+———* II— SP 43 BP * 2 8 — 3 8 3———— 5 3* 5 PSPSPPPPP SPSDSDSSRRPPP 88 8 5 535 85558 8*. DD** PPPPPPPP 88335 — 83* 1•7 3 85 8 * 58 2 5⁵. 2 40 ö PPDPDDDD ö 2* 2•* — E 28 8 4*8 8883—. E 8 5 2 2 8 2— N 25 29 * 88 2 5⁷—* 94— B 82255* — SSRR SSR 5 E . SSE * SPPPPE SS E DEEE 2.——— SEE 22— PE 23 .— DD 23* Din— E 35— 5 D 225 29 259 2** .— 8 S E 257 5 555 353 2875 227 893932 257 489. 3— 5888838 3 55 7 588 58250 799 277* E 28— 9 12127 S 2„ 29—277 8855 2 8 9—9— ö— 23 5 ** + E 2 33— 47.— 4 23Z— 3 E. 281 SP — S 2 2. 8588 2 2 325 35 28* *** 7287 03 587 2 %75. 2 3 2Z— 23255 87 + 2 4 E —** — E 2 22* 2 * 287 8 5 917 85888 25 2 4 3 4— 2 2— 33 2— 2 2 3 * PD * 0 5 „e I. 12 27— S E 120 EE F 32 5* B +— 3*** 1238 2 ) 3 EP * * 24 22— 225 * + 22 2 I 4 9852 + 4 2 525255755555* 4— 4 6 54—— 9 2555 SE I52552 W D SPSPSPPPPPPPP‚‚‚‚‚‚‚‚TTR gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Payern. dc,=,.— Verkaufoͤpreis: ungebunden 29 Kreuzer. Cl.—— Kraft des der allgemeinen Pfarrwittwen⸗Kasse zustehenden Verlagsrechts dermalen im Berlag bei U. E. Sebald, Buchdruckereibesizer in Nürnberg. 16 7 4. —. —— 2 0 05 2 66 Privilegium. Wir Maximilian Joseph, von Gottes Gnaden Rönig von Bayern. Nachdem Wir unterm 26. December vorigen Jahrs die Ein⸗ führung eines neuen Gesangbuches für sämmtliche protestan⸗ tische Gemeinden Unseres Königreiches genehmigt haben, so finden Wir Uns nunmehr bewogen, zur bessern Begründung einer Versorgungs-Anstalt für Pfarrers-Wittwen und Waisen das Privilegium auf dieses Gesaͤngbuch sowohl, als auf alle noch erscheinenden liturgischen Schriften zum kirchlichen Ge— brauche, so wie auf die protestantischen Religionsbücher zum Unterrichte in Schulen, der zu errichtenden allgemeinen Pfarr⸗ Wittwen-⸗Kasse zu verleihen. Wir ertheilen daher dieser allgemeinen Pfarr-Wittwen⸗ Kasse das Recht, die obgedachten Bücher, zur Erzielung der möglich wohlfeilsten Preise und der nöthigen Gleichförmig— keit, ganz allein zu verlegen, zu drucken, auszugeben und feil zu haben, und dieselben durch ihre aufgestellten Kommis⸗ sionarien im ganzen Königreiche verkaufen zu lassen. Demzufolge verbieten Wir allen Unsern Unterthanen, insonderheit aber allen, in Unsern Staaten angesessenen Buchdruckern und Buchhändlern bei Vermeidung Unserer aller⸗ höchsten Ungnade und einer Strafe von Ein Hundert Dukaten, wovon jedesmal die Hälfte Unserer Staats⸗Kasse, die andere Hälfte aber der allgemeinen Pfarr-Wittwen-Kasse zufallen soll, sich unter keinerlei Form und Vorwand, weder mittel⸗ oder unmittelbar, einen Nachdruck oder Debit gemeldter Bücher und Schriften zu erlauben. SS.ZZ. ccccdcccedAtd * V 0 XI IV Zugleich ermächtigen Wir die allgemeine Pfarr⸗-Wittwen⸗ Kasse⸗Administration zur Sicherung dieses Privilegiums, bei verspürten Eingriffen mit Hülfe Unserer Obrigkeiten gegen die Beeinträchtigenden einzuschreiten, die unrechtmäßigen Auf⸗ lagen wegnehmen zu lassen, und nach den darüber erhaltenen Weisungen damit zu schalten; weswegen auch zu Jedermanns Kenntniß und Warnung, die in dem Verlage der Pfarr-Witt⸗ wen⸗Kasse erscheinenden Schriften mit einem besondern Stem— pel vor der Abgabe bezeichnet werden sollen. Zu dessen Urkunde haben Wir diesen Brief allerhöchst eigenhändig unterschrieben, Unser königliches geheimes In— siegel aufdrucken lassen und die Bekanntmachung desselben durch das Regierungsblatt befohlen. Gegeben in Unserer Haupt- und Residenzstadt München den vierten August im Ein Tausend acht hundert und eilften Jahre, Unsers Reiches im Sechsten. Max Joseph. Graf von Montgelas. Auf königl. allerhöchsten Befehl, der General⸗Seeretär F. Kobell. Inhalts Verzeichniß. Erste Abtheilung. Allgemeine Gesänge für den öffentlichen Gottesdienst. Lob⸗ und Danklieder Nr. 1— 14. Gebetlieder Nr. 15— 31. Sonntags⸗ und allgemeeine Gottes⸗ dienstlieder Nr. 32— 43. Bweite Abtheilung. Hohe Fest⸗ und Feiertagslieder. 1) Die hohen Feste und Festzeiten. Advent Nr. 44— 54. Anfang des Kirchenjahrs Nr. 55— 56. Weihnacht Nr. 57— 71. Neujahr Nr. 72— 82. Epiphanias Nr. 83- 87. (Darstellung Ehristi Nr. 88—89.) Passionszeit und Charfreitag Nr. 90— 111. (Begräbniß Jesu Nr. 112— 114.) Ostern Nr. 115— 133. (Ostermontag Nr. 134) Himmelfahrt Nr. 135— 145. Pfingsten Nr. 146— 161. Trinitatisfest Nr. 162— 169. 2) Kirchliche Feiertage. Reformationsfest Nr. 170— 171. Kirchweihfest Nr. 172— 173. Bußtag Nr. 174— 177. Erntefest Nr. 178— 179. Geburts⸗ und Namenstag des Landesherrn Nr. 180- 181. Dritte Abtheilung. Kirchliche Handlungen. 1) Die heiligen Saeramente. Taufe Nr. 182- 186. Abendmahl Nr. 187— 201. (Nach dem Abendmahl Nr. 202— 207.) 2) Die andern lirchlichen Handlungen. Confirmation Nr. 208— 211. Beichte Nr. 212— 218. Ordination Nr. 219— 220. Trauung Nr. 221— 224. Begräbniß Nr. 225— 230. (Bei Kinderleichen Nr. 231- 232.) Inhalts-Verzeichniß. vierte Abliheilung⸗ Oer schristliche Glaube. Allgemeine Glaubenslieder Rr. 233— 239. Gott der Vater. Wesen und Eigenschaften Nr. 240— 248. Schöpfung und Erhaltung Nr. 249— 254. (Von den Engeln Nr. 255—- 256.) Vorsehung und Regierung Nr. 257— 264. Gott der Sohn. Versöhnung und Erlösung Nr. 265— 278. Jesuslieder Nr. 279— 296. Gott der heilige Geist Nr. 297— 300. Wort Gottes Nr. 301— 311. Kirche und Reich Gottes Nr. 312— 327. Missionslieder Nr. 328— 336. Fünfte Abriheitüng. Das christliche Leben. Sündenbekenntniß und Buße Nr. 337— 349. Rechtfertigung und Gnadenstand Nr. 350— 367. Kampf der Heiligung Nr. 368— 380. Früchte der Wiedergeburt Nr. 381— 402. Kreuz- und Trostlieder Nr. 403— 430. Morgenlieder Nr. 431— 456. Tischlieder Nr. 457— 461 Abendlieder Nr. 462— 485. (Am Schluß der Woche Nr. 486— 487.) (Am Sonntagabend Rr. 488— 489.) Haus- und Chestand Nr. 490— 495. (Kinder Rr. 496— 497.) (Freunde Nr. 498.) Obrigkeit Nr. 499— 500. Krieg und Friede Nr. 501— 504. Mißwachs und Theuerung Nr. 505— 507. Krankheit und Seuchen Nr. 508— 510. Allerlei gemeine Noth Nr. 511— 514. ech ste Abrheilung. Von den letzten Dingen. Tod Nr. 515— 546. (Tod und Begräabniß von Kindern Nr. 547— 549.) Auserstehung, Gericht und ewiges Leben Nr. 550— 568. ——— ** S.....— Ccccec c Alphabetisches Melodieen⸗Verzeichniß. „Ach Gott, erhör mein Seufzen— Nr. 408. „Ach, Gott und Herr,— Nr. 338, 142, 309. Ach, Gott vom Himmel— Nr. 301, 506, 507. „Ach Jesu, dessen Treu— Nr. 24, 342, 426. „Ach, was soll ich Sünder— Nr. 47, 51. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig— Nr. 534. „Ach, wir armen Sünder— Nr. 91. „Allein Gott in der Höh— Nr. 164, 10. „Allein zu dir, Herr Jesu Christ— Nr. 337, 23. 10. Alle Menschen müssen sterben— Nr. 556, 143, 184, 206. 11. Alles ist an Gottes Segen— Nr. 260, 144, 290. 12. Als Jesus an dem Kreuze— Nr. 106, 259. 13. An dir allein, an dir— Nr. 346. 14. An Wasserflüssen Babylon— Nr. 98, 199. 15. Auf, auf, mein Herz, und du— Nr. 32. 16. Auf diesen Tag bedenken wir— Nr. 136. 17. Auserstehn, ja auferstehn— Nr. 230. 18. Auf, ihr Heiden, lobet— Nr. 331. 19. Auf meinen lieben Gott— Nr. 406, 340 20. Aus meines Herzens Grunde— Nr. 432, 49, 52. 21. Aus tieser Noth schrei ich— Nr. 174, 175, 341. 22. Beschränkt, ihr Weisen— Nr. 356, 363. 23. Beschwertes Herz, leg ab— Nr. 34. 24. Christe, du Lamm Gottes— Nr. 187. àu.(Christ fuhr gen Himmel— Nr. 135. 25b.(Christ ist erstanden— Nr. 115. C. Christus ist erstanden— Nr. 118. 26. Christ lag in Todesbanden— Nr. 117. 27. Christum wir sollen loben schon— Nr. 462, 463. 28. Christus der ist mein Leben— Nr. 529, 21, 127. 29. Christus, der uns selig macht— Nr. 90. 30. Da Cbristus geboren war— Nr. 67, 514. 31. Dank sey Gott in der Höhe— Nr. 249, 351. 92. Den die Hirten lobten sehre— Nr. 294. 33. Der lieben Sonne Licht— Nr. 475, 228. 34. Der Tag mit seinem Lichte— Nr. 469. 35. Die güldne Sonne,— Nr. 439. 36. Die Himmel rühmen— Nr. 247. 37. Die Nacht ist kommen,— Nr. 464. 38. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz— Nr. 468, 27, 167, 481. 39. Dieß sind die heilgen zehn Gebot— Nr. 302. 40. Dir, dir, Jehova, will ich— Nr. 26, 332. 41. Du großer Schmerzenmann— Nr. 95. 42. Ein seste Burg Nr. 170. 43. Eins ist noth; ach Herr— Nr. 288. 44. Erbalt uns, Herr,— Nr. 313, 314, 460, 465, 486, 500. 45. Ermuntre dich, mein schwacher Geist— Nr. 65, 547. 46. Erschienen ist der herrlich Tag— Nr. 120, 125, 137, 138, 449. NES= . 2* Ke—. —.—. „Gs ist das Hell—Nr. 267, 9, 123 124, 235, 248, 254, 277, 326, 350. . Es ist genug,— Nr. 538, 536, 549. „Es ist gewißiich an der Zeit— Nr. 550, 191, 196, 197, 234, 344, 566. „Es kostet viel, ein Christ— Nr. 392, 393. „Es spricht der Unweisen Mund— Nr. 181, 221, 264, 304, 384. „Es woll uns Gott genädig— Nr. 328, 162. Fahre sort, fahre sort,— Nr. 320. „Freu dich sehr, o meine Seele— Nr. 530, 153, 156, 160, 195, 243, 256, 300, 333, 348, 373, 385, 386, 388, 446. „Freuet euch, ihr Cbristen— Nr. 60. „Fröhlich soll mein Herze— Nr. 62, 159. „Gelobet seyst du, Jesu Christ— Nr. 57, 55, 63. Gelobt sey Gott im hochsten Thron— Rr. 119. „Gib dich zufrieden und sey stille— Nr. 410. „Gott, den ich als Liebe kenne— Nr. 508. „Gott der Vater, wohn uns bei— Nr. 163. „Gott des Himmels und der Erden— Nr. 437, 33, 155, 284, 452. „Gott ist mein Lied— Nr. 246. Gott lebet noch— Nr. 418. Gott Lob! Nun ist die Nacht— Nr. 451. „Gott sey gelobet und gebenedeiet— Nr. 202, 193. „Gottes Sohn ist kommen— Nr. 60, 531. Gott sorgt für dich— Nr. 414. „Herr Cbrist, der einig Gott's Sohn— Nr. 25, 96. „Herr Gott, dich loben alle wir— Nr. 31, 46, 433, 438. Herr Gott, dich loben wir— Nr. 1. „Herr Gott, nun schleuß— Nr. 528. „Herr Jesu Cbrist, dich zu uns— Nr. 36, 37, 38, 372, 431, 434, 454. Herr Jesu Cbrist, du hochstes Gut— Nr. 212, 102, 103, 510, 517. „Herr Jesu Christ, meins Lebens— Nr. 298, 329, 47³. „Herr, wie du willt— Nr. 521J, 251, 345, 368, 425, 503. „ Herzlich lieb bab ich dich— Nr. 18, 213. „Herzolich thut mich verlangen— Nr. 524, 19, 77, 89, 100, 306, 409, 525, 533, 548. „Herzliebster Jesu, was hast du— Nr. 93, 109, 317, 400. „Heut triumpbiret Giortes Sobn— Nr. 121, 122. Hüter, wird die Nacht— Nr. 453, 445. 2. Ich armer Mensch— Nr. 215, 177, 218, 222, 310, 444. „Ich bin ja, Herr, in deiner Macht— Nr. 532. „Ich dank dir seoon— Nr. 455, 456 „Ich danke dir, o Gott,— Nr. 155. Ich bab mein Sach— Nr. 535. „Ich ruf zu dir, Herr Jesu— Nr. 17. „Ich nrube nun in Gontes Armen— Nr. 198. „Ich will dich lieben— Nr. 283. Jehova, Jebova— Nr. 14. Jebova ist mein Licht— Nr. 262. Jerusalem. du bochgebaute Stadr— Nr. 552. 93. Jesat a, dem Propbeten.— Nr. 162. 4. Jesu, der du meine Seele— Nr. 3⁴3, 105, 285, 299. 4, 452 55. 96. 97. 99. 100. 101¹. 102. 103. 104. 105. 106. 107. 108. 109. 110. Wt. 112. 113. 114. 115. 116. 117. 118. 119 120. 121. 12². 123. 124. 125. 126. 127. 128. 129. 130. 131. 132. 133. 134. 135. 136. 137. 138. 139. 140. 141. Zesu, bilf siegen— Nr. 377, 321, 505. Jesu, meine Freude— Nr. 282, 158, 261, 295, 419, 423, 480. Nsu, meines Lebens Leben— Nr. 97, 12, 134, 217, 224, 272, 391. 498. Jesus Cbristus, unser Heiland, der den— Nr. 116. Jesus Christus, unser Heiland, der von— Nr. 190. Jesus, meine Zuversicht— Nr. 558, 54, 86, 108, 131, 173, 269, 542, 544, 546, 561. In dich hab ich geboffet— Nr. 16, 183, 499. Komm, Gott Schöpfer— Nr. 147, 146, 150. Komm, beiliger Geist, Herre Gott— Nr. 148, 157. Kommt her zu mir— Nr. 22, 238, 297, 316. Lasset uns den Herren— Nr.. 120, 253, 389. Liebster Jesu, wir sind hier— Nr. 39, 40, 41, 43, 161, 185, 311, 539. Lobe den Herren, den mächtigen— Nr. 8, 69. Lobe den Herren, o meine Seele— Nr. 13. Lobet den Herren alle, die— Nr. 440, 436, 513. Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich— Nr. 61, 70. Machs mit mir, Gott— Nr. 526, 80, 252, 370, 371, 397, 398. Macht boch die Thür— Nr. 44. Mein Auge wacht— Nr. 483. Meinen Jesum laß ich nicht— Nr. 281, 53, 78, 209, 216, 291, 421. Meine Seele, willst du ruhn— Nr. 396. Mein Freund zerschmelzt— Nr. 292. Mein Herzens-Jesu— Nr. 28, 30, 319, 323, 327, 336, 447, 478. Mein Jesu, dem die Seraphinen— Nr. 324. Mein Seel erhebt den Herren— Nr. 266. Mit Fried und Freud fahr ich— Nr. 88. Mit meinem Gott geh ich— Nr. 472, 355, 484, 497. Mitten wir im Leben— Nr. 515. Morgenglanz der Ewigkeit— Nr. 442. Nun bilten wir den heilgen Geist— Nr. 149. Nun danket alle Gott— Nr. 3, 165, 166, 504. Nun danket all und bringet— Nr. 5, 6. Nun freut euch, lieben— Nr. 265, 56, 72, 81, 126, 139, 239, 268, 280. Nun komm, der Heiden Heiland— Nr. 45, 334. Nun laßt uns den Leib— Nr. 225, 111, 113, 229, 466, 519. Nun laßt uns Gott— Nr. 457, 75, 204, 258, 441, 443. Nun lob, mein Seel— Nr. 2, 82, 203, 236, 240, 502. Nun preiset alle— Nr. 4. Run sich der Tag— Nr. 476, 227, 395, 448, 488. O daß ich tausend Zungen— Nr. 11, 68, 178, 244, 364, 366. O du Liebe meiner Liebe— Nr. 104, 211. O Durchbrecher aller Bande— Nr. 374, 271, 308. O Ewigkeit, du Donnerwort— Nr. 555, 278, 330, 567. O Gott, du srommer Gott— Nr. 20, 4³j 79, 219, 231, 237, 270 390, 450. O Herre Gott, dein göttlich Wort— Nr. 303, 305, 540. + O Jesu Cbrist, meins Lebens Licht— Nr. 522, 74, 92, 192, 200, 276, 354, 467, 527, 560. O Jesulein süß— Nr. 151. +. 1 I V 142. 143. O Traurigkeit— Nr. 112, 110, 114, 479. O Welt, ich muß dich lassen— Nr. 516, 99, 232, 255, 257, 362, O Lamm Gottes unschuldig— Nr. 189. O liebster Herr Jesu Christ— Nr. 394. 420, 427, 470, 482, 485, 489, 509, 537. „O wie selig seyd ibr doch— Nr. 554, 553. „Ninge recht, wenn Gottes Gnade— Nr. 378, 424. Ruhet wohl, ihr Todtenbeine— Nr. 226. „Schaffe in mir, Gott— Nr. 188. „Schmücke dich, o liebe Seele— Nr. 194, 273, 274, 461. Schwing dich auf zu deinem Gott— Nr. 353, 367, 401, 494 Seelenbräutigam— Nr. 286, 210, 223, 289. „Sollt es gleich bisweilen scheinen— Nr. 415. „Straf mich nicht in deinem Zorn— Nr. 176, 29, 375, 568. Unser Herrscher, unser König— Nr. 35, 361, 563, 564. 3. Valet will ich dir geben— Nr. 523, 48, 64, 83, 352, 545, 559, 562. VPater unser im Himmelreich— Nr. 15, 339, 405, 512, 518. Verleih uns Frieden gnädiglich— Nr. 501. Vom Himmel boch da komm ich her— Nr. 58, 59, 71, 130. Von Gott will ich nicht lassen— Nr. 382, 50, 407. Wachet auf, rust uns— Nr. 551, 132, 133, 201, 376, 565. Warum sollt ich mich denn grämen— Nr. 412. Was Gott tbut— Nr. 416, 179, 263, 296, 399, 429. Was mein Gott will— Nr. 403, 369, 383, 411. Weil nichts gemeiner ist— Nr. 145, 205, 275, 309. 3. Welt, ade ich bin— Nr. 557. Wenn mein Stündlein— Nr. 520. Wenn wir in böchsten Nöthen— Nr. 511, 73, 381, 404, 428, 458. „Werde Licht du Stadt— Nr. 84, 76. „Werde munter, mein Gemüthe— Nr. 471, 85, 128, 387, 474, 477, 492, 496. „Wer nur den lieben Gott läßt— Nr. 413, 186, 208, 347, 349, 357, 358, 359, 360, 402, 417, 422, 487. „Wer weiß, wie nabe mir— Nr. 541, 107, 543. 3. Wie groß ist des Allmächtgen— Nr. 245, 322, 365, 430. „Wie schön leuchtet— Nr. 279, 87, 140, 154, 169, 172, 207, 220, 335, 491, 495 „Wie wobl ist mir o Freund— Nr. 287, 293. 3. Wir glauben all— Schöpfer— Nr. 233. „Wir glauben all— Vater— Nr. 168. Wo Gott, der Herr nicht— Nr. 171, 312, 380. „Wo Gott zum Haus nicht— Nr. 490, 493. Wunderbarer König— Nr. 250, 241, 242. „Zeuch ein zu meinen— Nr. 152, 141, 180. 182. 183. Zeuch meinen Geist— Nr. 307. Zion klagt mit Angst— Nr. 315, 94, 101, 214, 318. N Erste Abtheilung. Allgemeine Gesänge für den öffentlichen Gottesdienst. 94 Lob⸗ und Danklieder. 59, 562. 1. Eigne Melodie.(Altkirchlich.) 1527. ů Erster Chor. Zweiter Chor. 57———— Px . SS—. ——— 5 Herr Gott, dich lo⸗ ben wir, Herr Gott, wir dan ⸗ken dir, d——— 2— ö—.. P dich, Ba⸗ ter in E-wig⸗keit, ehrt die Welt weit und breit. n II—— 1 1 e —.—— 22—5— 28, 458. All En⸗gel und Him⸗-melsheer und was die⸗net dei ⸗ ner Ehr, 2 e 7—————.— 22 10 S— 7. 34%9 auch Che⸗ru⸗ bim und Sera⸗ phim sin⸗gen im⸗mer mit ho⸗her Stimm: —————. TIISIIISSS.———. — 4— Hei⸗ lig ist un ⸗ser Gott! Hel⸗lig ist un ⸗ 18 Gott! H, 200, Beide Chöre— — Hͥ Hei ⸗ 10 ist un⸗ser Gott, der Her⸗re 3 oth! Erster Chor. en Chor. *— 2 2 0 ö 2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit geht ü⸗ber Hummel und Er⸗den weit. ö Der hei⸗li⸗gen zwölf Bo⸗ ten Zahl und die lie⸗ben Pro⸗phe⸗ten all, die theu⸗ren Märtrer all⸗zu⸗mal lo⸗ben dich, Herr, mit gro⸗ßemSchall. Die gan⸗ze wer⸗the Chri⸗stenheit rühmt dichauf Er⸗den al ⸗le ⸗ zeit: dich, Gott Vater, im höchsten Thron, dei⸗nen rech- ten und ei⸗ni⸗gen Sohn, denheili⸗ Rem GaistundTrösterwerth mit rech⸗ tem Dienst sie lobt und ehrt. 1 Lob⸗ und Danklieder. Erster Chor. Zweiter Chor. N I 5.—.——— —— +. Du Köenig der Eh⸗ken, Jesu Christ, Gott Va⸗ters ewiger Sohn du bist; — ———. 1—— —.— WberJungfraudeibnichthastwerschmäht, du hast dem Tod zerstört sein Macht du sitzst zur Rech⸗ten Gottes gleich ein Mich⸗=ter du zu⸗künf⸗tig bist zur=lö⸗ sen das menschlich Geschlecht; und all Christen zum Himmel bracht; mit al⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich; al⸗les, das todt und le-bend ist. 4—— ——— —.—.— 2. Num hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit deim theurn Blut er⸗loͤ⸗ set seyn; V— laß uns im Himmel ha⸗ben Theil mit den Hei⸗li⸗gen in ewi⸗gem Heil; V 1 I— dei⸗nem Volk, Herr Je⸗s 23—— —— und se⸗gen, das dein Erbtheil ist; —— art und stg 5 al⸗ler SSPT.——— D und heb sie hoch in E-wig⸗ keit. . — — ——2—— —— . Täg⸗ lich Herr Gott, wir lo⸗ en dich und ehrn dein Namen ste⸗tig- lich. — * „e, öSS.SEII Be⸗hüt uns heut, o treu⸗er Gott, Sey uns gnä-dig, o Her⸗re Gott, Zeig uns dei⸗ne Barmher⸗zig⸗keit, vor al⸗ler Sund und Mis⸗se⸗ se⸗ that! seyuns gnä⸗dig in al⸗ler Noth! wie un⸗ ser Hoffnung zu dir steht; 7. auf dich hof⸗fen wir, lie⸗ber Herr, Beide Chöre: in Schan⸗den laß uns nim⸗mer⸗mehr. steht; ⸗ uht. lyl, Lob- und Danklieder. 3 2. Eigne Melodie. 1540. — I... DDDeEeEee.. 1. Nun lob mein Seel den Her⸗ren, was in mir ist, den Namen sein; sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, o Her⸗ ze mein! d———— 2 SISSS.——.— 20——..—— 1— 85———— Hat dir dein Sünd ver⸗ge s ben und heilt dein Schwachheit göß, — +— 75 1 2———.—5 en er⸗ rett dein ar⸗mes Le ⸗ ben, nimmt dich in sei ⸗nen Schoß, Q 4..— 5 +—8— 1 * V 2———.——— 11— K.—— +—————0 1 L 1— 1—.——— mit rech⸗ tem Trost be⸗schüt⸗ tet, ver-⸗jüngt dem Ad⸗=ler gleich; 8 ů DRDD — der Herr schafft Recht, be⸗hüns tet, die lei den in seim Reich. 2. Er hat uns wissen lassen ein nichtiges Geschlechte, ein sein herrlich Recht und sein Ge⸗ Blum und fallend Laub: der richt, darzu sein Güt ohn Ma⸗ Wind nur drüber wehet, so ist es ßen; es mangelt an Erbarmung nimmer da: also der Mensch ver⸗ nicht. Sein Zorn läßt er wohl gehet, sein End das ist ihm nah. fahren, straft nicht nach unsrer 4. Die Gottesgnad alleine Schuld; die Gnad thut er nicht bleibt stet und fest in Ewigkeit sparen, den Blöden ist er hold; bei seiner lieben G'meine, die sein Güt ist hoch erhaben ob den, steht in seiner Furcht bereit, die fürchten ihn; so fern der die seinen Bund behalten. Er Ost vom Abend ist unser Sünd herrscht im Himmelreich. Ihr dahin. starken Engel, waltet seins Lobs 3. Wie sich ein Mann erbar⸗Wund dient zugleich dem großen met über sein junge Kindelein, Herrn zu Ehren, und treibt sein so thut der Herr uns Armen, heiligs Wort; mein Seel soll wenn wir ihn kindlich fürchten auch vermehren sein Lob an al⸗ rein; er kennt das arm Gemäch⸗ lem Ort. te und weiß/ wir sind nur Staub, Johann Graumann, geb. 1487, 4+ 1541. 3. Eigne Melodie. Crüger, 1649. d,—5——.—.—.—. ö ꝗSSDDD—. + 4——— I—. —. 2 1. Nun dan⸗ket al⸗le Gott mit Her⸗zen, Mund und Hän- den, der gro⸗ße Din⸗ge thut an uns und al ⸗len En⸗-den, 1* ——— Lob⸗ und Danklieder. Fal 4 I I ——5— 5—.——.— 2..— ——— ů —.— der uns von Mut⸗ter⸗leib — und Kin⸗des-bei ⸗ nen an — 565 —... 2 15—— H 0 P......——.—3—3— —.———.—. ‚.I un⸗zaͤh⸗lig viel zu Gut 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, ja, uns aus aller Noth erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sey und noch jetz ⸗und ge⸗ than. Gott, dem Vater und dem Soh⸗ ne, und dem, der beiden gleich, im höchsten Himmelsthrone: dem dreieinigen Gott, als der im Anfang war, und ist und blei⸗ ben wird jetzund und immerdar. Martin Rinckart, geb. 1586, 4 1649. 4. Eigne Melodie. v. Löwenstern. 1644. ———— 4..——4 FE + +—— 2 2—383— 2—— —0— E——...EE.— + ů—V—ZT —7 2 E L— + 1— 1. Nun prei⸗set al⸗le Got⸗tes Barm⸗her⸗zig⸗keit, lob ihn mit Schal⸗le, +————————.— E E—.— 2——— . wer⸗the⸗ ste Chris sten⸗beit! Er läßt dich freund⸗ lich zu sich la⸗den, Q *——. .SSPSPSISSISSIITITITITIIIII.II....... —————— freu⸗e dich, Is⸗ra⸗ el, sei⸗ner Gna-den. Freu⸗e dich, Isra=el, .— H .—— 1 sei⸗ ner Gna ⸗ den. 2. Der Herr regieret über die ganze Welt, was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. Viel tausend Engel um ihn schweben, EPsalter und Harfen ihm Ehre geben. 1 3. Wohlauf, ihr Heiden, las⸗ set das Trauern seyn, zu grünen Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort ver⸗ künden, machet uns ledig von allen Sünden. 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und spaten Regen,[efüllet Uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob ver⸗ mehre, wertheste Christenheit! Ins soll hinfort kein Unfall scha⸗ den: efreue dich, Israel, seiner Gnaden. Matth. Apelles von Löwenstern, geb. 1594, 4 1648. Lob- und Danklieder. — L—— 1. Nun dan⸗ket all und bring⸗et Ehr, ihr Menschen in der Welt, 2.—.——.—. 1—— PPPPFTTTRRITI———— 5 ö—8 ene, ae ————9—.—.—I dem, des⸗sen Lob der En⸗gel Heer 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höch⸗ sten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält, und wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muths, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. im Him⸗mel stets ver⸗ meldt. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn in Israelis Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sey er stets unser Heil, und bleib auch, wann wir von der Erd abscheiden, unser Theil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676. 6. Mel. Nun danket all und bringet Ehr ꝛc. Crüger, 1658. · —. 1. Ich sin⸗ge dir mit Herz und Mund, Herr, mei⸗nes Her-zens Lust! 25— h— S DPTIIIIIII 25 —————.——.—.— 1 2 2 Ich weiß, das du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seyst, daraus uns aller früh und spat viel Heil und Gu— tes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Ich sing und mach auf Er-den kund, was mir von dir be⸗wußt. Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Him⸗ melszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält — 6 Lob⸗ und und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, wer⸗ then Fried in unserm Vater⸗ land? eAch, onr, mein Gott, das kommt von dir, und du mußt al⸗ les thun; du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns sicher ö ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr ö zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, herz⸗ ö lich bei. ö 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren * reicht. 11. Du zählst, wie oft ein ö Christe wein, und was sein Kummer sey; kein Zähr⸗ und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. Danklieder. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Lerdente Haus, wann uns die rd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Muth! Dein Gott, der Ur⸗ sprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Ju⸗ end auf versorget und ernährt? ie manchen schweren Un⸗ glückslauf hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment. Nein, was er thut und läßt ge⸗ schehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich seyn. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676. 20. Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc. Schop. 1641. 0 +—.. +*——— I 3——.—.— 9 1——.—.— SSSSSSSESSEEIIE— — —— — ——— der..0 — ——— Ist doch nichts als lau⸗ter Lie⸗ben, das sein treu⸗es Her- ze regt, Lob⸗ und Danklieder. 7 —.—.—. ö ...e, das ohn En=de hebt und trägt, —— 5 die in sei⸗ nem Dienst sich ü⸗ben. FFPFPFPFPFPFPFIFPITIFTFTITITITTTTTTTT SS. Al⸗les Ding währt sei ne Zeit, Got⸗tes Lieb in E⸗ wig⸗keit. 2. Wie ein Adler sein Gefie⸗ der über seine Jungen streckt, al⸗ so hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, also⸗ bald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stun⸗ de treibe. Alles Ding währt sei⸗ ne Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein theures Blut gewinn. O du ungegründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief er⸗ gründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Re⸗ gierer durch die Welt zur Him⸗ melspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glau⸗ benslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt eine Zeit, Gottes Lieb in Ewig⸗ eit. 5. Meiner Seele Wohlerge⸗ hen hat er ja recht wohl be⸗ dacht; will dem Leibe Noth zu⸗ stehen, nimmt ers gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Kön⸗ nen, mein Vermögen nichts ver⸗ mag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst be⸗ stellt; wo ich nur mein Aug hin⸗ kehre, find ich, was mich nährt und hält. Thier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüth, daß ich alle liebe Mor⸗ gen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan umge⸗ führt, die mich doch mein Lebe⸗ tage niemals noch bisher ge⸗ rührt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind anzurichten ist gemeint, in die Ferne weggewendet. Al⸗ les Ding währt seine Zeit, Got⸗ tes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kin⸗ de sein Herz niemals ganz ent⸗ Lob⸗ und zeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahne weicht: also hält auch mein Ver⸗ brechen mir mein frommer Gott Mulhn will mein Fehlen mit der uth und nicht mit dem Schwer⸗ te rächen. Alles Ding währt sei⸗ negeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart ge⸗ fangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr Danklieder. und lasse mirs nicht aus dem Sinn entgehn: Christenkreu hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wann der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Din währt seine Zeit, Gottes Lie in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. 8. Eigne Melodie. 1668. ——..—*— 7 WSSDDSSD..——— SS...— 1. Lo ⸗be den Her⸗ren, den mäch⸗ti-gesi Kö-nig der Eh ⸗ ren, mei⸗ne ge⸗ lie⸗be ⸗te See⸗le, das ist mein Be⸗ geh=⸗ren; H E:**——*2 + ———3—————.—5 + + 2— 1———.— B I—=..— kom⸗met zu Hauf, Psal⸗ter und Har⸗fe wacht auf, las⸗set den 1 * 2 1 IEII SSSSISSSESEESEEEEE —— 1..— Lob⸗ ge⸗sang hoͤ⸗ ren! 2. Lobe den Herren, der al⸗ les so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittigen sicher ge⸗ führet, der dich erhält, wie es dir immer gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Noth hat nicht der gnä— dige Gott über dir Flügel ge— breitet? 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar geseg— net, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmäch⸗ tige kann, der dir mit Liebe be⸗ gegnet! 9 Lob⸗ und Danklieder. 5. Lobe den Herren, was in hams Samen Er ist dein Licht; mir ist, lobe den Namen! Alles, Seele, vergiß es ja nicht; lobend was Odem hat, lobe mit Abra⸗ beschließe mit Amen! Joachim Neander, geb. 1640, 4 1680. 9. Mel. Es ist das Heil uns ꝛc. 15²3. * 2— 4—.—— N — 1. Seydob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater al⸗ ler Güt⸗te, dem Gott der al⸗le Wun⸗der thut, dem Gott, der mein Gemüthe a.— 3ůhũ———— . — 2 I 1 5 mit sei⸗nem reichen Trost er ⸗füllt + dem Gott, der al⸗len Jammer flillt: .— — L* ——.—— Gebt un⸗serm Gott die Eh ⸗ re! 2. Es danken dir die Him⸗ melsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schat⸗ ten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht: Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaf⸗ fen hat, das will er auch erhal⸗ ten; darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich: Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in mei⸗ ner Noth: ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nim⸗ mer nicht von seinem Volk ge⸗ schieden; er bleibet ihre Zuver⸗ sicht, ihr Segen, Heil und Frie⸗ den. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her: Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hülf er⸗ mangeln muß, die alle Welt er⸗ Rber so kommt, so hilft der leberfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen de⸗ nen zu, die sonsten nirgends fin⸗ den Ruh: Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, o Gott, dein Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich! Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Na⸗ men nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Gö⸗ tzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Ange⸗ 99.88I .—. 10 Lob⸗ und sicht mit jauchzenvollem Sprin⸗ gen, bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: Mel. Allein Gott in der Höh ꝛe. Danklieder. Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jak. Schütz, geb. 1640, 4 1690. (Altkirchlich.) 1540. 2 ———— —— — 4 8 —3.——— — —.— 1 e... 1. Bringt her dem Her⸗ren Lob und Ehr aus freu⸗di⸗gem Ge⸗mü⸗the; ein Je⸗der Gottes Ruhm vermehr und prei⸗se sei-ne Gü⸗ te. der uns be-frei- et aus der Noth, —. H —. H.— D. .—.— E 2. Lobt Gott und rühmet al⸗ lezeit die großen Wunderwerke, die Majestät und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt und dadurch alle Ding erhält: drum danket seinem Namen. 3. Lobt Gott, der uns erschaf⸗ sen hat, Leib, Seele, Geist und Leben aus lauter väterlicher Gnad uns allen hat gegeben; der uns durch seine Engel schützt und täglich gibet, was uns nützt: drum danket seinem Namen. 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn, der für uns ist ge⸗ storben, und uns die selge Le⸗ benskron durch seinen Tod er⸗ worben; der worden ist der Höll ein Gift und Frieden hat mit Gott gestift: drum danket sei— nem Namen. 5. Lobt Gott, der in uns und dan⸗ket sei ⸗-nem Na ⸗ men. durch den Geist den Glauben angezündet, und alles Gute noch verheißt, uns stärket, kräftigt, gründet; der uns erleuchtet durch sein Wort, regiert und treibet fort und fort: drum dan⸗ ket seinem Namen. 6. Lobt Gott, der auch dieß gute Werk, so in uns angefan⸗ gen, vollführen wird und geben Stärk, das Kleinod zu erlan⸗ gen, das er hat Allen dargestellt und seinen Gläubgen vorbehält: drum danket seinem Namen. 7. Lobt Gott, ihr starken Se⸗ raphim, ihr Fürstenthum und Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm, die hier auf Er⸗ den wohnen. Lobt Gott und preist ihn früh und spat; ja al⸗ les, was nur Odem hat, das danke seinem Namen. Cyriakus Günther, geb. 1650, 4+ 1704. FNET Lob- und Danklieder. 11 11. Eigne Melodie. 0 ———— 50 P e n 7* I I— +—— — + I — ein Loblied nach dem an⸗dern an 2. O daß doch meine Stim⸗ me schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank, und jeder Odem ein Gesang! 3. Was dr ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf! braucht allen euren Fleiß, und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir. Ihr schwanken Gräslein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet seyn, und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehülfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sey, o allerliebster Va⸗ ter, unendlich Lob für jede Gab; Lob sey dir, mildester Berather, für alles, was ich bin und hab, für alles Gute in der Welt, das du zu meinem Heil bestellt. von dem, was Gott an mir ge⸗than. 7. Mein treuster Jesu, sey ge⸗ priesen, daß dein erbarmungs⸗ volles Herz sich mir so hülfreich hat erwiesen, und mich durch Blut und Todesschmerz von Sa⸗ tans Macht und Grausamkeit zu deinem Eigenthum befreit. 8. Auch dir sey ewig Ruhm und Ehre, o heilig Wener Got⸗ tes Geist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld un⸗ säglich gnädige Geduld. 10. Vor Andern küß ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu Gute, und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinen Liebsten sey. 11. Ich hab es ja mein Lebe⸗ tage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vie⸗ ler Plage getreu durch alles hast geführt. Denn in der größesten 12 Lob- und Danklieder. Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 12. Wie sollt ich nun nicht völler Freuden in deinem ste⸗ ten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht tri⸗ umphirend einher gehn? Und flele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig seyn. 13. Ich will von deiner Güte fingen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer Mel. Jesu, meines Lebens ꝛc. bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wann der Mund wird kraftlos seyn, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 14. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wann ich bei deinen Engeln bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tau⸗ send Halleluja vor. Johann Mentzer, geb. 1658, 4 1734. 12. 1687. 44 ů—ĩ +*— + —.—&—..—.—— —*—— L— 1 2 1. Wo⸗mit soll ich dich wohl lo⸗ben, mäch ⸗ti-ger Herr Ze⸗ba⸗ oth? Sen⸗de mir da⸗ zu von o- ben dei⸗nes Gei⸗stes Kraft, mein Gott! 6⁵ EEETETT—.————— Denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗chen dei-ne Gnad und Lie⸗bes⸗zei⸗chen. .—..— x. 14.— +2—1 1 2——— 2——— 40— 2——.— 1—..—— LII —— + I——.— gro⸗ßer Kö⸗ nig, Dank da⸗für! Tau⸗send, tau⸗send⸗mal sey dir, 2. Herr, entzünde mein Ge⸗ müthe, daß ich deine Wunder⸗ macht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gna⸗ dengüssen Leib und Seele zeu— gen müssen. Tausend, tausend⸗ mal sey dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich nur der Sünden⸗ straßen, drauf ich häufte Schuld mit Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Lang⸗ muth und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getra⸗ gen mit Erbarmen. Tausend, tausendmal sey dir, großer Kö⸗ nig, Dank dafür! 4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hie zu ergründen. Tau⸗ send, tausendmal sey dir, gro— ßer König, Dank dafür! 5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tau⸗ send, kausendmal sey dir, gro⸗ ßer König, Dank dafür! 6. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem An⸗ Herz dund mich Lob allen soll h bei ig ich tau⸗ 11¹³⁴ 1³²⁷ — ——0 otbe Gottl chen. 5 gesicht; du, du trittst hervor in Klarheit, in Gerechtigkeit, Ge⸗ richt, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Ver⸗ langen möcht an deinem Willen hangen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 8. Wie ein Vater nimmt und gibet, nachdems Kindern nützlich ist; so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist, und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs Höchste kommen. Tausend,‚ tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 9. Mich hast du auf Adlers⸗ flügeln oft getragen väterlich, in den Thälern, auf den Hü⸗ geln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zerrinnen, Lob⸗ und Danklieder. 13 ward ich deiner Hülf doch innen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 10. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehn⸗ mal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel star⸗ kes Heer, daß den Nöthen, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend, tau⸗ sendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 11. Vater, du hast mir erzei⸗ get lauter Gnad und Gütigkeit; und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit; und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 12. Tausendmal sey dir ge⸗ sungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bis⸗ her gelungen; ach, laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für, ewig, ewig dan⸗ ken dir! Ludwig Andr. Gotter, geb. 1661, 4 1735. 13. Eigne Melodie. 1713 — —2 Ich will ibn lo= ben 2 1. Lo⸗be den Herren, o mei-ne See- le! weil ich noch Stunden auf Er-⸗ den zäh=le, will ich lobsin-gen 7—— N + SPPIISIEE——— — ö—.— E — Rbis in Tod; wer-de ge⸗ mei-nem Gott. Der Leib und Seel ge-ge⸗ ben hat V 9 prie ⸗sen früh und spat. Hal⸗le ⸗lu⸗ ja, Hal ⸗-lo⸗ lu⸗ ja! 14 Lob⸗ und Danklieder. 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre An⸗ schläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hülfe an. Halleluja, Hal⸗ leluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hülfe der Gott Ja⸗ kobs ist; welcher vom Glauben sich nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rath und That. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden, und was darin— nen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Un⸗ recht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei; seine Genad ist mancherlei. Hal⸗ leluja, Halleluja! 6. Handent Augen gibt er den Blinden, erhedt, die tief gebeuget gehn. Wo er kann ei⸗ nige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Auf⸗ sicht ist der Fremden Trutz; Wittwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! 7. Aber der Gottesvergeß— nen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur ma⸗ chen verkehrte Schritte, und fal⸗ len selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich. Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder thut. Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Muth. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil⸗ gen Geist. Halleluja, Hal— leluja! Johann Danlel Herruschmidt, geb. 1675, 4 1723. 14. Eigne Melodie. Knecht. 1815. SSSSEESIISIE. — 2— S... Je⸗ ho- va, Je-ho- va, Je-ho⸗ va! Dei⸗nem Na⸗men sey ——.— auf dein Wort in Staub zerfällt, foll in unsern Hal⸗len das Hei⸗lig! Heizlig! „ e er,.. dö—‚..iiii ieie‚eeee 1855— . 30 Heizig! er⸗schal- len. Halsle Iu= ja, Hal⸗le lu⸗ ja! SIS‚‚eet— ———— die freiʒ Hal⸗ t er tief N ei⸗ läßt Auf⸗ rutz; ilt er Hja! rgeß⸗ arker ma⸗ Dfal⸗ Der Zion, dich. schen, der so Gebetlieder. 15 Gebetlieder. 1* Eigne Melodie. 1540. ——————.——— FE + I——1 I—2 + + +— XC... J.... 1——3..9.——..—.—. 2 1 W..— ...— 26 II— +— 1 +. 13 1. Va⸗ter un⸗ser im Himmel⸗reich, der du uns al⸗le hei⸗ßest gleich at 4 SSSPSSIIII TTTTT —— 5H—— 1— 755 ů I.· Brüuͤder seyn und dich ru⸗sen an, und willt das Be⸗ten von uns han; 0 9———— iSiiSi‚iiiEiEi.... HEEETT—.—————2——.— 2— E — + +— I 2—— 2—6 I. gib, daß nicht bet al⸗lein der Mund, hilf, daß es geh von Herzensgrund! 2. Geheilget werd der Name 6. All unser Schuld vergib dein, dein Wort bei uns hilf uns, Herr, daß sie uns nicht be⸗ halten rein, daß auch wir leben trüben mehr, wie wir auch un⸗ heiliglich, nach deinem Namen sern Schuldigern ihr Schuld würdiglich. Herr, behüt uns und Fehl vergeben gern. Zu für falscher Lehr, das arm ver⸗ dienen mach uns all bereit in führet Volk bekehr! rechter Lieb und Einigkeit. 3. Es komm dein Reich zu 7. Führ uns, Herr, in Versu⸗ dieser Zeit und dort hernach in chung nicht; wenn uns der böse Ewigkeit; der heilig Geist uns Geist anficht, zur linken und zur wohne bei mit seinen Gaben rechten Hand if uns thun star⸗ mancherlei; des Satans Zorn ken Widerstand, im Glauben und groß Gewalt zerbrich, für fest und wohlgerüst, und durch ihm dein Kirch erhalt! des heilgen Geistes Trost! 4. Dein Will gescheh, Herr 8. Von allem Uebel uns er⸗ Gott, zugleich auf Erden wie lös, es sind die Zeit und Tage im Himmelreich, gib uns Ge⸗ bös; erlös uns vom ewigen Tod duld' in Leidenszeit, gehorsam und tröst uns in der letzten Noth; seyn in Lieb und Leid, wehr und bescher uns auch ein seligs End, steur allem Fleisch und Blut, das nimm unser Seel in deine Händ. wider deinen Willen thut. 9. Amen, das ist, es werde 5. Gib uns heut unser täglich wahr! Stärk unsern Glauben Brod, und was man darf zur immerdar, auf daß wir ja nicht Leibesnothz b'hüt uns, Herr, für zweifeln dran, das wir hiemit Unfried und Streit, für Seu⸗ gebeten han; auf dein Wort in chen und für theurer Zeit, daß dem Namen dein, so sprechen wir in gutem Frieden stehn, der wir das Amen fein. Sorg und Geizes müßig gehn. ODr. M. Luther, geb. 1483, 4 1548 Gebetlieder. Eigne Melodie. 9—— I 1. äSPSSIISIIIIITIIII.II. ——* LI I 2 V — In dich hab ich ge⸗hof⸗fet, Herr, hilf, daß ich nicht zu Schanden werd 27—.—..———— SDSISSISISISISSISSSeeeeee S.I.......... —— noch e ⸗wig-lich zu Spot⸗ke; das bikt ich dich: er⸗hal-te mich U — HN— X + + I · 2. Dein gnädig Ohr neig her u mir, erhör mein Bitt, thu dich herfür, eil, bald mich zu er⸗ retten; in Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in mei⸗ nen Nöthen. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sey mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, wider mein Feind, der gar viel seind an mich auf bei⸗ den Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hülf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in al⸗ ler Noth: wer mag mir wider— streben? 21 Oot 2— in dei⸗ner Treu, Herr Got ⸗te. 5. Mir hat die Welt trüglich gericht mit Lügen und mit fal⸗ schemG'dicht viel Netz und heim⸗ lich Stricke; Herr, nimm mein mich in dieser G'fahr; b'hüt mich vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! O wahrer Gott, aus aller Noth hilf mir am letzten Ende! 7. Glori, Lob, Ehr und Herr⸗ lichkeit sey Gott Vater und Sohn bereit, dem heilgen Geist mit Namen; die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum. Amen! Adam Reißner, geb. 1471, 4 1563. 17. Eigne Melodie. 1535. + N 0 +———.——— —.———.—.—— ISSEED Ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ser Fr — 7*3 1. Ich ruf zu dir, Herr Je⸗ su Christ, ich bitt, er⸗hör mein Kla⸗gen! ist, laß mich doch nicht ver⸗za⸗gon. —.— +— + —.———....— DeE S Den rechten Weg, o Herr, ich mein, den wollest du mir gesben, dir zu le⸗ben, D 7 PF FFFF T————— 60.——.————————..— 2 +.*——— meim Nächsten nütz seyn, — dein Wort zu hal⸗ten e ⸗ ben. Hs Us Gebetlieder. 47 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl ge⸗ ben, daß ich nicht wieder werd zu Spott, die Hoffnung gib da⸗ neben; voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög ver⸗ trauen und nicht bauen auf al⸗ les mein Thun, sonst wirds mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Her⸗ zensgrund mein Feinden mög vergeben, verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis laß allweg seyn, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht daher, das mich bald möcht ver⸗ kehren. 18. Cigne Melodie. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; beständig seyn ins End gib mir; du hasts allein in Händenl Und wem dus gibst, der hats umsonst; es 2218 Niemand erwerben noch ererben durch Werk deine Gnad, die uns er⸗ rett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und wi⸗ derstreb; hilf, o Herr Christ, dem Schwachen! An deiner Gnad allein ich kleb; du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße; du kannst maßen, daß mirs nicht bring Gefähr. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Paul Speratus, geb. 1484, 4+ 1554. Vor 1577. ESEEEEEEEEEE 166 Herzlich lieb hab ich dich, o Herr! Ich bitt wollst seyn von mir nicht fern PDDDI ²mit dei⸗ner Gut und Gna⸗ den! Die gan⸗ze Welt nicht freu⸗ et mich, nach Himm'l und Er⸗den wichtsrag ich, wenn ich dich nur süü ha ⸗ben. ——ν⁰ — und wenn mir gleid Weln Benzdebuich, 3 bist du 00 mein 3. Webescht, H S,— ——.— +mein Theil und mei⸗nes Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat er⸗löst. 0 235 Herr Je⸗ su Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Berr, * 5——* in Scha an⸗den laß mich nim-mer⸗mehr. 18 Giebetlieder. 2. Es ist ja, Herr, dein G'schenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr, in allem Kreuz er⸗ halte mich, auf daß ichs trag ge⸗ duldiglich! Herr Jesu Christ mein Herr und Gott, mein 900 und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnoth. 19. Mel. Herzlich a 3. Ach, Herr, laß dein lieb En⸗ gelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tra⸗ en, den Leib in seim Schlaf⸗ ämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine 228 sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland und mein Gnadenthron! Herr Jesu Christ, erhöre mich, er⸗ höre mich, ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, geb. 1532, + 1608. thut mich ꝛc. Haßler? 1613. —.—— — *—— — — 1——.—. ben, du treu⸗-er Gott und Herr! Laß mich dein seyn und blei⸗ 15 4 + 1— 7—3———.8—— 2. e. x. Ven dir laß mich nichts frei⸗ben; —— halt mich bei rei„ner Lehr. I —.——.— 0.—— — 5— E Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken; gib mir Be-⸗stän ⸗dig ⸗keit; If + R — 1 DSSDSS SSe————— ——... **„ 4 7„ da⸗für will ich dir dan ⸗ken in al le E⸗wig⸗keit. Nikolaus Selnecker, geb. 1532, 4 1592. 20. Eigne Melodie. 171⁰;, 4 4 V—5 1, + + + E IEE +—** E + I—.— 2.. 2— 7— 2—*——4 1. O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell gu⸗ter Ga⸗ben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir al⸗les ha⸗ben: —— 4——— I———*—— ——————— — 5 b)——1 ö ge⸗ sun⸗ den Leib gib mir, und daß in sol⸗chem Leib H e *— N 1 1 ——. 4——.—————.—. DI————. 2. ein Un= ver⸗letz te Seel und rein Ge⸗wis⸗sen bleib. Gebetlieder. 19 2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wo⸗ zu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ichs thue bald zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gib, daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, wo⸗ mit ich kann bestehen, laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gib einen 16. Keen as Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind, und wenn ich Rath 25 auch guten Rath erfind. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist; willst du mir etwas geben an Reichthum, Gut und Geld, so gib auch dieß dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sey. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauern Tritt hindurch ins Alter dringen: so gib Ge⸗ duld; vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei meiner El⸗ tern Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seiten hab. 8. Wenn du die Todten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön ver⸗ klärt zum auserwählten Hauf. 9. Gott Vater, dir sey Preis hier und im Himmel oben! Herr Jesu, Gottes Sohn, ich will dich allzeit loben! O heilger Geist, dein Ruhm erschall je mehr und mehr! Dreieinger Herr und Gott, dir sey Lob, Preis und Ehr! Joh. Heermann, geb. 1585, + 1647. Mel. Christus der ist mein ꝛc. Vulpius? 1609. ——7———.—— 5—— +—— 12.——5 1 3.2.———.— 2 111——— 4 —7———.—— 1 1 1. Ach bleib mit dei⸗ner Gna-de bei uns, Herr Je⸗su Christ! 9 1— H H—— a i iEeeEe 2. Ach bleib mit deinem Wor⸗ te bei uns, Erlöser werth! daß uns beid hier und dorte sey Güt und Heil beschert. daß uns hin⸗ sort nicht scha⸗de des bös sen Feindes List 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht! Dein Wahrheit uns um⸗ schanze, damit wir irren nicht. * 20 Gebetlieder. 4. Ach bleib mit deinem Se⸗ Held! daß uns der Feind nicht en bei uns, du reicher Herr! trutze, noch fäll die böse Welt. Dein Gnad und alls Vermögen 6. Ach bleib mit deiner Treue in uns reichlich vermehr. bei uns, mein Herr und Gott! 5. Ach bleib mit deinem Beständigkeit verleihe, hilf uns Schutze bei uns, du starker aus aller Noth! Josua Stegmann, geb. 1588, + 1632. 22. Mel. Kommt her zu mir ꝛc. 1534. ů—————..—.———— SSSSSSSSESSSSEEE— 5———— du uns deine Gnad, daß wir all Sünd und Misse⸗that — *—3 0 I——— 2——.— de e.. 1 DD.—— V— E——— +— buß⸗ fer⸗tig⸗lich— er⸗ ken⸗nen und glauben fest an Je⸗sum Christ, — 2. DSSEIEE EEI—33— 2 +— 1———— + der zu hel ⸗sen ein Meister ist, wie er sich selbst— thut nen⸗nen. 2. Hilf, daß wir auch nach regier, auf ebner Bahn zum deinem Wort gottselig leben im⸗ immel führ, durch Jesum merfort, zu Ehren deinem Na⸗ Christum. Amen! men; daß uns dein guter Geist Samuel Zehner, geb. 1594, + 1635. 23. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ ꝛc. 1545⁵. a 4 — SIIPIPIPIIIIIII... . X——— + 1— + — — 1. Ver⸗gib uns, lie ⸗ber Her ⸗re Gott, du Va⸗ ter ————.—. 1 S.....ISISISEE— —*—...—... rSe all uns? re Sund und Mis= se ⸗ that, —.— SS...............— SSSEEE——.—— — +— X.——— I——— — vor Schaden uns be⸗hu ⸗ ⸗ te, und wend von uns dein streng Gericht, er *—IIII mit deinem Geist ver⸗laß uns nicht, daß wir im Glauben recht und rein a—**— n— ————— ꝗ————— 14.— .—..5.—— 1—.—5..— +———4 —*—.——— 2— 1— dir, Herr, al ⸗ lein stets die⸗nen und ge⸗ hor ⸗ sam seyn. 2. Erbarm dich unser, Jesu du bist, der wehren kann dem Christ, du Brunnquell der Ge- Schaden. Errett dein Volk aus naden, und hilf uns; denn allein aller Noth, das du mit deinem Gebetlieder. 21 theuren Blut erlöset hast von Schuld und Pein der Sünden sein, mit Trost und Rath allzeit erschein. ö 3. Erhör, Gott Vater, unsre Bitt, hilf uns und sey uns gnä⸗ dig! Herr Christ, hör uns und uns vertritt, von Sünden sprich uns ledig! Erhör uns, heilger Geist, zugleich in unsrer Noth nicht von uns weich! Du willst ja nicht des Sünders Tod, o treuer Gott: hilf uns endlich aus aller Noth! 24. Mel⸗. 35 Jesu, dessen Treu ꝛc. 1659. 2 . 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! gib mir die Gna⸗den⸗ Hän⸗ 5 ach füh ⸗ve mich, dein Kind, daß ich den Lauf vol⸗len⸗de — V +* I—— 1 —— +— ————S 5— 2—.—5— — Q9— 50 ch zu mei ⸗ ner Se ⸗lig-keit, sey du mein Le⸗ besse licht, — de ——.— L. —* 2 2— 5— — 4 mein Suab, mein Hort, mein Schutz; 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen, gib mir dein guten Geist, gib Glau⸗ bens⸗Zuversicht, sey meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich ruf aus Herzensgrun⸗ de, ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde; wann mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir z ach Gott, verlaß mich nicht! ach Gott, ver-⸗laß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! ach lasse dich bewegen; ach Vater, kröne du mit reichem Himmels⸗-Segen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu thun, was dir gefällt; ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und se⸗ lig scheiden ab, zu sehn dein An⸗ gesicht, hilf mir in Noth und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht! Salomon Franck, geb. 1659, 4 1725. 25. Mel. Herr Christ, der einig ꝛc. 1524. — 2— —— e 1. Herr Je⸗su, Gna⸗den⸗ 3—— ne, wahr⸗baf⸗tes Le⸗bens=licht, laß Le⸗ben, Licht und Wonne mein blö⸗des An⸗ ge⸗ sicht Gebetlieder. PDRDS nach dei⸗ner Gnad er⸗freu⸗ und mei⸗ nen Geist er⸗neu ⸗en; —— en I I SS.. — mein Gott, ver⸗sag mirs nicht. 2. Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß al⸗ len Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich. Laß deine Frie⸗ densgaben mein armes Herze laben; ach Herr, erhöre mich. 3. Vertreib aus meiner See⸗ len den alten Adamssinn, und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntniß in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständniß durch dein heiliges Wort, damit ich an dich Diahe und in der Wahr⸗ heit bleibe zu Trutz der Höllen⸗ pfort. 5. Komm, mich mit Kraft zu züsten, und kreuzge mein Begier sammt allen bösen Lüsten, auf daß ich für und für der Sün⸗ Eigne Melodie. denwelt absterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir. 6. Ach zünde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und dir zum Wohlgefal⸗ len beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Muth; denn das sind Gnaden⸗ werke, die dein Geist schafft und thut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Gott der Gna⸗ den, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gib, daß ich deinen Willen gedenke zu erfül⸗ len, und steh mir kräftig bei! Ludw. Andr. Gotter, geb. 1661, + 1735. 1704. —.— E SS. — 2 2 7 1. Dir, dir, Je⸗ho⸗va, will ich sin⸗gen; denn wo ist doch ein solcher Gott, wie duꝛ Dir will ich meine Lie-der bringen: ach gib mir dei⸗nes Geistes Kraft da⸗zu, 2— —.— F5 EI W2. daß ich es thu im Namen Jesu Christ, so wie es dir durch ihn ge fällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Ver⸗ stand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl, und dir darob im Herzen sing und spiel. Ere——-— Gebetlieder. 23 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht gethan; so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahr⸗ heit an; so hebt dein Geist mein fa zu dir empor, daß ich dir salmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die anz unaussprechlich sind; der ehret mich recht gläubig beten, gibt amn Hi meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sey, daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dieß aus meinem Herzen schallet durch deines heil⸗ gen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wal⸗ let ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht, und wird ge⸗ wiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dieß Zeugniß habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und thust über⸗ schwänglich mehr, als ich ver⸗ stehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir! ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rech⸗ ten selbst vertritt. In ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! Barthol. Crasselius, geb. 1677, + 1724. 27. Mel. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz ꝛc. 155⁵. *V——— + I— — 1—.—— ,= 1. Ge⸗den ke mein, mein liebster Gott, im be⸗sten! Ich hoff auf —— ů — 1.—. — —.—5— 5 2 ED 1—.— ——. dich; wes soll ich sonst mich trö⸗sten? Das soll mein Trost im I— A D 828—.—..—— —— ö——— 2. Gedenke mein; doch denke nicht zum Schaden der Sünden⸗ schuld, damit mein Herz beladen. Es reuet mich, was ich von Ju⸗ gend an, auch unerkannt, hab wider dich gethan. Tod und Le⸗ben seyn, wenn du nur sprichst: Mein Kind, ich den e demn. 3. Gedenke mein um meines Jesu willen! Laß ihn an mir sein Denkwort auch erfüllen und gültig seyn bei dir: es ist voll⸗ bracht. Sein Blut und Tod hat alles wohl gemacht. 24 Gebetlieder. 4. Gedenke mein; wie könntst du mein vergessen? Es war ja schon dein Lieben unermessen zu meinem Heil, da ich noch nichts Wchrae bar hat Dua Sohn mich ganz zu dir gebracht. 5. Gedente waitt wenn ich mein Herz ausschütte, um etwas Guts im Namen Jesu bitte. Dein heilger Geist steh meiner Schwachheit bei, daß jeder Wunsch in Jesu Amen sey. 6. Gedenke mein, daß ich stets christlich lebe, mit allem Ernst den Sünden widerstrebe. Ach, wirk in mir das Wollen und die That; mein Lebenlang sey du mein treuer Rath. 7. Gedenke mein und lasse mir genügen an deiner Huld, wenn ich muß unterliegen, wenn mich ein Kreuz und auch die Schwer⸗ muth drückt; denkst du an mich, so wird mein Herz erquickt. 8. Gedenke mein in krank⸗ und schwachen Tagen; sey du mein Arzt, so darf ich nicht ver⸗ zagen. Ist es mir gut, hilfst du mir wieder auf; kommt meine Zeit, schließ ich getrost den Lauf. 9. Gedenke mein, laß mich mein End bedenken und mich zuvor in Jesu Wunden senken. Verlaß mich nicht im letzten Kampf und Streit; nimm mich zu dir im himmlischen Geleit. 10. Gedenke mein und denke auch der Meinen nach meinem Tod, laß Allen Hülf erscheinen, die mich geliebt und dir sind lieb und werth, daß uns zugleich der Himmel sey beschert. 11. Gedenke mein auch in dem stillen Grabe, daß Seel und Leib vereinte Freude habe. Vergiß mein nicht, ich denke ewig dein mit Ruhm und Dank; mein Gott, gedenke mein! Joh. Matth. Englert, geb. 1661, + 1788. 28. Mel. Mein Herzens-Jesu ꝛc. 1668. . SSISSIIIIIII * 4IIIIIIIII‚‚‚‚... 1. Ach Gott des Himmels, lafese mir den uns so vä⸗ ter- lich von dir und Alalen auf der Er⸗den beschiednen Theil stets werden; 9 * 1 + SSDSPSSSISSSIIIIII gib Je⸗dem immer⸗dar nach Noth sein zu⸗ge- dach⸗tes täg⸗lich Brod 9*—. —.— D 2———— H und ein ge⸗nüg⸗sam Her⸗ze! 2. Gib Mäßigkeit und Dank⸗ barkeit, wenn du uns viel be⸗ schieden; und wenn uns weniger bereit, so mach uns doch zufrie⸗ den. Leg uns nur deinen Segen zu; wo man dir traut, erstattest du durch Segen alle Mängel. 3. Gib, daß uns keine Sorge frißt; laß ein abgöttisch Geizen, das alles Uebels Wurzel ist, uns SENENRI. Gebetlieder. nicht zu Lüsten reizen; laß mich die Lügen nicht zum Schild, das Gold mir nicht zum Götzen⸗ bild, den Bauch zum Gott nicht machen. 4. Laß mich nicht Ehre, Lust und Geld mir selbst zum Strick verlangen; gebrauch ich etwa dieser Welt, laß mich nicht daran hangen. Die Zeit ist kurz, uns ruft das Grab; laß mich das haben, was ich hab, als wenn ich es nicht hätte. 5. Ach präge stets mir in den Sinn, daß ich, um hauszuhal⸗ ten, gesetzt in deine Güter bin, sie redlich zu verwalten. Es eilt 29. Mel. Straf mich nicht in deinem ꝛc. 25 ja schon der Tag herzu, da willst du, daß ich Rechnung thu von allen deinen Gütern. 6. Gib Frieden und Zufrie⸗ denheit auf allen unsern We⸗ en z verleih uns fromme Obrig⸗ eit und kröne sie mit Segen; die Untern lehre insgemein ge⸗ wissenhaft, gehorsam seyn und für die Obern beten. 7. Laß deiner Gnade Son⸗ nenschein in unserm Lande glän⸗ zen; laß keine Feinde bei uns ein und schütze unsre 0 laß deiner Engel starke Schaar um uns bei drohender Gefahr zur festen Mauer werden. Ph. Fr. Hiller, geb. 1669, 7 1769. (Rosenmüller 16552) 1694. I. Bet⸗Ge-meinne, heil⸗ ge 1— 2 dich mit dem heil⸗gen Oe⸗le; Je ⸗ su Geist er⸗gie ße sich dir in Herz und Seerle. Laß den Mund + . IFII.. .— en 10. 1 I 1 . — LI— al⸗le Stund vom Ge⸗ bet 2. Heilige den heilgen Brand, deines Geists Verlangen, dem, ders Blut an dich gewandt, hei⸗ lig anzuhangen. Heilger Rauch sey es auch, der zu Gott auf⸗ gehet, wenn dein Herze flehet. 3. Das Gebet der frommen Schaar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausgeschüttet; und da ist Jesus Christ Priester und Versühner aller seiner Diener. 4. Kann ein einiges Gebet einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, seines und Fleh=en hei ⸗-lig ü⸗ber⸗geh-en. Zwecks nicht fehlen; was wirds thun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten! 5. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Klei⸗ nen, Engel, Menschen mit Be⸗ gier alle sich vereinen, und es geht Ein Gebet aus von ihnen allen: wie muß das erschallen! 6. O, so betet alle drauf, betet immer wieder! Heilge Hände hebet auf, heilget eure Glieder; heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; be⸗ tet, daß es dringet. 26 Gebetlieder. 7. Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen. 8. Das Gebet hat Christi Gunst, wo mans ernstlich übet; und das ist der Heilgen Kunst, beten, wie ers liebet; das gescheh je und je, wie ers vorgenom⸗ men, auf sein endlichs Kommen. 9. Dieß Verlangen muß vor⸗ her in der Seele glimmen, so macht aus dem Bitten er Don⸗ ner, Blitz und Stimmen, die er⸗ gehn und geschehn, daß die Fein⸗ de beben und Gott Ehre geben. Christoph Carl Ludwig von Pfeil, geb. 1712, 4 1784. 30. Mel. Mein Herzens⸗Jesu, meine 2c. 1668. S................ —— . I 1——— 1. Gott, deiene Gü⸗te reicht so weit, du krönst uns mit Barmherzig⸗keit so weit die Wol⸗ken geh en; und eilst uns bei⸗zu⸗steh⸗en. +—— 47 SSSSS EDE—— — 8 rrr. Herr, mei⸗ne Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm meinFlehn, merk U ———— 2 2— 4 SSSSSISISIIIIIIIII.I........... 1 2— 1 auf mein Wort; 2. Ich bitte nicht um Ueber⸗ fluß und Schätze dieser Erden. Laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, lch, Gott, und den, den du ge⸗ sandt, und mich selbst zu er⸗ kennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Ei⸗ genthum laß mich nur nicht ver⸗ — I denn ich will vor dir be ⸗=ten. lieren. Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Ze⸗ baoth, auch nicht um langes Le⸗ ben. Im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit; laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. 31. Mel. Herr Gott, dich loben alle ꝛe. 227 *.I——.——— . I. I— 4 2— *— * 1. Ich kom⸗me vor dein An- ge-sicht, ver⸗wirf, o Gott, mein Flehen nicht, —— ver⸗gib miral le mei= ne Schuld, du Gott der Gna den und Ge⸗duld. +—2Z3 0l. SCIeee Sonntags- und allgemeine Gottesdienstlieder. 27 2. Schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz voll frommer Lieb zu dir, ein voll De⸗ muth, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Leben lang. 3. Sey mein Beschützer in Gefahr; ich harre deiner immer⸗ dar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, Herr, in dei⸗ ner Hand; von dir empfing ich den Verstand: erhalt ihn mir, o Herr mein Hort, und stärk ihn durch dein göttlich Wort. 5. Laß, deines Namens mich zu freun, ihn stets vor meinen Augen seyn; laß, meines Glau⸗ bens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thätig seyn. 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst; das sey mein Glück, daß ich zuerst nach dei⸗ nem Reiche tracht und treu in allen meinen Pflichten sey. 7. Bin ich zu schwach aus eig⸗ ner Kraft zum Kampfe mit der Leidenschaft, so ziehe du mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. 8. Gib von den Gütern die⸗ ser Welt mir, Herr, so viel, als dir gefällt; gib deinem Knecht ein mäßig Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so laß mich mäßig im Genuß und, dürftge Brüder zu erfreun, mich einen frohen Ge⸗ ber seyn. 10. Gib mir Gesundheit und verleih, daß ich sie nütz und dankbar sey, und nie aus Liebe gegen sie mich zaghaft einer flicht entzieh. 11. Erwecke mir stets einen Freund, ders treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beispiel gibt. 12. Bestimmst du mir ein längres Ziel, und werden mei⸗ ner Tage viel: dann, Herr Herr, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht! 13. Und wird sich einst mein Ende nahn, so nimm dich mei⸗ ner herzlich an und sey durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und gro⸗ ßer Lohn! Christi, Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 4 1769. Sonntags- und allgemeine Gottesdienstlieder. 32.„Cigne Melodie. 1830. 7 7 5—— SSSSSS. 1. Auf, auf, mein Herz, und du, mein gan⸗zer Sinn, wirf al--les 1 — DS—3— heut, was Welt ist, von dir hin! Heut hat das Werk der Schö-pfung 1..— —.— 1 + + I 2—.—. —.— — an⸗ge⸗fan⸗gen, 2. Auf, auf, mein Herz, leg alles Irdsche ab; heut Jesus ist erstanden aus dem Grab; heut hat er sein Erlösungswerk geen⸗ det; heut hat er auch den Geist herabgesendet. 3. Dieß heilge Heut heißt dich auch heilig seyn: Gott die⸗ sen Tag bei dir will ziehen ein. So ruhe du von Arbeit und von Sünden, daß er in dir mög seine Ruhe finden. 4. Gott gibet dir sechs Tage für den Leib; der siebente der Seele eigen bleib; sie muß ja auch von sieben einen haben, daß sie sich mög mit Himmels⸗ speise laben. 5. Viel Sünden dir die Wo⸗ che ladet auf: an diesem Tag mit Bitten Gnade kauf. Leg ab die Last, geh, Gottes Wort zu hö⸗ ren; dieß laß dich heut die Wo⸗ chenwege lehren. 6. Sechs Tage dich Gott seg⸗ net, schützt und nährt: heut er dafür mit Dank will seyn geehrt. 33. Mel. Gott des Himmels ꝛc. da die⸗sem Rund das Licht ist auf⸗ge⸗ gan⸗ gen. Der erste soll heut für die an⸗ dern bitten, daß Gott sie woll mit Segen überschütten. 7. Gott wöchentlich gibt sie⸗ ben Tage dir: gib einen du, den ersten, ihm dafür; der erste wird die andern sechse zieren, wirst du heut Gott im Mund und Herzen führen. 8. Am ersten du nach Gottes Reiche tracht, obschon die Welt nur deiner Andacht lacht; der Schad ist ihr, dir aber wirds gedeihen; Gott alles Glück auf dich wird reichlich streuen. 9. An diesem Tag hab deine Lust am Herrn; was dein Herz wünscht, wird er dir geben gern; befiehl Gott heut all deine Weg und Sachen und hoff auf ihn: gewiß, er wirds wohl machen. 10. Wirst aber du ihm neh⸗ men seinen Tag, so macht er dir die sechse voller Plag. Wer eh⸗ ret Gott, den ehrt er auch auf Erden; wer ihn veracht, soll auch verachtet werden. Sigm. v. Birken, geb. 1626, + 1681. Albert. 1642. 9⁰ SEE 4 2⁴.* — — 2— ——5 E —— —..——5 —.——6———— E I ——6 ——..———. — 1. Gro⸗ßer Gott von al ⸗ten Zei⸗ des⸗sen Treu auf al⸗len Sei⸗ S.— L S—....— ten, des-sen Hand die Welt re-giert, ten mich von Ju-gend auf ge⸗führt; —— 9 D— Se d,. heu⸗te weckt des Ta⸗ 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden; denn sie sind des ges Lauf mich zu lau'⸗ ter An d dacht auf. ad Fest, das mit so viel rost verbunden, da mein Gott Sonntags⸗ und allgemeine Gottesdienstlieder. 29 mich ruhen läßt und durch sei⸗ nen guten Geist mir den Weg zum Himmel weist. 3. Habe Dank für deinen Morgen, der mir Zeit zum Gu⸗ ten schenkt. Das sind unsre be⸗ sten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt, und von Her⸗ hin bet und singt, daß es durch ie Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Ei⸗ Hnen alles preise deinen amen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird ge⸗ schehn, daß wir dich im Him⸗ mel sehn. Casp. Neumann, geb. 1648, + 1715. 34. Eigne Melodie. Zahn. 1852. — ů are ———. PIPP— 270——*. ö Be⸗schwer⸗tes Herz, leg ab die Sor ⸗ gen, er⸗ he⸗be dich, es kommt der an⸗ge⸗neh⸗me Mor ⸗ gen, da Gott zu ruh⸗ ———..——.— PP....... TTAIII...—— . 1—.6— =bück⸗tes 5 0 30n hat 0 haate, da Gott zu ruh⸗en hat be⸗ foh⸗len und selbst die .— SSS——— 2.————.— P—...— *— E— 4— Ruh⸗e ein⸗-ge⸗weiht; auf, auf, du hast vor⸗hin viel Zeit dem Dienst des 9— S— 2 7 — 1 II Her⸗ren cb ge ⸗ stoh⸗ cn. 2. Auf,‚, laß Egyptens eitles Wesen, die Stoppeln und die Ziegeln, stehn; du sollst bethau⸗ tes Manna lesen und in des Herren Tempel gehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten und zur Warse dene seines Ruhms die Werke deines Priesterthums in tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Gott, ich bin vor dir erschienen und gebe auf dein Winken Acht; wie kann ich dir gefällig dienen, wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie wird mein Herz in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünden Qual? Wie bet ich, wenn er meine Schal mit reinem Weih⸗ rauch nicht bestreuet? 4. Kann meine Harfe lieb⸗ lich klingen, wenn sie dein Fin⸗ ger nicht berührt? Kann ich die düstre Nacht durchdringen, wenn dieser Leitstern mich nicht führt? Kann ich ein süßes Opfer werden, wenn diese Flamm 30 Sonutags- und allgemeine Gottesdienstlieder. stiller Port, o Zions schönstes nicht in mich fährt und mich in deiner Lieb verzehrt, und hebet von dem Staub der Erden? 5. Mein Jesus hat mein Herz so theuer zu seinem Tem⸗ pel eingeweiht; hier ist sein Herd, hier ist sein Feuer, die Fülle seiner Herrlichkeit, sein Enade, feh sein Stuhl der nade, sein Licht und Recht; das Himmelbrod, die Geistes⸗ frucht, und sein Gebot erfüllen diese Bundeslade. 6. Herr, höre, was ich innig bitte, vergönne meiner frommen Seel, die Thür zu hüten dei— ner Hütte, die ich vor großen Schloͤssern wähl. O Paradies, o liebste Kirche, oAußenwerk, o feste Pfort der Gottesstadt, o Vorgebirge. 7. Hier such ich mir ein Nest zu bauen; hier find ich meinem Grab ein Mal. Indessen geb sich mir zu schauen, o Lebenslicht, dein Gnadenstrahl, so feir ich recht den Tag der Sonnen, so hab ich meine Lert in dir; ach, 30be du dein Werk in mir, voll⸗ führe, was du hast begonnen. 8. Wann sich des Lebens Werktag enden, so ruh von al⸗ lem Frohndienst los mein Geist in deinen Vaterhänden, mein Leib in seiner Mutter Schoß, bis beides feiern wird dort oben, wo man in sicherm Frieden ruht, nichts denket, redet oder thut, als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter, geb. 1659, 4 1706. 25 359. Mel. Unser Herrscher, unser ꝛc. Meanderele3 0 1— U ——5 I—.— SDSSSISSIII-—— * „ 1. Thut mir auf die schö⸗ne Pfor⸗te, ach, wie wird an die-sem Or⸗te führt in Got⸗tes Haus mich ein; mei ⸗ ne See⸗le fröh-lich seyn! —— — n. ————.— 1—— I 2. Ich bin, Herr, zu dir ge⸗ kommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast ge— nommen, da ist lauter Him— mel hier. Zeuch doch in mein Herze ein, laß es deinen Tem— pel seyn. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund · Hier ist Got⸗- tes An ⸗ge- sicht; hier ist lau-ter Trost und Licht. und Ohr, zeuch das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn in mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Her⸗ zen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwa⸗ chen Glauben, laß dein theures Kleinod mir nimmer aus dem— Sonntags⸗ und allgemeine Gottesdienstlieder. 31 rrt rauben; halte stets dein ort mir für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hö⸗ ren, und dein Wille werd er⸗ füllt. Nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Le⸗ bens quillt; speise mich mit Himmelsbrod, tröste mich in aller Noth. Benzj. Schmolck, geb. 1672, 4 173r Eigne 255 —.—.—— 4——.—— PE— I WESS—.—.— V——.—.— II—————..—.— 1 D— S.— 00———— 2—.——— 1. Herr Je⸗su Christ, dich zu uns wend, dein heilgen Geist du zu uns send, —— el —. H mit Lieb und Gnad'er uns re⸗gier 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr; stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl be⸗ kannt; 3. Bis wir singen mit Got⸗ tes Heer: Heilig, heilig ist Gott S SS. und uns den Weg zur Wahrheit führ. der Herr, und schauen dich von Angesicht im ewgen Heil und selgem Licht. 4. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, dem heikgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit sey Lob und Preis in Ewigkeit! Herzog Wilhelm II. von Sachsen⸗Weimar, geb. 1598, 4 1662. 37. 1. Herr, öffne mir die Herzens⸗ 2905 zeuch mein Herz durch dein ort zu dir, laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe seyn. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund; dein Wort macht Leib und Seel gesund; 38. 1. O Gott, du höchster Gna⸗ denhort, verleih, daß uns dein göttlich Wort von Ohren so zu Herzen dring, daß es sein Kraft und Schein vollbring. 2. Der einig Glaub ist diese Kraft, der fest an Jesu Christo haft; die Werk der Lieb sind die⸗ Im obigen Ton. dein Wort ist, das mein Her erfreut; dein Wort gibt Rost und Seligkeit. 3. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreieinigkeit sey Lob und Preis in Ewigkeit! oh. Olearius, geb. 1611, + 1684. Im obigen Ton. ser Schein, dadurch wir Christi Jünger seyn. 3. Verschaff bei uns auch, lie⸗ ber Herr, daß wir durch deinen Geist je mehr in deim Erkennt⸗ niß nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. Konrad Hubert, 4 1668. 32 Sonntags- und allgem 39. Eigne eine Gottesdienstlieder. Melodie. Ahle. 1664. — — ......IIIII ————— 15.————.... 1. Lieb⸗ster Je⸗su, wir sind hier, dich und dein Wort an⸗zu⸗ hö⸗ ren; len ke Sin⸗nen und Be⸗ gier ⁰ + auf die sü ⸗ßen Himmels⸗leh⸗ren, — — — ——— —e — E E + +* — H H — H 2—9 l daß die Herzen von der Er-den 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, thun und dichten mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlich⸗ 40. 1. Nun Gott Lob! es ist voll⸗ bracht Singen, Beten, Lehren, Hören; Gott hat alles wohl⸗ gemacht, drum laßt uns sein Lob vermehren z unser Gott sey hoch— gepreiset, daß er uns so wohl gespeiset. 2. Weil der Gottesdienst ist aus, und uns mitgetheilt der Segen; so gehn wir mit Freud 4I. 1. Herr, vor deinem Angesicht hat die Andacht uns versammelt. Ach, De die Bitten nicht, die dein Volk dir, Dre hwahen melt! Hör auf unsre schwachen Lieder und sieh gnädig auf uns nieder! 2. Laß dein Wort, das hier erschallt, viele gute Früchte bringen, und mit göttlicher Ge— walt tief in unsre Seelen drin⸗ Im obigen Ton. Im obigen Ton. ganz zu dir ge zo ⸗gen wer⸗den. keit, Licht vom Licht aus Gott geboren, mach uns allesammt bereid öͤffne Herzen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen. Tobias Clausnitzer, geb. 1619, + 1684. E nach Haus, wandeln fein 2 Gottes Wegen. Gottes Gei uns ferner leite und uns alle wohl bereite. 3. Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleicher⸗ maßen, segne unser täglich Brod, segne unser Thun und Lassen, segne uns mit selgem Sterben, und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenk, geb. 1634, + 1681. S gen. Laß es unsern Sinn er⸗ neuen und das Herz mit Trost erfreuen. 3. Dein Gebot mach uns be⸗ kannt, und hilf selbst es treulich üben, dich und den, den du ge⸗ 7* sandt, Jesum Christum, Herznd lieben, daß kein Schmerz und keine Freude uns von deiner Liebe scheide. Daniel Schlebeler, geb. 1741, + 1771. Adventlieder. 33 42. Mel. O Gott, du frommer Gott ꝛc 17¹⁰ —— e 4.. *— 65 7 —— +.— H1. Bleib ja bei mir, mein Gott, laß mich dein Wort re⸗ gie⸗ ren, 0 0 3885 356 3 595 be⸗—— noch ver⸗ füh⸗ ren; ᷓPᷓP‚P‚ꝗSDSEEEEEE — in 9 mir durch dein Wort, komm in der leh ten Roth. + 1— ů9—.———— DDRDDSS +—.— 1 — bring mich zur Frie⸗dens⸗stadt, ins Le⸗ ben durch den Tod. 2. Komm mir zu Trost und stehet, und führ mich in dein Freud, wenn diese Welt ver⸗ Reich zu deiner Herrlichkeit, gehet, wenn Himmel, Erde, mein König, daß ich dich dort Gut und Ehr nicht mehr be⸗ lob in Ewigkeit. 43. Mel. Liebster Jesu, wir sind ꝛc. Ahle. 1664. ———.——— 5 —— 2 5—.—.— 2 Ee— + Gott ver⸗sieg⸗ nun das Wort in uns, das wir an⸗ge⸗hö⸗ ret, daß die Her⸗zen.1— 335——— blei⸗ben von dem Geist ge⸗ 105 1 —— 82 uns ain das Wat er ⸗bau⸗ 2 dahn man deshsen Früchte schau ⸗e. Zweite Abtheilung. Fest⸗ und Feiertagslieder. I. Die hehen Feste und Festzeiten. Adventlieder. 230 Eigne Melodie. 5 22——— ,—— n——— — E———.—.— 4.—— Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! Es kommt der Herr der — ä I Herr ⸗lich⸗keit, ein Kö⸗ nig al ⸗ ler Rö ⸗ nig⸗ 2 4 Hei⸗land ** Hi Wa 4 Adventlieder. — —— 4— 5 4 + 2 PSPIPIqII.PI.. 14— 2=E +— ——— I————— +—— — al⸗ ler Welt zu egleich, der Heil und Le⸗ben mit sich bringt; *— f 1 — V* I * +* mein Schö⸗pfer reich von Rath. 2. Er ist gerecht, ein Helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Warmiert sein Scepter ist armherzigkeit; all unsre Noth um End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Ge⸗ lobet sey mein Gott, mein Hei⸗ land groß von That. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen ins⸗ gemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freuden⸗ sonn, bringt mit sich lauter Freudeund Wonn. Gelobet sey mein Gott, mein Tröster früh und spat. I. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, eur Herz zum Tempel zubereit; die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja ohe und Leben mit zugleich. Gelobet sey mein Gott voll Rath, voll That, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, meins Herzens Thür dir offen ist; ach, zeuch mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein; dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Selig⸗ keit. Dem Namen dein, o Herr, sey ewig Preis und Ehr! Georg Weissel, geb. 1590, 4 1635. 45. Mel. Nun komm, der Heiden ꝛc.(Altkirchlich.) 1524. 2— =......———————— CZ—2 2 2——— I m—— 1 +. 1 I 1. Gott sey Dank durch al ⸗le Welt, 4.— der sein Wort be⸗stän-dig hält, + EI 0— .—— 2—— , e ————— ů——— — 25 und der Sün⸗der Trost und Rath 2. Was der alten Väter Schaar höchster Wunsch und Sehnung war, und was sie ge⸗ prophezeit, ist erfüllt nach Herr⸗ lichkeit. 3. Zions Hülf und Abrams zu uns her ge⸗wen=det hat. Lohn, Jakobs Heil, der Jung⸗ frau Sohn, der wohlzweige— stammte Held, hat sich treulich eingestellt. 4. Sey willkommen, o mein Heil! dir Hosanna, o mein 4. E — — — hat. Jung⸗ weige⸗ reulich ; mein mein Adventlieder. 35 Theil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von al⸗ lem Sündenwust. 6. Und gleichwie deinZukunft war voller Sanftmuth, ohn Ge⸗ fahr, also sey auch jederzeit dei⸗ ne Sanftmuth mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch vor mir vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich, aller Aengsten frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan; 9. Daß, wenn du, du Lebens⸗ fürst, prächtig wieder kommen wirst, ich dir mög entgegen gehn und vor dir gerecht Lesehn Heinrich Held, um 1648. Mel. Herr Gott, dich loben alle ꝛc. 1555. +.— ——— n ———.—. REDDR .——..—— 90 1. Herr Je⸗su Chri⸗ ste, Got⸗tes Sohn, der du vom hoh⸗ en Himmelsthron 9——.——.—.— —— +— W—‚—— E —.——.———— 631.— SISDSSSSeee + 2. Wir danken dir mit Herz und Mund demüthiglich zu al⸗ ler Stund, daß du uns schenkest zum Erbtheil durch dein Zu⸗ kunft das ewge Wich 3. Wir bitten dich, o treuer Herr, weil nun das End nicht 47. her⸗ ab bist kommen n die Welt und uns zu Gut dich ein ⸗ge=stellt: mehr ist fern, du wollest uns zu Gnaden dein dir lassen stets befohlen seyn. 4. Hilf, daß wir leben wür⸗ diglich und in dir sterben selig⸗ lich daß wir lieben und loben dich hier zeitlich und dort ewiglich. David Böhme, geb. 1605, + 1657. Mel. Ach, was soll ich Sünder machen ꝛc. ö 1657. —— +——1 DPI.——. — E— 4.—.— 55 1. Kommst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und säumest nicht, *—— ö—— 2 2— 0 0 .— weil du weißt, was uns ge-bucht. O du star-ker Trost im Lei- den, 2 4——* — I +— ———————.—.— EH ————— 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Jungfraun⸗ Je⸗ su, mei⸗ nes Her-zens Thür steht dir of⸗fen, komm zu mir schon deinen gnadenvollenSegen und die Wunder deiner Kraft, Sohn! Meine Sinnen spüren welche Frucht und Leben schafft. 3* 36 Adventlieder. 3. Adle mich durch deine Lie⸗ be, Jesu, nimm mein Flehen hin! Schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Kräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüthe, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund in⸗ nig preise für die Güte, die du mir, o Seelen⸗Gast, lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben: Liebe, Glauben und Geduld und Bereuung meiner Schuld mich zu dir seyn hoch erhaben; dann so will ich für und für Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605, + 1681. 48. Mel. Valet will ich dir ꝛc. Teschner. 1615. — 15— ᷓ— SSDSDSEEEEEEEEEEE e.—. 1. Wie soll ich dich em⸗pfan⸗gen, und wie be⸗gegn' ich dir? O al⸗ler Welt Ver⸗lan⸗gen, o mei⸗ner See⸗len Zier! —.—. 4—— SSS 2*—— 2 O Je⸗su, Je⸗ su, se tzemmir selbst die Fa-ckel bei, — ů I——— SSSSSSSSSS EEEEEE.... HI a 35 8 2— da⸗ mit, was dich er⸗ gö⸗ tze, 2. Dein Zion streut dir Pal⸗ men und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen er⸗ muntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Ban⸗ den, du kommst und machst mich los; ich stund in Spott und Schanden, du kommst und — mir kund und wis-send sey. machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reich⸗ thum thut. 5. Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben zu mir vom Hiit zelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tau⸗ send Plagen und großen Jam⸗ merlast, die kein Mund aus kann sagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr. Seyd unverzagt! ihr habet die ülfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. Adventlieder. 37 7. Ihr dürft euch nicht be⸗ mühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht er⸗ schrecken vor eurer Sünden⸗ schuld. Nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sün⸗ dern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kin⸗ dern verbleib ihr Erb und Theil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zer⸗ streuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Wider⸗ stande seind. 10. Er kommt zum Weltge⸗ richte, zum Fluch dem, der ihn flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne! und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Mel. Aus meines Herzens ꝛc. 1598. 0—— 49. — n— * I 6—5— — 10— 2.— —————..—— 1. Nun sauch⸗zet all, ihr From ⸗mien, zu die ser Gna⸗ den⸗zeit, weil un ⸗ser Heil ist kom'⸗ men, der Herr der Herr⸗lich⸗ keit; * TII——— — —— V——— ů— i..— zwar oh= ne stole ze Pracht, doch mäͤch⸗tig, zu ver⸗hees ren — — — VI * + —.—. F.———— —.— H.——.—5 +2— 2.—— +—— ra—.—— ——— ——— ind gänz⸗lich zu zer⸗ fto— 2. Kein Seepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht und Majestät ver⸗ hüllen, bis er des Vaters Wil⸗ len im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr berathen werden und gehn die rechte Bahn, die nach dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit — ren des Teu⸗fels Meich und Macht. trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seyd dennoch wohlge⸗ muth, laßt eure Lieder klingen und thut dem König singen; der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erschei— nen in seiner Herrlichkeit und all eur Klag und Weinen ver⸗ wandelen in Freud. Er ists, 38 Adventlieder der helfen kann; halt't eure sein gewärtig, er ist schon auf Lampen fertig und seyd stets der Bahn. Mich. Schirmer, geb. 1606, + 1673. 50. Mel. Von Gott will ich ꝛc. ö 157¹ 9 E 25.. LIE V 0 I + + + E + II SPSPPIPIIIIIITTI E 1. Mit Ernst, o Menschen⸗kin⸗der, das Herz in euch be ffelt; 2 bald wird das Heil der Sün⸗der, der wun⸗der⸗star⸗ke Held, ö V +— + 747— RDiiDDiDIEDiDiiEE — — ⁷— den Gott aus Gnad al⸗=lein der Welt zum Licht und Le ⸗ben S...... I—————— IIE 550 + ver⸗fpro⸗chen hat zu ge= ben, bei äl⸗len keh⸗den ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig ein Herz, das richtig ist und fol⸗ den Weg dem großen Gast; get ottes Leiten, das kann sich macht seine Steige richtig, laßt recht bereiten, zu dem kommt alles, was er haßt. Macht alle Jesus Christ. Bahnen recht, die Thal laßt seyn erhöhet; macht niedrig, was hoch stehet, was krumm is, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demuth liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmuth übet, mit Angst zu Grunde geht; 4. Ach, mache du mich Armen in dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar seyn. Valentin Thilo, geb. 1607, 4 1662. 51. Mel. Ach, was soll ich Sünder ꝛc. 1657. .——————— νι⁷π⁰+ K.-4 ꝙ———— E+.—— I—56—5— EI 1 2—.—E..—60.— ..— i——— 1. Ho⸗si⸗ an ⸗na Da-vids Sohne! der jetzt bei uns keh⸗ret ein, V TEZ + +— + 10 der soll hoch⸗ge ⸗-lo bet seyn, der da kömmt vom Himmelsthro⸗ne. * D— C.SSISIIIRTICCRRR‚... DDD‚.‚. II—— 0——. Durch die Welt er-schall und geh: Ho- si⸗an-na in der Hoͤh! 2. Den die Alten mit Ver- der läßt sich von uns empfangen. langen oft gewünscht, gerufen Durch die Welt erschall und oft, seinen Eintritt stets gehofft, geh: Hosianna in der Höh! Adventlieder. 39 3. Friede muß vom Himmel thauen; denn erschienen ist die Zeit, daß der Herr der Herr⸗ lichkeit sich im Fleische lässet schauen. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 4. Kommt, dem Könige zu hulden treu nach Unterthanen⸗ pflicht; denn ihr sollet ferner nicht fremde Dienstbarkeit er⸗ dulden. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 5. Kommet her, ihr blöden wulh seht des Herren Sanft⸗ muth an; seine Gütigkeit die kann heilen alle Sündenschmer⸗ zen. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 6. Seht, ihr Sünder, den Ge⸗ rechten, der euch seine Heilig⸗ keit anlegt als ein Ehrenkleid und will euer Recht verfechten. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 5²2 7. Seht den Helfer willig kommen, euch zu rathen in der Noth, in dem Leben, in dem Tod, den er hat auf sich genom⸗ men. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 8. Seht, ihr Armen, seht den Armen, der von seiner Armuth euch hier und ewig machet reich; er will euer sich erbarmen. Durch die Welt erschall und geh: Ho⸗ sianna in der Höh! 9. Herr, o Herr, laß wohl ge⸗ lingen! Diesen Tag hast du ge⸗ macht, dieser Tag hat Freuden bracht; drum wir alle billig singen: durch die Welt erscha und geh: Hosianna in der——— 10. Hosianna Davids Soh⸗ ne! der jetzt bei uns kehret ein, der soll hochgelobet seyn, der da kömmt vom Himmelsthrone. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! Christian Keymann, geb. 1607, + 1662. Mel. Aus meines Herzens ꝛc. 1598. — * 4 ö—.— ³3 D— DDD 1 SSSISSSSSS — I + .DE EEE —.—.— + 1. Auf, auf, ihr Reichs⸗ge ⸗nos ⸗ sen! Cur Kö⸗ nig kommt her⸗an, em⸗pfah⸗et un ⸗över-⸗ drof⸗ sen den gro⸗ßen Wun⸗ der⸗mann! +—* 0—.—— P.. + Ihr Chri⸗sten, geht her⸗ für, laßt uns vor al ⸗len Din⸗gen — 9—⁵——7——.— H ihm Ho⸗si ⸗ an ⸗na sin ⸗ gen 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist mit hei⸗-li- ger Be-gier. 15 nennen, da wir ihn finden önnen im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplag⸗ ten, der König ist nicht fern; der mrn ihr Verzagten, ort kommt der Morgenstern; der Herr will in der Noth mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hülf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Nun hört, ihr frechen Sün⸗ der: der König merket drauf, wenn ihr verlornen Kinder in vollem Lasterlauf auf Arges seyd bedacht, ja thut es ohne Sor⸗ gen; gar nichts ist ihm verbor⸗ gen, er gibt auf alles Acht. 5. Seyd fromm, ihr Unter⸗ thanen, der König ist gerecht; laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles schlecht. Für⸗ wahr, er meint es gut; drum lasset uns die Plagen, welch er uns schickt, ertragen mit uner⸗ schrocknem Muth. 6. Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbar⸗ men euch machen groß und reich; der an ein Thier gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 7. Frisch auf, ihr Hochbe⸗ 40 Adventlieder. trübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgelieb⸗ ten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder seyn. 8. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu be⸗ sehn, dieweil er kommt gerit⸗ ten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 9. Der König will bedenken die, welch er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort; ja König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 10. Nun, Rsel du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unver⸗ gleichlich, du jagst den Sündern nach: drum wollen wir all ein die Stimmen hoch erschwingen, ein Hosianng singen und ewig dankbar seyn. Joh. Rist, geb. 1607, 4+ 1667. Mel. Meinen Jesum ꝛc. Nach Hammerschmidt. 1658. —.— I 2 7 12—3——.———7— +———.—EeEet— SIZCE.‚.‚J..——— — 1—4 — I E *. Ho⸗si⸗an⸗na! Davids Sohn kommt in Zi⸗on ein⸗ge⸗zo⸗-gen. Auf, be⸗rei⸗tet ihm den Thron, setzt ihm tau⸗send Eh⸗ren⸗bo⸗ gen, ————— H —.— —.— —0 V .S.— .. I 1 —.— 4 ——.— — I.—. 2. Hosianna, sey gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen. streu⸗et Pal⸗men, ma⸗chet Bahn, Unser Herz ist schon gerüst, will uns willkommen seyn. . daß er Ein-zug hal-ten kann. sich dir zu Füßen legen. Zeuch in deinen Thoren ein; du sollst Adventlieder. 41 3. Hosianna! Friedensfürst, Ehrenkönig, Held im Streite, alles, was du bringen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast: ach, so laß uns unverdrossen deinem Scep⸗ ter dienstbar seyn, herrsche du in uns allein. 5. Hosianna! komme bald, die Verheißung zu erfüllen. Sollte gleich die Knechtsgestalt deine Majestät verhüllen, o so kennet Zion schon seinen Herrn und Davids Sohn. 6. Hosianna! steh uns bei; o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna nah und fern! Eile, bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Ho⸗ sianna, bist du da? Ja, du kommst, Halleluja! Benjamin Schmolck, geb. 1672, + 1737. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. Crüger.(1653) 1658. — —— ——2————— —— +.— L.—0 Tel V SSDSSSI.—— —. 0. See⸗ le, das sind froh⸗e Wor⸗ 1. Sieh, dein König kommt zu dir! 105 sprich: mein König, komm zu mir, sieh, ich öff ⸗ne dir die Pfor⸗te, —2————————— EE— .——— zeuch mit dei⸗ner Sanftmuth ein; 2. Komm, ich bin dein Ei⸗ genthum schon seit deinem Was⸗ serbade; komm, dein Evange⸗ lium werde mir ein Wort der Gnade; du schickst ja dein Wort voran, daß mein König kommen kann. 3. Komm und räume alles aus, was du hassest, was mich reuet; komm und reinige dein Haus, das die Sünde hat ent⸗ weihet. Mache selbst mit deinem Blut alles wieder rein und gut. was du fin⸗ dest, das ist dein. 4. Komm in deinem Abend⸗ mahl, das du uns zum Heil ge⸗ geben, daß wir schon im Erden⸗ thal mit dir als im Himmel le⸗ ben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sey in dir! 5. Komm und bring den Trö⸗ ster mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: Komm, Herr Jesu! rufen mag. Ph. Fr. Hiller, geb. 1699, 4 1769. Anfang des Kirchenjahres. Anfang des Kirchenjahres. 55. Mel. Gelobet seyst du, Jesu Christ ꝛc. Altdeutsch. 1524. H ISEEEE 2.—5—6..— 1.7 1. Nun kommt das neu⸗t Rir⸗ chen.jahr, des Sfirutsichal⸗ ·le Chrsensheer .....— dein Koenig kemmt, drum freue dich, Du. wer⸗thes Zi⸗on, e⸗wig=lich, N —.— H — II II + + Hal⸗le⸗lu⸗ ja! 2. Wir hören noch das Gna⸗ denwort vom Anfang immer wieder fort, das uns den Weg um Leben weist; Gott sey für Fane Gnad gepreist, Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, laß in uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für, Halleluja! Joh. Olearius, geb. 1611, 4 1684. 56. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. 1523. I. Gott Lob Len neues Kir⸗chen⸗jahr macht uns die gro⸗ße Treu⸗ e des ew⸗gen Gottes of⸗fen⸗bar; und nun will er aufs Neu⸗e — E 2 den ein⸗zig se⸗sten Glaubensgrund, den al⸗ten hoch⸗ beschwomen d Dun —————11 FEEEE— ů.—.——„ 3353...7—3..88 I II — 4———.——.— LI durch sei⸗nen Geist uns leh⸗ ren. 2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm dem höchsten Herrn singen! Dein königliches Pricsterthum muß Dank zum Opfer bringen. Gelobt sey Gott, der durch sein Wort die Chri⸗ stenheit und diesen Ort zu sei⸗ nem Tempel weihet. 3. Wir sind nicht werth der neuen Huld des Gottes aller Gnaden. Des alten Menschen alte Schuld, die wir auf uns Wudin nimmt unsern eignen uhm dahin; denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach, Herr, gib uns den neuen Geist und mach uns durch die Güte, die sich an uns aufs Neu erweist, erneuert im Ge⸗ Weihnachtslieder. 43 müthe. Den neuen Menschen ln uns an, der dir allein gefal⸗ en kann in seinem ganzen Leben. 5. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort sammt Tauf und Abendmahle, so wandern wir mit Freuden fort in diesem fin⸗ stern Thale. La6 segne dieses Kirchenjahr, laß Kirche, Schul, Tauf und Altar uns deine Wege zeigen. 6. Gib deinen Hirten Kraft und Geist zu reiner Lehr und Leben, dein Wort, das Gottes Weide heißt, der Heerde rein zu geben; laß alle Hörer Thä⸗ ter seyn, damit kein heuchle⸗ rischer Schein des Glaubens Kraft verläugne. 7. So halten und vollenden wir das Kirchenjahr auf Erden; dabei befehlen wir es dir, wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; kommt aber einst die Ewigkeit, dann wird sie triumphiren. Heinr. Cornel. Hecker, geb. 1699, 4 174 4. Weihnachtslieder. 57. Eigne Melodie. Altdeutsch. 1524. 9 N——— 10 Hirdi. e ů—— SSSS.... ———. 1.—— +4 1. Gelo⸗bet seyft du, Je⸗su Christ, daß du Mensch ge⸗bo⸗ren bist i——* U—.—— rd 2—— + + 4..—.. 2—.——..——393.——+ ——— von ei⸗ner Jungfrau, das ist wahr, des freu⸗et sich der En⸗gel Schaar. 0 4—— —* 1— + 00————. Ky ⸗ ri-e= leis. 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis. 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein wor⸗ den klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis. 4. Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lich⸗ tes Kinder macht. Kyrieleis. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward, und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erben in seim Saal. Ky⸗ rieleis. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis. 24 Weihnachtslieder. 7. Das hat er alles uns ge⸗ than, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis. Dr. Martin Luther, geb. 1483, + 1546. Ein Kinderlied auf die Weihnachten vom Kindlein Jesu. 58. Eigne Melodie.— SSSSSS 1. Vim 6466 hoch da 460 ich her, ich 3285 euch gu⸗ te neu e Mahr, —9 +* 7——— II——— der gu⸗ten Mähr bring ich so viel, 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau aus⸗ erkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne seyn. 3. Es ist der Herr Christ, un⸗ ser Gott, der will euch führn aus aller Noth. Er will eur Hei⸗ land selber seyn, von allen Sün⸗ den machen rein. 4. Er bringt euch alle Selig⸗ keit, die Gott, der Vater, hat bereit, daß ihr mit uns im Him⸗ melreich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zei⸗ chen recht, die Krippen, Winde⸗ lein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt er⸗ hält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich seyn und mit den Hirten gehn Latbenn zu sehn, was Gott uns at beschert, mit seinem lieben 5 5 verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin: was liegt doch in dem Krippelein? was ist das darden an singn und sa⸗ gen W̃ll schöne Kindelein? es ist das lie⸗ be Jesulein. 8. Bis willekomm, du edler Gast, den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir? 9. Ach Herr, du Schöpfer al⸗ ler Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und wär die Welt viel⸗ mal so weit, von Edelstein und Gold bereit, so wär sie doch dir viel zu klein, zu seyn ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob und Windelein, drauf du nig so groß und reich herdranaht, als waͤrs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir: wie aller Welt Macht, Ehr und Gut für dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut. 13. Ach, mein herzliebes Je⸗ eit. Weihnachtslieder. 45 sulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhen in meins Herzens Schrein, daß ich nim⸗ mer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sey, zu springen, singen immer frei das rechte Susannine schon, 59. 1. Vom Himmel kam der En⸗ gel Schaar, erschien den Hirten offenbar; sie sagten ibn'n: ein Kindlein zart, das liegt dort in der Krippen hart, 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkün⸗ det hat; es ist der Herre Je⸗ sus Christ, der euer aller Hei⸗ land ist. 3. Des sollt ihr billig fröh— lich seyn, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewig Gut. Eigne Melodie. n Herzenslust den süßen on. 15. Lob, Ehr sey Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn; des freuen sich der Engel Schaar und singen uns solch neues Jahr. Dr. M. Luther, geb. 1483, 4 1546. Im vorigen Ton. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? ihr 4— mit euch den wahren Gott. Laßt zür⸗ nen Teufel und die Höll: Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch las⸗ sen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zuversicht. Es mögen euch Viel fechten an: dem sey Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch ha⸗ ben Recht; ihr seyd nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich alle Zeit. Or. M. Luther, geb. 1483, + 1546. Altkirchlich. 1531. Q 4—.. 7 1———— 1 7 14 80 2— 1——. DSDI‚D.—3 2..2—————— 2 2.—— — i— 1— 1. Got⸗tes Sohn ist kom⸗men uns al⸗len zu From ⸗ men Q ———1— + E—60—*——— 1 0——— j 5—— —. 0 Lmm—3—. hie auf die se Er ⸗ den in ar⸗men Ge-ber den, — e —. ö — 1—.ꝛ—— daß er uns von Sün ⸗ de 2. Die sich sein nicht schämen, und sein Dienst annehmen durch ein rechten Glauben, mit gan⸗ zem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben. frei⸗et' und ent ⸗-bün ⸗ de. 3. Die also bekleiben, und beständig bleiben, dem Herren in allem trachten zu gefallen, die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden. 46 Weihnachtslieder. 4. Ei nun, Herre Jesu, schicke darinnen verscheiden zur ewigen unser Herzen zu, daß wir alle Freuden. Stunden rechtgläubig erfunden Boöhm. Brüder(Joh. Horn), 1544. 61.— Melodie. Hermann. 1550. 1. Lobt Gott, ihr Christen, al⸗ 1 eih in ser BeubWesendi, *—— I + +— 2—=— 2 + I I— LCI I— I +—— 14 1—— 2—..— 12———98 — I— I 2.—— der heut schleußt auf sein Dim⸗ mel⸗ reich und schenkt uns——— Sohn, 9 R 5— + III 25—2 1 + DII— 2.—5 III +——— II — und schenkt uns sei⸗ nen Sohn. 2. Er kömmt aus seines Va⸗ richten wollt lisein Reich, die ters Schoß und wird ein Kind⸗ Christenheit.: lein klein; er liegt dort elend, 6. Er wechselt mit uns wun⸗ nackt und bloß kein einem Krip⸗ derlich: Fleisch und Blut nimmt pelein. er an, und gibt uns in seins 3. Er äußert sich all seiner Vaters Reich lidie klare Gott⸗ G'walt, wird niedrig und ge⸗ heit dran. ring, und nimmt an sich eins 7. Er wird ein Knecht und ich Knechts Gestalt, der Schöpfer ein Herr; das mag ein Wechsel aller Dingel seyn! Wie könnt er doch seyn 4. Er liegt an seiner Mut⸗ freundlicher, lider liebe Jesu ter Brust; die n 0 100 mein l2 Speis, an dem die Engel sehn 8. Heut schleußt er wieder ihr Lust, ldenn er ist Davids auf Dn zum schönen Pa⸗ Reis/i radeis; der Cherub steht nicht 5. Das aus seim Stamm mehr dafür; Gott sey Lob, entsprießen sollt in dieser letzten Ehr und Preis!: Zeit, durch welchen Gott auf⸗ Nikol. Hermann, 4+ 1561. 62. Eigne Melodie. Erüger. 1656. ä. IISSSeeeeeeeeeee — 1. Fröb⸗ lich soll mein Her⸗ze sprin⸗gen die⸗ ⸗ser Zeit, da vor Freud —— e.. al⸗le En⸗gel sin-gen. Hört, hört, wie mit vol⸗len Cho⸗ ren Weihnachtslieder. 47 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir Mensch Gute; Gottes Kind, das ver⸗ indt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun kön⸗ nen hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott ibt, unserm Leid zu wehren, seimen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns seyn ge⸗ kehret, der sein Reich und zu⸗ leich sich selbst uns verehret? ollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir gethan, gibt sich an unser Lamm zu werden; unser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod Heil und Fried erwirbet. 6. Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: lasset fahrn, o lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 7. Ei, so kommt und laßt uns laufen! Stellt euch ein, Groß und Klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Lie⸗ be brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. II— H 1 + 2—— +2* I + I V. +— + E—.—.— + E L H 00 1——9——— al le Luft lau⸗te ruft: Chri-⸗ stus ist ge ⸗bo= ren! 8. Die ihr schwebt in großem Leiden, sehet, hier ist die Thür u den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 9. Wer sich findt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sey getrost, hier wird gefunden, der in Eil machet heil die ver⸗ giften Wunden. 10. Die ihr arm seyd und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle gute Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 11. Süßes Heil! laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben: nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 12. Ich bin rein um deinet⸗ willen; du gibst gnug Ehr und Schmuck mich drin einzuhüllen. Ich will dich ins Herze schlie— ßen, o mein Ruhm,(die Blum, laß dich recht genießen. 13. Ich will dich mit Fleiß bewahren; ich will dir leben hier, dir will ich abfahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Weihnachtslieder. Mel. Gelobet seyst du, Jesu ꝛc. Altdeutsch. 15²⁴ SEEEEE DSDDPRPIITJJ—— ..—..—.—.—..—.— SS — 1. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗ nu=el, du Le⸗bensfürst und Gnadenquell, V— I +—— 2 383ʃ E— SEEEEEEE 30 du Himmelsblum und Morgenstern, du Jungfraun⸗Sohn, Herr aller Herrn! 2745 + D.... 4 ——— H V Hal⸗le-lu-⸗ ja. 2. Wir singen dir mit deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang ge⸗ wünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja. 3. Vom Anfang, da die Welt dieerde hat so manch Herz nach ir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Pro⸗ pheten Schaar. Halleluja. 4. Vor Andern hat dein hoch begehrt der Hirt und König dei⸗ ner Raeße der Mann, der dir so wohl gefiel, wann er dir sang auf Saitenspiel. Halleluja. 5. Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hülfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich seyn! Halleluja. 6. Nun du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein dei⸗ ne Ruh; bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja. 7. Du kehrst in fremder Hau⸗ sung ein, und sind doch alle Him— mel dein, trinkst Milch aus ei— ner Menschenbrust, und bist doch aller Engel Lust. Halleluja. 8. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herze⸗ leid; bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. Halleluja. 9. Du bist der süßte Men⸗ schenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind; Herodis Her hält dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. Hal⸗ leluja. 10. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sagt es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja. 11. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zu⸗ wider seyn mein armes Herz; und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja. 12. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, erwähltest, was die Welt veracht, warst arm und dürftig, nahmst vor⸗ lieb, da wo der Mangel dich hin— trieb. Halleluja. 13. Darum so hab ich guten Muth, du wirst auch halten mich für gut. O lieber Herr, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Halleluja. 14. Bin ich gleich Sünd und ———— e?⸗ꝑ/ II Weihnachtslieder. 49 Laster voll, hab ich gelebt, nicht wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sün⸗ der zu dir kehr. Halleluja. 15. Hätt ich nicht auf mir Sündenschuld, hätt ich kein Theil an n vergeblich wärst du mir geborn, wenn ich nicht wär in Gottes Zorn. Halleluja. hier 16. So faß ich dich nun ohne für, Scheu, du machst mich alles Jammers frei; du trägst den Zorn, erwürgst den Tod, ver⸗ 64. Mel. Valet will ich dir geben ꝛc. kehrst in Freud all Angst und Noth. Halleluja. 17. Du bist mein Haupt, hin⸗ wiederum bin ich dein Glied und Eigenthum und will, so viel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. 18. Ich will dein Halleluja alleluja. mit Freuden singen für und und dort in deinem Ehren⸗ saal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Halleluja. Paul Gerhardt, geb. 1605, + 1676. Teschner. 1615. — I 81 .....— ———————— — 1. Ihr Chri⸗sten aus⸗er⸗ko⸗ren, höͤrt gu⸗te neu⸗ e Mähr; der Hei⸗land ist ge⸗bo⸗ren, er kommt auf Er⸗den her. —— ꝗW—5——— SSSSSSSSISISIIIIII........II III........ ——— II 23 Des freu⸗en sich dort o ⸗ ben der heil⸗ gen En- gel Schaar, .— 15 .———BIII...— —.—1 2. die Gott den Va ⸗ter lo ⸗be 2. So singen sie mit Schalle: chen Ihr Christen insgemein, freut euch von Herzen alle ob diesem Kindelein! Euch, euch ist es ge⸗ geben, euch ist das Heil bereit, daß ihr bei Gott sollt leben in gibt steter Seligkeit. be, denn dieses Kindelein euch bringet Fried und Liebe; was wollt ihr traurig seyn? Den Wuches er dem schenket, der an ihn glaubet fest; an diesenSchatz gedenket, er ist der allerbest. 4. Nun seyd ihr wohl gero⸗ von jetzt und fort im⸗mer⸗dar. an eurer Feinde Schaar; denn Christus hat zerbrochen, was euch zuwider war: Tod, Teufel, Sünd und Hölle jetzt liegen ganz geschwächt; Gott die Ehrenstelle dem mensch⸗ lichen Geschlecht. 3. Kein Mensch sich ja betrü⸗ 5. loben, Held, daß du herab von oben bist kommen in die Welt. Komm auch in unsre Herzen und bleibe für und für, daß weder Glück noch Schmerzen uns trennen ab Drum wir auch nun dich Jesu, zweistammger dir. Georg Werner, geb. 1607, 4 1671. Weihnachtslieder. Eigne Melodie. Schop. 1641. + ———.—— . e. R— 2.— 1. Er⸗mun⸗tre dich, mein schwacher Geist, und tra⸗ ge groß Ver⸗lan gen, ein Kind, das E-⸗wig⸗va- ter heißt, mit Freuden zu em- pfan= gen. 400—0 I.*———— —— 0 —— 2 Sief ist die Nacht, dar⸗in es kam und menschlich We⸗ sen an sich nahm, SSSSSSIIII— ce, 2—. U da⸗durch die Welt mit Treu⸗en als sei⸗ne Braut zu frei=Ben. 2. Willkomm, o süßer Bräu⸗ Mann, der Feur und Wolken tigam, du König aller Ehren! zwingen kann, vor dem die Willkomm, o Jesu, Gottes Himmel zittern und alle Berg Lamm! Ich will dein Lob ver⸗ erschüttern. mehren; ich will dir all mein 5. Sag an, mein Herzens⸗ Lebenlang von Herzen sagen bräutigam, mein Hoffnung, Preis und Dank, daß du, da Freud und Leben, mein edler wir verloren, für uns bist Zweig aus Jakobs Stamm, was Mensch geboren. soll ich dir doch geben? Ach, 3. O großer Gott, wie konnt nimm von mir Leib, Seel und es seyn, dein Himmelreich zu Geist, ja alles, was Mensch ist lassen, zu kommen in die Welt und heißt; ich will mich ganz herein, da nichts denn Neid und verschreiben, dir ewig treu zu „ Hassen? Wie konntest du die bleiben. N große Macht, dein Königreich, 6. Lob, Preis und Dank, ö I eE eR EE eE die Himmelspracht, ja selbst Herr Jesu Christ, sey dir von dein theures Leben für solche mir gesungen, daß du mein Bru⸗ Feinde geben? der worden bist und hast die C 4. O großes Werk, o Wun⸗ Welt bezwungen. Hilf, daß ich dernacht! dergleichen nie gefun- deine Gütigkeit stets preis in den, du hast den Heiland her⸗ dieser Gnadenzeit und mög her⸗ gebracht, der alles uüberwunden; nach dort oben in Ewigkeit dich n du hast gebracht den starken loben! Johann Rist, geb. 1607, 4+ 1667. I 66. Eigne Melodie. Hammerschmidt. 1646. (Das Lied beginnt und schließt mit einem vom Chor gesungenen Halleluja.) 45————. P Wbor: Hal⸗le⸗-lu-ja, Hal-le⸗lu-ja, Hal-le- lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja! Weihnachtslieder. 51 SS. Hal⸗ le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja! V— — .SPSPSPS........ Hal⸗.9—— ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja! 4 — I + DS. e....... al⸗le, freu⸗e sich, wer im⸗mer kann! 17 I + I I 1 1— 14• 2 + 2—. 2—2 — Gott hat viel an uns ge⸗than. Freu=et euch mit gro⸗ßem Schal⸗le, I L + = 1 1 I 1 —6—.— PᷓPPP daß er uns so hoch ge⸗ acht, sich mit uns be⸗freundt ge⸗ macht. Freu⸗de, Freu⸗de ü⸗ ber Freu⸗de! Chri⸗stus weh⸗ ret al⸗lem Lei⸗ 4 nein — ———— Won⸗ne, Won⸗ne ü⸗ber Won⸗ne! 2. Sieh doch, sieh, o meine Seele, wie dein Heiland kommt u dir, brennt in Liebe für und sür, daß er in der dunkeln Höhle hart sich bettet dir zu Gut, dich u lösen durch sein Blut. Freude, Grende über Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Wonne über Wonne! Jesus ist die Gnadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir dan⸗ ken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr; so laß mich von dir nicht wanken, nimm mich dir zu eigen hin, so em⸗ Je⸗sus ist die Gna⸗ den⸗ son⸗ ne. pfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Wonne über Wonne! Jesus ist die Gnadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner auch in Gnaden an, schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder; gib der ganzen Christenschaar Frieden und ein seligs Jahr. Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Wonne über Wonne! Jesus ist die Gnadensonne. Christ. Keymann, geb. 1607, + 1662. 4* 52 Weihnachtslieder. 67. Mel. Da Christus geboren ꝛc. (Altkirchlich 7) 1544. H ——— + + — — I + ——3— ———. + I 1— + — — 10 2 l— I I + —— +— +* V I 1— 4 1— +* +* Golt und Mensch, ein kleisnes Kind, das man in der Krip⸗pen findt, Q— DE.. SSE EE EE gro ⸗ßer Held von E-wig⸗keit, des⸗ sen Macht und Herr⸗lich⸗keit 9..— ——— I 2 + I 1 + + 1 — ———— 2— 1 II 2. Du bist arm und machst zugleich uns an Leib und Seele reich; du wirst klein, du großer Gott, und machst Höll und Todzu Spottz aller Welt wird offenbar, auch deiner Feinde Schaar, aß du Gott bist wunderbar. rühmt die gan„ ze Chri ⸗sten⸗ heit! 3. Laß mir deine Güt und Treu täglich werden wieder neuz Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, wenn mich Noth und Tod anficht; laß mich deine Herr⸗ lichkeit, deine Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit. Joh. Olearius, geb. 1611, 4 1684. 68. Mel. O daß ich tausend Zungen 2c. 17³⁸ — + + 4 I 7— 9* +* 1** I SSE + +— + + HI. Diefß ist die Nacht, da mir er⸗schie⸗nen des gro⸗ßen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem al⸗ le En⸗gel die-nen, bringtLicht in meisne Dunkelbeit; 2.— 9——— 4—.— ..———— —— 1.— ν —..——— 1—...——— 2 und die⸗ses Welt⸗ und Him⸗nels⸗Licht weicht hunderttausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gna⸗ denschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du seben das Licht der klaren Selig⸗ keit. Wann Sonne, Mond und Stern vergehen vielleicht in noch gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles seyn. 4. Laß nur indessen helle schei⸗ nen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du ge⸗ nießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel seyn. 5. Drum, Jesu, schöne Weih⸗ nachtsonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sey mei⸗ 2—33——.—L 1544. HHI II = S S — — V 168⁴. 17³8. chleitz heitz l nicht. mmel schei⸗ dein 51 du ft dir du ge⸗ darfst Weih⸗ h mit V Mel⸗ frohlocket, i Weihnachtslieder. ö 53 ne Weihnachtwonne und lehre mich die Weihnachtkunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sey des Weihnachtglaubens voll. Caspar Friedr. Nachtenhöfer, geb. 1624, 4+ 1685. 69. Mel. Lobe den Herren, den ꝛc. 1668. 94 ——6 1. Jauch⸗zet, ihr Him⸗mel, froh⸗lo⸗cket, ihr En⸗gel, in Chö⸗ren! sin ⸗öget dem Her⸗ ren, dem Heiland der Menschen, zu Eh⸗ren! DSDSDSDSSSSSE E EE EEEE. .iiDPꝑPIP. IF F F————— I— —— e — 4—9—— et doch da, Oott will so freund⸗lich, so nah zu den Ver⸗ n ———— lor⸗ nen sich keh ⸗ ren. 2. Jauchzet, ihr Her eer⸗ 1 Enden der Er⸗ den! Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns ver⸗ kündiget heut. Freuet euch, Hir⸗ ten und Heerden! 3. Sehet dieß Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget. ö 4. Gott ist im Fleische! wer kann dieß Geheimniß verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; tretet herzu, sucht bei dem Kinde die Ruh, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen geden⸗ ken? Du willst dich selber, dein Herz voll von Liebe mir schen⸗ ken; sollt nicht mein Sinn in⸗ nigst sich freuen darin und sich in Demuth versenken? 6. König der Ehren, aus Lie⸗ be geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herz in der Liebe verbinde, du sollst es seyn, den ich erwäble allein; ewig entsag ich ber Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren; komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger verloren; wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir, der du mich liebend erkoren. 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben, laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur streben; Rud⸗ nimm mich hin, hilf mir in kind⸗ lichem Sinn ewiglich dir nur zu leben. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, 4 1769. 5⁴ Weihnachtslieder. 70. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 20 Hermannth60. irnn 1. Im⸗ma⸗nu⸗ell der Herr I hier und nimmtmein Fleisch an sich; —...=.—.—— Im⸗ma⸗nu rel! ist Gott mit mir, wer ist dann wi ⸗der mich? . wer ist dann wins der mich? 2. Also hat Gott die Welt geliebt, baß er aus freiem Trieb ben ein⸗ gebornen Sohn uns gibt, se wie hat er uns so lieb L2 3. Was sein erbarmungsvoller Rath schon in ber Ewigkeit von Jesu fest beschlossen hat,(» das thut er in der Zeit.: I. Er, unser Heil und höchstes Gut, der Alle segnen kann, nimmt wie bie Kinder Fleisch und Blut, ndoch ohne Sünde an. 5. Du wunderbarer Gottmensch wirst auch mir Rath, Kraft und 71. Mel. An Himmel hoch ꝛe. Held, mein Retter und mein Friebe⸗ filrst, du Heiland aller Welt.: 6. Was mir zum Seligseyn ge— bricht, das, Herr, erwarbst du mir: Versöhnung, Leben, Trost und Licht, das hab ich nun an dir.:0 7. Dein Mangel wird mein reiches Theil, dein Leiden stillt mein Leid; burch beine Knechtsgestalt, mein Heil, Getabt ich Herrlichkeit. 2 8. Gelobt sey Gott, gelobt sein Sohn in dieser Freudenzeit! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron! Erheb ihn, Christenheit l Helnr. Conr. Hecker, geb. 16099, 4 1743. * 1. Dieß ist derran den Golt m rir. sein werd i in als lex Welt ge⸗ Re De.. Ihn prei⸗se, was durch Jesum Christ 2. Die Völker haben dein ge— harrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von sei⸗ nem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. . Wenn ich dieß Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 5 im Himmel und auf Er⸗den ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr derWelt, nimmst selbst an uisrer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, kommt u dir.„Ich komm, im Buche ht von mir; Gott, deinen Willen thu ich gern“; gelobt sey, der da kommt im Herrn. — Neujahrslieder. 55 6. Herr, der du Mensch ge⸗ boren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Mes⸗ sias, bet ich an. 7. Du, unser Heil und höch⸗ stes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der hei⸗ ligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd in al⸗ ler Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. Neujahrslieder. 7. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. 1523. E—.——— —— 1. Das lie⸗be neu⸗ e Jahr geht an, das al⸗ te hat ein GCx dez drum freu⸗et sich heut Jedermann, er⸗hebt sein Herz und Hän⸗de + u , n 2—9—3 + zu un⸗serm Gott ins Himmels 2— Thron, dankt ihm und seinem lie⸗-ben Sohn, ———⁷ 8 —— — 4—.—.— 36 35555 auch Gott dem heil⸗gen Gei ⸗st 2. Gott Vater hat den Sohn gesandt, Gotts Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht solchs bekannt uns, die wir warn verloren: im selgen, lieben Gottes Wort geschrieben ists an manchem Ort, und wird uns klar verkündet. 3. Die reine Lehr und Sa⸗ crament wir habn in unserm Lande, fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem L. Stande; Gott krönt das Jahr mit seinem Gut, hält Kirch und Schul in guter Hut, auch aller Christen Häuser. 4. Das danken wir dem lie⸗ ben Gute und freun uns sol⸗ cher Güte; er woll den Feinden steurn und wehrn und uns hin⸗ fort behüten. Er geb ein selges neues Jahr und helf uns zu der Engel Schaar, da wolln wir ihn schön preisen. Cyriakus Schneegaß, 1597. Neufahrslieder. Mel. Wenn wir in höͤchsten ꝛc. 155. — .I I. Das al⸗te Jahr ver⸗ gan⸗ gen ist; wir drien dir, 555 Je⸗ 0 25 ISSSSSSEETEEEEEETEEE 2. Wir bitten dich, du ewger Sohn des Vaters in dem höch— sten Thron, du wollst dein arme Christenheit bewahren ferner alle Zeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, welchs ist der Seelen höchster Hort; vor fal⸗ scher Lehr, Abgötterei behüt 730 Herr, und sieh uns bei. 4. Hilf, daß wir von der Sünd ablan und fromm zu wer⸗ daß du uns in so gro⸗ßer O5 fahr be⸗ 1 2 tet hast lang Zeit und 350. den fahen an; kein'r Sünd im alten Jahr gedenk; ein gnaden⸗ reich Neujahr uns schenk. 5. Christlich zu leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tag wied'r aufzu⸗ stehn, mit dir in Himmel ein⸗ zugehn; 6. Zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. Joh. Steuerlein, geb. 1546, + 1613. 74. Mel.— Jesu—.R— meins ꝛc. 1630. 4— I— 6. 2—.— DD 0 Das al⸗te tstü ist nun da⸗ 4445 i‚.‚— er⸗neu⸗re, Je- su, Herz und Onn, .S............... zu flieh⸗en al ⸗ler La⸗ster Schaar in die⸗sem lie⸗ben neu⸗en Jahr. 2. Gib neuen Segen, Glück und Heil; hilf, daß wir sämmt⸗ lich haben Theil an dem, was uns, du höchstes Gut, erworben hat dein theures Blut. 3. Gedenke nicht der Misse⸗ that, damit wir, Jesu, dern und spat so oft gehandelt wider dich; vergib und gib uns gnädiglich. 4. Vergib uns alle Sünd und Schuld, gib in der strengen Noth Geduld; dein guter Geist uns wohne bei, sein Hülf und Trost stets bei uns sey. 5. Gleichwie das güldne Son⸗ nenlicht die Strahlen wieder zu uns richt, so laß, Herr, deinen Gnadenschein uns wieder zuge⸗ wendet seyn. 6. Laß deine Hůlfe allezeit, du Menschenfreund, uns seyn be⸗ reit, bis wir einmal nach dieser Zeit eingehen in die Ewigkeit. Ernst Christ. Homburg, geb. 1605, + 1681. Neujahrslieder. 57 Mel. Nun laßt uns Gott, dem ꝛc. Selnecker? 1587. E= + + L + + + + 1+— + + + + 1 + 4* H1. Nun laßt uns gehn und tre⸗ ten mit Sin⸗ gen und mit Be⸗ ten SRS— bis hie⸗ her Kraft ge⸗ge⸗ ben. zum Herrn, der un⸗serm Le⸗ ben 2. Wir gehn dahin und wan⸗ dern von einem Jahr zum an⸗ dern; wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen. 3. Denn wie von treuen Müt⸗ tern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nichts min⸗ der läßt Gott ihm seine Kinder, wann Noth und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 5. Ach Hüter unsers Lebens! fürwahr, es ist vergebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 6. Gelobt sey deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sey den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 7. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 8. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 9. Schleuß zu die Jammer⸗ pforten und laß an allen Orten auf so viel Noth und Leiden uns sehen beßre Zeiten. 10. Sprich deinen milden Se⸗ gen zu allen unsern Wegen; laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 11. Sey der Verlaßnen Va⸗ ter, der Irrenden Berather, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 12. Hilf cha en Kran⸗ ken; gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermuth quälen. 13. Und endlich was das Meiste, füll uns mit deinem Gei⸗ ste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 14. Das alles wollst du ge⸗ ben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschaare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4+ 1676. Mel. Werde Licht, du Stadt ꝛc. 17³8⁸. —————.—.— 5 .—— e— 1. Silf, Herr Je⸗su! laß ge⸗lin⸗gen, hilf, das neu⸗e Jahr geht an. Laß es neu⸗e Kräf⸗te brin⸗gen, daß aufs Neu ich wandeln kann. — —. 12*— 1+— 1 + + + ◻D.—.— + I—— —— E* ꝙ— +——— I—2— +— +— 2.— 2 + I—— + n. Neu-es Glück und neu⸗es Le⸗ben wol⸗lest du aus Gnaden ge-ben. 58 Neujahrslieder. 2. Meiner Hände Werk und Thaten, meiner Zunge Red und Wort müsse mir durch dich ge⸗ rathen und ganz glücklich gehen er⸗ Neue Kraft laß mich erfül⸗ en, zu verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wann ich schlafe, wann ich wache, wollest du, Herr, bei mir seyn; geh ich aus, steh mir zur Sei⸗ ten, kehr ich heim, wollst du mich leiten. 4. Laß mich beugen meine Kniee nur zu deines Namens Ehr; hilf, daß ich mich stets be⸗ mühe, dich zu preisen mehr und mehr. Herr, ich weiß, es wird vor allen dieß mein Opfer dir gefallen. 5. Laß dieß seyn ein Jahr der Gnaden, laß mich büßen meine Sünd; del⸗ daß sie mir nicht mög schaden, sondern bald Ver⸗ bu, wei find, Herr, in dir; denn u, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 6. Tröste mich mit deiner Lie⸗ be, nimm, o Gott, mein Flehen hin. Sieh, wie sehr ich mich be⸗ trübe, ja voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nö⸗ then, daß mich Sünd und Tod nicht tödten. 7. Herr, du wollest Gnade ge⸗ ben, daß dieß Jahr mir heilig sey, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhie auf Erden fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Begin⸗ nen, Jesu, bleibe stets bei mir; Jesu, zähme mir die Sinnen, Jesu, sey nur mein Begier; Jesu sey mir in Gedanken, Jesu, lasse nie mich wanken. 9. Jesu, laß mich fröhlich en⸗ den dieses angefangne Jahr; trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wann ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, geb. 1607, 4+ 1667. 7⁷. Mel. Herzlich thut mich ze. Haßler? 1618. +——.——— , DDI— 1. Durch Trauern und durch Pa ⸗gen, durch Roth, durch Angst und Pein, —.—.— — durch Hoffnung und durch Kla ⸗gen, durch man-chen Sor-gen=-stein —. 0 2 13 *—— — 5 1.—— —————————— 0 * + 1 DDT.— ö 6 W62——— —— v bin ich, Gott Lob! ge- drun-gen; dieß Jahr ist hin ge-legt: * —————— ů——ꝑ D........—————..— 2———.—— dir, Gott, sey Lob e sun⸗ gen! Das Hetz ist mir be⸗wegt. Neujahrslieder. 59 2. Der du mich hast erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Theil. Du hast mich wohl erhalten, hast reich⸗ lich mich getröst; dich laß ich fer⸗ ner walten, wenn Unfall mir zustößt. ů 3. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich. Gib, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich; dir ist mein Will ergeben, ja er ist nicht mehr mein, dieweil mein gan⸗ zes Leben dein eigen wünscht zu seyn. ö 4. Nach dir soll ich mich schi⸗ cken und, Herr, ich wills au thun. Soll mich die Armuth drücken? ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen? ja, nn befiehl du mir. Soll ich Verachtung tragen? ach, ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben? Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Aengsten schweben? mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden? ich will ehorsam seyn. Soll ich von Hiuden scheiden? Herr, dein Will ist auch mein. 6. Soll ich zum Himmel dringen? gar gern, o Gokt, mein Licht! Soll mich die Höll ver⸗ schlingen? ach, dieses willst du nicht. Ich habe zwar verdienet die rothe Höllengluth; du aber bist versühnet durch deines Soh⸗ nes Blut. 7. Heut ist das Jahr be⸗ schlossen; Herr, deine Gnade sey heut auf mich neu ergossen, mein Herze werd auch neu. Laß ich die alten Sünden, so werd ich, Gott, bei dir auch neuen Segen finden, dein Wort ver⸗ spricht es mir. G. W. Sacer, geb. 1635, 4 1699. Mel. Meinen Jesum laß ich ꝛc. Hammerschmidt. 1658. 11 + I—333—5— X SSSSee.—.—— — + — 2—.8———.— +— + +— 1—— —— + 1. Jezsus soll die Losung seyn, Je⸗su Na⸗me soll al⸗lein da ein neu⸗es Jahr er⸗schie⸗nen; de⸗nen zum Pa⸗ nie⸗re die⸗ nen, U er VX + E‚. I die in sei ⸗nem Bun⸗de stehn 2. Jesu Name, Jesu Wort soll in den Gemeinden schallen; und so oft wir nach dem Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines 1 Halig Ruhm un⸗ ser Herz zum Heiligthum. 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zu —— und auf sei⸗nem We⸗ge gehn. Theil, wird sich täglich bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen, und durch seinen Gnadenschein alles vol⸗ ler Segen seyn. 60 ů Neujahrslieder. 5. Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns ein 79. Segen werden müssen. Jesu Nam sey Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. Benj. Schmolck, geb. 1672, 4 1737. Mel. O Gott, du frommer Gott dc. 171⁰. ———— ——— 1. Ein Jahr der Sterb⸗ Aich⸗ keit, ist a-ber-mals da⸗ bin der kux⸗ zen Les bens ta= ge, mit sei ⸗ner Lust und Pla⸗ge, SSPSSS und wie⸗der um ein Theil von uns⸗ rer Pil⸗ger⸗ schaft SSSS SSISS. nun⸗ mehr zu⸗ ruͤck⸗ gelegt 2. Herr, deine Güte machts, die niemals uns zu lieben er— müdet, noch vergißt, daß wir noch übrig blieben. Nimm un⸗ sers Herzens Dank in Gnaden von uns an für das, was du an uns in diesem Jahr gethan. 3. Wir schließen uns aufs Neu in dein so treues I in dein Erbarmen da sind wir wohl geborgen, da ist das feste Scloß vor aller Feinde Trutz, da findet allezeit dein Volk in Nöthen Schutz. 4. Gib mit dem neuen Jahr —0 neue Stärk im Glauben, laß uns den alten Grund der Wahrheit Niemand rauben. Er⸗ neure Herz und Sinn, und das geschenkte Licht des ewig wah⸗ ren Worts erlösche bei uns nicht. 5. Entzünde neue Lieb und „Machs mit mir, Gott ꝛe. Dun Got⸗ tes Schutz und Kraft. Sanftmuth in uns allen; und soll uns dieses Jahr auch neue Noth befallen, so stärke die Ge— duld, uud mache deine Treu, o Vater, über uns mit jedem Tage neu. 6. Gib, daß wir mehr und mehr den alten Menschenstödtenz verleih an Seel und Leib, was Jedem ist vonnöthen, und laß uns, Herr, mit dem, was deine Weisheit thut, stets wohl zu⸗ frieden seyn; du machst doch al⸗ les gut. 7. Wem du das Ziel be— 0 in uint dn Jahr zu schei⸗— den, d den wollst du, treuer Gott, in Gnaden vollbereiten! Laß ihn im Glauben hier beschlie⸗ ßen seinen Lauf, und nimm in deine Hand die Seele gnaͤdig auf! Henr. Kath. v. Gersdorf, geb. 1648, 4 1726. Schein. 1628. Ein Jahr geht nach dem an dern bin ach a te doch der trä⸗ge Sinn ——— ——— der C. wigs keit ent⸗ ge gen. dieß flei⸗ Piger er⸗wa⸗ gon! Neujahrslieder. 61 4 10 — 2:..2.— — + +—4. * V I — E E — 302 e —— Ach, bräch⸗te doch ein jedes Jahr viel neu⸗ e, gu⸗te Früch ⸗te dar! 2. Allein, allein wo ist die Frucht, die wir bisher getra⸗ gen? Wie oft hat Gott umsonst gesucht, wie hat er müssen kla⸗ en! Es that ihm weh, wenn sünt Hand anstatt der Frucht nur Blätter fand. 3. Haut ab, spricht er, den kahlen Baum, der keine Früchte träget. Was nimmt er andern Saft und Raum? Komm, Tod, der alles schläget, komm, leg die Axt der Wurzel an, thu einen Streich, so ists gethan. 4. Allein der treue Heiland spricht: Laß ihn noch dieß Jahr stehen! Trägt er noch keine Früchte nicht, ich hoff sie noch zu sehen. Ach, halt des strengen rtheils Lauf doch dieß Jahr noch, mein Vater, auf. 5. So gib denn, lieber Hei⸗ land, Kraft, dieß Jahr viel Frucht zu bringen. Ach, laß doch deines Geistes Saft in unsre Zweige dringen, und schütte du auf jedes Haus viel Gnade, Kraft und Segen aus. Joh. Jakob Rambach, geb. 1693, + 1735. 81. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. 15²³ 4 — I E — +—5 2 — 1—— II * 0 1 — +* IE 3 2 72———————.3— —— 4, 0—1 3—„— Q— —2 E E* er ists, der schafft und sorgt und wacht; auf! laßt uns ihn, den Gott der Macht, H——.p EE—..—.—..— —8————6—443 DISEE..— mit Preis und Dank er⸗he ⸗öben. 2. Herr, der da ist, und der da war, von dankerfüllten Zun⸗ gen sey dir für das verfloßne Jahr ein heilig Lied gesungen für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rath, für Fried und Ruh, für jede That, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dieß Jahr geseg⸗ net seyn, das du uns neu gege⸗ ben. Verleih uns Kraft, die Kraft ist dein,—in deiner Furcht zu leben. Du schützest uns und du vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach dei⸗ nem Reiche streben. 4. Gib mir, wofern es dir ge⸗ fällt, des Lebens Ruh und Freu⸗ den. Doch schadet mir das Glück der Welt, so gib mir Kreuz und Leiden; nur stärke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glück⸗ lichern beneiden. 6² Neujahrslieder. 5. Hilf deinem Volke väter⸗ lich in diesem Jahre wieder. Er⸗ barme der Verlaßnen dich und der bedrängten Glieder. Gib Glück zu jeder guten That und laß dich, Gott, mit Heil und Rath auf unsern Fürsten nieder. 6. Daß Weisheit und Ge⸗ rechtigkeit auf seinem Stuhle thronez daß Tugend und Zufrie⸗ denheit in unserm Lande wohnez daß Treu und Liebe bei uns sey: dieß, lieber Vater, dieß verleih in Christo, deinem Sohne! Christi. Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 4 1769. 82. Mel. Nun lob, mein Seel ꝛc. 1540. 9 4Z —— ** 1. Herr, der du dei⸗nen Na⸗men durchWohltbun an uns herrlich machst, und ü⸗ber dei⸗-nem Sa-men, den du erwählst, so liebreich wachst, AER———.— +—— 9————— 15 1—— Je ⸗ ho ⸗ va, des⸗ sen Treu—e uns un⸗ver⸗än ⸗dert liebt, H—.1 ů 2—— i 2—„—— —. ů——.— und stündlich sich aufs Neu ⸗e uns zu be-⸗wun⸗ dern gibt! 4 4 5————— I 1 1 SDSEEE— 7——— /ä. Ent⸗flam⸗me mein Ge⸗mü⸗the, das dei⸗nen Ruhm be⸗ sugt, + — N 4* ————.—.—.——. ——.—.— — —— 2. Unendlicher Erbarmer! Erstaunend bet ich vor dir an. Wer bin ich Staub, ich Armer, daß du so viel an mir gethan? Anstatt im Zorn zu lohnen, wie ich um dich verschuldt, trägst du mich mit Verschonen und zärt⸗ licher Geduld. Dein vielfach milder Segen bekrönte jeden Schritt, und auf Isbabnen Wegen ging Gnad und Wahr⸗ heit mit. 3. Herr, wie muß ich mich schämen, daß ich so schlecht da— für gedankt! Du ließt mich alles L 70 4 und für so rei⸗ che Gü ⸗te — ein armes O⸗ vpfer bringt. nehmen, was ich von deiner Hand verlangt. Doch dir mich ganz zu geben, im Glauben dir allein mit Leib und Geist zu le⸗ ben, dir redlich treu zu seyn und ganz in dich zu dringen, fehlt zwar der Wille nicht, wohl aber das Vollbringen, zu dem ich mich verpflicht. 4. Wie manche schöne Stun⸗ den der schnell entflohnen Gna⸗ denzeit sind ungebraucht ver⸗ schwunden und im Geräusch der Welt entweiht! Wie viele von den Gaben, die du mir hast ge⸗ Epiphaniaslieder. 63 gönnt, sind ungenützt vergra⸗ ben und freventlich verschwendt! Wie war ich doch so träge, zu thun, was mir gebührt, wie langsam auf dem Wege, der in den Himmel führt! 5. Laß, Jesu, Gnade finden die Seele, die nicht ruhen kann, als bis die Last der Sünden von dem Gewissen abgethan. Ach, sprich ein Wort und blicke auf dein gebeugtes Kind, wirf hin⸗ ter dich zurücke, was sich von Schulden findt; laß keine mich beschämen und in das neue Jahr nichts von dem alten nehmen, was dir mißfällig war. 6. Laß deinen Geist mich stär⸗ ken, zeuch immer näher mich zu dir, und laß mich stündlich mer⸗ ken, wie mächtig deine 9. in mir. Hilf, Herr, laß wohl ge⸗ lingen, gib Glauben, Muth und Fleiß, dir viele Frucht zu brin⸗ gen zu deines Namens Preis. Laß mich stets brünstig flehen und auf die Ewigkeit den guten Samen säen, der sich der Ernte freut. 7. Soll mir ein Jahr der Lei⸗ den und Prüfungen bestimmet seyn; stellt sich auf allen Seiten bei mir des Kreuzes Trübsal ein: nun so gescheh dein Wille; nur schenke mir in dir Gelassen⸗ heit und Stille und halte fest bei mir. Ich weiß, von guten Händen kommt doch nichts Bö⸗ ses her; das Kreuz, das sie mir senden, drückt doch niemals zu schwer. 8. Hast du, Herr meiner Ta⸗ ge, in diesem Jahr mein Ziel bestimmt, in dem der Wallfahrt Plage und Schmerz und Leid ein Ende nimmt: o mit welch großen Freuden, wenn deine Gottesmacht ihr gnädig Vollbe⸗ reiten an mir zu Stand gebracht, sink ich dir in die Hände und feire mit der Schaar, die trium⸗ phirt ohn Ende, mein Hall⸗ und Jubel-Jahr! Andreas Rehberger, geb. 1716, + 1769. Epiphaniaslieder. 83. ö Mel. Valet will ich dir ꝛc. Leschner. 1615. SSS.. — L.—— + + 1 + P V 1. S Kö⸗nig al⸗ler Eb⸗ren, Herr Ie= su, Da⸗vids Sohn, dein Reich soll ewig wäh⸗ ren, im Himmel ist dein Thron. 4 V I. +2. + I I +— SDDIE ‚‚— —2——.——— — Hilf, daß all⸗hier auf Er⸗-den den Men-⸗schen weit und breit N—* 7—— 7— ö 2— S————— zur ew-⸗ gen Se-lig- keit. 64 ö Epiphaniaslieder. 