Oesengun ö 9230 Evangelisch⸗ Lutherischen—4 „Giemeinden 4 * Kurfirstleh⸗ Hesssshen anpen. Auf e Zanäbtgstes 71. *——— Cassse l, 1816. t und zu haben in der 5 0 und W isenh u *. — I u h a k t. Er ste Abtheilung. Lieder über die christliche Glaubenslehre. I. Enthaͤlt bie Lieder von Gott, von Nr. 1— 10. II. Von den Eigenschaften Gottes, Nr. 11— 30. I. Von der Ewigkeit und unveranderlichkeit Gottes, Nr. 11— I3 3 Von der Allwisseuheit Gottes, Nr. ra. 15. „Von der Weisheit Gottes, Nr. 16. 17. „Von der Allmacht Gottes, Nr. 18. 5 Von dee Allgegenwart Gottes, Nr 19. 6399 6. Von der Heiligkeit und Gerechtiakeit Gottes, Nr. 75. 2. 4 2. Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottetz, Nr 22. 3. Von der Liebe, Guͤte und Barmherzigken Gottes, Ni. 23— 29 9. Von der Oeduld und Langmuth Gottes, Nr. 30. III. Von der heiligen Dreieinigkeit, Nr. 20— 34. IV. Von der Schoͤpfung, Nr. 35— 59. V. Von der Vorsehung See Nr. 55— 35. 11 Inhalt. VI Von den Engeln, Nr. 51— 33. VII. 261 dem Menschen und seiner Bestimmung, Nr. 1— 65. VIII. Von der Sünde und dem Verderben der Menschen, Nr. 61. 65. IX. Von der Erloͤsung der Menschen, Nr. 66— 72. X. Von Christo, dem Erloͤser, Nr. 75— 76. ö XI. Von der Menschwerdung und Geburt Christi, Nr. 77 79 I. Abyents⸗Lieder, Nr. 77— 81. 2. Weihnachts⸗Lieder, Nr. 82— 93. 3. Von der Erscheinung Christi, Nr. 94. 95. 4. Auf die Darstellung Christi im Tempel, Nr. 96. 97. 5. Am Tage Maria Verkuͤndigung, Nr. 98. 6. Von dem Vorlaͤuferamte Johannis, Nr. 99. XII. Vom Wandel Christi auf Erden, Nr. 100— 102. XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu, Nr. 103— 141. I. Vorbereitung zur Betrachtung des Leidens Jesu, Nr. 103. 104. 2. Dankbare Erwaͤgung der Leiden Jesu, Nr. 102— XIIS. 3. Kraft und Trost der Leiden Jesu, Nr. I13. 114. 4. Gebet zu dem Versoͤhner, Nr. 115— 118. 5. Die Liebe Jesu in dem Werke der Erloͤsung, Nr. 119⸗122. 6. Das Leiden Jesu am Oelberge, Nr. 123. 134. 7. Gefangennehmung Jesu, Nr. 125. 8. Ueber die Verlassung Jesu von seinen Jüngern, Nr. 126. 9. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gericht, Nr. 127⸗129. 10. Das Leiden Jesu am Kreuz, Nr. 130— 138. II. Ueber die Wünder bei dem Tode Jesu, Nr. 139. 12. Begraͤbniß Jesu, Nr. 140. IAI. XIV. Von der Auferstehung Jesu, Nr. 142— 156. XV. Von der Himmelfahrt Jesu, und seinem Sitzen zur Rechten Gottes, Nr. 157— 164. XVI. Vom heiligen Geiste, Nr. 165— 181. XVII. Vom Worte Gottes, Nr. 182— 195. 1. Von den zehen Geboten insbesondere, Nr. 189. 190. 2. Vom Evangelio, Nr. 191— 193. XVIII. Von der Taufe, Nr. 194— 198. I. Vor und bei derselben, Nr. 194— 1097. 2. Nach derselben, Nr. 108. XIX. Von en, Nr. XIX. Vom heiligen Abendmahl, Nr. 199— 215.* In halt. I. Vor und bei demselben, Nr. 199— 2Tr. 2. Nach demselben, Nr. 212— 215. XVX. Von der christlichen Kirche, Nr. 216— 225. XXI. Vom Tode, Nr. 226— 255. XXII. Von der Auferstehung der Todten, Nr. 234 260. XXIII. Vom juͤngsten Gericht, Nr. 261— 267. XXIV. Von der Ewigkeit, Nr. 268— 275. FE ö Zweite Abtheilung. Lieder uͤber die christliche Sittenlehre. — I. Von der Buße und Bekehrung, Nr. 276— 2966. I. Ueberhaupt, Nr. 276— 294. 2. An oͤffentlichen Bußtagen, Nr. 293. ö ö 3. Nach geschehener Bekehrung, Nr. 296. II. Vom Glauben und seinen naͤchsten Folgen, Nr. 297 Rs 507. zur Von III. Vom thaͤtigen Christenthum uͤberhaupt, Nr. 309— 3523. IV. Von der Erkenntniß Gottes, Nr. 324.— 327. V. Von der Furcht Gottes, Nr. 328— 3530. VI. W535. Liebe und Treue gegen Gott, Nr. 551— VII. Von der Freude an Gott, Nr. 354.— 356. VIII. Vom Gehorsam gegen Gott, Nr. 337. 358. IX. Vom Vertrauen auf Gott und Ergebung in seinen X. Vom Gebete, Nr. 355— 362. XlI. Vom Lobe Gottes, Nr. 365— 370. ö XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott, Nr. 571— 581. XIII. Von den Gesinnungen gegen den Erloͤser, Nr. 582 — 392. 1 27 vr In halt. XIV. Von der Selbsterkenntniß und Demuth, Nr. 39 — 398. XV. Von der Selbstliebe, Nr. 399. 400. VI XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. ö VI XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib, Nr. 403— 40656. XVIII. Von der Arbeitsamkeit und Treue im Beruf, Nr. VII 409— 415. IX. XIX. Vom rechten Verhalten gegen die zeitlichen Guͤter, X. Reichthum, Ehre und dergleichen, Nr. 414 417.— XX. Vom rechten Gebrauch des Lebens, Nr. 418— 421.* XXI. Von der Zufriedenheit, Nr. 422— 426. XI XXII. Von der Geduld, Nr. 427— 439. ö XXIII. Von der Liebe des Naͤchsten, Nr. 440— 445. XXIV. 447. der Gerechtigkeit und Billigkeit, Nr. 446. XXV. Lon 454. Sanftmuth und Versoͤhnlichkeit, Nr. 44⁴6 XI — 4654 XII XXVI. Von der Dienstfertigkeit, Barmherzigkeit und Leut⸗ seligkeit, Nr. 455— 458. k 459. 406. Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit, Nr. 0. XXVIII. VBon der Freundschaft, Nr. 461. 462.— 230 XXIX. Von der Gluͤckseligkeit wahrer Christen, Nr. 463 — 472. ö Dritte Abtheilung. Keder fuͤr besondere Zeiten, Stände und Vorfalle. I. Von dem oͤffentlichen Gottesdienste, Nr. 473.— 485, I. Beim Anfange desselben, Nr. 473— 481.. 2. Beim Schlusfe desfelben, Nr. 482. 483. XX II. Von der Feier des Sonntags, Nr. 484— 487. III. Von der Katechismus⸗ Lehre Nr. 488. 489. VXX VI. Bei der Confirmation junger Christen, Nr. 23 491. Wdüh. Inhalt. VII V. Fuͤr die Obrigkeiten und Unterthanen, Nr. 492— 494. VI. Bei Einfuͤhrung eines neuen Predigers, Nr. 495. VII. 224 Einsegnung neuangehender Eheleute, Nr. 496. 08. 9 5. Nr. VIII. Für Eltern und Kinder, Nr. 498— 501. IX. Fuͤr Herrschaften und Gesinde, Nr. 502. 505. iter, AX. Fuͤr Alte, Juͤnglinge, Jungfrauen, Witwen und Wai⸗ 417. sen, Nr. 504— 508. 4⁴1. KI. Neujahrs⸗Lieder, Nr. 509— 514. 30. . XII. Von den vier Jahreszeiten, Nr. 515— 516, I. Vom Fruͤhling, Nr. 515. 5. 2. Vom Sommer, Nr. 516. 3 3. Vom Herbst, Nr. 517. 12 4 Vom Winter, Nr. 518. 446 XIII. Morgenlieder, Nr. 519— 632. XV. Abendlieder, Nr. 555— 542. 5 IJ. Abendlieder üͤberhaupt, Nr. 533— 546. 2. Abeudlied am Sonntage, Nr. 541. 3. Abenblied am Ende der Woche, Nr. 542. XV. Bei Reisen, Nr. 548. 544. I. Por der Reise, Nr. 443. 2 Nach gluͤcklich vollbrachter Reise, Nr. 344. ö XVI. Vor und bei der Erndte, Nr. 545— 551. Bei sparsamer Erndte, Nr. 35T. XVII. In allgemeiner Noth, Nr. 552— 554. XVIII. Witterungs⸗Lieder, Nr. 555— 558. I. Um Regen, Nr. 555. 2, Nach erhaltenem Regen, Nr. 556. 3. Um Sonnenschein, Nr. 557. 4. Nach erlangtem Sonnenschein, Nr. 358. IX. Bei Feuersnoͤthen, Nr. 559. 560. 4 i die Heahehchr, Nr.. XX. Beim Gewitter, Nr. 561— 565 Nach dem Gewitter, Nr. 563. XXI. In Wassersnoth, Nr. 564. 565. 112 Noech geendigter Wässersnoth, Nr. 503.* XRII. 36 ů enr Inhalt. XXII. In Kriegszeiten, Nr. 566— 569. Nach erlangtem Frieden, Nr. 368. 369. XXIII. In Theurung, Nr. 5/70. XXIV. Bei gefaͤhrlichen Seuchen, Nr. 571. XXV. In Krankheiten, Nr. 572— 581. Nach der Genesung, Nr. 58t. XXVI. In Todesnoͤthen, Nr. 582— 588. Gurbitte fuͤr einen Sterbenden, Nr. 588. VI. Bei Begraͤbnissen, Nr. 589. 590. . 4 V — S 99999—— 4 Erste Ab Lieder uͤber die christliche Glaubens⸗Lehre. theilung. I. Von Gott. Mel. Nun danket alle gott ꝛc. . 8 nhetungswürdger gott, Mit ehrfurcht steis zu nennen! Du bist un⸗ udlich mehr, Als wir begreifen önnen: O floͤße meinem geist Die efste demuh ein, Und laß mich ets vor dir Voll ehrerbietung seyn! 2. Du riefst dem, das nicht wor, i lust und seligkeiten Aufs man⸗ ligfaltigste Um dich her auszubrei⸗ en. Die liebe bist du selbst, Ver⸗ kand und rath sind dein; Und du jebrauchst sie gern, Zu segnen, zu freun. 6., Du sprichst, und es geschieht. Iuf dein allmaͤchtig: werde! Ent⸗ ghand dein großes werk, Der him⸗ nel und die er de. Mit deinem kraͤft⸗ en wort Traͤgst du die ganze welt, ud deine macht vollfuhrt, Was jus numoͤglich faͤllt. 4. Du vist der herren herr; Der kde majestaren Sind, hoͤchster, vor ir staub; Auch geister kannst du töͤd⸗ en. Wen du erniedrigest, Gott, ber kann den erhoͤhn? Wen du er⸗ te ste behn. willst, Deß hoheit muß be⸗ 5. Wer hat dich se gesehn? Wer kann im fleisch dich sehen? Kein sterb⸗ lich auge reicht Bis zu den lichtes⸗ höhen, Von welchen du mit huld Auf deine schoͤpfung blickst, Und al⸗ les, was da lebt, Erfreuest und be⸗ glückst. 6. Ja, hier erkennen wir Dich nut sehr unvollkommen; Wird aber der⸗ maleinst Der vorhaug weggenom⸗ men, Der dich, unendlicher, Noch unserm blick verschließt: Dann sehn wir heller ein, Wie herrlich du, gott, bist. 7. Judeß sey auch schon jetzt Dein ruhm von uns besur gen. Ver⸗ schmaͤhe nicht ein lob Bon aͤußerst schwachen zungen! Dort soll, wann wir dereinst In hellerm licht dich sehn, Auch starker unser lied Dich, großer gott, erhoͤhn. Mel. Sey lob und ehr dem hoͤchst ꝛc. 2 Der herr ist gott und keiner 2 mehr: Frohlockt ihm, alle frommen! Wer ist ihm gleich? wer ist wie er, So herrlich, so volkom⸗ men? Der herr ist groß sein nam ist groß! Er ist unendlich, grenzen⸗ 624 In seinem ganzen wesen. 4. Erste Abtheilung. wie er ist! 2. Et ist und bleibet, ens, Ihn Wer strebet nicht vergeb aus zusprechen? wer er dauer seines lebens? Wir menschen sind von gestern her; erde war war er, Noch eher, himmel. 3. Des ewgen thron umgiebt ein licht, Das ihn vor uns verhuͤllet. Iha fassen alle himmel nicht, Die seine kraft erfuͤllet! Er bleibet ewig/ wie er war, Verbor gen und auch offeubar In seiner werke wun· dern. 4. Wir sind allein durch seine kraft Das, was wir sind und werden! Er kennet alles was er schafft, Im bimmel und auf erden. Bei ihm ist weisheit und verstand, Und kraft und stärke; seine hand Umspannet erd und himmel⸗ B. Ist er nicht nah? ist er nicht fern? Weiß er nicht aller wege? Wo ist die nacht, da sich dem herrn Ein mensch verhergen möge? Um⸗ onst hüült ihr in sinsterniß, Was br beginnt; er siehts gewiß, Er sieht es schon von ferne. 6. Wer schützt den weltbau ohne dich, O hert, vor seinem falle? All⸗ gegenwärlig breitet sich Dein aufsehn über alle! Du bist voll freundlichkeit, voll huld, Sarmherzig, gnaͤdig, voll geduld, Ein vater ein verscho⸗ nerl 2. Unscraslich bist du, heilis, u Und reiner, als die sonne. dem, der deinen w du belohnst mit Rerblichkeit alle es ewig seyn; die fuͤlle. g. Dir nur gebuͤhret Anbetung, preis und werdet goites lobgesana, selne heere! einer mehr! Wer wer ist, wie er⸗ vollkommen? als die 0 mißt Die Eh noch die t, Wohl illen thut; Denn wonne; Du hast un⸗ in, Bist selig, wirst Hast frenden, gott, lob und dank, ehre. Kommt, Ihr alle, Der herr is gott, und ist ihm gleich? So herrlich, so *.— H VV Mel. Dreieinigleit, der gottheit ewig oder: Eigne Melodie Nr. I. der 325 hinken angedruckten. endlid Eiheiner hir, was reiert uund 2 9— deine groͤße; Denk ich g Me ich, so findt sich meine bloͤhe; N.4. fuhle, herr, daß du unendlich 104. Und daß umschränkt mein forscheistreten denken ist. Volle 3. Du wohnst im licht, dazn keh vor de meusch kann kommen: Was isis deiner das wir von deinem ruhm vernom deiner möehlt Den— 106 von deint en, Di jestaͤt, Die über alles di 2005 ö ich aügch 3. Dein ewges seyn, dein ur vollkommnes wesen; Das, was ein wielst, und was dein rath erlesen dir: Ist viel zu hoch für menschlichen ververtra stand: Von engeln seibn wirst duß nie a ol h 4. 4 Wie sollt ich denn, ich stauh n mich unterwinden Anenbliget, gal voͤllig zu ergrüͤnden? Omache mit zreise von soschem dunkel frel, Daß müsseiner dein wort des glaubens richtshuugent⸗ 55 gen 5. Mein eigner ge'it Lann sich lelchmett bintergehen; Dein wort ist waht ren, es bleibet ewig stehen. Erforsch H., gleich dein gotlich wesen malt Gund gnüge mir daoon dein unterricht. vet d 6. Von dir, durch dich, zu Rrel sind alle dinge: Gieb, daß ich erden mich selbst zum opfer bringe. B greif ichs nicht, wie du die welt i gierst: So sev mirs guug, daß Aben, mich selig fuͤhrst. ö 5.8 7. Ennst wirst du dich mir nahetent offendaren; Eiust werd ich wehr botenrg deinem raih erfahren: Wem siwinst nur dem, was mich dein wort gidein lehrt, Geglaubt, gefoigt,unpimtfals dich hier verehrt.* 0 8 Brum hilf, daß ich mit ehtiutaschaff vor dir wandle; In allem thun 1216.1 deinem willen handle; Zufrieden Zu 1 wie du mich hier regierst, Bie Ider mich einst zu deinem himmel fuhn 11 deinel 9. Dann werd ich dich im ů 0 l lichte sehen, Und/ froh in dir/ I. Von Gott. 5 ituewig lob erhoͤhen: Herr! du bist 1. derroß und zeigst es mit der that, Un⸗ and te 5. an huld, an macht eicht auund raih. k ich 80 Mel. Christ, unser hert, zum ꝛc. he; zott, mache du mich selbst be⸗ lich 5104. reit, Vor deinen thron zu orschentreten, Und deine dern herrlichkeit Boll ehrfurcht anzubet n: Laß, herr, azu kel vor deinem angesicht Mein herz sich as isti deiner freuen Und einen strahl von vernom deinem licht Die finsterniß zerstren⸗ n deing en, Die mich hier noch umgiebet. „o goth 2. Du hist der herr, und keiner mehr; Nichts sind der heiden götter. in gau Nur dir gebuhret vreis und ehr; was di Kein helfer noch erretter Ist außer erlesen, dir: lab mich allein Auf dich o herr, chen verdertranen, Mein ganzes leben dir wiest dunur weihn, Mein gluͤck blos auf dich hauen, Und dich niemals verleugnen. uh 3., Du biß der hoͤchstvollkommne geist, Der pater aller geister; Dich sche mit zreiset, was vernünftig heißt, Als Daß mülseinen herrn und meister? Laß mei⸗ chtschuunzer seele hohen werth Mich diese tu⸗ gend lehren, Daß ich, wie es dein sich leich wort hegehrt, Dich möͤge kindlich eh⸗ ren, Im geist und in der wahrheit. 1wahr a Bu forsch ichn ge Berheben Zu meinem wahren vater⸗ e welt nland, Und mich nach dem recht stre⸗ daß Wen, Was ewig mich erfreut. 5. O gott, was seyn wird, ist und nir nihe war, Und was wir thun und dich⸗ mehr vuten/ Das ist dir alles offenbar; Du Wenn lwirst einst alles richten. Laß mich wort gdein helles auge scheun, Aufrichtig „undtnpor dir wandeln, Und, deines bei⸗ wehrfurtschaffen handeln, Wann finsterniß thun naimich decket. rieden i. 6. Unendlich ist, herr, deine macht, ö Bis Iber retten, die dich lieben, Und wenn mel fuͤht der frevler dich verlacht, Auch straf⸗ recht auszuuͤben: Gieb, daß mich bn, Ndeiner alluact schuß Stets, als ein falls mich erfreun, Auch dann recht⸗ schild, bedecke; Mich auch nicht men⸗ schen/ grimin und trutz, Nur dein ge⸗ Du strafest leib und eele. 7. Voll hochster weisheit bist du, gott! Kein mensch kañ sie ergruͤnden. Umringt uns allenthalben noth, Du⸗ herr, weißt rath zu finden; Bewah⸗ re mich, daß ich mich nicht Mit ban⸗ gen sorgen quaͤle. Gieb, daß ich dir mit zuversicht Mein wohl und weh befehle, Und kindlich auf dich traue. 8. Gott, du hist heilig und gerecht, Und kannst nichts boͤses leiden; Wer sagen will, er sey dein knecht Muß jede fuͤnde meiden: Gieb, daß ich mich der heiligkeit Mit rechtem ernst befleiße, Nachiage der rechtschaffens heit, Und deine wege preise, So wunderbar sie scheinen. 9. Du bist sehr gnaͤdig, gott, und gut/ Vergiebst die schuld dem suͤnder z Erbarmst dich, wie ein vater thut, Von herzen deiner kinder: Laß rei⸗ chen trost, von deiner huld, In mei⸗ ne seele sliessen; Und laß mich nach bereuter schuld Auch wieder ruh ge⸗ niessen, Ind dann vorsichtig handeln. 10. Gott, dessen wahrheit stets be⸗ sleht: Wohl denen, die dir glaͤuben! Wann erd und himmel einst vergeht, Werd dein wort ewig bleiben: Gieb, daß ich fuͤrchte dein gericht, Und gl⸗ les, was du drauest; Auch hoffe⸗ was dein wort verspricht Daß du mirs gern verleihest: Wer hofft, wirb nicht zu schanden. 1I. Goit, wenn ich dich so kenn und ehr, Dein wort zum grunde se⸗ tze: Erfreu ich mich daruͤber mehr/ Als uͤher alle schaͤtze; Bis ich dort dich, mein heil und licht! Vollkom⸗ mener erkenne, Von angesicht zu an⸗ gesicht Dich schaue, dich erkenne⸗ Und ungussprechlich lobe. ö Mel. Herzliebster jesu, was hast 1.. oder: Eigene Melodie Nr. 2. —OSfst auch ein gott? wer darf 5 noch also sragen? Hoͤrr man nicht laute slimmen, die es sagen? A 2 El ———— 4 Erste Abtheilung. Ee zeigen schrift, vernunft und krea⸗ muren, Der gottheit spuren! 2. Sich um dich her sieh himmel, Uänder, meere; Sieh der geschöyfe uuzählbare heere! Schließ von dem bau und vom verstand der geister. Auf ihren meister. Ol sieh hinauf zu den gestirnten höben, Wo welten sich in ihren krei⸗ fen drehen, Und von der bahn ihr ahrsziel zu erreichen, Kein haar⸗ reit weichen 4. Sie! wie die sonne jahr und tage theilet, Wie auch der mond durch leine laufbahn eilet, Und wie durch beide tag und nacht der erde Regieret werde. 5. Was machts, daß diese ord⸗ nung stets vorhanden, Und unver⸗ näckt jahr tausende betanden? Kaüũst du der gottheit daseyn, kraft und wesen Nicht darin lesen? 6. Sieh, mensch, du edler unter kreaturen! Sieh an dir selbst der gottheit klare spuren! Kanns du mit wahrheit dich verstaͤndig neunen, Und gott miß kennen? 7. O fuͤnder! frag das nagende ge, wissen: Ist denn ein gott? o fühl doch in den bissen, Die du empfin⸗ dest, fuͤhl hei boͤser sache Den yerrn der rache. 4 8. Doch nicht genug: es ist ein der zu sagen. Oft leugnets doch er mensch durch sein betrangen, Wenn er, als waͤr kein gott, in suͤn⸗ den wandelt, Und gottles handelt. 9. Du sagst: gott ist und kennt mein ganzes leben. Bist du ihm denn auch recht zum dienst ergeben? Ist., dank und gegenliebe im gemuͤthe Fuͤr seine guͤte? 10, Im wohlstand trotzig, zaghaft in beschwerden, Vergoͤtterst du oft dinge dieser erden, Machst gold zum trost, haͤltst fleisch fuͤr deinen retier; Elende götter! 1I. O hilf uns, gott, doch dei⸗ nen heilgen woilten Mi! redlichkei und herzenslust erfuͤllen; Sonst werden wir, beim ruhm des glau⸗ beus luͤgen, Uns selbñ betruͤgen. 12. Laß uus dein wort den wej hen, der wahrheit lehren, Uns zeigen, de ti⸗ wie wir dich stets recht verehren, 3. Bis du uns einst zum himmel wirs strale erheben, Bei dir zu leben. noch, Mel. Wach auf, mein herzy und ꝛe. ihn? eurer 6 O gott, aus deinen werkeh ange Kann ich dein daseyn mei ken; In allen kreaiuren Find ich di Dich gottheit spuren. sen 1 2. Das große weltgebaͤude, Dei kreat ruhm und meine freude, Ruft i du bi viel tausend choͤren: Gott ist! goh sprech mußt du ehren! mach 3. Wer sprach es, dab die erde, 5. 2 Und daß der himmel werde? Wa hist d prach es, daß im meere Des was gegeb sers sammlung waͤre?ẽ Zu de 3. Wer ließ in jenen hoͤhen Dal gesan sternenheer eutstehen? Wer biem 9 des doönners bruͤlen Die welt mi75, furcht erfůllen? meine 5. Du bists, gott: deine werkener el Erzaͤhlen deine staͤrke Und deine wei Dies se guͤte Dem achtsomen gemüͤthe. me t 5. Das würiuchen in dem staube gefche Die bunte raup am laube, Das z. 3 gras die schlanken halmen, Sinhehn i deines ruhmes psalmen. herrn 7. Herr, du bist hoch erhoben, UnhEr he ewig boch zu loben, Wenn auch detund l suͤnder rotten Dich leugnen un Dem verspotten. 3. Laß alle, die dich kennen Um Mel. dich mit ehrfurcht nennen, Und dioder: dir vest vertrauen, Dein guadih oder antlitz schauen. Mel. Aus meines herzens grunde. 8. chwingt, heilige gedanken mehr. „O LCuch von der erde logsist er Gott, frei von allen schranken, A. 2.& unaussprechlich groß Er in ein geiorich lobsingt Vor seinem angesichte! Oalt Sie ů wehnt in einem lichte, zu dem ian Sie auge dringt. 3. 2. Kein mensch kann ihn erreichen reich; Kein endlicher verlland. Wer dausewigk sich ihm vergleichen? Wer hat ihnihm gant erkannt? Macht euch von ihch 4.& lein bild! Wer iann den döate 2 0 I. Von gott. 5 —— 4 den wej hen/ Ob er gleich alle hoͤhen Und je⸗ zeigen de tief erfuͤllt? rehren, 3. Die sonn in hoher ferne Mag iel wits stralenreicher gluͤhn; Glaͤnzt heller noch, ihr sterne! Was seyd hr gegen und ꝛe. ihn? Ihr seyd mit eurer yrachti, In eurem schoͤnsten lichte, Vor seinem werkg angesichte Noch dunkier, als die nacht. vn meh 4. Wie sollen wir dich nennen, d ich di Dich, schoͤpfer der natur? Was wis⸗ sen wir? wir kennen Nicht halb die . Del kreatur, Die du hervorgebracht; Und Ruft N du bist noch viel gröher Und unaus⸗ ist! goh sprechlich besser, Als werke deiner ö macht ie erde 5. Von dir strömt alles leben; Du 2 Wi bist ver reinste geist: Hast alle kralt des was gegeben Dem engel, der dich preist „Zu deines namens ehr Erroͤnen lob⸗ en Dal gesaͤnge In seiner bruͤder menge, er bietöm ganzen himmels heet. helt mis7. Slimm in der engel chöre, O meine seelel auch; Sey voll von sei⸗ e werlluer ehte„Du, seines odems hauch! ner werke zahllos heer Bleibt vor ihm offenbar. 5. Deß freuet euch! die lieb ist ott, Das beste seine wahl; Groß seine thaten allzumal Und heilvoll sein gehot 0. Gerechtigkeit und wahrheit ist Die veste seines throns. Lobt ihn, der auch des erdensohus, Des men⸗ schen, uicht vergißt. 7. Et kennet uns; er ist mir nah, Im abgrund, in der hoͤh, Wohin ich fliehe, oder geh, Ist er doch immer da. 8 Er ist um mich, vernimmt mein flehn, Schafft meiner seele ruh, Siehts, waͤnn ich fehl und gutes thu Und eilt mir beizustehn. 9. Er wog mir seine gaben dar, Schrieb auf sein buch auch mich Und meiner tage zahl, da ich Noch un⸗ bereitet war.** 10. Ihm dank ich alles; nichts ist mein, Das gott nicht angehoͤrt. Herr, deine huld, die ewig wahrt, zne we Dies, dies ist dein beruf. Auf! wid⸗ üthe. me deine kraͤfte Dem wurbigsten staube geschafte, Wozu dich gott erschuf e, Dal7. Im geishe bet ihn, seele, Vet „ Sinbahn in wahrheit an! Liebst du des herrn befehle Wie selig bist du dann! en, UnhEr hat unsterblichkeit, Und seligkeit auch detund leben: Das alles will er geben sen un Dem, der sich ganz ihm weiht! nen Un Mel. Mein gott, das herzich br. ꝛc. Und diloder: Nun dunket all, und bringet ꝛc. guadih oder auch die hinten angedr. Nr. 3. Singt unserm gott ein frohes grunde. 8. S lued! Er Is und keiner edanken mehr. Groß, unaus sprechlich groß rde loslist er, Der weltkreis lein gebiet. en, N. 2. Groß ih sein nam] er wil und ein gellisprichts: Da keht voll herrlichkeit, te! U Der welten meng; und er gebeut; dem kein Sie fulleu in ihr nichis. 3. Licht ist sein kleid; unendlich rreichen reich, Ein meer voll seligkeit; Von Ver darsewigkeit zu ewigkeit Ist er; wer ist hat ihnihm gleich? von Ihm A. Er uͤberschaut, was ist und war chsten nöIm himmel/ erd und meer, Und sei⸗ heu Soll stets mein loblied seyn. 11. Wer sasset deiner wunder pracht, Die da sind, wenn du russt ꝛ Ein jeder saub den du erschufst, Verkuͤndigt deine macht. 12. Hell stralet aus dem kleinsten halm, Gott, deine weisheit her, Und au und huͤgel, luft und meer Sind deiner ehre psalm. I3. Frohlockend preiset dich das land, Das delne milde traͤnkt; Und korn und wein und freud empfaͤngt Der Mensch aus deiner hand. 14. Herr vhne deinen willen fällt Kein sperlinghin, und ich, Ich freute nicht des trostes mich, Daß deine huld mich haͤlt ꝛ 15.: Ich fuͤrchte, bleibest du mein schutz, Gefahr und schrecken nicht, Und biete voller zuversicht Der gau⸗ zen hoͤlle trutz. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott? wer ꝛc. Nr. 2. Faun ich, gott meinen geist zu dir erhebe, Dich suche, ich zu finden mich bestrebe: So A 3 mußt Erste Abtheilung. mußt du selbst, recht groß von dir zu denken, Die kraft mir schenken. 2. Was ist im himmel, hoͤchster, was auf erden, Das so, wie du, ver⸗ dient, erkannt zu werden? Welch wissen ist wohl herrlicher zu nennen, Als dich erkennen? 3. Dich suchen, ist die herrlichste ber sorgen; Zwar bist du unerforsch⸗ lich und verborgen: Doch willst du, wenn wir nur dein licht nicht hassen, Dich finden lassen, 4. Mit lauter slimme lehren deine werke Uus deine weisheit, deine gůt und staͤrke; Auch hast du selbst, sey hoch dafür gepriesen! Uns unter⸗ wiesen. 5. Und immer mehr willst du dich offenbaren, Wenn, was du lehrst, wir nur getreu bewahren; Wenn wir, was deine lehren wirken sollen, Uns bessern wollen. 6. Ach möͤcht ich, gott, aus allen meinen kraͤften Dich suchen; auch bei sorgen und geschäften, Mein herz, zu dir mig leichter aufzuschwin⸗ gen, Zur andacht bringen! 7. Drum führe durch dein wort doch meine seele, Daß sie den weg zum lichte nicht verfehle; Gieb mir, weil ihre kraͤste leicht ermuͤden, Ernst, lust und frieden. 9. Dann werd ich immer besser dich erkennen, Und taͤglich mehr von dei⸗ ner lieb entbrennen, Dir gern ge⸗ horchen, froͤhlich dich erheben, Und, gott, dir loben. Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛc. eh dem, der leugnet, daß 10. Wẽĩ gott st! Sein armes menschenleben ist Ihm leer von edler freude. Sein wilder, lasterhafter blick Sehnt sich umionst nach wah⸗ rem glück, Umsonst nach trost Nie leide. Die lust zu guten thaten flieh dir a Vor ihm, der seinen gott nicht sieh 2 Nie fuͤhlet sich sein herz erfrent V gren⸗ wonne der unsterblichkeit. Gott u ma ser gott! Wie jammervoll, wie funt ewig tersich Wird unset leben ohne dih ner u 2. Wenn du nicht bist, wer ei zu er und halt, Und wer kegieret du iad, die welt? Wer sorgt auch fuͤr mi 61 leben? Wem danke ich mein lel B 61 dann? Wer nimmt bis jetzt sich n Was ner an? Wem kann ich mich ergebe ch Verhängniß oder ungefäbr Wa dann mein gott; und arm ist Iu he de Dann wär vernunfe und freiheh zu de spott; Und schreckenvoll waͤr miti ut is iodlGoft, wahrer goit! Wie gran zen z voll wind mir deine welt, W n nicht dein arm sie fuͤhrt und haͤlt! sdent 3. Kann ohne dich ein gluc erfren der si Fur mich ein guth auf erden seyn oWnü Und kann ichs froh geniessen? W. sicert hilit mir freiheit und verstand, Wemae zede wohlthat deiner hand, Was nite s ein gut gewissen? Bist du nicht, du iis erfreun sie nie; Ein traum ist ii wate lust, wie sie. Die erd ist finsterns pessen lein licht Strahlt her von deinem ei eralt gesicht. Kein schutz ist da! Auf gend wartet dort kein lohn; Augehn hier folgt ihr oft schmach und hoh kassei 4. Nein! eh ich zweifle, daß Dein seytt, Unwandelbarer ewger geii Wen Mag mich die welt verspotien! Ewig will ich zeugen, daß du bist, Di es ein schnoͤder frevel ist, Dich sil Mel. len und dich spotten! Mein geis uoder: leib freut sich in dir: Du ewiger weich nicht von mir! Was sind AI2. leiden dieser zeit Dem, der sich Ün bi nes gottes freut? Dort im getict werst Wenn erd und himmel untergehn„ard Wiord dich der gottesleugner sehn geoffe . II. Von den Eigenschaften Gottes. der he X. Ewigkeit und Unveranderlichkeit Gottes. enteil Mel. Liebster jesu, wir sind hier. ott, du bist von ewigkeit! II. bene Retestt aes (größe Mehrt und mindert ll höchft sel: Gieb, daß ich das nie agn. I. Von den Eigenschaften Gottes. L Nie auf kreaturen baue, Sondern dir allein vertraue. 2 Ewig und unwaͤndelbar Ist dein grenzenloses wissen. Was dir ein⸗ mal wahrheit war, Wirds auch ewig bleiben muͤssen. Nie kanns dei⸗ ner weisheit fehlen, Nur das beßte zu erwahlen. 3. Du hbist nicht, wie menschen sind, Daß dich etwas reuen sollte; Bleibest immer gleichgesinnt, Und was je dein rathschluß wollte Weiß ergebe dein mächtiges regieren Herrlich abr Wauch hinguszuführen. 1 ist 64, Suͤnden bist du ewig feind; We⸗ he denen, die sie lieben! Ewig bleibst du derer freund, Die, was recht und trost Men flieh licht sieh rent V6 Bott/ u wie fung hne dih wer tu eret dal fuͤr mi zein leh t sich n gen Deinen willen treu vollbringen. 5. Immer ist dirs eine lust, Men⸗ schenkinder zu beglücken. Wohl dem, der sich auch mit lust Lernt in deine oadnung schicken. Der, der gehi auf sihern wegen Deinen segnungen lenigegen.. ücht 6. Deine worte truͤgen nicht, Du, mil 0 du dist der ewig ireue Der das halt ins 1 wat er verspricht: Gieb, dab ich mich in— desfen freue, Und mich, dis ich einst Auf werielte Vesi an deine wahrheit hale hn* 7. Mag doch dann die welt ver⸗ dh gehn, Mag mich alles doch ver⸗ iud helfassel: Hu, du bleibg mür ewiglehn. „daß Deme huld wird mich umfasfen ger geil Went ich einst von binnen scheide. 10 Ewwig bist du meine freude. Dich sit Mel. Dreieinigkeit, der gottheit ꝛe. geist oder: Erhabner gott, was ꝛc. Nr. X. 4 05 err gott, du bist die zu⸗ 10 1+1 2. 9 fiucht aller zeiten: Denn gerich du bin kott in allen ewigkeiten; Du Heunntwerst erschon, eh erd und himmel Lerfteu deu seyn en? W utergahHard, Eh du dich noch uns hast; ner sihlgeoffenbat. 2. Wad bin ich, herr, was alle menschewinder? Stanb is vor dir der heilig, der sünder. Wiee schnell enteilt dies leben doch von mir! Du, ert Iboͤchster! du nur bleibest fur und vergesslur⸗ l gut ist, uben. Lehre mich in allen din⸗ 3. Du hast vorhin die erde zube⸗ reitet; Din arm hat, gott, den himmel ausgebreitet; Doch sie ver⸗ gehn, veralken wie ein kleid; Du aber daurst in alle ewigkeit. 4. Das ist der trost, die hoffnung aller roumen: Du schuͤtzest sie und läßst sie nicht umkommen. Ihr red⸗ lich herz kann sich stets deiner frenn. Du bleibst ihr gott, und sie sind ewig dein. 5. Das sey mein trost in allen truͤ⸗ ben stunden: Vom tode selbst werd ich nicht uͤberwunden. Nicht er⸗ nur sund treunt mich, o gott, von dir. Du bleibst mein tron, mein heil, auch ewig mir. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. 13 Uvendlicher den keine zeit 3. Umschließt mit ihren schranken! Beim anblick deiner ewigkeit Vergehn mir die gebanken. Ich sinne nach bewundrüngsvoll⸗ Und weiß nicht, wie ichs fassen soll: Du bist und bleibest ewig! 2. Noch ward von keiner sonne licht Durch eine welt verbreitet; Die himmel jauchzten dir noch nicht, Durch deine macht bereitet; Noch war kein land, noch stroͤmt kein meer An hoher berge grunden her: Du aber warst schon ewig! 3. Von ewigkeit her sabest du Die luͤnstge welt entstehen, Und maßest ihre zeit ihr zu, Und sahst sie un⸗ tergehen. Vom engel bis zum wurm herab Wogst jedem du sein schicksal ab, Und nanntest ihn mit uamen. 4. Langst eht nun deine schöyfu da, Von dir bisher erhallen. Ein lommt sie ihrem ende nah: Sie ei⸗ let zu veralten. Denn ihrer jahre werden viel, Und du bestimmtest ihr ein ziel, Mit weisheit und mit gůte. 5. Kaum eine stund ist es vor dir Vom anfang bis zum ende. Kaum gugenblicke leben wir, Die werke deiner haͤnde Niemals nimmt, gott, dein alter zu: In aller ewigleit wirst du Derselbe seyn und bleiben. 8 Erste Abtheilung. 6. Ja, du bist ewig, stirbest nie, Bleibst ewig meiner seese Der fels, den sterbend ich fuͤr sie Zur sichern zuflucht waͤhle. Denn deine gnad und wahrheit ist So ewig als du selber hist: Heil mir, daß ich dir iraue! 2. Mein leib ist sterblich, nicht mein geist, Den will ich dir vertrauen: Dein wort, das wahrheit ist, ver⸗ helßt, Er soll dein antlitz schanen. Mein fleisch ruht auch mur kurze zeit: Am ernretag der ewigkeit Wirst du es auferwecken. 3. Weun alles um mich her ver⸗ geht, Soll ich doch nicht vergehen; Vor deinem thron, der ewig steht, Soll ich auch ewig stehen. Du giebst an allem deinem heil, Gott, dein Das d wahren freunden theil: Auch mischaffet gewiß mit ihnen! du bes 9. Einst fallen erd und himmel lfoll. E An deinem weltgerichte: Dann dihroß i ichs dir, daß ich noch hin, Und woderbar in deinem lichte. Dann werd 3. W ewig, ewig seyn, Mich ewig desnem g gnade freun, Und meiner seligkeignals 10. Der seligen nusterblichlhen? Die du mir dort willst schenken, ist du mich in dieser kursen zeit, O galief hir mit ernst bedenken! Sie sey in 4. No trost, mein hoͤchstes guth, SieDie fit ke mich mit kraft und muth; Dem fe 2. Allwissen Mel. Christ, unser herr, zum jord. ꝛc. Allwissender vollkommner I 22 A geist! Deß auge alles sie⸗ het, Was nacht und abgrund in sich schleußt, Und dem sich nichts entzie⸗ het; Es kann vor deinem hellen licht Sich kem geschoͤyf verstecken. Was in der sinsterniß geschicht, Das weißt du aufzugecken, Und vor gericht zu dringen. 2. Selbst die gedanken kennest du, Eh sie in mir entstehen, Und was ich wünsche, rede, thu, Daz kañ dein auge sehen. Nor dir ist alles offen⸗ bar; Du pruͤfest heri und nieren, Und alle gründe siehst du klar, Die unser thun regieren; Nichts bleibt vor dir verhorgen. 3. Was deiner frennde hert begehrt Das weißt du, eh sie beten, Ihr seufzen wird von dir erhoͤrt, Eh sie noch vor dich treten. Was deiner feinde rath beschließt, Daß ist dir un⸗ verborgen; Dir, der du ihren an⸗ schlag siehst, Als wie deu lichten mor⸗ gen, Den keine schatten decken. 4 Was nach verstiessung vieler zeit, Nach künftig wird geschehen, Das sieht ein auge allb ereit Ais gegen⸗ waͤrtig sehen. Dir siellt sich alles recht vor dir zu leben! berbor Doch du bist land. heit Gottes. 3. N deutlich dar, Das, was erst• soll werden, Und was nun ist, liehen was einst war Im himmel und por dir erden Wer sollie dich nicht fuͤrchlspie de 5. Bleibt gleich vor menschen u ches noch In dieser welt versan gen: So wird dein auge kuͤnftigdi Die finsterniß besiegen Dein el.; pa theiisches gericht Wirb alleses en decken, Was im verborgner odet geschicht, Und schande,—½ Resen Wird dann die ha 6. tresfen, rken 6. Laß mich, o böctke maelichꝛe Dein helles auge scheuen, Das einer kein heuchler hintergeht Mit fal schmeicheleien. Durchdring 107 tig seel und geist Mit deiner heite. Di blicken. Laß, was geheim schanas heißt, Samt allen boͤfen tüchn, MGleht stets sorgfaͤltig meiden. So au Mel. O gott, du fromme gott, Inend! 1 HDit du erforschest muDer ge 5. Dir bin ich unverboren 3. M Du kennst mein ganzes thun Mit w alle meine sorgen; Was neine seegier denkt, War dir bereits heannt, Was der gedanke noch In meiner seel DWu br stand. Der n 2. Nie spricht mein murd ein—4 — II. Von den Eigenschaften Gottes. 9 rtt, dein Das du, o herr, nicht wissest. Du Uẽch mischaffest, was ich thu; Du ordnest, du beschliessest„ Was mir begegnen immel hsoll. Erstaunt seh ich auf dich; Wie Dann digroß ist dein verstand! Wie wun⸗ Und wiberbar fuͤr mich! werd 3. Wohin, wohin soll ich Vor dei⸗ vig deimem geiste siehen? Wo koͤnnt ich je⸗ eligkeignals wohl Mich deinem aug entzie⸗ rblichlihen? Führ ich gen himmel auf. So nlen, Pist du, höchster, da; Fuͤhr ich zur O gutief hinab, Auch hier bist du mir nah. sey iu 4. Nähm ich auch, schuell zu fliehn, „SiesDie fittige vom morgen; Selbst an uth; Wem fernsten meer Blieb ich dir nicht berborgen: Auch da umschloösse mich Doch deine allmachtshand; Denn bist uͤberall, Und dein ist jedes 0 nd. 5, Wollt ich in finglerniß, Mich deinem ang entzie hen, So sucht ich erst ndoch umsonst, Auch da dir zn ent⸗ is, fliehen: Die dickste finsterniß In lund por dir helles licht; Die nacht glanzt, fuͤrch wi ͤ schen uwie der tag, Bor deinem angesicht 6. Du warst schon uͤber mir In meiner mutter leibe; Du bildetest mein herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du Mich wunderbar gemacht, Und meiner, eh ich war, Schon valerlich gedacht. 7. Du kannkest mein gebein, Eh ich aus licht gekommen, Da ich im zunkeln erst Die bildung angenom⸗ men; Dein Auge sah mich schon„Eh ich bereitet war, Und meiner tage lauf War dir schon offenbar. 8. Was fuͤr erkenn misse, Für koͤst⸗ iche gedanken! Unzaͤhlbar sind sie mir; Denn sie sind ohne schranken. Mit ehrfurcht will ich stets Auf dich, mein schopfer, sehn, Dir folgen und dein lob, So gut ich kann, erhoͤhn. 9. Erforsche mich, mein gott, Und brufe, wie ichs meine; Ob ich der wirklich bin, Der ich zu seyn mir scheine Sieh, ob mein kuß vielleicht Sich einem irrweg naht, Und halte mich zuruͤck Auf einem sichern pfad. versaw inftigdt Dein Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. allese rgner oder: Eigene Melodie, Nr. 4. surch nweiser schoͤyfer aller e DaI 6. D dinge, Der alles weiß, ürkennt, versteht! Nichts ist so groß, maesnichts so geringe, Das nicht nach „ Das deiner ordnung geht! Sie ists, die it fügzeme große welt In ihrer daur und ngr kthracht erhält. ler heitel 2. Die vielen wundervollen werke, uscanas un ern angen fern und nah, cn, MSteht alles, wie durch deine faͤrke, So auch durch deine weidheit da. e gott, inendlich, herr, ist dein verstand; hest muDer ganze weltbau machts bekannt. Vrborgch 3· Mir eben diesen meisterhaͤnden, thnn Ueit welchen du die welt gemacht, neine seegierst du auch an allen enden, unnt, Was du hoͤchstfrei hervorgebracht; r seel Du brauchst, o unerschaffnes licht! Dder menschen rath und beistand vein—4 3. Weisheit Gottes. 4. Was du zu thun dir vorgenom⸗ men, Kroͤnt auch, so bald du willst, die that; Wenn tausend hindernisse kommen, So triumphirt dein ho⸗ her rath. Den besten zweck wahlt dein verstand: Die mittel stehn in deiner hand. 5. Die menge so verschieduer wil⸗ lenWo jeder seinen weg erwaͤdle, Muß doch den deinen blos erfuͤllen, Der seines zieles nie verfehit, Und aller feinde stolzen wahn Als unver⸗ nunst beschaͤmen kann. 6. O weisheit! decke meiner seele Des eigendunkels thorhelt auf, Da⸗ mit ste dich zum fuͤhrer waͤhle In die⸗ ses lebens ganzem lauf. Ich weiß den weg zur wohlfahrt nicht: Drum leis te mich dein sichres licht! Z. Du hast mich durch mein gan⸗ zes leben Bisber aufs weiseste ge⸗ fuhrt Ja, dir muß ich die ehre ge⸗ 2 5* du aufs beste mich 1110 10 Erste Abtheilung. Sleite mich durch welt und zeit Hin · uͤber in die ewigkeit. Mel. Gott des himmels und der ꝛc. Uuer Mein sey mir im⸗ 17. U mer Meines gottes weg und rath, Und die nacht sey ohne schimmer, Die mich hier umschattet hat; Doch ist alles, was er thut, Wies auch scheine, weis und gut. 2. Sollt ich das von gott nur loben, Wo ich rath und weis heit seh? Ists nicht ein geschenk von oben, Wenn ich seinen weg versteh? Frevelt de nicht, welcher klagt, Daß ihm gein mehr licht versagt? 3. Soll ein vater unterlassen, Was dem kinde thorheit ist? Kuͤhner tad⸗ ler! engel fassen Das, wo du im dunkeln bis: Hier sollst du dem 4. Allmacht Gottes. Mel. Machs mit mir, gott, nach ꝛe. 18 Hon deine almacht reicht Daß, schöser] dein vermoͤgen, Hier so wen, Als selbst dein we⸗ über die gesetze steigt, Die die n sen reichet. Nichts ist, das deiner herr⸗ hewegen. Du bleibst ihr herr, 2 herrn vertraun; Und nur glauhserg noch nicht schaun. an 4. Solli er zu regiererlunen Senthü werke seiner welt, Meine luͤste tzen? sinnen, Ordnen, thun, wasne'f ö gefällt? Wohl uns, wenn er nitind 1 achrtt Was ein thoͤrict henheiner gehrt! 5. Hier in meinem pilgerstande 0 106 mein theil zufriedenheit! Don meinem vaterlande Wohnt die Was ö seligkeit. Fuͤhrt mein gang zum edes! mel ein, Mag er immer dunkels eine Christenseele, lage nicht: Was schmerzet, wird dort segnen, hier nacht ist, wird dort licht; ich faß erst gottes siun, Wann ganz vollendet bin. aterli 6. Darum auch auf rauhen w hue 5. D 4. Die menge vieler wunder Anst zu lichkeit, Und deinen thaten gleichet. ihren lauf Hebst du nach weiser nhron 2 Es ist kein ding so groß und schwer, Das dir zu thun unmoͤglich waͤr. ö 2. Du sprichst, und guf dein maͤch⸗macht Wird unser aug einst se kuͤhr auf. 5. Was für ein wunder Atonmn tigs wort Fallt alles dir zu fuͤßen. Wann nach der langen Hrabandas wwi Du fuͤhrest deinen anschlag fort Bei Die todten auferstehen! Wanner rich allen hindernissen. Du winkst, sosvon unserm staub den rest Zu u3. V stehet ploͤtz ich da, Was vorher noch koͤrpern werden laͤßt! iebt kein Augé sah. 3. Du hast dein großes schöͤpsungs⸗an, Der sich auf dich verlasse arei Es etwas, das ich fuͤrchten kann, bleibet stets dein augenmerk, Und ich dich, herr! umfasse? Gieb, fer w wird durch dich regieret Noch im⸗ ich traue deiner kraft, Die alles saend w Weil dein und alles schafft, werk Allmaͤchtig ausgefuͤhret. merhin besteht die Welt glmaͤchtig wort sie haͤlt. 5. Allgegenwart Gottes. leh und alhme nur durch dich; ö n traͤgst, du unterstuͤtzest mich! 19 und wirkst an allen en⸗2. Was je mein herz empfun5. D den Ich hin, wo ich auch bin, oshat, Was ich verwerf und wisicht so herr, In deinen yoterhanden! Ich Der ersie trleb zu seder ibar icher In voriger Melodie. 10.6 u bist, o unermeßlicher, 6. Ach zund in mir den glaupu sch est du hein si er anz h .+ II. Bon den Eigenschaften Gottes. 11 glaubsisiste wunfch der seele/ Der leiseste Sehedauk in mir, Gott, alles liegt zen Senthällt vor dirI!“ ue lull 3, Wohl mir, wenn ich durch dei⸗ uwadle kraft Mein herz zu dir erhebe, wer nieind redlich und gewisfenhaft Nach ot heniheinem willen lebe! Du siehm es, Herr, und stehst mir bei, Damit standesch immer ireuer sey! . Don 4. Du kennest sicher und gewiß die nahas ich der welt verheh e; Sieht 0 atas wert der fiufernißSiehst ale unkel sneine fehle; Du zeigst sie mir, und en weh Urerlic mich Zu mein er beßrung „Washaterlich. nen, licht; Wann Mel. Es ist Gter gott9—* leit. erechter gott! vor dein ge⸗ 20.G richt Muß alle welt sich zellen; Du wirst in ihrem ange⸗ scht Auch mir mein Urtheil faͤllen. der zeß) laß mich jede fuͤnde scheun, Und ogen, Hier mit ernst beflissen seyn, Vor dir edie uiiust zu bestehen. herr,2. Du siehst von deinem hohen weiser uyron Auf alle menschenkinder; Be⸗ Kommen jedem seinen lohn, Dem der desrommen und dem suͤnder. Nie siehst inst(ebhu die personen an; Auf das allein, rabesuvas wir gethan, Siehst du, gerech⸗ Waͤuner richter! 13u u63. Viel gutes und barmherzigkeit 77 du schon hier den frommen; in glaudu schützest sie vor manchem leid, rlasse. Parein die fünder kommen. So zei⸗ nn/ 0 du vor aller welt, Daß dir der Gieb, Afer wohlgefaͤlt, Den man der tu⸗ alles saend widmet. 4. Ja, herr, 00 liebst, was recht ind gut; Du bist ein freund der kommen. Wer deinen willen gerne zut, Wird von dir aufgenommnen; Sein sinn und thun gefaͤllt dir wohl, dichsz sst er gleich nicht, so wie er soll, mich! Jan heilig, ganz vollkommen. empfuns. Doch dem, der dich, o gott, und wisicht scheut, Dem frevelnden ver⸗ wat echer⸗ Der dein gesetz und recht zu, Schaffst, daß mir hülf erscheine; Voll mitleid, vater, zaͤhlest du Die thraͤnen, die ich weine; Dein trost erquicket mein gemuth, Und jeder schmerz und kummer flieht. ö 6. Odruͤck, allgegenwaͤrtiger, Dies tief in meine seele, Daß, wo ich bin, mein herz, o herr, Nur dich zur zuflucht waͤhle; Daß ich dellt heilig auge scheu Und dir zu dienen eifrig sey! 2Z. Lab ohne falsch und heuchelei Mich alle sůnde meiden, Daß ich vor dir unstraͤflich sep, Im gluck und auch im leiden; Weil deine huld so muͤch⸗ 5. Du hoͤrst auch meinen seufzern tig ist, Weil du allgegenwaͤrtig bist. 6. Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. entweiht, Bist du ein strenger raͤcher, Verachtung, elend, schmerz und hohn, Gewissensmarter sind sein lohn Oft schon in diesem leben. 6. Und bleibt auch hier viel unge⸗ straft, Viel gutes unbelshner, So kommt ein tag der rechenschaft, Der keines suůnders schonet. Da stellest du ins helle licht, Wie recht und bil⸗ lig dein gericht; Dann triumphirt der fromme. 7. Gerechter gott, laß mich, wie du. Das hue eifrig lieben; Gieb sel⸗ ber mir die kraft dazu, Es willig aus uuͤben. Regt sich die suͤnde noch in mir, So stärke mich die furcht vor dir, Daß ich sie uͤberwinde. 8. Und weil vor dir, gerechter gott, Nur die allein bestehen, Die glau⸗ big auf des mitilers tod Bei wahrer reue sehen: So laß mich die gerech⸗ tigkeit, Die mich von schuld und straf hefreit Im glauben eifrig suchen. Mel. Jesu, deine tiefe wunden. ott! vor dessen augesichte 21. GeChrfurcht Piuig uns er⸗ tüllt! Ewges licht, aus dessen lichte Stets die reinste klarheit quilit! Laß doch deine heiligkeit Unsren her⸗ zen jederzeit Kraͤftige ermuntrung geben, Nach der heiligung zu treber. —* 12. Erste Abtheilung. 2. Heilig ist dein ganses wesen, Denn kein böses ist an dir. Eiwig bist du so gewesen, Und so bleibst du für und für. Was dein wille waͤhlt und thut, Ist unstraͤflich, recht und gur, Und mit deines armes stärke Wirkst du Keis volltommne werke. 29*— 3. Herr! du willst, daß deine kin⸗ der Deinem bilde aͤhnlich seyn. Nie besteht vor dir der sunder; Denn du bist vollkommen rein. Du bist nut der frommen freund; Uebelthätern bist du feind. Wer beharrt in sei⸗ nen sunden, Kann vor dir nicht gna⸗ de fluden. O! so lab uns nicht verschmerzen, Was du uns nuch zugedacht Schaffe 8 aber wir Sind verderbt, undpeel. 2 kann zaͤhlen Großer gott, wier: D der sünden macht! Denn was wir, gort! vor dir? Du bist h wir fehlen? 6 5 Uus von sunden zu erlöͤsen. g.— du deinen sohn dahin. Ol soslide n nige vom böͤsen Durch ihn unk and ganzen sinn. Greb uns, wie dust und verheiht, Gieb uns deinen hist ge geist, Daß er unsern geis niß mein Und zu allem gulen führe. Dich 6. Keiner sundlichen begierdelgen die he uuser her; geweiht! Unsers ser, br des größte Rerde Sey rech ischausen heiligkeit! Mach uus deinem nze sch leich! Denn zu deinem himmeß kein Zitst du, herr! nur die erhl. Dir, in uns reine herzen! Toͤdt in un? Die im glauben geilig leben. schen; it it, Al 7. Wahrhaftigkeit Mel. Wer.4 4u 5 gott ꝛc. Woch nie hast du dein wort 22. gedrochen, Nie deinen bund, o gote, verletzt; Du haältst ge⸗ treu, was du versprochen Voll, fuͤhrst, was du dir vorgesetzt. Wenn erd und himmel auch vergehn, Bleibt ewig doch dein wort bestehn. 2. Du hist kein mensch, daß dich gerene, Was uns dein mund ver⸗ heißen hat; Nag deiner macht, nach deiner tren Bringst du, was du versprichst, zur hat. Scheint die er⸗ sullunz gleich noch weit, So komunt lie doch jur rechten zeit. 3. Und wie du das unfehlbar gie⸗ best, Was deine huld uns zugedacht: So wird, wenn du vergeltung ubest, Dein drohwort auch gewiß voll⸗ bracht. Wer dich, o gott, beharr⸗ lich hasst, Fuͤhlt deiner strafe schwe⸗ re last. 4. O drücke dies tief in mein her⸗ ze/ Daß es vor jeder sůnd sich scheut: n, Vo: und Treue Gottes. urm kri Gieb, daß ich nie leichtsinnig 2 Auch Mit deiner strafgerechtigkeiti, Du werde das von mir gewagt, ut: O dein besehl mir u' tersagt. te Den 5. Doch laß mich auch mit ut. Leh glauben Dem worte zeiner soh rüt traun. Wer kann den trost un Wer mals rauben, Den wir auf dachtr versprechen haun? Du hist eiser sen dein bund steht vest; Wohl der stat der sich auf dich verlaͤsst l er schi 6. Wie stark sind unsers glaue unsi⸗ gruͤnde! Hier ist dein wort, daß, Wer mals trügt; Und daß dies alleser kroͤn fall finde, Hast du den eid hu, vate gefuͤgt. Wahrhaftger! was stt, du mund beschwoͤrt, Ist voͤllig uun gan glaubentz werth. in gar 2. Erwaͤge dies, o meine seele! Dirn traue gott, ders treulichimeint un du gern, nach seines worts befehlei will wahrheit freund, der luͤgen fein Sche weise dich als gottes kiud, aeh i⸗ treu und wahrheit heilig ndee — El. 2 ö 14 30 .K 8. Lii 1I. Von den Eigenschaften Gottes. 13 ubis h 3. Liebe, Guͤte und Barmherzigkeit Gottes. t, und Heel. Wer nur den lieben gott ꝛe. ott, wier: Du weiser schoͤpfer ꝛc. Nr. g. FNir, gott, dir will ich froͤh⸗ löͤsen. lech singen, Dir, dessen Olsosüde wohlthun ist: Dir will ich ihn unk and ehre dringen, Dir, der du wie dust und freundlich bist. Ja, gott, einen hist gan: gnad und treu, Gieb, gein tiß mein herz ganz freude ev. hre. Dich preisen alle engelchoͤre, Dir gierdesgen die verklaͤrten dant. Dir, herr⸗ Insers ser, brausen wind und meere; Ihr rechtschgusen ist dein lebgesaug. einem nze schoͤyfung ruft mir zu: Es himmeß kein solcher got', wie du. die erhl. Dir, hoͤchster, ist nichts zu ver⸗ leben. jchen; Denn daine guͤte reicht so it, Als uͤber uns die wolken rei⸗ n, Von ewigkeit zu ewigkeit. Kein lrin kriecht unbemerkt dahin: Du blst, erhaltst und schuͤtzest ihn. innig s Auch, vater hast du mein gemu ligkeith, Durch manche gnadengab er⸗ vagt, zut: O gieb mir auch nach deiner gt. te Den irteb zur frohen dankbar⸗ mit ust. Lehr alles das, was in mir ist/ ie uͤb einer hoh ruͤhmen, daß du gnaͤdig bitß. rost um Wer schuf die seel und ihre kraͤfte, ir auf dächtuiß, willen und verstand bist eiher segnet des berufs geschäfte; Wohl zer staͤrkt die arbeitsame hand? er scbuͤtzte mich vor der gefahr, rs glaue un sichtbar mir nahe war · rt, daß, Wer fristet meine levensrage? ier allener krönet sie mit lust und heil? u eid hi, vater, thusts: drum seele, sage: was sit, du bleibst ewiglich mein theil. öͤllig uun ganzem herzen liebst du mich, in ganzem herzen preis ich dich. e seele Dir will ich fernerhin vertrauen, Hmeint. un du hast mir sters wohlge han. hefehle/) will mit glauben auf dich schau⸗ en fein, Schau mich mit vaterblicken gu. kind, geh ich ruhig durch die zeit, Und ig sind. hlich in die ewigkeit. el. Herzliebster jesu, was hast ꝛe. Ist auch ein gott, wer ꝛ6. Nr. 2. 4 2½% unserm gott! er ist * 3. Li von großer guͤe, Barm⸗ herzig, und von duldendem gemuͤ⸗ the; Will denen heil und ewge lust bescheren, Die ihn verehren. 2. Er handelt nicht mit uns nach unsern suͤnden, Und laͤsst nerschonend uns das nicht empfinden, Was wir, weil wir ihm unser herz nicht gaben, Verschuldet haben. 3. Hoch ist der himmel uͤber seiner erde, So groß ist auch, daß er gelie⸗ bet werde, Di⸗ huld des herru, bei denen, die ihn lieben, Und gutes en. 4. So jaͤrtlich sich ein vater seiner kinder Erbarmet, so erbarmt sich gott der suͤnderWenn sie von herzen sich zu ihn bekehren, Ihm treue schwoͤ⸗ ren. E schlaͤgt und hellt, verwundet, läßt genesen; Er weiß, der mensch ist ein zerbrechlich wesen; Er denkt daran, daß das geschöͤpf aus erde Doch asche werde. 6. Vou ewigleit zu ewigkeiten waͤh⸗ ret Die guͤte gottes dem, der tug end ehret. Ach! leite denn auch mich auf deinem pfade, Du gott der guade! 7. So werd ich ewig deiner huld ge⸗ niessen; So wird wein leben sauft vor dir verfliessen: So werd ich dort 691 allen eugelchoͤren Dich froͤhlic ehren. Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. oder: Eigne Melodie Nr. 5. obsinget gott und betet an! 25. L Es dank, es ruhm, es sin⸗ ge, Es jauchze, wer nur jeuchzen kann, Dem schoͤpfer aller dinge! Wie groß, wie schoͤn ist seine kraft? Wi herrlich, wie untadelhaft Sind alle seine werke*** 2. Wie schoͤn, wie wuͤrhig seiner macht Mit allen ihren heeren Die himmel! wie viel licht und pracht Bestralt sie, ihr zu ehren! Das auge sieht sich immer satt, Sieht, wa⸗ es auch gesenen hat, Doch immer neue wunder! 3. 14. Erste Abtheilung. lust. Druw preist mit frohem ti Dich unsre dankerfuͤllte bruft. so gar ohne grenzen Ist deine g keit! So weit die himmel gla Uebst du barmherzigkeit. Du mit wohlgefallen Auf das, was ie grr gemacht; Und hast auch uns, ets zu allen, Viel antes zugedacht. kmüthe 2. Uns ewig zu beglücken Ersch Mel. du uns und deine welt, Die der: 2 schon zum entzuͤckan So viele n der in sich hait; Noch groͤßrer 97. proben, Hat fuͤr uns deine 5 4 Im himmel aufgehoben, Der w sers vaterland. Dahin uns zu erh 0 zur Sandtit du den sohn herab In geh huldreich selbst sein lebꝛn Fuͤr 25½ verlorue gabh. Dir 3. Wie groß ist deine gnade! 5.„n. ist so reich an huld, als du? auf dem sůndenyfade Siehst 40 fland., Damit er dich beglückte. betrung zeugt: So schenkest 0 0 ie he die lieb ewiree bruß Die ehnsu zt nach vergnugen. immer deine guͤte neu! Selblainem! 1 schuf guch guellen, die voll lust serm wunsch und sorgen Kom Steis Munen, nie verstegen. Gieb zuvor mit vatertreu. Du, url „Mit fůllst nut auf seine guͤte acht; Denn seine aller gaben, Du weißt, was n thei freude. i thun, das ist ihr sind doch unste tage Von di f. rg wich vm dant etwetten Pwohlthun pelll Sabst ire 14. 91 ziel; Laß dich zum dank erwecken segenvolle macht Schafft allen wahre gebricht; Und was wir 125 vat ben Versagst du keinem nicht. des le O hätt ich doch genng gefühl, Wie plage Lenkst du zu unserm wohl une⸗ gut er ist, zu schmecken! Ist seiner 5. Wer sollte dich nicht lieben iht* wohnung vorhof scvon So schon; hast uns ja zuerst geliebt, Unsonne mie wird wich einst sein thron, Wie stets treu gebliehen Wie vit wird er selbit entzücken! wider dich veruͤbt. Mit auapesie din 9. Lobfinget gott und betet an! zu segnen Ist ewig deine lust; Es dank, es ruͤhm, es singe, Es jauch ze, wer nur jauchzen kann, Dem schoͤ „dank dir zu begegnen, Sey In auch unsre lust 3Zu m. 8n0 0 pfer aller dinge! Wie groß ist än⸗ willen, Uns selbst zum gluͤc. 2 sers schoͤpfers macht! Wie herrlich „heil, Ihn freudig zu erfüͤllen,nsch, wie untadelhaft Sind alle seine unser bestes theil! ha ke! l. Nun lob, mein seel/ den ꝛc. gott, du bist die liebe ö 26.0 Uns wohlzn hun ist dein 6. Wer hier auf seinen +* Dein wort vor augen hat und se zu Den setzest du zum segen Eoßte du-ñνππ⁰π⁰ι⁰⁵ίr U1. Von den Eigenschaften Gottes. 15 Nun Rer, in j It. Du r, noch mehr in jener welt. aue. afflt ihm selbst aus leiden Den nel 0 rrlichslen gewinn, Und fuͤhrest ihn Wa freuden, Die ewig wͤhren, hin. wal je groß ist deine guͤte! Mich ihrer uns, ets zu freun Laß/gott auch mein icht. emüthe Voll liede zu dir seyn. n Erschel. Wer nur den lieben gott u. ö Dider: Dn weiser schoͤpfer ꝛc. Nr. 4. viele u ö Do weit nur deine sonnen ——. S gloͤnzen, Reicht deine Nine luld, die uns erhaͤlt; Reicht uber Derninsers himmels grenzen, O vater/ 5. 6 zur fernsten welt; Gleich ewi⸗ 2 Ur n gebuͤrgen waͤhrt Die guͤte, die Sur tin volk verehrt. de! E. Dir, gotkt, ist kein geschöyf rer⸗ 5 2 Baen. Nicht eins vom menschen st dus aufs thler; Du würdigs alle 100 Ien sorgen; Sie danken lust und zockel hen dit. Es mag auch klein und edrig le Dir, gott, ist nichts zu oß, zu klein. 1ã½ 42 feommen freudigem gemůͤ⸗ Die Erheb ich, gott, voll gnade, dich 96 lhie herrlich ist nicht deine güte! Tgendie liebst du uns so vaterlich; Uns, Sdlte wir ohue furcht und graun Sets 8. luinem schutz und segen traun! Koumn. Mit welchem reichen überslusse uüht du diese weit, dein haus öthi zu theilst ihn allen zum genusse, 25 5 väterlich, so reichlich aus lind * es lebens guelle fließt Aus dir, * E da das leben bist. he jaz. Wir sehn, o herr, in deiner wohl une, Den sehen deiner huld dein üiebenht; Eutzeuch uns deiner gute , vigdune, Dein gnadenyolles aufsehn Bie viacht! Herr/ deine huld erfreue die, uni dich veeehren! segne sie! Sey In eigner Melodie. Nr. 6. oll reu/ hren di ie groß ist des allmaͤcht⸗ n gluͤc S. n guͤte! Ist der ein füͤllen/ensch, den sienicht ruͤhrt⸗ Der mit haͤrtetem gemuͤthe Den dank er⸗ iuen geet, der ihm gebuͤhrt? Rein/ seine hat und pe zu ↄrmessen, Sey ewig meine segen Eoßte pflicht. Der herr hat mein noch nie vergessen; Vergiß, mein herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar be⸗ reitet? Der gott, der meiner nicht dedarf. Wer hat mit langmuth mich geleitet? Er, dessen rath ich oft verwarf Wer stärkt den frieden im gewissen? Wer giebt dem geiste neue kraft? Wer lußt mich so viel guts geniessen? Ists nicht sein arm, der alles schafft? 3. Blick, o mein gelst, in jenes le⸗ ben, Fuͤr welches du erschaffen bist z Wo du⸗mit therrlichkeit umgeben⸗ Gott ewig sehn wirst, wie er it⸗ Ou hast ein techt zu diesen frenden Durch gottes gute sind sie dein. Sieh, darum mußte christus leiden, Damit du koͤnntest selig seyn. 4 Und diesen gott sollt' ich nicht ehren Und seine gůte nicht verstehn ꝛ Er sollte rufen? Iich nicht hoͤren e Den weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein will' ist mir in's herz geschrieben: Sein wort bestaͤrkt ihn wiglich; Gott soll ich über alles mich. Und meinen naͤchsten so, wie mich. 5. Des ist meln dank; dies ist sein wille: Ich soll ganz liebe seyn, wie er. So lang ich dies gebot erfuͤlle, Stell ich sein bilbniß in mir her. Leht seine lieb in mꝛiner seele, So treidt sie mich zu jeder pflicht; Und ob ich schon aus schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die sunde nicht. 6. O gott, laß deine gut und liebe Mir immerdar vor auz en seyn. Sie staͤrk in mir die guten triebe, Mein ganzes leben dir zu weihn? Sie troͤste mich in noth und schmer⸗ zen, Sie leite mich zur zeit des gluͤcs; Und sie besieg in meinem herzen Die furcht des letzten Au⸗ genblicks. Mel. Sey lob und ehr dem 10. ie viele sreuden dant ich 29. Wé dir, Die du mir, herr⸗ verliehen! Und wie viel sunden hast du mir Aus gnaden nicht 4 en 46* —— —— —— —. — 30 etreuer gott, wie viel 8eeBezegl du frechen suͤndern; 0 t/ E 16 Erste Abtheilung. den IGott, voll erbarmung und ge/Richt fur die welt, nicht fur Nur uns duld, Auch bei der mir verhorgnen grab Ist er alein geboren. Treuden schuld, Währt ewig deine liebe. weh vergeht mit ihrer lu; da. Ja. 2. Bedenk ich, schoͤpfer, deine du den willen gottes thust, Dreudig⸗ macht, Blick ich in jene ferne, Und gluͤck soll ewig dauren. inverr uͤberseh des himmels pracht Und 4. Wann ich erwache, denk nit guüt sonne, mond und sterne: So bet dein, Und wann ich schigfen genacht, ich dich voll ehr urcht an. Was is Denn du, mein vater, kannst hacht der mänsch, ruf ich alsdann, Daß leihn, Was ich von dir eil 3. O. du dich sein erbarmest? Drum seufz ich kindlich stets zu Pich, se 3. Dein auge schaut auf ihn her⸗Her, was mir nutzer, schenke ze gott ab; So geht er nicht verloren. Um deiner guͤte willen. ung d wwischet 9. Geduld und Langmuth Gottes. rule Mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc. 4. Kangmüͤthigster! so große armen! Wir haufen leider unsre deinen kin dern; Sie wer en schuld; Du aber dein erbarmen. weil fleisch und welt Hier ihnen sind Was ist des menschen lebens lauf? fig nitze stellt, Oft sicher mat oi se Er ist verderbt von jugend auf, Und raͤge; Sie sraucheln, sie verge 9 dem gesetz eutgegen; Und gleich wohl, sich, Und fehlen oftmals wider i Mel. vater, suchst du ihn Langmuͤthig da⸗Auf hlind gewahltem wege. ‚ von abzuziehn, Zur behrnng zu be⸗. Da warnst du sie vor der 150 duld Beweisest du uns o! nicht weniger geduld Hast 0 ber wegen. So oft sie irre gehen; Reichsti rrlich 2. Der wenschen elend jammert han; und kärte dar, Von sahe gs dich; Seldst wenn sie sich perstocken aufzuftehen: Du tragen sie mü iste So fuchst du sie doch vaterlich Durchsterhuid Bist winig ihre süntichezn huld zu dir zu locken Wie langesschuld Durch christum zu vihat aue lahsr und riefest du Nicht ehmals ben: Giebst ihnen neue tugendlrung u deinem volke zu Damit es sich beUnd nach voübrachter plgerschroß du kehre! Wie trugst du nicht mit gu⸗Ein ewig freudenleben. Dat vo ligleit Die erste welt so lange zeit,6. Laß diese langmuth und 1 leibt Eh sie die fluth verheerte! Gott, unsre herzen ruhren; Nie 3. Noch giebst du suündern zeit undsuns deine vaterhuld Zur sichen raum, Der strafe zu entgehen; Du verfuhren! Trag uns erbarm⸗ I laͤsst den unfruchtbaren daum Richt sernerhin; Doch gieh uns auchhhn& ohne pflege stehen; Du schonest sein bei den sinn, Daß wir die suͤnde Euchr von zeit zu zeit, Verziehest voll barm⸗sen, Und uns noch in der gnadengsen A Herzigkeit, Tlei gaͤnzlich abzuhauen; Den reichthum deiner guͤtigkentsigte m Du wartest sein mit größter treu, beßrung leiten lassen. urch b⸗ Und hoͤrst, damit er fruchthar sey, ir mich Nicht auf, an ihm zu bauen. u gebe eich au III. Von der heiligen Dreieinigkeit. hat pe Bekannte Melodie. gnade. Er sorget, daß uns nimni 1 AIr gott in der hoͤh sey mehr Gefahr und unfall schade I1„ 2 E. ehr, Und hank sey seiner wohlzuthun ist er bereit! III. Von der heiligen Dreieinigkeit. 17 * H 7 2 tfur Nur unsre feligreit. Er hebet ihn mit Keuden! ist; Da. Ja, vater, wir erheben dich Mit ist, Dreudigem gemuthe. Du herrschest inveraͤnderlich Mit weisheit und denk nit gute. Unendlich groß ist deine sen genacht, und stets geschieht, was du be⸗ annst hacht. Wohl uns, daß du regierest! r usl 3. O jesu christ, des hoͤchsten sohn! ts zu ich/ seinen eingebornen, Dich sand⸗ hentete gott vom himmelsthron Zur ret⸗ zung der verlornen. Du mittlet zwischen uns und gott, Hilf uns im eben und im tod; Erbarm dich un⸗ er aller! Hroße 0 O heilger geist, du geist von ern; olt, Erleuchte, behre, troͤste, Die je⸗ * alt dunte christ durch seinen tod Zum dienst al dußes herru erlöste. Auf deinen bei 0 enland boffen wir! Ach leit uns stets, nen so sind wir hier Und auch oinst matt swia seli⸗ e vergewig selig. vider IMel. Ich glaub an einen gott ꝛc. Onch glauh an gott, den eini⸗ 2*½ 2. gen; Den. ewigen; den on sü errlichen. Der himmel und die er⸗ sie mil e Ward, als er sprach: es werde! uer ist mein vater, dessen ruf Auch ich zu seinem diens erschuf. Er at auch mir zum leben, Empfin⸗ ö ung und vernunft gegeben. Er, roß durch weisheit, gut und macht, 5 dat vor der welt an mich gedacht, und Hensßleibt stets mein vater und mein shesott, Der fur mich sorgt, mir hilft barn noth, Mich naͤhret, mich beschuͤzet. erbarnz. Ich glaub an jesum, gottes auchghnꝰ Er herrscht mit gott, auf ei⸗ 5 em thron. Er wurde mensch, vom znadeudsen Mich fünder zu erlösen. Er itigkehsigre memer fünden schuld, Erward urch biut mir got es huld, Und ließ ir mich sein leben, Den himmel mir u geben. Vom tode stand er sleg⸗ eich auf, Und fuhr verklaͤrt zu gott inauf; Koͤmmt einst, wann diese elt vergeht, und richtet dann voll 16 nimmaleslaͤt Die lebenden und rogten. schade. 3., Ich glaub auch an den 15 K⸗ Er zist⸗Der mich der sinsterniß ent⸗ reißt, den weg des gluͤcks mich leh⸗ ret, Und mich zu gott bekehret. Auch er ist ewger wahrer gott! Er troͤstet mich in jeder noth, Laͤsst in der noth der suͤnden Mich gnad und rettung finden. Er macht mich from̃ und tugendhaft, Und gibt zum guten lust und kraft. Er fuͤhret mich zur seligkeit, Zu der, wann gott die welt erneut, Mein leib auch anferstehet. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛc. Luun rrert dank, preis 3. und ehr Sey unserm gott je mehr und mehr, Fuͤr alle feine werte! Von ewigkeit zu ewigkeit Lebt er, und herr cher weit und breit Mit weisheit, gt und staͤrke. Sin⸗ get, Bringet Frohe lieder! Fallet nieder! Gott ist herrsich; Unaus⸗ sprechlich groß und selig. 2. Lobsinget gott! dank, preis und ruhm Sey von uns, deinem eigen⸗ thum, Herr jesu, dir gesungen. Du, mitller zwischen uns und gott, Hast, durch gehorsam bis zun ted, Das leben uns errungen. Heilig, Selig, Ist die freundschaft Und gemein⸗ schaft Aller frommen, Die durch dich zum vater kommen. 3. Lobsinget gott! du geist des herrn Sep nie von unserm geiste fern Mit kraft ihn aus zuruͤsten! Du machst uns glaubig, weis und rein, Hilfst uns getrost und siegreich seyn Im streit mit unsern luͤsten. Leil uns, Staͤrk uns, In der freude, Wie im leide, Gott ergzeden Und der tu⸗ gend treu zu leben. In bekaunter Melodie. Wiralachen an den eingen 34. gott, Schoͤpfer himmels und der erden. Er, aller vater, unser gutt, Hieß uns seine kuder werden. Er will uns auch steis ernaͤhren, Ie⸗ des wahre guth gewaͤhren. Er er⸗ wog schon, eh wir waren, Unsre rettung, in gefahren. Er ists, der suͤr uns sorgt und wacht, Und al⸗ sleht in seiner macht. sle 3 h sein acht. —— —— —— —— leb in mir. 18 Erste Abtheilung. 2. Wir glauben auch an jesum] 3. Wir glauben an den heibten bluͤt christ, Gortes sohn den eingebor⸗geist, Unsern goͤttlichen regierdinge, S nen, Den herrn, der mensch gewor⸗PDen jesus christus uns verheskeie im den ist, Den erre'ter der verlornen. Uns zum beistand und zum fuͤh 5. O; Er, er achtete sein leben Nicht zu Der in trübsal seine christen eit zu d theur, fuͤr uns zu geben. Er er⸗ mit muth und kraft zu men ö aud; herrscht, hoch erhöhet, In uns lehrt vergebung finden, Haß mich em reich, das nie vergebet; Er der iugend werth empfinden,⸗Zute di läßt auch un im grabe nicht Und floͤßet uns in todesschmerz bh Lommt dereinst zum weltgericht. gen lebens trost ins herz. zu gefal —— 1 kinziges Mel. IV. Von der Schoͤpfung. 7 Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. weise, Daß ich bier thu, walgüte; Le oder: Du weiser schoͤpfer ꝛe. Nr. 4. gefaͤllt; Und end' ich diesen kußhaͤlt, M Beder erde himmels und lauf, Ss nim zu deiner ruh michsist die li .+ der erden, Der du all⸗ Mel. Wie schoͤn choͤpfe, gegenwärtig bist, Von niemand el. Wie schoͤn leuchtet der shr ihn kannst begriffen werden, Vor dem 2 6 Gult, dessen starke hanhdaß sein kein dins verborgen ist; Ach ziebe 30. welt Erschaffen hatgen sich mein gemuͤth zu dir Und deine groͤße zoch erhaͤlt, Ich sehe deine güte wahret! sehe sie, und werd entzuͤckt, W6 2. Da . Wohin ich herz und augen lenke, auch nur mein auge blickt So Von fre Ba sind ich deiner gotiheit spur. ich mein gemütheAuf dich Schosdu, og Weun ich voll Andacht überdenke achtsam lenke Und dich denke, unsre er Dein werk, die herrliche natur, So ich armer Dich als vater unddurftest ruft sie nah und fern mit zu: Wie barmer.. eisenes groß ist gott, wie klein bist du! 2. Seh ich, so meit mein Du aber 3. Uns zeigen alle elemente, Wie reicht Gen himmel, so entdeine, all⸗ weis und gut der schoͤpfer sey; O leichr Die spuren deiner gute und aut wenn das stumme reden bun e, himelslichter lauf und pracht, E3. Kei Es kimmte der ermuntrung bey:Kernenheer, das du gemacht, Exermißt e Ruͤͤhmt, menschen, got es auͤt und ket men emuͤthe, Großer Sguͤtig de macht, Die euch und uns hervor⸗pfer, Dich zu singen, Dir zuhren weg gebrachtl gen Ehr und slaͤrke. Groß sindso weit, Herr gott, wie groß ist deine ner allmacht werke! lichkeit, liebe! Die erd' ist deiner gute voll. 3. In ungewittern sturm hen. Ac Verleih mir deines geistes triebe, wind, Die deines thrones dimacht A Dich zu erkennen, wie ich soll. Nim sind, Entdeck ich deine guͤte, bracht, was ich kann und hab und bin, Zu feuer, wie der wasser grund M4. O v deinem dienst au' ewig hin. deine große liebe kund. Mit rain liebe 5. Hilf, daß die gürer dieser er chem gemüthe Will ich, Tähkein Lol den Mich zu d r locken, hoͤchstes aut. Darauf achten Und betrachien deineren Daß sie mir nicht zum fallstrick wer⸗ne werke; Ruͤhmen deine huld nehmer den Un iht genuß mir schaden thut.starke. lobgesan Laß allen mißhrauch ferne seyn 4. Dein erdreich, gott, das she; und Mein letztes Ziel sey du allein mann Giebt brod und kleider Erbarm 6. Hier ist mein Leben eine reise, ich an Und schmecke deine guͤte zudern Hier geht mein weg zur andern welt; rieche fuͤyl und hoͤre sie Im. Du Brum mache du mich fromm und und wald; ich sehe sie In allet IV. Von der Schoͤpfung. 19. heissten bluthe. Von dir Zeugen Alle regiepdinge, So geringe Sie mer scheinen: verlaie im großen so im kleinen. u füh 5. O zeuch mich uͤber Welt und isten leit zu dir, o herr den herrlichkeit, en; Durch deine große liebe. Auf dich en, Jaß mich in allem sehn, Für jedes iden, zute dich erhöhn. Belebe meine Deßkriebe, Omein Vater, dir in allen u gefallen; Dir zu leben Sey mein einziges bestrehen. Mel. Ein laͤmmlein geht und ꝛc. obsinget gott! er schuf die welt Zum schauplatz seiner walguͤte; Lobsingt ihm, der sie noch er⸗ en kuhalt, Mit freubigem gemuͤthe. Gott michsist die liebe! ruhmt es laut, Ge⸗ der schoͤyfe, die ihr ihm vertraut, Die ihr ihn kennt und ehret! Rühmt es, hansdaß seine gütigkeit Mit sedem mor n. hat gen sich verneut, Und ewig, ewig gute waͤhret!. t, Wi 2. Daß außer dir nicht alles leer So Won freund und leben bliebe Schufst Schoͤdu, o gott, der himmel heer Und ike, Junsre erd aus liebe. Du selbst be⸗ r unddurftest ihrer nie; Unendlicher, du „ essest sie Zu ihrem gluͤcke werden. tein Du aber saͤttigest dich nun Mit won⸗ eutdemne, allen woͤhlzuthun Im himmel züte und auf erden. cht, E 3. Kein mensch, kein engel selbst, ot,Erermißt Die größe deiner segen; Wie zet Aguͤtig deine weisheit ist In allen ih⸗ ir zulren wegen Golt, deine aüͤte reicht sindso weit, Als deines reichs une d⸗ lichkeit, So weit, herr, als dein le⸗ urm ben. Ach, was sind wir? die deine es dimacht Aus todtem staub bervorge⸗ zuͤte bracht, Uns ewig heil zu gehen. nd N4. Ovater, weschem keiner gleicht eit seain liebe, wie an staͤrke! Kein dank, Taͤhkein Lobgesang erreicht Die wunder chien deiner wrke Doch ist dirs ange⸗ huld nehmer dank, Dir ist es mebr als lobgesang, Wenn ich dich thaͤtig lie⸗ das jche! Und gern in meiner lebenszeit leider Erbarmen und wohlthaͤtigkeit An guͤte zudern mensch en ube. n. 5. Du bist die liebe; dank sey dir, allet Daß ich dich so erkenne, Und dir zum ruhm, zum troste mir, Dich meinen vater nenne. Auch ich will gerne liebreich seyn, Will gluͤcklich machen, will erfreun, Will helfen und dir gleichen. Von diesem heil und dieser pflicht, Ogott der liebe, laß mich nicht, So lang ich lebe, weichen. Mel. Warum sollt ich ꝛc. Dey zufrieden, mein gemuͤ⸗ 8. S the! Goit ist gut, Was er hut, Ist voll lieb und güte. Er nur weiß in allen sachen, Groß an rath, Wie von that, Alles wohl zu machen. 2. Beides, erd und himmel, preisen Seine macht, Tag und nacht Muͤssen sie beweisen. Sonn und mond, das heer der slerne, Was sich regt Und bewegt, Lobt ihn nah und ferne. 3. Schau die werke seiner haͤnde l Meusch und thier, Melden dir Sei⸗ nen ruhm ohn ende, Was wir noch o kleines nennen, Gras und Laub⸗ Selbs der staub Gibt ihn zu er⸗ kennen. 4, Was auf bergen und in gruͤn⸗ den, In der oͤh, In der see, Oder sonst zu fin den, Ruͤhmt die weie heit seiner werke; Jeder wurm, Wind und gurm, Preisen seine staͤrke. 5. Sollt ich denn nicht ihn erhe⸗ ben? wie so gar Wunderbar Gab er mir mein leben! Was ich hab, ist sein Geschenke, Auch der geist, beut ihn preist, Mit dem ich ihn enke. 6. Wie mich sein getreues sorgen, Tag und nacht Nimmt in acht, Das zeigt ider morgen. Ja kein augen⸗ blick verschwindet, Der mich nicht, Gott, mein licht! Dir zum dank 97Seht ir deskreupesl 7. Setzten mir des kreuzes plagen Heftig zu, So halist du, S mein gott, sie tragen; War kaum noch geduld vorhanden: Deine kraft Hat geschafft, Daß ich uͤberstanden 8. Nun, mein herz, das hat schon B 2 lauge 2⁰ Erste Abtheilung. lange Gott gethan; Denke dran, Wird dir jemals bange, Als wollt er dich ganz verlassen. Es geschicht Wahrlich nicht; Er kann dich nicht assen. 3 Drum ergib dich seinem willen, Heiße gut, Was er thut, Er wirds guch erfuͤllen. Denn er ist in allen sachen Groß von rath, Wie von hat; Er, er wirds wohl machen. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛe. Weunn ich, o schoͤpfer, dei⸗ 50 ne macht, Die weisheit einer wege, die Liebe, die fuͤr alle wacht, Anbetend uͤberlege: So weith mensch, ein geist, den sein verst ich, von bewundrung voll, Nicht Dich zu erkennen leitet; Der me wie ich dich erheben soll, Mein gott, der schoͤpfung ruhm und preis, mein herr und vater! 2. Mein auge sieht, wohin es blickt, gůt und groͤße. Die wunder deiner werle. Der him⸗ mel, praͤchtig ausgeschmuckt, Preist Erhebe seinen Namen! Gort u dich, du gott der staͤrke! Wer hat vater, sey gepreist, Und alle die sonn an ihm erhoͤht? Wer klei⸗sag: amen! Und alle welt ehr lauf? wer hesßt die Himme puf h. nen? Wer schließt den schooß erde auf, Mit vorrath uns zu Me nen? O gott der macht und he lichkeit, Gotk, deine gate reichtg. I. weit, So weir die wolken reichnd a 4., Dich predigt sonnenschein und sturm Dich preist der sand am meerde⸗ Bringt, ruft auch der gerindienn wurm, Bringt meinem Ut Mich, ruft der baum in seiner prat⸗ Mich, ruft die saat, hat gott ie ke macht: Bringt unserm schoͤpfer hgohn 5. Der mensch, ein leib, den d sel lle hit errlid hand So wunderbar bereitet; sich ein taͤglicher beweis Von dehln 6. Erheb ihn ewig, o mein Keht d. det sie mit majestät? Wer ruft dem den herrn, Und hoff auf ihn, nent,e heer der sterne? 2 „ Ihorch ihm gern! Wer wollte pohl' d 3. Wer misst dem winde seinennicht dienen? V. Von der Vorsehung Gottes. Mel. Herzliebster jesu, was ꝛc. oder: Ist auch ein gott? wer ꝛc.Nr. 2. beduͤrfen: keiner sucht vergehed balt 40⁰ Dun reich, o gott, ist herr⸗Dich, quell des lebens. luten lich; ewig waͤhren Dein reich und deine macht, die wir ver⸗gnade, Untadelhaft sind alle en die ehren, Und ewig wird von aller voͤl⸗pfade, Und was er thut, gers zu seinem preise, Ist gut und u ker zungen Dein lob gesungen. 2. Der herr bewahret alle, welche fallen; Der hoͤchste hilft den unter⸗lieben, Und ernsilich sich im wol drückten allen; Ist stets bereit, mit—7 üben: Er thut, was oz segen, die ihn bitten, Zu uͤber⸗ schuͤtten. 9 3. Nach dir, gott, schauen aller menschen blicke, Daß deine hand sie lieben; Die aber, die betrug väterlich erguicke! Du gibst auch ei⸗frevel üben, Verstoßt er, bis er nem jeden seine speise, daß er dich das vollführet, Was sich gebühhanz zu preise. 4. Herr, du erhaͤltst mit deinem men loben. wohlgefallen, Was lebt, thust deine werde gott erhoben! Was lahri m hand auf und gibst allen, Wal in an 5. In allen wegen gottes siind vo Pergebi * ritt/ 6. Der herr behuͤtet alle, die Erwar ie ihn so verehren, Mit rechiez der ehren. ů ů 7. Der hert begluͤcket alle, din. 5, ill ich 8. Auf ewig will ich seinen din; Von gllen menst— V. Von der Vorsehung Gottes. 21 usfe/ herr zu allen zeiten Dein chooß ob verbreiten! ns zu Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. und h ir, unserm ist ni VNir, gott, ist nie⸗ u en I.2 mand gleich Im himmel schein nd auf erden: Du dist der hoͤchste am meind dein reich Kann nie begriffen erin derden Unendlich ist die majestaͤt, zpferg ie ͤber alle dich erhoͤht, Die kron ler ptiund epter iragen. ů t gott 27, Wie weit erstreckt sich dein ge⸗ dpierthiet, Wo si det, der ꝛ mestie dendeobin auch nur iein auge sieht, Aet; a seh ich deine groͤße. Weit, uͤbet ver lle himmel weit Geht deines reiches men errlichkeit: Du herrschest uͤber alles Leis 3. Du herrschest weis lich, recht is„und gut, Nach heiligen gesetzen: Du on deipislst auch deiner kreuen hut Das „„leinste würdig schaͤtzen. Auf alles Gort ustht dein augenmerk, Und immer Valle nis dein Lebstes werk, Zu segnen, teht u beglüͤcken. ö Tchn, ,Mobl unt! daß di dee una x ute Rent, Goit, Aber allen fuhren urd wollte pohl dem, der den zweck erkennt, Dazu du uns regierest! Ich, dein o schwacher unterthan, Ich bete zch in demuth an: O, sieh auf nich in gnaden! 5. Ich bin verderbt und fehlervoll; „Waldin auf dem tugendwege Nicht stets vetgebeb eifrig, wie ich soll; Bin. oft zum zuten traͤge. Doch du bist gnaͤdig; tes siund voll huld Vergiebst du reuen alle slen h schuld; Drum hoff ich auch ergebung. auden 6. Jch hofe, weil nich der ver, e, die titt, Den du fuͤr mich gegeben. im walRein jesus, welcher fuͤr mich litt, was dierwarb mir recht jum leben. Sein t recht ad macht mich vom zweifel frei, Ob 0 der gnade faͤhig sey: Auch mich le, dialet er versöhnet. betrug yn Herr! ewig will ich deinen ruhm bis er tit lob und dank erheben. Dir gebtdil ich, als dein eigenthum, Mich h gebülanz zum dienst ergeben. Mit lust nmel un Mel. Wer nur den lieben gott ꝛr. uͤrwahr, du bist, o gott, 2 uͤrwahr, du bist, 4.„V verborgen! Dein rath bleibt fuͤr uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre sorgen Du sorgtest, eh die welt noch war, Fuͤr unser wohl schon vaͤterlich: Dies sey genug zum trost fuͤr mich. 2. Dein weg ist zwar in sinsternis⸗ sen Vor unsern augen oft versteckt; Doch wenn wir erst den gusgang wissen, Wird uns die ursach auch entdeckt, Warum dein rath, der nie⸗ mals fehlt, Den uns so dunkeln weg gewaͤhlt. 3. Nie sind die tiefen zu ergruͤn⸗ den Von deiner weisheit/ macht und guͤt: Du kannst viel tausend wege finden, Wo die vernunft nicht einen sieht. Aus finsterniß bringst du das licht; Du sprichst, o gott, und es geschicht.. 4. So weicht denn, aͤngstliche ge⸗ danken; Gott kann weit mehr, als ihr versteht. Bleib, seele, in der demuth schranken; Die demuth wird von gott erhoͤht. Ja, herr, du liebst den, der dich lieht, Und deiner fuh⸗ rung sich ergiebt. 5. Drum will ich mich dir uͤberlas⸗ sen, Mit allem, was ich hab und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf dich, den gott der liebe, hin; Der ausgang zeigt doch im⸗ merdar, Daß stets dein rath voll guͤte war. 6. Gib, daß dies mein vertrauen mehre Im gluͤck und ungluͤck, freud und leid. Schick alles, herr, zu dei⸗ ner ehre Und meiner seelen seligkeit. So preil ich einst vollkommen dich; So freu ich dein anf ewig mich. Mel. Vater unser im himmelreich. 43 Gor deine weise macht er⸗ haͤlt Die ganze lebenvolle welt, Und aller augen freuen sich Und warten hoffnungs voll auf dich seinen hill ich, bis in den tod, Rach dei⸗ 39 1 em heiligen gebot, Das m eistand wandeln. Durch deneh ihre speise giebst. 3 Auf dich, der du sie alle liebst Und 2. Du 22 Erste Abtheilung. 2. Du Iffnest deine hand, so fließt! Mel Vof gott willich nicht lohne 2 jed⸗ oͤth:„Mit! ot lich di Herab, was jedem noͤthig iit; Mi 44., der an allen en wohlgefallen saͤttigt sie Dein aufsehn und versaͤumt sie nie. Nie sind ge⸗ schoͤpfe deiner hand Dir unwerth oder unbekannt. 3. Auch mir gubst du, mein gort und heil, Noch taͤglich mein beschei⸗ den theil; Gabst mirs mit huld und freundlichleit, So lang ich bin, zu rechter zeit. Kein vater sorut so va⸗ terlich Fuͤr seinen sohn, als du fuͤr mi 4. Ich bins gewiß, du kannst mich nich Verlassen, meine zuversicht! Ich bins gewiß, du hust mir wohl, „Unzählig gutes hut, rafft bists, in de ssen haͤnden Mein gaund si schicksal runt; Der für die übnn gott! zeit Mir jeden meiner tage, MZ. D gluͤck und meiue plage Seüwen dei ewigkeit. em an 2. Da sch noch ganz verhorgenpiderg mutterleibe lag, Da wachie ssert: 2 deln sorgen, Ach vater wie vendron Mein duͤrstiget verstand Das derr zu erheben, Das du in memeitgaz u ben Mir huldreich zugewaͤndt 3 Du bist schon treu im MReuct Noch eh wir sind, und hast N ö So lang ich hier noch leben oll uns zu berruͤben; Und, drückt. ie d Nicht uͤberfluß birt ich non dir; Was ich bedarf, das gbsl du mir. 5 Der vogel bauet nicht das land, Doch naͤhrst du ihn mit milder hand Du schmuckst die blume koͤniglich; Doch hat sie nicht verstand wie ich. Vergiß es, meine seele, nie; Weit mehr bin ich vor gott, als sie. 6. Mich schufst du nicht fuͤr diese zeit; Mein ziel ist in der ewigkeit. Du gabst mir weisheit und verstand, Und machtest selbit dich mir bekannt; Nichts, was die Erde zeugt und naͤhrt, Gleicht mir an hoheit und an werth. 6. Von dir, der das an mir ge⸗ than, Werd ich auch speis und trank emofahn. Selbst den, der dich mit sunden schmaͤht, Gibst du sie ohne sein gehet; Wie solltest du bei fleiß und flehn Mich nicht genug damit versehn? 8. Laß du mich nur genuͤgsam seyn, Und deiner gaben mich erfreun, Doch mehr noch deiner, der du dich So freundlich zeigest gegen mich, Und selbst des segens quelle bist, Aus welcher alle wohlthat fließt! 9. Bey deiner gaben überfluß Er⸗ halt nich maßig im zenuß: Bewahr michen der duͤrftigkeit Vor schmach und unzufriedenheit. Du naͤhrst mich immer; preis und dauk Bring ich dir, gott, mein lebenlang. müh und laft, So bleibsi du and be leids voll; Hilsst liebreich dicis kindern Sie tragen und vermindfels in Beloͤrderst stets ihr wohl. ht 4. Stets hat in meinem laben 1 dieses trostes licht, Von mnemtonten gegeben, Und frohe zuver sicht.— ich bekuͤmmert war: So eufs und war ille, Und bein dleihündig ter wile Eutriß mich der gefchrogt be 4. Dein name ser gepriesen Aalt jeder jeit an mir So herrlich si ach wiesen. Mein herz und mnnadihn dir, Du retter aus gefahr! Eins eller dig opfer bringen, Von deines singen Jetzund und immerdar. ollhr 6. Du hast mir wohlgerathen,dem i⸗ lauter guts gethan; Daß dein lbst r be thaten Ich nicht gnug rü eiden kann. Hilf, vater, daß ich dorl ber di klaͤrt und gan; vollkommen, M len deinen frommen, Dir danl merfort. Mel. Besiehl du deine wege. G. ott, meine gane dech si Macht deinen ruh Imer fannt. Dir dank ich, und eisa. N Die wunder deiner hand. Meinhor di ist froh; ich singe: Herr, meinierr bist du Dir, dem ich lieder Wenn ge, Dir jauchz ich, hoͤchster, UZ. W 2. Du bist auf deinem ibrönespannt richter aller welt, Der ieglichen Vv. Von der Vorsehung Gottes. 23 nicht ohne Das rechte Urtheil faͤlt. Wenn Wer hat mit goͤttlich milder hand, llen alch die suͤnder schmähen, Dann Den erdkreis aus geschmuͤckt? s but, rafst du geher Vor 5 Du bnch, Und me emit racht de 9˙ aur ei ie vergehen Vor deinem hauch, Und ziert mit pra en hain? enott Traͤnkt sie mit regen und mit thau? Und gibt der saat gedeihn ⸗ 5. Wer fuͤhrt die sonn in ihrer hachre sert: Bereut noch euren spott! Sein Dem menschen leuchte du ꝰ? wie vendron wrd nie er schuͤttert; Der 6. Wer kroͤnt mit segen jenes jahr, d Dasperr bleiht ewig gott. Daß unser herz sich freut? Wer lie⸗ meinen ⸗ In die welt und urest Pariheilos dein 7. Wer sichert uns vor der gesahr, al Netericht. Die waage sinkt und steiget, Die uns von ferne droht? Wer ret⸗ drückt Wie dein gesetz gebeut; Und jedes tet oft so wunderbar Aus gegen⸗ bst du and beleuget. Gott, deine heil gkeit. waͤrtger noth? 5. Du bist 3018, der armen, Ein 8. Herr, unser herrscher, nur von sicht Wo, versäamtest keinen, Der deinen treu! Du zahl est unser haar, Stehst o seufschutz begehrt. uns allgegenwaͤrtig bei In jeglicher in steln, H.. Ihr kinder gottes preiset, Ver⸗gefahr. X gefgsündigt in der Welt, Wie groß lcht u0. uns sünder traͤgst du mit ge⸗ gefattort heweiset, Der, was er zusagt,duld, Lehrt uns durch deinen geist, ält. Er denkt daran, und(raget Und reut uns recht der fünden ach des gerechten blut. Er hoͤrt schuld So si hit dus und verzeihst. ! Einsbn, wann er klaget, Und flillt der II. Ja, deine guͤte reicht so weit, deine wetter wuth.. So weit die wolken ziehn; Der jun⸗ zderdar. 7. Hetr, sev mir gnädig: schaue ge rab, erbarmer, schreit Zu dit: rathen Bol huld auk meine noth! Du bists, du naͤhrest ihn. 6 deinedem ich vertrane: Du hilist auch 12. Und ruͤhrte dich, o menschen⸗ nug ruselbst vom tod. Nach, überwundnen freund Nicht eines christen schmerz e ch Por teiden Geh ichins heiliathum: Und Die stille zätre, die er weint, Be⸗ len 9½ dich voll freuden, Erheb ich dei⸗merkt dein vaterherz. r haunhen ruhm. 13. Weh dem, der, herr, an dir Mel. Mein gott ꝛc verzogt, Und seine zuve sicht Anf 4* 15 menschen setzt, und heidnisch sagt? e wege! 6 Onch singe meiner seelen lust, Gott achtet unser nicht! „ Bor dir, hert,hocherfreut; 14. Er liebt dich mehr, als du per⸗ ganse Ico sing aus dankerfullter brust Von stehst; Ist, seele, dir nicht fern, Und en uhlheiner gätigteit. eilt iu heifen, eh du iehst. Vertraue und ena. Was i der mensch, der cauh,gern dem herrn!— „Mellhor dir, Daß seiner du Hedeniste 15. Er schaut herab von seiner hoͤh „ meinHerr aller welt, was haben wir, Auf den, der medrig ist. Erhebe lieder Wenn du es uns nicht schenkst? dich, unsierbliche, Zu ihm, von dem ster, U3. Wer hat den himmel ausge⸗ du bist. übronehpannt, Der unser aug entzückt? 16. Lobsing ihm, bet ihn ewig an 19 84 Mit 4 2˙⁴ Erste Abtheilung. Mit frommer zuversicht. Wie viel hat er an dir gethan! Vergiß es, seele, nicht. Mel. In dich hab ich gehoffet ꝛe. Ich weiß, mein gott, daß „Vall mein ihun, Auf dei⸗ nem willen muß beruhn, Von dir koͤmmt gluͤck und segen; Was du regierst und foͤrdern willst, Geht seinem ziel entgegen. 2. Es slehr in keines menschen macht, Daß das gescheh, was er hedacht, Und er sich dessen freue; Dein segen, hoͤchster, machts allein, Daß menschenrath gedeihe. 3. Oft denken wir mit sicherm mulh. Dies oder jenes sey uns gut, Und ist doch weit gesehlet; Oft sehn wir auch fur schaͤdlich an, Was doch dein rath erwaͤblet. 4. Drum gib mir weisheit aus der hoͤh, Mein vater, daß ich nicht be⸗ steh Auf meinem eigenwillen; Sey du mein licht und lehre mich Nur deinen rath erfuͤllen. 5. Was dir gefaͤllt, gefall auch mir, Zufrieden sey mein herz mit dir Bei allen deinen wegen; Und, was dir misfaͤllt, laß mich nie In meiner seele hegen. 6. Tritt du zu mir und mache leicht, Was mir sonst fast unmoͤg⸗ lich daͤucht. Reichst du mir deine haͤnde, Eo koͤmmt, was angefan⸗ gen ist, Gewiß zum guten ende. 7. Ist gleich der anfang etwas schwer Und muß ich gleich ins tiefe meer Der bittern leiden treten: So stärke mich der glaub an dich Und ein trestvolles beten. 8. Wer christlich betet, dir ver⸗ traut, Wird alles das, wofuͤr ihn graut, Mit tapfern muth bezwin⸗ gen. Do heißest seine sorge fliehn, Hiltst ihm den sieg erringen. 9 Zwar raud ist oft der tugend pfad, Den uns dein wort gewiesen hat; Doch, wer ihn muthig gehet, Wird eudlich, herr, durch deinen geist Zu steter wonn erhöhet. 10. Du bist mein vater, ich er kind, Was ich bei mir nicht Ln und find, Hast du in voller gnin So hilf nun, daß ich meinen Ilerhz Wohl halt und herrlich siege. pintg⸗ I. Dein sey, gott, aller rihorgen und ehr: Ich will dein thun je nen, 2 und mehr,Aus bocherfreuter sees). S Vor deinem volk und aller welt, raue ꝛen ha Dein Mel. Nun ruhen alle waͤlder, zu allen 8 Onn allen meinen ihaten Mel. 4„ sch dich, höchfler, rail Der alles kann und hat Du nag.O. in allen dingen, Soll etwas müßrröne lingen, Mein helfer seyn mit nur vo und that. elt be 2. Nichts hilft mein banges, Ge gen Vom abend bis am morgr hirt Nichts meine ungeduld. Du masseiten mit meinen sachen Nach deinemschlumt len machen: Ich traue deinerssr meit terhuld.* 3. Ke 3. Es kann mir nichts gescheldenn Als was dein rath ersehen, Undzurch mich nͤtzlich haͤlt. Ich nehm sag m wie dus giebest; Was du von g. S. beliebest, Das hab ich voͤllig Ei 50 erwaͤhlt. 4. Ich traue deiner gnade, mich, auf deinem pfade, Vor lem uͤbel schuͤtzt. Leb ich nach den saͤtzen, So wird mich nichts verleh Mel. Nichts fehlen, was mir wirklichn ö J. Laß mich nur meiner sün I. Vor dir vergebung finden, Und zen, v ge meine schuld! Zum heiligazaler g geschaͤste Verleih mir muth und svel zu te, Und habe dann mit mir gediot erhe 6. Leg ich zum schlaf mich nieh 2, D. Weckt mich der morgen wie der dankba meines lebens pflicht; Irr ich shaar; finstern wegen, Geh ich bem leid Beschü gegen, So gibt dein wort mir lbistan und licht.. D 7. An das, was du beschlosSo laß Will ich ganz unverdrossen, sre hei froher hoffnung, gehn. Kein nulhen, — lang ich leb, erzaͤhlen. unter allen Wird je zu ien m 0 VI. Von den Engeln. 25 ich Rich Wafen; Mit dir werd ich ihn uͤber⸗ nense Dir hab ich mich ergeben, Zu 1ege lerben und zu leben, Wie etß dein vink gebeut; Es sey mein end ver⸗ iller nihorgen, Es komm heut oder mor⸗ un jemgen, Du weißt dazu die beste zeit. ter seeh 9. So sey nun, seele, seine, Und welt, raue em alleine, Der dich geschas⸗ en hat; Es gehe, wie es gehe! Dein vater in der hoͤhe Weiß doch aͤlder, u allen sachen rath. thaten Mel. Vor deinen thron tret ꝛc. ler, rais ein auge sieht, o o gott, omn.O. M nach dir, Von deinem was miuhröne hilf du mir; Mein heil koͤnit nmit nur von deiner macht, Die diese velt bervorgebracht. anges 2., Getrost, mein herz! mein treu⸗ Du mast hirt Schafft, daß mein fuß nicht —2 1. aum rduchr, mich 1 mmert nicht, In finsterniß i deiner z 3.— licht. S. wün %8: Kein uͤhel sey mir fuͤrchtarlich Heilaldenn gottes rechte schuͤtzet unch „ Unbdurch seine treue vaterhand Wird, nehm sas mir schadet, abgewandt. pollig u„Sein schutz gewaͤhrt mir sicher⸗ voͤllig gheit, Sein trost fuͤllt mich mit freu⸗ digkeit. Er leitet mich auf ebner bahn, und nimmt mich einst zu eh⸗ ren an. B. Herr! segne und behuͤte mich. Du bist mein heil, ich hoff auf dich. Dein segen folg aus dieser zeit Mir bis in jene ewigkeit. Mel. Befiehl du deine wege ꝛe. immt gott, dem wir ver⸗ O. N trauen, Nicht unsers werks sich an; Will er das haus nicht bauen, Vergebens baut man dann; Will er die stadt nicht schuͤ⸗ tzen, Er, groß durch rath und macht, Was wird der waͤchter nuͤtzen? Um⸗ sonst ists, daß er wacht. 2. Was hilfts, daß spaͤt und fruůͤ⸗ he Ihr esst voll traurigkeit Das brod der sorg und muͤhe, Und haͤust euch gram und leid ꝰ Was nuͤtzt der ban⸗ e kummer, Da gott dem, der ihn iebt, Was er hat, wie im schlum⸗ mer Und unerwartet giebtꝰ? 3. Weil denn an deinem segen Wie niemand laͤugnen kann, O gott, so viel gelegen: So segne du uns dann. Laß deines sohnes segen Die seele recht erfreun, So wird auf un⸗ sern wegen Gewiß auch segen seyn. nade/ 7 „ Vor nach del rtichn Mel. Nun—— waͤlder ꝛc. I, u herr der seraphinen! ner sun h L. D Dem tausend engel die⸗ „Uidsen, Und zu gebote stehn; Gott, Humweis geister koͤnig! Ich bin zwar ö‚ el zu wenig, um dei 0 10 050 10, deinen ruhm recht lich nich 2. Doch preis ich deine guͤte Mit wieder dankbarem gemuͤthe Fur dener agel utdehchunerd. menschliche geschlechte id Zeschützet deine r i rt I. Be in Keahr. 7 3. Doch sollen sie nicht weichen: beschlosCEo laß mich ihnen gleichen Wuwab⸗ slen, re heiligkeit. Wie sie nur tugend Kein nithhen, Und sle auch stets ausüͤben, 1n mach auch mich dazu bere, t. VI. Von den Engeln. 3. Sie thun nur deinen willen; Laß ihn auch mich erfuͤllen. Sie leben heilig, rein: O laß mich nichts beflecken; Nein, wenn mich schatten decken, Steis so, wie sie, die sünde scheun. 5. Hilf aug und herz bezaͤhmen⸗ Kein aͤrgerniß zu nehmen, Lehr mich behutsam seyn; Nie durch ein boͤses leben Dem naͤchsten anstoß geben? Denn dieses sluͤrzt in ewge pein. 6. Wenn ich denn endlich scheide, So fuͤhre mich zur freude In ihrem umgang ein: Da werd ich dich recht loben, und in dem himmel droben Dir und den engeln aͤhnlich seyn. B 5 Mel. 26 e Abti Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. Verr, du hast in deinem reich 52.H Millionen heilger engel! Ihnen bin ich noch nicht gleich, ondern vielmehr voller mängel. Ach, wann werd ich auch so rein, als wie diese gerster seyn? 2. Mich verfuͤhrt nuch fleisch und blut; starke mich bei der beschwer⸗ de; ruͤste mich mii kraft und muth Daß ich tier schon auf der erde, als dein erbe und dein kind, Im⸗ mer himmlisch sey gesinnt. 3. Gib mir weisheit, gib mir fleiß, Dich, o gott, recht zu erken nen Laß mich deines nameus preis Gern auch vor der Well hekennen, Da ich darin auf der erd Deinen engeln aͤhnlic werd. 4. Herr! ein wille soll geschehn, Wie im himmel, so auf erden; Laß uns doch stets darauf sebn, Daß wir dir gehorsam werden; So in deinem willen ruhn, Wie die reinen geister thun. Mel. In allen meinen thaten ꝛc. — Zer zaͤhlt der engel heere, 5* Wẽ Die du zu deiner ehre, O berr der welten, schusst? Sie freu'n sich, deinen willen Gehorsam zu erfuͤllen, Wie flammen schnell, wenn du sie rufst 2. Sie eilen, in Gefahren Den frommen zu bewahren, In seiner pilgerzeit. Sie freun, an deinem throne, Sich ein st auch seiner krone, Erste Abtheilung. 3. Bekehren, gott, sich sünder l..—— werden deine kinder, Die dir deufest sohn gewinnt; Dann jauch zen Wohl lieder, Daß ihre neuen bruͤder Imir, fluch eutrissen worden sind. selbst 4. Sie jauchzen deinem sohne, 4. Le du sie ihm zum lohne Für seiuevor ben U. Daß du sie traͤgst istaͤrks leitel, Zum himmel vorbe zstrebe Und zartlich wie ein vater iehldies, 5. In solchen geister⸗ choͤren wie ewig zu verehreu, Welch enes 5 2 keit. Wer wird sie einst empfind Laß a Der, der entwoͤhnt von suͤnh mit st Sich, ihrer gleich zu werden, ii dem n 6. Giebst du, daß ich auf en heit f Kann ihnen aͤhnlich werden, Mir ehrt, und staͤrke nur; So mag mich du ui gefahren, Erhalten und bewas 6. L Dein eugel oder die natur. um 7. Ich zitire nicht; ich schaue sünde dich nur; dir vertraue, Gott mej men; heils, ich mich Vergnuͤgt, daß Des 9 mit engeln Ich heilig, rein derst maͤngeln, Dein antlitz schaue, vi seyn. dich! 7. 0 8. Wenn du zu ihren liedern wunt meinen hoͤhern ruͤdern Vor do kuo hit thron mich rufst: Empor will mer 1 mich schwingen Und dank und y gern e dir siugen, Daß du fuͤr mich suͤßt, engel schufst. helfer 9. Sie, über mich erhoben, 8. lehren, dich in loben, Mich il gott 3 hoͤhern dank. In deinem heilihl wasn me Wird dann zu deinem nj ber f Wie ihrer eignen seligleit. er ganze himmel ein gesang. Im g Der ganze himmel gesang nichg 9. VII. Von dem Menschen und seiner Bestimmuntende Mel. O gott, du krommer gott ꝛc. Alnnicdtig groser go t, Wer +. kann dich gnug erheben? Du gabst der ganzen welt Bewe⸗ gung krast und leben. Was geist und koͤrper heißt Was erd und himmel schmuͤckt, Hat deine huld gebaut, Die alles noch bezlüͤckt. lebens Auch wich in deiner ehre, Undu Mit test, gnaͤdigder Daß ich dein ohn u niß ware. Darum hast du dengsreun der in mir lebt und denkt, Mil Mel unsterblichkeit Aus freier huülhi schenkt. 3. O welch ein großer zweck, Asich ist zu bu, gott, mich schufest! Wie hiden o 2., Du schufst, ich dank es din, ——— N — 5 22 lich ist das gluͤcz, Woꝛu du mudes Wo änder..— e dir Rufest! Dir, schzen Wohlthaͤtig seyn, ö uͤder Imir, wenn ichs bin! Hilf du mur nd. selhst dazu—— ohne, 4. Laß mir dies große ziel Doch stets sein vor augen schweben; Mein aller trägststaͤrkster wunsch, Mein eifrigstes he. rbe streben In allem meinem thun Sey er iehldies, o gott, allein, Daß ich auch so/ oͤren wie du, Gesinnet moͤge seyn. ene s 5. Du bist der wahrheit freund; mpfinh. Laß mich auch wahrheit lieben, Und n suͤnd mit stets muhterm fleiß, In allem den, in dem mich uͤben, Was mich zur weis⸗ aut er heir fuͤyrt; Zur weisheit, die dich u, Mitehrt, 1 Rue beifall gibt, Was ag mich du uns selöst gelehr. A b. Laß beine heiligkeit Mich stets ur. zum muster nehmen. Hilf mir die schaue suͤnde fliehn, Die sinnlichkeit bezaͤh⸗ zott mej men; Nur das, was recht ist, thun, t, daß Des guten mich erfreun, Und dem. rein ders ben will, Auch gern behulflich ue, ve seyn. —— Gib, daß ich, so wie du, Ein swund der menschen werde, Dein Vor da wohithun freude macht, Der kum⸗ or wil mer und beschwerde Dem nächsien kund gern erspart, Sein leben ihm ver⸗ mich fußt, Und wo er helfen kann, Zum helfen willig ist. oben,8. Noch bin ich weit entfernt, O Mich gott von diesem ziele; Du weißt/ heilinl was mir noch fehlt, Und ich, ich sel⸗ sem nih ber fuͤhle, Wie wemg ich dir noch jesang. Im guren ähn ich bin. O bilde du Michdenz Nach dir und deinem sinn. 9. Begluͤckt ist nur alsdann Mein lebenslauf guf erden, Wenn ich dir immer mehr Schon hier kan aͤhnlich werden. Dann werd ich ewig anuch „Und HMit dir vexeinigt seyn, Und mich odenasfrer unterlaß, Gott, deiner guͤte hu dengfreun. kt,—5 Mel. Wer nur den lieben goit ꝛc. er hütr ein bin jch, gott; dein ig 55. D mein leben. Wie rroͤst⸗ 193 lich ist mein unsprung mir: Du hast „Wülben odem mür gegeben; Mann gan⸗ du maades wesen tömmit von dir. Du, vi⸗ iedern, nmuh frohen an chaun deines lichts 2. Du zabst mir die vernünftge seele, Die nur so lang im fleische lebt, Bis sie, daß ihr kein woh seyn fehlt, Dein ruf zum bessern stand etheht; Gedaͤchtuiß, willen und ver⸗ stand, Hab ich allein von deiner hand. 3. Menn ich auf meinen körper se⸗ he, Den du so kunstvoll ausgebildt, So wird, v vater in der hoͤhe Mein herz von ehrfurcht ganl erfullt: Ein jedes glied, ein jeder sinn Reißt mich zu deinem lobe hin. 4. Durch deiner vorsicht gnaͤdigs waͤlten, Die mich von kin heit an umfing, Bin ich bis hierher noch er⸗ halten. So daß der tod voͤruͤber ging. Ich stehe noch, und yreise dich; Herr, deine rechte schuͤtze mich! 5. Ich bin nicht werth der großen guͤte, Die du, mein gott, an mir gethan; Beschaͤmt empfindet mein gemuͤthe Die schuld, die ich nicht läͤuguen kann. Ich habe, was mich sehr erschreckt, Vielfaͤltig seel und leib befleckt. 6. Ja herr, ich habe meine glieder Zu suͤndengliedern oft gemacht Vor dir fall ich in demuth nneder: Ver; gib, was ich nicht recht bedacht!? Verwirf mich, vater, nicht von dir! Schaff selbst ein reines herz in mir. 7. Hilf, daß ich dir zur ehre lebe, Und redlich thu, was dich erfreut, Und geist, und leib und gli der gebe um idieust der ge echtigkeit! Daß ch bis in den tod dir treu, Und stets ein freund der tugend sey. 8. Fallt dieses leibes bůtte nieder; Vollend ich dieses lebens lauf: O gott, so richte du mich wieder Ver⸗ herrlicht aus dem staude auf. Dein ewges leben sey mein iheil, So preis ich ewig dich, mein heil! Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. 6 2 ir, gott, sey preis und 5⁰— dauk gebracht Dich soll mein lied erheben! Ich bin ein 4* er 28 Erste Abtheilung. der deiner macht, Du schufst auch mich zum leden! Mein ganzer leib erbaut von dir, Samt einem jeden sinn an mir, Beweiset deine groͤße. 2. Haupt, aug und ohr„ herz, mund und handDie ich zu dir er⸗ hebe; Die haut so kuͤnstlich ausge⸗ spannt, Der nerven fein gewebe, Und alle glieder sagen mir: Ich sey, o gott, ein werk von dir, Ein werk von deiner weisheit. 3. Ach hättest du mein auge nicht So kunstlich zubereitet: Was nuͤtzte mir der sonne licht, Der glanz, den sie verbreitet? Dann saͤh ich nicht, mit welcher pracht, Du, herr durch deine weise macht, Was du erschaf⸗ fen, schmuͤckest. 4. Ich jauchze, daß ich sehen kann, Und hoͤren und empfinden, Froh bet ich meinen schoͤpfer an; Ihn über⸗ all zu finden, In allen werken, die er schuf, Das ist mein seligster be⸗ ruf, Mein lobgesang und opfer. 3. Wer leitet meines lebens lauf? Regiert des herzens schlaͤger Bewegt die lung und schwellt sie auf, Damit ich leben mõge? Gott ist es, der dies alles thut. Schlag, herzl entflam⸗ me mich, mein blutl Daß ich den schoͤpfer preise. 6. O pries ich, hoͤchster, immer dich, Wenn ich die sinnen brauche, Geh, lieg, und gusruh, oder mich Bewege, athme, hauche! Gib, daß ich ewig dein mich freu! Und daß mein leib ein tempel sey, Worin dein geist stets wohne. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ott werde stets von dir er⸗ 7. O poben, Du deines schö⸗ Pfers bild, mein geist! Sollr ich nicht meinen vater lohen, Den jedes sei⸗ ner werke preist Er sahuf mich sa, sein bild zu seyn, Ihn einst zu schaun, mich sein zu freun. 2. Anmuthig, praͤchtig zum entzuͤk⸗ ken, Ist gottes ganze korperwelt. Wer zaͤhlt die reize, die sie schmuk⸗ ken? Was ich hier sehen kann, ge⸗ ů faͤllt! Und dennoch kann sie nicht,.— schoͤn, Wie wundervoll sie sey, Rich, h stehn.. Mit ih 3. Fuͤr geister nur, und nur 3. W. seelen, Die zu den geistern gotimir, E hob, Sind sie so herrlich! sie erührem len Nur ihnen meines schoͤpferssede jal O seele! jauchze, daß der ruf 4. Un allmacht, dich zum geiste schuf, Ind die 4. Gott! ich kann denken; ichherold winne, Weil ich zu einem gau bin ward, Durch die empfindung u 5. On ner sinne, Gedanken tansendsa So tre art; Groß, mannigfaltig ist herz, m heer, Und doch wird ihrer tahStets! mehr. 6. W 5. Ich kann sie sammlen und ubot; I. binden, Und irennen, wie es Drum gefaͤllt; Die welt empfinden ngott! empfinden Noch unterschieden 7. W. der welt Zu tausend thaten habgut/ kraft! Wer gibt sie? gott, der alhem e schafft. hist seir . Wie feurig duͤrstet meine sih S. Er! Nach gluck und lust und seligkͤind sel Nur, doß ich oft betrogen wähkr dir Was mich nach dem genusse rabit zus Doch, das ist, vateri meine schull Na⸗ Vergib sie mir nach deiner huldeheit Nir 7. Begart mit wundervollen slaß nac nen, Mit freiheit, mit vernunstubestrebe dir, Sollt ich nur dich, gott! Mel gewinnen, Dich nur: und was her: 3 braͤche mit? Ach, möchte meine sibder: 8 dein Mit allen ihren kraͤften seyn! 9 ö 8. Gott, meine lust sey, 605 0— kennen, Dich, urquell der vollkoderbar menheit! Von deiner liebe gamdem ge brennen, Das sey mir ruhm unbsschͤyfer ligkeit. Bin ich durch christum nkuhms; mir dir Vereint, mein gott, uinich zu fehlet mir? 2. Du finden, Der zwe Mel. Nun sich der Tag d. Ren, W Q&)b bin, o gott, dein eiohfer! se 58. Yibum: Auf emig binshethan, dein. Mein groͤßtes gluͤck, mahnn. wahrer ruhm Ist ewig dein zu sehl8. Und 2. Du gabst'mir den vernünftohe iese zei geist, Bewundernd einzusehn, mechent⸗ — nicht,t VII. Von dem Menschen und seiner Bestimmung. 29 sey, Rich, herr! deine schöͤyfung preist; Nit ihr dich zu erhöhn. hnur 3. Was um mich ist, verkuͤndigt u gotimir, Gott! deine herrlichkeit. Zu sie enührein bresie reizt mich hier Selbst pfersllede jahreszeit. eu. Und ich, ich sollte fuͤhllos seyn schuf, und dich, herr! ruͤhmen nicht? Ein n; ichherold deines ruhms zu seyn, Da⸗ em gau bin ich verpflichh t ung u g. O mache dieser pflicht mich treu, sendfaSo treu, herr! alß ich soll. Mein ig ist herz, mein mund, mein wandel sey er tahStets deiner ehre vol. 6, Ihr 110 buichtt⸗.