— Frankfurter Evangeliſches Geſangbuch Frankfurt am Main Verlag von Moritz Dieſterweg Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch ſelbſt mit Pſalmen und Lobgeſängen und geiſtlichen lieblichen Liedern und ſinget dem Herrn in eurem Herzen! Nol. 5. D. 16. Druck von Gebrüder Unaner, Frankfurt a. M. 1 — — — Verzeichnis der Lieder I. Heilige Seiten . Sonntag . Advent . Weihnachten . Epiphanias. . Paſſion . Oſtern . Himmelfahrt . Pfingſten. Trinitatis.... II. Kirche und Gnadenmittel . I. Kirche.. 3 2. Kirchweihe. .. Reformation . Miſſion. Wort Gottes. Taufe. . Konfirmation . Abendmahl. III. Heilsordnung. 1†. Buße........ 2. Glaube und Rechtfertigung 5. Leben in Gott und Chriſto IV. Gebetslieder für allerlei Fälle. 1. Lob, Dank und Bitte 2. Kreuz⸗ und Troſtlieder. 3. Ehe und Hausſtand. Gℛ 82S ᷣ m¶£☛ d— 0 ᷑ ☛ ☛ Inhaltsverzeichnis 89— 109 . 110— 120 . 121— 136 . 152— 142 . 145— 209 . 145— 155 . 156— 158 . 159— 162 . 165— 122 . 123— 181 . 182— 185 . 186— 193 . 194— 209 . 210— 505 . 210— 230 . 231— 245 . 244— 305 . 306— 445 . 306— 544 . 345— 595 . 394— 400 Seite V- XVI 1— 141 1— 12 12— 32 35— 48 49— 55 55— 82 85— 105 106— 112 118— 135 136— 141 142— 209 142— 152 158— 160 161— 164 165— 174 125— 185 185— 186 187— 193 194— 209 210— 320 2 10— 232 255— 248 250— 520 521— 480 521— 367 568— 4424 425— 432 1 Inhaltsverzeichnis Nr. a. Vaterland und Obrigkeit.. 401— 402 5. Krieg und Frieden.... 403— 405 6. Jahreswechſel. 3.. 406— 414 72. Jahreszeiten und Ernte.. 415— 420 8. Morgen..... 421— 430 9. Ciſchlieder..... 451— 4353 10. Abend....... 45 4— 445 V. die letzten dinge...... 446— 493 1. Cod und Begräbnis. 446— 422 2. Auferſtehung, Welthericht und Ewigkeit... Kest9⸗ Verzeichnis den Liederdichter Verzeichnis der Parallelweiſen Seite 435— 45 4 435— 457 438— 442 448— 455 456— 466 467— 468 468— 480 48 1— 555 481— 513 5 16— 555 554— 546 547 Verzeichnis der Lieder Ach bleib bei uns, Herr Jeſu Chriſt.. Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Zeſa Ctriſ Ach Gott, ich muß in Traurigkeit. Ach Gott und GHerr, wie groß und ſchwer 3 Ach Gott, verlaß mich nicht.... Ach Gott, vom Himmel, ſieh darein. Ach Gott, wie manches Herzeleid. Ach, mein Herr Jeſu, dein Naheſein. Ach, ſagt mir nichts von Gold und Schähten. Ach, wie heilig iſt der Grt. Ach, wundergroßer Siegesheld. Allein Gott in der Höh ſei Ehr Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt Alle Menſchen müſſen ſterben Alles iſt an Gottes Segen Alles, was dein Gott dir gibt.. Allgenugſam Weſen, das ich hab erleſen Allliebender, wir nahen.. Amen! Deines Grabes Friede. Amen! Lob, Preis und Herrlichkeit Am Kreuz erblaßt, der Marter Laſt. An dir allein, an dir hab ich geſündigt. Auf, auf, ihr Reichsgenoſſen. 3 Auf, Chriſtenmenſch, auf, auf zum Streit. Auf Chriſti Himmelfahrt allein. Auf den Nebel folgt die Sonn. Auf dich ſeh ich, mit dir geh ich Auferſtanden, auferſtanden 6 Auferſtehn, ja auferſtehn wirſt du. Auf Gott und nicht auf meinen Rat Auf, Jünger Jeſu, freuet euch.. Auf meinen lieben Gott trau ich in Aungſt und Not Auf, Seele, auf und ſäume nicht. V Verzeichnis der Lieder Aus des Codes Banden. Aus irdiſchem Getümmel. Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not ſchrei ich zu dir Bedenke, Menſch, das Ende. Befiehl du deine Wege... Bei dir, Jeſu, will ich bleiben. Bis hieher hat mich Gott gebracht Bleibt bei dem, der euretwillen Brich an, du ſchönes Morgenlicht. Bringt Dank dem Rerrſcher. Chriſte, du Lamm Gottes..... Chriſt iſt erſtanden von der Marter alle Chriſt lag in Codesbanden. Chriſtus, der iſt mein Leben Dank und Anbetung bringen wir. Das alte Jahr vergangen iſt. Das iſt mein Troſt in allen Leiden Das Jahr geht ſtill zu Ende Das walte Gott, der helfen kann. 3 Das walt Gott Vater und Gott Sohn. Dein Heiland lebt, o Chriſtenheit... Dein König kommt in niedern Hüllen Dein Wort, o Herr, iſt milder Tau... Der Abend kommt, die Sonne ſich verdecket Der am Kreuz iſt meine Liebe..... Der du, Herr Jeſu, Ruh und Raſt Der du in Codesnächten.... Der du uns als Vater liebeſt Der du zum Heil erſchienen. Der heil'ge Chriſt iſt kommen.. Der Herr iſt Gott und keiner mehr. Der Mond iſt aufgegangen. Der Cag iſt hin, mein Jeſu, bei mir bleibe. Dich, Geiſt der Wahrheit.... Dich Jeſum laß ich ewig nicht... Die Chriſten gehn von Ort zu Ort. Die Ernt iſt nun zu Ende...... Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne Die Herrlichkeit der Erden...... Dies iſt der Tag, den Gott gemacht. Dies iſt die Nacht, da mir erſchienen VI —— — VYerzeichnis der Lieder Dies Kindlein, Jeſu, iſt nun dein Die wir uns allhier beiſammen finden Dir, dir, Jehovah, will ich ſingen Du biſt zwar mein und bleibeſt mein Du, des Zukunft einſt erflehten Lanſende i in Jsraei Du lieber, heilger, frommer Thriſt. Du, meines Lebens Leben.. Durch Trauern und durch Plagen Ehre ſei Gott in der Höhe.. Ein Chriſt kann ohne Kreuz nicht ſein 3 Eine Herde und ein Hirt.. 3 Einer iſt's, an dem wir hangen Eines wünſch ich mir vor allem andern Ein feſte Burg iſt unſer Gott. Eingeſargt zum letzten Schlummer Ein Haupt haſt du dem Volk geſandt 3 Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. Ein reines Herz, Herr, ſchaff in mir. Eins iſt not! Ach HZerr, dies Eine Empor zu Gott, mein Tobgeſang. Endlich bricht der heiße Tiegel Erfüllt ſind Stund und Zeiten Ergrünt, ihr Siegespalmen. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. Erhöhter Siegesfürſt und Held Er lebt, o frohes Wort, er lebt Ermuntert euch, ihr Frommen. Es glänzet der Chriſten inwendiges Leben Es hat uns heißen treten Es iſt das Heil uns kommen her Es iſt ein Roſ' entſprungen Es iſt gewiß ein köſtlich Ding. Es iſt gewißlich an der Zeit Es iſt noch eine Ruh vorhanden Es iſt vollbracht! Er iſt verſchieden Es iſt vollbracht! In deine Hände Es wolle Gott uns gnädig ſein Fahre fort, fahre fort, Sion, fahre ſort im Licht Fang dein Werk mit Jeſu an... 3 Fortgekämpft und fortgerungen Freu dich ſehr, o meine Seele. Fröhlich ſoll mein Herze ſpringen. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht. VII Derzeichnis der Tieder Geduld iſt euch vonnöten Geh aus, mein Herz, und ſuche Freud Geht nun hin und grabt mein Grab Geiſt des Lebens, heilge Gabe Geiſt vom Vater und vom Sohne Gekreuzigter, zu deinen Füßen Gelobet ſei der Herr, mein Gott, mein richt, mein Leben Gelobet ſeiſt du, Jeſu Cl hriſt Gern in alles mich zu fügen.. Geſegn' uns, here die Gaben dein. Gib dich zufrieden und ſei ſtille Gib Frieden, Herr, gib Frieden GHlaube, Liebe, Hoffnung ſind Gott, deine Güte reicht ſo weit. Gott der Gnaden! Schwerbeladen Gott des Himmels und der Erden Gott iſt gegenwärtig, laſſet n uns anbeten Gott iſt mein Hort.. Gott iſt mein Lied Gott lebet noch! Seele, w was'veragſt. du doch Gott lebt! Wie kann ich traurig ſein Gottlob! der Sonntag kommt herbei Gottlob! ein neues Kirchenjahr Gottlob! ein Schritt zur Ewigkeit Gottlob! nun iſt erſchollen.. Gott ruft der Sonn und ſchafft den mond Gott ſei Dank durch alle Welt.. Gott Dater, aller Dinge Grund Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir fallen nieder Großer Gott, wir loben dich Großer Hirte deiner Herden Großer Mittler, der zur Rechten Halleluja, Amen, Amen. Halleluja, jauchzt ihr Chöre Halleluja, Lob, Preis und Ehr Ralleluja! ſchöner Morgen. Halleluja! Wie lieblich ſtehn.. Halt im Gedächtnis Jeſum Chriſt. Heiland, deine Menſchenliebe 4 Derr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du dein teures Leben. Derr, der du einſt gekommen biſt. VIII Verzeichnis der Lieder Berr, der du mir das Leben........... 4a Herr, die Erde iſt geſegnet.......... 119 Berr, du wollſt uns vollbereiten......... 205 Herr, es geſcheh dein Wille........... 442 Herr Gott, der du mein Vater biſt... 310 Derr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. 306 Herr Gott, dich loben wir! regier, Herr, nri Stimmen. 405 Herr Gott, du biſt von Ewigkeit..... 225 Herr, höre, Herr, erhöre........... 551 Herr Jeſu Chriſt, dein teures Blut........ 76 Berr Jeſu Chriſt, dich zu uns wend........ 2 Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes Gut...... wir kommen.. 199 Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes Gut,„ſien doch. 212 Herr Jeſu Chriſte, Gottes Sohn...... 25 Herr Jeſu Chriſt, wahr Menſch und Gott..... 448 6 Herr Jeſu, dir ſei HPreis und Dank........ 105 — Herr Jeſu, Sadenſonne...... 269 Herr Jeſu, Licht der Heiden........... 59 Herr, öffne mir die Herzenstür...... 6 „ Herr, ſtärke mich, dein Teiden zu bedenfen...... 81 Berr, vor deinem Angeſicht,........... 14 Berr, wie du willſt, ſo ſchichs mit mir....... 540 Herzlich lieb hab ich dich, o Herr......... 244 Berzlich tut mich verlantzen........„ 755 Herzliebſter Jeſu, was haſt du verbrochen...... 66 Herz und Herz vereint zuſammen......... 148 Bier licg ich, Berr, im Staube......... 584 Bilf, Herr Jeſu, laß gelingen.......... 402 ¹ Bimmelan geht unſre Bahn............ 225 Himmelan, nur himmelan.......... 201 Dinunter iſt der Sonne Schein.......... 43 4 4 Hirte deiner Schafe............ 441 Höchſter, denk ich an die Giite......... 22 Böchſter Cröſter, komm hernieder........ 12 8 Hoſiannal! Davids Sohn.......... 55 Boſianna! Zu der Erde............ 56 Ich armer Menſch, ich armer Sünder........ 218 Ich bin des Lebens müde........... 501 Ich bin ein Gaſt auf Erden....... 433 34 bin ein Menſch von Gottes Gnaden...... 237 4 Ich bin getauft auf deinen NWamen........ 186 4 Ich bin getauft, ich ſteh im Bunde........ 183 Ich bin in dir, und du in mir.......... 190 31 NX — 3———— VYerzeichnis der Lieder 3 Nr. 4 Ich erhebe mein Gemüte........... 225 Ich geh zu deinem Grabe........... 98 Ich habe dich gefunden......... 296 Ich habe nun den Grund sefunden.. 2358 Ich habe viel gelitten...... 33289898 Ich hab in guten Stunden.. 5747 3 Ich hab mein Sach Gott heimgeſtellt... 411830 Ich hab von ferne, Uerr, deinen Thron erblickt.... 492 Ich höre deine Stimme....... 298 4 Ich komme, Herr, und ſuche dich. 2502 Ich lobe dich, mein Auge ſchauet......... 146 Ich ruf zu dir, HBerr Jeſu Chriſt....... 31 Ich ſag es jedem, daß er lebt.........f03 Ich ſenke mich in deine Wunden........ 36 Ich ſinge dir mit Berz und Mund....... 5127 Ich ſteh an deiner Arippe hier......... 45 Ich ſtell mich ein, o frommer Gott........ 196 Ich und mein Haus, wir ſind bereit....... 399 Ich weiß, an wen ich glaube.......... 466 Ich weiß, woran ich glanbe.......... 24aa4 Ich will dich lieben, meine Stärke........ 252 Ich will von meiner Miſſetat.......... 216 Ihr aufgehobnen Segenshände.......... 112 Ihr Waiſen, weinet nicht........... 35016 In allen meinen CTaten........ 53553 Lc In Chriſti Wunden ſenaf ich ein....... 4 9o 5 In Chriſto hab ich Frieden....... 3594 L In dich hab ich gehoffet............399 L In Goltes Kat ergeben.......... 420 L Iſt Gott für mich, ſo trete......... 235 3 K Ja fürwahr, uns führt mit ſanfter Hap... 385 8 Jauchzet, ihr HBimmel........ 28 3 Li Jehovah, Jehovah.........341 Ki Jeruſalem, du hochgebante Stadt....... 48 Ki Jeſu, deine Paſſion will ich jebt b bedenfen...... 25 Li Jeſu, der du biſt alleine......... 14o Jeſu, deſſen Cod und Leiden......... 78 8 Jeſu, geh voran auf der Lebensbahn....... 228 8. Jeſu, großer Wunderſtern....... 6 Jeſu, hilf ſiegen, du Fürſte des rebens..... 255 mn Jeſu, meine Freude......... 249 m. Jeſu, meines Lebens Lehen.......... 7a m Jeſu, Retter meiner Seele........... 215 I 60 ‿ν VYerzeichnis der Tieder Jeſus Chriſtus herrſcht als König Jeſu, Seelenfreund der Deinen. Jeſu, ſieh mich an in Gnaden. Jeſus lebt! mit ihm auch ich Jeſus meine Zuverſicht Zeſus nimmt die Sünder an Jeſus ſoll die Loſung ſein 4 Kehre wieder, kehre wieder NKomm auf uns, o Geiſt des Berrn Uomm, du wertes Löſegeld. Komm, Heidenheiland, Löſegeld... Komm, heiliger Geiſt, erfüll die Herzen. Komm, heiliger Geiſt, Herre Gott... Komm, komm, du Licht in Gottes Pracht. Komm, mein Herz, aus Jeſu Leiden 3 Womm, o komm, du Geiſt des Lebens Kommſt du, kommſt du, Licht der Heiden Kommt her, ihr Chriſten, voller Frend. Kommt her, ihr ſeid geladen. Aommt, Kinder, laßt uns gehen König, dem kein Köͤnig gleichet König Jeſu, ſtreite, ſiege Laſſet uns mit Jeſu ziehen. Laß in meinem Pilgerkleide Laß mich dein ſein und bleiben Laß mir die Feier deiner Leiden Laß mir, wenn meine Augen brechen Laßt mich gehn, laßt mich gehn Licht, das in die Welt gekommen Licht vom Licht, erleuchte mich Liebe, die du mich zum Bilde Liebſter Heiland, nahe dich S ob ee. Liebſter Jeſu, wir ſind hier, deinem Worte nachzuleben Liebſter Jeſu, wir ſind hier, dich und dein Wort anzuhören Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Lobe den Herren, o meine Seele... Lobt Gott, ihr Chriſten, alle gleich Mache dich, mein Geiſt bereit 3 Mach's, lieber Gott, wie dir's gefällt. Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt 3 Macht hoch die Tür, die Tor macht weit XI VYerzeichnis der Lieder Mag auch die Liebe weinen. Mag über uns dein Eifer flammen. Man lobt dich in der Stille Meinen Jeſum laß ich nicht. Mein erſt Gefühl ſei Preis und Dank Meine Seele ſenket ſich— Meine Seele, voller Fehle Meine Seel iſt ſtille Meines Herzens reinſte Freude. Mein Freund iſt mein. Mein Glaub iſt meines Lebens Ruh Meti Gott, ich weiß wohl, daß ich ſterbe. Mein Heiland, den der Himmel preiſt 3 Mein Jeſu, der du vor dem Scheiden Mein Jeſu, meines Herzens Luſt. Mein Leben iſt ein Pilgrimſtand.. Mein ſchönſte Zier und Kleinod biſt. Mein Wandel iſt auf Erden Mir iſt Erbarmung widerfahren Mir nach, ſpricht Chriſtus unſer Held Mit dem Haufen deiner Frommen Mit Ernſt, o Menſchenkinder Mit Fried und Frend ich fahr dahin Mit heilger Freude nahen wir. Mitten wir im Leben ſind Morgenglanz der Ewigkeit. Rach einer Prüfung kurzer Tage. Mun bitten wir den heiligen Geiſt Aun bringen wir den Leib zur Ruh Nun danket alle Gott.. Mun danket all und bringet Ehr. Aun freut euch, lieben Chriſten g'mein Nun geh uns auf, du Morgenſtern Nun jauchzet all, ihr Frommen 3 Nun jauchzt dem Herren, alle Welt. Nun kommt das neue Kirchenjahr Nun laſſet uns den Leib begrab'n Nun laßt uns gehn und treten Nun lob, mein Seel, den Herren... Nun preiſet alle Gottes Bariberzigfoit Nun ruhen alle Wälder. 3. Aun ſich der Tag geendet hat. Run treten wir ins neue Jahr SSS8SS8S88888888S8SG S888888888888888888888888 Verzeichnis der Lieder daß doch bald dein Feuer brennte. daß ich tausend Fungen hätte du allersüßte Freude du betrübte Seele mein. du fröhliche, o du selige. O du Liebe meiner Liebe O Durchbrecher aller Bande. O Ewigkeit, du Donnerwort O gläubig Herze, benedei O Gott, du frommer Gott O Gottes Geist und Christi Geist. O Gottes Sohn, Berr Jesu Christ O Gott, o Geist, o Licht O Gott, von dem wir alles haben O Haupt voll Blut und Wunden. O heilger Geist, kehr bei uns ein O Berr, mein Gott, verlaß mich nicht O Jesu Christe, wahres Licht O Zesu, dir sei ewig Dank. O Jesu, Berr der Berrlichkeit. O Zesu, Jesu, Gottes Sohn O Jesu, meine Sonne. O Zesu, süßes Licht O König, dessen Majestät O Lamm Gottes, unschuldig O niein Rerz, gib dich zufrieden. O selig Haus, wo man dich aufgenommen Ostern, Ostern, Frühlingswehen O Craurigkeit, o Herzeleid O Ursprung des Lebens. O Vater der Barmherzigkeit O Vaterherz, o Licht, o Leben. OQ Dater, sieh mit Wohlgefallen O Welt, ich muß dich lassen O Welt, sieh hier dein Leben. O wertes Licht der Christenheit O wie freun wir uns der Stunde O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen. 0 0 0 0 0 Pilger sind wir, wallen hier. Drediger der süßen Lehre. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Ruhe hat uns Gott verheißen XIII Verzeichnis der Lieder Ruhe ist das beste Gut Rüstet euch, ihr Christenleute Schaffet, schaffet, Menschenkinder Schaut die Mutter voller Schmerzen Schmücke dich, o liebe Seele. Schmückt das Fest mit Maien Schwing dich auf zu deinem Gott. Seele, geh auf Golgath Seelenbräutigam, Jesu, Gottes Lamm Seele, was ermüdst du dich Sei getreu bis an das Ende Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut Sei mir tausendmal gegrüßet Senke, o Vater, herab deinen göttlichen Frieden ö Siegesfürst und Ehrenkönig Sieh, dein König kommt zu dir. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig So halte fest denn, was du hast So jemand spricht: Ich liebe Gott So lang ich hier noch walle Sollt es gleich bisweilen scheinen Sollt ich meinem Gott nicht singen So nimm denn meine Hände Sorge doch für meine Hinder So viele gehn umher und suchen So wahr ich lebe, spricht dein Gott Speis', o Gott, uns, deine KHinder Stille halten deinem Walten Still, in meinem Gott zufrieden Such, wer da will, ein ander Siel Cut mir auf die schöne Pforte Treuer Reiland, wir sind hier Treuster Meister, deine Worte*.— Criumph, Triumph! der Sieg ist mein Überwinder, nimm die Palmen Unsern Ausgang segne Gott Urquell aller Seligkeiten valet will ich dir geben Vater, den mein Herz verehret. Vater, hier im Erdenschoße Vater, kröne du mit Segen. XIV E — * * * 1272::⅜ꝰ — EEEEEEEEEEREEEEEEESESSSS8SS8S 8 ESEEe E —* — Verzeichnis der Lieder Vater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden gnädiglich Verzage nicht, o Häuflein klein Volk des Herrn, du hast hienieden Vom Bimmel hoch, da komm ich her Vom Bimmel kam der Engel Schar Von des Bimmels CThron fende, Gottes Sohn Von dir will ich nicht weichen Von Sott will ich nicht lassen. Vor Christi Augen leben Vor dir, Todesüberwinder Wach auf, du Geist der ersten Zeugen Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin Wach auf, mein Berz, und singe. Wachet auf, erhebt die Blicke Wachet auf! ruft uns die Stimme Walte, walte nah und fern Wandle leuchtender und schöner Warum betrübst du dich, mein Herz Warum sollt ich mich denn grämen Warum willst du draußen steheeen Was freut mich noch, wenn du's nicht bist** Was Gott gefällt, mein frommes Kind Was Sott tut, das ist wohlgetan, es bleibt gerech 2 Was Gott tut, das ist wohlgetan, so denken Gottes Kinder Was ist's, daß ich mich quäle**** Was mein Sott will, gescheh allzeit Was wär ich ohne dich gewesen Was willst du dich betrüüben Weicht, ihr Berge, fallt, ihͤr Hügel Welch himmlisch Licht ist's, das der Wel Wen hast du dir geladen Wenn alle untreu werden Wenn alle von mir scheiden. Wenn Christus seine Mirche schützt Wenn der Berr einst die Gefangnen Wenn ich ihn nur habde Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn meine Sünd mich kränken. Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wenn wir in höchsten Nöten sein Werde licht, du Stadt der Beiden Werde munter, mein Gemüte XV Verzeichnis der Lieder Wer Sott vertraut, hat wohl gebant Wer ist wohl wie du, Jesu, süße Ruh Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer weiß, wie nahe mir mein Ende Wie dank ichs, HBeiland deiner Liebe Wie fleucht dahin der Menschen Seit Wie Gott mich führt, so will ich gehn Wie groß ist des Allmächt gen Güte Wie könnt ich sein vergessen. Wie schön ist's doch, Berr Jesu Christ Wie schön leucht uns der Wie Simeon verschieden. Wie soll ich dich empfangen Wie wird mir dann, o dann mir sein Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen Willkommen, Held im Streite. Wir alle, Menschenvater, bringen Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod. Wir danken Gott für seine Gab'n Wir flehen um Erbarmen Wir glauben all an einen Gott Wir singen dir, Immanuel Wohlauf, mein Rerz, zu Gott dein Andacht fatlic brnge Wohlauf, wohlan, zum letzten Gang Wohl einem Baus, da Jesus Christ. Wo ist der neugeborne Held Womit soll ich dich wohl loben Wort des höchsten Mundes Wo willst du hin, weil's Abend ist Wunderanfang, herrlich's Ende Wunderbarer Hönig. Heige dich uns ohne Hülle Zeuch ein zu deinen Coren Sion klagt mit Angst und Schmerzen Zween der Jünger gehn mit Sehnen I. Sonntag Eigne Weise. 5.— Homm, heiꝛli⸗ger Hh, er⸗ 30. die Herzen S.......T. dei⸗ ner Gläubi⸗ gen und entzünd in ih⸗nen das Jen⸗ er dei⸗ner göͤtt⸗ li⸗ chen Lie⸗be: der du durch Mannig⸗ falligkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt ver⸗ EI E.—....... sammelt hast in Einig⸗keit des Glau⸗bens. Hal⸗ 3— 4 4— 1 1— —5—— 24..— ——— le ⸗ lu jal hal⸗ le⸗ luJal Nach dem„Veni Sancte Spiritus“ aus dem IA. Jahrh. Deutsch um 1522. I. Heilige Seiten Eigne Weise.(I). Gotha 1651 Q 5 70 1 1 + + 1 1 SATTSR— 2 2.1— 4— 1. Herr Ze su Christ, dich zu uns wend, dein — 1— 24 ö 2—.3 heil gen Geist du zu uns send; mit Hilf und Gnad er EEE uns regier und uns den Weg zur Wahrheit führ! 2. Cu auf den Mund zum Lobe dein; bereit das Herz zur Andacht fein. Den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 5. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in ew' ger Freud und sel'gem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heil'gen Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! Suerst J65. ——— 665 6 Christ, dich zu uns wend.(II. Mel.)(J). 35————— 1. Nun jauchzt dem Herren al⸗ le Weltl HKommt ——— 1 N 1 1 —.—.—.— ö— her, zu sei⸗ nem Dienst euch stellt, ul, ommt mit Froh⸗ lok⸗ ken, —3——— + D———.— säu⸗ met nicht, kommt vor sein hei⸗ lig An⸗ge⸗sicht. 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, daß wir mit Wort und mit der Tat ver⸗ künden unsers Schöpfers Gnad. 2 — 9 ————— IIIELIL'e I. Sonntag 4 5. Er hat uns alle wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zur Herde, die er ist bereit zu führen stets auf guter Weid. 4. Ihr, die ihr nun bei ihm wollt sein, kommt, geht zu seinen Toren ein, mit Loben durch der Psalmen Klang, zu seinem Vorhof mit Gesang. 5. Erhebet Gott, lobsinget ihm! Lobsinget ihm mit hoher Stimm, lobsingt und danket allesamt; Gott loben, das ist unser Amt. 6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit, voll Lieb und Treu zu jeder Seit; sein Gnade währet dort und hier und seine Wahrheit für und für. David Denicke(5), 1603160. 664%5 Weise. 1928 4————.—. 1. Sieh, hier bin ich, A lege mich vor ———.— nn rn,— dei⸗ nen Thron; schwache Trä⸗ nen, kindlich Sehnen E...—— bring ich dir, du Menschensohn! Laß dich fin⸗ den/ laß dich. den, bin ich gleich nur Asch und Con. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine ich nur meine, dein er⸗ kaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden; gib dich mir und nimm mich hin. 5. Ich begehre, Herr, gewähre mir nur deine freie Gnad, die du giebest, weil du liebest den, der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, der dich hat. 5 1* 6, 6 1. Heilige Seiten 4. Dieser Seiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud, sind nur Schmerzen meinem Herzen, wel⸗ ches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden; großer Gott, ich bin bereit! Zoachim Neander, I650—60. weise: Erschienen ist der herrlich Cag. 80 Nik. Herman, 1560. TUEEV 1——5.—.——— e,nr ti. Hinttn, 5„—— 1. Gott Lob, der Sonn-tag kommt her⸗bei, die E————— ESEEEEEE EESEEEEEEEEEEEEEEEEEE +.— —— 12— 222—— 1—43 Wo⸗che wird nun wie ⸗ der neu. Heut — d. I E K—— I E— 0— 1—— —+=.....— hat mein Gott das Licht ge⸗macht, mein Heil hat SESDSSeee ————————— 2n Hene Eundie e: 7 2— mir das Le⸗ben bracht. Hal ⸗le ⸗lu⸗ja! 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstaͤnden ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, CTrost, Leben, Heil und Seligkeit. Halleluja! 5. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht g'nug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Halleluja! 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort; führ mich zur Himmels⸗Ehrenpfort; laß mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich. Halleluja! Joh. Olearius, 1611 16SA. SR Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(1) ˙ Gotha 1651. EI + +—14— HISIIII........ + 2— 21 I— + 5— 1. Herr, öff⸗ne mir die Her⸗zenstür, zeuch 4 . Sonntag 7 —4 I —— V —— +.— 2. 7 2.—ß——.——— mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort 9e. ...... 55.—. Wahren rein, laß mich dein Hind Ins Er⸗ be sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund; dein Wort ist, das mein Herz erfreut, dein Wort gibt Trost und Seligkeit. 35. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heil'gen Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Dreis in Ewigkeit! Joh. Olearius, 1611—1686. II Nir III Eigne Weise. ö X. Ahle, 1664. 1. Lieb⸗ster Je⸗su, wir sind hier, dich und Len⸗ke Sinnen und Be⸗gier auf die —.— I— PPPIPIIPIPIPIPIPIITITITTITITITI.....— — 1 1 II 60 2 dein Wort an⸗ zu ⸗ hö ⸗ren. sü⸗ßen Himmels⸗leh⸗ren, daß die Her ⸗zen E von der Er· den ganz zu dir ge⸗zo⸗gen wer⸗den. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis um⸗ hüllet, wo nicht deines Geistes hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, Gutes dichten wollst du selbst in uns verrichten. 5. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Cobias Clausnitzer, 1618—eS4. 5 E——————.——...—..—..—...rees..feff... 8, 9 I. Heilige Seiten + 5765 Gott des Himmels und der Erden.. Abert, 1682. E——.— x——. — + E.— 1—1 1 2— SEEEESE. S 1. Großer Gott von al⸗ten Sei⸗ten, des⸗sen des⸗sen Treu auf al⸗len Sei⸗ ten mich von — ER— + +— 1 I— I 1 1— 2 I— +X. + J 1 12— 1 II—2—5• and die Welt re ⸗giert 9 5.9%/ heu⸗te weckt des Ju⸗ gend auf ge⸗führt: 4———4 —— r n: nmir: eren eer E—— 2 2 Ta⸗ges Lau mich zu lau ⸗ter Andacht auf. 2. Ach, wie lieb ich diese stunden; denn sie sind des herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 5. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Seit zur Andacht schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen betet, singt, daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner, als Hott dienend Was ist süßer, als sein Wortd da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort; selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 5. O mein Gott, sprich selber: Amen! denn wir sind dein Eigentum; alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann, 1648—1715. . 9. Meinen Jesum laß ich nicht.(3) — E——— ENE— Ee— 1—..——— 1. Licht vom Licht, er⸗leuch⸗te mich bei dem Gna⸗den⸗son⸗ne, zei⸗ ge dich mei⸗nem 6 WIUN 1. Sonntag 10 — 21 — —— — — —— I neu⸗ en Ta⸗geslich ⸗te; muntern An⸗ge⸗sich=te, ..———— 9 — S 11—— D 0 II DIX + 1— I Glan⸗ze bei, daß mein Sab⸗bat fröh'lich sei. 2. Brunnauell aller Seligkeit, laß mir deine Ströme fließen, mache Mund und Herz bereit, deiner Gnade zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein. 3. Sünde selbst das Opfer an, das auf meinen Cippen lieget, sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irr⸗ tum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, wel⸗ ches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit heilig heilig heiligl singen und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwin⸗ gen. Gib mir einen Vorschmack ein, wie es wird im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies ins Herze. Offenbare dich doch mir und gieß meiner Andachtskerze immer neue Nahrung zu, o du Liebesflamme du. 6. Dieser Tag sei dir geweiht, weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst tun, als in deiner Liebe ruhn. 2. Du bist mehr als Salomon; laß mich deine Weis⸗ heit hören. Ich will deinen Gnadenthron mit gebeugten Unieen ehren, bis mir deine Sonne lacht und den schoͤn⸗ sten Sonntag macht. Benjamin Schmolck, 162—1732. weise: Gott des 65666686 und der Erden. 5. Atbert, 168e. 2—+ + + EV3 EUD j 2——— EU 0 2 2..—.. E—— 7 .——— IAlA———.——..— I. Heilige Seiten S...——— — 2—.— 1 I 2 I füh⸗ret mich in Si⸗on ein!—9— ier i meiene See⸗le fröh⸗ lich sein! Hier ist Got·tes eer er,, ————6 2 2*—— SPIISE An⸗ge⸗sicht, hier ist lau⸗ter Trost und Licht! 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Seuch in meinem Herzen ein, laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten; heil'ge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt; heilige mir Mund und Ohr, zeuch das Herze ganz empor! 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Saatkorn auf mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn! 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Uleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben; halte stets dein Wort mir für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt! 6. Rede, Herr. so will ich hören, und dein Wille wird erfüllt; laß mir nichts die Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt. Speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not! Benjamin Schmolck, I6re esr. Nach voriger Weise. 1 Hallelujal schöner Morgen, schöner als man denken mag! Heute fühl ich keine Sorgen, denn das ist ein lieber Tag, der durch seine Lieblichkeit recht das Innerste erfreut. 2. SüßerRuhetag derSeelen, Sonntag, der volleichtes ist, 8 i li.i. —*69.—.—9——— ——ẽ— 1. Sonntag 12 heller Cag der dunkeln Höhlen, Seit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, du vertreibst mir allesLeid. 5. Ach, wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun, denn ich braͤuche alle Uräfte, in dem höchsten Gut zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich, als nur Gottes Werk, für mich. 5. Wie soll ich mich heute schmücken, daß ich Gott ge⸗ fallen mag? Jesus wird das Uleid mir schicken, das ich ihm zu Ehren trag, sein Blut und Serechtigkeit ist das schönste Sonntagskleid. 6. Ich will in der Sionsstille heute voller Arbeit sein, denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 7. Herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust, laß mich Lehr und Trost gewinnen, gib zu dei⸗ nem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall. 8. Segne deiner Unechte Lehren, öffne selber ihren Mund, mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet und singt, solches in dein Herze dringt. 9. Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sab⸗ bats bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbat halten mag. Jonath. Krause, 1701—1762. Eigne Weise. 1255 — 4 9* d.. . Gott ist ge⸗ gen⸗wär lrg, las⸗set uns an⸗ Gott ist in der Mit⸗te, al⸗les in uns 9 12 I. Heilige Seiten — ͤ—— —.—.— 2 + 2— 1— 2—— 4 + 1——— 1 1 be⸗ten und in Ehrfurcht vor ihn tre⸗ten! schwei⸗ ge und sich in miost vor ihm beu⸗ gel I V u 05—.—— öB„„ B, r mine. é — Wer ihn kennt, wer ihn Bemhtz schlagt die Au⸗gen ——3—— 2— N . —— 4 —H— nie⸗der; kommt, er⸗ gebt euch wie derl 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubimen Tag und Nacht gebeuget dienen; Heilig heilig heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm un⸗ sre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 5. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, die mit dei⸗ nem Dienste streiten. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, dir zum Eigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen! Moöcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich, wie die En⸗ gel, immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster ö Gott, in allem. 5. Geist, der alles füllet, drin wir sind und weben! Aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder! Ich senk mich in dich hinunter, ich in dir, du in mir; laß mich ganz ver⸗ schwinden, dich nur sehn und finden! Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Ularheit schauen mag in Geist und Wahr⸗ 10 . Sonntag 15 heit; laß mein Herz himmelwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 8. Uomm in mir zu wohnen, laß schon hier auf Erden ganz dein Heiligtum mich werden. UHomm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken! Gerh. Cersteegen, 1692—ẽe9. weise: Mache dich, mein Geist, bereit. Dresden, 1698. EEE—— Eiii . Lieb'ster Hei· land, na⸗he dich, mein Ge⸗ und aus al⸗lem kräftig⸗lich mich zu 2— ——.— x 566⸗— ———.————IIIIUIIIII—— — D..‚‚ I— —— — müt zu rüh⸗ren ö; e dir zu füh⸗ren, daß ich dich in nig⸗lich ....... 4———— 4——— 14.————— mög in Lie⸗be fas⸗sen, al ⸗les an⸗dre las⸗sen. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, treuer Hirt der Seelenl Wenn von dir ich fern noch bin, muß die Ruh mir fehlen. Lust wie Schmer quält das Herz, du allein kannst geben Ruhe, Freud und Leben. 3. Mache mich von Sorgen frei, von der Welt geschie⸗ den, daß ich eingekehret sei stets in deinem Frieden; daß mein Will sanft und still, ohne Widerstreben dir sich mög ergeben. 4. Stellt die Welt auf flücht'ge Lust all ihr Cun und CTreiben, so sei mir nur eins bewußt: Herr, in dir zu bleiben. Herz und Mut hat es gut, wenn ich mich nur übe, Herr, in deiner Liebe. 5. AllesEitle bleibe fern, und was sonstkann störenl Zesu, ich will schweigen gern und dich in mir hören. Schaffe du wahre Ruh, wirke nach Gefallen, ich halt still in allem. 11 — 8——....‚..‚.‚r‚‚rrsssts““ M. 15 I. Heilige Seiten 6. Was noch flüchtig, sammle du, was noch stolz ist, heuge, was verwirret, bring zur Ruh, was noch hart, erweiche, daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine, als mein Freund alleine. Serh. Cersteegen, 1692—1769. Weise: Liebster Jesu, wir sind hier... Ahte, 1506 ——.——— 1— EIRIISSTEE Ei. Herr, vor deinem An⸗ge⸗sicht hat die An⸗dacht Ach, verwirf die Bitten nicht, die dein Volk dir, A + 2— 1 HN 1 2 IIIIII...... V n L. dine 2 ů—ůY⸗· + Heer, Kawemeltt Hůr auf un⸗ sre schwachen Lieder I 2— 2——— 11 und sieh gnä⸗dig auf uns nie⸗ der! x 2. Laß dein Wort, das hier erschallt, viele gute Früchte i bringen und mit göttlicher Gewalt tief in unsre Seelen I dringen, laß es unsern Sinn erneuen und das Herz mit 4 Trost erfreuen. 5. Dein Gebot mach uns bekannt und hilf selbst es treulich üben, dich und den, den du gesandt, Jesum Christum, herzlich lieben, daß kein Schmerz und keine Freude uns von deiner Liebe scheide. Daniei Schiebeler, 1741—1721. Weise: Schmücke dich, o liebe Seele. Zob. Crager, 1649. E 1. Sei⸗ge dich uns oh⸗ ne Hül⸗lel Strom auf f————— SRSRSRARARee daß an die⸗sem Gottes⸗ta⸗- ge un⸗ser ———.— IIAII— ,. uns der Gna⸗ den Füͤl⸗le Herz der Welt ent ⸗sa⸗ ge, daß durch dich, der 12 1. Sonntag 16 + I H— 7 2 2— + 2— 22 + 2 —3 2 23——— ——— * starb, vom Bö⸗sen uns Ge-⸗fall ne zu er⸗ .—.— ö—.—— ——————;—.—. — 1—————— l sen, dei ⸗ne glau⸗ben⸗de Ge⸗ mei⸗ ————— .DSSSSi‚I‚I‚‚‚ ne mit dem Va ⸗ter sich ver ⸗ ei ne 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sab⸗ batstille! Daß in deines Himmels Höhen wir von fern den Aufgang sähen jenes Lichts, das dann verkläret, wann der Sabbat ewig währet. 5. Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Uroned Was ich überm Grab einst höre, sind's nicht Uberwinderchöred Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbat deiner Treuen! 3. Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Cage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen! ö Friedr. Gottlieb Alopstock, 1224—1805. Weise: Alle Menschen müssen sterben.(8) .——— 1— —————— 10 E 1. Je⸗su, See⸗len⸗freund der Deinen, Son⸗ne wandelnd unter den Ge⸗meinen, die zu hree, e ᷣ ———— I— der Ge ⸗rech⸗tig ⸗keit, dei⸗nem Dienst be⸗reit: Uomm zu uns, wir sind bei⸗ 15 ———.—— I. Heilige Seiten SSSSS —5 PPIIIIIIIII TIIII... sammen, gieße dei=ne Geistesflammen, gieße Licht und ——— 0 ö—— ů ES——— Le⸗ben aus ü ⸗ber dies dein Got⸗tes⸗haus. 2. Homm, belebe alle Glieder, du, der Uirche heilig Haupt; treibe aus, was dir zuwider, was uns deinen Segen raubt! Uomm, entdeck uns in der Ularheit Gottes Herz voll Gnad und Wahrheit, laß uns fühlen allzu⸗ gleich:„Ich bin mitten unter euch!“ 5. Laß sich die Gemüter kehren zu dir, Glanz der Ewig⸗ keit! Laß uns innigst nur begehren, was uns dein Er⸗ barmen beut. Laß dein Licht und Leben fließen und in alle sich ergießen, stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund. 4. Homm, o Herr, in jede Seele, laß sie deine Wohnung sein, daß dir einst nicht eine fehle in der Gotteskinder Reihn. Laß uns deines Geistes Gaben reichlich mit einander haben; offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich. 5. Was von dir uns zugeflossen, müsse Geist und Leben sein; was die Seele hat genossen, mache sie gerecht und rein. Homm, o Jesu, uns zu segnen, jedem gnädig zu begegnen, daß in ew'ger Lieb und Treu jedes dir ver⸗ bunden sei. Nach Joh. Mich. Bahn, 12581819. Weise: O du Liebe meiner Liebe.(10) Darmstadt, 16938 .—.—.*II—— 17 EHW ren,L er ein re, e—— I 0.0 +— + 2 1— + 1 1. O wie freun wir uns der Stun-de, da wir um aus dei⸗nem heilgen Munde Le⸗bens- IIAII—.—— EIEIEIEIEISS .——.———— 2——..— ir, Herr Jesu, nahn, wor⸗te zu em⸗pfahn! Laß uns heu⸗·te nicht ver⸗ge⸗bens 14 I. Sonntag ö +* 1 + E 4 + 4 1 2.—.E.— 1 L. 3 1 V 2.— + + 2— —— 1— — und Hö⸗rer dei⸗nes Wor⸗tes sein; schreiebe selbst das — + E nr. in nrn wuren. 2— 7—.3 2— 1—— 28 5 Wort des Le⸗bens tief in Lunsere Her- zen ein. 0 2. Sieh, wir sitzen dir zu füßen, großer Meister, rede dul ttes Sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierigzu. Lehr lzu⸗ uns, wie wir selig werden, lehr uns, wie wir unsre Seit, diese kurze Zeit auf Erden, nützen für die Ewigkeit. vig 5. Nun, so lege Licht und Liebe, Uraft und Feuer auf Er⸗ dein Wort; laß es mit lebend'gem Criebe in uns wirken Vin fort und fort. Hilf uns, daß wir treu bewahren, was wir in das Herz gefaßt, und laß andre auch erfahren, err daß du Lebensworte hast. uarl Zoth. Phil. Spitta, 1801—1889. un 10—— Zum Schluß des Gottesdienstes flen weise: valet wil ich die geben.(e) 141. CCC4¶ I 1 1— I— —— 2 2.——— ben 7——— und Laß mich dein sein und blei⸗ ben, du 3 zu Von dir laß mich nichts trei⸗-ben, halt ver:— 2 en nr er d 2 2— 519.———— 1.——— 0 treu⸗er Gott und Herr! Herr, laß mich nur nicht mich bei dei⸗ner Lehr! +. ————— 28— 52.—5—8 J — 2—.— 6. 2 + W vir——— ö ens⸗ wanken, gib mir Be⸗stän⸗dig⸗keit; da⸗für will 5—— JDIT————————— H ne,:rn.. —* 2 ich dir dan⸗ken in al le E⸗wig⸗ keit. Nik. Selnecker, 1550— 1592. 19, 20 I. Heilige Zeiten Weise: Liebster Jesu, wir sind hier. ise: Siebster Zesu, wir sind h Wht der 10 E— 0———— Unsern Ausgang seg⸗ne Gott, unsern seg ne un⸗ser täglich Brot, seg⸗ne ——— E— ——————, enr. —— + II Eingang glei⸗ cher⸗ ma ⸗ßen; ie uns ntit un⸗ser Tun und Las⸗sen, ———————— — J— +—— E.—— 2.;— 2 Y —2——. + E1..—— 2 + 0 25 sel'⸗gem Sterben und mach uns zu himmels⸗er⸗ben! Hartm. Schenk, 1654- 168. Eigne Weise. Brüdergemeinde, 1235. 0 E——— 20 E— ů——66557—21 — EH— E 2 2 1 Die wir uns all⸗-hier bei⸗ saunen uns auf dei⸗ne Marter zu ver⸗ d. fin ⸗ den, schla⸗gen unsere Hände ein, bin„ den, dir auf e⸗wig treu zu sein; ———..— SISSI...... und zum Seichen, daß dies Lob⸗ ge⸗tö⸗ne dei⸗ nem N .—.— — =.=.......— Herzen an⸗ge⸗ nehm und schö⸗ne, sa⸗ge: 2255 SSee EEEEEEE Frie⸗de, Frie⸗ de sei mit euch! —— — 2 2 —.— II 4 und zu⸗gleich: Chr. Zenatus von Zinzendorf, 1727—1252. 16 ————— IRII‚ 1. Sonntag— 2. Adͤvent 21. 22 ise: r r im Bi lreich. I1. Vater unse Himmelreich Luchre 1) 150. E———— 4 2— 2— 4 172 1——— 1. ÄA-men! Cob, Dreis und Herrlich⸗ keit — +I 25— + 2 2—.—3 J 1 2 — +—. 27—.* 2 U . n e —— sei un⸗ serm Sott zu al⸗ler Seit! Wir gehn mit IE P P...IIFIPIPITITITIIIII... +——— Eih + + 1— E E. —..——— 4— wohl fort aus sei nem Haus, doch Got⸗ tes Ceuch⸗ te e. 681. lischt dicht aus; das Lied ver⸗ hallt, der Se⸗gen ,=e n, kinei iin. 136. bleibt; das Wort be⸗steht, die Welt zer⸗ stäubt. — 2. Herr, führ uns all auf Christi Bahn zu Licht und —.— Freiheit himmelan! Die Liebe mehr, den Glauben stärk n und baue fort dein heilig Werk, bis all eininn zuChristo treibt, der bis ans Ende bei uns bleibt. · Christian Friedr. Heinr. Sachse, 1285—1860. 2. Advent 25—— 646 ö 3 Macht Hoch die Cur, die Tor macht , Ee r lnirtii —.— weit! Es kommt der Herr der Herr⸗ ⸗lich⸗keit, ein ————.——— Ao⸗nig al⸗ler Aö⸗nig⸗reich, ein Hei⸗land al⸗ler 12 2 25 I. Heilige Seiten E. EE Welt zu⸗gleich, der Heil und Le'ben mit sich bringt. —————— EE EDDEDII .D.— ..—— —— 2. 11 121...——. + + 1 + 1 + Der⸗hal⸗ ben jauchzt, mit Freu⸗ den singt: Ge⸗lo⸗bet — 2 +2— 4 1 a LEII sei mein Bolt„mein Schöp⸗fer, reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist heiligkeit, sein Septer ist Barmherzigkeit; all unsre Not zu End er bringt. Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Sott, mein Heiland, groß von Tat! 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser Hönig ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Cröster, früh und spat! 4. Macht hoch die Cür, die Tor macht weit, eu'r Herz zum Tempel zubereit, die Palmen der Gottseligkeit streut hin mit Andacht, Lust und Freud: So kommt der Hönig auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Cat, voll Gnad! 5. Uomm, o mein Heiland Zesu Christ! Des Herzens Cür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein, dein heil'ger Geist uns führ und leit den Weg zur ew'gen Seligkeit; dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weißel, 1590— 1635. 2 weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(1) ö ö Gotha 165l. ET mi 4 I— 23——— 1. Herr Je⸗su Christe, Got⸗tes Sohn, der 18 — 2. Advent 24 4 1—4— 4 D= 4—— ——.—— 2—— 6 LII +— 1— 1 du vom ho⸗hen Him⸗mels⸗ thron her⸗ ab bist kom· men I—1— * EEE + 1— E5 J— + I 2— — +. + a— + — 2—.—. + in die Welt und uns zu gut dich ein⸗ge⸗stellt, 2. Wir danken dir mit herz und Mund demütiglich zu aller Stund, daß du uns schenkst zum Erb und Teil durch dein Ankunft das ew'ge Heil. 3. Wir bitten dich, den treuen errn, weil nun das End nicht mehr ist fern, du wollest uns zu Gnaden dein dir lassen stets befohlen sein. 4. Hilf, daß wir leben würdiglich und in dir sterben seliglich, daß wir lieven und loben dich hier zeitlich +—1 und dort ewiglich. David Böhme, 1605—Mest. Eigne Weise. 1704. ⁴ EEN——.— 1——— E EEEEE — 7— 1=..——— 1. Gott sei Dank durch al⸗le Welt, der sein SSEEEEEE..— ——————.— Wort be⸗stän⸗dig hält und der Sün⸗der Trost DDiie‚..e...TT EEEEMEEEEe. und Rat zu uns her: ge⸗ sen⸗det Hãt. 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Sions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Wunderbar, Rat, Kraft und Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein heil, Hosianng, o mein Teill richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 19 2² I. Heilige Seiten 5. Seuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von aller Sündenlust. 6. Und wie du voll Sanftmut kamst, jedes Armen dich annahmst, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit. 7. Cröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, daß im Glauben ich fortan treu dir bleibe zugetan; 8. Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wiederkom⸗ men wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir ge⸗ recht bestehn. Heinrich Held 1620.—es9. weise: Zeuch ein zu deinen Toren.(6) DSDiS‚iD‚i‚ D‚IE.‚E.... I....... 25⁵— 1 2 2— +— 2. . Mit Ernst, o Men⸗schen ⸗kin⸗der, das da⸗mit das Heil der Sün ⸗der, der 4.———— ———————————. ee, E— + + 2..—..* 2ꝗ2S...‚..2—‚—. 5 Herz in euch be· stellt, wun· der· star⸗ke Held, + 1 7 — + I— + lein der Welt zum Licht und Ce⸗ben ver⸗ hei ⸗en den Gott aus Gnad al⸗ 1———. ————— ———— 7 —— J 1 + 2 — + I +— 1— I II 1 2 H ———— —— hat zu ge⸗ ben, bei al ⸗len keh⸗ re ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt. Macht alle Bahnen recht, die Tal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt ZJesus Christ. 20 2. Advent 26 4. Ach, mache du mich Armen zu dieser Snadenzeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Seuch in mein Herz hinein, mach es zu deiner Krippen, so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. Nach Valent. Thilo, 160?—662. weise: Aus meines Herzens Grunde.(6) Wolder, 1586. Q. 4— * L ——— 15—.— .— SSIII.I... I— ——.—... —— EISIEERDEE— +— 1. Auf, auf, ihr Reichs⸗ge⸗nos ⸗ sen, eur em⸗-pfa⸗ het un⸗ver⸗dros ⸗sen den ———*. 1—— SSSS S....— Rö⸗nig kommt her⸗ an ů 39 en Wun⸗ 10„maum! Pur Eetd 2t W 1— 4 1 I + — 1 + . für, laßt uns vor al ⸗len Din⸗gen ihm Ho'si⸗ + 1*——— 1 51— 4E— + E+ 1—— EEEEE.. an ⸗na sn gen mit hei li⸗ ger Be⸗gier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der Nönig ist nicht fern, hinweg all Angst und Schmerzen, dort kommt der Mor⸗ genstern! Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können: im Nachtmahl, Cauf und Wort. 5. Seid fromm, ihr Untertanen, der König ist gerecht, laßt uns die Weg ihm bahnen, macht sie zumEinzug recht! Fürwahr, er meint es gut, drum lasset nur die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Mut. 4. Frisch auf in Gott, ihr Armen, der Rönig sorgt für euch, er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich! Der alles hat bedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 2 + FZZ.— ꝙ———— 1—— 1 — 2— .—— +— 21 27 I. Heilige Seiten 5. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der Rönig kommt mit Macht, an uns, die Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht! Nun wird kein Angst noch Dein noch Sorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gna⸗ den läßt seine Uinder sein. 6. Auf, auf mit schnellen Schritten den Hönig eilt zu sehn, er kommt in unsre Mitten stark, herrlich, sanft und schön! Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Ureuz versüßen und uns erlösen kann. 7. Der lönig will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, Hönig, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. Johann Rist, 16021662. Nach voriger Weise. 27 Nun jauchzet all, ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlich⸗ keit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht. 2. Vein Septer, keine Urone sucht er auf dieser Welt, im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 5. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen Nönig an; soll euch geholfen werden, so geht die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Horn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Heit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut. Laßt eure Lieder klingen, des Königs Lob zu singen, der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eu'r Alag und Weinen verwandelen in Freud. Er ist's, der helfen kann, macht eure Lampen fertig, seid seiner stets gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer, 1606—1678. 22 weise: Valet will ich dir geben.(5) —. 28 E= 2 1—..——— —— 1. Wie soll ich dich em· pfan gen, und wie be⸗gegn⸗ o aller Welt Ver⸗lan⸗gen, o mei⸗ner See⸗ — 52—— 4 EEE— 5 O Je.·su, Je⸗su, set⸗ ze mir selbst die Fak⸗kel 3..— 2.— DDe. — I bei, da⸗mit, was dich er⸗göt· ze, mir kund und wissend sei. 2. Dein Sion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn; mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Ramen dienen, so gut es kann und weiß. 25 28 I. Heilige Seiten 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, bist du, mein Heil, gekommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie ird'scher Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmels⸗ zelt als dein unendlich Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großer Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in die herzen, du herzbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerzen sich häufen mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sünden⸗ schuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Buld. Er kommt, er kommt den Sündern zu Trost und wahrem Heil, schafft, daß bei Gottes Uindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück d Der herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein NGönig, dem alle Macht und List der Feinde viel zu wenig zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht; mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ew'gen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, Ieoe=ore. 24 2. Advent 29 50 3555— Vom Himmel hoch, da komm ich 6( 15⁴. —— * 2 2 — .— ——. dei⸗nen Schein, ni du willst Mensch ge⸗bo⸗ ren en sein. 2. Nomm an von deinem Himmelsthron, wir harren dein, o Gottessohn! komm, o du zwiefach edler Held, geh mutig durch dies Tal der Welt. 5. Du nahmest erdwärts deinen Lauf und stiegest wieder himmelauf; die Abfahrt war zum Todestal, die Rückfahrt war zum Sternensaal. 4. O höchster Fürst, dem Vater gleich, besieg allhier des Fleisches Reich; denn unser Geist in Fleisches Haft sehnt sich nach deiner Himmelskraft. „Von deiner Urippe glänzt ein Strahl, der leuchtet durch dies finstre Tal; der stets wird unverlöschlich sein. Nach dem Veni redemptor gentium aus dem 4. Jahrh. von Joh. Franck, 1618 16e? : Ach, was soll ich Sünder machen. er gibt der Nacht so hellen 30⁸ν 1661. —— ———525— ů 3—.——— 2 2—— 2— Lonms öi, kommst du, Licht der Hei⸗dend Ja —I—— 2 —.—— J 1 —I‚————.— du kommst und säu⸗mest nicht, weil du weißt, was uns ge⸗ , O du star⸗ Rer Trost in Lei⸗den, Ze⸗su, mei⸗nes 25 I. Heilige Seiten — Her⸗zens Tür steht dir of⸗fen, komm zu mrür! 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Gottes Sohn; meine Sinne spüren schon deinen gnadenvollen Segen und das Wunder deiner Hraft, welches Heil und Leben schafft. 5. Adoͤle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin; schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in dei⸗ nem Lieben übe; sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Uräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengast, lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben: Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld mich zu dir sein hoch erhaben; dann so will ich singen dir Hosi⸗ anna für und für. Ernst Christoph HBomburg, 1605168 Weise: Erschienen ist der herrlich Tag. aut. Herman, 1560. 1. Nun kommt das neu⸗ e Uir⸗ chen⸗—— des ——— D +— freut sich 90 Christen—— n 0 mig kommt, drum I—.— r II freu dch, du wer⸗ tes Hi: on, e⸗wig· lich. Hal⸗le⸗lu⸗ 101 2. Wir hören noch das Ouadenr,ort, das Wort vom Heiland, immerfort, das uns den Weg zum Leben weist; Gott sei für seine Gnad gepreist. Halleluja! 5. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, laß in uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Halleluja! Joh. Olearius, 1611—1684. —. S IIRR ——————————— 2. Advent weise: Meinen Jesum laß ich nicht.(3) 6665 9 32 EFEEENENE——— — E en 1. Uomm, du wer⸗tes Lö⸗se⸗geld, des⸗ sen nd Momm, o Hei⸗land al⸗ler Welt, Tor und —. 4— A H DD—. v. in* ei⸗ al⸗le He; den hof⸗fen; ö it bt Cü⸗ren ste⸗hen of ⸗sen. RKomm in gött-lich ů— 2— 2— HIH ö 333——— D. Tk——.̃— die ho⸗ her Sier, komm, wir war⸗ ten mit Be⸗gier! st. 2. Seuch auch in mein Herz hinein, o du großer Ehren⸗ en esnig, laß mich deine Wohnung sein. Bin ich armer *9 Mensch zu wenig, ei, so soll mein Reichtum sein, wenn si⸗ du bei mir ziehest ein. 5. Nimm mein Hosianna an mit den Siegespalmen⸗ zweigen, so viel ich nur immer kann, will ich Ehre dir erzeigen und im Glauben dein Verdienst mir zu⸗ eignen zum Gewinst. 4. Hosianna, Davids Sohn! ach Herr, hilf, laß wohl gelingen! laß dein Septer, Reich und Uron uns viel Heil und Segen bringen, daß in Ewigkeit besteh: Hosi⸗ anna in der Höh! Joh Gottfr. Olearius, 1655— 1211. Nach voriger Weise. 33 Hosianna! Davids Sohn kommt in Sion einge⸗ zogen. Auf, bereitet ihm den Thron, setzt ihm tau⸗ st; send Ehrenbogen! Streuet Palmen, machet Bahn, daß eer Einzug halten kann. 2. Hosianna, sei gegrüßt! Uomm, wir gehen dir ent⸗ r gegen. Unser Herz ist schon gerüst, will sich dir zu Füßen llegen. Seuch zu unsern Coren ein, du sollst uns will⸗ kommen sein. 22 54 I. Heilige Seiten 5. Hosianna! Friedensfürst, Ehrenkönig, Held im Streite; alles, was du bringen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosiannal lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach, so laß uns unverdrossen deinem Septer dienstbar sein, herrsche du in uns allein! 5. Hosianna, komme bald, die Verheißung zu erfüllen; sollte gleich die Unechtsgestalt deine Majestät verhüllen, o, so kennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6. Hosianna, steh uns beil o Herr, hilf, laß wohlgelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna nah und fern! Eile bei uns einzugehen! Du Gesegneter des herrn, warum willst du draußen stehend Hosiannal Bist du dad Ja, du kommst, Hallelujal Benj. Schmolck 1622.—1252 Weise: Nun freut euch, lieben Christen g'mein.(4) wittenberg, 1525. 9 —. +—— + 34 E¹ en. e. rn „I NNN&E&M—. RMMeeeeteRN ......—4—s‚ 4. Gott⸗lob! ein neu⸗es Kir⸗ chen⸗jahr macht +— + 2 —— 2——— uns die gro⸗ße Treu e 5 ; en al⸗ten hoch be⸗ nun will er aufs neu e hoch be IIEI ————.— E 4———.——— schwor⸗nen Bund, den ein ⸗zig fe · sten Glau⸗bens⸗ ——— I grund, durch sei nen Geist uns lehr ⸗en. 2. Auf, Sion, Dreis und Ehr und Ruhm dem höchsten Herrn zu singen! Dein königliches Priestertum muß 286 2. Advent 55 Dank zum Opfer bringen: Gelobt sei Gott, der durch sein Wort die Christenheit und diesen Ort zu seinem Tempel weihet. 5. Wir sind nicht wert der neuen huld des Gottes aller Gnaden; des alten Menschen alte Schuld, die wir auf uns geladen, nimmt unsern eignen Ruhm dahin, denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach Herr, gib uns den neuen Geist und mach uns durch die Hüte, die sich an uns aufs neu erweist, er⸗ neuert im Gemüte. Den neuen Menschen zieh uns an, der dir allein gefallen kann in seinem ganzen Leben. 5. Hierzu erhalt uns, Herr, dein Wort samt Tauf und Abendmahle, so wandern wir mit Freuden fort in diesem finstern Cale. Herr, segne dieses Hirchenjahr, laß Uirche, Schul, Cauf und Altar uns deine Wege zeigen. 6. Gib deinen Hirten Uraft und Geist zu reiner Lehr und Leben, dein Wort, das Gottes Weide heißt, der Herde rein zu geben. Laß alle Hörer Täter sein, damit kein heuchlerischer schein des Glaubens Kraft verleugne. 7. So halten und vollenden wir das Hirchenjahr auf Erden; dabei befehlen wir es dir, wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit, kommt aber einst die Ewigkeit dann wird sie triumphieren. Heinrich Kornelius Hecker, 1699—17gs. Weise: Jesus, meine Zuversicht.(3) Joh. Crüger, 1656. — 2 o 1—.— i. 1. Sieh, dein Hö⸗nig, kommt zu dir! See⸗le, Sprich: Mein Uö⸗nig, komm zu mir, sieh, ich — Z— I — I 1 D I—— 2.—. 1 — — + —1 SIEA das sind fro⸗he Wor te. öff ne dir die Pfor ⸗te. Seuch mit dei ⸗ner 56 I. Heilige Seiten —— aa — . eee E= — Sanft⸗mut ein, was du fin⸗dest, das ist dein! 2. Romm, ich bin dein Eigentum schon seit deinem Wasserbade; komm, dein Evangelium werde mir ein Wort der Gnade. Du schickst ja dein Wort voran, daß mein Rönig kommen kann. 5. Homm und räume alles aus, was du hassest und mich reuet. Homm und reinige dein Haus, das die Sünde hat entweihet. Mache selbst mit deinem Blut alles wieder rein und gut. 4. Homm in deinem Abendmahl, das du uns zum Heil gegeben, daß wir schon im Erdental mit dir als im Himmel leben. UHomm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sei in dir. 5. Homm und bring den Geist auch mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: Komm, Herr Jesu! rufen mag. Phil. Friedr. Hiller, 1699—1769. 36—6— Jesu, meines Lebens 2068 665 1001 36 f E 5 5— E ů 2 1. Ho⸗ an⸗ nal Zu der Er ⸗de steigt der 23 hoch ge⸗prie ⸗sen wer⸗de Gott, der E—— E —1— 1— — 4 Freut euch, Sün⸗der! Jauchzt, ihr DIDI — + + — — 7.. ——I—————— 2—... 1— From⸗men! Un⸗sern Hö- nig, seht ihn kom:men! Un · ser 4— + E 7 N 2— 4 + E= + I r—+ ——— +..—. + +—— I +— 1—— 4 Heil kommt, un⸗· ser Licht, un⸗ sers Her · zens Zu· ver· sicht. 30 — 2 2. 2. Advent 87 2. Su der Erde neigt sich wieder Gottes Vaterhuld herab; Segen taut vom Himmel nieder, Morgenglanz bestrahlt das Grab. Seht, Erlösung wird gefundenl Seht, es heilen alle Wunden! Müden strömet süße Ruh, Sterbenden Belebung zu. 5. Rommt, ihn würdig zu empfangen, macht ihm Wege, macht ihm Bahn! Eilt in Demut, mit Verlangen euern König zu empfahn! Streut ihm Sweige, streut ihm Palmen, bringt ihm Jubel, singt ihm Psalmen! Geist und Herz sei ihm geweiht! Preis dem Herrn der Herrlichkeit! Aug. Eudw. Chr. Herdenreich, 1273—1868. eise: Werde munter, mein Gemüte. 2599 0 J. Schop, Ioa2. .—— 1 5 E— 4.— 37 EHURSNSEA————— JZS.. +— I+.— 2— + 1 +. 124+.)ꝗü“.k 1—— 1 —— 1. Du, des Su⸗kunft einst er⸗fleh⸗ten Tau⸗sen⸗ du bist un⸗ter uns ge⸗tre⸗ten, Chrisetus 4 ..—————+.—.——2.— + H— ————3——.— I +7 E J 1 1 ——.—— 2 2. —4— 1 de in Is ra⸗el, und Im⸗ma⸗nu⸗el. RI und zu un⸗serm Heil er ⸗füllt jetzt der Vä⸗ ter Bͤ,, e.,. hei ße Bit⸗te: Chris⸗tus ist in uns⸗rer Mit⸗tel 2. Aber der der Welt erschienen, wie vom Vater er ge⸗ sandt, wandelt mitten unter ihnen, Vielen fremd und unbekannt; unbeachtet läßt man ihn seinen Weg vor⸗ überziehn; ruft er, will man ihn nicht hören, läßt in Sünden sich nicht stöͤren. 5. Und er klopft an manche Pforte, suchet Eingang hier und dort, grüßt sie mit holdsel'gem Worte, doch man weist ihn schnöde fort. Wer nicht fühlt, was ihm 51 Got⸗tes Rat ist nun ent⸗hüllt I. Heilige Seiten gebricht, dem gefällt der Helfer nicht; wer nicht in sein Herz will gehen, läßt den Heiland draußen stehen. 4. Uennt ihr ihn, der uns zu retten von dem Thron des Vaters kam und, damit wir Frieden hätten, unsre Strafe auf sich nahm Lebt ihr als sein Eigentum ihm zur Freude und zum Ruhm? Seid auch ihr schon angeschrieben unter denen, die ihn lieben d 5. Hosianna, sei willkommen! Heiland, kehre bei uns ein! Du sollst von uns aufgenommen, herzlich aufge⸗ nommen sein. Sieh, zum Einzug öffnen wir freudig unsre Herzen dir; komm, o komm, darin zu wohnen, ja als König drin zu thronen. Narl Joh. Phil. Spitta, 1801— 1859. weise: Der du das Los von meinen Tagen. Rothenburg, 1787. 38———.——.— I J 1— + ———— 2 2W.—⁰ ö 37 1. Dein Hö⸗nig kommt in nie⸗dern Hülslen, DIDDDD DDiDiDeeeeeee— e eieeieeeieeieieieiiee — ihn traͤgt der last⸗barn Es⸗lin Fül⸗len, emp⸗fang ihn DSSSEES froh, Je ru⸗-sa-lem! Trag ihm ent⸗ge⸗ gen .—— IIS.SEEEE Frie⸗dens⸗palmen, be⸗streu den Pfad mit grümen FE——————— 850 *ä— enn Fral, 2.— 2— 2 1F9 n,—— —— 1——. 22— * Hal⸗men! So ist's dem Her⸗ren an⸗ge⸗nehm. 2. O mächt'ger Herrscher ohneheere, gewalt'ger Käm⸗ pfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht!l Es wollen dir der Erde herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. ö 52 2. Aoͤvent 59 5. Deineich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du gründest, untertan. Bewaff⸗ net mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fesseln Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden kommst, zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Swietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Friedr. Rückert, 1788—1866. 5. Weihnachten 6660 Weise. Um 1600 HEMZD..—— 3 E d.....: 1. Es ist ein Rosꝰ ent⸗ sprun⸗gen aus ei⸗ner als uns die Al⸗ten sun⸗gen: von Jes⸗se iin.—05 und hat ein Blüm⸗lein bracht mit⸗ 4—— ——— j. ten im kal⸗ den Win⸗ ter wohl zu der hal⸗ ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesaias sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ew'gem Rat hat sie ein Uind geboren wohl zu der halben Nacht. vor 1600. 5⁵ 5 —— A tenen E ů 40, 41 I. Heilige Seiten Eigne Weise. Walter, 1524. —— 0E— 1. Ge⸗lo⸗bet seist du, Ze⸗su Christ, daß du Mensch ge · bo⸗ ren bist von ei⸗ner Jung · frau, das ist waͤhr, ů2. ö des freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal ⸗le⸗lu⸗ ja! 2. Des ew'gen Vaters einig Uind jetzt man in der Krip⸗ pen find't; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew'ge Gut. Halleluja! 5. Den aller Welt Ureis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Uindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Halleluja! 4. Das ew'ge Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Uinder macht. Halleluja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward und führt uns au⸗ dem Jammertal, er macht uns Erben in sei'm Saal. Halleluja! 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja! 7. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zei⸗ gen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Halleluja! Strophe 1 um 1370, 2—7 von Martin Luther, 1524. Eigne Weise.(V 15⁴⁰ 5 i 1 2 — — — 0 8 888 sich inen zei⸗ ihm 1524. 5. Weihnachten 42 .—.——..—— PIIIII—.— EEEE— bring euch gu⸗te, neu e Mär; der gu⸗ten Mär bring .—— + —, enne ———— 1——4 ich so viel, da⸗ von ich sing'n und sa⸗ gen will. 2. Euch ist ein Uindlein heut geborn von einer Jung⸗ frau auserkorn, ein Nindelein so zart und fein, das soll eu'r Freud und Wonne sein. 5. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not; er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt ewig leben allzugleich. 5. So nierket nun das Seichen recht: die Urippe, Windelein so schlecht; da findet ihr das Uind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert mit seinem lieben Sohn verehrt. 2. Willkommen sei, du edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir d 8. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Chron, der uns schenk⸗ seinen eingen Sohn! Des freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr. Ein Rinderlied von Martin Luther 15355. Nach voriger Weise. 42 Vom Himmel kam der Engel Schar, erschien den hHirten offenbar; sie sagten ihn'n: Ein Uindlein zart, das liegt dort in der Urippen hart 2. Su Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das 55 3* 4⁵ I. Heilige Seiten verkündet hat; es ist der Herre ZJesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist geborn, eu'r Fleisch und Blut, eu'r Bruder ist das ewig Gut. ö Was kann euch tun die Sünd und Cod d Ihr habt mit euch den wahren Gott; laßt zůrnen Teufel und die Höll, Solt's Sohn ist worden eu'r Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eu'r Zuversicht; es mögen euch viel fechten an; dem sei Crotz, der's nicht lassen kann. 9+99——————....—.—.— 6. Suletzt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun ö worden Gott's Geschlecht, des danket Gott in Ewig-⸗ keit, geduldig, fröhlich alle Seit. Martin Luther, 1537. Eigne Weise. Nik Herman, 1554. 43 en 1. Lobt Gott, ihr Chri⸗sten, al⸗le gleich E— in sei⸗nem höch ⸗sten Thron, der heut schleußt 4— —— ————.—————— auf sein Him⸗-mel ⸗reich und schenkt uns sei⸗nen —— —.—— Sohn, und schenkt uns sei⸗nen Sohn. — einem Urippelein. 5. Er äußert sich all sein'r Gewalt, wird niedrig und gering und nimmt an sich ein's Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding. ½ 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Hindlein klein und liegt dort elend, nackt und bloß in 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, nimmt von ihr 2 56 1228— Fann 2— —— fr6 5. Weihnachten 44 seine Speis, an dem die Engel sehn ihr Lust,:1 denn er ist Davids Reis,: 5. Das aus sein'm Stamm entsprießen sollt in dieser letzten Heit, durch welchen Gott aufrichten wollt 1 sein Reich, die Christenheit., 6. Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an und gibt uns in sein's Vaters Reich 1 die klare Gottheit dran. 7. Er wird ein Unecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein! wie könnte wohl noch freundlicher der treue Jesus sein!: 8. Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Daradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür,:3 Gott sei Lob, Ehr und Preisl: Nik. Berman, 1561. Weise: Warum sollt ich mich denn grämen. 240 ö———— e een 1. Fröh-lich soll mein Her⸗ze spring⸗en —.———— r Zeit, da vor Freud al⸗ le Een el sing⸗en. — 42 2 = ESEEEEEE ............ —— Hört, hört, wie mit vol⸗len Chö⸗ ren 35 le Luft — — I 1 lau te ruft: Chri⸗ stus ist ge⸗ bo⸗ren! 2. Heute geht aus seiner Uammer Seiee Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir Mensch zu gute, Gottes Uind, das verbind't sich mit unsrem Blute. 5. Nun er liegt in seiner Urippen, ruft zu sich mich 52 4³ I. Heilige Seiten und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, lie⸗ ben Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder! 4. Ei, so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet! 5. Die ihr schwebt in großem Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein AUreuz wird rühren. 6. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost, hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eure Glaubenshände! Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 8. Süßes heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Sier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Le⸗ ben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 9. Ich will dich mit Fleiß bewahren. Ich will dir le— ben hier und mit dir heimfahren. Miit dir will ich end⸗ lich schweben voller Freud, ohne Seit, dort im an⸗ dern Leben. Paul Gerhardt, 1607—1676. 665631 Es ist das Heil uns kommen her.(4) 15. Jahrhundert. SEE 1. Ich steh an dei⸗ner Urip⸗ pe hier, o — he, bring und 2235— 365 22 was — 1— Je⸗ su, du mein Le ben; du mir hast ge⸗ ge⸗ben. 38 Nimm„es ö 5. Weihnachten 4⁵ +———.— SSI ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Niut, 1 1— 7 +— —— 25.———.— ——— 2—5 2 H—ß 12— H 4 ——4 4 2 * nimm al⸗les hin und laß dir's wohl⸗ ge⸗fal ⸗len. 2. Du hast mich ganz und gar erfüllt mit deiner Lieb und Güte; dein schöner Glanz, dein süßes Bild liegt stets mir im Gemüte. Und wie könnt es auch anders sein, wie mag ich deinen Gnadenschein aus meinem Herzen lassen d 5. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir ge⸗ boren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Noch war ich nicht ans Licht gebracht, da hast du schon bei dir bedacht, wie mein du wolltest werden. 4. Ich lag in tiefer Codesnacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Kreud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glau⸗ bens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich satt nicht sehen, und weil ich's nimmer fassen kann, so bleib ich sinnend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 6. Wenn bitterlich mein Herze weint und keinen Trost kann finden, rufst du mir zu:„Ich bin dein Freund, ein Cilger deiner Sünden; was trauerst du und machst dir Pein? Du sollst ja guter Dinge sein, ich bin dein Bruder worden.“ 7. Du fragst nicht nach der Lust der Welt, noch nach des Lebens Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Trost und Freud durch deiner Seele Schmerz und Leid, des ich dir ewig danke. 8. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich deine Wohnung sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden! Paul Gerhardt, 1607—1676. 59 I. Heilige Seiten weise: Erschienen ist der herrlich Cag. Nik. Herman, 1560. Q E 2—...... 46 n v. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗ nu ⸗el, du + 1 EX + E—.— 4— ns · fürst und Gna⸗ den⸗ quell, du Him⸗ Le⸗ben 2— + 1 SS— 33 I—.— mels⸗blum und Mor⸗gen⸗stern, der Jung ⸗frau + EIIIXü EIEI E. + + 1 1 E. + + —————-iun Sohn, Herr al⸗ler Herrn, Hal ⸗le⸗lu-ja! 2. Wir singen dir mit deinem Heer aus aller Uraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja! 5. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. Halleluja! 4. Nun bist du hier, da liegest du, hältst in der Urip⸗ pe deine Ruh; du kehrst in fremder hausung ein, und sind doch alle himmel dein. Halleluja! 5. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid; du bist der süße Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind. Halleluja! 6. Ich aber, dein geringster Unecht, ich sag e⸗ frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja! 2. Der Will ist da, die Kraft ist klein, doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz; und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja! 8. Und bin ich gleich der Sünde voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. HBalleluja! 9. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles 40 2 d b — 5 S 5. Weihnachten 4²ẽ Jammers frei, trägst meine Schuld, erwürgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja! 10. Ich will dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort, in deinem Ehrensaal, soll's schallen ohne Seit und Hahl. Halleluja! paul Gerhardt, 1607 6re Weise: O, daß ich tausend Zungen hätte.(II. Mel.)(2). J. G. Schicht,(1²53-)1825. 47—— 2—— 1. Dies ist die Nacht, da mir er⸗schie⸗nen das Kind, dem al le En⸗gel dienen, .,. — +7 des gro⸗ßen Got⸗tes Freund-lich⸗ keit; bringt Licht in mei» ne Dun„kel ⸗heit, ——— —.—— * ISS + +— E ů 2—2——. 4 — und die⸗ses Welt⸗ und Him-mels-licht weicht — 1—. 2 3 ö 0=E ——21.—0— * hun⸗-dert⸗tau⸗send Son-nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle bricht durch in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. 5. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der kla⸗ en Seligkeit. Wann Sonn und Mond und Stern ver⸗ gehen, vielleicht noch in gar kurzer Heit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtsonne, bestrahle mich 41 J. Heilige Seiten mit deiner Gunst! Dein Licht sei meine Weihnacht⸗ wonne und lehre mich die Weihnachtkunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtglanzes voll. Nasp. Friedr. Nachtenhöfer, 1624- 1685. —.— Joach. Neander(7) 1668. EAE +———. 1. Jauch-zet, ihr Him⸗mel, froh ⸗lok⸗ket, ihr Sin⸗get dem Her⸗ren, dem Hei⸗land der IISDiDiD‚iii‚i‚iiEiEe En⸗gel, in Chö⸗ren! ö Men⸗schen, zu Eh⸗ ren: Seh⸗et doch da, Gott will so Weise: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 9 2* —————— P e den, wrnen eer e rr. 2—— freund⸗lich, so nah, zu den Ver⸗lor⸗-nen sich keh⸗ren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Er⸗ den! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut, freuet euch, Hirten und Herden! 5. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Uind, träget und hebet die Sünd, alles anbetet und schweiget! 4. Gott ist im Fleischel Wer kann dies Geheimnis ver⸗ stehen d Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; gehet hinein, eins mit dem Hinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen ge⸗ denken? Du willst dich selber, dein Herz voll von Liebe, mir schenken; sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken d 6. Hönig der Ehren, aus Liebe geworden zum Vinde, dem ich auch wieder mein Herze voll LCiebe verbinde, du 42 5. Weihnachten 49 sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 2. Creuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren; komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger verloren! Wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir, der du mich liebend erkoren. 8. Menschenfreund ZJesu, dich lieb ich, dich will ich er⸗ heben, laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben; gib mir auch bald, ZJesu, die Kindesgestalt, völ⸗ lig mich dir zu ergeben. Gerh. Cersteegen, 169?—Iẽe9 weise: Vom Himmel hoch, da komm ich her.(1) 4——— 2—— 9 I 4 E 24—E—— 0 +— +— —. AE——— +E— —.— 27 1 — . Dies ist der Cag, den Gott ge⸗macht, sein —————— DIJ———— ........—————— . 4 ——— 2— 4— XIXEH werd in al⸗ler Welt ge⸗dacht; ihn prei⸗se, was durch — 5 + Rn —.——————— J———— 8 2 2—— SN —. D—— Je⸗sum Christ im Him⸗mel und auf Er⸗den ist! 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Seit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 5. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil. 5. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, mei⸗ nen Heiland, bet ich an. 6. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit 45 I. Heilige Seiten Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Ainder werden wir. 2. Gedanke voller Majestät, du bist es, der das Herz erhöht; Gedanke voller Seligkeit, du bist es, der das Herz erfreut. 8. Durch Eines Sünde siel die Welt; ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt d 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt, und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist! Chr. Fürchtegott Gellert, 1715- 1769. Weise: Heut singt die liebe Christenheit. Nik.—— 1560. — E—.— 50 EU— e.— 1.— * Brich an, du schö⸗nes Mor⸗gen⸗licht! Das — I +I 4. is 92 40 Mor⸗gen nicht, 90 168. lich wie⸗der⸗keh⸗ 1—— I— J—— 425——0— 2— — +2 2*2*— 1 I +—— 2 1 + 41 * ret; ein Licht von dem, der e⸗wig wacht, durch⸗ bricht 1 1—+ äꝑcKK???x— die lan⸗ge, fin ⸗stre Nacht, ein Tag, der e⸗wig wäh⸗ret. 2. Es ist ein Hönig aller Welt, von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zartes Uind geboren. Der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht ver⸗ spielt schon und verloren. 5. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die sel'⸗ ge Gotteszeit der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, 44 * 5. Weihnachten 51 du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe! 4. Ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedeẽ Land und alle Welt umfangen. Wir alle sind ein heil'ger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Uind am Vest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt d Hier in der Urippe liegt ein UKind mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld; willkommen, Heiland aller Welt, willkommen auf der Erde! Max v. Schenkendorf, 1785— 1812. weise: Lobe den Zerren, den mächtigen König der Ehren. —— Neander— 1668. 9 IEE ö9DPDIÄ‚‚!; 91.. 1. Eh⸗re sei Gott in der Hö⸗he! Der Herr laßt uns ihm sin⸗gen, o Chri⸗sten; auch wir — —— 1 + + + I——.— I— ist ge⸗bo⸗ren, sind er⸗ko⸗ren, sein uns zu freun und durch ihn —.7 1665 * 414— .—— 6.——— se⸗ lig zu sein; Chri⸗ sten, wir sind nicht ver⸗lo⸗ ren. 2. Schatten und Dunkel bedeckte den Erdkreis; es irrten Völker umher, wie die Herden verlassen vom Hir⸗ ten. Jesus erschien, Nächte verschwanden durch ihn, die auch den Weisen verwirrten. 5. Menschen, berufen, durch Liebe die Gottheit zu ehren, folgten der Swietracht und haßten sich vor den Altären. Jesus erschien, und es ward Friede durch ihn; singet es laut ihm zu Ehren! 4. Ehre sei Gott in der Höhe! Ein ewiges Leben hat er durch ihn, den Geliebten, uns allen gegeben; bis in 45 I. Beilige Seiten das Grab stieg er vom Himmel herab, einst uns zum Himmel zu heben. 5. Selige Aussicht! Wie werd ich im Lichte der Höhe, Retter, dich preisen, wenn dort ich verherrlicht dich sehe! Danket schon hier, Christen, o dankt ihm mit mir: Ehre sei Gott in der Höhe! Aug. Herm. Niemerer, 1754—1828. Weise: Vom Himmel hoch, da komm ich her.(1) 1540. ERREEEE ——————— Gott, mein 655 5 3650— 8 en das Lied 9 En⸗ 21 Hans, 220 Wer he Waue r 1 7 5= I 71—.— — 2. 2 J ——— 2.— AR—— 4 *——— + tag ist da, lob⸗sin⸗get ihm: Hal: Eeel IE 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns das Lebenslicht gebracht. Nun leuchtet uns ein milder Strahl wie Morgenrot im dunkeln Tal. 5. Er kam, des Vaters Ebenbild, von schlichtem Pilger⸗ kleid umhüllt, und führet uns mit sanfter Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der dort oben herrlich thront, hat unter uns, ein Mensch, gewohnt, damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich. 5. Einst führet er zur himmelsbahn uns, seine Brü⸗ der, auch hinan und wandelt unser Pilgerkleid in Sternenglanz und Herrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang! Er, dem der Engel Lied erklang, der hohe Freudentag ist da! Ihr Christen, singt: Halleluja! Friedr. Adolf Krummacher, 176e- 1845. 46 zum öhe, ehe! nir: 828. 3. Weihnachten 55 Weise: Valet will ich dir geben.(5) 1614. 9 H+ EE 3 ————.— 223 12.—— à. Er⸗füllt sind Stund und Sei⸗ten, der neu⸗e das Licht der E⸗ wig ⸗kei⸗ten tritt auf die ———.— ——— Tag bricht an; 1 10 Sie Es Dahn. Sur Mit⸗ter⸗nacht ver⸗schwie⸗ gen eKrmm. nei. IIIIIIII— d. hat es sich ein⸗ge⸗stellt, die En⸗gel Got⸗ tes + + +.— 7 1 N — 2 I IH IIISSEE— H 2 flie⸗ gen und ru-fen's in die Welt. 2. Hier liegt's im Mutterschoße und ist noch schwach und klein; nur zu geringem Lose scheint es bestimmt zu sein, als sollt es sich verlieren in tiefer Dunkelheit, und ooch soll es regieren die Welt in Herrlichkeit. 5. Es muß vor diesem Lichte der Glanz der Welt ver⸗ gehn, vor diesem Angesichte die Sonne finster stehn. Sein still verborgnes Wesen hat eine solche Macht, daß Uraͤnke drin genesen und Totes neu erwacht. 4. Es freuen sich die Armen, die Müden in dem Schein; es ladet voll Erbarmen die Schwachen zu sich ein; die Stolzen nur erquicken sich nicht an seinem Strahl; nur den verkehrten Blicken ist dieses Licht zur Qual. 5. OLicht, laß uns hienieden als deine Uinder stehn, bis wir dereinst in Frieden den höhern Aufgang sehn! O Jesu, Stern der Gnade, des Vaters Glanz und Sier, o leucht auf unsre Pfade, damit sie gehn zu dir! Chr. Rud. Heinr. Puchta, 1808— 1858. 4² 54, 55 I. Beilige Seiten —— Aus meines Herzens Grunde.(6) Wolder, 1586. 1— —1 94 D 1. Der heil⸗ge Christ ist kom⸗ men, der des freun sich al ⸗ le From⸗- men am —IH e e. sü⸗ ße Got ⸗tes ⸗sohn; Auch was auf Er⸗den höch⸗sten him⸗mels⸗thron. ist, muß prei⸗sen hoch und lo-ben mit al-len ——.—— HAAH .. En⸗geln dro ⸗ben den lie ⸗ben heil⸗gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn. Die Sün⸗ denangst ist weg, und Liebe und Entzücken haun weite Himmelsbrücken aus jedem schmalsten Steg. ö 5. Verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die ünder in seinen Gnadenschoß; er will, daß alle rein von ihren alten Schulden, vertrauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heil'ge Christ ist da. Er ruft so freundlich drein mit süßen Liebes⸗ worten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Uinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 55—6 Vom Bimmel hoch, da komm ich her.(1I) 510 55.. ö. Du lierber heil· ger from⸗mer Christ,— 48 3. Weihnachten 56 —5.————— für uns Nin⸗der kom⸗men ist, da-mit wir sol⸗len öf E.—— 9—— weiß und rein und rech⸗ te Uin:der Got⸗ tes sein! 2. Du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, du Himmelskind und Himmelsschein, da⸗ mit wir sollen himmlisch sein! 5. Du lieber heil'ger frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Seit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir den Busen rein! O bade mir die Seele hell in deinem reichen Himmelsquell, 5. Daß ich wie Engel Gottes sei in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für, du heil'⸗ ger Christ, das schenke mir! ernn moriz Arndt, 12o—1860. 4. Epiphanias Aam Weise. J. walter, 1524. 2 + — + 7 56 f% E—.— V. Mit FHried und Freud ich fahr da⸗ hin 2—6655 in Got⸗ tes Wil⸗ I le; ge⸗trost ist mir mein —— — + —.— — Has und Sien, sanft und Rl⸗ Ie; wie Gott mir —— 1 1— 2 + 4 —— + H— IXIN +—— 2.————— +4 ver⸗hei⸗ßen hat, der Tod ist mein Schlaf wor⸗ den. 40* 5²⁷ I. Beilige Seiten 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, der treue Heiland, den du mich, Herr, hast lassen sehn und gemacht bekannt, daß er sei das Leben und heil in Notund Sterben. 3. Den hast du allen fürgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden durch dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht für die Heiden, zu 'rleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden; er ist dein's Volks Israel Preis, Ehre, Freud und Wonne. Nach Ev. Luc. 2 VU. 29 f. von Martin Luther 1524. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.( Gotha, 1651. I 2— 57E E.— . 0 Ze⸗ su Chris⸗——— res Liche er⸗ leuch⸗ te, die—— 3660 nen— und brin⸗ge sie zu l— EAN ——— dei · ner 2 095 daß ih⸗-re Seel aueh se⸗ 18 Wd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum ver⸗ führet sein, auch die, die heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaͤufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwund't Gewissen heil, laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glauben sei. 5. Erleuchte, die da sind verblend't, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Sweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Suade drein hier zeitlich und dort ewiglich, für solche nade preisen dich. Joh. Heermann, 1585—1642. 50 4. Epiphanias 58 weise: Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. B. Schop, Iele. — EH +—4——— WWE ‚————.. eee. . Wer⸗de licht, du Stadt der Hei⸗den, rn d, e., nd,. ———— 2 2—..— und du Sa⸗lem, wer⸗de licht! Schau⸗e, welch ein Glanz —5 SDE——.—.— e—— 1 9565 21 + + ——————— mit Freu⸗den ü⸗ber deinem Haupt an⸗bricht! Gott hat ——— II e n SI IIIIIIII... de⸗ rer nicht ver⸗gesesen, die im Fin⸗stern sind ge⸗sestsen. 2. Dunkelheit, die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein andres ist zu gleichen, welches alle Ding erhellt. Die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. 5. Ach, wie waren wir verblendet, ehe noch dies Licht brach an! Ja, da hatte sich gewendet schier vom Him⸗ mel jedermann; unsre Augen und Gebärden hafteten nur an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; lein und Große mußten sorgen, jedem fehlt? es an dem Licht, das zum rechten himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles übrig blieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der rechten Glaubensbahn. Ewig, herr, will ich dir danken, daß du hast so wohl getan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 2. Gib, Herr Jesu, Uraft und Stärke, daß wir dir zu jeder Heit durch geliebte Glaubenswerke folgen in 51 4 I. Heilige Seiten Gerechtigkeit und hernach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinung müss' erfüllen mein Gemüt in aller Not; dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 9. Zesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Eronen in der schönsten Alarheit wohnen. Johann Rist, 4602—1662. Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) geo Bahßler, 1601. 59—————— Herr Je⸗su, Licht der Hei ⸗den, der wir kom⸗men jetzt mit Freu⸗ den durch I E 1 Zx=. B. From: men Schat und Lieb, dei⸗ nes Gei⸗stes Trieb Cem⸗pel und su chen mit 22313—7 gier nach Si · me· + 1 +2+ EHVN in die⸗sen dei⸗nen ons E⸗xem⸗pel dich, gro⸗ ßen Gott, all- hier. 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort, vergönnst noch heuzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der alte Greis. 5. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, im Schrecken unsre Sonne, im Ureuz ein Gnadenschein, in Sagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit ein Befreier, ein Stern in Todesqual! 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß einst wie Simeon 52 4. Epiphanias 60 ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden mein' Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem mei⸗ nen du; uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar die Deinen so fremd und strafend an, daß oft vor Angst und Weinen ich dich nicht sehen kann: dort aber wird's geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Joh. Franck, 1618— 1627. Weise: Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich. Rir. Herman, 1554 Q. 4 +— 4— —— E.—— der E He e ,,d. L— — 1. Auf, See⸗le, auf und säu⸗me nicht, es bricht I I E— S PIPIIIIIIIII... + +2 15. 4 —— 55576 1655f5. 5 1—— das Licht her⸗für; der Wun⸗der⸗stern gibt dir Be⸗richt, ee Hvren vee nuner. SDPP‚IPII‚I I———— der Held sei vor der Tür, der Held sei vor der Tür. 2. Geh aus von deinem Vaterland, zu suchen solchen Herrn; laß deine Augen sein gewandt ,5 auf diesen Morgenstern./ 5. Gib acht auf diesen hellen Schein, der aufgegangen ist; er führet dich zum Hind hinein,: das heißet Zesus Christ.: 4. Er ist der Held aus Davids Stamm, der alle Feinde schlägt; er ist das teure Gotteslamm,:½ das unsre Sünde trägt. 5. Drum mache dich behende auf, befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf, ½ bis du dies Kindlein hast.:, 55 ———— 61 I. Heilige Seiten 6. Halt dich im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiß; das führet dich zum Lichte fort„ aus aller Finsternis.) 7. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar mit Geist und Leib und Seel und singe mit der Engel Schar: Hier ist Immanuel!: 8. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vorhin erkannt, den stillen Ruh⸗ und Friedenssteg zum ew'gen Vaterland. ö Dirum sinke nur vor seinem Glanz in tiefster Demut ein und laß dein Herz erleuchten ganz von solchem Freudenschein. 10. Bier ist das Siel, hier ist der Ort, wo man zum Leben geht; hier ist des Paradieses Pfort, die wieder offen steht.: mich. mäller, 1625—1708. weise: Jesus, meine Zuversicht.(5) Jah. Eruger, 1588. 9 P.* 72 LCLI 61.——.—.— 6——.— 1. ZJe⸗ su, gro⸗ßer Wun⸗der· stern, der aus mei⸗ne See⸗le will so gern dir an ——., D e, 3— 2—..—— 2.— 3 1— 5 .—..— Ja⸗kob ist er ⸗schie=nen, dei⸗nem Fe⸗ste die ⸗nen; nimm doch, nimm doch — d ER ———5—.2—— IEEA ——— H ——— ů—.———2 gnä⸗dig an, was ich Ar⸗mer schen ⸗ken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ich's von dir selber habe und damit beschenket bin, so ist dir's die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in des Elends Ofen sein. 5. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen! Herz und Lippen sollen stets, ihn zu opfern, 56 . 14444 4. Epiphanias 62, 65 vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu, ach, mich schmer⸗ zet meine Sündel Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. erdm. neumeister, 1621e. weise: Erschienen ist der herrlich Cag. Nit. Herman, 1560 Q 4— 9 I 2 DEREESEE EEEEEEEEE 1. Wo ist der neu⸗ge⸗bor⸗ne Held, der ist ein ee aeeteindtxxièri; —.'j 2 DSEE——————— 12— 1 1 1— 1 21—...— Hei⸗ land al⸗ler Welt? Wo treff ich meinen Hö⸗nig —————.———. 1 E+ 2 S—.——— ——.— +—— 232.———— — 21————————— — 24— an, daß ich ihn recht ver⸗eh⸗ren kann d Hal⸗le⸗lu⸗ja! 2. Nun, Uind von Bethlem, sei gegrüßt, daß du mein Herr und Bruder bist, der Stern aus Jakob, dessen Schein nun dringt in alle Welt herein. Halleluja! 5. Du könig über Israel! Es ist erfreuet Leib und Seel, daß Gott nach langer, banger Nacht ein Licht auf Erden hat gebracht. Halleluja! 4. Solang ich lebe, leite mich, daß ich ja nicht verliere dich; du führst allein die rechte Bahn, daß niemand uns verführen kann. Hallelujal 5. Wenn meine Wallfahrt auf der Welt mit meinem Leben hier verfällt, so führe mich durchs finstre Tal, daß ich dich find in HSions Saal. Halleluja! verfasser anbekannt. 5. Passion Eigne Weise. Bei Spangenberg, 1545. 63— E=—— b 2 25——— 1— 55 6⁴4 I. 3 Zeten t?Tñ?. Stamm des Ureu-zes ge⸗schlach⸗tet, all--zeit er⸗ ** I + V N— SSSS.. e 0 7—.—————— fun⸗ den ge⸗dul⸗ dig/ wie wohl du wa⸗rest ver⸗ach⸗ E+— I + I V S.——3— I +4 2 2..—— I 1—— ++E—— 2 I wir ver⸗ za⸗ gen. Er⸗barm dich un⸗ ser, o Je⸗su!l * Cetzte Zeile im letzten Verse: R* ES5——H— N HB.+ ꝙ— — ꝗZ— +— ̃— III 1 2.. 7— JZ.——3 1 1—..— 2 I Gib uns dei⸗ nen Frie⸗ den, o Je⸗su. 2. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreu⸗ zes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, sonst müß⸗— ten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesul 3. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Ureu⸗ zes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, sonst müß⸗ ten wir verzagen. Gib uns deinen Frieden, o Jesu! Nach dem altkirchlichen Agnus Deie zuerst plattdeutsch von Nik. Decius, 4 1541. weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.(1) Lae 6⁴ IIIEEE .1. Wir dan⸗ken d Herr Je⸗su Chrit, daß ———— —————.— .—— du für uns ge⸗stor⸗ben bist und hast uns durch dein 56 teu⸗res Blut ge⸗macht vor Gott ge-recht und gut, 2. Und bitten, wahrer Mensch und Gott, der du gelitten Hohn und Spott, erlös uns von dem ew'gen Tod und tröst uns in der letzten Not! 5. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, reich uns dein allmächtige hand, daß wir im Ureuz geduldig sein uns trösten deiner schweren Pein g. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns wirst x verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. ctrisopt vischer, 1 1600. 65%5 Nun laßt uns——— Leib begraben.(1) Wittenberg, 1544. —— S 1. Der du, Herr ZJe⸗su, Ruh und Rast in VX . . + 2— dei⸗nem Grab ge⸗ hal⸗ ten hast, gib, daß wir in dir — + ö,, ru⸗hen all, und un⸗ser Le⸗ben dir ge⸗fall! 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in des Himmels Licht zu deines Vaters Angesicht! 3. Wir danken dir, o Gotteslamm, getötet an des Kreu⸗ zes Stamm; laß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben sein! Georg Werner, 1589—1643. Eigne Weise. Joh. Crüger 1640. J 7 D— O 1. Herz⸗lieb⸗ster Je⸗ stz was hast du 5² iir — 66 I. Heilige Seiten 2— —— 1———— I1 5551— — 1 1— ver⸗hro chen, daß man ein solch scharf Ur⸗ +2* + + — teil dir ge⸗spro⸗chen? Was ist die Schuld d Z. — r———— In was für Mis⸗se⸗ta⸗ten bist du ge⸗ra⸗ ten d 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins An⸗ gesicht geschlagen und verhöhnet; du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Äreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen d Ach, meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, o Herr Jesu, habe dies verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderharlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Unechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich ge. bracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 6. Ach großer Hönig, groß zu allen Seiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Uein's Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. ö 2. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, wo⸗ mit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebestaten im Werk erstatten d 8. Doch eines weiß ich, das wirst du annehmen: ich will des Fleisches böse Lüste zähmen, daß sie mein Herz aufs neue nicht entzünden mit alten Sünden. 9. Weil aber es nicht steht in eignen Uräften, fest die Begierden an das Ureuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 10. Dann werd ich dir zu Ehren alles wagen, kein Ureuz ——— nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Ver⸗ folgung, nichts von Codesschmerzen nehmen zu Herzen. ö 58 5. Passion 6² 11. Dies alles, ob's für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite setzen; in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 12. Wann dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Lob und Dank singen. Joh. Heermann, 1585— 164e. Eigne Weise. Nürnberg, 1625. 2 Y——.