2. Von deinem Reich auch eugen die Drei aus Morgen⸗ bund⸗ die Knie sie vor dir beu⸗ gen, weil du ihn'n bist bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort; drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt; doch achtest du gar wenig ver⸗ gänglich Gut und Geld; prangst nicht auf einem Rosse, trägst kei⸗ ne güldne Kron, sitzst nicht in festem Schlosse, hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret; dein Glanz erstreckt sich weit; dein Güt allzeit regieret und die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Bid. sitzen, die Bösen stürzen a 5. Du wollst dich mein erbar⸗ men, in dein Reich nimm mich auf! Dein Güte schenk mir Ar⸗ men und segne meinen Lauf; mein Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren; rett mich aus aller Noth. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönsten Stern; laß falsche Lehr und Sünden seyn von meim Herzen fern; hilf,‚ daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. dein Gerechtigkeit. Du wollst Martin Behemb, geb. 1557, + 1622. 84. Eigne Melodie. 1705 6—.——.— ——= S—— 1. Wer⸗de Licht, du Stadt der Heisden, schau⸗e, welch ein Glanz mit Freuden und du Sa⸗ lem, wer⸗ de Licht; ü⸗ber dei⸗nem Haupt anbricht SSII...... 9 —— — —— ——.—ß——.——.— — 11 —— Gott hat de⸗rer nicht ver⸗ges sen, 2. Dunkelheit, die mußte wei⸗ chen, als dieß Licht kam in die Welt, dem kein andres ist zu Paltr d. welches alle Ding er⸗ haͤlt: die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Ach, wie waren wir ver⸗ blendet, ehe noch dieß Licht brach an! Ja, da hatte sich gewendet schier vom Himmel Jedermann: unsre Augen und Geberden kleb⸗ ten einzig an der Erden. die im Fin⸗stern sind ge⸗ ses⸗ sen. A. Gottes Rath war uns ver⸗ borgen; seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt' es an dem Licht, das zum rechten Himmels⸗ leben seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles überblieben. SEN/ S Epiphaniaslieder. 65⁵5 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der rechten Glau⸗ bensbahn; ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohl gethan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit durch geliebte Glaubens⸗ werke folgen in Funndenleen und hernach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinen müß er⸗ üllen mein Gemüth in aller othz dein Erscheinen müsse stil⸗ len meine Seel auch gar im Tod; Herr, in Freuden und im Wei⸗ nen müsse mir dein Licht erschei⸗ nen. 9. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schön⸗ sten Klarheit wohnen. Johann Rist, geb. 1607, + 1667 Mel. Werde munter ꝛc. Schop. 1642. r*—* — +——1 1 N + SEEEEE —4—— +—— 1. Freu⸗et euch, ihr Got⸗tes Kin⸗der! prei⸗set mit mir Got⸗ tes Macht; steueet euch, ihr amen Sün⸗der! laßt der Welt den Stolz und Pracht; SSSSS= freut euch,—— 65 Gott re⸗ giert 60 zu sei⸗ner—2— fübr, daß wir ar⸗men Hei- den kön⸗nen uns nun Gottes Kin⸗der nen⸗nen. 2. Seine Herrschaft sich er⸗ strecket über alles, was da lebt; seine Hand schützt und bedecket, was sich reget, webt und schwebt. Wenn er spricht, so geht sein Wort schnell wie Blitz und Donner fort; es durchdringet Geist und Leben und kann Trost und Hoffnung geben. 3. Nun, ihr Sünder hier auf Erden, wollt ihrs haben endlich gut, wollt ihr Gottes Kinder werden, ei, so ändert euern Muth! Preiset Gottes Güt und Macht, so wird er euch geben Kraft, daß ihr auch zu ihm könnt kommen und euch freuen mit den Frommen. 4. Aller Heiden Trost ist kommen, Jesus, unser Freuden⸗ licht, der Beschirmer aller From⸗ men, unser Schutz und Zuver⸗ sicht. Preiset seine Güt und Treu, die uns noch wird immer neu, so wird er euch allen geben, hier und dort mit ihm zu leben. Johann Olearius, geb. 1611, 4 1684. 66 Epiphaniaslieder. 86. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. Crüger.(1653) 1658. I — S— —— 2— 1. Je⸗ su, gro⸗ßer Wun⸗der⸗stern, mei⸗ ne See⸗le will so gern — der aus Ja⸗kob ist er⸗schie⸗nen, dir an dei⸗ nem Fe⸗ste die⸗nen; 2 72— SPPIII.IPI.I I IPIPIPIPIPITITITITITITITITITIIIII SSDDDqsiiee— ꝗ nimm, ach nimm doch gnã⸗ dig an, was ich Ar⸗mer schen⸗ken kann. 2. Nimm das Gold des Glau⸗ bens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin; so ist dirs die liebste Gabe. Laß es auch bewährt und rein in dem Kreuzesofen seyn. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir ge⸗ nügen; Herz und Lippen sollen stets, ihn zu opfern, vor dir liegen. Wann ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. ö 4. Nimm die Myrrhen bitt⸗ rer Reu; ach, mich schmerzet meine Sünde. Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröh⸗ lich sprechen kann: Jesu, nimm mein Opfer an! Erdm. Neumeister, geb. 1671, 4 1756. 8⁴⁷. Mel. Wie schön leuchtet ne. 1599. L——— E⁴ +— + + SMD ee.....— +* +2— 1 I I + +— I + 4— —— — 1. Wie berr=lich strahlt der Mor⸗gen⸗stern! O welch ein Glanz Got ⸗ tes, der die Nacht durchbricht, du bringst in —— — * N —.—— E + I I —— E HFR III — + Glanz geht auf vom Herrn! fin ⸗= stre See=len Licht, — Wer soll⸗te sein nicht ach⸗ ten? die nach der Wahr⸗heit schmachten. 5.— DISDiDieeee .—..—.—— 2*— 22. Dein Wort, Je⸗su, ist voll Klar⸗beit, führt zur Wahrheit — —— S... ·—.—.— H H6—— i 4 — V...————S H 2————— und zum Le⸗ben; wer kann dich ge nug er⸗he⸗ben? 2. Du hier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, des Himmels großer König! von anzem Hei preis ich dich; hab ich dein Heil, so rühret mich das Glück der Erde wenig. Zu dir komm ich; wahrlich Kei⸗ ner tröstet deiner sich vergebens, sucht er dich nur, Herr des Lebens. 3. Durch dich nur kann ich selig seyn; o drücke tief ins Herz mir ein Empfindung dei—⸗ ner Liebe, damit ich ganz dein eigen sey, aus Weltsinn deinen S ...CERRN. sann. nimm Amen hitt⸗ herzet bist Trost ftöh⸗ nimm Us. Darstellung Christi. 67 Dienst nicht scheu, gern deinen Willen übe. Nach dir, nach dir, den ich fasse und nicht lasse, ewig wähle, dürstetmeine ganzeSeele. 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, die Hoffnung, daß dein Angesicht ich einstens werd erblicken. Du wirst indeß durch deine Kraft, die Ruh in müden Seelen schafft, mich stärken und erquicken. Tröste du mich, Selig⸗ macher, daß ich Schwacher auf der Erde Himmelsfreuden inne werde. 5. Und wie, Gott Vater, preis ich dich! Von Ewigkeit her hast du mich in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich mit dir vereint; er ist mein Bru⸗ der und mein Freund: was ist, das mich betrübet? Seele, wähle ihn, den Besten, ihn, den Größ⸗ ten, dir zum Freunde, und dann fürchte keine Feinde. 6. Ihm, welcher Tod und Grab bezwang, ihm müsse froher schallenk mit jedem Tag er⸗ schallen! Dem Lamme, das er⸗ würget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Iatelte allen! Tönet, tönet, Jubellieder, schallet wieder, daß die Erde voll von seinem Lobe werde! 7. Wie freu ich mich, o Jesu Christ, daß du der Erst und Letzte bist, der Anfang und das Ende! Ich gebe, Heiland, mei⸗ nen Geist, wenn er sich einst dem Staub entreißt, in deine treuen Hände. Ewig werd ich, Herr, dort oben hoch dich loben, dem ich traue, wenn ich nun dein Antlitz schaue. Joh. Adolph Schlegel, geb. 1721, 4 1793. Darstel lung Christi. 88. Eigne Melodie. Luther? 1524. 132—— Nr⸗ Wen ,, e —— Vi. Mit Fried und Freud ich fahr da-- hin 2. Das macht Chri⸗stus, wahr Got⸗tes Sohn, 3. Den hast du Al-len für⸗ge- stellt ist das Heil und se-lig Licht 2 in Got-tes Wil ⸗le. der treu ⸗e Hein⸗ land, mit gro⸗ßen Gna ⸗ den, für die— Hei ⸗den, .——— 1j—ñ—— + +—4 +— ————— — 1. Ge⸗ trost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stil⸗ le. 2. den 3. zu 0 du mich, Herr, hast seh-en lan, sei nem Reich die gan ze Welt 4. zur⸗ leuch⸗ten, die dich ken⸗nen nicht, und macht be⸗ kannt, hei ⸗ßen la⸗ den und zu wein⸗ den. + 4.— H —7——t— II —— +— 1 .— + 9———.— ————————. 1. Wie Gott mir 2. daß er sey 4. Er ist deins Volks Is⸗ ra⸗ el ver⸗hei-⸗ ßen hat, das Le⸗ben mein 3. durch dein theu ⸗Wer heil- samWort, —* der Tod ist mein Schlaf wöor⸗ den. und Heil in Noth und Ster-ben. an al⸗lem Ort er-schol-len. der Preis, Ehr, Freud und Won⸗ne. Dr. M. Luther, 45 1483, + 1546. 5 Passionslieder. Haßler? 1613. Mel. Herzlich thut mich verlangen ze. 4 + — 14—. — —.. 1. Herr Je ⸗su, Licht der Hei⸗ den, der Frommen Schatz und Lieb, ——.—— .........E— —*———— wir kom⸗men jetzt mit Freu⸗ den durch dei⸗ nes Gei⸗stes Trieb 7——.........— in die ⸗sen dei-nen Tem⸗ pel und su ⸗chen mit Be ⸗Aler ———— — H 2.— dich, gro⸗ßer Gott, all⸗hier. nach Si ⸗me⸗ ons Ex⸗ em⸗pel 2. Du wirst von uns gefun⸗ den, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort; ver⸗ gönnst noch heut zu Tage, daß man dich gleicherweis auf Glau⸗ bensarmen trage, wie hier der alte Greis. ö 3. Sey unser Glanz in Won⸗ ne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Gluth und Flamme, in Noth ein Freudenstrahl, in Krankheit Arzt und Amme, ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns ge⸗ lingen, daß einst, wie Simeon, ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden mein Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glau⸗ ben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rau⸗ ben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du; uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar zu⸗ weilen mich hart und ängstlich an, daß oft vor Angst und Heulen ich dich nicht kennen kann; dort aber wirds gesche— hen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Joh. Franck, geb. 1618, 4 1677. Passäonslieder. (Christus, der u 90. Eigne Melodie. us selig macht.) Altkirchlich? 1531. —— SPSPSPSPS — 5 O hilf, Chri-⸗ste, Got⸗ tes Sohn, durch dein bit⸗ ter Lei= den, — —— er2 SE „n R. mein mich iland Rau⸗ haut; rau⸗ rält. erden, uns „kein 1 hu⸗ gtlich und ennen esche⸗ cht zu mmer 4 167⁷ Pass ionslieder. 7— — + 2—— SSPP I I—— +* daß wir stets dir un ⸗ter⸗ than all Un⸗ tu⸗gend mei ⸗ den, t 4—. *..————— .E—5 dn L—*————— I +— . e.— dei ⸗nen Tod und sein Ur-⸗ sach frucht⸗-bar-lich bes den ⸗ ken, — .. 1 +* + 1 +— j.—.— 2— 2— +„— + I—— W———5 6———— da⸗für, wie⸗wohl arm und schwach, dir Dank⸗o⸗ pfer schen ⸗ ken. Mich. Weiß(1531). 91. Eigne Melodie. Altdeutsch. 1524. ⁰ — . EDEE I ——6— 1. Ach, wir armen Sün⸗ der! unsre Mis⸗se⸗that, da⸗ rin wir empfangen 1——3. *— 2 2. + ISSPSPIPIPIPIII...‚....................— H 4 und ge⸗bo⸗ren sind, hat ge⸗bracht uns al=le in solch gro⸗e Noth, 1 äe 2 FIIIEI n HIE SDSDSDSe ——— I daß wir un⸗ ter⸗wor⸗fen sind dem ew⸗gen Tod. Ky⸗ri⸗e e⸗le⸗ i⸗ son! — —— 165— = P————— Chri⸗ste e ⸗ le ⸗ i⸗ son! Ky⸗ ri e e⸗le⸗ i⸗ son! 2. So nicht wäre kommen gen Sünd und Tod und nicht Christus in die Welt und an gar verzagen vor der Höllen sich genommen unser arm Ge⸗ Gluth. Kyrie eleison! Christe stalt, hätten wir seyn müssen eleison! Kyrie eleison! ewiglich in Noth; Christ hat I. Darum wolln wir loben, sich gegeben für uns in den danken allezeit dem Vater und Tod. Koyrie eleison! Christe Sohne und dem heilgen Geist; eleison! Kyrie eleison! bitten, daß sie treiben all Noth 3. Solche große Gnad und von uns fort, und daß wir stets väterliche Gunst hat uns Gott bleiben an Gotts heilgem Wort. erzeiget lauter gar umsonst. Kyrie eleison! Christe eleison! Des solln wir uns trösten ge⸗ Kyrie eleison! Nach laus tibi Christe um 1559- er 1 Passionslieder. Mel. O Jesu Christ, meins ꝛc. 2. Dein Güt so groß ans Kreuz dich bracht, dadurch wir ledig sind gemacht; denn Adams Sünd und Bande schwer trägst du und lösest sie, o Hehe 3. Dein ist der hohe Him⸗ melsthron, noch wirst du eines Menschen Sohn, und weigerst dich des Sterbens nicht, eins schmählichen Tods wirst hinge⸗ richt. 4. Du läßt dir Bande le⸗ gen an, auf daß wir Freiheit 93. Eigne Melodie. zu dei⸗nem Lob und Preis ge⸗than. mögen han; die Schuld du trägst, die ewig Schmach zu wenden und all Ungemach. 5. Am Kreuz du hängest an⸗ gehaft't, die Erd bewegest du mit Kraft, befiehlst den Geist ins Vaters Hand, und Finster⸗ niß bedeckt das Land. 6. Bald stehst du auf, ein Siegesherr, und leuchtest in des Vaters Ehr; deins Gei⸗ stes Kraft, du König fromm, uns allezeit zu Hülfe komm! Vincentius Schmuck, geb. 1565, + 1628. (Nach Rex Christe faetor omnium.) Crüger. 1640. —. en inene. — 1. Herzsliebster Je⸗ su, was hast du ver⸗bro⸗chen, daß man ein solch scharf Hede + öcco.é— . n nrmnmn 25 Ur⸗theil hat ge ⸗spro⸗chen? Wacs ist die Schuld, in was für Mis⸗se⸗ tha⸗den I SSIIIII... bis du 1 40 then? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Ange⸗ sicht geschlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket ans Kreuz gehenket. 3. Was ist die Ursach aller solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, mein Herr Jesu! habe dieß verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 5. Der Fromme stirbt, der 1630. Passionslieder. 71 recht und richtig wandelt; der Böse lebt, der wider Gott miß⸗ handelt. Der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen; Gott liegt gefangen. 6. Ich war von Fuß auf vol⸗ ler Schand und Sünden, bis zu der Scheitel war nichts Guts zu finden. Dafür hätt ich dort in der Hölle müssen ewiglich büßen. 7. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße. Ich lebte mit der Welt in Lust und Freu⸗ den, und du mußt leiden. 8. Ach großer König, groß zu allen Zeiten! Wie kann ich gnugsam solche Treu ausbrei⸗ ten! Kein menschlich Herz ver⸗ mag es auszudenken, was dir zu schenken. 9. Ich kanns mit meinen Sin⸗ nen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmen zu vergleichen; wie kann ich dir denn deine Lie⸗ besthaten im Werk erstatten? 10. Doch ist noch etwas, das dir angenehme, wenn ich des Flei⸗ sches Lüste dämpf und zähme, daß 94. Mel. Zion klagt mit ꝛc. sie aufs Neue nicht mein Herz entzünden mit alten Sünden. 11. Weil aber dieß nicht steht in eignen Kräften, dem Kreuze die Begierden anzuheften: 10 gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 12. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für nichts mehr achten; ich werde mich bemühen, deinen Willen stets zu erfüllen. 13. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Pla⸗ gen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen W men zu Herzen. 14. Dieß alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du, o Herr, nicht gar bei Seite setzen. In Gnaden wirst du dieß von mir annehmen, mich nicht be⸗ schämen. 15. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Eh⸗ renkrone: so will ich dir, wenn alles wird wohlklingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann, geb. 1585, 4 1647. Crüger. 1640. I 0 ————— 2 SS.......—.—— H.* 1. Je⸗ su, dei⸗ne tie⸗fen Wun⸗den, dei⸗ne Qual und bitt⸗ rer Tod 9 ge⸗— mir zu al⸗len Stun-den Trost in Leibs- und See⸗len⸗noth. iii———— + Q Fällt mir et⸗was Ar⸗ges ein, denk ich bald an deiene Pein, 5=———— ee SiPDPSSREDEDEEDDSSSE die er⸗lau⸗bet mei⸗nem Her⸗zen mit der Sun.de nicht zu scher⸗ zen. 72 Passionslieder. 2. Will sich dann in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut: so gedenk ich an dein Leiden; bald wird alles wieder ut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnaden⸗ zeichen, bald muß er von dan⸗ nen weichen. 3. Will die Welt mein Herze führen auf die breite Wollust⸗ bahn, da nichts ist als Jubili⸗ ren, alsdann schau ich emsig an deiner Marter Centnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja für alles, was mich kränket, mir dein Leiden Hülfe schafft; wenn mein Herz hinein sich senket, schöpft es neue Le⸗ benskraft; deines Trostes Sü⸗ ßigkeit wendt in mir das bittre Leid, der du mir das Heil er⸗ worben, da du bist für mich ge⸗ storben. 5. Auf dich setz ich mein Ver⸗ trauen; du bist meine Zuver⸗ sicht. Dein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann tödten nicht. Daß ich an dir habe Theil, bringet mir Trost, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinemHer⸗ zen, du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmer⸗ zen auch im letzten Kampf und Streit; ich verberge mich in dich, welch Feind will verletzen mich? Wer sich legt in deine Wunden, der hat glücklich überwunden. Joh. Heermann, geb. 1585, 4+ 1647. Melodie. Vopelius? 1682. — /—.. ——* SSIIE. I e 42—.—.2.—*—.—— 1— DDDD— 65 1. Du gro⸗ßer Schmerzenmann, vom Va⸗ter so ge⸗schla ⸗- gen, —— + +——4 7—— 56— DSSSSSEEi.....— 2915 5—————— 74.—————.—— 65 Herr Je⸗su, dir sey Dank für al⸗le dei ne Pla ⸗ gem, *—— 9—— 15— 77 +.—.— 1 I + ——— 9—.—.—— .. für dei⸗ne See⸗len⸗ angst, für dei ne Band und Noth, *E 4— 4—.—.——3——.———8 —————.—.—. 7 I I——* I I für dei⸗ne Gei ße⸗lung, 2. Ach, das hat unsre Sünd und Missethat verschuldet, was du an unsrer Statt, was du für uns erduldet. Ach, unsre Sünde bringt dich an das Krenz hin⸗ an, o unbeflecktes Lamm, was hast du sonst gethan? für dei-nen bit=tern Did. 3. Dein Kampf ist unser Sieg, dein Tod ist unser Leben; in deinen Banden ist die Freiheit uns gegeben; dein Kreuz ist unser Trost, die Wunden unser Heil, dein Blut das Lösegeld, der armen Sünder Theil. Passionslieder. 73 4. O hilf, daß wir uns auch zum Kampf und Leiden wagen und unter unsrer Last des Kreu⸗ zes nicht verzagen; hilf tragen mit Geduld durch deine Dor⸗ nenkron, wenns kommen soll mit uns zum Blute, Schmach und Hohn. 5. Dein Angst komm uns zu Gut, wenn wir in Aengsten liegen; durch deinen Todes⸗ kampf laß uns im Tode siegen; durch deine Bande, Herr, bind uns, wie dirs gefällt; hilf, daß wir kreuzigen durch dein Kreuz Fleisch und Welt. 6. Laß deine Wunden seyn die Heilung unsrer Sünden; laß uns auf deinen Tod den Trost im Tode gründen; o Jesu, laß an uns durch dein Kreuz, Angst und Pein dein Leiden, Angst und Noth ja nicht verloren seyn. Adam Thebesius, geb. 1596, + 1652. 96. Mel. Herr Christ, der einig ꝛc. 1524. E.......... iD so laß mich wohl be⸗den⸗ken, wie du ge⸗ stor⸗ben bist, N I o mein Herr Je⸗ su Christ, + e e e —*——— ..—‚D‚ a,—— 2 I ꝙ—— ——— und al⸗le mei⸗ne Schul⸗den⸗ last am Stamm des heil⸗gen Kreu⸗zes =——— H N I + 1 9——— auf dich ge⸗nom⸗men hast. 2. O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht! Es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden; die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi theures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Gluth. 4. Drum sag ich dir von Her⸗ zen jetzt und mein Lebenlang für solche Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Noth und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Lei⸗ den mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sünd⸗ liche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Pla⸗ gen, sollts auch seyn Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verläugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an Andern üben, was du an mir gethan, und 7⁴ Passionslieder. meinen Nächsten lieben, gern dienen Jedermann, ohn Eigen⸗ nutz und Heuchelschein, und wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in mei⸗ nen letzten Stunden und des versichern mich: weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, geb. 1601, 4 1671. Eigne Melodie. 1687. 1. Je⸗su, mei⸗nes Lesbens Le⸗ben, Jeesu, mei⸗nes To⸗des Tod, der du dich für mich ge⸗ ge⸗ben in die tief⸗ste See⸗len⸗noth, .—.————.— + 1 7—.—— —— 6 in das äu⸗ßer⸗ste Ver⸗der⸗ben, nur daß ich nicht moöchte ster⸗hen. —— .———— ...——— 2—— + 2. Du, ach du hast ausge⸗ standen Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Got⸗ tes⸗Sohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sün⸗ denketten. Tausend, tausend⸗ mal sey dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Wunden lässest du dir schlagen; alle Marter trägest du, um zu heilen meine Pla⸗ gen und zu setzen mich in Ruh; ach, du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend, tausendmal sey dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dor⸗ nen dich gekrönet. Was hat dich dazu bewegt? daß du möch⸗ test mich ergötzen, mir die Eh⸗ Tau⸗send, tau⸗send⸗ mal sey dir, lieb⸗ster Je= fu, Dank da=für. renkron auff Dir, Tausend, tau⸗ sendmal sey dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen seyn ge⸗ schlagen, mich zu lösen von der Pein; fälschlich lassen dich an⸗ klagen, daß ich könnte sicher seyn; daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausend, tausendmal sey dir, liebster Jesu, Dank da⸗ ür 6. Du hast dich mit Schmach bedecket, hast gelitten mit Ge⸗ duld, gar den herben Tod ge⸗ schmecket, um zu büßen meine Schuld; daß ich würde losge⸗ zählet, hast du wollen seyn ge⸗ quälet. Tausend, tausendmal sey dir, liebster Jesu, Dank da⸗ für. 7. Deine Demuth hat ge⸗ büßet meinen Stolz und Ueber⸗ Passionslieder. 75 muth; dein Tod meinen Tod versüßet, es kommt alles mir Gut; dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend, tausendmal sey dir, liebster Jesu, Dank da⸗ ür. 8. Nun ich danke dir von 98. Mel. An Wasserfluͤssen Babylon ꝛc. 0 152²5. Norden Herr, für die gesammte oth, für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bit⸗ tern Tod. Für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausend⸗ faches Nagen, für dein Ach und tiefe Pein will ich ewig dankbar seyn. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605, 4 1681, + + + 2 3—————— —— + . Ein Lämmlein gebt und trägt die Schuld der Welt und sih⸗ rer Kin⸗ der; 1 —1⁵ 2 SSSSSSS Q es geht da- hin, wird matt und kran 1 , —*** er⸗gibt sich auf die Wür⸗ge ⸗bank, — ——— I —— DRD ver-zeiht sich ale ler Freuẽ den; I + —.—.— 2—— 9—8 2—..— 2——— 0 + Angst, Wun⸗den, Strie-men, Kreuz und Tod, oder: — nd spricht: Ich wills gern 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland mei⸗ ner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen. Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kin⸗ der, die ich ausgethan zur Straf und Zornes Ruthen; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß; du kannst und sollst sie machen los durchSterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja von Her⸗ zensgrund, leg auf, ich will dirs tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund; mein Wirken ist dein Sagen. O Wunder⸗ lei ⸗den. lieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg, vor dem die Felsen sprin⸗ en. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets, gleichwie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollt seyn meines Herzens Licht, und wann mein Herz in Stücke bricht, sollt du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu 76 Passionslieder. deinem Eigenthum beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieb⸗ lichkeit bei Nacht und Tage sin⸗ en, mich selbst auch dir zu al⸗ er Zeit zum Freudenopfer brin⸗ en. Mein Bach des Lebens sel sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit er⸗ gießen; und was du mir zu Gut gethan, das will ich stets, so ktief ich kann, in mein Gedächt⸗ niß schließen. 6. Erweitre dich, mein Her⸗ ensschrein, du sollt ein Schatz⸗ aus werden der Schätze, die viel größer seyn, als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt, weg Ehre, Wollust, Pracht und Geld! Ich hab ein Bessers funden: mein großer Schatz, Herr JesuChrist, ist dieses, was geflossen ist aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zu Nutz zu allen Zeiten machen; im Streite soll es seyn mein Schutz, in Traurigkeit mein La⸗ chen, in Fröhlichkeit mein Sai⸗ tenspiel, und wann mir nichts mehr schmecken will, soll mich dieß Manna speisen; im Durst solls meine Quelle seyn, bin ich verlassen und allein, soll es mein Tröster heißen. 8. Was schadet mir des To⸗ des Gift? Dein Blut das ist mein Leben. Wann mich der Sonnen Hitze trifft, so kann mirs Schatten geben. Setzt mir der Wehmuth Schmerzen zu, so find ich bei dir meine Ruh, als auf dem Bett ein Kranker; und wann des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist du dann mein Anker. 9. Wenn endlich ich soll tre⸗ ten ein in deines Reiches Freu⸗ den, so laß dieß Blut mein Pur⸗ pur seyn, ich will mich darein kleiden; es soll seyn meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höch⸗ sten Vaters gehen, und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an dei⸗ ner Seite stehen. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. 1598. — 011 e er ꝑeen,e.re —— 1. O Welt, sieh hier dein Le⸗ ben am Stamm des Kreuzes schweben: 9.———— E.*——— ——* I* E —... SSS.I........... 2* 22.— dein Heil sinkt in den Tod; der gro⸗ ße Fürst der Eh=ren 94—— WSRSRDRDRDRDDDDDD.. i + ————.—. I— läßt wil⸗lig sich beschwe⸗ren 2. Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit L mit Schlägen, Hohn und großem Spott. Schweiße des Blutes überfüllt. Aus seinem edlen Herzen vor unerschöpftem Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschla⸗ gen, mein Heil, und dich mit lagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Kinder, von Ue⸗ belthaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sün⸗ den, die sich wie Körnlein fin⸗ den des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das be⸗ trübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen ge⸗ bunden in der Höll. Die Gei⸗ ßeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat ver⸗ dienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drü⸗ cken viel schwerer als ein Stein. Du wirst ein Fluch; dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal seyn. 7. Du setzest dich zum Bür⸗ gen, ja lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld. Mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, ver⸗ bunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr. Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben; Passionslieder. +7 Eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sey auch, wo ich sey; es soll mir seyn ein Spiegel der Un⸗ schuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Wie heftig unsre Sün⸗ den den frommen Gott ent⸗ zünden, wie Rach und Eifer gehn, wie schrecklich seine Ru⸗ then, wie zornig seine Fluthen, will ich aus deinem Leiden sehn. 12. Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Muth; und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit thut. 13. Wenn böse Zungen ste⸗ chen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden ver⸗ zeihen gern und williglich. 14. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem absagen, was meinem Geist ge⸗ lüst. Was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 15. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in dei⸗ nen Schoß und Hände beglei— ten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676 Passiondlieder. Mel. Herzlich thut mich ꝛe. Haßler?— —.— —— voll Schmerz und vol⸗ler Hohn! O Haupt, zum— ges bun»den — IHH—————— .—— mit ein ner Dor- nen⸗ kron! iE O Haupt, sonst schoͤn ge zie⸗ ret mit hoͤch ster Ehr und Ner, —————————————— H ——————————— jetzt a bor boͤchst schim⸗ pfis vet, 2. Du edles Angesichte, da— vor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit, wie bist du so er— Randet, wer hat dein Augen⸗ licht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schandlich zugericht? 3. Nun, was du, Herr, er⸗ duldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast! Schau her, bier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat, Yid mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Guad. 4. Erkenne mich, mein Hü⸗ 1 zmein Hirte, nimm mich a an! Von dir, Quell aller Wüte ist mir viel Guts gethan. Dein Mund hat mich gelaber mit Milch und süßer Kost; dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 5. Ich will bier bei dir ste⸗ hen, verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht. Wenn dein Haupt wird erblas⸗ gdes grüns ßet seyst du mir! sen im letzten Todesstoß, aloͤ⸗ dann will ich dich fassen in mei⸗ nen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen Freu⸗ den und koͤmmt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Lei⸗ den, mein Heil, mich fe soll. Ach möcht ich, o mein Leben, deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschäbe mir! Ich danke dir von Her⸗ zen, o Icqu. liebster Freund, fuͤr deines Todes Schmerden, da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sey. 8. Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wann ich den Tod soll lei⸗ den, so tritt du dann berfür. Wann mir am allerbangsten wird um das Hede seyn, so reiß mich aus den Aengsten kraft deiner Angst und Pein. 9. Erscheine mir zum Schil⸗ de, zum Trost in meinem Tod Passionslieder. 79 und laß mich sehn dein Bilde glaubensvoll dich fest an mein in deiner Kreuzesnoth. Da will Herz drücken. Wer so stirbt, ich nach dir blicken; da will ich der stirbt wohl. Mel. Zion klagt mit Angst 2c. 4 4 I Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676. Crüger. 1640. 4 + + —— 2 —— + EDEDEEEDDeEE.t...— 4————— + + 1. Sey mir tau⸗send⸗mal ge⸗ grũ Aßet, der mich je und je ge⸗liebt, Je=su, der du selbst ge⸗bü ⸗ ßet das, wo⸗ mit ich dich be⸗trübt; +* I* 1— 60—..— EE— SSIE— 2——————————— + ach, wie ist mir doch so wohl, wann ich knien und lie⸗ gen soll * 9 V—5——.— E— . Siiie. RDSDSDSDSDSDSDSDSDSSI................T.EI‚IIIIITTTRRTRRAE. —.—.———— 5 an dem Kreuze, da du stir⸗best 2. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und trau⸗ rig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht, und ich selber mir gemacht; wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Dum hinein, daß sie mögen alle tunden bei mir unvergessen seyn; du bist doch mein schönstes und um meine See⸗le wir⸗ best. Gut, da mein ganzes Herze ruht; laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich hal⸗ ten, auf das Best ich immer kann; schaue meiner Hände Falten und mich selber freund⸗ lich an von des hohen Kreuzes Baum, und gib meiner Bitte Raum; sprich Laß all dein Trauren schwinden; ich, ich tilg all deine Sünden. Paul Gerhardt(nach Bernhard von Clairvaux), geb. 1606, + 1676. 10. Mel. Herr Jesu Christ, du ꝛc. 1594. 5 SS 1. Her Ieasu, dei⸗ ne Angst und Pein und dein be⸗trüb⸗tes Lei ⸗den laß mir vor Au-gen all⸗zeit seyn, die Sün⸗de zu ver⸗mei ⸗ den. 2 I—4— +— —.....— ————— Laß mich an dei- ne gro⸗ße Noth und dei⸗nen her⸗ben, bit⸗tern Tod, 9—. —..— 0* ..—— Rdie⸗weil ich le ⸗ 8⁰ Passionslieder. 2. Die Wunden alle, die du hast, hab ich dir helfen schla⸗ en, auch meine große Sünden⸗ ast dir aufgelegt zu tragen. Ach, liebster Heiland, schone mein, laß diese Schuld vergessen seyn, laß Gnad für Recht ergehen. 3. Du hast verlassen deinen Thron, bist in das Elend gan⸗ gen, vertrugest Schläge, Spott und Hohn, mußtest am Kreuze hangen, auf daß du für uns schafftest Rath und unsre schwe⸗ re Missethat bei Gott versöh⸗ nen möchtest. 4. Drum will ich jetzt zur 103. Mel. Herr Jesu Christ, du 2. Dankbarkeit von Herzen dir lobsingen; und wenn du zu der Seligkeit mich wirst hinkünf⸗ tig bringen, so will ich daselbst noch vielmehr zusammt dem ganzen Himmelsheer dich ewig dafür loben. 5. Herr Jesu, deine Angst und Pein und dein betrübtes Leiden laß meine letzte Zuflucht seyn, wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod fein sanft beschließe meine Noth und selig sterbe. Amen! 1594. — ———— + 2—5 + + + — —— ——. P—* DSeEe.—— 27 I 1. Ich dan⸗ke dir für deinen Tod, die du in dei⸗ ner letz⸗ten Noth Herr Je⸗ su, und die Schmerzen, em⸗pfandst in dei⸗nem Her⸗zen. ——.—.—.— SDSDSSSIIIIII TIT. —— ö— Laß die Ver⸗dien⸗ste sol⸗cher Pein ein Lab⸗sal meiner See⸗ len seyn, *—4 EEEE *——— 33— II * 2. Ich danke dir für deine Huld, die du mir hast erzeiget, da du mit Zahlung meiner Schuld dein Haupt zu mir ge⸗ neiget. Ach, neig dich auch zu mir, mein Gott, wenn ich gerath in Todesnoth, damit ich Gnade spüre. 104. wenn mir die Au⸗= gen bre⸗chen. 3. Laß meine Seel in deiner Gunst aus ihrem Leibe schei⸗ den, auf daß an mir nicht sey umsonst dein theuer werthes Leiden; nimm sie hinauf zur selben Frist, wo du ihr liebster Jesus bist, und laß mich ewig leben. Johann Scheffler, geb. 1624, + 1677. Eigne Melodie. 1698. S....— 5 IIII. *——— + die du dich 0 x 1. O du Lie-be mei⸗ner Lie be, du erwünschete Se⸗ lig⸗ keit, aus höchstem Trie⸗be in das jam⸗mer⸗vol=le Leid SHENUE e SSS—— — .— a/ Passionslieder. 81 —.— —.—.—— 2 ——— deienes Lei⸗dens, mir zu Gu⸗ te, als ein Schlachtschaf ein⸗ge⸗ ell, 5 4.—*—— ——— —.—= ·j——— und be⸗ zahlt mit dei⸗nem Blu⸗te 2. Liebe, die mit Schweiß und Thränen an dem Oelberg sich betrübt; Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest eliebtz Liebe, die mit allem Wil⸗ en Gottes Zorn und Eifer trägt, den, so Niemand konnte stillen, hat dein Sterben hingelegt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört; Liebe, die mit Angst und Schmerzen nicht der streng⸗ ste Tod versehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, da sich Kraft und Athem endt; Liebe, die sich liebend neiget, da sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die mit so viel Wunden gegen mich, als seine Braut, unauflöslich sich verbun⸗ den und auf ewig anvertraut; 105. al ⸗le Mis ses that der Welt. Liebe, laß auch meine Schmerzen, meines Lebens Jammerpein in dem blutverwundten Herzen sanft in dir gestillet seyn. 5. Liebe, die für mich ge⸗ storben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz er⸗ worben, ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den letz⸗ ten Stunden sanft in deiner Seiten ruh! 6. Liebe, die sich todt gekrän⸗ ket und für mein erkaltes Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben; nimm mich ewig liebend an! Johann Scheffler, geb. 1624, 4+ 1577. Mel. Jesu, der du meine Seele 20. 1662. —* — SSSISIIIIIITITTTTTTITITITITTTII.I....... + 1. Je⸗su, der du wol⸗len bü=ßen für die Sünden ral=ler Welt durch dein theures Blut⸗ver⸗gie ßen, der du dich hast dar⸗ ge- stellt 4 + + + ach, laß deiene To⸗ des ⸗pein 2. Rette mich durch deine 5. 18 wenn mich meine Sün⸗ de plagt; laß, ach laß mich nicht nicht an mir ver=loren seyn! verzagen, weil du selbst für mich gezagt; hilf, daß mich dein Angst⸗ schweiß kühle, wenn ich Drang⸗ 6 8² Passionslieder. salshitze fühle. Ach, laß deine Todespein nicht an mir verloren seyn! 3. Mache mich durch deine Bande von des Satans Banden eiz hilf, daß dein erlittne Schan⸗ e meine Kron und Ehre sey. Trost der Seelen, Heil der Er⸗ den, laß mich nicht zu Schanden werden! Ach, laß deine Todes⸗ pein nicht an mir verloren seyn! 4. Rede durch dein Stille⸗ schweigen, liebster Jesu, mir das Wort. Wenn mich Sün⸗ den überzeugen und verklagen fort und fort, wenn mein bös Gewissen schreiet und mir mit Verdammniß dräuet: ach, laß deine Todespein nicht an mir verloren seyn! 5. Laß mich Freudenrosen brechen, liebster Jesu, meine Zier, von den Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu mir! Kröne mich mit Huld und Gna⸗ de, daß kein Sündendorn mir schade. Ach, laß deine Todes⸗ pein nicht an mir verloren seyn! 6. Heile des Gewissens Strie⸗ men, nimm von mir der Schmer⸗ zen Last durch die Geißeln, durch 106. Eigne Melodie. die Riemen, welche du gefühler hast, daß ich böser Knecht der Sünde Satans Streiche nicht empfinde. Ach, laß deine Todes⸗ pein nicht an mir verloren seyn! 7. Ach, laß deine tiefen Wun⸗ den frische Lebensbrunnen seyn, wenn mir alle Kraft verschwun⸗ den, wenn ich schmacht in Seelen⸗ pein. Senk die Schuld, die mich beladen, in den Abgrund deiner Gnaden. Ach, laß deine Todes⸗ pein nicht an mir verloren seyn! 8. Ach, zerbrich des Eifers Ruthe, ach, erzeige Gnad und Blute tilge doch mit deinem lute meine schwere Sünden⸗ schuld; laß mich in der Angst von Sünden Ruh in deiner Seite finden. Ach, laß deine Todes⸗ pein nicht an mir verloren seyn! 9. Jesu, komm, mich zu be⸗ freien durch dein lautes Angst⸗ geschrei; wenn viel tausend Sünden schreien, stehe doch mir Armen bei; wenn mir Wort und Sprach entfallen, laß mich sanft von hinnen wallen. Laß mir deine Todespein Leben, Heil und Himmel seyn! Altdeutsch. 1545. 2 — dn — ——— — der Tod schier Seel und Leib um⸗ fing, 1. Als Je⸗sus an dem Kreuze hing, * — I— DD SSSiEEEE *——— ö — da hatt er Angst und Schmer⸗zen. Was da aus sei⸗nem Mun⸗de ging, — —636. 1 —— WA.''—— das faß, o Mensch, zu Her⸗ zen. Passionslieder. 83 2. Die erste Rede, wie er bat, betraf des Vaters Güt und Rath: Vergib dem Volk die Sünden; es kennt nicht seine Missethat; ach, laß es Gnade finden! 3. Das andre Wort, womit er lehrt, ward zu des Schächers Trost gehört: Dein Leid wird in Vertrauen, dein Tod ins Paradies verkehrt, mich heut allda zu schauen. 4. Zum dritten stund die Mutter dar, da sprach er: Weib, das mich gebar, dieß ist dein Sohn geblieben; Johan⸗ nes, nimm der Mutter wahr, die sollt du kindlich lieben. 5. Zum vierten rief er aus: Mich dürst! Wornach, du gro⸗ ßer Lebensfürst? den Menschen Heil zu bringen. Wenn du von hinnen scheiden wirst, so wird es dir gelingen. Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. 171¹⁵. 6. Zum fünften schrie er hef⸗ tiglich: Mein Gott, mein Gott, entzeuchst du dich? Wie? hast du mich verlassen? Ich leide Noth und ängste mich; doch kannst du mich nicht hassen. 7. Zum sechsten nehmet dieß in Acht: Mein Leiden ist nun⸗ mehr vollbracht, so viel die Schrift erweiset. Ein Sünder, der in Buß erwacht, wird hier mit Trost gespeiset. 8. Das siebent ist sein letztes Wort: Herr, zeuch mit meinem Geiste fort; es geht nunmehr Dir⸗ Ende; den übergeb ich ir, mein Hort, in deine Vater⸗ hände. 9. Wer recht hierüber in sich Won wer Christi Pein und ort erwägt und sich zu Gott erhebet, dem wird die Gnade beigelegt, wodurch er ewig lebet. Ernst Lange, geb. 1650, + 17²27. E 1. Es ist vollbracht! Er ist verschie⸗den, mein Je⸗sus schließt die Augen zu; der Frie⸗ de⸗fürst entschläft im Frieden; die Le⸗bens⸗son⸗ne geht zur Ruh und sinkt in stil le To⸗des⸗nacht; 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen; das ewge Wort muß sprachlos seyn; das Herz der Treue wird gebrochen; den Fels des Heils umfaßt ein Stein; die höchste Kraft ist nun verschmacht; o wahres Wort: es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr o gro⸗ßes Wort ꝛes ist voll⸗bracht! meine Sünden, verdammet nun mein Herz nicht mehr. Vom Himmel her hör ich verkünden: des Sohnes Blut erlangt Ge⸗ hör; am Kreuz hats Frieden uns gemacht. O süßes Wort: es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen zieht miß zu deinem 6 8⁴ Leichnam hin; dich wünschen Engel zu umfangen: ruh auch in meinem Herzen drin, wo dir die Liebe Raum gemacht; o tröstlich Wort: es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will Passionslieder. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. mich legen zur Ruh auf Christi Grabesstein; die Engel sind allhie zugegen; ich schlummre sanft mit Jakob ein: die Him⸗ melspfort ist aufgemacht. O Lebenswort: es ist vollbracht! Salomon Franck, geb. 1659, 4 1725. Crüger,(1653) 1658. I 4.—..— 1 ** 1. See=le, geh aus Gol⸗ga⸗ tha, und be⸗den⸗ ke, was dich da — — setz dich un-ter Je-su Kreu-ze für ein Trieb zur Bu⸗ße rei ⸗ ze; ——.—— I ur 2—. SPIIIIIIIIIxIxx..x.... T T *— +1 I ———— f. willst du un⸗em⸗pfind⸗lich seyn, 2. Schaue doch das Jam⸗ merbild zwischen Erd und Him⸗ mel hangen, wie das Blut mit Strömen quillt, daß ihm alle Kraft vergangen. Ach der über⸗ großen Noth!!es ist ja mein Je⸗ + sus todt. 3. O Lamm Gottes ohne ö Schuld, alles das hab ich ver⸗ schuldet, und du hast aus gro⸗ II ßer Huld Pein und Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, gibst du dich ans Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe. Schaue von des Kreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe. Dein im Blute wallend Herz setzet mich in tausend Schmerz. 5. Ich kann nimmer, nim⸗ mermehr diese Plagen dir ver⸗ gelten; du verbindest mich zu 1 sehr: alle Güter, tausend Wel⸗ ten, alles wäre noch kein Dank nur für deinen Gallentrank. o so bist du mehr als Stein. 6. Nun, ich weiß noch was für dich: ich will dir mein Her⸗ geben. Dieses soll beständig⸗ ich unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend seyn. 7. Laß dein Herz mir offen stehn, öffne deiner Wunden Thüre; da hinein will ich stets gehn, wenn ich Kreuz und Noth verspüre, wie ein Hirsch nach Wasser dürst, bis du mich erqui⸗ cken wirst. 8. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt ver⸗ schmähen; laß mich dich, du höch⸗ stes Gut, immer vor den Augen sehen; führ in allem Kreuze mich wunderlich und seliglich. 9. Endlich laß mich meine Noth auch geduldig überwin⸗ den; nirgend sonst wird mich der Tod als in deinen Wunden finden. Wer sich hier ein Bette macht, fpricht zuletzt: Es ist vollbracht! Benj. Schmolck, geb. 1672, + 1737. ein. Was Her⸗ Idig⸗ tcben. dein seyn. offen unden stets Noth nach rqui⸗ Hund ver⸗ hoͤh⸗ lugen reuze lich. meine win⸗ mich unden Bekke 6 ist 1 175. Passionslieder. Q — + —— —— + + +— 2—————— — 1 , n ö uns zu er⸗lö ⸗ sen! 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, an unsrer Statt gemartert und zerschla⸗ gen, die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hoch⸗ heiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräf⸗ te, mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rä⸗ cher alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlö⸗ sen. Dieß kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in deine Güte. 7. Sie übersteigt die mensch⸗ lichen Gedanken; allein sollt ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu er⸗ gründen? 8. Das Größt in Gott ist, Gnad und Lieb erweisen; uns kömmt es zu, sie demuthsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnadesteiget. 9. So sey denn ewig auch von mir gepriesen für das Er⸗ barmen, das du mir bewiesen. Du hast, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahin ge⸗ geben. 10. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gib zu diesem seligen Geschäfte mir neue Kräfte. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 4 1769. Passionslieder. Mel. O Traurigkeit ꝛc. N. Hasse? 1641. 4——— ulounüumum findet mein Er⸗lö⸗ser erst 2. Ein heilger Schmerz durch⸗ dringt mein Herz, und, Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich tief gebeu⸗ get schlagen. 3. Du liebtest mich und ga⸗ best dich zum Opfer für die Sünden. Wo ist größre Liebe je, größre Huld zu finden? 4. Du hasts gethan; dich bet ich an, du König der Er⸗ lösten! Dein will ich im Tode mich glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht! riefst du mit Macht; du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei habest hingegeben. 6. Hochheilge That! des Höchsten Rath will ich in De⸗ muth ehren. Der Erfinder mei⸗ in dem Gra⸗be Frie⸗ de. nes Heils wird mirs einst er⸗ klären. 7. Allmächtig rief er, der ent⸗ schlief, den Todken, sie erstandenl Leicht entschwingt der Lebens⸗ fürst sich den Todesbanden. 8. Das finstre Thal will ich einmal durchwandeln ohne Grauen; denn durch dich, Er⸗ löser, ists mir der Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich, erforsche mich und siehe, wie ichs meine; ja, du siehest, wenn ich still meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, so werde mein in Ewigkeit vergessen. Herr, ich will, so lang ich bin, deine Lieb ermessen. Christoph Friedr. Neander, geb. 1724, 4 1802. 111. Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc. 15⁴⁴ 9⁰—— 18 E PPiPPPPP—.— S.. EEEEEEE ——— + 4 Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗su Christ, daß du für uns ge⸗stor⸗ben bist, 9 ,———5 +*. ——.——— DNDDDDDNDD‚rE= 0+7————3———— und hast uns durch dein theures Blut 2. Und bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch dein heilig fünf Wunden roth, erlös gemacht vor Gott ge⸗recht und gut. uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Noth. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, rett uns durch dein allmaͤchtig Hand, daß wir im Kreuz geduldig seyn, uns trösten deiner schweren Pein, 4. Und schöpfen draus die Begräbniß Jesu. 67 Zuversicht, daß du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Vischer, 4 1600. Begräbnif Je su. 11². 0 1. O Traurigkeit, o Herzeleid, ist das nicht zu beklagen? Gott, des Vaters einigs Kind, wird ins Grab getragen. 2. O große Noth, Gott selbst liegt todt; am Kreuz ist er Gesterben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb er⸗ worben. 3. O Menschenkind! nur deine Sünd hat dieses ange⸗ richtet, da du durch die Missethat warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hier mit Blut beflossen, welches er ganz mil⸗ diglich hat für dich vergossen. 5. O süßer Mund, o Glau⸗ Mel. 1¹3. 1. Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast in deinem Grab gehal⸗ ten hast, gib, daß wir in dir ruhen all, und unser Leben dir gefall. 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Muth, die du er⸗ kauft mit deinem Blut, und Eigne Melodie. Siehe Nro. 110. bensgrund, wie bist du doch Eerden debt Alles, was auf rden lebt, muß dich ja be⸗ klagen. 6. O lieblichs Bild, schön, her und mild, du Schmerzsohn er Jungfrauen, Niemand kann dein heißes Blut sonder Reu anschauen. 7. O selig ist zu jeder Frist, der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab gesenket. 8. O Jesu, du mein Hülf und Ruh, ich bitte dich mit Thränen, hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen. Johann Rist, geb. 1607, 4 1667. Nun laßt uns den Leib zc. Slehe Nro. 111. führ uns in des Himmels Licht zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Got⸗ tes Lamm, getödtet an des Kreuzes Stamm. Laß ja uns Sündern deine Pein den Ein⸗ gang in das Leben seyn. Georg Werner, geb. 1607, + 1671. 88 Osterlieder. 11⁴. Mel. O Traurigkeit ꝛc. R. Hasse? 1641. I* 1 1 + + + + —.— +— + 1. So ruh⸗est du, o mei⸗ ne Ruh, in dei⸗ner Gra⸗bes⸗höh⸗ le, —— +* +— I—.— I + I— +— III — + 1 + + + I + +—.— EIAI und erweckst durch deinen Tod mei⸗ne tod⸗ te See=⸗se. 2. Man senkt dich ein nach 5. Sie wird mir seyn ein vieler Pein, du meines Lebens Kämmerlein, da ich auf Rosen Leben! Dich hat jetzt ein Felsen⸗ liege, weil ich nun durch deinen grab, Fels des Heils, umgeben. Tod Tod und Grab besiege. 3. Ach, du bist kalt, mein 6. Gar nichts verdirbt; der Liehe, die d. das macht die heiße Leib nur stirbt; doch wird er Liebe, die dich in das kalte Grab auferstehen und in ganz verklär⸗ durch ihre Feuer triebe. ter Zier aus dem Grabe gehen. 4. O Lebensfürst, ich weiß, 7. Indeß will ich, mein Jesu, du wirst mich wieder auferwe⸗ dich in meine Seele senken, cken; sollte denn mein Auene und an deinen bittern Tod bis Herz vor der Gruft erschrecken? in Tod gedenken. Salomon Franck, geb. 1659, + 1725. Oust erel ise de r. 11⁵. Eigne Melodie. Altdeutsch. 1535. ——.—.— V I—— 4— I— Christ ist er ⸗stan den von der Mar⸗ ter 6ä 1e; i ——.—. Hint. dn n— ů *—.——— 2.—.—— + — 2——...—— des solln wir al⸗le froh seyn, Christ soll un⸗ser Trost seyn. 9———...—— — DDDEEEEEEE— H IDDDDSS— —— y Mri e ⸗ leis! Wär er nicht er⸗stan ⸗ den, die Welt die + 4———— ———— 2 2...—.——————— 4+—.—. —— waͤr ver⸗gan„ gen; seit daß er er⸗stan⸗den ist, so lob'n wir den 9——.—— P—PI.I..— an Christ! Ky⸗ ri e⸗ leis! Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja, — — Her⸗ren Je⸗sum Q —.— I—— ö ö 5 ————,—— Hal ⸗le ⸗ lu ja, Hal⸗le ⸗ lu ⸗ za! Des solln wir 9— N I I + 4 4 + N I + PPI———— ...—— al⸗le froh seyn, Christ soll un⸗ser Trost seyn; Ky ri ⸗e= leis! Alte Kirche. 116. Eigne Melodie. 1535. 2*———— I—..—— .E + 1— + + + + + + + I I + + 4 — +—.— + I — SSSe— +„*—— 1. Je ⸗ sus Chri⸗stus, un⸗ser Hei⸗land, der den Tod ü⸗ber⸗wand, +— DDRDDD———— ů 4 S—— +— + + +— — I———, 4.—. + 35 9—— ist auf ⸗er⸗östan ⸗ den; die Sünd hat er ge⸗ fan⸗ gen. 9—.— + I I ......— NM.——— 2 II +. d Ky ⸗ri ⸗e e⸗le ⸗ i ⸗ son! 2. Der ohn Sünden war ge⸗ 3. Tod, Sünd, Leben und boren, trug für uns Gottes Genad, alls in Händen er hat. Zorn, hat uns versöhnet, daß Er kann erretten Alle, die zu uns Gott sein Huld gönnet. ihm treten. Kyrie eleison! Kyrie eleison! Or. M. Luther, geb. 1483, + 2546. 117. Eigne Melodie. 15²4 ..— „ee d 0. ů— 2 SS/S— 1. Christ lag in To⸗ des⸗-ban ⸗ den, für un ⸗ser Sünd ge ⸗ge⸗ ben; 2. Den Tod— Niemand zwingen konnt bei al- len Menschen=kin⸗ dern; 3. Je⸗ sus— Christus, Got⸗tes Sohn, an unssrer Statt ist kom⸗men 4. Es war ein wun⸗der⸗lich— Krieg, da Tod und Le⸗ben run⸗ gen; 5. So fei⸗ ern wir das hoh— Fest mit Her⸗zens⸗freud und Won⸗ ne, 9—.— 2 I +— +7—— —— 2 +— E.— I— + I 1. der ist wie⸗ der er⸗stan ⸗ den und hat uns bracht das Le⸗ben. 2. das macht— al⸗les un⸗ser Sünd, kein Un⸗schuld war zu fin ⸗den; 3. und hat die Sün⸗de ab⸗ge⸗tban, da- mit dem Tod ge⸗ nom⸗men 4. das Le ⸗ ben be⸗hielt den Sieg, es hat den Tod ver⸗ schlun⸗ gen; 5. das uns der Herr— schei⸗nen läßt; er ist sel ⸗ber die Son ⸗ ne. Osterlieder. 88 Osterlieder. el—— 4 *————* S....IITIIII—— 5.— L.— CWS——————— + I 1. Des wir sol⸗ len fröh⸗lich seyn, Gott lon⸗ ben und dank⸗bar seyn 2. da⸗ von kam der Tod so bald und nahm ü⸗ ber uns Ge⸗walt; 3. all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods⸗ge⸗stalt; 4. die Schrift hat ver⸗ kün⸗ det das, wie ein Tod den an- dern fraß; 5. der durch sei⸗ner Gnaden Glanz er ⸗ leucht un⸗ ser Her⸗zen ganz; —— 3—— H .—————— H —.—— ——. E — 1. und sin⸗gen: Hal⸗le ⸗lu ja, Hal⸗le lu=jal 2. hielt uns in seim Reich ge ⸗ösan⸗gen. Hal⸗le ⸗ lu ⸗ ja! 3. den Sta⸗chel hat er ver ⸗lo⸗ ren. Hal⸗le⸗ 4. ein Spott aus dem Tod ist wor⸗den. Hal⸗le ⸗ lu⸗ja! 5 der Sün⸗den Nacht ist ver⸗gan⸗gen. Hal⸗le ⸗ lu⸗ ja! 118⁸. ö Eigne Melodie. Altdeutsch. 1531. — 2—— I— + ................II.. —.—.—— SS.. 1. Chri⸗ stus ist er⸗ stan den von des To⸗ des Ban den; —.— 9 —— PIPIPIPIPIPIFIPIPITTTI— 6. e 2 2... —5 E. —.—.— I Hal⸗le ⸗lu⸗ ja! 2. Der für uns sein Leben 5. Der da lag begraben, der in den Tod gegeben, der ist nun ist nun erhaben, und sein Thun unser Osterlamm, daß wir uns wird kräftig erweist und in der freuen allesammt. Halleluja! Christenheit gepreist. Hallelujal 3. Der am Kreuz gehangen, 6. Er läßt nun verkünden kein Trost konnt erlangen, der le- Vergebung der Sünden, und bet nun in Herrlichkeit, uns zu wie man die durch rechte Buß vertreten stets bereit. Hallelja! nach seiner Ordnung suchen 4. Der so ganz verschwiegen muß. Halleluja! zur en gestiegen, den wohl⸗ 7. OChriste, Osterlamm, speis gerüsten Starken band, der uns heut allesammt, nimm weg wird nun in der Höh erkannt. all unser Missethat, daß wir dir Halleluja! singen früh und spat. Halleluja! Bulpius? 1609. Böhmische Brüder 1531. 119. Eigne Melodie. —— + I 5 I 2 +— DIDDSSSE EE..... WSSEESSSSSEEEEEEEEEEE Y1. Gelobt sey Gott im hoͤchsten Thron sammit sei⸗nem ein⸗ge⸗bor ⸗nen Sohn, —VIXII WVXVXXXXI Osterlieder. — 4 ——— 1— —— ꝗ.—— S2—4 —.————.— —— SESEEE E. i ꝗ DI der sür uns hat ge⸗ nug ge⸗ than. Hal⸗le⸗ lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ * ja, Hal⸗le lu⸗ja! 2. Des Morgens früh am drit⸗ 4. Nun bitten wir dich, Jesu ten Tag, weil noch der Stein Christ, weil du vom Tod er⸗ am Grabe lag, erstund er frei standen bist, verleihe, was uns ohn alle Klag. Halleluja ½ selig ist. Halleluja ½ 3. Er ist erstanden von dem 5. O mache unser Herz be⸗ Tod, hat überwunden alle reit, damit wir, von der Sünd Noth, versühnet Sünd und befreit, dir mögen singen alle⸗ Missethat. Halleluja/ 2/ zeit: Halleluja 5½ 1½ Böhmische Brüder 1531. 120. Eigne Melodie. N. Hermann.1560. —————.. 2—*——..—— 22 4—. D=———— — I. Ereschie⸗nen ist der herr ⸗lich Tag, dran sich Niemand gnug freu⸗ en mag. 6 +—.— + SSSE.— Christ, un⸗ser Herr, heut tri⸗um⸗phirt; all sein Feind er ge⸗ fan⸗gen führt. — Q —— r Hal=Ie= lu⸗fal 2. Die alte Schlang, die 4. Die Sonn, die Erd, all Sünd und Tod, die Höll, all Creatur, und was betrübet Jammer, Angst und Noth hat war zuvor, das freut sich heut überwunden Jesus Christ, der an diesem Tag, da der Welt heut vom Tod erstanden ist. Fürst darnieder lag. Halle⸗ Halleluja! luja! 3. Sein Raub der Tod mußt 5. Drum wir auch billig geben her; das Leben siegt und fröhlich seyn, singen das Halle⸗ ward ihm Herr; zerstört ist luja fein und loben dich, Herr nun all seine Macht; Christ Jesu Christ, zum Trost du uns hat das Leben wiederbracht. erstanden bist. Halleluja! Hallelujal Rikol. Hermann, 4 1661. + — —4+ 92 Osterlieder. Eigne Melodie. 1601. .— ——— + + +—— ED V+— — +—— 1 +—— 14—.— —, ——— — eut tri⸗ um⸗phi⸗ ret Got⸗ tes Sohn, der von dem Tod erstan⸗Aden schon, —.—— +.— ün..———— 5n 7 Pꝑ‚ꝑ‚ꝑ‚ꝑPꝑPꝑPꝑPꝑPIPPIPII I.. H„,,,, Lt.— al⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗ le ⸗ lu⸗ ja! mit gro⸗ ßer Pracht und Herr⸗lich⸗keit, .nn 3— des dank'n wir ihm in E⸗ wig⸗keit. Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗ le⸗ lu⸗ ja! 2. Dem Teufel hat er sein Gewalt zerstört, verheert in aller G'stalt, Halleluja, Halle⸗ luja! wie pflegt zu thun ein starker Held, der seinen Feind ewaltig fällt. Halleluja, Hal⸗ eluja! 3. O süßer Herre Jesu Christ, der du der Sünder Hei⸗ land bist, Halleluja, Halleluja! führ uns durch dein Barmher⸗ keit mit Freuden in dein Herr⸗ ichteit Halleluja, Halleluja! 4. Hier ist doch nichts denn Angst und Noth; wer glaubet und hält dein Gebot, Halleu⸗ ja, Halleluja! der Welt ist er ein Hohn und Spott, muß lei⸗ den oft ein schnöden Tod. Hal⸗ leluja, Halleluja! 12². 1. Früh morgens, da die Sonn aufgeht, mein Heiland Chri⸗ stus aufersteht. Halleluja, Hal⸗ leluja! Vertrieben ist der Sün⸗ den Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja!: 5. Nun kann uns kein Feind schaden mehr, ob er gleich murrt, ists ohn Gefähr. Halleluja, Halleluja! Er liegt besiegt, der arge Feind, dagegen wir Gotts Kinder seind. Halleluja, Halleluja! 6. Dafür danken wir alle gleich und sehnen uns ins Aura! melreich, Halleluja, Halleluja! Es ist am End; Gott helf uns all, so singen wir mit großem Schall: Halleluja, Halleluja! 7. Gott dem Vater im höch⸗ sten Thron, sammt Christo, sei⸗ nem lieben Sohn, Halleluja, Halleluja! dem heilgen Geist zu gleicher Weis in Ewigkeit sey Lob und Preis. Halleluja, Halleluja! Basilius Förtsch, 4 1619. Im vorigen Ton. 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Noth verschlossen, gleich als wär ich todt, Halleluja 275 läßt du mir früh die Gnaden⸗ sonn aufgehn, nach Trauern Freud und Wonn, Hallelujalz,: — PTfIASE X ‚‚Nx 2...... 5—..2—. V sei⸗ elha, Geist Higkeit eluja 41559. 10 oft gleich Mia:; aden⸗ allern II Osterlieder. 93 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein Heiland bleibt im Dodespang Halleluja 2,½ Den dritten Tag durchs Grab er dringt, mitEhren seine Siegs⸗ fahn schwingt. Halleluja! 2, 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält. GZahbend 17 Drauf folgt der Sabbath in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Halleluja!:, 5. In Kurzem wach ich fröh⸗ lich auf; mein Ostertag ist schon im Lauf. Halleluja: Ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja! 2, 6. Am Krenz läßt Christus öffentlich vor allem Volke töd⸗ ten sich. Halleluja ,: Da er durchs Todes Kerker bricht, läßt ers die Menschen sehen nicht. Halleluja!:, 7. Sein Reich ist nicht von dieser Welt; kein groß Ge⸗ präng ihm hie gefällt. Halle⸗ luja ½ Was schlecht und nie⸗ drig geht herein, soll ihm das Allerliebste seyn. Halleluja!:, 8. Hier ist noch nicht ganz kund gemacht, was er aus sei⸗ nem Grab gebracht, Halleluja:,: der große Schatz, die reiche Beut, drauf sich ein Christ so herzlich freut. Halleluja!: 9. Der jüngste Tag wird eigen an, was er für Thaten ha gethan, Halleluja ½ wie er der Schlangen Kopf zerknickt, die—. zerstͤrt, den Tod zer⸗ drückt. Hallelujal:,: 10. Da werd ich Christi Herr⸗ lichkeit anschauen ewig voller Freud; Halleluja:n ich werde sehn, wie alle Feind zur Höllen⸗ Haat gestürzet seind. Halle⸗ ujal2/ 11. Der Herr den Tod zu Boden schlägk, da er selbst todt und sich nicht regt, Halleluja 2/ eht aus dem Grab in eigner raft; Tod, Teufel, r nichts an ihm schafft. Halleluja!:): 12. O Wunder groß, o star⸗ ker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Halleluja: Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Thür. Halleluja! 2, 13. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; Halleluja: wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! 21 14. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Halleluja:: Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied seins Leibes bin. Halleluja! ꝛ;: 15. Durch seiner Aufersteh⸗ ung Kraft komm ich bel En⸗ gel Brüderschaft. Halleluja 21 Durch ihn bin ich mit Gott ver⸗ söhnt; die Feindschaft ist ganz abgelehnt. Halleluja! 16. Mein Herz darf nicht entsetzen sich; Gott und die Engel lieben mich. Halleluja:,: Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurig⸗ keit. Hallelujal:/ 9⁴ Osterlieder. 17. Für diesen Trost, o gro⸗ ßer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Halleluja!:, Dort 123. wollen wir auf beßre Weis er⸗ heben deinen Ruhm und Preis. Halleluja!:, Johann Heermann, geb. 1585, 4+ 1647. Mel. Es ist das Heil uns. 152²3. EEEEEEEE 1. O Tod, wo ist dein Stachel nun? 255 ist dunSich e Hol 1er Was tann uns jetzt der Teu⸗sel thun, wie grausam er sich stel ⸗le? S..— Gott sey ge⸗dankt, der uns den 770 0 so herr⸗lich hat nach die⸗sem Krieg ½ SII —..—.— —.———..— 3 1. + 2—— + durch Je⸗sum Ehrist ge⸗ge e ben. 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, da Christus mit ihr kämpfte! Mit List und Macht sie auf ihn drang; jedennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die Ferse sticht, so 90 sie doch darum nicht; der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus kommt herfür; den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Höllen Schloß und Thür, trägt weg den Raub mit Prangen; nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; er ist der Ueberwinder. 4. Des Herren Rechte die be⸗ 546 den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr ai Tod, Teufel, Höll und alle Feind durch Christi Sieg gedämpfet seind; ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es war getödtet Jesus Christ, und sieh, er lebet wie⸗ der. Weil nun das Haupt er⸗ standen ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So JemandChristi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo aufer⸗ stehet, ist dort vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht, und unvergäng⸗ lich Wesen. 7. Das ist die rechte Oster⸗ beut, der wir theilhaftig wer⸗ den: Fried, Freude, Heil, Ge⸗ rechtigkeit im dud wü und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi ver⸗ klärtem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Sta⸗ chel nun? Wo ist dein Sieg, o — —————.— H& Osterlieder. 9⁵ Deusel Was kann uns jetzt der eufel thun, wie grausam er sich stelle? Gott sey gedankt, 1²⁴. 1. Der Hölle Pforten sind erstört; der Tod ist nun ver⸗ chlungen; des Satans Reich ist ganz verheert; Lob sey dir, Gott, gesungen! der Sünden Macht ist abgethan; durch Chri⸗ stum ist die Himmelsbahn uns wieder aufgeschlossen. 2. Was uns des ersten Adams Schuld im Paradies verloren, das und noch mehr hat Christi Der uns wiederum erkoren. er starke Held aus Davids Stamm hat seines Vaters Zor⸗ nesflamm gelöscht mit seinem Blute. 3. Heut ist er aus dem Grab herfür mit großer Macht gebrochen, und stecket auf das Heilspanier, gleichwie er hat versprochen; er bringt nach wohlgeführtem Streit uns wie⸗ der Fried und Freudigkeit, ja alle Himmelsschätze. 1²⁵. Mel. Erschienen ist der ꝛc. der uns den Sieg so herrlich hat in diesem Krieg durch Je⸗ sum Christ gegeben. Justus Gesenius, geb. 1601, 4 1671. Im vorigen Ton. 4. Drum lasset uns in Fröh⸗ lichkeit Herz und Gemüth er⸗ heben, weil uns ist diese Gna⸗ denzeit vom Himmel neu gege⸗ ben. Wir haben Christi Reich und Macht; er ist hinweg, der Tag und Nacht vor Gott uns hat verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Noth, liegt in dem Staub der Erden; der vormals starke See⸗ lentod hat müssen kraftlos wer⸗ den. Des Lammes Blut hat ihn bekriegt, sein wahres Zeug⸗ niß obgesiegt und uns zum Heil erhalten. 6. Wir werden auch nach dieser Zeit, wie Christus, auf⸗ erstehen und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmelsfreud eingehen; denn wo das Haupt geblieben ist, da müssen auch zu aller Frist die andern Glieder wohnen. Mich. Schirmer, geb. 1606, 4 1673. N. Hermann, 1560. .S.......... —— + +**— +7 1. Wir danken dir, Herr Je ⸗ su Cbrist, daß du vom Tod er⸗stan-den bist, —————.—— SSSI IIII..... +—— —— 0 und hast dem Tod zer⸗ stört sein Macht und uns das Le⸗ben wie- der⸗bracht. 2r V— IEI —— 1 —— Hal⸗ le ⸗ lu⸗ja! 96 Osterlieder. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad, nimm von uns unsre Missethat und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein treue Diener seyn. Halleluja! 1206. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron sammt seinem eingebor⸗ nen Sohn, dem heilgen Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sey Lob und Preis. Halleluja! 1523. I I I . + .—.—— —— — 1. Wach auf, mein Herz,dieNacht ist hin, die Sonn ist aufge⸗gan= gen er⸗mun=tre deinen Geist und Sinn, den Heiland zu empfan⸗gen, ———— I ö.. 573 hür ge⸗ bro⸗chen aus dem Grab herfür —* der heu⸗te durch des To⸗ des T 0 1———— ——— 1— —.— 422.—..— — 2Z..IJ‚‚—— + — der gan⸗zen Welt zur Won ⸗ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glau⸗ benslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Je⸗ sus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auf⸗ erstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu je⸗ der Frist zu Jesu sey erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und siehe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein An⸗ liegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Es hat der Löw aus Juda Stamm heut siegreich überwun⸗ den, und das erwürgte Gottes⸗ lamm hat uns zum Heil gefun⸗ den das Leben und Gerechtig⸗ keit, weil er nach überwund⸗ nem Streit die Feinde Schau getragen. 6. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch über⸗ winden weit in dir, weil er ge⸗ bunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Lehen gehst und Gott im Glau⸗ ben dienest. 7. Scheu weder Teufel, Welt, noch Tod, noch gar der Höllen Rachen; dein Jesus lebt, es hat kein Noth; er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt, als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 8. Ach, mein Herr Jesu, der du bist von Todten auferstan⸗ den, rett uns aus Satans Osterlieder. 97⁷ Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusam⸗ men insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast er⸗ worben. 9. Sey hochgelobt in dieser Mel. Christus der ist mein Leben ꝛc. + Zeit von allen Gotteskindern, und ewig in der Herrlichkeit von allen Ueberwindern, die überwunden durch dein Blut; err Jesu, gib uns Kraft und Muth, daß wir auch überwinden. Laurentius Laurentii, geb. 1660, 4 1722. Vulplus 5 1609. 2. Der Feind wird Schau ge⸗ tragen und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied; du trittst selbst in die Mitten und bringst den Osterfried. 4. Ach, theile doch die Beute bei deinen Gliedern aus; wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 5. Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret seyn, uns 128. Mel. Werde munter ꝛc. VY ů—————— 57½ 1. Will⸗kom⸗men, Held im Strei⸗te, aus dei⸗nes Grabes Klust! 8— *——— + +— + +...*— + 1 2———— 1———. 2.—— 2 Wir tri ⸗ um⸗phi⸗ ren heu=te um dei⸗ne lee⸗re Grust. einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 6. Wir sind mit dir gestor⸗ ben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 7. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dir auch auferstehn. 8. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Tri⸗ umph! Benj. Schmolck, geb. 1672, 4+ 1737. Schop. 1642. SSPRPDPSPIPPE — ů— S.SPSPSISISISSISIIIII.IIIIII 7 Je⸗ sus hat durch sei-ne Macht das Er-⸗lö-sungs⸗werk vollbracht, ů—— ——I——II——— ——— wel⸗ ches er auf sich ge-nom⸗men, da er in das Fleisch gekommen. 7 9 Osterlieder. 2. Sünde, was kannst du mir schaden? Nun erweckst du keine Noth; alle Schuld, die mich beladen, ist bezahlt durch Christi Tod; das Gesetz hat er erfüllt, also Fluch und Zorn ge⸗ stillt und mir durch sein Wieder⸗ leben die Gerechtigkeit gegeben. 3. Hölle, wo sind deine Banden? Strick und Ketten sind entzwei; da mein Jesus auferstanden, bin ich vom Ge⸗ fängniß frei; und wie seine Höllenfahrt im Triumph voll⸗ zogen ward, so ist seinen Reichs⸗ genossen nun der Himmel auf⸗ geschlossen. Mel. Lasset uns den Herren ꝛe. 4. Tod, du kannst an mir nichts haben, muß ich gleich zu Grabe gehn; die mit Jesu sind begraben, werden mit ihm auf⸗ Kchn Sterben ist nun mein Gewinn, also fahr ich freudig hin, da der Trost vor Augen schwebet: Jesus, dein Erlöser, lebet. 5. Jesus, mein Erlöser, lebet, welches ich gewißlich weiß; ge⸗ bet, ihr Erlösten, gebet seinem Namen Dank und Preis! Sin⸗ get, singt Halleluja! Rufet, ruft: Der Sieg ist da! Singt und ruft in allen Landen: Heut ist Christus auferstanden! Erdm. Neumeister, geb. 1671, + 1756. Schop. 1641. das mit froh⸗en O- ster⸗psalmen +.—— 4 4** E2 SSSI........ .—— Wo ist nun der Fein⸗de Po⸗chen und der Wür⸗ger Mord⸗ge⸗schrei, + S—— — + — —— 1—— — . e da des To⸗des Nacht vor⸗bei, — Ind sein Sta-chel ist zer⸗bro⸗chen? KCTod und Höl⸗le lie⸗ gen da: 2. Stecke nun dein Sieges⸗ zeichen auf der dunklen Gruft empor! Was kann deinem Ruh⸗ me gleichen? Lad und König, tritt hervor! Laß dir tausend Engel dienen; denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen. Erd und Himmel jauchzen da: Gott sey Dank, Halleluja! Gott sey Dank, Halsle-Iu⸗ ja! 3. Theile, großer Fürst, die Beute deiner armen Heerde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt. Deinen Frieden gib uns allen, 0 so 9885 Herz und Muth, weil das Loos uns wundergut und aufs Liebliche gefallen. Freud und Wonne grünen da: Gott sey Dank, Halleluja! 4. Laß, o Sonne der Gerech⸗ an mir leich zu esu sind hm auf⸗ in mein freudig 1510 Erlöser, , lebet, eiß; ge⸗ t seinem in⸗ Rufet, Singt Heut R 1,H UI55. Hhoß, 164l. hangh, Hes singt. 2 jal ürst, die erde mit, ht heute ade tritt. 1h allen, Muth/ magn, efa en. n da: uja! Oueh⸗ Osterlieder. 99 ten, deinen Strahl ins Herze Auec gib Erleuchtung deinen nechten, daß sie geistlich auf⸗ erstehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, o so fördre du den Lauf; rufe mächtig: Wachet auf; denn die Schatten sind ver⸗ gangen, und der helle Tag ist da: Gott sey Dank, Halleluja! 5. Tilg in uns des Todes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil du denen, die dir trauen, schon die Krone beige⸗ legt. Gib uns in den höchsten Nöthen, gib uns mitten in der Pein deinen Trost und Glau⸗ ben ein, o so kann der Tod nicht tödten; denn die Hoffnung blühet da: Gott sey Dank, Hal⸗ leluja! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer über Sarg und Grüf⸗ ten weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier geboren, o so streift das kühle Grab nur, was sterb⸗ lich heißt, uns ab, und der Staub ist unverloren; unser Hirte hü⸗ tet da: Gott sey Dank, Hallelujal 7. Rufe die zerfallnen Glie⸗ der endlich aus der dunklen Nacht, wenn der Deinen Asche wieder in verklärtem Glanz er⸗ wacht. Dann wirst du die Krone eben; dann wird unsre volle rust, Herr, mit engelgleicher Lust ewig deinen Sieg erheben, und wir sprechen auch allda: Gott sey Dank, Halleluja! Christian Ludw. Taddel, geb. 1706, 4+ 1775. Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 1540. e SSSEIE + ‚P‚‚I‚I‚IT—“ 1. Er⸗inn⸗re dich, mein Geist, erfreut des hoh⸗en Tags der Herrlichkeit. ö ů 4—.—— 2 Halt im Ge⸗dächt⸗niß Je⸗sum Christ, der von dem Tod er stan⸗den ist. 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, als ob er heute dir erschien, als spräch er: Friede sey mit dir! so freue dich, mein Geist, in mir. 3. Schau über dich und bet ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit Gott vereint; er ist dein König und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist, und der da war! Sein Name sey gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit! 5. O Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Ma⸗ jestät, wenn sie mein Geist mit der vergleicht, die ich durch Got⸗ tes Sohn erreicht? 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich unsterblich, heilig, Engeln gleich und ewig, ewig selig seyn, Herr, diese Herrlich⸗ keit ist mein. 7. Du, der du in den Him⸗ 7 100 Osterlieder. meln thronst, ich soll da woh⸗ nen, wo du wohnst; und du er⸗ füllst einst mein Vertraun, in meinem Fleische dich zu schaun. 8. Ich soll, wann du, des Lebens Fürst, in Wolken gött⸗ lich kommen wirst, erweckt aus meinem Grabe gehn und rein zu deiner Rechten stehn. 9. Mit Engeln und mit Se⸗ raphim, mit Thronen und mit Cherubim, mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freun in Ewigkeit. 10. Zu welchem Glück, zu 131. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. welchem Ruhm erhebt uns nicht das Christenthum! Mit dir ge⸗ kreuzigt, Gottes Sohn, sind wir auch auferstanden schon. 11. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin, damit ich mich in Lieb und Treu zu deinem Bilde stets erneu. 12. Er ists, der alles in uns schafft; sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedächt⸗ niß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist. Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. Crüger.(1653) 1658. —— H 2 2—— ———=..— ——.————.— —————.— 1. Je⸗ sus lebt, mit ihm auch ich: —— Tod, wo sind nun deisne Schre⸗cen? Er, er lebt und wird auch mich von den Tod⸗ten auf⸗ er⸗ we⸗cken. + —..——— . 2.. — H SDDS + f Ff Er vers klärt mich in sein Licht; dieß ist mei⸗ ne Zu⸗ ver⸗ sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dieß ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun ver⸗ zagt, sündigt wider Gottes Ehre; Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; dieß ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein; sein sey auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich seyn und den Lüsten widerstre⸗ ben. Er verläßt den Schwachen nicht; dieß ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu schei⸗ den, keine Macht der Finster⸗ niß, keine Herrlichkeit, kein Lei⸗ den. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; dieß ist meine Zuver⸗ sicht. 6. Jesus lebt, nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todes⸗ noth wird er meiner Seele ge⸗ ben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zu⸗ versicht! Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. nicht dir ge⸗ „ sild hon. lir aus „mein damit reu zu . in uns ch, sein hedächt⸗ on dem . Gellert, 1769. 553) 1660. elen? e⸗cken. — + scht. wachen versicht. gewiß, su schei⸗ Puff lein ei⸗ dieser Zuver⸗ ist der in das Todes⸗ eele ge⸗ n leine Zu⸗ 5, H Moi Osterlieder. 101 13². Mel. Wachet auf, ruft ꝛc. 1599. ——— +— ———— ———— ö EDDDS — 1. Hal ⸗le⸗lu⸗ja, jauchzt, ihr Chöre, singt Je⸗su Chri⸗sto Lob und Eh⸗re! Er, der Held, zer⸗riß die Banden des To- des und ist auf⸗ er⸗stan⸗den, 0 *V— 40.—— +*— 1—— 1 —SCCW3—5———.—.—.—— ů I 1—j —V.F1—— E III— 2 +. QWte groß, wiebeie Ug in sen Lag: d ie groß, wie hei- lig ist sein Tag!——5 8——— er, der für uns im Gra⸗be lag. Sein ist Ge⸗walt und Macht, .————.— Zöee e r SꝗPPꝑPꝑPIPIPIIIP P I F I————— Preis ihm, er hats vollbracht! Hal⸗le ⸗lu⸗ ja! Er hats vollbracht, * 2—5 1——. + SS.. 7**—— 1———— 2 EE * er, der die Macht des To⸗des und des Grabes hat. 2. Glorreich hat der Held Staube, der dir theuer ist. Wir gerungen, hat mächtig Sakans werden ewig dein, gerecht und Reich bezwungen, von Todes⸗ selig seyn, Halleluja! Tod und ketten uns befreit. Wir, von Gericht erschreckt uns nicht; Gott gefallne Sünder, sind nun denn Jesus, unser Mittler, lebt. mit ihm versöhnt, sind Kinder 4. Tag des Lebens, Tag der und Erben seiner Seligkeit. Wonne, wie wird ens seyn, Bald, bald entschlafen wir, ent⸗ wenn Gottes Sonne durch uns⸗ schlafen, Christe, dir, ruhn im res Grabes Dunkel bricht! O. Frieden die kurze Nacht, bis was werden wir empfinden, deine Macht den Tag der Ewig- wenn Nacht und Finsterniß ver⸗ keiten ruft. schwinden, und uns umstrahlt 3. Unsern Staub mag Staub des Himmels Licht. Vollender, bedecken, du wirst ihn herrlich führe du uns diesem Tage zu, auferwecken, der du des Stau⸗ uns, die Deinen! Die Todes⸗ bes Schöpfer bist! Du wirst bahn gingst du voran; wir fol⸗ unvergänglich Leben und Kraft gen dir in deine Ruh. und Herrlichkeit ihm geben, dem Gottfr. Bened. Funk, geb. 1734, + 1814. 133. Im vorigen Ton. 1. Lobt den Höchsten, Je⸗ hat ihn aus dem Staub erhöht. sus lebet! Erlöste Menschen, O Seele, dein Gesang erschall kommt, erhebet des Welterlö⸗ auch ihm zum Dank, ihm zur sers Majestät. Hörts, betrübte Ehre. Dich, großer Held, er⸗ Sünder, gebet der Freude hebt die Welt, weil deine Hand Raum, denn Jesus lebet; Gott den Sieg behält. 10² Ostermontag. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leide; lobsinget ihm und nehmt voll Freude am Siege Theil, den er erstritt. Seyd ihr gleich des Grabes Kinder, er ist des Todes Ueberwinderz er herrscht, der für euch starb und litt. Was wollt ihr traurig seyn? Getrost könnt ihr euch freun. Jesus le⸗ bet in Ewigkeit; zu aller Zeit ist er zur Hülfe uns bereit. 3. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, verwest der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern Leben sich von der Erde Staub erhe⸗ ben, wann Jesus den Entschlaf⸗ nen ruft. Dann wird des To⸗ des Feld zu einer regen Welt. Alles lebet, sowie erneut zur Frühlingszeit die junge Schö⸗ pfung sich erfreut. 4. Auferstandner, welch ein Segen erwartet uns, wenn wir auf Wegen einhergehn, die dein Fuß betrat. Nie gefühlte Se⸗ ligkeiten, die ewig währen, sind die Beuten, die uns dein Sieg errungen hat. Einst sind sie unser Theil; einst krönet uns das Heil deines Lebens. Halle⸗ luja, der Herr ist nah! Bald ist der Tag des Sieges da. Ostermontag. 134. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. 1687. —————½4 er;= e n —.— 2— 2——..— 1 +— x 1. Zween der Jünger gehn mit Sehnen ih⸗re Au⸗gen sind voll Thränen, ih⸗ re See ⸗=le voll Verdruß, ü⸗ ber Feld nach Emma⸗us; * 5—————..— ——— I + I— 2 I + + 1— — + 2 1 + + I——S——.... 7— 7 +— 5 2—— 2— 5 1 I——.—41 und sie wechseln Klage-wor⸗tẽ; doch es ist von ih- rem Or⸗te —— 96—85—.—— un⸗ ser Je ⸗ sus gar nicht weit 2. Ach, es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach; sie bejammern voller Schmerzen ihre Noth und Un⸗ gemach. Manches wandert gar alleine, daß es nur zur Gnüge weine; doch mein Jesus ist da⸗ bei, fragt, was man so traurig sey? 3. Wenn zwei Seelen sich besprechen, so ist Christ der dritte Mann; er bemerket die und ver⸗treibt die Traurig⸗keit. Gebrechen, redet, was uns trö⸗ sten kann. Denn er kann uns nicht versäumen, wie wir glau⸗ benslos oft träumen. Er hat alles im Gesicht; seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegan⸗ gen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen; o der unglückselgen Zeit, die man dergestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren; Jesus —— er—-/ ———ꝛ»ꝛ——.„ 2 +— 2 Himmelfahrtslieder. hat an mich gedacht und das Schäflein wiederbracht. 5. Hat sich eine Noth gefun⸗ den, so ließ er mich nicht allein; Jesus stellt zur rechten Stun⸗ den sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich bei ihm be⸗ schwere, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hülfe da. 6. Treuster Freund von al⸗ len Freunden, bleibe ferner noch bei mir. Kommt die Welt, mich anzufeinden, ach, so sey du auch albhier. Wenn die Teufel auf mich blitzen, wollst du trösten und beschützen; komm, in mei⸗ nem Geist zu ruhn; was du willst, das will ich thun. 7. Bin ich traurig und betrü⸗ bet, so gib nur in meinen Sinn, daß mich deine Seele liebet, und 103 daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich feste gründen, laß es auch mein Herz entzünden, daß es voller Aebe brennt und dich immer besser kennt. 8. Tröst auch andre fromme Seelen, wenn sie tief in Kum⸗ mer stehn; wenn sie in verborg⸗ nen Höhlen, Kammern, Fe und Wäldern gehn, ihrem Kum⸗ mer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 9. Kannst du bei der Welt nicht weilen, ach, so nimm mich auch mit dir; laß mich deine Freuden theilen, sey und bleibe stets bei mir. Bleibe doch in uns⸗ rer Mitten, wie dich deine Kin⸗ der bitten. Dank sey dir, o lieber Gast, daß du mich getröstet hast. Joh. Reunherz, geb. 1653, 4+ 1737. Himmelfahrtslieder. Altdeutsch. 1545. er E. — 6 2 2 0 2— .——.— 2 Christ suhr gen Him ⸗ mel, was sandt er uns her⸗ niẽ ⸗ der? V— E.——.— —— I 1 +—— I— + 1*— SSSISSII IE—0— 9* Den Trö⸗ster, den hei⸗li⸗gen Geist, zu Trost der ar⸗men Chri⸗ sten-⸗ heit. 0 4 N— H——.—— +*—.——— + H IEII T5 I— L²i— 2— I 1 N 1 H1⁊2D.— IE ά— 1 2—.— LI 7 II 1 II——.—.— 1 I ⁴——* ———.—.————— +— y⸗ N⸗e⸗ leis! Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja, Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja, *— 1—— I E + +— ——.—— + 4⁰* +— + ——— 2—I——— L— L L— Hal ⸗le ⸗ lu- ja! des solln wir al ⸗le froh seyn, —— V + + N T IL 1 + + N 1— D—.—7t——— H L— 2—..——1—.—— II + +— 6.—— Christ will un ⸗ser Trost seyn. Ky⸗Uri ⸗e⸗ leis! Alte Kirche aus dem 15. Jahrhundert. 10⁴ Himmelfahrtslieder. 136. Eigne Melodie. 1587. Ve 1—it—— 1. Auf die⸗sen Tag be⸗den⸗ken wir, daß Christ gen Himmel g'fah ⸗ren, und danken Gott aus höchster B'gier, mit Bitt, er woll be⸗ wah⸗ ren + I +— E— IEE 1.—..— 22 uns ar⸗me Sün⸗der hie auf Erd, die wir von we⸗gen mancher G' fäͤhrd —.— —————— ohn ihn kein Hoffnung ha⸗ben. 2. Drum sey Gott Lob, der Weg ist g'macht, und steht der Himmel offen. Christus schließt auf mit großer Pracht; vorhin war alls verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist freuden⸗ voll; dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. Halleluja, Halleluja! 3. Wer nicht folgt und sein Willen thut, dem ist nicht Ernst zum Herren; denn er wird auch vor Fleisch und Blut sein Him⸗ melreich versperren. Am Glau⸗ ben liegts: soll der seyn recht, wird auch gewiß das Leben schlecht zu Gott im Himmel g'richtet. Halleluja, Halleluja! Mel. Erschienen ist ꝛc. Hal⸗le ⸗Iu= ja, Hal⸗le=luSjal 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an, bis wir den Vater finden und fliehen stets die welt⸗ lich Bahn, thun uns zu Gottes Kindern: die sehn hinauf, und Gott herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zu⸗ sammen kommen. Halleluja, Halleluja! 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wann uns Gott zu ihm nehmen und seinemSohn wird machen gleich, als wir dann jetzt bekennen! Da wird sich finden Freud und Muth zu ew⸗ ger Zeit beim höchsten Gut; Gott woll, daß wirs erleben! Halleluja, Halleluja! Joh. Zwick, + 1542. N. Hermann. 1560. —— —. ———— I—— V— N ——— 14 +2 Loe + 1 II —— II Yal⸗Ks M⸗Ri Himmelfahrtslieder. 10⁵ 2. Die Engel und all Him⸗ melsheer erzeigen Christo gött⸗ lich Ehr und 3—— ihm mit frohem Schall, das thun die lieben Engel all. Halleluja! 3. Daß unser Heiland Je⸗ sus Christ, wahr Gottes Sohn, Mensch worden ist, des freuen sich die Engel sehr und gönnen uns gern solche Ehr. Halleluja! 4. Der Herr hat uns die Stätt bereit, bei ihm zu seyn in Ewigkeit. Wir erben nun das Himmelreich, wir sind den lieben Engeln gleich. Halleluja! 5. Es hat mit uns nun nim⸗ mer Noth. Die Sünd, der Sa⸗ tan und der Tod allsammt zu Schanden worden sind durch Gottes und Marien Kind. Hal⸗ leluja! 138. 1. Es fähret heute Gottes Sohn hinauf zu seines Vaters Thron. Er gehet ein zur Herr⸗ lichkeit, die überall ist ausge⸗ breit't. Halleluja! 2. Er hat zerstört des Teu⸗ fels Macht, sein Heer erlegt und umgebracht, wie mit Ge⸗ walt ein starker Held im Tref⸗ fen seine Feinde fällt. Halle⸗ luja! 59—5 3. Zwing unser Fleisch, Herr Jesu Christ, der du der Sün⸗ der Heiland bist, daß wir, in⸗ dem du uns machst rein, theil⸗ elnng deines Sieges seyn. Hal⸗ eluja! 6. So danket nun dem lie⸗ ben Herrn und lobet ihn von Engel gern; lobsinget mit der nngel Chor, daß es zum Him⸗ mel schall empor. Halleluja! 7. Gott Vater in der Ewig⸗ keit, es sagt dir deine Christen⸗ heit groß Ehr und Dank mit 20 und Fleiß, zu allen Zeiten ob und Preis. Halleluja! 8. Herr Jesu Christe, Got⸗ tes Sohn, gewaltig, herrlich, Denne a schön, es dankt dir deine Christenheit von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja! 9. O heilger Geist, du wah⸗ rer Gott, der du uns tröst in aller Noth, wir rühmen dich, wir loben dich und sagen dir Dank ewiglich. Halleluja! Erasmus Alberus, + 1553. Im vorigen Ton. 4. Laß seyn den Feind in uns gedämpft, weil du uns hast das Heil erkämpft, tilg aus sein Werk, daß er nicht mehr sich wider unsre Seel empör. Halleluja! 5. Zeuch und führ uns mit dir zugleich als Gotteskinder in dein Reich, da wir ein ewig Freudenlied dir aufzuopfern sind bemüht. Halleluja! 6. Gott Vater, sey von uns gepreist sammt deinem Sohn und heilgen Geist, der heilge unsrer Seelen Grund, damit dir danke Herz und Mund. Halleluja! 106 Himmelfahrtslieder. nr 1863 mun———— ꝛ. 1523. — —— Auf Christ Hi Him⸗mel⸗fahrt al⸗lein W mei⸗ne Nach⸗ schrthrnde, und al⸗— Zwei⸗fel, 168508565 Pein hie⸗mit stets ü⸗ ⸗ber⸗win⸗de. — . I OSHenn weil das Haupt 9——5 ist, wird seiene Glie⸗der Je⸗sus Christ el —— I zur rech Ln Zeit nach⸗ ho=len. 2. Weil er gezogen himmel⸗ an und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Nuh mel kann, sonst nirgends Ruh erlangen. Denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist auch siets mein Herz und Sinn; nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auffahrt spü⸗ ren, daß mit dem wahren Glau⸗ ben ich mög meine Nachfahrt 515 6 und dann einmal, wenn irs gefällt, mit Freuden schei⸗ den aus der Welt. Herr, höre dieß mein Flehen. Josua Wegelin, 1640. 140. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 1599. 2.——.—————— —— 1. Ach, wun⸗der- gro⸗ßer Sie- ges⸗held, du Sün⸗den⸗ der Fein⸗ de zur Rech- ten dei⸗nes Va⸗ters Kraft, eren de täl⸗ ger al=ler Welt, heut hast du dich ge⸗ se ⸗ ber Schaar zur Dat bis— den Tod—— le⸗ 255555 3——— maͤch⸗tig, präch⸗ tig tri⸗ um phi⸗ rest, jue bi bi 4li ⸗ rest: SPIIIII.II.... T— 2* S.———— ist, Herr Christ, dir un-ter⸗ge⸗ ben. Tod und Le⸗ben 2. Dir dienen alle Cheru⸗ bim; viel tausend hohe Sera⸗ phim dich, Siegesfürsten, lo— ben, weil du den Segen wie⸗ derbracht, mit Majestät und großer Macht zur Glorie bist erhoben; singet, klinget, rühmt und ehret den, so fähret auf gen Himmel mit Posaunen und Getümmel. Himmelfahrtslieder. 107 3. Du bist das Haupt, hin⸗ Ronon wir sind Glieder, ja es ommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben; Heil, Friede, Freude, Stärk und Kraft, Er⸗ quickung, Labsal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge mein Gemüthe, mein Geblüte, daß es preise, dir als Siegsherrn Ehr erweise. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir; hilf, daß wir forthin für und für nach dei⸗ nem Reiche trachten. Laß unser Thun und Wandel seyn, wo Zucht und Demuth tritt herein, all Ueppigkeit verachten; Unart, offart laß uns meiden, christ⸗ lich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sey zu finden. Mel. Zeuch ein zu meinen ꝛc. 5. Sey, Jesu, unser Schutz und Schatz, sey unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen; laß suchen uns, was droben ist; auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lügen, Trü⸗ gen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stünd⸗ lich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen; du, du bist allein uns zu Gut, o Jesu, durch dein theures Blut ins Heiligthum gegangen; komm schier, hilf mir, denn so sollen, denn so wollen wir am Ende fröhlich klopfen in die Hände. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605, + 1681. Crüger. 1653. — IE 6— +.—.—— —— I.— + E—— 2 H——....,. ——1 L— —— 1. Gott fäh⸗ ret auf gen Him⸗mel mit frob⸗em Ju⸗ bel⸗schall, mit präͤch⸗ti⸗gem Ge⸗küm⸗mel und mit Po⸗sau⸗nen⸗hall. ..— ö 5— SDSSSEEE— — r 4————.—— Lob⸗ singt, lob⸗sin⸗get Gott! lobsingt, lob⸗singt mit Freu⸗den 7 5—— 0 n. ö— SSSSISESIEEEEEIIIIII——— 1 dem Kö⸗ ni⸗ ge der Hei- den, dem Her⸗ren Ze⸗ba ⸗ oth! 2. Der Herr wird aufgenom⸗ men, der ganze Himmel lacht, um ihn gehn alle Frommen, die er hat frei gemacht. Es holen Jesum ein die lautern Cheru⸗ binen, den hellen Seraphinen muß er willkommen seyn. 3. Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhöht; wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht. Der Heiland geht voran, will uns nicht nach sich lassen; er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch wer⸗ den, der Herre macht uns Platz; wir gehen von der Erden dort⸗ 108 hin, wo unser Schatz. Ihr Her⸗ en, macht euch auf! Wo Jesus ttdten 37 dorthin sey euer Lauf! 5. Laßt uns gen Himmel dringen mit herzlicher Begier, laßt uns zugleich auch singen: dich, Jesu, suchen wir, dich, o du Gottes Sohn, dich Weg, dich gech Leben, dem a Macht gegeben, dich, unsres Hauptes Kron. 6. Fahr hin mit deinen Schä⸗ ten, du trugesvolle Welt! Dein 142. Mel. Ach, Gott und Herr zc. Himmelfahrtslieder. Koth kann nicht ergötzen; weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist uuser Preis; der Herr ist unsre Freude und köstliches Ge— schmeidez zu ihm gilt unsre Reis. 7. Wann soll es doch ge— schehen? wann kommt die liebe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du seyn, daß wir den Heiland grüßen, ihn ewig nicht mehr missen? Komm, stelle dich doch ein! Gottfr. Wilh. Sacer, geb. 1635, 4 1699. 16²7. — I. Iluch uns nach dir, so lau⸗ 1 wir mit herz⸗ U.— Ver⸗ lan⸗ Aen —.—.—..—— . o Je⸗su Christ, hin, da du bist, 2. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ uns deine Himmelsstege. Wir irrn sonst leicht und sind verscheucht vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, aus die— eser el ge⸗ gan⸗gen. daß uns nicht mehr allhier be⸗ schwer das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den aus⸗ erwählten Schaaren. Ludaͤmtlia Elisabetha, Gräfln von Schwarzburg⸗Rudolstadt, Mel. Alle Menschen 43—— sterben ꝛc. geb. 1640, 4+ 1672. Hintze? 1690. EEE 1. Sie⸗ges⸗furst und Eh⸗ren⸗kö⸗ nig, Al⸗le Him⸗mel sind zu we⸗nig, du ver⸗klaͤr⸗te Ma ⸗je stat! du bist druͤ⸗ber hoch er⸗höht; —.— r. —.—.—..— 9 73— 2 2 — soll ch nicht zu Fuß dir bu len, und mein Herz vor Freu⸗de wal len, — VH—— —————..—...— w' enn mein Glau⸗bens⸗aug'ent⸗zückt va San lich⸗keit er⸗bliat?7 Himmelfahrtslieder. 109 2. Seh ich dich gen Rechtcn fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Schaa⸗ ren alle rufen Gloria, sollt ich nicht zu Fuße fallen, und mein Hun vor Freude wallen, da der immel jubilirt, weil mein Kö⸗ nig triumphirt? 3. Weit und breit, du Him⸗ melssonne, deine Klarheit sich ergeußt, und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgei⸗ ster speist; prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen. Schau, ich armes Kindlein hier, schrei auch Hosianna dir! 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klar⸗ heit seh? Sollt mein Muth noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt und Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun über⸗ fließen; drum wirk in mir kräf⸗ tiglich, bis zum Schemel deinen Fußen alle Feinde legen sich. Aus Zion den Scepter sende weit und breit bis zur Welt Ende, mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen unterthan. 6. Du kannst alles aller Or⸗ ten nun erfülln und nahe seyn; meines armen Herzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn, als in deinem Himmelsthron. 7. Deine Auffahrt bringt mir eben Gott und Himmel innig nah; lehr mich nur im Geiste le⸗ ben als vor deinen Augen da; fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen, bei dir abgeschieden drinnen, in das Himmelreich versetzt, da mich Jesus nur er⸗ götzt. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, + 1769. Mel. Alles ist an Gottes ꝛc. 17³8. — F 1727 +*— + 1 +— iiDiDD‚DDiDiieE. —9.—.—— 2 8⁸.— al⸗les wird ihm un ter thä⸗nig, ISS E—. .—2 IIIIIIIIIII 2——— +.2.— ö al ⸗les legt ihm Gott zu Fuß. Al⸗le Zun⸗ge soll be⸗ken⸗nen, ⁴—.—. 2—— 2——— EIN — SPSI II..I.I............. E. I— 1—— I gJZe⸗ sus sey der Herr zu nen⸗Nen/ dem man Eh⸗re ge⸗ ben muß. 2. Fürstenthümer und Ge⸗ walten, Mächte, die die Thron⸗ wacht halten, geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrschaft, dort im Himmel, hier im irdi⸗ schen Getümmel, ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner; nur der Sohn der ist ihm 110 leich. Dessen Stuhl ist unum⸗ stößlich, 1 Leben unauflös⸗ lich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und glei⸗ cher Ehren sitzt er unter lichten Chören über Gottes Cherubim. Aller Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen; denn der Vater gab es ihm. 5. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Ge⸗ rechte, und du Schaar, die Pal⸗ 14⁴5⁵. Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben de. Himmelfahrtslieder. men trägt, und ihr Märtrer mit der Krone, und du Chor vor sei⸗ nem Throne, der die Gotteshar⸗ fen schlägt! 6. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, re⸗ den, rufen, weil ich noch ein Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König; alles sey ihm unterthänig; ehret, liebet, lobet ihn! Phil. Friedr. Hiller, geb. 1699, + 1769. 17³1. — ———— 2—.—— 5 ...—— + I. Zum Himmes Pist du ein⸗gegangen, mitPreis ges kröͤnt, Herr Je⸗su Christ wie soll⸗ te mich nun nicht verlangen, auch dort zu seyn, wo du nun bist 9 .—.83——— — + + EI — —— 0 —— + + + 2 .————— Ich bin ja nur ein Pil⸗ grim hier; nimm in die Heimath mich zu dir. 2. Vom Tode standst du auf zum Leben und gingst verklärt zum Himmel ein; so muß sich auch mein Geist erheben, soll ich nicht todt in Sünden seyn. Ein neues Leben wirk in mir, so komm ich einst gewiß zu dir. 3. Am Oelberg fingen deine Leiden mit bittern Todesängsten an; am Oelberg gingst in hohen Freuden du siegreich deine Him⸗ melsbahn. So We auf Leiden Herrlichkeit; zu beiden mache mich bereit. 4. Du hobest segnend deine Hände beim Scheiden von den Deinen auf; o hilf, daß einst auch ich vollende, von dir geseg⸗ net, meinen Lauf. Wenn ich von dir gesegnet bin, dann fahr in Frieden ich dahin. 5. Ich sehe dir mit Glaubens⸗ blicken in deinen Freudenhimmel nach; mein Herz soll sich an dir erquicken, der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, doch bleibst du meine Zuversicht. 6. Einst wirst du herrlich wie⸗ derkommen, gleichwie du aufge⸗ fahren bist; dann werd ich völ⸗ lig aufgenommen, wo mir bereit mein Erbtheil ist. So leb ich nun im Glauben hier, im Schauen aber dort mit dir. Pfingstlieder. 111 Pfingstlieder. 146. Mel. Komm, Gott Schöpfer de. Altkirchlich. 1524. SSS.... I. .— 2 + + 91. Komm, heilger Geist,o Schöpfer du, sprich deienen ar⸗men See⸗len zu; .— — I ——— ..— * + II 4 + + II —6—4 * + + 1— er·sl mit Gnaden, fü⸗Fer Gast, die Brust, die du ge⸗schaf⸗fen hast. 2. Der du ein Tröster bist genannt, des allerhöchsten Got⸗ tes Pfand, du Liebesquell, du Lebensbronn, du Herzenssal⸗ bung, Gnadensonn! 3. Du siebenfaches Gnaden⸗ ut, du Hand des Herrn, die under khut, du lösest aller Zungen Band, gibst frei das Wort in alle Land. 4. Zünd uns ein Licht an im Verstand, entflamm das Herz in Liebesbrand, stärk unser 147. Eigne Melodie. schwaches Fleisch und Blut durch deiner Gottheit starken Muth. 5. Den Feind treib von uns fern hinweg und bring uns auf des Friedens Steg, daß wir, durch deine Huld geführt, vom Argen bleiben unberührt. 6. Lehr uns den Vater ken⸗ nen wohl, und wie den Sohn man ehren soll; im Glauben mache uns bekannt, wie du von beiden wirst gesandt. Alte Kirche. Altlirchlich. 1524. * +—— 7—— — DEEEEE EEE.. —— 2— ———— A. Komm, GollSchöpfer,hei=Ii= ger Geist. besuch das Herz derMenschen dein, — + SS *²— —33— *— + —— 1 mit Gnaden sie füll, wie du weißt, daß dein Ge⸗schöͤpf vor⸗ hin seyn. 2. Denn du bist der Tröster genannt, des Allerhöchsten Ga⸗ be theur, ein geistlich Salb an uns gewandt, ein lebend Brunn, Lieb und Feur. 3. Zünd uns ein Licht an im Verstand, gib uns ins e der Liebe Brunst, das schwachFFleisch in uns dir bekannt, erhalt fest dein Kräft und Gunst. 4. Du bist, mit Gaben sieben⸗ falt, der Finger an Gotts rech⸗ ter Hand; des Vaters Wort gibst du gar bald mit Zungen in alle Land. 5. Des Feindes List treib von uns fern, den Fried schaff bei uns deine Gnad, daß wir deim Leiten folgen gern und meiden der Seelen Schad. 6. Lehr uns den Vater ken⸗ nen wohl, dazu Jesum Christ ..* — 112 sein Sohn, daß u wir des Glau⸗ bens werden voll, dich, beider Geist, zu verstehn. 7. Gott Vater sey Lob und 148. Gigne 8469— Pfingstlieder. dem Sohn, der von den Todten auferstund, dem Tröster sey dasselb gethan in Ewigkeit alle Stund. Dr. M. Luther, geb. 1483, 4+ 1546. Altdeutsch 7 1524. SSEE . Komm, be ⸗li⸗ ger Geist, Herre Gott! Er-füll mit deiner Gnaden Gut — —.— DDII— ——.—5 2 ———‚ E ů* dei⸗ner Glaͤubgen Her, Muth andenn, den brünstig— 5 93— in ihn'n. I 2— — 7 O Herr,— 85 deienes—.— tes Glast ... 0 dem Glauben versammlet hast —..— — —— das Volk aus al ⸗ 7 ker OWl Ben⸗ gen; + + + 0——3— 3* *²—— I n..—.— *—.— 2 —.—1—— — Lob Wesne gen: 2. Du heiliges Licht, edler Hort! Laß uns leuchten des Lebens Wort, und lehr uns Gott recht erkennen, von Her⸗ en Vater ihn nennen. O Herr, bchit vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum mit rechtem Glau⸗ ben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen: Halleluja, Halle— luja! 119• Eigne Melodie. Hal⸗le⸗lu⸗ le, Hal⸗le⸗lu=-ja! 3. Du heilige Brunst, süßer Trost! Nun Hif uns fröhlich und getrost in deim Dienst be⸗ ständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereik, und stärk des Fleisches Bloͤdigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen! Halleluja, Halleluja! Dr. M. Luther, geb. 1483, + 1546. Altdeutsch? 1524. I. Nun bit⸗ten wir den be li⸗ gen Geist IL—— —.. Glau- ben aU ler-meist, daß er uns be⸗hü⸗te an un⸗-serm En- de, um den rech- ten Pfingstlieder. H + N S..en Q —— + 222—.—4 + ———— 2— + 2211 —2 wann wir heim⸗fahrn aus die⸗sem E⸗ len⸗ de. 2. Du werthes Licht, gib uns deinen Schein; lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Hei⸗ land, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis! 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns 15⁵0. Mel. Komm, Gott Schöpfer ꝛc. FV* Ky⸗ ri⸗-e⸗ leis! von Herzen einander lieben und im Friede auf einem Sinn blei⸗ ben. Kyrieleis! 4. Du höchster Tröster in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verza⸗ en, wenn der Feind wird das eben verklagen. Kyrieleis! Dr. Martin Luther, geb. 1483, 4 1546. Altkirchlich. 1524. S.SSPSPIPIPIPIIIIITIITITIFITITIIIIIIIIIIII ——*—5— +IJ——*383.28.— + + + + + 9 D————— 1. O heil⸗ger Geist, du ew⸗ger Gott, du hoͤchster Trö⸗ster in der Noth, 7 SDSDPDPSPSPSPIIIIIIIIIIIIII.....I...... —2— SDSDDIIIIIPIPPIPIIII TIIIII von Herzensgrund ich ruf dich an, 2. Ach, sey mein Trost und Zuversicht, laß mich in Sünd verzagen nicht; wend ab von mir des Feindes List, erhalt mich fest an Jesum Christ; 3. Daß ich demselben allezeit treulich zu dienen sey bereit, und wollst meiene Bitt nicht seh len lan. ihn in wahrem Glauben rein erkenne für den Heiland mein. I. Leit mich auf rechter, ebner Bahn, christlich mein Lebn zu stellen an, daß ich nach dieser Sterblichkeit erlangen mög die ewge Freud. Mel. O Jesulein süß, o Jesulein mild ꝛc. 1650. ——————— HIDISES. SIS. I.I I SS. 7—.— 2— E.—.— ů——— 1 1. O hei⸗li⸗ger Geist, o hei⸗li⸗ger Gott, du Trö-ster werth in ——— 1——— S AU= ler Noth, du bist ge-sandt vons HimmelsThron, von Gott dem TTRT— ö—.—.—.— 1 1 1 +—5 1 EE. Va⸗ ter und dem Sohn. O hel⸗ Hieger Geist, 0 hei⸗li⸗ger Gost! 8 ———....—..— ccge darueder .—. — ddcdiehs .————— 114 2. O heiliger Geist, o hei⸗ liger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Work, zünd an in uns der Liebe Flamm, darnach zu lieben allesammt. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heili⸗ ger Gott, Nehr unsern Glauben immerfort. An Christum Nie⸗ mand glauben kann, es sey denn durch dein Hülf gethan. O hei⸗ liger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o hei⸗ liger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort, lehr uns 15². Eigne Melodie. Pfingstlieder. den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Him⸗ melspfort, laß uns hier käm⸗ pfen ritterlich und zu dir drin⸗ gen seliglich. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. O heiliger Geist, o hei⸗ liger Gott, verlaß uns nicht in Noth und Tod Wir singen dir Lob, Ehr und Dank allzeit und unser Lebenlang. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Crüger. 1653. SDDSSSSEEE 1. Zeuch ein zu mei⸗nen Tho⸗ren, sey meiznes Her⸗zens Gast, 0 der du, da ich ge- bo⸗ ren, mich neu ge-bo⸗ren hast, + 5— 5..— en—— 2—— ö DDI—— — o hoch⸗ge⸗liebter Geist des Va⸗ters und des Soh⸗ nes, el d,:,.. mit bei⸗den glei chen Thro⸗nes, 2. Zeuch ein, laß mich empfin⸗ den und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sün⸗ den Hülf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht und in der Tauf erstickt, als wie mit einer Fluthe mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilig Oele, mit bei⸗den gleich ge-preist. dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Srten⸗ Jesu Christ zum wahren Eigen⸗ thum, zum Priester und? Hro⸗ pheten, zum König, den in Nö⸗ then Gott schützt im Heiligthum. 5. Du bist ein Geist, der leh— ret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl. Es steigt 143 Himmel an, es steigt und äßt nicht abe, bis der geholfen habe, der Allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freu⸗ den, vomTrauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit „ dazu In. O Gott! heiliger 2 Eur er käm⸗ ir drin⸗ Geist, o hei⸗ nicht in igen dir jeit und heiliger iger, 1650, — 6 Gast, hast, oh⸗nes, *△ Mist. in Leib a Eigen⸗ U Mr⸗ in Noö⸗ igthum. der leh⸗ en sol et, dein steigt igt und eholfen kann. r Lell⸗ —1 den Ml Pfingstlieder. 115 deines Trostes Licht. Ach ja, wie manchesmal hast du mit süßen Worten mir aufgethan die Pfor⸗ ten zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit; willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebes⸗ flammen sich wieder thun zusam⸗ men, die voller Zwietracht seind. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt; kannst Mense aeren wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsrer Fürsten Thron, daß ste und wir gedeihen; schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit 153. Q die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im gan⸗ zen Land. 10. Erfülle die Gemüther mit reiner Glaubenszier, die Häu⸗ ser und die Güter mit Segen für und für; vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 11. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf käm⸗ pfen ritterlich, damit wir über⸗ winden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 12. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn; und wenn wirs sollen geben ins To⸗ des Hände hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröh⸗ lich sterben und nach dem Tod er⸗ erben des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 1555. +— —.—.—— VE—— —————— *:..— —— + 1. O du al=ler⸗süß⸗te Freu⸗de, o du al ⸗=ler⸗schön⸗stes Licht, der du uns in Lieb und Lei⸗ de un⸗be⸗ su⸗chet läs⸗ sest nicht: Q —.—— —— SSi.I II—— eist des Höchsten, höchster Fürst, der du bältst und haleten wirst 6 ohn Auf⸗hö⸗ren al⸗le Din⸗ge, 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen an. Ach, ergib dich, komm zu mir SDDE. hö⸗ re, hö⸗ re, was ich ge. in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst aus des Him⸗ mels Throne wie ein Regen 8* 116 ausgeschütt, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lau⸗ ter Segen mit: laß doch, o du werther Gast, Gottes Segen, den du hast und verwaltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weis' und voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund; zählst den Staub des kleinen Sandes, gründst des tie⸗ fen Meeres Grund: nun du weißt auch zweifelsfrei, wie ver⸗ derbt und blind ich sey; drum gib Weisheit und vor allen, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, wo man rein und sau⸗ ber ist, fleuchst hingegen Schand und Sünden, hassest Schlan⸗ gentrug und List: mache mich, o Gnadenquell, durch dein Wa⸗ schen rein und hell; laß mich fliehen, was du fliehest, gib mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommes Herzens, sanf⸗ tes Muths, bleibst im Lieben unbeweget, thust uns Bösen al⸗ les Guts: ach, verleih und gib mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl Pfingstlieder. zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir un⸗ geschieden, ei so bin ich gnug ge⸗ tröst. Laß mich seyn dein Eigen⸗ thum, ich versprech hinwiede⸗ rum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzu⸗ legen. 8. Ich entsage, Herr, dem allen, was dir deinen Ruhm be⸗ nimmt; meiner Seel soll nichts gefallen, als allein was von dir kömmt. Was der Satan will und sucht, will ich halten als ver⸗ flucht; ich will seinen schnöden Wegen mich mit Ernst zuwider legen. 9. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei. Hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hülfe nöthig sey. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Wil⸗ len hin, mach ihn allerdinge neue, daß sich mein Gott meiner freue. 10. Sey mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sey mein Stab; wenn ich sterbe, sey mein Leben; wenn ich liege, sey mein Grab. Wenn ich wie⸗ der aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ewgen Freuden wirst dein' Auserwähl⸗ ten weiden. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4+ 1676. 154. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 1599. — + 1. O heil⸗ger Geist, kebr bei uns ein Du Him-mels-licht, laß dei⸗nen Schein und laß uns bei uns und nicht ir un⸗ ug ge⸗ Eigen⸗ wiede⸗ mein anzu⸗ dem hm be⸗ hichts hon dir Hillund ver⸗ hnoden uwider V mich stehest wo du nöthig (eisches u Wil⸗ erdinge meimer „halt e, sey sterbe, ch liege, ich wie⸗ lir, daß ewgen erwäͤhb⸗ „ 1676. 1599. uns 10 und Pfing 117 stlieder. 5— III 4 2 1——8 1——— —.——— +—— dei⸗ ne Wob⸗ nung seyn, in uns kräf ⸗ tig seyn— o komm, du Her⸗ zens⸗son⸗ ne! zu ste ⸗ter Freud und Won⸗ne! ö wenn wir be⸗ ten: 2. DuQuell, draus alle Weis⸗ heit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glau⸗ benseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahres Zeug⸗ niß lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit dei⸗ nem Rath und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Be⸗ ständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir nun leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und geflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsam⸗ kraft empfinden und zur Ritter⸗ schaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Geberden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. Bee eeed e, —— T 7½ + 1— I—— +——— Son⸗ne, Won⸗ne, himm⸗lisch Le-ben—willst du ge- ben, — 0 ——— + I— 1 I DDS 9 2——4—— zu dir kom⸗men wir ge⸗tre⸗ ten. 5. Ostarker Fels und Lebens⸗ hort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsernHerzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner Weisheit reichen Lehr und reinen Liebe trennen. Flie⸗ ße, gieße deine Güte ins Gemü⸗ the, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelsthau, laß dich in unsre Herzen kräf⸗ tiglich und schenk uns deine Lie⸗ be, daß unser Sinn verbunden sey dem Nächsten stets mit Lie⸗ bestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich be⸗ trübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Hei⸗ ligkeit wir führen unsre Lebens⸗ zeit, sey unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sey unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine todten Werke. Rühre, führe unsre Sinnen und Be⸗ ginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer, geb. 1606, 1 167³½ 118 Pfingstlieder. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Albert. 1642. 9⁰.—.— ů—.— E E +* I N + +* N S EE 4— 2*———.—. . Komm, o komm, du Geist des Lesbens, wah rer Gott von E-⸗wig⸗keit! Dei⸗ne Kraft sey nicht ver⸗ge⸗bens, sie er⸗ füll uns je⸗der⸗zeit; ½ EI .— I——— 4. 2——1 —— ᷓS —9 EEE so wird Geist und Licht und Schein in dem dunk⸗len Her-zen seyn. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Ver⸗ stand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, als nur was dein Wille sucht. Dein Erkennt⸗ niß werde groß und mach uns vom Irrthum los. 3. Zeige, Herr, die Wohl⸗ fahrtsstege; das, was wider dich ethan, räume ferner aus dem ege; schlecht und recht sey um und an. Wirke Reu an Sünden Statt, wenn der Fuß gestrau⸗ chelt hat. 4. Laß dein Zeugniß uns em⸗ pfinden, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn allein sich grün⸗ den, wenn sich Noth und Drang⸗ sal findt; denn des Vaters liebe Ruth ist uns alle Wege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit seufz auch in uns, wann wir be⸗ ten, und vertritt uns allezeit; so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht gemehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? o so mach du den Beschluß; sprich der Seele tröst⸗ lich zu und gib Muth, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist,‚ fördre in uns deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist. Schenk uns Waffen in demKrieg und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort ge⸗ wisser seyn! 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichr uns mehr und mehr als des Himmelreiches Er⸗ ben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. Joachim Neander, geb. 1640, + 1680. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 1555⁵. * 1. Gott, gib ei⸗nen mil-den Re-gen; denn mein Herz ist dürr wie Sand. Va⸗ter. gib vom Himmel Se-gen, trän- ke du dein dur- stig Land! eh. Troste rufen Gott, U den kröst⸗ eduld ft und Geist, wenn weist. Krieg ieg. unsern Tod möge 5 und gleich t ge⸗ sollen hrund eh Er⸗ dEht, t und 58b, 155⁵⁵. Pfingstlieder. ö 119 Fe 4.— + —.— S— 15 . EI—— + V +— + + Laß des heil gen Gei⸗stes Gab ü⸗ ber mich von o⸗ ben ab U 24— — + IE .D +—.——— ——235 wie die star⸗ken Ströme flie⸗ßen 2. Kann ein Vater hier im Le⸗ ben, der doch bös ist von Natur, seinen lieben Kindern geben nichts als gute Gaben nur; soll⸗ test du denn, der du heißt gu⸗ ter Vater, deinen Geist mir nicht geben und mich laben mit den guten Himmelsgaben? 3. Jesu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir deinen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, Herr, von dir. Laß den Tröster ewiglich bei mir seyn und lehren mich in der Wahr⸗ heit feste stehen und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sey tausendmal willkom⸗ men, laß mich deinen Tempel Mel. Komm, heiliger Geist ꝛc. — und mein gan⸗zes Herz durchgie ⸗hen. seyn. Reinige du selbst das Haus meines Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmelsfreuden. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache mich neu, rein und schön, laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn. Gib mir einen starken Muth, hei⸗ lige mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott hintreten und im Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir erge⸗ ben; dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nach⸗ streben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn dich im höchsten Himmelsthron ich erheben kann und preisen mit den süßen Engelsweisen. Moritz Kramer, geb. 1646, 1702. Altdeutsch. 1524. 7 + 0——.—————.— S..... ——.————— 1. Wer recht die Pfing⸗sten fei⸗ern will, der werd in sei⸗nem Her⸗zen still; —— el ——————0 1—— A— .—6 2—.— E—— 4. 5——.8——— EWD.‚.——3s‚“ 2.——.2—1——— +—.—. Ruh, Frie⸗de, Lieb und Ei⸗nig= keit sind Zeichen ei ⸗ ner sol⸗chen Zeit, —— 2—— —— ———— 1 2—7 — I.—— +—— I wo⸗rin der heil⸗ge Geist re⸗giert: der ist es, der zur Andacht führt. 120 Pfingstlieder. —88ẽ7?;—— I + +— Er kann kein Welt⸗ge⸗tümmel lei⸗den; wer je⸗nes liebt, muß 422— +.— I + 2—.— II — die⸗ses mei ⸗den 2. Sein Tempel ist da auf⸗ gericht; da dient man ihm nach rechter Pflicht, da gibt er Klug⸗ heit und Verstand, da wird der Sprachen Grund erkannt, der Zungen Feuereifer glimmt; er zeigt, was Niemand sonst ver⸗ nimmt, schenkt das Vermögen auszusprechen, was der Ver⸗ nunft, dem Witz der Frechen und aller List zu mächtig ist. 3. Nun dieses ist der Geist aus Gott, der Frommen Trost, Mu der Bösen Spott. Die sich der Sündenlust entziehn und Buße thun, empfahen ihn. Auf wem er ruhet, der wird rein. Er geht . keinem Stolzen ein, verleiht er Demuth reiche Gaben; der geistlich Arme soll sie haben; denn sein Gebet wird nicht ver⸗ schmäht. 4. Es ist der Odem und der Wind, der Seelen anbläst und entzündt, der von des Herren Munde webt und, was erstor⸗ ben ist, belebt. Es ist ein Wort, das neu gebiert, des Deutung man im Werke spürt, ein Zeug⸗ niß, das zum Glauben treibet und das Gesetz ins Herz ein⸗ schreibet, daß Jedermann es wissen kann. 5. Es ist die Kraft, die alles regt, ein Strahl, der durch die * und Gott al⸗lein ge⸗hor⸗sam seyn. Felsen schlägt, ein heller Glanz, der uns erleucht, ein Licht, dem Nacht und Schatten weicht, ein Lehrer, der aufs Gute 2—6„ ein Helfer, welcher Stärke bringt, ein Rath, der uns zu⸗ rechte weiset, ein Labsal, das mit Gnade speiset und den er⸗ quickt, den Elend drückt. 6. Es ist der Ausfluß aus der Höh, der Weisheit unerschöpfte See, ein Wasser, das vom Un⸗ recht wäscht, ein Quell, der Durst und Sehnsucht löscht, ein Brun⸗ nen, welcher ewig quillt und das Gemüth mit Gütern füllt, ein Vorrath und verheißner Segen, ein Himmelsthau und milder Regen, der das erzieht, was grünt und blüht. 7. Es ist ein Oel, des Lau⸗ terkeit zu Königen und Priestern weiht, die Salbung, die, uns mitgetheilt, die Wunden und Verderbniß heilt; ein Abgrund, drin die Wahrheit steckt, die sich dem innern Aug entdeckt, wogegen Kunst und menschlich Wissen der Thorheit ähnlich werden müssen; sie machet frei von Heuchelei. 8. Du theurer Gast und höchste Gab, sey unser Bei— stand, Trost und Stab, an den sich das Vertrauen hält, wenn Pfingstlieder. uns Versuchung überfällt. Ver⸗ mehr in uns die Zuversicht, wehr aller Furcht, verlaß uns nicht, daß wir in Noth nicht 158. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. 121 unterliegen, vielmehr beherzt den Tod besiegen, wenn uns die Zeit das Ende dräut. Ernst Lange, geb. 1650, + 172f. Crüger. 1656. 0 .—— * 2WJ — — 1. Schmückt das Fest mit Mai⸗ en,‚ denn der Geist der Gna⸗den las⸗set Blu⸗men streu ⸗ en, hat sich ein⸗ge ⸗ la⸗ den: — ——— SS— 9 — ——. 2 I 5 I I 5 + zün⸗det O⸗ pfer an; ma ⸗chet ihm die Bahn. Nehmt ihn ein, so wird sein Schein —.— 4 I 1 —— 2 + 3 euch mit Licht und Heil er · sül len 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rath und That, starker Got⸗ tesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad, gib uns Kraft zur Pilgrimschaft, laß uns deine theuern Gaben zur Ge⸗ nüge laben. 3. Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen; führ den Geist empor. Gib uns Kraft, zu beten und vor Gott zu tre⸗ ten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Muth, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme flie⸗ ßen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 2 2— 2W —— und den Kum⸗mer stil⸗len. 5. Schlage deine Flammen über uns zusammen, heilge Liebesgluth; laß dein sanftes Wehen über uns ergehen, däm⸗ pfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen, und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wol⸗ len und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir um eignen Haus. Werthes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße und durch Finsternisse sey du un⸗ ser Licht; trag nach Zions Hü⸗ geln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Noth mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 12² Pfingstlieder. 8. Laß uns hier indessen nim⸗ mermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen und im Guten grü⸗ 159. Mel. Fröhlich soll mein Herze ꝛc. nen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werther Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benj. Schmolck, geb. 1672, + 1737. Crüger. 16565. + . Höch⸗ster Trö⸗ ster, komm her⸗nie⸗ der, Geift des Herrn, sey nicht fern, ., sal⸗ be Je= su Glie- der. Er, der nie sein Wort ge⸗bro⸗chen, . VY—— 1.— Je⸗ sus, hat 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Ach, das Seelenwerk ist wichtig! Wer ist wohl, wie er soll, treu zu handeln Perstel⸗ 3. Herr, wir fallen dir zu Fu⸗ ße; Eins ist noth für den Tod: Buße, wahre Buße. Zeig uns selbst den Greul der Sünde, daß das Herz Angst und Schmerz, Reu und Scham empfinde. 4. Zeig uns des Erlösers Wunden, ruf uns zu: Ihr habt Ruh, ihr habt Heil gefunden! Unsre Sünd wird nicht gero— chen; Jesu Blut machet gut, was die Welt verbrochen. 5. Weck uns auf vom Sün⸗ denschlafe, rette doch heute noch die verlornen Schafe; reiß die Welt aus dem Verderben, laß sie nicht im Gericht der Versto— ckung sterben. 6. Geist der Weisheit, gib dei⸗nen Rath sei-nem Volk ver- spro⸗ chen. uns allen durch dein Licht Un⸗ terricht, wie wir Gott gefallenz lehr uns freudig vor Gott tre⸗ ten, sey uns nah und sprich: Ja, wenn wir gläubig beten. 7. Hilf den Kampf des Glau⸗ bens kämpfen, gib uns Muth, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen; laß uns Trüb⸗ sal, Kreuz und Leiden, Angst und Noth, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. 8. Hilf uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tu⸗ gendhaft und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 9. Sey in Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in derPrüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist freu⸗ dig in die Freude. Ebrenfried Liebich, geb. 1713, 4 1780. en. Un⸗ Allenz re⸗ prich: sen. Glau⸗ Muth, 5 und Trüb⸗ Angst 0Tod Besten „ tu⸗ leben. dehen, Bahn unsre 105 Fü/ Leide kfreu⸗ 110. Pfingstlieder. 123 160. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 155⁵5⁵• 0 4— 4.—— — N U + + 1— 1 1 + 4— A + 4 I + + 4 I— 2—.— + + + ——* 1 + +—.—1 4.—— + ——— 2 2 I—.—— —— +—. 1. Der du uns als Va⸗ter lie ⸗best, treu⸗er Gott, und dei⸗nen Geist de⸗nen, die dich bit-⸗ten, gi⸗ best, ja nur um ihn bit⸗ ten heißt; V — ö. SSS 9—.— 8——— de⸗muths⸗voll fleh ich zu dir: Ba ⸗ter, sen⸗ de ihn auch mir, * .————.—— —.......————— —— 2—2———— daß er mei⸗nen Geist er ⸗neu ⸗e 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Frucht⸗ barkeit, und mein Herz bleibt dir entrissen und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mih ganz ergebe und zu deiner Ehre ebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu, noch mit echter Treu meinen Gott und Herrn dich nennen, stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre und auf deine Stimme höre. 4. Ewge Quelle wahrer Gü⸗ ter, hochgelobter Gottesgeist, der du menschliche Gemüther besserst und mit Trost erfreust! Nach dir, Herr, verlangt auch mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich zu Gottes Preise heilig und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heilgenTrie⸗ ben, daß ich dich, mein höchstes Gut, über alles möge lieben, daß ich mit getrostem Muth dei⸗ ner Vaterhuld mich freu und und ihn dir zum Tempel weh ·e. mit wahrer Kindestreu stets vor deinen Augen wandle und recht⸗ schaffen denk und handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb und Sanft⸗ muth übe und mirs rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Frie⸗ densband knüpfen kann, wenn meine Hand zur Erleichtrung der Beschwerden kann dem Nächsten nützlich werden. 7. Lehre du mich selber ken⸗ nen, die verborgnen Sünden sehn, sie voll Reue Gott beken⸗ nen und ihn um Vergebung flehn. Mache täglich Ernst und Treu, mich zu bessern, in mir neuz zu dem Heiligungsgeschäfte gib mir immer neue Kräfte. 8. Wenn der Anblick meiner Sünden mein Gewissen nieder⸗ schlägt; wenn sich in mir Zwei⸗ fel finden, die mein Herz mit Zittern hegt; wenn mein Aug in Nöthen weint, und Gott nicht zu hören scheint: o dann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung fehlen. 1 TFTrinitatisfestlieder. 9. Was sich Gutes in mir fin⸗ nach dir. O so setze durch dein det, ist dein Gnadenwerk in mir; Wort deine m. selbst den Trieb hast du entzün⸗ fort, bis sie durch ein selges Ende det, daß mich, Herr, verlangt herrlich sich an mir vollende! David Bruhn, geb. 1727, + 1782. 161. Mel. Liebster Jesu, wir sind ꝛc. Ahle. 1654. ——.—.——.—— ů—.— SS. 2.———— 1..— 2 2—. 71. Komm auf uns, o Gri des Herrn, lehr uns zu dem Va⸗ ter be⸗ ten, und be⸗ leb uns, daß wir gern und voll Glaubens zu ihm tre⸗ r, 9⁰ 0 3————— .—— 2.———. —.——*DD.—— *..— 2*..—.——.——.— + 10 wird er um Chri⸗sti wil⸗ len un⸗ser Bit⸗ten gern er⸗fül ⸗len. 2. O du Geist der Herrlich⸗ Wohlgefallen. Reich sind wir keit, wohn und wirke in uns versehn mit Gaben, wenn wir allen; jedes Herz sey dir ge⸗ deine Salbung haben. weiht, schmück es aus nach [Siehe Lieder vom heiligen Geist.] Trin itatisfestlieder. Das Sanetus deut sch. 16². Ciane Melodie. Luther. 1525. De⸗ Zsal=a, dem Pro⸗ phe⸗ ten, das ge⸗— daß er im Geist 2 *— P.PITTTTTTI————— —.— + Her⸗ ren si⸗tzen sah auf ei nem hoh⸗en Thron n hel⸗ 100 Gan — 4 2 4 SSSS + 0 sei nes Klei⸗des Saum den Chor fül⸗let ganz. Es stun⸗den zween Se⸗ , ———.— E 1..— + Q V raph bei ibm dar⸗ 230 sechs Flü⸗gel 0 er einen 10— den han; 2 mit zween ver⸗bar- gen sie ihr Ant⸗liß klar, mit zween be⸗deck⸗ ten PPPIIII.III T ö‚ ————„ sie die Fü⸗ße gar, und mit den andein zween sie flo⸗gen frei; 293 In E2 Trinitatisfestlieder. gen an⸗ der rie⸗fen sie mit gro⸗ hem Gschrei: Hei⸗lig ist Gott, der A 2 2— E + EE .SSDSSISSSSS— + —— Dvꝛʒg.— Her⸗re Ze⸗ba⸗ oth! Hei- lig ist Gott, der Her⸗re Ze⸗ ba⸗ oth! — — ö ꝓ.. Hei i ⸗lig ist Gott, der.— Ze⸗ ar oth! Sein Chr die gan⸗ ze I ————————— Welt er⸗fül⸗let hat! Von dem G' schrei zittert Schwell und Balken gar; 2 7—.— E —.— I— L + 2 Fi. + 5———‚‚‚.n das Haus auch ganz voll Rauchs und Ne⸗ bel war. Dr. M. Luther, geb. 1483, + 1546. 163 C Eigne Melodie. Altdeutsch. 1524. ..——— x ö 2* I — +—— I 1 +—— ———. 2— C— 1. Gott, der Va⸗ter, wohn uns bei und laß uns nicht ver- der⸗ben, mach uns al⸗ler Sün⸗den frei und helf uns se-lig ster ⸗-ben: el Ln. für dem Teu ⸗fel uns be⸗wahr, halt uns bei fe⸗stem Glau⸗ben, dir uns las- sen ganz— gar, mit al ⸗ len rech⸗ten Chri- sten —————— und aus dich laß uns bau ⸗en, aus Her⸗zensgrund ver⸗trau ⸗en, ent⸗flieh⸗en Teu-fels Li⸗ ů— mit Waf⸗fen Gotts uns fri⸗ sten⸗ . ——.——11 2——— 2 2 3.—— +— 90— +.— A⸗ men, A-men! das sey wahr, so sin- gen wir Hal- le-lu⸗ja! 2. Jesus Christus wohn uns 3. Heilig Geist der wohn uns bei u. s. w. bei u. s. w. Dr. M. Luther, geb. 1483, 11546 9 +* H H —.——.— 2—*— Trinitatisfestlieder. Eigne Melodie. (Altkirchlich.) 1540. ————— ————— + — 1. Alllein Gott in der Höb sey Ehr und Dank für sei⸗ne Gna⸗de, da⸗rum daß nun und nimmermehr uns rüͤh⸗ ren kann kein Schade. 45.————— 9⁰ — ä Ein Wohlge⸗falln Gott an Uns bar; nun ist groß Fried ohn Un⸗ter⸗laß; ——— 1 + N N , ————.— + all Fehd hat nun ein En=⸗ de. 2. Wir loben, preis'n, anbe⸗ ten dich für deine Ehr, wir dan⸗ ken, daß du, Gott Vater, ewig⸗ lich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessen ist dein Macht, fort g'schieht, was dein Will hat bedacht; wohl uns des fei⸗ nen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn ein⸗ geborn deines himmlischen Va⸗ ters, Versöhner der, die warn verlorn, du Stiller unsers Ha⸗ 165. Mel. Nun danket alle ꝛc. ders: Lamm Gottes, heilger Bint und Gott! nimm an die itt von unsrer Noth; erbarm dich unser aller. 4. O heilger Geist, du höch⸗ stes Gut, du all'rheilsamster Tröster, vors Teufels G'walt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Mart'r und bittern Tod! Abwend all un⸗ sern Jamm'r und Noth, dazu wir uns verlassen. Nikolaus Decius, um 1526. Crüger. 1649. 4 1 4— SSSITT — 1. Du diei⸗ mal gro⸗Fer Gott, dem Hei⸗lig, Hei⸗llig! singt dem Erd und Himmel die ⸗=nen, die Schaar der Se⸗ ra⸗ phi ⸗nen; — 5⸗5—655.—5 —. +*— .PPSPSPSPSP‚I‚‚‚‚‚‚‚E —.5 — du höch⸗ste Ma⸗je⸗ stät, du Hel⸗ ser in der Noth, 2— 2——.— SSSSII... 20— SP du al ⸗ler Her⸗ren Herr, Je ⸗ ho ⸗va Ze⸗ ba⸗ oth! 2. Dich bet ich jetzund an, dir Lob und Dank zu lallen, mein Halleluja laß dir gnädig wohlgefallen, du allerhöchstes Gut und gnadenvolle Sonn, du aller Gaben Meer und un⸗ erschöpfter Bronn. 3. Mein Schöpfer! Mensch und Thier und alles andre We⸗ sen läßt deiner Allmacht Pracht Hs — Trinitatisfestlieder. 127 ganz klärlich an sich lesen; ein Der Wunder lobt dich ja in er Natur: Stern', Element, Gewölk und alle Ereatur. 4. Es muß dich Jedermann den treuen Vater preisen; du führest wunderbar, willst Leib und Seele speisen, erhörest das Gebet, erfrischest unsern Muth; wir sind viel zu gering, was deine Treue thut. 5. Heiland, Immanuel, Lamm Gottes ohne Sünden, mein Je⸗ su, deine Lieb kann kein Ver⸗ stand ergründen; das Halleluja singt dir, als dem wahren Christ, das menschliche Geschlecht, das nun erlöset ist. 6. Du nahmest Fleisch an dich und tratest in die Mitten, trugst unsre Sündenschuld, hast bis aufs Blut gelitten. Doch dieß dein Blut und Tod erwirbt uns lauter Heil, macht, daß wir selbst an Gott nun können nehmen Theil. 7. O Herr, Gott heilgerGeist, 166. 1. Gelobet sey der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, der mir hat mein Leib und Seel gegeben, mein Vater, der mich schützt von Mutterleibe an, der jeden Au⸗ genblick viel Guts an mir gethan. 2. Gelobet sey der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der micher⸗ löset hat mit seinem theurenBlut, der mir im Glauben schenkt sich selbst, das höchste Gut. Im vorigen Ton. du Geist voll reiner Flammen, durchs Evangelium bringst du das Volk zusammen, das Chri⸗ stum kennt und ehrt; du machest alles licht, gibst neueFeuergluth, damit kein Glaub gebricht. 8. Ach, allerhůchster Trost und besterWeisheitslehrer, Erleuch⸗ ter, Heiliger, Aufrichter und Bekehrer, du theilst die Gaben aus, erfüllest uns mit Kraft, die der Verderbniß wehrt und Gutes in uns schafft. 9. Gott, Vater, 5 und Geist, Ein Gott und Eins in Dreien, gepriesne Majestät, die stets zu benedeien: laß auf der rechten Bahn uns allezeit be⸗ stehn, und durch ein seligs End zu unserm Erb eingehn. 10. Laß, o dreieinger Gott, dein Gnadenantlitz leuchten; dein edler Segensthau woll un⸗ ser Herz befeuchten! Wir hoffen ja auf dich, du läßt uns nicht im Spott; wir fingen: Gloria! Gelobt, gelobt sey Gott! Crüger. 1649. 3. Gelobet sey der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werther Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in allerNoth Rath, Trost und Hülfe schafft. 4. Gelobet sey der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüften schwebet. Gelobet sey der Herr, des Name heilig heißt, ott Vater, Gott der Sohn und Gott der heilge Geist, 5. Dem wir Halleluja mit Freuden lassen klingen und mit 2 Trinitatisfestlieder. preist die ganze Christenheit: gelobet sey mein Gott in alle derEngelschaar das Heilig, Hei-⸗ Ewigkeit! lig singen; den herzlich lobt und Sohann Olearius, geb. 1611, + 1684 167. Mel. Die Sonn hat sich mit ꝛe. 1555. 9—. W 1. Drei⸗ ei ⸗nig⸗ keit, der Golei wah⸗rer Spie⸗gel, o Licht vom —.— 4—1—— 2——— 2 I + + 4+..——— ——— —————.. —. Licht, als des⸗ sen Aümachl— gel E sich um und um durch — 1——.— .. die⸗ sen Erd⸗reis frert 2. Wir loben dich, sobald die Sonn erwachet, und wenn sie jetzt den späten Abend machet; was lebt und webt auf dieser Erde weit, ist alles, Herr, zu deinem Dienst bereit. 3. O reicher Schatz, o un⸗ umschränktes Wesen, wer hat wohl je dein Heimlichkeit gele⸗ sen? O tiefer Brunn, o uner⸗ forschte Pracht, wie groß, ach Gott, wie groß ist deine Macht! 4. Wer kann doch hier, Herr, deine Weg erfinden? Wie sollt ein Mensch wohl dein Gericht ergründen? Wo Gott nicht selbst mich unterweisen wird, so bleibe ich verloren und verirrt. 5. Drum lehre, Herr, du selbst 1e 3 und al ole Welt unt sei⸗ nemSchirm be⸗deat! uns, ohne Trennen, in Einem Drei, in Dreien Eins erkennen! Ach, lehr uns doch, Gott Vater, Sohn und Geist, daß du ein Gott in drei Personen heißt. 6. Gib, daß dieß Wort tief unsern Sinn durchdringe: von ihm, durch ihn, in ihm sind alle Dinge! Dem großen Gott sey Ehr in Ewigkeit! Ja, Amen, ja, singt alle Christenheit. 7. Dein Nam ist groß; dein Reich, Herr, in uns wohnez dein Wi uns leit; ernähr uns und verschone; Versuchung wehr; erlös aus böser Zeit. Dein ist das Reich, die Kraft und Herrlichkeit. Joh. Franck, geb. 1618, 4 1677. Melodie. 1699. ———.— —— — —— E 7⁵⁷ C⁊— —— 1. Wir lanben 25 an Ei⸗nen Gott, Va⸗ter, Sohn und heil⸗gen Geist, nbeit: in alle durch be⸗delt Einem nnen! Vater, du ein eißt. ort tief e: von ind alle ott sey Amen, . dein vohne; hr uns Trinitatisfestlieder. 129 2— DDI——— ———.——— 4 ö der uns hilft in al⸗ ler Noth, den die Schaar der En⸗gel preist, eet erer i—. I— 9——.— + + +— 2.—— —— + + + + + 2— 7———— 4— 2 +——— der durch sei⸗ne gro ⸗ße Kraft 2. Wir glauben auch an Je⸗ sum Christ, Gottes und Marien Sohn, der vom Himmel kom⸗ men ist und uns führt ins Him⸗ mels Thron, der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Noth. al ⸗les wit„ket, thut und schafft. 3. Wir glauben an den heil⸗ gen Geist, der von beiden gehet aus, der uns Trost und Bei⸗ stand leist wider alle Furcht und Graus. Heilige Dreifaltigkeit, sey gepreist zu aller Zeit! Tobias Clausnitzer, geb. 1618, T 1684. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 1599. — ·—5— .SSSSI...I.I........ FTII.. 20.———6 1. Hal⸗le ⸗lu⸗ ja! Lob, Preis und Ehr sey un⸗serm von E⸗ wig⸗keit zu E= wig⸗keit sey in uns ——— —..———— —— N — — +— r +— + + I Gott je mehr und mehr al ⸗len ihm be- reit für al ⸗le sei ne Wer⸗ ke; Dank, Weisheit, Kraft und Stär⸗ke! — —.— ———. 1 — 2— ——.— Klin„get, sin get: Drei-mal hei- lig, hoch und herr ⸗lich! — x + + — C—k— H —. H E—— W + 9 + 9 S + + + 1 2 2 ·.;«ͤ.—.— —2— Preis und Eh⸗re 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht sey auch dem Got⸗ teslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit sei⸗ nem Blut erkauft, damit be— sprenget und getauft, und sich mit uns vermählet. Heilig, se⸗ lig ist die Freundschaft und Ge⸗ meinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. sey dem Herrn der Himmels⸗- hee⸗re! 3. Halleluja! Gott heilger Geist sey ewiglich von uns ge⸗ preist, durch den wir neu ge⸗ boren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Hochzeittag er⸗ koren! Heil uns, Heil uns! Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hosianna. 9 V V ( 130 Reformationsfestlieder. 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr sey unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmel Schaar und singet nun und immerdar mit Freuden Amen, Amen! Klinget, singet: Dreimal heilig, hoch und herr⸗ lich! Preis und Ehre sey dem Herrn der Himmelsheere! Barthol. Crasselius, geb. 1677, + 1724. II. Airchliche Feiertage. Reformationsfestlieder. 170. Eigne Melodie. — 1529. i E, 1. Ein fe⸗ ste Bung ist un ⸗ ser Gott, ein gu⸗ te Wehr und Waf⸗ Fen. Er hilft uns frei aus al ⸗ler Noth, die uns jetzt hat be⸗ trof ⸗ fen. ———— se Feind mit an Ernst ers jetzt meint; groß Mactmd viel LList .. sein grau⸗sam Rüͤstung ist; 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald ver⸗ loren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erko⸗ ren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Ze— 300 und ist kein ander Gott; das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser auf Erd ist nicht seins glei⸗ chen. Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht, das macht, er ist gericht; ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen las⸗ sen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin, sie habens kein Gewinn; das Reich muß uns doch bleiben. Dr. Martin Luther, geb. 1483, 4 1546. —SEHN— 171¹. Eigne Melodie. Reformationsfestlieder. 131 1535. 4— —— —.— II *— 1. Wo Gott, der Herr, nicht bei uns hält, wenn unsere Fein⸗de to ⸗ben; und er uns⸗ rer Sach nicht zu⸗fällt el im Himmel hoch dort o⸗ ben; ——1—— + I wo er Isara⸗ els Schuß nicht ist und sel⸗ber bricht der Fein⸗de List: 4—.— .SS..— — D so ists mit uns ver⸗lo⸗ ren. 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht, soll uns billig nicht schrecken; er sitzet an der höch⸗ sten Stätt, der wird ihr'n Rath aufdecken. Wenn sies aufs klüg⸗ ste greifen an, so geht doch Gott ein andre Bahn; es steht in sei⸗ nen Händen. 