— ge⸗ ot; Ihm ists nicht last, nicht pein. gib auch mir die kraft, o jen, upott! Gehorsam dir zu seyn. ieden N 7. Was du befiehlst, ist fuͤr uns n habgut, Du willst nur unser heil. Wohl der albem⸗ der deinen willen thut, Du bist sein trost und theil. eine si 8. Er wandelt hier auf ebner bahn; seligkelnd selbit in traurigkeit Schmeckt uwaher dir, hoͤchster! zugethan, Durch isse rabit zufriedenheit. le schul O Nach hier vollbrachter pruͤfungs⸗ huld,eit Nimt ihn der himmel ein. Herr! ollen slaß nach dieser seligkeit Mein ganz zunft bestreben seyn. N N Igsd Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. eine soder: Du weiser schöͤpfer ꝛc. Nr. a. seyn! Vgott! ich preise deine 15006 O güte, Die mich so wun⸗ vollkoderbar erschuf, Und mit frohlocken⸗ gam dem gemuͤthe Verehr ich deinen nundschoͤpfersruf, Ein herold deines stum nuhms zu seyn, Und deiner wunder tt, imich zu freun. 2. Du gabst zum denken und em⸗ inden, Allguͤtiger, mir diesen geist, 9 N. Der zwar zu schwach ist, zu ergrun⸗ hen, Wie herrlich du, mein schöͤ⸗ in eihlbfer! seyst; Jedoch, was du an mir binsethan, Erkennen und bewundern mzann. usels Und diesen geist, der in mir nünfthhenket, Schufst du nicht blos für hn, Miele zeit. Du hast mir, vater, ihn keit, um da vollkommner zu verstehn, Was sterbliche nur dunkel sehn. 4. Zu eng sind dieses lebens schran⸗ ken Fuͤr seinen forschenden verstand. Der keim zu hoͤheren gedanken, Als ie ein sterblicher erfand, Entwickelt sich erst nach der zeit Im hellern licht der ewigkeit. 5. Ihn saͤttiget kein guth der erde, Kein zeitlich gluͤck, so groß es sey; Daß er auf immer ruhig werde, Be⸗ darf er mehr, das ihn erfreu. Er fuͤhlt, daß diese ganze welt Sein wünschen nicht zufrieden stellt. 6. Zwar ist er tief herabgesunken Von seines urpfrungs herrlichkeit, Sucht oft, von lust der erde trun⸗ ken, Sein glůck in dingen dieser zeit: Jedoch er sucht, und findet nicht, Was ihm der aͤußre schein verspricht. 7. Du yraͤgtest ihm durch sein ge⸗ wissen Gefuͤhl von recht und unrecht ein, Daß boͤse boͤses leiden muͤssen Und tugendhafte gluͤcklich seyn, Er⸗ kennt er; doch sieht er noch nicht Den richter hier schon im gericht. 8. Dem tugendhaften ist hienieden Oft ein sehr widriges geschick Zum loos fuͤr diese zeit heschieden; Dem lasterhaften vst viel gluͤck. Gewiß l erst eine andre welt Ist zum vergel⸗ tungtzort bestellt. 9 Gottl wenn mein geist dies uͤber⸗ leget, So hofft er schon unsterblich⸗ keit. Noch staͤrker fuͤhl ich mich be⸗ weget Beim licht, das mir dein wort verleiht; Da seh ich weit gewisser ein, Daß ich auch einst soll selig seyn. 10. Herr! laß zu jenem bessern le⸗ ben Mich taͤglich hier die aussaat streun. Laß deinen geist das wol⸗ len geben Und das vollbringen auch perleihn. O wonne der unsterb⸗ lichteit! Sey steis mein trost in allem leid. Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. Qie wichtig ist doch der be⸗ 60. W'é ruf, Den uns der herr deschenket Zum leben inj der—ͥ gegeben! Gott, als uns deine liebe schuf, Da schuf sie uns zum Bum Zum 30 Erste Abtheilung. Zum seben, welches ewin mährt Das weder leid noch angst beschwert, Willst du uẽns hier erziehen. 2. Nicht bier ist unser vaterland: Allein bei dir, gott, droben, Da ist der ort, wo deine band Das glůck uns aufgehoben, Das nie ein trau⸗ rig ende nimmt. Hier sind wir nur von dir hestimmt, Uns dazu anzu⸗ schicken. ö 3. O laß mir doch dies große ziel Durchuchts verruͤcket werden! Wat hiitis, wann ich auch noch so viel Von gutern dieser erden Von ehre, geld, und lust gewinn, Wenn ich da⸗ bei nicht tuͤchtig bin/ Dein himmel⸗ reich zu erben? 4. Dein pilgrim bin ich ja nur bier, Laß mich bies nie vergessen! Nun we⸗ dieser erde pracht Auf ewig mit.— gehen. 4 ertheile 3. Drum laß des himmels hben Di lichkeit Mich slets vor augen hal 9. He Laß mich in meiner uͤbungszeit, durch u ene behre gaben, Die mir im verscher nicht entfliehn, Am ersten und Dir ni⸗ dars bemuͤhn, Damit ich nicht ewir ew darbe. .6. Ein heri, das dich, o vater Und deines sohns sich freuet: 2. durch den glauben tugend uͤbt 8 sich vor fuͤn den scheuet: Ein fold herz. das wird allein Zig ewig ea⸗ ner güte freun, Und einst dein sand; litz schauen.— Ir 7. Und solch ein bert das woltIh d mir, Gott, aus erharmen gesrach nig tage hast du mir Zur wallfahrt himmel guͤltig sind; Bis ich st zugemessen. Schnell, wie ein traum. dein bewaͤhrtes kind, Zu deinerffi 1p sind sie vollbracht, und dann wird de gehe. VIII. Von der Suͤnde auch 0 0 und dem Verderben des 15 +sch Menschen. auf—5 Mel. Wo soll ich fliehen hin ꝛc. FDu, der kein boͤses thut! 61 Du schufst den menschen xechter Mit freudenvollen trieben Zutsusuche len und zu uͤben. W. 5 5. Der sinne lust und soisagt d. gut; Du, hoͤcster, gabstihm krafte Rührt, leider! un er hers Mehr unser Zum feligen geschäͤfte, In heiliakeit die hoͤhern freuden, Mehr, aldie nt zu wandeln, Stets recht vor dir zu größern leiden, Die wir auf lvergeit: handela. 2. Wo ist der Unschuld ruhm? Ach! keiten, Selbst unserm geist berldienet. 6. Dir solgen, duͤnkt uns zu 5. Oft wir, dein cigen hum, Wee tief sind Des herzens böser hang Reiht schon f wir gefallen Wo ist jetzt unter allen mit starkem triebe Zu schnoͤdet laͤssest i Ein mensch ganz rein von suͤnden Ver dir, o gott, zu finden? 3 Hier ist kein unterschied. Dein deyliebe. Acb, koͤnnen wir wohlandre sen, wie oft wir vor dir fehlen suͤnden in U as her 7. O herr, gib uns dein licht, d inden helles auge sie ht Auf alle menschen⸗ wir was uns gebricht, Be 16. J⸗ kinder, Und findt sie alle sünder; Da vor dir ertennen, Und van den ist vor dir, herr, keiner Uaschüldig, Itertenren, Der sunde zu enis chtil auch nicht einer. 4. Verderbt ist unser sinn. Die Der beßrung nachzujagen. ne träg 8. Wohl dem, der sie geniheinen weie heit ist dahin, Die uns regleren Bott, o verderbt wir sind, ahr sollte, Nur, was dein wille wollie „ 1 uus doch heilen,, Und kraͤsthucht ge Vul. Von der Suͤnde und dem Verderben des Menschen. 32 mirst heilen, Schon wiederum auf er⸗ nels hden Dir gleichgeslnnt zu werden. gen hal. 9. Herri diese deine huld Laß uns Izeit durch unsre schuld Nicht freyeutlich r im werscherzen. Erwecke unsre herzen, u und Dir nicht zu widersireben, Damit nicht wir ewig leben. Mel. Nun freut euch ꝛc. zott, du bist heilig und ge⸗ „ rech! In allen deinen we⸗ ingen. Vor dir bleibt nicht ein bö⸗ zn solßer knecht; Den frommen kroͤnt dein 0 Ysegen. Auf ium ruht deine vster⸗ ein puid; 255 19 e Mn. schuld; Ihn kreffen deine strafen. Awoll 2. Du bist der richter aller welt. en geshrach heiligen gesetzen, Die deine hier weis heit sesigestellt, Mußt du die „selbitnenschen schaßen; Mußt üͤbertre⸗ 6 ich, tern sträse dräun, Und, wenn sie einer ssich vor dir nicht scheun, Die strafe auch vollziehen. 3½O herr! dein heiliges gericht Ei deckt sich schon auf erden. Du deslel est, frchten wir uns nickt, Uns hist schon innen werden, Daß du aulf unsre thaten siehst, Und ein ge⸗ Dusuche richter bist, Das boͤse heim⸗ ö zusuchen. n Bu 4 Es klagt uns das gewissen an, 5 ½ Wnn wir dir widerstreben, Und scisagt daß wir unrecht gethan Durch Mehunser böses leben. Es raubet une * innre ruh, 15 utsetat die U i issethat Itbedien.. zu, die missethat ver uns Iu 5. Oft staͤupst du hier den suͤnder Reißtschon für seine boͤsen thaten, Und noͤdet laͤsest ihn in schmach und hohn Und rwohlandre noth gerathen Hat ihn der fehlen sunden lust erfreut, So muß er auch cht, das herzeleid, Das sie gebiert, em⸗ Ahfinden uden 6. Jedoch, o herr! zur besserung u entsStrafst du noch hier die sunder, Und 10 uͤchtigst guch zur he ligung Oft dei⸗ e trägen kinder. Wohl dem, der e geiwlheinen willen lernt, Und sich vom „GSofuͤndenpfad entfernt, Und deiner okraͤshucht gehorchet. 7. Den aber trifft dein Zorngericht, Das ohn aufhoͤren waͤhret Der in der zeit der gnade nicht Sich recht zu dir bekehret. Er hat veracht sein ewig heil. Drum wird er dort, herr, keinen theil An deinem himmel ha⸗ ben. 8. Herr! dies beieugt dein klares wort. Wahrha tig ist dein draͤuen. So hilf denn, daß wir immerfert Den weg der suͤnde scheuen. Erbarm dich unser allesammt, deß lemand unter uns verdammt Ein jeder se⸗ lig werde. Mel. Alle menschen muͤssen sterb ꝛc. Gzroßer gott, erhabnes we⸗ 93. G sen, Das voll segnender begier, Menschen sich zum dienst erlesen! Ach! was ist der mensch vor dir? Wenn ich eine groͤß' erwaͤge, Und, was ich bin, uͤberlege: O wie niedrig und wie klein Muß ich mir nicht sel ber seyn? . Ach, es herrscht der trieb zur sunde Maͤchtig ost in dem gewuͤth, Und macht mich u einem kinde, das vor seinem vader flieht. Ach, ich sehꝰ mit ren? und schrecken, Tau⸗ send fehler, tausend flecken, Und in der verderbten brust Regt sich oͤfters boͤse lust. 3 Was ich gutes an mir habe Ist von beiner viterhand. O wie man⸗ che gute gabe Hast du, herr mir zu⸗ gewandt; Selber auf dem suͤnden⸗ pfade Traͤgt mich schoͤnend deine guade. Naͤhmest du uruͤck, was dein, Ach! was wird mir uͤbrig seyn? 4. Doch die menge deiner gaben Klaat nur meinen undank an Weil ich sie oft ganz vergraben, Oder da⸗ mit groß gethan; Oft voll leichtsinn sie verschwendet, Und zu suͤnden an⸗ gewendet. O wie haͤuft sich meine schuld Durch veroch ung deiner kuld. 5 Sieh hier lieg ich in dem stau⸗ be Tief vor dir, mein gott, gebuͤckt Doch mein demuthsvoller glaube⸗ Der auf meinen heiland blickt, 1* au 352 Erste Abtheilung. auf deine vaterguͤte, Und mein tief beschaͤmt gemuͤthe, Das den muth fast ganz verlor, Hebt sich noch zu dir empor. 6. Ja, die wunder deiner liebe, Ziehen ganz mein herz zu dir. Ach! erhalte selbst die triebe Trener dank⸗ barkeit in mir. Vater! laß das schwache lallen Meines lobes dir ge fallen. Bilde mich dein eigenthum, Ganz zu deiner namens ruhm. 7. Meine ktaͤfte, meine glieder Sind zu deinem dienst bereit. Herr, ich falle vor dir uieder Voller ehr⸗ erbietigkeit. Deinen willen thun und leiden Sey die quelle meiner freu⸗ den, Gott und herr der ganzen welt, Thu mit mir, was dir gefaͤllt. Mel. Herr, ich habe mis gehandelt ꝛc. 6 err, du kennest mein ver⸗ 4. derken, Ach! es regt in meiner brust, Wie hey allen adams⸗ erben, Sich noch immer boͤse lust, Die mein herz, herr, von dir neiget Und viel boͤse thaten zeuget. 2. Wie verderbt sind meine wege! Wie verkehrt mein eigner sinn! Ich empfind es gott, wie traͤge Ich dir zu gehorchen bin. Ach! wer wird vom hang zum boͤsen Mich doch end⸗ lich ganz aur don 3. Hilf mir durch den geist der gnaden Von der angeerbten noth; Heile meiner seelen schaben Durch des mittlers kreuzestod; Tilge alle meine suͤnden; Laß mich vor dir gnade finden. 4. Deinen willen hier auf erden Zu vollbringen wird mir schwer Soll ich dain wuchtig werden, Mußt du seibst n, u Kruft und staͤrke mir verieihen, Und mein sundhaft herz erneuen. 5. Schaffe dann ein reines herze, Herr durch deinen geist in mir, Daß ich nicht mein heil verscheeze; Laß der suͤndlichen hegier Mich mit nach⸗ druck widerste hen, Und auf deine huͤlfe sehrn. 6. Unter wachen, beten, ri 5 „ kel. 7. n, ring 7. Hilf mir selbst mein fleisch 1 mir Unter deinen willen zwingen; dair lut dein wille, gott, ist gut Waszn kanm dein reich ererben, Laß s hier an mir ersterben. 7., Reize mich durch sene kn Mel Die mir droben beigelegt, Das meiner memals schone, Wen ö suͤnd in mir sich regr; Hilf wi 3 muthis kaͤmpfen, Alle boͤse 1 191 mpfen. 8. Solit ich ewa unterliegerpat err so hilf mir wieder auf! Laß iha 7 deine kraft mich siegen, Daß ich 9 nen lebenslauf Unter deinen in Sam haͤnden Moͤge gut und selig ent uiter Oll ich fliehen hi er uns Mel. Wo soll ich fliehen hin, w at sein — ein gott, dir ist bakaceun 65. M Die innre boͤse 1u. 0 quelle meiner sunden, Die mense i nicht ergruͤnden. O heile d 107 gnaden Der seele tiefen schadchg 2. Des boͤsen herzens grund oft durch thaten kund, Die vor dir verklagen Und mein gen nagen.-Herr, willst du sie b 4. Wi fen Wer wird mir rettung schg led! V 3. Ich habe wider dich, Den igibt fu sten und auch mich, vielfaͤltig, jebste gehandelt; Ich bin den weg ge hm! de delt Der menschen von bir wenseinemf Und sich mit schrecken endet, his zum 4. Ein jegliches gebot Zeugt uy Wa mich und droht, Weil ich(dies shschaft, mich nieder) Nur gar zu oft dan Sein ist Medacht, gethan, gesprochen, Das hei deinen bund gebrochen. o liebre 5. Verwirf mich nicht von Ens am Hilf,/ herr, er barmend nr! Erußie ihm meine seele, Daß sie uur gutes uj 6. O Wer lann mich sonst vom boͤsenraun Ui du, o herr, erloͤsen? n ö 6. Drückt mich der suͤnden gehorsar Gleich maͤchtig, so bleibt doch Jum ewe maͤchtger deine gnade; Wee nan frie auch nun mein schade, So kanuswandelt ihn doch heilen, Und leben mis 7. Hei theilen. 7 RX. Von der Erloͤsung des Menschen. 35 1, ring 7. Hat sonst des fleisches macht 0 Indön mir ihr werk pollbracht: So gib en; pmir lust und staͤrke, Daß ich nur Wasy Laß st ene ki Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. Doh uf, christen, laßt uns un⸗ n56. Alern gott Mit frohem dank rheben! Er hat nicht lust an un⸗ erm tod, Will, daß wir ewig leben. Was uns zum heile noͤthig ist, Das Laß hbat er uns durch jesum christ Erbar⸗ 3„ unungsvoll bereitet. aß icht Nach seinem gnadenvollen rath uin Aam er, sein sohn, auf erden. Von elig emunsrer schuld und missethat Ein ret⸗ eboͤse siegen in, w⸗ er uns zu werden, Er ward's; und „Ragykuner grabesnachtGen himmel a Haheschwuagen. 1„ emenszish ist sein uberwinder. Die surcht e dußasser hinweg zu thun, Starb er heil der suͤnder. Gebrochen ist und N Die zu himmelan Zur ewgen wonne sie bag. Wie hat uns doch der Aschalftd! Wie sucht er unser beßtes; Et ltig, iebtes und sein arößtes. Preis eggelihm! der so viel an uns thut. Preis det. dis zum tod erniedrigt. V5. Was er zu unserm gluck ver⸗ s dauSein ist das reich. sein ist die kraft, chen, Das heil uns zuzuwenden, Das er von uns am kreuze starb. Wohl allen, Ethpie ihm trauen. boͤsen Rnaun Und seine stimme hoͤren; Auf inden gehorsam ehren. Das ist der weg doch gum ewgen wohl; Der weg, auf den o kaniswandelt. ö en mis 7. Herr, leite selbst uus diesen 3 gute werke Beschliesse und vollbringe Und ewig dir lobsinge. IX. Von der Erloͤsung des Menschen. pfad! Zeuch uns zu deinem sohne! Daß glaub an ihn auch mit der that, In unsern herzen wohne. So ha⸗ ben wir an seinem heil, Zur freude fuͤr uns, ewig theil; So preisen wir dich ewig. Mel. Von gott will ich nicht lassen. 6* Erhebt den herrn, ihr from⸗ 7. men Er haͤlt, was er ver⸗ spricht. Der heiland ist gekommen, Der voͤlker trost und licht. Gott/ der uns nicht verstoͤßt, Hat uns zum heil und leben Selbst seinen sohn ge⸗ geben; Durch ibn sind wir erloͤst. 2. Erloͤst! o welche liebe Hat uns der herr erzeigt! Mit welchem va⸗ tertriebe Sein herz zu uns geneigt! Von seiner himmel thron Koͤmmt, rettung vom verder hen Uns sundern zu erwerben, Sein eingeborner sohn. 3. Er koͤmmt zu uns auf erden In tiefer niedrigkeit, Nimt auf sich die beschwerden Von unsrer pilgerzeit; Enthaͤlt sich seiner macht, Verleug⸗ net himmelsfreuden, Bis er durch todesleiden Sein großes werk voll⸗ bracht. 4. Er hats vollbracht! o bringet Gott euren lobgesang. Er loͤste men⸗ schen, singet Dem mittler ewig dauk, Wo niemand helfen kann, Da hilẽt er gern aus gnaden, Heilt unsrer seelen schaden. O nehmt ihn glaͤu⸗ big an. 5. Du freund der menschenkinder! Verwirf uns, jesu, nicht. Dein na⸗ me heil der suͤnder, ist uusre zuver⸗ sicht. Gib unsern seelen ruh; Hilf jeden reiz zu sunden Uns glücklich bam. Gib muth und kraft azu. 6. Dich wollen wir erheben Hier at sein werk vollbracht, und sich 3.· Mo ist des todes herrschaft nun? schad al nun die bahn, Die von her erd in genseitet. hert Denigibt fuͤr uns aus freiem trieb Sein ir wenfeinem fohn! der uns zu gut Sich dies soschaft, Das ist in seinen haͤnden. o liebreich uns erwarb, Als er fuͤr neß ui6. O labt uns ihm uns anver⸗ 1 mittlers huͤlfe baun, Ihn mit Wie nan friedevoll Auch schon auf erden 7. und in ewigkeit, Wo uns ein beßres C leben 3⁴ Erste Abtheilung. leben Vor deinem thron erfreut. Danu sind wir ewig dein, Und nichts wird uns mehr fehlen; Dann wer⸗ den unsre seelen Vollkommen selig det seyn. Mel. Werde munter, mein gemuͤthe. 68 Endgr liebe, mein gemuͤthe Magt mit kindlichem ver⸗ traun In den abgrund deiner guͤte Ehrfurchtsvoll hinab zu schaun, Al⸗ len kummer zu zerstreun; Ihrer groͤße mich zu freun: Durch ihr an⸗ schaun schon auf erden Herrlich und entzuckt zu werden. 2, Ich verehre dich, o liebe! Daß du dich erbarmet hast, Und aus freiem, edlen triebe Den allweisen rath gefaßt, Der verdammniß wer⸗ then welt, Durch ein theures loͤse⸗ geld, Durch des eignen sohnes ster⸗ ben, Gnad und freiheit zu erwer⸗ en. 3. O ein rathschluß voll erbarmen, Voller huld und freundlichkeit Wel⸗ cher uns huͤlflosen armen Gnade, trost und huͤlfe beut. Liebe, die den sohn uns schenkt, Der mit dir die welten lenkt, Um die suͤnder zu er⸗ retien Aus den schweren suͤnden⸗ ketten. 4. Doch, du hast, o weise liebe! Eine ordnung auch bestimmt, Daß darinnen jeder bliebe, Der am segen antheil nimmt: Wer nur an den mittler glaͤubt, Und ihm treu erge⸗ ben bleibt, Der soll nicht verloren gehen, Sondern Iheil und leben sehen. 5. Da du keinen zum verderben Ohne grund bestimmet hast: Tra⸗ gen suͤnder, wann sie sterben, Ihret eignen bosheit last. Wer nicht glaubt an deinen sohn, Der hat noth Und tod zum lohn; Sein muthwil⸗ lig widerstreben Schließt ihn aus vom heil und leben. 6. Ewig sey mit dank besungen, Was dein rath beschlossen hat; Mit uns preisen engelzungen Diesen wei⸗ demuth ehrt, Die vernunft ersies, nend hoͤrt, Wo der engel tiguhm, findet, Die er niemals ganz ergi 9. Dr et. kraft, 2. Liebe, laß mich dahin strel Der w Meines heils gewiß zu seyn. RiZu alle selbst mein ganzes leben So 10. S deinem willen ein, Daß des glemit re bens frucht und kraft, Den deingich freu selbst in mir schafft, Mir zum nwissen niß dienen moͤge: Ich sey auf! 11. u rechten wege. Eraͤnkt, 8. Laß mich einst dich selbst Weiß i schauen Und vor deinem throne sdenkt, So nur werd ich ohne grauen V. 12. nem tod entgegen gehn; Keine! land,! tur wird mich, Den du liebest, en erde E lich Deiner huld entreissen koͤm hebst/ Noch von deiner liebe trennen) 13. 6 Mel. Ich dank dir schon Drd Lißt Wiel. 6 Godd uns leben y Irde 9. Wer kañ dich ganz di⸗3 denken? Also hat gott die weshre e liebt, uns seinen sohn zu schenthi j 2. Hoch uͤber die vernunft erhz sve Umringt mit siusternissen, Erh 6.6 du gottes majestaͤt, Und stillestuseyn gewissen. So las 3. Ich kañ der sonne wunder Pon Noch ihren bau ergründen; 16. doch kann ich der sonne licht Und und fr kraft empfinden. pfinder 4. So kann ich auch nicht gi Daß e rath Von jesu tod ergründen; 17. 5 lein, das göttliche der that, Ischenkt kann mein herz empfinden. fen): J. Fehlt mir der trost, daß geschen christ Nicht meine schu' d getran Fen? Nicht gott und mein erloͤser ist: angstvoll werd ich zagen! Mel. 6. Ist christi wort nicht goß der; sinn? So werd ich irren muͤssen, Hoder: wer gott ist, und was ich bin, werden soll, nicht wissen. O. 7; Nein, diesen trost der chrisl aun de heit Soll mir kein spoͤtter rauh hen?⸗ Ich fuͤhle seine goͤttlichkeit Und h loͤsunge vest am glauben. 2. D 8. Ich bin nun ganz dein eig mensch sen heilgen rath, Den der glaub in 5 Und auch des bmmets an die IX. Von der Erloͤsung des Menschen. ———t—ꝛ——ñ ¼¾—¾——— uft ersDies, sohn des hoͤchsten! ist mein igel tixuhm, Auf den ich leb und sterbe. nz ergi 9. Du giebst mir deines geistes kraft, Im glauben mich zu staͤrken; in strehDer wollen un n. Ritzu allen guten werken. So 10. So lang ich gottes des geRit reinem herzen thue; So fuͤhl' udeingich freude in dem herrn, Und im ge⸗ zum n evissen ruhe. y guf 11. Und wenn mich meine suͤnde kraͤnkt, Und ich zu dir, herr, trete, selbst Weiß ich, daß dein herz mein ge⸗ rone sdenkt, Und thut, warum ich bete. wuen Y. 12. Ich weiß, daß du, mein hei⸗ deinel land, lebst, Und mich einst aus der hest, enerde Erweckst und dann dahin er⸗ n koͤnt heblt, Wo ich dich schauen werde. emens 13. Kann unfre lieb' im glauben Vörch. hier Fun dich jemals erkalten? Doch cit wielzelebe nur zu dir, Dein wort leben vieͤerzen halten. anz* Erfuͤll mein herz mit dankbar⸗ ewellr ¶ So oft ich dich nur nenne, Und schenkhs, daß ich dich allezeit Treu vor aft erhtwelt bekenne. % Ett 5. Soll ich dereinst noch wuͤrdig illestuseyn, Deswegen schmach zu leiden, So laß mich we der furcht noch pein nder Von einer liebe scheiden. en; 16. Ja, sollt ich gleich nicht fuͤr t Undi und fuͤr Des Iglaubens freud em⸗ ö pfinden, So lebe er doch so in mir, cht gil Daß er mich schuͤtz vor sünden. iden; I7. Hat gott uns seinen sohn ge⸗ zat, Ischenkt(Laß mich noch sterbend den⸗ n. ten): Wun sollt uns der, de ihn daß i geschenkt, Mit ihm nicht alles schen⸗ getraß ken ꝛ rist: ö Mel. Herꝛliebster jesu, was hast ꝛc. ühen toder: Ist guch ein gott? wer. Nr. 2. bin, ott, der du fuͤr uns dei⸗ 70. G nen sohn gegeben: Wer xchris kann doch g r rauh ben? Wie herrlich zeigst du im er⸗ Und he loͤsungswerke Der gnade staͤrke! 2. Dein ewger sohn stirbt fuͤr die in eig enenschenkinder; Der heiligste tritt 35* an die start der sunder; Der seligsie ö nugsam deine huld erhe⸗ 35⁵ begiebt sich seiner freuden, Fuͤr uns zu leiden. 3. Er wird das lamm, das aller suͤnden traͤget, Drauf du die strafe o vollbringen schafft weistich selbst gelege: Daß du die schuld an den verlornen schaafen willen gern Nicht dürftest strafen. 4. Was ist der mensch, daß du sein so gedeukest, und deinen sohn ihm zum versoͤhner schenkest? Was fin⸗ dest du an mir und an uns allen Fuͤr wohlgefalleen 5. Berdient verachtung guͤtiger ge⸗ setze, Verdienr verschwendung un⸗ schaͤh harer schaͤtze, Verdient gehaͤufte groͤbliche verschuldung So viele dul⸗ dung? 6. O welche tiefe deiner menschen⸗ liebe? Wer faßt, o gott, die groͤße ihrer triebe? Du thust weit mehr zu nuserm wohlergehen, Als wir verstehen. 7. Ach lehre mich recht deine huld erkennen, Voll zuversicht dich mei⸗ nen vater nennen, Und zum gehor⸗ sam dir mein ganzes leben Willig ergeben 8. Was mir dein sohn, da er fuͤr mich gestorben, Von deiner huld durch seinen tod erworben, Das wer⸗ de mir zu meinem ewgen heile Nun auch zu theile. 9. Dein friede wohne stets in mei⸗ nem herzen, und troͤste mich bei des gewissens schmerzen; Dein geist sey mit mir, deinen guten willen Treu zu erfuͤllen. Mel. Wenn mein stuͤndlein ꝛc⸗ Gnn haͤtte dein geliebter 7 I. sohn Sich mein nicht an⸗ genommen, Und wäaͤr er nicht von seinem thron Zu uns herab geom⸗ men, So mußte mir vor ewger pein Gerechter richter, bange seyn, Am meier suͤnden willen. 2. Doch er schafft dem gewissen rast, Nun darf ich nicht verzagen. Denn meiner suͤnden schwere last Hoͤt er fuͤr mich getragen. Am kreutz ver⸗ soͤhnt er mich mit dir; da floß sein E a blut, 36 Erste Abtheilung. ö blut, damit er mir die seligkeit er⸗ wuͤrbe. 3. Wohl mir, mein herz schoͤpft treuen muth, Faßt kindliches ver⸗ trauen. Ich kann auf sein verfoͤh⸗ nend hluf Mein ewig heil nun bau⸗ en. Dies blut, das mich gereinigt hat Von aller meiner missethat, Wird ewig, ewig gelten. 4. Hinweg mit banger kummerniß, Sey, seele, voller freuden! Dein heil ist dir nun ganz gewiß: Von ott kann dich nichts scheiden. Was ir des hoͤchsten sohn erwarb, Da er 4. Gelobt sey gott! gelobt ö 2. Selbsi seinen eingebornen/ Sandt er zu uns auf erden, 9 dem verdienten suͤndenlohn Ein ter uns zu werden. Er kam und RN ihm unser heil; Er kam, am ew, leben theil Uns wieder zu erwer/ J. 3 Wo ist o tod! dein stachel ufünder, Hier ist dein uͤberwinder. Fuͤr uge sey schuld genug zu thun, StarbNahm das heil der sunder. Wo ist Trugst suͤnde, deine kraft? Hier ist er, Jos un el.& uns kraͤfte schafft, Dein joch 2. D uns zu werfen. Gebori trugst in schmach und martern starb, Kann sohn, Der retter unsrer seelen! Mroͤßest dir kein satan rauben. kann uus auch auf erden schon nd ne 3. Nichis nuͤtzet die gerechtigkeit, wahre gluͤck nicht fehlen; Gesfrühet Die stolz auf werke bauet; Der ist und froh in gott zu seyn, Wbild sr⸗ von seinem heil noch weit, Der eig⸗ nen kraͤsten trauet. Er erndtet scha⸗ den statt des lohns: Nur die gerech⸗ tigkeit des sohns Macht uns gerecht und selig. 6. Auch mich macht sie gerecht, weil ich Sie fest im glauben fasse; Auch ewig selig macht sie mich, Weil ich nicht von ihr lasse. Gott, der erfuͤllt, was er verheißt, Erhaͤll auch mich, durch seinen geist, In seines sohns gemeinschaft. 7. Du, vater, warfest unsre schuld Auf deinen sohn; als bürgen. Du, jesu, liebest in geduld Dich als ein lamm erwürgen. Du, geist, theilst dieses heil uns zu. In alle ewigkeit sey du, Dreieiniger, gepriesen. Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. oder: Lobsinget gott, und 16. Nr. 5. 2 eil uns! gus unsrer suͤn⸗ 7 dennoth Ist rettung uns erworben. Derr herr will nicht des fünders tod. Was adams fall ver⸗ dorben, Hat er aus gnaden uns er⸗ setzt. Wie werth sind wir vor ihm geschaͤtzt! Wie groß ist sein erbar⸗ men. so liebreich uns erwarb, Als e wir uns nur dem deiland weih Den gott fuͤr uns verordnet. 5. Was er zu unserm 3. Ar Proß, 2 * r Hei Iu schafft, Das ist in seinen zushe na Sein ist das reich, sein ist die hen Das heil uns zuzuwenden, De l 9 De Hin 2 vaich est du uns am kreuze starb. Wohl all die ihm trauen. 6. O laßt uns ihm uns a traun, Und niemals sein unt men; auf seine mittlershuͤlfe haß Und sein joch auf uns nehmen. ist der weg zum ewgen wohl, 3u weg, auf dem man friedevoll Wau t schon auf erden wandelt. Ward 7. Herr, laß uns diese selifgubt e Doch üͤber alles schäen Nie Poch l nen guter dieser zeit Den maffroh uns ersetzen, Wenn uns das gissatan gut gebricht, Ein reines herz uchtt zuversicht Zu dir, gott, unser vash B. 8. O. lenk auf dies erhabne athgu Der seele staͤrkste triebe. Zieh nman di tig unser herz zuruͤck Von schniewoll kr sundenliebe. An dem ung theulsasters worhnen heil Laßt uns in wahmuden glauben theil Stets suchen und pigtest halten.. Set Mit a doch, Dein 13 X. Von Christo, — dem Erloͤser. 57 Hrnen sh den, n Ein n und Mel. Es ist das heil uns tdommen ꝛe. im ewi u stelltest dich dum mittler erwen /Z. D ein, Herr jesu! fuͤr die achel nfünder, Und wolltest haupt und buͤr⸗ . 3 seyn Gefallner adamskinder; Star D 0 X. Von Christo, dem Erloͤser. zum opfer fuͤr die welt Dein eignes theures leben. 8. Dem Tode nahmst du seine macht, Fuhrst zu des himmels hoͤ⸗ hen, Wo dich in deiner siegespracht Die himmelsbuͤrger sehen, Und wo du unsre sache fuͤhrst, Als koͤnig herr⸗ schest und regierst Zu unserm heil und segen.*** 9. Herr jesu, großer mittler sey Von herzensgrund geprie sen Fur deine gnade, huld und treu, Die du an uns erwiesen! Gieb, daß wir — 18 auhld uns s uͤlfe ha bt In langen pruͤfungsstunden: Die ganze welt aus nichts erschuf: ů lieDoch hier ward er des siegs nicht Du biste, der alles träget, Was „ 3toh. Du standst als held, und sichtbar und unsicht bar ist, Was ord 46 Husatan floh. Die engel sahns, und und himmel in sich schließt, und beri Jauchzien. iser vaß 6. Bestimmt nach gottes weisem abne rath Zum lehrer und propheten, Sah was im meer sich reget. 3. Und dennoch bist du uns zu gut In diese welt gekommen; Hast Zieh nnan dich nun, durch wort und that, u schulBol kraft dies amt vertreten. Des theutfaßters schandestraftest du, Sprachst nwasimüden seelen freundlich zu, Und pre⸗ en und higtest gewaliig. auf erden O huld, die sonst nichts . So warest du das wahre licht gleiches har! Du sharbst fur unsre Mit aufwand deiner kraͤte, Je⸗missethat, Ein heiland uns zu doch, o herr! dies war noch nicht werden. ö Dein wichtigstes geschaͤfte. Zum 4. Du wardst es uns, und bist es X. Mohenpriesierthum hestellt, Gabst du— Jetzt auf der himmel Cucg G 3 u willig unser fleisch und blut, O herr, an dich genommen; Aus der er⸗ schrecklichsten gefahr Zu retten, was verloren war, Wardst du ein inecht 30 Erste Abtheilung. — Suchst liebreich von der suͤnde joch Und ihrem schnoͤden lohne, Die ihr noch dienen, zu befrein; Beschwer⸗ ter herzen trost zu seyn, Ist deines herzens freude; Du giebst den mü⸗ den seelen ruh, Und wer dich liebt, den staͤrkest du, Daß nichts ihn von dir scheide. 3. Du hoͤrst der deinigen gebet, Und endest ihre plage; Du bleibst, bis zeit und welt vergeht, Bei uns noch alle tage. Herr, dir sey ewig dank und ruhm Fuͤr deinen tod und marterthum, für alle deine liebe! Dir geb ich mich zu eigen hin; Gieb, daß ich mich, so lang' ich bin, In deinem lobe uͤbe. Mel. Nun lob, meine seel, den herrn — ein heiland! deine groͤße 75. M Gebt über alle himmel weit; Wer ist, der sie ermesse ꝰ Du warst bei gott von ewigkeit; Du bist der erstgeborne Vor aller krea⸗ tur; Kamst zwar fuͤr uns verlorne In menschlicher natur, Doch in der menschheit orden Tratst du erst in der zeit; Eh noch die welt gewor⸗ den Hatt'st du noch herrlichkeit. 2. Der himmel und die erde Sind durch dein kraftigs wort gemacht; Auf dein allmächtig: werde! Ent⸗ stand die welt mit ihrer pracht. Du bist auch uyser meister! Auch uns schuf deine hand So, wie das heer der geister, das dich noch eh'r er⸗ kannt. Ein erbe uͤver alles, Das ist dein ewger ruhm; Drum jammert dich des falles Von deinem eigen⸗ thum. 3. Du traͤgest alle dinge Durch dei⸗ ner allmacht starkes wort. Das große und geringe Geht blos durch deinen willen fort. Sohn gottes! du regierest Den ganzen kreis der welt! Weil du das ruder führest, Geschieht, was dir gefaͤllt. Bei dir steht tod und leben; Drum wird einst jede gruft Die todten wieder geben, Wann deine stimme ruft. 4. Gott laͤßt dir ehr erzeigen, Die — keinem andern widerfaͤhrt: Disa D sich alles beugen; Denn göttlich gaters ist, herr, dein werrh. Du bist pollbri heil der erden. Wer auf dein Wib, nicht hoͤrt, Der kann nicht selig Mein den; Wer aber dich verehrt, Wo bl hilfst du vom verderben, Schs B ihm zufriedenheit, Und machl Durch einst zum erben Vollkommnernir uͤ ligkeit. 3. Wie herrlich ist dein MXI. Schon jetzt, o herr, in aller wi Dich preist der frommen faame, glaͤubig dir zu fuße faͤllt. Dich 6 sen seraphinen, Erhabner menst Mel. sohn!? Mit freuden dir zu dieoder:9 Stehn sie vor deinem thron. 7. sollte dein sich schaͤmen? Werth 6 se du, preis und ruhm Auch, hain 00 von uns zu nehmen, Uns delteis eigenthum. W 6. Sohn gottes, ich verehre bete dich in demuth an. Besohh und bekehre Die, die dir noch ½ zugethan; Die deinem wort 7½ glauben, Und dir, der fur sie die schuldge ehre rauben: Thess nen gnade mit, Dich glaͤubig 4. kennen. Laß nichts, die dich erkg ir; D Von deiner liebe trennen. 5 ruhm fuͤll jedes land! mir, Mel. Herr christ, der einig gotin 5. Di 6 ohn gottes, eingeblmner 7 Von ewigkeit geze a8 he Des vaters auserkorner, Zu denn3 28 herz sich neigt. Mit ihm von e Hag, wesen, Ihm, wie du stets ger öhnun Stets gleich an herrlichkeit. 9ab ich 2. Füͤr uns ein mensch gebuhe D. Der kenschen jungfrau sohn; Zurheil; chen, was verloren, Kamst du Burch deinem thron; Starhst, daß wißeil, ben möͤchten, Erhobst uns zu gess 3 Gel ten Und erben deines reichs. Durch 3. Gieb doch in reichem maaßt engel, keuntniß deines heils; Daß käshn au je verlasse Die wahl des besten thachrel. Dich uͤber alles schaͤtzen, An dit gern ergoͤtzen, Macht himmel/ der welt. 10 * „ XI. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. 39 rt: Dia Du schoͤpfer aller dinge, Des öttlichgpaters ewge kraft, Ohn den ich nichts Du bist pollbringe, Der alles gute schafft: dein hGib, daß mich nichis verblende, t selig Meiu herz nichts von dir wende; ehrt, Wo bleib ich stes an dir. „Schez Brich alle macht der sünden machst Surch deinen kreuzestod; Und hilf mmnermir uͤberwinden, Was mit verfuͤh⸗ rung droht. Dein triumphirend le⸗ ben Kann mir ein leben geben, Das neu und himmlisch ist. 6. Dank, lob und preis und ehre Sey gott in ewigkeit, Fuͤr diese gnad und lehre, Womit er uns ersreut. Sie troͤst uns, wann wir leiden; Sie stark uns, wann wir scheiden; Sie schuͤtz uns im gericht. Wn MI. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. aame, Dich menst He zu dieoder: 1. Mel. Lobt gott, ihr christen ꝛc. Nun danket all, und ꝛc. Nr. 3. Al hat gott die welt geliebt Daß er aus freiem trieb ns seinen sohn. zum heiland giebt! ie hat uns gott so lieb! 2. dain erbarmungs voller rath Son in der ewigkeit Zu unserm Besalhei heschlossen hat, Vollfuͤhrt er in ersteit. 3½Hr, aller menschen hoͤchstes guth,‚ fuͤr sie halle segnen kann, Nim̃it, wie die e⸗ fleisch und blut, Doch ohne uesde an. ch erkn g. Ich freue mich, mein heil, in ö 5 Du nimst mein fleisch an dich: as fehlt mir nun? ist gott mit mir, Wer ist dann wider mich? g gottes 5. Du sohn des allerhoͤchsten, wirst ngebor Auch mir rath,kraft und held, Mein 1*0 dudarer, und mein friedefürst, So, wie 30 dendes Heil der welt. ö . nel 6. Was mir zum seligseyn gebricht, — 38, herr, erwarbst du mir: Ver⸗ eit. söhaung, leben, trost und licht, Das ebubab ich nun an dir. „gebos). Dein mangel wird mein reiches . Athel: Dein leiden stillt mein leid; mst du Hurch deine kuechtsgeslalt, mein daß wipeil, Gewinn ich herrlichkeit. zu ges g. Gelobt sey gott l gelobt sein sohn, chs. Durch den er gnad erweist! Lobt, Raastengel, ihn vor seinem thron! Erheb Daß kehn auch mein geift. sten thighrel. Sollt ich meinem gott nicht ꝛc. An dil 8 Net du uns das heil errun⸗ imma/ gen, Mensch gewordner 4. Advents-Lieder. gottes⸗sohn! Ewig sey dir lobgesun⸗ gen, Daß du von des himmels thron, Uns zu gut, ins fleisch gelommen; Der du voller freundlichkeit, Laͤng⸗ stens schon vor meiner zeit, Dich auch meiner angenommen, Und mein bru⸗ der worden bist; Sey gelobt, herr jesu christ! 2. Sey gelobt! denn dir gehoͤret Preis und dank und ruhm mit recht. O wie hoch hast du geehret Unser sterbliches geschlecht! Herr, du hast es selbst vermaͤhlet Mit der goͤttlichen natur, Und vor aller kreatur Es zum wohlthun dir erwaͤhlet! Ja, in dir du gottes⸗sohn, Herrscht die mensch⸗ heit auf dem thron. 3. Du, du bist der voͤlker segen; Kamst, von noth uns zu beftein; Und wir koͤnnen deinetwegen Jetzt schon kinder gottes sern, Hat die sund uns gleich verdorben: O so hast du neue kraft Uns zur heiligung ver⸗ schafft, Und die tuͤchtigkeit erworben, Einst von suͤuden voͤllig rein, Aehn⸗ lich dir, o herr, zu seyn. 4. Du, du bist der mittler worden, Der die welt mit gott versoͤhnt; Hast der schwachen menschheit orden Wie⸗ der nit dem recht belehnt, In den himmel einzugehen, Und da got tes herrlichkeit; Nach vollbrachter uͤ⸗ bungszeit, Ewig einst verllaͤrt zu se⸗ heu. Fromme! fasset zuversicht Glauhet vest: nur sundigt nicht. 5. Sollte mich wohl goit verlassen, C 4 Wenn 24 Wenn ich krank und huͤlflos bin? Nein, sein heil wird mich umfassen, ft Trösten den betruͤbten sinn. Und dann kann mich nichts anfechten. Er, der meinen jammer kennt, Und mich gnaͤdig bruder nennt, Sitzt als herr zu gotkes rechten; Durch ihn bin ich gott vereint; Gott ist vater und mein freund. 49. 6. Herr, wie groß ist deine guͤte! Meine seele freut sich dein. Laß doch stets mein ganz gemuͤthe Voll von deinem ruhme seyn. Nimmer will ich dein vergessen; Dir will ich mich ganz vertraun, Freudig folgen, auf dich baun. Deine huld ist nicht zu messen; Gieb, daß ich fuͤr deine treu, Dir auf ewig dankbar sey. Mel, Lobt gott, ihr ehristen ꝛc. oder: Nun danket all, und ꝛc. Nr. 3. ö Lnnng gott, o christenheit! 79. Und danke deinem herrn Ihm, welcher dich so oft erfreut, Dir hilft so herzlich gern. 2: 2. Ein ganzes jahr hast du sein wort: Sein goͤttlich wort, gebort. Und heute wirds an diesem ort Von neuem dich geiehrt. 3. Herr, dir und deiner vatertren Being ich mein opfer dar. Gieb, Daß dein volk gesegnet sey Im neuen kirchenjahr. 2,: 4. Hilf uns! und bis an unser end Erhalt uns bein wort rein. Laß deine heilge sakrament Mit trost das herz erfreun. 5. Exleuchte, was in itrthum steckt. Gieb, daß zu deiner ehr Der suͤnder, durch dein wort erschreckt, Recht⸗ schaffen sich bekehr. ꝛ,: 6. Gieh allen lehrern freudigkeit Und weisheit, muth und kraft. Welch gluͤck fuͤr uns, wenn jeder⸗ zeit Ihr vortras nußey schafft!, Bei Regiere uns mit deinem geist ei unserm kirchengehn, Und laß bei dem, was du uns heißst, Ohr und herz offen Kehn 2, 8. Wie wir auf eine kurze zeit All⸗ Erste Ab heilung. 1 wir in ewigfeit uns miteinnerr wi eun.: naͤdig Mel. Nun kom̃t der heiden heil 30b ohn, der uns verhesu erre 80. S war, Den die fangher, uns gebar, Friebefurst, rath, Perm und held, Herr und heiland merte welt. halfest 2. Du entsprossest nicht wie 44. D Gottes geist selbit ricktet dir Diden de menschheit huͤtte zu; Wundeseisset erscheinest du. Rachst 3. Gottmensch, du betrittshhochz welt, Eilest mächtig als ein imir, Ruhst nicht, bis, was uns hektiank, Ganz zu deinen fuͤßen liegt. 5. O 4. Deinem vater gleich an Waͤrs, Hast du sieg und heil geschafft. Hdas dig bon rath und huͤlf entbloͤßt Wher 3og wir; und sind erloͤst! Fa, d 5. Preis sey dir in ewigkeit! Pollen die ihr erloͤset sevd! Ruͤhmet 6, D der, groß von that, Euch vo erloͤset hat. ö‚ 6. Du, der solchen sieg vollb Brich in uns des fleisches o Du vermaagst es, herr der welt, sen machtwort sie erhalt. 7. Von dem vater, der dich 9 Kamest du zu uns herab. Nachy. N brachtem edlem lauf Fuhrest du oder ihm hinauf. 8² ö 8. Lob sey dir! du kamst hen O. Lob dem vater! der dich gab; danker dem geiste! dankt und singt, Der l. er uns zu jesu bringt. den ge Bekannte Melodie. Batgs — Hat g ie soll ich dich empfann liebet 8I. W Heil gller sterblich du mie Du freube, du verlangen Derinsohn beduͤrftigen! Gib selbst mir zu erl 3. E nen, Wie, deiner guͤte voll, eint, meine seele nennen, Dich wülfeinde preisen soll. Um g 2. Dein zion streut die palulhuns z Und meine dankbegier Ergießt! 4. A freudenpsalmen Sich, guͤtigsler, Hheil: dir. Dich, dich will ich erhehg seinen hier versammlet seyn, So werden gut ich schwacher kann; MWer: IX. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. 41 7—2.—t—— miteinasserz will ich dir geben. Ach, nimm e 3. K 1215 6 d ich befreitest 11%3. Nur daß du mich b st, 35 belches du dich se.bst fuͤr mich. Mich verheshu errerten, freutest Du, seligma⸗ ie jungsher, dich. Du sahst/ es waͤre keiner rath,Bermögend gnug dazu. Da jam⸗ elland merte dich meiner, Da kamst und Hallfest du. t wie. u machst mich von den ban⸗ dir Dihen des kods auf ewig los, Ent⸗ D Ifer wär. O sehet auf; ihr habet Den beßten helfer nah. Der eure 3 labet, Der treue freund ist a. 7. Die ihr mit ernster reue Still he eure schuld beweint Wisst, daß er euch verzeihe. Er selbst, der men⸗ schenfreund, Ruft heilbegiergen fuͤn⸗ dern Der gnade trost wort zu Machb sie zu gottes kindern, Schafft ihren seelen ruh. Wundeteisset mich den schanden Der suͤnde, 8. Er uͤbersiehet keinen Und weiß⸗ nachst mich groß. Und hebs mich was jedem nuͤtzt. Har er nicht stets etrittsthoch zu ehren, Und schenkest güther die seinen Von anbeginn geschuͤtzt? 8 ein hmir, Die unvergaͤnglich waͤhren Nicht sie in ihrem leide Zu trosten us hektDank, ewig dank sey dir stet«é gewußt? Erfreun ist seine egt. 5. O du, an den ich glaube, Was freude Und wohlthun seine lust. h an wars, das dich bewog? Was wars 9. Er koͤmmt zum weltgerichte Und afft. Hdas dich zum staube, Zu mir hernie⸗ bringt, wann er erscheint, Fluch je⸗ ößt Wher zog 2? Dein goͤttliches erbarmen! dem boͤsewichteUnd heil dem tugend⸗ a/ du io jesu, hast Mit mitleid⸗freund. Wohl ewig allen denen, keit! Hollen armen Die ganze welt umfaßt. Die seine wege gehn, Und einst mit ühmet 6. Das schreibt in eure herzen, freudenthraͤnen Au seiner rechte ch** traurt nicht mehr. Zagt stehn! + ict in euren schmerzen, Als ob kein vollbra Hes mat welt, dich 9 Nach s. Mel. Wir christenleut ꝛc. hrest u oder Eigene Melodie Nr. 7. nst hen S2. A lich Des heilands fest mit gab; danken zu begehen! Lieb ist der dank, ngt, Der lobzesaug, Durch den wir ihn, den gott der lieb, erhoͤhen. die. 2., Sprich dankbar froh: Also, allo Hat gott die welt in seinem sohn ge⸗ myfann liebek! O, wer bin ich, Herr, daß lerblicedu mich So herrlich hoch in deinem Der in sohn geliebet? ö r zuer 3. Er unser freund, Mit uns ver⸗ 'oll, Heint, Zur zeit, da wir noch seine ich wuͤlfeinde waren; Er wird uns gleich, Um gottes reich Und seine lieb an . zu offenbaren. Ergießt 4. Aa ihm nimm theil! Er ist das igsler,Wheil: Thu taͤglich bus, und glaub an erheht seinen namen! Der ehrt ihn nicht, m;* herr, herr, spricht, Und doch uf, schicke dich, Recht feier⸗ 2. Weihnachts-Lieder. nicht sucht sein beispiel nachznah⸗ men. 5. Aus dank will ich In duͤrftgen dich, Dich, gottes sohn, bekleiden, speisen, traͤnken; Der frommen herz In ihrem schmerz Mit trost erfreun, und dein dabei gedenken 6. Rath, kraft und held, Durch den die welt Und glles ist, im himmel und auf erden! Die christenheit Preist dich erfreut, Und aller knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den herrn! Er hilft uns gern, Und wer ihn ehrt, den wird sein name troͤsten. Gelobt sey gott, Gelobt sev gott Freut euch des herrn und jauchzt ihm, ihr erloͤsten. Mel Vom himmel hoch da komm ꝛc. 8³ Din ist der tag, den gort ge⸗ macht; Sein werd in al⸗ ler welt gedacht! Ihn preise, wah 6 5 durch 42 Erste Abtheilung. — KXI durch jesum christ, Im himmel und Und uns zu gute wardst wie auf erden ist. Preis sey, o welterloͤser, dir, 4. O 2. Die vaͤter haben dein geharrt. ewig preis. zon d Doch, als die zeit erfuͤlet ward, Da 2. Dich, unsern heiland, uieizte fandte gott von seinem thron Dich, herrn, Sahn die väter schonkrab heil der Welt! dich, seinen sohn!fern; Du, aller voͤlker trostlichts, 3. Wenn ich dies wunder fassen licht, Du warst auch ihre zuverner will/ So steht mein geist vor ehrfurcht Gelobt sey gott! amst still; Er bätet an und er ermisst, Daß 3. Die nacht entflieht, der ohn; gottes lieb.unendlich ist. bricht an Ueber die so nie ihn 5. V 4. Damit der suͤnder gnad erhalt,. Auf die, so finsterniß umgab, Gand te Ergiedrigst du dich, herr der weit! gottes wahrheit nun herab! Du s. Nimmst selbst au unsrer menschheit lobt sey gott! nitlei heil. Der einst richtet, jesus christ, m 10 5. Und zu erfuͤllen gottes rath Sprachst du so wohl durch wort als that; Gott, deinen willen thu ich gern. Lob sey dir, der da kam vom herrn. 6. Dich, der du mensch geboren bist, Mit uns vereint, dich jesum cyrist, Auf den die voͤlker boffend sahn, Dich bet auch ich, mein hei⸗ land, an. ů 6. Du unser trost und hoͤchstes guth! vereinigst dich mit fleisch und blut, Wirst unser freund und bru⸗ der hier, Und gottes kinder werden wir. 8. Gedanke voller majestaͤt! du bist es, der das herz erhoͤht. Gedan⸗ ke yoller seligkeit! Du bist es, der das herz erfreut. 9. Durch eines sůnde fiel die welt; Ein mittler ists, der sie erhaͤlt. Was zag ich nun, wenn der mich schuͤtzt, Der in des vaters schooße sitzt? 10. Jauchzt himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den tag der heiligsten ge⸗ burt; Und erde! die ihn heute sieht, Sing ihm, dem herrn, ein neues lied. ů II. Herr, der du uns den tag gemacht, Der uns solch großes heil gebracht, Dich yreise, wer, durch je⸗ sum christ. Dein freund und dein yerehrer ist. Bekannte Melodie. 0 Zelobet seyst du, jesu christ, 4. O Der du uns geboren bist theil, Erscheinst im fleisch zu unserm 4. Er, durch den uns 355. schoͤyfung herr, koͤmmt in sein und Erniedrigt sich und wird uns gaden to Gelobt sey gott! 6• 5. Jauchzt himmel! Erde, sch. mi dich! Gott versoͤhnt die wellßer. sich; Uns, adams sündiges Kischdich Entsuͤndigt er, macht uns geneg Gelobt sey gott! 6. Gelober seyst du, jesu Daß du mensch geworden bist. freue sich die christenheit Und es dir in ewigkeit. Gelobt seyggng Mel. Ermuntre dich, meins 8 Gut, deine gnade seh preist! Sie schuf un und*in Sur wihhhyn traͤger geist, Ihr wohlthun zueh n ben. Denk an die nacht, 16gt, der welt Des hoͤchsten sohn sichh; cht, gestellt, Um sein so theures Uund d Fuͤr sünder hinzugeben. Herr 2. O große that erwuͤnschie un erd Pon engeln selbst besungen! Dun stau den mittler uns gebracht, der Danr das heil errungen. In dir ersth das b der starke held, der alles schuf alles haͤlt, Der freund der mensh Mel. kinder, Des todes überwindet, 3. Der du zu uns, gesandi) 386 herrn, Aus deinem himmet kal m Und unser fleisch und blut soer · In demuth an dich nahmest! E werd gottes! o wie hast du dich Oo Men erniedrigt auch fuͤrmich! Wien Um hist du erschienen, Um mir zum ans zu dienen! 2. 4 was i geb ich dich XI. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. 4³ st wie r, dir, . O sehre mich den großen werth zon deiner huld recht fassen! Was and, uzeizte dich, auf dieser erd Dich so er schonlerab zu lassen? Hier warteten dein r trost lichts, als noth, Verachtung, kum⸗ e zuvemner, schmerz und tod; Und doch amst du auf erden, Ein menschen⸗ t, der ohn zu werden. ie ihn s. Viel stärker, herr, als schmerz gab, Gund tod, War deine menschenliebe. erabt Du sahest unfre sündennoth Mit Merbei vuhe u. Nach d. Mesag⸗ nser heil zu seyn, Nach deines va⸗ chri ers rath dich ein, Wardst mensch u sein und kamst mit freuden, Fuͤr uns uns gden tod zu leiden. 6. Dein, sohn des hoͤchsten, freu ich mich; Du bist auch mein erret⸗ er. Auch mir zum troste sandte 6gischldich Der herr, der gott der götter. us gen Was mir ein wahres wohl verschafft, Erleuchtung, friede, bessrungskraft, jesu AUnd⸗ freuden, die stets waͤhren, u bist. Willst du auch mir gewaͤhren. 7. Was soll ich dir, mein groͤßter Mund, Fuͤr deine treue geben? Du 6, der mich mit gott vereint, made siy Du bringst mir heil und leben. Herr, huf un was ich hab und was ich bin, Das dich, u geb ich dir zum dienste hin; Ich will un zus dich ohn aufhoͤren Mit leib und ht, dalgeist verehren. hn sichl. 8, Ich sehe dich zwar hier noch urts nicht, Doch wirst du wiederkommen, Und dann schaun dich von angesicht, schte uj Herr„alle deine frommen. Dann enDu werd auch ich, herr jesu christ, Dich „ er schaun, so herrlich, als du bist; hir ere Dann wirst du mich zum leben, 8 schuft Erde, ie welt das bei dir ist, erheben. mensth Mel. Je su, meine freude, meines ꝛc. hindet, f ottes sohn ist kommen! — 6. G Dankt ihm, seine from⸗ men, Danktihm, daß er kam! Daß est!E er hier auf erden, Unser heil zu c0 So werden, Seine Wohnung nahm. Wie Mensch, wie wir, Erschien er hier, ir zum Um des vaters gnaͤdgen willen An ir zumuns zu erfuͤllen. . Laßt uns niederfallen, Danken, daß er allen freund und bruder ist! Gott, auf seinem throne, Liebt uns in dem sohne, Hilft durch jesum christ. Welch ein heil! An christo theil, Theil an seiner sendung gaben An gott selbst, zu haben. 3 Keine macht der leiden Kann von ihm uns scheiden; Er bleibt ewig treu. Einst wird er vom boͤsen Gaͤnz⸗ lich uns erlösen; Hier steht er uns bei. Unser freund, Mit gott ver⸗ eint, Kann nicht seine bruͤder has⸗ sen, Noch sie hülflos lassen. 4. Wenn wir einst ermuͤden, Fuͤhrt er uns in frieden In des grabes nacht. Unsre todten glieder Giebt die erde wieder Ihm, der sie bewacht. Jesus ruft Uns aus der gruft, Er, der selbst den tod einst schmeckte, Den das grab auch deckte. 5½ Auf dem richterthrone Werden wir im sohne Unsern richter schaun. Heil und ewig leben Wird er allen geben, Die ihm hier vertraun. Er war hier Versucht, wie wir; Ue⸗ berschwenglich wird er lohnen, Und der schwachheit schonen. 6. Eilet, eilt, ihr sünder! Werdet ö gotteskinder! Werdet seiner werth! Eilet, eilt, ihr frommen! Seyd, wie er vollkommen! Bleiber seiner werth! Preiset ihn, Daß er erschien, Und sich fuͤr euch hingegeben Durch ein göͤttlich leben. Mel. Allein gott in der hoͤh sey ꝛc. 8 Laßt uns mit ehrfurchtvollem +. dank Den gott der lieb er⸗ hoͤhen, Mit feierlichem lobgesang Des heilands fest begehen! Preis sey dem vater, der ihn gab! Preis sey dem sohn! er kam herab, Und ward das heil der menschen. 2. Ist der ein christ, der dieses heil Nicht schaͤtzt und lieb gewinnet ꝛ Nimm froh an seiner liebe theil, Und werd ihm gleich gesinnet. Wer nicht, wie er, gesinnet ist, Der ehrt ihn nicht, ist nicht ein christ, Der herr erkennt die seinen. 3. In duͤrftgen laßt uns ihn er⸗ freun, Bekleiden, speisen, traͤnken! Jae 44 Erste Abtheilung. I. Ia laßt uns frohe geber seyn, Und Der euch gern Seine bruͤder. Er dein dabel gedenken. Was ihr den net. Rat, meinen habt gethan, Das spricht 3. Wenn euch eure suͤnden krämpalt, er habt ihr mir gethan, Und er, Eilt herzu, Suchet ruh! Er winnd gra er wills vergelten. euch schenken. Schaut auf ihn herab. 4. Wer ihn mit treuem herten ehrt,glanbensblicken. Zittert nicht, D6. Wo Deu wird sein name troͤsten. Ver⸗ er spricht: Ich will euch erqustjebt, U traut auf ihn, der lebnerhört, Lob⸗ 9. Orückt euch hier so mauchegiebt e! lingt ihm, ihr erloͤften! Es freut sich ge; Enren schmer; Fühlt sein huth, deine chrästenheit, Herr, deiner men⸗ Kein erloͤster zage. Bringet ihuͤhut? scheufreundlichkeit. Dir, dir seysseinem feste Preis und ehr; WIv. Nin ewig ehre. ö er r 195 euch das beste. Runtb 0 I. Kröbli ů IO· Er verũaͤßt euch nicht, ihr sohankbar Mel⸗Eröhuch solmein herie so 2— 6 chen; Mehr als ihr Litt er hier, Hestimm 88 Labt uns unsern gott lobsin⸗begluckt zu machen. Diese kurndein an .. gen! Hoch erfreut Laßt der leiden Und der müh, Wasi 8. Bet uns heut Ihm anbetung bringen. Gegen ewge freuden Und se In des himmels hohe choͤre Stim⸗II. Jesu, du nahmst meine UDurch met ein: Gott allein, Unserm gott Gern auf dich, Däaß auch ich Peg zun sey ehre. und selig wuͤrde. Wer kaunn 12 Bei 2. Jeder, der sich fuͤhlt verloren, lieb ergrunden? Ewig soll Frendin dem Freue sich Inniglich; Christus ist ge⸗ voll Sie mein herz empfinden, Wo nich boten. Er, der koͤnig aller wesen, 12 Dir, mein gottlicher beft Muthw Steigt herab Bis in's grab, Sun⸗ Folg ich nach, Obwohl schwach, 5 S der zu erloͤsen. um so viel treuer. Keine kre War vo 3., Wer kann gottes rathschluß fas⸗kein leiden, Keine noth Und and sen? Aber dies Ist gewiß, Gott kann tod Soll von dir mich scheiden Alder uns nicht hassen Koͤmumt der sohn 13 Du kommst einst zum wel 11. Zu aus freien trieben Zu uns her, Wie, richte, Dann werd ich, Richter,Mit fter sollt er Nicht die menschen lieben? Schaun von angesichte. Wenn wird sie 4. Wenn er uns verworfen haͤtte, gott, die sunder beben, So werderhoͤhen Naͤhm er dann Menschheit an, Daß Deiner mich Freun und ewig 0 12. G. er uns errette? Deß soll sich der erd⸗ Bekannte Melodie. landt; kreis freuen! Zum gericht Kommt Lob sey dem allerhoͤchGelobt! er nicht, Sondern jum verzeihen. 89. gott! Erbarmend sahuns zun 5. Eilt im geist nach bethlems huͤt⸗ unfre noth, Und sandte jesum, Mel. Le ten, Seht, was er, Euer herr, Schon nen sohn Zu uns von seiller hoder: N fuͤr euch erlitten Er wird niedrig mel thron. eurentwegen. Welch ein freund2. Ihn sandt er, unser 9100⁰ Er erscheint Feinden selbit zum seyn, Vom fündendienst vns zu segen. srein; Mit licht und kraft unt sihron V 5. Er er will fuͤr eure schulden zustehn Und uns zum himmund sen Armuth, noth, Schmach und tod erhöhn. ö 2. Det Goͤtttichgroß erdulden. Lernt den 3. O welch ein liebevoller ters rat menschenfreund erkennen, Gnaden⸗Ounaussprechlich große that! nd auf reich Will er euch Seine bruͤder ihut ein werk, dem keines gleilwelt ein nennen. Das keines menschen lob erkei in ö 5 2. Dankt ihm der das innre seh⸗ 4. Sein sohn, durch den er alumgieb aen Sehen kann, Betet an, Opfertschuf, Nimt willig auf sich den hentend in srendenthränen. Liebt ihn, der von Uns vom verderben zu hefrein, Wor mer liebe hreunet; Traut dem herrn, schamt sich nicht, uns gleich zu* Er ruͤder 5. Er kommt zu un⸗ in knechts⸗ eslalt, verleugnet hoheit und ge⸗ en kraspalt, Und läßt, selbst bis zum tod Er Rute grab, Zu unsrer rettung sich uf Iyn herab. icht, 96. Was sind wir, daß uns gott so erqusjebt, Und seinen sohn selbst für uns slanchehiebt? Was nuͤtzen wir dem hoͤchsten sein huth, Daß es so großes an uns get ihühut? ö r Vi7. Nimm, seele, nun dein besles este. vahr, Verschmaͤhe den nicht un⸗ ihr sthankbar, Den gott zum helfer dir hier, estimint, und der sich liebreich kurndein annimmt. Waosf 8. Bet ihn als deinen retter an, Und sey ihm willig unterthan. eine HWDurch seine lehre zeigt er dir Den ich peg zum leben, folge ihr. un 9. Bei dieser treue hast du theil Freisln dem von ihm erworbuen heil. nden, Wo nicht, ach! so verschließt du dir best Muthwillig selbst des himmels thuͤr. dach, 10. Sein erste zulunft in der zeit 39 voller huld und freundlichkeit; Und i andre wird, zu großer pein Der Heiden ünder, majestatisch seyn. wel x1. Zu ehren aber nimmt er dann chter, Mit freuden seine frommen an, Und Wenn wird sie in des vaters reich Berklaͤrt o werderhoͤhen, engeln gleich. wig lehn 12. Gelobt sey gott, der ihn ge⸗ 2. landt; Sein ruhm erfuͤlle jedes land. erhöch Gelobt sey von uns jesus christ, Der nd sahuns zum heil erschienen i sum, Mel. Lobt gott, ihr christen, allzugl ner oder: Nun danker all, und ꝛc. Nr.3 ttost obt gott, ihr christen, freuet V 100.L euch! Von seiner himmel unt sihron Beruft er uns zu seinem reich immilnnd sendet seinen sohn. 2. Der sohn kommt nach des va⸗ ler 2 rath, Mit heil uns zu erfreun, * at!HUnd auf des ewgen lebens pfad Der gleilwelt ein licht zu seyn. 65 erreich 3. Bei seinem eintritt in die welt er allimgiebt ihn keine pracht, en hor in die augen fallt, ein, Wor menschen macht. Die glaͤn⸗ Und groß II. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. 9². O ö 4⁵ gleich, Begehrt kein erdenaluck, Ver⸗ langt allhier kein koͤnigreich Von ei⸗ nem augenblick. 5. Er koͤmmt, durch seiner wahr⸗ heit macht Zu gott uns hinzuziehn; Vor seinem lichte muß die nacht Des aberglaubens fliehn. 6. Er lehret uns die sunde scheun, Er giebt auch kraft dazu, Und schafft uns, wenn wir sie bereun, Begnadi⸗ gung und ruh. 7. Er bringt den trost der bessern welt Vom himmel uns herab. Nun schreckt, wenn unsre huͤtte faͤllt, Den frommen gest kein grab 8. Er oͤffnet uns dereinst die thuͤr Zu seinem himmelreich. Ihr chri⸗ sten, wie begluͤckt sind wir, Lobt gott und freuet euch. Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc ein jesu, du hast unsre 9 I. M schuld, Mit ihrer strafe plagen,(O unerhoͤrte lieb und hulbl) Freiwillig wollen tragen. Du, der gerechte, liessest dich Zum suͤnder ma⸗ chen, daß ich mich In dir gerecht kann nennen. 2. So heissest du nicht jesüs nur; Du hist auch, was du heissest, Weil du die menschliche natur Aus allem jammer reissest. Die that stimmt mit dem namen ein: Du wolltest, was du heissest, seyn, Mein heil, mein seligmacher. 3. In keinem andern ist ja heil; Kein mittel ist gegeben, Wodurch * wir koͤnnen nehmen theil An selig⸗ keit und leben: Du bists allein, der iedermann Ein ewges leben schenken kann, Verehret wird dein name. Mel. Wir christenleut, sind ꝛc. oder: Auf! schicke dich ꝛc. Nr. 7. christenheit! Sey hoch erfreut! Das heil der welt, der mittler ist geboren. Nimm freudig theil An seinem heil; Wer an ihn glaubt, geht nimmermehr zu seh 4. Er wird dem armsten kne 5· chte verloren. 2. Welch 46 Erste Abtheilung. 2. Welch große that! Nach gottes rath Hat sich sein sohn fuͤr uns dahin gegeben. Ein menschenkind, Doch ohne suͤnd, Wird er, und bringt uns allen heil und leben. 3. Er, er befreit Uns von dem leid, Das durch der suͤnde macht auf uns gekommen. Mit uns ist gott Nun in der noth. Frohlockt dem herrn und hofft auf ihn, ihr frommen! 4. Auch mein gesang, Herr bringt dir dank. Du wurdest mensch, da⸗ mit wir selig wuͤrden; Du machst uns groß Und ewig los Vom fluch der suͤnd und ihren schweren buͤrden. 5. Gelobt sey gott! Auf unsre noth Sah er mit huͤlte mitleidsvoll her⸗ nieder O christenheit! Preis' ihn erfreut! Des hoͤchsten sohn bringt das verlorne wieder. Mel. Vom himmel kam der engel ꝛc. Von himmel ward der en⸗ Dgel schaar Des nachts den hirten offenbar, Und große freude * that ihr mund Mit lautem rum ihnen kund. I uur 2. Geht, eilet hin, geboren irael N davids stad der herr, der 4 N Des vaters einge borner sohnch; 0 suͤnder heil, der frommen lohn unv 3. Seyd froͤhlich, daß er sihit lic euch Vereinigt, ohne sund hets gleich; Selbst gott, doch euchn no fleisch und blut Verwandt unhezhnes hoͤchstes gut. W./ 4. Ihr habt mit euch den minast gott! Euch schrecke nie mehr enn und tod. Laßt teufel, welt undrennst drohn! Ein mensch, wie ihr, enn d tes sohn. war aͤ 5. Auf ihn setzt eure zuversichhich syr seyd gewiß, er laͤßt ench nicht pandel auch ein ganzes heer euch an:. Ack dab euch einer schaden kann. scht, N 6. Ihr seyd nun goͤttlichetucke. schlechts, Und mit uns gleichen nicht gerrechts; Ihr siegt, nur stehtzott) im streit; Euch bleibt zuleßt ind foͤ ligkeit. u den 3. Von der Erscheinung Christi. Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. ein heil hat heut, volk got⸗ 94. tes, sich Zu naͤhern an⸗ gefangen, Ein helles licht ist auch fuͤr dich Den voͤlkern aufgegangen. Dies sey dir, welt, ein freudentag. Die nacht, die auf den voͤlkern lag, Durchbrach zuerst sein schimmer 2. Kaum sandte gott mit seinem sohn, Der erde große freuden; So sammelt er sich selber schon Die erst⸗ linge der heiden. Zu ihrem neuge⸗ bornen herrn Muß sie ein wunder⸗ barer stern Aus fernen landen fuͤh⸗ ren. 3. Der vorgen zeit denkt, christen, Doch. Heil euch! sie ist verschwun⸗ den. Was wart ihr, ey der herr Euch noch, Eh ihr noch ihn gesun⸗ den? Fragt euch nur selbst, was Nel S 5.6 2 waret ihr? O deutsches vollhu gott l erwecket dir Dein vor'ges bilbi grauen? licht, 4. Ein rolk, mit gott ganz meine s⸗ kannt, Von seiner lehr entse 2. Die Das von der tugend abgeweind ent Nur boͤses thun gelernet; Daloll mich ten stein, geschnitztes holz, gar auf seine blindheit stolz, seine goͤtter ehrte. 5. Du gingst in schand und hin, Wie jede lust dich fuͤhrte. A ja noch den verkehrten sinn Einsstel. Vi gewissen ruͤhrte: So konnte di 0 aus der noth, Die die natur sundern dꝛoht, Dir nichts den dein gla weg zeigen. s trot 6. Begluͤckter tag, der jene miit dein Des goͤtzendiensts entwendet! 2. Wei ran uns gott nach langer nacht De XI. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. 47 lautem sht und heil gesendet! Da gott, in I, immanuel, Mit deinem wahren eborenitael Nun auch hie heiden dankten. den d. Nun vruͤfe heut, volk gottes, er sohusch Vor seinem angesichte. Behartst men lohn unveränderlich In seiner wahr⸗ · chte? Was deifen renen ö ets Zum wahren gott; wenn ch eug Han stets Der suͤnde sklavisch adt unhrͤhnest? 8. Was hilft es, daß du gott er⸗ den wennst, Und seinen ganzen willen, emehrtzenn du das thun und wissen elt undrennst! Zu traͤg ihn zu erfuͤllen? e ihr, shhenn du oft treu gelobst und brichst; „ Iwar tchristlich glaubst, und christ⸗ versichssch sprichst, Und doch als heide nichtipandelst? 9 an: s9. Ach prüfe dich! gott nimmt sein kann scht, Wenn mans nicht schatzt, zu⸗ ttlichgͤcke. Steh auf vom schlaf, damit gleicher nicht Sein wort auch dir entrucke. ur stehihott hoͤr nicht uns zu tragen auf, uleßt And foͤrdre deiner lehre lauf Noch u den fernsten heiden. Rel. Schmuͤcke dich, o liebe seele ꝛc. Gon dein nusicht bares we⸗ 95. sen Laͤßt sich in dem lichte esen, Das du uns fuͤr dieses leben 3 poll. dalt mit der vernunkt gegeben. Daß vallhu gott bist, muß ich merken, Herr, es bilbius deinen großen werken; Und die flicht, dich zu verehren, Kann mich ganz meine schoͤpfung lehren. r entfi 2. Die vernunst zeigt deine groͤße, ibgeweind eutdeckt mir meine bloͤße: Ich 0 mich mit gott verbinden; Doch olz/ dies hindern meine suͤnden: Und ich lañ sie nicht versoöhnen; Meine kraft kañ nichts verdienen Ach vernunft! dies ist der schade, Aber wie find ich nun gnade? 3. Hier erscheint in groͤßter klarheit Uns ein licht, das wort der wahr⸗ heit; Dies verspricht den geistlich ar⸗ men Reiches goͤttliches erbarmen. Hier ist heil fuͤr menschenkinder; Hier ein buͤrge fuͤr die funder; Hier steht allen, die sein hoffen, Nun der weg zum himmel offen. 2. Lob und preis, und dank und ehre Sey dir, herr, füͤr diese lehre, Die ein licht uns aufgestecket, Uns den weg des heils entdecket. Da du deinen sohn zum leben Der verlornen welt gegeben, Sehn wir unsers got⸗ tes klarheit, Und empfangen guad und wahrheit. 5. Gott! wie groß in deinen we⸗ gen, Und fuͤr uns wie reich an se⸗ gen Zeigt dich uns das wort vom glauben! Wer will uns den himmel rauben, Wenn wir auf dein zeugniß bauen, Deiner vaterhuld vertrauen. Jesum glaͤubig heiland nennen, Und das durch die that bekennen. 6. Ist dies nicht von uns geschehen: O vergib uns das vergehen! Sieh hier unsers herzens reue, Und mach unsern glauben neue. Ach, das wort des ewgen lebens Gabst du uns doch nicht vergebens. Laß es ihm bey uns gelingen; Lgß es uns zum himmel bringen! stolz, und rie. A n Eiusstel. Vom himmel hoch da komm ꝛc. inte di 6 Din bitt ich, heiland aller iatur soe welt! An welchen sich ts den dein glaube haͤlt, Sey meines her⸗ ins trost und theil, Erfreue mich jene mit deinem heil. nacht t, Der mir von gott gegeben ist: udet! 60 Weil du mein treuer heiland L ö 4. Auf die Darstellung Christi im Tempel. Sy reinige herz, sinn und muth/ Und mache mich gerecht und gut. 3. Zeig mir die bahn, o helles licht! Daß ich des heils verfehle nicht. Du bist allein mein preis und ruhm, Und ich dein ewges eigenthum. 4. Dein friede, herr, bewahre mich; Mein auge blicke** ich ĩ 5 ——¼ Erste Abkheilung. dich: so will ich gern aus dieser welt Hinfahren wann es dir gefaͤllt. Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. ohlauf, mein herz! ver⸗ 7. W lab die welt, Dem der für dich sich dargestellt, Nun dich auch dar zustellen! Er ist das licht; drum sey gewiß, Er wird auch dei⸗ ne finsterniß Durch seinen glanz er⸗ hellen. ‚ ö 2. Ach! du sollst ihm sein tempel seyn! Ex selbst macht dich von suͤn⸗ den rein; Und hat hier lust zu woh⸗ nen. Doch hoffe nicht, daß jesus christ In solchen herzen wohnhaft ist, Die noch den luͤsten frohnen. 3. Was nur dem fleische wohlge⸗ suͤndendienst wird sie Einst ed hnell De 3. Al fuͤrchtet, sich der welt entwoͤhn ö opfert rechte gaben. buld 3. Wer durch das wort, darpird⸗ traut, 0 glauben seinen ig schaut, Der kann im sriebegfila ben Der heiland haͤlt, was er vershlauben Er wird sich ihm in seinem Dort herrlich offenbaren. 6. Herr, mache mich gerecht rein! Herr, laß mich stets vol bens seyn, Und stets im geiste faͤllt, Das opfre die verkehrte welt Demw satan, ihrem gotte. Sie ernd⸗ tet schaden blos fuͤr muůͤh; Fuͤr ihren 5. Am Tage Mar Mel. Durch adams fall ist ganz ꝛc. oder: Das jesulein soll dich ꝛe. 8 N ist der tag der seligkeit 9* Den suͤndern angebro⸗ chen, Die langerwuͤnschte gnaden⸗ zeit, Die gott der welt versprochen: Denn gottes sohn ist von den thron u uns hernieder kommen; Das oͤchste gut Hat fleisch und blut Von menschen angenommen. 2. Nun ist des vaters wort erfuͤllt; Der glaubigen verlangen Ist nun nach herzenswunsch gestillt, Denn n. du ft mich, nac OMel. N „In frieden wirst aus welt hinauf iu dir erheben. 100 ö len lie xfuͤllt Bott w zut, Ih S. Du ia Verkuͤndigung. ers;& du ehr jesus ist empfangen. Der uspheit hoͤe haͤlt, Hat sich gesellt Zu dehher aller lornen suͤndern. War er schonhoch alt Wird er doch gleich Den armen 3. Du schenkindern. zot Vof 3. Djesu! unser herr undunterwe Der du ins fleisch gekommen deines! unsrer dich bis in den tod mder ten teich angenommen, Hast nagser sein streit Die herrlichkeit Des 4. Du reichs empfangen. Drum uhin, Di wir Auch einst bei dir Ein heit mit 6. Von dem Vorlaͤufer-Amte Johannis. Mel. O gott, du frommer gott ꝛc. Eꝰ lag die ganze welt Mit 9. suͤndennoth beladen: Da oͤffnetest du gott, Die schaͤtze dein er gnaden. Dein sohn erscheint; du schickst Den, dessen dienst die hahn gluͤck erlangen. noͤrber u nicht, ind der Her um, 2 dir gle Dem herrn bereiten soll, Als suhm⸗ inecht, voran. hilf, 2. Die juden sollte er Von deden wi heil belehren. Gott, ihn auch Mel. W du, Um deinen sohn zu ehren.& vater wird erst stumm: Der KOI. —— XII. Vom Wandel Christi auf Erden. 49 inst euspn Teredt, And weiffagt, da auf „wie shn Der geist des herrn geraͤth. gotter 3. Allein zu sesn hin Verweis er aben:; eine jünger; Allein auf jesum zeigt, twöhn Sein ausgestreckter suger. Seht! sehmtlottes opferlamm, Das, mit der niculd belegt, Für uns geschlachtet zird, Und alle strafen träͤgt. t, darh 7 g. Wohl dem, der diesen tod, Auf inen ien sohannes weiset, Mit vestem vantlauben faßt, Und dankbar heilig preiset. Wer, seinem taufbund treu, Sich jesu ganz ergiebt, Der wird in Ulebt von gott Begnadigt und ge⸗ lebt. 3. Das werd auch unser theil! Johannis amt und lehre Verherr⸗ liche noch stets, Gott, deines na⸗ mens ehre. Wer buße thut, und glaubt, Hat trost zu jeder zeit. Wer glaubt und heilig lebt, Der bleibt in ewigkeit. seinem u 1400 XII. Vom Wandel geiste ann dMel. Machs mit mir, gott, nach ꝛe. aus u wesentliches eben⸗ ben. I00. Obild Oer aleerkoch⸗ ien liebe! Du warst, o jesu, ganz kfuͤllt Mit gottgeweihtem triebe. Hott war dein zweck, dein hoͤchstes jut, Ihmfolgtest du mit beldenmuth. z. Du warst mit ihm ein sinn, ein erz; Sein wille war dein wille; Du ehrtest ihn, gedruͤckt von schmer der uisprit hoͤchstzufriedner stille; Auch auf Zu denher allerraubsten bahn Sahst du ihn schonhoch als vater an. armei 3. Du suchtest nichts, als sein ge⸗ zot Vollkommen zu erfuͤllen, Und und anterwarfs dich bis zum tod Ganz mmen heines vaters willen. Dein haupt⸗ dod Soheschaͤft war dies allein, Vollfüh⸗ ast nacer seines plaus zu seyn. Des g4. Du gingst ganz still zum kreute um whin, Die marter auszustehen; Be⸗ Ein gheit mit göttlichgroßem sinn, Fuͤr noͤrder selbst zu flehen. Wie trugst u nicht, in gott gefaßt, Der schande jnd der marter last! Herr, lehre mich, dein eigen⸗ um, Nach deiner tugend streben. . Dir gleichgesinnt seyn, seyh mein „Als suhm, Und wonne, so iu leben, hilf, daß ich, so gern, wie du, Bon deden willen deines vaters thu. auch im hi bren el. Vater unser im himmelr. ꝛc. ein lehrer ist dir, jesu, Der KKOl. Keleih, An weisheit und Christi auf Erden. an liebe reich, Warst du, so wohl durch wort als that, Der schwachen menschen sichrer rath. Es freut mein geist im glauben sich, Herr iesu dein, und lobet dich. 2. Du kamst zu uns, von gott ge⸗ sandt, Und machtest uns den weg bekannt, Auf dem wir frei von suͤn⸗ denschuld Theilhaftig werden seiner huld. Auf ewig sey dir dank und ruhm, Herr, fuͤr dein evangelium. 3. Im lichte der allwissenheit Sahst du mit aller deutlichkeit, Was nach des hoͤchsten weisem rath Die welt noch zu erwarten hat; Und mach test dann durch deinen mund Das kuͤnf⸗ tige den menschen kund. 4. Dies und die wunder deiner hand Sind uns ein goͤttlich sichres pfand, Daß das, was man von dir gehoͤrt, Die wahrheit sey, die gott uns lehrt. Nie schwaͤche mir der frevler spott Den glauben an dies wort von gott. 5. Du lebretest durch wort und that. Man trifft der reinsten tugend yfad In deinem heilgen wandel an. Gieb, herr, daß ich auf dieser bahn, Gestaͤrkt von dir, mit steter treu Dir nachzufolgen eifrig sey. 6, Du bist es, herr, von dem das amt, Das die versoͤhnung predigt, stammt. Du machst durch treuer lehrer mund Noch jetzt dein heil den D meuschen 5⁰ Erste Abtheilung. X. menschen kund. Begleite stets mit deiner kraft Ihr amt, damit es nutzen schafft. 2. Noch immer hilfst du deinem wort In seinen siegen maͤchtig fort. Du sendest, wie dein mund verheißt, Roch immer deinen guten geist, Der dem, der wahrheit sucht und liebt, Zum glauben licht und kraͤfte giebt. 6. Mein heiland, send ihn auch zu mir, Daß er mich zu der wahrheit führ, Von eigenduͤnkel mich befrei, Damit ich dir gehorsam sey, Bis mich dereinst in ewigkeit Ein hell⸗ res licht bey dir erfreut. Mel. Schmüͤcke Ind 0 5 seele ꝛc. orbild wahrer men⸗ 102. Bschenliebe, Jesu, dei⸗ nes mitleids triebe Zogen dich her⸗ ab auf erden, Der verlornen heil zu werden, Und fuͤr sie sogar dein le⸗ ben in den tod dahin zu geben. Wo ist jemand, der die groͤße Deiner lieb und huld ermesse?. 2. Ohne vortheil zu begehren, Sich in andrer dienst verzehren; Jedem gerne guts erzeigen, Zu beleidigun⸗ 2. La e schn einer Ach! d und m 4. Menschenseelen zu begluh Reuerfuͤllte zu ergquicken, un ständge zu belehren, Abgewichn bekehren; Suͤnder, die sich selbs stocken, Liebreich zu dir hinzuloh un War dein tägliches geschafte, Iualte mit schwaͤchung deiner krafte. 5. Und wie hoch stieg dein ei men, Da du, mittler, von un men Gottes strafen abzuwen Unter frecher moͤrder haͤnden und unerhoͤrte schmerzen Litte gelaßnem herzen; Als ein 6 thaͤter starbest Und uns ewge⸗ erwarbest. Imittel 6. Deine huld hat dich getrih 6m Sanstmuth und geduld zu iNan m Haß mit haß nicht zu vergenneh n Deine schmaher nicht zu s isen Allen freundlich zu begegnen 2— 0 die lacterung zu segnen, A Fir de feinde zu vertreten Und fursdemntt der selbst zu beten. erzsge 7. Demuth war bei spott und Eit ne Deiner tugend schmuck und. Nie hast du nach ruhm getn Und auf menschen lob geachtet 3. H Dieses tig nic lst,L ust/ du, je rem le Di der sün gen schiyeigen, Auch an feinden wohl⸗ thun uben: Das heißt, menschen oͤttlich lieben. Und wie voll von oͤlcher güte, war, erloͤser, dein gemuͤthe! 3. Odn zuflucht der elenden! Wer het nicht von deinen haͤnden Segen, trost und heil genommen, Der ge⸗ beugt zu dir gekommen? Wie ist dir dein herz gebrochen, Wenn dich krau⸗ ke angesprochen: Und wie pflegtest mitzu⸗ du zu eilen, Das gebetne theilen nes vaters heilgen willen MseMel. horsam zu erfuͤllen, Und un und trost zu gehen, War der IOA von deinem leben. lin das 8. Laß mich, herr, zu reicht Zie die gen, Deinen wandel oft erhspösen Laß mich in der angst der sü. Trost und hulfe bei dir finden gieich lige auch meine triebe Zu rechis zod am ner menschenliebe. Laß mich iu unsrer mehr auf erden Deinem bilt gen, 2 lich werden. XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß el Mel. Christus, der uns selig ꝛc. eine leiden, gottes sohn erschein in diesem bild, Jesh 103. Herzlich zu bedenken, nem herzen, Wie du altn Wollst du mir von deinem ihron stillt Durch die groͤßdeu sch Geist und andacht scenken. Reit; Als n 4 XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. 51 3. H Dies du, jesu, buͤßen mußt Mit so schwe⸗ lin rem leiden. wges. 4. Drohet mir die hoͤllenyein Um gi der suͤnde willen: Ach so tritt ins etril Mittel ein, Hilf die schrecken stillen. 9 Laß mich dann mit heilbegier, Dich mein jesu, fassen. Halt ich glaͤubig Dich an dir, Kann mich gott nicht Hassen. ö; 4.3. Gieb auch, iesu, daß ich gern Bir das kreuz nachtrage, Wahre emuth von dit lern, Nicht in noth erzage; Daß ich in der pruͤfungs⸗ eit Nimmer von dir wanke, Und ann einst in ewigkeit Dir, herr! aun 808 danke. en MMel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. ꝛd unt ö in sei ů err, staͤrke mich, dein lei⸗ r der IOI..0 den zu bedenken, Mich reich in das meer der liebe zu versenken, t eichg Sie dich bewog, von aller schuld des derdösen Uns zu erlösen. f%2. Vereint mit gott, ein mensch uden gleich uns auf erden, Und bis zum c 1od am kreuz gehorsam werden; An bilhs Anster start gemartert und zerschla⸗ bilbz gen, Die suͤnde tragen! vergeh u s 3. Welch wundervoll hochheiliges geschaͤfte! Sinn ich ihm nach, so sinken meine kraͤfte, Mein herz er⸗ bebt; ich sehe und empfinde Den fluch der suͤnde. 4. Gott ist gerecht, ein raͤcher alles boͤsen. Gott ist die lieb und laͤßt die welt erloͤsen. Dies kann me in geist mit schrecken und entzuͤcken, Am kreuz erblicken. 5. Es schlaͤgt den stolz und mein verdienst darnieder. Es stuͤrzt mich tief und es erhebt mich wieder; Lehrt mich mein gluͤck, macht mich aus gottes feinde, Zu gottes freunde. 6. O herr, mein heil! an den ich herzlich glaube, Ich liege hier ge⸗ buͤckt vor dir im staube; Verliere mich mit dankendem gemuͤthe In deiner guͤdte. 7. Sie uͤbersteigt die menschlichen gedanken. Allein, soll ich darum im glauben wanken? Ich bin ein mensch: darf der sich unterwinden, Gott zu ergruͤndenG? 8. Des hoͤchsten thun, ist gnad und lieb erweisen: Uns koͤmmt es zu, sie demuthsvoll zu preisen, Zu sehn, wie hoch, wenn gott uns gnad er⸗ zeiget, Die gnade steiget. 9. So ser dann ewig auch von mir gepriesen Fuͤr das erbarmen, das du mir erwiesen! Da du, mein hei⸗ land, auch fuͤr mich dein leben Da⸗ hin gegeben.. IO. Du liebtest mich; ich will dich wieder liehen, Und stets mit freuden deinen willen uͤben; O gieb zu diesem seligen geschaͤfte Stets neue kraͤste. riß Y 2. Dankbare Erwaͤgung der Leiden Jesu. Mel. Jesu, meines lebens leben ꝛc.wie dank, wie dank ich dir, Mein 59IO5. enken. „Jesch ttes an u schmn 2 u, der menschen heil erloͤser, ganz dafuͤr! und leben, Deß sich 2. Menschenfreund, von gott gesen⸗ meineé seele freut, Der für mich sichsdet, Zu erfuͤllen seinen rath, Laͤngst hingegeben, Stifter meiner selig⸗hast du dein werk vollendet, Weg keit; Du, der lieber wollte sterben, zu thun die missethat! Doch, in den Als mich lassen im verderben: Ach, 9 Darenteitdeen 2 aen 52 Erste Abtheilung. ö sagen Deine theur erloͤsten dir Bil⸗ lig neuen dank dafuͤr. 3. Du betratst, fuͤr uns zu ster⸗ ben, Willig deine leidensbahn; Stiegst, uns leben zu erwerben, Gern den todes berg hinan; Trugst, vergessend eigner schmerzen, Deine menschen nur im herzen. Diese liebe preisen wir, Unvergeßlich sey sie mir. A. Meinetwegen trugst zu bande, Littest du der laͤstrer spott, Achtetest du nicht der schande, Mein versoͤh⸗ ner und mein gott. Mich hast du der schmach entrissen, Die mick haͤtte treffen muͤssen. Wie verpflichtet bin ich dir Nicht auf ewig, herr, dafuͤr. g. Frevler kroͤnten dich zum hohne. Deine stirn, die blutete Unter einer dornenkrone, Koͤnig aller koͤnige. Mir zu gut hast du's erlitten; Mir die ehrenkron erstritten. Preis, an⸗ betung, dank sey dir, Liebenswuͤr⸗ digster, dafuͤr. 6. Du, der tausendfache schmerzen Mir zu liebe gern ertrug, Deinem großmuthsvollen herzen War mein heil belohnung gnug. Trost in mei⸗ nen letzten siunden Floß fuͤr mich aus deinen wunden. Herr, ich dauk, ich danke dir Einst im tode noch dafuͤr. 7. Ruh im leben, trost am grabe, Unaussprechlicher gewinn, Den ich dir zu danken habe, Dir, deß ich nun ewig bin; Jesu, dir mein herz zu geben, Deiner tugend nach zu⸗ streben, Dir zu traun, zu sterhen dir; Dies, dies sey mein dank dafuͤr. Mel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. rohlocke, mein gemuͤthe, 106. Und bete gottes guͤte In deinem heiland an. Was selbst der engel schaaren Zu thun nicht faͤhig waren, Das hat des menschen sohn gethan. 2. Schau hin, wie der gerechte Fuͤr uns, der suͤnden knechte, Den bit/ tern zornkelch trinkt; Wie er, ans kreuz erhoͤhet, Fur seine moͤrder fle⸗ het Und siegreich in den tod hinfu XIII 3. Wir suͤnder sollten sterben, Zin. lag auf adams erben; Fluch gu ich dut der argen welt: Doch er kam, un schließ zu gute, Und gab mit seinem blu be, an Fuͤr uns ein ewges loͤfegeld. Mel 4. Kein freund meint es mit fran den So treu, als es mit feindg 108 Er, unser mittler, meint. Mu ihm, dem uͤberwinder, Nun si den wir gottes kinder, Mit gott i Fließt oöͤbut durch unsern freund. dank Mel. Wenn wein En, de vorh geth err jesu, deine gu 107. Hund Pen und dermih 2. J söͤhnend leiden, Laß allzeit mirn Was augen seyn, Die funde zu vernn derwel den. Laß mich an deine große ul lieben Und deinen herben bittern tod, I Hast di weil ich lebe, denken. ymae 2. Die angit, die meine seele Iih estant Da schrecken sie umfingen; Wasdi 3. W ertrugst, um uns damit Befreumsdes ve zu erringen, Das prage tief msrennd jesu, ein, Und laß mirs ernste us e; nung seyn, Wenn mich die sünhh racht reizet. Wenn 3. Die wunden alle, die du hast Das g Hab ich dit helfen schlagen l. 4. O der meine sündenlast So willig hih man getragen; Ach, liebster heiland, sh⸗ ne mein, Laß diese schuld vergess seyn, Fuͤr recht laß gnad ergehe 4. Du hast verlassen deinen thron Bist ins gericht gegangen; Vertuuhstreng gest schlage, spott und hohn, Un 5. wurdst ans kreuz gehangen daß du fuͤr uns schafftest rath, unsre schwere missethat Bei versoͤhnen moͤchtest. 5. Drum soll mein herz mit dansh barkeit, Erbarmer, dir lobsingah, Und wenn du einst zur seligkeit N gnaͤden mich wirst bringen, Dam will ich, dein erloͤseter, Dich*• und viel wuͤrdiger Mit allen se gen loben. 6. Herr jesu, deine angst und pein, Und dein versoͤhnend leiden, 800 meine letzte zuflucht seyn, Wenn ich + . 9 von hier soll scheiden. Ach hilf, 127 hinsins XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. 53 uc 8 ich durch deinen tod Fein sanft be⸗ um, un schließe meine noth, Und selig ster⸗ m lh be, amen. it tan Mel. Christus, der uns selig ꝛc. Gesu, meiner seelen licht 30 108.J Ursprung meinch fren⸗ den, Wie viel trost und zuversicht Fließt aus deinem leiden! Nim den — * eun f6 gott 9 vorhiz jetzt singe; Deß, was du an mir ne gus gethan, Bin ich zu geringe. deinhn 2. Ich erwaͤg es hin und her, oße 100 od, O efreinn ief min n, uh, Un. Bei gos 6. Herr, dein friede sey mit mir, und auf mein gewissen, Wenn es iaget, laß von dir Trost und freude flessen! Trost ergießt in jedes herz Sich aus deinem herzen, Auch den haͤngsten, herbsten schmerz Heilen deine Schmerzen. zenn ich. 2. Lab, so bald mein herz er⸗ ilf, daßl schrickt Ueber seine ünden, Wenn ih euf dich mein glauhe lickt, Mich, herr, gnade sinden! Sieh, ich fall, ch elpi len se d pei n, La Hank in gnaden an, Den ich dir zerknirscht von reu, mit wahrhaf⸗ ter buße Und dem vorsatz bessrer treu, Jesu, dir zu fuße. 8. Nun, ich weiß, worauf ich bau Und hei wem ich bleibe, Wessen fuͤr⸗ sprach ich vertrau, Und an wen ich glaube. Jesu, du, du bists allein, Welcher mich beschirmet, Wenn gleich des gewissens pein Auf die seele uͤrmet. 9. Hier bin ich dein eigenthum, Soll dort mit dir erben. Drum will ich zu deinem ruhm Leben und auch sterben; Daß auch ich einst ruͤhmen mag, Aus dem grab er⸗ stauden: Meines jesu großer tag, Heil mir! ist vorhanden. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. aß deinen geist mich stets 109.L mein heiland, lehren, Das wort von deinem kreuze so zu ehren, Daß ich getreu in dem beruf der liebe Mich christlich uͤbe. 2. Das gute thuu, das boͤse fliehn und meiden, Herr, diese pflicht lehet mich dein heilig leiden. Koͤnnt ich zugleich das boͤse mir erlauben, Und an dich glauben? 3. Da du dich selbst fuͤr mich da⸗ hin gegeben, Wie könnt ich noch nach meinem willen leben, Und nicht vielmehr, weil ich dir angehoͤre, Zu deiner ehre? 4. Ich sollte nicht, wenn leiden dieser erden, Wenn kreuz mich trifft, gelaßnes herzens werden; Da du so viel fuͤr nus, die wirs verschul⸗ det, Liebreich erduldet? 5. Fuͤr welche du dein leben selbst gelassen, Wie koͤnnt ich sie, sie, mei⸗ ne bruͤder, hassen? Und nicht, wie du, wenn sie mich untertreten, Fuͤr sie noch beten? 6. Ich will nicht haß mit gleichem haß vergelteu, Wenn man mich schilb, nicht raͤchend wieder schelten; Du heiliger! du herr und haupt der glieder, Schaltst auch nicht wieder. 7. Ein reines herz, gleich beluem 3 ö edlen 5⁴4 Erste Abtheilung. XI — dran eblen herzen, Dies ist der dank fuͤr deine kreuzesschmerzen; Und gott giebt uns die kraft, in deinem na⸗ men, Dich nachzuahmen. 8. Unendlich gluͤck! du littest uns zu gute; Ich bin versoöhnt in deinem theuren blute. Du hast auch mir, da du fuͤr mich gestorben, Dies gluͤck erworben. 9. Ich bin ja dein, schon selig hier im glauben! So wird mir nichts, nichts meine krone rauhen; So werd ich dort, von herrlichkeit umgeben, Einst ewig leben. 10. Ja, wenn ich stets der tugend pfad betrete, Im glauben kaͤmpf. im glanben wach und bete: So ist mein heil schon so gewiß erstrehet, Als jesus lebet. II. Lockt boͤse lust mein herz mit ihrem reize, So schrecke mich dein wort, das wort vom kreuie, Und werd ich matt in uͤbung guter werke, So sey mirs slaͤrke. 12. Seh ich dein kreuz den klugen dieser erden Ein aͤrgerniß und eine thorheit wer den: So seys doch mir, trotz alles frechen spottes. Die weis⸗ heit gortes. 13. Wenn endlich, herr, mich meine sunden kraͤnken, So laß dein kreuz mir wieder ruhe scheu⸗ zen; Dein sterben sey, wenn ich den tod einst leide, Mir fried und freude. Mel. Christus, der uns selig ꝛc. Meid erloͤser, gottes sohn IIO. M Der du für mich lit⸗ test, Und auch auf der himmel thron Jetzt noch fuͤr mich bittest: Welche wohlthat ist fuͤr mich Dein versoͤh⸗ nend leiden! O. wie preis ich wuͤr⸗ dig dich, Ursprung meiner freuden. 2. Unermeßne herrlich keit War dir, herr! gegeben; Und du konntest je⸗ derzeit Voller freuden leben. Aber, o der großen huld! Daß ich selig würde, Uebernahmst du in geduld Schwerer leiden huͤrde. 3. Nun kann meine missethat Noch vergebung sinden; Denn du starhl trieb nach gottes rath, Auch für meß selbst suͤnden. Meine schulden trugesti 2. Ließst fuͤr mich dich strafen, M sunde ner seele trost und ruh Gnaͤdih gleich verschaffen. liesse 4. Was mir lust zur behrg Uns schafft, Was zur tugend leitet,) 3. 9 zu hast du neue kraft Durcherbe kreuz bereitet. Nicht vergebensz siche ich uun Mich um kraft beweih mir Gottes willen treu zu thun, E freul den abzusterben. 4. 5. Nun kañ ich dem todesthali wich entgegen sehen: Und zu jener durc einmal Ohne schrecken gehen. du, herr, hast aus aller noth Reiy An mir errungen, Und durch dein„ 5. kreuzestod Meinen tod bezwus sem 6. Herr! was bin ich, dah musf mein So dich angenommen; A mich die frucht von deiner pein AuchBest mich soll kommen? Gieb mir wift 6. heit, gieh mir kraft,(Du hast s Hoft handen,) Was du mir zum toͤdt verschafft, Treulich anzuwendeh mich 7. Laß das wort von deinem 10 dein⸗ Mich mit muth beleben, Erns 7. jedem suͤndenreiz Hier zu widers dein ben. Treib mich maͤchtig dabus nem an, Gottes zorn zu scheuen; N meit ich unrecht je gethan, Innih Zum bereuen.— 8. 3. Druͤckt mich meine suͤndenno Straft mich mein gewissen: dann laß aus deinem tod Mich trost genießen, Daß du auch meine schuld Buͤßend bist gestorh Und mir alle gnad und huld. bei gott erworben. 9. Stärke mich durch deinen Auf die letzten stunden. Wie deine todesnoth Siegreich uͤberm lieb du u liebe wird Mel den: O so hilf dazn auch mir. H mich froͤhlich scheiden; Herr! dank ich ewig dir Fuͤr dein bilsh leiden. ö Mel. Herzliebster jesu, was oder: Ist auch 33 Raned Res ꝛc. 90 Sey hochgepriesen, hy 4. III. fuͤr deine liebe! e dDr XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. 55 drang dich zu dem mitleidvollen du starhstriebe, Für eine welt voll suͤnder fur mel felbst dein leben Dahin zu geben. trugesi 2. Füͤrwahr, du trugest unfrer fen, M sunden schmerzen. O welch ein herz naähig gleicht deinem edlen herzen? Du liessest unsre schuld an dir bestrafen, X behiz Uns heil zu schaffen. leitet, 3, O laß dies heil doch auch mein Durch erbe werden! Was hab ich sonst für hebensz sichern trost auf erden?ꝰ Was giebt bewesh mir sonst wohl sichern grund zur sun, E freude, Wenn ich einst scheide? 4. Du bist, mein heiland, auch fuͤr Sthalhn mich gestorben. Was du der welt lener durch deinen tod erworhen, Das hast hen. du, von harmherzigkeit geleitet, Reil Auch mir bereitert. rch deln o. 3. Erhalte selbst mein herz bei die⸗ ezwun sem glanben; Kein banger zweifel „ dah musse mir ihn rauben; Er müsse en; A mich zum fleiß in guten werken AuchBesaͤndig Kaͤrken. mir uf 6, Sollt ich mich nun noch frevel⸗ hastsoweft erkuͤhnen, Der sünde, die dich zums toͤdtete, zu dienen: So koͤnnt ich vendei, mich mit den von dir erloͤsten Nicht nem 10 deiner troͤsten. Ernsh 7. Nein, dir allein, der du durch widers deine wunden Anf ewig mich zu dei⸗ 3 dabuf nem dienst verbunden; Nur dir, en; M mein heiland, sey mein ganzes leben Innig Zum dienst ergeben. 38. Nichts soll mich je von deiner Idennih liebe scheiden. Ich bleibe dein, bis sen: du nich dort wirst weiden, Wo deine Michi liebe mit dankvollen zungen Stets guch wird besungen. jestorh. zuld Mel. Ein laͤmmlein geht, und ꝛc. as ist der mensch, deß I II2. W Du gebenift3 Was 16 bin ich, gott, erbarmer! Du, der übern du tausend welten lenkst: Was bin mir. H ich, herr ich armer? Ich lag im dert! blut, und meine noth War fluch, n bils und der gedrohte tod; Wo sollt ich rettung sinden? Der herr erbarmte was meiner sich, Jehova sprach ganz e. N väͤterlich: Ich kilge deine suͤnden. ½ 2. O göttliche barmherzigkeit! Der he sohn soll fuͤr uus sterben, Der mitt⸗ lerwohlzuthun bereit, Entzieht uns dem verderhen. Er kleidet sich in lleisch und blut, Und was kein freund, kein bruder thut: Wer kann was groͤßers denken? Er stellt sich aller marter blos; Er leidet, er stirbt goͤtilich groß, Und laͤßt ins grab sich senken. 3. Ganz saßt dich selbst ein engel nicht, Gedanke zum erschuͤttern; Zwar bist du meine zuversicht, Doch denk ich dich mit zittern, Wenn ich im geist gethsemaue, Wenn golga⸗ tha im geist ich seh: Was isis, das ich empfinde? Ich weine, herr, doch nicht um dich, Ich wein und klage uͤber mich Und uͤber meine suͤnde. 4. Was du bezahlt, ist meine schuld; Der herr stirbt fuͤr die knech⸗ te. Es buͤßt mit goͤttlicher geduld Fuͤr sünder der gerechte. Mein ist die last, die jesus traͤgt, Der zorn des hoͤchsten, der ihn schlagt, Der sollte mich verderhen. Es war nur meine missethat, Die, heiland, dich ge⸗ martert hat; Des todes sollt ich sterben. 5. O suͤnde, suͤnde, gute nacht! Zu lang, ach viel zu lange, Hast du das her um trost gebracht; Nun will ich, falsche schlange! Dich has⸗ sen, deine lockung fliehn, Und mich der liebsten lust entziehn. Bei christi tod am kreuze, Entsag ich, was dem fleisch gefaͤllt, Der boͤsen lust der argen welt, Und ihrem falschen reize. 6. Herr, laß mich aus barmher⸗ zigkeit, Wie freundlich du bist, schmecken, Wenn suͤnden der ver⸗ gangnen zeit Mit ewgen strafen schrecken. Es staͤrke mich in seelen⸗ noth, Herr jesu, dein ver soͤhnungs⸗ tod, Die kraft von deinen wunden. Es troͤste mich dein banges flehn, Da du nach rettung ausgefehn In heißen pruͤungsstunden. 7. Dank, mein erloͤser, dank sey dir Fuͤr jede deiner plagen/ Fuͤr alle leiben, die du hier An seel und leib 4 ö getra⸗ 56 Erste Abtheilung. XII getragen. Für allen schmerz, für alle Gedenk, herr, meiner in der 10%½7. angst, Darin du für mich sünder Gedenk auch meiner, einst im Udu ar rangst, Sey ehre deinem namen. Und im gerichte! amen. naͤͤchst — ich ka Iersche 3. Kraft und Trost des Leidens Jesu. sen, Mel. Jesu, deine tiefe wunden ꝛc. mir erworbnes heil Hab ich anh 2 esu christ, durch deine himmel theil. Wahrlich, herr, II 2: wunden, Deinen mar⸗ewigs leben Wirst du nach dem geanden W R 05 heil 5 Raft mir geben. gefunden, Kraft zur tugend, tro ine sünd mi in noth. Gallt mir etwas arges ein Mel. Wenn meine sünd mic II Dent ich, herr, an deine pein; Die II Wern mich die suͤn verbietet meinem herzen, Mit der 2i. kränken, Meins de de sünde je zu scherzen. land, jesu christ, So laß mich u 2. C 2. Schmachtet nach verbotnen freu⸗hedenten, Wie du gestorben ii du tra den Mein verderbtes fleisch und Wie du auch meine schuldenli barm blut: O so blick ich auf dein leiden; Am stamm des heilgen kreuzes, Ie 3. Ch Schnell verloͤscht die wilde glut. dich genommen hast. Zu tra Streb ich eitler ebre nach, Und ich 2. O wunder ohne maßen! uns da denk an deine schmach; Schnell er⸗sundiges geschlecht Hast du dich mn Mel. niedrigt sie mich wieder, Und schlaͤgt tern lassen; Du, herr, farbst meinen stolz darnieder. den knecht. Du wahrer wmen 1 3. Reizen, herr, mich manche pla⸗ und wahrer gott, gabst für n ö gen, Waͤhrend meiner pruͤfungszeit, armen menschen, Dich seiber ins schwei Oft zu muͤrrisch bangen klagen, Und tod.*9 mein! zur unzufriedenheit: O so denk ich an 3. Nun kann sie mir nicht schann mich die pein, Die du uns zu gut allein Der schulden große last; Ich i dein kl unverschuldet hast ertragen, Und bei gott in gnaden, Weil du hes zagen, dann scham ich mich, zu klagen. let hast. Auch meine schulden ih 2. D 4. Wenn mein schreckendes gewis⸗ dein blut: Ich darf den zorn nii freplet sen Mir mit fluch und straße droht: fuͤrchten Und nicht die hoͤllenge Und t O, in diesen kuͤmmernissen Deuktich,. 4. Drum sag ich dir von herin sanfte herr, an deinen tod, Und wie du Jetzt und mein leben lang, Fur ii bild n auch meine last An dem kreuz ge⸗ ne pein und schmerzen, S jesu, I zu vei tragen hast; dies kann mein gewis⸗ und dank, Fur deine noth und args herr sen stillen, Und mein herz mit trost geschrei, Fuͤr dein unschuldig ii 3. erfuͤllen. ben, Kuͤr deine lieb und treu. Entste 5. Ja, fuͤr alles, was mich krän⸗ 5. Stets reize mich dein leidn Dein ket, Schaffen deine wunden rath; Die suͤndliche begier Mit allem enn boch Wenn mein geist an sie gedenket, zu meiden, Und fromm zu seyn v⸗ Geh ich frisch den schmalen pfad. dir: Es komme nie mir aus den Mich erschrecket keine müh. Denn sinn, Wie vlel es dich gekostet,. der trost erleichtert sie, Daß du, ich erloͤset bin. herr, als du gestorben, Mir ein] 6. Mein kreuz und meine plage Mel. ewig heil erworben. Selbst bittern hohn und spott, Hi 6. Auf dich setz ich mein vertrauen, mir geduldig tragen: Gieb, o mel IIC Du bist meine zupersicht; Selbst der herr und gott, Daß ich verlaͤud 1 1. 1od macht mir kein grauen: Du be⸗diese welt, Und folge dem exempl seele, freist imich vom gericht. Durch dein Das du mir vorgestellt. 0 gottet * XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. 57 der u 00% 7. Taß mich an andern uͤben, Was lerschein, Und wie du mir erwie⸗ sen/ Aus reiner lieb allein. 8. Laß endlich deine wunden, Auch st im s ir gethan, Und meinen in der letzten pein, In jenen finstern näclien uleben Ihm dienen, wo stunden Mir trost und zuflucht seyn. ich kann, Ohn eigennutz und heuch⸗O herr, auf den allein ich trau, Erbarm dich mein im tode, Daß ich dich ewig schau! Bekannte Melodie. mich hriste, du lamm gottes! se sun II& Der du traͤgst die suͤn⸗ Meinh de der welt, Erbarm dich unser! nichmn 2. Christe, du lamm gottes! Der ben hi du trägst die sünde der welt, Er⸗ ldeuln barm dich unser! zes, Ne 3. Christe, du lamm gottes Der In tragst die suͤnde der welt, Gieb sen!Uns deinen frieden! amen. a O lamm gottes! unschuldig. Frloͤser, der im staube, für uIIG. E Einst lag mit angsi⸗ r inst schweiß bedecket, Dein tröste sich mein glaube, Wenn tod und suͤnde schasn mich schrecket; Dein tiefer schmerz, Ich ij dein klagen, Dein todeskampf, dein ubesh zagen, Sey meine ruhe, herr jesu! en% 2. Du litiest ganz unschuldig Von rn n freplern schmahung und schmerzen, llenge Und trugst sie doch geduldig Mit hern sanftem versoͤhnlichen herzen. Deind Fur di bild muͤss uns beleben, Zu dulden, esu,H zu vergeben, Wie du zu lieben, d argt herr jesu! 2— dig i 3. Am kreuze hingst du klaͤglich, eu. Entstellt, gemartert, verschmachtet, leide Dein tod belehr uns taͤglich, Wie em ern hoch du seelen geachtet. Er schreck eyn vo us del uri½r¹π⁰09nc,curun 4. Gebet zu dem Versoͤhner. uns ab von suͤnden; Er muͤss uns dir verbinden Zu innigem danke, herr jesu! Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛc. aßt uns doch christo dank⸗ 117.L bar seyn, Baß er füt uns in große pein Sich willig hinge⸗ geben; Auch laßt uns seyn der suůn⸗ de feind, Und, weil gott nunmehr unser freund, Nach seinem willen leben; Die lieb erzeigen jedermann, Wie christus selbst an uns gethan. Imenschenkind! betracht es recht, Wie gottes zorn die suͤnde schlaͤgt ĩ Herr jesu christ, mein herr und gott, Von suͤnden schrecke mich dein tob. Bekannte Melodie. lamm gottes! unschul⸗ 1IS. O dig Am stamm des krentes geschlachtet! Allzeit erfun⸗ en gedulbig, Wie sehr du wurdest verachtet. Die suͤnd hast du getra⸗ gen Sonst muͤßten wir verjagen; Erbarm dich unser, o jesu! 2. Olamm gottes l unschuldig ꝛc. Erbarm dich unser, o jesu! 3.O lamm gottes! unschuldig ꝛc. Gieb uns deinen frieden, jesu! t, D0 1.0 Mel. Dir, dir, jehovah, will ꝛc. N.S. 7 o mehh ch, sieh ihn dulden, blu⸗ u II. A. ö empl seele, sag ihim frommen dank! Sieh, 90 gottes eingen sobn und erben! Wie 5. Die Liebe Jesu in dem Werke der Erloͤsung. maächtig ihn die menschenliebe dran Wo ist ein freund/ der je, was, gethan? Der so, wie er, fuͤr suͤn⸗ ten, sterben! O meine den slerben kann? 2. Wie dunkel waren jene stunden O 9 5 und welche lasten druͤcten dih! ee— + 5³ Erste Abtheilung. dich! Wie quoll das blut gus dei⸗ nen wunden! Und ach, es floß zum heil und trost fuͤr mich; Und ruft noch heute mir ermun ternd zu, Daß du mich liebst, du frommer dul⸗ der, du. 12795 ö 3. So sollt es seyn, du mußtest leiden; Dein tod macht mir des va⸗ ters liebe kund. Er wird fuͤr mich ein quell der freuden⸗Ein siegel auf den ewgen friedensbund. So wahr dich gott fuͤr mich zum opfer giebt, So feste stehts, daß er mich herz⸗ lich liebt. 4. Dein bin ich nun und gottes erbe; Ich sehe in sein vaterherz hin⸗ in. Wenn ich nun leide, wenn ch sterbe, Kann ich unmoͤglich je ver⸗ einstens auch den stein von meing— grab. 5. 8 9. Nimm hin den dank fuͤr dih Ojest plagen, Mein retter, den die treis foll d liebe bringt. Dort will ich dirs un ich di besser sagen, Wenn dich mein g len, im engelchor besingt. Dann stimih dir zu alle selgen fröhlich ein; Der gas geben himmel soll dann zeuge seyn. sicht, Mel. Ein laͤmmlein geht und bricht Fin lamm geht hin 6 I20. E traͤgt die schuld und abgefallnen kinder; Geht hin! mein buͤset in geduld Die suͤnden aller dein der. Es geht den rauben todesgn mein Folgt seinen wuͤrgern ohne zug sai s⸗ Begiebt sich aller feuden, Undz terlie loren sehn. Wenn sonn und mond die marter, die ihm droht, Unde und und erde untergehn, So bleibt mir gottes gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum trost und dir zur ehre Gereicht dein ganzer kampf, dein kreuzestod; Bestaͤrigt ist nun deine lehre; Ich baue fell darauf in jeder noth. Unschuldig littest dn: doch preis und ruhm Ist auch im kampf der unschuld eigenthum. 6. Hert, dies dein beispiel soll mich lehren Des lebens unschuld sey mein ehrenkleid. Ich will treu deine stim⸗ me hören, Und gerne thun, was mir dein wort gebeut. Die dank⸗ barkeit dringt innigst mich dazu; Wer hat es mehr um mich verdient, als du? . Nie will ich mich am feiude raͤ⸗ chen: Auch dies lern ich, mein hei⸗ land, hier von dir; Nie gottes schik⸗ kung widersprechen, War gleich sein pfad jetzt noch so dunkel mir. Auf dornen gingst du selbst zum ziele hin; Ich folge dir, weil ich dein juͤnget bin. 8. Was fürcht ich noch des todes schrecken? Du schliefst auch einst im grab, o seelenfreund. Mag sie doch meine asche decken Die erde, wann des todes nacht erscheint. Der gott, der mit das leben wiedergab, Waͤlzt die schmerzen und den tod Doch fleise und willig leiden. zu si 2. Das lamm ist jesus, 7. freund; Zum heiland unsrer sen mir Wollt ihn der strenge suͤndensesß russt Der ewge vater, waͤhlen.„Si nes syrach er,„nimm dich derer an, du y „ausser dir nichts retten kann A ßen; schweren fluch der sünden. Grof erwe „die schuld, die strafe groß; A keit vübernimms, so sind sie los, wei „sollen gnade finden.“ 3. Ja, vater,“ sprach der gug sohn,„„Kein sünder soll verzag „Ich steig herab von deinem thin „Und will die sünden tragen.“ liebe! liebe! deine macht Ist siah als ein meusch gedacht, Als je⸗ engel dachte! Bu dringst den sh dem vater ab, Und streckest denn finstre grab, Der erd und him machte. 4 4. Er büßt fuͤr uns am kreus stamm, Damit wir gnade find Er wird geschlachtet wie ein lamn Zum opfer fuͤr die sunden. Fur den stirbt er, auch für mich iben theures leben sich In milden g. men blutes. Lamm gottes, e Pe Dank ich dir! Doch nie geung, unn hatest mir, Eh ich noch war, sh sich gutes, 5. Da XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. 59 5. So lang ich le he will ich dein⸗ , leben. t hiun 6. Was ist das leiden dieser zeit, Puld 4 Und alles was mich kranket, Wenn t hin meine seel in traurigkeit, Herr, an aller dein leiden denket? Dies floßt in odesgg meine bange brust, Zur zeit der truͤb⸗ ae zwin sal sanfte lust, Laßt mich nicht un⸗ „Undt terliegen, Und staͤrket mich mit krakt . Undies und muth, Auch uͤber welt und Doch hu— und blut Im schwersten kampf zu siegen. 156% 0 7. Ist endlich ganz vollbracht, was srer sei mir Gott auserlegt zu leiden, Und densesss russt du, jesu, mich zu dir Und dei⸗ Si nes himmels freuden: Dann reichest du hon deinem thron Mir jenen gro⸗ hen gnadenlohn, Den mir dein tod erworben; Danun werde dir in ewig⸗ keit Anbelung, preis und dank ge⸗ weiht, Daß du fuͤr mich gestorben! Mel. Ojesu christ, meins lebens ꝛc. du mein mittler und 121. mein gott! Ich danke dir fuͤr deinen tod, Der mir des himnels seligkeit, Und hier gewis⸗ sensruh verleiht. 2. Ach glaubt ich deine gottheit nicht: So schreckte mich doch das ge⸗ richt: So wuͤrde deines todes pein Fuͤr mich kein geltend byfer seyn. eul 3. Waͤrst du der menschen heilig⸗ de finds ster, Und nicht auch gott, gekreu⸗ ein lam zigter! So wuͤrd ich nicht von suͤn⸗ krenz Ist meiner seelen hoͤchstes gut, Und mecht mir auch im tode muth. 6. Wann des gesetzes fluch mir droht; Dann troͤstet mich dein mitt⸗ lerstod: Ich weiß, daß du auch mei⸗ ne last Am kreuze, herr/ getragen hast. Z. Und ist die letzte stunde da, Dann blick ich hin nach golgatha; Der trost, daß ich begnadigt bin, Macht mir das ster ben zum gewinn. Mel. Herzliebster jesu, was ꝛc. Zie grundlos sind die I22. W tiefen deiner liebe? Wie treu und zaͤrtlich, jesü, deine tiebe! Kein mutterherz gleicht dei⸗ nem treuen herzen, Du mann der schiuerzen. ö 2. Was zieht dich dann, o heiland/ auf die erde? Was schadet dirs, wenn ich verdammet werde? Du bleibest doch, wenn ich gleich sirafe leide, Des vaters freude! 3. Verehrt mit dank den weisen rath, ihr christen, Den einzusehn, die engel selbst gelüsten. Bewundert — Futh den rein, Nicht durch dein blut ver⸗ giehtsh soͤhnet sehn. loen g. Ich weiß es, jesu, du bist gott; es, e Persöhnend ist dein kreuzestod: ung, Und dieses trostes goͤttlichkeit Ver⸗ gar, sh sichert mich der seligleit. 5. Der feind nehm alles, alles hin! Das gluͤck, daß ich versoͤhnet bin, hier in dem erloͤsungswerke Der lie⸗ be staͤrke! 4. Des hoͤchsten sobn buͤßt fuͤr die menschenkinder: Der heiligste bezah⸗ let fuͤr die under; Des lebens fuͤrst, und aller bosheit raͤcher, Stirbt fuͤr verbrecher 5. Herr! lehre selbst mich deine huld erkennen, In rechtem glauben meinen herrn bich nennen! Erbarme dich, und heile meinen schaden, Du brunn der gnaden. 6. Ich bin verderbt vom fuße bis zur scheitel, Mein herz ist trotzig, wiherspenstig, eitel; Mein bestes thun ist mangelhaft und suͤndlich: Ich fehle stuͤndlich. 7. Ich flieh, o herr, zu deinen lie⸗ besarmen, Ich such und bitte nichts als dein erbarmen; Verstoß den nicht, der seine sunden hasset, Und dich umfasset. 8. Was machst du, feind, mir christi huld verdachnig? Schweig! seine — 6⁰ Erste Abtheilung. XIII. seine kraft ist in den schwachen maͤch⸗ tig. Er selbst macht den gerecht, der an ihn glaͤubet, Und in ihm bleibet. 