— 0⁷ Ue, d 1. O Trau⸗rig⸗keit, o hHer⸗ ze⸗ leid! Ist .——.—.— das nicht zu be⸗kla⸗ gen? Gott des Va⸗ ters DD. ei⸗ nigs Aind wird ins Grab ge⸗ tra⸗ gen. 2. O große Not! Der herr liegt tot; am Ureuz ist er gestorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 5. O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses an⸗ gerichtet, da du durch die Missetat warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hier mit Blut beflossen, welches er ganz mildiglich hat für dich vergossen. 5. O süßer Mund, o Glaubensgrund, wie bist du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6. O selig ist zu aller Frist, der dieses recht bedenket, wie 0 Herr der Herrlichkeit wird ins Grab versenket. ꝰ. O Zesu, du mein hilf und Ruh, ich bitte dich mit CTränen: Hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen! Zohann Rist, 1602—Iost. 68 I. Heilige Seiten Weise: Herr Christ, der einig Gottssohn. Ersurt, L5et E 65551.i————.— 68 SSSI...— 5/—.—— II 7 1 1. Wenn mei⸗ne Sünd mich krän⸗ken, o mein so laß mich wohl be⸗den⸗ken, wie du iE —— 2 ge⸗enben biß und al⸗le mei⸗ne Sün⸗den⸗last am E———..—— 2—..55 *DDeeeee‚e‚‚e-‚eEEEEE —.— 1.— 3= Stamm des heil'⸗gen Hreu-⸗zes auf dich genom⸗men hast. 2. O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Unecht; es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 35. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Sahl“ Ich bin bei Gott in Gnaden; die Schuld ist all⸗ zumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Höllen Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir vonHerzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wieviel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Miein Kreuz und meine Plagen, sollt's auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und deinem Beispiel folge, das du mir vorgestellt. 2. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn 60 n n n SSOYSUES„ 5. Passion 69 Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meiner letzten Stunden, und des versichre mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, ‚ daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1601— 1675. Eigne weise. Straßburg, 1525. xiE Ein Lämm.lein geht und trägt die Schuld es geht und trä⸗get in Ge⸗duld ————.— ——————— der Welt und ih⸗ rer Hin der, die Sün⸗den al⸗ler Sün⸗der; —̈ͤ—— — 4.— 4——.— E 6655605555956.0— es geht da⸗hin, wird I + — +— maͤtt und krank, er⸗gibt sich auf 5 Wür⸗ge⸗ an .— 2————.———— 1 ent⸗ Zieht sich al⸗len Freu⸗ den. Es dul⸗ det Schmach — ——— ——7 e, ri. und Hohn und— 38888 Wun-⸗den, Strie⸗men, d,— vntite. — ——— Hreuz und Tod spricht:„Ich will's gern lei⸗den.“ 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen. Den, den hat Gottzum Sündenfeind und Sühner wollen wählen:„Geh hin, mein Uind, und nimm dich an der Uinder, die ich ausgetan zur Straf und Sornesruten. Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß; 2 kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch luten!“ 61 70 I. Heilige Seiten 5.„Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will 12. dir's tragen; mein Wollen hängt an deinem Mund, er mein Wirken ist dein Sagen!“ O Wunderlieb, o Liebes bi macht! Du kaͤnnst, was nie ein Mensch gedacht, Gott kei seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, 5. du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen ist springen. hba 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht bi lassen; dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebes⸗ 4. armen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht; und ich wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze he⸗ bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hier⸗ 50 mit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Cage an singen, mich selbst auch dir zu aller Heit zum Freuden. 8et opfer bringen; mein Born des Lebens soll sich dir und ba deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; Hi und was du mir zu gut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. paul Gerhardt, 1602—L6ere. He . Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Haßler, 1601. +* x 7.1..T.. 70 E ,i, e. 3. O Haupt voll Blut und Wir d den, voll o Haupt, zum Spott ge⸗ bun⸗den mit I EHHAN + ö I“— 5 mer 1155 vel⸗ ler Hohn 10 Ane Dor⸗ wenun o Haupt, sonst schoͤn ge⸗ ö 5 ů 2.— — — 2..—— — 4— 66,—— 7— a—— 2—.——. krö⸗net mit höch · ster Ehr und Sier, jetzt a⸗ber höchst ver⸗ höh net, ge⸗ grü ßet seist du mirl ö 6² 5. Passion 70 2. Du edles Angesichte, davor das Reich der Welt erschrickt und wird zu nichte, wie bist du so entstellt! Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schändlich zugericht d 5. Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Oracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Uraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst verschuldet was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat: Gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad! 5. Erkenne mich, mein Hüter; mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein Mund hat mich gelabet mit wunder⸗ barem Crost; dein Geist hat mich begabet mit reicher Himmelskost. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht. Wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Codesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein heil, mich finden soll. Ach, moͤcht ich, o mein Leben, an deinem Hreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl ge⸗ schähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Codes Schmerzen, da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den CTod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein. 65 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Ureuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll fest an mein Herz dich drücken; wer so stirbt, der stirbt wohl— Paul Gechendt, 160² 16²6. Weise: Nun ruhen alle wälder. Heinr. Isaak, 1475. * Sa p ᷑ni H. ———.—....—— I.— Welt, sieh 2222 dein Le⸗ben am Stamm —— —.—.— des Ureu ⸗zes schwe⸗ ben, dein 230825 in den — .I. 555 33—.—. ——5 39— gro⸗ße Fürst der Eh⸗ ren läßt wil⸗ lig sich be⸗ de. .... schwe⸗ ren mit Schlä⸗gen, Hohn und gro⸗ßem Spott. 6⁴ OE. ——S8 VAS.SSEE — 3— — wim den be⸗ ott. 5. Passion 71 2. Wer hat dich so geschlagen, mein heil, und dich mit Dlagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Hinder, von Ubeltaten weißt du nicht. 5. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Uörnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 4. Ich bin's, ich sollte büßen, an händen und an Füßen gebunden in der höll; die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 5. Du setzest dich vJum Bürgen, ja, lässest dich erwürgen für mich und meine Schuld. Mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 6. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr; was Leib und Seel ver⸗ mögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. ö ꝰ. Vun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: es soll dein Cod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in mei⸗ nem Herzen ruhn. 8. Ich will's vor Augen setzen, mich stets daran er⸗ götzen, ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und un⸗ verfälschten Treu. 9. Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut; und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 10. Ich will ans Ureuz mich schlagen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch gefällt; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt. II. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ew' gen Ruh. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 6⁵ 3 Sei mir tau⸗send-mal ge⸗grü⸗ßet, der mich Ze⸗su, der du selbst ge⸗bü⸗ßet das, wo⸗ — er rnwidrt, ——— L 2— — — je und je gerliebt, A 1e it mir doch ö mit ich dich berträbt! zch, wie it it de e. +—— N 4 5— 1 — 1 1 + 2 34 +2 IE 2— 2 —— + 2 +— 2 + I — wenn ich knien und liergen soll an dem Kreu⸗ze, +—— Z e ———— da du stir⸗best und um mei⸗ne See⸗le wir-⸗best. 2. Heile mich, o heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Ganz wird unter deinen Händen, treuer Herr, mein Jammer enden. 5. Schreibe deine blut'gen Wunden, Jesu, mir ins Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir un⸗ vergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht; laß mich hier zu deinen Füßen deiner Cieb und Gunst genießen. 4. Dich will ich umfangen halten, Herr, so fest ich immer kann; schau, o schau mein Händefalten und mich selber freundlich an von des hohen Ureuzes Baum und gib meiner Bitte Raum, sprich:„Laß all dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden.“ Paul Gerhardt, 1607— 1676. ́ weise: Freu dich sehr, o meine Seele.(9) Soudimel, 1553 9 4 2— 2— ——————. — r Der am Ureuz ist mei⸗ne Lie⸗be, mei⸗ne Weg, ihr ar⸗gen Sün⸗: den⸗ trie⸗be, Welt und 66 — 5. Passion 74 2 DE.— + ——‚‚‚ eeeeeee— Flesch mite 0—— Eu ꝛ re Lieb ist nicht von Gott, — —— 2— 2. n eure Lieh ist gar der Tod. Der am Ureuz ist DIPI‚I‚IIPII PI‚I‚Ic‚‚.... 1 8—.——— 1—*. mei⸗ne Lie⸗be, weil ich mich im Glau⸗ben A⸗be. 2. Der am Ureuz ist meine Liebe; Frevler, was be⸗ fremdet dich, daß ich mich im Glauben übe d Jesus gab sich selbst für mich; so ward er mein Friedensschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Areuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Ureuz ist meine Liebe; Sünde, du besiegst mich nicht. Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Ureuzigt ich nicht Gottes Sohn d Spräch ich seinem Blut nicht hohn d Der am Areuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Ureuz ist meine Liebe; keine CTrübsal, noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Zesu los, nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, noch Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe, nun ist auch der Cod mein nen Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint. Da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seelen Bräutigam. Der am Hreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Verfasser unbekannt, seit 1676. Eigne weise.(8) ö 1661. — V + 1—— V 7——— + 74 EEEEEEE——.— . Ze⸗su, meines Le⸗bens Le⸗ben, Je⸗su, der du dich für mich ge⸗ge⸗ben in die 6² 5* ————— e.— —— 2.—— —.E— L in das äu⸗ßer⸗ste Ver⸗ ——6 2 EE L—.— . cht moͤch⸗te ster · ben: Cau· send, Z.——*—— tau send⸗mal sei dir, lieb⸗ster Je ⸗su, Dank da⸗für! 2. Du, ach du hast ausgestanden Lãästerreden, Spott und 4 Hohn, hast getragen Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten aus den schweren Sündenketten. CTausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 5. Willig ließest du dich schlagen, mich zu lösen von der Pein, ließest fälschlich dich anklagen, daß ich könnte sicher sein; daß ich möchte Trost erlangen, hast du son⸗ der Trost gehangen. Tausend⸗/ tausendmal sei dir, lieb⸗ ster Jesu, Dank dafür! 4. Du hast dich mit Schmach bedecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Cod geschmecket, um zu büßen meine Schuld, daß ich würde frei gegeben, gabst du hin dein teures Leben. Tausend⸗, taus endmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 5. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Uber⸗ mut, dein Cod meinen Tod versüßet, es kommt alles mir zu gut; dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, lieb⸗ ster Jesu, Dank dafür! 6. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für die erlittne Not; für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittren Cod, für dein Sittern, für dein Hagen, deine tausendfachen Plagen, für dein Weh und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. erns Cürisof Homburg, I60e—6sl. 68 Tsssss ———„‚en— S.&n— es— 8— 2.ia 5. Passion 75 Joh. Crüger, 1653. EVV—.—— 7E V N 1. ZJeisu, dei ne Pas⸗sion will ich wol⸗lest mir vom him mels· hron Geist und 9——— ö H SDiiie Andehten den In dem Bil⸗de jetzt er⸗schein, EESSIIPIAIEIEIEEiIEEIEEEEEEEEI —— 2— — E 12— — 6 e⸗su, mei⸗ nem Her⸗-zen, wie du, un⸗ser ——— — ů—— 2 2—— ——— 2 2———— EE* n B— eil zu sein, lit test al le Schmer⸗zen. 0 2. Gib, daß ich recht sehen mag deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Ureuzes⸗ schande, deine Geißel, Dornenkron, Speer⸗und Nägel⸗ wunden, deinen Tod, o Gottessohn, den du hast emp⸗ funden. 5. Doch so laß mich nicht allein deine Marter sehen; laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Ach, die Ursach war auch ich, ich, und meine Sünde! Diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4. Zesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue; hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue! Weg mit aller Sündenlust! Alles will ich meiden, was mein Heiland büßen mußt mit so großen Leiden. 5. Wenn mir meine Sünde will machen heiß die Hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle. Dich und deine Passion laß mich gläubig fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen d 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das Ureuz nach⸗ trage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in 69 76, 77 I. Heilige Seiten Dlage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Ach, laß doch dies Lallen— bessern Dank ich dorten geb— Jesu, dir gefallen! Siegmund von Birken, 1626- 1681. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(1) Sotha, 1651. SSISISISII 122 1 1 1. Herr Jersu Christ, dein teu⸗res Blut ist Fn e d, 274—. 2— 1— 2. mei⸗ner See⸗len hoͤch⸗ stes Gul: das stärkt, das labt, 865 .——.— .,rnrrererrrret. 5* 1—.— macht al⸗lein mein Herz von al⸗len Sün⸗ den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck; mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit, macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud eingehn. 5. O Jesu Christe, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron: dein teures Blut, dein Lebens⸗ saft gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: dein Blut macht mich von Sünden rein. Zoh. Oiearins, 1611—1683. Eigne Weise.(10) Darmstadt, 1698. 1. O du Lie⸗be mei⸗ner Lie⸗ he, du er⸗ die du dich aus höch⸗stem Trie⸗be in das re rde de wünsch⸗te Se lig⸗keit, ————— vol'le Leid B*—.—. als ein Gp⸗ fer ein⸗ge⸗ stellt und be⸗ zahlt mit 20 dei⸗ nes Lei⸗dens mir zu gu⸗ te 5. Dassion 78 2 2 7⁴—. dei⸗ nem Blu ⸗te d le Mis⸗ se; tat der Welt. 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Glberg sich betrübt, Liebe, die mit heißem Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eifer trägt, den, so niemand konnte stillen, hat dein Sterben hingelegt. 5. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die mit Angst und Schmerzen nicht der strengste Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, bis sich Uraft und Atem end't, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwäh⸗ rend Gut an dem Ureuzesholz erworben, ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, du verwund'te Liebe du, wenn ich in den letzten Stun⸗ den sanft an deinem Herzen ruh! 5. Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben: nimm mich ewig liebend an! Eiisabeth von Senitz, 1629—1629. —— IB 1 I. * E Weise: Ach, was soll ich Sünder machen. 1661. 0 +2 H 78— Eν 3*.—..—.—.—— 1. Ze⸗su, des⸗sen Tod und Lei⸗den un⸗ ———— ——— 1—.— 1.—— E 1—— 1— 0 Freud und Le⸗ben ist, der du ab⸗ge⸗ schie⸗ den — 6..——.— bßt auf daß wir nicht von dir scheiden, sondern durch des 21 I 1 + I I + +7—— 2—5—*. 4 L ++ 1 + I + 13 To⸗des Cür zu dem Le⸗ ben fol gen Fr. 2. Als der scharfe Speer gestochen, Herr, in deine Seite dort, und dein Blut, des Glaubens Hort, aus der Seit hervorgebrochen, läßt du sehen uns dein herz voll von Lieb und voll von Schmerz. 3. Deine Arme, ausgestrecket, zeigen deine Freund⸗ lichkeit, zu empfangen die bereit, so dein Ureuz zur Lieb erwecket; wer nicht unempfindlich ist, sich in deine Arme schließt. 4. Als sich, Herr, dein Haupt geneiget, war es, um zu segnen mich; da der Geist von dannen wich, noch sich deine Liebe zeiget. Selig, wer auch Seichen gibt, daß er bis zum Cod dich liebt! 5. Laß die matte Seel empfinden deiner Liebe süße Flut! Wem nicht deines Leidens Glut kann sein kaltes Herz entzünden, Jesu, der muß wie ein Stein, ohne Lieb und Leben sein. Gottfr. Wilh. von Leibniz, 1646—1716. weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) Gg. Neumark, 1652 1* Es ist voll⸗bracht! Er ist ver⸗ schie⸗ den, — Frie⸗ de fürst ent⸗ schläft im 255 den, et I 2— ————— mein e. sus schließt die Au⸗gen zu; die TCe⸗bens ⸗ son ⸗ ne geht zur x Ruh und sunt in stil⸗le —— To⸗des⸗ nacht; o gro⸗ ßes Wort: es ist voll⸗ bracht! 2. Es ist vollbracht! Er hat's gesprochen; des Lebens Wort muß sprachlos sein, das Herz der Treue wird ge⸗ brochen, den Fels des Heils umfaßt ein Stein; die höchste 72 E 688 HASen A — 4 1111 NNN E 0928 5. Passion 80 UHraft ist nun verschmacht, o wahres Wort: es ist vollbracht! 35. Es ist vollbrachtl Ihr meine Sünden verdammet nun mein Herz nicht mehr; vom Himmel her hör ich verkünden: des Sohnes Blut erlangt Gehör. Am Ureuz hat's Frieden uns gemacht. O süßes Wort: es ist vollbracht. 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen zieht mich zu deinem Grabe hin; dich wünschen Engel zu umfangen, ruh auch in meinem Herzen drin, wo dir die Liebe Raum gemacht. O tröstlich Wort: es ist vollbracht! 5. Es ist vollbrachtl Ich will mich legen zur Ruh auf Christi Grabesstein; die Engel sind allhier zugegen, ich schlummre sanft wie Jakob ein. Die Himmelspfort ist aufgemacht. O Lebenswort: es ist vollbracht! Salomon Franck, 1659— 1725. weise: Meinen Jesum laß ich nicht.(5) 1216. 8 EFRER 0 EEEEEEE—— 2 1. See ⸗le, geh auf Gol⸗ga⸗tha, setz dich und be⸗den⸗ke, was dich da für ein ů L 2 5—— —— Willst du un⸗emp⸗ — 2 I EI un ⸗ter ZJe⸗su Ureu⸗ze Trieb zur Bu ⸗ße rei⸗ze. ———— 1 + ET— S——— find⸗lich sein, o, so bist du mehr als Stein. 2. Schaue doch das Jammerbild zwischen Erd und Himmel hangen, wie das Blut mit Strömen quillt, daß ihm alle Uraft vergangen! Ach der übergroßen Not: es ist gar mein Jesus tot. 5. O Lamm Gottes ohne Schuld, alles das hab ich verschuldet, und du hast aus großer Huld Pein und 75 2— —— — L 1 Is 81 I. Beilige Seiten Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, gibst du dich ans Hreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe; schaue von dem Kreuzesstamm, wie ich mich um dich betrübe. Dein im Blute wallend Herz setzet mich in tausend Schmerz. 5. Eines will ich tun für dich: ich will dir mein Herze geben; dieses soll beständiglich unter deinem ÄUreuze leben; wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend sein. 6. Laß dein Herz mir offen stehn, öffne deiner Wunden Cüre; da hinein will ich stets gehn, wenn ich Kreuz und Not verspüre, wie ein Hirsch nach Wasser dürst, bis du mich erquicken wirst. 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt verschmähen; laß mich dich, du höchstes Gut, immer vor den Augen sehen. Führ in allem Kreuze mich wun⸗ derlich, nur seliglich! 8. Endlich laß mich meine Not auch geduldig über⸗ winden; nirgends sonst wird mich der Tod als in deinen Wunden finden. Wer sich hier sein Bette macht, spricht zuletzt: L ist vollbracht! Benj. Schmolck. 1622—1752. Weise: Herzliebster Jesu. Johann Crüger, 16a0. ———— ——*———*.— V———... + 1. Herr, stär⸗ke mich, den Lei⸗den zu be⸗ D‚D‚q‚q‚:ʒ— 3——— ——.——— — +——— den⸗ken, mich in das Meer der Lie⸗be zu ver⸗ 7 1 J I 7 .— nal⸗ler Schuld 0 0 0 —— 7 2 des Bö⸗ sen uns zu er⸗lö⸗sen! 70 — ensE Ee N7 ————8 8 4 n-e en= 5. Passion 82 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Hreuz gehorsam werden, an uns⸗ rer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen: 5. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, mein herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; es beugt mich tief und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O hHerr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Güte. 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; allein sollt ich darum im Glauben wankend Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen d 8. Das Größt' in Gott ist Gnad und Lieb erweisen; uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen; zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. 9. So sei denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir erwiesen, da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahin gegeben. 10. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gib zu diesem seligen Geschäfte, Herr, selbst mir Kräfte! Chr. Fürchtegott Gellert, 115—1269. weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) ceo Haßler, 1601. IIII.... 2— 1. Du, mei⸗nes Le⸗bens Le⸗ben, du, mei⸗nes für mich da⸗-hin ge⸗ ge⸗ben in tie ⸗fe 25 I. Heilige Seiten 0 EE — ö V ; ͤ. — IEE— 1— — Co⸗des Cod, See Len not, in Mar⸗ter, Angst und Ster⸗ben, ————— ——.——— *E—— ů——— . aus lie⸗ben⸗der Be⸗gier, das Heil mir zu er⸗ —— H — I I— E ——— I + + 2— + I I**— II 1— 2— wer⸗ben: nimm Preis und Dank da ⸗für. 2. Ich will jetzt mit dir gehen den Weg nach Golgatha, laß mich im Geiste sehen, was da für mich geschah. Mit innig zartem Sehnen begleite dich mein Herz, und meine Augen tränen um dich vor Liebesschmerz. 5. Ich komm erst zu der Stätte, wo Jesus niedersank und ringend im Gebete den Uelch des Leidens trank; die Angst, die ihn durchdringet, traf ihn durch mein Ver⸗ gehn; der Tod, mit dem er ringet, den sollt ich selbst bestehn. 4. Mein heiland wird verraten, geführt zu Spott und Qual; ach, meine Missetaten, die brachten allzumal ihn vors Gericht der Heiden und in der Feinde Hand; ich war's, ich sollte leiden, was da mein Bürg empfand. 5.„Seht, welch ein Menschl“ Er stehet geduldig wie ein LCamm; und nun wird er erhöhet, ein Fluch, am Kreuzes⸗ stamm, vollendet da sein Büßen der Welt, auch mir zu gut; aus Händen, Seit' und Füßen quillt sein Ver⸗ söhnungsblut. 6. Du bittest für die Feinde; mein Jesu, wer war ichd Du denkst an deine Freunde; gedenk, Herr, auch an mich! Du machst den Schächer selig, verheißest ihm dein Reich; das macht mich Sünder fröhlich, mich, der dem Schächer gleich. 7. Du klagst voll Angst im Herzen:„Mein Gott ver⸗ lässet michl“ Du dürstest in den Schmerzen, und niemand 26 5. Passion 85 labet dich. Nun kommt der Leiden Ende, du rufst:„Es ist vollbracht!“ befiehlst in Vaters hände den Geist; es war vollbracht. 8. Ich seh mit Lieb und Beugen des heilands letzten Blick; ich seh sein Haupt sich neigen, das war mein ewig Glück; mein Bürge stirbt, ich lebe, so todeswert ich bin; er gibt sich mir, ich gebe mich ihm zu eigen hin. 9. O du, an den ich glaube und den mein Geist umfaßt, der du im Todesstaube für mich gelegen hast! Auf dein Verdienst und Leiden vertrau ich ganz allein, darauf werd ich einst scheiden und ewig bei dir sein. 10. Erhalt mir deinen Frieden und deines Heils Genuß, solang ich noch hienieden in Schwachheit wallen muß, bis endlich dir zu Ehren, der mich mit Gott versöhnt, dort in den obern Chören mein Halleluja tönt! Ernst Welislaus Wilh. von Wobeser, 1222—1795, und Heinr. von Bruiningk, 1238—1785. Weise: O Craurigkeit, o Herzeleid. Nürnberg, 1625. I — V — ED.‚. 10.— 1. Am Ureuz er⸗blaßt, der Mar⸗-ter Last, Eæ.—. — 4665——— der Co⸗ des⸗qua⸗len mü⸗de, fin⸗det mein Er⸗ —— 6—.— E—— 83 2 4 2—8— ——— 1 7 7 E+ 1 LI 1 L 2— 2— J V 2— I— 2— lö⸗ser erst in dem Gra⸗-be Frie⸗de. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz, und, Herr, was kann ich sagend Nur an meine Brust kann ich, tief gebeuget, schlagen. 5. Du schützest mich, und über dich gehn aller Crüb⸗ salWetter; sterben wolltest du für mich, einziger Erretterl 4. Du hast's getan, dich bet ich an, du Rönig der Erlösten! Dein will ich im Code mich glaubensvoll getrösten. 22 84 I. Heilige Seiten 5.„Es ist vollbracht!“ riefst du mit Macht; du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei habest hingegeben. 6. Höochheil'ge Cat! Des Höchsten Rat will ich in Demut preisen; mein Erlöser wird mir einst seine Tiefen weisen. 2. Allmächtig rief er, der entschlief, den Toten; sie erstanden! Leicht entschwingt der Lebensfürst sich des Todes Banden. 8. Das finstre Tal will ich einmal durchwandeln ohne Grauen; denn durch dich, Erlöser, ist's mir der Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich, erforsche mich und siehe, wie ich's meine. Ja, du siehst es, wenn ich still meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, so werde mein in Ewigkeit ver⸗ gessen. Herr, ich will, solang ich bin, deine Lieb ermessen. Christoph Friedr. Neander, 1724—1802. weise: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. grerlinghausen, Nꝛos. ERE— 84—. e, —— 2*— 1. Laß mir die Fei⸗er dei⸗ner Lei⸗den, Sie leh⸗re mich die Sün⸗de mei⸗ den Lee.. DISDID PEE. V— +— 1 E o groißer Dul'der heillig sein! und dir mein gan⸗zes Le⸗ben weihn, dir, des sen ———— —— + J 2——L I 2——* J E4 + I——.—..— + L . 1—— 1 4—.—. Blut für mich ge⸗flos⸗sen, des Herz für mich im —* 2— + 7———I + +— 2 1 1* 1——́— — 2—— E Eo' de schlug, der ru⸗ hig, freund⸗lich und ent⸗ 28 GsfMHMNIUHUSS ICN 5. Passion 85 — 1 2— + LX EIESEEEIIE . ee schlos⸗sen auch mei⸗ner Sün⸗de Stra⸗fe trug. 2. Drum in den stillsten meiner Stunden will ich nach deinem Ureuze sehn und dich für deine Pein und Wunden mit meiner Tränen Dank erhöhn, gerührt die große Lieb ermessen, die noch kein Sterblicher. gefaßt, und nie es undankbar vergessen, was du für mich geduldet hast. 5. Miir sollen diese Feierzeiten der großten Liebe heilig sein; ich will dich an dein Kreuz begleiten und alles, was dir mißfällt, scheun. Dein Leiden sei auch mir zum Se⸗ gen, dein Cod mein seligster HBewinn; mein herz schlägt dir voll Dank entgegen, weil ich durch dich gerettet bin. 4. Bleibt mir zu allen Seiten teuer, Gethsemane und Golgatha! Ihr Stätten, wo die Welt die Feier der allergrößten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, wo mein Erlöser litt und starb, und nur allein auf den vertrauen, der mir die Seligkeit erwarb. Christoph Gg. Ludw. Meister, 1758—1811. Weise: Sollt ich meinem Gott nicht singen. Füneburg, 1641. 8⁵ EU II S S S............... 1. A⸗men! Dei⸗ nes Gra⸗bes Frie⸗de wann wir, von der Wall-fahrt mü⸗de, EEEIII IIEE E.— wird auch un · ser Grab durch⸗-wehn, A„ment ruhn, um fro⸗her auf ⸗ zu⸗stehn. —— +— ———.———— —1— +— +—— Fürst der Auf⸗er⸗ste⸗hung, der des Gra⸗bes ——————— 4 + —.——— 2* +— 29 8388— ——..—.?.— 86 I. Heilige Seiten S zu der Hei⸗li⸗gen Er⸗höh⸗ung, wo dem Lamm, das 1.—— + 2 2—* SSSSEEEEEEEEEEIJ— —— SIS.I........ uns ver⸗söhnt, al⸗ler Him⸗mel Loblied töntl 2. Großer Erstling deiner Brüder! Ja, du ziehest uns nach dir; du, das Haupt, ziehst deine Glieder; weil du lebst, so leben wir. Ja, wir werden auferstehen, weil du auferstanden bist, werden dich, Herr Jesu Christ, einst in deiner Ularheit sehen! Unsre Herzen harren dein: Amen, ewig sind wir dein! N. Bernh. Harve, 17653—184l. Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) Gg. Neumark, 1657. 2e.„d e 86 E ESE 2. 24—— —— 1—— 1— 1. Ich sen⸗ke mich in dei⸗ne Wun⸗den, ich wenn in der Bu ⸗ße Crau⸗er⸗stun⸗den die — 9296555 Eer,. —.— DDEEE —. + 1 1— I.———— sen ⸗ ke mich in dei ⸗nen Tod,. Sün⸗de mir Ver⸗damm? nis droht; ich schau ⸗ze dei ne — S SSSSSD. Schmer⸗zen an und weiß, du hast ge⸗ nug ge tan. 2. All Weh will ich in dich versenken, will teilen deine bittre Not und hier an keine Rosen denken, wo dir der AÄcker Dornen bot; ich sprech auf meiner Areuzesbahn: das hat man Gottes Sohn getan! 5. Flößt die verbotne Lust dem Herzen ihr Gift min süßen Reizen ein, so geh ich ein in deine Schmerzen und töte sie durch deine Pein; seh ich dein Dürsten, deine Schmach, so scheu ich, was das Herz dir brach. 4. Will keine Sonne mehr mir scheinen, und schweb ich 80 5. Passion 8² in Verlassenheit, so denk ich, wie die Schar der Deinen, wie Gott selbst dich verließ im Streit; mit dir wird Nacht zum Morgenschein, bei dir ist kein Verlassensein. 5. Will einst des Todes Pfeil mich schrecken, und macht mir bang des Grabes Nacht, so hoff ich ihn mit dir zu schmecken, der mir Unsterblichkeit gebracht. Wer mit dir stirbt, der lebt zugleich, seinsterben wird zumhhimmelreich. 6. So will ich die Gemeinschaft üben, aus deren Leid mir Freude grünt; kann auch die Marter mich betrüben, durch die du Segen mir verdient d Ich geh in deine Leiden ein; mit dir vereint, heißt selig sein. Joh. Friedr. v. Meyer, 1222—1849. Weise: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Freylinghausen, 1204. —.— EH— V.„Es ist voll⸗bracht! In dei⸗ne Hän⸗de O teu⸗res Wort, o sel'⸗ges En⸗de, be · fehl 225 Da: ter, mei⸗nen Geist.“ das al lem Jam⸗ mer dich ent⸗ reißt! r ar e.— Men?:schen⸗sohn hast aus⸗ge⸗run⸗gen, nicht trifft dich — Du + I 1 1 ů—* 2 ——..———————— fer ⸗ner Schmach und Hohn, und al⸗ ler Or⸗ ten, — 6———.—— eeeeeeee..e 2— — al⸗ler Sun⸗gen ver⸗herr⸗licht wird der Got⸗ tes⸗sohn. 2. O du, dem aller Unie sich beugen, aus dessen Tod das Leben stammt, auch ich will deinen Ruhm bezeugen, von deiner Liebe süß entflammt. Wie müßt ich nicht! 81 6 88 I. Heilige Seiten In dir geborgen ruht meine Habe, meine Welt. Du bist's, der schon am frühen Morgen dem Pilger treu sich zugesellt. 5. Bleib ich bei dir, was kann mich irren? Nicht Wahn noch Sweifel stört mein Glück; du führst aus allen Geistes⸗ wirren mich auf die rechte Bahn zurück. Bleib ich bei dir, was kann mir schaden? Erbarmen krönt, Erlösung winkt, wann reuevoll und angstbeladen ein Sünder vor dir niedersinkt. 4. Bleib ich bei dir, was kann mich beugen d Wie froh erfüll ich jede Pflicht! Ich habe einen hohen Seugen; der kennt mein Herz,— mehr brauch ich nicht. Bleib ich bei dir, was kann mich schrecken? Sum Tage, Herr, führt jede Nacht. Ich weiß, du wirst mich auferwecken; auch sterbend sei dir Lob gebracht. wonr.Mar. Rirchner, 1609—1874. Weise: Alles ist an Gottes Segen. — 1²358. 88 20———— 7— *X 7 +— 1— 1 * 12——.——.— 1. Schaut die Mut-ter vol⸗ler Schmer⸗zen, ———..————— öSDSDSDSS‚I‚‚‚........ E 1— 2— wie sie mit zer · rissnem her· zen un · term UHreuz des Soh· nes —— 5—————.——2 1 J J 1421 2— 2— 7 IJI.— 1n JZ. 2—.—— + 1— 2— — I 2 2——1 1 teht! Wie sie trau⸗rig seuf⸗zend rin⸗get, tie⸗fes We⸗he —— Bernrn,——— EII—— sie durch⸗drin⸗get, durch die Seel ein Schwert ihr geht! 2. Wie betrübt in stummem Leide steht die hochge⸗ benedeite Mutter des Erlösers da! Wie sie zittert, wie sie zaget, um den Eingebornen klaget, den so schwer sie leiden sah! 5. Welcher Mensch wird da nicht weinen, sieht er unter solchen Peinen weinend Jesu Mutter stehn Hann sie 82 5. Passion 89 jemand ohne Trauer, ohne tiefen Mitleidsschauer mit dem Sohne leiden sehn d 4. Für die Sünden seiner Brüder sieht sie, achl wie Jesu Glieder unnennbarer Schmerz zerreißt; sieht den lieben Sohn erblassen, wie von Gott und Welt verlassen still ausatmen seinen Geist. 5. Caß, o Heiland, Quell der Liebe, deines Herzens heill'⸗ ge Triebe strömen in mein Herz herab! Laß mich dich mein alles nennen, ganz für dich in Lieb entbrennen, der für mich sein Leben gab. 6. Drück, mein Uönig, deine Wunden, die du auch für mich empfunden, tief in meine Seel hinein. Laß in Reue mich zerfließen, mit dir leiden, mit dir büßen, mit dir tragen jede Pein. 7. Laß mich herzlich mit dir weinen, mich durchs Kreuz mit dir vereinen; aller Weltsinn sei verflucht! Unterm Kreuze will ich stehen und dich zittern, bluten sehen, wenn die Sünde mich versucht. 8. Gib mir teil an deinem Leiden, laß von aller Lust mich scheiden, die dir solche Wunden schlug. Ich will auch mir Wunden schlagen, will das Ureuz des Lammes tragen, welches meine Sünden trug. 9. Laß, wenn meine Tränen fließen, mich den Gnaden⸗ glanz genießen deines milden Angesichts. Decke mich durch deine Plagen vor den Ängsten und den Ulagen einst am Tage des Gerichts. 10. Gegen aller Feinde Stürmen laß mich, Herr, dein Ureuz beschirmen; deine Gnade leuchte mir. Deckt des Grabes finstre höhle meinen Leib, so nimm die Seele hin ins Paradies zu dir. Nach des Jacoponus(+ 1306)„Stabat mater“. 6. Ostern 696 Weise. H8— 89f EEEEEEEEEE. 9 Christ ist er⸗stan-den von der Mar⸗ter 85 12. Zalnmindent. 6* — E— ID.—————— =3 3——————2 0 Huee d ar 2—.—..— 2.—3—3—— DE 1— ————7 5* e „S Lr Kn—————————— +— 2.— L—. 2 I—— un⸗ser Trost sein. Hal⸗fe. lu⸗ jal(2) Wãär er nicht er⸗ D.—..—— 1—— — stan⸗den, so wär die Welt ver· gan- gen; seit daß ½ rn int nt- 8. er er⸗ stan⸗den ist, so lob'n wir den Herrn Ze⸗su —.——— 4—.— 1——— — 4+4 32 25 —— 11—.— 4—.— Christ. 555 le⸗lu⸗jal(5) Hal⸗ Le lu- a,— le⸗ lu⸗ ja, Hal⸗ le-lu ja! Des soll'n wir al·ie froh —.——.— 715 H eee r.—— ———.... sein, Christ will un⸗ser Crost sein. Hal⸗le⸗lu⸗ja! Vor 1300. Eigne Weise. Johannes Walter, 1524. EH——.——— 1 90 EA 1.—— ů— 1. Christ lag in Eo⸗ des ban ⸗ den, für der ist wie⸗ der er ⸗stan⸗den und ——————— 3 SISI.I.I.I.I.I‚II..‚I‚......‚.‚....... 2 2 i n 2 4—— un⸗sre Sünd ge⸗ ge · ben; hat uns bracht das Le⸗ben; 84 des wir sol⸗len 6. Ostern 91 +.— M Nnn.— E— —— — 1— 5—— + ̃— fröh⸗lich sein, Gott lo⸗ben und ihm dank⸗bar sein und 1.———— IH᷑ꝗ 2. I. 2—..—— I 4.— 4.— +. 5—...—— + 23412355)ꝗ. 1 + ———14.—— 1—. +— 22—8 FW 3 sin ⸗gen: Hal ⸗le⸗lu⸗ja! Hal⸗-le ⸗lu⸗ja! 2. Den Tod niemand bezwingen konnt bei allen Men⸗ schenkindern; das machte alles unsre Sünd, kein Un⸗ schuld war zu finden. Davon kam der Cod so bald und nahm auch über uns Gewalt, sein Reich hielt uns ge⸗ fangen. Halleluja! 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kom⸗ men und hat die Sünde abgetan, damit dem Cod genom⸗ men all sein Recht und sein Gewalt; da bleibet nichts, denn Cods Gestalt, denStach'l hat er verloren. Hallelujal 4. Es war ein wunderlicher Urieg, da Tod und Leben rungen; das Leben, das behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift uns die Hunde bringt, wie da sein Cod den Tod bezwingt; ein Spott der Tod ist worden. Halleluja! 5. Hier ist das rechte Osterlamm, davon wir sollen leben; das ist uns an des Kreuzes Stamm aus heißer Lieb gegeben. Des Blut zeichnet unsre Tür; das hält der Glaub dem Tode für! Der Würg'r kann uns nicht rühren. Halleluja! 6. So feiern wir das hohe Fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr erscheinen läßt; er selber ist die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleuchtet unsre Herzen ganz; der Sünd Nacht ist vergangen. Hallelujal Martin Luther, 1524. weise: Erschienen ist der herrlich Cag. Rit. Herman, 1560. EIZ.— +.—— — SI—— — — 1 1 + 85⁵ I. Heilige Seiten — en Eün +—..— 3383„ 2———.55. — 1 1 2—— I — 22— I 2 IE daß du vom Cod er stan den bist und e d, e.—— 3——— 2 TZ. H 41— +— E.—— 1 2— +——— + 1.—— hast dem Tod zer»stört sein Macht und uns das . d, e—1 — 2..— Le⸗ben wie ⸗der bracht: Hal ⸗le⸗lu-ja! 2. Wir bitten dich durch deine Hnad, nimm von uns unsre Missetat und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein treue Diener sein: Halleluja! 3. Gott dem Vater im höchsten Thron, samt seinem eingebornen Sohn, dem heil'gen Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob und Preis: Halleluja! CThomas Hartmann, um 1604. Nach voriger Weise. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht, mein Heiland 92 Christus aufersteht; vertrieben ist der sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja! 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not, verschlossen, gleich als wär ich tot, läßt du die Gnadensonn aufgehn, nach Traurigkeit mich Freude sehn. Halleluja! 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang hält meinen Heiland Todeszwang, den dritten Tag durchs Grab er dringt und hoch die Siegesfahne schwingt. Halleluja! 4. Jetzt ist der Cag, da mich die Welt mit Schmach am Rreuz gefangen hält; drauf folgt der Sabbat in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Hallelujal 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf; ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja! 6. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, 6. Ostern 9⁵ den er nicht fällt? Mein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja! 2. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, g'nug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! 8. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich; wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil seines Leibes Glied ich bin. Hallelujal 9. Mein herz darf nicht entsetzen sich: Gott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ist bereit, ver⸗ treibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja! 10. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt; dort wollen wir mit größrem Fleiß er⸗ heben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Joh. Beermann, 1585—1647. Eigne Weise.(5) Joh. Crüger. 1656. —.——— 93— — 1—** I 1. Je⸗sus, mei; ne Zu ver sicht und mein die⸗ses weiß ich, sollt ich nicht da⸗ rum + III + IXI 1 2 24— +— II 1 J 1 +—— I + E I— I E. 1 — +— I 14*—— 65—— 0 1 Hei⸗land, ist im Le⸗ben; mich zu⸗frie den ge⸗ ben, ————. 4—.—.— nn darn ———————————————— To⸗ des-nacht mir auch für Ge⸗ dan⸗ken macht d 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt: warum sollte mir denn grauend CLässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich ʒieht d 5. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. was die lan ⸗ ge 8²7 ———————.—— F..——.———.—‚....?.—]— 94 I. Heilige Seiten 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; dieses weiß ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hier geh ich natürlich ein, nach⸗ mals werd ich geistlich sein. 6. Seid getrost und hocherfreut, Jesus läßt nicht seine Glieder! Gebt nicht statt der Craurigkeit! Sterbt ihr: Christus ruft euch wieder, wann einst die Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. 7. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr dort vereint sollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein! 12. Zahrhundert. Weise: Berr Jesu Christ, dich zu uns wend.(I) EN— +—— EDD 2——5 +—.3. EU*——...— 2 n Ee— 2 I +— 1 1—— 1. Wo willst du hin, weil's A'bend ist, o E———— ö d... lieb⸗ster Pil⸗grim, Je⸗su Christ 5 Nomm, laß mich ͤ.,en it, ,v.n.d in mi. Hr umur.i — άπκ——— so glück⸗se⸗lig sein und kehr in meinem Her⸗·zen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint: du weißt, daß du zu aller Frist ein herzens⸗ lieber Gast mir bist. 5. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher ag — + SIIEOCE SEEES 6. Ostern 9⁵ finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt, noch irre macht. 5. Sumal aus meiner letzten Not hilf mir durch einen sanften Cod. Herr Jesu, bleib; ich halt dich fest, ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Verfasser unbekannt. Seit 1674. Heise: Jesu, meine Freude. Zeh. cräger, I6s6. HISS.S............ 1. Aus des To⸗des Ban⸗ den ist der Herr er⸗ Je⸗sus hat ge⸗sie⸗ get, daß nun al⸗les — II +2*—+2—*.— SIAIRI.—— sener, mersch und Sol des Sohnl An sen I lie get un ⸗ter sei⸗ nem Thron. Freund hat al⸗ le Feind sieg reich auf das — —— + I— SSSSSe— 0 x — 2— 7—— 1—— +2 +— * I IXIX Haupt ge⸗schla⸗gen und sie schau⸗ge⸗ a⸗ gen. 2. Daß er wollen sterben, war, uns zu erwerben Heil und Seligkeit. Solches ist geschehen, und wir dürfen sehen, daß auf kurze Heit Zesus sich wahrhaftiglich in den Tod um unser Leben hat dahin gegeben. 5. Freiheit von den Sünden sollen wir nun finden und —6 werden frei; weil der wiederkommen, der die Schuld genommen auf sein Haupt so treu. Er kann nun g'nug für uns tun; wenn wir nur in ihm erfunden, bleibt uns Gott verbunden. 4. Was will uns nun schaden, wenn uns Gott zu Gna⸗ den bei sich selbst gebracht? Mag die Hölle dräuen, dürfen wir nicht scheuen ihre kurze Macht. Hier ist der, vor dem das Heer aller Feinde muß erbeben und hin. weg sich heben. 89 96 I. Heilige Seiten 5. Laß mit allen Schrecken nun die Hand ausstrecken wider uns den Tod; seine Pfeil und Bogen finden sich betrogen, es hat keine Nol. Ob er trifft, ist's drum kein Gift; nein, er muß mit seinen Pfeilen uns viel⸗ mehr nur heilen. 6. Darum mir nicht grauet, wenn mein Geist anschauet, daß ich in das Grab meine müden Glieder werde legen nieder, weil ich dieses hab: daß mein Hort mir diesen Ort selbst mit seinem Leibe weihe, daß ich ihn nicht scheue. 2. Lasset uns als Christen sterben allen Lüsten und der Eitelkeit! Denn so wir uns haben lassen mitbegraben ö hier in dieser SZeit, so wird er, der große Herr, uns hervor auch mit sich führen und mit Hronen zieren. 8. O der großen Freude! Hängst du noch am Uleide dieser Sterblichkeit? Sollst du nicht hingegen es getrost ablegen, weil nach kurzer ZHeit Jesus Christ voll Willens ist, uns zu kleiden mit der Sonne in des Him⸗ mels Wonne! Phil. Jak. Spener, 1655— 1705. Weise: Es ist das Heil uns kommen her.(a) 15. Jahrhundert. 96. c..·ĩ —5 . Wach auf, mein herß! Die Nacht ist hin, die Er⸗mun⸗tre dei⸗nen Geist und Sinn, den —.— n en un, 2 + 1 1 u— j 2 Eee Sonn ist auf⸗ge⸗ gan⸗ gen! Hei⸗land zu emp⸗fan⸗gen, Ler heu 5————.- —...———— * x j—— f— — 1— 2 b* +—— 12 I 2——37—— 9⁰ E OOugE& 6. Ostern 9⁷ 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben; vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 5. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Ureuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 4. Scheu weder Teufel, Welt noch Cod, noch gar der Höllen Rachen, denn Zesus lebt, es hat kein not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringen dieser Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 5. Ach, mein Herr Jesu, der du bist vom Tode aufer⸗ standen, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen ins gemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 6. Sei hochgelobt in dieser Seit von allen Gotteskindern, und ewig in der Herrlichkeit von allen ÜUberwindern, die überwunden durch dein Blut; Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden! Caurentius Caurenti, 1660—1722. Weise: Alle Menschen müssen sterben.(8) 1682. D.....— — —9 + 7 2— 0 + 2 7 Sween der Jün⸗ger gehn mit Seh⸗nen ü⸗ber ih ⸗re Au⸗gen sind voll Trä-nen, ih⸗re —.— n wn—.— S Feld nach Em⸗ma⸗ us; See⸗len voll Ver⸗druß; und sie wech⸗seln Hla⸗ge⸗ 9¹ IEXX * wor⸗te, doch es ist von i rem Or⸗te un⸗ ser Je⸗sus l + +I 1 1 + 7— N Z ridiin. gar nicht weit und ver-⸗treibt die Craurig⸗keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kum⸗ mer nach; sie bejammern voller Schmerzen ihre Not, ihr Ungemach. Mancher wandelt ganz alleine, daß er in der Stille weine; doch mein Zesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei d 5. Oft schon hab auch ich empfunden: Jesus läßt mich nie allein Jesus stellt zu rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein; wann ich mich in Leid verzehre, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da. 4. Creuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner noch bei mir! Sucht die Welt mich anzufeinden, ach, so sei du auch allhier! Wenn mich Trübsalswetters chrecken, wollst du mächtig mich bedecken; komm, in meinem Geist zu ruhn, was du willst, das will ich tun! 5. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so ruf mir in den Sinn, daß mich deine Seele liebet, und daß ich dein eigen bin. Laß dein Wort mich fester gründen, laß es auch mein Herz entzůnden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt. ů ö 6. Cröst auch andre, die voll Jammer einsam durch die Fluren gehn, oder in der stillen Kammer S tiefbe. kümmert zu dir flehn! Wenn sie von der Welt sich trennen, daß sie satt sich weinen können, sprich dann ihren Seelen zu:„Liebes Uind, was trauerst du d“ 2. Hilf, wenn es will Abend werden und der Lebenstag sich neigt, wenn dem dunkeln Aug auf Erden nirgends sich ein Helfer zeigt; bleib alsdann in unsrer Mitten, wie dich deine Jünger bitten, bis du sie getröstet hast: bleibe, bleibe, teurer Gast! Zoh. Neunherz, 1655—I75r. 02 72 IIII ES HSSSrSAnS38S SS.S YSIIUI sssc 6. Ostern Weise: Valet will ich dir geben.(5) 99— E— 1. Ich geh zu dei⸗ nem Gra⸗be, du weil ich die Hoff⸗ nung ha⸗ be, daß + + + 2 98 16N4. 4——— — — — 2 . gro·ßer O ster fürst, —3 ie man kann fröh'rli du mir zei⸗ gen wirst, 3 125.Dih I ——III —————.—2 ster⸗ ben und fröh⸗lich auf⸗er⸗stehn, auch mit de +—4 1—— 1 N I 1— + 12.—— II ——‚i.s—‚‚e. L L— Him⸗mels Er⸗ben ins Land des Le⸗bens gehn. 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 5. Du ruhest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu. So soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht, ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tod erweckt. 5. Du fährest in die höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6. Omeines Lebens Leben, o meines Todes Tod! Dir will ich mich ergeben in meiner letzten Not; dann schlaf 9⁵ 99, 100 I. Heilige Seiten ich ohne Kummer in deinem Frieden ein, und wach ich auf vom Schlummer, wirst du mein Loblied sein. Benj. Schmolck, 1622—1737. Weise: Christus, der ist mein Leben. melch. Vulpius, 1609. 8— 99 F DDDRRRSESII EAE— + J—— I 1 +—*—.— +——— 12— 1. Will⸗kom⸗men, Held im Strei⸗te, aus — 2———4 + 2— E +2— 1 . +—*——— I — 21——— dei⸗nes Gra⸗bes Kluft! Wir tri ⸗ um phie⸗ren I II 1 E* JE— + 1 2—————2 + + 1 * J FI — I. heu⸗te um dei⸗ ne lee⸗re Gruft. 8. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nun⸗ mehr stumpf. Wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon Criumph! Benj. Schmolck, 1672—Is. weise: Jesus, meine Zuversicht.(5) Joh. Crüger, 1656. EV— 100SSASSEE.—.— 7— + 1ů:+ͥ3—— + 1— 94 IIn 2 V P 5*— SOFNO 6. Ostern 101 + — 4 .— 42. ————„— 2— sind nun dei⸗ ne Schrek⸗ken d To⸗ten auf⸗ er⸗ wek⸗ ken. Er ver⸗klärt mich ꝰ I + I—— in sein Licht; dies ist mei⸗ ne Zu⸗ver⸗ sicht. 2. Zesus lebtl Ihm ist das Reich über alle Weltgegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt!l Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre; Gnade hat er zugefagt, daß der Sünder sich bekehre. Sott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Zesus lebt! Sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben; reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Suversicht! 5. ZJesus lebtl Ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Uraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Suversicht! 6. Zesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben; welchen Trost in Todesnot wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Suversicht! Chr. Fürchtegott Gellert, 1215—1769. Weise: Sollt ich meinem Gott nicht singen. Lüneburg, 1641. EE V V 4 — . U⸗ber⸗win⸗der, nimm die Pal⸗men, das mit fro- hen O ster⸗psal⸗men 95 ——————.. 101 I. Heilige Seiten e e die dein Si on heu te bringt ö den er⸗kämpf⸗ten Sieg be⸗singt. Wo ist nun der ——.————— 221 u 1 + NI E— + 1—— I + + , aereenni d. naneer=et; v dar, de E. 2.. Schlan⸗ge Hopf ent⸗ zwei und der Sta⸗chel ist zer⸗bro⸗chen? Tod und Höl⸗le lie⸗gen da; Gott sei Dank, Hal ⸗le⸗lu-ja! 2. Stecke nun die Siegeszeichen auf der dunklen Gruft empor. Was kann deiner Krone gleichen P Held und König, tritt hervor, laß dir tausend Engel dienen! Denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlich⸗ keit, höchste Majestät, erschienen. Erd und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Halleluja! 5. Neige deines Septers Spitze unsrer Ohnmacht gnädig zu! Sittern wir vor deinem Blitze, frommer Gott, so tröste du; sind bisweilen wir verdrossen, Abba, so vergib die Schuld. Herrscher, richte mit Geduld über deine Reichsgenossen, denn dein Name ruhet da; Gott sei Dank, Halleluja! ö 4. Teile, großer Fürst, die Beute deiner armen Herde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt. Deinen Frieden gib uns allen, o so jauchzet Herz und Mut, weil das Los so wundergut und aufs lieblichste gefallen, denn der Olzweig grünet da; Gott sei Dank, Halleluja! 5. Laß, o Sonne der Gerechten, deinen Strahl ins Herze gehn; gib Erleuchtung deinen Unechten, daß sie geistlich auferstehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, o so fördre selbst den Lauf, rufe fleißig: Wachet auf! Denn 9 6. Ostern 102 die Schatten sind vergangen, und der helle Tag ist da; Gott sei Dank, Halleluja! 6. Tilg in uns des TCodes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil du denen, die dir trauen, schon die Krone beigelegt. Gib uns in den höchsten Nöten, gib uns mitten in der Pein deinen Trost und Glauben ein; o so kann der Tod nicht töten, denn die Hoffnung blühet da; Gott sei Dank, Hallelujal Christian Ludw. Caddel, 1206—1278. Weise: Ein feste Burg ist unser Gott.(b) variante zu Luther. 10² EEE— 0 S 4 1. Er lebt! 0 fro⸗ ir Wort, er lebt, der Fein de Heer er⸗ schrickt und bebt .—.—.———.————— +— 2 2 Z4 + 1 + 2— J I 1 —3 V der Hei⸗land gl⸗ler Sün ⸗der; Auf! Bringt vor sei⸗ nem U⸗ber⸗win⸗der. — SSPIPP 2 42 5 —— Gott Lob⸗ 4.2 sang, bringt Eh⸗re, Preis und 2 +—.——— SSSSSSIEE......— 2.— + Dank, da wir nun vol⸗ler Freud in die⸗ser 2 2— 4 2———.———.— ů—.— H+ꝗ — 1 2—..—....——.—.—— E— 1 4 2—— 2— + 4.—*— O⸗ster⸗zeit„Christ ist er⸗-stan⸗ den!In gen. 2. Er lebt, der starke Gottessohn, zu seines Vaters Rechten; er herrscht auf seinem hohen Chron und hilft den schwachen Hnechten. Er lebt nun ewiglich, er lebt und schützet mich, er tut mit starker hand den Feinden Wider⸗ stand, daß sie mich nicht verderben. 5. Er lebt! Gott hat ihn auferweckt, er wird auch mich erwecken; der Tod, den Jesu Sieg erschreckt, kann mich 9²⁷ 2 10⁵ I. Heilige Seiten nun nicht erschrecken; sein Stachel, seine Kraft, die Sünd, ist weggeschafft. Der treue Seuge spricht:„Wer glaubt, der stirbet nicht!“ Des tröst ich mich von Herz en. 4. Er lebt, er lebt, der tapfre held! Besingt, ihr Engel⸗ chöre, besingt, ihr Völker in der Welt, des Heilands Sieg und Ehre! Besingt des Siegers Macht, der von dem Tod erwacht, der unsern Tod bezwingt, der uns das Leben bringt, der uns zu Siegern machet. 5. Er lebt, er lebt! O laßt uns heut und stets sein Lob erheben! Er lebt! O laßt uns allezeit ihm wohlgefällig leben! Hier, Heiland, hast du mich; befiehl mir! Hier bin ich; dein, dein will ich allein tot und lebendig sein, dein will ich ewig bleiben. Ehrenfried Liebich, 1713—1780. Weise: Sollt 3 65 meinem Gott 68 1 Cüneburg, 1641. ——— —0 +. *. Auf⸗ er⸗ H⸗ mi⸗ anh stan⸗den seht, wie hat nach Schmach 1 Ban⸗den ĩiĩtĩ»— ist der Herr, der uns ver⸗söhnt; Ee ren—— 3— Vort 92— seies Va ters — chon mne, ü⸗ber Schmerz und Tod er⸗ 4 derscht er —.— nun in Ma⸗je⸗ 1—— fal⸗— nie⸗der vor dem—.—— der uns 18 dun 460 zsche er⸗hebt. Hal 16. 8. 34 sus lebtl 2. Singt dem Herrn! Er ist erstanden, der da starb auf Golgatha; rühmt es laut in allen Landen: was sein 98 6. Ostern 10⁴4 Mund verhieß, geschah. Wer kann ihm noch wider⸗ streben? Mächtig steigt der held empor; im Triumph bricht er hervor. Seht, des Abgrunds Pforten beben, da ihr Sieger sich erhebt. Halleluja! Jesus lebt! 5. Uns vom Tode zu befreien, sank er in des Grabes Nacht; uns zum Leben zu erneuen, steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du bist in Sieg verschlungen; deine Schrecken sind gedämpft, deine Herrschaft ist bekämpft, und das Leben ist errungen, ob man unsern Leib begräbt. Halleluja! Jesus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu erheben, ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm zur Ehre leben: dann ist Sterben uns Gewinn. Haltet unter Lust und Leiden im Gedächtnis Jesum Christ, der vom Tod erstanden ist! Unvergänglich sind die Kreuden des, der nach dem Him⸗ mel strebt. Halleluja! Jesus lebt! 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder! Er sei euer Lob⸗ gesangl Bringt dem Todesüberwinder ewig Ehre, Preis und Dank. Rühmt es in Versuchungsstunden, wenn euch Sünd und Elend droht, rühmt es in der Todesnot: Unser Herr hat überwunden, der uns einst zu sich erhebt. Halleluja! Jesus lebt! Rach J. C. Lavater, 1241—180J. Weise: Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich. Ait. Herman, 453. 104— —2—.— 2 + 1— E* SSSSIS SSDSS...... SS— — I +—.——.—.——.. +7 ——— er⸗stan⸗den ist, daß er in un⸗srer Mit⸗te schwebt ——.——— EA — + ————— DEEEEEEEEEEEEEE und e⸗wig bei uns ist, und e⸗ wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem; jeder sagt es seinen Freunden gleich, daß bald an allen Orten tagt das neue Himmelreich. 90 *eee—..eee.e.. 105 I13. heilige Zeiten 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn erst wie ein Vaterland; ein neues Leben nimmt man hin ent⸗ zückt aus seiner Hand.. 4. Hinunter in das tiefe Meer versank des Todes Graun, und jeder kann nun leicht und hehr, in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, a4. in den Himmel aus, und wer nur rhört auf seinen Rat,„1 kommt auch 3 in Vaters Haus.:, 6. Nun weint auch keiner mehr allhie, wenn eins die ö Augen schließt; vom Wiedersehn, spät oder fruh, wird ö dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat ein jeder frisch erglühn denn herrlich wird ihm diese Saat ,7 in schönern Imren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns verläßt; und so soll dieser Tag uns sein„ ein Welt⸗ verjüngungsfest.): Friedrich von Hardenberg(Rovalis), 1722—1soI.. Weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Phil. Nicolai,— ö*— E III V. Er⸗ hoͤh⸗ ter Sie ges· fürst und eld/ Du gehst aus dei- nes Gra⸗ bes Tor PP——— 2 —.————...— dir hauch⸗ zet die er⸗ 15 ste Welt am Fe⸗ ste als wie ein Bräu⸗ti⸗gam her⸗ vor, schön wie die 06 dei⸗ner Won⸗ne! Mor⸗gen⸗-son ⸗-ne. ma 1s, präch⸗tig kommst —— 4 + du heu te aus dem Strei- te, kommst mit 6. Ostern 106 +.— 3 ö———— ——— I Se⸗gen uns aus dei⸗ner Gruft ent⸗ge⸗ gen. 2. Wie majestätisch bauest du am dritten Tage deiner Ruh den Leibestempel wieder! Trotz aller Feinde List und Macht hast du dein großes Wort vollbracht:„Ich sterb und lebe wieder!“ Gehet, sehet: alle Riegel, Band und Siegel sind zerstöret, Jesus lebt und ist verkläret. 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab und blicket glaubens⸗ voll hinab: ist dies die Gruft zum Schreckend Seit ZJesus hier geschlummert hat, sind Gräber eine Ruhestatt, die Fried und Hoffnung decken. Sagt nicht, klagt nicht! Diese Glieder werden wieder sich erheben und das Leben Christi leben. 4. Dann werd ich ihn im Lichte sehn, gekrönt vor sei⸗ nem Throne stehn mit himmlischem Entzücken. Dann ist mein Aug von Cränen leer, dann schreckt mich Sünd und Cod nicht mehr, nichts kann mich ihm entrücken. Ewig selig, ohne Mängel, wie die Engel, werd ich leben und ihm Preis und Ehre geben. 5. Indes zerstöre, starker Held, was mich noch hier zurücke hält, daß ich mich zu dir schwinge. O gib mir deinen Geist, dein Licht, daß ich, wenn Herz und Auge bricht, vom Tod ins Leben dringe. Mach mich mutig in dem Streite und bereite mich beizeiten zum Triumph der Ewigkeiten. Christian Gottlieb Göz, 1746—1805. weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. 2 N — P e.,——— 106*—. . Ee lu⸗ja jauchzt, ihr Chö⸗re, r, der Held, zer ⸗riß die Ban⸗den — 2 + + —— E—.—..——— ————.— singt Je⸗su Chri'sto Cob und Eh⸗re! Wie groß, des Co:des und ist auf⸗er⸗stan⸗den, er, der 10 220—— wie hei⸗lig ist sein Tag! Sein ist Ge⸗walt für uns im Gra⸗be lag. 23 2.—.—— , rn, eee ee. 8—— und Macht. Dreis ihm, er hat's voll-bracht! — ö— —.——— n e 2————— E ö Hal⸗le⸗lu⸗-ja! Er hat's voll⸗-bracht, er, der 5—1 H+ —W—1—— + J + +— —— ů——— 2 + +— +Y — + 1—**— 7 +— die Macht des TCo⸗-des und des Gra-bes hat. 2. Glorreich hat der held gerungen, hat mächtig Satanz Reich bezwungen, von Todesketten uns befreit. Wi von Gott gefallne Sünder sind nun mit ihm versöhn sind Kinder und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald ent schlafen wir, entschlafen, Christe, dir, ruhn im Frieden die kurze Nacht, bis deine Macht den Tag der Ewig keiten ruft. ö 3. Unsern Staub mag Staub bedecken; du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Schöpfer bish Du wirst unvergänglich Leben und Uraft und Herrlichkel ihm geben, demStaube, der dir teuer ist. Wir werden ewih dein, gerecht und selig sein. Hallelujal TCod und Gerich erschreckt uns nicht, denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne, wie wird un sein, wenn Gottes Sonne durch unsres Grabes Dunke bricht! O was werden wir empfinden, wenn Nach und Finsternis verschwinden, und uns umstrahlt des 10 Himmels Licht! Vollender, führe du uns diesem Tag zu, uns, die Deinen! Die Todesbahn gingst du voran wir folgen dir in deine Ruh. Solfr. Bened. Sunt, 17234—161. 10² 6. Ostern 107, 108 33 3— Alles ist an Gottes Segen. 1238. — 0 ———.—. 1 I—.— . *. O—— O⸗stern, Früh⸗lings⸗we⸗hen! walt—— —— ö*„———— — Orstern, Ostern, Aufter⸗ stehen aus der tie fen 5— 7 LI achh — Gra⸗bes⸗nacht! Blu⸗men sol⸗len fröh⸗— blü⸗hen, Her⸗zen ——.— 65—.—, der EE— — sol⸗len himm-lisch glü⸗hen, denn der Hei⸗land ist er⸗wacht. — 2. Crotz euch, höllische Gewalten! Hättet ihn wohl gern hat behalten, der euch in den Abgrund zwang. Mochtet hr das Leben bindend Aus des Todes düstern Gründen atan dringt hinan sein ew'ger Gang. Wit 5. Der im Grabe lag gebunden, hat den Satan über⸗ söhn wunden, und der lange Uerker bricht. Frühling spielet Iden auf der Erden, Frühling soll's im Herzen werden, herr⸗ rieden schen soll das ew'ge Licht. Ewig 4. Alle Schranken sind entriegelt, alle Hoffnung ist ver⸗ siegelt und beflügelt jedes herz; und es klagt bei keiner st ih! Leiche nimmermehr der kalte, bleiche, gottverlass'ne r bil. Heidenschmerz. ichke!l 5. Alle Gräber sind nun heilig; Grabesträume schwin⸗ ewiy den eilig, seit im Grabe Jesus lag; ZJahre, Monden, erich Cage, Stunden, Seit und Raum, wie schnell verschwun⸗ ebt. den, und es scheint ein ew'ger Cag. d Nuns Max v. Schenkeudorf, 1283— 1812. Aunke Weise: Herz und Herz vereint zusammen.(10) 126.— ö Brüdergemeinde, 1784. t dez=————— CTage 106 e— e. oran 1. Wand ⸗le leuch⸗ ten ⸗ der und schö⸗ner, 138 denn dein Herr und mein Ver⸗söh⸗ner 105 108 I. Heilige Seiten +.—— IAI PB n en er ee Erre Oster ⸗son ne, dei⸗nen Lauf; stieg aus feinem Gra⸗ be auf. Als das Baupt er — 2 —— 3 2— ster bend beug te, bargst du dich in nächt'⸗ — 4 12 —.—.——.— —.——— 7 2— 7 gem Fflor; doch jetzt komm her⸗vor und —. 1 + INI ————————— 2—1 J—. 1—.—— 1 leuch⸗te, denn auch er stieg längst em⸗por! 2. Erde, breite dich in Frieden unter deinem Himmel aus; denn dein Herr ist nicht geschieden, er zerbrach des Todes Haus. Deine starken Felsen bebten, als er seinen Geist verhaucht; grüße nun den Neubelebten, wonne⸗ voll in Licht getaucht! 5. Doch du selber, meine Seele, sag, wie feierst du den Tag, da der Herr des Grabes Höhle mit gewalt'gem Arm durchbrachd Feierst du sein Auferstehen auch in rechter Osterfreud d Hann man an dir selber sehen, welch ein hoher Festtag heut d 4. Bist du mit ihm auferstanden aus der Sünde Todes⸗ nacht? Hast du dich von ihren Banden losgerungen, frei gemacht? Oder liegst du noch verborgen und in deinen Sünden tot?ꝰ Kündet deinen Ostermorgen noch kein helles Morgenrot d 5. O dann laß dich nicht bedecken länger mehr die finstre Nacht; sieh, dein Herr ist, dich zu wecken, von dem Tode auferwacht! Homm, vom Schlaf dich zu erheben, komm, der Fürst des Lebens ruft, wache auf zum neuen Leben, steig herauf aus deiner Gruft! 6. Steig empor zum neuen Leben, denn du schliefest lang 104 6. Ostern 100 genug; Hraft zum Leben wird dir geben, der für dich den Tod ertrug. Fang nur an erst aufzustehen, fühlst du dich auch noch so matt; der wird dir zur Seite gehen, der dich auferwecket hat. 7. O bedenke und erwäge, wie du gehn magst, nicht so lang; solch Bedenken macht nur träge, macht dich mehr noch schwach und krank. Heine Hilfe wird versagen er, wenn du nur erst begannst, wird dich auf den Armen tragen, wo du selbst nicht gehen kannst. 8. Sieh, dein Herr ist auferstanden, daß du könntest auf⸗ erstehn, aus der Sünde Haft und Banden in die schönste Freiheit gehn. Willst du ihm dich nur ergeben, streift er deine Ketten ab, und du siehst dein altes Leben hinter dir als leeres Grab. Rarl Joh. Phil. Spitta, 1801—1889. Weise: Erschienen ist der herrlich Cag. Nik. Herman, 1560. 5— 1. Dein Hei⸗land lebt, o Chri⸗sten⸗heit, wohl r. dir in Zeit und E wig⸗keit! Das Grab ——— 2 4* . ist leer, der Sieg ist sein, und wir, o E——— I——— 12——3 —.. + 2—.— J—— I II öIIVEI 1.—. Je⸗ su, wir sind dein! Hal ⸗le⸗lu⸗ja! 2. Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du vom Tod er⸗ standen bist! Lob sei dir„Herr der Herrlichkeit, von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit! Halleluja! verfasser unbekannt. 10⁵ 110, 111 I. Heilige Seiten 7. Himmelfahrt Weise: Allein Gott in der Höh sei Ehr.(3) vorreformatorisch. U— E ER 11⁰ EH5———*——— 1. Auf Chri⸗-sti him⸗mel⸗fahrt al-lein ich und al-len Swei⸗ fel, Angstund Pein hie— — IIDDDEEE mei⸗ ne Nach⸗fahrt grün⸗ de mit stets ü⸗ ber⸗win ⸗de; denn weil das Ii Haupt im Him-mel ist, wird sei⸗ne Glie⸗-der x—.—— 1——*— 4——— Je⸗sus Christ zur rech- ten Heit nach ⸗ho=len. 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab emp⸗ fangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist auch stets mein Herz und Sinn. Nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auf⸗ fahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mög meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wann dir's gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen! Nach Zosua wegelin, 1604.—160. weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Phil. Nicolai, 1599. EHUr 4 eeriE nen Hn: — +— —— 1. Ach wun⸗der⸗gro⸗ßer Sie⸗ges held, zur Rech⸗-ten dei⸗nes Va⸗ters Kraft, 106 7. Himmelfahrt 111 2—.— 12— 2 4—— +2— ....—.—.——.— ů du Sün⸗den⸗trä⸗ ger al ⸗ler Welt, heut hast du der Fein ⸗de Schar ge⸗bracht zur Haft, bis auf den XI.— —.——— PPIISISIIIPIII‚I‚IIIIII.... dich ge⸗set⸗zet l⸗ Kuu Cod ver⸗et⸗zet. Mäch⸗tig, präch⸗tig tri⸗um⸗phie.rest, SS——— ju⸗bi⸗lie⸗restl Tod und Le⸗hen, dir ist al⸗les un⸗ter⸗ge⸗ben. 2. Dir dienen alle Cherubim; viel tausend hohe Se⸗ raphim dich, Siegesfürsten, loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Macht zur Glorie bist erhoben. Singet, bringet Jubellieder, fallet nieder, rühmt und ehret den, der auf gen Him⸗ mel fähret. 5. Du bist das Haupt, o Herr, und wir sind deine Glie⸗ der, nur von dir kommt auf uns Heil und Leben. Trost, Friede, Freude, Licht und Uraft, was dem Gemüt Er⸗ quickung schafft, wird uns von dir gegeben. Bringe, dringe mein Gemüte, ew'ge Güte, dich zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen. 4. Seuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dirl Hilf, daß wir fortan für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unsern Wandel himmlisch sein, laß uns demütig, züchtig, rein all Uppigkeit verachten! Unart, Hoffart hilf uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Davidssohn, komm, stille das Verlangen! Du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Homm, Herr! Hilf, Herr! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende jauchzend heben unsre Hände. Ernst Christoph Homburg, 1605—HesI. — — — 10² —..——— 112 I. Heilige Seiten weise Jesu, meines Lebens Leben.(8) 1661. 7 12—.—— EESEE 1. Gro⸗ßer Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten sei⸗nes und die Schar von sei⸗nen Unech⸗ten in dem . ᷑. v drie.., erre gro⸗ßen Va⸗ters sitzt Reich der Gna-den schützt, den auf dem er⸗hab⸗nen Thro-ne in der kõ⸗nig⸗li chen Hro⸗ne al⸗les 2———— 4+ ů—— + Heer der E⸗wig⸗keit mit ver⸗hüll⸗tem Ant⸗litz scheut! 2. Dein Erlösungswerk auf Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht. Da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 5. Nun bist du ja Hort und üter in des Vaters Heilig⸗ tum, die erworbnen Segensgüter durch dein Evange⸗ lium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnade eilen; nun wird uns durch deine hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes teure Namen trägst du stets auf deiner Brust; und die gläubig zu dir kamen, sind und bleiben deine Lust. Du vertrittst, die an dich glauben, daß sie nichts dir möge rauben, bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil das Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, darauf zielt dein Bitten hin. 108 2. Himmelfahrt 11⁵ 6. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar und vertrittst vor ihm mit Freuden deine teu'r er⸗ löste Schar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heilig⸗ tum soviel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod. Joh. Jak. Rambach, 1693-1235. Weise: Schmücke dich, o liebe Seele. Joh. Crüger, 1649. E————.— D ii 1. Hö⸗nig, dem kein Mö⸗ nig glei⸗chet, ö dem als Gott das Reich ge⸗büh ⸗ret, —— des⸗sen Rulem tein Mund er⸗rei⸗chet, dem das der als Mensch das Zep⸗ 1— 2251 ret, ————..— +——.— Recht 98 Hert zum u ne 918 des Va⸗ ters ———— 1 2 ew'⸗ gem Soh⸗ ne, den so viel e ——— 55—.— —— 2.. hei ten krö ⸗nen, zie ren und be⸗glei⸗ ten! 2. Himmel, Wasser, Luft und Erde nebst der unge⸗ zählten herde der Geschöpfe in den Feldern, in den Seeen, in den Wäldern sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 5. In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am 109 114 I. Heilige Seiten schönsten glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupterwählen, die durchs Septer deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren lassen und, wie du, das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Unechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet prei⸗ sen und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr, in allen diesen Reichen ist dir niemand zu ver⸗ gleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vortrefflichkeit der Gaben, welche deine Bürger haben. Du beschützest deine Freunde, du be— zwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Sorn, Furcht, Lust und Schmerzen; laß mich Gnad und Hilfe finden, alle ünden überwinden, dich im Glauben ehren, lieben und mich im Gehorsam üben; gib, daß ich hier mutig streite und dort herrsche dir zur Seite. Joh. Jak. Rambach, 1695— 1755. weise: Jesu, meines Lebens Leben.(8) 1661. 9——4 1 + ENRDDAEE.———— E— 4 114 CET + V FEV EI 1 8 1————————. EEEE EE SSS r— ver⸗klär⸗te Ma⸗jestät; bin ern ber ech ershöhtt t in e. —— 9— D—— Fu ⸗ße fal len und mein Herz vor Freu de 41— +— +. de— — — 4 0 4 +.——— wal⸗len, wenn mein Glau⸗bens⸗ aug be⸗ 14⁰ 4R 2 E Oe —. * 7. Himmelfahrt ——— ———— 2*.—— tracht dei ne Herr⸗ lich ⸗keit und Macht d 2. Seh ich dich genhimmel fahren, seh ich dich zur Rechten ich da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria: sollt ber ich nicht zu Fuße fallen und meinHerz vor Freude wallen, en da der Himmel jubiliert, weil mein Nönig triumphiert d ei⸗ 5. Weit und breit, du immelssonne, deine Klarheit sich enthüllt und mit neuem Glanz und Wonne alle er⸗ Himmelsgeister füllt. Prächtig wirst du aufgenommen, ng freudig heißt man dich willkommen; schau, dein armes ine Mind auch hier rufet Hosianna dir. be⸗ 4. Sollt ich deinen Helch nicht trinken, daich deine Glorie seh? Sollt ich mutlos niedersinken, da ich deine Macht versteh? Meinem Hönig will ich trauen, nicht vor Welt und Ceufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hen hier und ewiglich. tig 5. Geist und Uraft nun überfließen; laß sie wirken kräf⸗ tiglich, bis zum Schemel deiner Füßen alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Zepter wende alles bis zumWelten⸗ 15 ende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan. —. 6. Du kannst alles aller Orten nun erfüll'n und nahe — sein; meines armen Herzens Pforten stehn dir offen: hn komm herein! Homm, du Hönig aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als — in deinem Himmelsthron. 2. Deine Auffahrt, dein Erheben bringt mir Gott und ö Himmel nah; lehr mich nur im Geiste leben, als vor u deinen Augen da: fremd der Welt, der Seit, den Sinnen, * bei dir abgeschieden drinnen, in das Himmelreich versetzt, — wo nur Jesus mich ergötzt. Gerh. Cersteegen, 1602—I9. de 4990 Alles ist an Sottes Segen. 1˙38 ——).—— 5 1*—.— i5 EEEEEEEEE . Je⸗sus Chri-stus herrscht als Hö⸗nig, 141 11⁵ I. Heilige Seiten 4 12... + LI 12 Pe=r, dEie E. n — 1— 2 1— V ———————— 2——.I..II.... 2—.—— 2— — ————— zu Fuß. Je⸗de Sun⸗ge soll be⸗ken ⸗nen, Je⸗sus sei 4 E 2— 2 9——— der Herr zu nen⸗nen, dem man Eh⸗re ge⸗ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thron⸗ wacht halten, geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herr⸗ schaft, dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel, ist zu seinem Dienst bereit. 5. Gott ist Herr, der Herr ist KEiner, und demselben glei⸗ chet keiner; nur der Sohn, der ist ihm gleich. Dessen Stuhl ist unumstoßlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Nur in ihm— o Wundergaben!—. können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hört's! Das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zu gut. 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Uran⸗ ken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszu teilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht Heit zum Schämen! Willst du Gnadedꝰ Du sollst nehmen! Willst du lebend Es soll sein! Willst du erbend Du wirst's sehen! Soll der Wunsch aufs höchste gehen, willst du Jesumd Er ist dein! 7. Swar auch Ureuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Seit darnieder, und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld! Es folgen Freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein Himmel offen, welcher über alles Hoffen, über alles Wünschen ist. Die gereinigte Ge⸗ 11² „„„„ö„EAAIC--=— 7. Himmelfahrt 116 meine weiß, daß eine Seit erscheine, wo sie ihren Hönig grüßt. 9. Jauchz' ihm, Menge heil' ger Unechtel Rühmt, voll⸗ endete Gerechte und du Schar, die Palmen trägt, und ihr Märt'rer mit der Arone und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 10. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig, ehret, liebet, lobet ihn! Phil. Friedrich. Hiller, 16991769. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(1), ursprünglich zu dem Liede: Herr Jesu Christ, mein's Lebens Licht. 4 As hymnodus sacer, 1625. IHEE——.—— 116 E..— 1S.2— 12—. 1——1.—— 1. Auf, Jün⸗ger Je⸗su, freu⸗et euch! Der Herr — E ö— ;— ö. ————. DD........— —— fährt auf zu seitnem Reich; er tri-um⸗phiert, lob⸗ — 5 V————8 —.—— 6— I sin ⸗get ihm! Lob-sin⸗get ihm mit lau⸗ter Stimm! 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht: zerstört hat er des Codes Macht; er hat die Welt mit Gott versöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. 5. Weit, über alle himmel weit, geht seine Macht und Herrlichkeit; ihm dienen selbst die Seraphim, lobsingen ihm mit lauter Stimm. 4. Sein sind die Völker aller Welt, er herrscht als sieg⸗ gewohnter Held; er herrscht, bis unter seinen Fuß der Feinde Heer sich beugen muß. 5. Er schützet seine Christenheit, erhält sie bis in Ewig⸗ keit; er ist ihr Haupt, lobsinget ihm! Lobsinget ihm mit lauter Stimm! 6. Ja, Heiland, wir erheben dich, und unsre Herzen 11⁵ 8 11⁷ I. Heilige Seiten freuen sich der Herrlichkeit und Majestät, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 7. Bereitet hast du schon den Ort, wo wir dich schauen fort und fort; nach treu vollbrachtem Glaubenslauf nimmst du uns in den Himmel auf. 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit stärk uns in unsrer Drüfungszeit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Antlitz schaun. 9. Dann werden wir uns ewig dein, erhöheter Erlöser, freun, dann singen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligtum. Nach E. Alberns(4 1553) von Joh. Diterich, 1721—1797. weise: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Freylinghausen, 4704. ö [r x* 2•— 1²7E Vͤ él. ⸗8v 1———— . Ihr auf ⸗ge · hob ⸗ nen Se⸗ gens ⸗ hän · de ihr wirkt und wal tet bis ans En ⸗de, 1 1 2 + — i .,. + 2 voll Heil, voll Wunder⸗kraft des Herrn, Im uns un ⸗ge⸗sehn, doch nie⸗mals fern. 2—— 5. 5. 1——————.———— 253 2 2—.— —— ů(².. J 1— + 4 Seg ⸗ nen seid ihr auf⸗ge⸗fah⸗- ren, im Seg nen ———..i Z,er dn I..... kommt ihr einst zu· rück; auch in des Glau⸗bens Swi⸗schen⸗ c„FIFSIAI.M&&.-N&McAeee-.„—..... AN 7. Himmelfahrt auf den Seinen; dies beugt und stärkt uns bis ans Grab, und wenn wir Sehnsuchtstränen weinen, so trocknet dies die Tränen ab. 5. Ihr zieht mit Gotteskraft die Herzen zu ihm und an sein Herz hinauf; ihr stillt, ihr heilt die Seelenschmerzen, ihr helft der Schwachheit mächtig auf. Ihr brecht den Swang, der Herzen kettet, ihr faßt und stärkt des Dilgers Hand; ihr hebt, ihr tragt und ihr errettet und führt uns bis ins Vaterland. 4. Einst öffnet ihr die himmelstore der treuen Erden⸗ pilgerschar und reicht dem Uberwinderchore des ew'⸗ gen Lebens Uronen dar. Dann, dann, mit jeder Gottes⸗ gahe, mit jedem Heil begabt durch euch, jauchzt euerm goldnen Königsstabe des weiten Himmels Vönigreich. A. Bernh. Garve, 1263— 184J. Vorreformatorisch. IISEEEEEEEE —.——.———— H nn S=P..... PIIIFII....II.......I. RE 2.— 1.— EV — 1—ß——.— öS.DPD‚D‚‚‚‚ EEIE... + ⁊X.. +— ist die lan⸗ge Nacht, der gan⸗ zen Welt das Z,Wr N a b,e., *——.—— 2.—— E—— ä Licht ge⸗bracht, die Fin ⸗ster ⸗nis ver ⸗gan ⸗· gen. 2. CTriumph, Criumph der Himmel klingt, die Erde klingt es wieder; der Sünde, Cod und Hölle zwingt, ist nun im Himmel wieder. Dort sitzet er in Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit und tröstet seine Brüder. 1¹⁴⁵ 8* I. Heilige Seiten 35. Drob solln wir alle fröhlich sein: der Heiland ist erstanden, aufgangen ist der helle Schein den trüben Erdenlanden; das ew'ge Morgenrot steht klar, das Wort des Vaters offenbar, das Wen'ge nur verstanden. 4. Drob solln wir alle fröhlich sein und jauchzen, singen, klingen, daß Gott uns solchen Gnadenschein der Seligkeit will bringen, daß er uns auf dem dunklen Pfad das helle Licht gezůndet hat, das Nacht und Graus kann zwingen. 5. O süßer Schein, o himmlisch Licht, o Todesüber⸗ winder! Wir zittern nicht, wir zagen nicht, nun sind wir alle Kinder, sind alle Sieger in dem Sieg; vollendet ist des Todes Urieg, erlöset sind die Sünder. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. weise: Valet will ich dir geben.(5) 1614. Q 1. Er ⸗grünt, ihr Sie ⸗ges pal⸗ men! Ihr Ihr Her⸗-zen, brin⸗get Osalmnen und E *.— hunteten den Al. unr! swrat von dn Mau E— tt2M— ö—+.— 1— soh ⸗ne und sei nem gro? ßen Sieg; singt, 4+ SSSSPSI........ wie er auf zum Chroene der E⸗ wig ⸗kei⸗ten stieg! 2. Der einst, von Zual durchdrungen, den Sündern war ein Spott, der unsern Tod verschlungen in seine Codesnot, den sehn wir hoch und prächtig im Sieges⸗ glanze ziehn, der schwinget sich allmächtig durch alle Himmel hin. 116 1 ——53—.... 2...‚txr 7. Himmelfahrt 12⁰ 5. Du, hHeiland, hast nach oben zum Chrone dich ge⸗ wandt und waltest ewig droben zu Gottes rechter Hand. Von dannen wirst du kommen in Richtersmajestät; dann jauchzen deine FKrommen, der Stolzen Hohn vergeht. 70 4. O Zesu, Heil der Deinen, rüst uns auf diesen Tag, 0 sei's daß er heut erscheinen, sei's daß er säumen mag! 0 Wenn dann dir deine Unechte verklärt entgegenziehn, dann führe deine Rechte auch uns zum Himmel hin. 5. Dann laß in Strömen quillen dein schönes Lebens⸗ licht; dann zeig uns ohne hüllen des Vaters Angesicht! ist O himmlisches Entzücken, o sel'ger Liebesʒug! Wenn if wir nur dich erblicken, hat unser Herz genug. Nach Beda Venerabilis(4255) von Albert Anapp, 1298 186. Weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Phil. Ricolai, 1599. 1— 120 1. Hal⸗-le⸗lu⸗jal Wie lieb-lich stehn seit du vom ew'⸗ gen Si on dort ..... 2.———. SSSSSSISIIIII hoch ü⸗ber uns die Him⸗mels⸗höhn, seit du im hen⸗ aus⸗sen⸗dest dein le⸗ ben⸗ dig Wort und dei⸗ ne —— P + +— PP‚P‚E‚IEE‚IEI‚IIEEEEEIE.....— Wr. im⸗mel sit-zest igt, hrr ee üümden, Fröh-lich, se lig schaut der ————— 8——— SPSS..S...——...... — 31 Glau⸗be von dem Stau-be auf zum Soh⸗ ne; n——— ö— seine——————— 1. mei⸗ ne hei⸗mat ist am Thro⸗ne. 2. Die Sterne leuchten ohne Sahl; was ist ihr tausend⸗ facher Strahl? Was ist der Glanz der Sonne? Ein 11² 121 I. Heilige Seiten Schatten nur von jenem Licht, das dir vom holden An⸗ gesicht ausgeht mit ew'ger Wonne. Spende, sende deine hellen Lebensquellen reichlich nieder, großes Haupt, auf deine Glieder! 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht, ich weiß, daß dort ein Auge wacht, das einst um uns geweinet, das einst für uns im Tode brach. Es ist dein Aug, es bleibet wach, bis neu die Sonne scheinet. O wer nunmehr nimmer lagte, nimmer zagte, seit du wachest und aus Nächten Cage machest. Wohin wir ziehn durch Land und Meer, ein Him⸗ mel neigt sich drüber her, dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, da wallt man sicher früh und spät vor Feindeslist und Schaden. Ueiner deiner Auserwählten, Geistbeseelten bleibt verlassen; treu will ich dein' Arm umfassen. 3. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz, zu dir, wenn sich das arme Herz verwundet und zerstoßen. Du brichst nicht das zerstoßne Rohr, und wenn der Docht sein U verlor, kommt neues hergeflossen. Im Licht soll nicht eine fehlen von den Seelen, die zum Leben dir dein Vater übergeben. 6. O sel'ger Mönig, Jesu Christ, wie wundervoll und heilig ist, was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, bleibt unser Anker, wenn es stürmt, auf ewig eingesenket. Hier, hier sind wir festgebunden; unsre Stunden fliehn in Eile dann hinauf zum ew'gen Heile! Albert Anapp, 1798— 1864. 8. pfingsten Eigne Weise. 5. Jahrhundort. HSS . Nomm, hei li⸗ger Geist, Her⸗re Gott! 116 — — Er⸗füll mit dei⸗ ner Gna⸗den Gut der Gläu⸗bi ⸗gen . 1 +.— +** V —— —5 N IEI 4— N 1 2 1 + 1— ——II—— W——.—— in ihn'n! O Herr, durch deines Lichtes Glast 1 +—— + 2—.—. + 2— V IDEI—.——— + 1 +— 7 E 1 J I— ———.—..—.——.— zum Glau ben du ver⸗sam⸗melt hast das Volk — ů3—.— 8———* 2 —————— 2 2.—.—— . aus al ler Welt Sun⸗-gen; das sei dir, Herr, zu — 76455 +— ,e: rn n r.. — I......— LI——..——— 2—* Lob ge⸗sun⸗gen. Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja! 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß leuchten uns des Lebens Wort und lehr uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr denn Jesum mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht ver⸗ trauen. Halleluja, Halleluja! 5. Du heilige Glut, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in dein'm Dienst beständig bleiben, die Trüb⸗ sal uns nicht abtreiben. Durch deine Uraft uns, Herr, bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja! Vers nach dem„Veni sancte spiritus“(s. Nr J); Vers 2 und 3 dazugefügt von Martin Luther, 1524. 119 122, 125 I. Heilige Seiten Eigne Weise. 15²4. — 2—— II + 4** I. EEE — 1. Nun bit⸗ten wir den hei⸗li⸗gen Geist u ISII...... —.——— 2—— 4— den rech⸗ten Glau⸗ben al⸗ler⸗meist, daß er uns be⸗ e en en— ... 4—6 2 2.—.—— *—.— 122— hü⸗te an un⸗serm En⸗de, wenn wir heim-fahrn ———— S...I. EIIII.I III..* ——..——..—t—.— 2— .—— aus die⸗sem E⸗len⸗de. Herr, er⸗barm dich un⸗ser! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heilaͤnd, der uns gebracht zum rechten Vater⸗ land. Herr, erbarm dich unser! 5. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns emp⸗ finden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen ein⸗ ander lieben und in Frieden auf einem Sinn bleiben. Herr, erbarm dich unser! 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Cod, daß in uns die Sinne nimmer verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Herr, erbarm dich unser! Vers Jvor 1200, Vers 2—4 dazugefügt von Martin Luther, 1524. weise: Gott des Himmels und der Erden. H. Albert, 1642. 9 —.— + 4 7 123 EUE 2 2— 4.— . SIqIqI 1. Komm, o komm, du Geist des Le⸗bens, Dei ne Uraft sei nicht ver⸗ge⸗bens, 12⁰0 33 II„yů e K(emN 53=N 8. Pfingsten 12⁵ — 1— Wahrer G Eewi n wah⸗rer Gott von E-wig⸗kei ̃;; sie er ⸗füll uns je⸗ der⸗zeit, so wird Geist und EE .—. Licht und Schein in dem dun⸗ keln Her⸗zen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Ver⸗ stand und Sucht, daß wir anders nichts beginnen, denn was nur dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns von Irrtum los. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege, führ uns auf des Heiles Bahn, räume alles aus dem Wege, was im Lauf uns hindern kann; wirke Reu an Sünden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß uns stets dein Heugnis fühlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich Not und Drangsal find't; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freu⸗ digkeit; seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit: so wird unsre Bitt erhört und die Su⸗ versicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Croste bange, daß das Herz oft rufen muß: ach mein Gott, mein Golt, wie lange d ei, so mache den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Uraft und Stärke, du gewisser neuer Geist, fördre in uns deine Werke; und wenn Satan's Macht sich weist, schenk uns Waffen in dem Urieg und erhalt in uns den Sieg. 8. herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod und Spott uns denselben möge rauben: du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 121 I. Heilige Seiten 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszu⸗ sprechen ist. Heinrich Held, 1620- 1659. Weise: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Phil. Nicolai, 1599. —— 1. O heil' ger Geist, kehr bei uns ein Du Him⸗-mels⸗licht, laß dei⸗nen Schein e,. und laß uns dei⸗ne Woh⸗nung sein; o komm bei uns und in uns kräf⸗tig sein zu ste⸗ ———t——4 H+ = du her⸗zens⸗son⸗ne! ter Freud und Won⸗nel Son ne, Won⸗ne, himm⸗ —— —— lisch Le⸗ ben willst du ge⸗ben, wenn wir LT.. IAII PIPI P IITITI— +—— be⸗ ten und im Glau ben vor dich tre⸗ten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in from⸗ me Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahres Heugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können —— und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum eben. 5. Steh uns stets bei mit deinemRat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, 122 8. Pfingsten 12⁵ was zerissen und geflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. . Laß uns dein edle Gotteskraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freu⸗ digen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück über⸗ winden. 5. Mstarker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmel⸗ süßes Wort in unsre herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehͤr und deiner Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Ge⸗ müte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, gib dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets in Ciebestreu und sich darinnen übe. Uein Neid, kein Streit dich betrübe; Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 2. Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Cebens⸗ zeit; sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbe⸗ wußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer, 1606— 1675. weise: Freu dich sehr, o meine Seele.(0). Sondimel, 1554. 2r 4— ——.— 125 4——— 1. O du al⸗ler⸗süß⸗te Freu· de, o du alẽler⸗ der du uns in Lieb und Lei ⸗de un · be · su· het — H —4 12——— + 2— 0 — — — ——— 2145 es 501 Geist des Hoch⸗sten, höch⸗ster 12⁵ 12⁵ I. Heilige Seiten —— 2———— —.—————— Fürst, der du hältst und hal⸗fen wirst ohn Auf⸗ + +——.—— IN ͤ K aᷣad i inr,rren 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann; wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach, ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 5. Du wirst als ein milder Regen ausgegossen von dem Thron, bringst uns nichts als lauter Segen von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verteilst nach deinem Willen, meine Seele ganz erfüllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes, das Geheimnis ist dir kund, hast gezählt den Staub des Sandes und durch⸗ schaut des Meeres Grund; nun, du weißt auch zweifels⸗ frei, wie verderbt und blind ich sei, drum gib Weisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 5. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, so bin ich genug getröst. Laß mich sein dein Eigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Ver⸗ mögen dir zu Ehren anzulegen. 6. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei! Hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei! Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, hilf mir, daß er sich erneue, daß mein Gott sich meiner freue. 7. Sei mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab; wenn ich wieder aufersteh, o so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ew'gen Freuden wirst die Auserwählten weiden! panut Serhardt, 1607—16r6. 124 sc E 3 d N v 4 s⸗. e b 5 d 0 8. Pfingsten 126 Eigne Weise.(6) Joh. Crüger, 1655. —— 126———.—— 3 1. Seuch ein zu dei nen Co⸗ren, sei der du, da ich ge⸗bo⸗ ren, mich — + Z mei⸗ nes Her· zens Gast, e e neu ge⸗bo⸗ren hast, o hoch⸗ ge⸗lieb⸗ter + III + IIXIX —— +. IIII V DI— ——— Geist des Va ⸗ters und des Soh⸗nes, mit bei⸗den —————— 4—— 2 +— 2—— glei⸗chen Chro⸗nes, mit bei⸗den gleich ge⸗preist! 2. Seuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Hraft, die Uraft, die uns vonsünden Hilf undErrettung schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Eod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht, mit Segen mich geschmückt, mir schon im Wasserbade versiegelt Gottes Gnade, die mich im Tod erquickt. 4. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, es läßt nicht ab und steiget, bis der sich helfend neiget, der allen helfen kann. 5. Du bist ein Geist der Freuden, mit Trauern hältst du's nicht, erleuchtest uns im Leiden mitdeines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freu⸗ densaal. 6. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freund⸗ lichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Sorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, willst, 125 I. Heilige Seiten daß in Liebesflammen sich wieder tu zusammen, was voller Swietracht ist. 7. Du, Herr, hast selbst in händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen LCanden, was sich getrennet hat. 8. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, gib Glück zu diesen Zeiten; schmück, als mit einer Hron, die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 9. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für; vertreib den bösen Geist, der sich dir widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 10. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wir's sollen geben ins Todes Hände hin, wenn's mit uns hier wird aus: so hilf uns fröhlich ster⸗ ben und nach dem Tod ererben des ew'gen Lebens Haus. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: Jesu, meine Freude. Joh. Crüger, 1656. Er 1 +.— D E. 1. Schmückt das Fest mit Mai⸗ en, las⸗ set denn der Geist der Gna · den hat sich — 2 2— E 25 — 1.——— I— Blu⸗men streu en, zün⸗det Op⸗fer an; ein ge⸗la⸗ den, ma?chet ihm die Bahn! Nehmt — — I I . —— —————— I IPIFIIIAI ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und E——— 4— ——. Heil er⸗fül len und den Aum ⸗mer fiil Aen. 126 II — 8. Pfingsten 12² 2. Cröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, Friedensüberbringer, du, der Christi Jünger führst den Himmelspfad: gib uns Kraft zur Ritterschaft, laß uns deine teuren Gaben in dem Streite laben. 3. Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor. Gib uns Hraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich uns selber vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf die ganze Welt; lasse Ströme fließen, die das Land be⸗ gießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih, hundertfältig Früchte bringe und ihm stets ge⸗ linge. 5. Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß dein sanftes Wehen auch bei uns ge⸗ schehen, dämpfe Fleisch und Blut. Laß uns doch am Sündenjoch mit der Welt nicht ferner ziehen und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz er⸗ wähle dir zum eignen haus. Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 2. Mach das Ureuz uns süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Sions hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Cod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt; dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benj. Schmolck, 1672—173. 12² 128 J. Heilige Seiten Weise: Ich bete an die Macht der Liebe. Dem. Bortnianske, 1825. 128 E 3—————. — 1. O Gott, o Geist, o oLLicht des Le⸗ bens, — ENT 2.— I— E e ᷑..—* E— 1——.—— das uns im To⸗des⸗schat⸗ten scheint, du E— DEDEE ES E 281—————.————. 2— 4 scheinst und lockst st so lang ver⸗ge⸗bens, weil Fin⸗ ster⸗ —.. iSEEE nis dem Lich ⸗te feind. O Geist, dem keiner 42—— ö — LI 4 + + + +— I ,e nre Een wenn 7 2594— 1.—— I— 355.* ent⸗ge⸗hen, dich laß ich gern mein Inn⸗res se⸗⸗ hen. 2. Entdecke alles und verzehre, was nicht in deinem Lichte rein; wenn mir's gleich noch so schmerzlich wäre, die Wonne folget nach der Dein. Du wirst mich aus dem finstern Alten in Jesu Ularheit umgestalten. ö 5. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern, das ist dein Werk, du Quell des Lichts! Du mußt von Grund aus mich erneuern, sonst hilft mein eignes Crachten nichts. O Geist, sei meines Geistes Leben, ich kann mir selbst kein Gutes geben. 4. Du Odem aus der ew'gen Stille, durchwehe sanft der Seele Grund, füll mich mit aller Gottesfülle und da, wo Sünd und Greuel stund, laß Glaͤuben, Lieb und Ehrfurcht grünen, in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen sei kindlich folgsam deinem Trieb; bewahr mein Herz und alle Sinnen untadelig in Gottes Lieb. Dein in mir Beten, ö Lehren, Lämpfen laß mich in keiner Weise dämpfen. 