ gefangen hast. Bleibe in mir und laß mich bleiben in dir; laß mich in deiner Liebe und Erkenntnis zunehmen, daß ich im Glauben bleibe, einen guten Kampf kämpfe, und durch den Tod zu dir in das ewige Leben dringe, wo Freude die Fülle und liebliches Wesen ist zu deiner Rechten ewiglich, da ich dann mit allen Auserwähl⸗ ten vor deinem Throne stehen und singen werde: Lob, Preis und Dank und Weis⸗ heit und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. B. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. 1. Vor der Beichte. Herr, du hast gesagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Auf solche deine Verheißung komme ich zu dir und glaube festiglich, ich werde nicht hinausgestoßen werden. Ich komme aber, weil ich mühselig und beladen bin. Es drückt und beschweret mich der Sünden Last, welche ich in demütiger Beichte vor deinem Angesicht niederlege. Ach Vater, ich habe gesündigt in den Himmel und vor dir, ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Kind heiße. Du aber bist gnä⸗ dig und barmherzig und von großer Güte. Darum trete ich mit gläubiger Zuver⸗ sicht zu deinem Gnadenstuhle und begehre demütiglich Gnade. Erlaß mir, o Gott, was ich dir schuldig bin, ich kann nicht zahlen aus Unvermögen, du aber kannst es mit Magd) ren, un nes, de bin ein schlage Bestär ligkeit genom Ohren mens. die Ar und de höre e sein. meiner keit in ich mit michr daß ie deiner mein auf d aus d Gew deine mein Mor Mor einla kom sinde Aug dein See Ged mein daß Sün ank u Woche uem an, Iden an⸗ anfan⸗ hinaus. reuz und erer, als uns be⸗ fordern, ir zuletzt len Sab⸗ das ver⸗ Amen. 8. ch übrig ber nicht gib du ne Güte N Glau⸗ nich täg⸗ dig ein⸗ le Kraft, hme und getrost und was ich über⸗ ruchtbar mir an⸗ ler Liebe kämpfe, llle und zerwähl⸗ Id Weis⸗ llen. Lstoßen. xde nicht bin. 6 ichte vor mel und bist gna⸗ Zube 0 Oott, kannst B. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete. 15⁵ es mir erlassen aus Gnade. Geh nicht, ach geh nicht mit deinem Knechte(mit deiner Magd) ins Gericht. Rechne mir die Sünden nicht zu, die mein Gewissen beschwe⸗ ren, und verzeih mir auch die verborgenen Fehler. Siehe an das Blut deines Soh⸗ nes, dasselbe ist vergossen für die Sünde der Welt. Ich bin auch in der Welt und bin ein Sünder, darum ist es auch für mich vergossen. Ach Herr, du hast mich ge⸗ schlagen, verbinde mich; du hast mich zerrissen, heile mich. Gib mir Glauben und Beständigkeit, daß ich an deinem Tische ein würdiger Gast sei und in der Gottse⸗ ligkeit zunehme. Führe und regiere mich hinfort, daß ich das Gute, so ich mir vor⸗ genommen, ins Werk richten möge. Beuge das Herz zur Gottesfurcht, öffne die Ohren zum fleißigen Aufmerken auf dein Wort, die Lippen zum Lobe deines Na⸗ mens. Segne meine Arbeit, verleih Frieden im Hause und öffentlich, wende ab die Argernisse, behüte die Meinen und regiere all unser Tun, daß es dir angenehm und den Gläubigen heilsam sein möge. Höre mein Seufzen, o mein Gott, ja er⸗ höre es, daß ich in dir und du in mir sein und bleiben mögest. Amen. 2. Nach der Beichte. Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Denn da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Er hat meine Seele beim Leben erhalten, er hat meine Traurig⸗ keit in Freude verwandelt, er hat meine Finsternis licht gemacht. Darum freue ich mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster. Laß mich noch ferner vor deinen Augen Gnade finden. Weise mir, Herr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte. Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Erhalte meinen Gang auf deinen Fußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten. Rüste mich aus mit Kraft aus der Höhe und mache meine Wege ohne Wandel, damit ich Glauben und gut Gewissen behalte und in deiner Gnade bleiben möge. Das bitte ich um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, meines einigen Erlösers und Heilandes willen. Amen. 3. Morgengebet s am Abendmahlstage. Allmächtiger und barmherziger Gott und Vater, ich danke dir von Grund meines Herzens für deinen Schutz und Schirm in dieser Nacht und für den frohen Morgen, welchen du mich erleben lässest. Gelobt sei deine Barmherzigkeit, die alle Morgen neu ist und mich heute zu deinem Hause, zu deinem Altare beruft und einladet. O Herr, weil ich nun mit den Haufen, die da feiern, zu deinem Abendmahle kommen will, so bereite du mich selbst dazu. Willst du eine reine Wohnung in mir finden, so reinige und heilige selbst meinen Leib und Seele. Leite mich mit deinen Augen, führe mich mit deiner Hand zum Reichtum deiner Güte, tröste mich mit deinem Angesichte. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Erhalte mich in beständiger Andacht, bewahre mich vor bösen Gedanken, nimm mich in deinen besonderen Gnadenschutz und weiche nicht von mir. Heiliger Jesu, vereinige du dich an diesem Tage mit meinem Leibe und mit meiner Seele. Speise mich mit deinem Leibe, tränke mich mit deinem Blute, auf daß mein schwacher Glaube gestärkt und ich deiner Gnade, der Vergebung meiner Sünden und der ewigen Seligkeit versichert werde, daß ich als ein würdiger Gast an deinem Tische erscheine. 156 Gebete. Nun, Herr Gott Vater, sei mein Schutz und Beistand. Herr Jesu, sei meiner Seele Speise, Licht und Leben. Und du, Herr Gott heiliger Geist, erleuchte mich und erhalte mich in der wahren Heiligung, daß ich in dem Stande der Gnade, in welchen ich heute aufs neue trete, Zeit meines Lebens verbleiben möge. O Herr, hilf, o Herr, laß wohl gelingen. Deinem heiligen Namen sei Lob, Ehre und Dank gesagt immer und ewiglich. Amen. 4. Im Binzugehen zum Altar. O Gott Vater im Himmel, erbarme dich über mich und sei mir gnädig, dei⸗ nem Kinde, welches jetzt mit kindlicher Furcht zu deinem heiligen Altar kommt. Laß mich deiner himmlischen Mahlzeit genießen, wie du sie mir bereitet hast, näm⸗ lich zu meiner Seele Seligkeit. O Gott Sohn, der Welt Heiland, erbarme dich über mich und laß mich jetzt bei deinem heiligen Abendmahl ein dir angenehmer Gast sein. Gib mir, was du verheißen hast, nach deiner Wahrheit und laß mich nehmen, was mir von dir be⸗ schieden ist, zu meiner Gerechtigkeit. O Gott heiliger Geist, erbarme dich über mich und verleihe mir deine Gna— de, daß ich dieses heilige Sakrament würdig empfange, damit meinen schwachen Glauben stärke, mein kaltes Herz mit Liebe entzünde, mein blödes Gewissen tröste, meine Hoffnung erfrische, mein sündhaftes Leben bessere und darauf selig werde. O Herr hilf, o Herr, laß wohl gelingen. Amen. O Herr Jesu Christ, ich bin nicht würdig, daß du eingehest in mein sündi⸗ ges Herz, du weißt aber und erkennst meine große Armut und Not, darum ich von Herzen begehre deiner Gegenwart, zu speisen, zu trösten und zu stärken meine arme Seele. Sprich sie an mit Einem Wort, so wird sie gesund. Amen. Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 5. Beim Empfang des heiligen Abendmahls. Herr Jesu Christe, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. Herr Jesu Christe, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. 6. Nach dom Empfang des heiligen Abendmahls. Herr Jesu Christe, ich sage dir herzlich Lob und Dank, daß du mich jetzt aber⸗ mal so gnädig an deinem Tische mit deinem Leibe und Blute gespeist und getränkt hast, und bitte dich von Herzen, laß mir solches gedeihen zur Stärkung meines Glaubens, zur Besserung meines Lebens, zum Schirm meiner Seele und zu siche⸗ rer Geleitung aus diesem Jammertal in das ewige Vaterland. Bleibe in mir, daß ich ewiglich bleibe in dir. Amen. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen; du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 2 lich be gest, o ordne mit hi lischer Gib! entzü der to ruhig auch heit, Wad wir! ben, Nahs zu de liebte in de Leb Aber fan Untte am sitze wir i meiner chte mich nade, in O derr, ud Dank dig, dei⸗ kommt. st, näm⸗ nich jetzt was du n dir be⸗ ne Gna⸗ hwachen hewissen uf selig n sündi⸗ ich von me arme rechten rochten htaber⸗ getränkt meines zu siche in mir/ C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 15⁷ 7. Abendgebet am Abendmahlstage. Allmächtiger, ewiger Gott, der du allewege unsere Schwachheit ganz väter⸗ lich bedenkest und daher neben andern unzählbaren Wohltaten, die du uns erzei⸗ gest, auch die Nacht zur notwendigen Ruhe unsers müden Leibes gnädiglich ver⸗ ordnet hast, ich bitte dich von Herzen, verzeihe mir und allen denen, welche du heute mit himmlischer Speise und Trank begnadigt hast, alles, wodurch wir deiner himm⸗ lischen Güte nach unserer großen Schwachheit aufs neue unwert geworden sind. Gib uns, Herr, ein ernstlich Mißfallen aller unserer sündlichen Gebrechlichkeiten, entzünde in uns durch deinen heiligen Geist eine unauslöschliche Begierde nach der täglichen Besserung. Verleihe nun, o Herr und getreuer Vater, eine stille und ruhige Nacht in deinem Frieden mir und allen freudenmüden Menschen, sowie auch denen, die ohne deine besondere Gabe und Erhörung dieser Bitte vor Krank⸗ heit, Kummer, Herzeleid, Anfechtungen oder Leibesschmerzen nicht schlafen könnten. Wache du über uns, du getreuer Vater, erleuchte die Augen unsers Gemütes, daß wir nicht im Tode der Sünden entschlafen, sondern wachen im lebendigen Glau⸗ ben, welcher allezeit in der Lampe unsers Herzens brenne und seine notwendige Nahrung habe von dem Ole deines heiligen Geistes, auf daß, wenn du kommst zu der Stunde, die uns verborgen, dir aber allein bewußt ist, wir dir, unserm ge⸗ liebten Bräutigam, fröhlich entgegengehen und dann mit dir eingelassen werden in deinen himmlischen Freudensaal, wo du dich mit allen Gläubigen in ewiger Liebe, Freude und Seligkeit vereinigen und erfreuen wirst bei deinem ewigen Abendmahle. Amen. C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. a. Morgengebete. 1. Luthers Morgensegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der emp⸗ fangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemein⸗ de der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewi⸗ ges Leben. Amen. Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Abel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Fesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Ubel, daß dir all mein Tun und Leben wohlgefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib 158 Gebete. und Seele und alles in deine Hände; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Morgengebet am Sonnkage. Barmherziger, getreuer Gott, du ewiger Vater unseres Herrn Jesu Christi, der du mit deinem Sohne und dem heiligen Geiste regierest in Ewigkeit, wir sagen dir Lob und Dank für alle Wohltaten, die wir ohne Unterlaß von deiner milden Güte empfangen, daß du uns die ganze Zeit unsers Lebens, wie auch die vergan⸗ gene Nacht, so väterlich behütet und uns den heutigen Tag gesund hast lassen er⸗ leben. Insonderheit danken wir dir, daß du bei uns das helle Licht deines Evan⸗ geliums hast lassen aufgehen, bei welchem wir dich und deinen Willen recht erken⸗ nen und lernen mögen, wie wir christlich leben und selig sterben sollen. Wir bitten dich, gütiger Gott, du wollest solch Gnadenlicht des Evangeliums uns und unsern Nachkommen erhalten; und damit wir dein angenehmes Volk sein und bleiben kön⸗ nen, so vergib uns alle unsere Sünde und Missetaten um deines lieben Sohnes, unsers Heilandes Jesu Christi willen, und heilige uns durch deinen heiligen Geist ie länger je mehr, daß wir der Welt und allen weltlichen Lüsten von Herzen ent⸗ sagen und unsere Freude und Lust darin suchen, daß wir dir dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Offne unsere Ohren und Herzen, daß wir dein heiliges Wort mit Freuden hören, mit Fleiß erwägen und in reinem Herzen behalten, dich getrost anrufen und nicht allein diesen Tag, sondern auch alle übrigen Tage unsers Lebens von allen bösen Werken feiern, bis wir endlich zu dem ewigen Sabbathtag gelangen, da wir deine großen Taten mit allen Auserwählten, Engeln und Menschen, rühmen und preisen werden in alle Ewigkeit. Amen. 3. Morgengebet am Montage. Barmherziger, mildreicher Gott und Vater, in dieser Morgenstunde erscheine ich vor dem Throne deiner göttlichen Güte mit herzlichem Danke, daß du nach zu⸗ rückgelegter finsterer Nacht mich abermals gesund und frisch hast aufstehen lassen. O Vater, deine Hand hat mich geschützet, daß mich nichts hat betrüben oder be⸗ schädigen können. Damit nun ferner mein Mund deines Ruhmes und deines Prei⸗ ses täglich voll sei, so vergib mir alle meine Sünde und tu mir wohl. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend noch meiner Übertretung, gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen, und regiere mich heute, diese an⸗ gehende Woche und die ganze Zeit meines Lebens, daß ich in allem meinem Vor⸗ nehmen deinem Worte folge. Behüte mich, liebster Vater, vor der Versuchung des Satans und meines eigenen Fleisches und Blutes, daß ich nichts Ubles tue, noch wider dich sündige. Laß deine heiligen Engel mich auf allen meinen Wegen be⸗ hüten, daß ich vor allem Schaden väterlich bewahrt werde. Denn dir, o Gott, über⸗ gebe ich meinen Leib und Seele(mein Haus und Hof, mein Weib und Kind und alle die Meinen). Behüte, schütze und erhalte mich, daß sich kein Ubel zu mir nahe. Sei du mein Schild und Schirm, segne meinen Eingang und Ausgang und ver⸗ laß nicht, die deinen Namen kennen. Tröste alle Betrübte und Kranke. Hilf allen Notleidenden und Verlassenen. Und wenn auch eine trübe Unglückswolke nach deinem Willen über mich kommen sollte, so gib mir Geduld und Rat. Gesegne auch, liebster Vater, heute und die ganze Woche über meine Arbeit und Nahrung und die Werke meines Berufs, daß meine Mühe und Arbeit nicht verloren sei. Laß mich stets an dich gedenken, dich in meinem Herzen behalten und deine Furcht vor Augen Christi 0 gelobe nes H geistli lich,d deine hüten seine! daß i ewigl lich u mein Lob, Kran behüt liger! allen und der böse Christ, dir sagen milden vergan⸗ assen er⸗ 5Evan⸗ ht erken⸗ ir bitten d unsern ben kön⸗ Sohnes, en Geist zen ent⸗ eiligkeit daß wir Herzen übrigen rewigen Engeln erscheine nach zu⸗ lassen. oder be⸗ es Vrei⸗ nle nicht ner nach iese an⸗ em Vor⸗ ung des ue, noch egen be⸗ Huͤber⸗ ind und ir nahe. und ver⸗ il allen le nach ne auch, ung und sei. Loß rcht vor C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 159 Augen haben, daß ich christlich lebe und selig sterbe. Das verleihe mir um Jesu Christi, deines lieben Sohnes willen. Amen. 4. Morgengebet am Dienstage. Gelobet seist du, o Gott, mein Schöpfer, gelobt seist du, o Gott, mein Heiland, gelobet seist du, o Gott, mein höchster Tröster, der du mein Schild und Horn mei— nes Heils und mein Schutz bist und mich die vergangene Nacht wiederum vor allen geistlichen und leiblichen Feinden so väterlich bewahret hast. Ich bitte dich demütig⸗ lich, du wollest auch diesen Tag deine Göte über mich ausstrecken und mich mit deiner Barmherzigkeit erfüllen, auch vor Sünden und allem Übel gnädiglich be⸗ hüten. Umgib mich, o Herr, rings mit deinem Schilde, daß der böse Feind und seine Werkzeuge mir keinen Schaden zufügen können. Erhalte mich in deiner Furcht, daß ich nicht sündige, sondern dich herzlich liebe und dein Knecht(deine Magd) sei ewiglich. Verleih mir auch deine Gnade, daß ich die Werke meines Berufes treu⸗ lich und fleißig ausrichte. Gib dein Gedeihen zu meinem Amt und Stand, segne mein Brot und Wasser und richte all mein Vorhaben, Tun und Arbeit zu deinem Lob, auch zu meiner zeitlichen und ewigen Wohlfahrt. Wende von mir alle bösen Krankheiten und was mir an Seel und Leib schädlich sein mag. Insonderheit aber behüte mich vor einem bösen, schnellen Tode und vor allerlei Herzeleid. Dein hei⸗ liger Geist weiche nur nicht von mir. Dein guter Engel sei allezeit zwischen mir und allen meinen Feinden, daß sie keine Hand an mich legen können. Deine Gnade und Segen sei ewiglich ob mir. Amen. 5. Morgengebet am Wittwoch. O Herr Gott, Vater und Herr meines Lebens, ich danke dir von Grund meiner Seele, daß du auch in dieser vergangenen Nacht die Hand deiner väterlichen Barm⸗ herzigkeit über mich gehalten, mich durch den Schutz deiner heiligen Engel behütet hast und mich zu deinem Lobe wieder aufstehen lassen. Ich bitte dich durch Christum, deinen Sohn, laß mich dir diesen Tag zu gleicher Gnade, Liebe und Fürsorge be⸗ fohlen sein. Regiere mein Herz, Sinn und Gedanken, Worte und Werke durch dei⸗ nen werten und heiligen Geist, daß ich nichts Ubles tue. Leite mich auf ebner Bahn und laß mein Herz deinen Tempel und Wohnung sein. Ach Herr, allmächtiger Gott, du bist mein Vater, ich dein Kind; verlaß mich nicht, mein Heil steht allein bei dir. In deinem Namen, o Vater, fange ich alles an, gib, daß ich mein Werk in deiner Kraft vollbringe, für deinen väterlichen Beistand dir danke, mit dem, was mir deine Güte verliehen hat, mich kindlich begnügen lasse und nicht nach mehr oder nach Ver⸗ botenem trachte. Zieh mich von der Welt und ihrer Lust ab, ich begehre ihrer nicht. Sei du mir nur, mein Gott, nicht schrecklich in der Not, denn wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Du bist mir werter, als alle Schätze der Welt. Ach gib, daß ich dich, du süße Liebe, nimmermehr verlasse. Bleibe diesen Tag und allezeit bei mir. Nimm dich auch nach deiner großen Liebe aller Armen und Notleidenden, aller Bekümmerten und Trostlosen, aller Verlornen und Irren den, insonderheit deiner verlorenen Schafe aus dem Hause Israel an, sei das ewige Heil deiner Kirche und laß auch mich in derselben ein wahres und lebendiges Glied sein, daß, wenn ich aus diesem Leben scheiden soll, ich zu dir in den Himmel auf⸗ gehoben werde. Ach Vater, erhöre mich und gewähre mir meine Bitte, in dem Namen deines Sohnes Jesu. Amen. Gebete. 6. Morgengebet am Donnerstage. Wir loben, preisen und rühmen dich, wir danken dir, du Gott unserer Väter, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und uns von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Güte flehen wir: Sei gnädig über unsere Missetat und nimm an unser Gebet nach der Fülle deiner Erbarmung. Denn du bist unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott. Laß scheinen in unsere Herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte unsere Sinne, auf daß wir als am Tage ehrbarlich wandeln den Weg deiner Gebote und auch dermaleinst im ewigen Freudenlichte dich selig schauen mögen. Amen. 7. Morgengebet am Freitage. Herr Jesu, deine Liebe ist in der vergangenen Nacht mein Schild und Schirm gewesen. Ich danke dir für alle deine Güte, die du an mir armen und elenden Menschen so gnädig bewiesen, und bitte dich, zeige mir auch heute diesen Tag deine Gestalt, denn sie ist lieblich. Erfreue die Seele deines Kindes mit deiner heiligen Gegenwart. Stärke mich mit dem Beistande deines werten heiligen Geistes. Ver⸗ gib mir alle meine Sünde und Missetat, mit welcher ich bisher wider dich und deine heilige Liebe mißgehandelt habe, und regiere heute und allezeit mein ganzes Leben und meine Werke, daß ich nichts Böses tue, nichts Gutes unterlasse. Herr Jesu, stärke meinen Glauben, mehre meine Liebe zu dir und gib mir ein festes Ver⸗ trauen zu deinem heiligen Versöhnungsblute. Zeuch mich nach dir, so werde ich den Weg deiner Gebote nimmermehr vergessen. Herr Jesu, der du an dem heuti⸗ gen Tage deinen heiligen Leib in das Grab hast legen lassen, ach gib mir deine Gnade, daß ich meine Sünde tief vergrabe und sie nimmermehr über mich herr⸗ schen lasse. Sei mit mir in allen meinen Verrichtungen, laß sie wohl geraten, wenn sie in dir getan sind. Erbarme dich auch aller, die dir anhangen, und gib einem jeden sein täglich Brot und verlaß deine Gemeine nicht, deren Erzhirte du bist. Gib uns ferner die Süßigkeit deiner heiligen Liebe zu genießen, und wenn wir end⸗ lich am Ende unseres Lebens den Weg des Todes gehen sollen, so laß deinen Tod unser Leben und dein heiliges Grab unsere Ruhe sein, daß wir durch den Tod zum Leben eingehen. Erhöre uns, o Jesu, um deines Namens und um deiner Liebe illen. Amen. 09555151055 8. Morgoengebet am Sonnabend. Herr Gott, himmlischer Vater, in dieser Morgenstunde befehle ich dir meinen Leib und meine Seele in deine liebreiche Regierung, in deinen mächtigen Schutz, in deine väterliche Aufsicht und Treue. Laß mir und den lieben Meinigen heute nichts Ubles begegnen und keine Plage unserm Hause sich nahen. Laß deinen hei⸗ ligen Geist uns kräftig regieren und unser Herz zum kindlichen Gehorsam lenken, daß wir von den Wegen der wahren Gottseligkeit nicht abweichen. Segne mich heute an Leib und Seele, segne meinen Ausgang und Eingang, segne meine Haus⸗ haltung und Nahrung. Laß mir in allen meinen Geschäften und Vornehmen dein himmlisches Licht leuchten, deine Kraft mich stärken, deine Liebe mich dringen, daß ich in Gerechtigkeit wandle, meinen Taufbund stets vor Augen habe und meinem Nächsten mit aufrichtiger Liebe begegne. Gib, daß ich die Zeit, die ich noch zu leben habe, wohl und christlich anwende, zu deines herrlichen Namens Ehre, meines Näch— sten Dienst und meiner selbst Besserung. Gib mir auch die Gnade, daß ich mich meiner Sterblichkeit stets erinnere und meine Gedanken allezeit aus dem Zeitlichen in das und da deiner seliges A Du tul deiner er Vter, auem das dig Über armung. hott. Laß erleuchte hrbarlich denlichte dSchirm delenden Tag deine heiligen os. Ver⸗ dich und n ganzes sse. Herr tes Ver⸗ werde ich em heuti⸗ mit deine nich herr⸗ ten, wenn gib einem du bist wir end⸗ einen Tod Zod zum mer Nebe ir meinen n Schuh, gen heule einen hei⸗ m lenken, egne mich me Haus⸗ men dein ugen, daß 5 meinem ulbbe nes? läch⸗ ich MI geülche C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 161 in das Himmlische und Ewige richte. Und wenn ich dann meinen Lauf vollendet und das Ziel, welches du mir in Gnaden gesetzt, erreicht habe, so verleih mir nach deiner großen Barmherzigkeit um Jesu Christi willen ein sanftes, fröhliches und seliges Ende. Amen. b. Tischgebete. Por dem Elssen. Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort 1. Gesegn' uns, Herr, die Gaben dein, die Speis laß unsre Nahrung sein, hilf, daß dadurch erquicket werd der dürftge Leib auf dieser Erd. 2. Doch dies zeitliche Brot allein kann uns nicht g'nug zum Leben sein, dein göttlich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, Herre Gott! Hilf endlich auch aus aller Not! So preisen wir dein' Gütigkeit hier und auch dort in Ewigkeit. Mel. Schmücke dich. o liebe Seele. Speis uns, Vater, deine Kinder, tröste die betrübten Sünder, sprich den Segen zu den Gaben, die wir jetzo vor uns haben, daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, bis wir endlich zu den Frommen an die Himmelstafel kommen. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. Wir danken Gott für seine Gab'n, die wir von ihm empfangen hab'n, und bitten unsern lieben Herrn, er woll hinfort uns mehr bescher'n 2. Und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach, lieber Herr, du wollst uns geb'n nach dieser Zeit das ewge Leb'n! Nach dem Elsen. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wir danken dir, Herr Gott, himmlischer Vater, durch Jesum Christum, unsern Herrn, für alle deine Wohltat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. 11 .———.. Gebete. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du uns'r Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hat's nicht Not, du bist das rechte Lebensbrot. C. Abendgebete. 1. Luthers Abendsegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der em⸗ pfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schul⸗ digern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Abendgebet am Bonntage. Herr, allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich danke dir herzlich, daß du mich heute so gnädig behütet und Gnade verliehen hast, dein Wort zu hören, deinen Namen anzurufen und auch der leiblichen Ruhe und Erquickung zu genießen. Herr, wie groß ist deine Güte, die du uns armen Menschen erweisest. Vergib mir, o lie⸗ ber Vater, alle meine Sünde um Christi willen und regiere mich durch deinen hei⸗ ligen Geist, daß ich dem, was ich heute aus deinem heiligen Wort gelernt, in be⸗ ständigem Glauben, gottseligem Leben und fröhlicher Geduld fleißig und von Her⸗ zen nachkomme. Und gleichwie dein lieber Sohn, mein einiger Heiland Jesus Chri⸗ stus, an diesem Tage siegreich von den Toten auferstanden ist, also verleih mir Gnade, in einem neuen Leben vor dir zu wandeln. Ich bitte dich auch, lieber Vater, du wollest diese Nacht in deinen väterlichen Schutz nehmen meinen Leib und Seele und alles, was du mir gegeben hast, daß der böse Feind und seine Werkzeuge keine Macht an mir finden. Dein heiliger Geist erleuchte mich, daß ich dein nimmermehr vergesse. Deine allmächtige Hand erhalte mich. Dein heiliger Engel beschütze mich. Deine väterliche Güte segne und erquicke mich, damit ich morgen gesund und mit Freuden aufstehen und dir nach deinem Willen dienen möge. Und wenn ich im zeitlich daßich Herrli 5 Tag u Ich m unter Sünd lich be daß ie merst hat si. ich sch ob mi ich zu Mein Vater Herze und d Wekke tun n zuschl ersteh 0 unde geseh mein vong Nam habe. laßen bens mir, nis e in C heim laß d Jesu Oöttl. Sün zur9 habe der Erden. n, der em⸗ litten unter Hölle, am mel sitzed men wird, Gemeinde ein ewigeð Dein Reich hser täglich sern Schil⸗ dem Übel. it. Amen. inen lieben du wollest diese Nacht nd alles in e Macht an ich, daß du hren, deinen ießen. Herr, 0 mir/ollie⸗ denen hei lernt, in be⸗ nd von Her⸗ FNesus Ch⸗ verleih nit jeber Valen, hund Sele rlzeuge lene ij jmmermehr schudrn„ n un ich im C. Gebete für die tägliche häusliche Andacht. 163 zeitlichen Tode werde entschlafen sein, so gib durch die Auferstehung Jesu Christi, daß ich an jenem Tage fröhlich aus dem Tode wiederum hervorgehen möge zur ewigen Herrlichkeit. Amen. 3. Abendgebet am Monkage. Allmächtiger, treuer Gott, ich danke dir, daß du mich und die Meinigen diesen Tag über väterlich behütet und alles Unglück gnädiglich von uns abgewendet hast. Ich will mich nun in deinem Namen zur Ruhe begeben und auf meinem Lager unter deinem Schutze sanft entschlafen. Verzeih mir doch, lieber Vater, alle meine Sünden und Fehltritte, mit denen ich dich diesen Tag wissentlich oder unwissent⸗ lich beleidigt und erzürnt habe. Gib mir eine ruhige Nacht und einen stillen Schlaf, daß ich nicht erschreckt werde. Du Hüter JIsraels, der du weder schläfst noch schlum— merst, wache über mich. Bleibe bei mir, denn es ist Abend worden, und der Tag hat sich geneiget. Sei du in Finsternis meiner Seele helles Licht, daß ich mich, ob ich schon im Finstern schlafe, doch nicht fürchte. Laß meine Seele in dir ruhen, und ob mich der Tod erschleichen wollte, so erhalte mein Herz und meinen Geist, daß ich zu dir wache und dein sei im Leben und im Tode. Ich befehle dir auch all die Meinen, meine Freunde und Nachbarn, dazu auch Haus und Hof. Gib, o treuer Vater, eine stille, ruhige Nacht auch allen denen, die in Kümmernis, Krankheit, Herzeleid, Not und Anfechtung sind, die ohne deine wunderbare Hand vor Leibes und der Seele Schmerzen den Schlaf nicht finden. Behüte uns vor allem Übel. Wecke mich frühe sanft auf zu deines Namens Ehre und lehre mich deinen Willen tun nach deinem Wohlgefallen. Und wenn ich an meinem letzten Ende meine Augen zuschließe und selig in deiner Gnade einschlafe, so erwecke mich am Tage der Auf⸗ erstehung alles Fleisches fröhlich zum ewigen Leben. Amen. 4. Abendgebet am Dienstage. Allmächtiger, ewiger Gott, wie freundlich bist du denen, die auf dich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich diesen Tag so gnädiglich an⸗ gesehen, der ich doch alles Guten unwürdig bin, hast nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meiner Missetat. Das danke ich dir von ganzem Herzen. O Herr, laß dir angenehm sein, was ich diesen Tag in deinem Namen getan habe; vergib mir, was ich wider deinen göttlichen Willen gesündigt habe. Laß in mir nicht verlöschen das Licht des Glaubens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich überfallen die grausame Finsternis der Unwissenheit, des Unglau⸗ bens und der Verzweiflung, behüte mich vor der ewigen Nacht. Herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der Finster⸗ nis