9. Zeuch mich, o gotteslamm, zu deinem kreuze, Damit dein blut di seele dring und reize, Dich, den er⸗ wer ber aller guten gaben, Recht lieb zu haben. Io. Was du auch mir, da du fuͤr — tes du mich gestorben, Aus gnaden bestuͤrn durch deinen tod erworben; 4. Di werde mir, zu meinem ewgen hil nur ich ⸗ Nun auch zu theile. selbst di 11. Dir, jesu, leb ich; dir will tode re auch sterben. Lab den nur nih nicht s den du versoͤhnt, verderben! Is men, mir jetzt, und in den letzten ganz v⸗ den, Durch deine wunden. ter, at kelch v 6. Das Leiden Jesu am Oehlberge. Mel. Christus, der uns selig ꝛc. err des himmels, star ker I23. HLhadt Was wird wit dir werden? Warum liegst du blaß, entstellt, Bebend auf der erden? Trost ist es, was du verlangst, Troͤ⸗ ster unsrer seelen? Was kann mit so schwerer angst Deine seele gnaͤlen? 2. Vor dir liegt,(denn dir kann ja, Herr, sich nichts verhehlen;) Ei⸗ wer nur gott und du, konnen sie ergruͤnden. Und fuͤr alle buͤßest du, Als fuͤr dei⸗ stralte dir sonst stets Aus des vaters blicken, Und in stunden des gebets Muß sie dich erquicken. Da nun gottes straf dich schreckt; urchtbar sich vor dir versteckt, Solltest du nicht ne welt voll suͤnden da, O Tann sie zaͤhlen? Niemand, als ne suͤnden 3. Liebe Da er in gewittern zittern 2 4. Hier fuͤhl ich der sunden graͤul, Ganz von angst erschüttert Auch fuͤr mich hast du, mein heil, Hier im staub gezittert. Held, da sund und strafgericht Dich fast niederstuͤrzen: Soll der graͤul der sͤnde nicht Mei⸗ nen geist bestuͤrzen? 5. Aber du versoͤhniest mich; Denn nuch mir zum segen Ließest du al⸗ Iein auf dich, Gott, die strafe legen. Du ergabst dich demuthsooll In Des vaters willen, Um das, was uns Felten soll, Sterbend zu erfuͤllen. 6, Nun, herr, meine zuversicht, ihn get 5. He hat Fuͤ wer ka e Hilf du meiner seele, daß im lehs kampfe nicht Suͤndenangst sie au Ach, laß deinen blutgen schwaße Wann ich gan beklommen, dann keine huͤlfe weiß, Mir zulh ten kommen. Mel. Mel. Ein laͤmmlein geht undi o gehst du, jesu, 4— 124. S bin, Dani gebrn anzutreten, Fuͤr mich, der ich bunde loren bin, Zu kampfen und zus macht ten. Du, der du nichts verbroc Kennß hast, gehst hin, um aller fuͤnt Giebft last Allein aut dich zu laden. in ihr nur verdiente strafen, ich; Dugh 2. nimmst sie all auf dich, Damil Die r mir nicht schaden. nes u 2. Kann den, der allen staͤrke gich Stehr Kann den auch furcht erschͤrten ein w Selbst christi seele wird betruͤbt, feinde leine glieder zittern. Ach, hingesi ihr gi ken auf die knie, Arbeitet et deiner schwerer muͤh, Und betet, kahyy und zaget! Er wuͤnscht den schwen 3 kampf verkuͤnt; Wer siehts uie n hoͤret nicht bestuͤrzt, Wie leideherr, voll er klaget Per al 3. Gott, du bist heilig; wundaspu d bar In allen deinen werken. Mür ur knecht, ein engel muß sogar D herrn vom himmel staͤrken. Er rin sein heilig angesicht Traͤuft hl schweiß, wer entsehzt sich nicht? V litt, wie er, auf erden? Der dul reiner unschuld prangst, Wieid XIII. Ton dem Leiden, Tod und Begraͤbniß Jesu. 61 tes du von solcher angst, O herk, den bestuͤrmet werdenꝰ? en; Y. 4. Du zagst, mein heiland; ach, en hi nur ich, Ich hatte zagen sollen; Doch selbst durch leiden hast du mich Vom 1mih nicht sein gericht auf dich genom⸗ Umen, war ich nicht In jammer ten s ganz versunken? Nun laͤßt der rich⸗ n. ter, auf dein flehn, Vor mir den kelch voruͤber gehn; Denn du hast ihn getrunken. 5. Heil mir, der sohn des hoͤchsten hat Fuͤr mich sich richten lassen. Gott, wer kann deinen weisen rath, Wer dein erbarmen fassen? Nun jauchze, r willl tode retten wollen. Ach, haͤttest duf wen die suͤnde reut, Wer jesu christi sich erfreut: Er wird vor gort be⸗ stehen; Du, der du glaubst, wer schadet dir? Wer will verdammen? sehe ist hier! Du wirst den tod nicht ehen. 6. Doch denk, um welchen theuren preis Dein heiland dich erkanfet. Er rang, bedeckt mit todesschweiß, Mit blut fur dich gekaufet Ach, wache, daß die sünde sich Nie dein bemaͤchtige, noch dich In deiner treu erschuͤttre. Lockt ihre stimme, hoͤre nicht; Schau hin zum oͤhlberg ins gericht, Das jesum traf und zittre Mel. Jesu, meines lebeus leben ꝛc. 2, Mehr als zwoͤlf der legionen, Die um deines vaters thron, Sei⸗ nes winks zu warten, wohnen, Stehn bereit, o menschensohn. Nur ein wink, du bist befreiet Und der feinde heer zerstreuet. Doch wie viel Damiti rkegich chürkern uͤbt, n hingest ihr grimm verhricht; Du winkst Hi deinen engeln nicht. schwen 3. Du bist selber reich an staͤrke, ühts N Die auch hier sich nicht verlor. Aber, ie leida herr, in diesem werke Geht geduld 7. Die Gefangennehmung Jesu. iùπννπ⁰⁰⁷⁴π noch marter scheun, Aus der hoͤll uns zu befrein. 4. Treuer buͤrg um unsertwillen Streckst du deine haͤnde dar; Got⸗ tes rathschluß zu erfuͤllen, Schonest du der frechen schaar; Wehrst dem schwerte deines freundes; Heilst die wunde deines feindes; Nimmst die bande willig an, Da dein arm sich weigern kann. 5. Dank dir fuͤr so große guͤte Zeige nun auch deine treu, Und befreie mein gemüthe Von der fuͤn⸗ den sclaerei, Daß mein fleisch mich nie verstricke, Weltverfuͤhrung nie heruͤcke; Des versuchers arglist nie In sein netz mich wieder zieh. 6. Und soll ich den ruhm erlangen, Daß ich, deines geisfes voll In bekennerfesseln prange, Deinetwe⸗ gen leiden soll: Gieb dann mir in meinen banden Reichen trost aus gleich dir, ich gleich dir, ge⸗ Per allmacht vor. Niemaud nimmt deinen banden, daß, wundispn dir dein leben, Du willst selbst sie nicht scheu Ich, ken. GMluͤr uns es geben: Du nicht schmach lassen sey. gar D Er ring D³*¹ì ἀ⁸πι⁷⁷⁰⁰⁰ἐn³;ůͥ I. uft blal cht? M Der duh Wie kon 6 8. Ueber 6² Erste Abtheilung. 3. Ueber die Verlassung Jesu von seinen Juͤngern Iin Mel. Wo soll ich fliehen hin ꝛc. ein jesu, fuͤr dein herz I126. M Welch ein so herber schmerz, Den du weit mehr empfun den, Als striemen, schlaͤg und wun⸗ den] Die kleine zahl von freunden Kraͤnkt dich, gleich deinen feinden. 2. Kaum naht sich die gefahr, So bebt der juͤnger schaar. Die erst sich hoch vermessen, Eh sie der treu ver⸗ gessen, Den tod auch vorzuziehen, Verlassen dich und fliehen. 3. Der kuͤhn sein schwerd gezückt, Dein petrus selbst, erschrickt; Er flieht, eh bande drohen; Schaͤmt sich, Daß er geflohen: Und eilt doch recht verwegen Dem tiefern fall entgegen. g. Wie ist der mensch so schwach, So viel sein muth versyrach! Dort liegt er da im staube; Erloschen ist sein glaube; Sein kuͤhner muth ge⸗ kaͤmpfet. 5. Wo ist nun petri treu? Di kra sum vormals frei Fuͤr gottes Ni bekannte, Fuͤr ihn vor eifer braß 8 Der hat vor jesu ohren, Baldi hin ihn abgeschworen. W 6. Doch, herr, dein liebe aul Bringt ihn als bald zurͤͤck. Ex bit sein verbrechen, Kan nur vor schh wi nicht sprechen, Und weint nur) In thraͤnen, Die sich nach gnadeseh 9. 7. Er sucht und findet sie. Va her drum, fünder, nie: Gott iun den lich gütig! Seyd glaubig, nichtit de müthig; So groß find keinesuhh Jaß Sie koͤnnen gnade finden. laß 8. Ach, trennt mich auch die schg Die stets mir netze stellt, Einst, von den deinen: Laß mich mit weinen, Um gnad in demuth bu I daͤmpfet Ach christen! wacht. de Nie juda weg betreten. ihn 9. Das Leiden Jesu vor Mel. O. du elh em mennc eht, welch ein menusch! 127. Sacc sehtt Mit schand ist er bedecket, Der glanz der herr⸗ lichkeit! Schaut, menschen, und er⸗ schrecket! Des hoͤchsten sohn habt ihr So tief herabgebracht! So viele noth hat ihm Nur eure schuld ge⸗ macht.. 2. Seht, welch ein mensch! weh euch, Wenn hier noch vor den luͤn⸗ den Nicht euren herzen graͤult! Sein zorn wird sich entzuͤnden: Dann fordert er die schmach, Die er fuͤr euch emyfand, So ihr euch nicht be⸗ kehrt, Mit recht von eurer hand. 3. Seht, welch ein mensch! die ihr In heiligkeit ihm dienet; Schaut, wie er sunden bßt Und wie er uns versuͤhnet! Wohl euch, daß seine schmach Euch schmerzet und betrüpt! Erfreuet euch des heils, Das diese spr dem weltlichen Gerichte⸗ an 4. Seht, welch ein mensch! steht, Verbrechern gleich gebun An dem sein richter selbst Gan ne schulb gefunden! Dies zeugij mir werth! Denn waͤr er nicht g rein, Wie koͤnnt er da fuͤr ung guͤltigs opfer seyn? ö 3. Seht, welch ein mensch seht! Wie ist sein leib zertis Seht, was fuͤr stroͤme bluts seinen wunden fließen Heilsah theure fluth! Ans dresen wu guillt, Was unsre schaͤden hi Und das gewissen stillt. 6. Seht, welch ein mensch lachs Schmerzhafte dornen kroͤnen maiestätisch haupt! Doch mah welt dich hoͤhnen, Mein jesu, bleibst du Ein köͤnig auch nöchh Voll ehrerbietigkeit Beug ich knie vor dir. 7. Seht, welch ein mensch!“ schmach euch giebt! seht er muß, vom rohr rsci — MIII. Von dem Leiden „Tode und Begraͤbniß Jesu. 65 Jungern Noch in der eignen hand Des fre⸗ 11 wacht vels werkzeug tragen! Ach wißt, daß diese hand Ein eisern zepter treu? Di trägt! Sorgt, frevler, daß sie euch r gottes Nicht einst, gereizt, zerschlagt. eifer b 8. Seht, welch ein mensch! schaut u, Balds hin! Erblickt ihr nicht mit schrecken, Wie schmach und speichel ihm Sein ein liebeh antlitz überdecken? Gott, wie viel ück. Ers bittrer port Trifft deinen sohn um ir vor sch mich! Mein dank ergießt vor dir int nur In heihen thraͤnen sich. gnade seh„9. Seht, welch ein menschl mein sie. Vg herz Soll seiner stets gedenken. Ob jott ist un diese leiden mir Schon ewge freu⸗ g, nichti den schenken: So laß, herr, ihrer keinesuh nie Mich ohne hessrung freun, Und den. laß mich ja fuͤr dich Nie spott und iuch dien schande scheun. „Einst. Mel. Wenn mein stuͤndlein ꝛc. ich mit eht, welch ein mensch! — 00 I28.S wie lag so schwer Auf ihm die last der sünder! Wie unaus⸗ sprechlich duldet er Fuͤr euch, ihr H½½menschenkinder! So leiden sah von ichte. anbeginn Die erde keinen je, als nenschl ihn; So wird auch keiner leiden. ch gebu 2. Der sohn des hoͤchsten und selbst st Gan gott, Ein helfer, ein gerechter, Ward zeugis frecher missethaͤter spott, Und seines r nicht volks gelaͤchter. Wie ein verbrecher fuͤr une stand er da, Verklagt, verlaͤumdet; ö wer ihn sah, Der sah ihn mit ver⸗ achtung. 3. Gan unbegraͤnzt war ihre wuth, Den heiligsten zu plagen. Vedeckt mit striemen und mit blut, Zergeisselt und zerschlagen, Mit ei⸗ nem dornenkranz gekroͤnt, In koͤ⸗ nigskleidern ausgehoͤhnt, Stand er vor seinen feinden. 4. Den heiden, der sein richter war, Ergriff ein menschlich schrek⸗ ren: Er steilt ihn seinen bruͤdern dar, Ihr mitleid zu erwecken. Seht, welch ein mensch! ich kann ihn nicht Verdammen; denn die unschuld spricht Zu maͤchtig fuͤr sein leben. 5, Vergeblich. ach! vergeblich war Die menschlichkeit des heiden; Die nenschj ib zertis bluts 3 Heilsan seu wunh aͤden ha hLachsh oͤnen E ch maß jesu, j hböchhh⸗ ug ich! 14 5 zerschlag N gufgebrachte wilde schaar Sah jesu schmach mit freuden. Sein tod be⸗ friedigt sie allein; Sie stuͤrmten auf den richter ein, und schrien: er sterb am kreuze! 6. Du denkest ohne schaudern nie An dieses wort der suͤnder; Du sprichst: die rache strafte sie, Und straft noch ihre kinder. Doch, seele, denkst du auch dabei An deine suͤn⸗ den? hist du frei Von schuld am tode jesu ꝰ 7. Sieh, welch ein mensch! er wird fuͤr dich Verschmaͤhet und zer⸗ schlagen! Hoͤr ihn, er spricht: ich selber ich Muß deine sůnden tragen. Die schuld ist dein! durch meinen tod Versoͤhn ich, sünder, dich mit gott, Und sterb um deinetwillen. 8. O hochgelobter gottessohn, Du tilger meiner sünden, Erhoͤht auf deines vaters thron, Ach, laß mich guade finden! Laß deines todes schmach und pein Gerechtigkeit und heil mir seyn, Um deiner liebe willen. 9. Ich schwoͤre, welterloͤser, dir, Und ewig will ichs halten: So wahr du lebest, soll in mir Nie deine lieb erkalten. Dein leiden und dein tod soll mich, So lang ich lebe, herr/ an dich Und deine lieb erinuern. IO. Entzuͤndet sich der luͤste gluth, Lockt mich die welt zur sünde: Dann ruste mich mit kraft und muth, Daß ich sie uberwinde, Dann rufe du mir liebreich zu: Denk, welch ein mensch ich war, und du, Du woll⸗ test mich nicht lieben? Bekannte Melodie. nschuldger jesu, was hast 12 Au du verbrochen, Baß man das todesurtheil dir gespro⸗ chen? Du heiligster, bist ja in mis⸗ sethaten Niemals gerathen, 2. Und doch wirst du verworfen und verhoͤhnet, Mit einem dornen⸗ kranz zur schmach gekroͤnet, Ge⸗ geisselt, und von schmerzen schon entkraͤftet, Ans kreuz gehestet. 3.· Was 6⁴ Erste Abtheilung. XII 3. Was ist diꝛ ursach aller solcher plagen? Ach, unsre sunden haben dich geschlagen. Zu ihrer tilgung haft du, herr, erduldet, Was wir verschuldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch die⸗ se strafe! Du, guter hirte, leidest fur die schaafe; Die schuld bezahlst du, herr, fuͤr boͤse knechte, Du, der gerechte. 5. O große lieb! o liebe, kaum zu fassen; Auch mir zum heil hast du dich martern lassen. Damit ich lerne suͤnden ernstlich meiden, Willst du, herr, leiden. 6. Ach, großer mittler, groß zu allen zeiten, Wie kann ich gnugsam deine treu ausbreiten? Kann ich sie dir, beherrscher aller welten, Wohl je vergelten? 7. Doch dir gefaͤllts, wenn ich mich selbst bekaͤmpfe, Dir folge und des fleisches luͤste daͤmpfe; So sey dann auch forthin mein ganzes le⸗ ben Nur dir ergeben. 8. Gieb selbst zu diesem seligenspie h schaͤfte Mir schwachen deines gisef! geistes kraͤfte, Daß er mich hie er ziehe und regiere, Zum guten sir, un 9. Dann werd ich dankvoll Hassen huld betrachten, Die lust der sgott, aus lieb zu dir, verachten; Miauch lem eifer suchen, deinen willen Rod ge zu erfuͤllen. 6. V I0. Zu deiner ehre will ich hloͤßt, wagen, Kein drohen achten, lerde, schmach noch plagen; Mich sierloͤst auch des baͤngsten todes leiden men von dir scheiden. Aus t6 1I. Dies alles, obs fuͤr saͤmoth 1 gleich ist zu achten, Wirst duhwer de mein erbarmer, nicht vetachtendurst wirst dies opfer gnaͤdig von miniselbst men, Dich mein nicht schaͤm 7. I2. Empfang ich dann dereinwollb deinem throne, Aus deiner leiden der uͤberwinder krone: So soll macht, höchster, unter engel choͤren Aden. loblied ehren. Ihan den? 10. Das Leiden Mel. Ein laͤmlein geht und ꝛc. egleite mich nach gol⸗ 130. B gatha, O christ, auf deffen hoͤhen Die welt die hoͤch sie lie⸗ be sah, Sah, was sie nie gesehen! Komm, denke jenen worten nach, Die sterbend dein erloͤser sprach. Sie koͤnnen dir im leben, Und, betest du gott glaubig an, Einst, wenn dich nichts mehr troͤsten kann, Noch trost im tode geben. 2. Hoͤr ihn, bei seinem groͤßten schmerz/ Fuͤr seine feinde beten; Und sieh sein sanftmuthvolles herz, Noch sterbend sie vertreten. Vergieb,“ ver⸗ gieb,(ruft er gott an) Sie wissen „nicht, was sie gethan!“ Muß, mensch, dich dies nicht ruͤhren? Anf, ahme seinem beisyiel nach: Laß nie beeleidigung und schmach Zur rache dich verfuͤhren! tag At Jesu am Kreuz. Vollbt 6. T 3. Dein zaͤrtlich herz, o herr, mund pfahl, Aus kindlich frommem Mir be, Die mutter, unter schmetHerr, gugal, Dem juͤnger deiner Du ru Ach, wenn auch einst mein adeine weint, Einst sterbend für die mich nen weint, Dann soll dies wortn du den troͤsten. Du wirst auch ihnen ineigte verleihn, Ihr beistand, helfer, Ach la ger seyn, Auch sie sind dein erloh gel ö 4. Wer sich bekehrt, fuͤrcht kein en richt: O reuige verbrecher! 47 was der mund der liebe spricht 3 dem gebeugten schaͤcher:„Dui jesus „noch heut mit mir dich freun, Amich „mir im paradiese seyn.“ So Dnn er ihm entgegen. O herr, dies uubring denreiche wort Schenk mir auch petru des todes pfort Erquickung, un lieben und segen. 2. 7 5. Als jesus an dem kreuze Sünd „Gott, hast du mich verlästg ich je XIII. Von dem Leiden Tode und Begraͤbniß Jesu. 65 n seligensdie beugt ihn da sein schmerz so Heines gisef! Wer kann die leiden fassen, mich pie er fuͤr unsre suͤnden trug, Da guten fihr, unschuldig, als ein fluch, Ver⸗ ulvoll Hassen da gehangen? Mein herr und ist der mgott, verlaß mich nicht: Du bist, en; Miguch mir zur zuversicht, In deinen willen Rod gegangen. ö „6. Von allem, was erquickt, ent⸗ ill ich hloͤßt, Wünscht er, der berr der chten, serde, Daß ihm, der uns so theur Mich sterlost, Sein durst gestillet werde. leiden Wmensch! noch jetzt ruft er zu dir⸗ Aus tausend armen neben dir, Die fuͤr saͤnoth und mangel druͤcket. O selig irst duhwer den ruf erfuͤllt! Denn wer den achtendurst des armen stillt, Hat jesum on mirshelbst erquicket. schan 7. Der heiland spricht:„es ist derein„wollbracht!“ Nun endet sich sein einer Heiden. Es nimmt dem tode seine 5o soll macht, Dies wort dessiegs und freu⸗ öoren Nden. Heil uns! wer klagt uns nun noch an, Da er fuͤr uns genug ge⸗ Ren Wer kann von gott uns schei⸗ en? Gieb, daß an meinem sterbe⸗ tag Auch ich mit freuden sagen mag: Vollbracht ist nun mein leiden! 8. Das letzte wort aus deinem hett/ mund Laß mir zum trost gedeihen; mem Mir noch in meiner todesstund, bmerHerr, muth und kraft verleihen. iner Du rufest:„vater, ich befehl In mein gydeine haͤnde meine seel!“ Laß ir dien mich auch nicht verderben, Der workn du den menschen heil erwarbst: Du ihnen ih neigtest sanft dein haupt und starbst: elfer, Ach laß mich auch so sterben! t Mel Werde munter mein gemuͤthe. er! HH er am kreuz ist meine soriah I3I. Dilche! Maine lieh iu „Du s sesus christ, Dem ich treu zu seyn enn, Amich uͤhe, Weil er mein erloͤser ist. So i Jede sünde hasset gott, Ihre liebe dies an bringt den tod: Jesum will ich nie ir auch betruͤben, Meinen jesum will ich ng/ um lieben. 2. Der am kreuz ist meine liebe! zuze ti Suͤnder, was befremdets dich, Daß Aassen ich iesum christum liebe? Er, mein 2 heiland starb fuͤr mich, Er hat mich mit gott versoͤhnt, Hat mit gnade mich gekroͤnt. Jesum will ich nie betruͤben, Meinen jesum will ich lieben. 2* 3. Der am kreuz ist meine liebe? Aller sünd entsag ich gern, Daß ich ihn nur nicht hetruͤbe, Meinen heia land, meinen herrn. Suͤnde triit sein blut mit hohn, Kreuzigt wie⸗ der gottes sohn; Drum will ich ihn nie betruͤben, Meinen jesum will ich lieben. 4. Der am kreuz ist meine liebe. Schweig, gewissen, gott vergiebt. Darum preist gott seine liebe, Weil sein sohn stirbt, der mich liebt. Wer verdammt nun? gott ist hier! Gott verzeiht durch christum mir. Jesum will ich nie betruͤben, Meinen je⸗ sum will ich lieben. g. Der am kreuz ist mein vertrauen. Nichts, wie furchtbar es auch ist, Keine noth, kein todesgrauen⸗ Reißt von dir mich, jesu christ. Nicht gewalt, nicht gold, nicht ruhm, Engel nicht, kein fuͤrsten⸗ thum. Dich, dich will ich ewig lie⸗ ben, Nie mit suͤnden dich betrüͤben. 6. Der am kreuz ist meine liebe! Kommt der tod, er ist mein freund l Dies verwesliche zerstiebe; Dann werd ich mit gott vereinr. Auf des glaubens kurzen streit, Seh ich seine herrlichkeit. Jesum will ich nie be⸗ benn Ewig meinen heiland lie⸗ en In bekannter Melodie. u, der voll blut und 132. wunden, Fuͤr uns am kreüze starb, Und unsern lebens⸗ stunden Den groͤßten trost erwarb z Du, der sein theures leben, Noch eh ich war, auch mir Zum heil hast hingegeben: Mein jesu dank sey dir⸗ 2. Entbloͤßt von allem reize, Der menschen wohlgefaͤllt, Hingst du au deinem kreuze, Ein fluch vor aller welt. Da folgte schmerz auf schmer⸗ zen, Da traf dich spott und schmach E 5—5 Schwer 260 Erste Abtheilung. XI Schwer lag auf deinem herzen Angst, die das herz dir brach. 3. Wer kann dir nachempfinden Den schmerz, die todesangst, Mit welcher du von sünden Uns zu erret⸗ ten, rangst. Die last gehaͤufter pla⸗ gen Fiel da so schwer auf dich, Daß sie dich drang zu klagen: Gott, wie verlaͤbt du mich 4. Ach, diese last und muͤhe Hab ich dir auch gemacht. O mein erloͤ⸗ ser, siehe Vom throne deiner macht In guaden auf mich armen, der sich verschuldet hat, Und hilf mir aus erbarmen Von meiner missethat. 5. Ich will auf dich stets sehen Mit aller zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? Verwirf du mich nur nicht! Wo soll ich ruhe finden, Wenn du mich, herr, vicht liebst? Wo reinigung von sünden, Wenn du sie mir nicht giebst? 6. Du hast mit durch dein leiden Vergebung, bessrungskrast, In truͤb⸗ sal trost und freuden, Die ewig sind, verschafft. O gieb an dieser gna⸗ de guch meinem glauben theil, Und auf des lebens yfade Mir muth, kraft, trost und heil. 2. Mit innig frohem triebe Bring ich dir meinen dank; Die groͤße dei⸗ ner liebe Bleiht steis mein lobge⸗ sang, Gieb nur, daß ich mich halte Zu dir mit gegentreu, Daß, wenn ich einst erlalte, Ich noch der deine sey. 8. Belebe dann mein hoffen, Zum himmel einzugehn. Laß mich im geist ihn offen, Und dich verherrlicht sehn Da ruf ich bann mit freuden: Nim meinen geist, herr, auf! Und du nimmst ihn im scheiden Zu deiner wonn hinauf. Mel.· Wer nur den lieben gott laͤßt ꝛc. 5 ist vollbracht! ruft nach 13 E dem leiden Des sterben⸗ den erloͤsers mund. O wort voll trosts und heilger freuden! Du machst mirl die erloͤsung kund, Das große opfer ist geschehn, Das 2. auch mir zum heil ersehn. Käter 2. Mein jesus slirbt! die felsenchel, ben; Der sonne schein verlieret erech In todte dringt ein neues laden z Der heilgen graͤber oͤffnen sicht etrett vorhang reißt, die erde kracht; dir/ welt versoͤhnung ist vollbracht. 3., A. 3. Wie viel, mein heil, hafUnd f voͤllendet, Als dir das herz insdir w brach! Bu hast die straf hinmi geplar wendet, Die auf der welt vol mir z den lag, Und uns aus finssrg tod be decnacht Zur frohen ewigieh sep du bracht. 60 4. Ohilf mir, herr, nun auch Uhama bringen, Was wahre dagkhn sienz begehrt; Laß nach der hei Wir e mich ringen, Daru dein kohf en kraft gewährt O staͤrke mich tause mit macht, Bis meine bessru dank vollbracht.—0 0 6 5. Du littk so viel zu meinn Azn ben. Wie, sollt ich nicht voll falschl seyn, Mich deinem dienste zu Lönnt ben? Sollt ich dabei vor schi trostt. mich scheun? Dein dienst. trost! heiland, sey mein ruhm; Den mal bin ganz dein eigenthum. ö 6. Soll ich, bei dir ergebnem zen, Auch hier durch manche Aer sal gehn, Und hat mein goih Herbe haͤufte schmerzen Zu meiner fn br fung ausersehn; So laß die würd nung mich erfreun: Auch dal zum einst geendigt seyn. sendr 7. Fühl ich zuletzt des todes shh dafin zen, So staͤrke mich in solchet“„ Und mach es lebhaft meinem nes zen, Daß du den tod besieget! herbe So geh ich froh zur grabesn pitter Mit siegsgesang: es ist vollbu mir In eigner Melodie. dein Iten meines lebe mal 34. ben! Jesu, meine dafu des tod! Jesu, für mich hingeg 8. In die tiefste seelennoth! Ach, scheutest kein verderben, Nur, ich nicht durfte sterben: Tau tausendmal sey dir, Liebster H. dank dasuͤr. 2.* XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. 67 die felsunhel, ö ternzrachter gottessohn, Nur mich von eues lelden suͤndenketten Und vom tode zu en sich; rretten: Ta dir, Liebster 3. Ach/ segen, Dich mit fluch und elegen Tausend/ dant onfar mIOI ix, Liebster jesu, dank dafuͤr. ruigies se; Ach⸗ wie hart wardst du ver⸗ n auch hohnet„Und sogar zur bittern dankh schmach Mit der dornenkron gekroͤ⸗ ũ hell neti Was littst du fuͤr ungemach? in t Mir einst kronen aufzusetzen, Muß⸗ mich ten dornen dich verletzen: Tausend, bessru tausendmal sey dir, Liebster jesu, dank dafüt. meinen. Gerne liessest du dich schlagen, t vol Abzuwenden meine pein; Liessest ste zu kalschlich dich verklagen, Daß ich or sch. ounte, sicher seyn; Daß ich moͤgte enst, trostreich prangen, Hast du ohne Den trost gehangen: Tausend, tausend⸗ 2W 900 sey dir, Liebster jesu, dank dafuͤr. anchel. 6., Du warst gant von sluch he. in + decker, Und littst alles mit geduld; iner IHerben tod hast du geschmecket, Um 6 di n buͤßen meine schuld. Daß ich h da würde losgezählet, Wardst du bis Hdash zum tod geguälet: Tausend, tau⸗ des su in sey dir, Liebster jesu, dank afuͤr. solchee 2. Deine tiefe demuth buͤßte Mei⸗ einen nes sinns vermessenheit, Und dein siegn herber tod versußte Mir des todes rabet pitterkeit. Was dich qualte, wird de. mir armen Heil und trost, durch 16 u dein erbarmen: Tausend, tausend⸗ mein 0 mal sey dir, Liebster jesu, dank hingegt Ach,esu, für gesammte noth, Für die Nurarter, für die schmerzen, Für Gulleden herben bittern tod; Fuͤr dein bster Ii zittern, für dein zagen, Fuͤr die tau⸗ afuͤr. 8. Nun, ich danke dir von herzen sendfache plagen, Ja fuͤr alle deine pein Will ich ewig dankbar seyn. Mel. In allen meinen thaten, laß ꝛc. 13 5. O welt, sieh hier dein leben Am stamm des krenzẽs schweben; Dein heil sinkt in den tod. Der große herr der ehren Laͤßt willig sich beschweren Mit banden, schlaͤgen, hohn und spott. 2. Tritt her und schau mit fleiße, Sein leib ist ganz mit schweiße Des blutes uͤberfuͤllt. Aus seinem edlen herzen, Fuͤr unerhoͤrten schmerzen, Ein seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein heil, und dich mit plagen So übel zugericht? Du bist ja nicht ein suͤnder, Wie andre menschenkinder: Von missethaten weißt du nicht. 4. Wir, wir und unsre sunden, Der sich so viele finden, Als sandes au dem meer: Die haben dich geschla⸗ gen, Die brachten diese plagen Und diese martern auf dich her. 5. Auch ich, ich sollte buͤßen, Die strafe leiden muͤssen, Entbehren got⸗ tes huld; Die geisseln und die ban⸗ den, Und was du ausgestanden, Verdient ich wegen meiner schuld. 6. Du nimmst auf deinen ruͤcken Die lasten, die mich druͤcken, Bis zum ertoͤdten schwer. Du wirst ein fluch, dagegen Erwirbst du mir den segen Wie herrlich und wie groß ist der! 7. Du setzest dich zum buͤrgen; Ja laͤssest dich erwuͤrgen Fuͤr mich und meine schuld: Fur mich laßt du dich kroͤnen Mit dornen, die dich Ir1r Und leidest alles mit ge⸗ uld. 8. Du gehst, auch meinetwegen, Der todesnacht entgegen Mit wah⸗ rem heldenmuth; Du stirbst, mir vom verderben Errettung zu erwer⸗ ben, Und alles thust du mir zu gut. 9. Hoch bin ich dir verbunden, Mein heil, zu allen stunhen Bin ich dein eigenthum. Es thätig zu be⸗ weisen, Soll seel und leib dich prei⸗ E2 sen. 6³ Erste Abtheilung. sen. Mein ganzer wandel sey dein tuhm. 10. Was koͤnnt in diesem leben Ich dir sonst wiedergeben? Das, jesu, will ich thun: Es soll dein 1od und leiden, Bis leib und seele scheiden, Mir stets in meinem her⸗ zen ruhn. II. Ich wills vor augen setzen, Mich stets daran ergoͤtzen, Ich sey auch, wo ich sey; Es soll mir seyn ein spiegel Der unschuld, und ein siegel Von deiner großen lieb und ⁊reu. — kaunnst du nicht fühllos seyn) muß dich die sünde reun. tod ve 2. Schaue jesum, dir zu gut, o jesih am kreuze huͤlflos hangen. 94 2. 2 stroͤmet hier sein blut! Alle kras Die d ihm vergangen. Gott, was dil vor d 155. noth! Jesus duldet mei tern l * huld 3. O lamm gottes, ohne Uunarte Alle strafen meiner schulden Mo jesu du willig, blos aus huld, Um 3. A zu befrein, erdulden: Selhs adam kreuze willst du dich, Herr, nie e opfern, herr, fuͤr mich. udul 12. Wie strenge gott verbrechen An deuen einst wird raͤchen, Die seine huld verschmaͤhn; Wie viel die werden leiden, Die nicht die suͤnde meiden, Will ich aus deinen leiden sehn.. I3. Dein beispiel soll mich lehren, Des hoͤchsten rath zu ehren Auch wenn er ttuͤbsal schickt. Ich will des lebens plagen Getrost und willig tragen, Bis gottes huͤlfe mich er⸗ quickt. I4. Nie will ich wieder schelten, Nie spott mit spott vergelten; Nie, wenn ich leide, dräun. Das unrecht will ich dulden, Dem naͤchsten seine schulden, Wie du, von herzens⸗ grund verzeihn. I5. Geruͤhrt von deinen plagen, Will ich mit ernst entsagen Dem, was dir nicht gefaͤllt; Was deine augen hassen, Das will ich fliehn uònd hassen, Gefiel es auch der ganzen welt. 16. Soll ich denn endlich sterben, So laß dein reich mich erben, Und so getrost, wie du, Den geist an mei⸗ nem ende In deines vaters haͤnde Befehlen zu der ewgen ruh. Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. oder: Meinen jesum laß ich nicht. eele, komm zum golga⸗ I36.S tha, Hin zu deines je⸗ u kreuze, Und bedenke, was dich Fuͤr ein tod zur buße reize, Hier 4. Solche liebe kann ich dir i thran mer, o mein heil, vergelten; nen. zu wenig ist dafuͤr Aller reich 4. A aller welten. Was ich habe, Lagst ist dein! Ach, wie soll ich dansohatte seyrn: ö dein 3. Nun ich weiß, was du begeh graue Dies mein herz soll ich dir ge traue Dir gehort es, du gewaͤhrsi) 5. auch unschuld, heil und leben. A Ward o jesu, seys in noth, Dein im li Fuͤr dein im tod. du de 6, Latz mich nur vor dir besih den si Laß mich in der trübsal stuh zunge Deiner liebe groͤße sehn, Deine jesu! in deinen wunden; Und, wenn u ihnen flieh, Ach, so troͤsten Mel urch sie 7. Was du hassest, laß mich/ hu 1 Stets verabscheun und verachs 3 Laß mich immer eifriger Nur j und e deinem reiche trachten, Fuͤhrem rotter durch gluͤck und leid, Wie du mil wuth zur seligkeit! Am k 8. Laß mich auch die letzte u sieht Froh und standhaft überwindel ihner Nirgends muͤsse mich der tod Al schaa stand der guade finden. Wer es er dir zur zuflucht macht, Spricht 9 o got trost: es ist vollbracht! 457 Mel. O lamm gottes, unschuldiß. 14 ieh, gott und hert, Wie 137.S fallen Andetend Die dir nieder. Zu deinem himm ibr e schallen Die jubel deiner hrüder, di Eroe hast den sieg errungen Fuͤr ans seyn XIII. Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. 69 n. tod verschlungen. Preis sey dir ewig, zu gut, Ho jesu! ö gen. Ot 2. Du sahst von fern die bande, Alle kraf Die dir die bosheit drohte; Sahlt was di vot dir guaal und schande Und mar⸗ det moltern bis zum tode: Doch du, voll huld und guade, Giengst gern die hne schh marterpfade. Preis seh dir ewig, Ilden No jesu!l Um i 3. Vor deinem antlitz standen Der Selhsadamskinder schulden. Was diese err, nie empfanden Von qualen, willst . du bulden: Durch marter, tod und . dir Nthraͤnen Willst du uns, herr, versoͤh⸗ lten; Jnen. Preis sey dir ewig, o jesu! reichih 4. Von tiefer angst erschuͤttert, Habe, Lagst du vor gott im staube. Wie ih dalsohattest du gezittert! Doch uͤberwand dein glaube. Dich fasste todes⸗ begih grauen; Doch bliebst du voll ver⸗ dir gih trauen. Preis sey dir ewig, o jesu! ahrstY 5. Fuͤr uns, untreue Kinder, ben. AI Wardst du mit schmerz geschlagen; im li Fuͤr uns, die großen suͤnder, Hast du den fluch getragen; Fuͤr uns r besh den sieg errungen, Dir singen alle Ustun zungen Preis, dank und ehre, herr Deineh jesu! wenn Mel. Herzlich lieb hab ich dich ac. roͤste n nich/ hu m gnade fuͤr die suͤnder⸗ erachtn 138. Uwen Klet esos Ulntend Nur i und entstellt Vom grimm der boͤsen üͤhren rotten. Er fuͤhlet zwar der feinde du wil wuth, Die, nicht gesaͤttiget von blut, Am kreuz ihn auch verspotten. Doch Azte u sieht er mit erhabnem blick Von rwindal ihnen weg, auf den zuruͤck, Den diese dAlh schaar in ihm entehrt: Ruft, daß Wer es erd und himmel hört: Vergieb, oricht o gott! Und fuͤhre nicht Sie ins ge⸗ richt; Das, was sie thun, verstehn sie nicht. 2. Erstaunend seh ich diese huld. Wie mitleidsvoll ist die geduld, Die mördern so begegnet! Ihr die ihr euren heiland ehrt, Fuͤhlt seiner großmuth hohen werth, Die selbst Tie feinde segnet. Er hat, durch seg⸗ nendes gebet, Auch uns ein ewig hulißz herr, v tend v himm ider. D uns di ol heil erfleht. Er sagt auch uns, zu unsrer ruh, Erbarmen und verge⸗ bung zu. Herr jesu christ! Gelobt seyst du Fuͤr deinen tod! Gott ist durch dich noch unser gott. 3. Daß gott mit langmuth und ge⸗ duld, Auch selbst bei sehr gehaͤufter schuld, Der suͤnder dennoch schonet; Daß er so liebreich ihrer denkt, Und ihnen frist zur buße schenkt, Eh nach verdienst er lohnet; Daß ich noch froͤhlich sagen kann: Auch mich, mich sunder, nimmt gott an! Hast du durch deiner fuͤrsprach kraft, Mein treuer heiland! mir verschafft. O jesu christ! Mein herr und gott! Mein herr und gott! Vertritt du mich bis an den tod. 4. Wird je mein herz vom troste leer, Weil meiner sunden furchtbar heer Aufs neue mich erschrecket; O dann versichre mich aufs neu, Du stehest mir als mittler bei, Der mei⸗ ne schuld bedecket. Mein geist blickt glaubensvoll auf dich, Und freuet deiner huͤlfe sich, Beschließ ich meine pilgrimschaft, So staͤrke mich mit neuer kraft. Herr jesu christ! Der letzte kampf Wird mir versuͤßt, Wenn du mein trost im tode bist. 5. Wohl mir! wenn ich dir aͤhn⸗ lich bin; Drum floͤße deinen sanften sinn Doch auch in meine seele: Gieb, daß, bei unverdientem schmerz, Ich dir des feindes heil und herz Und meine sach empfehle. Besaͤnftige mein reges blut; Und flammt des zornes wilde glut Mein herz zur rachbegierde au: O so erinure mich daran, Herr jesu ehrist!( Wie du am kreuz Durch dein gebet Selbst dei⸗ nen moͤrdern gnad erfleht! 6. Mich troͤste dein versöhnungs⸗ tod, Es bilde mich dein geist, mein gott, Daß ich dir aͤhnlich werde. zeuch mich, du erhoͤhter held, Zu dir hinauf vom dienst ber welt, Zum himmel von der erde! Du bist das haupt, wir folgen dir. Zeuch dir uns nach, so laufen wir? So wollen wir uns deiner pein, Und E 3 deiner 7⁰ Erste Abt heilung. deiner fuͤrfprach ewig freun. Herrsist Der mensch/ dem du enn/ H. iesu christ! Wie selig ist, Wie selig land bist. Mein hinger 11. Ueber die Wunder bei dem Tode Jesu. Mel. Ich hab Rez lles woh 1 un ist es alles wohl ge⸗ I39.N macht. Mein jesus ruft: es ist vollbracht! Der neigt ein haupt, o mensch, und stirbt, Der dir erwirht Das erbe, welches nie verdirbt. 2. Der, dem an hoheit keiner gleicht, Der herr der herrlichkeit erbleicht, Was wunder, daß die erde Fracht, Und dicke nacht Verhuͤllt der sonne glanz und pracht. 3. Das heiligthum steht aufgedeckt, Die felsen bersten, alles schreckt; Der todten graͤber oͤffnen sich. Wie lichtbarlich Zeigt hier der gottheit finger sich. 4. Weil denn die kreatur sich regt, So werd auch du, mein herz, be⸗ wegt Empfinde reuvoll deine schuld Aus gottes huld Starb jesus auch fuͤr deine schuld. 5. Sein tod(o nimm es wohl in acht!) Hat trost und heil auch dir ebracht. Verehre den, der bis zum rab Sich fuͤr dich gab, Und stirb em suͤndenleben ab. 6. Ja, vater, unter yein und hohn Erbleicht am kreuz dein eigner sohn⸗ nath 2 erwer einst . Nun ist kein zweifel, deine Den Tilgt meine schuld, Und tragtesh emsch hin mit mir geduld. todes 7. Hin auf sein kreuz will ichlk 3.2 sehn Und dankvoll seine treu erhih Dur Trost soll er mir im sterbeni durch Mich dann erfrenn: So schli zum sanft und selig ein. 9. 8. Und dient ich nun der s Und noch? Fern sey von mir ihr schusse siehs joch. Auf, seele, daß du dih dir hebst, Nur jesu lebst, Und uh 10. fallen dich bestrebst. meit 9. Ertoͤdte selbst in meiner uil ich r Mein heiland, jede boͤse lust; Y erm tod, der mir das leben schafft,A leih mir kraft Im kampf mit mih leidenschaft. F I * I40.A guglen muͤde, Findet mein erloser erst in dem grabe friede. 2. Ein heilger schmerz Durchdringt das herr; Und, herr, was kann ich 10. Gestärkt von dir, besieg i uns Und scheue dabei keine muͤh. schn setze, freudig auf dein wort, kampf hier fort, Und volle ruh wart ich dort. II. Wie dauk ich dir, hert christ, Daß du fuͤr mich geston bist! Dich breis ich hier schony erfreut, Doch, nach der zeit, R. froher in der ewigkeit. ode I. lock 8 un 12. Begraͤbniß Jesu. ger Mel. O traurigkeit, o herzeleid, ꝛe.] 3. Du schuͤtzelt mich, Und uͤker bif m kreuz erblaßt, Der Gehn aller trubsal wetter. Stu 2 marterlast, Der todes⸗ retter du fuͤr mich, Einziget 54 retter. 4. Du hasis gethan. Dich be tro an, Du könig der erloͤsten; d der will ich im tode mich Glaubens lie getroͤsten. aei sagen? Nur an meine brust kann ich, Tief geruͤhret, schlagen. 5. Es ist vollbracht! Riesst dun mal XIV. Von der Auferstehung Jesu. 71 macht, Du zeigst, daß du dein leben, Mein versoͤhner, goͤttlich frei Habest hingegeben. 6. Hochheilge that! Des hoͤchsten rath Will ich in demuth ehren. Der erwerber meines heils Wird mirs einst erklaͤren. ö 2. Allmaͤchtig rief Er, der entschlief, deine Den todten; sie erstanden. traͤgts emischwingt der lebensfuͤrst Sich des todes banden. ill icht 3. Das finstre thal Will ich einmal u erhih Duichwandeln ohne grauen; Denn cben durch dich, erloͤser, ists Mir der pfad schlaß zum schauen. 9. JIh preise dich, Erforsche mich, der s Und sithe, wie ichs meine; Ja, du schille siehst es wenn ich still Meinen dank bu dih dir weine. Ind 10. Peigeß ich dein, So werde mꝛein In ewigkeit vergessen. Herr, iner ich will, so lang ich bin, Deine lieb lust; A ermessen. afft,. In Iudaberrn Eutschl mit mi⸗ grabesruh Entschlie⸗ F I4I. ZN du, Der du fuͤr esieg ih uns gestorben, Und am kreutz uns u ein 6 Leicht ö 2. Du bist erblaßt, O herr, und hast Doch in dir selbst das leben. Gleich den sterblichen hielt dich Einst das grab umgeben. 3. Doch, heil sey mir, Du konn⸗ test hier Nicht die Verwesung sehen. Bald hieß dich des hoͤchsten kraft Aus dem grabe geheu. 4. Ich weiß, du wirst, Mein le⸗ bensfuͤrst, Wie dich, auch mich er⸗ wecken; Sollte denn mein glaubigs herz Vor der gruft erschrecken? 5. Hier werd ich einst, Bis du er⸗ scheinst, In sanftem frieden liegen. Denn durch deinen tod kann ich Tod und grab besiegen. 6. Ihr, die die welt Gefesselt haͤlt, Zagt nur vor der verwehing. Ich ⸗ ich hoff in christo einst Meines leibs erloͤsung. 7. Nein, nichts verdirbt, Selbst das, was stiibt/ Der leib, wird auf⸗ erstehen, Und zu himmelsglanz ver⸗ klaͤrt, Aus dem grabe gehen. 8. So sink ins grab, Mein leib, hinab! Ich will mich drum nicht kraͤnken: Sondern, jesu, mir zum trost, An dein grab gedenken. muͤh. schmerzenvoll Ewges heil erworben. vort, olle ruh hert/ gestoih 171 Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. oder: Lobsinget gott und ꝛc. Ne. 5. ringt preis und ruhm 142. Bhem heiland dar. Froh⸗ lockt ihm alle frommen. Er, der für uns getoͤdtet war, Il aus dem grab gekommen. Gelobet seyst du, jesus schrist, Daß du fuͤr uns gestorben d. bist, Und siegreich auferstanden. . GStu. 2. Dein leben in der majestaͤt Be⸗ inniger festigt unsern glauhen. Wer kann, da dich dein gott erhoͤht, Den großen hich bel“ trofl uns rauben: Daß du uns von en; H der suͤnde macht Befreiung hast ans aubens licht gebracht; Den himmel uns geoͤffnet. fst du⸗ ma⸗ XIV. Von der Auferstehung Jesu. 3. Wott selbst, der dich dem grab entruͤckt, Hat dem, was du geleh⸗ ret, Der wahrheit siegel aufgedruͤckt, Und dich als sohn geehret; Und dei⸗ nes opfers hohen werth Hat er aufs herrlichste bewaͤhrt, Da er dich auf⸗ erwecket. 4. Erbarmer! ich frohlocke dir, Daß du nun ewig lebest. Du lebst und siegst, daß du auch mir Das ewge leben gaͤbest; Daß du auch mein erretter seyst, und neue kraͤfte mir verleihst, Mit freuden gott zu dienen. 5. Mein herr, mein gott, hilf mir dazu! Befreie mich von sunden. Laß mich fuͤr meine seele ruh Im E4 flieden 7² Erste Abtheilung. — rieden mit gott finden. Und pflanze 4. Du guferstandner mensthrnr⸗ Danen sinn m mit, Damit ich, gott freund, Erweck in mir die Wiob ergehen hier, Als dein erloͤster Durch die man sich mit dir vensn 8. wandle... Den glauben und die liebe! JatGolle 6. Dein ist das reich; dein ist die. o herr, dein eigen seyn: Laßn Herr macht, Verstorbne zu erwecken. Du mit ernst die sunde scheun, Undgtreu, russt einst, und der gräber nacht selbst mutb und kraͤfte Zum elo Wird uns nicht ewig decken. Wie gungsgeschaͤfte. 9.5 Du, herr, auferstanden bist. So werd. 5. So kann ich als ein uuhgefal auch ich, o jesu christ, Durch dich schrist Zetzt leben und einst steih welt, einst auferstehen. Und endlich da, wo du nun hand 7. Qlaß inich, weil ich hier noch Vollkommne freude erben. Hand. bin, Im glauben an dich, wandeln,hin, mein heiland, hilf du Und jederzeit nach deinem sinn, Und So bring ich, ewig froh irH stets rechtschaffen handeln; Daß ich, Mit deiner frommen meng⸗ wenn ich einst aufersteh, Und dich, lob⸗ und dankgesaͤge. 14 nich ertaree. el, Etshinen im der herll drer we 8. Da, wo du bist, da soll auch ein heiland lebt Hdist v einst Demn jünger mit dit leben. Du 144.D stenheit! Heil gon! wirst ihn, wann du nun erscheinst, zeit und ewigkeit! Das ab ishm 2. — deiner freud erhehen. Laß die⸗ der sieg ist sein; Und pir, o si sohn, es auch mein erbiheil seyn; So wir sind dein. Gelobt sey gott undl werd ich ewig deß mich freun, Daß 2. Wo ist dein stachelnun, oi grab du vom tod erstanden. Der heiland starb, und bleibt ij er sic ů gott; Nun bleibt au/ seines v 3 Mel. Ermuntre dich, mein ꝛe. thron,— unserm teost, des i Gew as grab ist leer; des sschen sohn. Gelobt sey gott! schrist I 43. D hoͤchsten sohn Verließh 3. Gelobt, gelobt sey iesus ch was des kodes banden! Nun schallete der Baß er vom tod eistanden ist! lobt Iubelton: Der herr ist auferstanden. sey dem herrn der herrlichkeit A.. E Herr, den der engel so gepreist iPewigkeit zu ewigkeit. Gelobt EFür Entreiße du doch meinen geist Den gott!. Zerst lüsten dieser erde, Daß er dir hei⸗ 4., Auf diesen felsen will ich baß Unste lig werde. Er lebt! dies slaͤrket mein vertraß Gelo 2.Ich sterblicher vermag noch nicht Er flehet noch zu gott für mi F5. Mit dir empor zu steigen, Als bis Fleht goͤttlich, und fleht bruͤdetlh fteun einst diese huͤtte bricht. Wird dann Geloht sey gott! verei mein haupt sich neigen; So nimm F. Bei aller kiden ungestuͤm e mich du nach vollbrachtem lauf Auch mich dies mein trost: ich leb mit I den 1 in deinen himmel auf; Nimm, Das haupt laͤßt seine glieder niht Me herr, an meinem ende Den geist Dies bleibe meine zuversicht. tt in deine haͤnde. Ilobt sey gott! EII 4 3. Doch soll ich einst, o gottessohn, 6. Leb ich, so sorget er fuͤ 10 In deigem resch dich sehen, Se muß Sterb ich, so nimmt er mich zu sh ner si ich auf der erde schon Vom fünden⸗ Denn wo er ist, da soll ich seyn: N fuͤr zod aufsiehen; Der ledt nicht, den kann ich meines tods mich fren seele Die lust der wel Und ihre pracht ge⸗Gelobt sey gott!. K kesselt halt. Nach gott und tugend 7. Er fuhrt mich nach des todl Glän streben, Rur das heißt, wirklich ruh Auch meinen lieben wieder Ich! leben. Erwachen werden wir zugleich m denn 0 XIV. Von der Auferstehung Jesu. 75 10 29 menshanit ihm eingehn in sein reich. Ge⸗ r die tilhlobt sey gott! . dir veus g. Durch seiner auferstehung kraft be! Jhngzollend ich meine pilgrimschalt. n: Whn Herr, hilf mir nur, daß ich dir in, Uuditreu, In guten thaten fleihig sey. Zum Gelobt sey gott! ö 1½„ 9. Dann rufe mich, wann dirs ein waßgefallt, Aus dieser suͤndenvollen inst steih welt, Und fuͤhre mich an deiner u nun hand Hin in mein himmlisch vater⸗ rhen. Mand. Geloht sey gott! ö 18 In voriger Melodie. meng⸗ er herr hat alles wohl I45. Daemacht! Run is das herrlih große werk vollbracht! Nun ist die welt mit gott versöhnt, Und jesus h von gott gekrönt. Gelobt seh Heil V gott! Rab isn 2. Aus liebe sandt gott seinen ir, o ssohn, Der litt von menschen schmach ey gotth und hohn, Und starb, stieg aus dem un, oH grab hervor, Und siegreich schwang bleibt er sich empor. Gelodt sey gott! nes vif 3. Er hat auf erden gott geehrt, des i Gewandelt so, wie er gelehrt, Folgt gott! schristen, christi lehr und rath; Thut, esus gil was er euch zum fuͤrbild that. Ge⸗ en ist! Nlobt sey gott! chkeit A. A. Er, der sein leben fuͤr uns gab, Selobt Fuͤr uns verlaßt er auch sein grab. Zerstoͤrt ist nun des todes macht, Lich baß Unsterblichkeit ans licht gebracht. vertras Gelobt sey gott! fuͤr mi 5. Er ist im himmel noch mein bruͤdetsh fteund; Ich bin als glied mit ihm vereint: Er, der versoͤhnend fuͤr stuͤm e mich litt, Fuͤhlt seiner freunde lei⸗ mit ihn den mit. Gelobt sey gott! sicht.. Wel. Vor deinen thron tret ich ꝛc. ich bet ich an, erstand⸗ für mich 146.D ner held, Err etter ei⸗ ch zu ssch ner sünderwelt; Du, unsre zuflucht eyn, Ni fuͤr und fuͤr, Froh huldigt meine ich ften seele dir, 2. Um deinen thron, der ewig steht, des tod Glaͤnzt wahrheit, heil und majestat. vieder A Ich nahe mich voll zuversicht Zu dir, leich m denn du verwirsst mich nicht. i 3. Herr, meine seele preiset dich. Erlost hast du auf ewig mich; So wahr du selbst vom himmel kamst, Dein leben gabst, und wieder nahmst. ů 3. Wer ists, der mich verdammen kann? Ich glaub an dich und sage daun: Der gott, durch den die him⸗ mel sind, Der ist mein vater, ich sein kind.— 5. Run ist dies erste leben mir Ein segenreicher weg zu dir. So lang ich hier bin, herr, mein heil, Hab ich an deinem frieden theil. 6. Zwar trifft noch mancher schmert uns hier, Noch, o erbarmer, ster⸗ hen wir! Doch du regierst, und wir sind dein, Und ewig wer den wir es seyn. 2581 7. Ich weiß, daß mein erloͤser lebt: Otost, der meinen geist erhebt? Hierdurch gestaͤrkt, seh ich aufs grah Mit unerschrocknem aug hinab. 8. Welch neue welt voll seligkeit Erwartet mich nach dieser zeit. Da findet der verklaͤrte christ Das heil, das unaussprechlich ist. 9. Der du fuͤr unsre seele wachst, Sie zu dir ziehst, und selig machst, laß mich mit freudigem vertraun. Im tod auf dich, vollender, schaun! Mel. Vom himmel hoch da komm oder: Wo gott zum haus nicht ꝛc. rinnre dich, mein geist 147.E erfreut, Des hohen tags der herrlichkeit. Halt im ge⸗ daͤchtniß jesum christ, Der von dem tod erstanden ist. 2. Fühl alle dankbarkeit fuͤr ihn, Als ob er heute dir erschien; Als spraͤch er: friede sey mit dir! So freue dich, mein geist, in mir. 3. Schau über dich, und baͤt ihn an. Er mißt den sternen ihre bahn. Er lebt und herrscht mit gott ver⸗ eint, Und ist dein koͤnig und dein freund. 4. Kraft, ruhm und hoheit im⸗ 2— Dem, der da ist, und der da 5 wat! — 7⁴ Erste Abtheilung. war! Sein name sey gebenedeit Von nun an bis in ewigkeit. 5. O glaube, der das herz erfreut, Was ist der erde herrlichk irt, Wenn sich mein geist das gluͤck gedenkt, Das jesus hier und dort uns schenkt. 6. Vor seinem thron, in seinem reich, Unsierblich, heilig, engeln gleich, Und ewig, ewig selig seyn, Herr, welche herrlichkeit ist mein! 7. Mein herz erfreut sich detz schon hier; Lieb und verwundrung käͤmpft in mir, Und voll von ehrfurcht/ daut und pflicht, Fall ich, gott, auf mein angesicht. ö— 8. Du, der du in den himmehn thronst, Ich soll da wohnen, wo du wohnst; Und du erfullst einst dein vertraun, Vetklaͤret dich dort anzuschgun 9. Ich soll, wann du, des lebens fuͤrst, Mit majestaͤt einst kommen wirst, Erweckt aus meinem grabe gehn, Und froh zu deiner rechten ehn. 10. Erhabner mittler, got tes sohn, Mit engeln bort vor deinem thron, Mit allen frommen aller zeit Soll ich mich freun in ewigkeit. II. Zu welchem gluͤck, zu welchem ruhm Erhebt uns nicht das christen⸗ thum! Mit dir gekreuzigt, gottes sohn, Sind wir auch auferstanden schon. 12. Nie komm es mit aus meie⸗ nem sinn, Was ich, mein heil, dir schuldig bin, Damit ich mich, in liebe treu, Zu deinem bilde stets eruen. 13. Er ists, der alles in uns schafft; Sein ist das reich, sein ist die kraft; Halt im gedaͤchiniß je⸗ sum christ, Der von dem tod er⸗ standen ist. Mel. Erschienen ist der herrlich ꝛc. r ist erstanden, jesus 148. E christ, Der unser trost und heiland ist! Er ist nicht mehr des todes raub; Als sleger tritt er auf den staub. Gelobt sey gott. Eh er fuͤr uns das leben ließs. Ho 2. Er hat erfuͤllt, was er y. tage follen nicht vergehn So ewig — mich lebend sehn. Er ha. Es — — 3. Ich lebe, sprach er, m 0 ihr Sollt leben, glaubige, ui) Ich komme, meine stimmen lebe Verlaßt, ihr todten, eurescht; Ind folgt mit nach! I. Un 4. Er wirds erfuͤllen, jesutt, W Der selbst vom tod erstand„Dig Durch ihn ist unvergaͤngs. Du Und neues leben unser zhon dein ewigkeit. dich m chi fa Mel. Jesus, meine zuversch erhi gjestaͤt Sreue dich! des hesabe. 149. Hat die nacht Geh vertrieben Christus, der Barst d lag, Ist im tode nicht geblligtest 9 wie hoch sind wir getroͤst! Je hohe die welt erloͤst. har der 2. Er ist gottes ewger sohien fur sey er auch gepriesen Seinse hoͤch schaar zum hohn Hat er sigt. Deir bewiesen. Er erfuͤllte durch elt, T Wus er prophezeihet hat. ste. Ar 3. Unsre schulden sind zwüsld, Un Boch wir dürfen nicht valldig Gott laͤßt unsern bütgen Lorsain sie büßend hat getragen. Jar be mit preis gekroͤnt, Und 5. Nun mit gott versoͤhnt. dspot I. Sierben war der sündten. Dr Nun ist christus unser lehagtt; 2 fuͤr uusre schuld nicht gold. du bist sich selber hingegeben. Er ort, D des grabes nacht Neues lebso wor gebracht. 6„ 5. Tod, wo ist nun deinhlechts Grab, wo sind nun deine kben. Hier ist gott, der huͤlfe schaftzechte ist jesus, der kann retten Pie di gleich unser fleisch und beilberd o in staud verwandelt seyn. ur 6. Herr, dies glaub W 9 ruhm, Und mein trost ist nͤ gebens, Denn ich bin bu5 I. thum, Du, der schoͤpfer m Res u XIV. Von der Auferstehung Jesu. 7⁵ — yas er y⸗ en ließ g. Hocherfreuet sing ich dir oih erhoͤrt, Erhoͤrt in seiner ů noi hn So ewig dank dafuͤr. . Er ha. Ez ist das heil uns kommen ꝛc. er, m⸗ Treiwillig hast du darge⸗ bige, 0 0 Vbracht Fuͤr uns, o herr, stimmmn leben. Du hattest es zu lassen, „eutescht; Macht, wieder dirs zu ge⸗ . Und darum liebte dich dein u, jesutt, Weil du, gehorsam bis zum erstanh, Sich hasl für uns erniedrigt. Tgaͤngl, Du warst nur eine kleine zeir nser hson deinem gott verlassen; Er frön⸗ dich mit herrlichkeit, Die sterbliche cht fassen. Dein kreus, daran man zuversch erhoͤht, Verwandelt sich in glestät, Denn du gingst ans dem des heugbe.. lacht W. Gehaßt in deiner niedrigkeit, der Warst du ein ziel des spottes Und t geblligtest doch zu gleicher zeit An dir öst! Je hoheit gottes. Dein kreuz schien har der welt ein graͤul; Doch sier⸗ er sohnin fur der feinde heil, Dies ist Seinie hoͤchste tugend. er sial. Dein reich war nicht von dieser surch helt, Dein ruhm nicht wenschen⸗ hat, te. An demuth groß, gn lieb ein 1d zwalld, Und gttlich in der lehre; Ge⸗ cht valdig und von sunden rein, Ge⸗ rgen Lorsam bis zum kreuze seyn; Dies sen. Jar, herr, deine groͤße. Und 45. Nun irren mich nicht schmach ud spott, noch deines kreuꝛes schan· sundien. Du bist mein herr, du bist mein T lebedtt; Denn du bist auferstanden. t gold, du bist mein heil, mein fels, mein . Et ott, Der herr, durch dessen maͤch⸗ jes lebls wort Auch ich einst ewig lebe. 6. Wir sind nun göttlichen ge⸗ deimblechts, Dorch dich des himmels deine ben. Dies ist die hoffnung deines schaflnechts; In dieser will ich sterben. etten,Bie du vom tod erstanden bist. So 10 bellerd auch ich, herr jesu christ, eyn, Durch dich einst auferstehen. 161 Rel. Nun danket all und bringet ꝛe. 2.7• FTtohlockt, ihr christen, r ug 5I. preist und ehrt Gott, ures mittlers goit! Der vater hat 2. Die moͤrder triumphirten schon: Wo ist des sohnes macht? Der herr errettet seinen sohn, Sein rathschluß ist vollbracht. 3. Der sohn befahl in seine hand Dem vater seinen geist; Er ward begraben, er. erstand; Gott haͤlt, was er verheißt. 4. Dies rühme, wer errettet ist, Und wer ihm unterthan; Welt', die du nun sein erbtheil bist, Lob⸗ sing und bet ihn an. g. Preist jesu vater, denn er hat Nicht seines sohns gebet, Nicht, was er fuͤr die fuͤnder that, Sein opfer nicht verschmaht. 6. Das ist des mittlers preis und lohn: Der, welchem er verzeiht, Soll ewig leben, wie der sohn, Jn seiner herrlichkeit. 7. Sagts aller welten voͤllern an: Bekehret euch zum herrn! Ihm wer⸗ de jeder unterthau, Und jeder dien ihm gern. 8. Des vaters reich ist auch das reich Des sohnes; er regiert, Au ruhm und macht dem vater gleich, Dem aller ruhm gebuͤhrt. 9. Es fehl ihm an bekennern nie, So lange diese welt Noch menschen hat, so lauge sie Der arm des herrn erhaͤlt. Mel. Auf christeumensch! auf! ie. — Zerr, du bist meine zuver⸗ 152. Hesiör. Oa kehllt auch ich werd leben. Mir wirst du, was dein wort verspricht, Unsterblichkeit einst geben. Dein junger kommt nicht ins gericht; Dies staͤrket mei⸗ ne zu versicht. 2. Hier geh ich oftmals weinend hin. Den saamen auszustreuen: Dort wird der herrlichste gewinn Der ernte mich erfreuen. Ich leide, doch verzag ich nicht, Denn du bist meine zuversicht. 3. Und sinkt dereinst mein leib in slaub, Gott wird ihn neu 99268 — Er 76 Erste Abtheilung. Er werde der verwesung raub, Dort werd ich ewig leben. Wie stark ist dieser trostgrund nicht, Wie sicher meine zuversicht! 1 88 4. Herr, diesen segen dank ich dir. Mich aus der gruft zu heben, Giengst du aus deinem 110 herfuͤr: Du lebst, und ich soll leben. Ich glaub es dir, und zweifle nicht; Dein wort ist meine zuversicht. 5. In diesem glauben staͤrke mich, Laß mich den trost empfinden, Den großen trost, daß ich durch dich Den rod soll uͤberwinden. Grab und ver⸗ wesung schreckt mich nicht: Denn du bleibst meine zupersicht. Mel. Jesus, meine zuver sicht, ꝛc. I Cesus lebt, mit ihm auch 3. ich. Tod, wo sind nun deine schrecken? Er, er leht, und wird auch mich Von den todten auf⸗ erwecken; Er verklaͤrt mich in sein licht: Dies ist meine zuversicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das reich Ueber alle welt gegeben, Und ich werd mit ihm zugleich Ewig dort in freuden leben. Gott erfůllt, was er verspricht: Dies ist meine zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun verzagt, Lästert ihn und gottes ehre. Gnade hat er zugesagt. Daß der suͤnder sich bekehre. Den, der folgt, verstoͤht er nicht. Dies ist meine zuversicht. 4. Jesus lebt, sein heil ist mein; Sein sey auch mein ganzes leben. Reines herzens will ich seyn, Und den luͤsten widerstreben. Er verläßt den schwachen nicht: Dies ist meine zuversicht. . Jesus lebt, ich bins gewiß; Nichts soll mich von jesu scheiden, Keine macht der finsterniß, Keine herrlichkeit, kein leiden. Er giebt kraft zu dieser pflicht: Dies ist mei⸗ ne zuversicht. 6. Jesus lebt, nun ist der tod Mir der eingang in das leben. Welchen trost in todesnoth Wird es meiner seele gehen, Wenn sie glaubig zu ihm spricht: Herr, herr! meine ebet 2 icht. W eWleibt — 3. Nu Mel. Heut triumphiret gottubrecher, ö er rack ebt ehristus, was Hiaertr 154. Cüetehrr 6 wehwinder herlich er mich liebt; Und er Ein auch alle welt mir ab, Gnug, nimmt ich ihn zum freunde hab! Lgum dem herrn! 2. Er naͤhrt, er schuͤtzt, er ertülg mich: Sterb ich, so nimmt e 4. To⸗ zu sich. Wo er jetzt lebt, komren? N auch hin, Weil ich mit ihm vetzidecken; bin. Lob sey dem herrn! er grr 3. Durch ihn bin ich mit gotltusern leb söhnt; Durch ihn mit gnad uusserheber gekroͤnt. Mein banges herz ru tre sich! Gott und die eugel efeld Zu mich Loh sey dem herrn! dbet, S. 4., Durch seiner auferstehunguzeit Si Vollend ich meine pilgerschaft y. d seiner mich in seinem reich, Un Erwart dort seinen engeln gleich. HlEinhere dem herrn! Unerfot 5. Für solchen trost der sehgwähren Dankt dir, herr, deine christenhdein sie Wenn wir dereinst dein antlitz sisie un⸗ Soll dich ein würdger lied ersidas hei Lob sey dem herrn! Mel. Wachet auf, ruft uns din x⸗ obt den hoͤchsten! i 155. Lichert Enle mais derhebet Des welt erloͤsers masl Mel. Hoͤrts, betruͤbte suͤnder, gebeid steude raum; denn jesus lebet; I hat ihn aus dem staub erhöht lauch ve seele, dein gesang Erschalle ihm auf, d dank! Ihm zur ehre Dich, giil yaters heldErhebt die welt, Weil di 2. Zu hand den sieg behaͤlt. uUnd n 2. Jesu juͤnger, wehrt 1 0 La Lobsillget ihm, und nehmt voll iufauf A de Am siege theil, den er erstehseyn. Seyd ihr gleich detz grabes 1. 3. O Er ist des todes uͤberwinder.(Das un herrscht, der fur euch starb und Es sey. Was wollt ihr traurig seyn? Gtrost hi trost koͤnnt ihr euch 0 998 XV. Von der Himmelfahrt Jesu ꝛc. 77 seine leibt er zur hulfe uns bereit. 3. Nun verzagt auch nicht, ver⸗ t gottubrecher, Gott ist euch nun kein stren⸗ ebet In ewigkeit, Zu aller zeitlgott! Auch noch im tod Ist er und bleibet unser gott. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. — ein jesus lebt, mag ich ger rächer, Wenn ihr die schurd mit 156. M doch sterben i Hier ist was hserast bereut. Durch des lodes über⸗mein haupt und triumphirt: Nun weis winder Ist er dem reuerfuͤllten sün⸗(muß auch ich das leben erhen, Weil d sder Ein dater der barmherzigkeit Er seine macht der tod verliert. Ich nug, nimmt ihn liebreich auk, Mit kraft fuͤrchte seinen fluch nicht mehr. Mein Azum iugendlauf Ihn zu segnen. jesus lebt, sein grab ist leer. 1 WErrei sey der huld, Die unsre schuld 2. Mein jesus lebt, er hat bezwun⸗ ertilgt und traͤgt mit uns geduld. gen, Was mir das leben rauben umt ein 4. Tod, wo sind nun deine schrek, kann; Er hat mir heil und sieg er⸗ „kounpen? Nicht ewig wird das grab uns rungen, Und ihm ist alles unterthan. n venfdecken; Berwest der leib gleich in Der hölle tiefster abgrund bebtꝛ der gruft, Einst wird er zum bes⸗ Denn sie vernimmts, daß je sus lebt. it gotkifern leben Sich aus des todes staub 3. Mein jesus lebt, das grab ist ab umserheben, Wenn jesus den entschlaf⸗offen: Mit freuden geh ich in die erz emnen ruft. Dann wird das todes⸗gruft. Auf seine stimme will ich ugelilfeld Zu einer regen welt. Alles le⸗hoffen, die mich voin tod ins leben bet, So wie verneut Zur fruhlings⸗ruft. Wie lieblich schallt sie nicht hunghzeit Sich alles regt und alles freut. schon hier: Ich leb und ihr lebt hafte s. O erslandner, welch ein segen auch mit mir. ö „Uu Erwartet uns, wenn wir auf wegen 4. Mein jesus bleibe denn mein UMlEinhergehn, die dein fuß betrat. leben, Der tod soll mir nicht schmerz⸗ Unerforschte seligkeiten, Die ewig lich seyn. Ich will ihm dienen, ihm er sehawähren, sind die beuten, Die uns ergeben, Mich seiner auferstehung hristenhdein sieg erkaͤmpfet hat. Einst sind freun, Weil er auch mich zum him⸗ atliß slie unser theil; Einst kroͤnet uns mel hebt, So wahr er jesus ist, d ethidas heil Deines lebens. Gelobt sey und lebt! „Ev. Von der Himmelfahrt Jesu und seinem Sitzen 4—— zur Rechten Gottes. à mafesi 5 gebad Mel. Komm, gott, schoͤpfer ꝛc. ö nbetung lob und preis kbii 157. A sey dir, Sohn gottes, rhöht kauch don uns geweiht Du fahrest eihmt auf, deß jauchlen wir, Zu deines „ Hch vaters herrlichkeit. eil du. 2. Zu unserm vater faͤhrst du auf Und nimmst die wohnung gottes demlihein. Laß nach dollbrachtem pilger⸗ 4 Auch uns dort ewig bei dir r elsleß seyn. unde 3. O segne hent in uns das wort, der, Das uns von deinem throne lehrt: und NEs sey zur ewgen frende dort, Zum 1 hier steis dem herzen werih. Hel Mel. Allein ch +2 bin mib anrt uf christi himmelfahr 158. Aalemn Sol sh mein glaube gruͤnden; Und sorge, zwei⸗ fel, furcht und pein Dadurch stets uͤberwinden. Mein haupt, das nun im himmel ist, Wird mich, sein glied, nach kurzer frist, Zu sich gen himmel holen. 2. Gen himmel fuhr mein hei⸗ land zu: Zu gott ist er gegangen. Nun kann mein herz auch seine ruh Im himmel nur erlangen; Denn wo mein freund gekommen hin, Da ist guch stets mein Ind un 14 SDSS.——— ——— 78 Erste Abtheilung. und sinn: Nach ihm geht mein verlangen. 3. Ach herr, laß deine auffahrt mich, Dein kind, doch dahin brin⸗ gen, Daß durch die kraft des glau⸗ bens ich Mag aufwaͤr ts zu dir drin⸗ gen; Und dann einmal, wenn dirs gefaͤllt, Mit frenden scheiden aus der welt. Herr, hoͤre doch mein flehen. Mel. Vom himmel hoch da ꝛc. uf, jesu freunde, freuet 159. A euch! Der herr faͤhrt auf zů seinem reich, Er triumphirt, lobsinget ihm; Lobsinget ihm mit hoher stimm! 2. Sein werk auf erden ist voll⸗ bracht; Zerstoͤrt hat er des todes macht; Er hat die welt mit gott versoͤhnt, Und gott hat ihn mit preis gekront. 3. Weit, über alle himmel weit, Geht seine macht und herrlichkrit; Ihm dienen selbse die seraphim. Lob⸗ singet ihm mit hoher stimm! 4. Sein sind die voͤlker aller welt; Er herrscht als sieggewohnter held; Er herrscht, bis unter seinen fuß Der feinde heer sich bꝛugen muß. 5. Er schützet seine christenheit, Erhaͤlt sie bis in ewigkeit; Er ist ihr haupt; lobsinget ihm, Lobsin⸗ get ihm mit hoher stemm! 6. Ja, heiland, wir erhehen dich, Und unsre herzen freuen sich Der herrlichkeit und majestaͤt, Dazu dich gott, bein gott, erhoht. 7. Wohl nun auch uns! denn und dein sind wir. Nummst du dich unsrer huͤlfreich an, Was ist, das uUns gebrechen kann? 8. In deiner hand ist unser heil. Wer an dich glaube, dem giebst du theil Am segen, den du uns er⸗ warbst, Als du fuͤr uns am kreuze starbst. 9. Du hast die statte uns bereit't, Bei dir zu seyn in ewigkeit. Nach herr, bei hir Steht kraft und macht gab treu vollbrachtem Rlaubensehng hr Nim mst du uns in den himmelezilethr 10. O zeuch uns immer meht du ur dir: Hilf uns mit eifriger hah Nach dem nur trachten, was de Wo du, verklaͤrter heiland, bilpaus. 1I. Dein eingang in die herl b BDu keit Staͤrk uns in unsrer prüͤfs nen zeit, Nur dir zu leben, Dir zu t iat Bis wir dereinst dein antlitz sch 0 Tune 12. Dann werden wir ung ezitres dein, Herr christ, du menschenfeh Petdiet erfreun. Dann singen wir vons at bur nem ruhm Ein neues lied in die ene ligthum. 7. Mel. Alle menschen muͤssen sleth den roßer mittler, Wän duzn 160. Gredien Gotreg, Een 121 vaters, sitzt, Und die schamen kämpf seinen knechten Ueberall beslt deinen und schützt; Dir frohlocken, Ruß ne zu chre, Aller deiner engel heere, i in ihren lobgesaug Jauchzet deil frommen dank. hertsa 2. Denn du kamst, uns zu e und e sen; Und das opfer ist vollbrt aicht Das von aller schuld des bosen noch befreit und selig macht. Allengil klarte du heil und leben, Die sich glalh preist. dir ergeben, Herr, du starbsin überwandst Tod und grab; 3 Mel. du erstandst.* 6 3. Alles sollen wir empfang I Was uns noth ist, denn dus n In den himmel eingegangen,! nun unsre heimath ist. Da reh du, da vollendest Du dein gao werk und sendest Deinen gess die herab, Die zum erbe golt ; 1% 2. L 4. Herrlich wüͤrket deine ihh Abe ODeun du giebst ihr licht und ih Aen Suͤnder macht sie, gott zur eh so öff Glaubig und gewissenhaft. Alleh nem ret sie, den sunden Widerstehn nem uberwinden. Straucheln sie i schul! rem lauf: Hilfst du ihnen mih kehr tig auf. 3. 5. Du vertrittst bei gott die] und nen Du versaͤumst sie, heiland, nach! XV. Von der Himmelfahrt Jesu ꝛc. 79 labendlgn 57 lle thraͤnen, die sie weinen, Zaͤhlst du und belohnest sie. Alle, welche Her i. Kandhast gläuben Und mit bir vet⸗ Ve duleinigt bleiben, Führst du aus der d„ h welt hinaus, Hin in deines vaters haus. puüm 6. Du entzeuchst dich auch den ar⸗ rän u men, Die noch nicht bekehrt sind, liz she nicht, Weil dem herz dir gus er⸗ Uparmen Ueber ihrem elend briwt; Bittest goit, sie zu verschonen, Nach verdienst noch nicht zu lohnen, Zeit 1 in zur buße zu verleihn, Der sich selbst in die engel freun. . So vertrittst du, so regierest n steih Bu dein erbe, bis du einst Ganz r, Wnde großes werk vollfuͤhrest, Wann ball-tämpften mit den lüllen Weil sie deinem thron sich nahn, Deine kro⸗ 1„ d ne zu empfahn. RrereH 3. Großer mittler, sey erhoben! chzet Weil wir lehen, wollen wir Deiner 3 zut herkschaft würde loben, Opfern dank I und ehre dir. Können wir einst Wunt aicht mehr beten, Wollest du uns Hlenn noc vertreten, Bis der ganz ver⸗ Alensl klatte geist Dich mit allen himmeln ich glal tarbis Dreitt ab; AH. Mel. Freu dich sehr, o meine seele ꝛc. x err, du faͤhrst mit glanz %½ 161 und freuden Auf zu dei⸗ 1 du, ner herrlichkeit; Doch mich druͤcken —4 noch die leiden Dieser armen le⸗ ateg benszeit. Jesu, gieb mir muth und in 0 kraft, Daß ich meine pilgrimschaft 4. So mit dir zuruͤcke lege, Daß ich e gon 4 0 ur de moͤge. 2. Laß mir deinen geist zuruͤcke, 2 Aber zeuch mein herz nach dir; und Wenn ich nach dem himel blicke, S zunses so öffne du ihn mir. Neig zu mei⸗ „Alehh nem flehn dein ohr, Trag es dei⸗ fehusl nem vater vor, Daß er mir die sie i schuld vergebe, Daß ich mich be⸗ len mih kehr und lebe. „ 3. Lehre mich die welt verachten, die) Und was in ihr eitles ist; Lehr mich ln nach dem himmel trachten, Wo du, mein erloͤser, bist. Wohllust, ehr/ geiz und gewinn Soll mich nicht zur erde ziehn, Da ich jenseit uͤberm grabe Eine groͤßre hoffnung habe. 9. Laß nichts diese hoffnung rau⸗ den; Du erwarbst sie theuer mir. Jetzo seh ich sie im glauben, Dort belohnst du das vertraun Deiner glaubigen durch schaun; Und ver⸗ wandeltst ihre leiden In unendlich große freuden. des vaters hause zu. Rufst du frühe oder spaͤte Mich zu meines grabes ruh: Leucht auch mir in dieser nacht Durch die staͤrke deiner macht, Die des todes macht bezwungen, Und bes, du zum gericht erscheinst. Daun ist fuͤr uns den sieg errungen. Haale ernte! heil den chriten, Weiche 6, Kommst du endlich glorreich wie⸗ der An dem ende dieser zeit: O so sammle meine glieder, Wenn ver⸗ wesung sie zerstreut. Heilge und ver⸗ klaͤr sie ganz, Daß der leib im him⸗ melsglanz, Frei von diesem staub und erde, Aehnlich deinem leibe werde. Mel. Von gott will ich nicht ꝛc. ein jesus triumphiret, I 62.Münd nimmt den him⸗ mel ein. Er hat das werk vollfuͤhret, Vom fluch uns zu befrein. Die hohen seraphim Empfangen ihn mit freuden Nach uͤberstandnem leiden. Lobsingt, lobsinget ihm! 2. Wohl uns, die auf ihn hoffen! Nun jesus triumphirt, Steht uns der weg auch offen, Der zu dem him⸗ mel fuͤhrt. Er selbst, er macht uns hahn. Wer hier nur an ihn glaͤubet, Ihm folgt, und treu ihm bleibet, Der wandelt himmel an. 3. Nur dort, nicht hier auf erden, Ist unser bestes theil. Um selig einst zu werden, Erwaab der hert uns heil, Erloͤste, macht euch auf, Wo jesus hingegangen, Dahin blickt mit verlangen, dahin geht euer lauf. 4. Herr, hilf uns eifrig ringen Nach jener herrlichkeit. Laß unsern fleiß 5. Dort bereite mir die staͤtte In 80⁰ Erste Ab theilung. fleiß gelingen, Und staͤrk uns in dem streit. Laß uns in dieser welt Im glauben an dich wandeln, So den⸗ ken und so handeln, Wie dir es wohlgefallt. 5. Was sind der erde freuden? Wie hald sind sie dahin! O hilf uns alles meiden, Was hier noch unsern sinn Vereitelt und uns stoͤrt, Auf deinen ruf zu achten, Und nur nach dem zu trachten, Was ewig heil gewaͤhrt. 6. Sey du selbst unser leiter In unsrer pruͤfungszeit, Und bring uns h immer weiter Zu deiner herrlichkeit; Bis diese zeit vorbei, Bis wir dich, heiland, sehen, Und freudig vor dir tehen, Von allem kummer frei. Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛc. 1 63. Wir herrlich, jesu, star⸗ er held, Du retter einer sünderwelt, Hat sich dein kreuz geenhet! Nach uͤberstandnem lei⸗ denslauf Faͤhrst du verklaͤrt zům va⸗ ter guf, Der dich zu uns gesendet. Ewig Trifft dich Nun kein leiden; Voller freuden Lebst du droben, Ueber alles hoch erhoben. 2. Dir dienen alle seraphim, Und wir vereinen herz und stimm Mit hofft ihnen, dich zu loben; Weil du dein großes werk vollbracht, Nach uͤber⸗ standner leidensnacht Gen himmel Ddich erhoben. Preis dir! Daß wir Auf der erden Koͤnnen werden Got⸗ tes kinder Und des todes uͤber⸗ winder. 3. Du, du bist unser haupt und wir Sind deine glieder, nur von dlr Kommt auf uns heil und leben. Was unsern seelen nutzen schafft, Licht, friede, freude, tugendkraft Wird uns von dir gegeben. Laß doch Dein joch Gern uns tragen, Und entsagen Allen sünden, Daß wir hier schon ruhe finden. 4. Zeuch unsre herzen ganz zu dir; Hils, daß vor allen dingen wir Nach deinem reiche trachten. Mach uns von allen sůnden rein, Und floͤß uns Wie selig ist, Wer an dich glauht muth und eifer ein, Das eser He verachten. Jede Unart Hilfsch: meiden, Und mit freuden Unshn ben Deinem dienste ganz erghenkst . Sey unser schutz und unsershenks Und tröst uus durch dein heuy. wort, Wenn hier uns truͤbsal get. Nur da ist wonne, mißon t bist: Die freude, die man hing nießt, ist noch mit leid vermahe Von dir, Kommt hier Trost imsg. B. zen; Laß in schmerzen Uns sichkeit dofe Deinen himmel sehn, schkeit offen. 6. Du bist, uns sterblichen Nach theuer hier vergoßnemn Zur freude eingegangen. Zeun su, zeuch auch uns dir nach sren 5 uuhgclane. Darh Mel. reude guch gelangen. Dafüt dir Von uns allen Dank ersI 6⁵ Ohn aufhören Wollen wir und d heiland, ehren. bitten, Mel. Erschienen ist der hemor di ir freuen uns, hamir, 164. W suchrist, Daß Ind ih hoͤht gen himmel bist. O duhs 2. Oi unser loblied preist, Staͤrk auheben —.—8 unsern geist, Der Adenr offt. 2. Du sithest auf der himmeliher nich Als unser freund, als menschenssinnun Du schaͤmst auch da dich manich g nicht; Drum bist du unste ehre le sicht In ewigkeit.. A 3, Dein ist die macht; dein Aswen, reich. Wer ist an majestaͤt dir Meine Mensch, engel, jede kreain uen, dein, beherrscher der natut lobt seyst du! 4. Umsonst, umsonst empoͤren Herr, deine hasser wider dich; thron steht sest und wanket Wenn gleich der frevler widersh Gelobt seyst du! ů it trt 5. Du, unser triumphirend lupe aan n die reise eise. ochge eusch Du bist sein licht, sein trost, theil, Sein starker schutz, sein ges heil. Gelobt seyst 936 81 Das es rt Hil den U V XVI. Vom heiligen Geiste. 0 3 mach Mel. Werde munter, mein ꝛc.. Fülle mich mit heilgen trieben, Dafuͤr 6 du uns als vater Daß ich gott, mein hoͤchstes guth, t ershI 5. liebest, Treuer gottUeber alles möge liehen, Daß ich wir sund deinen geist Deuen, die dich mit getrostem muth Seiner vater⸗ bitten, giebest; Ja, uns um ihn huld mich freu, Und mit wahrer hensbitten heist. Demuthsvoll fleh ich kindestreu Stets vor seinen augen bor dir: Vater! send ihn auch zu wandle, Und rechtschaffen denk und uns, hamir, Daß er meinen geist erneue, handle. Daß und ihn dir zum tempel weihe. 6. Geist des friedens und der lie⸗ O duh2. Ohne ihn fehlt meinem wissen be! Bilde mich nach deinem sinn, ärk auhkeben, kraft und fruchtbarkeit; Und Daß ich lieb und sanftmuth übe, der gufmein herz bleibt dir entrissen, Und Und mirs rechne zum gewinn, Wenn dem dienst der welt geweiht, Wenn ich je ein friedensband Knupfen nmel ther nicht durch seine kraft Die ge⸗ kann, wenn meine hand, Zur er⸗ uschenlsinnung in mir schafft, Daß ich dir leichtrung der beschwerden, Kann dich unich ganz ergebe, Und zu deiner dem naͤchsten nuͤtlich werden. nsre sehre lebe. 8. 7. Lehre mich, mich selber kennen, 3 Auch dich kann ich nicht erken⸗Die verborgnen fehler ehn, Sie hein Amen, Jesu! noch mit achter treu voll demuth gott bekennen, Und dir gHMeinen gott und herrn dich nen⸗ ihn um vergebung flehn. Mache kreatt nen, Stehet mir dein geist nicht täglich ernst und dceu, Sie zu bes⸗ aturhei. Drum so laß ihn krärtiglichsern, in mir neu: Zu dem heili⸗ In mir wirken, daß ich dich Glau⸗gungs⸗geschäfte Gieb mir immer porensbensvoll als mittler ehre, Und aufneue kläfte. dich; deine stimme hoͤre. 3. Wenn der anblick meiner suͤn⸗ ket u 4. Ewge quelle heilger guͤther,den Mein gewissen nieder schlagt; idersunttochgelobter gettesgeist, Der du! Wenn sich in mir zweifel finden, menschliche gemüther Besserst und Die mit angst mein herze hegt; nd hahnnit trost erfreust; Nach dir, herr, Wenn mein aug in noͤthen weint, 9 glausverlangt auch mich; Ich ergebe mich Und gott nicht zu hoͤren scheint: S. trof,san dich, Mache mich, zu gottes dann laß es meiner seelen Nicht „ sein 7— Heilig und zum himmel an trost und slaͤrkung fehlen. +— 6. Hll 7 9. Dieeeeei iieeeee--—— 8² Erste Abtheilung. „Was sich gures in mir findet, 5. Des varers und des sohtn I dein duadenert in mit; Selbst geist, Du quell des lichts, 90 Wleit en trieb hast du entzuünder, Daß be. Den jesus betenden verhit. D. mich, herr, verlangt nach dir. O Ach, heilge meine triebe. Gieh ind dse so setze durch dein wort Deine gna⸗ meine sunden schmerz, Und etleih denwirkung fort, Bis sie durch ein zum glauben in mein herz; Luf un selig ende Herrlich sich an mir voll⸗ mir mit andacht beten; In 12 ende. stunden troͤste mich Und deine Mel. J zeige sich Mir einst in todesnj Mel, An wasserfluͤssn babylon ꝛc.] Mel. Komm, gott, Laib 68 i„der du u, fuͤhrer, det! ro 166. Dirt anen sohn Zum I 6 treuer hand n allen heil uns hast gegeben, Dir dank serfreut. weg uns zu dem himmel weilll zu mit ich hier mit freuden schon, Noch mnsers erbes unterpfand! Gi dir Lob mehr im höhern leben. Ich danke sen seyst du, heilger geist! 8 10 9 dir, daß du den geist, Der uns 2. Auch dich preist deine chil Et der sinsterniß entreit, Zur erde sheit. Du geist des vaters nühsaung 90 hast getendet. Er kam auf jesu sohns Du hist, wie sie, als ein wort berab Der semnen doten tarke ewigkeit; Mit ihnen herrschni mels s⸗ nes throns. te herz sruͤchte hiegen. 5. Du hast dem erdkreis o heit, 3. Umsonst, daß wilder eifer tobt, Verfolgung zu erregen Dein na⸗ me, lesu, wird gelobt; Dein wort melfahrt, Der hert den seinen pest A ist kraft und segen. Die juͤnger gesandt. ö sest h schreckt nicht yein noch müh Dein 6. Welch elne pracht verklaͤrteh sunde geist, o vater, stärkte sie In mar⸗Ein schnelles brausen füllt das hul selbst lern und im tode; Sie bleiben ih⸗Da giessest du dich sichtbatlichn herzi rem herrn getreu, Bekennen seinen sie in feuerflammen aus. best, namen frei, Und preisen ihn im 7. Nun scheuten sie nicht schuh beirü vode. nicht müh; Denn du hast 5. 4. Noch jetzt bist du der geist det furcht entfernt. Die thalen 1 friede kraft; Noch jetzt der menschen leh priesen sie In sprachen, die sen gebri⸗ rer. Du machst sie weis und tu⸗erlernt. schied gendhaft, Des sundenreichs zerstoͤ⸗ nicht. zer, In fundern wirkst du reu und staͤrk, An deinen gaben gleicht h leid, In frommen seelen trost und ruhm freud, Und muth im kampf der funden; In bangen stunden schen⸗ Zest du, So wie imi tode seelentuh, 001 6.7 Und lehrst ihn aͤberwinden. voll XVI. Vom heiligen Geiste. 383 nsern muth! Troͤst uns in angst (land leit uns wohl. ö 10. Des vaters liehe, christi gnad ud die gemeinschaft deiner krast, Verleih uns tugend, krost und rath Auf unsrer ganzen pilgerschaft. 7 „ u, der frommen he⸗ 168. D bie freude, Unh ihr der trost in ttaurigkeit, Der uhr her and n, Allem leide, Und im tode selb veillefteut, Geist des hoͤchsten, komm 1%u mir, Und indem ich glaubig dir Lob und ruhm zum opfer bringe, O so hoͤre, was ich singe. 2. Edelster von allen segen, Die uAuns gott in chrisio gab! Bu träufs Vals ein milder regen Aus des him⸗ mels schoos herab. Du wachst har⸗ te herzen weich, Wüsten auch an sruͤchten reich; Und dein sanfter 0 irost erquicket, Was der drangsal hibe druͤcket. 3. Du kannst alle herzen pruͤfen, inem Du durchschaust sie gan und gar; er un Selbst der gottheit innre tiesen ö cta Sind vor dir, herr, offenbar, Nun 471 so kennst du auch gewiß Meiner 46 0 seele finsterniß. Drum gieb weis⸗ heit, und vor allen, Daß ich moͤge in C1 gort gefallen. seinen 4. Du dist selber rein, ünd sie⸗ hest Auch an reinen deine lust. Boͤ⸗ rtehl sest hassest du und fliehest Aller das bu sunden graul und wust. Heilige du tlichh selbst mich dir! Schaͤff ein reines herz in mir, Daß ich, was du lie⸗ schul best, liebe, Nie mit vorsatz dich 1 beirute. n 5. Du, hebr, inachst mein herz zu⸗ ö sel frieden, Wenn mir menschentrost e sel gebricht. Bleib ich von dir unge schieden, O so fehlts an trost iir nad hicht. Bieib ich nut dein eigen⸗, thum, So werd ich zu deinem keinl gos Hilf, mein helfer, wenn du mer⸗ kest, Daß mir huͤlfe noͤthig sey. Den verkehrten eitlen sinn Nimm aus meiner seele hin Daß ch mich nun ganz verneue, Und mein gott stch meiner freue. 7. Sey mein beistand, wenn ich⸗ sterbe! Zeige dem gebrochnen blick, Mir zum trost, mein herrlich erbe⸗ Ewig underwelklich glͤck! Staͤrke du das matte her;, Daß ich, un⸗ ter allem schmerz, Noch im letzten bee. Gott in iesu vater eiße. Mel. Zion klagt mit augst und ꝛc. eist vom vater und vom 169. sohne! Der du unser troͤster bist, Und von unsers gottes throne Huͤlfreich auf uns schwache siehst, Stehe du mir kraͤftig bei⸗ Daß ich gott ergeben seh: O so wird mein hert auf erden Schon ein tempel gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner wege Deine weisheit mit mir seyn; Wenn ich bange zweifel hege, Deine wahr⸗ heit mich erfreun. Lenke kraͤftig meinen sinn Auf mein wahres wohl⸗ sepn hin. Lehrst du mich, was recht ist, waͤhlen: Werd ich nie mein heil verfehlen.—— 4. Heilige des herzens triebe, Daß ich, meinem gort getreu, Ihn stetz üͤber alles llĩebe; Daß mir nichts so wichtig sey, Als in seiner huld za stehn. Seinen namen zu erhöhn⸗ Seinen willen zu vollbringen, Muͤss. se mir durch dich gelingen. 4. Staͤrke mich, so oft zur sünde mein gemüͤth versuchet wird Daß sie mich nicht uͤber winde. Hab ich irgend mich verirrt, O so ruhre du mein Herz, Daß ich unter reu und schmeiz Mich vor gott daruber beuae, Und mein herd zur beßrung neige. 4 3. Relze mich, mit flehn und be⸗ ten, Wenn mir huͤlfe noͤtbig ist Zu dem gnadenstuhl zu iresen. I zin Stehe mit im kampfe der * * Gieb, daß ich auf jefum christ, Als F3 guf 84 Erste Abtheilung. auf meinen mittler schau, auf ihn die hoffnung bau, Guad um gnad, auf mein verlangen, Von dem vater zu empfangen. 6. Siehe mir in allem leiden Stets mit deinem troste bei, Daß ich auch alsdann mit freuden Got⸗ tes fuͤhrung folgsam sey. Gieb mir ein gelaßnes herz Laß mich selbst im lodesschmerz, Bis zum frohen überwinden, Deines todes kraft empfinden. Mel. Liebster jesu, wir sind ꝛc. ott! du hast in deinem 4 70. G sohn Mich von ewig⸗ leit erwaͤhlet; Sende nun von dei. nem thron, Was zu meinem heil noch fehlet; Und gieb mir des gei⸗ stes gaben: Durch sie werd ich al, les haben. 2. Mich umfangen noth und to d Auf dem finstern suͤndenpfade; Heil⸗ ger geist, mein herr und gott! Retie mich durch deine gnade; Mach mich los von dem verderben, Laß mich nicht in sůnden sterben! 3. Treibe weg die finstre nacht alscher zweifelnder gedanken; enn die welt mich irre macht, alte die vernunft in schranken. uͤrd ich mich von dir entfernen, O, wo will ich weisheit lernen? 4. Schaffe mir ein reines herz, Daß ich stets an gott gedenke, Und mich oft mit ren und schmerz Ue⸗ ber meine suͤnden kraͤnke; Laß mich nach dem schmerz der sunden, Trost in meinem jesu finden. 5. O verbinde mich mit ihm, Als ein glied an seinem leibe; Und wenn ich sein eigen bin, Hilf mir, doß ich es auch dleibe; Mich ihm lbe. uͤbergebe, Und zu seiner ehre ebe. 6. Glaube, lieb und hoffnung sey Stets die starke meiner seele: In versuchung steh mir bei, Daß sch nicht mein heil verfehle; Gieh mir demuth in den freuden; Gied ge⸗ duld und muth im leiden. Und 2. Hilf mir reden recht undỹ Hilf mir meine christenpflicher de Wie du forderst, wie ich soll licht; beuchelei verrichten; Ehrisiihhristi ben/ selig sterben, Und dein hekaun lisch reich einst erben. hich! 2. Mel. groͤhlich soll mein benhaßeu Hoͤchster troͤster, Muf I7I. H hernieder. Galdab Herrn, Sey nicht sern,(lern r jesu glieder. Der, der nie sein Faß si gebrochen, Fesus hat Deing Daß Seinem vols versprochen. Bekar 2, Geist der weisheit, gieh hilf d. allen Durch dein licht Unten 3. L Wie wir goti gefallen. Lahteaun freudig vor gott treten, Salchaur nah, Und sprich ja, Wen vater glaubig beten. beten 3. Hilf den kampf des glanbereit kaͤmpfen, Gieb uns muth, keit! und blut, Suͤnd und welt zu zingel pfen. Laß uns trübsal, krehldring leiden, Angst und noth, Sthuns! und lod, Nicht von jesu schesn M 4. Hilf uns nach dem besex Mi ben; Schenk uns kraft, Tu hast Und gerecht zu leben. daß wir nie stille ehen, Treis zu de an, Froh die bahn Deiges m uns, zu gehen. bens 5. Sey in schwachheit unsre um Sleh uns bei, Mach uns trul gern der prüfungshitze. Fuͤhr wann 2. uns nach dem leide Sterhen H Wohr Unsern geist In des hinm des k freude. es au 6. Wecke aus dem suͤndensil sind Rette doch, Heute noch, Die l toir d lornen schaafe! Reiß die well dem verderben; Laß sie nicht! Mel gericht Der verstockung sterben, Mel. Komm, heilger geist K 17²2. H5 unser gebet, uns bemi in un das hen des herrn! Du hil der menschen flehen gern. HN wollen unser herz dir geben; lehre heilig uus leben! Rüst mit stärke, muth und krast/ Ibeit XVI. Vom heiligen Geiste. 8⁵ uth, keit! Daß wir mit srobem muthe elt zulkingen, Zu dir durch tod und leben I, kremdringen. Erhoͤre uns! Erhoͤre ‚ Sth uns! „ bdesg Mel. Liebster jesu, wir sind ꝛe. ft, Tunt. omm auf uns, o geist eben. 173. K des herrn, Lehr uns „Tresh zu dem vater beten, Und beleb eiges n uns, daß wir gern Und voll glau⸗ bens zu ihm treten. So wird er unsres um christi willen, Unser bilten ius ktel gern erfullen. Chrislihrisi jünger, uͤberwinden. Wir Ven auf dich! Wir traun auf uns von irrthum frei. ich 5. Treih uns, daß wir zu ihm treten, Kindlich und mit freudigkeit, Nur nach seinem willen beten, Und vertritt uns alleeit! So wird unser flehu erhoͤrt, Und die zuver⸗ sicht gemehrt 6. Wird uns auch um huͤlfe ban⸗ ge, Seufzt das herz voll traurig⸗ keit; Ach, mein gott, mein gott, wie lange? O so wende unser leid! Syprich der seele troͤstlich zu; Gieb ihr muth, geduld und rub. 7. O du geist der kraft und staͤr⸗ ke! Der in uns das gure schafft, Foͤrdre in uns deine werte, Und im kampfe gieb uns kraft, Wenn versücung auf uns dringt, Daß wann 2. O du geist der herrlichten siz daun der sieg gelingi. erben HWohn und wirke in uns allen. Je⸗ hin des herz ser dir geweiht! Schmück es aus nach wohlgefallen. Reich ndensl sind wir versehn mit gaben, Wenn „Die toir deine salbung haben. ie well nicht) Mel. Gott des himmels und ꝛc. sterben, mm, o komm, du geit u I7 I. Kgeist des lebens Hilf bet, Ans schwachen maͤchtig auf! Wir ou bemuͤhn uns sonst vergebens Hier rn. Yin unserm pilgerlauf, üm das heil, aeben das gottes rath Für uns auserse⸗ Rust u en hat. ö 2: Gieb in unser aller seelen Weis⸗ ast/ Ieit und entschlossenheit, Daß wir 8. Ja, bewahr uns unsern glau⸗ ben Daß verfolgung, schmach und spott Niemals ihn uns moͤge rou⸗ ben. Du bist unser schutz, o goit. Sagt das herz gleich zweifelnd nein! Laß dein wort gewisser s yn. 9. Wenn wir endlich sollen ster⸗ ben, O so steh mit trost uns bei; Gieb, daß uns als gottes erben Jene herrlichkeit erfreu, Die uns unser gott bestimmt, Und die nje ein ende nimmt. Mel. Komm, gott schoͤpfer ꝛc. omm, schoͤpfer, komm⸗ 175. K o heilger geist/ Schaff deiner menschen herzen neu! Du 53 ken⸗ ESEEEEEExxxx-AVE᷑ 86 Erste Abtheilung. Zennest dein geschöyf un weibr, Wie jeglichem zu helfen sev. 2. Du geist der weisheit, leite du Uns zu der wahl des besten theils Dem himmel fuͤhr uns alle zu, Du fuͤhrer auf der bahn des heils. 3. Des lebens wort, das gottes sohn Vom himmel uns herab ge⸗ bracht, Erleuchte jede nation Durch deiner leitung sanfte macht. 4. Vereine deine christenheit Durch deines selgen friedens band. Er⸗ innr' uns pilger dieser zeit Stets an das bessre vaterland. 5. Gott, unsern gott, und jesum christ Recht kennen, dieses ist der guell, aus welchem ewig wonne Pen. Mach diese lenniniß in uns e hell. 6. Lob sey dem vater, lob dem sohn, Lob dir, o troͤster, gottes eist! Einst singen wir vor deinem thron Ein lied, das würdiger dich preist. ö Mel. Allein 5„ 0 2. Dein sey A. aß, vater, deinen gu⸗ 176. L ten geist Mich allezeit regieren, Daß ich zu dem, was un⸗ kecht heißt, Mich lasse nichts ver⸗ fuͤhren; Der suͤnde reuung wider⸗ sleh, Und stets auf deinen willen seh, Darnach allein zu handeln. 2. Ob boͤse lust auch hier und dort Mich ansicht, weil ich lebe: So hilf inir, daß ich ihr sokort Im an⸗ fang widerstrebe; Und daß ich sa vergesse nicht, Die todesstunde, das Den himmel und die hoͤlle. 6 3. Gieb, daß ich denke jederzeit An diese letzten dinge, Und dadurch alle sundenfreud Aus meinen her⸗ 71 bringe: Damit ich dich mein lebelang Verehre ohne furcht und zwang Mit willigem gehorsam. Z. O starke mich dazu mit kraft Daß wir uns von herzen einandn So wird es mir gelingen; Hilf jede lieben, G Mel. Mein gott, das hert n den, oder: Nun danket all und ꝛe. 610 icht um ein fluͤchth 177. N gut der zeit, 9 Mel. fleh um deinen geist, Gott, de 17⁰ zu meiner seligleit Dein theun 7⁰ wort verheißt. nux 1 2. Die weisheit, die vom hus wehur mel stammt, O vater, lehr er ni reun er Die weisheit, die das herz eh unbef flammt Zur liebe gegen dich. luͤsten 3. Dich lieben, gott, ist Keligl 2. 3 Gern thun, was dir gefaͤllt, Wi kuße⸗ edlere zufriedenheit, Als alles gil rein: der welt. buße, 4. Vertrauen hab ich daun zu ii den se Dann schenket selbst dein geist di viglei freudige bewußtseyn mir, Daß hig reit mir gnaͤdig sevst. 8. 5. Er leite mich zur wahrheit hu Zur kugend staͤrk er mich Bewes wenn ich traurig bin, Auch mis; als troͤtter, sich. 6. Er schaff in mir ein reines hen Versiegle deine huld, Und er Hi waffne mich im schmerz Mit mul und mit geduldd. Bekanute Melodie. 178 No bitten wir den hel gen geist, Welch iesus christus uns verheißt, D² er uns behuͤte vor falscher lahn Alle, die in irrthum sind, belehn Erbarme dich, herr 2. Du geist der weisheit und Ii krast! Mach uns durch dein won auch tugendyaft; Hilf, daß wir ihn glauben, dem trenen heiland, De uns btingen will zum rechten u terland. Erbarme dich, herr! 3. Du geist der lieb und einigkehh Mach uns allesammt dazu betes 186 deine seelen heller ig set ern verzeihen und nith böse leidenschaft Des berzens mir gern betrüben. Erharme dich, hen Daß bezwingen. Steh mir in d Lampfe bei, Daß ich dazu 5 Wacer iesem 4, Du hoͤchster tr stets Hilf, daß sey, Und immer uͤberwinde. noch tod; Laß⸗ ost in aller nosh ben, ir nicht fuͤrchten gui hen wenn wir einst 10 th. Vom heiligen Geiste. 87 Erbarm dich, berr! Rucll Mel. Wer ner den lieben gott ie. 11, 0 179. O großer gott, du rei⸗ tt, de theunt nes wesen, Du hast nut reine herzen dir Zu deiner om ha wehnung au⸗ erlesen; Ach schaff ein er nih rein es berz in mir, Ein herz, das erz unbefleckt und frei Von allen boͤsen ch.¶luͤsten sey. 2. Ich falle dir, mein gott, iu „Wl fuße, Mich mache christi blut auch lies gil rein; vaß redich meines herze s nd ꝛc. nzuhh ben seyn: eist Dul nigteit Des lebens fertig und be⸗ Daß hig reit. ö d er hin it mulh sa wachen; Mach mich vor sichtig in gefahr. Gieb, daß ich durch gebet und wachen Die seele unverletzt be⸗ wahr. Laß mich in deiner gnade siehn, Stets in der bessrung wei⸗ ter gehn. x 5. Nimm deinen geist, den geist der liebe, Den geist des glaudens nie von mir, Und staͤrke mich durch seine triebe, Durch seinen beistand fuͤr und fuͤr! So leite durch die Dgerzeit Mich aus der welt zur feligkeit. Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛc. und di in wos wir ihn nd, Da yten 9⁰ buße, Und ernstlich meinen glau=⸗ So mache mich zur rei⸗ der Laß uns wieder Trost empfin⸗ Fichn ben, uns nicht verzagen, Sondern 2, Du quelle, draus die weis heit mach uns frei von allen plagen. fließt, Die uns zum heil so nöthig ist, O schenk aus deiner fuͤlle Uns so viel einsicht und verstand, Daß heiisam von uns werd erkannt Des boͤchsten gnaͤdger wille. Ja, gieb Den Trieh Uusern seelen, Nur zu waͤhlen Und zu üben Was er uns hat vorgeschrieben. 3. Steh uns stets bei mit deinem rath, Und fuͤhr uns auf den rech⸗ ten pfad Des heils, den wir nicht wissen, Verleih uns willinkeit, baß wir Dir treulich folgen, wenn wir bier Auch darum leiden mussen. Druͤckt st Uns fast Mutblos nie⸗ den, Und die trübsal überwinden. 4. Staͤrk uns durch deines trostes 3. Dein guter geist, o gott, re⸗kraft Zum kampf mit jeder leiden⸗ beit hun giere Mein aanzes herz und stehe schaft Deruber herr zu werden; Bewesh; mir In meiner schwachheit bei und Und sind wir wo dem falle nah, ch mit, führe Mich von der eitelkeit iu So sey mit deiner buͤlse da, Er⸗ dir; Gieb einen geist, der dir ge⸗ heb uns von der erden. Reue, Teue nes hen treu, Und willig zu gehorchen sey. Gieb unt schwachen, Du kaun ma⸗ „4. Durch deine gnade stark mich chen, Daß wir siegen, Und im kampf nicht unterliegen. 3. Erhalle bei uns immerfort Den glauben an dein göttlich wort, Nichts muß uns von ihm trennen. Gieb, daß wir ihn von her zensgi und Mit thaten so, wie mit dem mund, Vor aller welt bekennen. Jesum Christum Ohn aufhoͤsen Recht zu ehren, Mach uns tuͤchtig, Und sein heil uns werih und wichtig. 6. Nimm alle haͤrte von uns hin; Erfuͤlle uns nach deinem sinn Mit wahrer menschenliebe, Daß unser herz mit huld und tren Stets zu⸗ gethan dem höchsten sey, Und sich darinnen übe. Kein neid, Kein streit Dich betrühe! Fried und liebe Wollst du geben, Daß wir froh und ruhig leben.— 7. Gieb/ daß in wahrer heiligkeit Wir süͤhren unsre leben zeit; Sey unsers geistes slaͤrke! Laß une stets bleiben unbewußt Die eitelkeit, der sinnen lust, und ihre schnoͤden werke. Ruͤhre, Fuͤhre Unste sinnen 8 4 Und — 88 Erste Abtheilung. Und beginnen Pon der erden, Daß wir himmelserben werden. Mel. Komm, heiliger geist, herre. 18 1 ey, weltversoͤhner, sey 4 gepreist! Du sandtest uns den theuren geist, Der uns in alle wahrheit leite, Und uns zum himmel zubereite. Er lehret uns des glaubens kraft, Stärkt uns in dieser pilgerschaft Den lauf zum ziele zu vollbringen, Und einst die krone zu erringen. Gelobt sey gott! Gelobt sey gott! 2. Durch deines geistes kraft er⸗ freut, Wagt deiner boten schaar den streit, Kampft gegen falscher goͤtter heere, Und siegt durch dei⸗ nes kreuzes lehre. Begabt mit staͤr⸗ ke, gieng ihr wort, Bis an der erde grenze fort, Erleuchtete die nativ⸗ nen, Und drang von huͤtten zu den thronen. Gelobt sey gott! Gelobt sey gott! 3. O send ihn auch zu uns, den geist, Der uns den weg zur wahr⸗ heit weist. Ach, dunkel sind des lebens pfade: Erleuchte sie durch sei⸗ ne guade] Er lehr uns gottes heil verstehn, Er leit uns, wenn wir irre gehn; Und wenn wir strau⸗ cheln und ermuͤden, Dann slaͤrk er XVII. Vom Worte Gottes. Mel. Wer nur den H acht ꝛc. ein wort, o hoͤchster, I82. D ist vollkommen: Es lehrt uns unsre ganze pflicht; Es giebt dem suͤnder und dem from⸗ men Zum leben sichern unterricht. O selig, wer es achisam hoͤrt, Be⸗ wahrt, und mir gehor sam ehrt! 2. Es leuchtet uns auf unsern wegen, Zerstreut des irrthums fin⸗ steruiß: Verkundigt gnade, heil und segen, Und machet unser herz gewiß. Es lehrt uns, höchster, uns durch gottes frieden! Gel We sen gott! Gelobt sey gott! ben 4. Hier, in dem heiligthum di reitt herrn, Hier warten deiner, geist on. herrn, Wir christen, unsers hauß betr tes glieder; Komm segensvoll aij o h uns hernieder! Hilf uns, gieb din geho verstande licht, Dem herzen miß von und zuversicht, Daß uns von ihm und den wir bekennen, Hier weih nem glück noch leiden rrennen Gell M sey gott! Gelobt sey goit! 5. O leit uns, herr, an dein 18 hand Hinauf ins wahre vaterlaih Entreiß uns maͤchtig dem verdi dem ben: Erhalt uns glaubig, bis ui stand sterben. Dann staͤrk uns in d Alle todes schmerz Das schwache, sren den denleere herz, Daß wir mit musf'tet zum himmel dringen Und dann dn nichi letzten sieg etringen. Gelobt sih 2. gott! Gelobt sey goit! len ut 5. Dort, wo der zeugen sesh gewin schaar, Die hier durch dich erleuch dein tet war, Am thron des lammal laute jauchzend stehet, Und deiner wen das preis erhoͤhet; Dort ist auch um heit. sers erbet theil; Auch uns ist hal 3. erloͤsung heil Durch dich versiegelt Dant und wir kommen Durch dich zu wahr seligkeit der frommen. Gelobt seh dich! gott! Gelobt sey gott! des h6 Glau Voͤlk 4. 6 sprich Dein vorü was du bist, Und was dir wohlge nicht faͤllig ist. Dein 3. Dein wort ermuntert, dich zu fehlb lieben; Lehrt, wie viel guts du he Mel nen giebst, Die dein gebot mit freuben uͤben, Und wie du vaͤtel 18 lich uns liebö. Und was, o hert 18 dein mund verspricht, Bleibt ewii uns, wahr, und truͤget nicht. koͤnn 4. Herr, deine troͤstungen siu leben besser, Als alles silber, gold und 2. geld; Ein schaß, weit koͤtlicher und gott größer, als alle schaͤtze dieser 390 spott XVII. Vom Worte Gottes. 89 17 Gelol Wer das thot, was dein wort ge⸗ beut, Dem ist dein segen stets be⸗ hum di keit. 2, geiston 3. Drum laß auch mich mit lust sers hauß betrachten, Was mich dein wort, nevoll ais o hoͤchster, lehrt. Laß mich darauf „gieb bin geborsam achten, Was dein befehl rzen muh von mir begehrt: So fließen trosi von ihn und seelenruh Auch mir, aus dei ier weh nem worte, zu. Oehh Mel. Christus, der uns selig ꝛc. an dein aterlaih he, steh den menschenkindern. Sie erleuch⸗ nit mulotet uns wenn wir Seldst ihr licht dann den nicht bindern. elobt se 2. Vorurtheil, Unler vlk un Fuͤl⸗ ist un⸗ fehlen; 6 verhoͤhnt. Gieb, daß noch vor der er lammch lautern wahrheit Was du denkest, len unsre seelen; Unser dlick zen jeh gewiß, Unfre schtüsse s erleuch dein verstand weiait nicht Von er wennl das ist licht, Richtigkeit und klar⸗ zuch um heit. Hist hun 3. Wirf dich, serbliches geschlecht ; Seine dich z wahrheit und sein recht Lasset er dich wissen. Weit erschallt das wort rsiegeli Dankbar ihm zu füßen! lobt sh Weit e des herru, Das die welt bekehret; Glaubt es freudig, folgt ihm gern, Voͤlker, die ihrs hoͤret! vorüber gehen. Haben tausende nicht schon, Welche vor uns waren, Deine strafen, deinen lohn, Un⸗ fehlbar erfahten? Mel. Erhalt uns, herr, bei deinem. er spoͤtter strom reißt (I84. D wiele fort. Erhalt t ewih uns, herr, bei deinem wort! So koͤnnen, vater! wir uns dein Im u sia) leben und im tode frenn. d und 2. Ein hause laͤftrer wagts, o er und 208 spott, Deu heiland, deinen sohn, vohlge⸗ dich in du he⸗ ot mit vaͤtet hert, er du selbst die wahr⸗ 183. Debat A Gott, zu verdi dem ich singe, Gott, den kein ver⸗ „bis uih stand ermißt, Ursprung aller dinge! 6s in d Alle weisheit kommt von dir Zu 4. Gott, was uns dein wort ver syricht Wird und muß geschehen; Deine drohung kann auch nicht Leer gott! Mit wildem, ausgelassnem zu schmaͤhn, Berachtend auf sein heil zu sehn. 3. Ach! ihrer lehre pest o herr! Schleicht jetzo nicht im finstern mehr: Sie bricht am mittag selbst hervor, Und hebt ihr toͤdtend haupt empor. 4. Sie herrscht durch große dieser welt. Herr, herr! wenn uns dein arm nichr haͤlt; So reißt sie uns zum tod auch fort. Gieb sieg und leben durch dein wort. 3. Beschuͤtze uns, herr jesu ehrist! Der du zur rechten gottes bist i Sey unser schild und starke wehr ꝛ Nichts ist vor dir der spöͤtter heer. 6. Du hast von ewigkeir gesehn/ Wie lange noch ihr trotz bestehn Und wider dich hier toben soll Viel⸗ leicht ist nun ihr moaß bald voll. 2. Auck sie, o berr, hast du ver⸗ söͤhnt Sie, deren spott dich jetzt todesnacht Zur ernsten reu ihr herz erwacht. Mel. Ach ott—2 emt wie—— ott ist mein herr! I 185. G seine lehr Soll meine seele trauen; Ich wandle hier, Mem gott vor dir Im glauben, nicht im schauen. 2. Dein wort ist wahr; Laß im⸗ merdar Mich seine kraͤfte schmecken, Laß krinen spott, O herr, mein kem Mich von dem glauben schrek⸗ eu. 3., Wo hatt ich licht, Wofern mich nicht Dein wort die wahrheit lehrte? Gott, ohne sie Verstünd ich nie Wie ich dich wuͤrdig ehrte. 4. Dein wort erklaͤrt Der seele wereh, Unsterblichkeit und leben. Zur ewigkeit Ist diese zeit Von dir mir ja gegeben. 5. Dein ewger rath, Die misse⸗ that Der suͤnder zu versühnen, Den kennt ich nicht, Waͤr mir dies licht Nicht durch dein wort erschie⸗ nen. 6. Nun darf mein herz In reu und schmerz Der suͤnden nicht ver⸗ F 5 gehen; 9⁰ Erste Abtheilung. hen; Nein, du verzeihst, Lehrst meinen geist Recht kindlich zu dir flehen. 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, In weines heils geschaͤft⸗. Durch meine muͤh Vermag ichs nie; Dein wort giebt mir die kraͤste. 8. Erbalt uns, herr, Nur deine lehr! Du baß sie uns gegeben. Sie sey mein theil, Sie sey mir heil, und kraft zum ewgen lehen. Mel. Wir christenleut haben ꝛc. oder: Auf, schicke dich de. Nr. 7. 186. 2½½ dir sey yreis! Ich glaub und weiß, Der grund des heils sind deine lebens⸗ Worte. Bei diesem licht Verfehl ich nicht Den scmalen weg, die enge hin:melspforte 2. Wir meuschen sind Verkehrt und blind, Und keiner Jweiß den weg ins ewge leben. Den unter⸗ richt, Der uns gebricht, Kann uns allein das wort der wahrheit geben. 3. Daß jesus christ Mein heiland ist, Daß er fuͤr mich und meine schuld gestorben; Daß ich durch ihn Erloͤset bin, Daß mir sein blut die seligkeit erworben; 4. Daß sich mein geis Dem leib entreißt, Daß er durch gott un⸗ sterblich ist und bleibet! Daß mich meln hirt Erwecken wird, Wenn gleich den leib des todes macht zer⸗ staͤubet: 5. Daß einst die welt In truͤm⸗ mier faͤllt, Wann gottes sohn wird maiestätisch kommen; Daß er den lohn Von seinem thron Dann ge⸗ ben wird den boͤsen und den from⸗ men: 6. Daß er, mein freund, Wann Terscheint, Mich zu sich nimmt ins ewge freudenleben: Davon hat er, Mein gott und berr, Nur burch sein wort erkenntniß mir ge⸗ geben. 7. Dies wort erfreut In traurig⸗ Tät, und lindert mir den lummer, 1 vor dir gewissenhast, der mich druͤcket; Die schweren weicht, Das hert wird seich de Wann auch in angst, o herr, da ges wort erquicket. ö hel 9. O laß hinfort Dein gnadn wor: Mein ganzes herz zu deinn Ma ruhm beleben; Bis nach der, In ewigkeit, Ich besser dich imn I mel werd erheben. Mel. Liebszer jesu, wir sind I wilf Herr, mein licht, 187. Dieucte mich, Dalh mich und dich ertenne; Daß ei voll vettrauen dich Meinen 9 und vater nenne; Daß ich dadun auf der erde Fur den himmel u ser werde. 2. Lauter wahrheit ist dein wono Lehre mich es recht verste ben. H selbst meinem forschen fort. Ai men Iig daraus einzuseden Was 3 zu meinem heil mich führet, u kei d D 7 mir, deinem knecht, gebuͤhret. 3. Aber laß mich nicht allein Rh. Ha tig seinen sinn ve stehen; Laß mus spire herz auch folgsam seyn, Den a furc kunnren weg zu gehen. Denn ous gott würd ich, bei dem wisfen, Daß 2 4 4. pelt streiche leiden muͤssen. 4 Gieb, daß ich den untertich bdeꝛ Deines wortes treü bewahre; A goit ich, was es mir verspricht, Resh Erw lich an mir selbst erfahre. Ja, Iind sev in meinem leiden Mir ein qull Dat voll trost und freuden. 5 Hils auch, daß von zeit zu zi Meine kenntnisse sich mehren. Zuuh ich dann noch dunkelbeit Bei de glaubens hohen lehren: O sol aluct enie lernen, Und von zu Ma elsucht entfernen. 6. Lente, hochster, meinen sn 18 von den gütern dieser erde Durh solle dein wort zum himmel hin, A du, ich ewig selig werde Lap mich dil gede welt verachten, Und nach ewan Mit freuden trachten. dul 7. O verleih mir stets die kraft, 2. Beinem wort gemaß zu handehl trau men XVII. Vom Worte Gottes. 9¹ schwernmn ird leich herr, U in gnadey wird einst in jenem leben Mich hellres licht umgeben. 2 geistlich ist, untuͤchtig. Dein welen, sind Ii, wille und gebot Ist viel zu hoch licht und wichtig; Wir wissen und ver⸗ icht, stehen nicht, Wo uns dein goͤttlich „ 060 V 0 Daß inen gu dadih nmeli. machten in der welt bekannt Dein ů heil und deine rechte. Zuletzt ist ben wassr selbt dein eigner sohn, O vater, 1„ von des himmels ihron Gekom⸗ t men, uns zu lehren. 3. Für solches heil sev, hert, ge⸗ keistl Laß uns dabei verbleiben, nd gieb uns deinen guten geist, Daß wir dem worte gläuben, Daß wirs annehmen jederzeit Mit ehr⸗ furcht, treu und willigkeit, Als gotttes, nicht der menschen. 4. Hilf, daß der frevler frecher 6 be Uns nicht vom wort abwen⸗ de; Denn du bist ein gerechter gott, Und strafst gewiß am ende. ö 0 w. uns durch der wahrheit kraft Und was sie gutes in uns schafft, Daus laß uns treu bewahren. der kügend pfad zu wandeln; So ö ö j ein herz, Daß wir dein wort recht fas⸗ * deinn Mel. Aus tiefer noth schrei ich ꝛc. der ir menschen sind zu ich imj 188. Wiem, o gott, Was wort und licht Den weg zu dir nicht 2. Von jeber balt du aus gesandt Propheten, deine knechte; Sie 5. Herr, öffne du versiand und sen; In lieb und leid, in freud und schmerz Es aus der acht nicht las⸗ sen; Daß wir nicht hörer nur al⸗ lein, Mein, auch desselben thäter seyu, Frucht hundertfaͤltig bringen. 6. Geis gottes! mache seibst uns gleich Dem fruchtbarn guten lande, Daß wir, an guten werken reich, In unserm amt und stan de Das thun, was uns dein wort gebeut, Und frei vom dienst der eitelleit, Des glaubens kraft beweisen. Z. Laß uns, dieweil wir leben hier, Der suͤnder weg vermeiden. Gieb, daß wir haften fest an dir, Im wohlstand, wie im leiden. Rott aus, was dir, herr, nicht gefaͤllt, Hilf uns die sorgen dieser welt Und boͤse luͤle daͤmpfen. 