128 & CUHUHIAUU SSS=EEESSES S I* 2 — IHst s Ai Il 8. Pfingsten 129 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne eröffnet, und kristallenrein aus Gottes und des Lammes Throne nun quillt in stille herzen ein, ich öffne meinen Mund und sinke hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7. Ich laß mich dir und bleib indessen, von allem ab⸗ gekehrt, dir nah; ich will die Welt und mich vergessen, dies innigst glaͤuben: Gott ist da! O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, man harret deiner nie vergebens. Gerh. Tersteegen, 1697— 1769. Weise: Warum sollt ich mich denn grämen. Joh. Georg Ebeling, 1666. 0 W 129 S‚Iꝑ‚ꝑSB..·:ĩ..... 1. Höch⸗-ster Trö⸗ster, komm her · nie ⸗der! + 2——————— — 2——.——ũ—— 12—.— 4—. 2— E— 1.— Geist des Herrn, sei nicht fern, stär ⸗ke Je su .— +4+ 2— —.——————— ö—.— 143— E—— 3—————.—— 4— —— Glie⸗-der! Er, der nie sein Wort ge⸗bro⸗ chen, Je⸗sus —— H—8 —— 2— 5——.— —.———.— 8——..— hat dei nen Rat seinem Volk ver⸗spro⸗chen. 2. Schöpfer unsres neuen Lebens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Äch, das Seelenwerk ist wichtig; wer ist wohl, wie er soll, treu zu haͤndeln tüchtig d 5. Weck uns auf vom Sündenschlafe! Rette doch heute noch die verlornen Schafe. Reiß die Welt aus dem Ver⸗ derben, laß sie nicht im Gericht der Verstockung sterben. 4. Geist der Weisheit, gib uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr uns freudig vor Gott treten; sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 5. Hilf, den Uampf des Glaubens kämpfen, gib uns 129 9 I. Beilige Seiten Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von ZJesu scheiden. 6. Hilf uns, nach dem Besten streben; schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 7. Sei in Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist freudig in die Freude. Ehrenfried Liebich, 1745—I7S0. weise: Freu dich sehr, o meine Seele.(0 Claude Goudimel, 1554. 9 22 ö +—.— 13 ERH 5— x 544—— . 1. Der du uns als Va⸗ter lie⸗best, treu⸗er de⸗nen, die dich bit⸗ten, gie⸗best, ja, uns ö N LI + 7 +++ ee.. ED EEEEE ————— l/r ů 1.—— Goit, und dei nen Geist„„ In gehi— um ihn bit⸗ten heißt; de⸗muts voll fleh ich zu dir: ................——.—4 E Va⸗ter, send ihn auch zu mir, daß er meienen Geist SP........ ö—— SPSPSPSPSPSPSPSSPSPISPIPIII.I.IIII III II. er⸗ neuze und mich dir zum Tem⸗pel wei⸗hel 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Uraft und Fruchtbarkeit, und mein Herz bleibt dir entrissen und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Uraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe und zu deiner Ehre lebe. 5. Ew'ge Quelle wahrer Güter, hochgelobter Gottes⸗ geist, der du menschliche Gemüter besserst und mit Crost erfreust, nach dir, Herr, verlangt auch mich, ich ergebe 150 ENin ——... 0 5— 1 ———— 8. Pfingsten 151 mich an dich; mache mich zu Gottes Preise heilig und zum Himmel weise. 4. Geist des Friedens und der Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb und Sanftmut übe und mir's rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedensband knüp⸗ fen kann, wenn meine Hand zur Erleichtrung der Be⸗ schwerden kann dem Nächsten nützlich werden. 5. Wenn der Anblick meiner Sünden mein Gewissen niederschlägt, wenn sich in mir Sweifel finden, die mein Herz mit Sittern hegt, wenn mein Aug in Nöten weint und Gott nicht zu hören scheint: o dann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung fehlen! 6. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in mir; selbst den Trieb hast du entzündet, daß mich, Herr, verlangt nach dir; o so setze durch dein Wort deine Gnadenwirkung fort, bis sie durch ein selig Ende herr— lich sich in mir vollende. David Bruhn, 1722—I7e2. Nach voriger Weise. 131 Geist vom Vater und vom Sohne, du, der unser Tröster ist und von Gottes ew'gem Throne auf die Gläub'gen sich ergießt, steh mit deiner Uraft mir bei, daß ich Gott geweihet sei, und mein Herz schon hier auf Erden mög ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir sein, wenn ich bange Sweifel hege, deine Wahr— heit mich erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn auf das Wohl der Seele hin; lehrst du mich das Rechte wählen, werd ich nie das Heil verfehlen. 5. Heilige des Herzens Triebe, durch die Gnade schaff es neu, daß ich Gott vor allem liebe und ihm kindlich dankbar sei. Voll Vertraun auf ihn zu sehn, seinen Namen zu erhöhn, seinen Willen zu vollbringen, müsse mir durch dich gelingen. 4. Warne mich, so oft zu Sünden mein Gemüt ver⸗ suchet wird; laß mich bald den Rückweg finden, hab ich 15¹ ——ii. 15² I. Heilige Seiten mich von dir verirrt. Nimm in deine Zucht mein Herz, wirk in mir der Reue Schmerz, daß ich mich in Demut beuge und den Sinn zur Bessrung neige. 5. Creib mich kräftig zum Gebete, wenn mir Hilfe nötig ist, daß zu Gottes Thron ich trete durch den Mittler Jesus Christ; hilf mir gläubig auf ihn schaun und auf sein Verdienst nur baun, daß ich mög auf mein Verlangen Gnad um Gnad von ihm empfangen. 6. In des Lebens Müh und Leiden steh mit deinem CTrost mir bei, daß ich überall mit Freuden Gottes Führung folgsam sei. Gib mir ein gelassnes Herz; laß mich selbst im Codesschmerz deines CTrostes Kraft emp—⸗ finden und einst siegreich überwinden. Nach Sottfried Hoffmann(1658—1712) von Johann Samuel Diterich, 1721—1797. ˙•&LWADCNN N weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend(1), ursprünglich zu dem Liede: Berr Jesu Christ, mein's Lebens Licht. + ů Gotha, 1651. S—————— 32 iiiii 1. Dich, Geist der Wahrheit, Geist der 4— 1——— ö ö 4 7 2—.— ö DEEE— 25 2— + — 1.+ Kraft, dich Geist der Chri⸗stus-rit'tereschaft, die alele —————2 12.— ů PpP— ——2 Blö:den trö'sten kann, dich, star⸗ker Trö⸗ster, ruf ich an. 2. Dich, Licht der Hoͤhe, milden Stern, dich freundlich frommen Geist vom Herrn, der alles Dunkel lichten kann, dich, Licht der höhe, ruf ich an. 5. Tief sitz ich in der dunklen Nacht, wo mich die Sünd hineingebracht, tief sitz ich in der Finsternis, wohin Verzweiflung mich verstieß. 4. Mein Jammer brauset wie ein MNeer mit allen Stür⸗ men um mich her, er saust und brauset immer zu und läßt mir Cag und Nacht nicht Ruh. ö 152 — — H. n.....A. ·„,»&„M„„.„. 2-·. NXX GRGO 8. Pfingsten 1⁵⁵ 5. Drum komm, mein Hort, und rettemich, mein Tröster, komm und tröste mich; mein Licht, geh auf mit deinem Schein und funkle durch die Nacht herein! 6. Romm, Helfer in dem Sündengraus, und sprich mir zu und leg mir's aus, was ich nicht mehr begreifen mag, was Christus zu den Sündern sprachl 7. Sprich mir das Wort der Liebe zu, den rechten Hlang verstehst nur du, das rechte Wort, den rechten Klang, des Glaͤubens Hoffnung und Empfang! 8. O Geist der Liebe, Geist des Herrn, der Himmels⸗ freude Gnadenstern, geh auf in mir mit deinem Schein, so kann ich wieder fröhlich sein! ernt moritz Arndt, 769—860. Nach voriger Weise. 133 O Gottes Geist und Christi Geist, der uns den Weg zum Himmel weist, der uns die dunkle Erdennacht durch seine Lichter helle macht! 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht als Gottes stille Majestät, du, aller Lichter reinstes Licht, erleucht uns Herz und Angesicht. 5. Romm, leuchte mit dem Gnadenschein hell in die weite Welt hinein; komm, mach uns in der Finsternis des lichten himmelswegs gewiß. 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht! Ach, hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf dein Morgenrot; 5. Das Morgenrot der bessern Welt, das wie ein Strahl vom Himmel fällt, als Gottes Macht und Gottes Lust durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Heist, der uns wie Hin⸗ der beten heißt, der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm, du heil'ger Geist! 7. Homm, Gottes Frieden, Gottes Mut! Romm, sille Uraft, die nimmer ruht! Komm, gieße deinen Gnaden⸗ schein in Seele, Sinn und Herz mir ein! 15⁵ ——— I I IIi A * I IRN R N πιππ 154, 155 I. Heilige Seiten 8. Dann wandl' ich wie ein Kind des Lichts im Glanze deines Angesichts schon meinen kurzen Erdenlauf stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. weise: Alle Menschen müssen sterben.(8) 1257 —— —— e e= nrnen din diren L +—— 1 . Geist des Le⸗bens, heil'⸗ge Ga⸗be, du, der Ern⸗te⸗se⸗ gen, aus dem Gra⸗be un ⸗sers ——— — +.——— ů — — + — See⸗len Licht und Crost, Heilands auf⸗ ge⸗ sproßt, uns ge⸗sandt vom Him⸗ + 1 I 4 NI — 7 I— ————6 L H—.—— 2 VI 2 7— —— Uraft und Herr⸗lich⸗keit, ma⸗che dir mein Herz be⸗reitl 2. O, wer innig möchte dürsten und zum Gnadenthrone gehn, würde bald vom Lebensfürsten dich, du höchstes Gut, erflehn! Selig, wer, von dir geleitet, sich auf Christi TCag bereitet; wer dich, wenn sein Stündlein schlägt, unbetrübt im Herzen trägt! 3. O, du Pfand des neuen Bundes, Geist des Vaters, mild und rein, heil'ger Odem seines Mundes, zeuch in unsre Herzen ein! Leib und Seele, Haupt und Glieder kehren aus dem Code wieder, wo sich deine Gotteskraft einen Sitz und Tempel schafft. Albert Anapp, 1798—186. Weise: Liebster Jesu, wir sind hier. O 13⁵ 1. Uomm auf uns, o Geist des Herrnl Lehr und be⸗leb uns, daß wir gern und ö 154 R. Ahle, 166. —..— +*—2. 7 1 8. Pfingsten 156 uns zu dem Va⸗ter be⸗ten voll Glau⸗ben zu ihm tre⸗ten; SSSSSSSSI Chri⸗sti wil⸗ len uns⸗re Bit⸗ten gern er⸗fül⸗len. 2. O du Geist der Herrlichkeit, wohn und wirke in uns allen; jedes Herz sei dir geweiht, schnrück es auch nach Wohigefallen! Reich sind wir versehn mit Gaben, wenn wir deine Salbung haben. Verfasser unbekannt. so wird er um Die drei hohen Feste Eigne 59 Stuilianische voltsweise. —— 136 PEEEEE V. O du fröh⸗li⸗che, o du se⸗li⸗ ge, ..........— —422—— 1 112.— gna⸗ den⸗—05 gen⸗ 363 achts⸗ 3i Welt EE E + +L LINI +2.* 2— 2 I 2 E———— H + 1 + freu e dich, o Chri-stenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Oster⸗ zeit! Welt lag in Banden, Christ ist erstanden: freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende DPfing⸗ stenzeitl. Christ, unser Meister, heiligt die Geister: freue, freue dich, o Christenheit! Johann Daniel Falk, 1263—1826. 15⁵ 157, 158 I. Heilige Seiten 9. Crinitatis Eigne Weise.(4) . Vorreformatorisch. — T— + 13⁷7————.———— — 1. Al⸗lein Gott in der Höh sei Ehr und da⸗rum, daß nun und nim⸗mer⸗mehr uns SDSSEE EEEEEE .IIIIIIIIIIII.III Dank für sei ne Gna⸗ de rüh⸗ren kann kein Scha⸗ de. Ein Wohl⸗ge: EZ.— l— I IL DPIIIIIIERIEEE.— 1. I 1— 1 — 1 falln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn 55— 55 2———5— 1.—.—4..... ..— 1 — 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich für deine Ehr; wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz unermessen ist dein Macht, allzeit ge⸗ schieht, was du bedacht; wohl uns des feinen Herren! 3. OZesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner derer, die verlorn, du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heil' ger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 4. O heil'ger Geist, du höchstes Gut, mit deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, die Jesus Christ erlöste durch Marter groß und bittern Tod wend allen Jammer ab und Not. Darauf wir uns ver⸗ lassen Nach dem altkirchlichen„Cloria in excelsis“, 2 zuerst plattdeutsch von Nikolaus Decius, f 1541. Eigne Weise. Joh. Walter, 1524. — 2— 2.—.—— —F—.——————..— EHUH n—* 2 H Amim nn 0.. —— IDEE . —— 1. Wir glau⸗ben all an ei⸗nen Gott, 156 9. Crinitatis — —— ti fer him⸗mels und der Er⸗den, der sich zum * 2— — 12 JZ 4——3 1 1— 122— + + 19—.— I + —:2— 7 0 er Va⸗ ter ge⸗ben hat, daß wir sei⸗ ne Uin⸗der 5 ——. wer⸗den. Er will uns aleit euhrer, Leib +4——— —— 24.——— 0——. — ..E—— 19 1 er Weh⸗ ren, kein Leid soll uns wi⸗der⸗ 225— —— —— 2 9 0 2 fah-ren. Er sor⸗get für uns, hüt und wacht, — — + — + 1 2———— ———— iü 5— es steht al⸗les in sei⸗ner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jung⸗ frauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den heil'⸗ gen Geist im Glauben, für uns, die wir war'n verloren, am Hreuz gestorben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. *) Diese Note ist nur im dritten Verse zu singen. 15² —III———..—————.e.e.— 1⁵9 I. Heilige Seiten 3. Wir glauben an den heil'gen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganze Christenheit auf Er⸗ den hält in einem Sinn gar eben, hie all Sünd vergeben werden, das Fleisch soll auch wieder leben, nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. Nach dem vorreformatorischen„Patrem credimus“ von Martin Luther, 1524. weise: Nun danket alle Gott.(2) Joh. Crüger, 1648 0——— — 139—.— 1 ö— 1 V— Ge⸗ lo⸗bet sei der Herr, mein Gott, mein Schöp⸗fer, der mir hat mein Leib SSSSSSR. —— EEDSAE— mein Licht, mein Le⸗ben, und Seel ge⸗ ge⸗ben, —.— —— mein Va⸗ter, der mich 4 P.—.— — 7— 2 E. + —— 2 SISISI FI I..... schützt von Mut ⸗-ter ⸗lei⸗-be an, der je⸗den —————— ————————. 9——* —— 1— 2——. Au⸗ gen⸗blick viel Guts an mir ge⸗— tanl 2. Gelobet sei der herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich ge⸗ geben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut/ der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut! 3. Gelobet sei der herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn ge⸗ geben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Hraft, der mir in aller Not Rat, Crost und Hilfe schafftl 4. Gelobet sei der herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was durch ihn lebt und webet!l Gelobet sei der herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der heil'ge Geist! Johann Glearius, 16111684. 158 9. Crinitatis 140 weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. — Phil. Nicolai, 1599. 110 E L.—————.— ö 1. Hal⸗-le⸗-lu- jal Lob, Preis und Ehr von E⸗wig⸗keit zu E⸗wig ⸗ keit E..ñ—SE—— sei un⸗serm Gott je mehr und mehr für al ⸗le sei in uns al⸗len ihm be⸗ reit Dank, Weis⸗heit, ö EI LI I N —— f,———— — 2 EEE—..— —— 11—— sei ⸗ ne Wer⸗ke; Mraft und Star⸗te. un dett sn Lett tititt ....... +——— 2——. hei⸗lig, hoch und herr⸗lich, hei ⸗lig ist —.—— S SPSSSSS.S.SSS.' I........ Gott, un⸗ ser Gott, der Herr Se⸗baoth! 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht sei auch dem Gotteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und ge⸗ tauft und sich mit uns vermählet. heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 5. Hallelujal Gott, heil'ger Geist, sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren; der uns mit Glau⸗ den ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Hochzeittag erkoren. Heil uns! Heil uns! Da ist Freu⸗ de, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hosi⸗ anna! 4. Hallelujal Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller himmelschar und singet nun und immerdar 159 I. Heilige Seiten mit Freuden: Amen, Amen! Kllinget, singet: heilig, heilig, hoch und herrlich, heilig ist Gott, unser Gott, der Herr Sebaoth! Nach Martin Rinckart, 1586— 1649, aus dem 17. Jahrhundert. Weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Phil. Nicolai, 1599. EEHE IIDI... H7.———— 1. Was freut mich noch, wenn du's nicht Bist du nicht Schild, was dek⸗ket E 2——— 155.—— . bist, Herr Gott, der doch mein al·les ist, mein Crost mich? Bist du nicht Licht, wo fin-de ich im Fin⸗ —— 7——.1 — —— ————— 4. I.. I— 2——— II— I und mei⸗ ne Won⸗ ned stern ei⸗ ne Son⸗ned Hei⸗ ne rei⸗ ne wah ⸗re — 4 4 4 4 4 1 V* ——..............— .—— 2.—— 2— 1 Freu ⸗de, Trost im Lei de und in Sün⸗den IH᷑ę 2—— 5 E—— ist, Herr, au ßer dir zu fin⸗den. 2. Was freut mich noch, wenn du's nicht bist, mein Herr und Heiland, Jesu Christ, mein Friede und mein Lebend Heilst du mich nicht, wo find ich heil? Bist du nicht mein, wo ist mein Ceil? Gibst du nicht, wer wird geben? Meine eine wahre Freude, wahre Weide, wahre Gabe hab ich, wenn ich Jesum habe. 3. Was freut mich noch, wenn du's nicht bist, o Geist, der uns gegeben ist zum Führer der Erlösten d Bist du 14⁰ weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir.() Straßburg, 1525. ERREEE 143— 1. Ach Gott, vom Him⸗mel sieh da⸗rein Wie wenig sind der Heil'⸗gen dein, — R43—1 4— + — I— + II 2 J 1— —.— 7 1* ——1— II— 1 und laß dich des er⸗bar⸗men! dein Wort man ver⸗laf⸗sen sind wir Ar⸗men; ———— + + I + 1 1 2— — 1. V 1 +1 4.— — 1 2. 1 9— läßt nicht ha⸗ben wahr, der Glaub ist auch er— E—— 6 +——Z— ö EEHN EE. 7—.——— 2 SE EE ——— 1— ⏑ lo⸗schen gar bei al⸗len Men⸗schen⸗kin⸗ dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nichteines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet. Der waͤhlet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle Lahr, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Crotzl Wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht 14² I. Kirche 144 allein, was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns soll meistern d 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll des⸗ gleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein KUraft erkannt und Schein und leucht stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem ar⸗ gen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Nach dem 12. Psalln von Martin Luther, 1523. 266.860 Erhalt uns, Berr, bei deinem Wort.(I) 1643. 1 1. Ach bleib bei uns, Herr Je⸗su Christ, ——————— x 2— — 5—. n.— 2——.—, L——— —— weil es nun A⸗bend wor⸗den ist; dein Wort, —— das hel'le Licht, laß ja bei uns aus⸗lö⸗schen nicht! 2. In dieser letzten, trüben Zeit verleih uns, Herr, Be⸗ ständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament behalten rein bis an das End. —— ö—— + J 5 1 —— + +..——— J —— 2 7 2.— 1 1 5. Herr Zesu, hilf, dein Uirch erhalt, wir sind gar sicher, träg und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an jedem Ort. 14⁵ II. Uirche und Gnadenmittel 4. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Macht erheben hoch und bringen stets was neues her, zu fäl⸗ schen deine rechte Lehr. 5. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist! Darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 6. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Uirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. 2. Hilf leben uns in deinem Wort und darauf endlich fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen Bimmelssaal. Str. 3—7 von Nikolaus Selnecker, 1550—1592. 5 Claude Goudimel, 1554. 145⁵—————— 2—— HE DSD — à. weise: Freu dich sehr, o meine Seele.( + —— Zi on, Got⸗-tes wer⸗te Stadt, ie er sich er⸗wäh⸗let hat. Ach, spricht sie Z d. e hat mein Gott mich ver⸗-las-sen in der —4 ——. I — 1 w —— r. — Not I—— äPI.IIII...I.—T — mei⸗ ner hat er ganz ver⸗ 8² sen!l 2. Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach, will er denn für und für grausam 144 1. Hirche 146 zürnen über mir? Uann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen d 35.„Sion, o du vielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar bist du jetzt die betrübte, Seel und Geist ist dir verwund't, doch stell alles Trauern ein: Wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Uind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen d 4. Ja, wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bDin. Meine Treue bleibet dir, Sion, o du meine Sier! Mein herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. Caß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; siehe, hier in meinen händen hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein; deine Mauern muß ich bauen und dich fort und fort anschauen.“ ZJohann Heermann, 1585—164e. Weise: Wie groß ist des Allmächtgen Güte. EH 2—..———. 146 1. Ich lo⸗be dich, mein Au⸗ge schau⸗et, dir ei⸗ ne Uir ⸗che hast er⸗bau ⸗et PPFfFfFffFf T .., wie du auf die⸗sem Er⸗den⸗kreis 27 zu dei⸗ nes Na⸗mens Lob und Preis; Lar altesih ze 2—....... . ..— x—8 — N—4 + Han DSDDD‚SS —.—— ö sam⸗ men⸗ fin⸗den in ei⸗nem hei⸗li⸗gen Ver⸗ ein, wo sie, er⸗ —... ů rrrner=dav. d,,., D löst von ih ren Sün⸗den, sich, Je⸗su, dei⸗nes Reieches freun. 2. Du rufest auch noch heutzutage, daß jedermann er⸗ scheinen soll; doch hört man stets auch deine Ulage: noch 145⁵ 10 14² II. Uirche und Gnadenmittel immer ist mein Haus nicht voll. Swar viele sind von dir geladen, doch wenige nur ausgewählt; sie wandeln auf des Weltsinns Pfaden, und mancher, den du rufest, fehlt. 3. Herr, unter Völkern vieler Sungen hast du dein Haus nun aufgeführt, in dem dein Preis dir wird gesungen, das Glaube, Lieb und Hoffnung ziert, wo alle unter Chri⸗ stus stehen als ihrem königlichen Haupt, auf den sie alle freudig sehen, sie, deren Herz an Christus glaubt. 4. Nicht eignem Werk gilt ihr Vertrauen, es ruht auf dir und deinem Sohn. Er ist der Fels, auf den sie bauen, er ist der Weg zu Sieg und Lohn; er ist der Weinstock, sie die Reben, in ihm nur reifet ihre Frucht; er ist ihr Licht, 65 Heil und Leben, durch Wahrheit, Lieb und fromme ucht. 5. Ein herr, ein Glaub und eine Taufe vereinigt sie zum heil'gen Bund; ein Siel erglänzt dem Pilger⸗ laufe, ein Fels ist ihres Friedens Grund; ein Vater waltet über allen, und allen, Gott, bist Bater du. Dir streben alle zu gefallen, und du gibst ihnen Heil und Ruh. 6. So weih uns denn zum neuen Leben, daß wir nur deine Wege gehn, zuerst nach deinem Reiche streben und niedern Lüsten widerstehn. Gib, daß wir als getreue Glieder festhalten an dem Haupt und herrn und dann auch allesamt als Brüder in Lieb ihm folgen treu und gern. 2. Erhalt uns, Herr, im wahren Glauben noch ferner⸗ hin bis an das End; laß nichts uns deine Schätze rauben, dein heilig Wort und Sakrament; erfülle deiner Chri- sten Herzen, o Gott, mit deinem Gnadenheil und gib nach überwundnen Schmerzen uns droben einst das bessre Teill Nach Friedrich Konrad Hiller, 1662 1726, Eigne weise.— Freylinghausen, I704. ——— 7EEEE 1. Fah-re fort, fah re fort, Si ⸗ on, 146 1. Uirche 14² ——————— fah· re fort im Licht! Ma⸗ che dei ⸗=nen Leuch⸗ ter * 7557——.—— 1 hen, PIꝗISPSPIPIPI.I F I PI PI IPIPIPIPIPIPIPIPII———— ae hel⸗le, laß die er⸗ste Lie⸗be nicht, su⸗che stets die —.———— . uen, Le⸗bens⸗ quel le. Si on, drin · ge durch die x te ZIN me en⸗ge Pfort, Lah re fort, fahre fortl nigt 2. Leide gern, leide gern, Sion, leide ohne Scheu Trüb⸗ ger⸗ sal, Angst mit Spott und hohne; sei bis in den Tod ge⸗ ater treu, siehe auf die Lebenskrone. Sion, scheint der Trost Dir dir noch so fern, leide gern, leide gern! Luh. 5. Folge nicht, folge nicht, Sion, folge nicht der Welt, nur die dich suchet groß zu machen; achte nichts ihr Gut und und Geld, laß sie deines Glaubens lachen. Sion, wenn sie reue dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! ann 4. Prüfe recht, prüfe recht, Sion, prüfe recht den Geist, und der dir ruft zu beiden Seiten; tue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten. Sion, das, was gut ner⸗ scheint und was schlecht, prüfe recht, prüfe recht! ben, 5. Dringe ein, dringe ein, Sion, dringe ein in Gott; hri⸗ stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern gib tot, sei du gleich den grünen Reben. Sion, in die Uraft, essre nicht in den Schein, dringe ein, dringe ein! 406 6. Brich herfür, brich herfür, Sion, brich herfür in Hraft; laß die Bruderliebe brennen, zeige, was der in 204. dir schafft, der dich als sein Volk will kennen. Sion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! ——. Halte aus, halte aus, Sion, halte deine Treu! Laß on, doch nimmer lau dich sinden; auf, das Hleinod rückt her⸗ 14² 148 II. Uirche und Gnadenmittel bei, auf, verlasse, was dahinten! Sion, in dem letzten Hampf und Strauß halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 1670—1745. Eigne weise.(10) Brüdergemeinde, I78a. 11⁸ v. Herz und Herz ver⸗eint zu ⸗ sam⸗-men las⸗ set eu⸗ re Lie⸗— 229— men E sucht in Got⸗ tes Her i Ah Er lo⸗dern auf den Hei⸗land zu! e e. Haupt, wir sei⸗ ne Glie⸗ der, er das Licht und ——— —* 2 wir der Schein; er der Mei⸗ster, wir die das 1 +— 1* 10 I+ + I I 4— + +.—— 1— ———— R iis. Brü⸗ der, er ist un⸗ser, wir sind sein. 2. Hommt, ach kommt, ihr Gotteskinder, und erneuert euren Bund! Schwöret unserm Uberwinder Lieb und Treu von Herzensgrund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 5. Cragtes unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Einer mahne doch den andern, Christo, der sich für uns gab, kräftiglich stets nachzuwandern, selbst durch Leiden, Tod und Grab. Einer soll den andern stärken 148 . Hirche 14⁰ und erwecken Tag für Tag, daß in frommen Glaubens⸗ werken Christo man gefallen mag. 5. Halleluja, welche höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist 6. Ach, du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie sich so herzlich meine, wie's dein letzter Wille war. Ja, verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Ularheit in der Tat erleuchtet ist. . So wird dein Gebet erfüllet, daß der Vater alle die, denen du dein Herz enthüllet, auch in seine Liebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sei'n, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 8. Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll; zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 9. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist; und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein: also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nikolaus Ludwig Graf von Sinzendorf, 1700—1760. Züen Alles ist an Gottes Segen. — EH— 2—*—.— —2.D‚‚‚‚———— ———.———— 0 + 2 1. Jersu, der du bist all ei ne Haupt und —.— 4 ů —*— d 2 2— 2 *— König der Ge · mei ne, seg⸗ ne mich, dein ar⸗mes 149 — — ——— .. 12— —— 150 II. Kirche und Gnadenmittel — ——— 47—— +——.— H————..— —.———.—0 —— 1.—— Glied; wol⸗lest neu⸗e Uraft mir ge⸗ben dei⸗nes Geistes, EII; 4—1 & 1 .— 1—3—K1 + I 1— .................. II——— be 19 1—‚—— . J + dir zu le⸗ben, stär⸗ke mich durch dei⸗ne Güt! 2. Ach, dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Uraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen, o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie mich's oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, und verein'ge mich mit ihnen und vor deinem Angesicht wünsch ich Sion tau⸗ send Segen: stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht. 5. Die in Ureuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine hand! Mache sie in Demut kleiner und von allen Schlacken reiner, einzig nur zu dir gewandt. 6. Ceuer hast du uns erworben, da du bist am Hreuz gestorben; schütz uns, Zesu, wir sind dein. Halt uns fest, so lang wir leben und hier noch in Unruh schweben, laß uns nimmermehr allein; 7. Bis wir einst mit allen Frommen, herr, bei dir zu⸗ sammenkommen und, von allen Flecken rein, dort vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Cersteegen, I69?Iꝛe. weise: Zeuch ein zu deinen Coren.(6) Joh. Crüger, 1655. — SoESE 1. Uommt, Hin ⸗der, laßt uns ge⸗ hen, der es ist ge⸗fähr⸗lich ste hen in 150 1. Kirche 15⁰0 1——— Ei E. l— 2 A⸗bend kommt her⸗bei; die ser Wün ste nei. Kommt, stär⸗ket eu⸗ren 2— +— 2— 1 42— +— 2———*—— LE— — C J 2 2..—.— —— 2— 1 +— Mut, zur E-⸗wig⸗keit zu wan⸗dern, von ei⸗ ner ———— + *2 8— 6 1—1— öů 1+.—.—5———5 5 42 AUraft zur an⸗dern, es ist das En⸗de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad, wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Uommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte von gan⸗ zem Herzen richte hin gen Jerusalem. 3. Laßt uns wie Dilger wandeln, geduldig, frei und leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden, und brauchen's nur zur Not. 4. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen DPilgertag. 5. Ist gleich der Weg oft enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen uns in Menge und manches Ureu— ze trägt; doch fürchten wir uns nicht, wir ziehen fröh⸗ Lich weiter und folgen unserm Leiter und seinem hellen icht. 6. Wir wandeln eingekehret, verachtet und verkannt, man siehet, kennt und höret uns kaum im fremden Land; und höret man uns ja, so höret man uns singen von Gottes großen Dingen, die unser warten da. 2. Hommt, Uinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit, er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren 151 151 II. Kirche und Gnadenmittel Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken: ach ja, wir haben's gut! 8. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen und pflanze Lieb und Ruh. Hommt, schließt euch fester an! Ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Lebensbahn. 9. Nommt, laßt uns munter wandern, der Weg kürzt immer ab; ein Tag, der folgt dem andern, bald fällt der Leib ins Grab; nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ew'gen Gut. 10. Es wird nicht lang mehr währen, halt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, so kom⸗ men wir nach haus. Da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wird's tun! 11. Drauf wollen wir's denn wagen, es ist wohl wa⸗ genswert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein: wir gehn durch Jesu Leiden hin in die Ewigkeiten, es soll nur Jesus sein. Gerhard Cersteegen, 1697— 1769. Weise: Ein feste Burg ist unser Gott.(b) Variante zu Luther, 1529. l, en en LaereLaetet 1. Wenn Christus sei ne Uir⸗che schützt, Er, der— Rech⸗ten Got⸗tes sitzt, ——— E— 9—— so mag die Höl ⸗le Wü ten!; hat Macht, ihr zu ge⸗ bie ten. Er ist — —— Hil⸗ fe nah; wenn er ge⸗beut, stehts da. Er 15² 2 — + 1 1 1 mit R 1. Kirche 15² 1.— D——————.————. —*2— + I 2 7 E— + 35 Eeee,i schüt⸗—2 sei⸗ nen Ruhm und hält sen Heilig⸗ —— 6 ö——— I—— 2— II .— + II — 12 tum, mag doch die Höl le wü ⸗ten. 2. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn, uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn, wir halten fest am Glauben. Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 5. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr, der starke Gott, hält über sein Gebot, gibt uns Geduld in Not und Araft und Mut im Tod, was will uns da erschrecken d Christian Fürchtegott Gellert, 1215—1769. 655 Alles ist an Gottes Segen. L + + ——— 2—2 5— 5— 35 2E 3 6559 er— te dei· ner Her⸗den in dem 1—— 25. 2 2——.0 —.— 6645 mel und 60 Er⸗ den, treu⸗er Hei⸗land, Jessu Christ! Sr.,....,:. Laß in die⸗ sin letz ten Sei⸗ten sich dein Reich noch IIE mehr ver⸗brei⸗ten, als bis⸗her ge⸗sche⸗hen ist! 2. Gib dazu von Jahr zu Jahren viel Evangelisten⸗ scharen, treue Lehrer ohne Fehl, die im Glauben, 155 15⁵ II. Kirche und Gnadenmittel Wort und Leben gründlich, kindlich dir ergeben, heili⸗ ger Gott Israel! 5. Flöße früh der zarten Jugend alle Wissenschaft und Tugend nur durch dein Erkenntnis ein; gib ihr Leben, nicht nur Wissen, und behalt von Argernissen Lehrer mit den Schülern rein! 4. Laß dein Wort die Sichern schrecken und die Geist⸗ lichtoten wecken, stürz die Selbstgerechtigkeit; mach die Geistigblinden sehend, mach die Geistiglahmen gehend, mach dir selbst den Weg bereit! 5. Welchen ihre Schuld vergeben, die laß stets im ö Glauben leben, der viel Geistesfrüchte bringt; laß sie niemals stille stehen, treibe sie stets fortzugehen, bis ihr Geist die Kron erringt. 6. Die am Ende sich befinden, denen hilf selbst über⸗ winden. Seig dem Glauben jenen Lohn, den du denen aufgehoben, die nach ausgestandnen Proben siegreich stehen vor dem Thron. 7. Herr, so sammle deine Glieder; dann erscheine gnä⸗ dig wieder als der ewig gute Hirt, da aus so viel tau⸗ send Herden eine Gottesherde werden und um dich sich stellen wird. Johann Jakob Moser, 1701—1785. weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. EE—.—— n. 153—— 0, ö V. Wa· chet auf, er⸗hebt die Blik⸗ke: Seht, ge⸗kom⸗men ist die Stun⸗de, rr rE 2—..—— + 0 0 2——57 E/ laͤut mah⸗nen uns die Welt⸗ge⸗-schik⸗ke, es drän⸗ die uns vereint zum schönen Bun⸗-de, zu tun, 154 1. Hirche 15⁵ . EXI —— 1 Hart der Brirder Rönt get hart der Brü⸗der No ö was uns der Herr ge⸗ bot. Laßt nicht die —.—. ů ö.— Hän⸗de ruhn; auf, laßt uns Gu⸗tes tun al⸗len ö ++— æXI ID eeEEE— ———— 1—— Men⸗schen im rech⸗ten Geist, doch, wie es I+ +. — PꝓPSꝓPꝑP....— heißt:„An Glau⸗bens⸗brü⸗dern al⸗ler⸗meistl. 2. Wachet auf, schaut an das Gute, das ihr der Väter Mut und Blute und ihrer Glaubenstreu verdankt. Auf und tilgt die alten Schulden! Wie lange soll sich noch ge⸗ dulden das Schifflein, das im Sturme schwanktd Eilt ihm zur Hilf herbei! Es rudert froh und frei, wenn ihm Liebe die Segel schwellt, hin durch die Welt: Gott ist es, der das Steuer hält. 3. Wachet auf! In allen Landen erheben sich, vom Tod erstanden, die Seugen frischer Glaubensmacht. Werdet müde nicht im Werke, der Gott des Rechts ist unsre Stärke, und seinem Lichte weicht die Nacht. Drum wirkt, solang es Cag, so heiß er glühen mag; reift die Frucht doch im Sonnenglanz; der Erntekranz wiegt auf die Mühen voll und ganz. ö 3. Wachet aufl Die Seit zum Wachen soll alle Glieder munter machen, und keines trete scheu hintan. Leidet eins, so leiden alle; drum wachet, daß nicht eines falle, und stehet freudig Mann für Mann. So streitet waͤcker fort und haltet fest am Wort! Hoch vom Himmel strahlt uns das Licht; es trüget nicht: Der Herr ist unsre Suversicht! Marl Rudolf Bagenbach, 1801—1874. 155⁵ 154 II. Kirche und Gnadenmittel Ordination und Einführung ins Predigtamt Weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Phil. Nicolai, 1599. H. ———— 0 Je su, Herr der Herr⸗ lich⸗ keit, Du siehst auf die er ⸗lö ⸗ste Welt, ————— du Aö⸗ nig der ner Chri⸗ den⸗ heit, du Hir⸗te re⸗gierst sie, wie es dir ge⸗fällt, sorgst, 5aEt +————— .. 2.—————— 2. DDEii. dei⸗ner Her⸗del se⸗lig wer⸗de. Von dir sind wir auch er⸗währlet, 6—5j—4 Zd 15 zu⸗ge⸗zäh⸗let den Er⸗lö⸗sten, die du seg⸗nen willst undtrö⸗sten. 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, nach deinem E Sinn ihm Hirten gibst, die es zum Himmel führen— und die voll Eifer, Geist und Kraft, voll Glauben, Liebe,— Wissenschaft das Herz der Sünder rühren. Treue Hir⸗— ten laß den Seelen niemals fehlen und die Herden— mit den Hirten selig werden. f 2 8 Le 5 tr. m 4 es de 5. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt, Herr, segne sein Geschäfte! Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Lehr und Leben zu erbaun, ö gib Weisheit ihm und Kräfte! Lehr ihn, hilf ihm lun und leiden, dulden, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, laß ihn sein Amt mit Freuden tun; nichts sei, was ihn betrübe!l Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gib uns ein Herz, das folg⸗ sam hört, ein Herz voll treuer Liebe! Lehrer, Hörer 156 1. Hirche 15⁵ laß in Freundschaft und Gemeinschaft feste stehen und den Weg zum Himmel gehen! 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund uns dir entgegenführen! Du gibst ihm unter seine hand die Seelen als ein teures Ofand, laß keine ihn verlieren! Jesu, hilf du, beut die hände, daß am Ende Hirt und Herde treu vor dir erfunden werde. 6. Sei uns gesegnet, KUnecht des herrn! Du kommst im Namen unsers Herrn, in Jesu Christi Namen. Ghirte, nimm uns bei der Hand, führ uns zum ew'gen Vater⸗ land; Gott mit dir! Amen, Amen! Mit dir gehn wir durch die Leiden dieser Seiten zu dem Leben, das uns unser Gott will geben. Johann Daniel Karl Bickel, 1232—1809. Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Brüdergemeinde, 1238. I E...IT.T..... 15² EEEEEEE 1. Auf dich seh ich, mit dir geh ich, .. Je· sus Chri⸗stus, star⸗ker Held, der durch Hrie⸗ ge ——————— 4 2. Auf dem DOlane winkt als Fahne deines Ureuzes Seichen mir; zu der schwör ich, dir gehör ich auch durch Leiden folg ich dir. 5. Starke Waffen wirst du schaffen und ins Herz ge⸗ trosten Mut! Statt des Schwertes wird dein wertes Wort mir dienen treu und gut. 4. Sei im Streite mir zur Seite, kämpfe für mich, wo es gilt. Wie's dann gehe, ich bestehe, denn mich deckt des Glaubens Schild.— August Hermann Walter, 1817—1880. 15² 156 II. Uirche und Gnadenmittel 2. Kirchweihe 5.0 Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Phil. Nicolai, 1599. 156H——— 1. Nommt her, ihr Chri⸗ sten, Lol⸗ ler Frend die Stimm des Dan⸗kes un⸗serm Gott, ——— er⸗ 30 let Got⸗tes Freund⸗ lich⸗ keit kommt her und laßt uns dem Her⸗ren Se⸗ ba⸗ oth mit fro⸗hem I1U 0 + + LII— LXIL 2 1 II— 3—— 4—.— + — +— II———— —— 2 II———— laßt er⸗klin⸗gen Mun⸗de sin⸗gen! Sin ⸗get, brin⸗-get schö⸗ —2 7 + +—H — 1 + + 1 ̃— SSPSPIPISSPIPIPISPIPITITITITITITITITI I I I————— ne Wei⸗sen, laßt uns prei ⸗sen Got⸗tes Ga⸗ ben, e, 2 5 ———...... die wir zu ge⸗ nie ßen ha ⸗ben. 2. Wir gehn in unsers Gottes Haus mit herzens⸗ wonne ein und aus, Gott lässet uns noch finden den teuren Schatz, des Lebens Wort; hier zeigt er uns die Himmelspfort, Vergebung unsrer Sünden. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir zu genießen haben. — 5. Man höoret mit Verwundrung an, was Gottes Güt ö an uns getan, den Glauben zu entzünden. Man lernt Geduld, Lieb, Friede, Zucht, und was noch mehr des Geistes Frucht, die Hoffnung fest zu gründen. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir zu genießen haben. 4. O große Wohltat, die Gott tut an uns mit seinem Himmelsgut, o große Lieb und Gnade! Laß ferner 158 2. Nirchweihe 15² leuchten, Gott, dein Wort zu unserm Trost an diesem Ort, daß uns kein Feind nicht schade! Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir zu genießen haben. 5. Ach Gott, laß deinen Schutz und Treu in aller Not uns stehen bei, wann uns der Feind will stören. Laß uns mit wahrer Dankbarkeit dir widmen unsre Lebens⸗ zeit, zu dir die Herzen kehren. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir zu genießen haben. 6. Erhalt dein Wort und Sakrament, verleih zuletzt ein selig End und laß uns dahin kommen, wo keines Cempels nötig ist, wo du in allen alles bist, wo ewig alle Frommen singen, bringen schöne Weisen und dich preisen um die Gaben, die sie zu genießen haben. Johann Christoph Arnschwanger, 1625- 1696. 16516„ Meinen Jesum laß ich nicht.(3) —— 1— 1 15⁷r.— GE—— 2.—ꝛß7— 2— . Ach, wie hei⸗lig ist der Grt! Ach, wie Hier, hier ist des Him⸗mels Pfort, hier er⸗ —————— —— 18 e Klig ist die Stät⸗te! Vontet Hoit Ge⸗be ⸗te, wier er sckallt sein —— 1— 2———— —— 4 7 * — ů 12.————— öPP——— ⏑— 2— 1 1 — teu⸗res Wort: o wie hei⸗lig ist der Ort! 2. Heil war in des Söllners haus, weil er Christum aufgenommen; und hier rufet Jesus aus:„Selig sind, die zu mir kommen!“ Deren Herzen nimmt er ein, daß sie seine Tempel sein. 5. O welch Heil ist bis hieher diesem Hause wider⸗ fahren! Wenn der Herr nicht bei uns wär, der sich uns 159 158 II. Uirche und Gnadenmittel will offenbaren, woher hätten wir den Geist, der den Weg zum Himmel weistꝰ 4. O wie lieblich, o wie schön sind des Herren Gottes⸗ dienste! Laßt uns froh zu ihnen gehn, hier erlangt man zum Gewinste einen Schatz, der ewig währt, den kein Rost noch Raub verzehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Hast! Speis' uns gnädig mit dem Worte, das du uns gegeben hast, Jesu, stets an diesem Orte! Laß die Kirche feste stehn, bis die Welt wird untergehn! Benjamin Schmolck, 1622—1237. Weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Phil. Nicolai, 1599. 15⁸———— duer, EEi. + 1. Gott Da⸗ ter, al · ler Din⸗ ge Grund, Wie lieb⸗ lich ist die hi te hier, .———— 1 1 gib dei: nen Va ter⸗ na⸗ men kund an die sem die Her⸗zen wal⸗len auf zu dir: hier ist des 4 7 LII Zr.., e=. heil⸗gen Or⸗tel Wohne, Him⸗mels Pfor⸗ te. chrorne hier bei B d. Sün⸗dern als bei Uin dern vol⸗-ler Ular⸗ heit; —— —— + 2 + 7.—— heil'⸗ ge uns in dei⸗ ner Wahr⸗ heitl 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit, dies Gottes⸗ haus ist dir geweiht, o laß dir's wohlgefallen! Hier schaͤlle dein lebendig Wort, dein Segen walte fort und fort in diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit 16⁰ * .—. 3—2 2 A 4 166* —— 2. Uirchweihe 159 gib den Herzen; Angst und Schmerzen tilg in Gnaden, heil uns ganz von Sündenschaden. 5. Gott, heil ger Geist, du wertes Licht, wend her dein göttlich Angesicht, daß wir erleuchtet werden! Geuß über uns und dieses Haus dich mit allmächt'gen Flam⸗ men aus, mach himmlisch uns auf Erden! Lehrer, di Hörer, Hinder, Väter, früher, später geht's zum Sterben: hilf uns, Jesu Reich erwerben! die 4. Dreiein'ger Hott! Lob, Dank und Preis sei dir von allen gleicherweis' für dies dein Haus gesungen! Du hast's geschenkt und auferbaut, dir ist's geheiligt und vertraut mit Herzen, händen, Zungen. Ach, hier sind wir noch in Hütten! Herr, wir bitten: stell uns droben in den Tempel, dich zu loben! Albert Knapp, 1299—1864. 5. Neformation Läi 0a) ö Variante zu Luther, 1529. 159 EE—— E 1. Ein fe⸗ste Burg ist un⸗ser Gott, ein 4— LNI* — E 0 L.— —— e, L— ö—. 7 i gu⸗te Wehr und Waf fen; Der alt bö⸗ se uns jetzt hat be⸗ trof-fen. ů ö——— ö 5 5—— 2 — ö—.—— — ö — Feind, mit Ernst er's jetzt meint, groß Macht . — 6 4— und viel List sein grau⸗sam Rü⸗stung ist; auf 6.————— ier.——., N 7 A Erd ist nicht sein's ⸗glei ⸗chen. 161 160 II. Kirche und Gnadenmittel 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fraͤgst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Hebaoth, und ist kein andrer Gott: das Feld muß er behalten. 5. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Hind und Weib: laß fahren dahin, sie haben's kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben! Nach dem 46. Psalm von Martin Luther, wahrscheinlich 1527. —— Weise.(J) 1563. . E. 9 2 5 + +—— + + I— I 160 2.5—.—.—— ů——— DE 4 E—* I V I 5 V. 2⁰ 21——. 2 1. Er⸗halt uns, Herr, bei dei nem Wort und tgh K. d 1 .— ES.—3 E 6 +— steu⸗re dei· ner Fein⸗de Mord, die Je⸗ süm Chri⸗ stum, 1 +— I 4— 2——1H 5— +7 J—.— +3— —— 2—————— II —— 53— L+ 2 n 2. Beweis' dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr ö aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit! 3. Gott, heil'ger Geist, du Tröster wert, gib dein m Volk einen Sinn auf Erd; steh bei uns in der letzten Not, leit uns ins Leben aus dem Cod! martin euther, 150. 16² 5. Reformation 161, 162 155• Heut singt die liebe Christenheit. Rär. Hermen, 860. EE——— 2 2 DIIIII . Ver⸗za⸗ ge nicht, o Häuf⸗lein klein, —— +—+.——— ————— 2 +— —* 232 +.— + + 1 + 1—— ob-schon die Jein⸗ de wil⸗lens sein, dich —5 E— 4— +2 +2 + 1 1—— 7 FEE—*— + 2—3—— 1 FE.——— 12——11—— 2 6 ́——— —.—* gänz⸗lich zu ver⸗sto⸗ren, und su⸗chen dei⸗ nen L ee,.. S= —— L 0— Un ⸗ter⸗—.— da⸗von dir wird—— angst —IA .ii....e BIII.. und bang: es wird nicht lan⸗ge wäh ⸗ren. 2. Dich tröste nur, daß deine Sach ist Gottes, dem be⸗ fiehl die Rach, laß ihn alleine walten. Er wird durch seinen Gideon, den er wohl kennt, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 5. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort, und was dem tut anhangen, end⸗ lich werden zu Hohn und Spott: Gott ist mit uns, und wir mit Gott, den Sieg woll'n wir erlangen. Gustav Adolfs Feldlied bei Lützen, 6. Nov. 1652, von Michagel Altenburg, 1584— 1640. Wie schön leucht uns der Morgenstern. Phil. Ricolai, 1599. 1 1. Homm, komm, du Licht in Got⸗tes⸗ Weck auf, was schläft in dunk⸗ler Weise: Z—ᷓ— +—* eerer wiarth wrr, Fdant e— + pracht, den Cag, den uns der Herr ge⸗ macht, mit Haft! Hünd an der rech⸗ten An⸗dacht Uraft, uns 16⁵ 162 II. Uirche und Gnadenmittel 1— + + 1—— 1—— 1—3——6— dei⸗ nem Glanz zu wei⸗ 2—1 —— gen——— zu lei⸗ 255 gru he zie ⸗he rrr. uns nach o⸗ben, den zu lo⸗ben, der all⸗mäch ⸗tig enn, Son⸗nen 4er ket, groß und Prach Fg. 2. O seht: in hellem Glanze steht die Kirche Christi, hoch erhöht; ihr Hoffen ist geschehen. Viel Könige, Dropheten viel sahn harrend auf nach solchem Siel und haben's nicht gesehen. Selig, selig, die da sehen auf den Höhen und im Tale Lebenslicht von Gottes Strahle! 5. Verdunkelt stand des Herrn Altar, in Menschentrug begraben war das Wort aus Gottes Munde. Wo bleibst du, Licht vom Anbeginnd' Ach Hüter, ist die Nacht bald hin? Ist nah des Aufgangs Stunde Singet, bringet Morgenlieder unserm Hüter! Er schläft nimmer; herrlich kam des Aufgangs Schimmer. 4. Su Gottes Helden drang der Schein:„Steht auf! Ihr sollt mein Rüstzeug sein! Euch ruft des Reiches Mönig!“ Da schallt's:„Die Wahrheit macht euch frei, die Nacht ist hin, der Tag herbei!“ und Zubel hallt vieltönig. Herr, Herr, Ew'ger! Treu im Halten und im Walten überschwänglich, Gott, dein Licht ist unvergänglich! 5. Es stritt mit Macht die Finsternis, die Erde bebt'/ der Vorhang riß: da siegt das Licht vom Morgen. Jahr- hunderte sind hingeflohn, manch Reich gestürzt und mancher Thron: die Kirche steht geborgen. Jesus Christus gestern, heute und in weite Ewigkeiten! Eilt, sein Lob heut auszubreiten! 6. Tag, den uns Gott erscheinen läßt, dich grüßt in Lieb und Glauben fest die heilige Gemeine, die kämpfend 164 E- 4. Mission 16⁵ noch hinieden geht, die triumphierend droben steht; es ist ja doch nur eine! Ein Wort, ein Hort, jauchzt, Verklärtel Jauchz', o Erde, seinem Namen: Heilig, heilig, heilig! Amen. Christian Friedrich Heinrich Sachse, 12851860. 4. Mission Cione Weise. Straßburg, 1525. J.V. 163.SIIIIIIIII. + 1. Es wol le Gott uns gnä⸗ dig sein und sein Ant⸗litz uns mit hel⸗lem Schein er⸗ — + DSI— .— . sei nen 56. gen ge⸗ben; leucht zum ew'⸗gen Le⸗ ben daß wir er⸗ken⸗nen 2——..—. 1—— I N 7— 2. +„ 3.—— — 1—— 2——— 1 + 1 + 1 + * 23 sei⸗ ne Werk und was ihm lieb auf Er⸗den, . n Ei 5 4— x— 4 1.— 2 + +— + +—— I 2— 1— + 655156— E und Je⸗su Chri⸗sti Heil und Stark 5 e⸗kannt den — 2— 2.— 1—. 2— ae r w 2 1——— +I. 2 41 Hei⸗ den wer ⸗den und sie zu Gott be⸗ keh⸗ ren. 2. So danken dir und loben dich, o Gott, die Völker alle, und alle Welt, die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 5. Es danke, Sott, und lobe dich das Volk in guten Taten; das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl geraten. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott, der heil' ge Geist, dem alle Welt die Ehre tu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen. Nach dem 62. Psalm von Martin Luther, 1524. 16⁵ 164 II. Uirche und Gnadenmittel Weise: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. öů N 65— Joh. Anastasius Freylinghausen, 1204. al 164—.—.—————————— hi EE—.— +—— X. 0 daß doch bald dein Feu ⸗er brenn ⸗te, und bald die gan⸗-ze Welt er⸗kenn ⸗te, RE—— 9—— ee. 1.— ————— 1 4 + ++— 2 — I du un⸗ aus, sprech lich Lie ben der—0 daß du bist Hö⸗nig, Gott und Herr! O moͤch ten X 1 +— V V& L + I 2— +. + 4 — I sei⸗ ne Him⸗mels⸗fun⸗ken ent⸗zün⸗den je⸗des I — ——5 —4 —— 0 2— — + V + 2— — ,d, to te Herz, die Durst'⸗gen ma⸗ chen freu⸗de⸗ n————— SS..... trun⸗ken und hei ⸗len al⸗len Sün ⸗den⸗schmerz. 2. Swar brennet es mit heller Flamme schon hier und dort in Ost und West, dir, dem am Ureuz erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest; erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein heil du jedem offenbar! 5. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch! Dein Feuermeer ström nicht ver⸗ gebens, ach, zünd in unsern Herzen auch! Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen Cempel aus; laß leuchten deine heil'gen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus! 4. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme doch bald die ganze weite Welt und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und Held! Dann tönen dir von 166 eee„ RX 4. Mission 16⁵ Millionen der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. Aus dem 18. Jahrhundert. weise: Dir, dir, Jehovah, will ich singen. Joh. Anastasius Freylinghaͤusen, 1704. —— 1 —22— 1— + J + gen, —— der Wäch⸗ter, die auf Hi⸗ons Mau-ern stehn, und die ge⸗trost dem Feind ent ge⸗ gen⸗ gehn; 2 7 Frii— E*2* ů—W 21— — 25 S ja, de ren Schall die gan⸗ze Welt durch⸗ ———— ei.—.— 1—.— E. I— + I 1 + dringt und al ler Voͤl · ker Scha⸗ ren zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Gib zu der Ernte doch die hände; gib Unechte, die in treuer Arbeit stehn! M herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Sahl der Unechte klein. 5. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund gelegt; o siehe, wie an allen Orten sich deiner Uinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig darum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich:„Es soll geschehn.“ 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, die in der Uraft Evangelisten sei'n; laß eilend Hilf uns wider⸗ fahren und brich in Satans Reich und Macht hinein! O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 16² — + 1 IE 1.— 1 + — 1 I 166 II. Hirche und Gnadenmittel 5. Ach, daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist so, wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Ge— fängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns freil 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! Ach, fuͤhre bald da⸗ durch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Toren ein! Ja/ wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 2. O bessre SZions wüste Stege, und was dein Wort imLaufe hindern kann, das räume bald aus jedem Wege; vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß Virch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein, und sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer wir und Beter sehn, die kräftig vor dem Riß der Hirche stehn. Karl Heinrich von Bogatzky, 1690—1274. Weise: Gott sei Dank durch alle Welt. 1206 ⁰ FZ.E— 1— VL EADE—2 J— 2. 166 EEEEE EEEEEE. ——— 1—— 1. Wal⸗ te, wal⸗te nah und fern, H HN I EE. 2. 9 n D 2—— +—— all⸗ge⸗wal⸗tig Wort des Herrn, wo nur sei⸗ ner .— e, ter——4 Er——‚.—. 15——. — el schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und in den Armen hält und aus seinem Schoß herab seinen Sohn zum Heil uns gab, 5. Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere 168 S U — S. RE-CES S N 3*— 11 01 1— —„5 562637 4. Mission Schuld durch des heilgen Todes Tat ewig wegge⸗ nommen hat, 4. Uräftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum Himmel weist und durch seine heil'ge Kraft Wollen und Vollbringen schafft, 5. Wort des Lebens, stark und rein: alle Völker harren i dein; walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum I CTag erwacht! 2 6. Auf zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld, klein ist noch der Schnitter Hahl, viel der Garben rt überall. e⸗ 7. Herr der Ernte, groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut; laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl! Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1224- 1841. Weise: Jesus, meine Suversicht.(5) Joh. Crüger, 1656. 5 er 16⁷ E 2 0—3— 4.— he. Ei ⸗ ne Her⸗de und ein Hirt! Wie wird wenn sein Tag er⸗ schei⸗nen wirdl Freu e .—.—— 4 + 2*——— 31 12—— —1 I— + II + 510—— 5 1 dann dir sein, o Er⸗de ach dich auf und dich, du klei⸗ ne Her⸗de; mach dich auf 2 E—.—7. 2— 2 E—— E wer⸗ 96 licht! Je⸗sus hält, was er ver⸗ spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern d Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet ö dämmernd sich den Heiden. Blinde Pilger flehn um Licht; Jesus hält, was er verspricht. 5. Nomm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum x Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Uleine Herde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 169 168 II. Kirche und Gnadenmittel 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgen⸗ rotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn umleuchtet Morgenlicht; Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan: rauscht, verdorrete Ge⸗ beine! Macht dem Bundesengel Bahn, großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft:„Es werde Licht!“ Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, 1767- 1845. Weise: Valet will ich dir 3585 1— 168 6 . Ber du in Co⸗ n näch⸗ ten er⸗kämpft und dich als den Ge⸗rech⸗-ten zum Bür⸗ E LIED 2.2. 6 7+. q— ID— 2 1—— 1..—.——— —* das Heil der Welt gen Lar: ge el; der du den Feind be⸗zwun⸗ *— ————— L— gen, den Hüm mel auf⸗ ge⸗ tan: dir stim⸗ men —— V 1 E 2—....——— A EE 0 A— 7 35—....—. L 2—— uns⸗re ZHun⸗gen ein Hal⸗le⸗lu⸗ ja an. 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nun dein; bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, bis die von Süd und Norden, bis die von Ost und West sind deine Gäste worden bei deinem Hochzeitsfest. 5. Voch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, 120 4. Mission 169 um mit dem Ruf der Snaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, hinaus zu streun dein Feuer ins weite Völkermeer. 4. So sammle deine Herden dir aus der Völker Sahl, e⸗ daß viele selig werden und ziehn zum Abendmahl. g9 Schließ auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk her⸗ an; wo's noch nicht Tag geworden, da zünd' dein Feuer an! Christian Gottlob Barth, 1299—1862. 88466— Gott des—.—. und der Erden. 5 ubert,— . Licht, das in die Welt ge⸗ ente men, Mor⸗gen⸗stern, aus Gott ent⸗glom⸗men, —— 6 ——3—— 1 —* Son · ne vol⸗ ler Glanz and Oracht, Ker. treib hin⸗weg die alte Nacht, zeuch in dei⸗nen ——.— 1 ——.————— ——.— 2—1 Wunder⸗ schein bald die gan⸗ze Welt hin⸗ein! 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget, einen recht ge⸗ pries'nen Lauf, daß noch manches Unie sich beuget, sich noch manches Herz tut auf, eh die Seit erfüllet ist, wo du richtest, Jesu Christ! 5. Es sei keine Sprach noch Rede, da man deine Stimm nicht hört, und kein Land so fern und öde, wo nicht dein Gesetzbuch lehrt. Laß den hellen Freudenschall sieg⸗ reich ausgehn überall. 4. Geh, du Bräut' gam, aus der Hammer, laufe deinen Heldenpfad; strahle Cröstung in den Zammer, der die Welt umdunkelt hat. Oerleuchte, ew'ges Wort, Ost und West und Süd und Nord! ö 5. Homm, erquick auch unsre Seelen, mach die Augen 1²1 -?' iE 17⁰ II. Airche und Gnadenmittel hell und klar, daß wir dich zum Lohn erwählen, vor den Stolzen uns bewahr; ja, laß deinen himmelsschein unsres Fußes Leuchte sein! Ewald Rudolf Stier, 1800—1862. weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) ceo Baßler, 1601 160. 1²⁰ο.— U97 2— 20.—.—— 1. Der du zum Heil er-⸗schienen der al⸗ler⸗ und von den Che⸗ru⸗-bi⸗men zu Sün⸗dern 1 IEI I L 2——— 1——— +. * 2——————.— I 1.—— 2 13 ärmesten Welt dich ge⸗ sellt, den sie mit fre⸗ chem Stol⸗⸗ze 233.—7 nn d. — V—— J 14½4——— 2SII ——— 2 DSꝗYDPSPDPDPIPI— ver⸗höhnt für sei⸗ ne Huld, als du am dür ren ——— 12— 3 IA᷑A — VH 1 I JID.—— 1—4 1 +— H 1 98—138 J—— II Hol⸗-ze ver⸗söhntest ih re Schuld, 2. Damit wir Uinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein haus; von Westen und von Süden, von Morgen ohne Sahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 5. Im schönen Hochzeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Friede werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Ureis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht. Auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild, am Borne sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. 12² ö ö ————— HRnn== n. lii 4. Mission 171 6. So sprich dein göttlich, Werde“, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn; daß, wo man Teufeln fröhnet und vor den Götzen kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. Albert Anapp, 1798— 1864. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. ELEÆ——— E PSPIF F*T —— 1. Ei⸗ ner ist's, an dem wir han⸗gen, der Un⸗sre Lei⸗ber, un⸗ sre Her⸗zen ge⸗ 2 7 2—5— e 3——. 2— 1* 2— 2— 4— für uns in den Tod ge⸗gan-⸗gen und uns er⸗kauft ö hö⸗ren dir, o Mann— 5 zen, in dei⸗ner Lie⸗ I. mit sei⸗ nem Xut. er be ruht—— 85 gut. 22———— EE— 1..— 5 . tum, Lededt dir zum Ruhm deime Hin· der, ver⸗birg uns 45— RI— V 2— 0 2 7— ie nicht das Gna⸗ üiruin von dei nem mheil gen An⸗ 98 sichtl he 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst haͤst unsre t, Sahl gezählet nach deinem ew'gen Gnadenrat. Unsre er Uraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich t den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den t. Himmel. Wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 5. O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der 1²5 17²2 II. Uirche und Gnadenmittel Schnitter wenig, drum sende treue Heugen aus! Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Codes⸗ schatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtig⸗ ö keit, geh auf, denn es ist Heit! Homm, Herr Zesu, geh uns voran und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ew'ges Heil erfunden; dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein KHreuz so langeweisen, bis es durch ihre herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, es richtet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe. Was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Uraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Unapp, 1298—1864. Nach voriger Weise. 17² Hönig Jesu, streite, siege, daß bald dir alles unter⸗ liege, was lebt und webt in dieser Welt! Blick auf deine Friedensboten, laß wehen deinen Lebensodem durchs ganze weite Cotenfeld! Erhöre unser Flehn und laß es hald geschehn! Amen, Amen! So rühmen wir und jauchzen dir ein Halleluja für und für. Verfasser unbekannt, etwa 1850. 1²4 5. Wort SGottes 5. Wort Gottes Weise: Sollt es gleich bisweilen scheinen. 17⁵, 174 6— Melchior Vulpius, 1608. ——— 4— DEE 8 ⁰⁰0— 2 1 2. 1. Creu⸗ ster Mei⸗ster, dei⸗ ne Wor ⸗te es· ö—— ö— ö sind der Pfad, der uns führt zur Got⸗tes stadt. 2. O wie selig, wer dich höret, wer von dir will sein gelehret, wer zu jeder Seit und Stund schaut auf deinen . treuen Mund! 5. Sprich doch ein in meiner Seele, gib ihr Weisung und Befehle; lehr sie halten bis zum Tod deiner Liebe 5 sanft Gebot! 60 4. Hilf mir, mich im Lieben üben und Gott über alles 53. lieben; meinen Nächsten gleich wie mich laß mich lieben 10 inniglich! . 5. Lehr mich heilige Gebärden, laß mir deine Demut 7 werden, gieß mir deine Sanftmut ein, laß mich klug in 35 Einfalt sein! 6. Also werd ich mich verbinden ganz mit dir und Ruhe finden; also werd ich in der Seit sein gelehrt zur Ewig⸗ keit. Johann Scheffler(Angelus Silesius), 1624—J6rr. f Weise: Jesu, meine Freude. Joh. Crüger, 1650. d 10 b—— 2———— ir +—— 1. Wort des höch-sten Mun⸗des, En⸗gel Bald, da wir ge⸗-fal⸗len, lie ⸗-ßest 12⁵5 17⁴ II. Hirche und Gnadenmittel I Ee=——— ö3 der, ie un dr„ie.— ö ä......... E⸗= ** mei⸗nes Bun⸗des, Je⸗su, un⸗ser Ruhm! ö i·n du er⸗schal⸗len E⸗-van⸗ge⸗li⸗ um:—. 15 SPSPIIII.II....—.—— *— I + ECe lef———4 — I—————— Uraft, die Glau ⸗ben schafft, ei⸗ ne Bot⸗schaft, —————— H— 2:: 1 1 +—4 I E=— 2.————— +————H——4 ——.—— 1—*——2 I— A die zum Le⸗ ben uns von dir ge⸗-ge-ben. 2. Was dein Wohlgefaͤllen vor der Seit uns allen fest bestimmet hat, was die Opferschatten längst verkündet hatten, das vollführt dein Rat; was die Schrift ver⸗ spicht, das trifft alles ein in Jesu Namen und ist Ja und Amen. 5. Alles ist vollendet, Jesu Gnade wendet allen Horn und Schuld; Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben alle Gnad und Huld. Auch ist dies führwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre; ach, erwünschte Lehre! g. Uns in Sünden Toten machen Jesu Boten dieses Leben kund; lieblich sind die Füße und die Lehren süße, teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun vermeld't durch der guten Botschaft Lehre, daß man sich bekehre. 5. Dieser Grund bestehet; wenn die Welt vergehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, so soll mein Vertrauen evangelisch sein. Auch will ich nur würdiglich in der Kraft, die mir gegeben, evangelisch leben. 6. Jesu, deine Stärke schaffet diese Werke, stehe du mir bei! Nichts kann mich nun scheiden, hilf denn, daß mein Leiden evangelisch sei; laß auch mich einmal auf dich als ein Uind, mit dir zu erben, evangelisch sterben! heinrich Cornelius Hecker, 1699—1748. 126 s; —1 S= ön IVV AMAHf 5. Wort Sottes Weise: O du Liebe meiner Liebe.(10) 17⁵, 176 Darmstadt, 1698. Herr, dein Wort, die ed le Ga be, Denn ich zieh es al⸗ler Ha⸗ be die⸗ sen Schatz er⸗ hal te mir! I und dem größ⸗ten Reich⸗tum für. wem ben Wort nicht .=..........J—. 94 mehr ⸗ gel⸗ten,— soll der Glau· be ruhnd Mir et—33 „ ists nicht um tau· send Wel⸗ tei, a⸗ber um dein Wortzu tun. rn 2. Halleluja! Ja und Amen. Herr, du wollest auf mich hen sehn, daß ich mög in deinem Namen fest und unbeweg⸗ iß: lich stehn! Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen re! früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie ses Maria tat. nikolaus cudwig Graf von Zinzendorf, 1700—1760. 5e, rch weise: Schmücke dich, o liebe Seele. Johann Cruger, Ici9. ————.—— „ 76 EEE oll 1. Pre-di⸗ger der sü⸗ßen Leh⸗re, iur gro⸗ßer Arzt der Men-schen⸗kin⸗der, sch I DDDD— —————— du die ich mit Er⸗ stau⸗nen hö⸗re, aß du E⸗van⸗gelist der Sün· der 219 Ore 38. rl——— iJ— sch—.—.*— 3. 9 neu en Bun des, laß die Wor⸗ te dei nes 1²²2 12 mir zu Geist und Le⸗ben wer⸗den! ‚PPIIIFIIIIIII 2. Herr, dein Wort ist wie ein hammer, schlägt und zeigt den Seelenjammer; es erquickt mich wie der Regen, leuchtet mir auf allen Wegen, stärket meines Geistes Kräfte, gibt mir neue Lebenssäfte, ist ein Stab für matte Glieder und ein Schwert dem Feind zuwider. — 5. Diesem Worte will ich trauen und darauf beständig schauen. Sonst ist doch kein Licht vorhanden; fremde Lehre macht zu Schanden, aber dein Gesetz und Gnade leiten mich auf rechtem Pfade. Herr, mein Glauben und mein Lieben hat den Grund: es steht geschrieben. 4. Lehre mich dein Wort betrachten, mit Begierde darauf achten; lehre mich's im Geist verstehen, laß es mir zu Herzen gehen; mache, daß ich's fröhlich glaube, und kein Zweifel mir es raube, daß ich's mit Gehorsam ehre und sonst keine Stimme höre! 5. Was die Welt bekennt und lehret, was mein Herz erdenkt und ehret, was der böse Geist erdichtet, wird von Gottes Wort gerichtet. Weg mit euch, ihr falschen Geister! Mirr ist g'nug an einem Meister. Wißt, daß euch der Fluch verzehret, wenn ihr selbst auch Engel wäret. 6. Selig, selig sind die Seelen, die sich sonst kein Licht erwählen, als allein das Wort des Lebens! Diese glauben nicht vergebens, weil sie Gottes Rat ergründen und sein Herz im Worte finden. O, ein unschätzbares Wissen! Andre Weisheit kann ich missen. 2. Licht und Uraft und Mut und Freude, wahrer Crost im tiefsten Leide, Schutz vor allerlei Gefahren und 128 5. Wort Gottes 17² ein ewiges Bewahren: das sind dieses Wortes Früchte. Alles andre wird zu nichte; alles andre muß vergehen: Gottes Wort bleibt ewig stehen. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1723—1761. Weise: Ach Gott und Herr. 2—— 1625. 17⁷ ERE LZLA— 2—* D I 4— * +— 2 2.— 1. Gott ist mein Hort, und auf sein Wort .——.—————— , Im, H—* 7 2 2 5. + 7 soll mei⸗ ne See⸗le trau: en. Ich wand⸗le hier, mein — 1— x———.— — 2 2 E 11 n— ꝙ————— 2——.———.0 212————— Gott, vor dir im Glau-ben, nicht im Schau⸗en. 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich sein— Uräfte schmecken! Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott mich von dem Glauben schrecken! 5. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verständ ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben. Sur Ewigkeit ist diese Seit von dir mir übergeben. ö 5. Dein' ewgen Rat, die Missetat der Sünder zu ver sühnen, den kennt ich nicht, wär mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sün⸗ den nicht verzagen. Nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh vermag ich's nie; dein Wort gibt mir die Uräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort, denn du hast's uns gegeben. Es sei mein Teil, es sei mir Heil und Uraft zum ewgen Leben. Christian Fürchtegott Gellert, 1215—1769. 1²9 178 II. Uirche und Gnadenmittel Weise: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Philipp Nicolai, 1599. ——— 1. Welch himm.lisch Licht ist's, das der Welt Es ist das Wort des Herrn, das Licht —.——.——6—.————— —————.— 6— —. I +——— + I +*1* so herr⸗lich strahlt, so mild er⸗ hellt den dunk⸗ von Gott ge⸗sen ⸗-det, das uns nicht in Fin⸗ I T — IAü .e,e Anm.d nu re, w. ——————.—— 1— len Pfad durch's Le.benꝰd ster⸗nis läßt schwe⸗ben. Seine rei„ne, ew! ———————— — 2 2 E—— +—9— ge Wahr⸗heit strahl in Ular⸗heit dir, o — 2 2— + —————— 7 ̃ H —. + 1— I +——— Er de, daß der Herr ver herr⸗licht wer⸗de. 2. Was führt uns hin zum höchsten Gut, was gibt zur Tugend Äraft und Mut und reinigt uns von Sünden d Es ist des Lebens Wort allein; dies lehrt uns treu und standhaft sein und glücklich überwinden. heil uns! Laßt uns denn mit Freuden auch verbreiten Gottes Lehre, daß das Reich des Herrn sich mehre. 5. Wo quillt dem Herzen Trost und Ruhd Wo strömt ihm sel' ge hoffnung zu und hoher Gottesfrieden? In des Erlösers heil gem Wort; es führt zur Seligkeit uns dort und tröstet uns hienieden. Diesen süßen Quell der Freuden soll kein Leiden, diesen Glauben keine Macht der Welt uns rauben. Remigius Fresenius, 1277—820. 180 5. Wort Gottes 179 Zär Was Gott tut,— ist wohlgetan. Aürbers, 100 E E—— E—— 1⁰9 4HQ— ——— 1. Dein Wort, o Herr, ist mil⸗der Tau laß kei⸗nem Pflänz⸗chen dei⸗ ner Au . e, aen exs für trost⸗ be⸗ dürft⸗ ge See⸗len; den Him⸗mels⸗bal⸗sam seh ⸗len. Er⸗quickt durch —— N —.ß.—5*++ + + 235— I *—2 +—— +———— 8+.— E +———*+ J + 12 4—* V 2 ihn laß je⸗ des blühn und in der Su⸗kunft — n n.——— + ....I....... — EXA Ta⸗gen dir Frucht und Sa⸗- men tra⸗-gen!l 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, ein Blitz, der Felsen splittert, ein Feuer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein erschüttert. Olaß dein Wort noch fort und fort der Sünde Macht zerscheitern und alle Herzen läutern! 5. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pil⸗ gerreise; es führt auch Toren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle! 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht: da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Suversicht, die Fackel meiner Pfade; es zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ew'gen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn zu dir, dem sichern Horte. Wo anders wend ich sonst mich hin d herr, du hast Lebensworte. Laß immerfort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten! 6. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren, den Hunger aus, dein Lebenswort und deinen 181 180 II. Kirche und Gnadenmittel Geist zu hören; send aus ein heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen Karl Bernhard Sarve, 1765— 1841. Eigne Weise. Stuttgart, 1838. — 1. Treu⸗er Hei⸗land, wir sind hier in der un⸗sre Zin⸗ nen und Be⸗gier len ⸗ke 2— N ———— — E 0 + 4 —0 —— A dae t Stil⸗le; ͤ de mo- vre S60 —.——— 4 E.——— I ——— L * strahl in un⸗ser Herz hin⸗ein, uns mit Licht er⸗fül⸗lel wollest unser Lehrer sein, hör der Sehnsucht Bitte: deines bilde Herz und Sittel Wohltuns Milde. 4. Seige deines Wortes Uraft an uns armen Wesen; zeige, wie es neu uns schafft, Uranke macht genesen. Jesu, dein allmächtig Wort fahr in uns zu siegen fort, bis wir ganz genesen! 5. O wie selig ist es, dir kindlich zu vertrauen! Uner⸗ schüttert können wir auf dich Felsen bauen. Herr, wir glauben in der Seit, bis die sel'ge Ewigkeit uns er⸗ hebt zum Schauen. Christian Heinrich Zeller, 1779— 1860. 182 ISIIIII 2. Uehr, o Jesu, bei uns ein, komm in unsre Mitte; ö Wortes stille Kraft, sie, die neue Menschen schafft, 5. Von dir lernen möchten wir deiner Sanftmut Milde, möchten ähnlich werden dir, deinem Demutsbilde, deiner stillen Cätigkeit, deiner armen Niedrigkeit, deines 5. Wort Sottes 181, 182 weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(1) Sotha 1651 . +—————————— I EU 05 2—.— 1. Nun geh uns auf, du Mor⸗ gen stern, du ö +— V + —.— 2 ö—.—....... 1. 23——5—3 0 2 — se⸗lig ma⸗chend Wort des——— du—.— des Heils, ö 2+.—.— 5— er——————,. ke das uns im Sohn der Va⸗ter gab von sei⸗nem Thron! 2. Bereitet ist für dich die Bahn, die Herzen sind dir — aufgetan; wir sehnen uns nach deinem Licht und seufzen auf: versäum uns nicht! 5. Du Wort der Wahrheit, lautrer Zuell, mach unsre 5 dunkeln Augen hell, daß wir die Wege Gottes sehn, E; nicht in der Wahrheit irre gehn! — 4. Du Wort der Buße, füll das Herz uns an mit tiefem Reueschmerz, daß unser Flehn und Seufzen sei: Sott ö steh uns armen Sündern bei! te; 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, o bring uns es Botschaft fort und fort von ihm, der für uns litt und 1„ starb und uns Gerechtigkeit erwarb! 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft, daß wir, de der Eitelkeit entrafft, im gnädig dargebotnen Heil er⸗ — greifen unser ew'ges Teil! 28 ê. So geh uns auf, du Gottesglanz, durchdring uns und verklär uns ganz, du Wort, das noch in Hraft besteht, wenn Erd und Himmel untergeht! Zulins Sturm, 1816—1896. 2 1) 6. Caufe — Eigne Weise. Zoh. Rudolf Ahle, 1666. Ich HJRf ² 1. Lieb⸗ster Je⸗su, wir sind hier, dei⸗nem ö Die⸗ses Hind⸗lein kommt zu dir, weil du 165 185 II. Kirche und Gnadenmittel —.— IET— Wor ⸗te nach⸗zu⸗le⸗ben. den Be⸗fehl ge⸗ge⸗ben, danr man sie zu DSSDPDIPI.II I.......I.I.III I. T IAIIII..... ESEESEEEEEEEEE Chri⸗sto füh⸗re, denn das him⸗mel'reich ist ih ⸗re. 2. Za, es schallet allermeist dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 5. Darum eilen wir zu dir, nimm das Pfand von unsern Armen; tritt mit deinem Glanz herfür und er⸗ zeige dein Erbarmen, daß es dein Hind hier auf Erden und im Himmel möge werden! 4., Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Frie⸗ defürst, sei du sein Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgeb⸗! 5. Nun wir legen an dein Herz, was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen; ja den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben! U — Benjamin Schmolck, 1622—1732. weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) Georg Neumark, 1652. 5———.— ꝗSSISI.... 1. Ich bin ge⸗tauft, ich steh im Bun⸗de so sprech ich stets mit fro⸗hem Mun · de e. ISISSSEEE..— durch mei⸗ne Cauf' mit meinem Gott: in Hreuz, in Crüb⸗sal, Angst und Not. Ich bin ge⸗ 184 ——...————..—..— tauft, des freu ich mich, die Freu⸗de blei⸗bet e⸗wig⸗lich. 2. Ich bin getauft, ich hab empfangen das allerschönste Ehrenkleid, darin ich ewiglich kann prangen hier und dort in der Herrlichkeit. Ich bin mit Jesu Blut erkauft und ich bin auch damit getauft. 5. Ich bin getauft, mir ist gegeben zu gleicher Seit der heil'ge Geist; der heiliget mein Herz und Leben, dafür sei ewig Gott gepreist. O Sierde, welche große Pracht, die mich gerecht und selig macht! 4. Ich bin getauft, ich bin geschrieben auch in das Buch des Lebens ein; nun wird mein Vater mich ja lieben und seinem Hinde gnädig sein. Es ist mein Name Gott bekannt und eingeprägt in seine Hand. 5. Ich bin getauft; was kann mir schaden d Ich bin und bleibe Gottes Kind. Ich weiß, ich bin bei Gott in Gnaden, bei dem ich allzeit Hilfe find; denn, wenn ich weine bitterlich, so spricht mein Vater: hier bin ich. 6. Ich bin getauft; was kann mir fehlen, weil ja mein Vater an mich denktꝰ Wer kann die Wohltat all erzählen, die er mir wirklich hat geschenkt9? Mein Vater ist ein reicher herr, der gibt mir immer mehr und mehr. 7. Ich bin getauft; ihr Feinde, weichet! Ich stehe unter Gottes Schutz, der seinem Hind die Hände reichet: was acht ich eure Macht und Trutz d Greift ihr ein Gotteskind nur an, so glaubt, daß Gott es schützen kann. 8. Ich bin getauft und bin zufrieden mit meines Vaters Lieb und Treu; ich werde von ihm nie geschieden, mein Lebenstrieb wird täglich neu. Wie es mein Vater schickt und fügt, bin ich in allem wohl vergnügt. 9. Ich bin getauft; ob ich gleich sterbe, was schadet mir das kühle Grab ꝰ Ich weiß mein Vaterland und Erbe, das ich bei Gott im Himmel hab. Nach meinem Tod ist mir bereit des Himmels Freud und Seligkeit. Johann Friedrich Starck, 1680—1756 185 184, 185 II. Kirche und Gnadenmittel Weise: Errett mich, o mein lieber Herr. Claude Sondimel, 1562. O Va⸗ter, sieh mit Wohl⸗ ge· fal⸗len dies ———+— 2.——— 2 12 7.———. 25½7 — 7.... 2.—— 2—. 4* Wirs⸗ lein an, das wir dir weihn, und laß der Un⸗schuld —*..— E— from⸗mes Lal len dir Lob⸗ge· sang und Psalter seinl 2. O hirt voll Liebe und Erbarmen, nimm dieses zarte Schäflein ein und laß in deiner Liebe Armen es 42— immer wohl bewahret sein! ö— 3. O Geist des Lichtes und der Wahrheit, erfülle du mit sanftem Schein des Uindes Herz, laß deine Klarheit im Pilgertal ihm Leitstern sein!— Friedrich Adolf Arummacher, 1768— 1845.— Weise: Vater unser im Himmelreich. cuther(D), 1530. —— 2—.— 5 EEEE Dies Uind⸗lein, Je⸗ su, nun dein; laß — Hir es W1 em⸗ Hoh len 225 2n Waß⸗ 2 — tau⸗ 551 88 wir es heut, Wit Geist tauf dus in dee n ren E. E⸗wig⸗keitl Wir wol len's pfle⸗gen fort und —. ——.—.—.—., dritnirtrimr. fort; mach Herr es e⸗wig 245 lig dort! Robert Steiger. E 3 6D 186 2. Konfirmation 18 7. Äonsirmation weise: O daß ich tausend Zungen hätte.(2) Joh. Georg Schicht, 1825. EISSSD— O EEEEEEEEEEE 1. Ich bin ge⸗tauft auf deinen Na⸗men, Ich bin ge⸗zählt zu dei⸗nem Sa⸗ men, 2 4— 7 I — 2*⁷ Gott Va⸗ter, Sohn und heil⸗ger Geist. zum Volk, das dir ge⸗hei⸗ligt heißt. — I S= 1 +1.— +... —— in Chri⸗ stum ein ge senkt, ich bin —38 2—.— H ——— 5 2 7 ů 1 +———— mit sei⸗nem Geist be⸗iäschenkt. 2. Du hast zu deinem Uind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Ster⸗ ben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 5. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein KMind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan! 4. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn! Es sei in mir kein Trop⸗ fen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut. 5. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt; so leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach, 1693—1735. 167 18² II. Hirche und Gnadenmittel Weise: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Philipp Nicolai, 1599. — 2— —.— 2 18⁷ S—— 1. Mit heil⸗ger em na⸗hen wir, Wir na⸗hen, Herr, mit erz und Mund —..——— EE Er ⸗15 ser Je⸗sus Chri ⸗stus, dir uns dei⸗nem der Cau⸗fe se⸗gens⸗rei⸗chen Bund als Chri⸗sten —— En—.—— —————— Dienst zu wei⸗hen! zu er⸗neu⸗en; und du, Je⸗su, wollst zum ——————— ů ů—. — i +7 7 2 2.—— 2.——— Bun⸗de die ser Stun de Se⸗gen sprechen, E—— EE.— E....... daß wir nim mer⸗mehr ihn bre⸗ chen! 2. Heil uns! Wir haben dich erkannt, Gott Vater, und das Vaterland, im Himmel uns bereitet, und dich, Sohn Gottes, Jesu Christ, daß du der Sünder Heiland bist, der sie zJum Himmel leitet. Laß dein uns sein; unser Leben, dir ergeben, soll dich loben. Gib uns dazu Hraft von oben! 5. O send uns, wie dein Wort verheißt, den heil' gen guten Gottesgeist, daß er uns Weisheit lehre! Er steh uns in Versuchung bei, er mache uns von Sünden frei und tröst uns, dir jur Ehre, daß wir dir hier wie in Freuden, so in Leiden leben, sterben und die Seligkeit erwerben. Joh. Christoph Spieß, 1721—1829. 188 2. Honfirmation 188 was O du Liebe meiner Liebe.(10) Vartestedt, 165. 58— 1. Dei dir, ZJe su, will ich blei⸗ben, nichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ ben, e,. stets in dei⸗nem Dienste stehn; dei⸗ ne We⸗ge will ich gehn. Du bist mei⸗nes 4 I 2— I —— ů—.— 2 2 +.— I— Le⸗ bens Le⸗ben, mei⸗ ner See⸗le Trieb und 22——— — 1 + J 1 12 + 1 — + +* 1—.— 223 +— I— III I +— + . 2. Kraft, wie der Wein-stock sei⸗ nen Re⸗ben zu⸗-strömt Uraft und Le⸗bens⸗ saft. 2. önnt ich's irgend besser haben, als bei dir, der alle⸗ zeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? Rönnt ich je getroster werden, als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist ẽ 5. Wao ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blutd Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für miich gab; sollt ich ihm nicht Creue schwo⸗ ren, Treue bis in Tod und Grab d 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Seit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn 189 189, 1900 II. Uirche und Gnadenmittel mein Tag sich neigt! Wenn es nun will Abend werden und die Nacht herniedersteigt; wenn mein Aug wird dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Aarl Johann Philipp Spitta, 18011859. Nach voriger Weise. 189 Bleibt bei dem, der euretwillen auf die Erde nieder⸗ kam, der, um euren Schmerz zu stillen, tausend Schmerzen auf sich nahm! Bleibt bei dem, der einzig bleibet, wenn auch alles untergeht, der, wenn alles auch zerstäubet, siegend überm Staube steht! 2. Alles schwindet. Herzen brechen, denen ihr euch hier ergabt, und der Mund hört auf zu sprechen, der euch oft mit Trost gelabt, und der Arm, der euch zum Stabe und zum Schilde ward, erstarrt, und das Auge schläft im Grabe, das euch sorgsam einst bewahrt. 3. Alles stirbt. Das Ird'sche findet in dem Irdischen sein Grab, alle Lust der Welt verschwindet, und das Herz stirbt selbst ihr ab. Ird'sches Wesen muß verwesen, ird'sche Flamme muß verglühn, ird'sche Fessel muß sich lösen, ird'sche Blüte muß verblühn. 4. Doch der Herr steht überm Staube alles Irdischen und spricht:„Stütze dich auf mich und glaube, hoffe, liebe, fürchte nicht!“ Darum bleibt bei dem, der bleibet, und der geben kann, was bleibt, der, wenn ihr euch ihm verschreibet, euch ins Buch des Lebens schreibt! Karl Johann Philipp Spitta, 1801- 1859. Weise: O Ewigkeit, du Donnerwort. Jehand Eräger, 1658 9 EEE + 19—— 22n E 3—.— P— 2.. I. 2—.—— — 12. 6 5 r⸗den, wo nur Sün⸗der sind, nennst 19⁰ ö 2 —. 38 2 0 d 3 n b 2 0 7. Honfirmation soll mich, ew ge Lie ⸗be, dir in die · ser Wel du mich freund⸗lich schon dein Kind, o laß mich's e⸗ ——..— ———————— —— 4.—— de. ent⸗rei⸗ßen! wig hei⸗ßen und treu mit Wan⸗del, Herz und ——· L 2 are, Kn —— 1—.—— J—„ Mund be⸗wah⸗ren dei-nen Frie⸗dens⸗ bund! 2. Ich bin in dir und du in mir; dreiein' ger Gott, du hast zu dir mich frühe schon berufen. Was mir, dem Hindlein, war bereit, ergreif ich heut mit Innigkeit an des Altares Stufen und sag: o Liebe, du bist mein, ich will dein Uind auf ewig sein. 5. Ich bin in dir und du in mir; noch wohn ich völlig nicht bei dir, weil ich auf Erden walle; drum führ mich, Jesu, treuer Hirt, daß mich, was locket, schreckt und irrt, nicht bringe je zu Falle! O daß, was ich dir heut versprach, mir gehe tief und ewig nach! 4. Ich bin in dir und du in mir; komm, Herr, mir deine Tugendzier frühzeitig anzulegen, daß mir des Lebens Glück und Not, ja selbst der letzte Feind, der Tod, nur kommen mög in Segen! Miit dir will ich durchs Leben gehn, dir leiden, sterben, auferstehn. Albert Anapp, 1798— 1864. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1957 — E 7——. 7 1 HIE ID 1. Gemeinde: Vor dir, To⸗des⸗ü⸗ber⸗win⸗der, Freu⸗dig gehn sie dir ent⸗ ge⸗gen, 19¹ 191 II. Uirche und Gnadenmittel EEEESEEESEEEEIEESEEEEE ———— stehn dei ⸗ne teu'r er⸗lo⸗ sten Kin⸗der, ihr Lob⸗ ge⸗ sang weil du der Lie⸗be reich⸗sten Se⸗gen den Hin⸗der⸗see⸗ I. II. e——————— 2———— DiEEEE sei dir ge⸗brachtl ei dir ge- bra len 9565 dacht Dein Au ⸗ge sieht E— + E 1 E + 1 2— P P II I.SI.IIIIII.....II. sie Hier im Ju⸗gend-schmuck vor dir knien und ——— ———— 2 7— be-ten. Herr, sie sind dein, laß ih⸗re Reihn 12———— 4 ZB Kn tere n . +* dir an dein Herz ge⸗le⸗get sein! 2. Chor der Kinder: Friedefürst, ich ward erkoren am ersten Tag, als ich geboren, zu deinem sel'gen Gnaden⸗ kind. Du gabst mir des Himmels Gaben, weil wir nichts Gutes eigen haben und ohne dich verloren sind. O Jesu, meine Ruh, ich greife freudig zu nach den Gaben, die du mir heut zur Seligkeit durch dein Erbarmen hast erneut. 5. Laß dich halten und umfassen, ich will dich ewig nicht verlassen, verlaß auch du mich ewig nicht! Schütze mich vor Welt und Sünde und offenbare deinem Kinde dein gnadenvolles Angesicht, auf daß ich Tag für Tag in dir mich freuen mag, still und heilig, und mich dein Mund zu jeder Stund erinnre an den Liebesbund! 4. Gemeinde und Uinder: O du hirt erkaufter Seelen, ich muß des rechten Wegs verfehlen, wenn meine Seele von dir geht. Darum gib mir Licht und 19² nn e —rn hn I 2. Konfirmation 192, 195 Stärke und Glaubensmut zum guten Werke, zum Rxaingen, Wachen und Gebet, bis ich den Pilgerstand im ew'gen Vaterland siegreich ende, und du, o Sohn, der Treue Lohn mir reichst von deinem Gnadenthron! Albert Anapp, 1798— 1864. Weise: Seelenbräutigam. Darmstadt, 105 1——— 9½ 1. Von des Him⸗mels Thron sen⸗de, N +* 4 H+—— 2 210 195— 2 2 2...—7 —*EDEEE 7.—— * V. Got⸗tes Sohn, dei nen Geist, den Geist der 2 Stär⸗ke; gib uns Uraft zum heil⸗ gen Wer ⸗ke, ö— D— e dir uns ganz zu weihn, e⸗wig dein zu sein! 2. Mach uns selbst bereit, gib uns Freudigkeit, unsern 21 Glauben zu bekennen und dich unsern Herrn zu nennen, —+ dessen teures Blut floß auch uns zu gut. bts 5. Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, wenn su, wir unsern Bund erneuern und gerührt vor dir beteuern, die deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. ast ö 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnaden überschütten; Licht cht und Äraft und Ruh ströme dann uns zu! ich 5. Gib auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, m unauflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, m bis wir dort dich sehn und dein Lob erhöhn! in Samuel Marot, 17201865. weise: Christus, der ist mein Leben. melchior Vulpius, 1609. — 1 193 E 5————. 1. All⸗lie⸗ben⸗der! Wir na⸗hen uns 195 13 194 II. Uirche und Gnadenmittel + 2 227 — — be⸗tend dei⸗ nem Thron; er⸗-hör uns, deine SPIPIPIP‚I‚Iꝑ‚ꝑ‚IꝑIꝑ‚PIPIꝑPIPIPIPII I I IIIII—— DEDEDiIIIIIIISIeIee FFTN —. 1—*. 2 Uin⸗ der, durch Chri-stum, dei- nen Sohn! 2. Als seines Reiches Erben und auf sein Wort getauft, hat er, der Welt Erlöser, uns teuer sich erkauft. 5. Den Taufbund zu erneuen, sind wir versammelt hier und weihen unser Leben und unsre Herzen dir. 4. Du hörst, was wir geloben, du siehst in jedes Herz ach, laß uns treu dir bleiben in Freude und in Schmerz! 5. Laß uns von dir nicht wanken; und straucheln wir im Lauf, dann reich uns deine Hände und hilf uns wieder auf, 6. Und führ uns bis zum Siele, wo du des Sieges Uron dem treuen Nämpfer reichest vor deinem Gnadenthron! Johann Justus Finger, 17811868. 8. Abendmahl Wittenberg, 1528. ů 42 Cigne Weise. 1——— ——— 2— EEEE. 1. Chri-ste, du Lamm Got⸗tes, der du 2. Chri⸗ ste, du LCamm Sottes, der du —..—— 56———— —.— e.—.— trägst die Sünd der Welt, er⸗barm dich un⸗ ser trägst die Sünd der Welt, er⸗barm dich un⸗-ser! —)..— .IIII.I.... T ͤ t.. 5. Chri⸗ste, du Lamm Got-tes, der du trägst ———.————1— . die Sünd der Welt, gib uns dei⸗ nen Frie⸗den! 194 8. Abendmahl men. Nach dem altkirchlichen„Agnus Dei“, deutsch zuerst 1528. Weise: Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Philipp Nicolai,— f, 105 E, jer*. Hare„su, dir sei Preis und Dank Im Brot und Wein dein Leib und Blut öEEiEEE erzl 6 25 4. hir fuͤr die se See⸗len⸗ speis undErant, da⸗mit— vir Ln—— kommt uns sehr zu gut und un⸗sre uns be⸗ ga⸗bet! daß wir i ir uns er⸗ Her⸗-zen la⸗-bet, die —————— —.——. freu en, wohl ge⸗dei hen, e⸗wig le⸗ben: n,⸗ r. R sol⸗ ches.—.— lest du uns ge⸗ben! u 2. Ach herr, laß uns doch nehmen nicht dein wertes IE Nachtmahl zum Gericht; ein jeder recht bedenke, daß ö er mit diesem Lebensbrot im Glauben stille seine Not, der Fels des Heils uns tränke: züchtig, tüchtig dich dort oben stets zu loben, bis wir werden zu dir kom⸗ men von der Erden. 5. O daß wir solche Seligkeit erwarten möchten alle⸗ zeit in Hoffnung und Vertrauen und folgends aus dem Jammertal gelangen in den Himmelssaaͤl, dein Ant⸗ ö litz, Herr, zu schauen: tröstlich, köstlich uns als Gäste ö auf das beste bei ihm laben und ganz voll Genüge haben. Bernhard von Derschau, 1591— 1659. 195 1³⁰ 100, 197 II. Kirche und Gnadenmittel Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.(I) 1503 2„—— I ö— 196 ES—‚‚.———— D.. 9— + 3. 1. Ich stell mich ein, o from⸗mer Gott, zu —————2— 2 + — 7*—..—.—.—— +———..——..—.—— 4—— ĩ—— 5 4 1 1 + 1 4—1 + SSS— 2 E———— + 4 FEE—. 2—— J L— 20 2— 2. la⸗den hast: hilf, daß ich sei ein würd'⸗ger Gast! 2. Mit Sünden bin ich zwar beschwert und darum deiner Gunst nicht wert; doch, lieber Gott, erbarme dich um Christi willen über mich! Verfasser unbekannt, um 1674. Eigne weise. Johann Crüger, 1649. . EEE 12—— 1. Schmük⸗ke dich, o lie be See⸗lel komm ans hel ⸗le Licht ge⸗gan⸗gen, + — + + 2——... — 2 2 —7— Laß die dunk⸗le Sün⸗den⸗höh ⸗le, fan⸗ge herr⸗lich an zu pran⸗gen; — 9— F 2.— r. Herr voll Heil und Gna⸗den will dich jetzt zu ee nie annimn. REe& Ga ste la-den; der den Him⸗mel kann ver⸗wal⸗ D. II denn der —. zeee dinn, en,v:n;edr.. n 4 SSII... F TFTFTFIFITITITITITITFTFI——I—— ten, will jetzt Her⸗berg in dir hal ⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an 196 8. Abendmahl 198 deines herzens Pforten. Eile, sie ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen, sprich: o Herr, laß dich um⸗ fassen, von dir will ich nicht mehr lassen! 5. Herr, wie köstlich ist die Gabe, die ich hier vor Augen habe, und umsonst wird mir gegeben Lebensbrot, Ge⸗ wächs der Reben, weil in aller Berge Gründen doch der Schatz nicht ist zu finden, der das Labsal dieser Schalen, der dies Manna kann bezahlen. 4. Ach, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach diesem Mahl zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine sich mein Herr mit mir vereine! 5. Jesu, meine Lebenssonne, ZJesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall ich zu deinen Füßen; laß mich würdiglich genießen diese deine Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise! 6. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kraͤftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 2. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mag dein Gast im Himmel werden! Johann Franck, 1618- 1627. Weise: Allein Gott in der Höh sei Ehr.(a) ——————— 108 EEEEEE i 0 2 1. 0 Je⸗ su, dir sei ewig Dank für für mei⸗ner See⸗le Speis' und Trank, die 19⁷ II. Uirche und Gnadenmittel ——..——. dei⸗ ne ste Ga⸗be, ich em Spanraen ha⸗be. dn, DI .——..—.— Daß du an dei⸗nem iI . 0 ISISISSSE P PEPEEEE E PEEIE EII hast, wie soll ich's, Herr, dir dan⸗-ken d 2. Laß mich nun bleiben stets bei dir, mit dir vereinigt leben! Ach, leb und wirke du in mir, ich will mich dir ergeben! So hab ich, was ich haben soll, Licht, Kraft und Trost, und freudevoll will ich dir ewig danken. Nach Johann Glearius, 1611—1684. 55545 Aus tiefer Not schrei ich zu dir.(a Straßburg, 1525. +H¹—.—————— i 3.— ⁴¹ 1 J 199 5 5, Bn 2 2— 2. 2 ———— 1 1——2 1. Herr Je su Christ, du höch-stes Gut, du wir kom⸗ men, dei⸗nen Leib und Blut, wie — 12— 315Z——.— 27—.— 2 09— —————— Brunn⸗quell al⸗ler Gna⸗den, du uns hast ge⸗la⸗ den/ ———— 2——. D ———— l Herr ⸗-lich⸗ keit und uns⸗ rer See⸗len Se⸗lig⸗ zu dei⸗ ner Lie⸗be — ů— SSSSIISIIIIIITIIIEIIJI— 1 1335——2—. keit zu es⸗sen und zu trin ⸗ ken. 2. O Zesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke! Schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch dei⸗ 198 8. Abendmahl 200 nes Geistes Stärke; hilf, daß wir würd'ge Gäste sei'n und werden dir gepflaͤnzet ein zum ew'gen Himmelswesen! 5. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht — wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls — Uraft in deines Himmels Bürgerschaft dort ewig selig werden. Verfasser unbekannt, 1224. Dem. Bortniansky, 1825. 200 t.. — 36 ö—. Mein- su, der 50 vor dem che den ir ů . in dei · ner letz⸗ ten Trau⸗er⸗nacht uns hast die r re Er Ee. DEEE 1———————— weise: Ich bete an die Macht der Liebe. Früch⸗te dei⸗ ner Lei den in ei⸗ nem Te⸗sta⸗ ——.— +——— —————— —————..——..— E.———.——— —— 14.— 2— — ment ver⸗macht: es prei⸗ sen gläu ⸗bi ⸗ge Ge⸗mü⸗ter dich, Stif⸗ter die⸗ 01 ho⸗hen Gũ ·ter. 2. So oft wir dieses Mal genießen, wird dein Ge⸗ — dächtnis bei uns neu, und neue Lebensströme fließen uns — zu von deiner Lieb und Treu. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen erneuern sich in unserm Herzen. — 5. Es wird dem zagenden Gewissen ein neues Siegel — aufgedrückt, daß unser Schuldbrief sei zerrissen, daß unsre Handschrift sei zerstückt, daß wir Vergebung uns'rer Sünden in deinen blut' gen Wunden finden. en 4. Und fester, als es je gewesen, wird nun das Band, ei. das uns vereint; von allem Seelenschmerz genesen, 19⁹ 201 II. Hirche und Gnadenmittel schau'n wir in dir den liebsten Freund. Wir werden mehr in solchen Stunden mit dir in einem Geist ver⸗ bunden. 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben, Erquickung diesem Uelch entfließt; es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dich genießt. Wir fühlen neue Araft und Stärke in unserm Uampf und Glaubenswerke. 6. Drum sei dir Lob und Dank gesungen und deinem Namen Ruhm gebracht, und mit uns preisen Engel— zungen, Herr, deine große Liebesmacht. Wird unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommen loben. Johann Jakob Rambach, 1693— 1755. E f F*—.—. EE=———.— E— 2— 2.— + 1. Uomm, mein Herzl Aus Je⸗su Lei⸗ stil le hier dein sehn⸗lich Dür⸗ ..— ů— EIT 7———— ö—— 3 2——.— 2 2—— EA E—— 5 2—.—.. SE den strömt auch dir ein Quell der Freu⸗ den; sten an dem Mahl des Le⸗bens⸗für⸗ sten! + 2 BKsx E.., ich ei⸗nen Hei⸗ land ha⸗be und in sei⸗ nem +— 22—.——.—— 0 2 2 4 I Heil mich la⸗be und in sein Ver⸗dienst mich ——— H— LI —————— ö.. —— 4 2 2 klei⸗ de, das ist mei⸗ nes Her⸗zens Freu⸗de. 2. Darum will ich mit Verlangen auch sein Abend⸗ mahl empfangen. Darf ich da mich ihm verbinden, werd ich's tiefer noch empfinden, daß ich einen Heiland 200 — 4 &icr 8. Abendmahl 201 habe, der am Ureuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 3. Ach, wie werd ich oft so müde, wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht entschwunden: daß ich einen Hei⸗ land habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Leben. 