3. Sie wüthen fast und fah⸗ ren her und wolln sich hoch ver⸗ messen; zu würgen steht all ihr Begehr, Gott ist bei ihn'n ver⸗ essen. Wie Meereswellen hoch— Ler gehn, nach Leib und Leben sie uns stehn, des wird sich Gott erbarmen. ö 4. Ach, Herr Gott, wie reich tröstest du, die gänzlich sind ver⸗ lassen! Der Gnaden Thür steht nimmer zu; Vernunft kann das nicht fassen. Sie spricht: Es ist nun alls verlorn, da doch das Kreuz hat neugeborn, die deiner Hülf erwarten. 5., Die Feind sind all in dei⸗ ner Hand, 1010 all ihr Gedan⸗ kenz ihr Anschläg sind dir wohl⸗ bekannt: hilf nur, daß wir nicht wanken. Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftig will sie trauen nicht, da du wirst sel⸗ ber trösten. 6. Den Himmel und auch die Erden hast du, Herr Gott, ge⸗ gründet; dein Licht laß uns helle werden, das Herz uns werd entzündet in rechter Lieb des Glaubens dein, hilf bis ans End beständig seyn, die Welt laß immer murren. Justus Jonas, geb. 1493, + 1555. (Siehe Kirche und Wort Gottes.) Kirchweihfestlieder. Kirchweihfestlieder. —— Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 1599. 1. Honnt der, ihr Cbn 2 sten, vol⸗ 16 Frend Derteh⸗ let die Stimm des Dan⸗kes un⸗serm Gott, laßt uns dem —— ͤ* öIN — E—— + 2.— 0 —— DDDSi Got⸗tes Freund⸗ ich keit, Her ⸗ren Ze⸗ba oth kommt her und laßt er⸗klin ⸗-gen mit froh ⸗em Mun»de sin ⸗gen. H DEDDEE E 1 4 2 + 2 0 ⁴ — 1—— I Sin⸗get, brin⸗get schön ne Weis sen, laßt uns prei ⸗sen — A—.7 + + + H 1 —— 2 + 1—..—— 2 1 . Gor=tes Ga⸗ben, die wir 2. Wir gehn in diesem Got⸗ teshaus ein Jahr nun wieder ein und aus, und hören da ver⸗ künden den edlen Schatz, das Gnadenwort, das uns entdeckt des Lebens Pfort, Vergebung unsrer Sünden. Singet, Ermdet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier ge⸗ Hohn haben. „Da sehen wir mit Freu⸗ den an die Dienste, die man leisten kann dem Herrn in sei⸗ nem Tempel; da hört man mit Erstaunen zu, was Gott für große Thaten thu, die Wunder ohn Exempel. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier ge— nossen haben. 4. Da wird Gerechtigkeit ge— lehrt; da wird Gottseligkeit ge⸗ mehrt; da wird der Glaub ent⸗ zünbet, Geduld, Lieb, Hoffnung, Her ge⸗ nos⸗ sen ha⸗ ben. keusche Zucht und was noch mehr des Geistes Frucht, wird alles da gegründet. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier ge⸗ n haben. große Wohlthat, die Golt Shurt o heilig, gnadenrei⸗ ches Gut! Kommt her, kommt, liebe Christen! Da wohnt der Herr der Herrlichkeit; wohl de⸗ nen, die sich allezeit zu seinem Dienste rüsten. Singek, bringet schöne Weisen, laßt uns preien Gottes Gaben, die wir hier ge— nossen haben. 6. Das ist der Ort, den Da⸗ vid liebt, dahin er seine Seufzer gibt, da ihm das Reich genom⸗ men; er wünscht nicht seine Kö— nigszierd: wann werd ich, sagt ermit Begierd, in Gottes Tem⸗ pel kommen? Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen *EI. Kirchweihfestlieder. 133 Gottes Gaben, die wir hier ge⸗ nossen haben. 7. Und zwar wie sollte doch 10. Bedenke dieß, o Christ⸗ emein, und jetzt mit Dank vor ott erschein, laß dich mit Rüh⸗ 1599. jetzund nicht seyn voll Jauchzen men hören: Gelobt sey Gott, .— unser Mund? Was Andre müs⸗ durch dessen Güt hier dieses —— sen meiden, die gerne mit der Kirchhaus ward behüt vor feind⸗ let Kirchgemein im Hause Gottes lichem Zerstören. Singet, brin⸗ den wollten seyn, genießen wir mit get schöne Weisen, laßt uns prei⸗ — Freuden. Singet, bringet schöne sen Gottes Gaben, die wir hier Weisen, laßt uns preisen Got⸗ genossen haben. 90 5 Habem die wir hier genos⸗ 11. Ja, der du hier hast Feur 8. Wie mancher Ort ist nun wardsh 9 9 Den ZDortae da sonst ward Gottes großen Ehaäten Gelobt sey Gott t gelehrt! Die Kirchen sind n sen ee 9 an diesem Ort, allwo sein heilig 228— zerfallen Hier stehn noch Tbür theures Wort bisher so wohl — und Pfeiler fest; wir hören —— 2— gerathen. Singet, bringet schöne Gottes Wort aufs best in seinem ö em Weisen, laßt uns preisen Gottes Tempel schallen. Singet, brin⸗ Gaben, die wir hier empfangen mehr et schöne Weisen, laßt uns prei⸗ haben Hsunnd alles en Gottes Gaben, die wir hier 2u genossen haben. 12. O Herr, noch Eines bit⸗ leisen 9. Da Andre mit betrübtem ten wir, laß uns auch künftig et ge⸗ Klang anstimmen müssen den für und für allhier zusammen ö Gesang, ja gar wohl gänzlich kommen; bewahr die Kirch und „die schweigen, da singen wir noch die Gemein und die darinnen enrei⸗ voller Hrend, man hört der Or⸗ Lehrer seyn; so werden dir die mmt, el Lieblichkeit, man darf sich Frommen singen, bringen schöne it der fröhlich zeigen. Singet, bringet Weisen und dich preisen für die hlde⸗ schöne Weisen, laßt uns preisen Gaben, die sie zu genießen haben. einem Gottes Gaben, die wir hier em⸗ Zoh. Christ. Arnschwanger, linget pfangen haben. geb. 1625, f 1686. reisen r R⸗ 173. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. Erüger.(1653) 1658. Do⸗ 2— E P eufzer—..— n 1. Ach, wie hei⸗lig ist der Ort! Ach, wie se-lig ist die Stät⸗ te! e Kö⸗ Hier, hier ist des Himmels Pfort; hier er⸗ hö⸗ ret Gott Ge⸗ be⸗ te; „ sagt Q 9— Tem⸗— PP.IIIIII II III wugt————— reisen hier er⸗schallt sein theu⸗res Wort; o wie hei⸗lig ist der Ort! 134 2. Heil war in des Zöllners Haus, weil er Christum aufge⸗ nommen; und hier rufet Jesus aus: Selig sind, die zu mir kom⸗ men! Deren Herzen nimmt er ein, daß sie seine Tempel seyn. 3. O welch Heil ist bis hieher diesem Hause widerfahren! Wenn der Herr nicht bei uns wär, der sich uns will offenba⸗ ren, woher hätten wir den Geist, der den Weg zum Himmel weist? 4. O wie lieblich, o wie schön Bußtagslieder. sind des Herren Gottesdienste! Laßt uns froh zu ihnen gebn; hier erlangt man zum Gewinnste einen Schatz, der ewig währt, den kein Rost noch Raub ver⸗ zehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Gast; speis uns gnädig mit dem Worte, das du uns gegeben hast, Jesu, stets an diesem Orte! Laß die Kirche feste stehn, bis die Welt wird untergehn! Benj. Schmolck, geb. 1672, 4 1737. Bußtagslieder. 174. Eigne Melodie. 1524. 0 V* 1 1 1— II .SSS‚.....‚IIIIII‚IIIIII..II....I........—— D S SI.S..... * 1. Aus tie-⸗fer Roth schrei ich zu dir, dein gnä-dig Ohren kehr zu mir Herr Gott, er⸗bör mein Ru=fen; und mei⸗ner Bitt sie öf- sen. — *— E Denn so du willt das sehns en an, ——.———* ASIIS SiSSE was Sünd und Unrecht ist gethan, — —— — 0 *— *... —— wer kann, Herr, fur dir drei ⸗ den 2 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde uvergeben. Es ist doch unser hun umsonst auch in dem be⸗ sten Leben. Für dir Niemand sich rühmen kann, des muß dich fürchten Jedermann und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hof⸗ dat ich, auf mein Verdienst nicht auen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wer⸗ thes Wort, das ist mein Trost und treuer Hort; des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Mor-⸗ gen, doch soll mein Herz an Got⸗ tes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen. So thu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre, — S 1524. 175. 5. Ob bei uns ist der Sün⸗ den viel, bei Gott ist viel mehr Gnaden; sein Hand zu hel⸗ fen hat kein Ziel, wie groß auch 1. Aus tiefer Noth laßt uns u Gott von ganzem Herzen screien, bitten, daß er aus sei⸗ ner Gnad uns woll vom Uebel freien, uns alle Sünd und Mis⸗ sethat, die unser Fleisch began⸗ gen hat, als ein Vater ver⸗ zeihen. 2. Wir flehn: O Gott Vater, sieh an uns Armen und Elen⸗ den, die wir sehr übel habn ge⸗ than mit Herzen, Mund und Buße h und verleih, daß wir uße thun, und die in Christo, deinem Sohn, zur Seligkeit vollenden. 3. Unser Schuld ist sehr groß und schwer, von uns nicht aus⸗ zurechnen; doch dein Barmher⸗ amei ist mehr, die kein Mensch ann aussprechen. Die suchen und begehren wir, hoffen, du werdests, Herr, an dir mit nicht lassen gebrechen. 4. Du willt nicht, daß der Sünder sterb und in Verdamm⸗ niß fahre, sondern daß er mehr Gnad erwerb und sich darin bewahre. So hilf uns nun, o Herre Gott, auf daß uns nicht der ewge Tod in Sünden wi⸗ derfahre. Bußtagslieder. 135 sey der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, der Israel er⸗ lösen wird aus seinen Sünden allen. Dr. M. Luther, geb. 1483, 4 1546. Im vorigen Ton. 5. Wenn du nun vor Ge⸗ richte gehn und mit uns woll⸗ test rechten, o wie würden wir da bestehn, und wer würd uns verfechten? O Herr, sieh uns barmherzig an und hilf uns wieder auf die Bahn zur Pforte der Gerechten. 6. Wir opfern uns dir, arm und bloß, durch Reu niederge⸗ schlagen; o nimm uns auf in deinen Schoß, und laß uns nicht verzagen! O hilf, daß wir ge⸗ trost und frei, ohn arge List und Heuchelei, dein Joch zum Ende tragen! 7. Sprich uns durch deine Boten zu, bezeug unser Gewis⸗ sen; stell unser Herz durch sie zur Ruh, thu uns durch sie zu wissen, wie Christus für deim Angesicht all unsre Sachen hab geschlicht: des Trosts laß uns genießen. 8. Erhalt in unsers Herzens Grund deinen göttlichen Sa⸗ men, und hilf, daß wir den neuen Bund in deines Sohnes Na⸗ men vollenden in aller Wahr⸗ heit, also der Kronen der Klar⸗ heit versichert werden. Amen! Böhmische Brüder. 1531. 136 Bußtagslieder. 176. Eigne Melodie. (Rosenmüller 1655 7) 1694. 1 I— 14——— 1. Straf mich nicht in dei⸗ nem Zorn, gro fer Gott, verescho⸗ ne; ach, laß mich nicht seyn ver⸗lorn, nach Ver⸗dienst nicht loh ⸗ne! 2 ù — —*— ——— — + Hat die Sünd dich ent- zündt, löch ab in dem Lams me 0 V 2 +2 19—— + 5..—————4 EH I — dei⸗nes Grim⸗mes Flamme. 2. Herr, wer denkt im Tode dein? Wer dankt in der Wen len? Rette mich aus jener Pein der verdammten Seelen, daß ich dir für und für dort an jenem Tage, höchster Gott, Lob sage. 3. Zeig mir deine Vaterhuld, stärk mit Trost mich Schwachen; ach, Herr, hab mit mir Geduld, mein Gebeine krachen; heil die Seel mit dem Oel deiner großen Gnaden, wend ab allen Schaden. 4. Ach, sieh mein Gebeine an, wie sie all erstarren; meine Seele gar nicht kann deiner Hülfe har⸗ ren; ich verschmacht, Tag und Nacht muß mein Lager fließen von den Thränengüssen 5. Ach, ich bin so müd und 177. Mel. matt von den schweren Plagen; mein Herz ist der Seufzer satt, die nach Wl fragen: wie so lang machst du bang meiner ar⸗ men Seele in der Schwermuths⸗ höhle? 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Be⸗ ten. Nunmehr darf ich mit Be⸗ gier vor sein Antlitz treten. Teu⸗ fel, weich; Hölle, fleuch! Was mich vor gekränket, hat mir Gott geschenket. 7. Vater, dir sey ewig Preis hier und auch dort oben, wie auch Christo gleicher Weis, der allzeit zu loben; heilger Geist, sey gepreist, hochgerühmt, ge⸗ ehret, daß du mich erhöret. ZJoh. Gg. Albinus, geb. 1624, 4 1679. Ich armer Mensch ꝛc. * 4 E +— I 1. Wir liegen hier zu deinen Fü⸗ßen, ach, Herr von großer Güt und Treu, und fühlen lei⸗der im Ge⸗wis⸗sen, wie sehr dein Zorn entbrennet sey. 9 45 4—.——.——— 7 2——— 140 N Das Maß der Sünden ist er ⸗fült; ach weh uns,wenn du strasen willt! Moͤck. 1820. E ess Erntefestlieder. 2. Du bist gerecht, wir lauter Sünder. Wie wollen wir vor dir bestehn? Wir sind die unge⸗ rathnen Kinder, die auf Lerkenr ten Wegen gehn. Kein Wunder, wenn dein Racheschwert uns längstens hätte aufgezehrt. 3. Doch, Vater, denk an dei⸗ nen Namen; gedenk an deinen lieben Sohn. Dein Wort heißt immer Ja und Amen; dein Eid⸗ schwur zeuget selbst davon: du willst der Sünder Tod ja nicht; ach, geh nicht mit uns ins Ge⸗ richt! 4. Der Mittler steht ja in der Mitten; wir schaun zu sei⸗ nen Wunden auf. Er hat für unsre Schuld gelitten und leistet dir die Zahlung drauf. Ver⸗ birgst du deinen Gnadenschein, so muß sein Blut verloren seyn. 5. Dieß theure Blut von dei⸗ nem Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von H deinem Gnadenthrone und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade hast erzeigt, dein Herz dem Sünder zugeneigt. 137 6. Ach, laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Häup⸗ ter gehn, daß wir nicht als ver⸗ lorne Schafe von deiner Huld verlassen stehn. Ach, sammle uns in deinen Schoß und mach uns aller Plagen los. 7. Steck ein das Schwert, das uns will schlagen, den Wür⸗ Hr laß vorüber gehn. Gib unser rod in unsern Tagen. Laß keine solche Zeit entstehn, daß man dein Wort uns theuer macht, und unser Herz dabei verschmacht. 8. Gib Fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohl⸗ feile Zeit. Laß Lieb und Treu sich stetig küssen und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld mit deinem Gut, nimm Kirch und Haus in deine Hut. 9. So wollen wir dir Opfer bringen und deine seyn mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Zimmel dringen, und dein er⸗ lostes Israel wird in der Hütte Jakobs schrein: Der Herr soll mein Gott ewig seyn! Waeß. kn Schmolck, geb. 1672, + 1737. Erntefestlieder. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. —— 1 ——— P————— D eeee——————— I. O Gott, von dem wir al ⸗les ba ⸗ben, die Welt ist ein sehr großes Haus; du a⸗= ber thei⸗lest dei⸗ne Ga⸗ben recht wie ein Va⸗ker drinnen aus. 2l ———— EE 5—.—......... T ..——.— 2—— Dein Se⸗gen macht uns al ⸗le reich; ach, lieber Gott, wer ist dir gleich 2 138 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Nothdurft keinem fehlen; denn du weißt allem vorzustehn, und schaffest, daß ein jedes Land sein Brod bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt. Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, die das Land begießt, des Himmels Thau, der Sonne Strahl sind deine Diener all⸗ zumal. 4. Und also wächst des Men⸗ schen Speise, der Acker selbst wird ihm zu Brod; es mehret sich vielfältger Weise, was an⸗ Erntefestlieder. fangs schien, als wär es todt, bis in der Ernte Jung und Alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, wer kanns ge⸗ nug bedenken? der Wunder sind hier gar N viel. So reich als du kann Niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr be⸗ schert, als wir zusammen alle werth. 6. Wir wollens auch niemals vergessen, was uns dein Segen bringet ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal seyn; und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Caspar Neumann, geb. 1648, 4 1715. 179 „ Mel. Was Gott thut ꝛc. 1690. 2. —— 5.——.— 2—— ——— 18——0—* SDDSDD‚. DEE SSSEEEE EEEEEEE 5—.—.—..——— ——.———.. Er zieht ihr Herz nur himmelwärts, wenn er sie läßt auf Er⸗den drneenee—1 I ein Ziel der Pla⸗gen wer⸗den. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan; gibt er, so kann man nehmen; nimmt er, wir sind nicht übler dran, wenn wir uns nur bequemen. Die Linke schmerzt, die Rechte herzt, und beide Hände müssen wir doch in Demuth küssen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er weist uns oft den Segen, und eh er noch ge— deihen kann, muß sich die Hoff⸗ nung legen. Weil er allein der Schatz will seyn, so macht er andre Güter durch den Verlust uns bitter. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; wenn man nach reichem Säen doch wenig Gar⸗ ben ernten kann, so ists vielleicht geschehen, weil Gott auch Frucht bei uns gesucht und doch hat EIN El .CIIAIAII ........—— todt, id Alt no ge⸗ er sind ich als „ und Ziel; hr be⸗ N alle iemals Segen n/ den amens 3 und unsre nann, 17⁵, 1690, off⸗ der icht l herlust ist nach Gar⸗ oleicht Frucht 0 Zum Geburts⸗ und Namenstag des Landesherrn. 139 müssen klagen, daß wir so schlecht getragen. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan, wir müssen besser werden; man baue nur die Her⸗ zen an, so folgt die Frucht auf Erden. Den Mangel muß ein Ueberfluß zu andrerZeit ersetzen und Feld und Herz ergötzen. 6. Was Gokt thut, das ist wohlgethan; das Feld mag le⸗ dig stehen, wir gehn getrost auf Zions Bahn und wollen Gott erhöhen. Sein Wort ist Brod, so hats nicht Noth; die Welt muß eh verderben, als wir vor Hunger sterben. 7. Was Gott thut, das ist wohlgethan; so wollen wir stets schließen, und ist bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen, doch ists genung zur Sät⸗ tigung, wenn Gott die Noth⸗ durft segnet, obs auch nicht Vor⸗ rath regnet. 8. Was Gott thut, das ist wohlgethan; wie er es nun ge⸗ füget, so nehmen wir es billig an und sind dabei vergnüget. Er, unser Gott, weiß, was uns noth; laßt in Geduld uns fas⸗ sen: er wird uns nicht ver⸗ lassen. Benj. Schmolck, geb. 1672, 4 1737. [ISiehe Lob⸗ und Dauklieder.] Lieder zum Geburts⸗ und Namenstag de Landesherrn. Mel. Zeuch ein zu meinen ꝛc. Crüger. 1553. e er. E EEEEEEEE EEE 1. Dir, höchster Herr und Kö- nig der Kö⸗ ni⸗ ge und Herrn, dir ist man un⸗ter⸗ thä⸗nig, du herrschest nah und fern, — + E— SS...— + PPPPRPPIII— — du un⸗=ser Herr und Gott, an Eh⸗ ren groß und präch ig, ö ö ö ö I* +.—* 1 + NM *DDeee.Rl * dnt u— zum Schu⸗tze start und mäch⸗lig, ein Hel⸗fer in der Noth. 2. Nach deines Wortes Lehre ist auch die Obrigkeit von dir und dir zur Ehre; ihr Schwert, das Frevlern dräut, empfing sie nur von dir. Wer ihr zuwider lebet, der, Höchster, widerstre⸗ bet dir selbst sowohl als ihr. 3. Du, höchster Herrscher, lehre mich selbst durch deinen Geist, daß ich den König ehre, wie es dein Wort uns heißt. Er trägt ja, Gott, dein Bild; und wenn wir seinen Willen in Furcht und Lieb erfüllen, wird dein Will auch erfüllt. 4. Laß deines Geistes Gaben stets reichlich auf ihm ruhn; laß ihn, auch hoch erhaben, gern deinen Willen thun. Du herr⸗ schest selbst im Land; das Herz der Obrigkeiten kannst du wie Bäche leiten; es steht in deiner Hand. 5. Es leuchte, Gott der Güte, dem Könige dein Licht; Gerech⸗ tigkeit behüte ihn allzeit im Ge⸗ richt. Laß stets durch sein Be⸗ 181. 140 Zum Geburts⸗ und Namenstag des Landesherrn. Mel. Es spricht der Unweisen ꝛc. — mühn die Frommen sicher woh⸗ nen; nie laß ihn Frevler schonen, selbst stets das Unrecht fliehn. 6. Gib, daß durch sein Re⸗ gieren wir mit Zufriedenheit ein ruhig Leben führen in wahrer Frömmigkeit. Herr Gott, du segnest gern; wir bitten ohn Er⸗ müden: Gib Segen, Heil und Frieden durch Jesum, unsern Herrn! I. Der Thron der Welt⸗be⸗herrscher ist Sie sind nur Staubzdu a⸗ber bist ein Schemel deinen Fü⸗ ßen. Gott, dem sie die-nen müͤs⸗ sen. 2. O Weltbeherrscher, laß sie nie die rechte Bahn verlieren; bewahre stets vor Schmeichlern 0 daß die sie nicht verführen! ehr sie ihr eigen Herz durch— schaun und nur mit Furcht sich selber traun und dich um Weis⸗ heit bitten. 3. Gib Friede, halte sie zu⸗ rück vor ungerechten Kriegen! Ihr Ruhm sey der, mit stren⸗ em Blick die Laster zu besiegen. enn aber Völker sie zum Streit durch Unrecht reizen, dann gebeut dem Siege, sie zu schützen! ö NV———.—— — II——.— — 4———..— + 1— + I +— 67—.———— DasReich ist. dein und deinidie Welt; du, der sie schuf und sie er⸗hält, 0—— —— +*—— I N +—— du bist al⸗lein ihr Herr ⸗ scher. 4. Unendlicher, regiere sie, daß sie getreu dir dienen; ver⸗ laß mit deiner Huld sie nie, noch ihr Geschlecht nach ihnen. Die Furcht vor dir, Barmher⸗ zigkeit und Weisheit und Ge⸗ rechtigkeit sey ihres Hauptes Krone. ö 5. Ach, laß dein Wort auch auf dem Thron, Jehova, Glau⸗ ben finden; laß Fürsten auch auf deinen Sohn fest ihre Hoff— nung gründen. Gott, sie sind Sünder sowie wir; laß sie doch nicht ihr Theil bloß hier in die⸗ sem Leben suchen. Taufe. 141 6. Erhöre, Vater, dieß Ge⸗ bet, sey gnädig uns und ihnen. So weit dein Reich, die Erde geht, soll, Herr, dir alles die⸗ nen. Nimmst du dich allzeit un⸗ ser an, so werden Fürst und Unterthan in deinem Schatten wohnen. Balth. Münter, geb. 1735, + 1793. Dritte Abtheilung. Kirchliche Handlungen. I. Die heiligen Sacramentt. + auf 25 182. Mel. Es woll uns Gott ꝛc. 1825. 9 — +.—..— 4.———.——— D 8 1. Christ, unser Herr, zum Jor⸗dan kam nach sei⸗nes Va⸗ters Wil ⸗ len, von Sanct Johann's die Tau⸗fe nahm, sein Werk und Amt zur⸗fül ⸗len. —.— — 1 D1— 2 2 Q *— ——.:— SSS...— H. ———. —.— Da wollt er stif⸗ten uns ein Bad, zu wa⸗schen uns von Sün⸗den, — ——92* 1 1 ——— I—.—.0.—.2 —— 0 Q *V 1 +—*— + I—— I er=säu ⸗fen auch den bit-⸗ tern Tod durch sein selbst Blut und Wunden; —2.—— —— +— 2——— 4+2—— es galt ein neu⸗ SE L ⸗ 2. So hört und merket alle wohl, was Gott heißt selbst die Taufe, und was ein Christe läuben soll, zu meiden Ketzer⸗ Hanten: Gott spricht und will, daß Wasser sey, doch nicht allein schlecht Wasser; sein heiligs Wort ist auch dabei mit reichem Geist ohn Maßen, der ist all⸗ hie der Täufer. 3. Solchs hat er uns beweiset klar mit Bildern und mit Wor⸗ ten. Des Vaters Stimm man ben offenbar daselbst am Jordan hörte. Er sprach: Das ist mein lieber Sohn, an dem ich hab Gefallen; den will ich euch be⸗ fohlen han, daß ihr ihn höret alle, und folget seinen Lehren. 4. Auch Gottes Sohn hie selber steht in seiner zarten Menschheit; der heilig Geist herniederfährt, in Taubenbild verkleidet, daß wir nicht sollen zweifeln dran, wenn wir getau⸗ fet werden, all drei Person ge⸗ 183. 142 taufet han, damit bei uns auf Erden zu wohnen sich ergeben. 5. Sein Jünger heißt der Zuelt Christ: Geht hin, all elt zu lehren, daß sie verlorn in Sünden ist, sich soll zur Buße kehren. Wer gläubet und sich taufen läßt, soll dadurch se⸗ lig werden; ein neugeborner Mensch er heißt, der nicht mehr könne sterben, das Himmelreich soll erben. 6. Wer nicht gläubt dieser großen Gnad, der bleibt in sei⸗ nen Sünden und ist verdammt zum ewgen Tod, tief in der Mel. In dich hab ich ꝛc. Taufe. Höllen Grunde. Nichts hilft sein eigen Heiligkeit, all sein Thun ist verloren; die Erbsünd machts zur Nichtigkeit, darin er ist geboren, vermag ihm selbst nicht helfen. 7. Das Aug allein das Was⸗ ser sieht, wie Menschen Wasser gießen; der Glaub im Geist die Kraft versteht des Blutes Jesu Christi, und ist für ihm ein ro⸗ the Fluth, von Christus Blut gefärbet, die allen Schaden hei⸗ len thut, von Adam her geerbet, auch von uns selbst begangen. Dr. M. Luther, geb. 1483, + 1546. 1536. +— 5 ¹⁵⁴⁷—— 0 2—— E 2 ——...—— ů—Q ů 5965760 Gott Va⸗ter, hö⸗ re uns⸗re Bitt, tbell die⸗sem Kind den Se gen mit, —p—p—— ———4— +.—— er⸗zeig ihm dei⸗ne Gna⸗ de. Es sey dein Kindz nimm weg sein Sünd, —— + 2— EEE I + 4 E + I III ————— I— II + △ 2. Herr Christe, nimm es ädig auf durch dieses Bad der Helgen Tauf zu deinem Glied und Erben, damit es dein mög allzeit seyn im Leben und im Sterben. 3. Und du, o allerwerthster Geist, sammt Vater und dem Sohn gepreist, wollst gleichfalls 18.. L daß ihm die⸗ selb nicht scha=öde⸗ Mel. Alle Menschen müssen ꝛc. zu uns kommen, damit zur Stund in deinen Bund es werde aufgenommen. Nach der Taufhandlung. 4. O heilige Dreieinigkeit, dir sey Lob, Ehr und Dank be⸗ reit für diese große Güte. Gib, daß dafür wir dienen dir; vor Sünden uns behüte. Hintze? 1690. + I— + .———— +* 2 2— — .—— —— C EH 1. Las⸗set mich mit Freuden sprechen: der bei mensch⸗li⸗chen Ge⸗bre⸗chen * 3*— f,, Ich bin ein ge-tauf- ter Christ, den⸗noch ein Kind Got- tes ist; S SIIII „ I 0 EESEE TNC ETETE EAEAE......— . + I——.—3—;ß— + +.— —————— was sind al⸗le Schä⸗te nü⸗ tze, da ich ei⸗nen Schatz be⸗si⸗he, 9— 3——— 1— 2—— SSSSIEEEEIEESEIEEEIEE——.— X 7 +—— I + 1—— .——. der mir al les Heil ge⸗ bracht und mich e- wig se⸗lig macht? 2. Keine Sünde macht mir bange; ich bin ein getaufter Christ! Denn ich weiß gewiß, so lange dieser Trost im Herzen ist, kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, weil das theure Was⸗ serbad mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sa⸗ en: Ich bin ein getaufter hrist! Und damit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kom⸗ men, ist dir alle Macht genom⸗ men, und von deiner Tyrannei machet Gottes Bund mich frei. 185. 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin ein getaufter Christ; denn das bringt mich zu dem Erbe, das im Himmel droben ist. Lieg ich gleich im Todesstaube, so versichert mir der Glaube, daß mir doch der Taufe Kraft Leib und Leben wieder schafft. 5. Nun, so soll ein solcher Se⸗ gen mir ein Trost des Lebens seyn. Muß ich mich zu Grabe legen, schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und Augen brechen, soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist. Erdmann Neumeister, geb. 1671, + 1756. Mel. Liebster Jesu, wir sind ꝛc. Ahle. 1664. ———— ———— SSS.— + 55 1. Liebster Je⸗ su, wir sind hier, die⸗ses Kind⸗lein kommtzu dir, H— dei⸗nem Wor⸗te nach⸗zu⸗le⸗ ben; weil du den Be- fehl ge⸗ge-ben, — * 2 1 H + I—— j. I— 2——&ED ——— 2. Ja, es schallet allermeist dieses Wort in unsre Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neugebo— ren, wird von dir nicht aufge⸗ nommen und in Gottes Reich nicht kommen. —— ——.—.px 2 . 8 daß man sie zu dir hin⸗ füh⸗ re, denn das Himmel⸗reich ist ih ⸗re. 3. Darum eilen wir zu dir, nimm das Pfand von unsern Armen, tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbar— men, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 144 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blut von den angeerbten Flecken; laß es bald nach dieser Fluth deinen Purpurmantel decken; schenk ihm deiner Un⸗ schuld Seide, daß es ganz in dich sich kleide. 5. Hirte, nimm dein Schäf⸗ lein an; Haupt, mach es zu dei⸗ nem Gliede: Himmelsweg, zeig ihm die Bahn; Friedefürst, 186. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Taufe. schenk du ihm Friede; Wein⸗ stock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe! 6. Nun wir legen an dein Herz, was von Herzen ist ge⸗ gangen; führ die Seufzer him⸗ melwärts und erfülle das Ver⸗ langen; ja, den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benj. Schmolck, geb. 1672, + 1737. Neumark. 1657. .— 1— .̃—.— H————.— 1. Du un⸗er⸗forsch⸗lichs Meer der Gnaden, wie se⸗lig ist dein Was⸗ser⸗bad! es hei⸗let an mir al⸗ len Schaden, H den A⸗dams Fall ver⸗ ur⸗sacht hat. —*—* —— +—— ————— b DDSS.. ö ü Die Sündfluth geh ⸗et ü⸗ ber⸗hin, 2. Wie groß sind, Jesu, deine Gaben! Du kommst mit Was⸗ ser und mit Blut; und wenn wir diese Schätze haben, so er⸗ ben wir das höch ste Gut. Wenn ich damit gezeichnet bin, so ist der Himmel mein Gewinn. 3. Was frag ich nach der eitlen Ehre? ich bin des Aller⸗ höchsten Kind, weil ich in deren Zahl gehöre, die aus Gott selbst geboren sind. Kein Ehrenstand ist diesem gleich; das ist mein Recht zum Himmelreich. 4. Du schreibest mich ins Buch des Lebens, du, meines Lebens Leben, ein. Ach, lasse mich doch nicht vergebens auf wenn ich in die ⸗ser Areche bin. deinen Tod getaufet seyn. Ja, schreibe mich so kräftig an, daß mich kein Fluch vertilgen kann. 5. Hab ich dir Herz und Hand gegeben, so gib mir, Jesu, deine Gnad, auch dem Versprechen nachzuleben, das selbst dein Geist versiegelt hat. Des Sa⸗ tans Werk und Wesen sey kein Hinderniß an meiner Treu. 6. Erhalte mich durch deine Taufe im Bündlein der Leben⸗ digen und führe mich in mei⸗ nem Laufe vom Irdischen zum Himmlischen, daß ich durch die⸗ sen Jordan geh und dort im Lebenslande steh! Benj. Schmolck, geb. 1672, + 1737. E ESEN eEr eE 2: INII IEEU ———&— Abendmahlslieder. 14⁵ Abendmahlslieder. 18⁷. Eigne Melodie. 1545. .. SIS.— 1. Cbri⸗ ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Welt: 2. Chri⸗ ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Welt: 3. Chri⸗ ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Welt: 2 *.—.. r.. 5— +— I ++ I .....I. 1. erbarm dich un⸗ser! 1*— —„den! A= men! 2. erbarm dich un⸗ser! 3. gib uns dei⸗nen Frie⸗d n 188. Eigne Melodie. Wiener 2 1651. EIRSEEE ES E...... —— SSDDREIRIDIED‚‚E‚EE‚‚. .——————..— Schas⸗se in mir, Gott, ein rei⸗nes Her⸗ze. und gib mir einen neu⸗ en, ge⸗ le —— IIII S..— 4. wissen Geist. Verwirf mich nicht, verwirf mich nicht von deinem An⸗ge⸗sicht, *———. — von dei⸗nem An⸗ge⸗icht und nimm deinen hei ⸗li⸗ gen Geist nicht von mir. 189. Eigne Melodie. ů 15⁴⁰. 2 S— 2———6— . de— —.—— . 1. O Lamm Gortes unschul⸗dig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet, all⸗zeit ge⸗fun⸗den dul⸗dig, wie⸗wohl du wardst ver⸗ach⸗tet: —.—— 14 0 5 EDEEEEEEEEEE —— 1— all Sünd hast du ge⸗ tra= gen, sonst muͤß⸗ten wir ver⸗ da⸗ gen. 0 + 4 — 2··—5 E *—— + + ..— 2 Er⸗barm dich un⸗ser, o Je⸗ su! 2. O Lamm Gottes unschul⸗— 3. O Lamm Gottes unschul⸗ dig, am Stamm des Kreuzes dig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit gefunden geschlachtet, allzeit gefunden duldig, wiewohl du wardst ver⸗ duldig, wiewohl du wardst ver⸗ achtet: all Sünd hast du getra- achtet: all Sünd hast du getra⸗ gen, sonst müßten wir verza⸗ gen, sonst müßten wir verzagen. gen. Erbarm dich unser, o Jesu! Gib uns dein Frieden, o Jesu! Nik. Decius, um 1526. 10 Abendmahlslieder. Eigne Melodie. 1524 .. 2——— ———— V——— 1. Je ⸗sus Chri ⸗ stus, un⸗ser H. land, der von uns den Got ⸗tes *+ I—— *—— I .— — +. 1 2—3 SISSSS — wandt, durch das bit ⸗ ter Lei—den sein + HN —— HN III + ———— +* 2—————— 2. Daß wir nimmer des ver⸗ gessen, gab er uns sein Leib zu essen, verborgen im Brod so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl Acht auf sein Sachen! Wer unwürdig hinzugeht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollt Gott den Vater preisen, daß er dich so wohl wollt speisen, und für deine Misse⸗ that in den Tod sein Sohn geben hat. 5. Du sollt glauben und nicht wanken, daß ein Speise sey den Kranken, den ihr Herz von Sünden schwer und für Angst ist betrübet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit sucht ein Herz in großer Arbeit; ist dir wohl, — half er uns aus der Höl len Pein. so bleib davon, daß du nicht kriegest bösen Lohn. 7. Er spricht selber: Kommt, ihr Armen, laßt mich über euch erbarmen; kein na. ist dem Starken noth, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hättst du dir was konnt erwerben, was dürft ich denn für dich sterben? Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir helfen willt. 9. Glaubst du das von Her⸗ zensgrunde und bekennest mit dem Munde, so bist du recht wohl geschickt, und die Speise dein Seel erquickt. 10. Die Frucht soll auch nicht ausbleiben, deinen Nächsten sollt du lieben, daß er dein genießen kann, wie dein Gott an dir hat gethan. Dr. M. Luther, geb. 1483, + 1546. Mel. Es ist gewißlich an der ꝛc. 1535. 0 9 +* 1. Herr Je⸗su Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell aler Gna⸗den! Wir kommen, deinen Leib und Blut, wie du uns hast ge ⸗la⸗den, EEII. Abendmahlslieder. 147 4 + + P PI II —— SISEEEEE—— E.———.—8 E—ß—.—— + zu dei⸗ner Lie⸗be Herr⸗lich⸗keit und un⸗srer See⸗len Se=lig⸗keit — . ö . SSDSS........ . zu es⸗ sen und zu trin⸗ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit diesem hohen Werke! Schenk uns dein schönes Eh⸗ renkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste seyn, und werden dir ge⸗ pflanzet ein zum ewgen Him⸗ melswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende blei⸗ ben; laß Sünd und Noth uns für und für von dir nicht wie⸗ der treiben, bis wir durch dei⸗ nes Nachtmahls Kraft in dei⸗ nes Himmels Bürgerschaft dort ewig selig werden. Mel. O Jesu Christ, meins ꝛc. 1630. + —.—.— +.— + — + ——3‚i———.— 2—..— L 2 ö — SIPISIS.PIPISI..ISIII‚ Je⸗su, du mein Bräuti⸗gam, der du aus Lieb am Kreu⸗zes⸗stam 1 + 3.. + ——— I 2 .—‚‚——— — 2.—.— ——— 2—— + +— für mich den Tod gelit ten hast, genommen weg der Sün⸗den Last: 2. Ich komm zu deinem Abend⸗ mahl, verderbt durch manchen Sündenfall; ich bin krank, un⸗ rein, nackt und bloß, blind, arm: ach Herr, mich nicht verstoß. 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, du bist der Herr, dem nichts gebricht, du bist der Brunn der Heiligkeit, du bist das rechte Hochzeitkleid. 4. Drum, o Herr Jesu, bitt ich dich: In meiner Schwach⸗— heit heile mich; was unrein ist, das mache rein durch deinen hellen Gnadenschein. 5. Erleuchte mein verfinstert Herz, zünd an die schöne Glau⸗ benskerz; in Reichthum meine Armuth kehr und meinem Flei⸗ sche steur und wehr, 6. Daß ich das rechte Him⸗ melsbrod, dich Jesu, wahrer Mensch und Gott, mit solcher Ehrerbietung nehm, wie mir es heilsam, dir genehm. 7. Lösch alle Laster aus in mir; mein Herz mit Lieb und Glauben zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanz in mir zu deiner Ehr. 8. Gib, was mir nützt an Seel und Leib; was schädlich ist, fern von mir treib; komm in mein Herz, laß mich mit dir vereinigt bleiben für und für. 9. Hilf, daß durch dieser 10 Mahlzeit Kraft das Bös in mir werd abgeschafft, erlassen alle Sündenschuld, erlangt des Va⸗ ters Lieb und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, die sichtbar und unsicht⸗ bar seind; den guten Vorsatz, den ich führ, durch deinen Geist mach fest in mir. 11. Mein Leben, Sitten, 193. Abendmahlslieder. Mel. Gott sey gelobet und ꝛc. Sinn und Pflicht nach deinem heilgen Willen richt; ach, laß mich meine Tag in Ruh und Friede christlich bringen zu, 12. Bis du mich, s du Le⸗ bensfürst, zu dir in Himmel nehmen wirst, daß ich bei dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Joh. Heermann, geb. 1585, + 1647. Altdeutsch? 1524. V * ——.—.————————— 55.— Herr Je⸗su Chri⸗ste, mein gestreu⸗er Hir ⸗te, komm, mit Gna⸗ den bei dir al⸗lei ⸗ne find ich Heil und Le- ben; was ich darf, kannst el 7 III +—.— II I—.— +—4———— I—— IIII I—— —— mich be⸗wir⸗the! du mir ge⸗ben. Ky⸗ris e-le⸗ i⸗ son! Dein arm Schäf⸗lein a 0— 3D.— ——— 585 +.8—..—— — +* auf If= ra= els Bergen in Freu= def 58 wol- lest du wei⸗-den ²˙ — + —— D und zum fri⸗schen Was seu führn, da das Le⸗ ben her thut mibmn. +— — 1 7+— 4.—— 4 ———1 2 Kh ie le ie son⸗ 2. All andre Speis und Trank ist ganz vergebens; du bist selbst das Brod des Lebens. Kein Hunger plaget den, der von dir isset, alles Jammers er vergisset. Kyrieleison! Du bist die lebendige Quelle, zu der ich mein Krüglein stelle; laß mit Trost es fließen voll, so wird mei⸗ ner Seele wohl. Kyrieleison! 3. Laß mich recht trauern über meine Sünde, doch den Glaͤuben auch anzünde, den wahren Glauben, mit dem ich dich fasse, mich auf dein Ver⸗ dienst verlasse. Kprieleison! Gib mir ein recht bußfertig Herze, daß ich mit der Sünde nicht scherze, noch durch meine Sicherbeit mich bring um die Seligkeit. Kyrieleison! 4. Mir ist befleckt sehr greu⸗ lich mein Gewissen; ach, laß ein Blutströpflein fließen aus dei⸗ nen Wunden, welche du em⸗ pfangen, da du bist am Kreuz ————5„—¼¾—:— 5....... Abendmahlslieder. 149 gehangen. Kyrieleison! Wird damit mein Herze gerühret, wirds von Stund an rein ge⸗ ieret durch dein Blut mit Glau⸗ en schön, kann in dir vor Gott bestehn. Kyrieleison! 5. Der darf des Arztes, den die Krankheit plaget, mit Be⸗ ier er nach ihm fraget; o süßer Fest, schau, wie tiefe Wunden werden auch in mir gefunden. Kyrieleison! Du bist ja der Arzt, den ich rufe, auf den mit Verlangen ich hoffe. Hilf, o wahrer Mensch und Gott! hilfst du nicht, so bin ich todt. Kyrie⸗ leison! 6. Du rufest Alle zu dir in Genaden, die mühselig und be⸗ laden; all ihre Missethat willst du verzeihen, ihrer Bürden sie befreien. Kyrieleison! Ach, komm selbst, leg an deine Hände, und die schwere Last von mir wende. Mache mich von Sün⸗ den frei, dir zu dienen Kraft verleih. Kyrieleison! 7. Du wollest Geist und Herze zu dir neigen; nimm mich mir, 19⁴. Eigne Melodie. ib mich dir eigen. Du bist der einstock, ich bin deine Rebe; nimm mich in dich, daß ich lebe. Kyrieleison! Ach, in mir find ich eitel Sünden, in dir müssen sie bald verschwinden; in mir find ich Höllenpein, in dir muß ich selig seyn. Kyrieleison! 8. Komm, o mein Freund, o komm, du schönste Krone! Jesu, komm und in mir wohne! In mir will ich dich mit Gebet oft grüßen, ja mit Lieb und Glauben küssen. Kyrieleison! Komm und schenke mir deine Liebe, so wird nichts seyn, das mich betrübe, deine Sauftmuth und Geduld, die Frucht deiner Gnad und Huld. Kyrieleison! 9. Dieß sind die Blümlein, die mich können heilen und mir Lebeussaft ertheilen, daß ich aus mir nun all Untugend reiße, dir zu dienen mich befleiße. Kyrie⸗ leison! In dir hab ich, was ich soll haben, deiner Gnaden Brünnlein mich laben. Laß mich ewig seyn in dir und bleib ewig auch in mir. Kyrieleison! Joh. Heermann, geb. 1585, 4 1647. Crüger 1649. — 3— —— — SSSESESEEEEE I 90 1. Schmü⸗cke dich, o lie⸗be See⸗ le! Laß die dunk⸗le Sünden- böh⸗ le, komm ans hel⸗le Licht ge-gan⸗gen, fan⸗ge herr⸗lich an zu pran⸗ gen; I— 2—— + 9 2 —— 2———.—— 2— A —.— 5.— denn der Herr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Ga⸗ ste la⸗den; ——„ 2* der den Zimmel kann ver⸗wad, ten, will jetz Her- berg in dir hal⸗ten. Wl 150 Abendmahlslieder. daß mit dem Saft der Reben 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pfor⸗ ten. Eile, sie ihm aufzus chließen, wirf dich hin zu seinen Füßen, sprich: Mein Heil, laß dich umfassen; von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Ach, wie hungert mein Ge⸗ müthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach dei⸗ ner Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten! Wün⸗ sche stets, daß mein Gebeine sich durch Gott mit Gott vereine. 4. Heilge Lust und tiefes Bangen nimmt emein Herze jetzt gefangen; das Geheimniß die⸗ ser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh ver⸗ merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist wohl auch ein Mensch zu finden, der dein All⸗ macht sollt ergründen? 5. Nein, Vernunft, die muß hier weichen, kann dieß Wun⸗ der nicht erreichen, daß dieß Brod nie wird verzehret, ob es gleich viel tausend nähret, und * uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, die nur Gottes Geist kann deuten! 6. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sin⸗ nen, hier fall ich zu deinen Fü⸗ ßen, laß mich würdiglich 19. nießen dieser deiner Himme speise mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel her— 4 getrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unver⸗ drossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brod des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sey zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dieß eelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, geb. 1618, + 1677. * 195. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 1555. B P ꝓPSPIS..I..I..I.I I IIIIII———— ——— 1. Herr, du hast für ab⸗le Sün⸗der ei⸗nen rei⸗ chen Tisch ge- deckt, wo das Brod der ar-men Kin-der nach des Va⸗-ters Lie ⸗be schmeckt ERER eE 52......2——. r uns mver⸗ it für jetzt deiner 9d des nicht elleicht Tisch dieß ö recht je jezt ast im 11. Abendmahlslieder. 151 0— 4—— S— 2.——— WS.El — a=ber hilf auch, daß mein Her⸗ze nicht mit dei⸗ner Wohlthat scher ⸗ze. 2. Räume, bitt ich, mein Gemüthe rein von allem Argen aus, daß auch meines Herzens ütte werde dein geweihtes aus. Denn ich hoffe nur auf dich, liebster Jesu, liebe mich und laß deinen Tisch auf Er⸗ den mir zum halben Himmel werden. 3. Kann der Herr dem Knechte schenken auch sein eigen Fleisch und Blut: ach, so Hif mir recht bedenken, was hier deine Liebe thut; und verleihe, daß ich nicht eß und trinke zum Gericht, was du, Jesu, für mein Leben zur Erlösung hast ge⸗ geben. 4. Nimm jetzt die Vernunft gefangen, daß ich glaube schlecht und recht, und erwecke mein Verlangen, wenn das Fleisch den Eifer schwächt, bis ich fühle meine Noth und mich sehne nach dem Brod, welches allen Hun⸗ ger stillet und mein Herz mit Gott erfüllet. 5. Denke doch, du Fürst des Lebens, denke, daß du Jesus heißt, denke, daß du nicht ver⸗ gebens für die Welt gestorben seyst: drum erhöre, was ich bitt, theile mir dich selber mit und laß heut in mein Gewissen Blut aus deinen Wunden fließen. 6. Sind wir doch aus dir geboren, nähr uns auch durch deine Kraft; und weil alles da verloren, wo nicht Jesus Hülfe schafft: ach, so laß dein Brod und Wein meines Herzens Manna seyn, daß die Wirkung dieser Speise künftig in der That sich weise. 7. Laß mich deine Liebe schmecken und die Güter jener Welt; oder wenn auch Furcht und Schrecken mich zuweilen überfällt, so verschaffe mir dein Blut einen rechten Freuden⸗ muth, daß ich meinen Trost im Glauben mir durch Niemand lasse rauben. 8. Hilf mir recht ins Herze asen Dunen herben, Dütemn Tod; laß mich auch Niemanden hassen, der mit mir genießt dein Brod; nimm mich ganz voll⸗ kommen ein, bis ich werde bei dir seyn und die Fülle deiner Gaben, meinen Gott und alles haben. Caspar Neumann, geb. 1648, + 1715. 15² Abendmahlslieder. 196. Mel. Es ist gewißlich zc.—— . Zj.——.— 1Z1.—— .—.— +1. Halt im Ge⸗dächtmiß Jesum Christ, o Mensch, der auf die Er= den vom Thron des Himmels kommen ist, dein Bru⸗der da zu wer⸗den. 2 E.E! I 1 ——⁰ — ——— ..— *.—..— —— Vergiß nicht, daß er dir zu hat an⸗ge⸗nommen Fleisch und Blut; * —— E — I— 4— dank ihm für die⸗se Lie be. 2. Halt im Gedächtniß Je⸗ sum Christ, der für dich hat ge⸗ litten, ja gar am Kreuz gestor⸗ ben ist, und dadurch hat be⸗ stritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod, und dich erlöst aus aller Noth; dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtniß Je⸗ sum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstan⸗ den ist, befreit von Noth und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht, sein Unschuld Leben wiederbracht; dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtniß Je⸗ sum Christ, der nach den Lei⸗ denszeiten gen Himmel u be⸗ fahren ist, die Stätt dir zu be⸗ 197. 1. Wie heilig ist die Stätte hier, wo ich voll Andacht stehe! Sie ist des Himmels Pforte mir, die nun ich offen sehe. O Lebens⸗ thor, o Tisch des Eürt vom Himmel bin ich nicht mehr fern und fühle Gottes Nähe. 2. Wie heilig ist dieß Lebens⸗ reiten, da du sollst bleiben alle⸗ zeit und sehen seine Herrlich⸗ keit; dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtniß Je⸗ sum Christ, der einst wird wie⸗ der kommen und sich, was fadt und lebend ist, zu richten vor⸗ genommen. O denke, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir gethan, mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Noth mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Le⸗ ben dringen. Cyriakus Güntber, geb. 1650, 1704. Im vorigen Ton. brod, dieß theure Gnadenzei⸗ chen, vor dem des Herzens Angst und Noth und alle Qualen wei⸗ chen. O Brod, das meine Seele nährt, o Manna, das mir Gott beschert, dich will ich jetzt ge— nießen. 3. Wie heilig ist doch dieser 1558. Abendmahlslieder. 153 Trank, der mein Verlangen stil⸗ let, der mein Gemüth mit Lob und Dank und heilger Freud erfüllet. O Lebenstrank, o heil⸗ ges Blut, das einst geflossen mir zu Gut, dich will ich jetzt empfangen. Wielch unaussprechlich Glück ist mein, welch Heil hab ich gefunden! Mein Jesus keh⸗ ret bei mir ein; mit ihm werd ich verbunden. Wie ist mein Herz so freudenvoll, daß ich in Jesu leben soll, und er in mir will leben. 5. O wär doch auch mein erz geweiht zu einer heilgen tärte, damit der Herr der Herrlichkeit an mir Gefallen hätte! O wäre doch mein Herz der Ort, an welchem Jesus fort und fort aus Gnaden Wohnung machte! ö 6. Mein Jesu, komm und heile mich; was fündlich ist, ver⸗ treibe, damit ich nun und ewig⸗ lich dein Tempel sey und bleibe. Von dir sey ganz mein Herz er⸗ füllt, Herr, laß dein heilig Eben⸗ bild beständig an mir leuchten. 7. Nun du hast himmlisch mich erquickt, du hast dich mir gegeben; in dir, der mich so hoch beglückt, will ich nun stünd⸗ lich leben. Laß mich, mein Hei⸗ land, allezeit von nun an bis in Ewigkeit mit dir vereinigt bleiben! Rach Valentin Ernst Löscher, geh. 1673, 4 1749. 198. Mel. Ich ruhe nun in Gottes ꝛc. 1713. 4*————44—— A I— — 2 1. Mein Je⸗ su, der du vor dem Scheiden uns hast die Früchte dei⸗ner Lei⸗ in dei⸗ner letz⸗ten Trau⸗er⸗nacht den in ei⸗ nem Te⸗sta⸗ment vermacht, — EEE .—— I 0Q—...—— D Bar—— J+ es prei⸗sen gläu⸗bi⸗ge Ge⸗ mü⸗ ther 2. So oft wir dieses Mahl enießen, wird dein Gedächtniß ei uns neu; man kann aus Prünhi Proben schließen, wie rünstig deine Liebe sey. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen verneuern sich in un⸗ sern Herzen. 3. Es wird dem zitternden Gewissen ein neues Siegel auf⸗ edrückt, daß unser Schuldbrief sey zerrissen, daß unsre Hand⸗ schrift sey zerstückt, daß wir —. dich, Stiter bieser heen Gs ter. Vergebung unfrer Sünden in deinen blutgen Wunden finden. 4. Das Band wird fester zu⸗ gezogen, das dich und uns zu⸗ sammenfügt. Die Freundschaft, die wir sonst gepflogen, fühlt, wie sie neue Stützen kriegt. Wir werden mehr in solchen Stun⸗ den mit dir zu Einem Geist verbunden. 5. Dieß Brod kann wahre Nahrung geben; dieß Blut er⸗ quicket unsern Geist. Es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dich geneußt. Wir fühlen neue Kraft und Stärke in unserm Kampf und Glau⸗ benswerke. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes Glie⸗ dern ein, mit denen wir in sol⸗ chem Stande Ein Herz und Eine Seele seyn. Der Geist muß mehr Licn unnd Duntia da wir Ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Fleisch muß uns um Pfande dienen, daß unser leisch, der Schwachheit voll, einst herrlich aus dem Staube grünen und unverweslich wer⸗ 199. Abendnahtelter Mel. An Wasserflüssen 0 den soll, ja daß du uns ein ewig Leben nach diesem kurzen wer⸗ dest geben. 8. O theures Lamm, so edle Gaben hast du in dieses Mahl Cyd gt. Da wir dich selbst zur peise haben, wie wohl ist un⸗ ser Geist gepflegt! Dieß wah⸗ ist unter allen Leiden ein wa rer Vorschmack jener Freuden. 9. Dir sey Lob, Ehr und Preis gesungen! Ein solcher hoher Liebesschein verdient, daß aller Engel Zungen zu dessen Ruhm geschäftig seyn. Wird unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommner loben. Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, + 1735. 1525. 1. Ich komme, Herr/ und su⸗ che dich müh⸗se- lig und be⸗las den. Gott, mein Er⸗bar⸗mer, würdge mich des Wunders dei⸗-ner Gna⸗den. Px Ich sie⸗ ge hier vor dei⸗nemThron, Sohn Gottes nd des Menschen Sohn, SSS.....—— mich dei⸗ nner zu ge⸗ trö⸗sten. Ich füh⸗le mei⸗ner Sün- den Müͤh; —....T 5———.—— . 1ů—.. ich su⸗che Ruh und fn- ⸗ de sie im Glau⸗-ben der Er⸗ NE 55⸗5 oder: 2——— H 8— 5 Dq‚ee. 6 5— sten. lö⸗ sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an; du bist das Heil der Sün⸗ der. Du hast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet. Du hast für. mich dich dargestellt; Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz 'DS...e..‚‚ Abendmahlslieder. in mir! Er tilget deine Sün⸗ den und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade fin⸗ den. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich: Sey etrost, mein Sohn! die Schuld ist dir vergeben. Du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rau⸗ ben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock, bleib 15⁵ an mir, so wirst du Früchte brin⸗ gen. Ich helfe dir, ich stärke dichz und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu er⸗ füllen und bitte dich durch dei⸗ nen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig seyn, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der R durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. 200. Mel. O Jesu Christ, meins ꝛc. 1630. —.——— +—.— FE + +—— SSS.——— I +*—— 1 Herr, der du als ein stil⸗les Lamm am marter⸗ volslen Kreu⸗zes⸗stam — H ——— + I Te 1 1— .— —— 2——3—— —— ee-.= + zuͤr Til⸗gung mei⸗ner Sün⸗ den⸗last 2. Hier feir ich deinen Mitt⸗ lertod; hier nährst du mich mit Himmelsbrod; hier ist das un⸗ schätzbare Gut, das du mir gibst, dein Leib und Blut. 3. Hier labet mich als dei⸗ nen Gast der Leib, den du ge⸗ opfert hast, dein Blut, das, o 5 Jesu Christ, am Kreuzes⸗ amm vergossen ist. 4. O Heiland, hilf mir, daß ich ja mit tiefer Ehrfurcht dir mich nah! O Herr, mein Mund empfahe nicht des Lebens Speise zum Gericht. 5. Hilf, daß mühselig und beschwert mein gläubges Herz darnach begehrt, der Wohlthat dich auch für mich ge ⸗o ⸗ pfert hast: Licbe Größ ermißt und deiner iebe nie vergißt. 6. Ich, Erd und Asche, bins nicht werth, daß so viel Heil mir widerfährt; du willst, o Höchster, nicht verschmähn, zu meinem Herzen einzugehn. 7. Mein h steht offen, richte du dirs selbst zu deiner Wohnung zu; wirf alle Laster ganz hinaus, schmück es mit je⸗ der Tugend aus. 8. Du kommst; gesegnet seyst du mir! Du bleibst in mir, ich bleib in dir; ich end in dir einst meinen Lauf, und du weckst mich vom Tode auf. 9. Ich liebe dich, Herr, un⸗ 156 verrückt, wenn auch das schwere Kreuz mich drückt; wenn Leib und Seel verschmachtet mir, doch lieb ich dich und bleib bei dir. 10. Auch stärkt mich dieses Mahles Kraft auf meiner gan⸗ en Pilgerschaft, mit Allen in den Kampf zu gehn, die mir nach meiner Seele stehn. 11. Es steuert allem Stolz 201. Abendmahlslieder. Mel. Wachet auf, ruft ꝛc. und Neid, verknüpft zu Lieb und Einig keit, gibt Trost, der nie das Herz verläßt, und macht den guten Vorsatz fest. 12. Und wenn du mich, o Lebensfürst, zur Seligkeit vib⸗ lenden wirst, erquickt mit Freu⸗ den ohne Zahl mich dort dein ewges Abendmahl. Joh. Adolph Schlegel, geb. 1721, 4 1793. 1599. . PPPIIIIIIIIT.I.TI... SSSS.—————— — Herr, du wollst uns vor⸗be⸗ rei⸗ten Laß uns, Le⸗ ben zu em⸗pfah⸗en, zu dei⸗nes Mah⸗les Se⸗ lig⸗kei⸗ten; mit glaubensvol⸗lem Her⸗zen na⸗hen .———.— Dñ—— .....—— — +—— sey mit⸗ten un⸗ter uns, o Gott! Wir sind, o Je⸗=su, dein; und sprich uns los von Sünd und Tod! —— 17 I +— 2— .— 24— dein laß uns Si ig seyn. Einst fei⸗ern wir 20. 2 , das gro⸗ße Abendmahl bei dir! Friedr. Gottlieb Klopstock, geb. 1724, 4 1803. Nach dem Abendmahl. Eigne Melodie. Altdeutsch? 1524. ..— —. 2—5 —..— — Gott sey ge⸗lo⸗bet und ge⸗be⸗ne⸗ dei et, der mit sei⸗nem 23—. und mit sei⸗nem Blu⸗ te; uns sel⸗ ber das gib uns, 4——— + bat ge⸗ spei „Gott, zu Gu⸗ Ky⸗ri ⸗e⸗ le⸗ + 1 .——..—— H—— 5—— .......— ——— 2 i ⸗ son! Herr, durch dei ⸗-nen . i. hei⸗ li⸗gen Leichnam, 2. dich— zwungen hat 3. uns— nim⸗mer laß der von dei ⸗ner Mut⸗ ter Ma⸗ ria tam, Lieb , der nacht ich, o t vol⸗ Freu⸗ dein ichlegel, 17⁰³. 1509. kei⸗ten; na⸗hen — —. dein z 3 dir! Abendmahlslieder. 157 und das hei ⸗li ⸗ ge Blut ——— hilf uns, Herr, aus al ⸗ler Noth. — — DD S.. Ky-nge-le- i=son! 2. Der heilig Leichnam ist für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größer Güte konnt er uns geschenken, dabei wir sein solln gedenken. Kyrieleison! Herr, dein Lieb so groß dich zwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wun⸗ der that, und bezahlt unsre Schuld, daß uns Gott ist wor⸗ den hold. Kyrieleison! 203. 3. Gott geb uns allen seiner Gnaden Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison! Herr, dein heilig Geist uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyri⸗ eleison! Dr. M. Luther, geb. 1483, + 1546. Mel. Nun lob, mein Seel ꝛc. 1540. 9⁰⁴— E——— +— EI ———S—. 7—.— 1. Wie wohl hast du ge ⸗la⸗ ja mich so reich be⸗ga⸗ bet, o liebster Je⸗su, dei⸗ nen Gast, bet, daß ich jetzt füh⸗le Freud und Rast. 1 — 1*— +7 1 —.—. 15 S........— O wun⸗ der⸗ sa-me Spei ⸗ se, D 0 —f———— o sü⸗ßer Le⸗bens⸗trank, —— n I—. ů I——— 8 Liebsmahl, das ich prei ·se mit ei⸗ nem Lob⸗ ge- sang, —— 5 ——————.— 44—.——.—, 1 wie hast du doch er⸗ qui=cket mein Le-⸗ben, Herz und Muth! —— *— 2 I— SSSSSESE SE EE..— i 2—.— 1— +— 2. Bei dir hab ich gegessen die Speise der Unsterblichkeit; du hast mir voll gemessen den I L Mein Geist der hat er⸗-bli⸗ cket das al⸗ler-hoch-ste Gut. edeln Kelch, der mich erfreut. Ach, Gott, du hast erzeiget mir Armen solche Gunst, daß billig 158 Abendmahlslieder. jetzt sich neiget mein Herz in Liebesbrunst. Du hast mich las⸗ sen schmecken das edle Himmels⸗ brod; 4— kann mich nicht schrecken Welt, Teufel, Sünd und Tod. 3. So lang ich leb auf Er⸗ den, preis ich dich, liebster Jesu, wohl, daß du mich lässest wer⸗ den von dir und durch dich satt und voll. Du hast mich selbst etränket mit deinem theuren lut, dich mir ins Herz gesen⸗ ket, o unvergleichlich Gut! Nun werd ich 3a nicht sterben, weil mich gespeiset hat, der nimmer kann verderben, mein Trost, Schutz, Hülf und Rath. 4. Wie kann ichs aber fassen, Herr Jesu, daß du mit Begier dich hast so tief gelassen vom Su herab zu mir? Du Schöpfer aller Dinge besuchest deinen Knecht; ach hilf, daß ich dir bringe ein Herz, das fromm und recht, das gläubig dir ver⸗ traue, damit nach dieser Zeit ich ja dein Antlitz schaue dort in der Ewigkeit. 5. Du bists, der ewig blei⸗ bet; ich aber bin dem Schatten gleich, den bald ein Wind ver⸗ treibet; Herr, ich bin arm, und du bist reich; du bist sehr groß von Güte, kein Unrecht ist an dir; ich, sündhaft im Gemüthe, kann fehlen für und für: noch kommest du hernieder und nimmst mich Sünder an; was geb ich dir doch wieder, das dir gefallen kann? 6. Ein Herz, das recht be⸗ reuet, ein Herz, das ganz zer⸗ knirschet ist, das ist, was dich erfreuet, mein Gott und Herr, zu jeder Frist. Du wirst es nicht verachten; hilf, daß ich emsig bin, nach deiner Gunst zu trachten. Nimm doch in Gna⸗ den hin das Opfer meiner Zun⸗ en; dir sey von Herzensgrund jetzt Lob und Preis gesungen, Herr Gott, durch meinen Mund. 7. Wohl mir, ich bin versehen mit Himmelsspeis und Engels⸗ trank; nun will ich rüstig steben, zu singen dir Lob, Ehr und Dank. Fahr wohl, du Weltge⸗ tümmel, du bist ein eitler Tand; ich seufze nach dem Himmel, dem rechten Vaterland. Fahr wohl, dort werd ich leben ohn Angst und Herzeleid; mein Gott, du wirst nir geben die ewge Se⸗ ligkeit. Zoh. Rist, geb. 1607, + 1667. 204. Mel. Nun laßt uns Gott, dem ꝛc. Selnecker? 1587. 9⁰ 4—.— —————655— ——— 1. O Je⸗su, mei⸗ne Won⸗ne, du mei⸗ner See⸗lon Son⸗ne, E——— 1— 1 — SSSS—— 1———— du Frennd⸗lich⸗ster auf Er⸗den, laß mich dir dank⸗bar wer⸗den. was das dit cht be⸗ uz zer⸗ dich Hert, Hirst es haß ich unst zu Gna⸗ er Zun⸗ agrund sungen, Mund. ersehen Engels⸗ stehen, chr und Weltge⸗ Tand; nel, den r wohl, Angst hott, du oge Ee⸗ I+ 1⁰⁷⁰ zler? 158l Son ⸗ne 7* her⸗ den⸗ Abendmahlslieder. 2. Wie kann ich gnugsam schätzen dieß himmelsüß Ergö⸗ zen und diese theuren Gaben, die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dirs verdan⸗ ken, o Herr, daß du mich Kran⸗ ken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir Hil enket? A. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, der du so viel empfunden. 5. Dir dank ich für dein Lei⸗ den, den Ursprung meiner Freu⸗ den; dir dank ich für dein Seh⸗ nen und heißvergoßne Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist ge⸗ blieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Ge⸗ müthe dein übergroße Güte; dieß theure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 205. 159 8. Herr, laß mich nicht ver⸗ gessen, daß du mir zugemessen die kräftge Himmelsspeise, wo⸗ für mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich annoch empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben! Was kannst du Werthres geben? 11. Ach laß, Herr, meine Seele in dieser Leibeshöhle doch allzeit mit Verlangen an deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Sünde mei⸗ den, laß mich Wnaaue leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 13. Nun kann ich nicht ver⸗ derben; drauf will ich selig ster⸗ ben und freudig auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, geb. 1607, 4 1667. Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben ꝛc. 17³¹. —.— 3 3.—— + 1. Gott Lobl ich bin aufs Neu erquicket mit Christi theu⸗ rem Leib und Blut. Das Heil, das hier mein Geist erblicket, macht al⸗len mei ⸗ nen Schaden gut. Q * P + n—4 SESESESSESESEEE + Mein Glaube jauchzt und freu⸗et sich; 2. Gott Lob! die ganze Last der Sünden ist nun aus Gna⸗ den weggeschafft. Mich aller Schulden zu entbinden, hat Jesu Blut die volle Kraft. Heut nahm ich ja der Freiheit Pfand beim Abendmahl aus einer Hand. denn Je⸗sus Chri⸗stus starb für mich. 3. Gott Lob! mein zagendes Gewissen fühlt sich in Jesu Tod gestillt. Ich seh die Handschrift ganz zerrissen, die mich vorhin mit Furcht erfüllt. Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, werd an sein Vaterherz gewöhnt. 4. Gott Lob! der süße See⸗ ñ——t ᷣidiI IIEII.— 160 lenfriede kehrt wieder in mein Herz zurück. Wie war ich doch so krank, so müde, bis meines Jesu Gnadenblick aufs Neue sich zu mir gelenkt und Trost und Ruhe mir geschenkt. 5. Gott Lob! in dem erfreu⸗ ten Cellake wohnt Jesus und die Seligkeit. Der Hoffnung weichen alle Schmerzen; leicht wird das Leiden dieser Zeit. 206. Abendmahlslieder. Ein ewigs Glück lacht mir von fern; drum harr und glaub und duld ich gern. 6. Gott Lob! mit Freuden will ich sterben; der Himmel ist mir aufgethan. Dort darf ich auch mit Jesu erben nach einst durchwallter Leidensbahn, und mit der auserwählten Zahl halt ich erst dann recht Abend⸗ mahl. Maria Clara Silberrad, geb. 1750, 4 1815. Mel. Alle Menschen müssen sterben ꝛc. Hintze 1696. — + + 1 N —— I—. I ꝛ—— + 4—..———* 4 68—5—.5.——— J + +— 1 —.——.—2—— 1——v—..—— + I 2 2—5. 1. Dan⸗ket, dan⸗ket Gott mit Freuden, Macht die gro⸗ßen Se⸗lig⸗kei⸗ten die⸗=ses heil⸗gen Mah⸗les kund, dan⸗ket ihm mit Herz und Mund! Q +*—*—— +— 1 + W 24———4—.—..— 8—* + 1.— 2 2— I E—— —.ĩ́ß7.'...—.— 1—— +* +—— +H +— was der Herr für Gna⸗de schenket, ½ da er selbst uns speist und trän⸗ket; —— I + I 2—.2 .—.— —— H ——3—— + +—— 0——.— .....— + dan⸗ket ihm vor dem Al⸗tar, 2. Ja, wir preisen Gottes Güte; denn sie währet ewig⸗ lich. O wie freut sich das Ge⸗ müthe, daß der Herr so gnädig sich gegen uns auch jetzt erwie⸗ sen! Immerdar sey er geprie⸗ sen; groß ist seine Huld und Treu, und auch heute ward sie neu. 3. Heilig, heilig, heilig werde, Gott, dein Nam uns mehr und mehr; alle Himmel sammt der Erde zeugen laut von deiner Ehr. Dir, Herr, singen Sera⸗ daß er uns so freundlich war. phinen dreimal Heilig, die dir dienen. Droben in dem Hei⸗ ligthum schallet deines Namens Ruhm. 4. Gott, der Herr und Va⸗ ter, segne uns in seinem lieben Sohn; und des Vaters Sohn begegne uns von seinem Gna⸗ denthron; und der Herr, der Geist, bereite uns zur Herrlich— keit und leite uns zu seinem Frieden! Ja! Amen! sprecht Halleluja! Nikol. Kaiser, geb. 1734, + 1800. SE IEAEI ————— lit von ub und reuden mel ist arf ich h einst u, und iht halt Abend⸗ 11015. he? 1598. 8 Confirmation. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. + + 1593. — — 1 2— 35 Wir nah⸗en uns, o im Nacht⸗mahl dei ⸗nen Leib, dein Blut; Got⸗tes Sohn, dieß komm auf 9—— 2 1*———.—— — 11 12——— + 12—7—.—— .— 1——4 2— 4 —— I +—— drun⸗gen dei⸗ nem Thron; e⸗ wig uns zu Gut du hast uns nun ge= ge⸗ ben und stärk in uns dein Le⸗ ben. +—.— + — 1—— ..—.— ———.—— A⸗ men, A- men! Wel⸗che Freu-den nach dem Lei⸗ den — ——— H —— 2——— H ⁷——.———— — war⸗ten dro⸗ben, I— + wo wir dich ohn En⸗ de lo⸗- ben. II. Die andern kirchlichen Handlungen. Confir Mel. Wer nur den lieben ꝛc. mation. Neumark. 1657. 9 —— 4.——. ——. 7530 —2—— 1.——————5.—— E E I. — 1. Ich bin ge⸗tauft auf dei⸗nen Namen, ich bin ge⸗zählt zu dei⸗nem Sa⸗men, Gott Vater, Sobn und beilger Geist; zum Volk, das dir ge⸗hei⸗ligt beißt; —————5 I— IEI —.———— N —..—2 6 ich bin in Chri⸗stum ein⸗ge⸗ senkt, 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Noth und Pein, o guter Geist, mein Trö⸗ ster seyn. 3. Doch habe ich dir Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich habe mich aus rei⸗ nem Triebe dein Eigenthum zu ich bin mit seienem Geist berschenkt. seyn gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich— nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall gethan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Neue Leib, Seel und Herz — x von Dank durch⸗ 16² zum Opfer hin; erwecke mich u neuer Treue und nimm Be⸗ stz von meinem Sinn; es sey in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen thut. 6. Weich, weich, du Fürst der Finsternissen, ich bleibe mit dir unvermengt; hier ist zwar ein befleckt Gewissen, jedoch mit Jesu Blut besprengt. Weich, Confirmation. eitle Welt, du Sünde, weich; Gott hört es, ich entsage euch. 7. Laß diesen Vors 2 nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist; halt mich in dei⸗ nes Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt; so leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, + 1735. Mel. Meinen Jesum laß ich ꝛc. Rach Hammerschmidt. 1858. 209. 2 N E.—.— + — 2 ———— I —4 3—.5——53——484 ,. 1 5—— ; I. —— Esewig, e⸗wig bin ich dein, bin auf dich, um dein zu seyn, theu⸗er dir, mein Gott, er⸗kau⸗ fet; Va⸗ter, Sohn und Geist ge⸗tau⸗ Fet. el — +2 +2 2 +*+ 2—* + 2— + 1— 2 2 7—— H 2. Welch ein göttlicher Ge⸗ winn, daß ich durch der Taufe Gabe nun dein Kind und Erbe bin, daß ich dich zum Vater habe! Deine Gnade macht mich rein; droben soll ichs ewig seyn. 3. Ich, ein Sünder von Na⸗ tur, ich Gefallner soll auf Er⸗ den eine neue Creatur, soll, o Gott, dir ähnlich werden. Hei⸗ lig, heilig soll ich seyn; Jesus und sein Geist ist mein. 4. Treue hab ich oft gelobt, doch verletzt den Bund der Aatnt Wenn die Lust in mir ni t, ließ ich ab vom Glau⸗ enslaufe. Aber nimm mich wieder ein; dein, Herr, will ich ewig seyn. Des⸗sen soll mein Herz sich freun; e-wig, e⸗ wig bin ich dein. 5. Ich entsag, o Satan, dir, dir, o Welt, und dir, o Sünde. Euch entsag ich, weicht von mir, dem erlösten Gotteskinde! Eure Lust ist Tod und Pein; ich will meines Gottes seyn. 6. Wachen will ich, flehn um Kraft, daß ich auf dem schma⸗ len Wege übe gute Ritterschaft und nur Jesu leben möge. Er wird Gnade mir verleide, treu bis in den Tod zu seyn. 7. Höre mich; denn ich bin dein, theuer dir, mein Gott, er⸗ kaufet; bin auf dich, um dein zu seyn, Vater, Sohn und Geist Gugßhen Laß mich hier im Glauben dein, dort im Schauen selig seyn. Joh. Andreas Cramer, geb. 1723, + 1788. E der — S = — —— — SE eE EN ee Confirmation. 163 210. Mel. Seelenbräutigam ꝛc. ODrese. 1698. .E..‚‚..n——————— 4——.—— A. Von des HimmelsThron sende, Gottes Sohn, deinen Geist, denGeist derStaͤrkez 9*— e e Ee n. deen Pnn 2—————— TH D Pin Her. Ae — DDIDIDIIDE 1——ꝓè— 5 gib uns Krast zum heilgen Werke, dir uns ganz zu weihn, e⸗wig dein zu seyn. 2. Mach uns selbst bereit, ib uns Freudigkeit, unsern lauben zu bekennen und dich unsern Herrn zu nennen, des⸗ sen theures Blut floß auch uns zu Gut. 3. Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, daß wir un⸗ ern Bund erneuern und mit ahrheit dir betheuern, deine Bahn zu gehn, Weltlust zu ver⸗ schmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gna⸗ de überschütten; Licht und Kraft und Ruh ströme dann uns zu. 5. Gib auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, un⸗ auflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn in den Himmels⸗ höhn. Samuel Marot, geb. 1770. O du Liebe meiner Liebe ꝛc. 1698. 21¹. Mel. a 1. Bei dir, N. su, will ich blei⸗ben, stets in dei⸗nem Dien⸗ste stehn; nichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ben, will auf dei⸗nen We⸗gen gehn. ‚.——8 1 I.ñ—..—— 2 + ————.— + — ——.—J— + + + + 1 2—— 2..—.— — +—— Du bist mei⸗ nes Le-bens Le⸗ben, mei⸗ner See⸗le Trieb und Krast, — 2..—— E ö H 5——..———3. +———— 2. Könnt ichs irgend besser haben, als bei dir, der allezeit so viel tausend Cwadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden, als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Er⸗ den alle Macht eitr ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu wie der Wein⸗stock seinen Re⸗ ben zu⸗strmt Kraft und Le„bens-=saft. finden, der, was Jesus that, mir thut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen theuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir 14 164 Beichtlieder. bleib ich, so in Freude, wie in Leid; bei dir bleib ich, dir ver⸗ schreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich le⸗ bend zu dir hält. Erden nahe, bis mein Tag sich neigt. Wenn es einst will Abend werden und die Nacht herniedersteigt, wenn mein Aug wird dunkler, trüber, dann er⸗ leuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimath reist. Carl Zoh. Phil. Spitta, 5. Bleib mir nur auf dieser geb. 1801. Beichtlieder. 21²2. Eigne Melodie. 1594. 4— 7 Q— 4 4 V— 1—— 1— + I 1 ... + 1. Herr Je⸗su Christ, du höchstes Gut, sieh doch wie ich in meinem Muth mit Schmerzen bin be⸗la⸗ den, du Brunnquell al⸗ler Gna⸗den, TA* +—ꝛ.— ..—— ö—.. + 3——— die im Ge⸗wis⸗sen oh⸗ne Ziel und in mir hab der Pfeile viel, — — — 4 4— 3— + 2. Erbarm dich mein in sol⸗ cher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmer⸗ zen, auf daß ich nicht mit gro⸗ zem Weh in meinen Sünden untergeh, noch ewiglich ver⸗ zage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weiß weder aus noch ein und müste mich armen Sün ⸗ der drü⸗cken. ganz verloren seyn, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht und fast beginnt zu springen, dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu dir, o Jesu, kommen. 5. Und weil ich denn in mei⸗ nem Sinn, wie ich zuvor gekla⸗ get, auch ein betrübter Sünder bin, den sein Gewissen naget, g sh will Raht in Aug nn er⸗ aß ich ie man l. Spllta, 01. und wollte gern im Blute dein von Sünden abgewaschen seyn, wie David und Manasse: 6. So komme ich zu dir all⸗ hie in meiner Noth geschritten, und thu dich mit gebengtem Knie von ganzem Herzen bit⸗ ten: Vergib mir alles gnädig⸗ lich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. 7. Ach, Herr, vergib mirs doch, mein Gott, um deines Namens willen, und thu in mir die große Noth der Uebertre⸗ 213. Mel. Beichtlieder. Herzlich lieb hab ich ꝛc. 16⁵ tung stillen, daß sich mein Herz 0 zufrieden 9259 und dir hinfort Ehren leb im kindlichen Ge⸗ Bordonn 8. Stärk mich mit deinem Freudengeist, heil mich durch deine Wunden; hilf mir zu dei⸗ nes Namens Preis in meiner letzten Stunden, und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, im wah⸗ ren Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. Barthol. Ringwaldt, geb. 1530, 4 um 1598. Vor 1577. —.— 4—.— — EE e—— 2— VorG'richt, Herr Je⸗su, steh ich hie, beug in Demuth meines Herzens Knie —0 SSPSPSPSPSIIIIIIIT 2—..———.— und seufze mit Weh⸗kla⸗ gen: Mein gro⸗ße Sünd und Mis⸗se⸗ that 9 — *.— E DDI ꝗ mich ver⸗klagt und ver⸗dammet hat; doch will ich nicht ver⸗za ⸗ gen. 2 I 1 1 H — I— 1— Herr Je⸗su Christ, dein Blut al⸗lein macht mich von al⸗len Sünden rein, ——— 3. weil ich fest glaube und da⸗bei im Her⸗zen ba⸗ be wah⸗ re Reu. — 2 + +— — I er 2———— *DD‚.— —.— —.— Herr Je ⸗ su Christ. des dank ich dir. — des dank ich dir Q V—— — I — H — 7—— + II * i * +7 ch will mich bes⸗ sern, hilf du mir! —— 2.—.—— SSSA... 166 Beichtliedec. 214. Mel. Zion klagt mit Angst ꝛc. Crüger. 1640. 4 +—1 + I I + 1 N + —. —.— 1 + I. O du Schs pfer al⸗ler Din 20⸗ hö⸗ re, hösre mein Ge⸗bet, das ich je ⸗ to vor dich brin⸗ge, weil mein Herz in Aengsten steht. —.— * I EZ I Lää e SSS..... .——..——..— *D—.—5—— —— E— — + 1 Mei- ne Sünden ängsten mich, da⸗rum komm ich auch vor dich N 1 —2 —.—...— SS.SPSPISPSISISI.ISIIII...I.I.I.I..I..I.I 2 4———————I und be⸗ken⸗ne mei⸗ne Sünden; ach Herr, laß mich Gnade fin⸗ den! 2. Weil du heißest Alle kom⸗ men, die beladen sind, zu dir, bin ich auch nicht ausgenommen, noch gewiesen von der Thür deiner Gnaden, sondern du willst und wirst mich noch dazu von den Sünden, die mich drü⸗ cken, ganz entbinden und er⸗ quicken. 3. Dein Wort bleibet un⸗ gebrochen, das du einmal hast geredt; nun hast du, o Gott, gesprochen: Such mein Antlitz im Gebet. Darum komm ich auch vor dich, such dein Antlitz; ach, laß mich bei dir Trost und Gnade finden, sprich mich los von meinen Sünden! 4. Sieh die Handschrift, die ich gebe hier in deine Hand, o Gott, drin du sprichst: So wahr ich lebe, ich will nicht des Sün⸗ ders Tod, sondern daß er sich bekehr von den Sünden, und begehr ewiglich mit mir zu le⸗ ben, so will ich ihm alls ver⸗ geben. 5. Nun wohlan, du wirst nicht lügen; ich halt mich an deine Wort, will darauf in De⸗ muth biegen meine Knie an diesem Ort, und bekennen meine Sünd: Ich bin das verlorne Kind, das vom Teufel oft ver⸗ blendet deine Güter hat ver⸗ schwendet. 6. Weiter will ich nichts mehr sagen und allein an meine Brust mit dem armen Zöllner schla⸗ gen: Gott, es ist dir wohl be⸗ wußt, daß ich hab gesündigt dir; aber sey doch gnädig mir; ich fall dir in deine Arme: ach Herr, meiner dich erbarme. 7. Ich verläugne nicht die Sünden, ich verläugne nicht die Schuld; aber laß mich Gnade finden, trage, Herr, mit mir Geduld; alles, was ich schuldig bin, will ich zahlen, nimm nur hin die Beni meines Bür⸗ gen, der sich ließ für mich er⸗ würgen. 8. Nun, o Vater aller Gna⸗ den, siehe dessen Leiden an! denn er hat ersetzt den Scha⸗ den; er hat für mich gnug ge⸗ than. Durch ihn bin ich ganz erlöst, dessen ich mich jetzo tröst, weil in seinen tiefen Wunden ich nun Fried und Ruh ge⸗ funden. ö zer. 1640. e⸗bet, n steht. or dich * in⸗ den meine erlorne oft ver⸗ at ver⸗ t mehr eBrust schla⸗ ohl be⸗ Ründigt Ng mit; me: ac me. icht die nicht die ö Onade mit mir schuldig mm nur les Bür⸗ nich er⸗ ser Gna⸗ den an! GScha⸗ nug ge⸗ ich ganz 6⁰ tröst, Wunden Ruh ge⸗ Beichtlieder. 9. Ich will auch hierauf ge⸗ nießen Christi wahren Leib und Blut, meiner Seele und Ge⸗ wissen zur Erquickung und zu 167 nieß, Jesu, dich, und schmeck, wie süß und wie freundlich du bist denen, die sich nach dir herz⸗ lich sehnen. „** 4—— 5 1 C. Gut. Gib, daß würdig ich ge⸗ een 10 21¹⁵. Eigne Melodie. Mock. 1820. ——— T EEEEE, — 4* 1. Ich armer Mensch, ich ammer Sünder steh hier vor Got⸗tes An⸗ge⸗sicht: ach Gott, ach Gott, verfahr ge⸗lin⸗der und geh nicht mit mir ins Gericht! 9 ———.————.—— 1 +.—— HA . *—.—— 2—...— Er⸗bar⸗me dich er bar⸗ne dich, Gott, mein Er⸗bar⸗mer, ü⸗ber mich! 2. Wie ist mir doch so herz⸗ lich bange von wegen meiner großen Sünd, bis daß ich Gnad von dir erlange, ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich ꝛc. 3. Hör, ach erhör mein seuf⸗ end Schreien, du allerliebstes aterherz! Wollst alle Sünde mir verzeihen und lindern mei⸗ nes Herzens Schmerz! Er⸗ barme dich ꝛc. I. Wahr ist es, übel steht der Schade, den Niemand heilet außer du. Ach, aber ach! gib Gnade,‚ Gnade! ich laß dir doch nicht eher Ruh. Erbarme dich ꝛc. 5. Nicht wie ich hab ver⸗ schuldet, lohne, und handle nicht nach meiner Sünd. O treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich ꝛc. 6. Sprich nur Ein Wort, so werd ich leben; sag, daß ich ar⸗ mer Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben; nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich ꝛc. 7. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, erhöret bin ich zweifels⸗ frei; weil sich der Trost im Her⸗ zen mehret, drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich ꝛc. Christoph Titius, geb. 1641, 4 1703. 216. Mel. Meinen Jesum laß ich ꝛc. Rach Hammerschmidt. 1658. — 1 ——.— 7—.DEE +— 1—— + +2 2 SSESESSEI III——— +———.— ö 1. Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an! sar get doch dieß Trostwort Al⸗ lon, wel⸗che von der rech⸗ ten Bahn auf ver⸗kehr⸗ten Weg ver⸗ fal⸗len. Q *V +— + + 2 I—— 2 — —— —. —. Hier ist, was sie ret ⸗ten kann: Jes sus nimmt die Sün⸗ der an! 168 2. Keiner Gnade sind wir werth; doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt; sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an! 3. Wenn ein Schaf verloren ö ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, su⸗ chet treulich das verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an! 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder; Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denkt da⸗ 2——5 Jesus nimmt die Sünder an! 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dieß Wort mich trösten Beichtlieder. kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an! 6. Ich bin ganz getrosten Muths; ob die Sünden blut⸗ roth wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in Schneeweiß kehren, da ich gläu⸗ big sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an! 7. Mein Gewissen nagt mich nicht, Moses darf mich nicht verklagen; der mich frei und ledig spricht, hat die Sünden abgetragen, daß mich nichts ver⸗ dammen kann: Jesus nimmt die Sünder an! 8. Jesus nimmt die Sünder an! Auch mich hat er angenom⸗ men und den Himmel aufge⸗ than, daß ich selig zu ihm kom⸗ men und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an! Erdmann Neumeister, geb. 1671, + 1756. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. 1687. en . 1. Ich er⸗he⸗ be mein Ge-mültbe denn ich ken⸗ne dei⸗ne Gü⸗te, sehnsuchtsvoll, mein Gott, zu dir; o wie theu-er ist sie mir! 2.——.— 1 8 II — — H— —2 ——.. — ———— Z 14—.— 2—.— Kei⸗ner harrt auf dich ver⸗ge⸗ bens. — —— V. 2— +—*—.—— 4.— .... 2. Lehre mich, Herr, deine Wege, zeige deinen Willen mir; daß ich richtig wandeln möge, führe du mich selbst zu dir. Gott, du siehest mein Ver⸗ Nur Ver⸗äch⸗ ter dei ⸗ner Huld stür⸗zet ih-re eig⸗ne Schuld. trauen; sicher kann ich auf dich bauen. Deine Vatertreue ist ewig, wie du selber bist. 3. Ach gedenke, Herr, der Sünden meiner Jugendjahre 5252222—2 e Suͤn⸗ ekrosten blut⸗ e kraft sich in gläu⸗ immt igt mich h nicht rei und Sünden hto ver⸗ nimmt Sünder genom⸗ aufge⸗ n kom⸗ sterben eSün⸗ eumeister löb. Beichtlieder. nicht. Laß mich Gnade vor dir finden, geh nicht mit mir ins Gericht. Alle Sünden, die uns reuen, willst du, Vater, ja verzeihen. O so höre denn auch mich! Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sün⸗ ders Leben; dir ist seine Seele werth. Gnädig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Sün⸗ denwege machst du mein Ge⸗ wissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht umkehrt! Du ver⸗ wirfst ihn nicht. 5. Allen, die zu dir sich wen⸗ 218. 169 den, über ihre Schuld betrübt, willst du Trost und Rettung senden, wenn ihr Reut sich dir ergibt. Freude schenket deine Güte dem geängsteten Gemü⸗ the, welchem du die Sünden⸗ last liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn er⸗ eben; Gott, mein Gott, ver⸗ aß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem Angesicht. Keine schnöde Lust der Sünden soll mich ferner überwinden. Ach bewahr, ich bitte dich, meinen Geist und stärke mich! Aus dem bayr. Gesangbuch von 1811. Mel. Ich armer Mensch ꝛc. Möck. 1820. 2 3 4 N 4 + I.—. + + N .4— 0 2 + 3— U 1 EEEE 1. Mein Jesus ist ein Freund der Seelen, die in der Angst und Sündennoth nur ihn zu ih⸗ rem Trost sich wäͤhlen, der sie ge⸗liebt bis in den Tod. e. ..— ö .— SDSDSIII...ITT Sie sol⸗ len Ruh von ihm empsahn; mein Heiland nimmt die Sün⸗der an. 2. Wenn das verdammende Gewissen sie bis zur Hölle nie⸗ derbeugt; wenn Thränen ohne Hoffnung fließen, ists Jesus doch, der ihnen zeigt, wie man dem Fluch entrinnen kann; mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 3. Er kam vom Himmel zu uns nieder, ein Fluch zu wer⸗ den für die Welt. O dankt ihm laut, erlöste Brüder! Er hat den Frieden hergestellt, in⸗ dem er Gott genug gethan; mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 4. Wie willig hat er einst sein Leben zur unerhörten To⸗ despein für uns am Kreuz da⸗ hin gegeben! Wer wollte nun noch traurig seyn? Er eigt zum immel uns die Babn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. Hört dieß, ihr angefocht⸗ nen Seelen; eilt alle, flieht in Jesu Schoß! Er macht von al⸗ lem, was euch quälen und scha⸗ den kann, auf ewig los. Er ist mit Huld euch zugethan; mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Er bringt in seinen offnen Armen versöhnt zu eurem Gott 170 euch hin, und neigt zum ewigen Erbarmen des liebevollen Va⸗ ters Sinn, den Jesus nur ver⸗ söhnen kann; mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. Auch sendet er in unsre Herzen den wahren Tröster, seinen Geist; der stillet aller Sünden Schmerzen, wenn er auf Jesu Tod uns weist. Wer ist, der uns verdammen kann? Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 8. Nichts, nichts tilgt seines Mitleids Triebe. Wenn auch kein Strahl der Hoffnung scheint, so zage nicht; er ist die Liebe; er ist dein Retter und dein Freund. Heil Allen, die im Ernst sich nahn; mein Hei⸗ land nimmt die Sünder an. 9. Komm glaubensvoll! Er stillt dein Schnen und schließt Ordinationslieder. des Jammers Pforte zu. Er trocknet liebreich deine Thränen und schenkt den Müden süße Ruh. O selig, wer noch wei⸗ nen kann! Mein Heiland nimmt die Sünder an! 10. Vernimm denn seinen Ruf und zähle mit Vorsicht je⸗ den Tag des Heils. Ach eil, errette deine Seele und triff die Wahl des besten Theils! Flieh heute noch der Sünde Bahn und komm; heut nimmt dich Jesus an. 11. Hier sind wir, Heiland aller Sünder! Erbarme dich und mach uns rein; so wollen wir, der Gnade Kinder, dir ewig dafür dankbar senn, weil dann ein Jeder rühmen kann: Gott Lob, auch mich nahm Je⸗ sus an! Aus dem bayr. Gesangbuch von 1811. Ordinationslieder. Mel. O Gott, du frommer ꝛce. 17¹⁰. ———5 r.. eE—— 2—— 83 I. Herr Je=su, der du selbst und, was du aus dem Schoß von Gott als Leh⸗rer kom⸗men des Ba⸗ters hast ge-nom⸗men, — den rech⸗ten Weg zu Gott .....— 27½————— + + mit Wort und Werk ge AIchtt, e mr. —. +— 1———— + sey für dein Pre- digt⸗ amt ge⸗⸗ lobt von dei ⸗-ner Heerd. 2. Du bist zwar in die Höh zum Vater aufgefahren; doch ibst du noch der Welt dein ort mit großen Schaaren, und baust durch diesen Dienst die Kirche, deinen Leib, daß er im Glauben wachs und fest ans Ende bleib. Ordinati 3. Hab Dank für dieses Amt, wodurch man dich selbst höret, das uns den Weg zu Gott und die Versöhnung lehret, durchs Wen ein Häuflein in der Welt berufet, sammlet, stärkt, lehrt, tröstet und erhält. 4. Erhalt uns diesen Dienst bis an das End der Erden, und weil die Ernte groß, groß Ar⸗ beit und Bes chwerden, send selbst Arbeiter aus, mach solche klug und treu, daß Feld und Bau⸗ mann gut, die Ernte reichlich sey. 5. Die du durch deinen Ruf der Kirche hast gegeben, erhalt bei reiner Lehr und einem heil⸗ gen Leben; leg deinen Geist ins Herz, das Wort in ihren Mund; was jeder reden soll, das gib du ihm zur Stund. onslieder. 171 6. Ach, segne all dein Wort mit Kraft an unsern Seelen; laß deinen Schäflein nie an gu⸗ ter Weid es fehlen; such das verirrte selbst, bind das ver⸗ wundte zu, das schlafende weck auf, das müde bring zur Ruh. 7. Bewahr vor Ketzerei, vor Menschenlehr und Dünkel; lehr uns nach deiner Art im Tem⸗ pel, nicht im Winkel; behüt vor Aergerniß, vor Spaltung, wel⸗ che trennt; erhalte rein und ganz dein Wort und Sacrament. 8. Bring, was noch draußen ist, zu deiner kleinen Heerde; was drinnen ist, erhalt, daß es gestärket werde durchdring mit deinem Wort, bis Heerde und der Hirt im Glauben, Herr, an dich zusammen selig wird. Eberhard Ludwig Fischer, geb. 1695, 4 1773. 220. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 1599. 2 ———————————— DIIIII— 323 1. O Se⸗ su, Herr der Herr⸗lich ⸗keit, du Kö⸗ nig du siehst auf die er⸗lö⸗ste Welt, re⸗ gierst sie, 5 —.—. 7 I — 1 1 —— H+ * +2 DII...... + ——— +— I + dei⸗ner Chri⸗sten ⸗heit, wie es dir ge ⸗ fällt, du Hir⸗ te dei ⸗ner Heer⸗ den, sorgst, daß sie se⸗ lig wer⸗ den. 9 I—.—..— 1—.— N + I I I I 1 5 50 SDPDPDSDSDPISISIIII RRR Bon dir sind wir auch er⸗wäh⸗ let, zu ⸗ge⸗zäh⸗ let *————.——— I 5——.—.. DIISISISI.......—J— 2. 2— 2 + 0— 1„— L——..—.— + den Er⸗lö⸗sten, die du 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, nach deinem Sinn ihm Hirten gibst, die es zum Himmel führen, und die voll — seg⸗nen willst und trö⸗sten. Eifer, Geist und Kraft, gott. selig und gewissenhaft das 2 der Sünder rühren. Treue Hir⸗ ten laß den Seelen niemals feh⸗ 172 Trauungslieder. len und die Heerden mit den Hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von dei⸗ ner Hand den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne sein Geschäfte. Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Lehr und Leben zu erbaun, gib Weisheit ihm und Kräfte. Lehr ihn, hilf ihm thun und leiden, dul⸗ den, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn; laß ihn sein Amt mit Freuden thun; nichts sey, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gib uns ein Herz, das folgsam hört, ein erz voll treuer Liebe. Lehrer, örer laß in Freundschaft und emeinschaft feste stehen und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Leh⸗ rer, unsern Freund, uns dir entgegen führen! Du gibst ihm unter seine Hand die Seelen als ein tbeures Pfand; laß keine ihn verlieren! Jesu, hilf du, beut die Hände, daß am Ende Hirt und Heerde treu vor dir erfunden werde. 6. Sey uns gesegnet, Knecht des Herrn! Wir heißen dich willkommen gern in Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, führ uns zum ewgen Vaterland! Gott mit dir! Amen, Amen! Mit dir gehn wir durch die Leiden die— ser Zeiten zu dem Leben, das uns unser Gott will geben. Joh. Daniel Carl Bickel, geb. 1737, 4 1809. Trauungslieder. Mel. Es spricht der Unweisen ꝛc. 152²4. — I.iiDiet‚e‚—„ —.— —————— + 1. Herr Gott, der du den Eh⸗e⸗stand daß dein Geschöͤpf durch die⸗ses Band ge⸗ord⸗net bast auf Er⸗den, soll froh und glücklich wer⸗ den; —— E . 5 EFHEE.. 2—..— E—.. o laß durch dei⸗nen Gna⸗ denschein —— Abn al⸗le⸗zeit voll Se⸗ gen seyn 94— iS — 2.——————— 2 und se s ze ihn zu Ed— ren 2. Du wollst des Feindes Hinterlist durch deinen Schutz verwehren; du weißt, wie er geschäftig ist, dein heilsam Werk zu stören. Daß nun durch seine Bosheit nicht des HerzensFried und Eintracht bricht, so steure seinen Werken. ö großer In Leh⸗ Ius dir bst ihm Seelen 6 keine ilf du, Ende vor dir Knecht en dich Christi m uns u zum tt Mit Nit dir nn die⸗ u, das en. l Ulckel, 18609. 3. Die Seelen laß in Lieb und Leid getreu beisammen stehen und in der wahren Frömmigkeit auf deinen Wegen gehen. Wohl dem, der dich vor Augen hat! In allem wird ihm Rath uud That nach seinem Wunsch gelingen. 4. Laß auch dabei Beruf und Stand sich deiner Güte freuen, durch deine reiche Segenshand die Arbeit wohl gedeihen; so fehlet unfrer Nahrung nichts, ob wir im Schweiß des Ange⸗ sichts das Brod gleich müssen essen. 5. Herr, wenn du Jemand segnen willt, so kann es Nie⸗ mand wehren. Der Oelkrug, welchen du gefüllt, ist niemals auszuleeren. Aus Mangel 222. Mel. Ich armer Mensch ꝛc. Trauungslieder. 173 machst du Ueberfluß, und sprichst du nur ein Wort, so muß auch Wein aus Wasser werden. 6. Dringt auch das liebe Kreuz herein, so darf man nicht verzagen. Es muß ja wohl ein Wechsel seyn von gut und bösen Tagen. Du hast uns schon den Trost gesetzt, daß alle Dinge doch zuletzt zu unserm Besten dienen. 7. Das Brod des Lebens wirst du uns im Himmel end⸗ lich schenken. Die Quelle dei⸗ nes Freudenbrunns wird uns da ewig tränken, so daß uns hier und dort nichts fehlt; denn wir sind hier und dort ver⸗ mählt dem Bräutgam unsrer Seelen. Erdm. Neumeister, geb. 1671, 4 1756. Möck. 1820. —. H DDD— — SEEEE * 1. Es hat der Herr zu al⸗len Z.i⸗ten er ist es, der auf al⸗len Sei⸗ten von Anfang ih⸗ ren Weg bewacht der Seinen gan⸗zen Lauf bedacht; —4 *—.——.— ——%———.—.————— ESEESESEESEEEEE 2. Er spricht: Befiehl mir deine Wege; sie sind in mir schon ausersehn. Trau meiner treuen Vaterpflege, so wird es gut und selig gehn; so geb ich dir auf jedem Schritt auch mei⸗ nes Geistes Leitung mit. 2²3. Mel. Seelenbräutigam ꝛc. + bis auf ein Haar von ih⸗rem Haupt; wohl dem, der sei⸗ner Führung glaubt! 3. Sieh nun, o Herr, anf diese Seelen und laß sie dir be⸗ fohlen seyn; laß se nur deine Wege wählen, mag, sie mit dei⸗ nem Blute rein, bis ze zu dei⸗ nem Reich eingehn und ewig janchzend vor dir stehn! Drese. 1698. —— 4 iie +1. Jesu, geh vor⸗an auf der Le⸗bensbahn; und wir wollen nicht verweilen, —* 17⁴4 Begräbnißlieder. * 4 3 SSSE dir ge⸗treu⸗lich nach⸗zu⸗ei⸗len; führ uns an der Hand bis ins Ba⸗ter⸗land. 2. Solls uns hart ergehn, uns ein fremdes Leiden, o so laß uns feste stehn und auch in gib Geduld zu beiden; richte den schwersten Tagen niemals unsern Sinn auf das Ende hin. über Lasten klagen; denn durch 4. Ordne unsern Gan„Lieb⸗ Trübsal hier geht der Weg zu ster, lebenslang; führst du uns dir. durch rauhe Wege, gib uns auch 3. Rühret eigner Schmerz die nöthge Pflege; thu uns nach jemals unser Herz, kümmert dem Lauf deine Thüre auf. Nik. Ludwig, Graf v. Zinzendorf, geb. 1700, 4+ 1760. 224. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. 1687. Pe PPIFIFFF —————— Mach, Herr, Ein Herz aus den zwei⸗en durch der Lie⸗ be fe⸗stes Band; gie»ße Se⸗ gen und Ge- deih⸗en auf den neu⸗er⸗wählten Stand; 2— 4— 1————3 —.— 2.— + + + +—— 2—4—— — 2 E .—— +— 2 2—.— +————— laß sie alt bei⸗ sam⸗men wer⸗den und viel Gu⸗tes sehn auf Er⸗den. E. I + I.—— + +—1 Caspar Neumann, geb. 1648, + 1715. [Siehe Haus⸗ und Ehestand.] Begräbnißlieder. 225. Eigne Melodie. 15⁴⁴ Ln e 6 NRun laßt uns den Leib be⸗graben, dar-an wir kein Zweifel ha-ben, Q 1— — 2— — L—.H—— +— er werd am jüngsten Tag aufstehn und un⸗ver⸗wes⸗lich hervor⸗gehn. 2. Erd ist er, und von der wieder aufstehn, wenn Gottes Erden, wird auch zu Erd wie⸗ Posaun wird angehn. der werden, und von der Erd 3. Sein Seele lebt ewig in 15⁴⁴ Begräbnißlieder. 17⁵5 Gott, der sie allhier aus lau⸗ ter Gnad von aller Sünd und Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu eim selgen End; er hat getragen Christi Joch, ist gestorben und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag; der Leib schläft bis an jüngsten Tag, an welchem Gott ihn verklären und ewger Freud wird gewähren. 226. Eigne⸗Melodie. 6. Hier ist er in Angst ge⸗ wesen; dort aber wird er gene⸗ sen in ewiger Freud undWonne, leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun lassen wir ihn hier schlafen, und gehn all heim un⸗ sre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kömmt uns gleicher Weis. 8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst vons Teufels G'walt und ewger Pein; ihm sey Lob, Preis und Ehr allein. M. Weiß(1531J). Störl. 1711. —— + ——4 +—— + HEE—— —— . Nuh⸗et wohl, ihr Tod⸗ken⸗hei⸗ne, I —— 2——65.— — I— in der stil⸗ len Ein⸗sam⸗keit! 7——.....——53— —.. ——4 + N*— DDDE ruh⸗e — I 2 C— 1 — 1, bis das End er schei⸗ ne, da der Herr euch zu der Freud E 2—— er 4 . +— 1—— ——— L ru⸗fen wird aus eu⸗ ren Grüf⸗ten 2. Nur getrost, ihr werdet leben, weil das Leben, euer Hort, die Verheißung hat ge⸗ geben durch sein theuer werthes Wort:Keiner soll im Tod verder⸗ ben, die in seinemNRamen sterben. 3. Und wie soll im Grabe bleiben, der ein Tempel Got⸗ tes war, den der Herr ließ ein⸗ verleiben seiner auserwählten Schaar, die er selbst mit Blut und Sterben hat gemacht zu Himmelserben? 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, die des Herren Glieder sind. Muß der Leib im Grab erkalten, da man nichts , zu den frei⸗ en Himmels⸗lüf⸗ten. als Asche findt, wird doch Gott, was vor gewesen, wieder neu zusammen lesen. 5. Jesus wird, wie er erstan⸗ den selber an dem dritten Tag, gleichfalls seine Reichsverwand⸗ ten führen aus des Todes Schmach zu dem ewgen Him⸗ melsfrieden, den er seinem? olt beschieden. 6. Ruhet wohl und sanft im Kühlen eine noch so kurze Zeit; es läßt sich schon nahe fühlen die so frohe Ewigkeit, da ihr sollt mit neuem Leben euch vor Gottes Thron erheben. Friedr. Conrad Hiller, geb. 1662, + 1726. Begräbnißlieder. 2. Sein Leiden hat dich frei emacht von aller Angst und Pein; sein letztes Wort: Es ist vollbracht! das singt dich lieb⸗ lich ein. 3. Du läßt dich zur Verwan⸗ delung in dieß Gefilde sän, mit Hoffnung und Versicherung, viel schöner aufzustehn. 4. Verbirg dich unserm An⸗ gesicht im kühlen Erdenschoß! 228. —42 Mel. Nun sich der Tag ꝛc. 1698. , H, Bur EEEEEEEEEEEE — 2—..— 1— 2— 2——— 1. Ei, wie so sanft entschliefest u8 nach manchem schwe⸗ren Stand, — ..————— H SDSI..—. H ————— I und liegst nun da in sü⸗ßer Ruh in dei⸗nes Hei⸗lands Hand. Du hast das Deine ausgericht, empfängst ein selig Loos. 5. Wir wissen, daß der Bräu⸗ tigam, der ewig treue Hirt, dich, sein schon hier geliebtes Lamm, auch dort nicht lassen wird. 6. Er führe seine ganze Heerd, die sich zu ihm gesellt, und die ihm ist so theur und werth, auch vollends durch die Welt! Gotifried Neumann, um 1736. Mel. Der lieben Sonne Licht ꝛc. 17²3. —— 4 .— ee ——— ————— N — — 1. Die Christen gehn von Ort zu Ort durch mannig⸗faltgen Jammer und kommen in den Friedensport und ruhn in ih⸗rer Kammer. —— 2—— b. 2—— e 5 Gott nimmt sie nach dem Lauf mit sei ⸗nen Ar-men auf; 2 ———.— SSPSSIIIIIII.... T 2. Wie seyd ihr doch so wohl gereist! Gelobt seyn eureSchrit— te, du friedevoll befreiter Geist, du jetzt verlaßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, dir glanzt der Merdeneiwt euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelas⸗ das Wal⸗zen⸗korn wird in sein Beet auf Hoffnung schöner Frucht ge⸗sät. senheit der großen Offenba⸗ rung; indessen bleibt das Pil⸗ gerkleid in heiliger Verwah⸗ rung. Wie ist das Glück so groß in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan! Nik. Ludw., Gr. v. Zinzendorf, geb. 1700, 4+ 1760. E eERrr De de Hand. lgericht, V er Brau⸗ le Hitt, geliebtes ht lassen geheerd, und die rth, auch l um 1706. 17²³. en auf; ** ffenba⸗ 2 Vil⸗ . Gluck so „Schoß! gleiche hah inzewo 17bb- Begräbnißlieder. 177 229. Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc. 1544. —— SPSPSPSSESSESSSSSSSSSSSESEE I. Nun bringen wir den Leib zur Ruh und de⸗cken ihn mit Er⸗de zu. + 4 TEi 1 4 4— I —— den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Erde wer⸗den muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub, nicht immer der Verwesung Raub; er wird, wann Christus einst erscheint, mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; lern hier, was urser Leben ist. Nach Sorge, Furcht und mancherNoth kommt endlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit; auf Sterben folgt die Ewigkeit. Wie wir die Zeit 905 angewandt, so folgt der ohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichthum, Ehr und Glück, wie wir selbst, einen Augenblick; so währt auch Kreuz und Traurigkeit, wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. In allem, was du 230. denkst und thust, bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Grä⸗ bern stehn, soll Jeder zu dem Vater flehn: Ich bitt, o Gott, durch Christi Blut, machs einst mit meinem Ende gut. 8. Laßt alle Sünden uns be⸗ reun, vor unserm Gott uns kindlich scheun. Wir sind hier immer in Gefahr; nehm Jeder seiner Seele wahr! 9. Wann unser Lauf vollen⸗ det ist, so sey⸗ uns nah, Herr Jesu Christ! Mach uns das Sterben ken Gewinn; zieh unsre Seelen zu dir hin. 10. Und wann du einst, du Lebensfürst, die Gräber mäch⸗ tig öffnen wirst, dann laß uns fröhlich auferstehn und dort dein Antlitz ewig sehn. Ehrenfr. Liebich, geb. 1713, + 1780. Stadler. 1820. —— T 2—.—5 E 2 1 . I + 1— 1 . Unsterbelichs Le⸗ben 2. Wieder aufzublühn, werd wird, der dich schuf, dir ge⸗ ben. Hal⸗ le⸗ lu⸗ ja! ein, die mit ihm starben. Hal⸗ ich gesät. Der Herr der Ernte leluja! geht und sammelt Garben uns 3. Tag des Danks, der Freu⸗ 12 178 denthränen Tag, du meines Gottes Tag! wenn ich im Gra⸗ be genug geschlummert habe, erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wirds dann uns seyn. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen 231. Begräbnißlieder. Freuden. Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach,ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligthume e seines Namens Ruhme. Halleluja! Friedrich Göttlieb Klopstock, geb. 1724, + 1803. Mel. O Gott, du frommer ꝛc. 1710. 4 2—55—.——..——————— DS 1. Ihr El⸗tern, gu⸗te Nacht ich fahr zu Je⸗su hin 2 nun geht es an ein Schei⸗ den; in sei⸗ne Himmels-⸗freu⸗den, 1 — ——.——5 +——— zu Je=su, wel⸗cher mich in G⸗wigkeit an ⸗lacht; 4.— I 44 II I. —‚iꝛiꝛi—ßt—— ach wei⸗ net, wei⸗net nicht, 2. Ihr Eltern, gute Nacht! hört auf, um mich zu klagen, da jetzt mein zarter Leib wird in das Grab getragen; wißt, daß die Seele ist zur Himmels⸗ ruh gebracht; ach, weinet ꝛc. 3. Ihr Eltern, gute Nacht! sehr herrlich ist zu wohnen im schönen Himmelsschloß, da man erblicket Kronen, die Gott den Frommen hat aus Gnaden zu⸗ gedacht; ach, weinet ꝛc. + ihr El⸗tern, gu⸗te Nacht! 4. Ihr Eltern, gute Nacht! muß ich euch schon verlassen, so werdet ihr mich doch mit Gent mit an umfassen, wenn ott mit euch und mit der Welt ein Ende macht; ach, weinet ꝛc. 5. Ihr Eltern, gute Nacht! die Angst und Marterstunden, die sind in dieser Welt nun völlig überwunden; mein Leib schläft sanft, bis daß er wie⸗ derum erwacht; ach, weinet ꝛc. — 0 Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. 1598. PPP———— —7— * 11 + so büßt man sie nicht ein sie wer⸗den nur dort o- ben 7 en Pilger mehr. igste fihtt Jann, lebt 10 seines eluja! eb Klopstock. 1803. 1710. — chei⸗ den; sreu⸗den, = an ⸗lacht; te Nacht! verlassen/ doch Mit N, wenn der Welt wpeinet N. te Nacht! erstunden, Welt nun mein Leib er wie⸗ Weinet N. 1505. ld slel⸗ben, ⸗ ben — pom Bater auf-ge ho⸗ ben, da⸗ mit sie un⸗ ver⸗ lo⸗ ren seyn. 2. Sie sind ja in der Taufe 3. O wohl auch diesem Kinde; zu ihrem Christenlaufe für Je⸗ es stirbt nicht zu Fund. Du sum eingeweiht und noch bei Zieh hin, du liebes Kind! Du Gott in Gnaden; was sollt es dent b ja nur schlafen und blei⸗ ihnen schaden, wenn er nun est bei den Schafen, die ewig über sie gebeut? unsers Jesu sind. Joh. Andr. Rothe, geb. 1688, 4+ 1758. Vierte Abtheilung. 233. Eigne Melodie. Luther. 1524. — 6—*...—„, 4 H — 2.————vß.—— 1 II— +2.* I II XV LEEET SDI— N IEDEI + + 2 2 —*— ——— 58— L—— 1. Wir glau⸗ben all an Ei=nen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, ——.——.— *—7. + + 1 + + —.—.2— 5 1.—1—...— 12—3—— 0 ö 3 2— der sich zum Va⸗ter ge⸗ben hat, daß wir sei⸗ne Kin⸗der wer ⸗ den. P.IIIIPIPIPIPIPIPIPISIIPII‚III‚II.I..I‚.........—. + 1 I—— + 2 1 2 2—4— Er will uns all⸗zeit er⸗näh⸗ ren, Leib und Seel auch wohl be⸗wah⸗ ren; 2—— 4 I 1— + EEI DE.‚.. +„ 4 +— E.⸗.—————.——— ů——nν + +*— E/ 7 f6 22211———— al⸗lem Un⸗fall will er weh⸗ ren, kein Leid soll uns wi⸗der⸗fah⸗ren; 2.. .SSDSiiii ++ E——8 + D 55— er sor ⸗ get für uns hüt't und wacht, hüt't und wacht, — .—.——— H + +— X Ĩ H 23——..—— II V *— es steht al⸗ les I serrner Macht. 12.— 180⁰ 2. Wir glauben auch an Je⸗ sum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria der Jungfrauen ist ein wahrer Mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben, für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben l: und vom Tod: wieder auferstanden durch Gott. ů 234. Mel. Es ist gewißlich an der ꝛc. Der Glaube im Allgemeinen. 3. Wir glauben an den heil⸗ gen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt, und mit Gaben ieret schöne; die ganz Chri⸗ stenheit auf Erden hält in Ei⸗ nem Sinn gar eben. Hier all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben, nach diesem Elend J: ist bereit: uns ein Leben in Ewigkeit. Dr. M. Luther, geb. 1483, + 1546. 1535. TTTTTTTRTRTRTRT— H—* + 2— SSS 1. O Got⸗tes Sohn, Herr Jesu Christ, daß man recht kön⸗ne gläu⸗ ben, nicht Je⸗ der⸗ man⸗nes Ding es ist, noch standhaft zu ver⸗ blei⸗ ben. —.— * 2 * —. 1 + , ——. —.— —. 2— L des wahren Glaubens mich gewaͤhr, Drum hilf du mir von o⸗ben h + D und daß ich drin ver⸗ har⸗re. 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, o Jesu Christe, dich den Sohn des Höchsten nenne, daß ich auch ehr den heilgen Geist, zugleich gelobet und ge⸗ preist in dem dreieingen Wesen. 3. Laß mich vom großen Gna⸗ denheil das wahr Erkenntniß finden, wie der nur an dir habe Theil, dem du vergibst die Sün⸗ den. Hilf, daß ichs such, wie mir gebührt; du bist der Weg, der mich recht führt, die Wahr⸗ heit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, ins Herze es wohl fasse, daß sich mein Glaube immer⸗ fort auf dein Verdienst verlasse, daß zur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Sünden bin be⸗ schwert, mein lebendiger Glaube. 5. Den Glauben, Herr, laß trösten sich des Bluts, so du vergossen, auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit einge⸗ schlossen, und durch den Glau⸗ ben auch die Welt, und was dieselb am höchsten hält, allzeit für Schaden achte. 6. Wär auch mein Glaub wie Senfkorn klein, und daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig seyn, en heil⸗ tet und Bloͤden Gaben Chri⸗ in Ci⸗ Hier all Wj das leben, bereit: keit. 33, T 1545, 1535, immer⸗ herlasse, und was 16 allzit Glaub 0 daß fe, wol hiig sehn, Der Glaube im Allgemeinen. daß deine Gnad mich stärke, die das zerbrochne Rohr nicht bricht, das glimmend Docht auch vollends nicht auslöschet in den Schwachen. 7. Hilf, daß ich stets sorgfäl⸗ tig sey, den Glauben zu behal⸗ ten, ein gut Gewissen auch da⸗ bei, und daß ich so mög walten, daß ich sey lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 8. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich im⸗ mer stärken, daß er sey frucht⸗ bar für und für und reich an guten Werken, daß er sey thä⸗ tig durch die Lieb, mit Freuden 235. 181 und Geduld sich üb, dem Näch⸗ sten fort zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die Kraft, daß vollends bei dem Ende ich übe gute Ritterschaft, zu dir allein mich wende in mei⸗ ner letzten Stund und Noth, des Glaubens End durch dei⸗ nen Tod, die Seligkeit erlange. 10. Herr Jesu, der du ange⸗ zündt das Fünklein in mir Schwachen, was sich vom Glau⸗ ben in mir findt, du wollst es stärker machen. Was du ge⸗ fangen an, vollführ bis an das End, daß dort bei dir auf Glau⸗ ben folg das Schauen. David Denicke, geb. 1603, 4 1680. Mel. Es ist das Heil uns ꝛc. 152²3. ESEEEE EEEEEEEEEEEEEEEEE 25 1. DerGlaub ist eine Zu-ver⸗ sicht der blo⸗ße Bei-fall thut es nicht, zu Gottes Gnad und Guͤ⸗ te; es muß Herz und Ge⸗ mü⸗ the 2 N 2—.— 2 H 0— IIS I. —.——— 1.———..— zu Gott voͤl⸗lig ge⸗rich⸗ tet seyn und gründen sich auf ihn al⸗lein ——5—— EE —.——.—— ohn Wanken und ohn Zwei=fel. 2. Wer sein Herz also stärkt und steift in völligem Vertrau⸗ en, und Jesum Christum recht ergreift, auf sein Verdienst thut bauen, der hat des Glaubens rechte Art und kann zur seligen Hinfahrt sich schicken ohne Grauen. 3. Das aber ist kein Men⸗ schenwerk, der Glaub kommt von dem Herren; drum bitt, daß er ihn in dir stärk und täg⸗ lich woll vermehren. Laß aber auch des Glaubens Schein, die guten Werke, bei dir seyn; sonst ist dein Glauben eitel. 4. Es ist ein schändlich böser Wahn, des Glaubens sich wolln rühmen und böse Werke neh⸗ men an, so Christen nicht gezie⸗ men. Wer das thut, der soll wissen frei, daß sein Glaub nur sey Heuchelei und werd zur Höll ihn bringen. 18² Der Glaube im Allgemeinen. 5. Drum lasse sich ein from⸗ mer Christ mit Ernst seyn an⸗ elegen, daß er aufricht Arcen, Frist sich halt in Gottes Wegen, 236. daß sein Glaub ohne Heuchelei vor Gott dem Herrn rechtschaf⸗ fen sey und vor dem Nächsten leuchte. Ludw. Andr. Gotter(5), geb. 1661, + 1735. Mel. Nun lob, mein Seel ꝛc. 1540. .————... E D— 2——.....EET 1. Ich weiß, an wen ich glau⸗ be. Mein Je⸗sus ist des Glaubens Grund, bei 766 0 5866 ich blei⸗be, und das 516655 net Herz und Mund. IAVm½— d, ee. 2 darf hier—7 sa gen, sie sey auch noch so 00 SSSPSISS................ Wer Fleisch und Blut will fra⸗ gen, der fällt in Selbstbe⸗trug. — +— +— EI S——— — Ich solg in Glau⸗ bens⸗ leh⸗ren der heil⸗ gen Schrift al⸗lein; — Hai———.—— ——————————— + S=—.—.— L was die⸗se mich läßt hoͤ⸗ren, 2. Herr, stärke mir den Glau⸗ ben; denn Satan trachtet Nacht und Tag, wie er dieß Kleinod rauben und um mein Heil mich bringen mag. Wenn deine and mich führet, so werd ich cher gehn; wenn mich dein Geist regieret, wirds selig um mich stehn. Ach, segne mein Vertrauen und bleib mit mir vereint: so laß ich mir nicht grauen und fürchte keinen Feind. 237. Mel. muß un⸗be⸗ weg⸗ lich seyn. 3. Laß mich im Glauben le⸗ ben; soll auch Verfolgung, Angst und Pein mich auf der Welt umgeben, so laß mich treu im Glauben seyn. Im Glauben laß mich sterben, wenn sich mein Lauf beschließt, und mich das Leben erben, das mir verheißen ist. Nimm mich in deine Hän⸗ de bei Leb- und Sterbenszeit, so ist des Glaubens Ende der Seelen Seligkeit. Erdmann Neumeister, geb. 1671, + 1756. O Gott, du frommer Gott ꝛc. 171⁰. — RRIEEEEEEE 1. Herr, oh⸗ne Ae kann le⸗ ge mir ach, darum dir Niemand wohlge- fal⸗len; vor an⸗dern Ga⸗ben al ⸗len Heuchelei rechtsch sl⸗ Nöchsten 1½+ 35. 15⁴0. bensHwud, und Mund. o flag — lbe⸗trug. leln lich sehn. guben le⸗ Ng, Angt er Welt treu im Glauben sich mein . das verheißen ine Häl⸗ rbenszeit Ende der . udb. I0. sal⸗ len; al len Der Glaube im Allgemeinen. 183 — DDS E..“— ——.... den wah⸗ren Glau⸗ben bei: denn der ist, wie du weißt, + 4 27.1— S....................... + 2 1——. 2+——.— nicht V dermannes Ding 2. Laß mich insonderheit, daß du seyst, herzlich gläuben; was mir dein Wort verheißt, bei dem laß fest mich bleiben: daß du dem, der dich sucht, stets ein Vergelter seyst, und daß ihn deine Hand aus allen Nöthen reißt. 3. Herr, laß mich auf dein Wort von ganzem Herzen trau⸗ en, und stets auf deine Treu und Wahrheit feste bauen. Gib, daß ich dir in Noth und Kreuz und Tod getreu und durch des Glaubens Kraft allzeit gehor⸗ sam sey. 4. Mein Jesu, laß mich dich im Glauben wohl erkennen, dich meinen Herrn und Gott, Trost, Schutz und Heiland nennen. Laß mich im Glauben thun, was mir dein Mund gelehrt, daß dich Herz, Mund und That als den Erlöser ehrt. und kommt von deinem Geist. 5. Mein König und Prophet, komm, herrsch in meiner See⸗ len. Regier und führe mich, wollst dich mit mir vermählen. Du sollst mein König seyn, dem ich gehorchen will, mein Lehrer und Prophet, des Willen ich erfüll. 6. Ich will auch, Herr, an dich, als Hohenpriester, gläu⸗ ben; laß, Jesu, dein Verdienst den Grund des Glaubens blei⸗ ben, daß meine Seele sich hier⸗ auf getreu und fest, als auf mein einzig Heil und wahren Trost verläßt. 7. Ach, Jesu, stärke mich in diesem meinem Glauben; laß mir ihn weder Tod, noch Welt, noch Teufel rauben. Bleib in demselben stets genau mit mir vereint, daß ich dein und du mein, o theurer Seelenfreund! Peter Busch, geb. 1682, + 1744. Mel. Kommt her zu mir ꝛc. 1534. —2 Q—— ———25* SSSPSSS.—— D——.— ich hoff ein e— wig Le⸗ ben. Gott ist ein Va⸗ter, der ver zeibt, —2— 1 hat mir das Recht zur Se⸗ lig=keit in fei⸗ nem Sohn ge⸗ ge⸗ben. 1644 Der Glaube im Allgemeinen. 2. Herr, welch ein unaus⸗ sprechlich Heil, an dir, an dei⸗ ner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben, im Herzen durch den Glauben rein, dich lieben und versichert seyn von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt göttliche Zu⸗ friedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es spricht uns Trost 239. im Elend zu, versüßet uns des Lebens Ruh und stärkt uns in Gefahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort um deines Na⸗ mens willen; laß ihn mein Licht auf Erden seyn, ihn täglich mehr mein Herz erneun und mich mit Trost erfüllen! Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. 15²3. ———.—————— E 5— iiII— * E 12. SPSISI...II.IIII.II..I... 1. Ich weiß, an wen mein Glaub sich bäͤlt; kein Feind soll mir ihn rãũ ⸗ben. Als Bür⸗ger ei⸗ner bes⸗sern Welt leb ich hier nur im Glau⸗ben. ——— —.—— S............ 2——— ———.— Dort schau ich, was ich hier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? — V +7 I 1 1—.— II 2———— I H —.———— I.— 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit; lang ist der Tag des Sieges. Ich kämpfe für die Ewigkeit, erwünschter Lohn des Krieges! Der du für mich den Tod geschmeckt, durch deinen Schild werd ich bedeckt; was kann mir denn nun schaden? 3. O Herr, du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben, in jener Welt mein Eigenthum, du hast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein Kleinod zu; drum eile ich ihm freudig zu, du reichst mir meine Krone. 4. Herr, lenke meines Geistes Blick von dieser Welt Getüm⸗ —— Es ruht in Je⸗ su Hän⸗den. mel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Him⸗ mel. Die Welt mit ihrer Herr⸗ lichkeit vergeht und währk nur kurze Zeit. Im Himmel sey mein Wandel! 5. Jetzt, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht er⸗ schienen, was jene beßre Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint, und mein Erlösungstag erscheint, dann werd ichs 19 empfinden. 6. Zu diesem Glück bin ich erkauft, o Herr, durch deine Leiden; auf deinen Tod bin ich getauft; wer will mich von dir uns des tuns in rr, mein an dein nes Na⸗ lein Licht lich mehr mich mit hteg. GelletI, 4+ 179. 1525. Nfau=ben. Olau⸗hen. — cheiltaubtz nd Him⸗ ful und erscheint, pfnden öbin ich ch deint d bin von dit 2. Wesen und Cigenschaften Gottes. scheiden? Du zeichnest mich in deine Hand; Herr, du bist mir, ich dir bekannt: mein sind des Himmels Freuden. 7. Wie groß ist meine Herr⸗ lichkeit, empfinde sie, o Seele! 18⁵ Vom Tand der Erde unent⸗ weiht, erhebe Gott, o Seele! Der Erde glänzend Nichts ver⸗ Heei nur des Gerechten Ruhm esteht durch alle Ewigkeiten. Christoph Christian Sturm, geb. 1740, 4 1786. Gott deeer Vater. Wesen und Eigenschaften. 240. Mel. Nun lob, mein Seel ꝛc. 1540. —9 — 1. Man lobt dich in der Stil⸗ Des Rühmens ist die Fül⸗⸗le le, du hoch⸗er⸗ hab⸗ner Zi⸗ ons⸗Gott! vor dir, o Herr Gott Ze⸗ba⸗ oth! —.— — + — V 1 4 — + + + + + +— ——————— 12— 4.— + — 0 2— J — 55 bist doch Herr auf Er ⸗ den, der Frommen Zu⸗ver⸗ sicht; — — ö * SSS— 52360 in Trüb⸗sal und Beschwer⸗den läßt du die Dei⸗nen nicht. —*‚.—— I 2 ————.——..—.—— SDPDPPRCCI R Drum soll dich stünd⸗lich eh⸗ren mein Mund vor Je⸗ der ⸗-mãũn 9 n. ——F————.—.‚.— 6—...II 2. Dein müssen, Herr, sich freuen die Gläubigen von gan⸗ zer Seel und unaufhörlich schreien: Gelobt sey der Gott Israel! Sein Name sey geprie⸗ sen, der große Wunder thut, und der auch mir erwiesen das, was mir nütz und gut. Nun das ist meine Freude, daß ich an ihm stets kleb und niemals von ihm scheide, so lang ich leb und schweb. △ 4 und dei⸗nen Ruhm ver⸗meh⸗ ren, so lang er lal=ölen kann. 3. Herr, du hast deinen Na⸗ men sehr herrlich in der Well gemacht; denn als die Schwa⸗ chen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget; nun wie vergelt ichs dir? Ach, bleibe mir genei⸗ Kel so will ich für und für den elch des Heils erheben und preisen weit und breit dich, Herr, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. Zoh. Rlst, geb. 1607 4 1667. Wesen und Eigenschaften Gottes. 241. Mel. Wunderbarer König ꝛe. Neander 7 1680. „ daß sie in die Strah⸗len gön⸗ne blöden Au⸗gen, die sonst kaum auf dei⸗ner Langmuth bliscken, die den Erdkreis + ——5— V—8 1 I + ů2——— SDDieeee‚‚——— + + + 1 G den tau⸗ gen, waͤr⸗mend schmü⸗cken, und zu⸗ gleich freu-den⸗reich Boͤ⸗sen und den + 2. .—— H S.....— Dei⸗nen 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplaß deiner Güte; dei⸗ ner Langmuth Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, ö was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Wen 2 Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen; deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne 2⁴2. 1. Gott ist gegenwärtig; las⸗ set uns anbeten und in Ehr⸗ furcht vor ihn treten. Gott ist in der Mitten! alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn kennt, wer ihn mit der Sonne schei⸗nen. nieder. Tiefen Schmerz fühlt dein Herz, wenn durch ernste Strafen du mußt Beßrung schaffen. 5. Herr, es hat noch Keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Thrä⸗ nen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser ann. rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sey gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest; deiner Hand sey Ehre, die so wohl re⸗ gieret und mit Ruhm den Scep⸗ ter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmuth auszuüben und die Welt zu lieben. Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, + 1735. Im vorigen Ton. 1680. nennt, schlagt die Augen nieder, kommt, ergebt euch wieder. 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebücket dienen. Heilig, heilig! singen alle Engelchören, wann nder 7 1680, 1660, Wesen und Eigenschaften Gottes. 187 sie dieses Wesen ehren. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und Freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben dir zum Eigenthum ergeben. Du allein sollst es seyn, unser Gott und Herre; dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich, wie die Engel, im⸗ mer vor dir stehen und dich ge⸗ genwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allen. 5. Luft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben! Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder! Ich senk mich in dich hinunter; ich in dir, du in mir, laß mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden. 6. Du durchdringest alles, laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig, in⸗ nig abgeschieden, sanfte und im stillen Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit; laß mein Herz über⸗ wärts, wie ein Adler, schwe⸗ ben und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir woh⸗ nen, laß mein Geist auf Erden dir ein Heiligthum noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, + 1769. 243. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 55. — 43.———— EEEEE..... —2 2..———— EI..— — 1. Gott, vor des⸗sen An⸗ge⸗ sich ⸗te nur ein rei⸗ ner Wan⸗del gilt; ew⸗ges Licht, aus des⸗sen Lich⸗te stets die rein⸗ste Klar⸗heit quillt, + 2—————..... SSPSPSPSISSIEIISIIII 25 dei⸗nes Na⸗mens Hei⸗ lig⸗keit wer⸗ de stets von uns ge⸗scheut; — DD.EII ————.— —.— 2. Heilig ist dein ganzes We⸗ sen, und kein Böses ist an dir; ewig bist du so gewesen, und laß sie uns doch kräftig drin⸗gen, nach der Hei⸗li⸗gung zu rin ⸗ gen. so bleibst du für und für; was dein Wille wählt und thut, ist unsträflich, recht und gut, und 188 Wesen und Eigenschaften Gottes. mit deines Armes Stärke wirkst du stets vollkommne Werke. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder ähnlich deinem Bilde seyn. Nie besteht vor dir der Sünder, denn du bist vollkom⸗ men rein; du bist nur der From⸗ men Freund, Uebelthätern bist du feind; wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O so laß uns nicht ver⸗ scherzen, was du uns noch zu⸗ gedacht. Schaff in uns stets reine Herzen, tödt in uns der Sünden Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir sind verderbt; 2. und wer kann zählen, grober Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu er⸗ lösen, gabst du deinen Sohn dahin; o so reinige vom Bösen durch ihn unsern ganzen Sinn! Gib uns, wie du selbst verheißt, gib uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere und zu allem Guten führe. 6. Keiner sündlichen Be⸗ gierde bleibe unser Herz ge— weiht; unsers Wandels größte Zierde sey rechtschaffne Heilig⸗ keit. Mach uns deinem Bilde gleich; denn zu deinem Himmel⸗ reich wirst du, Herr, nur die erhe⸗ ben, die im Glauben heilig leben. J. C. Zimmermann, geb. 1702, 4 1783. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 17³8. 4— —..— —.— 1— ———— ... —.— + SSSSSS.——.—— — 1. Geht bin, ibr gläubi⸗gen Ge⸗dan⸗ken, ins weizte Feld der Es wig⸗ keit; er⸗hebt euch üs ber al⸗ le Schranken der al⸗ten und der neu⸗ en Zeit; — — —0 — —9—9—.—.—.— —— 1—* 4—...—5.— 1 I———— 1 2—.— —— er⸗wägt, daß Gott die Lie⸗ be sey, 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Rathschluß war, ich sollte leben durch seinen einge— bornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, ge— heiliget und selig seyn. die e-⸗wig alt und e-wig neu. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kin— dern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüthe empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß je— der Tag sein Zeugniß gibt; Gott hat mich je und je geliebt! „ großer 10 ö N zu er⸗ en Sohn m Bösen iN Sinn! verheißt, Rist, daß re und zu hen Be⸗ 0 ⸗ höbt e Heilig⸗ em Bilde Himmel⸗ die erhe⸗ lig leben. •%4½U83, V08. —E + wih⸗Kt; Hen Zait; ———— vig Nu. die mich ginn det ren Kin⸗ Wesen und Eigenschaften Gottes. 189 6. Wer bin ich unter Millio⸗ nen der Creaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe woh⸗ nen, daß er mich bis hieher ge⸗ bracht! Ich bin ja nur ein dür⸗ res Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu ge⸗ ringe der herzlichen Barmher⸗ zigkeit, womit, o Schöpfer al⸗ ler Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein; dein bin ich/ Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten dei⸗ ner Flügel find ich die unge⸗ störte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du! Laß Erd' und Himmel untergehn, dieß Wort der Wahrheit blei⸗ bet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Muth und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht; Eigne Melodie. — da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schasft.. 10. Die HDanch schauet in die Ferne durch alle Schat⸗ ten dieser Zeit. Der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewig⸗ keit; da zeigt mir deine milde Hand mein Erbtheil und ge⸗ lobtes Land. 11. Ach, könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Lob⸗ lied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir gethan; nichts ist so köstlich, nichts so schon, als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhernChor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein Her aus dieser Zeit und sehnt si— nach der Ewigkeit. Joh. Gottfr. Hermann, geb. 1707, 4 1791. Ph. E. Bach. 1787. ERE e— 1. Wie groß ist des Allmächtgen Gü⸗tel Ist der ein Mensch, den sie micht rübrt, der mit ver⸗här⸗te⸗tem Ge⸗mü⸗the den Dank er⸗ stickt, der ihr ge⸗Kübrts Nein, sei⸗ne Lie-be zu er⸗ mes⸗sen, sey eswig meine größ⸗te Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ges⸗sen; ver⸗giß, mein Herz, auch sei⸗ner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Ge⸗ wissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so 190 viel Glück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du er⸗ schaffen bist, wo du, mit Herr⸗ lichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus lei⸗ den, damit du könntest selig seyn. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren? und seine Güte nicht verstehn? er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrie⸗ ben; sein Wort bestärkt ihn 445 tiben Gott soll ich über al⸗ les lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 246. Eigne Melodie. Wesen und Eigenschaften Gottes. 5. Dieß ist mein Dank, dieß ist sein Wille: ich soll vollkom⸗ men seyn, wie er. Je mehr ich dieß Gebot erfülle, stell ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen seyn! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Her⸗ zen die Furcht des letzten Au⸗ genblicks. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 4 1769. Quanz. 1760. 4 V— + FA —— 4— —5 * D— —.— —— E 4. 1 SD 32—.— —t— 1Z———— F er ist der Gott der Stär⸗fe groß ist sein Nam ——.— — +7 + und groß sind seine Wer⸗ke, 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Veste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang und alele Himmel sein Ge⸗biet. Gott und Gott in ewgen Zei⸗ ten, Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war in Him⸗ mel, Erd und Meere, das ken⸗ net Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm of⸗ fenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. ank, dieß vollkom⸗ mehr ich Uich sein ebt seine so treibt cht; und Wwachheit mit die eine Güt rdar vot irk in mit u ganzes Sie t chmerzen, ehOlücks, sem Her⸗ hten Au⸗ chteg. Oellert, 0. Duanz. I760. ein Ran Wesen und Eigenschaften Gottes. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest; ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rath der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde seyn. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast 191 werden lassen, verkündigt sei⸗ nes Schöpfers Macht. ö 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Thal Ind Hügel, ihr seyd sein Lob⸗ ied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden; und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden em⸗ pfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling Han Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Su nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1745, + 1769. 2⁴47. Eigne Melodie. Quanz. 1760. EE= e d. Na⸗men sort. Ihn rühmt der Erdlreis, ihn prei⸗sen die Mee ⸗ re; . 8 ver- nimm, o Mensch, ihr ölt⸗lich Work! 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie kömmt und leuchtet und lacht uns von ferne, und läuft den Weg gleich als ein Held. 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke, die die Natur dir aufgestellt! Verkün⸗ digt Weisheit und Ordnung und Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen un⸗ zählbare Heere, den kleinsten Staub fühllos beschaun 2 Durch wen ist alles? O gib ihm die 102 Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertraun. 5. Mein ist die Kraft, mein Werten und Erde; an meinen erken kennst du mich. Ich bins und werde seyn, der ich seyn werde, dein Gott und Va⸗ ter ewiglich. 2⁴8. Mel. Es ist das Heil ꝛc. +. Wesen und Eigenschaften Gottes. 6. Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bins; mich liebe von ganzem Gemüthe und nimm an meiner Gnade Theil. Ehristian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. 1523. I I 41 +—— 25 1. Der Herr ist Gott und keiner mehrl Frohlockt ihm, al le From⸗men! 7 Wer ist ihm gleich wer ist, wie er, so herr⸗lich, so voll⸗kom⸗men? 7 2——5 2——..—.......——.—— SDer Herr ist groß, sein Nam 1 groß Er ist un⸗end⸗lich, gren zen⸗ Ios IIII—— I I + I1 + H 2———— + in sei⸗nem gan⸗zen We sen. 2. Er ist und bleibet, wie er ist. Wer strebet nicht verge⸗ bens, ihn auszusprechen? wer ermißt die Dauer seines Le⸗ bens? Wir Menschen sind von gestern her; eh noch die Erde ward, war er, war, eh die Him⸗ mel waren. 3. Des Ewgen Thron um⸗ gibt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet; ihn fassen alle Him⸗ mel nicht, die seine Größ erfül⸗ let. Er bleibet ewig, wie er war, verborgen und doch offen⸗ bar in seiner Werke Wundern. 4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, kennet, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und er umspannt mit seiner Hand die Erde sammt dem Himmel. 5. Ist er nicht nah? ist er nicht fern? weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch ver⸗ bergen möge? Umsonst hüllt ihr in Finsterniß, was ihr beginntz; er siehts gewiß, er sieht es schon von ferne. 6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittig über Alle; du bist voll Freundlichkeit, voll Gedn barmherzig, gnädig, voll eduld, ein Vater, ein Ver⸗ schoner. 7. Untadelhaft bist du und gut und reiner als die Sonne. ohl dem, der deinen Willen thut, denn du vergiltst mit Wonne; du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig seg. Gellert, +U9. Schöpfung und Erhaltung. 193 seyn, hast Freuden, Gott, die tes Lobgesang, ihr alle seine Fülle. eere. Der Herr ist Gott und 8. Dir nur gebühret Lob Riner mehr; wer ist ihm gleich? und Dank, Anbetung, Preis wer ist, wie er, so herr ich, so und Ehre; kommt, werdet Got⸗ vollkommen? Joh. Andr. CEramer, geb. 1723, + 1788. Schöpfung und Erhaltung. 249. Mel. Dank sey Gott in der Hoͤhe ꝛc. 1605. 9 A— E EEEEEE...— 9— +— + 1 2 1. Du, mei⸗ne See=le, sin ⸗ge, wohl⸗auf und sin⸗ge schön zu Dienst und Wil ⸗len stehn. dem, wel⸗chem al ⸗le Din⸗ge I — 1—— I + I T 4* + LI + +2 —65 2 + I— I + bl und Sonne. n Willen hiltst mit erblichket es ewig 7Ich will den Her⸗ ren dro⸗ben hier prei=sen auf der Erd 2 7 — + 4 2 + Ä + ͤiäich will ihn herz⸗lich lo⸗ben, 2. Ihr Menschen, laßt euch lehren, es wird euch nützlich seyn; laßt euch doch nicht be⸗ thören die Welt mit ihrem Schein. Verlasse sich ja keiner auf Fürsten Macht und Gunst, weil sie, wie unser einer, nichts sind als nur ein Dunst. 3. Was Mensch ist, muß er⸗ blassen und sinken in den Tod; er muß den Geist auslassen, selbst werden Erd und Koth. Allda ists denn geschehen mit seinem klugen Rath, und ist frei klar zu sehen, wie schwach sey Menschenthat. 4. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrau⸗ et, der hat das beste Theil, das höchste Gut erlesen, den schön⸗ so lang ich le ⸗ben werd. sten Schatz n sein Herz und Kübt esen bleibt ewig unbetrübt. 5. Hier sind die starken Kräf⸗ te, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht, der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch' unzählge Heer⸗ de im großen, wilden Meer⸗ 6. Hier sind die treuen Sin⸗ nen, die Niemand Unrecht thun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt 3015 leiden, den schützt er im Gericht. 7. Er weiß viel tausend Wei⸗ sen, zu retten aus dem Tod; er nährt und gibet Speisen zur 13 194 Zeit der Hungersnoth; macht schöne, rothe Wangen oft bei geringem Mahl, und die da' sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 8. Er ist das Licht der Blin⸗ den, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht; er liebet alle Frommen, und die ihm ünstig seind, die finden, wann si kommen, an ihm den besten Freund. 9. Er ist der Fremden Hütte; Schöpfung und Erhaltung. die Waisen nimmt er an, er⸗ füllt der Wittwen Bitte, wird selbst ihr Trost und Mann. Die aber, die ihn hassen, be⸗ zahlet er mit Grimm; ihr Haus, und wo sie saßen, stürzt er mit Ungestüm. 10. Ach, ich bin viel zu we⸗ nig, zu rühmen seinen Ruhm. Der Herr ist ewger König, ich eine welke Blum. Jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich ehre sein Lob vor aller Welt. ö Paul Gerhardt, geb. 1606, 4+ 1676. Eigne Melodie. Neander? 1680. 9 ů E: +——— 4 + TI — DSDIDSIIII..... SSEE 3 1. Wun⸗der⸗ba⸗rer Kö⸗nig, Herrscher von uns al⸗len, laß dir un⸗ser Dei⸗ne Va⸗ters⸗Gü⸗ te hast du las⸗ sen trie⸗fen, ob wir schon von 1. 1—.— — Za Lob ge⸗ fal⸗len. dir weg ⸗lie ⸗fen. 5 Hilf uns noch, stärk uns doch, laß die Zun⸗gen sin⸗gen, — 88.—5 2 1 I SS — II laß die Stimm er⸗klin⸗ gen. 2. Himmel, lobe prächtig dei⸗ nes Schöpfers Thaten, mehr als aller Menschen Staaten. Großes Licht der Sonnen, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen; lobet berc⸗ Mond und Stern, seyd ereit, zu ehren einen solchen Herren. 3. O du, meine Seele, singe Denlied singe, singe deine Glau⸗ enslieder! Was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub dar⸗ nieder. Er ist Gott Zebaoth; er nur ist zu loben hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den Her⸗ ren Jesum liebet; Halleluja singe, welcher Christum nen⸗ net, sich von Herzen ihm ergi⸗ bet. O wohl dir, glaube mir, endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, geb. 1640, 4+ 1680. an, er⸗ itte, wird d Mann. assen, be⸗ ihr Haus, ozt er mit el zu we⸗ n Wahn. Rönig, ich edoch weil sein Zelt, e sein Lob 06,T4 1576. auder? 1680, —..— —— —6—0— dir un⸗er wir schon von Mander ö 340 1 00 ö Mel. Herr, wie Schöpfung und Erhaltung. du willst ꝛc. 15²25. E 7 ——— ——— ——.— SSS——— , 1. HetrGött, du bist von E⸗wig⸗keit und blei⸗best son⸗-der En⸗ de; die Welt so groß, das Meer so breit sind Wer⸗ke dei ⸗ ner Hän⸗de; 4 4—— I I 1 1 —— .—— EA—— 83. 7— des Himmels Bau, der Er⸗den Last, un was du, Herr, ge⸗ schaf⸗fen hast, 9⁰ 9—..———7— —..—..— 0 —— d — — zeugt uns von dei- nem We ⸗⸗ 2. Du bist voll Glanz und Majestät, voll Herrlichkeit und Stärke, und wer dein Wesen nicht versteht, dem zeigen deine Werke, daß du ein Herr der Herren bist, und deine Macht unendlich ist im Himmel und auf Erden. 3. Ich ehre dich in solcher Pracht im Herzen und mit Worten; mein Geist erwäget Tag und Nacht dein Heil an allen Orten; mein Mund be⸗ kennet Jedem frei, daß sonst kein Gott und Herrscher sey, als du, den wir verehren. A. Ach, aber wie entsetzlich blind sind Menschen, die doch sehen! Ja, Menschen, die ver⸗ nünftig sind, verläugnen dich und schmähen: Wo ist der Herr? es ist kein Gott! Vermeßnes Wort, verruchter Spott, der aus der Hölle stammet. 5. Zeigt euch denn nicht der Sinnen Licht, was euer Wahn bestreitet? Wer hat das Erd⸗ reich zugericht, den Himmel aus⸗ —— ———— 1. ———— 3 sen. gebreitet? Wer hat der Sterne Delrhte Heer, das tief und reich elebte Meer so wunderbar ge⸗ schaffen? ö 6. Es muß ein großer Mei⸗ ster seyn, ein Wesen, dem nichts gleichet, das diesem allen Glanz und Schein, Kraft und Bewe⸗ ung reichet. Gewiß, wer die⸗ ses überlegt, dem wird sein steinern Herz bewegt, den wah⸗ ren Gott zu glauben. 7. Ach, Gott, erwecke doch die Welt, die ganz im Argen lieget, dich und dein Wort ver⸗ ächtlich hält und Sünd zur Sünde füget; du schlägest sie, sie fühlens nicht; ach, wenn sie doch dein Strafgericht noch zur Erkenntniß brächte. 8. Ich glaube, Herr, du bist mein Gott, und will es Alle lehren, sollt auch der fremden Kinder Spott sich noch darüber mehren; ich weiß gewiß, ich traue dir, du wirst noch ihnen und auch mir, daß du regierest, zeigen. Martin Günther, geb. 1720. 1 —————.8 4——— Schöpfung und Erhaltung. Mel. Machs mit mir, Gott ꝛc. Schein. 1628. 225 10 +— EEE——65 E‚— 2 SSSSEEEEEEEE——— I .—'————.— 1 1. Hen, dei ne Allmacht reicht so weit, Nichts ist, das dei⸗ ner Herr⸗lich⸗leit als selbst dein We⸗sen rei ⸗chet. und dei⸗ nen Thaten glei⸗ chet. E 1—.— RN —— 4 8— 23.— DDI 2.— 4.———— — Gs ist kein Ding so groß und schwer, das dir zu thun un⸗möglich wͤr. 2. Du hast dieß große Welt⸗ gebäu allmächtig aufgeführet; es zeugen Erd und Himmel ei, daß sie dein Arm regieret. ein Wort, das sie geschaffen hat, ist ihnen an der Pfeiler Statt. 3. Die Menge deiner Wun⸗ der zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit über die Ge⸗ setze steigt, so die Natur bewe⸗ gen. Du hast gemacht der Ordnung Band und hebst es auf durch deine Hand. 4. Die Größe deiner Wun⸗ dermacht, die Christum aufer⸗ wecket, der todt war in das Grab gebracht, wird kund und aufgedecket, wenn unsres blö⸗ den Glaubens Licht durch alle Nacht der Zweifel bricht. 253 35. Mel. Lasset uns den Herren ꝛc. 5. O welche Wunder deiner Macht wird unser Aug einst sehen, wenn nach der langen Todesnacht die Leiber aufer⸗ stehen, wenn du des Leibes ar⸗ men Rest mit Herrlichkeit um⸗ kleiden läßt! 6. O Allmacht, mein erstaun⸗ ter Geist wirft sich vor dir zu Boden; Herr, der mit Recht ein König heißt von Lebenden und Todten, mach mich zum Zeugen deiner Kraft, die aus dem Tode Leben schafft. 7. Ach, zünd in mir den Glauben an, der einzig an dir hange, daß mein Herz muthig werden kann, indem ich dich um⸗ fange, und traue deiner Got⸗ teskraft, die alles kann, die al⸗ les schafft. Nach Joh. Jak. Rambach.(U Schopy. 1641. 9 * T EEE SDIPIII 2—.—29 E.—.——— 2——.. *—.——, EII* 1. Gott, durch dess sen Wort entsprossen Him⸗mel, Er⸗de sammt dem Meer, des⸗sen All⸗macht aus⸗ge⸗flos⸗sen in der Cre⸗a⸗ tu⸗ ren Heer, I +— + 1— — I.———— S........ + — — En⸗gel machst du gleich den Winden und zu Flammen dei⸗ ne Knecht, Ir CXIINNI ———— E———— hein. 1628. — ⸗cet ei⸗ chtt. * —— — lich wät. deiner ug einst langen L aufer⸗ eibes ar⸗ keit um⸗ erstaun⸗ dir zu it Recht Lebenden Q. * + I—— — + 2— + + ODon, dich lob ich in der Zeit 2. Herrlich ist dein schönes Wesen; Licht und Sonne ist dein Kleid, der du vor der Welt gewesen unverändert ohneZeit; der den Himmel du gezieret mit den Sternen ohne Zahl, sie mit Schönheit allzumal ma⸗ dich lod aufgeführet: Gott, ich lob ich in der Zeit und dort in der Ewigkeit. 3. Welche Zunge kann er⸗ reichen deine Weisheit, deine Macht? Herr, wer ist dir zu vergleichen, wer hat solches je erdacht? Um von dir gespeist 254. Mel. Es ist das Heil ꝛc. und dort in der E⸗wig ⸗keit. zu werden, reget sich das Kdie Feld; deiner Güt ist voll die Welt; alles rühmet hoch auf Erden: Gott, dich lob ich in der Zeit und dort in der Ewigkeit. 4. Herr, dir wollen wir lob⸗ singen, ewig rühmen, preisen dich, Jauchzen soll dir, Vater, klingen, der uns führt so gnã⸗ diglich, bis du uns wirst Woh⸗ nung geben in der schönen Him⸗ melsstadt, die kein Aug erschauet hat; da soll Herz und Mund erheben deinen Ruhm nach die⸗ ser Zeit in der süßen Ewigkeit. 1523. E... ...—.——ß7———. 2 1. Wenn ich, o Schöpfer, dei⸗ne Macht, die Weisheit dei⸗ner We ge, die Lie⸗be, die für Al⸗ le wacht, an⸗ be⸗ tend ü⸗ber⸗le ⸗ge 12— 25 7 94— — 2 E——.—5.— =EEE— +.— .—.—— 96555 4.——— so weiß ich, von Be⸗wun⸗drung voll, nicht, wie ich dich er⸗he⸗ben soll, —— + I— .— + + 7—.— TEDI ———— 2* L EI! IV 2——— 2W.—.—— 2. Mein Auge sieht, wobin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? wer klei⸗ det sie mit Majestät? wer ruft dem Heer der Sterne? mein Gott, mein Herr und Ba ⸗ ter! 3. Wer mißt dem Winde sei⸗ nen Lauf? wer heißt die Him⸗ mel regnen? wer schließt den Schoß der Erden auf, mit Vor⸗ rath uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 198 I. Dich predigt Sonnenschein und Sturm; Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, bringt un⸗ serm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar be⸗ reitet, der Mensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu er⸗ ich preist der Schöpfung und Erhaltung. kennen leitet, der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott unser Vater sey gepreist, und alle Welt sag: Amen! und alle Welt fürcht ihren Herrn, und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, K 1769. Von den Engeln. Mel. 2 O Welt, ich muß dich lassen ꝛc. 1598. 