8. Erhalt uus dein wort klar und rein, Und laß es unsern fuͤßen Ein licht auf unsern wegen seyn. Hilf, daß wir draus genießen Kraft, rath und trost in aller noth, Daß wir im leben und im tod Beslaͤn⸗ dig auf dich tranen. 4 9. Es muͤsse sich zu deiner ehr, Gott vater, weit ausbreiten! Hilf, jesu, daß uns deine lehr Erleuch⸗ ten moͤg und leiten! O heilger geist, dein goͤttlich wort Laß in uns wir⸗ ken immerfort Lieh, hoffuung, troß und glauben. Mel. Allein kr, dei der 10 ꝛc. err, deine rechte un 189. H gebot, Darnach wir sollen leben, Zu halten, wollest du, o gott, Mir kraft und gnade eben, Daß ich zum guten willig sey, Mit sorgfalt johne heuchelei, Was du besiehlst, vollbringe. 2. Gieb, daß ich dir allein ver⸗ trau, Dich uͤber alles liebe; Auf menschenhuͤlf und troff nicht bau, ‚ 1. Von den zehn Geboten insbesondere. Nicht muthlos mich betruͤbe: Daß mir nicht andrer menschen gunst, Macht, ansehn, reichthum, witz und kunst Zuneinem abgott werde⸗ 3. Hilf, daß ich deinen gnaden⸗ bund Recht schahe und erkenne; Von herzen, nicht blos mit dem mund Dich und dein wort hekenne: Daß ich bedenke jederzeit, Wie seht mich meiner taufe eid Zum dienste dir verbindet. ö 9²2 Erste Abtheilung. 4. Am tage deiner heilgen ruh Laß mich gern vor dich treten, Die zeit auch heilig bringen zu Mit danken und mit beten! Daß ich hab meine lust an dir, Dein wort ja hoͤre, daß ichs mir Auch recht zu nutze mache. 1½ 3. Die eltern, lehrer, obrigkeit, Die vorgesetzt mir werden, Laß mich verehren jederzeit, Daß mirs wohlgeh auf erden; Daß ich fuͤr ihre sorg und treu Recht folgsam und recht dankbar sey, Und sie nie mals betruͤbe. 6. Hilf, daß ich niemals eigne rach, An mein m feinde uͤbe; Und die wir zuge fuͤgte schmach Verzeih, vielmehr ihn liebe: Sein gluͤck gern goͤnne jedermann; Seh, ob ich je⸗ mand dienen kann, Und es daunn thu mit freuden. 7. Unreine werk der finsterniß Laß mich sorgfaͤltig meiden, Du siehst und strafest sie gewiß Mit schuer gehaͤuftem leiden! Schaff in mir, gott, ein reines herz, Daß ich schandbare wort und scherz Und al⸗ les schwelgen fliehe. 8. Verleih, daß ich mich reblich nähr, Mich boͤser raͤnke schaͤme, Mein herz niemals zum geize kehr, Mit unrecht nichts hinnehme; Und von der arbeit meiner haͤnd, Was recht ist, gern auf arme wend, Und nicht auf pracht und hoffarth. 9. Hilf, daß ich meines naͤchsten glimpf Zu ßetten mich befleiße, Von ihin abwende schmach und schimpf; Doch böses nicht gut heiße. Gieb, daß ich lieb aufrichtigkeit, Hab einen abscheu jederzeit An laͤ⸗ stern und an luͤgen. 10. Laß mich des naͤchsten haus und guth Nicht ungerecht begehren; Was aber mie vonnoͤthen thut, Das wollst du mir gewaͤhren: Doch/ daß es niemand schaͤdli« sey, Ich auch ein ruhig herz dabei, Und deine gnad behalte ö II. Mein gott! dein mir gegeb⸗ nes recht Und deinen heilgen wil⸗ V i len, Wie mir gebuhret, deine 6. Se knecht, Auf immer zu erfullen Sein r Vermag ich von mir selber nicht du, o! 5⁰ fuͤhle, daß es mir geblich sein ges azu an eignen kraͤften. den sel 12. Drum gieb du mir von deinen fen sey ihron, O vater, gnad, und siih lennen. ke! Verleih, herr jesu, gottes sosn 7. Er Daß ich thu rechte werke! O hih nem H ger geist, hilf, daß ich dich M den; ganzem herten, und, wie mich gnade Den naͤchsten thaͤtig liebe! In voriger Melodie⸗ dein gesetz, gi 190 Ldudet welt 3 lih ur rich 0 schünt hast gegeben, Das du Mal. 3 regel vorgestell, Wornach wir si len leben, Das deinen willen osen I bart, Ist gan von einer anken asenba art Als menschliche gesetz.„vnerli 2. Mit aͤußerlicher ehrbarkeit gah rest! es sich nicht begnügen, Obgleich di snd w hand nicht schlaͤgt noch draͤut, n willen lippen nicht betrügen, Das auge durst u nichts verborgnes sieht, Und un siilen befleckt sonst jedes glied In seiuth 2. W. Ordnung bieibet. G0tt, 3. Ob man nicht flucht, betih hofnur get nicht, Ob man kein sabbalbinihe sio schäͤnder, Kein stevler, der die ehn rufsesie brich, Kein mörder kein vei, isch re schwender, Kein freund vom suͤng ben! J ichen geschwas: So ist dein dn In e fried gesetz Doch damit nicht 0 3 De rieden. ct 1 4. Es fordert, daß das herz dich, Rem gott, Wie dus verdlenest, lieh, Ncht, Und sich, zu halten dein gebot, Al Hoch 5 allen kraften uͤbe Es will, daß, scheint wie du heilig heißt, Auch unst hen, S herz und ganzer geist Sey heillh, wenn er und unstraͤflich n sehe 5. Der geist, von suͤndensich 4. Zw rein, Soll sich zu gott erhehen, Iu den Soll immerhin beflissen seyn, Tlei zein gel jeder oflicht zu leben Begierig uf guten n detz nächsten wohl, Nach weishelgen, ut und der tugend, soll Der mensh voll eifer streben. eihn 6 ug th * XIII. Vom Worte Gottes. 9³ deiney 6. So hat uns gott geoffenbart rfuͤlen Sein recht und seinen willen. Willst nicht du, o mensch, auf solche art, Nun gebiisch sein gesetz erfuͤllen? Wie ast der suͤn⸗ den sclaverei Der wille unterwor⸗ deinem fen sey, Das wirst du leicht er⸗ ud sitz Jennen. es sosh, 7. Eytschließ dich drum, zu dei O hahnem Heil, Dem miitler zu erge ch M ben; Komm, nimm an dessen mich gnade theil, Durch den die suͤnder leben; Nimm dankbar, froh und glaubig an, Was er zu deinem heil geihan Und preise seine liebe. 8. Laß aber auch in deinen geist Dir sein gesetze schreiben, Thu al⸗ les willig, was er heißt, Laß sei⸗ nen geist dich treiben. Denn wer die suͤnd nich: redlich flieht, Nicht ihm zu leben sich bemuͤht, Der bleibet im gerichte. 9„0 2. Vom E „ rich Mel. Ich ruf zu dir, herr jesu 2257 eil deinem polke, dem 191. H vir sch n offen du dich, O höͤchster, anden vangelio. 3. Aus furcht des todes wuͤrden wir Zum traurigsten geschlechte, Wenn uns dein wort nicht, gott von dir Des himmels hoffnung offenbarest, Das du regierst, und braͤchte. Der suͤnder kann durch je⸗ väterlich Auf ebner bahn bewah, sum christ Für alle seine snden testl Heil uns, denn dies dein volk Gnade sinden; Der luͤste macht und t. 2 sind wir: Du lehrst uns, deinen list Durch glauben üͤberwinden. pilen Recht erfülen, Und unsernI 6. Ach theur und werth sey uns d ul, durst nach dir Selbit aus der quelle dies wort; Denn du hasts uns ge⸗ üug llen. geben. Es leit uns hier, es bring selus. 2. Weh deuen, die sich finsterniß, uns dort, O gott, zum ewgen le⸗ betthl Gott, für dein licht e wählen. Wie ben! Lehr auch die spörter, die es balhs⸗ it Li eich git hoffnungslos, wie ungewiß Sind noch Mit stolzem muth verachten, die cl ihte stolzen seelen! Du selbst be⸗ pei⸗ kuls sie immer noch, Dein himm⸗ ö sünh lisch reich zu erben, Nicht zu ster⸗ 0 ben! Ihr leichtsinn stuͤrzt sie doch cht 9 In ewiges verderben. ch ic 3 Der kluͤgler sagt, du werdest à D0 nicht Uns etwas neues lehren; lich⸗ Denn die vernunft sev schon das 26 licht, Dich würdig zu verehren. 157 Doch wem nur dieser schimmer Aunsthsceint Der kann nicht voͤllig se⸗ heilig, enlieh hen, Sicher gehen; Nein, sinket, wenn er meint, Auf vestem grund lu stehen. ben,. Zwar die vernunft erkennet dich 4• A deinen großen werken, Weiß a hen gebot; doch weiß sie sich Zum Eibd guten nicht zu staͤrken. Wir sündi⸗ 1 Wr und sie kann nie Uns wie⸗ meush ber dir verfoͤhnen. Unsre thraͤnen Siehst du; doch koͤnnen sie Nicht thun, nicht versoͤhnen. ö Darnach schmachten, Und so bei lesu licht Nach seinem reiche trach⸗ ten. Mel. Liebster jesu, wir sind ꝛc. 192 öͤstlich, o mein heiland 9— ist Deines wortes gadenlehre. Gieb, daß ich mit folg⸗ samkeit Treulich ihre vorsch rift ehte; Dem, was sie verheißet, bme Vest mein hoffey darauf aue. 2 Deines wortes unterricht Leh⸗ ret uns gott recht erlennen, Ihn mit herzens ⸗zuversicht Unsern gott und vater nennen, Und nach sei⸗ nem heilgen willen Unsse pflichten treu erfuͤllen. 4. Du entdeckst uns unsre schulb, Und der sundey großen schaden; Aber auch des hoͤchsten huld, Den en 9⁴ Erste Abtheilung. den reichthuln se 1 0 gnaden; Lehrst uns aller unster fünden Gnädige vergehung inden. 5. Du rufst untz voll liebe zu: Roͤmmt zu mir, ihr muͤden seelen, Es soll euch zu eurer ruh, Nicht am troste bei mir fehlen Werdet ihr von mir nur lernen, Wird der kummer sich entfernen. 6. Herr, dein evangellum Hat piel tausend, tausend zeugen, Die zu deines namens ruhm Dankbar ihre Knie beugen, Daß du noch dies wort erfüllest, Und der srele kummer stillest. i 2. O nimm gnädig an den dank, Den ich dir voll ehrfurcht bringe; Hoͤre meinen lobgesang, Den ich hochersreut dir singe; Du heilst al⸗ len meinen schaden, Herr, und kroͤnest mich mit gnaden. S. Koͤfllicher, als gold, sey mir, Was dein goͤttlich wort mich leh⸗ ret Dank, ja ewig dank sey dir Fuͤr den trost, den es gewaͤhret! Werd ich einst zu dir erhoben, Will ich wuͤrdiger dich loben. Mel. Jesu, meine freude, meines ꝛe. 1+108 ort, aus gottes mun⸗ 193. W de! Wort, vom sriedensbundel Evangelium! Bald, da wir gefallen, Ließ dich gott er, schallen? Du bist unser ruhm! Gottes kraft, Die glauben schafft, Gute botschaft, uns zum leben Bon gott selbit gegeben. 2. Was dein wohlgefallen Wherab. der zeik uns allen Gott belimn mir hat; Was sonst dunkle schätin veich i⸗ Vorgebildet hatten, Das vollfühn 3. D dein rath. Daß dein eid Dich nih kinder, gereut, Zeugst du nun; in j sind. namen Wird er ja und amen. minder 3. Alles ist vollendet. Gott U Du bt den gesendet, Der verheissen un Bergis Jesus, der sein leben Wollte g. D uns geben, Stellt sich wirklich dan pfoyler Ja er hat Des hoͤchsten rath Oun delbar dollbracht, und lebt in ehre. M befohle erwuͤnschte lehre! dar. 4. Da uns strafen drohten, X Der d ten Iund. WWas iut ho von gah 5. L uns kund. Was fuͤr holde lehrn de Se Losset sie uns hoͤren! Welch MoUnd theurer bund! Gottes huld Tish Zu go unsre schuld, Und wer ihn us Klück glauben ehret, Wird von ihm i sey ih hoͤret. 1 Rel. 5. Auf, und wehrt den schuunn zen! Kommt ihr, deren herzen A0 10 gesetz zerschlug; Kommt zu desth 7. guaden, Der, fuͤr euch beladen, Iu kind 7 schmerzen trug. Jesu tod Versuhn vater, euch golt, Gott, der euch als zu erb ter liebet, Und die schuld vergeheh auf er 6. Hieranf will ich bauen, Chissh den. mich vertrauen, Und in ihm ui 2. H sreun. Ihm nur will ich jeben es dur Iom mich ganz ergeben, Ewig i gei“ shm seyn. So werd ich Auch esh ve kra durch dich, O mein heiland Uu e sterben, Und den himmel erben 3. M V* XVIII. Von der Taufe. ö luch N fe sege d erfreu t XVIII. Bon der Taufe: 9⁵ en Werab. Laßt, sprachst du, laffet sie estimmezu mir, Und wißt, das bimmel⸗ schͤttn reich ist ihr. 4.4 vollfühn 3. Du bist, erhabner freund der pich nal kinder, Die auch durch dich erloͤset in js ind, Zur rechten gottes jetzt nicht gen. minder Holt selig gegen sie gesinnt. Bott Du bleibhst der deinen zuversicht, uth Onn delbar! Wir bringens, wie du selbst hre. Mbefohlen, Dir in de heilgen taufe dar. O segne es, herr jesu christ, u, Ti Der du der zaufe stifter bist! Pon h B. Luß durch dies siegel deiner gna⸗ lehreh de Sein christenrecht bestäͤtigt seyn, elch Melind weih es nun in biesem bade Id Iil Zu gottes kind und erben ein Das ihn ul gluͤck, daß es dir angehoͤrt, Herr, ihm sey ihm ewig iheur und werth Mel. Liebster jesu, wir sind hier ꝛc. schrnth 153„ zen Dal Here hier siehst du unt 3u destl 105 vor dir, Siehst dies den, Nl kind auf unsern armen. Dich, o Vetsihn vater, bitten wir, Bich auch seiner Rals zi zu er barmen, Daß es goites kind sich hergiebeh auf erden Und einst selig moͤge wer⸗ hm mih 2. Heiland, iesu! es ist dein: Laß 9 leben es dürch dich gnade finden. Heiliger wig Iun glist kehr bei ihm ein, Laß es dei⸗ uch eih ne krait empfinden, Die in ihm üd Fl den sünden steuert, Es zu gottes erben bild erneuert. 3. Mach nus alle in der welt Dir hon herzensgrund ergeben, Datz hir, wie es dit gefaͤllt, Eingedenk des tauf bunds leben; Und daß wir uch nach dem sterben Unsrer tau⸗ fe sehen erben. unsrer suͤnden Du lehrst, o vater WM Wet nur den lieben gott e. sohn und geiß, Uus durch ei ö 19 6.J5 bin getauft, nach je⸗ lers heils dich freust, Der du nicht 116 ud mund und that dich 77 Undsnen bund Zu kindern angenom⸗ zu seyn men: Machst jedem deine wege gern 0 su lehren; Dich, va⸗ icht demen sohn und geist, So zu liebe. n—— kennen und zu ehre;„ Daß herz „ fi ldann des glücks, ein aꝛri 2. Du hast mich fuͤr dein kind erklaͤ⸗ ret, O vater in der taufe schon z Du hast auch mir das heil gewaͤh⸗ ret, Das du erworhen, gottes⸗ sohn; Du, geist des hoͤchsten/ stehst Ut—— Daß ich dir ganz geheis 91 sey—— 7 3 Die liebe ist nicht zu ermessen; Die du, mein gott, mir zugewandt. O laß mich nie die pflicht verges⸗ sen, Dazu ich selbn mich dir verr band, Als du in deinen bund mich nahmst, Und mir mit heil entges gen kamst. 1—1 3 4. Du bist getreu, auf deiner sei⸗ te Bleibt dieser bund stets fesie stehn. Und falls ich ihn auch uͤber⸗ schreite, Läßt du dein vaterherz doch sehn; Du klopsst an mein ge⸗ wissen an, Und lockn mich auf die rechte bahn dm e 5. So geb ich denn, mein gott, aufs neue, Mich gant zu deinem opfer hin. Erwecke mich zu neuer treue, Und bilde mich nach deinem sinn. Weich, eigner sinn! o sünde, ihech. hoͤrt es; jetzt entsag —. euch. ö 6. Befestige dies inein verspre⸗ chen, Mein vater! und bewahre mich, Baß ich es niemals möge biechen Mein ganzes leben preise dich! Gott meines heils, sey ewig sern. Und laß mich dein auch ewiß eyn. Mel. Cbrist, unser herr, zum ꝛc. ö gott, bei dir ist beil 197. O und ganaͤd In aller norh zu finden. Du schenist uns durch dein wasserbäd Vergebung sichtbar zeichen, Wie sehr du uu⸗ Deines sleichen An gnade vaft, an 2. Du bast uns, herr, durch dei⸗ Mich hiet und ewig zu erfreun. und, Willst, dab sie alle 1296 96 Erste Abtheilung. Ach, strafe nur verdienten wir: Und du(wer kann es fassen?) Ver⸗ einigst uns, o gott, mit dir: Hast uns die straf erlassen, Und willst uns selig machen. 3. Dadurch bin ich nun, als dein lind, Versichert deiner gnaden Was sich für schwachheit an mir findr, Das laͤßt du mir nicht scha⸗ den. Du giebst zur heiligung mir kraft, Erhoͤrst mich, wenn ich bete. Und wenn ich fromm und tugend⸗ haft Dein recht nicht uͤbertrete, Soll mir kein gutes mangeln 4. Hochbeilig sey denn mir die pflicht, der sunde macht entrissen Zu dir zu haben zuversicht Und auch ein gut gewissen; Dich nicht, o vater, sohn und geist Blos mei⸗ nen herrn zu nennen; Dich, wie dein wort mich unterweist, Mit thaten zu bekennen, Dir nur, und gern zu dienen. 5. Der suͤnd hab ich entsagt, o gott, Und allen ihren werken, wider trug, gefahr und sott. M deine gnade staͤrken! Zu deing tempel waͤhlst du mich; Dir bini neu gebohren; Daß ich dich fün te, herr, nur dich Dazu bin erkohren, Erschaffen und erlöse 6. Dem alten sinne sterb ich Damit ich goͤttlich lebe, Und I Mel 194 erloͤste 2.2 Jesu] Laß st. herz u ner d deugt erhoͤrt reich ererbe. 4 den h 2. Nach der Taufe eines Kindes. Mel. Nun Aweiht en ehrien eweiht zum christen⸗ 198. Ge thume, Ist dieses kind nun gott geweiht! Erzieh es, dir zum ruühme, O vater der barm herzigkeit! Verlaͤngert deine liebe Sein leden; so verleih Durch dei⸗ nes geistes triebe, Daß es dir im · mer treu, Den hohen werth der tugend Schon fruh empfinden lern. Es ziere seine jugend Die selge lust am herrn! 2. Auch wir sind gott geweihte, Durch unsre taufe gott geweiht! Dies gluͤck entflamm vns heute Zu lob und preis und dankbarkeit; Er⸗ weck uns zum veriranen, Mit uns, dein u daß 3 kindlich⸗frohem sinn Gen him in auftuschauen, Zu unserm vah Mel. hin; Erweck uns, zu ermesseh Was uns sein wort verlpricht, UI 20 nimmer zu vergessen Der ihm gu mal! lobten pflicht. der e 3. Du vater von uns allen, A lader lehre du uns selber thun Nas zu m deinem wohlgefallen: Laß deing zu di segen auf uns ruhn! Du wirst A zeuch diesem leben, Wie du bisher 9 than, Was wir bedürfen, geheh Verleih uns nur alsdann Die best. deiner gaben, Daß wir durch s sum christ Theil an dem erbe habe Das unver gaͤnglich ist. XIX XIX. Vom heiligen Abendmahl. XIX. Vom heiligen Abendmahl. 1. Vor und in Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. 27. Die ihr ehristi juͤnger bich 199. seyd, Theure mit Und i.erlöste brüder! Alle seinem dienst u geweiht, Alle seines leibes glieder: 105 Kommt versoͤhnte! kommt, er⸗ in neut Euren bund der seligkeit. anun 2. Die, so jetzt mit zuversicht, erfül Jesu! deines heils sich freuen, Die laß stets in diesem licht Wandeln d gel. und sich ganz dir weihen; Laß ihr est gi herz vom stolze rein, Voll von dei⸗ röst u ner demuth seyn.—— bleih, 2. Troͤste, die in traurigkeit Ue⸗ nd hih ber ihre seelen wachen: Stärke, herr der herrlichkeit, Ihren glau⸗ lerd den! hilf den schwachen, Die ge⸗ ort da zeugt von ferne stehn, Konnen un⸗ erhoͤrt nicht flebn. 4. Hoherpriester! ja du bist In den himmel eingegangen; Segne uns, herr jesu ehrist! Da wir nun dein mahl empfangen. Hilf, o herr! daß wir es nicht Jemals nehmen zum gericht. Mel. An wasserfluͤssen babylon ꝛc. messey u, herr, hast aus barm⸗ Ht, U 200. herzigkeit, Zum denk⸗ ihm gi mal deiner gnaden, Das ganze volk der ehristenheit Wohlthaͤtig einge⸗ laden. Du rufst: muͤhselge, kommt zu mir! Ich komme, herland! ja zu dir Erheb ich meine seele. Ent zeuch mir deine gnade nicht, Sey auch mein trost, mein heil, mein gebeh licht. Du siehst, wie oft ich fehle. 2. Ja, meiner schulden sind weit nehr, Als ich vermag zu zaͤhlen. Ich fuͤhl es wohl, und leide sehr Vor unruh meiner seelen. Doch du bist meine zuversicht, Verlaß mit deinem trost mich nicht; Du siehest meine reue. Erbarmer, nimm sie gnädig an; Du bists, der helfen will und kann Daß sich mein herz ersreue. 33 * — — — * bei demselben. 3., Nach deinem kroste sehn' i mich Gebuͤckt vor bir in ubes Dein troͤst ich mich, und nur auf dich, Erloͤser, hofft mein glaube. Gebeugte willst du nicht verschmahn: Versprichst, den schwachen beijn⸗ stehn, Die nach der beßrung trach⸗ ten. Stets bleibst du deinen wor⸗ ten treu, und wirst ein glaubig herz voll reu, Auch meines, nicht 24. Regke c 4., Regiere nun auch kuͤnftig mi Daß ich vorsschtig handle, Iind hei⸗ lig, voll vertran guf dich, Nach deinem willen wandle. Gieb, daß aus dank fuͤr deine huld In liebe, glauben und geduld Ich dit auf er⸗ den lebe! Bis ich dereinst in dei⸗ nem reich Verklaͤrt, unsterblich, en⸗ geln gleich, Dich ewig froh erhebe. Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛc. 201. Gob seyst du, herr, fuͤr unsers mittlers tod, Der das heil erworben! Wie hoch bast du auch mich geliebt! Er, der uns ewigs lehen giebt, Ist auch fr mich gestorben Mein ganzes herz froh⸗ lockt in mir. O vater, ich lobsinge dir. Gieb, daß ich jeden tag aufs neu Mich deiner vaterhuld erfreu. Gottmemes heils! Sey ewig mein 14. Bol kroher e 2. Voll froher ehrfurcht heug i mich Vor dir, sohn gottes! der dich Fuͤr mich hast hingegeben. Es komme mir nie aus dem sinn Wie viel ich dir herr, schuldig bin: Dein tod bringt mir das leben. Durch deines opfers ewge kraft Hast du, o herr! auch mir ver⸗ ben 60 Was mich vor dem verder⸗ ben schützt, Was meinem geiste 10 nuͤßht, Herr jesu christ! Wie 60 liebst unser gott; Gelobt · Sey ewig mein, Und laß mich dir 9 Erste Abtheilung. llebst du mich Wie Liehst du mich! Gieb, daß ich ewig liebe dich. 3. Mit inbrunst fleh ich, herr, uu dir: Befördre du doch selbst in mir Ein glaubiges gemuͤthe! Mich dürslet, gleich dem dürren land, Bei deiner liebe unterpfand, Nach deiner großen güte. Ich fuͤhle wohl, was mir gebricht, O staͤrke meine zuversicht, Daß du auch mein ver⸗ soͤhner seyst, Und mich vom ewgen tod befreist. Herr, dieser trost Sey vest in mir, Sey vest in mir, So dien ich voller freuden dir. 4. Zur weisheit und gerechtigleit, Zur heiligung und seligkeit Bist du mir ause sehen. Auf diesen herr⸗ lichsten gewinn Laß mich treu rich⸗ ten meinen sinn, Mein streben und mein flehen: Mein heiland, zieh mich ganz zu dir; Ja, durch den glauben wohn in mir: So nimmt in mir die seelenruh, Und meines herzens bessrung zu. Mein herr und gott! Verlaß mich nicht, Ver⸗ laß mich nicht! Nur du bist meine zuversicht. 5. Zu deinem himmel hilf du mir. Der freuden fuͤlle ist bei dir; Laß mich sie einst geniessen. Belebe mich mit muth und kraft, So meine ganze vilgerschaft Zu fuhren und zu schliessen, Daß mir dein wort ets heilig sey, Daß ich, bis in en tod dir treu, Mit freuden thu, was dir gefaͤllt, Und dich auch ehre vor der welt. O herr, mein heil/steh Sey stets mit mir, Sey stets mit iu 5 So komm ich einst gewiß u dir. Mel. O jesu christ, meins lebensl. Herr, der du willig, als 20². 5 ein lamm, Am mar⸗ tervollen kreuzesstamm, Beschwert mit unsrer sundenlast, Dich selbst fuͤr uns geopfert hast; 2. Hier feir' ich deinen mittler⸗ tod; Hier nahrst du mich mit him⸗ melsbrod; Hier ist das unschatzba⸗ re gut, Das du mir giebst, dein leih und blut. — 0 O liebe, welcher keine Aleich rl. O wunder, das kein mensch g Mel. reicht! Mir unbegreiflich und dot x wahr! Du sagst es, und dein woh 20 ist klar.„ mahl 4. O gott⸗mensch, hilf mir, I ter ih ich ja Mit tiefster ehrfurcht emp'e mich nah! O herr, mein mu land empfahe nicht Dein heilig mahiun fuͤnd zum gericht! ganz 5. Hier deinen liebevollen Und Verkuͤndigen, ist dein gebot, In d preise denn mein ganies her; Ii Ueber jetzt fuͤr deinen todesschmerz. 2.2 6., O wie so großen segen gis leben Dein leib und blut dem, der d herr liebt! Ihm ists ein pfand der ses friedt keit, Ein siegel der Lerrauleß, trinkt 7. Ach, wie so reich ergiesset s Hier meines gottes lieb in mil Hier schmeck ich, voll zufriedenhih Des besten vaters freundlichkeit. 8. Wie feurig du, mein sesh. liebst, Beieugt dies pfand, dash mir giebst; Nichts scheidet Hen dich und mich. Mict liebest du, Mel. liebe dich. 9. Ja, herr, dich lleb' ich unm 20 ruͤckt, Wenn suͤnde lockt, wen deine kummer drückt. Verschmachtet ii und seele mir: Doch lieb ich dich und bleib in dir. ö I0. Herr, dieses heilgen mahlh kraft Stark mich in meiner pilga schaft, Den feinden tren zu width. stehn, Die mir nach meiner sel ehn. 11. Es steuert allen stolz us neid; Vermehret lieb' und eingg keit; Giebt trost, der nie das hi verläßt, Und macht den guten goß satz vest. 12. Nun, jesu, fuͤhr ihn selbsh zur that, Und leite mich nach des nem rath: So bring ich in gelaßno d ruh Die tage meiner wallfahrt 3. Und wenn du mich, du bensfuͤrst, Ger seligkeit einst fuͤh schen ren wirst, So nehm ich noch voll kommner theil An deinem uns en worbnen heil ö M in mil edeuhih et fermn st du, i ner seih ls u d eing f das hil Iten voy n selhi ach dein gelaßng ahrt III „du lo0⸗ nst fuh ch volh uns elh MI ickeit, ein Iest „ das di Mel. Wer nut den lieben gott ic. ö 0 err, du wollst sie vor 203. H bereiten Zu deines mahles seligkeiten; Sey mitten un⸗ ir, dh ter ihnen, gott! Heil und leben zu ürcht empahen, Lah würdig sie zum hei⸗ in mus land nahen, Und sprich sie los von mahlu fünd und tod! Sind sie schon nich⸗ ganz rein, So sind sie, jesu dein, Hllen Und unsterblich! Laß, laß sie sehn bot. E In deinen hoͤhn, Von fern der erz Dih Eu. gen gi der herr will geben! Sein trost und der sah friede sey mit euch! Nehmt und tigkeit trinkt zum ewgen leben Den kelch iesset s des heils, auch euch gegeben! Er⸗ Ueberwinder lohn 2. Nehmt und ess'n zum ewgen eben Das brod, das euch der erbt, ererbt des mittlers reich! Wacht! eure seele sey Bis in den tod getren! Amen, amen! Der weg isti schmal, Seyd in der zahl Der sieger, die der richter kroͤnt. ier bin ich, jesu, zu 204. 0 erfuͤllen, Was du in deiner leidensnacht, Nach deinem Inadenvollen willen, Zur pflicht und wohlthat mir gemacht. Verleih zur uͤbung dieser pflicht, Mir dei⸗ nes geistes kraft und licht. 2. Es werde mir fuͤr mein gewis⸗ sen Dein mahl ein troͤstlich unter⸗ bfand, Daß ich, der suͤndenschuld enttissen, Durch dich bei gott ver⸗ gebung fand: So freuet meine seele ch In deinemn heil, Und lobet dich. 3. Bewundernd denk ich an die liebe, Womit du unser heil be⸗ dacht; Wie stark sind deines mit⸗ leids triehe, Die dich bis an das kreu gebracht! Es mache, herr, dein todesschmerz neuen ein⸗ druck aüf mein herz 4. Laß mich mit ernst die sunde scheuen, Für welche du, erloser, sigebst; Zürch schuoͤden miß brauch nie entweihen, Was du so theuer mir erwarbst, Nie füͤhre mich zur sicherheit Der trost, den mir dein tod verleiht. 3. Ich übergebe mich aufs neue, Odu, mein herr und gott, an dich! Ich schwoͤre dir bestandge treue Bei deinem mahle feierlich. Dein eigen will ich ewig sehn, Du flarbst fuͤr mich, drum bin ich dein 6. Nie will ich mich vor jemand schaͤmen Der ehre, die man dir er⸗ weist; Mich nie zu einem schritt hequemen, Den mein gewissen sündlich heißt. O floͤße mir den ei⸗ fer ein, Wie du, o herr, gesinnt lu sey. 7. Laß mich mit ernst den naͤch⸗ sten lieben; Und wenn er strau⸗ chelnd was versieht, Persoͤhnlich⸗ keit und sauftmuth uͤhen, Aus wirkich christlichem gemüth; Stets eingedenk der schuldenlast, Die du mir, herr, erlassen hast. 8. Es staͤrke sich in mir der glau⸗ be, Daß meine seele ewig lebt, Und daß einst aus des grabes stau⸗ be Mich dein allmaͤchtger ruf er⸗ hebt, Wenn du dich, großer lebens⸗ with Den voͤlkern sichthar zeigen wirfk. 9. Im geist lieg ich zu deinen fuͤs sen Mit dank und lob, gebet und flehn. Laß neue gnade auf mich fliessen! Mein heiland, laß es doch geschehn, Daß mir, zur staͤrkung meiner treu, Dein abendmahl ge⸗ segnet sey. Mel. An wasserfluͤssen babylon ne. Orch komme, herr, und 205. I huche dich, Mühfel und beladen. O, mein erbarmer⸗ würdge mich Des siegels deiner gnaden. Ich liege hier vor deinem thron, Sohn gottes und des men⸗ schen sohn, Mich deiner zu getro⸗ sten. Ich fuͤhle meiner sünden muͤh, Ich suche ruh und finde sie Im glauben der erloͤsten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, ö Du bist das heil der suͤnder; Hast ihre schulden abgethan, Und wir 2 sind 100 Erste Abtheilung. V sind gottes kinder. Ich denk an dei⸗ nes leidens macht, Und an dein wort: es ist vollbracht! Du hast mir heil erworben. Für mich hast du dich dargestellt. Mit sich ver⸗ foͤhnte gott die welt, Da du fuͤr sie gestorben. 3. So freue dich, mein herz, in mlir; Er tilget meine sünden, Und laͤßt, bei seinem mahle hier, Mich gnad um gnade finden; Er hoͤrt der reue sehnlich flehn„Will gern mich frei und gluͤcklich sehn, Will mir die schuld vergeben. Nur soll ich dem, ider fur mich starh Und mir so großes heil erwarb, Von ganzem herzen leben. 4. Ja, herr, mein gluͤck ist dein gebof; Ich will es treu erfuͤllen Berleihe mir durch deinen tod, Die kraft zu biesem willen! Laß mich von nun an eifrig seyn, Mein gan⸗ zes leben dir zu weihn, Und deine huld zu preisen. Laß mich den ernst der heiligung, Durch eine wahre besserung Mir und der welt be⸗ weisen. Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. oder: Tobsinget gott und ꝛc. Nr. 5. 206. JIu preise dich, o herr, mein heil, Fuͤr deine tobdeslelden. Hab ich an ihren fruch⸗ ten theil, Was fehlt dann meinen sreuden? Du wardst ein opfer auch für mich: O gieb, daß meine seele sich Deß ewig freuen moͤge. 2. Du laͤssest mich in deinem tod Das wahre leben finden, Erlösung aus der groͤßten noth, Vergehung gller suͤnden, Gewisfensruh, zur beßrung kraft, Das hast du, herr, ouch mir verschafft, Da du am kreuze starbest 3. Dein abendmahl ist mir ein pfand Von dieser großen guͤte. Wie viel hast du an mich gewandt! O starke mein gemuthe Zum glau⸗ bigen vertraun auf dich, Daß ich, so lang ich lebe, mich An deine zujag 4. Ich fuͤhle, herr, voll reu u n 15 schmerz Die last von meinen s den. Laß mein vor dir gebengi rer: à heri, Den großen trost empfinden keiter Daß du, aus gottes vaterhulh, elb Auch mir vergebung meiner schih Eut Auf buße hast erworben Zum 5., Der trost, den mir dein ih will verschafft, Wird ewig mir zuen zu gen; Er siarke mich mit neuer zus zum Auf allen meinen wegen, Nur gi nur⸗ zu thun was dir gefallt, Und al furcht und lust der welt, Stauh Han haft zu überwinden! 40 6. Wie soll ich die barmherth Nun keit, Die du mir thust, ermesses 1 Gieb, daß ich sie zu keiner zeit Iu. dankbar mag vergessen: Daß aus achter gegentren Ganz demm dienst ergeben sey, Und dir zur an ebe. Z. Laß deines leidens großen zunn 40 Mir stets vor augen stehen: Nim von 7 alle hindernise weg, Die ehh Sch bahn zu gehen, Die mir dein de Dar lig vorbild weist, Und die einst dn his 13 en geist Zu deiner frende fih und 8. Zu meinem heile hast du dih 6„ Für mich dahin gegeben; Dah 70 abendmahl erwecke mich Mit erns 91 darnach zu streben. Herr, math 0 mich dazu geschickt, Und werd en einst der welt entruͤckt, So s ant dein tod mein leben. 100 Mel. Schmuͤcke dich, o liebe seel 2 Cesu, freund der meh 207. schenkinder, Det N 79 dich zum heil der sünder Von d“ hummeis hohen freuden ZIn des baͤngsten todesleiden Willig haf ken herabgelassen, Wer kann dein e ih barmen fassen? Tief geruͤhrt von fi solcher güfe, Preist dich dankol. mein gemuͤthe. M 2. Herr, du hast auch mir bere tet, Was zum wahren wohl mi!. 2 leitet: Licht, den weg des heils A finden; Trost, bei dem gefuͤhl do 3. Inade halte. ssuͤnden; Kraft, der beßrung 940 ö reu u nen s ebeugt pfinden Nur di einst deh dein t zuin s uer krah Und ah Hanj sey dir mein herz geweihet; 0 Nur nach deinem wort zu leben; Schneller oft, als ichs versprochen. XIX. Vom heiligen Abendmahl. 101 zujagen; Muth, des lebens last zu tragen; Und die hoffnung beß⸗ rer zeiten In dem reich der ewig⸗ keiten.. 3. Ja, du willst mit deiner gnade Selbst mich auf des lebenspfade, Zum genuß der seligkeiten, Die du mir erworben leiten. Du, du willst mich bessern, roͤsten, Und zum erbtheil der erloͤsten, Zu des himmels herrlichkeiten, Folg ich dir nur, vorbereiten. 4. Nun, so sey der bund erneuet: 0 0 Taͤglich will ich mich bestreben, Was du liebst, will ich auch lieben, Ernstlich mich im guten uͤben; Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen. 5. Doch, ich fuͤhle meine schwaͤ⸗ che. Jesu, was ich dir verspreche, Ach, wie leicht ist das gebrochen! Darum siaͤrk in mir die triehe Dankbeflißner gegenliebe, Daß ich, bis ich einst erkalte, Treu dir sey, 2. Daß wir niemals deß vergessen, Giebt er uns ein mahl zu essen. Brod soll deines leibs, und wein Deines bluts gemeinschaft seyn. 3. Willst du diesem mahl dich na⸗ hen: Such es würdig zu empfa⸗ hen! O, in was fuͤr elend sinkt, Wer unwuͤrdig iht und trinkt. 4. Gott den vater sollst du prei⸗ sen, Daß, die gnade zu beweisen, Selbst sein eingeborner starb, Und vergebung dir erwarb. 3. Glauben sollst du, und nicht wanken, Daß er ist das heil der kranken, Dich so hoch ued treulich 7• Seinen leib, sein blut dir giebt. 6. Auch der schwachen, auch der armen Will der heiland sich erbar⸗ men Sey bußfertig, fuͤrchte nicht Dann sein heiliges gericht. 7. Er spricht selber: kommt ihr armen; Ich will eurer mich erbar⸗ men. Starken ist der arzt nicht noth: Kranke nur rett ich vom tod. 8. Könntest du dir was erwer⸗ ben; Hatt ich duͤrfen fuͤr dich ster⸗ ben? Willst du selbst dir helfen; dann Geht dich auch mein mahl nicht an. 9. Doch, kuͤhlst du, was du be⸗ kennest, Wenn du deinen herrn mich nennest; Dann bist du ge⸗ schickt, und ich Staͤrke durch mein mahl auch dich. Io. Glaubig mußt du dann dich uͤben, Deinen nachsten auch zu lieben. Nimm dich seines elends an, Denn gott hats an dir gethan! Mel. Herr jesu ehrist, meins lebens. 209 O jesu christe, gottes lamm, Der du aus lieb am kreuzetzstamm, Zur tilgung meiner suͤndenlast, Deu sch wersten tod erduldet hast: 2. Ich komm zu deinem abend⸗ mahl, Gebeugt durch mauchen sün⸗ ude fih und glauben halte. du di 6. Hilf mir wider alles streiten, ; Dh Wa von dir mich will verleiten. zit en Auch den faͤrksten reu, zu sünden „mat. Hillf mir glucllich uberwinden. Daß verd 0 ich hier stets im gewissen Deinen S0 frieden mag genießen, Und dereinst auch uͤberm grabe Theil an deinem segen hal e.* de stel 7. O, wie will ich dich erhehen, rmey Wenn du mich im hoͤhern leben, Der u. Zu den freuden deiner frommen on de.(Herr, ich hoff es) lassest kommen. u den. Da, da wird mich nichts mehr 9 bel koͤhren, Dich aufs innigste zu eh⸗ ein en ten; Da, da werd ich, frei vom rt va: fuͤnden, Deinen frieden ganz em⸗ mnd yfinden. bee ö Mel. Sollt es gleich bisweilen ꝛe. 100 esus christus hat sein 111 208. J leben In den tod fuͤr HIde uns gegeben, Uns vom tode zu befrein, Uns zum himmel einzu⸗ nach weihn 305 denfall; Doch meines herzens zu⸗ versicht Steht, herr, zu dir, ver⸗ —.0 mich nicht 3 933. 10² Erste Abtheilung. 3. Du bist der grzt, der seelen heilt; Der reuerfuͤllten trost er⸗ theilt, Und, zur rechtschaffnen hei⸗ ligkeit Den schwachen muth und kraft verleiht.* 9. Darum, herr jesu! bitt ich dich: Von meinen suͤnden heile mich; Mach in mir das gewissen rein, Und laß mich ganz dein ei⸗ gen seyn. 5. Erleuchte durch dein wort mein herz, Und richt es zu dir himmel⸗ wärts, Daß glaubensvoll und dank⸗ barlich Ich deiner lieb erinnre mich. 6. Gieb, daß ichs mir zum heile thu, Zur foͤrdrung meiner seelen⸗ ruh, Zur stärkung in der heiligung Und wahrer lebensbesserung. 7. Tilg alle laster aus in mir; y Mein herz mit glaub und liebe zier⸗ Und was sonst ist von tugend mehr, Das pflanz in mir zu deiner ehr. S8. Gieb mir, was meiner seele nützt Und mich vor dem verderben schützt. Du bist mein hirt; laß mich fur. ir Vereinigt bleiben fuͤr und 7 7 9. Du bists, der in uns gutes schafft. Ach, starke mich dazu mit kraft, Damit ich gluͤcklich welt und suͤnd, Im glauben an dich über⸗ wind. 10. Dein sreue meine seele sich! Mein ganzes leben preise dich! Den guten vorsatz, den ich hier Erneure, Miache sest in mir. II. Gieb, daß ich treu sey meiner Pflicht, Und mich nach deinem wil⸗ len richt; So bring ich christlich und in ruh Ruf erden meine tage zu. 12. Bis du mich, o du lebene⸗ füͤrst, In deinen himmel nehmen wirst, Daß ich da bei dir ewiglich ndeiner guͤte freue mich. el. S 6000 41⸗ le dich, erloͤste ser⸗ 210. Scer Giaig, vrch des herrn befehle, Seinen mittlers tod zu feiern, Deinen dauk ihm zu erneuern. Auch fuͤr dich hat er sein leben In den baͤnglien tod gegeben, Dir auf zeit und ewigkeiten H. und wohlfahrt zu bereiten. Mo. 2. Zum genusse seiner gnad 2I Wirst du von ihm eingeladen.( 0 ihm demuthsvoll entgegen, Und in bent theil an seinem segen. Komm de trost, es ist sein wille; Komm 9 schöpf aus seiner fulle Neuen mi dartz und neue triebe, Zur verehrühen, seiner liebe. 7 3. Herr, ich komme mit verlh 08 gen, Glaubensstärkung zu empf Du gen; Der du huldreich deinen s Gan den Sterbend auch mir haß Wies⸗ schieden. Hier fall ich zu deit eriru⸗ füßen; Laß mich wurdig doch zmn nießen DBeines mahis, der sei trosh speise, Mir zum heil und dit 40, un uünt ig ne 34. 4. O, wie sehnt sich mein den der t the, Menschenfreund, nach dei ber güte! Ewig waͤhret deine tren U und du siehst mein herz voll ee nact Ach, so wolllt du meinen zahng deme Deine troͤstung auch gewahn ger u Meiner suͤnden nicht gedenken, N mit 54, i0 hoft6 f Henet 5. Ja, ich hoff auf deine gnah 95. Daß sie mich der schuld entlah 9010 Und mit neuer kraft, zum wil Meiner heiligung, mich staͤrke. 2 da + t uns uupest⸗ Cerh er gott sucht, erwarbest, See ruh und ewges leben, Wirt tm mir gewiß auch geben. . Deiner will ich stets mich freun Ganz mich deinem dienste weihen Nur nach deinem willen leben Und dich dankbar froh erhebh Deine huld ist unermeßlich; Hen 21 sie sey mir unvergeßlich, Daß dich auf alle weise Herzlich lieb u Für thaͤtig vreiste. uns⸗ 7. Du, dem die verklärten scha ppeit ren, Die, wie ich, auch schwah Du waren, Ewig dank und jubel s Me gen: Daß sie hier dein heil empfh gen. Laß auch mich eins dabin kog 2) men, Daß ich mich mit allen froun men Ewig deiner huld erfreu wit Und dir meine juhel weihe. d6 XIX. Nach dem heiligen Abendmahl 105 „deine tiefe wunden ꝛc. Woller ehrfurcht; dank und freuden, Komm ich, herr, auf dein gebot, Zu dem denkmal deiner leiden, Und gedenk an deinen tod. Mittler, der du für mi Mich starbst, Mir ein ewig heil er⸗ erehtn warbst, Dir zur ehre stets zu le⸗ ben, Sey mein eifrigstes bestreben. it verll 2. Ich empfind es jetzt aufs neue, empf was ich dir herr, schuldig bin. Du, du gabst mit großer treue (Ganz dich mir zum dienste hin: dei Wiesest mir den weng zu gott, Und ertrugst den schwersten lod, Mir im leben und im sterben Sichre d dit z trostung zu erwerben. 3. Duͤrch dich ist zu gottes gnade gen Freier zutritt, und die krast, Auf den der tugend selgem pfade Vest ein⸗ ne tren ber zu gehn, verschafft. Und du voll te kufft aufs neue mir Durch dein ährn nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem segen nehme Und mich dei⸗ ner miemais schaͤme. 4. Sollt ich, jesu, denn verge⸗ bens Diese deine huld empfahn? Nicht zur bessrung meines lebens Mich zu deinem tische nahn? Ja, mit neuem ernst will ich Mich vor . He Jesu r gnah 3539002II. gewaͤhn ren⸗ 15 n! ie gnah entlah im 5. Diesen vorsatz, den ich habe, Thaͤtig dankbar dir zu seyn Praͤg ihn, jesu, bis zum grabe Tief in meine seele ein. Gieb mir kraft, ihn zu vollziehn. Lehre mich mit vor sicht fliehn, Was ihn könnte bei mir schwaͤchen, Was mich reizt, sihn gar zu brechen. 6, Laß mich uͤber alles schatzen Dein mir theur erworbnes heil, Und nie aus den augen setzen, Wie nur der daran hat theil, Der auf deine stimme hoͤrt, Mit gehorsam dich verehrt, Und in deinem dienst auf erden Immer besser sucht zu werden. ö 7. Geh mir, wo ich bin und wandle, Immerfort mit hůlfe nach, Daß ich als ein christ keis handle; Und wird ja meiu glaube schwach, O so hilf mir liebreich auf, Daß ich in dem tugendlauf Nimmer wanke, nie ermude. So eranuicke mich dein friede. 8. Ewig will ich dir es danken⸗ Daß du so barmherzig bist: Daß auch, wenn wir schwache wanken, Deine treu heständig ist. Herr⸗ ich hoff es froh und dest, Daß sie mich auch nicht verlͤßt. Zu des himmels seligkeiten Wird sie mich fünden scheun, und dich Durch ein „Seen dir geheiligt leben Mit vermehr⸗ Birst tem fleiß erheben. gewiß auch leiten. b freug weihen leben erhen Mel. Gott sey 16. gel obet 910 Hen eir, sey gelobe 4 212. du hast dein leben Daß s ö leb un Fuͤr uns sünder hingegeden! Stark unsern glauben! deine himmels⸗ n schal speise Heilige uns, dir zurn preise! schwag Du versoͤhner gottes! bel s Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. empfh ö un, habe dank fuͤr dei⸗ u fro 213. N ö 1 Gieb, daß ich 2. Nach dem heiligen Abendmahl. für mich gestorhen bist. Laß das ge⸗ dachtniß deiner vein Mir immer⸗ dar gelegnet senrn. ů 3. Und euch, ihr seines leibes glie⸗ der, Die jesn heil, wie mich, er⸗ freut, Euch lieb ich stets als seine bruͤder, Als erben seiner herrlich⸗ keit. Wir haben einen herrn und gott; Uns trankt und speist ein wein, ein brod. ů 3. Hinfort sol weder spott noch leiden, Noch ehre, freud und lust in ko; ne liebe, O du, mein rfreul nittler, jesu christ dich nicht mehr betruͤbe, Der du der welt, Mich, herr! von deiner 4 lie⸗ 1⁰06 Erste Abtheilung. ö liebe scheiden, Die selbst im tode mich erhaͤlt. Du bist und bleibest ewig mein! Und ewig will ich dein auch seyn! Mel. Allein gott in der hoͤh sey ꝛc oder: Lobsinget gott, und ꝛc. Nr. 3. jesu! dir sey ewig 2 I4. O dank Für deine treu und gaben. Ach! laß durch diese speis und trauk Auch mich das le⸗ ben haben: Denn du giebst mir des lebens brod; Mein wird dein lei⸗ den, blut und tod: Wie soll ich dir dank sagen 2 O jesu chtist! du kannst allein Mein herz bestaͤndig laben. Nan bin ich dein, und du bist mein Mit allen deinen gaben. Hier hab ich, was ich haben soll; Dein gnaden⸗ brunnen ist stets voll! Hiet find ich trost und leben. 3. Lab mich auch ewig seyn in dir, Laß dir allein mich leben, Und bleib du ewig auch in mir! Mein gott! du wollst mir geben, Daß ich, lraft dieser speis und tranuk, Stark bleibe, wenn ich schwach u 6. Jc krank, Die letzte pruͤfung dulde. gott Mel. Meinen Hper laß ich der 121 0 ag, den mir der her kraͤftig 215. T. gemaght; Sey gag gel net, tag der freude! Du erhel stets a des kummers nacht, Und erguich dir ge mich im leide. Heil und lehg schenkst du mir: Gott, wie dis ich der dafuͤrn! 2. Widerspenstig seinem ruf, Hi 21 ich meinen gott betruͤbet, Ihn, mich zum gluͤck erschuf, Und mih herr,! stets so treu geliebet: Ich verdseh ler, g straf und tod, Den er frechen sin ehrist dern droht. 3Dennoch nimmt der guͤtge mis Wieder auf zu seinem kinde; Heu vergißt er vaͤterlich Seines zon und meiner suͤnde; Giebt durch si ner boten hand Mir der gush unterpfand. 4. Tag der wonne, heiligs mall Ewig will ich dein gedenken! M nes jesu todesquagl Soll mir tu im leiben schenken, Und mein leteg ley allein Seinem dienst gewidm eyn. Mel oder: XX. Von der christlichen Kirche. Or 1, pon gott, vom himme 216. Anch daren, Und 1h es dich erbarmen: Wie wenig her⸗ zen sind noch dein! Entzieh dich nicht uns armen. Dein theures wort haͤlt man für spott: Empoͤrt sich wider dich, o gott! Will deinen sohn nicht kennen. ö 2. Die anstalt, so die gnade traf, Won aller macht des böͤsen, Und aller wohlverdienten straf Die men⸗ schen zu erlösen, Betrachtet man als ein gedicht, Und scheut und schaͤmnt sich endlich nicht, Es oͤffent⸗ lich zu sagen. 3. Man rühmt sich großer ehrlich⸗ keit Die edles denken uͤbe, Ja glan⸗ zender rechtschaffenheit In warn menschenliehe, Und zaͤhlt auf gui und huld bei gott, Auch ohne seint sohnes tod Und seines geistes gnadi 4. Gott siehts, und spricht: bah kommt die zeit, Daß ich dem fih vel steure, Damit sich in der chri⸗ stenheit Kein heidenthum erneu wi Indessen greif den schnoͤden waln ur Mein wort mit starken waffen u. Und bleib unuͤberwindlich! 5. Oberr, beschuͤß uns, daß unn nie Das frevelnde geschlechte A0 seine schlaue netze zieh, Nie ünt uns sich flechte: Denn alle boshel wächst geschwind, Wo frecher spo erst kraft gewinnt; Sein gift 60 toͤdtet seelen.. 00 XX Von der ehristlichen Kirche. 10⁵5 hach pulde ey ge erh vie d warm⸗ uf gna ie seine gnadt 4: babh em fih er chri rneure. u wahn ffen g aß un hte I e üntt boshel er spoh/ gift g 5 nicht Nesu christ, bei ihrem spott Staͤrt der hen kräftig unsern glauben. O heilger 0 lcth dir geleitet wandeln. E auf erden! Usse 6. Ja, daͤmpfe selbst, du starker „gott, Die dir die ehre rauben. O seg geist, ver eih uns gnad, Daß wir Astets auf dem schmalen pfad, Von Mel. Sey lob und ehr dem ꝛr. oder: Herr jesu christ, du hoͤchstes. ie seinde deines kreu⸗ 3. Weit wollst du deine herrschaft noch In dieser welt verbreiten, Und nater dein so sanftes joch Die voͤl ker alle leiten! Vom aufgang bis zum niedergang Bring alle welt dir preiv und dank, Und glaub an deinen namen.. 4. Auch deine feinde, die dich schmaͤhn, Die frevelnd sich empo ren, Laß deiner gnade wunder sehn, Daß sie sich noch bekehren. Lehr sie mit uns gen himmel schaun, Und unerschuͤttert im vertraun, Auf deine zukunft warten. 5. Uns, deine christen, wollest du Fest in der wahrheit grunden, Daß wir durch sie, heil, trost und ruh uͤr unsre seelen finden! Mach un⸗ sers glaubens uns gewiß: Vor irr⸗ thum und vor finsterniß Bewahr 7. So wird dein volk dir unter⸗ than, Und lernt die suͤnde meiden, Und du führst es auf ebner bahn Zu deines reiches freuden: Und hertlich wird in dieser zeit, Noch herrlicher in ewigkeit Dein groher name werden. Mel. Eine n fl rber sch ⁊ 20. rin starker schutz ist un⸗ 218. E ser gott! Auf ihn steht unser hoffen. Er hilft uns tren aus aller noth, So uns hat je vetroffen. Satan, unser feind, Der mit ernst es meint, Rüstet sich mit list, Trotzt, daß er maͤchrig ist. Ihm gleicht kein feind auf erden. 2. Nicht unsre macht ists, die ihn faͤllt; Wir waͤren bald verloren: Es käͤmpft fuͤr uns der rechte held, Den uns gott selbst erkoren. Fragst du, wer er ist? Er heißt jesüs ehrist) Der herr zebaoth. Er, un⸗ ser herr und gott, Er muß den sieg behalten. 3. Und wenn die welt voll feinde waͤr, Und wollten uns verschlingen: So fuͤrchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen Wenn der furst der welt Sich schon grim⸗ mig stellt; Uns doch schreckt er nicht, Er ist 1 laͤngst gericht't. Ein wort kann ihn schon faͤllen. 4. Das wort steht festl die stolze welt Mag noch so heftig toben! Der herr mit uns! der starke held! Der giebt uns sieg von oben. Toͤdten sie den leib; Nehmen kind und weib! Rauben guth und ehr; Sie neh⸗ mens! was ists mehr? Uns muß der himmel bleiben. Bekannte Melodie. rhalt uns, herr, bei 2 19. E deinem wort; Wehr uns, weil wir leben! 6. Ein reines herz schaff in uns, herr, Ein herz nach deinem willen Und lehre taͤglich williger Uns dein gebot erfüllen! Gehorsam deiner vorschrift seyn, Und dann uns dei⸗ ner gnade freun, Sey unser heil aller feinde list und mord, Die je⸗ sum christum, deinen sohn, Vom throne frech zu stuͤrzen drohn. 2. Zeig deine macht, herr jesu ehrist! Der du herr aller herren bist⸗ Beschirme deine ehristenheit, Daß sie dich lob in ewigkeit. G 3 4* 105 Erste Abtheilung V 3. Gieb, heilger geist, uns einen sinn, Nimm alle zwietracht von uns hin. Vor heines wortes licht und macht Entflieh des wahns und irr⸗ thums nacht! ö 4. Herr! laß uns dir befohlen seyn In aller noth: wir sind ja dein. Erhalt im glauben uns ge⸗ en. Mach uns nut von der suͤnde 4ei . Laß alle welt erkennen doch, Du, unser herr gott, lebest noch, Und stehst bei deiner kirche fest, Die sich allein auf dich verlaͤßt. Mel. Es woll uns gott genaͤdig ꝛc. 8 wolle uns goͤrt gnaͤ⸗ 220. dig seyn, Und seinen segen geben. Mit seines wortes hellem schein Erleucht er uns zum leben. Laß uns erkennen, unser gott, Dein großes werk guf erden; Laß jesu christi heil und tod Er⸗ kgnunt von allen werden, Und alle sich belehren. 2. So danken dir und loben dich, O gott, die voͤlker alle; Und alle welt erfreuet sich, Und singt mit großem schalle, Daß du auf erden ren heiland nennen; Gieb ihnen sober fer, deinen guten willen Treu wort erfuͤllen. achtung ehren; Denn es verkün des lebens. ‚ sie pruͤfen, daß sie falsche freuh Kluͤglich vermeden. 5. Sey du ihr licht in ihrensh sternissen; Heile selbst ihr verpn wieder. ter boͤsen, Bis du von ihnen gus wirst uns erloͤsen; Bis wir u umgang der verklaͤrten fromm Frohlockend kommen. In voriger Melodie. „ Scuͤtze die deinen, 22². S nach dir sich nenl Und dich, o jesu, vor der welt kennen. Laß deinen haͤnden, richter bist, Die sünd nicht lassest du selbit verheiffen, Nichts sie un walten, Und daß dein wort das mitreissen. tel ist, Uns alle zu erhalten, Und uns zu dir zu fuͤhren. kuͤndigt werden; Mach ihre si 3.. So danke, gott, und lobe dichsherrlicher auf erden. Gieb umi Dein volk durch gute thaten. Es und weis heit denen, die sie lehn bringe frucht und bessre sich: Dein Dein reich zu mehren. wort laß wohl gerathen. Der va⸗ ter segn uns und der sohn, Und dein wort gebrochen; Führe l der, so herrscht mit beiden! Es deinen, wie du selbst versprochen 3. Du hast noch niemals, hern ; 6. Schuͤtze uns maͤchtig mitten alen mehr 3. Laß sie dein wort mit from deme 2.— deines mundes lehren. Ausser i uns 1 suchen sterbliche vergebens Wunhr allen 4. Steure, erbarmor! de Schü feinde grimme: Warne die deih uns vor des irrthums simme; Lh keit! 22. detes gewissen. Schlägt oft ein in unser mer ihre herzen nieder, Staͤre 225 2.0 obrig Daß ges 1 In 6 keit. Mel. die hi seon uns gott von seinem thron, Führe sie endlich aus dem kam lichke Troͤst uns in allen leiden, Unö hienieden Zum ewgen frieden. helf uns selig sterben. nam erhoben: Ewig frohlockenhi 4. Ewig, o heiland, sey deh schirmer deiner schwachen heerdi, Iit 221. Lat doch, o jesu, laß Himmel und erde. ö„dein reich auf erden Unter den suͤndern ausgebreitet wer⸗ Mel. Nun danket alle gont. den! Schenke noch ihnen, deiner 2²3 Soebr groß, herr, ist U leiden wegen, Leben und segen. huld, Die du gu un erlennen. Dah sie dich glaubig ih⸗ 2. Gieb ihnen gnade, dich recht zu erwiefen: Sey dafur* doch himn nicht von erner keit. 8 Wat Will der Nusser ie de rinen, 0 nenug welt h den, ts sie en 6„ hen, uhre di sprochen m kamp er N Iien keit! erneut, Und zieht an XXI. Vom Tode. 107 eb ihnenslober und gepriesen! O pflant dein gebieten. Er ist mit huͤlfe nah i Treuzyort in uns, Daß es je mehr und Wenn er gebeut, stehts da. Er mehr Recht reife fruͤchte bring Zu fram deines namens ehr t verkünh % 2. Im glanze deines lichts Laß Huns hienieden wallen, Zu unserm — 5 schützt, zu seinem ruhm, Mit macht sein ehristenthum; Mag doch die hoͤlle wuͤthen! en, 2. Gott sieht wohl fuͤrsten auf dem us Wil wahren heil Und dir zum wohlge⸗thron Sich wider ihn empoͤren, Die fallen! Breit deine lehre aus Iden gesalbten, seinen sohn, Den 95 den Schuͤtz deine ehristenheit; Und fuͤhr uns allesamt Zum licht der ewig⸗ In bekannter Melodie. Verleih uns frieben gnaͤ⸗ 224. VB diglich, Herr gott, zu unsern zeiten! Du kaunst alleine maͤchtiglich Für unsre wohlfahrt streiten; Nur du, herr! kannst es alleine. 2. Gied unserm fuͤrsten und aller obrigkeit Eried und gut regiment, Dab wir unter ihnen Ein geruhi⸗ ges und Killes leben fuͤhren moͤgen In aller gottseligreit und ehrbar⸗ keit. Amen. Mel. Ein feste burg ist unser gott. enn christus seine kir⸗ 225. Wẽé che schuͤtzt, So mag die hoͤlle wuͤrhen: Er, der zur rech⸗ ten gottes sitzt, Hat macht, ihr zu herrn der welt, nicht ehren. Von ihrer macht bethoͤrt, Durch wol⸗ lust ganz verkehrt, Isis christen⸗ thum ihr spott: Doch duldet sie noch gott, Ob sie sich gleich em⸗ poͤren.. 3. Der freyler mag die wahrheit schmaͤhn, Uns kann er sie nicht rau⸗ ben. Der unchrist mag ihr wider⸗ stehn, Wir halten fest am glauben. Geloht sey jesus ehrist! Wer hier sein jünger ist, Sein wort von her⸗ zen haͤlt, Dem kann die ganze welt Die seligkeit nicht rauben. 4. Auf, christen, die ihr ihm vertraut, Lasst euch kein drohn erschrecken! Er, welcher von dem himmel schant, Wird uns gewiß bedecken. Der herr, der hoͤchste gott, Halt uͤber sein gebot, Giebt uns geduld in noth, Und kraft und muth im tod: Was will uns dann erschrecken .. vanthen e Allle menschen müssen 226. A sterben, Ihre herr⸗ lichkeit verblüht. und wer kann den himmel erhen, Der zuvor den 1od nicht sieht? Staub wird diesor leib von erde; Doch, damit er himm⸗ lisch werde, Wird er einst von gott li kel. unsterblich⸗ 2. Darum will ich dieses leben, Wann es meinem gott beliebt, Willig ihm zurücke geben, Ihm der mür den himmel giebt. Hab ich doch in jesu wunden Gnade, heil vor seinem hoͤchslen thron Dank XXI. Vom Tode. und ruh gefunden; Und mein irost in todesnoth Ist des grohen mitt⸗ lers tod. 3. Und wer kann mich ihm ent⸗ reißen? Mein ist er, und ich bin sein. Er erfüllt, was er verheißen z Sein soll ich mich ewig freun. Ja mir solls durch ihn gelingen, Mich zu ihm emwor zu schwingen; Freu⸗ denvoll vor ihm zu stehn, Seine herrlichkeit zu sehn. 4. Da, da ist das freudenleben, Wo viel tausend seelen schon, Mit des himmels glan umgeben, Gott und 108 Erste Abtheilung. x und preis und ehre bringen, Und mit allen engeln singen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der va⸗ ter, sohn und geiß! 5. Vaterland verklaͤrter frommen, Heil, unsterblichkeit und ruh, Was kein sterblicher vernommen, Got⸗ tes heil gewahtest du! Freudenern⸗ ten scheukt gott denen, Die erst hier gesaͤt mit thraͤnen; Alle thraͤ⸗ nen trocknet er, Sund und elend sind nicht mehr. 6. Ich eutbrenne von verlangen, Was ich glanb, im licht zu sehn, Jene krone zu empfangen; Bald erhoͤret gott mein flehn. Diese huͤtt zerfall in staube! Ich, ich weiß, an wen ich giaube; Mir ist ster⸗ ben ein gewian, Denn zum va⸗ ter geh ich hin. 7., Welche troͤstung, das zu wis⸗ sen! Dieser großen hoffnung voll, Zag ich nicht in küaunernissen, Die ich hier noch dulden soll, Leigt und kurs sind diese leiden, Sie verwan⸗ deln sich in freuden, Wenn ich christ⸗ lich sie ertrug, Bis goit spricht: es ist genug! Mel. Ich hab mein sach gott ꝛc. ein sind wir, gott, in 227. ewigkeit: In deiner hand steht unsre seit. Eh zeiten waren, ward schon mir Mein lehen hier, Und auch sein ziel bestimmt von dir. 2. Ist dies erreicht, so schaue dann Erbarmend unsre seelen an! Hilf uns in unsrer ietzten noth, Herr, unser gott: Ein sanfter schlaf wer uUns der tod! 3. Begleitet ihn der krankheit schmerz, So staͤrke das beklemmte herz. Selhst in der schmerzen größ⸗ ten wuth, Gieb uns den murh, Der freudig denkt: gottmachts doch gut! 4. Verleih gelassenheit und ruh! In unsern herzen wohne du, Und 105 mit freudigem vertraun, Und ohne graunn, Auf unser nahes grab uns schaun. 5. Sey von uns schwachen di⸗ nicht fern! Zeig uns den himm⸗ geist des herrn! Laß uns, wir zum vater flehn, Getris 2 sehn, Wie der uns liebt, zu AEind wir gehn. steude 6. Ach, gnad ergehe dann se er recht! Denn von dem menschli geschlecht Ist auch der heiligste ns rein. Wer kann wohl dein, ů ohne deine gnade seyn? 7. 7. O sey uns dann nicht ban ¶ lich! Erbarme, vater, unster ui zu mi Wann unser auge sterbend brith senden Leit uns dein licht: So fehlt Wit J trost im tode nicht. Mel. Von gott will ich nicht lassen er letzte meiner ů 228. Dos mir vielleicht nuewger fern: O dann wird meine klage e nicht lobgesang dem herrn! Vollbratl Er ko ist daun mein lauf: Ich trese dem throne, Und gott setzt mit krone Der überwinder auf. 2. Fuͤr seines reiches erben jesus mich erklart; Was fuͤrcht mich zu sterben, Wie er mich su 226 ben lehrt? Mir ist der tod gewsuh staub⸗ Daß ich ganz glücklich werde, E Des t schwing ich mich der erde, Und gi ist die zum himmel hin. ruft; 3. Nicht mich, nur meine bürlh Brin Verschließt die finstre gruft. MAl 2. hebt zu hoͤhrer wuͤrde Mein vaten Die se der mich ruft. Er ruft mich dunh ssockte den tod: Der reißt die sündenglh mhn der, Den träͤgen leib, darniede Ni Mich selbst fuͤhrt er zu gott. 4. Ich, der gefahr entronnen H aus dem kampf hervor. Hoch ilh z. 2 alle sonnen Hebt mich mein glulß Sein empor. Da tret ich in die kahhlor n Der engel, meiner bruͤder: In in hohen lieder Stimm ich imit jut zen ein. 20 J. Gott schaut von seinem thruht O da Mit huld auf mich herab, Demt 4. in seinem sohne Das recht der k dem 1f. gab. In seiner ewigkeit il XXI. Vom Tode. 109 ser zu groͤßern freuden Mich ein⸗ stens ebeiß leiten, Wenn ich mich „ihm geweiht. Wen. Die leiber seiner frommen t. zu Nind saat, von gott gesäͤt: Die steudenzeit wird kommen, Da reif gun sie ernte steht. Dann wird der Ilstehentetag Ein neues ewges leben iligste mauch meinem staube geben, Der in, Gtief im tode lag. . Mit dir steh ich im bunde, Herr meines lebens fürst, Der Uu mir einst die stunde Des todes 1 senden wirkk!! Erhalt mich stets be⸗ wit Im glauben deiner frommen: Laß dann die stunde kommen, Die „mich und sie erfreut. n 8. Daun geh ich, frei von kum⸗ mer, Des todes dunkle bahn; Mir einer KU pricht nach kurzem schlummer Ein eicht nusewger morgen an. Heil mir, er ist klage dsvicht fern, Der letzte meiner tage! Vollbrahl Er komint, und meine klage Wird vatrete lobgefang dem herrn. Mel. Besiehl du deine wege, rben gu oder: Valet will ich dir geben ꝛc. fuͤrcht e auf der erde wallen, mich ssh Die slerblichen, sind d gewin rde, ne bürh ift. Mh in vateh. *. nen, G och ilhg nthent 5 dann berlaß mich nicht! Demt 4. Hilf todes⸗uberwinder! Hilf her dem in solcher angst, Für den du, it til der fuͤnder! Selbst mit dem tode rangit! Und wann des kam⸗ pfes ende Gewaltiger ihn fasst, Nimm ihn in beine haͤnde, Den du erloͤset hast. 3. Des himmels hohe freuden Er⸗ misst kein sterblich herz; O trost fuͤr kurze leiden, Fuͤr kurzen todes⸗ schmerz! Dem fünden ⸗uͤberwinder Sey ewig preis und dank! Preis ihm, der fuͤr uns sunder Den kelch des iodes trank. 6. Heil denen, die auf erden Sich schon dem hinnmel weihn; Die, aufgeloͤst zu werden, Mit heiiger furcht sich freun! Bereit, es ihm zu geben, Wann goth, ihr gott, leben Hin zur dies ihr sterblich ehen Hin zur unsterblichfeit. Mel. Wer nur den lie ben gott laͤßt u, berr und vater 230. meiner tage! Du welßt, daß ich, dein schwaches kind, Des todes keim in gliedern trage, Die irdisch und zerbrechlich sind: Drum gieb, daß ich zu jeder zeit Zu meinem tode sey bereit. 2. Daß du, o höchster, meinem leben Ein mir verborgnes ziel be⸗ stimmt; Und daß die zeit, die mir gegeben, Vielleicht gar bald ein ende nimmt: Das floͤße mir die weisheit ein, Recht fuͤr mein heil besorgt zu seyn. 3. Hier hab ich lebenslang zu ler⸗ nen, Mein herz von sünden abzu⸗ ziehn, Mich von der weltlust zu entfernen, Und um den himmel zu bemuͤhn: O mache mich dazu ge⸗ schickt, Eh mich der tod der welt entruͤckt. 4. Nicht auf der erhe, sondern droben Bei dir, gott, meiner seele theil, Ist mir das beste aufgeho⸗ bn; Dort ist fuͤr mich volllomm⸗ nes heil; Da, wo dies heil ist, sey mein herz! Herr, lenke selbst es himmelwäaͤrts. 5. Hier allen sünden abzusterben; Zu leben der gerechtigkeit, Um einst dein himmelreich zu erben, Da⸗ * Erste Abtheilunga. Dazu laß meine sterblichkeit Mir stets, mein gott, vor augen seyn, Und deine hülfe mich erfrenn. 6. Willst du mich langer leben lassen, So laß es mir zum heil geschehn; Doch, sall ich heute noch erblassen, So hoͤre, vater, auf mein flehn! Sey, wann mein herz im tode bricht, Mein trost und meine zuver sicht..— 7. Dir will ich gaͤnzlich mich er⸗ geben, Dir, dessen eigenthum ich bin; Bist du, mein heiland, nur mein leden, So bleiht selbst sterben mein gewinn. Ich lebe dir, ich ster⸗ be bir; Sey nur mein trost, so gnuͤget mir. Mel. Befiehl du deine wege. oder: Valet will ich dir geben ꝛc. zern will ich mich erge⸗ 231. ben, Dich zu verlaͤs⸗ sen welt. Ich geh zum bessern le⸗d ben, So bald es gott gefaͤllt. Was wäars, das mich betrübte? Dort schau ich ewig den, Den meine seele liebte, Noch eh ich ihn gesehn. 2. Er ruft, zur zeit der schmerzen, Uns voll erbarmen zu: Kommt her, beladne herzen, Zu mir, und findet ruh. Dies wort aus deinem munde, Laß, herr, mich zu er⸗ freun, In meiner letzten stunde Mir geist und leben seyn. 3. Mit dir muß es mir gluͤcken, Den kampf zu uͤberstehn. Im glau⸗ bigen entzucken Laß meine seele sehn, Wie im gericht fuͤr suͤnder, Du mit dem tode rangst, Und wie du, uͤberwinder, Allmaͤchtig ihn 4. Der frohe siegsgedanke: Wo ist dein stachel, tod? Stark mich, bezwangst. daß ich nicht wanke In mener to⸗ desnoth! So ist, obgleich ich ster⸗ be, Doch sterben mein gewinn. Ich bin des himmels erbe! Dein wort sagt, daß ichs bin. 5. Du bist der herr des lebens, 61 aber bin ja dein: Kann denn zin blut vergebens Fuͤr mich ver⸗ gossen seyn? Dir krauet meine ssn den le le, Dich lobt, was in wir ist, maltes loser meiner seele, Der du die gehe zn be bist. 3 WMel. Mit fried und freub ich fll etrost und freudig. 232. ich hin! In guussh zut willen Ergeb ich mich; er, deßsheslssen bin, Wird erfuͤllen, Wae er gunh wende mir verhieß, Der tod ist mir uld zur schlummer. usch ruf 2. Erbarmend sprach der hert mir: Dir ist vergeben! Mein hil; die mi mein friede sey mit dir, Du solsen trani leben! Fuͤrchte nichts; denn durisewig mii mein, Ich habe dich erlöͤset. augelhli 3. Dies ist mein trost: ich Rhnoch seß erloͤst Und gottes erbe! Ich wess z. Laß daß er mich nicht verstoͤßt, Wann nein got ich lerbe. Dich mit deinen schras uschaßz ken, tod, Werd auch ich uͤbetwisuns zug en. ö 4. Er ist mein fels! auf ihn allehsuuch sich Will ich vertrauen. Ich sehne mis g. Rei bei ihm zu seyn, Ihn zu schauell h die 3 Duͤrstet meine seele lang, Und din zur woh ihn anzubeten. funde g 5. Im letzten schlummer soll dal felokeit tod Mich nur entkleiden. Dams z. Dei komm, o tag, bestimmt von goll mich hie Tag der freuden! Ganz unsteihn gieb mi lich, wonnevoll, Fall ich vor ihil hen the dann nieder. sele wo Mel. Jesus, meine zuversicht„Elih sͤ err, ich bitte, sharn 233. 9 mich, Denn des lo⸗ des schrecken nahen Und das grah eroͤffnet sich, Meine glieder zu em pfahen. Staͤrke mich mit deinetl 7, D macht, Denn um mich wird alleh wein let nacht! lugendf 2. Lindre, wenn es dir gesall, dum hir Meine leiden, meine schmerzel wen er Laß die freuden dieser welt Sehhs höste n verbannt aus meinem herzen! Stehh Mel. LX 0 ledem em sinn, Daß der ihsenn ey mein gewinn!* 3. Troͤste mich mit jesu tod, Tih 35. ste mich mit jesu wunden, Dab Werli XXI. Vom Tode. 111 ih ben letzten stunden, Wann mein wales herze bricht, Standhaft um gericht! In voriger Melodie. ich fah err, ich hab aus deiner udig 034. treu, Mir zum heil, n goshslhoch zeit in haͤnden. Gieb, daß ich „deß alhellisfen sey, Sie auch weislich an⸗ guahllwenden; Denn, wer weiß, wie mir ald zur gruft Deiner vorsicht wink ꝛeine ist, die ANgehe; mich ruft— herr manssprechlich schnell ent fliehn ein halh die mir zuge zählten dunden! Wie du solllen traum sind sie dahin, Und auf nduhhewig wür verschwunden; Nur der .augenblick ist mein, Deß ich mich ich Uunoch lezt kann renn. ch weiß 3. Laß bei ihrer fluͤchtigkeit Mich, „Wun tein gott, doch nie gergessen, Wie schtaslschatzbar sey die zeit, Die du hier iberwihsuns zugemessen: Wie, was hie u Uns geschieht, Ewge folgei n alleig nach sich zieht. ne micl 4. Reize mich dadurch zum fleiß, schalesl Chdie zeit des heils verlaufen, Mit ind din zur wohlfahrt, dir zum preis, Jede lunde guszukgufen, Die zu meiner soll hul silihkeit Deine gnade mir verlelht. Danh 3, Deine schonende geduld Trage n goitj mich hier nicht vergebens! Ach ver⸗ unsterhi gieb mir meine schuld, Daß so man⸗ hor ihul hen theil des lebens Ich zu meiner sele wohl Nicht gebraucht so, wie U1„ i sol. cht, K. hLaß mich meine besserung Fuͤr „fllͤtle wein hauptgeschaͤfte achten, Und des th⸗ huch meiner heiligung Mit so treu⸗ as glah em eifer trachten, Als erwartete zu einh hoch heut Mich gericht und ewigkeit. deinet 7. Deine gnade steh mir bei, Daß rd allej nein leben auf der erde Reich an „ Ugendfrüchten sey, Und ich reif gesollt, um himmel werde. Nahet dann nerzeul men ende sich, O so staͤrk und Sehhhl göste mich! Stallspel. Vater unser im himmelteich. der 400 err jesu christ, mein d, Tih 235. herr und gott! Der Dab Werlittest angst und spott, Für mich den tod des kreuies starbst, Und mir des vaters huld erwarbst; Ich bitt, kraft deiner todespein: Du wollst mir fuͤnder gnaͤdig seyn. 2. Wenn ich nun komm in ster⸗ bensnoth, Uad ringen werde mit dem tod; Wenn mir vergehet mein gesicht, und meine ohren hoͤren nicht; Wenn meine zunge nicht mehr spricht, Und mir vor anglt das herze bricht; 3. Wenn mein verstand im dun⸗ feln irrt, Und menschenhulfe kraft⸗ los wird: So steh im letzten angst⸗ geschrei Mit, herr! mit deiner gnade bei; Verkuͤrze mit des todes guaal, Und fuͤhr mich aus dem jammerthal. 4. Laß deinen geist stets bei mir seyn, Und seinen trost mein herz erfreun, Bis sich die seel vom leibe trennt: Dann nimm sie, herr! in deine händ; Der leib ruh in der finstern gruft, bis einst dein gros⸗ ser lag ihn rust. 5. Dann laß ihn froͤhlich aufer⸗ stehn, Und mich dein gnadig ant⸗ litz sehn, Gedenke nicht mehr mei⸗ ner schuld, Gedenk an deine lieb und huld: Das leben,(herr! ich traue dir), Verheißt dein eignes wort selbst mir. 6. Pergieb mir nur, herr! meine schuld: Schenk mir zum kampf muth und geduld, Mach meinen glauben slark und vest, Wann mich die ganze welt verlaͤßt; Und bricht alsbann der tod herein, So laß ihn sanft und selig seyn. Mel. O ewigkeit, du donnerwort. Ich bin ja, herr, in dei⸗ 236. ner macht: Du hast mich an das licht gebracht, Du sor⸗ gest fuͤr mein leben. Du kennest meiner tage zahl, Weißt, wann gus hiesem thraͤnenthal Mein geist sich soll erheben. Wo, wie und wann ich sterhen soll, Das weißt du, herr des lehens, wohl. * ins Erste Abtheilung. 2. Wer wird in meiner letzten pein Mich sünder troͤsten, mich er⸗ freun, Mir muth und hoffnung ge⸗ ben? Wer nimmt sich meiner seele an, Wenn ich von dem, was ich ben? Gott rechensa aft soll ge⸗ en? Wer ist, der alsdann für mich spricht, Thust du es, o mein heiland, nicht? 3. Mich dünkt, da lieg ich schon: ich seh, Daß ich am finstern grabe steh⸗Mit todesangst umgeben: Der augen licht verdünkelt sich, Und finsteruiß umhuͤllet mich; Ein traum ist dann mein leben. Dort schweigen meine sünden nicht; Sie fordern mich vor dein gericht. 4. Ich hoͤr bereits des richters ton, Ich sehe mich vor seinem thron, Das urtheil mir zu spre⸗ chen; Ich seh vor seinem angesicht, Ich sehe in dem hellsten licht Die deihe der verbrechen, Die ich in dieser welt gethan; Wer ists, der mich nun retten kann? 5. Kein geld an arme rettet mich; Und weint ich noch so bitterlich: Es kann mich nicht erloͤsen. Nein je⸗ der wird alsdann empfahn Nach dem, was er allhier gethan: Richts schützt alsdann die bosen. Hier ist gott zum verzeihn bereit; Dann uͤbet er gerechtigkeit. 6. Wie soll ich dann, o gott, be⸗ stehn, Wenn du in das gericht wilist gehn, Und nach verdienst mir lohnest? Wie kann ich deiner siraf entfliehn, Mich dir in deiner welt entziehn, Wenn du nicht meiner schonest? Ach, herr, ach geh nicht gericht! Verwirf mich armen suͤnder nicht! 7. Voll reu und buße such ich dich. Exrette, gott, belehre mich, un tilge meine sunden. Geheiligt sen dir meine zeit, Dein dienst sey meine seligkeit. Ach, laß mich gna⸗ de finden Gieh, daß ich, meiner pflicht getreu, Zum tode siets be⸗ reitet sey. 5Erfuͤlle meine ganze brust, Mel.. Nfutte, dahich in fuͤhle, daß ich siel 237. Iruch bin; Wein h welkt, wie gras, dahin. Wer wej trie unerwartet bald Des hichih wel. ruf an mich erschallt: Meusch Re kehre wieder in den staub! W leicht bin ich des todes raubl 2. Wann man ins finstre —— And d Nur fr⸗ Gind n mich senkt Und meiner bald nihl mehr gedenkt: So bleibt, waß U, mis disch ist, zuruͤck, Und haͤtte glah der erde gluck Mich hier bestandi angelacht, Und glaͤnzend vor welt gemacht. 2. O thorheit! haͤtt ich mich ns kannt, Und nach der erdengüthe. mü tand, Nach großem uͤberfluß 11 geint Und von dem niedern s gereizt, Dem schnöden prunk ie eitelkeit Mein herz und mein mühn geweiht. ö 4. Wie viele nimmt dies blacht geine werk ein! Herr, laß es ferne gan 10 0 mir seyn. Ich üͤbergebe ganz miß i dir; Hier bin ich, es geschehe l 60 ot Nach deiner weisheit hesserm kush noit: Die nur mein heil zur absicht hülicht; e 5. Der mensch, der oft ein sldorf zer thor, Schreibt kindisch dit 6. Er weisheit vor. Du liebst ihn mestchein! als er sich liebt; Doch wenn 10 Und b. deine hand nicht giebt, Was dankbe nem wahne glücklich scheint, A. P denkt sein herz, du seyst sein sal Hit, 6. Der dich gemacht hat, soh hict ket sich Des hoͤchsten große abss Ract ein: Du sollst, o mensch, unstelh blick; Ein frühlingstraum, laͤngstes gluͤck. ö der unsterblichles 3⁰ Du hebsi uns üͤber welt und uten abzuführen strebt. Wohl dis ln Kt ber hier de tugend lebtl* Ojes Verbluͤhen, eh ihr flav es glaul m. Ihr schändlicher genuß aei 60 fuͤr dich 1 Nicht auf die erde schn seht; lich seyn. Dies leben ist ein augn mel. v. Gedank mich die lockung kalscher lust D laden 8. Die rosen um der laster hah XXI. Vom Tode. 113 meltei Inp dar st. ich sia, Ild dauert doch nur kurze zeit. ö Rur freuden, die der himmel naͤhrt Ver un Euw meiner ganzen sorge wert. Mel. Herr jesu christ, meins leb. Och weiß, mein ende na⸗ 238. I bet sich: Mun jedem hulsschlag ruͤckt die zeit, Die oft c ungenuͤtzt verstrich, Mich nuͤ⸗ her hin zur ewigkeit. nhl 2. Herr, lehre mich der stunden werth, Die du mir zugezählt, ver⸗ tehn; Laß keine, die mir noch ge⸗ htt, Aus leichtsinn ungenützt ver⸗ Rub' ustre gi hald ni ehn, 2 Und wann, von bir geordnet, auu Die richterliche stund erscheint: 5 hleth. Ven eitelkeiten abgewandt, Sey 2 blact geine seele ganz bei dir; Der fuͤr erue i nich karb und auferstand. en 1 5. Mich staͤrk, ob auch mein hert Hebe i ihebt, Das felsenfeste glaubens⸗ ih port: Ich weiß, daß mein erloͤser lbt; Sein bin ich ewig hier und dort. Es sey mein herzlicher entschluß, Mein leben meiner pflicht zu weihn, und bey zufriedenem genuß, Mich dankbar gottes zu erfreun. 7. Mein ende kommt fruh oder on mas venn ih at, solh de scht ße absi „unstel H Mel. Wenn mein stuͤndlein vorh. I Ich weiß, daß mirs mit jesu steht; glck Oest nun auch meine stun⸗ ng 39. de da, Von dieser welt 6„ Won u sceiden; So sey mit deiner luct Vn hülle nah. Du treuster freund im Bohld lelden! Nimm du dich meiner see⸗ ohl diß in an, Dir üͤbergeh ich sie alsdann Ojesu, mein erloͤser. 2. Sind meine suͤnden dann vor mir, Druckt ihre last mich nieder: So ist mein seufen auch vor dir, ter hah glau 2—.—1 hit, Wie es mein weiser vater shickt, In dessen hand mein leben Und du erhebst mich wieder. Ich denk in meiner tiefen noth An dei⸗ ne liebe bis zum tod; Die, die wird mich erhalten. 3., Ich bin an deinem leib ein glied, Deß troͤst ich mich von her⸗ zen. Erbarmer der mich leiden sieht, Du linderst meine schmerzen. Und sterb ich nun, so sterb ich dir, Ein ewges leben hast du mir Durch dei⸗ nen tod erworben 4. Du, herr, erstandst, so werd ich auch Nicht in dem grabe blei⸗ ben; Ja, deine auffahrt lehret mich Die todesfurcht vertreiben. Wo du bist, da komm ich auch hin, Daß ich bey dir stets leb und bin. Ich Bau hin mit freuden. . Dein bin ich, dein in ewigkeit l Mich soll das grab nicht schrecken. Ich ruh: nach kurzer zwischenzeit Wirst du mich auferwecken. Dann will ich dir, o gottessohn, Du menschenfreund, vor deinem thron Mit freudenliedern danken. Mel. Jesus, meine zuversicht. eine lebenszeit ver⸗ 240. Meracht Siubcei ich zu dem grabe; Und was ists, das ich vielleicht Allhier noch zu le⸗ ben habe? Denk, o mensch, an deinen tod, Saͤume nicht, denn eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wuͤnschen wirst, gelebt zu haben. Guͤter, die du hier erwirbst, Wür⸗ den, die dir menschen gaben, Wer⸗ den dann dich nicht erfreun; Diese guͤter sind nicht dein. 3. Nur ein ners, das gutes liebt; Nur ein ruhiges gewissen, Das vor gott dir zeugniß giebt, Wird dir deinen tod versuͤßen; Dieses herz, von gott erneut, Gibt im tode freu⸗ digkeit. ö 4. Wenn in deiner letzten noth Freunde huͤlflos um dich beben: Dann wird uͤber welt und od Dich dies reine heri erheben. Dann er⸗ schreckt 114 Erste Abtheilung. schreckt dich kein gericht, Gott ist deine zuversicht. t 5. Ueberlaß des todes zeit Gott allein und bet und wache, Daß er kind und erbe, Und h dich zur ewigkeit Fertiger im guen nur bei mir; So gilt mits gi mache. Uebe dich, recht fromm zu und geht mir wohl, Wé seyn; Lerne, dich des todes freun. 6. Ueberwind ihn durch vertraun Sprich: ich weiß, an wen ich glau⸗ be; Und ich weiß, ich werd ihn schaun Einst in diesem meinem lei⸗ be. Er, der rief: es ist vollbracht, Nahm dem tode seine macht. 7. Tritt im geist zum grab oft hin, Siehe dein gebein versenken; Sprich: herr, daß ich erde bin, Lehre du mich selbst bedenken; Daß ich taͤglich weiser sey, Bis zum tode dir geiren. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ein gott! ich weiß b 241. M wohl, daß ich ster⸗ be; Ich bin ein mensch, der bald vergeht; Und finde hier kein sol⸗ ches erbe, Das ewig dauert und besteht: Drum zeige mir in guaden an, Wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein gott! ich weiß nicht wann ich sterbe, Kein augenblick 9955 sicher hin; Wie bald zerbricht och eine scherbe! Die blumen muͤs⸗ sen bald verblͤhn: Drum mache du mich stets bereit Hier in der zeit zur ewigkeit. 3. Mein gott! ich weiß nicht wie ich sterbe, Dieweil der tod viel wege haͤlt; Dem einen wird das scheiden herbe, Wenn jener sanft und ruhig faͤlli: Doch wie du willst, gieb nur dabei, Daß ich wohl zubereitet ey. 4. Mein gott! ich weiß nicht, wo ich sterbe, Und welcher sand mein rab bedeckt. Doch wenn ich nur as heil ererbe, Daß mich dein wort zum leben weckt: So kann dies mir gleichgultig seyn, Die erd ist allenthalben dein. — r zu dir. Denn, bin ich nur de 2 ab ich Han r te mir, und wo ich sterden soll. e do 2. Ich Mel. Christus, der is mein Ianliuich 77 d ne ein jesus ist main Ida 242. Meen, Nat tod mich hin; Was soll ich sunsh ab: S Wmn beben? Der tod ist mein zu nogra inn 2. Wer an ihn glaubt, wird sesth 5078 Dies wort ieht ewig vest; Z0. W freuden sind unzaͤhlig, Die es mih kraft A hoffen laht. und u 3. Drum geh ich einst mit srieln sein vo Zu dir, o jesu christ, Von dir sill und rr ungeschieben, Der du mein brüdn 3. O kut, lit, st 4. Du kennest meinen glauben, Und keine furcht noch pein Salit gergiß dies kleinod rauben: Ich hin uud stoh ve bieibe dein. 385 0. Fr. 5. Durch ihn bin ich gereinighn gefillt Durch ihn mit goit veroͤhnt, Duich gen w ihn dir fest vereinigt Und bald m dein n preis gekroͤnt. eint u 6. Wer sann dich guug erhebeyl z. Du hast, sohn gottes, dich fll uus dahin gegeben, Und, wohl unl mit auch fuͤr mich. mein, 2. Geheilt ist nun mein schh iu, Im himmel ist mein theil. O theulh hohe gnade! Oundussprechlich hell 8. Zu dir, herr will ich ün Nel.“ So lang ich lallen kann; Du faunft mein innres sehen, Und nimmstau 24. jesus genz seufzer an ö 9. Du selber hilfst mir ringen, N maͤchtig hüfst du mir, Ins lehih seh gr durchtudringen; Und dann biah 2. 2 ich bei dir. Mein 10. O wohl mir! ich volleng Wielleicht bald meinen lauf, A geb in deine haͤnde Den geist; H nimmst ihn auf. N. + 115 imen ge ein leben steht in got⸗ nur diz 243. M tes hand; Er thu, ich saim pas er mir heilfam fand! Er zahl⸗ irs gligte mir, so wie mein haar, Schon ann, niseh ich war, Auch meine lebensstun⸗ n dar.—5— 2 Ich nuͤtze mit zufriedenheit Die uage meiner sterblichkeit. Wie vä⸗ erlich versuͤßt sie gott! Doch muͤh Annd noth Sind ihr gefolg, und „ un der tod. schen hn 3. Die blume pranget und faͤllt ich iuns a: So bluͤht der mensch und sinkt mein gu ins grab. Nicht jugend schuͤtzt, nicht ein leb tand noch geld; Nichts in der welt ird sest; Ist, was ihn davor sicher stellt. est; A.. Wer ruͤstet mich mit muth und e es nih kraft Aufs ende meiner pilgerschaft? . Und wer beruhiget mich hier? Al⸗ it frieha. Iein von dir, Oherr, kommt muth dir sil und ruhe mir. in biude 3. Du bringst mich, steh ich nur hereit, Zum sichern gluͤck der ewig⸗ glauben, kest, Wo man des kurzen grams Solnie pergiht, Wo mancher christ Schon bin und ftoß voran gegangen ist. , 6.Froh werd auch ich, wenns dir zereinig) gefallt, Ein buͤrger der vollkomm⸗ 1, Dultl nen welt. Den meinen sag ich auf ald u hein wort: Gott, unser hort, Ver⸗ eint uns bald auf ewig dort. erheben 7. Den trost, o jesu! dank ich dich fin dir; Du brachtest ihn vom himmel vohlmül mir. Du hast gesaget: ihr seyd n.schahi ichle e Mll. Herr jesu christ, meins lebens. Du famnf der du einst gestorben amn 24.J. OO bis, Munewo lebest, esus christ! Mein herz erhebt sich gen, M gend zu dir, Und ruft und schreyt: ins lelg sey gnädig mir! un biaht 2. Des lebens letzte stunde naht, Mein leib und jedes glied ist matt; vollen Hoch dich, der neu beleben kann, 1—6 Bet ich mit frohem glauben an. * M bin, und euch ewig freun. Iu e Wo rossurder an, Und hilfü, wo niemand 3. Dein wahres wort, herr, sey Wie selig bin ich, mein licht! Mein glauben an dich— Licher hůtte 3. wanke nicht; Mein Herz verlange nur nach dir; Und deine huld sey alles mir. 4. Und wann des grabes dunkle nacht Dem schwachen herzen bange macht: So rufe du dem herzen zuꝛ Ich lebe, leben sollst auch du! 3. Mein trost sey, wann der tod mir draͤut, Unsterblichkeit! unsterb⸗ lichkeit! Wer an dich glaubt, der stirbet nicht; Ihn schreckt kein grab und kein gericht. 6. Der Erde schnell vergaͤnglichs gluͤck, Und allen schmerz laß ich zu⸗ ruͤck; Dring ewig, frei von aller znoth, Ins freudenleben durch den tod. 7. Der gott, der mich so zaͤrtlich liebt, Der vater, der so gern ver⸗ giebt, Vergiebt nach seiner großen huld, Mir die mit ernst bereute schuld. ‚ 8. Herr! viel vergebung ist bei dir. Ja, du vergiebst, herr jesu, mir; Verzagen müßt ich ohne dich, Du aber, jesus, troͤstest mich. 9. Fuͤr mich vergossest du dein blut; Was ich verdorben, machst du gut; Von seder sunde machst du rein: Vom tode kannust du mich befrein. 10. Ich werfe mich in deinen schooß, Herr! herr! denn deine huld ist groß: Du nimmst gebeugte helfen kann. II. Mich lettet deine ireue hand Sanft hin ins beßre vaterland. Ich sterb, um, heiland, dich zu sehn z Ich sterb, um herrlich aufzustehn. I2. Zu frommen seelen eil ich hin, Wenn ich dir ganz ergeben bin. Und wen mir fruͤh der tod geraubt, Den sind ich, hat er dir geglaubt. I3. O, frohe aussicht, nahes ziel! Wie warten mein der freuden viel l batd 2H7 4 ald entreißt Mel „* 116 Erste Abtheilung. — Mel. Jesus, meine zuversicht. elig, gott! sind die, 245. die nun Schon im friedenvollen grabe Von des lebens arbeit ruhn/ Und sich deiner groͤß⸗ ten gabe, Eines ewgen lebens freun. Moͤchten wir es auch schon seyn. 2. Doch du willsts; wir leben noch Muͤhsam hier in pilgerhuͤtren. Alle trugen einst dies joch, Die des lebens kron erstritten. Endlich aber fuͤhrt der tod Uns auch hin zu dir, 0 gott! 3. Jesus selber lebte hier Vormals guch in pilgerhuͤtten. Noch unend⸗ lich mehr, als wir, Hat er auf der erd gelitten. Laß uns glaubig auf ihn sehn, und durch ihn im kampf bestehn. 4. Was ist diese lebenszeit? Ach! nur eine kurze stunde, Gegen jene ewigkeit. Gleichwohl kommt auf die⸗ se stunde, Die goit noch verkuͤr⸗ zen kann, unser ewges schicksal an. 5. Gieb uns weisheit, herr, und kraft, Diese stunde wohl zu nuzen; Und beim schluß der pilgrimschaft Wollest du uns unterstutzen, Daß wir freudig auf dich sehn, Und ge⸗ trost zum tode gehn. 6. Daß wir dein sind, nicht der welt, Daß du uns wirst auferwek⸗ ken: Diese kraft der bessern welt Laß uns wann wir sterben, schmek⸗ ken, Floͤß uns muth und ruhe ein, Selbst im tode froh zu seyn. 7. Wenn wir, um einst auch zu kuhn, Zu den todten gottes gehen: Wollst du mehr noch an uns thun, Als wir bitten und verstehen. Auch füͤr unsre todes nacht Rieft du einst: es ist vollbracht! Mel. Wachet guf, ruft uns die ꝛc. elig sind des himmels 246.Se erben, ⁰ todten, ten augenblicken Des todesschlum⸗ mers folgt entzücken, Folgt won 7. Oe der unsterblichkeit 1 Im frieden nnem lel hen sie, Los von der erde uihreichen Gelobt sey gott! Vor seinem ihrn um reic Zu seinem sohn, Begleitet ihre hich in gend sie hn, Beg hre 0 dbest⸗ Uimmel De Eigene Melodie Nr. 9. Iumt Maas sorgst du ängsh ues fro 24/7. W fuͤr dein lebent wofan gott gelassen uͤbergeben, Ist wah von ail ruh und deine pflicht. Du sollt Hald, b. lieben, weislich nuͤtzen, Es dal die kro bar, als ein glück, besitzen, Ii O. D. lieren, als verlörd durs nicht. Fulin, 2. Der tod soll nicht dein geneh had schrecken Doch, dich zur wi date zu erwecken, Soll er dir steiz 1 augen seyn. Er soll den wunschn lh! leben mindern; Doch dich in de u pflicht nicht hindern, Vielmehrsit n kraft dalu verleihn. Den 3. Ermattest du jn deinen yih So wi ten: So laß den tod dich untenihh Zuun ten, wie wenig deiner tage sud gin⸗ Sprich: sollt ich pflichten wol u nagen⸗ schieben? Nein, meine zeit, s sehn. auszuüben, Ist kurz, und sie vi fliegt geschwind. Mel 4. Denk an den tod, wenn bi trüebe,Wenn sus ber welt und i 248 liebe Dich reizen, und ersticke s N Sprich: kann ich nicht noch hast Man sterhen, Und könnt ich auch nht, welt ererben, Beging ich doch sih gt; uͤbel nie. ö salum 5. Denk an den tod, wenn uhn geden und ehren, Wenn deine schäzesh mane vermehren, Daß du sie nicht o 10 2. D tig liebst Denk an die eitelleit di din ge erden, Daß, wenn sie dir entehsh b, Derrubs Du dann dich nicht sosih Haß etrüͤhst. ů 6. Denk an den tod bey ftohn I tagen. Kann deine lust sein ih vertragen: So ist sie gut und 0 10 meine schuldsvoll. Sprich, dein vergah gen zu versuͤben: Welch gluͤck weis hier, ich erst dort geniehen, Wo ich un— endlich lehen soll 7. Di XXI. Vom Tode. 117 —— — +½•Denk an den tod, wenn dei⸗ tiedenun leben Das fehlt, wornach die rde uih eichen streben; Sprich: bin ich hier, em ihn un reich zu sepn? Heil mir, wenn et ihre sich in chriflo sterbe, Dann ist ein huheflecktes erbe, Dann ist des himmels reichthum mein. 8. Denk an den tod, wenn leiden r. 9. ommen; Sprich: alle trubsal ei⸗ 1 äugl nes frommen Ist zeitlich und durch ebent lofnurg leicht. Ich leide; doch II wih don allem bosen Wird mich der tod u llt hald, bald reigt Er ists, der mir e irone reicht. 1. 0. Denk an den tod, wenn freche nicht a Des glaubens und der tu⸗ n hert Agend Wotten, Und lasterstolz ihr Wühh haupt erhoͤhn. Syrich bei dir selbst: en rägt die spötter; Dach end⸗ 10 ist fur sie kein reiter, Wenn sie licht hier noch in sich gehn. 10. GSo suche dir in allen faͤllen Den tod oft lebhaft vorzustellen: go wirst du ihn nicht zitternd scheun. Dann wird er dir ein trost im kla⸗ Ein weiser freund in guten Ein schild in der versuchung wunsch w in deinnt Imehr i Ian g unterti age suh gen Pwol dihh lahen, zeit, st sehn. id sie vi ‚ Mel. Wenn mein sluͤndlein ꝛc. venn bin ů 100 enn einst mein ster⸗ .2 248. W bend auge bricht, och hel Mein leßter hauch verschwindet, auch. Mein leib erstarrt, und selbst es doch sh uicht, Daß er entschlaͤft, empfin⸗ get; Wenn um mich, den ent⸗ n uubn stlummernden, Gort, alle meine chäte sh leben flehn, Und traurig zu dir Ie weinen: Hl 42. Daun, pater, nimm ihn auf, entristh den geist, Der freudig zu dir flie⸗ cht sosch let, Der dankbar deine guͤte preist, 0 die 5 Rabt mn 1 7 Nn itoͤfle, die betrübt um mich Mi 0 hranen klagen; laß sie sich Mehr und in meiner wonne freuen peronh. 3., Mein hingefallner leib bleibt Iücwah hier, Zhn wird das grab verschlie⸗ 5 ich un ken, Wohl mir! das grab wird den⸗ noch dir Ihn wieder geben muͤssen. Du kommst, erwecker! deine macht, Die ihn aus nichts hervorgebracht, Kann auch aus staub ihn bauen. 4. Wie koͤnnt ich trauren, daß im tod Mein leib zu staub vermodert? Wie koͤnnt ich klagen, da ihn gott Vom tode wieder fodert? O hoff⸗ nung, daß nach kurzer ruh Mein leib erwacht, wie groß bist du Und welch ein trost im tode! ö 5. Des todes schmerzen, gott, will ich, Wenn er nun kommt, nicht achten; Mit glaubensvollem blick auf dich Nach meinem ziele trach⸗ ten, Und mich dem tode freudig naͤhn, Mein himmlisch kleinod zu ben. Das jesus mir erwor⸗ en. In eigener Melodie. oder: Wer nur den lieben gott ꝛc. er weih, wie nahe mir 249. Wemen eude! Oie zeit geht hin; es kommt dern tod. Ach⸗ wie geschwind, ach, wie behende Kaͤnn kommen meine todesnoth! Mein gott! ich bitt durch christi blut, Machs nur mit meinem ende ut. 2. Es kann vor nachts leicht anders werden, Als es am sfruͤhen morgen war; So laug ich lebe auf der er⸗ den, Leb ich in seter todsgefahr. Mein gott ꝛc. 3. Hert! lehr mich stets ans ende denken, Und laß mich, eh ich ster⸗ ben muß, Das heil der seele wohl bedensen, Ja nicht verschieben mei⸗ ne buß. Mein gott zz. 4. Laß mich doch bald mein haus bestellen, Daß ich bereit sey fuͤr und fur, Und sagen koͤnn in allen faͤllen: Herr: wie du willst, so schicks mit mir. Mein gott ic. 5. Gieb mir ein brünstiges verlan⸗ gen/ Nach deinem himmel; laß o gott, Mich vest an meinem heiland hangen: So uͤberwind ich leicht den 7. Di tod. Mein gott ꝛc. H 3 6. Ach 118 Erste Abtheilung. 6. Ach vater! deck all meine suͤn⸗ de Mit dem verdienste christi zu, Damit ich hier vergebung finde, Und dort bei dir vollkommne ruh. Mein gott ꝛc. „Nichts ist, das mich von jesu scheide Nichts, es sei leben oder zod; Er bleibt im leiden meine freu⸗ de, Mein schutz, mein alles in der noth. Mein gott ꝛc. 8. So komm mein end heut oder morgen; Ich weiß, daß mirs mit lesu glückt. Er ists, der mich in allen sorgen, Er ists, der mich im tod erguict. Brum glaub ich vest: durch christi blut Machts gott mit meinem Ende gut. Mel. In allen meinen thaten, laß. Mie sauft sehn wir den 250. Wẽs frommen Nun bald der erd entnommen, Sich seinem ziele nahn! Wo sich des lebens freuden Vom frechen suͤnder schei⸗ den, Da gehn des christen freuden an 2. Er freut sich auf sein ende, Und hebt voll dank die haͤnde Zu seinem vater auf. Gesichert vor derderben, Kann er nun froͤhlich sterben. Nach einem wohl vollbrachten lauf. 3. Sein ruhiges gewissen Bebt nicht vor finsternissen Der bahn, die er nicht zennt. Die schreckeus⸗ vollen pfadeErleuchtet ihm die gnade Des gottes, den er pater nennt. 4. Kein angstgeschrei mit thranen, Kein unruhvolles stlhnen, Qualt sein gelaßnes herz. Er ist zu gott ethoben, Empfangt den trost von oben, und fried und freude in dem 5. Er segnet froh die seinen, Die um sein Lager weinen, Ermahut und troͤstet sie; Und seiner treue wegen, Erfullt gott seinen segen, Und weichet auch von diesen nie. 6. Gott! laß mich ernstlich stre⸗ ben, So in der welt zu leben, Wie man dies gluͤck erwirbl; Damit ich, schlaf mir seyn, und nichts von din sand Was du mir hier verliehen, Mi= herz zur erde ziehen. ö hoffnung mich erquicken, Und mih ie er erde Der Free d sterbe So frendig wie ein fromm aut di stirbt. neich erscheit Mel. Ermuntre dich, mein schual Mel. i ewiß ist/ 2 25 I. Wi b6s Ziel 90 95 fahrt auf der erde! Ob ich noch u0 I en nig oder viel An tagen zählen unl perdi de, Das weiß ich nicht: du wash undvo allein. Ich kann vielleicht der nich set erd ste seyn Vom abgekurdten iehh sele, Ein beyspiel abzugeben. den/ 2. Besrei mich, gott, von wah sriede und dunst, Von irdischen heschun/ f den, Und lehre mich die groh, Mein kunst, Bei gräbern klug zu Dschaun den. Nur der ist weise, der beheus seb dir Wie iel von seinem tod abhalh, alerhe Und ler dazu in zeiten Sein hi zadur⸗ sucht zu bereiten. bitt, 2. Hilf, daß aufs vorgesteckte za sthner Mein auge stets sich kehre, In aufin nicht der welilust eitles spiel Mih 3. schwaches herz bethoͤre. Und saß ze nie dein auge, daß mein schritt Nas augeb nicht den rechten weg betritt; Ei walt. wollst du, herr! in zeiten Auf sisl nacht chen weg mich leiten. btacht 4. Daß ich mich vor der kalluf melt. hand Des todes nicht entfaͤrbe; E Mein mache mich mit ihm bekannt 7 mich her, noch eh ich sterbe. Laß uu 4 2 sein bild vor augen seyn, Damitii Ich d lerne sunden scheun, Die das 9. In de wissen schrecken, Und todesfunh sch vo erpecken. seh m 5., Gieb, daß ich dich mit ftohenn eunst muth, Als meinem gott betrachte mir, Hingegen freunde, gluͤck und gush 3 er Nicht als mein eigen achte: l ohn e wird mein tod mir angenehm, E 6. Laß des erloͤsers herrlichkeit N ten in der Dunkelheit Mich ditsa trost erblicken. Dann nimm,* + S XXI. Vom Tode. 119 11, 4 nc vollbrachtem lauf, ach vollbrachtem lauf, Den geist rönmn aut dleler hutte auf, Die einst im keich der deinen Wird neugebaut erscheinen. schwal Mel. Wie schon leuchtet der ꝛe. neben. 56l 3 Besiege denn des todes graun, Tie Koh Mein geist, er ist ein weg zum bedaf schun In jenem bessern leben. Er bht Lerbir wict mehr fürchlerlichi Zum Abhäuh allerheiligsten wird dich Der herr ein gih dadurch erheben. Hier wird Dein ckte hirt, Nach den thraͤnen Nach dem eckte sehnen, Dich erlöͤsten, Völlig und Wauf immer troͤsten. u 3. Herr, herr! ich weiß die stun⸗ Und dich e nicht Die mich, wann nun mein ilt Mul auge bricht, Zu deinen todten sam⸗ 1ti E melt. Vielleicht umgiebt mich ihre Auf sih nacht, Eh ich dies flehen noch voll⸗ Laln bracht, Mein lob dir ausgestam⸗ che. Malt Mach mic Feriig! Ach hesehie tbe; ei Mene seele Deinen händen; Laß 46 iic meinen Laut gut enden. Lab n 4. Vielleicht sind meiner tage viel; 1 7% bin vielleicht noch fern vom Rel, ‚. An dem die krone schimmert. Bin eifuuh ich von meinem ziel noch weit, So seh mein leben dir geweiht, Bis tstohen eiust mein leib zertrummert. Hilf inb au nie, Herr, dir Hand mein leben ter Zu ergeben, Daß ich droben Dich bn VRohn ende könne soben. ie wird mir dann, mein l hemh 25²2. W heiland, seyn, Wann erhoͤhen! Mel. Mitten wir im leben sind. ner ganz erfreun, Dich dort anbe⸗ ten werde! Dann bin ich frei von fund und leid, Ein mitgenoß der herrlichkeit, Nicht mehr ein mensch von erde. Preis dir! Daß mir Durch dein leiden Jene frenden Offen stehen! Ewig will ich dich ir, der erde vilger⸗ 253. W ind Mit dem tod umfañgen. Ach! wer nimmt sich un⸗ ser au Daß wir gnad erlangen? Das thutst du, herr, alleine. Es reut uns unsre missethat, Die dich herr, erzuͤrnet hat. Heiliger schoͤ⸗ pfer, gott Heiliger mittler, gott! Heiliger, barmherziger troͤster! Du ewiger gott! Laß uns guade finden, Mach uns recht zum tod bereit; Erbarm dich unser! 2. Bei dem sterben werden uns Unsre sünden schrecken; Ach! wer wird, wer wird uns dann Vorm gerichte decken? Das thust du, herr, alleine. Denn wegen unsers heis lands tod Finden wir nun gnad bei gott. Heiliger schoͤpfer, gott! Hei⸗ liger mittler, gott! Heiliger, barm⸗ herziger troͤster! Du ewiger gott! Sey von uns nicht ferne In der al⸗ lerletzten noth; Erbarm dich unser 3. Ach! wenn uus in dieser angst Unsre sunden treiben: Wo, wo fliehen wir dann hin, Daß wir si⸗ cher bleiben? Zu dir allein, ver⸗ soͤhner! Vergossen ist dein helligs hiut, Das gnug fuͤr die sunde thut. Heiliger schoͤyfer, gott! Heiliger mitiler, gott! Heiliger, barmher⸗ ziger troͤfer! Duͤ ewiger gott! Hilf uns überwinden Durch des rechten m, 53. Wie wird mir dann, mein hei⸗ von dun „ N lind, seyn, Wann ich, mich dei⸗ keit M glaubens kraft, Erbarm dich unser nd mih h diestn 15 hent uat XXI. 84 120 Erste Abtheilung. XXII. Von der Auferstehung der Todten. Mel. Was gott thut, das ist ꝛc. ů ch freue mich der frohen 254. J zeit, Da ich werd auf⸗ erstehen. Dann werd ich in der herrlichkeit Dich, gott, mein hei⸗ land, sehen. Dann werd auch ich, Oherr! durch dich, Vereint mit allen frommen, Zur ewgen ruhe kommen. ö ö 2. Ja, herr, du fuͤhrst sie einst eran, Die stunde der erloͤsung: ie stunde, da ich hoffen kann Trost, freiheit und genesung! Da, engeln gleich, Im himmelreich Ich ewig werde leben, Mit herrlichkeil umgeben. 3. Der du die auferstehung bist, Du bists, auf den ich traue! Ich weiß, daß ich durch dich, herr christ, Einst auferweckt, dich schaue. Auch werd ich nicht Vor dein gericht, Wie die, die dich verschmahten, Mit angst und schrecken treten. 4. Ich hoffe dann mit freudigkeit Por dir, mein haupt, zu stehen, Und mit dir in die herrlichkeit Froh⸗ lockend einzugehen. O hilf mir doch Aus gnaden noch, Zum gluͤck der ewigkeiten, Mich wurdig zu be⸗ reiten. Mel. Christus, der ist mein leben. Och geh einst ohne beben 255.—. Zu meinem tode hin; Deunschristus ist mein leben Und sterben mein gewinn. 2.. Ich schluie nicht die schrecken Der freudenleeren gruft; Der wird mich auferwecken, Der mich zum grabe ruft. 3. Und rief mich, abzuscheiden, Auch heute schon mein gott: So geh ich hin mit freuden, Und sterh auf sein gebot. 4. Ich hoff ein beßras leben, Das miimmermehr verfließt. Ein leibf wird mich umgeben, der ewig herrlich ist. Jius 5. Dann eil ich dir entgegen, M ehultt tinmohirend handt: Und seh elSiact zuͤckt den segen Des heils, datisgi 90 geglaubt. 6* In bekannter Melodie. Mium Folgen Jesus, meine zuversich guch ut 256.* Lebt, und ich soll Wumd sd ihm̃ leben! Dieses weiß ich; Hlgen uat nicht Sich mein herz zufrieden 3% 10. L ben, Was die lange grabesuatt Pon d Mir auch fuͤr gedanken macht? nns sch 2. Jesus, mein erloͤser, lebt, u wir dot ich kann ihm sicher trauen, Baß/ wer sei mich zu sich erhebt: Warum soll hier ke mir denn grauen? Lasset auch d haupt ein glied, Das es einst nil nach sich zieht? IIi 3. Ich bin durch des glauhen band Zu genau mit ihm Pean. 2 Er, der auch den tod empfand, In 5 fuͤr mich auch üherwunden. Ersy gimz di stand; und einst erwacht Auch mesn des gr⸗ Leib durch seine macht. geschw. 4. Ich bin staub, und muß dabet sein sie Wiederum zu staube werden. Die, ganzes ses weiß ich; aber er Weckt mih auch f. wieder aus der erden, Daß ichu 2. N * herrlichkeit Bei ihm sey in 30 eit. Das if 5. Da wird mich, statt diisn Selbst hant, Ein verklarter leib umgeben, din get Fuͤr die neue welt gebaut, Und 9 den de chickt zum bessern leben; Und iuihr sol diesem leib seh ich Meinen jesun 3. W ewiglich. aub; 6. Dann werd ich in hellem licht, Und ei Seine große lieb erkennen; Und uit Sich n freudig werd ich nicht Ihn dann o groß meinen retter nennen, Wenn er von todten der sterblichkeit Nun auf ewig mich zuwack befreit! ö 4. N 7., Was verweslich ist vergeht; din ů Fleisch und blut kann gott nicht seh hen!: hen. Irrdisch wird mein leib gesät, ken an Himmlisch wird er auferstehen. Eis hen. verweset mein gebein; Dann wirdi schwer unverweslich seyn. flart, 8. Seid XXII. Von der Auferstehung der Todten. 121 . Seid getrost und hocherfreut! Jesus kennt uns, seine glieder. Ehritten wehrt der traurigkeit! Eterbt ihr, jesus ruft euch wieder. Daun verlassen wir die gruft, Wann uus gott aus solcher ruft. 9. Wo ist dein Triumph, o tod? bie. Nimm den staub hin; ohne grauen jolgen wir, wir werden gokt Und versich guch unserm jesum schauen. Dann y soll ui wird schwachheit und verbruß Lie⸗ ch; Hlt gen unter unserm fuß. ieden g 10. Laßt uns nur dein geist erheb'n ibesugt Pon den lüsten dieser erden, Und acht? uns schon hier dem ergeb'n, Dem ebt, 0 ir dorten ähnlich werden! Denn Da wer seiner sich will freun, Muß um sollh hier kein und heilig seyn. nuch d inst ni Mel Wenn mein stuͤndlein vorh. Hlaubeng rbunde, ö ein heiland lebt; er hat nud, hu 257. M die macht Des todes Eriln giũ bezwungen, Und siegreich au⸗ uch ma des grabes macht Zu gott sich auf⸗ heschwungen. Er ist mein haupt; 16 dahe sen seg it mein. Sein soll mein en. Die⸗ ganzes leben seyn, Und ihm will ich ickt mich auch sterben. aß ich su 2. Nicht ewig wird, wer dein wort in ewih hilt, Den tod, o jesu! schauen. Das ists, was mich zufrieden stellt, t diesg Selbst bei der graͤber grauen. Ich mgeben, hin getrost und unverzagt, Weil du Und ge den deinen zugesagt: Ich leb, und Und I ihr sollt leben. jesum, 3. Wird gleich mein leib des todes ub; Er wird doch wieder leben, m licht, Und einst aus der verwesung slaub Ind wie Sich neugebildt erheben, Wenn du, n daun 0 großer lebensfürst, Einst deinen er von tohien rufen wirst, Zum leben auf⸗ ig mich zuwachen. 4. Wie froh und herrlich werd ich ergeht:; dinn Vor dir, mein heiland, ste⸗ licht sen hen! Dann nimmst du mich mit eh⸗ gesat, ren an; Laͤßt in dein reich mich ge⸗ n. Erst hen. Forthin von keiner last be⸗ wirdi schwert, Hingegen herrlich ganz ver⸗ 600 flirt, Leb ich bei dir dann ewig. n. en, M seh en 5„ das 6 . O welch ein selges theil ist mir In jener welt bereitet! Der freuden ulle ist bey dir. Von dir, o herr, geleitet, Werd ich in deinem him⸗ melreich Unsterblich, deinen engeln gleich, Vollkommne lust genießen. 6. Denn, wo du bist, da sullen die, Die dir hier folgen, leben, Und ewig frei von schmerʒ und muͤh⸗ Von seligen umgeben, Geniessen deiner herrlichkeit. O was sind lei⸗ den dieser zeit, Herr, gegen jene freuden! 2. Laß die zukuͤnftge herrlichkeit Mir stets vor augen schweben; Und oft in dieser pruͤfungszeit Mein herz dahin erheben, Wo keine schwach⸗ heit uus mehr druͤckt, Wo wir, der sterblichkeit entruͤckt, Frohlockend vor dir wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum fleiß, Der tugend nachzustreben, Und als ein christ, auch dir zum preis, Nach deinem wort zu leben. Und fühl ich hier noch noth und schmerz, So tröste selbst damit mein herz: Es koͤmmt ein beßres leben. Mel. Wachet auf! ruftl uns die ꝛc achet auf! ruft einst 258. Wedie simme, Des sob⸗ nes gottes allmachtsstimme: Ver⸗ laßt ihr todten, eure gruft! Wa⸗ chet auf, erloͤste sͤnder! Versam⸗ melt euch, iht gotteskinder! Der welten herr ists, der euch ruft. Des todes stille nacht Ist nun vorbey erwacht, Und lobt den herrn! Macht euch bereit Zur ewigkeit! Sein tag, sein großer tag ist da! 2. Erd und meer und hoͤlle beben, Die frommen stehen auf zum leben, Zum neuen leben stehn sie auf! Ihr versoͤhr er kommt voll klarheit, Vor ihm ist guade, tren und wahrheit, Des glaubens lohn kroͤnt ihren lauf. Licht ist um deinen ihron Und le⸗ ben, gottes sobn! Preiß dir, hei⸗ land! Erloͤser! dir, Dir folgen wir. Zu—4 vgters herrlichkeit. 3⁴ Ews 12² Erste Abtheilung. —— 3. Ewges lob seh dir gesungen! Wir sind zum leben durchgedrun⸗ en! Am ziel sind wir beim großen ohn. Christus stroͤmt der freuden fuͤlle Auf uns, wir schaun ihn ohne hülle, Ihn, unsern freund und got⸗ tessohũ Kein auge sahe sie, Dem ohr erscholl sie nie, Diese wonue! In ewigkeit Sey dir geweiht, Herr! anser dank und lob und preis! Mel. Wer vur hen lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schöͤpfer ꝛe. Nr.. 2 9 WöIen erbebst du, mei⸗ ne seele, Bei dem gebanten an das grab? Nicht dich Umschließt einst seine hoͤhle, Nur deine hütte sinkt hinab. Sie schuf Der allmacht wink aus staub Drum wird sie der verwesung raub. 2. Du, zur unsterblichkeit erlesen, Schwingst dich empor zu gottes licht, Und schaust den ursprung aller we⸗ sen Von angesicht zu angesicht; Be⸗ wunderst deines gottes macht In jener welten bau und pracht. 3. Daun, seele, wirst du das ver⸗ slehen, Was hier kein weiser mund erklaͤrt: Was hier vollkommen ein⸗ zusehen, Des wissens trieb umsonst begehrt.; — Aeuham nicht, Und selbst die finsterniß wird licht. 4. Dann wirst du den, ach, den erblicken, Den hier allein der glau⸗ be sieht; Den, der dich ewig zu beglücken, Fuͤr deine sünd am kreuz verschied. Dann jauchze, daß kein wahn, kein spott Dich hier getrennt von deinem gott. Wann nun der tag des herrn erscheinet Verlaͤßt dein leib der graͤ⸗ ber ruh. Zum zweitenmal mit dir vereinet Wird erunsterblich, so wie du. S seele, zittre darum nicht, Daß deiner huͤtte bau zerbricht! Dann taͤuscht dich wahn Mel. Besiehl du deine wegt I. Die oder: Valet will 1 geben Gott eh enn einst in mein jesum/ 260. Werabe Des todes 00 es⸗ nacht Ich durchgeschlummert bao So weckt mich jesu macht, Gh diesem leib aus staube Des himm herrlichkeit. O trost! den mit glaube An gottes wort verleiht. 2. Es soll mir diesen glauben, d fest, als felfen, ruht, Kein syah Mel. jemals rauben, Kein feind, 6 zweifelmuth. Es mag der uncn 20I. beben, Sinkt er in tod und grus mungst d Ich kenn ein nenes leben, Mh schet, e mich jesus rust. inst zu 9. Den heiden hier auf erden Mund her dieser trost verdeckt, daß wir gn der kom einstens werden Aus tod und gu und mi erweckt. Sie, die das licht nicht Iu meine ten, Das uns der tag gebrah 2. Hi Umgaben todesschatten Und suls ntacht, der grabesnacht. nacht; 4. Des spötters kühnes lachen Iu gen, 2 schimpft ihn selber nur. Es sih enn M gar leichte sachen Dem schoͤpferh Die se natur, Den leib neu zu belehn Dann Den er aus staub erschuf; I Damn! klarheit auch zu geben Durch seln 3. De allmacht ruf.„grab N 4 Aus saamen, den wir sih ab, u Laßt gott ja alle jahr Die nai Auf de frucht entstehen, Die in dem kenn Das war. Es wächset jede blume Ml todten ihrer saat hervor: Zu seiner dich, macht ruhme Steht sie in neug guf, u or. D 6. Kann gott denn nicht ah hyan, machen, daß einst aus tod und gus lohn Die glieder ueu erwachen, Win Dann seine stimme ruft? Es werden u dein. se glieder, Wie saamen, ausgess ein In Gott will: sie lehen wieder; A geigt d neue leib entsteht. hu der 7. Ich frag nicht nach dem spohl z. O Verwegner zweifeler, Und weiß ui scheint meinem gotte: Er ist des tolh steund herr. Daß todte leben sollen, Ru Daß ganz in seiner macht, Und solleh Und nicht auch wollen, Daß einst 0 Ganz leib erwacht?ꝰ? H wir herd . 