erhalten möge, denn du allein, mein Gott. Hilf uns, so wir wachen, daß wir in Christo wachen; behüte uns, so wir schlafen, daß wir in Frieden ruhen. Suche heim und regiere dieses Haus und vertreibe davon alle Schrecken des Feindes und laß deine heiligen Engel darin wohnen. Dein heiliger Segen bleibe über uns durch Jesum Christum, 5 Herrn. Amen. 5. Abendgebet am Mittwoch. Ich sage dir Dont. du wahres, ewiges Licht, daß du mich in dem Glanze deiner götllichen Gnade und deines Geistes in dieses natürlichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Laß nun, o Gott, der du die ann dem gebrechlichen Leibe zur Ruhe Lererdnel hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ruhen und Frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und 11⁴ 164 Gebete. Gedanken laß samt Händen und Füßen feiern, schweigen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Laß ja nicht mein träges Fleisch die arme Seele überwältigen, daß sie dein vergesse des Nachts. Dir befehle ich meinen Geist, o Hirte, zu treuen Händen; du hast ihn er⸗ löset, Herr, du treuer Gott. Laß mich von dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen Flügeln. Wenn Tag und Nacht sich scheiden, so wecke mich und verleihe mir wieder das Licht, darin ich hie wandeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. Höre und erhöre mich, der du nicht schläfst noch schlummerst, durch Jesum Christum. Amen 6. Abendgebet am Donnerstage. Herr Gott Vater, voll Gnade und Güte, der du Barmherzigkeit erweisest bis in das tausendste Glied, wie soll ich deinem Namen genugsam Ehre und Ruhm geben, daß du mich so herzlich geliebt und diesen Tag ohne allen Schaden und Ge⸗ fahr hast hinbringen lassen. Ach Vater, nimm an meiner Statt das vollkommene Opfer deines liebsten Sohnes Jesu Christi an und sei mir um seinetwillen auch ferner gnädig und barmherzig, denn ohne dich, mein Gott, bin ich in der Finster⸗ nis dieser Nacht verloren. Du aber bist mein Licht und starker Hort, nimm mich in deine Gnadenarme, o Gott, der du verheißen, meiner nimmermehr zu vergessen. Vergib mir meine Sünden und schaffe in mir einen neuen, freudigen Geist, daß ich allezeit in kindlichem Vertrauen zu dir rufe: Abba, lieber Vater! Deiner väter⸗ lichen Fürsorge übergebe ich auch diese Nacht meinen Leib, Seele und all das Meine. Wache über mich, daß ich vor allem Leid behütet in deiner Gnade wieder erwache und dich preise. Tröste auch in dieser Nacht alle Bekümmerten und Betrübten und laß allen, die den Namen deines Sohnes Jesu in wahrem Glauben anrufen, Hilfe widerfahren. Und weil der Schlaf ein Vorbote des Todes ist, so verleih mir, o gütiger Vater, deine Gnade und den Beistand deines Geistes, daß ich mich also bereite, daß ich am Ende meiner Tage zur ewigen Ruhe des Himmels aufgenommen werde. Erhöre mich und erbarme dich mein, o Gott, um der kräftigen Fürbitte deines Sohnes Jesu willen. Amen. 7. Abendgebet am Freitage. O Herr Jesu Christe, du geduldiges Gotteslamm und heiliges Sühnopfer für all meine Sünde, ja nicht allein für meine, sondern auch für der ganzen Welt Sünde, dir danke ich abermal von Grund meines Herzens, daß du mich an Leib und Seele durch deinen Schutz diesen Tag so väterlich behütet hast. Dich bitte ich, du wollest mir alle meine Sünden, so ich heute diesen Tag aus Schwachheit meiner verderb⸗ ten Natur und Anreizung des bösen Geistes getan habe, welche mein Herz und Gewissen sehr beschweren und drücken, gnädiglich verzeihen und vergeben. Und weil ich mich nun zur Ruh und Schlaf will niederlegen, wollest du deine Gnade über mich ausbreiten, daß ich darunter in Fried und Ruh diese Nacht mit dem Leibe schlafen, mit der Seele aber allezeit zu dir wachen möge. Laß mich also deiner herr⸗ lichen Zukunst zum jüngsten Gericht wahrnehmen und mit herzlichem Seufzen auf dich warten, bis ich dermaleinst gar zu dir selig von hinnen fahre. Dazu hilf mir, treuer Heiland, mit dem Vater und heiligen Geiste, hochgelobet in Ewigkeit. Amen. 8. Abendgebet am Sonnabend. Barmherziger Gott und Vater, ich sage dir von Herzen Lob und Dank, daß du dich meiner die Zeit meines Lebens so väterlich angenommen und mich diesen Tag üb Leibes! Sünde lich un bei dir auls de im Hit Arme ferner nimm wollt! — ligkeit sicht a Herr, 0 Seele unde zum zu m Chri letzt! fröhl zigle mit! trän du s⸗ alsd bin; lebe. volll hilf Wer und gege zen, im( unse hän zu dir, der fe. Laß ja rgesse des ast ihn er⸗ ch,schirme mich und ig wohnen rch Jesum weisest bis ind Ruhm n und Ge⸗ lkommene billen auch er Finster⸗ imm mich vergessen. Geist, daß mer väter⸗ das Meine. her erwache zübten und ufen, Hilfe r, 0 gütiger Iso bereite, men werde. 8h hnopfer für helt Sünde, und Selle du wollst ir verdeib⸗ n herz und geben. Und eine Gnade den Lelbe deiner heir⸗ Seuften auf gu hiñ m.⸗ gleit. Amen. D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 165⁵ Tag über und sonderlich die ganze Woche bis auf diese Stunde vor allem Unglück Leibes und der Seele gnädig behütet hast. Ich bitte dich ferner, du wollest alle meine Sünden, die ich heut und die ganze Woche wider dich und meinen Nächsten wissent lich und unwissentlich getan, durch deine Gnade, welche alle bußfertigen Sünder bei dir haben, zudecken und ihrer nimmermehr gedenken. Hilf gnädiglich, daß ich auts der alten Woche in ein neu christlich Leben trete, dir und allen Auserwählten im Himmel gefallen möge, und laß mich diese angehende Nacht in deine gnädigen Arme befohlen sein, daß ich sicher ruhen und schlafen, frisch und gesund zu deinem ferneren Lob wieder aufstehen möge; und wenn mein Stündlein vorhanden ist, nimm mich zu dir, Herr Jesu Christ, denn ich bin dein, und du bist mein, wie gern wollt ich bald bei dir sein. Amen. D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe und in allerlei Not. 1. Danksagung für Gottes Wohltaten. Ewiger, allmächtiger Gott, du bist mein Leben, meine Wohlfahrt, meine Se⸗ ligkeit, ich aber bin ein Staub der Erde und unterwinde mich, vor deinem Ange— sicht allhier zu stehen und dich zu loben. Verwirf mein armes Lobgebet nicht, o Herr, und nimm mein Dankopfer in Christo Jesu gnädig an. Du hast mich von Anfang meines Lebens bis auf diese Stunde an Leib und Seele gespeist und ernährt. Du hast mich vor unzählbaren Gefährlichkeiten Leibes und der Seele bewahrt oder daraus errettet. Du hast mich mit Langmut getragen, zum Wege meiner Seligkeit ohne Unterlaß und auf mancherlei Weise gerufen und zu meinem seligen Christenstande bekehrt. Das alles hast du mir getan um Jesu Christi willen, der sich allen meinen Schmerzen, Strafen und Schanden und zu⸗ letzt meinem Tode unterworfen hat, auf daß ich endlich bei dir in ewiger Seligkeit fröhlich sein könnte. Wie soll ich dir, o mein Gott und Vater, für alle deine Treue und Barmher⸗ zigkeit danken? Wie soll ich dir danken, Herr Jesu, der du mit deinem Verdienste, mit Leben und voller Genüge, ja mit dir selber den armen Sünder speisest und tränkest? Ich vermag allewege nichts Gutes, wie sollte ich danken können? Gib du selbst, o Herr, mir in meine Hände, was ich bin und habe, und verleih mir alsdann, daß ich zum schwachen Danke dir wieder übergebe und opfere, was ich bin und habe, und mein Opfer von deinem Altare nicht wieder raube, so lange ich (ebe. Dein heiliger Wille allein werde in mir, an mir und durch mich in allen Dingen vollbracht, und mein Leben zu deinem Preis vollführt, so lange es noch währt. Das hilf mir nach deiner großen Liebe. Amen. 2. Gobet um Gottes Segen in Beruf und Baus. O allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, dieweil du mit Worten und Werken genugsam bewiesen hast, daß du als ein getreuer Vater für uns sorgest, und hast uns gnädiglich zu Kindern angenommen und einem jeden seinen Beruf gegeben, darinnen er dir und dem Nächsten dienen soll, so bitten wir dich von Her⸗ zen, lieber Vater, gib Gnade, daß wir unsers Berufes fleißig wahrnehmen und im Gehorsam als deine treuen Kinder allezeit erfunden werden. Fördere die Werke unsers Haushaltens also, daß wir ja unsere Herzen nicht an die Güter dieser Welt hängen, noch jemand dadurch Argernis geben, sondern laß uns alle zeitlichen Gü⸗ 166 Gebete. ter und Gaben, so wir durch deinen Segen empfangen haben, in stillem Wesen mit täglicher Danksagung genießen und gebrauchen. Wollest auch von uns abwen⸗ den allen Müßiggang, unnötige Sorge der Nahrung und alles, was dir mißfällt, und bei uns und in uns fördern alles, was dir wohlgefällt, auf daß wir in all unserm Tun deinem Befehle nachgehen und alle Sorgen und Anliegen aus rech⸗ tem Glauben auf dich werfen. Denn du weißt alles, was uns mangelt und not ist; das wollest du uns gnädiglich verleihen. Amen. 3. Gebet der Eltern für ihre Rinder. Getreuer, lieber Gott und Vater, Schöpfer und Erhalter aller Kreaturen, wir danken dir von Herzen für die Kinder, die du uns durch deinen Segen gegeben hast, und bitten dich herzlich, weil du gesagt hast, du wollest deinen heiligen Geist geben allen, die dich darum bitten, begnade auch unsere armen Kinder mit deinem heiligen Geiste, der in ihnen die wahre Furcht Gottes anzünde, welche der Weis⸗ heit Anfang ist. Beselige sie mit deiner wahren Erkenntnis, laß sie in dem wahren seligmachenden Glauben und in aller Gottseligkeit aufwachsen und darin bis ans Ende verharren. Gib ihnen ein gläubiges, gehorsames, demütiges Herz, auch Weisheit und Verstand, daß sie wachsen und zunehmen an Alter und Gnade bei dir und den Menschen. Pflanze in ihr Herz die Liebe deines göttlichen Wortes, daß sie seien andächtig im Gebet und Gottesdienst, ehrerbietig gegen die Diener des Wortes und gegen jedermann, schamhaftig in Worten und Werken, treu und fleißig in Geschäften, verständig und glückselig in Verrichtungen ihres Berufes, richtig in allen Dingen, sanftmütig und freundlich gegen alle Menschen. Behüte sie vor allen Argernissen dieser Welt, sei ihr Schutz in allerlei Gefahr, daß sie nicht plötzlich umkommen. Laß uns ja nicht Unehre und Schande, sondern Freude und Ehre an ihnen erleben, daß durch sie auch dein Reich vermehret und die Zahl der Gläubigen groß werde, daß sie auch im Himmel um deinen Tisch her sitzen mögen als die himmlischen Olzweige und dich mit allen Auserwählten ehren, loben und vreisen mögen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Darauf bete den 127. und 128. Psalm Für die Früchte des Feldes: s. Uirchengebete 15.(Hagelfeier.) 4. Beim Beginn der Ernte. Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, der du fröhlich machst, was da webet, beide des Morgens und des Abends, bauest selbst das Land und segnest sein Gewächs: wir danken dir, daß du auch dieses Jahr unser Land heimgesucht hast und das Getreide wohl geraten lassen. Wir wollen nun deinen Segen einsammeln und bitten dich herzlich, du wollest uns dazu gute und bequeme Witterung verleihen, das Angesicht der Erde fröhlich machen und deine liebe Son⸗ ne scheinen lassen, damit unsere Früchte, vor allem Schaden behütet und zu ihrer Vollkommenheit gebracht, von uns in gutem Frieden fein trocken eingesammelt, mit Danksagung aus deiner milden Hand angenommen und zur Notdurft unsers Leibes in guter Gesundheit genossen werden. Du weißt, lieber Vater, daß wir des täglichen Brotes und deines Erdsegens hoch bedürfen, weil du es so geordnet, daß der Mensch vom Brote lebe und sein Herz damit stärke. Darum so gönne uns auch für dieses Jahr deinen gezeigten Segen, und wie du angefangen hast, uns zu seg⸗ nen, so segne uns noch ferner; gib uns unsere Speise zu seiner Zeit, tu deine milde m Vesen Sabwen⸗ mißfällt, wir in all aus rech⸗ t und not uren, wir gegeben gen Geist it deinem her Weis⸗ u wahren n bis ans erz, auch nade bei Wortes, e Diener treu und Berufes, . Behüte sie nicht eude und gahl der n mögen ben und eier.) fröͤhlich 4e Land ser Land n deinen bequenie ebe Son⸗ zu ihter sammell, st unsers wit de⸗ net, daß uns auch 6 u seh⸗ me milde D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 167 Hand auf und sättige uns mit deinem Gut. Herr, du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Höre auch jetzt unser Gebet und vernimm unser Schreien, auf daß wir dein väterliches Herz erkennen und dich für deine Wohltat loben und prei⸗ sen, so lange wir leben. Dazu hilf uns, du frommer Gott, und gib uns, was wir für uns selber nicht vermögen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Dankgebet nach der Ernte: s. Mirchengebete 14.(Erntedankfest.) 5. Um Geduld in Leidenszeiten. Allmächtiger, gütiger Gott, der du bist eine Stärke der Schwachen, ein Trost der Betrübten, eine Zuflucht der Verlassenen, eine Hilfe der Angefochtenen, ein Le⸗ ben der Slerbenden, ein Gott der Geduld und alles Trostes, du siehest, wie schwach, blöde und verzagt wir sind, und daß wir im Kreuze ohne deine göttliche Hilfe und Beistand nicht bestehen können. Deswegen rufe ich zu dir, wenn du mir Krank⸗ heit oder sonst Widerwärtigkeit nach deinem göttlichen Willen und Wohlgefallen zuschickest, du wollest mich darunter fest im Glauben und beständig in der Geduld erhalten. Verleih mir Gnade, daß ich deine väterliche Hand und Züchtigung mit sanftem Geiste und stillem Herzen ertragen möge. Gib mir Geduld in Leidenszeit, welche mir hoch vonnöten ist, und lehre mich, daß ich dir, meinem Gott, stille halte, wenn es mir übel gehet, damit ich die Trübsal nicht achte für ein Zeichen deiner Ungnade und in meinem Herzen nicht etwa wider dich murre oder sonst ungedul⸗ dig werde, sondern laß mich erkennen, daß, welchen du, Herr, lieb hast, denselben du auch zuͤchtigest zu seiner Besserung; denn die Trübsal bringt Geduld, Geduld aber bringt Erfahrung, Erfahrung bringt Hoffnung, Hoffnung aber läßt nicht zu schanden werden, und selig ist der Mann, den du, Gott, züchtigest. Darum soll sich niemand weigern der Züchtigung des Allmächtigen, denn du verletzest und verbindest, du zerschmeißest, und deine Hand heilet. Aus sechs Trübsalen wirst du mich erretten, und in der siebenten wird mich kein Übel rühren. So hilf nun, ewi⸗ ger, barmherziger Gott, daß sich meine Seele mit Geduld fasse und in gewisser Hoffnung unabgewendet stets an dir bleibe, auf daß ich mit kindlicher Zuversicht dein väterliches Herz, unter dem Kreuze verborgen, erkennen möge, mit allerlei Kraft mächtig gestärkt werde nach der großen Macht deiner Herrlichkeit, und mit aller Geduld und Langmut in aller Anfechtung und Widerwärtigkeit gewappnet stehe und fröhlich mit dankbarem Gemüte in aller Not samt allen deinen Gläu⸗ bigen dich preisen möge; auf daß, wie ich mit Christo Jesu, deinem lieben Sohne, allhier leide, also auch mit ihm zur ewigen Herrlichkeit erhoben werde. Amen. 6. In Anfechtungen. O mein Herr Jesu Christe, ich bitte dich von Grund meines Herzens, sprich mir diese Himmelsfreude allezeit in mein Herz und schreib sie an mit der goldenen Schrift des Glaubens in mein Gemüt, daß du mein Jesus, mein Heiland, mein Helfer, mein Erlöser, mein Gott und Herr seiest, damit ich als ein Kind Gottes und Erbe des ewigen Lebens in diesem Elend dich, den Brunngquell aller Freude und Trostes, allezeit in meinem Herzen trage, auf daß ich alle Anfechtung und Widerwärtigkeit mit fröhlicher Geduld überwinde, dem Teufel mit fröhlichem Glau⸗ ben widerstehe, mit fröhlicher Zuversicht bete, alle Mühseligkeit meines Berufs mit Freuden dulde und einmal, wann du willst, in fröhlicher Hoffnung ein seliges Ende nehmen möge. Amen. —.4.