4 4 — —————— ———————————— E 1. Du Herr der Se⸗ra⸗phi-nen, dem tau-send En⸗gel die ⸗nen und zu Ge bo=te stehn, du wun⸗ der⸗gro⸗ßer Mei⸗ ster — 9 — der rei⸗nen Him⸗melsgeister, 2. Die Fürsten und die Thro⸗ nen, die in dem Himmel woh⸗ nen, gibst du zu meiner Wacht; sie sehn dein Angesichte im höchst vollkommnen Nchte, doch neh⸗ men sie auch mich in Acht. 3. Ich preise deine Güte mit dankbarem Gemüthe für diese Wunderschaar; ich rühme deine Rechte für diese deine Knechte, die mich beschirmen vor Gefahr. 4. Laß ferner mich behüten vor aller Feinde Wüthen durch diese Himmelswach; laß sie auf meinen Wegen die Hend mir 12 5———— . DD— —5— D— mein Mund soll dei⸗nen Ruhm er⸗höhn. unterlegen, so bleib ich frei von Ungemach. 5. Doch sollen sie nicht wei⸗ chen, so laß mich ihnen gleichen in wahrer haden unn wie sie die Kinder lieben und sich in Demuth üben, so mach auch mich dazu bereit. 6. Sie thun ja deinen Wil⸗ len, den laß mich auch erfüllen; sie leben keusch und rein: o laß mich nichts beflecken, und mich an allen Ecken vor diesen reinen Geistern scheun. 7. Und endlich, wenn ich ensch, der id Preis, weis von * 9/½ 0 mein Namen! gepreist, men! und n Herrn, dien ihm Bott nicht hteg. Gellert, „+ 17⁰9. 1595, Mei⸗ster * m erthohn ftei von nicht. wei⸗ ; wie sie Id sch i nach auc inen Wül⸗ erfillen; ein l und mich sen reilen wenn ich scheide, so füͤhre mich zur Freude auf ihren Armen ein; da werd ich dich erst loben und in dem Schöpfung und Erhaltung. 199 immel droben dir und den ingeln ähnlich seyn. Nach Benjamin Schmolck, geb. 1672, + 1737. I 256. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 1655. 9 +* 4— nn e nr,. EEEEEEE +— 1. Schutzgott, des⸗sen star⸗ ke Rech ⸗te der das menschliche Ge⸗schlech⸗ te Zuflucht, Schirm undSchatten gibt, wie ein treu⸗er Va⸗ ter liebt, +.——.—.=——.— X + der in die⸗ ser gro⸗ßen Welt aal⸗les, was er schuf, er⸗ haͤlt, II.. — +———— der als Herr der Engelschaa⸗ren 2. Viele heilge Seraphinen singen dir ein Heilig für; zehn⸗ mal hunderttausend dienen, vie⸗ le tausend jauchzen dir. Was bekannt und unbekannt, ist ein Werk von deiner Hand. Die Herrschaften und die Thronen loben Gott in lichten Kronen. 3. Herr, was sind wir, daß du Engel uns zu unsern Wäch⸗ tern gibst? Menschen sind wir voller Mängel, Menschen, die du dennoch liebst. Engel, die dich allzeit sehn, sollen uns zu Diensten stehn; Engel hüten uns als Kinder, heilge Engel schützen Sünder. 4. Engel sinds, die nach den Proben nun beständig Gutes thun, die dich unaufhoͤrlich lo⸗ ben, die in deinem Himmel ruhn, die gehorsam, keusch und al⸗ les kann und will be⸗ wah⸗ ren. rein, die der Menschen Freunde seyn, die ihr Antlitz ohne Fle⸗ cken doch vor dir in Demuth decken. 5. Heere, welche die bewa⸗ chen, die dich fürchten, großer Gott, die ein schrecklich Lager machen gegen aller Feinde Rott; diese sehn in deinem Licht, Va⸗ ter, stets dein Angesicht; Die⸗ ner, die zu deinen Füßen dir in Ehrfurcht dienen müssen. 6. Gott der Engel, Herr der Helden, ach, was sind wir Menschen doch, daß wir so viel vor dir gelten? O wie hältst du uns so hoch! Deine Engel dienen uns, sind die Zeugen unsres Thuns. Laß uns auch mit diesen Chören ewig dich im Himmel ehren. Ph. Fr. Hiller, geb. 1699, + 1769. 20⁰ Vorsehung und Regierung. Vorsehung und Regierung. 257. Mel. O Welt, ich muß dich lassen ꝛc. 1598. — der al ⸗ les kann und hat; 0 er muß zu al⸗ len Din⸗gen, solls anders wohl ge⸗ lin⸗gen, 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe; mein Sorgen ist umsonst. Er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen; ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts ge⸗ schehen, als was er hat ver⸗ ehen, und was mir selig ist; ich nehm es, wie ers gibet; was ihm von mir geliebet, das⸗ selbe hab ich auch erkiest. . Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir. nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen und mit mir haben noch Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwach⸗ heit und in Banden, und was —.————.— 1 + selbst ge⸗ben Se⸗gen, Rath und That. mir stößt zu Handen, so tröstet mich allzeit sein Wort. 7. Hat er es denn beschlos⸗ sen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen; mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sey heut oder morgen, dafür laß ich ihn sor⸗ Zeit er weiß allein die rechte eit. 9. So sey nun, Seele, deine, und traue dem alleine, der dich geschaffen hat; es gehe, wie es gehe; dein Vater in der Rolh⸗ der weiß zu allen Sachen Rath. Auf der Reise. 10. Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, zu dem er mich bestellt; sein Segen wird mich lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treu⸗ lich seiner Welt. 11. Bin ich in wilder Wuͤ⸗ Vorsehung und Regierung. 201 sten, so bin ich doch bei Chri⸗ sten, und Christus ist bei mir; der Helfer in Gefahren, der kann mich doch bewahren, wie dorten, ebenso auch hier. 12. Er wird zu diesen Reisen gewünschten Fortgang weisen, wohl helfen hin und her, Ge⸗ sundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind und' Wetter geben und alles, was ich noch begehr. 13. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie; durch sei⸗ nen Schutz den frommen sind wir so weit nun kommen, und wissen selber fast nicht wie 14. Gefällt es seiner Güte, und sagt mir mein Gemüthe nicht was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 15. Indeß wird er den Mei⸗ nen mit Segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner seyn, wird beiderseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten können überein. Paul Flemming, geb. 1609, + 1640. Mel. Nun laßt uns Gott, dem Herren ꝛc. Selnecker? 1587. —.— — 1. Der Herr, der al- ler En- den re⸗ giert mit sei⸗ nen Hän⸗ den, — SSS—— I III SSS ————————. der Brunn der ew⸗ gen Gü⸗ ter, 2. So lang ich diesen habe, fehlt mirs an keiner Gabe; der Reichthum seiner Fülle gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er lässet mich mit Freuden auf grüner Auen weiden, führt mich' zum frischen Quellen, schafft Rath in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Noth zu rücken. 5. Er lehrt mich thun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angst sich stillen um seines Namens willen. ö 6. Und ob ich gleich vor An⸗ der ist mein Hirt und Hü⸗ ter. dern in finsterm Thal muß wan⸗ dern, fürcht ich doch keine Tücke, bin frei vom Ungelücke. 7. Denn du stehst mir zur Seiten, schützst mich vor bösen Leuten; dein Stab, Herr, und dein Stecken benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Oele und füllest meine Seele, die leer und durstig saße, mit vollgeschenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gu⸗ 20² Vorsehung und Regierung. 12. Ich will dich hier auf Er. tes wird mein Herz gutes Mu⸗ thes, voll Lust, voll Freud und Lachen, so lang ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben im Hause, da du wohnest und Frommseyn wohl belohnest. Mel. Als Jesus an dem Kreuze ꝛc. + V den und dort, wo wir dich wer⸗ den selbst schaun im Himmel n hoch rühmen, sing'n und oben. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Altdeuks ch. 1545. 9 * 2.— E— — f———— 92— 66 Ich weiß, mein Gott, daß all mein Thun und Werk auf deinemWilelen ruhn, 0 von dir kommt Glück und Se⸗ gen: was du re⸗gierst, das geht und steht —————— —6—— auf rechten, gu⸗ten We ⸗ gen. 2. Es steht in keines Men⸗ schen Macht, daß sein Rath werd ins Werk o e und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rath der machts al⸗ lein, daß Menschenrath gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch in seinem Muth, dieß oder jenes sey ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was doch Gott selbst erwählet. 4. Drum, lieber Vater, der du Kron und Scepter trägst im Shutsen bnef und aus den olken blitzest, vernimm mein Wort und höre mich vom Stuhle, da du sitzest. 5. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 6. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eig⸗ nen Willen; sey du mein Freund und treuer Rath, was gut ist, zu erfüllen. 7. Prüf alles wohl und was mir gut, das gib mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Theil sey deine Lieb und Ehre. 8. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Menschenthun, so treibs zurück und ändre mei⸗ ne Sinnen; was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in Kurzem zu zerrinnen. 9. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast un⸗ möglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst an⸗ gefangen hast, durch Weisheit deiner Hände. 10. Ist gleich der Anfang et⸗ o hi nthun, re Mei⸗ wicks, Rurzem mache t un⸗ 0 zumn st al⸗ lisheit ang el⸗ Vorsehung und Regierung. was schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sor⸗ gen treten, so treib. mich nur, ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 11. Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, da ihm sonst vor graut, mit tapfrem Muth bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 12. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freu⸗ dig gehet, kommt endlich, Herr, 203 durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. ö 13. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge; so hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 14. Dein soll seyn aller Ruhm und Ehr; ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreu⸗ ter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt, geb. 1606, 1 1676. Eigne Melodie. 173³8. — +* N—5 I— + 1 1— .————— 1 + + + I— —22— 1.— +2 2———.—— +—— 9—— E 9 1. Al⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen und an sei⸗ner Gnad ge⸗le⸗ gen —2—.————5 + + +— +—— 1— —— . 2—2.— 2 ü⸗ ber al⸗les Geld und Gut; — + wer aus Gott sein Hoff⸗nung se⸗tet, — + —— 4.—.—.— DSDSDS..i‚‚‚‚‚‚‚‚‚‚ — + 9 ———.— *——— 5 der be⸗hält ganz un⸗ ver⸗le⸗het 2. Der mich hat bisher er⸗ nähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich ge⸗ führet und noch leitet und re⸗ ieret, wird forthin mein Hel⸗ fer seyn. 3. Viel bemühen sich um Sa⸗ chen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was der Seele Ruͤh kann bringen, und man jetzt: gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz ei ⸗nen frei⸗ en Hel⸗ den⸗muth. erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt; meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heim⸗ gestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu er⸗ füllen; es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschrei⸗ ben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allbier leben, will ich ihm nicht wider⸗ 204 Vorsehung und Regierung. streben; ich verlasse mich auf bestehet; alles Irdische vergehet ihn. Ist doch nichts, das lang und fährt wie ein Strom dahin. 201. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. Um 1676. Crüger. 1656. — 5 530 EEEEE .——*—— 1. Gott der wirds wohl machen, dem ich al⸗le Sa⸗chen all⸗zeit heimge⸗stellt. el Er hat mich er ⸗-ko⸗ren, eh ich noch ge⸗ bo⸗ ren bin in die⸗se Welt; ..——————— ES.—— 690. 8———— hat mir auch nach sei⸗nem Brauch, was von⸗nö⸗then, stets ge ⸗ge⸗ ben — +——— 5 211 + 2—3 + H ———— I H —+ H hier in die⸗sem Le⸗ ben. 2. Gott der wirds wohl ma⸗ chen, der mir manches Lachen, Freud und Lust geschenkt, der mich nie vergessen, der mit Kleid und Essen täglich mich bedenkt; auch wenn fast die Kreuzeslast oft die Seinen ziemlich drücket, hat er mich erquicket. 3. Gott der wirds wohl ma⸗ chen; er wird selber wachen über deiner Noth. Wenn du willst verzagen unter deinen Plagen, ist der fromme Gott auf dem Plan und nimmt dich an; dann verstäubt die Angst geschwinde, wie der RNauch im Winde. 4. Gott der wirds wohl ma⸗ chen; mächtig in den Schwa⸗ chen ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der auf ihn gestel⸗ let alles Herzeleid? Drum, Mel. Jehova ist mein Licht ꝛc. + mein Herz, vergiß den Schmerz; alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. 5. Gott der wirds wohl ma⸗ chen, wenn des Todes Rachen Leber ist aufgethan; wenn die ebensjahre liegen auf der Bah⸗ re, führt er himmelan. Dieser Bund hat seinen Grund: die gelebt und leben werden, kom⸗ men in die Erden. 6. Gott der wirds wohl ma⸗ chen, der den alten Drachen dämpfet ritterlich; führt er gleich die Seinen über Stock und Steinen vielmals wunder⸗ lich: sey bereit zu Freud und Leid; Gott befiehl nur deine Sachen, Gott der wirds wohl machen. Ernst Stockmann, geb. 1634, + 1712. 1698. — 5— — IL +— I—— —..—— 1 2——————— E 4.—6.————— +——.—. 1.— I—— 1—— 1. So führst du doch recht se⸗lig, Herr, die Dei⸗ nen, Wie könntest du es bö⸗se mit uns mei⸗nen, V—.—— 2— ja se⸗lig und doch da dei⸗ne Treu nicht ergehet dahin. m 1675 ger. 1655 geesteltt. Welt; Vorsehung und Regierung. 205 A + I + HELD ....— 32———— — ————— d n mei⸗ siens wunder⸗lich! kann ver⸗läͤugnen sich? Die We⸗ ge sind oft krumm und doch ge⸗ rad, — LTZ. E. 94⁴4 +1— + el N* N 4 1 + I 4 N — + + + 7— ———..—* II + 5 dar⸗auf du läßt die Kin⸗der zu Q 758 +1 dir gehn; da pflegt es wun⸗der⸗ ů.FI II I IPIPIITIIIIIIIIIIIII‚ SSSI.I............. —.—..———— selt⸗sam aus⸗zu⸗ sehn; 2. Dein Geist hängt nie an menschlichen Gesetzen, so die Vernunft und gute Meinung stellt. Den Zweifelsknoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nachdem es dir gefällt. Du reißest wohl die stacksten Band entzwei, was sich entgegen setzt, muß sinken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn; dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 3. Was unsre Klugheit will usammenfügen, theilt dein Ver⸗ and in Ost und Westen aus; was Mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Di frei an der Sterne Haus. ie Welt zerreißt, und du ver⸗ knüpfst in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein; ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten seyn; dein Geist bei Todten Kraft und Leben schafft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig preisen, so hast dus schon aus deinem Buch ge⸗ than; wem aber Niemand will dieß Zeugniß weisen, den führst du in der Still selbst himmelan. Den Tisch der Pharisäer läßt doch trium⸗phirt zu⸗letzt dein ho⸗ her Rath. du stehn und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Absicht sey? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, hast du, Worte Prach recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nicht taugen; du gibst den Nachdruck durch des Geistes Trieb. Die besten Werke bringen dir kein Lob, sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei; wer Augen hat, sieht sie, doch nie so frei; die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. 6. O Herrscher, sey von uns gebenedeiet, der du uns tödtest und lebendig machst! Wenn uns dein Geist der Weisheit Schatz verleihet, so sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Die Weisheit spielt bei uns, wir spielen mit; bei uns zu wohnen ist dir lauter Lust, die reget sich in deiner Vaterbrust und gän⸗ gelt uns mit zartem Kinder⸗ schritt. 7. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohn⸗ 206 Vorsehung und Regierung. macht und der Sinnen Unver⸗ stand; man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache Kinder sey be⸗ wandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, brauchst Vaterrecht und zei⸗ gest Muttertreu; wo Niemand meint, daß etwas deine sey, da hegst du selbst dein Schäfchen je und je. 8. Also gehst du nicht die ge⸗ meinen Wege; dein Fuß wird selten öffenklich gesehn, damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in dei⸗ nem Sinne hast; wer meint, er habe deinen Rath gesaßt, der wird am End ein Anders oft gewahr. 9. O Auge, das nicht Trug noch Heucheln leidet, gib mir der Klugheit scharfen Unter⸗ scheid, dadurch Natur von Gna⸗ de wird entscheidet, das eigne Licht von deiner Heiterkeit. Laß doch mein Herz dich niemals Mel. Was Gott thut, das ist ꝛc. 1690. .— meistern nicht, brich ganz ent⸗ zwei den Willen, der sich liebt; erweck die Lust, die sich nur dir ergibt und tadelt nie dein heim⸗ liches Gericht. ö 10. So zieh mich denn hin⸗ ein in deinen Willen und trag und heg und führ dein armes Kind; dein innres Zeugniß soll den Zweifel stillen, dein Geist die Furcht und Lüste überwind. Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein; dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir. Ich brenne nun nach dir in Liebsbe⸗ gier; wie oft erquickt mich dei⸗ ner Klarheit Schein! 11. Drum muß die Creatur mir immer dienen, kein Engel schämt nun der Gemeinschaft sich; die Geister, die vor dir vollendet grünen, sind meine Brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, das dich und mich und alle Christen liebt! Ists möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, Freudenquell, weich ewig, aller Schmerz! Gottfr. Arnold, geb. 1666, 4 1714. —— — 11— 2 — 1. Du, Herr, bist mei⸗ne Zu⸗ver⸗ficht, mein be⸗ster Trost im Le⸗ ben. Nie sehlt es mir an Trost undLicht, dir hab ich mich er⸗ge⸗ ben. 0 e e, zöerb. m d,.—.—— ————‚— „ wird meiene Sce⸗le stil⸗ Le; S u ent⸗ lebtz Rur dir heim⸗ m hin⸗ d trag armes iß soll— N Geist erwind, un dein ist regt ir. Ic Liebsbe⸗ ich dei⸗ Freatur Engel inschaft vor dit Meille Porsehung und Regierung. 2. Wer wollte dir, mein Gott, nicht traun? Du bist der Schwachen Stärke; die Augen, die auf dich nur schaun, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rath und stark von That, mit gnadenvollen Hän⸗ den wirst du dein Werk vol⸗ lenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn ihn Noth umgibt, doch deinen Trost ge⸗ meßen, Des Frommen Herz wird frei von Schmerz; der Sünder eitles Dichten eilst du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott; der Thoren Trost verschwindet, wann der Ge⸗ rechte in der Noth Hülf und Erbarmung findet. ann je⸗ ner fällt, ist er ein Held; er steht, wann Sünder ziktern, ein Fels in Ungewittern. 5. Sieh auf das große Bei⸗ spiel hin, das Jesus dir gelas⸗ sen; sieh ihn im Kampf, sieh sterbend ihn den Vater noch 264. 207 umfassen! O möchtest du zu dei⸗ ner Ruh auf Jesum Christum schauen und lernen Gott ver⸗ trauen! 6. Drum bebe nicht, wann um dich her sich Wetterwolken sammeln. Gott hilft, wann Christen Damwolrn zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thränen Zahl zählt er; er wägt die Schmer⸗ zen und wälzt sie weg vom Herzen.— 7. Herr, du bist meine Zu⸗ versicht; auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wann ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächti⸗ ger, verlassen und sich im Kum⸗ mer fassen? 8. In deine Hand empfehl ich mich, mein Wohlseyn und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; dir will ich mich ergeben. Sey du mein Gott und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue. Christ. Christian Sturm, geb. 1740, + 1786. Mel. Es spricht der Unweisen ꝛe. 15²⁴. + Q 5. 1. Der Herr ist mein ge ⸗treu⸗er Hirt, mir wird kein Gu⸗tes feh⸗len; der Hüs⸗ ter, der nicht schläft noch irrt, kann mir nur Heil er⸗waͤh⸗len. 4 — ——..— — 1 1 4——.——.—.9. — Er wei⸗det mich auf grü⸗Tner Au, — 4 4 die Spei⸗se gibt vom Le⸗bensthau +„—— 5——..............— — des Gei⸗stes sei⸗ner Gna⸗ 208 2. Er führet mich zum reinen Quell, der mein Gemüth be⸗ lücket, zum Wasser, welches frisch und hell den schwachen Muth erquicket. Er leitet mich auf rechter Bahn; er nimmt sich meines Ganges an um seines Namens willen. 3. Und ob ich wall im finstern Thal, fürcht ich doch keinen Schaden; sein Auge wachet überall, ich bin der Sorg ent⸗ laden. Sein Stab und Ste⸗ cken trösten mich; auf seine Treu und Macht kann ich gar ruhig mich verlassen. Gott der Sohn. 4. Du machst mir einen Tisch bereit im Auge meiner Feinde, verscheuchest Angst und Trau⸗ rigkeit, sprichst freundlich zu dem Freunde; du salbst mein Haupt mit Oel, du schenkst mir voll den Becher ein und lenkst zum Himmel hin mein Sehnen. 5. Ja, Gutes und Barmher⸗ zigkeit wird lebenslang mir wer⸗ den; ich bleib im Haus des Herrn die Zeit, die ich noch leb auf Erden; und ist des Lebens Wallfahrt aus, dann trägt mich in sein Vaterhaus der Flügel treuer Liebe. Dr. Joh. Iriedr. v. Meyer, geb. 1772, 4 1848. Gott der Sohn. Versöhnung und Erlösung. 26⁵5 Eigne Melodie. 15²³ I...0 2—. ISIE —— Q* 1. Nun freut Luch, lieben Christen gmein, und laßt uns fröhlich springen, daß wir ge⸗trost und all in Ein mit Lust und Lie⸗be sin ⸗gen, 0 2— Zurwainn minin e,— D.—.5* was Gott an uns ge⸗wen⸗det hat, und sei⸗ne sü⸗ße Wunder⸗that; * 2———— H *———— 2——...—— ————4—.— II —— gar theur hat ers er⸗wor⸗ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälet' Nacht und Tag, darin ich war gebo⸗ ren; ich fiel auch immer tkiefer drein, es war kein Guts am Le⸗ ben mein: die Sünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk die gal⸗ ten nicht, es war mit ihn'n ver⸗ dorben; der frei Will hasset Gotts Gericht, er war zum Gut'n erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn sterben bei mir blieb: zur Höllen mußt ich sinken. nen Tis⸗ ente d Trau⸗ h zu dem u Haupt mit voll nlst zum nen. harmher⸗ mit wer⸗ aus des noch leb 3Lebens ägt mich Flügel bil 15²5. H1 sin gen, ⸗that; die gal⸗ R her⸗ hasset 2 zum astmich nichts jeb: zur Versöhnung und Erlösung. 4. Da jammerts Gott in Ewigkeit mein Elend überma⸗ ßen; er dacht an sein Barmher⸗ zigkeit, er wollt mir helfen las⸗ sen; er wandt zu mir das Va⸗ terherz, es war bei ihm für⸗ wahr kein Scherz, er ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lie⸗ ben Sohn: Die Zeit ist hie zurbarmen; fahr hin, meins Herzens werthe Kron, und sey das Heil dem Armen, und hilf ihm aus der Sünden Noth, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward; er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bru⸗ der werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt; er ging in mei⸗ ner armen G'stalt; den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für 209 dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollt du seyn; uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben: das leid ich alles dir zu Gut, das halt mit festem Glauben. Den Tod Unchuld das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein: da bist du selig worden. ö 9. Gen Himmel zu dem Va⸗ ter mein fahr ich von diesem Leben. Da will ich seyn der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübniß trösten soll und lehren mich er⸗ kennen wohl und in der Wahr⸗ heit leiten. 10. Was ich gethan hab und elehrt, das sollt du thun und ehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und sei⸗ nen Ehren; und hüt dich für der Menschen G'satz, davon verdirbt der edle Schatz. Das laß ich dir zur Letzte. Dr. Martin Luther, geb. 1483, + 1546. Mel. Mein Seel erhebt den ꝛc. 1525. 0* V— + L 7 V—— 4.—.—.—1 1— + XI.̃·—....— 1 I +— + 1—. ——.. E Ei 2.—.— + + III + 1. Durch Adams Fall ist ganz ver⸗derb — + menschlich Na⸗tur und We⸗ sen; das⸗selb Gift ist auf uns ge⸗-erbt, daß wir nicht moch⸗ten g'ne⸗ sen I— .— ohn Gottes Trost, der uns er⸗löst E — hat von dem großen Scha⸗den, —.— . 07 —— H —— — dar⸗ein die Schlang E⸗vam bezwang, Gotts Zorn auf sich zu la ⸗ den. 14 2. Weil denn die Schlang Evam hat bracht, daß sie ist ab⸗ gefallen von Gottes Wort, welchs sie veracht, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod, so war je noth, daß uns auch Gott sollt geben sein lieben Sohn, der Gnaden Thron, in dem wir möchten leben. 3. Wie uns nun eine fremde Schuld in Adam all verhöhnet, also hat uns ein fremde Huld in Christo all versöhnet; und wie wir all durch Adams Fall sind ewigs Tods gestorben, also hat Gott durch Christus Tod verneut, das war verdorben. 4. So er uns denn sein Sohn hat g'schenkt, da wir sein Feind noch waren, der für uns ist ans Kreuz Lctahre getödt't, gen Himmel g'fahren, dadurch wir seyn von Tod und Pein erlöst, so wir vertrauen in diesen Hort, des Vaters Wort: wem wollt für Sterben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Rath und ewigs Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben, darum uns bald kein Macht noch G'walt aus seiner Hand wird rauben. 6. Der Mensch ist gottlos 267. Gott der Sohn. Eigne Melodie. und verrucht; sein Heil ist auch noch ferren, der Trost bei einem Menschen sucht und nicht bei Gott dem Herren; denn wer ihm will ein ander Ziel ohn diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Teufels G'walt mit seiner List erschrecken. 7. Wer hofft in Gott und dem vertraut, der wird je nicht u Schanden; denn wer auf die⸗ sen Felsen baut, ob ihm gleich eht zu Handen viel Unfall hie, Hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Trost, er hilft sein Gläubgen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzens Grund, du wollst nicht von mir nehmen dein heilges Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht beschämen mein Sünd und Schuld, denn in dein Huld setz ich all mein Ver⸗ trauen; wer sich nun fest dar⸗ auf verläßt, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein Füßen ist dein heil⸗ ges Wort ein brennende Lu⸗ cerne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; so dieser Mor⸗ ensterne in uns aufgeht, so⸗ ald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist den'n g'wiß verheißt, die Hoff⸗ nung darein haben. Lazarus Spengler, geb. 1479, + 1534. 1528. 9 — R— ——. E 1. Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Gü⸗ ten; die Wer⸗ke hel⸗fen nimmermehr, sie mö⸗ gen nicht be⸗hü ⸗ ten. SEAEOL„E. il itt uc bei einen nicht hei denn wet Ziel ohy den mag wall len. Gott und d jenicht er auf die hm gleih Infall hi, Menschen erlaßt auf hft en err, aus ollst icht heilgeh Mund/ P6 imen meit un in dei 100 bn fest Nu n 2 Versöhnung und Erlösung. H 2 2 2—7 2— 7+2.—5 +— + 2—— — +——— + 4*** 0. H —8—5— 9* UFFN Der Glaub sieht Je⸗sum Christu * m an, der hat gnug für uns all ge⸗than; P..... CSEEE.—4 H. 2 SDD er ist der Mitt⸗ler wor⸗den. 2. Was Gott im G'setz ge⸗ boten hat, da man es nicht konnt halten, erhob sich Zorn und große Noth vor Gott so mannigfalten. Vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom G'setz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei, Gott hätt sein G'setz drum geben, als ob wir möch⸗ ten selber frei nach seinem Wil⸗ len leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die fündig Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, diesel⸗ big Art aus eignen Kräften las⸗ sen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen, wann Gleißners Werk er hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. Noch mußt Gesetz erfüllet seyn, sonst wärn wir all ver⸗ dorben; darum schickt Gott sein Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Va⸗ ters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt hal⸗ ten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Ge⸗ stalte: Nicht mehr denn: lieber Herre mein! dein Tod wird mir das Leben seyn, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht be⸗ trügen; nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: wer glaubt in mich und wird getauft, dem⸗ selben ist der Himm'l erkauft, daß er nicht wird verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fas⸗ set; der Glaub gibt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht lasset. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts thun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs G'setz erkannt und schlägt das G'wissen nieder: das Evange⸗ lium kommt zur Hand und stärkt den Sünder wieder und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im G'setz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10. Die Werk die kommen gewißlich her aus einem rechten Glauben; denn das kein rech⸗ ter Glaube wär, wollt st ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werke sind des Nächsten Knecht, dabei wir'n Glauben merken. 14* 212 6 Gott der Sohn. 13. Sey Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gut⸗ 11. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wenn das geschehen soll 2.0 Freud, setzt Gott kein g'wisse age; er weiß wohl, wenns am besten ist, er braucht an uns kein arge List, das solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht er⸗ schrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken; sein Wort das laß dir g'wisser seyn, und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen. 268 that willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist; der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns ang'fangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. ö 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd steh wie im Him⸗ melsthrone, das täglich Brod noch heut uns werd, wohl un⸗ srer Schuld verschone, als wir auch unsern Schuldgern thun, mach uns nicht in Versuchung stehn,lös uns vom Uebel. Amen! Paul Speratus, geb. 1484, 4 1554. 2 Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. 1523. Q 4 SIEEE—f—f SSSPDPSSPESEIEIEIIII +—.— 1. Wenn dein herz⸗liebster Sohn, o Gott, nicht wär auf Er⸗den koͤm⸗men und hätt, da ich in Sün⸗den todt, mein Fleisch nicht an⸗genommen; ———— 1— SSII EE 2 E DIIIII..———— 2 so müßt ich ganz ver⸗lo⸗ren seyn und e⸗wig lei⸗den Qual und Pein — 5——.& 32—— 4 5 V + +— + II .— +** I H —— 1 2.——— II * um mei⸗ner Sün⸗den wil ⸗len. 2. Jetzt aber hab ich Ruh und Rast, darf nimmermehr verzagen, weil er die schwere Sündenlast für mich hat selbst getragen. Er hat mit dir ver⸗ söhnek mich, da er am Kreuz ließ tödten sich, auf daß ich se⸗ lig würde. 3. Drum ist getrost mein Herz und Muth mit kindlichem Ver⸗ trauen; auf dieß sein theures Mittlerblut will ich mein Hoff⸗ nung bauen, das er für mich vergossen hat, gewaschen ab die Missethat und mir das Heil er⸗ worben. ö 4. In seinem Blut erquick ich mich und komm zu dir mit Freuden; ich suche Gnad und hoff auf dich, von dir soll mich nichts scheiden. Was mir durch seine Marterkron erworben hat dein lieber Sohn, soll mir kein Teufel rauben. Ehr mit eser Gub ter, Sohn woll mil er in ung ren seine werd sein omm, sein ie im Him⸗ hich Hrc „wohl un⸗ e, als wi gern khus, Bersuchung hel Amenf 461, f 1554. 15²3. r für mih oab HeilE. erhnk Hlut dir mil nad und 5. Nichts hilft mit die Ge⸗ rechtigkeit, die vom Gesetz her⸗ rühret; wer sich in eignem Werk erfreut, wird jämmerlich ver⸗ führet; des Herren Jesu Werk allein, das machts, daß ich kann selig seyn, der ichs mit Glau⸗ ben fasse. 269. Versoͤhnung und Erlösung. ö Mel. Jesus, meine Zuversicht 2. 213 6. Gott Vater, der du alle Schuld auf deinen Sohn gele⸗ get, Herr Jesu, dessen Lieb und Huld all meine Sünde träget, o heilger Geist, des Gnad und Kraft allein das Gute in mir schafft, laß mich ans End be⸗ harren! ö Johann Heermann, geb. 1585, 4 1647. Crüger.(1653) 1658. — + 1..—. H ——6—— l 4— - 23— 1. Got⸗tes und Ma⸗ri⸗en Sobn, Mitt⸗ler, Burge, Gna⸗den⸗thron, 5 Prie⸗ ster, Kö⸗nig und Pro⸗phe⸗ te, der am Kreu⸗ze sich er⸗ höh⸗te, 9—— V D——— 2* I SSSS........ IIII —————.— IIIIII 1 gib, daß dich mein Glau⸗be kenn und dich mei⸗nen Je⸗ sum nenn. 2. Du, mein süßer Jesus, bist mir geboren, mir gestorben. Was zerstört in Adam ist, hast du wiederum erworben; gib, daß ich in wahrer Treu auch dein Eigenthum stets sey. 3. Alles Heil kommt mir von dir, Heiland aller armen Sün⸗ der. Dein Tod war die Le⸗ bensthür und des Todes Ueber⸗ winder; laß auch deines Leidens Pein mein Verdienst und Glau⸗ be seyn. 4. Tod und Hölle sind durch dich, großer Sieger, überwun⸗ den, und durch diesen Sieg hab ich Ruh im Tod und Grab ge⸗ funden; durch dich werd ich auferstehn und getrost zum Rich⸗ ter gehn. Caspar Neumann, geb. 1648, 4 1715. Mel. O Gott, du frommer ꝛc. 1710. 15„—— d—.— SSSSSIS ————.— 1. Du we⸗sent-li⸗ches Wort, vom An⸗fang ber ge⸗we=sen, 7 du Gott von Gott ge⸗ zeugt, von E⸗wig keit er⸗le⸗ sen 2— 3—— SRSSPSSSSSSS 2 zum Heil der gan⸗zen Welt, o mein Herr Je- su Christ, — +— I Q +* 7.—— 2* 2 F.— 2—— +. + L 1 I— 2 I 1 „——— + — ———— will= kom⸗men, der du mir 2. Was hat, o Jesu, dich vom Anfang doch bewogen? Was zum Heil ge ⸗ bo ⸗ ren bist. hat vom Himmelsthron dich in die Welt gezogen? Ach, deine 21⁴ Gott der Sohn. — 0 Lieb und meine große oth hat deine Gluth ent⸗ flammt, die stärker als der Tod. 3. Gib, daß ich dir zum Dienst mein ganzes Herz er⸗ gebe, auch dir allein 107 Sreis auf dieser Erden lebe. Ja, Jesu, laß mein Herz ganz neu geschaffen seyn und dir bis in den Tod gewidmet seyn allein. 4. Laß gar nichts in mir seyn, was du nicht hast geschaffen, reut alles Unkraut aus und brich des Feindes Waffen. Was bös, ist nicht von dir, das hat der Feind gethan; du aber führ mein Herz und Fuß auf ebner Bahn. 5. Das Leben ist in dir und alles Licht des Lebens; ach, laß an mir dein Glanz, mein Gott, nicht seyn vergebens. Weil du das Licht der Welt, so sey mein Lebenslicht, o Jesu, bis mir dort dein Sonnenlicht anbricht. Laur. Laurentii, geb. 1660, 4+ 1722. 70 Mel. O Durchbrecher aller ꝛc. 17⁰⁴. —.——— E e Se——. +— 1. Du bist in die Welt ge-kom⸗men, da hast du an dich ge⸗nom⸗men Got⸗tes Sohn, du böch⸗stes Gut, un⸗ ser menschlich Fleisch und Blut; Q V3———— 8—,———— —.— e,. 2— +—— 2*— —— — und wir all⸗zu⸗mal, wir Sünder, sind durch dich mit Gott ver⸗söbnt, I + ——— —.......— —5— — 2—..33..93—— + 2—2 *— daß er nun als sei⸗-ne Kin⸗ der 2. Ich, auch ich kann mich des trösten und ist ewig mein Gewinn, daß ich unter den Er⸗ lösten und dein Bruder worden bin. Liebster Jesu, o mein Le⸗ ben, sage doch mir Armen an, was ich dir dagegen geben, und wie ich dir danken kann. 3. Mag dir denn mein Herz gefallen, ist die Gabe nicht zu klein? Ach, gewiß vor andern allen wird dir das gefällig seyn. Zwar das Opfer ist geringe und verächtlich anzusehn; doch weil ichs im Glauben bringe, wirst du solches nicht verschmähn. 4. Nun so legt mein Herz 2—— uns mit Heil und Gna⸗de krönt. sich nieder, o Immanuel, vor dir; aber ich will auch hinwie⸗ der dein getreues Herz dafür. Ohne dieß kann ich nicht leben und nicht leben ohne dich; doch du hast dein Wort gegeben, daß du mein bist ewiglich. 5. Leib und Seele mag ver⸗ schmachten, Erd und Himmel fahre hin! Nichts ist neben dem zu achten, daß Gott worden, was ich bin. Und ich armer Staub und Erde habe diese Herrlichkeit, daß ich auch, wie er ist, werde, wenn ich ende meine Zeit. 6. O wie hoch bin ich geseg⸗ — S...— +IH T... R. Was das hat ber führ uf ebner dir und ach laß in Gott, Weil du sey mein mit dort cht. 11 17². 1104. Gut, d Blut; ö vergähnt — de klöͤt. mel, vor hinwie⸗ dafüt. cht leben ich doch Hen, daß — mag ver⸗ Himmel jeben dem worden net! Ob mir Elend, Schmach und Noth, ob mir alles Kreuz begegnet, ob auch endlich selbst ö der od, Jesu, mich will von Versöhnung und Erlösung. 21⁵ dir reißen, reißt mich dennoch nichts von dir; denn dieß Wort muß ewig heißen: Ich in dir und du in mir! E. Neumeister, geb. 1671, 4 1756. 272. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. 168⁷ 9⁰ VV—*— PPPSSI.II.III.II..... IFIFIFIFITITIT.— —.———.— 4—.— * 2 1. 9 Gro⸗-ßer Mitt-ler, der zur Rech-ten sei-nes gro⸗sen Ba⸗ters sitzt und die Schaar von sei-nen Knechten in dem Reich der Gnaden schüßt, er rr 2*— 5...... den auf dem er-⸗hab- nen Throne in der kö⸗ nig ⸗li⸗chen Krone ———....— F.— 1 I I +—— + N PPIII, 1.—— al⸗les Heer der E⸗wig⸗ keit mit ver⸗hüll⸗tem Ant⸗litz scheut. 2. Dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist voll⸗ bracht; was vollendet sollte wer⸗ den, das ist gänzlich ausgemacht; da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erwor⸗ ben, und dein siegreich Aufer⸗ stehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Ge⸗ schäfte in dem obern Heilig-— thum, die erworbnen Segens⸗ kräfte durch dein Evangelium allen denen mitzutheilen, die zum Thron der Gnaden eilen; nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werthe Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben; bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch die⸗ nen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach, da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, da die Sünden aller Welt dir auf deinen Schultern lagen, hast du dich vor Gott gestellt, bald mit Seufzen, bald mit Weinen für die Sünder zu erscheinen; o mit welcher Nie⸗ drigkeit batest du zur selben Zeit! 7. Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht unterstützt, da in der vollkommnen Hütte die verklärte Menschheit sitzt; nun kannst du des Satans Klagen majestätisch niederschlagen, und nun macht dein redend Blut unsre böse Sache gut. 216 Gott der Sohn. 8. Die Verdienste deiner Lei⸗ den stellest du dem Vater dar, und vertrittst vor ihm mit Freu⸗ den deine theur erlöste Schaar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben, und die Seelen zu dir ahn, die noch deine Freundschaft fliehn. 9. Großer Mittler, sey ge⸗ 273. Mel. Schmücke dich, o liebe ꝛc. — ⁊̃— priesen, daß du in dem Heilig⸗ thum so viel Treu an uns be⸗ wiesen; dir sey Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Noth, wenn den Mund verschließt der Tod. Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, + 1735. Crüger. 1649. —3———— 0 1. Kö⸗ nig, dem kein Koönig gleichet, des⸗sen Ruhm kein Mund er⸗rei⸗chet, dem als Gott das Reich gebühret, der als Men sch den Scepter füh⸗ret, — xx. 92.——.—————— .57— ö‚ dem das Recht ge⸗hoͤrt zum Throne als des Ba⸗ters eingem Soh-⸗ ne, 4.— 2. Himmel, Erde, Luft und Meere nebst dem ungezählten Heere der Geschöpfe in den Feldern, in den Seen, in den Wäldern sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigenthum Gamer Thiere, Menschen, eister scheuen, Menschensohn, dein Rand Dräuen. 3. In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tau⸗ send treue Seelen dich zu ihrem Serdie erwählen, die durchs cepter deines Mundes, nach dem Recht des Gnadenbundes, sich von dir regieren lassen und, wie du, das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man nets dich lo⸗ ben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein ver⸗ klärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. O Monarch in dreten Rei⸗ chen, dir ist Niemand zu ver⸗ gleichen an dem Ueberftuß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vollkommenheit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Lust, Furcht und Schmerzen; laß mich dei⸗ nen Schutz genießen, gläubig == S&& — 3——2=: —— 25,..— s... Heilig⸗ uns be⸗ ank und zerdienst zu dem uns in Mund 93, M85. üger. 1649. —5 kli⸗chet, füh⸗net, —— oh⸗ 10. glistenl mlischen Menge rt ohne ein ber⸗ die dich dir Ehr len Rel⸗ u ver⸗ sah der ung der uheit der Bürger T deine st deine meinem .Funcht nich dei⸗ gläubig Versöhnung und Erlösung. dich ins Herze schließen, ehren, uͤrchten, loben, lieben und mich in Gehorsam üben; hier mit 274. 1. Heiland, deine Menschen⸗ liebe war die Quelle jener Triebe, die dein treues Herz bewogen, dich in unser Fleisch ezogen, dich mit Schwachheit überdecket, dich vom Kreuz ins Grab gestrecket. O der wun⸗ derbaren Triebe deiner treuen Menschenliebe!— 2. Ueber seine Feinde wei⸗ nen, Jedermann mit Hülf er⸗ scheinen, sich der Blinden, Lah⸗ men, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Kla⸗ gen hören, sich in Andrer Dienst verzehren, sterben für die ärg⸗ sten Sünder: das ist Lieb, o Menschenkinder! 3. O du Zuflucht der Elen⸗ den, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hülf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mit⸗ zutheilen! 4. Die Betrübten zu erqui⸗ cken, zu den Kleinen dich zu bücken, die Unwissenden zu Ich ren, die Verführten zu bekeh⸗ ren, Sünder, die sich selbst ver⸗ stocken, täglich liebreich 5. dir locken, mit Verzehrung deiner Kräfte, war dein tägliches Ge⸗ schäfte. ö 217 ringen, dulden, streiten, dort mit herrschen dir zur Seiten. Johann Jalob Rambach geb. 1593, + 1735. Im vorigen Ton. 5. O wie hoch stieg dein Er⸗ barmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätzbar theures Leben in den ärgsten Tod ge⸗ geben, da du in der Sünder Händen, alle Leiden zu vollen⸗ den und den Segen zu erwer⸗ ben, als ein Fluch hast wollen sterben. 6. Deine Lieb hat dich ge⸗ trieben, Sanftmuth und Ge⸗ duld zu üben; ohne Schel⸗ ten, Drohen, Klagen Andrer Schmach und Last zu tragen, Allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, für der Feinde Schaar zu beten und die Mörder zu vertreten. 7. Demuth war bei Spott und Hohne deiner Liebe Schmuck und Krone; diese machte dich zum Knechte einem sündlichen Geschlechte; diese Demuth, gleich den Tauben, war ohn Falsch, voll Treu und Glauben, mit Gerechtigkeit gepaaret und durch Vorsicht wohl bewahret. 8. Herr, laß deine Liebe de⸗ cken meiner Sünden Meng und Flecken. Du hast das Gesetz erfüllet, des Gesetzes Fluch ge⸗ stillet; laß mich wider dessen Stürmen deiner Liebe Schild beschirmen. Heilge meines Her⸗ Aich Triebe, salbe sie mit deiner iebe. Johann Jakob Rambach, geb. 1693, 1 17³⁸ Gott der Sohn. Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben ꝛc. 731. 1. Herr von un⸗end⸗li⸗chem Erbarmen, du un⸗er⸗gründ=lich Lie⸗bes⸗meer, el ich dan⸗ke dir mit an⸗dern Armen, mit ei⸗nem gan ⸗ zen Sunder⸗heer *— ———.——— 5—— EE——— ESSESEEEEEESEE 1I—;, 25 für dei⸗ne Huld in Je⸗ su Christ, die vor der Welt ge⸗we⸗sen ist. 2. Für dein so allgemein Er⸗ lösen, für die Bezahlung aller Schuld, für deinen Ruf an alle Bösen und für das Wort von deiner Huld, ja für die Kraft in deinem Wort dankt dir mein Herze hier und dort. 3. Für deinen heilgen Geist der Liebe, der Glauben wirkt in unserm Geist, weil doch des Glaubens Kraft und Triebe ein Werk der Allmacht Gottes heißt, für die Befestigung darin dankt dir mein neu geschaffner Sinn. 4. Für dein so tröstliches Ver⸗ sprechen, daß deine Gnade ewig sey; wenn Berge bersten, Hü— gel brechen, so bleibt dein Bund und deine Treu; wenn Erd und Himmel weicht und fällt, ——0 doch Gott, der Glauben ält. 5. Für deine theuern Sa⸗ eramente, die Siegel deiner wahren Schrift, wo Gott, da⸗ mit ich glauben könnte, ein Denkmal seiner Wunder stift, für diese Gnaden in der Zeit dankt dir mein Herz in Ewigkeit. 6. Ja, Mund und Herze soll dir danken; doch biktet auch mein Herz und Mund: Laß weder Mund noch Herze wan⸗ ken und gründe mich auf diesen Grund. Erhalte nur durch deine Treu mich bis ans Ende auch dabei. 7. Und fechten Satan, Welt und Lüste mich in dem bösen Stündlein an, gib, daß ich mit dem Schild mich rüste, der ihre Pfeile löschen kann. Doch weil ich schwach, so lasse du kein all⸗ zustark Versuchen zu. 8. Laß mir dein allgemein Erbarmen, das allgemeine Lö⸗ segeld, den allgemeinen Ruf der Armen, den allgemeinen Trost der Welt, die Mittel, welche allgemein, zum festen Grund des Glaubens seyn. 9. Du gabst ja mir auch solche Gnaden, auch ich, ich habe Theil daran; ich lag ja mit in gleichem Schaden, für mich ist auch ge⸗ nug gethan; an deinen Wor⸗ ten, Trost und Heil gehört mir mein besondres Theil. 10. Laß mich in Liebe heilig leben, unsträflich dir zum Lobe seyn; versichere mein Herz da⸗ neben, es reiße weder Lust noch Pein mich von der Liebe Gottes hin, weil ich in Jesu Christo bin. 11. Tod, Leben, Trübsal, SENNHII IIIr it. ewan⸗ diesen Durch Ende „Welt bösen ch mit r ihre H Weil in all⸗ gemein ine Loö⸗ uf der Trost welche rund solche „Tbeil leichem ich ge⸗ Angst und Leiden, was Welt und Hölle in sich schließt, nichts soll mich von der Liebe scheiden, 276. ö Versöhnung und Erlösung. 219 die da in Christo Jesu ist. Ja, Amen! Vater aller Treu, zähl mich den Auserwählien bei. Phil. Friedrich Hiller, geb. 1699, + 1769. Mel. O Jesu Christ, meins ꝛe. 1630. 9 ———— P S... V. Chri⸗sti Blut und Ge⸗rech⸗tig⸗keit, das ist meinSchmuc und Chren⸗kleid, *— —1 —— E P 6 da⸗mit will ich vor Gott be⸗stehn, wenn ich zum Himmel werd ein⸗gehn. 2. Das heilige, unschuldge Lamm, das an dem rauhen Kreuzesstamm für meine Seel gestorben ist, erkenn ich für den Herrn und Christ. 3. Ich glaube, daß sein theu⸗ res Blut das allerunschätzbarste Gut, und daß es Gottes Schätze füllt und ewig in dem Himmel gilt. 4. Und würd ich durch des Herrn Verdienst auch noch so treu in seinem Dienst, gewänns auch allem Bösen ab und stürb der Sünde bis zum Grab; 5. So will ich, wenn ich zu ihm komm, nicht denken mehr an gut und fromm, sondern: da kommt ein Sünder her, der gern ums Lösgeld selig wär! 6. Wird dann die Frage vor⸗ ebracht: Was hast du in der elt gemacht? so sprech ich: Dank sey meinem Herrn, konnt ich was Guts thun, that ichs gern. 7. Und weil ich wußte, daß sein Blut die Sünd weg⸗ schwemmt mit seiner Fluth, und daß man nicht muß willgen ein, ließ ich mirs eine Freude seyn. 8. Wenn nun kam eine böse Lust, so dankt ich Gott, daß ich nicht mußt; ich sprach zur Lust, zum Stolz und Geiz: Dafür hing unser Herr am Kreuz. 9. So lang ich noch hienie⸗ den bin, so ist und bleibet das mein Sinn: ich will die Gnad in Jesu Blut bezeugen mit ge⸗ trostem Muth. ö 10. Gelobet seyst du, Jesu Christ, daß du ein Mensch ge⸗ boren bist, und hast für mich und alle Welt bezaͤhlt ein ewig Lösegeld. 11. König der Ehren, Jesu Christ, des Vaters einger Sohn du bist; erbarme dich der gan⸗ zen Welt und segne, was sich zu dir hält. Nik. Ludw., Graf v. Zinzendork. geb. 1700, + 1760. 220 277. Gott der Sohn.— Versöhnung und Erlösung. Mel. PPPREEEEEERR Es ist das Heil ꝛc. . Au, Cbristen, laßt uns unsern Gott Er hat nicht Lust an un⸗sern Tod, will,daß wir e⸗wig le ⸗ben. mit frob⸗em Dank er⸗ he⸗ ben! 2 —. 1 * Was uns zum 256 le nõ⸗ thig il das hat er uns durch JesumChrist —— EH 2. Nach seinem gnadenvollen Rath kam er, sein Sohn, auf Erden, für unsre Schuld und Missethat ein Retter uns zu werden. Er wards und hat sein Werk vollbracht und sich nach kurzer Grabesnacht gen Himmel aufgeschwungen. 3. Wo ist des Todes Herr⸗ schaft nun? Hier ist sein Ueber⸗ winder! Die Furcht vor ihm hinwegzuthun, starb er, das Heil der Sünder. Eröffnet ist uns nun die Bahn, die von der Erd uns himmelan zur ewgen Wonne leitet. 4. Wie hat uns doch der Herr so lieb! wie sucht er un⸗ ser Bestes! Er gibt für uns aus freiem Trieb sein Liebstes und sein Größtes. Preis ihm, der so viel an uns thut! Preis seinem Sohn, der uns zu Gut sich bis zum Tod erniedrigt! 2—— j SSS er⸗ bar⸗mungsvoll be-rei⸗ tet. Mel. O Ewigkeit, du ꝛc. 5. Was er zum Leben uns verschafft, das ist in seinen Händen; sein ist das Reich, sein ist die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er so liebreich uns erwarb, als er für uns am Kreuze starb. Wohl Allen, die ihm trauen! 6. O laßt uns ihm uns an⸗ vertraun und seine Stimme hö⸗ ren, auf unsers Mittlers Hülfe baun, ihn mit Gehorsam ehren. Das ist der Weg zum ewgen Wohl, der Weg, auf dem man friedevoll auch schon auf Erden wandelt. 7. Herr, leite uns auf dieser Bahn, zieh uns zu deinem Sohne! Er ging als Vorbild uns voran; dort reicht er uns die Krone. Dort haben wir an seinem Heil, an seinem Himmel 9295 Theil und preisen deine Liebe. Joh. Sam. Diterich, geb. 1721, 4+ 1797. Crüger. 1653. —— SSS 1. Ich schäme mich des Heilands nicht, Gott, welch ein theu⸗res, werthes Wort: vor dem voll frob⸗ er Zu?ver⸗ sicht ich hier dein Kind, dein Er⸗be dort, dieser heinem zorbild er uns wir an zmmel deine ul. er. 4obs- . vu⸗sicht zbe dorh, Jesuslieder. ö 2 —— 5———.— JT— SSSS mein Knie sich dankbar beu⸗ get. wie mir dein Geist be⸗zeu⸗get; ich soll durch Je⸗sum Christum rein, IEI 0 9 2.—. 2—— —.——.—— +— VE. +—— D— durch ihn ge⸗recht und se⸗lig seyn. 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, die in der selgen Wissenschaft von dem Erlöser lieget; die alle Kenntniß dieser Welt, und was sie Reizendes enthält, unendlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höch⸗ ster Ruhm ist Jesu Evangelium. 3. Auf ewig ists mein bestes Theil; in keinem Andern ist mir Heil und Recht zum ew⸗ gen Leben, Vergebung meiner Sündenschuld, der Beifall Got⸗ tes, seine Huld und Seeleuruh egeben. Ich steh im Glauben, in ein Christ, an dem nun nichts verdammlich ist. 4. Mir widerfuhr Barmher⸗ zigkeit; mit himmlischer Zufrie⸗ denheit lohnt Gott mich schon hienieden. Ich bete voller Zu⸗ versicht; mich schreckt kein Tod und kein Gericht; mein Geist fühlt Gottes Frieden. Auf ewig ist mein Herz, Gott, dein, auf ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht; nichts raubt mir meinen Trost und Muth, nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich alles hier vermag, mein Gott wird bis auf jenen Tag mein Erbtheil mir bewahren. Ja du, der mich berief, bist treu; gib, daß ichs auch im Glauben sey. Friedr. Wilh. Loder, geb. 1757, 4 1823. Jeu sd iend eer. Eigne Melodie. 1599. * 5————— +2 2..——. 1——— + 1 + *—— 11 1 I 1. Wie schön leucht uns der Mor-gen- stern voll Gnad und du Sohn Das vids aus Ja⸗kobs Slamm, mein Kö⸗nig .—. 1H—— N ——— 2——5—.— ee— *0—— E——————.— Wahr⸗heit von dem Herrn, und mein Braͤu⸗ti ⸗gam, die siu⸗ se Wur⸗ zel Zes⸗ se; hast mir mein Herz beů⸗ ses⸗ sen, 222 Jesuslieder. lieb-lich, freund⸗lich, —— reich von Ga ben, 2. Ei meine Perl, du werthe Kron, wahr Gottes und Ma⸗ rien Sohn, ein hochgeborner Rönig! Du bist des Herzens schonste Blum; dein süßes Evangelium ist lauter Milch „* und Honig. Ei mein Blüm⸗ lein, Hosianna! himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3 Geuß sehr tief in mein Jerz hinein, du heller Jaspis, Dler Stein, die Flamme deiner Liebe. Ach, möchtees seyn, daß ich durch dich an deinem Leibe ewiglich ein lebend Gliedmaß bllebe! Nach dir wallt mir mein Gemutbe, ewge Güte, bis es fin⸗ dei dich, des Liebe es entzündet. Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit den Augen dein so freund⸗— lch thust anblicken. O Herr Jefu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erqui⸗ cken Nimm mich freundlich in dein Arme, daß ich warme werd von Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. 280. Mel. Run freut euch, lieben ꝛc. hoch und sehr präch⸗ tig er ban⸗ ben. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut; er ist mein Schatz, ich bin sein Braut, sehr hoch in ihm erfreuet. Eia, Eia, himmlisch Leben wird er geben mir dort oben. Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zwingt die Saiten zu sü— ßem Klang und laßt den boben Lobgesang ganz freudenreich er— schallen; daß ich möge mit Jesu fein, dem wunderschönen Bräut⸗ len. mein, in steter Liebe wal— en. Singet, springet, jnbili⸗ ret, triumphiret, dankt dem Herren! Groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herz⸗ lich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis, des klopf ich in die Haͤnde. Amen, Amen! Komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, deiner wart ich mit Verlangen. Pbti. Nicolal, geb. 1556, + 1608. 1523. 1. Such, wer da will, ein an⸗der Ziel, — die Se⸗ ligs keit zu fin den; mein Herz alslein besdacht soll seyn, auf Christum sich zu grün⸗de n. v, mein lich ewig m Sohn hat mich ist mein aut, sehr 1. Cia, wird er 1. Ewig hen. en zu si⸗ en hoben nreich er⸗ mit Jesu en Bräut⸗ jebe wal⸗ et, jubili⸗ inkt dem Her König 0 herß Schatz ist sang und nich doch sehmen in Amen!“ 7 denkrone, mer wart 555 liol. 15²3. Jesuslieder. 223 —.. P...... ————— 1—— Sein Wort ist wahrz sein Werk ist klar; sein heilger Mund hat Kraft und Grund, N—— II— ———.——— — all Feind zu ü⸗ber⸗win ⸗den. 2. Such, wer da will, Noth⸗ helfer viel, die uns doch nichts erworben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu Theil; uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 3. Ach, sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil be⸗ ehret; er ist der Herr, und einer mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein; denn wobl wird seyn dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins Herzens Kron, 281. Eigne Melodie. mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben; bleib du mein Preis, dein Wort mich speis; bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich in Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen; hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen. Georg Weissel, geb. 1590, + 1685. Nach Hammerschmidt. 1658. — 1 i EA H — 2 SS.. E 1. Meinen Je⸗sum laß ich nicht; so er⸗ for⸗ dert mei⸗ne Pflicht, weil er sich für mich ge⸗ ge⸗ ben, un⸗ver⸗rückt an ihm zu kle⸗ ben. —..——. .—— — SSSSSSI...... — Er ist mei⸗ nes Le⸗bens Licht; mei- nen Je⸗ sum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm hab ich voll Zuver⸗ sicht, was ich bin und bab, er⸗ geben Alles ist auf ihn gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, alle meine Sinne weichen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin ge⸗ langet, wo vor seinem Ange⸗ sicht frommer Christen Glaube 2223. Jesuslieder. pranget. Mich erfreut sein Ange⸗ sicht; meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele seufzt und stöhnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich freiet vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 282. Eigne Melodie. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Sei⸗ ten; Christus wird mich für und für zu den Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. ö Christ. Keymann, geb. 1607, 4+ 1662. Crüger. 1656. ....—.E SSS...— 1. Je⸗ su, mei⸗ne Freu⸗ de, mei⸗ nes Her⸗zens Wei⸗ de, 36 Ach. wie lang, ach lan⸗ ge ist dem Her⸗zen ban ⸗ ge DD..— Je ⸗ su, mei⸗ ne Zier! und ver⸗langt nach dir! 0 Got⸗tes Lamm, mein Bräu⸗ti-gam, ů— e.— ö—..— — 3—— e au⸗ßer dir soll mir auf Er⸗ den 2. Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei; laß sie Unheil brü⸗ ten, laß den Satan wüthen, mir steht Jesus bei. Ob die Welt gleich bricht und fällt, ob gleich Sünd und Hölle schre⸗ cken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe, ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh; Got⸗ tes Macht hält mich in Acht; Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren! Ich mag euch nicht hö⸗ ren, bleibt mir unbewußt! nichts sonst Lie⸗bers wer⸗den. Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, muß ich gleich viel leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir ge⸗ fällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, oStolz und Pracht, dir sey ganz, o Lasterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister; denn mein Freudenmeister, Je⸗ sus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Be⸗ trüben lauter Manna seyn. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Zohann Franck, geb. 1618, 4+ 1677. nicht von der Sei⸗ mich für Sbächlein it mit so N laß ich Rehmann, „ 1662. rüger. 1656. —— —— dei⸗ de e ge = i⸗ gam, * wer⸗den. Schmach muß ich 1 von Jesu 0 Wesen, „mir ge⸗ Nacht, hr dahinten, ans Lächt. nd Pracht teben, gute Jesuslieder. Eigne Melodie. 22⁵ 1738. 2 — 2 TD — XX 2 + I— +—— + 1. Ich will dich lie⸗ben, mei⸗ne Stär⸗ke; ich will dich lie⸗ben mit dem Wer⸗ke und im⸗mer⸗wäͤh⸗render Be⸗gler; e ich will dich lie⸗ben, meine Zier; E—— —.. H I —— EEE 1Z—— —— ich will dich lie⸗ ben, schönstes Licht, 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen aller⸗ besten Freund; ich will dich lie⸗ ben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Lamm, als meinen Bräutigam. 3. Ach, daß ich dich so spät erkennet, du hochgelobte Schön⸗ heit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh; es ist mir leid und bin betrübt, daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet; ich suchte dich und fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht; nun aber ist durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. 284. 9 Mel. Gott des Himmels ꝛc. bis mir das Her⸗ ze bricht. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du süßer Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen e uch nicht straucheln oder stille stehn; er⸗ leuchte Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. ö 7. Ich will dich lieben, meine Krone; ich will dich lieben, mei⸗ nen Gott; ich will dich lieben ohne Lohne, auch in der aller⸗ rößten Noth; ich will dich lie⸗ en, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, geb. 1624, 4+ 1677. Albert. 1642. —— V. . N ,,n 1. Liebe, die du mich zum Bil⸗ e dei⸗ ner Gott⸗heit hast ge⸗macht; Lie-be, die du mich so mil-de nach dem Fall hast wie⸗der⸗bracht: — ——.....— SISSSS——————..... Ae⸗be, dir er⸗ ged ich mich, 2. Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war; Liebe, dein zu blei⸗ben e= wig=lich. die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar: 15 226 Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelit⸗ ten und gestorben in der Zeit; Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu blei⸗ ben ewiglich. 4. Liebe, die mich hat gebun⸗ den an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwun⸗ den und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Jesuslieder. 5. Liebe, die mich ewig lie⸗ bet und für meine Seele bitt; Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu blei⸗ ben ewiglich. 6. Liebe, die mich wird er⸗ wecken aus dem Grab der Sterblichkeit; Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, dir er⸗ geb ich mich, dein zu bleiber ewiglich. Johann Scheffler, geb. 1624, + 167⁷ daß ich dein bin und du mein; 2. Deine Güt hat mich um⸗ fangen, eh mich noch die Welt Anent dir bin ich schon an⸗ gehangen, als an Mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenommen, da ich an das Licht gekommen: ich bin dein, und du bist mein; ich will kei⸗ nes Andern seyn. 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Segen regte mir oft mein Ge⸗ müth, so ich etwa ausgetreten, daß ich wieder kam mit Beten: 285. Mel. Jesu, der du meine ꝛc. 1662. . ö‚— DDEEEEEEE—. ————— 4—.̃—— 1. Je⸗su, mei⸗ner See⸗le Le⸗ ben, mei⸗nes Herzens höch⸗ ste Freud, dir will ich mich ganz er⸗ge⸗ ben, je⸗ bo und in E⸗wig⸗keit. ————— 2—— ——. DIDDRDEEEESS..— *————— Meinen Gott will ich dich nen⸗nen und vor al⸗ler Welt be⸗ ken⸗nen, VD 2—.—5.———— S........ E 4.—. H ich will kei⸗ nes An=⸗dern seyn. ich bin dein, und du bist mein; ich will keines Andern seyn. 4. Ja, in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht geführt; du hast, was ich hab, gegeben, du bast meinen Lauf regiert; deine Güt, die täglich währet, hat mich immerdar er⸗ nähret: ich bin dein, und du bist mein; ich will keines An⸗ dern seyn. 5. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, hilfet sie mir auf; ist es, daß ich mich be⸗ trübe, tröst sie mich in meinem ewig lie⸗ eele bittz gibet und tt: Liche, N zu ble⸗ wird er⸗ Hrab der die mich dem Laub he, dir er⸗ zu bleibe 1624,H 16ll 165². heste Fab, wig⸗Keil = ken⸗Nen he⸗en 1280 = denn sehn. Jesuslieder. Lauf; bin ich arm, sie gibt mir Güter; schlaf ich ein, sie ist mein 5 ubn ich bin dein, und du bist mein; ich will keines Andern seyn. 6. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel e merde ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dir, Jesu, in die Freude, trotz daß mich was von dir scheide! Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines An⸗ dern seyn. 7. Drum ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigenthum; 286. 9⁴ Eigne Melodie. 227 dir allein ich mich ergebe, du bist meiner Seelen Ruhm, meine Zuversicht und Freude, meine Süßigkeit im Leide: ich bin dein, und du bist mein; ich will keines Andern seyn. 8. Höre, Jesu, noch ein Fle⸗ hen, schlag mir diese Bitt nicht ab: wenn mein Augen nicht mehr sehen, wenn ich keine Kraft mehr hab, mit dem Mund was vorzutragen, laß mich seuf⸗ end doch noch sagen: Ich bin ein, und du bist mein; ich will keines Andern seyn. Christian Seriver, geb. 1629, 4 1693. Drese. 1698. 5, e I * ———* *— +— I.———— 20— 2— . 3. E. 1 Sec⸗lenbräu⸗ti⸗gam, Je⸗su, Got⸗tes Lamm! ha⸗be Dank für dei⸗ne Lierbe, D.———— 2. —.3 die mich zieht aus reinem Triebe von der Sünden Schlamm, Je⸗su, Gottes Lamm! 2. Deine Liebesgluth stärket Muth und Blut. Wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemuth deine Liebesgluth. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Noth und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so roth, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht! Salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir blei⸗ ben für und für. Deine Liebe will ich ehren und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre, und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir auch gram, Held aus Davids Stamm! 7. Großer Friedefürst! wie hast du gedürst nach der Men⸗ schen Heil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Mich dürst! großer Frie⸗ defürst. 8. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Dei⸗ 15* 2²20 Jesuslieder. nen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib! 9. Wer der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt um den le⸗ bendigen Glauben, der wird bald empfindlich schauen, daß Niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nim⸗ mermehr dich lassen, sondern läubig dich umfassen, weil im lauben ich nun ergreife dich. 11. Wenn ich weinen muß, wird dein Thränenfluß meine Thränen auch begleiten und zu deinen Wunden leiten, daß mein Thränenfluß bald sich stil⸗ len muß. 12. Wenn ich mich aufs Neu 287. wiederum erfreu, freuest du dich auch zugleiche, bis ich dort in deinem Reiche ewiglich aufs Neu mich mit dir erfreu. 13. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glau⸗ ben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 14. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich über⸗ winde, und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 15. Du mein Preis und Ruhm, werthe Himmelsblum! in mir soll nun nichts erschal⸗ len, als was dir nur kann ge⸗ gefallen, werthe Himmelsblum, du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, geb. 1630, 4+ 1718. Eigne Melodie. 17⁰0⁴. + 1. Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗sen, wenn ich in deiner Liebe ruh Ich stei-ge aus der Schwermuth Höhlen und ei⸗le deinen Armen zu. DD — Da muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit so an⸗ge-neh-men Freuden die Lie⸗be strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Er⸗den: * ., 2. Die Welt mag meine Feindin heißen: es sey also! Ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen wer woll⸗te nicht vergnũget wer⸗ den, der in dir su⸗chet Ruh und Lust? bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; du bist mein Freund, den ich erwähle; du bleibst mein ——. Sarrr S- ———— —...—..———.2. I iest du dich 9 dort in glich aufs reu. Spott und hrenkron; im Glau⸗ uund im Ehrenkron ohn. ich allhiet dich über⸗ nem Sieg tterlich du reis und nelsblum! S erschal⸗ kann ge⸗ melsblum, Ruhm! 690,4 1718 17⁰⁴ — — ache fh! Anmen zu. 2— man Freuden = Rauférdeni uh und Lust n Gesihht sich Meile 1 Frnd ebswen Jesuslieder. Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten nininer. mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich des Moses Ei⸗ fer drücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht Straf und Hölle mir im Rücken, so steig ich gläubig in die 181 und flieh in deine heilgen Wunden, da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl tref⸗ fen kann. Tritt alles wider mich zusammen: du bist mein Heil, wer will verdammen? die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du mich in die Kreuzeswüsten, ich folg und lehne mich auf dich. Du näh⸗ rest aus den Wolkenbrüsten und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwe⸗ en, sie enden sich in Lieb und egen: genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren und 229 über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag Andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Hert und Muth in dir, der du verlässest Keinen, o al⸗ lerliebstes Leben, ruht. Wen kann des Weges End erschre⸗ cken, wenn er aus mördervol⸗ len Hecken Mart d in die Si⸗ cherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildniß scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quä⸗ len, weil du, mein Gott, ver⸗ gnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüthe nach deiner unumschränkten Güte des Him⸗ mels süßen Vorschmack seyn. Weg, Welt, mit allen Schmei⸗ cheleien! nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, geb. 1660, + 1722. Eigne Melodie. (1680.) 1704. 288. 2D— — —— „———— 5. d. 2— ——— I— — 1. Eins ist noth; ach Herr, dieß Ei⸗ne Al⸗ les Andre, wie's auch scheine, leh⸗re mich er ⸗ken⸗ nen doch! ist ja nur ein schwe⸗res Joch + * — 9 — + +—* —* +———6—6 —.——22.—. 5—3—6 ——————— 35 da⸗run⸗ter das Her⸗ze sich na⸗get und pla⸗get und den⸗noch kein D .——. 4. ———5—.—— +. I 7—.—F——— — L——5 + 2— EZ. V— P‚P‚P...—.———.—. wah⸗ res Ver⸗gnü⸗gen er⸗ja⸗get. Er- lang ich dieß Ei- ne das 9——.— . e 4*——— al⸗ les er-setzt, so werd ich mit Ei nem in Al⸗ lem er-götzt 230 2. Seele, willt du dieses fin⸗ den, suchs bei keiner Creatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur, wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle voll⸗ kommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, nothwendigste Theil, mein Ein und mein Al⸗ les, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflissen auf des Einigen Genieß, da sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ, ihr Herze entbrannte, dieß einzig zu hö⸗ ren, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr Alles in Einem geschenkt. 4. Also ist auch mein Ver⸗ langen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob Viele zum größeren Haufen sich kehren, so soll doch mein Herze dir einzig gehören; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demuth und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Je⸗ sum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkom⸗ menen Preis. 6 Richts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein Jesuslieder. höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein theu⸗ res Opferblut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich er⸗ wähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet ben göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust; dein Leben sey, Jesu, mir einzig be⸗ wußt. 8. Ja, was soll ich mehr ver⸗ langen? Mich bedeckt die Gna⸗ denfluth; du bist einmal einge⸗ gangen in das Heilge durch dein Blut; da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, in kindlichem Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßres kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du „e muß ein then⸗ e höchste erworben, mme des e Kleider erlangt, aube in haß meine nem Bild den ich er⸗ Heiligung enet zum Ud len land, mir liße mich ust; dein einig be⸗ mehr ver⸗ die Gna⸗ mal einge⸗ ilge durc die ewge daß ich Herrschuft gang die hringt/ n Abba uun lll/ 10 Heine Sl ine fisl“ elns mic 0 ann aben, als dch iung nichts il 0 ergllikt Jesuu/ E alleine sollst mein Ein und Alles seyn. Prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchel⸗ schein; sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite 289. Jesuslieder. 231 mich, Höchster, auf ewigem Wegez gib, daß ich hier alles nur achte für Koth, und Jesum gewinne: Dieß Eine ist noth. Johann Heinrich Schröder, geb. 1666, + 1728. Mel. Seelenbräutigam ꝛc. Orese 1698. 9⁰ .—— —..———.. +* + 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü-ße Ruh! Un⸗ter Vie⸗len aus⸗er⸗ko⸗ren, H+r + Le-ben de⸗rer, die ver⸗lo⸗ ren, und ihr Licht da⸗zu, 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Noth zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zu⸗ edecket und mich aus der Noth hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld! Tod, Sünd, Höll und Welt, alle Kraft des großen Drachen hast du wolln zu Schanden machen durch das Lösegeld deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet! deinen Scepter will ich küssen; ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria thät, höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigenthum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigenthum, allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmuth Schild, Je⸗ su, sü⸗ße Ruh! deiner Demuth Bild mir an⸗ lege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sey du mein Gewinn, gib mir dei⸗ nen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken. Habe auf mich Acht, Hüter in der Nacht! 12. Einen Heldenmuth, der 232 Jesuslieder. da Gut und Blut gern um dei⸗ netwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein theures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todesthal begleiten und ur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Joh. Anast. Freylinghausen, geb. 1670, 4 1739. 290. Mel. Alles ist an Gottes Segen ꝛc. 17³⁸. * ——3 + —————— ———— 1. O wie se⸗lig sind die See⸗len, die mit Je⸗ su sich ver⸗mäh⸗len, 3 —.—.. —.— 9.—.———— 2——————— 2.————— die sein Le⸗benshauch durchweht, daß ihr Herz mit heisßem Trie be —.—5 1——— S SSPSPI......——— ² 2— stünd⸗lich nur auf sei⸗ne Lie⸗ be 2. O wer fasset ihre Würde, die bei dieses Leibes Bürde im Verborgnen schon sie schmückt! Alle Himmel sind zu wenig für die Seele, der ihr König sol⸗ ches Siegel aufgedrückt. 3. Wenn die Seraphim mit Schrecken sich vor seinem Glanz bedecken, spiegelt sich sein An⸗ esicht in der Seele, die ihn ennet und von seiner Liebe brennet, hier schon mit enthüll⸗ tem Licht. A. Nach Jehovas höchsten Eh⸗ ren wird in allen Himmelschö⸗ ren nichts, das herrlicher, ge⸗ schaut, als ein Herz, das er erle⸗ sen, und mit dem das höchste We⸗ sen sich zu einem Geist vertraut. 5. Drum wer wollte sonst was lieben und sich nicht be⸗ ständig üben, dieses Königs Freund zu seyn? Muß man gleich dabei was leiden, sich und auf. sei⸗ ne Näh-e geht. von allen Dingen scheiden, bringts ein Tag doch wieder ein. 6. Schenke, Herr, auf meine Bitte mir ein göttliches Ge⸗ müthe, einen königlichen Geist, mich als dir verlobt zu tragen, allem freudig abzusagen, was nur Welt und irdisch heißt. 7. So will ich mich selbst nicht achten, sollte gleich der Leib verschmachten, bleib ich Jesu doch getreu. Sollt ich keinen Trost erblicken, will ich mich damit erquicken, daß ich meines Jesu sey. 8. Ohne Fühlen will ich trauen, bis die Zeit kommt, ihn RN schauen, und vorbei die letzte acht, da mein Geist zum obern Leben aus der Tiefe darf ent⸗ schweben und nach seinem Bild erwacht. Nach Cbristlan Friedrich Richter (aus Knapys Liederschatz), geb. 1676, + 1711. 5222.—...——2. ehn, mic eiten und iten, da mich zur 0,+ 1789. e geht. scheiden, hieder ein. auf meine el edrich lebershah), 17¹¹ Jesuslieder. 291. 233 Mel. Meinen Jesum laß ich ꝛc. Nach Hammerschmidt. 1658. —.4 — N —— .——.—— 81 —————1 .— — 2...... ++—— 4—.—.— See⸗le, was er⸗ müdst du dich die doch bald ver⸗-zeh⸗ ren sich in den Din gen die⸗ser Er⸗den, und zu Staub und A⸗ sche wer⸗den 2 + + D— ——..————.— + 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, richt ihn stets zum Andd hin, laß ihn in die nad eindringen. Suche Je⸗ sum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil der Lebensquelle zu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, die das finstre Reich gebieret; laß nur den dein Labsal seyn, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erqui⸗ cken. Suche Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 6. Weißt du nicht, daß diese Welt ein ganz ander Wesen heget, als dem Höchsten wohl⸗ gefällt, und dein Ursprung dir vorleget? Suche Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 7. Du bist ja ein Hauch aus Su ⸗che Je⸗ sum und sein Licht; 5 ö al⸗les An⸗die hilst dir nicht. Gott und aus seinem Geist ge⸗ boren; bleib nicht liegen in dem Tod! bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 8. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmels höhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 9. 2280 dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in rei⸗ chem Maß ergießet. Suche Je⸗ sum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 10. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. 11. Sey im Uebrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel Desmul fi glaube, daß sein Lie⸗ eswill stillen werde dein Ver⸗ langen. Drum such Jesum und sein Licht; alles Andre hilft dir nicht. Jakob Gabrtel Wolf, geb. 1684, 4 1754 Jesuslieder. Mel. Mein Freund zerschmelzt ꝛc. 2.——— — 1. Wie herr⸗lich ists, ein Schaflein Chri⸗sti wer⸗ den, Kein höh⸗rer Stand ist auf der gan⸗zen Er⸗den, und in der als un⸗ver⸗ 0 —.————.—* —5—.—— —. I III +— Huld des treusten Hir⸗ten stehn! rückt dem Hei⸗land nachzu⸗gehn. Was al⸗le Welt nicht ge⸗ben kann, .. P— Ws. D X.—— 2 2— + +.— II —.. 2. Hier findet es die ange⸗ nehmsten Auen, hier wird ihm stets ein frischer Quell ent⸗ deckt; kein Auge kann die Gnade überschauen, die es allhier in reicher Menge schmeckt; hier wird ein Leben mitgetheilt, das unaufhörlich ist und nie vor⸗ übereilt. 3. Wie läßt sichs da so froh und ruhig sterben, wenn hier das Schaf im Schoß des Hir⸗ ten liegt! Es darf sich nicht vor Höll und Tod entfärben, sein treuer Hirt hat Höll und Tod besiegt. Büßt gleich der Leib die Regung ein, so wird die Seele doch kein Raub des Mo⸗ ders seyn. 4. Das Schäflein bleibt in seines Hirten Händen, wenn gleich vor Zorn der ganze Ab⸗ grund schnaubt; es wird es ihm kein wilder Wolf entwenden, das trifft ein sol⸗ ches Schaf bei sei⸗ nem Hir⸗ten an. weil der allmächtig ist, an den es glaubt. Es kommt nicht um in Ewigkeit, und wird im Todesthal von Furcht und Fall befreit. 5. Wer leben will und gute Tage sehen, der mache sich zu dieses Hirten Stab; hier wird sein Fuß auf süßer Weide ge⸗ hen, da ihm die Welt vorhin nur Träber gab. Hier wird nichts Gutes je vermißt, die— weil der Hirt ein Herr der— Schätze Gottes ist. 6. Doch dieß ist nur der Vorschmack größrer Freuden; es folget noch die lange Ewig⸗ keit; da wird das Lamm die Seinen herrlich weiden, wo der kristallne Strom das Wasser beut. Da siehet man erst klar und frei, wie schön und auserwählt ein Schäflein Jesu sey. Joh. Jakob Rambach, geb. 1693, 4 1735. id in der un⸗ver⸗ „all den Hön und lein Jes 9,1 Ue5. Jesuslieder. Mel. Wie wohl ist mir ꝛc. 17⁰³ EEPIPEPPIIITTTTITTITITITITTTTTTIIIII SSSSSSII IIIII 1 1. Ich will dich immer treu⸗er lie⸗ben, mein Heiland,gib mir Kraft da⸗zu. Die Welt hat mich lang umgetrieben; nun schenkst du mir die wahre Ruh: .—— — 4.— D.. e 4. — die Ruh, mit der nichts zu ver⸗glei⸗chen, der al=le Rösnigekro⸗nen weichen, SSE— +—* L— L— +——* 1—— +* die uns den Himmel of⸗fen zeigt. Ach, daß ich ganz in Lieb zer ⸗flo⸗ße 9——— N — 0 SS I.—.—————— vor dei⸗ner Lie⸗be Wun⸗der⸗grö⸗ße, 2. Wie freundlich hast du mich gezogen, wie ging mir dein Erbarmen nach! Ich flohe dich und griff betrogen nach Her⸗ zeleid und Ungemach; du aber nahmst ohn mein Verlangen in deiner Liebe mich gefangen und wecktest meinen todten Sinn. Nimm, Seelenfreund, für diese Treue mein ganzes Herz, das ich dir weihe j entreiß mirs doch und nimms dir hin. 3. Ich hange nicht an deinen Gaben, dich, Jesu, such ich ganz allein; soll ich nichts zu genie⸗ ßen haben, ich will auch so zu⸗ frieden seyn. Vertausch den Trieb nach Süßigkeiten mit der Begierde, still zu leiden, und mach in allem mich getreu. Nimm hin mein Wollen, Den⸗ ken, Richten, mein eignes Lau⸗ fen, Wirken, Dichten, daß nichts denn du mehr übrig sey. die al⸗les Wis⸗sen ü⸗ber⸗steigt. 4. Mir ist am seligsten gera⸗ then, wenn ich aus eigner Wahl nichts thu; ein Andrer sinn auf Hlicht Thaten; mein Geist er⸗ licket eine Ruh, worin er lei⸗ dend das vollführet, was von des Geistes Trieben rühret, und das heißt recht in Gott ge⸗ than. O mischte sich doch in mein Lieben nichts mehr von meinen eignen Trieben, so fing ich recht zu lieben an. 5. Getreuer Jesu, soll ich hoffen, daß meine Liebe treuer werd? Ach ja, dein Herze steht noch offen dem, welcher ernst⸗ lich Hülf begehrt. Ich flieh zum Reichthum deiner Güte, durchleucht mein finsteres Ge⸗ müthe, daß ich, was du nicht selber bist, erkenn und haß und dämpf und tödte; so schau ich nach der Morgenröthe, wie hell die Sonne selber ist. J. Adam Flessa, geb. 1694, + 17⁷6. Mel. Den die Hirten lobten zc. Jefuslieder. (Altlirchlich 2) 1559. — 4.—.—— TZ. —— + l. 1. Je⸗su, dei⸗ner zu ge⸗den⸗ken, kann dem Her⸗ zen Freu⸗de schen⸗ken; ...—— 2. Lieblicher hat nichts ge⸗ klungen, holder ist noch nichts gesungen, sanfter nichts ins Herz edrungen, als: Mein Jesus, Gottes Sohn! 3. Tröstlich, wenn man reuig stehet, herzlich, wenn man vor dir flehet, lieblich, wenn man zu dir gehet, unaussprechlich, wenn du da. 4. Du erquickst das Herz von innen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Freude muß vor dir zerrinnen; Niemand sehnt sich gnug nach dir. 5. Schweigt, ihr ungeübten Zungen! welches Lied hat ihn besungen? Niemand weiß, als ders errungen, was die Liebe Christi sey. 6. Mit Maria will ich fle⸗ henz ich will früh zum Grabe gehen und ihm nach dem Her⸗ zen sehen mit den Augen des Gemüths. 7. Jesu, wunderbarer König, dem die Völker unterthänig; alles ist vor dir zu wenig, du allein bist liebenswerth. 8. Wenn du uns trittst vors Gesichte, wird es in dem Her⸗ zen lichte, alles Eitle wird zu⸗ nichte, und die Liebe glübet auf. 9. Milder Jesu, laß mirs doch mit wel⸗chen Himmelstränken labt uns dei⸗ne Ge⸗ gen⸗ wart! glücken, laß mich deine Füll er⸗ quicken, laß mich dich im Geist erblicken, Herr, in deiner Glorie. 10. Wo ich lebe auf der Erde, such ich dich, o Hirt der Heerde, fröhlich, wenn ich finden werde, selig, wenn ich dich erhalt. 11. König, würdig aller Kränze, Quell der Klarheit ohne Grenze, komm der Seele näher, glänze, bleib du, längst Erwarteter! 12. Jesu, Glorie der Zeiten, ehst du? ich will dich begleiten; leibt mein Herz nur dir zur Seiten, o so raubt dich Nie⸗ mand mir. 13. Himmelsbürger, kommt gezogen, öffnet eurer Thore Bo⸗ gen, ruft, von Freuden über⸗ wogen: Holder König, sey ge⸗ grüßt! 14. Brunnen der Barmher⸗ zigkeiten, Licht der unumschränk⸗ len Weiten, treibe weg die Dunkelheiten, gib uns deiner Klarheit Blick. 15. Dich erhöhn des Him⸗ mels Heere, dich besingen unsre Chöre; du bist unsre Macht und Ehre, du hast uns mit Gott versöhnt. 16. Jesus herrscht in großem Frieden; er bewahrt sein Volk — — schen⸗ken; * —.— en⸗ Wart! e Füll er⸗ im Geist er Glorie. der Erde, Heerde, en werde, alt. ig aller Karheit er Seele u, längst Zeiten, egleiten dir zur dich Nie⸗ „ lommt hore Bo⸗ nn über⸗ sey ge⸗ zarmher⸗ nschränk⸗ weg die 0 deiner 6 Him⸗ jen unsre Macht uns Mit großen ei Bolt hienieden, daß es von ihm un⸗ geschieden, fröhlich ihn erwar⸗ ten kann. 17. Jesus ist zum Vater gangen, hat den vorgen Glanz empfangen; aber meines Geists Verlangen ist ihm dorthin nach⸗ geeilt. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. Jesuslieder. 237 18. Jesus, den wir jetzt mit Loben und mit Psalmen hoch erhoben, Jesus hat aus Gna⸗ den droben Friedensstätten uns bestellt. Nil. Ludwig, Graf v. Zinzendorf (uach Bernhard v. Clairvaur), geb. 1700, 4+ 1760. Crüger. 1658. 4..— V 2 5— PII 2.—.—.—.——— ED——.—— V VI — 1. Je⸗sus ist mein Le⸗ ben, er ist mei ne Son⸗ne, dem ich mich er ⸗öge⸗ ben mei⸗ne Freud und Won⸗ne * . + I —.—— ——— — — fest bis in den Tod; in der größ⸗ten Noth. Leid ich gleich in sei-nem Reich, — N N —— + E I SSDSSS— —*——4 so werd ich mit ihm re⸗ gie⸗ ren 2. Die mit Jesu leiden, wer⸗ den mit ihm weiden in dem Sternenfeld; die mit Jesu ster⸗ ben, werden mit ihm erben, wo ihr Reich bestellt. Ihre Kron und Siegeslohn sind, wo Gott die Engel loben, sicher aufge⸗ hoben. 3. Die mit Thränen säen, wenn die Winde wehen, die der Feind erweckt, werden dort mit Freuden ernten nach dem Lei⸗ den, wo kein Feind mehr schreckt. Nach der Müh, die sie allhie dulden, wird sie Gott ergötzen mit des Himmels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen, die ihr euch mit Quälen brin⸗ get durch die Welt; die ihr öf⸗ ters weinet, wenn kein Trost erscheinet, wenn euch Kreuz be⸗ und dort tri⸗um⸗phi ⸗ ren. fällt; denket doch bei diesem Joch an die Kron in jenem Le⸗ ben, die euch Gott wird geben. 5. Wenn die Sünden krän⸗ ken, so laßt uns bedenken, daß nach Gottes Rath Jesus Straf erduldet, und was wir verschul⸗ det, ausgestanden hat. Käm⸗ pfen wir mit ihm allhier, so wird er uns helfen kämpfen und die Sünde dämpfen. 6. Seyd getreu, ihr Herzen, bei des Kreuzes Schmerzen bis an euer End! Jesus wird euch trösten, wenn er den Erlösten ihr Gefängniß wendt. Nach dem Nu folgt eine Ruh; Gott wird lassen nach dem Weinen euch die Sonne scheinen. 7. Nun, Herr Jesu, stärke, die des Satans Werke und das 238 Reich der Welt in sich lassen stören und sich zu dir kehren, sey ihr starker Held, sey ihr Jesuslieder. Schutz und starker Trutz, Trutz im Leben und im Sterben, bis sie alles erben. (Aus Freylinghausens Gesangbuch.) Mel. Was Gott thut ꝛc. 1690. * NII 4* + 1.—* +— SEE —0 E—— 1— I 4. Dich, Je⸗sum, laß ich e⸗ wig nicht; dir bleibt mein Herz er⸗ ge⸗ ben. Du kennst dieß Herz, das redlich spricht: Nur Ei⸗ nem will ich le⸗ ben. ** +J— + 1 Z....——— EEEEI—— 1 . I + + + +.—— 2 2—— +— 1 —W——W.————— + I 2— 2 D—.— 2———— Du, du al⸗lein, du sollst es seyn; du sollst mein Trost auf Er⸗ den, a *— + + HN 8—*— +—1 —— 1— 1 L +2 II—1 . + +—————II mein Glück im Him⸗mel wer⸗den. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; ich halte dich im Glau⸗ ben. Nichts kann mir meine Zuversicht und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund: Die deiner sich nicht schämen, die kann dir Niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Ge⸗ richt und büßtest für mich Ar⸗ men. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; du stärkest mich von oben. Auf dich steht meine Zuversicht, wann meine Feinde toben. Ich flieh zu dir; du eilst zu mir; wann mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes Glie⸗ des Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit; bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube wan⸗ ken; und wann des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: Mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, geb. 1713, 1 1780. ß,Tuun rben, 0 sangbuch.) 1690. tr⸗ geꝛ ben. ich lee hen. zu mir; de hasser, 1750. 1713,1 Gott der heilige Geist. Gott der heilige Geist. 297. Mel. Kommt her zu mir ꝛc. 1534. Q —..ʒ— 14.. S——————— —6— Gott Va⸗ter, sen⸗de dei⸗ nen Geist, 4—— den uns dein Sohn er⸗bit⸗ ten heißt, 1 N D 9 3—— +—.....— * 2.— 2— + aus dei⸗nes Him e mels Höh⸗en! ——ͤ4——— Wir bit⸗ ten, wie er uns bellebrt; ESSESEEEEEEEEEEEE *—— laß uns doch ja nicht un⸗ er⸗hört 2. Kein Menschenkind hier auf der Erd ist dieser edlen Gabe werth; bei uns ist kein Verdienen; hier gilt gar nichts als Lieb und Gnad, die Chri⸗ stus uns verdienet hat mit Bü⸗ ßen und Versühnen. 3. Es jammert deinen Va⸗ tersinn der große Jammer, da wir hin durch Adams Fall ge⸗ fallen; durch dieses Fallen ist die Macht des bösen Geistes leider! bracht auf ihn und auf uns allen. 4. Wir halten, Herr, an un⸗ serm Heil und sind gewiß, daß wir dein Theil in Christo wer⸗ den bleiben, die wir durch sei⸗ nen Tod und Blut des Him⸗ mels Erb und höchstes Gut zu haben treulich gläuben. 5. Und das ist auch ein Gna⸗ denwerk und deines heilgen Geistes Stärk; in uns ist kein Vermögen. Wie bald würd un⸗ ser Glaub und Treu, Herr, wo du uns nicht stündest bei, sich in die Asche legen! von dei⸗nem Thro ⸗ ne geh⸗en. 6. Dein Geist hält unsers Glaubens Licht, wenn alle Welt darwider ficht mit Sturm und vielen Waffen; und wenn auch gleich der Fürst der Welt selbst wider uns sich legt ins Feld, so kann er doch nichts schaffen. 7. Wo Gottes Geist ist, da ist Sieg; wo dieser hilft, da wird der Krieg gewißlich wohl ablaufen. Was ist doch Sa⸗ tans Reich und Stand? Wenn Gott, der Herr, erhebt die Hand, liegt alles schon bei Haufen. 8. Er reißt der Hoͤllen Band entzwei; er tröst und macht das Herze frei von allem, was uns kränket. Wenn uns des Un⸗ glücks Wetter schreckt, so ist ers, der uns schützt und deckt viel besser, als man denket. 9. Er macht das bittre Kreuze süß, ist unser Licht in Finsterniß, führt uns als seine Schafe, hält über uns sein Schild und macht, daß seine Heerd in tiefer Nacht mit Fried und Ruhe schlafe. 10. Der Geist, den Gott vom 2⁴⁰ Gott der heilige Geist. Himmel gibt, der leitet alles, was ihn liebt, auf wohlgebahn⸗ ten Wegen. Er setzt und rich⸗ tet unsern Fuß, daß er nicht an⸗ ders treten muß, als wo man findet Segen. 11. Er macht geschickt und rüstet aus die Diener, die des Herren Haus in diesem Leben bauen; er ziert ihr Herz, Muth und Verstand, läßt ihnen, was uns unbekannt, zu unserm Be⸗ sten schauen. 12. Er öffnet unsers Her⸗ zens Thor, wann sie sein Wort in unser Ohr als edlen Samen streuen; er gibet Kraft demsel⸗ ben Wort, und wenn es fället, bringt ers fort und lässets wohl gedeihen. 13. Er lehret uns die Furcht des Herrn, liebt Reinigkeit und wohnet gern in frommen, keu⸗ schen Seelen. Was niedrig ist,‚ 298. was Tugend ehrt, was Buße thut und sich bekehrt, das pflegt er zu erwählen. 14. Er ist und bleibet stets getreu und steht uns auch im ode bei, wenn alle Ding ab⸗ stehen; er lindert unsre letzte Qual, läßt uns hindurch zum Himmelssaal getrost und fröh⸗ lich gehen. 15. O selig, wer in dieser Welt läßt diesem Gaste Haus und Zelt in seiner Seel auf⸗ schlagen. Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit, den wird er dort zur ewgen Freud in Gottes Hütte tragen. 16. Nun, Herr und Vater aller Güt, hör unsern Wunsch, geuß ins Gemüth uns allen diese Gabe. Gib deinen Geist, der uns allhier regiere und dort für und für im ewgenLeben labe. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Mel. Herr Jesu Christ, meins ꝛc. 1676. 0 *————— + IIIII.II..I..I.II. III T ——— pS—.—— 1. Er⸗neu⸗re mich, o ew⸗ges Licht, und laß von dei⸗nem An⸗ge⸗ sicht 0⁰⁴ ·—..— .SPIIII.IITIIITITITI.I.II.II I———————— L———5—. V + 1.D-s‚. + 2.——.. —3.—— I e—5 1..———— 2. Ertödt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sün⸗ denwust; ach, rüst mich aus mit Kraft und Muth, zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist und nichts sonst, mein Herz und Seel mit dei⸗nem Sche in durchleuchtet und er fülllct seyn. als was du willst, will. Ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll. 4. Auf dich laß meine Sin⸗ nen gehn, laß sie nach dem, was droben, stehn, bis ich dich schau, o ewges Licht, von An⸗ gesicht zu Angesicht. Joh. Friedr. Ruopp, + 1708. was Buße „dab pflegt eibet stetz 5 auch im Ding ab⸗ lnsre letzte dutch zum und ftöh⸗ r in dieser zaste Haus Seel auf⸗ aufnimmt ird er dort in Gottes ind Vater Wunsch, uns allen inen Geis, re und dott Leben labe. .1606, 1015. 167⁵ü — Hngesicht lllet sehn. Gott der heilige Geist. 241 299. Mel. Jesu, der du meine Seele ꝛc. 1662. 2—— 5— 4——.—— H ———— ——— — 1. Geist vom Va Ster und vom Soh⸗ne, glei⸗cher Ma⸗je stät und Kraft gie ⸗ße neu ⸗en Le⸗ bens⸗ saft 29 +.— Z—..———— 2⁴ 42 in mein Herz, Seel und Ge⸗mü⸗the, daß der Reichthum dei⸗ner Gü⸗te — *—— 1———— S SSSSISIIIIIIIIIIIIIIIIT———— — 1—.———.— und die Stär⸗ke dei ⸗ner Hand 2. Komm, erleuchte meine Sinne; komm, durchstrahle den Verstand, daß die Finsterniß zerrinne und nicht nehme über⸗ hand. Oeffne meiner Seelen Au⸗ gen, daß sie zu erkennen taugen der Geheimniß tiefen Grund, die uns lehret Christi Mund. 3. Niemand ohne dich verspü⸗ ret reiner Gottesliebe Brunst; wen nicht deine Gnade rühret, den bethöret eitler Dunst. Komm, ach komm, mein Herz entzünde, daß ich nichts in mir empfinde, als der Liebe heiße Gluth, die allein in Jesu ruht. 4. Laß mich alles Eitle has⸗ sen, da die Welt sich drin ver⸗ liebt, und mit Liebesarmen fas⸗ sen, dem sich Seel und Geist ergibt, Jesum, den die keuschen Seelen sich für ihren Schatz er⸗ wählen, daß ich dessen ganz al⸗ lein und zu eigen möge seyn. 5. Ach, der Unflath meiner Sünden ist dir mehr als mir bewußt. Du allein, Herr, kannst ergründen, wie die an⸗ geborne Lust, die von Adam ist ererbet, Leib und Seele hat ver⸗ — an mir Schwa⸗chen werd er⸗ kannt. derbet; drum so steure Fleisch und Blut, das sonst nichts als Böses thut. 6. Gib mir Kraft, zu wider⸗ stehen, wenn die böse Lust sich regt. Laß es nimmermehr ge⸗ schehen, daß ich werde gar er⸗ legt; steh mir in dem Kampf es Seiten, hilf mir ritterlich estreiten diesen Feind, der in mir wohnt und mit Tod und Hölle lohnt. 7. Du bist heilig, laß mich werden rein und heilig immer mehr; tödt die Glieder, die auf Erden widerstreben deiner Ehr. Laß mich in dem neuen Leben wachsen und dahin bestreben, daß die Seel mit Gottes Bild auf ein Neues werd erfüllt. 8. Endlich, wenn ich soll durchs Leiden meinem Heiland folgen nach, und zu meines Her⸗ ren Freuden When durch viel Ungemach: leite mich durch deine Güte, daß mein Geist, Seel und Gemüthe lobe dich in süßem Ton sammt dem Vater und dem Sohn. Gottfried Hoffmann, geb. 1669, 7 1728. 24²2 Gott der heilige Geist. 300. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 0 ö — ————— —— 2——.——— E———— —.— 1—— 1. Ed⸗ler Geist im Himmelsthro=ne, Ei⸗ nes We⸗sens, Ei⸗ner Kraft mit Gott Va⸗ ter und dem Soh⸗ne, 0 schwacher See⸗len Le⸗bens⸗sast: .̃— nmrnnn.—*—.—.— — ach, er⸗gie ·e dei⸗ ne Treu in mein Herz und mach es neu, — — + + — — + daß Gott selbst mit sei⸗ner Ga⸗be 2. Du bist Gottes starker Finger, der der Sünden Macht zerbricht, Satans mächtiger Be⸗ winger, meiner Seelen helles icht; kehrest du nur bei mir ein, ach, so wird mein Herze rein und auch schon auf dieser Erden eine Wohnung Gottes werden. 3. Geist der Weisheit, komm und leite mich zum rechten Weisheitsquell, geh und stehe mir zur Seite, mach mein finst⸗ res Herze hell; Himmelsglanz es ganz durchleucht, daß es Gottes Sinn erreicht, bis ich nach den Trauerstunden jene Seligkeit gefunden. A. Geist des Trostes, in dem Leiden steh mir allzeit kräftig bei; wenn die besten Freunde scheiden, bleib du mir beständig treu; gib mir ein gelassen Herz, daß ich in dem größten Schmerz Trost der Seelen bei dir finde und mich stets mit dir ver⸗ binde. — Lust, in mir zu wohnen, ha⸗ be. 5. Geist des Raths, wie oft verschwindet Rath und That in Angst und Noth! Wenn mein 97 nicht Hülfe findet, wenn ich leide, wenn der Tod Herz und Augen niederdrückt, wenn ich traurig und gebückt und vor Jammer muß vergehen, ach, so bleib du bei mir stehen. 6. Geist der Freuden, mein Gemüthe suchet an dir seine Lust. Schmeckt mein Herz nur deine Güte, so verlachet meine Brust, was die Welt für Lust erdenkt; Weltlust nur die Seele kränkt; rechte Freude muß den Frommen einzig von Gott sel⸗ ber kommen. 7. Geist des Betens, lehr mich beten: Abba, Vater in der Höh! Treibe mich, vor Gott zu treten, und gib, wenn ich vor ihm steh, daß mein Bitten kräftig sey: steh mir stets miit Seufzen bei, sprich in mir in Gottes Namen nach dem Flehn ein kräftig Amen! Johann Gottfried Hermann, geb. 1707, + 1791. Wort Gottes. Wort Gottes. Ei⸗ner Kaft Psalm 12. E x 301. Eigne Melodie. 1524. ETEe nach es neu, 5.— 8 2 1. Ach, Gott vom Himmel, sieh dar⸗ein und laß dich des er⸗bar⸗ men! u, N. be. ths, wie oft und That in Wenn mein det, wenn Tod Hery rückt, wenn üct und vor ehen, ach s cben euden, meil m dit seint in Hetz nul lachet meint lt für Lus r die Seele de muß den n Gott seb⸗ etend, lht Vater in de vor Gol b„ wen mein Bittel ir sets un in min 0 ch dem Flehn 9. 101, K n Wie we ⸗nig sind der Heilgen dein, 2. ver⸗las⸗sen sind wir Ar⸗ men. —— n. +. Dein Wort man läßt nicht ha⸗ben wahr; der Glaub ist auch ver⸗loꝛschen gar — 9 2 ar ernwn, I 2.—— 2—3—3 — + en bei al⸗ len Menschen⸗ tin dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht Eines Sinnes ist in Gottes Wort gegründet. Der wählet dieß, der ander das; sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle Lahr, die falschen Schein uns lehren; dazu ihr Zung stolz 16 fenbar spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein; was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf seyn; die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein; ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie Der an und seyn die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lau⸗ ter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret seyn, da wird sein Kraft erkannt und Schein, und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, be⸗ wahren rein vor diesem argen G'schlechte, und laß uns dir be⸗ fohlen seyn, daß sichs in uns nicht flechte! Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese lose Leute sind in deinem Volk er⸗ haben. Dr. Martin Luther, geb. 1483, + 1546. 16* 244 Wort Gottes. 308. Eigne Melodie. 1525. 4—.— E Ler— IID —— 0 Dieß sind die heil⸗gen gedn Ge⸗bot, die uns gab un⸗ser Her⸗ re Gott — ———— O 5 EEEEEEE durch Mo⸗sen, sei⸗nen Die⸗ ner treu, hoch auf dem Berg Si-⸗ na⸗ i. II I— —.—9 SI —.—2.—— EI! ...— Ky⸗ri⸗e e⸗le⸗i⸗ son! 2. Ich bin allein dein Gott, der Herr; kein Götter sollt du haben mehr; du sollt mir ganz vertrauen dich, von Herzens⸗ grund lieben mich. Kyrie eleison! 3. Du sollt nicht führen zu Unehrn den Namen Gottes, deines Herrn; du sollt nicht preisen recht noch gut, ohn was Gott selbst redt und thut. Kyrie eleison! 4. Du sollt heilgen den sieb⸗ ten Tag, daß du und dein Haus ruhen mag; du sollt von deim Thun lassen ab, daß Gott sein Werk in dir hab. Kyrie eleison! 5. Du sollt ehrn und gehor⸗ sam seyn dem Vater und der Mutter dein, und wo dein Hand ihn'n dienen kann, so wirst du langs Leben han. Kyrie eleison! 6. Du sollt nicht tödten zor⸗ niglich, nicht hassen, noch selbst rächen dich; Geduld haben und sanften Muth, und auch dem Feind thun das Gut. Kyrie eleison! 7. Dem Eh sollt du bewah⸗ ren rein, daß auch dein Herz kein andre mein, und halten keusch das Leben dein, mit Zucht und Mäßigkeit fein. Kyrie eleison! 8. Du sollt nicht stehlen Geld noch Gut, nicht wuchern Jemands Schweiß und Blut; du sollt aufthun dein milde and den Armen in deinem Land. Kyrie eleison! 9. Du sollt kein falscher Zeuge seyn, nicht lügen auf den Nächsten dein; sein Unschuld sollt auch retten du und seine Schand decken zu. Kyrie eleison! 10. Du sollt deins Nächsten Weib und Haus begehren nicht, noch etwas draus; du sollt ihm wünschen alles Gut, wie dir dein Herz selber thut. Kyrie eleison! 11. Die Gebot all uns ge⸗ ben sind, daß du dein Sünd, o Menschenkind, erkennen sollt und lernen wohl, wie man vor Gott leben soll. Kyrie eleison! 12. Das helf uns der Herr Jesus Christ, der unser Mitt⸗ ler worden ist; es ist mit un⸗ serm Thun verlorn, verdienen doch eitel Zorn. Kyrie eleison! Dr. Martin Luther, geb. 1483, 4+ 1546. in deinen R in falschet gen auf del 1. Uuschuld alles Gut, slber thüt. Hrie eleison der. Hel unser Mi ist mit uu⸗ „ verdieue rie eleson 50, l Wort Gottes. Eigne Melodie. 2⁴4⁵5 1527. 3 — — + — 2 2—— .. 1. O Her⸗re Gott, dein göttlich Wort bis durch dein Gnad uns ist ge⸗ sagt, wasPau⸗lus hat ge⸗schrie⸗ben ist lang ver⸗dun⸗kelt blie ben, S—— 4 3— à— Lers ——.— II 1———. ——.—— und an⸗de⸗ re A⸗ po⸗stel mehr aus deim gött⸗lis chen Mun⸗ de. 8 —.—4 + I X DDDPDDDDDRR. — 1 II 1 Das dan⸗ken dir mit Fleiß, daß wir 2. Daß es mit Macht an Tag ist bracht, wie klärlich ist vor Augen. Ach Gott, mein Herr, erbarm dich der, die dich noch jetzt verläugnen, und achten sehr auf Menschenlehr, darin sie doch verderben. Deins Worts Verstand mach ihn'n be⸗ Ran daß sie nicht ewig ster⸗ en. 3. Hilf, Herre Gott, in die⸗ ser Noth, daß sich die auch be⸗ kehren, die nichts betrachtn, dein Wort verachtn, und wol⸗ lens auch nicht lehren. Sie sprechen schlecht, es sey nicht recht, und habens nie gele— sen, auch nie gehört das edle Wort; ists nicht ein teuflisch Wesen? 4. Ich glaub g'wiß gar, daß es sey wahr, was Paulus uns thut schreiben. Eh muß ge⸗ schehn, daß alls vergeh, dein er⸗le⸗ bet hab'n die Stun⸗de, Lmiar Wort soll bleiben in wigkeit, wär es auch leid viel hart verstockten Herzen; kehrn sie nicht um, werdn sie darum leiden gar große Schmer⸗ zen. 5. Gott ist mein Herr! so bin ich der, dem sterben kommt zu Gute. Dadurch uns hast aus aller Last erlöst mit deinem Blute. Das dank ich dir, drum wirst du mir nach dein'r Ver⸗ heißung geben, was ich dich bitt; versag mirs nit im Tod und auch im Leben. 6. Herr, ich boff je, du wer⸗ dest die in keiner Noth verlas⸗ sen, die dein Wort recht als treue Knecht im Herz und Glauben fassen. Gibst ihn'n bereit die Seligkeit, und läßt sie nicht verderben. O Herr, durch dich, bitt ich, laß mich fröhlich und willig sterben. Paul Speratus(d). geb. 1484, + 1554. 2⁴6 Wort Gottes. 304. Mel. Es spricht der Unweisen ꝛc. 1524. —— 125 ö 2— n e, e,. + I. Wir Men:schen sind zu dem, o Gott, dein We⸗ sen, Wil⸗le und Ge⸗bot was geist⸗lich ist, un⸗tüch⸗tig; ist viel zu hoch und—5 E T ——4—— 2... — wir wis⸗sens und ver⸗ steh⸗ 5es nicht, 0 uns dein gttlich Wort und Licht 9— E*—— II — 7 2.—— + —.———— WC..S.FCTCIS V— +— I— II ”gHw 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, daß durch sie würde wohlbekannt dein Will und deine Rechte; zum letzten ist dein lieber Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kom⸗ men, uns zu lehren. 3. Für solches Heil, Herr, sey gepreist; laß uns dabei ver⸗ bleiben, und gib uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb annehmen je⸗ 0 mit Sanftmuth, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, —4 der Menschen. 4. Hilf, daß der losen Spöt⸗ ter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött sammt ihnen drauf mit Schre⸗ cken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 5. Oeffn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir den Weg zu dir nicht wei ⸗ set. nicht Hörer nur allein des Wor⸗ tes, sondern Thäter seyn, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Wege wird der Same ort vom Teufel hingenommenz in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekom⸗ men; der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und er⸗ sticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich allhie dem guten Lande und seyn an guten Wer⸗ ken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld in feinem, gutem Herzen. 8. Laß uns, dieweil wir le⸗ ben hier, den Weg der Sün⸗ der meiden; gib, daß wir hal⸗ ten fest an dir in Anfechtung und Leiden. Rott aus die Dor⸗ nen allzumal, hilf uns die Welt⸗ sorg überall und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg seyn die Leuchte unsern ....·t 1524 105; ucht A Vor⸗ ehn, gen. ame len; Da lom⸗ cnen ollast el⸗ Wir Uten Ver⸗ und gen Lehr Uteil le⸗ Sul⸗ hab⸗ ung Dor⸗ Hell⸗ Luste „lah Hsern Wort Gottes. Füßen; erhalt es bei uns klar und rein; hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rath und Trost in aller Noth, daß wir im Le⸗ ben und im Tod beständig dar⸗ auf trauen. 10. Gott Vater, laß zu dei⸗ 247 ner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten. O heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wir⸗ ken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke, geb. 1603, T 1680. 305. Mel. O Herre Gott, dein ꝛc. 15²7. EE J— 2—— PI VI————— 1 +*—— 1 das du uns bast ge ⸗ge= ben, 1. Herr Ze⸗ba⸗oth, dein heilges Wort, daß wir dar⸗nach an al⸗lem Ort solln richten Lehr und Le ⸗⸗ ben, — L *—..— ——7 rein, schlecht und recht, durch deine Knecht, 2. Dieß Wort, das jetzt in Schriften steht, ist fest und un⸗ beweglich; zwar Erd und Him⸗ mel untergeht, doch Gottes Wort bleibt ewig; kein Höll, kein Plag, noch jüngster Tag vermag es zu vernichten; drum denen soll seyn ewig wohl, die sich darnach recht richten. 3. Es ist vollkommen, hell und klar, die Richtschnur reiner Lehre; es zeigt uns auch ganz offenbar Gott, seinen Dienst und Ehre, und wie man soll hie leben wohl, Lieb, Hoffnung, Glauben üͤben; drum fort und fort wir dieses Wort von Her⸗ zen sollen lieben. vom heilgen Geist ge⸗ trie-ben. 4. Im Kreuz gibts Luft, in Traurigkeit zeigt es die Fren⸗ denquelle; den Sünder, dem die Sünd ist leid, entreißt es aus der Hölle, gibt Trost an and und macht bekannt, wie man soll willig sterben, und wie zugleich das Himmelreich durch Christum zu ererben. 5. Nun, Herr, erhalt dein heilges Work, laß uns sein Kraft empfinden; den Feinden steur an allem Ort, zeuch uns zurück von Sünden, so wollen wir dir für und für von gan⸗ zem Herzen danken. Herr, un⸗ ser Hort, laß uns dein Wort fest halten und nicht wanken. Christlan Knorr von Rosenroth, geb. 1636, + 1689. Mel. Herzlich thut mich ꝛc. Wort Gottes. Haßler? 1613. + + + +—— —— I I 4— — ————— SD= —.—. Wobl dem, der Je⸗ sum lies bet —— und des⸗ sen Himmelswort, 4— — 2 ———— 10 SSPSI..I........ — — I——— der wird nie-mals be⸗ trü⸗bet vons Teu⸗fels Höl- len⸗mord. —0— V* +—— + + +..J—— 5 SSDSDSISISPSPSISISISISSSI..I IIIII.II......... 5 Wo Jes⸗ sus sich be⸗ fin⸗ det, da steh ⸗et al-les wohl; —— ö +———.— ů + ————— + 2. Bist du vielleicht verirret vom rechten Lebensport, hat dich die Welt verwirret: komm, hier ist Gottes Wort; dieß wird dir klärlich weisen die rechte Tugendbahn, darauf du müssest reisen, wenn du willst himmelan. 3. Bist du vielleicht betrübet, ja wirst du fort und fort in Kreuz und Noth geübet: komm, hier 16 Gottes Wort; dieß wird dich schon erquicken, daß, wenn gleich Höll und Welt dich woll⸗ ten unterdrücken, du doch be⸗ hältst das Feld. 4. Hast du dich lassen blen⸗ den, so daß bald hier, bald dort du tappest an den Wänden: komm, hier ist Gottes Wort; dieß machet, daß die Blinden 307. Mel 2 1— — wer sich auf I sum grün⸗det, der le⸗ bet le⸗ bens:voll. sich zu dem rechten Steg hin— wieder können finden von ihrem Irreweg. 5. Wirst du gleich auch ge⸗ führet durch den stockfinstern Ort, da sonst der Tod regieret: komm, hier ist Gottes Wort; dieß ist der Stab und Stecken, mit diesem kannst du dich vors Teufels List und Schrecken be⸗ schützen mächtiglich. 6. Hilf, Jesu, daß ich liebe dein seligmachend Wort, daß ich mich stets drin übe; hilf, liebster Seelenhört, daß ichs in meinem Herzen bewahr durch deine Huld, damit in Kreuzes Schmerzen es Frucht trag in Geduld. Anna Sophia, Landgrästu von Hessen, geb. 1638, 4+ 1683. Zeuch meinen Geist ꝛc. 1698. —— —.—5 .. ————..— 2— U—— Sollt ich aus Furcht vor Menschen —— kindern des Geistes Trieb in mir verhindern — . 4 12—.——.— ů—4 S 1 — I und nicht, bei so viel Heu⸗chel⸗schein, ein treu⸗er Zeu⸗ ge Got⸗ tes seyn? Wort Gottes. 2⁴49 2. Sollt ich des Höchsten Wort verschweigen, und nicht dem Hause Jakob zeigen, wie schändlich sichs vor Gott ver⸗ stellt, darum, weils Menschen nicht gefällt? 3. Sollt ich den falschen Christen heucheln und der gottlosen Rotte schmeicheln um eine Hand voll zeitlich Korn, und zu entgehn der Menschen Zorn? 4. Sollt ich die Bösen selie preisen, die weder Licht 185 Glauben weisen, um deren Gunst und Liebeswind, die doch nur Feinde Gottes sind? 5. Wer sind sie denn, die mich verlassen und mich als ein Fegopfer hassen? Wer sind sie, die so zorniglich— Herz ver⸗ bittern wider mich? 6. Es sind nur Menschen, die mit Sünden und losen Stricken sich verbinden, ein Nichts, ein Gras, ein schnödes Heu, ein Dampf und leiihtverwehte Spreu. 7. So hoch sie sind in ihren Sinnen, so werden sie doch endlich innen, daß all ihr Thun zur Hölle fährt und nur auf kurze Zeit hie währt. 8. Wer bin ich denn, den sie verschmähen? Ists denn auf mich nur angesehen? Ist Gott nicht, der mich reden heißt, und treibt mich nicht sein werther Geist? 9. Wes ist das Amt, das ich hier trage? Wer forderts, daß. ichs ihnen sage? Ists nicht des großen Gottes Mund, der thut durch mich sich ihnen kund? 10. Ei, sollt mein Gott mich nicht auch schützen, wenn sie mit Wüthen auf mich blitzen? Sollt dessen Huld in aller Pein mir nicht ein süßes Labsal seyn? 11. Du kennst mich ja, du Menschenhüter, daß mirs nicht um die schnöden Güter zu thun, noch um die Gunst der Welt, die Manchen so gefangen hält. 12. Die Liebe Christi, die mich dringet, die ists, die mich im Geiste zwinget, mit Rufen, Locken, Bitten, Flehn der Menschen Seelen nachzugehn. 13. Darüber will ich gerne leiden, kein Kreuz noch Spott der Bösen meiden; sey du mir nur bei Hohn und Spott nicht schrecklich, du getreuer Gott! 14. Ich weiß, dein Wort wird endlich siegen, das finstre Reich muß unterliegen; den Sieg wird man in Kurzem sehn, sollts auch durch Mär⸗ trerblut geschehn. 15. Ach, stärke du mich doch, mein Retter, damit auch unter Sturm und Wetter mein Zeug⸗ niß fest und freudig sey. Es ist gewagt! Gott steh mir bei! Joh. Jos. Winckler, geb. 1670, 4+ 1722 250 308. Mel. Wort Gottes. O Durchbrecher aller ꝛc. 1104 ————— 1. Herr, en die ed ⸗le Ga⸗ be, denn ich zieh es al ⸗ler Ha⸗ be⸗ die⸗sen Schatz er⸗hal⸗te mir; und dem größ⸗ten Reichthum für. 9 —7—. 2———— iSIP P——— . 2———. 0..‚.‚H‚ ——.— E Wenn dein Wort nicht mehr soll gel⸗ten, wor⸗auf soll der Glau⸗be ruhn? * . 3.— H .—.—. Mir ists nicht um tausend Welten, 2. Halleluja, Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn! — —— a⸗ ber um dein Wort zu thun. Laß mich eifrig seyn beflissen, dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria that. Nik. Ludw., Graf v. Zinzendorf, geb. 1700, 4+ 1760. 309. Mel. Ach, Gott und Herr ꝛc. 1627. SSEEEEEEEEEEEE — Gott ist mein Hort, und auf sein Wort soll mei⸗ne See⸗le trau⸗ en. ·Fe,ee,— Ich wand⸗le hier, 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmecken laß keinen Spott, o Herr, mein Gott, mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstünd ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir über⸗ geben. mein Gott, vor dir im Glauben, nicht im Schauen. Des Ewgen Rath, die Mfethat der Sünder zu ver⸗ sühnen, den kennt ich nicht, wär mir dieß Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Sün in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du ver⸗ zeihst, lehrst meinen Geist ein 240. W Abba sagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Ge⸗ schäfte. Durch meine Müh ver⸗ mag ichs nie; dein Wort gibt mir die Kräfte. II Wort Gottes. 8. Ond unser Hort, laß uns dieß Wort; denn du hasts uns gegeben. Es sey mein Theil, 310. 251 es sey mir Heil und Kraft zum ewgen Leben! Christian Fürchteg. Gellert. geb. 1715, 4 1769. Mel. Ich armer Mensch ꝛc. Möck. 1820. * w—1 I——4— N PIIIII————— 11.——— 1. Dein Wort, o Höchster, ist vollkommen es lebrt uns un⸗sre gan⸗ze Pflichtz es gibt dem Sunder und dem Frommen zum Le⸗ben si⸗chern Unter⸗ nicht. — — se⸗lig, wer es achtsam höͤrt, 2. Es leuchtet uns auf un⸗ sern Wegen, zerstreut des Irr⸗ thums Finsterniß, verkündigt Gnade, Heil und Segen und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchster, was du bist, und was dir wohlgefällig ist. 3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben, lehrt, wie viel Guts du denen gibst, die dein Gebot mit Freuden üben, und wie du väterlich uns liebst. Und was, o Herr, dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr und trüget nicht. ö ———— 2 SSSSSSIIIII 27 7— 1— +——. 2— be⸗wahrt und mit Ge⸗ hor⸗sam ehrt! 4. Herr, deine Tröstungen sind besser, als alles Silber, Gold und Geld, ein Schatz, weit köstlicher und größer, als alle Schätze dieser Welt. Wer das thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. Drum laß auch mich mit Lust betrachten, was mich dein Wort, o Höchster, lehrt. Laß mich darauf gehorsam achten, was dein Befehl von mir be⸗ gehrt: so fließen Trost und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu. F. A. Cramer, geb. 1723, + 1788,(nach dem bayr. Gesangbuch von 1811.) 311. Mel. Liebster Jesu, wir sind ꝛc. Ahle. 1664. ——.. 2—. 4.—— PSPSPS PPIIIPIPIISIPIIII.. ùXI. Herr, mein Licht,er⸗ leuch⸗ te mich daß ich voll Ver⸗trau- en dich daß ich dich und mich er⸗ ken ⸗ne; mei⸗nen Gott und Va⸗ter nen⸗ ne. — *— +1 9⁴ ——.— + —..— — 2 ——.83 12 .— FFIF. I — E Wahrheit lehrt deinWort auf Er-den; laß mich dadurch wei⸗se wer⸗den. 2. Lautre Wahrheit ist dein Wort; lehre mich es recht ver⸗ stehen; hilf du selbst mir, im⸗ merfort deutlicher es einzusehen, was zu meinem Heil mich fuhret⸗ was zu meiden mir gebühret. 252 3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen; laß mich auch beflissen seyn, den erkannten Weg zu gehen; sonst würd ich bei allem Wissen sei⸗ nen Trost entbehren müssen. 4. Folg ich seinem Unterricht, so werd ichs an mir erfahren, was es denen fest verspricht, die es hören und bewahren; mir auch wird es dann im Lei⸗ den eine Quelle wahrerFFreuden. 5. Laß mich hier schon in der Zeit dein Erkenntniß stets ver⸗ mehren. Find ich manche Dun⸗ kelheit bei des Glaubens hohen Kirche und Reich Gottes. Lehren: laß mich Zweifelsucht entfernen und in Demuth glan⸗ ben lernen. 6. Immer lenke meinen Sinn von dem Wechselglück der Erde auf den ewigen Gewinn, daß ich frei und selig werde. Was sind Güter dieser Zeiten gegen jene Herrlichkeiten? 7. Gib mir täglich neue Kraft, deinem Wort gemäß zu han⸗ deln und vor dir gewissenhaft als dein treues Kind zu wan⸗ deln, so wird einst in jenem Le⸗ ben mich ein hellres Licht um⸗ geben. Nach Heinrich Corn. Hecker, geb. 1699. + 178. von Johann Sam. Diterich, geb. 1721, 4+ 1797. Kirche und Reich Gottes. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht c. 153³5 1 War Gott nicht mit uns die=se Zeit, 25 wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, so soll Is⸗ ra⸗ el sa gen, wir hät⸗ten mußt ver⸗za⸗ gen, ————— ,., n. + die so ein ar⸗mes Häus⸗lein sind, ver⸗acht von so viel Menschen⸗kind, 0—— — SSSSS die an uns se⸗ hen al⸗le. 2. Auf uns ist so zornig ihr Sinn, wo Gott hätt das zuge⸗ ben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Le⸗ ben; wir wärn als die ein Fluth ersäuft, und über die groß Was⸗ ser läuft und mit Gewalt ver⸗ schwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen; wie ein Vo⸗ gel des Stricks kommt ab, ist unser Seel entgangen; Strick ist entzwei, und wir sind frei; des Herren Name steht uns bei, des Gotts Himmels und Erden. Dr. Martin Luther, geb. 1483, + 1546. S Saceꝰ 8 „der lund Vo⸗ „ ist id freiʒ 1 den. 546 Kirche und Reich Gottes. 25³ Eigne Melodie. Altkirchlich? 1543. —H—3— emer — 65.—— EE.— PPP IIE— S 2 2 — 2 0 1. Er⸗halt uns, Herr, bei dei⸗nemWort und steu⸗re dei⸗ ner Fein⸗dae Mord *———.— I 4—.. N .—— 4————— ISDRDRDSDIEISSESEEEeeee. —— 2..———— die Je⸗sum Christum, dei⸗nen Sohn, wol⸗len stür⸗zen von dei⸗nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist, beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 31⁴. 1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist; dein göttlichs Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser schwer'n, betrüb⸗ ten Zeit verleih uns, Herr, Be⸗ ständigkeit, daß wir dein Wort und Sacrament rein b'halten bis an unser End. 3. Du aber selbst dein Kirch erhalt, wir sind sonst sicher, faul und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, schaff, daß es schall an manchem Ort. 4. Erhalt uns nur bei dei⸗ nem Wort und wehr des Teu⸗ fels Trug und Mord. Gib dei⸗ ner Kirchen Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu; auf dieser Erd ist keine 3. Gott, heilger Geist, du Tröster werth, gib deim Volk ein'rlei Sinn auf Erd, steh bei uns in der letzten Noth, gleit uns ins Leben aus dem Tod. Dr. Martin Luther, geb. 1483, 4+ 1546. Im vorigen Ton. Ruh; viel Secten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei. 6. Den frechen Geistern wehre doch, die sich mit G'walt erhe⸗ ben hoch, und bringen stets was Nenes her, zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Lehr und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern ja dein ist; darum so steh du denen bei, die bei deim Wort sich finden frei. 8. Dein Wort ist unsers Her⸗ ens Trutz und deiner Kirchen starker Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts Bessers suchen mehr. 9. Gib, daß wir leben in deim Wort und darauf muthig fahren fort von hinnen aus dem Jammerthal zu dir in deinen Himmelssaal. Rik. Selnecker, geb. 1532, 4 1592. 25⁴ Kirche und Reich Gottes 31⁵. Eigne Melodie. Crüger. 1640. —.— 1 — ..—————— — 1. Zi⸗on klagt mit Angst und Schmerzen, Zi⸗ on, Got⸗tes wer⸗ the Stadt, die er trägt in sei ⸗nem Her⸗ zen, die er ihm er⸗wäh⸗let hat. 9— 2.—.— 0 E—— 3..———— 1—5.—.——— —— I—— + 72 + +.—.—— — 2 Ach, spricht sie, wie hat mein Gott mich ver⸗ las⸗ sen in der Noth, + I II — — 2. —— SISIS 2 +— 2. Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand in dem Leid, der läßt sich verge⸗ beus suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach, will er denn ür und für grausam zürnen über mir? Kann und will er sich der Armen jetzt nicht, wie vorhin, erbarmen? 3. Zion, o du Vielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar du bist jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir ver⸗ wundt; doch stell alles Trauern ein; wo mag eine Mutter seyn, die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja, wenn man auch sollte finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe könnt verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin; meine Treu bleibt gegen dir, 316. Mel. und läßt mich mit Jammer pres⸗sen! Mei⸗ner hat er ganz ver⸗ ges⸗ sen. Zion, o du meine Zier! mein Herz hast du mir besessen; dei⸗ ner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; schau doch, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie kann es denn anders seyn? Ich muß ja gedenken dein; deine Mauern will ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Du bist mir stets vor den Augen; du liegst mir in meinem Schoß, wie die Kindlein, die noch saugen; meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich soll keine Zeit, keine Noth, Gefahr noch Streit, ja die Hölle selbst nicht scheiden. Bleib getreu in allem Leiden! Joh. Heermann, geb. 1585, 4 1647. Kommt her zu mir ꝛc. 15³⁴ —. 25 SSS — — 1. Ver⸗ za⸗ ge nicht, du Häuf⸗lein klein, obschon die Fein⸗de wil⸗lens seyn, sen. min dei⸗ atan als hiet Dich m e u f uerh und den inem „die dir 0l faht Halhs veu 1641. 15³⁴ 10 sechl, Kirche und Reich Gottes. 255 s.— AX—— +* ., i rer 2— S ———.———— 25 dich gäͤnzlich zu ver⸗ stö⸗ren, und suͤ⸗ chen dei⸗nen Unter⸗gang, *— (——1 2 + I E— DS 1.——— SZI......—. 12.— L*———— 5 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur wal⸗ ten; er wird durch seinen Gi⸗ deon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist 311. Mel. Herzliebster Jesu, was ꝛc. es wird nicht lang e waͤh⸗ren. und sein Wort, muß Welt, Teufel und Höllenpfort, und was dem thut anhangen, end⸗ lich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns, und wir mit Gott; den Sieg wolln wir erlangen. Jak. Fabriclus, geb. 1593, 4 1654. (Gustav Adolphs Schlachtgesang bei Lützen.) Crüger. 1640. 2—— + + 6 +*—.. Chnsste du Bei⸗ stand deiner Kreuzge⸗mei⸗ ne, 4——4 +— H —— —— SDS.—— 2— Ret⸗tung uns erschei⸗ne; steu ⸗re den Fein⸗den, ih⸗ re Blut⸗ge⸗ rich ⸗te — ma⸗che zu nich ⸗=te. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder; wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; alles, was kämpfet wider deine Glieder, stürze darnieder. 3. Friede bei Kirch und Schu⸗ len uns beschere; Friede zu⸗ gleich der Obrigkeit gewähre; 318. Mel. Zion klagt mit Angst ꝛc. Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben; also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Heerde, Himmel und Erde. Matthä. Apelles von Löwenstern, geb. 1594, + 1648. Crüger. 1640. —— 9————.— . 1. Zi ⸗ on, gib dich nur zu ⸗frie den, Gott ist noch bei dir dar⸗ in; du bist nicht von ihm ge⸗schie⸗den, er hat ei⸗ nen Va⸗ter⸗ sinn. 256 Kirche und Reich Gottes. —— 2— 4————— ꝑPSPSDSDSDSISSSSI IIIAIAII.II..... I.... —. H E— I 1 E + +————.——.. Wenn er straft, so liebt er auch, 9— dieß ist sein ge⸗lieb⸗ter Brauch: + —— — —.—.—.—.—.— 2. Treiben dich die Meeres⸗ wellen in der wilden, tiefen See, wollen sie dich gar—— schellen, mußt du rufen: Ach und Weh! schweigt dein Hei⸗ land still dazu, gleich als schla⸗ fend in der Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen; diese Fluth wird bald sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn; ja die ganze Welt des⸗ gleichen möchte gar auch unter⸗ ehn; dennoch hat es keine Roth in dem Leben und im Tod: Zion, du kannst doch nicht wanken aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Thränen oft dein Trank und Speise seyn; stimmt dein Seuf⸗ zen und dein Stöhnen auch in deine Lieder ein; kränkt der Neid dir Her und Muth, kommst du hier um Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen; du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit viel Qual und Herzeleid, dennoch wirst du nicht zu Schanden, 31 on, ler⸗ne dieß be⸗ den⸗ken; wa⸗rum willst du dich so kränken? denk nur an die Ewigkeit; sey getrost und wohlgemuth; denn der Herr ists, der es thut: Zion, Gott wird dich schon stärken; dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende und der Abend schon her⸗ bei; gib dich nur in Gottes Hände, der macht dich von al⸗ lem frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron: Zion, Gott, dein Schutz, wird wachen und die Welt zu Schanden ma⸗ chen. 7. Halleluja! deine Wonne bricht anjetzt mit Macht herfür; denn die schöne Gnadensonne, Jesus Christus, naht zu dir, gibt dir einen Freudengruß und den rechten Friedenskuß: Zion, wo ist nun dein Klagen? jetzt kannst du von Freuden sagen. 8. Freuet euch, ihr Himmels⸗ erben, freuet euch mit Zion hier! Die vor Jammer wollten sterben, sollen leben für und für. Dort ist nicht mehr Angst und Qual in dem schönen Himmelssaal: Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim Paull, um 1660. S — EN — Hrauch; änken? seh denn Zion, rken; ken. ut das her⸗ Bottes mal⸗ übsal, L dit Gott, Und Ma⸗ Bonne erfüt sonne/ dit, und Zion, jetzt gen. mels⸗ Zion ollten und Aug Hönen will Lamm 1669. Kirche und Reich Gottes. 319. Mel. Mein Herzens⸗Jesu ꝛc. 1668. 4.—— 2 — + .—— Dx —8—.— ————.— +———.— + 1. O Da ⸗ter der Barmher⸗zig⸗keit, der du dir dei⸗ne Heer⸗ den und herr⸗lich las⸗sen wer⸗ den, ————— SS— PPFFFI 2————— du hast durch dei⸗nes Geistes Kraft die gro⸗He Schaar der Hei⸗den⸗schaft 9—— III3—— . Ll I— I —9 2—.—— zu dei⸗nem Reich be⸗ ru⸗ fen. 2. Aus ihrer Mannigfaltig⸗ keit des Streits und vieler Sprachen, dadurch sie in der Welt zerstreut sich von einan⸗ der brachen, hat sie dein guter Geist geführt und sie mit Herd⸗ lichkeit geziert in Einigkeit des Glaubens. 3. Ach, sey doch auch zu die⸗ ser Zeit uns, Vater, wieder gnädig, und mach uns von dem Zank und Streit hinwieder frei und ledig. Gib, daß dein Genadi für und für in Einem eiste diene dir, in deiner Liebe lebe. I. Ach, sieh doch, wie des Satans List sie jämmerlich zer⸗ trennet, wie man im Streit der Lieb vergißt, im Unverstande brennet, wie alles in Verwir⸗ rung geht, da Eins das Andre nicht versteht und sich um nichts entzweiet. 5. Ach, Herr, hilf solchem Uebel ab, versammle deine Heerde, daß unter deines Wor⸗ tes Stab sie wieder einig werde, und das Band der Vollkom⸗ menheit, die Liebe, uns aus allem Streit in deinem Geiste bringe. 6. Wie lieblich ists, wenn Brüder sich in rechter Treu ver⸗ binden, im Haus des Herrn einmüthiglich sich stets zusam⸗ menfinden, wenn sie im Geist zusammenstehn, zu Gott in ei⸗ nem Sinne gehn und halten an mit Beten. 7. Gleichwie der edle Bal⸗ sam dort von Aarons Haupte quillet, der ringsumher den ganzen Ort mit Wohlgeruch erfüllet, und wie vom Hermon fällt der Thau ringsum auf Zions Berg und Au und alles Land erquicket: 8. Also fleußt Gottes Geist und Gnad von Christo zu uns nieder auf die, so er erwählet hat, auf alle seine Glieder. Das ist die Frucht der Einig⸗ keit: Heil, Segen, Leben alle Zeit und alle Himmelsgüter. Heinr. Georg Neuß, geb. 1654, + 1716. 17 Kirche und Reich Gottes. 320. Eigne Melodie. 17⁰⁴ 003—— —.—+—5 14 + 4.— HE +I.—.———*——————— —.—— LI +——— DiJ— ———— + I 2.— + ᷓ 1. Fahere fort, fah⸗re sort, Zi⸗on, fah⸗ re sort im Licht! mache dei⸗ nen — S——— SIE— PZ. Leuchter helele, laß die er⸗ste Lie⸗he nicht, su⸗che stets die Lesbenéquelale e V I—4 + + H W. D —.——.———— e——* Zi⸗ on, drin⸗ge durch die en⸗ge Pfort! fah⸗re sort, fah⸗re fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, 5. Dringe ein, dringe ein, leide ohne Scheu Trübsal, Zion, dringe ein in Gott, stärke Angst mit Spott und Hohne, dich mit Geist und Leben; sey sey bis in den Tod getreu, siehe nicht wie die Andern todt, sey auf die Lebenskrone! Zion, du gleich den grünen Reben; fühlest du der Schlangen Stich: Zion, in die Kraft für Heuchel⸗ leide dich, leide dich! schein dringe ein, dringe ein! 3. Folge nicht, folge nicht, 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, folge nicht der Welt, die Zion, brich herfür in Kraft, dich suchet groß zu machen; weil die Bruderliebe brennet; achte nichts ihr Gut und Geld, zeige, was der in dir schafft, nimm nicht an das Bild des der als seine Braut dich ken⸗ Drachen! Zion, wenn sie dir net; Zion, durch die dir gegehne viel Lust verspricht, folge nicht, Thür brich herfür, brich herfür! folge nicht! 7. Halte aus, halte aus, 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, halte deine Treu, laß dich Zion, prüfe recht den Geist, der ja nicht laulich finden; auf, das dir ruft zu beiden Seiten; thue Kleinod rückt herbei; auf, ver⸗ nicht, was er dich heißt, laß nur lasse, was dahinten: Zion, in deinen Stern dich leiten; Zion, dem letzten Kampf und Strauß beides das, was krumm und halte aus, halte aus! schlecht, prüfe recht, prüfe recht! Hart⸗ 4039, v 321. Mel. Jesu, hilf fiegen ꝛc. 1699. .———. + 45.— 0——— 1. Gro⸗ßer Im⸗ma⸗nu⸗el, schau⸗e von o- ben auf dein er⸗lö⸗ stes er⸗ sieh⸗e doch, wie die Ty⸗ ran⸗nen noch to⸗ben, wie sie ver⸗ keh⸗ren die SEN W he eil, „stärke N; seh sey leben; eucheb einl hersth, Rraf, rennetj schaff, ch ken⸗ Kehchnt herfür ö 8 aß di 0 D08 uf, Hel⸗ zion, 0 S Schmld, 25 1745. 1605 bstebhl h Kirche und Reich Gottes. 259 H = + I—— IEII— Iu 0 + 2——., —— 5ä L 137 tauf⸗ tes RShh Wahr⸗heit und Recht! Lü⸗gen und Irrthum muß gel⸗ten auf Er⸗den; — —.—— 1 ....—— . SSSSS——=.......— Un⸗schuld und Wahr⸗heit muß Ke⸗tze⸗rei wer⸗ den. 2. Seelen, die sonsten sehr eifrig gerungen, werden jetzt müde und schlafen fast ein. Scheints doch, als wenn sie der Arge bezwungen, nicht mehr so eifrig im Kampfe zu seyn. Alles wird irre, weil Argwohn regie⸗ ret und auch einfältige Herzen verführet. 3. Schmerzlich erfährt man, wie Kinder sich trennen, welche die himmlische Mutter gebiert; wie auch die Brüder einander nicht kennen, herzliche Freund⸗ schaft sich täglich verliert, Viele sich scheiden, und Viele sich spalten, weil man die Liebe so lässet erkalten. 4. Lange, ach lange schon seufzen die Deinen, daß man uns Freiheit und Freudigkeit kränkt, mit dir, o Heiland, es 322. 4 Mel. Wie groß ist des ꝛc. treulich zu meinen, recht zu ge⸗ brauchen, was du uns geschenkt. Wolln wir dir dienen in heili⸗ ger Stille, sagt man, es sey das nur eigener Wille. 5. Weil denn die Armen so seufzen und stöhnen, komm doch, o Jesu, und mache dich auf; rett uns von Allen, die trotzig uns höhnen und uns aufhalten in unserem Lauf; kräftig und freudig die Wahrheit zu lehren, wollest du schenken, dem Vater zu Ehren. 6. Willige Opfer wird als⸗ dann dir bringen nach dem Tri⸗ umphe die heilige Schaar; lieb⸗ liche Lieder da werden erklin⸗ gen, wenn nun beginnet das selige Jahr, welches zu Zions Errettung erscheinet und uns zur völligen Freude vereinet. Christian Andr. Bernstein, 4 1699. Ph. E. Bach. 1787. 0 —— I + ——————————.— 1. Ich lo⸗be dich von ganzer See⸗len, daß du auf die⸗-sem Er⸗ANden⸗kreis dir wollen ei ⸗ne Kirch er⸗wäͤh⸗len, o Gott, zu dei⸗nes Na⸗mens Preis, ID —.—— ., —..—.— + I—— dar⸗ in⸗nen sich viel Menschen fin⸗den auf daß von al⸗len ih⸗ ren Sünden zu ei⸗ ner hei⸗li⸗ gen Ge⸗mein, sie Chri⸗sti Blut nun wasche rein. 12 260 Kirche und Reich Gottes. 2. Du rufest auch noch heut zu Tage, daß Jedermann er⸗ scheinen soll; man höret immer deine Klage, daß nicht dein Haus will werden voll; des⸗ wegen schickst du auf die Stra⸗ ßen, zu laden Alle, die man findt, und willst auch die beru⸗ fen lassen, die blind und lahm und Krüppel sind. ö 3. Du hast dir, Gott, aus vielen Zungen der Völker eine Kirch erbaut, darinnen dein Lob wird besungen, die deinem Worte gläubig traut; du hast ihr Christum ja gegeben zu ih⸗ rem königlichen Dandt⸗ so führ es nun zum rechten Leben, was deine heilge Kirche glaubt. 4. Wir wollen auf nichts 323. Andres gründen, als auf den Grund, den du gelegt; hilf uns aus Gnaden überwinden, weil stets auch noch der Feind sich regt; und wo noch Runzeln sind und Flecken, die Christi Braut sich angehängt, die wollst du mit der Liebe decken, mit der du uns den Sohn geschenkt. 5. Erhalt uns, Herr, im wah⸗ ren Glauben und frommen Le⸗ ben bis ans End; ach, laß uns ja den Schatz nicht rauben: dein heilig Wort und Sacrament. Erfüll die Herzen deiner Chri⸗ sten mit Geistessegen, Fried und Freud, daß sie in Lieb und Treu sich rüsten zur ungefärb⸗ ten Einigkeit. Fr. Conr. Hiller, geb. 1662, 4+ 1726. Mel. Mein Herzens⸗Jesu ꝛc. 1668. Q 7 5.—6 +———— H EE 50—. 31——.—————— I I. Schglaube, daß die Hei⸗lisgen —— i m Geist Gemeinschaft ha ⸗ben, —— —.—. 5—— ——..——.— 0 weil sie in Ei⸗ner Gna⸗de stehn 2 und Ei- nes Gei⸗stes Ga⸗ ben. —— 2.r .— 2—2 —— die ha⸗ben all sein Gut ge⸗mein .2 ——.— .—..—— — und al⸗le Him⸗mels⸗schä⸗ tze. 2. Zwar nicht das gleiche Schicksal fällt hienieden jedem Gliede; es dauern noch in die⸗ ser Welt die äußern Unter⸗ schiede: dem Einen fällt ein armes Loos, der Andre ist ge⸗ ehrt und groß; das will ein Christ nicht ändern. 3. Doch in der neuen Crea⸗ tur ist Keiner klein, noch grö⸗ V — So Vie⸗le Chri⸗stus ma⸗ chet rein, . LC — + ßer; wir haben Einen Christus nur, den einigen Erlöser, das Licht, das Heil, den Morgen⸗ stern; Wort, Tauf und Nacht⸗ mahl unsers Herrn ist Allen gleich geschenket. I. Da ist kein Knecht, noch Freier mehr; da sind sie alle Kinder; der Reichthum macht hier keine Ehr, die Armuth — —.— S Eeee EI den fin Weil ch Mzeln hristi wollst it der t. wah⸗ NLe⸗ 5und dein ment. Chri⸗ Fried und fürb⸗ Hiller, 25. 1565. ben, ben. Kirche und Reich Gottes. 261 keinen Sünder. Gott sieht hier nicht Personen an, indem der Reiche arm seyn kann, der Arme reich an Gnaden. 5. Die Sonne der Gerechtig⸗ keit will Allen Gnade geben; der Geist gibt Allen allezeit als Gottes Odem Leben, weil uns der Vater alle liebt, so wie der Himmel uns umgibt; wir ha⸗ ben gleiche Güter. 6. Ein Himmel, Eine Se⸗ ligkeit, Ein Vorbild und Ein Hoffen, Ein Recht, Ein Vater⸗ herz im Leid, Ein Segen steht uns offen. Uns führt Ein Weg dem Himmel zu, wir hoffen alle Eine Ruh, allein durch Einen Glauben. 7. Wir leiden mit, wir zie⸗ hen an ein herzliches Erbar⸗ men; und wenn das Herz nichts weiter kann, so seufzt es für die Armen. Denn solch ein Glied, dem durch sein Herz nicht geht der andern Glieder Schmerz, das hat gewiß kein Leben. 324. 8. So trägt ein Glied des andern Last um seines Haup⸗ tes willen; wer seiner Brüder Lasten faßt, lernt das Gesetz erfüllen, wo Christus uns zum Vorbild geht; dieß königlich Ge⸗ bot besteht in Einem Wört⸗ lein: Liebe! 9. Wie ist der Heilige so groß, der mir hier vorgegan⸗ gen, mit dem ich als ein Kreuz⸗ genoß Gemeinschaft soll erlan⸗ gen! Bedenk, mein Herze, wer es ist! es ist der Heiland, Je⸗ sus Christ, der Sohn des Al⸗ lerhöchsten. 10. Ich will mich der Ge⸗ meinschaft nicht der Hetligen entziehen; wenn meine Brüder Noth anficht, so will ich sie nicht fliehen. Hab ich Ge⸗ meinschaft an dem Leid, so laß mich an der Herrlichkeit auch einst Gemeinschaft haben! Phil. Fr. Hiller, geb. 1699, 4+ 1769. Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen ꝛc. 170⁴. E— — PPSPSPSPSSSSESD 4 SSRSESESESESESESEEESSEE — S 1. Dein Wort, oHerr, bringt uns zusammen, daß wir in der Gemeinschaft stebn; es läßt an uns die sü⸗Fen Flammen des Glaubens und der Lie⸗be sebn; — 12—— 1 P. E + 1— +* N 4 5—..—.—56—— 1 25 — * ů wir wer⸗den durch das Wort der naden auch zur Gemeinschaft je⸗ner Schaar, EE 4 — . 6 —.— n. die um das Lamm bestan⸗dig war, ge⸗lockt und⸗kräftig ein⸗ge⸗ la⸗ den. 2. Nur Menschen, die von sich auserkoren, die läßt er Gott geboren, die unter Einem Wunderliebe sehn. Gemein⸗ Haupte stehn, die hat der Herr schaft mit dem Vater haben 262 und mit dem Sohn im heilgen Geist, das ist, was ihre Seele speist; nur das kann sie voll⸗ kommen laben. 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein theures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, sein Geist das Band, das uns umschlingt; die See⸗ len all, die er durchdringt, sind, was wir heilge Kirche nennen. 