4. Sei gesegnet, ew'ge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestifte: daß ich einen Heiland habe, welcher ging zum Ureuz und Grabe, daß er meinen Tod bezwänge und in seinen Sieg verschlänge. 5. Heil' ges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen heil'gen Wunden die Erlösung mir erfunden! Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 6. Heil'ger Helch, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Bünden! Daß ich einen Heiland habe, der die dürre Seele labe, muß dies nicht mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen d 7. Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja, was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen, werd ich das nur nicht vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei vom Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. 8. Will hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Uraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Uripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Sottlieb Woltersdorf, 185—IT6l. 20¹ 202 II. Uirche und Gnadenmittel ——— Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. Straßburg, 15 52⁵. 205 E EEE i. Ic‚ kom⸗ me, Herr, und su⸗ che dich Gott, mein Er'⸗ bar⸗ ⸗mer, würd'⸗ge mich müh⸗se⸗ lig und be⸗ la⸗- den;——— ö des Wun⸗ders dei⸗ner Gna⸗den! Ich lie⸗ ge hier SIT vor deinem Thron, Sohn Got⸗tes und der Men⸗ DS— —————.— schen 5. mich dei ⸗ ner zu ge⸗ 188„en. Ich JZ.— +— I 2 E 12 2——————— .—— + —4 2 4 ů 7—.— ——— ——— und sun de sie im Glau⸗-ben der Er-lö-sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder; du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Hinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort:„Es ist vollbracht!“ Du hast mein Heil verdienet, du hast für mich dich dargestellt; Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versöhnet. 5. So freue dich, mein Herz, in mir: er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir ver— geben; du bist in meinen Tod getauft und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist des Himmels Seligkeit; bewahr sie hier 202 8. Abendmahl 20⁵ im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Urone rauben! Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen; ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen!“ 5. Ja, herr, mein Glück ist dein Gebot, ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um Uraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir stets zu weihn und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der Heiligung, o herr, durch wahre Besserung mir und der Welt beweisen! Christian Fürchtegott Gellert, 1215—1769. Weise: Schmücke dich, o liebe Seele. Johann Crüger, 1649. 2.—— + 903 O— 1. Herr, der du dein teu⸗res Le⸗ben zu er ⸗lö- sen mich von Sün⸗den, +— —2— in den Cod für mich ge ge⸗ ge⸗ben, wer kann Heitne Huld er⸗grün⸗den? dr Eir Hi aeuirHe S..I... — 1——— komm, von dir ge⸗la⸗ den, zu dem Mah⸗ le dei⸗ner re. — 2 2————— Gna⸗ 233. will den Bund mit dir er-neu⸗ —————— SEEEEE. T T — 1— 2—.— I dei⸗ nem Dienst mich ganz zu wei⸗ hen. 2. Heute sei der Bund erneuet; ganz sei dir mein Herz geweihet, dich will ich mit allen Trieben meiner ganzen Seele lieben; immer will ich mich bestreben, nur nach deinem Sinn zu leben; mich soll weder Lust noch Leiden, Herr, von deiner Liebe scheiden! 205 204 II. Hirche und Gnadenmittel 3. Ich gelob aus treuem Herzen, meiner Brüder Not und Schmerzen täglich brüderlich zu lindern, Elend, wo ich kann, zu mindern. Was du hassest, will ich hassen, nur dein Wort mich leiten lassen, nie mit Vorsatz dich betrüben, alles, was du liebest, lieben. 4. Darum hilf du mir und stärke mich zu jedem guten Werke! Laß mich, weich ich ab vom Guten, Herr, dich sehn am Hreuze bluten! Liebe schlug dir deine Wunden; dieses soll in trüben Stunden, wenn mich Angst und Sweifel drücken, mich mit Himmelstrost erquicken. 5. Gib, daß ich und alle Christen sich auf deine Hukunft rüsten, daß sich keiner vor dir schäme, wenn dein Tag schon heute käme! Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich sehn und ewig ehren d Johann Kaspar Cavater, 17411801. —— Alles ist an Gottes Segen. 1230 7 I 2 2 DEDIIIIIIIIII.i‚‚.. E 2.— f 2—.— f—— E—————— I. Mit dem Hau⸗ fen dei⸗ ner From- men B.. will auch ich, o Hei land, dom: men zu des neu ⸗en LI— de T. Bun⸗ des Mahl. Al⸗le Chri⸗ sten suu ge⸗la⸗ den, rei cher . 0 Hr— MHõ⸗nig, dei⸗ner Sna⸗ den ist kein Maß und kei⸗ne Sahl. 2. Welche große Seligkeiten willst du, Mittler, uns be⸗ reiten! Seele, freu dich seiner Huld! Wenn dich Sünd und Elend drücken, Gott ist hier, dich zu erquicken, Jesus tilgt auch deine Schuld. 5. Darf ich, Herr, ich Sünder, nahen, deine Gnade zu empfahen, ich, der nichts als Fluch verdient d Ja, auch 204 ö 364483 1814484 8. Abendmahl 205 mir bist du gestorben, Leben hast du mir erworben, mich durch deinen Tod versühnt. 4. Den Gedanken darf ich wagen, darf ihn laut voll Freuden sagen: ich soll eins mit Jesu sein! Um mir Gnade zu erwerben, wollt er für mich Sünder sterben; Jesus und sein heil ist mein. 5. Wer nur glaubt, wird nicht verloren, er wird rein und neu geboren; droben ist sein Vaterland. Freuet euch, erlöste Sünder! Gott ist Vater, wir sind Rinder, hier ist der Erlösung Ofand. Johann Naspar Lavater, 1241— 1801. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. 2 f ͤ— + ON——— 20. E.———— — Herr, du wollst uns voll⸗ be⸗rei⸗-ten Laß uns, Le⸗ben zu emp⸗fa⸗ hen, IRR.— — 2—— zu 2 nes Mah⸗ Les Se⸗.— kei⸗ ten, sei mit⸗ mit glau⸗bens⸗vol⸗lem Her⸗zen na⸗ hen und sprich ö i — 2 ö,— ——2—4 ů———— Hott! en un ⸗-ter uns, o Goj wir si . ir sind, o uns los von Sünd und Cod! sind, WAR/ X ——IIIEe———., — su, dein, dein laß uns e⸗wig sein! Amen, ——————— ———— *— — 1 Amen] An-be⸗ ame dir! Einst fei⸗ ern ————. ů ö 235 —————————— ö— 95 ö— 2—— wir das gro ⸗—ße A⸗bend⸗-mahl bei dir. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724 1803. 205 206 II. Kirche und Gnadenmittel weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Haßler, 1601. I 0— +*——— 206 E H 1. Wie könnt ich sein ver⸗ges⸗sen, der mein Hann ich die Lieb er⸗mes⸗sen, da-durch 2—f—— ————— noch nie ver⸗ gaß d Ich mein Herz ge⸗ naß d d ie r 2 — 4, S.—— ü zen, er schafft mein Le⸗ben neu, und stets uillt ——.——.—— x lag in bitt ⸗ren 7— aus dem Her⸗zen ihm neu⸗e Lieb und Creu. 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben, der mir so hold sich zeigt“ Wie jemals ihn betrüben, der so zu mir sich neigt? Er, der ans Ureuz erhoben, getragen meine Schmach, ruft er mir nicht von oben: Komm, folge du mir nach! 5. Ihn will ich ewig lieben, der mir aus Todesnacht, von meinem Schmerz getriehen, Unsterblichkeit gebracht; der noch zur letzten Stunde mir reicht die treue Hand, daß mich kein Feind verwunde im Lauf zum Heimatland. 4. Er gibt zum heil'gen Pfande mir seinen Leib, sein Blut, hebt mich aus Nacht und Schande, füllt mich mit Himmelsmut; will selber in mir thronen mit heil'gem Gnadenschein: sollt ich bei ihm nicht wohnen, in ihm nicht selig sein d 5. Bei Freuden und bei Schmerzen durchleuchte mich dein Bild, wie du, o Herz der Herzen, geblutet hast so mild! Mein Lieben und mein Hoffen, mein Dulden weih ich dir; laß mir die Heimat offen und dein Herz für und für! Christian Gottlob Kern, 1792-— 1835 206 32 8. Abendmahl 207 Weise: Aus meines Herzens Grunde.(6) Wolder, 1686. 207 5—— IE V 1. Hommt her, ihr seid ge⸗ a den, der sünße Herr der Gna⸗ den, en————— 1 1 der Hei⸗ land ru⸗fet euch; an Huld und Lie ⸗be rach der Erd und M —.—.—.—.— SSEESI lenkt, will Gast-mahl mit euch hal⸗-ten und wun⸗ der⸗ , ee ————— Di bar ge⸗ stal ten, was er in Lie⸗be schenkt. sich 2. Hommt her, verzagte Sünder, und werft die Ang⸗ sich sten weg; kommt her, versöhnte Uinder, hier ist der Liebesweg!“ Empfangt die Himmelslust, die heil' ge e du Gottesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust! acht 5. NVommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer icht drückt, mit Gott euch zu vermählen, der wunderbar and beglückt! kommt, legt auf ewig ab der Sünde bange amd. Säumnis, empfanget das Geheimnis, das Gott vom sein Himmel gab! mit 4. O wunderbare Treue, so lockst du mich zu dir d O zem wunderbare Weihe, so nahst du selig mir? Ich soll ihm der Sünden Tod in deinem Blute trinken, vergehen und versinken in deiner Liebe, Gott d nich 5. O Wonne kraͤnker Herzen, die mir von oben t so kam! Verschwunden sind die Schmerzen, getröstet ist den der Gram; was von dem Himmel fleußt, hat lieblich erz sich ergosfen, mein Herz ist gar durchflossen von süßem Liebesgeist. 20² 208 II. Uirche und Gnadenmittel 6. Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sünden Nacht! Verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln ließ. 7. Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn! Verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn im Blut, die sel'ge Himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir gibt das höchste Gut! Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860. Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Baßler, 1601. ——— 7 I.— .,= e. bHO— 2..].—5—— +— ů 4. Wen hast du dir ge la⸗ den, mein zu dei⸗nem Tisch der Gna-dend Nicht —— Hei⸗ land mild 1 gut, die voll Uraft und Mut, die Rei ⸗chen nicht und 1 —E...—— er .— —.— Sat⸗ten 67 will⸗kom⸗men dran; die Kran⸗ken SS S SSSSI PF——————. und die Mat⸗ten rufst du voll Huld her⸗au 2. Da dürfen wir es wagen und treten mit heran; wir müßten wohl verzagen, ging's nur die Starken an. Su dir, dem guten Hirten, stell'n wir voll Mut uns ein: du willst ja den Verirrten von Herzen gnädig sein. 5. Es sei dir, unserm Fürsten, fortan das Herz geweiht mit Hungern und mit Dürsten nach der Gerechtigkeit. Ach, laß uns doch genießen das wahre Himmelsbrot und Lebensbäche fließen auf uns bis in den Cod! IIIIIIIII ii 8. Abendmahl 209 4. Laß uns darnieder sinken an deinem Sühnaltar, und reiche uns zu trinken den Uelch des Lebens dar! Wenn auf der Pilgerreise das Herz so matt und krank, ist das die rechte Speise, ist das der rechte Trank. em 5. Wer glaubensvoll genossen den Leib dazu das Blut, ern, für unsre Schuld vergossen, der hat es ewig gut; der eise, ist vom Fluch entbunden, der jedem Sünder droht; hat CTrost in schweren Stunden und in der letzten Not. 860. Nach C. F. Cietz von Friedrich August Sottgetreu Tholuck, 1299—1822. 25856— ist das Heil uns kommen her.(a) 209 f— be. Mein Hei⸗land, den der Him⸗ mel preist, — o stär⸗ke da⸗zu mei⸗nen Geist ind 15. Jahrhundert. —— 1 I —* 7 J 2—— E —.— 1 EEN —.—— dich will ich e⸗ wig 245 ben; Dein A⸗ bend⸗ 2 mit neu⸗er Kraft von o⸗-ben! ————..— ken 2— ů 2 2 2—— 0 2 *— — — iürn ver⸗mehr in mir des Glau-bens Äraft, —.——.—— SPIꝑPIIIIIIIIIIIIII ‚— 1— A..— I——— 6 II ran; + an. da-mit ich dir mit neu er Treu e die nel Verfasser unbekannt. 5667 Weise.(4) Straßburg, 1525. 2¹⁰ SSIIIIIT 1. Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir, Herr Dein gnä⸗dig Ohr, Herr, kehr zu mir und 1—1——H— 2 I— 1—— + II 2 4— 2— SSSSSEEEEEEEE EEEEEEEEE Gott, er⸗hör mein Ru⸗fen! mei⸗ ner Bitt es öff⸗nel Deun so du willtt das + L + x l + I ————————— 1 I 2—1 V—.— se⸗ hen an, was Sünd und Un⸗ recht ist ge⸗ — + 1— 1— N — 7 +2.— +— + 10 1— + + 1— + II — 1—1— II tan, wer kann, Herr, vor dir blei⸗ben d 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser TLun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann; des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnaden leben. 5. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Ver⸗ dienst nicht bauen; auf ihn allein verlassen mich und seiner Hüte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort: 210 I. Buße 21¹ das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit arren. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen: doch soll mein Herz an Gottes Macht ver⸗ zweifeln nicht, noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward und seines Gott's erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnaden; sein Hand zu helfen hat kein Siel, wie groß auch sei der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Nach dem 130. Psalm von Martin Luther, 1525; Str. 3 1524. N Wu W % %%0 w0BSSu em des 6.66———5 110 1 2 1. Al 5 lein zu dir,‚ Herr Je⸗su Christ, mein ich weiß, daß du mein Trö:ster bist, kein 211 14⁷ III. Heilsoroͤnung ————. dn n ntin, er. Le — II——.— II Hoffnung steht auf Er⸗-den; Trost mag mir sonst wer⸗den. Von An-⸗be⸗ginn ist .— 2 T 129 —.— 0——— 1. 2——— nichts er⸗korn, auf Er⸗den ist kein Mensch ge⸗ — x 2—— ů— 00— 5...—— — 2——.—— 22 born, der mir aus Nö⸗ten hel-fen kaͤnn; dich MI‚..— —3.— 3 5— 4 + + ö————.— S P—— W ruf ich an, von dem ich Hil⸗fe kaͤnn emp⸗fahn. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß und reuet mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen und nimm dich mein beim Vater an, der du genug für mich getan, so werd ich los der Sünden Last. Mein Glaub erfaßt, was du mir, Herr, versprochen hast. 5. Gib mir durch dein Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine Freundlichkeit mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilß mir send, damit behend desTeufels List sich von mir wendl 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christo, seinem Sohn, der uns allzeit behüte; und seinem werten heil'gen Geist, der seine Hilf uns allzeit leist, daß wir ihm wohlgefällig sei'n hier in der Seit und dort hernach in Ewigkeit. Johann Schnesing(Chiomusus), gest. 1567. 3——9 Aus tiefer Not schrei ich 30 dir. 00 Snaßburg, 1825. A²E — 2⁴ 122 4 + 1. Herr Je⸗su Christ, du höch-stes Gut, sieh doch, wie ich in mei⸗nem Mut 21² GRinli— —— .— 3j3 3 N du Brunn⸗quell al-ler Gna⸗den, mit Schmer⸗zen bin be⸗ la⸗ den 3 2—— J—— — 1 —L. 2 hab der Pfei le riel, die im Ge⸗ wis ⸗sen und in mir 4— d r. 6— 5 4 281—— oh⸗-ne Siel mich ar-men Sün⸗der drük ⸗ken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Codesschmerzen, auf daß ich nicht mit großem Weh in meinen Sünden untergeh, noch ewiglich verzage! 5. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf mein Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen. Ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte gar verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Allein dein heilsam Wort, das macht mit seinem süßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht, als wenn's beginnt zu springen, dieweil es alle Gnad ver⸗ heißt dem, der sich mit zerknirschtem Geist zu dir, Herr Jesu, wendet. 5. So komm ich auch zu dir allhie in meiner Angst ge⸗ schritten und tu dich mit gebeugtem Unie von ganzem Herzen bitten: verzeih mir doch genädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen! 6. O herr, vergib, vergib mir's doch um deines Namens willen, laß sich in mir das schwere Joch der Übertre— tung stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam! 2. Stärk mich mit deines Geistes Mut, heil mich durch deine Wunden, wasch mich mit deiner Gnade Flut in 215 215, 214 III. Heilsordnung meiner letzten Stunden und führ mich einst, wenn dir's gefällt, in rechtem Glauben aus der Welt zu deinen Auserwählten! Bartholomäus Ringwald, 1530—1598. 656——— 5655 EE— ee, + ö; 1. Ach Gott und hHerr, wie groß und ir. ae,. —— 4—.—— —— 2— ———— 7 +2—.—* 2— ———————8 0 1—— ů V— der hel⸗fen kann, in die⸗ser Welt zu fin⸗den. 2. Lief ich gleich weit zu solcher SZeit bis an des Erd⸗ reichs Enden und wollt los sein des Elends mein, würd ich es doch nicht wenden. 5. Su dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ich's wohl hab verdienet! Ach, geh doch nicht, Gott, ins Gericht! Der Sohn hat mich versühnet. 4. Soll's ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünden folgen müssen, so fahre fort, nur schone dort, laß mich nicht ewig büßen! 5. Gib, Herr, Geduld, vergiß die Schuld, schaff ein gehorsam Herze, daß ich mein Heil, mein bestes Ceil, durch Murren nicht verscherze! 6. Handle mit mir, wie's dünket dir, durch dein Gnad will ich's leiden; laß mich nur nicht dort ewig⸗ lich von dir sein abgeschieden! marnn Nutilins, 1550—1616. Weise: Vater unser im Himmelreich. Lulher 6 1890 0 E——— +E— S 24— + 2..*.— 1 2.— 7 I 1.„So wahr ich le⸗be, spricht dein Gott, mir 214 IIINN n BVVEenrr EeN 1. Buße ———————— 2— SISISIEIEIEI........ ——— ist nicht lieb des Sün⸗ders Tod; viel⸗— ist——— mein Wunsch u 1 Wil, daß i in 90 Sünde er se⸗ 5 still, von 2..— I ————— E 35 —— 737 II sei⸗ ner Bos⸗heit keh⸗re sich und le⸗be mit mir e⸗wig⸗ Iich. 2 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd! Hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 5. Doch hüte dich vor Sicherheit! Denk nicht:„Sur Buße ist noch Seit, ich will erst fröhlich sein auf Erd, bis ich des Lebens müde werd; alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich.“ 4. Wahr ist's: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin und bleibt bei seinem bösen Sinn, wer seiner Seele selbst nicht schont, dem wird einst nach Verdienst gelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott durch Jesu Christi Blut und Cod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt. Daß du mußt sterben, ist dir kund; verborgen ist die Todesstund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh' morgen kommt, kann's ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, vielleicht gar tot. Stirbst du nun ohne Reu und Leid, so büßest du in Ewigkeit. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh' mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit! Zotann Seermann, 1585.—1667. 21⁵ III. Heilsordnung Weise: Alle Menschen müssen sterben.(8) 1682. —— ——53.——— 215 6——.————.—. und, daß sie kein Tod mehr quä⸗le, sie zum l— 1— —.— EENH..— —— S——————— „— 14 2—— 0 für die Sün ⸗der starbst Ei⸗gen⸗tum er⸗warbst; e 3/ 2—1 12.——— ——————— ö‚ FF—— **————*—— Sün· dern, wie ein Va⸗ter sei⸗nen Uin⸗dern: Hommt, Ver⸗ — 2—4 3337 1 +IEN ——6———.—— — 4————— + 1 1—1— 2 schul⸗de⸗te, zu mir! Sieh, ich kom⸗me, Herr, zu dir. 2. Ich auch bin so voller Sünden, voller Ungerechtig⸗ keit; nirgends kann ich in mir finden Gutes, rein und unentweiht. Meine Lüste zu bezwingen, was ich wollte, zu vollbringen, meistens, ach! vermocht ich's nicht; geh nicht mit mir ins Gericht! 5. Laß mich trauern, laß mich weinen; aber für mein zagend Herz laß auch Licht und Heil erscheinen, lindre meines Hummers Schmerz! Du allein, Herr, kannst es wehren, daß ich nicht den Fluch darf hören: Ihr zu meiner linken hand, weicht, ich hab euch nie erkannt! 4. Zesu, du hast weggenommen unsre Schulden durch dein Blut; laß, Erlöser, o laß kommen mir auch dein Verdienst zu gut! Dies mein Herz, von Gram bedränget, das dein teures Blut besprenget, übergeb ich, Jesu, dir; nimm es gnädig an von mir! 5. Hilf mir siegen, hilf mir siegen; wenn die Sünde mich anficht, laß mich ja nicht unterliegen, tu mir, wie dein Mund verspricht; komm du selbst, in mir zu leben, Kraft zur Heiligung zu geben, daß von Sünden rein und frei, ganz mein Herz dir eigen seil 216 1108713 um 1. Buße 216 6. Steh mir bei in allen Leiden, stärke mich in Nor und Schmerz; nichts laß, Herr, mich von dir scheiden! Gib, daß stets mein armes herz höre, was dein Mund geschworen: Wer da glaubt, ist nicht verloren; ewig lebt er; ins Gericht kommt, wer an mich glaubet, nicht. 7. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, ohne dich ver⸗ mag ich nichts; du nur kaͤnnst mich gläubig machen, Quell des Lebens und des Lichts! Ohne dich müßt ich verzagen, mit dir kann ich alles wagen; selbst in finstre Todesnacht hast du Lebenslicht gebracht. ö 8. Mit dem Tod hast du gerungen, steh auch mir im Tode bei; hilf, der du den Tod bezwungen, daß auch ich sein Sieger sei! Dir, Herr, will ich fest vertrauen, dort werd ich dein Antlitz schauen. Mächtig kämpf ich; auf den Streit folgt des Himmels Seligkeit. Johann Rist, 1602—1667. weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir.() Stradurg, 1825 ———— IEier Ich will von mei⸗ ner Mis⸗se⸗tat zum du wol⸗ selbst mir Hilf und Rat hier⸗ — E SISSSS.............. her⸗ren mich be⸗keh⸗ren; zu, o Gott, be⸗sche⸗ ren und dei⸗nes gu⸗ten — ů——..— E.. 4— 0 2— 2 2— Gei⸗stes Uraft, der neu⸗e Her⸗zen in uns schafft, ———— IR 21 1— H +—*.—.— 7 H 1—— I aus Gna⸗- den mir ge⸗wäh ren! Tuise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg, 1627—1667. 21² 217, 218 III. Heilsoroͤnung Nach voriger Weise. A7 O Vater der Barmherzigkeit, ich falle dir zu Fuße; verstoß den nicht, der zu dir schreit und tut noch endlich Buße. Was ich begangen wider dich, verzeih mir alles gnädiglich durch deine große Güte! 2. Durch deiner Allmacht Meistertat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, wo⸗ rin es sonst mir fehlet; gib Willen, Mittel, Araft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende! 5. OZesu Christe, der du hast am Ureuze für mich Armen getragen aller Sünden Cast, wollst meiner dich erbarmen; o Gottes und des Menschen Sohn, er⸗ barm dich mein und mein verschon, hör auf mein kläg⸗ lich Rufen! 4. Oheil'ger Geist, du wahres Licht, Regierer der Ge⸗ danken, wenn mich die Sündenlust anficht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmer⸗ mehr Begier nach Reichtum, Lust und Ehr in meinem Herzen herrsche! 5. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Crutz und List durch Christi Sieg mög dämpfen, auf daß mir Urank⸗ heit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Tür zum Leben! David Denicke, 1603—1680. Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) Georg Neumark, 165². 28 SS.. * Ich ar ⸗mer Mensch, 10 ar· mer Sün · der ach Gott, ach Gott! Ver · fahr ge ⸗ lin ⸗der ————— ——.—.—.—.—. steh hier vor Got⸗tes An⸗ ge⸗sicht: 11—— und geh nicht mit mir ins Ge⸗richt! Er ⸗bar ⸗me dich/ 218 S ES8 88 V ö ESS28 Z. FN S I. Buße 2¹9 ——— 4 2—— 6—.— 4— 1 2——4 I I 1 er ⸗bar⸗me dich, Gott, mein Er⸗bar⸗mer, ü⸗ber mich! 2. Wie ist mir doch so herzlich bange von wegen meiner großen Sünd; ach, daß vor dir ich Gnad erlange, ich armes und verlornes KHind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Ach hoͤre doch mein sehnlich Schreien, du allertreustes Vaterherz! Wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meines Herzens Schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd; o treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder als dein Hind! Erbarme dich, er⸗ barme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; sprich, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir ver⸗ geben, nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, erhört von deiner Güt und Treu; weil sich der Trost im Herzen mehret, drum ruf ich nochmals zweifelsfrei: Erbarme dich, er⸗ barme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Cietze(Titius), 1641—1703. Weise: Freu dich sehr, o meine Seele.() Clande Goudimel, 1554. A0... 7 E— Z ö— 1. Schaf-fet, schaf-fet, MNen⸗schen⸗kin⸗der, Bau et nicht, wie fre ⸗che Sün⸗der, ———— I— EE—...... schaf⸗fet eu⸗re Se⸗lig⸗keit! nur auf ge⸗gen⸗wärt'⸗ge Seit, 219 son⸗dern schau⸗et ü⸗ber 219 III. Heilsordnung ö + +——— —— ö SSI...I..— euch, rin⸗get nach dem Him⸗mel⸗reich und be⸗mü⸗het rn, re der, rdent , re, e euch auf Er⸗den, wie ihr mö⸗get se⸗lig wer⸗den. 2. Daß nun dieses mög geschehen müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und nach dessen Neigung gehen, son⸗ dern was Gott will und tut: das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, mag es eure schwachen Herzen nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde ist, daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen, daß ihr fehlt zu jeder Frist, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, daß nichts außer seiner Gnade in euch ist, als Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet! Selig wer im Uampf besteht und die Sünden in sich dämpfet! Selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Ureuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will er⸗ werben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget nie ein rechter Sieg. Nur den Siegern wird die Hrone beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mii der Welt nach Lust zu jagen, findet nicht bei Christen statt. An dem Fleisch Gefallen tragen, macht des Geistes Uräfte matt. Unter Christi Ureuzesfahn geht es wahrlich gar nicht an, daß man noch mit frechem Herzen wolle sicher tun und scherzen. 55 Furcht muß herrschen vor dem Richter, dessen Hand das Septer trägt, der die sichern Bösewichter zur Ver⸗ dammnis niederschlägt. Er ist's, der, wie's ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt; o so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen! 220 1. Buße 220 8. Und zu werden Christi Glieder, die sein reiner Geist bewegt; kämpft den alten Menschen nieder, bis ihm seine Macht gelegt! Was euch hindert, senkt ins Grab; was euch ärgert, hauet ab und denkt stets an Christi Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9. Sittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht! Gib mir deines Seistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen! 0. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen meinen Hampf zu Ende führ! Er verleihe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringel Ludwig Andreas Gotter, 1661—1735. Weise: Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. Straßburg, 1525. 2⁰ INEE Aö⸗ nig, des⸗sen Ma⸗je„stät weit dem Erd und Meer zu Dien⸗ 6. steht, vor — 9..‚——4— 1 13—— HI— ——— ü⸗ber al ⸗les stei⸗get, dem die Welt sich nei⸗get, Ler Hüm mtel ist dein e e. hel⸗les Uleid, du bist voll Macht und Herr⸗ lich keit, I— E.— sehr groß und wun⸗der⸗tä tig; ich ar⸗mer ———— ——...— e. ——.——.—————— Mensch ver⸗mag nichts mehr, als daß ich ruf zu 221 dei⸗ner Ehr: Sott sei mir Sün-der gnä⸗dig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, beschämet und von ferne; ich suche deine hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Fehler bin, und Sünde meinen ganzen Sinn zum Guten macht untätig, so schlag ich nieder mein Gesicht vor dir, du reines Himmels⸗ licht. Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein Gewissen; drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht wert, daß ich noch wandle auf der Erd; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bangem Geist, der gleich⸗ wohl dich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder, der für die Welt genug getan, durch den wir Gottes Hinder im gläubigen Vertrauen sind; der ist's, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht. Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben; du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach, heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe tätig; und will's nicht fort, so wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; mir geh es gleich bös oder gut, gib nur, daß es nicht schade! Hommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Codesbahn, mein Jesu, selbst noch gnädig; und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott sei mir Sünder gnädig! Valentin Ernst cöscher, 165—Ia9. 222 1. Buße 221 Joh. Crüger, 1656. E——.— 1. Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an: sagt doch wel⸗che von der rech⸗ten Bahn auf ver⸗ 7* 3— I— — 4 84— 2— ——.——. 8— 2— —12. 7.— K 25 5 aal-Ien ie⸗ses Trost⸗wort al⸗len kehr⸗ten Wes ver⸗fal⸗ len! Hier ist, was sie D D, 2 2—— D —————.———— ret⸗ten kann: Je⸗sus nimmt die Sün-der an. 2. Heiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte klar und liebreich sich erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Hommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch und er macht aus Sündern Gotteskinder; glaubt es doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sün⸗ den; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Ver⸗ gebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun so fass' ich frohen Mut, auf dich werf ich meine Sünden; dein am Ureuz vergoss'nes Blut lässet mich Vergebung finden, daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Jesus nimmt die Sünder an! Mich hat er auch an⸗ genommen, mir den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den CTrost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an! Erdmann Reumeister, 1671— Ise. 225 —* I 222, 225 III. Heilsorͤnung Eigne 366655 1786. * . An dir al⸗lein, an dir hab ich ge⸗ — 1— .. 8888 digt und ü⸗ 63 oft vor dir— — ů . ỹEIEIEIIt. siehst die Schuld, die mir den Fluch ver⸗kün⸗digt; . 2...——.— 2 21 sieh, Gott, auch mei⸗ nen Jam- mer an! 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen, und meine Tränen sind vor dir. Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen, wie lang entfernst du dich von mir d 5. Herr, haͤndle nicht mit mir nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich; laß mich dein Antlitz finden, du Gott der Langmut und Geduld. ö 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit! Erfreue mich um deines Naͤmens willen; du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen und lehre mich dein heilig Rechtl Laß stets mich tun nach deinem Wohlgefallen; du bist mein Gott, ich bin dein Anecht. 6. Herr, eile, du mein Schutz, mir beizustehen und leite mich auf ebner Bahn! Er hoͤrt mein Schrei n, der Herr erhört mein Flehen und nimmt sich meiner Seele an. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—169. Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 1698 EHr 3 + 2 d. 2235 1. Mei⸗ne See⸗ le, vol⸗ler Feh⸗le, succhet 224 3 NSSS TT SSSSEE. 1. Buße 224 in dam Dur keln Licht; Je⸗ su, nei⸗ ge dich 155 — —.—5 zei⸗ge mir dein tröst⸗lich An⸗geesicht; auf mein Flethen ....—.—.—. 2 22—— —E laß dih se⸗hen und 13 Ers dich län⸗ ger nicht. 2. Ich empfinde, meine Sünde sei an allem Rummer schuld; ich gestehe dir's und flehe um Vergebung und Geduld. Du, mein Leben, kannst mir geben neue Hilfe, neue Huld. 5. Ach von Herzen und mit Schmerzen such ich dich, mein Trost und Heil. Wie so lange ist es bange meiner Seele! Homm in Eil, laß dich nieder, komme wieder, meines Herzens bestes Teil! 4. Richtig wandeln, weise handeln, wollst du künftig mir verleihn; gib die Criebe reiner Liebe voller in mein Herz hinein! Welch ein Segen ist zugegen, wenn es heißt: du mein, ich dein. 5. Lehre, leite, vollbereite mich, wie du mich haben willt; gib mir Ularheit, Geist und Wahrheit, daß ich gleich sei deinem Bild; daß man merke, meine Stärke sei in dir und du mein Schild, 6. Bis im Lichte dein Gesichte mir sich droben völlig zeigt, wenn die Deinen nicht mehr weinen, und die Ulagestimme schweigt. Drum so zeige mir die Steige, da man auf zum Himmel steigt! Magdalena Sibylla Rieger, 1702le86. Weise: Freu dich sehr, o meine Seele.(9) Clande Goudimel, 1554. —.—— ö 4.— 22⁴ re Buer ätt.m BHit irn.ie.‚— .00 2 +—.— 1 1. Höchester, denk ich an die Gu Ze, die o so wird mein ganz Ge⸗mü⸗te tief 225 15 III. Heilsordnung —— +—.— — 7————— —— 2.. 21 — du mir bis⸗her er⸗zeigt. be · schã⸗met und gebeugt, daß ich dich nicht so ver⸗ ..........* — —— 0 — — +— + + ehrt, wie mich dei· ne Vor:schrift lehrt, dich, der mich rin. 2——... +——2..—— — so sehr ge⸗lie ·bet, mit Ver⸗ ge ⸗hun· gen be⸗trů ⸗bet. 2. Alle meine Seelenkräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Diensts geheiligt sein; doch hab ich der Eitelkeit unbedachtsam sie ge— weiht; ja, ich ließ zum Dienst der Sünden nur zu oft mich willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu; von wie manchen schweren Sorgen machtest du mein Herz schon frei! Was mir nützte, gabst du mir; aber ach, wie dank ich dir? Was du gabst, hab ich ver⸗ messen oft gemißbraucht, oft vergessen. 4. Fromm, gehorsam deinen Lehren, sollt ich stets die Sünde fliehn; dich durch Wort und Tat zu ehren, sollt ich freudig mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße, aber ich blieb verstockt beim Ruf der Gnade auf dem schnöden Sündenpfade. 5. Ich erkenne meine Sünden, beuge mich, mein Gott, vor dir: laß vor dir mich Gnade finden, neige, Herr, dein Ohr zu mir! Ach, vergib, was ich getan; nimm mich noch erbarmend an; führe mich durch deine Gnade schnell zurück zum Tugendpfade! 6. Dir ergeb ich mich aufs neue. Gib, daß mein be⸗ schwerter Geist deiner Vaterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sohn auch mir er— warb, da er für die Sünder starb: Fried und Freude im Gewissen, ach, das laß auch mich genießen! 226 1. Buße 225 2. Stärke selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu weihn! Gib, daß mir's an Uraft nicht fehle, dem Gelübde treu zu sein! Stehe mir stets mächtig bei, daß ich ganz dein eigen sei! Dich zu lieben, dir zu leben, sei mein eifrigstes Bestreben! Nach Friedrich Fabricius, 1642—1703, von Johann Samuel Dieterich, 1721—1797. Weise: Alle Menschen müssen sterben.(8) + EFE II— 285 1. Ich er⸗he⸗be mein Ge⸗mü⸗te sehn⸗suchts⸗ denn ich kenene dei ⸗ne Gü⸗te, o wie 1 + 20— 12 1 1 1— — 2 —1.— + 1 I 2 + + II + 2 + ——— I— I — voll, mein Gott, zu dir; teu ⸗er ist sie mir! —— — 2 Gott der Lie⸗be und des ————.— ———— —2—.———— —4 IIXIX NEI Le·bens, kei⸗ ner harrt auf dich ver· ge⸗bens; nur Ver⸗ .. 2———.—* 2—— 1— ———————— äch⸗ter dei⸗ner Huld stür⸗zet ih⸗re eig⸗ ne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege, zeige deinen Willen mir, daß ich richtig wandeln möge; füͤhre du mich selbst zu dir! Gott, du siehest mein Vertrauen; sicher kann ich auf dich bauen: deine Vatertreue ist ewig, wie du selber bist. 5. Ach gedenke, Herr, der unden meiner Jugendjahre nicht; laß mich Gnade vor dir finden, geh nicht mit mir ins Gericht. Alle Sünden, die uns reuen, willst du, Vater, ja verzeihen. O so höre denn auch mich, meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünders Leben, dir ist seine Seele wert; gnädig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu 222 15˙ N 1—— N II 1 1 1 220 III. Heilsordnung dir bekehrt. Mitten auf dem Sündenwege machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht um⸗ kehrt! Du verwirfst ihn nicht. 5. Allen, die zu dir sich wenden, über ihre Schuld betrübt, willst du Crost und Rettung senden, wenn ihr Herz sich dir ergibt. Freude schenket deine Güte dem geängsteten Gemüte, welchem du die Sündenlast liebreich abge⸗ nommen hast. 6. Dir will ich mich denn ergeben. Gott, mein Gott, ver⸗ laß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem Angesicht! Ueine schnöde Lust der Sünden soll mich ferner überwinden; ach bewahr, ich bitte dich, meinen Geist und stärke mich! Johann Naspar Lavater, 441- 180]. Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. ö ö 1698. 2²⁰ EH——.. 1. Gott der Gna⸗ den! 126815—— e⸗la⸗-den — ů — 1 ......—————— E 2 1+— neigt sich un⸗ ser Haupt vor dir. 1 Ire Her⸗ en E—— 21 ̃— 1 + 10— 490 0 2 1 +. 1138— 1—— ind elt Schmer⸗zen, Staub und Asch ist . J—. 20 . 4.. un⸗sre Sier. hab Er⸗bar⸗ men mit uns ———— +* — 1 2.— Be nrer Ar⸗men, aus der Cie fe ru⸗ fen wir. 2. Wir verzagen, denn wir tragen auf uns aller Sünden Last; aller Zualen volle Schalen, die du aus⸗ gegossen hast. Hab Erbarmen mit uns Armen, Angst und Not hat uns erfaßt. 5. Wir bekennen, Herr, wir nennen laut vor dir die 228 ö Zia,/ 1. Buße 22⁷ Missetat; es ist keiner hier ein Reiner, jeder erntet böse Saat. Hab Erbarmen mit uns Armen, sieh auf den, der für uns hat! 4. Herr, verzeihe! Jesu, leihe uns dein priesterlich Gebet. Gott, verschone, wenn vom Sohne jetzt das Gnadenwort ergeht. Hab Erbarmen mit uns Armen, weil der Mittler bei dir steht! 5. Jesu, rette, brich die Hette unsrer Finsternis ent⸗ zwei, daß der Glaube, tief im Staube, unsers Herzens Suflucht sei. Hab Erbarmen mit uns Armen, mach uns aus den Sünden frei! 6. Wenn du Frieden uns beschieden, fürchten wir die Strafe nicht; dein Versöhnen wird uns krönen mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen hilft den Armen, du bist unsre Suversicht. Christian Rudolf Heinrich Puchta, 1808- 1858. Eigne—.66 +2— EV 39312— 2²⁷ SSSIS......—— 25 1. Keh⸗re wie⸗ der, keh ⸗ re wie⸗der, sin⸗ke reu⸗ ig bit⸗tend nie ⸗ der — D.——.——.— PDSꝗꝗ/SISISISISISI‚IiiI‚‚i‚I.‚I‚..i‚‚‚e der du dich ver⸗lo⸗ ren hast; wie du bist, so darfst 1 4.—— J. G. Frech, 184. vor— d mit 3.— ner— du Lom⸗ men 141 wirst aucks dig auf⸗ 9 nom⸗-men. —— ö E—.— —*ñi—— Sieh, der Herr kommt dir ent⸗ ge⸗gen, und sein ..—... *——— — 1——. 1— 7 heil'⸗ges Wort ver-spricht dir Ver⸗ge⸗ bung, 229 e, ee. + ——.——— 53.— 4— 1 II +———8——2— V + 1—4 —— 1——— +X 2 2.2 Heil und Se⸗gen; keh⸗re wie der, zau⸗dre nicht! 2. Uehre aus der Welt Serstreuung in die Einsamkeit zurück, wo in geistiger Erneuung deiner harrt ein neues Glück; wo sich bald die Stürme legen, die das Herz so wild bewegen; wo des heil' gen Geistes Mahnen du mit stillem Beben hörst und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst. 3. Ulehre wieder, irre Seele; deines Gottes treues Herz beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sünden⸗ schmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen dir mit aus⸗ gestreckten Armen winket von dem Ureuzesstamme; kehre wieder, fürchte nicht, daß der Gnäd'ge dich ver⸗ damme, dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. UVehre wieder; neues Leben trink in seiner Liebes⸗ huld! Bei dem Herrn ist viel Bergeben, große Lang⸗ mut und Geduld. Faß ein Herz zu seinem herzen, er hat Trost für alle Schmerzen, er kann alle Wunden heilen, macht von allen Flecken rein; darum kehre ohne Weilen zu ihm um und bei ihm ein. 5. Uehre wieder; endlich kehre in der Liebe Heimat ein, in die Fülle aus der Leere, in das Wesen aus dem Schein, aus der Lüge in die Wahrheit, aus dem Dunkel in die Klarheit, aus dem Code in das Leben, aus der Welt ins Himmelreich! Doch was Gott dir heut will- geben, nimm auch heute, kehre gleich! ö Uarl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. 58 Herzlich 9 mich verlangen.(5) Le Haßler, 1601 [ 1 4 228—————— 2 2— 2 2 7 f 1. Wir fle⸗hen um Er⸗bar⸗men zum der mit all-mächt'-gen Ar men die 250 1. Buße 229 1 EIANI tit;t;.;t;e Rich· ter al⸗ler Welt heil⸗ge Wage halt. Ach, wer in dem Ge⸗ I I 1 +— —.— S. rich · te, wer kann vor Gott be⸗ stehne Vor dei⸗nem An⸗ ge⸗sich⸗te, Herr, müs⸗sen wir ver⸗gehn. 2. Wer will uns da erlösen von Seelennot und Tod d Wer tilgt den Fluch des Bösen, den Sorn, der uns be⸗ droht, das Beben, das beklommen im Busen tief sich regt7 O hHeiland, sieh, wir kommen zu dir, von Leid bewegt. 5. Du heilest alle Schmerzen mit himmlischer Geduld und nimmst vom bangen Herzen die schwere Last der Schuld. Ach, schenke deinen Frieden, der wonnevoll er⸗ quickt, dem Traurigen und Müden, der weinend zu dir blickt! 4. Laß keinen von den Deinen in trostlos bittrer Qual; in jede Nacht laß scheinen der Hoffnung sanften Strahl. Belehre und bekehre du selbst mit Rat und Tat, daß sich auf Erden mehre des Himmels heil' ge Saat. 5. Begleite, Herr, im Streite den dir geweihten Geist, daß ihn von deiner Seite nicht Welt noch Hölle reißt! Nein, Welt nicht soll noch Hölle zerreißen dieses Band. O ew'ge Lebensquelle, beglückt ist, wer dich fand! Konrad Maximilian Uirchner, 1809— 1874. 338586 wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) ——. Neumark,— 229 P antr. I. Mag Über uns dein Ei⸗ fer flam⸗ men, mag uns das eig ne Herz ver⸗dam⸗men, 251 250 III. Heilsordnung — 193 IIII + 2 2 I— H—— weil wir vor dir nicht recht ge⸗ tan, wir wa⸗gens den⸗ noch, dir zu nahn; er Kar——— Padndn an d— dein An⸗ge⸗sicht: ver⸗wirf o Herr, ver⸗ wirf uns nicht! 2. Du siehst, wie uns die Sünden brennen; wir wissen keinen andern Rat, denn dir von Herzen zu bekennen all unsre Schmach und Missetat; und was vergessen unser Mund, das lies in unsrer Seelen Grund! 5. Wir können nicht vor dir bestehen, ach, geh nicht mit uns ins Gericht! Wir beugen unsre Unie und flehen: verwirf uns nicht, verwirf uns nichtl Nimm uns um Christi willen an, der auch für uns genug getan! 4. Wir zitterten vor deinem Throne und suchten bebend zu entfliehn, wenn du im eingebornen Sohne nicht den Versöhner uns verliehn; das Lamm, das sich in Cod und Grab für unsre Schuld und Sünde gab. 5. Herr, wollest länger nicht verhüllen dein Antlitz, hör auf unser Schrei'n; um Christi, deines Sohnes, willen laß leuchten deiner Gnade Schein! Es floß ja auch für uns zu gut vom Ureuz sein heilig Opferblut. 6. Vergib, vergib uns unsre Fehle, ob uns das eigne Herz verdammt, und gieß in unsre bange Seele den Frieden, der vom Himmel stammt, und send uns deinen heil'gen Geist, der uns der Sünde Macht entreißt. Julius Sturm, 1816—1896. wir tre⸗ten vor 73.— Alle Menschen müssen sterben.(8) 230— I—— 40„ E 2 9 4 2—— V. 35 90 sieh mich an in Gna⸗den, ret⸗te hei⸗le mei⸗ ner See⸗le Scha⸗ den, ach, er 252 1. Buße I + E—— 2. 2 + + I— +2— d .—— +— —— I—— mich aus mei⸗ ner Not; 3 bringt mir sonst den Cod. E Nim Dulden dte 2.—— 223 — 2615545 0; 4 —— d. Lei⸗ den, durch dein Kreuz und To⸗des⸗schei⸗den, Herr, 4— I+T—— H—— H — J———— J—.—— IBI 2 2...— 4—— 2——— II — 1*—— + I ver⸗hei⸗ßest al⸗len du Hil⸗fe, Trost und See⸗len⸗ruh. 2. Jesu, soll ich denn verzagen, weil ich schuldbeladen bin d Vein, ich darf, ich will es wagen, glaubensvoll zu dir zu fliehn. Du wirst meiner dich erbarmen, nie verstießest du die Armen; größer noch als meine Schuld ist doch deine Gnad und Huld. 5. Laß die Gnade mächtig werden, wie die Sünd es worden ist; Herr, auch mich laß inne werden, daß du mein Erlöser bist. Eile, Heiland, mich zu retten, und zerbrich der Sünde Hetten, daß, von Schuld und Sünden frei, ganz ich nur dein eigen sei. 4. Mach auf ewig mich dir eigen, daß mein Herz nur dein begehrt; hilf mir meiden, dulden, schweigen, wie dein Mund die Deinen lehrt. Dir nur, Herr, nur dir er⸗ geben sei mein ganzes Tun und Leben; nimm es ganz, nimm Herz und Sinn, Leib und Seel und alles hin! Verfasser unbekannt. 2. Glaube und nechtfertigung weise: Es ist das Heil uns kommen her.(4) 15. Zahrhundert. ‚ÄS à. 0 gläu⸗big Her⸗ze, be ⸗ ne⸗ dei und dien ihm ohn al⸗le Heu⸗che⸗lei mit 2⁵5⁵ 251 III. Heilsordnung EEEEEE prei⸗ se Got⸗-tes Gů⸗te; dank⸗ba⸗rem Ge⸗mü⸗te, EE—— ++ S v. PIII. nicht ver⸗mag, 965 sei xnen Bei ⸗ stand ei ⸗nen die⸗ weil ja nie⸗mand I —.——— — 2.—9— 4.— D. 12 E I I — 25297 Tag und Au⸗gen⸗blick zu Ie. ben. 2. Er ist, der dich von Herzen liebt, viel Gutes dir mit— teilet, dir deine Missetat vergibt und deine Wunden heilet, dich gänzlich wappnet zu dem Urieg, auf daß 0 Feind nicht oben lieg und deine Hoffnung raube. Er ist barmherzig und sehr gut den Armen und Elenden, die sich von allem Ubermut zu seiner Wahr⸗ heit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Lauf zur Seligkeit vollenden. 4. Wie sich ein Vaterherz bezeigt bei seinen lieben Uindern, also hat sich auch Hott geneigt zu uns sehr armen Sündern. Er hat uns lieb und ist uns huld, ver⸗ gibt uns gnädig alle Schuld und hilft uns überwinden. 5. Er gibt uns seinen guten Geist, verneuert das Ge⸗ müte, daß wir vollbringen, was er heißt, und trauen seiner Güte. Er hilft uns hie mit Gnad und Heil, ver⸗ heißt uns auch ein herrlich Teil von großen Himmels⸗ schätzen. 6. Nach unsrer Ungerechtigkeit hat er uns nicht ver⸗ golten, vielmehr erzeigt Barmherzigkeit, da wir ver⸗ derben sollten. Er ist mit Lieb und Freundlichkeit den⸗ selben immerfort bereit, die ihn von Herzen lieben. 7. Was Gott nun angefangen hat, das woll er auch vollenden; wir geben uns ganz seiner Gnad und seinen treuen Händen, tun auch daneben allen Fleiß, daß Gottes Name, Ehr und DPreis durch uns befördert werde. 234 2. Glaube und Rechtfertigung 23²2 8. O Vater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Elende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein selig Ende. Leucht uns mit deinem hellen Wort, o Herr, an diesem dunklen Ort, auf daß wir ja nicht irren. O Gott, nimm an zu Lob und Dank, was wir einfältig singen, und laß dein Wort mit freiem Ulang hin durch die Herzen dringen. O hilf, daß wir mit deiner Uraft durch eine gute Ritterschaft des Lebens Hron erringen. michael Weiße, 4 1584. Eigne Weise.(4 355 4 wittenberg, 1525. —..—— + 4*7——1 0 IZ...E. + I 1 4 + 5— I + 232 LV.. X—— + +— 2. Fi E 2———.—. 1. Nun freut euch, lie⸗ben Chri⸗ sten g mein, daß wir ge⸗trost und all in ein 2—————— —— 2.— n n, RIITT— K. und laßt uns fröh⸗li rin⸗gen t 223150 was SGott mit Lust und Lie ⸗be sin⸗gen, D— * an uns ge⸗wen⸗ det hat und sei⸗ ne sü⸗ße E 1 4—— + 1 —4 +7—4—— I 2 3—— — 1—— Wun⸗ der⸗tat; gar teu'r hat er's er⸗ wor⸗ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich ver⸗ loren; mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat mich be⸗ sessen. 5. Mein gute Werk, die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; der frei Will haßte Gott's Gericht, zum Guten gar erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, 255 25² III. Heilsoroͤnung daß nichts denn Sterben bei mir blieb; zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert SGott in Ewigkeit mein Elend über— maßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mit helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ's sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:„Die Seit ist hie zu'rbarmen; faͤhr hin, mein's Herzens werte Hron, und sei das Heil dem Armen; und hilf ihm aus der Sündennot, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben!“ 6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward, er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Ge— walt, er ging in meiner armen G'stalt, den Teufel wollt er fangen. 2. Er sprach zu mir:„Halt dich an mich, es soll dit jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein; da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll leit lehren, mich erkennen wohl, und in der Wahrheil eiten. ö 10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gott's werd gemehrt zu Cob und seinen Ehren; und hüt dich für der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz! Das laß ich dir zur Letze.“ Martin guther, 1523.(ültestes evangelisches Kirchenlied.) 256 2.* halter stalte das 6 35. gegel nach an di 4. zu la sich? verd nimi 5— verle war dam 6. lesen 2. Glaube und Rechtfertigung 25⁵ Eigne Weise. 00 15. Jahrhundert. DSSSSISS LXX 1. Es ist das Heil uns kom· men her von die Wer⸗ ke hel⸗fen nim⸗mer⸗mehr, sie 1— 6.—— 22 st HEE ron, Gnad und lau⸗ter Gü⸗te; 0 er Glaub sieht 5der. mö⸗gen nicht be- hü ⸗ten. 0 sieh H—.—.—— ——.——— —— 22375 5—— u mit— sum Chri⸗stum an, der hat g'nug für uns —— E+——— n 2——— H • i . all ge⸗tan, er ist der Mitt⸗ler wor⸗den. Il dir 2. Was Gott uns im Gesetz gebot, das konnte niemand will halten, darum erhob sich große Not in mancherlei Ge⸗ stalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, den nicht das Gesetz will allermeist; es war mit uns verloren. 5. Es war ein falscher Wahn dabei: weil ein Gesetz eben gegeben, so könnten wir auch selber frei und heilig dar⸗ stem nach leben. So ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt nein an die sünd'ge Art, in unserm Fleisch verborgen. den. g. Nicht möglich war's, dieselbe Art aus eigner Uraft von zu lassen; wiewohl es oft versuchet ward, doch mehrt den sich Sünd ohn Maßen. Denn Gleißners Werk Gott hoch soll verdammt, und alles, was vom Fleische stammt, kann heit nimmer vor ihm gelten. 5. Doch das Gesetz erfüllt muß sein, sonst wären wir tun verloren, drum schickt Gott seinen Sohn herein, der zu ward ein Mensch geboren. Ganz hat er das Gesetz erfüllt, hen damit des Vaters Sorn gestillt, der über uns ging alle. dir 6. Und weil es nun erfüllet ist durch ihn, den Gott er⸗ 50 lesen, so lerne nun ein frommer Christ des Glaubens 25² 2⁵⁵ III. Beilsordnung rechtes Wesen; der spricht:„Du lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein; du hast für mich bezahlet.“ 7. Daran ich keinen Sweifel trag, dein Wort kann ja nicht lügen; du sprichst ja, daß kein Mensch verzag, und wirst fürwahr nicht trügen:„Wer glaubt an mich und wird getauft, dem ist der Himmel schon erkauft, daß er nicht werd verloren.“ 8. Gerecht vor Gott sind die allein, die dieses Glaubens leben; dann wird des Glaͤubens heller Schein durch Werke kund sich geben. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, und aus der Nächstenlieb sieht man, daß du aus Gott geboren. 9. Die Sünd, durch das Gesetz erkannt, schlägt das Gewissen nieder. Das Evangelium kommt zur Hand und stärkt den Sünder wieder, es spricht:„Homm nur zum Ureuz herzu, denn im Gesetz ist keine Ruh mit allen seinen Werken.“ 10. Gewiß, die Werke kommen her aus einem rechten Glauben; denn das kein rechter Glaube wär, dem man die Werk wollt rauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Liebe wird des Nächsten Unecht, dran wir den Glauben merken. 11. Die Hoffnung harrt der rechten Seit, was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott nicht feste Tage. Er weiß wohl, wann's am besten ist, und braucht an uns kein arge List, des soll'n wir ihm vertrauen. 12. Und wenn er nicht zu helfen scheint, laß dich es nicht erschrecken; denn wo er's oft am besten meint, da will er's nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein; und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht ö grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Wohl⸗ tat willen Gott Vater, Sohn und heil'gem Geist; der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns begonnen hat 2⁵⁸ ——— * — 1 bege Ur 2. Glaube und Rechtfertigung 25⁴4 zu Ehren seiner Macht und Gnad, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm; sein Will auf Erd g'scheh wie im Himmelsthrone; das täglich Brot noch heut uns werd; wohl unsrer Schuld verschone, wie wir den Schuldnern tun nach Pflicht; auch führ uns in Versuchung nicht; hilf uns vom Übel. Amen. Paul Speratus, 1484— 1551. Nach voriger Weise. 234 Such, wer da will, ein ander Siel, die Seligkeit zu finden; mein Herz allein bedacht soll sein, auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, sein Werk sind klar, sein heil'ger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu überwinden. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu teil, uns macht gerecht der treue necht, der für uns ist gestorben. 5. Ach, suchtdoch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret. Er ist der Herr und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzens⸗ grund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. 4. Mein's Herzens Nron, mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht die Eitelkeit vertreiben. Bleib du mein Preis, dein Wort mich speis'; bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu glauben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht; laß mich im Ureuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Sier, hilf mir mein Leiden tragen; hilf mir zur Freud nach diesem Leid; hilf, daß ich mag nach dieser HUlag dort ewig Lob dir sagen. Georg Weißel, 1590—1635. 25⁵⁵ III. Heilsordnung weise Valet will ich dir geben.(5) 1614. 235 E 0.—...‚ . Ist Gott für mich, so tre⸗te gleich so oft ich ruf und be-te, weicht deeern er Hte es wie der mich; Hab ich das Haupt zum al ⸗les hin⸗-ter sich. ——— ——— Freun-de und bin ge⸗liebt bei Gott, was kann IIH mir tun der Fein⸗de und Wi⸗der⸗ e⸗ n Rottd 2. Nun weiß und glaͤub ich feste, ich rühm's auch ohne Scheu, daß Gott, der höchst und beste, mein Freund und Vater sei; und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen, und was mir bringet Weh. 5. Der Grund, da ich mich gründe, ist Thristus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ew'ge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und helles Licht; wenn der nicht in mir wäre, könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf ein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mir Sorg und Schmerzen, nimmt allen Aummer hin; gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Uraft. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmt 240 1 2. Glaube und Rechtfertigung 250 mir meinen Mut, die Höll und ihre Flammen löscht meines Heilands Blut; kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schwach⸗ heit find't, so seufzt und spricht er Worte, die unaus⸗ sprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde er⸗ siehet seine Lust. 8. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Crost⸗ wort zu, wie Gott dem hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 9. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; nicht Feu'r und Schwert der Frechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Sorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 10. Uein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herr⸗ lichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst und Herzeleid; was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 1. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein: die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 1607—Jore. Weise 6 Gott in der Höh sei Ehr.(a) E—3— 236•70 2—— 275 13 1. O Sot⸗tes Sohn, Herr Je⸗su Christ, Vorreformatorisch. TI.DI=——— ———2— — 4 EE E 241 16 256 III. Heilsordnung ——.—— en—— SSSSISIIIII..IIIIIIIII ITRT du mei⸗ner See⸗le Le⸗ben! 1 kaum ich mir selbst nicht de ben, dn hilf du 5 12————— I EEEEEEEE IR 4.7——— mir von o ben her, den wah⸗ren Glau-ben — N l 1 12.—————— ——— ———*— 555 * 1— + + 1 ** — + mir ge⸗ währ, und daß ich drin ver⸗ har re. 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, o Jesu Christe, dich den Sohn des Höchsten nenne; daß ich auch ehr den heil' gen Geist, zugleich ge⸗ lobet und gepreist in dem dreiein'gen Wesen. 5. Wär auch mein Glaub ein Senfkorn klein, und daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, die das zerstoßne Rohr nicht bricht, das glimmend Docht auch vollends nicht aus⸗ löschet in dem Schwachen. 4. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken; daß er sei tätig durch die Lieh, mit Freuden und Geduld sich üb, dem Nächsten stets zu dienen. 5. Insonderheit gib mir die Kraft, daß vollends bei dem Ende ich übe gute Ritterschaft, zu dir allein mich wende in meiner letzten Stund und Not, des Glaubens End durch deinen Tod: die Seligkeit erlange. 6. Du hast entzündet, Jesu Christ, das Fünklein in mir Schwachen; drum, was von Glauben in mir ist, das wollst du stärker machen; was du begonnen hast, vollführ bis an das End, daß dort bei dir auf Glauben folge Schauen. David Denicke, 1603—1650. 24² SASI. SeeneeF— 2. Glaube und Rechtfertigung 257, 258 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) Seorg Neumark, 1687. EV—*—— /E 1. Ich bin ein Mensch von Got=tes Ein Mensch, mit Sün ⸗ den zwar be⸗ — 2—— Gna den. 0 5 6es Wort, das mich er⸗ la⸗ den und doch vor Gott so hoch ge⸗ ee ,. — + + 2 2 5 et daß er in sei⸗ ner Gna⸗de sieht, die 2 1 i. ü ⸗ber al le Wür ⸗ den geht. 2. Ich bin ein Christ von Gottes Snaden. In Christo hab ich diesen RKuhm; was will mir Welt und Satan schaden? Ich bleibe Gottes Eigentum. Durch diese Gnade ganz allein kann ich gerecht und selig sein. 5. Ich bin ein Hind von Gottes Gnaden. Drum schweigt, ihr Kinder dieser Welt! Bin ich gleich hier mit Kreuz beladen, so wißt, daß Gott es also hält: die Kinder, die in Gnaden stehn, die müssen durch viel Trüb⸗ sal gehn. 4. So bin und bleib ich hier auf Erden von Gottes Gnaden, was ich bin. Aus Gnaden wird mir dort auch werden ein unaussprechlicher Gewinn. Drum soll mir nichts erfreulich sein, als Gottes Gnade ganz allein. Benjamin Schmolck, 1672—1737. „—7 weise: O daß ich tausend Zungen hätte.(2) 1768. 0 I— 4* n 8 2 L— + ........ ESE—— Lv . Ich ha⸗ be nun den Grund ge⸗fun⸗ wo an⸗ders als in Je⸗ su Wun⸗ 2⁴⁵ 258 III. Heilsordnung B, d en errn. rre, L. EE EEE den, der mei⸗nen An⸗ker e⸗ wig hält: d den d Da lag er vor der Seit der Welt, 2— E + I I— — 1 2 1 + EZi Grund, der un⸗ be⸗ weg⸗lich steht, wenn 1— 5 +.— 4 IIN E J + E. + I*— II .— I 2 I I ⁴— + +— I — 2. Erd und Him ⸗-mel un ter⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken über⸗ steigt, es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu den Sündern neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; deswegen kam sein Sohn auf Erden und nahm hernach den himmel ein; deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür. 4. O ÄAbarund, welcher alle Sünden durch Christi Cod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbinden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut be⸗ ständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herzen schaun: da findet sich zu aller Heit unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre mir entrissen, was Leib und Seel erquicken kann; darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. 2. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid gegründet auf Barmherzigkeit. 8. Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich 244 2. Glaube und Rechtfertigung 259, 240 die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens höchst erfreut: o Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe, 1688—1258. Nach voriger Weise. 239 Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert; das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hat's nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts denn Sorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit ihm selbst ver⸗ sühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? Warum geschicht's d Erbarmung ist's, und weiter nichts. 5. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt. Ich kann es nur Erbarmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rüͤhme die Barm⸗ herzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein; auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Cod mich Armen durch meines Heilands Cod zu dir. Da bin ich ewig recht erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. Weise: Gott des Bimmels und der Erden. Heinrich Albert, 1642. FEHE 2——— f 2* 2⁴⁰ 4.——.— +—.— EE 2 2 n r—— *—..—. 2——— — —9 2+·.—2 Got⸗tes Gna⸗de weicht mir nicht; Die ses macht daß Gott sei⸗nen Bund nicht bricht. ————.— 2 6 V + —.— 6 ö mich un⸗ver⸗zagt, weil es mein Er⸗bar⸗-mer sagt. 2. Das sind Worte für die Blöden, die sind alles Glaubens wert; das heißt an die Herzen reden, das ist Crost, wie man begehrt. Gottes Gnade weicht dir nicht weil es dein Erbarmer spricht. 3. Hier ist Uraft für alle Müden, die so manches Elend beugt; man find't Gnade, man hat Frieden, welcher alles übersteigt. Mein Erbarmer, sprich mir du dies in allen Nöten zu. 4. Wenn mich meine Sünden schmerzen und der Strafen lange Pein, ach so rede meinem Herzen deinen Trost und Frieden ein: daß du mir in Jesu Christ ewig ein Erbarmer bist. 5. Gib mir einen starken Slauben, der dein Wort mit Freuden faßt, so kann mir der Tod nicht rauben, was du mir geschenket hast. Auch die Hölle nimmt mir nicht, was mein Heiland mir verspricht. Philipp Friedrich Hiller, 1699— 1769. +HN weise: O Ewigkeit, du Donnerwort. Zokann crager, 1653. E FEE WEEEEEEEE 1. Mein Glaub ist mei⸗nes Le⸗bens Ru Ach, gib mir doch Be · stän⸗dig ⸗keit, 1 I2 II 1— 1—— 4—— 1 7. 2.— 1 +— 1— 2— und führt mich dei⸗ nem Himmel zu, o daß die⸗sen Trost der Sterh⸗ lich⸗keit nichts 246 VIVIIIIIIIe n 2. Glaube und Rechtfertigung 241 1— II—— + + 1 + LII + I I 1 1 + 2—. S—— i—— du, an den ich glau⸗be! mei⸗ner See⸗le rau⸗be! Tief präg es mei⸗nem — E. LINI EEEEEEEEEEEEE EI——— Her⸗zen ein, welch Glück es ist, ein Christ zu sein! 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht zur selgen Ewig⸗ keit ein Recht durch deinen Cod erworben. Sum Staube kehrt zurück der Staub, mein Geist wird nicht des Codes Raub; du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Er⸗ löster bin, ist dieses Leibes Cod Gewinn. 5. Ich bin erlöst, ich bin ein Christ; mein Herz ist ruhig und vergißt die Schmerzen dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll, und bin des hohen Trostes voll: ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Teil mir zu: hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Ruh. 4. Was seid ihr Leiden dieser Zeit mir, der ich meiner Seligkeit mit Ruh entgegenschaued Bald ruft mich Gott und ewiglich belohnet und erquickt er mich, weil ich ihm hier vertraue. Bald, bald verschwindet all mein Schmerz, und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch nicht mehr der Sünde schmachvoll Joch in meinem Lauf auf Erden. Gehorsam üb ich meine Pflicht; doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht, was ich dereinst sollwerden. Mein Trost ist dies: Gott hat Geduld und straft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst, du hast mich, Miitler, aus der Angst, in der ich lag, gerissen. Dir, dir verdank ich meine Ruh; denn meine Wunden heilest du, du stillest mein Gewissen. Und fall ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf. 2., Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm, daß mich dein Evangelium lehrt glauben, hoffen, lieben! Es 24⁷ BanH.... 242, 24⁵ III. Heilsordnung gibt mir schon in dieser Seit den Vorschmack ew'ger Seligkeit, ich will es treulich üben. Es sei mein Trost, es sei mein Licht, auch wenn das Herz im Tode bricht. Balthasar Münter, 1235—7295. Weise: Valet will ich dir geben. 6 1618. 21⁴² 2 3. 244. Ich weiß, wo⸗ran ich nui be⸗ 10 weiß, wenn— les hier im Stau⸗ be wie Sand Was 6 be⸗ steht, und Staub ver⸗ weht. ——. bet, wo al⸗les wankt und fällt, wo Wahn die 0 weiß, was e⸗ wig biei III Wei⸗sen trei bet und Trug die Klu⸗gen hält. 2. Das ist das Licht der höhe; das ist der Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist; der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 5. So weiß ich, was ich glaube; ich weiß, was fest be⸗ steht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub ver⸗ weht; ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Erdenauen schon himmelsblumen treibt. Ernst Moritz Arndt, 1269—1860. 56.90 Was mein Gott will, gescheh allzeit. D— Weise, 1540. 2⁴3 E S. SS 9 6—853— 80 hal te fest denn, was du hast, und laß durch kei ne Lust noch Last 248 IIAIIRD‚D‚DHAx* 2. Glaube und Rechtfertigung 24⁵ —4 ——— 53... halt aus in Treu Und Glau⸗ben dir dei ne See⸗ le rau⸗ 355 die—.— — 0 Z... die Gott selbst ge- liebt, für die sein Sohn ge⸗ 1— 3 3————.—— 3———— 2————.—— stor⸗ben, für die er Kampf und Sieg ge⸗ EHN ———— ö—— ö übt, das ew' ge Heil er⸗wor⸗ben. ö 2. Das ew'ge Heil, das ew'ge Gut, ein Brunnen ohn ö Versiegen, voll Lieb und Lust, voll Crost und Mut, voll himmlischem Vergnügen; ein Born von unerschöpfter Kraft, von unsichtbarer Stärke, der Geist und Leben in uns schafft zu jedem guten Werke. 5. Nommt alle, die ihr seid beschwert, o kommt doch ohne Säumnis! Teilt mit uns, was uns Gott beschert, ist, das selige Geheimnis! Es halten's immerdar bereit der ö die allertreusten hände: der herr ist bei uns allezeit bis ort, an der Welten Ende. 4. Er sieht uns all, wir sehn ihn nicht, doch wenn die be⸗ Herzen brennen, und wir vor seinem Angesicht den heil'gen Namen nennen, dann wissen wir und glauben ‚ fest mit christlichem Vertrauen: er kommt ja bald, und ten fröhlich läßt er uns sein Antlitz schauen. 5. Und mit ihm alle, die er nahm an seine Brust nach ö oben, und die befreit von Leid und Gram dort seine . Größe loben. Es ist ja nur ein Gottesreich im Himmel — und auf Erden, und jenen sel'gen Siegern gleich soll —— jeder von uns werden. 6. So halte fest denn, was du hast, halt aus in Treu und Glauben und laß durch keine Lust noch Last dir ——— 244 III. Heilsordnung deine Krone rauben! Die Arbeit ruft, es ruft der Streit, es rufen Lobgesänge; es wächst der Bau in Herrlichkeit, die Welt wird ihm zu enge. Ernst Albert Feller, 1304—1877. 5. Leben in Gott und Christo Eigne Weise. Straßburg, 1572. 2 EH 2I..— 2⁴⁴4 SEE 1. Herz=lich lieb hab ich dich, o Herrt Die gan⸗ze Welt er⸗freut mich nicht, d, — A 1—.. Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit nach Erd und Him mel frag ich nicht, wenn ꝑPS.III I dei ner Hilf und Gna⸗den. ich nur dich kann ha⸗ ben. Und wenn mir ————— —— gleich mein Herz zer⸗bricht, so bist du doch E 2 ö.. 2 2— ..———— mein Su· ver⸗sicht, mein Teil und mei⸗nes 7— ——— Her⸗zens Trost, der mich durch sein Blut hat 2⁵5⁰0 122 3. Leben in Gott und Christo 24⁵ 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab, mein Leib und Seel, und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ich's brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Hreuz erhalte mich, auf daß ich's trag geduldig⸗ lich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Sott, mein Herr und Gott, troͤst mir mein Seel in Todesnot! 3. Ach Herr, laß einst die Engel dein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in seinem Hämmerlein gar sanft, ohn ein' ge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. martin Schalling, 1532—1608. igne Weise. Eig x Philipp Nicolat, 1599. —— 25 1. Wie schön leucht uns der Mor⸗gen⸗ O gu-ter Hir⸗te, Da⸗ vids ——.—— * ——5 2 P —.—.—— I I stern, voll Snad und Wahr-heit von dem Herrn uns Sohn, mein Rö⸗ nig auf dem Him⸗mels⸗thron, du 1 —— 7 2 —— +7 + I +—— herr ⸗lich auf ge⸗ gan⸗gen! hast mein Herz um⸗fan ⸗gen: lieb⸗lich, freund⸗lich, —— ———...—. schön und präch-tig, groß und mäch⸗tig, reich an 251 — 7 +* 7 7 6 0 V 6 E III. Heilsoroͤnung D— ö , W 1— Ga⸗ben, hoch und wun⸗der voll er- ha-ben. 2. O Uleinod, dem kein Uleinod gleicht, Sohn Gottes, den kein Lob erreicht, vom Vater uns gegeben! Mein Herz zerfließt in deinem Ruhm; dein süßes Evangelium ist lauter Geist und Leben. Dich, dich will ich ewig fassen, nimmer lassen; Brot des Lebens, dein begehr ich nicht vergebens. 5. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du Gotteslicht und Himmelsschein, die Flamme deiner Liebe und stärk mich, daß ich ewig bleib, o Herr, ein Glied an deinem Leib in frischem Lebenstriebe! Nach dir wallt mir mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, wenn mich dein heilig Angesicht mit Freundlichkeit anblicket. Herr Jesu, du mein trautes Gut: dein Wort, dein Geist, dein Ceib und Blut mich innerlich erquicket. Nun, ich bitt dich: blick mich Armen voll Erbarmen an mit Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o du starker held! Du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat sich mit mir vertraut, mein Herz auf ihn mit Freuden schaut, in dem mich nichts betrübet. Dreis dir, Heil mir! Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang und laßt den hohen Lobgesang ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem Jesu heut und morgen und in Ewig⸗ keit in steter Liebe wallen! Singet, klinget, jubilieret, triumphieret! Dankt dem Herren, ihm, dem König aller Ehren! 7. Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ, daß du der erst und letzte bist, der Anfang und das Ende! Du, der 252 5. Leben in Gott und Christo 246 sein Leben für mich ließ, nimmst mich einst in dein Paradies, drauf faß ich deine ände. Amen, Amen! Homm, o Sonne, meine Wonne, bleib nicht lange, daß ich ewig dich umfange! Philipp Nicolai, 1556—160s. Nach voriger Weise. 24 O ZJesu, Jesu, Gottes Sohn, mein Mittler auf dem Gnadenthron, du meine Freud und Wonne! Du weißt es, daß ich rede wahr, vor dir ist alles sonnen⸗ klar und klarer als die Sonne. Herzlich lieb ich mit Gefallen dich vor allen; nichts auf Erden kann und mag mir lieber werden. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht g'nug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte; ich werd von Tag zu Tag entzünd't, je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. 5. Durch deine Uraft treff ich das Siel, daß ich, so viel ich soll und will, dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Ehre, Freude, Gut und Geld, wenn ich es recht besinne, kann mich ohn dich gnugsam laben; ich muß haben reine Liebe, die tröst, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen; es geh ihm, wie es woll, auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. Ewig selig nach dem Leide, große Freude wird er finden, alles Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch ge⸗ sehen noch gelehrt, es läßt sich nicht beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich nicht erreichen, noch vergleichen den Weltschätzen dies, was uns dort wird ergetzen. 25⁵5⁵ 24²ꝰ III. Heilsoroͤnung 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Freude sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeldt, aus Liebe mich stets übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz ent⸗ nommen. 2. Da werd ichdeine Freundlichkeit, die schon auf Erden mich erfreut, in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebreich Angesicht mit unverwandtem Augenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein er⸗ quicket und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Himmelskrone. Johann Beermann, 1885—I6d?. Ee eeie(5 16. ———— * 947 6 4——— 42 2⁴⁷ iii.. 1. Mei⸗nen Je⸗sum laß ich nichtl Weil er so er⸗for⸗dert mei⸗ne Pflicht, un⸗ver⸗ + in + 2— I H 1— 1— E + + WI II +——— . + 2——————— 2 2E— 1224 4.— I 2 sich für mich ge ge⸗ ben ö— rückt nur ihm zu le⸗ ben. Er ist mei: nes +*— EIEI—..— + 1 Le⸗bens Licht: mei⸗ nen Je⸗sum laß ich nicht. hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht: meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, alle Sinne mir ent⸗ weichen; laß das letzte Cageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube 254 0————— EH ———— J 1.— ‚‚‚II......... 2. Zesum laß ich ewig nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm hab ich voll Suversicht, was ich bin und 5. Leben in Gott und Christo 248 pranget. Mich erfreut sein Angesicht, meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich frei macht vom Gericht: meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für zu den Lebens⸗ bächen leiten. Selig, wer mit mir so spricht: meinen Jes Am laß ich nich 1l Christian Keyxmann, 1602—1662. 23608 Freu dich sehr, o 6566 Seele.(O) Llaude Hondimtel,180 94—— 2⁴⁸ EHN 2——.—— 1. Wa⸗rum willst du drau⸗ßen ste⸗hen, Laß dir, bei mir ein⸗zu⸗ge⸗hen, ........——. du Ge⸗seg⸗ ne⸗ter des Herrn d wohl ge⸗ fal⸗len, du mein Stern! Du mein 4 HUF— + — + I 1——2 + V + 2 2— +. I +— 2—— Je⸗su, mei⸗ne Freud, Hel⸗fer in der rech⸗ten ——.—.——— ————— 7——— Seit, hilf, o Hei⸗land, mei⸗ nem Her⸗zen von — 2— 2 2——— 1—— 2. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, was nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ist's mehr als ein Stäublein armer Erd d Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist's, das mich heut erfreue und nicht morgen schon mich reue d 25⁵ 249 III. Heilsordnung 5. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, wo das herz recht fröhlich ist; leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht. Laß mich, Herr, an dir erquicken; Jesu, komm, laß dich erblicken! Paul Gerhardt, 1602—61. 2 Weise. Johann Crüger, 1656. 4 249.— 25 P. 0. EESEE +—— 1. Je⸗su, mei⸗ ne Freu⸗- de, mei⸗ nes Ach, wie lang, ach lan ⸗»ge ist dem E d.—. D 3 Her⸗zens Wei⸗ de, Je⸗su, mei⸗ne Sier! Du bist her⸗zen ban⸗ge und ver⸗langt nach dir! ̃—— EE I 2 I + E uin — 1:· 1 ———.————— mein, und ich bin dein; au⸗ßer dir soll — 12.——* . 2 42—— 2— Te +—— ——*—.— —.—— mir auf Er⸗den nichts sonst lie ber wer⸗den! 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Caß von Ungewittern rings die Welt erzittern, Jesus steht mir bei! Wenn die Welt in Trümmer fällt, wenn mich Sünd und hölle schrecken, Jesus will mich decken. 5. Crotz des Feindes Lauern, trotz des Todes Schauern, trotz der Furcht dazu! Sürne, Welt, und tobe! Ich steh hier und lobe Gott in sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht; Erd und Abgründ müssen schweigen und vor ihm sich neigen. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust! Weg, ihr eiteln Ehren! Ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, 256 6556. ist 5. Leben in Gott und Christo 250 Schmach und Cod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, oWesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht! Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Sündenleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein! Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1618—167. Weise: O daß ich tausend Zungen hätte.(2) 1738. ————————— 4 250 WPRD 1. Ach, sagt mir nichts von Gold und Schät⸗ Es kann mich ja kein Ding er⸗göt⸗ E 2.—— A— ——* ö—— *—.— 2 2 2..‚3‚. 2— 2.— 4 zen, von Pracht und Schön-heit die⸗ser Welt! zen, das mir die Welt vor Au⸗gen stellt. —— 1 —— +—— + 2— .... I— Ein je ⸗der lie⸗be, was er will; ich 2—122— 2 2— ——.— 2— lie ⸗be Je⸗ sum, der mein Siel. 2. Denn er allein ist meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Siel. 5. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Leibes Schön⸗ heit dauert nicht; die Seit kann alles das verwüsten, 251 III. Heilsordnung was Menschenhände zugericht. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Siel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Seit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Siel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein aller⸗ schönstes Angesicht, und was von Schmuck an ihm zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Siel. 6. Er kann mich über alles heben und seiner Klarheit machen gleich, er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Siel. 7. Und ob ich zwar noch muß entbehren so lang ich wandre in der Seit, so wird er mir's doch wohl ge— währen im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will: ich liebe Jesum, der mein Siel. Johann Scheffler(Angelus Silesius), 1624 1672. Weise: Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. 1625. E 4—.— 251 1 Auf, Chri⸗sten⸗mensch, auf, auf zum In die⸗ser Welt, in die ⸗ser — *—— Streit! Auf, auf zum A⸗ ber⸗win⸗den! Zeit ist kei ne Ruh zu fin⸗den. Wer nicht ———— IE 1 E+—5 2—*. 7 + J 1 1 2—. 12— — 1 + J— +—. 1 will strei⸗ ten, trägt die Kron des ew gen — 2 + + LIL 1— + II ** + V + II —— 1.— I Le⸗ bens nicht da⸗von. 258 3. Lehen in Gott und Christo 25² 2. Der Satan kommt mit seiner List, die Welt mit ihrem Prangen, das Fleisch, durch Lust dich, wo du bist, zu fällen und zu fangen. Streitst du nicht wie ein tapfrer der Held, bist du dahin und schon gefällt. — 5. Gedenke, daß du zu der Fahn des Heldherrn hast ge⸗ ller⸗ schworen; gedenke, daß du als ein Mann zum Streit zu bist auserkoren; gedenk, daß ohne Streit und Sieg noch keiner zum Triumphe stieg. ebe 4. Wie schmählich, wenn ein Uriegesmann dem Feind heit den Bücken kehret! Wie schändlich, wenn er fechten kann daß und dennoch sich nicht wehret! Wie sträflich, wenn er gar vill!—mit Fleiß sich zaghaft gibt dem Feinde preis! 5. Wer überwunden und den Raum der Laufbahn ich wohl durchmessen, der wird im Paradies vom Baum ge. des ew'gen Lebens essen. Er wird fürwahr von keinem llig, Leid noch Tod berührt in Ewigkeit. 6. So streit denn wohl, streit keck und kühn, daß du mögst überwinden; streng an die Kräfte, Mut und Sinn, daß du dies Gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die 526. UHron, bleibt ewiglich in Spott und Hohn! Johann Scheffler(Angelus Silesins), 1624— 1627. 1 r 2 6 6.1 Bei Zoh. Balthasar Rönig, 1738. 3. EE — V. Ich will dich lie⸗ben, mei⸗ ne Stär⸗ke, icht ich will dich lie- ben mit dem Wer⸗ke Ey—— 2 1 85 — IIISI—,. — 2. 22——— DDDD— ich will dich lie⸗ben, mei⸗ne Sier; Ich und im⸗mer⸗-wäh⸗ ren ⸗ der Be⸗gier. 4+2——— —.— +—1.— L— will dich lie ⸗ben, schön⸗stes Licht, bis III. Beilsoroͤnung .— e,,— III— mir das Her⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen aller⸗ besten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lang dein Gnadenglanz mir scheint. Ich will dich lieben, Gotteslamm, als meinen Bräutigam. 5. Ach, daß ich dich so spät erkannte, du hochgelobter Heiland du! Daß ich nicht früher mein dich nannte, du höchstes Sut und wahre Ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät geliebt. 4. Ich ging verirrt und war verblendet, ich suchte Ruh und fand sie nicht; ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht; nun aber ist's durch dich ge⸗ schehn, daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hal Licht gebracht. Ich danke dir, du himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht. Ich danke dir, dWu güld'ner Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß auf deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn! Erleuchte Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanzl 7. Ich will dich lieben, meine Urone, ich will dich lieben, meinen Gott, dich lieben auch bei Schmach und Hohne, auch in der allergrößten Not. Ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler(Angelus Silesius), 4624—lere. Weise: Gott des Himmels und der Erden. ——5 Heinrich Albert, 1642. 25½We. 1. Lie⸗be, die du mich zum Bil⸗de dei⸗ner Lie⸗be, die du mich so mil⸗ de nach dem 26⁰ SSI„ ‚-„ em — + I. —.— H+ re—.— x——. 2.——.—.— 7— —5 I— Gott⸗ heit hast ge⸗macht; Fall hast wie⸗der⸗bracht: ——.—.—... x J 1 + 28 Lie ⸗be, dir er⸗ — —— —— 7— geb ich nich, dein zu blei⸗ ben e⸗wig=lich. 2. Ciebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war; Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. — 5. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Seit; Liebe, die mir hat erstritten ew'ge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich dargegeben mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele litt; Liebe, die das Lösgeld giebet und mich kräftiglich ver⸗ tritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird entrücken aus dem Grab der Sterblichkeit; Liebe, die mich einst wird schmücken mit dem Uranz der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeh ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler(Angelus Silesius), 1624—16e7. Weise: Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. — 2—5 N— 0 5 1 V—— + N— + x. 1. Mir nach, spricht Chri⸗stus, un ⸗se Ver leug⸗net euch, ver⸗laßt die 1628. IB 26 2⁵5⁴4 III. Heilsordnung —I IIII.‚I‚‚I‚iI‚e.. — E * Held, mir nach, ihr Chri⸗sten 1— Welt, folgt mei⸗ nem Ruf und Schal⸗ 1 Nehmt E PIPIIIIIIIII 1 eu ⸗ er Ureuz und Un ⸗ge⸗ mach auf 6 7 +— ů 2 2— ö — U—— ‚ +* — euch, folgt mei⸗ nem Wan⸗del nachl 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heil' gem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. ö 5. Mein Herz ist voll Demütigkeit, voll LCiebe mein Gemüte, mein Mund voll Huld und Freundlichkeit, voll Sanftmut und voll Güte; mein Seist, Gemüte, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden und euer Herz von arger List zu rein'gen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. ö 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite; ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Unecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Sier. ꝰ. So laßt uns denn dem lieben herrn mit unserm Ureuz nachgehen und wohlgemut, getrost und gern in allen Leiden stehen! Denn wer nicht kämpft, trägt auch die Hron des ew'gen Lebens nicht davon. Johann Scheffler(Angelus Silesins), 124—1677. Str. 4 späterer Zusatz. 262 . 2. 7 nein keit, rüte, und und führ euch bin ehn, mich ie in olgt reu; Allen die 6²⁷. 5. Leben in Sott und Christo 25⁵ —— Sollt ich meinem Gott nicht fingen. 255.SSSS Lüneburg, 1641. 1. Las⸗ set uns mit. si zie⸗hen, in der Welt der Welt ent⸗flie hen, —..—5—.—— IIIIIIIIITT* I.— 1——— sei⸗ nem Ler bild fol⸗ gen nach, im ⸗mer⸗ auf der Bahn, die er uns brach, ————————— 1 D J*E— 7 2 + 1 —6—— + ++— 1 — +. fort zum Him⸗mel rei sen/ ir ⸗disch noch, schon —— ů ——, himm⸗ lisch sein, glau⸗ben recht und le·ben rein, + f E;. ————— —————.0 7 2—— in b2r Sb den Glau⸗ ben wei⸗ senl Creu⸗ er Je⸗su, —— ö— + 2— 7+—— 42—.— 12— ö 6 DDDDPIPIRIRIRIPIPIII D—.————44 bleib bei mir, geh vor⸗an, ich fol⸗ge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich! Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht droben reich; Cränensaat, die erntet Wonne, Hoffnung tröstet mit Geduld, denn es scheint durch Gottes Huld nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. 3. Casset uns mit Jesu sterben! Sein Tod rettet uns vom Tod, rettet von der Seel Verderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, 26⁵5 256 III. Heilsordnung muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder; wo du lebst, da leben wir. Ach, erkenn uns für und für, treuer Freund, als deine Brüder! Zesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir. Siegmund von Birken(Betulius), 1626—168 J. Weise: Ach Gott und Herr. 1 Q 62 0 EE————— 0 FHD— 0 2——. 7—‚.— 1—. 2 1 8² 1. Mein Freund ist mein, und ich bin sein, 1—— —2——.— ů— 2— SD — — 2 L 2 ihm hab ich mich er ge⸗ben. In Freud und —— ö 2. Ich glaub an dich, an dir hang ich; ich will dich auch nicht lassen, bis du mich wirst, o Lebensfürst, mit deiner Gnad umfassen. 3. Mir zum Gewinn gabst du dich hin; dein Todes⸗ kampf und Sterben hat mich versöhnt, ja gar gekrönt zu einem Himmelserben. 4. Die Ureuzeslast, die du hier hast für mich auf dich genommen, hat mich befreit von allem Leid, das sonst auf mich gekommen. 5. Crotz sei dem Tod und aller Not! Von dir kann nichts mich wenden, weil ich forthin bewahret bin in deinen treuen Händen. 6. In deinem Reich werd ich nun gleich den lieben Engeln werden und sicher sein vor aller Pein, vor Not und vor Beschwerden. 2. Herr Jesu Christ, allein du bist mein höchster Schatz auf Erden; ach, laß mich nicht, mein Lebenslicht, von dir geschieden werden! 264 Reiche, kommt heran, Mann und Weib und Uind, ihr 5. Leben in Gott und Christo 252 8. Denn du bist mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben in Glück und Freud, in UHreuz und Leid, im Sterben und im Leben. Anna sophie, Landgräfin von Hessen⸗Darmstadt, 1638—1685. 567 Weise. L. Beichardt. VEAADNESSEEE. 497 1. Ru⸗he ist das be⸗ste Gut, das man 1 ——.——1 + 2.+ en de e e, e e ꝑt˖.I ha⸗ ben kann; Stil⸗le und ein gu-ter Mut —— II—— —— 4————— — 14.——— stei⸗ get him-mel ⸗ an. Die su che du! ———— Hier und dort ist kei⸗ ne Ruh, als bei Gott; ihm ,- l,—4 —————————— ei⸗le zu; Gott ist die Ruh. 2. Ruhe suchet jedes Ding, allermeist ein Christ. Du, mein Herz, nach Ruhe ring, wo du immer bist. O suche Ruh! In dir selber wohnt sie nicht. Such in Gott, was dir gebricht: Gott ist die Ruh. 5. Ruhe gibt dir nicht die Welt, ihre Freud und Pracht; Ruhe gibt nicht Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht; keins reichet zu. Wenn du recht bekümmert bist, suchst du das, was droben ist; Gott ist die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, der uns alle ladet ein vor des Himmels Thron, zur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, dringe ein zur Gottesstadt; Gott ist die Ruh. — 5. Ruhe beut er allen an, die beladen sind. Arm und 265⁵5 258 III. Heilsordnung findet Ruh. Traget ihr des Leides viel, Gott setzt allem Leid ein Siel; Gott ist die Ruh. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur Jesum hält. Zesus machet leicht, was schwer, richtet auf, was fällt; sein Geist bringt Ruh. Gib im Glauben Herz und Sinn seinem Geist zu eigen hin; Gott ist die Ruh. 7. Ruhe findet sich zumeist, wo Gehorsam blüht; ein in Gott gesetzter Geist macht ein still Bemüt und Seelen⸗ ruh. Darum selig, wer sich gibt, daß er Gottes Willen 8. Gott ist die Ruh. Ruhe hat, wer wiliglich Christi sanftes Joch hin⸗ Gebucte nimmt auf sich; ist es lieblich doch und schaffet Ruh. Folge deinem Heiland gern, dann ist nie dein Friede fern; Gott ist die Ruh. 9. Ach, du Gott der wahren Ruh, gib auch Ruhe mir! Was ich denke, red und tu, streb nach Ruh in dir. Gib Ruh dem Geist; schließt sich dann mein Auge zu, so führ Leib und Seel zur Ruh, dem Himmel zu! Johann Kaspar Schade, 1666- 1698. Eigne Weife Joh. Anastasius Freylinghausen, 1704. 1—1—— 1. Eins ist Rotl Ach Herr, dies Ei⸗ ne Al⸗-les an ⸗dre, wie's auch schei⸗ne, ö— leher re mich er⸗ken⸗nen doch! ist ja nur ein schwe⸗res Joch, dar un⸗ter das —.——.———— x + ————— Her⸗ze sich na⸗— und—— 3365 und den ⸗noch kein —.——.— I.— — 2 wah⸗res Ver⸗gnü⸗gen er⸗ja⸗ get. Er · lang ich dies 260 5. Leben in Gott und Christo 258 ———— 2 id, iñ fun D. 2— EE—, Ei ne, das al⸗les er⸗setzt, so werd ichn mit ů—— 1665—565— —5———.— — I V + II 14— I— I— ei⸗ nem in al⸗lem er⸗götzt. 2. Seele, willst du dieses finden, such's bei keiner Ureatur, laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, notwendigste Teil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 5. Wie dies Eine zu genießen sich Maria dort befliß, als sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ; ihr Herze entbrannte, nur einzig zu hören, wie Jesus, ihr Heiland, sie wollie belehren; ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir! Ob viele zum größesten Haufen auch fallen, so will ich dir dennoch in Liebe nachwallen, denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt d 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt; gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein teures Opferblut. Die höchste Herechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Ureuzes gestorben; da hab ich die Uleider des Heiles erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt.— 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild 2⁰⁷ 259 III. Heilsordnung erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust; dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Auf mich strömt die Gnadenflut. Du bist einmal eingegangen in das Heil'ge durch dein Blut: da hast du die ew'ge Erlösung erfunden, daß ich nun von Tod und Verdammnis ent⸗ bunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles G'nügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßeres kann mich im Herzen erlaben, als wenn ich, mein Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ich's meine, tilge allen Heuchelschein; sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich⸗ Höchster, auf ewigem Wege! Gib, daß ich nichts achte, nicht Leben noch Tod, nur Jesum gewinne: dies Eine ist not! Johann Heinrich Schröder, 1667—1699. Eigne Weise. 4— Gesangbuch,— —————.— 250Diii ² su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des wie sie ihr dro. hen⸗des Heer nicht ver⸗ Lesbensl Sieh, wie die Fin⸗ster⸗nis drin⸗get he⸗rein, ge⸗bens mäch⸗tig auf⸗füh⸗ret, mir schäd⸗lich zu sein! —— ——————288. 2. Schau, wie sie sin⸗net auf 25 lere lei Rän⸗ ke, 266 5. Leben in Gott und Christo 260 E.. ů —— ů 1 2 I ——— N —— EEE—.— ——.— 1 BI daß sie mich sich⸗te, ver⸗stö⸗re und krän ⸗ke. 2. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die ünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt; wenn ich die Last der Begierden empfinde und sich mein tiefes Verderben dar⸗ legt. Hilf dann, daß ich vor mir selber erröte und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dir, Herr, sei gänzlich zu eigen geschenkt, und ich mich stets in dein Wollen verhülle, wo sich die Seele zur Ruhe hinlenkt. Laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 4. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten! Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, mein Fürsprach zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 5. Jesu, hilf siegen und laß mir's gelingen, daß ich das Seichen des Sieges erlang; so will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen. 6. Jesu, hilf siegen, wenn's nun kommt zum Sterben; mach du mich würdig und stetig bereit, daß ich mich nenne des Himmelreichs Erben dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, dir bleib ich auf ewig ergeben, hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! Johann Heinrich Schröder, 1667— 1699. + 2— 1 1 Weise: Es ist das Beil uns kommen her.(a) 15. Jahrhundert. — —EHHEEE 200 EEE E 1. Halt im Ge dächt⸗ nis Je⸗sum vom Thron des Him⸗mels kom⸗men 269 + 260 III. Heilsordnung ——. EE*4— n-., Christ, den Hei⸗land, der auf Er⸗den ist, dein Bru⸗der da zu wer⸗den; + 2 + F, denrr Hini, + 2..... 2—— Fleisch und Blut; dank ihm für die ⸗se Hle be! 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten und dir, da er gestorben ist, am Ureuz das Heil erstritten. Besieget hat er Zünd und Tod und dich er⸗ löst aus aller Not; dank ihm für diese Liebe! 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage: bedenke, daß er Fried gemacht, das Leben wieder hat gebracht dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit; dank ihm für diese Liebe! 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wiederkommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir getan, mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich trösten mag und durch den Cod zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther, 1650— 1704. 220 H-r III * — I —4171 ö ö ö ö Es glän⸗zet der Chri⸗sten in⸗wen⸗ was ih⸗ nen der Rö⸗nig des Him⸗ — —4 1 +—— + + 1 1+22 +—— + .......... di⸗ges Leben, ob hier auch von au-ßen kein mels ge⸗ge⸗ben, das wird nur vom Au-ge des EI— SI— ͤäIAIITTTITITITTITITITITITITITITT.T... —— + 21.10 1—14— 1 Schim⸗mer sie schmückt; Gei⸗stes er blickt. Was vie⸗le ver⸗ach⸗ten bei +———— r ‚‚‚D— —* 1——— 1 2— ir⸗di⸗schem Trach⸗ten, hat ih⸗re er ⸗leuch⸗te⸗ten — 4———..— e rer, re e en, L, Lr ,n minn. 12——*——2.———— Sin⸗ne ge⸗zie ret und sie zu der gött⸗li⸗ chen II——————— Wür⸗de ge⸗füh⸗ret. 2. Sie gleichen im Außern den Kindern der Erde und tragen auch an sich des Irdischen Bild, sie fühlen, wie andre, der Menschheit Beschwerde, oft sehn sie die Sonne der Freude verhüllt. Sie stehen und wandeln, sie reden und handeln, wie jeder es treibet in zeitlichen Dingen, doch kann sie die weltliche Lust nicht bezwingen. 5. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme, ge⸗ boren aus Gott durch sein mächtiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Elamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel, als Brüder, erfreun sich der Lieder, die hier von den Lippen der Frommen er⸗ klingen und bis in das innerste Heiligtum dringen. 221 III. Heilsordnung 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sind arm, doch sie haben, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen getötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 5. Wenn Christus, ihr Leben, sich wird offenbaren, wenn er sich einst allen in Herrlichkeit zeigt, dann wird auch den frommen und gläubigen Scharen die Urone des ö ewigen Lebens gereicht. Sie werden regieren, mit ihm triumphieren, wie leuchtende Sterne des himmels dort praͤngen, wenn aller Weltschimmer in Nacht ist ver⸗ gangen. 6. O Zesu, verborgenes Leben der Seelen, du ewige Sonne der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wie oft auch die Menge für töricht ihn hält. Hier wenig geschätzet und oftmals verletzet, hier stille mit Christo im Vater gelebet: das ist es, was einst uns zum Himmel erhebet. Nach Christian Friedrich Richter, 1626—17II. weise: O du Liebe meiner Liebe.(10) Darmstadt, 1698 „„ E. 1—— 202 PPPP.....IFIFI.III— 1. O Durch⸗bre⸗cher al⸗ler Ban⸗de, bei dem Scha⸗den, Spott und Schan-de — D— —————...— ö —— DPDPDPEE der du im⸗mer bei uns bist, lau⸗ter Lust und Him⸗mel ist: ste⸗ he fer⸗ner im 2—.— bis du ——— uns zum hel⸗len Lich⸗te füh⸗rest aus dem Uer⸗ker hin! 2²22 5. Leben in Gott und Christo 2. Ist's doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; dazu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und uns aus der Unruh führest zu der selgen Ruhestatt. 5. Schau denn her auf unsre Uetten, da wir mit der Ureatur seufzend um Erlösung beten von der Schwach⸗ heit der Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns hart danieder drückt, ob auch unser Geist zu Zeiten sich auf etwas Bessres schickt. 4. herr, zermalme, Herr, zerstöre diese Macht der Finsternis; denn der preist nicht deine Ehre, den sie fort zum Tode riß. Heb uns aus dem Staub der Sünden, wirf die Lust der Welt hinaus; laß uns wahre Freiheit finden, Freiheit in des Vaters Haus! 5. Herrscher, herrsche; Sieger, siege! Hönig, brauch dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End! Mach sie frei, die arme Seele, durch des neuen Bundes Blut, daß sie sich nicht länger quäle; nimm sie auf in deine Hut! 6. Lange hält uns schon gefangen Lust und Selbstge⸗ fälligkeit; ach, laß uns nicht länger hangen in dem Cod der Eitelkeit. Ja, die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an: zeig uns nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn. 7. CTeuer sind wir ja erworben, nicht der Menschen Hnecht zu sein; drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein. Der wird rein, frei und voll⸗ kommen, ähnlich deinem heil'gen Bild, wer hat Gnad um Gnad genommen, die aus deiner Fülle quillt. 8. Seuch uns, Jesu, in dein Sterben, laß mit dir ge⸗ kreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen; laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Sottfried Arnold, 1666—1e14. 2²5 265, 264 III. Heilsordnung Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(1) Gotha, 1650. 0 203—— ů———..— 1—42 1. Ein rei⸗nes Herz, Herr, schaff in mir, ————— 2—=D.——— 2•‚——— e de S SSSSSSSISIIIIIIIII... schleuß zu der Sůn ⸗de Tor und Tür, ver⸗trei⸗be sie und — — 4+—— + Foo J 1— E— — 2 ++ 2. Dir öffn' ich, Jesu, meine Cür; ach komm, und wohne du bei mir; was unrein ist, das treib hinaus aus deinem Tempel, deinem Haus. 5. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Hüt! 4. Und mache dann mein Herz zugleich an Nal. Der gut und Segen reich; gib Weisheit, Stärke, Rat, Ver⸗ stand aus deiner milden Gnadenhand: 5. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Reuß, 1654.—Iel6. Eigne Weise. Darmstadt, 1698. ——. EE.EEE*— 22.97— 9 EADD—— 1——— 204 II..I. TTTT— +——— 1. See⸗len⸗bräu⸗ti⸗ gam, Je=su, Got⸗tes ............. ————.—————— Lamm! ha⸗be Dank für dei⸗ ne Lie ⸗he, die für 12 n Bnner—— +—. — 2..— 1.— I— I +—— 2—.— mich aus rei⸗ nem Trie⸗be starb am ÄUreu zes⸗ 224 (H .— ⏑—+ 8 Croe 63c6—Ien— „S=SEꝗ„—„.&ò;᷑ 5. Leben in Gott und Christo 264 4* 4 ————— stamm, Je⸗su, Got⸗tes Lamm. 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und mit deinem Geist er⸗ quickest, macht mich wohlgemut deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Cod! Du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was ver⸗ loren, durch den Ureuzestod, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht! Salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in mir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir auch gram, Held aus Davids Stamm! 2. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib. 8. Wer der Welt abstirbt, sich mit Ernst bewirbt, dir zu leben und zu trauen, der wird bald mit Freudes chauen, daß niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 9. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 10. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und Vertrauen, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 4. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und an deinem Sieg empfinde, wie so ritter⸗ lich du gekämpft für mich. 12. Du mein Preis und Ruhm, werte himmelsblum! 275 18˙ III. Heilsordnung In mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Hhimmelsblum, du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, 1620—1701. Eigne Weise. Dresden, 1694. 265 ½0—. 3 1— 1. Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗reit, daß dich nicht die bö⸗se Seit wa che, fleh und be⸗ie ‚ un⸗ wer.hoff be⸗trete; denn es ist Sa⸗tans List 1 II BÄ en erter; mrteneein rr. ü⸗ber vie⸗le From⸗men zur Ver⸗su⸗chung kom⸗men. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe, denn es folget sonst darauf eine lange Strafe; und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unver⸗ mutet finden. 5. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Mlarheit sehen; wache, sonst wird dir sein Licht ewig ferne stehen; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt be— zwinge, oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe. Wach und sieh, daß dich nie falsche Brüder fällen, die dir Netze stellen. 5. Wach und hab auf dich wohl acht, trau nicht deinem Herzen; leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Gnad verscherzen; denn es ist voller List, kann sich selber heucheln und in Hoffart schmeicheln. 6. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herr nur kann dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 226 — 88 Fiie * 5. Leben in Gott und Christo 266 7. Doch getrost, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will alle Füll seiner Gunst ausschütten, wenn wir gläubig bitten. 8. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil uns Angst, Not und Gefahr immer näher treten, daß zur Heit wir bereit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Jotann Vurchard Freystein, 1671—1718. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1699 266 F 2— . V. Rüstet euch, ihr Chri⸗sten⸗leu ⸗te; Waff⸗net euch mit Got⸗tes Wor⸗te 4 + 0 0 — . Le L, vr,, JZ..— 1— I I 5——— ———— die Fein⸗de su⸗chen euch zur Beu⸗te, ja Sa⸗ und käm⸗pfet frisch an je⸗dem Or⸗te, da⸗mit . —.. e.,.... 2 0 +.— 2— tan selbst hat eu'r be⸗gehrt. ihr blei⸗bet un⸗ver⸗ sehrt. Ait Lich Ler —.——— ͤ ů 3 7= Feind zu schnell, hier ist Im⸗ma⸗ nu⸗el. Ho⸗si⸗ .——— 2 ————————— an nal Der Star⸗ke fällt durch die⸗sen n. V— Held, mit ihm be⸗ hal⸗ten wir das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen und stehet in des Herren UHraft. Stärket 27²2 26² III. Heilsordnung euch in Jesu Namen, daß eure Uniee nicht erlahmen; auf, zeigt des Glaubens Ritterschaft! Wer hier ermüden will, der schaue auf das Siel, da ist Freude. Wohlan, so seid zum UMampf bereit, so krönet euch die Ewigkeit. 5. Streitet recht die wen'gen Jahre, eh ihr kommt auf die Cotenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Coten wecken und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. g. Zesu, stärke deine Kinder und laß sie werden Über⸗ winder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaff in uns ein neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus auf uns den Geist, aus dem die Liebe fleußt in die Herzen! So halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. wilhelm Erasmus Arends, 1677— 1721. Eigne Weise. 1285. E— 2— 2⁷— ——.— ů.—— 1. Wie wohl ist mir, o Freund der Ich trau⸗re nicht, was kann mich ö DSSSSSS EEEEEE —. ITIIIIII‚ See ⸗len, wenn ich in dei⸗ner Lie⸗be ruh! quä⸗len d Ich ei⸗le dei⸗nen Ar⸗men zu. —— — 4 1—— 4—— IESSSiEEEEEEEEEEEEEE 2——.— 2 2— 2.—— muß die Nacht des Trau⸗erns schei den, wenn mit 4————— —— ........ T. der Füͤl ⸗le ho⸗ her Freu · den die Lie be strahlt aus 278 17Run 5. Leben in GSott und Christo 26⁷ —— 2—.—— SI.I.I.I.I...I.I..... I I T TT 2 EE———.— ö dei⸗ner Brust. Hier ist mein Him⸗ mel schon auf 7 keit.——.——— . henn Er⸗den; wem muß nicht vol le G'nü⸗ge wer⸗ belt————— OIEEE ährt den, der in dir su ⸗chet Ruh und Lust d chon 2. Die Welt mag meine Feindin heißen— es sei also! Ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen ber⸗ mit einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich uns meine Seele, du bist mein Freund, den ich erwähle, du venn bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. UHein Beist, Sturm der Welt kann mich zerschellen, weil in den stärksten wir Trübsalswellen mir deine Treu den Anker reicht. 5. Will mich die Last der Sünden drücken, blitzt auf mich 123 des Gesetzes Weh, zeigt sich die Hölle meinen Blicken, dann schau ich auf zur Kreuzeshöh; ich fliehe, Herr, zu 1286. deinen Wunden, da habe ich den Ort gefunden, wo mich —— kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zu⸗ —— sammen, du bist mein Heil; wer will verdammend Die er Liebe nimmt sich meiner an. ich 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und — lehne mich auf dich; du gibst mir aus den Wolken Speise — und tränkest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen, in Da Wüsten selbst bist du mein Stab. Ich weiß: wen du willst herrlich zieren und über Sonn und Sterne führen, den — führest du zuvor hinab. — 5. Der Cod mag andern düster scheinen, ich seh ihn an mit mit frohem Mut; denn du, mein Herr, verlässest keinen, — des Herz in deiner Liebe ruht. Wie kann des Weges Siel 2— mich schrecken, da aus der Nacht, die mich wird decken, ms ich eingeh in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich denn 229 III. Heilsordnung mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, denn du, mein Herr, du tröstest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unum⸗ schränkten Güte des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nur er, mein heil, kann mich erfreuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein. Wolfgang Christoph Deßler, 1660— 1222. Eigne Weise. 99575 1258. 268 ODD 1. Rin ge recht, wenn Got⸗ tes Gna de —— DD dich nun zie⸗het und be⸗kehrt, daß den Geist sch —— IEH DIe ganz ent⸗la⸗ de von der Last, die ihn be⸗ schwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; immer stehn hier im Gedränge Christi Streiter allzumal. 5. Nämpfe bis aufs Blut und Leben, dring in Gottes Reich hinein. Mag der Satan widerstreben, du darfst nimmer furchtsam sein. 4. Ringe, deine Lieb erglühe! Halbe Liebe hält nicht stand. Daß dein Herz der Welt entfliehe, sei es ganz für Gott entbrannt. 5. Hast du nun die Perl errungen, denke nicht: nun ist's getan! Noch ist alles nicht bezwwungen, was der Seele schaden kann. 6. Schaffe ja mit Furcht und Sittern deiner Seele Selig⸗ keit, laß dein Herz durch nichts erschüttern, wenn der Feinde Macht dir dräut. 5 280 —— 4„— —— ⏑ b d ö 5. Leben in Gott und Christo 269 7. Deine Urone halte feste; halte treulich, was du hast. Recht beharren ist das Beste, Rückfall bringt dir neue Last. 8. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer hut, suchet Ruhe nicht noch Pflege, hält sich selber nichts zu gut. 9. Wahre Treu kommt dem Getümmel eitler Weltlust niemals nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, darum ist ihr Herz auch da. 10. Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, sorgt nur, wie sie überwinde, kämpft, bis sie erlangt den Sieg. 5 11. Drum wohlauf, ihr tapfern Streiter, kämpfet recht und macht euch Bahn! Geht auf Christi Wegen weiter, denn so geht ihr himmelan. Johann Joseph Winkler, 1620—1222. — Weise: Herr Christ, der einig Gott'ssohn. Erfurt, 1524. 4 EI 1. Herr Je⸗su, Gna⸗den⸗son⸗ne, wahr⸗ Laß Le⸗ben, Licht und Won⸗ne mein rt. ED ren Lee x 3 e. — 2.—— I + Lo +2 2—— weg en d d, en,. risti 6 1 H15525 Aueeruht nach dei⸗ner Gnad er⸗freu⸗en und , dr ,r ufst 2** 2—.9 ich mei· nen Geist er⸗neu⸗ en; mein Gott, ver⸗sag mir's nicht! anz 2. Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich; laß alles Zürnen schwinden und hilf mir gnädiglich; ist's laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben; ach, eele Herr, erhoͤre mich! 5. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, lig⸗ und öffne mein Verständnis durch dein lebendig Wort; der damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe, ja wachse fort und fort. 28 1 270 III. BHeilsordnung 4. Ach, zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Liebes⸗ bahn. 5. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gib, daß ich deinen Willen getreulich mög erfüllen und steh mir kräftig bei! gudwig Andreas Gotter, 1661—1835, Eigne Weise. 1655. —— 1 0EES 1. Ur⸗ e des Le⸗bens, o e⸗wi⸗ges E 2—— .—. Licht, da nie⸗mand ver⸗ge⸗ bens sucht, was ihm ge⸗ ——————— EiEE E bricht! Le⸗ben⸗di⸗ ge Quel le, die lau⸗ter und 1 8R.I II I——— ——————* 7— J + E —— 1 +—— 4— hel⸗le sich aus sei- nem hei⸗ li⸗gen Tem-⸗vpel er⸗ —— 1—— I— I—I I— 2. +—.— 2 1— — I 1—..—5 + 2— 2 —. e.—.— .— 8. gießt und in die be⸗gie⸗ri⸗gen See⸗len ein ⸗fließt. 2. Du sprichst:„Wer begehret zu trinken von mir, was ewiglich nähret, der komme; allhier sind himmlische Gaben, die kräftiglich laben; er trete im Glauben zur Quelle heran, hier ist, was ihn ewig beseligen kann!“ 5. Mein hirt und mein Hüter, ich komme zu dir, ge⸗ währe die Güter des Heiles auch mir! Du kannst dein Versprechen mir Armen nicht brechen; du siehest, wie elend und dürftig ich bin, auch gibst du die Gaben aus Snaden nur hin. ö 282 * 5. Leben in Gott und Christo 271 4. O Brunnguell, du labest Geist, Seele und Mut, und wen du begabest, find't ewiges Gut. Wenn man dich genießet, wird alles versüßet; es jauchzet, es singet, es springet das Herz, es weichet zurücke der bittere Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken, wie dein Wort verheißt; laß gänzlich versinken den sehnenden Geist im Meer deiner Liebe; laß heilige Triebe mich immerfort treiben zum Himmlischen hin, es werde mein Herze ganz selig darin. 6. Wenn du auch vom Leiden was schenkest mir ein, so laß mich mit Freuden gehorsam dir sein: denn alle die, welche mittrinken vom Helche, den du hast getrunken im Leiden allhier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Dann laß mich auch werden, mein Zesu, erquickt, da wo deine herden kein Leiden mehr drückt, wo Freude die Fülle, wo liebliche Stille, wo Wonne und Jauchzen, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig be⸗ lohnt! Christian Jakob Noitsch, 1671—1735. 4 8 Weise Schmücke dich, o liebe Seele. Zohann Cräger, 1649. — IEE,.— RRD 1. hei⸗land, dei ne Men⸗schen⸗lie⸗be die dein treu es Herz be⸗wo⸗gen, ** I 1 ..—.—— — 7—d— Waunt— — 1 1— +——— war die Quel ⸗le dei⸗ ner Crie be, dch n dich in un⸗-ser Fleisch ge⸗zo⸗gen, ——— 1— 6 — 2—— ————————— Schwach⸗heit ü⸗ber⸗dek⸗ket, dich vom Hreuz ins — +.—— 1—— 2—— + S Se Grab geꝛstrek⸗ket. O der un⸗ge⸗mei⸗nen Trie⸗ 285 % FHFN 0 2.... 271 III. Heilsoronung 1—.— f f f—. 2—.3 S————— El be dei⸗ ner treu en Men⸗schen⸗lie⸗ be! 2. über seine Feinde weinen, jedermann mit hHilf er— scheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klagen hören, sich in andrer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sün⸗ der, das ist Lieb, o Menschenkinder! 5. Odu Suflucht der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommend O wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Erbetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den Uleinen sich zu hücken, die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, täglich lieb⸗ reich zu sich locken: das war deines Werkes Weise, Herr, und deine liebste Speise. 5. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Ge⸗ duld zu üben, ohne Schelten, Drohen, Klagen andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätzbar teures Leben in den ärgsten Tod gegeben; da du in der Sünder Händen, alle Ceiden zu vollenden und den Segen zu erwerben, als ein Fluch hast wollen sterben. ꝛ. Herr, laß deine Liebe decken meiner Sünden Meng und Flecken; du hast das Gesetz erfüllet, seinen Fluch hast du gestillet; laß mich wider dessen Stürmen dei⸗ ner Liebe Schild beschirmen, heil'ge meines Herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe! Johann Jakob Rambach, 1693-1755. 284 1441 — ⏑Ein NRN — 2 —HEHAE Se 5. Leben in Gott und Christo 272 Wiinzenite Jesu, wir sind hier. Zeh. Audelf Alle, Leet x ů HJ:ꝛ˙%N7SS 1. Glau⸗be, Lie⸗be, Hoff⸗nung sind das und mit dem muß Got⸗tes Hind sich 1*———— IN — 5, IFC————— + Ge⸗schmei⸗de wahrer Chri=sten, V wo man Gott will be⸗ mü⸗hen aus · zu⸗rü⸗ sten; ö;— —Deee 7 eifrig die'nen, da muß die⸗ses Ulee⸗blatt grü⸗nen. 2. Glaube legt den ersten Stein zu des Heiles festem Grunde, sieht auf Jesum nur allein und bekennt mit Herz und Munde sich zu seines Geistes Lehren, läßt sich keine Trübsal stören. 5. Liebe muß des Glaubens Frucht Gott und auch dem Nächsten zeigen, unterwirft sich Christi Zucht und gibt sich ihm ganz zu eigen; sie läßt sich in allem Leiden nicht von ihrem Jesu scheiden. 4. Hoffnung macht der Liebe Mut, alle Not zu über⸗ winden, und kann in der tiefsten Flut als ein fester Anker gründen; was sie hier erdulden müssen, muß das Rünftige versüßen. 5. Der du bist mein Herr und Gott, ach, bewahr in mir den Glauben, mache du den Feind zu Spott, der mir will das Uleinod rauben. Laß das schwache Rohr nicht brechen und den kleinen Docht nicht schwächen. 6. Mache meine Liebe rein, daß sie nicht im Schein bestehe, flöße deine Kraft mir ein, daß sie mir von Herzen gehe, und ich aus rechtschaffnem Triebe dich und auch den Nächsten liebe. 7. Gründe meine Hoffnung fest, stärke sie in allen Noͤten, daß sie dich nicht fahren läßt, wenn du mich 285 27⁵ III. Heilsordnung auch wolltest töten; laß sie auf zum Himmel schauen und auf das, was künftig, bauen! 8. Glaub und Hoffnung hören auf, wenn wir zu dem Schauen kommen; doch die Liebe dringt hinauf, wo sie Ursprung hat genommen. Ach, da werd ich erst recht lieben, mich im Lieben ewig üben. Benjamin Schmolck, 162—17s2. Weise: Jesus, meine Zuversicht.(5) Johann Crüger, 1656. 27³ 1———.— ⁴³ 325 Him⸗mel⸗an geht un· sre Bahn, wir sind bis wir dort in Ha⸗na⸗ an durch die — I—— 4 — 2 2— 2 Gä-ste nur auf Er⸗den, Hier Wü⸗ste kom⸗men wer⸗den. S EEEEEEEEE —.—— grim⸗stand, dro⸗ben un⸗ser Va⸗ ter-land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Sweck erlesen. Ein von Gott erleuchter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan ruft Gott mir zu, wenn ich ihn im Worte höͤre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses Wort verwahrt, halt ich eine himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 286 14— ist un⸗ser Pil⸗ — ö ‚ SE nnen S U * 2— D — — mal halt Los über lein mat ren. inn. ii 3. Leben in Gott und Christo 274 6. Himmelan, ach himmelan!— Das soll meine Losung . bleiben, ich will allen eitlenWahn durch die Himmels⸗ lust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1622—1237. Weise: Seelenbräutigam. Darmstadt, 1698. —6—* —n—ͤłShk„ t— + 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü⸗ße Ruh d Un⸗ter vie len aus er⸗ko⸗ren, I..———— Le⸗ben de rer, die ver⸗lo⸗ren, und ihr Licht da⸗ ———.—. zu, Je⸗su, sü⸗e Ruh! 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott! 5. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Seit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Seit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld! Sünde, TCod und Welt hast du mächtig überwunden und ein ew'ges Heil erfunden durch das Lösegeld deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, HKönig und Prophet! Deinen Zepter will ich küssen, ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria tät, höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum, du mein höchster Ruhm! 262 27⁵ III. Beilsoroͤnung 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege. Vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinnl 9. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib! 10. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine hand aus⸗ strecken; habe auf mich acht, Hüter in der Nacht! 11. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut! 12. Soll's zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur herrlichkeit be⸗ reiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen, 1620— 1739. weise: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Philipp Nicolal, 1599. 1. Mein Je⸗su, mei⸗-nes Her⸗zens Lust! als dei⸗ne Huld, die köst lich ist, eR Nichts ist mir auf der Welt be⸗ wußt, des so 66665 auch sei ner selbst ver⸗gißt, den NN ——.—————— —.—.—..—1.— SSSI mei⸗ne See⸗le stil⸗ let, 2 ö 11 du mit ihr er⸗fül⸗ let. Seuch mich kräf»tig 288 5. Leben in Gott und Christo 2²7⁵5 DY. E daß ich ganz dein ei⸗ gen wer⸗de! 2. Was hatt' ich doch für Trost und Licht, als ich dein holdes Angesicht, mein Jesu, noch nicht kannte! Wie blind und töricht ging ich hin, da mein verkehrter Fleisches⸗ sinn von Weltbegierden brannte, bis mir von dir Licht und Leben ward gegeben, dich zu kennen, dich mein höchstes Gut zu nennen. 5. Die Lust der Welt hat wohl den Schein, als wär ihr eitles Fröhlichsein ein herrliches Vergnügen; allein wie eilend fleucht's vorbei, sich lohnend nur mit bittrer Reu und des Gewissens Rügen. Drum muß Zesus mit den Schätzen mich ergötzen, die bestehen, sich von Hraft zu Uraft erhöhen. 4. Ja, wer ihn fest im Glauben hält, der kann die Freuden jener Welt im Vorgenuß schon schmecken. Oflegt Jesus gleich zu mancher Heit in Hümmernis und Traurigkeit sein Antlitz zu verdecken: ist doch sein Joch frei von Plagen, welche nagen, welche quälen welt⸗ und sündergebne Seelen. 5. Ich weiß nun auch aus deinem Wort, daß du, mein Heiland und mein Hort, dich ewig nicht verhüllest. Du zauderst, ewge Liebe, du, auf daß mit desto größrer Ruh du nachher mich erfüllest. Wenn ich treulich in dir lebe, in dir leide, in dir sterbe, bin ich deines himmels Erbe. 6. Der Glaube, der mich dir verband, soll halten dich mit starker hand. Herr, mehre mir den Glauben! Im Glauben kann mich niemand dir, im Glaͤuben kann dich niemand mir, o mächtger Jesu, rauben. Durch dich werd ich tapfer ringen und bezwingen Welt und Sün⸗ den und mit Ehren überwinden. Joachim Lange, 1670—Las. 19 276 III. Heilsordnung Weise 66668 Jesum laß ich nicht.(5) 9 S; 7 0[E:— Al— 46S— —— 7 2— e— 1. See⸗le, was er⸗müd'st du dich in den die doch bald ver⸗zeh ren sich und zu 2— 2— 4—2 E.——3—— SEEEEEEEEEAESSSEE ————— 4— I——+ Din⸗gen die⸗ ser Er⸗den, Staub und A⸗ sche wer⸗den? Su⸗ e sum 4 —— + + I ———— und sein Licht: al⸗les an⸗dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen; richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen! Suche Jesum und sein Licht: alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil der Lebensquelle zu, da kannst du sie reich⸗ lich haben! Suche Jesum und sein Licht: alles andre hilft dir nicht. 4. Geh in Einfalt stets einher, laß dir nichts das Siel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Uranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht: alles andre hilft dir nicht. 5. Schwinge dich fein oft im Geist über alle himmels⸗ höhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir ent⸗ fernet stehen! Suche Jesum und sein Licht: alles andre hilft dir nicht. 6. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schwe⸗ ben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht: alles andre hilft dir nicht. 2. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Siel gelangen. Glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen! Drum such Jesum und sein Licht: alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 1684—176g. 290 — HN 2.—. Weise: Nun sich der Tag geendet hat. 15.———— 1667. 25 I 1 27⁷˙ en 2 1. Herr, der du einst ge⸗kom⸗ men u— 3. 5—— x —— d,.. — ö bist, in Unechts⸗ge⸗ alt zu—— des 98——5 + I.— nie ge⸗ we⸗sen ist, sich sel-ber zu er⸗höhn: 2. Homm, führe unsre stolze Art in deine Demut ein! Nur wo sich Demut offenbart, kann Gottes Gnade sein. rott ů 5. Der du noch in der letzten Nacht, eh du für uns er⸗ ihn blaßt, den Deinen von der Liebe Macht so treu ge⸗ cht: ö zeuget hast; 5 4. Erinnre deine kleine Schar, die sich sonst leicht ent⸗ Her„; zweit, daß deine letzte Sorge war der Glieder Einigkeit. eich 5. Du opfertest die Jünger noch dem Vater im Gebet, 1dr o würden unsre Herzen doch oft im Gebet erhöht! 6. Der du um unsre Seligkeit mit blut'gem Schweiße Siel rangst und tränenvoll im bangen Streit des Todes den Macht bezwangst: icht: 2. Bezwing doch unsern stolzen Sinn, der nichts von ö Demut weiß, und führ ihn in die Liebe hin zu deiner rels⸗ Liebe Preis. ent⸗ 8. Gekreuzigter, den seine Lieb in Not und Tod geführt, ndre ach, würd auch unsrer Liebe Trieb treu bis zum Tod verspürt! Iqwe⸗ 9. Drum leit auf deiner Leidensbahn uns selber an der ihm Hand, weil dort nur mit dir herrschen kann, wer hier mit überwand. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700 17e0. Ziel 3356—8815 Derde 196. erde 7— 9 4 3— 22— icht: 1. Je⸗su, geh vor⸗an 0. 291 19* 3. Leben in Gott und Christo 2⁰5 278 279 III. Beilsordͤnung 25—,———— — J +* I— 2. 1* j —*— 12—. — 1—— Le⸗bens⸗bahn; und wir wol⸗len nicht ver⸗ —.—————.———.—— 2——.—.—— ——*——— 1 235 2 wei⸗len, dir ge⸗treu⸗lich nach ⸗zu⸗ei⸗len; führ uns EDEEEE PSSPIPSSPISSPIPISI‚I‚I‚ISIPIIIS‚‚‚‚.... an der Hand bis ins Va⸗ter ⸗-land. 2. Soll's uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten CTagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden: o so gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin! 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang! Führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nöt'ge Pflege; tu uns nach dem Lauf deine Cüre auf. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760. Weise: Valet will ich dir geben.(5) 1644 — ö EEEDNN— —— EU 6 1 2 L + 1— —— 1. Vor Chri⸗sti Au⸗gen leben, ist sich ihm zu ei⸗gen ge⸗ben, ist, — —2 EETN 25——— 4 2——..—..3—... — E——— E 9.—3 1.———.— wah⸗ re Se⸗ lig keit; was all⸗ein er⸗freut. E 23———— ——•——— ‚ ———————.— wis⸗sen, nichts wol ⸗len und nichts tun, als Nichts kön⸗nen und nichts 1 I 1 +——— V 1 ——— — Eren en nen 2. ———.— +7— —— Je⸗su fol⸗gen müs⸗sen: das heißt in Frie⸗den ruhn. 292 — —* 5. Leben in Gott und Christo 28⁰ 2. Der Christ steht aus dem Schlafe in Christi Freund⸗ schaft auf und fürchtet keine Strafe im ganzen Tages⸗ lauf. Und ist der Tag vollendet, so legt er sich zur Ruh; von Christo unverwendet, tun sich die Sinne zu. 5. So geht er fest und tille dahin bei Tag und Nacht; auf Jesum ist sein Wille, nicht auf die Welt bedacht. Er hört und sieht und fühlet, hört, sieht und fühlt doch nicht, und weiß, von Schmerz durchwühlet, kaum, daß ihm weh geschicht. ö 4— 4. Gewiß, wer erst die Sünde getilgt durch Christi Blut und gleich dem frommen Kinde auf ihn lenkt Sinn und Mut, kann auch gottselig handeln und kann bald anders nicht. Herr Jesu, lehr uns wandeln in deiner Augen Licht! Nikolaus Ludwig Graf von Sinzendorf, 1200— 1260. Weise: Mein Jesu, dem die Seraphinen. Bei Johann Anastasius Freplinghausen, 1204. 0 e, 2890—— 1. Wie dank 2.1 Hei⸗land, dei⸗ ner —— dei⸗ nes heil'⸗gen Gei stes 7— .. 1 1 1 + ů N— —— H Lie⸗be, daß du von dei⸗nem Gna den⸗ thron Trie⸗be mich hast er⸗neut, o Got⸗tes sohn d 1 4———5 4 EEE 5 2..*— Wie dank ich's dei⸗nem wen⸗ en Her⸗zen, daß ——.... — . ——. — du mich von dem Hlach 5e sreit und mir die ew⸗ge 36 7*— 2— EEEEEEENA E— Se⸗lig⸗ Keit er ⸗wor⸗ben hast durch To⸗des· schmer⸗· zen d 2. Das haͤb ich an mir wahrgenommen, zu deiner Stunde ist's geschehn; da bin ich meinem Feind ent⸗ 29⁵ 281 III. Heilsordnung kommen, da hab ich in dein Licht gesehn; da wurde köstliches Geschmeide, das Uleid des Heils mir zuge⸗ wandt, mir mitgeteilt der Kindschaft Ofand, des Geistes sel'ge Ruh und Freude. 3. Doch wär es, daß mein Herz noch hinge mit einem Faden an der Welt, auf etwas seine Sehnsucht ginge, was dir, mein Heiland, nicht gefällt: ach, wäre dies, mein liebstes Ceben, so bitt ich, brauche du Gewalt, zerreiße diesen Faden bald, mein Wille sei dir übergeben. g. Mein ganzes Herz sei dir gegeben, zu deiner Woh⸗ nung nimm es hin und hauch ihm ein dein selig Leben, dein Geist regier allein darin. Die Liebe, die dich ehmals nieder in dieses Erdenwesen zog und Mensch zu werden dich bewog, die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 5. Zerbrich, vertilge, ja zermalme, was deinem Wil⸗ len nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, ob sie mich an der UHette hält, das gilt ja gleich in deinen Augen, da nur ein ganz befreiter Geist, der alles Eitle von sich weist, und nur die lautre Liebe taugen. 6. Ja, Amen, hier sind Herz und hände, aufs neues ei's dir zugesagt: ich will dich lieben ohne Ende, mein Alles werde dran gewagt. Du gibst mir einen neuen Namen, der gilt in deiner Creuen Hahl und gilt in deinem Ehren⸗ saal, wohin die Überwinder kamen. Nikolaus Cudwig Graf von Zinzendorf, 4700—I760. weise: Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. 1628. — — I I 1 I N de. rrrniturn= d—.— 2¹1f——————— 1. So je⸗mand spricht: ich lie⸗ be Gott 352—.—665—p— —.——————— und haßt doch sei- ne Brü⸗der ö und reißt sie ganz dar⸗ nie der. Sott ist die Lieb 29⁴ —...—.3. 3. Leben in Gott und Christo 28² ——.———.————— 5———.—————4 ——— 1— und will, daß ich den Näch·sten lie ⸗be gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, sind eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern, denn wir 95 sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, nein mein Nächster ist sein Hind wie ich. ö eiße. 5. Ein heil ist unser aller Gut; ich sollte Brüder hassen, 1 die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassend* Daß Gott mich schuf und mich versühnt, hab ich dies oh. mehr als sie verdient d ben, 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von 8 meinen Tagen, ich aber sollte nicht Geduld mit meinen den Brüdern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vergibst, * und den nicht lieben, den du liebst ꝰ il. 5. Was ich den Frommen hier getan, den kleinsten auch (me, von diesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt' inen ich's ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein Eitle und Gott in Brüdern nicht erfreun d ö 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, sei's der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Illes Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das nen, dich durch Liebe preist. ctrisian Farchtegott Gellert, 1215—1769. ö Weise: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 1265. — I + 285 WERE ö Va⸗ter⸗herz, o Licht, d Le⸗ ben, — ö Dir bin ich ein⸗ mal ü⸗ber⸗ ge⸗ben, ——.— DD eʒeʒeeee 0tt 2.— pott o treu⸗er Hirt, Imma⸗ nu⸗e ö; — dir, dir ge⸗hö⸗ ret mei⸗ne Seel. Ich will mich — EEE nicht mehr sel ⸗ber füh⸗ren, der Va⸗ter foll das 295⁵ 282 III. Heilsorͤnung E + + + E Li + N 7— I— —2.— —.—— 1 2 2 Kind re⸗ 666 ren; so 8en denn mit mir aus und ein. —.———— —.. 2 ————— 1—— 5 +* ——* 2 2. al⸗len Trit⸗ten; ich ge⸗ i kei⸗ nen Schritt al⸗ lein. 2. Was kann dein schwaches Uind vollbringen? Ich weiß in keiner Sache Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, ich darf dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein; so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen; dann stellt sich lauter Segen ein. 5. Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn. Du sprichst:„Mein Auge soll dich leiten, mein Angesicht soll vor dir gehn.“ Ja, deine Güt und dein Erbarmen soll mich umfangen und um⸗ armen! O, daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. 4. Gib, daß ich auch am Uleinsten merke auf deine Weisheit, Hüt und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Weisheit lasse walten, in allem mich an dich zu halten. Drum halte mich auf rechter Bahn und mach in allem mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen; was du mir tust, ist wohlgetan. 5. Du weißt allein die rechten Wege, weißt auch, was meinen Frieden stört; drum laß mich meiden alle Stege, wo Welt und Sünde mich versehrt. Ach, daß ich nimmer von dir irrte, noch durch Serstreuung mich verwirrte, 296 I H2 —————p 3. Leben in Gott und Christo 28⁵ selbst nicht beim allerbesten Schein. O halte meine Seele feste, hab auf mich acht aufs allerbeste und halte der Versuchung ein. 6. Du wollst ohn Unterlaß mich treiben zum Wachen, Ringen, Flehn und Schrei'n; laß mir dein Wort im Her⸗ zen bleiben und Geist und Leben in mir sein. Laß deinen Suruf stets erschallen, daß ich in Furcht vor dir mög wallen; zieh ganz zu dir die Seele hin. Vermehr in mir dein inn'res Leben, dir unaufhörlich Frucht zu geben, und bilde mich nach deinem Sinn. 2. Ach, mache mich recht treu und stille, daß ich dir immer folgen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille sei für mich Schranke, Siel und Bahn. Nichts soll mich ohne dich vergnügen, laß mir nichts mehr am Herzen liegen, als deines heil'gen Namens Ruhm. Das sei allein mein Siel auf Erden; ach, laß mir's nie ver⸗ rücket werden, denn ich bin ja dein Eigentum. 8. Laß mich in dir den Vater preisen, der ganz die Liebe selber ist; laß deinen Geist mir täglich weisen, wie gnädig du in Christo bist. Ach, offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe der reinen Gegenlieb in mir. Durchdring dadurch mein Herz und Sinnen, daß ich hin⸗ fort mein ganz Beginnen in deiner Lieb und Lob nur führ. 9. So lieb und lob ich in der Stille und ruh als Aind in deinem Schoß. Ich schöpfe Heil aus deiner Fülle, die Seel ist aller Sorgen los. Sie sorget nur vor allen Dingen, wie sie zum Himmel möge dringen, sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach, zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen; was du nicht bist, laß ganz zerrinnen, o reiner Glanz der Ewigkeit! Karl Heinrich von Bogatzky, 1690—1774. Win Gott tut, das ist wohlgetan. Rürnberg, 1650, SDSSS J 1. Dich, Je⸗sum, laß ich e⸗ wig nicht, dir du hörst, was mei⸗ne See⸗le spricht: nur 29² 284 III. Heilsordnung + + 2——— ͤ—— 1447 E.2 + 1— 4 122—— 12.————.—— en wü —.— 12.— Ei⸗nem will ich le⸗ ben. Du, du al⸗lein, SSDSSSDieeeeeee..—— 1 I +—. +— 2— 2————— 2 2 du sollst es sein; du sollst mein Schatz auf. —————.—— —— ů—————— —— + Er⸗ den, mein Teil im Him⸗mel wer ⸗den. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; ich halte dich im Glauben. Richts kann mir meine Huversicht und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund; die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 35. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus göttlichem Er⸗ barmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Armen. Mit Dankbarkeit will ich allzeit dir Ehr und Dank erweisen und deine Gnade preisen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, du stärkest mich von oben. Auf dir steht meine Huversicht, wenn meine Feinde toben. Ich flieh zu dir, du eilst zu mir; wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, nichts soll von dir mich scheiden; es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein LCeid währt kurze Zeit; bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube wanken; und wann des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Cröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried ciebich, 1215—Ieso. weise: Nun bitten wir den heiligen Geist. 1—— BEEEEEE SII..... 7 1. Ach, mein Herr Je⸗su, dein Na⸗he. 298 II 5. Leben in Gott und Christo 1—* 2———*—— 2———— ——..—— sein bringt gro ßen Frie⸗den ins Herz hin⸗ein, —.——. SISDISIIIIIeAE. 137 1—— 1— und dein Gna⸗den⸗an⸗blick macht uns so se⸗lig, daß ———.—— 2 H+IAI V J— 2..— EI L 2———— 2.— 1 2—.—1 Leih und See⸗le dar zü⸗ber fröh⸗lich und dank⸗bar wird. 2. Wir schaun dein freundliches Angesicht voll Huld und Gnade zwar leiblich nicht, aber unsre Seele kann dich gewahren, du kannst fühlbar dich ihr offenbaren, auch ungesehn. 5. O wer nur immer bei Cag und Nacht, dein sich zu freuen recht wär bedacht! Der hätte ohn Ende von Glüͤck zu sagen, und seine Seele müßt immer fragen: wer ist wie du d 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein und täglich reich⸗ lich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsren Seelen als Freund begegnen, ist deine Lust. ö 5. Ach, gib an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seelen sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner Leidens⸗ und Siegsgestalt, laß sie vor den Augen uns immer schweben, daß an uns allen dein göttlich Leben zu sehen sei. 7. Laß frohes Wesen und Uindlichkeit uns immer schmücken in Freud und Leid. Muß auch oft die Träne die Wange netzen, wenn nur an dir das Herz sich ergötzen und stillen kann. 299 8. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, hast so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Darandenken be— schämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor, 1723— 1801. Wei me menschen müssen sterben.( 2. S NEEE 0 ,x 1. Gern in alles mich zu fü⸗gen, mich oh- ne Wor⸗te, mit Ver⸗gnü⸗gen al⸗ der Stil ⸗le still zu freun, ler Unech-te Unecht zu sein, —.———— ö—.— SD pran⸗gen, Men⸗schen⸗ruhm nie zu ver⸗lan⸗gen: die ⸗se 500 —— EEI———.— H —— 2.————— 2 EIEIDDDSDSDD—— Weis⸗heit fleh ich mir, hoch⸗er⸗hab⸗ner Gott, von dir. 2. Unbekannte Wege wandeln, Wege, die dein Aug nur kennt, stille dulden, schweigend handeln, wo kein Menschenmund mich nennt: das, du freundlicher Ge⸗ währer, aller Demut Quell und Lehrer, Jesus Christus, lehre mich, still und schweigend sehn auf dich. 5. Gott der Niedrigen und Stillen, die so gern im Schatten ruhn, streng und fromm nach deinem Willen einsam leiden oder tun, laß, o Vater, mich nicht klagen, soll ich schwere Lasten tragen, schweigend lieber in mich gehn, demutsvoll auf dich nur sehn. 4. Gott, du bist mein Gott, ich falle demuts voll zu Fuße dir. Du erquickst, begnadigst alle, schenkest Gnad und Ruh auch mir, unterstützest mein Bestreben, immer stiller dir zu leben, meiner Ohnmacht nie zu traun, fester stets auf dich zu baun. Johann Äaspar Cavater, 141—1801. Weise: Alles ist an Gottes Segen. EVE——70 ν— + + + 1 +— 1 28 EAEEEe...ñ————— . Va⸗ter, den mein Herz ver⸗eh⸗ret, dem —̃—— 2.—— 1 2..— 15. 1—— 1 mein Le⸗ben an⸗ge⸗hö⸗réêt, hei⸗lig sei mir dein I—— +—.* ö 5 I— 1 — + C E P— LI+ Ge⸗bot: ü ber al⸗les dich zu lie ben, dei⸗ nen .. —IIeeeeeeel Wil⸗len gern zu ü⸗ben und dir treu zu sein, o Gott! 2. Ohne dich ist ja kein Friede, und die Seele ringt sich müde nach dem Blendwerk dieser Seit. Ihre Sehnsucht kannst du stillen, jeden edeln Wunsch erfüllen hier und auch in Ewigkeit. — 501 — + 28⁷ III. Heilsordnung 5. Gib, daß medie Glück der Erde nie für mich verführend werde, deine Huld sei mehr mir wert! Sie nur ist das Glück der Seelen, und das werd ich nie ver⸗ fehlen, wenn mein Herz dich kindlich ehrt. 4. Innre Ruhe, Seelenfrieden hab ich, Vater, schon hienieden, lieb ich herzlich dich allein. Such ich dir, Gott, mehr als allen durch mein Leben zu gefallen, o sind deine Freuden mein. 5. Laß den Reiz der Eitelkeiten nie von dir mein Herz ableiten, bleib du mir mein höchstes Gut! Hilf mir den Betrug der Sünden sehn und standhaft überwinden, gib dazu mir Kraft und Mut! 6. Lenke, Vater, mein Bestreben hin zu einem bessern Leben; lehre mich schon in der Heit mich des Ewigen zu freuen, edle Saaten auszustreuen, Saaten für die Ewigkeit! Johann Naspar Cavater, 1241—180J. 37 Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. — 965—.—..— C ERE à. 8o vie le gehn um⸗her und su ⸗chen sie nennen im⸗mer sich die Hlu⸗gen, DD‚‚ und fin⸗den doch das Rech ⸗te nicht;— wie viel der Ulug⸗heit auch ge bricht. Der ei; ne 4 4 4 —*———— + E denkt: ich hab's er⸗grif⸗,fen! Und was er hat, ist —‚DD-.— E+ +.— +——— nicht⸗ 55 Se Ber and⸗re will die Welt um⸗ — e.— schif⸗fen; nichts als ein Na⸗ me ist sein Sold. 30² ———— x ö ö 5. Leben in Gott und Christo 288 2. Der läuft nach einem Siegerkranze und die nach einem Lorbeerzweig; und so wird von verschiednem Glanze getäuscht ein jeder, keiner reich. Habt ihr von Jesu nichts gelesen, von ihm kein einzig Wort gehört, wie himm⸗ lisch gůtig er gewesen, und welch ein Gut er uns beschert d 35. Wie er vom Himmel hergekommen, so milde war und so gelinddꝰ Welch Wort die Welt von ihm ver⸗ nommen, wie viel durch ihn genesen sind d Wie er, von Liebe nur beweget, sich ganz uns hingegeben hat und in die Gruft sich hingeleget zum Grundstein einer Gottes⸗ stadt d 4. Hann diese Botschaft euch nicht rühren, ist euch des Menschensohn nicht g'nug, zu öffnen ihm des Herzens Türen, ihm, der der Welt Verschuldung trug 7 O laßt doch willig alles fahren, tut doch auf alles gern Verzicht, um ihm die Seele zu bewahren, ihm, der euch so viel Huld verspricht! 5. Nimm ganz mich hin, du Held der Liebe! Sei du mein Leben, meine Welt! Wenn nichts vom Irdischen mir bliebe, ich weiß, wer ganz mich schadlos hält. Du gibst mir meine Cieben wieder; du bleibst in Ewigkeit mir treu. Dir, Heilger, singt der Himmel Lieder; ach, daß mein Herz dir heilig seil Friedrich Ludwig von Hardenberg(Novalis), 122 2—1801. Nach voriger Weise. 28 Was wär ich ohne dich gewesen, was würd ich ohne dich nicht seind Su Furcht und Angsten aus⸗ erlesen, ständ ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, das ich liebte; die Sukunft wär ein dunkler Schlund; und wenn mein Herz sich tief betrübte, wem tãt ich meine Sorge kund d 2. Einsam, verzehrt von Lieb und Sehnen erschien mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Tränen dem wilden Lauf des Lebens nach. Ich fände Unruh im 505 289 III. Heilsordnung Getümmel und hoffnungslosen Gram zu Haus; wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus d 5. Hat Christus sich mir kund gegeben, und bin ich seiner erst gewiß, wie schnell verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsternis! Mit ihm bin ich aufs neu geboren, die Welt wird mir verklärt durch ihn; das Paradies, das mir verloren, muß fröhlich wieder mir erblühn. 4. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irren⸗ den herein; streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. 5. Das herz, des Lebens reiche Zuelle, ein böses Wesen wohnte drin; und ward's in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. Ein eisern Band hielt an der Erde die bebenden Gefangnen fest; Furcht vor des Codes Richterschwerte verschlang der Hoffnung Überrest. 6. Da kam ein Heiland, ein Befreier, ein Menschen⸗ sohn voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unserm Innern angefacht. Nun sahn wir erst den Himmel offen als unser wahres Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott ver⸗ wandt. 7. Noch steht in wunderbarem Glanze der heilige Ge— liebte hier; gerührt von seinem Dornenkranze und seiner Treue weinen wir. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, der seine hand mit uns ergreift und, in sein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieses reift. Friedrich Ludwig von Hardenberg(Novalis), 1722-1801. 9655 Berzlich tut mich verlangen.(5) Leo Dabler 1601. — 1— 2— I + 2595 ö d, e e. EH 2.— 1—.— i— 5. Wenn al⸗le un⸗treu wer⸗den, so ö daß Dank⸗bar⸗keit auf Er⸗-den nicht ö 304 5. Leben in Gott und Christo 290 iiiieieeeee H— + bleib ich dir doch treu aus⸗ge⸗stor⸗ben sei. Fyür mich um fing dich + I 11 Lr r,ir, Lei⸗ den, ver⸗gingst für mich in Schmerz; drum E 0 +5—— 1— +ꝗ + +— 2 + +——— ——————— 5—.— EeeRl geb ich dir mit Freu-den auf e⸗ wig De ses Herz. 2. Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist. und mancher von den Deinen dich lebenslang vergißt, Von Liebe nur durchdrungen hast du so viel getan, und doch bist du verklungen, und keiner denkt daran. 5. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Unie. 4. Ich habe dich empfunden, o lasse nicht von mir; laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans Herz. Friedrich Ludwig von Hardenberg(Novalis), 1722— 1801. —⁵ e. ͤ 5. N. Breidenstein, 1825. 2090 de. —— 1. Wenn ich ihn nur ha⸗ be, wenn er ————— —— 4**—=D 2 59 2—— mein nur ist, wenn mein Herz bis hin zum Gra⸗ —————.———..—.— K————.— 2— 1—— 7*+2 1— e sei ne Treu⸗e nie ver⸗gißt: weiß ich nichts von 305 291 III. Heilsordnung 2.——.————— —————— Lei⸗de, füh⸗le nichts als An⸗dacht, Lieb und Freu⸗de. 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treu gesinnt nur meinem Herrn, lasse still die Andern breite, lichte, volle Straßen wandern. 5. Wenn ich ihn nur habe, schlaf ich fröhlich ein: ewig wird zu süßer Labe seines Herzens Flut mir sein, die mit sanftem Swingen alles wird erreichen und durchdringen. 4. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland, und es fällt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brüder find ich neu in seinen Jüngern wieder. Friedrich rudwig von Hardenberg(Novalis), 1722—1801. 5 1535 ist das beste 6665 L. Reichardt. 2 ...—.— 1. Hhim⸗mel⸗an, nur him⸗mel⸗an soll erie eren ———— 2 2 E.E der Wan-del gehn; was die From-men wün ꝛschen, ee ——.— 2.————.— kann dort erst ganz ge⸗schehn, auf Er⸗den nicht. SEe Freu⸗. wech=selt hier mit Leid; richt hin⸗auf zur 1—.——+— E EAAS 11 Herr lich⸗keit dein An⸗ge⸗ sicht. 2. Himmelan schwing deinen Geist jeden Morgen auf; kurz, ach kurz ist, wie du weißt, unser Pilgerlauf. Fleh 3. Leben in GSott und Christo 291 täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, präg ins Herz mir den Beruf, mach mich getreu. 5. Himmelan hat er dein Siel selbst hinauf gestellt; sorg nicht mutlos, nicht zuviel um den Tand der Welt, flieh diesen Sinn! Nur was du dem Himmel lebst, dir von Schätzen dort erstrebst, das ist Gewinn. 4. Himmelan erheb dich gleich, wenn dich Hummer drückt, weil dein Vater treu und reich stündlich auf dich blickt. Was quält dich soß Droben in dem Land des Lichts weiß man von den Sorgen nichts; sei himmlisch⸗ froh! 5. Himmelan wallt neben dir alles Volk des Herrn, trägt im Himmelsvorschmack hier seine Lasten gern; o schließ dich an! UHämpfe drauf, wie sich's gebührt; denke: auch durch Leiden führt die Himmelsbahn. 6. Himmelan ging Jesus Christ mitten durch die Schmach; eil, weil du sein Jünger bist, seinem Vorbild nach: er litt und schwieg. Halt dich fest an Gott, wie er; statt zu klagen, bete mehr, erkämpf den Sieg. 2. Himmelan führt seine hand durch die Wüste dich, ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich, im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter geht's zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zuletzt selbst die Todes⸗ nacht, sei's, daß sie dir, sterbend jetzt, kurze Schrecken macht. Harr aus, harr aus! Auf die Nacht wird's ewig hell; nach dem Tod erblickst du schnell des Vaters Haus. 9. Halleluja! Himmelan steig dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir, in Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu, in Ewigkeit. 10. Halleluja singst auch du, wenn du Jesum siehst, 507 292 III. Heilsordnung unter Jubel ein zur Ruh in den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Ureuz zum Throne stieg, er hilft dir zu deinem Sieg: gelobt sei er! Johann Sottfried Schöner, 1749—1819. Weise: Warum sollt ich mich denn grämen. Joh. Georg Ebeling, 1666. —— 29½.. 4 1. Mei⸗nes Her⸗zens rein ⸗ste Freu⸗ — 4 RE 1— 4 I— Z — schei⸗ de, daß ich ihn durch Glau⸗ben eh=re, I— + ... je ⸗der ⸗zeit hoch⸗er⸗freut sei ne Stim⸗me höͤꝛre. 2. Freundlich ruft er alle Müden und erfüllt, sanft und mild, ihren Geist mit Frieden. Seine Last ist leicht zu tragen, er macht Bahn, geht voran, stärkt un, wenn wir zagen. ö 3. Ia, er kennt die Leidensstunden; größern Schmerz, als sein Herz, hat kein Herz empfunden. Darum blick, wenn seiner Brüder einer weint, unser Freund mil⸗ leidsvoll hernieder. 4. Will das Herz vor Jammer brechen, ach, er trägt und verpflegt uns in unsern Schwächen. Selig, wer in bösen Zeiten, in Gefahr immerdar sich von ihm läßt leiten. 5. Jesu, treuster Freund von allen, mit dir will froh und still ich durchs Leben wallen! Auch der Tod kann mich nicht schrecken. Lebensfürst, ja, du wirst einst mich auferwecken. Samuel Gottlieb Bürde, I253—188. — 1441 SETN 7 090— — inn E HSEe 5. Leben in Gott und Christo 29⁵ Gelobt weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Lee Haßler, 1601. ilft dir E.— 1 I L + Hrie 1 4 1— + 2 II I 2.+ + 293 5——————— 3. Wenn al⸗le von mir schei den, so auch in der Nacht der Lei⸗den bleibt —— SS.S=SS.SS... Freu⸗ schei Oet er doch nicht, Er liebt, so ⸗lang er er mein Trost, mein Licht. —5—— ꝙ— 65657 + 7 1 1 5 E—— 2 2 E————5—6 le⸗bet, drum liebt er e⸗wig⸗lich. Heil mir, auch *————— e. .———* 7 ‚ete— mich er⸗he⸗bet er einst hin · auf zu sich. 2. Er liebt, er tröstet, heilet das müde, wunde Herz, und wer nur zu ihm eilet, dem nimmt er allen Schmerz. Er liebt uns ohne Ende, ist allen treu gesinnt, uns 10 leiht segnen seine Hände, die einst durchgraben sind. 3. Versöhnte Gotteskinder, liebt ihn nur lebenslang; chmerz dem Todesüberwinder bringt ewig Preis und Dank! blickt Ihm dürft ihr fest vertrauen, er lebt, er lebt für euch; müs er will, ihr sollt ihn schauen in seinem Himmelreich. 4. Wer kann so kräftig trösten, wer kann so hoch er⸗ r trägt freun? Wer kann so die Erlösten beseligend erneun d wer in Den Himmel hat hienieden, wem er im Herzen wohnt; mläßt was wird erst dem beschieden, dem er dort oben lohnt! 5. Das Menschenleben schreitet zum ew'gen Leben hin; froh dorthin, von dir geleitet, schaut der verklärte sinn. Sum d kann Himmel wir verlangen, wir sehnen uns von hier; du einst bist vorangegangen, heil uns, wir folgen dir. 183J. Karl August Döring, 1785—1844. 509 * 294 III. Heilsordnung Weise: Freu dich sehr, o meine Seele.(9 Clande Hendimei, 1358 ee . + — +7 I — 5 EE 1. Laß in mei⸗nem Pil⸗ger⸗klei⸗ de und von frem⸗der Herr⸗schaft schei⸗ de —..—..——.—..— wal⸗len mich zu dei⸗ nem Ruhm, dein er⸗kauf⸗tes Ei⸗ gen⸗ tuml 5 ö ö—— 2 7 I—.——————— gib dei⸗nem Unecht, gür⸗te mich mit Gnad und Treu⸗e, Herr, 1 H— ö IDIDDEee N .— 2—.F .......—..—— — 2—— — — .— ——.— 0 wir dich emp⸗fan⸗gen kön⸗nen. 2. Vor des Glaubens Aug erhelle sich dein Bildnis ewig klar, und gleich einem Spiegel stelle dich mein neues Leben dar. Einfalt leite meinen Schritt, keine Schalkheit laufe mit. Wert nur sei mein stilles Handeln derer, die im Lichte wandeln. 5. Der du bist der Thron der Gnade und des Vaters Freundlichkeit, wasche mich im Geistesbade zum Gefäß der Heiligkeit, so wie du mich selbst verlangst, wie du gern in Seelen prangst; nicht, was eigne Sier ist, wähle meine dir geweihte Seele. 4. Scheuche mit des Richters Blicken, was von Trug sich um mich wälzt. Sollt ich mich mit Flimmern schmücken, die der Tag des Horns zerschmelzt Leite frei mich durch den Tand, und vom bessern Vaterland laß zu den ent⸗ wirrten Sinnen Stärkungen herniederrinnen. Johann Friedrich von Meyer, 1722—1849. ildnis mein keine ndeln aters Befäß ie du vähle Trug ücken, durch ment⸗ 1849. 5. Leben in Gott und Christo 295 weise Herzlich tut mich verlangen.(5) L65 Hadler, 101. ‚5 E 1. Von dir will ich nicht wel⸗ Ghen, 0 In al⸗ler Din⸗ge Rei⸗ chen gleicht EEAN — 2 , e TDenn ich gen Him⸗mel kei⸗ ne Gü⸗te dir. ——— x ———— 2 2 2—— —4 LHN fer· ne Mee re zö⸗ge, Ge ⸗lieb ⸗tres sind ich nichts. 2. Bringt Edelstein und Schätze, bringt Glück und Wonne her: was ist, das mich ergötze, fehlt mir mein Leben, er d Bringt Hronen her und Güter, bringt, was ein Wunsch nur weiß: dir, Labsal der Gemüter, mein Jesu, bleibt der Preis. 5. Wenn bittres Leid mir sprießet in Deawea meiner lur, durch dich ist's mir versüßet, erwandler der catur! Sollt heut ich Lust genießen, des Lebens Freu⸗ denwein, noch will ich dir zu Füßen ein treuer Juͤnger sein. 4. Geh ich durch Nacht und Nöte bloß, hungrig und verbannt, du bist mir Morgenröte, Brot, Heimat und Gewand. Wird voll mein Mund von Gaben, glänzt um mich Herrscherschein, lieben— dich allein. 5. Du lässest Felsen grünen dir müssen Welten dienen, und Sterne sind dein Heer; doch Demut blüht und Liebe, zum Uranze deiner Macht; es bleibt kein Auge trübe, wo deine Milde lacht. 31¹ ö ich kann es alles haben, doch und schaffest Saat im Meer; 296, 297 III. Heilsordnung 6. Weckt mich zum Uampf das Leben, so waffnet sie den Sinn; will Schlummer mich umweben, sie ist mir Wächterin. Und wird mein Leib erblassen, ist sie des Friedens Tür: von dir will ich nicht lassen, o lasse nicht von mir! Johann Friedrich von Meyer, 1222—1849. —2—— EWE ö *— 5* 2 .—— + I. Ich ha- be dich ge⸗fun den, Gont 2 7 2 56 I e 2 ———— ————32— 4 ——.—. 557. der Barm⸗her⸗-zig keit! Ich hab in gu⸗ten 1 — I 1 + ——————— +— 1——.4— Stun den schon oft mich dir ge⸗ weiht. 2. Ich wollte treu dir bleiben und deinen Willen tun, dein Werk mit Freuden treiben, in deiner Liebe ruhn. 3. Doch was ich wirken sollte, das hab ich nicht voll⸗ bracht, und was ich werden sollte, das hemmt der Sünde Macht. 4. Mir winken tausend Sterne und leuchten mir voran, doch wandl' ich von dir ferne oft eine irre Bahn. 5. O Gott der Gnade, weiche von deinem Ninde nicht, die Vaterhand mir reiche, zieh mich empor zum Licht. 6. Lehr du mich siegreich streiten, steh meiner Schwach⸗ heit bei, laß deinen Geist mich leiten, mach mich in — Wahrheit frei. Friedrich August Nöthe, 1251—1850. Weise: Valet will ich dir geben.(5) 1614 ö ö 1 L. DSSS. + — ö 1. Aus ir⸗di⸗ schem Ge⸗tüm⸗mel, wo wer ist mein Weg zum Him⸗mel, da⸗ 5. Leben in Gott und Christo 208 ——— Glück und Lust ver⸗geht, hin die Hoff⸗nung steht d Wer spor⸗net un ⸗ser 5•00de 5. —— Stre⸗ben, wenn es das Siel ver⸗gißtd Wer führt —.——.—..—. 4 2, r rr. t—.——2———* H—2. 1. — durch Tod zum Le⸗ben d Der Weg heißt Je⸗sus Christ. 2. Wenn Irrtum uns befangen, kein Strahl die Nacht — durchbricht, wie können wir gelangen zum wahren — Lebenslicht? Getrost! es strömt die Klarheit von Gottes — ewgem Thron, denn Christus ist die Wahrheit, der eingeborne Sohn. tun, 35. Wer schenkt in Not und Leiden, wenn bang das . Herz verzagt, die Hoffnung ewger Freuden, daß einst oll⸗ der Morgen tagt? Wer stillt der Seele Bebend Wer inde gibt im Code Ruhd heil! Christus ist das Leben, führt uns dem Vater zu. Christoph Karl Julius Asschenfeldt, 1792— 1856. Nach voriger Weise. 208 Ich höre deine Stimme, mein hirt, und allgemach, ch wenn auch in Schwachheit, klimme ich deinen Schritten nach. O laß zu allen Seiten mich deine Wege gehn und deinem sanften Leiten mich niemals wider⸗ stehn. 4. 2. Dein Stab und Stecken trösten mich, wenn Gefahr mir droht, du zeigest dich am größten mir in der größten Not. Will mir die Uraft verschwinden und aller Mut entfliehn, weißt du doch Rat zu finden, mich aus der Angst zu ziehn. 515 ——————88...———— 299 III. Heilsoroͤnung 5. Oft denk ich: wie wird's weiter in dieser Leidens⸗ nacht 7 Da wird's auf einmal heiter, daß mir das Herze lacht. Oft bin ich wie gebunden und weiß nicht aus noch ein, und doch wird bald gefunden ein Ausgang aus der Pein. 4. Oft fühl ich mich so traurig in dieser argen Welt, die Sukunft sich so schaurig mir vor die Seele stellt. Dein Wort, zum Heil beschieden, spricht dann mir tröstend zu, da geb ich mich zufrieden und finde in dir Ruh. 5. Oft machen mir der Sünden verborgno Wunden Gram, da weißt du zu verbinden, zu heilen wundersam. Oft sink ich müde nieder, ermatt' in meinem Lauf, da weckest du mich wieder und richtest sanft mich auf. 6. Mein Hirt, mein Gnadenspender, zieh mich dir kräftig nach, ich folgte gern behender, allein ich bin so schwach. Okomm, mir beizuspringen, wenn ich nicht weiter kann, es wird mir wohl gelingen, nimmst du dich meiner an. 7. Vielleicht ist's nur ein Kleines, so ist die Mühe aus, du führst mich dann in deines und meines Vaters Haus; dann wird dein treues Leiten durch so viel Angst und Dein für alle Ewigkeiten mein Dank⸗und Loblied sein. Karl Johann Philipp Spitta, 1801— 1859. 2365 Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Baßler, 1608 —2— ne. 1. H. su, mei⸗ ne Son⸗-ne, vor 666 mei⸗ ne Wonne, die SSSSSSIS. E— der die Nacht ent⸗fleucht! al⸗le Not ver'scheucht! Im her⸗zen klingt mir 31⁴4 3. Leben in Gott und Christo 299 —.—— x—— SSSS.II —. I.———— 5 täg⸗lich der ei ne hel⸗le Ton: wie hast du — — —.—.— . 2—.— 1—— —— 1 1. 1 4 so un⸗säg⸗lich ge⸗liebt, o Got⸗tes Sohn! 2. Es faßt mich so ein tiefes, ein himmlisches Gefühl; es ist mir stets, als rief es: hier ist dein einzig Hiel! Ja, wenn mir gar nichts bliebe, ich gäb mit frohem Sinn um Jesu Christi Liebe auch noch das Letzte hin. 5. Um diese Derle wäre mir alles andre feil, selbst Hab und Gut und Ehre, mein ganzes Erdenteil. Wie gerne will ich meiden das alles froh und still, wenn's von dem Herrn mich scheiden und ihn mir rauben will! 4. Ich kenn auch gar kein Leben, von dir, mein Herr, getrennt; du bist mein einzig Leben und Lebens⸗ element. Ich kenne gar kein Sterben, seitdem ich leb in dir; denn was mich konnt verderben, die Sünde, nahmst du mir. 5. Ich weiß nichts mehr von Leiden, denn alles Kreuz und Leid kann mich von dir nicht scheiden, du Born der Seligkeit; ja, wenn ich dich nur habe, dann gilt mir alles gleich, ich bin am Bettelstabe noch wie ein Hönig reich. 6. Ich bin schon hier auf Erden so selig und so leicht; und was wird dort erst werden, wo alle Schwachheit weicht! Das macht ein selig Sterben, daß ich als Gnadenlohn ein önigreich soll erben und eine ewge Kron. 7. O lieber Herr, so präg es recht meinen Sinnen ein; o lieber Herr, so leg es mir tief ins Herz hinein, daß ohne deine Liebe ich ganz verloren wär und ohne Hoff⸗ nung triebe auf wüstem Meer umher; 515 500, 501 III. Heilsordnung 8. Doch, daß du mich allmählich zum Hafen hast ge⸗ bracht und mich so überselig aus Gnaden hast gemacht, daß ich vor nichts erschrecke, was andern schrecklich ist, weil ich es seh und schmecke, wie du mein Heiland bist. Aarl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. Nach voriger Weise. 300 Gib Frieden, Herr, gib Fuleden, du milder Liebes⸗ hort! Einst bist du abgeschieden mit süßem Freudenwort:„Ich geb euch meinen Frieden, wie ihn die Welt nicht gibt, verheißen und beschieden dem, der mich glaubt und liebt!“ 2. Gib Frieden, Herr, gib Frieden! Die Welt will Streit und Krieg, der Stille wird gemieden, der Wilde hat den Sieg, und Unruh herrscht auf Erden und Lug und Trug und List. Ach, laß es stille werden, du stiller Jesus Christ! 5. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, du milder Liebes⸗ hort! Dann wird es schon hienieden ein Paradiesesort, und Sorgen fliehn und Schmerzen aus jede schweren Brust; in Freuden glühn die Herzen, in Lieb und Himmelslust. Ernst Moritz Arndt, 1269—1860. Weist: Seuch ein zu deinen Toren.(ẽ) Joh. Crüger, 1653 301 I 1. Ich bin des Le⸗bens mü⸗de, der o komm, du Got⸗tes⸗ frie · de und E +—— HN + + 4 1— + II— J— 2 eit ⸗len Ei ⸗ tel ⸗keit, nimm mich aus dem 46655 ——. Ruh, in dei · ne KH len Freu⸗den, und schlie ⸗e 316 nimm mich in dei⸗ ne 3. Leben in Gott und Christo 50² ...... .——— H—— 2—.— + 4 1* L——.—.—. — bit⸗tern Lei⸗den des Wahns Er⸗inn⸗rung zu. 2. Su viel hab ich geduldet, gekämpfet überlang, ge⸗ sündigt und verschuldet, drum ist mir weh und bang; ich weiß nicht aus noch ein auf diesen öden Straßen, ich wäre gar verlassen, wär Jesus Christ nicht mein. 5. Ichwäre längst vergangen, wär Jesus Christ nicht mein, in Sittern und in Bangen, in Sündenangst und Dein, in tiefer Seelennot, wär er, das Licht der Krommen, vom Himmel nicht gekommen, der Sukunft Morgenrot. 4. Du süßer Jesu Christe, so freundlich und so hold! Ach, wenn doch jeder wüßte, was deine Huld gewollt, wir würden immerdar entzückt nach oben schauen, und von den Sternenauen herab würd alles klar. 5. Ja, von den Sternenauen, wo unsre Heimat ist, daher käm uns das Schauen, wer du gewesen bist, nein, wer du ewig bist: im Himmel und auf Erden würd offenbaret werden der ganze Jesus Christ. Ernst Moritz Arndt, 1269—1860. Weise: Die wir uns allhier beisammen finden. 4 Brüdergemeinde, 1735. 30². 4., 1. Ei ⸗nes 0. 10 mir vor al lem selig 8655 im 660 nen⸗tal sich L B1 —— an⸗ dern, ei ⸗ne Spei⸗ se früh und 316 wan⸗dern, wenn dies Ei ⸗ne mit uns geht: —— 2. +7 ——— 51² 305 III. Heilsordnung e, e, e=n. ö 1 7 blut⸗ 2— Schweiß und Co des grau⸗en auf sein Ant. dr,. —.— litz B dsen und den Relch des Va⸗ters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles LCamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hän⸗ gend an des Hreuzes Stamm; wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief:„Es ist voll⸗ bracht!“ — 5. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld; hattest längst nach meiner Seel ge⸗ trachtet, eh ich auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein! Sprich du darauf ein Amen! Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein! Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen, das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund! Albert Anapp, 1798—1864. Weise: du Liebe meiner Liebe.(10) Varmsadt, Ichs. 303 REEE 1. Volk des Herrn, du hast hie⸗nie⸗den Kämp⸗fe sind dir hier be⸗schie⸗den, SSS.SSS......... ei⸗ nen lan⸗ gen, schwe⸗ ren Streit; Frie-de in der E- wig keit. 518 Le⸗ge an die 5. Leben in Gott und Christo 1 1 1 7 —?— ——.—— —————.——— + Sieg und Heil be⸗sche⸗re er, der Hei⸗land Is⸗ra⸗els! 2. Cräumest du von guten Tagen oder wachst du auf zum Streit7 Wiegst du dich in alten Sagen oder kennst du deine Seit? Hörest du den Ruf der Wächter:„Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn! Aber wehe dem Verächter, denn sein Trost wird untergehn.“ 5. Volk des Herrn, du hast hienieden einen langen, schweren Streit; nun, so suche keinen Frieden in der bösen Seitlichkeit. Führe deines Hottes Kriege! Jesu Ureuz ist das Panier. Unter diesem Seichen siege; seine Schmach sei deine Sier! Samuel Preiswerk, 1799—1871. Weise: Christus, der ist mein Leben. Melchior Vulpius, J609. ++ 1. In Chri⸗sto hab ich Frie⸗den, in — D‚‚‚=—— ———————— Chri⸗-sto hab ich Ruh; ihm le-⸗be ich hie⸗ E——.— N ——— e eeen—— + E.——. 1— I nie den, ihm fall ich einst- mals zu. 2. Ihm will ich mich ergeben im Leben wie im Tod; er ist mein heil und Leben, was hat es da für Not! 5. Was soll ich denn verzagen, ist Christus doch bei 1——— ihm will ich alles klagen, was mich noch drücket ier. III. Heilsordnung 4. Ihm will ich ganz vertrauen in aller meiner Not, auf seine Hilfe schauen, er ist mein Herr und Gott. 5. Er wird mich nicht verlassen, wenn mich der Cod anficht; ihn will ich fest umfassen, wenn mir das Auge bricht. 6. Wenn mein Leib will erkalten, wenn alles mich ver⸗ läßt, will ich mich an ihn halten und an ihn klammern fest. 2. Herr Jesu, du alleine bist meine Suversicht, ich bin auf ewig deine, mein Gott, verlaß mich nicht! 8. Dein bin ich allerorten, dein will ich ewig sein, dein bin ich hier und dorten, ach, nimm mich zu dir ein! Ludwig Schmidt, geb. 1831.1 Nach voriger Weise. 30⁵ Mein Wandel ist auf Erden und führt dem himmel zu; durch Wonnen und Beschwerden such ich die ewge Ruh. ö 2. Mir geht ein Freund zur Seite, ein starker Sieges held, des Schild deckt mich im Streite, der mir erkämpfl das Feld. ö 5. In Stürmen und im Glücke hält seine treue Hand und zieht zu sich zurücke mich sanft am Liebesband. 4. Ich stehe oder falle, so bin ich Gottes Hind, weil meine Sünden alle durch ihn gesühnet sind. 5. Mein Wandel ist auf Erden, führt mich dem Himmel zu; in Wonnen und Beschwerden such ich die ewge Ruh. Verfasser unbekannt, seit 1842. IIIIII 1. Lob, Dank und vitte Eigne Weise. 1545d + I.) II. V E+ 1 300 Herr Gott, dich lo⸗ben wir! Herr Gott, ———————— e. wir dan⸗ken dir! dich, Va⸗ter in E⸗wig⸗keit, II. IL. E———— +* 2 I so +* I + EAEEEEUIEE ehrt die Welt weit und breit. All En⸗gel und II. ESIISSSSSEEE ——. +2—.—— Hhim-mels-heer, und was die net dei⸗ ner Ehr, 1 II. „ ö.... ö ——. 2 A —D I EZ. 1 1— auch Che⸗ru⸗bim und Se⸗ra-phim sin⸗gen im⸗mer I. II. DI—. mit ho⸗her Stimm: Bei⸗lig ist un ⸗ser Gott, hei⸗lig ) J und II beziehen sich auf einen Wechsel zwischen Chor und Gemeinde oder zwischen erstem und zweitem Chor. Die Sahlen können natürlich auch un⸗ berücksichtigt bleiben. 521 506 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle SDSPSPSISISIISII ist un⸗ser Gott, hei ⸗lig ist un ⸗ser Gott, der Her re I. DD D E EE....—— .SDSSS.S... I III.X. 538 Se⸗baothl Dein gött-lich Macht und Herr⸗ Der hei ⸗li⸗gen zwölf Bo⸗ die teu⸗ren Märt'⸗rer all⸗ I. EEEEESEEE EE EEEE 2——— 7 2 3555555 2 lich⸗keit geht ü⸗ber him⸗mel und Er ⸗den weit. ten Sahl und die lie-ben Pro-phe⸗ten all, zu⸗ mal lo⸗ben dich, Herr, mit gro⸗ßem Schall. I. S.S.............——I—I—.—— ———— + +*— Die gan⸗ ze wer⸗ te Chri⸗ sten heit dich, Hott Va⸗ter, im höch⸗sten Chron, den heil'⸗gen Geist und Trö⸗ster wert II. e ex rühmt dich auf Er⸗den al=le⸗zeit; dei⸗ nen rech⸗ ten und ei⸗ni⸗ gen Sohn, mit rech⸗-tem Dienst sie lobt und ehrt. SSSSSSSSieeee 1——. 1. und 11. Du Nö⸗ nig der Eh⸗ren, Je⸗su hast nicht ver ⸗ schmäht der Jung:frau Du hast dem Tod zer ⸗stört sein Du sit zest zur Rech-ten Got⸗tes Ein Rich ter du zu⸗ künf ⸗tig 322 1. Lob, Dank und Bitte Gott Va⸗ters e wi⸗ ger Sohn du bist; Schoß, u. zu ma⸗ chen uns von Sün⸗den los. Macht„ und all Chriesten zum Him⸗mel bracht. gleich„ mit aller Ehr ins Va⸗ters Reich. bist„ all des, das tot und le⸗bend ist. de. Nun hilf uns, Herr, den Die⸗ nern dein, die 4. 47———— + 1 —=D.. D.——— 2— 5. 5— ö — durch dein Blut erlö ⸗set sein; laß uns im II. V 1 An .. Him⸗ mel 530 ben teil mit den Hei⸗li⸗gen am e⸗wi⸗ ———— üPüPPPP‚PPPP gen Heil. Huf da nem volk, Herr 20 su Chris, I. — L— , L und seg⸗ne, das dein Erb⸗teil ist; wart und pfleg II. —— . sein zu al⸗ 1r Zeit und heb es hoch in E-wig⸗ I. und II. — keit! +· lh Herr Gott, wir lo⸗ben dich und 52⁵ 50⁷ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle I. .—— 1m—— +—— l I 2 E——222 J—— .—. 2 I C 7—— 2—. E 5 ma ehr'n dein Na⸗men ste⸗tig⸗lich. Be⸗hüt uns heut, II. .. o treu⸗er Gott, vor al⸗ler Sünd 2— Mis⸗se⸗tatl I. II. S— 1————— 1.—. V 1 4 + +—— 4—— —* +—— 2—.— Sei uns gnä⸗dig, o Her⸗ re Gott, sei uns gnä⸗ Seig uns dei ⸗ne Barm-her⸗zig⸗keit, wie un ⸗ser I. ——.— E—— i. +——* IZ I DJI— V. — 14 ‚—.— dig in al⸗ ler Not! Hoffen zu dir steht! dch hof fen wir, II. BGöerrerrermrr w. ——— 2—— 2 lie⸗ ber Herr, in Schan den laß uns nim⸗mer⸗ I. und II. EF R— II P— H ————.———— —.ttt.— mehr! A 8 2 men!l Martin Luther, 1529 (nach Ambrosius, Bischof von Mailand, 340—597:„Te Deum laudamus“, das selbst nach einem älteren griechischen Lobgesang gedichtet ist). Eigne weise. martin auther() 9 + 307 1. Va⸗ter un⸗ Wser im Him-mel⸗ reich, der du —— EV 2—.— uns al⸗le hei⸗ ßest, gleich Brü⸗dern sein und dich ru⸗ fen an, 32⁴ 4 8„ 1. Lob, Dank und Bitte 507 IIRRE und willst das Be⸗ten von uns han: gib, daß nicht bet all⸗ ——————.——.——.— EAN S˖D,—— — 0 2 2— 2— WDID. 4—— ein der Mund; hilf, daß es geh von Her⸗zens⸗grund. 2. Geheiligt werd der Name dein; dein Wort bei uns hilf halten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm verführte Volk bekehr. 5. Es komm dein Reich zu dieser Heit und dort her⸗ nach in Ewigkeit. Der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Sorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Hirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot, was man bedarf zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Seit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter LCieb und Einigkeit. 2. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist anficht zur linken und zur rechten Hand; hilf uns tun starken Widerstand, im Glaͤuben fest und wohlgerüst und durch des heil'gen Geistes Trost. 8. Von allem Abel uns erlös, es sind die Seit und Tage bös; erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. Bescher uns auch ein selig End, nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern 525 —————————————— 508 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiermit gebeten han, auf dein Wort in dem Namen dein; so sprechen wir das„Amen“ fein. Martin Luther, 1539. 5271—H— 308— ⁵ 4—— E— EEEEE ee—.———— 22—— 1. Nun lob, mein Seel, den Her⸗ren, was Sein Wohl⸗tat tut er meh⸗ren, ver⸗ —.‚———— ,. SSSSS.. in mir ist, den Na⸗men sein. giß es nicht, o Her⸗ze mein; hat dir dein Sünd ———— ge⸗ben und heilt dein Schwach-heit groß, 5———*——. 2 92———— 4—— E— 1—— 2——— schirmt den ar⸗ mes Le⸗ben, uimmt dich in ——— .—... sei⸗nen Schöß, mit rei chem CTrost be⸗schüt⸗ tet, ver⸗ jüngt dem Ad⸗ 1er gleich; der Herr schafft ——.—.——.— Recht, be„ hü ⸗tet, die leid'n in sei nem Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein heilig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Erbarmung nicht; den SZorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad tut er nicht sparen, 326 1. Lob, Dank und Bitte 300 den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob dem, der fürchtet ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsere Sünd dahin. 5. Wie Bäter sich erbarmen ob ihrer jungen Uinde⸗ lein, so tut der Herr uns Armen, so wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennet unsre Schwäche, er weiß, wir sind nur Staub, wie Gras auf dürrer Fläche, ein Blum und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da; also der Mensch vergehet, sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewig⸗ keit bei seiner lieb'n Gemeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet sein's Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren sein Loh an allem Ort. Johann Gramann, 1482—1541. ign eise. — 40 15. Jahrhundert. IAHEEE 300 1. In dich hab ich ge-⸗hof⸗fet, Herr; hilf, —2— E III daß ich nicht 30 Schan⸗ werd noch e⸗ wig⸗ —.— DEE ö 23* 2 2 — 2 2 ———— lich zu Spot⸗ te; das bitt ich dich: er⸗ — x +— ——— 2——.— hal te mich in dei⸗ ner Treu, Herr Got ⸗te! 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, tu dich herfür, eil bald, mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöten. 327 510 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei; sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten wider mein Feind, der gar viel seind an mir auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstrebend 5. Mir hat die Welt trüglich gericht mit Lügen und durch falsch Gedicht viel Netz und heimlich Stricke. Herr, nimm mein wahr in der Gefahr, behüt vor falscher CTücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 2. CLob, Preis und Ehr und Herrlichkeit sei Gott Vater und Sohn bereit, dem heil'gen Geist mit Namen. Die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Chri— stum. Amen. Adam Reißner, 1496—1525. Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.(1) 30——— L.—. . Herr Gott, der en mein Va⸗ter bist, ich ·.——— x ES*2 4 +——5*2——.— 2 2— ———.— FT.—— 23741. + ̃H— 125 2 1— 1 schrei! im Na⸗ men Je⸗su Christ zu dir, auf sein Wort, ꝗSꝗSSPPPP—— Eid und Tod: hör, Hel⸗-fer treu in Angst und Notl 2. Laß uns dein Wort, stärk uns im Geist; hilf, daß wir tun, was du uns heißt; gib Fried, Schutz, gute Freund und Brot, behüt die Stadt, du treuer Gott! 5. Errett von Hoͤlle, Sünd und Cod, aus Leibes und der Seelen Not, ein selig Stündlein uns bescher; dein ist das Reich, Araft, Oreis und Ehr! 520 —1 3913— CCCKOn xv—— VW 1. Lob, Dank und Bitte 511 4. Auf dein Wort sprech ich: Amen! Herr, aus Gnad mein kleinen Glauben mehr; du bist allein der Vater mein, laß mich dein KHind und Erbe sein! Johann Mathesins, 1504— 1565. Eigne Weise. 2761 1535. EHER. 1— IJ—— EE——— IE 2—————.—.—.— E—..2—4 2 X. Ich ruf zu dir, Herr Je⸗su Christ, ich ver⸗leih mir Snad zu die⸗ser Frist, laß ——.— .— 2*.—.— 8— — 2 2——..— 1—— HNN bitt, er hör mein Ala⸗ gen; mich doch nicht ver ⸗za⸗ gen. Den rech ten — ö—.— 2— 2 77 2———— 2— Weg, o herr, ich mein, den wol⸗lest du mir I 7* 7˙ Ze,. d, ..——— 2—— ge⸗ben, dir zu le⸗ ben, dem Näch⸗-sten nütz zu I 45 1 I I — +7— 2—.— + — +— 2.— in d i— 1 2.2.2—4 — sein, dein Wort zu hal⸗ten e⸗ben 2. Verleih, daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis' laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück gehet her, das mich von dir möcht kehren. 5. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir, du hast's allein in händen; und wem du's gibst, der hat's umsonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett vom Sterben. 529 ———— 512, 515 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4. Ich lieg im Streit und widerstreb; hilf, o Herr Christ, dem Schwachen! In deiner Gnad allein ich leb, du kannst mich stärker machen. HKommt nun Anfechtung und Ge⸗ fahr, wollst du mich nicht verlassen, fest mich fassen; behüt mich immerdar; ich weiß, du wirst's nicht lassenl Johann Agricola, 1492—1566. Weise: Christus, der ist mein Leben. mector 06633 1609. 9 122— 1. Ach bleib mit dei⸗ ner Gna⸗de bei —5 d dnie Ee.. —— ED—— 2— uns,———— 10 35 5 56 uns hin ⸗fort nicht II I 41— —— 27— 2—w1 de des be sen—— es List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, 5 uns beid's, hier und dorte, sei Güt und Heil beschert. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. FHU.— EUD—.——.— —. 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher herr; dein Gnad und all's VDermögen in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker —n. daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll die boͤse elt. 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Notl Josua Stegmann, 1588—I632. Eigne Weise.(2) 1693 4 4 2.——— + 7 313———— —7 . 6 65910 du from⸗ mer Gott, du Brunn. ohn den nichts ist, was ist, von dem 550 2—4 I —..—— d dee-drne itin„-iitis- E frre, ö L.—— f V—.— —— ++ en 2** 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ich's tue bald, zu der Seit, da ich soll, und wenn ich's tu, so gib, daß es gerate wohl. 5. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib hert. den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. rte, g4. Find't sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, rren gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind und, err; wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. ehr. 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft rker. leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben böse an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauern Tritt hindurch ins Alter dringen: so gib Geduld; vor Sünd und Schande mich bewahr, . auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. — 2. Laß mich an meinem End auf Christi Tod ab— — scheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden. in⸗ Dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 351 514 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 8. Wann du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so woll auch deine hand zu meinem Grab ausstrecken. Laß, Herr, durch deine Stimm dann meinen Leib erstehn und schön verklärt zur Schar der Auserwählten gehn. Johann Heermann, 1585— 1647 265.5663666 Matthäus Apelles von Löwenstern, l6gg. 31⁴4⁴ ů——.— EE—3 L———. 1. Nun prei⸗ set al⸗le Got⸗tes Barm —— D her⸗zig⸗keit! Lob ihn mit Schal⸗le, dank ihm, o ——— Chri⸗ 5665 heit! Er läßt dich freund⸗ lich zu sich EIEEEEEEEE la den: freu⸗e dich, Is⸗ra⸗el, sei⸗ ner Gna⸗den! 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur ruhret, alles zu Fuß ihm fälll. Viel tausend Engel um ihn schweben; Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 5. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein! Zu grünen Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden. Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und spaten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis' und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, dank ihm, o Christenheit! Uns soll hin⸗ fort kein Unfall schaden: freue dich, Israel, seiner Gnaden! Matthäus Apelles von Cöwenstern, 1594——1648. 55² 4. Er giebet Speise reichlich und überall; nach Vaters 1. Lob, Dank und Bitte 515, 516 Ligne Weise.(2) Johann—.— 1648. 31⁵E— —————— 1. Nun dan⸗ket al⸗le Gott mit a. ee zen, — gro⸗ße Din⸗ge tut an uns und — n e Mund und Hän⸗den, der uns von Mut⸗ter⸗leib al ⸗len En⸗den; — ——.—. eix. ————— und Kin⸗des⸗bei nen an un⸗ zäh⸗lig viel zu —————— j.— H.——. +— gut und noch jetz ⸗und ge⸗tan. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Hnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 5. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Himmels⸗ throne; ihm, dem dreieingen Gott, als der im An⸗ fang war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rinckart, 1586— 1649. 5655•5 Nun lob, mein Seel, den 885—— 1810 316——.—————.—. 1. Man lobt dich in in Ler Stil le, du Des Rüh⸗mens ist die Fül⸗ le vor 5.——— Ler. hoch⸗ er⸗ hab⸗ ner Si⸗ Gott! dir, o Herr Gott Ze⸗ba⸗oth! Du bist doch 55⁵ 51⁷ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle * dan nin. d.———5—— der men 4 ver⸗ ar in———— 0 ind de. Rn läßt 9 die — Danden nichl. üi 60 dich— eh⸗ E + 1 I ES 1— E ren mein Mund vor der⸗ mann und dei⸗ nen 2———————————— —.——1 Ruhm ver⸗ meh⸗ren, so⸗lang er lal-len kann. 2. Es müsse dein sich freuen, wer deine Güt und Größe kennt, und stets dein Lob erneuen, wer dich in Christo Vater nennt. Dein Name sei gepriesen! Du bist's, der Wunder tut; du hast auch mir erwiesen, was mir ist nütz und gut. Drum geb ich mich mit Freuden dir, Herr, zu eigen hin; nichts soll von dir mich scheiden, solang ich leb und bin. 5. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn, als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget, nun wie vergelt ich's dir d Ach, bleibemir geneiget, so will ich für und für den UHelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. Zohann Rist, I60r—I66r. Weise: Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich. Nikolaus— 1554. I i 1. Ich sin⸗ge dir mit Herz und Mund, Herr, 55⁴ U — RES 1. Lob, Dank und Bitte 51² EEiiiiiiiiEEEEEEE II.....— mei⸗nes Her⸗zens Lust; ich sing und mach auf — 2———E=——— drr ISISDSSSS— —— S...........e Er⸗ den kund, was mir von dir be⸗wußt, was ——— 2— ——.————— ————8— 1—— + mir von dir be-wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seist, daraus uns allen früh und spat ½ viel Heil und Gutes fleußt.: 5. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd d: 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns ge⸗ setzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt d 5. Wer wärmet uns in Hält und Frost, wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Gl und Most „ zu seinen Seiten find't P 6. Wer gibt uns Leben, Kraft und Mut, wer hält mit seiner hand des güldnen Friedens wertes Gut„in unsrem Vaterland d 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun; du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn.: 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 55⁵ 518 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 11. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des himmels haus, wenn uns die Erd entgeht.: 12. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.: 15. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht.: 14. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht ꝰ Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. ö 15. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt7 Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zum Heil gekehrtl/ 16. Er hat noch niemals was versehn in seinem Re giment; nein, was er tut und läßt geschehn, das ö nimmt ein gutes End.: 2. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn„5 und ewig fröhlich sein.: Paul Gerhardt, 460e—6Le, ———— Nach voriger Weise. 4 318⁸ Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeld't l ö 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm ö höchsten Gut, der seine Wunder überall„ und große Dinge tut!: 5. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund er. hält und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt.: 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergibt mund tut uns alles Guts.:: ö SESE AE 82 U48— 1. Lob, Dank und Bitte 519 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Andst, Furcht, Sorg und Schmerz uins Meeres Tiefe hin.:, 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf seines Volkes Land; er gebe Glück zu unserm Tun und Heil in allem Stand.: 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, 5 gar ferne von uns stehn. ämst 8. Solange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil e hin und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Ceil.: und 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen Ihat zu und zeig uns drauf sein Angesicht ½dort in der ewgen Ruh. 7* Paul Gerhardt, 1602— 1676. —55—.— Cüneburg, 1641. — 1. Sollt ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗gen, — ö Denn ich seh in al⸗len Din⸗gen, rr 14—— en in sollt ich bm nicht fröh⸗ lich sein d Ist doch Tim wie so gut er's mit mir mein'. —— + II + n, FFITTTTITTTTT.TTT T TT roße ö nichts als lau-ter Lie⸗ben, das sein treu ⸗es — ö b ee, ei,. elbst.——— 1— +—eeeeee Her⸗-ze regt, das ohn En⸗de hebt und trägt, ibet + I .; die in sei⸗ nem Dienst sich ü⸗ben. Al⸗les Ding währt 353² 73 1 ⁷ EiE sei⸗ ne Seit, Got⸗tes Lieb in E⸗wig keit. 2. Wie ein Adler sein Gesieder über seine Jungen streckt, also hat auch immer wieder mich des Höchsten Arm bedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine SHeit, Sottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du Brunnen ohn Ergründen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deines Grundes Tiefe finden! Alles Dinz währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Macht zerbrichh und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seins“ Seit, Hottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Hönnen, mein Ver⸗ mögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Heit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Uräuter und Getreide; in den Gründen, in der höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit. ö 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre nicht mein Gott gewesen, hätte 3³⁵8⁸ sTT 1. Lob, Dank und Bitte 32⁰0 mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir gleich bitter scheint, dennoch, wenn ich's recht erwäge, sind es Seichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Ureuz zu ihm hinlenke. Alles Ding währt seine Heit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Das weiß ich fürwahr und lasse mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Dein, wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Weil denn weder Siel noch Ende sich in Gottes Liebe find t, ei, so heb ich meine hände zu dir, Vater, als dein Kind; bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Heit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1607—1626. ů Joachim Neander, 1668. 5⁰—.—3 7 I——+— 320 E . Lo⸗be den Her⸗ ren, den mäch⸗i⸗ gen mei⸗ne ge⸗lie⸗be⸗ te See le, das —.—.—.—........ —.—*———————m— Hönig der Eh⸗ ren; ist mein Be⸗gehren. Kom⸗met zu Hauf, Psal. ter —— I.......————— ——————.—— E und Har⸗fe, wacht auf, las⸗set den Lob⸗ge⸗sang hö⸗ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der 330 521 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret d 5. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namenl Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht! Lobende, schließe mit Amen! Joachim Reander, 1650—.1680, ö Weise: Gott ist gegenwärtig. 1219. 5————— 32¹ EUN—————— 2 LV.*— EZ. 1 I. 2— + 1. Wun⸗der⸗ba⸗rer Uö⸗nig, Herr.scher Dei⸗ne Gna⸗den⸗strö me hast du —————— H .. von uns al⸗len, laß dir un ⸗ser Lob ge⸗fal⸗ len! las⸗sen flie⸗en, ob wir schon dich oft ver⸗lie-ßen. ——————— — 2— I Hilf uns noch, stärk uns doch, laß die Zun⸗ge ..———— .———.—.—— sin⸗gen, laß die Stim-me klin⸗ gen! 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Stärke, mehr als aller Menschen Werke! Großes Licht der Sonnen, sende deine Strahlen, die das große Rund be⸗ —5 malen! Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen Herren! 540 Ognn&ÆD S S S.GYESGS * V S — IIt . Lob, Dank und Bitte 322 — 5. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder! Was da Gdem holet, jauchze, preise, kelinge! Wirf dich in den Staub darnieder! Er ist Gott Sebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig droben. gel 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den ö Herren Jesum liebet! Halleluja singe, welcher Christum et, nennet, sich von Herzen ihm ergiebet! O wohl dir! et; Glaube mir, endlich wirst du droben ohne Sünd ihn nit loben. Joachim Neander, 1650—1680. 8.— 0 Gott, du frommer Gott.(e). 1693. 32² 1. S. 5—— 60. V. Wohl⸗ auf, mein Herz/ zu Gott dein ö daß, und Ge⸗bet durch ö — *.— ö—5 dacht fröͤh⸗lich brin.ge, le Wol⸗ken drin⸗ge, du E——.— D ö 1 ꝑWNRPPPP ꝑRSꝑ.SE—4 heißt, weil dich sein lie⸗ber Sohn so freu⸗ dig wPP P PI ——— Dññ , tre ten heißt vor sei⸗ nen Gna⸗den⸗-thron. 2. Dein Vater ist's, der dir befohlen hat, zu beten; dein 8962 Bruder ist's, der dich vor ihn getrost heißt treten; der werte Tröster ist's, der dir die Wort gibt ein; drum muß S auch dein Gebet gewiß erhöret sein. 3. Da siehst du Gottes Herz, das dir nichts kann ver⸗ rke, sagen. Sein Mund, sein teures Wort vertreibt ja alles der Sagen; was dich unmöglich deucht, kann seine Vater⸗ be⸗ hand noch geben, die von dir so viel Not abgewandt. zu 4. Romm nur, komm freudig her in Jesu Christi Namen; sprich: Lieber Vater, hilf, ich bin dein Kind, 341 5²⁵ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle sprich: Amen! Ich weiß, es wird geschehn; du wirst mich lassen nicht, du wirst, du willst, du kannst tun, was dein Wort verspricht. Johann Glearius, 1611— 1684. weise: Es ist das ljeil uns kommen her.. 16. Debrdwoden 323 EH 9.. 1. Sei Lob und Ehr dem hoͤch⸗ sten dem Gott, der al—le Wun⸗ der EIIE‚ SI Gut, dem Va⸗ter al⸗ ler Gü⸗te 3 ö tut, dem Gott, der mein Ge⸗ 2— mit seienem —— — XX +2—— 2=—— 2 2 2—— anein r. ö 2 2—— 22—————— rei⸗ chen Trost er⸗füllt, dem Gott, der al⸗len Lisr, Jam mer stillt: gebt un⸗serm Gott die 2.—5 2— 0 8 2. Es danken dir die himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem ö Schatten wohnen. Sie preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht: gebt unserm Gott die Ehre! ö 5. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch er⸗ ö halten; darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Mönigreich ist alles recht und alles gleich: gebt unserm Gott die Ehrel I 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, ver⸗ nimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk 542 1. Lob, Dank und Bitte 5²4 geschieden. Er bleibet ihre Huversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her: gebt unserm Gott die Ehre! 6. Ich will dich all mein lebenlang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Seel und Leib erfreue dich: gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott: der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 8. So kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles wohl gemacht, gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 1640—1690. Nach voriger Weise. 324 Bis hieher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte, bis hieher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte, bis hieher hat er mich ge⸗ leit, bis hieher hat er mich erfreut, bis hieher mir geholfen! 2. Hab Lob, hab Ehr, hab Preis und Vank für die bisher'ge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang be⸗ wiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Groß's an mir getan, bis hieher mir ge⸗ holfen! 5. Hilf fernerweit, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden, damit ich sag bis in den Tod: durch Christi Blut hilft mir mein Gott; er hilft, wie er geholfen. Emilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗RKudolstadt, 1652- 1706. 545 325 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle a Gott in der Höh sei Ehr.(a) DerreterWse 523—— 325 B I. Herr Gott, du bist von E⸗ wig eit und die Welt so groß, das Meer so breit sind E H DDII—— ‚ —— 82——.—.————— EiSEEEEEEE blei⸗best son⸗der En⸗de;— Wer⸗ke dei⸗ner Hän⸗de; Ler intmens War, de 1 1—— IIEE Er⸗den Last, und was du, Herr, ge⸗schaf=fen — 1 I— 4 I I————N E=—————— I— 12 SD—.