— Gebete. 7. In Kriegszeiten. Heiliger und barmherziger Gott, erzeige uns deine Gnade und hilf uns. Schwe⸗ re Wetter steigen auf, Kriegsgeschrei ist rings um uns her. Ach daß wir unter dem Toben der Völker deine Stimme hörten und deinen Geist uns strafen ließen! Mit Langmut hast du uns geschont und Geduld mit uns gehabt, aber wir sind über deine Güte um so sicherer geworden, haben deine Wohltaten mißbraucht, dein Wort vergessen, haben viel wider einander gemurrt, aber wenig für einander gebetet, haben mit unserer Weisheit, unserm Vermögen und Werk Götzendienst getrieben, statt auf dich allein unsere Hoffnung zu setzen. Aber nun kommen wir wieder zu dir, Herr, unser Gott. Laß uns eins werden in Erkenntnis unserer Sünde, daß wir auch eins werden im Vertrauen auf deine Erbarmung. Nimm von uns, Herr, jegliche Verschuldung, um Christi willen vergib uns unsere Sünde. Deine Gnade sei unser Trost, dein Friede unsere Kampfesrüstung. Sei eine feurige Mauer um unser Vaterland her und erzeige dich herrlich darinnen. Wächst die Not, so mache die Liebe brennender, daß sie rastlos einhergehe und den Verwundeten und Kran⸗ ken Pflege bringe, den Armen und Hungernden Obdach und Speise. Knüpfe dared die Trübsal neue Bruderbande, führe uns durch Kampf und Sieg zu neuen Sie⸗ gen deines Reiches und laß über unserm deutschen Vaterlande einen Frieden auf⸗ gehen, der deines Namens Ehre ist. Herr Gott, sei uns gnädig und erbarme dich über uns, erhöre unser Gebet um Jesu Christi willen. Amen. 8. In keurer Zeit. Ach Herr, du großer und gewaltiger Gott, reich über alle, die dich anrufen, wir bekennen dir von Grund unserer Herzen, daß wir die Teurung und Hungers-— not, 0 uns betroffen, mit unsern Lickralligen Sünden wohl verdient haben. Du, Herr, hast dich nicht unbezeugt gelassen, sondern uns viel Dues getan und bisher fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude. Wir aber haben für solche deine Wohltaten dir nicht gedankt noch gedient. Darum, o gerechter Gott, hast du uns billig solchen Segen entzogen und den Stab des Bro⸗ les zerbrochen. Ach Herr, sei uns gnädig und vergib uns unsere Sünden um Jesu Christi willen. Tu deine milde Hand auf und sättige uns wieder nach deinem Wohl⸗ gefallen. Suche das Land heim und wässere es und mache es fruchtbar; deine Brünn⸗ lein, Herr, haben ja Wassers die Fülle. Laß das Getreide wohl geraten, baue das Land und segne sein Gewächs, kröne das Jahr mit deinem Gute. Gott, der du rufen kannst dem, das nicht ist, daß es sei; der du dem Vieh sein Futter gibst, den jungen Raben, die dich anrufen, laß doch uns Menschen, die wir nach deinem Eben— bilde geschaffen, auf deinen Namen getauft, ja mit dem teuren Blute Jesu Christi, deines Sohnes, erkauft sind, nicht verschmachten. Erquicke uns doch wieder, denn unser aller Augen sehen auf dich. Herr Jesu, dich hat ja des Volkes gejammert, das nur etliche Tage bei dir verharrt uid Hunger gelitten hatte, so laß dich doch auch unser Elend jammern, die wir jetzt Teurung und Kummer leiden. Hebe doch wieder an zu segnen die Hände deiner Knechte, denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich. Verleih auch uns allen wahre, herzliche? Buße und regiere uns durch deinen Geist, daß wir deine väterliche Güte besser erkennen und deine Gaben und Wol hltaten mit größerer Dankbarkeit gebrauchen. Vor allen D Dingen aber speise uns mit dem geistlichen Brote deines heiligen Wortes zu unserere Selig⸗ leit und laß uns trachten nach dem, was droben ist, da Christus ist, damit wir dermal Amen. O — dienen Donne Augen die Ert wenn! uns ve Süunde willen deinen lieben bösen, Erhalt Hoffm Leben bis da nes gr weise dein R gen& Hand hast d daß u Gilte Mittl zen de inser und 9 bar e setzt, an ur beben legen merke muß, Wan Wun lich u kenne Schwe⸗ iter dem en! Mit ind über in Wort gebetet, etrieben, eder zu de, daß 16, Herr, e Gnade auer um so mache d Kran⸗ e durch len Sie⸗ den auf⸗ me dich anrufen, ungers⸗ en. Du, dbizher de. Wir arum, o 3 Bro⸗ un Jesu uWohl⸗ Brüͤnn⸗ ae das der du ibst, den NEben⸗ Christ, r, denn mmert, ich doch ebe doch ůst, das regiere d deine Dingen Selig⸗ mit Wir D. Daukgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 169 dermaleinst mit ihm seiner himmlischen Güter genießen mögen in alle Ewigkeit. —9333 9. Bei großem Ungewitter. O du großer und erschrecklicher Gott, dem Sturmwinde und Feuerflammen dienen müssen, der du auf den Wolken fährest wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Hagel und Blitzen auslässest, wir armen Menschen müßten ja in einem Augenblicke verderben, wenn du deine Donnerstrahlen auf uns gehen ließest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und beben, wenn du zornig bist. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen Uns vor dem erschrecklichen Prasseln deines Donners. Ach gedenke nicht unserer Sünden und Missetaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu Christi willen. Verfolge uns doch nicht mit deinem Wetter und zerschmettere uns nicht mit deinen Donnerschlägen; bewahre uns Leib und Seele, Haus, Hof, Vieh und die lieben Früchte auf dem Felde. Behüte uns vor grausamen Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Kleinmütigleit und ungläubige Furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren Glauben, herzliche Bußfertigkeit, fröhliche Hoffnung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das Ungewitter vorübergehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme dei⸗ nes grimmigen Zorns, womit du die Gottlosen dermaleinst in das höllische Feuer weisen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, samt deinem Sohne Jesu Christo und dem heili⸗ gen Geiste, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mögen. Amen. 10. Bei Sturm und Wasserfluten. Allmächtiger, großer und starker Gott, der du Himmel und Erde in deiner Hand hast, sieh doch an unsere große Not und Gefahr, darin wir jetzt schweben. Du hast die Winde mit Ungestüm ausgehen lassen und die Wasserfluten daherrauschen, daß uns bange ist, und unsere Herzen wollen verzagen. Ach halt ein, du Gott aller Güte und Barmherzigkeit, vergib uns unsere Sünden und Missetat, um unsers Mittlers und Fürsprechers Jesu Christi willen. Laß vor dich kommen das Seuf⸗ zen der Bedrängten, behüte die Schiffe und alle, die auf dem Meere fahren, mache unsere Dämme und Deiche fest, bewache unsere Häuser und Habe, laß die Gefahr und Angst gnädig vorübergehn. Du hast einst Noah in der großen Flut wunder⸗ bar erhalten und nachher den Regenbogen als Gnadenzeichen in die Wolken ge⸗ setzt, mache auch diesmal den verheerenden Fluten ein Ende und tu ein Zeichen an uns, daß es uns wohl gehe. Du hast dich Elias nach Sturm, Feuer und Erd⸗ beben in stillem, sanftem Sausen offenbart, laß auch jetzt den Sturm sich wieder legen und erquicke unsere bangen Herzen mit friedlicher Stille, daß wir deine Nähe merken. Herr Jesu Christe, du bist der Mann, dem Wind und Meer gehorchen muß, stille das Brausen des Windes und das Toben der Wellen. Sprich nur Ein Wort, so ist uns geholfen, so wollen wir dir danken um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Menschenkindern tust, und deinen Namen preisen hie zeit⸗ lich und dort ewiglich. Amen. 11. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue, wir er⸗ kennen deinen gerechten Zorn, welchen wir mit unsern Sünden wider uns erweckt Gebete. haben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi wil⸗ len. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsere Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Schwachen und Kranken. Sei bei ihnen in der Not. Reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde. Lehre uns hiebei alle beden⸗ ken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsere Seligkeit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Erhöre uns, erhöre uns, erhöre unsere Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. Darnach lies Psalm 90. 91. 12. Um ktägliche Bereitschaft zum Sterben. Ach lieber Gott und Herr, ich lebe und weiß nicht wie lange, ich muß sterben, und weiß nicht wann; du, mein himmlischer Vater, weißt es. Wohlan, soll dieser Tag loder diese Nacht und Stunde) die letzte meines Lebens sein, Herr, so geschehe dein Wille, der ja allezeit und allewege der beste ist. Nach demselben deinem hei⸗ ligen Willen laß mich allezeit bereit sein, in wahrem Glauben an meinen Erlöser Jesum Christum zu leben und zu sterben. Allein, mein frommer Gott, gewähre mir diese Bitte, daß ich nicht plötzlich in meinen Sünden sterben und verderben möge. Stelle sie mir in diesem Leben zu meiner Bekehrung unter Augen, damit sie mir nicht am jüngsten Tage zu meiner Verdammnis vorgestellet und zugerech— net werden mögen. Verleih mir, daß ich noch in der Gnadenzeit meine mannigfal⸗ tigen schweren Sünden erkenne, bekenne, sie von Herzen bereue, einen festen Vor⸗ satz fasse, mein Leben zu bessern, und auch Vergebung derselben von dir erlange. Alsdann, mein Gott, geschehe dein heiliger Wille; laß mich sterben, wann es dir ge⸗ fällt, nur gib mir ein sanftes und seliges Ende. Barmherziger Gott und Vater, der du bei deinem Leben geschworen hast, du wollest nicht den Tod des Gottlosen, sondern daß er sich von seinem bösen Wesen bekehre und lebe, Gott Sohn, der Welt Heiland, der du alle, die an dich glauben, bei deiner Wahrheit versichert hast, was sie den Bater in deinem Namen bitten werden, das wolle er ihnen geben, Gott hei⸗ liger Geist, der du unserer Schwachheit aufhilfst und wenn wir nicht wissen, was und wie wir erhörlich beten sollen, uns mit unaussprechlichem Seufzen vertrittst, erbarme dich über mich armen Sünder und laß diese meine Bitte Ja, Amen und erhört sein. In deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, du ge⸗ treuer Gott. Amen. 13. Gebete für ein krankes Rind. 1. Herr Jesu, du treuer und barmherziger Heiland, erbarme dich unser und die⸗ ses kranken Kindleins. Du hast einst das Kind des Königischen gesund gemacht, da sein Vater dich bat, und hast des Jairus Töchterlein vom Tode aufgeweckt; so wissen wir, daß du auch hier gnädiglich helfen kannst. Du guter Hirte, nimm dich in Gna⸗ den dieses deines elenden Schäfleins an. Es ist ja dein Eigentum. Du hast es in der heiligen Taufe angenommen und zu den Deinen hinzugetan; so ziehe doch die Hand nicht ab von dem, was dein ist. Herr, unser Heiland, wir möchten wohl die⸗ ses Kij es uns dich le aus di und zi weiger Glaub den al unser. gebore 2 Rufe chen d bitten und E bist ja nem K Kinde sie. S sen ha es bal undz Tod r es mi Amen über Ende und eõ mi OC ten h Herz UÜber wahr aller mit r aus Krar nen dir u nimi mein auf: hristi wil⸗ Grimm. re Sünde wir nicht rette uns. nͤen. Sei dich ihrer lle beden⸗ d Zittern lem Worte höxe uns, hochgelobt 1ß sterben, soll dieser so geschehe inem hei⸗ en Erlöser t, gewähre verderben gen, damit dzugerech⸗ nannigfal⸗ festen Vor⸗ ir erlange. n es dir ge⸗ und Vater, Gottlosen, u, der Well hast, was „ Gott hei⸗ vissen, was n vertritks, Amen und het du ge ser und di⸗ gemacht du owssen ich in— ast 6 — doch die n wohl di⸗ D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 17¹ ses Kindlein noch behalten. Ist es ihm und uns gut, daß es länger lebe, so schenke es uns noch einmal und verleih ihm wieder Kraft und Gesundheit, so wollen wir dich loben für deine Treue und Gnade. Hast du aber beschlossen, dies Kindlein aus dieser argen und sündhaften Welt abzurufen und zu deinem ewigen Frieden und zur Schar deiner Auserwählten heimzuführen, so geschehe dein Wille. Wir weigern uns des Kreuzes nicht, das du uns auflegen willst. Stärke nur unsern Glauben und gib uns den Geist der heiligen Stille, daß wir aus deinen treuen Hän⸗ den alles dahinnehmen, es gefalle uns oder gefalle uns nicht. Herr, erbarme dich unser. An dein Herz und in deine Hände legen wir dies Kindlein, so ist's wohl⸗ geborgen und selig in Zeit und Ewigkeit. Amen. 2. Allmächtiger, barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! Du hast gesagt: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Auf sol chen deinen Befehl und gnädige Verheißung kommen wir zu dir in unsrer Not und bitten dich demütiglich für unser liebes krankes Kind. Siehe an seinen Jammer und Elend und erbarme dich. Nimm es in deine Gnadenarme und hilf ihm. Du bist ja dieses Kindleins rechter Vater, denn du hast es in der heiligen Taufe zu dei nem Kinde angenommen. Darum erbarme dich seiner, wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt. Laß dir seine Angst und Schmerzen zu Herzen gehen und lindere sie. Stärke es durch deine Kraft, und wofern du ihm sein Leben zu fristen beschlos⸗ sen hast, so schaffe Rat und gute Mittel und gib dazu dein göttliches Gedeihen, daß es bald genesen möge. Willst du es aber von diesem zeitlichen Jammertale erlösen und zu dir in den Himmel nehmen, ach so schenke ihm einen sanften und seligen Tod und fasse seine Seele in deine Hand, da sie keine Qual anrühren wird, damit es mit allen Gläubigen und Auserwählten dich ewiglich loben und preisen möge. Amen, in Jesu Namen, Amen. 14. Gebete eines Rranken. 