4. Was ist das für ein himmlisch Leben, mit Vater, Sohn und heilgem Geist in se⸗ liger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott ge⸗ neußt! Wie flammen da die süßen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus die ganze Gnadenfülle aus; hie wohnet Gott, die ewge Liebe. 5. Der Vaker liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; des 32⁵. Wenn Christus seine Kirche schützt, so mag die Hölle wüthen; er, der zur Rechten Gottes sitzt, hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hülfe nah; wenn er gebeut, stehts da. Er schützet seinen Ruhm und hält das Christenthum; mag doch die Hölle wüthen. 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn em⸗ pören; denn den Gesalbten, sei⸗ nen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Kirche und Reich Gottes. Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtig⸗ keit; der heilge Geit tritt mit dem Oele des Friedens und der Freude zu; dann schmeckt das Herz die Gottes⸗Ruh;; die Kraft durchdringet Leib und Seele. 6. Die Eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für Ei⸗ nen Mann; macht sich der Feind an eins vermessen, sobald greift er sie alle an; sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herren Kraft; sie wollen von der Brüderschaft der Heil⸗ gen nicht das Kleinste missen. 7. Sie wallen mit verbund⸗ nen Herzen durchs Thränen⸗ thal ins Vaterland, versüßen sich die bittern Schmerzen; eins reicht dem andern seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß, bis zu dem völligen Genuß des großen Guts: ich, ich in ihnen! Aus Bunsens Gesangbuch. Worts, des Heilands, unsers orts; sein Kreuz ist selbst ihr pott; doch ihrer lachet Gott. Sie mögen sich empören! 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn; uns kann er sie nicht rauben. Der Un⸗ christ mag ihr widerstehn; wir halten fest am Glauben. Ge⸗ lobt sey Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. ö I. Auf, Christen, die ihr ihm Die htig⸗ mit dder das KRraft le. Leib Ei⸗ Feind greift etend en in pollen Heil⸗ en und⸗ nen⸗ süßen eins Hand/ Euden Auge, dem hroßen Hbuch, users st ihr Gott. die kanmn er Ul⸗ V WIl Ge⸗ Wel Wort MI Die nict ihn Kirche und Reich Gottes. vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr Herr Zebaoth hält über sein 326. Mel. Es ist das Heil ꝛc. 263 Gebot, giht uns Geduld in Noth und Kraft und Muth im Tod; was will uns denn er⸗ schrecken? Christlan Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 4 1769. 15²³. —L —— —.—————— E 5 V — 1. Die Feinde dei⸗nes Kreuzes drohn, dein Reich, Herr,zu zerstö ⸗xen. Du a⸗ber, Mittler, Gottes Sohn, kannst ib ⸗remTrotze weh⸗ren. — ———. —— p, 155.——.— — ö Dein Thron be⸗steh et e⸗wig=lich; — I I V— ver⸗geb⸗lich wird sich wider dich —.. ————— die Macht der Höl⸗le ru sten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Menschenkindern; drum konnt auch keine Macht der Welt, Min seinen Fortgang hindern. ein Erbe bleibt dir immerdar und wird selbst durch der Feinde Schaaͤr zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wollest deine Herr⸗ schaft noch auf Erden weit ver⸗ breiten, und unter deinem sanf⸗ ten Joch zum Heil die Völker leiten! Vom Aufgang bis zum Niedergang bring alle Welt dir Preis und Dank und glaub an deinen Namen! 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, die frevelnd sich empören, laß deiner Gnade Wunder sehn, daß sie sich noch bekehren! Lehr sie mit uns gen Himmel schaun und unerschüt⸗ tert im Vertraun auf deine Zu⸗ kunft warten. 5. Uns, deine Gläubgen, wollest du fest in der Wahrheit gründen, daß wir für Unsre Seelen Ruh in deiner Gnade finden. Mach unsers Glaubens uns gewiß; vor Irrthum und vor Finsterniß bewahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn und heilge unsern Willen, so wird dein Volk dir unterthan, gern dein Gesetz er⸗ füllen, bis du erscheinest zum Gericht und dann vor deinem Angesicht die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen, und freun des großen Tages sich, da du wirst wiederkommen. Dann werden wir, o Gottes⸗ sohn, den uns verheißnen Gna⸗ denlohn, dein Himmelreich, er⸗ erben. Balthas. Münter,. geb. 1735. 4 1793. 264 Kirche und Reich Gottes. Mel. Mein Herzens⸗Jesu ꝛc. 1668. V.— 1——— 1 II 1. O Je⸗su, Licht und Heil der Welt, dein Wort, das Got⸗ tes Rath ent⸗hält, der du in 8 n Le⸗ bn zur Richtschnur uns 9e⸗ Ve ben, ne, rr .9——— du bist der Herr der Christen⸗he Heit, die du voll Hul dund Freundlichkeit dir aus den Menschen sammelst. 2. Du willst sie als dein Ei⸗ genthum zur wahren Weisheit eiten, und durch dein Evange⸗ lium zur Seligkeit bereiten. Du, Herr, bist groß von Rath und That, und was dein Mund versprochen hat, wirst du gewiß erfüllen. 3. Du bist der Deinen Trost und Heil; so viel nur an dich glauben, die haben an dem Se⸗ gen Theil, den uns kein Feind kann rauben. Zufriedenheit und Himmelsruh fließt allen schon auf Erden zu; dein ist des 33. Fülle. Mag auch der Spötter iümerhin auf deinen Ruf nicht hören, und mancher in verkehr⸗ tem Sinn sich wider dich em⸗ pören; es fällt doch deine Kir⸗ che nie; du hältst, und du be⸗ schützest sie durch deines Geistes Weisheit. 5. Dein ist das Reich und dein die Kraft; wer sollte dir nicht trauen? auf dich, der alles kann und schafft, nicht seine Hoffnung bauen? Dein Heil ist unser höchstes Gut; hilf, daß wir stets mit frohem Muth dich vor der Welt bekennen. 6. Zwar kämpfen wir noch manchen Streit auch mit uns selbst auf Erden; doch werden zur Vollkommenheit auch wir erhoben werden. Dann endet sich der Deinen Müh; dann krönest und belohnst du sie mit Preis und ewger Freude. 7. Dann sehn wir dich in Majestät, und uns gleich dei— nen Engeln zu nie empfundnem Glück erhöht, befreit von allen Mängeln. Dann preisen wir frohlockend dich, daß deine Macht und Gnade sich so hoch an uns verherrlicht! Joh. Sam. Diterich, geb. 1721, 4 1797. . I SHEee SE eEsl. —5 55———.——— Missionslieder. 265 Missionslieder. 328. Eigne Melodie. 1525. V +— ——. SS — —— —— I. Es woll uns Gott ge⸗nä⸗ dig seyn und sei⸗nen Se⸗gen geee ben; sein Ant⸗litz uns mit hel⸗lem Schein er⸗leucht zum ewgen Le ⸗= ben, .— daß wir er- ken⸗nen sei⸗ne Werk, 5 und was ihm liebt auf Er⸗ den, 4* 2.— 4* 9— + N I* +— —*— +— +—— U 2 S—2 +— * ö und Je⸗sus Chri⸗stus Heil und Stärk be⸗kannt den Hei⸗ den wer⸗den 9—*** V—— I I I— +— I + — 5———4——. e ———.— 14...—— ,*——— I— und sie zu Gott be⸗ keh ⸗ren. V. 3. hei lig— al ⸗ler— 2. So danken, Gott, und lo⸗ ben dich die Heiden überalle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Thaten; das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl gerathen. Uns segen Vater und der Sohn, uns segen Gott der heilig Geist, dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen! Dr. M. Luther, geb. 1483, 4+ 1546. Mel. Herr Jesu Christ, meins ꝛc. 1676. TT ——— , .— . O Se⸗su Chri⸗ste, wah⸗ res Licht, erlelechte, die dich ken⸗nen nicht, 0— .———ꝑ—.— 7 + 2— 19.—.——5.— + —— FxiiiuRach. *+— S LL LlTi und brin⸗ge sie 2. Erfüll mit deinem Gna⸗ denschein, die in Irrthum ver⸗ führet seyn, auch die, so heim⸗ lich fichtet an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. zu dei⸗ner Heerd, daß ih⸗ re Seel auch se ⸗lig werd. 3. Und was sich sonst verlau⸗ fen hat von dir, das suche du mit Gnad, und sein verwundt Gewissen heil, laß sie am Him⸗ mel haben Theil. ö 266 4. Den Tauben öffne das Gehör; die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sey⸗. 5. Erleuchte, die da sind ver⸗ blendt; bring her, die sich von uns getrennt; versammle, die 330. Mel. O Ewigkeit, du ꝛc. Misstonslieder. ö zerstreuet gehn; mach feste, die im Zweifel stehn: 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmelreich hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann, geb. 1585, + 1647. Crüger. 1653. 4 7 ,— ———— Die Macht de Wahtheit brichther⸗ ·für 5 klopft an vie⸗ 1 Her-zen Thür, des Reichs Er⸗ kennt⸗ mniß geh⸗et auf und füh⸗ ret ih⸗ ren schnellen Lauf [ SSSSSSSSSE daß man sie woll ein⸗ las⸗sen; durch al⸗ler Völ⸗ker Stra⸗ ben; ja, das Erkenntniß sammt dem Reich Q .— D—— H ..e— E————— H ——— I 2. Seht, was der Herr für Wunder thut! Er gibet seinen Boten Muth und Kraft den Wahrheitszeugen, die er aus⸗ sendet spät und früh; was sie gehört, posaunen sie und kön⸗ nens nicht verschweigen. Sie breiten aus zu seinem Ruhm das ewge Evangelium. 3. Ich lasse, spricht das A und O, vom ewgen Evangelio die Botschaft nun ertönen; ich laß ausrufen Fried und Freud, wie alles Volk soll seyn bereit, mit mir sich zu versöhnen. Mein Engel, der die Botschaft bringt, sich mitten durch den Himmel schwingt. 4. Er wird gesehen überall; man höret seinen Friedenshall; den Völkern, Sprachen, Zun⸗ er⸗oͤff⸗net sich nun all⸗zu⸗gleich. en wird meine Gnade weit und reit, der Reichthum meiner Gütigkeit verkündigt und ge⸗ sungen; man rufet aus bald hier, bald dar das große Hall⸗ und Jubeljahr. 5. Es hören die Geheimnisse jetzt Würdge und Unwürdige, die hier auf Erden leben; sie hören diese Freudenpost, dieß große Zeugniß nun getrost und können sich ergeben dem großen König aller Welt, der Liebe, Bund und Gnade hält. 6. Ich habe die Unwissenheit bisher in der vergangnen Zeit aus Gnaden übersehen; nun⸗ mehro da aufgeht das Licht, werd ichs so übersehen nicht, wie bis daher geschehen. Die Wahrheit will, wie sichs ge⸗ SEEIII e—— FE eER- Missionslieder. bührt, mit Dank seyn zu Ge⸗ müth geführt. 7. Ich, ich will machen alles neu; die Creatur soll werden frei vom Dienst der Eitelkeiten. Wohl dem, der dieses fassen 331. Eigne Melodie. ö 267 kann, und nimmt in meinem Sohn mich an zu diesen frohen Zeiten. Wie selig ist, der die⸗ sen Tag des Heiles jetzt erken⸗ nen mag! Aus v. Raumer's Ges.⸗Buch. 17¹³. —— H. —..— 6—.—.— —————— N ES— l ö ö 1. Auf,ihr Hei⸗ den, lo⸗bet Gott, so euch in der Fin⸗ster⸗niß 2— der euch aus des To⸗ des Schat⸗ten, vor⸗mals ganz um⸗ge⸗ben hat⸗ ten, 3— ·e.—— re,r— ———— n,,*— zu dem wah⸗ ren Licht gesbracht, i und euch Ar⸗me nicht ver⸗acht t; ö — lo⸗bet sei ne gro⸗e Gů ⸗te 2. Alle Völker, preiset Gott, der aus unverdienter Gnade hat durch seinen Sohn gemacht daß der alte Fall nicht schade, der euch hilft durch Christi Tod aus der Sünd und aller Noth; preiset solche große Güte stets mit dankbarem Gemüthe. 332. Mel. Dir, dir Jehova ꝛc. stets mit dank⸗ba⸗rem Ge⸗ mü⸗ the. 3. Gnad und Wahrheit, die da ist durch den Herren Chri⸗ stum kommen, so wir auch von seiner Füll durch den Glauben angenommen, walte mächtig allezeit über uns in Ewigkeit; rühmet solche große Güte stets mit dankbarem Gemüthe. 1704. ——— 1. Wach auf, du Geist der er⸗ sten Zeu⸗gen, die Tag und Näch⸗ te nimmer schweigen, der Wäch⸗ter, die auf und die ge⸗ trost dem — D—.— 4.—.....————— 1 —— Zi⸗ ons Mau⸗ern stehn, Feind ent⸗ge⸗ gen gehn, ja de⸗ ren Schall die gan⸗ze Welt durch⸗dringt D + + —— + N 1 10 und al⸗ ler Völ⸗ker Schaa⸗ren zu dir bringt. tN W I 268 Missionslieder. 2. O daß doch bald dein Feuer brännte! O möcht es doch in alle Lande gehn! Gib zu der Ernte doch die Hände! Gib Knechte, die in treuer Ar-⸗ beit stehn! O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist roß, die Zahl der Knechte lein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orken sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig da— rum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll ge— schehn. 4. So gib dein Wort mit roßen Schaaren, die in der Kraft Evangelisten seyn; laß eilend Hülf uns widerfahren und brich in Satans Reich und Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Na— mens Preis! 5. Ach, daß die Hülf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängniß nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach, reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hülf und mach uns frei! 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen! Es sey kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! Ach, führe bald da— durch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Thoren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 7. O beßre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räume bald aus jedem Wege. Vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn und mach uns bald von jedem Miethling frei, daß Kirch und Schul ein Gar⸗ ren Gottes sey. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes seyn; ja, sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer überall erstehn, die für die ganze Kirche betend flehn. Carl Heinr. v. Bogatzky, geb. 1690, + 1774. Mel. Freu dich sehr, o ꝛc. 1555. ——— e. — ——— —— 9 S............. ——— 2.1 — 2= 2 .* E„j...2 IIöoEL 1. Herr, wie sind noch viel der Hei-den, die in To- des⸗schat⸗ten gehn! Romm, o Hirt, auch sie zu wei- den; kannst du sie ver- ir ret sehn? —. ———— ——*— 3— 2——.— 35565—— ——— Nimm der Heer-de selbst dich an, füh⸗ re sie des Le⸗bens Bahn; niedre deines ihe du präge „ dah tehn, etend 17⁴⁴. 15⁵⁵ +* Misstonslieder. 269 — 5—1 —.—.——.— — EED———— all auf wei⸗ tem Er- den⸗run⸗de 2. Herr, laß deine Boten eilen, sende Knechte mehr noch aus, deine Gaben auszuthei⸗ len, sie zu laden in dein Haus. Manchen Jüngling, dir ver⸗ söhnt, laß mit Gnad und Geist gekrönt dem gebundnen Knecht der Sünden deinen großen Namen künden. Mel. Nun komm, der Heiden ꝛc. — fü⸗ge zu dem Gna⸗den⸗ Bun ⸗de. 3. Herr, wir sind ja deine Christen, sollten wir nicht Herz und Hand zu dem großen Baue rüsten deines Reichs in allem Land? Gib ein Herz in Liebe warm, das des Jammers sich erbarm, und die vielen weit Verirrten bring zu dir, dem guten Hirten. (Altkirchlich) 1524. V 12— 4—.—H— + 2—* TE D— 1.1——.— 6..— IEN 2—.2————— I E 2—.— 1— +——— 25 1. Je⸗su, bit⸗tend kommen wir mit den Dei⸗nen jetzt zu dir; — —.— hör auf um⸗ser kind Ich Flehn, 2. Jesu, ziehe bei uns ein, laß uns ganz dein eigen seyn; schenk uns allen deinen Geist, den dein theures Wort verheißt. 3. Weck die todte Christen⸗ heit aus dem Schlaf der Si⸗ cherheit; mache deinen Ruhm bekannt überall im ganzen Land. 4. Laß dein Wort zu dieser Zeit kräftig schallen weit und breit! Allen Heiden werde kund deiner Gnade Friedens⸗ bund. 335. Mel. Wie schöͤn leuchtet ꝛc. was wir bit⸗ten, laß ge⸗schehn! 5. Thu der Völker Thüren auf; deines HimmelreichesLauf hemme keine List noch Macht; schaffe Licht in dunkler Nacht. 6. Gib den Boten Kraft und Muth, Glaubenshoffnung, Liebesgluth; laß viel Früchte deiner Gnad folgen ihrer Thrä⸗ nensaat! 7. Zion, danke deinem Herrn, was du bittest, thut er gern; ja, er kommt mit seinem Reich; was ist seinen Freuden gleich? 1699. 2 2— 2—.2 — 1—ꝛ— 9 ů I — 9 ———4. ——— —— +—— + 1. Wie groß, wie an ⸗ ge⸗be tet ist dein Na⸗ me, Wie hell wards in der Fin ⸗ster⸗niß durch dei⸗ne 270. Miidssionslieder. — ., EE SSSSISISIIII— —— 11 2 Herr⸗scher Je⸗ su Christ, Lehs re, wie zer ⸗ riß, wie theuzer dei⸗nem Vols ke! wie floh des Irrthums Wol⸗ke! —.—————.—— + 1———— 1— 4 4..—.—.— — 1 +— I. 2 + 1 2 C + + 4 I I—.——— 1—— 1 5 Als du, Herr, kamst, hör⸗ ten Tau⸗be, und der Glau⸗be 9—— V I + + 1———— I I II , 5 —.—...— 10——— 8 half den Kran⸗ken; Stum⸗me san-⸗gen, dir zu dan⸗ ken. 2. Nur Schwache warens, die dein Licht verbreiteten, die Weisen nicht. Wo sind sie? wo die Hohen? und wo die Reichen? wo die Macht, vor der des Götzendienstes Nacht und ihre Schatten flohen? Nicht sie, Jesu, deine Lehren, die wir hören, machen weise, dir zum Ruhm und Gott zum Preise. 3. Wir werden deinen Ruhm erhöhn; wir werden deinen Himmel sehn, den Preis von deinen Leiden genießen, weil du für uns starbst, was du uns durch dein Blut erwarbst, der Engel hohe Freuden. Was sind Menschen, daß auch Sün⸗ der Gottes Kinder werden sollen, wenn an dich sie glauben wollen? 4. Du hast dich deiner Herr⸗ lichkeit entäußert, eine kurze Zeit für uns von Gott verlas⸗ sen. Und nun mit Preis und 336. Ruhm gekrönt, nun machst du selig, die versöhnt der Sünde Greuel hassen. Sündern willst du Heil und Leben wieder ge⸗ ben; richtest Alle, die nur wol⸗ len, auf vom Falle. 5. Vom Aufgang schallt zum Niedergang dein Wort und auch der Lobgesang erretteter Gerechten. Unzählbar sind die Schaaren schon, die gerne dir vor deinem Thron ein würdig Loblied brächten. Ihrer, Jesu, Jesu, werden mehr auf Erden dir lobsingen, Preis und Ruhm und Dank dir bringen. 6. Wie groß, wie angebetet ist dein Name, Herrscher Jesu Christ, wie herrlich bei den Deinen! Doch, führst du uns zu deiner Ruh, o wie weit herrlicher wirst du den Deinen dann erscheinen! Ewig müsse dir zur Ehre ihrer Choͤre Lob erschallen, durch die Himmel wiederhallen! Nach dem bayr. Ges. Buch von 1811. Mel. Mein Herzens⸗Jesu ꝛc. 1668. PPP...—.— H . 1. Wir find ver⸗eint, HerrJe⸗suChrist, der Menschensohn al⸗lein du bist, in deinem heilgen Ra⸗ men; der sä⸗et gu⸗ten Sa⸗men; Sünde und Buße. 271 ——.—.— 44——.—— SSSSSSI— —.——...—— der A⸗cker ist die gan⸗ze Welt; o pflanze selbst im wuͤsten Feld * —.——9 v., H+ * +.— +—— II + + +— + 1— N V— +——— + II + dir dei⸗ nes Rei⸗ches Kin ⸗der! 2. Ja Erstgeborner, ewger Fürst der Könige auf Erden, von allen Heiden sollst und wirst du angebetet werden. Das glauben und drum hoffen wir, die du zum Werke rufst, von dir auch unsrer Saat Ge⸗ deihen. 3. Gib uns durch deines Gei⸗ stes Kraft, Herr Jesu, heiße Liebe, die Eintracht, Muth und Eifer schafft, daß sich ein Jeder übe, für sich und Andre stets zugleich nach dem verheißnen Gottesreich vor allem Ding zu trachten. 4. Was wirds doch einst für Freude seyn, wenn deine Schnitter ernten, und Alle dann sich ewig freun, die deiner har⸗ ren lernten! Wir harren dein; o siege du in deinen Gliedern, bis die Ruh für Gottes Volk erscheinet. Rud. Stier, geb. 1800. 11862. Fünfte Abtheilung. Das christliche Leben. Sünde und Buße. Eigne Melodie. 1545. 9—.—5 4.——.— EEE— I——.— 4— 2— +* +—— — I—— I— +— 15 1. Al⸗lein zu dir, Herr Je ⸗ su Christ, mein Hoff⸗nung 0.— —— E.— ..— 2— —— 1 + I— +—— steht auf Er*— den. Ich weiß, daß du mein Trö · ster bist; 2 +— E.—.— 1 5— ——.6 + 2 — kein Trost mag mir sonst wer ⸗ Sünde und Buße. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß, und reuet mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen, und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich gethan, so werd ich los der Sündenlast; Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach dein'r Barm⸗ herzigkeit den wahren Chri⸗ stenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit mög inniglich an⸗ schauen; vor allen Dingen — DDDD ꝓ..............————— — auf Er⸗den war kein Mensch ge⸗born, der mir aus Nö⸗then hel⸗fen kann; E* rerer ee.x ———————— + ich ruf dich an, zu dem ich mein Ver⸗ trau ⸗en han. lieben dich, und meinen Näch⸗ sten gleich als mich; am letzten End dein Hülf mir send, da⸗ durch behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sey Gott in dem höchsten Thron, dem Vater al⸗ ler Güte, und Jesu Christ, seim liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott dem werthen heilgen Geist, der alle⸗ zeit uns Hülfe leist, daß wir ihm seyn zum Dienst bereit hier in der Zeit und dort hernach in Ewigkeit. Johann Schneesing, 4 1567. Eigne Melodie. 1627. Q 4 SSEEEEEEEEEE n rnen n 1. Ach, Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein be⸗gangne Sün⸗den; 0— ————.———5——— SEESEEEEEEEEEEEEEEE — 1 ist Nie-mand, der hel⸗fen kann, in die⸗ser Welt zu fin ⸗den. 2. Lief ich gleich weit zu die⸗ ser Zeit, bis an der Welte Enden, und wollt los seyn des Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet; ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins G'richt, dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so seyn, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, so fahr hie fort, nur schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld, ver⸗ gib die Schuld, verleih ein g'horsam Herze; laß mich nur nicht, wie's oft geschicht, mein Heil murrend verscherzen. 6. Handle mit mir, wie's dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; wollst mich nur nicht dort ewiglich von deiner Liebe scheiden. Martin Rutilius, geb. 1550, + 1618. EEEE kannz HD han. 3 eßten d, da⸗ els Ais in dem ater al⸗ Chris, er und t dem alle⸗ iß wir eit hier ach in 4 L50l. 1621• ⸗den; * „den. mich „ ver⸗ ih ein nu „mein 195 wie' Gnad mich n + 1616. 339. Sünde und Buße. 273 Mel. Vater unser 2c. 154⁰ + 2. ·——— I + + + 7675 So wahr ich le⸗be, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; ——— K ²pielamchr ist dieß mein Wunsch und Wil, daß er von Sün⸗den hal? te stül. 4—..— — + +—— N — +— 1I5—— + I H CEEE + 2—5—.—— DD + EI —3—2— + + +—————— von seiener Bos⸗heit keh⸗ re sich 2. Dieß Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd; hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar durch einen theuern Eid; o selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Si⸗ cherheit, denk nicht: es ist noch gute Zeit; ich will erst fröhlich seyn auf Erd, und wenn ich le⸗ bensmüde werd, alsdann will ich bekehren mich; Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist zwar stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn, und sei⸗ ner Seelen selbst nicht schont, der wird mit Ungnad abge⸗ lohnt. 340. — und le⸗be mit mir e⸗wig⸗lich. 5. Gnad hat dir Ang Süet Gott von wegen Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis mor⸗ en leben sollt; daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut be⸗ kehre dich; eh morgen kommt, kanns ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und roth, ist mor⸗ gen krank, ja wohl gar todt. So du nun stirbest ohne Buß, dein Leib und Seel dort bren⸗ nen muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du 5 daß ich jetzt komme bald zu dir und Buße thu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heim⸗ fahrt sey bereit. Johann Heermann, geb. 1585, 4+ 1647. Mel. Auf meinen lieben Gott ꝛc. 1605. — I — I‚.—.. ——— I—————. — 1 Wo sol ich flieh⸗en hin, weil ich be- schwe⸗ret bin — ⁰ , . V.— 1. mit viel und gro⸗ßen Sün⸗den? wo kann ich Ret⸗tung fin⸗ den? Sünde und Buße. 274 H— E 3.———— N .—— Wenn al⸗le Welt her⸗lä⸗ me, 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rath kommt mein betrübt Gemüthe zu dei⸗ ner großen Güte; laß du auf mein Gewissen ein Gnaden⸗ tröpflein fließen. 3. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu Gut, ö wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde und ihr nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke. 4. Du bist der, der mich tröst, weil du mich hast erlöst. Was ich gesündigt habe, hast du verscharrt im Grabe; da hast du es verschlossen, da wirds auch bleiben müssen. 5. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse se, und mich darauf verlasse; wer sich u dir nur findet, all Angst ihm ald verschwindet. 6. Mir mangelt zwar sehr viel; doch was ich haben will, ist ales mir zu Gute erlangt 95058 — an Noth ꝛc. mein Angst sie nicht weg⸗nãh⸗me. mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 7. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen wär, darf ich doch nicht verzagen, mit dir kann ich sie schlagen: dein Blut darf ich nu Weigan muß ihr Trutz bald schwei 8. Dein Blut, der edle aft hat solche Stärk und Kraft, daß auch ein Tröpflein kleine die ganze Welt kann reine, ja 16 2 Teufels Rachen frei, 8 und ledig machen. 9. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben; denn du hast mirs erworben, da du für mich gestorben. Gel ei 10. Führ auch mein und Sinn durch deinen dahin, daß ich mög alles mei⸗ den, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Glied auf ewig bleibe. Johann Heermann, geb. 1585, 4+ 1647. 1524. —H I. OBa ter der Durmber ⸗zig⸗keit, —.— den— der zu—7 63585 sch aüs dir zu= 2155 und thut noch endlich Bu⸗ He; — was ich be⸗gan⸗gen wi⸗ der 1205 . ü mir al⸗les gnã 1. lich +——⸗w — 2—— ———— ducch dei⸗ne gro-Se O= ke. SSESIAH⏑ hhene. amit ih el, G Satahl jen wih erzaggh anh Wam Weiggh le Suf 0 Kraff in kleij reine, hen srej uf dih ch mich erderbeh ererbeh rworbeh Sünde und Buße. 2. Durch deiner Allmacht Meisterthat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rath, worin es mir sonst fehlet; 5 Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk an⸗ fange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Ar⸗ men getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbar⸗ men. O wahrer Gott, o Da⸗ vids Sohn, erbarm dich mein und mein verschon, sieh an mein täglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden theu⸗ res Blut, dein Todespein und Sterben mir kommen kräftig⸗ lich zu Gut, daß ich nicht muß 27⁵ ter, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet. 5. O. Ne Geist, du wah⸗ res Licht, Regierer der Ge⸗ danken, wenn mich die Sün⸗ denlust anficht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmermehr Begier nach Wollust, Geld und Ehr in meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stünd⸗ lein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg mög dämpfen, auf daß mir Krankheit, Angst und Noth und dann der letzte Feind, der Tod, nur sey die Thür zum Leben. verderben. Bitt du den Va⸗ David Denicke, geb. 1603, + 1680. 342. Mel. Ach Jesu, dessen Treu ꝛc. 1659. aI 4 4 II— DDI *——. — + + I—.— 4. D Je⸗ su, vol⸗ ler Kraft! O Hei⸗ land, vol⸗ler Gü⸗te! er⸗⸗ fül⸗ len mein Ge⸗mũ ⸗the; laß dei⸗ ne Lieb und Kraft +AH ich weiß sonst kei ⸗nen Trost auf die⸗ ser gan⸗zen Welt, I— N— + + +— —— + 4 Ea — .—.— + +—— I 4+— P.. —— 12—1 . wo nicht sich dei⸗ ne Gnad 2. Betrübt ist mir mein Herz von wegen meiner Sünde, die ich mit Traurigkeit und tiefster Reu empfinde; o wie hat doch das Gift, das auf uns ist ge⸗ erbt, aufs allergreulichste uns durch und durch verderbt! mir Ar⸗ men zu ⸗ge⸗sellt. 3. Wie oft hat mir dein Wort das Böse untersaget, und mein Gewissen mich in Aengsten angeklaget! Wie oft hat mich dein Wort bald so, bald so geschreckt, und mein Verder⸗ ben mir im Grunde aufgedeckti 18* 276 Sünde und Buße. 4. Doch bleib ich immer noch in meinem Elend liegen, und kann nicht über mich und meine Sünde siegen; mich schließet ihre Macht in ihre Fesseln ein; ich muß ein Selav der Lust und meines Fleisches seyn. 5. O Jesu, der du hast die Finsterniß der Höllen durch Blut und Tod besiegt, du kannst die Feinde fällen, die jetzo wider mich und meine Seele stehn; sprich nur Ein Wort, so muß ihr Trotz und Macht vergehn. 6. Ach, laß mir offen stehn die Quelle deiner Wunden, dadurch hab ich doch schon die Sünden überwunden; dem Vater bin ich ja durch dich schon ausgesöhnt, daß mich nun seine Gnad durch dein Ver⸗ dienst bekrönt. 3⁴3. 7. Dieß glaub ich, fühl ich schon die Menge meiner Sün⸗ den, drückt mich gleich ihre Last, muß ich gleich Zorn em⸗ pfinden, so weiß ich doch, du hast schon solchen Zorn gestillt, der Sünden Macht zerstört und das Gesetz erfüllt. 8. Ich wende mich zu dir, der du mich kannst erquicken; läßt du mich deine Huld und Freundlichkeit erblicken, so weicht die Unruh weg, der Sünden Macht zerbricht, ich finde Fried und Ruh in dei⸗ nem Angesicht. 9. Nun du, mein Heiland, du kannst mich doch nicht ver⸗ lassen, da meine Glaubensarm' dich suchen zu umfassen; schließ ewig mich in dich und deine Liebe ein; dein will ich hier und dort, und keines Andern seyn. — Eigne Melodie. 166². · — — HDEDDE. ————— — + + N — — 1. Je⸗ su, der du mei⸗ne See=le aus des Teu⸗ fels finst⸗rer Höh⸗le hast durch dei⸗nen bit⸗tern Tod und der schwe⸗ren Sün⸗den⸗noth 5 ² V*— — +72— ..—.— —2—— , D——————— + kräf⸗ tig⸗lich her⸗aus⸗ge⸗ris ⸗ sen, und mich solches las⸗sen wis ⸗sen — Fal *— + J + I + + 1 N —., ,., DD durch dein gna⸗den⸗rei⸗ches Wort: 2. Herr, ich muß es ja be⸗ kennen, daß nichts Gutes wohnt in mir; das zwar, was wir Wollen nennen, halt ich meiner Seele für; aber Fleisch und Blut zu zwingen und das Gute sey doch jetzt, o Gott, mein Hort. zu vollbringen, folget gar nicht, wie es soll; was ich nicht will, thu ich wohl. 3. Aber, Herr, ich kann nicht wissen aller meiner Fehler Zahl; mein Gemüth ist ganz ühl ih Sün⸗ ch ihir rn ehl⸗ och, du estilh, ört und zu dij, uickenz 1Id und , 9„ del 0, 0 in dei⸗ heiland, ht ver⸗ noarw schlich d deine hier ud n sehi — 16525• CLod H⸗noth Sünde und Buße. zerrissen durch der Sünden Schmerz und Qual, und mein Herz ist matt von Sorgen; ach, vergib mir, was verbor⸗ gen; rechne nicht die Missethat, die dich, Herr, erzürnet hat. 4. Jesu, du hast weggenom⸗ men meine Schulden durch dein Blut; laß es, o Erlöser, kom⸗ men meiner Seligkeit zu Gut; und dieweil du so zerschlagen hast die Sünd am Kreuz ge⸗ tragen, o so sprich mich endlich srei, daß ich ganz dein eigen sey. 5. Wann ich vor Gericht soll treten, da man nicht entfliehen kann, ach, so wollest du mich retten und dich meiner nehmen an. Du allein, Herr, kannst es wehren, daß ich nicht den Fluch darf hören: Ihr zu mei⸗ ner linken Hand seyd von mir noch nie erkannt. 6. Du ergründest meine Schmerzen, du erkennest meine 277 Pein; es ist nichts in meinem Herzen, als dein herber Tod allein. Dieß mein Herz von Leid bedränget und mit deinem Blut besprenget, das am Kreuz vergossen ist, geb ich dir, Herr Jesu Christ. 7. Nun ich weiß, du wirst mir stillen mein Gewissen, das mich plagt; deine Treue wird erfüllen, was du selber hast gesagt, daß auf dieser weiten Erden Keiner soll verloren werden, sondern ewig leben soll, wenn er nur ist glaubens⸗ voll 8. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, laß mich ja verza⸗ gen nicht; du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd und Tod anficht; deiner Güte will ich trauen, bis ich fröhlich werde schauen dich, Herr Jesu, nach dem Streit in der süßen Ewigkeit. Johann Rist, geb. 1607, 4+ 1667. Mel. Es ist gewißlich ꝛc. 153³⁵. * Z— ISSDSESEEE.... 4—— 933—.— SS—————.—.—.— 1——— 1. Ich will von mei⸗ner Mis⸗se⸗ that zum Hereren mich be⸗ keb⸗ ren; du wol⸗lest selbst mir Hülf und Rath hie- zu, o Gott, be⸗sche ⸗ren 9 ES. S I— — 2——————— 12— I +— 04 r 1—— +——112=2.——.—0—— —.————* 1—..———— +.— ö 1. und dei⸗nes gu⸗ten Gei⸗stes Kraft der neu⸗e Her⸗zen in uns schafst, I —7 +— N SSI........ —.— 1——4 aus Gna⸗ den mir ge⸗ wäh=ren. 2. Ein Mensch kann von Na⸗ tur doch nicht sein Elend selbst empfinden; er ist ohn deines Geistes Licht blind, taub und todt in Sünden. Verkehrt ist Wille, Sinn und Thun; des großen Jammers wollst du nun, o Vater, mich entbinden. 278 Sünde und Buße. 3. Du hast in Christo mich erwählt tief aus der Hölle Fluthen; es hat mir sonst auch nicht gefehlt an irgend einem Guten; und daß ich ja dein eigen sey, hast du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruthen. 4. Hab ich denn nun auch egen dich Gehorsams mich be⸗ slisen? Nein! eines Andern zeihet mich mein Herz und mein Gewissen; darin ist leider nichts gesund, an allen Orten ist es wund, von Sündenschuld zer⸗ rissen. 5. Die Thorheit meiner jun⸗ en Jahr, die Menge meiner ünden verklagen mich zu of⸗ fenbar; sie sind nicht zu ergrün⸗ den. Und ihrer keine ist so klein, daß sie nicht sollte schon allein dein Strafgericht ent⸗ zünden. 6. Bisher hab ich in Sicher⸗ heit ganz unbesorgt geschlafen, gedacht: es hat noch lange Zeit, Gott pflogt nicht bald zu stra⸗ fen; er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Geduld der Hirte mit den Schafen. 7. Dieß alles jetzt zugleich erwacht, mein Herz will mir zerspringen; ich 1156 deines Donners Macht und Feuer auf mich dringen; du regest wider mich zugleich des Todes und der Hölle Reich, die wollen mich verschlingen. 8. Herr Jesu, nimm mich zu dir ein, ich flieh zu deinen Wun⸗ den; laß mich da eingeschlossen seyn und bleiben alle Stunden; du hast ja, o du Gotteslamm, all unsre Sünd am Krenzes⸗ stamm gebüßt und überwunden. 9. Dieß stelle deinem Vater für, daß er sein Eehn lenke, und gnädig wiederkehr zu mir, nicht meiner Schuld gedenke, und alle meine Sündenlast, die du auf dich genommen hast, ins tiefe Meer versenke. 10. Hierauf will ich nun je⸗ derzeit mit Ernst und Sorgfalt meiden der schnöden Lüste Ei⸗ telkeit und lieber alles leiden, denn daß ich Sünd mit Willen thu; ach Herr, gib du stets Kraft dazu, bis ich von hinnen scheide. Louise Henriette, Churfürstin von Brandenburg, geb. 1627, + 1667. (Nach dem Bayreuth. G.⸗B.) Mel. Herr, wie du willst ꝛc. 15²5. 1. Schaff in mir, Gott, ein rei⸗nes Herz, mein Herz ist ganz ver⸗ der⸗bet; es fühlt von Sün⸗den gro⸗ßen Schmerz, die ihm sind an⸗ gex⸗ er⸗bet, 27— —.—.— 1—.——— DDD— L.— .2.— 25 —. 25— und die es noch thut oh⸗ne Scheu; ach ma-che, daß es wie⸗ der sey, SSSCSCI‚Eeee zugleich bill mir deines muer auf t wider es und wollen mich zu Wun⸗ schlossen tunden; eolamm, trenzes⸗ vunden. Valer lenke, u wir, edenke, last, die hast, i nun je⸗ orgfal üste Ei leiden, Willen stets hinnen le, Indenburt, 561• h. G) Sünde und Buße. 279 3— 22——————— wie du es hast er ⸗ schaf ⸗⸗ fen. 2. Gib mir auch einen neuen Geist, der wie du sey gesinnet, der stets dir anhangt allermeist und was du willt, beginnet; ib, daß ich hasse Fleisch und lut, den Glauben üb in sanf⸗ tem Muth, Zucht, Demuth, Hoffnung, Liebe. 3. Verwirf von deinem An⸗ gesicht, ob ich es gleich verdie⸗ net, mich, allerliebster Vater, nicht, weil Jesus mich versüh⸗ net. Ach, laß doch nun und nimmermehr mich fallen als dein Kind so sehr, daß du es von dir würfest. 4. Den heilgen Geist nimm nicht von mir, den bösen Geist vertreibe, daß ich, als nie ent⸗ führt von dir, stets deine sey und bleibe; beherrsche mein Herz, Sinn und Muth durch deinen Geist, so ist es gut im Leben und im Sterben. 5. Mit deiner Hülfe tröste mich, hilf und vergib die Sün⸗ den, und sucht dann meine Seele dich, so laß dich von ihr finden, und dein Verdienst, Aund Jesu Christ, darinnen rost und Leben ist: Trotz Sünde, Tod und Teufel! 6. Dein heilger Geist erhalt mich doch mit seinem Frenden⸗ öle, damit nicht das Verzweif⸗ lungsjoch verderbe meine See⸗ lez sey du mein Freund, o Sen allein; ach, laß mich deine reude seyn und führe mich zur Freude. ö Ludäm. Elisab., Gr. zu Schwarzb Rupolstadt. 346. Eigne Melodie. geb. 1640, T 1672. Knecht. 1815. 2——53 + 2 2.—.8 * E I. — ¶ I — ——— 1 1 I 1. An dir al⸗lein, N an dir hab ich ge- fün⸗digt + + und ü⸗ bel oft an 22———. ́— — 22— dir ge⸗than. Du siehst die Schuld, die mir den Fluch ver⸗ kün⸗digt. i 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen, und meine Thränen sind vor dir. Ach, Gott, mein Gott! wie lange soll ich sorgen? wie lang entfernst du dich von mir? Sieh, Gott, auch meinen Jammer an. 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, ver⸗ gilt mir nicht nach meiner Schuld. Ich suche dich; laß mich dein Antlitz finden, du Gott der Langmuth und Geduld. M N W 280 Sünde und Buße. 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit. Er⸗ sreue mich um deines Sohnes willen, du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen und lehre du dein heilig Recht mich 317. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. täglich thun nach deinem Wohl⸗ Gaalen; du bist mein Gott, ich in dein Knecht. 6. Herr, eile, du meinSchutz, mir beizustehen und leite mich auf ebner Bahn. Er hört mein Schrein, der Herr erhört mein Flehen und nimmt sich meiner Seelen an. Chr. F. Gellert, geb. 1715, + 1769. Neumark. 1657. 71. Her, der du in der Höbe woh⸗nest, ich lie- ge Hes ge-beugt vor dir ert, der du richtest und be⸗ loh⸗nest, wie tief ist Suͤnd und Schuld in mir! ——„ —.—.— ENn 2 SSI.———0 —— —.— + + SSS. —— 17— WMie hoch,wie hei⸗lig dein Ge⸗ bot! 2. Aus meiner Noth, aus meiner Tiefe ruf ich zu dir, zu dir allein. Wenn ich zu einem Andern riefe, es würde doch vergeblich seyn. Mein Schreien steigt zu dir empor: Herr, öffne mir dein gnädig Ohr! 3. Herr, willst du ins Ge⸗ richte Histe der du unendlich heilig bist: ach, wer wird dann vor dir bestehen, wenn er auch sonst unsträflich ist? Dein Auge, das nicht fehlen kann, trifft überall noch Fehler an. 4. Und, ach, mir wird die Welt zu enge, wenn des Ge⸗ setzes Donner schlägt, und mei⸗ ner Uebertretung Menge das R als Gewissen regt, das dich als einen Richter scheut, Drant. nz heischt und Strafe räut. 5. In deiner Hand steht Tod D Abgrund tie=fer See⸗len⸗noth! und Leben; du bist es, den man fürchten muß. Doch, Herr, du kannst und willst vergeben aus deiner Gnaden Ueberfluß. Dein Wort, das Wort des Lebens, spricht: du willst den Tod des Sünders nicht! 6. Es heißt mich auf das Opfer schauen, das mehr als alle Sünden gilt. Es heißt mich auf den Felsen bauen, aus dem der Strom der Gnade quillt, die alles tilget, was mich quält, und gibt mir alles, was mir fehlt. 7. Dein guter Geist will mich erfreuen, und sich mein Herz R0 Tempel weihn; ich soll den ichter nicht mehr scheuen, aus Gnaden frei und selig seyn. O Licht, das durch die Seele dringt und Licht in finstre Tie⸗ fen bringt! —— .—.S CC Vohb Hott, ich Schuh te mich r hölt erhönt mt fich 1+ 1769j irk. 1651. en Mah verr, du hen ald . Deil Lebens, od deh If das r als Heißt Sünde und Buße. 8. Trifft mich denn hier das Loos der Deinen, dein Kreuz, das jeder Jünger trug: o end⸗ lich wird ein Tag erscheinen, da du mir rufst: Es ist 915 8 Nur sey mein Leiter, bis es tagt, mein Trost, wenn alles Trost versagt! 9. Ich hoff auf dich, du Kraft der Schwachen, auf dich, du Licht in Finsterniß, auf dich, mein Hüter, du wirst wachen, mein Heil, du kommst und hilfst Tinht wie angst mir auch die rübsalsnacht um Hoffnung, Trost und Hülfe macht. 318. Mel. Freu dich 281 10. Genug, ich bin befreit von Sünden, ich bin von Straf und Knechtschaft los. O Gna⸗ de, die nicht zu ergründen, Er⸗ lösung, die unendlich groß, die aus der tiefsten Noth befreit, und führt zur höchsten Se⸗ ligkeit! 11. O Vater, nimm für dein Erbarmen, o Sohn, für dein Versöhnungsblut, o Geist, du Trost der geistlich Armen, für deiner Gaben reiches Gut von Herz und Lippen Dank und Ruhm, und mich zu deinem Ei⸗ genthum. Paul Gettl. Werlhof,& rer. sehr, o meine ꝛc. 5s. — *— 2 24 N ———— 4 4 + + + 2 —— — 1 T S.— — + 1. Höch⸗ster, denk ich an die Gü⸗te, o so wird mein ganz Gemü⸗the — die du mir bis⸗ber er⸗zeigt, zu der tief⸗sten Scham ge⸗ beugt, —*. 4— S SPSSS 16 4 S— 1— +— + daß ich dich ge⸗ring ge⸗schäͤtzt, dein Ge⸗ bot hint⸗ an⸗ ge⸗setzt — I— —....... — I 1 Q + 4 + .SS....— — 2—.— und dich, der du mich ge⸗lie⸗bet, 2. Alle meine Seelenkräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Dienstes fertig seyn. O wie hab ich sie entweiht! Ach, zur Ungerechtigkeit und den schnöden Dienst der Sün⸗ en ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie manchen schwe⸗ ren Sorgen machte sie das Her mir frei! Was mir nützte, gab mit Ber⸗geh⸗ ung⸗en be⸗ N bet. du mir; aber ach, wie dankt ich dir? O wie hab ich so vermes⸗ sen deines Wohlthuns Zweck vergessen! 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden sollt ich ja die Sünde fliehn, und von meinem See⸗ lenschaden frei zu werden mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße; aber ich floh vor chrem sanften Locken, suchte selbst mich zu verstocken. 5. Ach, an dir hab ich gesün⸗ 282 Sünde und Buße. digt, Gott, mein Vater, ohne Scheu; dir hab ich oft aufge⸗ kündigt meine schuldge Kindes⸗ treu. Ach, vergib, was ich ge⸗ than; nimm mich doch erbar⸗ mend an, führe mich vom Sün⸗ denpfade schnell zurück durch deine Gnade. 6. Dir ergeb ich mich aufs Neue; gib, daß mein gebeug— ter Geist deiner Vaterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sohn auch 349. Mel.———— den 53— 2c. mir erwarb, da er für die Sünder starb, Fried und Freude im Gewissen, ach, das laß auch 913 genießen. Stärke selbst in meiner Secle den Entschluß, mich dir F weihn. Gib, daß keine aft mir fehle, folgsam dei⸗ nem Wort zu seyn. Stehe mir stets mächtig bei, daß mein Herz dir heilig sey; dich zu lieden, dir zu leben, sey mein herzliches Bestreben. J. S. Diterich, geb. 1721, 4 or. ——— . Gott, dirge⸗ fällt kein gott⸗los We⸗ sen; wer bös ist, blei⸗bet nicht vor dd Drum laß von Sünden mich gene⸗ sen und schaff ein rei ⸗nos Herz in mir, öPP ein Herz, das sich vom Sinn der Welt 2. Laß mich auf die begang⸗ nen Sünden mit inniger Be⸗ schämung sehn, durch Christum vor dir Gnade finden und standhaft deine Wege gehn. Ich will forthin das Unrecht scheun, mein Leben deinem Dienste weihn. 3. O stärke mich in dem Ge⸗ danken, gib meinem Vorsatz Festigkeit; und will mein schwa— ebes Herz je wanken, so hilf der Unentschlossenheit. Wie viel vermag ich, Gott, mit dir! Nimm deinen Geist nur nicht von mir! 4. Gib, daß er mir stets Wast leiste und Muth und äfte mir verleih, daß ich mit entfernt und unbe⸗ fleckt er⸗ häͤlt! kindlich treuem Geiste dir bis zum Tod ergeben sey; so sieg ich über Sünd und Welt und thue, was dir wohlgefällt. 5. Doch wenn ich je aus Schwachheit fehle, mein Vater, so verwirf mich nicht. Verbirg nicht der betrübten Seele, wenn sie dich sucht, dein Angesicht; o Herr, mach in Bekümmerniß mein Herz von deiner Huld gewiß! 6. Erquicke mich mit deinen Freuden, schaff ein getrostes Herz in mir und stärke mich in allen Leiden mit froher Zuver— sicht zu dir, bis nach vollbrach⸗ ter Prüfungszeit mich ungestör⸗ tes 6 erfreut. J. S. Diierich, geb. 1721, + 177. S HF S SEHR. ir die reude auch neiner ich dit keine Ndei⸗ 135 mit Her 590 lliches N. 1657 l ir bib 0 sigg und alls aker, tbirg wenn uver⸗ brach⸗ sesth⸗ N. Rechtfertigung und Gnadenstand. 283 Rechtfertigung und Gnadenstand. 350. Mel. Es ist das Heil ꝛc. 15²3. 40 7 IE 581— SSSPSSEE 1. Der Glau⸗be macht al⸗lein ge⸗recht durch Christum, ders er⸗ wor⸗ben; sein Werk erwirbt das Himmelreich, weil alls an uns ver⸗dor⸗ben; +2— Q* 2* —. E— i— 2— DSDIS —— —— doch ist ohn Lieb der Glau⸗ be todt; drum, willst du mei⸗ den ew⸗ge Noth,. ———+ 1 N SSS — EEI thu Bu⸗ße, glaub und lie ⸗be. 2. Die Liebe ist des Nächsten Christi Schmerzen und seinen Knecht, die thu aus gutem Tod du seyst gerecht, und flieh, Herzen; dabei nur glaube recht zu seyn der Sünden Knecht: und schlecht, daß bloß durch Gott will uns all bekehren. 351. Mel. Dank sey Gott in der Höhe ꝛc. 1605. ——.——— B. 2 1+.— 2—.— 1 +— —.——— 3 1. Ich bin bei Gott in Gna⸗den durch Chri⸗sti Blut und Tod; was kann mir end⸗lich scha⸗den? Was acht ich al„le Noth e .—.— — SSDID———— —— Ist er auf mei ⸗ner Sei⸗ ten, gleich⸗wie er wahr⸗ lich ist, 9— — + I +— W———.—— ——.... laß im ⸗mer mich be⸗=strei⸗ ten auch al ⸗le Höͤl⸗len= list. 2. Was wird mich können ten: man mag durch tausend Pein scheiden von Gottes Lieb und mich für ein Schlachtschaf halten: Treu? Verfolgung, Armuth, der Sieg bleibt dennoch mein. Leiden und Trübsal mancherlei? 3. Ich kann um dessentwillen, Laß Schwert und Blöße wal⸗ der mich geliebet hat, gnug 284 meinen Wand Rart und fas⸗ sen Trost und Rath; denn das ist mein Vertrauen, der Hoff⸗ nung bin ich voll, die weder Drang noch Grauen mir ewig rauben soll: 4. Daß weder Tod noch Le⸗ ben und keiner Engel Macht, wie hoch sie möchte schweben, kein Fürstenthum, kein Pracht, nichts dessen, was zugegen, 352. Mel. Valet will ich dir ꝛc. Rechtfertigung und Gnadenstand. nichts, was die Zukunft hegt, nichts, welches hochgelegen, nichts, was die Tiefe trägt, 5. Noch sonst, was je erschaf⸗ fen, von Gottes Liebe mich soll scheiden oder raffen. Denn diese gründet sich auf Christi Tod und Sterben; ihn fleh ich gläubig an, der mich, sein Kind und Erben, nicht lassen will noch kann. Simon Dach, geb. 1605, + 1659. Teschner. 1615. —0 +———— JTSI—— SSDSPSSIIIIII...III..... 2———————— 1. Ist Gott für mich, so tre⸗te gleich al⸗ les wi- der mich; so oft ich ruf und be⸗ te, weicht al⸗les hinter sich. —0 —4* +2 +2 I + 1 1————. +2 7— 2— I I— I— 1 1J— —.———.— IFEIII.——..——— Hab ich das Haupt zum Freunde und bin ge⸗- liebt bei Gott, .—— .————..—— ů 1 — + C— 1 a 1—m 1 I 0—— 5 2 1 was kann mir thun der Fein⸗de 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sey, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wel⸗ len, und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein lut; das machet, daß ich finde das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und helles Licht; L und Wi⸗der ⸗ sa⸗cher Rott? wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem strengen Sitz: ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in Feuerhitz. 5. Mein Jesus hat gelöschet, was mit sich führt den Tod; der ists, der rein mich wäschet, macht schneeweiß, was ist roth; in ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmuth, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder thut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmt mir meinen Muth; die Höll und of wäre, ht vor d bor nüßte chd in schet, Zod; schet, rolhj rellen, darf e sonst mich It Mil. und Rechtfertigung und Gnadenstand. 285 ihre Flammen löscht meines Heilands Blut. Kein Urtheil mich erschrecket, kein Unbeil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mir Sorg und Schmer⸗ zen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schwach⸗ heit findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir Gorr und meinem Munde, Gott aber wohl be⸗ wußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht mei⸗ nem Geiste manch süßes Trost⸗ wort zu, wie Gott dem Hülfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle, neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglau⸗ bet hat. 10. Da ist mein Theil, mein Erbe mir prächtig zugericht; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuch⸗ ten mit Thränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem ver⸗ bindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und fin⸗ det ein harte, schwere Last zu leiden und zu tragen, geräth in Hohn und Spott, das Kreuz und alle Plagen die sind sein täglich Brod. 12. Das ist mir nicht ver⸗ borgen, doch bin ich unverzagt; dich will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab; an dir will ich fest kle⸗ ben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt die mag 1105 brechen, du stehst mir ewiglich. Kein Brennen, Hanen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hungern und kein Dürsten, kein Armuth, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung seyn. 14. Kein Engel, keine Freu⸗ den, kein Thron, kein Herrlich⸗ keit, kein Lieben und kein Lei⸗ den, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sey klein oder groß, der kei⸗ nes soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze gebt in Springen und kann nicht trau⸗ rig sevn, ist voller Frend und Singen, sieht lauter Sonnen⸗ schein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, geb. 1606, T 1676 28 Rechtfertigung und Gnadenstand. — 353. Eigne Melodie. beling. 1666. +*——————.—33—— —.— 2————— 1. Schwing dich auf zu dei- nem Gott, du be= trüb ⸗te See⸗ le Wa ⸗rum liegst du Gott zum Spott in der Schwermuthshoͤh⸗ le? +— + + + 7 +— + 4 SSISISISISISISISIISIIeeee*.— 4 1*— + L N I V 14 1 + —— + + + Mer⸗ kest du nicht Sa⸗ tans List? ,, er wil durch sein Kan⸗fen HA ———..‚. dei⸗ nen Trost, den Je⸗ sus Christ 2. Schüttle deinen Kopf und sprich: fleuch, du alte Schlange! was erneurst du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden mei⸗ nes Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3. Hab ich was nicht recht gethan, ist mirs leid von Her⸗ en; dahingegen nehm ich an bristi Blut und Schmerzen. Denn das ist das Lösegeld meiner Missethaten; damit ist der ganzen Welt und auch mir gerathen. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigenthum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Ge⸗ walt der Höͤllen. 5. Stürme, Teufel und du Tod, was könnt ihr mir scha⸗ den? deckt mich doch in meiner Noth Gott mit seiner Gnaden; der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß dir er⸗wor⸗hen, dam ⸗ pfen. der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 6. Nun auf diesen heilgen Grund bau ich mein Gemüthe, sehe, wie der Feind zur Stund zwar dawider Wülhe gleich⸗ wohl muß er lassen stehn, was Gott aufgerichtet; aber schänd⸗ lich muß vergehn, was er selber dichtet. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide, laß es dringen, kommt es doch von eliebten Händen, und ge— Rüid zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater soll iehn zu allem Guten, die ge⸗ eihen selten wohl ohne Zucht und Ruthen; bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd will aufs Gute ziehen? 9. Es ist herzlich gut ge⸗ meint mit der Christen Pla⸗ gen. Wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig kla⸗ ing, L66t c. lel hele? H mpfen. hn mich heilgen müthe, Stund gleich N/ woh schand⸗ selbe Gott ift scheidel hbereil Haß eh ch von d ge⸗ Joch den. atet sal die gee 1e Zlcl un ad will i0 meintt ichen ut 9 Plo woh vig l⸗ Rechtfertigung und Gnadenstand. gen, sondern hat vollkommne Lust dort in Christi Garten, dem er einig recht bewußt, end⸗ lich zu gewarten. 10. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen; aber endlich bringt das Jahr, wo⸗ nach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all 354. Mel. O Jesu Christ, meins ꝛc. 287⁷ ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 11. Ei, so faß, o Christen⸗ herz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr! Gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr; er wird helfen. Amen! Paul Gerhardt, geb. 1606, +. 1676. 1630 4 + 1 1 + + + 2 I— 1—.—— 0 SSSE +*——. 1. Herr Je⸗su Christ, dein theures Blut ist mei⸗ ner See⸗len höͤch⸗stes Gut; — 1 — EEI 2 9 S..... en E L das stärkt, das labt, das macht al⸗lein 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, meim Gnadenthron, dein theu⸗ 355. Mel. Mit meinem Gott geh ich ꝛc. mein Herz von al⸗ len Sün⸗den rein. res Blut, dein Lebenssaft gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Noth, wenn mich schreckt Teu⸗ fel, Höll und Tod, so laß ja dieß mein Labsal seyn: dein Blut macht mich von Sünden rein. zohann Olearius, geb. 1611, + 1684. 1594. 1. Ich freu⸗e mich, mein Gott, in dir SSSEEEEEEEEE und bin ge⸗trost, wenn ich dich hier Q* +— +— +— I—— 7——— + 1— S SI + zu mei⸗nem Theil mir wäͤb⸗le. Du, Hert, bist mein, und ich bin dein: 5— 1.——4+*—.— 4—— SSEE——— + was man⸗gelt mei⸗ner See le? R 4 288 Rechtfertigung und Gnadenstand. 2. Du hast mich von der Welt erwählt und deinen Kin⸗ dern zugezählt; mag mich die Welt doch hassen. Du liebst mein Wohl, wirst gnadenvoll mich nimmermehr verlassen. 3. Du trägst mich liebreich mit Geduld, vergibst in Christo mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibst mir Theil an seinem Heil: dieß tröstet meine Seele. 4. Du bist mir der bewährte Freund, der es aufs Beste mit mir meint, wo find ich deines gleichen? Du stehst mir bei und bleibst mir treu, wenn Berg und Hügel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, mein Fels und Heil; drum frag ich nicht nach Him⸗ mel und nach Erde. err, ohne dich ist nichts für mich, das mir erfreulich werde. 356. 6. Du bist mein allerhöchstes Gut, darauf mein wahres Wohl beruht; in dir leb ich zufrieden. So dort als hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeschieden. 7. Du segnest mich, wenn man mir flucht, und wer hier mein Verderben sucht, dem wirds doch nicht gelingen. Mit deiner Treu stehst du mir bei, daß ich kann fröhlich singen. 8. Du läßt mirs ewig wohl ergehn. Einst werd ich dich noch näher sehn, du Ursprung wahrer Freuden. An dir wird sich dann ewiglich mein ganzes Herze weiden. 9. Noch hats kein menschlich Ohr gehört, was uns dein Himmel einst gewährt; doch seh ichs schon im Glauben. Vollkommnes 9 0 ist da mein Theil, das wird mir Niemand rauben. Salomo Liscow, geb. 1640, + 1689. Eigne Melodie. 17³¹1. — 1— 8..— + 2— XS 2 1. Beschränkt, ihr Wei⸗sen die⸗ser Welt, die Freundschaft immer und läugnet, daß sich Gott ge=⸗sellt mit de-nen, die ihn V 4 I* 1 II „O EE. —— + 1 2 auf die Glei⸗chen nicht er ⸗rei⸗chen; — ist Gott schon al-les und ich nichts, 3 ich Schat⸗In, er der Quell desLichts, er noch so stark ich noch so blö-de, x 2.— —.. 1— er noch so rein, ich noch so schno⸗de, EF er noch so groß, ich noch so klein: — +* — I PPIIIIII.IT . Q V + 2. * Hhöchstg Wohl rieden bleihgy en. „ Wens ber hiel t, deh N. M mir hej igen. ig woh ich dich sprung dir witd da meil Miemand „ li80 151. W immer die ihn l nichts, W Rechtfertigung und Gnadenstand. 2. Mein Goel, mein Imma⸗ nuel, mein Mittler konnte Mit⸗ tel finden, sich meiner hochbe⸗ drängten Seel, die ihn herab⸗ og, zu verbinden; mein Sa⸗ denn⸗ mein Jonathan, mein Bräutigam, mein Gott und Mann kam von dem Himmel auf die Erden, mein Muth⸗ und Blutesfreund zu werden, ein Leib und Geist, mein Fleisch und Bein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! 3. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, gewährt mir alles mit dem Sohne, nicht nur sein Kreuz, nicht nur sein Grab, auch seinen Thron, auch seine Krone; ja was er redet, hat und thut, sein Wort, sein Geist, sein Fleisch und Blut, was er geleistet und erstritten, was er gewonnen und erlitten, das räumet er mir alles ein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! 4. Ich finde Nutzen, Lust und Ehr bei unsrem Bund im höchsten Grade; er heischet von mir sonst nichts mehr als Glau⸗ ben, und ich nichts als Gnade. O wohl der Wahl, die uns ge⸗ fügt, weg Reu und Tausch, ich bin vergnügt in ihm und er mit mir zufrieden; drum bleibt bei beiden ungeschieden ein Herz und Mund, ein Ja und Nein! mein Freund ist mein, und ich bin sein! 5. Zwar kann er aller Chri⸗ sten Muth mit seiner Liebe satt⸗ sam weiden; wir dürfen um das höchste Gut nicht eifern, 289 noch einander neiden. Durch unsern größesten Genuß er⸗ schöpft sich nicht sein Ueberfluß; so will ich ihn zwar Keinem läugnen, doch mir vor allen Andern eignen. Welt, zank dich um das Mein und Dein; mein Freund ist mein, und ich bin sein! 6. Mein Freund ist meiner Seele Geist, mein Freund ist meines Lebens Leben; nach ihm, der mich sein eigen heißt, und sonst nach Keinem will ich streben, dem ich mich, der sich mir ergibt, den ich und der mich wieder liebt, von dem ich nichts mehr kann begehren, der mir nichts Beßres kann gewähren. Dieß Licht verdunkelt jeden Schein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! 7. Ohn ihn ist mir der Him⸗ mel trüb, die Erd ein offner Höllenrachen; hingegen kann mir seine Lieb die Einöd selbst zu Eden machen. Ohn ihn ist mir trotz aller Meng die Weil zu lang, die Welt zu eng; ich bin, wenn Feind und Freunde fliehen, wenn sich die Engel selbst entziehen, zwar einsam, aber nicht allein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! 8. Sein ist mein Leib und meine Seel, die er erschuf und auch erlöste, hier nährt und salbt mit seinem Oel, bis er dort beide ewig tröste. Sein ist mein Muth, sein ist mein Sinn, sein ist, was ich vermag und bin; ja was ich in und an mir habe, ist alles seine Gna⸗ 19 290 dengabe, die macht mich auch vom Undank rein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! 9. Sein ist mein Glück und meine Zeit, sein ist mein Ster⸗ ben und mein Leben, zu seinem Ehrendienst geweiht, von ihm bestimmt und ihm ergeben. Es kommet, was ich laß und thu, von ihm her und ihm wieder zu; sein sind auch alle meine Schmerzen, die er ihm zärtlich zieht zu Herzen, er fühlt und ahndet meine Pein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Rechtfertigung und Gnadenstand. 10. Es zürn und stürme je⸗ der Feind; er macht nicht, daß ich viel erstaune. Der Richter ist mein bester Freund, drum schreckt mich nicht die Weckpo⸗ saune. Ob Erd und Himmel bricht und kracht, ob Leib und Seele mir verschmacht, ob mein Gebeine muß verwesen, so wird mein Wahlspruch doch 6 lesen noch haften an dem Grabes⸗ Stein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! Christ. Wegleiter, geb. 1659, + 1706. Neumark. 1657. 2. E—— .* — 2.——— E F—————1 —— 49———..— 1. Ich ha⸗ be nun den Grund gefun⸗d en, der mei⸗nen An⸗ker e⸗ wig haͤlt; wo an⸗ders als in Je-su Wun⸗den? da lag er vor der Zeit der Welt, — 4— 2—— 2=—.—— — 1 + I D I II— 2 — I I——— I 1 der Gtund, der un⸗be⸗weg⸗lich steht, wenn Erd und Himmel un⸗ ter ⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbar⸗ men, das alles Denken über⸗ steigt; es sind die offnen Lie⸗ besarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll ge⸗ holfen seyn; deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; des⸗ wegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Thür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod ver⸗ schlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbinden; da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barm⸗ herzigkeit! 5. Darein will ich mich gläu⸗ big senken, dem will ich mich getrost vertraun; und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herze schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles Andre wegge⸗ rissen, was Seel und Leib er⸗ quicken kann; darf ich von kei⸗ nem Troste wissen, und scheine völlig ausgethan; ist die Er⸗ rettung noch so weit: mir blei⸗ bet die Barmherzigkeit. türme s⸗ nicht, d r Richtn ud, drun Weckyy Himma Leib und ob meih so lesey Hube ist meij, Wegleller, 59, + 1706. mark. 1657. 6 wig halt; der Well, * — her⸗gaht len stath beständig . Bunn⸗ ich gläu⸗ ich mich d wenn kränken, Rechtfertigung und Gnadenstand. 7. Beginnt das Irdische zu prücken, ja,. ‚0 sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch n vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß, darüber sich mein Geist zerstreut, doch hoff ich auf Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen be⸗ sten Werken, darinnen ich ge⸗ vandelt bin, viel Unvollkom⸗ menheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen Here doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 358. 1. Ich weiß von keinem an⸗ dern Grunde, als den der Glaub in Christo hat; ich weiß von keinem andern Bunde, von teinem andern Weg und Rath, als daß man elend, arm und bloß sich legt in seines Vaters Schoß. 2. Ich bin zu meinem Hei⸗ land kommen und eil ihm im⸗ mer besser zu; ich bin auch von ihm aufgenommen und finde bei ihm wahre Ruh; er ist mein Kleinod und mein Theil, und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib in Christo nun erfunden und bin in ihm ge⸗ recht und rein; bleib ich mit ihm nur stets verbunden, so kann ich immer sicher seyn; Gott sieht auch mich in Christo an, wer ists, der mich verdam⸗ men kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde; doch schaden kann sie mir nicht mehr, weil ich in 291 9. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbar⸗ men ist; er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich den⸗ ken, thun und treiben, so lange ch ein Glied bewegt; so sing ich einstens hocherfreut: o Ab⸗ grund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe, geb. 1688, 4 1758. Im vorigen Ton. Christo mich befinde; wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts gering und klein, sonst dringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben im Glauben und in Christi Kraft; der alte Mensch muß täglich sterben, der noch nicht todt am Kreuze haft; dieß aber macht mich rein und klein und lehrt zu Jesu erunstlich schrein. 6. Ich suche stets vor ihm zu stehen und seh in allem ihn nur an, nach seinem Wink einherzu⸗ gehen, daß nichts mein Ziel verrücken kann. Ich s eufze stets: Herr, steh mir bei, daß ich dein rechter Jünger sey! 7. Und da ich so in Christo bleibe, stets vor ihm wandelnd auf ihn seh, das Wort des Friedens fröhlich treibe und un⸗ ablässig zu ihm fleh, so bleib ich stets im Grunde stehn; da kann mein Wachsthum vor sich gehn. 19* 292 8. Ich bleib im tiefsten De⸗ muthsgrunde und will von Christo nimmer gehn; ich bleib im allgemeinen Bunde, in all⸗ gemeiner Liebe stehn, und on an Christo ganz allein; dieß so mein Grund auf ewig seyn. 359. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Rechtfertigung und Gnadenstand. 9. O Jesu, laß mich in dir bleiben; o Jesu, bleibe du in mir. Laß deinen guten Geist mich treiben, daß ich im Glau⸗ ben folge dir. Laß mich stets fromm und wachsam seyn, so reißet nichts den Grund mir ein. Carl Heinr. v. Bogatzky, geb. 1690, 4 1774. Neumark. 1657. 2 EE ——* + II E —— 1. ch bin im Him⸗mel an⸗ge⸗schrie⸗ben; Was kann die Sün⸗de mich be⸗ trü⸗ben und al⸗ les Lei⸗ den die⸗ ser Zeit? EHN —.— +*— el — + — weiß, daß ich von An⸗ be⸗ ginn 2. Das Lamm hat mich mit Lehen Blute gezeichnet in des ebens Buch, und mir erlanget alles Gute, Erlösung von dem Tod und Fluch. Was ists doch, was mein Herze quält? Ich bin zum Himmel auserwählt. 3. Obgleich im schwarzen Buch der Sünden viel Stun⸗ den aufgeschrieben stehn, läßt Jesus mich doch Gnade finden und läßt das Lebensbuch mich sehn; da schau ich meine Gna⸗ denwahl und steh in seiner Kin⸗ der Zahl. 360. 1. Mir ist Erbarmung wi⸗ derfahren, Erbarmung, deren ich nicht werth; das zaͤhl ich zu dem Wunderbaren, mein stol⸗ Rn Herz hats nie begehrt. un weiß ich das und bin er⸗ freut und rühme die Barmher⸗ zigkeit. in Chri⸗fto aus⸗ erwäh⸗ let bin. 4. Auf Jesum will ich fröh⸗ lich sterben; ich will des Glau⸗ bens Hochzeitkleid nur in des Lammes Blute färben, so geh ich ein zur Seligkeit und zu dem großen Abendmahl. O freu⸗ denvolle Gnadenwahl! 5. Kein Teufel soll den Trost mir rauben, daß ich erwählt von Anbeginn, daß ich aus Gnaden durch den Glauben an Christi Blut erlöset bin. So leb ich denn und sterbe drauf. Auf Christum schließ ich meinen Lauf. Joh. Ernst Wenigk, um 1732. Im obigen Ton. 2. Ich batte Gottes Zorn verdienet und soll hei Gott in Gnaden seyn; er hat mich mit sich selbst versühnet, macht durch das Blut des Sohns mich rein. Warum? ich war ja Gottes Feind!— Erbarmung hats so treu gemeint! ich bin ein Kind der Se⸗lig⸗-keit. ——2— Rin dit e du il Geis U Glah⸗ ich steth seyn, u mir ein 0,4 17⁷4⁴ nark. 165l. lig⸗ leit. ser t hin. ch fröͤh⸗ 5 Glau⸗ in deh „so gh zu dem O fuul den Tros erwähl ich all ben alt n. S˙ meinen um 132. 1 Ball Gotti mich M Icht duth nich tel ghuß Rechtfertigung und Gnadenstand. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 4. Dieß laß ich kein Geschöpf mir rauben, dieß soll mein ein⸗ zig Rühmen seyn; auf dieß Er⸗ Mel. Unser Herrscher, unser ꝛc. 293 barmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Noth, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbar⸗ men nicht von mir und führe einst im Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig hocherfreut und rühme die Barmherzigkeit. Phil. Friedr. Hiller, geb. 1699, 4 1769. Neander? 1680. 9— ——1 13 + FE—. *— DDDDDeD SESE— ——..— 2—.—— —— 1. Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗gel! und der Frie-de hat dieß Sie⸗gel, Got⸗tes Gna⸗de weicht mir nicht; daß Gott seiꝛnen Bund nicht bricht! — V 2— + + + I I N ..— 4 l. 4— D— 2—...—5 2— * 4 6——.——.— Die ses macht mich un⸗ver⸗ zagt, 2. Das sind Worte für die Blöden, die sind alles Glau⸗ bens werth; das heißt an die Herzen reden, das ist Trost, wie man begehrt: Gottes Gna⸗ de weicht dir nicht, weil es dein Erbarmer spricht. 3. Hier ist Kraft für alle Müden, die so manches Elend beugt. Man findt Gnade, man hat Frieden, welcher alles über⸗ steigt. Mein Erbarmer, sprich mir du dieß in allen Nöthen zu. 4. Wenn mich meine Sün⸗ Mel. 0 O Welt, ich muß dich lassen ꝛc. weil es mein Ers bar⸗ mer sagt. den schmerzen und der Strafen lange Pein, ach, so rede mei⸗ nem Herzen deinen Trost und Frieden ein: daß du mir in ——71 Christ ewig ein Erbarmer 5. Gib mir einen starken Glauben, der dein Wort mit Freuden faßt, so kann mir der Tod nicht rauben, was du mir geschenket hast; auch die Hölle nimmt mir nicht, was mein Heiland mir verspricht. Philipp Friedrich Hiller, geb. 1699, 4 1769. 1598. 5— 15— — S—.—.0 ..— 5—— 4* + 1. Die Sün⸗den sind ver⸗ ge⸗ ben! das ist ein Wort zum Le⸗ ben Au 29⁴ Rechtfertigung und Gnadenstand. —.———.—..— . e= re e. *———————— für den ge⸗quäl- ten Geist; sie sinds in Je⸗ su Na⸗ men, 8— in dem ist Ja und A-men, 2. Das ist auch mir geschrie⸗ ben, auch ich bin von den Lie⸗ ben, weil Gott die Welt geliebt; auch ich kann für die Sünden bei Gott noch Gnade finden; ich glaube, daß er mir vergibt. 3. Mein Hauptgesuch auf Erden foll die Vergebung wer⸗ den, so wird mein Tod nicht schwer. O in den Sünden sterben, ist ewiges Verderben; denn Gott vergibt dort keine mehr. 4. Hier ist die Zeit der Gna⸗ den, der Angst sich zu entladen, auf Gottes Wort zu ruhn, die was Gott uns Sün⸗dern je ver⸗-heißt. Seele zu erretten, zu glauben und zu beten, und das in Jesu Namen thun. 5. Ach Gott, laß meiner Seelen es an dem Trost nicht fehlen, daß du die Schuld ver⸗ denge wenn ich mich betend beuge, so sey dein Geist mein Zeuge, daß du dein Kind in Christo liebst. 6. Wenn ich von hinnen scheide, so mach mir das zur Freude, daß ich begnadigt bin! Im Glauben der Vergebung, in Hoffnung der Belebung geh ich alsdann im Frieden hin. Ph. Fr. Hiller, geb. 1699, 4 1769. 363. Mel. Beschränkt, ihr Weisen ꝛc. 1731. E 1. Mein Hei⸗ Leenn Wümtdit Sün⸗ der an; die un⸗ter ih- rer kein Mensch, kein En⸗gel trö⸗— kann, die nir-gend Ruh und Diee— +————— 1 Last der Sün-⸗den e,-tung fin-den, den'n 96166 die wei- te Welt zu klein, DE 0 die sch und Gott ein Greuel seyn,—5 nNMoses schon den Stab ge⸗ bro⸗ Len .— —22 1 + 11 und sie der Hölele zu ⸗ge-spro⸗chen, wird die-se Frei-statt auf-ge⸗than — 2— 5—— I 2 +— + +—. +——— 7—— 2——— mein Hei⸗land nimmt die Sün-der an. ver⸗heißt, glaubh in Vf 5 meingh rost nich huld vit 9 betenh list meih Qind in hinneh dasd digt bil ergebung bung g Whin, 699, Hoöl — —= —. 0 — — — — W Rechtfertigung und Gnadenstand. 2. Sein mehr als mütterli⸗ ches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden; ihn drang der Sünder Weh und Schmerz,/ an ihrer Statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Noth und litt für sie den bit⸗ tern Tod; nun da er denn sein eigen Leben zur theuern Zah⸗ lung hingegeben und seinem Vaker gnug gethan, so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgethaner Schoß ein sichres Schloß ge⸗ jagter Seelen; er spricht sie von dem Urtheil los und tilget bald ihr ängstlich Quälen; es wird ihr ganzes Sündenheer ins unergründlich tiefe Meer von seinem reinen Blut ver⸗ senket; der Geist, der ihnen wird geschenket, schwingt über sie die Gnadenfahn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Va⸗ ter hin in seinen blutbefloßnen Armen; das neiget dann den Vatersinn zu ewig währendem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindesstatt, ja alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, und selbst die Thür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgethan: Mein Hei⸗ land nimmt die Sünder an. 5. O solltest du sein Sün⸗ sehn, wie sichs nach armen Sün⸗ dern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm thränet! Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Zachäi Haus, wie sanft stillt er dort Magda⸗ 295 lenen den Strom der bittern Reuethränen, und denkt nicht, was sie sonst gethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Petrum an, ob er gleich noch so tief gefallen. Nun dieß hat er nicht nur gethan, da er auf Erden mußte wallen; nein, er ist immer einerlei, gerecht und fromm und ewig treu; und wie er unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zugethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. So komme denn, wer Sünder heißt, und wen sein Sündengreul betrübet, zu dem, der Keinen von sich weist, der sich gebeugt zu ihm begibet. Wie? willst du dir im Lichte stehn und ohne Noth verloren ehn? Willst du der Sünde änger dienen, da dich zu ret⸗ ten er erschienen? O nein! verlaß die Sündenbahn. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenn gleich die Las dich niederdrückt, du wirst auch kriechend angenom⸗ men. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, und wie er dir ent⸗ gegengeht; wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armer Mensch, heran. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht: ich habs zu arg gemacht, ich hab die Güter seiner Gnaden zu lang und b 296 schändlich umgebracht; er hat mich oft umsonst geladen. Wo⸗ fern dus jetzt nur redlich meinst und deinen Fall mit Ernst be⸗ weinst, so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst seine Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 10. Doch sprich auch nicht: es ist noch Zeit, ich muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und greif mit beiden Händen zu; wer seiner Seelen Heil 364. Mel. O daß ich tausend ꝛc. Rechtfertigung und Gnadenstand. verträumet, der hat die Gna⸗ denzeit versäumet, ihm wird hernach nicht aufgethan; heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 11. Ja, zeuch uns selber recht zu dir, holdselig süßer Freund der Sünder, erfüll mit sehnen⸗ der Begier auch uns und alle Adamskinder. Zeig uns bei un⸗ serm Seelenschmerz dein aufge⸗ schloßnes Liebesherz; und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein Jeder sagen kann: Gott Lob! auch mich nimmt Jesus an. Leop. Franz Friedr. Lehr, geb. 1709, 4 1744. 1738. —.—— dnr 1.————.— .—.———.—— 1. Aus Gnaden soll ich se⸗lig werden; Herz, glaubst dus oder glaubst dus nichte Was willst du dich so blöd ge-berden? Ists Wahrheit, was die Schriftverspricht, +— —.—.———.——.——H SPSDPPIEIEIIIIIIII....................... *—.. n 2—— 2— so muß auch die⸗ses Wahrheit seyn: aus Gnaden ist der Himmel dein. 2. Aus Gnaden! hier gilt kein Verdienen, die eignen Werke fallen hin; Gott, der aus Lieb im Fleisch erschienen, bringt uns den seligen Gewinn, daß uns sein Tod das Heil ge⸗ bracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! merk dieß Wort: aus Gnaden, so oft dich deine Sünde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, das biet't dir Gott aus Gna⸗ den an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und über⸗ nahm die Sündenlast. Was nöthigt' ihn, dein Freund zu werden? sags, wenn du was zu rühmen hast! Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt; was alle Knechte Jesu schreiben, ie Oin m witd m; he 9 Nsh ber rech Freunh sehnes⸗ und all bei in⸗ N aufge Nd wenh % so lah hen, bi kann; nimmt riedr. Lehr, 1144. 1730 dusnichh bersprich, % wa Hrebben Rechtfertigung und Gnadenstand. was Gott in seinem Wort an⸗ preist, worauf all unser Glau⸗ be ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! doch du, sichrer Sünder, denk nicht: wohlan! ich greif auch zu. Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur ver⸗ heißnen Ruh. Doch den geht seine Gnad nicht an, wer noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! wer dieß Wort gehöret, tret ab von al⸗ ler Heuchelei. Dann, wann der Sünder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sey; beim Sündgen scheint die Gnad ge⸗ ring, dem Glauben ists ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des 365. Mel. Wie groß ist des ꝛc. 297 Vaters aufgethan, wanns un⸗ ter den Verzweiflungsschmer⸗ en nichts sieht und nichts mehr offen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! hierauf will ich sterben; ich 3 10 nichts, doch mir ist wohl; ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll; mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. 10. Aus Gnaden! die wird mich bedecken; ich schwinge mei⸗ ne Glaubensfahn und geh ge⸗ trost trotz aller Schrecken und Zweifel fort nach Kanaan. Ich glaub, was Jesu Wort ver⸗ spricht, ich fühl es, oder fühl es nicht. Christian Ludw. Scheidt, geb. 1709, + 1761. Ph. E. Bach. 1787. H1— + II —— —.——— I. —— SSE S—— — 1— 2— 25. U LI 1. Verlaß mich nicht, bis ich er⸗kal⸗ te Stärk mich, daß ich dich glaubig halte, de Wie Erleuchte mich, mein Le⸗benslicht! o Herr, du mei⸗ne Zu ⸗ver⸗sicht! —5 ED— + + + —.— I 2.—*—.—— +——2 + —..— + 2 + 2—..‚.T——3 2—. —.—— + + 1 L.— + + Fihr mich in mei⸗nen Prüfungsjah⸗ren den Weg, den ich nicht fin⸗den kann! Ich bin, wie mei⸗ne Bä⸗ ter wa⸗ ren, dein Bürger und dein Wandersmann. 2. Erhör mich, wann ich zu dir schreie, gib meiner Seele große Kraft; umgürte mich nach deiner Treue mit Waffen deiner Ritterschaft! Und wenn, gleich Löwen nach dem Raube, der Feind nach meiner Seele brüllt, dann sey dein Wort, dein Geist, dein Glaube mein Schwert, mein Harnisch, Helm und Schild! 3. Ich suche dich, laß mich dich finden! Laut seufzt mein durstig Herz nach dir; verbirg im Aufruhr meiner Sünden dein gnädig Antt nicht vor mir! Was willst du mit dem Staube rechten? du kennst mein 298 sündiges Geschlecht; prüfst du, so ist von deinen Knechten kein einziger vor dir gerecht! 4. Sollt ich vor deinem Fluche beben? Mich trifft er nicht, denn ich bin rein; mein Heiland starb, so muß ich le⸗ ben; er überwand, der Sieg ist mein! Was schaden mir der Hölle Flammen? ich erbe mei⸗ nes Vaters Gut! Ich bin sein Kind, wer will verdammen? Ich bin versöhnt durch Christi Blut. 5. O komm, du Blut des Menschensohnes mit aller dei⸗ ner Seligkeit! Gib mir zur Rechten deines Thrones das Erbe deiner Herrlichkeit! Ich mag sie nicht, die Erdenkronen, ste sind für meinen Wunsch zu klein! Weg, Staub, ich soll bei Jesu wohnen; ich soll, wie er, unsterblich seyn. 6. Zum selgen Anschaun Gottes kommen, den großen Bundesfürsten sehn, mit Got⸗ tes Heer, mit tausend From⸗ 366. Mel. O daß ich tausend ꝛc. Rechtfertigung und Gnadenstand. men durch alle Himmel ihn er⸗ höhn; ohn Thränen, Furcht, Gefahr und Leiden, mehr Glück genießen, als ich weiß: das, Herr, sind deines Reiches Freu⸗ den, und nach vollbrachtem Kampf der Preis. 7. So gib denn Glauben deinem Streiter, der durch die Liebe thätig sey. Mach mich getrost, in Hoffnung n, demüthig, keusch, versöhnlich, treu, gutthätig, weich bei frem⸗ den Schmerzen, heiß im Gebet und still im Spott, zum Tode reif, voll Ruh im Herzen, arm vor der Welt, und reich in Gott. 8. Und wird nun bald der Tag erscheinen, der Tag des Kampfes und der Ruh: dann lächle mir, wenn Freunde wei⸗ nen, die Freude jenes Lebens zu. Dann sey mein Ende, wie dein Ende; dann schmück sich meine Seele schön, um im Tri⸗ umph durch deine Hände zu deinen Wonnen einzugehn! A. G. L. Hering, + 1770. 1738. 3.— — 2 . Golt, dei⸗ne Gna⸗de bringt uns Le⸗ben; sie schafft uns Heil und Seelenruh. Q Dein ists, die Sünden zu ver⸗ge-ben, und wil-lig ist dein Herz da⸗zu. 2. Uns, uns Verlorne zu er⸗ retten, gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, für uns den Tod, der Sünde Lohn. O Du nimmst die Suͤnder gnä⸗dig an, die sich voll Reu⸗e zu dir nahn. Gott, wie hast du uns geliebt, welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank, ewig Dank sey deiner Treue, die Niemand gnug erheben kann! Nun lihna⸗ „Furchh W ih: Nlh Hes Frah brachteh Glaubh durch ach mih heitth rsöhnlih bei frh⸗ m Geblt im Tode sen, arn in Gott. bald der Ng deb h1 danh nde wel 5 Lbehs mde, wi mück sch in Tu⸗ ände zu jehn! 1135, — Selemuh, Dal 50½0 hir Hahh⸗ 0 ellabt ü Dank st Riemad Rechtfertigung und Gnadenstand. 299 nimmst du jede wahre Reue um Christi willen gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir be⸗ kehrt und glaubig seinen Mitt⸗ ler ehrt! 4. Du rettest ihn von allen Plagen, die dem Gewissen furchtbar sind; er kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein Kind. Mein Jesus ists, der für mich litt und mich noch jetzt bei Gott vertritt. 5. O Herr, wie ruhig ist die Seele, die ganz sich deiner Gnade freut! Seys auch, daß irdisch Glück ihr fehle; nie fehlt ihr doch Zufriedenheit. Denn überwiegt dein Heil nicht weit die Welt und ihre Herrlichkeit? 6. Dein Friede stärkt mit frohem Muthe das Herz auch in der größten Noth, gibt Hoff⸗ nung zu dem ewgen Gute und macht getrost selbst in dem Tod. 367. Mel. Schwing dich auf ꝛc. Er ist schon in der Pilgerzeit ein Vorschmack jener Seligkeit. 7. Laß, Vater, denn auch mich empfinden, wie köstlich dieser Friede sey! Auch mich sprachst du von meinen Sün⸗ den und ihren Strafen völlig frei. Denn der, der Aller Sünden trug, that sterbend auch für mich genug. 8. O laß mich dieß im Glau⸗ ben fassen und, Vater, mich voll Zuversicht auf deine Treue stets derlassen! Wenn alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt; sein Heil steht unbeweglich fest. 9. Lobsingend will ich dich erheben, mich ewig deiner Gna⸗ de freun, und deinem Dienst mein ganzes Leben in kindli⸗ chem Gehorsam weihn. Herr, du vergabst mir meine Schuldz nie, nie vergeß ich diese Huld! J. S. Diterich, geb. 1721, 4 1797. Ebeling. 1666. — e —— —*— + +— ———.— + 2 ——— ö 1. Sei⸗nes Got⸗ tes freus e dich, Sor⸗get er nicht vä⸗ ter⸗lich, dank ihm, mei⸗ne See⸗ le! daß kein Gut dir feh⸗ le? — 4 —.——.—.. ...——.—. +— I—— L + 1 Schützt dich sei ⸗-ne Vor=⸗sicht nicht, —— wann Ge⸗ fah⸗ren dräu⸗ en? — ISISISISSIPIPIIIII— — — *—.— ..—— ——— .—— Ists nicht Se=lig⸗ keit und Pflicht, sei ner dich zu freu⸗en? 2. Ja, mein Gott, ich hab an durch sein göttlich Wort hier dir, was mein einen Vater, welcher mir, was Himmelswonne dort erz begehret, zum Guten lenket und mit meine mir nützt, gewähret; der mich Seele tränket. 300 3. Wenn ich dich, mein Herr und Gott, kindlich fürcht und liebe; wenn ich redlich dein Gebot und mit Freuden übe, 0 wie ist mir dann so wohl! wie ist mein Gemüthe seliger Empfindung voll, voll von dei⸗ ner Güte! 4. Dann darf ich mit Zuver⸗ sicht auf zum Himmel blicken; selbst der Leiden acht ich nicht, wie sie mich auch drücken. Hoff⸗ nung und Zufriedenheit woh⸗ nen mir im Herzen, trösten und erhöhn mich weit über alle Schmerzen. 5. Du bist mein! so jauchz ich dann; wer ist, der mir schade? Heil mir, daß ich rüh⸗ men kann: mein ist deine Gna⸗ de! Dir ist meine Wohlfahrt werth, du gabst mir das Leben, und du wirst auch, was mich nährt und erfreut, mir geben. 6. Jesus ist nach deinem Rath in die Welt gekommen; alle meine Missethat hat er weggenommen. Ihm vertrau Kampf der Heiligung. ich, bet ihn an, glaub an seine Leiden, folg ihm treulich, und so kann nichts von ihm mich scheiden. 7. Dich, du Trost der Sterb⸗ lichkeit, Heil des bessern Le⸗ bens, himmlische Vollkommen⸗ heit, such ich nicht vergebens. Wann mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Leiden, ruft mein Mittler Jesus Christ mich zu seinen Freuden. 8. Gib mir nur, so lang ich hier als ein Pilger walle, das Bewußtseyn, daß ich dir, Herr, mein Gott, gefalle! Diese sanfte Freudigkeit, die zu dir ich habe, sey mein Glück in dieser Zeit und mein Trost am Grabe. 9. Laß die Lust zur Sünde nie dieses Heil mir rauben! Rüste selbst mich wider sie mit entschloßnem Glauben! Gib mir deinen Geist, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertraun auf dich ewig nicht verliere. Balthasar Münter, geb. 1735, + 1793. Kampf der Heiligung. Mel. Herr, wie du willst ꝛc. 1525. — E.—.——5 SSSSESSESSESSSIII 1 — 1. Laß, Va⸗ter, dei⸗nen gu⸗ten Geist mich in-ner⸗lich re ⸗ gie⸗ren, daß ich all-zeit thu, was du heißt, und mich nicht laß ver ⸗füh⸗ ren, +— 2— 2 —— + I ———— 1 1 ————. daß ich dem Ar⸗ gen wi⸗- der⸗steh — 7— und nicht von dei-nem Weg ab⸗geh an sefn ich, nd ihm mih L Sterh⸗ ssern L⸗ kommen⸗ rgebend. endet isz Leiden, 8 Chtist . lang ich alle, das ir, Dun iese dir Rlück in Lrost am &Sünde raubenl sie mil RI Gib nich und dah ich ich ewig „1 Ns Kampf der Heiligung. 301 — zur Rech⸗ ten o ⸗ der Lin ⸗⸗ ken. 2. Ob böse Lust noch man⸗ nigfalt mich anficht, weil ich lebe, so hilf, daß ich ihr also⸗ bald im Anfang widerstrebe, und daß ich da vergesse nicht die Todesstunde, das Gericht, den Himmel und die Hölle. 3. Gib, daß ich denke jeder⸗ zeit an diese letzten Dinge und dadurch alle Sündenfreud aus meinem Herzen bringe, damit 369. Mel. Was mein Gott will ꝛc. 15⁴0. ich mög mein Leben lang dir dienen ohne Furcht und Zwang in willigem Gehorsam. 4. Gott Vater, deine Kraft und Treu laß reichlich mich em⸗ pfinden. O Jesu Christe, steh mir bei, daß ich könn überwin⸗ den. Hilf, heilger Geist, in diesem Krieg, daß ich da immer einen Sieg erhalte nach dem andern. David Denicke, geb. 1603, 4+ 1680. 1. Sey Gott ge⸗treu, halt sei⸗nen Bund, o Mensch, in deisnem Le== ben, leg die⸗ sen Stein zum er⸗sten Grund, bleib ihm al⸗ lein er ⸗ge⸗ ⸗ ben. *.——— 2 —2 se———— Denk an den Kauf in dei⸗ner Tauf, da er sich dir ver⸗schrie⸗ben —*— + IE +— SSS ——————— Fl 2. Sey Gott getreu, laß kei⸗ nen Wind des Kreuzes dich ab⸗ kehren; ist er dein Vater, du sein Kind, was willst du mehr begehren? Dieß höchste Gut macht rechten Muth; kann seine Huld dir werden, nichts Bes⸗ sers ist, mein lieber Christ, im Himmel und auf Erden. 3. Sey Gott getreu von Ju⸗ gend auf, laß dich nicht Lust noch Leiden in deinem ganzen Lebenslauf von dessen Liebe scheiden. Sein alte Treu wird — bei sei⸗nem Eid, in E⸗wig⸗keit als Vas ter dich zu lie e ben. täglich neu, sein Wort steht nicht auf Schrauben; was er verspricht, das bricht er nicht, das sollst du kühnlich glauben. 4. Sey Gott getreu in dei⸗ nem Stand, darein er dich ge⸗ setzet; wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Wer seine Guad zum Schilde hat, dem kann kein Teufel schaden; ist diese Wehr um einen her, so bleibt ihm wohl gerathen. 5. Sey Gott getreu, sein lie⸗ 30²2 Kampf der Heiligung. bes Wort standhaftig zu be⸗ kennen; steh fest darauf an al⸗ lem Ort, laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt in Armen hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt ewig fort ohn alles Wan⸗ ken stehen. 6. Sey Gott getreu, als wel⸗ cher sich läßt treu und gnädig finden; streit unter ihm nur ritterlich, laß über dich den Sünden ja wider Pflicht den Zügel nicht; wär ja der Fall geschehen, so sey bereit, durch Buß bei Zeit nur wieder auf⸗ zustehen. 370. Mel. Machs mit mir, Gott ꝛc. 7. Sey Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden; er wird und kann in aller Noth dir treuen Bei⸗ stand senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 8. Wirst du Gott also blei⸗ ben treu, wird er sich dir er⸗ weisen, daß er dein lieber Va⸗ ter sey, wie er dir hat verhei⸗ ßen, und eine Kron zum Gna⸗ denlohn im Himmel dir auf⸗ setzen, da wirst du dich fort ewiglich in seiner Treu ergötzen. Michael Franck, geb. 1609, + 1667. Schein. 1628. * SSISISIII.... 2 I. Mir nach, spricht Christus,un⸗ser Held, mir nach, ihr Christen al⸗ le! Ber⸗läugnet euch, verlaßt die Welt, folgt mei⸗nem Ruf und Schalle; 0— —.— H —.—.—— —————— 4. — nehmt eu⸗er Kreuz und Un⸗ge⸗mach auf euch, folgt meinem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tu⸗ gendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll De⸗ müthigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund der fleußt zu jeder Zeit von süßem Sanft⸗ muthöle. Mein Geist, Ge⸗ müthe, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite; ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, wenn er den Feldherrn an sieht gehn. 5. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich ver⸗ lieren; wer sie hier zu verlie⸗ ren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht werth und meiner Zier. 6. So laßt uns nun dem bis in 9 nichth ud kann en Bei⸗ im auh lich mil u, woll Du, du lso bleis dit er⸗ ber V⸗ verheie m Gna⸗ dir auf⸗ dich fott ergohen. 166l. hein. 1528. al⸗fel Shall; udel nac an der st, ich lles in Knecht, venn e gehn. zu flnden nich vel verli⸗ in O0 cht sel olgt min d meilei un den Kampf der Heiligung. lieben Herrn mit Leib und Seel nachgehen und wohlge⸗ muth, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen! Denn 371. 1. Auf, Christenmensch! auf,‚ auf zum Streit! Auf, auf zum Ueberwinden! In dieser Welt, in dieser Zeit ist keine Ruh zu finden. Wer nicht will streiten, trägt die Kron des ewgen Le⸗ bens nicht davon. 2. Der Teufel kommt mit seiner List, die Welt mit Pracht und Prangen, das Fleisch mit Wollust, dich, o Christ, zu fäl⸗ len und zu fangen; streitst du nicht wie ein tapfrer Held, so bist du hin und schon gefällt. 3. Gedenke, daß du zu der Fahn deins Feldherrn hast schworen; denk ferner, daß du als ein Mann zum Streit bist auserkoren; ja denke, daß ohn Streit und Sieg nie Keiner zum Triumph aufstieg. 4. Wer überwindt und kriegt den Raum der Feinde, die ver⸗ messen, der wird im Paradies vom Baum des ewgen Lebens 372. 303 wer nicht kämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, geb. 1624, + 1677. Im vorigen Ton. essen. Wer überwindt, den soll kein Leid noch Tod berührn in Ewigkeit. 5. Wer überwindet, der soll dort in weißen Kleidern gehen; sein guter Name soll sofort im Buch des Lebens stehen; ja, Christus wird ihn offenbar be⸗ kennen vor der inl Schaar. 6. Wer überwindt, soll ewig nicht aus Gottes Tempel ge⸗ hen; er soll drin wie ein himmlisch Licht und güldne Säule stehen; der Name Got⸗ tes, unsers Herrn, soll leuchten von ihm weit und fern. 7. So streit denn wohl, streit keck und kühn, daß du mögst überwinden; streng an die Kräfte, Muth und Sinn, daß du dieß Gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die Kron, bleibt ewiglich in Spott und Hohn. Joh. Scheffler, geb. 1624, + 1677. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend ꝛc. 1651. — ++..———— ,—— ——41 ——————— I. Ein rei⸗nes Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der Sün⸗de Thor undThür, Q —.— ..— SEEEEEE—— EE E — per⸗trei=be sie und laß nicht zu, daß sie in mei⸗ nem Her⸗zen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Thür; ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinig⸗ keit hinaus aus deinem Tempel und Wohnhaus. 3. Laß deines guten Geistes 30⁴ Kampf der Heiligung. Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüth, o Brunnen un⸗ erschöpfter Güt. 4. Und mache denn mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich; gib Weisheit, Stärke, Rath, Verstand aus deiner milden Gnadenhand: 5. So will ich deines Na⸗ mens Ruhm ausbreiten als dein Eigenthum und dieses ach⸗ ten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Heinr. Georg Neuß, geb. 1654, 4 1716. Meel. Freu dich sehr, o ꝛc. 155⁵⁵• — E +. + + + +— + + + + + 1— 4—.————— 7 +——5 —.—— —— 60 + 1 W..2 — 1. Schaffet, schaf⸗fet, Menschenkin⸗der, schaf⸗fet eu⸗ re Se⸗ lig⸗ keit; bau⸗et nicht wie fre⸗che Sün⸗ der nur auf ge⸗gen⸗wärt⸗ ge Zeit, + + + + I— SSSSSSS.—————— — 7.N son-dern schau⸗et u ber euch, rin⸗ get nach dem Him-⸗mel⸗reich, ———.——— SSS...I....I................ S — 2. Daß nun dieses mög ge⸗ schehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und thut, das muß einzig und allein eures Lebens Richtschnur seyn, es mag Fleisch und Blut in allem übel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Ursach, zu be⸗ kennen, daß in euch noch Sünde steckt; daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja, daß außer sei⸗ ner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet, selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich und be⸗müh⸗et euch auf Er⸗den, wie ihr mö⸗get se⸗lig wer⸗den. dämpfet, selig, wer die Welt verschmäht. Unter Christi Kreu⸗ den much jaget man dem Frie⸗ en nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig seyn, eure Neigung zu bezwin⸗ gen, so bricht eure Hoffnung ein; ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; wahren Siegern wird die Krone nur zum beigelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen, hat bei Christen keine Statt; sündlich Reden, üppig Lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach, bei Chri⸗ sti Kreuzesfahn geht es wahr⸗ ind gug and: nes Mp⸗ ten gl eses ah ich mn 4„1+ 16. 1550 *2 9⸗ keitz 6e 3 — elekeich, * — Wer ⸗de. die Wil isti Krul dem Fris mmelwl it Chrit Heulich lässg bezwill offnung rel 0 3 rechtt Kampf der Heiligung. lich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle thun und scherzen. 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen; denn er kann mit Leib und Seel uns ur Hölle niederschlagen; er ists, der des Geistes Oel und, nachdem es ihm beliebt, Wol⸗ len und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht elegt. Hauet Händ und Fü⸗ 55 ab; was euch ärgert, senkt ins Grab und denkt mehrmals 305⁵5 an die Worte: Dringet durch die enge Pforte. 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach, mein De geh doch nicht mit mir Armen ins Gerichtz gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen! es geschehe, Amen! Gott versiegle dieß in mir, auf daß ich in Jesu Na⸗ men 5 den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter, geb. 1661, 1+ 1735. Eigne Melodie. 17⁰⁴. 2 j—————— H SESEEEEEEEEEEEEEEE E EEE SS-— 1. O Durchbre⸗cher al ⸗ler Ban⸗de, bei dem Schaden, Spott und Schande der du im⸗mer bei uns bist, lau⸗ter Lust und Him⸗mel ist: 1 4* +—— 2—.— + D——— 2 3 ü⸗ be fer⸗ner dein Ge⸗rich⸗te E wi⸗ der un⸗ sein A⸗ dams finn, —— 2—.— ——— E..— + —— bis dein treu⸗ es An⸗ ge⸗sich⸗ te 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk. Hiezu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket uns führt aus dem Ker⸗ker hin. hat, und es von dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vol⸗ lenden, willst und kannst ja an⸗ ders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist 20 306 auf uns gericht, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen hue geacht, weil des Kreuzes iedrigkeiten uns veracht't und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Creatur um Erlösung seufzen, beten von der Schwachheit der Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, wenn auch schon der Geist in Zeiten sich auf etwas Beßres schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte, reiße du das Band ent⸗ zwei, daß wir durch die Welt⸗ eschäfte durchgebrochen stehen freiz weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Vernunftbe⸗ denklichkeit, fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit. 6. Herr, zermalme, brich und reiße die verboste Macht ent⸗ Wen denke, daß ein armer ensche dir im Tod nichts nütze sey. Heb ihn aus dem Staub der Sünden, wirf die Schlangenbrut hinaus, laß uns wahre Freiheit finden in des Vaters Hochzeithaus. 7. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit. Wie dus nöthig findst, so thue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, Kampf der Heiligung. bis er die Erlösung findet, die dein treuer Mund verspricht. 8. Herrscher, herrsche; Sie⸗ ger, siege; König, brauch dein egiment, führe deines Rei⸗ ches Kriege, mach der Sklaverei ein End! Aus dem Kerker laß die Seelen durch des neuen Bundes Blut; laß uns länger nicht so quälen, denn du meinsts mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst ge⸗ fangen in Lust und Gefällig⸗ keit, ach, so laß uns nicht stets haͤgen in dem Tod der Citel⸗ keit; denn die Last treibt uns, zu rufen, alle schreien wir dich an; zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Frei⸗ heitsbahn. 10. Ach, wie theur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu seyn; drum so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen und ver⸗ klärt ins beste Bild. Der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß uns mit gekreu⸗ n seyn, was dein Reich nicht ann ererben; führ ins Para⸗ dies uns ein. Doch wohlan! du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht lässig seyn; werden wir doch als wie träumen, wann die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, geb. 1666, + 1714 det, H spricht chez G⸗ auch dih ines Mf Sklavet Rerker i. hes Nehh mns länhh du meihh selbst gy Gefällhz nicht sich der Cittb libt und wir dih die ersth nen Fuh⸗ sind i Menschh so vah t du u und fil und dis Der hil Kampf der Heiligung. 307 Mel. Straf mich nicht in ꝛc.(Rosenmüller. 1655 7) 1694. Tel Z, 7—‚——.— SS.......... TTT.. 2 25:..—— 1. Mache dich, mein Geist, be⸗reit, daß dich nicht die bö⸗se Zeit wa⸗ che, fleh und be ⸗ te, un⸗ ver⸗hofft be⸗ tre⸗ te; 50 — +* — 1——8*— 9 —— 4+ 4* ——.——— denn es ist Sa⸗ tans List ü⸗ ber vie ⸗le From ⸗men U 9 IN ————ie ——— zur Ver⸗su⸗chung kommen. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Su und die Noth sammt dem Tod möchte dich in Sün⸗ den unvermuthet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten; wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll sei⸗ ner Gnadengaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf mag fin⸗ den, weils ihm sonst ein Leich⸗ tes ist, dich zu überwinden; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt Tperent oder wenn sie sich verstellt, vieder an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. 6. Wach dazu auch über dich, über Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List, kann sich selber heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei, mit⸗ ten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten seyn, wenn er soll was geben; er ver⸗ langet unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut! es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir gläubig bitten. 10. Drum so laßt uns im⸗ merdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Noth und Ge⸗ fahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burchard Freystein, 1720. 20* 308 Kampf der Heiligung. 376. Mel. Wachet auf, ruft ꝛc. 1599. — PIPI —— 32 Ru⸗stet euch, ihr Christen⸗leu⸗te; die Fein⸗de su⸗chen euch zur Beu⸗ te, Wappnet euch mit Got⸗tes Wor⸗ te und kaͤm⸗pfet frisch an je⸗dem Or⸗te, e 1+:m—— +D.— H—— —+ 4 ETI.— I I 1———— + V 4 — ja Sa⸗tan selbst hat eur be⸗ gehrt. da⸗ mit ihr blei⸗bet un⸗ver⸗sehrt. It euch der Feind zu schnell, * ..— idF.T 50————— ———— hier ist Im⸗ma⸗nu⸗el. Ho ⸗si⸗ an⸗ nal Der Star⸗ke fallt 9 2—52 2=——— N ———.—..——.— 1 —...——4 —Z.ʒjß—t.——1———.—— H1 — — — durch die⸗sen Held, und wir be⸗hal⸗ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren schrecken, so stehen wir mit Lüsten, besieget sie, die ihr seyd Freuden auf. Gott Lob! wir Christen, und stehet in des sind versöhnt; daß uns die Herren Kraft. Stärket euch Welt noch höhnt, währt nicht in Jesu Namen, daß ihr nicht lange, und Gottes Sohn hat strauchelt wie die Lahmen. Wo längstens schon uns beigelegt ist des Glaubens Eigenschaft? die Ehrenkron. Wer hier ermüden will, der 4. Jesu, stärke deine Kinder schaue auf das Ziel, da ist und mache die zu Ueberwin⸗ Freude. Wohlan, so seyd zum dern, die du erkauft mit deinem Kampf bereit, so krönet euch die Blut. Schaffe in uns neues Ewigkeit. Leben, daß wir uns stets zu dir 3. Streitet recht die wenig erheben, wenn uns entfallen Jahre, eh ihr kommt auf die will der Muth. Geuß aus auf Todtenbahre; kurz, kurz ist un⸗ uns den Geist, dadurch die Liebe ser Lebenslauf. Wann Gott fleußt in die Herzen, so halten wird die Todten wecken, und wir getreu an dir im Tod und Christus wird die Welt er⸗ Leben für und für. Wilh. Erasmus Arends,(7 + 1721. 377. Mel. Jesu, hilf siegen ꝛc. 1698. — ͤͤͤ .— L.—..—.— — +„ 1. Je⸗su, hilf siesgen, du Für⸗ste des Le⸗bens; sieb, wie die Fin⸗ster⸗niß wie sie ihr höl⸗ li⸗sches Heer nicht ver⸗ge⸗bens mäch⸗tig auf⸗fuͤh⸗ ret, mit 15N. zur Bel⸗„ dem Ourth — zu schyil, .᷑ fil Sohn gl beigelgh ine Kind Ueberwiß mit deinch Uns Heu hets zu dj entfalhz Kampf der Heiligung. — 22 9———— — 1 + . drin⸗get her⸗ein; schäd⸗ lich zu seyn; Sa⸗tan der sin⸗net auf al⸗ler⸗hand Rän⸗ke, ⁰4 A I + ꝙ— 172 + 2—1— 1 1E + N + H 11— + I + ———— + + 2 wie er mich sich ⸗te, ver⸗stõ⸗ 2. Jesu, hilf siegen, der du mich erkaufet, rette, wennFleisch und Blut, Satan und Welt mich zu berücken ganz grimmig anlaufet, oder auch schmeichelnd sich listig verstellt. Wüthen die Feinde von außen und innen, laß mir, Herr, niemals die Hülfe zerrinnen. 3. Jesu, hilf siegen! ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für; laß es zu meiner Demüthigung dienen, und mich doch schmecken dein kräftig Versühnen. 4. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hof⸗ fart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Macht der Be⸗ gierden empfinde, und sich mein tiefes Verderben darlegt; hilf, daß ich dann vor mir selber er⸗ röthe und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch tödte. 5. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb; laß mich ein⸗ dringen ins göttliche Wesen, so re und kraͤn ⸗ke. wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken, wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken; laß dann viel heller doch deine Kraft sehn; steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich käm⸗ pfen und prüfen die Geister 7. Jesu, hilf siegen im Wa⸗ chen und Beten! Hüter, du schläfest und schlummerst nicht ein; laß dein Gebet mich un⸗ endlich vertreten, der du ver⸗ heißen, mein Fürsprech zu seyn; wenn mich die Nacht mit Er⸗ müdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet, und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß seyn ein verschüchtertes Reh; ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem inner⸗ sten Seufzen vermählen. 9 Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zei⸗ chen des Sieges erlang, so will ich ewig dir Lob und Dank sin⸗ 310 gen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du, o Held, dich so mächtig er⸗ wiesen! 10. Jesu, hilf siegen! Wenns nun kommt zum Sterben, mach Kampf der Heiligung. du mich würdig und stetig be⸗ reit, daß ich mich könne recht nennen dein'n Erben dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben, hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! Johann Heinrich Schröder, geb. 1666, + 1728. Eigne Melodie. 178⁴. ———.——.— +— 2—2— + I E.. 2 + +— 44— 2— + + + E 2— + I .——— I I————— 1. Rin⸗ge recht, wenn Gottes Gna⸗ de dich nun zieh⸗et und be⸗kehrt, 2.——— SDSIEIIII....— DH S—————.————. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Ge⸗ dränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Got⸗ tes Reich; will der Satan wi⸗ derstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste Liebe dich von der Len en Welt abziehe; halbe Liebe Hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht ge⸗ than. 6. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse hast bezwun⸗ gen, das uns Schaden pflegt zu thun. 7. Nimm mit Furcht ja dei⸗ I daß dein Geist sich recht ent⸗la⸗ de ner Seele, deines Heils mit von der Last, die ihn be⸗schwert. Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 8. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast; recht beharren ist das Beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9. Laß dein Auge ja nicht affen nach der schnöden Eitel⸗ eit; bleibe Tag und Nacht in Waffen; fliehe träge Sicherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen; gib der Lust den Zügel nicht. Willst du die Be⸗ gierden füllen, so verlischt das nadenlicht. 11. Fleischesfreiheit macht die Seele kalt und sicher, frech und stolz; frißt hinweg des Glaubens Oele, läßt nichts als ein faules Holz. 12. Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab be⸗ ständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. stetig ho une vech dott i6 der Zeh bleib i6 it sitgeh Leben! 66,4. II. — 0 be⸗bal besschwef in diesel D1 tiglh rone fish du hast das Mash. Gast. den Citl Nacht i. Sicherheit sche nicht Lust dun V die Y. clicht M Kampf der Heiligung. 13. Wahre Treu liebt Chri⸗ sti Wege, steht beherzt auf ih⸗ rer Hut, weiß von keiner Wol⸗ lustpflege, hält sich selber nichts zu Gut. 14. Wahre Treu hat viel zu weinen, spricht zum Lachen: du bist toll! weil es, wann Gott wird erscheinen, lauter Heulen werden soll. 15. Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals . nah; ist ihr Schatz doch in em Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 16. Dieß bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht und fürchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich. 17. Denkt bei jedem Augen⸗ blicke, obs vielleicht der letzte sey; bringt die Lampen ins Geschicke, holt stets neues Oel herbei. 18. Liegt nicht alle Welt im Bösen? Steht nicht Sodom in der Gluth? Seele, wer soll 379. 311 dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. ö 19. Eile, wo du dich erret⸗ ten und nicht mit verderben willt; mach dich los von allen Ketten, fleuch als ein gejagtes Wild. 20. Lauf der Welt doch aus den Händen, dring ins stille Zoar ein. Eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allem rein. 21. Laß dir nichts am Her⸗ en kleben, fleuch vor dem ver⸗ Doranen Bann, such in Gott geheim zu leben, daß dich nichts beflecken kann. 22. Eile, zähle Tag und Stunden, bis dein Bräutgam kommt und winkt und, wenn du nun überwunden, dich zum Schauen Gottes bringt. 23. Eile, lauf ihm doch ent⸗ Dine sprich: Mein Licht, ich in bereit, nun mein Hüttlein abzulegen, mich dürst nach der Ewigkeit! Joh. Jos. Winckler, geb. 1670, + 1722. Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben ꝛc. 17³1• al E8. N + + +——.— 8— + 1 + S—— ũ———nt⁰ 1 E 1. Du Pa⸗ter dei⸗ ner Menschenkinder, der du die Lie ⸗be sel- ber bist, und des⸗sen Herz auch ge⸗gen Sünder noch gü⸗tig und voll Mit⸗leid ist, U +— al 4 3—.—. laß mich von gan⸗zem Her⸗zen dein 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu seyn mich übe, wie du mir im Le⸗ben und im To⸗de seyn. selbst die Vorschrift gibst. Was dir gefällt, gefall auch mir; nichts scheide mich, mein Gott, von dir. 31² 3. Vertilge, Herr, durch dei⸗ ne Liebe in mir die Liebe zu der Welt und gib, daß ich Verläug⸗ nung übe, wenn mir das Eitle noch gefällt. Wie könnt ich je die Creatur dir vorziehn, Schö⸗ pfer der Natur? 4. Laß mich um deines Na⸗ mens willen gern thun, was mir dein Wort gebeut. Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen, so sieh auf meine Willigkeit und rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, o Gott, mißfällt. Drum laß es mich mit Sorgfalt mei⸗ 380. Mel. Wo GSott, der Herr, nicht ꝛc. — Kampf der Heiligung. den, geflel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Vater, mich beflissen seyn. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, was mir dein weiser Rath bestimmt. Auch Trübsal führt zu ewgen Freuden; wer ihre Last gern auf sich nimmt, sie willig trägt und weislich nützt, wird mächtig von dir unterstüßt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, so ist auch Sterben mein Gewinn; so werd ich deinen Himmel erben, wo ich dir nn. nahe bin. Da lieb ich in Voll⸗ kommenheit dich, Vater der Barmherzigkeit. Balthasar Münter, geb. 1735, 4+ 1793. 1535. — TEI 2 I — 02 * * + N —— 71. Serr, stär⸗te meiznen schwachen Muth, dich treu⸗lich zu be⸗ ken⸗ nen und trotz der Feinde Hohn und Wuth den Deinen mich zu nen⸗nen. I..—.—— —1— 2—44 2 2———.——.—.— 1— I Gib, daß ich oh⸗ne Heu⸗che⸗lei ů durch dei⸗ ne Gna⸗de stark und frei — + 2— ——— E —— I +.— V..—. E—— + I dein e⸗ wig Lob ver⸗ kün=de. 2. Ich weiß, es geht der Zeugen Pfad durch manches Ungewitter; denn wen dein Licht erleuchtet hat, dem wird die Weltlust bitter. Je mehr er Welt und Sünde haßt, um desto schwerer wird die Last; des Kampfes wird kein Ende. 3. Wer Sünde thut, der aßt das Licht, mag nicht die ahrheit hören; und wer ihm von der Buße spricht, will nur den Frieden stören. Das Wort vom Kreuz war allezeit der ar⸗ men Welt, und ists noch heut, gar eine harte Rede. 4. Und doch will ich verzagen nicht, mag sie gleich drohn und lügen; denn Gottes Wort und Gottes Licht muß doch am Ende siegen. Wie sollt ich zweifeln noch daran? Hat er doch mein Herz aufgethan, das trotzge und verzagte! ganhe Sluds „ Miey nich alle in weist Trübsl den; wn Rimmt, s lich nüth, nterstih laß mit kben meis ch deinen dir ewi il Voll⸗ gter der 35, 1793 1505 an⸗ nen eN⸗Ren. und ftti 98 Woll der al⸗ och heuh verzagen rohn W Bort uld am Cde wef ch Meit nohge Früchte der Wiedergeburt. 5. Und der mein stolzes Herz ewann, das ganz und gar ver⸗ ehrte, der Allen helfen will und kann, gleichwie er mich be⸗ kehrte: sein Scepter bleibt in Ewigkeit; zuletzt doch werden weit und breit die Starken seine Beute. 6. So bleib ich ruhig denn dabei, von seiner Huld zu zeu⸗ en, und stören soll mich kein eschrei, ihm meine Knie zu 1112 0 Es hilft mir ja der starke Held, daß nicht die Furcht vor dieser Welt mich treibt, ihn zu verläugnen. 313 7. Und will die Welt, nach seinem Rath, mich drum mit Füßen treten: er lehrt für ihre Missethat mich glaubig flehn und beten. Und regt sich noch des Zornes Flamm: ein Blick auf ihn am Kreuzesstamm dämpft ihr unheilges Feuer. 8. Der Feinde Fluch ver⸗ kehret er erbarmungsvoll in Segen und stärket mich, der treue Herr, auch unter harten Schlägen, hilft, daß ich ohne Heuchelei von seiner Gnade stark und frei durch Wort und Wandel zeuge. Aus Knapp's Liederschatz. Früchte der Wiedergeburt. Mel. Wenn wir in höchsten ꝛc. 1555. SIRSSIIIIIIIIIITIITI ö — SI— —8 Zwei Ding, Herr, bitt ich von dir, die wollest du nicht wei⸗gern mir, —.—.——— 0— 2. Verfälschte Lehr, Abgöt⸗ terei, auch Lügen ferne von mir sey; Armuth und Reichthum gib mir nicht, doch solches ich noch ferner bitt: 3. Ein ziemlich Nothdurft schaff dem Leib, daß ich kann nähren Kind und Weib, oder kein Noth und Mangel sey, und auch kein Ueberfluß dabei. 14. Sonst wenn zu satte ich würd seyn, verläugnet ich den Herren mein, und saget: Was weil ich in die⸗sem E- lend bin, bis mich mein Stündlein nimmt da⸗hin. frag ich nach Gott? ich bin versorgt in aller Noth. 5. Oder wenn Armuth drück⸗ te mich, zum Stehlen möcht ge⸗ rathen ich, oder mit Sünd trach⸗ ten nach Gut, ohn Gottes Scheu, wie Mancher thut. 6. Des Herren Segen ma⸗ chet reich ohn alle Sorg, wenn du zugleich in deim Stand treu und fleißig bist und thust, was dir befohlen ist. Paul Eber, geb. 1511, + 1569. 31⁴4 382. Früchte der Wiedergeburt. Gigne.— 1871. IE 1. Von Gott will ich nicht laf⸗sen; denn er laßt nicht von mi, fuͤhrt mich auf rech⸗ter Straessen, da ich sonst irs ret sehr, Ld. EE +* rei⸗ chet wir sei⸗ ne üehü den A bend wie den Mor⸗ en — N NMA5— + ——. thut er mich wohl ver sors gen, 2. Wann sich der Menschen Hulde und Wohlthat all ver⸗ kehrt, so findt sich Gott gar balde; sein Macht und Gnad bewährt hilfet aus aller Noth, errett von Sünd und Schan⸗ den, von Ketten und von Ban⸗ den, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit. Eoͤ kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sey es heimgestellt, mein Leib, mein Seel, mein Leben sey Gott, dem Herrn, ergeben; er schaffs, wie's ihm gefällt. Es kann ihm nichts ge— —5 denn was mir wützlch st. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein allerliebsten Sohn, durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret: lobt ihn ins Himmels Thron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, welch's er uns eides rt das ist ein selge Stun— de, darin man sein gedenkt. Sonst verdirbt alle Zeit, die sey, wo ich woll, Am Land. wir zubring'n auf Erden. Wir ollen selig werden und bleib'n in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt ver— gehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht. Wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will uns er— wecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverlo⸗ ren geführt in Abrams Schoß; der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freude voll; dieselb ohn einig Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Guts die Fülle er⸗ worben uns und Gnad. Auch 1916, — hon mit, let sche, Mor⸗gen im Land. en, Wii bleihyn uns el⸗ unverlo⸗ Schoßz Hashh heilig, 10 Erb uß uns 6 listig Früchte der Wiedergeburt. 315 Gott, der heilig Geist, im Glau⸗ der Himmel führet; ihm sey ben uns regieret, zum Reich Lob, Ehr und Preis. Ludwig Helmbold, geb. 1532, f 1598. 383. Mel. Was mein Gott will ꝛc. 1540. 4——— 8 ö H 1. Wer Gott ver⸗traut, hat wohl ge-baut im Him⸗mel und auf Er== den; wer sich ver⸗läßt auf Je⸗sum Christ, dem muß der Him⸗mel wer ⸗⸗ den. II———.— 4— SS +—— Da⸗rum auf dich all Hoff⸗nüng ich ganz fest und steif thu se⸗ hen; — —— I SEEEE EEE EE 272———.—.—. 4....—.—.— — ů Herr Je⸗ su Christ, mein Trost du bist in To⸗ des Noth und Sdmner⸗zen. 2. Und wenns gleich wär 3. Dein tröst ich mich ganz dem Teufel sehr und aller Welt sicherlich; denn du kannst mir uwider, dennoch so bist du, wohl geben, was mir ist noth, Fesu Christ, der sie all schlägt du treuer Gott, in dies'm und darnieder; und wenn ich dich jenem Leben. Gib wahre Reu, nur hab um mich mit deinem mein Herz erneu, errette Leib Geist und Gnaden, so kann für⸗ und Seele. Ach, höre, Herr, wahr mir ganz und gar nicht dieß mein Begehr und laß mein Tod noch Teufel schaden. Bitt nicht fehlen. RAus dem 16. Jahrh. 381. Mel. Es spricht der Unweisen ꝛc. 15²4. ———.———— H PIPIIIR e, — 1. Herr, dei⸗ne Rech⸗te und Ge⸗bot dar⸗nach wir sol⸗len le⸗ben, wollst du mir, o ge⸗ treu⸗er Gott, ins Her⸗ze sel⸗ber ge⸗ ben, — 2—— —.——.— S————— * LE+—— + D—— daß ich zum Gu⸗ ten wil⸗lig sey, und oh⸗ne Falsch und Heuche⸗lei ——— E + 2——— . H H I* 2.— J* II — 18— 10. I. 2—8.3. I —— + +—— II V— was du be⸗fiehlst, voll⸗ brin= ge. 2. Gib, daß ich dir allein Hülf nicht bau, noch mich da⸗ vertrau, allein dich fürcht und rum betrübe, daß großer Leute liebe, auf Menschentrost und Gnad und Gunst, Gewalt, 316 Aum Reichthum, Witz und nst mir nicht zum Abgott werde. 3. Hilf, daß ich deinen Nam'n und Bund aus deinem Wort erkenne, auch niemals dich mit meinem Mund ohn Herzensandacht nenne, daß ich bedenke jeden Tag, wie stark mich meine Taufzusag zum Dienste dir verbindet. 4. Am Tage deiner heilgen Ruh laß mich früh vor dich treten, die Zeit auch heilig bringen zu mit Danken und mit Beten, daß ich hab alle Lust an dir, dein Wort gern bar und dir dafür mein dank⸗ ar Opfer bringe. 5. Die Eltern, Lehrer, Ob⸗ rigkeit, so vorgesetzt mir wer⸗ den, laß mich ja ehren allezeit, daß mirs wohl geh auf Erden; für ihre Sorg und Treu laß mich, wann sie auch werden wunderlich, Furcht, Ehr und Dank erweisen. 6. Hilf, daß ich nimmer eigne Rach aus Zorn und Feindschaft übe, dem, der mir anthut Trotz und Schmach, verzeihe und ihn liebe, sein Glüch und Wohl⸗ fahrt Jedem gönn, schau, ob ich Jemand dienen könn, und thu es dann mit Freuden. 7. Unreine Werk der Fin⸗ sterniß laß mich mein Lebtag meiden, daß ich für böse Lust nicht müß der Hölle Qual dort leiden; schaff in mir, Gott, ein reines Herz, daß ich schandbare Früchte der Wiedergeburt. Wort und Scherz und alle Un⸗ zucht fliehe. 8. Verleih, daß ich mich red⸗ lich nähr und böser Ränke schäme; mein Herz von Geiz und Unrecht kehr, und fremdes Gut nicht nehme, auch von der Arbeit meiner Händ, was übrig ist, auf Arme wend, und nichi auf Pracht und Hoffart. 9. Hilf, daß ich meines Nächsten Glimpf zu retten mich befleiße, von— abwende Schmach und Schimpf, doch Böses Hon Ae heiße. Gib, daß ich lieb Aufrichtigkeit, und Abscheu habe ae am Lä⸗ stern und am Lügen. 10. Laß mich des Nächsten Haus und Gut nicht wünschen noch begehren; was aber mir vonnöthen thut, das wollst du mir gewähren; doch daß es Niemand schädlich sey, ich auch ein ruhig Herz dabei und deine Gnad behalte. 11. Ach, Herr, ich wollte deine Recht und deinen heilgen Willen, wie mir gebührt als deinem Knecht, ohn Mangel gern erfüllen; doch fühl ich wohl, was mir gebricht, und wie ich das Geringste nicht ver⸗ mag aus eignen Kräften. 12. Drum gib du mir von deinem Thron, Gott Vater, Gnad und Stärke; verleih, o Jesu, Gottes Sohn, daß ich thu rechte Werke; o heilger Geist, hilf, daß ich dich von ganzem Herzen und als mich den Nächsten treulich liebe. Lucas Osiander, geb. 1534, + 1604 alle Un⸗ mich Led⸗ r Ränle von Geß dfremdeh von der vas übrig und nict ut. meines etten mich abwende ipf, doch he. Gib, keit, und Ham La⸗ Nächsten wüͤnschen aber mit wollst du daß es Jich auch und deine ch wolll Nheilgen ührt als Mangel fühl ich icht; und uicht ver⸗ ten. mir von Vaket, herleih/ daß ich dich von als nic lebe. 11 0 Früchte der Wiedergeburt. 317 385. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc.—85• 4——.———. — 1. Kommt und laßt euch Je⸗sum leh⸗ren, kommt und ler⸗ net all⸗zu⸗mal, wel⸗ che die sind, die ge⸗ hö⸗ ren in der rech⸗ten Christen Zahl: SS...... — die be⸗ken⸗ nen mit dem Mund, glau⸗ben auch von Herzensgrund, 1— +———.——.— EE — nn. 4 +*— 2.— n———————.———+ und be⸗müh⸗ en sich da⸗ ne⸗ben, Guts zu thun, so lang sie 1— ben. 2. Selig sind, die Demuth haben und sind allzeit arm im Geist, rühmen sich gar keiner Gaben, daß Gott werd allein gepreist, danken dem auch für und für: denn das Himmelreich ist ihr. Gott wird dort zu Ehren setzen, die sich selbst ge⸗ ring hier schätzen. 3. Selig sind, die Leide tra⸗ gen, da sich göttlich Trauern findt, die beseufzen und bekla⸗ gen ihr und andrer Leute Sünd; welche deshalb traurig gehn, oft vor Gott mit Thränen stehn: diese sollen noch auf Er⸗ den und dann dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen Herzen, da man Sanftmuth spüren kann, welche Hohn und Trotz verschmerzen, gerne wei⸗ chen Jedermann; die nicht su⸗ chen eigne Rach und befehlen Gott die Sach: diese will der Herr beschützen, daß sie noch das Land besitzen. 5. Selig sind, die sehnlich streben 1900 Gerechtigkeit und Treu, daß an ihrem Thun und Leben kein Gewalt noch Un⸗ recht sey; die da lieben gleich und recht, sind aufrichtig, fromm und schlecht, Geiz, Betrug und Unrecht hassen: die wird Gott satt werden lassen. 6. Selig sind, die aus Er⸗ barmen sich annehmen fremder Noth, sind mitleidig mit den Armen, bitten treulich für sie Gott; die behülflich sind mit Rath, auch wo möglich mit der That, werden wieder Hülf em⸗ pfangen und Barmherzigkeit erlangen. ö 7. Selig sind, die funden werden reines Herzens jeder⸗ zeit, die in Werk, Wort und Geberden lieben Zucht und Heiligkeit. Diese, welchen nicht gefällt die unreine Lust der Welt, sondern die mit Ernst sie meiden, werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Friede ma⸗ chen und drauf sehn ohn Unter⸗ laß, daß man mög in allen Sa⸗ chen fliehen Hader, Streit und Nuh, die da stiften Fried und Ruh, rathen allerseits dazu, sich —.— 2—.... 318 auch Friedens selbst befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, da sie es doch nicht verschulden und gerecht befunden seyn. Ob des Kreu⸗ es gleich ist viel, setzet Gott och Maß und Ziel, und her⸗ nach wird ers belohnen ewig mit der Ehrenkronen. Früchte der Wiedergeburt. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 10. Herr, regier zu allen Zeiten meinen Wandel hier auf Erd, daß ich solcher Selig⸗ keiten doch aus Gnaden fähig werd. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn und durch deines Geistes Stärke mich befleiße rechter Werke. Joh. Heermann, geb. 1585, + 1647. .— E.——.— 2.—— + *—.—.— —.—— I 2 I 2———.— —— 1. Wohl dem, der den Her⸗ren scheu⸗et und sich fürcht vor sei ⸗nem Gott! Se⸗ lig, der sich herz⸗lich freu⸗et, u er⸗fül ⸗len sein Ge⸗ bot; A—. DDSSSSR eer SD...—— SS wer den Höchsten liebt und ehrt, wird. er⸗sah⸗ ren, wie sich mehrt — + + — SSSSSSSSSEII.... al⸗les, was in sei⸗nem Le⸗ben 2. Seine Kinder werden ste⸗ hen, wie die Rosen in der Blüth; sein Geschlecht wird einher ge⸗ hen voller Gnad und Gottes Güt; und was diesen Leib er⸗ hält, wird der Herrscher aller Welt reichlich und mit vollen Ruden ihnen in die Häuser enden. 3. Das gerechte Thun der Frommen steht gewiß und wan⸗ ket nicht; sollt auch gleich ein Wetter kommen, bleibt doch Gott, der Herr, ihr Licht; trö⸗ stet, stärket, schützt und macht, daß nach ausgestandner Nacht und nach hochbetrübtem Wei⸗ ihm vom Himmel ist ge⸗ 65 ben. nen Freud und Sonne wieder scheinen. 4. Gottes Gnad, Huld und Erbarmen bleibt den Frommen immer fest; wohl dem, der die Noth der Armen ihm zu Her⸗ zen gehen läßt und mit Liebe Gutes thut, den wird Gott, das höchste Gut, aus der Fülle seiner Gaben, als der liebste Vater laben. 5. Wer Betrübte gern er⸗ freuet, wird vom Höchsten hoch ergötzt; was die milde Hand ausstreuet, wird vom Himmel wohl ersetzt. Wer viel gibt, erlanget viel; was sein Herze zu allen del hie r Salh en fühh N deinen m deinen 9 Geiffez rechte Früchte der Wiedergeburt. wünscht und will, das wird Gott mit gutem Willen schon zu rechter Zeit erfüllen. 6. Wenn das Unglück will ankommen, das den rohen Sünder plagt, bleibt der Muth 387. 319 ihm unbenommen und sein erze unverzagt; unverzagt, ehn Augs un Pein bleibt das Gon das sich allein seinem ott und Herrn ergibet und in ihm die Brüder liebet. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Mel. Werde munter, mein ꝛc. 5 Psalm 1. Schop. 1642. 13—— RII——.———.— WSEEEEE *—1. 4.——— 1. Wohl dem Menschen, der nicht wan⸗delt in gott⸗lo⸗ser Leu⸗te Rath; 65 wohl dem, der nicht un⸗recht han⸗delt, noch kritt auf der Sünder Pfadz 7—.———.—.———..— SSSSSIIIIIIII........ 2 d der der Spöt⸗ter Freundschaft fleucht, und von ih⸗ ren Ses⸗ seln weicht, I— —2235— T + I +—.—11 + +— + — 7——* 2—.— + der hin⸗ge⸗gen liebt und eh⸗ ret, 2. Wohl dem, der mit Lust und Freude das Gesetz des Höchsten treibt, und hier als auf süßer Weide Tag und Nacht verharrend bleibt; dessen Se⸗ gen wächst und blüht wie ein Palmbaum, den man sieht bei den Flüssen an den Seiten seine frischen Zweig ausbreiten. 3. Also, sag ich, wird auch grünen, wer in Gottes Wort sich übt; Luft und Erde wird ihm dienen, bis er reife Früchte gibt; seine Blätter werden alt 388. was uns Gott vom Himmel leh⸗ ret. und doch niemals ungestalt; Gott gibt Glück zu seinen Tha⸗ ten; was er macht, muß wohl⸗ gerathen. 4. Aber wen die Sünd er⸗ freuet, mit dem gehts viel an⸗ ders zu: er wird wie die Spreu zerstreuet von dem Wind im schnellen Nu. Wo der Herr sein Häuflein richt't, da bleibt kein Gottloser nicht. Summa: Gott liebt alle Frommen, und wer bös ist, muß umkommen. Paul Gerhardt, geb. 1506, 4 1676. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 1555. — , n E SS..—— 23 1. Sey ge⸗ treu bis an das En⸗ de, dau⸗re red ⸗=lich aus den Streit! end⸗lich ist der Sieg be⸗ reit. Lei⸗ dest du gleich har-te Stän⸗de, I 1 1—1 1— I—. SSII..I................. a*—— Ach, das Lei⸗den die⸗ ser Zeit ist nicht werth der Herr- lich⸗ keit, 32⁰ Früchte der Wiedergeburt. + + + +—— II +2 5 1—.———.—.————⁵ +— 2 +2 I V 3 2———— DDD.l die dein Je⸗ sus dir will ge⸗ ben dort in je ⸗nem Freu⸗den ⸗Ie= ben. 2. Sey getreu in deinem Glauben! Lasse dir den festen Grund niemals aus dem Her⸗ zen rauben, halte den Gewis⸗ sensbund, der geschlossen in der Tauf, sag ihn Gott nicht wie⸗ der auf. Der ist gottlos und verloren, wer meineidig ihm geschworen. 3. Sey getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich ge⸗ liebt! An dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich hat be⸗ trübt. Denke, wie dein Hei⸗ land that, als er für die Feinde bat, so mußt du verzeihen eben, soll Gott anders dir vergeben. 4. Sey getreu in deinem Lei⸗ den! Lasse dich kein Ungemach von der Liebe Jesu scheiden, murre nicht mit Weh und Ach. Hilft dir denn die Ungeduld? 389. Nein, sie häufet nur die Schuld. Der trägt leichter, wer da traͤ⸗ get mit Geduld, was Gott aufleget. 5. Sey getreu in deinem Hoffen! Hilft Gott gleich nicht, wie du willt, er hat bald ein Mittel troffen, daß dein Wün⸗ schen werd erfüllt. Hoffe fest, Gott ist schon hier, sein Herz bricht ihm gegen dir; hoffe nur, Gott ist vorhanden; Hoffnung macht dich nicht zu Schanden. 6. Sey getreu bis an das Ende, daß nicht Marter, Angst und Noth dich von deinem Jesu wende, sey ihm treu bis in den Tod! Ach, das Leiden dieser Zeit ist nicht werth der Herr⸗ lichkeit, die dein Jesus dir will eben dort in jenem Freuden⸗ eben. ö Benj. Prätorius, um 1661. + + Mel. Lasset uns den Herren ꝛce. Schop. 1641. 4—————————.— —— I. . 1* + +. Las⸗ set uns mit Je ⸗ su zieh⸗en, in der Welt der Welt ent⸗flieh⸗en, sei⸗nem Vor⸗bild solegen nach, auf der Bahn, die er uns brach, 21—— — + N—8 4 + — 8„ 7 im⸗mer⸗fort zum Himmel rei⸗ sen, ir⸗disch noch, doch himmlisch seyn, —.—.— in der Lieb den Glauben wei⸗- sen. de —— 11—8 — SPPPIPF PPIPIP.PI.I. I FI + 1 + I + + + 1 +— I EI Treu⸗er Je⸗su, blelb bei mir; geh⸗e vor, ich fol⸗ge dir. 32 beh, die Schulh her da ttß was Ooh in deinen gleich nich it bald eh dein Wih Hoffe feß sein Hei hoffe nu, n chanden. 10 an dat kter, Angs einem Jesl bis in des iden diefe der Hen⸗ 6 dir wil Fteudes⸗ ius, um Ibl. Shoh. 164l. Früchte der Wiedergeburt. 2. Lasset uns mit Jesu lei⸗ den, seinem Vorbild werden gleich. Nach dem Leiden fol⸗ gen Freuden; 9. 0 bier macht dorten reich. Thränen⸗ saat die erntet Lachen; Hoff⸗ mung tröstet mit Geduld. Es kann leichtlich Gottes Huld nus dem Regen Sonne ma⸗ chen. Jesu, ier leid ich mit dir; dort theil deine Freud mit nir. 3. Lasset uns mit Jesu ster⸗ ben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelver⸗ derben, von der ewiglichen 321 Noth. Laßt uns tödten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsle⸗ ben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu le⸗ ben; weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wieder ge⸗ ben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder; wo du lebst, da leben wir. Ach, erkenn uns für und für, trauter Freund, als deine Brüder. Jesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir. Sigmund v. Birken, geb. 1526, + 1581. Mel. O Gott, du frommer ꝛc. 17¹⁰ ————.—— EEEE IEEEIEEFE—.— 2————7————— 1. Ver⸗ su⸗chet euch doch selbst, ob Chri⸗stus in euch ist, ob ihr im Glau⸗ben steh ⸗et, ob ihr ihm auch nach⸗geh⸗et 0 4— I—.— —. SISSIEIEEE..—] — Lau— 6 I + in De ⸗muth und Ge⸗duld, in Sanft⸗muth, Freundlich⸗keit, 5— — e Ss .—.—.—— 2 —— V.— I V + — in Lieb, dem Näch⸗sten stets 2. Der Glaube ist ein Licht, m Herzen tief verborgen, bricht uls ein Glanz hervor, scheint uls der helle Morgen, erweiset feine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, erneuert Herz und Muth, macht uns zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben, und thut in Einfalt es dem zu die⸗ nen seyd be⸗= reit. Nächsten wiedergeben; dieweil er überreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was Gott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwermuth wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt die Hoffnung an den Tag, 21 322² Früchte der Wiedergeburt. hält Sturm und Wetter aus, besteht in Ungemach. 5. Aus Hüstuung wächst die Lieb, weil man aus Gottes Händen nimmt alle Dinge an, nicht zürnen thut, nicht schän⸗ den; denn alles uns zu Nutz und Besten ist 55 dur drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind, er gibt zum Gnadenthrone sein eingebornes Kind; er liebt uns in dem Sohne, setzt Liebe ge⸗ gen Haß; wer gläubig dieß erkennt, wird bald in Lieb ent⸗ zündt, die allen Haß verbrennt. 7. Wie uns nun Gott ge⸗ than, thun wir dem Nächsten eben; droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Le⸗ ben; flucht er, so segnen wir. In Schande, Spott und Hohn ist unser bester Trost des Him⸗ mels Ehrenkron. 8. Setzt Gott uns auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der Glaube bringt Ge⸗ duld, erleichtert alle Plagen; statt Murren, Ungeberd wird das Gebet erweckt, weil aller 391. Mel Angst und Noth von Gott ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet nur dadurch sein Elend recht verstehen, wie auch des Höchsten Güt, hält an mit Bitten, Flehen; verza⸗ get an sich selbst, erkennet sich für nichts, sucht bloß in Christo Kraft, der Quelle alles Lichts; 10. Hält sich an sein Ver⸗ dienst, erlanget Geist und Stär⸗ ke, in solcher Zuversicht zu üben gute Werke; steht ab vom Ei⸗ ensinn, flieht die Vermessen⸗ heit hält sich in Gottesfurcht, im Glück und schwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet; denn Christi Leben ists, wonach der Glaube strebet; erst machet er gerecht, dann heilig, wirket Lust allem guten Werk; sieh, ob u auch so thust. 12. O Herr, so mehre doch in mir den wahren Glauben, so kann mich keine Macht der uten Werk berauben. Wo icht ist, geht der Schein frei⸗ willig davon aus; du bist mein Gott und Herr, bewahr mich als dein Haus. Joachim Justus Breithaupt(0, 1718. Jesu, meines Lebens ꝛc. 1687. ———— ———— 1. Gott, mein ein⸗zi⸗ ges Ver⸗trau⸗en, Gott, du mei? ne Zu⸗ver=ficht! Mei⸗ne Au⸗ gen zu dir schau⸗en, dei⸗ ne Hülf ver⸗sag mir nicht: +— 4— 1— 1— . —— 2 + —— +. 4—— I ——— laß mich nicht ver⸗geb⸗lich schrei⸗en, son⸗dern hoͤr und laß ge⸗ deih⸗en; u Gott e ur dadut stehen, u Güt, hih hen; beny tkennet f b in Chrss iles Lichth sein Vu und Stii icht zu ibg ab vom G, Vermesse jottesfurch. ver Zeit. denn wohl ebet; denj wonach da Machet d wirketo tl; sich, 6 mehre do 1 Glaubeh Macht du ben. M chein frel bist wen wahr wi hupt G), Nl 11 * + 5 so will ich Gon hal⸗ten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 2. Du hast mich von Kindes⸗ beinen stets geleitet und ge⸗ führt; durch mein Klagen und mein Weinen wird dein Vater⸗ herz Mahrnnt daß mirs Hülf und Nahrung sende, Noth und Trübsal von mir wende; drum halt ich dir ferner still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 3. Führe mich, wohin du denkest, daß es mir am besten ist; wenn du nur, mein Gott, mich lenkest, geht mirs wohl zu feder Frist; laß mich dir, mein Sott, vertrauen, und auf deine Onade bauen; laß mich dir nur Halten still: Gott, dein Will üst auch mein Will. 4. Muß ich Schmerz und Qual empfinden, und mit Galle seyn getränkt, mich gleich einem Würmlein winden, mit viel Unglück seyFn umschränkt; doch will ich es alles tragen, und darum doch nicht verzagen, son⸗ dern will Gott halten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 5. Bin ich gleich veracht auf Erden, und muß dulden Spott und Hohn, werd ich doch er⸗ höhet werden dort in deinem Himmelsthron. Wenn mich alle Menschen hassen, will ich mich auf Gott verlassen; so will ich Gott halten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 6. Alles sey dir heimgestel⸗ let, schaff es, wie du willt, mit mir: Tod und Leben mir gefäl⸗ let, willig, willig folg ich dir; wird des Kreuzes Joch mich drücken, wirst du wieder mich Halten m Drum will ich Gott halten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 7. Laß mich nur den Himmel erben, mach mich weder arm noch reich; christlich leben, selig sterben, so werd ich, den Engeln gleich, Heilig, Heilig, Heilig! singen und dir mein Lobopfer bringen; so will ich Gott hal⸗ ten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 8. Nun, mein Gott, in deine Eude geb ich Seele, Leib und ut; alles mir zum Besten wende, und halt mich in deiner Hut! Diefes bitt ich nochmals kühnlich, gib mir nur, was mir ist dienlich, so will ich dir hal⸗ ten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. Elisabetha Eleonora, Herzogin zu Sachsen⸗Meiningen, geb. 1658, 1729. 2 Früchte der Wiedergeburt — Melodie. ..——— 1. Es ko⸗ stet viel, ein Chrit zu seun und nach dem e Sinn des reienen le ⸗ben; denn der Na⸗tur geht es gar sau⸗ er ein. — .——. I I 1 L —.—— 2 — 79U. I +1—.ο— 2..— sich im mer⸗dar in Chri⸗si Tod zu ge⸗ ben; und ist hier glich e ein SSS Kampf wohl aus⸗ ge⸗ uh, 2. Man muß hier stets auf Sden gehn, die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; da kostets Müh, auf seiner Hut u stehn, daß nicht das Gift Laun in die Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit l: die Wich⸗ tigkeit.: 3. Doch ist es wohl der Mühe werth, wenn man mit Ernst die errlichkeit bedenket, die ewig⸗ lich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets ins Himmli⸗ sche versenket. Wohl kostets Müh; die Gnade aber macht, 2 daß mans nicht acht.: 4. Man soll ein Kind des Höchsten seyn, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte. Wie wird der Leib so stark, so hell und rein, so herrlich seyn, so lieblich im Gesichte, dieweil ihn da die wesentliche Pracht vollkommen macht!: Christian Friedrich Richter, geb. 1676, 4 1711. das machts noch nicht, das machts noch nicht. 5. Da wird das Kind den Vater sehn; im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn, und es mit Gott zu Einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird 98 schehn?: Wer mags verstehn 2 6. Was Gott genießt, ge⸗ nießt es auch; was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben; der Guhran steht bereit ihm zum ebrauch, wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde seyn,[ꝛals Gott allein.: 7. Auf, auf, mein Geist, er⸗ müde nicht, dich durch die Macht der Finsterniß zu reißen. Was sorgest du, daß dirs an Kraft Waan n Bedenke, was für raft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn, Iꝛwie wohl wirds thun 12 t vochnit Kind dis halen win finden z da es da galh mit Gott x Iden. Mb iste wirdgz verstehn genießt N Gott bes; cgebenzdu It ihm zun ich wird en! Nich und Wünh lein, in Geis, 0 ich die M ißen. A. irs an e, Was 6 verheihh, doch 10 avie 0 „1lb. l Früchte der Wiedergeburt. 