——— E E I hast, zeugt uns von dei nem We ⸗sen. 2. Du bist voll Glanz und Majestät, voll Herrlichkeit und Stärke, und wer dein Wesen nicht versteht, dem zeigen deine Werke, daß du ein Herr der Herren bist und deine Macht unendlich ist im Himmel und auf Erden. 5. Ich ehre dich in solcher Pracht im Herzen und mit Worten; mein Geist erwäget Tag und Nacht dein Heil an allen Orten; mein Mund bekennet jedem frei, daß sonst kein Gott und Herrscher sei als du, den wir verehren. 4. Ach Gott, erwecke doch die Welt, die ganz im Argen lieget, dich und dein Wort verächtlich hält und Sünd zur Sünde füget; du schlägest sie, sie fühlen's nicht; ach, wenn sie doch dein Strafgericht noch zur Erkenntnis brächte! 5. Ich glaube, Herr, du bist mein Gott, ich will es alle lehren, sollt auch der fremden Uinder Spott sich noch darüber mehren; ich weiß gewiß, ich traue dir, du wirst noch ihnen und auch mir, daß du regierest, zeigen. Martin Günther, um 1220. 5⁴4 1. Lob, Dank und Bitte Ei Weise. igne is —.— 2 2.;—.—..— Lo⸗be den Her⸗ren, o mei⸗ne weil ich noch Stun⸗den auf Er⸗-den E— E, 35. See⸗le! Ich will ihn lo⸗ben bis zum Cod; zäh⸗ le, will ich lob⸗-sin⸗gen mei⸗ nem Gott. I— — —.— 2—6— r .......—— —.— 2—1 Der Leib und Seel ge⸗ge⸗ ben hat, wer· de ir prie⸗ — 5 .....IIIII..T.. ———.— sen früh und spat. Hal⸗ le⸗lu⸗ja, Hal⸗ le⸗lu⸗ jal 2. Fürsten sind Menschen, vom Weibe geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch ver⸗ loren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glaube n durch nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herren zum Beistand hat, findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat himmel, Meer und die Erden, und was darinnen ist, gemacht; alles muß treulich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Hallelujal 5. Seigen sich welche, die Unrecht leiden, er ist's, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speisꝰ' be⸗ scheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei, und seine Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! 5²⁷ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt, die tief gebeuget gehn; wo er kann gläubige Seelen finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsehn ist des Fremden Trutz; Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! 2. Aber der Gottesvergessnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist Hönig ewiglich, Sion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut; alles was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Uinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heil'gen Geistl Halleluja, Halleluja! Johann Daniel Herrnschmidt, 1625—1723. Eigne Weise. Johann Anastasius Freylinghausen, 1704. 7 7..— Lr.. 32⁷—.. I. Dir, dir, Je⸗ho⸗vah, will ich sin gen; Dir will ich mei⸗ne Lie⸗der brin⸗gen, ——DDnr denn wo ist doch ein sol- cher Gott wie dud ach gib mir dei ⸗nes Gei⸗ stes Hraft da⸗⸗zu, E * 2 daß ich es tu im Na⸗ men Je su Christ, so —— wie es dir durch ihn ge⸗ fäl lig ist. 2. Seuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem 346 * ... e D 1. Lob, Dank und Bitte 528 Herzen wohne und meine Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden Hottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan, so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich in Geist und Wahrheit an, so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind, der lehret mich recht gläubig beten, gibt Seugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht und wird gewiß von dir er⸗ höret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies Heugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlange jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 2. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir in Geist und Glauben bitt. Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit. Bartholomaus Crasselins, 1662—1724. weise: O Gott, du frommer Sott.(7) 1693 H— + 2.———— . 1. Ach Gott, ver· laß mich nicht! Gib mir ach, füh ⸗re mich, dein Kind, daß ich + 5²20 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle —— DDR—— DIEDEEIII— die Gna⸗den⸗hän⸗de; den Lauf voll en⸗de zu mei⸗ner Se ⸗lig⸗ ——.— 1 + I +. + ———————— Z.—.— 24—— 4 1..—— keit. Sei du mein Le⸗bens⸗ licht, mein Stab, mein ů— 1—— x —9——— 2—.————— 2—— +.—.— 7 1 1— 2 Hort, mein Schutz; ach Gott, ver-laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nichtl Regiere du mein Wallen; ach, laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen! Gib mir den guten Geist, gib Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Uraft, ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzens⸗ grunde: ach höchster, stärke mich in jeder bösen Stundel Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel aͤnficht, so weiche nicht von mir, ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach, laß dich doch be— wegen; ach Vater, kröne doch mit reichem Himmels⸗ segen die Werke meines Amts, die Werke meiner Dflicht, zu tun, was dir gefällt: ach Gott, verlaß mich nicht! 2 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben; hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht; hilf mir in Not und Tod, ach Gott, verlaß mich nicht! Salomon Franck, 1659— 1725. Eigne Weise.(2) 77 1758. P* + ZE 2 EEEEE 320— 4—.————— 1. O daß ich tau⸗send Zun⸗-gen hät⸗ te so stimmt ich da- mit um die Wet⸗te 548 ——— sen e ö ö und ei⸗ nen tau⸗send⸗fa⸗chen Mund, ein Loblied vom al⸗ler⸗-tief⸗sten Her⸗zens⸗ grund E 4——— IAH ——————————— nach dem an⸗dern an von dem, was Gott an mir ge⸗tan. 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht; o daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe geht! Ach, wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 5. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfted Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Ge⸗ schäfte zu Gottes, meines Herren Preis. Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir; ihr schwanken Gräser in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Hier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen d Bis du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen 5 Du, du, o Herr Gott Sebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 7. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend mit dir gehnd Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 550 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 9. Ich will von deiner Güte singen, solange sich die Sunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich noch mit Seufzen ein. 10. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin. Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, 1658— 1734. Weise: Jesu, meines Lebens Leben.(8) 1661. E2 IIE ů DIEEE 330 EU——— 1——— ñ— . Wo⸗mit soll ich dich wohl lo⸗ben, — Sen⸗de mir da⸗ zu von o⸗ ben I SS SISSI.. mäch⸗ti⸗ger herr Ge⸗ ba⸗othd ö dei⸗nes Gei⸗-stes Hraft, mein Gott! Denn ich 2.————.—7 2 50Ze, k.aw, i HeteemnHriełx. — 1 2 kann mit nichts er-rei⸗ Fhen Her⸗ ne Gnad und —— 2„.— E.— 2—— E Ere 0 2— Lie⸗bes⸗zei⸗ chen.—— send⸗, tan⸗ send mal se ———— —.— 0 ů—* .—7 2 2——; 1 ——.— 9 4 2 dir, gro ßer Hö⸗ nig, Dank da⸗für! 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wun⸗ dermacht, deine Gnade, Treu und Güte froh erhebe Tag und Nacht; denn was ich nur bin und habe, kommt von dir, ist deine Gabe. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Hönig, dank dafür! 5. Denk ich, wie ich dich verlassen und gehäufet Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen ob der 350 — 6—o K 1. Lob, Dank und Bitte 550 Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen voll Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Hönig, Dank dafür! 4. Ach ja, wenn ich überlege, wie mit Lieb und Gütig⸗ keit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Siel zu finden, noch den Grund hier zu ergründen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Hönig, Dank dafür! 5. O wie haͤst du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Hönig, Dank dafür! 6. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Ularheit, in Gerechtigkeit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 2. Bald mit Lieben, bald mit Ceiden kamst du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, ganz sich zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Mönig, Dank dafür! 8. Wie ein Vater nimmt und giebet, wie's den Uindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenommen, wenn's aufs höchste auch gekommen. Tausend⸗, tausend⸗ mal sei dir, großer Mönig, Dank dafür! 9. Du hast mich auf Adlers Flügeln oft getragen väterlich in den Tälern, auf den hügeln, wunderbar erwecket mich; schien mir alles zu zerrinnen, ward ich deiner Hilf doch innen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer Hönig, Dank dafür! 10. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehn⸗ mal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der 551 551 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich jedennoch bin entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Hönig, Dank dafür! 11. VBater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu mir geneiget, Zesu, deine Freundlichkeit; und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer Mönig, Dank dafür! 12. Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Dreis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach, laß meines Lebens Gang ferner doch durch Zesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir! Ludwig Andreas Gotter, 4661—1735. Weise: In allen meinen CTaten. Bei Stözel, I743. 331 r. 2 0—5— 15 . Herr, hö⸗re 423——„hö⸗ 10— —— —1.—. 1+. .—— 1 dei nes Na⸗mens Eh⸗ re an al⸗len Or⸗ —— H — E 2—————— .e e le de duch de ö aus! hü⸗te al⸗-le Stän⸗de durch dei⸗ner 1— 2 1 ——=——— — nn 2—— ,. All⸗macht Hän⸗de, be⸗ schüt⸗ze Uirch und Haus. 2. Ach, laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz; bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, beut allen Fein⸗ den Trutzl 3. Gib du getreue Lehrer und unverdross'ne Hörer, die beide Cäter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und ernte reichlich ein. 552 E 1. Lob, Dank und Bitte 55²2 gen. g. Gib unserm Haiser Glücke, laß deine Gnadenblicke Isei auf unsre Fürsten gehn; schütz sie auf ihren Thronen und laß auch ihre Uronen in vollem Glanze stehn. und 5. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, deine schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Freud sich iden, müssen in unserm Lande küssen, ja, segne Herr und mal Unecht. 6. Wend ab in allen Gnaden so Feu'r⸗ als Wasser⸗ ott, schaden, treib Sturm und Hagel ab; bewahr des Lan⸗ Ach, des Früchte und mach uns nicht zunichte, was deine eiten Hand uns gab. dfür 2. Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die 165 sonst verirret sein; die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wann sie um Hilfe schrein. — 8. Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Berater, den Kleinen gib Gedeihn; zeuch unsre zarte Jugend — zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern freun. reit 9. Komm als ein Arzt der Uraͤnken und, die im Glauben wanken, laß nicht zu Grunde gehn; die Alten —.— heb und trage, auf daß sie ihre Olage geduldig über⸗ en stehn. — 10. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, 9H— die Sterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß ner sie in Frieden fahren zu Sions Herrlichkeit. 2, Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt; wir sprechen nun das s UuUmen in unsres Jesu Namen, so ist der Wunsch ge— lich währt. Benjamin Schmolck, 1622—1ese. illen 9—8 ein⸗ Weise: Jesu, meine Freude. Zohann Crüger, 1666. —— 2.— 7 + I 5 332 rer, 4. 75. laß 1. All⸗ge⸗ nug⸗sam We⸗sen, das ich völ⸗lig, Du ver⸗gnügst all ⸗ei ⸗ne 3⁵⁵ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle — 3 2 I — 6 655— hab er le⸗ sen mir zum höch⸗sten Gut! in nig, rei⸗ ne See⸗le, Geist und Mut. —.— 1.. E 1—4 + I— S——— I 1 1 + 1 —.—... Wer dich hat, ist still und satt; wer dir kann im EDEEEEEE. EAED— 21 20. 0 Geist an⸗han⸗gen, darf nichts mehr ver⸗lan⸗ gen. 2. Wem du dich gegeben, kann in Frieden leben; er hat, was er will. Wer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still. Bist du da und innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 5. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein! Was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben: du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, kann mein Seligsein nur hindern und den Frieden mindern. 4. Was genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht u. Einer nur kann geben Freude, Ruh und Leben, eins ist not: nur dul! Hab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel verschmachten, ich will's doch nicht achten. 5. Caß von dir mich scheiden Freuden nicht noch Leiden, keine Ureatur; stets nach dir verlangen, kindlich an dir hangen sei mein Himmel nur! Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig geben. Gerhard Cersteegen, 1697—e9. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599 333 1. Groeßer Gott, wir fal ⸗len nie ⸗der; Dir zum Lob sind wir ge⸗ boꝛren, 354 1. Lob, Dank und Bitte 55⁵ ——— ———— 24. D= zwar du be⸗ darfst nicht un⸗srer Lie⸗der, uns ziemt so teu'r er⸗kauft, so hoch er⸗ 25 ren! O Se⸗ . LIXL A— +* IB 2=— ——— D.————— und nützt dein Lob so schr. ö u dei⸗nem lig⸗keit, dir ge⸗ben Ehr! 6 —— 1— —. 12—— 7 1— 2 7—— ————— 97. Lo⸗be nur ist al ⸗le Ure⸗a⸗tur. Sel⸗ ges —.— ö=.—.— .— We⸗ sen, laß uns dir nahn, wir be⸗ten I I I ——...—*— +—— + J an, in Geist und Wahr-heit sei's ge⸗ tan. 2. Droben steht vor deinem Throne im Schmuck der Überwinderkrone der Erstgebornen sel'ge Schar samt den unzählbaren Frommen, die durch den Sohn zu dir gekommen; sie bringen ihre Osalmen dar: Macht, Weisheit, Herrlichkeit, Dreis, Dank in Ewigkeit! Amen, Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: du, Gott, bist unser Gott allein! 5. Gott, sie loben deine Werke, die Weisheit, Liebe, Huld und Stärke und bringen dir allein die Ehr; schaun —5 Licht auf deinen Wegen Gerechtigkeit und Heil und Segen, ihr Amen sagt unendlich mehr. Ihr Lob zu wenig ist; dein Lob du selber bist. Amen, Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: du, Gott, bist unser Sott allein! 4. Durch dein Wollen muß bestehen, was wir durch dich geschaffen sehen; dein Werk ist groß und wunderbar. 55⁴4 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Lob muß dir von allen werden im Himmel, Meer und auf der Erden, es stellt von deiner Pracht was dar. Dein Lob ist eingeprägt in allem, was sich regt. Amen, Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: du, Gott, bist unser Gott allein! 5. Alle jene Millionen, die als dein Volk auf Erden wohnen, erheben dich, du ewges Gut! Hreuen sich, dich zu bekennen, Gott, ihren Vater dich zu nennen, der sie erlöst durch Christi Blut, ihr allgenügend Teil, ihr Crost, ihr ganzes Heil. Amen, Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: du, Gott, bist unser Hott allein! 6. Uomm, in uns dich zu verklären, daß wir dich würdig⸗ lich verehren; nimm unser Herz zum Heiligtum, daß es ganz von dir gestillet, von deiner Herrlichkeit erfüllet, zerfließ in deiner Gottheit Ruhm. Dich, unser höchstes Gut, erhebe Geist und Mut. Amen, Amen! Halle⸗ luja, Halleluja! Der Herr ist groß und gut und nah!l Gerhard Cersteegen, 1697 I769. Weise: Christus, der ist mein Leben. melchior Vulpius, 1609. EESE EEEE EE 334 SPIPIIIII. 2— + E———— V. So ⸗lang ich hier noch wal⸗le, soll =—— +—— S.SSS...............—— dies mein Seuf⸗zer sein, ich sprech bei je⸗dem ........ 3—.—.—..— —.————— 0— 1——————— Fal ⸗le: Herr, hilf mir, ich bin dein! 2. Wenn morgens ich erwache und schlafe abends ein, befehl ich Gott die Sache: Herr, hilf mir, ich bin dein! 5. Geh ich an die Geschäfte, so bitt ich zum Gedeihn ihn um Verstand und Uräfte: Herr, hilf mir, ich bin dein 4. Will sich mein Fleisch vergehen, betrogen von dem Schein, so halt ich an mit Flehen: Herr, hilf mir, ich bin dein! 556 1. Lob, Dank und Bitte 5³⁵ 5. Wenn mich die Sünden kränken, so kann ich noch allein an den Versöhner denken: Herr, hilf mir, ich bin dein! Fühl ich mich schwach im Beten, und ist mein Glaube klein, soll mich sein Geist vertreten: Herr, hilf mir, ich bin dein! 2. Wenn ich in Leidenstagen bei seiner Rute wein', so will ich kindlich sagen: Herr, hilf mir, ich bin dein! 8. Will Satan mich berauben, und macht die Welt mir Dein, ruf ich getrost im Glauben: Herr, hilf mir, ich bin dein. 9. Macht auch mein Herz mir Hrauen, der Herr sei nicht mehr mein, so seufz' ich voll Vertrauen: Herr, hilf mir, ich bin dein! 10. In meinen letzten Stunden schätz ich mich heil und rein durch meines Heilands Wunden; er hilft mir, ich bin sein! Philipp 54.„ Hiller, 1699—1269. 4316—— ist das Heil uns kommen her.(a) 15. Jahrhundert. 335 e,.. U—. 1. Gott, dei⸗ ne Gü⸗te reicht so weit, du krönst uns mit Barm⸗ 4——— ⸗keit + I +2. so weit die Wol⸗ken 96 hen; und eilst, uns bei⸗zu⸗ste⸗hen. Herr, mei⸗ ne En 5———— E— — I— 7——*. Z2 ————— mein Fels, mein Hort, ver⸗ nimm mein Flehn, merk 365———— ꝗ ; J————— 4 .— 2— V 7* 1 II —*.— 35.——— 556 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Men⸗ schen rühren; des guten Namens Eigentum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben; im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Seit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. Christian Fürchtegott Gellert, 1215—1769. Eigne Weise. Philipp Emanuel Bach, I787. — 1. Sott ist mein Lied! Er ist der *2 1 + 4 4 2—ꝛ—— +2— E — I + 2—. 4 J —— 1 4 2 2 + E + I — 1— —— II Gott der Stär⸗ke; hehr ist sein Nam', und groß 5—— I—.— 1— LNI . sind seiꝛne Wer⸗ke und al⸗le Him⸗mel sein Ge⸗biet. 2. Er will und spricht's, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 5. Licht ist sein Uleid und seine Wahl das Beste; er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Seiten: Herr aller Welt, wer ist dir gleich d 5. Was ist und war in Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 356 1. Lob, Dank und Bitte 3⁷ 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor⸗ oder nachmals tue, und er erforschet mich und dich. 2. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest; ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich lehen sollte, da ich noch un⸗ bereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 1. Wer kann die Dracht von deinen Wundern fassen d Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel; du Luft und Meer, ihr Auen, Tal und Hügel, ihr seid sein Coblied und sein Psalm. 15. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Horn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält d 15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Crutz. Christian Fürchtegott Gellert, 1715 1769. Weise: Es ist das Heil uns kommen her.(a) 18. Zabrhunder 337——..— 1. Wenn ich, o Schöp⸗fer, dei ⸗ ne die Lie⸗be, die für al ⸗le 5⁵⁷ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle ————— r.— . Macht, die Weis heit dei ner We⸗ ge, 0 wacht, an ⸗ be ⸗tend ü⸗ ber ⸗le⸗ ge, Rre; —————— 2 —3—————— . ——.—— weiß ich, von Be⸗wund ⸗rung voll, nicht, wie ich dich er⸗ ———— ———— — he⸗ben soll, mein Gott, mein herr und Vater! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke; der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke! Wer hat die Sonn an ihm er⸗ höͤht, wer kleidet sie mit Majestät?P Wer ruft dem Heer der Sterne d 5. Wer mißt dem Winde seinen Laufd Wer heißt den Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnend O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen! 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine hand so wunder⸗ bar bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag: Amen! Und alle Welt fürcht ihren Hherrn und hoff auf ihn und dien ihm gern; wer wollte Gott nicht dienen d Christian Fürchtegott Gellert, 4715—17eg. 560 S„CASlNL NNN 1. Lob, Dank und Bitte 558 1 H 9— se.—— Freylinghausen, 1704. SSSIIIIIII .5. . Wie groß ist des All⸗-mächt⸗gen Güstel — Der mit ver⸗här⸗te⸗ tem Ge⸗mü⸗te b— n,e e, L. —1 Ist der ein Mensch den sie nicht rührt? Rein — den Dank er-stickt, der ihm ge⸗ 12— E— SSS..........———.—..— iner sei ne Lie⸗ be zu er⸗mes⸗sen, sei e⸗ wig mei⸗ ne , ͤAT rer⸗————I— 2— * größ ⸗te Oflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ den, n. ges⸗sen, ver⸗giß, mein Herz, auch sei⸗ner nicht! weit 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich ge⸗ der leitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen ꝰ Wer gibt dem Geiste neue Kraft d uin Wer läßt mich so viel Glück genießen Ist's nicht sein cht; Arm, der alles schafftꝰ —3 5. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du Oer⸗ erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott and ewig sehn wirst, wie er itt Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum Bit mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Hüte nicht verstehn d Er sollte rufen, ich nicht hören, den mi. Weg den er mir zeigt, nicht gehn d Sein Will ist mir und ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich 4 als mich. 561 559 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein wie er. Je mehr ich dies Gebot er⸗ fülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein; sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Seit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augen⸗ blicks! Christian Fürchtegott Gellert, 1215—17 Weise: Es ist das Heil uns kommen her.(a) 15. Jahrhundert. 33⁰ DRDEDEE ——— 3— 1Der Herr ist Sott und kei · ner mehr; Wer ist ihm gleich, wer ist, wie er, lrFEx frohlockt ihm, al ⸗le From⸗ men! Der so herr⸗-lich, so voll⸗kom⸗ men d — 9250 ist oroß——— am— 92 5 er— un⸗ end 10 . gren⸗zen⸗los in sei⸗nem gan⸗zen We⸗ sen 2. Er ist und bleibet, wie er ist. Wer strebet nicht ver⸗ — gebens, ihn auszusprechen, wer ermißt die Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; eh noch die Erde war, war er, und eher als die Himmel. 53. Des Ewgen Chron umgibt ein Licht, das ihn vor uns enthüllet; ihn fassen alle Himmel nicht, die seine 562 1. Lob, Dank und Bitte 540 Hraft erfüllet; er bleibet ewig, wie er war, verborgen und doch offenbar in seiner Werke Wundern. 4. Ist er nicht nah, ist er nicht fern? Weiß er nicht Aller Weged Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möged Umsonst hüllt ihr in Finsternis, was ihr beginnt; er sieht's gewiß, er sieht es schon von ferne. 5. Werschützt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falled Allgegenwärtig breitet sich dein Fittich über alle. Du bist voll Freundlichkeit, voll huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, der verschonet. 6. Dir nur gebühret Lob und Dank, Anbetung, Preis und Ehre. Hommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer ist ihm gleich, wer ist wie er, so herrlich, so voll⸗ kommen d Johann Andreas Cramer, 1223—1788. weise: Sollt es gleich bisweilen scheinen. Melchior Vulpius, 1608. 340 i er ö ö 1. Ur⸗quell al⸗ler Se⸗lig⸗kei⸗ten, die in —— 2— 22 ᷑*e• 1 1 + + DPSSSEEEE...... EEREE ich, Strö⸗men sich ver⸗ brei⸗ten durch der Schöp ⸗fung 3 r... —————— Z* 1.1 weit Ge⸗biet, Va⸗ter, hör' mein fle⸗hend Lied! per⸗ 2. Nicht um Güter dieser Erde, nicht damit ich reicher ine,. werde, auch um Weltlust komm ich nicht, Vater, vor noch dein Angesicht. 5. Schätze, die mich nicht verlassen, wenn ich sterbend werd erblassen, Tugenden, des Christen wert, sind es, die mein Herz begehrt. 541 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4. Geber aller guten Gaben! Festen Glauben möcht ich haben, den kein Sweifel, keine Nacht schwerer Leiden wankend macht. so 5. Unverfälschte, wahre Liebe, voller edler, reiner Triebe; Liebe, die dem Feind verzeiht und dem Freund das Leben weiht. 3 6. Hoffnung, die mit hohem haupte, wenn die Welh he ihr alles raubte, hinblickt, wo sie wonnevoll alles wieden finden soll. 7. Starken Mut im Kampf des Christen mit der Wel und ihren Lüsten, Sieg dem Geist, und wenn er sieg Demut, die im Staub sich schmiegt.. 8. Stärke, alle Lebensplagen mit Gelassenheit zu 34 tragen; stilles Harren, bis der Tod mich erlöst auf Gebot. 9. Seelenruhe, Mut im Sterben, wenn die Lippen sh entfärben, und der letzte Seufzer spricht: O mein Jesu⸗ laß mich nicht! 10. Herr, du wollst im Erdenleben mir nur diese Gün geben, bis dein Ruf einst meinen Geist zu dir, Vater, kommen heißt. Christian Friedrich Daniel Schubart, 1239—1791. üch Johann Karl Gerold, 1809. 1274 n I—.—— 2S/ 12 1..—ü4 34¹εEEEEE 1 2—2 2 2.. Aü n Je⸗ho⸗vah, Je⸗ho⸗vah, Jerho— ri vahl Dei⸗ nem Na⸗men sei Eh ⸗re, Macht und IE 0 Ruhm. A men, A⸗men! Bis—— der Cem ⸗pel 5. U IEESS die⸗ser Welt auf dein Wort in Staub zer fall, se 564 1. Lob, Dank und Bitte 54² Gottlieb Konrad Pfeffel, 1756— 1809. Eigne——— Friedrich Silcher, 1842. +27 N 0 0— 52 V +————.— +———. 34²2————e 1. So nimm denn mei- ne Hän⸗de und bis an mein se ⸗lig En⸗de und 2—— ———7— — EAISS—— 2—— D ss füh ⸗re mich Ich mag all⸗ein nicht ge⸗ e⸗ wig⸗lich! 191„— rr i,n,, ———— 1— .— hen, nicht ei⸗ nen Schritt; wo du wirst gehn ——.—.—.—— A e ein. · 2—3 11 — und ste⸗ hen, da nimm mich mit. „Ind 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und — mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz; laß ruhn —.— zu deinen Füßen dein armes Uind; es wird die Augen schließen und glauben blind. „pel 5. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Siele auch durch die Nacht. So nimm denn meine hände und führe mich bis an mein fällt, selig Ende und ewiglich! Julie Bausmann, 1826— 190J. 54⁵ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 0 Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Johann Anastasius Freylinghausen, 1704. 343.SSSI.I . Bringt Dank dem hHerr· scher, Oreis und Vom gan⸗zen erd⸗ge⸗schaff⸗ nen .SSSSPSPSISISISSISSI.II. Eh're! Froh⸗lockt im Stau⸗be, be⸗tet an! Hee⸗re darf nur der Mensch zu Gott sich nahn. — E 23— I.—.— +I +— Er—— 5, wo ih⸗ren heh⸗ ren Flü⸗ gel die An⸗dacht —.—..—.—. 2 7 4.—.—— eiht: im Tem⸗ pel, 95 9 Blu⸗men⸗ 56—.——.——..— hü⸗ gel, im Schat⸗ten stil ⸗ler Suden sem⸗ u. 2. Wie festlich prangt die Morgenröte, das stille Abend' rot wie schön, wenn wir im heiligen Gebete durch ihren Glanz zum Schöpfer sehn! Wie schimmert in der Nacht die Ferne, wenn schaudernd, doch voll Suversicht der Fromme mit dem Gott der Sterne als Kind mit seinem Vater spricht. 5. Nie leichter fühlt der Christ die Bürde, die ihn oft matt zur Erde zieht, nie mehr die Hoheit seiner Würde, als wenn er vor der Gottheit kniet. Da atmet schon der Staub⸗ verwandte das Leben, das im Himmel lebt, zu dem er aus dem Sinnenlande durch stille Grabesschauer schwebt. 4. Da schwindet jedes Glück der Erde vor seinem hellen Blick in nichts; da schwinden Hummer und Beschwerde, wie Schatten vor der Macht des Lichts. Drum laßt, mit reiner Seelenfülle, uns oft dem Weltgeräusch entfliehn und in dem Himmel unsrer Stille vor dem Erhahnen betend knien. Verfasser unbekannt. 366 —+— IX + 5—— ö .....5SAHGulS& Hellen erde, „mit liehn bnen innt. 1. Lob, Dank und Bitte 5⁴⁴4 Eigne 4—— 6½) 18. Jahrhundert. ——— Vor dir beugt die Er⸗de sich und ——.——————— E—— SSIDEDIEIIEERE E —. I 1.— wir prei⸗sen dei⸗ ne Stär⸗ke. rst be⸗wun⸗dert dei⸗ ne Wer ⸗ke. Wie du warf — 3— 5.—5 vor al⸗ler Seit, so bleibst du in E-wigkeit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Sera⸗ phinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in sel ger Ruh„Heilig, heilig, heiligl“ zu. 5. Heilig, Herr Gott Zebaoth, heilig, Herr der Krieges⸗ heere, starker Helfer in der Not, ahu Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm, alles ist dein Eigentum. 4. Der Apostel heilger Chor, der Propheten große Menge schickt zu deinem Thron empor neue Lob⸗ und Dankgesänge. Der Blutzeugen große Schar lobt und preist dich immerdar. 5. Auf dem ganzen Erdenkreis loben Große und auch Uleine dich, Gott Vater; dir zum Preis singt die heilige Gemeine; sie verehrt auf seinem Thron deinen einge⸗ bornen Sohn. 6. Sie verehrt den heilgen Geist, welcher uns mit solchen Lehren und mit Troste kräftig speist, der, o Hönig aller Ehren, der mit dir, Herr Jesu Christ, und dem Vater ewig ist. 7. Herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, Herr, dein Segen! Deine Güte zeige sich allen der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein, laß uns nicht ver⸗ loren sein! üÜbersetzung des Cedeum(vergl. Rr. 306), 1229. 54⁵ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 2. Kreuz⸗ und Crostlieder Eigne Weise. Französische Weise, 1540. 34⁵. 1. Was mein Gott will, ge⸗scheh all⸗zeit, sein zu hel ⸗fen dem er ist berreit, der DIDRRR— Serrenwe rerndee Will, der ist der be ⸗=ste; nae 0 Clan bet se ste. Er hilft aus Not, der — — ö 5. e Fnmr Euni IꝗSDSSSS— —— — from⸗ me Gott, und züch⸗ti⸗ get mit Ma·ßen. Wer Gott 1 +—. H1 II 2—— 2———0 DSEEE 2——*—— I— —— 1— 11W 1 + 22—.=— ver⸗traut fest auf ihn baut, den will er nicht ver⸗ las⸗sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Huversicht, mein Hoff⸗ nung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, er hat das haar auf meinem Haupt gezählet; er sorgt und wacht, nimmt uns in acht, auf daß uns gar nichts fehlet. 5. Drum will ich gern von dieser Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott; wenn's ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. Du frommer Gott! Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wollst mir's nicht versagen: wenn mich der böse Feind anficht, laß mich, Herr, nicht verzagenl Hilf mir und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen! Wer das be⸗ gehrt, dem wird's gewährt; drauf sprech ich fröhlich: men! Angeblich Markgraf Albrecht Alcibiadez von Brandenburg-Mulmbach, 1522— 1557. 368 24464344— IIIIIA...&X„„„„nNn„yESE EA C CJSJSÆQX GNNN.,MVMNN&Wͤ 8. 2. Hreuz⸗ und Crostlieder 546 Eigne Weise. ———— 310 IE 1. War⸗-um be⸗trübst du dich, mein ——— 1— 2 D.— ——— Herz, be⸗küm⸗merst dich und trä⸗gest Schmerz nur . +. 2—1 J 22 um das zeit⸗lich Gut d Ver-trau du dei⸗nem ——— 2 7—0—— H C.— +— —2——.—.——0 E — Herrn und Gott, der al le Ding er⸗schaf⸗fen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß gar wohl was dir gebricht, Himmel und Erd ist sein; er ist dein Vater und dein Gott, der dir beisteht in aller Not. 5. Weil du mein Gott und Vater bist, dein Uind du nimmermehr vergißt, du väterliches Herz. Ich bin nur Erd und weiß ohn dich auf Erden keinen Trost für mich. 4. Der Reiche trotzt auf zeitlich Sut, ich trau auf dich mit festem Mut, ob ich gleich werd veracht; ich weiß und glaube festiglich: wer dir vertraut, dem mangelt's nicht. 5. Du bist, o Gott, so reich noch heut, als du es warst von Ewigkeit, zu dir steht mein Vertrau'n; mach reich an meiner Seele mich, so g'nügt mir hier und ewiglich. 6. Der eitlen Ehr ich gern entbehr, das Ewige mir nur gewähr, das du erworben hast durch deinen herben, bittern Tod: das bitt ich dich, mein Herr und Gott. 2. Denn alles, was auf dieser Welt, es sei Gold, Silber oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Heit und hilft doch nichts zur Seligkeit. 8. Ich danke dir, Herr Jesu Christ, daß solches kund mir worden ist durch dein göttliches Wort; verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seelen Seligkeit. 569 2⁴4 ——— 54⁷ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht, daß du hast alles wohlgemacht; ich bitt demütig dich, du wollst von deinem Angesicht mich ewiglich verstoßen nicht. Nürnberg, um 1560. Eigne Weise. 347 IEI — en wir in 365 Ns⸗ ten sein und 1583. Wisen nicht, wo aus 118 ein, und fin⸗den we⸗der 5 — rEHAN ....‚ S SPISISISISISISISISISII Hilf noch Rat, ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: 2. So ist das unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not. 5. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich allen, die darum bitten dich im Namen des Herrn Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unser Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübs al und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns von ihr aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Sünden frei; . '. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber, 18111869. 5²0 11111— 2 S 388 3 2. SNS H Un hast Hollst 560. 2. Areuz⸗ und Crostlieder 348, 549 Weise: Was mein Sott will, gescheh allzeit. Französische Weise, 1540. 34——— 4 EUEET—.— 2 0—..— 22 1. Wer Sott vertraut, hat wohl ge⸗ ——— 4—— 1—— —————— baut im Him⸗mel und auf Er⸗ den; Dar Christ, dem muß der Him⸗mel wer den. —.......3 DDSS... um auf dich all Hoff-nung ich ganz fest und —— 1 —.—. ————————— treu will set⸗zen; Herr Je⸗ su Christ, mein ———————. ů SIIITT—.— S——————— Crost du bist in To⸗des⸗not und Schmer⸗zen. 2. Und wenn's gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Cod noch Teufel schaden. 5. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mir wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, hier und in jenem Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele; ach höͤre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. Joachim Magdeburg, 1525 bis nach 1585. V. 2 und 3 spätrer Susatz. s tiefer Not schrei ich zu dir.(4) 27 Straßburg, 1526. 22——— ů E 349 E . Herr, wie du willst, so schick's mit mir al⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier 32¹ JY 550 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle I I— E „*———— 4—.— im Le⸗ ben und im Ster⸗ben; laß mich, Herr, nicht ver⸗ der · benl Er»halt mich ——2— 4 ——.—*— — 2 L..—— 2— — +——‚— nur in dei⸗ ner Huld, sonst wie du willst; gib ö 9, ——.— .———.. mir Ge, duld, denn dein Will ist der be ste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dient zu meiner Selig⸗ keit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt ab⸗ scheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es ge scheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dit, o Herr; ein selig's End gib mir durch Jesum Christum Amen! Haspar Bienemann(Melissander), 1540—159J. — weise: Zeuch ein zu deinen Toren.(6) Zohann Crüger, 165 350.—.——7..— 1. Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn führt mich auf rech⸗ter Stra⸗ ßen, sonst +—— ——— I—.— .. er läßt nicht von mir, ne ging ich in der Irr. Er reicht mir sei E x 42———— EE— Hand; den A⸗bend wie den Mor ⸗gen will er mich ů 32² E to& r 114483 E/ R IHAUO ESCu 96& 2.2 2 2. Ureuz⸗ und Crostlieder 3550 FPFPIFIFIFIFIPIFPIPIPTPTPTFTFTFTITITT.. rr rrner enr, wohl ver⸗ sor ⸗gen, wo ich auch sei im Land. + +2. + 2. Wenn sich der Menschen Treue und Wohltat all verkehrt, so wird mir bald aufs neue sein Macht und Gnad bewährt; er hilft aus aller Not, befreit von Sünd und Schanden, von Hetten und von Banden, und wenn's auch wär der Tod. 5. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Seit, so kann mir gar nicht grauen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott, dem Herrn, ergeben; er mach's, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meint's gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, den eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seele nähret: lobt ihn im Himmelsthron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, die er uns beide schenkt; das ist ein' selge Stunde, darin man sein gedenkt. Sonst ist all unsre Seit verloren hier auf Er⸗ den; wir sollen selig werden und sein in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stolz und Oracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, zuvor so groß ge— acht; wir werden nach dem Tod tief in die Erd be⸗ graben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 2. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich's auch wohl verschulde, kommt doch die Ewig⸗ keit, die aller Freude voll, dieweil ich Christum kenne und mich von ihm nicht trenne, mein Erbteil werden soll. 8. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn gibt uns die Fülle der Wahrheit und der Gnad; und Gott der heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich des himmels führet; drum sei er hochgepreistl Ludwig Helmbold, 1552— 1598. 325 351, 552 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 255 Weise. 351 575—, nnrnt nie 1. Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau ich in PIPIII..., —.——..——— Angst und Not; er kann mich all⸗-zeit ret⸗ten aus E—.———— I——— + +— +— H . 2——— 7— 1—— *— 4.— Trüb⸗sal, Angst 1— Nö⸗ten, mein Un⸗glück kann ————————— SSSTTITTIITIIII er wen⸗den: es steht in sei- nen Hän⸗-den. 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben 5. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Ge⸗ winn, und Christus ist mein Leben; dem will ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bil für mich am Ureuz gestorben, hast mir das Heil erworben und bringst uns all zugleiche zum ewgen Himmelreiche 5. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Seiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen! Aus dem 17. Jahrhundert. Weise: Vater unser im Himmelreich. martin guther(0), 1550 H—— — 2—— 2—.—— 2— 2..— 2—.——— 1— geg⸗net mir zu die⸗ser Seit; der schmarle Weg ist 57⁴4 2. Ureuz⸗ und Trostlieder 552 —5 5*.—. 5 5 D.—— ———ę— 577 2———— 7 22—— .. 3661655... trüb⸗sal⸗voll, den ich zum Him⸗mel wan⸗ dn 2—— 4.— +—.*. 7 —— + 1— dern soll; wie schwer doch läßt sich Fleisch und ——— ů —— +— J 1— 2— Blut zwin⸗gen zu dem e⸗wi⸗gen Gut. 2. Wo soll ich mich denn wenden hind Su dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, der fest vertraut auf Jesum Christ. 5. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, so weißt du, Herr, daß ich's nicht acht. Wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was mich ewig erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und Hölld 4. Kein bessre Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr ZJesu Christ; ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Hirt, der mich ewig behüten wird. 5. Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, mein's Herzens Schatz und mein Reichtum: ich kann's doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann; wer Glaub und Lieb im Herzen hat, der wird's erfahren mit der Tat. 6. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding. Dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 7. Drum will ich, weil ich lebe noch, gern tragen deines Kreuzes Joch; mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum besten allezeit. Hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich den Lauf vollenden kann. Vermutlich: Martin Moller, 1547— 1606. 3575 — .t᷑LZc dbh J H 2 ———8—8———————— IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 55⁵ 5236170 Weise. Stözel, Iaa. 353 E EFEE 5 +, ——————— VI. In al⸗ len mei⸗ nen Ca⸗ten laß ich ———..——ᷣͤ—1 221 ISSSEETEE — 1——— 1 den Höch⸗ sten ra⸗— der al⸗ les 5555 und—— —.—.— 1 S...— er muß zu al⸗len Din⸗gen, soll's an⸗-ders wohl 2——.———— ꝗ23..D I ¹¹ 1 E + EI + 12:—3 2 1— H I II —— 1——3—— ge⸗lin⸗ gen, selbst ge⸗ben Rat und Cat. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mag's mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stell's in seine Gunst. 35. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat er⸗ sehen, und was mir selig ist; ich nehm es, wie er's giebetz was ihm von mir beliebet, das hab ich auch erkiest. g. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort; in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein Wort. 2. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen, an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, ich will ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen: dafür laß ich ihn sorgen, er weiß die rechte Seit. 5²6 2. Kreuz⸗ und Trostlieder 554 9. So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe weiß allen Sachen Rat. paul Flemming, 1609—1640. ———— Freu dich sehr, o meine Seele.(0) Claude Goudimel, 2—3 5—.— 85.—.8665 556352 ITII. + 1. Sei ge⸗ treu bis an das En⸗de, 3 von dei⸗ nem Je⸗ su wen⸗dez ————— ů 2———— 2 —————.—— —4+ IIIIN daß nicht Mar ⸗ter Angst und Not sei ihm treu bis in den Cod! Ach, das — DIII.—— 2 Lei den die ⸗ser Zeit ist nicht wert— Herr ————— n ar d.ee Aeenee,, ——— lich⸗keit, die dein Je⸗sus dir will ge⸗ben I———— N 14.— ů 55— I JI +—— + II E B— 2—— II 1e dort in je ⸗nem Freu⸗den ⸗le⸗ben. 2. Sei getreu in deinem Leiden 810 laß dich kein Un⸗ gemach von der Liebe Jesu scheiden, murre nicht mit Weh und Ach; denn du machest deine Schuld größer nur durch Ungeduld. Leichter trägt, wer willig träget, was sein Gott ihm auferleget. 35. Sei getreu in deinem Glauben! Laß dir dessen festen Grund ja nicht aus dem Herzen rauben; halte treulich deinen Bund, den dein Gott durchs Wasserbad fest mit dir geschlossen hat. Ach, du gingest ja verloren, wenn du treulos ihm geschworen. 4. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich ge⸗ liebt! An dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich 57² ——vvbcP(v ßpvpvß̃ę̃ẽ ꝶðcêRcͤbvpͤpͤppp⸗p 555 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle hart betrübt. Denke, wie dein Heiland tat, als er für die Feinde bat. Du mußt, soll dir Hott vergeben, auch verzeihn und liebreich leben. 5. Sei getreu in deinem Hoffen! Traue fest auf Gottes Wort; hat dich Ureuz und Not betroffen, und Gott hilft nicht allsofort: hoff auf ihn doch festiglich! Sein Herz bricht ihm gegen dich, seine Hilf ist schon vor⸗ handen, Hoffnung machet nie zu Schanden. 6. Nun wohlan, so will ich leiden, glauben, lieben, hoffen fest, will getreu sein bis zum Scheiden, weil mein Gott mich nicht verläßt. Herr, den meine Seele liebt, dem sie sich im Hreuz ergibt, sieh, ich fasse deine Hände: hilf mir, treu sein bis ans Ende! Nach Benjam in Prätorins, 1656- 1674. Weise: Wenn wir in 60—— 957—( 1588. 5 E 1. O du be⸗trüb⸗te See le mein, stell doch —.— 41— —. 1— 2 n—1 2 f 1231 ——— ein⸗ mal das Trau⸗ern ein/ schwing die Ge⸗dan⸗ken n———.e. ber sich: der wohnt im Him ⸗mel, ken⸗net dich. 2 iedende doch an Jesum Christ, der weiß aufs best, was nützlich ist und dienet deiner Seligkeit, die er durch seinen Tod bereit't. 3. So du ein rechter Christ willst sein, so mußt du, gleich dem Herren dein, das UHreuze tragen in der Still, dies ist des Herren ernster Will. 4. Willst du genießen seiner Freud, mußt du zuvor mit⸗ tragen Leid; die himmlisch Rosen bricht man nicht, eh uns ein Dorn des Ureuzes sticht. 5. So ist auch nur ein Augenblick, daß währet alles 528 2. Hreuz⸗ und Crostlieder. 550 Mißgeschick, wenn du bedenkst die Ewigkeit, darin be⸗ steht die Seligkeit. 6. Wohlan, so mag's nur immer gehn, wie mir es ist von Gott versehn; was er mir schickt, ist alles gut, ob gleich nicht alles sanft mir tut. 7. Ihm sei es gänzlich heimgestellt, er mach's nur, wie es ihm gefällt, und laß den schwachen Willen mein sein'm Willen ganz ergeben sein. Johann Michael Dilherr, 1604— 1669. Weise: Singen wir aus Herzensgrund. 1544. A6 E SPSPꝑqꝑPꝑPIꝑIꝑqꝑqꝑSISIꝑSISI‚I.‚I.... .———— à. Auf den—— bel folgt die Sonn, . g—— auf das Trau⸗ ern—— und Wonn, auf die ————.7 2 7 D..., schwe⸗re, bitt⸗ re Pein stellt sich Trost und Lab⸗ sal d— einz mei· ne 3988 le, die zu⸗vor sank bis zu den + Dn 7.— ͤ— H ö 2— ö 8 1. + H 1———4 Hoͤl·»len⸗tor, steigt nun abi⸗ zum Him⸗mels⸗chor. 2. Der, vor dem die Welt erschrickt, hat mir meinen Geist erquickt, seine hohe, starke Hand reißt mich aus der Höllen Band; alle seine Lieb und Güt überströmet mein Gemüt, daß es nun in Lieb erglüht. 5. Hab ich vormals Angst gefühlt, hat der Gram mein Herz zerwühlt, hat der Uummer mich beschwert, hat die Sünde mich betört: ei, so bin ich nunmehr frei, Heil und Rettung, Schutz und Creu steht mir wieder treulich bei. 55⁷ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4. Gott läßt keinen traurig stehn, noch mit Schimpf zurücke gehn, der sich ihm zu eigen schenkt und ihm in sein Herze senkt: wer auf Gott sein Hoffnung setzt, findet endlich und zuletzt, was ihm Leib und Seel ergötzt. 5. Rommt's nicht heute, wie man will, sei man nur ein wenig still; ist doch morgen auch ein Cag, da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Seit hält ihren Schritt: wann die kommt, kommt unsre Bitt und die Freude reichlich mit. 6. Als ich furchtsam und verzagt mich selbst und mein Herz geplagt, als ich manche liebe Nacht mich mit Wachen krank gemacht; als mir aller Mut entfiel, tratst du selbst, mein Gott, ins Spiel, gabst dem Unfall Maß und Siel. 7. Nun, solang ich in der Welt haben werde haus und Selt, soll mir dieser Wunderschein stets vor meinen Augen sein; ich will all mein Leben lang meinem Gott mit Lobgesang hierfür bringen Preis und Dank. 8. Allen Jammer, allen Schmerz, den des ewgen Vaters Herz mir schon jetzo zugezählt oder künftig auserwählt, will ich hier in diesem Lauf meines Le⸗ bens allzuhauf frisch und freudig nehmen auf. 9. Ich will gehn in Angst und Not, ich will gehn bis in den Tod, ich will gehn ins Grab hinein und doch allzeit fröhlich sein; wem der Stärkste bei will stehn, wen der Höchste will erhöhn, kann nicht ganz zu Grunde gehn. Paul Gerhardt, 1607- 1676. weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Les Zabner 1601. 357E S—.— — 79—0 4. Be⸗· fiehl du dei ne We ge, Iud der al⸗-ler⸗treu⸗sten Pfle ge des, E + m 1——. E.L + 5— II—— 2 —— 4. E—.——— was dein Her„ze kränkt, der den Him⸗mel lenkt: Ler Woeiten, Ritntz 38⁰0 .— ——.— wird auch We⸗ge fin⸗den, da dein Fuß ge⸗ hen kann. 2. Dem herren muß du trauen, wenn dir's soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. 5. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zu Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt's dir 581 35² IV. Gebetslieder für allerlei Fälle nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter ö Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Hindern er⸗ sprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Sweifel Gott nicht zurücke gehn: was er ihm vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Sweck und Siel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Hummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Seit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf! gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinaus geführet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Crost ver⸗ ziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und sollt'st du für und für in Angst und Nöten schweben, als frag er nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, daß du ihm treu ver⸗ bleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mindͤsten gläubst. Er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 1. Wohl dir, du Kind der Treue! Du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron. Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 582 SEIIIt.t..—— 2. Kreuz⸗ und Crostlieder 358 2. Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not! Stärk unsre Füß und hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, 160—1676. Weise: Seuch ein zu deinen Toren.(o) Johann Crüger, 1633. — 95⁰————.— 350 EEEEEE 1. Ge⸗ duld ist euch von⸗-nö⸗ ten, wenn und was euch mehr will tö⸗ten, euch ————.—— SISISISZ.‚............ Sor⸗-ge, Gram und Leid—— in das Her⸗ze schneid't. O aus: er · wähl ·te 3 I + EEEE— Schar! Soll euch der Tod nicht tö- ten, ist euch —————— I—I ä.. Ge duld von ⸗nö⸗ten, das ist ge⸗wiß⸗lich wahr. 2. Geduld ist Gottes Gabe und seines Geistes Gut, er schenkt sie uns zur Habe, sobald er in uns ruht. Der edle, werte Gast erlöst uns von dem Sagen und hilft uns treulich tragen die große Bürd und Last. 3. Geduld kommt aus dem Slauben und hängt an Gottes Wort: das läßt sie sich nicht rauben, das ist ihr Heil und Hort, das ist ihr hoher Wall; da hält sie sich verborgen, läßt Gott, den Vater, sorgen und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld ist wohl zufrieden mit Gottes weisem Rat, läßt sich nicht leicht ermüden durch Aufschub seiner Gnad, hält frisch und fröhlich aus, läßt sich getrost beschweren und denkt: wer will's ihm wehren d Ist er doch Herr im Haus! — ————— 385 559 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 5. Geduld dient Gott zu Ehren und läßt sich nimmer⸗ mehr von seiner Liebe kehren; und schlüg er noch so sehr, so ist sie doch bedacht, sein' heilge Hand zu loben, spricht: Gott, der hoch erhoben, hat alles wohl gemacht! 6. Geduld ist mein Verlangen und meines Herzens Lust, 4 nach der ich oft gegangen, das ist dir wohl bewußt, Herr ö voller Gnad und Huld! Ach, gib mir und gewähre mein Bitten, ich begehre nichts anders, als Geduld. 2. Geduld ist meine Bitte, die ich sehr oft und viel aus dieser Leibeshütte zu dir, Herr, schicken will. Hommt dann der letzte zug, so gib durch deine hände auch ein geduldig Ende, so hab ich alles g'nug! ö Panul Gerhardt, 1602167é. Eigne Weise. 1620. 350 i .— 1 5 + ö 1. Gib dich zu ⸗frie⸗-den und sei stil le In ihm ruht al⸗-ler Freu⸗den Fül⸗le, —2——— EIRE— EEDEEER EE 3—6 2.———.———..——.— in dem Got ⸗te dei ⸗nes Le⸗bens! 4. ohn ihn mühst du dich ver⸗ge⸗ bens. Er ist deie SESEEEEEEETTI .—————— Quell und dei⸗ ne Sonne, scheint täglich hell — 1—.— E + —D‚‚IIT‚————— 1 —— 32—.———. D I 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten treuen herzens. Wo er steht, tut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens. Ureuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja, auch den Cod hat er in händen. Gib dich zufrieden! 2. Ureuz⸗ und Crostlieder 359 5. Wie dir's und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen. Er sieht und kennet aus der höhe der betrübten Herzen Sorgen; er zählt den Lauf der heißen Cränen und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen CTreue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen und weiß die Seit, dir's zu benehmen. Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten dich umringen, wirst du doch nicht unterliegen. Benn, wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden! ꝰ. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du's halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat die Hand voll reicher Gaben, dran See und Land sich können laben. Gib dich zufrieden! ö 8. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel; wo ich such, ist nichts zum besten. Denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wann die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 9. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie den⸗ noch endlich kommen; macht dir das Harren angst und baͤnge, glaube mir, es ist dein Frommen. Was lang⸗ sam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 10. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner 385 28 560 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Feinde von dir dichten. Laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wird's hören und recht richten. Ist Gott dein Aieuseh, und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Miensch, groß machen? Gib dich zufrieden! 1. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden. Was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sich's enden. Gib dich zufrieden! 12. Es ist ein Ruhetag vorhanden, wo uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Cod her⸗ springen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden heimgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerhardt, 1602—er. Eigne Weise. Johann Crüger, 1656. 360 EE— ů ñ—‚‚ EH 4.— 5 0—— +— 1. Schwing dich auf zu dei⸗ nem Sott, I — du be⸗ trüb⸗te See lel Merkst du nicht des War⸗ um liegst du, Gott zum Spott, 2.— 1——— 2— 2— ..........I.I.I.III......... .——— 6—.——. Sa ⸗tans List d Er will durch sein Näm⸗pfen dei⸗nen 12.—.— 122 ASASDSSSSSSS IEEEEEEEEE —..—* 4..— f 1 S N Secen 2. Hreuz⸗ und Crostlieder 560 2. Hab ich was nicht recht getan, ist mir's leid von Herzen; dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; denn das ist das Lösegeld meiner Misse; taten, dadurch ist der ganzen Welt und auch mir geraten. 3. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Hrone, sein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der öllen. Was ist in dem Himmelszelt, was im tiefsten Meere, was ist Gutes in der Welt, das nicht mir gut wäre d Wem erglänzt das Sternenlicht? Wozu ist gegeben Luft und Wasser d Dient es nicht mir und meinem Leben d 5. Ich bin Gottes, Gott ist mein! Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Ureuz herein mit dem bittern Ceide, laß es dringen! Hommt es doch von geliebten Händen; schnell zerbricht des Ureuzes Joch, wenn es Gott will wenden. 6. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Sucht und Ruten; bin ich denn nun Gottes KHind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd will zum Guten ziehen d . Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen; wer hier zeitlich hat geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat vollkommne Lust dort in Christi Garten, dem sein Leiden ist bewußt, endlich zu erwarten. 8. Gottes Uinder säen zwar traͤurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen; denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. 9. Ei, so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts! Laß des Crostes Uerzen dich entzünden mehr und mehr; gib dem großen Na⸗ en deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen. Amen! Paul Gerhardt, 1602—Jeré. 58² 2⁵²⁷ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Eigne Weise. Johann Georg Ebeling, 1666. E ů 2 361 FEHR.—————. ————— 1. War⸗um sollt ich mich denn grä⸗mend 12— 2—* ————.— 1 + I— Hab ich doch Thri'stum noch; wer will mir den 5 1 * J + 1 1 —— +* 1 E—— 4 + 1— 7 ——— neh⸗men? Wer will mir den Him⸗mel rau ⸗ben, 2—*— 48—— —— 2 EE den mir schon Got tes Sohn bei · ge · legt im Glau· ben d GISI ‚m‚m 2. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, der's gegeben; will er's wieder zu sich kehren, nehm er's hin! Ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 5. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein ö Angst und Pein, sollt ich drum verzagen d Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Cagen oft ergötzt, sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 5. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen; wollt ihn auch der Cod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 6. Uann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schließt das Cor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 7. Was sind dieses Lebens üter? Eine Hand voller Sand, Mummer der Gemüter. Dort, dort sind die eblen ....... sTTHH◻ M EHnOSEN 2. Hreuz⸗ und Trostlieder 362 Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. 8. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 9. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd um⸗ fangen. Vanl Gerhardt, 1602— 1676. Weise: Erschienen ist der herrlich Tag. 35 Nikolaus Herman, 1560. ** 36² * . Was Gott ge⸗ fällt, mein from⸗mes E—.S........ Mind, nimm fröh⸗lich an; stürmt gleich der Wind / *.— DE— 5 E trost, denn dir ge⸗schicht, was Gott ge ⸗fällt. 2. Der beste Will ist Hottes Will, auf diesem ruht man sanft und still. Da gib dich allzeit frisch hinein, begehre nichts, als nur allein, was Gott gefällt. 5. Der klügste Sinn ist Gottes Sinn: was Menschen sinnen, fället hin, wird plötzlich kraftlos, müd und laß, tut oft, was hös, und selten das, was Gott gefällt. 4. Der frömmste Mut ist Hottes Mut, der niemand Arges gönnt und tut: er segnet, wenn uns schilt und flucht die böse Welt, die nimmer sucht, was Gott gefällt. 5. Das treuste Herz ist Gottes Herz, treibt alles Un⸗ 589 562 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle glück hinterwärts, beschirmt und schützet CTag und Nacht den, der stets hoch und herrlich acht't, was Gott gefällt. 6. Ach, könnt ich singen, wie ich wohl im Herzen wünsch und billig soll, so wollt ich öffnen meinen Mund und singen jetzo diese Stund, was Gott gefällt. 7. Ich wollt erzählen seinen Rat und übergroße Wundertat, das süße Heil, die ewge Kraft, die allent⸗ halben wirkt und schafft, was Hott gefällt. 8. Er ist der Herrscher in der Höh, auf ihm steht unser Wohl und Weh; er trägt die Welt in seiner hand; hin wieder trägt uns See und Land, was Gott gefällt. 9. Sein ist die Weisheit und Verstand, ihm ist bewußt und wohl bekannt, sowohl wer Böses denkt und übt, als auch wer Gutes tut und liebt, was Gott gefällt. 10. Sein Häuflein ist ihm lieb und wert; sobald es sich zur Sünde kehrt, so winkt er mit der Vaterrut und locket, bis man wieder tut, was Gott gefällt. 11. Ist dem also, so mag die Welt behalten, was ihr wohlgefällt. Du aber, mein Herz, halt genehm und nimm vorlieb mit Gott und dem, was Gott gefällt. 12. Caß andre sich mit stolzem Mut erfreuen über großes Gut, du aber nimm die Ureuzeslast und sei geduldig, wenn du hast, was Gott gefällt. 15. Lebst du in Sorg und großem Leid, hast lauter Gram und keine Freud, ei, sei zufrieden! CTrägst du doch in diesem sauren Lebensjoch, was Gott gefällt. 14. Mußt du viel leiden hier und dort, so halte fest an deinem Hort; denn alle Welt und Hreatur ist unter Gott, kann nichts, als nur, was Gott gefällt. 15. Wirst du veracht't von jedermann, höhnt dich dein Feind und klagt dich an, sei wohlgemut! Dein Jesus Christ erhöhet dich, weil in dir ist, was Gott gefällt. 16. Der Glaub ergreift des Hoͤchsten Huld, die Hoffnung bringt und schafft Geduld: schließ beide tief ins Herz hinein, so wird dein ewges Erbe sein, was Gott gefäll. 12. Dein Erb ist in des himmels Chron, hier ist dein 390 Lacht efällt. ünsch und große allent⸗ großes duldig, Gram sch in fest an t unter ich dein Jesus fällt. ffnung 5 Herz gefälll ist dein 2. Kreuz⸗ und Trostlieder 565 Zepter, Reich und Kron, hier wirst du schmecken, hören, sehn, hier wird ohn Ende dir geschehn, was Gott ge⸗ fällt. Paul Gerhardt, 1602—1676. ů Weise. —— 4 eis 1758. 363 nne nees, ‚,, I. vᷣE. — 1. Al ⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen ——— — +7 J 2 1— J 1 V + ———— 1 + 2 V 1 1 2 + * 1— 2. 1 1— + und an sei ⸗ner Gnad ge⸗le⸗ gen, ü⸗ber —.——*— ů— 2— 2— 3 + 1 + — 1 ö—3 al ⸗les Geld und Gut. Wer auf Gott die ee, ee e enne,. —*————5 2 4U— Hoff⸗nung set⸗zet, der be⸗ hält ganz un⸗ver⸗ dr.: t; —*—————— let⸗ zet ei nen frei⸗ en Hel⸗ den⸗mut. 2. Der mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein. Der mich wunder⸗ bar geführet und mich leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Un⸗ ruh machen und ganz unbeständig sind. Ich begehr, nach dem zu ringen, was allein kann Frieden bringen, den man in der Welt nicht find't. 3. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Snad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen 591 564 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle zu erfüllen, es hat alles seine Heit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht wider⸗ streben; ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. Ie. Zahrhundert. Eigne Weise.(2) Georg Neumark, 1652. E +—— ——— 5—.— 364 FH n— 2 2— E.30— Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ den wird er wun ⸗der⸗bar er⸗hal⸗ 1—— — 2— 7 0——.— 1 V—3 2. ——— 14—5— ten und hof=fet auf ihn al ⸗le ⸗ zeit, ten in al ⸗ler Not und Trau⸗-rig keit. 1 4 2 +2. I +** 1.— +—*— 7.. +2. E 1 +— +— + —.——— Wer Sott, dem Al ⸗ler⸗höch»sten, traut, I— 2 re 2 7— 1 + +—— I— 2 II —*— + 1 + I— der hat auf kei nen Sand ge⸗ baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach d Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Ureuz und Leid nur größer durch die Craurigkeit. 35. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat aus⸗ erwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wir's uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 592 SEHHNE S SSESHNEN 66614 43 ünnr 2. Hreuz⸗ und Trostlieder 565 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Siel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, und ist dem höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wunder⸗ mann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Su⸗ versicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 1621—1681. weise Jesu, meine Freude. Johann Crüger, 1656. LI 365 Px 1. Mei ⸗ne Seel ist stil⸗ le zu Gott, mein Herz ist ver⸗gnü⸗get mit dem, r. des⸗sen Wil le mir zu hel ⸗-fen steht; wie's Gott fü⸗ get, nimmt an, wie es geht. — 390— n de=,=n. es nur 92365——— mel 0 und bleibt Je⸗sus E—.—— — un⸗ge⸗schie⸗ den, 10 bin Wich zu srie den. 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten, und mag keinen leiden, der ihr redet ein; von der Welt, Ehr, Lust und Geld, wonach sind so viel beflissen, mag sie gar nichts wissen. 395 566 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 5. Nein, ach nein, nur Einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Jesus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es ö sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Zesu Brust; sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit Cust, fasset sich ganz männig⸗ lich durch Geduld und Glauben feste; am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Hindern pflegt das Ur euz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End; alsdann sich wend't das zuerst gekost'te Ceiden und gehn an die Freuden. Johann Raspar Schade, 1666—1698. ise. Eie 3 Melchior Vulpius, 1608. 366———. Sollt es gleich bis wei⸗len schei⸗ nen, als —— w, + ‚‚.E. ii i‚i‚i.— ——.— 1.— 2 er ⸗lie ße Gott die Sei⸗ nen, o so glaub und — IA E 7 er weiß ich dies: Gott hilft end· lich doch ge⸗wiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht auf⸗ gehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenn's nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, wonach ihre 4 2. Ureuz⸗ und Trostlieder 36⁷ Hinder streben, so hält Gott auch Maß und Siel; er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen, ich kann seine Macht verlachen; drückt mich schwer des Kreuzes Joch: Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Moögen mich die Menschen kränken, mag auf mein Verderben denken, wer mir ohne Ursach feind: Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden! Will sie mich nicht länger leiden, ei, so frag ich nichts darnach: Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; ist der himmel mein Gewinn, geb ich alles andre hin. 9. Herr, kann ich nur dich umfassen, will ich alles andre lassen; legt man mich dereinst ins Grab, g'nug, Herr, wenn ich dich nur hab. Christoph Cietze(Citins), 1641—1203. Weise: Alles ist an Gottes Segen. 8 307 Wun der⸗ an⸗fang, herr⸗lich's En⸗de, III — ů——.— 3— PPIPI.I.I.I————.— ö V— 3.——— wo die wun⸗der wei⸗ sen Hän⸗de Got tes 55————— — D——— 55957. L füh ren ein und aus! Wun⸗der⸗-weislich 2 4——.—— + SDSPSPSPSꝑPSP‚P‚IPSISISIPISISISIIIIIII............ ist sein Ra ten, wun⸗der ⸗reich sind sei ne 39⁵5 568 —.— 20 1— — + 2 I V V + 4 + +—**——. *——.—.—.— Taten, und du sprichst: wo will's hin⸗ aus d 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weislich hheißt geschehen ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 11111 Fans Anfang seltsam scheinet, ist das Ende gut gemeinet; ö Friede folget nach dem Streit. 5. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wasser⸗ güssen, und du spürst nicht seinen Fuß; so auch in dem ö Meer der Sorgen hält Sott seinen Pfad verborgen, ö daß man nach ihm suchen muß. 4. UHein Besinnen mag ersinnen, wo man Hilfe kann gewinnen, die Vernunft ist hier zu blind; nicht für das ö Verborgne taugen ihre halbgebrochnen Augen, weil sie allzu blöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er läßt, was er angefangen, so zum Ende stets gelangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum laß dir doch nimmer grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts. Er, für⸗ wahr, er wird es führen, daß du wirst am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. 2. Deinem Glaͤuben wirds nicht fehlen; du wirst noch der Welt erzählen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich's End! Heinrich Arnold Stockfleth, 1645—1708. S 2 Er R E E eKN Eigne Weise. 9 Nürnberg, 1690. 6 — 1 2 2 36— v E— O L I l. Was Gott tut, das ist wohl⸗-ge⸗ l n wie er fängt mei⸗ne Sa ⸗chen 2. Ureuz⸗ und Crostlieder 568 1— + — +. 0.— EEE .— ee, Ent; d tan, es bleibt ge recht sein Wil⸗le; Er an, will ich ihm hal ⸗ten stil ⸗le. E +2..—E..— + —————— +.— + 2.——.——— 7 4.—— 4+ — 1 2— 2 7 E—EH —— 1 +2—— —*+— 3 + I—— +7 H .—LII—— +—— +.— zu er⸗ hal⸗ ten, drum laß ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen an seiner huld und hab Ge⸗ duld: er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken; er, als ein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Sott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann. Ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid; es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; muß ich den Uelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken; weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen, da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Vot, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väter⸗ lich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649— 1708. 502 — DDSDSDSDSDDDeeeee 569 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Eigne Weise. 1231.. EFII ö—..— 2— + 30⁰— — 8——— 1. Gott le⸗bet nochl See⸗le, was ver⸗ ............... ů I 1 Gott ist gut, der aus Er⸗ zagst du doch? der mit Kraft und⸗ star⸗ken EI.—— III SEEEEEEEE——— 2*.—————.— bar⸗men al ⸗le Hilf auf Er⸗ den tut, Sott Ar⸗men ma⸗chet al⸗les wohl und gut. ——— I——.—0 V V J +2 I—.— 2 1 2 ——— SS kann bes⸗ser, als wir den⸗-ken, al ⸗le Not zum ern en.nnrdnn mi. IIDD be⸗sten len⸗ken. See⸗le, so be⸗ den⸗ ke — 4 2——.— —* 2 2— I— EI + 2 +— V II — 1— 2.— II doch: lebt doch un⸗-ser Herr⸗gott noch 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du dochd Sollt' der schlummern oder schlafen, der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat erschaffen, sollte dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Frommen Weh geschiehet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch! 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch) Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Crost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch! 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch Bist du schwer mit Ureuz beladen, nimm zu Gott nur och d „ hat ieser 5den lebt ochd und fern und doch ochꝰ nur 2. Kreuz⸗ und Trostlieder 370 deinen Lauf, Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft dem Schwachen gnädig auf. Gottes Gnade währet im⸗ mer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch! 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch d Wenn dich deine Sünden kränken, dein Verbrechen quält dich sehr: komm zu Gott, er wird versenken deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufriedenstellen. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch! 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch d Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen und im Leiden bei dir sein. Gott ist's, der es herzlich meinet, wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch! 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch d Mußt du schon geängstet wallen auf der harten Dornen⸗ bahn: es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. Gott wird nach dem Jammerleben Frie⸗ den, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch! Johann Friedrich Zihn, 1650—1219. ——— Erschienen ist der herrlich 360 Nikolaus Herman. 538—— 37⁰ w d dn. —1. Das wal Gott, der 6—— fen kann! .—. — 1— ——— 967—— ——— —5 Gott 6666 ich die Ar beit an, mit Gott —4 L + —4 1—— —..—.——————.—.— —————.——5 nur geht es gläck lich fort; Ram ist auch 399 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle ——.— 1 . —. dies mein er⸗stes Wort: das wal⸗te Gott! 2. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht giebet, da gebricht's; Gott gibt und tut mir alles GSuts; drum sprech ich nun auch gutes Muts: das walte Gott! 3. Will Sott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets? das walte Gott! 4. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mir's zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: das walte Gott! 5. Crifft mich ein Unglück: unverzagt! Ist doch mein Werk mit Sott gewaͤgt; er wird mir gnädig stehen bei; drum dies auch meine Losung sei: das walte Gott! 6. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat; er gibt und nimmt, macht's wie er E.— P +. +——— ——— — 12.— E. will; drum sprech ich auch fein in der Still: das walte Gott! 7. Nichts glücket ohne Gottes Gunst, nichts hilft Ver⸗ stand, Witz oder Kunst; mit Gott geht's fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: das walte Gott! Johann Betichius, 1650—1722. weise: Meinen Jesum laß ich nicht.(5) 24. v +— Po + V 37⁰¹ SS 3 2+⁴.— Di‚i— ö 5 3— 1. Mei⸗ne See⸗le sen ⸗ket sich hin in und er⸗war⸗ tet ru⸗hig⸗lich sei ⸗ ner ——.—— EI— ů— ee i nvrr d. H— SENH. 0 Got ⸗tes Herz und Hän⸗de We⸗ge Siel und de, liegt fein stil ⸗le, t eeen.ee3s————— 2—— 14333 2. Ureuz⸗ und——1 572 I WWII ..... arm und bloß in des ebeßen. Ks Schoß 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zu⸗ frieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 5. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frie⸗ den nur kann kränken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu: meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden. Wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Nöten, hangt an Gottes Angesicht auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird der Freudengeist verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die Sunge bleibt gebunden: also hab ich allen Spott, alle Marter über⸗ wunden, bin gleich wie ein stilles Meer, voll von Gottes Dreis und Ehr. Johann Joseph Winckler, 4620—1222. t Was Gott tut, das ist wohlgetan. Abenberg, 409 e. 3⁰⁴⁵————————————— 1. Ein Christ kann oh- ne Ureuz nicht wenn Gott ver-sucht mit Ureuz und 4.— 20. — 2 7 +7—— ———— —— sein: drum laß dich's nicht be⸗trü⸗ben, Ze Pein die Uin⸗ der, die ihn lie⸗ ben. 401 26 I II II I IV. Gebetslieder für allerlei Fälle —. +————.—.— Ee 2— 2—3— 2 2 5 7—— *.— 1— 1 I lie ber UHind, je ern⸗ster sind des from⸗men ö— ů— S=—. —. 1— 1—— L— Va⸗ters Schlä⸗ge: schau, das sind Got⸗tes We⸗ge. 2. Ein Christ kann ohne Ureuz nicht sein: Gott will's nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Oein sind deines Vaters Gaben. Soll's denn so sein, so gib dich drein; es kommt von Liebeshänden: Sott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Ureuz nicht sein: das KUreuz lehrt fleißig beten, zieht ab von eitlem Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirf's nicht hin mit sprödem Sinn, wenn's nun zu dir gekommen: es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Ureuz nicht sein: das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit' die Ewig⸗ keit und der Posaunen Schallen uns würde überfallen. 5. Ein Christ kann ohne Ureuz nicht sein: es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, und Gott besteht. Bedenk's und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Ureuz nicht sein: was Gott schickt, will ich tragen. Schickt's doch der liebe Vater mein, sind's doch nur kurze Plagen und wohlgemeint! Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freuden: ich will mit Christo leiden. David Nerreter, 1649—1226. weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir.(a) Straßburg, 1526. 373. e.——— EEeeE 71. Wie Sott mich führt, so will ich gehn, ge⸗schieht, was er mir aus ⸗er⸗sehn, ö 402² 11111 17988 SH⏑Eoeeern en 6— O nS ITIT —— 3— — 7 2 u ohn al⸗les Ei⸗gen⸗wäh⸗len; wird es an kei nem feh⸗len. Wie er mich 15— 2*..— 4—4 — 1 4 1 I 4 2————4.— 2— —.— 2 * 2—** führt, so geh ich mit und fol ⸗ge wil ⸗lig l + 2— 1 + 4— 2 J—.——.— 2 + 4+ 2———— +—98———.———+ 1 22————.. Schritt vor Schritt im kind⸗li⸗ chen Ver⸗ trau ⸗en. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinen Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Seit und auch in Ewigkeit stets seinen Rat zu ehren. 5. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie er's will kehrn und wenden, sei ihm allein ganz heim⸗ gestellt; er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen; scheint's der Vernunft gleich wunderlich: sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. ö 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben Hoffen, Leiden; steht er mit seiner Kraft mir bei, was will von ihm mich scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest; was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zun Besten dienen. ö 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Nacht und Schrecken. Hann ich's auch anfangs nich. verstehn, einst wird er mir's entdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat: dies sei mein Glaubensanker. campertus Gedicke, 16853—136. 405 2⁰²⁷ 3²74 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Weise 65 Gott tut, das ist wohlgetan. Nürnberg, 1690. +.— + f*—5—.— e— 9———. EUN——.—6 2 2—— 1 ———1 126 — ——. ——— ———————— + — als wär kein Gott zu fin⸗den d die ich hier muß emp⸗fin⸗den. —— 2...—.— e 2— + Er kennt I + mein Herz und mei⸗ nen Schmerz, drum darf ich 2.——+ +—— +— ——— — L III +— 6— nicht ver ⸗za⸗ gen, soll ihm nur al-les kla⸗gen. 2. Gott hört, wenn niemand hören will; wie sollte mir denn bangen, als könnt an der Erhörung Siel mein Seufzen nicht gelangen? Ruf ich empor, so höͤrt sein n sein Amen schallet wieder und sendet Hilf her⸗ nieder. 5. Gott sieht! Wie klaget denn mein Herz, als säh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz offenbar erscheinen. Sur Erde fällt nicht ungezählt die kleinste meiner Zähren, er wird mir Trost gewähren. 4. Gott führt! Drum geh ich ruhig fort auf allen mei⸗ nen Wegen. Mag mir die Welt bald hier, bald dort arglistig Schlingen legen, so wird er zwar mich wunder— bar, doch selig immer leiten, daß nie mein Fuß kann gleiten. 5. Sott gibt! Und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben. Was hilft mir denn mein steter Harm, als müßt ich hungers sterben? Er hat ja Brot: und wenn in Not ich müßt durch Wüsten reisen, er würde doch mich speisen. — 1 7 ——— — — 3—— e 2. UHreuz⸗ und Crostlieder 37⁵ 6. Gott lebt, ich merk es überall; Gott hört, ihm darf ich klagen; Gott sieht, er kennt der Tränen Zahl; Gott führt, ich darf nicht zagen. Drum nicht betrübt! Gott gibt und liebt, wird mir die Gnade geben, auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck, 1622—1732. 55——— 37⁵ 1. Es ist ge⸗wiß ein köst⸗ lich Ding, und Got⸗tes heil'⸗gem Rat und Wink .................. ................————— ich in Ge⸗duld stets fas⸗ sen ö sch völ⸗lig ü⸗ bes 100 ö 1 so n bei — 4*—————. EiEEEEEEE trü⸗ber Not und Pein als bei ver⸗gnüg⸗tem — 1————— i, Son⸗nen⸗schein; Ge⸗duld er⸗hält das Le⸗ben. 2. Drum auf, mein Herz, verzage nicht, wenn dich ein Leiden drücket; flieh nur getrost zum ewgen Licht, das kräftiglich erquicket! Hüß in Geduld des Vaters Rut, der dir so viel zu gute tut; Geduld bringt Mut und Kräfte. 5. Nur frisch im Glauben fortgekämpft, bis sich der Sturmwind leget! Im Ureuze wird die Lust gedämpft, die sich im Fleisch noch reget; dem Geist wird neue Kraft geschenkt, daß er sich still in Gott versenkt; Geduld er⸗ hält viel Gnade. 4. Es wird auch keiner dort gekrönt, der hier nicht recht gestritten, der nicht, wenn ihn die Welt verhöhnt, die Schmach des Herrn gelitten; wer aber Christi Joch 405 576 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle hier trägt, dem wird sein Schmuck dort angelegt; Ge⸗ duld erlangt die Krone. 5. Gott hilft dir auch bei aller Not, dem kannst du sicher trauen; er übergibt dich nicht dem Cod, du sollst das Leben schauen; er steht dir bei, er tröstet dich, be⸗ weiset sich recht väterlich; Geduld ist voller Segen. 6. Erwarte nur der rechten Seit, so wirst du wohl empfinden, wie er in süßer Freundlichkeit sich mit dir wird verbinden. Es wird nach ausgestandner Pein dein Labsal unaufhörlich sein; Geduld wird nicht zu schanden. Jakob Gabriel Wolf, 1684—1754. Weise; Aus tiefer Not schrei ich zu dir.(4) 9— Straßburg, 1525. FEH————— 3⁰e.. E————..— 1. Mach's, lie ber Gott, wie dir's ge⸗fällt die Hoff⸗nung ist auf dich ge⸗stellt, IL—— —— SSSSPS.I....I......... I— II—— 2.— 1— II in al⸗ len mei ⸗nen Sa ⸗ chen; du wirst's am be ⸗sten maꝛchen. Ich sch ——— 4.—. — 5 + f V—5h5 — L. 2 + + 23—3— n—— 7 2— J— auf dei ne rech⸗te Hand, da⸗bei ist mir der — —— E.— 1.—. 2.—.— ee — Crost be⸗kannt, daß sie kann al les än⸗ dern. 2. Will's vor der Welt unmöglich stehn, deswegen unverzaget! Was Gott will, das muß doch geschehn, wohl dem, der's auf ihn waget. Der Höchste kann im Augenblick durch seine hand mein Mißgeschick in Glüch und Heil verwandeln. ö 5. Swar fällt mir oft ein Sweifel vor, der dies u das will sprechen; doch du wirst das zerstoßne I754. 2. Ureuz⸗ und Crostlieder 57² nicht vollends gar zerbrechen; das Docht des Glaubens, das nur glimmt und bloß von dir noch Kräfte nimmt, wirst du nicht gar verlöschen. 4. Gib nur Geduld und stärke mich, wenn ich in Schwach⸗ heit leide; ich halte mich allein an dich, und dies ist meine reude. Die Welt sei Welt und bleibe Welt, du bist der chatz, der mir gefällt, da ist mein ganzes Herze. 5. Wenn du mich schlägst, so dank ich dir und will die Rute küssen; denn in dem Ureuze läßt du mir dein Vaterherze wissen, das wallt vor Liebe gegen mich. Du sprichst:„Mein Uind, ich werde dich nicht lassen noch versäumen!“ 6. Das tröstet meinen blöden Mut, daß ich mich wenig kränke; du machst doch endlich alles gut und besser als ich denke. Wer weiß, wie nah die Freudenzeit, da mir mein Herzenswunsch gedeiht, und ich im Segen lebe! 2. Drum weiche Sorg und Traurigkeit! Ich bin in Gott zufrieden; Gott hat mir schon zu rechter Heit mein Teil und Heil beschieden. Ist mir's zur Seit noch unbe⸗ kannt, so kann des Höchsten rechte hand doch alles fröhlich ändern. Erdmann Reumeister, 1671—1756. Weise: Was Gott tut, 605 wohlgetan. Nürnberg, 1008. I +—— 1 — 77————— 2—— + 2 370 EHU—— 2.——.— 2 UH 4.—— * Auf Gott und nicht auf mei⸗ nen Rat und dem, der mich er⸗schaf⸗fen 9— 2—.— . SD...‚... will ich mein Glük ⸗ke bau ⸗en mit gan⸗zer See ⸗le trau ⸗en. Er, der die + 1..—.— 4 —PP——————— ——— Welt all⸗mäch⸗tig hält, wird mich in mei ⸗nen 40² IV. Gebetslieder für allerlei Fälle — 7—— L En* S—— =“I.— 2 B Hrmnn —S—..—— +—.——4 IEIDIII..—T.— 0 ö ö Ca⸗ gen als Gott und Va⸗ter tra⸗-gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herzd Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre d 5. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ich's bat, gewährt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille, der geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Cod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundͤheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Seitd Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilftl uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten! Der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert, 1215—Iec. Weise: Nun ruhen alle Wälder. Heinrich Isaak, 1ed. S E 37 1 2——* 1. Ich hab in gu ⸗-ten Stun⸗den des ——. III n rr ö ö— Le⸗bens Glück emp⸗ fun⸗den und Freu⸗den 408 2. Hreuz⸗ und Trostlieder 379 N + +— — + 0——. A.—..— 2——.— 1 2— + 17W0 oh ⸗ne Sahl. So will ich denn ge las⸗ — —— 2— D—— xPͤpPPPPP sen mich auch in Lei⸗den fas⸗sen; welch — I 2— DIS Le⸗ben hat nicht sei ⸗ne Qual d 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du ge⸗ linder, als es der Mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient d 5. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Zetzt hat mein Geist noch Uräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Crost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Cod? Auch auf des Codes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken; der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Nach voriger Weise.— 379 Was ist's, daß ich mich quäle? Harr seiner, meine Seele, harr und sei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nützet; Gott weiß es und Gott schützet all⸗ mächtig den, der nach ihm fragt. 409 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hilfe nah. 5. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht ver⸗ borgen, der alles sieht und hält; und was er mir be⸗ chieden, das dient zu meinem Frieden, wär's auch die größte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier im Segen, den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geiss, besteht. 5. Was dieses Glück vermehret, sei mir von dir ge⸗ verletzet, wenn's alle Welt auch schätzet, sei, Herr mein Gott, mir ewig fern. 6. Sind auch der Urankheit Plagen, ist Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott: so harr ich und bin stille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh, o Gott! 7. Du bist der Müden Stärke und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn du mich willst bewahren d Und du, mein Gott, be⸗ wahrest mich. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—176h. Weise: Alles ist an Gottes Segen. Fort⸗ge⸗kämpft und sert⸗ ge⸗run⸗gen, ö 1 4 4 — — —— — 2 57— 7 2——— + 2 bis zum m Lich⸗ te durch ge⸗ drun⸗ gen muß es, — eh ich die Welt noch sah. Eh ich mich selbst noch kannte ů währet! Gott, du gewährst es gern. Was dieses Glüch — ban ⸗ ge See»le, sein! Durch die tief ⸗ 3— .. ———. +————.—————————— 2. Areuz⸗ und Crostlieder 2 4 2———— 4 E 2 7 660⸗—— —.————— I 1—. ———.—— J 2 — + 2— 2 2 ö glei ⸗ten; Mut spricht er den Schwa⸗chen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen, scheinst du gleich von ihm verlassen, glaube nur und zweifle nicht! Bete, kämpfe ohne Wanken! Bald wirst du voll Freud ihm danken, bald umgibt dich Hraft und Licht. 5. Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft herausgezogen seiner Allmacht treue Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; wo ist einer seiner Unechte, der bei ihm nicht Rettung fand d 4. Schließ dich ein in deine Kammer, geh und schütte deinen Jammer aus in Gottes Vaterherz! Hannst du gleich ihn nicht empfinden, Worte nicht, nicht Tränen finden, klag ihm schweigend deinen Schmerz. 5. Uräftig ist dein tiefes Schweigen, Gott wird sich als Vater zeigen; glaube nur, daß er dich hört. Glaub, daß Jesus dich vertreten, glaube, daß, was er gebeten, Gott, sein Vater, ihm gewährt. 6. Drum, so will ich nicht verzagen, mich vor Gottes Antlitz wagen, flehen, ringen fort und fort. Ja, ich werde überwinden; wer ihn sucht, der wird ihn finden, wird ihn haben hier und dort. Johann Kaspar LCavater, 4241—1801. Dun kel⸗ hei ten kann dich Je⸗sus hin⸗⸗be⸗ —.— +—— Nach voriger Weise. 38 Endlich bricht der heiße Ciegel, und der Glaub empfängt sein Siegel, gleich dem Gold, im Feu'r bewährt; zu des Himmels höchsten Freuden werden nur durch tiefe Leiden Gottes Lieblinge verklärt! 2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die 41¹ 58²2 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Geister sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künft'gen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 5. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Ge⸗ horsam wieder, macht sie Christo untertan, daß er die gebrochnen Hräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zer⸗ rinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engel— wache, die im innersten Hemache des Gemütes Ordnung hält. 5. Leiden macht im Glauben gründlich, macht gebeugt, barmherzig, kindlich; Leiden, wer ist deiner wertd hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. 6. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu Jesu Herzen immer liebender hinan, und um eins nur fleht es sehnlich: mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! 2. Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede hülle, und der Vorhaͤng reißt entzwei. Wer er⸗ misset denn hienieden, welch ein Meer voll Gottesfrieden droben ihm beschieden sei d 8. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine ö Schar der Engel trägt. Nach Karl Friedrich Hartmann, 12435 181lö. Weise: Freu dich sehr, o meine Seele.(0) Claude Goudimel, 1554, —.—.— 2— D. 4. Wenn der Herr einst die Ge⸗fang⸗nen o, dann schwin⸗den die ver⸗gang⸗nen 41¹² 3—————— nung eugt, Hier ürde, Herz eins nlich, durch er er⸗ ieden uns nach eine 1845, 2. Hreuz⸗ und Crostlieder 383 . . ö— — S......I.. ih rer Ban⸗de le⸗dig macht, Lei ⸗den wie ein Traum der Nacht. Dann wird IR Seee ——.— un ⸗ser herz sich freun, un⸗ser Mund voll ——— S.SISIS.SS...‚.......———————— La⸗chens sein. Jauch-zend wer ⸗den wir er⸗ SSSSSS ä.——————— he⸗ben den, der Frei⸗-heit uns ge⸗ 9e ben. 2. Herr, erhebe deine Rechte, richt auf uns den Vater⸗ blick; führe die verstoßnen Unechte in das Vaterhaus zurück! Ach, der Pfad ist steil und weit; kürze unsre Drüfungszeit! Führ uns, wenn wir treu gestritten, in des Friedens stille Hütten! 5. Ernten werden wir mit Freuden, was wir weinend ausgesät; jenseits reift die Frucht der Leiden, und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron, er, er selbst ist unser Lohn. Die ihm lebten, die ihm starben, bringen jauchzend ihre Garben. Samuel Gottlieb Bürde, 1253—183J. Weise: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Johann Anastasius Freylinghausen, 170g. 2 3 E——.—— 2— ———— 3³.. 1. Ge⸗kreu⸗zig ⸗ter, zu dei⸗ nen Fü⸗ßen mein Herz, wenn es von Gram zer⸗ ris⸗fen; 2— 2——— + v x 2 + ⁰7 —9— 18——2——— 4 — hebt aus dem Stau⸗be sich em⸗ r. dein es sucht dein Herz, dein Aug und Ghr: 415 .———— I. 1 1 1 L—— 24 + + 123 — SSSSSSSSESEEEEE 2—.——— Herz, die Ru⸗he⸗ statt der Ar⸗men, die nie⸗mand 1 I 1 4 1—— 7 J— +. 1 1 L 2 + IE —* sonst er⸗quik⸗ken kann, dein Herz, das zärt ⸗lich, 2— D„—— e —— 2— C —* + 1 —— 7 + — voll Er⸗bar⸗men, den Lei⸗den⸗den ist auf⸗ge⸗tan. **. I 2. Du, unser heilger Blutsverwandter, der einst so heiß für uns geweint, o du mit jeder Not bekannter, erfahrner Arzt und Seelenfreund, eröffne du dein Herz dem Matten als eine stille Felsenkluft, wo Kühlungen ihn sanft umschatten, wenn oft ein Schmerz dem andern ruft. ö 3. Dein Aug mit jenem Blick voll Gnade, das du dem DPetrus zugewandt, daß er, verirrt auf dunklem Pfade, ö dich guten Hirten wiederfand, dein Aug begegne meinem Sehnen, das aufwärts seine Seufzer schickt: denn mil⸗ der fließen meine Cränen, wenn du mich, Zesu, an⸗ geblickt. ö 4. Du sahest segnend auf die Deinen, Herr, einst vom blutgen Ureuz herab: so sieh auch mich an und die Meinen in jeder Stunde bis zum Grab. Wie wird uns sein, befreit vom Staube, der oft den Geist mit Angst beschwert, wenn endlich Hoffnung, Lieb und Glaube die kühnsten Bitten sieht erhört d 5. O du mein freundlichster Regierer, seitdem ich wall im Pilgerland, sei ferner noch mein treuer Führer bis zu dem schönen Heimatland! Halt mir dein Ohr für alles offen, was ich dir klag im Kämmerlein, und laß , DEeeeee mich stets voll Demut hoffen, daß es soll Ja und Amen sein. 2. Hreuz⸗ und Crostlieder 384 Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Les Hahler, 101 JZ.V—e 1— 38⁴4 —.———+—. x— *— 0 1. Hier lieg ich, Herr, im Stau⸗be vor Wo ist mein fro⸗her Glau⸗be, wo 655. ö ö — 4.—— *2— +—9* 2—— — . x dei⸗ nem An ⸗ge⸗sicht. mei ne ↄu · ver · sicht d Wo sind die hel ⸗len P 1 + ²—.——————— EEEE Stun⸗den, da ich im Licht dich sah d Ach, al⸗les — 2———. DSDiiiii— ist ver⸗schwun⸗den, und nur mein Schmerz ist da. 2. Sieh, Vater, voll Erbarmen, voll Gnad und voll Geduld hernieder auf mich Armen, vergib mir meine Schuld; hilf, daß ich nie versinke, reich mir die starke Hand: mit einem deiner Winke ist alles abgewandt. 5. herr, du hast nur Gedanken des Friedens über mich; dein Rat wird nimmer wanken, bau ich nur fest auf dich. Die deine Hinder heißen, die sind dir wohlbekannt, nichts kann sie dir entreißen aus deiner Vaterhand. 4. Laß Berg und Hügel weichen, der Friedensbund steht fest: der wird das Siel erreichen, der still sich führen läßt, der, wie die Bahn sich lenket, die er hier wandeln soll, bei jeder Schickung denket: der Herr macht alles wohl. 5. Drum Kal dich, o Seele, und traure nicht so sehr; wie viel zum Crost dir fehle, bald klagest du nicht mehr. Er kommt, er kommt, der Retter, er kommt und zögert nicht, auch durch das trübste Wetter dringt seiner Sonne Licht. Johann Friedrich gudwig Drewes, 1262—1834. 41¹⁵ 385, 580 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle ee Auferstehn, ja auferstehn wirst du. ů 0 N I — EEAEE j— ů— EHE 2—— 2— 5 + 13 . V Ja für⸗wahr, uns führt mit sanf⸗ter 1 +* 1 4 —— 2 5————— — f5—————— 4.—— 2 Hand ein Hirt durchs Pil⸗ ger⸗land der dunk⸗len Er⸗ —— 2— ö.—...2 2 ö ———————.— de, uns, sei⸗ne klei⸗ne Her⸗de. Hal⸗le⸗lu⸗ja! 2. Wenn im Dunkel auch sein Häuflein irrt, er wacht, der treue Hirt, und läßt den Seinen ein freundlich Stern⸗ lein scheinen. Halleluja! — — — — 35. Sicher leitet aus des Todes Graun er uns zu grä nen Au'n, zu frischen Zuellen, zu ewgen Lebenswellen. Halleluja! 4. Freundlich blickt sein Aug auf uns herab; sein sanf— ter Hirtenstab bringt Trost und Friede, er wachet sich nicht müde. Halleluja! 5. Ja fürwahr, er ist getreu und gut; auch unser Schicksal ruht in seinen Armen, sein Name ist Er⸗ barmen. Halleluja! Friedrich Adolf Arummacher, Ie6?— 1845. 