1. O Herr, himmlischer Vater, du bist ja ein getreuer Gott und lässest niemand über sein Vermögen versucht werden, sondern schaffest, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß wir sie ertragen mögen, ich bitte dich in meinen großen Nöten und Schmerzen, laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden. Stärke mich, daß ich es mit Geduld ertragen möge und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr verzage. O Christe, des lebendigen Gottes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelit⸗ ten hast und endlich für meine Sünde gestorben bist, zu dir rufe ich aus meines Herzens Grunde: Erbarme dich über mich sündigen Menschen, vergib mir alle meine Übertretungen, die ich in meinem ganzen Leben begangen habe. Erhalte mich im wahren Glauben bis an mein Ende. O Gott heiliger Geist, du wahrer Tröster in aller Not, erhalte mich in der Geduld und herzlichen Anrufung Gottes, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Leite mich aus diesem Fammertale in das rechte Vaterland. Amen. 2. Herr Jesu Christe, du hast deinen Boten zu mir geschickt, nämlich diese meine Krankheit, und mich zur Buße ermahnen lassen. Siehe, mein Herr, ich erkenne dei⸗ nen gnädigen Willen, bin gehorsam und bekehre mich zu dir. Mein Gott, ich sende dir wieder einen Boten, nämlich mein armes Gebet und mein Seufzen. O Herr, nimm mein Flehen an und laß meine Seufzer vor dich kommen. Gexfällt dir's, mein Erlöser, und ist mir's gut und selig, daß ich leben soll, wohl, so richte mich auf und hilf, daß es ein neues, gesundes, christliches Leben sei bis an mein Ende. 172 Gebete. Gefällt dir's nicht, daß ich lebe, sondern soll dies das Ende sein, wohl, so sei es ein seliges Ende. So komm, Herr Jesu, bald und nimm meine Seele in deine Hände. Amen. 3. O allmächtiger, starker Gott, der du bist gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue, vergibest Sünde und Missetat, zu dir rufe ich, du wollest mir alle meine Sünde aus Gnade verzeihen und meine Seele wider alle Anfechtung stärken und erhalten. Komm mir zu Hilfe und stehe mir bei, daß der Glaube in mir nicht wanke, die Hoffnung nicht verzage, die Liebe nicht erkalte, menschliche Schwachheit vor Schrecken des Todes nicht versinke. Und wenn mein Stündlein kommt, so laß mich in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen. An diesen Heiland glaube ich und auf ihn hoffe ich. Ach Herr, laß mich nicht zu schanden werden, denn du bist meine Hilfe und Stärke. Siehe mich an mit den Augen deiner Barmherzigkeit und wende zu mir deine väterliche Huld, durch Jesum Christum, deinen Sohn, der mit seinem heiligen Leiden und Sterben uns eine ewige Erlösung erworben hat. Amen. 15. Dankgebet eines Genesenden. Herr, mein Gott, mein Trost, mein Erretter, mein einiger Nothelfer, dir danke ich von Grund meines Herzens für deine unaussprechlichen, vielfältigen Wohl⸗ taten, die du mir armen Sünder erzeiget hast, sonderlich aber, daß du in meiner großen Not, Krankheit und Elend mich in Gnaden angesehen, mein Herz gestärkt, mein Gebet erhört und mir so väterlich wiederum aufgeholfen hast. Ich danke dir, Herr, daß du zornig über mich gewesen bist, und dein Zorn sich so gewendet hat, daß du mich nun wiederum tröstest. Ach wie gut ist mir es, daß du mich gedemütigt hast. Du hast, o lieber Vater, mich gezüchtigt, damit ich nicht mit der gottlosen Welt verdammt werde. Um Trost war mir sehr bange, aber, Herr, du hast dich meiner Seele herzlich angenommen, wie soll ich dir vergelten all das Guie, das du an mir getan hast? Ich will dir danken mein Lebelang und deinen Ruhm verkündigen für und für. Da ich dich, Herr, suchte, antwortetest du mir und errettetest mich aus meiner Not. Du verlässest die nicht, die dich suchen. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Du bist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilfst denen, die zerschlagene Gemüter haben. Ach mein Gott, verleihe mir eine herz⸗ liche, beständige Buße durch die Kraft des heiligen Geistes um Jesu Christi willen, damit ich hinfort nicht mehr sündige, auf daß mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern daß ich mich mein Lebelang vor solcher Betrübnis meiner Seele hüte. Be⸗ schütze mich auch hinfort durch deine heiligen Engel, daß sie mich bewahren auf allen meinen Wegen. Und dieweil ich doch endlich dieses Leben werde lassen und sterben müssen, so erhalte und vermehre in mir den wahren seligmachenden Glau⸗ ben, Gottesfurcht, Geduld und Trost, damit ich ritterlich kämpfen, selig überwin⸗ den und fröhlich in dein himmlisches Reich eingehen möge, dich, o Vater aller Barmherzigkeit, samt deinem Sohne und heiligen Geist, den einigen wahren Gott, ewiglich zu preisen. Dir, o allerhöchster Gott, sei Lob, Ehre und Dank gesagt in alle Ewigkeit. Amen. 16. Um Geduld in langwieriger Krankheit. O Herr Jesu Christe, der du in den Tagen deines Fleisches in höchster Ge⸗ duld all dein Elend ausgestanden und uns unsere Seelen mit Geduld zu fassen befohlen hast, du siehst mein betrübtes Elend, hörst mein Seufzen, das ich auf mei⸗ nem 2 so gro ich alt baute das F gib m deine gewis lichen deine aber der v mich. wer! (Fer. (Ysal keit, uns sie u fried Seli witd lieb vere selb dich 40, lau und 6, che des gel Pf Ro ei es ein Hände. heduldig rufe ich, le wider bei, daß terkale, un mein n deinen ch Herr, . Siehe äterliche den und ir danke Wohl⸗ meiner 94 stärtt, anke dir, ndet hat, demütigt sen Welt meiner uan mir fündigen mich aus , darum ind, und ine herz⸗ i willen, derfahre, hüte. Be⸗ hren allf sen und en Glau⸗ üÜberwin⸗ ater aller ren Gott, gesagt i ser He' fassen auf mei⸗ D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 173 nem Angstlager ausgieße. Du weißt, wie meine Schwachheit und Gebrechlichkeit so groß und heftig ist. Wie soll ich aber tun, du frommer Herr? Keine Arznei weiß ich als das Kräutlein Geduld. Dieweil aber dasselbe nicht wächst in dem unge⸗ bauten Garten meines Fleisches und Blutes, denn der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach, so stärke du mich mit dem Geiste der Gnade und des Trostes, gib mir Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, damit ich wider deine Gerichte nicht murre, sondern mit Freuden ein Halleluja darein singe und gewiß dafür halte, du wollest mitten unter deinen Zuchtruten gedenken deiner väter⸗ lichen Barmherzigkeit, mich züchtigen, aber mit Maße, mich strafen, aber nicht in deinem Zorn, mich töten, aber wieder lebendig machen, mir eine Last auflegen, aber wiederum aushelfen. Du bist ja der Gott, der da hilft, und der Herr HErr, der vom Tode errettet, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. 17. Bprüche aus Gottes Wort für Rranke. Bange Seufzer: Deine große herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Ach, du Herr, wie lange?(Psalm 6, 4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24. Demütigung vor Gott: Ach Herr, unsere Missetaten haben's ja verdient. (Jer. 14, 7.) So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? (Psalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsere Gerechtig— keit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.(Dan. 9, 18.) Trost des Glaubens: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.(1. Joh. 1, 7.) Alle Zuchtigung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein, aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübet sind.(Ebr. 12, 11.) Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfahen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.(Jak. 1, 12.) Die väterliche Stimme Gottes: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie des⸗ selbigen vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen. Siehe, in die Hände hab ich dich gezeichnet.(Jes. 49, 15. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.(Ebr. 13, 5.) Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(Jer. 31, 3.) Die Gnadenstimme Jesu Christi: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.(Joh. 0, 30 6, 37.) Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwa⸗ chen mächtig.(2. Kor. 12, 9.) Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.(Offenb. 2, 10.) Auch können folgende längere Abschnitte göttlichen Wortes von dem Kranken gelesen oder ihm vorgelesen werden: 4. Petr. 3, 6.11. Psalm 130. Psalm 25. Psalm 42. Psalm 63, 2—9. Psalm 91. Klagelieder 3, 2242. Röm. 8, 18—27. Röm. 8, 28—39. 1. Petr. 1 3—9. Psalm 126. Offenb. 7, 9—17 18. Morgengebet eines Kranken. O du getreuer Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, ich sage dir von Herzen Lob und Dank, daß du mich armen kranken Menschen diese Nacht über so gnädig erhalten, gestärket und das erquickende Tageslicht wieder hast sehen und 174 Gebete. erleben lassen. Gelobt sei deine Gnade und Barmherzigkeit, welche über mich wal⸗ tet, so hoch der Himmel über der Erde ist. Ich bitte dich, vergib mir alle meine Sünde, erneure, vermehre deine Liebe und Treue diesen Morgen und allezeit an mir armen Menschen und laß deine Güte nicht von mir weichen. Tröste und stärke mich mit deinem heiligen Geiste, daß ich in allem nach deinem Willen leben und leiden möge. Ach Herr, verlaß mich nun und nimmermehr mit deinem Schutze. Laß aufhören die böse Zeit; wenn es, lieber Herr und Gott, dein Wille ist, so mache meinen schwachen Leib gesund, oder bringe mich bald und seliglich aus diesem Elende zu deiner ewigen Herrlichkeit durch das bittere Leiden und Sterben und durch die siegreiche Auferstehung Jesu Christi, deines lieben Sohnes, welcher als unser Mitt⸗ ler alle unsere Krankheit getragen, unsere Schmerzen auf sich geladen und uns durch seine Wunden geheilet hat. Nun, ich befehle dir nochmals meinen Leib, Seele und alles, was du mir gegeben, in deinen väterlichen Schutz; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Der Segen, Schutz und Kraft Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes sei über mir und bei mir jetzt und in alle Ewigkeit. Amen. 19. Abendgebet eines Kranken. Heiliger Herr und Gott, barmherziger himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mir bis hieher so gnädig geholfen und mich nun abermals einen beschwerlichen Krankheitstag in diesem Elend hast zurücklegen lassen. Ich bitte dich von Grund des Herzens, vergib mir um Christi, meines höchsten Seelen-Arztes und Heilan⸗ des willen, alle meine Sünde und hilf mir Kranken auch durch diese bevorstehende Nacht hindurch mit deiner Gnade, Kraft und Trost. Mein Leib will sich zur Ruhe legen, ach dieselbe gönne mir gnädiglich zur Erquickung dieses meines schwachen Leibes. Behüte mich vor der ewigen Nacht um Jesu Christi willen und laß mich das liebe Tageslicht wiederum erfreulich sehen, auch dermaleinst den Glanz des ewigen Tages in himmlischer Herrlichkeit unaufhörlich schauen. Indessen, weil ich meiner selbst nicht pflegen kann, so lege die Wacht deiner heiligen Engel zu mir, über meine Seele und Leib und alles, was du mir gegeben, daß mir kein Feind noch Unfall schade. Herr Gott Vater, erbarme dich diese Nacht über dein armes Geschöpf. Herr Gott Sohn, der Welt Heiland,‚ siehe gnädiglich an deinen Diener und erkauftes Gut. Herr Gott heiliger Geist, tröste und führe mich seliglich in die⸗ sem und nach diesem zu dem ewigen Leben. Deine Gnade und Wahrheit, o du heilige Dreifaltigkeit, walte über mich in Ewigkeit. Amen. 20. Gebet eines Kranken, der sich zum Sterben schickt. O Vater aller Gnade, erbarme dich über meine arme Seele. Vergib mir alle meine Sünde, die ich leider wider dich getan habe. Verachte nicht dein armes Ge⸗ schöpf, verschmähe mich nicht, der ich deiner Hände Werk bin. Laß den nicht um⸗ kommen, welchen du gemacht und geschaffen hast, denn auf dich hoffe ich, du bist meine Hilfe und mein Gott. O Christe, wahrer Heiland, der du bist das Lamm Gottes, welches da trägt die Sünde der Welt, der du mich mit deinem Blute ge⸗ waschen und gereinigt hast, ich bitte dich durch dein bitteres Leiden, sonderlich aber durch die Schmerzen, die du zu der Stunde deines Todes empfunden hast: Erbarme dich über meine arme Seele bei ihrem Ausgange und führe sie zum ewigen Leben. O Gott heiliger Geist, du süßer Trost, erhalte mein Herz wider alle Anfechtung des bösen Feindes, stärke meinen Glauben, daß ich festiglich glaube eine Verge⸗ bung! keit, m lebest! deines selbig errette erhalt Feind eine sie ihr Herrr durch Gnad und d stern ein g dein! Heil, deine gibeo ich wal⸗ le meine lezeit an d stärke ben und Schutze. so mache Elende urch die er Mitt⸗ und uns b, Seele er Engel hutz und mir und dir, daß erlichen Grund Heilan⸗ stehende ur Ruhe hwachen laß mich anz des weil ich zu mir, n geind armes Diener in die⸗ It, o du . mir alle nes Ge⸗ icht um⸗ „du bist lute ge⸗ sch aber rbarme Oeben. fechtung Verge⸗ D. Dankgebete und Gebete für besondere Anlässe usw. 17⁵ bung der Sünden und ein ewiges Leben. So befehle ich nun, o heilige Dreieinig⸗ keit, meinen Geist in deine Hände. Du treuer Gott, du hast mich erlöset, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. 21. Gebele der Umstehenden für den Sterbenden. Allmächtiger, gütiger Gott, der du unser Leben erhältst im Tod und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen der Barmherzigkeit wenden zu diesem kran⸗ ken Menschen und ihn erquicken an Leib und Seele und ihm alle seine Sünden aus Gnaden vergeben. Nimm an das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner Missetat. Er ist ja auch auf des⸗ selbigen Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und gereinigt. So errette ihn nun von des Leibes Qual und Pein. Verkürze ihm seine Schmerzen, erhalte ihn wider die Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben. Schicke deine heiligen Engel her, daß sie ihn begleiten zur Versammlung aller Auserwählten, in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. O Herr Jesu Christe, der du allein bist die Tür zum ewigen Leben, daß, wer durch dich eingeht, selig werden mag, wir bitten dich von Herzen, du wollest solche Gnadentür diesem Dahinsterbenden auftun und ihn aus der Anfechtung der Sünde und des Teufels List und Macht bald erlösen. Ach Herr, hilf ihm, daß er im fin⸗ stern Tale und Schatten des Todes nicht irre gehe noch verderbe, sondern du, als ein getreuer Hirte, nimm auf dieses verlorene Schaf und deinen Knecht, laß ihm dein Wort in seinem Herzen leuchten, stehe ihm in aller Not bei und zeige ihm dein Heil, laß ihn nicht entfallen aus des rechten Glaubens Trost, nimm seine Seele in deine Hände und pflege ihrer mit Gnaden, auf daß sie keine Qual anrühre, und gib also ihm das ewige Leben. Amen. 22. Sprüche, den Sterbenden zuzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Tale, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23,4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Philipp. 