5 XXIII. Vom juͤngsten Gericht. 12⁵ wege. geben meixej V 0 Mel, Oewigkeit du donnerwort. Erhoͤhter jesu, gottes 261. E sohn! Der du schon d grus magst der himmel thron, Als herr⸗ 00 eingenommen, Du wirst der⸗ 1 unc 1 instzu rechter zeit In großer kraft rden Mund herrlichkeit Vom himmel wie⸗ wir in der kommen. Gieb daß dann froh nacht; Wie groß wirst du dich zei⸗ achen Iy gen, Wenn du auf lichten wolken anst Mit deiner engel heer erscheinst, boͤpferih Sie selbst sich vor dir bengen! Leleh Dann sieht die welt die majestät, f. W Dau dich gott, dein gott, erhöht. irch semn 3. Dann koͤnt dein ruf in jedes „tab Mit allmachtsvoller kraft hin⸗ wir sig ab, ünd schafft ein neues leben. Die naj Auf deinen wink muß erd und meer em kei Das große unzaͤhlbare heer Der ume Al todten wieder geben. Sie stehn durch einer dich, herr! nen beseelt Nun alle u neum guf, und keiner fehlt. 4. Du sammlest sie vor deinen scht auh thron, Um jedem den bestimmten ind guuf lahn Nach seiner that zu geben. „Wail Dann trift den bösen schmach und rden I zen, Den frommen aber fuͤhrst du usgest ein In das verheißne Leben Dann er; M zeigt die that, herr jesu christ, Daß heiß Die todten wieder leben: Dein hu der erden richter bist. XXII. Vom juͤngsten Gericht. 6. Dein name sey mir ewig werth⸗ Und was dein wort von mir be⸗ gehrt, Das laß mich treulich uͤben. Dich, den der ganze himmel preist, Dich muͤsse hier auch schon mein geist Aus allen kraͤften lieben: So schreckt mich deine zukunft nicht, So hab ich muth auch im gericht. Mel. Es ist gewißlich an der zeit, r kommt, er kommt zum 26²2.E weltgericht, Der hei⸗ land, den wir ehren, O weigert euch, erloste, nicht, Jezt auf sein wort zu hoͤren. Wer hier nicht seine stimme boͤrt, Und sie nicht mit ge⸗ horsam ehrt, Wird nicht vor ihm bestehen.* 2. Herr, laß mich deiner majestaͤt Mit wahrer freude dienen! Wie herrlich dich dein gott erhoͤht, Ist zwar noch nicht erschienen; Doch was uns hier verborgen war, Macht jener tag uns offenbar, An welchem du erscheinest. 3. Da, wann vor dir die erde bebt, Und unter deinen fuͤßen Sich alles, was dir widerstrebt, Wird voͤllig heugen muͤssen; Wann alle engel vor dir stehn! Da wird auch jedes auge sehn, Wie hoch dich gott erhoben. x 4. Da werden, herr, auf dein ge⸗ m spoh 5. O gieb, wann dieser tag er⸗feind mit furcht, dein freund mit veiß uil scheint, daß ich in dir dann meinen preis Sich aus dem grab erheben: es tobls fleund Und treuen heiland finde; Und wer wird da, herr sesu christ, u, Ril Daß ich mit freuden vor dir steh, Daß du der herr des lebens bist, sollig Und mit dir in den himmel geh Noch ferner leugnen koͤnnen? nit mil Ganz frei von aller sünde! Wie wird dein anblick mich erfreun! Wie kraft, Waun du, die hier dich flie⸗ 8. 5 wWerd ich dann so selig seyn! U 5. Wer spottet dann noch deiner hen, 124 Erste Abtheilung. ö hen, Fuͤr ihre schuld zur rechenschaft Mit maiestaͤt wirst ziehen? Wie wird, wann dich ihr aug erblickt, Und sie dein strafgerichte druͤckt, Der spoͤtter heer verstummen! 6. Und wann du dann die deinen nun Mit preis und ehhre zierest, Sie, gwig ihnen wohlzuthun, Zu deinem himmel fuͤhrest: Wie vollig wirds b dann offenbar, Daß es in deinen haͤnden war, Bie deinen zu begluͤr⸗b ken. 2. Gieb, daß ich dann, herr jesu christ, Mit freuden vor dir stehe, Und dir, der du so herrlich bist, Ge⸗ trost entgegen sehe. Wann deiner feinde rotte zagt, Von reu und angst und furcht geplagt, Dann lauchze meine seele! 3 Daß ich dies gluͤck erlangen mag, So laß in diesem leben, O heiland/ b deinen großen tag Mir stets vor au⸗ gen schw ben. Er reize mich, dir mich zu weihn, In deinem dienste tren zu seyn, Und so mein heil zu hoffen. Mel. Straf mich nicht in deinem ꝛc. err, ich bin dein eigen⸗ 263. tbum; Dein ist auch mein leben! Mir zum heil und dir zum ruhm, Hast du mirs gegeben. Vaͤterlich Fuͤhrst du mich Auf des lebens wegen Meinem ziel entge⸗ e n. 2. Einst lominst du mit großer kraft Zuni gericht guf erden: Dann soll ich zur rechenschaft Dargestellet wer⸗ den. Dein gericht Schoner nicht, Richter aller welten! Denn du willst vergelten. 7 3. Weh dann mir in ewigkeit, Wenn ich deine gabe, Meine krafte, meine zeit Hier gemißbraucht habe! Weh dann mir, Hab ich hier Dein geschenk verschwendet, Und nicht augewendet! 4. Moͤchte taͤglich dein gericht Mir vor augen schweben; Mocht ich mich ets, meiner pflicht Treu zu seyn, Vor dir, herr, bestehen, Und in 264. nen Vor deinem richterthron. d Hir,! suͤndern und den deinen GiehstN Rird k gerechten lohn. bestreben! Daß ich nie Thörich i 7. augen setzte, Noch mit Iun de verletzte! in sünt 5. Lehre mich gewissenhaft Manoh tage zaͤhlen, Eingedenk der reafnechter schaft, Nur was gut ist wählhund fuß Gieb, daß ich Er stlich mich, lich und auch heute, Zum gel ereite. 6. Zeigt sich erst die ewigkeitzun ar in der naͤhe, Ol dann isissen selten zeit, Daß ich in mich ahhhundein Wann der tod Mir schon diih wie ein O dann ist gewißlich Meine his nichter . Mei issen krafe mich Oiheh Mein gewissen strafe m 1 für iede Gnde, Mittler, 325 bald durch dich Gnade such un de; Rufe du Dann mir zu: „—0 Mir 15 ů 3J 0 d ich uich hann z1 ist vergeben! Suͤnder, du sollih hesteit, en! ter 8. Dann werd ich auch im geih 995 deinem angesicht Freud und min Mel. sehen. Ewig dein Werd ich 6 Und mich, dich zu lieben, E A ewig uͤben. le au 6 got Mel. Ach herr! mich armen sunhy daner in genth t Eomt ch denk an dein geriah g Du richter aller vus kmiut Dem thor seys ein gedichte, schwachen nur gefaͤllt: Mich sollsh. Hi⸗ wahn nicht stoͤren„Weil mich Wuade goͤttiich licht, Und mein gewis lehten: Du haltest einst gericht rin 2. Umsonst flieht dann der fünm uet b Vor deines armes kraft. Herr, dem ri⸗ menschenkinder Ziehst du zur reche scuft, Du rußt, und sie eggeh ur buß 3. Frohlockend sehn die frommh Bein götliich augeiht: Schonsh i e dem fiuch enrnommen, Zagt i seele nicht! Nun triumphirt hoffen; Erloͤst von aller muͤh, S sie den himmel offen, Und d herr, segnest sie 4. O Wirst ünder, ehn! arift si XXIII. Vom juͤngsten Gericht. 12⁵ Dornch g. Wie angstvoll aber beben Die y mit sihier dein wort verhohnt, Und durch Van fundlich leben Das eitle herz lherwöhnt. Du giebst den sunden⸗ nechten Ihr theil in jener pein, ud fuͤhrest die gerechten Zu deinen ein. 5. Drum laß, herr, dein gerichte Mir stets vor augen seyn, Und hrücke sein gewichte Tief ins ge⸗ ann ilwissen ein! Vor dir laß recht mich ich KAhandeln Und hier zu aller zeit, So don duhh pie ein weiser wandeln, Der seinen eine A richter scheut. 6. Ist dann dein Tag vorhanden, ich GMWun diese welt vergehn: So hoff daß ich ucht mit schanden Vor deinem undsß thron zu 1— Ilerichnid u: un zur rechten Von alle im gessh eitgun 1 it, Fuhrst mich mit deinen mi n deine herrlichkeit. geh ab ben Wl. Es it gewißlic an det zei. Dich sn chon ist der tag von u, 4 265.S goit bestimmt, Da, pr duͤf erden wandelt, Sein loos 5 gottes haͤnden nimmt, Nach⸗ en funsn dem er hier gehandelt. Er kommt, n genit. K lömmt, des menschen sohn; Er aler u8 vomint und wolken sind sein thron, hte, Den erdenkreit zu richten. ö ich solfh. 2. Hier, an dem rand der ewig⸗ 0 leit, Hier stehn die millionen, Die ae sesbemn ersien tag der zeit Auf die⸗ ericht. kerde wohnen, Nur dem allwis⸗ 1 sünh kaden bekannt, Unzähtbar, wie am Hert,Il er der sand; Hier stehn sie vor renn dem richter. ie ersll. 3 Hier muß der falsche wahn der 1. h ait Der 8 recht d waagt uult Hiehstn Hier, wo das recht die waage halt, whh 516 keine bosheit siegen: Hier ist zur duße nicht mehr frist, Hier gilt licht mehr betrug und list; Hier alt kein falscher zeuge. 4. O herr, mit welcher majestat Mirst du das urtheil faͤllen; Die ünder, die dich hier verschmaͤht, ehn dann gewiß zur hoͤllen. Da fromm chon gih Jagt ih hirt ih ih, S ud d 4. wird dann noch ihr retter seyn? Ihr warten ist verloren. g. Wie herrlich aber wird als dann Der frommen werth erscheinen! Du herr, nimmst sie zu ehren an, Er⸗ klaͤrst sie fuͤr die deinen; Und sie sehn mit erstauntem blick, Daß glaub und lieb das höͤchste glück Aus goties huld ererben. 6. Sie gehn nun in das felge reich, Das gott fur sie bereiten, Und sehn auf ewig, engeln gleich, Ihr wohlseyn ausgebreitet. Das slück⸗ werk wird vollkommenheit, Kein kummer, keine traurigkeit Stoͤrt forihin ihre freude. 7. Mein heiland, laß mich dein gericht Oft und mit Ernst bedenken Es staͤrke meine zuversicht, Wenn hier mich leiden kraͤnken; Es reize mich, gewissenhaft Und eingedenk der rechenschaft, Nach deinem wort zu handeln. Mel. Wachet auf! ruft uns die ꝛc. (dachet auf vom schlaf, 266. W ihr fuͤnder E wacht l denn euch, o menschenkinder, Er⸗ warten töd und ewigkeit. Lohn und rafe, tod und leben Wird der ge⸗ rechte richter geben. Ecwacht! noch ist zur buße zeit. Gerecht, gerecht ist gott, Er hoͤrt der frevler spott. Frevler, zittert! Wißt, was er spricht Gereut ihn nicht, Er lommt gewiß und haͤlt gericht. 2. Mloͤtzlich wird sein zorn ent⸗ brennen; Denn wird der spoͤtter ihn erkennen, Des vaters eingebor⸗ nen sohn. Jauchzet, jauchzt ihr seine frommen, Er wird zu eurem heile kommen. Bald kommt er und mit ihm sein lohn; Euch richtet christus nicht. Er selbst ging ins gericht Fur die sunder, Wir sind versoͤhnt, Mit gott ver soͤhnt. Wer uberwindet, wird gekröͤnt. 3. Seld bereit, ihn mit verlan⸗ gen, Mit reinem herzen zu em⸗ Mist sie unerforschte vein; Wer pfangen, Denn ploͤtzlich bricht sen tag 126 Erste Abtheilung. tag herein, Und der richter wird vom boͤsen Sein volk, die frommen, ganz erloͤsen, Von suͤnd und tode 0 befreyn. Dann ist volkommnes eil In ewigleit ihr theil. Jauchzt, ihr frommen! Seyd stets bereit Auf diese zeit, Und singt gott dank in ewigkeit. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schoͤpfer ꝛc. Nr. 4. 267 Weunn ich auf gottes we⸗ gen wanke, Und strau⸗ cheln will, so schrecke mich Der herz⸗ erschuͤtternde gedanke: Gott richtet eiust die welt und dich! Er hats ver⸗ kuͤndigt; sein gericht Ist unausbleib⸗ lich, strauchle nicht. 2. Der weg der tugend, den ich walle, Sey rauh und steil: wo fuͤhrt er hin? Zum himmel, wenn ich gott gefalle, Weil ich getreu und standhaft bin; Gestaͤrkt, o gott, durch deine huld Zur selbstverlaͤug⸗ nung, zur geduld. 3. Laß mich zu meiner seele T ut Die welt vergeht mit ihrer lust! Wohl mir, wenn ich bei allen pla⸗ gen, Mir keines frevels bin bewußt! Es kommt, es kommt die ewigkeit, Die mich aus jeber noth befreit. 4. Denn jesus wirdb vom himmel kommen; Ich word ihn, meinen hei⸗ land, sehn, Ihn, wie er ist; mit allen frommen Aus meinem grab auch auferstehn. Ihm werd ich völ⸗ lig ähulich seyn, Mich ewig meines glaubens freun! 5. Ich werde seine stimme hoͤren: hin, was dir bereitet ist% 2 Didk treuer christ, den engein galsht In Komm, erbe meines vaters rmit vol 6. Du hast in deinen armen in dern Barmherzigkeit an mir gen Ich nahm in meines leibes glig Den segen deiner wohlthat g Komm nun, gesegueter, zu n 3. Wa Den himmel geb ich dir dasuͤn seht, 7. Solch eine wonne wartet AWann e ner, Wenn ich mit bruͤderlshhoch h sinn, Den nächsten lieb, und gachelche n mich seiner Erbarm, und jesu gwerd ich lich bin. Gott, wer lann han slis da lieblos seyn? Betruͤbte sehn, Mia Nos nicht erfreun? on de 3. Dort, dort trift den, der Vauf erd erbarmen Nie menschenfreunh entiückt sich beweist; Der, fuͤhllos besh und fret noth der armen, Bebraͤngte nu kit, d quickt noch speist; Den hungehn He. sein brod nicht bricht: Ein unhun 5. De herziges gericht. tath N 9. Fuͤhllose(wird der rich ter suun hen; T Verschlossen habt ihr eure hih ad 2 Verach tet eurer bruͤder klagen; rachtet 4 nd sel weicht! ich hab euch nie erkash Mich; Wer mich bekennt, und doch So vat sucht, Was menschen froh math 6. In sey verflucht! icdanr 10. So wirst du jede suͤnde richn dein wi Die nicht bereut ist; wenn du i herzen Deu uͤbertretern ihrer pflichten Rer lust deiner majiestaͤt erscheinst. wußt, wird der fromme nur bestehn; A 7. M lasterhaft blieb, wird.. Härt,; II. Gieb mir denn licht und u on al und flaͤrke, Hamit mein glauße PHiscie getreu, Geuͤdt in jedem gufen un det nir te, Bewaͤhrt und unverwerfli Ber du zu meiner rechten bist Du warst gehorsam meinen lehren; Nim —ꝛ—— XXIV. Von Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. oder: Lobsinget gott, und ꝛc. Nr. 5 268 er freuden fuͤll ist, gott, * bei dir; Und in dem ch an der So werd ich ewig selig seyn; Mmeinen ewig deiner, gott, ersteun.. De lebt, Die he der Ewigkeit. iß e höͤhern leben Wird deine hul) Huich! aus auch mir Zu voller gnuͤge gallEtets; Was mich mit reiner lust erst d. Was meiner seele sehnsucht ss die de und sich vͤhn ende niehret. dor ist7 Dich lern ich dann im hellern ein gaalscht In deiner größe kennen, Und ters mamit vollkommner zuversicht Dich rmen neinen vater nennen. Mit hoher tir gethafteude bet ich dann Auf ewig dein es glihn Kbarmen an, Das mich zum him⸗ hithat Ael führte. „zu ni 3. Wann mein erhöhter geist da dasür seht, Was er dir zugetrauet; lartet Waunn er dein unumschräankt gebiet uͤderlsh Roch heller uberschauer: Gott, elche wonne ist dann mein! Wie erd ich deiner da mich freun! Wie hart stlig da mich finden! sehn,. Noch groͤßre werke seh ich dann on deiner schoͤpfersguͤte, Als ich „der Uauf erden sehen kann, Und mein sreunht enthückt gemüthe Verliert voll dank os beish und freude sich In deiner herrlich⸗ gte mi kit, die ich In vollem glaͤnz er⸗ hungehn Hile. 5. Da werd ich deinen qnaͤdgen nuch Noch mehr, als hier, verste⸗ hler suyn lein; Dir danken, daß du mich den ure hah Iad Der tugend hießest gehen. gen: e. ind selbi durch leiden dieser zeit e erkam Mich zu dem gluͤck der ewigkeit doch N So väterlich bereitet. oh math., In unbrfleckter heiligkeit Werd n uubasy ichbann, gott, dich lieben, Und was lde richn dein wille mir gebeut, Mit frohem in due hetzen üben. O welche quelle rei⸗ lichten Tuhse sich keiner sunde mehr be⸗ st. Du wußt, In allem richtig handeln! ehn; M. 7 Mein leib aufs herrlichste ver⸗ 12. lärt, Mit himmelsglanz umgeben, und un Bon allem frei, was ihn beschwert, glaube] Heschickt zum hoͤhern leben, Auch guten u det nimmt dann an allem heil Und erflich yn; un. Han der hohen wonne theil, Die meinen geist entzücket. 8. Den heiland, den ich hier ge⸗ lebt, Seh ich dort mir zur wonne. Dle herrlichkeit, die ihn umgiebt, blig er auch licht und sonne. Auch gist er mein herr, mein freund, Zurch den ich, gott, mit dir vereint, Etets neue freuden schmecke. 9. Mit allen buͤrgern jener welt, ze deinen thron umgeben, Werd h dort, ihnen zugesellt, In rein⸗ x XXIV. Von der Ewigkeit. 127 ster freundschaft leben. Wie klopfet dann in meiner brust Mein ganzes herz vol lieb und lust, Die ich mit ihnen theile. I0. Ja, ewig ist, mein gott, bei dir Der freuden reichste quelle. Ich schoͤpfe draus, doch bleibt sie mir Stets voll auf alle faͤlle. Mein gluͤck waͤhrt da in ewigkeit, Nichts fehlt ihm an vollkommenheit. Herr, hilf es mir erreichen! Mel. Wenn mein stuͤndlein vorh. in fremdling bin ich in 269. Egawelt Undiun sind meine tage; So manche noth, die mich befaͤllt, Reizt mich hier noch zur klage. Doch, vater, jene selig⸗ keit Bersüͤßt mir meine pilgrims⸗ ben Und staͤrkt mich selbst im lei⸗ en 2. Jetzt, da die suͤnde mich noch druͤckt, Seufzt meine bange seele; Wie bald ist nicht mein herz be⸗ ruͤckt! Wer merkt, wie oft er feh⸗ le? Doch einst werd ich vollkommen rein, Ganz heilig und ganz selig seyn. Dies troͤstet meine seele. 3. Wenn mich der zukunft schick⸗ sal schreckt, Die noth der sernen tage; Wenn sie in mir die sorg er⸗ weckt, Ob ich sie auch ertrage: So mildert mir die ewigkeit Das kurze elend dieser zeit, Daß nicht mein herz verzage. ö 4. Wenn einst, der jetzt von serne draͤut, Der tod mir naͤher winket; Wenn, nach der arbeit dieser zeit, Mein haapt zum schlummer sinket: So sterb ich froh; die ewigkeit Zeigt mir des himmels herrlichkeit, Die alles uͤbersteiget. 5. Herr, diesen trost, der mich er⸗ freut, Permehr in meinem herzen. Es staͤrke mich die seligkeit, Bei meiner wallfahrt schmerzen. Sie sey in meinem tod mein heil, Und einst mein laͤngst gewuͤnschtes theil, Wann ich vom iod erwache. Mel. 128 Erste Abtheilung. Mel. Wer nur den lieben Gott laͤßt. 8 ist noch eine ruh vor⸗ 280.E haͤnden Fuͤr jeden gott ergebnen geist, Wann er sich dieses korvers banden, Nach gottes willen eiust eutreißt, Und nun nicht mehr so eingeschraͤnkt, Als hier auf er⸗ den, lebt und denkt. 2. Die, herr, zu dieser ruhe kom⸗ men, Wie selig sind doch alle die! In deinen Himmel aufgenommen, ruhni sie von dieses lebens muͤh. Nach aller last, die sie gedrückt, Wird ewig nun ihr herz erquickt. 3. Wie muͤtter ihre kinder troͤsten, So seanet mit zufriedenheit Auch deine gnade die erloͤsten, Nach uͤber⸗ standner uͤbungszeit. Dann wird es ihnen offenbar, Wie gut stets deine fuͤhrung war. 4. Da schweigen alle ihre klagen: Da brinat mit frohem lobgesang, Selbst fuͤr die ausgestandenen pla⸗ gen, Dir ihre seele frohen bank. Run jauchzen sie: es ist vollbracht! Der herr hat alles wohlgemacht! 5. Forthin dekümmert sie kein lei/ den, Kein schmerz, selbst keine furcht nicht mehr Gott fuhrt sie zu den hoͤchsten freuden, Und kroͤnet sie mit preis und ehr. O unausspreck⸗ lich fuͤße ruh! Wie herrlich, herr, begluͤckest du! 6. Wer kann hier deine gnade fas⸗ sen? Du willst den, der dich red⸗ lich liebt, Nicht ewig in der unruh lassen, Die dieses leben noch um⸗ giebt. O, mach uns ja hier in der zeit Recht wuͤrdig fuͤr die ewigkeit! 7. Mein heiland, der du selbst auf erden Der leiden joch getragen hast; Will ich des lebens muͤde werden, Und kuͤhl ich meiner buͤrde last: So staͤrke maͤchtig meinen geist, Daß er dem Unmuth mich entreißt. 8. Gieb, daß, in hoffnung sener 90 Die gottes volk verheissen ist, Ich gern des vaters willen thue, Wie du darin mein vorbild bist: So folget auf der leiden zeit Ge⸗ wiß volllommne seligleit. schmecken seine guͤte. Mel. Wie schoͤn leuchtet der malle dei ein ganzer geist, g Grei vor 271. M wird entzückt, 900 Fr er nach jenem himmel blickt, Dah umgang dein wort uns leitet; Wo d 7. Da milde vaterhand Aus neuen dern wird erkannt, Die du di 0 verbreitet. Machtig Fühl ich er du geirieben, Dich zu lieben, Ders leben Jener welt mich will erhehh mit en 2. Was sind die freuden Ien g zeit, Herr! gegen jene herrlighh uich sh Die dort bei dir zu finden I stellst uns hier auf erden grg, Viel wunder deiner guͤte dar AN wir sie froh empfünden; Doch Sind wir Bei den freuden e mit leiden Stets umgeben, ist nur vollkommnes leben 3. Kein tod ist da mehr und Ournge grab. Dort mukmub du die thui d erd ab Von deiner kinder wangen lade. ist kein leid mehr kein 3 schn 345 le I1eig machst alleem Mel. as alte ist vergangen. Hins Sind dort Fuͤr gerechte, A. chrr: nechte, Keine ylagen Mehr 2 2 pruͤfrung zu ertragen. 7 4. In deinem hoͤbern heiligt uns, g Erschallet deines namens dort ver Bon lauter frohen zungen. lsche strahlt die herrlichkeit des h gusern Hier schaut man sie nicht mehtin keichn sern, Da wird sie neu besunm 2. Böllig Giebt sich Den erlösten, aufed zu troͤsten, Der zn kennen, Iu geublic sie bier schon vater neunen. iden 5. Vor seinem annliß wandelns lmmu Auf ewig frei von aller müh, I en Hier sin den frieden ihrer Brust Undi tausendfache lust Kein feindlh gemüthe. Kein neid, Kein iil s ne Hemmt die triebe Reiner liebe ii gnen ter seelen, Die hinfort nun Wlt 4 mehr fehlen. u näe 6. Gott! welche schaar ig Iu vereint Die frommen, die ich! 5 beweint Find ich dort ale wih Jus n Dort sammelt deine vaterhalh iud Die deine liebe hier verhand, Hi iad XXIV. Von der Ewigkeit. 129 ale deine glieder. Ewig Werd ich pel 200 von mängeln, Selbst mit en⸗ uͤckt, W geln Freundschaft vflegen. O, ein ckt, Du Angang voller segen! 0 du 7. Da komm ich zu deg menschen euen m ühn, Der für mich starb, um des⸗ du doß n thron Viel tausend selge stehen. Uich N. er du der deinen wonne bist, Dich herdich da, herr jesu christ, Auch mit entzuͤcken sehen. Da wird, Mein hirt, Von den freuden, Nichts errlih uich scheiden, Die zu droben Dei⸗ den! Ahen freunden aufgehoben. 8. Wie selig werd ich da erst seyn! Hier koͤnnen wir nie frei von pein, Nie frei von aller schwachheit seyn. 75. Ande such ichs nur, dort werd ichs nden; Dort werd ich heilig und verklaͤrt Der tugend ganzen wer th empfinden, Den unaussprech⸗ lich großen werth; Dich, goit der liehe, werd ich sehn, Dich lieben, ewig dich erhoͤhn. 6. Da wird, o herr, dein heilger wille Mein will und meine wohl⸗ fahrt seyn; Und lieblich wesen, heil die fuͤlle, An deinem throne mich erfreun. Dann laͤßt mein dir ge⸗ Wie sicher werd ich mich dann freun! Dir ewiglich lobsingen. O Iesu herr der herrlichkeit! Du hast dies gluck auch mir bexeit Hilf mir U es guch erringen, Laß mich Eifrig und. Darnach streben Und so leben Auf lie thuin iu erde, daß ich dort dein erbe 1½ Mel. Wer nur den lieben golt ꝛe. Du weiser schöpfer ꝛc. Nt. a. 7 zer tage Fuͤhrst du heiligthg und, gott, zur ewigkeit. Dort, us n dort verliert sich iede klage In bimm⸗ 946 ben msten tugendfleiß; Dort aber mehtih keicht du uns den preis. 2. Du schenkst dem frommen schon g, gaͤblick; Doch alle freuden, die ihm herden, Sind noch kein recht voll⸗ nüh, In wensch, und seine ruh Nimmt in Hier sil der seele ab und zu.*— Und i 3. Bald stoͤren ihn des koryers fein 66 Lein An sie welt; Bald kaͤmpft in seinem lchel Igven herzen Ein keind, der oͤftrer des nächsten schu)ꝰ In kummer und ungeduüld. die ich f. Hler, wo die tugend oͤfters lei⸗ 00,0 ind des bekümmerien vergiht; Wo man den glücklichen beneidet, weihter sinn Mich fuͤhlen, daß ich ewig bin.— ö 7. Da werd ich das im licht erken⸗ nen, Was ich auf erden dunkel sah; Das wunderhar und heilig nennen, Was unerforschlich hier geschah; Da denkt mein geist, mit preis und dank, Die schickung im zusemmenhang. 8. Da werd ich zu dem throne dringen, Wo gott, mein heil, sich offenbart; Ein heilig, heilig, heilig singen Dem, der fuͤr mich geopfert ward; Und aller himmel selges heer Jauchzt ihm einstimmig preis und eb. 9. Da werd ich in der engel schag⸗ ren Mich ihnen gleich und heilig sehn; Das nie gestoͤrte gluͤck erfah⸗ ren, Mit frommen stets fromm umzugehn; Da wird durch jeden augenblick Ihr heil mein heil, mein gluͤck ihe gluͤck. 10. Da werd ich dankvoll dem be⸗ gegnen, Der gottes weg mich ge⸗ hen hieß, Ihn mit entzuͤckter ruͤh⸗ rung segnen, Daß er mir ihn so treulich wies; Da find ich in des hoͤchtten hand Den freund, den ich auf erden fand. I1. Da ruft,(o moͤchte gott es geben!) Vielleicht auch mir ein sel⸗ ger zu:„Heil sey dir! denn du hast mein leben, Die seele mir „gerettet, du!“ O gott, wie muß dies gluͤck erfreun, Der retier einer ingen, d herde. Meht 2 2 No einer pruͤfung kur⸗ ische zufriedenheit. Hier übst du besunh guf erden So manchen selgen au⸗ andehhi, Unmnes glück. Er bleibt ein Indlicl schmerzen„Bald das gerausche die⸗ nun u iut als fäll: Bald sinkt er durch e with V det, Das laster oͤfters gluͤcklich ist; + seele seyn! 3 I2. Was 15⁰ Erste Abtheilung. I2. Was seyd ihr, leiden dieser erden, Doch gegen jene herrlichkeit, Bie an uns offenbar soll werden, Von ewigkeit zu ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie, Ist doch ein augenbrick voll muh! Mel. O traurigkeit, o herzeleid, ꝛc. chrecklichs leid Der 273.O ewigkeit, Das suͤnder dort erfahren, Die durch keine zucht von gott Hier zu bessern wa⸗ ren. 2. Durch ihre schuld, Von gottes huld Und angesicht geschieden, Sehn sie nimmermehr das licht, Haben nimmer frieden. 3. In dieser welt, Zum ort be stellt, Wo wir geprüfet werden, Haben auch die boͤsen noch Theil am gluͤck der erden.. 4. Hier konnen sie In ihrer muͤh Sich noch des eitlen freuen, Und wenn das gewissen plagt, Ihr ge⸗ muͤth zerstreuen. 5. In jener welt, Die nichts ent⸗ haͤlt Fur sie an guten gaben, Auch ein troͤpflein wassers nicht, Sie im durst zu laben. 6. Und wo forthin Ihr boͤser sinn Umsonst zerstreuung suchet: Da, da fuhlen sie sich nun, Von dem herrn verfluchet. 7. Ihr wurm, der nagt Und sie zerplagt, Stirbt nimmer im gewis⸗ sen; Nie verlischt des feuers brand Den sie leiden muͤssen. . So draͤut der herr; Gerecht ist er, Wahrhaftig ist sein draͤuen. ehe denen, welche doch Sein gericht nicht scheuen. 9. O gott des heils! Wir unsres theils Verehren dich im glauben. Laß den trost der heßren welt Kei⸗ nen feind uns rauben! Io. O rette doch Auch süͤnder noch Die jetzt dir widersireben! Laß sie Ieher 1 dir bekehrt, Ewig mit uns leben (du uns durch diese zeit! sster, zu weihn; Dir, und den Mel. Alle menschen In 750 wie unaussprech Corger 274.O selig Werden wu Eanc bimmel seyn! Da, da ernten nen; unzaͤhlig Unsers glaubeus früthscheinen ein. Da wird, ohne leid und ins be ren, Unser leben ewig wähnl sligt. Gott! zu welcher seligkeit Fis 0 leber 2 Hier ist iwar, was du yeinst d frommen Dort suͤr gluͤck betel deiner hast, Noch in keines herz gelnn sladt de men. Welcher mensch auf Wlhn faßt Deines himmels große sig du hier den? Doch nach dieses lebens was dr den Wer den alle, die dir 10 9. O Mehr noch, als sie hoffen, schul Her, 3. Neue wunder deiner güͤte I 1) den da ihr glück erhoͤhn Mit h selher staunendem gemüthe Witd d din we unser auge sehn, Deine hulh gahin überschwauglich Und das guten shsng vergaͤnglich, Das dem, detr d rebt. liebt, Deine vaterhand in giebt. 4. Dann wirst du dich unserns len Offeubaren, wie du bi an 27 wonne wird uns fehlen, Da, hsihrf alles wonne ic, Zu den wa Da we seligkeiten Wird uns dort der u ge ler leiten, Der uns dieses glügen gid ser warb, Als er an dem kreuze sul schmer C Da wird deiner kinder mun mich e in herz, eine seele seyn; Lh 6 el.9 N dank und lobgesaͤnge Dir, erh selbst sein leben Willig fuͤr u hingegeben. Mit ihm, unsth groͤßten freund, Sind wir e dann vereint. 6. O wer sollte sich nicht sehunn Aufgeloͤst und da zu seyn, Wonn kummer, noth und tbraͤnen E guͤther uns erfreun; Wo sich un kampf in palmnen. Unser klageh in pfalmen, Unsre angst in Iuti Kohrt! Die forthin kein kumm öhrt! 7. Was ist unser loos auf erdel Obs auch noch so loͤsllich sey/ 0 XXIV. Von der Ewigkeit. 15¹ och nie ganz von beschwerden, Ssprech Gorgen, furcht und kummer ftei. den wi Shnell folgt hier auf lust oft wei⸗ rnten u hen; Dort nur wird die zeit er⸗ us frü scheinen, Wo kein wechsel mehr o und I ins beugt, Ws die wonne immer wahll seigt, eit 90 4 Sey, o seele, hocherfreuet leber das erhabne gluͤck, Das dir 3 du Waus dein gott verleihet! Richte ck bereh deiner doffnung blick Oft nach jener erz geiig sadt der fromumen, Mit dem ernst, auf eu bahin zu kommen. Trachte, weil roße sig du hier noch bist, Recht nach dem, lebens was droben ist. 9. Ohne heiligung wird feiner, huld 8 guten 0 big Ml. Wer nur den lieben gott laͤßt. nsemsu Zie wohl thuß du, mein bist K 275. Wẽ' gott, den deinen! Du Dau, fhrg sie eintt zum himmel ein. in teinsh Oa werden leid, geschrei und wei⸗ Ideund men Mir nur ein dunkles traum⸗ glügtt zud seyn. Da wird, auf leicht ver schmerite pein, vollkommne wonne der ma wich erfreun. n; Lh 2. Wie froͤhlich wird mein ganzer lle Da, herr, in deinem willen : Da find ich aller wuͤnsche bbsingt. fuͤlle; Was ich gehofft, das schau ich nun; Ja uͤber alle hoffnung weit Empfind ich da gluͤckseligkeit. 3. Wie uͤberwiegend ist die wonne, Die den erloͤßen geis en zuckt, Wenn er nun dich, der deinen son⸗ ne, In deiner herrlichkeit erblickt. Und so, mein heiland seh ich dich, Und sreue dein auf ewig mich. 4. Da komm ich zu den e dlen sees len, Die nun durch hoͤhres licht verklaͤrt, Sich gottes fuͤhrungen er⸗ zaͤhlen, Der sie durch pruͤfungen bewaͤhrt, Und wundervoll nach sei⸗ nem rath Zum ewgen gluͤck erho⸗ ben hat. J. Nie geht ein frevler, ein em⸗ pörer Ins reich der selgen geister ein; Kein schadenfroher friedenstoͤ⸗ rer, Kein menschenfeind wird dg mehr seyn, Wo der, der in dem himmel thront, Der frommen treu dereinst belohnt. 6. Wie wohl wird uns da seyn, wo klarheit Durch alle wege gottes scheint; Wo lauter liede, lauter wahrheit Des himmels brxerschaft vereint; Und wo du dich, herr jesu ehrist, Verklaͤrt ans zeigest, wie du bist. 7. Zur hoffnung solcher seligkeiten, In der vereinigung mit dir, Wollst du, o herr, mich vorbereiten; Drum schaff ein teines herz in mir! Du, den ich schauen soll, bist rein; So laß auch meine seele seyn. uf erden seh/ Zweite A Lieder uͤber die christliche Sittenlehre. Zweite Abtheilung. btheilung. I. Von der Buße und Bekehrung. Mel. Jesu, 10, lebens dachr ꝛc. Nch, wann werd ich von 276. 2 der sünde, Gott, meiu vater, vöͤllig frei, Daß ich ganz sie überwinde, Ganz dir wohlgefaͤllig sey? Noch nicht, ich gestehs mit thraͤnen, Kann ich mich von ihr entwoͤhnen; Ach, zu oft noch regt ste si/ Und versucht zum boͤsen mich! 4— In der andacht selgen stunden, Wo mein geist die wahrheit hoͤrt, Sas ich oft das gluͤck empfunden, as die froͤmmigkeit gewaͤhrt; Ha⸗ be auch gar sehr hienseden, Mir gewuͤnscht den innern frieden, Und. ein herz, dir ganz geweiht, So wie meine seligkeit. 3. Voll von heiligen entschlüssen Schwur ich dann, dir treu zu seyn, Und mit wachsamen gewissen Mei⸗ ner unschuld mich zu freun; Willig wollt ich da mein leben Dir, mein ott, zum dienst ergeben, Aller ünde widerstehn, Standhaft deine wege gehn. 4. Aber, ach! zu schnell empöret Sich der leidenschgften macht; Die verdunkelt, schwaͤcht und stoͤret, Was ich sonst so gut bedacht. Ploͤß⸗ liche versuchungszeiten, Beispiel, reiz der eitelkeiten, Deren schwarm mich stets umringt: Das ists, was zum fall mich bringt. 5. O, ich armer, dem zur treue — seelenstaͤrke fehlt. Den so oft chmerzvolle reue Und so oft doch kruchtlos quaält! Ach! wer wird mich gaus vom boͤsen, Von der böͤ⸗ sen lust erloͤsen? Ich elender! befreit Ganz mich von der s⸗ lichkeit 2 6. Du verzeihst, gott, die g chen Meiner sundigen natur. MI 6, die schwachheit wirst du räths verehr Boͤsen vorsatz rafst du nur. Uewet ich nicht den trost, ich wuͤrde li se rer meiner fehler buͤrde Ganz ersin erfll und mich dein, Hoͤchstes guth, /. koͤnnen freun. nein 7 Stellet mir denn hier außh zeuend den Lebenslaug die suͤnde ui ne hul Kann ich nicht vollkommen weis Her st Bin und bleib ich oft so schwuh 8. O, so segne mein bestreben, gerecht ich kann zu lehen, Daß doch von heuchelei Und von bot ferne sevp. 8. Wenn ich wanke, lab merken; Laß mich streben fes flehn; Eile, mich, dein kind. starken; Lehre selbst mich f gehn; Warne mich; sey mein gleiter; Täglich führe, gott, weiter, Bis ich in der em Dringe zur vollkommenheit. Mel. Herzliebster jesu, was his ch, wider dich, 277. A gott, hab ich g6 digt! O laß die gnade, die sohn verkuͤndige, Wenn suͤnden von ganzem herzen reuen, mich erfreuen. 2. Er selbst hat ja sich auch mich gegeben. Laß mich vor um seinetwillen leben. Tilg re. I. Von der Buße und Bekehrung. 13³ ne fuͤnden, welche mich ent weihen, Weil sie mich reuen. E O schaff in min, gott, eine rei⸗ ne seele,Ein neues herz, das deine ege waͤhle. Befördere und staͤrke mein bestreben, Nur dir zu leben. A. Perwirf mich nicht von deinem angesichte! Gieb deinen geist, daß er mich unterrichte; Gieb ihn, daß er auf deiner wahrheit wege Mich leiten moͤge. 3. Erquicke mich in meiner seele eiden Mit deiner huͤlfe, gieb densth ist der freuden Damit er, weil ch keine kraft besitze, Mich unter⸗ Bekannte Melodie. llein zu dir, herr jesu 278. A christ, Steht mein veitrann auf erden. Ich weiß, daß du mein troͤster bist; Kein trost kann mir sonst werden. Es ist kein tetter außer dir, Kein meusch, lein engel, welcher mir Aus mei⸗ nen noͤthen helfen kann. Dich ruf und kann. 2. Zwar meine schuld ist uͤbergroß; Doch reut sie mich von herzen. Er⸗ barme dich, und sprich mich los Durch deines todes schmerzen. Ich nehm dich als den heiland an, Der guch genug fuͤr mich gethan, Dann werd ich los der suͤndenlast. Mein ich an; Du bists, der helfen will glaube faßt, Herr, was du mir versprochen hast. 3. Gieb mir auch aus barmher zig⸗ keit, Durch diesen glauben, staͤrke, Zu dem, was mir dein wort gebeut/ Zu jedem guten werke: Vor allem laß mich lieben dich, Und meinen nachsten gleich als mich: Und kommt die letzte stund heran, So staͤrk mich dann, Daß ich mich dein ge⸗ troͤsten kann. 4. Lob sey gott auf dem hoͤchsten thron, Dem vater aller güte; Und dir, o jesu, seinem sohn, Der uns schafft heil und friede: So wie auch deinem guten geist, Der uns den weg zum himmel weist. Laß uns dir treu ergeben seyn, Daß wir dein, Und deines heiles ewig eun. Mel. Herzliebsler jesu, was hast ꝛe. 279 Aus einem tief vor dir gebeugten herzen, Ruf ich zu dir in meinen sundenschmer⸗ zen: O mache mich, gott, meines b1 ledig, Und sey mir gnaͤ⸗ 18 2. Beschaͤmt erkenn und fühl ich meine suͤnden; Laß, vater, mich er⸗ harmung vor dir finden. Willst du auf schulb und uͤbertretung sehen, Wer wird beflehen? 3. Bei dir allein, herr, steht es, zu vergeben, Du schenkst uns ger⸗ ne wahres gluͤck und leben; Muß uns nicht diese große liebe lehren, Dich treu zu ehren? 4. Verzeihe mir, herr, alle meine fehle; Dein harret, vater, meine muͤde seele; Laß trost und ruh, um des versoͤhners willen, Mein hert erfuͤllen. ö 5. Von einem tag bis an den an⸗ dern morgen, Hoff ich auf dich; o stille meine sorgen Du schenkest ja beladenen und muͤden Gern deinen frieden. 6, Ja, hoffe nur, mein herz, auf gottes gnade! Viel groͤher i sie 33 als 134 wird sie dich von allem boͤsen Herr⸗ lich erloͤsen. Mel. Herr, ich hade mißgehandelt. err, an dir hab ich ge⸗ 280. Hesühir Dein gerech⸗ ter urtheilsspruch, Allerheiligster, werkuͤndigt Jedem uͤbelthaͤter fuch. Und was kann vor deinem schrek⸗ ken, Richter aller welt, mich decken. 2. Kann ich deinem arm entflie⸗ hen! Du bist allenthalben nah. Floöͤh ich, dir mich zu entziehen, Himmelan, so bist du da; Stürzt ich in die tiefe nieder, Deine rechte d faßt mich wieder. 3. Herr, ich flieh in deine haͤnde; Außer dir ist keine ruh. Dein er⸗ barmen hat kein ende; Wer ist gnädiger als du? Du bist gott, und kannst vergeben; Ach vergib Und laß mich leben! 4. Groß sind meine suͤndenschul⸗ den, Ihre last ist mir zu schwer. Ja, wenn laͤnger mich zu dulden, Deine langmuth muͤde waͤr, Mußt ich, wuͤrdest du nur winken, In des todes nacht versinken. 5. Mich für straflos zu erklaͤren, Reichet nicht bedaurung zu. Und Zerfloͤß mein herz in zahken, Fand ich darum doch nicht ruh. Koͤnnen eines suͤnders thraͤnen, Dich, o hei⸗ liger, versöͤhnen? 6. Herr, mein heiland, dein er⸗ barmen, Dein fuͤr mich vergoßnes blut, Und dein tod erloͤst msch ar⸗ men, Heilet mich und gibt mir muth; Dein verdienst ists, was mich decket, Weunn inich dein ge⸗ richtstag schrecket. ö 2. Rette mich von meinen süͤnden, Schafsf ein reines herz in mir, Laß bei dir mich ruhe finden, Zieh mich immer mehr zu dir. Dank⸗ bar will ich mick bestreben, Mein vuͤser, dir zu leben. Zweite Abtheilung. als dein seelenschade; und endlich“ In eigener bekannter Melodse lalte n e ert jesu christ, du hin 10 f 28 I. H stes gurh, Du w 14H0 der erloͤsten! Ich komme mit dengei beugtem muth Zu dir, mich d den, zu troͤsten; Durch dich zum nih utrei mich u nahn, Von ihm vergebn zunde zu empfahn Und kraft zum na dirs g eben. 6 aus d 2. Wie druͤͤckt mich meiner wähl den last! Nimm du sie mir herzen, Der du auch mich von net hast Am kreuz mit todesschm zen; Daß nicht mein herz vorgh und weh Bei der empfindung vergeh, Wie sehr ich mich veisch et 3. Denn, denke ich mit erust ruͤck An mein gefuͤhrtes leben, Nheugt das durch suͤnd verscherzte gil Hiufig Was kann mir da trost gehm der mi Doch find ich ihn bei dir alll den of Und brauche nicht trostlos zu„ Weil ich dein wort nun habe. glieer 4. Dies ewig theure wort versouh zumn Ja allen gnad und leben, Diesh sig se don neuen ihrer pflicht Und ihm Uubed gott ergeben, Und nun vom f Mel. 20 hemer gemut sonöt denjoch befreit, Mit ganzer hun mich r Leln. wege mu eln. 5. Du russt ja suͤndern selhi zu: Ihr reuerfuͤllten alle Komm her zu mir! ich schaff euch Und richt euch auf vom fall Mein joch ist fanft, leicht mal so ve last, Nehmt willig sie anf ewec und faßt Die hoffnung, ruh finden. 6. Drum komm ich, herr, auf gebot, Erfuͤllt mit haß der suͤnd Und hoff, in memer seelennoth Bei bir auch trost zu finden:. barme dich doch uͤber mich; gib mir, was ich wider dich A 5. jugend auf begangen!. nich 2., Wie groß ist doch die seligle Ban Sein herz durch dich zu gilla i‚ Und dann zu thun auch senn ben I Herr, deines vaters terg 3. Ue I. Von der Buße und Bekehrung. 15⁵ Madhe. sso mich auf Peser Pahn, Drs ich ge horche, und sortan Nur dir 1, dahit dren lebe. Du zuslt 16Stärk auch mit deinem freu⸗ ie mitt pengeist Mich in den letzten(un⸗ mich di—n Wann sich mein geist der erd zum nih atreißt, Von funden ganz ent⸗ vergebh zunden, Und nimm mich so, wenn um na zirs gefaͤllt, In wahrem glauben 6 aus der welt Zu deinen auser⸗ leiner waͤhlteu. e mirt lich voish desschun vorgh dung ch veisch t ernst leben, rzte ga⸗ t geben 9. o8 zu schi habe. t versish „ Die sij Ind ih vom s Mel. Jesu, deine tiefe wunden ꝛc. 2⁰² oͤchster, denk ich an die guͤte, Die du mir bis helierzeigt: O so wird mein ganz gemthe Zu der tiefsten schaam ge⸗ Leugt Daß ich dich gering geschatzt, hiufig dein gehot verletzt, Und dich, her mich so geliebet, Doch mit suͤn⸗ den oft betrübet. 2. Alle meine seelenkraͤfte, Meine glieder sind ja dein, Und sie sollten zum geschaͤfte Deines dienstes fer⸗ lig seyn: Doch hab ich der eitelkeit Unbedachtsam sie geweiht: Ja zum schnoden dienst der suͤnden Ließ ich nzer hun mich oft willig finden. vege bn 3. Deine huld war jeden morgen Ueber mir, o vater, nen. Von wie maͤnchen schweren sorgen Machtest du men herze frei. Was mir nutte, gabst du mir; Aber gch! wie dankt ich dir? O wie hab ich, so vermessen, Deiner langmuth zweck veigessen!“ 4. Bei so hellem licht der gnaden Sillt ich ja die sünde fliehn, Uẽnd um retturg von dem schaden Mei⸗ ner seele nich bemühn. Deine guͤte lockte mich Oft zur buße, aber ich pfade Auf den selgen weg der gnade! 0. Dir ergeb ich mich aufs neue; Gieb, daß mein gebeugter geist Deis ner vaterhuld sich frene, Die dein troͤstend wort verheißt. Was mein heiland mir erwarb, Als er fuͤr die suͤnder starb Fried und freude im gewissen, Ach! das laß mich auch genießen.* 2. Slaͤrke selbst in meiner seele Den enischluß, mich dir zu weihn; Gieb, datz mirs an kraft nie fehle, folgsam deinem wort zu seyn. Stehe mir stets maͤchtig bei, Ma⸗ che du mich selbst recht treu. Dich zu lieben, dir zu leben, Sey mein herzliches bestreben. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 283. I˖ armer mensch, o herr, ich suͤnder, Steh hier vor deinem angesicht Erbarmer aller menschenkinder, Gott, geh mit mür nicht ins gericht! Bin ich es gleich vor dir nicht werth/ Daß mir noch gnade widerfaͤhrt. 3. Um trost ist meiner seele ban⸗ e; Die last gehaͤnfter missethat egt schwer auf mir, die mich iso nein gott, entfernet hat. Weß trost ich mich, ich schul⸗ diger⸗ Als deiner nur barmherzig⸗ er? 4. Soll ich an deiner huld verza⸗ gen, Ich, dein geschoͤpf? das willst du nicht. Du, der du mich dis jetzt ertragen, Bleibst ewig meine zuver⸗ sicht. Du, gott, durch den ich leb und bin, Giebst mich nicht dem ver⸗ derben hin. 4. Du siehst die folgen meiner 9 Li lange Von dir, mein g Floh vor ihrem sanften locken, SGuchte sellst mich zu verstocken. 6. Ich beseue meine suͤnden, Beu⸗ ge mich, nein gott, vor dir Laß K u Gilla an deit lenl 9 160 deine huld zumir; Ach vergieb, was ich gethan Nimm mich noch erbar⸗ mend an Fuhre mich vom suͤnden⸗ mich bei dit gnade finden, Neige suͤnden; Und denk ich: wer vertil⸗ get die? So lassest du mich ruhe sinden, Und sprichst: ich, ich ver⸗ tilge sie! Du scheukest mir an jesu —— Zur stillung meiner unruh, theil. 3. Auch mir hat er das glück er⸗ worben, Geirost zu dir empor 18 34 sehn: 136 Erste Abtheilung. sebn; Auch ich soll, da er ist gestor⸗ hen, Durch ihn begnadigung er⸗ flehn, Bei dir, dem gott, der gern vergiebt, Und lieber segnet als be⸗ truͤbt. 6. Sprich denn zu mir: dir ist vergeben! Und stille des gewissens schmerz; Und will mein zaghaft herz noch behen, So sprich du kraͤft⸗ ger als mein herz. Dein gnaden⸗ wort mach alles gut, Und schenke selbst zur beßrung muth. 7. Ich zweifle nicht: ich bin erhoͤ⸗ ret; Mein glaube sagt mir, das ichs bin. Der trost, der sich im herzen mehret, Der neue dir ge⸗ weihte sinn, Mein kindliches ver⸗ traun auf dich Bezeugens, du be⸗ gnadigst mich. Mel. Jesu, meines lebens leben. Orch erhebe mein gemuͤthe 284. 65— Sehunsuchtsvoll, mein gott, zu dir. Ich verehre deine guͤte; O wie theuer ist sie mir! Gott der lebe und des lebens, Keiner harrt auf dich vergebens; Nur veraͤchter deiner huld Stuͤrzet ihre eigne schuld. 2. Lehre mich, herr, deine wege; Zeige deinen willen mir! Leite mich die rechten stege, Fuͤhre du mich selbst zu dir. Gott, du siehest mein vertrauen: Sicher kann ich auf dich bauen; Deine vatertreue ist Ewig, wie du selber bist. 3. Ach, gedenke an die suͤnden Meiner jägendjahre nicht! Laß mich vor dir gnade sinden, Geh nicht mit mir ins gericht. Suͤn⸗ den, die wir recht bereuen, Willst du, vater, ja verzeihen: O so hore denn guch mich! Meine seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des suͤnders le⸗ ben, Seine seele ist dir werth, Gnädig willst du ihm vergeben, Wenn er sich zu dir bekehrt. Mit⸗ ten auf dem suͤndenwege Machst du sein gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner pflicht Umkehrt! zuin verwirfst du nicht. nicht v 5. Du exauickest die elenden, 6. St ren herz sich dir ergiebt, Die s 10 v0 flehend zu dir wenden, Ueber Muclem Schuld betruͤbt. Freude schel 115 deine gäte Dem geaͤngsteten genh indig the, Welchem du die sunden Liebreich abgenommen hast. 6. Herr, zu was fuͤr seligkesh Mel. Du, in jener bessern welt, Joh ftommen noch willst leiten, Bus 28 treu und glauben haͤlt, Offenhy herschie du allen seelen, Die zu ihrem iihgeuk; dich waͤhlen. Deinen theuren gu 107 kund Machst du deinen kindal memer und. 7. Dit will ich mich denn ensi 0 ben. Gott, mein gott, verlaß nil z. nicht! Laß mich heilig vor dir lehn nnet Treu sern meiner ganzen pfich dintt Keine schnode lust der fünden ei br mich ferner überwenden; Demin 9 I nimmst dich meiner an, Dasih üner flandhaft bleiben kann. 4.6 och ke Mel. Herzliebster jesu, was hafi um al den, 2 Onch flehe, gott von en 285. großer guͤte, 31 dn Erwäh mit heilsbegierigem gemüthe Wl gott! hofft auf dich, der hoffet nicht vin nes he geben, Du gott des lebent. 4. 2. Du willi nicht opfer, richn Dat l. aller welten! Was koͤnnsen dii mein 2 geschenke vor dir gelten? Du kenns zu has das herz, und willst, sutt allhl noch, gaben, Nur beßrung haben. Weil 3. Wenn sich der fünder wiedth sichl 10 dir kehret, Und dich derch glau 3. D bige gesinnung ehr⸗t: St willit Iu eine seiner funden nicht gederken, In nich! gnade schenken. bun 4. Statt aller opfer, ichter alh wich welten, Soll christi tod für mih wahre alsdann auch gelten: Un seinetyih pflicht len soll ich meiner sünden Verhn 6. 2 bung finden. x eigne 5. Allwissender, du siehest man widen reue, Mit der ich beirung dir zeo Doch lob aufs neue; Sie wirst du, ½ I. Von der Buße und Bekehrung. 137 kehrt! Vr in das herz kannst sehen, Gott,— 337 Wirb schwerer durch die zeit. nden ich lasters falschen.7. Je oͤfter ich das thu, Was . Hh Imenen/ Em Ant⸗ gewihen biie u berohlen, Je slurker wird Ueber i lem vorzuziehen; Mit heilgem der hang, Die thal zu wiederholen. de schel ich di„Scheu ich mich heute nicht, Dein ten andis treve. feind, o berr, zu seyn: Um wie suͤnden viel weniger Werd ich mich morgen ast. scheun? seligken Rel. O gott, du frommer gott ꝛc. 0 Du lwahe ja 1155. 427 Uns mein selber zu besiegen. Der sieg, so 294. L, A diet dun oe-r W Taserde J Her Offenhy luschieben, Die mir dein wort ge, vergnügen. Gebt er im anfang hrem! in Wie koͤnnt ich sonst mich lie⸗gleich Nur noch sehr langsam forr: uren gai Ist wahre besserung Nicht So bist du, gott, mir nah, Und en kühthnener Pele zlüc Owarum saum karts mich durg dein worr ic dann Noch einen augenblick? 9. Wie schnell kann uicht der os enn eis innest nichts Mich dieser welt entrücken Und erlaß uH 2. Du, gott, gewin 0 dbutz i kein werk Von mwen g aul⸗ dir lehn Eeun ich mich dir erge 1„genblicken. Ein seufter, gatt! zn n pfih siiit reto, Ln on, Imn Hlacune dir, Ein wunsch nach besserüng, den Eih huch bestrebe. Wenn ich das gute Und angst auf misserhat, Ist noch Deunsh hu, Das mir dein wort gebeut; nicht heiligung. Daßh Eo dien icb stets amir selbst, und 10. So gieb deun, weil ich noch, mimner seligkeit.. Herr! deine stimme hoͤre, Daß ich 3. So süß ein laster ist, So giebts mich ungesäumt Von allem bösem 38 heln doch keinen frieden. Der tugend kehre: So darf ich nicht dereinst asl aut allein Hast du dies gluͤce beschie⸗Zu meiner grösten pern Mein hier den, Wer dir, o gott! gehorcht, dersaͤumtes gluͤck, Wiewol zu spaͤt, Etwählt das beste theil. Wer dicd, bereun. 16 b0 verlaͤßt, Verlaͤßt isein eig⸗ Ir 5 Wa8 weigre ich mich denn, Mel. Schning dich auf zu deinem ꝛc. „ richtg Das laster zu verlassen? Weil es 28 Liepster vater, ich, dein nien del mein ungluͤck ist, Befiehlst du, es kind, Falle vor dir nie⸗ Dun keuns zu hassen. Was säum ich länger der. Du weißt, was mein herz Utt allh noch, Der tugend mich zu weihn? empfindt: O erbarm dich wieber! an. Weil sie mich gluͤcklich macht, Be⸗Groß ist meine sundensch uld, Die wiedtl fiehlst du sie allein. Imich innigst reut, Groößer deine tch gaauf 3. Die buße fuͤhrt mich nicht In vaterhuld, Die mich noch erfreuet. willä Ih eine welt voll leiden: Sie führei 2. Zwar ich bins nicht werth, zu n., Iln mich vielmehr Zu dauerhaften fren dir Kmdlich aufzusehen; Doch du den; Macht meine seele rein, Fuͤllt bleibst ein vater mir, Du ver⸗ ter algl mich mit zuversicht, Giebt weisheit, nimmst mein flehen; Kennst mein ur mi wahre ruh, Und muth zu meiner herz, ermunterst mich, Es vor dir einetuih hllicht. Iu stillen: Denn du boͤrst mich vaͤ⸗ Verhn b. Wahr ist es, es ist schwer, Sein kerlich Noch um christi willen. eignes herz bekäͤmpfen, Begierden 3. Du bisf meine zuversicht, Ohne st man miderstehn, Und seine luͤste daͤmpfen, dich ists keiner; Mich, voll reu, ver⸗ „dir 3ol Doch bleibts ja meine pflicht; Und wirft du nicht, Du erbarmst dich du, zls diese schwierigkeit, Die heute mich meiner; Der du deinen sohn fär 1 35 mulch von ei „33 din the. M 130 Zweite Abtheilung. mich In den tod gegehen; Sein erloͤster bin auch ich, Theur erkauft zum leben. 0 4. Dies, dies soll in jedem schmer Mein vertraun erwecken. Vor der suͤnde soll mein herz, Nicht vor dir, erschrecken. Trauen will ich, vater, dir, Stets die suͤnde hassen, Nie vergessen, daß du mir So viel schuld erlassen.* 5. Preis sey dem allguͤtigen, Der mein seufzen kennet; Der dem gna⸗ desuchen en Freien zutritt goönnet. Sing es, seele, vor dem herrn. Flenß von frenden uͤber! Gott, dein gott, verstoͤßt nicht gern, Er begnadigt lieber. 6. Ewig bist du so gesinnt. Schö⸗ yfer meiner serle! Auch wenn ich, dein strauchelnd kind, Noch aus schwach heit fehle So gedenkst du, der du weißt, Daß mein herz dich ehret, Meiner schwachheit, und ver⸗ zeihst Dem, der wiederkehret. Mel. Wenn twir in höchlennöthen. HMach dir verlanget mich 288. Munc dir; Gon, uie. ne huͤlfe kommt von dir! Wer ist, wie du, so gnadenreich? Wer dir an macht und weis heit gleich? 2. Ach, mein erbarmer rechne du Mir meine missethat nicht zu; Sie renet, gott, ste reuet mich, Und meine seele hofft auf dich. 4. Wie gut, wie leicht ist dein ge⸗ bot! Du willst, ich soll dich lieben, gott: Willst, daß ich redlich han⸗ deln soll, Zu meinem und des naͤch⸗ sten woh 4. Und doch verletzt ich biese pfiicht, Und schaͤhte deine gnade nicht; Ein elend scheinguth zog ich tbor Oft ihr und meinem heile vor. 5, Ich traue der barmherzigs Die sich noch jedem tag emm ut 3 Der vaterhuld, die immerdat—— irrter seelen zuflucht war. In le 7. Dein wort giebt mir Vershae von rung Vollkommener begnobtzunsum Ich bin gewiß durch jesum zen Daß sie auch mir verliehen is 5. G 8. Doch nie entfall es mes lht⸗ sinn, daß ich, als christ, ben funte! bin, Auch meines miitlers tug u mei den Hier thaͤtig zu verkuͤndigen sch jed 344 geiz/ 9. Wie ich die gaben angew Die ich empfing aus deiner i 25 Dies wird die größte frage sh G hi Bricht dein entscheidungstag hahh ne see I0. Ein herz, das sich des g trostes freut, Voll menschenlieb und AA schme geweiht, Dies soll ich dort nichh at u empfabn; Mein richter forsch zum le schon alsdann. II. Schaff dieses herz in un denn, ach! Du weißt es, 0 Mll⸗ ich bin schwach. dich,—1 206 mein vertraun auf dich, Und lichkeit behuͤte mich. x 0 schre Mel. Wenn mein sluͤndlein zat; vater, der barmhen 289. Oret, ic0 fade d fuße Und thu noch in der gnaden Von ganzem herzen buße. M ich nicht recht gethan vor dir, deiner großen guͤte. ö 0j71 barmer, das verzeihe mir, 2. Dü geber wahner seelemh Nimm von mir, was mich quush. Durch deine guade wirke du, Ni sit od an es mir noch fehlet. Sieh u 3. E Heet den geist der heiligung, Daß shil pfet! meiner beßerung Es täglich wiy Per bringe. Stan 3. Und du, o jesu, der du d fo Fuͤr uns dahin gegeben, Du s dabei 53. Mein herz, das seine schuld er⸗aus freier huld auch mich Eu ihr de entbrennt, Zu thun, was dein gesscher und mein gott, Erbarm kennt, Das siehest du, und wies zum ewgen leben. Mein selignh hen, setz besiahlt, Das nur mein bestes meiner seelennoth, Und 334 uir empfiehlt. 4. gen, deinen frieden. 4 Cure I. Von der Buße und Bekehrung. 139 + Fuͤr sünder floß dein theures huut Zur rettung vom verderben: 0 komm es denn auch mir zu gut .%/ Im leben und im sterben Es hal, mir vasshse von verschuldungen, Der reich⸗ Auadigas hum der erbaumungen Des hoͤch⸗ sum aljen mich zurücke. iehen ish z Geist gottes, du, der serlen es menn icht, Regierer der gedanken, Er⸗ ist, den unre mich aus weltgericht, Wenn tlers tun iu mein herz will wanken; Damit fundigen ich jedes latier flleh, und ehrsucht, geiz, und wollust nie Mein herz angewal heflecen möge. iner hunl 6. Und schlaͤgt die letzte siunde mir, rage sh Eo hilf mir aberwinden! Laß mei⸗ mherzigs tag erm merdat otag heil ge seele trost bei dir, Du gott des „Hdes g ostes, finden! Belehre mich, daß eb und A schwer und noth, Der kraukheit ort niͤll sas und selbst der tod, Mich doch er forseh aun leben fuͤhre, * 5* 206 1* Mel. Jesu, deine tiefe wunden. n trost chaffet, schaffet men⸗ „a 290. Ssccuthader, Sohaffet ause seligkeit! Bauet nicht, wie schre sünder, Auf die ungewisse in vorhe zet: Unverweilt bekehret euch, uget nach dem himmelreich, Und armhen henuht euch, hier auf erden Hei⸗ all din Ig, felig dort zu werden. Inaden 3 Hoch, soll dieses recht gesche⸗ Uhe. M sen, So müßt ihr mit festem muth dir, A dler fände widerflehen, Nur was nir, M gott, das hoöchste guth, Von euch rdert, muß allein Eures lebens seelennh schtschnur seyn, Wenns gleich eu⸗ D lem schwachen herzen Freude duͤn⸗ u. M sit oder schmerzen. Sieh ns 3. Selig, wer durch glauben kaͤm⸗ Daß ihls nset! Selig, wer im kampf bestebt, lich mül her der funde luͤlte dämpfet, Standhaft ihren reiz verschmaͤht! r du sii Hiso jagt dem guuen nach, Seht „Du Rͤbei auf christi schmach: So könnt ich Euis ihr den himmel erben, Froͤhlich le⸗ In ruhig sterben. harm i 4. Werdt ihr aber nicht recht rin⸗ gieh n gen, Sondern trag und laͤssig seyn, 4 N Eure neigung zu bezwingen; Wie kann euch der sieg erfreun? Denn es folget nie ein sieg Ohne solchen ernsten krieg: Nur die sieger schmückt, zum lohne, Unverwelkt die himmelskrene. B. Fleißig beten, allzeit wachen; Die versuchung weislich fliehn Sich die pflicht zur freude machen; Unablaͤssig sich bemuͤhn, Selbst beim syott und hohn der welt, Das zu thun, was gott gefaͤllt: Dieses wol⸗ len und vollbringen Heißet, nach dem himmel ringen. 6. Drum entreißet euch den luͤ⸗ sten, Wenn ihr noch gefesselt seyd/ Und beweiset euch, als christen, Muthig, standhaft in dem streit. Schont der liebsten suͤnde nicht, War es auch die schwerste vflicht, Und denkt oft an christi worte z Dringet durch die enge pforie. 7. Zittern will ich vor der suͤnde Und dabei auf jesum sehn, Daß ich seinen beistand sinde, In der tugend zu bestehn. Ja, mein hei⸗ land, ach! geh nicht Mit mir ar⸗ men ins gericht. Gieb mir deines geistes waffen, Meine seligkejt zu schaffen. 8. Gieb zum wollen das vollbrin⸗ gen, Muth und kraͤfte zu dem streit; Lehre mich, mich selbst bes zwingen, Und verleih bestaͤndigkeit! Zeige mir von deinem thron Den derheißnen gnadenlobn, Daß ich wache, bete, ringe, Und also zum himmel dringe. Mel. Mache dich, mein geist, bereit. ichrer mensch, noch isst 291. es zeit, Aufzustehn vom schlafe! Nahe ist die ewigleit, Nahe lohn und strafe. Hoͤr, gott spricht: Saͤume nicht, Seinen ruf zu hoͤren, Und dich zu bekehren. 2. Noch weckt der posaunen schall Nicht die todten alle; Noch bebt nicht der erdenball, Nahe selnem falle; Aber bald, Bald 0 14⁰ Zweite Abtheilung. Gottes ruf: zur erden Sollst du wieder werden. 3. Kommt nun, ehs dus gedacht, Unter suͤndenfreuden, Deines le⸗ bens legte nacht, Was wirst du dann leiden, Wenn dein herz Von dem schmerz Deiner schuld zerrissen, Wird verzagen muͤssen? 4. Wenn vor deinem antlitz sich Jede sund enthuͤlet, Wenn dann eine jede dich Ganz mit graun er⸗ fuͤllei; Dich nichts dann Staͤrken kann, Keine deiner freuben: Was wirst du dann leiden? 5. Nah dem untergang, wirst du, An des grahes stufen, Bang um trost und seelenruh, Dann verge⸗ bens rufen: Rette, gott, Mich vom tod! Rette noch im sterben Mich von dem verderben! 6. Noch, noch wandelsi du allhier Auf des lebens pfade; Noch ist zur erreitung dir Nah des ewgen gna⸗ de. Eil ihr zu, Daß du ruh Fuͤr dein herz empfindest, Und verge⸗ bung findest. Mel. Vater unser im himmelreich. zigkeit; Doch lundigst du auf gun zu sesn hin, Verharrst in deinem bösen sih verdiens Lel.— Iuuus du at fur d 2n. 1 eil, So nimmst du nie am hih geopfer! mel Ume 667• u 5. Um christi willen hat zwargn u fuͤßen Verheißen leben fuͤr den kpil schul lein entdeckt er dir auch wol, Mgewisser von uns morgen leben soll d kerhuld du mußt sterben, ist dir kum funden Berhorgen ist des todes stund, horsam 6. Heut lebst du, heut bekihn 0. Da dich: Noch heute kann es auben le Dur sich. Wer heut ist stark, gesu seh, und roth, Ist morgen krank, Ii werke leicht auch todt. Stirbit du in kreu, H ohne beßrung hin, Wie willn Sie dri denn der hoͤll entfliehn?/ 7. Lal 7. Hilf, o berr jefu, hilf du n Dit du Daß ich auch komme gleich zu hassen, Und mich bekehre anverweilt, ühen, mich mein ende uͤbereilt; Dan dater/ ich heut und jederzeit Zu mannn haligeu hingang sey bereit. Mel. Wer nur den lieben gott u. 293 Wie theuer, gott, deine guͤte, Die g 264 bin Vo 5o wahr ich lebe, spricht 292. mein gott, Mir ist nicht lieb des suͤ ders tod; Mein wunsch und wille ist viemehr, Doß Ler rechtschaffen sich vekehr; Sich beßre in der gnadenzeit, Und mit mir leb in ewigkeit. 2. O suͤnder, drum verzage nicht, Bedenk es, was gott selbst ver⸗ spricht, Der dir vergebung, trost und gugd Auch hierdurch zugesaget hat, Und er besiegelts mit dem eid, Sey nur zur besserung bereit! 3. Huͤt dich dabei vor sicherheit, Denk nicht: zur buß isis immer zeit, Ich will erst thun, was mir gefaͤllt, Und werd ich muͤde dieser welt, Als dann will ich belehren mich; Gott wird wohl mein erbar⸗ men sich. 4. Wahr ist es: gott ist stets be⸗ miffeshat vergiebt, So bald 0 sol reuendes gemuͤthe Die sünden, A wird f es sonst gelieht, Erkennt, verdann schaffet und ernstlich haßt, Und zuversh 10 zum mittler faht. 0 55 2. Doch laß mich ja nicht sia dem ge werden, Weil du so reich an guah bist! Wie kurz ist meine zest erden, Die mir zum heil gegehe ist! Gieb, daß sie mir recht wigh wa Daß ich sie meiner beßrun we* 3. Zwar deine gnade zu verssh nen, Sind reu und beßrung zu klein Doch darf sich auch l mensch erkühnen, Zu glauben, perlöͤhnt zu seyn, Wenn er u liebt, was dir misfaͤllt, Und nih dein wort von herzen haͤlt. 4. Wie kannst du dem die taih geduld erlassen, Der frevelnd schuld Mel. 5 205 mittler reit Zum wohlthun, zur barmher⸗ schulden haͤuft! Der iann nnf lehu, I. Von der Buße und Bekehrung. 14¹ auf gng zu sesn fassen, Der zwar auf sein 7½ Wultend sich steift, Doch in der fuͤr dehsunde— 77 Dalfuͤr er auf⸗ ö heopfert ward. —— Wbrnhrnn fall ich dir, mein gott, zwarg Mfüßen, Vergieb mir gnaͤdig mei⸗ tod; i de schuld Und heile mein verwundt vol, W. gewissen Mit trost aus deiner va⸗ A2 dkechuld. Ich will mit ernst die fale scheun, Und willig dir ge⸗ horsam seyn. 1 6. Daß mit gerechtigkeit auch staͤr⸗ auden le Durch christum mir geschenket ges seh „Will ich durch uͤbung guter berke Beweisen; mache selbst mich u tleu, Herr, in der lie de gegen dich! Sie dringe sets und leite mich. 7. Laß mich zu deiner ehre leben, du uuh Der du die missethat vergiebst! Das zu IlU hasen, was du mir vergebeu, Das deilt, ilen, was du eelber liebst. Laß, Dan bater, mein gewissen rein, Und meaiun hilig meinen wandel seyn. Bekannte Melodie. gott E 12½ auch mir gnädig zu. Mit hoffen⸗ ht U den gemuͤthe Flieh ich zu deiner an guadh gute; Du bilft beladnen seelen, Die dich zum helfer waͤhlen. 3. Ich traue froh auf dich, Dein blut floß auch fuͤr mich; Du rettest mich von fuͤnden Laßt mich den frieden finden, Den der hat, der dich liebet, Und den die welt nicht giebet. 4. Wie groß die sunde sey, Du machst von ihr mich frei, Wenn ich dein wort recht faßse, Mich sest darauf verlasse. Du sprichst: dir . WP.). So fuͤhl ich neues le⸗ en. und erbe Den himmel, wann ich sterbe. zeit ⸗ gegebn t wicht behrns miel. Hernlich lieb** 1 u gott, der unsre zu⸗ — 205. A flucht ist, Gott, unser uch i müttler, jesu ehrist, Gott heilger geiist der gnaden! Unendliczer! ver⸗ wirf uns nicht; Wir kommen vor ud u0 dein angesicht, mit missethat bela⸗ n den. Nimm von uns unsre sünden⸗ oh sculd, Du gott der langmuth und geduld! Und merk auf unser heißes lehu, Daß wir dein heil, erbarmer, 2. An oͤffentlichen Bußtagen. sehn. Herr, unser gott! Verbirg uns nicht Dein angesicht, Und geh mit uns nicht ins gericht. 2. Wir haben unsern stand ent⸗ weiht, Den stand der christen, un⸗ sern eid, Und deinen weg verlassen: Doch, sieh, wir kehren voller ren Zuruͤck zu dir; o laß aufs neu Uns deine rechte fassen! Laß sie uns lei⸗ ten auf dem pfad, Den dein befehl geheiligt hat; Daß irrthum und ver 142 Zweite Abtheilung. versuchung nie Uns auf die bahn des lasters zieh. Herr, unser gott! Vor ungeduld, Vor aller schuld kraft zu deinem wort. Behuͤt uns deine vaterhuld. Herr, unser gott! Breit auß wort An jedem ort, Gieb gessl. z. 6. Auch die regenten lenke l 3. Dein antliz leucht auf unser Daß sie durch weisheit und lh 05. land; Rings um bedeckt von dei⸗ ner hand, Laß es der ruh genie⸗ hen! Wend ab von uns, mit dei⸗ ner hut, Der flammen grimm, den zorn der fluth, Des krieges blutvergießen. Sey retlend mit uns, wenn die noth Des mangels und der seuchen droht, Und schutz uns, nicht ihr raub zu seyn; Lab sicherheit das land erfreun. Herr, unser gott! Das land ist dein, O laß gedeihn Und sicherheit das land erfreun! 4. Sohn gottes, der zur erde kam, Und unsre schwachheit auf sich nahm, Um gott uns zu versoͤh⸗ nen; Der durch den tod ins leben drang, Sich dann zur reckten got tes schwang, Wo ehr und preis dich kroͤnen: Vertritt, o mittler, uns bei gott! Durch deine leiden, deinen tod, Stark uns in unsrer prufung lauf, Und wenn wir sirau⸗ cheln, hilf uns auf! Herr, unser gott! Dein trost, dein licht Ver⸗ laß uns nicht Im tod, im grab, im weltgericht. 5. Schuütz uns vor irrthum und efahr; Erhalte deiner frommen schaar Der eintracht gluͤck und se⸗ gen! Uns leite, gott, dein guter geist, Und was dein wort verspricht und heißt, Sey licht auf unsern wegen! Laß auch in lehr und wan⸗ del rein Die diener deines wortes seyn, Und bringe zu der wahrheit glück, Zu dir, die irrenden zuruck. ruh Der lander wohlsiand hatebte Dem fürsten, der uns schüßt h liebt, Gieb, der in ihm so vil giebt, Das beste spaͤtste Khn Noch lange sey sein vaterblichuh seinen kindern, schutz und gahn O! schuͤtt guf ihn, und auf haus, Und seine raͤthe sehn aus! Herr, unser gott! In ner hand Ist unser land; Binz es, segne jeden stand. I. Vernimm der leidenden ge Wer in gefahr und noth dir fl Dem hilf aus seinen nöthen0 kranken linderung und ruh; sterbenden erloͤse du, Erhot christlich beten! Sey aller um druͤckten heil, Der witwen unds waisen theil: Vereitle der versch rath, Und lehre sie den rechtenns Der„ cgerte 16 56 aung allet er pilgerzeit Fuͤhr uns zu d herrlichteit. n 8. Du thust weit mehr, alln verstehn, Kannst mehr gewuhn— als wir flehn; Laß uns erho 207 finden! O! neig auf unser dein ohr, Heb unser herz zu bin Un empor, und mach uns rein wot zn sünden. Laß uns nun ganz i kuiment eigen seyn, Im leben und im A heit an, dein; Wir sind durch christi IN ir tet erloͤst; O du, der suͤnder nichti 2. Ja stoßt, Herr, unser gott! Erben dut mi dich, Erbarme dich 1 Vergieh uj wil die leit uns vaͤterlich!—7 I Hb deit ö Sel! 5. Du mit den n geriese 3. Nach geschehener Bekehrung. Mel. O gott, du frommer gott. So lange zeit getragen: Da i 206 Woa kann ich doch fur großer sünd Und Uebertretuns. 0. dank, O herr, dir da⸗ Und dich, o heilger gott, Ersh fůr sagen/ Daß du mich mit geduld man chen tag. ferne se 3. On den dein n Mein laß ihr hachotl 2. Sehr Hroße Ileb und guld Er⸗Die alten fünden haß; und das, bgeisshheseß du mir armen; Ich fahr in was dir mis faͤlt, Nun willig un⸗ lenke bosheit fort, Du aber in erharmen ꝛsterlah. balt h schoh die buße anf Und wider⸗ 6. Damit ich aber nicht Aufs neue — Miebte dir; Du schobt die strafe wieder falle: So gieb mir deinen 0 10 Huf, Und trugst geduld mit mir. geist/ So lang ich hier noch walle, hüch slHaß ich nun bin bekehrt, Ver,. Der mich, den shenichen flaͤrk kur ich deiner gnade; Du, du Und in mir maͤchtig sey, Auch mein eist mich zuruck Von des verder⸗ gemuͤthe stets Zu deinem dienst er⸗ hnns pfade. Durch deine gür und neu. speu, Die an die wolken reichtH7. Ach leit und führe mich, So hest du mein hartes herz Geruͤh⸗lang ich leb auf erden; Laß mich lltet und erweicht. nicht, ohne dich Durch mich gesuͤh⸗ ./ Selbn konnte ich dich wol Be. ret werden. Führ ich mich ohne mit fünden; Doch konnt dich, So werd ich leicht vetführt: den g W. ahue dich Den weg zum heil Wenn da mich leitest selbst, Thu ö dir nict snden. Selbst. fallen konnte ich, was mir gebührt. ir shich Und ins verderben gehn: Nur 8. O gott, du großer gott! O va⸗ muhz selblen konnt ich nicht Von mei⸗ter, hoͤr mein flehen! Laß, jesu, Erhs Ahem fall aufstehn. goties sohn, Mich deine wege ge⸗ er u 3. Du hast mich aufgericht, und hen; Regier, o heilger geist, Durch Ler un ui den weg gewiesen, Den ich dein wort, mich anzei, Daß ich n unds aun wandeln soll; Dafür sey, herr, dir diene hier, Und dort in ewig⸗ 227• guriesen! Sey hochgelobt, daß ich keit. h alleg in II. Vom Glauben und seinen nächsten Folgen. r/ aluy genih.Iu voriger Melodie 4. Gieb, daß sich stet in mir Die erhö H8 allerhoͤchster gott! zuversicht vermehre, Daß du mein iuser f 207. Bei dem wir alle ga⸗vater seist, Und ich dir angehoͤre; jerz zulber, Und was uns nützlich ist. Ge⸗Daß alle meine schuld Pon dir ver⸗ suchen haben: O sieh ergeben sey: Damit mein herz sich ganz bamend mich In meiner schwach⸗dein, Als seines gottes freu. im i bet an, Weil ich nicht, wie ich will, 5. Mach diese mversicht In mir, chrifi VDit recht vertrauen kann. o gott, so kraͤftig, Daß ich mein le⸗ nichti 2. Ich glaube zwar an dich, Doch benlaug In deinem dienst geschaͤf⸗ Erben mur mit schwachem glauben; Ostftig, Und stets beflissen sey, Zu giebnn wil die zweifelfucht Mir alle hoff⸗thun, was dir gefaͤllt: So hab ich, vung rauben. Wer macht das herz schon in dir, Den himmel auf der gewiß, Als, du, o herr, allein welt. Aah deine huͤife doch Von mir nicht. 6. Mein beiland! der du einst ferne seyn. Für deine juͤnger batest, Und, 3. O reiche du mit selbst Aus ana⸗ wenn sie wanketen, Beim vater sie hen deine hände! Mach, daß dein vertrotest: Ach, unterslütz auch jetzt 1 0 Sein werk in mie vollen⸗ Mein sehnliches gehet, Und schenle e. It schon, dem senfkorn gleich, glaubenskraft Dem, der dich darum retun Mein glanbe noch sehr klein, So fleht. „Erst aaß ihn doch bei mir In stetem 7. In deiner mittlers hand Ist Enm pachs thum seyn. heil ünd aller segen. Herr, Rahe ö uͤze 2.* Da ill 144 Zweite Abtheilung. 1 stuze mich Auf gllen meinen we⸗ gen; So geh ich freubdig fort, In dieser pilgerzeit, Zu meines glau⸗ bens ziel, Der seelen seigkeit. In voriger Melodie. err, vhne glauben kann 298. Hdn wen Kein mensch vor dir bestehen; Drum wend ich mich zu dir Mit demuthsvollem flehen; O zunde selbst in mir Den wahren glauben an, In welchem ich allein Dir wohlgefallen kann. 2. Laß mich, gost, daß du seyst, Mit überzengung glauben. Nichts musse wir das wort Aus meinem herzen ranben: Daß du dem, der dich ucht, Stets ein vergelter seyst, Und hier und ewig ihn it deinem heil erfreust. 3. Wahrhoftig ist dein wort. Gieb, daß ich darauf traue, Und meine hoffnung vest Auf deine treue baue; Gieb, daß ich dir im glück Und un⸗ glück slets getreu, Und dem, was du gebeutst, Von herzen folgsam sev. 4. Ach hilf mir, daß ich den, Den du gesandt, erkenne. Ihn mei⸗ nen herrn und gott, Im geist und wahrbein, nenne; Und treu und redlich thu, Was mich sein wort gelehrt, Daß ihn herz, mund und that Ars meinen heiland ehrt. 5. Sein göͤttliches verdienst Se⸗ mir veständig theuer; Es fuͤlle mich mit trost; Es mache mich stets freier Vom schnoͤden sundendienst; Es staͤrke mich mit kraft, Zu dei⸗ netz namens rubm, In meiner pil⸗ grimschaft. 6. Wie selig leb ich dann Im glauben schon auf erden! Noch herrlicher wird einst Mein theil im himmel werden. Da werd ich, was ich hier Geglaubt, im lichte schaun Und du erfuͤllst dann ganz Mein Mel. Kommi her zu mir, sprsch Nm 90 30 boff, o gott, miß und het 29—— stem muth Auf da guabigte gnaäd und christi blut; Ich hoß 3. Dn ewig leben! Du bist ein vater,VSurch d verzeiht, Hast mit das rech dem sch seligkeit Durch deinen sohn gegehn durch d 2. Herr, welch ein unaussprea hn/ U heil, An dir, an deiner gnade liulsthn, D Theil an dem himmel haben! Adein to herzen durch den glauben rein, Nieb mi lieben und versichert seyn Von ischaff au nes geistes gaben! pahrs le 3. Dein wort, das wort der ichiist! ligkeit, Wirkt goͤttliche zufriehn auf dich heit, Wenn wir es treu bewahrn mich, Es spricht uns tron im elend IJ. Mei Versuͤßet uns des lebeus ruh, N Eilöst, staͤrkt uns in gefahren. Dan eig 4. Erhalte mir, o herr, mein hiu ich nur Den glauben an dein goͤttlich van Nichts Um deiner guͤte willen! Laß sin Nihts mein licht auf erden seyn, N deser taͤglich mehr mein herz ernah uch uin Und mich mit trost erfüllen. 40 5 0 Mel. Herzlich lieb haß ich dihns ch 300. zun leb ch kom̃e, fro denos 5. zu dir I, Erbarmh rufst du ja auch mir, Den friehs Mel. zu empfangen. Die sündenlaß mir zu schwer: O laß mein von troͤst nicht leer, Laß es g ruh gelaugen! Die jedem def beugten geist Dein theußf oerhhe wort verheißt. Wer troͤstet mich als du allein? Wer macht mh herz von sünden rein? Hert s christ! Mein trost, mein lich Verwirf mein sehnlich flehen nich 2. Aubetend steh ich, herr, dir; Dein antlitz neige du zu mif z Und sey mir suͤnder gnaͤdig! Win 0 mein vergehn um rache schreh zum f So mache aus barmherugkeit Ml mich l aller sirafe ledig. Der du am penn gelitten hast, Du trugst auch ui Kann ner fuͤnden last, Ais du zum tu g. der suͤnder starbst, Und ihnen g uhm Hiudliches vertraun. ies huld erwarbst. Herr jesu 90 hz ö UI. Vom Glauben und seinen nächsten Folgen. 145 spishhzsan gott und berr! Mein golt „ mi und herr! Gieb mir den trost be⸗ Auf dg gnabigter. h hoffh. 3. ater, D 0 d Und mich mit gott vereinigt wahrgs mich lend 4. uh, M Erlöst, Dan eigenthum zu wer den. zein huns ich nur dein, so ich nun Laß i Nihis hier auf dieser erden. n, Mdeser bahn zum vaterland — zuch m Alleim mich sleg ö jesu chrißt! Mein Mein herr und gott! zum leben durch den tod. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. n. dichtg ensst darma 301. J fand soll mur ihn rauben; mh eer einer bessern welt, ht meh Ir, 0 tuht in jesu haͤnden. zu wilf und herrlich ist die krone. —Z30 it M zum frohen lohne. uch W um hin nen g u 0 7 Kann selbst der tod nicht schaden Mein ganzes leben preise dich! mein mittler, haß du mich, Bin fehlt mir nichts; Mots einst am tage des gerichts, Auf Eut⸗ ir aiemals deine hand; Zu uten staͤrke mich, Und laß egen einst durc dich. Herr herr und gott! Hilf mir tder: Lobsinget gott, und ꝛc. Nr. 5. ch weiß, an wen mein din dir, herr, du mir dekannt/ glaud sich haͤlt, Kein M Als bür⸗8. Leb ich hier Empfinde sie, o seele! Von lust der nur im glauben; Bort schau ich, was ich hier geglauht; Wer ist, er mir mein erbtheil raubt? Es 2. Mein leben ist ein kurzer 4%• 0 glac der ganzen ewigkeit Wird mir Du hast fuͤr nich den to geschmeckt; Mir3 wenn nur deine huld mich deckt, 3. O herr, du bist mein ganzer wuhm, Mein bester trost auf er⸗ en; In jener welt mein eigen⸗ thum; Was kann mir groͤßers wer⸗ den? Von fern glänzt mir mein kleinod zu; Du schaffst mir nach dem streite ruh, Und reichst mir meine krone. 4. Herr, lenke meines geistes blick Von diesem weltgetuͤmmel Auf dich. auf meiner seele glück, Auf ewig⸗ keit und himmel. Die welt mit ih⸗ rer herrlichkeit Vergeht und waͤhrt nur kurze zeit, Im himmel sey wein wandel. 5. Jetzt, da mich dieser leib be⸗ schwern, Ist mir noch nicht erschis⸗ nen, Was lene beßre welt gewaͤhrt, Wo wir gott ewig dienen. Dann, wenn wein ange nicht mehr weint, Und nun vollkomunes alück er⸗ scheint, Danu werd ichs froh em⸗ pfiuben. 438. 6. Im dunkeln seh ich hier mein heil; Dort seh ichs klar und hei⸗ ter. Hier ist die schwachheit noch mein theil; Dort hebt mein geist sich weiter. Hier ist mein werth mit noch verhüllt; Dort wird er sichtbar, wonn dein bild Mich einst vollkommen schmücket. 7. Zu diesem gluͤck bin ich erkauft, O herr, durch deine leiden; Auf deinen tod bin ich getauft„Wer will mich von dir scheiden? Du zeichnest mich in deine hand; Ich ein sind des himmels freuden. Wie groß ist mue ine herr ichkeit l erde unentweiht, Erhebe goit, o seelel Der erde glaͤnzend glůͤck ver⸗ geht, Nur des gerechten wohl be⸗ steht Durch alle ewigkeiten. Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛe. Cch weiß und bins gewiß, O2. Y daß ich Erlöst bin, got⸗ tes sohn„durch dich Vom schnoͤden dienst der sunde. Gelobt ser gott l ich bins gewiß, Hilf, mein erretter, das ich dies Bis an mein end em⸗ pfinde. K 2. In 146 Zweite Abtheilung. 2. In dieser so verderbten zeit] Mel. Besiehl du deine we Des leichtsinus und der sicherheit„ Cait gott für mich tetz so Wach uͤber meinen glauben! Du 303. 24. 1 Gleich 45 1 ö freund der menschen, wache du, mich: Denn wenn ich glaͤubi x Daß keine zweifel meine ruh Und Zeigt er mit huͤlfe sich 25¹⁷ arrde meinen trost mir rauben. nur zum freunde, Und liebet Iuche t u 3. Den spott der frevler uͤber dich mein gott, Was schadt mit in Mir ei Und deinen tod am kreu laß mich⸗ woo 1 Verfolzung schmah 10 Zale es verdien, verackken Mü 2 I weiß und bet ha desto fiärkerer begier Las meine iind Sdmen ohne schen, an 6eie, berr, nach dit und deinem der höchst und be schen Daßal Mir h reich; trachten. und vater sip Er. wid iu Hun 4. Weun mir die welt gelegenheit faͤlen Zu meiner rechien stehn! Rült m Zur suͤnde giebt, zur eitelkeit, Und daͤmpfet sturm und wellen, 0 ei zu verbotner freud?: So dampfe mich nicht untergehn 1—2 du in meiner brust Die rezung ol3. Der grund, worauf ich hah ler boͤsen lust, Daß ich sie standhaft Il ehristus und sein blut; In ihn meide. dem ich vertraue, Find ich das⸗ 5. Ich moͤchte sonst, durch sie ver⸗ge guth. An meinem armen I führt, Die sünde, die den tod ge,PIst nichts auf dieser erd, uus w biert, Mich übereilen lassen; Mich ehristus mir gegeben, Das isi. ch imt dann aus suͤndenlust vergehn, Und liebe werth. tenne deiner wahrheit widerstehn, Ihr a. Er ist mein ruhm und ehl, II.A helles licht gar hassen. Er 10 2——3 dare licht. Vn Wie f C. Wenn meine freudigkeit zu dir er nicht für mich ware, So kias abte! Mein glaud und meine baaui.— Eine würd ich de i. senner mir, Hierdurch entrissen würde: el te gleich verge ricterstz? und Do würde nichts mich rechr erfreun, ing 6 15.. Wie näs dli Die weit mir truůͤd und rauris fanets hiß. mache 5 Doch jesus hat sein leben seyn; Mein leben eins burde. ilgung' meiner schuld, Am 0 7. Dann wuͤrd ich nach dem him⸗ dahin gegeben, Wie groß ist Iy Mel. mel nicht Mit freud, o herr, im huid! Ich darf mich seinet ug angelicht, Mit seelenrnhe sehen; Hab emen heldenmuid; Darin 30. Dann haͤtt ich keinen heitern sinn; gericht mehr scheuen, Wie sausteh dame Dann waͤr die frohe hoffnung hin, ünder thut. dein Zu ihm einst einzugehen. 10 Nichts Zuchtesttu 100 1 S. Gewissensschrecken wurden mich, martine, Wunde mie, Lird ei der e Der ich vom pfad des guten wic, Sind mur man ürelernhr i Schon hier zur quaal ergreifen, Sige ma mint uecnihz A Und veinigende furcht vor dir, Det mihenkanmnich zrecer aue gune welten richter, sich in mir Mit jeIuug ung ansc dtrubt: Dernehhl dat, dem tage heuf 1eIstus will mich decken, Mein h erwer R en land, der mich liebt. ücht; 9. Der du fuͤr mich am kreuse 7. Sein geist wohnt mir im ha Wie starbst, Und hoffnung mir und trost zen, Reglert mir meinen sn, werd erwarbst, Laß mich so tief nicht falm Stllt sorgen, furcht und schmersen len! Erhalt mir meines glaubens Nimmt jeden kummer hin; Gih zuh, Und meinen waudel lenke du auch in truben tagen Mir freuht Nach deinem wohlgefallen. keit, und schafft, Daß ich ug V* 10. 5 den, ö IH. Vom Glauben und ——m—— 47½ u, sagen, Durch seines wortes lles wih g. Der spricht auch meinem geiste ubig Mauch andres trostwort zu: Wie ab ichil gorr dem hülfe leiste, Der bei ibm lebet Mfuche ruh, Und wie er hab erbauet mir din Mir eine neue stadt, Wo aug und dmachin herz einst schauet, Was es geglau⸗ et hat. es seh 5. IN mein theil und erbe aß gah Mir herrlich zugericht; Wenn ich en fian gleich fall und terhe, Hällt doch Hin aih wein himmel nicht Mein jesus stebnih hilft mir ringen, Ind muß ich man⸗ len, Mlche zeit Mit weinen auch hinbrin⸗ gen„Versußt er mir mein leid. ich hahl 10. Kein schmerz und keine freu⸗ Inihn ben, Micht herrlichkeit, noch noth, ch daßhl Kein gluͤck, und keine leiden, Nicht nen lal gugst, gefahr, noch too, Nichts, d, A nas wir denken koͤnnen So groh as ist eh imwer sey, Soll mich von jelu ttennen; Ich bleib ihm ewig treu. and eh,, II. Mein* ist voller freuden, t. Wen Wie fout ich traurig seyn? Ich 50 kihsh achte nicht der leiden, Seh heitern seinen naͤchsten Folgen. 147 Als eingeborner sohn, Und dann 61 14 empfahn Der missethaͤter ohn 4. Doch kann mein herz gar wohl Der wahrheit Lraft empfinden Die meinen geist belebt, Mich reiniget von suͤnden: Auch hab ich, herr⸗ durch dich Gerechtigkert und heil, Und an der seligkeit Der gottver⸗ soͤhnten theil. 5. Dies muͤsse meine lust An dir, o hert, erwecken. Zu schwach, den ganzen rath Der gotiheit zu ent⸗ decken, Nehm ich dein großes heil Mit dank und freuden an, Und folge dir getreu Auf ebner tugend⸗ ahn. 6. Herr, deine ewigkeit Wird mir mehr licht gewaͤhren, Und deine große lieb Durch schauen mir eta klären. Unendlich ist mein heil⸗ O glaube, der erfreut! Gelobet sey der herr, Gelobt in ewigkeit. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. gottes sohn, herr je⸗ su christ! Dein ist glauben nuͤze ist, Was ihm glebt kraft und leben: Drum hilf du mir von oben her, Daß ich, gestaͤrkt je mehr und mehr, Recht und beharr⸗ 3. Laß mich dein großes gnaden⸗ heil Im rechten licht erblicken, Und heil; der weg bist du, Die wahr⸗ ch da Um sonnenschein; Der fur mich leot= und wachet Is mein herr jesug 305. O Bie nal christ; Das, was mich jauchzend es, mir zu geden, Was mir zum machet, Ilt, was im himmel ist. + f ist 0 Mel. O gott, du frommer gott. steueh zag doch der spoͤtter lich glaube. Darf feh 304. M heer Sich deiness 2. Durch dein wort unterweise esouste damens schaͤmen; Ich freue michmich, Den vater recht zu kennen ⸗ dein heil, Herr jesü, anzuvehmen. Mit freudenvoller ehrfurcht dich mich Iu Dein kreuz ist thorheit nax Dem, Des hoͤchslen sohn zu nennen! Daß starb sih der es nicht verlleht, Und keiner ich auch deinem guten geist, Der Hlawungl spottet sein, Der gottes wege gehi. uns den weg zum himmel weist, c: Ki 2 Du kamst, des hoͤchsten sohg,Von ganzem herzen folge. Nich Im leben und im sterben Uns weis⸗ hennehul ßeit, kraft und trost Und gnave zu dein Iu. erwerben. Du warst der welt ein mich dazu an meinem theil Mit cht; Und folg ich seinem schein, allem eifer scvicken. Durch dich nur im he, Wie weise bin ich dann! Wie selig find ich rrost und ruh, Und ewges en sun, werd ich seyn!.0 mwerzeh, 3. Ich kann hier freilich nicht helt und das lebeu. Gil. Das große wunder fassen: Gesandt 4. Gieh, baß ich traue deinem vom ewigen, Der himmel throa wort, Es tief zu herzen fasse; Da verlassen, Die thaten gottes thun 930 mein glaube immerfort 1 2 148 Zweitee Abtheilung. dein verdienst verlasse; Daß zur gerechtigkeit mit werd, Der ich mit fuͤnden bin beschwert, Dein heil auch zugerechnet. . Doch soll auch stets mein glau⸗ be sich Des bluts, das du vergos⸗ sen, Nicht anders troͤsten, als daß ich, Zu deinem dieutz entschlossen, Durch seine kraft die arge welt, und was sie dir entgegen stellt, Be⸗ sieg und uͤberwinde. 6. Zwar ist mein glaubs schwach und klein; Oft kaun ich ihn kaum merken: Doch willst du mit, herr, kraft verleihn, und kannst mich maͤchtig staͤrken. Das schwache rohr zerbrichst du nicht, Verloͤscheß kein noch glimmend licht; Drum staͤrke gerechtigkeit Des glaubens krast be⸗ weise. 8. O laß den glauben stets in mir So wachsen und sich staͤrken, Da er sey kruchtbar für und fuͤr, Un releh an guten werken, Daß er sey thaͤtig durch die lieb, Mit freuden und geduld sich üb In dem, was gott gesaͤllis. 9. Insonderheit gieb mir die kraft, Daß ich an meinem ende Den letz⸗ ten schritt der pilgrimschaft Durch glauben froh vollende. O, mache mich, herr, siets bereit, Daß ich der seelen seligkeit, Des glaubens end, erlange. Mel. Machs mit mir, gott, nach ꝛc. 306. We gottes wort nicht haͤlt, und spricht: Ich kenne gott, der heuchelt, In em ist gottes liebe nicht, Wie soͤhr er sich auch schmeichelt. Wer aber lein wort glaubt und halt, Der liebt ihn so, wies ihm gefalit. 2. Der glaube, den sein wort er⸗ zeugt, Muß auch bie liebe zeugen; hater n Daß ic Wenn ich gehor sam uͤbe. nen willen thut, in dem Ist eibet. nerbul m Goth. mein ilt diell, W neein AIllcht! O mein Mel. Jesu, meine freude, v. sele n ie getrost und hain 307. Wẽĩ Herr, mein lihtun leiter, Machst du meinen gel II Der du, die dich lieben, Seslst im betruͤben, Docz so gern eifteuMel. Niemals wird Bei dir, mein hih Freund und troͤster meiner seilmn 30 Mir erquickung fehlen. ö Hemüt 2. Deinem rath ergeben, gten genng mich zu leben; Was du willl, ehree gut. Nichts vermag ich schwachel erbeif Du, mein seligmacher, Schenkstul Daß e kraft und muth. Wenn die uih wohrh Erbebt und fällt, Wenn gerschsgefalle und hoͤlle schrecken, Willst du mihss 2.& bedecken. teich, 3. Ich kann ohne grauen Tasf laden und grab anschauen; Mein erlosaß Der h lebt! Ich weiß, wem ich glauht. die be Weiß, daß aus dem saube Muh deine sein arm erhebt. Todestag, Dal friede schrecken mag Eines fteviers zen sünde erschüttern: Was brauch ich v. 3.8 zittern? ben n 4. Ju mir ist noch sünde; Doth Mich ich überwinde Sie, gesrit 15 Mos III. Vom thaͤtigen Ch ristenthum uͤberhaupt. 149 ——II7——— . Sink ich schwacher nieder; Dir Il Du erhebst mich wieder, Du be⸗ Ln mich. Deine huld Tilgt rein. meine schuld, Nie laͤßt du reuvollen von 10 en Dein erbarmen fehlen bes Iung 5. Daß ich gott erkeune, Froh ihn ö ihm IN yater neune, Und mich ewig sein; Sünih Haß ich hier am grabe Trost und ein gl hoffuung habe, Dank ich dir allein rein i Haß dein geist Mich unterweist, Und angeneh mich führr auf deinem pfade, Dank Wer ich deiner anade. 1Miuh 6. Du hast blut und leben Fuͤr nmer mich hingegeben, Dat in meiner 6 ist Huoth Ich nicht huͤlflos bliebe: Groß Staͤrker als der tod. m. isdeine liebe,; und gal Herr, und ich, Ich sollte mich Dei eibet. J. nerhuld nicht dankbar freuen? Dir m Gosh wann herz nicht weihen? 5„ Wuͤrdig dir zu leben, Dies sey liehe il nein bestreben. Meine lust und blicht! Was die welt vergnuͤget, ein gott, das gnüget Meiner In on nde,. sele nicht. Hab ich dich, Wie gern will ich Das, wornach die suͤnder trachten, Reich in dir, verachten. 9. Macht ein guth der erde, Daß ich gluͤclich werde In der ewigkeit? Sind nicht auch die ehren, Die den sinn bethoͤren, Wahre eitelkeit? Du erfreust, Herr, meinen geist: Und du willst, die dich verehren, Ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen frieden Schmeck ich schon hienieden: Und was hoff ich dort? Unbegrenzte zeiten, Voller seligkeiten Hoff ich auf dein wort. Sie sind mein, Durch dich allein; Bleib ich dir getreu im glauben, Wer kann sie mir rauben? 10. Boll von deiner guͤte Froh⸗ lockt mein gemüthe, Gott, mein heiland, dir; Dieser geist der freu⸗ den Staͤrke mich im leiden, Weiche nicht von mir. Laß mich so Beherzt und froh Einst durchs thal des to⸗ des dringen, Dort dein loh zu singen. ind heilh, nlichn II. Vom thaͤtigen C el. Christ wahte much kert.aah ewahre mich, herr, da 08. B der wahn Rie mein ů uͤth bethoͤre, Als waͤr es schon Freuji genng gethan, Wenn dir nur äußre willu, I ehre Der mensch, dein unterthan, Owache erweint. Erinnre mein gewissen; henkin Haß alle christen dir im geist Und die uih wahrheit dienen müssen, Die dir m gerichhggefallen wollen. du mih 2. Die kommen nicht ins himmel⸗ teich, Die, herr! zu jesn sagen, zen I Und nicht mit rechtem ern zugleich in elset Der heiligung nachjagen. Nur die „glaubs, die beinen willen thun, be Mih deine kinder, O golt, 9, Del frieden ruhn, lert hen 4— Von d ich L. 3. ben nie Ein Mich nicht „Sell Raufre nein hi er seeli 3 He Dob lt dut W0 Laͤßt du als in ewgem Wenn heuchlerische ir verstoßen werden. rum laß mich doch vom glau⸗ eilig leben trennen: fuͤr einen christen hie NDos zuherlich bekennen. Gieb Waß hristenthum uͤberhaupt. mein glaube thaͤtig sev Und tu⸗ gendfruͤchte bringe, Daß ich, vom fuͤndendienste frei, Mit eifer dar⸗ nach ringe, Im guten zuzunehmen. 4. Du kenüst o gott, der men⸗ schen herz, Und liebst, die redlich handein; O laß in freude, wie im schmerz, mich christlich vor dir wan⸗ deln. Dein wille sey mein augen⸗ merk; Hilf mir ihn treu vollbrin⸗ gen, Durch dich muß jedes gute werk, Sollt es auch nicht gelingen, Zum segen mir gereichen. Doch, wenn ich aus unwissen⸗ heit Und uͤbereilung fehle; So thu an mir barmherzigkeit, Und richte meine seele Durch gnade auf von diesem sall. Erxhalt mich bei dem einen, Daß ich dich fürchte uberall, Bis ich einst mit den deinen, Dit ohne fehltritt diene. Mel. & 3 150 Mel. Alle Terbnt ns mit demem er du uns mit deinem 309. blute Dir zum eigen⸗ thum erwarbst, Und uns sündern, uns zu gute, Schmachvoll an dem kreuze starbst: Ach, wie dienen dei⸗ ne christen Immer noch der sunde luͤsten; Leben ohne besserung, Fern von wahrer heiligung! 2. Herr, du littst, uns vom ver⸗ derben, Von der sünd uns zu be⸗ frein: und wir wollen lieber ster⸗ hen, Lieber ihre knechte seyn? Glau⸗ den, immer noch in sünden Unfers lebens glüͤck zu finden, Und verges⸗ sen dein gebot, Beine schmach und deinen tod. 3. Ach, wann werden wirs erken⸗ nen, Warum du gestorben bist? Wann, uns nicht blos christen neu⸗ nen, Sondern thun, was christlich ist? Wann, um deines todes wil⸗ Len, Jesu, dein gesetz erfuͤllen, Und den fünden widerstebn, Weil sie deine leiden schmahn ꝛ 4. Mer dich sieht von gott verlas⸗ sen In der tiefsten traurigkeit; Dich erlöͤser, sieht erblassen Nach voll⸗ 8 Zweike Abtheilung. beispiel uns erbauen! Starteff uns wider sie! Ach, die absichth ner schmerzen Praͤge tief in uul dit gere herzen Daß wir von der sl hier in rein, Heiligster, dir aͤhnlich seh vollkom Mel. Ein laͤmmlein geht und tijz etheben rborm dich, herr IIm... 310. E schwaches herz, W.M. neigt zu eitelkeiten, Laßt bald hi freude, bald burch schmerz, auf den irrweg leiten. Gleich eis rohr, vom wind bewegt, Win auch, von leidenschaft erregt,. meine schwache seele. Wann komm ich zu der wahren ruh, Da recht feste tritte thu Und nu gute waͤhle? bluatt 2. Laß doch mein herz nicht 0 es gut nerhin In seiner neigung wang Er liel Staͤrk meinen ungewissen sinn u guhrt isng itz le I un 5 besi 5 brachtem schweren freit; Und laßt doch zum dienst der funden Seine luste sich entzunden: Der hat nicht an deinem heil, Nicht an gottes gnade theil. ö 5. Meiden koͤnnt er sein verder⸗ ben, Hülfe giebt im gott genug; Aber ach! er selbst will sterben! Denn sein glaub ist wahn und trug. Er bekennet deinen namen, Ohne doch dir nachzuahmen; Rüͤhmet sei⸗ nes glautens sich, Und verleugner, herr, doch dich. ‚ 6. Ach, wenn uns der trieb zur sünde Reizet wider uusre pflicht: Heiligster, so uͤberwinde Uns der trieb zur sunde nicht! Lehr uns mu⸗ 1hd ihn bekaͤmpfen, Und die macht der luͤste dampfen! Steh uns in versuchung bei, Und erhalt uns dir getren! 2. Jesu, lehr auf dich nus schauen, Uns besieg die sfuͤnde nie, Laß dein mich. Wie schwach sind meine lriß te] Doch meine seele hofft auf dich; sesteren gedanken. Wenn von za Hem h lust zur eitelkeit Mich deines gesh 3. G kraft befreit, Wie will ich dir I Ztum singen! Mich ganz zu deinem dienl gort a zu weihn, Soll stets mein rnse verführ wille seyn, Gieb dazu das vollhin, dein ge en. Tei 3. Auch wenn ich auf der tugnh pfad, Bisweilen gleitend, wall) So unterstutze deine gnad Mich un dem nahen falle. Wenn in mir hil lun aufsteigt, Und ich zum weicht bin Erbebei So lenke meinen u⸗ len; Erhebe meinen schwachen mulh Daß ich der leidenschaften wult Durch dich, hert, moͤge siillen. 4. Mein gott, mein gott, gedens nicht Der sünden meiner jugen Wie hart schien mir oft mesnn willst pflicht: Wie rauh die bahn der 6. N gend: Und doch teugst du michm gu de gebuld; Laß, vater, laß mich dinß)' Er sie huld Nicht undankbar verachien dit ein Dir folgen, ist mein wahres hesh tugent Olab michs, als mein bestes thel, geben. Auch immersort betrachten. 5. Ich bin ein mensch; du kenna Mel Du wirst zn dem geschaͤfte Der hal ů 31., 3 II. Vom thaͤtigen Christenthum uͤberhaupt. 151 tarke si Ihung mir kraft verleihn, Mein abst W je mehr und mehr ernenn, Vor „in ush gir gerecht zu leben. Ich aber will er sunlher in der zeit und einst in der lich sahholkommenheit, Hert, deine kraft und tiz etheben. err Imh ö jerz, e. Kommt her zu mir, spricht. bald us rmuntre, seele, dich 2ů, 31I. E und sey Dem gott, ich eilg her dich erichuf, getreu, Und folge „Wus em gewissen; Nie wird es jemals regt, A zich gereun, Weun du, unsirällich D im zu sehn, Dich redlich hast beflissen. nur ih 2. Gehorch nicht deinem fleisch und blatt Gehorche gott! gott meint nicht 0 es gut; Was er gebeut, ist segen. want Er liebt uus menschen vätellich, sinn A guhrt auf der bahn der tugend dich von du Hein hoͤchsten heil entgegen. es gest z3, Gott theilt dir seine gaͤrke mit; dir Ii Stum gehe stets mit festein schritt em dial. Fort auf der tugend pfade. Die lun u euust gerführt, die tugend nie; Und gott, vollbht dein gott, belohnet sie Mit segens⸗ keicher guade. tuguh 4. Laß dir die schreckeuvolle pein Ivalt Der sunde hell vor augen seyn, Michyn Wenn sie dich lockt mit freuden. mit bißl Gott kennt den qudlenden verdruß, weichel Der auf die sunde folgeu muß, Und uen us dulll sie dir verleiden. muth. Gott siehet jene ewge nacht, wulh, go fünder, die ihn hier verlacht, Ullen, zu tiefem jammer schmachten. Gott gedeul; feunt der tugend hohen werth/ Und Ingenh. den hat jesus dich gelehrt; Und den mein willt du verachten? der 1˙ 6. Nein, übe sie mit allem fleiß, nichuI Zu deinem glück und gottes preis; ich dicß! Er siehet dein bestreben,Und wird rachten dir einst gewiß dafür, Nach treuem 5—. 8 hier, Der freuden fuͤlle geben. boös ist, bleibet nicht vor dir. Drum laß von fuͤnden mich genesen Und schaff ein reines herz in mir; Ein herz, das sich vom sinn der welt Entfernt, und unbefleckt erhaͤlt. 2. Laß mich auf die beganguen suͤnden Mit inniger beschaͤmung sehn; Durch ehristum vor dir gnade finden, Und auf den weg der tu⸗ gend gehn. Ich will forthin das unrecht scheun, Und deinem dienst mein leben weihn. 31 O stärke mich in dem gedau⸗ ken! Gieh meinem vorsaß festigkeit: Und will mein schwaches herz je wanken, So hilf der unentschlossen⸗ heit! Wie viel vermag ich, gott, mit dir! Nimm deinen geist nur nicht von mir. 4. Gieb, daß er mir stets huͤlfe leiste, Und muth und kraͤfte mir verleih, Daß ich mit kindlich treuem geisle Dic bis zum tod ergeben sey: So sieg.ich uͤber suůnd und welt, Und thue, was dit wohlgefaͤllt. 5. Wenn ich indeß aus schwach⸗ heit fehle, Mein vater! so verwirf. mich nicht. Verbirg nicht der be⸗ trübten seele, Wenn sie dich sucht, dein angesicht; Und mache in be⸗ kuͤmmerniß Mein herz von deiner huld gewiß 6. Erquicke mich mit deinen freu⸗ den, Schaff ein getreues herz in mir; Und staͤrke mich in freud und leiden, So halt ich mich, mein gott/ zu dir, Bis nach vollbrachter übungsseit, Der deinen erbtheil mich erfreut. Mel. O gott, du frommer gott. 313 HOun hoͤre mein gebet, und laß es dir gefal⸗ len! Ts ist mein ganzer erust, Auf deiner bahn zu wallen. Ergreife, leite, staͤrk Den schwachen, der dir fleht; Verwirf die bitte nicht, Die 1690 Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. dich; Wn 312. G' Iigußh mir von herzen geht. tt! dir gefaͤllt kein 2. Du willst, daß ich mich treu In gottlos wesen; Basag tugend uͤbe. Der glaube, den 4 du 152 Zweite Abtheilung. du wirkst, Soll fruchtbar durch die liebe, In wahrer heiligkeit, In gu⸗ ten werken seyn; Drum will ich dir, mein gott, Mein ganzes leben weihns. 3. Dies will ich; und doch macht Die schwaͤche meiner seele, Und der versuchung reiz, Daß ich so olt noch fehle. Ich seh der tugend gluͤck; Ich wünsche, gut zu seyn; Und doch giebts immer noch So vieles zu be⸗ reun. 4. Das siehst du, herr, mein gott, O sieh es mit erbarmen, Und reiche vaͤterlich Doch deine hand mir ar⸗ men! Gieb meinem geiste licht, Gieb meinem vorsatz kraft; So kaͤmpf ich gluͤcklicher Mit welt und leidenschast. 5. Eroͤffne den verstand, Stets heller einzusehen, Daß sund uns elend macht, Daß wahres wobler⸗ gehen Und innrer Friede nur Aus reinem herzen fließt; Daß du mit 310. huld Der freuden quelle 6. Laß in versuchung mich Nicht zaghaft unterliegen; Ermuntre mich zum muth, und hilf dem schwachen siegen! Mein auge laß allein auf deine weisheit schaun, Mein herz dir folgsam seyn, Und dann dir froh vertgun. 2. Ich bin ein pilger hier, um⸗ 1el von vielen sündern; Ihr bei⸗ spiel koͤnnte leicht Der tugend eifer hindern, Wenn der verfuhrung gift, Des leichtsinns frecher spott, Dem b geist gefährlich wird, Dann steh mit bei, mein gott! 8. Bawahre mein— Daß mich, bis an mein ende, Die fal⸗ sche froͤhlichteit Der sünder nie ver⸗ blende. Ihr thoͤrigt lachen wird Bald lange reu und vein; Laß die⸗ Lon. mir Doch ja vor augen eyn. 9. So werd ich, herr, mein gott, Dir nicht umsonst vertrauen; Einst. wenn ich treu, dir bin, Der freuden fuͤlle schauen. Und, wenn du ewig lohnst Fuͤr jede gute that, ishel. W. locken, daß mein her; Sich dit oder: heiligt hat. 15 n mich Mel. Herr christ, der einge mit ö nuhange err jesu, anadensom dun dich 314. H Des wahren lah schen licht! Laß leben, licht und womganzes g Die allen kummer bricht, Men Gie ganzes herz erfreuen, und mas och nach geist erneuen. Dies gluͤck versag, zuͤ nicht. che lebe 2. Vergieb mir meine sun den, Nnich V laß mich, herr, durch dich Aund ste anade trost empfinden. Peil Det tug gnaͤdiglich, Daß an des frithn z. Laß gabe Mein herz stets anthesl hu ssch In O herr, erhoͤre mich! smir 3. Tilg ganz aus meiner seele di nahrer alten meusch en sinn, Daß ich, In guch da du willst, waͤhle, Voll eifer ni jh hier sorthin Treu deinem dienst ersh on kr Und dir zu ehren lede, weil ichshh wohlgef loͤset bin. 4. Gi 4. Befördre dein erkenntuiß Aseh In mir, mein seelenhort, Und asth Haß ic mein vertaͤndniß Durch dein hel Und eh sames wort, Damit ich an I daß ich! laube, Nichts boͤses mir erlauhhl eigennu ey selig hier und hort. neid, H 5. Ach, zuͤnde deine liebe Inma nöchter ner seele an, Daß ich aus inneen 5. Stt triebe Dich ewig lieben kann, Und muͤth§ dir zum wohlgefallen, Bestindh Haß ick moͤge wallen Auf rechter tugn Noch se ahn.„geh ich! 6. Du giebst den schwachen stärlz in der Verleih auch mir die kraft Zu jedm Gebeu⸗ guten werke, Die dein geist in um schmuck schafft. Mein eigenes bestreben,I, Lel diesem armen leben, Ist viel zn mau sumkeit gelhaft. 9 the, 2 2., Ich hoff auf deine gnade; Mih Vor b troͤstet deine treu, Auf deinem gult gen fe pfade Mach immer mehr mich neul daß i Und daß ich deinen willen Auftich jederze tig mög erfüllen, So sieh mir kriß nem v ů 10 7. G tig bei Hanf III. Vom thaͤtigen Ehristenthum uͤberhaupt. 155. at, el. Was mein gott will, das ꝛe. ich aül ober: Das jesulein soll doch ꝛc. Wilf mir, mein gott, hilf, 15.% baß nach dir Von her⸗ en mich verlange; Daß ich dich su⸗ uge golhshe mit begier, Und standhaft dir denso nd wumgenzes gluͤcke baue. 800 Gicb, daß in wahrer heiligkeit nd man gch nach dem guten Arebe; Goltse⸗ versagmsih, zuͤhtig gllezeit In deinem rei⸗ chelebe; Und wanke ich, So flarke nden, Vnich Bald wieder, fest zu stehen, dich Aund stets dabei, Mit wahrer treu, Veil Det tugend pfad zu gehen. frithnh g. kaß glauben, lieb und hoffnung hesl h sich zn meinem herzen mehren, So is mr wohl und so kann ich Als seele YN mhrer christ dich ehren. Nimm dich ich, guch dann des leibes an, So lang ꝛifer niß ih hier noch walle: Damit dabey, ist erush von kummer frei, Ich dir steis eil iase wohlgefalle. 9—4 . Gieh, daß ich treu und fleißig tniß Asch In dem, was mir gebuͤhret, Ind osth Hah ich auch nicht durch heuchelei dein hel Und ehrgei; werd verfuͤhret; Ja, an d daß ich nicht Je meine pflicht Durch erlauhh eigennutz entehre, und nie durch neid, Haß, falschheit, streit, Des Inmdh nichen ruhe store. innern z. Steh du mir bey, daß mein ge⸗ uu, Und müthKein wilder grimm regiere, Zeständeh Haß ich vielmehr durch sanfte güt kugend Auch selbst den hasser ruhre. Ver⸗ geth ich mich, Daß hoffarth sich Will u fiilt in der seele regen, So hilf du mir, zu jehen Gebeugt vor dir, Der Demuth in ul schmuck aulegen. ben,II, Lehr mich auch, herr, enthalt⸗ zn mahh sumkeit, Und gieb ein rein gemü⸗ ibe, Daß ich in dieser uͤbungsteit Mih Vor hoser lust mich huͤte: Der lu⸗ m gulth gen feind, Der wahrheit freund, ich neul zaß inich aufrichtig wandeln: Und lufrich jederzeit, Nach billigkeit Mit mei⸗ lir kuäß nem naͤchsten handeln. 7. Gieb, daß ich stets den muͤssig⸗ 90 gang Mit wahrem gbscheu sliehe; . Auf dich gllein Mein armen helfe mit der that, Daß ich dem naͤchsten lebenslang Zu dienen mich bemuͤhe; kaß meinen fleiß, Zu deinem preis, O gott, mir wohl gelingen, Und segne du Das, was ich thu, So wirds auch nutzen bringen. hhange. Verleih, daß ich Mit freu⸗ 8. Hilf, daß ich folge treuem rath, en dich In deiner huͤlfe schaue, Im Von falscher meynung trete; Den ren rein, uͤr freund und feind stets bete; HOen jedermann, So viei ig kann, Und alles unrecht meide An allem ort, Nach deinem wort, Bis ich von hinuen scheihe. Mel. Wenn mein stuͤndlein vorh. 316. J1 bin ein christ; gott ist mein freund! In dieser hohen wuͤrde Steh ich, und fuͤrchte keinen feind, Trag muthig meine buͤrde. Dies gluͤck erfuͤll mik muth und kraft Mein herz in die⸗ ser pilgerschaft, Darin ich hier noch wandle. 2. Mein glaube steht und wanket nicht; Stark, fest ist er gegruͤndet. Er stuͤtzet sich voll zuverssht Auf jesum christ, und findet Bei ihm kraft, rath, trost, ruh und heil, Und nimmt an allem segen theil, Deu schristus hat erworben. 3. Mich soll hinfort nicht eitelkeit, Nicht bitterleit der leiden, Auch nicht ein schlaf der sicher heit Von gottes liebe scheiden. Was goit an meiner seele thut, Macht mir zum kampfe slarken muth, Darinnen nicht zu weichen. 4. Was sind die leiden dieser zeit Doch gegen jene kronen, Womit gott in der herrlichkeit Die from⸗ men will belohnen? Was ist die eitle lust der welt Wenn man das gluͤck dagegen haͤlt, Das gott uns dort will schenken 2 5. Mich soll auch nicht des todes macht Von gottes liebe scheiden. Er fuͤhrt mich durch des grabes nacht Zu jenem licht der freuden, Darin⸗ nen ich, nach gllem leid, Ihn K5 seh 154 seh in seiuer herrlichteit uUnd ewig mit ihm lebe. Mel Ich hab in gottes herz und ꝛc. oder: Das jesulein soll doch ꝛc. lag nicht, mein herz, 317. Ku⸗ schwer es sey, Hiet als ein christ zu wandeln, Und laͤg⸗ lich gottes willen treu, Zu deuken, und zu handeln. Wahr ists bie tu⸗ gend kostet muͤh, Und sie besiegt die lüste. Doch, richte selbst, was waͤre sie, Wenn sie nicht kaͤmpfen muͤßte? 2. Die, die sich ihrer laster freun, Trifft die kein schmerz hienieden? Sie sind die sclaven eigner pein, Und haben keinen frieden Der from⸗ me, der die luͤste daͤmpft, Hat oft auch seine leiden; Allein der schmerz, womit er kaͤmpft, Verwaadelt sich in freuden. 3. Des lasters bahn ist anfangs zwar Ein breiter weg durch auen; Allein sein fortgang wird gefahr, Sein ende nacht und grauen. Der tugend pfad ist anfangs steil, Laͤsst nichts als muhe blicken: Doch wei⸗ ter fort führt er zum beil, Und endlich zum entzuͤcken. 4. Was waͤr es, hatt uns gott vergönnt Nach unsers fleisches wil⸗ len, Wenn wollust, neid und zorn entbrennt, Die luͤste frei zu stillen; Ließ er den raub, den undank zu, Den frevel, dich zu kränken, Den menschenhaß: was wuͤrdest du, Von diesem gotte denken? 5. Gott will, wir sollen glücklich seyn! Drum gab er uns gesetze. Sie sind es, die das herz erfreun, Sie sind des lebens schze. Er spricht zu uns durch den verstand, Er spricht durch das gewissen, Was wir, ge⸗ schoͤpfe seiuer hand, Fliehn oder waͤhlen můssen. 5 6. Ihm folgen, das ist weisheit nur, Und freiheit ists, dies waͤh⸗ len: Ein thier folgt trieben der na⸗Und lernet alzumal, Welche tur, ein mensch dem licht der see⸗sind, die gehoͤren Zu ber Zweite Abtheilung. ist ruhm bei gott, Und mi Was sein beruf auf erden? Shesehn/ gend; was ihr lohn, ihr tuhn llnd det Gott ewig aͤhnlich werden. Hursen 7. Lern nur geschmack am 2. Gel des herrn Und seiner gnade sudn Seine se Und uͤbe dich, getren und ganssh selh dein hert zu überwinden. 