393. 1. Es ist nicht schwer, ein Christ zu seyn und nach dem Sinn des reinen Geistes leben. Zwar der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit J: den schweren Streit.: 2. Du darfst ja nur ein Kind⸗ lein seyn; du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau nur, wie gut ers mein; das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr;: es ist nicht schwer.: 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; der fromme Gott macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergib ihn willig in den Tod, I:so hats nicht Noth.: 4. Wirf nur getrost den Kum⸗ mer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben dei⸗ nen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze na⸗ get; sprich: Vater, sieh mein Elend gnädig an! lso ists ge⸗ han.: 5. Besitz dein Herze in Ge⸗ Im vorigen Ton. 325 1704. duld, wenn du nicht gleich des Vaters Hülfe merkest. Ver⸗ siehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die Gnade stärkest; so ist dein Fehl und kindliches Versehn zals nicht geschehn.: 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsterniß bedecken; dein Vater wird nichts Schlim⸗ mes mit dir thun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; ja, siehst du end⸗ lich ferner keine Spur, so glaube nur.: 7. So wird dein Licht aufs Neu entstehn, und wirst dein Heil mit großer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn; drum darfst du nur dem from⸗ men Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist l: 8. Auf, auf, mein Geist! was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, geneuß die süße Ruh; im Frieden sollst du vor dem Vater schweben. Die Sorg und Last wirf nur ge⸗ trost und kühn ꝛ allein auf ihn.: Christian Friedrich Richter, geb. 1676, 4+ 1711. Mel. O liebster Herr Jesu ꝛc. 15⁴⁴. V 2 4 —————.... * 4———..— — 1. Sieh, wie lieb-⸗ lich und wie fein ists, wenn Brü⸗der fried⸗ lich seyn; .—..‚‚‚— IIA 2— 2— 2.— +—— ——— wenn ihr Thun ein⸗träch⸗tig ist, 2. Diesen ja verheißt der Herr reichen Segen nach Be⸗ gehr und das Leben in der Zeit und auch dort in Ewigkeit. 3. Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann. 4. Jesu,—— der Kreuz⸗ gemein, mach uns alle, Groß und Klein, durch dein Evange⸗ lium ganz zu deinem Eigen⸗ thum. 5. Sammle, großer Men⸗ — 2+— oh⸗ ne Falsch⸗heit, Trug und List. schenhirt, alles, was sich hat verirrt; laß in deinem Gna⸗ denschein alles ganz vereinigt seyn. 6. Bind zusammen Herz und erz; laß uns trennen keinen chmerz; knüpfe selbst durch deine Hand das geweihte Brüderband. 7. Kraft, Lob, Ehr und Herr⸗ lichkeit sey dem Höchsten alle⸗ zeit, der, wie er ist Drei in Ein, uns in ihm läßt Eines seyn! Michael Müller, geb. 1673, + 1704; und Christian David, geb. 1690, 4+ 1751. 393 9. Mel. Nun sich der Tag ꝛc. 1698. ——— 4— 4—.— 1— 1. Merk, See⸗le, dir das gro⸗ße Wort: wenn Je⸗sus winkt, so geh; 9—.— 2—— 1 + I I H PꝑqꝑqꝑqꝑqꝑqꝑPIIIIIIIII.I...— ———. D‚DD H + 33%½% 2** wenn er dich zieht, so ei ⸗le 2. Wenn er dich lobet, bücke dich; wenn er dich liebt, so ruh; wenn er dich aber schilt, so sprich: Ich brauchs, Herr, schlage zu. 3. Wenn Jesus seine Gna⸗ denzeit bald da, bald dort ver⸗ klärt, so freu dich der Barm⸗ herzigkeit, die Andern wider⸗ fährt. sort; wenn Je-sus haͤlt, so steh. 4. Wenn er dich aber brau⸗ chen will, so steig in Kraft em⸗ por; wird Jesus in der Seele still, so nimm auch du nichts vor. 5. Kurz, liebe Seel, dein ganzes Herz sey von dem Tage an bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz dem Lamme zugethan. 1d list sch hu uOua⸗ ereinigt erz und keinen st durc eweihte den⸗ en alle⸗ Hrei in Eines 7043 un „+ Ul. 1635 Mange Lapase Früchte der Wiedergeburt. 327 396. Mel. Meine Seele, willst du ꝛc. 1690. —23..————— — LLI— — ———— ———— 1 1. See ⸗le, wenn du stets willst ruhn und dir im⸗mer Gu⸗ tes thun, — — —— + 14.—— 1 +.— + + + —.— SSESESeE* — + 2——.— 5—— suchst du al⸗ler Angst und Pla⸗gen dich be⸗stän⸗dig zu ent⸗schla⸗ gen, 2.. I * +. + 2 2 0 PSSII...I.I.... + I —— 4 9 W ‚‚535— E willst du ha- ben, was be⸗sieht: 2. Wenn du, o mein lieber Christ, annoch bahchen Dn bist, wär es auch in solchen Dingen, die Gott scheinen Ruhm zu bringen, und Gott denkt nicht auch dahin, so verdirbt dein Eigensinn. 3. Unser Geist ist oft ver⸗ kehrt, daß er, was ihm dünkt, begehrt, uns gar oft zur sauern Bürde, wenn es nicht verhin⸗ dert würde. Wohl und selig ist man dran, wenn es Gott allein un 4. Wenn der Ausgang nicht erfüllt, was das Herz sich ein⸗ gebildt, und der Sinn sich vor⸗ genommen, dann muß Sorg und Kummer kommen. Sprich, wo bleibt zu solcher Zeit christ⸗ laß es geh ⸗en, wie s geht. 5. Wenn dir jede Kleinigkeit dein verwöhntes Herz zerstreut, und was sich nicht nach dir strecket, Ungeduld und Zorn erwecket: sage, wie gelangest du zu der wahren Christenruh? 6. Gott schickt alles, was ge⸗ schicht, es gefall uns oder nicht, es entstehe, wie es wolle, daß man dran sich prüfen solle; es ist alles gut gemeint, ob es noch so widrig scheint. 7. Gott hat, wie es sich ge⸗ bührt, nun so lange Zeit re⸗ giert; drum so laß in allen Sa⸗ chen deinen Schöpfer ferner machen. Endlich singst du mit Bedacht: Gott hat alles wohl gemacht! Joh. Christoph Ruben. liche Gelassenheit? um 1712. 397. Mel. Machs mit mir, Gott ꝛc. Schein. 1628. .— + + —— . .* 4* H 5——...—0 + — 2...E 7+.— — 2 1. So Je⸗mand spricht: ich lie-be Gott! und haßt doch sei⸗ne Brü⸗ der, der treibt mit Got⸗tes Wahrheit Spott und reißt sie ganz dar⸗nie⸗ der. n D/= ö E—.— N 2——. 2 DS Gott ist die Lieb und will, daß ich den Näch⸗sten lie⸗be, gleich als mich. 32 2. Wer dieser Erden Güter hat, und sieht die Brüder lei⸗ den, und macht den Hungrigen nicht satt, läßt Nackende nicht kleiden, der ist ein Feind der ersten Pflicht und hat die Liebe Gottes nicht. 3. Wer seines Nächsten Ehre schmäht und gern sie schmähen hend sich freut, wenn sich sein eind vergeht, und nichts zum Besten kehret, nicht dem Ver⸗ leumder widerspricht, der liebt auch seinen Bruder nicht. 4. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schutz den Nächsten unterstützet, doch nur aus Stolz, aus Eigennutz, aus Weichlich— keit ihm nützet, nicht aus Ge— Lhtan nicht aus Pflicht, der iebt auch seinen Nächsten nicht. 5. Wer harret, bis ihn an⸗ zuflehn ein Dürftger erst er⸗ scheinet, nicht eilt, dem From⸗ men beizustehn, der im Ver⸗ borgnen weinet, nicht gütig forscht, obs ihm gebricht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. 6. Wer Andre, wenn er sie beschirmt, mit Härt und Vor⸗ wurf quälet und ohne Nachsicht straft und stürmt, sobald sein Nächster fehlet, wie bleibt bei seinem one die Liebe Gottes wohl in ihm? 7. Wer für der Armen Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet, dem Uebel nicht Früchte der Wiedergeburt. zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet, nur sorglos ih⸗ nen Gaben gibt, der hat sie wenig noch geliebt. 8. Wahr ist es, du vermagst es nicht, stets durch die That zu lieben. Doch bist du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünschest dir die Kraft dazu und sorgst da⸗ für, so liebest du. 9. Ermattet dieser Trieb in dir, so such ihn zu beleben. Sprich oft: Gott ist die Lieb, und mir hat er sein Bild gege— ben. Denk oft: Gott, was ich bin, ist dein; sollt ich gleich dir nicht gütig seyn? 10. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Tagen! Ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brü⸗ dern tragen? dem nicht ver⸗ zeihn, dem du vergibst, und den nicht lieben, den du liebst? 114. Was ich den Frommen hier gethan, den Kleinsten auch von diesen, das siehet mein Er⸗ löser an, als hätt ichs ihm er⸗ wiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch seyn und Gott in Brüdern nicht erfreun? 12. Ein unbarmherziges Ge⸗ richt wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch dei⸗ nen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 4 1769. oft los h⸗ hat si ermagst ie Thil“ du mu. kreulih. est di ast do⸗ rieb in helehen. e Lieh, gege⸗ as ich ich dit täglich Ir von sollt N Bii⸗ ht hei⸗ nd den st? ommen auch ein Er⸗ n Utt ein ott in Früchte der Wiedergeburt. 308. 329 ů3 0—.— SSIISESEIEEE + 15 +. Wer Got⸗tes Wort nicht hält und spricht: Ich kenne Gott! der trũ⸗ get; in sol⸗chem ist die Wahr⸗heit nicht, die durch den Glauben sie⸗get. 72.—K ᷓ — 4.— Wer a⸗ ber sein Wort glaubt und hält, der ist von Gott, nicht von der Welt. 2. Der Glaube, den sein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher dein Erkenntniß steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub er⸗ leuchtet nicht allein, er stärkt das Herz und macht es rein. 3. Durch Jesum rein von Missethat, sind wir nun Got⸗ tes Kinder. Wer solche Hoff⸗ nung zu ihm hat, der flieht den Rath der Sünder, folgt Christi Beispiel als ein Christ, und rei⸗ nigt sich, wie er rein ist. 399. Mel. Was Gott thut, das ist ꝛc. 4. Als dann bin ich Gott an⸗ enehm, wenn ich Gehorsam übe. Wer die Gebote hält, in dem ist wahrlich Gottes Liebe. Ein täglich thätig Christen⸗ thum, das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott und Gott in ihm, wer in der Liebe bleibet. Die Lieb ists, so die Cherubim, Gott zu gehorchen, treibet. Gott ist die Lieb; an seinem Heil hat ohne Liebe Niemand Theil. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 4 1769. 1690. —— orr————— — REDDPPDIEEEEEEEEEEEEE—..... *...———.——— 2 — 1. Auf Gott und nicht auf meinen Rath will ich mein Glüͤ⸗ cke bau⸗ en und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer See⸗ le trau⸗ en. 0 —.— —.——ꝛt.— —.—— EI—.—— ..— +7 2+ +. Er, der die Welt all⸗mäch⸗tig hält, wird mich in mei⸗ nen Ta⸗ gen — 9 — —— ——— II II 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, be⸗ stimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? ist auch ein als Gott und Ba⸗ ter tra⸗ gen. Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs 330 Früchte der Wiedergeburt. bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tra⸗ en, als selbst das widrige Ge⸗ schick bei dessen Last wir kla⸗ gen? Die größte Noth hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es 400. Mel. Herzliebster Jesu ꝛc. + Keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewis⸗ sen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herr⸗ lichkeit? wie bald ist sie ver⸗ schwunden! Was ist das Lei⸗ den dieser Zeit? wie bald ists überwunden! Hofft auf den Send z ser hilft uns gern. eyd fröhlich, ihr Gerechten; der Herr hilft seinen Knechten. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. Crüger. 1640. —. ——— ————————— — 1. Serr, mein Ver⸗söh⸗ner, der du für mich lit⸗ test und noch zur Rech⸗ ten — N I V —— +ꝗ—.— —— + I + EE.— — + LI— — 1 **—— V + +— 2* + — —.—..—. Got=tes für mich bit⸗ test, er⸗weck in mir, du Mu⸗ster wah⸗rer Lie ⸗be, — WW—5 2 1———— I —— —..—————— +der Sanfimuth Trierbe. 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? du schaltst nicht wieder, als man dich gescholten. Du segnetest mit Wohlthun nicht nur Freun⸗ de, nein, selbst auch Feinde. 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen und doch von Rachgier gegen Andre brennen? Ich sollte jemals Haß mit Haß vergelten und wieder schelten? 4. Wie kann ich Vater zu dem Höchsten sagen, und Groll im Pi gegen Brüder tragen? ie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzeihed und Rache schreien? 5. Wer nicht vergibt, der wird für seine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Verge⸗ bung finden. Dein Jünger ist nur, wer, wie du, vergibet und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seele Triebe, mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe, daß ich mich stets ver— söhnlich finden lasse und Rach— gier hasse. 7. Wenn meine Brüder sich an mir vergehen, so lehre mich ihr Unrecht übersehen. Laß mich auch, wenn sie mich em⸗ pfln dent 8 Mehl Wie indheit cht sind Seelen. Augen Früchte der Wiedergeburt. 331 pfindlich kränken, an dich ge⸗ denken. 8. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen und so, wie du, den, der mir fluchet, segnen. Herr, mache gegen Alle, die mich hassen, mein Herz gelassen. 9. Will zu der Rachsucht mich die Furcht verführen, als würd ich sonst mein ganzes Glück ver⸗ lieren, so laß, o Herr, mich, ihr zu widerstehen, auf dich dann sehen. 10. Du schützest den, der redlich vor dir wandelt und überall nach deinem Vorbild handelt. Drum laß in allem mich schon hier auf Erden dir ähnlich werden. J. S. Diterich, geb. 1721, 4 1797. 401. Mel. Schwing dich auf ꝛc. Ebeling. 1666. ——— e „ + + 2— II + +2— +— + 2 I 4..—. I + +——.— E. +*—— I + I I———— +—. 1. Sollt ich jetzt noch, da mir schon dich ver⸗las⸗sen, Got⸗tes Sohn, dei⸗ ne Güt er⸗ schie⸗ nen, und der Sün⸗de die⸗nen? — — 1 1 1 X . 2— *——‚— mit den Lü⸗sten die⸗ ser Zeit 3— wie ⸗der mich be⸗ fle⸗cken, 2—— + *V + +—— I +—— 2+ 1 1 + 1 + 1 + ꝙ—— +— 2————.——.— + I 7 200————* H 2. Hab ich doch allein bei dir meine Ruh gefunden! Mittler, heiltest du doch mir alle meine Wunden! Und ich sollte dein Gebot gleich dem Frevler has⸗ sen, und mein Recht an deinem Tod wieder fahren lassen? 3. Nein, ich bin und bleib ein Christ, halt auf deine Leh⸗ ren, lasse keine Macht noch List mir den Glauben wehren. Fie⸗ len tausend ab, nicht ich; mags die Welt verdrießen! sie wird mein Vertraun auf dich mir doch lassen müssen. 4. Zeigt sie mir ein Heil wie du? bringt sie Kraft den Mü⸗ den, den Bedrängten Trost und Ruh, Sündern Gottes Frie⸗ und nicht mehr die Sü⸗ ßig⸗ keit — dei⸗ner Lie ⸗be schme⸗ cken? den? gibt sie mir die Zuversicht, daß ich trotz dem Grabe deiner Ewigkeiten Licht zu erwarten habe? 5. Rettet sie mich, wenn vor Gott einst die Völker stehen und das Leben und den Tod ihm zur Seite sehen; wenn der Sichre nun zu spät aus dem Schlaf erwachet, und der Spöt⸗ ter, der hier schmäht, staunt und nicht mehr lachet? 6. O wie thöricht, wenn ich mich noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße, da ich weiß, auf wessen Wort ich die Hoffnung gründe, daß auch ich unfehlbar dort Gnad und Leben finde! 332 Früchte der Wiedergeburt. 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Trübsal nicht und Leiden Herr und Gott, jemals von dir scheiden. sollen mich, mein 402. Mel. Wer nur den lieben ze. 0 — Sünde, Welt und Eitelkeit und des Fleisches Triebe, alles überwind ich weit, Herr, durch deine Liebe! Ballh. Münter, geb. 1735, 4 1793. Neumark. 1657. DIDIII 0 —5.— —— 2————— SiSEESEEEEEE — IJ. Mein be⸗ster Trost in die ⸗sem Le⸗ben ff ist ein Ge⸗bet zu meisnem Gott; dieß kann mir Kraft in Schwachheit geben, Geduld und Muth in je-der Noth, 9 —.———— + I——— SSISSISS—————ð—9 D...—— 1Ie *—.—.————.——=———— bei je⸗dem Gram, bei je-dem Schmerz ein ruh⸗i⸗ ges, zu⸗ fried⸗ nes Herz. 2. Wie kann ich Trost und Ruhe finden, wenn mein Ge⸗ wissen mich verklagt? wenn bei der Menge meiner Sünden mein Herz vor seinem Richter zagt? Nichts tröstet mehr, als ein Gebet, das, Gott, bei dir um Gnade fleht. 3. Muß ich um des Gewis⸗ sens willen ein Spott der La⸗ sterhaften seyn, so bet ich de— muthsvoll im Stillen zu mei⸗ nem Gott; er hört meinSchrein, nimmt väterlich sich meiner an und stärkt mich auf der Tugend Bahn. ö 4. Ich will mich nie zu rä⸗ chen suchen, wann mich ein Feind zu kränken sucht; und dem will ich nicht wieder flu— chen, der mir aus Unverstand geflucht. Nein, meine Rach ist ein Gebet, das um Vergebung für ihn fleht. 5. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen kann, dann ruf ich Gott, der mich erhöret, um Trost in diesem Kummer an. Wer ihm sein Leid mit Zuver— sicht entdecket, den verwirft er nicht. 6. Ruf ich ihn an bei dem Geschäfte des Standes, den er mir verlieh, so fleh ich nicht umsonst um Kräfte: der Gott der Stärke gibt mir sie. Er gibt aus väterlicher Huld mir Segen, Klugheit und Geduld. 7. Wenn meine böse Lust zu dämpfen, mir Schwachen Muth und Kraft gebricht, dann bitt ich Gott; er hilft mir kämpfen und gibt mir Muth zu jeder Pflicht; und stark durch meines Gottes Kraft bezwing ich jede Leidenschaft. 8. Wenn ich im letzten Kampf des Lebens bei Niemand Hülfe finden kann, so ruf ich Gott doch nicht vergebens um seinen Trost und Beistand an, der, wann die Sprache mir vergeht, doch mei— ne Seufzer noch versteht. Aus dem bayer. Ges. Buch v. 1811. Hitelkeit e/ alles „ durch + ³ II. 1657. m Gottz Noth, Hetz. t, um er an. zuver⸗ irft er ei dem den er nicht +Gotl e. Er ld mir eduld. Lust zu Wih in bitt mpfen jeder meines h jede Hülse It doc Tros in die me⸗ . 151l. Kreuz⸗ und Trostlieder. Kreuz⸗ und 333 Trostlieder. 403. Eigne Melodie. SSESEEIT — Was mein Gott will, das oschehallitz sein Willder ist der 8— zu hel⸗fen den'n ist er be⸗reit, ste; die an ihn glau⸗ben fe ⸗=ste. E n e == .—— al .— — 2 + + und züch⸗ di⸗ 92 0— Ma⸗ hen: ISSEEE wer Gott ver⸗traut, fest auf ihn baut, den will er nicht ver⸗as⸗ sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir Penen will ich nicht widerstreben; sein Wort ist wahr, denn all mein 2—— er selber hat gezählet; er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern von dieser Welt hinfahrn nach Got⸗ tes Willen zu meinem Gott, wanns ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel 404. Mel. Wenn wir in höchsten ꝛc. ich Gott befehl in meiner letz⸗ ten Stunden; o frommer Gott! Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch Eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist anficht, laß mich doch nicht ch Wt Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr! zu Ehren deinem Namen; wer das begehrt, dem wirds ge⸗ währt, drauf sprech ich fröhlich: Amen! Markgraf Albrecht von Brandenburg ⸗Culmbach, geb. 1522, 1557. 1555. 4 — . ——— — 9—— Hilf, Hel⸗fer, hilf in Angst und Noth; erbarm dich mein, o treu⸗er Gott. U I— + 2. Ich trau auf dich, mein Gott und Herr; wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich 30 Eu j0 doch den le lie⸗ 985 Kind trotz Teufel, Welt und al⸗ler Sünd. hab j ja dich, Herr Jesu Christ, du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des freu ich mich von Her⸗ 334 Kreuz⸗ und Trostlieder. en fein, bin gutes Muths und Part dein; verlaß mich gänz⸗ 405. Mel. lich auf dein Nam'n; hilf, Hel⸗ fer, hilf, drauf sprech ich Am'n! Martin Moller, geb. 1547, + 1606. Vater unser im Himmelreich ꝛc. 1540. +* + + 1 *.———————— — 4————— ö + — 1. Ach Gott, wie manches Her⸗ze eleid be⸗geg⸗net mir in die ⸗ser Zeit; +— ———— + 1..—— der schma⸗le Weg ist Trüb⸗fal voll, den ich zum Himmel wandern soll. — 1—..——.——..——— N HWSIARDii‚‚‚‚‚‚*25—. ñß,t.———— —.—————3——.‚.——— N — I — —— Wie schwerlich läßt doch Fleisch und Blut sich zwin⸗gen zu dem ewegen I 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Hülf und Rath allzeit gewiß gefunden at; Niemand jemals verlassen ist, der getraut hat auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein! wie süß ist mir der Name dein. Es kann kein Tranern seyn so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter seyn, dein süßer Trost der linderts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht; wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir thun Sünd, Tod und Höll? 5. Kein besser Treu auf Er⸗ den ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ! Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahr⸗ heit bleibt mir ewig fest; du bist mein rechter, treuer 9 der ewig mich behüten wird. 6. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir. Wenn ich in Nöthen bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding; dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vor⸗ schmack sey. 7. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir Got lich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum Besten allezeit. Hilf mir mein Werk recht greifen an, daß ich mein Lauf vollenden kann. 8. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sund und Schanden mich behüt! Er⸗ halt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: O mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller, geb. 1547, 4+ 1608. Kreuz⸗ und Trostlieder. , Hel⸗ 1510 406. Eigne Melodie. 1605. 1 1008— Di— 5 d, RIIII——— h I I. Auf mei⸗nen lie⸗ ben Gott trau ich in Angst und Noth, , T,.:. 32— 20. + I———— 4...—.— er Hii— der kann mich all⸗zeit ret⸗ten aus Trüb⸗sal, Angst und Nö⸗ then; HHHHTHTHTFTJH————— ED am sl mein Un⸗glück kann er wen⸗den, steht alls in sei⸗ nen Hän⸗den. 2. Ob mich mein Sünd an⸗ das Heil erworben, auch uns 1 ficht, will ich verzagen nicht; allen zugleiche das ewge Him⸗ IOull auf Christum will ich bauen melreiche: und ihm allein vertrauen; ihm 5. Erhöre gnädig mich, mein Wahr⸗ 4 e du thu ich mich ergeben im Tod Trost, das bitt ich dich, hilf mir Hit und auch im Leben. ö am letzten Ende, nimm mich in ad 3. Ob mich der Tod nimmt deine Hände, daß ich selig ab⸗ mnun hin, ist Sterben mein Gewinn, scheide zur ewgen Himmels⸗ 5u und Christus ist mein Leben, freude. 0 dem hab ich mich ergeben; ich 6. Amen zu aller Stund 15— sterb heut oder morgen, mein sprech ich aus erzensgrund; Ditt Seel wird er versorgen. du wollest selbst uns leiten, 192 4. O mein Herr Jesu Christ, Herr Christ, zu allen Zeiten, so der du so g'duldig bist für mich auf daß wir deinen Namen àVur⸗ am Kreuz gestorben, hast mir ewiglich preisen. Amen! 0 Sigmund Weingärtner, um 1609. eil! flöh. 407. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. 15.. Oal SSSSSSSSS— dient— ES Isu. an e e 1. Was willt du dich be⸗ trü⸗ben, o mei⸗ ne lie⸗be Seel? Zn Thu den nur herz⸗lich lie⸗ben, der heißt Im⸗ma⸗ nu ⸗ el; anm.—0 3 + + 1 4—— 50—————— 1185 5 ver⸗trau dich ihm al⸗- lein, er wird gut al⸗les ma⸗chen, t! 9— SSESEEEEEEEE ü st, hů und för⸗dern dei⸗ ne Sa⸗chen, wie dirs wird se lig seyn. l 2. Denn Gott verlässet Kei⸗ er bleibt getreu den Seinen, nen, der sich auf ihn verläßt; die ihm vertrauen fest. Läßt 336 sichs an wunderlich, laß du dir gar nicht grauen; mit Freuden wirst du schauen, wie Gott wird retten dich. 3. Auf ihn magst du es wa⸗ gen, getrost mit frischem Muth; mit ihm wirst du erjagen, was dir ist nütz und gut. Denn was Gott haben will, das kann Niemand verhindern, aus allen Menschenkindern, so viel ihr'r sind im Spiel. 4. Wenn auch selbst aus der Höllen der Satan trotziglich mit seinen Rottgesellen sich se⸗ tet wider dich, so muß er doch mit Spott von seinen Ränken Kreuz⸗ und Trostlieder. lassen, damit er dich will fassen; denn dein Werk fördert Gott. 5. Er richt'ts zu seinen Eh⸗ ren und deiner Seligkeit; solls seyn, kein Mensch kanns weh⸗ ren, wenns ihm wär noch so leid. Wills denn Gott haben nicht, so kanns Niemand fort⸗ treiben, es muß zurücke bleiben; was Gott will, das geschicht. 6. Drum ich mich ihm er⸗ gebe, ihm sey es heimgestellt; nach nichts ich mehr sonst strebe, denn nur, was ihm gefällt. Sein Will ist mein Begier, der ist und bleibt der beste, das glaub ich stets und feste. Wohl dem, der glaubt mit mir. J. Heermann, geb. 1585, + 1647. Eigne Melodie. 1662. 1. Ach Gott, er⸗hör mein Seuf⸗zen und Weh⸗kla⸗gen, laß mich in mei⸗ner —.— ....— — —.— PDPPPPPPP — * ——.—.— — . —j;.— —.—. 1 D. Noth nicht gar ver⸗ za⸗ gen; du weißt mein Schmerz, er⸗kennst mein Herz, ———. * ———..—.2— H —4 .—— +1 2 2 2—— 2. Ohn deinen Willen kann mir nichts begegnen; du kannst verstoßen und auch wieder seg⸗ nen. Bin ich dein Kind und habs verdient, gib wieder Son⸗ nenschein nach trübem Regen. 3. Pflanz nur Geduld durch deinen Geist ins Herze; hilf, daß ich mit der Züchtigung nicht scherze. Zu deiner Zeit wend ab mein Leid! Durch hast du mirs auf⸗ ge⸗legt, so hilf mirs tra⸗ gen. Mark und Bein dringt mir der große Schmerze. 4. Ich weiß, du hast noch meiner nicht vergessen, daß mir mein Leid das Herze sollt ab— fressen; mitt'n in der Noth denk ich an Gott, wenn er mich gleich mit Kreuz und Angst thut pressen. 5. Es hat kein Unglück nie so lang gewähret, es hat doch fassez Ootl. nen Eh⸗ it; solo Weh⸗ noch s t habeh d fotk bleibesz hicht. ihm ck⸗ gestelt, ststrch, gefäll, lier, det e, das Wohl 16. 1603. — —— —— meientt — ein Hez Kreuz⸗ und Trostlieder. endlich wieder aufgehöret; beut mir dein Händ und mach ein End, auf dieser Erd mein Herz sonst nichts begehret. 6. Soll ich noch mehr nach deinem Willen leiden, so steh mir, Herr, mit deiner Kraft ur Seiten; fein ritterlich, be⸗ ändiglich hilf mir mein Wider⸗ sacher all bestreiten, 7. Daß ich durch deinen Geist 409. Mel. Herzlich thut mich ꝛc. 337 mög überwinden und mich all⸗ zeit in deinem Haus laß finden zu Preis und Dank mit Lobge⸗ sang; hilf, Herr, in Liebe mich mit dir verbinden. 8. Daß wir in Ewigkeit blei⸗ ben beisammen, und ich allzeit dein auserwählten Namen preis herziglich, das bitt ich dich, durch Jesum Christum, unsern Herren. Amen! Jakob Peter Schechs, geb. 1607, 4 1659. Haßler? 16135. + V. I I + 9————.—— I. Be⸗fiehl du dei⸗ne We⸗ge, L .— und was dein Her⸗ze kränkt, 1— n DP‚iiIiISIiI————— ö———— der al ⸗ler ⸗ treu⸗sten Pfle⸗ ge des, der den Him⸗mel lenkt; 9—— I— 1 DSSDSSSS— ů 2— + der Wol⸗ken, Luft und Win⸗den — — + gibt We⸗ ge, Lauf und Bahn, 9 ů—.— ——— I + N .——— HN — SISSSS ——— der wird auch We⸗ ge fin ⸗ den 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteig⸗ ner Pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen, es muß erbeten seyn. 3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sey oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum „ da dein Fuß geh⸗ en kann. Stand und Wesen, was deinem Rath gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann Niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teu⸗ fel hie wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er— vorgenommen, und was er ha⸗ 22 338 ben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sey unverzagt; Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer jagk, mit gro⸗ ßen Gnaden rücken; erwarte nur der Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was dein Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Re⸗ gente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten; er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunder⸗ barem Rath die Sach hinaus⸗ geführet, die dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und 10. Eigne Melodie. Kreuz⸗ und Trostlieder. thun an seinem Theile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöthen schwe⸗ ben, fragt er doch nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befin⸗ den, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu kei⸗ nem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst da⸗ von mit Ruhm und Dankge⸗ schreie den Sieg und Ehren⸗ kron. Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende an aller unsrer Noth; stärk unsre Füß und Hände, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen seyn, so gehen unsre Wege gewiß zum Him⸗ mel ein. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4+ 16 76. Hintze 7 1690. E.— E + — 2 1. Gib dich zu frieden und sey stil⸗ le In ihm ruht al⸗ler Freuden Fülle; in dem Got⸗te dei⸗ nes Le⸗ bens! ohn ihn mühst du dich ver⸗ge⸗ bens. . TANl* N — ά————— 2—— Er ist dein Quell und dei⸗ne Son⸗ne, scheint täglich hell zu dei-ner Wonne. als hit ner sih für und schwe⸗ lach dit. befl⸗ kbleibsz den, N bstz g von der zu kei gen hast ind det agst d Dankge⸗ Chren⸗ lbst die Hand, almen andt. Hem, mster ih den Lod ege w 10 geheh m Hill⸗ 6l Uzeẽ 1690. 2— H⸗Hall ge⸗ Hand Kreuz⸗ und Trostlieder. 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmer⸗ hun 3 Wnt⸗ ngst und Noth ann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Hunden. Gib dich zufrieden! 3. Wie dirs und Andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen; er zählt den Lauf der henen Thränen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen; auch weiß er Zeit, dir's zu benehmen. Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer dei⸗ ner Seelen und des Herzens stilles Klagen; und was du Keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zu⸗ frieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluthen einhergingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon er⸗ höret. Gib dich zufrieden! 339 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körn⸗ lein weiset, der Schaf und Rin⸗ der in den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird ja auch dich Eingen füllen und dei⸗ nen Leib zur Nothdurft stillen. Gib dich zufrieden! 9. Sprich nicht: ich sehe keine Mittel; wo ich such, ist nichts zum Besten! Denn das ist GottesEhrentitel: helfen, wann die Noth am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spů⸗ ren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hülf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren in de und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man ge⸗ wisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur im⸗ mer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden! 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn ers sehen 22 340 könnt und wollte; wo ist ein Glück so klar und reine, dem nicht en fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: ich wei durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grabj da wird sichs enden. Gib dich u⸗ frieden! 14. Eoͤ ist ein Ruhetag vor⸗ 411. Mel. Kreuz- und Trostlieder. handen, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Eo kommt einmal der Tod behende, und alle Qual hat dann ein Ende. Gib dich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Schaaren der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann bre⸗ chen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zu⸗ frieden! Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676. Was mein Gott will ꝛc. 1540. ISEEE— 1. Ich hab in Got⸗tes Herz und Sinn mein Herz und Sinn er⸗——7 Te ben; W. böfs se scheint, 50 mir Ge⸗winn, der Tod— ist mein Le s ben. mr. ini—— ——— ob er gleich schläͤgt und Kreuz auflogt, bleibt doch sein Herz ge- 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben; wenn er mich auch gleich würf ins Meer, so will er mich nur üben und mein Ge⸗ müth in seiner Güt gewöhnen fest zu stehen; halt ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhoͤhen. 3. Ich bin ja von mir selber nicht geschaffen in dieß Leben; mein Gott ists, der mich zuge⸗ — wod gen. Leib und Seel gege— ben; es ist sein Arm, der alles warm, gesund und fröhlich ma⸗ richt, mir das er er⸗ chet; was er nicht hält, bricht und fällt; was freut, das lachet. 4. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Ma⸗ ßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns ser Oal Kreuz⸗ und Trostlieder. 341 E. seinen Kindern diene; und was einmal gleichwie ein Da rh er thut, ist alles gut, obs noch Lershwinen. H tonn so traurig schiene. 8. Ei nun, mein Gott, so fall de, w 5. Du denkest zwar, wenn du ich dir getrost in deine Hände, mn nicht hast, was Fleisch und Blut nimm mich und mach es du mit beegehret, als sey mit einer gro⸗ mir bis an mein letztes Ende, ingen ßen Last dein Glück und Heil wie du wohl weißt, daß meinem 115111 beschweret; hast spät und früh Geist dadurch sein Nutz entstehe, hier u viel Sorg und Müh, an deinen und deine Ehr je mehr und sch auh Wunsch zu kommen, und denkest mehr sich in ihr selbst erhöhe. 1„ da st nicht, daß, was geschicht, ge. 9. Willst du mir geben Son⸗ fann bre⸗ scheh— deinem Frommen. nenschein, so nehm ichs an mit nd selhs 6. Fürwahr, der dich geschaf- Freuden; solls aber Kreuz und dich zů—5 hat und ihm zur Ehr er⸗ Unglück seyn, will ichs geduldig auet, der hat schon längst in leiden; soll mir allhier des Le⸗ 6 4 un seinem Rath ersehen und be⸗ bens Thür noch ferner offen schauet aus wahrer Treu, was stehen, wie du mich führst und dienlich sey dir und den Deinen führen wirst, so will ich gern ——— allen; laß ihm doch zu, daß er mitgehen. nur thu nach seinem Wohlge⸗ 10. Soll ich denn auch des fallen. Todes Weg und finstre Stra⸗ bej 7. Wenns Gott gefällt, so ßen reisen, wohlan, so tret ich Hel. kanns nicht seyn, es wird dich Bahn und Steg, den mir dein letzt erfreuen; was du jetzt nen⸗ Augen weisen. Du bist mein nest Kreuz und Pein, wird dir Hirt, der alles wird zu solchem zum Trost gedeihen. Wart in Ende kehren, daß ich einmal in 2 Geduld, die Gnad und Huld deinem Saal dich ewig möge wird sich doch endlich finden; ehren. all Angst und Qual wird auf Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676, 2 geh eel geg 41². Eigne Melodie. Ebeling. 1666. der alle——— I 2— Hihm EE 90 0 35 1. Wa⸗ rum sollt ich mich denn grämen? Hab ich doch Chri⸗stum noch, 9 ö—.— SSiIiESS—— Heit M—— alle Mã wer will mir den neh⸗men? Wer will mir den Him⸗mel rau⸗ben, lund! 1—— mie SISSDSSISISESAEEEEIAIEE + 3—.— 4.———— I den mir schon Got⸗ tes Sohn bei⸗ge⸗legt im Glau⸗ben? 34² 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, wann ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, ders gegeben; will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verza⸗ gen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt, sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun als meiner spotten; laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grau⸗ en soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, Kreuz⸗ und Trostlieder. soll der Muth dennoch gut und⸗ fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht tödten, sondern reißt un⸗ sern Geist aus viel tausend Nöthen, schleußt das Thor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zur Him⸗ melsfreuden. 9. Allda will in süßen Schä⸗ tzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? eine Hem voller Sand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, Niemand kann uns scheiden; ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu Gut in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich leiblich werd umfangen. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Eigne Melodie. Neumark. 1657. IDDDS.Re.ee 9 9 rr. 3e e—..— . VI. Wer nur den lie⸗ben Gott läßt walten und bof⸗ fet auf ihn al⸗le⸗zeit, den wird er wun⸗der⸗lich er⸗hal⸗ten in al⸗ lem Kreuz und Traurig⸗keit. —.————— 2 0 +— H 1.—..——.87 ESEEEEEEEEEEEEEEEEEEE Wer Gott, dem Al- ler⸗hoch⸗sten, traut, der hat auf kei⸗ nen Sand ge⸗baut. gut und, ein Tod dißt un⸗ tausend hor der 1 Vahn, 1 Hiun⸗ N Schi⸗ auf den n. Hiet finden ilt, muß Lebens Sand, Dort, hen, da rd mich „Bruni T meii, 1d kanh in, wel in Bllt ahcben el 0• Meil iilasse langet, Heiblih s aul lil Hehil gl ⸗u 2. Was helfen uns die schwe⸗ ren Sorgen? was hilft uns unser Weh und Ach? was hilft es, daß wir alle Morgen be⸗ seufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenie stille und sey doch in sich selbt vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwis⸗ senheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, was uns nützlich sey; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner 414. Kreuz⸗ und Trostlieder. 343 Drangsalshitze, daß du von Gott verlassen seyst, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet Jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen, und ist dem Höchsten alles gleich, den Rei⸗ chen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wunder⸗ mann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht! Georg Neumark, geb. 1621, + 1681. Eigne Melodie. 1751. 4 ——.— — . E 5— — SSSSSSE...— 1..— 1 + 1 1 Gott sorgt fir dich, was willst du dich viel plagen mit dei⸗ner Sorg, o Mensch, und gar ver⸗za-gen? 5 alr⸗ Du bist sein Kind, * + —— + 4—.. 0 L ——— 2 2—— .2.—1— d 4 rn. 1—.— DSEEEEEE — H 2. Kein Vöglein sorgt für seines Lebens Speise; es steht früh auf und singt nach seiner Weise ein Morgenlied; dann fleugt es in die Wälder, bald anderwärts durchsucht es alle Felder. 3. Es weiß noch nicht, wo ihm hab hingeleget ein Körn⸗ lein Speis der Gott, der alles er wird dich nicht ver⸗las⸗sen. Trau nur auf ihn, so wirst du Sorgen has⸗sen. träget durch seine Macht; doch find't es alle Morgen sein Speis und Trank, läßt Gott noch fer⸗ ner sorgen. 4. So, Menschenkind, mach es in deinen Sachen, laß Gott für dich nur immer sorgen, wa⸗ chen; arbeit und bet, er wird dir alles geben, was nöthig ist zu deinem ganzen Leben. 34⁴ 5. Vertraue Gott und ehre seinen Willen, so wird er dich mit Gnad und Gut erfüllen; 41⁵. Eigne Kreuz⸗ und Trostlieder. er sorget schon, wie er dich mõ erhalten; laß du nur Gott no ferner für dich walten. Simon Bornmeister, geb. 1652, 4 1688. Melodie. 1657. — +* + 4 1 I —.— 2—— —4— + 4 L — 7—— +.—...—— —. 2.—. ————— — 1. Solt es gleich bisweilen schenen, — als wenn Gott verließ die Sei⸗nen, II — 1— ———— 4.—.—— 0——————4 ——————. o so glaub und weiß ich dieß: 2. Hülfe, die er aufgescho⸗ ben, hat er drum nicht aufge⸗ hoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nö⸗ thig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, wornach ihre Kin⸗ der streben: so hält Gott auch Maß und Ziel; er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich ge⸗ trösten, wenn die Noth am al⸗ lergrößten; er ist 950 mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Trotz dem Teufel! Trotz dem Drachen! ich kann ihre Macht verlachen! Trotz dem schweren Kreuzesjoch! Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Trotz des bittern Todes Zähnen! Trotz der Welt und allen denen, die mir sind ohn 416. Eigne Melodie. — Gott hilft end⸗lich doch ge⸗wiß. Ursach feind: Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden! will sie mich nicht län⸗ ger leiden, ei, so frag ich nichts darnach: Gott ist Richter mei⸗ ner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; wenn ich nur den Sent krieg, hab ich alles zur Genüg. 9. Ich will ihr ja gerne las⸗ sen, was ich doch nur müßte hassen; sie hab, was ihr wird zu Spott, und laß mir nur mei⸗ nen Gott. 10. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, sag ich allem Andern abe; legt man mich gleich in das Grab, gnug, Herr, wenn ich dich nur 22— Christoph Titius, geb. 1641, + 1703. 1690. E—.— 13—. EEEEEEEEEE 0 0——— 1. Was Gott thut, das ist wohl⸗ge⸗than, es bleibt ge⸗recht sein Wil⸗le; wie er faͤngt mei⸗ne Sa⸗chen an, will ich ihm hal⸗ten stil⸗le. dich m Hott 5 92/f 1 1650 — Seieneh, * ge⸗wiß, immet icht lün⸗ h nichts ter mei⸗ eich von doch dir sich uul ich alle ane H nhl ihr witd ur mil ich dit Andea gleich U Wenl 1„ m Himmal Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu — Kreuz⸗ und Trostlieder. 34⁵ Tel +—608 I 4— + + 4 —5——. +— +2— I 8 —..—.—.—.——.—..—.—.—.—.— 2————— +* 21—— LO + — π— er⸗ hal⸗ ten E Fal 7————.—— P——.——..— ———— aß ich ihn nur wal⸗ ten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an seiner Huld und hab Geduld. Er wird mein Unglück wenden; es steht in seinen 4805 n 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wohl bedenken; er, als mein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift einschenken für Ar⸗ zenei; Gott ist getreu: drum will ich auf ihn bauen und sei⸗ ner Güte trauen 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Bö⸗ ses gönnen kann; ich will mich 417. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. ihm ergeben in Freud und Leid; es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan, dabei will ich ver⸗ bleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, geb. 1649, + 1708. Neumark. 1657. +— 1. Ich las⸗se Gott in al⸗ lem wal⸗ten, er mach es, wie es ihm ge⸗faͤllt: ich will ihm ger⸗ne stil⸗le hal⸗ten, so lang ich hier leb in der Welt. 2 +— SSS.................... .— I I + + W2— +——4— 65 Wie er, mein lie⸗ ber Gott, es füͤgt, 2. Gehts gleich nicht stets nach meinem Willen, stürmt leich ein Unfall auf mich zu, foll mich doch Gottes Wille stillen, der setzt mich in ver⸗ gnügte Ruh: weil ich mit allem, so bin auch ich sehr wohl vergnügt. was Gott fügt, im Leb'n und Sterben bin vergnügt. 3. Bin ich gleich nicht so hoch geschätzet, und nicht, wie An⸗ dre, groß und reich, werd ich dennoch in Gott ergötzet mehr, 346 als wär ich dem Reichsten gleich. Ich bin mit Wenigem vergnügt, wie mein getreuer Gott es fügt. 4. Wie oft entsteht ein See⸗ lenschade durch daͤs erscharrte Geld und Gut? Wie Mancher — aus Gottes Gnade durch eichthum in die Höllengluth? deshalben bin ich wohl ver⸗— gnügt mit dem, was Gott fur mich verfügt. 5. Ich strebe nicht nach ho⸗ en Stufen, viel sichrer ist der eittelstand: wie mich der Him⸗ mel hat berufen, wie mich selbst führt des Ron ar Hand, und wie ers endlich mit mir fügt, so bin ich auch sehr wohl ver— gnügt. 6. Ich achte nicht des Glü— ckes Lachen, wie freundlich es Kreuz⸗ und Trostlieder. auch immer sey; ich laß mich auch nicht zaghaft machen durch seinen Grimm und Wütherei. Wie's Gott in beiden Fällen fügt, so bin und bleib ich wohl vergnügt. 7. In Gottes Hand steh ich geschrieben, der hat ja all mein Haar gezählt; drum kann kein Anstoß mich betrüben, wie sehr er gleich sonst schreckt und quält; ich leb in allem höchst vergnügt, wie mein getreuer Gott es fügt. 8. Mein Wille soll sich stets verpflichten, sowohl im Leben als im Tod nach Gottes Wil⸗ len sich zu richten, so hat es mit mir keine Noth: weil ich mit dem, was Gott verfügt, im Leb'n und Sterben bin ver⸗ gnügt. * ——* 11 I +*— + I 5.————— 1 +1— I. +— X. H— +. 2. 30 1. Gott le⸗ bet noch! See⸗le, was ver⸗zagst du doch? •———.——— 1—.————— HEH SS..... DSSSEEE 2 Gott ist gut, der aus Crbar⸗men der mit Kraft und star⸗ken Armen al⸗le Hülf auf Er ⸗den thut, ma⸗chet al⸗les wohl und gut; 2—— 1 ———.—5——.——— S— 7—. IIIII Gott kann bes⸗ser, als wir den-ken, al⸗le Noth zum Be⸗-sten len ken. 2750*— —.—:. 2— ——* —————..——— Seesle, so be⸗den? ke doch: 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlummern oder schlafen, der das Aug hat zugericht? der die Ohren at erschaffen, sollte lebt doch un⸗ser Herr Gott noch. dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Frommen weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. lah mit chen duh Wütherl. hen Fällg b ich woh nd steh it ö a all meil kann kei , wie sch reckt und. lem höcs 1Rgetreut verfügh bin hes Gnaden, gnädig auf. währet immer, seine Treu ver⸗ 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hülf und Trost an allen En⸗ den. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen? nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist Rult und reich von ilft den Schwachen Gottes Gnade Lepte nimmer. Seele, so be⸗ enke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, dein Verbrechen quält dich sehr: komm zu Gott, er wird versen⸗ Q Kreuz⸗ und Trostlieder. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. 347 ken deine Sünden in das Meerz mitten in der Angst der Höl⸗ len kann er dich Dedeuer stel⸗ len. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen und im Leiden bei dir seyn. Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Noth am größten scheinet. Seele, so bedenke doch; lebt doch unser Herr Gott noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen der harten Dornenbahn, es i Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan; Gott wird nach dem Jammerleben Friede, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch! Joh. Frledr. Zihn, geb. 1650, + 1719. Crüger. 1656. 1 N * V. 5— 7 I + —— L— 2 + — —— ESEEE —— —, 1. Mei⸗ne Seel ist stil ⸗le zu Gott, des⸗sen Wil ⸗le 0 mein Herz ist ver⸗ gnü⸗ get mit dem, wie's Gott fü⸗get, +S... r, 5 ——*—*.— — mir zu hel ⸗sen steht; nimmts an, wie es geht; geht es nur zum Him- mel zu, 2 4—.———— — +— 23 BS und bleibt sus un ⸗ge⸗ schie ⸗den, 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu seyn aller Ort und Zei⸗ so bin ich zu- frie⸗ den. ten, und mag Keinen leiden, der ihr redet ein von der Welt, Ehr, Lust und Geld; wonach 348 so Viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur Ei⸗ ner, sagt sie, und sonst Keiner wird von mir geliebt; Jesus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es seyn, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege in des Vaters Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 420. Kreuz⸗ und Trostlieder. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust; sie wird stark durch Hoffen, und was sie betroffen, träget sie mit Lust, fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste; am End kommt das Beste. 6. Amen! es geschiehet, wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kin⸗ dern pflegt das Kreuz zu min⸗ dern und das Glück zu sparn bis zu End; alsdann sich wendt das zuerst gekost'te Leiden, und gehn an die Freuden. Joh. Casp. Schade, geb. 1666, + 1698. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. 1598. dr er, IIFS n II 1. Mein Herz, gib dich zu ⸗frie⸗den un *— blei⸗be ganz ge⸗ schie⸗den * — E + I 2 2 +* —5— —— EE von Sor⸗ ge, Furcht und Gram; die Noth, die dich jetzt drü⸗ cket, — 23 ö== * 2 F4— 9———————.— hat Gott dir zus gerschi Get; 2. Mit Sorgen und mit Za⸗ en und unmuthsvollen Klagen häufft du nur deine Pein; durch Stilleseyn und Hoffen wird, was dich jetzt betroffen, erträglich, sanft und lieblich seyn. 3. Kanns doch nicht ewig währen, oft hat Gott unsre Zähren, eh mans meint, abge⸗ wischt; wenns bei uns heißt: wie lange wird mir so angst sey stll und halt dich wie ein Lamm. und bange! so hat er Leib und Seel erfrischt. 4. Gott pflegt es so zu ma⸗ chen: nach Weinen schafft er Lachen, nach Regen Sonnen⸗ schein, nach rauhen Winterta⸗ gen muß uns der Lenz beha⸗ gen; er führt in Höll und Him⸗ mel ein. 5. Indeß ist abgemessen die Last, die uns soll pressen, auf daß wir werden klein; was nlet allz in J ark dulh bettoffez fistist ch Gedul Dam Ehh iehet, wa Nes rech einen Riiz j zu müß zu spanh sich wengs eiden, und „Schade, 1 1605 1596 t Drl 5 00 ein Lam Oeib m 0 schafft Sonlih Wintentz I bahs und Hül hessen 0 ssen/ aj N nicht Schwerter, sondern Kreuz⸗ und Trostlieder. aber nicht zu tragen, darf sich nicht an uns wagen, und sollts auch nur ein Quentlein seyn. 6. Denn es sind Liebes⸗ schläge, wenn ich es recht er⸗ wäge, womit er uns belegt; U⸗ then sinds, damit Gott zum Guten die Seinigen hienieden schlägt. 7. Er will uns dadurch zie⸗ hen zu Kindern, die da fliehen das, was ihm mißbehagt, den alten Menschen schwächen, den eignen Willen brechen, die Lust ertödten, die uns plagt. 8. Er will uns dadurch leh⸗ ren, wie wir ihn sollen ehren mit Glauben und Geduld, und sollt er uns in Nöthen auch las⸗ sen, ja gar tödten, uns doch ge⸗ trösten Rener Huld. 349 9. Denn was will uns auch scheiden von Gott und seinen Freuden, dazu er uns versehn? Man lebe oder sterbe, so blei⸗ bet uns das Erbe des Himmels ewiglich doch stehn. 10. Ist Christus unser Le⸗ ben, so muß uns, seinen Reben, der Tod seyn ein Gewinn; er mag die Leibeshöhle zerbrechen, doch die Seele fliegt auf zum Bau des Himmels hin. 11. Drum gib dich ganz zu⸗ frieden, mein Herz, und bleib geschieden von Sorge, Furcht und Gram; vielleicht wird Gott bald senden, die dich auf ihren Händen hintragen zu dem Bräu⸗ tigam. Joh. Anast. Freylinghausen, geb. 1670, + 1739. Mel. Meinen Jesum laß ich ꝛc. Nach Hammerschmidt. 1658. — —..—.—————————3— 2 — 1 + I I. Dennoch bleib ich tets an dir, kei⸗ ne Truͤbsal drückt in mir wenn mir al=les gleich zu⸗ wi⸗ der; die ge⸗faß⸗te Hoff⸗nung nie⸗ der, Q V 2—4— II +2 2—5 2 IEI. + +*— 4——— 2— W—5 E I + — P 1.—.———— 1 2. Leite mich nach deinem Rath, der wohl wunderlich ge⸗ schiehet, aber endlich in der That auf die schönste Wobl⸗ fahrt siehet. Denn du führst es wohl hinaus, sieht es gleich verkehret aus. 3. Nimm mich dort mit Eh⸗ ren an, wenn ich gnug gekäm⸗ pfet habe. Führe mich die Le⸗ daß, wenn al ⸗les bricht und fällt, L a— den⸗noch dei⸗ne Hand mich hält. bensbahn zu dem Himmel aus dem Grabe. Endlich zeige mir das Loos in der Auserwählten Schoß. 4. Mag es doch indessen hier wunderlich mit mir ergehen, dennoch bleib ich stets an dir, dennoch will ich feste stehen. Ich muß, Trotz sey aller Pein! dennoch, dennoch selig seyn. Benj. Schmolck, geb. 1672, 4+ 1737. 350 43. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Kreuz ⸗und Trostlieder. Reumark. 1657. 1 I q— 1. I gro⸗Her Kreuz, je naͤh⸗ er Himmel; wer oh⸗ ne Kreuz, ist oh⸗ ne Gott; bei Sünden⸗lust und Weltge⸗tümmel ver⸗gißt man Höl⸗le, Fluch und Tod; 05 10. e 2 2 4* 4— 400 4...—————— 4—— 5 se=lig ist der Mann ge⸗schätzt, den Gott in Kreuz und Trüb⸗sal set. 2. Je größer Kreuz, je beßre Christen; Gott streicht uns an den Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüsten, fällt nie ein Thränenthau hinein. Das Gold wird auf dem Feuer⸗ 91015 ein Christ in mancher oth bewährt. 3. Je——— 00 je stärk⸗ rer Glaube; die Palme wäch⸗ set bei der Last. Die Süßig⸗ keit fleußt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast; im Kreuze wächset uns der Muth, wie Perlen in gesalzner Fluth. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe; der Wind bläst nur die Flammen auf; und scheinet gleich der Himmel trübe, so la⸗ chet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Gluth, gleichwie das Oel im Feuer thut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete; zerriebne Kräuter rie⸗ chen wohl. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, 5 fragte man nicht nach dem ol. Wo kämen Davids Psal⸗ men her, wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen; im Thale 5 de man bergan; wer durch die Wüsten oft gegangen, der seh⸗ net sich nach Kanaan; das Täublein, findets hier nicht Ruh, so fleugt es nach der Arche zu. 7. Je Rens Kreuz, je lie⸗ ber Sterben; man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Noth; das Kreuze, das die Gräber ziert, bezeugt, man habe tri⸗ umphirt. 8. Je größer Kreuz, je schoͤnre Krone, die Gottes Schatz uns beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Ueberwin⸗ der Scheitel trägt. Ach, die⸗ ses theure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und lieber seyn; daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches erz mir ein, das Glaube, iebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benj. Schmolck, geb. 16 72, + 1737. Umgrk. ö5r, e Goth. chund Kadz le 0 durch die der seh⸗ an; dah ier nict nach der e lie⸗ 19 fch d5 denh erderbeh, lle Noth Gräblt habe fue se schnt chatz un ümal vol eherwil⸗ Ach, die acht/ eug Mi mirdul je lihs R in Oalb his dun tligt 0 0 Kreuz- und Trostlieder. Mel. Jesu, meine Freude 2ꝛc. 351 Crüger. 1656. . ——————— EREREIEIII. 7 I. See le, sey zu=frie Fen; was dir Gott be⸗ schie⸗ den, Treib aus dei ⸗nem Her⸗zen Un ⸗ge⸗duld und Schmerzen, N ——44 + + + —— — 2. II I — 2 —— V das ist al ⸗les gut. fas⸗ se fri⸗ schen Muth. Ist die Noth dein täg-lich Brod, * 40 mußt du wei⸗ nen mehr als la⸗ 2. Scheint der Himmel trü⸗ be, und der Menschen Liebe stirbet ganz dahin; kommt das Mißgeschicke fast all Augen⸗ blicke und quält deinen Sinn: nur Geduld! des Himmels Won, sieht auf alle deine Sa⸗ en, Gott wirds doch wohl machen. 3. Ungeduld und Grämen kann nichts von uns nehmen, macht nur größern Schmerz. Wer sich widersetzet, wird nur mehr verletzet; drum Geduld, mein Herz! Aus dem Sinn mit Sorgen hin! drücket gleich die Last den Schwachen, Gott wirds doch wohl machen. 4. Auf die Wasserwogen folgt ein Regenbogen, und die Sonne blickt; so muß auf das 5 2 IIIISSSIeee...—— . 4—. 1— + + + II — 12.— chen, Gott wirds doch wohl ma⸗ chen. Weinen lauter Freude scheinen, die das Herz erquickt. Laß es seyn, wenn Angst und Pein mit dir schlafen, mit dir wachen, Gott wirds doch wohl machen. 5. Kronen sollen tragen, die des Kreuzes Plagen in Ge⸗ duld besiegt. Fröhlich auszu⸗ halten und Gott lassen walten, das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele, füͤr, alles Unglück zu verlachen; Gott wirds doch wohl machen. 6. Nun, so solls verbleiben, ich will mich verschreiben, Gott getreu zu seyn. Beides, Tod und Leben, bleibet ihm ergeben; ich bin sein, er mein. Denn mein Ziel ist: wie Gott will! Drum sag ich in allen Sachen: Gott wirds doch wohl machen. Beni. Schmolck, geb. 1672, 4 1737. 424. Mel. Ringe recht ꝛc. 17⁴. 11 ütün e e, bi. —— 65—— 2 2—— 1. Gott wills machen, daß die Sa⸗ chen — + + geh-en, wie es heil-sam ist. ...... E—. HVaß die Wel- len ringsum schwel⸗ len, wenn du nur bei Je- su bist. 352 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter! Gott dein Wächter schläfet ja noch schlum⸗ mert nicht. Zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glau⸗ benspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vater⸗ herz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sey. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Laß dir süße seyn die Küsse, die dir Jesu Ruthe gibt. Der sie führet und regieret, hat nie ohne Frucht betrübt. 7. Willst du wanken in Ge⸗ danken, faß dich in Gelassen⸗ heit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 8. Gottes Hände sind ohn Ende; sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich, deinem Gott ist nichts zu viel. 9. Seine Wunder sind der Zunder, da der Glaube Fun⸗ ken fängt. Alle Thaten sind erathen jedesmal, wie ers ver⸗ hängt. Kreuz⸗ und Trostlieder. 10. Wann die Stunden sich efunden, bricht die Hülf mit Macht herein; und dein Grä⸗ men zu beschämen, wird es un⸗ Versehend seyn. 11. Eignen Willen zu erfül⸗ len, leidet sichs noch ziemlich wohl; da ist Plage, Noth und Klage, wo man leiden muh und soll. 12. Drum wohl denen, die sich sehnen nach der stillen Wil⸗ lensruh! Wenn wir wollen, was wir sollen, fällt auch das Vollbringen zu. 13. Hoch zu preisen sind die Weisen, die schon in der Ue⸗ bung stehn, die das Leiden und die Freuden nur mit Hiobs Aug ansehn. 14. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld; wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. 15. Die da weichen und das Zeichen ihres Bräutigams ver⸗ schmähn, müssen fahren mit den Schaaren, die zur linken Seite stehn. 16. Aber denen, die mit Thränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone auf dem Throne ihres Heilands wer⸗ den noch. 17. Amen, Amen! in dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt. geb. 1675, + 1723. lunden sh Hilf ul dein Oh hird eßd y zu erft ch ziems Noth un eiden denen, M. stilen W bir wolhh t auch HM en sind Y. der I Leiden mit Hich deine Pih. it Geduh vermeidy ichuld, an und igams ren mit nken S die Hres N e aufN Hands w RHinN il er Wll. hemsrl 4 155 Kreuz⸗ und Trostlieder. Mel. Herr, wie du willst ꝛc. 7 Wie Gott mich führt, so will ich gehn, ge⸗schieht, was er mir aus⸗ er⸗sehn, wirds mir an Kei⸗ nem feh⸗len: I — ohn al⸗les Ei⸗gen-⸗ wah⸗len; =— 1——4 13—.— — D—* —12— 2 wie er mich führt, so geh ich mit H + 1 und sol⸗ge wil⸗lig Schritt fr Schritt 2.—ꝛt.— 4 u kind⸗lichem Ber⸗ 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters wider⸗ streiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sey ihm hiermit ganz heimgestellt, er mache, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vater⸗ willen; scheints der Vernunft gleich wunderlich, sein Rath — trau ⸗ en. wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hof⸗ fen, Leiden. Steht er mit sei⸗ ner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken; kann ichs auch anfangs nicht verstehn: zuletzt wird er aufdecken, wie er nach seinem Vaterrath mich treu und wohl geführet hat. Dieß sey mein Glaubensanker. Lampertus Gedicke, geb. 1683, 4 1735. Mel. Ach Jesu, dessen Treu ꝛc. 1659. EE————— Sieeee=— DRDRDEDRDRPDIPISDSIE —— 2—.—— 1. Gott ist und bleibt ge⸗treu; sein Her-ze bricht vor Lie- ben, pflegt er gleichwohl ein-mal die Sei- nen zu be- trü⸗ben. 23 35⁴ Kreuz⸗ und Trostlieder. 36 ‚ * DDIR—— —...———— Er prü⸗fet durch das—— 0 rein———— 39—.— wie stand⸗ haft die Gdid; 2. Gott ist und bleibt getreu; er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen. Er braucht die Ruthe oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt; Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu; er weiß, was wir vermögen; er pfleget nie zu viel 01 Schwachen aufzulegen. macht sein Israel von Last 08 Banden frei, wann große Noth entsteht; Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu; er tröstet nach dem Weinen; er läßt nach trüber Nacht die Freudensonne scheinen. Es 427⁷. 9 * 0 2— ———— Mel. Gott is und bleibt ge⸗treu. geht der Kreuzessturm im Au⸗ genblick vorbei sey, Seele, nur getrost; Gott ist und bleibt ge— 1 5. Gott ist und bleibt getreu; er stillet dein Begehren; er will dein Glaubensgold in Trüb⸗ salsgluth bewähren. Nimm an von Gottes Hand den Kreuz⸗ kelch ohne Scheu; der Lebens⸗ becher folgt; Gott ist und bleibt getren. 6. Gott ist und bleibt getreu; laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch ein sol⸗ ches Ende machen, daß alles Kreuz und Noth dir ewig nü sey: so liebt der Höchste dich Gott ist und bleibt getren. O Welt, ich muß dich ꝛe. 1598. PPP F 2 72 Was ists, daß ich mich quä⸗ les Harr sei-⸗ ner, mei⸗ne See=le, IE— SSSSIIIT..—. harr und sey un ⸗ver= zagt! Du weißt nicht, was dir nũ= al; Gott weiß es, und Gott schü⸗zet; 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh ich die Welt noch sah; eh ich mich selbst noch kannte, eh er schuͤzet den, der nach ihm fragt. ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hülfe nah. 3. Die kleinste meiner Sor— gen ist dem Gott nicht verbor⸗ ö Kreuz⸗ und Trostlieder. gen, der alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das 355 sey, Herr, mein Gott, mir ewig fern! be sch, dient zu meinem Frieden, wärs 6. Sind auch der Krankheit 50 auch die größte Last der Welt. Plagen, der Mangel schwer zu — 4. Ich lebe nicht auf Erden, tragen, noch schwerer Haß und um glücklich hier zu werden; Spott; so harr ich und bin stille ge⸗eu. die Lust der Welt vergeht. Ich zu Gott; denn nicht mein Wille, im im. lebe hier, im Segen den Grund dein Wille nur gescheh, o Gott! Stele. zum Glück zu legen, das ewig„ 7. Du bist der Müden Stär⸗ bleibt 6. wie mein Geist besteht. ke, und aller deiner Werke er⸗ 5. Was dieses Olück ver⸗ nsman widedradten, dem ibt get. mehret, sey mir von dir gewäh⸗ aurt mur widerfahren, wenn + gehrenze9. ret! Gott, du gewährst es gern. Gott mich will bewahren? und din zi Was dieses Glück verletzet, er mein Gott bewahret mich. Munm u. wenns alle Welt auch schätzet, ed. 1719, 51765. en Kreuz⸗ ö 85 . 428.— Mel. Wenn wir in höchsten ꝛc. 1555. 4—— ibt getreu— 77 1. Hiss, Hel⸗fer, hilf in Angst und Roth!l du kannstes thun, du lieber Gottz — daß als! H e—— ewig 10——— 2———— öchste dich denn du bist groß von Rath und That, wie's mancherChrist er⸗fah⸗ren hat. 5— B Hlen bilinangt gleig wahr tie m di dugh, 158 und Noth! du mußt es thun, 15 hilfst du doch durch deine 39 n 5510 du 1 Macht. will reißen dich aus aller 5. So hilf nun Allen in der Noth, glaubs sicherlich. Welt, wie, wo und wenn es dir 3. Hilf, Helfer, hilf in Angst gefällt; so hilf auch mir zur unnd Noth! du mußt es thun, rechten Zeit zu meiner Seelen du treuer Gott; denn dir dein Seligkeit. uulefU Vaterherze bricht, daß du mich 6. Du kannst, du willst, du kannst verlassen nicht. mußt es thun, du willst dein 4. Hilf, Helfer, hilf in Angst Wort erfüllen nun; so will ich n sl und Noth! du willst es thun, dir stets dankbar seyn; hilf, Hih du Amens⸗Gott; denn obs Jesu, hilf! du kannst allein. / wu Joh. Fak. Lang, nah, geb. 1646, + 1690. limer Ea 23* Kreuz⸗ und Trostlieder. Mel. Was Gott thut, das ist ꝛc. 1690. 1. Sch stil⸗le, müd⸗ge⸗quältes Herz, das nur am Kum⸗mer kle⸗bet! Richt die Ge⸗dan⸗ken himmelwäͤrts, hin, wo dein Va ⸗öter le⸗bet. —* Zu ⸗letzt ver⸗zagt, wer im⸗mer klagt. In Gott sollst du dich fas⸗ sez ——4.————— 2——. —— 1— I er tann dich nicht ver⸗las⸗sen. 2. Sey stille, sinne nicht zu weit; was willst du dir ersin⸗ nen? was wirst du mit Ver⸗ messenheit je gegen Gott ge⸗ winnen? Du bist ja Staub; ermann dich, glaub! er hat uns schon Wnthen auch was wir nicht verstehen. 3. Sey stille, such bei Men⸗ schen nicht, was Menschen nicht vermögen! halt fest an Gott mit Zuversicht; darauf liegt al⸗ ler Segen. Folg seinem Rath, geh seinen Pfad; laß dir den Meun der Welten weit über enschen gelten. 4. Sey stille, hast du lang geweint und wirds noch immer trüber, sag nicht: weil mir kein Licht erscheint, die Hülfe ist 430. vorüber! O harre fort, du hast sein Wort; er wird, so ists ver⸗ heißen, dich noch aus allem reißen. 5. Sey stille, laß der Zweifel Macht nicht immer dich besie⸗ gen; laß Gottes Wahrheit in der Nacht des Kummers über⸗ wiegen. Du suchest Ruh; die hinderst du, so lang dich Zwei⸗ fel quälen; nur Glaube stillt die Seelen. 6. Sey stille; endlich mit dem Tod muß alle Sorge schwei⸗ gen; dann wird sich von dem Stand der Noth der rechte An⸗ blick zeigen; da, da erscheint, wie gut gemeint die Leidens⸗ proben waren. Herr, laß michs froh erfahren! Joh. Gottfr. Schöner, geb. 1749, 4 1818. Ph. E. Bach. 1767. Mel. Wie groß ist des ꝛc. re—— EREE.. =——— SSS 1. Ge⸗kreu⸗zig⸗ter, zu dei⸗nen Füßen hebt aus dem Staube sichlem⸗por mein Herz, wenn es von Gram zerrissen; es sucht dein Herz, dein Aug und Ohr, + eE 150 r klesbell t lebel. dich 10 (aube sill 20 5 145, llb 6. Bah Lll 1— Aug IndOl V. Morgenlieder. 357 ö— ö— 7—— 5 A „n.. dein Herz, die Ruh⸗e⸗statt der Ar⸗men, dein Herz, das zärtlich voll Er⸗bar⸗men 2. Du, unser heilger Bluts⸗ verwandter, der einst so heiß für uns geweint, o du mit je⸗ der Noth bekannter, erfahrner Arzt und Seelenfreund, eröffne du dein Herz dem Matten als eine stille Felsenkluft, wo Küh⸗ lungen ihn sanft umschatten, wenn oft ein Schmerz dem an⸗ dern ruft. 3. Wie sich aus deinen To⸗ deswunden dein Blut zu mei⸗ nem Heil alerne das sey in meinen bängsten Stunden, was mir den Leidenskelch versüßt; das 35 als Balsam deinem Kranken, den Frieden Gottes 8 ihm ein, und wenn des Glaubens Grund will wanken, so müß ihm das zur Stütze seyn. 4. Dein Aug mit jenem Blick voll Gnade, das du dem Petrus zugewandt, daß er, verirrt auf dunklem Pfade, dich, guten Hirten, wiederfand: dein 91 die Niemand sonst er⸗qui⸗cken kann, den Lei⸗den⸗den ist zu⸗ ge⸗than. begegne meinem Sehnen, das aufwärts seine Seufzer schickt; denn milder fließen meine Thränen, wenn du mich, Jesu, angeblickt. 5. O du, mein freundlichster Regierer, seitdem ich wall im Pilgerland, sey ferner noch mein treuer Führer bis zu dem schö⸗ nen hir ades off haltmr dein Ohr für alles offen, was ich dir klag im Kämmerlein, und laß mich stets voll Demuth hoffen, daß es soll Ja und Amen seyn. 6. Du sahest segnend auf die Deiden, Herr, einst vom blut⸗ gen Kreuz herab; so sieh auch mich an und die Meinen in je⸗ der Stunde bis zum Grab. Wie wird uns seyn, befreit vom Staube, der oft den Geist mit Angst beschwert, wann endlich Hoffnung, Liebe, Glaube die kühnsten Bitten sieht erhört! Christi. Adam Dann, geb. 1758. + 1837. Morgenlieder. 431. 66666 93 Jesu Christ. dich zu uns wend ꝛc. 1651. — Die 90 Sonn wiencht satt hereur, froͤh⸗lich vom Schlaf aufsteh⸗en wi wirʒ Q e 1 +Gott Lob! der uns heut die⸗ se Nacht be⸗huͤt hat vor des Teu⸗fels Macht. 358 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt; laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter seyn, 3. Daß unser Herz im G'hor⸗ sam leb, deim Wort und Will'n nicht widerstreb, daß wir dich 9⁴ Morgenlieder. stets vor Augen han in allem, was wir fangen an. 4. Laß unser Werk gerathen wohl, was ein Jeder ausrich⸗ ten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu dei⸗ nem Lob und Preis. Nikolaus Hermann, 4 1561. Eigne Melodie. 1598. PI II —.—.— 10 el 1. Aus mei⸗nes Her-⸗zens Grun- de in die-ser Mor⸗gen-stun⸗de, sag ich dir Lob und Dank da⸗-zu mein Le⸗ be- lang, — V.—— 2 4.—5— SSSISESESSSS SIIIIIIIII + +—— 1— + o Gott in dei⸗ nem Thron, dir zu Lob, Preis und Eh⸗ ren, —— ꝑP...PIIIFITIFIFIFIFIIIII *.—.——— 1———— durch Chrisstum, un=sern Her= ren, 2. Und daß du mich aus Gna⸗ den in der vergangnen Nacht vor G'fahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demüthiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in die⸗ sem Leben ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels List und Wüthen, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur⸗ und Wassersnoth, vor Armuth und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem schnellem Tod. 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind sey dir, Herr, übergeben, dazu mein Hausge— sind, als dein Geschenk und Gab, mein Eltern und Ver⸗ dein ein- ge⸗bor⸗nen Sohn; wandten, Geschwister und Be⸗ kannten und alles, was ich hab. 5. Dein Engel laß auch blei⸗ ben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in die⸗ sem Jammerthal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe, und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen rathen, denn er all Ding vermag; er segne meine Thaten, mein Vor⸗ nehmen und Sach; denn ich ihm heimgestellt mein Leib, mein Seel mein Leben, und was er mir sonst geben, er machs, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen ihm l al We 4 Mo ach R Ohr in allen gerathn allorich Arbeil, ch zu de⸗ nu, 156l, 15N und Oanl be- lanh, — d Eh⸗ren, — on Sohlz und W ich hh auch blek von mih, Aben, af er in die⸗ Tück a ind Sel ng mih V rathet, nein Bor 433. Morgenlieder. wohlgefallen lan, und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Mel. Herr Gott, dich loben alle ꝛc. 350 Gott hat b'scheiden in meim Beruf und Stand. Joh. Mathefius, geb. 1504, + 1565. 1555. 5 E! + n. 9. 1. Das walt Gott Batck und Gott Sohn, Gott heilger Geist im Himmelstbron, — + + I i +—= + , Bn d. 1 man dankt dir, eh die Sonn auf⸗geht; wenns dicht anbricht, man vor dit steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter An⸗ dacht meine Knie, und ruf zu dir mit heller Stimm, dein Ohren neig, mein Red ver⸗ nimm. 3. Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnä⸗ dig hast behüt, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Friede zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben Engelein mein Wächter und Gefährten seyn. 5. Dein Geist mein Leib und Seel regier und mich mit deinen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib, daß ich meine Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht, zu deinem Lob und meinem Nutz, und meinem Nächsten thue Guts. 7. Bewahr mein— 5 vor Sünd und Schand, daß ich vom Uebel abgewandt, mein Herz mit Sünden nicht beschwer und mein Gewissen nicht versehr. 8. Behüt mich heut und alle⸗ zeit vor Schaden, Schand und Herzeleid; tritt zwischen mich und meine Feind, so sichtbar und unsichtbar seind. 9. Mein Aus⸗ und Eingang heut bewahr, daß mir kein Ue⸗ bels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hülf ist noth. Martin Behemb, geb. 1557, + 1622. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend ꝛe. 1651. U SSISISISISSSSSSSSSSESS.— DDEDEE 1. O hei⸗li-ge Drei-⸗fal⸗ tig-keit, du hoch⸗ge⸗ lob⸗te Ei-nig⸗keit, * —.——.— HN SSS...... Gott Va-ter, Sohn und heilger Geist, heut die ⸗sen Tag mir Beiestand leistt 360 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut Deahn daß mir kein Böses widerfahr, daß mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters 905 mich heut anblick, des Sohnes Güte mich erquick, des heilgen Gei⸗ stes Glanz und Schein erleucht meins Rutern HerzensSchrein. 435. Eigne Melodie. Morgenlieder. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, Christ, mein Erlö⸗ ser, bei mir sey, o Tröster werth, weich nicht von mir, mein Herz mit deinen Gaben zier. 5. Herr, segne und behüte mich; erleucht mich, Herr, ge⸗ nädiglich; Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behemb, geb. 1557, 4+ 1622. A. G. 1664. — —— 7——.——— 7 7 — 2— SSFSSSSSSSEE...——. 4. Ich dan⸗ke dir, o Gott, in dei⸗nem Thro⸗ne. durch Je⸗sum Chri⸗stum, daß du mich wol⸗len die ⸗se Nacht be⸗wah⸗ren vor Scha⸗den und vor — EI 1 —4 ——— — I I —.— V S. l + 4—— — . dei⸗nen lie⸗ben Soh⸗ ne, mancherlei Ge⸗fah⸗ren, — 45 äinimi. wün und bit⸗ te dich, wollst mich an die⸗sem Ta⸗ ge —8—— ——.— III 1 + L + 4 I l, — 5 ꝗ—7— be⸗ hü⸗ ten auch vor Sün⸗den, Schand und Pla⸗ ge⸗ 2. Denn ich dir, Herr, in deine Händ befehle mein Leib und Gut und meine arme Seele; dein heiliger Engel zu allen Zeiten, der sey und bleib bei mir auf allen Seiten, auf daß der bös Feind, so arg und geschwinde, ganz keine Macht an mir zu üben finde. 3. Den lieben Frieden fer⸗ ner uns verleihe, und unsre Nahrung reichlich benedeie; die Pest von unsrer Stadt und Land laß wallen, dein Wort in Ruh undFried noch länger schal⸗ len. Wend Theurung ab, dein Segen laß uns füllen nach deinem Wort und väterlichen Willen. 4. Ich bitt für die, Gott, so dich Vater nennen, inson⸗ derheit dein reines Wort be⸗ kennen, für alle meine Bluts⸗ freund und Verwandten, sie seyn gleich hier oder in fremden Landen; vor allem Unfall wollst du sie bewahren, laß ihnen alles Gutes widerfahren. 5. All, welche sind betrübt, krank und gefangen, tragen, o Herr, nach dir in Noth Ver⸗ langen, die wollest du von allem ihren Bösen aus lauter Gna⸗ den endlich gar erlösen; all arme Sünder zu dir, Herr, be⸗ kehre, ein selges End uns ins⸗ gesammt beschere! steh W lein Eilt ster werth mein Hun r. U Christun, die, Goth N, inso⸗ Wort he⸗ e Bluth⸗ dten, fi Morgenlieder. 436. 361 Herren, alle ꝛc. Crüger. 1653. Mel. Lobet den +. 4 d Mor gensund will c. dich 1-ben, o Getk,mein Ba- er ——— 2——.——— 2—— —...—————4—— L V.— in dem Himmel o⸗ben; was du für Gna⸗de mir stets thust er⸗wei⸗ sen, .—.— II SSSS. — will ich jetzt prei ⸗sen. 2. Du hast mich an das Tags⸗ licht lassen kommen, auch durch die Tauf in dein Reich aufge⸗ nommen, und lässest mich in deinem Sohn entbinden von Schuld und Sünden. 3. Du gibest mir den heil⸗ en Geist daneben, daß er mich ehr und führ in meinem Le⸗ ben, damit ich lern auf dich alleine schauen und dir ver⸗ trauen. 4. Du hast mich allzeit vä⸗ terlich ernähret, was ich be⸗ durft, mir immerzu bescheret, und wenn mich Noth und Un⸗ glück hat berühret, bald draus geführet. 5. Jetzt hast du auch durch deiner Engel Schaaren mich lassen heut in dieser Nacht be⸗ wahren, daß mich darin kein Unfall hat erschrecket, noch auf⸗ gewecket. 6. O Herr, mit meinem Munde und Gemüthe erzähl und rühm ich solche große Güte, die ich empfangen hab an allen Enden aus deinen Händen. 7. Ich bitt, du wollest über mir fort walten, und mich auch heute diesen Tag erhalten, daß Satan nicht durch seine List und Pfeile mich übereile. 8. Hilf, daß ich bleib, wie zusteht frommen Christen, rein von der Welt und ihren Sün⸗ den⸗Lüsten, daß ich auch meinen eignen bösen Willen nicht mög erfüllen. 9. Herr, laß in deinen Schutz seyn eingeschlossen Leib, Seele, Freunde, Kinder, Hausgenos⸗ sen, und was ich sonst durch deine milde Gabe auf Erden Lalt 10. Die Obrigkeit erhalt bei gutem Stande, gib Friede, Glück und Heil im ganzen Lande; behüt uns allerseits, o Herr, in Gnaden vor Schand und Schaden. 11. Du wollest auch an die⸗ sem Tag mich stärken durch deine Kraft in mein's Berufes Werken, auf daß ich möge in denselben allen dir wohlgefallen. 12. Zuletzt verleih, wenn ich aus diesem Leiden, es sey heut oder morgen, werd abscheiden, daß ich auf Christi Tod mög ren. sterben, den Himmel erben. 362 Morgenlieder. 13. So bin ich dann an Leib und Seel genesen, und wohl auf dieser Welt allhie gewesen, dort habe ich das rechte Kleinod funden, hier überwunden. 14. Das hilf mir, Vater, Eigne Melodie. der du mit dem Sohne und heilgen Geist regierst in einem Throne; gib, daß ich dessen, was ich jetzt begehret, ja werd gewähret. J. Reichenwald oder J. Gesenius, geb. 1601, + 1671. Albert. 1642. 4 +— H 4 I— —— 1—5 III 1——— ——.—.— 2 — — — 1. Gott des Himmels und der Er⸗den, Va⸗ ter, Sohn und heil⸗ger Geist, der es Tag und Nacht läßt wer⸗den, Sonn und Mond uns scheinen heißt, I—— —— I N N 1— I N + IIl—— + I +*—— + TII ⁰———*— — RIRI des⸗sen star⸗ke Hand die Welt 2. Gott, ich danke dir von 25 en, daß du mich in dieser acht vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da me Nisethe und Rath ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sor⸗ en, daß, wenn nun dein gro⸗ ber Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und 438. Mel. und was drin⸗ nen ist,. er⸗ haͤlt. leite meinen Gang nach deinem Wort; sey und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort; nirgends als von dir al⸗ lein kann ich recht bewahret seyn. 6. Meinen Leib und meine Seele sammt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand; Nuhn mein Ehre und mein uhm, nimm mich auf, dein Eigenthum! 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschlag von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, geb. 1604, + 1668. Herr Gott, dich loben alle ꝛc. 15⁵⁵ Hne wn in eineg , desez i werd Gesenluh, II. · Albert, 16. — ger Geis, inen Hah, ⸗Hl. deinem du auch nd mein n dir al⸗ hret sehn. ud meine men und tt, ich di keHundi nd mesl uf, din Mit Hend ag bel Halt in Rendlih lach De 1605. 1555 = Morgenlieder. 363 ———.— —— 4——— 2—.. Z—— ach, wend dein gnaͤ⸗dig An⸗ge⸗ sicht 2. Du hast mich, o Gott Va⸗ ter mild, gemacht zu deinem Ebenbild; in dir web, leb und schwebe ich, vergehen müßt ich ohne dich. 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderlich und unver⸗ hofft, da nur ein Schritt, ja nur ein Haar mir zwischen Tod und Leben war. 4. Verstand und Ehr hab ich von dir; des Lebens Nothdurft gibst du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich im Glück und Unglück meint. 5. Gott Sohn, du hast mich durch dein Blut erlöset von der Höllengluth, das schwer Gesetz für mit erfüllt, damit des Va⸗ ters Zorn gestillt. 6. Wenn Sünd und Satan mich anklagt, und mir das Her im Leib verzagt, alsdann brauch du dein Mittleramt, daß mich der Vater nicht verdammt. 7. Du bist mein Fürsprech allezeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud; ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort selig seyn. 8. Gott heilger Geist, du höchste Kraft, des Gnade in mir alles schafft, ist etwas Guts am Leben mein, so ist es wahr⸗ lich lauter dein. 9. Dein ists, daß ich Gott von mir, dem ar⸗men Sün⸗ der, nicht! recht erkenn, ihn meinen Herrn und Vater nenn, sein wahres Wort und Sacrament behalt und lieb bis an mein End; 10. Daß ich fest in Anfech⸗ tung steh und nicht in Trübsal untergeh, daß ich im Herzen Trost empfind, zuletzt mit Freu⸗ den überzvind. 11. Drum dank ich dir mit Herz und Mund, o Gott, in dieser Morgenstund für alle Güte, Treu und Gnad, die meine Seel empfangen hat, 12. Und bitt, daß deine Gnadenhand bleib über mir heut ausgespannt; mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel in deinen Schutz ich dir befehl. 13. Hilf, daß ich sey von Her⸗ zen fromm, damit mein ganzes Christenthum aufrichtig und rechtschaffen sey, nicht Augen⸗ schein und Heuchelei. 14. Erlaß mir meine Sün⸗ denschuld und hab mit deinem Knecht Geduld; zünd in mir Glauben an und Lieb, zu jenem Leben Hoffnung gib. ö 15. Ein selig Ende mir be⸗ scher, am jungsten Tag erweck mich, Herr, daß ich dich schaue ewiglich. Amen, Amen, erhöre mich! Bodo sv. Hodeuberg, geb. 1604, 4 1650. 36⁴ Morgenlieder. Eigne Melodie. Ebeling. 1666. ———.— —..—.— +D.‚.—— 24—ñ—Iee.— AS.ñ‚‚D‚e‚— 50 dr—————— SSSSS II— DDS.— 9—.6 mit ih⸗ rem Glän⸗zen ein herz⸗er⸗qui⸗ken⸗des, lieb⸗lisches Licht ——.— + 22 1*— + 2 1+2.— + 1 —— + V d D.. 32——— 5 ——.— 2 —— + 2..—. —— —— Mein Haupt und Glie⸗der die la⸗gen dar⸗nie⸗der; a⸗ber nun steh ich, bin 4.———— E— ².— I—.—— + EII —.—„ 1 5½³⁷ 1.— 2.— + + 1 V 11. I 4.——.— ISI‚— mun⸗ ter und fröh⸗lich, schau⸗e den Him⸗ mel mit mei⸗nem Ge⸗sicht. 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sey mächtig und groß, und wo die Frommen dann sol⸗ len hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben, alles sey Gotte zum Opfer ge⸗ setzt. Die besten Güter sind unsre Gemüther; dankbare Lie⸗ der sind Weihrauch und Wid⸗ der, an welchen er sich am mei⸗ sten ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und meh⸗ ren, Unglück verwehren sind seine Werke und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er ugegen; wenn wir aufstehen, 10 läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Luci⸗ fers Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden, ohn alles Neiden, sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Guii Geiziges Brennen, un⸗ hristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwin⸗ de von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst. Alles in Allen muß brechen und fallen; Himmel und Erden die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet; Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille sling, Iöt, GOren⸗en Ne sscht. Sinnen; hn allen ergehn. es Luli⸗ ud Tücke laß nich estehn. Freuden, chen de legen in Mahesten men, mi⸗ ach Out seschwin⸗ zen und sen, WO Stunde Hald das ein blist chen l Iden die moalt eWell aben u ele Wile hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödtlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, ver⸗ ib und schone; laß meine chulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen seyn abege⸗ wandt. Sonsten regiere, mich lenke und führe, wie dirs ge⸗ faͤllet; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. „10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann er⸗ nähren, so laß mich hören all⸗ eit im Herzen dieß heilige ort: Gott ist das Größte, das Schönste, das Beste; Gott ist das Süßte und Allergewißte, 440. Eigne Melodie. Morgenlieder. 365 aus allen Schätzen der edelste rt. 11. Willst du mich kränken, mit Gallen tränken, und soll von Plagen ich auch was tra⸗ gen: wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nich⸗ tig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals Keinen zu sehre betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonnen erwünsch⸗ tes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676. Crüger. 1653. — —— SSSII.. EE .— 1. Lo⸗bet den Her⸗ren al⸗le, die ihn eh ⸗ren! Laßt uns mit Freu⸗den 2 E 2———. sei ⸗nem Na⸗men sin⸗gen und Preis und Dank zu sei⸗nem Al⸗ tar drm⸗gen. V I EER——. 4 + 2W3 + I. 2— Lo-bet den Her⸗ren! 2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich aufer⸗ wecket. Lobet den dei 3. Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können, und Händ und Füße, Zung und Lippen regen, das haben wir 0 danken seinem Segen. Lo⸗ et den Herren! 4. O treuer Hüter, Brunnen aller Güter, ach, laß doch fer⸗ ner über unser Leben bei Tag und Nacht dein Hut und Güte schweben. Lobet den Herren! 5. Gib, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern 366 Wegen unverhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren! 6. Treib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen. Lehr uns verrichten heilige Geschäfte, und wo wir schwach sind, da gib du uns Kräfte. Lobet den Herren! 7. Richt unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit dei⸗ Mel. Nun laßt uns Gott, dem ꝛc. Morgenlieder. nen Strafen, sondern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bemühn auf Erden. Lo⸗ bet den Herren! 8. Herr, du wirst kommen und all deine Frommen, die sich bekehren, gnädig dahin brin⸗ gen, da alle Engel ewig, ewig singen: Lobet den Herren! Paul Gerhardt, geb. 1606, 4+ 1676. Selnecker? 1587. — —— R + 1—— + ——* + + 1—* I + + —— SPI II—— 72— Wach auf, mein Herz, und sin⸗ge dem Schö⸗pfer al ⸗ ler Din=ge, e 211 N E— — +2 + I —————. + + +—— dem Ge-ber al ⸗ler Gũ= ter, 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umfangen hatten, hat Satan mein begeh⸗ ret, Gott aber hats verwehret. 3. Du sprachst: mein Kind, nun liege; Trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort das ist ge⸗ schehen, ich kann das Licht noch sehen; von Noth bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer ha⸗ ben, hier bring ich meine Ga⸗ ben; mein Weihrauch, Farr und Widder sind mein Gebet und Lieder. 442. Eigne Melodie. dem frommen Menschen⸗hů⸗ ter. 6. Die wirst du nicht ver⸗ schmähen; du kannst ins Herze sehen und weißest, daß zur Ga⸗ be ich ja nichts Bessers habe. 7. So wollst du nun vollen⸗ den dein Werk an mir und sen⸗ den, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Tha⸗ ten, hilf selbst das Beste rathen, den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum Besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte, mein WWort sey deine Hütte, dein Wort sey meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. 17⁰⁴. N 2 438..— +2. +2 2—7 II ——— 2.—— SS IEEI +..—— .s n. —— 1 + E + +. Mor⸗ gen⸗ glanz der C⸗ wig⸗ keit, Licht vom un⸗er⸗schöpf⸗ten Lich⸗ te, schick uns die-se Morgen⸗zeit dei⸗ ne Strah⸗len zu Ge⸗ sich⸗ ie n fronn Zukanft den. ⸗ kommen 1„ die sih hin brih⸗ pig, ewi tren! 06, 4 1675. hecker? 158. —— Din⸗ — ü⸗ ter. icht ver⸗ no Herse zur Ou⸗ habe. m vollen⸗ und se⸗ sem Tahe ige. men Thu⸗ rathehh Id Endi wende. beschütt, e Hül Speis sse. Gerhard, „4 1016. 11⁰⁰ Morgenlieder. 367 —....—— 15 S........—.— f 12.—.— . .— 2. Deiner Güte Morgen⸗ thau fall auf unser matt Ge⸗ wissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen, und erquick uns, deine Schaar, immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Gluth unsre kalten Werke tödte, und erweck uns Herz und Muth bei erstandner Morgenröthe, daß wir, 0 wir gar vergehn, recht aufstehn. 4. Laß uns ja das Sünden⸗ kleid durch des Bundes Blut vermeiden, daß uns die Ge⸗ 443. 1. Auf, auf, ihr meine Lie⸗ der, mein Herz, mein Geist und Glieder, dem 9—.— Lob zu singen und Opfer ihm zu bringen. 2. Er hat die Nacht gewen⸗ det, das Licht herabgesendet, und mich ohn alle Sorgen er⸗ weckt an diesem Morgen. 3. Er ist mein Schutz gewe⸗ sen, daß ich frisch und genesen an diesem Tag aufstehe, und meine Pflicht angehe. 4. Es hätten tausend Schre⸗ cken mich grausam können we⸗ cken, wo er nicht selbst gewa⸗ chet und alles gut gemachet. 5. Mein Leib, Seel und mein Leben sey ferner ihm ergeben; und ver⸗treib durch dei⸗ ne Macht un⸗ sre Nacht. Ditlede mög als wie ein Rock bekleiden, und wir so vor aller Pein sicher seyn. 5. Ach, du Aufgang aus der Tage gib, daß auch am jüngsten age unser Leichnam aufersteh, und entfernt von aller Plage sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 6. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnaden⸗ sonne; 141 uns durch das Thränenfel) in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth, geb. 1636, 4+ 1689. Im Ton: Nun laßt uns Gott, dem ꝛc. hilf, Herr, auch heut und sende den Beistand deiner Hände, 6. Daß ich, von dir geführet und überall regieret, zu deines Namens Ehre mein ganzes Le⸗ ben kehre. 7. Behüte mich vor Sünden, und laß mich stets empfinden ein Abscheu vor den Dingen, die deinen Zorn mir bringen. 8. Begnade mich mit 9706 auf allen meinen Wegen, be⸗ glücke meine Thaten, und laß sie wohl gerathen. 9. Verleihe Kraft und Stär⸗ ke, daß des Berufes Werke durch deines Geistes Senden ich möge glücklich enden. 10. Gib, daß mich deine 368 Güte vor Unfall stets behüte, ja daß ich ewig bleibe ein Glied an deinem Leibe. 11. Mein Hoffen und Ver⸗ trauen laß nur auf dich hin⸗ schauen, daß sich mein Glaube mehre und dich mitFrüchten ehre. 12. Laß Freunde und Ver⸗ wandte, Wohlthäter und Be⸗ kannte, und die sich Christen schreiben, von dir bewahret bleiben. 13. Und sollt ich Schmach und Neiden, Kreuz und Verfol⸗ gung leiden, so hilf mirs kräf⸗ 444. Meel. Ich armer Mensch ꝛc. Morgenlieder. tig tragen, und laß mich nicht verzagen. 14. Schütz alle hart Geplag⸗ ten, erfreue die Verjagten, gib Brod und Trost den Armen aus Gnaden und Erbarmen. 15. Erhör auch alle Beter, bekehr die Uebertreter, sey gnä⸗ dig mir und Allen nach deinem Wohlgefallen. 16. Insonderheit am Ende nimm mich in deine Hände, und laß mich selig sterben und ewges Leben erben. Johann Lassen, geb. 1636, + 1692. Möck. 1820. H — 5., 9 SEEEEEEEEEEEEEE 1. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen, die Nacht vol⸗ len⸗det ih⸗ren Lauf; nun wa⸗ chen al⸗le meine Sorgen auf einmal wie⸗der mit mir auf. —..4—.——.— e—— H de e, e, L— I +1— E—— Bie Ruh ist aus, der Schlaf da⸗ hin, 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat, wo ich nur immer älter werde und häufe Sünd und Missethat. O Gott, von dessen Brod ich zehr, wenn ich dir doch auch nütze wär! 3. Du siehst am Morgen mich aufstehen, regier mich auch in dieser Welt. Ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen, mach alles so, wie dirs gefällt. Schließ mich in deine Vorsicht ein; dein will ich todt und le⸗ bend seyn. 4. Vergib mir, Vater, alle Sünden, die ich bei Tag und Nacht beging, und laß mich vor dir Gnade finden, erhöre, was und ich seh wie⸗der, wo ich bin. ich bet und sing; denn wenn ich nur bei dir wohl steh, so acht ich gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen rathen; denn ich bin selber mir nicht klug. Behüte mich vor Missethaten, vor böser Men⸗ schen List und Trug; laß mich den Tag wohl legen an und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir mein Leib und Leben, mein Weib und Kind, mein Hab und Gut, und laß den Himmel Segen geben, wenn meine Hand das Ihre thut; hilf, daß ich alles wohl verricht! Du wirst es thun, ich zweifle nicht. Caspar Neumann, geb. 1648, + 1715. nich nihy. art Gepsh, tjagten, gl den Annh tbarmen. alle Betß. ler, sey grñ nach deineg t am Es. Hände, u und ewag 1636 169. Mött 19. ih⸗ran Lalf“ mit mit als * — wo ich bil denn wesh ohl steh s ie ed geh len Sac n selber M Morgenlieder. Mel. Hüter, wird die Nacht ꝛc. I I — + + — blickt her⸗vor ein neu⸗er Tag; ko Q —..— mm, dem Schöpfer die⸗ ser Strah⸗len V 22— I — —— zu be ⸗ zah⸗len, 2. Deine Pflicht, die kannst du lernen von den Sternen, deren Gold der Sonne weicht; so laß auch vor Gott zerrinnen, was den Sinnen hier im Fin⸗ stern schöne deucht. 3. Schau, wie das, was Odem ziehet, sich bemühet um der Sonne holdes Licht, wie sich, was nur Wachsthum spü⸗ ret, freudig rühret, wenn ihr Glanz die Schatten bricht. 4. So laß dich auch fertig finden, anzuzünden deinen Weih⸗ rauch, weil die Nacht, da dich Gott vor Unglücksstürmen wol⸗ len schirmen, ist so glücklich hingebracht. 5. Bitte, daß er dir Ge⸗ deihen mag verleihen, wenn du auf was Gutes zielst, aber daß er dich mag stören und be⸗ kehren, wenn du böse Regung fühlst. 446. + +— was dein schwacher Trieb ver⸗mag. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. 6. Kränkt dich etwas diesen Morgen, laß ihn sorgen, der es wie die Sonne macht, welche freundlich pflegt die Höhen an⸗ zusehen und auch in die Thä⸗ ler lacht. ö 7. Denk, daß er auf deinen Wegen ist zugegen, daß er allen Sündenwust, auch die Schmach verborgner Flecken kann ent⸗ decken und errathen, was du thust. 8. Wir sind an den Lauf der Stunden fest gebunden, der entführt, was eitel heißt, und der dein Gefäß, o Seele, nach der Höhle eines Sterbgewöl⸗ bes reißt. 9. Drum so seufz ich, daß mein Scheiden nicht ein Leiden, sondern sanftes Schlafen sey, und daß ich mit Lust und Won⸗ ne seh die Sonne, wann des Todes Nacht vorbei. Friedr. Rudolph Lu dw. Freih. v. Canitz, geb. 1654, + 1699. 15⁵5. — et— — 1— +—— 2.——* D 1. Gott, du Licht, das e⸗wig blei- bet, das ohn al⸗ len Wech ⸗sel ist, das die Fin⸗ster⸗niß ver⸗trei⸗ bet, der du blei-⸗ best, wie du bist; 24 Morgenlieder. — +— + ich ver⸗las⸗ se meiene Ruhz m⸗ se: wer= de Licht I mir zu, — —* — — e e n daß ich, der ich Nacht und Er'de, durch dein Licht ver⸗klä⸗ret Wer de. 2. Wecke, da der Leib ge⸗ schlafen, auch die Seele geist⸗ lich auf; gib ihr deines Lichtes Waffen, richt und leite ihren Lauf; laß mich seyn des Lichtes Kind, hilf mir, weil ich geistlich blind, Jesu, daß ich wieder sehe und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre, was die arme Seele illt; ach, erneure und verkläre stets in mir dein Ebenbild! Sende mir den Geist der Kraft, der ein neues Leben schafft, daß ich himmlisch auf der Erde und Ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner Hände Werke, Rieths mich in meiner Pflicht; bleibe meiner Schwach⸗ heit Stärke, meines Lebens Kraft und Licht; laß mein Le⸗ bensziel allein deines Namens Ehre seyn; hilf, daß ich stets wahre Liebe gegen meinen Nächsten übe. 5. Führ mich einst zu jenem Lichte deiner höchsten Majestät, wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht, heller als der Sonnenschein, schön, un⸗ sterblich, engelrein; laß sie seyn mit dir vereinet, wenn mein letzter Tag erscheinet. Sal. Franck, geb. 1659, 4 1725. 447. Mel. Mein Herzens-Jesu ꝛc. 1665. .—.—— öäDꝑ‚ꝑꝑ‚ꝑꝑ‚IꝑP‚I‚IC III..... DMS= ——.——————.—.————— 1. Er⸗he⸗be dich, o mei⸗ne Seel! der Herr er⸗scheint in Iss ra-el, die Fin-ster⸗niß ver⸗geh- et; sein Licht am Himmel steh⸗et. ——— ——— — DS 15— ——32—* —.— .—..2 ——— Er⸗he- be dich aus deinem Schlaf, daß er was Gu stes in dir schaff, —.3 2 in ⸗dem er dich er- leuch⸗tet. 2. Im Licht muß alles rege seyn und sich zur Arbeit wen⸗ den; im Licht singt früh das Vögelein, im Licht will es vol⸗ lenden; so soll der Mensch in Gottes Licht aufheben billig sein Gesicht zu dem, der ihn er⸗ leuchtet. 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn, den Herren zu erheben; laßt uns, indem wir aufer⸗ stehn, beweisen, daß wir leben; WImR —— — — weß⸗de. h in meihh ler Schwaßz nes Lehohh aß mein Y les Namahh. ich sh zen meinn st enen I Majesti) Hesichte N. , heller al. schoͤn, m laß sie sch wenn mes b. 1659, K M 1600. — ber/ geh⸗l Hel sth⸗kl — in dir schf Morgenlieder. laßt uns in diesem Gnaden⸗ schein nicht eine Stunde müßig seyn; Gott ists, der uns er⸗ seuchtet. ö 4. Ein Tag geht nach dem andern fort, und unser Werk bleibt liegen. Ach, hilf uns, Herr, du treuster Hort, daß wir uns nicht betrügen; gib, daß wir greifen an das Werk, gib Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht, das uns er⸗ leuchtet. 5. Du zeigst, was zu ver⸗ richten sey auf unsern Glau⸗ bens⸗Wegen; so hilf uns nun und steh uns bei, verleihe dei⸗ nen Segen, daß das Geschäft von deiner Hand vollführet werd in alle Land, wozu du uns erleuchtet. 6. Ich flehe, Herr, mach uns bereit zu dem, was dir gefällig, 448. Mel. Nun sich der Tag ze. 371 daß ich recht brauch der Gna⸗ denzeit; so flehen auch einhellig die Kinder, die im Geist ge⸗ born und die sich fürchten vor dem Zorn, nachdem du sie er⸗ leuchtet. 7. Das Licht des Glaubens sey in mir ein Licht der Kraft und Stärke; es sey die De⸗ muth meine Zier, die Lieb das Werk der Werke. Die Weis⸗ heit steht auf diesem Grund und öffnet beides Herz und Mund, dieweil die Seel er⸗ leuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig; erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Gu⸗ ten tüchtig, bis ich erreich die goldne Stadt, die deine— egründet hat und ewiglich er⸗ euchtet. Peter Lackmann, 4 1713. —.——2—..—..—.—.—.—— EE ——.——— 1. Run sich die Nacht ge⸗ en⸗det hat, die Fin⸗ster⸗niß zer⸗theilt, SS.SPI.II.II.II.I.. TTTTTT rerr.r,retrir S8 — ö wacht Al⸗les, was am A⸗ bend spat zu sei⸗ner Ruh gee-⸗eilt. 2. So wachet auch, ihr Sin⸗ nen, wacht, legt euren Schlaf beiseit, zum Lobe Gottes seyd bedacht; denn es ist Danlens⸗ seit. 3. Und du, des Leibes edler Gast, du theure Seele du, die du so sanft geruhet hast, dank Gott für seine Ruh. 4. Wie soll ich dir, du See⸗ lenlicht, zur Gnüge dankbar seyn? Mein Leib und Seel ist dir verpflicht, und ich bin ewig dein. 5. Dir geb ich, Jesu, diese Gab zu einem Unterpfand, die— weil ich sie empfangen hab von deiner Liebeshand. 6. Und diese deine Liebes⸗ hand hat heut bei mir gewacht, 24 372 Morgenlieder. und allen Schaden abgewandt in dieser finstern Nacht. 7. In deinen Armen schlief ich ein; drum konnte Satan nicht mit seiner List mir schäd⸗ lich seyn, die er auf mich gericht. 8. Vor Wasser⸗ und vor Feuersnoth hat mich, Herr, deine Güt, vor einem bösen schnellen Tod heut diese Nacht behüt. 9. Hab Dank, o Jesu, habe Dank für deine Lieb und Treu, hilf, daß ich dir mein Leben lang von Herzen dankbar sey. 10. Gedenke, Herr, auch heut an mich an diesem ganzen Tag, und wende von mir gnädiglich Noth, Jammer, Angst und Plag. 11. Erhör, o Jesu, meine Bitt, nimm meine Seufzer an, und laß all meine Tritt und 449. Mel. Erschienen ist der ꝛc. Schritt heut gehn auf rechter Bahn hn. 12. Ach laß, o Jesu, keine Sünd mich diesen Tag begehn; sonst möcht ich armes Sünden⸗ kind nicht wohl bei dir bestehn. 13. Wend meine Augen gnädig ab von dieser Eitelkeit, damit bis an mein kühles Grab ich alles Böse meid. 14. Gib deinen Segen die⸗ sen Tag zu meinem Werk und That, damit ich selig sagen mag: wohl dem, der Jesum hat! 15. Wohl dem, der Jesum bei sich führt, schließt ihn ins Herz hinein: so ist sein ganzes Thun geziert, und er kann selig seyn. 16. Nun dann so fang ich meine Werk in Jesu Namen an; er geb mir seines Geistes Stärk, daß ich sie enden kann. Joh. Friedr. Möckhel, geb. 1661, 4 1729. Hermann. 1560. ——.——— —..——— IIIII—— Das wal⸗te Gott, der hel ⸗fen kann! Mit Gott fang ich die Ar-beit an; *... ö——— P———. 3————̃— 5 V 4——— mit Gott nur geht es gRc⸗lich fort; drum ist auch dieß mein er⸗stes Wort: 9— + —+.1—— 2— +— 1 P. —— das wal⸗ te Gott! 2. All mein Beginnen, Thun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht; drum auch mein Mund mit Freuden spricht: das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und thut mir alles Guts; drum sprech ich auch nun gutes Muths: das walte Gott! auf uhm. Nsu, es ag begehy indgh dir bestoh ne Mah Eitelich ühles Gh. Segen di Werk ush sagen ng mhat! der Nsh st ihn n sein gangeh ann selh o fang esu Ma nes Geist nden ksh 1661,4 M Hermaum, 1000 Ar heit eu⸗shn 0 olt nf ö H9Hh Us! l WMihg Morgenlieder. 4. Will Gott mir etwas ge⸗ ben hier, so will ich dankbar seyn dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: das walte Gott! 5. Anfang und Mitte sammt dem End stell ich allein in Got⸗ tes Händ; er gebe, was mir nützlich ist; drum sprech ich auch zu jeder Frist: das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Se⸗ gen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnügets mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück, unverzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei; drum dieß auch meine Losung sey: das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Thun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts, wie er will; 37³ drum sprech ich auch fein in der Still: das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Noth und gibt mir auch mein täglich Brod; nach seinem alten Vaterbrauch thut er mir Guts; drum sprech ich auch: das walte Gott! 10. Nichts glücket ohne Got⸗ tes Gunst, nichts hilft Ver⸗ stand, Witz oder Kunst; mit Gott gehts fort, geräth auch wohl, daß ich kann sagen glau⸗ bensvoll: das walte Gott! 11. Theilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid; mag hassen, wers nicht lassen kann, ich stimme doch mit Freuden an: das walte Gott! 12. Thu ich denn was mit Gottes Rath, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl gerathen muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß:; das walte Gott! Johann Betichtus, um 1700. Mel. O Gott, du frommer zc. 1710, ——j——.——— SS V Æ———— 22 1. O Je⸗su, sü⸗ßes Licht, nun ist die Nacht ver⸗gan⸗gen; — nun hat dein Gna⸗den⸗glanz auss Neu-⸗e mich um⸗ fan⸗gen; + nun ist, was an mir ist, vom Schlase auf⸗ ge=weckt, 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, und hat nun in Be⸗gier zu dir sich aus- ge⸗ streckt. mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag, das soll mein Opfer seyn, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein 37⁴ Miorgenlieder: Gott, da hast du meine Seele, sie sey dein Eigenthum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4. Da sey denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, ur Wohnung und zum Haus. Ach, allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner Seelen seyn dein Bildniß ein⸗ gepräget im güldnen Glau⸗ densschmuc, in der Gerechtig⸗ keit, so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich 451. Eigne Melodie. mit Weisheit und mit Liebe, anit Keuschheit und Geduld, durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demuth mich vor allem kleide an, so bin ich wohlge⸗ schmückt und köstlich angethan. 7. Laß mir dich diesen Tag stets vor den Augen schweben; laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Thun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe in⸗ niglich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenke; durch dei⸗ nes Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur ge⸗ scheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigenthum. Joachim Lange, geb. 1670, 4+ 1744. Zahn. 1852. r.. . SSPSPSPSSSIIIIIII.— — 1. Gott Lob! Nun ist die Nacht verschwunden, die Fin=ster⸗ —— ů ——.———ͤw. L 1 niß ist ü⸗ ber⸗wun⸗ den, —..— ..— das Licht des Him⸗mels tri⸗ um⸗phirt; 45— + —— + +—6 4—.—— l +— ———3 das Erd⸗reich, so die dunklen Schat⸗ten mit ih-rer Macht um⸗ge⸗ben 0 ů—ͤ A— .—— N SSDSSiEEE‚EEESSEEEEE UUI— —— hat- ten, 2. Wach auf, wach auf, mein Geist, und singe dem Vater al⸗ ler Geister, bringe Preis, Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Kraft und Macht; erkenne seine Huld und der güld⸗nen Son ⸗ ne Klar ⸗ heit ziert. Treue, die alle Morgen sich aufs Neue ausbreitet und dich stets bewacht. 3. O daß doch mit der äu⸗ ßern Erden mein Innerstes auch Lebe,i uld, duih bez auc vor allch Wohlge angetha diefen I schwebo t mich wie fdaß ma Herd, dulh ch lobe ij „zu dl H ich 06 durch Nes also fihr nur gey Ruhm, it verble;“ 1610,4 Il. gahn. 1555 = —— Fin ⸗fte⸗ Morgenlieder. licht mög werden! O daß mein Herz ein Himmel wär, ein Fir⸗ mament, daran die Sonne, mein Jesus, meines Geistes Wonne, möcht scheinen zu des Schöpfers Ehr! 4. O daß der finstern Nacht Geschäfte durch dieser Sonnen neue Kräfte zerstreuet würden, und mein Sinn zu ihrem Licht sich stets erhübe! O daß ihr Mel. Gott des Himmels und ꝛc. 37⁵ Einfluß starker Triebe mich führte zu ihr selber hin! 5. Dieß ist mein Wunsch und mein Begehren; du, Va⸗ ter, wollst mich des gewähren, sprich Amen selbst und Ja dazu; so werd ich auch nach diesen Tagen und überstandnem Leid und Plagen genießen dort des Lichtes Ruh. Joh. Anast. Freylinghausen, geb. 1670, 4+ 1739. Albert. 1642 die ⸗se Nacht zu⸗ rü⸗cke le⸗ gen; da⸗ für preist dich Herz und Mund; V———— V +—— 1——*— FEH SSPSPSPIPI‚I‚IPI‚IIIIIIIIII I—————— denn du willst für al ⸗le Treu 2. Segne heute mich von Neuem, weil du segnen kannst und mußt; denn mit Wohlthun zu erfreuen, das ist deine Her⸗ zenslust, und du machst die milde Hand täglich aller Welt bekannt. 3. Segne mich mit deinem Geiste, daß er heut mit seiner Kraft meinem Glauben Bei⸗ stand leiste, daß er gute Werke schafft, und dem Bösen insge⸗ mein mag ein wackcer Gegner seyn. 4. Segne mich mit Christi Blute bei verübter Missethat, weil er das auch mir zu Gute mildiglich vergossen hat. Gläu⸗ big halte ich daran, daß mich nichts verdammen kann. 5. Segne mich mit deinem Worte, schreib es in mein Herz herein, daß es mag an jedem Orte meines Wandels Richt⸗ schnur seyn. Leuchtet mir dieß Lebenslicht, o so fehl und fall ich nicht. 6. Segne mich in meinem Stande, zeuch mein Herz mit Klugheit an, daß ich solchen ohne Schande und mit Ehren führen kann. Gib dazu mein täglich Brod und was irgend sonst mir noth. 7. Segne mich in Kreuz und Leiden mit Vertrauen und Ge⸗ duld; segne mich in Glück und Freuden mit dem Reichthum deiner Huld, daß ich dir im Kreuz getreu und im Glück voll Demuth sey. 8. Dann will ich für allen — 376 Morgenlieder. Segen Lob und Ehre, Preis lang, bis ich mit den Engeln und Dank dir zu deinen Laben dort vor dir jauchze fort und legen und es thun mein ben fort. Erdm. Neumeister, geb. 1671, + 1756. 453. Eigne Melodie. 17⁰⁴ —— 3— T L +— 2— I—*— 4 2 E +—.— 2 + E. 2—— ———— f— 1. Hü ⸗ter, wird die Nacht der Sün⸗den nicht verschwin⸗- den? 9——23 —— 5——4 — 11 I E— 1 I + +—. —P—*— Hü⸗ter, ist die Nacht schier hin? Wird die Fin⸗ ster⸗niß der Sin⸗nen SSSSSISSSSIIIIIII *— E—— bald zer ⸗rin⸗nen, dar- ein ich ver⸗wi⸗ckelt bin? 2. Möcht ich, wie das Rund der Erden, lichte werden; See⸗ lensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bun⸗ de, da die Stunde der Erschei⸗ nung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten so er⸗ matten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen; aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Dzi⸗ nen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Fin⸗ sterniß vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demuth lieben und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen so sich quälen, zuůnd ein Feuer in mir an; laß mich finstres Kind der Erden helle Larn daß ich Gutes wirken ann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben; Je⸗ sus und sein heller Schein, Je⸗ sus muß das Herz anblicken und erquicken; Jesus muß die Sonne seyn. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine seyn. 9. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, geb. 1676, + 1711. en Eugch e fort w 1671½ Wö, den Geist ilen, zind laß mich rden hell tes wirken llicht kah jeben; chein, J anblikeh 3 muß dit rich Richlet⸗ + II. Morgenlieder. Mel. Herr Jesu Shrist, dich zu ꝛc. 2 1. Die Nacht nunmehr ver⸗gan⸗gen is, —— * + + I SS SS.— V II — 1— daß du uns frei von aller Plag ge⸗sund läßt seh⸗en die⸗sen Tag. 2. Wir bitten dich, du Gna⸗ denstrahl, leucht uns in diesem Jammerthal, beschirm uns täg⸗ lich und auch heut, bewahr uns ferner allezeit. 3. Darneben gib uns Fried und Ruh, und was uns nöthig ist dazu, durch deine starke Gnadenhand beschütze uns und unser Land. 4. All Sünd und Schwach⸗ heit uns verzeih, ein gut Ge⸗ wissen stets verleih; gib, daß Mel. Ich dank dir schon ꝛc. wir deines Namens Ehr aus⸗ breiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o Herr, gefällt, uns abzufordern aus der Welt, so gib ein selig Ende hier, daß wir dort ewig seyn bei dir. 6. O Jesu Christ, erbarme dich, hör unser Bitten gnädig⸗ lich; durch dein Verdienst durch deinen Tod erlöse uns aus al⸗ ler Noth. M. Prätorius 7 1610. — E * +2—2 11—— +—6 2—.—.— — + 1 1 +—— 1. O Je⸗su, mei⸗ nes Le⸗bens Licht, nun ist die Nacht ver⸗ gan⸗gen; ——— 1—.——.—...=7 9 + bedecket, und auch vor Andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. 3. Mein Leben schenkst du mir aufs Neu, es sey auch dir verschrieben, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 4. Dir, Jesu, ich mich ganz mein Gei⸗ stes ⸗aug zu dir sich richt, 2. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr dein Anblick zu em⸗pfan⸗ gen. befehl; im Geiste dich verkläre, dein Werkzeug nur sey meine Seel, den Leib bewahr und nähre. 5. Durchdring mit deinem Lebenssaft Helte Sinnen und Gedanken; bekleide mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 6. Mein treuer Hirte, sey mir nah, steh immer mir zur 378 Morg Seiten, und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 7. Sey du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Leben; kein andres Theil sey mir bewußt, dir bin ich ganz ergeben. 8. Zeig mir in jedem Au⸗ genblick, wie ich dir soll gefal⸗ 456. —.— Mel. Ich da enlieder. len; 5 mich vom Bösen stets zurück, regiere mich in allem. 9. Gib, daß ich meinen Wan⸗ del führ im Geist, in deinem Lichte und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 10. Ach, halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, 4 1759. nk dir schon ꝛc. M. Prätorius 2 1610. A. SEEEEE SDSDDDiiSSSE..... 2——.— I. Mein erst Ge⸗fühl sey Preis un d Dank; er⸗ he⸗be Gott, o Sce⸗⸗ e! — 2——.— 6 D—.—— E— SPSPIPIIIIII. T 2——.———..———— Der Herr hört dei⸗nen Lob⸗ ge⸗san 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden. er schafft die Si⸗ cherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seyst du, Gott der Macht, gelobt sey deine Treue, daß ich nach einer sanf⸗ ten Nacht mich dieses Tags erfreue. 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich sel⸗ ber thun nach deinem Wohlge⸗ fallen. 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft 93 lob⸗sing ihm, mei ⸗ ne See⸗ le! meine Seele; sey mir ein Ret⸗ ter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das hue Pflicht erkenn und willig thue, 8. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und ge⸗ recht durch deine Gnade lebe, 9. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Ar⸗ beit scheue, mich gern an And⸗ rer Wohlergehn und ihrer Tu⸗ gend freue, 10. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht ge⸗ nieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 4 1769. eiter durch 5 ich meiß 1697, 1 II59. dlorius? 1610. rein Ret⸗ ater, Wenn irz vul I erz/ und willh n getreukt m Reicht ig und ge de lebe, Nichshn und M⸗ an Md ihrer Il Olück du Urcht gl⸗ 225 m Inis t lio Zichlieder. isch lrend er. Eigne Melodie. 379 Selnecker 2 1587. 4 4— + — 4·—.— 1 HA — 1 + — . I Nun laßt uns Gott,dem Her⸗ren, dank⸗sa⸗gen und ihn eh⸗ en 9. V— ...... 1 iSiDD. 3 von we⸗ gen sei⸗ner Ga ⸗ben, die wir em⸗pfan⸗gen ha⸗ ben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, thut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödtliche Wunden sind kommen von den Sünden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Chri⸗ stus für uns gestorben, der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der heilge Geist 458. 9 Mel. Wann wir in höchsten ꝛc. im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns verge⸗ ben die Sünd, geschenkt das Le⸗ ben, im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, wollst uns hinfort behüten, uns Große mit den Kleinen, du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahr⸗ heit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen! Ludw. Helmbold, geb. 1532, 4 1598. 1555. * + ———————— SSSS SS Q *— 5 Bescher uns, Herr, das täg⸗ lich Brodz vor Theurung und vor Hungersnoth N .....— SA behüt uns durch dein lie⸗ben Sohn, Gott Va⸗ ter in dem höͤch⸗sten Thron. 2. O Herr, thu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Güt bekannt, er⸗ nähr uns, deine Kinderlein, der du speist alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Ra⸗ ben Stimm, drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm; denn al⸗ ler Ding du Schöpfer bist, und allem Thier sein Futter gibst. 4. Gedenk nicht unsrer Mis⸗ sethat und Sünd, die dich er⸗ zürnet hat; laß scheinen dein Barmherzigkeit, daß wir dich lobn in Ewigkeit. 5. O Herr, gib uns ein 43 ö 0 MAI 40 380⁰0 fruchtbar Jahr, den lieben Korn⸗ bau uns bewahr; vor Theu⸗ rung, Seuchen, Krieg und Streit behüt uns, Herr, zu die⸗ ser Zeit. 459. Wir danken Gott für seine Gaben, die wir von ihm empfangen haben; wir bitten unsern lieben Herrn, er woll uns hinfort mehr beschern, er woll uns speisen mit seinem Wort, daß wir satt werden hier Mel. Erhalt uns, Herr, bei ꝛc. Tischlieder. 6. Unser lieber Vater du bist, weil Christus unser Bru⸗ der ist; drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preisen ewiglich. Nik. Hermann, 4 1561. und dort. Ach, lieber Gott, du wollst uns geben nach dieser Welt das ewge Leben. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, o hats nicht Noth; du bist das rechte Le⸗ bensbrod. Altkirchlich 7 1543. 4— I ꝗ + 2.—.————— — —————— 3 I. Serr Gott, Va⸗ ter im Him⸗mel⸗reich, wir, dei⸗ne Kin⸗der all⸗ zu⸗gleich, I el *. — + II 2. Thu auf dein reiche, milde Ound behüt uns, Wn vor ünd und Schand und gib uns Fried und Einigkeit, bewahr uns auch vor theurer Zeit, bit⸗ten dich jetzt aus Herzensgrund, speis uns al⸗le zu die Aer Stund. Mel. Schmücke dich, o liebe ꝛc. 3. Damit wir leben seliglich, dein Reich besitzen 5. in unsres Herren Christi Nam'n. Wer das begehrt, der spreche: Am'n! Um 1589. Crüger. 1649. + + J —.— — Speis uns, Va⸗ter, deiene Kin⸗ der, trö⸗ ste die be= trüb⸗ten Sün⸗der, sprich den Se⸗gen zu den Ga⸗ben, wel⸗che wir jetzt vor uns ha⸗ben, —— ——— 2*————— Nad sie uns zu die⸗sem Le⸗ben Stär-ke, Kraft und Nahrung ge⸗ ben, — 3— PPIPPIIPIIIIIIIIIIIIIIIIIII .ne; Ul bis wir end= lich mit den Frommen zu der Himmelsmahlzeit kom⸗men. Joh. Heermann, geb. 1585, 4+ 1647. N Eel. Vater u inser Bnj wir allen dich preisth ann, 155l. 1 Gott, du dach dieft ben. Mi esu Chris, Wesen hist hats nich rechte Le Hrchlgn Irt — l⸗ vrglih, E⸗ ser Stuld N seliglch wiglich i. sti Num er sprehe Um 1559. hruͤger. 16⁴½ en Cun⸗det, 0 Hl someneh. 995.H ll Abendlieder. Abendlieder. Mel. Christum wir sollen ꝛc. Altkirchlich. 1524. 462. II— SSSSS SDSDSDSDSDS. I D 1. O sel- ges Licht, Drei⸗fal⸗tig⸗keit. du hoch⸗ ge⸗lob⸗te Ei⸗nig⸗ keit, — N + + +— 9 . .— 2—.—..——.—.—. E H1—1.— 74— I 1 122— W + + ——— 2— 2 + IN 2. Des Morgens, Herr, dich rühmen wir, am Abend beten wir zu dir, und preisen deine errlichkeit von nun an bis in wigkeit. 463. 1. Christe, du bist der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag, du leuchtest uns vom Vater her und bist des Lichtes Prediger. 2. Ach, lieber Herr, behüt uns heint in dieser Nacht vorm bösen Feind, und laß uns in dir ruhen fein und vor dem Satan sicher seyn. 3. Obschon die Augen schla⸗ fen ein, so laß das doch wacker seyn; halt über uns dein rechte Hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, behüt uns vor des 4 L die Son⸗ne weicht mit ih⸗rem Schein, geuß dein Licht in das Herz hin⸗ein. 3. Gott Vater in dem höch⸗ sten Thron, und Jesus Christ, sein einger Sohn, mit sammt dem werthen heilgen Geist sey nun und immerdar gepreist. Im vorigen Ton. Teufels List, der stets nach uns⸗ rer Seelen tracht, daß er an uns hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein er⸗ erbtes Gut, erworben durch dein heiligs Blut; das war des ewgen Vaters Rath, als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl deim Engel, daß er komm, und uns bewach, dein Eigenthum; gib uns die lieben Wächter zu, daß wir vorm Sa⸗ tan haben Ruh. 7. So schlafen wir im Namen dein, dieweil die Engel bei uns seyn. Du heilige Dreifaltigkeit, wir loben dich in Ewigkeit. Erasmus Alberus, 1553. Nach: Christe qui Iux es et dies 382 Abendlieder. 464. Eigne Melodie. Q* 1— +*—— *— —.——— 1. Die Nacht ist kommen, drin wir muheen sol⸗len, Gott walts zu Frommen E 3— — 4——— D — + +* + + +— + ——. nach seim Wohlge⸗fal ⸗len, daß wir uns le⸗gen in seim G'leit und Segen, + H ——— I I— II +der Ruh zu pfle⸗gen. 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister, halt die Nachtwach gern, sey selbst un⸗ ser Schutzherr! Schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein Engel! 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich auf⸗ wachen und von dir nicht wan⸗ ken, laß uns mit Züchten unser Thun und Dichten zu deim Preis richten. Mel. Erhalt uns, Herr, bei ꝛc. 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten, hilj den Gefangnen, tröste die Be⸗ trübten, pfleg auch der Kinder, sey selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein Reich zukomme, dein Will werd be⸗ weiset, frist unser Leben, wollst die Schuld vergeben, erlös uns. Amen! Bohmische Brüder⸗ Alilirchlich? 1543. 9⁰⁴—.—— R——·.— I—.— + N +—.—— 1. Hin⸗un⸗ter ist der Sonnenschein, die fin⸗stre Nacht bricht stark her⸗ ein; — ,,,,L,., ęBôq SSSS— V—— +—— + i leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Fin⸗stern tap⸗fßen nicht. 2. Dir sey Dank, daß du uns den Tag vor Schaden, Fahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir han erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnä⸗ diglich und rechn es unsrer Seel nicht zu, laß uns schlafen mit Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wacht bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnoth behüt uns heut, o lieber Gott! Rik. Hermann, 7 1561. „erlos ul nlsche Brudir. Urchlich 150 ö sarlherI e Iül ihhfn u Eugel A I 11 Schredhl oth bhl hott! ann, hl Abendlieder. 466. Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc. 368³ 15⁴4. — — 9 E8 2 N— + + + + H E + 2.— +— +—* DED ....:.:ee.——h— arer, — SISSIIEE——— — 1. O Je⸗ su, treu⸗ster Heiẽland mein, ich geh in mein Schlafkammerlein; AV E e 5——4———— SSSSS——— ......—— 2. Verzeih mein Sünd aus Gnaden mir, schädliche Träum treib all von hier, breit über mich dein Flügel aus, so stehn die Engel um das Haus. 3. Behüt vor Feur und Was⸗ sersnoth, vor einem bösen schnel⸗ len Tod; vor allem Uebel und 467. Mel. O Jesu Christ, meins ꝛc. ich will mich le⸗gen in die Ruh, schleuß du die Thür selbst nach mir zu. Gefahr mich und all fromm Christen bewahr. 4. Wenn ich nun schlaf, wach du für mich, treib alles Unglück hinter sich; laß mich zu deinem Lob aufstehn und fröhlich an mein Arbeit gehn. 7667 9 N 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗su Christ, daß du un⸗ ser Er ⸗lö⸗ ser bist, — uns b'hüͤ⸗tet hast vor al⸗ler G'fahr durch dei⸗ner lie⸗ben En⸗ gel Schaar. 2. Wir gehn nun, Herr, zu unsrer Ruh, o rechn es unsrer Seel nicht zu, was wir leider! gesündigt han, vergib uns alls, o Gottes Sohn! 3. Laß dein Engel stets bei uns seyn, die uns allzeit be⸗ wahren fein, daß der Teufel hab keine Macht an uns weder zu Tag noch Nacht. 4. Vor Feuer, Seeln⸗ und Leibesnoth behüt uns, lieber Herre Gott; in deinem Namen schlaf'n wir ein, hilf uns, dein armen Kindelein. 5. Es g'scheh, wie's kann, wir sind ja dein, erworb'n durch dein fünf Wunden rein; dir le⸗ ben wir, dir sterben wir, dein Kindlein sind wir für und für. 6. Amen, Amen! zu guter Nacht, der Engel Gottes uns bewacht; Gott Lob und Dank in Ewigkeit, wir gehn zur Ruh ohn alles Leid. Nil. Selnecker, ged. 1532, + 1592 384⁴ 468. Eigne Melodie. Abendlieder. 1555. 2 +— 105.—————— ——— E2 + 1. Di Sonn hat sich mit ih⸗rem Glanz ge⸗wen⸗det und, was sie soll auf + MVr —— + ö—— die⸗sen Tag vol⸗len⸗det; die dunkle Nacht dringt al⸗ lent⸗hal⸗ben zu, — —1 — — + IE —4 IEII 00 I— I ——— 2 — + + —. ——.— — bringt Mensch und Thier und al⸗le Welt zur Ruh. 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Noth und Plage durch deine Hand und hochberühmte Macht hast un⸗ verletzt und frei hindurch ge⸗ bracht. 3. Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch deinen Gna⸗ denschein in Ewigkeit bei dir verloschen seyn. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht ver⸗ traue, und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. Eigne Melodie. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Schaaren mich vor der Macht der Finsterniß bewah⸗ ren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Feind im Schlafe sicher sey. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabs ver⸗ stecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. 7. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kom⸗ men, da du uns hast den gro⸗ ßen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. Josua Stegmann, geb. 1588, + 1632. Ebeling. 1665. 7—.— F +* 4 ——.———— 65. —* 2. 5— ö 1. Der Tag mit sei⸗nem Lich⸗te fleucht hin und wird zu nich⸗ te; Q 4 ISIE———— INEEEEE.— —————2—— die Nacht kommt an⸗ ge⸗gan⸗gen, mit Ruh e zu um⸗fan⸗ gen aß der ehs mich vor d. l. mach dull mich zudr Lebens 0 den gh 256 0 und Klarh 5. 1583, ü Gbelnng H = —— Hich⸗ 1 m⸗ nin Abendlieder. +— — 3—— —— S..— + ————————— ———— + den mat⸗ ten Er⸗den⸗ kreis. Der Tag der ist ge⸗ en ⸗ det; 9⁰ DSISIIeeEES..— — 7—. 1——.—.——.— 77——— 2.— 1 231 mein Herz zu dir sich wen ⸗-det, der Tag und Nacht ge⸗schaf⸗ fen 0⁰ en 72 I I + + E + —. ů— 5 —. zum Wa⸗ chen und zum Schla⸗sen, will sin⸗gen dei⸗nen Preis. 2. Wohlauf, wohlauf, mein Psalter, erhebe den Erhalter, der mir an Leib und Seelen viel mehr, als ich kann zählen, hat heute Guts gethan. All Augenblick und Stunden hat sich gar viel gefunden, womit Er sein Gemüthe und unerschöpf⸗ te Güte mir klar gezeiget an. 3. Gleichwie des Hirten Freude, ein Schäflein an der Weide, sich unter seiner Treue ohn alle Furcht und Scheue ergötzet in dem Feld und sich mit Blumen füllet, den Durst mit Quellen stillet, so hat mich heut geführet, mit manchem Gut gezieret der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht ver⸗ lassen; ich aber hab ohn Maßen mich nicht gescheut, mit Sün⸗ den und Unrecht zu entzünden das treue Vaterherz. Ach, Va⸗ ter, laß nicht brennen den Ei⸗ fer, noch mich trennen von dei⸗ ner Hand und Seiten; mein Thun und Ueberschreiten er⸗ vveckt mir Reu und Schmerz. wieder munter macht. 5. Erhöre, Herr, mein Be⸗ ten, und laß mein Uebertreten zur Rechten und zur Linken ins Meeres Tiefe sinken und ewig untergehn. Laß aber, laß da⸗ gegen sich deine Engel legen um mich mit ihren Waffen; mit dir will ich entschlafen, mit dir auch auferstehn. 6. Darauf so laß ich nieder mein Haupt und Augenlieder, will ruhen ohne Sorgen, bis daß der güldne Morgen mich Dein Flügel wird mich decken, so wird mich nicht erschrecken der Feind mit tausend Listen, der mich und alle Christen verfol⸗ get Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe, ich sitz auch oder gehe, so bleib ich dir ergeben, und du bist auch mein Leben, das ist ein wah⸗ res Wort. Was ich beginn und mache, ich schlaf ein oder wache, wohn ich als wie im Schlosse in deinem Arm und Schoße, bin selig hier und dort. Paul Gerhardt, geb. 1605, T+ 1676. 25 Abendlieder. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. 1598. 4.—— 1* 1. Nun ruh⸗en al ⸗le Wäl⸗der, Bieh, Menschen, Städt und Fel⸗der, 4— N N +7 ..... 2 2—.. + +——— 5 ö s schlst die gan⸗ze Welt; ihr a⸗ ber, mei⸗ ne Sin⸗ nen, N 9*——— 60 +— 2——— +* 1 auf. auf! ihr sollt be⸗ gin⸗nen, was eu⸗ rem Schö⸗pfer wohl ⸗ge⸗faͤllt. 2. Wo bist du, Sonne, blie⸗ ben? die Nacht hat dich ver⸗ trieben, die Nacht, des Tages Feind; fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergan⸗ gen; die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmels⸗ saal; so, so werd ich auch ste⸗ hen, wenn mich wird heißen ehen mein Gott aus diesem Iummerthal 4. Der Leib der eilt zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterb⸗ lichkeit; die zieh ich aus, dage⸗ gen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herr⸗ lichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und nde sind froh, daß nun zum nde die Arbeit kommen sey. Herz, freu dich, du sollst wer⸗ den vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht, geht und legt euch nieder, der Betten ihr be⸗ gehrt; es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird be⸗ reiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn ver⸗ drossen, im Nu sind sie ver⸗ schlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sey gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dieß Kind soll unverletzet seyn. 9. Auch euch, ihr meine Lie⸗ ben, soll heute nicht betrüben kein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und semer Helden Schaar. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. SEER eE III kund Feledo, — se Sin⸗nih, N — wohl⸗ge fil. iht matth ht und a etfen ihr bo Stund u ch wird bo Bettlein f. stehn wi⸗ ind sie he t dann H ie zu deisg für alg und Wih die Fll ine Fre, hüchlein dl verschlinghh singen: et sehn. ö meine gl cht betts, fahr; O Hlafen t affell ben Sh Garbalb 1605, 9 Abendlieder. 387 Schop. 1642. — 1. Wer⸗de mun⸗ ter, mein Ge⸗mü⸗the, und ihr Sinne, geht her ⸗für, daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗te, welch er hat ge⸗than an mir, *————— + ..—.—.—.—.—————— als er mich den gan zen Tag vor so mancher schwe⸗ren Plag 4.— ** 10 durch sein gna⸗den⸗reiches Wal⸗ten 2. Lob und Dank sey dir gesungen, Vater der Barmher⸗ zigkeit, daß mir ist mein Werk Leid und daß du mich vor allem eid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die Feinde weggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. Keine Klugheit kann ver⸗ stehen deine Güt und Wunder⸗ that; ja kein Menschenkind kann sehen, was dein Hand erwiesen hat; deiner Wohlthat ist zu viel, sie hat weder Maß noch Ziel; Herr, du hast mich so derihret daß kein Unfall mich erühret. 4. Herr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd und Misse⸗ that, die mein armes Herz be⸗ laden und so sehr vergiftet hat; treibe Satans List und Tück, Gott, durch deine Macht zurück. Du alleine kannst mich retten, strafe nicht mein Uebertreten. 5. Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, stell ich mich doch wie⸗ der ein; denn dein Sohn hat ausgeglichen mein Vergehn durch seine Pein. Ich ver⸗ läugne nicht die Schuld; aber hat be⸗ schü⸗ zet und er⸗ hal⸗ten. deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich täglich in mir finde. 6. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewig⸗ keit, dir will ich mich ganz be⸗ ehlen diese Nacht und allezeit. leibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkelt Labe⸗ tröste mich mit deiner iebe, daß kein Unfall mich be⸗ trübe. 7. Laß mich diese Nacht em⸗ pfinden eine sanft und süße Ruh, alles Uebel laß verschwin⸗ den, decke mich mit Segen zu; Leib und Seele, Muth und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und ausgenossen seind in deinen chutz geschlossen. 8. Ach, bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Ue⸗ berfall; laß mich Krankheit nicht aufwecken, halte fern des Krieges Schall, wend ab Feur⸗ und Wassersnoth, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und Seel verderben. 9. O du großer Gott, er⸗ 25* 38⁸ höre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets ver⸗ ehre, bleibe du mein Schutz und Rath; und mein Hort, du Abendlieder. werther Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja, das 2 h Rist, geb. 1607, 4 16657. 1594 47². Eigne Melodie. 21. Mit meinem Gott . ach Gott ins Himmels Thro⸗ne, ü⸗ ber uns wach bei Tag und Nacht, 9—.—— * 1 I—+ II —..—;. I —1 — auf daß ich si⸗cher woh ⸗⸗ ne. 2. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, der du allein mein Hel⸗ fer bist, laß kein Leid widerfah⸗ ren, durch deinen Schutz vors Teufels Trutz dein Engel uns bewahren. 3. Befiehl du deinen Enge⸗ lein, daß sie stets um und bei uns seyn, all Uebel von uns wende. Gott heilger Geist, dein Hülf uns leist an unserm letz⸗ ten Ende. Mel. Herr Jesu Christ, meins ꝛc 1676. ITT............. —. Gott Lob! Der Tag ist nun da⸗ hin, drum ich, mein Gott, dir dankbar bin, 12— — 2— ..—— —— WS.—5 2. Ach, Herr, sey gnädig, hab Geduld, vergib mir alle Sündenschuld; dein heilger Engel mich bewahr vor aller Angst, Noth und Gefahr. 474. Mel. Werde munter, mein ꝛc. . daß ich den A⸗ bend hab er⸗ lebt, und dei⸗ne Gnad ob mir auch schwebt. 3. Laß mich auch mit der Morgenstund aufwachen fröh⸗ lich und gesund, daß ich, Herr, deine Ehr ausbreit und dich dort lob in Ewigkeit. Schop. 1642. + 1. Un⸗sre mũe den Au⸗gen⸗lie-der schlie⸗Fen sich jetzt schläftig zu, und des Lei⸗bes mat⸗te Glie⸗der grü⸗ßen schon die A⸗bend⸗ruh; Du Srelh höte dog en] Amah, N. b. 1607, ll, 109 n Au⸗gen gu Tag und Mh im und bu II von ulh iuen 1 Geist,des unserm e 1010 — dankbar 0 euchscho W 110 10 6 ů ud N it Eh M 25 schliftg Al, Abendlieder. E.—— 3 ——.— +* 2 2449.—1 2—4.— ——.—— denn die dunkele, fin⸗stre Nacht at des hel- len Ta⸗ges Pracht ꝗ*².——— U—— ..:.:.:I —————4 e in der tie⸗fen See ver⸗de⸗cket 2. Ach bedenk, eh du gehst schlafen, du, o meines Leibes Gast, ob du den, der dich er⸗ schaffen, heute nicht erzürnet hast? Thu, ach thu bei Zeiten Buß, ach gih und fall ihm zu Fuß und bitt ihn, daß er aus Gnaden dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: Herr, dir ist un⸗ verholen, daß ich diesen Tag vollbracht anders, als du mir befohlen, ja ich habe nicht be⸗ dacht des Berufes schmalen Steg, deinen vorgeschriebnen Weg, sondern dich, mein Gott, verlassen, bin gefolgt der Wol⸗ lust Straßen. 4. Ach, Herr, laß mich Gnad erlangen, gib mir nicht verdien⸗ ten Lohn; laß mich deine Hut umfangen, sieh an deinen lie⸗ ben Sohn, der für mich genug und die Ster⸗ ne auf⸗ge⸗ste⸗cket. gethan; Vater, nimm den Bür⸗ gen an! Dieser hat für mich erduldet, was mein Unart hat verschuldet. 5. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, in dir schlaf ich sanft und wohl; gib mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, so laß doch den Geist in mir zu dir wachen für und für, bis die Morgenröth angehet, und man von der Ruh aufstehet. 6. Vater droben in der Höhe, dein Nam sey bei uns stets werth; dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brod werd uns beschert, und vergib uns unsre Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld, laß uns nicht Versuchung tödten, hilf uns, Herr, aus allen Nöthen. Johann Franck, geb. 1618, + 1677. Eigne Melodie 17²3. E PPFIFIFF F T S.......... IFIFIFIFIF FFFT—————— 1. Der lleben Sonne Licht und Pracht hat nun den Tag voll⸗füh⸗ret; die Welt hat sich zur Ruh ge⸗macht; thu, Seel, was dir ge⸗ buͤh⸗ ret: ———.— E. 1 2 2—— 3.— D‚D‚i DiiD . + tritt an die Him⸗mels⸗thür und bring ein Lied her⸗ für; SSSSSIIF—————— —— 6 IFFFFI 4—— —— laß deizne Au⸗gen, Herz und Sinn auf Je-sum seyn ge⸗rich⸗tet hin. 390 2. Ihr hellen Sterne, leuch⸗ tet wohl und gebet eure Strah⸗ len; ihr macht die Nacht des Lichtes voll: doch noch zu tau⸗ sendmalen scheint heller in mein Herz die ewge ainer Seed⸗ mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schutz, mein Schatz, mein Eigenthum. 3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht bei Menschen und bei Thieren; doch Einer ist, der droben wacht, bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlum⸗ mert, Jesu, nicht dein Aug auf mich gericht; drum soll mein Herz auch wachend seyn, daß Jesus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht dieß arme Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an; es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seelen Freund! 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Noth, auch selbsten nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder auf⸗ ersteht. 6. Ihr Höllengeister, packet 476. Abendlieder. euch, hier habt ihr nichts zu schaffen; dieß Haus gehört in Jesu Reich, laßt es nur sicher schlafen. Der Engel starke Wacht hat es in guter Acht, ihr Heer und Lager hälts im Schutz; drum sey auch allen Teufeln Trutz! 7. So will ich denn nun schlafen ein, Jesu, in deinen Armen; dein Aufsicht soll die Decke seyn, mein Bette dein Erbarmen; mein Schirm sey deine Brust, mein Traum die süße Lust, die aus dem Wort des Lebens fleußt und dein Geist in mein Herz ergeußt. 8. So oft die Nacht mein Ader schlägt, soll dich mein Geist umfangen; so vielmal sich mein Herz bewegt, soll dieß seyn mein Verlangen, daß ich mit lautem Schall mög rufen überall: o Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 9. Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh und schlaf fein sanft und stille; ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dieß mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! so ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jesu, Jesu, gute Nacht! Christian Seriver, geb. 1629, + 1693. Eigne Melodie. 1698. I 56 e——55 ———3 —2— II I———— +1 1. Nun sich der Tag ge⸗en det hat, und kei⸗ne Sonn mehr scheint. Een r nichts H gehött iu 9 ut siche ngel starh guter Ach er hälts i. auch allh denn nuh „in deineh sicht soll R Bette deil Schirm seh Traum dis dem Woll und deig ergeußt. Nacht mein dich meil vielmal sth t, soll Diß en, daß 10 mög rist esu, du ch bin u b, gbW. fein sas den Auggh enn das hlicßt che Nl, der So Nun, M 5. 165,f.lbi 1505 n Meht sheu * Abendlieder. 391 Q 4** 4— *.——— + 7 + I N + + N 5G—6V—W8. + + + 1 +* 1 + + + I I 44 S.SPSPSPSPIPIIII..I.—4 + 0 schläft al=les, was sich ab⸗ge⸗ 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finster⸗ niß ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser finstern Nacht, und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich gethan. 5. Den setz ich dir zum Bür⸗ gen ein, wenn ich soll vors Ge⸗ richt; ich kann ja nicht verloren seyn in solcher Zuversicht. I. Mel. Werde munter, mein ꝛc. matt, und was zu⸗ vor ge⸗weint. 6. Drauf thu ich meine Au⸗ gen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig seyn? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euern Lauf! Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte seyn in diesem Jammerthal, so führ mich, Herr, in Himmel ein zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, du starker Zebaoth! Im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Noth. Joh. Friedr. Hertzog, geb. 1647, + 1699. Schop. 1842. — . — H SPIPISISPSPSPIPI.II..... 355 1. Herr, es ist von meinem Le⸗ben wie⸗ der um ein Tag da⸗ hin; —6 leh⸗ re mich nun Achtung ge⸗ ben, ob ich fromm ge⸗we⸗ sen bin; ——— +— 2— ——— zei⸗ge mir auch sel-⸗ber an, so ich was nicht recht ge⸗than, — ——.