1, 21. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1. Der Herr wird dich erlösen von allem UÜbel und dir aushelfen zu seinem himm⸗ lischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mos. 49, 18. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Verlaß mich nicht, Herr! Mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile mir bei⸗ zustehen, Herr, meine Hilfe! Psalm 38, 22. 23. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16. 2 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn HErrn, der vom Tode er⸗ rettet. Psalm 68, 21. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.⸗Gesch. 7, 58. 176 Gebete. Abschiedssegen. Der allmächtige Gott stärke dich, wider alle Anfechtung ritterlich zu kämpfen und im wahren Glauben bis ans Ende zu verharren! Der Herr Jesus Christus sei mit dir und begleite dich in das ewige Leben und verleihe dir am jüngsten Tage eine fröhliche Auferstehung! Amen, Amen, Amen. 23. Gobet narh dem Tode eines Rindleins. Herr Jesu Christe, du ewiger Gott und Heiland, der du so freundlich der Kind⸗ lein dich angenommen und sie zu dir gerufen und gesegnet hast, wir zweifeln nicht, daß du auch dieses unser liebes Kindlein zu dir in deine ewige Freude gerufen und mit Leben und S Seligkeit gesegnet habest. Aber, Herr, unser Gott und Heiland, unsre Seele ist betrübt, und wir tragen Leid, weil du unser liebes Kind so frühe dahin⸗ genommen. Wenn wir schon wissen, daß du es wohl meinest, da du mit ihm aus diesem bösen Leben geeilet, so will es uns doch fast schwer werden, uns stille in deinen heiligen Willen zu fügen. So hilf du selbst uns durch deinen heiligen Geist und stärke unsern Glauben, daß wir deinen Rat ehren und preisen, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Wir danken dir, daß du unser liebes Kindlein in der heiligen Taufe zu deinem Kinde angenommen, es zum ewigen Leben wiedergeboren und ihm das Erbe des Himmels zugesprochen hast. Darum sind wir der guten Zuver⸗ sicht, daß es nunmehr in deinem Frieden und in der ewigen Ruhe ist. Hilf, lieber Herr, daß wir umkehren und werden wie die Kinder, auf daß auch wir dereinst mit Freuden einschlafen und zur ewigen Ruhe der Heiligen gelangen mögen durch deine ewige Gnade und Barmherzigkeit. Amen. 24. An Begräbnistagen. Barmherziger, gnädiger Gott, der du nach deinem unerforschlichen, aber ge⸗ wißlich gnädigen Ratschluß uns mit schwerem Leid heimgesucht hast, wir sagen dir Lob und Dank, daß du uns auch deine heiligen Tröstungen darreichest im Worte des Lebens. So sind wir nun nicht wie die andern, die keine Hoffnung haben, son⸗ dern wir wissen es, daß du unsere sterblichen Leiber zur Herrlichkeit und zum ewigen Leben auferwecken willst am jüngsten Tage. Dessen getrösten wir uns auch heute, da wir ein edles Samenkorn in deinen heiligen Acker legen auf den Tag der Auf⸗ erstehung. Ach Herr, deine Wege sind wunderbar, wer kann sie verstehen? Deine Gerichte sind heilig und hoch, wer darf darüber murren? Du hast alles wohlge— macht, und dein Wille ist gut und gnädig, auch wenn du uns heimsuchst mit Trauer und Herzeleid. Darum wollen wir stille sein und dir unsere Sache befehlen. Tröste uns, Gott, unser Heiland, und verlaß uns nicht in unserm Leide. Du bist nahe, und dein Erbarmen hat noch kein Ende. Bleibe bei uns und sei unsers Herzens Trost und unser Teil. Gib, daß uns nichts von dir und deiner Liebe scheide. In deine Hände befehlen wir uns ganz und gar. Erbarme dich unser und sei uns gnädig jetzt und im letzen Stündlein und am Tage des Gerichts, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. Darnach lies 1, Thess. 4, 13—18. Offenb. 7, 9—17. *———— IPIIITTRT ipfen ristus Tage Rind⸗ nicht, und unsre ahin⸗ aus lle in Geist wir ligen und wer⸗ jeber veinst durch er ge⸗ en dir Worte son⸗ wigen heute, Auf⸗ Deine ohlge⸗ raller Tröste nahe,‚ rzens . In ins esum Ordnung des Hauptgottesdienstes an den Bonn- und Jesttagen. * 5[Chorgesang.] 4 Eingangslied. Eingangs⸗-Antiphone. a. An Bynntagen. Past. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen 4 Namen. Gem. ö —.— 1 Lobe den Herrn, meine See⸗le, und vergiß nicht, 4 0 e. was er dir Gu⸗tes ge⸗ tan hat. b. An Jesttagen. Past. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen 1•—4⁵4124½ʃ11.— Namen. Gem. .— —H 2S..— ARü IEE.—.— Lo ⸗be den Herrn, meine See=le, und vergiß 11 65 D nicht, was er dir Gu⸗tes ge⸗tan hat. Buß-Spruch. Past. Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Gottesdienstordnung. 1 * Snreunnns 2 Ordnung der Gottesdienste. Gem. Kyrie. * — 5 S... Herrstt—, er ⸗ bar ⸗me dich un ⸗ser! — —2.—— —.———.—.— 2=SS— Chri ⸗ste er ⸗ bar ⸗ me dich un-öser! ere kr ———————— * 24 Her.. /, bar⸗ me dich un- ser! Gnaden-Antiphone. Past. Bei dem Herrn findet man Hilfe. Halleluja! Gem. V. ——— N — 75 Und seinen Segen über sein Volk. Hal⸗le ⸗ lu ⸗- ja! Am ersten Advent. Past. Bereitet dem Herrn den Weg. Halleluja! Gem. Machet seine Steige richtig. Halleluja! Weihnachten. Past. Euch ist heute der Heiland geboren. Halleluja! Gem. Welcher ist Christus der Herr. Halleluja! Epiphanias. Past. Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt. Hallelula! Gem. Und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf über dir. Halleluja! Paffion. Past. Christus ist um unserer Missetat willen verwundet. Gem. Und um unserer Sünde willen zerschlagen. Ostern. Past. Christus ist um unserer Sünde willen dahingegeben. Halleluja! Gem. Und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket. Halleluja! Bimmelfahrt. Past. Christus ist aufgehoben zum Himmel. Halleluja! Gem. Und sitzet zur Rechten Gottes des Vaters. Halleluja! Pfngsten. Past. Der Herr hat ausgegossen v. seinem Geiste über d. Gemeinde. Hall.! Gem. Den Geist der Gnade und des Gebets. Halleluja! rinitatis. Past. Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. Halleluja! Gem. Alle Lande sind seiner Ehre voll. Halleluja! SNF — phiiun —5 Sonn⸗ und Festtage. Erntedanlfest. Past. Es danken dir, Gott, die Völker. Halleluja! Gem. Es danken dir alle Völker. Halleluja! Reformationsfeh. Past. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte. Halleluja! Gem. Und ein Licht auf meinen Wegen. Halleluja! Tylenfeier. Past. Leben wir, so leben wir dem Herrn. Halleluja! Gem. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Halleluja! Gloria in excelsts. a. An BSonntagen. Past. Ehre sei Gott in der Höhe! Gem. EII 1..———2 ä —F— 2—— 4.—. Und Fried' auf Er ⸗den und den Men⸗ 4— +— ———— 18—4— D——— I———— 50 — schen ein Wohl⸗ge ⸗ fal⸗len.) b. An Festlagen. Past. Ehre sei Gott in der Höhe! Gem. —.— ————— + 9H——. SS Und Frie⸗de auf Er-⸗den, den Men⸗schen ein Wohl⸗ ge⸗ —— I I L—— + .—— III—— +„—— BII e L 8——.— 3‚.‚—— ˖/— fal——len Hal ⸗le⸗lu⸗ja! Hal⸗le-lu-jal“) Gruß. Past. Der Herr sei mit euch. ——**— Gem. 5—.—ͤ +—.2 E—— Und mit dei ⸗nem Geist. Anmerkung. Statt:„Und Friede auf Erden“ kann auch von der Gemeinde das Lied:„Allein Gott in der Höh' sei Ehr'““ gesungen werden 1* Vνν⁰ι⁷⁰ Ordnung der Gottesdienste. Kollestte. Past. Lasset uns beten: ꝛc. E + +7—— Gen. EiiiiiiE —— Amen. Epistel oder Evangelium. Past. Herr, laß meine Seele in deinem Worte leben. Halleluja! Gem. 565—— EI Daß sie dich lobe immer und ewiglich. Halle-lu-ja! Belenntnislied. 94 r. d L, nir in ni, n.. 4——4 e,—.— Du treu⸗er Gott, sei hoch⸗ ge⸗preist, Gott, Va⸗ter, Sohn und heil'⸗ger Geist, 94 H*— ů— 2—— + 1— ESEE 4.— E 5 2 +.——.;—0 1L— *. hast uns dein Wort ge ⸗ ge ⸗ ben! Wir du un ⸗ser Licht und Le ⸗ ben, F. V 2 PFP„»——5—9 I.—4 + + +..2————. H2 E H I +———— 2.—— + —— 1 + ́H4—— +— 2 2 2 glau⸗ben und be⸗ ken⸗nen dich, und uns ⸗re 31 +— 5— NY IEE L.————.——5— E 2— 14.—..—— +I 361 53/ See⸗ hofft auf dich, stärk uns den Glau⸗ben. A⸗- men. HAirchliche Gesangstücke des Chors. An hohen Jelttagen(statt des Bekenntnisliedes:) Das apostolische Glaubensbekenntnis. Past. Lasset uns nun mit dem gemeinsamen Bekenntnis der christlichen Kirche vor Gott treten und also sprechen: Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. enn gel gef gef bon Mei ein al stlichen ind der Sonn⸗ und Festtage. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, nieder⸗ gefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, auf⸗ gefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Ge⸗ meinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Gem ö ů +. EEI....——. A⸗ men, A⸗ men, A ⸗ men. HKirchliche Gesaugstücke des Chors.] Das Hauptlied. Die Predigt. (Abkündigungen mit dem Friedensgruß.) Gesang der Gemeinde. Das allgemeine Kirchengebet. CGenn. A⸗men. Schluß-Antiphone. Past. Schaff in mir, Gott, ein reines Herz. Halleluja! Gem. — EEI . Und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Hal⸗le⸗lu ⸗ jal Am ersten Advent. ö Past. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch. Halleluja! Gem. Daß der König der Ehren einziehe. Halleluja! Weihnachten. Past. Also hat Gott die Welt geliebt. Halleluja! Gem. Daß er seinen eingebornen Sohn gab. Halleluja! Epiphanias. Past. Lobet den Herrn, alle Heiden. Halleluja! Gem. Und preiset ihn, alle Völker Halleluja! Passton. Past. Gott hat seines eigenen Sohnes nicht verschonet. em. Sondern ihn für uns alle dahingegeben. Ordnung der Gottesdienste. Ostern. Past. Christus hat dem Tode die Macht genommen. Halleluja! Gem. Und das Leben und ein unvergängliches Wesen an das Licht ge⸗ bracht. Halleluja! Bimmelfahrt. Past. Gott hat Christum erhöhet über alles. Halleluja! Gem. Und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist. Halleluja! Pfngsten. Past. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Halleluja! Gem. Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars. Halleluja! Trinitatis. Past. Wir loben Gott den Vater, Sohn und heiligen Geist. Halleluja! Gem. Und preisen ihn von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja! Erntedankfest. Past. Die Augen des Herrn sehen auf die, so ihm vertrauen. Halleluja! Gem. Er erreitet ihre Seelen vom Tode und ernähret sie in der Teuerung. Halleluja! Reformationsfest. Past. Herr, dein Wort bleibet ewiglich. Halleluja! Gem. Deine Wahrheit währet für und für. Halleluja! Tylenfeier. Past. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Gem. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit. Schluß⸗Kollekte. Past. Lasset uns beten: ꝛc. —53— Gem. — 2 . men. Segen. Past. Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. —— Gem.——. =SSSI A⸗ men, A⸗men. — “.— ial rung. Das heilige Abendmahl. Das heilige Abendmahl. Past. Der Herr sei mit euch. Und mit dei ⸗nem Geist. Past. Erhebet zum Himmel eure Herzen. Gem. Wir ha⸗ ben sie er ⸗ ho⸗ ben. Past. Danksaget dem Herrn, unserm Gott. Gem. Das ist bil ⸗ lig und recht. Past. Wahrlich es ist billig und recht, daß wir dir, unserm Gott, danksagen und dich loben, weil dein lieber Sohn mit seinem bittern Leiden für unsere Sünde bezahlet hat, welcher um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen ist, darum wir mit allen Engeln und Erzengeln und allen himm⸗ lischen Heerscharen zu deiner Ehr' ohne Unterlaß sagen: Gem. —— Hei„lig ist Gott, der Her⸗ re Ze⸗ ba ⸗oth, —— Es.—.——— ei ⸗li ist Gott, der Her ⸗ re Ze ⸗ ba ⸗oth, 9 9 8— .——.——————— .. ‚—— i————.—————“— hei ⸗lig ist Gott, der Her ⸗re Zge ⸗ ba=oth, — 4 L —4 R.—— ne Ehr die Ordnung der Gottesdienste. Danach wendet sich der Geistliche zu den Kommunikanten und spricht:“ UIN Meine Geliebten in Gott, weil wir das Abendmahl unsers Herrn üb Jesu Christi wollen halten, so lasset uns Gott den Vater im Namen ö Jesu Christi anrufen und von Grund des Herzens also beten: Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir von Herzen, daß du deinen einigen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland, Jesum Christum für unsere Sünde zu unserer Seligkeit hast Mensch werden und am Kreuz eines bittern Todes sterben lassen, welcher uns auch befohlen hat, dieses Gedächtnis seines Leidens und Sterbens im na heiligen Abendmahl zu halten, in welchem er uns seinen Leib zu un einer Speise und sein Blut zu einem Tranke gibt, damit wir desto 9e fester glauben möchten, sein Tod und Blutvergießen am Kreuz sei 10 unsere gewisse Seligkeit. Stärke dazu unsern schwachen Glauben, v auf daß wir würdige Gäste bei dieser himmlischen Mahlzeit seien, ö und laß uns an das Leiden und Sterben deines lieben Sohnes so 8 zu unserm Troste gedenken, daß wir die süße Kraft desselben in WN unserm Herzen freudig empfinden mögen. Gib uns deinen heiligen Geist, daß wir verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und in kindlicher Furcht dir allezeit leben und dienen in recht⸗ ö schaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Laß auch einen jeglichen unter uns sein Kreuz auf sich nehmen, deinem lieben Sohne nach⸗ folgen und einer den andern lieben, gleichwie dein lieber Sohn uns ö geliebet hat. Denn es ist dieses heilige Sakrament ein Brot, wir alle aber ein Leib, weil wir eines Brotes teilhaftig werden und 4 ö aus einem Kelche trinken. Gib uns auch und allen gläubigen Christen, was uns sonst nützlich und dienlich ist, dieses Leben in deiner Furcht zu führen, selig zu beschließen und endlich die ewige Seligkeit zu erlangen. Darauf sprechet nun von Herzen einmütig: Amen. Gem. spricht: Amen. Der Geistliche wendet sich gegen den Altar und singt: Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiliget werde dein Name. Zu uns komme dein Reich. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heut. *) Das folgende Gebet kann da weggelassen werden, wo als Eingang zum heil. Abendmahle die Beichthandlung unmittelbar vorhergegan⸗ gen ist. t:“ errn men daß esum erden auch à im ib zu desto sei Uben, seien, es so N in ligen lichen recht⸗ lichen nach⸗ uns „wir und bigen en in ewige dein ie im heut. ngang zegan Das heilige Abendmahl. 9 Und erlaß uns unsere Schuld, wie wir erlassen unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. — —.———4 Gem. E A nien. Der Geistliche singt darauf die Einsetzungsworte: Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihn und sprach: Trinket alle daraus. Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Bierauf spricht oder singt der Geistliche: Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, gib uns deinen Frieden. Amen!“) re— 4..— 4 i. e RAR men. Danach wendet sich der Geistliche zur Gemeinde und spricht: Der Friede des Herrn sei mit euch allen! Amen! Hierauf beginnt die Austeilung des Sakraments. Der Geistliche be⸗ dient sich dabei folgender Worte: Nehmet hin und esset, das ist der Leib Jesu Christi, für eure Sünde in den Tod gegeben, der stärke und erhalte euch im wahren Glauben zum ewigen Leben. Amen. Nehmet hin und trinket, das ist das Blut Jesu Christi, für eure Sünde vergossen, das stärke und erhalte euch im wahren Glauben zum ewigen Leben. Amen. „) Wenn das„Christe“ vom Geistlichen gesungen wird dann respon⸗ diert die Gemeinde mit„Amen“. 10 Ordnung der Gottesdienste. Während der Austeilung werden Passionslieder oder Gesänge vom heiligen Abendmahl gesungen. Nach der Austeilung verliest der Geistliche den 25. Psalm: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab „A trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde, du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich x werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Darauf intoniert der Geistliche, gegen den Altar gewandt: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Gem. ...—— SSSD IIIII I Und seine Güte wäh⸗ ret e⸗wig=lich. Sodann singt der Geistliche die Hollekte: Wir danken dir, allmächtiger Herre Gott, daß du uns durch diese heilsame Gabe hast erquicket, und bitten deine Barmherzigkeit, daß du uns solches gedeihen lassest zu starkem Glauben gegen dich und zu brünstiger Liebe unter uns allen, um Jesu Christi, unsers Herrn x willen. E— —1. Gem. E——.— A— men. Bast. Der Herr segne dich und behüte dich, ö der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. — — 1 1—. Gem. 5 1 A⸗ men, A⸗men. Nach dem Amen kann noch ein Schlußgesang gesungen werden. m „Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis. Antiphonen. 11 Antiphonen. (Zum Gebrauche neben den bereits in der Ordnung des Haupt⸗ gottesdienstes enthaltenen.) „Hosianna dem Sohne Davids. Halleluja! Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Halleluja! +* „Ein Kind ist uns geboren. Halleluja! Ein Sohn ist uns gegeben. Halleluja! „Das Wort ward Fleisch. Halleluja! Und wohnete unter uns. Halleluja! Hallelujal Gott ist geoffenbaret im Fleisch. Halleluja! „Jesus Christus gestern und heute, Halleluja! Und derselbe in Ewigkeit. Halleluja! Himmel und Erde werden vergehen, Aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit! „Die Heiden werden in Deinem Lichte wandeln. Halleluja! Und die Könige im Glanze, der über Dir aufgeht. Halleluja! „Die Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten, Und durch Seine Wunden sind wir geheilet. „Der Herr ist auferstanden. Halleluja! Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja! „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Halleluja! Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat. Halleluja! „Trachtet nach dem, was droben ist. Halleluja! Da Christus ist, sitzend zur rechten Hand Gottes. Halleluja! Herr, tue meine Lippen auf. Halleluja! Daß mein Mund Deinen Ruhm verkündige. Halleluja! „Gott, sei uns gnädig nach Deiner Güte, Und'tilge unsere Sünden nach Deiner Barmherzigkeit. „Barmherzig und gnädig ist der Herr. Halleluja! Geduldig und von großer Güte. Halleluja! Rufe mich an in der Not, so will Ich dich erretten. Halleluja! Und du sollst Mich preisen. Halleluja! „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Halleluja! Wohl dem, der auf Ihn trauet. Halleluja! Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe. Halleluja! Und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin. Halleluja! Ordnung der Gottesdienste. 18. Herr, zeige uns Deine Wege. Halleluja! Und lehre uns Deine Steige. Halleluja! 19. Kommt herzu und lasset uns dem Herrn frohlocken. Halleluja! Und jauchzen dem Hort unsers Heiles. Hallelujal 20. Herr, nun lässest Du Deinen Diener in Frieden fahren. Halleluja! Denn meine Augen haben Deinen Heiland gesehen. Halleluja! Bauplgottesdienst am Gründonnerstage und Karfreitage. Nachdem es ausgeläutet hat, kniet der Pastor gegen den Altar und betet unter dem Anschlagen der Betglocke: Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, gib uns Deinen Frieden! Vater unser u. s. w. Hierauf Gemeindegesang, der Bedeutung des Tages gemäß. Dann verliest der Pastor am Altare nach einem biblischen Segens⸗ wunsche am Gründonnerstage das vierte, am Karfreitage das fünfte Hauptstück der Leidensgeschichte des Herrn.) Das Hauptlied, nach der Bedeutung des Cages ausgewählt. Die Predigt wird am Gründonnerstage über die Epistel oder das Evangelium des Tages, als des Gedächtnistages der Einsetzung des heiligen Abendmahls, am Harfreitage aber über einen von dem Prediger zu wählenden Passions⸗ text gehalten. Am Harfreitage kann sich an die Predigt die allgemeine Beichte anschließen. Hierauf ein für diesen Tag aDus beil Kirchengebet nebst der Fürbitte für die Kommunikanten, sofern? das heilige Abendmahl gefeiert wird, so⸗ dann das„Paterunser“ und„Der 3 Friede Goltes n. s. w.“ Dann folgt die Abendmahlsfeier in der gewöhnlichen Ordnung. Findet Abendmahlsfeier nicht statt, so wird der Gottesdienst mit dem Segen und einem Cheiaraderse beschlossen. ·) An beiden Tagen kann ein Chorgesang folgen; auch ist es nicht un⸗ statthaft, in die Vorlesung selbst an geeigneten Stellen einzelne Gesang⸗ verse einzulegen. cCc s⸗ Gründonnerstag. Karfreitag. Bußtag. Bauptgoltesdienst am Bußtage. Der Pastor betet zu Anfang das„Christe, du Lamm Gottes“ und das „Vaternnser“ wie am Gründonnerstage und Karfreitage. Dann Gemeindegesang, der Bedeutung des Tages gemäß. Hierauf verliest der Geistliche am Altare einen der Bußpsalmen, wozu die Gemeinde sich erhebt.“) Das Haupllied. Die Predigt wird über den vorgeschriebenen Bußtext gehalten. Darauf erhebt sich die Gemeinde und singt stehend den Hesang Nr. 235. Daran schließt sich die allgemeine Beichte.) Past.: Geliebte in Christo! Wollet euch nun vor dem heiligen Gotte demütigen und das Bekenntnis eurer Sünden mit bußfertigem und gläubigem Herzen ablegen, indem ein jeglicher mit mir also spricht: Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, ich armer sündiger Mensch bekenne vor Deinem heiligen Angesichte, daß ich leider schwer und mannigfaltig gesündigt habe(nicht allein mit äußerlichen groben Sünden, sondern auch mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden), daß ich auf mancherlei Weise mit Gedanken, Worten und Werken Deine allerheiligsten Gebote übertreten habe, wie Du, mein Herr und Gott, das wohl an mir erkennst und ich leider so vollkommen nicht erkennen kann. Aber solches alles ist mir leid und reuet mich sehr, und ich begehre von Herzen Deine Gnade, o Gott, durch Deinen lieben Sohn, Jesum Christum, und bitte, daß Du mir alle meine Sünden vergeben und Deinen heiligen Geist zur Besserung meines Lebens mitteilen wollest. Amen. Herr, erbarme Dich unser! Christe, erbarme Dich unser! Herr, erbarme Dich unser! Amen. Ist das nun euer aller aufrichtiges Bekenntnis? Sind eure Sünden euch von Herzen leid, setzet ihr all euer Vertrauen auf die Gnade Gottes in Christo und gelobet ihr, euer Leben hinfort mit ) Bier kann ein Chorgesang folgen. ) Statt der Beichte kann auch ein Bußtagsgebet gesprochen werden, worauf die Gemeinde mit„Amen“ antwortet. 14 Ordnung der Gottesdienste. Gottes Hilfe nach Gottes Willen anzustellen? so bezeuget solches selbst vor Gott und sprechet: Ja! Gem.: Ja! Darauf die Absolution. Past.: Der allmächtige Gott hat Sich euer erbarmet, und ich als verordneter Diener der christlichen Kirche, verkündige euch au' solch euer Bekenntnis nach dem Befehle unseres Herrn Jesu Christ die Vergebung aller eurer Sünden im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gehet hin in Frieden. Allen Unbußfertigen aber gebe Gott Seinen heiligen Geist, daß sie mögen wahre Buße tun und selig werden. Amen. Biernach Fürbitte für die Kommunikanten, sofern das heilige Abend— mahl gefeiert wird. Sodann das„Vaterunser“ und„Der Friede Hottes u. s. w.“ Danach der zur HKommunion überleitende Gesangvers. Ist keine Hommunion, so kann nach dem Gesangverse die Litanei gesungen werden. Mitntiphone, Kollente und Hegen wird der Gottesdienst beschlossen. Baupfgottesdienst am Bagelfeiertage. 1. Gemeindegesang.— 2. Salutatio.— 3. Antiphone. Past. Herr, erzeige uns Deine Gnade und Güte. Halleluja! Gem. Daß unser Land sein Gewächs gebe. Halleluja! 4. Kollekte. 5. Psalm 85; Herr, der Du bist vormals gnädig gewesen Deinem Lande, und hast die Gefangenen Jakobs erlöset; Der Du die Missetat vormals vergeben hast Deinem Volk, und alle ihre Sünden bedecket, Sela; Der Du vormals hast allen Deinen Zorn aufgehoben, und Dich gewendet von dem Grimm Deines Zorns; Tröste uns, Gott, unser Heiland, und laß ab von Deiner Ungnade über uns. Willst Du denn ewiglich über uns zürnen, und Deinen Zorn gehen lassen immer für und für? Willst Du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich Dein Volk über Dich freuen möge? Herr, erzeige uns Deine Gnade, und hilf uns. ches ———9—————.—.t.—ß—ß7.———.——...—————— Bußtag Hagelfeiertag. 15⁵ Ach, daß ich hören sollte, daß Gott der Herr redete, daß Er Frieden zusagte Seinem Volk, und Seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten. Doch ist ja Seine Hilfe nahe denen, die Ihn fürchten, daß in unserm Lande Ehre wohne; Daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; Daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; Daß uns auch der Herr Gutes tue, damit unser Land sein Ge⸗ wächs gebe; Daß Gerechtigkeit dennoch vor Ihm bleibe, und im Schwange gehe. 6. Gemeindegesang. 7. Predigt über einen freien Text. 8. Gemeindegesang. 9. Altargebet.“) Herr, allmächtiger Gott, Du König Himmels und der Erden, der Du durch Deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früchten zierest und erfüllest, wir bitten Dich um Deiner Barmherzigkeit willen, Du wollest unser Land segnen, daß es seine Früchte gebe zu seiner Zeit; denn ohne Deinen Segen ist alle unsere Arbeit umsonst. Gib vom Himmel her Regen und Sonnenschein, daß alles wachse und gedeihe. Schließe den Himmel nicht zu über uns um unsrer Sünde willen, sondern suche das Land heim mit Deiner Fülle. Tränke seine Furchen, feuchte sein Gepflügtes, segne sein Gewächs. Kröne das Jahr mit Deinem Gute, daß Deine Fuß⸗ stapfen triefen von Fett, so werden die Wohnungen in der Wüste auch fett werden; die Hügel umher werden lustig sein und die Auen werden prangen mit Korn, daß man jauchzet und singet.— So laß Dir, o himmlischer Vater, in Deinen gnädigen Schutz befohlen sein die liebe Saat und alle Früchte des Erdreichs. Bewahre sie in Frost und Hitze, in Regen und Ungewitter; bewahre sie vor Sturm und Hagel, vor Verheerung und allem Schaden. Behüte uns vor Miß⸗ wachs und Teuerung, vor Hunger und Kummer. Erhöre uns in Deinem Himmel, und verlaß uns nicht um der Sünde willen Deines Volkes; sondern versorge uns gnädiglich mit aller Notdurft des Lebens, auf daß wir in allen Dingen Deine göttliche Kraft und Deine „) Unter besonderen Verhältnissen, in denen der Inhalt des Gebets nicht angemessen erscheint, sind Anderungen des Inhalts zulässig. 16 Ordnung der Gottesdienste. milde Hand mit Danksagung erkennen und Dich preisen, der Du uns reichlich ernährest an Leib und Seele, hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. Lasset uns ferner mit den Worten des 67. Psalms also beten: Gott sei uns gnädig und segne uns; Er lasse uns Sein Antlitz leuchten. Sela. Daß wir auf Erden erkennen Seinen Weg, unter allen Heiden Sein Heil. Es danken Dir, Gott, die Völker; es danken Dir alle Völker. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß Du die Leute recht richtest, und regierest die Leute auf Erden. Sela. Es danken Dir, Gott, die Völker; es danken Dir alle Völker. Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott. Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte Ihn. Vaterunser mit Amen der Gemeinde. 10. Anliphone. V Past. Aller Augen warten auf Dich, Herr. Halleluja! ö 4 Gem. Und Du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Halleluja! 11. Kollesitte.— 12. Segen. 13. Schlußvers.(Uann auch wegfallen.) ——— Die sonn⸗ und festtägigen Jrüh- und Nachmiktags-Gottesdienste und die Wochen⸗Gottesdienste mit Predigt. 1. Eingangslied. 2. Am Altar: Sakutatio, Antiphone und Kolleltte. Verlesung eines Abschnittes aus der heiligen Schrist. 3. Gemeindegesang. 4. Dredigt über die Sonntags⸗ oder Festtags⸗Perikope (oder einen freien Cext). Zum Schluß: Der Friede Gottes u. s. w. 5. Gemeindegesang. 6. Am Altar: Gebet und Baterunser. Antiphone, Kollelte und Segen. 7. Gemeindegesang.(Hann auch fortfallen.) Es kann auch nach dem Vaterunser sogleich der Segen gesprochen und damit der Gottesdienst geschlossen werden. Schließt sich an den Gottesdienst die Feier des heiligen Abendmahls an, so fallen Antiphone, Hollekte und Segen fort und wird nach einem. L S e„-˖ee *—. te Früh⸗, Nachmittags⸗ und Wochengottesdienste. Katechismuslehre. 17 Bibelwort, z. B.„Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch allen“, durch das Lied:„Vor Dir, Herr Jesu, steh ich hier“ zur Kommu⸗ nion übergeleitet. Wo es herkömmlich ist, kann im Nachmittags⸗Gottesdienste vor der Oredigt auch die liturgische Ordnung des Hauptgottesdienstes in An⸗ vendung kommen. Ratechismuslehre. 