11 kraͤfte hat, wird durch gehranhald wi Voan gott noch mehr bekomma lumelr Wer fie nicht brauchet, dem ulbort zu auch Das, was er hat, 3. SOe men 8. Du streitest nicht durch ei wuthsvo kraft: Drum muß es dir gelingg damit e Gott ist es, welcher beides schish neuen Das wollen und vollhringen. Min ihm die gab ein vater einen stein Dem sohn guten ih der brodt begehrte? Bet ost an shon bi müßte gott nicht seyn, Wenn dort, ge dich nicht erhoͤrte. 4. Sel 9. Dich slaͤrket auf der tugendes Einem Das beispiel selger geister; ne fehle zeigte dir, und ihn betrat Ja 0 slbst zu bein herr und meister Laß dich mn mlicht v nie des frechen wott Auf dist zas be pfade hindern; Der wahre mu si sein cht K.fende sc menschenkindern. 5. Sel 10. Sey stark, o seele, allih Recht.gl Denk oft an deine bahre; Verssh Die fest che mit der ewigkeit Den kamiffs Und sic kurzer jabre. Das kleinod, das da Deten glaube haͤlt, Wird neuen muthil As wa geben; Und kraͤfte der zukunstzn Gott m welt, Die werden ihn beleben. Und den 1I. Denk endlich zur beruhigun 6. Se Daß gott den schwachen duldeh min Ni Der bei dem ernst der heiligun Im Doch manches noch verschulhe Wohlzu Gott liebet herzensredlichkeit, In weun el sieht auf dein bestreben; Er ist e hülk un vater, der verzeiht, Und er hatlul wird ar zum leben. 71 Mel, Jesu, deine tiese wunden Wder ommt und lasst euchhn der bei 318. K sum lehrent Joun bkung dem sle tecl baft w. len. Was ist des geistes eigenthum e christenzahl! Die im glauben shllitz III. Vom thaͤtigen Christenthum uͤberhaupt. 155 * u? Dabelehn, Freudig gottes wege gehn, hr mhn lad den. heiland frei bekennen, n. Hhurfen sich die seinen nennen. ö amm n 2. Selig, wer in demuth lebet, de siuhe eine schwachheit nie vergißt, Nie und genssh selbst mit nolz erhebet, Wenn hen. Aal groß und glücklich ist. Go tet geht 110 wird ihn erfreun, Und das ekomma iumelreich ist sein; Gott wird dem usat u ehren setzen, Die sich hier geh 9400. schaͤben. 3. Gelig ist, wer seine sünde Weh⸗ urch ehn wuihsvoll vor gott bereut, Und, geliun dunt er ruhe finde, Sich vor 8 geuen sünden scheut. Gott will en. Win ihm die schuld verzeihn, Kraft zum dem soh gulen ihm verleihn, Und er soll ost Igalscon hier auf erden, Und auch Wenn dort, getrostet werden. 4. Selig ist, wer sanstmulh uͤbet, gendih Einem feinde niemals flucht, Sei⸗ ser; ne fehler ihm vergiebet, Nie sich Ja 0 slbst zu rächen sucht, Ruhig seine dich un glicht vollbringt, Und sein elgen f dlehs be bezwingt. Gott wird selbst hre wun sh sein onuehmen, Daß sich seine nicht efeinde schaͤmen. . Selig, die mit ernst verlangen, allizeh Recht gesinnt und fromm zu seyn: Vetglh Die fet an dem guten hangen, kampfhi Und sich ganz der tugend weihn: das Ien Deten her; nichts mehr begehrt, muthen As was gottes ruhm vermehrt. Ikünftge Gott wird ihr verlangen stillen, leben. Und den frommen wunsch erfuͤllen. Rha 6. Selig, wer der noth des ar⸗ dulbeh men Niemals fuhllos sich entzieht, helliaun Im aus zartlichem erbarmen chußeh Doblzuthun sich froh bemüht, Und eit, u wenn er um huͤlfe weint, Ihm mit r ist eh huͤll und trost erscheint. hatlal wird auch hülf empfangen, Und barmherzigkeit erlangen . Selig sind, die sich bemuͤhen diderz keusch und rein zu seyn; unden die der wohllust netze fliehen, Und euchh. der heiligkeit sich weihn. Die der Komh lakung dieser welt, Und dem, was lche hu dem fleisch gefoͤllt Treu und stand⸗ rehlh baft widerstehen, Werden gottes ben aulliz sehen. 8. Selig, wer im frieden lebet; Wer die ruh und einigkeit Zu er⸗ halten sich bestrebet, Und wenn feindschaft, haß und streit, Seiner bruͤder gluͤck zerstoͤrt, Sie die pflicht ber eintracht lehrt. Die des frie⸗ dens sich befleißen Werden gottes kinder heißen. 9. Selig, die ums guten willen Leiden und sich dessen freun; Standhait ihre pflicht erfuͤllen Und der tugend müh nicht scheun. Gott steht ihnen maͤchtig bei, Und will sie fuͤr ihre treu Einst mit wonn und siegeskronen Auf das herrlichste belohnen. 10. Herr, du wollest selbst mich leiten Auf der wahren tugendbahn. Daß ich dieser seligkeiten Hier und dort mich freuen kann. Gieb, daß ich demuͤthig sey, Meine schuld vor dir bereu, Die gerechtigkeit stets liebe, Auch an feinden sanftmuth e. II. Daß ich huͤlfreich mich gewoͤh⸗ ne, Immer hah ein reines herz, Die in feindschaft stehn, versoͤhne, Dir anhang in freud und schmerz. Vater, hilf von deinem thron, Daß ich glaub an deinen sohn, Und, durch deines geistes staͤrke, Mich befleiße guter werke. . 3 Mel. Dir, dir, jehovah ꝛc. Nr. 8. aß mich, o herr, in allen 319. L dingen Auf deinen wil⸗ len sehn, und dir mich weihn; Gieb selbst das wollen und vollbringen, Und laß mein herz dir ganz gehei⸗ Dieser ligt seyn. Nimm meinen leib und geist zum opfer hin; Dein, herr, ist alles, was ich hab und bin. 2. Gieb meinem glauben muth und staͤrke, Laß ihn durch menscheuliebe thaͤtig seyn, Daß man an seinen fruͤchten merke, Er sey kein eitler traum und falscher schein. Er staͤr⸗ ke mich in meiner wanderschaft, kun gebe mir zum kampf und siege raft. 3. Laß 13⁰ Zweite Abtheilung. 3. Laß mich, so lang ich hier soll bei des glückes schein, Gedushdutch leben, Auch an dem böͤsen tage sein hoffnungsvoll In truͤben Mfude h. vertzuuͤgt, Und deinem willen mich seyn. hit not ergeben Der mir zum beßten alles 6. Nie müsse sie mein hen 5. Laß weislich fuͤgt. Gib furcht unb de⸗fleisches lust ergeben, Und nissled un muth, wenn du mich begluͤckst, Ge⸗schnoͤden geist! Mein dir gewah christl duld und trost, wenn du mir trüb⸗leben Sei von betrug und nhhis gebi sal schickst. ö Von unbormherzigkeit, Von mllck. E 4. Ach, hilf mir beten, wachen, rechtem guth Und stolzem sinn ih 16 ringen, So will ich einst, wenn ich freit. scht sie den lauf vollbracht, Dir ewig dank 7. Will deine hand mich hiers. Soll und ehre bringen, Dir, der du al⸗ rauhe wege leiten: So untensihliben hö les hast so wohl gemacht. Dann mich, Wenn weine tritte glalhugucher werd ich hetlig, rein, ganz dir ge⸗ Laß mich in aller noth Auf idtingen: weiht, Dein lob verkündigen in hülfe baun, Und auch, wennssein from ewigkeit. verzeucht, Dir doch getrof uish tuge — traun. 4* 0—. hat. Mel. O gott, du frommmer gott 16.. B., Erlöse eadlich mich Bon a en meinen leiden; Und ist die sunoh von 230 Jein vater und mein da, Aus dieser welt zu scheiig uinis d 3* gout, Der du in die⸗O vater, so verlaß, Wenn mih tathen; sem leben, Die reine chritzuslehr huͤtte bricht, Mich sterbenden uIn seine Zum fuhrer mir gegehen, Regiere troßt Und froher hoffnung nih, den all Doch Raa 910 lieis 1 hu, ut geist, daß i ets folgsam sey, Dem, mei dein 35—9 dern Duc In bekannter Melodie. 2. Verleih, daß ich zuerst Na golt, du fromh deinem beifall trachte, Und kein 321. O gott, Du Ruelel vergaͤnglich guth Mehr, als es gaben, Ohn den nichts ist, woßlh werih ist, achte. Wer nach dem Von dem wir alles haben; Ga uic sel ewigen Mit rechtem eifer ringt, den leib gib mir, Und daß in siu. Ennpfaͤngt schon hier zum lohn, schem leib Ein uuverletzte seel in Was wahre ruhe bringt. Irein gewissen bleib. ö 3. Gieb⸗ daß ich von der sünd 2. Gieb, daß ich thu mit sacßh Rl. E Mich unbefleckt erhalte; Und daß Was mir zu thun gehuͤhret; WA in mir der trieb Zum guten nie er⸗zu mich dein besehl In meiun 522. kalte. Hilf, dab ich immer wach, stande fuhret; Gieb, daß ichs sehl Im kampi des glauhens treu, Und mal Thu, wann und wie 10 lich in der hoffnung stark Und nnbeweg⸗ Und so gerathe mits Durch deln u wi lich sey. segen wohl. 110 2 4. Gieb, daß ich als ein chrig 3. Hilf, dah ich rede(ets, Muuen 6o Mich christo ähnsich zeige, Und mit ich kann bestehen. Laß ichmn g folgsam mein gemuth Zu seiner unnuͤtzes wort Aus meinem munhalgseth lehre neige. Sein geist regiere gehen; Und wenn nach meln urt h mich, und nicht der geist der welt: pflicht Ich reden soll und muß SOo bleib ich auf dem weg, Der So gieb den worten kraft Und nuth dir, o herr, gefaͤllt. druck ohn verbru. 5. Hilf, daß ich dich, mein gott, 4. Findt sich gefährlichkeit, E Von ganzer seele liebe, Und lieb laß mich nicht verzagen; Gieh eiuasg und guuigkeit Auch an dem nächsten frohen uth Und trost in leiden übe. Demüthig, dankbar laß Mich agen. Gieb, daß ich 9—9 20 III. Vom thaͤtigen Christenthum uͤberhaupt. 157 sanftmuth uͤberwind; Und vl und rath, Wenn sie it noͤthig sind. 1 hetz Alz. Laß mich mit jedermann In nd nit hasied und eintracht leben, So weit r gewashs christlich ist. Willst du mir et, und uths geben An reichthum, ehr und Von umucke So gieb auch dies dabei, Daß m sinn d ni 0 rses Nicht holz, scht sicher sei. ch hiet Soll ich in dieser welt Mein untersiäleben höͤher bringen, Und unter tte glasunncher last Hindurch ins alter Auf ihrügen: So gieb, daß ich auch ets wenz ein frommes her; bewahr, Damit elrost nich tagen mag Mit ehren graues gak. +. „U mich auf christi tod Einst 9—— 0 von hinnen scheiden, Die seele schehim ue zu dir Hinauf zu deinen enn mktelden: Es ruhe sanft der leib Mal. Ein lammlein geht, und ꝛc. 22. W ih nicht christlich lebe, Und heilig, Hüm, gerecht und rein Zu wan⸗ as hilft es mir, ein 2 cHrist zu seyn, Wenn ln mi h bestrebe? Wenn jch dem 3, Msgen beruf, Zu welchem mich 2ab kählhun gott erschüf, Nicht würdig ich beweise, Und den, der mich Inhlöset hat, In worten bloß, nicht „ 7 ie that Und gute werke, lise? 3% Was hilft der glaub an jesum lil, Den ich im munde fuͤhre, eun nicht mein herz rechtschaffen „Und ich die frucht verliere; eun mich die eitelkeit der welt It ihrer lust gefangen haͤlt, Ich ö it, 0 b ein mit seinen schrecken, Und m ihre fesseln liebe, Und, fühldar fut der sünde reiz, Zorn, hoffart, flei⸗ schesluͤste, geiz, In wert und tha⸗ ten ube? 3. Weit strafenswuͤrdger bin ich dann Ich, der ich christum kenne, Weiß, was er einst fur mich ge⸗ than Ihn herrn und heiland nen⸗ ne, Als der, der in der finsterniß Des irrthums tappt, noch ungewiß, Ob er auch richtig wandle. Was nuͤtzt mir seines wortes licht? Was hilft mir aller unterricht, Wenn ich nicht darnach bandle? 4. Und woher nehm ich trost und ruh, Wenn leiden mich umgeben, Und meine suͤnden noch dazu Mir dann vor augen schweben? Was hilft mir in der letz en norh, Wenn sich der schavervolle tod Mir zeigt ein ge⸗ wissen wachet auf, Von meinem ganzen lebeuslauf Die schuld mir aufzuhecken? 5. Weh mir was hilft es mir einst dort, Erweckt aus meinem grabe, Daß ich an chrinum und sein wort Zum schein geglaubet ha⸗ be, Wenn keine fromme gute that Mein leben hier bezeichnet hat, Den glauben zu bestarken? Denn meine ganie seligkeit Wirkt glaube und rechtschaffenheit, Der glaud in guten werken. 6. Gott, dieser hoffnung werth zu seyn, Hilf, daß ich christlich les he, Und vor vir heilig fromm und rein Zu wandeln mich bestrebe z Gieb mir erkenntniß, kraft und muth, Damit ich welt und fleisch und blut Im glauben überwinde, Und dann, nach wohldurchlebter zeit, Den lohn in jener ewigkeit Um christi willen finde. Mel. O gott, du frommer gott. 323. M. kann doch, großer olt, Dich wuͤrdig gnug erheben? Du gabst der gan⸗ zen welt Bewegung, kraft und le⸗ beu· V 158 Zweite Abtheilung. ben. Der geister zahilos heer, Die ganze koͤrperweit Hat deine hand gemacht, Die jetzt noch alles haͤlt. 2. Du schufst(ich dank es dir1) Auch mich zu deiner ehre, Und wollrest, gütigster, Daß ich dein bilduiß waͤre. Darum hast du den geist, Der in mir lebt und denkt, Mir zur unsterblichkeit Aus deiner huld geschenkt. 3. O welch ein großes ziel, Dazu du, gott, mich schufest! Wie herr⸗ lich ist das theil, Dazu du mich be⸗ rufest! Dir, hoͤchster, aͤhnlich sevn, Vollkommen seyn, wie du. O wohl mir, wenn ichs bin Hilf du mir selbst dazu. 4. Laß dieses große ziel Mir stets vor augen schweben! Des herzens groͤßter wunsch, Mein eifrig stes be⸗ streben In allem meinen thun, Sey dies, o gott, allein, Mit ernst ie mehr und mehr, Wie du, gesiunt zu seyn. 5. Du bist der wahrheit freund, Laß mich auch wahrheit lieben; Mit unyverdroßnem fleiß, In allen dem mich uͤben, Was mich zur weis⸗ heit fuͤhrt, Zur weisheit, die dich ehrt, Und allem beifall gasyig ist Was uns dein wille lehrt. 1 6. uuuher u Imen Mich si zum muster nehmen. Hilf mit süͤnde fliehn, Des fleiscer Me. zahmen, Nur das, was recht thun, Des guten mich ersth Und dem, ders uͤben will, gern behuͤlflich seyn. 7. Gieb, daß ich so, wie du,Hort, d freund der menschen werde, Was du wohlthun freude macht, Der sumit uns mer und beschwerde Dem nah 3. So gern erspart, Sein leben ihm abte,? süßt, Und, wo er helfen iinyrt; Un Zum helfen willig ist. 8. Noch bin ich weit entfemsi gott, von diesem ziele. Du uis hellen sch was mir noch fehlt, Und ich offen sey selber fuühle, Wie wenig ich noch Im guten aͤhulich hin, bilde du mich ganz Nach dit deinem sinn. hohn 9. Begluckt ist nur alsdann all enges h lebenslauf auf erden, Wenn in gast ve immer mehr Schon hier kanuchn seh mir lich werden. Dann werd ich n Da auch Mit dir vereinigt 10 m, De mich ohn unterlaß, Gott, Ih. D guͤte freun. IV. Von der Erkenntniß Gottes. Mel. Vom himmel hoch da ꝛe. oder: Wo gott zum haus nicht ꝛe. ott, heilig sey dein 324. G nam und recht Dem ganzen menschlichen geschlecht! Dich haft bete, wer dich denken kaun, Im geist und in der wahrheit an! 2. Verbreite deines wortes schall, Wie dein? werke, uͤberall, Daß alle lernen, wer du seyst, Der aller⸗ hoͤchst und beste geist. 3. Durch jesum christ, den du gesandt, Wird immer mehr der welt bekannt, Daß du stets unser pater bist, Und er der voͤller hei⸗ Land ist. 4. Lehr uns doch deinen ralh stehn, Gehorsam deine wege Durch deines wortes licht unin ve Mach glaubig uns und tugnh 6 aft 5. Durch wahrheit daͤmpfe wahn; Erleucht uns allen hahn. Das laster tilg aus brust, Und toͤdt in Uns 9 17 0 ust. 6. So preiset deine christenth u. Herr, deinen namen in der mein gl Sie ist und bleibt dein eigen 7. Las Und ihre thaten sind dein kuhnsten Die 7. Du sattigst sie mit selulhum mid Bon nun an bis in ewigkeit, Ren IV. Von der Erkenntniß Gottes. Fal a iör frommer daut/ Hert n gnade lobgesang. t Mich Hilf mit eischen Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 2 5 Men golt, du wohnest zwar im lichte, Da⸗ in kein sterblich auge dringt, Doch lebst du uns zum unterrichte Dein vie du, bot, das uns erkenntniß bringt, VBas du, o allerhöchster, bist; Was Da irr und wank ich weiter nicht, Und sehe dich im hellern licht. Mel. Lobt gott, ihr christen ꝛc. oder: Nun danuket all und ꝛc. Nr. 3. 326 ie selig bin ich, wenn d wenn e seinen schoͤpfer preist, Der enge werk vollbringt.: erde „Dauml uns deine absicht ist. em nachh 3. So gieb denn, daß ich darauf en ihm Hagte, Als auf ein licht im dunklen elfen kulont; Und wenn ich ernstlich es be⸗ kochte, So hilf selbst meinem for⸗ utfernt,ichen fort. Für deiner wahrheit Du un hellen schein Laß aug und herz stets nnd jch offen seyn. nig if 3. Hilf, daß ich deinem worte 9. Hu, ube, Das mich macht klug und ch dirhigendhaft, Damit kein falscher 2. Wer gleicht ihm, wer ist so ge⸗ schmuͤckt Mir herrlichkeit und licht, Wie herrlich ist er; wen ent;uͤckt Sein werk, die schoͤyfung, nicht? 3. Ein voller strom von freude quillt Aus seiner guͤt und kraft; Denn er ist selig, und erfuͤllt Mit sreuden, was er schafft. 4. Er schuf die welt, das werk der zeit, Um nicht für sich allein In grenzenloser ewigkeit Der selige nhn mir raube, Was mir ein zu seyn. 2. dann gh enges heil perschafft. zenn git verfuhre mich; kawuch siy mür hinderlich. seyn, 1. 4. Das ik der weg zum ewgen le⸗ It, z uu Daß wir, o vater, dich und ben) Den du zun heil uns hast ge⸗ geben, Erkennen, lieben und er⸗ hoͤhn. O fuͤhre du auf dieser bahn Mich guch zu die sem gluͤcke an! 3. Vor allem gieb, daß stets leben⸗ i Bei mir, gott, dein erkenntniß n rathih st, Und daß ich dir darnach bestaͤn⸗ wege gi dig Lieb, ehrfurcht und gehorsam ht undig eih. Gieb, daß ich thu mit allem d tuhghfliß, Was ich von deinem willen hel mpfe i 6. Was hilft das richtigste erkennt⸗ allen uuh ni, Wenus nicht zu deiner liebe aus uusktteibt? Was nutzt ein aufgeklaͤrt 6 die vetftändniß, Wenn doch das herz uuch boͤse bleibt? Orum hilf, daß ristenschi der wahrheit treu, Und daß der Hein glaube thaͤtig sey. eigensu 7. Laß dein erkeuntniß mir im lei⸗ fuhyssen Die quelle wahres trostes seyn; t selizie um mich, wenn leib und seele schei⸗ Kein spoͤtter⸗ 5. Er spricht ein wort, und schnell Kein zweifel umringt Den seligen ein heer, Das selig ist und ihm lobsingt, Das niemand zaͤhlt, als er.: 6. So will es der, der mich erschuf z Auch ich soll selig seyn. Heil, seele, dir! denn dein beruf Ist, gottes dich zu freun. 2 7. Noch siehst du als im wieder⸗ schein Deu unaussprechlichen; Einst wirst du groͤßern lichts dich freun, Und ihn viel heller sehn. 1, Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. o find ich gott, den 327. Wé meine seele Weit uͤber alles schaͤtzt und liebt? Gott/ den ich mir zum freunde wühle⸗ Und der allein mir freude giebt 2 Wann kommt die zeit, da gott, mein sreund, Sich voͤlliger mit mir vereint? 2. Wie wollt ich meinen gott nicht preisen, Wenn ich ihn saͤhe, wie er ist! Zwar beine werke, herr, be⸗ weisen, Wie unaussprechlich groß du bist. Wie glaͤnzen sie! doch „ Des beßren lebens zu erfreun. ꝛeige 15⁰ Zweite Abtheilung. zeigt ihr glanz Mir deine herrlich⸗ keit nicht ganz. 3. Ich sehe dich hier nur im spie⸗ gel, Und bete dich in schwachheit an; Ach, hätte meine seele fluͤgel, Sich dir, mein schoͤpfer, mehr zu nahn; Wie wuͤrde sie sich deiner freun! Wie selig, wie verherrlicht eyn! 3. Duͤrft ich am fuße deines thro⸗ nes Mit deinen engeln dich erhohn; Koͤnnt ich im antlitz deines sohnes, Wie deine seligen dich sehn: Ich, der ich jetzt schwach loben kann, Welch hohes loblied stimmt ich an! 5. Mir macht zwar jedes deiner werke Mehr, als ich rühmen kann bekannt; Es zeigt mir deiner all⸗ macht staͤrke, Unb deinen weisesten verstand, Und gnade, die das groͤß⸗ te lob, Zu schwach, nie wuͤrdig gung erhob. . Noch heller scheint von allen seiten, In deinem worte, gott, dein licht; Doch blendwerk schnoͤder eitelkeiten Verdunkelt da oft mein gesicht. Drum gieb mir deinen gu⸗ ten geist, Der mich dadurch recht unterweist. 9 7. Zwar, wenn in meinen finster⸗ r d e immer stücn Wann sorsche nach, Und bleibe, dih. in der welt. Ich suche dich sehn, zu schwach. sichen L. Doch hört ich unr auf dalan stimme In deinem worte, hön m nur, Wie du verdienest, auf he stimme Der dir lobsingenden tur: So lernt ich hier schon, g gkei allein, Mich deiner herrlichteh 6 EI freun. 206 W 9. Wie feurig wurd ich dannh d lieben! Mit welchem eifer wür er wo mich Dir, vater, zu gefallen ulg Me sti Wie selig würd ich blos durch Mich; Run aber vaͤuscht oft meinen aht. M Gleich kindern, tand, wenn ern gleißt. ů 10, Welch elend! vater, ich n pfinde Mein elend; zeuch mehr zu dir! Eniktaͤfte ganz seht u macht der sünde; Dein gest I gater, weisheit wohn in mir, Damiii g. In vor der taͤuscherei Der suͤnde sl gen/ E gesichert sey. 0 I1. Gieb, daß dein geist durhohh—5 ne wahrheit Mein leben leitt,.. gab. 2 ich dort Dich naher seh, und u ft mehr klarheit Als hier an diu g pruͤungsort. Ich, der ich hian nissen Er auch mein bloͤdes aug er⸗ hellt; Was lern ich, gott, von dir? stammeln kann, Erhehe wuͤrd dich dann. a M. V. Von der Furcht Gottes. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schoͤpfer ꝛe. Nr.. 28 Fich, hoͤchster, ehrerbie⸗ 3* tig scheuen, Ist un⸗ ser gluͤck und unsre pflicht. Kein mensch kann deiner huld sich freuen, Scheut er dein heilig auge nicht. Drum floͤße, um mich dein zu Freun, Mir wahre kindesehrfurcht ein. 2. Sie leite mich auf meinen we⸗ gen; Sie sey mir weisheit und verstand, Und treibe mich, das ab⸗ erkannt. Denn wer noch lust u fluchen suͤnde hat, Ehrt warlich dich nl wohnt in der that. deinen 3. Gieb, das ich stets zu ha 2. G nehme, Daß du allgegenwaͤrtih N Im hi Und das vor dir zu thun michssiis nes g. me, Was dir, mein gott, zuwss hetet! ist. Der beifall einer ganzen u heiligt faln. dem ja nichts, der dir un schwü llt strafer 4. Nie laß mich dein gericht U 3. L essen, Mich nie mit suͤndern su Der g ich freun; Nie muthlos, dochn zulegen, Was ich als unrecht hab macht nie vermessen Und stolz in 56 ö V. Von der Furcht Gottes. 163 ni 7 1. 7 seute seyn: Nie fuhre mich zur ber Sch Itee Der reichthum deiner guͤ⸗ he dich u. , Wf mich mit weiser vorsicht sehen, . Kun 25 kann, stligkeit 6. Erhalt in mir ein gut gewissen, daundh ind mache von den hindernissen würdih 90 wahren tugend felbst mich frei. llen üle Rie stoͤre furcht und lust der weit durch Iil Mhich das zu thun, was dir gefaͤllt. 7. Mit ehrfurcht laß mich vor dir windeln, Und stets, ich sey auch „wo ich sey, Nach beiner vorschrift E, ich sehlich handeln, Entfernt von aller auch Ai seuchelei. Wer dich von herzen galz ö lebt und ehrt, Nur der ist dir, o Haih I nater, werth. ö Hamiti g. In deiner gnade laß mich ster⸗ sunde i en, So schrect mich weder tod hoch grab; So werd ich jenes leben durdhh erden, Dazu dein sohn sich für mich leite),A gab. Da werd ich dein mich ewig und u freun, Und voͤllig durch dich seelig an di seyn. hietmn wigel Na Es is gewihlich an der heit x aß doch in meines her⸗ Run zens grund Gott! deine ichi stets wohnen! So werd ich uch mit meinem mund, Herr! deine ehre schonen, Und nicht durch UHlust fuchen sie entchrn, Nicht aus ge⸗ dich u wohntem leichtsinn schwoͤrn, Nie deinen namen lästern. ö zu hen 2. Groß, majestaͤtisch bist du, herr. 11 Im himmel und auf erden Soll dei⸗ michsh nes großen namens ehr Tief auge⸗ „zupsshl hetet werden. Wer deines namens nzen uh heiligkeit Durcy laͤtrung, fluch und dit ui hurtn entweiht, Den treffen deine strafen. 3. O wehe dem verweguen mund, richt ö ern sih Der gerne flucht und schwöret! Der 4 macht den grohen leichtsinn kund/ Diant ö Onas weder spott noch truͤbsal scheu. Der so dich, herr, entehret. Wer oft so schwöret, suͤndigt oft, Und wird von dir wohl unverhofft Zur strafe hingereffet. 44 4. Herr! laß voll ehrerbietigkeit Uns deiner stets gedenken. Wer dich, den hoͤchsten, kindlich scheut, Wird seine zunge lenken, Daß sie sich nicht zum fluch und schwur, Zu deiner ehr, zum guten nur, Nach deinem willen rege. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. illst du der weisheit 330. W quelle kennen? Es ist die furcht vor gott, dem herrn, Nur der ist weis und klug zu nen⸗ nen, Der alle seine pflichten gern, Weil gott sie ihm gebent, voll⸗ bringt, Wenn gleich dazu kein mensch ihn zwinat. 2. Lern gottes groͤße recht empfin⸗ den, Und fuͤhle deine nichtigkeit; So wirst du nie dich unterwinden, Mit thoͤrichter verwegenheit Zu ta⸗ deln, mas sein rath beschließt, Der wunderbar, doch heilig ist. 3. Wirst du den hoͤchsten kindlich scheuen; So wird dir keine pflicht zur last: Nur was wirst du vor ihm bereuen, Daß du sie oft versaͤumet hast. Wer gott als zeugen vor sich hat, Der freut sich jeber guten that. 4. Wenn nacht unb dunkelheit dich decken, Die dem verbrecher muth verleihn, Wird dich die furcht des herrn erwecken, Auch dann, was unrecht ist, zu scheun. Denk nur: vor seinem angesicht Ist fin⸗ sterniß wie mittagslicht. 5. Den höchsten oͤffentlich vereh⸗ ren, Sowol als in der einsamkeit; Auf des gewissens stimme hoͤren, Und willig hun, was sie gebeut: Auch das lehrt dich die furcht des herrn; Auch das thut, wer ihn fuͤcchtet, gern. 6. Laͤßt dich der thor verachtung ů44 Wenn du dich en ö ihm 262 Zweite Abtheilung. ihm entfernst: Die furcht des hoͤch len wird dich staͤrken, Daß du dich lich, selbst beim spot der welt. 7. Sich stets vor dem allmaͤchtgen weisheit fuͤhren; So werd ich scheuen, Gieht heldenmuth und ta⸗ mals irre gehn. Wohl dem pferkeit, Wenn uns der menschen lolzes draͤuen, Was gott mißfaͤllt, zu thun gebeut. Ist gott mein schutz, selbst recht schaͤtzen lernst. Wer gott,. 8. Laß deine furcht, gott, dem hoͤchsten, wohlgefallt, Ist gluͤck⸗ regieren, Auf dich, den höch mein heil und licht: So beb ih den menschen nicht. huld, ur sch * 5„ D nit fr gott. stets zu sehn; Laß sie mich zu dich stets kindlich scheut, Dich ten, gott, ist seligkeit. ö VI. Von der Liebe und Treue gegen Gott, Rübe Mel. Aus meines herzens grunde. A dich, mein gott, in 3 3 I. denken, Ist pflicht und trost fuͤr mich. Wenn sorg und gram mich kraͤnken, So sieht mein aug auf dich. Dann mindert sich mein schmerz, Dann fliehn die bangen sorgen, Wie nebel vor dem mor⸗ gen, Und ruh erfüllt mein herz. 2. Deuk ich an deine liebe, Wie werd ich dann erfreut! Dann fühl ich neue triebe Zur dankbeflissenheit, Mein heez dir ganz zu weihn; Dich freudig zu erheben, Zur ehre dir zu leben, Vor sůnden mich zu scheun. 3. Du gabst mir aus erbarmen Den sohn, der für mich starb, Und allen kraͤften seyn! großmuthevoll mir armen Die se. ligkeit erwarb. O welch ein aluͤck ist mein Gott, wenn ich dies erwaͤge, Wie wird mein herz so roge, Dir ewig treu zu seyn! 4. Mit hoffendem gemuthe Dene ich an deine treu, Und harre deiner guͤte; Sie ist mir täͤglich neu. Du unterstuͤtzest mich; Auch, wenn ich schweiß vergieße, Wird mir die ar⸗ beit süße, Seh ich dabei auf dich. 5. Wie gut ists, dein zu denken! Bie welt mag immerhin Ihr herz aufs böse lenken, Wie schlecht ist ihr gewinn! Ich halte mich zu gott; Bies bringt mir wahre freude, Diet harkt mich, wenn ich leide, Und ist Heislic 6. Drum will ich an gott dauh dir un So lang ich denken kann. A 7. man ins grab mich senken, Ei ben, ich zwar die bahn, Da mich winn; welt vergißt; Doch du hert, aben noch meiner, Wenn auch aufei Un. 2 keiner Mein eingedenk mehr is. +• iyn. Mel. Wer nur den lieben gih Ine Mel. u, vater deinet un 332. D.schenkinder, Oan die liebe selber hin, Und Au 333 herz auch gegen sünder Noch gi und voll mitleid ist: Laß mich i. gescher ganzem herzen dein, Laß michin ze mi⸗ herchn ichs n lieh all mel ser 2. D Wie s Mit t ich sie 2. Gieb, daß ich als dein kind g liebe, Da du mich, als ein vah liebst, Und so gesinnt zu seyn n uͤbe, Wie du mir dazu vorsch giebst; Was dir gefaͤllt, gefalau mir, Nichts scheide mich, mein von dir. 5 3. Bewahre mich durch deine I guf Wenn hoͤses heispiel mich versihn dane Uod gieb, daß ich verlänguund Wenn sinnenlust zu sehr mich tim. Wie, sollt ich je die kregtur H. vorziehn, schoͤpfer der natur) 4. Laß mich um deiner liebe uilh Gern ihun, was mir dein wortun Mel. beut. Kann ichs nicht, wie ichsi erfuͤllen, So sieh auf meine wilh 33. wein trost im tod. keit; Und rechne mir, nach 110 slelsl —ñ: —— — VI. Von der Liebe und Treue gegen Gott. 165 beh ih suld, Die schwachheit, vater, nicht gott, I schuld.... Döch, 3. Der liebt dich nicht, der noch mich zu nit freuden Das thut, was dir, o gott, mißfällt; Drum laß es mich 0. nit erust vermeiden, Gefiel es auch Vher ganzen welt, die kleinste sunde lbst zu scheun, Laß, vater, mich lehutsam seͤe n. . Aus lieb zu dir will ich auch liden, Was mir dein weiser rath ktiinmt. Du fuͤhrst durch truͤbsal Bott. uh freuden, Und wer sie wil⸗ ott. guͤbernimmit, Geduldig tragt und haslich—— 32 Wird maͤchtig von ott den dir unterstuüzt. unn. In deiner liebe laß mich ster⸗ en, Gin ben„So ilt selbst sterben mein ge⸗ michh winn; So werd ich deinen himmel bert, ih Kben, wo ich gauz frei vom ubel Daufch hn. Da werd ich einmal voͤllig ahr sst In. Dich lieben und gauz selig iyn. en gith u Mel. Alle menschen muͤssen flerben. einet U Dah „ Dau uelle der vollkommen⸗ Ind 30 333. heiten, Gott, mein Noch. Ian, mihn ie lieb ich dich, Und mit mich belchen seligkeiten Saͤttigt deine lie⸗ be mich! Seel und leih mag mir iind hetschmachten: Hab ich dich, will ichs nicht achten, Mir soll deine lieh allein Mehr als erd und him⸗ vorsh mel seyn. hefal 4 2. Denk ich recht an deine guͤte, neingl Wie srohlockt mein her; in mir! 3u Mit dem roheten gemürhe Seß kineh ich sie, und danke dir. Jeder blick versühn zuf deine werke, deine guͤte, 1210 dune llärke, Wie eutledigt er mein bert Von berummerniß und schmerz. 3. Floß aus deiner segens fuͤlle Mir nicht so viel gutes zu? Daß ich ward, das ist dein wille; Daß ich noch bin, das machst du. Daß ich denke, daß ich waͤhle, Dafuͤr dankt dir meine seele; Dankt dir, daß sie dich erkennt, Und dich ihren vater nennt! 4. Du erloͤstest vom verderben Mich durch deinen sohn, o gott; Liessest den gerechten sterben; Mir zum leben ward sein iod: Dadurch hast du mir gegeben, Ewig dort mit ihm zu leben, Ewig deimner mich — freun, Und von dir geliebt zu eyn. 5. Sollt ich den nicht wieder lie⸗ ben, Der mir so viel gutes giebt e Und mit mehr als vatertrieben So unendlich mich geliebt? Koͤnnt ich ruhig hier auf erden, Ohne dich zu lieben, werden; Ohne dies nach Ien2 zeit Wuͤrdig seyn der selig⸗ eit? 6. Heil mir, daß ich es empfinde, Wie so liebenswerth du bist! Daß mein herz vom haß der sünde In⸗ niglich durchdrungen ist; Daß auf dein gebot ich achie, Und es zu er⸗ fuͤllen trachte. Heil mir! du ver⸗ birgest niche Einst vor mir dein an⸗ gesicht. 7. Noch lieb ich dich unvollkom⸗ men; Meine seel erkennt es wohl. Dort, im valerland der frommen⸗ Lieb ich dich, herr, wie ich soll. Ganz werd ich dort deinen willen Kennen, ehren, und erfuͤllen, Und empfahn an deinem ihron Der voll⸗ kommnen liebe lohn. ich thh ur? be wilg won vil 334. Mel. Christus, der uns selig ꝛc. bir gluͤck nicht fehle? Schützt dich eines gottes freue dich, seine vorsicht nicht, Wenn gesahren Dank ihm, meine drauen? Ists nicht seligkeit und seele Sorget er nicht vaͤterlich, Daß kade Seiner dich zu le M 3 2. 8. 164 Zweite Abtheilung. — 2. Ja, mein gott, ich hab an dir, Was mein herr begehret: Einen vater, welcher mir, Was mir nüßzt, gewaͤhret: Der mich durch sein goͤttlich wort Hier zum guten len⸗ ket, Und mit himmelswonne dort Meine seele traͤnfet. 4. Wenn ich dich, mein herr und gott, Kindlich ehr und liebe, Wenn ich reblich dein gebot Und mit fren⸗ den uͤbe: O wie ist mir dann so wohl! Wie ist mein gemüthe Seli⸗ ger empfindung voll, Voll von dei⸗ ner guͤte! 9 4. Dann darf ich mit zuversicht Nach dem himmel blicken; Meine eiden acht ich nicht, Wie sie mich seyn, daß ich dir, Herr, mesmg Wi gefalle! Diese saufte Freubl Rl& Die ich zu dir habe, Sey meinh sen, S abte zeit, Und mein trostler, R. 6. In bety I10. Laß die lust zur suͤnde medu get ses beil mir rauhen! Ruüste sh n sin mich wider sie, Staͤrke meinen 0 Hünschg ben: Gieb mir deinen geis,, Vis. Hil mich Und mein thun regiere, An In ich mein vertraun auf dich E un det nicht verliere. 6• gue udde Mel. Was mein golt will, Wla auch drücken. Hoffnung und zufrie⸗ denheit Wohnen mir im herzen, Troͤsten und erhoͤhn mich weit Ueber alle schmerzen. 5 5. Du bist mein: so jaucht ich Dann: Wer ist, der mir schade? Heil mir, daß ichs ruͤhmen kann: Mein ist deine gnade; Dir ist meine wohlfahrt werth! Der du mir das lehen Schenktest, wirst auch, was mich naͤhrt Und erfreut, mir geben. 6. Jesus ist nach deinem rath In die welt gekommen; Alle meine missethat Hat er weggenommen. Ihm vertrau ich, bet ihn an, Slaub an seine leiden; Folg ihm treulich, und so kann Nichts von dir mich scheihen:— 7. Dich, du trost der sterblichkeit, Heil des bessern lebens, Himi⸗ sche vollkommenheit, Such ich nicht vergebens! Wenn mein lauf vollen⸗ det ist, Und vollbracht mein leiden, Ruft mein miitler, jesus christ, Mich zu seinen freuden. ö 8. Meine lust an dir, mein gott, d Wird dann ewig waͤhren. Noch o furchtbar sey der tod, Er wird sie nicht stoͤren; Willig werd ich mein ebein Der verwesung geben, Denn sie macht mich frei von pein, Fuͤhrt zuln neuen leben. 9. Gieb mir nur, so lang ich hier oder: Das jesulein soll doch Igchen. er ist mein herz, Be i. in 335. H nimm es Run, es ganz ergehen. Was hat diesih tüh fur gewinn Vom scnöden unn ais lehen? Der fünden fand Harush nau v bestand, Und statt den gess naͤhren, Fuͤllt er das herz Mit Vdi und schmerz: Wie sollt ichs 100* schweren? 992 2 Nur du, gott, bist das hil Wiel. guth; Nach dir steht mein veisn 6 gen. Erfulle mich mit kraft 3 muth, Allein dir anzuhangen, iu tt haͤtt ich doch Dein sauftes soch deder! zeit auf mich genommen! S80f0 mein, auch ich Schon laͤngst durch A g me Zur wahren ruh gekommen. 2. Di 3. Kann auch das groͤßte glachh shählr, velt Das herz vor kummer schußal allt; Kann es, wenn truͤbsgl uns beU Mit trost uns unterstuͤtzen? glanz verschwindt Wie rauch wind, Und schnell fliehn seine den; Nur deine treu Wird 140%½ neu, Und giebt auch ruh iit i en. Mel. 4. Wer dich zu seinem trost l. der; wahlt, Sein herz zum guten neihth. 337 Das arge haßt, und wenn er fatj, 33. Sich glaubig vor dir beuget: Zl gott, schmeckt schon hier, Erfrent in ahh sie dir Der seele wahren frieden; Und un undrft In der fremde walle, Das hewußt⸗ les heil Isi einst das theil, Das zi muß ihm haft beschieden. VIII. Vom Gehot sam gegen Gott. 16⁵ Wie thoͤricht irrt ich doch um⸗ hel Fern von dem sinn des chri⸗ ey meinhsen, Sucht ich, an wahrer frende in tros ler, Ruh in der erde luͤsten. Welch Mbetrug! Es sey genng, Mich nde nie Yu getäuscht zu haben. Richt mei⸗ Rüste sn suun, O gott, forthin Nach ieinen g zunschenswuͤrdgern gaben! geist, Mi6. Hilf, daß ich mein gemuͤth zu giere, Uhn In audacht olr erheve, Und dich hn der eifrigsten begier Nach dei⸗ un gnade strebe; Dir folgsam sey, ludden mich freu. Du weiner serle chen1 Denn, gott, nur du Kannst ill, Mlucht ruh Und trost dem herzen oth I geben. . Dei dir ist bis in ewigkeit Der hert, Heh teiusen kreuden flle, Des wohl⸗ n/ Dhh sans groͤßte, sicher heit, Vollkomm⸗ at diesth ue tuh und stille Nie reize mehr en ühe gis, geld und ehr, Zur suͤnde Hatnihh geu verlangen! Bis in den tod n gei dir, mein gott, Getrost mein Mii u ichs so hez anhangen. 2 h Nel. In dich hab ich gehoffet ꝛe. in vensu 66 Oach freue mich, mein gott, in dir, Du bist raft u. Z. iugen, sh trost, und was kann mir In Du liebst meiy wohl, Hast gnaden⸗ voll Mein gluͤck mir zugemessen. 3. Du traͤgst mich lie reich mit ge⸗ duld, Vergie bii durch christum mir die schuld, Wenn ich aus schwach⸗ heit fehle. An seinem heil Hab ich auch theil: Dies kroͤstet meine seele. 4. An dir hab ich den treuen freund, Der es aufs beste mit mir meint; Wo find ich deines gleichen? Du siehst mir bei, Und bleibst mir ireu, Wenn berg und huͤgel weichen. 5. In finsterniß bist du mein licht, Erfreust mein herz! drum acht ich nicht Zu sehr das guth der erde. Denn ohne dich Ist nichts fuͤr mich, Da einst zum trost mir werde. 6. Du bist mein ollerhoͤchstes guthz Du staͤrkst im leiden meinen muth⸗ Durch dich muß mirs gelingen; Selbst was mich kränkt, Das muß gelenkt Von dir, mir segen briu⸗ gen. 7. Und schließ ich dann einst mei⸗ nen lauf, So nimmst du mich zu dir hinaus, Zu deines himmels freu⸗ den! Und da vergißt Der selge christ, Des lebens langste leiden. 8. Zwar hats kein menschlich ohr gehoͤrt, Was uns dein himmel einst gewaͤhrt, Doch seh ichs schon im glauben! Vollkommnes heil Ist da aube theil; Und niemand wird mirs rauben. loch. dher liebe fehlen? Du herr, bist Seos ach, Undich bin dein; Was man⸗ durch IN gilt meiner seelen? n, 4. Du hast mich von der welt er⸗ Hlichg Fahlr, und deinen kindern zuge⸗ 11⁷½5 Ahit; Nie wirst du mein vergessen! u(h uch tä tah) 10 Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. trost%. Her; Du weiser schöpfer ꝛc. Nr. 5. VIII. Vom G horsam gegen Gott. 2. Mein heiland ist mir vorgegau⸗ gen, Er thate deinen willen gern; Will ich des christen ruhm erlangen, n neith ehorsam ist die beste ersal 337. G gabe, Die man, o Und ihm gefallen, meinem heurn: et: Hul gott, dir bringen kann; in dh ste dir geopfert habe, Und vah undl freud Das u 57· MM. kuuß ich, dir zum preis und dank, empfind ich dann! Nurs3. Wenn ich So muß auch ich von lastern rein, Welch ruh Gleich ihm, zum guten willig seyn. Laß deine heiligen gesetze Mir immmer vor den augen seyn, Ind Ms liebe folgen, nicht aus zwang. 19˙3 ich fie nie verleße murch 166 Zweite Abtheilung. fuͤrchte. was sie suͤnderu draͤun. Wie schwers auch meinen luͤsten daͤucht, So ist dein joch doch sauft und leicht. 3. So oft ich deine stimme hore, So mache leib uud geist bereit, Daß ich mit folgsamkeit sie ehre, Und thue, was sie mir gebeut: Ich soll nicht hoͤrer nur allein, Ich soll und will auch thater seyn. 5. Beut mir die welt gleich tau⸗ send freuden, Damit ich ungehor⸗ sam sey, Und droht sie mir auch tansend leiben So bleib ich dennoch dir getren: Dir will ich folgen, o mein gott, Dir mehr als men⸗ schen, bis in tod. 5. Wenn ich mich im gehor sam ube, So bin ich slaͤrker, daßz ich dich Von ganzem herzen redlich liebe, Und wie so sehr liebst du dann mich! Auch den gehorsam in der zeit Be⸗ lohnst du in der ewigkeit. 7. Drum laß mich, herr, mit treu⸗ em herzen Dir folgen, dir gehor⸗ sam seyn; O laß im gluͤcke, wie in schmerzen, Stets treu mich deinem dienste weihn: So bin ich glücklich in der zeit. Und selig in ber ewigkeit. Mel. Sollt ich meinen gott ꝛc. G und heilig ist dein 236 wille, Wie dn selbst „o gott. Du gebeutst! in niefster stille Hoͤrt die schͤͤyfung dein gebot. Die im himmel dir lobsin⸗ gen, Stehn um deinen thron be⸗ reit, Freuen sich der seligkeit, Dei⸗ nen willen ju vollbringen: Nur der mensch erkennts oft nicht Fur se gluͤck und seine pflicht. Inn Rrhe 2. Dir gehorcht mit sanfter y Selger geister zahllos heer. veste, deine soune, Sturm und ner, erd und meer, Alles di deinem willen Alles, höchter nan du schufst, Eilt und drängt sn und wenn du rufst, Dein gehot saslih will erfuͤlen: Nur der mensch etkenszie miy —— 01. Fuͤr sein gluͤck und ümtode 4 icht 1 ö Auch 3. Oft empoͤrt sich seine seel,g 138 und schoͤpfer, wider dich. I giten herrlichen befehle Wirft er thänhlogt. hinter sich, Laͤsst sich nicht un en, 6 regieren; Kluger oft, nach se Keben, A wahn! Wählt er eine andre ish z. Die ihn soll zum heile fuͤhren, u uen, seine bahn, sein sinn Fuͤhrt ihiis und ge verder ben hin. hbich 4. Gott, laß es uns doch Wi den, Daß uns unser herz vetshn u wiulf Daß bie eitle lust der sunden In 6. Sol zuletzt den tod gebiert. Mach uy g deinen willen wichtig, Zühr u Mhich deine bahn uns hin, Lehr uns Iin Was in irrweg fliehn; Denn dein weh ische v lein ist richtig. Mach uns mu gtom d pflichten treu, Daß der waudelh lig se. 2— MI 5. So wird auch bei uns auf Mil. den, Wie im himmel dein Willig ausgerichtet werden, IX. Vom Vertrauen auf Gott und Ergebung seinen Willen. Mel, Alles ist an gottes ꝛc. Nr. 10. ö Alh ist an deinem segen, — Großer gott, allein ge⸗ legen; Du bist unser hoͤchstes gurh. ger und großer gott! Alle wes menn g deiner haͤnde Werden unterthan) der mie seyn, Alle deiner huld sich frehn seent Bis an deiner schoͤpfung ende. Ia Aumöch der deinen willen ihut, Hatlalhh meinen es ewig gut. ltagen 2. Ei viel m meine meine Ist av Aaube „ ware? Ueber alles hoch dich schaten 3. C auf dich die hoffnung setzen, Oi begeh allein getrosten muth. Ne 2. Der du mich bisher ernanl Went Mo IX. Vom Vertra uen auf Gott ꝛc. 167 tINe frende mir gewahret, Bist sorgt fuͤr mich Recht bäterlich ud bleibest ewig mein. Du mein Nicht, was ich mir ersehe, Sein istet punuer und regterer, Wirst mein wille nur geschehe eer. m und Illes die öchster, ler und mein fuhrer Burch mein subes leben seyorns ö 3. Sollt ich aͤngstlich mich um sa⸗ Un, Die mir sorg und unruh ma⸗ Venünd vergaͤnglich sind, demühn? thern reben, die mir wahre ruhe geben, Und und simiode nicht en fliehn. 90 3. Auch die hoffuung kann erquik⸗ 8. Iu. Was mir gut ist, wirst du . Miten: Du dist herr der ganzen er thlahlgct. Dir cill ich mich froh erge⸗ cht wn sen, Gluck und trübsal, 1od und Lach seht keben, Mlles sey dir heimgestellt. e Hahh z. I mein wunsch nach deinem Wllen, O so wirst du ihn erfüllen, raͤngt ů930 wiũ mehr nach gu ren. rt ihins und gewiß zu rechter zeit. Dir kbich nichts vorzuschreiben; Wie och enft wilht, so soll es bleiben, Was uer widlt, ist seligteit. unden In. Goll ich hier noch langer leben, Mach iu P'so wollft du kraft mir gehen, Zühtu guch um das recht zu bemühn, In ewigkeit betevet: Aes. in weh! dishe vergehet Und faͤhrt wie ein ins usn 22577˙ suom dahin. u auf Ml. Was gott thut, das ist ꝛc. dein ge uf gott, und nicht auf den, 310. Amanen rath Will ich Ille wes me glück stets bauen, Und dem, erthanh der wich erschaffen hat, Mit ganzer sich seͤstete trauen. Er, der die welt de. Du Amächtig hält, Wird mich in Hatnll neinen tagen, Als gott und vater, ltagen 2. Er sah von aller ewigkeit, Wie neel mur nutzen würde, Bestimmte meine lebenszeit, Mein gluͤck und bung i meine birde. Was zagt mein herze Is auch ein schmerz, Der zu des Aaubens ehre Nicht zu besiegen waͤre? aͤßen V z. Gott fennet, was mein herz n, begehrt, Und hätte, was ich bitte, Mir gnaͤdig, eh ichs bat, gewaͤhrr, 4. Ist nicht ein ungestoͤrtes gluͤc Wer schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrige geschick, Bei dessen last wir klagen? Die großte noth Hebt einst der tod! Und ehre, gluͤck und habe Verlaͤßt uns doch im grabe. 5. An dem, was seelen glücklich macht, Laͤßt gott es keinem fehlen; Gesundheit; weltlust, ehr und pracht Sind nicht das glück der seelen. Wer gottes rath Vor au⸗ gen hat, Dem wird ein gut gewis⸗ sen Die truͤbsal auch versuüͤßen. 6. Was ist der erden herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das leiden dieser zeit? Wie bald ists uͤberwunden! Hofft auf den herrn! Er hilst uus gern; Seyd froͤhlich ihr gerechten! Der herr hilft seinen knechten. Mel. In allen meinen thaten. I A 6 weisheit schau⸗ 4. en, Gott, deiner guͤte trauen, Das schafft zufriedenheit. Wer kann mein wohl entscheiden? Wer schenkt mir beßre freuden, Als du, herr aller seligkeit? 2. Vor dir ist nichts verborgen; Wie, sollt ich aͤngstlich sorgen. Da du mein vater bist? Du, herr⸗ gabst mir mein leben, Und wirst mir alles geben, Was mir zur wohlfahrt noͤthig ist. 3. Wir streben oft nach dingen, Die, wenn sie uns gelingen, Des unglüͤcks quellen sind. Ein schein, der uns bethoͤret, Und unsern stolz vermehrer/ Macht uns fuͤr wahre guͤther blitꝛd. 4. Der hang zu eitelkeiten Stört doch zu allen zeiten Die wahre see⸗ lenruh. Wenn wir dir unser leben, O vater, uͤbergeben, Dann flleßt dem herzen friede zu. ernälm Wenns meire wohlfahrt litte. Er] 5. Dein raihschluß sey mein wille. M L4 Ich 168 Zweite Abtheilung. Ich wiñ in hellger diile Mich des⸗ Idein versyrechen, Das anns I ner vorsicht fteun. Dein ewiges nimmer brechen. Auch ich zu Her sor erbarmen, Dein beistand soll mir —— Zufriedenheit und muth ver⸗ eihn. 6. Laß mich nicht zweifelnd wan⸗ len, Wenn traurige gedauken Mir deinen trost entziehn. Ich werde nie vergehens Zu dir, herr meines lebens, Mit kindlichem vertrauen fliehn. 7. Erleichtre meine leiden Durch deines geistes freuden, Durch mulh und hoffnung mir Druͤckt mich die last der schmerzen, Dann sprich zu meinem herzen: Ich, dein er⸗ retter, helfe dir. 8. Was sollt ich mich betruͤben? Den menschen, die dich lieben, Muß alles segen seyn Ich bin ja dein erloͤster; Soust weiß ich keinen troͤster, Sonst keinen schutz, als dich allein. Mel, Wo soll ich fliehen hin ꝛc. —242 All melnen lieben gott 34 Trau ich in aller noth. Die ihn um rettung flehten, Ver⸗ ließ er nie in noͤthen. Er wird mein ungluͤck wenden, Es steht in seinen haͤnden. 2. Auch beim gewissensschmierz Verzaget nicht mein herz. Auf ehristum will ich bauen, Und fest auf ihn vertrauen; Ihm bleib ich stets ergeben Im tode wie im le⸗ en. 3. Und nimmt der tod mich hin, Isls dennoch mein gewinn. Ich Weiß, an wen ich glaube, Er laßt mich nicht im staube. Es mag der leib erkalten; Den geist wird gott erhalten. 4 Mein heiland, jesu christ, Der du aus liebe bist Fr mich am kreuz gestorben, Du hast mir heil erworben; Du schenkst nach allem leiden Den deinen ewge freuden. . Ich harr und traue dir, Einst schenkst du sie auch mir. Ich habe rücken, Erwaͤrte nur de zeit wenn ich slerbe, Des ewgen laih ken, we erbe. Kaurig lhente, Bekannte Melodie. sohks ö At alles esiehl du deine weh, d. Ibr 34 Und was dein hen Er sst e kraͤnkt Der treuen vaterpflege. schso ve der den weltkreis lenkt: Der in dern wi ken, fluth und winden Gieht eh hihret, nung, ziel und bahn, Der u das w auch wege finden, Die dein fuh sich bek hen kann. 9. Er 2. Dem herrn mußt du vertuuen seem Wenn dirs soll wohlergehn, I seiem hn mußt du sitets schauen, Win sinm Er dein werk soll beslehn; Mit sorsh. sollt! und mit graͤmen, Und mir selbit und no ner pein Laͤßt gott sich gar masl gschts! nehüuen; Es müß erbeten seyn.. 2 3. Dein aug, o gott der guhrh Oaß d Sieht immer ungeschwaͤcht, Ii nird d gut sey oder schade Dem sterslihn dus am geschlecht. Und was du daum dein he lesen, Dein rath fuͤrs beste hihh ren las Bringst du zum stand und wesn Mher Wie es dir wohlgefaͤllt. II. 4. An mitteln und an wegen gal Trägt dirs, allweiser, nicht: Din tif muthis ist gnad und segen, Dein gang ihten recht und licht: Dein werk kan gebval niemand hindern, Du kannst uih Und di traͤge ruhn, Wenn du, was der de nen kindern Ersprießlich ist, I 1. thun. Mit a 5. Und wollten welt und eus uns de Hier boshaft widerstehn; Sulh iod. doch ohne zweifel Gott nict Und tt ruͤcke gehn: Was er sich vorsenu hen u men, Und was er haben wil,A wel ei muß doch endlich kommen Zu nem zweck und ziel. 6. Hoff, o bedraͤngte seee! Hij und sey unvertagt! Gott weih ½ was dich quaͤle, Den kunmer, Ii 34. dich nagt, Er wird dig ihm 15.. mel le dich mit holden blicken Sein angh sern. sicht erfreut. 30 mer/ IX. Vom Vertrauen auf Gott ꝛe. 169 kanns 7 Auf! wehre deinem schmerze, ich ih Zer sorgen bauge nacht. Laß fah⸗ gen künlzen, was das herze Betrübt und haurig macht: Bist du doch nicht lhente, Der alles fuͤhren soll; hott sißt im regimente, Und fuͤh⸗ ů talles wohl. ine weh, g. Ihn, ihn laß thun und walten, ein henl Et ist ein weiser fuͤrst; Und wird flege Seschso verhalten, Daß du dich wun⸗ Der in dern wirst, Wenn er wies ihm ge⸗ Biebt kuͤhtet, Mit wunderbarem ra Der ah das werk hinaus gefuhret, Das in fuz dich bekümmert hat. 9% Er mird zwar eine weile Mit ertuuey, seinem trost verziehn, Und thun an ehn, A seärem theile, Ais bätt in seinem n/ Wun siun Er deiner sich begeden, Und Mit sonp. sollst du fuͤr und fuͤr In angst selbstiz und noͤtben schweben; Als fragt er gar mal chts nach dir⸗ ö sehn. 1. Wirds aber sich befinden, er gubel Oah du ihm kreu verbleibst; So tht, Ml gird dein leid verschwinden, Da sterlichn, dos am mindsten glaubst: Er wird ain dein herz erlosen Von der so schwe⸗ hests Hih ren last, Die du zu keinem bösen nd wesn Dizher getragen hast. II, Wohl dir! denn deine treue egen Hall Trägt da den sieg davon; Sieh Dain thuf muthig auf, und freue Dich uber gang I ihten lohn: Gott schmückt mit sie⸗ verk kon geipalmen Gewiß einst deine hand, unst uh Und du singst freudenpsalmen Dem, Wos i der dein leid gewandt. ist, hl 12. Herr! mach ein froͤhlich ende Mit aller unsrer noth, Und reich ind esl uns deine haände Im leben und im Ssu iod. Stets laß uns deiner pflege nict Und treu empfohlen seyn; So ge⸗ orsenod hen unsre wege Gewiß zum him⸗ 5 hel ein. 8 f I 90 a, 344. H ihm elh. 1110 In voriger Melodie. rist, alles, was dich kraͤnket, Befiehl ge⸗ trost dem herrn! Er, der die him⸗ mel lenket, Ist auch von dir nicht sern. Erwachaus deinem schlum⸗ mer, Zu gott erhebe dich! Er sie⸗ 7. M het deinen kummer, Und liebt dich väͤterlich. 2. Sinds sünden, die dich schmer⸗ zen, So fuͤhle deine schuld, Doch trau mit ganzem herzen Auf deine mittlers huld. Zu wahrer ruhe fuͤhret Die reu, die gott gefaͤllt; Allein den tod gebieret Die trau⸗ rigkeit der welt. 3. Trau gott, nicht deinen schluͤs⸗ sen, Die wahl des besten zu. Sprich, wer wirds besser wissen, Dein schoͤyfer, oder du? Er weiß ja, was dir fehlet In jedem au⸗ geublick: Was er/ dein vater, waͤh⸗ let, Das dient zu deinem gluck. 4. Der gott, auf dessen segen Dein ganzes wohl beruht, Ist stets in seinen wegen Gerecht und weis' und gut: Und was er seinen kin⸗ dern Zu ihrem heil ersah, Kann kein erschaffner hindern; Wann er gebent, stehts da.— 3. Vergebens toben feinde Auch noch so fuͤrchterlich; Hast du nur ihn zum feunde, Ist er, dein gott, suͤr dich. Wer gleicht ihm? seinen winken Gehorchen erd und meer; Laß deinen muth nicht sinkeu, Dein schirm und schild ist er. 6. Gott zaͤhlet deine zaͤhren, Und wird, was gut ist, gern Auch dei⸗ nem wunsch gewaͤhren; Harr in geduld des herrn, Ders niemals boͤse meinet, Hoff unverzagt auf ihn; Wann seine zeit er scheinet, Wird deine wohlfahrt bluhn. 7. Ergieb dich ihm mit freuden, Sey staͤrk durch seine kraft! Sey auch zur zeit der leiden Ein christ und tugendhaft! Und dann ergreif im glauben Den trost der ewigkeit. Wer kann dir diesen rauhen, Der allen gram zerstreut? g. Sey froh! dein gott regieret, Sein rath ist wunderbar; Einst wirst du überfuhret, Dab er der beste war. Will auch dein herz oft waͤnken, Als daͤcht er deiner nicht, Wirst du ihm noch einst danken. Er haͤlt, was er verspricht. L 5 9. Wie 17⁰ Zweite Abtheilung. 9. Wie, sollt er dein nicht denken, Er, der dich kennt und liebt? Nicht trost und gluc dir se enken, Er, der so gerne giebt? So gern mit seinem segen Der meuschen herz erfreut. Auch auf den rauh⸗ sten wegen Fuͤhrt er zur seligleit. 10. Mit ruhigem gemuͤthe Ver⸗ laß auf ihn dich vest, Und wiß, daß feine guͤte Dich ewig nicht ver⸗ laͤbt. Er will nach einer weile Dich desto mehr erfreun; Zu dei⸗ nem groͤßten heile Verzeucht er; harre sein! II. Wohl dir alsdann, du treuer! Wie groß ist einst dein lohn! Dein richter, dein befreier Reicht dir die siegeskron. Auf kurze prufungsta⸗ ge Folgt ewger preis und dank; Dann scyweiget jede klage Und wird ein lobgesang⸗ Mel. Aus tiefer noth schrei ich ꝛc. 3 4 5 D* hast, mein vater und wem gott! Mich durch dein wort belehret, Daß dei⸗ ne hand der frommen noth Der⸗ einst in frende kehret; Und daß ich alles, was mich krankt, Auf dich, der unser schicksal lenkt, Mit zu versicht soll werfen. 2. So will denn, auf dein wort, auch ich Der sorgen mich entschuͤt⸗ ten. Erhoͤre, gott, mein vater! müch, Erhoͤr mein kindlich bitten. Gieb meiner seele wahre ruh. Was mich bekuͤmmert, lenke du Zu mei⸗ nem ewgen beßten.. 3. Der sorgen macht hat freilich oft Mich uͤbermeistern wollen. Stets hab ich nicht guf dich gehofft, Wie ich wohl hoffen sollen. Mein gott, wie groß ist meine schuld! An dir hab ich durch ungeduld vielfaͤltig mich versuͤndigt. 4. Erbarmender! vergieb es mir Nach deiner großen guͤte; Erfülle mit vertraun zu dir Mein schuch⸗ ternes gemuͤthe. Gied, daß ich freu⸗ dig hoff guf dich, Du werdest nie, ‚—72 als vater, mich Verlassen nochpz es su saͤumen.—— Dun „5. Seh ich schon keine wege I Hie gu Zur rettung vor mit offen; Wenn) da laß mich, mein rerter! ah er geh Auf deine hülfe hoffen. Du Hleht els in doch immer groß an rath, Undim h. mer mächtig auch an that, Mh ung h beßtes zu desorgen. laschel. 6. Dies sey miein trost, dies h. en fli mein licht, Wenn mich die sonn nit woe kränken. Erfulst du meine uun Gl, er sche nicht, So laß mich glaush lden denken, Daß mirs nicht gur gun h. Oel sen ist. Weil du die hochste vahn her Sie heit bist, So schickst du stets u Allk, betztt 3u dir 7. Was hier mir fehlt, das 0 Rul de du mir Aufs reichlichste ersehn, Zalll Wenn ewge freuden mich hes Ind w. In deinem reich ergötzen. Da 6 5 mein erh und hoͤchstes guth. d Auf d laͤrke mir dadurch den muth ef sihl, Hebst an mein selig ende. 2 — 22 — — Mel. Was gott thut, das in mih 46 Dun bist meine uy 3 versicht, Mein ash ger trost im leben. Mir fehltai nie an trost und licht, Wes l mich dir ergeben; Du bist mal gott, Auf dein gebot Wird mes wile stille; Denn gut ist siets dun wille. ü 2. Wer wollte dir, herr, nichtug traun? Du bist des schwachen i, ke! Die augen, welche auf duhf schaun, Sehn deiner weisheit unn ke. Herr, groß von rath Unl stark von that! Mit gnadenpollg ben Wirst du mein gluͤck volle en. ö 2. Noch nie hat sich, wer dich liebt, Verlassen sehen muͤssen: laͤhbt ihn, wenn ihn noth umgieh Doch deinen trost geniessen. frommen herz Wird frei u schmerz. Der suͤnder boͤses dichig Pflegst du ost zu zernichten. 4. Hoff, seele, hoffe nur auf gol IX. Vom Vertrauen auf Gott ꝛc. 171 — O fünders trost verschwindet,(hoffnung täuscher, Die das herz Vun der gerechte in der noth aufs eitle zieht, Und so schnell wie wege un Hie gunst des schöpfers findet.] rauch entflieht. eu; I Wemt jener faͤllt, Ist er ein held; 3. Laß mich gram und sorgen mei⸗ ter un er zeht, wenn lene zittern, Als den, Wetl dem auge für mich Du blahs His in ungewittern. wacht, Und du schon in manchen „Uudim 5. Drum werf ich nicht die hoff⸗leiden Prit mir alles wohl gemacht! My u, Die mir mein glaude Laß mich auf dein wort siets hof⸗ Wie elend, die zu men⸗fen, Das doch immer eingetroffen. . dies h. hen fliebn! Wohl! wer von gott Gott, wer deinem wort nicht traut, bie sorhl ni weichet? Mein heiland stlardHat auf leichten sand gebaut. eine un Gl, er erwarb, Durch seiner todes⸗ 4 Laß mich vesi im glauben wer⸗ oh glaush Kben, Wir ewge himmelsfrenden. den, Daß dein worr wahrhaftig ut geh b. Getrost bin ich, wenn um michssey: O, so werd ich hier auf erden Hste uuh ler Sich uugewitter sammeln! Du Von so maucher unruh frei. Dann stets hilt, gott, wenn wir freudenleer werd ich, gott, mit vertrauen 3 dir um gnade stammeln. Die Stets auf deine hülfe schauen; das 10 zeil der qugal, Der thraͤnen zah! Dann waͤchst meine zuversicht, Und ersehn Zalll du: du wiegst die schmerzen,die hossnung trügt auch nichr. ch hei iind walzst sie von dem berzen. 5. Auch erhebt sie meine seele . De 7. Herr, du bist meine zuversicht; Selbst noch über tod und grab, Iuth.., Unf, dich hofft meine seele. Du Wenn ich den zum führer wähle, cbst, was meinem gluck gebricht, Der sich einst auch für mich gab. Rebfi, daß ich mich nie qudle. Wer Er, der siegreich auferstanden, hallte sich Nicht ganz auf dich[Macht mich los von tobesbanden, stwülH Umächtiger! verlassen, Und muth Fuͤhrt mich zu dem leben ein, Wo ist whg und hoffnung fassen.gjstein leid wird weiter seyn. mawp. 8, In deine hand befehle ich Mein 6. Muß ich gleich noch hier auf Nein eh wohsseyn und meir leben. Mein erden, Gott, vor dir ein pilgrim fehlt Al hofend auge blickt auf dich; Dir seyn, Wirst du doch von den be⸗ Wal blab ich siets ergeben. Ser du schwerden Dieser zeit mich ewst be⸗ bist ml mein gott; Und einst im tod Mein frein. O erwunschte selge stunden! ird manh lels, auf den ich traue, Bis ich Ewig aller noth enthunden⸗Werd slets dul dein antlitz schaue. ich dich, mein heiland, sehn Und, wie 226 160 1150 G0bn nichtyg 7. Laß mich froͤhlich darauf hoffen, chen sof Nel. Ale menschen müssen sterben. Herr, herr, meine mversickt! Bis Kuf d. Gt der wahrheit, des⸗ das alles eingetroffen, Was auch heit uuß 34 sen treue Unsre hoff⸗mir dein wort versprich. Auf dich, ath Un ung suͤtzt und halt! Ich erkenn quelle alles lebens, Harrt der glau⸗ denpolg es voller reue, Daß mich klein⸗ de nie vergebens! Was wir glau⸗ ick vole wuth oft befallt. Ach, mein herz ben, schauen wir Einst gewiß, o haͤngt noch an dingen, Die nie herr, bei dir. erdichgh rn. ruhe bringen; Uud wie oft 1„ 706 möcrt Win Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. en. 0 2. Gott, vergieb mir die se sünde err, mach⸗ meine seele 0 uNimm die kleinmuth von mir hin, 348. stille! Wus nuich hie⸗ 6 dichg. Schenke, vater, deinem kinde Ei⸗ nieden kränkt und drückt, Das ist n. nen dir ergebnen sinn, Der von dir dein weiser rath und wille, Der guf geu nur huͤlfe heischet, Den nicht falsche nichts zu meinem schaden Du —— Zrweite Abtheilung. Du bist, der alles ändern kann, Und was du thust, ist wohlgethan. 2. Auch auf den allerraubsten we⸗ gen CFüyrst du mich zur glückselig⸗ keit; Von jeder trubsal ernt ich se⸗ gen, Ist dir nur, gotr, mein herz geweiht. Ihr ausgang wird er⸗ freulich seyn, Siehts gleich mein bloͤder geist nicht ein. 3. Drum laß mit stille seyn und hoffen, Wenn du mir prüfung hast bestimmt: Dein vaterherz steyt dem doch offen, Der zu dir seine zu⸗ flucht nimmt. Wer hier treu dei⸗ nen wellen thut, Mit dem machst dus auch immer gut. 4. Uns bleibt oft was uns nuͤtzt, verborgen. Wer hat es je genau erkannt? Wie oft sind unsre wunsch und sorgen Voll thorheit und voll unvestand! Wer kann, was leinem wohlergehn Zum schaden dient, ganz uͤberse hn? 5. Nar du, gott, kennst und waͤhlst das beßte. O varer, mache selbst mein herz In dieser uͤberzeu⸗ beu; Laͤßt er au leer, So will mein leben; Denn gokt iff— und ic bin fein Was is wohl, I und kreuz—.— 400 ih. ud kreuz aufleg och sen 5. thun voll gaade. Ar Get 2. Das kann mir mehr, Mein vater 1* 10 I ade 25 ein, sfillt aem fäsfen; Ueg von ohngjs r erden 90 R Will 52r del nich st b W * hein h dem dauk U Mir jede kraft zum leben? ich nicht längeens todt und iis, Wenn mich nicht gott umpehg Mit seinem arm, Der alles wart, gung veste; So ehr ich auch im groͤßten schmerz, Dich stets mit der entschlossenheit: Was gott will, das gescheh allzeit. ‚ 6. Die stunde wird gewiß doch kommen, Da mich vollkommnes gluͤck erfreut. Der giumahl fuͤhrst du deine frommen Zur volligen zu⸗ friebenheit, Und dann wird ihnen offenbar, Daß nur dein rath der beßte war. 7. Do erne auch ich von meinen Ragen, Die selgen fruchte ewig ein; Da wird mein herz, stait aller kla⸗ gen, Nur voll des frohen lobes ein: Der herr, der fur mein heil gewacht, Hat alles mit mir wohl⸗ gemacht. Mel. Was mein gott will, das ꝛc. Oach hab in gottes herz 349. und. sinn Mein herz und sinn ergeben. Was boͤse scheint, all mir gewinn, Der tod selbst ist G fund und fröhlich macher l hi er nicht hält, Das bricht und silh Was er erfrent, das lachet. Mel. 5. Bei ihin ist weisheit und unz stand Mehr, als wir menschen s 3⁵ sen; Er hat von ewigkeit erkaunt Was er will kommen lassen. E i weiß, wann freud, Er weiß, wam leid Uns, seinen kindern, dien, Und was er thut Ist alles gu, Obs noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, wenn u nicht hast, Was sinnenlust begehre, spricht Als sey mit einer großen last Den berhen lebensgang beschweret; Has s ing li⸗ und früh Piel sorg und müh i zindes lelbsterwäylten wegen, Und denish herz d. nicht, Daß, was geschicht, Geschh 3. H dir zum segen.„örreche L. Es kann dei lauter sonnenlit und h Das feld nicht früchte tragen; 1. ne schn reift auch menschen⸗wohlfahrt uihi an chr Bei lauter guten tagen. Wie ih ienbeßt ter sey Die arzeuey, Schafft s zedlich 2 lehen; So muß 10 4· U K IX. Vom Vertrauen auf Gott, ꝛc. 17⁵ ist meiy MW Und UZn neuer freud Und wahrem echeben. e 0 slh L. Ey nun mein gott! Ao fall ich och siß air Getrolt in deine haͤnde. Nimm I, lich, und mach es so mit mir Bis uu des lebens ende, Wie dirs ge⸗ st, Der du die welt Nach wei⸗ freude sm rath regierest, Und so auch ein 4 ö mich 05 610 Auf richtgem RRN pfade kührest. 5„. Wiu du mit geben sonnen⸗ shein, So nehm ichs an mit freu⸗ ohnafth, den; Solls aber schert und truͤb⸗ huglit slleyn, Will ichs geduldig leiden. I Willt da abhier Noch länger mir hr Di Det lepeus lraft erhalten: Wie du nich fuͤhrst Und fuhren wirst, So lah jch gern dich walten. 10 Auch noch im tode bin ich dein, Vor ihm soll mir nicht grauen; Er Hgeng sibrt zum bessern leben ein, Er ist augeun er weg zum schauen, Du bin van hirt, Der alles wird Zu sol⸗ ud f gem ende kehren, Daß ich mit Auuhen geuk und Lobgesang Dich ewig wer⸗ es wug 217 2 zNehren. and filt et. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 35⁰ Mern gott, du weißt am schen s aller belen Das, was kaun miftgut und nußlich ist; Duͤbleibfi, Len. E ist guch die noth am großten, Mein 5/% wann helfer, wie dus ewig bist. Gieb, „dient, daß ich einzig dir vertrau, Und nie guln auf menschenhuͤlfe bau. le. 2. Raͤum alles weg aus meiner benn Iu stelen, was deinem willen wider⸗ egehte, spricht, Und wollte mirs sich auch ast Da berhenien: So stelle du mir selbst ins licht, Was mir noch fehl an uh A lndessinn, Und neige dann mein „deulaß! herz dahin. Resci z. Hilf mir in geist und wahrheit bptechen; Du bist mein vater, licht mentt und heil Verzeihst mir anädig mei⸗ en eh. neschwachen, und schenkst auch mir rt uch, an christo theil; Du bist mein al⸗ Bie hiß lerbeßter freund, Ders treu and afft s zedlich mit mir mein. ö 2* Dann darf ich mich dern lind üt nur nennen, Bist du mein vaser und mein freund: So muß mir al⸗ les nuͤtzen lͤnnen, Was mir auch noch so boͤse scheint. Das bitterste wird mir versüßt, Wenn du nur, gott, mir gnaͤdig bist 3. Drum gieb, daß ich dir kindlich traue, Und demuthsvoll doch un⸗ versagt, Mein hoffen sicher darauf baue, Was dein so iheures wort mir sagt. Dein geist erklaͤre mei⸗ nem geist, Was deine vatertreue heißt. 6. Ich bin ja auf so viele weise, Mein herr und gott, dein eigen⸗ thum; Drum gieb, daß ich, zu dei⸗ nem preise Und dei nes großen na⸗ mens ruhm, Dir deene in gerech⸗ tigkeit Mit willsger ergebenbeit. 7. Du scqh affst das wollen und voll⸗ bringen, Von dir kommt weit heit und verstand; Drum reiche mir in auen dingen Aus gnaden deine va⸗ terhand. Erbarme meiner schwach⸗ mi dich, Und staͤrk zu allem guten mich. 8. Legst du was auf, so hilfs auch traͤgen. Gieb nur geduld in leidens⸗ zeit, Und sey in gut⸗ und boͤsen ta⸗ gen Mein trost und meines her⸗ zens frend. Gieb demuth, einfalt, lieb und zucht; Was unrecht ist⸗ das sey verflucht. 6. Nun, herr, du siehest mein be⸗ streben; Verleih mir beines geistes kraft! Du willst sie ja dem gerne geben, Der ireulich gutes durch sie schafft. Dann zigt mein redlich frommer sinn, Daß ich dein ewig bleib und bin. In voriger Melodie. ein schutz ist gott l 351. M ihn 16b ich walten Ich hoff auf ihn, er kennet mich. Ihm kehlts, die seinen zu erhalten, An mitteln nie, und sein bin ich; Ich gruͤnde meine zuversicht Auf diesen fels und wanke nicht. 3. Was guaͤl ich mich? bin ich ein heide 27⁴ beide, Der ohne gott und hoffuung ist? Nein, das ist meines herzens freude, Daß du, o gott, mein hel⸗ ser bist. Hilf, mein erbarmer, staͤr⸗ ke mich; Denn nichts vermag ich ohne dich 3. Der herr erzieht hier seine kin⸗ der Zur ewigkeit mit weiser huld; Er schont, er zuͤchtigt viel gelinder, Als wir verdient, und hat geduld; Er hat nicht lust au unserm schmerz; d Ganz anders denkt sein vaterherz. 4. Die lieb ist gote! wie kana ich zagen? Gab er fuͤr mich nicht je⸗ sumn christ? Was könnte mer ein gott versagen, Der so unendlich guͤtig ist? Erhabner trost, der nim⸗ mer truͤgt, Und jeden zweilel uͤber⸗ wiegt!* 5. Ich harre seiner, und bin stil⸗ le. Wie bald verstreicht die prü⸗ fungszeit! Dann schopf ich dort aus seiner fülle, Unendliche zufrie⸗ denheit. Er leite mich nach seinem rath, Wie er mir zugesaget hat. In bekannter Melodie. on goit will/ ich nicht 950 V laffen, Denn er ver⸗ laßt mich uicht; Im kummer mich zu fassen, Giebt er mir kraft und licht. Er steht mir hültreich bei; Mit jedem neuen morzen Weiß er mich zu versorgen, Ich sey auch, wo ich sey. 2. Wenn menschen⸗gunst und lie⸗ be In kaltsinn sich verkehrt, Bleibt er voll mitleidstriebe, Er, der mein flehen hoͤrt. Er huft in jeder noth, Hilft von der ünde bauden, Be⸗ freit von ihren schanden Und rer⸗ tet selbst vom tod. 3. Ihm, ihm will ich vertrauen, Auch in der showersten zeit. Auf seine hülfe bauen; Er wendet alles leid. pelt sey es heimgestellt; Leib, seele, guth und leden Will ich ihm über ben: Er machs, wies ihm gefallt. 4. Es kann ihin nichts gefallen, Swte uhthelang. 2. Wa Als was uns nützli%. N Utzlich ist; ud set meint ers mit uns allen: une jesum christ. Hat er so gethan So wird er auch Heitl ten, Was unsern leib ernährn 23. Loht ihn uit h 3 um ö Loat ihn mit herz und mh Ihn, der uns beides schent. seenet ist die stunde, Barin n sein gedenkt; So braucht—. er zeit. Wir sollen ja auf a Durch ih schon selig werden,I mehr in ewigke t. ö 65% Mag doch die welt veh Mit aller ihrer pracht! Das gle bleibt ewig stehen, Das gott j zugedacht Zwar schließ ich Icbe Doch uhet bb nun) grabe Genug geruhet habe er mich wie der auf. I d, 2. Die seel ist unverloren Iugh 180 vaterhand:—1 leib with in georen Zum bessern vatersu Wie scüs werd ich seyn Mte i und seinen frommen Soll ich m. 10 f da vollkommen, Soll ich mihen* freun. lurr 3., Ob ich gleich nun auch I 4 Viel leiden Deset zeit, Wei Ieg —3 oft kir, Eo obet f. 2 2 ie ewigkeit, So großer frei e, voll, Die, da ich christum ie— Und mich von ihm nicht nem— al Mein erbtheil werden sol. 9. Das ist des vaters wille, A. uns erschaffen hat; Aus seineg nes fuͤlle Empfahn wir gnad! anad; Er giebt uns seinen gas Damit er uus regiere, Di dih zum himmel fuͤhre. Hoch sey sj herr gepreist! 3. A. Hir kit herr, se treu bglor, Hie dei . Dei alle thi ugtur! Kt. O let, B seuen Nie so nur no guch b⸗ poll li⸗ mit de ö 9. V Mel. In allen meinen thattun nid as soll ich auhll mit m 353. Weren, Iud n nio norh verzagen? Der hoche sh mich e fuͤr mich, Er sorgt daß meing ehren 0 Kein ½—0 Iu zenug zum trost, mein hern,—1 dich! Wieg IX. Vom Vertrauen auf Gott ꝛe. 175 TWas nütht es, aͤngstlich sorgen, sich dir mit freuden, Nach über⸗ und jeden neuen morgen Mit neu⸗standnem leiden, Den dank, der deiner huld gebuͤhrt. In bekannter Melodie. ad nun 9 kindlich zu vertrauen, Das, er nun den lieben „Vler, ist meine pflicht. Ich will 354. gott laͤßt walten, 11 se treulich uͤben, Und dich, mein Und hoffet auf ihn allezeit, Den au per, lieben; Denn du versaͤumst wird er wunderbar erhalten In al⸗ de deinen nicht. ö ler noth und traurigkeit. Wer gott, . Der du die blumen kleidest Und dem allerhoͤchsten, traut, Der hat alle thiere weidest, Du schoͤpfer der auf keinen sand gebaut. Iatur! Weißt alle s, was mir feh⸗(2 Was helfen und die schweren let. Drum, seele, was dich qud sorgen? Was hilft uns unser weh let, Befiehl dem herrn, und glau⸗und ach? Was hilft es, daß wir be nur. falle morgen Beseufzen unser unge⸗ 3. Herr, alle meine sorgen, Die mach? Wir machen unser kreuz und wih, die oft vernorgen An mei⸗lei) Nur groͤher durch die traurig⸗ en Auth lem herzen nagt, Werf ich auf dich, keit. wüt un treuen; Du weißt den zu er⸗ 3. O halte doch dem hoͤchllen stil⸗ iin seuen, Der fromm nach deiner le, Und sey mit seinem rath ver⸗ Mꝛin illle kragt. gnügt; Erwarte, wie sein guter pll—*„ Wenn meine augen thraͤnenwille„ Wie sein allwissenheit es — nd sich nach hülfe sehnen, So fügt Gott, der unus ihm hat aus⸗ ihn lg ic dirs, dem herrn. Dir, serwahlt, Der weiß am beßten, a0 10 Nler, dir befehle ich jeden wunschwas uns sehlt. Wie det seele. Du hoͤlst, du mifst, du 4. Er kennt die rechten freuden⸗ m 6 segwest gern. stunden, Weiß, wann uns huͤlse 1 4 Der du mir bier im lehen nülich sep: Wenn er uns nur dat uw 16 Schon größres heil gegeben, Und iren erfunden, Gedulbig, ohue hen⸗ br en deien sohn geschenkt! Du wirsl chelei, So kommt er, eh wirs uns gaul mir alles schenken, Und mir zum versehn, Und lässet uns viel guts vill beßten lenken, Was mich bekuͤm⸗ geschehn. Rang wert“ qualt und ranit, 5. Dent nicht in deiner dran gsals⸗ c 3. Du fuͤhrest, herr, die deinen hitze, Daß du von golt verlassen 1 0 Mie so, wie sie es meinen: Nein, seyst, Daß ihm nur der im schoo⸗ dur nach deinem rath. Ob ich mich ße sitze, den alle welt für glücklich ch ‚ 0. nuch betruͤbe, Bleibt doch dein rath preist: Die zukunst andert oft sehr MR doll liebe: Das zeigt der aus gang diel Und setzet jeglichem sein ziel. mit der that. 6. Es sind ja gott sehr leichte sa⸗ 9. Wenn ich hier tiefen sehe, Und chen, Und seiner allmacht gilt es hatenn ei nicht gant verstehe, Was du gleich, Den reichen klein und arm Halhlih mit mir gethan, Kann ich doch deß zu machen, Den armen aber groß ud in, mich tröslen: Du nimmst ich, und reich. Er ist der herr, der je⸗ chsle shh mich erloͤsten, Gewiß dereinst zu dermann Gar bald erhoͤhn, bald ehren an. stuͤrzen kann. 10. Dort bei den frommen schaa⸗ 7. Sina, bet und geh auf gortes herz,ten, Dort werd ich es ersehrenwegen, Verrichte deine pflicht ges Wie gut du mich geführt. Da fing treu! Trau ihm und seinem Ken en 176 Zweite Abtheilung. chen segen, So swird er bei dir werden neu. Denn wer recht seine laͤßt er nicht. zuversicht Auf gott setzt, dens 40 fuür X. Vom Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. vder: Du 4 il,och 7 at —— ein heil, v christ, ui 355.• D zu verschersen, Sey wach und nuͤchtern zum gebei Ein kindlich flein aus gutem herzen Hat gott, dein vater, nie ver⸗ schmaͤht. Er ist die liebe selbit, und hört, Was seiner kinder herz begehrt. E2. Erhebe dich zu seinen hoͤhen Mit dank und flehen oft und gern; Ert lasset, was bir nuͤtzt, geschehen, Ist dir zu helfen niemals fern; UAnd thut, so du nur zu ihm flehst/ Mehr, als du bittest und verstehsl. 3. Welch gluͤck, so hoch geehrt zu werden, Und im gebet vor gott zu sehn! Der herr des himmels und der erden, Bedarf der eines men⸗ schen flehn? Er will blos deine se⸗ ligkeit, Wenn er zu beten dir ge⸗ beut. 4. Sagt gott nicht: bittet, daß ihr nehmet? In des gebätes frucht icht dein? Wer sich der pflicht zu beten schaͤmt, Der sckaͤmt sich gottes freund zu seyn, Und stoßt das angebotne glück Muthwillig selbst von sich zuruͤck. 5. Sein alück von seinem gott be⸗ gehren, Ist wabrlich keine schwere pflicht; Und seine wuͤnsche gott er⸗ karen, Gereuet sicher niemals nicht. Es giebt uns muth und starkt die krast Zur baͤmpfung boͤser leiden⸗ schast. 6. Sich in den leidensstunden slaͤr⸗ ken, In dem vertraun, daß gott uns liebt, Im fleiß in allen guten werken: It diese pflicht fuͤr dich betruͤbt? So trifst bu nichts auf Eum an, Das dauerhaft ersreuen Lann. . Gebete. 7. Gott laßß mich nicht mein.., Ou verscherzen, Gieb lust und * 5 zum gebet; Und wenn mein mu en aus gutem herzen Zu dir um und gnade fleht: So hoͤre mich deinem thron Durch jesum stum, deinen sohn. Mel. Sey loh und ehr dem y 6900 e d0 — ott, deine guͤte 356. G o weit, So wasshdent ge wolken gehen; Du krönst muum dicht I. barmherzigkeit, und eilst, ums theil zustehen, Bist machtig, vsoh hut un gesinnt: Vernimm mein flehy, IN le. mich, dein kind! Denn ich bili.Ost dir beten. Ihd kin 2. Ich bitte nicht um ulesl kagen Und schaͤtze dieser erden! Laß ush Runen so viel ich haben muß, Durch siß ten auf und arbeit werden Gieh mit u ie fͤße dick Iahler 2 Ind wal 3. Err D elbst, zu erkennen. 3. Ich hitte nicht um ehr ruͤhm/ So sehr sie menschen Daß w. ren Det guten namens eigenh nesb D Laß mich nuͤr nicht verlieren! N Uh sei wabrer ruhm sey meine pfsih uacht, Der ruhm vor deinem angesth Jud sei Und frommer freunde liebe. wserm 4. Go birt ich dich, mein hewn 6. Gie gott, Auch nicht um langes Lehch ten Ir Im glucke demuth, trost in nah lder fr Das wollest du mit geben. Muchte. mir zu, wie du willit, die NWBum h Nur füͤyre mich zur seligkeit Auemene glaubenden gerechten. vort S meusche Mel i tt will, din g 7. D el Was mein gott wi Il ott! dessen nam HHen kr 357. wie dein ruhm Betruͤb wads, zu dir zu treren, Unn u dich ver X. Vom Gebete. 197 aden 40 Um 15 ne yfich uucht, Der sünde reich bestreiten, angesch hud seinen schall Sich uͤberall Zu liebe. wserm gluͤck verbreiten. in hetrn 6. Gieb, daß sich ehre, recht und ges lilhh ten Im ganzen lande küͤsse; Daß st in uul der fromm und heilig sey, Und dben. M iichte jedes füße Vom sündensteg „die I ZBum himmelsweg; Daß deines liglet namens ehre, Herr! durch dem hort Sich fort und fort Bei allen heuschen mehre. I, di 7. Die armen laß durch deine hald Sich ihrer arbeit naͤhren; nadHen kranken wollest du geduld, ruhm, HPetrübten trost gewähren. Wer Undih hich perehrt, Sich reblich nahrt, Dem wollest du, herr, geben Zu aller zeit Zukriedenheit, Gluck, huͤlfe, trost und leben. 8. Wir alle, vater, wir sind jg Ein werk von deinen haͤnden; Laß nie, ist angst und truͤbsal da, Dein schutz sich von uns wenden. Du bist ja der, Dem nichts zu schwer; Drum sprich durch jesu namen Zu deren flehn Die vor dir stehn, Dein ja, und maͤcht ig amen. Mel. Vater unser im himmelreich. 8 ott vater, an erbarmen 35 reich, Der du in ein⸗ tracht uns zugleich Als bruͤder heis⸗ sest zu dir nahn, Wir rufen auf dein wort dich an. Doch laß, herr! 3. Dein gnadenreich komm in der zeit, Und einst das reich der herr⸗ lichkeit. Steh uns mit deinem gei⸗ te bei: Mach uns von suͤnden⸗ nechischaft frei. Daͤmpf aller fein⸗ de macht und wuth; Nimm deine kirch in deine huth. z. Dein will gescheh auf erden schon, wie er geschieht vor deinem thron. Mach uns, o gott! in freud und leid Zu dem, was dir gefaͤllt bereit; Und wehr des fleisches uͤber⸗ chat. Das wider deinen willen thut. 6. Gieb uns heut unser taͤglich brod! Du kennst am besten unsre noth Hilf uns, entferne krieg und streit, Pest, seuchen, mißwachs⸗ theure zeit. Laß bei uns heil und friede bluͤhn Und laß uns geiz und sorgen fliehn. 6. Vergieb uns alle unsre schulb, dd trage doch mit uns geruld. Begnadiget von dir, dem herrn, M Ver⸗ 178 Zweite Abtheilung. Verzeihn wir unsern schuldigern, Und du thust auch barmherzigkeit 2101. der gern, wie du, ver⸗ zeiht. 7. Herr! in versuchung fuͤhr uns nicht, Und wenns im kampf an kraft gebricht: So hilf mit deiner starken hand, Und gieb uns kraft zum widerstand, Daß wir zuletzt als sieger stehn, Und deiner gnade ꝛuhm erhoͤhn. 8. Mach uns von allem uͤbel frey, Daß unser heil vollkommen sey; Bewahr uns vor dem ewgen tod; Hilf uns in unsrer sterbens noth; Volleude selig unsern lauf, Und nimm uns n den himmel auf. 9. Das reich, die krafe, die herr⸗ lichkeit Ist dein, o herr, in ewig⸗ keit. Wir alle sind dein eigenthum, Gebet erhoͤren ist dein uhm. Un⸗ endlich mehr, als wir versteyn, Kann stets durch deine hand ge⸗ schehu. 10. Herr! amen! ja, es werde wahr! Staͤrk unsern glanben im⸗ merdar, Daß wir nicht zweifelg,se unser flehn Durch deine gnad er⸗ fuͤllt zu sehn. Ein freudig amen sprechen wir, O vater! auf da⸗ wort von dir. Mel. Vor deinen thron tret ich ꝛc. Och komme vor dein an⸗ 359.— gesit, Verwirf, o gott, mein flehen nicht; Vergieb mlir alle meine schuld, Du gott der gnaͤde und geduld. 2. Schaff du ein reines herz in mir; Ein herz voll lieb und furcht zu dir; Ein herz voll demuth, preis und dank; Ein ruhig herz mein le⸗ delang. 3. Sey mein beschüͤtzer in gefahr, Ich harte deiner immerdar! Wo ist ein uͤbel, das mich schreckt, Wenn deine daterhund mich deckt? 4. Ich din ja, herr, in deiner hand, Von dir empfing ich den verstand; Erbalt ihn mir, und durch bein wort Erleucht und ihn immerfsort.— 4. Kaß, deiner güte mich zu srehnn 5 Oie ßeis vor meinen augen sehh Set Laß, mein s glaudens mich zuftehn 5. Ihn stets durch liebe iatig sen at st Das ist mein gluͤck, woß s, mich lehrst Das eey mein glalshude, daß ich zuerst Nach deinem Ea 0 tracht, und treu In allen meh u eit pflichren sey. 2 2. Jch bin zu schwach ans ehn z t kraft, Zur daͤmpfung meinn ten denschaft. Du aber ziehst mit ium daler, mich au, Daß ich den sieg zun ll im gen kann. ad ver 8. Gieb von den guthern ahh Rehäl welt, So viel mir nuht undeing den den ällt, Bei wenigem zufriederhih d. V Zu meinem fleiße heiterkeit. e 0 9. Schenkst du mir aber ubestz lt z So laß mich maͤßig im genuß ih dul die duͤrftge bruͤder zu erfreun, M l har einen frohen geber seyn. gtduld 10. Gleb mir gesundheit, undyn lld. leih, Daß ich sie nuͤtz und dahlhn— Ihleit tan bl. besteit zuh U 6. B statte: Druk bele, hoͤr. und g ihn th ey, Und nie aus liebe gegen st Mich zaghaft meiner pflicht zah II. Et wecke mir stets einen suz Ders ireu mit meiner wohln meint, Mit mir in deiner sun sich uͤbt, Mir rath und ttost u beispiel giebt. lich an, Und sey, durch chrisun, Kahn, deinen sohn, Mein schirm und schlh, nen mein großer lohn. hoh wirth Mel. Wer nur den liebengus 8. Womm betend oft Al der⸗ 360. K mit vergnügen, 2—„ christ, vor gottes angesscht. s guede keine traͤgheit dich besiegen In ih, liebe erfuͤlung dieser pflicht. O mpe 9. ö X. Vom Gebete. 179 Ugottes preis Und deinem heil ue trenem sleiß. Pzufte 4. Bet ost in einsalt deiner seelen; Wiuftehl gott ieht auss derz, gort ist ein Isehn(t.(eie können dir die worte was Msehlen, Wenn nur dein herz dich len Ullleien heißt? Der glaub an gort len meüis erer worte ton. aus eihn E3 t mit h sieß an%d versuͤßt. Gott hoͤrts, gott ists, der hülfe schafft; Er giebt den mu⸗ 1½ hn truh und kralt. halten Dich pruͤfen und das böͤse scheun, An lieb und eifer nicht er⸗ kalten, Und reich an guten werken seyn; Denn muth und kraft und seelenruh Sagst du, goit, dem, der bittet, zu. 10. Dies reize mich, vor dich zu talhd seinen sohn Rührt ihn, nicht treten Mit lob und dank, mit wunsch und flehn; Doch meine fehler beĩ 3. Bet olt zu gott, und schmeck dem beten Wollst du, mein vater, UMfrenden, Wie frenndlich er, dein uͤbersehn, Weil der, der dir zur hter, ist; Bet oft zu gott, und rechten siht, Mich, gls mein miti⸗ shl im leiden, Wie treulich er das ler, untersluͤtzt. In voriger Melodie⸗ Liederha, 4. Bet okt, und heiter im gemü der kaun, gott, je was n, 361. W gott/ ö Schau dich an sejnen wundern ühestz slt; Schau guf den eraß e guf die güte, Womit er dich gele it hat. Oft irrtest du, er trug 8 Erkenn und preise seine ö lld. 4 Bet ost, durchschau mit 25 hen muthe Die herzliche barmher⸗ hleit Deß, der mit seinem theu⸗ en stuun tel blute uns vom verderben hat wohlihhh deteit: Und einne dir, zu deiner ner furh zuh Und heiligung, sein opfer zu. MO gutes haben, Das Icht ven dir den ursprung hat? U RS 6 11 immer groß in ralh And ihät B willst, daß mit gebet und flehn Wir stets auf deine huͤlfe sehn. 2. Drum komm ich auch mit mei⸗ nem beten, O gott, vor deinen heilgen thron. Wie freudig kann ich vor dich treten! Denn mich vertritt bei dir dein sohn; Durch ihn bin ich voll zuversiat, Mein schwuches ttost ulf. 6. Bet oft, gott wohnt an jeder flehn verwirfs du nicht. siotte; In keiner minder oder mehr. 3. So gieb mir denn nech deinem in lang Denk nicht, wenn ich mit vielen willen, Was deinem kinde heilsam belt, So find ich eh'r bei gott ge⸗ höt. Ist nur dein wunsch gerechr und güt, So sey gewiß, dah gort ihn thut. 7. Doch saͤume nicht, in den ge⸗ meinen Auch oͤffentlich goit auzu⸗ llehn, Und seinen namen mit den seinen, Mit deinen hrübern, zu erhöhn. Fühl der vereinten andacht werth, Die deine eigne stärkt und 38 rtt 5. Bet oft zu gott fuͤr deine bruͤ oft 0. der, Für alle menschen, ais ihr gen, steud; Denn wir sind eines leibes cht. In iage diah —— Kein glied soll seyn des au⸗ ern feind: Solch bitten, das aus i Lebe Hebt, Gefallt dern, ver die e ů . Bet oft; so wirst du glauben 2 9 das unter nor uud Pla⸗ isi; Nar du kannst mein verlungen stiben Weil du des segens quelle bist. Vor allen dingen sorge du Fuͤr meines ge stes wahre ruh. 4. Gleb mir bestaͤndigkeit im glau⸗ ben, Laß meine liebe hätig seyn. Will etwas mir dies kleinod rauben So schraͤnte die versuchung ein, Und naͤrke mich mit trast und murh⸗ So sieg ich uͤber fleisch und blut. 5. Bewahr in mir ein gut gewissen, Eln zern zu dir voll freudigkeit z En herz aufs gute sters beflissen, Das sich vor deinem auge scheut; Und fehl ich, gort, so zuchige mich⸗ Zu meiner beßrung, vaͤterlich. 6, Ein herz, das un beg uckten ta⸗ gen, O vater, deiner mie vergißt; gen 180 Zweite Abtheilung: gen Mit deinem rath zufrieden ist:[4. Du willst, wir sollen vola Ein herz voll zuversicht zu dir, Und traun, Auf deiner vorsicht u voll geduld, verleihe mir. schaun Und dir uns uͤbergehe 7. Du wirst es alles weislich fuͤDenn du, du sorgst mit vgiethihh gen; Du weißt am beßten, was Für unser ganzes leben. Hlat e mir nuͤgt. An deiner huld laß ich 5. Wo ist auch wohl ein heär uem mir gnügen, Die schwache machtig freund? Wer kann den, detr eh, B. unterkuͤzt; Zufrieden, vater, folg lassen scheint, Mit segen uͤbetsah . S su WN ich dir; Bevoͤstge diesem sinn in mir. ten? Du, gott, thust uͤberschm S. Soll ich auf erden länger leben, lich mehr, Als wir varlehr So gieb, daß ich dir lebeu mag. biiten. 1 Zaß mir den tod vor augen schwe, G. Du hast die welt in deiner Hah ben; Und kommt dereinst mein ster Dein unermeßlicher verstand betag; So sey mein ausgang aus alles wohl zu machen, Wie h der zeit Ein eingang in die herr⸗te deine versicht nicht Fur neh ndel; lichkeit. wohlfahrt wachen? 7. Wenn deine macht fuaͤr mich beut, Wie koͤnnte meine 1099 st — Mel. In dich hab ich geboffet r. keit Und oöntnacht wich erscht 559 Qn dir, mein gott der Du wirst mich in gefahr und 304. 0 du müch liebst, Mir le, Mit deinem schutze decken. en, heil und segen giebst, Erheb 8. Ach leite mich durch de V ich herz und haͤnde. Was deine Auf meiner kurzen vilgri weisheit will und thut, Nim̃t steis Da ich von dir nicht weiche, ein gutes ende. uweeg der tugend freudig geh/ M 2. Ich weiß nicht, was mir nütz⸗ einst das ziel erreiche. lich iü, Du weihrs, der du mein 9. Ich will quf deine gnade saunn vater bifl, Und willst mein wohler⸗Undnicht auf meuschenhulke hu gehen Drum laß mich nie mit ei⸗Die uns so leicht betruͤgel. ensinn Auf meinem wunsch beste⸗nur, daß sich mein schwaches gh en. Mit deiner huld begnüget. 3. Wenn unser bloͤdes auge waͤhlt, 10. Gabst du mir deinen seln iun Bann word sehr leicht das ziel ver⸗ heil, So wirst du mir gewiß aan fehlt, Nach dem wir ringen woll⸗ theil An deinem himmel scheust ien. Wir suchen oft nach unserm Ich kann nun an die ewigkeit wahn Das, was wir fliehen sollten. glauben freudig denken. — XI. Vom Lobe Gottes. Mel. Nun danket all und ꝛc. Nr. 3. 6 An, christen, bringet 8 3. preis und ehr Ben errscher aller welt: Dem maͤchti⸗ uns en, der erd und meer, Und alle 4. A ö immel haͤlt. Noch immer, 2. Lobt gott mit frohem jubelschall, — unser hoͤchstes guth, Der gro⸗fr e ße wunder überall, Auch an uns menschen thut XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 187 Femoch nicht In senne netze stets beffer, Als wit wünschen und n. versteh. Deine guͤte ist viel groͤ⸗ sicht un h. Auch, wenn kein meusch mich her, Als die kraft, dich zu erhoͤhn. bergchmhht, Will ich die sünde fliehen; Schallte gleich so hoch mein Bank, vakethuldenn de wirn allet werk Vot dein Wie der seraphim gesang: Den⸗ t einst ziehen. Ich will, wenn noih wurde durch mein loben Deine ein beiu uem fleisch Was boses noch ge⸗ huld nicht gung erhoben. „der zu, Bezenken, daß mein leib, O[ 6. O, 0 neig durch deine liebe, uͤbetsehh Mt; dein tempel ist. ͤ Herr, mein gamzes herz zu dir; erschuhid. Solit ich nach ehr and ruhm Srärk und mehre selbit die triebe estehn lot sünd und umecht trachten? Wahrer dankbarkeit in mit. Laß 1 herr, wenn du mich ehrst, mich ganz dein eigen seyn; So iner halh mich die welt verachten Du mich deines wohlthuns freun, Daß and Nes! dem zum dienst Ich leih auch mir auf dieser erde wohlthun Wie, MW seele weith; Steb, daß mein wahrer steude werde. rur mah da fets Dir wohlgefaͤllig sey. 7 Ja, laß jede deiner gaben V Stets 9e——. käugen vaben, r michsl V Kreu di ü Stets den zweck vor augen haben, 1. Iten dich sehr, o meine seele, Dazu ru sse mit verhiehn, Deine xschrach zott, mein vater, deine güte reise mich, Daß ich immer und A: E⸗ liebe Reicht, so weit ireuer dich Lieb und deinen heilgen mmel ist. Desues wohltt uns willen Freudig suche zu erfullen. Dune huld ewig, 101 du Deiner huld unendlichkeit. n n a* Werschoͤyset keine zett; Und Mel. Von gott will ich nicht lassen. fann die vielen proben Deiner= 6 Geeß ist des hoͤchsten gů⸗ würdig loben? 3 te! Wer sie nicht ach⸗ iis ich nuch mir selbst verbor⸗Itete, Welch fuͤhllos berz verriethe Auf em schooß der mutter Der nuerkenntliche! Sie reitet uns Wachtest du, für mich zu sor⸗aus noth, Exquicket nus im leide, Ueber mich schon jeden tag Verwaͤndelt es in freude, Versüßet ch den beistand deiner macht selbst den tod. 256 ich nun so weit gebracht, Und 2. Wenn meine lippen schwiegen, hat mein ganzes leben Gufes, O so versagt ich mit Das himmli⸗ sche vegnügen, Gott, lobzusingen igkeit VNie gedenket mein gemüthe,dir! Nein, herr, von meinem dank he warme dankbegier, Irner Sey jeder morgen zeuge, Und se⸗ herdienten guͤte, Ba du durch den abend steige Zu dir mein lob⸗ taufe mir Das erhabne recht gesang. pahrt, Daß, zu deinem kind er⸗ 3. Du wirst mich ferner leiten, t, Ich des segens der erlolen So unwerth ichs auch bin; Treu % voll zuversicht darf troen. dleibt zu allen zeiten Dein milder ndhel zu den zarten ingendiahren vatersiun. Ich hoffe stetz auf dich. CE da meines ledens stab; Du wirst in kümmernissen Mir und gin beschirmer in gefahren: An wohl zu helfen wissen; Dir üͤberlaß hab ich bis ins grab Einen va ich mich. ö hmen i u, der mich liehr, Einen vater, g. Ja, deine huld ist grßer, Als ihrt, I in mür gieht, Was zum wahren es der menscͤ verstehr; Dein rath . Einen vater, der unendlich besfer, Als was sein wunsch erfteht. Herr, meine zu⸗ Golt, du machsis mit uns versicht! Dir sroh mich zu erge⸗ hen, 188 Zweite Abtheilung. ben, Dich danthar zu erhehen, Sey meine liebste pflicht. Mel. Wach auf mein herz/ und singe. 577. Laniger, Aümdant und chre bringen, Baß wir so viele ga, g. Du wilitt des men chenwah gen Von ihm empfangen hahen. 2. Nur er hat uns das leben, Und seel und leib gegehen. Er ist es, der sie schuͤtzet, Und giebt, was heiden nuͤzet. ö 3. Dem leibe gieb er speisen; Die seele mackt er weise, Damit sie, frei von sünden, Moͤg wahres gluͤck empfinden. 4. Füͤr uns dahin gegeben, Ward christus, unser leben; Er, der fuͤr uns gestorben, Hat uns das heil erworben. 54 5. Sein wort wird, uns zum se⸗ en, Ein licht auf unsern wegen; Zu allen guten werden Soll selbst sein geist uns staͤrken. 2. Er laͤßt uns gnade finden, Vergiebt uns unsre suͤnden, Wenn e uns herzlich reuen, Und wir fort/ hin sie scheuen. Z. Da wir denn schon auf erden So hoch begugdigt werden: Gott, was wird nicht fuͤr gaben Fuͤr uns dein himmel haben! 8. Wir bitten deine güte, Daß sie uns stets behuͤte; Laß, dir zum freut, Ganz deinen guͤte voll, weiß vor heißer dankbarkeit Mehm. wie es danken soll. u 3. Da ich noch in der mi schooß, Mir selbst verborgen, sch Bestimmtest du fur mich das i del. Das mich zum leben rief. glüc, Eh er geboren ist; Uns gues, ward ich,(o welch ein gluth auf wie Schon als ein kind, ein chris hunl ve 5 Noch schwach und lein, uu der set ich durch dich Geschuͤtzet unsicht heuden Am geist und leibe staͤrkte m. Dein arm von jahr zu jahr.(sen, 3 6. Wenn in der jugend ich mss. Und pfad Der tuzend mich verirtt: Ahoen hat mich, herr, dein treuet in his. N Darauf zuruͤck gefuͤhrt, icht we Du warst mein schutz und mn gederfo ne wehr Vor un luͤck und Gfebrt 3. Ung Und vor dem laster, das noch wast gen. N. Wie sie, zu furchten war. gohut; 8. In kransheit hast du vaͤfe git, i Mir neue frist geschenkt: Und dih gach ve ne huld erquickte mich, Wenn si, mer ste den mich gekrankt. gu, tr⸗ 9. Wie froh und heiter ist mil g. Du blick, Da du so hoch mich liehss gu Mi Auch kommt von dir der freußh znd we schaft gluͤck, Wodurch du trost u jrgen iebst. ng ve 10. Und welche wohlthat, hih, sh in ist nicht Dies herz das fuͤhlen Emm und erl 2 . Dies herz, ganz dein, das daulhg 5. Dr wohlgefallen, Uns gute wege wal⸗ sal. Was du an mir gethaul chte. en. 9. Leit uns durch deine wahrheit, Bis wir in voller klarbeit Dich sehn, und deinen namen Dort ewig hreisen; amen! Mel. Lobt gott, ihr chritten ꝛc. oder: Nun danket all, und ꝛc. Nr. 5. ein geist erstaunt, all⸗ 378. M maͤchtiger!. Wenn er das gute denkt, Das du auch mir, nein gott und herr, So unverdient geschenlt. . Dann ist mein herz so hoch er⸗ 1I. Froh soll mir jeder tag u ssh har gehn Bei deinem ruhm und preih wohl! Ich will dich lieben und erhoͤhnl zend So gut ich kann und weiß. mein 12. In schrecken, angst, gefall. gerder und noth, Trau ich alle in auf h, 6. D Durch dich gestäͤrkt, ist selbst dul gemuͤ iod Mir nicht mehr fuͤrchterlih, kener. 13. Und wenn einst erd und 100 10 0 nel bebt Durch dich, den hertn di n wel, Will ich den preisen, det uas mo 4 f. lebt, Und mich als dann 910 24 14. Deun, herr, auch bei zunge wriien flarz Bleib ich dein eiet— vol XII. Von der Danb arkeit gegen Gott. 189 rkeit Mw. Die ewigkeit selbit ist zu Zu deinem lob und ruhm. der m 1506 l. Wer nur den lieben gott ꝛc. und 70 Men herz, ermuntre ch* dich zum preise Des Uns gites, der dein vater ist! Bedenke n glul zuf wie viele weise Du ihm zum christ zank verpflichtet bist. Bring ihm; ein, gi der sets dein heifer war, Mit asschihhheuden„ruhm und ehre dar. firkte uun herr! deine hand ist immer . sen,Zu geben, was mir nützlich d ich miss. Und dennoch wanket oft mein rirtt: hossen Auf dich, der du die liebe euer til hif. Mein gott! wie wenig bin icht werrh, Daß mir noch gnade umm nederfähr!! 6 17. d gschen 3. Unendlich groß ist dein erbar⸗ nochnust en, Nur wohlzuthun bist du ge⸗ vaͤkeli 44„ Hu, trost und huͤlfe bei. ist ni 4. Du bist es, der in meinen sor⸗ / Kehtz gu MWt rettung mir entgegen eilt; freußh sud wenn sie, noch vor mir ver⸗ trost nñ lurgen, Nach meinem wahn zu ung verweilt: So kommst du, eh V wichs verschn, Und hülfst mür, en Len ind erhoͤrt mein flehn. daulle 5. Du waͤhlst und wir kest aets das eihenl seite, Und wenn auch meine noth Wnt Mbäuft,Sefieht durch dich mein Ireil nahi doch veste; Ind wenn mi erhöhis eend ganz ergreift, So willst du · hein erbarmer seyn, Mich vom gefuh verderben zu defkein. udsl 6. Du bist mein heil! mein ganz f Icl gewüthe Ist deines ruhmns, mein klch, kester, vol, O könnt ich deine lso grohe güte Doch so erheben, wie Len du ich soll! Doch meine kraft reicht et su nicht dahin, Du weißt es, gott! i. die schwach ich bin. 4%. Und hätt ich auch viel tausend hehle züngen: So wuͤrde deines wobl⸗ e khuns preis Nie würdig gnug von 33* Auch bei dem groͤß⸗ hehnt; Drum wird auch mir, mein gtt, mir armen, Von dir nicht Und xs gach verdienst gelohnt. Noch im⸗ ennso mer steht mir deine treu Mit se⸗ jgethan. ten ernst und fleih. Denn mehr guts, als ich zaͤhlen kann, Hat dei⸗ ne huld an mir gethen. 8. Jedoch du siehst mit wöhlge⸗ fallen Auch auf des herzens redlich⸗ keit; Und hoͤrest feluit das schworhe lallen Der deinen mit zufrieden⸗ heit; Du hoͤrst es, wie ein vater pflegt, Der seiner kinder schwach⸗ heit tragl. 4 9. Druam soll mir deine huld und guͤte Bestaͤndig, gott, vor augen seyn. Ich will mit redlichem ge⸗ müthe Mein leben deinem loöbe weihn, Bis ich volllommner deinen ruhm Erheb im hoͤhern heiligthum. Bekannte Melodie. 380 N. Mit der alle gott Mit herzen, mund und handen, Der große dinge thut An uns und allen enden; Der uns von mutterleib Und kindesbeinen an Bis diesen augenblick Unzaͤhlig guts 2. Der ewig ⸗reiche gott Woll uns, so lang wir leben, Ein immer froͤh⸗ lich herz Und edlen frieden geben; Und uns in seiner gnad Erhalten immerfort, Und uns aus aller noth Erloͤsen hier und dort. 3. Lob, ehr und preis sey gott, Dem vater und dem sohne, Und seinem heilgen geist. Er der vom himmelsthrone Erbarmend auf uns chssieht, Bleibt, wie er ewig war, Unendlich groß und gut. Lob sey ihm immerdar! Mel. Warum bettuͤbst du dich ꝛc. oll freud und frommer 38 I. VB dankbegier Erheb ich meinen geist zu dir, Mein vater und meln gott. Wie froh und hei⸗ ter machet mich Der himmlische ge⸗ dank an dich! 2. Mein aug erblickt die stolze pracht Der werke deiner weisen wacht, Du riefst, da wurden Uus 190 Und erd und himmel sind noch hent Ein spiegel deiner herrlichteit. 3. Da freuet sich, allguͤtiger, Ein zahllos herr lebendiger Der milden vaterhuld, Die neu an jedem mor⸗ gen ist, Und auch des wurmer nicht vergißt. 4. Du, herr, durch den ich leb und bin, Hiebst mir so vieles gute hin Zum fröhlichen genub. Was ist der mensch hier, deß du ich So gnädig annimmst? was bin ich? 5. Den menschen kroͤnte deine hand, Dich zu erkennen, mit ver⸗ Zweite Abtheilung. ch, U tand Sie Pidere dies Had dankbar froh empfinden kann ur die viel sein gott an ihm gethan sieden 6. Und welche selge bosulz Sei Schenkst du nicht den ersizuchs Du stifter unsers heils! Msts ir wird jebes leid durch sie, Undlther h der tugend edle můͤh. f 90 2. Ihr will ich, deiner wasszensche seyn, Die theuren lebenestkes heil weihn, Die mir noch ubtih z. Di Viel hoͤhern frieden hab ich, W Als diese welt mir geben iin 1 die lehrg cch, Al XIII. Von den Gesinnungen gegen den Erlißz 30 10 Mel. Meinen jesum laß ich nicht. 8² Ju, o herrscher, stiegst —/ vom thron, Und kamst als ein knecht auf erden; Du bist würdig, goites sohn, Ewig hochge⸗ lobt zu werden. Freund, der froh sein blut vergoß, Werd und bleib mir ewig groß!. ö 2. Du, erlöser, bist mein theil: Denn du bist für mich geitorben, Du hast gugde, trost und heil Und den himmel mir erwor ben. Alles, alles ist nun mein, Wie kann ich gung dankbar? 3. Für die leiden ohne zahl, Fuͤr die leihs⸗ und seelenschmerzen Und für deine todesqugal, Dank ich dir mit treuem herzen. Treu dank ich, doch waugelhaft, Gieb zu besferm dank mir kraft. 4. Welche liehe! daß fuͤr mich Du dich gagz dahingegeben; Feurig, ewig lieb ich dich, Und will dir zu ehren leden, Will dir steis gehor⸗ dem seyn; Deun ich bin ja ewig ein 3. Nichts soll mich so sehr erfreun, Als, daß ich dir angehore, Jesum lieben, jesu seyn, Ist des christen krost und ehre. Wenn ich dein, o heilgnd! hin, Wird mir alles zum grwinn. n höke 7. Durch dich bin ich reih! hoch, Ich bin gotter kind undig Gott liebt mich: was fehs u u noch? Eins noch,— daß ich sterbe. Auch so sterben hi nur, Und dann nimmst In zu dir. 8. Drum, erloͤseten des heht Preiset ihn, lobsingt ihm stt A se suͤnden trug er gern war fuͤr ihn zu beschwerlich; die welt, die straft ar war, Hhsih; heiligste sich dar. ö 9. Preis und dank, und henn lann m keit Musse dir der weltkreiß es mi gen. Und wenn aufhoͤrt eih st sich zeit Müß ste dir der hümmi 7. Ab gen: Menschen, engel, N Ii oe Groß ist jesus, jauchzet ihm! suuden uum h Mel. Alle meuschen muͤssen sun du Vins ist nothl o Hut d 383. E dies eine Lehre y 3 7 seele doch! Alles andte, wie 0 scheine, Ist nur ein hesd Xin. Von den Gesinnungen gegen den Erloser. 192 WUnter dem das herz sich qug⸗ es hers, Und der ruhe doch verfehlet. n kann, Har dies einzige giebt ir Bahren gethan sieden dort und hier. ge hofulz Seele, willst du dieses finden, en erlilzuchs bei keiner kregtur. Laß ils! Misdts irdisches dich bin den; Erden⸗ ie, Unhusther taͤnschen nur. Af gottes thro ner wenhenschen sohne Fir lebenesskez heil Und das gllerbeßte thell. ch uͤbugl 3. Dir ilt auch das gluͤck beschie⸗ hab ich, Was maria sich erlas„Als sie, ben sanhve zu ermüden, Fromm zu jesu Hocherhoͤhien udein wah⸗ hten! Da ve gaß ste welt und ich, Als sie höͤrte, jesu, dich Nur bei bem Jesu, und mein asles seyn. Pruͤf und forsche, wie ichs meine, Tilge allen heuchelschein; Daß ich hier schon auf der erde Durch dich gut und selig werde, Und dir treu sey 101 3. tod: Nur dies eine ist mir oth. Mel. Seeleubtaͤutigam, jesu ꝛc. eld aus dapidsstamm. 384. H Jesu, gottes lamm! Selbst von gort zum heil erkoren Allen denen, die verloren: Wie er⸗ sihen saß. O wie brannt ihr her, heb ich dich, Heiland! wuͤrdiglich? die lebren Aus der weisheit mund 2. Uns von aller nöoth, Ja selbst von dem lod, Vom gericht und al⸗ lem boͤsen, Uns auf ewig zu erloͤ⸗ 3. Jesu, noͤchstes guth! Unser fleisch Erlose Mso richt aueh mein ver angen sen, Kamst du in der zeit, Herr Min erloͤser, steis nach dir; Dei⸗ der ewigkeit! halt ich nr wahrheit anzuhangen, Schenke erden inheb und krafte mir! Wenn auch ihllladte sie nicht achten, Will ich sie len; Anl lust betrachzeu, Und, mich dei⸗ Reinen Aun heiis zu freun, Ihren lehren lgsam seyn. und blut Nahmst du an, fuͤr uns zu sterben; Sun dern leben zu er⸗ werben, Schmecktest du den tod, Wahrer mensch und gott! Für die ganze welt War das 4. ich reih 3. In dir liegt der weisheit fuͤlle. loͤsezeld Deines theuren bluts hin⸗ ind undih bas die seel allein beglückt Zeigst laͤnglich, Und die gnad ist uͤber⸗ 16 fehh Vmir; und wenn mein wille Sich ssaweugich, Welche gottes rath daß schul deine ordnung schickt, Dann Uns verschaffet hat. den hisslhed ich wahrhaftig weise, Mir 5. Auf der gottheit thron, Gott⸗ mst in uum heil und dir zumn preise, Lerne und menschensohn! Sitzest du nun ttes rath verstehn, Und den weg des hen dis lebens g hn. ihm stohh. Mit vergebung aller suͤnden, Helr, begnadigst du mich dann! ich; Vst mich wahre ruhe finden, Daß ic froͤhlich rͤhmen kann: Ich bin guch bei gott in gnaden; Und was hocherhabenUnd theilst deine gna⸗ deugaben, Ale der herr vom haus, Deinen kindern aus. 0. Heiland veller huld! Unsrer gebenken, Vielmehr uns vergebung schenken. Durch dich laß uns rein Von den sünden seyn, 7. Was durch deine kraft Neue herzen schafft, Was der suͤnden herrschaft wehret, Und die lust zur tugend mehret; Das erbitten wir, Heiligster von dir. lüuden macht. Muth und kraft 8. Weck uns nur recht anf, Dabß issen ste au fliehn. remen Oaruen soll du wir das eine, wiet g 8. beshoe zum heilgen leben Kaanst und willst wir unsern lauf Unverrͤckt zu dir uallen geden, Die mit ernst sich vollenden; Fuhr uns fort mit tzeu⸗ kur bemühn, Schnoͤde sündenlust en händen Auf der tugendbahn ⸗ Fuͤhr uns himmelan. 9. Deines geistes trieb In die seele suͤnden schuld Wollest du nicht mehr ——77........ 19² Zweite Abtheilung. 1 seele gieb, Daß mit wachen und Wollst du mir gnade geben. dihlied mit beten Wir, als kinder, vor mein vertrauen auf dich rein i mitletg dich treten; So verlischt das licht heilig meinen wandel seyn; Iun sende Unsers glaudens nicht. ler truͤbsal staͤrke mich, Daßih 3. Lo 10. Shne prüfung ist Nie ein dulde williglich. Herr jesu gu Ebre wahrer christ; Willst du uns in Mein herr und gott! Mein zig helt! leiden fuͤhren, Laß uns dich nur und gott! Hilf mir auch in dalth cht v nicht verlieren! In der truͤbsals ten noth. nich 1 nachst Nimmst du uns in acht. 3. Verleih, wenn du mieh gaash Hreuz/ 11. Deine freundlichkeit, Wenn heißt, Daß dann dein engel mann ob jch v sie uns erfreut, Treibe herz und geist Jus reich der wonne tih seln sh mund zum danken, Und bewahr Dann wird mein leib und meuß h. We uns in den schranken Einer heilgen bein, Zwar erde, doch RNr wo freud, Ohne sich erheit. seyn, Als bis zum letzten tage lusl: E 12. Einen heldenmuth, Der auch lassett mich im tode nicht; hewig guth und blut Gern um deinetwil⸗ kömmst, du kommit und hallt g bet len lasse, Und des fleisches luste richt. Ach! laß mich dann dich el nuid, hasse, Gieb zu deiner ehr Uns je ne graun, Getrost als meinennich Euch u mehr und mehr. ter schaun. Herr jesu chris EH 7. N IS. Jesu, hilf, daß wir Ritter⸗ hoͤre mich! Erhore mich! Sosiefs Schwe lich allhier Alles durch dich Aber⸗ ich hier und ewig dich. Luuhnd⸗ 70 durch deine 2— empfinden„ Daß ein wahrer chri 71 Treu und ttundhaft it Bekannte Melodie. I4. Wirds zum sterben gehn, 86 Iiter ktoll m un Hingste Wollst du bei uns stehn, Uns zur 380. ter trost im ass steude. seligkeit bereiten, Und durchs to⸗Meines herzens theil! Deinemi deethal degleiten; Daß wir einstlertrene Macht, daß ich mich tun In e uns sehn Dir zur rechten stehn. Deiner herr, mein heil. Hohsh ö dich, Wie reich bin ich? Ohn gh⸗ 8⁷ In bekannter Melodie. Lch werden ardern 0 u 8 H erzlich lieb hab ich dich, 2. Unter Mir esrech sn Renk 3 9 o herr! Und meine keine stuͤrme Mir eischrecklich senh im zi seele schaͤht nichts mehr Als deiner Laß die felsen splittern, Laß I licht: gnaden gaben. Die ganze welt er erdkreis zittern, Und den einla. E freut mich nicht, Nach ihren schaͤtzen dräun! Was ists mehr? Ringen uns; frag ich nicht, Wenn ich dich nicht mich her Mag es stuͤrmen, dul sein le sollt haben. Wenn auch mein herz nern, blihen Jesus will mih gottes im tode bricht, Bist du doch meine schützen. ö ö ich ih zuversichr, Mein heiland, der, weil 3. Wenn der suͤnde schrecken Aul Uiß ig ich etlost, Mich auch im tode nicht in mir erwacken, Jesus fiilla g. 2 perstöͤßt. Herr jesu christ, Mein Mag der tod sich nahen, Michhiß Lit. herr und gort! Mein hert und grab umfahen„Jesus läßt mich Das gott! Hilf mir im leben und im Mich schreckt nicht Das pelhh ich ve 105. richt: Freudig, daß ich jesum sihs was 2. Es ist ja dein geschenk und Blick ich auf zur höhe. iesum gab, Mein geist, mein leib und 4. Wer ist, der den glauben l. g. Was ich hab In meinem aanzen le⸗nem herzen rauben, Ihn ershh Bis Ven. Daß ich es demem lobe weih, tern kann? Bei der Feinde an Den naͤchsten damit nußlich sey, Stimim ich,, gott zu lobent Jin i XIII. Ven den Gesinnungen gegen den Erloͤser. 195 Mich bewacht Des licht I ö e. upst un udel N hingst im fahil steude. heinenn, mich sfez . Hülth I tigener bekannten Melodie. Oune HH. 0/ einen jesum laß ich I87 Mednicht; Weil er sich ir mich gezeben, So erfordern e Könnnl dank und pflicht, Ihn zu lieben, klic sen IUm zu leben. Er ist meines lebens Laß iu licht: Meinen jesum laß ich nicht. n einlh 2. Er, der welt und mir gesandt, Ringin zas zu lehren, uns zu retten, Gab en/ du sein leben uns zum pfand, Daß wir will mh gottes gnade hatten. O wie bin 10 10 Wüt.. Meinen jesum cken aß ich nicht. u 9. Durch ein herz voll dankbar⸗ lelt, Durch gehorsam, den ich uͤbe, iesum nicht. iben Die kann selbst der Das zu thun, was er gebeut, Halt ich vest an seiner iebe; Traue dem⸗ was er verspricht, Und so lab ich 4. So ist er mein theil uun ruhm ershhl Bis an meines lebens ende; Ihm zuversicht; Meinen lesum laß ich nicht. 