————— I + I—— 2 1 7 + TEH —6—. und hilf jetzt in al⸗len Sa⸗chen 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat; denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und That, und zu jeder Tages⸗ stund pfleget Herz und Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. + gu⸗ ten Fei⸗ er⸗a⸗ bend mach⸗ en. 3. Aber, o du Gott der Gna⸗ den, habe noch einmal Geduld. Ich bin freilich schwer beladen; doch vergib mir alle Schuld. Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu; so will ich noch deinen Willen künftig mehr als heut erfüllen. ů 4. Heilige mir das Gemü⸗ 392 the, daß der Schlaf nicht sünd⸗ lich sey; decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei. Lösche Feur und Lichter aus, und bewahre du das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück dürfe weinen. 5. Steure den gottlosen Leu⸗ ten, die im Finstern Böses thun. Sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rath und n die That; wend auch allen andern Schrecken, den die Bosheit kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht Abendlieder. nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein uter Hirt, der auch in der fin⸗ stemn acht über seine Heerde wacht. Darum hilf uns, dei⸗ nen Schafen, daß wir alle sicher schlasen. 7. Laß mich denn gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird seyn, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein; oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Caspar Neumann, geb. 1648, + 1715. Mel. Mein Herzens⸗Jesu ꝛc. 1668. 56—— 2———— EE 2 SSDSDSPSPSPPIPIIPIIIIIIII...... I IIII... —2 2.—*I—— ist a⸗ber⸗mals vollen= det; zu dir im Fort⸗gang die⸗ser Zeit mein Herz sich sehnlich wen⸗det, — + +— SSSSSSSSII—— 2+IIII‚‚ELEe.e +— + * .. 1 2.2 —— Quell, daraus mein Le⸗ben fleußt, U und al⸗le Gna⸗ de sich er⸗geußt in meiene Seel zum Le⸗ ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir all⸗ zulange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist in mir, verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 3. O daß du selber kämest bald, ich zähl die Augenblicke; ach, komm, eh mir das Herz er⸗ kalt und sich zum Sterben schicke. Komm doch in deiner Herrlich— keit! Schau, deine Braut hat sich bereit; die Lampen sind ge⸗ schmücket. 4. Doch sey dir ganz an⸗ heimgestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 5. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei n es bei u n du bleihi bist wie eh ich in der fu seine Heetd hilf und, wir alle sichn denn gesunh rechte g ferner mein r zu Chraj „lieber Goth einen Tod s Ende Leib“ Hände. 0. 1640, J 1715. 166 + yol⸗kn⸗det; lich wen⸗ef, sich er⸗guf pen sind g 1 ganz a hte Heit uh ch weiß, mit Hal mmen hass m an t 0 dir lomn igt/ S n deintt daß ich fil +0 Abendlieder. vor Jedermann dich darf den Bräutgam nennen, und du, o theurer Lebensfürst, dich dort mit mir vermählen wirst und mir das Erbe schenken. 6. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich der Tag geendet, und also auch von die⸗ ser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 7. Wenn auch die Hände Wal sind, und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand eschwind in meines Glaubens chranken, damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke, Mel. O Traurigkeit ꝛc. 393 und ich himmelwärts ohn Un⸗ terlaß aufsteige. 8. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sey nur un⸗ erschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken; so dir der Lauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer Liebe. 9. O Jesu, meine Seele ist u dir schon aufgeflogen; du has, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und eit! Ich bin schon in der wigkeit, weil ich in Jesu lebe. Aug. Herm. Francke, geb. 1663, + 1727. N. Hasse? 1641. + I 1— — + 1 —.— 1. Der Tag ist hin, — — mein Geist indSinn sehnt sich nach je nem Ta⸗ge, . — der uns völ⸗ lig ma⸗chen wird 2. Die Nacht ist da, sey du mir nah, Jesu, mit hellen Ker⸗ en; treib der Sünden Dunkel⸗ eit weg aus meinem Herzen. 3. Der Sonnen Licht uns jetzt gebricht; o unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor mir zur Freud und Wonne. 4. Des Mondes Schein fällt nun herein, die Finsterniß zu mindern; ach, daß nichts Ver⸗ änderlichs meinen Lauf möcht hindern! 5. Das Sternenheer zu Got⸗ frei von al⸗ler Pla⸗ ge. tes Ehr am tiefen Himmel flimmert; wohl dem, der in je⸗ ner Welt gleich den Sternen schimmert. 6. Was sich geregt und vor bewegt, ruht jetzt von seinen Werken; laß mich, 0 in stiller Ruh dein Werk in mir merken. 7. Ein Jeder will bei solcher Still der süßen Ruhe pflegen; laß die Unruh dieser Zeit, Jesu, bald sich legen. 8: Wann aber soll der Wech⸗ sel wohl der Tag und Nächte 39⁴ weichen? wann der Tag an⸗ brechen wird, dem kein Tag zu gleichen. 9. In jener Welt, da diese fällt, die Zion noch macht wei⸗ nen, soll noch heller siebenmal Mond und Sterne scheinen. 10. Alsdann wird nicht der Sonnen Licht Jerusalem ver⸗ lieren; denn das Lamm ist Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. Abendlieder. selbst das Licht, das die Stadt wird zieren. 11. Halleluja! o wär ich da, da alles lieblich klinget, da man ohn Abwechselung Heilg Hei⸗ lig! singet. 12. O Jesu du, mein Hülf und Ruh, laß mich dahin ge⸗ langen, daß ich mög in deinem Glanz vor dir ewig prangen. Joh. Anast. Freylinghausen, geb. 1670, + 1739. Crüger. 1656. —— ů—— b +— TL I— SS. TTTTITTTTII— EIEIESSEE**—..——.— —ł᷑ LE +* II 1.——— I —.— — — I. Hir⸗te dei⸗ner Scha⸗fe, der von kei⸗nem Schla⸗fe et⸗was wisesen mag, deiene Wunder⸗ gü⸗te war meinSchild und Huͤste den ver⸗gangnen Tag; iii—— e— — — D .—— 1——— I ——— sey die Nacht auch auf der Wacht, und laß mich von dei⸗nen Schaa⸗ ren ———— — — ——— 2 — 2 um und um be⸗wah⸗ren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Va⸗ terhuld; ein versöhnt Gewissen sey mein Ruhekissen, drum ver⸗ ib die Schuld. Denn dein ohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Wunden gnä⸗ diglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Noth betrüben; sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen in den Vater⸗ armen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir; also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jam⸗ mer ferne von uns seyn. Sey du Schloß und Riegel; unter deine Flügel nimm dein Küch⸗ lein ein! Deck uns zu mit fen 5 und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? wie bald roth, bald todt? Drum hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, kommt die To⸗ desnoth, so will ich nicht wider dich; hab ich Jesum nur gefun⸗ den, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich thue in getroster Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab dab die Sih ö x ö ö o wür ichu. linget, da un 4Heülg, W. u, mein Hil ich dahin. ög in deintn ig prangen. geb. 167, Un Crüger. 1655 aõ wis⸗sen mag ereangnen Tag nen Schaa⸗en — —— —.—— —— —— sehn. S. Riegel; In N dein Küth ins zu un so wird u en, noch d n. mein B atte? M. Abendlieder. 395 ich dir ergeben, treuer Hüter in Acht, und erlebe ich den du! Gute Nacht! nimm mich Morgen, wirst du weiter sorgen. 481. Benj. Schmolck, geb. 1672, 4 1737. Mel. Die Sonn hat sich mit ꝛe. 155⁵• — + +— +— S— FFF 2—— SSSSII....I.......... 9 =— —.—— PSDSI IIIIsI.— — Ruh und Stil⸗le stre⸗cket. 9— N + 0 —4 1 —1 — 2. Der Wandersmann legt sich ermüdet nieder; das Vög⸗ lein fleugt zu seinem Neste wieder; die Schäflein ziehn in ihre Hürden ein; laß mich zu dir, mein Gott, gekehret seyn! 3. Ach, sammle selbst Be⸗ ierden und Gedanken, die noch 0 leicht aus Schwachheit von dir wanken; mein Ruheplatz und Heimath, thu dich auf, daß ich in dir beschließe meinen Lauf. 4. Recht väterlich hast du mich heut geleitet, bewahrt, verschont, gestärket und gewei⸗ det; ich bins nicht werth, daß du so gut und treu; mein Alles dir zum Dank ergeben sey! 5. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret und mich zu viel durch dieß und das ver⸗ wirret! Es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn; nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 6. Da nun der Leib sein Tagwerk hat vollendet, mein In Got⸗ tes Schoß, sonst nirgends hast du Reh. Geist sich auch zu seinem Werke wendet, zu beten an, zu lieben inniglich, im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 7. Die Dunkelheit ist da, und alles schweiget; mein Geist vor dir, o Majestät, sich beuget. Ins Heiligthum, ins Dunkel kehr ich ein; Herr, rede du, laß mich ganz stille seyn. 8. Mein Herz sich dir zum Abendopfer schenket; mein Wille sich in dich gelassen sen⸗ ket. Begierden, schweigt! Ver⸗ nunft und Sinnen, still! mein müder Geist im Herrn jetzt ruhen will. 9. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben; laß nicht den Geist zerstreut in Unruh schweben! Mein treuer Hirt, führ mich in dich hinein, in dir, mit dir kann ich vergnüget seyn. 10. Im Finstern sey des Geistes Licht und Sonne, im Kampf und Kreuz mein Bei⸗ 396 stand, Kraft und Wonne; deck zu, bis ich erreich die volle mich bei dir in deiner Hütte 482. Abendlieder Sabbathsruh. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, 4 1769. * * — 5— en—.—. .——2— —— 0 ..— ——.—.—.—.—— —..— und dan⸗ket in⸗nig⸗ lich; dein hol⸗des An⸗ ge⸗ sich⸗te — N — — ——.— H—— —— — II S— E— zum Se⸗ gen auf mich rich⸗te, 2. Ich schließe mich aufs Neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein; die fleischlichen Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Naheseyn. 3. Daß du mich herzlich lie⸗ best, daß du mich stets umgi⸗ best und rufst zu dir hinein, 483. Eigne Melodie. er⸗leuch⸗ te und ent⸗zün⸗de mich. daß du vergnügst alleine so we⸗ sentlich und reine, laß allezeit mir heilig seyn. 4. Ein Tag der sagts dem andern, mein Leben sey ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, du schöne, mein erz an dich gewöhne! mein eim ist nicht in dieser Zeit. 17³1⁷ / D 3 — + ————— 1— Mein Au⸗ge wacht jetzt in der stilelen Nacht; 1 3— nun ist mein Herz be — ——— 3.—.— 5 4+ =—————0..—.—— P———.— E. 2—..—4—— S=— — dacht, dich, Gott, zu lo⸗ben. Ach, schen⸗ke mir Kraft. zu lob⸗sin⸗gen dir —— 1 + —55 — — 2. IIII 9 4 0 ——— . SISS— 27 mit dei⸗nen Heil⸗gen hier und de⸗nen dro eben. 2. Die stille Zeit sey, Jesu, dir geweiht; laß nichts die Einsamkeit vor dir entweihen. Schleuß selber du mein Herz vor allem zu, damit es sich in Ruh mög in dir freuen. 3. Wie preis ich dich, mein Jesu, daß du mich aus Gnaden kräftiglich zu dir gezogen! Ach, hätte doch mit größrer Treue noch sich deinem sanften Joch mein Herz gebogen. die vnl 9.1697, 4 Uz sch wwen⸗N. ——— g sihet zun⸗de mih, leine so wi Laß allegel sagts den en sey e en Ewigkel choͤne, ma Höhne! woh ieset Heit aN —— mein Henjke ——— 2 sin⸗ Hen Abendlieder. 4. O Gott voll Huld, du trägst mich mit Geduld, ver⸗ gabst so oft die Schuld, als ich dich flehte; und dann sprachst du mir wieder freundlich zu und schenktest süße Ruh mir im Gebete. 5. Herr, ich bin dein und will es ewig seyn; ach, zeuch mich ganz hinein, daß ich nicht wanke. Wann kommt die Zeit, daß ich dir ganz geweiht, zum heilgen Schmuck bereit, als Sieger danke? 6. Doch deine Gnad, die an⸗ gefangen hat, wird auch nach deinem Rath das Werk vollen⸗ den. Ich trau es dir; ach, stärk den Glauben mir; ich laß mich für und für nur deinen Händen. 484. 397 7. Mein einzges Gut, in dem mein Sehnen—— du machst mich wohlgemuth in deiner Liebe; o hauche dann den Fun⸗ ken stärker an, daß ich dich lie⸗ ben kann mit mächtgem Triebe. 8. Beim Sturm der Welt sey Anker, der mich hält, und birg mich in dein Zelt, wenn alles zaget; in Noth und Pein nimm mich, o Liebe, ein, so harr ich kindlich dein, bis daß es taget. 9. Preis, Lob und Ehr sey dir je mehr und mehr, Jehova hoch und hehr, in Jesu Namen, im Staube hie oft unter Streit und Müh, und einst in Har⸗ monie der Engel. Amen! Gerh. Tersteegen, geb. 1697, + 1769. Mel. Mit meinem Gott geh ich ꝛc. 1594. + . + — +— 9665 Für al⸗le Gü=te sey gepreist, Gott, Vater, Sohn und heil⸗ger Geist! E—— + 11.————— E SSE— ‚— *— 2——4 — 1—9—— Ihr bin ich zu ge⸗ rin⸗ge. Ver⸗nimm den Dank, den Lob⸗ge⸗ sang, — — I. Zan—— E + 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, hast Großes heut an mir gethan, mir mein Ge⸗ bet gewähret, hast väterlich mein Haus und mich beschützet AUnd genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk; der Geist, mit dem ich dein gedenk, ein ruhiges — den ich dir kind-lich sin ge. Gemüthe, was ich vermag bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 4. Sey auch nach deiner Lieb und Macht mein Schutz und Schirm in dieser Nacht; vergib mir meine Sünden. Und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden. Christi. Fürchteg, Gellert, geb. 1715, + 1769. Mel. Abendlieder. O Welt, ich muß dich ꝛc. 1558. 165 dih bet 100 ünd⸗ lch an. 86 00 bin We zu ge⸗ rin⸗ —— der Treu⸗e, die ich sin⸗ ge, 2. Mit dankendem Gemüthe freu ich mich deiner Güte; ich freue mich in dir. Du gibst mir Kraft und Stärke, Ge⸗ deihn zu meinem Werke, und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich und die du heut an mir ge⸗ than. laube, und nahe mich im taube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld ent⸗ laden; ich bin bei dir in Gna⸗ den, und in dem Himmel ist mein Theil. 5. Bedeckt mit deinem Se⸗ gen eil ich der Ruh entgegen; dein Name sey gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl ich, Va⸗ ter, meinen Geist. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 4 1769. Zum Wochenschluß. 486. Mel. Erhalt uns, Herr, bei ꝛc. Altkirchlich? 1543. ———— *. — 1 1. Gott Lob! die Woch ist 35 da⸗ hin; drum ich dir bil⸗ lig dankbar bin, 4.—1 SSS + daß ich die Zeit hab ü⸗ber⸗lebt, und dei⸗ ne Gnad noch 5 mir schwebt. 2. Gott Lob für seine Güt und Treu, die mir ist alle Mor⸗ gen neu, der mir beisteht durch seine Kraft, der mir Trost, Rath und Hülfe schafft. mein Gott, durch deines So 3. Was ich versehn, S505 ns Kreuz, Hohn und Spott; gib ferner Segen, Fried und Freud und endlich deine Seligkeit. 15 Abendlieder. 4. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in Einem Thron; der heiligen 487. Mel. 1 Wer nur den lieben ꝛc. 399 Dreieinigkeit sey Lob und Preis in Ewigkeit. Joh. Olearius, ged. 1611, + 1684. Neumark. 1657. * + 2.— + — 4— N ——— I—— 81l 2 ge⸗ une 401 mir ge⸗haj he mich in Gott, meih Schuld ent dir in On Himmel iß. deinem Ge ee preistl Mi Nde ist deiß sehlih, V. hürchteg. Gelles 1115, Nod Ruttrclihn ln lhnt Hobist shs sehn, Lust 6 Spotl; 0 ound Rnn Selhlel 2. 72——— 2— — II I + 1 — 1—* + — 10— paß er sich wei⸗ter⸗hin er⸗ gießt und un⸗auf⸗ hör⸗lich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde; ich lobe dich, so hoch ich kann; ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was du mir gethan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weih⸗ rauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wo⸗ chentagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gibst du auch die Kraft, zu tragen; zudem es ist voll Heil und Frucht durch dei⸗ ne Liebe, Herr, zu mir, und darum dank ich dir dafür. 4. Nur Eines bitt ich über alles; ach, du versagst mir sol⸗ ches nicht: gedenke keines Sün⸗ denfalles, weil mich mein Jesus aufgericht, mein Jesus, der die Missethat auf ewig schon ge⸗ büßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nicht gebrochen; du brichst ihn nicht in Ewigkeit, da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünd ist leid, nicht sterben, sondern gnaden⸗ 9—7 als ein Gerechter, leben oll. 6. Mein Glaube hält an die⸗ sem Segen, und so will ich den Wochenschluß 8. a m und 110 zurückelegen, da mich der rost erheben muß, daß ich in Christo solle dein und schon in Hoffnung selig seyn. 7. Doch da mein Leben ber genommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näher kommen, und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs Neue den Sonntag wieder sehen kann, so blickt die Sonne deiner Treue mich auch mit nenen Gnaden an; ach ja! da theilt dein Wort und Haus den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im Vor⸗ aus preisen, was du mir künftge Woche gibst; du wirst es in der That beweisen, daß du mich je und immer liebst, und leitest mich nach deinem Rath, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, geb. 1671, + 1756. Abendlieder. Sonntagsabendlied. 488. Mel. Nun sich der Tag geendet hat ꝛc. 10⁰⁰ .— 3——— H——5.—.—— ——— +—.—5 +2—.——— 1—— *ꝗI—* 2——— 7 2—*— 2————— — i. Kre.. f 1. Nun bricht die fin⸗stre Nacht her⸗ein, des Ta⸗ges Glanz ist todt; —— —————— H ——.. 2—— 2———.—— 2. O Gott, du großer Herr der Welt, den Niemand sehen kann, du siehst ja mich in dei⸗ nem Zelt, hör auch mein Seuf⸗ zen an. 3. Der Tag, den ich nun⸗ mehr vollbracht, der war be⸗ sonders dein; drum hätt er auch bis in die Nacht dir sollen heilig seyn. 4. Vielleicht ist dieses nicht geschehn; denn ich bin Fleisch und Blut, und pfleg es öfters u versehn, wenn gleich der ille gut. 5. Nun such ich deinen Gna⸗ denthron, sieh meine Schuld nicht an, und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug ge⸗ than. 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, in unsre Herzen ein, und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam seyn. —.0 je⸗doch, mein Herz, schlaf noch nicht ein, geh, re⸗ de vor mit Gott. 7. Erhalte ferner noch dein Wort, und thu uns immer wohl, damit man stets an die⸗ sem Ort Gott diene, wie man soll. 8. Indessen such ich meine Ruh; o Vater, steh mir bei und gib mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sey. 9. Gib Allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht hat wider dich gestrebt. 10. Woferne dir mein Thun gefällt, so hilf mir morgen ef daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Lauf. 11. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den Himmel ein; da wird in deiner Herr⸗ lichkeit mein Sabbath ewig seyn. Caspar NReumann, geb. 1648, + 1715, 489. Mel. O Welt, ich muß dich lassen ꝛc. 1598. —— 2 E‚— +—— SPIDIYDD 1. Der Sab⸗bath ist ver⸗gan gen, ich ha⸗ be mein Ver⸗lan⸗gen 1 4—.—— 2 ————— —— dr. —— + 5 2 1—— nach Her⸗-zenswunsch er fuͤllt; Gott hat mich un⸗ter⸗wei⸗ set, E— + 10⁰ Hanz istichtz t mit Gott. er noch dah uns immat stets an dis ne, wie may.; habe Licht vom Lichte, dein leuchtend Angesichte nimmt alle ch ich meine mir bei und gel zu, daß bt, und behn t hat widt Mein Thu morgen auf in der WIl Lauf. führe, wan Hen Hiu einer Hen⸗ th ewig seh ar Reumann, 1645, IIl. — Her⸗kan⸗ — ů— uch + + + —— 3— 4 2 EE—. mit Le⸗ bensbrod ge⸗spei⸗set 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen; drum leg ich ohne Schmerzen auch meinen Leib ur Ruh denn allen Sünden⸗ schaden deckt Jesus nun in Gnaden mit seinem Purpur⸗ mantel zu. 3. O du dreieinigs Wesen, mein Geist ist schon genesen, weil ich dein Tempel bin; ich Finsterniß dahin. und mei⸗ ner Ste⸗ le Durst ge⸗ stillt. 4. Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cherubinen ein Sonn⸗ tag ist erschienen, der alle Nacht zu Schanden macht. 5. Ich schlafe ganz vergnü⸗ get; denn wo mein Herze lie⸗ NMI da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel; es träumt mir nur vom Him⸗ mel; ach, wer doch nur bald droben wär! ö Benj. Schmolck, geb. 1672, + 1737. — Haus- und Ehestand. 490. Mel. Wo Gott zum Haus ꝛc. 1535. ——— l f Hi Hu. dirr 1. Wohl dem, der in Gotts Furchte steht und auch auf seinem We⸗ ge geht; ů SSS ——— dein ei⸗ gen Hand dich nähren soll, 2. Dein Weib wird in deim Hause seyn, wie eine Reb voll Trauben fein, und dein Kinder um deinen Tisch, wie Oelpflan⸗ zen, gesund und frisch. 3. Sieh, so reich Segen hängt dem an, wo in Gotts Furchte lebt ein Mann; von ihm läßt der alt Fluch und Zorn, den Menschenkindern an⸗ geborn. 2 so lebst du recht und geht dir wohl. 4. Aus Zion wird Gott seg⸗ nen dich, daß du wirst schauen stetiglich das Glück der Stadt Jerusalem, für Gott in Gna⸗ den angenehm. 5. Fristen wird er das Le⸗ ben dein und mit Güte stets bei dir seyn, daß du sehen wirst Kindeskind, und daß Israel Friede findt. Dr. Martin Luther, geb. 1483, + 1546. Haus⸗ und Ehestand. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 1599. E— + 1. Wie schön ists doch, L—— + Herr Je⸗ su Christ, Wie steigt und neigt sich dei ne Gab im Stande, und al⸗les 1 da dein Se ⸗ gen ist, Gut so mild her⸗ ab —— D im Stan⸗de heil⸗ger Eh⸗e! aus dei ⸗ ner heil⸗gen Höh e, a*— H— 4—.—— +—2——F + I— ̃— 1.— u +——. S wann sich an dich flei ⸗ßig hal⸗ ten Jung und Al⸗ ten, ...‚....———4 + + I——— + E ——— 115 die im Or⸗ den 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn und unver⸗ rückt beisammen stehn im Ban⸗ de reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im immel selbst sich freue; kein turm, kein Wurm kann zer⸗ schlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, an Aesten schön, an Zweigen reich, das Weib Lrau einem Reben, der seine räublein trägt und nährt, und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben; wohl dir, o Zier, Mannessonne, i„Ehrenkrone; ott denkt dein auf seinem Throne. 4. Seyd gutes Muths! wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je + 1 ei nes Le⸗ bens ei⸗ nig wor⸗den. geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rather; Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kömmt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Thränen lässet fließen. Jedennoch wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Leide, meide nur ein wenig; unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu! Gib Rath im Kreuz, in Nöthen Ruh, in Aengsten Trost und Freude; des sollt du haben Ruhm und Preis, wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben wer⸗ den. Amen! Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676. 10 im Sund, und H und Al⸗keh, — Reden. wenn unst „der best er; Anfanh achen, die i en, wird e lenken. nicht aus N Stündlei die Thräneh dennoch. ibt, des 0 Id in großh Haus⸗ und Ehestand. 403 Mel. Werde munter, mein ꝛc. Schop. 1642. +D— DSISISDSDSD˖iE...— PIPIPIIII.. 77655— 1. Wer den Ehstand will er⸗wäh⸗len, daß er ihn bei gu⸗ter Ruh, oh⸗ne Sorge, Gram und Quä⸗len mö⸗ ge glück⸗lich bringen zu, ....... 4..—.— I SSSS— —.——p—————— ———— san⸗-ge es mit Be⸗ten an; so ist es recht wohl ge⸗than, +*—.—— N ... —r —— 1l +—.— e, . und Gott wird es al⸗so fü⸗ gen, 2. Dann ist es wohl ange⸗ Hiu wenn Gebet und reifer ath beiderseits vorhergegan⸗ en; da verspürt man in der hat, daß Gott selbst das Lie⸗ besband knüpfet und aus seiner Leden Segen und ein friedlich eben will dem neuen Paare geben. 403. Mel. Wo Gott zum Haus ꝛc. daß es bei⸗ de kann vergnü sgen. 3. Dieser Friede, dieser Se⸗ en bringet Ehre, Gut und reud; wo man bleibt auf Gottes Wegen, gibt er auch die Seligkeit. Glücklich geht die Heirath an, wenns heißt: das hat Gott gethan! Gott der hat es so gefüget, daß zwei Herzen sind vergnüget. Johann Olearius, geb. 1611, 4 1684. 1535. — —— ne= —.— ———— —.——.—.— . 1. Wehl eisnem Haus, wo Je⸗sus Christ al⸗ lein das All in Al-lem It! A. +. .— 1—— +— 155⁵ 15———— Ja, wenn er nicht da⸗rin⸗nen waͤr, 2. Wohl, wenn der Mann, das Weib, das Kind im rech⸗ ten Glauben einig sind, zu die⸗ nen ihrem ibn u und Gott nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt! 2— wie fin⸗ster wärs, wie arm und leer! 4. Wohl, wenn das Räuch⸗ werk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts trei⸗ bet fort und fort, als Gottes Werk und Gottes Wort! 5. Wohl, wenn im äußerli⸗ chen Stand mit fleißiger, ge⸗ treuer Hand ein Jegliches nach seiner Art den Geist der Ein⸗ tracht offenbart! 26* 40⁴ Haus- und Ehestand. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind auf Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück! Dann blei⸗ bet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht; die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern 494. 0 Schwing dich auf ꝛc. sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund sammt meinem Hause diesen Bund: wich al⸗ les Volk auch von ihm bed ich und mein Haus stehn bei dem Herrn!* Christoph Carl Ludwig von Pfeil, geb. 1712, 1784. Ebeling. 1666. H ——— I SDSDSSDSSeeee * S.——————— 25— Fang dein Werk mit Je⸗ su an, Je⸗ sum ruf zum Beistand an, Je sus hats in Haͤn⸗den; Je⸗ sus wirds wohl en⸗den. 7 2 T— XX +—. 1—.—.— + 1—— 2 +. +— ——— Steh mit Je ⸗ su Mor⸗gens auf, geh mit Je⸗ su schla⸗ fen; ——— 4 3 —— + =. DI — 2. Morgens soll der Anfang seyn, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer seyn stets in deinen Nöthen. Morgens, Abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüthen; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein All⸗ machtshände, und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, o so hat es keine Noth, wirst den Zweck erlangen. Es wird fol⸗ gen Glück und Heil hier in diesem Leben; endlich wird dir Gott dein Theil auch im Him⸗ mel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sey dir übergebenz es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Jesu, in deim Namen, laß es doch seyn wohlgethan! Darauf sprech ich: Amen! ——... ir“F Haus⸗ und Ehestand. i Oott N. 495. Mel. Wie schön leuchtet ꝛc. 1555 * 2— 2*—.5 2 u ich denn z.—— ümt meinen 1. Ich und mein Haus, wir sind be⸗ reit, dir, Herr, die nd: wich ab Du sollst der Herr im Hau⸗ se seyn; gib dei ⸗nen ihm femn i—————— 4—.—. achnbis E EEE EEEEEEE EEEE 0 665 gan ⸗ze Le⸗bens⸗zeit mit Seel und Leib zu die⸗nen. Ludwig von Pft Se⸗ gen nur dar⸗ ein, daß wir dir wil=lig die- nen. 2— I E EE + 4—.————— Ebeling. Iös.. Ei⸗ ne klei⸗ ne, from⸗me, rei⸗ ne Haus⸗ ge⸗ mei⸗ ne 0 1666 6610 S.SS —..—4 S— ah⸗u mach aus Allen; dir nur soll sie wohl⸗ge⸗ sal⸗len. Han ⸗denz II en⸗den. 2. Es wirke durch dein kräf⸗ schaun mit kindlichem Gemüthe, tig Wort dein guter Geist stets selig, fröhlich selbst mit Schmer⸗ irre. fort und fort an unser aller zen in dem Herzen dir uns las⸗ , Seelen; es leucht uns, wie das sen und dann in Geduld uns h⸗nz Sonnenlicht, damits am rechten fassen. ö — Lichte nicht im Hause möge feh⸗ 5. Gibst du uns irdsches — len. Reiche gleiche Seelen⸗ Glück ins Haus, so schließ den peise auch zur Reise durch dieß Stolz, die Weltlust aus, des shaf⸗se eben uns, die wir uns dir Reichthums 81 215 0—— ergeben. wenn das Herz an Demut deine G 3. Gieß deinen Frieden auf leer und voll von eitler Welt⸗ efangen, o wirst M C3 witd fl eil hiet lich wir luch im 6 das Haus und Alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns in Liebe alle⸗ eit zum Dulden, Tragen seyn ereit, voll Demuth, sanft und linde. Liebe übe jede Seele; Keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegrün⸗ det seyn auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hülfe lust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir al⸗ lermeist, daß in dem Haus kein andrer Geist, als nur dein Geist regiere. Der ists, der alles wohlbestellt, der gute Zucht und Ordnung hält, der alles lieblich ziere. Sende, sende ihn uns al⸗ len, bis wir wallen heim, und oben dich in deinem Hause loben. Carl Johann Phil. Spitta, geb. 1801. 406 435906. Haus⸗ und Ehestand. Mel. Werde munter, mein ꝛc. Schov. 1642. — 5D———.— seren ——— + e—— 4 4, rn EEE I. Sor⸗ge doch für mei⸗ ne Kin ⸗der, Va⸗ter, nimm dich ih⸗ rer an; ob sie gleich vor dir sind Sün⸗der, sind sie dir doch zu⸗ ge⸗than, —5———.——— n—— .—.———— ——..— 4..— und durch dei⸗nes Soh⸗nes Blut gleichwohl dein er⸗worb⸗nes Gut; V———.——— P—.. 2. Sie sind dir von Kindes⸗ beinen und von ihrer ersten Stund zugeeignet als die Dei⸗ nen, und durch deinen Gnaden⸗ bund hast du sie in ihrer Tauf väterlich genommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. 3. Du hast sie bisher ernäh⸗ ret und so manchem Unglücks⸗ fall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätt in Angst und Noth gestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sollt ich nicht für solche Güte immer dir verpflichtet seyn und mit dankbarem Ge⸗ müthe solchen Glücks⸗ und Se⸗ gensschein rühmen und für Je⸗ dermann deine Wohlthat zei⸗ gen an, ach, so müßt ich ganz vermessen Gottes, meines Heils, vergessen. 5. Sammlen Andre große Schätze, suchen in der Welt ihr Heil, daß sie Geld und Gut er⸗ götze, so bist du mein einzig .—— dar⸗um wirst du sie aus Gna⸗den wohl be⸗schü⸗tzen und be⸗ ra⸗ then. Theil. Bleib auch meiner Kin⸗ der Gott, lasse sie in keiner Noth und in keinem Kreuz ver⸗ derben, bis sie endlich selig sterben. 6. Schütze sie vor bösen Leu⸗ ten und vor der Verführer Schaar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der Gnade bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. 7. Können sie in diesem Le⸗ ben hier und, wo es dir gefällt, was zu deiner Ehren geben, so laß in der ganzen Welt ih⸗ nen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Thun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 8. Gönne mir die große Freude, daß am lieben jüngsten Tag, nach so vielem Kreuz und Leide, ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret. Ewig sey dein Nam geehret! Ludw. Heinr. Schlosser, geb. 1663, 4 1729. Schoy, Iöty, ö — Hihs rer anz zu⸗gerthan, I orbenes Gut; d dhesra then, meiner Kl sie in keinns m Kreuz vi endlich selg r bösen Leu. 1 Verführn r nicht mag re n ngen zu, A ur h wiff Freundschaft. 407 Kindes Fürbitte. 497. Mel. Mit meinem Gott geh ich ꝛc. * V N + =——0 — 2.— — —...— — — 1 V 2—. + — E + 9979— 444— 105— Ofrommer Gott, ich dan⸗ke dir, daß du so lie⸗be El ⸗ötern mir VS..5 4*——— + T + PPIIIIIIII ETU SISI= *— I.2.— 1—.— I aus Gna⸗den hast ge⸗ge⸗ ben, — und noch zur Zeit sie mir zurFreud al N re SSIS „ üWWhL᷑•L])]vwpwbl; er⸗hal⸗ten bei dem Le ⸗⸗⸗ ben. 2. Verzeihe mir die Misse⸗ that, die dich und sie beleidigt hat, laß mich es nicht entgelten, daß ich, mein Gott, auf dein Gebot geachtet hab so selten. 3. Gib mir ein Herz, das dankbar sey und meiner Eltern Eifer scheu, nicht thu, was ihn erreget, auch nimmermehr sich ihrer Lehr aus Bosheit wider⸗ leget. 4. Laß oft mir kommen in den Sinn, wie sauer ich der Mutter bin vom Anfang her geworden, und wie für mich der Vater sich bemühet aller Orten. 5. Gib meinen Eltern Fried und Ruh, es decke sie dein Se⸗ gen zu, hilf ihr Kreuz ihnen tragen, behüte sis doch spat und früh vor Trübsal, Angst und Plagen. 6. Und wenn dahin ist ihre Zeit, so führ sie aus der Sterb⸗ lichkeit hinauf zum Reich der Ehren; ich bringe dir viel Lob dafür, wenn du mich wirst er⸗ hören. Mel. 498. . Jesu, meines Lebens ꝛc. Fur enn d sch a ft. 1687. 4.— EEE————— 3 X E.— — 2———.—— ———— + 4.— E— 2 — 1 + +— 2* +1. Serr, ich bit 1 dich, er⸗wäh⸗le al⸗(ler Menschen Meng mir ei ne from⸗me, heil⸗ge See⸗le, die an dir fein kleb und haͤng, I E. + + + + +— .— +2 E + + ꝙ——— + + 1+— —— + I + III—— + H...— E-IE—2.—.———.————— auch nach deinem Sinn und Gei⸗ste mir stets Trost und Hül⸗fe lei ⸗ste, I— ——* + + I I— + 1 I— ——4 I I 2—* 1 + 1 + — L 2—— 2.— 8.. ———.—5 Taost, der in der Noth be⸗steht, Hül⸗fe, die von Her⸗ zen geht. 40 2. Laß mich Davids Glück erleben, gib mir einen Jona⸗ than, der mir sein Herz möge geben, der auch, wenn nun Je⸗ dermann mir nichts Gutes mehr will gönnen, sich nicht lasse von mir trennen, sondern fest in Wohl und Weh als ein Felsen bei mir steh. 3. O wie groß ist meine Hare o wie kostlich ist mein ut, Jesu, wenn mit dieser Gabe dein Hand meinen Wil⸗ len thut, daß mich meines Freundes Treue und beständigs 155•5 erfreue: wer dich fürch⸗ ö tet, liebt und ehrt, dem ist solch ein Schatz beschert. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛc. Obrigkeit 4. Gute Freunde sind wil Stäbe, da der Menschen Gan sich hält, daß der schwache Fuß sich hebe, wenn der Leib zu Bo⸗ den fällt. Wehe dem, der nicht zum Frommen solches Stabes weiß zu kommen! der hat einen schweren Lauf; wenn er fällt, wer hilft ihm auf? 5. Nun, Herr, laß dirs wohl⸗ gefallen, bleib mein Freund bis in mein Grab! Bleib mein Freund, und unter allen mein getreuster, stärkster Stab! Wenn du dich mir wirst verbinden, wird sich schon ein Herze finden, das, durch deinen Geist gerührt, mir was Gutes gönnen wird. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Obrigkeit. 1536 —————.——— PPDPPPIPIPPIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIT ini. 1. Der du kannst nichts als gü⸗tig seyn, du wolelest dei⸗ner Gü⸗te Schein, —— 4———— I 3——3— I—— L +— E I— — 2.—.—————— I——— —.— o Herr, all de⸗nen gön⸗ nen, die sich mit Mund und Herzensgrund — 0 E — — + — 2——3 al⸗Iein zu dir be⸗ ken ⸗nen. 2. Insonderheit nimm wohl in Acht den Fürsten, den du uns gemacht zu unsres Landes Krone; laß immerzu seyn Fried und Ruh auf seinem Stuhl und Throne. 3. Halt unser liebes Vater⸗ land in deinem Schoß und star⸗ ker Hand, behüt uns allzufam⸗ men vor falscher Lehr und Feindes Heer, vor Pest und Feuersflammen. 4. Nimm all der Deinen eben wahr und treib, o Herr, die böse Schaar von Jungen und von Alten, daß deine Heerd hier zeitlich werd und ewig dort erhalten. 4⁵ nde sind m. enschen Oa schwache er Leib zud dem, der nith lches Sglg der hat eing venn er fflh ö ideph in Freund H. Bleib maß er allen Mah Stabl Wes, st verbinde, Herze finde, Heist gerüht, jnnen wird, ö 3. 1606,K L61 &Gül⸗te Shs, 1 Krieg und Friede. 409 Mel. Erhalt uns, Herr, bei ꝛe. AltlIrchlich 2 1543. —— + I—— + + 4——— 4 + 4 4 + +— + + F. D E— 2 +—— —— die dei⸗ne treu⸗e Va⸗ ter⸗hand ge⸗ se⸗tzet selbst in diesen Stand. 2. Dein guter Geist sie leit 3. Damit wir führen unter und führ und segne ihr Thun ihr ein still, geruhig Leben hier, für und für, daß sie voll Weis⸗ und dermaleinst mit ihr, mein heit und Verstand christlich re⸗ Hort, bestehen wohl im Him⸗ giere Leut und Land, mel dort. Aermilie Juliane, Gräfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadt, geb. 1637, + 1706. Krieg und Friede. Eigne Melodie. Altkirchlich? 1535. 35—.— I 2 2 2—.— 2——— ne IIh 1.— +—. 4..—— Ver ⸗leih uns Frieden gnä-dig=lich, Herr Gott, zu un·sem Zei⸗ ten; 2 1 2 1—t⁰ 1— +——. ———5—. — I—— *.—————.— — ff es ist doch ja kein An⸗drer nicht, der für uns könn⸗te strei⸗ ten, **——2—— H =D‚...—4 ——— + denn du, un⸗ser Gott, al lei⸗ne. 508. — I + IX— —..— S... — 1. Gott Lobl nun ist er⸗schol⸗len das ed⸗le Fried⸗ und Freu⸗den⸗wort, daß nunmehr ruh⸗en sol⸗len die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Dr. M. Luther, geb. 1483, 4 1546. Mel. Nun lob, mein Seel ꝛc. 15⁴0⁰. + I +— 1 1— I— Wohl⸗auf! und nimm nun wie ⸗ der dein Sai⸗ten⸗spiel her⸗ vor, Krieg und Friede. +7 o Deutschland, und sing Lie⸗der im hoh⸗ en, vol⸗len Chor. —. — ö —5 ———. ——— + Er⸗he⸗ be dein Ge⸗mü⸗ the und dan ⸗ke Gott und sprich: —86—..——.—.— L Herr, dei⸗ ne Gnad und Gü⸗te 2. Wir haben nichts verdie⸗ net, als schwere Straf und gro⸗ ßen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sünden⸗Dorn. Wir sind für⸗ wahr geschlagen mit harter, scharfer Ruth, und dennoch muß man fragen: wer ist, der Buße thut? Wir sind und bleiben böse; Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 3. Sey tausendmal willkom⸗ men, du theure, werthe Frie⸗ densgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein bei uns Wohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich be⸗ trübt und kränket, der drückt ihm selbst den Pfeil des Herz⸗ leids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. 4. Das drückt uns Niemand besser in unsre Seel und Herz hinein, als ihr zerstörten Schlös⸗ ser und Städte voller Schutt und Stein; ihr vormals schö⸗ nen Felder, mit frischer Saat bleibt den⸗noch — e⸗ wig=lich. bestreut, jetzt aber lauter Wäl⸗ der und dürre, wüste Haid; ihr Gräber voller Leichen und tapf⸗ rem Heldenschweiß von Män⸗ nern, derengleichen auf Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Thrä⸗ nenbach aus beiden Augen rin⸗ nen; geh in dein Herz und denke nach: was Gott bisher gesendet, das hast du ausge⸗ lacht. Nun hat er sich gewen⸗ det und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen deinem Heil zu ruhn, ob er ich möchte zwingen mit Lieb und Gutesthun. 6. Ach, laß dich doch erwe⸗ cken! wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als der letzte Schrecken dich schnell und ploͤt⸗ lich überfällt. Wer aber Chri⸗ stum liebet, sey unerschrocknes Muths; der Friede, den er gi⸗ bet, bedeutet alles Guts; er will die Lehre geben: das Ende naht herzu; da sollt bei Gott ihr leben in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, geb. w1606, + 1676. = volslen hn, —— Gott und synt) — vig⸗Uh lauter Mib. üste Haidz hn, chen Ind taß, iß von Mih. N auf Erdes, eine Sinneh, ih den Thuh n Augen uii. in Herz U. Gott bishu. st du aube' er sich geber! bedacht, do sfen Duln ruhn, ohl gen mit 0 doch eid“ 1 auf 0 7 1016 Mel. Krieg und Friede. Herr, wie du willst ꝛc. 411 1525. 4.— SIS— — IE 1— — LI 1. Herr, der du vor⸗mals hast dein Land mit Gna⸗den an⸗ge⸗ bli⸗ cket, und des ge⸗sang⸗nen Ja⸗kobs Band ge⸗löst und ihn er⸗ qui ⸗cket, ———— 4—.—— ..—— SS. 124—.—........ 4——.— EDEDe. —— der du die Sünd und Mis⸗se⸗that, die dein Volt vor be ⸗gan⸗ gen hat, 9⁰ —.—.— *— 2.— + — — E+ HN hast vä⸗ ter⸗lich ver⸗zieh=⸗ en; 2. Herr, der du deines Ei⸗ fers Gluth zuvor oft abgewen⸗ det und nach dem Zorn das füße Gut der Lieb und Huld gesendet: ach frommes Herz! ach unser Heil! nimm weg und heb auf in der Eil, was uns anjetzo kränket. 3. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm im Brunnen deiner Gnaden! erfreu und tröst uns wiederum nach ausgestand⸗ nem Schaden! Willst du denn zürnen ewiglich, und sollen deine Fluthen sich ohn alles End er⸗ gießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben? und sollen wir an dei⸗ nem Licht nicht wieder Freude haben? Ach, geuß aus deines Ht ed Haus, Herr, deine üt und Segen aus auf uns und unsre Häuser. 5. Ach, daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede soll an allem Ort, wo Christen wohnen, wer⸗ den; ach, daß uns Gott doch sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen Ruh und alles Un⸗ glücks Ende. 6. Ach, daß doch diese böse Zeit jetzt wiche guten Tagen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hülfe nah, und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott schon wie⸗ der zu uns wenden, den Krie und alle andre Noth na Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land und überall recht werd erkannt, j stetig bei uns wohne. ö 8. Die Güt und Treue wer⸗ den schön einander grüßen müs⸗ sen; Gerechtigkeit wird einher⸗ gehn, und Friede wird sie küs⸗ sen; die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes thun; das Land wird Früchte geben, und die in sei⸗ 412 nem Schoße ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vol⸗ 504. Mel. Run danket alle ac. Krieg und Friede. lem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676. Crüger. 1649. — D—— 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir, laß dei⸗ nes Geistes Gluth re⸗ gier, Herr, un⸗sre Stim⸗men, in un⸗ sern Her⸗zen glim- men. — I* B 2—— + Komm, komm, o ed ⸗le Flamm, ach komm zu uns all-hier, *.— 5 H D‚DiD‚iieiieeieee 52.e P SIPIPIIFIFIFIFIFII 2. Herr Gott, dich loben wir, wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit herz⸗ lichem Gemüthe; es steiget un⸗ ser Lied bis an die Himmels⸗ thür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland von Krieges⸗ last entladen, daß du uns bli⸗ cken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und fre⸗ chen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund mit herz⸗ licher Begier: Gott Lob! wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zer⸗ a— so sin⸗ gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo⸗ben wir. schlagen; der Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, je⸗ doch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vaterhand uns deine Gnaden⸗ thür jetzt wieder aufgethan; Herr Gott, wir danken dir. 7. Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den edlen Fürsten⸗ stamm und dessen grüne Rei⸗ ser bisher erhalten hast; gib ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst ge⸗ ben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfüll jetzt nach Begier, o Vater, unsern Wunsch Herr Gott, wir dan⸗ ken dir. Jobann Franck, geb. 1618, + 1677. u zur Ehn eb, 1606, liitz Crüger, g de Sitemeh, an giim⸗nl. „ hen vin. nick ist u singen M und Mund nken dir. ch loben wiz Hestafet wir donlu“ Mißwachs und Theuerung. 413 Mißwachs und Theuerung. ö 505. Mel⸗ Jesu, hilf siegen ꝛc. 4 4 2—.——.—.. 4 +—.— + +———3 + 1— 4;ĩĩt.— 0——— L. + 2* 2—————2—.— —— Christen er⸗war⸗ ten in al⸗ler⸗lei Fal⸗len Je⸗sum mit sei⸗ner all⸗ 2 mit⸗ten in Stürmen und to⸗ben⸗den Wel⸗len sind sie ge-bau⸗et auf —— H —.—5 — ——— —63— —60 + II ren mäch⸗ti⸗Agen Hand; fel⸗sich-tes Land; 2— I V 0 wenn sie be⸗küm⸗mer⸗te Näch⸗ te be⸗ de ⸗cken, — E. 4——..—.— S........ . 8..... 2—— I tann doch ihr Grau⸗en sie we⸗ nig er⸗schre⸗ cken. 2. Jauchzen die Feinde zur Rechten und Linken, hauet und frisset das blinkende Schwert, lassen doch Christen die Häup⸗ ter nicht sinken, denen sich Je⸗ sus im Herzen verklärt. Wü⸗ then die Feinde mit Schnau⸗ ben und Toben, lernen sie Got⸗ tes Gerechtigkeit loben. 3. Geben die Felder den Samen nicht wieder, bringen die Gärten und Auen nichts ein, schlagen uns Schlossen die Früchte darnieder, brennen die Berge von 4.—3 Schein; kann doch ihr Herze den Frie⸗ den erhalten, weil es den Schöpfer in allem läßt walten. 4. Viele verzehren in ängst⸗ lichen Sorgen Kräfte, Gesund⸗ heit und Kürze der Zeit, da doch im Rathe des Höchsten verborgen, wann und wo Je⸗ dem sein Ende bereit; sind es nicht alles unnöthige Schmer⸗ zen, die ihr euch machet, o thö⸗ richte Herzen! 5. Zweifel und Sorge ge⸗ ziemt nicht den Frommen; Glauben und Hoffen bringt Ehre bei Gott. Seele, ver⸗ langst du, zur Ruhe zu kom⸗ men, hoffe dem höllischen Fein⸗ de zu Spott. Ob auch die göttliche Hülfe verborgen, traue dem Höchsten und meide die Sorgen. 6. Freue dich, wenn du statt freundlichen Blicken mancherlei Jammer, Anfechtung und Noth duldest, und wisse, was Gott will erquicken, muß erst mit Jesu durch Leiden und Tod. Willst du mit leben, so mußt du mit sterben; anders kann Keiner den Himmel ererben. 7. Völlige Wonne, verklärete Freude, himmlische Güter, un⸗ denkliches Heil werden dir ein⸗ sten auf ewiger Weide unter 414 Mißwachs und Theuerung. mächtige Kraft; dann wird al⸗ leine sein Name gepreiset, wann er den Zagenden Freudigkeit schafft. Darum, o Jesu, gib, daß ich dir traue, wenn ich die Hülfe nicht sichtbarlich schaue. Christian Ludw. Edeling, 4 1742. den Engeln und Menschen zu Theil, wann in der Herrlich⸗ keit Christus wird kommen und 90 sich sammeln die Schaaren er Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset in den Ohnmächtigen In Dürre. Mel. Ach, Gott vom Himmel ꝛc. ——— EE —. — — +——.— 5„— I 2 + —32 4.—.—5.— —— 4.—.— —.———ß—— 2..—.— —— ——— DD + + IE 11 +— ů——.. 3 +————— W..—— 2. +— 1 V.— — daß Vieh und Menschen traurig seyn; wenn du zu⸗schleußt den Himmel dein, —.—.— W —.— +— IIII 1 0 so müs⸗ sen wir ver⸗schmach⸗ten. 2. Herr, unsre Sünd beken⸗ nen wir, die wollst du uns ver⸗ zeihen; all unsre Hoffnung steht zu dir, Trost, Hülf thu uns verleihen; gib Regen und den Segen dein um deines Namens willn allein, Herr, unser Gott und Tröster! 3. Gedenke, Herr, an deinen Bund um deines Namens wil⸗ len; wir bitten dich von Her⸗ zensgrund, thu unsre Noth doch stillen vom Himmel mit dem Regen dein; denn dein ist der Himmel allein, ohn dich kann er nicht regnen. 4. Es steht in keines Andern Hand, daß er sollt Regen ge⸗ ben; den Himmel hast du aus⸗ gespannt, darinnen du willst schweben. Allmächtig ist der Name dein; solchs kannst du alles thun allein, Herr, unser Gott und Tröster! Bei anhaltender Nässe. 507. 1. O Gott, der du das Fir⸗ mament mit Wolken thust be⸗ decken, und kannst hinwiederum behend das Sonnenlicht erwe⸗ cken: halt doch mit vielem Re⸗ gen ein, und gibtuns wieder Im vorigen Ton. Sonnenschein, daß unser Land sich freue. 2. Die Felder trauern weit und breit; die Früchte leiden Schaͤden, weil sie von vieler Feuchtigkeit und Nässe sind be⸗ SSISISI SSSe C S. Wirdal iset uun reudigl“ Niu g) um ich de schaut. ing uld W die ⸗Het rüh Himmmel däß mit da ein ist d dich k les Moeh Regen d i du 510 tigi n hett/ s nse iu aulenn 0 che E pon Wil sesidb Krankheit und Seuchen. laden; dein Segen, Herr, den du gezeigt uns Armen, sich zur Erde neigt und will fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Misse⸗ that und ganz verkehrtes Le⸗ ben, so deinen Zorn entzündet at, daß wir in Nöthen schwe⸗ en; du zeigest uns, was wir gesollt; weil wir die Buße nicht gewollt, so muß der Him⸗ mel weinen. 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns hast verspro⸗ 415 chen, und wohne uns in Gna⸗ den bei, die wir dich kindlich suchen. Wie hält sich so hart dieser Zeit dein Herz und dei⸗ ne Freundlichkeit; du bist ja unser Vater. 5. Gib uns von deinem Himmelssaal dein klares Licht Und Sonne, und laß uns wie⸗ der überall empfinden Freud und Wonne, daß alle Welt er⸗ kenne frei, daß außer dir kein Segen sey im Himmel und auf Erden. Krankheit und Seuchen. Eigne Melodie. 171³. 0. Ead. —— 1*— 12— I—5 +—— + —— +* 1 I S.....—... + 1 8.— +—.——— .——— I— . Gott, den ich als Lie⸗be ken⸗ne, der du Krankheit auf mich legst P.IIIII I I IITTITTI.. +— + I + I W..—...8— 1 — + 11—— I 1— +*— + und des Leidens Hitz er⸗regst, + daß ich davon gluͤh und bren⸗ ne: ———— .—. ..— + V..— 1 + 2 + + +.—— + + 2— I— L + + 0——— brenne doch das Bö⸗ se ab, das den Geist bis⸗her ge⸗hin⸗dert — SISISIISIEe‚.*——— EI — +.—— E——— I + N ——— 4 1——— 2—35. 27*— 4.— und der Lie⸗be Re⸗ gung min⸗dert 2. In der Schwachheit sey du kräftig, in den Schmerzen sey mir süß, schaffe, daß ich dein genieß, wenn die Krank⸗ heit streng und heftig; denn was jetzt den Leib bewegt, was mein Fleisch und Mark verzeh⸗ ret, was den Körper jetzt be⸗ schweret, hat die Liebe selbst erregt. die mir oft⸗mals kommt von dir. 3. Leiden ist jetzt mein Ge⸗ schäfte; anders kann ich jetzt nichts thun, als nur in den Leiden ruhn; leiden müssen meine Kräfte, Leiden ist jetzt mein Gewinnst, das ist jetzt des Vaters Wille, den Lerahr ich sanft und stille; Leiden ist. mein Gottesdienst. 4. Gott, ich nehms aus dei⸗ 416 nen Händen als ein Liebeszei⸗ chen an; denn in solcher Lei⸗ densbahn willst du meinen Geist vollenden; auch die Labung, die man mir zu des Leibes Stär⸗ kung gibet, kommt von dir, der mich geliebet; alles kommt, mein Gott, von dir. 5. Laß nur nicht den Geist ermüden bei des Leibes Mat⸗ tigkeit, daß er sich zu aller Zeit in dich senk in Lieb und Frie⸗ den; laß des Leibes Angst und Schmerz nicht der Seelen Auf⸗ fahrt hindern und die Ruhe in mir mindern, unterstütze du das Herz. Mel. O Welt, ich muß dich ꝛc. Krankheit und Seuchen. 6. Hilf mir, daß ich ganz be⸗ scheiden, ganz in Ruh mit Freundlichkeit, stille mit Ge⸗ lassenheit mög auf meinem Bette leiden. Denn wer hier am Fleische leidt, wird errettet von den Sünden; und je mehr der Leib muß schwinden, wird der Geist in uns erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein Leben und dem Kreuze meinen Leib; gib, daß ich mit Freuden bleib an dich völlig übergeben; denn so weiß ich festiglich, ich mag leben oder sterben, daß ich nicht mehr kann verderben, denn die Liebe reinigt mich. Christian Friedrich Richter, geb. 1676, + 1711. 1598. —.— S— Wi—.—— +— + ̃— 1 I—— * — 7.—65— 31 H2— S.———— ——.—— PPPP‚PPPIe 55„„ mich auch in Lei⸗den fas⸗sen; welch Le⸗ben hat nicht sei ⸗ne Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du ge⸗ linder, als es der Mensch ver⸗ dient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlichs Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst, und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade fin⸗ den, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Le⸗ ben seyn. 5. Wenn ich in Christo ster⸗ be, bin ich des Himmels Erbe; ö * Krankheit und Seuchen. Hgung. was schreckt mich Grab und wehren, Gott durch Geduld Ruhen Tod? Auch auf des Todes verehren, im Glauben zu ihm mit G Pfade vertrau ich deiner Gna⸗ flehn. Ich will den od be⸗ f meiny! de; du, Herr, bist bei mir in denken; der Herr wird alles wer hinder Noth. lenken, und was mir gut ist, ird errethl 6. Ich will dem Kummer wird geschehn. 1d je maht Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. iden, wi. 5.2 eut. 510 ö 35—*——5—.— du——— 25— ige meinn P...— it Frede. 6 übergeben 1. O frommer und ge⸗treu⸗er Gott Al ⸗ler, die auf dich hof ⸗fen! Figlch 10 Es hat uns ei⸗ne gro⸗ße Noth durch dei⸗ ne Hand ge⸗ trof ⸗fen. stiglich, il— aben, di SSIIITTTTT... Ir verderbe. S 51—— 7 Nich. Dein Zorn der drückt uns mit Ge⸗walt. und wirft die Menschen jung und alt 1575, L7il PIIeeeeeescsscscscTCTCT ei,e X ID‚.‚s + EN .——— 2.———.——— 4 1500 + mit schwe⸗rer Krank'⸗ heit nie⸗ der. ů 2. Du bist gerecht, und dein andre Ordnung mehr geht nicht Gericht kann unser Keiner stra- in vollem Schwange. M⸗pfup⸗den k⸗ las⸗ 0 fen; von wegen unsrer Sünd geschicht, daß wir so schnell ent⸗ schlafen. Ja unsre große Mis⸗ sethat dich so gar hoch bewogen hat, dein Pfeil in uns zu schießen. 3. O Herr, vergib, und straf uns nicht im Zorn so gar ge⸗ schwinde; kehr doch dein Va⸗ terangesicht zu deinem lieben Kinde. Laß fallen den gerech⸗ ten Grimm, zu Gnaden uns aufs Neu annimm um deines Namens willen. Sieh, Huann wie wir be⸗ trübet gehn, kraftlos, mit Furcht umgeben, in Angst und großen Sorgen stehn, und in viel Kum⸗ mer schweben. All unsre Nah⸗ xung welket sehr; Lehramt und 5. Laß ab von uns mit dei⸗ ner Ruth, thu deinen Grimm aufheben; was hast du Nutz an unserm Blut? du hast ja Lust zum Leben, und bist ein Gott, von Wahrheit fest, der seinen Zorn bald fahren läßt, wenn man dich herzlich bittet. 6. Dein Will gescheh! wir bitten all, in Noth uns nicht verlasse; hilf uns nach deinem Wohlgefalln, du weißt die rechte Maße, und wirst wohl deine Zeit ersehn, wenn uns hierin soll Hülf geschehn, des wolln wir dir vertrauen. 7. O heilger Geist, mit dei⸗ ner Kraft, die sterben sollen, stärke, daß man des Glaubens Ritterschaft an ihrem End ver⸗ 2 418 merke, und sie also mit Fried und Freud den Abschied neh⸗ Allerlei gemeine Noth. men aus der Zeit in Christo, unserm Herren. Allerlei gemeine Noth. Eigne Melodie. 3 5 Wenn wir in höch⸗sten Nõ⸗ ·ihen 335 und wis⸗ sen nicht, wo aus noch ei an, .——.——— — E und fin⸗den we⸗ der Hülf noch Nath, 2. So ist dieß unser Trost allein, daß wir zusammen ins⸗ 60tr, dich anrufen, o treuer tt, um Rettung aus der Angst und Noth, 3. Und heben unser Aug'n und Herz zu dir in wahrer Reu und Sihmenn und suchen der Sünd Vergebung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädig⸗ lich Allen, die darum bitten dich im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. Mel, Bater unser im Himmelreich ꝛc. ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: Drum kommen wir, o Hertt Gott, und klagen dir all unser Noth, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unser Sün⸗ den groß, sprich uns derselbn aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7. Auf daß von Herzen kön⸗ nen wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam seyn nach deinem Wort, dich allzeit prei⸗ sen hie und dort. Paul Eber, geb. 1511, 4 1568. 1540. ——— SSSSS Nimm von uns Dem, du treu⸗ er Golt, 1. 5 die schwere Straf und gro⸗ße Noth, 2— L SSSSS... be⸗ hüt vor Krieg und theurer Zeit, vor Seuchen, Feur und großem Gd. in Christ. oaus noch 10 fuihund ah en wir, lagen N. il wir jh in großh . ö unser Si 18 dersh steh uns N. „mach ul i, Herzen 100 mit 0 m sehn lu alhzeit z 6.1515, f Allerlei gemeine Noth. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, wir flehn um Gnad und nicht um Recht; denn so du, Herr, den rechten Lohn uns geben wollt'st nach unsermThun, so müßt die ganze Welt ver⸗ gehn, und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach, Herr Gott, durch die Treue dein mit Trost und Ret⸗ lung uns erschein; beweis an uns dein große Gnad, und straf uns nicht auf frischer That; wohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sey. Mel. Lobet den Herren, alle ꝛc. 419 4. Gedenk an deins Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden.— die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld; des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rech⸗ ten Hand und segne unser Stadt und Land; gib uns all⸗ zeit dein heilig Wort, behüt vors Teufels List und Mord, verleih ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei dir seyn. Martin Moller, geb. 1547, 4+ 1606. Crüger. 1653. 513. 1— Et— — 2—.— e — Nöthen undBeschwerden bei Tag und Nacht auf dei⸗ne Gü⸗ te hof⸗ fen 4——— —— I II. .— und zu dir ru= fen. 2. Mache zu Schanden Alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach, kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen; 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde; sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben Niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens ist auf Menschen Hülfe bauen; mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten und das be⸗ drängte kleine Häuflein retten; wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: hilf, Helfer. Amen! Johann Heermann, geb. 1585, 4+ 1647. 2— 42⁰ Allerlei gemeine Noth. 514. Mel. Da Christus geboren war ꝛc.(Allteirchlich 2) 1548. E— 2 —— DD— SSSESIIS e,. ——— + + 1. Treu⸗er Wäch⸗ter Is⸗ ra⸗ el, des sich freu⸗et Leib und Seel, S... TT ———— nr — der du wei⸗ßest al=les Leid A 5 V dei ⸗ner ar⸗men Chri⸗sten⸗heit: — —. 25— d — + + — 0 SSSIIII.. 2— 9257 dein hülfereisches An⸗ ge⸗sicht. 2. Schau, wie große Noth und Qual trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trüb⸗ sal mehr, hilf, ach hilf, schütz deine Ehr; wir verderben, wir vergehn, nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hohepriester, Jesu Christ, der du eingegangen bist in den heilgen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, aus⸗ gelöscht der Höllen Gluth, wie⸗ derbracht das höchste Gut. 4. Sitzest jetzt ins Vaters Reich, ihm an Macht und Eh⸗ ren gleich, unser einger Gna⸗ denthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Her⸗ zen trägt, wie sich selbst zu lie⸗ ben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt. 5. Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnaden⸗ thür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigen⸗ thum. Dein Erbarmen hat kein End, deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hülfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Men⸗ schenhülf hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, und mit Zittern sie anschau. 7. Höchster Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Noth, Gott um uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit! Trotz dem, der uns thut ein Leid; Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm, und unser dich er⸗ barm; laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Rok⸗ ten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 9. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steu— Iters Zomn ein Feubt sus heißt istt Hilf and, Moh⸗ andt; eine ner Se 91 0 gell sal Vom Tode. 421 ren kann, der da Spieß und fürst, der der Schlange hat zer⸗ Schwert zerbricht, der die Bo- knirscht ihren Kopf durch seinen gen macht zunicht, der die Wa- Tod, Frieden wiederbracht bei gar verbrennt und der Gott, gib uns Frieden gnädig⸗ en g Menschen Herzen wendt, daß lich! so wird dein Volk freuen der Krieg gewinnt ein End. sich, dafür ewig preisen dich. 10. Jesu, wahrer Friedens⸗ Joh. Heermann, geb. 1585, + 1647. Sechste Abtheilung. Von deu letzten Dingen. — —— o m E. Eigne Melodie. Altdeutsch 2 1524. ———— ————— 2——— SSS.................... TTT .—— + 1—— D ö 42——— 1. Mitt⸗ ten wir im Le⸗ ben sind mit dem Tod um-sass gen; *——.— 5—— +* 4.. 1* +———t..—— * I—— +— + 5——— V—— 1——..—— 5 ö— wen suchn wir, der Hül⸗fe thu, daß wir Gnad er ⸗lan ⸗ gen? +—— EVI—.———* . E EEEEI —*————.—0.————— —————— 6 das bist du, Herr, al ⸗ei⸗ ne. Uns reu- et un- ser Mis⸗ se⸗that, E——.— + H—.—.—.—.—— 4— EII TZ.* + +— ———.——. I. Ddie dich, Herr, er⸗zür⸗ net baf. Hein ⸗lin⸗ ger Her-re Gott, 9— ..—.——— ö—.— —— .—— PP T FFTTFTTTFTT — hei- liger, star⸗ker Gott, bei⸗li-ger, barm⸗her⸗zi⸗ger Heins land, ———————— ter n du e⸗wi- ger Gott, laß uns nicht ver-sin-ken in des bit⸗tern I 1 I n. S — 9— To⸗ des Noth. Ky⸗ ri⸗e=lei⸗son! 422 Vom Tode. 2. Mitten in dem Tod an⸗ ficht uns der Höllen Rachen; wer will uns aus solcher Noth frei und ledig machen? das bist du, Herr, alleine. Es jammert dein Dacrien Laid. unser Sünd und großes Leid. muen Herre Gott, heiliger, arker Gott, heiliger, barm⸗ herziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Gluth. Kyrieleison! 3. Mitten in der Höllen Angst unser Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? zu dir, Herr Christ, alleine. t. daz—— 499⸗ sen ist dein theures Blut, das nug für die Sünde thut. Hei⸗ iger Herre Gott, heiliger, star⸗ ker Gott, heiliger, barmherzi⸗ 50 Heiland, du ewiger Gott, aß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrie⸗ leison! Dr. Martin Luther, geb. 1483, + 1546. Eigne Melodie. 1598. —5 ..— —.—.————— —— 1. O Welt, ich muß dich las⸗-sen, ich fahr da- hin mein Stra⸗ßen —.3 U—— e 7 dar⸗zu mein Leib und Le- ben 2. Mein Zeit ist nun vollen⸗ det, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden; das Ewig muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betro⸗ gen die Welt, von Gott abzo⸗ gen durch Schand und Bibe⸗ rei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sey. 4. Auf Gott steht mein Ver⸗ trauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestor⸗ see zen in Got⸗ tes gnäls dig Hard. ben, des Vaters Huld erwor⸗ ben, mein Mittler er auch wor⸗ den ist. 5. Die Sünd mag mir nicht schaden: erlöst bin ich aus Gna⸗ den, umsonst, durch Christi Blut; kein Werk kömmt mir zu From⸗ men, so will ich zu ihm kommen allein durch wahren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnütz Knechte, mein Thun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach meim Verdienst und Wahl. * er Hohy 1 treiben. liehen hi, en? zu di, Vehsh 5al, u6 thut. 0 iliger, sttz barmhers⸗ biget Got len von del. dost. Kyris 1483, 4 1540 ö 1599 iin Stla⸗He = ge⸗ben 0 · dig Hh Uld erkbol⸗ rauch wo mir Uic.“ Vom Tode. 7. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich erer⸗ ben, wie er mirs hat bereit; hier mag ich nicht mehr blei⸗ ben, der Tod thut mich ver⸗ treiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hin⸗ nenz o Welt, thu dich besinnen, denn du mußt auch hernach; thu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren, im Glauben sey du auch nicht schwach. 51⁷. Mel. Herr Jesu Christ, du höchstes ꝛc 9. Die Zeit ist schon vorhan⸗ den, hör auf von Sünd und Schanden, und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; sonst all ir dische Sa⸗ chen sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende; wohlan, zu Gott dich wende, zu ihm steht mein Be⸗ gehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Ab⸗ schied zu Herzen, meins Blei⸗ bens ist jetzt hie nicht mehr. Joh. Hesse, geb. 1490, 4 1547. 159. et. SSS.I———— 1. O Mensch⸗ be⸗denk zu die⸗ ser Frist, was dein Ruhm ist auf Er⸗ den; denn nicht all⸗hie dein Blei⸗ben ist, C du mußt zur Lei⸗che wer⸗ den. ö —. PE—.—5 + N—————*.—— 2—— 4 4 4— + + I —.— 5 J —— —* H—.. Es ist dein Le⸗ben, wie ein Heu, und fleugt dahin, gleich wie die Spreu, —— IIITTTII I 45 7—— II 2.Gedenk, du bist hier nur ein Gast und kannst nicht länger bleiben; die Zeit läßt dir kein Ruh noch Rast, bis sie dich thut vertreiben. So eile zu dem Va⸗ terland, das dir Christus hat Leden durch sein heiliges eiden. 3. Daselbst wird rechte Bür⸗ erschaft den Gläubigen gege⸗ en: dazu der Engel Brüder⸗ schaft, ein gar herrliches Leben; wel⸗ che der Wind ver⸗ ja⸗ get. mit solcher Wonne, Freud und Lust, die auch kein Mensch hat hie gekost, noch je ein Herz er⸗ fahren. 4. Nun laßt uns wachen alle Stund und solches wohl be⸗ trachten. Die Lust der Welt eht bald zu Grund; die sol⸗ en wir verachten und warten auf das höchste Gut, das uns ewig erfreuen thut. Das helf uns Christus. Amen! Joh. Hesse, geb. 1490, + 1547. Vom Tode. 0——6 1 ——— +— + I———— SSDSPSPSPSPSPIPIIIII I I I I +. Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Fott der du littst Marter, Angst und Spoti Q + — SSSPSPIPIPIPIPIPIIITIIIIIIT ........ —— =— *.—— ———— — I II 1 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnoth und ringen wer— de mit dem Tod, wenn mir ver⸗ geht all mein Gesicht, und mei— ne Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nichts mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht, 3. Wenn mein Verstand sich nichts mehr b'sinnt, und mir all menschlich Hülf zerrinnt: so komm, Herr Christe, mir be⸗ hend zu Hülf an meinem letz⸗ ten End und führ mich aus dem Jammerthal, verkürz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt, so nimm sie, Herr, in deine Händ. Der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Urständ mir verleih, am jüngsten Gtricht mein Fürsprech sey und meiner .— ich bitt durchs bit⸗ter Lei-den dein, du wollst mir Sün⸗der gnaͤ⸗dig seyn. Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk, wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich: Wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er schon hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt; 7. Sondern ich will mit star⸗ ker Hand ihn reißen aus des Todes Band und ihn mitneh— men in mein Reich, da soll er dann mit mir zugleich in Freu⸗ den leben ewiglich. Dazu hils uns ja gnädiglich 8. Ach, Herr, vergib all un⸗ ser Schuld; hilf, daß wir war— ten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch unser Glaub stets wacker sey, deim Wort zu trauen festiglich bis wir entschlafen seliglich. Paul Eber, geb. 1511, + 1569. 0 0 150 I H — +—— P R 0 In Chriesti Wun⸗den schlaf ich ein, die ma⸗chen mich von Sün⸗den rein, lugsturdeig— ——. R , ja Chri⸗sti Blut und G'rechtig⸗keit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, 2 W 2. Damit will ich vor Gott 3. Dank hab, mein Tod! du . bestehn, wenn ich zum Himmel führest mich, ins ewge Leben — werd eingehn; mit Fried und wandre ich, mit Christi Blut 10 fc Brend ich fahr dahin, ein Got⸗ gereinigt fein; Herr Jesu, stärk sen, teskind ich allzeit bin. den Glauben mein! Redenk 0 Paul Eber, geb. 1511, 4 1569. eben schesl 520. Eigne Melodie. 1569. Rsat—— 12 trau ih 5 b———— wahr, euß 1 enn mein Stündlein vor⸗han⸗den ist, und soll hinfahrn mein Stra⸗ße, D E——— Wort hibhUEEEEEEEEEEEEE .n if re Henht i* so glleit du mich, Herr Je⸗su Christ, mit Hülf mich nicht ver⸗ las=se; ecken natl. rere hie zeilth,————.— I 2 drum gul mein Seel an mei⸗nem let⸗ẽten End be⸗fehl ich dir in dei⸗ ne Händ, IIHHEEEEE en aus d—— mitaed du wollst sie mir be⸗wah⸗ren. ů MG! 5 15„ 2— „da soll u. 2. Mein Sünd mich werden Schmerzen. Wenn ich gleich 5 in rub kränken sehr, mein G'wissen sterb, so sterb ich dir; ein ewigs Dahl hswird mich nagen, denn ihr sind Leben hast du mir mit deinem ö viel, wie Sand am Meer; doch Tod erworben. ö will ich nicht verzagen. Ge⸗ 4. Weil du vom Tod erstan⸗ gib allü denken will ich an dein Tod, den bist, werd ich im Grab nicht wir Herr Jesu, und dein Wunden bleiben. Mein höchster Trost bis usth. roth, die werden mich erhalten. dein Auffahrt ist; Tod's Furcht Frbei/ 3. Ich bin ein Glied an dei⸗ kann sie vertreiben. Denn wo waker 0 nenm Leib, des tröst ich mich von du bist, da komm ich hin, daß Festl Herzen; von dir ich ungeschie⸗ ich stets bei dir leb und bin; Üglch. den bleib in Todesnoth und drum fahr ich hin mit Freuden. 615, 4 l5N Nikolaus Hermann, 4 1561. 0— Vom Tode. Eigne Melodie. 152 — + 4 ö 75 H —.——— .—.— 2 — + 2— — + 4 + + Iʃi‚‚—. ———— EE D— ö 9⁰⁴ — er⸗halt mich nur in dei⸗ner Huld! sonst wie du willst, gib mir Ge⸗duld; — + D————— — XX— — ‚I— — dein Will der ist der be⸗ 2. Zucht, Ehr und Treu ver⸗ leih mir, Herr, und Lieb zu dei⸗ nem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem gan⸗ zen Leben. sle. 3. Soll ich einmal nach dei⸗ nem Rath von dieser Welt ab⸗ scheiden, verleih, o Herr, mir deine Gnad, daß es gescheh mit Frenden. Mein Leib und Seel befehl ich dir, o Herr, ein seligs End gib mir durch Je⸗ sum Christum. Amen! Casp. Melissander, geb. 1540, 4 1591. Eigne Melodie. 1630. 04— +* + + 1— UE 1— 1 +— +——— + + 2—..— + ———— + +— + 2— 1. O Jesu Christ, meins Lebens Licht, mein Hort, mein Trost, mein Zu⸗versicht! ——.—. 1 21 IE— 0 1 2 H. I 1 EI 2 SSSSESESDSSSS 4.— Auf Er⸗den bin ich nur ein Gast, und drückt mich sehr der Sün⸗den Vast. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis zu dir ins himm— lisch Paradeis. Da ist mein rechtes Vaterland, darauf du dein Blut hast gewandt. 3. Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat; allein mein Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein in meiner letzten Todespein: dein Blutschweiß mich tröst und erquick; mach mich frei durch dein Band und Strick. 5. Dein—6 und Spott, dein Dornenkron laß seyn mein Ehre, Freud und Wonn; dein Durst und Gallentrank mich lab, wenn ich sonst keine Stär⸗ kung hab. 6 Welt o Herr, m eh gesc in Leib i 0 Herr, durch H nen! 9.1540, 4 lgl. Sün⸗dendas einer Kle Blutschdch nckt m Bond M Und S901½ 0 sehn U Vom Nl Wrank Mi felle Sfis Vom Tode. 6. Dein Angstgeschrei komm mir zu Gut, bewahr mich vor der Wamd Gluth; die heiligen fünf Wunden dein laß in Angst meine Zuflucht seyn. 7. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, dein Geist in meinem HO der schrei; hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen werden blind. 8. Dein letztes Wort laß seyn mein Licht, wenn mir der Tod das Herze bricht; behüte mich vor Ungeberd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 9. Bein Kreuz laß seyn mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heilig Grab; die rei⸗ nen Grabetücher dein laß meine Sterbekleider seyn. 10. Laß mich durch deine Nägelmal erblicken meine Gna⸗ denwahl; durch deine aufge⸗ 4²2⁷ spaltne Seit mein arme Seele heimgeleit. 11. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, min mein letzte Heimfahrt bau; thu mir die Himmelsthür weit auf, wenn'ich beschließ meins Le⸗ bens Lauf. 12. Am jüngsten Tag erweck mein Leib; hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein Gericht, welchs das erschrecklich Urtheil spricht. 13. Alsdann mein Leib ver⸗ neure ganz, daß er leucht wie der Sonnen Glanz und ähn⸗ lich sey deim klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 14. Wie werd ich dann so fröhlich seyn, werd singen mit den Engelein und mit der Auserwählten Schaar ewiglich schaun dein Antlitz klar. Martin Behemb, geb. 1557, 4 1622. 523. Eigne Melodie. Teschner. 1615. ——.— 14E 6 + .—— + I—— 1 E +1 PF — 214. + 1 + 2...— 2Z I——— + + + 1— + I 1. Va⸗let will ich dir ge⸗ ben, Dein sündlich, bö-ses Le⸗ ben du ar⸗ge, falsche Welt! durchaus mir nicht ge⸗faͤllt; a ......—.—.—— —.—.— EDS E— im Him⸗mel ist gut woh⸗ nen, hin ⸗auf steht mein Be⸗ gier: ——* + * +— + —. DIDSPSPSPSPSSPSP PIPISE.... 2. Rath mir nach deinem Sl ich o Jesu, Gottes Sohn! oll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden, stärk da wird Gott e-wig loh- ne * 45 dem, der ihm dient all- hier. meinen blöden Muth, laß selig mich abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grun⸗ de dein Nam und Kreuz allein 428 Vom funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich seyn. Erschein mir in dem Bilde zu Trost in meiner Noth, wie du, Herr Christ, so milde dich hast geblut't zu todt. 4. ann d mein Seel aus Gnaden in deine offne Seit, rück sie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt 524. Eigne Melodie. Tode. ins Himmelsschloß; ewig isst der genesen, wer bleibt in dei⸗ nem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufe Beste ins Buch des Lebens ein, und bind mein Seel gar feste ins schöne Bündlein ein der, die im Himmel grünen und vor dir leben frei; 0 will ich ewig rühmen, daß dein Herz treué sey. Valexlus Herberger, geb. 1562, 4 1627. Haßler? 1613. —— +———.— IESDSDRe‚e —2———— II SSSII.I.I... — 1 nach ei nem selsgen End, — „ DEEEEEE — m. weil ich hier bin um- fan⸗-gen mit Trüb-⸗sal und E⸗lend; 2. 0— +..— — SPSSS..........—..———9—..— ö *——————. ch hab Lust, ab⸗-zu-⸗schei⸗den von diens ser ar-⸗ gen Welt, — V*— I II —————————— — ö 15 i— sehn mich nach ew= gen Freu⸗den; 0 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teuf'l und Höll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vorm Tode, Höll und Sünd? Weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein seligs Kind. 3. Obgleich süß ist das Le⸗ ben, der Tod sehr bitter mir, will ich-mich doch ergeben, wil⸗ lig zu sterben dir. Ich weiß ein bessers Leben, da meine Seel fährt hin, des freu ich mich gar eben: Sterben ist mein Gewinn. Jen⸗ su, komm nur bald. 4. Der Leib wird in der Er⸗ den von Würmern zwar ver⸗ durch doch auferwecket werden, urch Christum schön verklärt; wird leuchten als die Sonne und leben ohne Noth in Him— melsfreud und Wonne; was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt gleich reizet, länger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, doch ich das gar nicht achte, es währt ein kleine Zeit; das immlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. — — — —— —— — 55 ewig bleibt in len Nammh SLebens h el gat fis lein ein dy inen und vy will ich en u Hetz u geb. 1562, ll die Sohl oth in 0 zonne; W0 5²⁵. Hahlerd E 90 Wel gll.“ leiben H Heiget Ohh ift „Hummllst h 6 Vom Tode, 6. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein! tauert nicht allzusehre über den Abschied mein, beständig »leibt im Glauben, wir werd'n n kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich mich ganz venden* dir, Herr Christ, ullein; gib mir ein seligs Ende, send mir dein Engelein; führ mich ins ewge Leben, das du 1. Ich hab mich Gott erge⸗ den, dem liebsten Barer mein; gier ist kein Immerleben, es nuß geschieden seyn. Der Tod kannt mir nicht schaden, er ist nur mein Gewinn; in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vor⸗ über; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lie⸗ ber, da muß ich trachten ein, mich nicht zu sehr beladen, weil ich wegfertig bin. In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit % Freud dahin. Eigne Melodie. 42 erworben hast, durch dein Lei⸗ den und Sterben und blutiges Verdienst. 8. Hilf, daß ich ja nicht weiche von dir, Herr Jesu Christ! Den schwachen Glau⸗ ben stärke in mir zu aller Frist. ilf ritterlich mir ringen, dein and mich halt mit Macht, daß ich mag fröhlich singen: Gott Lob! es ist vollbracht. Christoph Knoll, geb. 1563, 4 1621. Im vorigen Ton. 3. Ach, selge Freud und Won⸗ ne hat mir der Herr bereit, da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen; ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt fleißig ja in Acht! In Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach. Johann Siegfried, geb. 1564, + 1637. Schein. 1628. 12—— 2 1.90 — 5— — .— — 1.— 1.— 1 . Machs mit mir, Gott, nach dei⸗ner Güt, hilf mir in mei⸗nem Lei⸗- den; ver⸗sag mir nicht, was ich dich bitt: wenn meine Seel soll schei⸗den, — .P. . —...— E. 8——2.— ꝛ———— —⁰1 + so nimm sie, Herr, in dei ⸗ne Händ! Ist al= ILes gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, lie⸗ verderben; ach, du bist ja von der Herr; du wirst mich nicht mir nicht fern, ob ich gleich hie 430 muß sterben, verlassen meine lieben Freund, die's herzlich gut mit mir gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deine Händ sie unversehrt durch Tod ins Le⸗ ben dringet. Hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Noth und Trübsal überall. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd mir können Mel. — Vom Tode. O Jesu Christ, meins ꝛc. nichts mehr schaden; bei die, Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden. Dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Warum sollt ich denn traurig seyn, weil ich so wohl bestehe, bekleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, dur schnöde Welt! bei Gott zu le⸗ ben mir gefällt. ö Joh. Herm. Schein, geb. 1586, 4 1630. 1630., 22 ——— 1. Ich armer Mensch doch gar nichts bin, Gott's Sohn allein ist mein Ge⸗winnz 1.— f 4 ESiSEEEE —0 2. O Gott Vater! regier du mich mit deinem Geist bestän⸗ diglich; laß deinen Sohn, mein Trost und Leb'n, allzeit in mei⸗ nem Herzen schweb'n. 3. Wenn mein Stündlein vor⸗ handen ist, nimm mich zu dir, Herr Jesu Christ! denn ich bin Eigne Melodie. daß er Mensch worden, ist mein Trost; er hat mich durch sein Blut er⸗löst. dein, und du bist mein; wie gern wollt ich bald bei dir seyn. 4. Herr Jesu Christe, hilf du mir, daß ich ein Zweiglein bleib an dir, und nachmals mit dir aufersteh, zu deiner Herrlich— keit eingeh. Nach Ph. Melanchthons: Nil sum, nulla miser novi solatia. Von Joh. Leon, um 1607. M. Altenburg. 1620. 2——— 0— *—.— 4 —————————— DDS——.———— — + V * Herr Gott, nun schleuß den Himmel auf, mein Zeit zum End sich nel get; ich hab vol-len-det mei- nen Lauf, des sich mein Seel sehr freuzet. A— +———— ————— 2—— I 2.—.—.————8 —1 gnug ge-litten, mich müd ge⸗strit⸗ten, schick mich fein zu zur ewegen Ruh, 50— B —„ —.— 3.— —.— V.— — D 2.— —2— U laß fah⸗ ren, was auf Er⸗ den, will lie⸗ber seslig wer-den. 1% bei M ind, ich fij den. Dah eb und alleSchoh t ich dah ich so o mit Chiß eine Vu ich wohh Gott zuß eb. 1586, f l 140⁰ Mein Geeuh N —.— S —— Blut er⸗is mein; bei dir sch, Christe,N u ZWeilh Hachmalhm ner Heul Relanchtbonke, zer noyl aohll. eon, Am 1000 Altenburg n ö ich Hei sh fruet Vom 2. Wie du mir, Herr, befoh⸗ len hast, hab ich mit wahrem Glauben mein lieben Heiland aufgefaßt in mein Arm, dich zu schauen. Hoff zu bestehen, will frisch eingehen vom Thränen⸗ thal zum Freudensaal; laß fah⸗ ren, was auf Erden, will lieber selig werden. 529. —— 4 Tode. Eigne Melodie. 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon im Frieden zu dir fah⸗ ren, befiehl mich Christo, dei⸗ nem Sohn, der wird mich wohl bewahren, wird mich recht füh⸗ ren, im Himmel zieren mit Kron und Ehr, will sonst nichts mehr; laß fahren, was auf Er⸗ den, will lieber selig werden. Michael Altenburg(7), gev. 1583, 4 1640. Vulpius? 1609. —— ——5 ————— —.———4 2 — + I 1. Chri⸗ sius der ist mein Le⸗ ben, Ster⸗ ben ist mein Ge⸗winn; — ö DD H 2Z— I + 1— + 1 2* I L —— IIIPI..I 27 dem hab ich mich er⸗ ge⸗ ben, mit Freud fahr ich da⸗hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög zu ihm kom⸗ men und ewig bei ihm seyn. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Noth; durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Athem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf! 530. 5. Wenn mir Herz und Ge⸗ danken zergehn als wie ein Licht, das hin und her thut wanken, wann ihm die Flamm gebricht; 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein, nach deinem Rath und Willen, wenn kommt mein Stündelein. 7. Und laß mich an dir kle⸗ ben und bleiben allezeit, und ewig bei dir leben in Himmels⸗ wonn und Freud. Simon Graf(0), geb 1603, 4 1659. Eigne Melodie. 18350 — * 1. Freu dich sehr, o mei⸗ne See weil dich nun Christus, dein Her⸗ re, . ..——————— — le, und ver⸗ giß all Noth und Qual, rust aus die⸗sem Jammer=thal. ——— I —9——— 2 ——— e — 1———— I Aus Trüb⸗sal und großem Leid sollst du fah ren in die Freud, — Q + 4 SDSDSSDSDRRRREED. ..SSS..........IIIIIII 1— 2————2.—— 1 die kein Oht je hat ge⸗hö⸗ret, und in E⸗wig⸗keit auch Wäh sret. 432 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, mei⸗ nem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Noth. Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß sein Weg ein End mög han: so hab ich gewünschet eben, daß ich enden mög mein Leben. 3. Denn gleichwie die Ro⸗ sen stehen unter Dornen spitzig gar, also auch die Christen ge⸗ Hen in lauter Angst und Ge⸗ fahr. Wie die Meereswellen sind unter ungestümem Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voll von Beschwerden. 4. Die Welt, Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier un⸗ sre Seele, lassen uns bei kei⸗ nem Muth. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag: wann wir nur geboren werden, Jammer gnug findt sich auf Erden. 5. Wenn die Morgenröth herleuchtet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kum⸗ mer daher streichet, Müh sich findt an allem End; unsre Thränen sind das Brod, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn hört auf zu scheinen, hört nicht auf das bittre Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Vom Tode. Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sey du jetzt von mir nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst; hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut. Ach, sey du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 7. In dein Seite will ich fliehen auf meim bittern Todes⸗ gang, durch dein Wunden will ich ziehen in mein himmlisch Vaterland; in das schöne Pa⸗ radies, das dein Wort dem Schächer wies, wirst du mich, Herr Christ, einführen und mit ewger Klarheit zieren. 8. Ob mir schon die Augen brechen, ob mir das Gehör ver⸗ schwindt, meine Zung nichts mehr kann sprechen, mein Ver⸗ stand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, bist mein Leben, Weg und Pfort; du wirst selig mich re⸗ gieren und die Bahn zum Him⸗ mel führen. 9. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Noth und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, führt aus diesem Jammerthal; seine Freud und Herrlichkeit sollt du sehn in wigkeit, mit den Engeln ju⸗ biliren, in Ewigkeit trium⸗ phiren. Caspar von Warnberg, um 1620. 552 ö 531. Mel. Gottes Sohn ist kommen ꝛc. Altkirchlich. 1531. 45—85 0— SEE ————.— le⸗bens ⸗satt und mün⸗ de, bW ewih 1 voh M ich dein h ich mit drch von hinhh sey du miß „ mich ms ase eite will lttern Todet Wunden w I himmlit schoͤne M Wort deh ist du mih ren und uI. ren. die Augt Gehör vi zung nichh „mein V. unt, bist. mein Holl. h Weg Uig mich t. Num Hh r/ o Mahh all Noth p m Chush aus Desh“ Freud 0 u schn Engellb keit u Rberh/ An n U Iclich, 100l. le d Vom Tode. Q X.. + E N + 4 4 + 4— +—ͤEE—;.—v——=.—— — + V 2. 1— + +*—.— + 2 38— 0 I———85 1.7—*— dei⸗nen Die ner fah ⸗ren zu den Him⸗mels ⸗schace= ren, Q— 7+——5 1— ů 4—.— N n V +2 I + + II 2*. +— E 1 FPFPIPPIFTT — + 2. Gerne will ich sterben und den Himmel erben; Christus mich geleitet, welchen Gott be— reitet zu dem Licht der Heiden, das uns setzt in Freuden. 3. Hier hab ich gestritten, Ungemach erlitten, ritterlich ge⸗ kämpfet, manchen Feind gedäm⸗ pfet, Glauben auch gehalten richtig mit den Alten. 4. Thränen muß ich lassen, weinen ohne Maßen, schwere Gänge laufen, mit der Chri⸗ sten Haufen über Sünden kla⸗ gen, Kreuz und Trübsal tragen. 5. Nunmehr soll sichs wen⸗ den, Kampf und Lauf sich en⸗ den; Gott will mich erlösen bald von allem Bösen; es soll besser werden, als es war auf Erden. 6. Frieden werd ich finden, ledig seyn von Sünden und auf 532. se lig und im Stil len, Eigne Melodie. doch nach dei⸗ nem Wil» len. allen Seiten nicht mehr dürfen streiten; mich soll ganz umgeben himmlisch Freudenleben. 7. Mir ist beigeleget, wo man Scepter träget, eine schöne Krone um Genadenlohne; da werd ich Wei und 106 Ruh gesetzet. 8. Mein Erlöser lebet, der mich selber hebet aus des To⸗ des Kammer; da liegt aller Jammerz; fröhlich, ohne Schre— cken will er mich aufwecken. 9. Dieser Leib soll gehen und in Klarheit stehen, wenn die Todten werden erstehn von der Erden; Christum werd ich schau⸗ en, darauf kann ich trauen. 10. Ihme will ich singen, Lob und Ehre bringen, rühmen seine Güte mit Seel und Ge⸗ müthe, preisen seinen Namen ohn Aufhören. Amen! Dav. Böhme, geb. 1605, 4 1657. Albert. 1648. — 56m.5 + ENRN——— HR— —.—————.—.—.. 1 Ich bimn ja, Herr, in dei⸗ ner Macht, du hast mich an das vicht gebracht, du ken⸗nest mei⸗ner Monden Zahl, weißt, wann ich diesemJammerthal — + 6—*.———— 12———4 „——.———————— O.· du un⸗terhältst mir auch das Le⸗ ben; auch wieder gu's te Nacht muß ge⸗ben; wo, wie und wann ich ster⸗ben soll, U —.——— 221 H SSS ——— das weißt du, Va ⸗ter, mehr als wohl. 434 2. Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rath weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode rin⸗ gen? wenn allen Sinnen Kraft gebricht, thust du es, Gott, mein Heiland, nicht? 3. Herr Jesu, ich, dein theu⸗ res Gut, bezeug es selbst mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was will von mir der Bösewicht, daß er mich Mel. Herzlich thut mich ꝛc. Vom Tode. schreckt mit dem Gericht? Komm, rette deines Leidens Ehre. Du gibst mich nicht in fremde Hand, da du so viel an mich gewandt. 4. Nein, nein, ich weiß ge⸗ wiß, mein Heil, du lässest mich mein wahres Theil in deinen offnen Wunden finden. Hier lach ich aller Macht und Noth; laß kommen Hölle, Fluch und Tod, sie sollen mich nicht über⸗ winden. Dieweil ich lebte, war ich dein; jetzt kann ich keines Andern seyn. Simon Dach, geb. 1605, 4+ 1659. Haßler? 1613. — ISISPSDSI —— 1. Ich bin ein Gast auf Er⸗den und hab hier kei⸗ nen Stand; V.— + + — — — der Him⸗mel soll mir wer⸗den, da ist mein Va⸗ ter⸗land. ——— +——— ̃— dei⸗n e, dieen,. + ů Hier reis ich bis zum Gra⸗ be; dort in der ew⸗ gen Ruh — — — ½½ Al—— — G..—— — +— I—.— —.—— ist Got⸗ tes Gna⸗ den⸗ ga⸗be, 2. Was ist mein ganzes We⸗ sen von meiner Jugend an, als Müh und Noth gewesen? So lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zuge⸗ bracht. 3. Mich hat auf meinen We⸗ gen manch harter Sturm er⸗ die schleußt all Ar⸗ beit zu. schreckt; manch Wetter kam ent⸗ gegen und hat mir Angst er⸗ weckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht ver⸗ schuldt, hab ich doch müssen lei⸗ den und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben Al⸗ ten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rath. iche Kom. 3Ehre. Du ande Han. ich gewash. ich weiß go. lissetu) in deingz nden. Hll. und Mohi „Fluch u nicht ibe ch lebter wy n ich keunl! ib. 1605, U haßler? Loll nen Siand. ster⸗s, Vom Tode. Wie mußten sie sich plagen, in was für Weh und Schmerz, in was für Furcht und Zagen sank oft ihr armes Herz! 5. Die frommen, heilgen Seelen, sie gingen fort und den und änderten mit Quälen den erstbewohnten Ort; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod stie nieder legt' in des Grabes Schoß. 6. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben in dieser ahenr Zeit? Es muß ja durch⸗ edrungen, es muß gelitten seyn; wer nicht hat wohl gerun⸗ gen, geht nicht zur Freud hin⸗ ein. 7. So will ich zwar nun trei⸗ ben mein Leben durch die Welt; doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt. Ich wan⸗ dre meine Straßen, die zu der Rasen führt, da mich ohn alle aßen mein Vater trösten wird. 8. Mein Heimath ist dort droben, da aller Engel Schaar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und le⸗ 11 nachdems ihm wohlge⸗ ällt. 9. Zu dem steht mein Ver⸗ langen, da wollt ich gerne hin; 435 die Welt bin ich durchgangen, daß ichs hur müde bin; je län⸗ er ich hier walle, je minder ind ich Freud, die meinem Geist e 9.— das meist ist Herze⸗ eid. ö 10. Die Pei ist zu böse, der Trübsal ist zu viel; ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wann dein hnd will; komm, mach ein selig Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 11. Was ich bisher besessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich denn hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 12. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne nebst Andern leuchten soll. 13. Da will ich immer woh⸗ nen und nicht nur als ein Gast bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem gro⸗ ßen Thun, und frei von allen Dingen in meinem Erbtheil ruhn. Paul Gerhardt, geb. 1606, 4+ 1676. 28* Vom Tode. Eigne Melodie. 1661. ——*+—1 +— . 2 290 wie 7177 ach wie 25 tig ist der Men⸗schen Le⸗ ben! —.— —— ———— und mit Lau⸗fen nicht hält in⸗nen, so fährt un⸗sre Zeit von hin men. 2. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Freu⸗ de! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schö⸗ ne!l Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüft⸗ lein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 4. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Dich⸗ ten! Der die Kunst hat liebge⸗ wonnen und manch schönes Werk ersonnen, ist dem Tod doch nicht entronnen. 535. 5 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Schätze! Es kann Gluth und Fluth entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Pran⸗ gen! Der im Purpur hoch ver⸗ messen ist gleichwie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Sa⸗ chen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und ver⸗ gehen; wer Gott fürcht, wird ewig stehen. Michael Franck, geb. 1509, + 1667. Ich hab mein——— 2c.— .. 1. Wie ieucht da⸗ hin der Menschen 3 Zeit, wie ei⸗let man zur E-wig⸗keit! —— 5——— 1—.—9 ..— DDSeeeeee +— Wie We⸗ nig den⸗ken an die Stund von Her⸗zens Grund, 3* N N *— + I + I I SDSS—1— —— wie schweigt da⸗von der traͤ⸗ge Mund! Hadurch, eh les muß zl 3, ach wit chen Pras⸗ bin. 4. So lang ich in der Get⸗ Vom Tode. 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum, ein nichtger, leerer Wasserschaum; im Augenblick es bald vergeht und nicht be⸗ steht, gleichwie ihr dieses täg⸗ lich seht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, mir ist Ge⸗ winn, wenn ich allein bei Jesu ten wohn, so lehre mich, o Got⸗ tes Sohn! Gib, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben 43⁷ 5. Was hilft die Welt in letz⸗ ter Noth? Lust, Ehr und Reich⸗ thum in dem Tod? O Mensch, du laufst dem Schatten zu! Das merke du, du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg, Citelkeit, der Tho⸗ ren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt; das such ich nur, das bleibet mir; o mein Be⸗ gier, Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 7. Was wird das seyn, wenn ich dich seh und bald vor dei⸗ nem Throne steh? Du unter⸗ dessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. Zoach. Neander, geb. 1640, 4 1680. Mel. Es ist genug ꝛc. Ahle. 1662. H r— —.— I— + + EEN— + P— IIE L. SSSII— 7— 1 4—— +— II 9 — 1. Es ist vollbracht! Gottvob,es ist vollbracht Mein Jesus nimmt mich auf. Fahr hin, o Welt; ihr Freunde, gu⸗te Nacht! Ich en⸗de mei ⸗nen Lauf 22 + —1—D——2 EEEEEE —⁴.—. + 2. Es ist vollbracht! mein Jesus hat auf sich genommen meine Schuld; er selber hat am Kreuzesstamm für mich, o ungemeine Huld! gebüßet, und in Jesu Wunden hab ich die rechte Freistatt funden: es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! weg Krankheit, Schmerz und Pein! weg Sorgen! weg Verdruß! Sein Golgatha soll mir ein Thabor seyn; mein matter, mü⸗ bei Je⸗ su Kreuz mit tau⸗send Freu⸗den; ich seh⸗ne mich, von hier zu schei⸗den; es ist voll⸗ bracht! der Fuß wird hier auf diesen Friedenshöhen frei von Be⸗ schwerd und Banden gehen; es ist vollbracht! ö 4. Es ist vollbracht! hier schweb ich frei von Noth; wie wohl, wie wohl ist mir! Hier speiset mich der Herr mit Him⸗ melsbrod und zeigt mir Sa⸗ lems Zier; hier hör ich mit der Selgen Singen den süßen Ton der Engel klingen: es ist voll⸗ bracht! ö 138 Vom 5. Es ist vollbracht! der Leib mag immerhin der Wür⸗ mer Speise seyn; ich weiß ja, daß ich Staub und Asche bin. Gott wird mein Fleisch und Bein, wenn er die Gräber wird aufdecken, an jenem Tage schon erwecken; es ist vollbracht! 6. Es ist vollbracht! Gott Tode. Lob, es ist vollbracht! Mein Jesus nimmt mich auf. Fahr hin, o Welt; ihr Freunde, gute Nacht! Ich schließe meinen Lauf und allen Jammer, der mich troffen. Wohl mir, ich seh den Himmel offen; es ist voll⸗ bracht! Andreas Gryphius, geb. 1616, 4 1664 1598. — 1. Die Herrslich⸗keit der Er⸗ den muß Rauch und A⸗sche wer⸗ den; I* +— — —— hniͤcht Stein noch Erz be⸗stehn. Was uns hier kann er⸗ 95 gen, —— 0⁰—— — — —.—— I —.... .— — — was wir für e⸗ wig schaͤ⸗tzen, 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen, und dieser Mund erblichen, so fragt kein Mensch, was wir gethan. 3. Es hilft kein weises Wis— sen; wir werden hingerissen ohn allen Unterscheid. Waͤs nützt der Schlösser Menge? dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dieß alles wird zerrin⸗ nen, was Müh und Fleiß ge⸗ winnen, und saurer Schweiß erwirbt; was Menschen hier besitzen, kann für den Tod nicht nützen; dieß alles stirbet, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scher⸗ zen, das nicht ein heimlich wird als ein leich⸗ter Traum ver⸗gehn. Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? wo wirst du Ehr er⸗ langen, die nicht zuletzt in Trümmer fällt? 6. Wie eine Rose blühet, wenn sie die Sonne siehet be⸗ grüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und un⸗ versehens fällt: 7. So wachsen wir auf Er⸗ den und hoffen, groß zu wer⸗ den, von Schmerz und Sorgen frei; doch eh wir zugenommen und recht zur Blüthe kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Wir rechnen Jahr auf Jahre, indessen wird die Bahre uns vor die Thür gebracht; acht! Ma. auf, Hah reunde, gut ehe meing ammer, der mir, ich t es ist voll' 1b. 1615, f 168l 1590 sche wer⸗dehz E r⸗g⸗Hel — Waum ver⸗gen. lt und u⸗ ö hir alf E oß zu W drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erden sagen gute Nacht. 9. Auf, Herz, wach und be⸗ denke, daß dieser Zeit Ge⸗ schenke den Augenblick nur dein; was du zuvor genossen, ist wie ein Strom verflossen, und wes⸗ sen wird das Künftge seyn? 10. Verlache Welt und Ehre sammt ihrer Kunst und Lehre, 538. Vom Tode. Eigne Melodie. 439 und ruf den Herren an, der im⸗ mer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der dich auch ewig machen kann. 11. Wohl dem, der auf ihn trauet! er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen und nim⸗ mermehr vergehen, weil ihn die Allmacht selbst erhält. Andreas Gryphius, geb. 1616, + 1664. Ahle. 1662. — H — N . r, — —— 1. Es ist ge⸗nug!l so nimm, Herr, meinen Geist zu Zi⸗ ons Geistern bin; los auf das Band, das all⸗ge⸗mach schon reißt; be⸗frei⸗e die⸗sen Sinn, e, 22....—————————. der sich nach sei⸗nem Got⸗te seh-net, es ist ge⸗ nug der täg⸗lich klagt und naͤchtlich thrä⸗net: 2. Es ist genug des Jam⸗ mers, der mich drückt; die sünd⸗ liche Begier mit ihrem Gift hat mich fast gar erstickt, nichts Gutes wohnt in mir. Was täglich mich von Gotte trennet, was täglich mein Gewissen brennet, des ist genug. 3. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich netze manche Nacht die harte Lager⸗ statt mit Thränen; wie lang, wie lang muß ich mich sehnen? Wann ists genug? 4. Es ist genug! wenn nur mein Jesus will, er kennet ja mein Herz; ich harre sein und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der meine sieche Brust abnaget, zurücke legt und zu mir saget: es ist genug. 5. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus! Mein Jesus kömmt, nun gute Nacht, o Welt! ich fahr ins Himmelshaus, ich fahre sicher hin im Frieden; mein großer Jammer bleibt darnieden. Es ist genug! Franz Zoach. Burmeister, 7 + 1688. Vom Tode. Mel. Liebster Jesu, wir sind ꝛc. Ahle. 1664. —.— SttTTG᷑QHTsMCPCTCKů HA—————. ane. 1. Liebster Va⸗ter, soll es seyn, daß ich heut an die⸗ sem Ta⸗ge letztmals mit Ges bet er⸗schein und dir meine Noth vor⸗tra⸗ge, V ——.— ———.— ——— III —.— — ach, so rich⸗te mei⸗ne 1 0 de de dn e e V.% 2—.——2—1.— Sin⸗nen nach den hoh⸗en Himmelo⸗zin⸗nen. 2. Tausend⸗ und viel tau⸗ sendmal sey, o Vater, hoch ge⸗ priesen, daß in deiner Kinder Zahl du mir eine Stell banen sen, daß ich dich hab lernen kennen und in Christo Vater nennen. 3. Heilig, heilig, heilig sey deines hohen Namens Ehre, deine Güte mancherlei, deine Kraft und wahre Lehre. Ich will dich dort ewig loben, wenn ich bin zu dir erhoben. 4. Dein Reich hast du auch zu mir hier in Gnaden lassen kommen, mich berufen und zu dir aus des Satans Macht ge— nommen. Jesus hat mir Heil und Frieden durch sein Blut und Tod beschieden. 5. Darum wart ich mit Be⸗ gier ganz getrost aufs Reich der Ehren; nichts durchaus ist mehr allhier, so mich soll davon ab⸗ kehren. Komm, o König, laß erscheinen, was ich hoff und all die Deinen. 6. Deinem Willen thu ich mich ganz zu einem Opfer ge— ben; hab ich hier nicht völliglich nach demselben können leben, so werd ich doch dort erfüllen mit den Engeln deinen Willen. 7. Täglich Brod und man⸗ cherlei, was zu meinem Stand gehöret, hast du, Vater, mild und treu mir Zeit Lebens auch bescheret. Nun du Himmels⸗ brod willst geben, laß ich gern dieß arme Leben. 8. Bleiben gleich die Meinen hier, die mich länger möchten sehen, weiß ich doch, daß nur bei dir steht ihr Weh und Wohlergehen. Ich befehle dei— ner Güke, was mir lieget im Gemüthe. 9. Nun, o Vater, laß du mir alle Schulden seyn vergeben, daß ich rein und frei dir fahr aus diesem Sündenleben. Je⸗ sus hat mir Gnad erworben, mit ihm ist die Schuld gestorben. 10. So vergeb ich auch gar leicht, wie du, Vater, hast ge— heißen. Aller Zorn und Rach entweicht, ich will lauter Lieb erweisen. Weil du, Gott, so viel erlassen, will ich Mensch auch Niemand hassen. 11. Rückt der letzte Kampf herzu, tobet heftig Sünd und Hölle, daß sie mir die Himmels⸗ ruh raub und meinen Glauben fälle, so steh du auf meiner See‚ Ahhe. Ii — se Targe bortreg, * — nel zin nen d und muh⸗ inem Stush Vater, mih Lebens aut u Himmah laß ich gem. die Meingl ger möchti!“ ch, daß n. Weh u, befehle deß ir Heget il laß dunt/ N vergehch N diril nleben. J erwothoh logesoihe ch auch I.. 1„ ich W „Hümmel⸗ Hamtes W auf Meisel Seiten, die Versuchung zu be⸗ streiten. ö 12. Mach mich alles Uebels los, gib der Sündennoth ein Ende. Ich ergebe ganz und bloß mich in deine Vakerhände; wollest mich von allem Bösen, wie du weißt und kannst, er⸗ lösen. 540. Vom Tode. 441 13. An dem allen zweifl' ich nicht, denn du bist der Him⸗ melskönig. Zu dir ist die Zu⸗ versicht, Welt und Höll ist dir zu wenig; deine Kraft wird nie vergehen, deine Herrschaft ewig stehen. Beit Ludwig von Seckendorf, geb. 1626, 4 1692. Mel. O Herre Gott, dein göttlich ꝛc. 15²7. I SSSS.. — 5.— 1— I—U — 1 5. 5 1. So komm, ge⸗lieb⸗te To⸗desstund, komm, Ausgang meiner Lei ⸗⸗ den; ich seuf⸗ze recht von Herzensgrund nach je⸗nen Him⸗mels⸗freu ⸗ den. 4—.——— 7———— ů—— ů—..— + 2— + 1———— 5—2—.—.———.. Ach, liebster Tod, komm bald her⸗an, ich war⸗ te mit VBer⸗lan⸗gen, — 2——.———. P......F... FFFF 2——‚————— 1 ö in wei⸗ ßen Klei- dern an⸗ge⸗than 2. Ihr schwachen Glieder scheut euch zwar, so früh ent⸗ seelt zu werden; die Seele sel⸗ ber kann nicht gar ohn alle Pein der Erden, darinnen sie bisher gelebt, den letzten Abschied sa⸗ gen; bald ist sie freudenvoll, bald schwebt sie wieder voller Zagen. 3. Doch, Jesu, deine Liebe macht mir alle Furcht ver⸗ schwinden; ich werd in dieser Todesnacht dich, Lebensfürsten, finden. Ich finde, ja ich halte dich, mein Leben, mein Verlan⸗ der mein Leben, du wirst sel⸗ er mich mit deinem Licht um⸗ fangen. 4. Drum sterb ich nicht in diesem Tod, der Tod ist nur vor Got⸗ tes Thron zu pran⸗gen. meinLeben; nach kurzem Kampf, nach kurzer Noth ist dort ein ewig Schweben voll Herrlich⸗ keit, voll Ruh und Freud, voll Fried, voll Trost und Wonne, voll Seligkeit, wo allezeit Gott selber ist die Sonne. 5. Der Herzog meines Le⸗ bens ist durch Tod zum Leben gangen, und ich werd auch zu meinem Christ auf diesem Weg gelangen. Der letzte Schritt zur Seligkeit geschieht durch selig Sterben. Ist er, mein Hanpt, in Herrlichkeit, wie soll sein Glied verderben? 6. Drum zage nicht, mein schwacher Sinn, verlaß den Leib der Erden, wirf alles Eitle willig hin; die Erd muß Erde 442 Vom werden. Die Seele bleibt in Gottes 93 in ewigem Ver⸗ gnügen, das Menschenweisheit und Verstand zu fassen nicht genügen. 7. An uns stirbt nichts als Sterblichkeit, wir selbst sind unverloren; der Leib wird nur der Last befreit und himmlisch neu geboren. Denn was man hier verweslich sät, was hier verdirbt im Dunkeln, das wird, sobald es aufersteht, voll Glanz und Schönheit funkeln. 8. Drum gebt, ihr schwachen Glieder ihr, euch willig hin der Erden; es wird von eurer Zahl und Zier ja nichts verloren werden. Der Leib, der vor⸗ mals mich bedeckt, wird dort mich wieder kleiden, wenn ich, Eigne Melodie. Tode. 4 in meinem Fleisch erweckt, bi⸗ schaue Gott in Freuden. 9. Dem ich im Glauben hier edient, der wird mich dorthin ringen, wo tausend, tausend vor mir sind und Kichn Heilig! singen. O Herrlichkeit, wi find ich mich, wenn engelreine Seelen mit dem verklärten Leibe sich vor Gottes Stuhl vermählen! 10. Gott selbst mit seinen Angesicht wird ewig mich er⸗ quicken; ihn werde ich in sei⸗ nem Licht zur Wonne mir er⸗ blicken. Und was all meine Le⸗ benszeit von ihm mir Guts ge⸗ schehen, das wird im Licht dei Ewigkeit vor meinen Augen stehen. Phil. Jak. Spener, geb 1635, 4 17⁰⁸ 1. Wer weiß, wie nah⸗e mir mein En⸗de! hin geht die Zeit, her kommt der Tod. Ach, wie geschwinde und be-hen-de kann kommen meine To⸗ des ⸗nothl 2—— 0——— .— 2 FPD B VI Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am früh⸗ en Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, und wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. machs nur mit mei⸗nem En⸗de gut. Mein Gott, ich bitt durch Chri⸗ sti Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sey für und für und seufze stets in allen Fällen: Herr, wie du willt, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 5. Mach immer süßer mir erwackt,H reuden, Glauben gh WMich dotthh, ssend, taush Vewig Heilh ulcleh 0 onn engeltihh m verklärth Hottes Sfl st mit seihs ewig mich h de ich in sü, Zonne mir all meine HW. mir Guth g im Licht MU, 5 einen Aughl; lommtder L0 CTo⸗ des am Gn⸗de g it durch Oll ir mit meih i Zett ml 10 70 Hl Wsfesu. 1, Wie A. ul Mil chist Reilem E r M sir den Himmel und immer bittrer Diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sey worgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 6. Ach, Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu zu, darin ich mich fest glaubig winde; das gibt mir die er⸗ sehnte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sey Le⸗ ben oder Tod; ich leg die Hand ün seine Seite und sage: mein err und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf; daher bist du mir auch gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, 54. Vom Tode. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. 443 ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 9. Ich habe Jesu Leib geges⸗ sen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kann er meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 10. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Chri⸗ sti Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 11. Ich leb indeß mit dir vergnüget und sterb ohn alles Kümmerniß; mir. wie mein Gott es füget, ich glaub und bin es ganz gewiß; durch deine Gnad und Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Aem. Juliane von Schwarzburg⸗ Rudolstadt(5), geb. 1637, 4 1706. Crüger.(1653.) 1658. + I 2 ,. ———————— + — + 1 N — 2— I— —.t':— + 1. Lieb⸗ster Je⸗su! laß mich nicht, wenn der Tod die Glieder bricht, . schau auf mich, wenn ich muß kämpfen, hilf, daß ich ihn mö⸗ge dämpfen, Hel .—.8 ESESEE II + E:— 2W335—— 1— I—* N * 2 12 14———.— H und durch dei⸗nen Kreu⸗zes ⸗ tod ü⸗ber⸗win⸗den al⸗le Noth. 2. Treuer Jesu! laß mich nicht, denn du bist ein Arzt der Schwachen; ja, du hast dich mir verpflicht, daß du willt mich selig machen; meine Kräfte nei⸗ mic sich, o mein Jesu! stärke mich. ö 3. Starker Jesu! laß mich nicht, weil ich doch an dir nur hange; mich erschreckt zwar das —4⁴ Gericht, und die Sünde macht mir bange; aber dein Verdienst und Huld decket alle meine Schuld. 4. Süßer Jesu! laß mich nicht, wenn du siehst, ich soll gesegnen; führe mich, du bist mein Licht, laß die Engel mir begegnen, daß sie mich zur sü⸗ ßen Ruh tragen nach dem Him⸗ mel zu. 5. Treuer Jesu! laß mich Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. Vom Tode. nicht, denn ohn dich will ich nicht sterben; Niemand, wie dein Mund selbst spricht, kann ohn dich den Hoid erben; darum bleib, ach bleib in mir, daß ich selig sterb in dir. 6. Jesu! laß auch diese nicht, so dann bitter um mich weinen; laß dein gnädig Angesicht ihnen stets mit Trost erscheinen; zeuch sie aus dem Ungemach endlich in den Himmel nach! Bach. Herrmann, geb. 1643, 4 1716. 1715⁵ S— SSPSPSPSPIPPIPIPIPIPIFIFIF 25 ö 5. n 1. Ich ster⸗be täͤg⸗lich, und mein Le⸗ben eilt immerfort zum Gra⸗be hin. Wer kann mir ei⸗nen Bür⸗gen ge⸗ben, ob ich noch morgen le⸗bend bin? — 8——— FF———— e, DIRSSSSEEEEEEEEEE 57——— +—— 1— +——— ů— + Die Zeit geht hin der Tod kommt her; ach, wer nur immer ser⸗tig waͤrl 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, ist immer reif zu Sarg und Grab; der Apfel, der den Wurm schon heget, fällt endlich unversehens ab. Der alte Bund schleußt Keinen aus; mein Leib ist auch ein Todtenhaus. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten; er kommet oft as Dieich d und fordert uns ins Reich der Todten; wohl dem, der Haus und Herz be⸗ stellt! Denn ewig Unglück oder Glück hängt nur an einem Au⸗ genblick. ö 4. en aller Herren, Tod und Leben hast du allein in dei⸗ ner Hand. Wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich je⸗ den Seigerschlag an meinen Abschied denßn mag. 5. Es kann vor Abend an⸗ ders werden, als es am Mor⸗ en mit mir war. Den einen Fut hab ich auf Erden, den andern auf der Todtenbahr. Ein kleiner Schritt ist nur da⸗ Ein wo ich der Würmer Speise in. 6. Ein einzger Schlag kann alles enden, und Fall und Tod beisammen seyn. nur mit Vaterhänden und schleuß in Christi Tod mich ein, daß, wann der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 7. Vielleicht kann ich kein Doch schlage iet I pir Ihen sd 0. will d, I. cht, h Lecheh in m it. iese mih Weinch icht ihsn en ʒ o h ends 3,4 Ill 1 e hil hend bal i9 W ah 10 Mah end M. Vom Tode. Wort mehr sagen, wenn Auge, Mund und Herz sich schleußt. Drum bet ich bei gesunden Ta⸗ sen: Herr, ich befehl dir mei⸗ sen Geist! Verschließen meine lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 8. Kann ich die Meinen gicht gesegnen, so segne du sie nehr als ich. Wenn lauter Thränen mir begegnen, o Trö⸗ 944. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. 44⁵ ster, so erbarme dich und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich seyn. 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den Himmel auf; verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich 20 dir hinauf; so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig seyn. Benjamin Schmolck, geb. 1672, + 1737. Crüger.(1653.) 1658. N — 2 * ——— DEE qs — ů 81 ——6 — 1. Mei⸗ne Le⸗benszeit verstreicht, und wie we⸗nig ists vielleicht, stündlich eil ich zu dem Gra⸗be; das ich noch zu le⸗ben ha⸗be? — 1—— EH Lun— 1=.. I. DEEEEEE—.— H — 14——1 II H Denk, o Mensch, an dei⸗nen Tod, 2. Lebe, wie du, wann du tirbst, wünschen wirst, gelebt u haben. Güter, die du hier ürwirbst, Würden, die dir Men⸗ shen gaben, nichts wird dich in Tod erfreun; diese Güter snd nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Je⸗ sum liebt, nur ein ruhiges Ge⸗ wissen, das vor Gott dir Zeug⸗ liß gibt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott 2.—5 ist des Todes Freudig⸗ eit. 4. Wenn in deiner letzten Noth Freunde hülflos um dich heben, dann wird über Welt und Tod dich dieß reine Herz (rheben; dann erschreckt dich lein Gericht, Gott ist deine Zu⸗ hersicht. — saume nicht; dennEins ist noth. 5. Daß du dieses Herz er⸗ wirbst, fürchte Gott und bet und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Lern nicht nur den Tod nicht scheun, lern auch seiner dich erfreun. 6. Ueberwind ihn durch Ver⸗ traun, sprich: Ich weiß, an wen ich gläube, und ich weiß, ich werd ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: es ist vollbracht! nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein ver⸗ senken; sprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich stets bedenken; lehre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, + 1769. 446 545. Mel. Valet will ich dir geben 2. Vom Tode. Teschner. 1615. — 1. Die auf der Er⸗de wal⸗ Sie blüh⸗en auf und fal⸗len, len, die Sterb-li⸗chen sind Staub. des To⸗ des sich⸗rer Raub. S......sx6ꝓéscRTRłR&ł&ůVã TRS⸗ü⸗S Ver⸗ bor⸗gen ist die Stun⸗de, da Got⸗ tes Stim⸗me rust; —— ————————————— *———————— 0. doch je de, je ⸗de Stun⸗ de 2. Getrost gehn Gottes Kin⸗ der die öde, dunkle Bahn, zu der verstockte Sünder verzweif⸗ lungsvoll sich nahn, wo selbst der freche Spötter nicht mehr zu spotten wagt, vor dir, vor seinem Retter, erzittert und ver⸗ zagt. 3. Wann diese Bahn zu Deun dein Will einst mir ge⸗ eut, wann nahe vor mir ste⸗ hen Gericht und Ewigkeit, wann meine Kräfte beben, und nun das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder, hilf mir in dieser Angst, der du zum Heil der Sünder selbst mit dem Tode rangst. Und 546. Mel. Jesus, meine Zuversicht ꝛc. bringt näh⸗er uns der Gruft. wenn des Kampfes Ende ge⸗ waltiger mich faßt, nimm mich in deine Hände, den du erlöset hast. 5. Des Himmels Wonn und Freuden faßt nie ein sterblich Herz. O Trost für kurze Lei⸗ den, für kurzen Todesschmerz! Dem Todesüberwinder sey ewig Preis und Dank! Preis ihm, der für uns Sünder den Kelch des Todes trank. 6. Heil denen, die auf Er⸗ den sich schon dem Himmel weihn, die aufgelöst zu werden mit heilger Furcht sch freun! Bereit, es Gott zu geben, wann er, ihr Herr, gebeut, gehn sie getrost durchs Leben hin zur Unsterblichkeit. Aus dem bayr. Gesangbuche v. 1811. Crüger.(1653.) 1658. ———.—— 3——.—5—.—.—. Ene 1. Geht nun bin und grabt mein Grab, von der Er⸗de scheid ich ab, denn ich bin des Wanderns mü ⸗de; denn mir ruft des Himmels Friede, — — 0 1.3.— ED..‚.‚‚. — 2——.— H.— I +2*ÆW 4.— 5——— 4.—— —. denn mir ruft die sü ⸗ße Ruh von den Engeln dro⸗ ben zu. sterhl urze K6 f euwmn ehl i N icht h. 00 ö 653) — 320. srüg e⸗d 1 0 Vom Tode. 2. Geht nun hin und grabt nein Grab; meinen Lauf hab sch vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Ird⸗ she endet; lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden goch in dem dunklen Thale ma⸗ hen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand erwehz wann die Winde drü⸗ er wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden schei⸗ den! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden sind nur keiden, deine Schönheit Unbe⸗ tand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis in weite Ferne, reise hin zu jenem Hlanz, worin ihr erbleichet ganz. 6. Ihr, die nun in Trauer 447 geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde; was von oben nie⸗ derweht, tröstet ja des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig seyn. 7. Weinet nicht, daß ich nun will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irr⸗ thum will, aus dem Schatten, aus dem Schemen, aus dem Eitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein sü⸗ ßes Heil, meinen Heiland hab ich funden, und ich habe auch mein Theil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein heilges Blut floß der gan⸗ zen Welt zu Gut. 9. Weint nicht! Mein Er⸗ löser lebt; hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hamens schwebt, und der immelsheld, der Glaube, und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, geb. 1768 Tod und Begräbniß von Kindern. + + + T. + —— ..—— SSS. — 1—— 001 ——.— .: SIII——— EX—— — dich, o mein Kind, mein Wil⸗lle, mein Herz und Wunsches Fül⸗le. 4⁴8⁸ 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Welt⸗ gut ewiglich mir wünschen und erwählen. Ich wollte sagen: Bleib bei mir; du sollst seyn meines Hauses Zier; an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut; Gott aber meints noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Muth; in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr; Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, draus Alt und Jun⸗ gen in aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach mei⸗ nem Sohn; und der mir ihn gegeben, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. Ich sprech: ach weh! mein Licht verschwindt; Gott spricht: willkomm, du liebes Kind; dich will ich bei mir ha⸗ ben und ewig reichlich laben. Vom Tode. Mel. Herzlich thut mich ꝛc. 5. O süßer Rath, o schönes Wort, und heilger, als wir denken! Bei Goktt ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; bei Gott kann Keinem Leid ge⸗ schehn; wen Gott versorgt und liebet, wird Wmmeurer be⸗ trübet. 6. Ach, sollt ich doch von ferne stehn und nur ein weni hören, wenn deine Sinne st erhöhn und Gottes Namen eh⸗ ren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den auch du geheinat bist; ich weiß, ich würde müssen vor Freuden Thränen gießen. 7. Nun es sey ja! und bleib also: ich will nicht um dich wei⸗ nen; du lebst und bist von Her⸗ zen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh, da leb und bleib nur immerzu; wills Gott, werd ich mit Andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, geb. 1606, + 1676. Haßler. 1613. —————— —. 1—— *——.—. 1. So hab ich ob⸗ ge⸗ sie-get; mein Lauf ist nun voll⸗bracht. — 5—— ...————..— —— ů Ich bin gar wohl ver⸗gnü⸗ get; zu tau ⸗ send gu= ter Nacht! 1 + . —8 Ihr a⸗ber, mei⸗ne Lie⸗ben, thut nicht so äng ⸗stig⸗ lich. Tubt. — — Vom Tode. 449 1—— H S.SPꝑPIPIP PI I II I— 9— 4 2. Denkt, Vater, wie viel Sorgen, wie manche wache Nacht, wie manchen düstern Morgen ein liebes Kind oft nacht. Was ihm kann wider⸗ sfahren, das fürchtet, der es lebt; den Kummer könnt ihr paren, drum seyd doch unbe⸗ trübt. 3. Ach, Mutter, laßt die gähren, stellt euer Klagen ein, des Höchsten sein Begehren das nuß erfüllet seyn; warum ihr setzo weinet und gar so kläglich thut, das ist sehr wohl gemei⸗ let: Gott machet alles gut. 4. Die Freude, die sich reget hei einem Wandersmann, wenn r die Reis hinleget und kom⸗ net glücklich an, die Freude, die mpfindet ein Schiffer, wenn ir schier ein sichern Hafen fin⸗ det, die spür ich jetzt bei mir. 5. Fahr hin, o Angst und Schmerzen, fahr immer, immer hin! Ich freue mich von Her⸗ zen, daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend Freuden in mei⸗ nes Schöpfers Handz mich trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 6. Die noch auf Erden wal⸗ sen in irrthumsvoller Zeit, ver⸗ nögen kaum zu lallen von froher Ewigkeit. Viel besser, wohl sestorben, als in der Welt ge⸗ Was wollt ihr euch be trü⸗ ben? Stehts doch sehr gut um mich. lebt; die Schwachheit ist ver⸗ dorben, worinnen ich geschwebt. 7. Schmückt meinen Sarg mit Kränzen, wie sonst ein Siegsmann prangt. Aus je⸗ nen Himmelslenzen hat meine Seel erlangt die ewig grüne Krone; die werthe Siegespracht rührt her von Gottes Sohne, der hat mich so bedacht. 8. Noch netzet ihr die Wan⸗ en, ihr Eltern, über mir; euch hat das Leid umfangen, das Herze bricht euch schier. Des Vaters treue Liebe sieht sehn⸗ lich in mein Grab; die Mut⸗ ter stehet trübe und kehrt die Augen ab. 9. Ich war euch nur geliehen auf eine kurze Zeit. Will Gott mich zu sich ziehen, so werfet hin das Leid und sprecht: Gott hats gegeben, Gott nimmts! er hat es Recht, bei ihm steht Tod und Leben; der Mensch ist Gottes Knecht. 10. Daß ihr mein Grab müßt sehen, zeigt unsern schwa⸗ chen Stand. Daß es sobald geschehen, thut Gottes Vater⸗ hand. Gott wird das Leid euch stillen; ich sterbe nicht zu jung; wer stirbt nach Gottes Willen, der stirbt schon alt genung. Gottfr. Wilh Sacer. geb. 1635, 4+ 1699. 29 Mel. Es ist genug ꝛc. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Ahle. 1662. — — ILI + 4— ED 2 Q 7— + IEEESSESEEEE E 1. Zeuch hin, mein Kindl denn Gott selbst sordert dich aus die⸗ ser ar⸗gen Welt. Ich lei⸗ de zwar, dein Tod be⸗trü⸗bet mich; doch weil es Gott gefaͤltt, V—.— + 35 so un⸗ ter⸗laß ich al⸗les Kla⸗ gen. und will mit filelem Geiste sa⸗gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. Zeuch hin, mein Kind! der Schöpfer hat dich mir nur in die Welt geliehn. Die Zeit ist weg; darum befiehlt er dir, jetzt wieder abzuziehn. Zeuch hin! Gott hat es so versehen, was dieser will, das muß ge⸗ schehen; zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, da wird kein Schmerz er⸗ fragt. Hier müssen wir in Aengsten schweben; dort kannst du ewig fröhlich leben; zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! wir folgen alle nach, so bald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude; zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die Krone weist. Nun wohl, dein Seelchen ist entbunden, du hast im Herren überwunden: zeuch hin, mein Kind! Gottsr. Hoffmann, geb. 1658, + 1712. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 550. Eigne Melodie. 1535. .——2 5 D———— 1. Es ist ge⸗wiß⸗lich an der Zeit, daß Gottes Sohn wird kom⸗men in sei⸗ner gro⸗ßen Herrlichkeit, zu rich⸗ten Bös und From⸗men. + —— 5 ... D — 2 I + ———.— L + I 2 n ** ann wird das La⸗chen wer⸗den theur, wann al⸗les wird vergehn im Feur, I — +2—*— 0— 5—— N — I— 1 wie Pe⸗trus da⸗ von schrei⸗ bet. 2 Ieng Do 7 shet ild ershs Heme Htha Ahle. Ile N en Wl Hottgefth — ein Rs u Kh babo lest fhs 10— nge fchl fi Freldh lchen in, M offmahh . Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 2. Posaunen wird man hö⸗ ren gehn an aller Welte Ende. Darauf bald werden auferstehn all Todten gar behende. Die aber noch das Leben han, die vird der Herr von Stunde an berwandeln und verneuen. 3. Darnach wird man able⸗ sen bald ein Buch, darin ge⸗ schrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden han getrieben; da dann gewißlich Je⸗ dermann wird hören, was er hat gethan in seinem ganzen Leben. 4. O weh demselben, welcher hat des Herren Wort verach⸗ et, und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut ge⸗ rachtet. Der wird fürwahr ar kahl bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christo in die 0 5. Jesu, hilf zur selben 451 Zeit von wegen deiner Wun⸗ den, daß ich im Buch der Se⸗ ligkeit werd eingezeichnet fun⸗ den. Daran ich denn auch zweifle nicht; denn du hast ja den Feind gericht und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürspre⸗ cher sey, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf daß ich sammt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O Jesu Christ, du machst es lang mit deinem jüngsten Tage! Den Leuten wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Uebel. Amen! Barth. Ringwaldt, geb. 1530, + 1598. 551. Eigne Melodie. 1599. ů *I— EDEEDSSEEeSSeeeSe eee e..—.D..D..— — 1. Wa⸗chet auf, rust uns die Stimme Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗se Stun⸗de; der Waͤchter sehr hoch auf der Zin⸗ne; sie ru⸗ fen uns mit hel⸗lem Munde: Q +..— * wach auf, du Stadt Je⸗ ru⸗ sa⸗ lem! wo seyd ihr klu⸗gen Jungfrauen? — —— Wohl⸗auf, der Bräut⸗gam kömmt! *—— + —.— I I — —— + ——— Zr steht auf, die Lampen nehmt! Hal⸗le⸗lu⸗ja! —.... —. Macht euch be⸗ reit ———.— E 4 E IH——e—.— — ‚I‚‚. zu der Hoch ⸗zeit; 2. Zion hört die Wächter sngen; das Herz thut ihr vor Freuden springen; sie wachet und steht eilend auf. Ihr 29* 45² Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werthe Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und hal⸗ ten mit das Abendmahl. 3. Gloria sey dir gesungen mit Menschen- und mit Engel⸗ Auferstehung,‚ Gericht und ewiges Leben Eigne Melodie. zungen, mit Harfen und mit Cymbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore an dei⸗ ner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je ge. spürt, kein Ohr hat je gehört solche Freude. Des jauchzen wir und singen dir das Halle⸗ luja für und für. Phil. Nicolai, geb. 1556, 4 1609. Melch. Frank7 1663. ——.————+ Je⸗rusa⸗lem, du hoch⸗ge⸗bau⸗te Stadt, wollt Gott, ich wär in dir; — —.. ———.———— PI —.—9 mein sehnlich Herz so groß Ver⸗langen hat und ist nicht mehr bei mir. 2 b—.—.— — Weit ü⸗ ber Berg und Tha⸗ le, V weit ü⸗ ber bla ⸗ches Feld 2——— ——.—————* e. — 0 2— +* schwingt es sich ün⸗ ber 2. O schöner Tag und du viel schönste Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Got— tes treue Hände zum auser⸗ wählten Pfaͤnd, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. Im Augenblick wird sie erheben sich bis an das Firma⸗ ment, wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich die Stätt der Element, fährt auf Eliä Wa⸗ gen mit großer Engelschaar, die sie in Händen tragen, umge⸗ ben ganz und gar. —— al⸗ 8le — und eilt aus die--ser Welt. 4. O Ehrenburg, sey nun gegrüßet mir, thu auf die Gna⸗ denpfort; wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bö⸗ sen Leben, aus jener Nichtig⸗ keit, und mir Gokt hat gegeben das Erb der Ewigkeit. 5. Was für ein Volk, was für ein edle Schaar kommt dort gezogen schon? Was auf der Erd von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Je⸗ sus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Thränenlandz r i9 und u zon zuhh de an N im Chqh m daih at je g je gehh Jjauch 06 Hahs 1556, f 100 Franb! l r in diz r bei mi⸗ —— N . Balk, umt af M n Ml „ De th n llach Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 6. Propheten groß und Pa⸗ triarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell um⸗ geben, mit sonnenlichtemStrahl. 7. Wann dann zuletzt ich an⸗ gelanget bin im schönen Para⸗ deis, von höchster Freud erfül⸗ let wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Hal⸗ 553. Mel. O wie selig seyd ꝛc. 45³ leluja reine man singt in Hei⸗ ligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit, 8. Mit Jubelklang, mit In⸗ strumenten schön auf Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und lieblichen Getön sich regt der Freudensaal, mit hunderk⸗ tausend Zungen, mit Stimmen noch vielmehr, wie von Anfang gesungen das große Himmels⸗ heer. Joh. Matth. Meyfart, geb. 1590, 4 1642. J. Crüger. 1649. 11— ö— —————— — + + + —. 1. O wie mö⸗ gen wir doch un⸗ ser Le⸗ ben so der Welt und —4.—— + +— —.—5 1 1 + E2 —. ö — — ——.— + 2 — E ih ⸗ rer Lust er⸗ge⸗ ben, und uns selbst s hei⸗den von der Frommen ů—— SSSSEEEEEEE .——. Ruh und tau⸗send Freu⸗ den? 2. Müssen wir nicht auch nach kurzen Jahren zu den Todten in die Grube fahren? Es wird geschehen, daß ein Je⸗ der seinen Lohn soll sehen. 3. Wenn die Welt ihr Ende nun genommen, und der Rich⸗ ter wird vom Himmel kommen, der wird entdecken alles, was wir meinten zu verstecken. 4. O was wird er für ein Urtheil fällen, wenn er unser Thun wird vor sich stellen, wenn er wird finden, wie wir hie gelebt in lauter Sünden? 5. O Herr Christe, wollest meiner schonen, und mir Sün⸗ der nach Verdienst nicht loh⸗ nen! Ich will verlassen alle Welt und ihre Lüste hassen. 6. Forthin soll mein Leben dir zu Ehren nimmer sich von deinem Wort abkehren. Dein will ich bleiben; keine Wolt soll mehr von dir mich treiben. 7. Deine Gnadenthür steht Allen offen, die auf dich in die⸗ sem Leben hoffen; die ohn dich sterben, müssen dort mit Leib und Seel verderben. 8. Darum schließ ich mich in deine Wunden, da ich meinen Sünden Rath gefunden; dein Kreuz und Leiden führet mich zu wahren Himmelsfreuden. Heinrich Albert, geb. 1604, + 1668. 454 554. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Eigne Melodie. J. Crüger. 1649. — — 4 ö EE 4 Diiix —— ————— .SS...— 1. O wie se⸗lig sepd ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den * + 1 E —— —. + Z— DSISSSIEEEEEEEE E—— ———— uns noch hält ge⸗ san⸗ gen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eu⸗ rer Kammer, sicher und befreit von allem Jammer. Kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Thränen; habt das schon, wornach wir uns erst sehnen; 555. Eigne Melodie. euch wird gesungen, was durch Keines Ohr allhie gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den n für die Welt ererben? er wollt hie bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm, uns auszuspannen; lös uns auf und führ uns bald von dan⸗ nen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, geb. 1605, 4 1659. Crüger. 1653. *.— 4——— HI+————.— 9————&SSSEE ———3..—..—.—— 4.—. 4—.————— —.— 1— + I 1. O E⸗wig⸗ keit, du Donner-wort! O Schwert, das durch die Seele bohrt! O Eswig⸗keit, Zeit oh⸗ne Zeit! Ich weiß vor gro⸗ßer Traurig⸗keit —0 ———., .— 5———————— O An⸗fang son⸗der En⸗de! —8 Wn Hn wen 00 mein ganz erschroscknes Herz er⸗ bebt, — E————— 1 daß mir die Zung am Gau⸗men klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt, und ganz wird auf⸗ gehoben. nur kein Ziel; sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer Die Ewigkeit hat vas duth drunggh lte dm , konh los von dij lle, ist x reud u 05H U ruger, La — Seekebcl Waunl W — = == — —— t f l Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. ib zu toben. Ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer stirbet nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang! O ewig, ewig ist u lang! hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusammt der roßen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts st zu finden weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht; wie strafest du den bö⸗ sen Knecht so hart im Pfuhl der Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du die lange Pein bestellt. Ach, nimm es wohl zu Herzen! Betracht es oft, o Menschen⸗ 556. Eigne Melodie. 455 kind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind.——. ö 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf; ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit; es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag. Wer weiß doch, wann er sterben mag? 6. O Ewigkeit, du Donner⸗ wort! O Schwert, das durch die Seele bohrt! O Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor großer Lamen nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wann es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt. Johann Rist, geb. 1607, + 1667. Hintze 2 1680. I— E I ——. + +* +—7 l . 1. Al⸗le Menschen müssen ster⸗ben, was da le⸗bet, muß ver⸗der⸗ben, — al⸗les Fleisch ver⸗geht wie Heu; soll es an- ders wer⸗den neu; *.—.—. —. .—— — U EE ———. 1 437— + r 2+ +* die⸗ ser Leib der muß ver⸗we⸗ sen, wenn er anders soll ge⸗ne⸗sen 0— *V I I 1 IIIISSIID‚e 200 ——————— .——— I————v——— .—. ö der so gro⸗ ßen Herr⸗lich⸗ keit, die den Frommen ist be⸗reit. 2. Drum so will ich dieses Leben, wann es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in To⸗ desnoth ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestor⸗ ben, und sein Tod ist mein Ge⸗ winn; er hat mir das Heil er⸗ worben: drum fahr ich mit Freud dahin, hier aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde i schauen die Dreieinig⸗ eit. 4⁵⁶ 4. Da wird seyn das Freu⸗ denleben, da viel tausend See⸗ len schon sind mit Himmels⸗ glanz umgeben, stehen da vor seinem Thron, da die Seraphi⸗ nen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. ö 5. Da die Patriarchen woh⸗ nen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet die gezwölfte Zahl, wo in so viel kausend Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Halleluja hörn. Eigne Melodie. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 6. O Jerusalem, du schöne, ach, wie helle Haärhel du! Ach, wie lieblich Lobgetoͤne hört man da in sanfter Ruh! O der gro⸗ ßen Freud und Wonne! jetzund gehet auf die Sonne, jetzund ö gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erbli⸗ cket diese große Herrlichkeit; jetzund werd ich schön geschmü⸗ cket mit dem weißen Himmels⸗ kleid; mit der goldnen Ehren⸗ krone steh ich da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Johann Georg Albinus, geb. 1624, 4+ 1679. Rosenmüller. 1649. — u. ur——3.—— +—. 1. Welt, a⸗de, ich bin dein mü⸗de, ich will nach dem Him⸗mel zu; 94—.— 72———— I—— SDeeeeeeeEeeeeee.... L. I I— +——— I I I + + da wird seyn der rech⸗te Frie⸗ de und die stol⸗ze See⸗ len⸗ruh. + I SSDSDSSSSIIII — Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lau⸗ter Ci⸗tel⸗keit; 4— *.—..— T— 2—— +—.. ————— in dem Him⸗mel al=le zeit 2. Wenn ich werde dahin kommen, bin ich aller Krank⸗ heit los, und der Traurigkeit entnommen, ruhe sanft in Got⸗ tes Schoß. In der Welt ist Angst und Noth, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit Friede, Freud und Se⸗ ligkeit. Frie⸗de, Ruh und Se⸗lig⸗keit. 3. Was ist hier die Erden⸗ freude? Nebel, Dunst und Herzeleid; hier auf dieser schwarzen Haide sind die La⸗ ster ausgestreut. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit; in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. du schön ö—— hort mn der guß el jehun e, jetun kein Ed hon erbh rlichkeh geschntz Himmelh n Ehrih⸗ e Frend men kanh 19 Mbinlt, „+ 1bld. nüller. 169 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 4. Unaussprechlich schöne sin⸗ get Gottes auserwählte Schaar. Heilig, Heilig, Heilig! klinget in dem Himmel immerdar. Welt, bei dir ist Spott und Hohn und ein steter Jammer⸗ ton; aber dort ist allezeit Frie⸗ de, Freud und Seligkeit. 5. Nichts ist hier denn lau⸗ ter Weinen, keine Freude blei⸗ bet nicht; will uns gleich die Sonne scheinen, so verhemmt die Nacht das Licht. Welt, bei dir ist Angst und Noth, Sor⸗ gen und der bittre Tod; in dem Himmel allezeit Friede, Ruh uUnd Seligkeit. 6. Nun es wird dennoch ge⸗ schehen, daß ich auch in kurzer Zeit meinen Heiland werde sehen in der großen Herrlich⸗ keit. Denn bei uns ist lauter Noth, Müh und Furcht, zuletzt der Tod; aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. O, wer nur dahin gelan⸗ 558. Eigne Melodie. 457 get, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten Kronen pranget, und die Stimme schwingt em⸗ por! Denn die Welt hat Krieg und Streit, all ihr Thun ist Eitelkeit; in dem Himmel alle⸗ zeit Friede, Ruh und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch anbrechen? Stunden, o wann schlaget ihr? daß ich mich doch mög besprechen mit dem Schön⸗ sten für und für. Welt, du hast nur Sturm und Streit, lauter Qual und Traurigkeit; aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 9. Jetzt will ich mich fertig machen, daß mein Thun vor Gott besteh, daß, wenn alles wird zerkrachen, es heißt: kom⸗ me, und nicht: geh. Welt, bei dir ist Angstgeschrei, Sorge, Furcht und Heuchelei; in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Johann Georg Albinus. geb. 1624, 4 1679. Crüger.(1653) 1658. SSSE.. .— ———.— H I*—— und mein Hei⸗ land, ist im Le ⸗ ben. EE——.— ———.— DPDEDEeeeee. „— 2. Jesus, er mein Heiland, lebt. Ich werd auch das Leben schauen, seyn, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? mir auch für Ge⸗ Hatehn macht: 3. Ich bin durch der Hoff⸗ nung Band zu genau mit ihm verbunden. Meine starke Glau⸗ benshand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm tren⸗ nen kann. 45 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 4. Ich bin Fleisch und muß natürlich ein; nachmals werd daher auch einmal zu Aschen ich geistlich seyn. ö werden; das gesteh ich, doch 8. Seyd getrost und hocher⸗ wird er mich erwecken aus der freut! Jesus trägt euch, meine Erden, daß ich in der Herrlich⸗ Glieder; gebt nicht Statt der keit um ihn seyn mög allezeit. Traurigkeit! sterbt ihr, Jesus 5. Dann wird eben diese ruft euch wieder, wenn die letzt Haut mich umgeben, wie ich Posaun erklingt, die auch durch gläube; Gott wird werden an⸗ die Gräber dringt. geschaut dann von mir in die⸗ 9. Lacht der finstern Erden⸗ sem Leibe, und in diesem Fleisch kluft; lacht des Todes und der werd ich Jesum sehen ewiglich. Höllen! denn ihr sollt euch 6. Dieser meiner Augen durch die Luft eurem Hei⸗ Licht wird ihn, meinen Heiland, land zugesellen. Dann wird kennen; ich, ich selbst, kein Schwachheit und Verdruß lie⸗ Fremder nicht, werd in sei⸗ gen unter eurem Fuß. ner Liebe brennen. Nur die 10. Nur, daß ihr den Geist Schwachheit um und an wird erhebt von den Lüsten dieser von mir seyn abgethan. Erden, und euch dem schon 7., Was hier kranket, seufzt jetzt ergebt, dem ihr beigefügt und fleht, wird dort frisch und wollt werden. Schickt das herrlich gehen. Irdisch werd Herze da hinein, wo ihr ewig ich ausgesät; himmlisch werd wünscht zu seyn. i ier i Louise Henriette, Ghurfürstin von 35 auferstehen Hie geh ich Braudenburg, geb. 1627, 4+ 1667. 