1. Gemeindegesang. 2. Past. Unsere Hilfe stehet im Namen des Herrn. Halleluja! Gem. Der Himmel und Erde gemacht hat. Halleluja! Past. Der Herr sei mit euch. Gem. Und mit deinem Geist. Past. Kollekte. Gem. Amen. 3. Bierauf kann von zwei Kindern ein Hauptstück des lutherischen Ka⸗ techismus mit der Erklärung aufgesagt werden. 4. Katechisation, welche mit einem Gebete und dem Vaterunser ge⸗ schlossen wird. 5. Gesang. 6. Past. Herr, lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen. Halleluja! Gem. Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Halleluja Past. Lasset uns beten:(Kollekte). Gem. Amen. 7. Segen. 8. Schlußvers.(Hann auch fortfallen.) Wenn einige Sonntage benutzt werden sollen, der Gemeinde Mittei⸗ lungen zu machen aus dem Gebiete der äußeren und innern Mission, der Arbeit des Gustav⸗Adolfvereines und der Reformationsgeschichte, so sind die Mitteilungen an Stelle von Nr. 5 und 4 zu setzen. Bei der Katechismuslehre an Wochentagen kann auf das Eingangs⸗ lied sofort die Katechisation folgen, und der Gottesdienst nach einem Bebete nebst Vaterunser mit Segen und Gesang geschlossen werden. Wochenbetstunde. Nachdem es ausgeläutet hat, tritt der Pastor an den Altar und spricht unter dem Anschlagen der Betglocke: 1. Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser! Gottesdienstordnung 18 Ordnung der Gottesdienste. Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, gib uns Deinen Frieden! Vaterunser. 2. Die Gemeinde singt einen Morgen- oder Lobgesang. 3. Der Pastor verliest am Altar nach einem Votum einen Abschnitt aus der heiligen Schrist, welchen er in der Kürze auslegt. 4. Gemeindegesang. 5. Danach spricht er ein Gebet. 6. Past.(am Altar): Herr, erbarme Dich unser. Christe, erbarme Dich unser. Herr, erbarme Dich unser. Vaterunser. 7. Past. Gott, gib Fried in Deinem Lande. Gem. Glück und Heil zu allem Stande. Past. Lasset uns beten: Herr Gott, himmlischer Vater, der Du heiligen Mut, guten Rat und rechte Werke schaffest, gib Deinen Dienern den Frieden, welchen die Welt nicht kann geben, auf daß unser Herz an Deinen Geboten hange, und wir zu unserer Zeit durch Deinen Schutz stille und sicher vor Feinden leben, durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn. Gem. Amen. 8. Segen. 9. Gem. Unsern Ausgang segne Gott u. s. w. oder Verleih uns Frieden gnädiglich u. s. w. (Nr. 9 kann auch wegfallen.) Jastengottesdienste. wo während der Fastenzeit vor dem Sonntage Palmarum besondere Fastengottesdienste gehalten werden, sind dieselben mit dem„Christe, Du Lamm Gottes“ u. f. w. und dem Baterunser zu beginnen, im übrigen aber nach dem Ermessen des Pastors, je nach der liturgischen Befähigung der Gemeinde und dem örtlichen Herkommen einzurichten. Die Betstunden am Montag, Dienstag und Mittwoch in der stillen woche werden, wie die Gottesdienste am Gründonnerstag und Harfreitag, mit dem„Christe, Du Lamm Gottes“ u. s. w. und dem Vaterunser be⸗ gonnen. Bei der Verlesung der Hauptstücke der Leidensgeschichte können an geeigneten Stellen passende Gesangverse eingelegt werden. Die weitere Utn CLag Bef Wochenbetstunde. Fastengottesdienste. Lesegottesdienst. Beichthandlung. 19 Bal, kturgische Ausgestaltung der Gottesdienste an den bezeichneten drei Tagen ist auch hier dem Ermessen des Pastors je nach der liturgischen Befähigung der Gemeinde und dem örtlichen Herkommen überlaffen. schuitt Lesegottesdienst. Falls in Vertretung des Geistlichen der Gottesdienst durch den Opfer⸗ ö mann bezw. Lehrer abgehalten wird, so hat derselbe in nachstehender ne Dich x Ordnung zu verlaufen: 1. Gemeindegesang.— 2. Verlesung der Epistel. 3. Gemeindegesang. 4. Vorlesung der vom Geistlichen vorgeschriebenen Predigt. 5. Kirchengebet. n Rat 6. Vaterunser. Segen. velchen 7. Schlußvers.(Hann auch wegfallen.) eboten x d sicher 3 unsern öffenkliche Beichthandlung. Bußgesang. Past.: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Hierauf können nach Auswahl des Geistlichen noch folgende Schrift⸗ sprüche verlesen werden: Joh. 3, 16: Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen ein⸗ geborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht ver⸗ loren werden, sondern das ewige Leben haben. 1. Joh. 1, 8. 9, 7: So wir sagen, wir haben keine Sünde, so ver⸗ führen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. So wir — 75 aber unsere Sünde bekennen, so ist Gott treu und gerecht, daß er uns öhrigen die Sünde vergibt und reiniget uns von aller Untugend. Und das ähigung Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. ö Ps.51, 19: Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; 2 1106 ein geängstetes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. r be⸗ Pf. 51, 3: Gott sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine lönnen Sünde nach deiner Barmherzigkeit. 2 weitete ö 2* 883898 9—9——— ö᷑ *— Ordnung der Gottesdienste. Ezech. 33, 11: So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr: Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gott lose bekehre von seinem Wesen und lebe. Jes. 44, 22: Ich vertilge deine Missetat wie eine Wolke und deint Sünde wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich. Matth. 11, 2830: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.— Oder ein Bußpsalm, etwa: Ps. 32, 1—7: Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist. Denn da ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein täglich Heulen. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Darum bekenne ich dir meine Sünde und verhehle meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen. Da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. Dafür werden dich alle Heiligen bitten zur rechten Zeit; darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen. Du bist mein Schirm; du wollest mich vor Angst behüten, daß ich errettet ganz fröhlich rühmen könne. Amen. Beichtrede, welcher ein geeignetes Schriftwort zu Grunde zu legen ist. Nach Schluß derselben fährt der Geistliche fort: Geliebte in Christo! Wollet euch nun vor dem heiligen Gotte demütigen und das Bekenntnis eurer Sünden mit bußfertigem und gläubigem Herzen ablegen, indem ein jeglicher mit mir also spricht: Der Geistliche, zum Altar gewandt, spricht die folgende Beichte: Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, ich armer, sündiger Mensch bekenne vor deinem heiligen Angesichte, daß ich leider schwer und mannigfaltig gesündigt habe(nicht allein mit äußerlichen, groben habe Gott⸗ ddeint . ühselig in Joch mmütig, tt fanft, en sind, rechnet, hebeine mein Mäseetat kennen. darum, selbigen daß ich u Gotte hem ind priht ündiger schwer groben Beichthandlung. 21 n, sondern auch mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, K rütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden), daß ich auf mancherlei Weise mit Gedanken, Worten und Werken deine allerheiligsten Gebote üÜbertreten habe, wie du, mein Herr und Gott, das wohl an mir er⸗ kennst und ich leider so vollkommen nicht erkennen kann. Aber solches alles ist mir leid und reuet mich sehr, und ich begehre von Herzen deine Gnade, o Gott, durch deinen lieben Sohn, Jesum Christum, und bitte, daß du mir alle meine Sünden vergeben und deinen heiligen Geist zur Besserung meines Lebens mitteilen wollest. Amen. Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser! Amen. Darauf wendet sich der Geistliche zur Gemeinde und spricht: Ist das nun euer aller aufrichtiges Bekenntnis? Sind eure Sünden euch von Herzen leid, setzet ihr all euer Vertrauen auf die Gnade Gottes in Christo und gelobet ihr, euer Leben hinfort mit Gottes Hilfe nach Gottes Willen anzustellen? so bezeuget solches selbst vor Gott und sprechet: Ja! Gem.: Jal Absolution. Past.: Der allmächtige Gott hat sich euer erbarmet, und ich, als verordneter Diener der christlichen Kirche, verkündige euch auf solch euer Bekenntnis nach dem Befehle unseres Herrn Jesu Christi die Vergebung aller eurer Sünden im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gehet hin in Frieden. Amen.“) Lasset uns beten:“) Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken dir für deine große Gnade und Barmherzigkeit, daß du durch deinen eingeborenen Sohn eine ewige Versöhnung gestiftet und durch sein heiliges Wort auch uns der Vergebung unserer Sünden hast versichern lassen; wir bitten ») Wenn die Feier des heiligen Abendmahls sich unmittelbar an die Beichthandlung anschließt, wie bei Kommunionen an Wochentagen, so können die auf die Absolution folgenden Stücke wegfallen, und es wird nur ein auf die Feier des heiligen Abendmahls überleitender Gesang gesungen. 8gier kann auch Psalm 105, V. 1 bis 42 eingeschaltet werden. 22 Ordnung der Gottesdienste. dich, regiere unsere Herzen durch deinen heiligen Geist, daß wir für solche deine Gnade dir allezeit dankbar bleiben, derselben in allen Nöten und Anfechtungen uns getrösten und in einem neuen, heiligen Leben vor dir wandeln mögen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Vaterunser.— Segen.— Schlußgesang. Die Ronfirmationshandlung. Past.: Geliebte Söhne und Töchter, wollet ihr nun euren Tauf⸗ bund mit Gott bestätigen, eurentchristlichen Glauben, in welchem ihr nach der Lehre unserer evangelisch-lutherischen Kirche unterwiesen seid, öffentlich bekennen und das Taufgelübde, das einst eure Paten sür euch abgelegt, nun selber auf euch nehmen, so sprechet: Ja. (Nachdem die Gemeinde nach Aufforderung des Geistlichen sich erhoben hat, fährt derselbe fort:) So frage ich euch nun vor Gott und dieser christlichen Gemeinde: 1) Glaubet ihr an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden? Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, ge⸗ storben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder aufgestanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen Er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten? Und an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben? so antwortet: Ja, das glauben wir.“) Antwort: Ja, das glauben wir. ) Statt dieser Frage kann auch folgende Form gebraucht werden: So fordere ich euch nun auf, euren christlichen Glauben zu bekennen, indem einer von euch im Namen eurer aller ihn sprechen möge(oder: indem ihr alle gemeinsam ihn sprechen möget). Einer der Knaben spricht das apostolische Glaubensbekenntnis(oder: die Uonfirmanden sprechen das apostolische Glaubensbekenntnis). So frage ich euch nun vor Gott und dieser christlichen Gemeinde: Be⸗ kennt ihr euch alle von Herzen zu diesem christlichen Glauben, auf den ihr getauft seid, so antwortet: Ja, wir glauben. Antwort: Ja, wir glauben. Konfirmationshandlung. 28 füt 2) Ich frage euch weiter: Gelobet ihr, diesem allerheiligsten Men Glauben gemäß durch die Gnade Gottes würdiglich zu wandeln, igen euch vor Sünden zu hüten und gottselig zu leben? so antwortet: rrn Ja, das geloben wir. Antwort: Ja, das geloben wir. 3) Ich frage euch zum dritten: Wollet ihr in solchem rechten Glauben und gottseligen Wandel mit Gottes Hilfe bis an euer Ende beharren und, damit ihr solches wohl vollbringen möget, euch mit ö fleißigem Gebet zu Gottes Wort und Tisch treulich halten? so ant⸗ ö ö wortet: Ja, mit Gottes Hilfe. Antwort: Ja, mit Gottes Hilfe. iesen Auf solch euer Bekenntnis und Gelübde bezeuge ich euch kraft aten meines Amtes als verordneter Diener der christlichen Kirche, daß der Gnadenbund Gottes, des dreieinigen, welchen Er in der heiligen oben Taufe euch zugesagt und versiegelt hat, feststeht, bestätige euch als Glieder unserer evangelisch⸗lutherischen Kirche und, wie ihr damit nde: alle Verpflichtungen derselben übernehmt, so spreche ich euch zu alle mels Rechte, Güter und Gaben, die unser Herr Jesus Christus Seiner gläubigen Gemeinde erworben und geschenkt hat. Solches tue ich ssern im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des heiligen der Geistes. Amen. ge⸗ Lasset uns nun zur Stärkung und Kräftigung dieser Kinder im Tage rechten Glauben und wahrhaftiger Gottseligkeit den Beistand des hend allmächtigen Gottes anrufen und also für sie beten: NEr Allmächtiger und barmherziger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, der Du allein alles Gute in uns anfängst, bestätigest und die vollendest, wir danken Dir von Herzen, daß Du diese Kinder Deiner de⸗ Kirche geschenkt, durch die heilige Taufe wiedergeboren und nun ir auch so weit erleuchtet hast, daß sie diese Deine Gnade und Güte und ihre Erlösung in Christo, Deinem liebem Sohne, unserm Herrn, auch selbst erkennen und vor Deiner Gemeinde jetzt bekannt haben. ö 21 Wir bitten Dich, Du wollest das gute Werk, das Du in ihnen an⸗ i gefangen hast, stärken, Deinen heiligen Geist in ihnen mehren, auf daß sie in Deiner Kirche und Gemeinde, im wahren Glauben Deines oder: heiligen Evangeliums stetig bleiben und beständig verharren, und — keine falsche Lehre noch fleischliche Lüste sie von der bekannten Wahr⸗ 1 heit abführen mögen. Sondern gib ihnen, daß sie zu Deinem heiligen Wohlgefallen an Christo, Deinem Sohne, unserm gemein⸗ 8838 9——— samen Haupte, immerdar wachsen, in aller Weisheit, Heiligkeit und Gerechtigkeit, damit sie Dich und Deinen lieben Sohn, unsern Herrn, samt dem heiligen Geiste als alleinigen wahren Gott immer voll⸗ kommener erkennen, herzlicher lieben und vor aller Welt mit Worten ö und all ihrem Leben je länger desto beständiger bekennen, loben ö und preisen; daß sie also nach ihrem Taufbunde Glauben und gut Gewissen bewahren, christlich leben, geduldig leiden, ritterlich ringen und durch Tod und Leben zu Dir in den Himmel dringen mögen, durch denselben unsern Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret, hochgelobet in Ewigkeit. Amen. Baterunser. * Der Friede Gottes, welcher höher ist, denn alle Vernunft, be⸗ wahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu zum ewigen Leben Amen. ——528.———— ligkeit und ern Herrn, nmer voll⸗ it Worte Hen ien, loben n und gut lich ringen en mos munft, be⸗ gen Leben COOlour& Grey ControlChart Pieis Cyan Green VeIllo Red Magenta