5. Wenn mein auge schon ver⸗ lischt, Wang und lippen sich ent⸗ faͤrben, Mich kein labsal mehr er⸗ frischt, Alle sinnen mir ersterben, Und das matte herz nun bricht, Laß ich meinen jesum nicht. 6. Auch im himmel ist er mir Seligkeit, und tron, und freude?: Da belohnt er, was ich hier Ihm zu ehren willig leide; Da schau ich sein ange sicht: Meinen jesum laß ich nicht. 7. Nichts auf dieser erden ists Was des herzens wünsche stillet; Du, o jesu, du nur bists, Der sie einst noch ganz erfuͤllet. Dich/ mein reichthum, rubm ünd licht⸗ Dich, mein jesu, laß ich nicht. 8. Dich, mein jesu, halt ich vest, Lasse nichts von dir mich scheiden. Weh euch, die ihr ihn vergeßt? Ihr beraubt euch ewger freuͤden. Selig! wer in wahrheit spricht: Meinen jesum laß ich nicht. Mel. Wie schoͤn leuchtet der ꝛc. iesu, jesu, gottes soh 388. O Der du, noch eh ich war, mich schon Geliebt gus rei⸗ nem triebe. Vor dir ist olles son⸗ nenllar; Mein berz ist dir auch of fenbar, Du weißt, daß ich dich liebe. Herzlich Such ich Dir vor allen Zu gefallen, Nichts auf erden Kann und soll mir theurer werden. 4. Dies eine nur bekum mert mich⸗ Daß ich mit solcher treue dich Nicht liebe, wie ich wollte. Ich selbst empfind es nur zu jebr, Daß ich durch thaten dich noch mehr, Mein heiland, lieben sollte. Laß mich Glaubig Deine güte Ins gemüthe Staͤrler fassen, Dir mnich ganz zu uͤberlassen. I 7228 3. Du stehst mit deiner kraft mir bei; Drum will ich auch mit groͤß⸗ de zohh geh ich zum eigenthum Ganz mich ter treu, Und ewig, dir anhaligen. 2. Hin in seine hande. Er ist neine Wae nas nl mersce 194 Zweite Abtheilung. 3 gefaͤllt, Nicht lust der sinne, ehr Und geld Befrienigt mein perlan⸗ gen. Ohn dich Kann mich Nichts pon schaͤtzen Recht ergötzen Und begluͤcken; Du nur kannst mein herz erquicken. 4. Den, der dich liebt, den liebst auch du, Dem schaffst du fuͤr die seele ruh Und trost fuͤr sein gewis⸗ sen. Ob mich auch manche noth hier druͤckt, So werd ich doch durch dich erquickt In meinen kuümmer⸗ nisfsen. Endlich wird sich Nach dem leide Volle freude Fuͤr mich finden; Da wird all mein trauren schwinden. 5. Noch hat kein aug es je gesehn, Es kanns auch hier kein mensch verstehn Und wuͤrdig gnug beschrei⸗ ben, Was denen dort fuͤr herrlich⸗ keit Bei bir und von dir ist bereit, Die bir orgeben bleihen. Was hier Von dir Ist gegeten, Un er leben Zu ergotzen, In bagegen nichts zu schaͤtzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, O jesu/ meine sreube seyn, Daß ich dich herzlich liebe, Und mich in dem,/ was dir gefaͤllt, Je mehr und mehr in dieser welt Nach deinem wotte uͤbe, Bis sich Fuͤr mich Je⸗ nes ledben Wird anhehen, Wo die frommen Aller trübsal sind ent⸗ nommen. 7. Da werd ich deine guͤtigkeit, Die mich schon hier so sehr erfreut, In vollem umfang schmecken; Da seh ich in dem hellsten licht Dein gnadenvolles angesicht, Auf immer frei von schrecken. Wohl mir! Preis dir! Der mir droden Aufge⸗ hoben Ewge freuden; Nichts, herr, soll mich von dir scheiden. Mel. Machs mit mir, gott, nach. O jesu, wahrer froͤmmig⸗ ö keit Vollkommenstes exempel! Dein herz, dem vater ganz Den War jeder iugend tempel; Dein wandel rein von al⸗ x ler schuld, Gott werth un N seiner huld 5 u — treulich zu erfuͤllen: Dir keineß genthums bewußt, War, ½ 1 • deine lust. 6 3. Wenn wo dein auge frevlersh, Warst du voll edler somein lasen? Doch wenn des vaters wort geih. N Buoll frend aus deinem hag kulk, An ihm nur hing dein ganzer sn— Auf ihn sah flets dein auge hin. n 90 4. Ihn ehrtest du mit wortun 90 that Vor aller welt mit freudn Oie Du warst bereit, nach seinem en Zum heil fuͤr uns zu leiden. er die liebe selber ist, So warsti auch, herr jesu christ. 5., Du zeigtest, daß die giüh noth Dich nicht zum murren iash labe Wardii gott gehorsam dis zunuch nnar Ja bis zum kod am kreuze; 15 Re da war deine zuversicht Auf ihnah zn lein und vest gericht. hen un 6. Von 75 verlassen, blich hn sthen hert An ihm, krotz alls suulch sitt d Dein hoffen war im größten shung zir sp Die sichre huͤlfe gottes. Und ui und u du hofftest, ist geschehn; Goit ˙9, 6 5 te deiner imme flehn. Ming Adran dern g le zut Messe allen gotterkuechten Das lob, AN n du so würdig bist. O selio/ u dir aͤhnlich ift! 4 7 8 Hilf, daß ich dein erempel n Auch nun zum muster sehs, l gott den herrn, gesiant gleich gj Weit uͤber alles schaͤße, Mitfnh den seinen willen hu, Und gu in seiner fuͤgung ruh. ö Mel ichwing dich auf zu deinen Wel Sont ich jetzt noch. 3 O. mir 1008 Deine 10 erschienen, Dich verlassen, goh sohn, Und der suͤnde dienen/ XIII. Von den Gesinnungen gegen den Erldser. 19⁵ dun luͤste eflecken ö reN r, alods len?* revlenh, lecht an deinen lassen in. 5 Nein, ich bin und bleib ein m 5 Wchist, Folge deinen lehren, Lasse uzer 0 beder macht noch list Meinen glau⸗ ehin sul seg shren. Fielen täusend ab, nicht wott sih; Mags die welt verdriessen! it 10 Oe wird banen unhn. auf dich ei ir doch lassen muͤssen. Iden Zägt sie mir ein heil, wie du? Mlingt sie kraft den müden, Den lhrangten trost und rah, Sun⸗ die gun eern gottes srieden? Giebt sie mir Hüll se zuversicht, Daß ich, trotz dem 6 1.% gube, Jener ewigkeiten licht Zu ne: u arten babe? Auf i) z. Rettet sie mich, wenn vor gett Wah st die vöiker stehen, Und das l.⸗ blieb h ben und den tod Ihm zur seiten V. 111 shen? Wenn dei sichre nun zu ten sh sät Aus dem schlaf erwachet; Und 115 10 er spötter, der hier schmaͤht, Bebt und und nicht nehr lachet 6. O wie thörigr, wenn ich mich 3 von 0 Noch verführen liesse, Jalu, da ner kecn sh schon durch dich Goties huld ge⸗ ettöntn dessez Da ich weiß, auf wessen 5 lob,& hort Ich die hoffnung grunde Daß selt aach ich unfehlbar dort Gnad und 0 keben finde! empelm. Nicht das leben/ nicht der tod, 656„ 10 Truͤblal nicht noch frenden, Sol⸗ gleich 0 ken mich, mein herr und gott, Je⸗ Mitfa. mals von dir scheiden. Hünden Und 0 welt und eitelkeii Und die bösen Ion triebe, Alles überwind ich weit, Herr, durch deine liebe. deinen! Wel. Seelentraͤutigam, Jesu ꝛe. Retter der verlornen sunder! Licht und seelenruh Fließt von dir uns zu. 2. Herr der herrlichkeit! Zur be⸗ stimmten zeit Kamst du nus zum heil auf erden, Warst zur duldung und beschwerden Uustrer niedrigkeit Großmuthsvoll bereit. 3. Tiefe schmach und noth, Selbst den kreuzestod Hast, zur tilgung unsrer schulden, Du, als mittler, wollen dulden, Hast durch deinen tod Uns versoͤhnt mit gott. g. Keine furcht der welt Schreckte dich, o held! Suͤnd und tod hast du bezwungen Und ein ewges heil errungen Fur die ganze welt, Durch dein loͤsegeld. 5. Deine majestaͤt, Koͤnig und proß phet! Will ich demuthovoll vereh⸗ ren Und auf deine simme hören; Denn dein reich besleht, Wenn die welt vergeht. 6 Laß mich dir zum ruhm, Als dein eigenthum, Recht und nach bir ac handeln, Und mit sreuden ir nachwandeln. Wahres christen⸗ thum Sey mein groͤßter ruhm. 7. Zeuch zu dir mein herz, Laß in freud und schmerz Mich an deine treue denken, Und, wenn noth und furcht mich kränken: O/ so gieh in schruerz Muth und trost ins herz! . Bilde mich nach dir, Daß ich eifrig hier Mich in wahrer sauft⸗ muth uͤbe, Und, wie du, die de⸗ muth liebe; Stolz und rachbegier Herrsche nie in mir. 9. Neiget sich mein sinu Zu dem eiteln bin; O, dann warne meine seele, Daß sie nicht ihr ziel verfehs le! Lenke meinen sinn Auf das ew⸗ ge hin. 10. Wecke mich steis auf, Daß in meinem lauf Nichts von dir zuruͤck mich halte, Und mein eifer nicht mir schwachen auf! ö 14 In versuchungezeit Staͤrke mich zuͤm streit; Laß mich wachen t noch er ist wohl wie du, 1 0 90 I. Wé Stifter wahrer ruh? n, g0i Fesu, freund der menschenkinder/ und mit beien Boll vertrauen vor N 2 dich erkale; In dem tugendlauf Hilf 196 Zweitee Abtheilung. dich reten, Bis nach kampf und streit Mich der sieg erfreut. 12. Will der trübsal nacht Und der menschen macht Meine bange seele schrecken, Muͤsse mich dein schild bedecken. Hab in solcher nacht Huldreich auf mich acht. 14. Einen edlen math, Daß ich irdisch guth Willig, ja mein eigen leben Mag fuͤr ewges gluck hinge⸗ ben: Solchen weisen muthGieb mir, hoͤchstes guth! 14. Solls zum sterben gehn, Laß mich auf dich sehn! Bleib mir huͤlf⸗ reich dann zur seiten Mich durch schmerz und tod zu leiten, Bis ich einst dich seh; Dir zur rechten steh. Mel. Wie schoͤn leucht uns der ꝛe. ie groß/ wie angebetet 392. Wit Dein name, o herr jesu christ! Wie theuer dein em vol ke! Welch licht gieng in der finster⸗ niß Mit bir der welt auf, wie zer⸗ riß, Wie floh des irrthums wolke! Als du Kamest, Horten taube, Und der glaube Half den kranken, Stum⸗ me sangen, dir zu danken 2. Nur schwache warens, die dein licht Perbreiteten, die weisen nicht. Wo sind sie? wo die hohen? Und wo die reichen? wo die macht, Vor der des goͤtzendienstes nacht Und sei⸗ ne schrecken flohen? List nicht, Deine gab haben Dich verklaͤret, Uns den weg zu gott gelehret. 3. Wir werden deinen ruhm öbn, Wir werden deine. sehn, Den preis von deinen leiden, die gu Heniessen, was du un⸗ erwarhs ner iie Als du für uns am kreuze Aurhs; und ze Der engel hohe frenden. Wah 4. 2 Buade, Daß wir suͤnder, Gellt het u kinder Werden sollen, Wenn as serr, an dich glauben wollen. beinen 4, Du hast dich deirer hernsß kechten leit Entäußert eine kurse au ulat, Und deinen thron verlassen; Zu 3. D nun, mit ehr und ruhm gekrin Hn r Nun machst du selig/ die versihn, Nes ei Der sunden gräuel hasfen. Nun richt Willst du Heil und leben Geinen dilbte ben, Und uns allen Helfen,% meiner wer gott gefallen.. W 5. Vom aufgang bis zum uniin gang Erschallet dir der lobgesung Erreteter gerechten. Unzhlhn und die(chaaren schon, Die gan lrite dir vor deinen thron Ein würhg Heitz loblied brächten, Ibrer Meht uog Ou tr Jesu, werden Schoͤn auf erden, di lobsingen, Preis und daut uhi ruhm dir bringen. de 6. Wie groß, wie angebeten heßrur Dein name, heiland, jesu usf, g. E Wie herrlich bei den deinen! Hüle Was du uns einst zu deiner ruh: O, uI ich zu weit herrlicher werst du Den srow, auch a fint Mel. In allen meinen thaten. men dann erscheinen! Ewig müs geschr Macht nicht, Dir zur ehre, Ihrer choͤre Loh 10 linget en, Mittler, schallen, Durch die himmel wiehin 40 Mel 99. ler 2 XIV. Von der Selbsterkenntniß und Demuth. ö gru 2. Such ich stets deinen willen 60— ö ieb, gott, wenn ich dir eisrig zu e fͤͤllen, Als es dein wol 393. diene, Daß ich mich gebeut? Trag ich der tugend bünt, Meht Aus keuntniß ihrer würde, Mh nicht erkuͤhne, Auf mich selbst slolz zu seyn. Wer kann bei seinen wer ů ken, Wie oft er fehlet, merken⸗ Und mmer mit zufriedenheit? er be 3. Entzieh ich mich den sunds mehr Wer ist von maͤngeln voͤllig rein? Auch stets aus rechten arun Und 1e Hiun, en leidin de gu XIV. Von der Selbsterkenntniß und Demuth. 197 —— wahrer froͤmmigkein? Oit sind ten triebe Nickt fruͤchte dei⸗ Nur fruͤchte der natur . Du schaffst, daß ich dich waͤhle; Iu rufst mich, wenn ich fehle, Auf uhten weg zuruͤck; Du ziehst mich ab von suͤnden, Und laͤßt mich gna⸗ de finden, Und giebst zu meiner Rßrung gluͤkc. 9. Sollt ich mich deß erheben, Vas du mir, hert, gegeben? Hab ich zum lohn ein recht? Koͤnnt ich guch alles uͤben, Was du mir vor⸗ Is geschrieben: Wer bin ich? ein ge⸗ • linger knecht. 0 Mel. O gorr, du frommer gott. 39 4 H Pund du alles giebst, * Von dem ich alles ha⸗ hei Was ist mein stand, mein gluͤck Und jede gute gabe? Es ist nicht mein, es i Ein unverdientes guth; Darum bewahre mich, Vor stolz und übermuth. 2., Wenn ich vielleicht der welt 3. Wenn mir ein groͤßer gluͤck Nach deinem rath begegnet, Und deine guͤtigkeit Mich mehr als an⸗ dre, segnet: Giebt diese deine huld Mir wol zum stolz ein recht? Bin ich darum nicht auch, Was andre sind, dein knecht? 4. Wenn ich gerhrt und groß In hoͤhern wů den stehe, Und andre unter mir Im kleinern gluͤcke sehe: Wer machte sie gering, Und wer erhoͤhte mich? Ist nicht mein naͤch⸗ ster oft Viel wuͤrdiger, als ich? 5. Wie koͤnnt ich mich, o gott, Des guten uͤberheben; Was ich besitz ist dein! Von dir hab ich mein leben, Und was ich gutes thu, Da⸗ zu giebst du gedeihn; Drum laß mich ewig fern Von floh und hoch⸗ muth seyn. Mel. Es ist gewiblich an der zeit. 395 Les mich des menschen wahren werth, Mein gort, zu herzen nehmen, Und des⸗ sen, was mich selhst entehrt, Mich allzeit innigst schaͤmen. Nie kömm es mir aus meinem sinn, Was al⸗ les ich vermag und bin, Durch dei⸗ ne weise guͤte. 2. Du schufst mich nicht blos fleisch und bein: Du hauchtest mit dem leben Mir auch zugleich die seele ein, Und hast ee ihr gegeben, Noch mebr, als was die sinne uun 6 Und durch sie schmerz und lust gebiert, Zu fassen, zu erwe⸗ gen, 3. Gott, diesen vorzug gabst du mir Vor so viel millionen, Die, auch beseelt, genaͤhrt von dir, Auf deiner erde wohnen. Was senen fehlt, verliehst du mir, Vernunft und freiheit, und mit ihr Gefuͤhl Mehr, als mein naͤchster, nuͤze; von recht und unrecht; Und wenn ich mehr verstand, Als! 4. Du schufst mich zur geselligkeit. er besitzt, besitze: Bin ich drum Und für der freundschaft freuden; mehr, als er? O, beides kommt Gabs mir ein herz voll fuͤhlbarkeit vun dir, Verstand und tuͤchtigkeit, Für andrer glück und leiden; Noch Und du erhaͤltst es mir. mehr, ein herz, das faͤhig ist, Sich N 3 dein 198 Zweite Abtheilung. dein, der du mein vater bist, freun und dich zu lieben. 5. In stiller andacht kann mein geist Sich bis zu dir erheben, Und dir, den jeder himmel preist, Auch preis und ehre geben, Auch ich kann deinem willen thun. In deiner vor⸗ licht rath heruhn, Und froͤhlich auf dich hoffen. ö 6. Nicht blos für diese kurze zeit Riefst du mich in dies leben: Zu frenden einer ewigkeit Soll sich mein eist erheben Und wird auch gleich er leib zu staub, So bleiht er nicht des grabes raub; Du wirst ihn auf⸗ ekwecken. 7. Pom himmel kam, gesandt von dir, Dein sohn zu uns auf erden; Er kam und ward ein mensch, wie wir, Der menschen heil zu wer⸗ den. Wie hoch sind wir durch ihn ge⸗ ehrt; Wie ernstlich burch ihn selbst belehrt, Der menschheit werth zu schaͤßen! 8. Und ich, ich sollte ihn entweihn, Und gleich den thieren handeln? Der flelscheslust ergeben seyn, Und nicht vor dir, gott, wandeln? Fern sey ein solcher sinn von mir! Be⸗ wahre mich, mein gott, dafuͤr Daß ich mich so nicht schaͤnde. 9. Sieb mir vielmehr, daß ich all⸗ zeit Auf mein gewissen achte, Nach weisheit und gerechtigkelt Mit al⸗ lem eifer trachte; Dich liebe, und mich deiner freu, Und so des vor⸗ zugs wuͤrdig sey, Den du mir hast verliehen. Mel. In allen meineu thaten. 6 WẽoO ich nur gutes habe, 390. W'̃'Ie deine mlde gabe, Du vater alles lichts! Mein daseyn und mein leben Ward mir von dir nichte. Und ohne dich vermag ich n— 2. Sowohl verstand als kraͤfte Zum nuͤtzlichen geschaͤfte, Hab ich aus deinet huld. Dein ists, wenn gute thaten Dem vorsaß wohl ge⸗ Zurathen; Die fehler sind— Saschuld ü sset geben wenn 3. Das gluͤck, deß ich mich sten Schaffst du nach deiner Kreuer&. 11 herr der ganten welt! Du othng die a unsre tage, Ihr gluͤck und ihre sin Ium t sat Nur so, wie es dir wohsa sichet llt. 4. Sollt ich mich denn erhehz, 4 Wenn mir in diesem leben Vishh hen; tes wiederfaͤbrt? Was hat din Nur herr, bewozen, Daß du michtis agt ie gejogen? Bin ich auch jemals I fült n sen werth) i sie 5. Ich bin viel zu geringe u. z kei huͤld, herr aller inge, Die du nn dewmn hast erzeigt. O laß michs nie znn fuiue! gessen, Wenn sich mein hetz 10. 5. messen Zum siolz und eigendinsh guf m neigt. Hema 6. Das nuͤtzlich anzuwenden, Wi ze kre du mit vaterhaͤnden Mir guüiiz u gung gewandt: Dies sey in meinem l souzf. ben Mein eifrigstes bestreben; Du siitig! zu gieb demuth und verstland. gen éb Ind g laste. 0.2 Mel. Ein laͤmlein geht und n. 397 Wern ich, o golt, dir gefuͤhrt Nuf hij nen wegen waudle; Wennich dilh deinen geist regiert, Nach dei vorschrift handle: Wenn mir m i herz das zeugniß giebt, Daß mus seele mehr dich liebt, Als alles gu auf erden: So laß durch slolz un sicherheit Mich deiner huld und gl n beh. Doch nicht verluslig hn en. 2. Wie leicht erliegt ein sianh sinn, Bekaͤmpft durch seine list Sieht ruhig auf gesahren hin, Al. vor er zittern muͤßte. Vollkomm glaubt er schon zu seyn. Dah diese sunde sey nur klein Und su pflicht nicht wichtig. Nun iu seinem falle nah, Hällt unvema und glaubt noch da, Er wandle und richtig. 3. So schwach ist, herr, der menst sobald Zur funde forigerissen! 6 4 IIV. Von der Selbsterkenntniß und Demuth. 199 hn wird gar leichtlich kalt, Nack⸗ nur maßz gehend sein gewissen. Weh ihm, . uenn er vrmessen ist, Wenn sei⸗ mich sten ze schwachheit er vergißt, In sich treue, II uur rke fiehet! Der irrthum und Du oidng jie Annlichkeit Vesiegen ihn in je⸗ 1* un stteit, Wenn er nicht gluͤcklich Ohhen slehet. 10 sich selbst, gott, vor dir erhihh, rhöbt, Kann nicht vor dir beste⸗ en Viilh, hen; Wer seine niedrigkeit gesteht/ hat dil, Rur den wirs du erhöhen. Ver⸗ u michinn gght ich andre neben mir, So mis⸗ jemalt I füllt weine tugend dir, Wie groß sie auch finde. Meln glaude hat cringe N zi keinen werꝛh. Dem, der auch Die dun denwihsn oll dich ehrt, Vergiebst du hs nit vn stie sünde. hett 10. 5. Drum lehre mit behutsamkeit eigendinh guf meine bahn mich schanen Und gemals aus vermessenheit Auf mei⸗ den, Wil n kräfte bauen. Wenn wo versu⸗ gülsg gungen mir drohn, So zeige sie meinen s% jon fern mir schon, Daß ich mich eben; Du zetig runle. Aufmerksam mache mei tand. hen blick Auf diese welt, auf zeit und gluck, Und auf die macht der t und 3. hͤte. eißts, zum gnten, herr, . Du weißts, zum gnten, herr golt, In sin ich Nur oͤtters kalt und träͤge. rt uf i Mein taͤglich raucheln machs mich wichdut, drsihtig allewege. Find ich much ach denh auf der rechten bahn: So gieb, daß mieng ich, so gut ich kann, Bei jedem Daß mall schritte wache. Bewahre mesnen alles a suß, daß nicht Stolz und verweß⸗ Hfohu se zuversicht Zu mir, mich fallen b und gb nache. uflig 7. Mein glaube, meine froͤmmig⸗ kat, Und was ich an mir habe Von ein stu ugend und rechtschaffenheit, Ilt tine Ilsth gles deine gabe. Ich bin nur stauß, in, A, den du erschufft Den du begna⸗ dkonmud digs und berufst, In deinem reich . Det, zu leben. Laß mich, entfernt von und Iu fiols und wahn, Mit demuth deine un il gab empfahn, Und dir die ehre ge⸗ vermah h vaudlenl en. 9. So werd ich, gott, von dir ge⸗ füͤbrt, Auf deinen wegen wandeln. Durch deinen guten geist regiert, er wenst en! Ech 4 Nach deiner vorschrift handeln. Ich werde nicht durch sicherheit, Durch stolz und durch vermessenheit Von deinem worte weichen. So bleibt auch deine gnade mir, Und ich werd, unterstuͤzt von dir, Des glaubens ziel erreichen. ö Mel. Wer nur den lieben gott a. oder: Du weiser schoͤpfer ꝛc. Nr. 4. 8 Woeesrage! wichtig ist 39 die frage! Gott, lehre sie mich recht verstehn! Gieb, daß ich mir die wahrheit sage, Um mich, so wie ich bin, zu sehn. Wer sich nicht selöst recht kennen lernt, Bleibt von der weisheit weit ent⸗ fernt. 2. Ich bin ein werk von deinen haͤnden, Du schufst mich gott, zu deinem vreis; Dazu mein lehen an⸗ zuwenden, Das ist dein vaterlich geheiß. Doch, leb ich, als dein ei⸗ genthum, Auch, wie ich soll, zu deinem ruhme 43— 3. Ich bin ein christ nach dem be⸗⸗ kennmniß; Doch, bin wich das auch in der that? Herr, oͤffne selbst mir das verstandnib, Recht einzusehn, ob ich den yfad, Den jesus mir ge⸗ wiesen, geh, Und ob ich auch im glauben steh? 4. Du tennest unsers herzens tie⸗ sen, Die uns selbst unergruͤndlich ind; Drum laß mich oft und ernst⸗ ich vruͤfen, Ob ich sey christo gleich⸗ gesinnt. Befteie mich vom falschen wahn, Der auch den kluͤgsten tau⸗ schen kann. 5. Wie kann der, der bei allem wissen Des herꝛens zustaud sich ver⸗ hehlt, Auf wahre beßrung seyn be⸗ flifen, Er, der nicht weiß, wie viel ihm fehlt? Sich selbst recht ken⸗ nen, ist verstond, Drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem heilinoch fehlet, Mein vater, das eutdece mir lHah iih der wahrheit weg er⸗ waͤb⸗ 20⁰ deine gnade, 2 suchen lern. Gieb XV. Von der Selbstliebe. Mel. Jesu, deine tiese wunden. 3 Del ich mich, mein gott, 99. selbst liebe, Kann dir nicht mißfaͤllig seyn, Du, du pflan⸗ zest ja Die triebe Tief hiezu den menschen ein, Lenke du nur mei⸗ nen sinn Auf die wahre weisheit hin, Daß ich nicht mein gluͤck ver⸗ sehle Und selbit das verderben waͤhle. 2. Hilf mir, alle meine pflichten Recht verstehn, und mit bedacht Auf das mein bestreben richten, Was wahrhaftig glucklich macht. Ber dir, o du hoͤchster, lebt. Und dir zu gefallen sirebt, Der nur Zennt der seele adel, Der nur liebt sich ohne tadel. 3. Doch, wie oft und leicht ver⸗ fuͤhret Eigenliebe unser herz! Durch den außern schein geruͤhret, Wuͤnscht es freud und wählt den schmerz, Sucht und sindet niemals ruh. Hofft ge, und kommt nie dazu, Weil es sich verliert in dingen, Die kein b wahres gluck uns bringen. Gegen mich verblendet sey. P selbst den trieb mir ein, Mich z allem dein zu freun, andret wohl zu trachren, nd i dlem wie du willst, zu achten. 6. Gieb mir dann auch daß uuh bringen, Mich zu lieben, ie st soll; Laß mich eifrig darnach tingm, Was mir dient zum wahren vall Auc dem nachsten beizustehn, Lh reich stets auf ihn zu sehn; Ahn alles dich zu lieben: Das/ da gi mir treulich uben. 0. Ei Auch uut urleht M 40 heures Mel. O gott, du frommer gol uhr u willß es, hert, wij su/ 400. D 30tr, Oß 10 n. selber liebe. Gieb, daß ich Rs, Belch pflicht Nach deiner vorschrist A, Mie v Und laß den selgen trieb, Mh, se, g meines glucs zu freun, Den ii hus, mir eingepflanzt, Nie mein verdeh deiner en seyn. ů—3. 2. Gieb, daß mein ganzes hua Pestir 4. Wir versaͤumen unsre pflichten, Von beguemlichkeit regiert; Wer⸗ den, wenn wir guts verrichten Oft von eigennutz verfuͤhrt. Nur gar lelten trachten wir Nach dem wah⸗ ren ruhm bei dir; Und, wie oft sehlts uns am wollen, Wenn wir anderun dienen sollen? . Mache, o mein gott, in gna⸗ den Mich von solcher unart frei, Daß ich nicht zu meinem schaden Sich deiner liehe weihe, Und dis Lebt ich uͤberall Dich kindlich lch hurr scheue. Wer als ein christ sich llelz Hherer Der flieht auch, als ein chunh, keif z Was deinem heilgen rath, Ogoh, A. K eutgegen ist. Selht 3. Kein schnoͤder eigennutz Behem Zu j sche alag— 6„Und. amutt. l, nem gluͤck Ich weg und mittel wihl, heil, le; 8⁰ laß mich siets dabes dul ersehe recht und wahrheit schaun, 00 5. 2 XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. — 201 wen wohlergehn Auf andrer lend baun. oc sh Hein sluch rift jedes glück, und ii Gobei die tugend leidet, Dabei 91 U0 6 Ir, der es sucht, Gott, deine wege lichts uih uubet. Wer unrecht lieht und tbut, mic un ght deinen himmel nicht; Nie vom sis gesse mich, o goit, Dies schreckliche gricht 2— 5 Nie blende mein gemuͤth Der dulkeiten schimmer; Die welt mit ster lust Vergeht doch einst auf inmer. Was hilft doch kurze lust? Vos hilft uns— pracht? Nicht ů‚ eh vergäͤnglich guth Ilis, was uns h en ghhelich macht. Mich ul 6, Ein gottergebnes herz, Ein un⸗ Das bleibt uns auch im tod, Und folgt uns aus der zeit, Zum gro⸗ kei. segen nach, Bis in die ewig⸗ eit. 2. O selig, wer darnach Mit heil⸗ gem eifer lrachtet, Und fuͤr sein groͤßtes gluͤck, Gott, deine gnade achtet! Der liebt allein sich recht, Der findt schon in der zeit Die wah⸗ F9 und einst Vollkommne se⸗ igkeit. 8. Das sey mein zweck, mein fleiß O segne mein bemuͤhen! So wird das wahre wohl Nigt meinem wunsch enkfliehen. So liebe ich mich so, Wie dir es wohlgefaͤllt, Und über alles dich, Mein gott, und Auch uu nrleht gewessen, Nur das kann uns „i Aein Des ledens last versüßen; das vol n, wle ih ach ringi, hren wohl. ehn, Al, nr Hähg Mul. Kommt her zu mir, spricht ꝛe. X I. H*, meinerseeie großen 401. O wertb, Den mir dein heures wort erklaͤrt, Laß mich mit mer gün kiul bedenken, Und auf die sorge Ilrihr wohl So unermuͤdet, als ich hert, mih sel, Den großten eifer lenken. 5ich n, 2. Wie hoch ist sie vor dir geackt, ich Hih, Welch gluck hast du ihr zugedacht!“ hrift Ii5 Wie viel an sie gewendet. Du schufft „ Mi se, gett, dein bild zu seyn Und „Den Ii, hast, es in ihr zu erneun, Selbst in verbeh deinen sohn gesendet. nicht die welt. XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. seyn, Mich ewig deiner huld zu freun, Und dich zum trost zu wäah⸗ len: Das sey mein fleiß und hoͤch⸗ ster zweck; Lah mich dazu den rech⸗ ten weg Aus leichtsinn nie verfeh⸗ en. 6. Wer suͤnde liebt, bleibt nicht vor dir: Drum schaffe selbst, o gott, in mir Ein herz, das sünden hasset, Das seine schuld vor dir be⸗ reut Und das zu deiver guͤtigkeit Durch christum hoffnung fasset. 7. Gieb, daß ich dir mich ganz er⸗ — 3. Zu groß fur diese kurze zeit, mzet hel Bestinrnit zum gluck der ewigkeit, Und Ii; Lebt sie im fleisch auf erden, Durch eht u glauben und gottseligkeit, Zu grö⸗ sichllel, in chil, keif zu werden. „Ohoh, g. Mit großer treue willst du sie, „Selbit durch des lebens kurze müh, Behemh Zu jenem leben führen. O, laß zn ul mich nicht durch eigne schud Das ttel nih, heil, das deine vaterhuld Ihr aus⸗ abel dul ersehen, verlieren! i, 0 3. Wie du, o gott, gesiunt zu huet vollkommenheit Im himmel geb; Und was ich noch auf erden leb, Laß mich im glauben leben An jesum christum, der auch mich So hoch geliebet, daß er sich Fuͤr mich dahingegeben. 8. In meiner ganzen pilgrimschaft Laß mich, gestaͤrkt durch deine kraft, Nach jenem kleinod trachten, Das nur dein ruf vor augen stellt, Und alle güther dieser welt Wie nichts dagegen achten. 9. Wie selig werd ich dann nicht seyn! Schon hier werd ich mich dei⸗ N5 ner 202 Zweite Abtheilung. ner freun, Durch dich, gott! ruhig leben; Und du wirst nach vollbrach⸗ ter zeit, Auch mich gewiß zur herr⸗ lichkeit In deinem reich erheben. Mel. Straf mich nicht in deinem ꝛc. ache dich, mein geist, 402. bereit! Wache, sleh und bete! Daß dein herz zur boͤsen zeit Nicht von gott abttete. Ach, schon ist Maͤncher christ Von ver⸗ ben! Mloͤtzlich überwun⸗ en! 2. Auf dann, und ermuntre dich Aus dem sichern schlafe! Immer, glaub es, zeiget sich Bald darauf die strafe. Der faͤllt leicht, Dem es daucht, Daß er sicher stehe Auf der tugend hoͤhe. 3. Wache! denn hier hat der christ Noch von allen seiten, Was der seele schaͤdlich ist, Muthit zu be⸗ streiten. Gott laͤßt zu, Bab auch du, Wenn du sorglos wallest, In versuchung fallestt. 4. Wache! daß dich nicht die welt Durch gewalr bezwinge; Oder, wenn sie sich verstellt, Listig an sich brin ge. Wach und sieh, Duß dich nie Die verfuͤhrer faͤllen, Die dir netze stellen. 5. Wach, und hab auf dich wohl acht! Trau uicht deinem herzen. Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes huld verscherzen. Ach, es ist Voller list, Weiß sich selbit zu Gen Und miag gera sich schmei⸗ cheln. 6. Aber bet auch stets dabei, Be⸗ te bei den wachen; Das wird dich von traͤgheit frei Und behutsam ma⸗ chen. Gott verleiht Munterteit Auf 410 rechten pfade Durch er betne gnade. 7. Nohe dich denn mit gebet Oft zu seinem throne; Wenn dein herz nur glanbig fleht, Hört er in dem fehne, Er verheiht Seinen geist, Mit ihm kraft und leben, Auf dein flehn zu gehen. treu, Den lauf iurück zn S. Nun, fo winl sch une Wachen, kampfen, beten, Un MI mehrt sich die gefahr Mie von gn 40⁰• 0 ahtreten, Kurze zeit Waͤhrt streit, Und welch eine krone Wih aitig mir dann zum lohne! glader Wie w I er Mel. Was mein gott will, dagl. oder: Das jesulein soll dich h 9 0 Men gott, erschash, bhn? aw hast du wich 10 henn ewig froh zu leben. O moͤchte doh an, mit inbrunst sich Mein herz dahn Oas i erheben, Wo volles heil Hein wih Den zu theil, Ber hier dich treu verth. i dei tet; Wo alles leid Der prüfunge 3. zeit In wonne sich verkehretl + 2. Wenn dieses lebens last mih den druͤckt, Weß soll ich mich danin ins, Mein sten? Die hoffnung isto, die mih sltt! erquickt, Einst auch mit den erlosen sh m Bei dir zu seyn, Und, frei vn dobon pein, In ewigkeit zu leben. Eun, ich denn hier Nicht mit begier Nu wilt? solcher hoffnung sreben? blle 3. Was llaͤrkt mein herz mit muth und kraft, Nach deinem wort l wandeln, Und auch als dann gensß senhaft, Wenn suͤnde lockt, in hen⸗ delu? Ein oͤftrer blick Auf jen glück Des wonnevollen lebenh; Richt ich dahin Nur meinen siuh, So kaͤmpf ich nicht vergebens. 4. So gieb denn, daß ich glles 4⁰ Vorzuͤglich darauf achte, Und nah, dem gluͤck der ewigkeit Vor glex, dingen trachte; Damit ich tren zn gond glauben sey, Der iugend ⸗frücte bringet. Denn ewges heil Witdun zu theil Dem, der darnach tehh ringet.. 10 Sie 3. O wäͤre dieses heil schon mall O schmeckt ich schon die freudeh, Die dort sich finden, frei non zu Und frei von allen leiden! Sih dieser zeit, Mit ruh und frah Doch stets, mein geist, entgegrn Herr, steh mir bei, gulen egen,. — immerdg Und ver von goh Baͤhrt da one Wid 7. du dich L. erscha oͤchte doh; n erlosla frei von en. Soll 4 giet Nach mit mulh 1 wort nn gewi⸗ in han Auf jent lebenl; nen siun, bens. h gllegct, Und nah Vot gllax treu In ftücie Witd ach rehn on meill freudel/ jon hesl, nI Sich d fteud, ntgegenl guln egen. 404. Das XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib 205 M. Nis gewißlich an der zeit. — Monenanhr wenr musch isrig ringen 1. Hich die achimten In sicherheit hinbringen; Nie wuͤrd ich einst vor dir bestehn? er in dein reich wuͤnscht eimzu⸗ gehn, 9. Erst an dem sch hahn Auf seine sünden sehen; Und wenn man nicht mehr suͤndgen kuun, Gott um erbarmung flehen: ist der weg zum leben nicht, Den uns, o gott, dein unterricht U deinem wort bezeichnet. 3. Du rufst uns hier zur heili. 9ung Drum laß auch hier auf er⸗ den Des geisies wahre besserung Mein haupkgeschaͤfte werden. Herr, i in mir dazu den trieb; Nichts luß der lebens⸗ s mir je so groß, so lieb, Mich h Nvon abzuwenden. „Gewoönn ich auch die ganze helt Mit allen ihren freuden, Und sulte das, was dir gefaͤllt, O goit, keit Laß, herr, mich sie in sich haͤlt, Solli ich die kurze setzen. beit Muß reines herzens werden. daruͤber meiden: Was huͤlke mirs? nie kann die wolt Mit allem, was Mir deine gnad er⸗ 5. Was fuhrt mich zur zufrieden⸗ Schon hier in diesem leben? Was kann mir trost und freudigkeit In noth und tode geben? Nicht menschengunst, nicht irrdisch gluͤck, nur gottes gnade und ein blick Auf senes lebens freuden. 6. Nach diesem kleinod, herr, laß mich Vor allen dingen trachten, Und, was mir daran hinderlich, Mit edlem muth verachten. Daß ich auf deinen wegen geh, Und im gericht dereinst besteh, Sey meine groͤßte sorge. 7. Doch was vermag ich, wenn du nicht Vor traͤgheit mich beschuͤ⸗ zest, Und mich zur tren in dieser pflicht Mit krakten unterstützest? O staͤrke mich, mein gott, dazu So find ich hier schon wahre ruh Und dort das ewge leben. 1 XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib. Mel, Wer nur den lieben golt ꝛc. edet: Du weiser schoͤpfer ꝛe. Nr. 4. er wohllust reiz zu wi⸗ 40 derstreben, O christ, Ioß deine weisheit seyn! bewahre, libst dn gluͤck und leben, Dein herz von ihrem gräuel rein. Vor ihrer schnoͤden luckung fliehn, Heißt dem herderben sich entziehn. 2. Die wohllust kürzet unsre tage Sie raubt dem koͤrper seine kraft, Und armuth, seuchen, schmerz und Rage Sind fruͤchte dieser leiden schaft. Der haßt sich selber, de sie liebt, Und sich in ihre fesseln giebt. 3. Sie raubt dem geiste und staͤrke, Schwaͤcht den versta der seele licht: Sie raubt den ei dler werke, Und ernst und lust mut 3 0 jeder pflicht. Sie fuͤhrt reu und gewissensschmerz In das ihr hinge⸗ gebne herz. 4. Der mensch siukt unter ihrer buͤrde Zur niebrigkeit des thiers herab; Er schaͤndet und entehrt die wuͤrde, Die ihm sein weiser schoͤyfer gab; Vergißt den zweck, damn er rebt Weil er nach niedern luͤsten strebt. 4. 5. So schimpflich sind der wohl⸗ lüst bande! Schon vor der welt sind sie ein spott; Sie sind vor dem ge⸗ wissen schande, Und noch weit mehr vor dir, o gott! Der lastersclap entflieht dir nicht: Du forderst ihn hsvor dein gerickt. * ud, 6. Du uͤbergiebst den dem verder⸗ fer ben Schon hier, der seinen leib usentweiht; Und hue wird der den ö Him⸗ 204 Zweite Abtheilung. Der sich unreiner luͤtte freut. Drum fleh ich demuths⸗ voll zu dir; O schaff ein reines herz himmel erben, in mir! 2. Gieb, daß ich allen boͤsen luͤlen Mit muth und nachdruck widersteh; Und stets, dawider mich zu ruͤsten, Auf dich, allgegenwaͤrtger, seh Denn, wer dich, gott, vor augen hat, Flieht auch verborgne misse, that. In voriger Melodie. es leibes warten, und 406. Deinn nähren, Das is, o schoͤpfer, weine pflicht: Durch eigne schuld ihn zu zerstoͤren, Ver bietet mir dein unterricht. O stehe mir mit weisheit bei, Daß diese yflicht mir heilig seꝛ? 2. Soüt ich, o herr geringe schaͤ⸗ tzen, Was deine hand mir anver⸗ traut? Den wundervollen bau ver⸗ letzen, Den du, als schöpfer, selbst erbaut? Weß ist mein leib? er i ia dein: Sollt ich denn! sein zerstoͤ⸗ ret seyn? 3. Ihn zu erhalten, zu beschützen, Giebst du mit milber vaterhand Die mittel, die dazu uns nuͤtzen, Und zum gebrauch giebst du verstand. Dir ist die sorge nicht zu klein: Wie sollte sie es mir denn seyn? 4. Gesunde glieder, muntre kraf⸗ te, O gott, wie viel sind die nicht werth! Wer taugt zu des berufs geschaͤfte, Wenn krankheit seinen leib beschwert? Ist nicht der erde groͤhtes guth Gesundheit und ein heitrer muth? 5. Drum gieb, daß ich mit sorg⸗ falt meide, wohlsein stoͤrt; Daß nicht, wenn ich je kK rankheit leide, Mein geist den innern varmurf hoͤrt: Dusselbit bist störer deiner ruh, Du zogst dir selbit dein uͤbel zu! . Laß jeden sinn und alle glieder Mich zu bewahren achtsam seyn; Und oruͤckt mich eine krankheit me⸗ Was meines körpers it Worauf mein wahres glück heruhl. sehn. ö der: So söße Fac- NnN ein. Gieb froben wath.—— 10 2 verleih, Daß auch des a gedeih. rues un Hilf Auf.) seyn. 8. Mein größter fleiß auf isn erde Sey meinem geiste, gott, zy weiht, Daß er zum himmel wash werde, Noch in der vorberestung zeit: So wird sich leib und seil hen, dein In alle ewigkeit erfreun, allt e Mel. In allen meinen thaten u. as ist mein zeitlichlg 407. Wẽĩ ben, Das du 5 2. gott, gegeben? Ein unschuhbale leben; gut„Du gabst mirs; hier auß seun erden Zum himmel reif zu werhn, giden Mel 2 Hier wird die saͤat gestreuen, uuß Dort erndtet man, erfrenet, da nub! tugend fruͤchte ein; Je laͤnzet h. L hier lebe, Und gut zu handeln su, Rit be, Je groͤher wird mein gluͤctbm De, seyn.—* Daß 3. Sollt ich dles gluͤck mir taubenl Daß Oherr, laß mir, im glauben Ie Hasätt künftgen erndtezeit, Mein leben 4. auf der erden So werth und mih lade, tig werden, Als es mir selost dein dlotbr wort gebeut. uoch! 4. Mir selbst es zu verkürzen, o got Mich in den tod zu stürzen, A gauf wider meine pflicht. Ein reilichg luß! gemüthe Lohnt nie mit undauk gü te Eutweicht auch dem berut nicht. 5. Was leicht in krankheit slhl/ zet, Das leben leicht verküthet, Laß mich mit sorgfalt fliehn; Doh auch nicht aͤngstlich zagen, Fuͤr masn ne pflicht zu wagen Was du mil, gott, fuͤr sie verliehn. 6. In deine vaterhaͤnde 210 V ö XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib. 9⁰⁵ s/ berr/ mein ende, Und meiner Leduld—. 91— Es sey mein ganzes le⸗ „Aund dan hen Oir hier zum dienst ergeben; arnes un Hüf du nur selbst der schwachheit x uuf.—.— nicht I v. Wie heilsam ist das leben Dem, rpers 0— dir ganz ergeben, Nach wahrer nen schiw ugend Krebt! Drum will ich dich oth mirh, steu lieben, Mich stets im guren ohl laß üben: So hab ich lang und wohl nen soizn gilebt. auf diesh ͤ 40— Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. nmel wes Zie mannigfaltig sind an 08. Wode gaben, Wodurch, und seih hert, deine huld uns nahrt, Die reun, alles gute, was wir haben, Be⸗ fündig, und so gern gewaͤhrt. Auch has, was unser mund genießt, tigt uns, wie gut und mild du Zeitlichlz Uit. dank gü⸗ ö betuf 5. So will ich denn mit freuden essen, Was deine vaterhuld mir schenkt; Nie aber auch, o herr vergessen, Daß sie mich speist, daß sie mich kraͤntt; Nie, daß sie keine lust m ir wehrt Als die, die schadet und zerstoͤrt. 6. Drum laß die kraft, uns zu vergnuͤgen, Die du in speis und trank gelegt, Mich nie, o hoͤchster, so besiegen, Daß sie zum schwelgen mich bewegt; Laß, deiner gaben mich zu freun, Mich maͤßig im ge⸗ nusse seyn. 7. Mit speis und trank sich so be⸗ schweren, Daß man derselben uͤber⸗ voll, Dadurch wird das, was uns ernaͤhren Und unser herz erquicken soll, Ein gift, das in die adern schleicht, Und krankheit, schmerz und tod erzeugt. 8,, Unmäßigkeit raubt uns die krafte Zu dem, was uns die pflicht gebeut! Macht traͤge zum berufs⸗ teit; Erweckt unorduung, streit unb dank, Erstickt den dir, gott, 10. Wit dank. 9. Wer sich deg bauch zum gott erkohren, Unmäßig deine gaden braucht: Der ist fuͤrs himmelreich verlohren, Zu dem kein knecht der luͤste taugt. Gott. gal mich ja dies laster scheun, Enthaltsam, ma⸗ big, nuͤchtern seyn! eit slü rkuͤret, Bese ich XVIII. geschaͤfte, Untuͤchtig zur gottselig⸗ —6⸗............... 2⁰ Zweite Abtheilung. XVIII. Von der Arbeitsamkeit und Treue im Beruf. Mel. Allein gott in der hoh seh ꝛe. A deiner milden se⸗ 409. geushand, Du geber aller haben, Muß jedes volk und jedes land Des guten zufluß haben. Mit großer weisheit haͤltst u haus, Und breitest deine güte aus, Der volker wohl zu grunden. ů 2. Von dkommt kunst und wis⸗ senschaft, Wodurch die laͤnder blůͤ⸗ hen. Du schenkest jeglichem die kraft, Sich nützlich zu bemühen In seinem amt, beruf und stand, Dar⸗ zu dein rath ihn tuͤchtig fand, Zum beßten mitznwirk n. 3. Als milder geber zeigst du dich Den voͤlfern aller lande; Und dungeist verknuͤpfst sie unter sich Burch dei⸗ nes segens bande. Zum feruen ost, zum fernen nord Strömt deines segens quelle fort Von westen und von luͤden. 4. Du giebst den schiffen ihren lauf Auf stroͤmen und auf meeren, Und hilfst dem flor der handlung auf, Viel tausende zu naͤhren. Zur nothdurft, zur beguemlichkeit Ver⸗ theilst du deine gaben weit Von ei⸗ nem end zum andern. ö 5. Du segnest jedes menschen fleiß Zum nutzen seiner brüder. Was er nur gutes kann und weiß, Dos kommt von dir hernieder. Was deine hand uus zugewandt, Das fliesset stets aus hand in hand Durch nutzliche gewer de. 6. Herr, unser gott, wir preisen dich Mit dankbarem gemüthe. Du herrschest unveraͤnderlich Mit weis⸗ eit und mit guͤte. Geuß deinen segen ferner aus Auf unser laud, auf jedes haus, Zu deines namens ehre. 7. Hilf, daß ein jeder redlich sey In seinem thun und handel; Recht⸗ schaffen, brüderlich und treu In I0. seinem ganzen wandel. Mit Iu /, o pater, wendest du Den l I deinen segen zu, Das solch ransh hn! bewohnet. Il. d Daß Mel. Herr jesu christ, dich u. 356 ott, bessen handdieng 6 410 G ernaͤhrt, Und iedeh mann sein theil gewaͤhrt, vaß dn Wel. nen segen auf mir ruhn, Und uih ger; mein werk mit freuden thun. 2. Du sorgst fuͤr mich, doch sh daß ich Auch sorgen soll, zu thym. was mich Dein offenbarker uih heißt; Dazu verleih mir denng I. gule; Abeit se un Iun mit sei eist. 3., Hilf, daß ich stets in dinn welt So lebe, wee es dir gesällz Mich von der sünde zu deftan ge for Laß meine erste sorge sehyy. 2. 4. Stehts erst mit meiner sul; macht wohl, Dann lehre mich uerft ich soll, Auf meines leibes wohlit sehn. Mit wahrer christenwelthel ehn. ů . Dic ruf ich an, verlh i im nicht! Du weißt ja wohl, was nit 3. 6 gebricht. Was du willst gehen, uud l. gieb du mir, Und dann zufticheg gen: heit mit dir. Und 6. Mit beten geh ich au ma senen werk, Gieb du dem leibe krast ul segnet stark; Mit dir fang ich die arheh herz n an, Durch den ich sie vollas D. kann.% dich 2 7. Erleichtre mir der arbeit li licht v Laß mich, wie du befohlen hasst sch nis Das thun, was meines sandehl dein Erfreut, daß du mein helfer H. cherer 8. Zu dir hoff ich voll zuversh. Du werdest meinem fleihe nih. Dein segnendes gedeihn enti. Bergebens ist soust mein bemh 9. Du machst die duͤrren dej gatlic Ach, naß, Du kleidest blumen, 000 lxeude VVII. Von der Arbeitsamkeit und Treue im Beruf. 207 ö su Für deine sorg ist nichts zu reue si: Du wirst auch mein versor⸗ ö u. ö 10. Bertand ich nur nach deinem „ im, So lang ich noch auf erden Mit uuh Iu, Mit deinen gaben umzugehn: Dem luh gie wohl würd es dann um mich oich ein Eitegchn! l. O mache mich dazu recht treu, Haß ich dir thaͤtig dankhar sey! „dich u. Huf, daß ich sorge, wie ich soll; Jy.sorge du, Io geht mirs wohl. unda e Ma nan, dan hm. ui ode Lobsinget gott, und ꝛc. Nr. 5. „ doc 00 ott ists, der das ver⸗ bun u. KLL. mogen schafft, Das gute zu vollbringen. Er gieht zur Gbeit muth und kraft, Und laht se uns gelingen. Was man mit ihm nur unternimimt, Wird, wenns nit seinem willen stimmt, Nicht oh⸗ le fortg ang bleiben. 2, Wer das zu seinem hauptzweck nacht, Gefaͤllig ihm zu werden, 25 woblt guerst nach seinem beifall trach't, Iuwelhe D Hiebt er auch auferden. Vom enmelchel salchen, mit milder hand, So viel, heim fleiß in seinem stand, Als hm wahrhaft nuͤtzet. nir deineg. in dlesh hit gefäll; u Wm yn Heintt sih auch, i erlaß nih was n Ile die ud lehn; Er krönet sie mi ů 970 3 8 oͤnet sie mit gna⸗ zustiheh sen: Was sollte ihrer feinde hobn und miseunst ihnen schaden? Mit linem schutz bedeckt er sie, Und sehnet, bei des lebens muͤh, Ihr hetz mit trost und utt, dag 4. Drum gieb, o gott, daß ich auf dich Bei meiner arbeit sehe. Mit licht und weis heit seane mich, Daß ich nie wege gehe, Die mir, herr, dein gesetz verbeut. Nach chrislli⸗ Her rechtschaffenhert Laß mich vor alem trachten. entich. 5. Laß müssiggang und trägheit denlh nich, Als dit misfallig, meiden, Ren und hilf, daß ich, gestarkt durch lubn dih, Voll muth, mit lust und 72 6 sguden, In meinem stand geschaͤf⸗ an wich kraft un. die arhih vollende rbeit la blen Ha tandess helfer H. zuverschz eihe nih 3. Gott ist der frommen schildis tig sey; Dein segen kroͤne meine treu, Daß sie auch andern nütze. 6. Sey uͤberall, mein gott, mir mir! Die werke meiner haͤnde Be⸗ fehl ich, allerhoͤchster, dir; Hilf, daß ich sie vollende Zu deines gro⸗ ßen namens preis, Daß mir die frucht von meinem fleiß In jenes leden folge. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛ. Mit dir geh ich an mein 12. Ugeschäfte Oarnt! du giebst durch deinen geist Mir auch gewiß zur arbeit kraͤfte, So lange du mich leben heißt. Laß, dieser boffnung mich zu freun, Auch dei⸗ nen rath mir heilig seyn. 2. Der ehrt dich nicht, der seine tage In traͤgem müssiggang ver⸗ lebt, Und, sich und andern gleich zur plage, Das ihm geliehne yfund vergräbt. Du bisis, der uns den fleiß gebot, Und wer ihn uͤbt, ehrt dich, mein gott!!. 3. Du gabst, mit soviel andern trieben, Uòns auch den trieb zur thaͤtigkeit, Und, ihn aufs nuͤtzlichste zu üben, Giebst du uns auch gele⸗ genbeit. Du rennest unsrer arbeit muͤh, Und deine kraft erleichtert ie. 4. Laß mich auf diese ordnung se⸗ hen, Ihr folgen und mich ihrer freun. Wie, solli ich dabei irre gehen, Und nicht vielmehr gesegnet leon Von dir, der du der arheit 940 Auch reichen lohn beschieden ast ꝰ? 5. So wart ich, gott, auf deinen segen, Und sorge nicht, wies wer⸗ den soll; Ich geh ihm doch gewiß entgegen Und bin der frohen hoff⸗ nung voll: Mein fleiß ist wohlge⸗ faͤllig dir; Du siehst und du ver⸗ giltst ihn mir. 6. Ich troͤste mich deß nicht verge⸗ bens, Bleibt er gleich unvergolten hier: Du reichst am abend meines lebens Auch mir der treue lohn da⸗ sůͤr. 208 Zweite Abtheilung. für. Dann freu ich mich in ewig⸗ keit Des nuͤtzlichens gebrauchs der zeit. Mel. Aus tiefer noth schrei ich ꝛc. ö ach deinem rath, o 4. 13. N gott, sind wir Zum fleiß bestimmt auf erden; Du willst es daß wir alle hier Einander nütz⸗ lich werden. Gieb mir verstand und lust und kraft, Geschickt, treu und gewissenhaft Zu thun, was mir ge⸗ puͤhret. 2. Hilf, daß vor traͤger weichlich⸗ (Eeit Ich standhaft mich bewahre; Und wo die pflicht mir muh gebeut, Nie meine kraͤfte spare. Erholen darf ich mich nur dann, Wenn ich, von kraft erschoͤyft, mich kann Zu neuer arbeit staͤrken. 3. Gieb treuen fleiß, und laß mich nicht Die zeit mit nehendingen, Und mit versaͤumung meiner pflicht, Verschwenderisch verbringen. Das muͤsse mein vergnuͤgen sehn, Mich den geschaͤsten ganz zu weihn, 94 du mir auferleget. weiser rath, mein gott, eshn Eit 4. Ein heilger trieb belebe m—— Ohoͤchster, meine pflichten 0 N ke ner furcht, gestarkt durch dich. Kaun i freuden zu verrichten. Ein gah sh, döͤ das sich des guten freut Gielt ul gla der arbeit munterkeit, Machiih un m ter 80 uch vo dit U. De 5. Laß mich vor dir, berr, uum Iun, ruͤckt Mit einem herzen i hn Das geiz und ehrsucht nie best eichthu Gewisseuslos zu handeln. Man in tode ben deinem dienst zu weihn, E an tag nuͤtzlich, als ich kann, zu seyn: du d kein sey mir ehr und reichthum., Lel 2., Dir zu gefallen, sey menz lit, Bei allem, was ich thue: Go Wab d es gehe, wie es will, Doch mi Eß nüß jewissen ruhe; Denn wer dir A die* igster, mißfaͤllt„ Was nuͤhel su dem u die ganze welt Mit allen sis hens u schaͤten? 7. Gieb, daß mein fleiß in hin sbaft: ruf, Dazu mich auf der erde dil Iu, ö Mir eine stufe werde, Worapssh 6 nach vollbrachter zeit Zut Hhun en, d Hege. Des bessern shnn segen d eige. M XIX. Vom rechten Verhalten gegen die geillht 4¹⁵ Guͤther, Reichthum, Ehre und dergleichen Mel. Es ist—.—— uc 0 hae err laß mich doch ge⸗ 414. Hwisenhelt Mein zeit lich guth verwalten. Gieb selbst mir weisheit, gieb mir kraft, Damit wohl hauszuhalten; Auf daß ich, im geringern treu, Durch deine gnade faͤhig sey Zu groͤßern gna⸗ denguͤthern. 2. Mein haab und guth kommt ja von dir Und deinem milden segen. Nicht zum verderben gabg du mir Mein zeitliches vermoͤgen. Du gabst es mir zum wahren wohl; Drum gieb, herr, daß ias, wie ich soll, Nach deiner vorschrift brauche. 00.7 te, D ö ugle 3. Es ist das mir geschenkte A mir v Verganglich, wie die erde Il iherge daß ich nie zum uͤdermuth Dahil, z. verleitet werde. Nie reiß ein ih Noch scher gewinn Mein herz so uh ot ar zum eiteln hin, Daß ich mein Ii guch e vergesse. ist in 3. Was haͤlfe mir die gauzen Rrößie Mit allen ihren schaͤtzen, Vai 3. dete mich guth und geld, Mich Und zu widersetzen? Verschmüht ih ven t was dein wort hegehrt, Wat n doch e ein ewig heil gewahrt: Wie ea dorer wuͤrd ich werden serbe 5 Mein 4 47% 4 00 0 dein istes gie e hier Nach deines geisie 100 IIx. Vom Verhalten gegen die zeitlichen Guͤther ꝛc. 209 Iu Mie teich bin ich, o gott, in dir, ic.N Kuun ich nur diese hahen! Besitz Ein heh ic, höchtler, deine huld Bin ich „ Gielt yl glauben und geduld: Was fehlt Machili jun meinem gluͤcke . Den geiz laß ferne von mir err, Iun Iun,Die wurzel alles bösen. Von u wanheh uden und gewissenspein Kann nie besuch Ricthum nicht erlösen. Er hilft n. Mem in todesstunden nicht, Und nichts weihn, an tage des gerichts: Gold schuͤtzt sehn: d de keiuen fünder. um.. Lehr mich die weise sparsam⸗ r meunz lit, Um das nicht zu verschwenden, e: Suhh Was du mir gabst, in dieser zeit Doch mi Es nuͤßlich anzuwenden. Gieb mir ver dix die antten daß ich hier Dadurch nuͤhethu dem nachsten, so wie mir, Des le⸗ allen si hens muͤh erleichtre. J. Es kommt ein tag der rechen⸗ f in hauhy sheft: Das laß mich stets beden⸗ erhe In lo, Und mein gemuͤth gewissen⸗ tt, Ashn, hft Zur heilgen sorgfalt lenken, Woransst Mo die güther dieser zeit Zu nu⸗ ut hohen hen, daß ich dort, erfreut, Noch sern Knl sigen davon erndte. Ml. Wenn meine sund mich ꝛc. ö r, laß nach eitler ehre 0 415. Hee memals geiig hn, Gieb, daß dein geist mich leh⸗ te, Der ehre mich zu freun, Die zeitl chen. tligkeit vor dir besteht, Und mit Hhenkte AA mir von der erde Zum himmel erde. Hhn übergeht. 110 Dahul J. Nie muͤsse rang mich blenden, eih ein ih Roch ansehn vor der welt; Das üst aus ihren händen Der böse guch erhaͤlt: Wer weis und fromm edler als der 0 h mein Ii guch it in der that, ganzen größte, Der abe 0 1, Verhlh 2. es nicht hat. Wie ö 0 serben, Und hleihen hier zurück. hten seh E. 4. Laß mich in demuth leben, Wenn mich die welt verehrt; Durch loli mich nie erheben, Wenn sich 0 sies güe ., Nicht im besitz von schaͤtzen, 9„ Mich Und güthern dieser zeit, Laß mei. hmüht IU en ruhm mich setzen; Sie sind „Was u doch eitelkeit Sind oftmal auch des boten glück Verlassen uns im mein ansehn mehrt; Und schenkst du mir der erde guth, O vgter so bewahre Mich auch vor über⸗ muth. 5. Dich kennen, meine pflichten Mit ireu und redlichkeit Gewissen⸗ haft verrichten, Wie mir dein wort gebeut, Und uͤberall mein christen⸗ thum Nach jesu vorbild üben: Das sey mein wahrer ruhm. 6. Dein beifall ist das baßte, Was ich mir wünschen kann: Wenn ich mich deß gerroͤste, So hab ich gnug daran, Wenn mir es auch an ruhm der welt, Bei allen gu⸗ feht thaten, Die ich verrichte, E 7. Rie laß mich ruhm erschmei⸗ cheln, Der mir doch nicht gehoͤrt; Nie als ein gleisner heucheln, Den menschengurst berhoͤrt. Der tugend meinen fleiß zu weihn, Und andrer glück zu fördern, Laß mein bestre⸗ ben seyn. 8. Auf dieser bahn der ehre Er⸗ halte meinen gaug, Durch deines sohnes lehre, Mein ganzes lebeu⸗ lang: So werd ich bei verstaͤndi⸗ gen Das gluͤck des guten namens Mir gnug gesichert sehn. 9. Gieb mir, o herr, die gnade, Mich dieses gluͤcks zu freun. Leit mich auf rechtem pfade, Ein solcher mensch zu seyn, Den einst die ehs renkrone schmückt, Die ewig deine frommen In jener welt begluͤckt. Mel. O gott, du frommer gott. ab mich doch nicht, o 416. gott! Den schaͤtzen die⸗ ser erden So sehr ergeben seyn Daß sie mein abgott werden! Oft. fehlt beim überfluß Doch die zu⸗ friedenheit Und was ist ohne sie Des lebeus herrlichkeit? 2. Kann ein verganglich guth Auch unsre wuͤnsche stillen? Es steht ja sein besitz Nie blos in unserm wil⸗ len. Nicht stets wirds dem zu theil⸗ Der aͤngstlich darnach kingt; Un 1 ö schnell * 210 Zweite Abtheilung. —ʒß7—¼—4344 schnell verllerts oft der, Dem sein bemühn gelingt. 3. Ein guth, das unsern geist Wahrhaftig soll begluͤcken, Muß nichr vergänglich seyn Und fuͤr den geist sich schicken. Der sunder hat oft geld, Und wuͤnicht sich dessen mehr; Doch dabei bleibt sein herz Von wahrer ruhe leer. I. O gott, so wehre doch Den ungerechten trieben, Und heilige mein herz, Nie sclavisch das zu lie⸗ ben, Was man mit muͤh gewinnt, Bald schwelgerisch verzehrt, Bald vnruhvoll bewacht, Und bald mit fluch vermehrt. 5. Ein weises srommes herz, Das sey mein schatz auf erden. Sonst ales, nur nicht dies, Kaun mir entrissen werden, Dies bleibt im tod auch mein, Dies solgt mir aus der zeit, Zum seligsten gewinn, Bis in die ewigkeit. 6. Wenn dieses feblt, dann ist en Nur süͤ⸗ Das herrlichste vergnuͤg ßen traͤumen gleich, Die unsern geist betruͤgen. Drum lenke, gott! den munsch Vom irdischen gewinn, Durch deines geistes kraft, Zu ewgen guͤthern hin. Mel. Machs mit mit, gott/ nach ꝛc. 4¹⁷7 Wo dem, der beßre schaͤtze liebt, Als schaͤtze bieser erden! Wohl dem, der sich mit eifer üht, An tugend reich zu werden; Und in dem glauben, deß er lebt, Sich uͤber diese welt erhehr. 2. Zwar aͤchte tugend wehrt uns nicht, Hier guͤther zu besitzen. Gort gab sie uns, und auch die pflicht/ Mit weisheit sie zu nuͤtzen. ie dürfen unser herz erfrenn, Und unsers fleißes antrieb seyn. 3. Doch. nach den guͤthern dieser zeit Mit ganzer seele schmachten, icht mehr nach wahrer froͤmmig⸗ Nich geit, Und gottes beisall tra 1 6. Um vortheil wird er gar y ö u al Ist dieses eines menschen ruf, 7 Hft N uin un gott Der ewigkeit Ongt u 4. Der geiz erniedrigt un Erslickt die edlern triebe, 0 fuͤr ein schimmernd erz Verdrahn der ingend liebe, Und machet. veryunft zum spott, Der elin 25 2 deinem gott. Nal. „Der geiz, o viel er ansh reißt, Laͤht nichts recht Irben 418 sen; Er quaͤlt durch hab ucht 3 nit/ o sit die Heaeita llgfun 2. D wjllen licht; sillen, pfl nen geist, Und tödtet dein geu 1 ö vel hin. Wi 0 schon Aus dir mit meineid snn chen; Dich zwingen, der 4— lohn Unmenschlich abzubrechen c wird in dir der witwen flehn, Iß u waisen thränen widerstehn. 7. Wie könnt ein herz, vom uin Ien hart, Des wohlthuns strun. O. schmecken Und in des ungluctz g⸗ V3 D genwart Den ruf zur hülf ch ihe pilht, Die ui ieer n luch „Die nicht i; e daln und. rinne cht der geiz wahh me 8. Du bist ein vater; und el. sute; geiz Entziehst du dich den kinday, Und läͤssest dich des goldes uh, Ihr herz zu bilden, hindern; Weun d 11 habst 5 wohl bedath ie reich, wie dich, e macht. 9. Du hast ein richterliches aun und du wirst dich erfrechen, N. ö ö chten: Daß ich mir gnuͤgen balti elbih sache, die das recht verdamwah, Autz hablucht recht zu prechth; Und selbst der tugend groͤßter si 6 Erkauft an dir sich einen freu. I0 ö 10. Gewinnsucht raubt dit mus dn dir und geist Die wahr heit frei zul h. W ren; Du schweigst, wenn sie ubge, reden heißt; Ehrest, wo du nül schu, sollst ehren Und wirst um ein yn Nur ächtlich geld Ein schmeichler, uh nihn die pest der welt. 25 v himme 11. Erhalte mich, o gott dahlh, v. N XX. Vom rechten Gebrauch des Lebens. 211 Wals abgötterei, Von mir ent⸗ Iu und hasse. Dich lieben, hexr, nser be mit frohem muth, Sey meines le⸗ bens groößtess guth! Die seht Verdrähgt achet, Re. der esn gg. Wer uut den lieben gort ꝛe. er au Ju gabst mir, ewger, roh 5/418. dieses leben Nicht fuͤr al zun augenblick der zeit; Du hast es lir, o gott, gegeben Zur aussaat üir die ewigkeit: Hier ist der vor⸗ keteltungsort, Belohnung und be⸗ srafung dort. 2. Du schenktest mir verstand und neid su hllen, Die wahrheit zu erkennen. aben Iht; Kraft, deinen willen zu er⸗ len, Und lehrtest selost mich mei⸗ pflicht; Zur tugend gadst du Aulr gefuühl Und freiheit, wie ich Rhlen will. ö 3. Der leib ist oft der seelen buͤr Doch schmücktest du, herr, dies ihr haus, Daß sie durch ihn auch slͤhich wuͤrde, Mit vielen faͤhig⸗ ialen aus: Und wie viel lust giebst un nicht hier Durch jeden meiner sune mir! 4. Du hast mich aber lassen wis⸗ s, Daß dies mein irdisch haus hebricht: Ich soll zwar diese welt gehi ssen, Boch als genoͤß ich ihrer uht; Ich soll der sinnen lüͤste .—⁰ sie mich zu dem boͤ⸗ 2„ I* Eun, z. Dein unterricht ser nicht ver⸗ erdammh. Kbens; Gieb, vater, daß ich ihm sprehnt luren Und beym genusse dieses le⸗ öhtet K0 dens, Zu dir zu kommen, wuͤrdig renh. si, Vollkommme freude wohm nicht em hier, Wohnt nur im himmel, goit, dir muhf bei dir. frei zu, 0. Wohl mir, wenn ich es redlich in sse Iu ubge, Der großen freude werth zu o da nil süu, Und diese kurze uͤbungstage m ein h Rur dir und meiner pflicht zu hler, u nihn; Wenn nie mein fuß den ö 25 7½1 Der mich zu deinem me 11 206 7. W gar wol glücks g ff enthel 35 fandek; eiz enhl und l n kildem, Ides uh, dern;. Ibedach, dich, u 2* rt ohl mir, wenn ich den hang du XX. Vom gerechten Gebrauch des Lebens. zur sünde, All boͤse lust in dieser welt, Und jede lockung uͤberwinde, Die macht, daß suͤnde mir gefaͤllt: Dann bin ich schon ein sieger hier, Werd dort gewiß gekroͤnt von dir. 8. Gieb du mir deines geistes staͤr⸗ ke, Der du in schwachen wächtig bist, Mir, der zu diesem großen werke Gar oft zu schwach und sinn⸗ lich ist; Laß mich, das boͤse zu ver⸗ schmaͤhn, Stets auf mein ewig klei⸗ nod sehn. 9. Laß, gott, schon in gesunden ta⸗ gen, Im geist, mich oft zum grabe gehn, Und stets bei freuden und bei plagen, Auf dich, und jene zu⸗ kunft sehn; Daß ich, steis meinen pflichten treu, Des hoͤhern lebeus faͤhig sey. Mel. Wer weiß wie nahe mit ꝛc. oder: Du weiser schoͤpfer 1c Nr. 4. 1 8 eilt der letzte von den 4 9. tagen, Die du hier lebst, o mensch! herbei. Erkauf die zeit! Und statt zu klagen, Sie sey zu kurz, gebrauch sie ireu; Nimm mit erkenntlichem gemuͤth Der nahen stunde wahr; sie flieht. 2 Getaͤuscht von eiteln kle nigkei⸗ ten Verlierst du deines leben zweck, Verschiebst dein heil auf ferne zei⸗ ten, Und wirsst leichtsinnig jahre weg. Bist du, verwegner sterbli⸗ cher! Des naͤchsten augenblickes herr? 3. Ein ewig gluͤck einst zu besitzen, Sollst du des kurzen lebeus zeit⸗ Als deine saatzeit, weislich nüßen, und thun, was dir der herr gebeut. Er ruft dir menschenfreundlich zu: Sieb · eins ist noth was saͤumest O 2 4. Drum 212 Zweite Abtheilung. 4. Drum eil, errette deine seele, Und denke nicht: ein andermal. Sey wacker, bet und uͤberzahle Der menschentage kleine zahl. Ge⸗ setzt: dein ende waͤr auch fern, So wandle du doch vor dem herrn. 5. Ja, gott, mit jedem neuen morgen Erwecke mich zu dieser pflicht. Denn dir, o herr! ist nichts verborgen, Ich bin vor deinem an⸗ gesicht, Und will, mich deiner huld zu freun, Mein leben gern der tu⸗ gend weihn. 6. Erleucht' und staͤrke meine see⸗ le, Weil ohne dich sie nichts ver⸗ mag. Du goͤnnst/ daß ich mein heil erwaͤhle, Aus gnaden mir noch diesen tag. Was ist nicht eine stunde werth Die deine langmuth mir gewaͤhrt? 7. Wohl mir! wenn ich aus allen kraͤften Nach gottes beifall hier ge⸗ art veb acht, Bi6 Und auf sol grt verbracht, Die mich jeht h kuͤmmert macht! 0 jeht 1 4. Doch, erbarmend scheulst y mir Jetzt noch zeit und raum zun buße; Herr, ich komm, und dir Bittend und beschamt zu Sey mir gnädig! siey, mich iuf Meine bier perlorne zeit. 3. Wieder dringen kann ich nih, Was mir einmal ist verschwundm Doch bin ich der zuversichtN mir noch ferner schenist, D gnaͤdig mein gedenkst.. Ue 6. Lehre mich, die kurze frist,. dein wille ist, Brauchen, und g nie vergessen: Hier nur sey du Ee. Zu dem glück der en eit. trebt; In gottgefaͤlligen geschaͤften Die pilgertage durchgelebt, Und einst im glauben sagen kann: Du nimmst mich, herr! zu ehren an. 8. Mein sprachlos flehn bei mei⸗ nem ende Vernimmst du herzens⸗ kuͤndiger! In deine treue vaterhaͤn⸗ de Befehl ich meinen geist, o herr! Er schwingt sich über grab und welt Zu dir, wenn seine huͤtte saͤllt. Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. err der zeit und ewig⸗ 420. O fir, Gich doch, daß ich bis ans ende, So wie mir dein wort gebent Klüglich meine zeit verwende, Die mir noch dein wei⸗ 1 rath Auf der welt heschieden at. 2. Wie ein traum, so schnell ent⸗ fliehn Jahre, zeiten, tag und stun⸗ den, Das, womit wir uns bemuͤhn, Ist mit ihnen nicht verschwunden. er vergeltung ewigkeit Folgt auf diese arbeitszeit.„ 3. Gott, wie thoͤricht hab ich schon Hier so manche meiner zeiten, Die hereitg mir sind entflohn, Unter dir. Es falle berg und huͤgel 9 7., Saͤen muß ich hier mit sich Zu der erndte senes lebent. D gluͤclich! daß ich weiß: Diez gy schehe nicht vergebens. Ewiß fren sich seiner saat, Wer hier iiehssh gutes that. ö 8. Gott, laß deinen guten 0 Mich zu dieser weishest fühte, Und, wie es dein wort verhesl, Meinen handel so regieren, dg ich gutes hier ausstren, Und nih dessen ewig sreu. ö Mel. Ich hab mein sach gollu. ie 421. Wé menschen zeit! W eilen wir zur ewigkeit! Wie ww cher sinkt, eh ers gedacht, Iu i des nacht! O seele, nimm dies ni in acht! 2. Dies leben ist gleich einem trun Gleich einem leichten wasserschen Ist alle seine herrlichkeit. Det shon der zeit Reißt schnell uns son su ewigkeit. 3. Nur du, mein gott, du bieihi mir Das, was du bist; ich trun fust; ich nur getreu die siunden, DN ven i flieht dahin I 4. 8 hethor ů eit s du mir hast zugemessen, So/ wgy Mel 2 3 Dich v u den 2. D Noch hast m sets g heteite Uden 3• N XXI. Von der Zufriedenheit. 213 auf sochh Aebleibts gewiun, Wenn ich dein letzt he 5 und lebend bin. Geuls. S lang ich noch auf erden eulst Iu Ihn, Erwecke mich, o gottessohn! raum Iu hethorgen ist mein todestag; Gieb, und sule sh ich wach, Und wenn er kommt, — fußez gkeit seyn mag. 100„Was hilkt die welt in todes⸗ Was ehr und reichthum jth? 1 n, ubben tod ꝰ Bedenks, o mensch, wunden nag eileft du Dem schatten zu? ů II. ö 40 N Iahtirdisch gluͤc giebt wahre ruh. „Daß ay 6. Das eitle schafft nur kurze lust; Mir ist ein beßres guth be⸗ wüßt; Dahin geht stets mein hauptbegier, Das bleibet mir. dir. jesu, mich verlangt nach 7. Wie wird mir seyn, wenn ich dich seh, Und froh zu deiner rechten steh? O mein erloser, staͤrke mich, Daß eifrig ich Bis an mein ende liebe dich. frist, I. 50/ wiet , und ih der ehn 12²2. Mel. In allen meinen thaten. mit sch He l den letzten augenblick. uten gal t führin, verheist, 0 sels geleitet, Uden fand. her gebricht. hͤchte, wenns geschaͤhe. hunsch von allen Laß dir, o herr gefallen, Zufrieden allezeit zu seyn 3. Wenn ich verlassen scheine t, N dies nh. em traln sserschan Det shen for u bleiht fuͤnscht mein banges herz? Ach hird oft sein schmerz. hen, Zufrieden mich bezeiden, Mi XXI. Vou der ir hab ich mich erge⸗ ben, Mein gott, im ien leben, Im unglück wie im lc! Dir dant ich meine freuden; Dich preis ich guch im leiden, Bit 2. Du bists, der für mich wachte, Maoch eh ich war und dachte, Du ll mit treuer hand Mich huldvoll Auch da mir glück keleitet, Wo ich nur schmerz und Was helfen meine sorgen? Ist e mein gluͤck verborgen, So ists dich dir, herr, nicht. Dir will ich ulch empfehlen, Du weißt, was hhaner seelen Und meinem leibe . Warum ich heute flehe, Das Schon horgen mich gereun. Nur einen Im leiden zag und weine, Was hilf es wir besiegen! Es wuͤnschet sch vergnuͤgen Und was es wuͤnscht, h. Drum will ich kindlich schwei⸗ dlem, was du giebst. Du kannst nus nicht verlassen, Die dir ver⸗ Zufriedenheit. traun, nicht hassen; Weil du die frommen ewig liebst. 7. Nicht das, Warum ich flehe, Dein wille nur geschehe, Und was mir selig ist. Ich will, dir ganz ergeben, Getroßt und ruhig leben, Bis einst der tod mein auge schließt. Mel. Ermuntre dich, meln ꝛe. 2. u bist ein ckrist, was 432. D aualst du dich, Und sorgst schon heut fuͤr morgen? Nur blinde heiden quaͤlen sich Mit tau⸗ send bangen sorgen. Dein vater lebt, dein gott L dich Drum sev vergnuͤgt, wie er dich füͤhrt. Willst du durch gram und plagen Dir selbst dein gluͤck versagen? 2. Wer hat gesorgt, wer hat ge⸗ wacht Im anfang deiner tage, Da noch dein leib in finstrer nacht, Dir selbst verborgen lage? Wer hat da schon dein heil bedacht? Was thaͤt da aller menschen macht/ Da geist und sinn und lehen Dir ward von gott gegeden? 3. Den leib schuf gottes weise hand, Ein wunder seiner werke; Gab jedem glied den rechten stand Und angemeßne stäarke. Er fuͤgte bei dem wunderbau Ein glied aus andre ganz genan; Gab jedem sei⸗ ne lraͤfte, Und jedem sein geschaͤfte. O 3 J 2 + t * 5 2 214 kaunt, Di⸗ hoheit deiner seele? Und willen, daß sie waͤhle. schauet ja mit ihrem blick Auf heut, die zukunft, und zuruͤck, Geschehe⸗ nes zu wissen Auf das, was kommt, zu schließen. neue. 6. Kannst du, was gott an dir ge⸗ than, Die wohlthar alle zaͤhlen? Fang bei der fruͤhsten kindheit an, Und wenn dir zahlen fehlen: So zaͤhle erst der sterne heer. Und da⸗ zu auch den sand am meer, Und nim dann diese zahlen Zu millionen malen. 7. Gott ich kann uͤberdenken nicht Die groͤße deiner guͤte; Drum setz ich meine zuversscht, Mit ruhigem emuͤthe, Zu aller zeit, auf dich, en herrn: hiltst uus gern. Ich will sers mit vortrauen, Auf deine huͤlfe bauen. Mel. Wie groß ist des allm. Nr. 6. 4² 4 D klagst, und fuͤhlest die beschwerden Des stends, in dem du muͤhsam lehst; Du strebest glücklicher zu werden Und siehst, daß du vergebens strebst. JIa, klage! gott erlaubt die zaͤhren; Doch denk im klagen auch zurück. Zweite Abtheilung. 4. Ist dir dein vorzug nicht be⸗ nen frieden, ö seine last. Der schoͤpfer gab ihr den verstand, 3. Gott ist Sie segen Vertheilt er stets Du sorgtest und du z Ein jeder stand auß st der berr, und seiun mit weiz bind; Miat so, we un wesser schen pflegen, Doch so, heilsam fand. —— 2 Mel. Herzliebster jesu, was hn oder: Ist auch ein gott? ꝛc. Nu. 2. 42 5 Gent kan allein das behe fuͤr uns waͤhlen Wie thoͤricht handeln unzuffiedn seelen! Sie qualen sich und macen ihren herzen Vergeblich schuih⸗ en. ö 2. Was helfen uns die aͤngillh bangen sorgen Fuͤr den noch unge wissen andern morgen? Der un doch, dab wir uns umsonst gegll⸗ met, Schon oft beschaͤmet. ö 3. Es ist umsonst: wir werda uicht erzwingen, Wenn wir alch naͤchte durd, mit kummer ringen, Und tag vor tag mit aͤngstlichen gen schaͤsten Den leib entkraften. 4. Mein gluͤck beruht, o gottlaul deinem segen. Vartrau ich dir uud Ist denn das gluͤck, das wir begeh⸗ 4100 221 uns auch stets ein wahres ick? 2. Nie schenkt der stand, nie schen⸗ ken guͤther Dem menschen die zu⸗ friebenhen. Die wahre ruhe der gemuher Ist tugend und genuͤg⸗ samieit. Genieße, was dir gokt beschieden, Entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder stand hat sei⸗ geh auf deinen wegen, So witsihi mir, auch ohne sorg und kraͤnke, Was gut ist, schenken. 5. Bin ich getreu mit dem he⸗ liehnen pfunde, Und harr ich unt der rechten segensstunde: So komms sie, und dann werden Zum glüͤck gerathen, 6. Drum fordre selbst die werlt meiner haͤnde. Gesegnet sey det aufun sleden meine than sang uith, Mr 0W 7 Hil rs zu wüx⸗ 1160 dtel Nel. z 2 meinet scht se heine uct! hal in gst 10 Datf schmer Oann luh 2 neine nd ar e ers un iehr, ö‚ Und Ie das behie waͤhlen zufriedne ud machen schmi⸗ augsilh ö och ung l weren wir auh ringu, lichen 90 en. gottlauf ir ud owirfidn kranken, dem he⸗ ich uut 50 kommt ne thaten ie werlt sey der. aufong her hoffnung Ar bimmels guͤther kommen; urd mein wunsch, den irdisch guth XXII. BVon der Geduld. 215 damit was ich vollbringe, Mr wohl gelinge. ů 7 Hilf mir mit treue meine pflicht Islllen: Und dann mein herz mit stillen. Sollt ich I und bas ende! Gieb guten uth/ t dem, was du, herr, mir be⸗ hieden, Nicht seyn zufrieden? . Kann ich den leih nicht so, wie ate laben: So gieb mir nur zu⸗ edenheit, und gaben Die mehr, 6 alles irdische erquicken, Und sus begluͤcken. 9. Drum werd ich auch, o gott, fillet, Boͤllig erfuͤllet. I. Wer nur den lieben gott 26. 6 Cach bin mit deiner huld 420. ufrieden, Oherr, und dem, was du zum theil An gluͤck und leiden mir beschieden: Dein weiser rath sucht steis mein beil: Ob er gleich wunderbar oft scheint, Doch weiß ich, daß ers treulich meint. 2. Du weißt allein, wodurch auf erden Mein glucr und wohlfahrt fuͤ und sur Muß vester und voll⸗ kommner werden: Dies zeiget dei⸗ ne weisheit mir; Drum bin ich ruhig und vergnügt Mit allem, was dein rath, herr, fügt. 3. Wird mir die freudensonne scheinen, So dank ichs froͤhlich dei⸗ ner huld; Muß aber ich in nruͤb⸗ sal weinen, So nehm ichs auch an mit geduld. Denn das, was deine weisheit thut, Ist alles ewig recht und gut. XXII. Von Mel. Was gott thut„das ist ꝛc. 42 D bahn ist rauh, auf Dder ich hier Nach neet heimath eile. Wie viel ge⸗ sh sch ich vor mir! Wie droht sie nenem heile! Gott, wärst du niht Mein trost und licht, Mein in instern tagen, So muͤßt ich ligst verzagen. 2. Vor dir darf ich mein traurig lal, Erbarmer, nicht verhelen; darf meinen kummer, meinen shmer; Vertraulich dir erzuͤhlen; Haun schaffest du Mir trost und uh Aus deiner segensfuͤlle; Und Haine seel ist stille. 3. Du lehrest mich den hoden vetth Der truͤbsal, die ich leide; daß sie mich dir vertrauen lehrt. Nach führt zu wahrer kreude. Ich hurde dein Mich minder freun, Jur dieser welt begehren, Wenn line leiden wäͤren. Dein wort giebt mir die zuver⸗ der Geduld. sicht, Du sorgst fuͤr meine tage, Dein auge schlaͤft und schlummert nicht, Du hoͤrest meine klage; Du kroͤnst mich einst, Wenn du er⸗ scheinst, In deinem heiligthume Mit wonne, preis und ruhme. 5. O, dann wird alle traurigkeit Aus meiner brust verschwinden; Vergessen werd ich gan mein loid, Und nur dein heil empfinden. Mein lobgesang, Voll preie und dank, Wird mir zum wohlgefallen, Durch deinen himmel schallen. 6. Mich, den vollendeten, darf bent Nicht mehr die suͤnd entwei⸗ en; than In den verklärten reihen. Und ewiglich Erfreust du mich, Daß ich, der mensch von erde, Gleich deinen engeln werde!l! 7. Drum will ich dieses lebens schmerz, Mein gott, geduldig tra⸗ gen; Beruhigen soll sich mein herz, Nicht mehr voll unmuth klagen. Du bist bereitZur rechten zein O O 4 gott. * Mit unschuld steh ich ange⸗ ——————— 816 Zweite Abtheilung. lich zu erlofe Daß du von 2. Ist meine du) und heil Zraft? wort gewiß. recht fassen; finsterniß. recht, gott zu dich betrüben ahm yereint. verlangen U chen heißt. kIleinen augen gott, von allem boͤsen Mich derr⸗ Mel. In allen meinen khaten ꝛc. 428. Or übis, riam das eiden, Daß nun der Peist der frenden Von der gewichen . Du rufst: herr, wie so lauge! Sott schweigt; und dir wird bange, stum mir verschafft: Warum fuͤhl ich die liebe, Und seines geistes trie⸗ Irastr. hoffnung nicht in voller 3. Muͤhselig und beladen Hoͤr ich das wort der gnaden, Und ich em⸗ pfind es nicht; Bin traͤg, vor goit zu treten, Und kann nicht frendig deten, Und fühle keine zuversicht. 4. Mir, der ich seinen willen Treu suchte zu erfuͤllen, War fonst sein verlassen. Mich decket gleichsum Weit dese konnte ich die sünden eit besser uͤb bestritt sie gern. elchaft g, Und ihre reizung heftig. ch fuͤhle keine kraft vom herrn. 6. Christ, fafse zen Sind zeu en dir das deine scheint. Wunschst du 7. Vermagst du gott zu kennen, nd jesum herrn zu nennen, Als nur durch gottes geist? Den hast du ia empfangen; Er ills, der gott 3. Trau gott! er wohnt bei de⸗ nen, Die sich nach hülfe sehnen; Er kennt und will dein glück. Er hoͤret deine stumme Und schweigt, doch nie im grimme, Nur binen gott verlassen bist. sünd vergeden,(Kiagst h und leben Dutch chri⸗ Jetzt kann ichs nicht Sein licht will mich erwinden, Und ich Jetzt ist die sund muth! die schmer⸗ beßrer herzen Als liebeu, Wie kanust du Du bist gewiß mit seine gnad dich su⸗ blick. 9. GSott ließ schon manchen men In dies gedrange komwen, i Is dbul stand ihm dennoch bei. Dau 0 ho dich kennen lernen, Bon Lochneh sh, ‚0 dich entfernen, Und sehn, was Rühsal tes gugde se. D0 10. Die sticherbeit zu hinde, Iseer s Schickt gott oft seinen Undern, h gemm dir jeht, diese laß. Er reinigt h Huus, im feuer, macht dir dein heih Ie gcen . 6. Damit du haltest, 1310 5. Gtt ast. „ dewi II. Es jammert gott der bn 0 Wie vaͤter ihrer kinder, Wemft nsert, ihn kindlich scheun. Er laͤt shh nle G gnäͤdig finden, Und schuld und ssh 6. ch der sünden Von ihnen weit enif erde net seyn. slich; 12. Zwar ist dir jetzo bange, sin zuchtigung, so lange Sie dg den scheint uns hart; Doch nachn We wird sie geben Friedsame ruch i wars Dem, der durch sie 3in ag, war nu 13. Fahr betend fort zu win u Stark ist gott in dem sPnnien dele Und guͤtig fuͤr und fuͤr. Gen 3% v. Sch spruch lann nicht truͤgen Erhsst nssen laß dir genuͤgen An meiner Rucch, ahfine ich helfe dirr. Ulkaun I4. Du wills in diesen Löth, Yten Mich, herr, also nicht toͤbten Bmns Sch harr ich ferner dein. Du wirs mh Lumel den erloͤsten, Einst schon nach zil sgt: troͤsten, Da werd ich dein mich it freun.„ el. Herzlieblter jelu, was hinnh, aher Ist auch ein gon? N in herz, o gott, mith matz er 429. E und kreuz gedulhih, U. E Das bin ich dir, gott meinem hi Iu ihm schuldig. Laß mich die pflicht, I gustes wir so oft vergessenDoch rechtn iust de messen. Mdre; 2., Bin ich nicht gaub, mit iI u. 2 meine vater? Bin ich vor dir, hat, naihei nicht ein übertreter? Thu ich s gut d viel, wenn ich die schweren iuh in 9. „haber Siandhaft ertrage? N XXII. Von der Geduld. 2¹7 ichen N Wuse Ogott, wenn wit das nmen, I gst dulden, Erdulden wir nur un⸗ Du sih thorheit schulden, und nennen hochmuh in, den wir verdient bekommen, „ wasich kltlal der frommen! Doch selbst, o gott, in slrafen „hliudg, Aler fünden Läßt du den weg zu dern, 0 geim heil uns finden, Wenn wir einigt ih Auns, die misfethat zu hassen, Er⸗ n heil Il decen lassen. st, walsl I. Stred ich nur nach dem frieden „ igewissen, Wird alles mir zum der sündoh uhen dienen muͤssen. Du, herr, Zenns sert, und steis gewahrt dein läht Gutes die fuͤlle. d und suh Ich bin ein gast und pilger auf heit enlshr erden, Nicht hier, erst dort slich ganz gluͤcklich werden; Und age, Du u sind gegen euch, ihr ewgen 91 te suden, Bieser zeit leiden? nuh g„ Wenn ich nur nicht mein elend f 00 verschulde, Wenn ich als usch, als christ, hier leid und zu nutn Uibe: So kann ich mich der huͤlfe fEnachen, W elösten Sicher getroͤsten. Sesn aull g.gch bin ein mensch, und leiden „Ethisst W kraͤnken; Doch in der noth ner guuh autinen schuͤpeer denken Und ihm aun, dies slaͤrket unsre herzen en nütheh, ten in schmerzen. en Dun Schau über dich: wer trägt der virt mih RMünmel heere? Merk auf! wer noh vill glt: bis hieher! zu dem meere? michsnl ser nicht auch dein helfer und luher, Ewig dein vater? 0 Wihe 2 5 viel, Erdumgs e, wissen? Jetzt weißt du nicht, Was du leiden mussen; Allein du . was seine wege waren, Nach⸗ kt, inleh, nals erfahren. Beul u. Er zücht igt uns, damit wir genbe uhn nahen, Die heiligung des slict. VU. gusßes zu empfahen, Und mit dem hrechten kus der hülfe, die wir merken, % Wire zu flärken. „wie, u. Das kreuz, o gott! wirkt dir, Hat, nieheit und erfahrung, Und diese ich gt dem glanben muth und nah⸗ eren ii iug, Drum stehe ich in meinem R laben veste; Sott thut das beßte! Mel. In allen meinen thaten. 0 Orch hab in guten stunden 43 Dees lebens gluͤck em⸗ pfunden, Und freuden ohne zahl! So will ich denn gelassen Mich auch im leiden fassen; Versfuͤßen durch geduld die quaal. 2. Ja, herr, ich bin ein suͤnder, Und slets strafst du gelinder, Als es der mensch verdient. Sollt ich, beschwert mit schulden, Kein zeit⸗ lich weh erdulden, Das doch zu mei⸗ nem besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben: Und weder ruh noch leben Mehr lieben, als den herrn. Dir, gott, will ich vertrauen, Und nicht auf menschen bauen; Dn hilsst und du errettest gern. 8 4. Laß mich nur gnade finden, Mich alle meine suͤnden Erkennen und hereunn. Jetzt hat mein geist noch krafte; Mein heil laß sein ge⸗ schaͤfte, Dein wort mein trost und fuhrtr senon. 5. Wenn ich in christo sterbe, Bin ich des himmmels erbe; Was schreckt mich grab und tod? Auch auf des todes pfade Vertrau ich deiner gnade; Du, herr, bist bei mir in der noth. 6. Ich will dem kummer wehren, Dich durch geduld verehren, Im glauben zu dir flehn; Ich will den lod bedenken, Du, herr, wirst al⸗ les lenken, Und was mir gut ist, wird geschehn. Mel. In dich hab ich gehoffet ic. Dey, seele! stark und 431. unverzagt, Wenn ir⸗ gend dich ein kummer plagt. Be⸗ fiehl gott deine sachen. In aller pein Vertrau allein Auf ihn; er wirds wohl machen. 2. Kein leiden kotmmt von ohnge⸗ fehr; Die hand des hoͤchsten schickt esher; Sein rath hats so ersehen. Drum sey nur still! Was dein gott will, Laß immer gern geschehen. O 5 3. Er⸗ 218 Zweite Abtheilung. 3. Erweckt dir gleich das leben pein, So olls dir doch nicht schäd⸗ lich sein: Gott kann sein kind nicht hassen, Wer nicht recht liebt, Sich ihm ergiebt, Den wird er nicht ver⸗ lassen..— 4. Wie lange wahrt der frommen leid? Nicht ewig, herr! nur kurze zeit. Nach überstanduem leibe Er⸗ quickest du Ihr herz mit ruh, Und einst mit ewger freude. 5. Drum hab, o seele! guten muth: Vertraue goltt! es wird noch gut Nach aller trübsal wer⸗ den. Er ziehet dich Durchs kreuz zu sich Zum himmel von der erden. 6. Golt ist dein gott! er ist ge⸗ treu, Und stehet dir als vater bei In aller noth auf erden. Der lei⸗ den heer Wird nie zu schwer Durch ihn dem christen werden. 7. Es haben jg zu aller zeit Die heiligen in traurigkeit Hier oftmals wandelu muͤssen. Warum willst du Hier nur von ruh, Und nichts von truͤbsal wissen? 8. O bet und sieh anf deinen gott In aller deiner angst und noth! Laß, wie es will, es gehen, Sein will ist gut; Behalte muth! Gott wird dich einst erhoͤhen. Der du ein goit des trostes bist, Laß jeden, der hier traurig was er thut, Ist alles gut, Nius⸗ nes namens ehre, Wennt a 3u dunle waͤre. MWa 3. Sehr herbe zwar, dochniz an frucht, Sind gottes zualn gen. Was guͤte selbit umsonsseh ht sucht, Ist wohl durch sie gelumn + Oft wird das herz, Durch Ost schmerz, Recht frei von dengh chen, Die leicht den glauben s chen 4. Ich weiß, was auch fur sal draͤut, Daß der doch mas schone, Der mich zu selner hensh keit Berief in seinem sohne. koͤnnte der, Der mich so seht nieden wollen lieben, Zum sh mich betruͤben? 5. Gott, luhre denn wich, an dü willi, Dir bleib ich sieis Auuldig ben. Wenn du dich schon inh Die huͤllst, Will ich doch niemash W. ben. So wunderbar Der waheht; war, So hat mich doch g huihtt. Dein raih, und wohl regiert 6. Zwar schien der weg, I erlas, Mir besser: Doch ichih ge Bald preis ich selbit dich übeni l Was erst mein herz nicht hot! 2 5 Drum faß ich muth. Ja, e Der kreuzpfad, den ich gehe, N ichß schon nicht verstehe⸗ ist, Doch deenen trost empfinden. Hilf, den du liebst, Durch truͤhsal ubst, Den unmuth uͤberwinden. Mel. Was gott thut, das ist ꝛc. 43² Vei glaub ich, daß was mir geschieht, Zu mei⸗ nem heil mir diene. Gut ist, was mir mein gott beschied, Wenns noch so traurig schiene. Hoͤchst beilsam ist, Was gott beschließt. Allweis⸗ Plar so wie gnade, Sind alle seine pfade. 2. Schon hat, seit erd und him⸗ mel stehn, Sein herrlich reich ge⸗ waͤhret, Und niemals hat noch ein 433. W˙ AIm he Mel. Wenn wir in hoͤchlenul u. Ei 172 el n dir, o vater, m dlent. mein berz Gluch u laht, fall, freuden oder schmerz, ht. dir, der mich nicht hassen Iun 6 Voll dank und voll vertranen iy lt; 2 2. Du, der du selbst die malht zuch⸗ kist, Du kennest, was mit helsh gh, E ist: Nur du siehst, wae mit iun gich leid Zuͤr heilbringtiin der ewißlel ö 3. Ilt alles dunkel um mich Die seele muͤd und freub 0 Bist du doch meine Zuverschrn P 34 in der nacht, o gott, mein lihl Wdich versehn, Dasselbe je entehret. Nein! sie. Et weiß den kummer,d Gott legt die last auf, gott kun un, d 10 4 XXII. Von der Geduld. 219 —— Benut Ind geben kann er, was dir hie ofr, heer, weint ich, und Moft Half deine hand mir un⸗ Rlot! Oft jammert ich untroͤst⸗ heut, Und morgen ward ich erfteut. oft sah ich keinen ausgang hon in niemash Der unn ht; Wo vein die hunden nur doch galhh + regienl lhahrt, In freudenjahre sich ver eg 7. ha och ichsth ich übel N nicht nihh Ja, ex is . 9 1 Du erntest deiner leiden lohn Mlasctt in diesem leben schon; Mleicht daß, eh du ausgeweint, Mgott mit seiner hülf erscheint. Schau beinen heiland glaubig a Wenn niemand dich erquicken Ih, So schuͤtte du in seinen schooß hert aus; seine huld ist groß. slennöln, Einst hat er auch, der men⸗ I shufteund, Im thraͤnenthal hier V Auf deine thränen giebt Glüche gacht, Und dir zu helfen hat er sen En Z, gott, du bilss, ich zweist auen il nit;; Benn jesus, mein erbarmer, lcht: Folg treulich mir, ich rette I Sey frohes muthes, glanb an „ Ulch. ih. Bekanute Melodie. * tum betruͤbt du dic 0 ½— ö 634. W mein herz, Und qud⸗ Waahn Mdich mit bangem schmerz, Blos etzage mein zeitlich guth? Ver raue dem duh ut der die welt Erschallen hat Woch erhält. 2. Dich lassen will und kann er nicht: Auch weiß er wohl, was dir gebricht, Die ganze welt ist sein. Er ist dein vater und dein gott, Und hiüft dir gern in aller noih. 3. Weil du nun, gott, mein va⸗ ter bist, So weiß ich, daß mich nie vergißt Dein väͤterliches her:: Ich, aub und asche, habe hier Ja keinen trost als nur bei dir. 4. Ach gott, so reich bist du noch heut, Als du es warst vou ewig⸗ keit; Zu dir steht mein vertraun. Mach mich an meiner seele reich, So gilt mir alles andre gleich. 5. Mir mangelt reichtbum, ruhm und pracht; Wenn jesus mich nur selig macht, So bin ich reich genug. Der erde glüͤck waͤbrt kurze zeit, Und schenkt mir nicht die seligkeit. 6. Dir jesu, gottes sohn, sey preis, Daß ich aus deinem worte weis, Was ewig seligmacht: Gieb. daß ich nun auch vest und treu Im glauben und im guten soy. 7. Lob, ehr und preis sey dir ge⸗ bracht, Daß du es immer wohl ge⸗ macht! Du bist hoͤchst weis und gut; Das zeigst du uns in dieser zeit, Und noch mehr in der ewigkeit. Mel. Froͤhlich soll mein herz ꝛc. 43 5 Woden sollt ich mich denn Werew Hab ich doch Jesum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den hemmel rauben, Den mir schon Gottes sohn Beigelegt im glauben. 2. Arm und blos kam ich ins le⸗ ben, Da es mir Ward von dir, Herr, zuerst gegeben; Nichts nehm ich auch von der erde, Wenn ich sie, Nach viel muͤh, Einst verlassen werde.— 3. Was ich hab, leib, seel und leben, Ist nicht mein; Gott allein Hat es mir gegeben. Soll ich es ihm wieder geben, Nehm ers hin; —— gewinn Bleibt ein ewigs even. 4. Schickt 220 Zweite Abtheilung. 4. Schickt er mir ein kreuz zu tra⸗ gen, Dringt herein Angst und pein, Sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wirds auch wenden; Er weiß wohl, Wie er soll All mein ungluͤck enden. 5. GHott hat mich bei guten ta⸗ gen Oft ergoͤtzt, Sollt ich jetzt Nicht guch etwas tragen? Liebt er mich doch drum nicht minder. Nie zu schwer Zuͤchtigt er Seine treuen kinder. 6. Stolz, haß, neid und ihre rotten Koͤnnen mir Nichts mehr hier thun, ais meiner spotten: Laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, miein heil, Wird in eil Sie zu schan⸗ den machen. Z. Unverzagt und ohne grauen Sell ein christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Was sollt er zu schrecklich finden? Auch den tod — 0 ihm gott Freudig uͤberwin⸗ en. 8 Denn er kaun den leib nur toͤd⸗ ten; Und dann reißt Er den geist Aus vielen tausend nöthen; Endigt die ses lehens leiden, Und giebt mir Einst dafuͤr Dauerhafte freuden. 9. Dann wird sich an bessern sckaͤtzen Geist und her: Auf den schmer; Ewiglich ergotzen. Hier ist kein recht gush zu fluden; Was die welt In sich haͤlt, Muf wie rauch verschwinden. 10. Was sind dieser erden guͤther? Unbestand, Eitler tand, Lasten der gmuͤther. Dort, dort sind die ed⸗ lern gaben, Da mein hirt, Chri⸗ stüs, witd Mich ohn ende laben. II. Herr, mein heil, quell aller freuden! Du bist mein, Ich din dein; Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein leben Und dein blut, Mir zu gut, In den tod gegeben. ů 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, Und dich nicht, O mein licht, Aus dem herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Wo du mmich, 4 Und ich dich Ewig werd umfangen. — Bekannte Melodie. sst of — Raas gott thut, dunteste 43 6. W wohlgethan, 600 und bleibt 1. wille. Er nimmist kumne stets der seinen an; Drum hah. We ihm auch kille. Er ist mein gh Alen! Der in der noth Mich wohl un zin he zu erhalten; Drum laß ich ihnm Kvoté walten. Ahens 2. Was goit thut, das ist un n de gethan, Sein wort kann jg n u ratt trügen: Er führet mich auf rehß g. Du bahn, Drum laß ich mir genin l d An seiner huld, Und hab gedh uth, Er wird mein ungluͤck wenden, d m steht in seinen haͤnden. kun 3. Wys gott thut, das iß mih gethan, Er wird mich wohl deh 1. W. ken; Zu dem, was ich von ii le nicht kann, Mir licht und iu uz chenken: Denn seine tren Iu u wa lich neu; Drum will ich ausst Ien bauen, Und seiner guͤte trauen ung de 4. Was gott thut, das is uih u ret gethan, Er iß mein licht m Et —. ben, Der mir nichts böfes ginz sinen. kann; Ihm will ich mich eigen u. E In freud und leid; Es kommt nͤren ielt, Da es gewiß erscheinet, solan gut ers mit uns meinet. s nid 5. Was gott thut, das is uoh f. gethan; Muß ich gleich hund K En schmecken, So nehm ichs datg He duldig an, Und lasse wich h dih g schrecken; Weil er zuletzt Mih un eehfr ergoͤtzt Mit suͤßem trost im hem u d. Da weichen alle schmerzen, 946 6. Was gott thut, das ist uh gethan, Darauf will ich sielt In iuen en; Auch, wenn er will, dietol kuth a bahn Betreten ohne grauen: In 1 0 da wird mich Goit daterlich Nush R nen armen halten 1 Drum If rasich ihn nur walten. Rrost Mel. Wer nur den lieben gulll. Rel. oder: Du weiser schoͤpfer ꝛe. Mi 638 hne Qas ist me in lebeng 3— der erde? Ein uit e sel isis von lust und lesd. 0 tl XXII. Von der Geduld. 221 Ne.—sssoft unruh und beschwerde Die hut, dans sustese zufriedenheit. Hier wohn han, Gn Inoch in einer welt, Die kein voll⸗ nimmts umnes glüc⸗ enthaͤlt. um hah I. Beß soll ich mich, o herr, denn t mein gaß en? Nur deiner huld, du bist Dwoht I n heil, Und. hleibt; wenn auch ich ihnm(voth am größtenDoch meines shens trolt und theil, Und stehst, as ist milach deiner vatertreu⸗ Mir stets ann j6 2 tath und huͤlfe bei. auf rossh 3. Du staͤrkst mir unter aller pla⸗ nir genin O gott, auf mein gebet, den ab gedil kth, Baß ich gelassen sie ertrage, wenden, wachst zuletzt doch alles güt. agen f Wber logeleng dank, as iß wh klagen froher lobgesang. wohli Was bist du denn, o meine 0 von i Mlei Iu deiner noth so kummer, und iis Al? Bu weißt ja wohl, daß gott ren Iih ut wahle: Was dir zum baßten ich us Iuen soll. Einst dankst du ihm e trauen ug der gefahr, Daß er dein gott as ist uh u retter war. licht uh Er wird es seyn; ruf in ge⸗ öfes gum shien Ihn, als den besten helfer lich ei u, Er weiß dich mächtis zu be⸗ kommt, vüren, Und da, wo niemand hel⸗ heinet, sakann, Fehlt ihm die kraft zu hel⸗ „ ih nicht. Dies staͤrke deine zuver⸗ s ist vobl ht. eich Emypfehl dich seiner vaterpfle⸗ chs doc E. Hoff und vertrau ihm allezeit. mich nus uch auf dem allerrauhsten wege t Mi in eih froͤhlich hin zur ewigkeit, Da im hein dit du, frei von aller yein, Ganz en. Ig, ganz zufrieden seyn. 8 ist uah So laß mich, gott, stets dahin steis in auen, Und dann mit starkem 1, diett kuth auf dich, Auch in der groͤßten uen: D uach vertrauen. Du bist bei mir; klich Uih Uu strke wich. Wer dessen stets um Iu kasichert it, Der lebt und firbt Mrost als christ. en abl Rel. In allen meinen thaten ꝛc. 0. M as isis, daß ich mich n lebeng 38. Wé quale? Harr gotes, Ein ul eine seele, Harr, und sep unver⸗ eid. 0 ut Du weißt nicht, was dir nuͤ⸗ ful tzet! Gott weiß es, und gott schuͤ⸗ 0 Er schützet den, der nach ihm ragt. 2. Er zaͤhlte meine tage, Mein gluͤck und meine plage, Eh ich die welt noch sah. Eh ich mich selbst noch kannte, Eh ich ihn vater nannte, War er mir schon mit huͤlfe nab. 3. Die kleinste meiner sorgen Ist dem gott nicht verborgen,, Der alles sieht und halt, Und was er mur beschieden, Das dient zu meinem frieden, Waͤrs auch die groͤßte last der welt. 4. Ich lebe uicht auf erden, Ganz gluͤcklich hier zu werden; Die lust der welt vergeht. Ich soll mein gluck hier gruͤnden, Um dort ein heil zu finden, Das ewig, wie mein geist, besteht. ‚ 5. Was dieses gluͤck vermehret, Sey mir von dir gewaͤhret, Gott! du gewaͤhrst es gern. Was dieses gluůck verletzet, Wenns alle welt auch ten. Sey von mir jetzt und ewig ern. 6. Sind auch der krancheit plagen, Der mangel schwer zu tragen, Noch schwerer haß und spott: So barr ich doch in stille; Denn nicht mein eigner wille, Dein wille nur, gescheh o gott! 7. Du bist der muͤden staͤrke, Und aller deiner werke Erdarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren; Wenn du mich willst bewahren? Und du, mein gott, bewahrest mich. In voriger Melodie. ill mich, o gott! hie⸗ 439. Wé nieden Des lebens last ermuͤden, So staͤrke meinen geist. Wenn mich die leiden kraͤnken, So laß mich wohl bedenken: Auch das sey gut, was trüͤbsal heißt. 2. Nicht ewig soll sie waͤhren; Oft werden unsre zaͤhren Auch hier schon abgewischt; Und seuszen wir: wie lauge Ist unsrer seelen hange? So wird das herz mit trost 3 3. Du 222 Zweite Abtheilung. 3. Du wendest solche buͤrden, Die uns erdruͤcken würden, Goit! gnaͤ⸗ dig von uns ab. Du siehst bei un⸗ sern plagen Auch auf die kraft zu tragen, Die deine hand ans sel⸗ ber gah. 4. Dein vaterlich bemüͤhen Will uns, als kinder, ziehen, Zu ihun, was dir gefaͤllt; Will eignen willen brechen, Die macht der feinde schwaͤ⸗ chen, Und uns entwoͤhnen von der welt. 5. Es sinb nur liebesschlaͤge, Wenn ich es recht erwaͤge, Voll gnad und voller huid Du willt den eifer mehren, Gehorsam dich zu ehren Mit glauben, hoffnung und geduld. 6. Was will uns, herr! auch she eren den Von dir, und jenen steuden du dn du füt.uns ersehn? Wir leben ahn Doch cunt d Hiume W och einst der himmel ain Lehn. ane 7. Zu jenem bessern leben Ah. O du auch mich erhehen; Der th huen mein gewinn. Muß alach un uude leib verwesen, Wurd dochmennh n genesen; Er eilt zu seligkeiten sg w. 8. O druͤcke meinem herzen we allen seinen schmerzen, Dieß ialete aufs tiefste ein: Es kann 30 san dich liebet, Auch wenn er iu Lan 18 Doch niemals ungluͤc eyn. 3 Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. 0 Alen menschen und auch 44 mir Hat der herr dies vorgeschrieben: Euren naͤchsten sol⸗ let ihr, Als euch selbst, von herzen lieben! Christen, was gott hier ge⸗ beut, Sey uns heilig allezeit. 2. Wir sind bürger einer welt, Kinder eines vaters, brüder Die er huldreich all erhalt; Alle eines lei⸗ bes glieder; Die sein weiser all⸗ machtsruf All zum ewgen gluͤck er⸗ schuf. 3. Eine sterbliche natur Hat er je⸗ dermann gegeben, Und auch eine hoffnung nur: Hoffnung auf ein beßres leben; Wenn wir hier in dieser welt Redlich thun, was ihm gefaͤllt. 4. Und wir sollten uns entzwein? Lieblos uns einander hassen? Und, zu unster elgnen pein, Stolz und neid beherrschen lassen? Wer kein freund des naͤchsten ist, Ist fuͤr⸗ wahr kein mensch, kein christ. 5. Wss wir auch aus gottes hand Zum voraus vor andern haben: Ausehn, reichthum, hoher stand, Leideskraͤfte, geistesgaben, Alles dies XXIII. Von der Liebe des Naͤchsten. .5 e befreit uns nicht Von der schenliebe pflicht. uus de 6. Solbit der gaben untusth wüces Dient zum allgeme nen besten In I 8 nur jeder sich bemuht, Vn Rd kleinsten dis zum groͤßten, Aun Ah a nur nicht sich allein, Nüßlich, 17 er kann, zu seyn. r 7. Darum gieb uns, gott, ay l Voll von wahrer meuschmih 0 Das an andrer freud und sng zahet Autheil nehm, und gern das Lunr b Was der liebe pflicht hegeyrt, Nan be sie uns dein sohn erklaͤrt.* freund! Alle dir recht Ahno m n ů den, bom wir, hier mit dir yeusth lung Nach volldrachtem lauf auf en ggee 1 Einst auch ewig bei dir seyn 1** + Howeri 8. Laß uns, großer menshh ner lieb uns gaͤnz zu frenn. Ou du Mel. Ein laͤmmlein geht, und nurdigst Aer du die liebe sh Buae 0„ Jalbga meuschen segne a selbst den der dein feind noch i, Wit fun 442. lichkeit begegnest: O bilde malh then lie sinn nach dir, Und laß mich duuut, 3 XXII. Von der L iebe des Naͤchsten. 2²⁵ nd/ hier, Wie du gewan⸗ al, Uumben! Dle koͤnnen keine leben R seyn, Die sich nie andrer leben Der gleich Dies W armen. ungllesh guch jetzt noch, auf der him⸗ Altbron Bist du das heil der suͤn⸗ ½ Auch da bleibst du, o gottes i„Ein freund der menschenkin⸗ Du schaffst den deinen wahre % Und die verirrten suchest du Mrechten weg zu leiten; Du i der seufzenden gebet, Und n. n det unters⸗ besten V „ Von In an, Audei rutzlch/ u ott, enls guszubreiten. 9 laß in meiner vilgerschaft Mh auf dein vorbild sehen! Er⸗ si mich mit lust und kraft, Dem uhten beizusehen; Betrübter Hhen trost zu seyn, Mich mit den chen lichen zu freun, Mit weinenden uuh sin in Und dem, der mir sein 15 Iabertraut„ Die redlichkeir, auf ri. baut, Nicht treulos zu ver⸗ egehrt shr. aß mich mit bruͤderlicher huld ähnü Mnächtlen fehler decken; Durch ahulh uth. mtleid und geduld Zur bir peat Haung ihn erwecken; Und sündi⸗ auf ecugen gegen mich, So freue meine leon, Alleha, Ihm willig zu vergeben; renn. perd ich dich, herr jesu christ, Dn du die liebe selber bin, Aufs ht, undeürdigste erheben. t. r menschen liebe sih⸗ d gerh M. O gott, du frommer gott ꝛc selbst den zieb mir, o gott! ein Mit 1. 12. G berz Das jeden men⸗ ilde 0* liebet; Bei seinem wohl sich wich su, Bei seiner noih betruͤbet: V lchest deine majestaͤt, Nur se⸗ Ein herz, das eigennutz und neid und haͤrte flieht, Und sich um an⸗ drer gluͤck, Wie um sein gluͤck be⸗ muͤht. 2. Seh ich den duͤrftigen, So laß mich liebreich eilen, Von dem, was du mir giebst, Ihm willig mitzuthei⸗ len: Nicht aus dem eitlen trieb, groß vor der welt zu seyn, Und mich verehrt zu sehn: Nein, men⸗ schen zu erfreun. 3. Dies sey mir gottesdienst! Auch unbemerkt von ihnen, Den neben⸗ men schen gern Mit rath und that zu dienen. Mich treibe nickt erst dank Zu milder woͤhlthat an: Nein, was ich andern thu, Das sey dir, goͤtt, gethan. 4. Ein trunk, mit dem mein dienst Dem durstigen begegnet; Ein blick voll trost, mit dem Mein herz bedraͤngte sennet; Ein rath, mit dem mein mund Im kummer andre staͤrtt: Nichts bleibt, so klein es ist, Von dir, herr, unbe⸗ merkt. 3. Eilt wo ein boshaft herz, un⸗ frieden anzurichten: So laß mich sorgfam seyn, Der bruͤder zwist zu schlichten. Aus schmaͤhsucht stöͤhre nie Mein mund des naͤchten ruhz Er ruͤhme sein verdienst, Deck sei⸗ ne fehler d6du. 6. Die rach ist dein, o gott! Du spricht: Ich will vergelten. Drum laß mich stille seyn, Wenn men⸗ schen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem verzeih, Der mir zu scha⸗ den sucht; Den liebe, der mich haßt: Deu segne, der mir flucht. 7 Doch laß mich nicht allein Auf zeltlich wohlergehen, Mit einge⸗ schraͤnitem blick, Bei meinem naͤch⸗ sten(ehen. Noch stärler musse mich Sein ewig gluͤck erreun; Noch un sein seelenheil Mir angelegen eyn. 8 Den, der im glauben wankt, Zu leiten und zu ftaͤrken; Den, der noch sicher ist Bei seinen boͤsen werken, Von der verkehrten 916 2 22²⁴ Zweite Abtheilung. hare t gan Des lasers abmiiehn: Dain ver/ sre fundel Wenn ich mich mugee, un Muhn. kralt And saane mein bes 10„Zu tadeln, was dan bg 20 mühn. an. D z wet 9. O heilige du selbst, Herr, mei⸗ 8. Ich spur an mei 2. 4 ner seelen irlebe, Durch deine lleb sich Ich spür an meiner seele, 2 eht und furcht, Zur wahren menschenlie, neid in meiner brust. Dium uug z na be. Wer nicht den naͤchsten liebt, o herr! dies laster Mir immer nehl Atritt Geht nicht zum himmel ein. Laß verhaßter: Des + 1 diese wahrheit, gott, Mir stets müntl st! 2.—08 Mh vor augen seyn. Wäht, ö Mel. Hertliebster Mel. Run ruhen alle waͤlder ꝛc. Ober: J auch en eit 4 44 errneige mein gemü⸗ ilf, jesn, daßi 443. the Durch deine große 444. H nen guͤte, Mich fremden glücks zu Durch lieblos richten ihn zu 191 freun; Und fern von meinem her⸗betrübe, Ihn nicht verläumdy schuf jen Laß, bei des nächsten schmerzen, durch falsche raͤnke Sein wossh ,Bo Doch alle schadenfrende seyn. kraͤnke. Auh, Au 2. Wer sich des guten freuet, Was 2. Gieb, daß ich nachsichtzvolil Adt au deine huld verleihet, Er find es, wo naͤchsten fehle, wenns maug Ubt: 9 ers find: Der ist nach deinem bil,erlaubt, der welt verhehle,h I gicht de Barmherzig, guͤtig, milde Und wenn er faͤllt, auf mich, 41. 3. Wer menschenfreunoschaftlich gesinnt. noch gehe, Mit vorsicht sehe. guckt X 3., Zwar wird mit hindernissen 3. Hilf, daß ich kluͤglich iuz Eur nich Mein geist oft käͤmpfen muͤssen Bei bessern trachte, Und feinet sh Aheim übung dieser pflicht: Denn scheints, wohlfahrt theuer achte. Wen shhlch g daß fremde gaben Fuͤr mich viel hast du für sie in tobesbanden Sa a de nachtheil haben, Alsdann gefallen aus gestanden! uht. sie mir nicht. 4. Laß mich gufrichtig schihm d Wer 4. Dann schoͤpft, versucht vom drer gaben, Die sie doch aut vg gsemt, neide, Mein herz nicht lust und freu⸗deiner guͤte haben; Es misf j gilet, de Aus andrer wohlergehn; Dann mein berz des nachsien srendenun z aͤrr regen sich die triehe Der holzen ei⸗ glück beneiden. let:“ 2 genliebe, Des naͤchsten gluͤck nicht 3. Gieb, daß ich nie zum aun— 8 gern zu sehn. lleicht entbrenne, Nie auch demseß ine 5. Doch, da hilfst du mir käm⸗de etwas üdels göune; Und in We pfeu Die boͤse neigung daͤmpfen, zu beweisen guͤt und treue, M iht Mi Die mich zum neid reibt hin; Wem herzlich freue. 47 ich nur deinem triebe, Zur wahren 6. Laß mich, mein heiland, ium sht, 2 naͤchstenliebe, In meinem leben folg⸗mehr auf erden, An lieh und Iy ur sorg sam bin. tigkeit dir aͤhnlich werden, at sie n 6. Gott, dein sind ja die gaben, kraft dazu, so schreck ich schon Die ich, und andre haben; Mit nieden, Herr, deinen frieden, Datnne was dens Aln 005 40 lest unter allen, Nach weisem wo gifalln, Die guͤther deines hauses Mel. Machs mit mir, golt/ x/ 8. o jemand spricht +7. Dich selbst, den gllerhochsten, 445. S liebe ½0 Weunich beneid den naͤchllen, Greift haßt doch seine bruher, Die n ia meiu tadel an. O, welche schwe/ mit gottes wahrheit spolt, Iodin WIV. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit. 225 nackende nicht kleiden: Der nmer ugl alritt die erste pflicht, Und liebt n glit ty In golt der liebe nicht. Wer seines nachsten ehre Pait, Und gern sie schanden hö 16 l IMohlockt, wenn sich sein feind 117 Und nichts zum besten keh⸗ h. M, Verläumdern niemals wider⸗ dab ihng gict: Der liebet seinen naͤchsten sten lielr Aht, hn M Wer, weun er auch mit rath Wschußz Den nächsten unterstü⸗ ,Doch nur aus stols und eigen⸗ WMu, Aus weichlichkeit ihm nützet; Jt aus gehorsam„ nicht aus st: Auch der liebt seinen naͤch⸗ nicht. 