0 559. Mel. Valet will ich dir ꝛc. Teschner. 1615. —0 —— 1——— 1— 2—— 2, + + C—. E 2— — + 1— 1— II ——.— 5 1. Er⸗mun⸗tert euch, ihr Frommen, zeigt eu⸗rer Lam⸗pen Schein! Der A-bend ist ge⸗ kom⸗men, die fin⸗stre Nacht bricht ein. * *———.——— *————————— 7 Es hat sich auf-⸗ge⸗ ma ⸗chet der Bräu⸗ ti⸗ gam mit Pracht; ——* 4— ..—— —— 2*——— 2— 2——— auf! be⸗tet, kämpft und wa⸗chet, bald ist es Mit⸗ ter-macht. 2. Macht eure Lampen fer⸗ tigam ist nah; begegnet ihm im tig und füllet sie mit Oel, und Reihen und singt Halleluja! seyd des Heils gewärtig, be⸗ 3. Ihr klugen Jungfraun reitet Leib und Seel; die Wäch- alle, hebt nun das Haupt em⸗ ter Zions schreien: der Bräu⸗ por mit Jauchzen und mit 0 waß hothy „ Mnn tatt di „/ Nsh die d ich duth Erdes⸗ und du lt each M. Hl Wiah ruß l⸗ Gef diůst schhl eigefih Et d, r ehh stin von „ll ner. Iöli Shil ct Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Schalle zum frohen Engelchor. Die Thür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsgenossen! der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang ver⸗ ziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blü⸗ hen; der schönste Frühlings⸗ schein verheißt Erquickungszei⸗ ten; die Abendröthe zeigt den schͤnen Tag von weiten, davor das Dunkle weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freu⸗ digen Geberden und seyd nicht mehr betrübt; es sind die Freu⸗ denstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwun⸗ den, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seyd, sollt 560. 459 nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mit leben und regieren, und vor des Lam⸗ mes Thron mit Jauchzen tri⸗ umphiren in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespal⸗ men; hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Waizenhalmen im Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. 8. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf; geh auf, erwünschte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben nn und Hände nach der rlösungszeit. Laur. Laurentit, geb. 1660, 4 1722. Mel. O Jesu Christ, meins ꝛc. 1680. ö ö — ——— .— 01.5 ö 1. O Sünden⸗mensch, be⸗denk den Tod, der letzten Stun⸗de Angst und Noth; V—.—— 4..—— 2— 1—————— 2—— V— .—‚DD‚DDi‚D‚———— D 1 2 mach dich mit wah⸗rer Buß bes reit, 2. Besitzest du die ganze Welt mit höchster Ehr und allem Geld, erfreut es dich ein kleine Zeit und dienet nicht zur Ewigkeit. 3. Erschallt in deinen Ohren nicht: ihr Todten, kommet vor Gericht? Ist doch der jüngste Tag nicht weit, dem folgen wird die Ewigkeit. 4. Wenn du begehrest Got⸗ tes Huld, so meid der Sünden schwere Schuld, die wider deine zu le⸗ ben in der E⸗wig ⸗keit. Seele streit: so bist du frei in Ewigkeit. 5. Unzählig ist der Sternen Tand die Tropfen und der Sand am Meer; doch haben sie Maß, Ziel und Zeit und gleichen nicht der Ewigkeit. 6. Besinn und denke fort und fort, was ewig! für ein Don⸗ nerwort. Ach, keiner Zeiten Zeit befreit dich von der ewgen Ewigkeit. —— + Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Mel. Jesus, meine Zuversicht: ꝛc. Crüger,(1653) 1658. — I + J ——— 0 bis wir dort nach Ka⸗na⸗an 1. Sim⸗mel⸗ an geht un⸗sre Bahn; wir sind Gä⸗ste nur auf Er⸗ den, durch die Wü⸗ste kommen wer⸗den⸗ 2. Himmelan schwing dich, mein Geist! denn du bist ein himmlisch Wesen und kaͤnnst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir uU, wenn ich ihn im Worte höte; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hinge⸗ höre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmel⸗ fahrt. 4. Himmelan! denk ich all⸗ zeit, wann er mir die Tafel decket, und mein Geist hier all⸗ bereit eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Rost im Jammerthal folgt des Lammes Hochzeitmahl. Gott erleuchter Sinn kehrt in Mel. Valet will ich dir ꝛc. 0— ————— — 2—.— 4— 1t E— Hier ist un ⸗ ser Pil⸗grims⸗stand, dro⸗ben un⸗ ser Va⸗ter⸗land. 5. Himmelan! mein Glaube zeigt mir das schöne Loos von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen je⸗ nen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimath füh— ren, da ich über alle Noth ewig werde triumphiren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freu⸗ dig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmel⸗ an! das soll meine Losung blei⸗ ben. Ich will allen eitlend ahn durch die Himmelslust vertrei⸗ ben. Himmelan steht nur mein ——— bis ich in dem Himmel in. Benjamin Schmolck, geb. 1672, + 1737. Teschner. 1615. 562. —— 2————H 4 Ich geh zu dei⸗nem Gra⸗be, weil ich die Hoff⸗nung ha⸗be, du gro⸗ßer O⸗ ster⸗fürst, daß du mir zei⸗ gen wirst, — + I— —————— —.—.————. — I 2— 2 2 —— I 5— + HN auch mit den Him⸗mels⸗ er⸗ben —.— wie man kann sröh- lich ster⸗ben und fröh lich auf⸗xer⸗stehn, 0. 7 —* + 2 I—— , ——*———1— 2 2——— 1— 5 ins Land des Le⸗ bens gehn. *—— (1653) löh — Ers d, er⸗dah. + ler⸗lash. NGlanh Lood bn eig sch Son denn ihl hegen 6 mich du iath fihe th eiwi sus gehl ich flel himmeh Iug blez uW verttt zur Mii Hinn 2. l. ner Iilt ⸗ s I Wuls, chn. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub 10 legen, was zu dem Staube kehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an die⸗ sem Orte habe; du drückst die Augen zu, so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht ver⸗ geht; ich werde den wohl schau⸗ en, der mir zur Seiten steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab be⸗ deckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tod erweckt. Mel. Unser Herrscher, unser ꝛc. — 461 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wo⸗ hin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben in meiner letz⸗ ten Noth. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Oelberg zeigen, wo man gen Himmel fährt; da will ich fröhch stei⸗ en, bis daß ich eingekehrt in alems Friedenshäuser; da heißts: Halleluja! da trägt man Siegesreiser; ach, wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck, geb. 1672, + 1737. Neander? 1680. 563. ——— — * I— HD————— .. D— S.S.......... *—9— 1. D Je⸗ ru⸗ sa⸗lem, du schö⸗ne, da man Gott be⸗ stän⸗ dig ebrt und das himmli⸗sche Ge⸗tö⸗ne: Hei- lig, Hei⸗lig, Hei⸗lig! bört; SS —.—.—.—— ach, wann komm ich doch ein⸗mal 2. Ach, wie wünsch ich, dich zu schauen, Jesu, liebster See⸗ lenfreund, dort auf deinen Sa⸗ lemsauen, wo man nicht mehr klagt und weint, sondern in dem höchsten Licht schauet Got⸗ tes Angesicht! 3. Komm doch, führe mich mit Freuden aus der Fremde hartem Stand; hol mich heim nach vielen Leiden in das rechte hin zu dei ⸗ner Bür⸗ger Zabl? Vaterland, wo dein Lebens⸗ wasser quillt, das den Durst auf ewig stillt. 4. O der auserwählten Stätte, o der Wohnung voller Zier! Ach, daß ich doch Flügel hätte, mich zu schwingen bald von hier nach der neuerbauten 92 welche Gott zur Sonne at! 5. Soll ich aber länger blei⸗ 462 ben auf dem ungestümen Meer, wo mich Sturm und Wellen treiben durch so mancherlei Be⸗ schwer, ach, so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker seyn. 6. Laß dein Angesicht nur 564. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. winken, so ist Wind und Meer gestillt. Christi Schifflein kann nicht sinken, wär das Meer auch noch so wild; obgleich Mast und Segel bricht, läßt doch Gott die Seinen nicht. Nach Friedr Conrad Hiller, aus dem Württemberger Gesangbuch. Neander 2 1680. — Mel. Unser Herrscher, unser ꝛc. + — 5.—2 NI PPFPPPFPPIFPIPIPIPIPIPIPIPITITITITITIIII —1.——— DDee— 4.—.——.— 3— 1. Wer sind die vor Got⸗tes Throne? was ist das für ei ⸗ ne Schaar? trã get je ⸗der ei ⸗ ne Kro⸗ne, glän⸗ zen wie die Sterne klar; 9 D., S 1— 4+—3—— SSSSSIEIAIAIIII——— VL.——— + + I 1——— I I I Woal⸗ lem= 34 s Een al, 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, wann er seinen Feind Eund hingestrecket in den and? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget die⸗ sen Sieg? 3. Wer find die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, angethan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl ge⸗ rungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Tod be⸗ zwungen, folgend nicht dem sündgen Heer, die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlit⸗ ten Trübsal, Schmerzen, Angst und Noth, im Gebet auch oft H65. 5 mit dem hochgelobten ott. Nun hat dieser Kampf lo⸗ben Gott mit hoh em Schall. ein End; Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zweige eines Stammes, der uns Huld und n gebracht; haben in dem lut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets er⸗ schienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht be⸗ reit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligthum. 8. Dahin streck auch ich die Hände, o Herr Jesu, zu dir aus; mein Gebet ich zu dir wende, weil ich noch in deinem Siri hier auf Erden steh im treit; treibe, Herr, die Fein⸗ de weit. 9. Hilf mir in dem Kampfe siegen wider Sünde, Höll und S N Ind Mon flein kum as Men Höobgleh icht, Sah nicht. Hiller, Gesangbuc uder 2 1680 Schaar Llar; — N Schall ihr La ige eint uld uus in den Kleide schnüch gen nuh steth e cster hy Nacht be d 600 ehr fihl m SI ich N ö V heisel steh sl e Helh gunhs. V Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Welt; laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus al⸗ ler Noth, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 10. Daß mein Theil sey bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind, daß auch ich der Noth entnommen, als dein dir getreues Kind dann, ge⸗ 463 nahet zu dem Thron, nehme den verheißnen Lohn. 11. Welches Wort faßt diese Wonne, wann ich mit der heil⸗ gen Schaar in dem Strahl der reinen Sonne leuchte wie die Sterne klar! Amen, Lob sey dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinr. Theobald Schenck, 4 1727. 565. Mel. Wachet auf, ruft ꝛc. 1595. al .— en DSDDEE— 1. Se⸗lig sind des Himmels Er⸗ben, die Tod⸗ten, die im Her⸗ ren ster⸗ben, Nach den letz⸗ten Au⸗ gen ⸗bli⸗cken des T odesschlummers folgt Entzücken, e —5 H1 f—— K—— + + +— +——— + C* EI——— 0— zur Auf⸗er⸗steh⸗ ung ein⸗ge⸗ weiht. Im Frie⸗den ruh⸗ en fie, folgt Wonne der Un⸗sterb⸗lich⸗keit. T + + 1 —— — Q *— 3—— . — *————— los von der Er⸗de Muh. Ho⸗si⸗ an⸗na! or Got⸗tes Thron, — — 1—.——.— N SS— 1 N I—— +2 I +7 LEI — zu sei⸗ nem Sohn, 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sey dir, Ver⸗ söhner, Jesu Christ! Ihr, der Ueberwinder Chöre, bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er sank, wie wir, ins Grab, wischt unsre Thränen ab, alle Thränen! Er hats vollbracht! nicht Tag, nicht Nacht wird an des Lammes Throne seyn. 3. Nicht der Mond, nicht = be⸗glei⸗ten ih⸗re Wer⸗ke sie. mehr die Sonne scheint uns alsdann; er ist die Sonne, der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, nun bist du, Heil, uns Brtcl, much nicht mehr im Dunkel, nicht von fern! Nun weinen wir nicht mehr, das Alte ist nicht mehr, Halleluja! Er sank hinab, wie wir, ins Grab. Er ging zu Gott, wir folgen ihm. Friedr. Gontlieb Klopstock, geb. 1724, + 1803. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 464 566. Mel. Es ist gewißlich an ꝛc. 1535 ————— — 1. Groß wird des Sün⸗ders E⸗lend seyn, un⸗ end⸗lich schwer zu tra⸗ gen. Ach, un⸗ter des Ge⸗wis⸗sens Pein wird sei⸗ne See ⸗le za⸗ gen, —— EEIESIIII ——— 6 DDD 2—.—————————— E wann ihn, den nichts zur Buße weckt, 5 der Tag des Welt⸗ge⸗richts er⸗schreckt, W— — I 2—.—ß.— + 8—— + +, +*——..— + +* +7— zur Re chen⸗ schaft ihn for⸗dert. 2. Verschwendet ist die Gna⸗ denzeit! Wie viele seiner Stun⸗ den sind in dem Dienst der Eitelkeit vergebens ihm ver⸗ schwunden! Er hat des Lebens Zweck verfehlt, o welche Reu ergreift und quält zu spät nun seine Seele! 3. Wo bleibt nun jedes eitle Gut, worauf sein Wunsch sich lenkte? Wo bleibt der Stolz, der Uebermuth, womit er An⸗ dre kränkte? Gebeugt ist jetzt sein trotzig Herz, und jede Lust wird nun in Schmerz, in Pein und Qual verwandelt. 4. Nun flucht ihm, wer des Lasters Bahn, durch ihn ver⸗ führt, erwählte; nun klagen ihn die Seelen an, die er aus Bosheit quälte; und jeder Schmerz, durch ihn vermehrt, und jedes Glück, durch ihn ge⸗ stört, tritt furchtbar ihm vor Augen. 5. Des Richters ernste Stim⸗ me spricht: Weicht von mir, Uebelthäter! und selber sein Gewissen spricht: Du bist ein Uebelthäter! Von Gottes An⸗ gesicht verbannt, fühlt er, was sonst er frech verkannt: Gott ist gerechter Richter. 6. O Sünder, sichre Sünder, eilt, euch reuvoll zu bekehren! Laßt nicht, weil das Gericht verweilt, euch durch den Wahn bethören, zur Beßrung sey noch immer Zeit, und fern sey noch die Ewigkeit, fern des Gerich⸗ tes Strafe. 7. Sie kömmt, ihr mögt, was Gott euch droht, bezweifeln oder glauben; und leicht kann euch ein schneller Tod die Zeit zur Beßrung rauben. Jetzt noch will Gott Erbarmer seyn, will eure Sünden noch verzeihn. O suchet seine Gnade! Joh. Christi. Grot, geb. 1733, + 1800. eh Hoh 0 ögt/Wo W cht kahl ie 0 er chhj i 1 H-d 0 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 465⁵ 567. Mel. O Ewigkeit, du ꝛc. — rrnrr.(n. . Der un⸗fre Menschheit an sich nahm, als er uns zu ver⸗ söh⸗ nen kam, nicht fern ist sei⸗ ner Zukunft Zeit, in al⸗ ler sei⸗ner Herr⸗lich⸗keit ID XL + + + + I HI Crüger. 1653. —.— 4* SSEIT II....... — 2————————— kommt einst zu rich⸗ten wie⸗der; 400 steigt Je⸗sus dann her⸗nie ⸗ der; vernimms, o Welt, und beß ⸗re dich! * — 2 2— 4 II — +.— + + 1 H D.l— +—— 7“DSer Tag des Schre⸗ckens nah⸗ et sich! 2. Warum verzeucht er? sragt der Spott. Wo bleibt der Sünden Rächer, Gott? Hört, Sünder, hörts mit Be⸗ hen: euch, die ihr frech ihm wi⸗ derstrebt und in der Bosheit sicher lebt, zur Beßrung Frist ju geben! Doch bald ist euer Maß erfüllt; bald kommt der Richter und vergilt! 3. Dann öffnet um euch her sich weit der Abgrund jener Ewigkeit mit allen seinen Schrecken; dann wird euch, wann der Richter droht, nicht Berg und Meer, nicht Grab und Tod vor seinem Zorne decken; denn nun nicht mehr erbarmt er sich, und sein Ge⸗ richt ist fürchterlich. 4. Wann furchtbar seiner Donner Schall und tönender Posaunen Hall der Erde Grund erschüttern, und plötzlich nun der Bau der Welt wankt, kra⸗ chend stürzt, in Trümmern fällt, wann selbst die Himmel zittern, und vor den Richter hinge⸗ rückt der Spötter glaubet und erschrickt: 5. Dann ist nicht mehr zur Buße Zeit; wo werdet ihr Barmherzigkeit und Gnad und Rettung finden, die ihr der Bosheit Maß noch häuft? Fühlt, eh euch dieser Tag er⸗ greift, die Lasten eurer Sün⸗ den, daß ihr nicht selbst euch einst verflucht und in Verzweif⸗ lung Lindrung sucht. 6. Mein Herz erschrickt; es bebt in mir mein Innerstes, o Gott, vor dir, ich bin ein Mis⸗ sethäter! Begnadige, wenn dein Gericht auch mir mein ewig Urtheil spricht, mich, Herr, den Uebertreter! Du, der die Sünder nicht verstößt, du, Jesu, hast auch mich erlöst! 7. Tag Gottes, Tag der Ewigkeit, du predigst uns den Werth der Zeit laut mit des Donners Stunme! Reizt, Men⸗ schen, nicht durch eure Schuld den Gott der Langmuth und Geduld, daß er nicht schyell ergrimme; denn schrecklich wird der Sünder Pein, und groß der Frommen Wonne seyn! Sottfr. Bened. Funk, geb. 1734, 4 1814. 30 466 508. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Mel. Straf mich nicht ꝛc.(Rosenmüller 1655 7) 1694 *—————— PPPPIPIPIPIPIPIPIPIPIPITIPITIFTITITITI.I... V I—— + ĩ.——— I. Herr ich bin dein Ei⸗ gen⸗thum, dein ist auch mein Le⸗ ben; mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mirs ge⸗ ge⸗ ben. 2 ——— ———— 6665 —*4.——.———— Vã⸗ter⸗lich führst du mich auf des Le⸗ bens We⸗ gen al 2 7—— +— 4+.— + 1— —ẽ4..—1 I— WS... 32———— mei⸗ nem Ziel ent⸗ge⸗gen. 2. Einst kommst du mit gro⸗ ßer Kraft zum Gericht auf Er⸗ den, und ich soll zur Rechenschaft dann gerufen werden. Dein Gericht schonet nicht, Richter aller Welten; du, du willst vergelten. 3. Weh dann mir in Ewig⸗ keit, wenn ich deine Gabe, mei⸗ ne Kräfte, meine Zeit hier ge⸗ mißbraucht habe! Wehe mir, hab ich hier sie nicht treu ver⸗ — 8 sorglos sie verschwen⸗ et! 4. Möchte täglich dein Ge⸗ richt mir vor Augen schweben! Möcht ich immer meiner Pflicht treu zu bleiben streben! daß ich nie thöricht sie außer Au⸗ gen Ruel nie sie frech Wener 5. Lehre mich gewissenhaft meine Tage zählen, eingedenk der Rechenschaft, nur, was gut ist, wählen. Gib, daß ich ernst⸗ lich mich täglich und auch heute darauf vorbereite. 6. Zeigt sich erst die Ewig⸗ keit furchtbar in der Nähe, o dann ist es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad erflehe. Wann der Tod schon mir droht, kann ich deinen Willen, Herr, nicht mehr erfüllen. 7. Mein Gewissen sttafe mich gleich bei jeder Sünde, daß ich, Mittler, bald durch dich Gnade such und finde. Rufe du dann mir zu: such in mir dein Leben, dann ist dir vergeben. 8. Einst am Tage des Ge⸗ richts werd ich mit den Frommen zu dem Anschaun deines Lichts gnädig aufgenommen. Wonne⸗ voll, Jesu, soll dich im höhern Leben dann mein Dank erhe⸗ ben. Balth. Münter, geb. 1735, 4 1793. Register. [Nach den Nummern der Lieder.] 055) LN 3 —— Nr. ö Nr. (ch bleib bei uns, Herr Jesu 314 Christe, du Lamm Gottes... 187 Rebn Ich bleib mit deiner Gnade 21 Christen erwarten in allerlei 505 e⸗ ah, Ich Gott des Himmels, lasse 28 Christ fuhr gen Himmel... 135 —. 10 Gont erhör mein Husen 23 227 weut Gerechtigleit 118 9——. ott, gib du uns deine rist ist erstanden —.— 9, Gott 91 Herr, wie groß 338 Christ lag in Todesbanden. 117 Ich Gott, verlaß mich nicht. 24 Christ, unser Herr, zum.. 182 —. Ich, Gott vom Himmel... 301 Eüriaus—6 ist mein Leben. 193 — Ich Gott, wie manches 405 Christus ist erstanden 11 —, Herre, du gerechter Gott 506 Danlet, danket Gott mit.. 206 Ich wie flüchtig, ach wie nichtig 534 Das alte Jahr ist nun dahin 74 Ich, wie heilig ist der Ort.. 173 Das alte Jahr vergangen 73 ich en Ach, wir armen Sünder... 91 Das liebe neue Jahr geht an 72 uch huh Ich, wundergroßer Siegesheld 140 Das walte Gott, der helfen. 449 Mlein Gott in der Höh. 164 Das walt Gott Vater und Gott 433 ie Eol Mlein zu dir, Herr Jesu Christ 337 Deines Gottes freue dich.. 367 500 Ale Menschen müssen sterben 556 Dein Wort, o Herr, bringt. 324 Mähhh Illes ist an Gottes Segen.. 260 Dein Wort, o Höchster, ist.. 310 eht Jesus an dem Kreuze.. 106 Dennoch bleib ich stets an.. 421 e. u m Kreuz erblaßßt 110 Der Abend kommt, die Sonne 481 oht h In dir allein, an dir hab.. 346 Der du, Herr Jesu, Ruh und 113 Uuf, auf, ihr meine Lieder. 443 Der du kannst nichts, als gütig 499 err, Iuf, auf, ihr Reichsgenossen. 52 Der du uns als Vater liebest 160 guf, anf mein Herrz 32 Der Glaube macht allein. 350 sttafe W0 Luf, Christen, laßt uns unsern 277 Der Glaub ist eine Zuversicht 235 , dah! 0 Luf, Christenmensch! auf, auf 371 Der Herr, der aller Enden. 258 ic uf Christi Himmelfahrt allein 139. Der Herr ist Gott und keiner 248 du un Luf diesen Tag bedenken wir 136 Der Herr ist mein getreuer 264 . ün zusertehn, ja auferstehn... 330 Der Hölle Pforten ind... 124 ein VU, Luf Gott und nicht auf... 399 Der lieben Sonne Licht und 475 ö ö guf, ihr Heiden, lobet 331 Der Sabbath ist vergangen 489 des 10 Aus one en u iin 3235 3054 i Tan ist el 1 9e. 495 0 us Gnaden soll ich selig.. er Tag mit seinem Lichte Pag gus meines Herzens Grunde 432 Der Thron der Weltbeherrscher 181 l 6 Aus tiefer Noth laßt uns.. 175 Der unsre Menschheit an.. 567 x Wal ILus tiefer Noth schrei ich... 174 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht 296 m hohl! Hefiehl du deine Wege.... 409 Die auf der Erde wallen.. 545 ant ach. Mei dir, Jesu, will ich bleiben 211 Die Christen gehn von Ort 228 Heescher uns, Herr, das täglich 458 Die Feinde deines Kreuzes. 326 15 Meschränkt, ihr Weisen dieser 356 Die güldne Sonne, voll Freud 439 — — — Meschwertes Herz. leg ab... 34 Die belle Sonn leucht 43¹1 Het⸗Gemeine, heilge dich... 29 Die Herrlichkeit der Erden.. 537 Wleib ja bei min 42 Die Himmel rühmen 2⁴47 Bringt her dem Herren Lob. 10 Die Macht der Wahrheit.... 330 Ehriste, du Beistand deiner.. 317 Die Nacht ist kommen, drin. 464 Christe, du bist der helle Tag 463 Die Nacht nunmehr vergangen 454 30² 468 Register. Nr. N. Dieß ist der Tag, den Gott. 71 Freuet euch, ihr Christen.. 66 Dieß ist die Nacht, da mir 68 Die Sonn hat sich mit ihrem 468 Dieß sind die heilgen zehn.. 302 Die Sünden sind vergeben.. 362 Dir, dir, Jehova, will ich. 26 Dir, höchster Herr und König 180 Dreieinigkeit, der Gottheit. 167 Du bist in die Welt gekommen 271 Du bist zwar mein und bleibest 547 Du dreimal großer Gott.. 165 Du großer Schmerzenmann 95 Du, Herr, bist meine Zuversicht 263 Du Herr der Seraphinen... 255 Du, meine Seele, singe.... 249 Durch Adams Fall 266 Durch Trauern und durch.. 77 Du unerforschlichs Meer der 186 Du Vater deiner Menschenkinder 379 Du wesentliches Wore 270 Edler Geist im Himmelsthrone 170 Ein feste Burgg Ein Jahr der Sterblichkeit.. 170 Ein Jahr geht nach dem. 80 Ein Lämmlein geht und trägt 98 Ein reines Herz, Herr 372 Eins ist noth; ach Herr.. Ei, wie so sanft entschliefest. Erhalt uns, Herr, bei... Erhebe dich, o meine Seel. Erinnre dich, mein Geist... Ermuntert euch, ihr Frommen. Ermuntre dich, mein schwacher. Erneure mich, o ewges Licht. Erschienen ist der herrlich... Es fähret heute Gottess Es hat der Herr zu allen.. Es ist das Heil uns Es ist genug, so nimm. Es ist gewißlich an der Zeit 550 2*** 2 2 Es ist nicht schwer, ein Christ 393 Es ist vollbracht! Er ist... 107 Es ist vollbracht, Gott Lob.. 536 Es kostet viel, ein Christ.. 392 Es woll uns Gott genädig. 3²28 Ewig, ewig bin ich dein. 209 Fahre fort, fahre fort, Zion 32⁰0 Fang dein Werk mit. 494 Freu dich sehr, o meine... 530 Freuet euch, ihr Gottes Kinder 85 Fröhlich soll mein Herze.. 69 Früb morgens, da die Sonn 129 ür alle Güte srr 484 Edente mein 2² Geht hin, ihr gläubigen... 244 Gebt nun hin und grabt mein 546 Geist vom Vater und vom.. 299 Gekreuzigter, zu deinen Füßen 430 Gelobet sey der Herr, mein 166 Gelobet seyst du, Jesu Christ 5 Gelobt sey Gott im höchsten 119 Gib dich zufrieden und sey stille 410 Gott, deine Gnade bringt uns 366 Gott, deine Güte reicht so weit 30 Gott, den ich als Liebe kenne 508 Gott, der Vater, wohn uns. 163 Gott der wirds wohl machen 201 Gott des Himmels und der 43 Gott, dir gefällt kein..... 349 Gott, du Licht, das ewig.. 446 Gott, durch dessen Wort.... 253 Gottes Sohn ist kommen.. 60 Gottes und Marien Sohn 260 Gott fäbret auf gen Himmel 141 Gott, gib einen milden Regen 156 Gott ist gegenwärtig; lasset. 242 Gott ist mein Horrt 309 Gott ist mein Liedd.. 2⁴⁶ Gott ist und bleibt getreu.. 426 Gott lebet noch 4¹⁸ Gott Lob! Der Tag ist nun 475 Gott Lob! die Woch ist auch 486 Gott Lob! ein neues Kirchen⸗ a Gott Lob! Ein Schritt zur„478 Gott Lob! ich bin anfs Neu. 205 Gott Lob! Nun ist die Nacht 451 Gott Lob! Nun ist erschollen 502 Gott, mein einziges Vertrauen 391 Gott ruft der Sonn und.. 8ʃ1 Gott sey Dank durch alle Welt 45 Gott sey gelobet und gebenedeiet 202 Gott sorgt für dich, was... 4ʃ4 Gott Vater, höre unsre Bitt. 183 Gott Vater, sende deinen Geist 297 Gott versiegle nun das Wort 43 Gott, vor dessen Angesichle.—3 *** vom. Füßen Mein. u Chrit zöchsten sey stille ngt uns so weit be kenne zut Ii6 Mal, je Mcn Register. Nr. Hott wills machen, daß die 424 Großer Gott von alten Zeiten 33 Großer Immanuel, schaue von 321 Großer Mittler, der zur. 272 Hroß wird der Sünder Elend 566 Halleluja, jauchzt, ihr Chöre 132 Halleluja! Lob, Preis und.. 169 Halt im Gedächtniß... 196 Heiland, deine Menschenliebe 274 err Christe, treuer Heiland. 92 Herr, deine Allmacht reicht.. 252 Herr, deine Rechte und Gebot 384 Herr/ dein Wort, die edle⸗ 308 Herr, der du als ein stilles 200 Herr, der du deinen Namen. 82 Herr, der du in der Höhe 347 Herr, der du mir das Leben 485 Herr, der du vormals hast.. 503 Herr, du hast für alle Sünder 19⁵ Herr, du wollst uns vorbereiten 201 Herr, es ist von meinem Leben 477 Herr Gott, der du den Ehestand 221 Herr Gott, dich loben wir.. OHerrGott, dich loben wir, regier 504 Herr Gott, du bist von Ewigkeit 251 Herr Gott, nun schleuß den. 528 Herr Gott, Vater Kun 460 Herr, ich bin dein Eigenthum 568 Herr, ich bitte dich, erwähle 498 Herr Jesu Christ, dein theures 354 Herr Jesu Christ, dich zu uns 36 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut,— sieh doch... 21² Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, wir kommen. 191 Herr Zesu Christe, Gottes Sohn 46 HerrJesuChriste, mein getreuer 193 Herr Jesu Christ, wahr Mensch 518 Herr Jesu, deine Angst und Pein 102 Herr Jesu, der du selbst von 219 Herr Jesu, Gnadensonne. 25 Herr Jesu, Licht der Heiden. 89 Herr, mein Licht, erleuchte.. 311 Herr, mein Versöhner, der du 400 Herr, nun laß in Friede.. 531 Herr, öffne mir die Herzensthür 37 Herr, obne Glauben kann... 237 Herr, stärke meinen schwachen 380 Herr, stärke mich, dein Leiden 109 469 Nr. Herr, nnser Gott, laß nicht„513 Herr, von unendlichem... 27⁵ Herr, vor deinem Angesicht. 41 Herr, wie du willst, so schicks 52¹1 Herr, wie sind noch viel. 333 Herr Zebaoth, dein heilges. 30⁵ Herzlich lieb hab ich dich.. 18 Herzlich thut mich verlangen 52⁴4 Herzliebster Jesu, was hast. 93 Heut trinmphiret Gottes. 12¹ Hilf, Helfer, hilf, du kannst. 428 Hilf, Helfer, hilf in Angst.. 40⁴ Hilf, Herr Jesu! laß gelingen 76 Himmelan geyht unsre Bahn 561 Hinunter ist der Sonnenschein 465 Hirte deiner Schafe 480 Höchster, denk ich an 3⁴48 Höchster Gott, durch deinen 452 Höchster Tröster, komm..... 159 Hosianna Davids Sohne. 51 Hosiannal Davids Sohn kommt 53 Hüter, wird die Nacht der.. Jauchzet Gott in allen Landen 128 Jauchzet, ihr Himmelll. 69 Ich armer Mensch doch gar. Ich armer Mensch, ich armer 215 Ich bin bei Gott in Gnaden 351 Ich bin ein Gast auf Erden 533 Ich bin getauft auf deinen. Ich bin ja, Herr, in deiner. 5³ Ich bin im Himmel Ich danke dir für deinen Tod 103 Ich danke dir, o Gott, in.. Ich erhebe mein Gemüthe... Ich freue mich, mein Gott. Ich geh zu deinem Grabe... Ich glaube, daß die Heiligen 323 Ich habe nun den Grund... Ich bab in Gottes Herz und 411 Ich hab in guten Stunden. Ich bab mich Gott ergeben.. Ich komme, Herr, und suche. Ich komme vor dein Angesicht 31 Ich lasse Gott in allem. 417 Ich lobe dich von ganzer.. 322 Ich ruf zu dir, Herr Jein.. 17 Ich schäme mich des Heilands. 278 Ich singe dir mit Herz und. 6 Ich sterbe täglichhh. 5⁴43 470 Ich und mein Haus wir sind Ich weiß, an wen ich gläube Ich weiß, an wen mein Glaub Ich weiß, mein Gott, daß. Ich weiß von keinem andern Ich will dich immer treuer. Ich will dich lieben, meine.. Ich will von meiner Missethat Je größer Kreuz, je näher.. Jehova, Jehova, Jehova. Jerusalem, du hochgebaute. Jesaja, dem Propheten, das. Jesu, bittend kommen wir.. Jesu, deiner zu gedenken.... Zesu, deine tiefen Wunden. Jesu, der du meine Seele. Jesu, der du wollen büßen. Jesu, geh voran Jesu, großer Wunderstern.. Jesu, hilf siegen, du Fürste. Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Leben... Jesu, meines Lebens Leben.. Jesus Christus herrscht als.. Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod Jesus Christus, unser Heiland, der von uns 2— Jesus ist mein Leben. Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht,... ZJesus nimmt die Sünder an Jesus soll die Losung seyn.. Ihr Christen auserkoren.... Ihr Eltern, gute Nacht.... Immanuel! der Herr ist hier In allen meinen Thaten. In Christi Wunden schlaf ich In dich hab ich gehoffet I.... In dieser Morgenstund will. Ist Gott für mich... Komm auf uns, o Geist des Komm, Gott Schöpfer, heiliger Komm, heilger Geist, o Schöpfer Komm, heiliger Geist, Herre. Komm, o komm, du Geist des Kommst du, kommst du, Licht Kommt her, ihr Christen, voller Register. Nr. 49⁵ 236 239 259 358 293 283 3⁴4 42² 172 Kommt und laßt euch Jesum 385 König, dem kein König 2⁷⁷ Lasset mich mitFreuden sprechen 184 Lasset uns mit Jesu ziehen.. 389 Laß mich dein seyn und... 10 Laß, Vater, deinen guten Geist 369 Liebe, die du mich zum Bilde 2l. Liebster Jesu, laß mich nicht 549˙ Liebster Jesu, wir sind hier, dei⸗ nem Worte 18⁵ Liebster Jesu, wir sind hier, dich und Liebster Vater, soll es seyn.. 539 Lobe den Herren, den mächtigen d Lobe den Herren, o meine. 1ʃ Lobet den Herren alle, die ihn 440 Lobt den Höchsten, Jesus lebet 133 Lobt Gott, ihr Christen, alle 6l Mache dich, mein Geist, bereit 375 Mach, Herr, Ein Herz... 2²⁴ Machs mit mir, Gott, nach. 526 Macht hoch die Thür....... 44 Man lobt dich in der Stille 2ʃ0 Mein Auge wacht.. 48³ Mein bester Trost in diesem. 402 Mein erst Gefühl sey... 456 Meine Lebenszeit verstreicht„544 Meine Seel ist stille..... 4¹⁰ Meinen Jesum laß ich nicht. 28l Mein Gott, nun ist es wieder 444 Mein Heiland nimmt die.. 363 Mein Herz, gib dich zufrieden 420 Mein Jesu, der du vor dem 198 Mein Jesus ist ein Freund. 218 Merk, Seele, dir das große. 395 Mir istErbarmung widerfahren 360 Mir nach, spricht Christus.. 370⁰ Mit Ernst, o Menschenkinder 50 Mit Fried und Freud ich fahr 88 Mit meinem Gott geh ich.. 472 Mitten wir im Leben.... 5¹⁵ Morgenglanz der Ewigkeit. 442 Nimm von uns, Herr, du. 512 Nun bitten wir den heilgen. 149 Nun bricht die finstre Nacht. 488 Nun bringen wir den Leib.. 229 Nun danket alle Gott.... 3 Nun danket all und bringet. 5 Nun freut euch, Gottes Kinder 137 Nun freut euch,lieben Christen 265 „ 5 8 88589 9· sprechen iehen ud ten Geist m Bilde h ich nicht z hier, dei⸗ sehn., lächtigen meine.. die ihn sus lebet l en, ale ist bereit 1920 „nach. 0 0 90 0 nict. wiett x die. ufrieden oor den rennd A. grohe. erfahrel 0 Iistus. Heh. Hilder l. hussen 7 Register. Nr. Nun, Gott Lob! es ist.. 40 Nun jauchzet all, ibr Frommen 49 Nun kommt das neue 55 Nun laßt uns den Leib.... 225 Nun laßt uns gehn und... 75 Nun laßt uns Gott, dem... 457 Nun lob mein Seel den.. 2 Nun preiset alle. 4 Nun ruhen alle Wälder.. 470 Nun sich der Tag geendet hat 476 Nun sich der Tag geendet, mein 482 Nun sich die Nacht geendet hat 448 O daß ich tausend Zungen.. 11 O du allersüßte Freude 153 O du Liebe meiner Liebe... 104 O Durchbrecher aller Bande. 374 O du Schöpfer aller Dinge 214 O Ewigkeit, du Donnerwort. 555 O frommer Gott, ich danke, 497 O frommer und getreuer Gott 510 O Gott, der du das Firmament 507 O Gott, du frommer Gott.. 20 O Gott, du höchster Gnadenhort 38 O Gottes Sohn, Herr Jesu 234 O Gott, von dem wir alles 178 O Haupt voll Blut und.... 100 O heilger Geist, du ewger. 150 O heilger Geist, kehr bei uns 15⁴4 O heilige Dreieinigkeit..... 500 O heilige Dreifaltigkeit..... 434 O heiliger Geist, o heiliger.. 151 O Herre Gott, dein 303 O hilf, Christe, Gottes Sohn 90 O Jerusalem, du schöne... 563 O Jesu Christe, wahres Licht 329 O Jesu Christ, meins Lebens 522 O Jesu, du mein Bräutigam 192 O Jesu, Herr der Herrlichkeit 220 O Jesu, Licht und Heil der. 327 O Jesu, meines Lebens Licht 455 O Jesu, meine Wonne.. 204 O Jesu, süßes Lichht. 450 O Jesu, treuster Heiland mein 466 O Jesu, voller Kraft.. 342 O König aller Ehren. 83 O Lamm Gottes unschuldig.189 O Mensch, bedenk zu dieser.. 517 O selges Licht, Dreifaltigkeit. 462 O Sündeumeusch, bedenk... 560 47˙⁴ Nr. O Tod, wo ist dein Stachel 123 O Traurigkeit, o Herzeleid.. 112 O Vater der Barmherzigkeit, der 319 O Vater der Barmherzigkeit, ich 341 O Welt, ich muß dich lassen 516 O Welt, sieh hier dein Leben 99 O wie mögen wir doch unser 553 O wie selig seyd ihr doch, ihr 55⁴4 O wie selig sind die Seelen 290 Ringe rechtii.. 378 Ruhet wobl, ihr Todtenbeine 226 Rüͤstet euch, ihr Christenleute 376 Schaffe in mir, Gott, ein.. 188 Schaff in mir, Gott, ein reines 34⁵ Schaffet, schaffet, Menschenkinder 373 Schmitcke dich, o liebe Seele 194 Schmückt das Fest mit Maien 158 Schutzgott, dessen starke Rechte 256 Schwing dich auf zu deinem 353 Seele, du mußt munter.. 445 Seele, geh auf Golgatha... 108 Seelenbräutigmmmm 286 Seele, sey zufrieden. 4²3 Seele, was ermüdst du dich. 291 Seele, wenn du stets willst. 396 Selig sind des Himmels.. 565 Sey getreu bis an das Ende 388 Sey Gott getr 369 Sey Lob und Ehr dem höchsten 9 Sey mir tausendmal gegrüßet 101¹ Sey stille, müdgequältes Herz 429 Siegesfürst und Ehrenkönig⸗ 143 Sieh, dein König kommt zu 54 Sieh, wie lieblich und wie.. 394 So führst du doch recht selig 262 So hab ich obgesieget... 548 So hoff ich denn mit 238 So Jemand spricht: ich liebe. 397 So ist die Woche nun... 487 So komm, geliebte Todesstund 540 Sollt es gleich bisweilen... 415 Sollt ich aus Furcht vor.. 307 Sollt ich jetzt noch, da mir.. 401 Sollt ich meinem Gott nicht. 7 Sorge doch für meine Kinder 496 So ruhest du, o meine Ruh. 114 So wahr ich lebe, spricht... 339 Speis uns, Vater, deine Kinder 461 Straf mich nicht in deinem Zorn 176 47²2 Rr. Such, wer da willl 28⁰ Treuer Wächter Israeol. 514 Thut mir auf die schöne Pforte 35 Ueberwinder, nimm die Palmen 129 Unumschränkte Liebe, gönne„ 241 Unsre müden Augenlieder.. 474 Valet will ich dir geben.... 523 Vater unser im Himmelreich. 15 Vergib uns, lieber Herre Gott 23 Verlaß mich nicht, bis ich erkalte 365 Verleih uns Frieden gnädiglich 501 Versuchet euch doch selbst.... 390 Verzage nicht, du Häuflein. 316 Vom Himmel hoch da komm ich 58 Vom Himmel kam der Engel 59 Von des Himmels Thron. 210 Von Gott will ich nicht lassen 382 Vor deinen Thron tret ich. 438 Vor G'richt, Herr Jesu, steh ich 213 Wach auf, du Geist der ersten 332 Wach auf, mein Herz, die Nacht 126 Wach auf, mein Herz, und. 441 Wachet auf, ruft uns die... 551 Wär Gott nicht mit uns.. 312 Warum sollt ich mich denn.. 412 Was Goit thut, das ist wohl⸗ gethan, es bleib 416 Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan, so denklnen 179 Was ists, daß ich mich quäle 427 Was mein Gott will, das gischeh 403 Was willt du dich betrüben. 407 Weicht, ihr Berge, fallt. 361 Welt, ade, ich bin dein müde 557 Wenn Christus seine Kirche. 325 Wenn dein herzliebster Sohn 268 Wenn ich, o Schöpfer, deine 254 Wenn kleine Himmelserben.. 232 Wenn meine Sünd mich kränken 96 Wenn mein Stündlein. 52⁰0 Wenn wir in höchsten Nöthen 511 Werde Licht, du Stadt der. 84 Werde munter, mein Gemüthe 471 Wer den Ehstand will erwählen 492 Wer Gottes Wort nicht hält 398 Wer Gott vertraut, hat... 383 Wer ist wohl wie dn. 289 Wer nur den lieben Gott läßt 413 Wer recht die Pfingsten feiern 157 RNr. Wer sind die vor Gottes.. 564 Wer weiß, wie nahe mir mein 541 Wie fleucht dahin der Menschen 535 Wie Gott mich führt, so will 425 Wie groß ist des Allmächtgen 245 Wie groß, wie angebetet ist. 335 Wie heilig ist die Stätte hier 197 Wie herrlich ists, ein Schäflein 292 Wie herrlich strahlt der.. 8⁷ Wie schön ists doch, Herr Jesu 491 Wie schön leucht uns der.. 29 Wie soll ich dich empfangen 48 Wie wohl hast du gelabet... 203 Wie wohl ist mir, o Freund 281 Willkommen, Held im Streite 121 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns. 111 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser... 467 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom. 12⁵ Wir danken Gott für seine.. 459 Wir glauben all an Einen Gott, Echüpse 233 Wir glauben all an Einen Gott, Ater 168 Wir liegen hier zu deinen Füßen 17⁷ Wir Menschen sind zu dem. 304 Wir nahen uns, o Gottes... 207 Wir sind vereint, Herr Jesu. 336 Wir singen dir, Immanuel. 63 Wo Gott, der Herr, nicht bei 171 Wohl dem, der den Herren 386 Wohl dem, der Jesum liebet 306 Wohl dem, der in Gotts Furchte 490 Wohl dem Menschen, der nicht 387 Wohl einem Haus, wo Zesus 493 Womit soll ich dich wohl.... 12 Wo soll ich fliehen hin.... 3⁴⁰ Wunderbarer Gnaͤdenthron. 67 Wunderbarer König. 25⁰ Zeuch ein zu meinen Thoren 152 Zeuch hin, mein Kind.. 5⁴9 Zeuch uns nach dir 142 Zion, gib dich nur zufrieden 318 Zion klagt mit Angst und.. 315 Zum Himmel bist dyu.... 14⁵ Zween der Jünger gehn mit 134 Zwei Ding, o Herr, bitt ich. 381 U 5 E E EHA½ ÆÆre 13 Anhang kurzer Gebete, andan welche sämmtlich aus Habermanns Gebetbuch genommen find, 1 wil. mit Ausnahme des Reisegebetes und der den Sterbenden 45 in den letzten Zügen vorzusprechenden Gebete. et ist. te hier i. häflein Morgensegen am Sonntag. E. r Reu Herr, himmlischer Vater, ewiger Gott, gebenedeiet sey deine her,. göttliche Kraft und Allmächtigkeit, gelobet sey deine grundlose ngen Güte und Barmherzigkeit, gepreiset sey deine ewige Weisheit und bet.. Wahrheit, daß du mich in dieser gefährlichen Nacht mit deiner Freund A Hand bedecket und unter dem Schatten deiner Flügel hast sicher ruhen Streik l und schlafen lassen, auch vor dem bösen Feind und allen seinen M 1 heimlichen Listen und Tücken bewahret und ganz väterlich beschir⸗ 0 met. Darum lobe ich dich um deine Güte und um deine Wunder, .0 die du an den Menschenkindern thust, und will dich bei der Ge⸗ 9Nu meine preisen; dein Lob soll allweg in meinem Munde seyn, meine I Seele soll allzeit dich, meinen Herrn, rühmen und was in mir ist, eine.. 4 deinen heiligen Namen preisen, und will nimmermehr vergessen alles, Gott, was du mir Gutes gethan hast. So laß nun dir gefallen das 6 Lobopfer aus meinem Munde, welches ich dir des Morgens uOoth früh in Einfältigkeit meines Herzens bringe. Ich rufe zu dir von 0 ganzem Gemüth, du wollest mich heute diesen Tag auch behüten Zuhen 3 vor aller Gefahr Leibes und der Seelen und deinen lieben Engeln 16.% ber mir Pefehl chun, daß se miß dnen allen meinen We⸗ Icu. gen. Umgib mich zuringst mit deinem Schilde und führe mich auf muel. 8 dem Steig deiner Gebote, daß ich unsträflich wandele in deinem t Hei Dienst, wie die Kinder des Tages, zu deinem Wohlgefallen. Wehre mren. 5. dem bösen Feind und allen Aergernissen dieser Welt, darzu steure libeteh. meinem Fleisch und Blut, daß ich nicht, von ihnen überwältiget, zurhhe etwan gröblich wider dich handele und dich mit meinen Sünden nihl erzürne. Regiere du mich mit deinem heiligen Geist, daß ich nichts Hesub 10 vornehme, thue, rede oder gedenke, denn allein was dir gefällig H. und zu Ehren deiner göttlichen Majestät gereichet. Siehe, mein 105 0 Gott, ich übergebe und opfere dir mich heut ganz und gar W eigen in deinen Willen, mit Leib und Seele, mit allem Vermöoͤgen omn W. und Kräften, innerlich und äußerlich. Mache du mich dir zu einem 79165 Opfer, das da lebendig, heilig und wohlzgefällig sey, damit ich dir 1005 10 einen vernünftigen und angenehmen Gortesdienst leiste. Darum, wieden 90 du heiliger Vater, allmächtiger Gott, laß mich dein Eigenthum 10„ 00 seyn, regiere mein Herz, Seel und Gemüth, daß ich nichts, denn 4 10 dich, wisse und verstehe. Herr früh wollest du meine Stimme bören, früh will ich mich zu dir schicken und darauf merken, früh 47⁴ Abendsegen am Sonntag. will ich dich loben und des Abends nicht aufhören, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen! ö Abendsegen am Sonntag. Ewiger Gott, barmherziger Vater, ich hebe meine Haͤnde auf zu dir, wie ein Abendopfer, und sage dir von Herzen Lob, Preis und Dank, daß du mich diesen Tag und die ganze Zeit meines Lebens vor allem Uebel und Unfall durch den Schutz deiner lie⸗ ben Engel wider den bösen Feind gnädiglich beschirmet hast. Ich bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich un⸗ recht gethan habe, und mich heute diese Nacht ferner mit deinen heiligen Engeln umgeben, daß sie sich zuringst um mich lagern und eine Wagenburg um mich schlagen, auf daß ich des bösen Feindes Fallstrick und arger List möge entfliehen. Laß mich, dein armes Geschöpf, deiner Güte und Barmherzigkeit befohlen seyn. Schütze mich mit deinem ausgestreckten Arm; denn von Herzen be⸗ gehre ich dein des Nachts, dazu mit meinem Geist in mir wache ich allezeit zu dir. Ich harre deiner Güte, und meine Seele hoffet auf dich, lebendiger Gott; denn du bist meine Zuflucht und treuer Heiland. Siehe, Herr, wir schlafen oder wachen, so sind wir dein; wir leben oder sterben, so bist du ja unser Gott, der uns geschaffen hat. Darum schreie ich zu dir: laß deine Gnade nicht fern von mir seyn, beschirme mich mit deinem Schild. Erhalte mich, daß ich geruhiglich liege und sanft einschlafe und gesund wieder erwache. Decke mich in deiner Hütten zur bösen Zeit, verbirg mich heimlich in deinem Gezelt und erhöhe mich auf einen Felsen, so werd ich mir nicht grauen lassen; und ob ich schon wanderte im finstern Thal, werde ich kein Unglück fürchten; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. So verleihe mir nun deine Gnade, daß mein Leib schlafe, die Seele aber allzeit zu dir wache, und daß ich dich stets in meinem Herzen habe, und du nimmermehr aus meinem Gemüthe kommest, auf daß mich die Nacht der Sünden nicht über⸗ falle. Bewahre mich vor bösen, schändlichen Träumen, vor unruhi⸗ gem Wachen und unnützen Sorgen, vor argen, schweren Gedanken und vor aller Qual. Siehe, mein Gott und Herr, in deinen gnä⸗ digen Schutz befehl ich dir mein Leib und Seele(meine liebe Eltern, Geschwister) und Alle, die mir mit Blutfreundschaft oder sonsten verwandt sind. Du getreuer Gott und Vater, du hast uns ge⸗ macht, wir sind deiner Hände Werk und Schafe deiner Weide. Laß dirs gefallen, Herr, daß du uns errettest, wende deine Barm⸗ herzigkeit nicht von uns, laß deine Güte und Treue allweg uns behüten. Darum bedecke uns in dieser Nacht mit deiner Güte, um⸗ fahe uns mit deiner Gnade auf allen Seiten, unterlege uns mit deiner Barmherzigkeit, daß wir an Seel und Leib behütet werden. Amen! ö urch Nsn Hande g 'ob, Pu eit meinh deiner Y6 hast. A wo ich m mit deiz lich agen des bosh mich, db hlen schß Herzen ls mit wah eele hoft Ind trelt wir desh geschoft t fern. mich, N er erwach heinss Werd 6 m fisth Mir, ü ine Oulhy ind daß h s meisch licht I r unmil Oedalth nen gle ohe Ellesh. r sonft uns g Wohe Boll lweg ute, U⸗ hit deltn Msech. Morgen- und Abendsegen am Montag. 475 Morgensegen am Montag. O du unsterblicher, gütiger und barmherziger Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi, dieweil du deinem Volk im Gesetz ge⸗ boten hast, dir alle Morgen ein Brandopfer zu thun, dich damit zu loben und dir zu danken für deinen gnädigen Schutz, so bringe ich dir jetzt auch das Lobopfer, das ist, die Frucht meiner Lippen und preise deinen heiligen Namen, daß du mich durch deine große Gnade und Barmherzigkeit heut diese Nacht vor allem Uebel und Schaden an Leib und Seele behütet und wider meinen Wider⸗ sacher, den boͤsen Feind, ganz väterlich erhalten hast. Denn wo du nicht mein Schild und Beistand wärest gewesen, so hätte mich unzähliges Unglück verderbet, daß ich nicht gesund hätte mögen aufstehen. Darum danke ich dir jetzt billig für deine gnädige Be⸗ schützung. Weiter schreie ich zu dir aus Grund meines Herzens, und mein Gebet kommt früh vor dich, früh suche ich dich und bitte, du wollest mich mit allem, was mir zuständig ist, heut ferner be⸗ hüten vor der List und Gewalt des Teufels, vor Sünden, Schanden und allem Uebel. Komme du mir zuvor in dieser Frühstunde mit deiner Gnade, sintemal ich ohne dich nichts vermag, und hilf, daß ich an diesem Tage alle meine Werk in deinem Namen christlich anfahe und seliglich vollführe zu Ehren deiner göttlichen Majestät und zu Nutz meines Nächsten. Bewahre meine Seele, Verstand. Vernunft, Sinne und Gedanken, all mein Thun und Lassen, daß der leidige Teufel mir nicht könne schaden. Beschütze mich vor der Seuche, die im Mittag verderbet; behüte mich vor allen meinen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß sie mich mit ihren Listen und Tücken, mit all ihrer Gewalt und Bosheit, heimlich und öffent⸗ lich nicht können verletzen noch beschädigen. Herr Gott Vater und Herr meines Lebens, behüte mich auch vor unzüchtigem Gesichte und wende von mir alle böse Lüste. Laß mich nicht in Schlemmen und Unkeuschheit gerathen und behüte mich vor unverschämten Her⸗ zen. Hilf, daß ich durch deine Gnade das Aug, so mich ärgern will, ausreiße und von mir werfe durch Ablegung böser und un⸗ reiner Begierden des Herzens. Nimm von mir hinweg alles, was dir mißfällt und mir schädlich ist; gib mir, was dir wohlgefällt und mir nützlich ist, auf daß ich dir in wahrem Glauben diene. Siehe mich an, du Heiland aller Welt, mit den Augen deiner Barmherzigkeit und erleuchte mein Herz und Augen, daß ich wan⸗ dele in dem Glanz deiner Gnaden, so über mir aufgehet, auf daß ich dich, das ewige Licht, nimmermehr verliere. Amen! Abendsegen am Montag. du starker, lebendiger Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi, ich danke dir, daß du mich heute diesen Tag durch deinen 476 Morgensegen am Dienstag. göttlichen Schutz vor allem Schaden und Gefahr gnaͤdiglich behüͤtet hast, daß ich nicht bin kommen in Feuersnoth, daß mich Wasser⸗ fluthen nicht ersäuft haben, daß ich nicht bin gefallen in die Schärfe des Schwerts, daß mich die Feinde nicht ermordet und böse Leute nicht beschädigt haben, in Summa, daß ich nicht kommen bin in Gefährlichkeit Leibes und Lebens; das alles habe ich allein deiner Barmherzigkeit zu danken, der du mich auf allen meinen Wegen und Stegen behütest. Ich bitte nun ferner, du wollest mir ver⸗ geben alle meine Sünde, die ich wider dich gethan habe, und mich sammt Allen, so mir verwandt sind und zugehören, heut diese Nacht und die ganze Zeit unsers Lebens auch gnädiglich bewahren vor aller Angst und Beschwerniß, vor des Teufels List und Geschwin⸗ digkeit, damit er uns Tag und Nacht gedenket zu bestricken. Be⸗ hüte uns auch vor der schädlichen Pestilenz, die im Finstern schlei⸗ chet; bewahre uns vor dem Strick des Feindes. Errette uns, daß wir nicht kommen in das Netz des Jägers, so unserer Seelen nach⸗ stehet. Beschütze uns auch vor schweren Sichtungen und Gebrechen, vor Furcht und Schrecken des Feindes, vor allem Uebel Leibes und der Seelen; denn du bist mein gewaltiger Schutz, meine große Stärke, mein Schirm wider alle Pfeile des Satans, mein Licht in Finsterniß und Schatten des Todes. Du bist unsre feste Burg, unser Wehr und Waffen, unser Nothhelfer, auf den wir hoffen. Darum, du getreuer Gott, laß deine Augen über uns offen seyn und bewahre uns in dieser Nacht vor aller Gewalt und Anfech⸗ tung des bösen Feindes, sey unser Wächter und Hüter, umgib uns mit deinem Schutz, auf daß der Teufel uns nicht könne beschä⸗ digen; denn bei dir allein steht unser Heil, zu dir allein hebe ich meine Augen auf, daher mir Hülfe kommet; meine Hülfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erden gemacht hat. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen; wie die Augen der Mägde auf die Hände ihrer Frauen: also sehen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, bis er uns gnädig werde. Sey uns gnädig, Herr, sey uns gnädig; denn wir sind arm und elend. Erhebe über mich das Licht deines Antlitzes und erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tod entschlafe, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen! Morgensegen am Dienstag. Gelobet sey Gott, der Schöpfer Himmels und der Erden, gelobet sey der Herr, der allein Wunder thut, und gelobet sey sein heiliger Name ewiglich! Der den Tag und die Nacht durch seine göttliche Weisheit geschaffen und unterschieden hat, dazu verordnet, daß, so lang die Erde stehet, sie nicht sollen aufhören, auf daß der Mensch des Nachts möge seine Ruhe haben und am Tage wieder an seine Arbeit gehen. Herr, wie find deine Werke so —.—n. lch hͤh ich Wassh die Shi böse Lah men bin llein deih nen Weh st mir uu „und mh diese M wahren uy Geschwiz icken. W. stern schlh e uns, N eelen natz Gebrechh Leibes un eine graß in Licht este Bulh wir hoffz offen sch ud Muftth er, uass ane besch in hebe 0 ilfe komnh. he, Wie N ehen wst! Hr derleüche! Lebit u 2 Eahch Urch Hll Nuomdch guf 00 mm Aaht Heile. Abendsegen am Dienstag. 477 groß und viel, du hast sie alle weislich eordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Für solche deine Wohlthaten sollen wir dir danken, ehe die Sonne aufgehet, und vor dich treten, wenn das Licht hervorbricht. Darum preise ich dich jetzt auch, daß du mich in dieser Nacht hast sicher schlafen und ruhen lassen, auch wiederum fröͤhlich und gesund erwachen, dazu vor aller des Feindes Gewalt und Bosheit väterlich beschirmet. Ich bitte dich, du wollest meine Seele in deine Händ einschließen, meinen Leib nach deinem Wohl⸗ gefallen gesund erhalten und mich vor allem Uebel und Schaden behüten. Sey du mein gewaltiger Schutz, meine große Stärke, mein Schirm wider die Hitze, meine Hütte wider den heißen Mit⸗ tag, meine Hut wider das Straucheln, meine Hülfe wider den Fall, auf daß mich kein Uebel treffe. O gütiger Gott, weil die Stunde auch da ist, aufzustehen vom Schlaf der Sünden und aller Unge⸗ rechtigkeit, sintemal unser Heil jetzt gar nahe ist, denn die Nacht ist vergangen, und der Tag herbeikommen, so hilf, daß wir ablegen die Werke der Finsterniß und anlegen die Waffen des Lichts, auf daß wir ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Geilheit und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern daß wir anziehen Jesum Christum in wahrem Glauben und christlichem Wandel. Derhalben wecke mich alle Morgen, wecke mir das Ohr, daß ich mit gläubigem Herzen dein heiliges Wort höre, dasselbige in meinem Gedachtniß behalte, auf daß ich meine Ohren neige zu dem Schreien und Flehen der Armen und Elen⸗ den, dieselben in ihrer Noth nicht verlasse. Und wenn ich wieder in meiner Angst zu dir rufe, so erhöre du auch die Stimme mei⸗ nes Flehens, und verachte nicht das Seufzen in meiner letzten Noth. Laß mein Gebet früh vor dich kommen. Neige deine Obren zu meinem Schreien. Erfülle uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich seyn in dir unser Leben lang. Amen! Abendsegen am Dienstag. Herr, gütiger Gott, heiliger Vater, des Tages schreie ich zu dir mit meiner Stimme; wenn mir angst ist, rufe ich zu dir, und des Abends gedenke ich an deine Güte und Treue, die du mir er⸗ zeiget hast, und sonderlich preise ich dich jetzund, daß du mich aus lauter Gnad und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und Würdigkeit, heut diesen verschienenen Tag, vor unzäbligem Scha⸗ den und Gefahr, die mich hätten treffen konnen, so ganz vaͤterlich behütet hast, daß ich durch keinen böͤsen jaben Tod dem Satan heimgefallen bin, daß ich von Ungewitter, Hagel und Blitz nicht bin versehret worden, daß mich große Sturmwinde nicht beschadiget haben, und daß mich der böse Feind nach seiner bollischen Sucht auf keine andere Weise hat dücfen antasten. Dafür sag ich dir letzt und allezeit Lob und Dank und bitte dich um des bittern Lei⸗ 478 Morgensegen am Mittwoch. dens Jesu Christi willen, du wollest mir verzeihen alle Mißhand⸗ lungen, so ich heut wider dich gethan habe, und mich die zukünftige Nacht auch gnädiglich bewahren vor meinem Widersacher, dem lei⸗ digen Teufel, sowie vor allem Schrecken und Entsetzen des Nachts. Behuͤte mich auch mit allem, was ich habe, vor Wassers⸗ und Feuersnöthen, vor allem Uebel Leibes und der Seelen. Laß mich geruhiglich ohn alle Sorg und Bekümmerniß einschlafen, auf daß ich auch in Finsterniß das Licht deines göttlichen Glanzes über mich scheinend möge sehen mit den Augen meines Herzens; denn du bist ein helles und wahrhaftiges Licht, welches da erleuchtet alle Dunkelheit, die uns umfangen hat. Du, Herr Gott, bist bei mir, du bist mein Fels, mein Burg, mein Erretter, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz. Herr, mein Gott, zu dir breite ich des Nachts meine Hände aus: komme zu mir, wie ein Spatregen, der das Land befeuchtet. Bleibe bei uns, Herr; denn der Tag hat sich ge⸗ neiget, und ist Niemand, der uns in dieser Finsterniß schütze, denn du allein, unser Gott. Eile mir, zu helfen und schütze mich in die⸗ ser Nacht, daß mein Geist in Sünden nicht entschlafe, und meinem Leibe kein Uebel widerfahre. Wecke mich zu rechter und bequemer Zeit, und laß mich hören Freud und Wonne; denn ich habe Lust zu deinem Wort und Zeugnissen; die sind meines Herzens Trost. Gib, daß für meine Ohren nicht komme eine traurige Botschaft, und wende die Angst meiner Seelen; denn du kannst allein mein Leben fristen und mich mit allerlei Segen erfüllen in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen! Morgensegen am Mittwoch. Allmaͤchtiger, barmherziger Gott, nachdem alle deine Creatu⸗ ren dich ohne Unterlaß loben und preisen sollen, welches auch thun die Vögel unter dem Himmel, die früh gegen dem Tage mit ihrer Stimme aufs lieblichste dich, ewigen Gott, als ihren Herrn und Schöpfer rühmen, so danke ich dir jetzt auch von Herzen, daß du mich die vergangene Nacht und alle vorige Zeit meines Lebens unter deinem Schutz und Schirm bis auf diese gegenwärtige Stunde erhalten hast, und mich aus dem Schlaf und Finsterniß dieser Nacht erwecket, fröblich und gesund hast lassen aufstehen. Ich bitte dich durch die heil⸗ wärtige Auferstehung Jesu Christi von den Todten, du wollest mich fürder auch behüten vor allem Unglück und Uebel, sammt Allen, die mir mit Blutsfreundschaft und sonsten verwandt sind. O Herr, hilf deinem Volk und segne dein Erbe, und weide sie und erhöhe fie ewiglich. Du wollest mich auch in dieser Frühstunde mit deiner Barmherzigkeit erfüllen, daß ich beut mit Freuden diesen ganzen Tag in deinen Geboten, ohne alle Todsünde zubringe. Erzeige mir deine Gnade; wie eine Thauwolke des Morgens und wie ein ih Ol sche Jun hel sn Mei oh I sich Mißharz ünfttj dem lh Mahh ers. U dah mih auf dof iber mih denn I chtet al bist H. ein Hos Heils W Mohl der da t sh gr ihe, desh in d⸗ meinen Hequemt abe Lu 18 Troft Bolshuf lein Meh isto Ns Creatl uch th mit ihil rrn Da N an Al erholbo emra Die hl llet 0 llen, 6 Hert, 1 Hlohe ft t deiet gamzen Eag Wie kil Abendsegen am Mittwoch. 479. fruchtbarer Thau, der früh Morgens sich ausbreitet und das Land befeuchtet, also wollest du deine Güte über mich ausstrecken, mein fräges Gemüth erfrischen, daß ich wacker und fröhlich deinen Wil⸗ en thue. Regiere mich mit deinem heiligen Geist, daß ich dir mit seinem Herzen möge dienen in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit, die dir gefällig ist. Behüte mich, daß ich heut nicht vider dich sündige und etwan mein Gewissen beflecke mit fleisch⸗ ichen Lüsten, welche wider die Seele streiten. Bewahre auch meine Zunge vor Bösem und meine Lippen, daß sie nicht falsch reden oder trügen. Schandbare Wort und Narrentheiding, die den Chri⸗ sten nicht geziemen, laß ferne von mir seyn. Hilf, daß ich mit meinen Lippen Niemand ärgere noch afterrede, urtheile oder ver⸗ damme, auch Niemand lästere oder schmähe. O daß ich könnt ein Schloß an meinen Mund legen und ein fest Siegel auf mein Maul drücken, daß ich dadurch nicht zu Fall käue, und meine Zunge mich nicht verderbete! Gib Gnade, daß ich mich selbst in meinen Ge⸗ brechen erkenne und strafe, damit ich nicht in dein gestreng Urtheil und Gericht falle. Solches verleihe mir, ewiger Gott, durch Chri⸗ stum, deinen lieben Sohn. Amen! Abendsegen am Mittwoch. O du beilige Dreifaltigkeit, in Einem göttlichen Wesen, der du bist mein Leben, Heil und ewiger Trost, dir sage ich mit Mund und Herzen Lob und Dank, daß du mich diesen Tag über gnädiglich behütet hast. Ich bitte deine göttliche Güte, du wollest alle meine Missethat bedecken, allermeist aber, was ich heut wider dich und deine beilige Gebote mit meiner Zungen, mit unnützen, vergeb⸗ lichen Worten, mit Afterreden und sonsten gesündiget habe, und wollest mich diese zukünftige Nacht auch bewaͤhren vor allem Scha⸗ den und Gefahr; denn zu dir allein habe ich all mein Vertrauen. Gott, wie dein Name ist, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Darum befehle ich meinen Leib und Seele in deine Hände. So gebenedeie mich nun die göttliche Majestät, und beschirme mich die heilige Dreifaltigkeit, und erbalte mich die ewige Einigkeit Es beschütze mich die unermeßliche Barmberzigkeit, es vertbeidige mich die unaussprechliche Mildigkeit, es erfreue mich die unendliche Süßigkeit, mich bedecke die höchste Wahrheit Gottes, mich stärke die tiefeste Erkenntniß Christi, mich bewahre die grundlose Gütigkeit des Herrn. Die Gnade des Va⸗ ters regiere mich, die Weisheit des Sohns erquicke mich, die Kraft des beiligen Geistes erleuchte mich. Mein Schöpfer stehe mir bei, mein Erlöser helfe mir, mein Tröster beiwohne mir. Der Herr segne mich und behüte mich; der Herr erleuchte sein Angesicht über mich und sey mir gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht auf mich und gebe mir Friede. Dieser Schutz und Segen der einigen und N 669 4 V Morgensegen am Donnerstag. ewigen Gottheit sey heut und allzeit zwischen mir und allen mei⸗ nen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß sie sich zu mir nicht können nahen, noch mich beschaͤdigen. Gleichwie die Wolkensaͤule in der Wüsten sich machte zwischen das Heer der Egypter und das Heer Israel, daß diese und jene nicht konnten zusammenkommen, damit den Kindern Israel kein Leid widerführe; also wollest du zwischen mir und allen meinen Feinden eine Feuermauer und Un⸗ terschied seyn, daß sie mich nicht berühren. Erhalte mich auch an meinem letzten Stündlein, wenn meine Augen nimmer sehen, meine Ohren nimmer hören, und wenn meine Zunge nimmer redet, wenn meine Hände nimmer greifen, und die Füße nimmer gehen mögen, so stehe mir bei, du hochgelobte Dreifaltigkeit, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen! Morgensegen am Donnerstag. Herr Jesu Christe, der du bist das ewige, wahre Licht, wel⸗ ches da vertreibet die Finsterniß des Nachts und Schatten des To⸗ des, deinen Namen will ich rühmen, dir will ich lobsingen und danken, daß du mich in dieser Nacht so gnaͤdiglich behütet und aus der Finsterniß an das Licht gebracht hast. Mich hast du bewahret vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages flie⸗ gen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleichet, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Auch hast du meine Seele mit deinem Schild umringet und bewachet, wie ein Hirt seine Heerde bewachet. Dazu alles, was ich habe, ist durch deine große Barmherzigkeit un⸗ versehrt behütet worden. Für solchen gnädigen Schutz und alle deine Wohlthaten sey dir Lob und Preis gesagt; von deiner Macht will ich reden und des Morgens deine Güte rühmen; denn du bist meine höchste Zuversicht, meine feste Burg, meine starke Hülfe, mein treuer Gott, auf den ich traue; du erfreuest mein Herz und machest mir fröhlich das Angesicht. Ich bitte dich durch deine heilige Geburt und Menschwerdung, du wollest an diesem Tage deine Barmherzigkeit über mich lassen aufgehen und hervor⸗ brechen, wie die schöne Morgenröthe, und zu mir kommen, wie der Frühregen. Erleuchte meine blinde Natur und verdunkelt Herz mit dem Glanz deines göttlichen Lichtes, auf daß du in meinem Herzen aufgehest, der du bist der rechte Morgenstern und das wahr⸗ haftige Licht, welches erleuchtet die Menschen zum ewigen Leben. Behüte mich auch heut vor allem Uebel, sey mir gnaͤdig, Herr; denn auf dich harre ich, meine Seele wartet auf dich von einer Morgenwache bis zur andern. Sey du mein Arm früh, dazu mein Heil zur Zeit der Trübsal. Beschirme mich an Leib und Seele, daß mir kein Uebels begegne, und keine Plage zu mir nahe— Treibe fern von mir alle böse Geister, stebe du bei mir wider die Boshaftigen, tritt zu mir wider die Uebelthaͤter und schüßze mich, & IDIIIDIDSDDDDeeeeD‚.. allen m mir nit Wolkensih der und menkomm wollest 4 und Uy lich auch ehen, mah redet, won hen mögh bose Fe Licht, H ten des. hsingen u tet und ah u bewahh Tages f6 der Geul mit deis de bewach erzigkeit v. von dah hmen; d meine saf freuest M dich 0 an Rile Abendsegen am Donnerstag. 484 jaß die Hand der Widerwärtigen mich nicht berühre. O Herr, inser Gott, fördere das Werk unserer Hände bei uns, ja das Werk unserer Hände wollest du fördern, und unsere Arme stärken, such unsere Finger lehren halten deine Gebote, daß wir heut nicht vider dich sündigen. Solches verleihe uns um deiner Barmherzig⸗ kit willen, welche für und für währet in Ewigkeit. Amen! Abendsegen am Donnerstag. Gelobet sey Gott der Vater durch Jesum Christum im heiligen Beist, ein einiger, ewiger Gott, der durch seine mannigfaltige Güte nich armen Sünder und elenden Menschen heut diesen Tag gnä⸗ siglich bewahret hat vor allen feurigen Pfeilen des Satans, die ses Tages fliegen, vor der Seuche, die im Mittage verderbet, da⸗ u vor dem jähen, schnellen Tod, und vor allem Schaden väterlich sehütet. Herr, deine Güte reichet, so hoch der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du bist gnädig und harmherzig; alle deine Werke sind löblich. Ich bitte dich, mildreicher Hott, du wollest mir aus Gnaden verzeihen alles, was ich heut vider dich gethan habe, es sey mit Werken, Worten und Gedan⸗ sen. Wollest auch deine Barmherzigkeit zu mir richten und mich vie zukünftige Nacht lassen einschlafen und ruhen, daß ich dich, der vu bist die ewige Ruhe, nun und nimmermehr verlasse, sondern in vir bleibe durch den Glauben und unter deinem Schirm sicher wohne, auf daß sich der bose Feind nicht dürfe zu mir nahen und mir keinen Schaden könne zufügen. Herr, du bist mein Licht und mein Heil; vor wem sollt ich mich fürchten? Du bist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Auf dich verlässet sich mein Herz, und mir ist geholfen. Du bist mein Trost und gewaltiger Schutz, deine rechte Hand stärket mich, deine Rechte tröstet mich, und unter dem Schirm deiner Arme habe ich Zuflucht. Siehe, mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht, und du erhörest mich. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir; denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich; meine Seele hanget dir an, deine rechte Hand erhält mich. Wenn ich im Finstern sitze, so ist doch der Herr mein Licht und mein Heil. O gütiger Goit, verleihe mir Gnad, daß, wenn mein Sterbstündlein herzunahet, und ich ins Tod⸗ bette zur ewigen Ruhe mich soll niederlegen, daß ich durch deine Hülfe im rechten, festen Glauben getrost und unverzagt möge selig⸗ nich zum ewigen Leben einschlafen. Indeß enthalte mich dir, daß sich allzeit wache, nüchtern und mäßig lebe und in christlicher Be⸗ reitschaft erfunden werde, sintemal ich nicht wissen kann, zu welcher Stunde du, unser Gott, kommen wirst und mich von hinnen abfor⸗ dern, auf daß ich würdig werde, zu stehen vor des Menschen Sohn, 31 48² Morgensegen am Freitag. und nicht zu Schanden werde in seinem Gericht, der mit dir lebel 0 und regieret in Ewigkeit. Amen! Morgensegen am Freitag. ö Gebenedeiet sey Gott, mein Schöpfer; gebenedeiet sey)Gott, mein Heiland; gebenedeiet sey Gott, mein höchster Trost, der mit gibt Gesundheit, Leben und Segen, der mein Schutz und Hülfe it a und mich an Leib und Seele nach seiner großen und hochberühmten 0 Barmherzigkeit in dieser vergangenen Nacht vor mancherlei Be⸗ schädigung des Satans behütet und gesund an diesen Tag hat kommen lassen. Ich bitte dich, himmlischer Vater, durch den blu⸗ tigen Schweiß Jesu Christi, deines lieben Sohns, du wollest mich heut diesen Tag auch in deinen göttlichen Schutz nehmen, mich be⸗ schirmen und handhaben, innerlich und äußerlich, daß mir kein Ar⸗ 1. ges widerfahre; denn in deine Hände thu ich befehlen heut und alle Tage mein arme Seele, meinen elenden Leib, mein dürftiges Leben, meine Sinne, Vernunft, Verstand und Anschläge, alle meine Gedanken, Wort und Werke, mein Thun und Lassen, meinen Ein⸗ 0 gang und Ausgang, mein Gehen und Steben, mein Sitzen und 0 Liegen, meinen Willen und Rathschlag, mein Dichten und Trach⸗ ten, meinen Glauben und Bekenntniß, und was ich auswendig und inwendig bin und vermag, das Ende meines Lebens, den Tag und die Stunde meines Todes, mein Sterben und Auferstehen. O Herr Gott, schaffe du es mit mir, wie du willst und weißest, was zu deiner Ehr und zu meiner Seligkeit das Beste ist. Erhalte mich in deiner Furcht und wahrer Erkenntniß. Behüte mich vor den Werken der Ungerechtigkeit, und so ich etwa wider dich aus Gebrechlichkeit würde sündigen, so bitte ich dich, du wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir nehmen, deine Gnade nicht von mir ö wenden, deine Hülfe mir nicht entziehen; denn es ist sonst kein an⸗ derer Gott noch Helfer, vor dir ist kein anderer gemacht, so wird x auch nach dir kein anderer seyn; du, du bist der Erste und der Letzte, und außer dir ist kein Gott. Darum rufe ich zu dir allein: laß deine Güte über mich walten, laß mich früh hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich; leite meinen Fuß auf rechter 4 40. Straßen, daß ich nicht wandele im Rath der Gottlosen, noch trete 0 V. auf den Weg der Sünder, noch sitze, da die Spötter sitzen, son⸗ U dern daß ich all meines Herzens Lust und Liebe habe zu deinem 10 Wort und Geboten und in denselbigen mich übe Tag und Nacht, IlauN durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen! MNn 147 VI. Danksagung für das Leiden Christi. Ich danke dir, Herr Jesu Christ, wahrer Gott und Mensch, daß du mich armen Sünder und verdammten Menschen ohn all R ö meine Werke, Verdienst und Würdigkeit durch dein heilig Leiden, 0 V. 4 x nt 5 HAIMWN R it dit k k seh GOf st, der nf id Hülft s. chberühnth scherlei M en Tag si ch den bh wollest g n, mich hj sir kein M. n heut ah in dürfthh alle mifh neinen Ghe Sißen und Trat wendig M Tog M stehen, I weißest, w tt. Crbh ste mich d er dich M vollest i cht von M nst Feit „ n ste und dir 1— Abendsegen am Freitag. 483 Sterben und Blutvergießen erlöset hast. O Herr Jesu Christe, wie groß ist dein Leiden! wie schwer ist deine Pein! wie viel ist deiner Marter, wie tief sind deine Wunden, wie bitter und schmerz⸗ lich ist dein Tod! wie unaussprechlich ist deine Liebe, damit du mich deinem lieben Vater versöhnet hast, da du am Oelberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzet, daß die Blutstropfen auf die Erden gefallen, und daselbst von allen deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und gottlosen Schaar dich willig für mich ergeben, welche dich hart und ungeschwungen gebunden, von einem ungerechten Richter zum andern unbarmberzig geführet. Daselbst bist du fälschlich verklaget, verurtheilet und ver⸗ speiet, verhöhnt und mit Fäusten in das Angesicht geschlagen wor⸗ den; du bist um unsrer Missethat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen, gegeißelt und mit Dornen ge⸗ krönet und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen aͤhnlich gewesen; denn du warest der Allerverach⸗ tetst und Unwerthest, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmet hat und gesagt: sehet, welch ein Mensch ist das! Du bist von wegen meiner Mißhandlung mitten unter zweien Uebelthätern gerechnet und als ein Fluch auf⸗ gebängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit gro⸗ ßen Schmerzen hast du deinen Geist aufgegeben, auf daß du un⸗ sere Schuld bezahlest, und wir durch deine Wunden geheilet wür⸗ den. O Herr Jesu Christe, für diese und andere alle deine Marter und Pein sage ich dir Lob und Dank und bitte dich: laß dein heiliges, bitter Leiden und Sterben an mir nicht verloren seyn, sondern gib, daß ich mich desselben zu jeder Zeit von Herzen tröste und rühme, auch dasselbige also begehe und betrachte, daß alle böse Lüste in mir ausgelöschet und gedämpfet, dagegen aber alle Tugen⸗ den eingepflanzet und gemehret werden, auf daß ich, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit lebe und deinem mir gelassenen Vor⸗ bild nachfolge, in deine Fußstapfen trete, das Uebel mit Geduld vertrage und das Unrecht mit gutem Gewissen leide. Amen! Abendsegen am Freitag. Gelobet sey der Herr, der allein Wunder thut, und gelobet sey sein heiliger Name ewiglich, und alle Lande müssen seiner Ehre voll werden. Ich will täglich rühmen von Gott, und des Abends soll ihm mein Mund danken für und für. Denn wenn ich schreie, so erhöret er mich, und wenn ich flebe, so neiget er seine Ohren zu mir; wenn ich bete, merket er auf meine Stimme. Der Herr ist meine Zuversicht und Stärke, eine Hülfe in den großen Nöthen, die mich troffen haben. Darum sage ich dir, ewiger Gott, Lob und Preis, daß du mich heut diesen Tag väterlich behütet hast vor 484⁴ Morgensegen am Sonnabend. allem Unfall und Schaden, so mir hätten können begegnen. Mein Herz ist fröhlich, und meine Seele preiset dich um alle deine Güte und Barmherzigkeit. Meine Zunge soll ihr Gespräch von dir ha⸗ ben und immer sagen: hochgelobet sey Gott, gesegnet sey sein hei⸗ liger Name! Ich bitte dich, du wollest mir aus Gnaden nachlassen alles, was ich heut wider dich gesündigt habe, und mich diese zu⸗ künftige Nacht sammt allem, was mir zustehet, auch schützen. Sey du mein Schild und mein Schatten über meiner rechten Hand. O Herr, behüte mich vor allem Uebel, behüte meine Seele, sey mir gnädig; denn auf dich allein traue ich. Ich hoffe auf den Herrn und rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende machet. Siehe, der mich behütet, schläfet nicht. Siehe, der Hüter Israel schläft noch schlummert nicht; er wird meinen Gang erhalten auf rechter Bahn, daß ich nicht strauchele, und meine Tritt nicht wanken; er wird meinen Fuß nicht gleiten lassen, denn sein Wort ist ein Licht auf meinen Wegen. Darum wenn ich mich lege, so werde ich mich nicht fürchten, sondern süße schlafen und werde mich nicht fürchten vor plötzlichem Schrecken, noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt; denn du be⸗ hütest meinen Fuß, daß er nicht gefangen werde, und errettest mich von den Stricken des Todes. Herre Gott, erhebe über mich das Licht deines Antlitzes, auf daß ich mich lege und schlafe ganz mit Frieden und sicher wohne unter deinem Schirm; denn du allein, Herr, hilfest mir. Auf deinen Namen will ich mich nun zur Ruhe niederlegen und meine Augenlieder lassen schlummern. Du, Herr Gott, wirst mich fröhlich wieder erwecken zu Lob und Ehr deiner göttlichen Majestät, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen! Morgensegen am Sonnabend. du wahrer, unsterblicher Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi, zu dir erhebe ich mein Gemüth mit schuldiger Dankbar⸗ keit; deine Gerechtigkeit will ich nicht verbergen in meinem Herzen, von deiner Wahrheit und von deinem Heil will ich reden, ich will nicht verhehlen deine Güte und Treue vor der großen Gemeine, und alles, was du mir Gutes gethan hast, will ich nicht verschwei⸗ gen; denn es ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lob⸗ singen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Abends deine Wahrheit verkündigen. Darum preiset dich meine Seele, daß du mich in dieser Nacht durch deine überschwängliche Barmherzigkeit beschützet hast. Gesegnet bist du, Herr Gott Ze⸗ baoth, der du dich gnädig erzeigest Allen, die nach dir fragen und dein Heil lieben. Gesegnet ist dein großer Name in allen Landen, der unser Schutz und Hülfe ist. Gesegnet sind alle deine Werke, die du an den Menschenkindern thust. Ich bitte dich, du wollest mich heut diesen Tag auch behüten, daß mir der böse Feind keinen —2——.—&⏑ Æ E nen. Md deine Oh hon dir s h sein h nachlash ch diese j ützen, G hten Hrh Seele, 6 fe auf hu der mochh hläfet nih ht j er wh t strauch nicht glath n. Dunu ondern sih Schriih enn du rettest m über u shfen N du alh zur M Du, Eht dash Ern. Imhh Herm M. r Durlhs tem Hh frgen In Haldeh Abendsegen am Sonnabend. 48⁵ Schaden zufüge, und die Hand der Gottlosen mich nicht berühre. Herr Gott, mein Heiland, früh wache ich zu dir, früh rufe ich zu hir: bilf, daß ich die Werk meines Berufs und was mir befohlen st, fleißig und treulich ausrichte zu deinem Lob und meines Näch⸗ ten Besserung, damit ich das Licht dieses Tages und deiner Crea⸗ uren nicht mißbrauche zur Sünde oder zur Eitelkeit, dich nicht be⸗ eidige mit meinem Thun und Lassen, und den Bund meiner hei⸗ igen Taufe nicht übertrete. Verleihe mir auch Gnade, daß ich nich hüte vor den sechs Stücken, die du hassest, und vor dem sieben⸗ sen, daran du einen Greuel hast, als da sind hohe Augen, falsche Zungen, Hände, die unschuldig Blut vergießen, ein Herz, das mit bösen Tücken umgehet, Füße, die behend sind, Schaden zu thun, falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und der Hader zwischen Brü⸗ dern anrichtet. Vor solchen und dergleichen Lastern bewahre mich, mein Gott, daß ich nimmermehr darein gerathe, oder bewillige, son⸗ dern lehre mich thun nach deinem Willen; denn du bist mein Gott und Herr, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn, daß ich dir diene in unsträflichem Wandel, dazu all mein Thun und Leben dir gefalle in Christo Jesu. Amen! Abendsegen am Sonnabend. Lob sey dir, du höchster und unsterblicher Gott, Lob sey dei⸗ mer milden Güte und Barmherzigkeit, Lob sey deiner ewigen Weis⸗ heit und Wahrheit, der du mich diesen Tag vor allem Schaden und Uebel behütet hast. Ich bitte dich, du wollest deine Güte, so du an mir angefangen hast, gnädiglich vollenden und mich heut diese Nacht auch lassen ruhen unter deinem höchsten Schirm und mich mit deinen Fittigen bedecken. Laß meine Zuversicht seyn un⸗ ter dem Schatten deiner Arme, daß ich kein Unglück fürchte. Be⸗ hüte mich, mein Gott, wie einen Augapfel; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Herr, du bist mein Gut und mein Erbtheil; mein Heil stehet in deinen Händen; hilf mir durch deine Güte, daß nicht Furcht und Zittern über mich komme und mich Grauen des Nachts nicht überfalle. Sey mir gnädig, denn auf dich trauet meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht. Ich suche den Herrn in meiner Noth; meine Hand ist des Nachts ausgestreckt und lässet nicht ab; denn meine Seele hat sonst keinen Trost, so weiß ich auch von keinem Helfer im Himmel und auf Erden, denn von dir allein. Zu Mitternacht/ so ich erwache, gedenk ich an deinen Namen, daß er so lieblich ist, und an deine Güte und Treue, die du mir erzeiget hast, und danke dir für die Rechte deiner Gerechtigkeit. Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in Aengsten ist, so rede ich von mei⸗ nem Heiland; denn er führet meine Seele aus dem Verderben und errettet mich von den Banden des Todes. Herr Gott, mein Hei⸗ 48 Beicht⸗- und Communiongebete. land, ich schreie Tag und Nacht vor dir, daß du mir vergeben wollest alle meine Mißhandlungen, damit ich diese Wochen und heut wider dich gethan habe. O Herr, errette meine Seele um deiner Barmherzigkeit willen. Du bist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der Herr behütet die Einfältigen. Wenn ich nie⸗ derliege, so hilft er mir auf. Darum will ich fröhlich seyn und dich preisen und rühmen auf meinem Lager; denn die Zeit meines Lebens wird mir aufgehen, wie der Mittag, und das Finster wird mir ein lichter Morgen seyn, und werde mich des trösten, daß du, Gott, meine Hoffnung und Ruhe bist im Leben und Tode. Ich werde mich legen, und Niemand wird mich aufwecken. So befehl ich nun mein Leib und Seele in deine Hände, du treuer Gott; du haͤst mich erlöset durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen! Beicht- und Communion-Gebete. Sündenbekenntniß vor Gott. Gerechter Gott, barmherziger Vater, ich armer, elender Mensch bekenne, daß ich nicht allein in Sünden empfangen und geboren bin, sondern auch die ganze Zeit meines Lebens, von Kindheit auf bis auf diese gegenwärtige Stunde, mit vielen schweren Sünden zu⸗ gebracht habe; denn ich dich, meinen Herrn und Gott, nicht von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüthe geliebet und gefürchtet, dir auch nicht über alle Dinge vertrauet, deinen heiligen Namen nicht von Herzen ange⸗ rufen und gepreiset habe, sondern denselbigen mißbrauchet mit Fluchen, Schwören, Lügen und Trügen; die Predigt deines hei⸗ ligen Worts habe ich oftmals versaͤumet, verachtet, mich gar wenig daraus gebessert. Auch habe ich meinen Nächsten nicht geliebet als mich selbst, sondern ihn gehasset, verachtet, beleidigt, Schaden ge— than und lassen geschehen, habe mich also alles Bösen lassen ge⸗ lüsten, und den Bund meiner heiligen Taufe äbergangen. Und wie ich wider dich gesündiget habe, es sey mit Werken, Worten oder Gedanken, heimlich oder öffentlich, und alle meine verborgene Fehler, welcher du, als ein Herzenskündiger, mich schuldig weißest besser, denn ich selbst, die bekenne ich mit herzlicher Reue und Leid. Ich bin ja ein unnützer Knecht, und habe gesündiget in den Him⸗ mel und vor dir, bin nicht werth, daß ich dein Kind heiße und meine Augen zu dir aufhebe, denn ich dich mit vielen großen Sün⸗ den heftig erzürnet, meine arme Seel und Gewissen hart beschweret habe, welche mich drücken, und wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer worden: so komm ich doch in der Zeit der Gnaden und wende mich von deiner strengen Gerechtigkeit zu deiner grundlosen Barmherzigkeit. O Herr Gott, sey gnaͤdig mir armen Sünder, vergib mir meine Sünde, nimm an zur Bezahlung derselbigen den nie vergch n und giz u düch unser g enn ith sj ch sehn x Zeit moch Finster f en, dh Tode. So besh 1 Gotty Aen nder Mos ind gebosh indheit g Sunden j „nicht w nund ht uber gl verzen h rauchet deines hj gar wesh gucht 6 Schaden Hassen gen. W. , Wonlh Verborgeh dig weißf 1 Und l den Hch Rfeiße 10 shun sd se Ml unden M Aundlost Gundeß Higen Gebet vor und nach der Beichte. 487 inschuldigen Tod Jesu Christi, deines lieben Sohnes, verleihe mir Besserung meines Lebens. Amen! Gebet vor der Beichte. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, dieweil ich jetzt auf Erkenntniß meiner Sünden, zu Stärkung meines schwachen Glau⸗ sens, hingehen will zur Beichte, allda die Absolution und Verge⸗ sung der Sünden zu empfahen, so bitte ich dich von Herzen: gib nir deinen heiligen Geist, daß ich dieses hohe Gnadenwerk mit sechtem Glauben und christlichem Verstande ansehen und bedenken nöge, und dann nicht zweifeln, sondern fest und gewiß glauben nöge, was der Diener deines Worts allda in der Beichte und Ab⸗ solution nach deinem Befehl mit mir redet und handelt, daß dem (llen eigentlich und gewiß also sey, und daß du selbst in der Stimme deines Dieners mich allda von meinen Sünden absolvirest und entbindest. Gib auch, daß ich mich dieser Entbindung und Absolution jetzt und allezeit trösten möge, zu gewisser Versicherung deiner Gnade und des ewigen Lebens, durch deinen Sohn, unsern Herrn und Heiland, Christum Jesum. Amen! Gebet nach der Beichte. O allmächtiger, gnädiger und barmherziger Gott und Vater, sch sage dir von Grund meines Herzens Lob, Ehr und Dank für diese große Gnade und Wohlthat, die du mir jetzt so väterlich er⸗ zeiget hast, indem du mich armen Sünder abermal in Gnaden an⸗ genommen, und mir durch die heilige Absolution alle meine Sün⸗ den verziehen und vergeben und das ewige Leben aufs Neue wie⸗ derum zugesaget und versprochen hast, um deines lieben Sohnes Christi Jesu willen. Ich bitte dich herzlich, du wollest mich in sol⸗ cher Gnade allezeit väterlich erhalten, und mir deinen heiligen Geist verleihen, daß ich dieser jetzt empfangenen guadenreichen Vergebung festiglich glaube, und mich derselben jetzt und allezeit in allen An⸗ fechtungen und Widerwärtigkeiten trösten, und mich daher alles Guten zu dir versehen möge. Verleihe mir auch die Gnade deines heiligen Geistes, daß ich der Sünden bhinfort je länger je feinder werde, mich davor fleißig hüte, und meinem Fleische nicht mehr sei⸗ nen Willen lasse, zu sündigen, sondern daß ich demselben durch ein stark Gebet in meinem Beruf widersteben und mein ganzes Leben mach deinem Willen anstellen und führen möge. Und was ich darin zu schwach bin, wie ich dir denn meine Schwachbeit mit tiefem »Seufzen noch immerdar bekenne, so wollest du durch dein starkes Wort und beiligen Geist mir beisteben und überwinden helfen— Alles um und durch deinen lieben Sohn, meinen Herrn und Hei⸗ land, Jesum Christum. Amen! 488 Gebet vor Empfahung des h. Abendmahls ꝛc. Gebet vor Empfahung des heil. Abendmahls. Herr Jesu Christe, der du mit deinem heiligen Munde sel⸗ ber sagest: Wer hungerig und durstig sey, der soll zu dir kommen, du wollest ihn speisen und tränken daß ihn nimmermehr hungern und dürsten soll. Ach Herr, hier kommt zu dir eine arme, hunge⸗ rige und dürstige Seele nach einer Speis und Trank der ewigen Gerechtigkeit und Seligkeit. O du Brod des Lebens, speise mich armen Hungrigen mit deinem wahren Leib. O du Brunn des Le⸗ bens, tränke und erquicke mich Durstigen mit deinem wahren Blut, auf daß ich, gesättigt und erquicket, aus diesem Jammerthal mich zu dir hinauf in den Himmel erhebe, da du sitzest zur Rechten dei⸗ nes himmlischen Vaters und vertrittst uns, da ich dich alsdann ohne Hunger und Durst, in ewiger Freud und Frohlockung sammt deinem Vater und dem heiligen Geist preisen werde in Ewigkeit. Amen! Wenn man zum Altare hingehet. O Gott, sey mir armen Sünder gnädig, gib mir deinen hei⸗ ligen Geist in mein Herz, daß ich das heilige Sacrament würdig⸗ lich empfangen, meinen schwachen Glauben staͤrken, mein blödes Ge⸗ wissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen! Bei Empfahung des Leibes Christi. Sey mir willkommen, du süßer Herr Jesu Christe, mit der edlen Speise deines allerheiligsten Leibes, den du mir jetzt unter dem Brod zu essen gibest, wie du ihn für mich in den bittern Tod gegeben hast! Den laß mir gedeihen zum ewigen Leben. Amen! Herr Jesu, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen! Bei Empfahung des Blutes Christi. Sey mir willkommen, du süßer Herr Jesu Christe, mit dem edlen Trank deines theuern Blutes, das du mir jetzt im Wein zu trinken gibest, wie du es am Kreuz vergossen hast, zur Vergebung der Sünden. Das laß mir gedeihen zum ewigen Leben. Amen! Herr Jesu, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen! Wenn man vom Altare hinweg gehet. O Herr Jesu Christe, mit was Herzen, Zunge und Worten soll ich deine große Güte aussprechen, so du mir jetzt hast wider⸗ fahren lassen, indem du dich selber mit allem, was dein ist und dir zugehöret, mir geschenket und gegeben hast. Ach, laß dir ge⸗ Hen die Dim einfäl Shrehlihe Eihholest, alen Enge Werde. 18 Lub und O Mit deiner dich von Ghubens, eige Leb 2. du stheft Himmel v Igen Hüt dun eiger eine ewig durch der Unsere& hem lebe du den Hezlicher Eir uns ment zu Huld un Siegel u And uns And getr. Iiufhli Msm Lodert! urset, fndet 0 üngstet e i s, der er frd halig n an ö hist rer A. ihls. Munde sth dir kommen, ehr hungern ume, hunge⸗ der ewigen speise mich unn des Le⸗ vahren Blut, merthal mich Rechten dei dich alsdamn Mung sammi in Ewigkeit deinen hei nent wüͤrdig⸗ blöͤdes Ce⸗ herden Möge. Ahmen! ise, mit del ir sest unter 1 littern Ld m. Anen ahre mich in . ste, mit ben im WMein 70 Waugebu hen. Amen, ahre mich in und Workeh idet⸗ hast wi is m „ u Danksagung nach dem heil. Abendmahl. 489 allen die geringe, demüthige Rede meines Mundes, und sey mit sem einfaͤltigen Lob zufrieden, das ich dir jetzt in diesem meinem gebrechlichen Fleisch und Blut sagen kann, bis du mich gar zu dir iinholest, da ich dich von Angesicht zu Angesicht schauen und mit allen Engeln und Auserwählten ohne Aufhören ehren und preisen verde. Amen Herr Jesu. Amen! Danksagung nach dem heil. Abendmahl. 1. O du mein lieber Herr Jesu Christ, ich sage dir herzlich gob und Dank, daß du mich jetzo abermal väterlich an deinem Tische nit deinem Leib und Blut gespeiset und getränket hast, und bitte lich von Herzen: laß mir solches gedeihen zu Stärkung meines Glaubens, zu sicherer Begleitung aus diesem Jammerthal in das wige Leben. Amen! 2. O Jesu Christe, unser rechter und ewiger Hoherpriester, der zu sitzest zur Rechten Gottes auf dem Stuhl der Majestät im Himmel und bist ein Pfleger der heiligen Güter und der wahrhaf⸗ tigen Hütten, die nicht mit der Hand gemacht ist, du bist durch bein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hast uns zine ewige Erlösung erfunden, da du dich selbst ohn allen Wandel hurch den heiligen Geist deinem lieben Vater aufgeopfert hast, unsere Gewissen zu reinigen von den todten Werken, zu dienen em lebendigen Gott. Wir danken dir von ganzem Herzen, daß du den schmählichen Tod am Kreuz mit willigem Gehorsam, aus herzlicher Liebe, mit großer Unschuld und unaussprechlicher Geduld, für uns arme Sünder gelitten hast, dazu dieß hochwürdige Sacra⸗ nent zum ewigen Gedächtniß und Erinnerung deiner göttlichen Huld und Treue gegen uns, auch zu einem gewissen Unterpfand, Siegel und Versicherung der Vergebung unserer Sünden eingesetzet und uns zu derselbigen Gemeinschaft berufen und kommen hast hassen, damit du unsere hungerige und durstige Seelen gespeiset und getränket hast zum ewigen Leben. O Herr Gott, wie ist deine giebe so groß, wie unaussprechlich ist deine Barmherzigkeit und un⸗ irforschlich deine Gnade, sintemal du Niemand ausschließest von ziesem hohen Abendmahl, wo sich nur ein Mensch selbst nicht ab⸗ sondert und unwürdig machet. Wenn nun Jemand hungert oder zürstet, der wird allbie gesättiget; wer dürftig und arm ist, der sndet allhie alle Schätze und Reichthum des Lebens. Wer ge⸗ ängstet ist, der überkommt allbie Ruhe; wer krank ist, der erlangt die Arznei und Gesundbeit der Seelen; wer mit Sünden beladen itt, der hat allhie Erquickung seines Gewissens; wer im Tode ist, ser findet das ewige Leben. So bilf, gütiger Gott, daß uns dieß heilige Sacrament gereiche zur Seligkeit, und daß wir hinfort hol⸗ en an dem Bekenntniß der Hoffnung und nicht wanken; denn du hist treu in deiner Verheißung, auch daß wir unter einander unser 490 Gebet auf der Reise.— Gebet im—— selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken und nicht verlassen unsere Versammlung, sondern uns untereinander er⸗ mahnen und das so viel mehr, so viel wir alle sehen, daß sich der Tag nahet, und das Ende unsers Lebens herzu dringet, auf daß wir fröhlich erwarten deiner Zukunft. Amen! Gebet auf der Reise. (Aus dem alten Ansbacher Gesangbuche.) Herr Jesu Christe, du allmächtiger Hüter und Wächter Israel, unser Immanuel, der du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben, in deinem Namen will ich mich jetzt auf den Weg machen, ich bitte dich von Grund meines Herzens, du wollest mei⸗ nen Aus⸗ und Eingang segnen und behüten von nun an bis in Ewigkeit. Du sprichst ja: ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigle den du wandeln sollt, ich will dich mit meinen Augen leiten. Ach Herr, so bewahre mich nun wie einen Augapfel auf allen meinen Wegen und Stegen, richte deinen Weg vor mir her und leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen. Erhalte mich durch deinen heiligen Geist bei reiner Lehr und dei⸗ nem heiligen Wort, daß ich nicht abweiche vom rechten Weg deiner Befehle; behüte mich vor falscher Lehre und führe mich auf rechter Straßen um deines Namens Ehre willen; sey mir gnädig um deiner Wahrheit willen und bringe mich nach glücklicher Verrichtung meiner Reise und Geschäfte wieder frisch und gesund nach Hause um deiner Gerechtigkeit willen, so will ich deine Güte und Treue rühmen, so lang ich lebe, und deinen Namen loben und preisen im⸗ mer und ewiglich. Amen! Herr Jesu. Amen! Gebet im Ungewitter. Großmaͤchtiger Gott, deinem Namen sollen alle Gewaltige auf Erden Ehbre bringen und dich, ewigen Gott, anbeten im heiligen Schmuck; denn du bist der Herr im böchsten Thron, du beweisest deine Kraft und Macht an allen Orten. Die Stimme des Herrn gebet auf großen Wassern, der Gott der Ehren donnert, die Stimme des Herrn gehet berrlich und mit Macht. Die Erde bebet und wird beweget, und die Grundveste der Berge regen sich. Dampf gebet aus von seiner Nasen, und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzet. Dein Gezelt um dich ber ist finster, und schwarze, dicke Wolken, darinnen du verborgen bhist, und Dunkel ist unter deinen Füßen; vom Glanz vor dir trennen sich die Wol⸗ ken; der Herr donnert im Himmel, und der Höchste lässet seinen Donner aus. Du bringest hervor die Winde aus deinen verborge⸗ nen Löchern und treibest sie wieder an ihren Ort, wenn sie deinen Bofebl ausgerichtet baben. Es ist dir alles unterworfen; alle Dinge erkennen dich für ihren Schöpfer und zittern vor deiner göttlichen Mhhletat. Ihrecen, W Hauck wie stez der Muaft geb Hihet Got Uch ist; v uld sey l chof vor vat Donr Hdchte g Huuth und Hiem böl S Pein Fureth, Der heil mit dem Han Un V 50. P und du ten Lol dieß zo Riib 0 uns zu hicht y nach ul herzige Wir un beständ lunst! damit mel, tinnel stzen Heilqn Ker. Werken un einander ez daß sich du et, auf da ind Wachth Jahrheit unh den Wis wollest mei Wan bis il und dir dah seinen Augh Augapfel af vor mir hil einde willeh ahr und dei Weg deinel auf Lechttl gnädig u Berrichtuth nach Haul und Trtll preisen in le Oewalth im beisthf du heweist des Hellt dit Stihdt e bebet:W sich Dosh von stilch r is füsth und D sch di n sasset selt; Ken vertolh, in se dil all Dihh 1 golbihn Danksagung nach dem Ungewitter. 491 Majestät. Die hohen Berge und die Abgründe der Tiefen er⸗ shrecken, wenn du zornig bist; der ganze Erdboden zittert, Meer ind Wasser flieben vor deinem Zorn. Die Stimme des Herrn gauet wie Feuerflammen; die Stimme des Herrn erreget die Wü⸗ sen; der Herr bleibet König in Ewigkeit, er wird seinem Volk kraft geben, der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden. O gü⸗ (ger Gott, behüte uns vor deinem grimmigen Zorn, der unerträg⸗ sch ist; vergib uns unsere Sünde; erleuchte dein Antlitz über uns und sey uns gnädig. Bewahre unser Leib und Leben, Haus und Hof vor Entzündung des Wetters, vor Schießung der Strahlen, sor Donnerschlag und allem Verderben. Desgleichen beschütze die grüchte auf dem Felde vor Schlossen und Hagel, vor großer Wasser⸗ suth und vor allem Schaden. O heiliger Gott, behüte uns vor inem bösen Tode. Gott der Vater, der seinen Sohn des Kreu⸗ es Pein für mich hat lassen leiden, erhalte mich. Jesus von Na⸗ areth, ein König der Juden, für mich gestorben, bewahre mich. Der heilige Geist, der mich gezeichnet hat mit der Salbung und nit dem Zeichen des heiligen Kreuzes, beschirme mich, daß mir Ein Unfall widerfahre. Amen! Danksagung nach dem Ungewitter. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, der du gesagt hast im 50. Psalmen: rufe mich an in der Noth, so will ich dich erretten, und du sollt mich preisen! wir sagen dir von Grund unserer Her⸗ sen Lob und Dank, daß du unser Gebet in Gnaden erböret und sieß zornige Wetter also hast vergehen lassen, daß uns dadurch an eib und Gut kein Schade gescheben ist. Damit hast du abermal Iins zu erkennen geben wollen dein getreues Vaterherz, daß du sicht mit uns nach unsern Sünden handeln wollest und uns nicht gach unserer Missethat zu vergelten begehrest. Verleibe uns, barm⸗ serziger Vater, um deines lieben Sohnes Christi Jesu willen, daß bir uns nach solchen deinen ernstlichen und väterlichen Warnungen seständiglich bessern, in deiner Furcht hinfür leben und auf die Zu⸗ sinft deines lieben Sohnes uns gefaßt und täglich bereit machen, samit wir ihm mit Freuden entgegen zieben und den neuen Him⸗ meh, in welchem Freude, Friede und Gerechtigkeit wohnen wird, innebmen und mit dir in deiner seligen Anschauung ewiglich be⸗ Utzen mögen durch denselben deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland, Jesum Christum. Amen! Gebete für Kranke und Sterbende. Während der Kranlheit. 1. O Herr, himmlischer Vater, du bist ja ein getreuer Gokt und lässest Niemand über sein Vermögen versucht werden, sondern schaf⸗ sest, daß die Versuchung also ein Ende gewinne, daß wir sie er⸗ 492 Gebete für Kranke und Sterbende. tragen mögen, ich bitte dich in meinen großen Nöthen und Schmer⸗ zen: laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden; stärke mich, daß ichs mit Geduld ertragen möge und an deiner Barmherzigkeit nim⸗ mermehr verzage. O Christe, des lebendigen Gottes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten hast und endlich für meine Sünde gestorben bist, zu dir rufe ich aus Grund meines Herzens: erbarme dich über mich armen Sünder, vergib mir alle meine Miß⸗ handlungen, die ich wider dich in meinem ganzen Leben gethan habe, laß mich im Glauben nicht finken. O Gott, heiliger Geist, du wahrer Tröster in aller Noth, erhalte mich in der Geduld und rechter Anrufung, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Noth, leite mich aus diesem Jam⸗ merthal in das rechte Vaterland. Amen! 2. O starker, allmächtiger Gott, der du bist gnädig und barm⸗ herzig, geduldig und von großer Güte und Treue, vergibst Sünde und Missethat, zu dir rufe ich, du wollest mir alle meine Sünden aus Gnaden verzeihen und meine Seele wider alle Anfechtung stär⸗ ken und erhalten. Komm mir zu Hülfe und stehe mir bei, daß der Glaube in mir nicht wanke, die Hoffnung nicht verzage, die Liebe nicht erkalte, menschliche Schwachheit vor Schrecken des To⸗ des nicht versinke. Und wenn mein Stündlein kommt, so laß mich im Frieden fahren; denn meine Augen haben deinen Heiland ge⸗ seben, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu er⸗ leuchten die Heiden und zum Preis deines Volks Israel. An diesen Heiland glaube ich, auf ihn hoffe ich. Ach Herr, laß mich nicht zu Schanden werden; denn du bist meine Hülfe und Stärke. Siehe mich an mit den Augen deiner Barmherzigkeit und wende zu mir deine väterliche Huld durch Jesum Christum, deinen Sohn, der mit seinem heiligen Leiden und Sterben uns eine ewige Erlösung er⸗ worben hat. Amen! 3. O Vater aller Gnaden, erbarme dich über meine arme Seele, vergib mir alle meine Sünde, die ich wider dich leider! gethan habe. Verachte nicht dein armes Geschöpf, verschmähe mich nicht, der ich deiner Hände Werk bin, laß den nicht umkommen, welchen du gemacht und geschaffen hast; denn auf dich hoffe ich, du bist meine Hülfe und mein Gott. O Christe, wahrer Heiland, der du bist das Lamm Gottes, welches da trägt die Sünde der Welt, und mich mit deinem Blute gewaschen und gereiniget hast, ich bitte dich durch dein bitteres Leiden, sonderlich und allermeist das du ge⸗ füblet hast zu der Stunde, da deine edelste Seele ausging von deinem allerbeiligsten Leibe: erbarme dich über meine arme Seele in ihrem Ausgang und führe sie zum ewigen Leben. O Gott bei⸗ liger Geist, du süßer Trost, erhalte mein Herz wider alle Anfech⸗ tung des bösen Feindes, stärke mein Vertrauen, daß ich festiglich glaube eine Vergebung der Sünden und ein ewiges Leben. So Hfhe i gekker Owigk 0 Ein Ge Al Lod und Bumher sliken g Mum de hen Soht Habselben Hereinige Män, vei Res Oew Haß er ii she seli Her, daß Chrisso M 1. wird m allein um TIi an, da hurück, willen. und Schmer⸗ ke mich, Hah Herzigkeit nim⸗ Cohn, der lich für meine nnes Herzens: le meine Miß⸗ Leben gethan heiliger Geis, Geduld und t und weiche diesem Jam⸗ ig und barm⸗ ergibst Sündt eine Sünden fechtung stär. mir bei, daß verzage, die cken des To⸗ so laß mich Heiland ge. Lcht, zu er⸗ L. An dies aß mich nict türke. Siehe Hende zu mith zohn, der ni Crlösung er' ame Seell ider! getha e nich nich men, weche ich, du 0 land, der d r Weli, ud ich bitte d das du 0 aus ing 1110 Ei Gott bl alle Msh ich füh gebel. G. Gebete für Kranke in den letzten Zügen. 49³ befehle ich nun, o heilige Dreieinigkeit, meinen Geist in deine Haͤnde, du getreuer Gott, du hast mich erlöset, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen! (Die nachfolgenden Gebete sind aus dem alten Nürnberger Gesangbuche.) Ein Gebet der Umstehenden für den Kranken, der in den letzten Zügen liegt. Allmächtiger, gütiger Gott, der du unser Leben erhältst im Tod und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen deiner Barmherzigkeit wenden zu diesem kranken Menschen, und ihn er⸗ quicken an Leib und Seele, ihm alle Sünde aus Gnaden vergeben. Nimm das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lie⸗ ben Sohns, für die Bezahlung seiner Missethat; denn er auch auf desselben Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und ereiniget ist. So errette ihn nun von des Leibes Qual und Pein, verkürze ihm seine Schmerzen, erhalte ihn wider die Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben; schicke deine heiligen Engel her, daß sie ihn begleiten zur Versammlung aller Auserwählten in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen! Andere kurze Gebete, in den letzten Zügen vorzu⸗ sprechen. 1. Ach Herr, allmachtiger Gott, nun ist mein Zeit dahin, und wird mein Leben abgerissen, da leide ich Noth, daraus du, Herr, allein kannst helfen; verkürz und lindere mir dieselben. Mir ist um Trost sehr bange, o Herr! Nimm dich meiner Seelen herzlich an, daß sie nicht verderbe, und wirf alle meine Sünde hinter dich zurück, um des theuren Verdienstes Jesu Christi, deines Sohnes, willen. Amen! x 2. Herr Jesu, du treuer Heiland aller deren, die auf dich trauen, verlaß mich nicht, der ich meine Hoffnung in dieser so großen Noth allein auf deine Barmherzigkeit setze. Laß auch die liebliche und seligmachende Stimme in meinen Ohren erschallen, welche du dem Schaͤcher am Kreuz hast hören lassen: Heut wirst du mit mir in dem Paradiese seyn. Denn ich sage von Herzen mit dem Apostel: Iin habe Lust, abzuscheiden und bei meinem Herrn Christo zu seyn. men! 3. O bimmlischer Vater, sprich mir diese freudenreiche Trostwort in mein geängstetes Herz binein: Er begehret meiner, so will ich ihbm aushelfen. Er kennet meinen Namen, darum will ich ibn schützen. Er rufet mich an, so will ich ihn erhoren. Ich bin bei 494 Andre Gebete, in den letzten Zügen vorzusprechen. ibm in der Noth, ich will ihn herausreißen und zu Ehren machen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil. Nun, ich liege jetzt auch da vor dir mit meinem Gebet, nicht auf meine Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Ach Herr, böre! Ach Herr, sey gnädig! Ach Herr, merk auf und thue es, und verzeuch nicht, um dein selbst willen, mein Gott! Amenl 4. Ach du getreuer, allmächtiger Gott! Meine Sprach ist mir entfallen; es vergehet mir das Gesicht und Gehör; es verschwinden alle meine Sinn allmählich; meine Kräfte verlassen mich, und will mir jetzt aller Creaturen Hülf zerrinnen. Ich bin sehr schwach und matt, tröste und erquicke du mich, und sprich meiner Seelen zu: Heut, in diesem Nu und Augenblick wirst du bei mir im Para⸗ diese seyn. Mein süßer Herr Jesu Christe! du bist mein Leben; laß Sterben mein Gewinn seyn, weil du mich mit deinem theuern Blut so theuer erkauft hast. Amen! 5. Allmächtiger, ewiger Gott, laß dich erbarmen das ängstliche Seufzen und Webklagen dieses sterbenden Menschen und nimm ihn auf in dein Himmelreich, das du ibm und allen Glaubigen Naus Gnaden von Anfang der Welt bereitet hast. Entbinde ihn gnädiglich, o Herr, und nach Bezahlung menschlicher Schulden tröste ihn mit deinen Auserwählten ewiglich durch deinen lieben Sohn, unsern Herrn Jesum Christum. Amen! Valet⸗Segen. Es segne dich, du liebe Seele, Gott der Vater, der dich so herrlich nach seinem Ebenbild erschaffen hat! Es segne dich Gott der Sohn, der dich mit seinem Blut und Tod so theuer erkauft und erworben hat! Es segne dich Gott der beilige Geist, der dich zu seinem Tempel bereitet und gebeiligt hat! Der gnädige und barmberzige Gott wolle dich durch die Kraft des bittern Leidens und Sterbens Jesu Christi, auch durch den Dienst der heiligen Engel, fübren in den Schoß Abrabams, in das ewige Vaterland, daß du daselbst mit allen Auserwählten in unaussprechlicher Freud und Herrlichkeit leben mögest! Unser Herr Jesus Christus sey bei dir, daß er dich beschütze; in dir, daß er dich erquicke; vor dir, daß er dich in Himmel führe; nach dir, daß er dich erbalte; über dir, daß er dich segne, hie zeitlich und dort ewiglich, der mit dem Vater und heiligen Geist lebet und regieret in alle Ewigkeit. Amen! Mlaft de bei! rechen. hren maggh zeigen mos Gebet, nih armherzigkel merk auf un Hott Mnah Prach ist n verschwindw. ich, und wil schwach uh 1 Seelen, zu nir im Parz mein Lebey inem theuem ds ingflch. und ninpy en Glaubiheh. Entbinde ihh; ser Schullde“ deinen liebel „der dich s. ne dich Gosh beuer f ö Wist, der kl nädige un tterm Leiden) der beiligt „Vaterlanh hlicher Frel risus sch l fle; vot U. ubolte; Ii der mit 10 Rleit. Ana. Ordnung und Form des Hauptgoktesdienstes an Sonn⸗ und Festtagen. Revidirte Ausgabe. Verkaufspreis: ungebunden 4 Kreuzer. sraft des der allgemeinen Pfarrwittwenkasse zustehenden Ver⸗ lagsrechts dermalen im Verlag bei U. E. Sebald, Buchdruckereibesitzer in Nürnberg. I. auptgottesdienst, wenn keine Com⸗ munion stattfindet. . Gesang eines Anfangsliedes, während dessen der Geistliche an den Altar tritt und in Wechselwirkung mit der Gemeinde den Introitus (Eingang) sammt dem Cloria patri(Ehre sei dem Vater ꝛe.) singt oder spricht, und zwar in folgender Weise: Geistlicher(gegen den Altar): 1. Gott sei uns gnädig und barmherzig, 2. Er lasse uns sein Antlitz leuchten, 3. Es segne uns Gott, unser Gott; Gemeinde: 2 T— N Sonntäglicher IIl — 23 5 1. Und ge⸗be uns sei⸗ nen gött⸗li ⸗⸗ chen Se ⸗ gen. 2. Daß wir auf Er⸗den er ⸗ken⸗nen sei ⸗ ne We ⸗ ge. 3. Es seg⸗ne uns Gott, und ge⸗ be uns seinen Frie ⸗ den. Geistl. Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen hr Matl Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und veidan von Ewigkeit zu Ewigkeit. Frashkit, —.—, 0W Gem. 4.— aler erbar 5 Wa gebe asen u Oder: ö Geistl. 1. Ich will den Herrn loben allezeit; Iden 2. Meine Seele soll sich rühmen des Herren, Umnürdi 3. Preiset mit mir den Herren, un 090 4. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. 0 Gem ö 9⁰— — ů em D—————.———— 9 1. Sein Lob soll im⸗mer⸗dar in mei ⸗ nem Mun:de sein. IÜn 2. Daß die E⸗len⸗den es hö⸗ren und sich freu ⸗-en. 13— 3. Und las⸗set uns sei ⸗nen Na⸗men„ ev⸗ höh⸗en., Her 4. Wohl dem, der auf. ihn trau⸗et.— Geistl. Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen— Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und üü von Ewigkeit zu Ewigkeit. ö 9—— Gem. 7——1 Heistl — e A ⸗ men. Ger Bemerkung. Statt des Introitus mit dem Gloria patri kann au Sonntagen auch blos ein Anfangslied gesungen werden. Geisl Das Confiteor oder Sündenbekenntniß mit den Ger Kyrie. a) Das Confiteor. Geist Geistl.(Gegen die Semeinde.) 0 Geliebte in dem Herrn! Eröffnet eure Herzen! Lasset uns Goth unsere Sünde bekennen und im Namen unseres Herrn Jesu Chrissi. um Vergebung bitten! Sprechet mir nach mit herzlicher Begierde zu Gott, im Glauben an den Herrn Jesum Christum durch den hei⸗ ligen Geist:(Gegen den Atar) Ich armer sündiger Mensch bekenne Di Gott, dem Allmächtigen, meinem Schöpfer und Erlöser, daß ich nicht allein gesündiget habe mit Gedanken, Worten und Werken, Heist sondern auch in Sünden empfangen und geboren bin, so daß meine em heilg metdar, i Anze N 3 Ratur und all mein Wesen vor seiner Gerechtigleit sträflich ud verdammlich ist. Darum fliehe ich zu seiner grundlosen Barm⸗ Erzigkeit, suche Gnade und spreche: Gott sei mir Sünder gnädig. . Ja, gnädiger und barmherziger Gott, du wollest dich unser ler erbarmen, uns unsere Sünde verzeihen und deinen heiligen Oeist geben, auf daß wir durch denselben deinen göttlichen Willen affüllen und das ewige Leben empfangen mögen. Amen. Herr ist Lun⸗de ch freu⸗EM, ⸗ höh ·k m trau ⸗l, dem heilh amerdar, N Pabri lash Iden. 6 mit N Oder folgende kürzere Form: Demüthiget euch Geliebte, vor dem Herrn im Gefühle eurer Unwürdigkeit, Sünde und Schuld. Flehet ihn an um Hilfe, Im Gnade und Vergebung. Sprecht mit dem Zöllner: Gott si mir Sünder gnädig! b) Das Kyrie. Gem ——3—— 4————.——— OHerr, er⸗barm dich un⸗ser! Christe, er⸗barm dich un⸗ser! ——————.—— 9 ——— Herr, er⸗barm dich un⸗ser! Oder: Zeistl. Kyrie eleison! Gem. S..........I — + Herr, er ⸗bar⸗me dich! Zeistl. Christe eleison! Gem.——— 2———— 233—— — Chri ⸗ste, er ⸗bar⸗me dich! Seistl. Kyrie eleison! ————3 Gem. 20 — eine Abf a) Die all Seistl.(Gegen die Gemeinde. Der allmächtige und barmherzige Gott hat 4 Oder: Geistl.(Gegen die Gemeinde.) „Gott erbarmet sich unser! Er hat nicht Lust an dem Tode des Sünders, sondern daß der Sünder sich bekehre und lebe. Er hat seinen Sohn in die Welt gesendet und in den Tod dahin gegeben, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer⸗ den, sondern das ewige Leben haben. Darum lobsinget ihm, lobsinget seinem Namen! b) Das Gloria in excelsis, oder: Ehre sei Gott in der Höhe ꝛc. Geistl.(Gegen den Altar.) Ehre sei Gott in der Höhe! Gem. —5.— — + N 2———. Und auf Er ⸗den Fried, und den Menschen ein Wohl⸗ge⸗fal-len. Geistl. Wir loben dich, wir benedeien dich, wir beten dich an, wir preisen dich, wir sagen dir Dank um deiner großen Ehre willen, Herr Gott, himmlischer König! Gott, allmächtiger Vater! Herr, eingeborner Sohn Jesu Christe, du Allerhöchster, und dir, du hei⸗ liger Geist! Herr Gott, Lamm Gottes, ein Sohn des Vaters, der du hinnimmst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! Der du hinnimmst die Sünd der Welt, nimm auf unser Gebet! Der da sitzest zur Rechten des Vaters, erbarm dich unser! Denn du allein bist heilig, du bist allein der Herr, du bist allein der Höchst, Jesu Christe, mit dem heil'gen Geist in der Herrlichkeit deines Vaters (Ursprünglich.) 0 ö—— ö—..———— SSS.·................ 2 · 2 5 ·„ men. Oder leichter: —— ◻+ —.0 . Bemerkung: Statt des: Und auf Erden Fried ꝛc. mit dem daraul folgenden: Wir loben dich ꝛc., kann von der Gemeinde auch das Lied: Allein Gott in der Höh sei Ehr ꝛc. gesungen werden⸗ Geistl. O ab Gemeind ter uy Hebührt, Hebessert hen, u hen, du Gei Nach Heutige sehne f und er Ge n Tod gey 4 94; m denen, Die Colleete mit vorausgehender Salutation. es Kinder u. Lobshn(Begrüßung.) Geistl.(Gegen die Gemeinde.) VI ö Der Herr sei mit euch! 0— an dem Nh Gem. △ und lebe. en n Tod dah Und mit dei⸗nem Geist. verloren uu Geistl. Laßt uns beten:(Gegen den Altar absnget ig. O allmächtiger Gott und Vater! Wir bitten dich, gib deiner Gemeinde deinen Geist und göttliche Weisheit, daß dein Wort* Inter uns laufe und wachse und mit aller Freudigkeit, wie sichs — sebührt, gepredigt, und deine heilige christliche Gemeinde dadurch ö ö sebessert werde, auf daß wir mit beständigem Glauben dir die⸗ en, und im Bekenntniß deines Namens bis ans Ende verhar⸗ 8 en, durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herren. V e Gem. —.— x e 3 ge ⸗fal⸗ len, A⸗men. — 5.. ů W che wI Die biblische Lertion. Ban Heh Nach der Verlesung spricht der Geistliche: Dieß sind die Worte unserer H M, du eutigen Epistel(unseres W e b Herr* Vatert egne sie an unsern Seelen durch die Kraft seines heiligen Geistes, II en Oet ind erhalte uns sein heiliges, theures Wort in Ewigkeit. bet Der 9 2 1—+ denn du oll 22995 5* Höhl denes Vult men. 2* 6. d, Das Credo oder Glaubensbekenntniß. ö Heistl.(Gegen die Gemeinde) Lasset uns endlich auch vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntniß unseres gemeinsamen christlichen Glaubens. Be⸗ sennet und sprechet mit mir also:(Gegen den Altar.) Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Him⸗ mit dem am. nels und der Erden. Und an Jesum Christum, seinen einigen inde auh Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, 6 geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Todten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christ⸗ liche Kirche, die Gemeine der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. 6 Lem. — „ Men. * Zur besonderen Auszeichnung der Feste kann an diesen statt des apostolischen das nicänisch⸗konstantinopolitanische Glaubensbekenntniß gebraucht werden, welches also lautet: Ich glaube an einen Gott, allmächtigen Vater, Schöpfer Him⸗ mels und der Erden, aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und an den einigen Herrn Jesus Christus, den eingebornen Sohn Got⸗ tes, aus dem Vater vor aller Zeit geboren, Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahren Gott von wahrem Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alle Dinge gemacht sind, der um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel herabgestiegen und Fleisch geworden ist vom hei— ligen Geiste aus Maria der Jungfrau, und ist Mensch gewor⸗ den, auch gekreuziget für uns unter Pontio Pilato, gestorben und begraben, auferstanden am dritten Tage nach der Schrift, aufge⸗ fahren gen Himmel, sitzet zur Rechten des Vaters, und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Todten, so daß seines Reiches kein Ende sein wird. Ich glaube auch an den heiligen Geist, der da ist Herr und macht lebendig, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, mit dem Vater und Sohne zugleich angebetet und geehrt wird, und durch) die Propheten geredet hat. Ich glaube eine heilige, allgemeine und apostolische Kirche. Auch bekenne ich eine einige Taufe zur Ver⸗ gebung der Sünden, und warte auf die Auferstehung der Todten und ein Leben der zukünftigen Welt. 4 Gem.—— e—— ——— men. Hierauf folgt: 7. Das Haupt⸗oder Predigtlied. 8. Die Predigt 9. Das allgemeine Kirchengebet. 10. Fürbitten und — Verkündigungen. 11. Vater unser und Segenswunsch 0. Gesa che ah Hottesd Col ntio Pilat u Hölle, g aufgefahhe igen Vattt gen und di Reilige chrf der Sündh Amen. iesen statt A hensbekenntuf u Gott, Lih Wcsh inge gemahh Ugkeit wilch, ist vom hel n undn Ic glah acht lebendi t dem 0 nd durch' gemeine. 7 DP ause zur H 10 dey Todh Zottesdienstes in folgender Weise abhält: Geistl.(Gegen den Altar.) 2. Gesang eines Liederverses, während dessen der Geist⸗ liche an den Altar tritt und sodann 13. den Schluß des 7 Unsere Hilfe stehet im Namen des Herrn, Halleluja! ö Gem. 2.———— — — 4 —— . Der Him⸗mel und Er⸗de ge⸗macht hat. Hal⸗le⸗ lu fa Geistl.(Gegen die Gemeinde.) Laßt uns beten: (Gegen den Altar.) Collecte mit Amen der Gemeinde. Geistl.(Gegen die Gemeinde)) Der sei mit euch! 0— Gem. 4 —=— 1 — Und mit dei ⸗ nem Geist. Geistl. Laßt uns benedeien den Herren! Gem. — ,ern. .———— Gott sei e wig⸗lich Dank! Oder leichter: * 2 ———— 1 Gott sei e⸗ wig⸗lich Dank! Geistl. Der Herr segne euch und behüte euch ꝛe. Oder: Gem. H DISEE — A ⸗ men. A⸗men. Bemerkung. Wird das allgemeine Kirchengebet am Altare gespro⸗ chen, so ist die Ordnung folgende: I. Versikel. 2. Kirchengebet mit Vater unser und Amen der Gemeinde. dicamus und Segen. 3. Salutation, Bene⸗ II. Sonntäglicher Hauptgottesdienst, wenn Communion stattsindet. Wenn sich an den Hauptgottesdienst die Communion anschließt, so wird jener bis zum Segenswunsch nach der Predigt ganz in der oben Nr. I. bezeichneten Weise abgehalten. Nach diesem Segenswunsch singt die Gemeinde, während der Geistliche an den Altar tritt, Nr. 189 des Gesangbuches:„Schaffe in mir Gott ꝛc.“ oder ein anderes geeig netes Lied, worauf die Handlung in folgender Weise vor sich geht: 1. Prüfation mit dem Sanctus. Geistl.(Gegen die Gemelnde.) Der Herr sei mit euch! H Gem. Le Und mit dei⸗ nem Gei⸗ste. Geistl. Die Herzen in die Höhe! —0 Gem. AU 327. 2—————— Er⸗ he⸗ ben wir zum Herrn. Geistl. Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserm Gotte. Q Gem.— e —— Das ist wür⸗dig und vecht. Geistl.(Gegen den Altar.) Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ists, daß wir dir, Herr, heiliger, allmächtiger Vater, ewiger Gott, allezeit und allenthalben Dank sagen, durch Jesum Christum, unsern Herren, durch welchen deine Majestät loben die Engel, anbeten die Herr⸗ schaften, fürchten die Mächte, die Himmel und aller Himmel Kräfte, sammt den seligen Seraphim mit einhelligem Jubel prei— sen. Mit ihnen laß auch unsere Stimmen uns vereinen und anbetend zu dir sprechen: — 4————— —.—— —— Hei⸗lig, hei⸗lig, hei ⸗ lig ist der Her⸗re Ze⸗ ba othl —.. 0 . — 4+.—— SSSSSS S —.— 4———— Al⸗le Land sind sei⸗ ner Eh⸗ re voll. Ho⸗ si⸗ an⸗ na — —— e eE———— Vommunh ion anschlhh, t ganz ih Segensvigsh tritt, M. W anderes guh; sich geht: IIWHN 7 ᷓWc + 1 I SDPDPSiSSSS— —.—— in der 98 ⸗ he Gesbe-⸗ne-deit sei, der da kommt im ———.—. + 9——— ..... —.— ——ᷓ—— H Na men des Herrn! Hosi⸗an⸗na in der Höh ⸗e! Oder: —— h————. D„—— 65— D——— —.——.— Hei ⸗lig, hei „lig hei ⸗lig ist Gott, derHerr Ze⸗ba⸗othr 10—.—.— 5 — —— 2—2 —— ——— Voll sind Him ⸗⸗⸗ mel und Erd ⸗ reich — U——.—.........— EEEEEE +—— + ö dei ier Eh re, e H 7 — II———— ——.—————— SEE IE———— ——— ‚D———— 22 5—— sei, der da kommt im Na⸗-men des Herrn! Ho-⸗si⸗ —5——— ———————— Hnu in der Höh ⸗ Zemerkung. Statt 0 beiden Sanetus kann auch gesungen werden: Iii———.———— DD — ——5 1 Gott der Va⸗ter, hei⸗lig ist Gott der Sohn, hei⸗lig 1—8 Gott der heilge Geist! 9—.— Er ist der Herre Ze⸗ba⸗oth! 2..— 725— ———.—.— SSSSSSS .—— Al⸗levand sind seiner Eh⸗re voll. Ho⸗si⸗an⸗na in der Hö⸗he! ——— Ge⸗be⸗=ne deit sei, der da kommt im Namen des Her⸗ren! — SEEEEE —2*=—— Ho ⸗si⸗ an⸗na in der Höh ⸗ el 2. a) Abendmahlsgebet. b) Das Vater unser. e) Gesang des„Christe du Lamm Gottes ꝛc.“ von Seiten der Gemeinde.(Ges.Buch Nr. 187.) ö d) Die Einsetzungsworte mit dem darauf folgenden Segens⸗ wunsche: Der Friede des Herrn sei mit euch allen. 3. Austheilung des heiligen Abendmahls unter Gemeindegesang. 4. Colleete. Geist 1.(Gegen die Gemeinde.) Danket dem Herrn; denn er ist freundlich; Gem. — I H U— —— Und sei⸗ ne Gü⸗ te wäh⸗ret e⸗ wig=lich. Geistl. Laßt uns beten:(Gegen den Altar) Wir danken dir, allmächtiger Gott, daß du uns durch diese heil⸗ same Gabe des Leibes und Blutes deines lieben Sohnes Jesu Christi hast erquicket, und bitten deine Barmherzigkeit, daß du uns solches gedeihen lassest zu starkem Glauben gegen dich und zu brünstiger Liebe unter uns allen, um Jesu Christi, unseres Herren willen. Gem. —2. A⸗ men. DDDPDPDiDiiiiiiiiii‚iii‚xxxxxxIxxExEEE —Z6 3H— Seiten de en Segeä n. 4 1s untüg ich Resh S l f enren Mln x 5. Der Segen. Geistl. Der Herr segne euch und behüte euch u. LW. Oder: ———.— Gem.) 0 A„ men. A⸗ men. III. Introiten und Versikel für den Hauptgottesdienst. A. Introiten für die Festtage. ddene. Geistl. 1. Hosianna dem Sohne Davids, Halleluja! 1— 770— 35 +. 2. Freue dich, du Tochter Zion, 3. Siehe, dein König kommt zu dir, 4. Herr, zeige mir deine Wege, Gem Q — j——— 2— 2——— 4 I. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn, Hal⸗le⸗ 2. Undzauchze⸗du ochte;:!. Je⸗ vu⸗sa⸗lem 3. Ein Gevechter mda fer. 4. Undlehremichdeiiii Stei ⸗ge. Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. G— V 3 Bem. 5—. iEi nien. 2. Weihnachtsfest. Geistl. 1. Uns ist ein Kind geboren, 2. Welches Herrschaft ist auf seiner Schulter, 3. Singet dem Herrn ein neues Lied; Gem. .— N 2— 2——— A ————— Kraft, Held, Ewig⸗Vater, Friedefürst; thut Wun⸗der. einSohnit und 2. Und er heißt Wunderbar, Rath, . Denner 3. Neujahr. Geistl. 1. Jesus Christus gestern und heute, 2. Herr, ich bin beides, dein Pilgrim und dein Bürger, 3. Erhalte mein Herz bei dem Einigen. Gem der⸗sel⸗be in al⸗le C⸗ wig⸗keit. 2. Wie mei ne Dä eer ae. 3. Daß ich dei⸗nen Na⸗. men fürch= te. Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. 0 Gem. A 0.—— — 2—.—... Amen. 4. Epiphaniasfest. Geistl. 1. Siehe, nun kommt der Herr, der Herrscher, 2. Gott, gib dein Gericht dem König, 3. Herr, du erleuchtest unsere Leuchte, Gem H. ——‚.———.——— 2 2.————— 2———.— I. Undin seiner Hand ist das Reich und dieKraft und dieHerrlich⸗keit. 2. Und deine Ge⸗rech⸗tigkeit des Kö nigs Soh ⸗ ne. 3. Und machest unse⸗re Fin ster⸗niß licht. Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. G V em. +—————— — men. 5. Buß ta g. Geistl. 1. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, 2. Wasche mich wohl von meiner Missethat, dein Bürge, VI cher, e —— ů— 15 3. Denn ich erkenne meine Missethat, 4. Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden, D SISe 1. Undtil⸗ge mei⸗ne Sünden nach dei⸗ner großen Barmherzigkeit. 2. Und reinige mich von meiner Sünde, 3. Und meine Sünde ist immer vor mir. 4 Und kilge alle meii ne Mis⸗se ⸗that. (Das Gloria patri fällt am Bußtage weg.) 6. Gründonnerstag. „Es sei aber ferne von uns rühmen, 2. In ihm ist das Heil und Leben und Auferstehung von den Todten, 3. Gott sei uns gnädig und segne uns, Gem H —— I—— E2—4 . Denn allein von dem Kreuz unseres Herrn Jesu Christi. 2. Durch welchen wir erlö set sind und frei. 3. Er lasse uns sein Antlitz leuchten und„sei uns gnädig. Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. 4 Gem.—— S 7 mien. 7. Charfreitag. Geistl. 1. Siehe, das ist Gottes Lamm, 2. Fürwahr er trug unsre Krankheit, 3. Er ist um unsrer Missethat willen verwundet, 4. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, Gem 2— 117 + — 2 10——— 2 2—— H — 3— Welt Sünde trägt. 2. Und lud auf sich un⸗ re Schmer ⸗Wzen. 3. Und um unsrer Sünde willen zer ⸗schla ⸗ gen. 4. A⸗ber der Herr warf unser aller Sün ⸗ de auf ihn. (Das Gloria patri fällt an diesem Tage weg.) S. Ostersest. Geistl. 1. Der Herr ist auferstanden und Simoni erschienen Hen Halleluja!.— 2. Was suchet ihr den Lebendigen bei den Todten“ Halleluja! é 3. Mit Ehre und Schmuck hat ihn Gott gekrönet, 1 Halleluja! ö ö Heistl. Gem. — Gem —— d 1. Der Herr ist wahrhaf⸗ tig auf⸗er⸗stan⸗den, ja! Hal⸗le⸗lu⸗ 2. Er ist nicht hier, er ist auf⸗er⸗stan⸗ 12—18 al⸗le 0 2 4 Heistl „Und ihn zum Herrn ge⸗macht ü⸗ ber Al=les, Hal⸗le⸗lu⸗ ja! Geistl. Chn sei dem Vater ꝛc. A ⸗ men. 9. Himmelfahrtsfest. Geistl. Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet Himmel? 12 Hal⸗le⸗ lu ⸗ ja! Geistl. Wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren, wird er⸗ kommen. Gem. 1 Ge = ——————————— —————— Hal⸗le ⸗lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja 2 4 +7 5— G Geistl. Frohlocket mit Händen, alle Völker! Ge Gem. 4 7—.—. I V/ ————— —— 5 ee————— —t.— 4 Und jauch⸗zet Gott mit fröh⸗li⸗ chem Schal ⸗ le. i ers. Aaa! en Todͤlz Uja ö tt gekräzeh Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. Gem. 3 10. Pfingstfest. Geistl. 1. Der Weltkreis ist voll Geistes des Herrn. Gem.— I. Hal⸗le ⸗-lu ⸗ ja! Geistl. 2. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. 3. Ich will Wasser gießen auf das Durstige, 4. Ich will meinen Geist auf deinen Samen gießen, 5. Dieß ist der Tag, den der Herr macht; 6. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Gem 0 PIIIIIIIIIIITITITIFIFIFII——————— 9 66 D————— 2. Un⸗ser Gott kommet und schweiget nicht, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja! 3. Und Ströme. 4. Und meinen Segen auf deine Nachkommen, Hal⸗le⸗lu ⸗ ja! 5. Las⸗set uns freuen und fröhlich dar⸗in⸗nen sein. 6. Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Al ⸗ tars. Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. 4 15 Gem. ————.— + —.— Amen. 11. Trinitarissest. Geistl. 1. Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth, 2. Drei sind, die da zeugen im Himmel, der Vater, das Wort und der heilige Geist, 3. Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge; Gem. 2 —F—— *— ee 0 2..—— 2 2—.—. 1. Al ⸗le Lan⸗de sind sei⸗„ ner Eh⸗re voll. 2. Und die⸗ i drei sind eins. 3. Ihm sei Eh⸗re in Ewigkeit. A ⸗ men. 26 Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. 595 Gem.——.— 45* H7 A men. 12. Erntefest. Geistl. 1. Lasset uns dem Herrn frohlocken, 2. Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen, 3. Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet, (Bei dürftiger Ernte.) Geistl. 1. Befiehl dem Herrn deine Wege, Gem. H * V. Q .......—— —— II jauchzen dem.. Hort uns⸗res Heils. 2. Und mit Psalmen ihn lo ⸗ ben. 3. Und die Höh⸗en der Ber ⸗ ge sind auch sein. (Bei dürftiger Ernte.) 1. Und hof⸗fe auf ihn; er wirds wohl ma ⸗chen. Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛe. Q Gem. Æ.—4 + 3 A⸗ men. 13. Reformationsfest. Geistl. 1. Herr, unser Gott, sei mit uns, 2. Thue wohl an Zion nach deiner Gnade, 3. Herr, dein Wort ist die rechte Lehre; Gem. H E + 2——.— .——————.— 4.——— 2—— I. Wie du ge⸗ we sen Hist mit um ⸗ sern Da tern. 2. Und bau⸗e die Mauern zz Je⸗ru⸗ sa⸗ lem. 3. Hei⸗lig ⸗keit ist die Zier⸗de deines Hau⸗ses e⸗ wig ⸗lich. Geistl. Ehr sey dem Vater ꝛc. Gem.—.— Rhei Bemerkung. Statt des Introitus mit dem Gloria patri kann auch an Festtagen blos ein Anfangslied gesungen werden. Geist Ge Oe 14. Kirchweihfest. Geistl. 1. Jauchzet dem Herrn alle Welt, esicht kommen rde bringet, I ——I— atri kann b e. 2. Gehet zu seinen Thoren ein mit Danken, 3. Danket ihm, lobet seinen Namen; Gem 9 4 V———⁷ e—————— 1 I. Dienet dem Herrn. mliüt Freu ⸗ den. 2. Zu seinen Vorhöfen 0 mit Lob. 3. Denn der Herr ist freundlich und eine Güte wäh⸗ret e⸗wig ⸗lich. x Geistl. Ehr sei dem Vater ꝛc. Gem. , + men. B. Schlußversikel für die Festtage. 1. Advent. Geistl. Bereitet dem Herrn den Weg, Halleluja! Gem. V + 35 DDDS—..ĩ Und ma⸗chet sei⸗ne Stei⸗ge rich⸗tig, Hal⸗le ⸗lu ⸗ ja! 9 12 V. 7U ꝗ 2. Weihnachtsfest. Geistl. Das Wort ward Fleisch, Halleluja! Gem. Und wohnete unter uns, Halleluja! 3. Neujahr. Geistl. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für, Halleluja! Gem. Du bist unser Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit, Halleluja! 4. Epiphaniasfest. Geistl. Lobet den Herrn, alle Heiden, Halleluja! Gem. Preiset ihn, alle Völker, Halleluja! 18 5. Bußtag. Geistl. Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht. Gem. Vor dir ist kein Lebendiger gerecht. 6. Gründonnerstag. Geistl. Er hat ein Gedächtniß gestiftet seiner Wunder. Gem. Der gnädige und barmherzige Gott. 7. Charfreitag. Geistl. Gott hat seines eigenen Sohnes nicht verschonet. Gem. Sondern ihn für uns alle dahin gegeben. 8. Osterfest. Geistl. Der Tod ist verschlungen in den Sieg, Halleluja! Gem. Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, Halleluja! 9. Himmelfahrtsfest. Geistl. Gott fähret auf mit Jauchzen, Halleluja! Gem. Der Herr mit heller Posaune, Halleluja! 10. Pfingstfest. Geistl. Herr, lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, Halleluja! Gem. Dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn, Halleluja! 11. Trinitatis fest. Geistl. Wir loben Gott den Vater, Sohn und heiligen Geist, Halleluja! Gem. Und preisen ihn von nun an bis in Ewigkeit, Halleluja! 12. Erntefest. Geistl. Aller Augen warten auf dich, Herr, Halleluja! Gem. Und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit, Halleluja! U Knecht, under. schonet. en. Halleluja! ben hat, al jal lgefallen, jal 1 Bahn, ujal hellgen Geis), Ujal Swigkeit, vjal Leluja jal 13. Reformationsfest. Geistl. Herr, dein Wort bleibet ewiglich, Halleluja! Gem. Deine Wahrheit währet für und für, Halleluja! 14. Kirchweihfest. Geistl. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses, Halleluja! Gem. Und den Ort, da deine Ehre wohnet, Hallelujal C. Schlußversikel für die gewöhnlichen Sonntage zur Auswahl. Geistl. Es segne uns Gott, unser Gott, Halleluja! Gem. Und alle Welt fürchte den Herrn, Halleluja! Geistl. Herr, hilf deinem Volke und segne dein Erbtheil, Halleluja! Gem. Weide sie und erhöhe sie ewiglich, Halleluja! Geistl. Rufe mich an in der Noth, so will ich dich erretten, Halleluja! Gem. Und du sollst mich preisen, Halleluja! Geistl. Wir haben einen Gott, der da hilft, Halleluja! Gem. Und einen Herrn, der vom Tode errettet, Halleluja! Geistl. Herr, dein Wort ist unsers Fußes Leuchte, Halleluja Gem. Und ein Licht auf unsern Wegen, Halleluja! Geistl. Heilige uns, Herr, in deiner Wahrheit, Halleluja! Gem. Dein Wort ist die Wahrheit, Halleluja! Geistl. Herr, lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen; Gem. Dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Geistl. Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden, Gem. Und vergilt uns nicht nach unsrer Missethat. 2⁰ Die Litanei. 6 Geistl. Kyrie, Heist Gem. 24 + 5 E lei ⸗ son Geistl. Christe, 10 Oei Gem.——— lei ⸗ son! Geistl. Kyrie, Gem.—— ö —— V E⸗älei ⸗ son! V Geistl. Christe, —————+— ö 9 ö Gem. f ö Er-⸗hö-⸗re uns! Geistl. Herr, Gott Vater im Himmel! Herr, Gott Sohn, der Welt Heiland! Herr Gott, heiliger Geist! Q Gem. ‚P‚SISIE— CEr⸗-barm dich A⸗ ber uns! —— Geistl. Sei uns gnädig! Gem. =ì 4 SSSISSSSSSSSSSSSSSI— 2 Ver⸗schon uns, lie⸗ber Her⸗re Gott! Geistl. Sei uns gnädig! Gem. I. 1 4 1.—. —.—————— 4 H Hilf uns, lie⸗ ber Her⸗ve Gott! Geistl. Vor allen Sünden, Vor allem Irrsal, Vor allem Uebel, Vor des Teufels Trug und List, Vor bösem schnellen Tod, Vor Pestilenz und theurer Zeit, Vor Krieg und Blutvergießen, Vor Aufruhr und Zwietracht, Vor Hagel und Ungewitter, Vor Feuer und Wassersnoth, Vor dem ewigen Tod, 0 Gem. H Be- hüt uns, lie⸗ber Her⸗re Gott! 2² Geistl. Durch deine heilige Geburt, Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß, Durch dein Kreuz und Tod, Durch dein heiliges Auferstehn und Himmelfahrt, In unsrer letzten Noth, Am jüngsten Gericht Q Gem.— H. Hilf uns, lie⸗ber Her⸗re Gott! Geistl. Wir armen Sünder bitten: We. Gem. 35 0 8 — + ———————————— Du wol⸗lest uns er⸗hö⸗ren, lie-ber Her⸗ re Gott! Geistl. Und deine heilige christliche Kirche regieren und führen, 0 Alle Pfarrherren und Diener der Kirche im heilsamen Wort und heiligen Leben behalten, Allen Rotten und Aergernissen wehren, Alle Irrigen und Verführten wieder bringen, Den Satan unter unsre Füße treten, Treue Arbeiter in deine Ernte senden, Deinen Geist und Kraft zum Worte geben, Allen Betrübten und Blöden helfen und sie trösten, Allen Königen und Fürsten Fried und Eintracht geben, Unsern Landesherrn mit allen seinen Gewaltigen leiten und schützen, Unsere Obern, Schule und Gemeine segnen und behüten, Allen, so in Noth und Gefahr sind, mit Hilfe erscheinen, Allen Schwangern und Säugenden fröhliche Frucht und Gedeihen geben, Aller Kinder und Kranken pflegen und warten, Alle unschuldig Gefangene los und ledig lassen, — nd führen, ilsamen Wort hehalten, rösten, act geben, en leiten und nd behüten, sse ershtin Irucht lnd geben, , m, Alle Wittwen und Waisen vertheidigen und versorgen, Aller Menschen dich erbarmen, Unsern Feinden, Verfolgern und Lästerern vergeben und sie bekehren, Die Früchte auf dem Lande geben und bewahren, Und uns gnädiglich erhören. Gem. —̃— 205 —— S.—— Er⸗ hör uns, lie⸗ber Her⸗re Gott! Geistl. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Gem. 0 —.— 2* ——.——— + al Gem. iSiSiSISSS Er⸗barm dich ü⸗ ber uns! Geistl. O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! 0 Gem. + — ——————————3—— Er⸗barm dich ü⸗ber uns! Geistl. O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägtk Q Gem. Æ Ver⸗leih uns ste⸗ten Fried! 2⁴ Geistl. Christe, —2 Gem.= CEr-⸗ hö⸗ re uns! — Geistl. Kyrie, + Gem.— 4 re. 2 elet sen Geistl. Christe, — Gem. A u 0Han g. Liturgie zr die Geburts⸗ und Namenstage des Königs und der Königin. * Zum Anfang. . 9. EE iE O Herr, er⸗zeig uns dei⸗ne Barmher⸗zig⸗keit, —— re 38 Und ver-⸗leih⸗e uns dein Gem.—. —— Oem.: 41 — PSPSPIPIPIPIPIIIII‚.................— I Und er⸗ 95 re uns gnä ⸗dig⸗ lich, wenn wir zu dir ru ⸗ fen. Geistl.: H * . Nü⸗ste dei⸗ ne Die⸗ ner mit Ge⸗ Lerh tig⸗keit, D—.·Tt Und laß dei⸗ne Heili⸗ gen sich freu ⸗ en. 31 II— Geistl.:— O Herr, hilf dei⸗nem Volk, A — — —— Und seg⸗ne dein Erb ⸗ theil. 26 Geistl.: Ehr' sei dem Vater 2c. ꝛe. 9.— Geistl.: Ehre sei Gott in der Höhe Gem.:—— 40 ·—. N ů———58 7 Und auf Er⸗den Fried, und den Men⸗schen ein Wohl⸗ge⸗fal⸗len. Chor: Wir loben dich ꝛe. Amen. Geistl.: Der Herr sei mit euch. Gem.: 41 4 . Und mit dei⸗ nem Geist. Geistl.: Gebet. 0 Geistl.: Der Herr denke an uns und segne uns. Halleluja! Gem.: Er segne, die den Herrn fürchten. Halleluja! Geistl.: Der Herr sei mit euch. Gem.: Und mit deinem Geist. Geistl.: Laßt uns benedeien den Herren. Gem.: Gott sei ewiglich Dank. Geistl.: Segen. Gem.: Amen. Wohlege⸗falelen, — — + 7 200— —77700 + V 22.9—— 4 ——— — 2 2 2 2 3—7. 282 S —— 22 4 — 2 * 8— 2—.— 835 3—5 4212324 2 2 —2* + —— 39 2 5. 808 8 2 2 *— — * 25 5 9767 597 ⁷.— 42 ———... 2 ⁷ 2.— . ——— 2—8— 7 2— 2 2 2 —.— 2 —— 2— 2 1 . 88 8 8 8 5 Il 2—— — — 4—— ———m * 2555 7— 89 4—⁰ . 282275 — — 222. 88— —4⁰⁰8 7²⁵1 24 — * 2 2 3—— ** 3872 4— 2—7 3 28— 4 . 89 . 2 —½ᷣn 28 * V 325 — 287 84 22 282935 — 38— 33 — S R 38 — I8 2 2———0 5 957177 —979. * — 2 —.— 2 2 4234393 *— ——— 7 7 72— Cꝗ -- ——— ir