54.666 tiefer Not schrei ich zu dir.(4) 2. N Straßburg, 1525. I 96EE . O Herr, mein Gott, ver-laß mich nicht senk ei ⸗nen Strahl von dei⸗ nem Licht — 1 Z. in mei⸗ nem gro ⸗ßen Jam-mer; M⸗ in mei ⸗ ne Crüb ⸗sals⸗kam⸗mer! 3 3077—+— E her 3 ger, ich su⸗che dich! Von o ⸗ben her er⸗ 2. Ureuz und Crostlieder 58⁷7 500.———— quik»ke mich, gib mei ⸗ner See le Frie ⸗den! er — 2. Du hast mir einen Sturm erweckt, mir zittern die —— Gebeine: mit Urankheit hast du mich erschreckt, ich — seufze, Herr, und weine. Doch hast du deine Gnadenhand in dieser Not nicht abgewandt von deinem schwachen — Hinde. 5. Ich weiß es wohl, du liebst mich noch, hast du mich al gleich zerschlagen; drum will ich auch das Trübsalsjoch, acht, das du mir auflegst, tragen. In allem, Herr, gescheh dein tern⸗ Will; ich halte dir in Demut still und beuge meine Uniee. grü⸗ 4. Verspottet mich in meinem Leid der Feind und Ilen. Widersacher, so grüͤnd ich meine Freudigkeit auf meinen Seligmacher und tröste mich in meiner Not mit seinem sanf⸗ blutgen Kreuzes tod, den er für mich gelitten. t sich 5. Wer kann mir denn nun Schaden tun, solang ich Christum habed In seiner Gnade will ich ruhn, bis mnser man mich trägt zu Grabe. hier ist der Herr und macht Er⸗ gerecht durch sein Verdienst den armen Unecht: wer G605 will mich denn verdammen d 6. Das Ureuz währt eine kleine Seit, darnach muß es 825 vergehen. Doch Gottes Lieb und HFreundlichkeit wird — ewiglich bestehen. Mein Glaube stehet felsenfest: der — Herr, der treue Gott, verläßt den nicht, der auf ihn trauet. icht Christian August Bähr, 1795—1846. 2—— — 2——— 2 n +—* 2.—— +— L auf⸗wärts blik⸗ken, wenn hie ⸗nie⸗den mich die 41² 22 3587 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle — 1— + 1 I— + 2 + I 1——— L—8 Dun ⸗kel⸗ heit be⸗fällt; im⸗ mer ru⸗ hig E— ö— EE 1+.——— 2.— und ge⸗las⸗sen ihn, den Herrn, ins Au ⸗ge —..——.—. 2——— D.— ——.——— fas⸗sen; wär doch so mein Herz ge⸗ stellt! 2. Wäre doch mein innres Leben ganz und gar dem Herrn ergeben, säh ich nur auf ihn allein; o, dann könnte selbst der Schrecken keine Unruh mir erwecken, mir kein Sorgenanlaß sein! 3. Möcht ich mich in Gott versenken, fest im Glauben es bedenken, daß er alles weiß und tut, daß der höchste Weltregierer auch mein treuer Lebensführer und mein Gott ist, groß und gut! 4. Mocht ich niemals doch vergessen, wenn mich Leid und Sorgen pressen, daß ein Vaterauge wacht! Selbst die Haare auf dem Haupte zählet er. O, daß ich's glaubte: auch aufs Uleinste gibt er acht. 5. Warum sollt ich mich denn ängsten d Sind nicht auch die allerbängsten Nächte von ihm vorgesehn? Vorm Beginn kennt er das Ende, und es führen seine Hände alles, wie es soll geschehn. 6. Wie er will, so muß es gehen. Uönnt ich ihm denn widerstehen, ich, der doch so schwach und klein d Seinem Willen mich zu fügen sollt mein seligstes Vergnügen, meine liebste Pflicht mir sein! 2. Herr, mach meine Seele stille! O Allweiser, wenn mein Wille nur in deinem Willen ruht, ja, dam strahlt, trotz Leid und Schmerzen, Fried und Freude mit im Herzen; dann ist alles, alles gut! Heter Friedrich Engstfeld, 1293—18ʃ8. 418 SOD HGWannn— 1441 6655* OEE ,= G denn einem lügen, wenn dann he mir 18s. 2. UHreuz⸗ und Trostlieder 588 ise: das Los von meinen Tagen. ——— du Cag Rethenbure, 15.. 380 ²——Z 2— 1. Das ist mein Trost in al⸗len Lei⸗den, — L + L. — ö——— + 2— 1.. 2—— L daß nichts mich kann von Je⸗su schei⸗den, von „—————— V—— 2—— I 3„ +—. n:nmeritrari,—— 4e sei ner Lie⸗be kei ⸗ne Macht, und daß der ——25 5 2 mn 20—— 7 PPIPIPIPIPIPIIPIIPIPITITITIT.TITITITITT.T.T.T.TTR 2———.—— größ⸗te al⸗ler Schmer⸗zen hat nicht Ge⸗walt in e, 0 △ ei⸗ nem Her⸗zen, wor⸗in die Lie⸗be Je⸗su wacht. 2. Wenn er mir bleibt, was kann mir fehlend Wenn er mich labt, was kann mich quälen d Wie hat er alles wohl bestellt! Wenn ich nur seinen Namen nenne, dann — s als ob das Herz mir brenne, im Lichte steht die ganze elt. 5. Wenn meine Pflichten oft mich drücken, so darf ich Liebesrosen pflücken aus seinem bittren Hreuzestod. Wie kommt mir wunderbare Stärke, wie sind dann leicht die schweren Werke, dieweil mein Jesus sie gebot. 4. Mein Leid muß mir zu Freuden werden, denk ich an Zesu Leid auf Erden und seinen schweren Kreuzespfad. Mein Jesus ist vorangegangen; ach, kann mir noch vor Dornen bangen auf Wegen, die mein Herr betrat d 5. Ach, könnt ich diese Hülle meiden! Doch still, mein Herz, verschließ bescheiden den heißen Wunsch in deiner Brust; es ist ja meines Heilands Wille, und daß ich den getreu erfülle, das werde meine höchste Lust. 6. Geduld! Sie wird ja endlich kommen, die Stunde 419 2²⁷ 0 589 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle mir zum Heil und Frommen, versagt. Bis dahin denk in allen Ceiden, daß nichts dich kann von Jesu scheiden, von seiner Liebe keine Macht. Annette von Droste⸗Hülshoff, 1797—1848. Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Haͤßler, 160l. 389 EEE lit⸗ten, doch 1. Ich ha⸗be viel ge was er so hart er⸗ strit⸗ten, ist —.—5 12— d, —————— + Je⸗sus litt noch mehr; mir nun Kraft und Wehr. Hin⸗an zu sei⸗ nem rr M 2 4— I E 2 i, 2+..————. 3D 47 + —.in Hü⸗gel, du mü⸗der Sinn, hin⸗an, und lern in ...I—————— + LI +—— —.— DDiDSSDSS die⸗sem Spie⸗gel, wie man ertra⸗ gen kann. 2. Geh ein in seine Leiden, geh ein in seinen Cod, und laß dich willig scheiden von aller deiner Not. Sei dir in ihm gestorben, die Ruh erworben, der sich sein selbst begibt. 5. Was ist es, das mir fehle, schweigt erst mein An⸗ spruch still? O süßes Los der Seele, die Gottes Ral nur will! Dies duldende Verlangen führt ZJesum him melein, und wo er hingegangen, da soll sein Diener sein. 4. Nur eines, was ich heische, sei mir noch hier ge⸗ währt: 227 daß der Welt Geräusche nicht meine Seele stört; doch kommt's nach deinem Willen, so laß mich kindlich, klein, auch dann dein Bild erfüllen durch Har⸗ ren und Verzeihn. 5. Ich hab ein neu Verlangen: was du willst, will auch ich. Nicht rauben, nur empfangen mag ich meis Wohl durch dich. Gott wohnt in meiner Seele, erquich 420 Gott hat sie keinem noch so weicht, was dich betrübt: der hal 129—54 2. Hreuz⸗ und Trostlieder 3590 90 mich täglich viel; umsonst, daß ich mich quäle, sein Ht. Himmel ist mein Siel! Johann Friedrich von Meyer, Ieee—I8a9. — weise: Valet will ich dir geben.( 1644 1601..—.——..—, 3005 2 — 1. Was willst du dich be⸗trü⸗ben d Der 2 nicht hü⸗ben und nicht drü⸗ben, nicht 1 + LII + 2 2 RP üiSIEREEEE — al ⸗te Gott lebt noch, üiin, fer ne und nicht hoch: sein Hauch weht al⸗lent⸗ E I E—— + I—— E. — hal⸗ben, sein Lie⸗ben klingt durchs All in höch'ster —............ —......—. 2——.—— 5—4 . En⸗gel Psal⸗men, in klein⸗ster Vög⸗lein Schall. * 2. Er weiß um deine Schmerzen, er weiß um deine Lust, ei din und willst du ihn von Herzen, gleich hat ihn deine Brust, r hal gleich fällt wie Frühlingsregen beiwarmem Sonnenschein sein süßer Gnadensegen dir voll ins Herz hinein. u An 5. Auf, wirf dein schlechtes Grämen, dein eitles Sorgen Bat weg! Verscheuche alle Schemen, die irren deinen Weg. him⸗ Du sollst im Lichte schreiten, und der dich frei gemacht, sein das große Licht der Heiten, schloß ewig deine Nacht. er 9e 4. Mag alles sinken, wanken, dies eine bleibet fest, Seel Gedanke der Gedanken, der nimmer sinken läßt: das mich große Licht der Seiten, dein Heiland Jesus Christ, wird Har Strahlen um dich spreiten, wo alles finster ist. 5. Dies wage fest zu fassen, dies halte treu und fest; „wil den schwöre nie zu lassen, der nimmer dich verläßt; mein der dich mit seinem Blute erlöst aus Nacht und Wahn, quich will, daß mit hellem Mute du wandelst deine Bahn. Ernst Moritz Arndt, 1269—1860. 42¹ 591 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle weise: Gott des Himmels und der Erden. 6.— Heinrich Albert, 16342. 5*. Stil⸗ le hal⸗ ten dei⸗nem Wal⸗ten, stil⸗ 1e dei ⸗ner Lie⸗be stil le hal⸗ten, die von —.— — 2 ö—.—5 4 — E — EI—— hal⸗ten dei⸗ ner Sucht, je mein Heil ge⸗ sucht: ... ö auch geh, wie's auch tu dem Her⸗zen weh. +7 ja, das will ich, wie's 2. Stille halten ohne Klage, ohne Murren, ohne Trotz. Was dazu die Welt auch sage, ich will spotten ihres Spotts; weiß ich doch, wie gut mir war stille halten immerdar. ö 3. Wo ich's selber wollte zwingen und es wagen ohne dich, ach, da sanken mir die Schwingen meines Mutes jämmerlich; aber wo ich stille hielt, hast du stets mein Heil erzielt. 4. Ward es anders auch gewendet, ging's durch ban⸗ ges Domkel oft, immer hat es gut geendet, besser, denn ich je g' hofft, besser, denn bei Tag und Nacht ich's im Herzen ausgedacht. 5. Darum will ich stille halten Tag und Nacht, jahreis und aus, bricht auch neues zu dem alten Hreuz und Leid herein ins Haus; weiß ich nur, es kommt von dir, nun, es sei willkommen mir. 6. Du, o Herr, gibst Uraft den Deinen und den Schwa chen allermeist, darum gib mir deinen reinen, deinen guten, sti.len Geist, daß— es gelte, wo und wann,— ich dir stille halten kann. 2. In der wellenlosen Stille über tiefem Meeresgrund tut sich mir dein Gotteswille in dem klarsten Spiegel 4²² Troh. ihres halten nohne Mutes 5 mein h ban⸗ v, denn Hh's im ahrein uz und on dir, Schwa⸗ deinen mn,— grund Spiege 2. Kreuz⸗ und Trostlieder 392 kund, da nur kann dein Odem wehn, wo die Stürme schlafen gehn. 3. Wie das Weltmeer seine Masten sicher trägt auf stiller Flut, so, Herr, laß mich deine Lasten tragen mit ergebnem Mut; kehr mit deinem Frieden ein, laß mich stille, stille sein! Marl Rudolf Hagenbach, 1801—1824. weise: Frenu dich sehr, o meine Seele.(0 Elaude Goudimel, 1554. 9 E+ 4 392 5——— E 2— 4— 1 2.—0— . 1. O mein Herz, gib dich zu ⸗frie⸗den! Was dein Gott dir hat be⸗schie⸗den, + 1—,—————..— G ver za ge nicht so bald! 2— nimmt dir kei⸗ ner Welt Ge⸗walt. Hei ner II— ——— 5—.— +— + — P 2 5 f hin ⸗dert, was er will, har»re nur, ver⸗ ů—— ——3——......... 8— —— ö— trau e still; geh des Wegs, den er dich —— ———.——— I— Li——. 1— I 1 1 1 sen det! Er be⸗gann, und er voll⸗ en det. 2. Hüllt er dich in Dunkelheiten, so lobsing ihm aus der Nacht; sieh, er wird dir Licht bereiten, wo du's nimmermehr gedacht. Haäuft sich Not und Sorg umher, wird die Last dir allzuschwer, faßt er plötzlich deine hände und führt selber dich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feindlich, rottete sich wider dich: dank ihm; o, der Herr ist freundlich, seine Huld währtewiglich. Sind auch Trauer, Angst und Leid sei⸗ nes Segens dunkles Uleid: dank ihm; er schickt seinen Segen auf geheimnisvollen Wegen. 42⁵5 59⁵ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4. Endlich wird dein Morgen grauen; kennst du nicht sein Morgenrot? Darfst du zagend rückwärts schauen, wenn dich Glut und Sturm bedroht? Denn auch Feuer⸗ flamm und Wind Boten seines Willens sind; und kann's nur ein Wunder wenden, auch ein Wunder kann er senden. 5. O so laß denn alles Bangen! Wirke frisch, halt mutig aus! Was mit ihm du angefangen, führet er mit dir hinaus. Und ob alles widersteht: in Vertraun und in Gebet bleib am Werke deiner ände, so führt er's zum schönsten Ende. Viktor von Strauß und Torney, 1809- 1898. — 436633 Wigand Oppel, 1885. 393—. Al ⸗les, was dein Gott dir ———j— nimm ge⸗ trost aus sei⸗ nen Hän⸗den, deun zum EE Se⸗ gen muß sich wen⸗ den al⸗-les, was dein ——.———— .... S.I...—— 2.— 1— 2—2 Gott dir gibt. Ja für je⸗ den, der Ien Hebt, —.— HU —— IP...Z.T— muß das Leid auch se⸗lig en ⸗den: al⸗ les, was dein ——————————— —.— 2— S.S....——— Gott dir gibt, nimm ge⸗trost aus sei⸗nen Hän⸗den. 2. Alles, was dein Gott dir nimmt, gib getrost, so er's verlanget, wie dein Herz auch zagt und banget, wenn dein Alles Gott dir nimmt. Wenn dein schönster Stern 5. Ehe und Hausstand 394 nicht verglimmt, der so leuchtend erst gepranget, und, wenn uen, Gott dir alles nimmt, gib's getrost, so er's verlanget. 3. 5. O so bleib getrost und still, gibt dir Gott, will er und dir nehmen. Was er gibt, nimm ohne Grämen und ann verbleib getrost und still. Wo er nimmt, er geben will Reichres nur, dich zu beschämen: o so bleib getrost und halt still, gibt dir Gott, will er dir nehmen. et er Sriedrich Heinrich Oser, 1820.—1891. raun ührt 5. Ehe und Hausstand Weise: Wie schön leucht uns der Morgenstern. 898. 5985 Philipp Nikolai, 1599. —2=222.2. 394 1885.— 75 — 1. Wie schön ist's doch, Herr Je — Wie steigt und neigt sich dei⸗ 10 bt,———— + 2.——..— ——.——. 6655 — Chris, im Stan de, da dein Se⸗gen is, im m Gab und al⸗les Gut so mild her⸗- ab aus + L.I. — 7— .ꝗSI.II............. Stan⸗ de heil⸗ger E⸗ 66 . 2—— ner heil⸗ gen Hö⸗ wenn sich an ů——— 91,%5—.. —4 dich flei ßig hal⸗ten Juns und ten, die —...— f IH ., dein im Or⸗den ei⸗ nes Le⸗bens ei⸗ nig wor⸗den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn und Hand ů in Hand durchs Leben gehn im Bunde reiner Treue: en. 90 blüht das Glück von Jahr zu Jahr, da sieht man, wie er's der Engel Schar im Himmel selbst sich freue. Hein venn Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, 'tern was Gott giebet dem Paar, das in ihm sich liebet. 42⁵ 595 W. Gebetslieder für allerlei Fälle 5. Sei gutes Muts! Nicht Menschenhand hat aufge⸗ richtet solchen Stand, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt, und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 4. Swar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lässet fließen; doch wer sich still und in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes huld in großen Freuden schließen. Schweige, beuge dich ein wenig! Unser Hönig wird behende machen, daß die Angst sich wende. 5. Wohl denn, mein Mönig, nah herzu! Gib Rat in Ureuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freudel Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis' und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen! Paul Gerhardt, 1602— 1676. Weise: Werde munter, mein 33——9(0) .Schop, lets. — 05 KE 71. Sor ge doch für mei⸗ ne Uin der, ob sie gleich vor dir sind Sün ⸗der, Va⸗ ter, nimm dich ih ⸗rer an; sind sie dir doch zu ⸗ge atan, hast sie in der—— vã ter⸗ lich 3e. non DSDe— 2 men auf, daß sie, wenn sie soll⸗ten ster⸗— V 4 2 7— wä⸗ ren dei⸗nes Rei ⸗ches Er ben. 5. Ehe und Hausstand 396 2. Duhast sie bisher ernähret und so manchem Unglücks⸗ fall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätt' in Angst und Not gestürzt, ja, das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 5. Sollt ich nicht für solche Hüte immer dir verpflichtet sein und mit dankbarem Gemüte solchen Glücks⸗ und Segensschein rühmen und vor jedermann deine Wohl⸗ tat zeigen an: ach, so müßt ich ganz vermessen Sottes, meines Heils, vergessen. 4. Sammeln andre große Schätze, suchen in der Welt ihr Heil, daß sie Geld und Gut ergötze, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 5. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der Tugend bringen zu, bis du sie, wie mich, zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. 6. Klönnen sie in diesem Leben hier, und wo es dir ge⸗ fällt, was zu deiner Ehre geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Tun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 2. Gönne mir die große Freude, daß einst an dem jüngsten Tag, nach so vielem reuz und Leide ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret; ewig sei dein Nam geehret. Cudwig Heinrich Schlosser, 1665— 1225. Weise: O Gott, du frommer Gott.(27 1693 EH————. 390 MS + 257— 1—.—— r Wai⸗sen, wei net nicht! Wie, 3 er⸗las⸗set euch auf Gott, der 4²² 30² IV. Gebetslieder für allerlei Fälle könnt ihr euch nicht fas sen? 8 wird euch nicht ver ⸗lase⸗sen. Zind gleich die ———————— re- ——.— ö—— ——. 2 El ⸗tern tot, so le⸗bet dennoch Gott; weil 5. 2— f——— vo Es ů n L— E EEEEEEEEEE 4⸗ber Gott noch lebt, so habt ihr kei ⸗ne Not. 4. 2. Gott ist und bleibet stets ein Vater aller Waisen al⸗ der will sie insgesamt ernähren, kleiden, speisen. Dem 5. selben trauet nur, der nimmt sich eurer an, seht, erin ge euer Schutz und euer Helfersmann. be 3. Gott ist ein reicher Gott, er wird euch wohl versorgen 6. er weiß ja eure Not, sie ist ihm nicht verborgen. Ob A ihr auch wenig habt, ist auch der Vorrat klein, so wil so fürs Uünftige Gott der Versorger sein. 2. . Habt einen guten Mut! Gott hat es ja verheißen, we er woll' Verlassene aus ihrer Trübsal reißen. das wi Wort geht euch auch an; ihr werdet es schon sehn, u 8. auch an euch es wird in die Erfüllung gehn. 2 5. Ja, glaͤubet, bleibet fromm und geht auf Gottes so Wegen, erwartet mit Geduld den euch verheißnen Segen und weichet nicht von Gott, vertraut ihm allezeit; so werd't ihr glücklich sein in Heit und Ewigkeit. Johann Friedrich Starck, 1680—756, 5 weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(1) Sotha, I661l. 377EEEE 1. Wohl ei⸗nem Haus, da Je⸗sus Chrit S.S......... SISIIIX —— 2.———,— —=—3—— 428 rheißen, Das n, wie Gottes heißnen allezeit; 80—1756. ha, J6bl. — Christ — ht dar⸗ 3. Ehe und Hausstand ——— X . .. I in nen wär, wie e⸗lend wär's, wie arm und leer. 2. Wohl ihm, wenn Mann und Weib und Uind im rechten Glauben einig sind, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. 5. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist noch heißt. 4. Wohl, wenn gleich Räuchwerk das Gebet beständig in die höhe geht, und man nichts treibet fort und fort, als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand ein jegliches nach seiner Art im Glau⸗ ben seine Pflicht bewahrt. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Hind und Uindeskind versäumen nicht am ewgen Glück, so bleibet ihrer keins zurück. 2. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht; die Eltern werden hocherfreut, und ihren Hindern sieht man's an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wenn alles Volk vom Herren wich, so dienen wir ihm ewiglich. Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712—1784. Weise: Lobe den Berren, den mächtigen König der Ehren. Joachim Neander, 1668. 398 PE SDSqS.SS........ H.....‚. ‚ 1. Sen⸗ke, o Va⸗ter, her⸗ab dei⸗nen auf die se Her⸗zen, die du für ein⸗ PPSqP‚..D‚i‚I‚I‚‚I. SDSDS‚PꝑP‚ꝑPꝑPISꝑS‚ꝑ‚ꝑ‚S‚S‚I‚Ii‚‚ e‚‚‚‚ee‚—— gött i chen Frie den an ⸗der be⸗ schie den; gib ih ⸗nen 439 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle + ++ I— — —5— Heil, laß ih ⸗nen wer ⸗den zu teil Gnad + —— ‚‚...— öSRIIIII.III.It.I.. —— I— 4** und Er⸗bar ⸗men hie⸗ nie ⸗den. 2. Leite und führe sie, Heiland, auf ebenen Wegen, laß ihre Herzen in Treue und Liebe sich regen; scheuche zurück Untreu und böses Geschick; gib ihnen himmlischen Segen! 5. Herr, du bist weise, du schenkest nicht immer uns Freu⸗ den; um uns zu bilden, zu ziehen nach dir, schickst du Leiden, beugst unsern Sinn, trübest den reichsten Ge⸗ winn; doch nicht, um von uns zu scheiden. 4. Hast du für sie denn der Leiden auch manche erkoren, damit sie würden für dich und den Himmel geboren: dann, Herr, gib Uraft, du bist's allein, der sie schafft; laß si nicht gehen verloren. 5. So werden Freuden und Leiden mit Segen sie krönen, und sie dir danken, o Heiland, am Siel einst mit Tränen, daß du erhört, daß du aus Gnaden gewährt, was wir erflehten mit Sehnen. Emanuel Christian Gottlieb Langbecker, 1792—1843. 35— schön leucht' uns der Morgenstern. Philipp Nikolai, 5 399 E e,. L,—. 8— Sch und mein Haus, wir sind be⸗ reit, Du sollst der Herr im Hau⸗se sein 2. dir, Herr, die gan⸗ze Le⸗ bens ⸗zeit mit Seel gib dei ⸗nen 238 gen nur dar⸗ 25 daß wir und Leib zu die u ven. dir wil ⸗lig die ⸗nen. 325 be** —— 2 2.—.—2— L—— 5—— 5. Ehe und Hausstand ———— ů—. HEEE from⸗-me, rei ⸗ne Haus⸗ ge⸗ mei⸗ ne mach aus .— ͤäI...........‚ 2 SD— +————— 1 al⸗len! Dir nur soll sie wohl⸗ge⸗fal⸗len. Ui 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist genl stets fort und fort an unser aller Seelen; er leucht uns Sun wie das Sonnenlicht, damit's am rechten Lichte nicht 0 im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. oren. 3.. Sieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die daun drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns aß sie in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit, voll Demut, sanft und linde. CLiebe übe jede Seele, keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. änen, 4. Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade 5 win ganz allein und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kind⸗ 1848. lichem Gemüte; selig, fröhlich, selbst mit Schmerzen in dem herzen dir uns lassen und dann in Geduld uns 1609 fassen. — 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus, so schließ den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste! reit, Denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler ö Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt — nicht zu ersetzen. Seel 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus wir kein andrer Geist, als nur dein Geist regiere; daß er, — der alles wohlbestellt und gute Hucht und Ordnung hält, —uns alles lieblich ziere. Sende, spende ihn uns allen, bis wir wallen heim und droben dich in deinem Hause loben. Rarl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. 45¹ V U IIEEEEEEEE 40⁰0 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Ee 2—— D— EH 27 la 400————.3—.... 4. V. se⸗lig Haus, wo man dich auf⸗ w Wo un⸗ter al ⸗len Hä⸗ sten,— ei 3—1——.— d 9 ge⸗ nom⸗men, n wah⸗rer See⸗ len⸗ freund, Hers 5. da kom men, du der ge⸗fei ⸗ert⸗ste und ei RDi‚I‚I‚Ii‚It!‚I‚I‚tttt.t.x.t.I.I.ttt.I.. 90 — i Je ⸗su Christ! ö Reb ⸗ste bist; wo al⸗ler Her⸗zen dir ent in DP.S.S‚. ge· gen⸗ schla⸗—— und 65——— 23— dig auf I dich sehn; w wo— ler Lip⸗pen dein Ge⸗ bot er⸗ fra⸗ gen, = ö— SE———* 6— und al ⸗le dei⸗nes Winks ge⸗ wär⸗lig stehn. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines heilz gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist ge. sinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag. 5. O selig Haus, wo man die lieben Uleinen mit händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Uinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein L 4. Vaterland und Obrigkeit 40¹ mit Freuden stammeln, sich deiner freun, du lieber hei⸗ land, du! 4. O selig aus, wo Unecht und Magd dich kennen und wissen, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt! O selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist; bis jeder einst sein Cagewerk vollendet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher dein Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. Aarl Johann Philipp Spitta, 1801- 1859. 4. Daterland und Obrigkeit Weise: Freu dich sehr, o meine Seele.(0) Claude Soudimel, 1554. —— ö 401 4.————— —— 1. Va ⸗ter, krö⸗ne du mit Se⸗ gen ühr durch ihn auf dei- nen We⸗gen 4—— + 8 + 4——— S.. un„sern Uö nig und sein Haus,; herr-lich dei nen Rat-schluß ausl Dei ner —— 1 ——— Hir che sei er Schutz, dei nen Fein⸗den — 23. 1 —.— 1 ————*—— biet er Crutz; sei du dem Ge⸗ salb⸗ ten ——————— ———.———— ————.———.—...... 8 r gnä⸗dig: seg»ne, seg one un⸗sern Mö⸗ nig! 4⁵⁵⁵ 28 —————— 402 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, reich ihm dei⸗ nes Geistes Schwert, daß Gerechtigkeit und Milde ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere LCast, die du auferlegt ihm hast, sei in Jesu du ihm gnädig: schütze, segne unsern König!* 5. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und frommem Flehn fest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Vönigs⸗ thron eine Burg, o Gottessohn; sei du ihm auf ewig gnädig: leite, segne unsern König! 4. Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Hönigsstamme Liebe bis zum Code weiht. In der Seiten langer Nacht hast du über ihm gewacht, du erhieltest ihn uns gnädig; segne, segne unsern Hönig! 5. Gib uns Mut in den Gefahren, wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue dann bewahren, gehen freudig in den Cod. Du bist unser Siegspanier Gott mit uns! So siegen wir; deine Treuen krönst du gnädig: segne, segne unsern Hönig! 6. Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unserm Lande aus, daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gib uns, Gott, zu aller Zeit; sei du deinem Volke gnädig: segne, segne unsern Rönig! wilhelm Hülsemann, 1281— 1865. Weise——— Gott in der Höh sei Ehr.(4) + Vorreformatorisch. 40² —.%;—— 1. Ein Haupt hast du dem Volk ge⸗sandt in Gna⸗ den un⸗ser Va ⸗ter ⸗land — en e ö — 2.— —— und rotz der Fein⸗de TCo⸗ ben Mit Frie den ge⸗eint und hoch er ⸗ ho⸗ben. 4³⁴ 4. Vaterland und Ohrigkeit E +——————.— EIEIEIEIEEEEEE EI 2——— + ihm——.—— E—— EIHN — 2———...—.— 3———.—..— 1——⁴——— zi Rat stellt vur Wacht, zu dei⸗ nes Na⸗mens Eh⸗ für 2.“ wir danken dir mit Herz und Mund, du Watter aus Gefahren, und flehn aus tiefster Seele Grund, du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner 0 gleich, den Kaiser und das deutsche Reich zu deines 39%8 Namens Ehre. 5. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, laß auf des Hal Uaisers Wegen dein huldvoll heilig Angesicht ihm leuchten uns zum Segen und salbe ihn mit deinem Geist, daß er sich kräftiglich erweist zu deines Namens Ehre. 4. Ach komm, wie zu der Väter Seit, ein Feuer anzu⸗ zünden, daß wir im Frieden und im Streit fest auf dein Wort uns gründen, ein frommes Volk, das dir vertraut und dir zum Tempel sich erbaut zu deines Namens Ehre. Julius Sturm, 1816- 1896. nserm 0 in 5. Urieg und Frieden uns, Eigne Weise. 3855. egne 2———— e 103 0 Ver⸗leih uns Frie⸗den gnä⸗dig ⸗lich, ———.— bale, äIIIII............ TT — — Herr Gott, zu un ⸗sern Sei⸗-ten; es ist doch ͤir i sandt ö e. 7 7 6———— land 8.——— 535—— der— uns könn ⸗te — 2—— — 12——— den strei⸗ten, denn du, un ser Gott, all ei⸗- ne! Martin Luther, 1529. 4⁵⁵ 28⁷ — —.—— 404 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Weise: Nun lob, mein Seel, den Berren. I . Gott⸗lob, nun ist er⸗schol⸗ len das daß nun⸗mehr ru⸗hen sol-len die — ed le Fried⸗ und Freu⸗den⸗wort, Spieß' und 56588——— und ihr Mord. Wohl — SSS— ———— E— I 22 1— auf und nimm nun wie⸗ der dein Sai⸗ ten⸗ 5555 H+ —— spiel her⸗ vor/ o Deutsch⸗land, und sing Lie⸗ ——.— —s der im ho⸗hen vol⸗len CHer. Er⸗—. .. Lent Ge mü⸗ te und dan ⸗—ke Gott und — ere er errerer uni sprich: Herr, dei ne Gnad und Gü ⸗te ......... bleibt den noch e⸗ wig ⸗lich. 2. Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Frie.“ densgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Bei:⸗ unswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt ihm selbst den Pfeil des Herzleids in das Herz —— ie⸗ be ind — 5. Urieg und Frieden 40⁵ und löscht aus Unverstand die goldne Freudenkerze mit seiner eignen hand. 5. Das drückt uns niemand besser in unsre Seel und Herz hinein, als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein; ihr vormals schönen Felder, mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste haid; ihr Gräber voller Leichen und tapfrer Helden Schweiß, der Helden, deren gleichen auf Erden man nicht weiß. 4. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Tränenbach aus beiden Augen rinnen; geh in dein Herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, das hast du ausgelacht; nun hat er sich gewendet und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen zu deinem Heil zu ruhn: ob er dich möchte zwingen mit Cieb und Gutestun. 5. Ach, laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das letzte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt! Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts: der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in ewgem Fried und Ru—.— Paul Gerhardt, 1602—1676. Johann Crüger, 1648. 2— 2— 2 —— weise: Nun danket alle Gott.(2) — 2 H—— + 405 + 1 1 I 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir! Re⸗gier, laß dei ⸗nes Gei⸗stes Glut in un⸗ — 5219 — eieeeeeeee‚e..e— Hherr, un ⸗sre Stim-men, sern Her⸗ zen glim⸗ men! —————.— 2——.—— ed le Flamm, ach, komm zu uns all-hier, so 4⁵² Homm, komm, o 406 W. Gebetslieder für allerlei Fälle E—————— E 5 ů— ————ß—— sin⸗ gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo⸗ben wir! 2. Herr Gott, dich loben wir, wir preisen deine Gütt wir rühmen deine Macht mit herzlichem Gemüte; es steiget unser Lied bis an des himmels Tür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir! 5. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland von Kriegeslaͤst entladen, daß du uns blicken läßt des goldnen Friedens Sier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 34. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen s chweres Joch und frechen Grimm erfahren; jetzt rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: Gotl lob, wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar ge⸗ strafet, jedoch in deinem Horn nicht gar hast weg⸗ geraffet. Es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan; Herr Gott, wir danken dir! 6. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wolls geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Arön uns mit deinem Gut, erfülle für und für, o Vater, unsern Wunsch; Herr Gott, wir danken dir! Johann Franck, 1618—1677. 6. Jahreswechsel —5—5—— Himmel hoch, da komm ich her.( 150 406———— ö 244. Das—— te Bahe Ler gan:gen ist; wir ......,. 33—— Han⸗ ken dir, Herr Je ⸗su Chris, daß du in Not uns III — 2 7,. ö 5— — 2——.—— 2.———„ —.— 1.— 6. Jahreswechsel 40² 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn des Vaters auf dem höchsten Thron, du wollst dein arme Christenheit bewahren ferner alle Seit. 5. Entzieh uns nicht dein heilsam Wort, es ist der Seele CTrost und Hort. Vor Unglaub und Abgoͤtterei behüt uns, Herr, und steh uns beil 4. Hilf, daß wir fliehn der ünden Bahn und fromm zu werden fangen an. Der alten Schuld nicht mehr gedenk, ein gnadenreich neu Jahr uns schenkl 5. Hilf, christlich leben stetiglich, in dir einst sterben seliglich und danach fröhlich auferstehn und mit dir in den Himmel gehn: 6. Gu loben und zu preisen dich mit allen Engeln ewig⸗ lich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Cob und Ehr! Vers J und 2 vor 1568, Vers 3—6 Johann Steuerlein, 1546— 1613. Eigne Weise. J. Schop, 16342. .—————1 40⁰⁷ * +VI I—11 2— 0 2— 1. Hilf, Dr Je⸗su, laß 92 lin ⸗gen, r... =*.——.. hilf, das neu e Jahr geht an; laß es neu⸗ E 1———— Nräf ⸗Le brin⸗gen, daß aufs neu ich wan⸗deln 1I +—*———. — 5 DSEE 12— I 1— 1——.. 5——— —. kann. Veu⸗es Glück und neu es Le⸗ben een Hann— E + + TL 22—.* J +— E—..————. + N wol⸗lest du aus Gna⸗den ge⸗ben. 2. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, 459 408 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten, komm ich heim, steh mir zur Seiten. 3. Laß mich beugen meine Uniee nur zu deines Namens Ehr! Hilf, daß ich mich stets bemühe, dich zu preisen mehr und mehr; laß mein Bitten und mein Flehen auf zu dir gen himmel gehen. 4. Laß dies sein ein Jahr der Gnaden, mach mich frei von meiner Sünd! Laß sie mir nicht ferner schaden, gib, daß ich Verzeihung find, Herr, in dir; denn du, mein Lehen, kannst die Sünd allein vergeben. 5. Cröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, ja voll Angst und Sagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 6. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei; daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 7. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefaͤngne Jahr; trage stets mich auf den händen, halte bei mir in Gefahrl Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 1602.—I6r Weise: Wach auf, mein Herz, und singe. 1587. . H.— ö. ́ 1. Nun laßt uns gehn und tre⸗ ten mit E—— I Dee. dx nn nnenrin, Emnertrnn.e ——1 7—.—* Sin ⸗gen und mit Be⸗ten zum Herrn, der un⸗ — Ts ᷑⁊ SEiꝑIEE——— ·———— serm Le⸗ben bis hier⸗her Kraft ge⸗ ge⸗ ben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern; wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen. 6. Jahreswechsel 3. Durch soviel Angst und Plagen, durch Sittern und durch Zagen, durch Hrieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Un⸗ gewittern die Uindlein hier auf Erden mit Fleiß be⸗ wahret werden: 5. Also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Hinder, wenn Not und Crübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach, Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist ver⸗ gebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein' Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue! Lob sei den starken händen, die alles Herzleid wenden! 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Ureuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Friedensströme fließen. I. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Uleinen die Gnaden⸗ sonne scheinen. 12. Sei der Verlass'nen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen But und Habe. 15. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem führe. der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel ühre. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 441 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Bahler, 1601. 409. 1. Durch Trau-ern und durch Pla-gen, durch Hoff⸗nung und durch Llla⸗ gen, HEN Deee durch Not, durch Angst und Dein, durch Sor⸗ gen groß und klein hin ich, Bott koh , de ere re. ge⸗drun⸗gen: dies Jahr ist nun da-hin; dir, — 5 1 22—7 ꝑPIIIIIIITIA‚iee‚e 1— + EE NH Gott, sei Lob ge⸗sun⸗gen! Be⸗wegt ist Herz und Sinn. 2. Der du mich hast erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, Teil. Du hast mich wohlerhalten, du bist mein Trost und Hort; dich laß ich ferner walten, Herr, führ mich fort und fort! 5. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich; gib, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich! Dir ist mein Will ergeben, ja, er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, und, Herr, ich wills auch tun. Soll mich die Armut drücken, ich will da⸗ bei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen, ja, herr, befiehl du mir! Soll ich Verachtung tragen, ach, ich gehorche dir. 5. Soll ich verlassen leben, Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Angsten schweben, mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden, ich will gehorsam sein. Soll ich von hinnen scheiden, Herr, dein Will ist auch mein. 6. Heut ist das Jahr beschlossen; Herr, deine Gnad sei 44² du bist und bleibst mein SE E.„&MIRr& ÆL V 6. Jahreswechsel 410 heut neu auf mich ausgegossen; mein Herz werd auch erneut! Laß ich die alten Sünden, so werd ich, Gott, bei dir auch neuen Segen finden; dein Wort verspricht es mir. Gottfried Wilhelm Sacer, 1655—1699. Weise: Es ist das Heil uns 4.—.—(4) 3. Jahrhundert. 5.—— 410.— 1. Gott⸗ lob! Ein Schritt ʒur E⸗wig⸗keit zu dir im Fort⸗gang die⸗ser ZSeit 1+— R— 2— ——— — + II 1—— ist berals voll⸗ en⸗ det; — Qr⸗ mein Herz sich sehn ⸗lich wen⸗det, Quell, d 2 2 2— 2—.— 4— 2 +——— 0 ——‚— 225 aus mein Le ben fließt, dar aus sich al ⸗le 1— E L+ —— E E 7—.——.— — Gnad er⸗gießt in mei⸗ ne Seel zum e ben. 2. Ich zähle Stunden, Cag und Jahr, und wird mir allzulange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 5. Doch sei dir ganz anheimgestellt die rechte Seit und Stunde; wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dich meinen Freund darf nennen, und daß du dort, o Lebens⸗ fürst, dich ganz mit mir vereinen wirst und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das 4⁵ 41¹ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Jahr geendet, und also auch von dieser Heit ein neuer Schritt vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Ofort Jerusalems dort oben. 6. Wenn auch die Hände lässig sind, und meine Uniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schwanken, damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur un⸗ erschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken. So dir der Lauf zu langsam Lehe so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer iebe. 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Ciebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Seit! Ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. Angust Hermann Francke, 1665—1Ter. r Meinen Jesum laß ich nicht.(3) III,,. 1. Je⸗sus soll die Lo⸗ sung sein, da ein ZJe⸗ su Na⸗me soll all⸗ein de⸗nen II neu⸗ es Jahr er ⸗ schie ⸗nen; zum Da⸗ nie⸗ re die nen/ — III ——— * 8 die in sei nem DD Bun⸗ 86 stehn und auf sei unen We⸗gen gehn. 2. Jesu Name, Zesu Wort soll in den Gemeinden schallen; und so oft wir an den Ort, der nach ihm ge⸗ E 4 6 —— E — E 0 H + nannt ist, wallen, mache seines Ramens Ruhm unser ö Herz zum Heiligtum. Kal = ann ESeS 6. Jahreswechsel 41²2 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glau⸗ ben ehren; also wird es uns zu teil, wird sich täglich bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu niee Name Seligkeit. ines g4. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; ein geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen rlaß und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns ver⸗ un⸗ süßen, so wird alle Bitterkeit uns zum Segen werden die müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. Benjamin Schmolck, 1622—1237. Allein Gott in der Höh sei Ehr.(4) .S —— gen. 4¹² E.— n in. Gott ruft der Sonn und schafft den er schafft es, daß man si ⸗cher 2. EE—— —— 23——— a.. 2.—.— Mond, das Zahr dar⸗ nach zu tei ⸗len; —— wohnt, und heißt die Sei⸗-ten ei ⸗len; —.— I—. er .—.— ein nen ord ⸗-net Jah re, Tag und Nacht: 5——— D.——3 1 ö laßt uns ihm dem Sott der——— Ruhm, ESI. 0 Dreis und Dank er tei„len! ů 2. Herr, der da ist und der da war! Von dankerfüllten hen Zungen sei dir für das verfloßne Jahr ein heilig Lied ge⸗ gesungen; für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rat, für ser Fried und Ruh, für jede Tat, die uns durch dich ge⸗· lungen. 4⁴⁵ 41⁵ IV. Sebetslieder für allerlei Fälle 3. Laß auch dies Jahr gesegnet sein, das du uns neu gegeben. Verleih uns Uraft, die Hraft ist dein, in dei⸗ ner Furcht zu leben. Du schützest uns und du vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. 4. Gib mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh und Freuden; doch schadet mir das Glück der Welt, so gib mir Kreuz und Leiden; nur stärke mit Geduld mein Herz und laß mich nicht in Not und Schmerz den Glücklichen beneiden. 5. Hilf deinem Volke väterlich in diesem Jahre wie⸗ der; erbarme der Verlaßnen dich und der bedrängten Glieder. Gib Glück zu jeder guten Tat und laß dich, Gott, mit Heil und Rat auf unsern Fürsten nieder. 6. Daß Weisheit und Gerechtigkeit auf seinem Stuhle throne; daß Tugend und Sufriedenheit in unserm Lande wohne; daß Treu und Liebe bei uns sei: dies, lieber Vater, dies verleih in Christo, deinem Sohne. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo HBaßler, 160. PPPII—. 413 +.———— EH— 2— * 1— 7 21. Das Jahr geht still zu En⸗ de, nun in Got⸗tes treu e Hän⸗de leg E 1 EEAAN 2——— sei auch still, mein Herʒ; ich nun Freud und Schmerz,/ und was dies Jahr um: — — 2 + 2 2—.———— ————.————————— — D. ————— 4 t — J 1 die ge⸗flos⸗ sen, di *—. un⸗den, bren⸗nend heiß. 6. Jahreswechsel ö 414 2. Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur gibt d Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt d So manches Aug gebrochen, und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen,— du armes Herz, warum d 5. Daß nicht vergessen werde, was man so gern ver⸗ gißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Sions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Himmelszelt; wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus und wissen's, die geschieden, die ruhen dort schon aus. 5. O das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit: nur immer vorwärts sehen mit selger Freudigkeit; wird uns durch Grabeshügel der klare Blick verbaut, Herr, gib der Seele Flügel, daß sie hinüber schaut! 6. Hilf du uns durch die Seiten und mache fest das Herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimat⸗ wärts. Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein! Eleonore, Fürstin Reuß, geb. Grafin zu Stolberg, 1835— 1905. Weise: Vater unser im 346.55 Martin Luther, 1539. Nun tre⸗ten wir ins neu⸗ e ZJahr, Herr Bn. + I 7——.— 2. 1 —— 1 4 Je su Christ, uns auch be⸗wahr! Gib Gnad, — Ee—.— 2 + —.———— 4— Le 1— 5——— daß wir dies gan⸗ze Jahr zu⸗brin⸗gen mö⸗gen 44² IV. Gebetslieder für allerlei Fälle ohn Ge⸗ fahr; gib Glack und Heil, gib Fried und +. — — 4 1—— ———* + + 1 — J 8— J + +2 1— 1 +— 33 I Ruh, her⸗nach die Se ⸗lig keit da⸗ zu! Verfasser unbekannt. 7. Jahreszeiten und Ernte Weise: iRe li it. Weise: Heut singt die liebe E Anetent Heman, en E 4—— 4—— 2 ———— E+ + + E.—.— 41⁵ E . Geh aus, mein Herz, und su ⸗che Freud — 0 I— 2——.———.— ———8— 2. 9 — 16533 + in die⸗—8 lie⸗ ben 325 8—— an dei ⸗nes ... IDieeE Got⸗tes Ga⸗ ben; schau an der—— nen — I I 2 2—I I +—— 2— + + I I d—— Gär ⸗ten Sier und sie⸗he, wie sie mir und S 5 + 0 2——— 2 — 1 dir sich aus—— schmük⸗ ket ha⸗ben. 2 Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Mleide. Narzissen und die Culipan, die ziehen sich viel schöner an, als Salo⸗ monis Seide. 5. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täubchen 24— fleugt aus seiner Uluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut . Jahreszeiten und Ernte 415 und bewohnt sein haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner höh ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich und ihren Rand mit schattenreichen Myrten; die Wie⸗ sen liegen hart dabei und klingen ganz von Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdross'ne Bienenschar zeucht hin und her, sucht hier und dar die edle Honigspeise; des füßen Wein⸗ stocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Uraft in seinem schwachen Reise. 2. Der Weizen wächset mit Gewalt, darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn; des großen Gottes großes Cun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höͤchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön und läßt du's uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Him⸗ melszelt und güldnen Schlosse werden d 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein d Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit unverdross'nem Mund und Stimm ihr Halleluja singen d 1. O wär ich da! O stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Chron und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis' erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen. Mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 15. Hilf nur und segne meinen Geist mit Segen, der 449 29 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe. Gib, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrücht' erziehe. 14. Erwähle mich zum Paradeis, und laß mich bis zur letzten Reis' an Leib und Seele grünen; so will ich dir und deiner Ehr allein und sonsten keinem mehr hier und dort ewig dienen. Haul Serhardt, J6oꝰ—I6rb. Weise: O, daß ich tausend Zungen hätte.(2) Johann Sottfried Schicht,(1255)1823. — 1 1 1. O Gott, von dem wir al⸗les ha⸗ben, du a ⸗ber tei⸗lest dei⸗ ne Ga⸗ben ———.—— ———— die Weit ist ein sehr gro ⸗ßes Haus, recht wie ein Va⸗ ter drin»nen aus. E 5—855 5*5—5 Dein Se⸗ gen macht uns al le reich: ach, ———. *.— lie ber Gott, wer ist dir gleichꝰ 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Und dennoch läßt du's keinem fehlen, denn du weißt allem vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Cand sein Brot bekommt aus deiner Hand. 5. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Fruch genießt. Der Wind, der durch die Feldern“ wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, das Acker land wird ihm zu Brot; es mehret sich vielfältger Weise, — 7. Jahreszeiten und Ernte 41² was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun herr, wer kann's zu Ende denken? Der Wunder sind hier gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Siel. Denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen's auch keinmal vergessen, was uns dein Segen träget ein: ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. RKaspar Neumann, 1648—1715. Weise: Aus meines Herzens Grunde.(6) wolder, 1. 4¹⁷ EEEEE—..— 1.—2..— E I 1. Die Ernt ist nun zu En e, der wor⸗aus Gott al ⸗le Stän⸗ satt, . Se⸗gen ein ⸗ge⸗bracht, reich und fröh⸗lich machtz der al ⸗te Gott lebt II...... noch, man kann es deut⸗ lich mer⸗ken an so viel — — +— EEEEEE Lie⸗bes⸗ wer⸗ ken, drum prei⸗sen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft ohn' unsre Bitte getan, was uns gefällt; die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden; Herr Gott, wir danken dir. 4⁵5¹ 1 1 1 20˙ 418 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4. Sum Danke kommt das Bitten: du wollest, from⸗ mer Gott, vor Feuer uns behüten und aller andern Not; gib friedenvolle Seit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben, regier die Obrigkeit. 5. Besonders laß gedeihen dein reines, wahres Wort, daß wir uns dessen freuen; halt auch an unsrem Ort dies edle Saatkorn rein, laß es viel Früchte bringen, daß wir in allen Dingen recht fromme Leute sei'n. 6. Rommt unser Lebensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, da er der Ruh geneußt, da ihm kein Leid bewußt: so ernten wir mit Freuden nach aus gestandnem Leiden die Garben voller Lust. Gottfried Collmann, 1680— 1266. 2—— Wie groß ist des 2Wenn S Güte. Johann Anastasius Freylinghausen, 1704. 1¹⁰ SIITII . Wir al⸗ le, Men⸗schen⸗ va⸗ter, brin⸗gen und un⸗sre fro⸗hen Her⸗zen gen D— dir un sern fei⸗ er ⸗lich ⸗sten Dant, ö 5— ih⸗ren lau⸗ 3 Dreis⸗ ge⸗ sang. Für Mil —+ ————— △ li⸗o⸗nen dei⸗ ner Uin⸗der ist jetzt ein neu⸗ er * Lo— ———— E +.— I + 2— —4— 7—— 2. +— —— + Cisch be⸗ reit; du nährst den Fromemen und den .— ů ——— — 2——— + 2 2 Sün⸗der, und al ⸗les wird durch dich er⸗freut. 2. Herr, welchen Reichtum deiner Gaben hast du mit liebevoller hand, uns zu erhalten und zu laben, von . Jahreszeiten und Ernte 410 neuem uns herabgesandt; wir ernteten aus deiner Fülle den Segen unsrer Fluren ein; denn uns zu segnen ist dein Wille, wer wollte dir nicht dankbar sein d 5. Wie väterlich kannst du versorgen, mehr als wir bitten und verstehn; du hörst am Abend und am Morgen mit Vaterhuld auf unser Flehn. Selbst unser Undank, unsre Sünden ermüden deine Liebe nicht. Wir schmecken, sehen und empfinden, was uns dein göttlich Wort verspricht. 4. Wer kann die Güte ganz ermessen, die weiter als die Wolken reicht? Wer kann sie undankbar vergessen, da jede Stunde von ihr zeugt? Du schenktest Sonnen⸗ schein und Regen zur rechten Seit für jede Frucht. O wohl uns, wenn auf deinen Wegen auch unser Herz dich ewig sucht! 5. Um deine Gaben anzuwenden, verleih uns Weis⸗ heit und Verstand; nicht, um sie üppig zu verschwenden, entströmten sie, Gott, deiner hand. Wir sollen alle sie genießen, doch mäßig auch und dankbar sein; so gütig, wie du dich bewiesen, soll jeder der Beglückten sein. 6. ZJa groß, o Gott, ist deine Milde! Wir wollen freu⸗ dig dich erhöhn und liebreich sein nach deinem Bilde und hören auf des Armen Flehn. Er jauchze heute mit uns allen, er trockne seine Cränen ab und denke stets mit Wohlgefallen, daß deine Hand uns Segen gab. Christian Heorg Ludwig Meister, 1738—1811. Gottfried Benedikt Funk, 1234- 1814. Weise: Berz und Herz vereint zusammen.(10) 5„905 Brüdergemeinde, 178a. +—— VX 4½ Herr, die Er ⸗de ist ge⸗ seg⸗ net Güt und Mil⸗de hat ge⸗reg⸗net, I.I ——— II—— —— — von dem Wohl⸗tun dei⸗ ner gan⸗ dein Ge⸗schenk be⸗deckt das Land; 45⁵ auf den + 2.— 2— ——— — E + 1.— Hü geln, in den Grün den ist dein He⸗ gen 4.——.———‚— aus ⸗ge⸗ streut; un⸗ ser War⸗ten ist ge⸗ — I—— —.——— ö SDPDPDDDI‚— krö⸗ net, un ⸗sre Her zen sind er ⸗freut. 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorges jeden Mund; und du öffnest deine hände, dein Ver. mögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gab und Spende machet alle froh und satt. 3. Gnädig hast du ausgegossen deines Überflusses Horn, ö ließest Hras und Kräuter sprossen, ließest wachsen Frucht und Uorn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Un⸗ fall und Gefahr, und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 4. Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Ach gib, daß auch das Gefilde für dich rühre unser Herz, daß der Reichtum deiner Milde uns bewege himmelwärts. 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort! Alles soll geheiligt werden durch Gebel und Gotteswort. Was wir wirken und vollenden, sei gesät in deinen Schoß, dann wirst du die Ernte senden unaussprechlich reich und groß. Christian Rudolph Heinrich Puchta, 1806—1858. Bei sparsamer Ernte ů i Eigne weise. Zurcherg. 420 SSISISSSISISIITIIIII 4„ 2 1. Was Gott tut, das ist z ge⸗ want wenn man nicht reich · lich ern ⸗ ten ka „A„K9A¶en—–⏑ E—&E&0 7. Jahreszeiten und Ernte — .D— 5o den»ken Got⸗tes Uin- der; liebt er uns doch nicht min ⸗der. —.——‚— — 1 2 0 ö 1—— Er zieht das —— 1—2 —.——. 4— —— 4.— 1 DIXI Herz nur him⸗mel⸗wärts, ob wir auch oft auf SIII—.———— 5565 ů——...... *. Er⸗ den bei Man⸗gel trau⸗- rig wer ⸗den. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan; im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, weil er uns liebt, und seine hände müssen wir stets in Demut küssen. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; er zeigt uns oft den Segen, und ehe man ihn ernten kann, muß sich die Hoffnung legen; weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre Güter zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan; es geh nach sei⸗ nem Willen, und läßt sich's auch zum Mangel an, so weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld nicht viel ent⸗ hält, man kann bei wenig Gaben satt werden und sich laben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; das Feld mag traurig stehen, wir gehn getrost auf seiner Bahn und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft uns Lebens⸗ kraft, es nennt uns Gottes Erben, wie können wir verderben d 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan! So wollen wir stets schließen; ist gleich bei uns kein Uangan, wo Milch und Honig fließen, doch ist's genung zur Sät⸗ tigung, wenn Gott das Wen'ge segnet und uns mit Huld begegnet. Benjamin Schmolck, 162—1787. 421, 42² IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 8. Morgen Eigne Weise.(6) wolder, 1586. 4 E SDSDSSDIDE. +— 1. Aus mei⸗ nes Her⸗zens Grun de in die ser Mor⸗—m 08 3. SLI ͤ— IIIIII sag ich dir LCob und Dank da— mein——— ben 56550 0 Gotti in d nem —— + I. Chron, dir zu Lob, Preis und Eh⸗ren durch un H2——— 9665 1 12.. I——.— + I ————E—.—— ————.—..—. un⸗sern Her ⸗ren, dein' ein ⸗ge⸗ bor⸗nen Sohn! 2. Daß du mich hast aus Gnaden in der vergaͤngnen Nacht vor Fährlichkeit und Schaden behütet und be⸗ wacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd ver⸗ geben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 5. Dich will ich lassen raten, der alle Dinge lenkt; du segne meine Taten, und was mein Herz gedenkt. Dir sei es heimgestellt, Leib, Seele, Geist und Leben, und was du mir gegeben; mach's, wie es dir gefällt. 4. Darauf so sprech ich: Amen! und zweifle nicht daran: Gott nimmt in Jesu Namen mein Flehen gnädig an. Drauf streck ich aus die Hand, greif an das Werk mit Freuden, das Gott mir wollt bescheiden in meinem Amt und Stand. 16. Jahrhundert. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(I) Gotha 165. EV 2——.— FFE H 4 EHDUE. U9 2——4—— I. Das walt Gott Va⸗ ter und Golt Sohn, 4⁵⁶ 8. Morgen —.— 2 2 .—ß.— 2 7 —.— Gott heil ger Geist im him⸗ mels⸗thron. ö — 2 x———— 3 ö—.———— —.—.————— Man dankt dir, eh die Sonn auf ⸗geht; —— ů——3 — 5⁰0—— II 2— 2 +7— V H 1— 21 2. +7 wenn's Licht an⸗bricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter An⸗ dacht meine Unie und ruf zu dir mit heller Stimm: dein Ohren neig, mein Red vernimm! += 5. Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnä⸗ dig hast behüt, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Frieden zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut; laß heut dein liebe Engelein 11 mein Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mein Leib und Seel regier und mich mit du schönen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, Di daß ich was Guts vollbringen kann. und 6E. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht zu deinem Lob und meinem an: Nutz und daß ich tu dem Nächsten Guts. an.?. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich mit vom ÜUbel abgewandt mein Seel mit Sünden nicht be⸗ em schwer und mein Gewissen nicht versehr. . 8. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid; tritt zwischen mich und meine Feind, so sichtbar und unsichtbar seind. — 9. Mein Aus- und Eingang heut bewahr, daß mir — nichts Ubles widerfahr; behüte mich vor schnellem Cod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. martin Behm, 1887—1622. 45² IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 2 1 eise. Heinrich Albert. 6g2. FEAE*—t.—. F 7—.—.—— 423 H 7 2.—0—— D. 1.— +7 E ——*——.— 1. Gott des Him⸗mels und der Er ⸗den, der es Tag und Nacht läßt wer⸗den, — EA EI— ———— —4—— 2———— ⁵ 2.. 22 D LXI .— IIE ————— ——.——— Hand die Welt, und was drin⸗nen ist, er⸗hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen haft behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 5. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn. O Herr ZJesu, laß dich finden und dein Herz mir offen stehn, wo alleine Hilf und Rat ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich aufer⸗ stehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn einst dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Be.. schützer und mein Hort; nirgends, als bei dir allein, kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand; Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich 4⁵8 — 2E AIG———— 14 8. Morgen 4²⁴ halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, 1604—165. Eis 92— 0 weise. Johann Georg Ebeling, 1666. 42⁴ v.. — 7————— 1. Die güld⸗ne Son⸗ne voll Freud und n, 5—.—..—— —— E 2.— J= SSSS ——— ö Won⸗ ne bringt un⸗sern Gren⸗zen mit ih ⸗rem — +— , 4—. 1 1 6 ‚ ——— I . 2 I——— —.———‚‚.“. has EEE— 2.—..— 2— mein——85 Mein Haupt und Glie der/ die la⸗ gen dar⸗ 4— 4½ nie·der; a⸗ ber nun steh ich, bin mun⸗ter und fröh⸗ e.— a einl sich schau⸗e den Him⸗mel mit mei⸗ nem Ge⸗sicht. ich 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei nach mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen Bẽe⸗ hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen ge⸗ ann schieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 5. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gotte zum eine Opfer gesetzt; die besten Güter sind unsre Gemüter; ym, Lieder der Frommen, von Herzen gekommen, sind Weihrauch, der ihn am meisten ergötzt. des 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen, segnen ich und mehren, Unglück verwehren, sind seine Werke und 459 4²⁵ IV. Gebetslieder für allerlei Fälle CTaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seh ner Barmherzigkeit Schein. 5. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Gruni. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heh len im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeiß lich und ewig gesund. 6. Gott, meine Urone, vergib und schone! Laß mein Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein ferne gewandt. Sonsten regiere mich, lenke und führn wie dir's gefället: ich habe gestellet alles in deine B6 liebung und Hand. 7. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kam ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste, da Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, auz allen Schätzen der edelste Hort. 8. Willst du mich kränken, mit Gallen tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen: wohlan, so sen mach es, wie dir es beliebt! Was gut und tüchtig, was 8. schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du rat alleine, hast niemals einen zu bitter betrübt. Be 9. Ureuz und Elende, das nimmt ein Ende; nac. Meeresbrausen und Windessausen leuchtet der So dei gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille darf ich erwarten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhardt, 1602—I6rb. 4 Eigne Weise. EE————— 4²⁵ 17670 1 1. Wach auf, mein Herz, und sin⸗ge dem 2 — ———— ESSeee * 2——.— 0— 2—..—2——— —1—— Schöp⸗fer al ler Din⸗ge, dem Ge⸗»ber al⸗ ler 46⁰ ö uns sch dankem rung. „ hel ns zeit mein⸗ jen sein fühte ine Be h kann n dies te, das aus und an, 0 was ißt du nach donne Stille sind 16²b. 158.1 dem 0 ler gegen 8. Morgen 426 — I ........ I...... Gü⸗ter, dem treu en Men⸗schen⸗ hü⸗ter! 2. Als Nacht und dunkle Schatten mich ganz um⸗ fangen hatten, bedecktest du mich Armen mit göttlichem Erbarmen. 5. Du sprachst: Mein Hind, nun liege, mein starker Schutz dir g'nüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen! 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen; von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben; in Demut fall ich nieder und bring Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herz mir sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Bess' res habe. 7. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Cage auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten; hilf selbst, das Beste raten, den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum Besten wendel 9. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen himmel reise. Paul Gerhardt, 1607— 1676. — + . weise: Valet will ich dir geben.(5) 1614. E 123— 420—* 42— L 2—.————.— —— 1. Es hat uns hei⸗ßen tre⸗ten, o Gott, mit herz⸗li⸗chen Ge⸗be⸗ten vor dei⸗ E———— 1 I TEie 2—3 I 2 + I 4 1 H 142— ——— —— dein lie⸗ber Sohn nen ho⸗ hen Thron und uns mit teu⸗rem 46⁶1 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle ———— A⸗men Er⸗hö⸗ rung zu⸗ge⸗sagt, wenn man in B. ö sei⸗ nem Na⸗men nur bit ⸗tet, sleht und ag 2. So komm ich denn gegangen in dieser Morgenstund; ach, laß mich doch erlangen, was 9— aus Wee von dir, mein Gott, begehre im Namen Zesu Chrisß, und gnädig mir gewähre das, was mir nützlich ist. 3. Doch bitt ich nicht, zu geben mir, Herr, aus deiner Hand Geld, Gut und langes Leben, nicht Ehr noch hohen Stand; denn dieses ist nur nichtig und lauter Eitelkeit, vergänglich, schwach und flüchtig und schwindet mit der Seit. 4. Ich bitte, mir zu schenken ein fromm und keusches Herz, das nimmermehr mag denken auf Sünd und schnöden Scherz; das stets mit Liebe flammet zu dir, Gott, himmelan und alle Lust verdammet der laster⸗ vollen Bahn. 5. Hernach laß mich gewinnen nach deiner großen Mraft Hunst, Weisheit, kluges Sinnen, Verstand und Wissenschaft; daß all mein Tun und Handeln dir moͤg gefällig sein, laß vor der Welt mein Wandeln sein ohne falschen Schein. 6. So wird von jenen allen: Stand, Leben, Ehr und Geld auf meine Seite fallen, soviel dir, Gott, gefäll; man muß die Seel erst schmücken, dann wirst du all. gemach den Leib auch schon beglücken, Glück folgt der Tugend nach. Georg Neumark, 1621—168l. 20 Ee.— un. ———— Freylinghausen,—.8—7 45 I 42⁷ E IE 1. Mor⸗gen⸗glanz der E⸗ wig keit, ö schick uns die ⸗se Mor⸗gen⸗„zeit 8. Morgen a. Licht vom un⸗ er schaff- nen Lich ⸗te, und dei-ne Strah⸗len zu Ge⸗sich⸗te —..—.— 2 25760 I N I 4. +——— 1 V 1 — ver⸗treib durch dei⸗ ne e Macht un⸗sre Nacht. und 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Ge⸗ hris, wissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost ge⸗ nriezen und erquick uns, deine Schar, immerdar. mer. 5. Gib, daß deiner Liebe Slut unsre kalten Werke och töte, und erweck uns Herz und Mut bei erstandner utet Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht auf⸗ stehn. ö 4. Ach du Aufgang aus der höh, gib, daß auch am ö jüngsten Tage unser Leib dir aufersteh und, entfernt ö von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. ster 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Snaden⸗ sonne; führ uns durch das Tränenfeld in das Land en der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie nd vergeht. Christian Unorr von Rosenroth, 1656- 1689. —29 Hne 25926 dich auf zu deinem Gott. Johaun Kaher 1. * FEUEE 128 E ls;. Fang dein Werk mit Je⸗ su an: Je⸗—— ruf zum Bei⸗stand an, er—..—.— 2— I SS...‚...... Je⸗sus hat's in hän⸗den; ̃ ZJe⸗sus wird's wohl en⸗den. Steh mit Je⸗su 1—— 2 6 I— mor⸗gens auf, geh mit Je-su schla⸗fen, führ mit 46⁵ 4209 V. Gebetslieder für allerlei 9— — + + —— 4* 7————.——...— — 2———.——..—————— 2——*. /.—.— Je⸗su dei ⸗nen Lauf, las⸗se Je⸗ sum schaf⸗fen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten ö daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Mor gens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten 5. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. 866 nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen; ei, so hat es keine Not, wirst den Sweck erlangen; ez wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, end lich wird dir Gott dein Ceil auch im Himmel geben. 5. Nun, herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben, es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgetaͤn! Ich sprech darauf: Amenl Verfasser unbekannt, um 1700. weise: O Gott, du frommer Gott. 00 —— 1693. 429 OEE 1I. O Ze⸗su, sü⸗ßes Licht, nun ist die nun hat dein Gna⸗den⸗glanz aufs neu⸗e —— +— E— 5 4— 3 ———.— 0 2 2.— —. j—tt—35.TCJ 2 2*—— n Nacht ver⸗ gan⸗ gen, mich um⸗fan⸗gen, 56 nun ist, was an mir ist, vom Schla⸗fe auf ⸗ge⸗ weckt und hat nun in Be⸗ gier zu dir sich aus⸗ ge · streckt . D..— 8. Morgen 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Cag; das soll mein Gpfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 5. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele; sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen willst du dich verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus, ach aller⸗ liebstes Leben! Ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich; so hat Geist, Seel und Leib mit dir ver⸗ einigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Uleider angeleget, laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget in güldnem Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, die allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Heuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Criebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich an⸗ getan. 7. Bleib du mir diesen Tag stets vor den Augen schweben, laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Cun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, ʒu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Hraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 460—Ieag. 30 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle Cigne Weise. Frankfurt, 1n 430 — 58—— 3855— inr und—.— x er heb ihn, mei · ne See· le 965 Herr hoͤrt dei⸗ nen 5„ N + + I + 2 — 1 —0 +— E— 2 +* 4 1 — + LCob⸗ge⸗sang: lob⸗sing ihm, mei⸗ ne See ⸗lel 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht lag ich und schlief in Frieden; wer schafft die Sicherheit der Mah und Ruhe für die Müden d 5. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahrend Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren d 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu be⸗ decken 7 Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken d 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein il unser Leben; du bist es, der es uns erhält und mir's jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Hott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. ö 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft ö meine Seele. Sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 10. Daß ich als ein getreuer Unecht nach deinem Reiche 466 155 zu be⸗ ie Seele dein is Hmir's i deine dieses Wege hdeinem ö Hhofft Vater, t Lieb rkenn Reiche 9. Cischlieder 451, 452 strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Cugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert, 1218—1769. 9. Cischlieder —0—— Herr———— dich zu uns wend.(V) Seha, 1051. —. Ge · segnẽ uns, Herr, die Ga⸗ ben dein, die — +—— 4— JI— L 1——————.—.2 2 2— I J— V— 2—— — 2..—.2— 23 9——5 E— un⸗ 55 Nah⸗ rung sein Hilf, daß da⸗ durch er· +. SISSDSSEE......... T ———— EEEE 7 4.— 223— ket werd der dürft⸗ge Leib auf die ⸗ser Erdl 2. Doch dieses zeitlich Brot allein kann uns nicht g'nug zum Leben sein; dein göttlich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 5. Drum gib uns beides, Herr und Gott, hilf endlich auch aus aller Not; so preisen wir dein' Gütigkeit hier und auch dort in Ewigkeit. verfasser unbekannt, vor 1562. Wn Herr Jesu 666665 dich zn uns wend.(1) Sode 651. 43² SSSS.— V. Wir dan⸗ken Gott für sei ⸗ ne Gabn, die SSSSSISSI.II............ wir von ihm emp⸗ fan⸗gen hab'n; wir bit ⸗ten un⸗ sern 46² 30⁷ 455,454 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4 4 . + 10 lie ⸗ben Herrn/ er woll auch fer⸗ner sie be⸗scher'n 2. Und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach, lieber Gott, du wollst uns geb'n nach dieser Seit das ewge Leb'n. Verfasser unbekannt, um 1585, 656 85 dich, o liebe Seele. De rage⸗ 165. EHr—— H FHDDE—3—3—.— ö EPEUE———..—— bBY— E E1 Speisꝰ, o Gott„uns, dei ne Hin⸗der, trö sprich den Se⸗ gen zu den Ga· ben, die I IINI L.2 —33—3.—— J———.— +ii —*—..— 2 2 2— öů +2.—...— SII ———— 4.—41. 6 E— . ste die be⸗ trüh ⸗ten Sün ⸗der; wir jet⸗ zo vor uns ha⸗ ben, daß sie uns in E. 2 + I 1 2— * 5— —— +2—— — + +——— — +— 1 + + +— die ⸗sem— ben Stär⸗ ke, Hraft und N rah. rung E ꝑqPIPIꝗ... .... 2 ö E ge⸗ ben, bis wir end⸗lich mit den From⸗ I———— — + +— 2— I 1——— 1— 2———. men zu der Him⸗mels⸗ta⸗ fel kom⸗men. Johann Heermann, 1588—1647. 10. Abend Weise:—— uns, Herr, bei deinem Wort.( 3085 H—06. *E.2 1 N—— +— 434 EAE—.— — 6. 2— 1 + 7 +2 I. Hin ⸗ un⸗-ter ist der Son ⸗ne —— S.J— —. 1 IAI UWne INV — au 10. Abend ———— 2—.—— 2*— 4 Schein, die fin ⸗stre Nacht bricht stark her ⸗· — 2 21— —— ů——.— —— U— ein: leucht uns, Herr Christ, du wah⸗res — 1— ů—.———2 I. +7——— 7—— III 2 I 2—*. 7*— III 1— 1. e 1 Licht, laß uns im Fin⸗stern wan⸗deln nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Not, Ge⸗ fahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt aus Gnad und väterlicher Hüt. 5. Womit wir hab'n erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu, laß schla⸗ fen uns in Fried und Ruh. 4. Durch dein' Engel die Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuers⸗ not behüte uns, o lieber Gott. nitolaus Herman, 1561. In dich hab ich gehoffet, Herr. 15. Jahrhundert. 9 EE 4 4.— 43 95 Tei 1. Mein schön ⸗ ste Gier und Klein⸗ od X 3. 5. + —.—5 + 2 12— + —— 1—— L —6— + III. + bist auf Er du, Herr ² su Christ; dich „,rin wrir. nia n.rirn P 5— 2 2* + +——. + I 5 +— 2*— will ich las⸗ sen val⸗ten und al⸗ le⸗ zeit in 4 + +— 7 H. 4 110 10 4 + I + 1—— II 1. Lieb und Leid in mei⸗ ner Brust be⸗hal-ten. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht, kein Ding so fest auf Erden steht, ein jeder muß bekennen: es 469 456, 457 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle soll kein' Not, ja nicht der Cod von deiner Lieb mi tnennen. 5. Dein Wort ist wahr und trüget nicht, dasselh unich dir ganz verspricht im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mih ergeben. 4. Der Tag nimmt ab; ach schönste Sier, Herr Jesn CThrist, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. Seit 1598, Verfasser unbekannt. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.(I) 9 5 ö„ Sotha, 165., 436 REEE ö L VI I— —— 1 + I EEEEEE hei⸗li⸗ge Drei: ei nig⸗keit: weil jetzt die Son one von . — —...— 2.— uns weicht, durch dein Licht un⸗ser Herz er· leucht. 2. Am Morgen früh, da danken wir, des Abends beten wir zu dir; auch unser armer Lobgesang dich rühmet unser Leben lang. 5. Lob, Ehr und Dank sei dir erweist, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Du dreimal einig wahrer Goth tröst unser Herz in aller Not! Matthäus Apelles von Löwenstern, 1594—164689.1 Eigne Weise.(9) N ̃-0 1. Wer ⸗de mun ⸗ter, mein Ge ⸗mů⸗te, ur daß ihr prei · set Got · tes Gü · te/ 0 *. wer · tes Licht der Chri⸗sten⸗heit, 0 Johann Schop, 162. 22— +—— ⁰E— 2.I +— I D [Sarl.—.——— F + 12.. E2 —14901 süs¹U — 11191 ssHU — 38 S8 — 10—— e.en chtl lbends ch Vater, ö Gott, 1648, 1642. 10. Äbend E HN +— + + II + 2.+ + +* II + I——.̃—.— IIX ihr Sin · ne, geht her⸗für, er hat ge⸗ tan an mir, 6——.— 32— 1—.——2—.— +2 2 —— ů gan⸗-zen Cag vor so man⸗ cher schwe⸗ ren ——.—— +— Z LöinnarrrIr, weritüterewex Aetti n, Dlag durch sein gna den⸗rei· ches Wal ⸗ten —————. —— 2, 6— H 2..— 7 H D +——— 2 I hat be⸗ schir met und er ⸗ hal ⸗ten. 2. Cob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barm⸗ herzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch den Feind hinweggetrie⸗ hen, daß ich unbeschädigt blieben. 5. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit! Dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel schier; daß ich nimmer mich betrübe, tröste mich mit deiner Liebe! 4. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanfte, süße Ruh; alles Übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu; Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Hinder, hab und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen sei'n in deinen Schutz geschlossen. 5. O du großer Gott, erhöre, was dein Hind gebeten hat! Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat! Und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja, es soll geschehen! Zohann Rist, 1607-16sr. ²1 Eigne Weise. Heinrich Isaak, Jaeb. 1—— D3D— 43- —.— +— LV 7 ö 1. Nun ru⸗ hen al le Wäl⸗der, Vieh, E—.— 3———— 2. 2— I +— +— V—H 2J— + 7 I I +—— J 2. 1 — +— 1—.— I—— Men⸗:schen, Städt und Fel⸗der, es — schläft die gan⸗ze P IPI TTTI.. , d Welt; ihr a⸗ber, mei⸗ ne Sin⸗nen, auf, auf, ihr sollt +—— x——— — 1 + +—1 EE —Iiee be⸗gin⸗nen, was eu⸗rem Schöp⸗fer wohl⸗ge⸗fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin; ein andre Sonne, mein Zesus, meine Wonne, gar hell in meinem herzen scheint. 10. Abend 45⁵9 5. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal: also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das UHleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit. Die zieh ich aus; dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt: es kommen Stund und Seiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie ge⸗ schlossen; wo bleibt dann Leib und Seeld Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Hüchlein ein; will Hatan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dies Hind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht be⸗ trüben ein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch selig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt, 1602—1676. Eigne Weise. Claude Gondimel, 1842. 139————— r w—.— 4 V.—— 2———— . Der Tag ist hin, mein Ze · su/ bei mir en ir Brn. ů— ———..— blei be; o See⸗len ⸗licht, der Sün · den Nacht ver 4²⁵ —— IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4 7 + I— 3 + — * 1 + + 7 *.—. eh auf in mir, Glanz der Ge⸗rech⸗tig. 1— + I +——4 +—4 + 2 + 2 2 0— 3* keit; er ⸗leuch⸗te mich, ach Herr, denn es ist Seit. 2. Cob, Oreis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ich's gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, was mich empfindlich quälet: Beständig; keit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o her⸗ zenskündiger; ich strauchle noch wie ein Unmündiger, 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mit leid, ich stell mich wieder ein, da ist die hand: du mein, AN und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein üter und mein Hirte, zu mei⸗ nem Trost dein sieghaͤft Schwert umgürte; bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. ö 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Ach, laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen. O Lebens- sonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Joachim Neander, 1650- 1690. — —. [[ Eigne Weise. 661. ö Q—.— 5—.—.—. I.....ii‚ieiIIe.. 1. Nun sich der Tag ge⸗en · det hat, die 2 pers sn;. P EDSj‚.DD‚eee I + + Son-ne nicht mehr scheint, schläft, was von Ar⸗beit E———. —.— 4 E. müd und matt, und was zu⸗ vor ge⸗weint. 10. Abend 441 2. Nur du, mein Gott, wirkst ohne Rast; du schläfst, noch schlummerst nicht: ob uns die Finsternis umfaßt, bleibst du doch unser Licht. 5. Gedenke, Herr, nun auch an mich in dieser dunklen Nacht und halte du mich gnädiglich in deiner hut und Wacht. 4. Ich fühle zwar der Sünden Schuld, die mich bei dir verklagt; doch hat mir deines Sohnes Huld Vergebung zugesagt. 5. Er hat für mich genug getan, als er am Ureuze starb; ich nehm den Trost im Glauben an, den mir sein Cod erwarb. 6. Drauf tu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein: mein Gott wacht über meine Ruh, wer wollte traurig seind 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, hemmt nicht der Andacht Lauf: ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Erdental: so führ mich, Herr, zum Himmel ein zur auserwählten Sahl. ö 9. Und also leb und sterb ich dir, o Herr Gott Sebaoth; im Tod und Leben hilf du mir aus aller Angst und Not. Johann Friedrich Herzog, 1642—1699. Weise: Jesu, meine Freude. Jehaun Erüger, 1656 JCIIA. + + 4 1 18 1 7 4AIEEE + 5——— I 1—— 1. Hir te dei ner Scha⸗fe, der von dei ne Wun⸗der gü⸗ te war mein —— n. 2 7 2—— II.— . kei nem Schla fe et⸗was wis⸗sen mag: Sel Schild und Hüt we den ver⸗gang⸗nen Tag. n v— —..—. PSPIPIPIPIPIIIIIIIIIIII.I.II.I die Nacht auch auf der Wacht und laß mich von 4²⁵ 44² IV. Gebetslieder für allerlei Fälle 4 4— 2 E 5⁰—....——.— 566660—————— 1— ————.. 2— —— — dei onen Scha⸗ ren um und um be⸗wah»ren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhe⸗ kissen, drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hal mich davon durch die tiefgeschlagnen Wunden gnädigz lich entbunden. 5. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir, also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Hammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel unter deinen Flügel nimm dein Hüchlein ein. Deck uns zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind erschrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätted Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, daß mein Siel verflossen, kommt die Todesnot: so will ich nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue in vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir er⸗ geben, o du hüter du! Gute Nacht, nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 1622—1787. Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Q —.. ——— 5 — 1. herr, es ge⸗scheh dein Wil lel Mein es fal⸗len in der Stil le die Ceo Haßler, 1601. 4⁴⁵ + H==.— SPSIPIꝑPIPI.P.PI.I.Iꝑ. PIFIITITITITIITI I IIIII —.— ——— 4———— Leib eilt nun zur Ruh, mü⸗den Au⸗gen zu. ———..— ñ——eeeeeeeee..— Stra⸗fe, daß ich von Sün⸗den rein, zum To⸗de —— . 2.—— wie zum Schla⸗fe be⸗rei⸗ tet mö⸗ ge sein. 2. Laß fern von Schreckensbildern und wilder Träume⸗ rei die Seele nichts sich schildern, das ihrer unwert sei; laß frei von eitlen Sorgen den Tag mich wiedersehn und auf den Rampfplatz morgen mit neuen Kräften gehn. 5. Doch wenn der Todesschlummer für mich in dieser Nacht den Freuden und dem Mummer ein schnelles Ende macht, dann stärk mich, wann das Schrecken der letzten Stunde droht; du wirst mich auferwecken, ein Schlaf nur ist mein Cod. 4. Drum fahr ich hin mit Freuden zu Jesu, meinem Herrn; die Welt und ihre Leiden, o Gott, verlaß ich gern. Wohl dem, der bis ans Ende sich als ein Christ erweist; mein Gott, in deine hände befehl ich meinen Geist. Johann Friedrich von Cronegk, 1231— 1758. Weise: Der Tag ist hin, mein Jesu bei mir bleibe. Claude Soudimel, 15⁴4². 0— 443 ze Der A⸗bend kommt, die Son. ne— ver⸗ dek ⸗ket, und al⸗les sich zur Ruh und Stil⸗-le strek⸗ 4²² 445 IV. Gebetslieder für allerlei Fälle ket; o mei · ne Seel, merk auf, wo blei⸗ best dud 5 In Got ⸗tes Schoß, sonst nir⸗gends findst du Ruh. 2. Herr, sammle selbst Begierden und Gedanken, die“ noch so leicht aus Schwachheit von dir wanken; mein Ruheplatz und Heimat, tu dich auf, daß ich in dir be schließe meinen Lauf.—R44 3. Recht väterlich hast du mich heut geleitet, bewahr, verschont, gestärket und geweidet; ich bin's nicht wer, daß du so gut und treu; mein Alles dir zum Dank en geben seil ö 4. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret und mich zu viel durch dies und das verwirret! Es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn; nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 5. Da nun der Leib sein Tagwerk hat vollendet, mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet, zu beten an, zu lieben inniglich, im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 6. Die Dunkelheit ist da, und alles schweiget; mein Geist vor dir, o Majestät, sich beuget. Ins Heiligtum, ins Dunkel kehr ich ein; Herr, rede du, laß mich ganz stille sein. 7. Mein Herz sich dir zum Abendopfer schenket; mein Wille sich in dich gelassen senket. Begierden schweigtl Vernunft und Sinnen, still! Mein müder Geist im Herrn jetzt ruhen will. ů 8. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben; laß nich!! den Geist zerstreut in Unruh schweben! Mein treuer Hirt, führ mich in dich hinein; in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. IIIIIRO‚re„ENX.CIE· ere in, die mein dir be⸗ ewahrh 1 wer Jank er⸗ ndö nih lir leih, 10. Abend 9. Im Finstern sei des Geistes Licht und Sonne, im Uampf und Ureuz mein Beistand, Kraft und Wonne; deck mich bei dir in deiner Hütte zu, bis ich erreich die volle Sabbatruh. Gerhard Cersteegen, 1692—1269. weise: Nun ruhen alle Wälder. Benrich Ztgat, Ars — 1—— 444E———— 1. herr, der du mir das Le⸗ben bis — 1I.— x n H— , n Ha. — 22—— 4——‚— — an; ich bin viel zu ge⸗ rin ge der Treu e, + + . die ich sin⸗ge, und die du heut an mir ge⸗tan. 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte, ich freue mich in dir; du gibst mir Hraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn; auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Him⸗ mel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh ent⸗ gegen, dein Name sei gepreist; mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. 4²29 445 W. Gebetslieder für allerlei Fͤͤlle Nach voriger Weise. 445 1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Stern. lein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold! Als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. ů 5. Seht ihr den Mond dort stehen Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl maͤnche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen se nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinse und suchen viele Hünste und kommen weiter von dem Siel. ö 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Ver⸗ gänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freun. Laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Uin⸗ der fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod; und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns Gott mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch. Mathias Claudius, 1740—1815. 1. Cod und Begräbnis Weise: Nun ruhen alle Wälder. Heinrich Isaak, 1475. 4⁴⁰ . G Welt, ich muß dich las sen, ich — — —— —— — — 4 — i. fahr da⸗-hin mein Stra⸗-ßen in —————— + ——— — land; mein' Geist will ich auf⸗ge⸗ ben, da⸗ zu mein n.. —*.—— 30.— Leib und Le⸗ben setz⸗en in Got⸗tes gnäd⸗ge Hand. 2. Mein Seit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn. UKein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Hreud fahr ich dahin. 5. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 4. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden, umsonst durch Christi Blut: sein Werk 461 51 4⁴² ů V. Die letzten Dinge kommt mir zu frommen, so ich will zu ihm kommen der christlich Glaub allein es tut. 2—4 5. O Welt, laß ab von Sünden, der Tod wird dich auch finden, drum richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen, laß alle irdschen Sachen und fang ein göttlich Leben an. Johann Hesse, 1490—15g7. 556.0 tiefer Not schrei ich zu dir.(4) Strahburg, Mu. EE ů— 12——— 44⁷———— — 1 +— I. Wenn mein Stünd⸗lein vor⸗han⸗den ist, ge⸗leit du mich, Herr Je⸗-su Chris EEEEEE +2— + 0—— I— I—— 1 III— L und ich soll fahr'n mein Stra ⸗ße, Mein Serl 41—+ 1 1— DEEAE — 2 7 2—— 4 an mei⸗nem letz ten End be⸗ fehl ich dir in ——— ů— + +*. 1—* J Iι 7 +IY *.—4— 2——— +— I +— dei ⸗ne händ; du wollst sie mir be ⸗ wah ⸗ren. 2. Mein' Sünde wird mich kränken sehr und mein Gewissen nagen; denn ihr' ist viel wie Hand am Meen doch will ich nicht verzagen; will denken in der letzteh Not, herr Jesu Christ, an deinen Tod, der wird mich wohl erhalten. ö 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mih von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Codes not und Schmerzen. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dit; ein ewig Leben hast du mir mit deinem Tod erworhen Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Gah nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ish kann Todesfurcht vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahri hin mit Freuden. Nikolaus Herman, f 1506 ihrt isß komm ahr ich 156N 1. Tod und Begräbnis Weise: Vater unser im Himmelreich. Q 4 E EP +— F— J— PE— + 24 S.2 1 I. Herr Je=su Christ, wahr' Mensch un E+ Luther, 1330. 4— —— .— 1d — —— 7 2—.— I + Gott, der du littst Mar⸗ter, Angst und Spott, für — 11————— ee, ee 2 E 1* 1 2. + 2 + — I + —— 4 + + 1 d 1 —.— Va⸗ters Huld er⸗warbst: ich bitt durchs bitt⸗ re ——.— —0 N ee, en, r. Enrn./ ndii nee n e E 2— 2=.—.—— Lei⸗den dein, du wollst mir Sün⸗der gnä⸗dig sein! 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht, 5. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt, und mir all menschlich Hilf zerrinnt: so komm, Herr Christe, mir behend zu Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, verkürz mir auch des Codes Qual. 4. Die bösen Geister von mir treib; mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leibe trennt: dann nimm sie, Herr, in deine händ; der Leib hab in der Erde Ruh, bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, in dem Gericht mein Fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk: aus Gnaden mir das Leben schenk, wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir. 6. Ach Herr, vergib all unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker sei, aufs Wort zu trauen festiglich, bis wir entschlafen seliglich. pau eber, 1511—1569. 4³⁵ 449, 450 V. Die letzten Dinge 27666— Jesu Christ,—— zu uns wend.— Gocha, 100 449 45 ö—.—.—.—.—.—. 1. In 346555 sti Wun⸗ Der schlaf ich ein, die 2— + E 2 + 2— 2— 2— 2 2 2—.—— ma·chen mich von Sün⸗ den rein. Chri⸗sti Blut und Ge⸗ E ö 2—.— 4——.— — 2— drech tig⸗keit, das ist mein Schmuck und Eh⸗ren⸗kleid. 2. Damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Him⸗ mel werd eingehn. Mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gotteskind ich allzeit bin. 5. Dank hab, mein Tod, du förderst mich, ins ewge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Paul Eber, 1611—169 —— Er Weise.—— Vulpius, 300 450E . Ich— mein 3—8 Gott heim⸗- ge⸗ ell — t:. .—— er mach's mit mir, wie's ihm ge⸗.n ob ich ——— all⸗ hier woch län⸗ ger leb, ich drein mich geb, I— — drr. nicht sei- nem Wil⸗ len der ⸗streb. 2. Mein Seit und Stund ist, wann Gott will, ich schreib ihm nicht vor Maß noch Siel; es sind gezählt all härlein mein, beid, groß und klein: fällt keines ohn den Willen sen. 14 1. Cod und Begräbnis 45⁵1 5. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, kein Hunst, noch Gunst, noch stolzer Mut; des Bleibens ist ein kleine Seit, voll Müh und Leid, und wer's bedenkt, ist stets im Streit. 4. Heut sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen tot im Sarg; heut blühn wir wie ein Rose rot— bald krank und tot! Ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 6. Ach hHerr, lehr du uns früh und spät, daß uns der Tod gewiß zusteht, und unsers Bleibens ist nicht hier; bald scheiden wir, und hin ist Jugend, Uraft und Sier. 7. Das macht die Sünd, du treuer Gott! Dadurch ist komm'n der bittre Tod, der nimmt hinweg all Menschen⸗ kind, wie er sie find't, fragt nicht, wes Stands und Ehr sie sind. 8. Und ob mich schon mein Sünd anficht, dennoch will ich verzagen nicht; ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod sein lieben Sohn gegeben hat. 9. Das ist mein Trost zu aller Heit, in allem Ureuz und Traurigkeit: ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 10. Mein' lieben Gott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl' ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit; ihm sei Lob, DOreis in Ewigkeitl Zohann seon,1 159e. Eigne Weise.(0) Claude Goudimel, 1554. 451 E—— 15— 5— IDESSEEEE 2 2 Ie 1. Freu dich sehr, o mei ne See⸗ weil dich Chri⸗stus nun, dein Her⸗ re⸗ , e,e.,-. und ver⸗giß all Not und Qual, ruft aus die⸗sem Jam⸗mertal. Aus Trüb ⸗sal 485 l * 4 ö ö &+.— —— V. Die letzten Dinge ö III— V 12+—— —— ö und gro⸗ßem Leid sollst du fah⸗ ren — in ——— 5———————— DD————————————— 2 die Freud, die kein Ohr je hat ge⸗hö⸗ret —— 4 N—— 1 —— 7 — 5* und in E⸗wig keit 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, da er mir hülf aus der Not; wie sich sehnt ein Wanders⸗ mann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewün⸗ schet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut; wir sind voller Angst und Plag, lauter Ureuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, sind't sich Jammer g'nug auf Erden. 4. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, der du ewig⸗ Rh aufgehst, sei du jetzt von mir nicht ferne, weil dein Elut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud möͤg von hinnen fahren heut; ach, sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 5. Ob mir schon die Augen brechen, und mir das Ge⸗ Hor verschwind't, meine Zung nicht mehr kann sprechen, der Verstand sich nicht besinnt: bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort; du wirst mich in Gnad regieren, auf der rechten Bahn heimführen. 6. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammertal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren und auf ewig triumphieren. Um 1600. verfasser unbekannt. 1. Cod und Begräbnis 452, 455 Lign eise. Melchtor Vulpius, 1609. H0 D.—— 452 EHUN———— 7 ⁰ 1.. 29— V. Chri„stus, der ist mein Le⸗ben, —.———*——. 1 +2. 1 7 22— 72—— +. DS Ster⸗ben ist mein Ge⸗winn; dem tu ich mich er⸗ ——————— —3—— ů—. — 2 d e. ge⸗ ben, mit Freud fahr ich da⸗ hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden Ureuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Uräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen, nimm, Herr, mein Seufzen auf. 5. Wenn mir Herz und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schla⸗ fen ein, wie es dein Rat und Wille, wenn kommt mein Stündelein. 2. Und laß mich gleich den Reben anhangen dir allzeit und ewig bei dir leben in himmels Wonn und Freud. Seit 1608. Verfasser unbekannt. Ligne Weise.(5) ceo Haßler, 1601, ———7 + I.— + F 4 + ̃H—— + 2—— 45 FE. S. +—E+ +—— 9— 2 9.——— J. herz⸗lich tut mich ver⸗lan⸗gen nach weil ich hier bin um fan⸗ gen mit 48² Wieil ich auf dich tu bauen, ükerrk, EiEE Ich hab Lust, ab⸗zu⸗ ö ei ⸗nem sel⸗gen End, Crüb ⸗sal und E⸗lend. — x DDiDiDi‚ii —.— ö—4 9.— 9———.——. —— schei · den von die ⸗ser ar⸗gen Welt, sehn' mich nach 5 5 — 2—— 2———— 6. — ew⸗ gen Freu⸗den; o Je su, komm nur baldl 2. Du hast mich ja erlöset warum sollt mir denn grauen vor Hölle, Cod und Sündꝰ bin ich ein selig Kind. 5. Wenn gleich süß ist das Leben, der Cod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin; des freu ich mich gar eben: Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib, der in der Erden kehrt, doch auferweckt soll werden, schön verklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in ewger Freud und Wonne; was schadet mir der Tod d 5. Ob mich die Welt auch reizet, zu leben länger hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier: doch ich das gar nicht achte, es währt nur kurze Zeit; nach Himmlischem ich trachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Gesegn' euch Gott der Herre, mein! Crauert nicht allzusehre über den Abschied mein; beständig bleibt im Glauben; wir werd'n in kurzer Seit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 2. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ allein; gib mir ein selig Ende, send mir die Engel durch Christum dein; führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast, als du dich hingegeben für meine Sündenlast. . von Sünde, Tod und höͤll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell⸗ zum Staube wieder⸗ ihr Vielgeliebten 1. Cod und Begräbnis 4⁵4 8. Hilf, daß ich ja nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist; hilf ritterlich mir ringen, dein Hand mich halt mit Macht, daß ich mög fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Christian Anoll, 1563—1622. 798— Weise.(5) 1614. 45⁴ U—.—— ů. E X. Va let will ich di 8 ben du ar⸗ Dein 33—— lich bö⸗ses Le⸗ben durch⸗aus .,, —— l⸗sche Welt! mnit W5 fallt Im Him⸗mel ist gut ——.— ... 2——.——— woh⸗nen, hin⸗auf Heht mein Be⸗gier; da wird Gott ——.— ů——— S. e⸗wig loh⸗nen dem, 02 ihm dient all⸗ hier. 2. Rat mir nach deinen Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, da⸗ von. Verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß selig mich abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 5. In meines Herzens Grunde dein Nam und Ureuz allein funkelt all Heit und Stunde, drauf kann ich fröh⸗ lich sein. Erschein mir in dem Bilde zum Trost in meiner Not, wie du, Herr Christ, so milde dich hast geblut' zu TCod. 4. Verschließ mein Seel aus Gnaden tief in dein Herz hinein, und laß sie los von Schaden bei dir auf ewig sein. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins Himmels⸗ schloß; auf ewig ist genesen, wer bleibt in deinem Schoß. 489 letzten Dinge D Ds,. 5. Schreib meinen Nam' aufs beste ins Buch des Lebet ein; pflanz meine Seele feste in derer Reihen ein, in dem Himmel grünen und vor dir leben frei; so wll ich ewig rühmen, daß treu dein Herze sei. Valerins Herberger, 1562—ler, Eigne weise. IG. 155———— I. Mach's mit mir, Gott, nach dei'ner Gill ver⸗sag mir nicht, was ich dich bih I —1— II 1— hilf mir in mei⸗nem Lei⸗ den; so nimm sie h wenn mei ⸗ne Seel will schei⸗den, 4.———.——. Er—.— ———— *— 1 I I— 4 4 in dei⸗ne händ:s'ist al⸗les gut, wenn gut das E 490 1. Cod und Begräbnis 456 2. Gern will ich folgen, liebster Hherr, du läßt mich Unicht verderben; ach, du bist doch von mir nicht fern, ob ich gleich hier muß sterben und lassen meine lieben Freund, die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel sich zu dir schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Lod ins Leben dringet; hier ist doch nur ein Cränental, Angst, Not und Mühe überall. 4. Der Tod, die Hölle, Welt und Sünd mir können nichts mehr schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden; dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn nun traurig sein, weil ich kann 62—l²r 1625. — er Güh ich bill 4—̃— II I— E— + 1 + J——0—— — E E E.4.— 2 2*. + * +—.—. wohl bestehen, geschmückt mit Christi Unschuld rein zu meinem Gotte gehen? Gehab dich wohl, du schnöde welt! Bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein, 1586—1650. Eigne Weise. 0 5 x 4l. ⁴ 8 ie se⸗ lig seid ihr doch, ihr 2— ———— — 2 65655555 E— From ⸗men, die ihr durch den Tod zu Gott ge⸗ E+ H— 2 IEEEE 2..— 2 E 7—— +1 7 + ——„„——— kom ⸗men: ihr seid ent⸗gan ⸗ gen al ⸗ler E— E I N —— + J— N—.— ͤ—H E.— 2 7 V.— 2— H Y+— LDI 7 d un. Muß man hier doch wie im Uerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben: was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 5. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und be⸗ 491 4⁵² freit von allem Jammer; kein Ureuz und Leiden sirbt euch hinderlich in euren Freuden. 5. 4. Christus wischet ab all eure Cränen, ihr habt schn Schm. wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, mi mit u durch keines Ohr allhier gedrungen. Unicht 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und I 6. U Himmel für die Welt ererben 9 Wer wollt hier bleihn noch sich den Jammer länger lassen treiben d Coter 6. Homm, o Christe, komm uns auszuspannen, Gold uns auf und führ uns bald von dannen! Bei di 7. U Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne, begrü Simon Dach, 1605- her Weise: Nun ruhen alle Wälder. Heinrich Iaaak, In 1 0 . werde 4⁵⁷ 35 I. Die Herr⸗lich⸗keit der Er⸗den muß Ralt des& V. Die letzten Dinge +— f— 5——. 4——5 115; und, und A⸗sche wer⸗den, kein Fels, kein Erz kann stehn, 10 2. —.————— EE den 2 4 2..—— 2— ein S Dies, was uns kann er⸗ get⸗zen, was wir fuͤr erwi. . „ ö schät⸗zen, wird als ein leich⸗ter Craum ver⸗gehn. 12. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterth baue lich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Haͤlf stehe gewichen und dieser Mund erblichen, fragt keineh. selbs was man hier getan. 5. Es hilft nicht Kunst noch Wissen, wir werden hih gerissen ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlöstt Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ell enges Grab zu weit. 4. Das alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß ge winnen, und saurer Schweiß erwirbt. Was Miensche 492 1. Cod und Begräbnis 458 hier besitzen, kann für den Tod nicht nützen; dies alles tirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich abt sch Schmerzen mit herzensangst vergällt D Was ist's, wo⸗ zen, u mit wir prangend Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in hohn und Schmach verfällt d 6. Was pocht man auf die Throne, da keine Macht noch Krone kann unvergänglich seind Es mag von Cotenreihen kein Septer dich befreien, kein Purpur, , Gold noch edler Stein. i dnH?. Wie eine Rose blühet, wenn sie die Sonne siehet onne. begrüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich 1603—0yder Abend zeiget, verwelkt und unversehns abfällt: Vaat u So wachsen wir auf Erden und hoffen, groß zu 14—werden, von Schmerz und Sorgen frei. Doch eh wir zugenommen und recht zur Blüte kommen, bricht uns 6 Run des Codes Sturm entzwei. 9. Wirrechnen Jahr auf Jahre; indessen wird die Bahre uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen n stehn, eiden und 0 r bleibg en, I und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Nacht. 10. Auf, Herz, wach und bedenke, daß dieser Seit Geschenke den Augenblick nur dein. Was du zuvor genossen, ist als ein Strom verflossen; was künftig, wessen wird es sein d ewig 11. Verlache Welt und Ehre, Furcht, Hoffen, Sunst und —.— Lehre und geh den Herren an, der immer Hönig bleibet, 35 den keine Zeit vertreibet, der einzig ewig machen kann. zehn. 12. Wohl dem, der auf ihn trauet, er hat recht fest ge⸗ unstet bauetz und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort be⸗ er Gell stehen und nimmermehr vergehen, weil ihn die Stärke ö keinen selbst erhält. Andreas Gryphius, 1616—1664. en hi Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Haßler, 1601. 2 ZSV + + E 1 W 5 iiiiiiiiE Hird ein* D— 1. Ich bin ein Gast auf Er⸗den und leiß ge der Him⸗mel soll mir wer⸗-den, da enschen 405 458 V. Die letzten Dinge r. hab hier kei ⸗nen Stand: ist mein Va⸗ter⸗land. DIEIEEIE—— DD Gra⸗be; dort in der ew⸗gen Ruh ist Got⸗He — x—— RN. — SII Sna⸗den ⸗ga⸗ be, die schleußt all Ar beit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugendan als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kashl hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Na mit Uummer und mit Sorgen des Herzens zugebrach 5. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Stunns erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mis viel Angst erweckt. Verfolgung, Haß und Neiden, h ich's gleich nicht verschuldꝰt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 4. So ging's den lieben Alten, an deren Fuß und Pfh wir uns noch täglich halten, wenn's fehlt an gutem Ral Wie mußten die sich plagen! In was für Weh us Schmerz, in was für Furcht und Sagen sank oft ihn armes Herz! ů 5. Die frommen, heilgen Seelen, die gingen fort und fort und änderten mit Quälen den erst bewohnten Ouh Sie zogen hin und wieder, ihr Ureuz war immer groß bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß, 6. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leih. Was will ich besser leben in dieser Sterblichkeit ꝰ Es mu ja durchgedrungen, es muß gelitten sein. Wer nicht ha wohl gerungen, geht nicht zur Freude ein. 7. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die 2 1 1 1 — —5 Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Selt. Ich wandre meine Straßen, die zu der Heimal führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater tröͤsten wird) zu. genda en kam e Nachi racht. r Stutn hat mit en, oh n leiden nd Pfah em Ral Heh ulh oft ihj ort und en Oul. hoß, 0 Leij s muß cht hal rch die emden heimat wird/ 6. Mein Heimat ist dort oben, den großen Herrscher loben, seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, 9. Su dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin. Die Welt bin ich durchgangen, daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wen ger sind ich Freud, die meinem Geist gefalle, 10. Die Herberg ist zu böse, Ach komm, mein Gott, und löse Komm, mach ein selig's Ende Herz will. Wanderschaft, deinen Arm und Uraft! 1. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Siel ausgemessen, Und was ich hier gebrauchet, wann ich ausgehauchet, so legt man mich ins Grab. 12. Du aber, meine Freude, du zeuchst mich, wann ich scheide, ins Haus der ewgen Wonne, gleich als die helle Sonne, nebst andern leuchten soll. 15. Da will ich immer wohnen, Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast. Da will ich herrlich singen von deinem großen Cun und frei von schnöͤden Dingen in meinem Erbteil ruhn. weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. 1. Cod und Begräbnis 4⁵9 da aller Engel Schar der alles ganz und gar in nachdem's ihm wohlgefällt. das meist ist Herzeleid. der Trübsal ist zu viel. mein Herz, wenn dein an meiner durch und was mich kränkt, das wende so tret ich dann hinaus. das leg ich alles ab, und du meines Lebens Licht, hin vor dein Angesicht, da ich stets freudenvoll, und nicht nur als ein Paul Serhardt, 1607—1676. Melchior Vulpius, 1609. E—— 45⁹—————— ů E 7—.— 2 schen Wie fleucht da⸗ hin der Men 1 4 — + —4 R , Seit, wie ei let man zur E= wigkeit! Wie 495 460 V. Die letzten Dinge + ⁴ + 1 + 2. 24 — 7 +2 1 E + 2— — 27 E 2— I . e. . grund, wie schweigt hie⸗von der trä⸗ge Mundl 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum, ein nicht'ge leerer Wasserschaum; im Augenblick es bald vergeht und nicht besteht, gleichwie ihr dieses täglich seht. 5. Nur du, Jehovah, bleibest mir das, was du bih ich traue dir; laß Berg und Hüͤgel fallen hin: Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. Solang ich in der Hütten wohn, Gottes Sohn; ter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod 7 O Mensch, du läufst dem Schatten zu, bedenk es nun, du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 6. Weg Eitelkeit, der Toren Lust! Mir ist das höchse Gut bewußt, das such ich nur, das bleibet mir. Omein Begier, Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 2. Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor deinem Throne steh! stetig ich mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander, 1650—1680. mir ists so lehre mich o Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) Georg Neumark, 16⁵⁴• 460.—— 2— 2 1. Wer weiß, wie na⸗ he mir mein Ach, wie ge⸗schwin⸗de und be⸗ I —— 1 +— —— 1———— +. ———.——— + 2—— *—— 2..— En ⸗de! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. hen de kann kom-men mei⸗ ne To⸗des not. — we ⸗ nig' den⸗ken an die Stund von Her⸗zens gib, daß ich zähle meine CLag und mun Du unterdessen lehre mich, dah I 2IIIl S. + HS= ES. SSSUEEHEEEHEEE E 23 nein be⸗ 1. Cod und Begräbnis 460 ———.—.—.——.——4—.— ——.———— 4 3——8 Gott, ich bitt 3——8885 Chri⸗ sti Blut: machs EAA nur mit miel nem de—.— 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, und wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Seit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: mach's nur mit meinem Ende gutl 5. Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste ZJesu zu, darein ich mich fest gläubig winde, das gibt mir recht erwünschte Ruh. Mein Sott, ich bitt durch Christi Blut: mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Le ben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: mein Herr und mein Hott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: mach's nur mit meinem Ende gut! 8. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinem Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: mach's nur mit mei— nem Ende gut! 9. Ich leb indes mit dir vergnüget und sterb ohn alle 49² 3²2 — p'—':'::''—ß'p ̃́ͤneeeseseeseserrerrßò—tj&¹rtn 461 V. Die letzten Dinge Hümmernis; mir g'nüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bint es ganz gewiß: durch deine Gnad und ö Christi Blut machst du's mit meinem Ende gut! ö Emilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1632—106. —— 33— Claude Goudimel, 1862.1 EIEEEE 4** V. Mein Le· ben ist ein Hils rim⸗ stand, ich SP.S..ISISIIIIIIIIIII rei · se nach dem VDa⸗ ter · land, nach dem Je⸗ru ⸗sa. ůᷓöꝑ˖e e ˖ ˖‚˖‚. ‚‚ꝑ˖;,;¾i;t:t,t,t,;t F.TTT—.... E lem, das dro⸗ ben Gott selbst als ei ne fe⸗ ste ,. Stadt auf Bun-⸗des ⸗blut ge⸗grün-det hat; da werd .———————— ich—— nen— stets lo⸗ben. Mein Le⸗ben ein ——— 1— —— + 2 1———— Dilg⸗rim⸗stand, ich rei⸗se nach dem Va⸗ter⸗land. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, läuft schnell des Lebens Stundenglas, und was vorbei ist, kommit nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit; Herr Jesu, mach mich nur bereit undoͤffne meine Augenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht 40 5. Uein Reisen ist ohn Ungemach, der Lebensweg hal auch sein Ach, man wandelt nicht auf weichen Rosen. Der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abwenden von dem Siel; ich muß mich oft an Dornen stoßen, ich muß durch dürre Wüsten 9—. und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Somne diemit 498 2 2— 2 . hnell mmt Jesu, f ich, acht! hat osen. nöen ich inen mit 1. Cod und Begräbnis 462 Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet. Wind, Re⸗ gen stürmen auf mich zu; mein matter Geist sind't nirgends Ruh, doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich das goldne Himmelstor mir stell in Slaub und Hoffnung vor. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, zeig mir im Worte deinen Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleugt, ach eile du und fleug mit Gnad und Hilf herzu. 6. Durch deinen Geist mich heilig leit, gib in Geduld Beständigkeit, vor Straucheln meinen Fuß beschütze, ich falle stündlich, hilf mir auf; ach, zeuch mich, daß ich dir nachlauf; sei mir ein Schirm in Trübsalshitze, laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein. 7. Wann mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden; und schließ ich einst die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, da Streit und alle Müh ver⸗ schwinden; laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem fremden Land der blinden Welt gleich unbekannt: dort sind die Freunde, die mich kennen; dort werd ich mit der himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland komm, o bleib nicht lang, hier in der Wüste wird mir bangl Friedrich Adolf Campe, 1683— 1229. weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten.(2) Georg Neumark, 165². — 46 U—— 1. Mein Sott, ich weiß wohl, daß ich und fin ⸗de hier kein sich⸗res ——.——— —.—..———.———— ———— I— ster de; ich bin ein Mensch, der bald ver⸗ Er»be, kein Gut, das e⸗ wig lich be⸗ 499 32⁷ 46⁵ V. Die letzten Dinge +2 2— Dx 4.————.2 + — 6————‚— 1— 1———23— + 565„ 2— AIII— 2 2 +—; H. — 2..—— 2 2 6 — +—14— II— ich recht se⸗lig ster ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, ob ez nicht heute schon geschieht; zerbrechlich bin ich gleich der Scherbe, der Blume gleich, die schnell verblüht; drum mache täglich mich bereit hier in der Heit zur Ewigkeit 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, wie mich des Codes Hand berührt. Dem einen wird das Sterben herbe, sanft wird der andre heimgeführt. Doch wie du willst, nur dies verleih, daß einst mein Ende selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe und welcher Staub mich einst bedeckt; doch wenn ich nur dies heil erwerbe, daß mich dein Ruf zum Himmel weckt, mag hier, mag dort die Stätte sein: die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wann ich einst sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir, auf daß ich dort mit Christo erbe. Wenn nur mein Heiland lebt in mir, so gilt mir's gleich und geht mir's wohl, wann, wo und wie ich sterben soll Benjamin Schmolck, 1672—e, Weise: Wie groß ist des Allmächt'gen Güte. Johann Anastasius Freylinghausen, I704. * 1 0——9 =.———— 463 ◻— 2 D.— E—— 2—.——.—— 2 Laß mir, wenn mei⸗ ne Au-⸗gen brechen, komm, dei⸗nen Trost mir zu⸗ zu ⸗spre⸗chen, EEE —.— —1.— XI Herr, dei⸗nen Frie⸗den fühl⸗bar sein; ö ib und seg⸗ ne mein Ge⸗bei⸗ ne ein; 3 imm erbe. gleich soll. 17³⁷. .——.—.—. Er⸗bar⸗men sanft zu dir heim ins Va⸗ter⸗land! Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727—1752 weise: Der lieben Sonne Licht und Pracht. 1225. 464—— 1. Die Chri⸗ sten gehn von Ort zu und kom men in den Frie⸗dens⸗ ——„—2—— ——‚ 3.————— Ort durch man⸗-nig⸗falt⸗ gen Jam⸗-mer Gott port und ruhn in ih rer Uam-mer. — 2.— nimmt sie 980 dem Lauf in sei⸗ne Ar me E— 1 ——— en auf; das Wei zen⸗ korn—— 1540 sein Beet ——.—— auf Hoff⸗ nung schö⸗ner Frucht ge⸗sät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist, gelobt sei'n eure Schritte, du friedevoll befreiter Geist, du jetzt verlassne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn, dir glänzt der Mor⸗ genstern; euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. — + — 501 46⁵ V. Die letzten Dinge 5. Wir freun uns in Gelassenheit der großen Off barung, indessen bleibt das Pilgerkleid in heiliger V wahrung. Wie ist das Glück so groß in Jesu Armu Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hina so hoch hinan! Nikolaus Cudwig Graf von Sinzendorf, 1700—1260 weise: Christus, der ist mein Leben. melchior vulpius, 169. 405 3 7 2.——.— 1. Wie Si⸗me⸗ on ver⸗schie⸗ den, das Frie⸗ den aus die⸗sem Le⸗ ben hin. 2. Ach, laß mir meine Bitte, mein treuer Gott, geschehn, laß mich aus dieser hütte in deine Wohnung gehn. 5. Dein Wort ist uns geschehen, an diesem nehmich teil: wer Jesum werde sehen, der sehe Gottes Heil. 4. Ich seh ihn nicht mit Augen, doch an der Augen Statt kann mir mein Glaube taugen, der ihn zum hei land hat. ö 5. Ich hab ihn nicht in Armen, wie jener Fromme da doch ist er voll Erbarmen auch meinem Herzen nah. 6. Mein Herz hat ihn gefunden, es rühmt: mein Freund ist mein; auch in den letzten Stunden ist meine Seele sein.—014 2. Ich kenn ihn als mein Leben, er wird mir nach dem Tod bei sich ein Leben geben, dem nie der Tod mehr drohl 8. Mein Glaube darf ihn fassen, sein Geist gibt Uraft dazu; er wird mich auch nicht lassen, er führt mich ein zur Ruh. 4 9. Wenn Aug und Arm erkalten, hängt sich mein her!; an ihn; wer Jesum nur kann halten, der fährt in Frie den hin. Philipp Friedrich Hiller, 1699— Ieh, 11111 1. Cod und Begräbnis 466, 46² Nach voriger Weise. 466. Ich weiß, an wen ich glaube, und daß mein Heiland lebt, der aus dem Todesstaube den Geist zu sich erhebt. 2. Ich weiß, an wem ich hange, wenn alles wankt und weicht, der, wenn dem Herzen bange, die Retterhand mir reicht. 5. Ich weiß, wem ich vertraue, und wenn mein Auge bricht, daß ich ihn ewig schaue, ihn selbst von Angesicht. 4. Er trocknet alle Tränen so tröstend und so mild, und mein unendlich Sehnen wird nur durch ihn gestillt. August Hermann Niemever, 1254—1828. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1599. — 4— — + + +—— 46————9—. 0— +—— Hal ⸗le⸗lu⸗ ja, A⸗ men, A-men! U⸗ber mir schwebt Got⸗-tes Se⸗gen, ⁴— F e ,x,e, In mei⸗nes gro ßen Je⸗ su Na⸗men eil ich sein Fried ist nah auf al ⸗len We⸗gen, mein Herz ö Ksüu. — —.—— I 35 V— dem ew⸗ gen Sie ⸗le zu. ö er⸗quickt einst ew⸗ ge Ruh. Du nimmst, ö 22—.——.————— — ö .—————— Herr Je⸗su Christ, wenn nun voll en⸗det ist —— 4 — ————— ——— mei ⸗ne Wall⸗fahrt, durchs To⸗destor den Geist 50⁵ 468, 469 V. Die letzten Dinge V 2—— 3 SDD= — em⸗-por; dann sing ich dir im hö⸗hern Chor. Aarl August Döring,—— * Weise: Christus, der ist mein Leben. merchior 55. 1609. + +...— 468ʃ EEEE—.—.— 1. Nlag auch die Lie⸗ be wei⸗ nen! Es — I 35 — 2— kommt ein Cag des Herrn; nach Dunt⸗ ler— +—.—.——.— 22—— 4— —.—. wird schei⸗ nen ein hel⸗ler Mor⸗gen⸗stern. 2. Mag auch der Glaube zagen!l Ein Tag des Lichtes naht; aus Dämmrung wird es tagen, zur Heimat führt sein Pfad. 5. Mag Hoffnung auch erschrecken, mag jauchzen Grab und Tod! Die Schlummernden wird wecken dereinst ein Morgenrot. Friedrich Adolf KÄrummacher, 14765—185. Weise:.— meine Zuversicht.(3) Zohann Crüger, I68 — 469 EU————— —— ̃—— 41 I. Seht nun hin und grabht mein Grab, von der Er⸗de scheid ich ab, E.— II — n Ln— 42—— 2——— 3 EE denn ich bin des Wan⸗derns mü⸗ de; denn mir ruft des Him-mels Frie ————3 7 25—5 A 2—.————.— aex F — I * uf die sü⸗ 5 Ruh von den En⸗geln dro⸗ben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab, meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo —. — ö denn mir de, 1. Cod und Begräbnis 4²⁰0 alles Ird'sche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frie⸗ den scheiden!l Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden werden Leiden, deine Schönheit Unbestand: alles Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne! Fahret wohl mit eurer Pracht, denn ich reis' in weite Ferne, reise hin zu jenem Slanz, worin ihr erbleichet ganz. 6. Ihr, die nun in Trauern geht, fahret wohl, ihr lie⸗ ben Freunde! Was von oben niederweht, tröstet froh des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein: droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrland will, aus dem Schatten, aus dem Schemen aus dem Eitlen, aus dem Nichts, hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nichtl Mein süßes Heil, meinen Heiland hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den war⸗ men Herzenswunden, woraus einst sein frommes Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nichtl Mein Erlöser lebt; hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt und der Himmelsheld, der Glaube, und die ewge Liebe spricht: Hind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, 1269—1860. Weise: Herzlich tut mich verlangen.(5) Leo Baßler, 1601. 470 W ;='?pꝰM⸗ 1. In Got-tes Rat er⸗ge⸗ ben, ver⸗ ich geh zum bes⸗sern Le⸗ben, so⸗ 505 4² V. Die letzten Dinge L.RN— EII laß ich gern die Welt; bald es ihm ge⸗fällt. Was wär's, was mich be. — Deee „ 24 ELS ö trüb⸗te d Dort schau ich e⸗wig den, den mei ⸗ne ö— 1 — 2E...— + — 1 1 2 — — Hn + .——— 0——.— 122——*.— See⸗le lieb⸗te, noch eh ich ihn ge ⸗ sehn. 2. Er ruft zur Seit der Schmerzen uns voll Erban men zu: kommt her, beladne Herzen, ihr findet bn mir Ruh! Dies Wort aus deinem Munde laß, hen mich zu erfreun, in meiner letzten Stunde mir Ge und Leben sein. 35. Mit dir muß es mir glücken, den Nampf zu über stehn. In gläubigem Entzücken laß meine Seele sehn, wie du, o Heil der Sünder, einst mit dem Tode rangl und wie du, Überwinder, allmächtig ihn bezwangst. 4. Der frohe Siegsgedanke: wo ist dein Stachel, Codd Li stärk mich, daß ich nicht wanke in meiner Todesnol. ur So ist, ob ich gleich sterbe, doch Sterben mein Gewinn; de ich bin des himmels Erbe, dein Wort sagt, daß ich's bin. 54 5. Du schreibst ins Buch des Lebens auch meinen Na 5 men ein; dein Blut kann nicht vergebens für mich ve.·“. gossen sein. Dir trauet meine Seele, dich lobt, was in 0 mir ist, dich, dem ich sie empfehle, der du die Liebe AHI Verfasser unbekannt. 5 Beim Tode von Eltern Freu dich sehr, o meine Seele.(O) Claude Goudimel, 164 —— . winn; hin. n Na⸗ ch ver⸗ vas in e bis Rannt. 1. Cod und Begräbnis 4²1 / qꝑiIꝑꝑ.ꝑqꝑ‚ꝑiꝑiꝑ‚iti'i'iꝑ‚ꝑ‚ꝑ' ꝑI‚Iꝑ ꝑ ‚.......... EiIiSiSEEESSSS S blaß, in dei⸗ nem Ster⸗be⸗kleid, iel seh ich dich mit stil⸗lem Leid,——— ————.— :IA—s—— —————— treu- e Mut ⸗ter du! Zet⸗ zo trägt man dich —— 30— ö—.—..— —— zur Ruh; schlummere süß im küh⸗len Grun de — + 4 4 +—— —— 5—— I*——— ——* 0— 44.— ——*—— bis zur Auf ⸗er ste ⸗hungs · siun de!l 2. Auge, das mit Lieb und Sehnen oft die Seinen an⸗ geblickt, segnend mit viel tausend Tränen haben wir dich zugedrückt. Nie auf dieser Erde mehr blickst du zärtlich auf uns her; doch zu Wiedersehens Grüßen wirst du heller dich erschließen. 5. Hand, die treulich uns geleitet, die uns nichts als Liebe gab, Freud und Trost um uns verbreitet, ruhe nun im stillen Grab! Unermüdet war dein Fleiß, und dein Tagewerk war heiß. Wenn die Toten auferstehen, wird in dir die Palme wehen. 4. Edler Mund, zum Reinen, Großen und zu Lieb Nund mildem Wort freundlich, lieblich aufgeschlossen, nimmer tönest du hinfort; aber was die Lippe sprach, tönt in unserm Herzen nach, bis du, wenn die Gräber springen, Gott wirst Halleluja singen. 5. Herz, das ohne Falsch geschlagen, das in Liebe nie geruht, das uns sterbend noch getragen, ruhe sanft in Gottes hut! Weinend, dankend rufen wir: ewger Segen folge dir! Wenn die Grüfte sich bewegen, schlage wie⸗ der uns entgegen! 6. Dann wird froh die Träne fließen, wie sie jetzt in Crauer fließt; froh wird dich dein Kind begrüßen, das dich heut in Tränen grüßt. Dann, dann wird der schwere 50² 4²² Tod dein Leben, Wei Hilf, Berr Jesu, laß gelingen. V. Die letzten Dinge Stein weg von deinem Grabe sein. Christus war in ewig darfst du vor ihm schweben. Albert Anapp, 1798—1866f. Johann Schop, ge. —.—..—.— 172— Va⸗ 1er⸗ hier im Er⸗den · scho= ße — SIIIIITITTTTITII ruhst du lan⸗ge nun fort⸗hin; bald wud ——— 7⁰ /— 2 + —— 2 — auch mit grü⸗ nem Moo se sich dein stil⸗ les E I — LET Grab um⸗ Fehn⸗ Stür⸗me wer⸗den drü⸗ber 1—4 Zir w— 122 .SISII Bild, dein Wort gänglich leben fort, und in Frieden hingegangen. 5. O wie heilig ist dies Bette, legtl Owie teuer diese Stätte, 4. Schlafe wohl, o Vater, schlafe Vaters Haus! Erwachen ohne Nummer! 5. Zesus Christus, Herr der Toten, dem verlierst, zur Vollendung führst: legen wir in deine Hände. Leiden aus, bis der Hirte seine Schafe Sanft sei dir der letzte Schlummer, dein was dein Vater dir geboten, dieses Vaters Geist und Ende 6. Uomm, in unser Herz zu geben deiner Wahrheit —— flie gen, Schnee auf dei nem Bet⸗te lie⸗gen. 2. Doch in unsern treuen wird dein Geist, dein unter tiefen Ciebesschmerzen unver⸗ wie du liebend uns umfangen wo der Herr dich hinge⸗ die nun dein Gebeine hegt, das im ewgen Osterwehen himmlisch klar soll auferstehen. deiner Wallfahrt sammelt in des der du nichts von daß duss war im pen. 5—1866. p, J632. 1. Cod und Begräbnis 4⁷⁵ hellen Schein, daß, wenn sich die Toten heben, unser Vater ohne Pein spreche bei des Herrn Erscheinen: sieh, hier bin ich und die Meinen! Albert Knapp, 1298—1864. Beim Code von Ehegatten Weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir.(A) Stenhdurs, 1025 4„1525. 1 4— I— 2 3 473 +—2—— 75 4—* 2 +2. E. 0 2.. 4.—— 1. Ach Gott, ich muß in Trau-rig⸗keit mein die⸗weil der Tod von mei⸗ner Seit so —..———— e. Le⸗ben nun be⸗schlie ßen ei⸗lends hat ge⸗ris⸗sen ——— mein treu⸗es Herz, der — 565 I — 2 2..—*. Cu⸗gend Schein, des muß ich jetzt be⸗rau⸗bet ——————————— ..— sein; wer kann mein E⸗lend wen ⸗den d 2. Wenn ich an seine Freundlichkeit gedenk in meinem Herzen, die er mir hat zu jeder Zeit, in Freud und auch in Schmerzen, erwiesen ganz beständiglich, mein Ureuz und Weinen mehret sich, vor Angst möcht ich vergehen. 5. Bei wem soll ich auf dieser Welt rechtschaffne Liebe finden? Der meiste Teil nicht Glauben hält, die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und red es ohne Scheu: die best ist doch getraute Creu; der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwert jetzund durch meine Seele, die abzuscheiden oft begehrt aus ihres Leibes höhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, in sol— chem Ureuz mein Tröster bist, muß ich vor Leid verzagen. 5. O treugeliebtes selig Herz, zu dir will ich mich wenden in diesem meinem großen Schmerz, ob sich mein Angst wollt wenden; ich will betrachten deinen 509 V. Die letzten Dinge Stand, wie Gott dir alles Kreuz gewandt in höch 2 Freud und Wonne. 5. Uein Angst, kein Crübsal, Weh und Not kann jetzund verletzen; im Himmel will der fromme Goth mit Liebe dich ergötzen. Die Seele schaut mit Lust und Freud den Herrn in seiner Herrlichkeit mit allen Aus erwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies b trübte Leben; ich aber komm hinauf zu dir, da werh ich mit dir schweben in höchster Freude, Wonn us Lust, die deine Seele täglich kost', drauf ich mich hey lich freue. — 8. O wie mit großer Freudigkeit wolln wir einans kennen, da wird uns dann zu keiner Seit der billn Cod mehr trennen. Ach, welche Freude wird dann ö wenn ich dich, den ich jetzt bewein, mit Freuden weth umfangen. 9. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu Gemülz führen, erwarten in Geduld die eit, wie Christen wil gebühren. Gott alles Crostes, steh bei mir und mich durch deinen Geist regier zu deines Namens Ehrenl 5 Johann Heermann, 1585—lei, — Beim Tode von Uindern Weise: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. Johann Schop, Ioil. —3—3—. 47 12222227——— EAESEDE E 1 I— 1——— FHN 7 ů H1. 2—.—— —— 1. Du bist zwar mein und blei=best —.——— 2 0——.— 1 7 — ‚ 35.—— EE hat das mei⸗ste Recht — 510 + Doch bist du nicht nur mein all 4 3 — 2 7 SSEEE S SS.SISISS‚‚. höchst ann dich ne Gotl Lust und len Aus dies ba da werh onn und ich herz einandz er bitll inn sein en werh Gemüuh sten will nd mich. hren! 85—1647, —— 9———— 7⁰=——— 2 5⁵ EiEEEEEEE hebt von mir dich, o mein Sohn, mein Wil⸗le, —— —————— 1——.——1 mein Herz und Wun-sches Fül-le. 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut williglich mir wün⸗ schen und erwählen. Ich wollte sagen: bleib bei mir, du sollst sein meines Hauses Hier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 35. So sagt mein Herz und meint es gut, Gott aber meint's noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut, in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, da Alt und Jungen in aͤller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben, will, daß er nah an seinem Thron im Him⸗ mel solle leben. Ich sprach: ach weh, mein Licht ver⸗ schwind't! Sott spricht: willkommen, liebes Kind, dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort, und heilger als wir denken. Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Ver⸗ sehn; bei Gott kann keinem Leid geschehn, wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6. Ach sollt ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Na⸗ men ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den auch du geheiligt bist: ich weiß, ich werde müssen vor Freude Tränen gießen. 7. Ich würde sprechen: bleib allhier, nun will ich nicht mehr klagen: ach mein Sohn, wärst du noch bei mir! Nein, sondern: komm, du Wagen Eliä, hole mich ge⸗ schwind und bring mich dahin, da mein Uind und so viel liebe Seelen so schöne Ding erzählen. 511 4²⁵ V. Die letzten Dinge 8. Vun sei es ja und bleib also, ich will dich nicht be weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauten Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruhf hier leb und bleib nun immerzu, ich will, will's Goth mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, 1 Begräbnis Eigne—.95. 0 1— wittenberg, I8n —— 22—— 47⁵⁷ EEEE E E 35. Nun las⸗set uns den Leib be⸗ grab nuh en re dar an kei⸗ nen.9—5 fel habꝰ ni er wird am jüng⸗ sten C——— S 2 05— 1— Tag auf⸗stehn und un Der Wes: lch her⸗vor⸗gehn. 2. Derselb ist Erd und von der Erd, daß er zu Erhe wieder werd, und von der Erd' wird er aufstehn, wen Gott's Posaune wird angehn. 3. Sein Seel lebt ewiglich in Gott, der sie allhier aus lauter Gnad von aller Sünd und Missetat durch sei nen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu ei'm selgen End, er hat getragen Christi Joch, er is gestorb'n und lebet noch.* 5. Die Seel elebt ohn alle Klag, der Leib schläst b6ö zum jüngsten Tag, an welchem Christus ihn verklul und ewge Freude ihm gewährt. 6. Allhie ist er in Angst gewes'n, dort aber wird 2 ganz genes'n und wird in ewger Freud und Won dann leuchten wie die helle Sonn. ö 2. Nun lassen wir ihn schlafen fein und gehn all unste Straßen heim, schicken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns gleicherweis. 512 BIns; — nicht be⸗ st lauter 10 Auh Is Goth 60²—16re. ingesten Hier auz urch seh imen zu er is läst biz verklän wird er Wonn lunste denn 1. Cod und Begräbnis 4²6 8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst vons TCeufels G'walt und ewger Oein: ihm sei Lob, DPreis und Ehr allein. Michael Weiße, 4 1542. Vers 8 späterer Zusatz. Nach voriger Weise. 476 1. Nun bringen wir den Leib zur Ruh und decken ihn mit Erde zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Erde werden muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub; nicht immer der Verwesung Raub; er wird, wenn Christus einst er⸗ scheint, mit seiner Seele neu vereint. 5. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist lern hier, was unser Leben ist: nach Sorge, Furcht und mancher Not kommt endlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit, auf Sterben folgt die Ewigkeit. Wie wir die Seit hier angewandt, so folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück, wie wir selbst, einen Augenblick; so währt auch Ureuz und Trau⸗ rigkeit, wie unser Leben, kurze Seit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. In allem, was du denkst und tust, bedenke, daß du sterben mußt. 2. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn, soll jeder zu dem Vater flehn: ich bitt, o Gott, durch Christi Blut, mach's einst mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun, vor unserm Gott uns kindlich scheun. Wir sind hier immer in Gefahr; nehm jeder seine Seele wahr. 9. Wenn unser Lauf vollendet ist, so sei uns nah, Herr Jesu Christ! Mach uns das Sterben zum Gewinn, zieh unsre Seelen zu dir hin. 10. Und wenn du einst, du Lebensfürst, die Gräber mächtig öffnen wirst, dann laß uns fröhlich auferstehn und dort dein Antlitz ewig sehn. Ehrenfried Liebich, 1715—1780, 515 3³ A²ẽ? V. Die letzten Dinge ise: b mein Sach Gott heimgestellt. Weise: Ich hab mein Sach Go äütät⸗ vulpius, 1009 EH— 2—— 122.—— +——— 47⁷ A. H 2 2 ů ;* + 0 1. Wohl⸗auf, wohl⸗an, zum letz⸗ ..DDDDDDDED Gang! Nurz ist der Weg, die Ruh ist lang. Goh 1 + 7—— I G 2Be, ereen ren, ar,utwte rauemen Ser, r ———— ö— füh⸗ret ein, Gott füh⸗ret aus; wohl⸗ an, hin EEEi ————— +* E— In aus! Hein Blei⸗ben ist im Er⸗den⸗haus. 2. Du herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl u e laß dein Leid! Schleuß nur getrost die Pforte zu! W 2 trauerst du? Dein Seist geht hin zur ewgen Ruh. 1 5. Cragt ihn fein sanft ins Schlafgemach, ihr Liebg. n folgt ihm segnend nach. Hab gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl. Hab gute Nacht, die Nacht il d u kühl. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph, der Herr macht gute Bahn sein Kreuz voran, das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hel den Sabbath ein, der nach des Werktags kurzer Iri durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. ———— B. 6. O selig, wer das Heil erwirbt, daß er im Herny] in Christo stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, H Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat. 8 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod d Du so viel, und eins ist not! Die Welt beut ihre Güter fei denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Tei 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts bra 51⁴4 1. Cod und Begräbnis A² test du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts! Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein haus bei Zeit, eh dich der Tod an Cote reiht. Sie rufen: gestern war's an mir, heut ist's an dir. Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab. Wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Schlag an die Brust! Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein herz zu warm, da blüht zu schön kein Mangenrot; im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12. Ach, banges Herz im Leichental, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 15. Dein Crostwort klingt so hoch und hehr:„Wer an mich glaͤubt, stirbt nimmermehr!“ Dein Ureuz, dein Grab, dein Auferstehn, dein himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut, schon hier die ewgen Hütten baut. Er sieht das Uleinod in der Fern und kämpfet gern und harrt der Zukunft seines Herrn. C. 15. Nun, CTor des Friedens, öffne dichl Hinein, hier schließt die Wallfahrt sich. Ihr Schlummernden im Frie⸗ densreich, gönnt allzugleich auch ihm ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort, viel Wohnungen im Himmel dort; bereitet ist die Stätte schon am Gna⸗ denthron, bereitet ihm durch Gottes Sohn. 12. Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und spricht:„Ich komme bald!“ Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein; Amen, dein laß uns ewig sein. Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1755— 1860. 5 1⁵ 3³⁰ V. Die letzten Dinge 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 4²8 Eigne Weise. Johann Walter, EI ETE— ö. Mitt- ten wir im Lerben sind mit den Wen such'n wir, der Hil⸗fe tu, daß win 7——— 2—— ,, wrreen m., H. 0—— 7 Tod um ⸗fan ⸗gen. Gnad er lan ⸗ gen ꝰ—— bist du, Herr, all ⸗ei ö 4 N 1 1 I E *— 12— 5 EIEES— .— ne. Uns reu⸗et uns re Mis⸗se tat, die dich 7—.—— 1.—.—— +——— 1— 1— ———————— Herr, er ⸗zür ⸗net hat. Hei ⸗li⸗ ger Her ⸗re EESEIEISIIII EREE ESESEIEIEIEIEIEIIIIIIEI— Sott! Hei ⸗li„ger, star ⸗ker Gottl Hei ⸗li„ger, 4 E— 1 1 + + + 1 1— 7— I— 1 1 1— +— —— +——EZZJIJ————— 1————— 22 barm ⸗her ⸗zi⸗ger Hei⸗ land, du e⸗wi⸗ger SDSDPIPIꝑDIEEEEI I............ E L—— I.—.———— Gott! Laß uns nicht ver⸗sin ken in des bit⸗ tem EES 1— 2— 5 Co ⸗des Not! Er barm di un serl 2. Miitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen wer will uns aus solcher Not frei und ledig machend Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmher⸗ zigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott! heiliger, starker Gott! Heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Hoͤllen Glut. Erbarm dich unser! ATIIN RSSOUN E — 28 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 479 5. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben, wo soll'n wir denn fliehen hin, da wir möͤgen bleiben d Zu dir, Herr Christ, alleine! Vergossen ist dein teures Blut, das g'nug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott! Heiliger, starker Hott! Heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht entfallen von des rech⸗ ten Glaubens Trost! Erbarm dich unser! Martin Luther, 1524, nach dem lateinischen Media vita des Notker von St. Gallen, des Alteren, 1022. Weise: Es ist das Heil uns kommen her.(a) 15. Jahrhundert. — 82— 4— N——— AEH—— Eh—— 479 E—4———2—— 1. Es ist ge⸗wiß⸗lich an der Seit, daß in sei⸗ner gro⸗ßen Herr⸗lich⸗keit, zu =2——————————— 60 Ii‚iEe—————— —— 142.—* Christ, der Herr, wird kom⸗men rich ten Bös und From⸗me. n— nur n en nün— ————— +— 0 — —.——2—— dann vor ihm be⸗stehn, wenn al ⸗les wird durchs ————. ——.——.—— + IAN — n ran n Lee. +— IIIIITIT 35 Feuer gehn, wie uns sein Wort be⸗ zeu get d 2. Dosaunen wird man hören gehn an aller Welt ihr Ende; dann werden alsbald auferstehn die Toten gar behende. Da wird der Tod erschrecken sehr, wann er wird hören neue Mär, daß alles Fleisch soll leben. 5. Ein Buch wird dann gelesen bhald, darinnen steht geschrieben, wie Gott will richten jung und alt; nichts wird verborgen bleiben. Da wird ein jeder seinen Lohn empfahen, wie er hat getan in seinem ganzen Leben. 4. Was werd ich armer Sünder dann vor deinem Richt⸗ stuhl sagen? Was werd ich für ein Fürsprech han, der 51⁷ 48⁰ V. Die letzten Dinge meine Sach austrage? Das wirst dutun, Herr ZJesu Christ weil du zuvor gekommen bist, all Sünder zu erlösen. 5. Wannich, Herr, meine Sünd bedenk, mein Augen mü sen weinen; wann ich die große Freud bedenk, mein hen tut sich erfreuen; Herr, hilf, daß ich dein Angesicht moh sehn mit meinem Augenlicht dort in dem ewgen Leben 6. Herr Zesu Christ, du machst es lang in diesen boͤsen Tagen; den Leuten wird auf Erden bang, laß sie doch nicht verzagen! Gib ihnen deinen heilgen Geist, derse in alle Wahrheit leit durch Jesum Christum! Amen. Bartholomäus Ringwaldt, 1530—1500. Eigne Weise. I. 45⁰—— 1. Wachet auf! ruft uns die Stim⸗me Mit⸗ter ⸗nacht heißt die⸗ se Stun⸗dez ESiEEEEEEEEE der Wäch⸗ter sehr hoch auf der Hin„»ne; wahz sie ru⸗fen uns mit hel⸗lem Mun⸗de: wo 5 ii ö SE b —— 7. I—.——.— 6 +—— auf, du Stadt Je⸗ru⸗sa⸗lem! Wohl seid ihr, klu⸗ gen Jung ⸗frau⸗ en d —————————— ——.—— Seeeeeeeeeeeee ää—2—— ́ auf, der Bräut⸗gam kömmt! Steht auf, die Cam⸗pey] —.— I.I FFIN 35 nehmt! Hal ⸗le⸗lu⸗ja! Macht euch be⸗reit zu * UE. 1 f—— —— + + ů N 1 I + —4— 2 V 2 .——— Hoch⸗zeit; ihr müseset ihm ent⸗ ge⸗ gen⸗gehn. 2. Sion höͤrt die Wächter singen, das Herz tut ihrr 5 16 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 481 Chris Freuden springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr en. Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden enmüß stark, von Wahrheit mächtig; ihr Licht wird hell, ihr in her Stern geht auf! Nun komm, du werte Uron, Herr tmög Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Leben Freudensaal und halten mit das Abendmahl. n bösen 5. Gloria sei dir gesungen mit Menschen⸗ und mit sie dc. Engelzungen, mit Harfen und mit Simbeln schön. derst Von zwölf Perlen sind die Core an deiner Stadt; wir men. stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Hein 5j Aug hat je gespürt, kein Ohr hat je gehört solche Freude. 105 Des jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für. — Philipp Nicolai, 1556— 1608. 6 Eet ö——— 550—— IIE „de. E 1 — 1. Je⸗-ru⸗sa⸗lem, du hoch⸗ ge⸗bau⸗te I Mein seh⸗nend Herz so groß Ver⸗lan⸗gen wahh EE EEEE tadt, wollt Gott, ich wär in dir.— — hat und reißt sich los von hier: weit ũ · ber Berg und —...— EA— ohl Ca le, weit ü⸗ber bla-ches Feld, schwingt sich zum Di——— SRND/D —55 Him⸗mels⸗saa le und eilt aus die⸗ser Welt. pen 2. O schoͤner Tag und noch viel schönre Stund, wann .— kommst du doch heran, da ich mit Lust, mit loberfüll⸗ —. tem Mund die Seel befehlen kann in Gottes treue uu der Hände auf Christi Wort und Pfand, daß ihre Wall⸗ — fahrt ende in jenem Vaterland! — 5. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir! Cu auf die Gnadenpfort! Wie lange schon hat mich verlangt nach 1 dir, eh ich bin kommen fort aus jenem böͤsen Leben, 519 48² V. Die letzten Dinge aus jener Nichtigkeit; Erb der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, nmt dort gezogen schon! Was in der Welt von Auserwähl⸗ ten war, trägt dort die Ehrenkron. gespendet aus meines Jesu Hand, vollendet in jenem Tränenland. nun hat mir Gott gegeben d 5. Dropheten groß und Patriarchen hoch, die Glaub gen insgemein, die weiland dort trugen des Ureuzes Joch und der Cyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klaͤrheit hell um geben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Und lang ich an im schönen Paradies, im Heiligtum 5 Herrn, dann schaut mein Geist, was er einst glaubend priczh was er gesehn von fern. Das Halleluja schallet in reinen Heiligkeit, das Hosianna hallet ohn End in Ewigkeil 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön au Chören ohne Fahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hunderttau send Sungen, Anfang gesungen das große Himmelsheer. ö Johann Matthäus Meyfart, 1590—1642. Eigne Weise. Johann Crüger, 16535. 4½— FFFII E—.— + VD L welch eine edle Schar komm Die wird auch mir nun ich den Lauf mit Stimmen noch viel mehr, wie von à. 6 E⸗wig⸗keit, du Don · ner⸗ wort/ e O N 2—— + + E+ + 1 L + 2 2 Schwert, das durch die D. See ⸗le bohrt, o An fang weiß vor gro⸗ßer Crau:rig ⸗keit nicht, wo ih IEII—— .—— 2 —* I 5 2—— son⸗ der En⸗ del mich hin⸗ wen ⸗de. 520 E⸗wig ⸗keit, Seit oh ⸗ne Seit, ich 221 07 2 7 14 Mein ganz er ⸗schrock⸗nes das ommt wähl⸗ ch mit Lauf Pläub⸗ reuzes Ehren um: 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 485 .. + 1 2 ———.—...—— —..——.— Herz er⸗ bebt, daß mir die Zung am Gau⸗ men klebt. 2. Hein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Seit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; die Ewigkeit nur hat kein Siel, sie ist ein Meer, das Wellenspiel läßt nimmer ab zu toben; ja, wie mein Heiland selber spricht, ihr Wurm und Heuer stirbet nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang, o ewig, ewig ist zu lang; hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen: nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Wach auf von deinem Schlaf, wach auf, halt ein in deiner Sünden Lauf und bessre bald dein Leben. Wach auf, denn es ist hohe Seit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte LCag: wer weiß da, wann er sterben mag d 5. O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! OEwigkeit, Seit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir ge⸗ fällt, Herr Jesu, in dein Freudenzeltl Zohann Rist, 1602—1667. —4 — 1 + Eigne Weise.(8 — 0 1es. Z.V + R 1— [Pai— H——PE 48 EH— 0 7 7 6— 1. Al⸗le Men⸗ schen muͤs⸗ sen ster⸗ ben, was da le ö bet,—— ver ⸗der⸗ben, r bi rerr... al · les Fleisch ist Sleich wie Heu; soll es an⸗ders wer⸗den neu; die · ser Leib, der —— ö 4— — muß ver⸗ we ⸗sen, wenn er an⸗ders soll 521 nasr V. Die letzten Dinge ge ⸗ ne⸗sen der so gro⸗ße E 1— 1 1 + 1 I—— —— die den Frommen ist be⸗reit.— 2. Drum so will ich dieses Leben, wenn es meinen di Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin dan]“2. über nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden hab Es ich nun Erlösung funden, und mein Trost in Todesny] Me ist des Herren Jesu Tod. wir 5. Zesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist men Gewinn; er hat mir das Heil erworben, drum fah ich mit Freuden hin hier aus diesem Weltgetümm Hie in den schönen Hotteshimmel, da ich werde allez lich schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tauses Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, diengn daf Gott vor seinem Chron; da die Seraphinen prangu mi und das hohe Lied anfangen: heilig, heilig, heilig henl ist Gott der Vater, Sohn und Geist. ö 5. G.Zerusalem, du Schöne, ach, wie helle glänzest dl dat Ach, wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh mi Ach der großen Freud und Wonne; jetzo gehet auf di Sonne, jetzo gehet an der Tag, der kein Ende nehme]6. mag! Johann Georg Albinus, 1624—1si. mi To — Berzlich tut mich verlangen.(5) Leo Haßler u im 32——— 1 —F 1 J 1 464 F—* J 1 +— 1.—2 HMαι1— 2— 1 I E + 2 SISꝑqIqꝑ 1. Be⸗den„ke, Mensch, das En⸗de, be⸗ ö ö Der Tod kommt oft be⸗hen⸗der wer 2 EENH E—— 4 ö EEEEE 1.— ö J——— den ke dei⸗ nen Tod! heu ⸗te frisch und rot, kann mor⸗gen und ge⸗ 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 485 —— 1 43 5 —— schwin⸗der hin weg⸗ge⸗stor⸗ben sein, dennt bil⸗ de —.— 1 —.—.—.—.. dir, 0 Sün⸗der, ein täg⸗ lich Ster ⸗ben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht! Es müssen alle Stände vor Jesu Angesicht. Uein Mensch ist ausgenommen, hier muß ein jeder dran und wird den Lohn bekommen, nach dem er hat getan. 5. Bedenke, Mensch, das Ende, der Höllen Angst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein kläg⸗ lich Schmerzensschreien: ach, Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke stets die Seit, daß dich ja nichts abwende von jener Herrlichkeit, da⸗ mit vor Gottes Throne die Seele wird verpflegt: dort ist die Lebenskrone den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken der Seiten letzte Seit, daß sich nach dir zu lenken, mein Herze sei bereit. Laß mich den Tod betrachten und deinen Richterspruch, laß mich auch nicht verachten den ewgen Tod und Fluch. 6. Hilf Gott, daß ich in Seiten auf meinen letzten Tag mit Buße mich bereiten und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte steh mir, o Jesu, bei, daß ich im Himmelslichte zu wohnen würdig sei. Salomo Ciskow, 1640— 1689. —: Dalet will ich dir geben. 655 1elt. — ñ 48⁵ nn den. —. Er mun⸗tert euch, ihr Irenbment Zeigt der A⸗bend ist ge⸗ kom⸗-men, die 52³5 485⁵ V. Die letzten Dinge eu⸗rer LCam ⸗pen Schein; fin»stre Nacht bricht ein; marchel er Bräu⸗ti⸗ Dann mit Pracht. Auf, be⸗ tet, S ö kämpft und wa chet! Bald ist es Mit⸗ter⸗ nacht 3 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit 01 und seid des Herrn gewärtig; bereitet Leib und Seell Die Wächter Sions schreien: der Bräutigam ist nah begegnet ihm in Reihen und singt Halleluja!* 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Hauph empor mit ZJauchzen und mit Schalle zum frohn Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, die Hochzeit i bereit; auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Brautgen ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen; drum schlafet nich mehr ein! Man sieht die Bäume blühen, der schonsh Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten, die Abend röte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebj mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübl; es sind die Freudenstunden gekommen, und der Draul wird, weil sie überwunden, die Urone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seih sollt nun nach Hreuz und Hlagen in Freuden sonder Leih mitleben und regieren und vor des Lammes Chron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Uleid hier stehn die Weizenhalmen in Frieden nach dem Stre und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein die dort der Tod erschlagen; hier quillt der Freudenwein 5²4 es Hat 50 üi 295 in.. E= — — —— X s 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 486 Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, 95 die Erlösten weiden; hier ist die sichre Pfort, hier sind die güldnen Gassen, hier ist der Freudensaal, da wir uns niederlassen zum ewgen Hochzeitsmahl. 9. O Zesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf! Geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit, wir heben Haupt und hände nach der Erlösungszeit. Laurentius LCaurenti, 1660—1222. —.— Herr Zesu, laß gelingen. Johann Schop, 1642. — . 2885— hat uns Gott ve ver · hei ⸗en, —..— —.— 2..— ——. wig währt. Da wir hier durch —2 5.— ————————— + 1 rei sen, wo uns— den Glau⸗ ben — .——— 2.——...— * lehrt, soll uns die Ver⸗heiß⸗ung trei⸗ ben, IL I E daß wir nicht da⸗ hin 15 blei⸗ben. 2. Lehr mich, Herr, im Glauben wallen, nur nach dei⸗ ner Führung gehn, stehen, wenn schon andre fallen, hoffen, wenn noch nichts zu sehn. Denn die dein Wort angenommen, läßt du, Gott, zur Ruhe kommen. 5. Will der Weg mir lange werden, zeige mir das nahe Land; ist das Streiten voll Beschwerden, stärke mir zum Sieg die Hand. Dahin, wo ich ausgegangen, laß mein Fleisch nicht mehr verlangen. 4. Laß mich nicht von Ruhe träumen, wo mein Geist doch keine hat; die nicht glauben, die versäumen ihren 525 48² V. Die letzten Dinge Teil an jener Stadt, und in dieser Erden⸗Wüste die Gräber ihrer Cüste. 5. Was ich denke, was ich tue unter meiner Pilgri last, alles geh auf deine Ruhe, die du uns verheißen h daß ich auf Verheißung sterbe und das Los des Gl bens erbe. Philipp Friedrich Hiller, 1699— Weise: Wer nur den lieben Gott läßt 9—7070(2) Georg Neumark, 16 46⁷ e... —. Nach ei ner Prü⸗ fung kur⸗ zer Ca⸗ Dort, dort ver⸗wan⸗delt sich die Hla⸗ RRII er⸗war⸗tet uns die E⸗wig⸗keit.—— ö in gttli⸗che Fufrie den⸗heit. Hier üt re 4—— 2— + ... d.... —— ihr ren Fleiß, und je ⸗ne Welt reicht ihr den Oreis. 2. Wahr ist's, der Fromme schmeckt auf Erden scho manchen selgen Augenblick, doch alle Freuden, die ihn werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleih ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu 5. Bald stören ihn des Hörpers Schmerzen, bald os Geräusche dieser Welt; bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt als fällt; bald sirh. er durch des Nächsten Schuld in Rummer und in Ungedul 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster oͤften glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet und Bekümmerten vergißt, hier kann der Mensch nie von Pein, nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier such ich's nur, dort werd ich's finden, dort wer ich heilig und verklärt der Tugend ganzen Wert emph finden, den unaussprechlich großen Wert. Den Ge der Liebe werd ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhö 526 te sing ilgrims gen haß, 5 Glau⸗ 59—1765. r bleiblj und zu 1d daz eignen d sinh. edulh öftet 1ö d6 ie frel wert emp Gott n. 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 488 6. Da wird der Vorsicht heilger Wille mein Will und meine Wohlfahrt sein, und lieblich Wesen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 2. Da werd ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah, das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da denkt mein Geist mit Dreis und Dank die Schickung im Husammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein heil, sich offenbart; ein Heilig, heilig, Heilig singen dem Lamme, das erwürget ward, und Therubim und Sera⸗ phim und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen mich ihnen gleich und heilig sehn, das nie gestörte Glück erfahren, mit Frommen stets fromm umzugehn; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu millionenmalen noch segnen, daß er mir ihn wies. Da find ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft,— o möchte Gott es geben!— vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sei dir, denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, dul O Gott, wie muß dies Glück erfreun, der Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr Leiden dieser Erden doch gegen jene errlichkeit, die offenbart an uns soll werden. von wigkeit zu Ewigkeit! Wie nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Müh! Christian Fürchtegott Gellert, 1215—1769. Weise: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. —— 1785. [— 2 4—. EAD. 7 1——— ESEEE.... 2— 4——— 9²—.——2—2— . Es ist noch ei · ne Ruh vor · han⸗ du seuf-zest hier in dei ⸗nen Ban⸗ 322 488 V. Die letzten Dinge E 4 1 N 1 +—+ + V H— d¹ m E +——— 2 M 2..—— +— 1 L den, auf, mů⸗des Don und wer⸗de licht; Sich ö den, und dei ⸗ne Son ⸗-ne schei⸗net nicht. —— E 1 + +.—4*— 2 ..—— 43—0 88 22855—— 424. mit Freu⸗den dort ——.——ES‚.D wird vor—— nem Stuh⸗le wei—0— wirf hin de⸗ —— ,rni wi,. Last und eil her⸗ zul Bald is der schwe⸗re 1 1 I 1 2—. :.—....—.—.———.. Lampf voll ⸗en⸗det, bald, bald der sau⸗re Lauf gs 8 3 freviee. —————————————— n⸗ det, dann gehst du ein zu dei⸗ner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt; es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Der Heiland wolll darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; er rufs er locket weit und hreit: Ihr müden Seelen und iht frommen, versäumet nicht, heut einzukommen zu meß ner Ruhe Lieblichkeit! 5. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manch Last und Bürde drückt! Eilt, eilt aus euren Nummen höhlen, geht nicht mehr traurig und gebückt! Ihr hall des Cages Last getragen, dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein! 60 die ihr seid des Kampfes müde, mit euch ist Goll. mit euch sein Friede! Hommt, geht zur Ruhe Gottese 4. Dort wird man Freudengarben bringen, denn un Tränensaat ist aus. 57 welch ein Jubel wird 2 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 489 und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, es wird kein Tod uns mehr erreichen; wir werden unsern Hönig sehn. Er wird am Brunnquell uns erfrischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 5. Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos. Ach, fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß! Ach, Flügel her! wir müssen eilen, nicht länger mehr hienieden weilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren, begürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Siegmund Äunth, 1200— 1779. Eigne Weise. 4—.—— 489 E* DD.— LEEAE J 2 75— ———.—— Auf⸗ er⸗stehn, ja auf⸗er⸗stehn wirst du, —— 4—. —— 2 3—— —é 2, mein Staub„nach kur⸗zer Ruhl An⸗ sterb⸗ lich Le⸗ E 5.,. ben wird, der dich schuf, dir ge⸗ ben⸗ Hal⸗le⸗lu⸗ja! 2. Wieder aufzublühn werd ich gesät! Der hHerr der Ernte geht und sammelt Garben, uns ein, uns ein, die starben. Halleluja! 5. Cag des Danks, der Freudentränen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlum⸗ mert habe, erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wird's dann uns sein! Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden Pil⸗ ger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume zu seines Namens Ruhme. Halleluja! Friedrich Gottlieb Rlopstock, 12241803. 529 3⁰⁴ 490 V. Die letzten Dinge 2.0 Wie schön leucht' uns der Morgenstern. Philipp Nicolai, 1599. 2 400 1. Wie wird mir dann, o dann mir sein, von kei ⸗ner Sün ⸗de mehr ent⸗weihtz ——— wann ch mich ganz des Herrn zu freun, in ihm ent⸗ den von der Sterb'lich⸗ 2—5 nicht mehr iit ent⸗schla⸗ fen wer de, der Mensch von Er⸗del E + + —— E—— 2 6 7— Stär ⸗ke, 1r6 ste dich, er lo ⸗ste, mit dem Le⸗ ben —— + N RA 2— V2 2— ö A 22—— 2*— 4.—————— das dir dann dein Gott wird ge-ben! ö 2. Ich freue mich und bebe doch, so drückt mich meines Elends Joch, der Fluch der Sünde nieder! Der her erleichtert mir mein Joch; es stärkt durch ihn mein hetz sich doch, glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Chrih stus, laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben, dei nes Vaͤters Reich zu erben! 5. Verachte denn des Todes Graun, mein Christ, er iste Weg zum Schaun, der Weg im finstern Tale! Er sei d nicht mehr fürchterlich: ins Allerheiligste führt dich der Wegim finstern Tale! Gottes Ruhist unvergänglich, u schwenglich, die Erlösten wird sie unaussprechlich tröste 4. Herr, Herr! ich weiß die Stunde nicht, die mi⸗ wann nun mein Auge bricht, zu deinen Colen sam Vielleicht umgibt mich ihre Nacht, eh ich dies I noch vollbracht, mein Lob dir ausgestammelt. Vate Vater! Ich befehle meine Seele Wurrene mich einst in Frieden enden! 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 491 5. Vielleicht sind meiner Tage viel, ich bin vielleicht noch fern vom Siel, an dem die Urone schimmert. Bin ich von meinem Siel noch weit, die Hütte meiner Sterblichkeit, wird sie erst spät zertrümmert: laß dann, weiht, Vater, reiche Saaten guter Taten mich begleiten vor den Thron der Ewigkeiten! — 6. Wie wird mir dann, ach dann mir sein, wann ich, ihm mich ganz des Herrn zu freun, ihn dort anbeten werde, von keiner zünde mehr entweiht, ein Mitgenoß der Ewig⸗ — keit, nicht mehr der Mensch von Erde! heilig, heilig, heilig singen wir und bringen deinem Namen Preis und le! Ehr auf ewig! Amen. Friedrich Gottlieb Klopstoc 1724—1803. — Weise: Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit. — 662— Apelles von Löwenstern, 1644. 5„.————— PIiIi‚ — 491 EH.e.. ö V. hab von dei⸗nen ————.————.— ieines 2505—— hen Thron er⸗blickt und hät te ger⸗ne mein Herz vor⸗ IAIN EEE Chri⸗*.—————— Oel aus⸗ge⸗schickt, und hät⸗te gern mein mü⸗des Le⸗ —.———————.— ISS ei dir ben, Schöp⸗fer der Gei⸗ster, dir hin ge⸗ ge⸗ben! der 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn! über⸗ Du bist allmächtig, drum ist dein Licht so schön! Rönnt ö sten. ich an diesen hellen Thronen doch schon von heute an ö nich ewig wohnen! nelt. 5. Nur bin ich sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir ᷑hen bündig dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht ge⸗ iter, nug gereinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. laß 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ö ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will 551 34* .1...—.——..— V. Die letzten Dinge mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn und ihre hellen, goldnen Gassen lebenslang nicht aus den Augen lassen. Johann CTimotheus Hermes, 1758—1821. Weise: Jesus, meine Zuversicht.() Johann Crüger, 1656. 9——— — Z+ 402 + + +—— 1. Dil-ger sind wir, wal · len hier, Got ⸗tes schmal der Weg und eng die Tür, Stein und 12 LI 2 V—— + + II + 2 2—— 24—4 I + E.— 1—. 7 EE II 7 +* — Stadt, nach dei⸗nen Hüt⸗ten; Fer ne strahlt O Dorn auf al⸗len Schrit⸗ten. ———......— — + + I EE—.— —— I Heim⸗at Licht, doch wer weicht, er ⸗reicht sie nicht. 2. Manchen seh ich vor mir her nach des Sieles Uro nen eilen. Warum säum ich d Ist's auch schwer, wie nur könnt ich hier verweilen? Strahlt doch fern des Himmels Pracht; hier ist dunkle, öde Nacht. 3. Nein, ich will zum Vaterland, zu der Ruh der Hei mat dringen. Die hier Weh und Schmerz umwand, stehn am Throne jetzt und singen, nimmer wert sei Erdenleid ihrer großen Herrlichkeit. 4. Bin ich etwa Sünder nurd Und nicht auch mit Golt verbunden? Wall ich nicht auf dessen Spur, der die Welt hat überwunden Wie kann Uleinmut mich ent⸗ weihn ꝰ Wo er ist, da soll ich sein. 5. Er, der mir ein ewig Ceil, das kein Auge sah, be. reitet, hat nur zu gewisserm Heil mich den rauhen Weg geleitet. Glaubensvoll schreit ich voran, Jesus ebnet mir die Bahn. 6. Wall ich weiter nur voran, werden Rosen um mich 552 V.enn ünstig 2. Auferstehung, Weltgericht und Ewigkeit 495 sprießen, und am Ziele meiner Bahn wird die Pforte sich erschließen, und nach treu vollbrachtem LCauf nimmt die Gottesstadt mich auf. Johann Friedrich von Mexver, 1722—1849. Eigne Weise. Voigtländer. —— —.—— 503 ——— 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich rrh e.,rrn.„mi m.. —————————— 2 ——.————* Je⸗sum mö⸗ ge sehn; mei ⸗ne Seel ist voll Ver⸗ E————— ————... ö ů —.—.— lan⸗ gen, ihn auf e⸗wig zu um⸗fan⸗gen N 1 4 ũ———— 2—— 2 +2— 1— 1 + —*— und vor sei ⸗ nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht d 35. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt' ich Flügel, hätt' ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Sions Höhn! 4. Wie wird's sein, wie wird's sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! Herr, mein Gott, ich kann's nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lehensbäumen wird's uns sein, als wenn wir träumen: bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Friedrich Ludwig Unak, 1806- 1878. verzeichnis der Liederdichter (Die Sahlen bezeichnen die Nummern der Lieder im Gesangbuch.) Agricola, Johann; geb. 1492 zu Eisleben, 1525 in Frankhug 4 a. M., gest. 1566 als Generalsuperintendent in Berlin. 3. Albert, Beinrich; geb. 1604 zu Lobenstein, gest. 1651 als Organist in Hönigsberg. 3425. Alberus, Erasmus; geb. Iu Sprendlingen bei Frankfurt a. m, gest. 1555 als Gen.⸗Superint. in Neubrandenburg. 146. Albinus, Johann Georg; geb. 1624 zu Unternessa bei Weisen fels, gest. 1629 als Pfarrer zu Naumburg. 485.* Altenburg, Johann Michael; geb. 15s4 zu Alach bei Erfurtz 3 gest. 1640 als Pastor zu Erfurt. 161. ö 2 Angelus Silesius s. Scheffler. 4* Arends, wilhelm Erasmus; geb. 1677, gest. 1721 als Pfarrer in Halberstadt. 266. ö Arndt, Ernst Moritz; geb. 1769 zu Schoritz auf Rügen, 9 N 1860 als Professor zu Bonn. 54, 55, 118, 152, 155, 20 242, 500, 501, 590, 469. 4 Arnold, Gottfried; geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, 3. 1214 als Pastor zu Perleberg. 262. Arnschwanger, Johann Christoph; geb. 1625 zu Nürnberg, gest. 1696 als Pfarrer zu St. Lorenz daselbst. 156. Asschenfeldt, Christoph Karl Julius; geb. 1292 in Hiel, gest. 1856 als Propst in Flensburg. 292. Bahnmaier, Jonathan Friedrich; geb. 1274 zu Oberstenfeld in Württemberg, gest. 1841 als Dekan in Uirchheim unter Teck. 166. ö ö Barth, Christian Gottlob; geb. 1799 zu Stuttgart, gest. 1862 als Missions⸗ und Jugendschriftsteller in Calw. 168. Bähr, Christian August; geb. 1295 zu Atterwasch bei Gub gest. 1846 als Pfarrer zu Weigsdorf bei Zittan. 386. 554 Verzeichnis der Liederdichter Behm, Martin; geb. 1552 zu Lauban in der Lausitz, gest. 1622 als Pfarrer daselbst. 422. Betichius, Johann; geb. 1650 zu Steckby(Anhalt⸗Serbst), gest. 1722 als Diäkonus in Serbst. 570. Betulius s. Birken. Bickel, Johann Daniel Karl; geb. 1252 zu Altweilnau im Taunus, gest. 1809 als Superintendent zu Usingen. 154. Bienemann(Melissander), Kaspar; geb. 1540 zu Nürnberg, gest. 1591 als Gen.⸗Superintendent zu Altenburg. 549. Birken(Betulius), Siegmund von; geb. 1626 zu Wildenstein bei Eger, gest. 1681 als Privatgelehrter zu Nürnberg. 75, 255. 15 Bogatzkn, Harl Heinrich von; geb. 1690 zu Jankowe in Schlesien, 310 gest. 1724 als Privatmann in Halle. 165, 282. . ö Böhme, David; geb. 1605 zu Bernstadt in Schlesien, gest. 1657 Fanist als Rofprediger in Ols. 25. Brandenburg, Luise Henriette, Kurfürstin von; geb. 1627 zu ö Gravenshaag in Holland, gest. 4662 zu Berlin. 216. — Brandenburg⸗Culmbach, Markgraf Albrecht Alcibiades; geb. 1522 Hen⸗ zu Ansbach, gest. 1552 zu Pforzheim. 545(D). — Bruhn, David; geb. 1222 zu Memel, gest. 1282 als Prediger in furt, Berlin. 150. ö Bruiningk, Heinrich von; geb. 125 zu Riga, gest. 1285 als Bischof der Brüdergemeinde in Barby. 382. rrer Bürde, Samuel Gottlieb; geb. 1255 zu Breslau, gest. 1851 als Hanzleidirektor in Berlin. 292, 582. gest. Chiomusus s. Schneesing. 0² Claudius, Mathias; geb. 1740 zu Reinfeld bei Tübeck, gest. 1815 als Bankbeamter in Hamburg. aas. zest- Clausnitzer, Cobias; geb. 161s zu Thum bei Annaberg in Sachsen, gest. 1684 als Pfarrer zu Weiden in der Gber⸗ est. pfalh. 2. Cramer, Johann Andreas; geb. 1725 zu Jöhstadt in Sachsen, s gest. 1288 als Professor der Theologie in Hiel. 559. Crasselius, Bartholomäus; geb. 1662 zu Wernsdorf in Sachsen, gest. 1224 als Pfarrer in Düsseldorf. 522. er Cronegk, Johann Friedrich von; geb. 1251 zu Ansbach, gest. 1758 in Nürnberg. 442. 2 Dach, Simon; geb. 1605 zu Memel, gest. 1659 als Professor der Poesie zu Königsberg. 456. Dann, Christian Adam; geb. 1255 in Tübingen, gest. 18352 als Ofarrer in Stuttgart. 585. 55⁵ Verzeichnis der Liederdichter Decius(von Hof), Nikolaus; gest. 1541 als Prediger zu Stettin. 65, 15². Denicke, David; geb. 1605 in Sittau, gest. 1680 als Konsistorial rat in Hannover. 5, 217, 256. Derschau, Bernhard von; geb. 1591 in Königsberg, gest. 4639 als Oberpfarrer daselbst. 195. Deßler, Wolfgang Christoph; geb. 1660 zu Nürnberg, gest. 1722 als Honrektor an der heil. Geistschule daselbst. 262. dilherr, Johann Michael; geb. 1604 zu Themar bei Meiningen, gest. 1669 als Pfarrer in Nürnberg. 3555. Diterich, Johann Samuel; geb. 1221 zu Berlin, gest. 1297 als Konsistorialrat daselbst. 116, 151, 224.—4 Döring, Harl August; geb. 1285 zu Markt⸗Alvensleben bel Magdeburg, gest. 184 als Pfarrer in Elberfeld. 295, 460. drese, Adam; geb. 1620 in Thüringen, gest. 1204 als Fürstlih Schwarzburgischer Hapellmeister in Arnstadt. 264.— Drewes, Johann Friedrich Ludwig; geb. 1762 zu Born in Fürstentum Lippe, gest. 1854 als Pfarrer in Betmold. 584. ö Droste⸗Hülshoff, Annette Elisabetha von; geb. 1297 zu Hülshof bei Münster, gest. 18as zu Mersburg am Bodensee. 389. Eber, Paul; geb. 1511 zu Kitzingen in Franken, gest. 1569 als Gen.⸗Superintendent und Professor der Theologie zu Witten berg. 347, 448, 449. Engstfeld, Peter Friedrich; geb. 1295 zu Heiligenhaus bei Elber⸗ feld, gest. 13as als Lehrer und Grganist zu Duisburg. 587. Fabricius, Friedrich; geb. 1642 zu Stettin, gest. 105 als Pfarrer daselbst. 224. 8 Falk, Johann Daniel, geb. 476s zu Danzig, gest. 1826 al- Waisenvater zu Weimar. 156. 4 Singer, Johann Justus; geb. 1781 zu Frankfurt a. M., ges. 1868 als Haufmann daselbst. 195.* Klemming, Paul; geb. 1609 zu Bartenstein an der Mulde, ges. 1640 als Arzt zu Hamburg. 555. Franck, Johannes; geb. leis zu Guben in der Lausitz, gest. 1677 als Bürgermeister daselbst. 29, 59, 192, 249, 405. Franck, Salomon; geb. 1659 zu Weimar, gest. 1725 als Kon⸗ sistorial⸗Sekretär daselbst. 29, 328. Francke, August Zermann; geb. 1665 in Lübeck, Gründer der nach ihm genannten Stiftungen in Balle, gest. 1227 als Pfarrer und Prof. der Theologie zu Halle. 410. ————— Stettin. sistorial⸗ Elber⸗ . 587. farrer 5 als Verzeichnis der Liederdichter Fresenius, Remigius; geb. 1727 zu HBomburg v. d. B. gest. 1820 als Pfarrer der evangelisch⸗lutherischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. 178. greylinghausen, Johann Anastasius; geb. 1670 zu Handersheim im Fürstentum Wolfenbüttel, gest. 1259 zu HZalle. 274. Frenstein, Johann Burchard; geb. 1671, gest. 1218 als Justizrat zu Dresden. 265. Funk, Gottfried Benedikt; geb. 154 zu Hartenstein in der Graf⸗ schaft Schönburg, gest. 1814 als Rektor des Domgymnasiums und Konsistorialrat zu Magdeburg. 106, 418. Garve, Karl Bernhard; geb. 1765 zu Jeinsen bei Hannover, Drediger der Brüdergemeinde, gest. 1841 zu Berrnhut. 85, 11², 179. Gedicke, Lampertus; geb. 1635 zu Gardelegen in der Altmark, gest. 1756 als Feldpropst in Berlin. 575. Gellert, Christian Fürchtegott; geb. 1215 zu Bainichen im säch⸗ ischen Erzgebirge, gest. 169 als Professor an der Universität in Leipzig. 49, 81, 100, 151, 177, 202, 222, 281, 555 558, 577—579, 412, 450, 444, 487. Gerhardt, Paul; geb. 4607 zu Gräfenhainichen in Kursachsen, gest. 1626 als Archidiakonus in Lübben in der Lausitz. 28, 44—46, 69—72, 125, 126, 255, 248, 517—519, 556—562, 594, 404, 408, 415, 424, 425, 458, 458, 474. Gesenius, Justus; geb. 1601 zu Esbeck im Bannöverschen, gest. 1625 als Gen. Superintendent und Oberhofprediger in Han⸗ nover. 68. Gotter, Ludwig Andreas; geb. 1661 zu Gotha, gest. 1755 als Hofrat daselbst. 219, 269, 550. Göz, Christian Gottlieb; geb. 1246 zu Bengen in Württemberg, gest. 1805 als Pfarrer in Rohenheim bei Stuttgart. 105. Gramann(Poliander), Johann; geb. 4487 zu Neustadt in Bapern, gest. 1541 als Pfarrer in Königsberg. 508. Gregor, Christian; geb. 1725 zu Diesdorf in Schlesien, gest. 1801 als Bischof der Brüdergemeinde in Berthelsdorf. 284. Gruphius, Andreas; geb. 1616 zu Großglogau, gest. 1664 als Landschafts⸗Syndikus daselbst. 457. Günther, Cyriakus; geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, gest. 1704 als Lehrer am Gymnasium zu Gotha. 260. Günther, Martin; geb. um 1690 zu Großrückerswald im sächs. Erzgebirge, war 1721 Pfarrer zu Klingenmünster in der Kurpfalz. 325. 55² Verzeichnis der Liederdichter Hagenbach, Karl Rudolf; geb. 1801 in Basel, gest. 1874 al Drof. der Theologie daselbst. 1455, 391. Hahn, Johann Michael; geb. 1758 zu Altdorf in Württemberg gest. 1819 als Landmann zu Sindlingen. 16.—4 Hardenberg(Novalis), Friedrich Ludwig von; geb. 122 zu Wieder stedt in der Grafsch. Mansfeld, gest. 1801 als Assessor zu Weißenfels. 104, 282—290. 2930 hHartmann, Karl Friedrich; geb. 1745 zu Adelberg in Württem⸗ berg, gest. 1815 als Privatmann in Tübingen. 381. Hartmann, Chomas; 1604 Diakonus zu Eisleben. 91. Hausmann, Julie; geb. 1826 in Riga, Lehrerin in St. Peters burg, gest. 1901. 542. Hecker, Heinrich Kornelius; geb. 1609 zu Hamburg, gest. 4433 als Pfarrer zu Meuselwitz bei Altenburg. 34, 124. Heermann, Johann; geb. 1585 zu Raudten in Schlesien, gest 164² als Pfarrer em. zu Lissa in Posen. 57, 66, 92, Ias, 214, 246, 515, 455, 475. ö held, Heinrich; geb. 1620, gest. um 1659 als Sachwalter zu Guhrau in Schlesien. 24, 125.*0 Helmbold, Ludwig; geb. 1532 zu Mühlhausen in Chüringen, ges. 1598 als Superintendent daselbst. 550. Herberger, Valerius; geb. 1562 zu Fraustadt in Posen, gest. Ien. als Pfarrer daselbst. 454. Herman, Nikolaus; Hantor zu Joachimsthal in Böhmen, gest. 1561. 45, 454, 4dꝰ.* Hermes, Johann Timotheus; geb. 1258 zu Detznick bei Star, gard in Pommern, gest. 1821 als Pastor prim. und Hirchen. inspektor in Breslau. 491. 2 Herrnschmidt, Johann Daniel; geb. 1625 zu Bopfingen in Würt⸗ temberg, gest. 1225 als Direktor der Franckeschen Stiftungen und Prof. der Theologie in Halle. 5265. Herzog, Johann Friedrich; geb. 164? zu Dresden, gest. 1699 als Rechtskonsulent daselbst. 440. Hesse, Johann; geb. 1490 zu Nürnberg, gest. 1547 als Prediger in Breslau. 446. Hessen⸗Darmstadt, Anna Sophie, Landgräfin von; geb. 16⁵58, gest. 1685 als Abtissin des Stiftes Quedlinburg. 256. hendenreich, August Ludwig Christian; geb. 12735 zu Wiesbaden Buch 1658 ebendaselbst als Bischof der Nassauischen Landes⸗ irche. 56. Verzeichnis der Liederdichter hiller, Friedrich Konrad; geb. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruchsal, gest. 1226 als Advokat in Stuttgart. 146. Hiller, Ohilipp Friedrich; geb. 1699 zu Mühlhausen a. d. Enz in Württemberg, gest. 1769 als Pfarrer von Steinheim bei ö Nördlingen. 35, 115, 141, 259, 240, 554, 465, 486. Pr zu Hof s. Decius. Hoffmann, Gottfried; geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien, gest. ttem 1712 als Rektor des Gymnasiums in Sittau. 151. Homburg, Ernst Christoph; geb. 1605 zu Mühla bei Eisenach, gest. 1681 als Rechtskonsulent zu Naumburg. 50, 74, A. ters⸗ Hülsemann, Wilhelm; geb. 1281 zu Soest, gest. 1865 als Super⸗ intendent in Elsey bei Iserlohn. 401. 1745 Uern, Christian Gottlob; geb. 1792 zu Söhnstetten auf der schwäb. Alb, gest. 1855 als Pfarrer zu Dürrmenz⸗Mühlacker. 206. gest. Keymann, Christian; geb. 160? zu Pankratz in Böhmen, gest. 145;, 1662 als Rektor des Gymnasiums zu Sittau. 247. ö Uirchner, Konrad Maximilian; geb. 1800 zu Frankfurt a. M., zu gest. 1824 als Honsistorialrat und Pfarrer der ev.⸗luth. Gem. ö daselbst. 87, 228. gest. Klopstock, Friedrich Gottlieb; geb. 1724 zu Quedlinburg, gest. 1805 zu Hamburg. 15, 205, 489, 490. 6²⁷ Unak, Gustap Friedrich Ludwig; geb. 1806 in Berlin, gest. 1878 als Prediger daselbst. 495. Knapp, Albert; geb. 1298 zu CTübingen, gest. 1864 als Ober⸗ est. 0 konsistorialrat zu Stuttgart. 119, 120, 154, 158, 170, 171, ar⸗ 190, 191, 502, 471, 4²2. 1 Knoll, Christoph; geb. 1565 zu Bunzlan in Schlesien, gest. 1621 als Diakonus zu Sprottau. 455. Unorr von Rosenroth, Christian; geb. 1656 zu Altraudten in 5 Schlesien, gest. 1689 als Kanzleidirektor zu Sulzbach in der Oberpfalz. 427. Roitsch, Christian Jakob; geb. 1621 zu Meißen, gest. 1255 als SS Rektor des Gymnasiums zu Elbing. 270. Röthe, Friedrich August; geb. 1781 zu Lübben in der Lausitz, 2 gest. 1350 als Konsistorialrat in Allstädt bei Weimar. 296. Urause, Jonathan; geb. 1701 zu Hirschberg, gest. 1262 als Pfarrer und Superintendent zu Liegnitz. I1. Urummacher, Friedrich Adolf; geb. 176 zu Tecklenburg in West⸗ ö falen, gest. 1845 als Pfarrer in Bremen. 52, 167, 184, 585, 468. Uunth, Johann Siegmund; geb. 1200 zu Liegnitz, gest. 1729 als Superintendent zu Baruth in der Lausitz. 488. 539 Verzeichnis der Liederdichter Lampe, Friedrich Adolf; geb. 1685 zu Bremen, gest. 1729 alz Drediger daselbst. 461. Langbecker, Emanuel Christian Gottlieb; geb. 1792 in Berlin, gest. 1845 als Rof⸗ und Stadtgerichts⸗Sekretär daselbst. 398. Lange, Joachim; geb. 1670 zu Gardelegen, gest. 1744 als prof. der Theologie zu Halle. 225, 429. Laurentii, Laurentius(Lorenz Lorenzen); geb. 1660 zu Husum, gest. 1222 als Musikdirektor am Dom zu Bremen. 96, 485. Lavater, Johann Haspar; geb. 141 zu Sürich, gest. 1801 als Prediger zu St. Peter daselbst. 105, 205, 204, 225, 285, 286, 580. Leibniz, Gottfried Wilhelm von; geb. 1646 zu Leipzig, gest. Ress als Philosoph und Historiograph zu Hannover. 278. Leon, Johann; geb. zu Ohrdruf in Chüringen, gest. 1592 als Pastor zu Wölfis. 450. Liebich, Ehrenfried; geb. 1213 zu OPropsthayn in Schlesien, gest. 1780 als Pfarrer zu Lomnitz bei Birschberg. 102, 129, 285, 4²6. Liskov, Salomo; geb. 1640 zu Niemitzsch in der Lausitz, gest. 1689 als Diakonus in Wurzen. 484. Lorenz s. Laurentii. Löscher, Valentin Ernst; geb. 1625 zu Sondershausen, gest. 7g als Oberkonsistorialrat zu Dresden. 220. Löwenstern, Matthäus Apelles von; geb. 1594 zu Polnisch⸗Nen⸗ stadt, gest. 164as als Staatsrat in Breslan. 314, 456. Luther, Dr. Martin; geb. 1485 zu Eisleben, gest. daselbst 1546 als Professor der Theologie zu Wittenberg. 40—42, 30, 90, 121, 122, 158, I4s, 159, 460, 165, 210, 252, 506, 305 405, K&78, 494. Magdeburg, Joachim; geb. 1525 zu Gardelegen, 1585 aus Gster⸗ reich vertrieben und verschollen. 348. Marot, Samuel; geb. 1220 zu Magdeburg, gest. 1865 als Hon⸗ +4 sistorialrat in Berlin. 192. Mathesius, Johann; geb. 1504 zu Rochlitz in Sachsen, gest. 1565 als Pfarrer zu Joachimsthal in Böhmen. 310. meister, Christoph George LSudwig; geb. e5s zu Halle, gest. 1811 als Pastor prim. und Lehrer am Gymnasium zu Bremen. 84, 418. Melissander s. Bienemann. Mentzer, Johann; geb. 1658 zu Jahma in der Oberlausttz, gest 1254 als Pastor zu Hemnitz in der Oberlausitz. 329. 640 —.———..—— Verzeichnis der Liederdichter meyer, Johann Friedrich von; geb. 1222 in Frankfurt a. M., gest. 1849 als Schöff und Senator daselbst. 86, 294, 295, 589, 492. meyfart, Johann Matthäus; geb. 1590 zu Wahlwinkel in Thü⸗ ringen, gest. 1642 als Pfarrer und Prof. der Theologie zu Erfurt. 381. Moller, Martin; geb. 1547 zu Hroppstädt bei Wittenberg, gest. 1606 als Pastor prim. zu Görlitz. 552. Moser, Johann Jakob; geb. 1201 zu Stuttgart, gest. 1285 als Landschafts⸗Konsulent daselbst. 152. Müller, Michael; geb. 1625 zu Blankenburg, gest. 1704 als Ran⸗ didat der Theologie und Hauslehrer zu Schaubeck in Württem— berg. 60. Münter, Balthasar; geb. 1255 zu Lübeck, gest. 1795 als deutscher Prediger zu Kopenhagen. 241. nachtenhöfer, Kaspar Friedrich; geb. 1624 zu Halle, gest. 1685 als Prediger zu Koburg. 4. neander, Christoph Friedrich; geb. 1224 zu Eckau in Kurland, gest. 1802 als Propst zu Gränzhof in Kurland. 85. Neander, Joachim; geb. 1650 zu Bremen, 1625 in Frankfurt a. M., gest. 1680 als Prediger in Bremen. 4, 520, 3521, 459, 459. nerreter, David; geb. 1649 zu Nürnberg, gest. 1726 als Gen.⸗ Superintendent zu Stargard in Pommern. 322. Neumann, Kaspar; geb. 1648 zu Breslau, gest. 1715 als Pastor prim. und Kircheninspektor daselbst. 8, 416. neumark, Georg; geb. 1621 zu Mühlhausen in Thüringen, gest. 1681 als Bibliothekar und Archiv⸗Sekretär in Weimar. 564, 426. neumeister, Erdmann; geb. 1621 in Uchtritz bei Weißenfels, gest. 1256 als Hauptpastor in Hamburg. 61, 221, 576. Neunherz, Johann; geb. 1655 zu Waltersdorf in Schlesien, gest. 1757 als Oberpfarrer zu Birschberg. 97. Neuß, Heinrich Georg; geb. 1654 zu Elbingerode am Harz, gest. 1716 als Superintendent in Wernigerode. 265. Nicolai, Philipp; geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, gest. 1608 als Hauptpastor zu Bamburg. 245, 480. Niemener, August Hermann; geb. 1754 zu Halle, gest. 1828 als Prof. der Theologie, Hanzler der Universität und Direktor der Franckeschen Stiftungen daselbst. 51, 466. Novalis s. Haͤrdenberg. Olearius, Johann; geb. 1611 zu Halle, gest. 4684 als Gen.⸗ Superintendent in Weißenfels. 5, 6, 51, 26, 159, 198, 522. 541 Verzeichnis der Liederdichter Olearius, Johann Gottfried; geb. 1655 zu Halle, gest. 1211 alz Superintendent zu Arnstadt. 32. Oser, Friedrich Heinrich; geb. 1820 zu Basel, gest. 1891 als Pfarrer zu Benken bei Basel. 395. Pfeffel, Hottlieb Konrad; geb. 1256 zu Colmar im El saß, 1809 als Präsident des Ronsistoriums daselbst. 541. pfeil, Christoph Harl Ludwig von; geb. 1212 zu Grünstadt in der Grafschaft Leiningen, gest. 4es4 als Preuß. auf dem Sut Deufstetten bei Ansbach. 392. Poliander s. Gramann. Prätorius, Benjamin; geb. 1656 zu Weißenfels, gest. nach ter als Pfarrer zu Lissa bei Delitzsch. 554. Preiswerk, Samuel; geb. 1299 zu Rümlingen, Kanton Baseh gest. 1671 als Prediger und Professor an der Universität 1 Basel. 505. g. Puchta, Christian Rudolf Heinrich; geb. Isos zu Cadolzburg in Mittelfranken, gest. 1855 als Pfarrer zu St. Jakob in Aus.. burg. 55, 226, 419. 0 Rambach, Johann Jakob; geb. 1695 zu Balle, gest. 1755 0l Drof. der Theologie zu Gießen. 112, 115, 186, 200, 221. Aeißner, Adam; geb. 1496 zu Mindelheim in Bapern, vr Sch Sekretär des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg—— starb um 1575 in seiner Vaterstadt. 509. x 4 Reuß, Fürstin Eleonore von, geb. Gräfin zu Stolberg; geb. 1855u6 86 Gedern im Vogelsberg gest. 1905 zu Ilsenburg im Harz. 418,* Richter, Christian Friedrich; geb. 1626 zu Sorau, gest. 1711— 80 Arzt des Waisenhauses in Halle. 261. nieger, Magdalena Sibylla; geb. 1702 zu Maulbronn, gest. 190 ö 80 als Witwe des Oberamtmanns Im. Rieger in Stuttgart. 226, Rinckart, Martin; geb. 1586 zu Eilenburg in Sachsen, gest. 100 8 als Archidiakonus daselbst. 140, 515. 56 Ringwald, Bartholomäus; geb. 1550 zu Frankfurt a. d. O., 90 1599 als Pfarrer zu Langfeld bei Sonnenburg. 212 4² 86 Rist, Johaun; geb. 160 zu Ottensen bei Hamburg, gest. als Pfarrer zu Wedel an der Elbe. 26, 58, 67, 215, 546 407, 457, 482. 2 nodigast, Samuel; geb. 1649 zu Gröben bei Jena, gest. 8 als Rektor am grauen Kloster in Berlin. 368. Rothe, Johann Andreas; geb. 1688 zu Lissa bei Görlitz, gest. 1258 als Pfarrer zu Chommendorf bei Bunzlau. 25 Verzeichnis der Liederdichter ückert, Friedrich; geb. 1289 zu Schweinfurt, gest. 1866 als preuß. Geheimrat auf Neuseß bei UMoburg. 58. Nutilius, Martin; geb. 1550 zu Düben im Meißenschen, gest. 1618 als Archidiakonus in Weimar. 215. Sacer, Gottfried Wilhelm; geb. 1655 zu Naumburg, gest. 1699 als Kammerkonsulent in Wolfenbüttel. go9. Sachse, Christian Friedrich Heinrich; geb. 1285 zu Eisenberg im Altenburgischen, gest. 1860 als Konsistorialrat zu Altenburg. 21, 162, 477. Schade, Johann Kaspar; geb. 1666 zu Kühmdorf bei Meiningen, gest. 1698 als Diakonus zu St. Nikolai in Berlin. 252, 565. Schalling, Martin; geb. 1552 zu Straßburg, gest. 1608 als Pre⸗ diger an der Liebfrauenkirche zu Nürnberg. 2a4. Scheffler(Angelus Silesius), Johann; geb. 1624 zu Breslau, wurde 1655 Katholik und starb 1627 als geistlicher Rat des Fürstbischofs von Breslau daselbst. 175, 250—254. Schein, Johann Hermann; geb. 1586 zu Grünhain im Meißen⸗ schen, gest. 1650 als Kantor an der St. Thomasschule in Leipzig. 455. Schenk, Hartmann; geb. 1654 in Ruhla bei Eisenach, gest. 1681 als Pfarrer von Völkershausen in Thüringen. 19. Schenkendorf, Gottlob Ferdinand Maximilian SGottfried Schenk von; geb. 1785 zu Cilsit, gest. 1812 als Regierungsrat in Koblenz. 50, 107. Schiebeler, Daniel; geb. Jeg zu Ramburg, gest. 1221 als Ad⸗ vokat daselbst. J4. Schirmer, Michael; geb. 1606 zu Leipzig, gest. 1625 als Kon⸗ rektor am grauen ÄUloster in Berlin. 27, 124. Schlosser, Ludwig Beinrich; geb. 1665 zu Darmstadt, gest. 1225 als Pfarrer d. ev.⸗luth. Gemeinde in Frankfurt a. M. 395. Schmidt, Johann Eusebius; geb. 1669 zu Hohenfelden bei Erfurt, gest. 1245 als Pfarrer zu Siebleben bei Gotha. laꝛ. Schmidt, Ludwig; geb. 1851 zu Prenzlau, lebt als Sprachlehrer und Schritfsteller zu Halle a. d. S. 504. Schmolck, Benjamin; geb. 1622 zu Brauchitschdorf im Fürstentum Liegnitz, gest. 1252 als Pastor prim. zu Schweidnitz. 9, 10, 55, 80, 98, 99, 127, 157, 182, 257, 222, 275, 551, 374, 411, 420, K41, 462. Schneesing(Chiomusus), Johann; geb. zu Frankfurt a. M., gest. 1562 als Pfarrer zu Friemar bei Gotha. 211. schöner, Johann Gottfried; geb. 1249 zu Rügheim bei Würz. burg, gest. 181s als Pfarrer zu St. Lorenz in Nürnberg. 291. 545 Verzeichnis der Liederdichter Schröder, Johann Beinrich; geb. 1662 zu Springe im Fürstentum Calemberg, gest. 1699 als Pfarrer zu Meseberg bei Wol— mirstedt. 258, 259. Schubart, Christian Friedrich Daniel; geb. 1239 zu Obersontheim in württemberg, gest. 1291 als Hof⸗ Musikdirektor und Theater⸗ dichter in Stuttgart. 540. Schütz, Johann Jakob; geb. 1640 zu Frankfurt a. M., gest. 1690 als Rechtskonsulent und reichsständiger Rat dafelbst. 323. Schwarzburg⸗Rudolstadt, Emilie Juliane, Gräfin von; geb. 1637, gest. 1706. 524, 460. Selnecker, Nikolaus; geb. 1550 zu Bersbruck in Bayern, gest. 100½ als Prof. der Cheologie und Superintendent in Leipzig. 18, Iat, Senitz, Elisabeth von; geb. 1629, gest. 169. 72. Spener, Philipp Jakob; geb. 1655 zu Rappoltsweiler im Elsaß, von 1666 bis 1686 I. e0 und Senior der ev.⸗Iluth. Gemeinde zu Frankfurt a. M., gest. 1705 als HRonsistorialrat 5 Propst zu St. Ricolal in Berlin. 95. Speratus, Paul(von Spretten); geb. lasa zu Nottweil, 4.— 1551 in Marienwerder, als Bischof von Pomesanien. 235, Spieß, Johann Christoph; geb. 1221 zu Dillenburg, gest. 482) als Honsistorialrat und Pfarrer an der deutschen reformierten Gemeinde zu Frankfurt a. M. 182. Spitta, Karl Johann Philipp; geb. 1801 in Hannover, gest. 1859 ö als Superintendent zu Burgdorf. 12, 57, 108, 188, I89, 227, 298, 299, 599, 400. ö Spretten s. Speratus. Starck, Johann Oianat geb. 1680 zu Hildesheim, gest. 125 als Honsistorialrat und Pfarrer der ev.luth. Gemeinde Frankfurt a. M. 185, 596. Stegmann, Josua; geb. 1588 zu Sulzfeld in Franken, gest. 4652 als Prof. der Cheologie und Superintendent zu Rinteln. 5ʃ2. Steiger, Robert(d). 185. Steuerlein, Johann; geb. 1546 zu Schmalkalden, gest. 1615 4 Stadtschultheiß in Meiningen. 406. Stier, Ewald Rudolf; geb. 1800 zu Fraustadt in Posen, gest. 1 5 als Superintendent in Eisleben. 169. * S Stockfleth, Heinrich Arnold; geb. 1645 zu Alfeld bei Hildeshein, gest. 1208 als Brandenburgisch⸗ bayreuthscher Uirchenrat und Gen.⸗-Superintendent zu Mönchsberg. 562 Strauß und Corneny, Viktor Friedrich von; geb. 1809 zu Bückeburg, ehemals schaumburg⸗lippescher Bundestagsgesandter in Frank⸗ furt a. M., gest. 1898 als Wirkl. Geheimrat in Dresden. 592. 544 Verzeichnis der Liederdichter Sturm, Christoph Christian; geb. 1240 zu Augsburg, gest. 1286 als Hauptpastor in Hamburg. 142. Sturm, Julius Karl Reinhold; geb. 1316 zu Höstritz im Fürstent. Reuß, gest. 1396 als Pfarrer und Kirchenrat daselbst. 181, 1690 229, 402.. 523. Caddel, Christian Ludwig; geb. 1206 zu Rostock, gest. 1725 als 65½) Hofrat und Justizkanzlei⸗Direktor daselbst. 101. Cersteegen, Gerhard; geb. 1692 zu Mörs, wurde Bandweber und 159² starb 1769 als Privatmann zu Mülheim a. d. Ruhr. 12, 15, 4i. 48, 114, 128, 14), 150, 552, 555, 445. —— Thilo, Valentin; geb. 1602 zu Mönigsberg, gest. 1662 als Agl. lsaß, polnischer Geheimsekretär daselbst. 25. inde Tholuck, Friedrich August Gottgetreu; geb. 1299 in Breslau, gest. ö und 1822 als Prof. der Theologie in Halle. 208. ö ges ö Cietz, C. F.(D). 208. ö 255. Lietze(Citius), Christoph; geb. 1641 zu Wilkau in Schlesten, ö stoph; ge 3 329 gest. 1705 als Diakonns in Bersbruck. 218, 566. 29— ö ö rten Citius s. Cietze. Collmann, Gottfried; geb. 1680 zu Lauban in Schlesien, gest. 1766 659 als Pfarrer zu Leuba in der Lausitz. 417. 189, Vischer, Christoph; geb. zu Joachimsthal in Böhmen, gest. 1600 als Hofprediger und Gen.⸗Superintendent in Selle. 64. Walter, August Hermann; geb. 1812 zu Leipzig, gest. 1880 als 756 Hatechet und Nachmittagsprediger zu St. Petri daselbst. 155. zu wegelin, Josua; geb. 1604 zu Augsburg, gest. 1640 als Pfarrer zu Preßburg in Ungarn. 110. 12 weiße, Michael; geb. zu Neiße in Schlesien, gab das erste deutsche 123 Gesangbuch der böhmischen Brüder heraus und starb 1554 als DPriester der Brüder⸗Unität zu Landskron in Böhmen. als 251, 425. weißel, Georg; geb. 1590 zu Domnan in Preußen, gest. 1655 36² als Prediger zu Königsberg. 22, 254. ö werner, Georg; geb. 1589 zu Preuß.⸗Holland, gest. 1645 als im, Diakonus zu Hönigsberg. 65. 1 winkler, Johann Joseph; geb. 1620 zu Luckau in Sachsen⸗Alten⸗ burg, gest. 1222 als Domprediger und Honsistorialrat in — Magdeburg. 268, 321. 1 Wobeser, Ernst Welislaus Wilhelm von; geb. 1222 zu Kucken⸗ walde in Brandenburg, gest. 1795 als Mitglied der Altesten⸗ Honferenz der Brüdergemeinde in Herrnhut. 32. 545⁵ 36 Verzeichnis der Liederdichter Drof. der Rechte und Rofrat in Halle. 276, 525. Woltersdorf, Ernst Gottlieb; geb. 1225 zu Friedrichsfelde bei Berlin, gest. 1761 als Pfarrer in Bunzlau. 1²6, 201. Heller, Christian Beinrich; geb. 1229 zu Bohen⸗Entringen bei Tübingen, gest. 1860 als Stifter und Vorsteher der Armen⸗ schullehrer⸗Anstalt zu Beuggen bei Basel. 180. Heller, Ernst Albert; geb. 1804 in Heilbronn, gest. 1822 als Direktor der Irren⸗Anstalt in Winnenthal. 245. Zihn, Johann Friedrich; geb. 1650 zu Suhl, gest. 1219 als Archi⸗ diakonus daselbst. 369. Zinzendorf, Christian Renatus Graf von, der Sohn des Stifters der erneuerten Brüdergemeinde; geb. 1222 zu Berrnhut, gest. 1252 daselbst. 20, 465. Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von; geb. 1700 zu Dresden, der Vater des Obigen, gest. 1260 zu Berrnhut. Ias, 175, 222—280, 464. Lieder vorreformatorischen Ursprungs in Umdichtungen:, 209, 59, 40, 65, 88, 89, 149, 121, 122, 157, 158, 194, 506, 544. 4²8, 494. Lieder von unbekannten Verfassern: 2, 39, 62, 25, 89, 95, ga, 109, 155, 464, Ie2, 196, 199, 209, 250, 505, 545, öach, 546, 554, 565, I4, A21, 428, 451, 452, 455, 45J, 452, 470. Wolf, Jakob Gabriel; geb. 1684 zu Greifswald, gest. 1254 als —— vüd. 7 WW Verzeichnis der Parallel⸗Weisen Auf die entsprechende, hier folgende Nummer verweist die hinter der Wrise⸗ Vierzeilig 1. Erhal uns Herr bei deinem Wor HBerr Zen Christ dich zu uns wend HBerr Jesu Christ dich zu uns wend(2. Weise) Nun lasset uns den Leib begrab'n Vom Lich he hoch, da komm ich her Wenn wir in höchsten Nöten sein Sechszeilig 2. O daß ich tausend Zun⸗ gen hätte O daß ich tausend Zun⸗ gen hätte(2. Weise) Wer nur den lieben Gott läßt walten 5. Großer Gott, wir loben dich Jesus meine Suversicht Meinen Jesum la uih Jes 56 ich vieler Lieder in einer Klammer angegebene Zahl. C Siebenzeilig Allein Gott in der Höh sei Ehr Aus tiefer Not schrei ich u dir Es ist das Heil uns kommen her Nun freut euch, lieben Chri⸗ sten g'mein Achtzeilig „Herzlich tut mich verlangen Valet will ich dir geben Aus meines Herzens Grunde Seuch ein zu deinen Toren Nun danket alle Gott O Gott, du frommer Gott Alle Menschen müssen sterben Jesu, meines Lebens Leben 3. 15 sehr, o meine Seele Werde munter, mein Ge⸗ müte 10. O du Liebe meiner Liebe Berz und Herz vereint