95 Wer nur dem hilft, der sehr sehe. sckt Vor seinem stolz erscheinet; lich ijn Bi nicht einet I Hrheimlich vor ihm weiner, Wer „We ligich giebt dem, dems gebricht: den 10 der liebt seinen nachsten uht. umde/ nj l schlzen a Wer andre, wenn er sie be⸗ nicht lieben, Mit hart und vorwurf 13. Was ich den Und ohne nachsicht straft gethan, Dem kleinsten auch von dien stͤrmt, So bald sein naͤchster seu, Das oc Shemt, 5 mise mN Kilet, reudenun nd um imn bdensih In2 Und aln 4. Wer für der armen heil AM; Dem übel nicht zu und Hur forglos ihnen gab en giebt: 66 sie wenig noch gellebt. rieden, nicht den duͤrftigen erquickt Ulet: Wie bleibt bel solchem un⸗ u Des naͤchsten liebe wohl in und 14. Ein streng und hoͤchst gerecht ele, M. sht Mit rath und that nicht wa⸗ gericht Wird u 4 wehren Der liebreich seinem naͤchsten nicht ud, ium sht, Das oft sie durftig— in 8. Wahr ist es; du vermagst es nicht Stets durch die that zu lie⸗ ben; Doch bist du nur geneigt, die pflicht Getreulich auszuühen, Und wuͤnschest dir die kraft dazu, Und sorgst dafuͤr: so liebest du. 9. Ermattet dieser trieb in dir, So such ihn zu beleben, Denk oft: die die lieb, und mir Hat er Hein bild gegeben. Das, was ich habe, ist nicht mein: Sollt ich, wie er, nicht guͤtig seyn? 10. Wir haben einen gott und berrn, Sind eines leibes glieder. Drum diene deinem naͤchsten gernz Denn wir sind alle brüder. Gott schuf die welt nicht blos fuͤr mich; Mein naͤchster ist sein kind, wie II. Sein heil ist unser aller guth⸗ Ich sollte hruͤder hassen, Die gott durch seines sohnes blut So theur erkaufen lassen? Daß goit mich schuf, und mich versuͤhnt, Hab ich dies mebr, als sie, verdient? 12. Du schenkst mir taͤglich so viel schuld, Du, herr von meinen ta⸗ gen! Ich aber sollte nicht geduld Mit meinen brudern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vergiehst, Und den den du liebst? menschen hier 8 Aehst du, mein erloͤser, an, Als haͤtt ich dirs erwiesen. Und ich, ich sollt ein mensch noch seyn Und dich in bruͤdern nicht erfreun e t Wird über den ergehen, In noth eilt beizustehen; Drum gieb ir gott, durch deinen geist, Ein herz, das dich durch liebe vreist. golt, I. icht“ 200 Der n I 5 Zweite Abtheilung. ö XXIV. Von der Gere Mel. Kommt her zu mir ꝛc. 6 u liebst, o gott! ge⸗ 40. Drechtigkeit, Und haf⸗ sest den, der sie entweiht, Am naͤch⸗ en unrecht übet. Du bins, der jedem seinen lohn, Ohn alles an⸗ sehn der verson, Nach seinen wer⸗ ken giebet. 2. Gerechter gott! laß deinen geist Zu dem, was recht und Leuf heißt, Steis meine seele lenken Nie komm es mir doch in den sinn, Aus schnöder habsucht, um gewinn Des naͤchsten recht zu kranken. 3. Pflanz redlichkeit in meine brust, Und laß mich gets mit wah⸗ rer lust Der liebe vflichten uͤben. Ein herz, das gern auf unrecht denkt, Gern schaden sucht, und an⸗ dre kraͤnkt: Wie kann das bruͤder lieben? ů‚ 4. Nie seufze jemand wider mich. Mein ganze Bem naͤchsten gern zu geben, er mit recht verlangen kann; keit zu leben. 5. Laß mich bestaͤndig dahin sehn, Mit jeglichem so umzugehn, Wie ichs von ihm begehre; Damit ich zeines menschen herz, Durch m haͤrte, je mit schmerz Un merniß beschwere. 6. Herr! mit dem maß, damit Und zum ersatz meln herz helt ich hier Dem naͤchsten messe, wirst du mir Dereinst auch wieder messen, Dies reitze mich zur billigkeit: So werd ich auch zu keiner zeit Der liebe pflicht vergessen. Mel. Erhalt uns, herr, bei ꝛe. oder: Wenn wir in hoͤchsten ꝛc. 4 47. Fde sey mein leben je⸗ „D derzeit Von aller un⸗ gerechtigkeit; Wie koͤnnt ich gottes s herz bestrebe sich, Was Durch dieberei, an seinem g. Und Und leiner haabe schaden ihlt. ammerfort mit jedermann In elnig⸗ 7 9152 rd ber ann eine 8. Darum, mein gott, deuih d küm⸗ mich Vor allem unrecht vitasth ——? ö* chtigkeit und Billigkeit. u 2. Wer seines nächsten uih Hel, H⸗ nicht. Was der misfällt, wenn due, N. ö D ungerecht greit verletz, Vern droht, Schaͤrft mir dies hellise 6. Es drohet jedem deinen Bate heimgesuch t, Und dort trist wsh hput freund sonst seyn, kraͤnkt, Auf seinen schade deukt Verletzei des 9.— 40 , g 3 Du schriebst in sedes 0 lfe chicht, Das thue du aus u. icht. Lür Wie Rlawe ich j selber mich Als uͤbernher eine uin 9** ache bot, Frei von unrechtem guh ali n seyn, Mit noch viel röbeune Nrun Udein Der seinem naͤchsten durch I wi b ri sul zu wicht:. Den 2— Klaß und seiner u XX mich erfreun 1 oflicht, Und ehrt den gott der sh gott, Tief ein des heilige gish tode sent t 4. Wnn ich dies billige geseh Euenn 5. D t, d 5. Dein wort, das suͤndern Wir ein. einde flucht, Wird hier auch shn he dir g ben zi Beging iche ja, so sey mit—1 ö 10 Woh han — upfen, supfen. 9. Wer andern schaden esis han, Und irgend ihu ers kann, Dock deß sich weigert, I nicht Vor dir erbarmen im geis 10 Er kann nicht wahte thun, Dein segen kann nicht an ruhn, Eh er das boͤse, das et Nach moͤglichkeit ersetzet hal. II. Gied, herr!i daß ich dieh W bedenk, Und nie durch unrech“ Mel. e dre kräͤnk. Die habsucht, auch; armuth nicht, Verleite nich 1 440. meiner yflicht. liht ein V sluler gn — MIV. Von der Sanftmuth und Versoͤhnlichkeit. 227 Inr h. XXV. Von der Sanftmuth und Versoͤhnlichkeit. ten uh hel. Herr, ich habe mißgehandelt. den boihif ö Hlllen, welche nicht ver⸗ dash 448. A gebea, Wirst du, rich⸗ Fl, nicht Lcken, iin m len se im lezen, Troklos einst im . Ithen Unentladen ihrer sün⸗ an dit Iu, Nimmer vor dir guade sin⸗ — uhe mulleid Harr 2910 Väͤterliches mitleid hat; Wie Vam Ureund der menschenkinder Selbst ermier eine mörder bat: So soll auch crist reueg.„Und sich nicht Wtache freuen. alg Wir gelobens dir mit freuden; em guh alig wollen wir verzeihn; Nie öhernen Nächen, wenn wir leiden, Nie lr um rache schreyn, Vielmehr eln In Uein antlitz treten, Und fur un⸗ rch ban Heinde beten. chen geschlecht: Laß mich deinen geist beleben, Daß ich, vater, als dem kind, Liebreich sey, wie du gesinnt. Herr, du wollst den sinu mir geden, Der bei fehlern nach⸗ sicht zeigt, Und mit sanftmuth spricht und schweigt. 2. Laß mich meines nachsten scho⸗ nen⸗Willig tragen seine laß Und, so lang ich hier soll wohnen, Blei⸗ he lanksucht mir verhaßt! Auch das ist, o gott, dein wille, Und die eintracht liebest du; O so hilf mir auch dazu. Gieb ein herz mir, das die stille Und den frieden sucht und ädt. Das, statt rache, sanftmuth t. 3. O. wie wird das herz beschwe⸗ tet Durch des zornes leidenschaft! Zanksucht, rachgier, haß verzehret Nach und nach des lebens kraft; inem Vater, stärk uns, deine from⸗ n ihn., Treu zu bleiben dieler pflicht! bes sl Ian wir in versuchung kommen 0 snn Abesiege sie uns nicht; Laß uns rist völn anuth dann empfinden, Um sie echten i e In uberwinden. uh in unserm ganzen leben t, beuth iir gleichgesinnet sern, Willig t vital Keen zu vergeben: Denn, wenn ö 11—7 I wir verzeihn, Lassest du uns Dan e nden Auch fuͤr unsre eigne en iun Wohl uns! gott verzeiht uns „ hern, Geht nicht mit uns ins hacht, Nimmt uns auf zu seinen balte Ihan, Strafet uns dann ewig icten Ict. Laßt uns beten, laßt uns m Rachsucht in uns stets zu uht ein strenges recht Sondern V bem sündli⸗ x Kürzt das ziel von unsern jahren Mocht zum himmel ungeschickt. Herr, der auf mich schwachen blickt, Ach, du wolliest mich bewahren, Daß des jaͤhzorns raserei Nie des herzens meister sey. 4. Wer mir flucht, den will ich segnen, So wie mein erloͤser that, Und dem nachsichtsvoll begegnen, Der zum zanken neigung hat; Fuͤr die feinde will ich beten, Und vor dich, du friedensfuͤrt, Wenn du menschen richten wirst, Mit dem schmuck der liebe treten, Gott des friedens, staͤrke du Mich mit deiner kraft dazu! 5. Ewig heil ist dem beschieden, Der nach frommer eintracht strebt. Hoͤchster, gieb mir deinen frieden, Der zur sanftmuth uns erhebt Er regiere her und sinnen; Denn, wenn er das herz regiert, Wird, was zu der zwietracht fuͤhrt, Nie⸗ mals uͤbermacht gewinnen; Bis einst in der herrlichkeit Ewger frie⸗ de uns erfreut. Y 2 Mel. 2²8 Mel. Herzliebster jesu, was ꝛc. oder: Iß auch ein gott? ꝛc. Nr. 2. err, deine sanftmuth O. ist nicht zu ermessen; Wie viel hast du vergeben und ver⸗ gessen! Ach fuͤhre mir doch deine große güte Recht zu gemüthe. 2. Du segnetest mitleidig, die dir fluchten; Dn hoiltest selbst, die dich zu fangen suchten; Ou zeigtest stets bei deiner feinde toben Der saͤnft⸗ muth vroben. 3. Ach, glich ich dir, o heiland! ich belenne, Daß ich noch oft vom schnellen zorn enibrenne, Und mich vor dir manchmal, durch eigne ra che, Verwerflich mache. 3. Dir herzenskndiger, dir muß ichs klagen, Wie wenig kann mein stolzes herz vertrageu; Wie schwer weiß ich, wenn andre mich hassen, Mich recht zu fassen! 5. Vergieb mir, herr, und wende mein verderben! Bei wilbem zorn laßt sich dein reich nicht erben; Und jener tag vergilt nach strengem rech⸗ te Dem harten knechte. 6. So hilf mir denn die rachbe⸗ gier ersticken! Laß sich dein bild in meine seele drücken! So werd ich mich versoͤhnlich finden lassen, Nicht wieder hassen. 7. Flucht mir mein feind, so gieb daß ich ihn segne, Und seinem grimm mit freundlichkeit begegne; Daß mich das boͤse, das ich dann empfinde, Nicht uͤberwinde. 8. Verleih mir das, um deiner sanftmuth willen: So erb ich auch, im lande deiner stillen, Die selig⸗ keit, wozu sie jenes leben Einst wird erheben. In voriger Melodie. err, mein erloͤser, der 451. 5 du fuͤr mich littest, Und noch zur rechten gottes für mich bittest: Exweck in mir, du kebe. wahrer liebe, Der sanfimuth ksebe. Zweite Abtheilung. 2. Wann hast du jemals 107 haß vergolten? Du schalist uz wieder, da man dich gescholten segnetest mit wohlthun nicht 3 freunde, Auch deine feinde. 3. Und ich, herr, sollte mich deinen uennen, Und doch von't gier gegen andre brennen? sollte jemals haß mit haß vernh Ades ten, Uud wieder schelten? 4. Wie kann ich: dater! zu in het dee hoͤchsten sagen, Und groll im iah ergt zen gegen bruder tragen? Mit gedu kann ich zu ihm flehn, mir zu un ele zeihen, Und rache schreien? ie 5. Wer nicht vergiebt, der uis in eint fuͤr seine suͤnden Auch nicht hei du K, Bert o, herr, vergebung finden. dascwer jünger ist nur, der, wie du, In Iiht, e gieber, Und feinde liebet Luhschu 6. So heilige denn meiner sehh l hewe triebe, Mein heiland, dunc In dil kein geist der wahren liebe; Da u schren die unglückselge lust det rach uh ch v strafbar mache. Hute 7. Wenn meine bruͤder sichaumnlilleteue vergehen, So lehre mich iht uu recht uͤbersehen, Und, Jollen I, An mich auch empfinblich kraͤnken, x us vo dich gedenken. lt er l 8. Erwecke dann, o herr, in u Ich w nem herzen Aufs neue das gedihh zu niß jener schmerzen, Die do in, nen schweren leidensstunden I ng serr mich empfunden. Heh, Al 9. Laß mich mit sanstmuth nih lich fü nem feind begegnen, Und/ so n Hun; ge du, den, der mir fluchet, sezn Herr, mache gegen alle, die u l, Aa hassen, Mein herz gelassen. I0. Will zu der rachsucht 125 furcht verfuͤhren, Als wuͤrd ich mein ganzes gluͤck verlieren; Auugott, zeig mir, herr, dies sey mein gilih sse ni auf erden, Dit aͤhulich werden uht alle 1I. Denn du begluͤcest den, Irsur al chrißlich handelt, Und uͤberall un gwarb?ꝛ deinem vorbild wandelt; Dtuntt 3 Alle in allem mich schon hier auf ahl Huch an Dir aͤhnlich werden. Isst ein ö M. XXV. Von der Sanftmuth und Versoͤhnlichkeit. 2²9 Merllch thnt mich verlangen. No will ich wieder flu⸗ „ chen, Wenn mir sser flucht; Nie dem zu scha⸗ usuchen, Der mir zu schaden Ich will ihm fauft begegnen, drohen, wenn er droht; 2 mi„ des herrn gebot. 12 20 Ren jesue, der gerechte, Ver⸗ n de schmach mie huld; Die U im ia h ergtimmter knechte Ertrug er en? Mi edüld. Sollt ich denn wieder ir llen, Da er nicht wieber schalt, ne tliebe nicht vergelten, Wie er er uln feind vergalt? t bei i. L. Bettäumdung dulden muüssen, schwer; doch diese pflicht Wird sht, wenn das gewissen Fuͤr mei⸗ Vunschuld spricht. Dies will ich IM bewahren: So bessert mich durc In ih, feind, Und lehrt mich llug Oin Altbren, Indem ers böse meint. ache h„ch will die fehler sauen, Die gun mir ersann; Auch die will nss Die er nicht wissen 1½½ 40%, An ihm das gute sehn, Und inten, von ihm sprechen: Wie, st er laͤnger schmaͤhn? r, unm Ich will niemals ermüden, Ihm 6 gedih As zu verzeihn, Und, als ein d in dl At, zum frieden, Zu diensten, nden 3 g seyn Wenn mich zu unter⸗ hen, Ihn guͤte mehr erhitzt: So nuth uil Mich für ihn beten Und gott ver⸗ b„ so Hun; gott schuͤtzt! t, senn e a/ was sol io sunder v. =n. t mic hAuten menschen, mei⸗ in53· S ne bruͤder, Mir, ren; Ahengott, nicht theuer seyn? Sollt mein iß se nicht gern erfreun? Sind vetden itht alle christen glieder Dessen, den,N Mefür alle starb. Allen gottes huld erall un gwarb ꝰ Dunlh Ale sind wir eines slammes, auf al lich an, duͤrftiger natur: Allen hhilt er, so will ich seguen. Dis Durch huld will ich mich raͤ⸗ gen gotteslammes, Und dieselbe seligkeit Ist fuͤr alle gleich bereit. 3, Gottes kinder sollt ich hassen, Lieblos, unbarmherzig seyn? Mei⸗ nem feinde nicht verze ihn? Keine schulden ihm erlassen? Gott, nicht fuͤrchten dein gericht? Dein erbar⸗ men achten nicht? ö 4Herr, der du fuͤr uͤbelthaͤter Um vergebung batst, die last Wel⸗ che du getragen hast, War die last der übertreter; Doch warst du von rache fern, Duldeiest, vergabest ern. 5. Wenn mein herz, vom hang zur suͤnde Hingerissen, dich verkennt, Und zu haß und rach entbrennt: Hilf dann, daß ich uͤberwinde Mei⸗ nen haß, und laß mich sehn In den tod für uns dich gehn. 6. Wie dir deine thraͤnen flossen, Als dein ang um mich geweint; Wie du, großer menschenfrennd, Auch fuͤr mich dein blut vergossen, Wie du littst, mich zuerfreun: Das laß mir vor augen feyn. 2. Geb es mir so zu erkennen, Daß ich thu, wie du gethan. Wer nicht liebt, geht dich nicht an; Ist kein glied von dir zu nennen; Ist dem goit der lieb ein graͤul Und verscherzt sein eignes heil. g. O so hilf nür, daß ich uͤbe, Was dein wille mir gebent, Nach⸗ sicht, sanftmuth, guͤtigkeit; Daß ich, wie du liebst, liehe, Innig liebe, milde, treu, Sanst, und leicht versoͤhnlich sey. 9. Ja, ihr meines hauptes glie⸗ der, Christi, der fuͤr alle larb, Al⸗ len gnad und huld erwarb, Lieben will ich euch, ihr brüder! Fuͤr euch beten, euch erfreun, Wohlthun, dulden und verzeiyn. 5 Mel. Machs mit mir, gott, ꝛc.1 erbittre dir dein leben 454. Wnicht, Ochrist, durch eigũe rache; Verzeihen ist des chri⸗ 0 ein opfer nur Des unschuld⸗ RN sten pflicht, Vergelten gottes sacke. P 3 Die 23⁰ Zweite Abtheilung. Die sanftmuth, die sein wort ge⸗ zeht. iebt feinde, segnet und ver⸗ zeiht. 2. Wahr ists, empfindlich ist der schmerz, Von menschen unrecht lei⸗ den; Und dennoch soll des christen herz Am zorne sich nicht weiden, Soll nicht sein eigner richter seyn. Soll alles unrecht gern verzeihn. 3.. So widrig diese pflicht dir scheint, So mußt du sie doch üben; Sonst bist du nicht des heilands freund, Der sie dir vorgeschrieven. Empoͤrt dein herz dawider sich, So sieh auf ihn: besiege dich' 4. Wer hat wohl groͤßern wider⸗ spruch Von suͤndern hier erduldet, Als er, der herr, der schmach und fluch Von andern nie verschnldet; Und dennoch will er langmut hs ooll Daß keiner ewig slerben soll. 5. Ihm folgen, ist dein wahrer ruhm. Beleidigern verzeihen, Ist ehre fuͤr dein christenthum; Sich ähres falls nicht frenen, Nicht den, der dich schmaͤht, wieder schmaͤhn, Gereicht dir selbst zum wohler⸗ uch nach, Was gott gefallen so Die rache selhst schmach, Die man bestrafen wil; üll. Kein schimpf wird ungeschehn macht, Wenn deine rachziern erwacht. die pflicht!) Wirst du den st besiegen. nicht Dies göttliche vergnihg Dann wird der hert auch dit zeihn, Dein vater und verhe seyn. dir Das unrecht nicht selbstrich Du wirst, mir Ein gnaͤdig urtheil spn 46, Von dir kommt auch der soufsan ie sinn; Nach deiner gnade gieh gehn. ihn. 5 L. VVI 6. Im zorn denkt niemand ant Fesch vermehrt 1 lsht/ 0 on bi zuft les t 7. Die rachgier reißt gerechiiglh, Reißt glauben aus dem ahh/ He, 2 Stoͤrt des gemuͤths Und straft mit bittern schmen Sie hindert dank, gebet, vernn baa raubt den muth, auf goll aun. zufrpedenh 9. 8. Durch sanftmuth(uͤbe O 2— raube deiner s⸗ 4. Als Maurer in L shblick 9. Laß mich aus liebe, gott, verzeih ich gern, nithen⸗ Aalleht, „sorg XXVI. Von der Dienstfertigkeit, Barmherzigke und Leutseligkeit. Mel., In allen meinen thaten. 45⁵ u, aller menschen va⸗ 9* ter, Du guͤtigster be⸗ rather In allem, was uns drückt! Die freuden, die wir haden, Sind einzig deine gaben; Du bists, der unser herz erquickt. 2. Du laͤßt dich von uns suͤndern Durch undank nicht verhindern, Uns taͤglich zu erfreun: Zu ewgen leligkeiten Uns sterbliche zu leiten, Wird immer dein vergnuͤgen seyn. 3. Wie groß ist deine milde! Barmherzger vater, bilde Mein herz nach deinem sinn. Daß ich sht Mi „ 2 Bese A der noth der armen Mich l moͤg erbarmen, Nimm alle Is von mir hin.— 4 Gieb, daß sch willig gebe, Ms, wohlzuihnn bestrebe, So, wiegt z. Ert heiland that, Der göttliche mer, Den kein bedraͤngter Vergebens je um hulfe bat, n 5. Erhalt in mir die triehe mitleidsvollen liebe; Wie duh guts gethan, So laße um des stͤhli willen, Mich and rer seufter Ill 6. Dut So oft ich sie nur stillen kann, zut Er 6. Zum fleiß in guten werkeh sud jed mich die hoffnung staͤrken: Vnl ud sre dem herrn der welt, Der frohe Zemn, VVI. Von der Dienstfertigkeit, Barmherzigkeit ꝛc. 231 0 en scber, Ser, was man wiltg. ehn. let, Ein opfer, das dir wogi⸗ hfiill. 2 15 wohl mir! ich gewinne an d con hier, bei diesem sinne, Trost ait nl ih ufnebenheit, Und einst vor redilh les throne Zum unschaͤtzbaren Heh Me, Die freuden einer ewigkeit. 7 frpedenhi a Wer nur den lieben gott ꝛc. / vertez auf gong icht muͤrrisch, finster, (iben 66. N ungesellig Ist, wer den fü chtist zu seyn sich freut; Ist oh⸗ Uschmeichelei gefaͤllig; Vereinigt agung und freundlichkein; Ist trau, 0 du Imit den traurigen, Und froöhlich den froͤhlichen. . Es liegt in keinem seiner blik⸗ Als wie in einem hinterhalt, lurend schadenfrohe tuͤcke, Und lin lächelnder gestalt. Sein blick, hlick der heuchelei, Ist liebreich, In, gut und frei. Sein antlitz, heiter wie der ; aliebt, Wenn es bekuͤmmerniß sorgen In seines bruders auge ,—— strahlt in Roge sch , Wenn ein getroͤsteter si iul 95 Bescheiden, sittsam, ehrerbie⸗ Ist, wer ein junger jesu ih; esklavisch, auch nicht übermuͤ⸗ „Wenn er vor andern gluͤcklich Er ist, weil er, wie jesus, llt, In allem, was erfreut, ge⸗ Er schleicht, fuͤr fromm erklaͤrt werden, Nicht traurig, heuch⸗ ln gleich, einher: Doch suͤnde⸗ lhende geberden Haßt, wie sein Lie u. bott sie haßt, auch er; In seinem um R Ifzer sill kann. soͤhlich, ohne frech zu seyn. . Durch liebliches gesprach erhei⸗ lct auch keusch und rein, Stets hen thut, Ist wohlgemeint, ist wahr und gut. 7. Er muß gefallen, er gebiete, Er warn er straf auch; et gebeut, Er warnt, er straft aus lieb und güte, Mit erun, und doch mit freundlichkeit; Und trostet er: wie leicht vergiht Sein naͤchster, was sein kummer ist. 8. Nicht rauh, noch hart, noch menschenfeindlich, Nein, eifrig, jeden zu erfreun, und sanft, und anmuths voll, und frenndlich, Soll jeder jünger jesu seyn. Ach waren wirs! ach, glichen wir, O vorbild aller liebe, dir! 9. In allen worten und geberden⸗ In allen thaten laß, o herr! Uns aller menschen freude werden, Dir, heiland, immer ahnlicher; So wer⸗ den wir uns ewig freun, Und got⸗ tes wahre kinder seyn! Mel. Herr, ich habe misgehandelt. 457 Sepr barmherzigmen⸗ 4 schen, hoͤret, Hoͤrt das heilige gebot, Das uns jesus christus lehret: Seyd barmherzig 1 seyds, wie gott! Gebt, so wird euch auch gegeben, Was euch noth ist, heil und leben! 2. So viel menschen, so viel bruͤ⸗ der; Denn ein gort ists, der uns schuf. Wir sind alle christi glieder; Allgemein ist gottes ruf. Seine sonne laͤßt er scheinen Auch den bos sen, wie den seinen. 3. Gieicht dem vater im erbar⸗ men! Seyd barmherzig! seyds, wie er! Gebt den duͤrftigen und armen; Was ihr Delt empfaͤngt der herr! Helft und eilt, auch un⸗ geseheu. Euren bruͤdern beizulle⸗ en! 4. Huͤlfreich zu bedraͤngten eilen, Sie beschuͤtzen und erfreun, Kum⸗ et Er auch des bloͤden angesicht; 11 I ud jedes herz fhlt sich erweitert ihte urd sreutenvoller, wenn er spricht: sult Oann, was er sa werkenl mer lindern, wunden heilen, Wohl⸗ thun, troͤsten und verzeihn, Und dies ohne stolz verrichten: Das sind ge und was er iedes christen pflichten,, 1 23² Zbeite Abtheilung. 5. Herr, wer gehen von deun drieseinen hand, Die hand des auden Ialabe, nen, Was wir geben; laß uus nie halt. nul sanf Fühllos seyn, wo bruder weinen 1PA. So denkt der menschenfreundm 3 Haß Unser mitleid troͤte sie; Daß, Und dag ist sein bestreben, Sotten, suge n wenn wir zu dit uns nahen, Wir als er sich lebt, Zum wobl det— W ein auch trost und huͤlf empfahen. zu leben. Ihm wird des nächsen gt verl fal Rhre udew 40/ Al ttf 0 0 ühlet fremde noth, traf iu Ven Mel. O gott du frommer gott de.selbst der sreich. Wtrt 8 ie selig lebt ein Er eilt, dem, ders bedas, sihen mensch, Der dienst⸗Mit hülfe beizuslehen; Sein aus beglerde kennet, Und andern wobl⸗und sein freund, Sein siand fe zulhun Aus menschenliebe brennet! wohlergehen Gind mittel, die eh Der, wenn ihn auch kein eid zum braucht, Behulflich gern zu seh, dienst der welt vetbindt, Beruf und Und einen leidenben Mit troste eid und amt Schon in sich selber erfreun. findt. 6. Was andrer nothdurst heishh mulen l 2. Dir, hoͤchster, ahmt er nach, Das reizet seine triede, Auch asil gschein Im wohithun dir zu gleichen, Durch ruhm und lohn, Zur wahren uhh e, Un Dienstbestissenheit Sucht er dies zu schenliebe. Kein stolz, noch eiam Aitrug erteichen; Er halt für eignes wohl. nutz Wirkt seine gütigkeit. Erssch mellec Eich nicht ein gemacht; Er halt auf seinen gort, Der liebe ihm ghell 1Wol sich fuͤr die welt Von dir hervor⸗ 7. So laß mich auch gessunt, uh der gehracht. ö Mein gott, durch christum werdeis mieden 3. Er denkt, die welt hat recht Voll regen eifers sin Mein in A nich Auf meinen dienst und krafte, Ihr hier auf erden, So nutzlich, alh i lud der nüten ist fuͤr mich Ein sellges ge⸗ kann, Dem nächsten miete zu siih un se schaͤfte. Als glieder schuf uns gott,. Dann geh ich einst zn dir Ins 5 Als buͤrger einer welt, In der del der liebe ein. W˙ 10 XXVII. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftathl nn llckt d Mel. Alle menschen muͤssen sterben. s grund, Redlich sprech ai et der mund. Las mich, hoͤchster, dar⸗ 3. Diel der falschheit sich ergebn 9. nach streben Stets Sind vor dir, o gott, ein guil derWahrheit steund zu seyn. Zu Und ein unglückselig lehen Il des himmels frohem leben Geht kein wiß ihr kuͤnfiges theil. Hier. freider luͤgner ein, Und vor deinemstrift verdiente schande Sie hei nisd. Nu angesichte Wrden sie, beschämt, zu lichen im lande! Denn ein 61 nichte: Denn vor dir sind immer⸗ menschenfreund Ist der sallatg dar Aller herzen offenbar. raͤnken feind. lem w. 2. Andern zu gefallen lugen, Lee⸗ 4. Schmäht mich, ohne mein i0 Kult reg ken seahern gleich zu sevn„ Heu⸗ schulben Der verlezimder lästrnul dhiit cheind brüder zu betruͤgen, Herr,O so laß michs sill erdulhn 2 M das falle nir nicht ein! Wahrheit Einst wird doch die wahrheit iun kumanr leit an allem orten Mich in werken Darf ich la nicht läuger schwei Hit. und.in worten Redlich sey des her Meine unschuld zu bezeugen;* hann 1— XXVIII. BVon der Freundschaft. 2³⁵⁵ anderl velabe,——— Herz und mund soll sanftzuih sey. mandn z 905 du, herr, an jedem orte Sotren, zuihe meines wandels bist, Daß Tder wah Iu'einzges meiner worte Deinem nachsen verborgen ist: Dies erwecke eich; Er uun gemüthe, Daß ich mich vor ttäf i Vzen hüte; Denn du liebst den nhtheitsfreund, Und bist allen bedagf, sithen feind. ö‚ in auscht* s Mel. Bestehl du deine wege. / Die ehi zu sehn ö Zzohl dem, der richtig 60⁰. Wé wandelt, Der als hwahrheitsfreund, In wort und st heishl Aken handelt, Und das ist, was Auch ahn Gscheint; Der recht und treue lie⸗ hren whi, Und von dem sinn der welt, och eunn ditrug und falschheit übet, Sich t. Et sehl Wefleckt erhaͤlt. Imgthen 1 Wohl dem, der luͤgen hasset, gestunt, Iy der, so oft er spricht, So sei⸗ u wethell Wieben fasset, Daß er die wahr⸗ tein Lhn üt nicht Mit vorbedacht verletzet, 9, alti hud der an jedem ort Sich dies vor Iu siull ahn setzet: Gott merkt auf jedes Ins uii uit. Wohl ihm, wenn sein gemüͤ⸗ J, Gott, so die wahrheit uͤbt; Mleitet deine guͤte, Er wird von ö Ia, W. Du cht 100 Hen bat n, Wenn in der wahrheit li ftiglah Ishamt die falschen stehen, Se⸗ sheckt durch dein gericht. rech a 4. Herr, bruͤcke diese sache Mir nef ins herze ein, Daß ichs zur pflicht mir mache. Der luͤgen feind zu seyn: Erinure mein gewissen. Du hassest heuchelei, Damit ich stets beflissen Der treu und wahr⸗ heit sez. 5. Laß niemals mich versprechen, Was ich nicht halten kaun, Auch nie zusagen brechen, Die ich einmal gethan; Mich nie den stolz verleis ten Und nie des beispiels macht, Als ioahrheit aus zubreiten, Was ich doch selbst erdacht. 6. Doch laß zu allen zeiten Auch deiner wahrheit licht Herr, meine seele leiten, Damit ich meine pflicht Mit klugheit uͤb und wisse, Wann ich fuͤr andrer wohl Und fuͤr mich reden muͤsse, Und wann ich schwei⸗ gen soll. 2. Senn jemals, mich zu drucken, Des feindes rath gelinge Wenn er mit boͤsen tücken In kuͤmmerniß mich bringt: So sloͤrke meine seele, Daß sie nicht ungerlieg, Und alles dir befehle: Du giebst der unschuld sies. 8. Ein herz voll tren und glau⸗ ben, Das, gott, dein ange scheut, Das soll mir niemand rauben: So kann mit freubigkeit Ich hier zu dir aufsehen Und dort vergiltst du mir⸗ Wenn falsche nicht besiehen, Mit wonn und preis dafuͤr. ergebin in 100 ie bei ein! falsc l. Nun danket all und ꝛc. Nr. 346 XXVVIII. Von der Freundschaft. 3. Als wahrheits⸗ und als tu⸗ as glück ist groß, das gendfreund, Besitzet er mein herz. 461. D 901. mit schenkt In Ich theil mit ihm, ders reblich lhem wahren freund! Der als ein meint, Mein gluͤck und meinen mein Il Gtist rechtschaffen denkt, Und treu schmerz. istermos mit mir meint. 4. Ich schmeck des lebens suͤßig⸗ erdulhe 3. Man schätzt den freund in je⸗keit In doppelt starker kraft, Wenn heit kuh den chweigeh Gst. Doch ganz kamann, Wär er auch nicht ein unschatzbar ist gen; 60 damn, ili er auch wahrer chris. mich das edle gluͤck erfreut, Das so ein freund verschafft. 5. Mauch leid umwoͤllet mein ge⸗ V3 muͤth; 2³⁴ Zweite Abtheilung. muͤth; Ich klag es meinem freund, ühl, daß schon halb der kummer ieht, Wenn er nur mit mir weint. 4— 6. Oft lindert mir sein guter rath Des leidens herben schmerz. Oft hilft er mir auch mit der that, Und troh dankt ihm mein herz. 7. Freimüthig ohne bitterkeit Straft er mich, wenn ich fehl, Und eigne unvollkommenheit Halt er vor mir nicht hehl. 8. Mauch wort, zu unsers gottes ruhm, Theil ich mit ihm vertrant; Und werd in meinem christenthum Oft sehr durch ihn erbaut. 9. Ich freue mich mit ihm der zeit, Da uns, in jener welt, Ver⸗ klaͤrt zum glück der ewigkeit, Nichts miehr an wohlseyn fehlt. 10. Da wir, vor gottes thron vereint, Von allen maͤngeln rein, Ihn sehn, den allerhöchsten sreund, Mit ihm uns ewig freun. II. O gort, mein gott, wie dant ich dir, Wenn so ein freund mic schatzt! Ich bitte dich, erhalie mn Dies gluͤck stets unverletzt. Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. 462 W'l gluͤck, o gott, ist freundschaft hier, In diesem pilgerleben! Sie kan im ungluck und im gluck Uns trost und frenden geben. Sie ist der tugend starkes band; Es fuhret ih⸗ re fromme hand Uns ab vom suͤn⸗ denwege. 2. O lesu, bester menschenfreund, Der du uns sunder liebtest, Nur das, was groß und edel heißt, Uns hier zum beispiel uͤbtest; So goͤt⸗ lich liebreich uͤr uns star bi, Selbst Zotres freundschaft uns erwvns; Uns ewig zu begluͤcken. l WX. 3. Schenk mir auch einen I men freund(Nur du kanust ihumn Ml. geben)„ Der edel und rechishasn L, denkt, Der mir in meinem shen 63. Ein reizend tugendmuster sey, bei mir standhaft und getren gluͤck und ungluͤck stehe. 5. Doch laß mein herz vor seyn, Mit wem es freundschast chet. Kein spoͤtter der religson, über iugend lachet; Kein wolh, ling, kein stolzes herz, Wetr siss Gh, la los ist bei anorer schmerz, Seyish(Sei mals mein vertrauter. nhsein 6. Ein mensch, vom laster ah slch s steckt, wird mich auch Lct u ten: Laß mich ihn fliehn alz she 7. Doch hab ich einen steund Von dir, o gott, erhallah ih So laß denn auch mein wan herz Nie gegen ihn erkalten. mich verschwiegen, redlich sh Neid, falschbeit, argwohn, sh chelein Und eigennutz steis fii 8. Gott, praͤge du der liebe So freunden ein gis feinden. Mih die, die meine feinde sind, Die n J. che mir zu freunden! Bild herz zur einigkeit! Lehr unz, jene seligkeit Sey wahre lieb freundschaft. ö ll, scha VI XXIX. Von der Gluckseligkeit wahrer Christen. 235 awat N V Glüͤckseligkei Sn MVIX. Von der Gluͤckseligkeit wahrer Christen. inen fton, Ast chums Mpl, In allen meinen thaten ꝛc⸗ echtschaffn Eir ruhi ges gewissen Laß mnem lhth 63. herr! mich stets ge⸗ seh/ Id Hzen. Denn hab ich dieses nur: getren zu i füͤr mich in tagen, Wo an⸗ ingstlich zagen, Nichts schreck⸗ 10 in der natur. Wenn meine schuld mich beu⸗ Und dann dein geist bezeuget, ch vot sin Hsich begnadigt bin; Wenn mich Hun se erquicket, So ofr mich und sishgsal druͤcket: Wie unschaͤtz bar ist gewinn! 1 solch ruhig leben Fuͤr W ommensh rage, ur 2 77 oschast EIder fͤnde geben, Und dann die glon, Ie pein, Mich selber zu verkla⸗ an wolhin, In meinem busen tragen? Wet sssh g laß dies ferne von mir seyn! 4„ Sesist(Sein eignes herz bekaͤmpfen feine neigung daͤmpfen, Ist de haͤtten, Fuͤr uns den tod, der lastet auh sl schwere pflicht: Soch, wenn eicht aus ui uns besiegen, Welch himmli⸗ hn alz ush yergnügen Gewaͤhrt die uͤbe/ In heflahh ihaung nicht! ohne sin Richts kann im wohler gehen So d bleibehhiherz. Das schafft urs innre en wahil sen, Und mildert auch im lei⸗ erhalla n Durch seinen trost den groͤßten in waims Hnerz. kalten. Die freuden zu verachten, Wor⸗ blich shluh die sünder schmachten: Was hn, schu giht uns dazu muth? Was troͤstet dels fliähn gles kinder Beim spotte frecher r liebe HMiher? Ein ruhig herz, das beßte uden. Mb. ö d. Dien Zu dir gen himmel schauen, Bild 1 und mit vertrauen Sich 1 uns, Mpihmen: ich bin dein; Im glauben e lieb Aber erlösten, Sich deiner huld ge⸗ kisten: Welch glück, mein gott, lum größer seyn? . Laßst du mich im gewissen Einst Ulsen krost genießen, Wenn alles lh mir weicht: Kann ich dann, Uvertranen, Auf dich auch va⸗ Ihen Leh So wird mir selbst das 0 hen lei t. VI meushe nue glück erhoͤhen, als ein geru⸗ 9. O laß in allen zeiten, Mich deine weisheit leiten, Und mache selbet mich treu! Zum fleiß in gu⸗ ten werken Laß michl die hoffnung staͤrken, Daß groß dertlohn im him⸗ mel sey. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. zott, deine gnad ist un⸗ 464. G serleben, Sie scaft uns heil und seelenruh. Dein ists, die sünden zu vergeben, Und willig ist dein herz dazu. Du nimmst die suͤnder gnaͤdig an, Die sich voll rene zu bir nabn. 2. Uns, uns verlohrne zu erret⸗ ten, Gabst du fur uns selbtz dei⸗ nen sohn. Er litt, damit wir frie⸗ sunde lohn. O gott! wie hast du uns geliebt! Welch ein erbarmen ausgeuͤbt! 3. Dank, ewig dank sey deiner teue, Die niemand gnug erheben kann! Nun nimmst du jede wahre reue Um christi willen gnaͤdig an. Wohl dem, der sich zu dir bekehrr, Und glaͤubig seinen mittler ehrt!“ 4. Den, herr, befreist du von den plagen, Die dem gewissen furcht⸗ har sind; Der fann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein kind; Hier ist der, wel⸗ cher fuͤr mich litt, Und mich noch jetzt bei gott vertritt⸗ 5. O herr, wie selig ist die seele, Die so sich deiner gnade reut! Ob auch groß irrdisch guth ihr fehle, Fehlt ihr doch nicht zufriedenheit, Gott, deine huld ist weit mehr werth, Als alles, was die welt ge⸗ waͤhrt. 6. Dein friede slaͤrkt mit frohem muthe Das lherz auch in deri größ⸗ ten noth; Giebt hoffnung zu dem ewgen guthe, Und macht getrost selbst in dem iod, Wer diesen** en * 2⁵⁶ Zweite Ab Lr den hat, genießt Lust, die des him⸗ mels aufang ist. Laß, vater, denn in diesem frie⸗ den Auch meine seele freudig ruhn, Auch mir hast du dies gluͤck beschie⸗ den; Denn auch fuͤr mich genug zu thun, Ward slerbeud der am kreuz ein fluch, Ber aller menschen sün⸗ der trug⸗ 38. O, laß mich dies im glauben fassen, Und mich mit starker zuver⸗ icht zuf deine vatertreu verlassen; enn alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verlaßt! Sein heil steht unbeweg⸗ lich vest. 9. Lobsingend will ich dich erhe⸗ ben, Mich ewig deiner guade freun, Und deinem dieust moin ganzes le⸗ ben In kindlichem gehorsam weihn; Denn du vergahst mir meine schuld; Nie, nie vergeß ich viese huld. Mel. Sollt ich meinem gott de. 465 Vont, durch welchen alle dinge Sind und wir⸗ ken und vergehn, Stärk micv. daß ich dir lobsinge; Lehre mich dein lob erhöͤhn! Laß mich dich im stil⸗ len loben, Mich, den du voll lieh und huld Aus den tiesen seiner schuld Zu des christen gluück erho⸗ den Dich erheb ich immerdar, Der mich schuf und neu gebar. 2. Könnt ihr die gestirne zaͤh⸗ len: Gottes gnade zahlt ihr nicht. Er erreitet uuste seelen, Ist ihr sreude, trost und lichtt. Wenn wir mit den eitelkeiten, Mit versuchun⸗ gen der lust, Mit dem feind in uns⸗ rer brust, Wenn wir mit dem tode streiten: Dann hilst er der schwach⸗ heit auf, Und erleichtert kampf und auf iünn 3. Wenn uns stolze suͤnder mei⸗ den, Weil wir ihre freuden fliehn, Dann giebi er uns seine freuden; Unser herz empßndet ihn. Kann ich grobers gluck begehren? Ewi⸗ ger, hat dich mein herz: O so werd 466. Mit —8 4 ich ohne scymerz Den besitz dermn—n entbehren. Alles andre wim u ment klein Gegen deine gnade seyn. ich g 4. Wenn mich leiden nieberrnh ken, Nehm ich sie als wohlthat g Vonu der hand, die nur beglattn h Aber uiemals schaden kann. Iht belohnst mür weine schmerzen Iun 3 Bin der seel herterkeit, And vensi l dot alles leid, Durch die sanfteruhn adli herzen, Die mich stets mit muthi lebt, Ueder alles leid erhebt. 5. Von gefahr und noth unng ben, Ueber diesen rauhen pfad lude/ ich, vater, in dein leben, Das ni leid, nur wonne hat. Solltenn der erde freuden, Sollie mich dy suͤnder spott Und das elend undin tod, Herr, von deiner liebe sin den? Raubt ich meine krone uil Wͤlen. Nein, ich leb, ich sterbe dir! I / 45 slich Mel. O ewigkeit, du donnerto 10 glaub ist weimg . lebens ruh, Undfish—2 mich deinem himmel zu, Odu, den ich glaube! Ach gieb mit, Hen bestaͤndigkeit, Daß diesen tios be. Kier Nichts meiner seelen 4. ein: zu sey „ Whsicht! nich Doch nicht des todes ewger ruhl en Du bist für mich gestorben. M sei der ich dein erloͤster bin 3. N0 u. ich sterbe nun gewinn. 4 3. Ich bin erloͤst und bin ein dhis Mein herz ist ruhig, und vergf Mel. W Die schmerzen dieses lebens. dulde, was ich dulden soll, I bin des hohen trostes voll: Jch de nicht vergeben. Goti sl mißt mein theil mir zu, Hier suß zen schmerz dort ewge ruh. 4. Was seid ihr leiden dirser dl Mir, der ich jener bericlüte hiner l Ne grot nensche luch in Ufliede XIIX. Von der Gluͤckseligkeit wahrer Christen. 237 der y 4———— sch 2 ö wird— Wentgegen schaue? Bald euft nunh gott, und ewiglich Belohnet iherguickt er mich, Weil ich ihm ohterduih zn nettrane: Bald, bald ver⸗ Ren Ahonder aller schinerz, Und him⸗ ealhten Iaeuden schmeckt mein herz. ann. YA z Hin ich gleich schwach, so trag erden A doch Nicht mehr der suͤnde rerlsch Kmduch joch In meinem lauf auf muhn I. Die tugend ist mur suͤße ehn cn: Und wenn ich gleich hinier 2 I nicht Ganz frei von sehlern Unde, So ist mein trost: gott hat Dasn Rulo, Und straft nicht meiner aant suachheit schulvd. Der— 2— ich duntten, ngst, Du hast mich, mittler, bebethn dr angst, Die ich verdient, 0 I gusen. Dir, dir verdank ich mei⸗ 15 Umh; Du heilest meine wunden Du stillest mein gewissen; Und sllich noch in meinem lauf, So nyerwott izest 105 2* gotk. 40051 n ist meinh„Gelobt sey gott! ich bin e Undfahy Odu, mit, heih trost d seelen em herig ein cht lichen 0 t ein tral en. und slalh ger tauh. n. J ein dhufh 0 veigf Ml. Wer nur den lieben gott ꝛc. ns. 0 467 Mit dir, o hoͤchster, 300 friede haben, Und kiner huld versichert seyn, Das ist Ie großte aller gaben, Die je des nenschen herz erfteun, Das bleibt luc in der ewigkeit Die quelle der usfiedenheit. An mir auch nicht vergebens. Ih wachs in meiner heiliguvg, Ich slire taͤglich besserung Des het zens in des lebens. Ich fühle durch de geistes kraft Mich, herr, ge⸗ hut und tugendhast. Dank sey dir, vater, dank und Uhm! Du lehrtest mich das chri⸗ suum Best glauben, redlich hen: Es macht mich ruhig und lteut, Fuhrt mich zur wahren loleit: Wie, sollt ich es nicht hen 2 Erhalte stets mein herz bei, So preis ich ewig deine st, Reu. disser gl Hleit M 1 aist, Und seine gnad und wahrheit 2. Wovor darf meiner seele grau⸗ en, Wenn du mir, gott, nicht schrecklich hist? Kann ich getrost auf dich nur schauen, Dem alles unter⸗ worfen ist: So seh ich auch mit Eim. sinn Auf alles audre ruhig hin. 3. Beschaͤmt mich meiner fehler menge: Du, vater, du verzeihst sie mir. Bringt eine noth mich ius gebraͤnge, So hab ich doch den trost an dir, Daß du auch leiden dieser zeit Stets leukst zu meiner selig⸗ eit. 4. Croh seh ich deinem hoͤhern se⸗ gen, Den deine haud in sener welt Den deinen aufbewahrt, entgegen; Und wenn mein leib in staub zer⸗ faͤllt, Soizagt mein herz doch da⸗ rum nicht: Denn du bist meine zuversicht. 5. Mein heil steht blos in deinen handen, Und dein ist/ vater, alle macht, Mir jedes gute zuzuwen⸗ den, Das deine huld mir zugedacht. Nur du vollführst stets deinen rath. bart dem, der dich zum freunde hat 6. Dies ist das gluͤck der reinen seelen, Die sich mit ernst vor suün⸗ den scheun, Nur dich zu ihrem irost rwahlen, Und vor dir, recht zu — thun, sich freun. Wer dich mit solchem sinn verehrt, Der ist dein freund, der ist dir werth. 7. Der hat dich auch in allen faͤl⸗ len Gewiß zum krost, und kaun sein herz Durch dich, o gott, zufrieden stellen Bei jedem gram, in jedem schmerz; Den wird zum ewgen wohlergehn Unfehlbar deine huld er⸗ hoͤhn. 8. So hilf denn, daß ich, weil ich lebe, Um deiner gnade mich zu frenn, Nach einem reinen her en strebe, Und praͤg es mir gufs tief⸗ ste ein: Kein groͤßres gluͤck sey auf der welt, Als wenn man dir, gott, wohlgefaͤllt. Mel. Zweite Abtheilung. 2 Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. 68 H welch ein nuschaͤtzba⸗ 4 res guth Ist doch ein gut gewissen! Hab ich nur das, so hab ich muth, Wenn andre zagen müssen. Dann zittert meine seele nicht; Mich schreckt kein tod und kein gericht: Denn ich hab gott zum freunde. 2. Bin ich mir dessen, gott, be⸗ wußt, Und steh bei dir in gnaden, So wohnet ruh in meiner brust Und wer will mir dann schaden? Ich seh auf dich in aller noth, Wo⸗ mit die zulunft mich bedroht; Mich troͤstet de ne liebe. 3. Trifft mich auch hier zuweilen noch Das gift der laͤsterungen; Wird meines herzens ruhe doch Da⸗ durch nicht ganz bezwungen. Weiß sich nur mein gewissen rein, Und flieh ich auch den boͤsen schein, Wirst du mich schon heschützen. 4. Ich sehe mit zufriedenheit Der kuͤnftgen welt eutgegen: Sie giebt mir muth und freudigkeit Auf al⸗ len meinen wegen. Denn dort macht selbst, o herr, dein mund Den hohen werth des christen kundt: Del wird der fromme siegen. 5. So hilf denn, daß ich, mir zum beil, Ein unverletzt gewissen, Des lebeus allerbestes theil, Zu ha⸗ ben sey beflissen. Mit dir, gott, aus gesoͤhnt zu seyn; Dein heilig recht nicht zu entweihn: Das ser mein groͤßter eisfer. 6, Des richtigen gewissens spruch Laß mich stets folgsam ehren. Und immer aulmerksam genug Auf sei⸗ ne waͤrnung hoͤren. Erinnerts mich anj meine schuld, So laß mich, va⸗ ter, deine huld, Voll ren und glau⸗ hen, suchen. 7. Mit deiner gnade troͤste much Und staͤrke meine seele, Daß sie vor suͤnden hůte sich, Und nie aus vorsatz fehle; Denn wer nur rei⸗ nes herzens ist, Hat immer dich, durch jesum christ, Allguͤtiger, zum Roste. ö dir zu gefallen, So sind ewg⸗ — 5 Mel. Alles ist an deinem ꝛe. N 20 sh ater, den mein 469. V verehret, Den ö 11 6 leben angehörer, Heisig sh t dein gebot: Ueber alles dichunnz Be hen, Deinen willen gern zun n Und Und dir treu zu sepn, o gohl znadi 2., Ohne dich ist doch kein fihh hujen d Und die seele quaͤlt sich müde ale,t das blendwerk dieser zeit. den H—— Ihn g du* Icen 6r d. willst ihn gern erfuͤllen Hiern auch in ewigkeit.—⁰ 5 3. Gied, berr, daß das glüun erde Nie fuͤr mich verfuͤhruni de; Deine huld sey mehr werth. Sie nur ist das gihg n vi seelen, Und das werd ich nich 43 fehlen, Wenn mein herz dich h deit lich Fried ich 1„Fm je 4. Friede werd ich im genin Und den himmel hier genießen Iure ich gutes nur allein; Such ih, ter, mehr als allen, Such shs den mein. ů 5. Kann ich, wenn mich masshzu hassen, Mich auf dich nur, ush verlassen, Und verdammt mes mich nicht: O, so bin ich ht Ber freude, Und verlier, auch wen leibe, Nicht den muth zu n pflicht. 6. Laß den reiz der eitelleiten von dir mein herz ableiten, du mir mein hoͤchstes guth mir den betrug der sunden E und slandhast uͤherwinden: Gh dazu kraft und muth. 7, Lenke, vater, mein beslh Hin zu einem bessern leben mich schon in der zeit An demshnd gläe gen ergötzen, Hier den weril z. Er dinge schätzen, Wie einst in gufriede zwigkeit. für le Mel. Wer nur deu liehen guhl uß. E 0 IUn; 2 470. W er durch dein n. vater! und von dir empfang ist nen geboreh hr XXIX. Von der Gluͤckseligkeit wahrer Christen. 239 E H das dich zum sheil erkoren men, Und zittert nicht 3 und goͤttlich 0. 9 fünd entsagt„ und gortli u mein ih Innt, Und heiligt lebt; wie selig ist 0 0 seiher mensch, ein wahrer 10 7 3 1 von seinen sinsternisß en zu Ii u Und von der sünde selaverei, o gotti! gonadigt, ruhig im gewissen, Von kein siih Hasen dee gesetzes frei: Sieht er mude un h r, mit dir vereint, Den vater zeit. Aunh den besten freund. len, Mh z Er darf, o gott, von dir verlan⸗ n Hiet. Was ihm dein eigner lohn suurb; Er wird es auch von dir 46 glüt apfangen, Weil er auch ihm zum uh se starb: Verstaͤndniß, so wie und kraft, Zum kampf in sei⸗ hilgrimschaft; ů Zum sichern siege deine staͤrke, sh deinen geist der heiligung, „em jeden guten werke; Im n geuisa zutrost und linderung; Und selbsl nießen, Ibiefer übungszeit, Den vor⸗ nack jener herrlichkeit. In seinem kindlichen gebete dewgeft her der frohen zuversicht„Daß dein sohn vor dir vertrete, Und ic malhht behkmst dein kind auch nicht: nurx, gahqh, deine vaterhuld gewaͤhrt Ihm mehhhsener mehr, als er degehrt. nn ich uslg, Bereit zu helfen und zu trö⸗ ich wenien, Lenkfi du mit vaͤterlicher huld, hesten alles dem erlösten, Und %l, wenn er auch fehlt, geduld; lt ihm in seiner schwachheit auf, VDefoͤrderst seinen tugendlauf. uch ich, zuch ich Er wandelt gern auf deinen en, Liebt alle menschen bruder⸗ Sein thun, o berr, wird end⸗ ö segen, Auch freut er deines bei⸗ in best ich; Wenn alle suͤnder ihn schmaͤhn, Bleibt doch sein troß Iund glück bestehn. un. Er, sicher, daß er selig werde, iust Ullguftieden ete mit seinem loos, N fur die schuoͤde lust der erde läcklich schon, zu reich, zu hen gaj la; Ein zeitlich gluͤck ist ihm zu n; Denn er ewig glucklich den I er wird ewig glucklich ipfangt 65 in den tod von ferne kom⸗ er ist sein freund; Von dir zum erben ange⸗ nommer, Frohlockt er, wenn der tod erscheink; Er endet froͤhlich fei⸗ nen lauf, Und schwinget sich zu dir hinauf. 10. Wie selig, ren Ein frommes pfangt, Und dich zum eigenthum erkoren, Der suͤnd entsagt, und leigeg Aenn iind, dein e lebt: wie elig ist Dein kind, dein eigenthu der christ! 53 wer so neu gebo⸗ herz von dir em⸗ Mel. O gott, du frommer gott ꝛe. er gottes wege geht, 471. W'é Nur der hat wah⸗ ren frieden. Wie herrlich ist sein gluck Ihm selbst von gort beschie⸗ den: Poll glaubens widersteht Er jeder boͤsen tun, Ist seiner tugend sich Froh vor dem herrn dewußt. 2. Er merkt auf seinen gang, Geht ihn mit vestem muthe; Wird in der schwachheit stark, Liebt im⸗ mer mehr das aute Ihn machet got⸗ tes geist Durch sein wort tugend⸗ haft, Und er nimmt immer zu An kenutniß und an kraft. 3. Gott hat er allezeit Vor augen und im herzen; Wacht über sich und scheut Sich vor der suͤnde schmerzen; Er eilet, weun er fallt, den fall gleich zu bereun; Sucht gnad/ und strebt noch mehr Der tu⸗ gend treu zu seyn. 4., Getreu in seinem stand, Ge⸗ nießt er gottes gaben Vergnuͤgt, wenn andre gleich Mehr gluͤck und ansehn haben Mit dem, was gott hin giebr, Zufrieden, frey von ned/ Bon habsucht und von geiz, Von olz und eitelkeit. 5 Schenkt gottes hand ihm viel, So wird er vielen nuͤtzen; Des reundes gluͤck rhoͤhn, Ve laßne rugend schützen; Auch selbst belei⸗ diger Wird er in noth erfreun; Hur, wie sein gott, gesinnt, Und milde wird er seyn. 24⁰ Zweite Abtheilung. 6. Er kraͤnkt den naͤchsten nie Schuͤtzt seinen ruhm, sein leben; Er tragt ihn mit geduld, Ist wil⸗ lig zu dergeben; Und uͤbereilt ihn auch Der zorn, so faßt er sich, Und denket bald: wie oft Verschonet gott auch mich. 7. Er suchet jedes herz Im guten au bestaͤrken; Und jeden reizet er su allen guten werken: Mit allen suchet er Ein berz und sinn zu seyn, Mit ihnen eines herrn Und heils lich eins zu freun. 3. Das heil der ewigkeit, Das hier der fromme schwecket Erhält ihn so getrost, Daß ihn kein unfall schrecket; Es schafft ihm frohen muth, Und stillet seinen schmerz: Im tode selbst frohlockt Sein gott ergebnes herz. Mel. Wie groß ist des allm. Nr. 6. 472. W emaͤchtig spricht in meiner seele, Herr, deine stimme voller huld! Du scho⸗ Die demnet Die deiner guͤte reiche spuren. jedem sonnenstaub euthätt. 95 sind sie, daß ich ermessen Die 5. der deiner liehe kanu. Nie wil ich undankbar vergessen, Was du zu meinem heil gethan. 3. Sollt ich nun noch den gath mit willen Beleidigen, der mither⸗ giebt? Der mir, gehote zu erfil Gegeben hat, weil er mich lichn. Der die erfüllung meiner pflicn Aus lauter guͤte mir vergilt I der, anstatt mich streng zu richten Mein herz mit trost und freud en n e 4. Sein dienst ist gluck fur n seele 3. Gehorsam/ meine feltl Wie kindlich wein ich, wenn ichsh le, Vor ihm, dein vater, der zeiht1 Ich fuͤhl die schwere ming fuͤnden; Die weder meusch nochnn gel buͤßt; Wie frendig kaun il dann empfinden, Dag christus un Nel. erloͤser ist! herr der ganen wal 0 —— 5. Den grohen troͤstenden geh ken Geb ich fuͤr alle welten uich nest meiner, wenn ich fehle; Zurnst Wahr bleibt er, wenn auch nicht; hast vaͤterl ch geduld; Schickst deinen geist, mich zu regieren nen wanken, Vest steht er, Sprichst meinem iherzen freundlich die welt auch bricht. Es moͤgensih zu; Wirst niemals mude, mich zu digen und zittern, Die kinder Iun fuͤhren, Und sorgst fuͤr meine wah⸗ verderbens sind! Gort wird der an re ruh. grund erschüttern; Ich hehe vihl 2. Erbarmer deiner kreaturen lich bin sein kinßd. 11. U töd. 3. Ma 1 fre chele ueit 1 4* 128 5 4. U R. HWM* NMerrnn 241 x— buren J. 4 Zu R Die woyn ie will ich 8 du 0 Dritte Abtheilung. nih. Leeder für besondere Zeiten, Staͤnde und 104 00 Vorfalle. zu richten frend 0—— I. Bei dem oͤffentlichen Gottes dienste. enn ichssh , der ii⸗ sch 5 1. Beim Anfange desselben * ü. nochn aun it.—— ristus un Rel. Vom himmel hoch da ꝛc. maͤchtig staͤrke Zur vollbringung gu⸗ 14.— ger: Wenn wir in hoͤchsten ꝛc. ter 24666 putnof ond lht den geh rbz 2. Laß es uns seyn trost und li bäen u 473. Elnehn um Uct, Wer⸗ Herr, auf allen unsern wegen; Uu⸗ dunc dh she deinen geist uns nicht, Laß noth und trubial ret 3 86 sich 45%„ dein heilig wort verstehn, Und noth und trübsal regen; Es ver⸗ mögensth teͤdig deine wege gehn. mehre unsre freuden Bis wir von H1. Etleuchte unsre seelen nun, der welt einst scheiden. beheu u„. Den lehr 110 en⸗ han, Nach deinem wohlgefallen, i i wir sind dein jetzt und In voriger Melodie. itod. ö ů deinem ange⸗ Mach uns im glauben stark Hen n en d stei. Von tragheit und 900. 475 sicht 17 23 hier, . Zu dienen dir die le dagt wiar, Nigt vbu ernd dem 118—.q 7 da n„ 1 ein ½ Zu christlicher rechtschaffen⸗ haug betreten; Gieb uns herzen, 4. O boͤchster!l unser lobgesang! die Fan 1 Christlich flehn, auf⸗ Oefalle dir und unser dank, Biz mer 800 Den nzmacend wort 10 bor deinem throne zdehn, Und gutt früchte vrivgen, Und mee dterhnn. sre Lem dring 20 5˙00 in sern ö ů ů sre seelen dringen; Laß es unsern ö Mel. Liebster jesu, wir sind hier. sinn ernenen, Und des irrihums 47 Gies, herr, daß dein nacht zernreuen. + 1 theures wort Unsern 3. Daß, mit deinem wort bekannt beut so durchdringe, Daß es Wir, wae du befohlen, üden Dich un auch immerfort Frucht in un. und den, den du gefandt, Jesum leben bringe, Und dab es uns 2— herzlich lieben! Daß 1d i Dritte Abtheilung. leid und keine freude Uẽns von die⸗ ser liehe scheide. Bekanute Melodie. 476 esu christe, wir sind hier, Um dein goͤttlich wort zu hoͤren: Gieb nus andacht und begier Nach die waheheit theu⸗ ren lehren, Daß die herzen von der erden Ganz zu dir erhoben wer⸗ den. 2. Ohne dich ist der verstand Sehr mit sinsterniß umgeben; Drum so mach uns recht bekannt, Was uns dient zum frommen leden. Gutes denken, gutes üben, Kommt von deines geistes trieben. 3. Deines wortes göttlich licht Leuchte jetzt so unsern seelen, ud wir seinem unterricht Folgen un das gute waͤhlen. Lenke du gehet und lehre Uns zum heil und dir zur ehre. Bekannte Melodie. mm, beiliger geist! 0 477. Keénsin die herien dei ner glaubigen, Und entzuͤnd in ih⸗ nen Das feuer deiner goͤttlichen liebe; Der du durch mannigfaltig⸗ keit Der zungen, Die völker Der ganzen welt versammeit hast, In einigleit Des glaubens, Halleluja, Halleluja. Mel. Ach bleib bei uns, herr ꝛc. 478. O dein wort So hören heut und serner fort, Daß sich auch stets durch deine lehr, Glaub, lieb und hoffnung in uns mehr. 2. Erleucht uns huldvoll durch dein licht, Versag uus deinen bei⸗ and nicht; Tröst uns in aller un⸗licht r noth, Gieh kraft zum guten bis in 4⸗. heiliger geist! laß uns Mel. Allein gon in der WN. 479. O herr, wenn daine ihn n ei ren mir Deu wi oigt zum himmel zeigen: So laß d et, zu 1hie 3., Gieb alles, was dein sohn gu heißt, Und send uns kraft von ohg, Damit wir dich mit einem geist I einem munbe lohen! Laß uustt und unser flehn, Auch unsern dal von herzen gehn, Und dir, o hen, aefale 0 4* 4. Dann sehen und empfinden ui Schon deine huld auf erden; 9911 0 wird auch unsre andacht Hiershehugen heilfam durch dich werden; Dunihen werden wir, nach dieser zeit, Zuf ruh in jener seligleit Dereinst an fehlbar kommen. Kiilso Mel. Herr jesu chriñ, dic ir N 480 O vater, send unsu die h . nen geist, Den usulhe lei dein goͤttlich wort verheiht, Dus e Darr uns staͤrke, troͤst, regier, Und in den weg zur wahrheit fuhr. 2. Staͤrk unsern glauben und zd des stond; Mach deins lehr uns uüh treih bekannt; Treib auch zur heilhhen uns nus an; Und fuͤhr uns auf der gend hahn. 3. Mach uns geschickt, den enn gleich, Zu preisen dich in deil reich, Und dich zu sehn von guh sicht In ewger freud und selg 4. Dir, gott, den erd und Hin mel yreist, Dit/ vater,einem II. Bon der Feier des Sonntags. 2⁴3 — 3 7 hoh NMWgest, Dir der mit huͤlf unss 2. Gieh uns deinen geist/ o got ⸗ .. 10 Allet, Sey lob und preis Und durch ihn fruchtbaren glauben; Den suigleit. Nicht der welt list, macht und spotẽ er a ů 1 ff. elme x . 1990 Mꝛl. Lie bster jesu, wir sind ꝛe. zu jedem guten werke. 71 ir erscheinen heut 3. Hilf, daß alle fünder sich Durch wille uht I. Wéĩ vor dir, Dich, ofdein wort zu dir dekehren, Und wir lc, zu verehren, Und in deinem alle, gott, durch dich Treu vollbrin⸗ Sgeis hier Dein hochheilig wort zufgen, was wir hoͤren; Daß wir alle dacatuchtn; Poln gerausch uns zu ent⸗fromm auf erden, Und dereinst auch H. un, Und/ was uns begluͤctt, zu selig werden. olloringel den gruh 40 kund, sohn 30 2. Beim Schluß desselben. og All Jesu, deine tiefe wunden. sehr und liebe, Und mut funden ucht geist A 1—3 ott, durch den wir betrube.* Hembm. lind und leben! Hör g. Um dies alles recht zu wilsemp, W der Grist dich preist, DahGey dein wort uns tath und licht. ohens hutss dein wort gegeben„ Das Laß uns trosl baraus genießen, üdem eilsam unterweist, Das uns Wenn es uns an trost gebricht. t hlichten lehrt, Warnt, er⸗Es versüß uns jede noth; Es erwech 65 üaet, Kraft, bekehrt, Und, wenn uns auch im tod, Durch die hoff⸗ Hier in leiden drücket, Uns mit nung, nach dem ieiden Dort 2 46.80 shen troft erquicket. schmecken himmelsfreuden. a duse Hieb, daß wir dein wort recht reunt musig, Crastlich, ohne heuchelschein, Mel. Liebster jesu, wir sind ꝛc. swir uns m guten uüͤben, Und 8 reuer gott, wir danken 4 3. dir, daß du uns dein Hen willen weiß, Und ihn doch wort gegeben; Hilf uns ferner, in beu) II. Von der Feier des Sonntags. ud selhn Vl. Wer nar Reten ohenllh Und ian loh. 7 Hühn: 36 II sten oͤffentlich Und ihn lobpreisend zu er 23 und K. D Lachren, Und in eine pllicht, wozu der christ, So inem 19 haus mit freuden gehn, Um 1 er kann, verbunden ist. 3 4 Dritte Abtheilung. 2. Deun bilig is, das höchtesmes her delebt 7 Wenn 1 wesen, Durch das der mensch ist, len augenblicken, Mit n 1 5 lebt und denkt, Den herru und rich zu gott erhebt, Und, voll des glahh g. ter aller wesen, Den, der uns jede das es genietzt, Von dank und sun dahher wohlthat schenkt, Mit lod und prei, den uͤberfließt. ö lalle u se zu erhoͤhn, Um neue huld ihn 10. Kommt denn, o christen, Haß, In du anzufleiun„e bruͤder! Vereint im gest uy klend 3. Wenn du nur in der still ihn gort zu stebn; Kommt, wir h z. Di ehres, Und jesum deigen heiland eines leibes glieder; Kommi Iuuher nennit; Doch ihn nickt offentlich fern vater zu erhoͤhn! Frohlahh A de verehrest, Ihn nicht auch vor der preiset jesum christ, Der unser Itode wel bekennst: Bist du dann ein? und heiland ist. m⸗ bist du ein chrict, Der seinem hei⸗. K land dankbar ist? lerd 4. Wer sich dem dienst des herrn Mel. Herzliebster— 1 1 4 entzieher An dem dazu bestimmten oder: Ili auch ein gott ꝛt. N hung weh⸗ Lund wche ut andern 4 ung fliehet, Und nicht mit andern— ies ist der tag U beten mag: Der, der verletzet seine 485. D chem denemt Nel pflicht, Berachtet gott, ehrt jesum Herr/ in dein haus dich aum nicht kommen; Mit lob, gebeh, 5. Auch deinen nachsten zu er,dank dich zu verehren Destih e bauen, Mußt du zum hause gotres zn hoͤren Heinh gehn; Wie viele sin', die auf dich 2. Er sey gun auch, o heilah) mi schauen, Die sehr auf andrer bei⸗ geihe het, Ihn feieri gern, nash ld:! spiel sehn; Wenn einer durch dich nes heils sich freuet. O, Lin dahu. träge wird, Bist du es nicht, der mich mit freuden vor dich i;.Gie ihn verfuhrt Dich auzubeten. r, 6. Und(eibsten uns in unsern 3. Dich preist der lobgesohz Uchn pflichten, Und von der bahn zur himmelsheere, Auch unset sinh gthz keligkeit, Noch immermeht zu un⸗Psaall von deiner ehrel Auch sh⸗ iettichten, In dieser vorberetunge⸗dank und unsrer ehrfurcht ss zeit: We noͤthig ist dies nicht, o Soll dich erhoͤhen. ö Grid, Der du geneigt zu fehlern 4. Wie sreu ich mich, die ů bist!**** zu begrüßen, Wo durstigen Ad m 7. Der gottesdienst ist ein ge bens baͤche fliehen, Und u g. Dr schäfte, Dain aus lieh uns gottsheil von der erlösten zunhi i, u perband; Er stäͤrket unsers geistes wird besungen. hn kraͤfte, Giebt mehr erkenmniß und 5. Mich lockt die welt uns verstand; Er ist ein mittel, das ihren freuden, Mein geist s uns krast Zum glauben und zur an deiner lehre weiden: iugend schafft. himmlisch wort, das deineh Diwa 3. Hast du nicht auch oft trostlehren, Das will ich hörrn at, empfunden, Wenn du das wort 6. Mit andacht will ich hu bil des herrn gehoͤrt? Sind dir nicht dich treten: Ich weiß, du hul lieb die krohen stunden, Da man kindlich zu dir heten. Der m ott öffentlich verehrt, Und, um glück, die sich der fünde s 905 wige bemüht, Sich dem ge⸗Kann nicht gedeihen. rauich der welt entzieht ꝛ 7. O, laß auch heute dein 9, Was gleicht dem himmlischen mich ehren, Vom wen, entzuͤcken, Das hier ein from⸗ nußfaͤlt, mich ablukehren: GW II. Von der Feier des Sonntags. 2⁴⁵ W/ dah meine ganze seele Zum] 6. Was dein wort heute in uns N ss dich wahle. Deagl. Heru P4h ser mit ein denkmal Kundsich deher gute! Er bring mur heil, und lle mein gemüthe Auf jenes guͤck, un du der welt erworben, Da du rden. 1— 168⁰0 bet ich an, du todesͤber⸗ ommt Auder! An diesem tag hast du zum Frohlehgh, A der sünder, die sern von gott unset i sahen, Dein grab 19. Es segne dankbar diesen tag Merde, Daß ledes land voll dei⸗ 1, walg l6 ruhmes werde! Lob sep, erld⸗ , deinem großen namen + unen. und sren * * —„ 1n ö gott! du bist mein D 6. O preis und ruym, 1— sey Tonnten Leugneyn, Iland mir den sonntag heilig seyn, ů990% gern ihn meinem gluͤcke bahn. 0h Hieh, daß ich mein gemuͤth be⸗ hr, Wenn sch mit deiner chri⸗ obgesun Uluschaar Zu deines hauses staͤtte shn; Steh wir mit deiner gnade weiht. Mel. Wer nun den lieben gott ꝛe. Auf ö schafft, Behalt die gauze woche kraft; Daß jeder tag und allezeit Sey deinem lob und dienst ge⸗ Mie heilsam ist doch, 487. Wĩ herr, die staͤtte, Wo eines namens ehre wohnt; O gieb, daß ich sie gern betrete, Weil da dein segen die belohnt, Die deiner lehre sich erfreun, Sich feierlich dir ofte weihn. 2. Wohl dem, der dich in deinem tempel, Gott, zu verehren, ernst be⸗ weist! Du hoͤrst sein lob: und sein exempel Staͤrkt auch des nebenmen⸗ schen geist, Daß er auf deiner wahr⸗ heit bahn Rechtschaffen vor dir wan⸗ deln kann. 3 Dein wort bleibt niemals ohne segen, Wenn mans nur recht zu herzen nimmt, Es giebt uns trost auf truͤbsalswegen, Die du zu un⸗ serm heil bestimmt; Es giebt im kampf uns muth und kraft, So wie es sieg und freude schafft. 4. O laß auch mir dein licht heut scheinen! Dein tag, herr, bring auch mir gewinn, Wenn andachts⸗ voll ich mit den deinen Vor dir an heilger staͤtte bin Laß dir das lob, das wir dir weihn, Ein angeneh⸗ mes opfer seyn. 5. Du bist der vater aller from⸗ men, O segne heute delne lehr! Er⸗ hoͤr, wenn wir zusammen kommen, Der frommen wunsch, zu deiner ehr; Wir suchen nur, herr, deine piad Ach leit uns auf der tugend pfad! t umsenlh hei, Daß ich der lehre thaͤter sey. geist s. Hilf, daß ich deinen ruhetag den: Eahr wi segen seiern mag: deiuei Bewahr mich vor dem geist der hoͤren. helt, Der diesen tag verachtlich ich hu bill du höt Der mehh unde sin te dein veg/ ren; EMHM II. 2⁴ ö Dritte Abtheilung. —— ö uund III. Bei der Cathechismus⸗Lehre. s Mel. Wer nut den lieben gott ꝛc. Ifromm und weise, Durch 0 5 Jf iheuren wortes licht. 011 u lässest, herr, uns 3 Lehr uus den heiland lemm 404 488. D unterweisen, Durch Gieh, daß, wenn wir ihn 1n Ib deiner lehre helles liaet; O.gieb, Sich unser herz erften! Huf Yr zan wi, dich dafür preisen! Ans wir an ihn glauben, Und iuuzh hir. le uit ehretricht An uns hhorsam bieihen? Mac unst i h aus unlers lehrers mund! Mach ihm racht getreu. Iu, dich recht unsern seelen kund. 4. Prag deine heilgen Sreu Dunrd dein saame ausge⸗Iwir anheuke bören, Tie in de treuet, Der künftig früchte tragen zen ein; Gieb, baß wir se, Is loll. Wer sich dir in ber jugend segen, Behalten und erwahen, 01 weihet, Legt grund zu seinem wah⸗ uns des wortes thaͤter seyn.ᷓ ren wohl. Aus jugendlicher froͤm⸗. Hilf unsern guten trieben, d migkeit Quillt segen unster kuͤnft, elte t zu%⁰ gen zeit. und folgsamkeit; Mach leicin suan; „. So gieb denn jetzt zu deinen leh⸗und das aster Uns taͤglich nit 11 ren Auch bei uns allen das ge⸗ verhaßter; Laß uns thun, waohli gtter Deihn; Laß uns mit lehrbegierde wort gebent. de hören, Und auch der lehre thater e. Wir sind schon jett als Hun sif se seyn. O pflanz dadurch zu deinem O vater, vor dir sünder, Achlgs Ridal thum uns das wahre chrislen⸗nicht ins gericht: Hott! seh u Pag ich ni Mel. Nun ruhen alle wͤlder. 70 Wir sind noch unerfahren, In 48 Kenunt, kinder, anzu⸗reiht in jungen jahren Der sechh 9. beten! Laßt uns zum sinn oft dahin; Laß uns die patet treten, Der aller vater der fünde, Daß sie uns nicht ahj heißt; Er ilis, der uns das leben, zuͤnde, Als toͤdtend gist der soin Und seinen sohn gegeben; Er schenk gen fliehn. uns auch den heilgen geist! 8. Herr! laß zu allen zeiten Iu ch 3. Fehlts uns in unster jugend deine gnade leiten, Auf jeder dun in, d An weisheit and an tugend, Und bahn; Führ uns in früher zund Mel. kennen wir dich nicht: So mach Durch gottesfurcht und u uut, dir zum preise/ O herr, doch Zum gluct des ewhen iebene in 409 1 So Rone! ½ le 2 IV. Bei der Confirmation junger Christen. ö Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. nem guten geist adein Will ich hy 400. Herri dir gelot mein fort geleitet febn. Na. 409 herz die kreue, Und 2. Nimm, treuer goft! von du 4 2 meinen fleiß iimtchtistenthum. Dir, nem inde Den theuren eid du jesn! geb ich mich aufs neue Zu ttreue hir. Reizt mich in zulun 10 deinem ewgen eigeuthum. 552. die sünde: So* sich v. Fuͤr die Obrigkeiten und Unterthanen. 247 nd ö 0 geuge seyn shesliehn, Will jung mich schon der weihn; Sieh, dieser tag Ost hab ich schon das wort ge⸗ gen, Das ich dir in der taufe st hab ich besserung verspro⸗ 15 190 nd i hreh, d u, Nie deine guten wege fliehn. ir sse, a. uuhl Gott hört es jetzt entlag ich rieben,M 08 ja, gott hoͤret mein ver⸗ + 7 · 7 Gieh ssh Van Li⸗ sieht er in mein herz Kleicht lein; Sollt ichs in zukunst treu⸗ glich uit breczen, So wird er eiust mein walnn ller seyn: Gewissensangsi und in Wird meiner falschheit s feyn. ö Acig! Dorum regiere du mein leben, sch nache selbst mein herz dir treu, lich, o hoͤchster, dir ergeben, 2aid sthhh Lts heilig, romm, und weise eyi Jan ohne dich ist immerdar Mein Msg verkehrt und wandelbar. Det zahh I. So werd ich. herr! vor deinem 6 die U enel Mich deines heilgen tages miät ain sun; Geschmuͤckt mit jenet sieges der slu pne N 60 41 ren . welch ein heil! wie fren eiimin 4001 Hert; nimm aich hin; eder din sin, dein bin ich! —00 Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛe. 1und ließ doch nicht von feh⸗ Nun heute kehr ich ganz 9• Nr, Ich will mich bessern, hilf aller sünder, Und sieh auch jetzo guaͤdiglich Auf diese unsre kinder; Du nahmst sie schon bei ihrer tauf, Durch deinen sohn, zu kiudern guf Und erben deines himmels. 2. Zu ihres glaubens rechenschast, u ihrem angeloben, Gieb, vater, eines geistes kraft, Daß sie des glaub eus proben, Voll eifer fuͤr das christenthum, Zu ihrem heil und deinem ruhm Im ganzen leben zei⸗ gen. 3. Zwar wird wohl einst in ihrer brust Auch suͤnde sich empöͤren: Sie werden oft zur boͤsen lust Gefaͤhr⸗ lich locken hoͤren; An sie wird der versuchung macht, Die nur zu ih⸗ rem schaden wacht, Sich unvermerkt einst wagen: 4. Allein, es kann doch deine gnad In groͤßesten gefahren, Auf aͤchter iugend ebnem pfad, Sie unverruͤckt bewahren; Erbarme dich, steh ih⸗ nen bei, Daß ihre lebenszierde sei Bestandigkeit im guten. 5. Sie nahen sich zu dir, s gott! Dir heilig zu versprechen; In freud und leid, bis in den tod Den tauf⸗ bund nie zu brechen; Gieh ihnen doch durch deine kraft, Die alles gute in uns schafft, Das wollen und vollbringen. 6. Uns selbsten, herr, verlasse nie, Die wir es freudig wagen, Fuͤr ung zu bitten, und für sie: Du wollst uns liebreich tragen; Ja nimm dich aller gnaͤdig an, und leit uns auf die tugendbahn, Die zu dem him⸗ mel fuͤhret. —* cxr, unser goitt! er⸗ nt9I. Hharme dich Zu chrio. eu. llcich hy ö von di 10. 402. E V. Fuͤr die Obrigkeiten und Unterthanen. Mal, Aus tiefer nothschrei ich ꝛc. werden; Verleih ihr weisheit, trieb ‚ thalt uns, herr, die und kraft, Was wahres wohl dem „obrigkeit, Die du uns lande schafft, Mit sorgfalt wahrzu⸗ Is auf erden, Mit wohlstand und nehmen 10 0 ulscherheit, Burch fie begluckt zu. 2. Gieb, daß sie, deinem vorbild 2 24 gleich . 248 Dritte Abtheilung. gleich, Uns vaͤterlich regiere Und stets, an huld und weisheit reich Die herrschaft glucklich fuͤhre, sie ein schutz der unschuld sey, redlichen im land erfren, Dem un⸗ rechi kraftig steure. 4. Laß uns durch ihren schutz be⸗ wacht, Des friedens gluͤck genie⸗ hen, Und ruhig unter ihrer macht Das leben uns verfliesen. Hilf, daß sie in gottseligteit Dir diene, und in unsrer zeit Wir frucht da⸗ von empfinden. 4. Baschirme sie durch deinen schutz Daß, die ihr uͤbels goͤnnen, Mit ihrer list und ihrem trutz Ihr niemals schaden koͤnnen. leder guten that, Die unser glüͤck zur absicht hat, Dein segnendes ge⸗ dei en! 5. Gieb denen eifer, fleiß und treu, Die ihr sind untergeben, Daß je⸗ derman befliessen sey, Nach seiner pflicht zu leden. Erleichtre ihr des lebens muͤh, kroͤne sie, ewig... ö 6. Laß sie mit uns beflissen seyn, In deiner furcht zu leben; Uins deiner oberherrschaft sreun, Mit ihr dein lob erheben; Daß so vor deiner majestär, Die uͤber alle ho⸗ heit geht, beuge. Mel. Nun danket all ꝛc. Nr. 3. 5 freu der fuͤrst des 493. E landes sich, Gott, dei⸗ ner allezeit! stes auf dich; Sein herz sey dir geweiht. 2. Be nadiget mit deiner kraft, Und deines geister voll, Gedenk er Kets der rechenschaft, Die er dir ge⸗ ben soll. 3. Sehr groß und schwer ist seine pflicht, Und er ein mensch, wie wir: Wie sehr braucht er vor audern licht Und rath und kraft von dir. 4 Verleih im das, wenn er be⸗ Gieb, gls gabs du⸗ * Daß Sein volk wie du, erfreun. Den 5. Er zeig in seinen thaten Nie fehle uhm; Doch zeucht er in dentt Mit deinem segen dir Mit lieb und danl gedacht. Und sey ihr lohn auf hoͤr uns gott! so Re gent und volk sich Sein auge sehe Nuͤtzlich ist doch jedes pflicht. war auch ein unterthan. Thu, gehrt, Dir aͤhnlich, gott⸗ Zu sch Und laß ihn, in dein bild verlih 0 her t. de glück öbert Leber Als deinen treusten sohn; Den stern sey er fuͤrchierlich, Der tug schutz und lohn. 6., Begluͤckter voͤlker liebe sey En edelster gewinn; und kein gah ter seufzer schrei Um rache un. ihn. . Um seinen stuhl sei immadi II. Recht und gerechtigkeit; Und an beschutz ihn in gefohr, Wenn in und uus sie dräuur. fl. K 8. Er wunsche nie der hillg So folg ihm muth und h ange 3 schützen recht und eg. 9. Auch ihm hast du betimmit ihn I; ziel, Das er erreichen soll; Laß nn deu seiner tage viel, Und al gensvoll. 4350 10. Sein werd in jedem siehng.ieb jauchzen wit preisen deine macht. Mel. Nun komm der heiden. 49 4 Wer Wluft; 3 30* mit lust; Jedet/ sich I1—1t Sun alg 8 gieren kann, Sey ein guter ung than. 706. „2. Bist du niedrig, bist du Ser veranugt mit deinem Schaͤm dich deines standes nich 3 Zur gemeinen wohlfahrt Dem gesetze steis geiren; Gott das von jedermann, Der es dit gelten kann. 31 4. Schaue jesum christum an; Ahe er, ohn zwang und noth, D obrigkeit gebot. shu. 5, Gieb dem ruhm, dem ruhm g, bührt; Schoß und zoll dem, Hoe VI. Bei Einfuͤhrung ꝛc. 249 t, zu sahu herrn, Was du schuldig biß, ld verklj ih gern. ö 4 reun. Hednung und gerechtigkeit, thaten AMehnd und kried und sicherheit Ist Deu Gglück, das man nur hat Durch der tusch Nbern rath und that. 1487 leben wir gewissenhast, Einge⸗ be sey xn denk der rechenschaft; So wird gott, der hoͤchste herr, Uns dies geben mehr und mehr. 9. Obrigkeit und unterthan, Be⸗ tet drum den hoͤchten an; Fuͤrchtet ihn: denn sein gericht Wird gerecht seyn, suͤndigt nicht, ein Helchl. age U. imneidg Und han Wan sügl Libger ieu, wir sind ꝛc. der heln errl hier stehet unser an 5. hirt, Der sein aint Henthun, Mängetreten, Der uns künftig 3. AIhn wirb: Hoͤre sein und unser timmtih ya; Sein gebet, uns recht zu . Las ve ö 5 ic n Unser flehn 3 rect in im flehn g Gieb ihm kraft, nach seinem dacht. En, Das verwundete zu heilen, VH. Bei Einfuͤhrung eines neuen Predigers. zu erschrecken, Und die traͤgen zu erwecken. 3. Ruf ihm zu: so hab nun acht Auf dich selbst, und auf die heerde; Daß, wenn er fuͤr andre wacht, Er nicht selbst verwerflich werde; Daß er nicht die furcht der lehre Durch den wanzel selbst zerstoͤre. 4. Legt ser endlich in das grab Le⸗ benssatt die matten glieder. Und auch seinen hirtenstab Nach der sau⸗ ren arbeit nieder: Herr! so gieb ihm dort zum lohne Die verheißne ꝛen wir hu Hwverit rten nachzugehn, Den be⸗ Alen zuzueilen„ Frevler heilsam Ignadenkrone. heiden x. ̃t, der th Jeder, I alt uns, herr, bei ꝛc. * N. Erh t 7 7 ter uu„ u host gestiftet, herr, 6. D die eh, Schau euf du ghsth rar aus deiner höb Das vor nem Usigeht, den vesten bund Hier vor ddes nihhst shließt mit herz und mund. lcht. Mit gnade schau auf sie herab, hlfahtt Ausßfie zuammen bis ins grab Ver⸗ Gatt Mlltch, freundlich, gleichgeslnnt, es dit uor Alem gottesfuͤrchtig sind. Lah sie einander inniglich Stets n anIen, doch nicht mehr, als dich, Thu, hin untren sern, im herzen rein, he Dalh sish auch in wort und thaten nenhm 4 Mach sie ir heilger einigkeit Zu dem, llen lab und dienst bereit; Zum hs Aln und zur freud an dir Geschickt VI. Bei Einsegnung neuangehender Eheleute. 5. Was ihnen ihr beruf gebeut, Das laß sie thun mit munterkeit; Und so geling ihr treuer fleiß Zu ihrem wadl und deinem preis. 6. Und wenn des lebens lal und muh Auch sie beschwert, so lenke sie, Daß jedes an dem sauren tag Des andern buͤrde huͤlsreich trag. 7. Willst du durch kinder sie er⸗ freun, So gieb zu deren zucht ge⸗ deihn; Laß sie sich christlich treu nahn Dem himmel solche zu er⸗ ziehn. 8. Wenn kreuz, nach deinem rath, sie druͤckt, Laß sie dar in nicht uner⸗ guickt; Gieb heitre tage nach dem leid, Und leite sie zur seligkeit. Ichih eftig fur und für. ö 25 9. Und 25⁰ Dritte Abtheilung. 9. Und trennet dann auch sie der tod; So wissen wir, daß unser gott, Die tugendhaft sich hier ge giebt, Einander ewig wiedergiebt. Mel. Vom himmel hoch da ꝛc. oder: Wo goit zum haus ꝛc. ö Osont. deß gnadenvol⸗ 497. ler rath Den ehstand eingesetzet hat, Der du ihn segnest, schuͤtzest, liebst, Und ihm gluͤck, heil und segen diesem 2. Gleb diesem neuen paare heut In deinem dienst einmüͤthigket; Und laß, so oft sie zu dir flehn, Juyr thun begluͤckt ven satien gehn. 3. Auch, wenn sie kreuz und und drückt, So zeige, daß du es— ö Hilf bald, und E daß sie gagl Dein gnadenreicher trost ergöht 4. Laß boͤses beispiel stets siessglh Wenn sie einst kinder ausethin Daß durch sie gottesfutcht tren Mit jedem tage werde um 3. Gieb treuen fleiß in ihremsu Auch segen, herr, durch deine h Laß sie stets deinen willen thunni unter deinem schutze ruhns. 6. Und so sey ihre lebenszeit ush dich stets voll gluͤckseligkeit, Ba gott vater, sohn und geist, her dank bot ewig preist, 1 k. VIII. Für Eltern und Kinder. Mel. Aus meines herzens grunde. 8 A freudigem gemuͤ⸗ 49 the, Sing ich zu gott hinauf: Es zeugt von seiner guͤte Mein ganzer lebenslauf. Von dir, mein gott! von dir Kommt jede gute gabe, Komt alles, was ich habe, Auch kinder gabst du mir. 2. Laß mich siets überlegen, Daß du ihr vater bist, Und daß auch ih⸗ rentwegen Dein sohn gestorben ist. Verhüte, daß ich die Nicht är⸗ gre, nicht verachte, Die christus selig machte: Ach, dies gescheh ia i nie! 3. Dir, pater! dir zum preise, Wolit ich sie gern erziehn: O! ma⸗ che du mich weise, Und segne mein bemuͤhn. Dies sey mein augenmerk, Dir, gott, sie zuzuführen, Und keines zu verlieren: Welch großes, wichtges werk! Ea. Zu schwach sind meine kräfte, Zu schwach ist mein verstand; Der kinderzucht geschaͤfte Steht unter deiner hand: Goit! darum bitt ich dich, Um jesu christi willen,(Du wollst die bitt erfuͤlen)! Regiere lie und mich. Mel. Herr jesu christ, weiu gck D. kinder, deten 499. uns freun, Sinde le, gott und vater, dein: Sindhelund ne beste gab, o herr! Bewahmssih barmherziger! 2. Wenn treuer eltern llehe sun Sie auftuziehn in deiner zuct: sh steh, damit sie gluͤcklich sey, pn⸗ deiner weisheit ihnen bei. 3. Gieb allen kindern lehrbeht Zum guten lust und lieb zu U. Und laß sie meiden ohne Trutz, eigensinn und alernarn 4 Gesegnet sey ihr unterrichie Iu. M sie, durch deines wortes licht, 2.8 recht erkennen; laß sie nieOash 2 Bewahre sie vor argerniß unhrsh der der verfuͤhrung list, Weis ihr erloͤser ist.* 6. Hilf, daß sie dich an Hauz Mich': ort Voͤr augen haben, und Utehren wort, Und sich befleißen sedehhhn des l⸗ Der tugend, zucht und spoͤnahg eit; 7 Daß wir lin ihnen 3 — uod menschen einst, voll 0 2. Auch — sehn, Die freudig deine wege IX. Fuͤr Herrschaften und Gesinde. 251 reghh au thun, was edel ist und esge h 40 blh uns, vater, sohn und , Bis man dich dort im him⸗ keis!! Dann danken noch voll⸗ A uner wir Mit allen unsern kin⸗ e 0 diel Deheig Jesus, meine zuverficht ꝛc. en thun, Iu, HNott, dir sey mein dank 500. geweiht, Heilig dir Uhlgenzes leben. Denn aus freier eit Hdst du selbst es mir ge⸗ Es durch eltern mir ver⸗ ihn. lf, daß gegen sie mein herz Hich sey, und nicht blos scheine; Olaß ich, trifft sie ein schmer; I fromme thraänen weine, Fuͤr Kllce dir dankhar sey, Und mich 4. Jesus stelle mir sich dar, Er das heispiel frommer kinder; Der der herr vom himmiel war, Gottes sohn, das heil der funder: Er war doch von kindheit an Seinen eltern unterihan. 5. Freude sey es dann auch mir, Folgsam seyn: denn das ist billig; Und gefallig, gott! vor dir. Mach du selbst dazu mich willig. Wohl mir bann! es wird auch mein Dein verheißner segen seyn. Mel. Aus tiefer noth schrei ꝛc. herr, mein gott! ich 50 I. O bitte dich Um weisheit und um tugend. Regiere du mich paͤt'rlich Iñ meiner frühen jugend. Laß deinen segen auf mir ruhn, Nur das zu liehen und zu thun⸗ Was dir, mein gott! gefaͤlhig. 2. Gieb, daß sich meine eltern freun, Mich tugendhaft zu sehen. Laß ihre zucht an mir gedeihn Zu meinem wohlergehen. Das gute, was sie mir gethan Von meiner er⸗ 110 18 au, O das vergilt du ihnen! chs mit mir, gott, ꝛc. 0 urch dich, gott, bin ich, was ich bin, Und lbelne gabe, Daß ich, als herr, Viel gewiun Vou meinen bru⸗ n habe: Sie leihen ihre kräfte + dis, hoͤchster herr! verdauk h an lg Mich zu begluͤcken, dienen sie, und Utehten ihre kraͤfte, Und dulden en jedeehn des lebens muͤh Inlimeinem zunhrzescheifte. Laß dieses vorrechts mich freun, Nie hart, nie en chihinh, nie lieblos seyn. wehe 9u Luch der geringste diener ist l nt zum ewgen leben. Fuͤr dereinst ein gleiches recht. 4. Gott! praͤg dies meinem her⸗ zen ein. Als bruder ihn zu lieben, Laß immer mich beflissen seyn. Wie sollt ich den betrüͤben, Der uͤber meine grausamkeit Um rache still gen himmel schreit? 5. Laß mich ihm seine saure pflicht Durch lindigkeit versüßen. Er soll, wenn huͤlfe ihm gebricht, Sie sters von mir geniesen. Ihn tragen will ich, ihm verzeihn, Und wird er krank, fein pfleger seyn. * 25² Dritte Abtheilung. Mel. Was 111— 20. ieß 9. okt! dessen weisheuts⸗ 11 Govohen willen, Ein je⸗ er mensch hier soll erfuͤlen, Laß meine pflicht mir heilig seyn; Laß treu mich alle meine kraͤfte Sech ern und ac 6 dem geschafte, Zu dem du mich beriefest, weihn. 2. Du heißest mich den menschen dienen; Und dir nur folg ich, dien ich ihnen, Mit sleiß und treue, herr mein gott! Drum hilf mir, meiner herrschaft willen Gewissen⸗ haft und froh erfullen, Als deinen willen, dein gebot. 3. Bewahre mich vor bittern kla⸗ gen, Leur mich mein joch gelessen tragen, Und stets auf deinen wi⸗ Ien sehn. Herr! lehr mich reden lehr mich schweigen, Mich unbe⸗ weglich treu erzeigen, Und nur ge⸗ rade wege gehn. ö 4. Der hert schaft gluͤck soll mich erfreuen Laß jeden fehler mich be⸗ mein herz. Bewahre mich vu— und neide, Vor ungeduld, Abse wenn ich leide; Sey du weine in jedem schmerz. 0 7. Ol gieb mir weis heit, uih dn. schmiegen, Gehorsem henn mein vergnügen, Und srashs mel. mir jede pfiicht Ich bin sun ich geh und wandie, Bei ih 905. was ich thu und haudle, 9 vor deinem angesicht. 6. Du bist der treue, der gah te, Der herr der herren ulh inechte, Der armen, mie ius ut vor chen heil. Der alle niedrigstehz Ungr erden Kann groß in deinem an Ou —5 Het dort an ewowehsuf P. theil. 7. Ja, du wirst ewig mich 0 nen, In deinem himmel naß wohnen Und mich mit des zenen, Und froͤmmer werde stets u ne se geln freun. Ach, herr An Ah ei dies recht ermessen, Nie Iut den. 2 und Waisen. Mel. In allen meinen thaten ꝛc. ott hat in meinen ta · 504. gen Mich väterlich detragen, Von meiner jngend auf; Hat mich auf meinen wegen Gelri⸗ tet, und zum segen Gelenket wei⸗ nen lebenslauf. 2. Ich hatt oft große sorgen; Doch, wie ein heitrer morgen Durch dunk⸗ le naͤchte bricht. So hab ich stets erfahren: Der herr weiß zu bewah⸗ 0h„Und fuͤhrt durch finsterniß zum licht. 3. War menschenrath vergebens, So kam der herr des lebens, Und half und machte bahn. Ich lies ihn thun und rathen: Denn er thut große thaten, Und nimmt sich aller maͤchtig an. X. Fuͤr Alte, Juͤnglinge, Jungfrauen, d⸗— 0. ih wa Der 5 Ie n 4. Bis zu des alters 10 ich dich heben, tragen, I erretter seyn! Dies hat uin a me versyrochen; Hat nie sein un ge brochen; Deß will ich auch ii nnert mich freu.. Athehte 5. Er wird in meinem alih s z. Ach tragen; mein erhalter Itgish it, D getreu. Bin ich gleich schhul daß ich muͤde: Bei ihm ist trost nul gulen si⸗ de; Er steht auch meiner heit bei. sthn, un 6. Nach wenig bangen ich aut Hab ich ganz uͤberwunden Adden. dem ziele nah, Dem silen leiden! O welche hohe freuleh 2 harte froh* 2. Ich harre froh und fille, meines gottes wille Mic 0⁰3⁰⁵ ö 0 ocd;f ——. wach vulf Ferönt, An meiner laufbahn ich in je su haͤnde; dan er hat mich mit gott ver heit, nih dn. . hert 0 frub Rel. Ermuntre dich, mein ꝛce. bin je u, Oich komme vor dein an⸗ B in 05. I gesicht, Du schoͤpfer dle, Hihhgletjugend! Verwirf mein kinb⸗ Iflehen nicht Um weis heit und „ der nuhin tugend. Mein ganzes leben tren Uhlnkich dir; Erbarmer, weiche „ie Muhgt von mir, Daait ich deine we⸗ niehrihsh Ungraflich wandeln moͤge. deinem yln Du oflanztest, herr, in meine n ewgeneh iuß Veriangen nach vergnuͤgen; Uich den hang zu jeder lust/ ig muchlh ge du verbeutst, besiegen! Dein uit dun kusbleibliches gericht Vergesse JX. Fuͤr Alte, Juͤnglinge, Jungfrauen, ꝛe. 3— erheben; Nur deinem dienste seys geweihn, Dir ewig, gott, ergeben. Vernimm, o vaier, mein gebet, Das stets um licht und slarke fleht, Ganz deinen guten willen, Mit treue zu erfuͤllen! 2. Preis dir und dank, mein schoͤ⸗ pfer, goit Du gabst mir meine seele Preis dir und dank, mein mittler, gott! Du starbst fuͤr meine see e. Preis sey dem geiste, dank und lob, Der mich zur wahrheit fuͤhret, Erleuchtet und regieret. 3. Ich bin, o herr, mein gott, dein kind; Mein heil ists, dich zu lieben. O mache mich dir gleichge⸗ sinnt In allen meinen irteben! Laß meine seele keusch und rein, Stets deiner liebe wohnung seyn, Und suchen dir vor allen, O vater, zu gefallen! 4. Vor eiiler selbstgefaͤlligkeit Be⸗ wahre meine jugend; Stets sey ihr schmuck bescheidenheit, Und ihre schoͤnheit tugend. Kein schmuck ge⸗ e seele nicht; Und weder glüͤck * 30 leiden Laß„herr, von dir mich den. ni E Wem, vater, sich auf meiner . M, Mich in ihr netz zu ziehen, ö nuck g Ifuͤhrer meiner seee nahn, So kalle mir, wie sie, Den gieb mir, Ihnich kluͤglich fliehen. Iht bei⸗gieb, daß ich mich nie Fur unbe⸗ hil, herr, entserne nicht Mein sscheidne blicke; Um sie zu reizen, Witihh zeh bon dir und meiner pflicht schmücke! A spotten und ihr lachen Laß nie 5. Die lust zur eitelkeit laß nicht i wankend machen. Mein junges herz entzuͤnden; Sie Der tugend heilige mich ganz, streitet wider meine pflicht, Und 0 un In schoͤyfer und erhalter! Sie en, Uhnde meiner jngend glanz, Und hat u as mein trost im alker. Erhalte ie sein A zun gewissen rein; Laß keinen hauch giuer tage seyn, Der nicht zu dei⸗ ehre Von mir gehenigt waͤre em allash uch lehre mich den werth der r Atgihhlttt, Daß ich sie nie verschwende; ich schlul daß ich mit weiser ihaͤtigkeit Zum trost i guien sie vetwende. Laß meiner t, neiner s gend fleiß und müͤh Umsonst nicht shn, und segve sie; Laß auch durch angen nden; M perden. In voriger Melodie. mnd file Orch will in stiller einsam⸗ Nic 506. eir Mein heri zu dir 2 erden Dein werk gefoͤrdert ko locket mich zu sunden. Was hilft vas prangen vor der welt, Wenn, gott; mein herz nicht dir gefaͤllt? Drum will ich mich beschelden In zucht und demuth kleiden. 6. Auch ser mein auge, wie mein herz Unstraͤflich; nie entzuͤnde Ein freier unsitisamer scherz Geheime lust zur sunde. Die unschuld sey mein liebster ruhm; Ein guter ruf mein eigenthum, Den jeder gern mir goͤnne, Und niemaͤnd laͤstern koͤunne 7. Gieb, daß in stiller häuslichkeit Ich eitle zeitvertreibe Steis gern enibehr, Un allezeit Im guten thaͤ⸗ tig bleide! Der umgung, der ver⸗ fuͤbrung droht, Sey mir mehr schrecklich, als der tod; Laß 001 wi 254 Dritte Abtheilung. wilde freuden, Wie eine pest, mich meiden. 8. Mit wahren frommen muͤss ich mich Durch froͤmmigkeit verbinden; Und, ihrer liebe werth, durch dich Der fteundschaft gluͤck empfinden. Laß diesen umgang sanft und rein, Mir lehrreich durch ihr beispiel seyn, Das mich wenn ich mich freue, Nie mein vergnügen reue. 9. Ach, sende deine hulfe mir, Dies gern zu thun! erhoͤre Mein brünstiges gebet zu dir, Daß ich dich ewig ehre. Dir weih ich, gott, mein lebenlang Der unschuld und der tugend dank; Und will, zu dir Ioben Dich einst vollkommner oben. Mel. Wenn wir in hoͤchsten ꝛe. 5⁰07 O gott, erbarme vaͤl er⸗ * lich Der witwen und der waisen dich! Sey ihr versor⸗ ger; laß sie nie Verzagen; schuͤtz und segne sie. ů 2. Sey selbst ihr vater, trost und rath. Die witwe, welche kinder hat, Soll, dir sie zu erziehn, sich freun; Keusch, sittsam, still, untad⸗ lig sevn. 3. Fromm, lebrreich, nur geschwaͤ⸗ hig nicht Sey jede; sey ein scheinenh icht Fuͤr ihr geschlecht, sanft, voll deiut u Und hoffnung, herr, auf eine huld. 3: Es nehme, wer ihr dienen kann, Sich ihrer mild und liebreich an. Wohl dem, der sie begläckt wüsme ehrt! Denn er ist dir und werth. 401 ö 9 5. Hilf ihnen! seh der a gott; Früh lehre diese dein gehchi Fleis, demuth, dienstheflissenheh alhun Zur tugend lust und willigkest. 6. Bewahre sie vor aͤrgerniß, mach auch ihren gang gewiß iu deinen wegen; leite sie; Verlaß Du in versuchung nie: I Uns Z. Daß, wer sie sieht, sich in en das freu, Und gern ihr rath und n und stand sey; Daß sie, hier glücht e sich auch dein, O goft, in des himmel freun. Mel. Hert jesu christ, mentu 508. Se fruh bringt, l, mich deine hand u einen kummervollen stand! ach! auf einer dunkeln bahn ich den lauf des lebens au. . Ich fasse deinen rathschluß ihg Doch sey es, vater, meine psshh, her Im dunkeln auch auf dich zu sahunt und Und willig deinen pfad zu gesn, A heleb 3. Wie kreulich du mit mit meinst, Dies o mein gott, ershh ich einst; Bielleicht noch in der z i — Gewiß in deiner ⸗ eit. ö 4. Gieb staͤrke, daß ich dit g In meinen fruͤhen leiden sey l nur der tugend weg mich gehn stets auf deine huͤlfe sehu. XI. Neujahrs⸗Lieder. Mel. Es ist Wgott⸗ bn but u, gott, du er 509. D herr der zeit, Und Auch der ewigkeiten! Laß mich auch zetzt mit freudigkeit Dein hohes lob Perbreiten. Ein jahr ist abermahl hahin, Wem danut ichs, gott, daß sich noch hin? Nur deiner gnah ö güte. 0 Dich ene Dir hab ich michergeben! Dl, kein wechsel treffen kann, Vesinge r. ich froh mein leben. Wir hluhknbau v und vergehn durch dich; Nu ssia ma eflissenhe lglet zerniß, n gewiß 6 t r glüclsh s pteiich dich. Aufs neue, chluß niit eine ph ich zu sehy zu gehl, mit mit gott en in der gil einet dit g6 staleht bemuͤhen. Denn hier ist n sey! y gehn, u. 2 0 ö bet ih egluͤckt ssmweränderlich; Du bleibst dem wansinn gnaͤdig. dein gahht um morgen wird sie neu, Mit Iun augenblick, Da nicht von ihr Verap% du hast auch im verfloßnen füͤhrung 8 Bhaheb mir die bereute schuld Mden yerfloßnen tagen; Und Ihoch deine vaterhuld Mich lieb⸗ ferner tragen. Laß mich in 4 weislich anzuwenden. Laß 7 lsn machtwort welten werden, XI. Neujahrs⸗Lieder. 25⁵ 9.„ , ewig waͤhret deine treu, 1 uns zu begegnen; Und lthun uns zu segnen. Ich kenne neues glüͤck Uns zugeflossen lus vaͤterlich geleitet; Und das herz voll sorgen war, Uns Ind trost bereitet. Von ganzer ergeb ich mich Gan; deiner Egnade ruhn, Und lehre le⸗ 6 thun Nach deinem fallen. (hieb neue lust und neue kraft, dir gerecht zu wandeln. Laß herr, stets gewissenhaft Mit Uund andern handeln. Dein helebe herz und muth, Dich, Uallerhöchstes guth, Und sünde zu lieben.*** Qie welt vergeht; dies reize Die böse lust zu fliehen. Um sreuden müͤsse sich Mein geist hein pilgrimsstand; Im him⸗ it mein vaterland, Dahin, aß mich trachten. Omache mich geschickt, die zeit den lauf zur ewigeit Mit vor⸗ len vollenden. Der tage last lhne mir, Bis meine rrhe hei dir Kein wechsel weiter 7 ligene Melodie, Nr. II. 0 Hunt den die sonnen unb die erden, Durch hau voll pracht erhoͤhn! Durch Und welren wieder untergehn! Herr, den durch frohe lobgesange Der kregturen ganze menge Und aller zeiten lauf erhob; Der engel choͤre nachzuahmen, Dankt unser herz stets deinem namen, Und un⸗ sern mund erfuͤlt dein lob. 2. Wie deine kraft die welt be⸗ wahre, Berkündiget der tag der nacht. Ein jahr erzaͤhlt dem naͤch⸗ sten jahre Die großen wunder dei⸗ ner macht. Dein thron, o gott, bleibt ewig stehen. Du bleibst der, selbe; wir vergehen. Wie schnein verströmet unsre zeit! Schon wie⸗ der ist ein jahr vom leben, Das deine huld uns hat gegehen, Im abgrund der vergaͤuglichkeit. 3. Kommt! dies sey uns ein tag des bundes! Bleibt gott, dem hoͤchs sten, ewig treu; Und den geluͤbden unsers mundes Stimm unverstellt das herz auch bei; O land! gelobe, golt zu bienen; Und du wirst, wie ein garten, grunen, Den er sich selbst gepflanzet bat. Nur wandelt tren auf seinen wegen; Und aus der fuͤlle seiner segen Macht uns dann seine gnade satt. Gott, schau herab von deinen hoͤhen! Du, der du deine menschen liebst! Erhoͤre unser kindlich flehen Weil du uns urgen gutes giebst; Gieb unserm fuͤrsten langes leben Laß huld und weit heit ihn umge⸗ ben Allzeit auf seinem fuͤrsteuthron; Laß ihn auf recht und tugend schau⸗ en, Stets seines landes wohlfahrt bauen, Und dann sey du sein schutz und lohn. 5. Tritt den gewaltigen zur seite, Die um deu stuhl des fuͤrsten stehn, Daß ihren anschlag gluͤck begleite, Und sie des volkes wohl erhoͤhn. Auf alles, was das land kann bau⸗ en, Laß sie mit wahrer sorgfalt schauen, Sie, die des fuͤrsten hulfe sind. Der unschuld flehu, des lands begehren, Laß sie mit wacher sorg⸗ falt hoͤren, Sie, die das ohr des uͤrsten siad. fuͤrsten si 2⁵5⁶6 Dritte Abtheilung. 6. Scheuk weisen eifer unsern leh⸗ rern Fut deiner lehre lauterkeit; Mach sie zu redlichen verehrern Der fanftmuth, lieb und froͤmmigkeit. Hilf ihnen, herr, daß ihre lehren Nie ohne früchte wiederkehren; Wir ganz der gottesfurcht uns weihn. Laß deine segen auf uns fließen, Denn, herr, sie pflanzen und begießen, Von dir kommt aber das gedeihn. 7. Die obrigkeiten dieses landes ben, In dem blute en 3 Du hast uns dies jahr gegche. Gilb, daß dirs geheligt i* uns fromm und christlich Kn Redlich, ohne heuchelei, undin naͤchstenliebe seyn, Auch den den gern verzeihn, Daß wir lich hier guf erden, Und dort selig werden. 4. Im vertraun auf deine AlMig Gehn wir dann getrost dahin; Lesu sh nen Mach doch, herr, ihren pflichten ist, das uns noch detruͤbe, Y treu, Daß uns die wohlfahrt jedec dir ergebnen sinn? Lebend, i standes Und unsers fleißes frucht sind wir dein, Du wirft ung ih erfren. Bild auch das herz der zar⸗gnaͤdig seyn, Und nns, wa ten jugend; Und hilf, daß weis⸗zu dir treten, Schützen, seguun an heit, fleiß und tugend In allen un⸗ sern schulen bluͤh. Des landes hoff⸗ nung laß gerathen, Daß man da huͤrger fur die stagten, Und fuͤr den Himmel seldst erziehh. 8. Ach, keinen laß sein heil ver⸗ scherzen, Mach fuͤr ihr heil die sůn⸗ der klug! Gieb trost und kraft be. draͤngten herzen, Und unsern armen brod genug Dies unser flehn sey ja und amen Durch jesum; denn in jesu namen Giebst du, was unser her; begehrt. Auch dies jahr segne, dir zum preise! O vater, auch an uns beweise, Du seyst es, der ge⸗ bet ethoͤrt. Mel. Werde munter, mein ꝛc. 511. Ol neue du uns aus gnaben geben 2. Laß dies seyn ein jahr der gna⸗ den, Habe ferner noch geduld; Denn wir sind mit schuld heladen Ach, erlaß sie uns aus huld! Wirk wahre reu und leid, Dann laß unn varmherzigkeit, Und veygebung gller f/ Herr, laß es wohl⸗ ö gelingen, Hilf, das ganz frei von plage; Wir gahlh ahr geht an; Laß es neue rauhen wegen Der ewiglest Aislt kraͤfte bringen, Neuen segen jeder⸗ mann. Unsern leih, seel, hab und 4. guih Nimm in deine vaterhut; Neues gluͤck und neues lehen Wollst erretten. 5. O, so laß uns froͤhlich aR ihih eh uut I aller noth, Auch verlaß ung scheiden. . Vor Mel. Nun laßt uns gehn ungh n it freuden it e 5 12. M treten Vorhol, Rsidre anzubeten Denn er hai u leben Bisher noch kraft gege 2. Wir erdenpilger waͤndet einem jahr zum andern; Die le flucht der unden Wird kann uns empfunden. All. X 3. Und diese wandertage Sihsn gen. 1 Doch du bist voll erbarmeh wirst mit vaterormen In usz und gefahren Uns schüthen unie wahren. 5. Erhalter unsers lebens sorgen ja vergehens, Weun nicht beschützest, Mit kraft uihtg terstuͤtzest. 6. Lob dir, o gott, dem tiatin, Bo Durch den wir uns ersregensfn d 20 I XI. Neujahrs⸗Lieder. 2³⁷ te jesu inn u baterhaͤnden, Die so viel Inth abwenden. hr gegthchez, Hör serner ünser flehen, Und H eh Elus eizutkehen; Gieh mahigung Mlich lnh tenden, Geduld und trolt im Hen. ö Gieb uns und allen denen, Die 5 herzen sehnen Zu thun, % deinen willen, Auch kraft, In erfüllen. ‚ O/ wehre du den kriegen, Laß schenliebe siegen, Und wo nur ö hhen fließen, Sich deinen trost Wegen. le, Gieb deinen reichen segen Zu n guten wegen. Laß großen, Whl, und kleinen Die gnadensonne hanen. Sey der verlahnen vater, Der elduben berather, Der unversorg⸗ be, Der arwen huͤlf und Hilf gnaͤdig allen kranken; 1 ftͤhliche gedanken Den kum⸗ Uhollen seelen, Die sich mit sor⸗ u gualen. Vor allem, herr, verleihe uns gehn unhshefen geist aufs neue, Der uns ugend ziere, Und sö zum him⸗ den laßt un sihre. I Das wollest du uns geben, von unserm leben; So ir im segen Der ewigkeit u. l. Vom himmel hoch da ꝛc. WVerslossen ist das alte . jahr, Das uns ein Pber gnade war; Herr sesu, shnbringen wir Dir unsern fro⸗ Ahank darür. 2. 0 hen ur eingebohrner sohn, Us vehen uns zu deinem thron, bitten um barmherzigkeit Fuͤr 111 christenheit! halte doch au jedem ort, keteicht und trost, dein Erbalt uns, deinem dienste Don sünd und aberglauben e 514. W licht und srend es, der uns no noch erhaͤlt im le uns tag und nacht; seine guͤt und macht leih uns kraft, denn In deiner furcht schuͤhest uns Der mensches ö ö erst Nach deinem beifall fireben. ns dem boͤsen widerstehn Und freudig deine wege gehn: Be⸗ strafe dann durch dein gericht Des alten lahres sunden nicht. 3. Beweis in diesem jahre bich An übe——Y— neue land: 15 Wach über Unser ganzes land, Und se huldreich jeden stand. 437. 6. Dem leib gieb sein bescheiden theil, Den seelen stets mehr licht und heil, Und laß dies jahr, das wir dir weihn, Ein gnadenreiches jahr uns seyn! 7. Laß fromm uns le gluck; Dann schreckt augenblick, Der ein dieser zeit Uns fuͤhrt lichkeit. 8. Dann danken und frohlocken wir Mit allen engein ewig dir. 5 treuer heiland, laß uns dein Im le⸗ hen und im tode seyn 4. Laß uns de ben, uns zum uns nicht der ste o hert, aus zu deiner herr⸗ Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛc. 1schuf die sonne und den mond, Uns zu geben 2 Gott ist ch verschont, Und ben: Er sorget fuͤr Auf, laßt uns „Voll frohen danks, erheben! 2. Herr, der da ist, und der da war! Von dankerfüllten zungen Sey dir, fuͤr das verfloßne jahr, Ein heilig lied gesungen; Für le⸗ ben, wohlfahrt, trost und rath Für fried und ruh, für jede that, Die uns durch dich gelungen. 2. Laß uns dies jahr gesegnet seyn, Das du uns ueu gegeben. Ver⸗ sie ist dein, zu leben. Du „und du vermeherst n gluͤck, wenn sie zu⸗ 4. Gieb uns, wofern es dir ge⸗ faͤllt, Des lebens ruh und freuden; Doch schadet uns das gluck der welt/ So gieb uns kreuz und leiden. Nut RN gieb 25³ Dritte Abtheilung.— gieb zugleschein frendig herz, Und und rath Auf unsern +*0 laß uns nicht in noth und schmerz der. fürtenn Die glͤcklichern beneiden. 6. Daß weisheit und gerechiin 5. Hilf deinem volke vaͤterlich In Auf seinem suhle throue; 00 Nel diesem jahre wieder. Erharme der gend und zufriedenheit In uun 1 vetlaßnen dich, Nähr unsre armen lande wohne; Daß treu und 4 ö brüder. Gieb giuck zu jeder guten bei uns say; Dles, hert nad unn 6½0 that, Und laß dich, gott, mik beil dies verleih In christo, deinem i—4 u dan XII. Von den vier Jahrszeiten. 1. Bom Fruͤhling. Mel. Sollt ich meinem gott ꝛ6c. Ivögel sanfte choͤre; Hier det I Heßh am himmel steht nachtigal, Dort der lerche fuß 5 5.)Y die sonne, Laͤnger schall1 Alles bringt dem schß 2 strahlt uns nun ihr licht. Alles le, ehre! Bring auch du ihm luh 0 ben alhmet wonne, Wonn ist jedes dank! Preis ihn froöͤhlich, man sch angesicht. Pracht des fruͤhlings s⸗ senkt sich nieder In die waͤder, auf 5 die flur. Die erstorbene natur Le⸗ bet auf und wirket wieder. Opfre meinem schöͤpfer dank Preis ihn froͤhlich, mein gesaung! 2. Schreckenvolle surme heulenssaa Run nicht durch die luft daher, Und Sich von fruͤchten schwet unm die vollen segel eilen Ruhig wieder Bringe meinem schoͤpfer dank hin aufs meer. Nicht mehr stuͤrmen ihn froͤhlich, mein gesang! regenguͤse, Deren fluth das uln 6. Dieser fruͤhling, wie geun 3. De erfüllt, Und kein dicker nehel hällt de, Omein gott, wird et pethist Elt H. Stadt und land in finsternisse. Ppf, Wie ein schiff, vom stoß der ai ehaf re meinem schoͤpfer dank1 Preis ihn Fortgefuhrt, wird er enefliehot n z froͤhlich, mein gesang! dort vor deinem throne Win 3. Munter zu der arbeit wallet ewger frühling seyn; Ewiß u. l. Nun der landmann hin ins feld⸗Ler die eifreun, Die dich ehn Und sein fröblich lied erschallet Hoff⸗Deinem sohne. Opfre meisen ust N nungsvoll dem herrn der welt. Erspfer dank! Preis ihn froͤhlchn vertraut die saat der erde, Ehrt gesang! ů ö durch fromme zuversicht Seinen gott 7 Diese herrlichkeit der eul und zweifelt nicht, Daß sie gut ge⸗ein schatten von dem licht, Zin raihen werde. Hofre meinem schö⸗ ewig schauen werde Dort, vus Mel. pfer dauk! Preis ihn froͤhlich, mein tes angesicht; Auch das freudenl rt gesangg sie leben Hier auf erden, 518. 4. Seht, wie in die weiten felder iod, Gegen ienes das mitf dh steh Un wondern durch hi⸗ ziehn; Froͤh⸗Dort verheißen hat zu geben, uhestü ich wandern durch die waͤlder Sat⸗ re meinem schopfer dank Preilh gen luͤ ter ihiere schaaren hin. Hoͤrt 9— ewig, mein gesaug! 6 2,N XII. Von den vier Jahrszeiten. 9259 — fuͤrten V. —— gerechtinz 0 2. Vom Mel. Alein gott in der hoͤh ꝛc. 9ortt so bald der tag 6. erwacht, Erfreust du da webet; Und ahends danket er macht, Was auf der erde le⸗ I Voll segens machst du unser , Und schenker uns mit mil⸗ 7 gand die frucht, die uns er⸗ t. 105 gabst uns regen fruͤh und hz Und jeder grashalm zeuget 300 dir, vor dessen masastat Die lle aͤhr sich neiget. Daß flur und un sich erneun, Dazu giebt deine 92 gebeihn Durch sonneuschein dem schih ihm loh un lich, mens Nregen. u könck mit unerlööpfter m selall Ou 55 Das jahr in sommerzeiten he flut: Gor dens l schüͤttest auf das ganze land wit ihals. Mel,Erhalt uns, herr, bei ꝛc. Ima welt! Du herrschost, er nunsal Hlees dir gefaͤllt; Doch theilest du dankl 10 18. Mit weiser unpar⸗ ö schkeit. ir h„Der nahen sonne glanz und er velllis uit Hat uns nun freub und brod Vichafft; Nun eilt sie andern bruͤ⸗ a So weif und gnaͤdig herr⸗ t hest du 4. Bom Hrt, uh Na. Auf, Gristenmensch u gott und vater aller d (7. Divelti v Sommer. Des segens lieblichkeiten. Es reist von ihrem milden guß Nun uͤber berg und thal dein fuß. Wir freun uns seiner spnren. 4. Das korn, von deinem sogen schwer, Bedecket nun die felder 2 Die freude breit't sich weit umher, Auf wiesen und durch waͤlder, In jedem thier, das du ernährst, Und dem du uberfluß gewaͤhrst, Mit freuben satt zu werden. J. Der fromme landmann bringt dir dank at deinen milden segen. Dir schallt sein froher lobgesaug Aus voller brust entgegen. Wir Kimmen in sein lied mit ein, Und wollen dir, herr, dankbar seyn Fuͤr so viel reiche gaben. 5. Vom Herbst. trank: O dafuͤr sagen wir ditr ank! 4. Bald wird ersterben die natur: Zedoch sie schlaͤft und ruhet nur, Empfangt zum neuen leben kraft. Das deine hand ihr wieder schafft. 5. Immittelst segne uns, o gott k Erleichtre allen ihre noth, Die in der rauhen jahreszeit Kein obdach so wie uns erfreut. 6. Der armen huͤtten decke du Mit deinem segen, vater, zu. Wenn frost, wenn hungersnoth sie druͤcktz Schaff huͤlfe, welche sie erquickt. Winter. auf ꝛc. froste nun, Und ihre nahrungseraͤf⸗ on,. 518. Der jahres schoͤnheit istte ruhn. den, il 06 10 Ustehn die triften geben, 1 Ne 25 nun fort! Wie trau⸗ 2. Wohl mir bei dieser rauhen Es fuͤrmt ein zeit! Ich darf vor frost nicht beben. lhestümer nord Aus schwer belad⸗Mich schůtzt mein dach, mich warmt hen lůften. Die erde narrt vom 1 2 Und brod erhaͤlt mein leben. 26⁰ Dritte Abtheilung. leben. Auf meinen betten schlaf ich ein, Und kann mich sanster ruhe freun. ö 3. So hats der arme bruder nicht, Sem brod und kleidung fehlet; Den, wenn es sehr daran gebricht, Frost oder hunger qualet. Und Dreifach fuͤhlt er seine pein, Wenn Trankheit plagt und kinder schrein. seiner bruůͤder noth vergi nicht, daß er gluͤcklich ist. und nahrung dich erquickt In sen rauhen tagen. Lobsinge, sh hes herz, in mir, Und bringe den dank dafür! noch fehlt, Und maͤncher mehl 4. O zaudre, zaudre nicht, mein seinen jammer, seinen schmerz i sitzet: Nein! auf die noth, di her; Ihm liebreich zumueilen! Fuͤhl dre quaͤlt, Auf gott, der dich hesth; mmer„het. Ach vater lindre jeden schmg ir Dein brod mir ihm zu kheilen. Wer Und gieb mir ein zufriedneß hi 5. Vor tausenden bist du beg 6. Sieh nicht auf das, wab XIII. Morgen⸗Lieder. Mel. Aus Iunech nder 10 eö Almachtiger, ich hebe I9. A Mein aug empor zu ir. Preis dir, durch den ich le⸗ de, Und neuer dank dafuͤr! Herr. deine huld ist groß, Und niemals hat das lallen Des dankes dir mis fallen, Das aus dem herzen kloß. 1—.— 2. Daß nicht in tiefem schlummer Des lebens licht verlischt, Und daß mich, frei vom lummer, Ein sanf⸗ ter schlaf erfrischt: Dies bank ich deiner macht Und deiner vatertreue. Durch sie bin ich aufs neue Mit heiterm muth erwacht. 3. Beschuͤtzer uusrer seelen; Ich traue stets auf dich. Was soll ich fuͤr mich waͤhlen? O waͤhle du für mich! Gieb, was mir nuͤtzlich ist. Goitt, dem ich alles danke, Mich staͤrke der gedanke: Daß du stets um mich bist. 4. Er staͤrke mich, mit freuden Zu thun, was dir gefaͤllt; Er troͤste mich im leiden; Und will die lust der welt Mich jemals nach sich ziehn, Helf er mein herz bewahren, Helf er mir die gefahren Der suͤnde sehn und fliehn. 3. Begluͤcke du die meinen Nach deiner guͤtigkeit. Verlaß det aun keinen; Wend alles herzeleib. willst zwar gern erfrenn, beizugehen: Doch soll der liehesh hen Dir auch gefaͤllig ant ö 6. Gott, dem ich angeh segen ruh auf mir. Mei meine zaͤhre, Erbarmer, ist vot Deß soll mein hert sich freun dir nicht traut, der bebe! J be oder lehe, So bin ich eiig Mel. Gott des himmels uid er du alle deine 520. Degibtent, r cwigkeit, Du bist auch mit hu staͤrke Ihnen nahe in der zeit.g ne güt und deine treu Ist ni dem morgen nen. 3. Unter vielen millionen Sssag gea du liebreich auch auf mich eisa g laässest du mich wohnen, uud lhaftet schirmit mich vaͤterlich. Dafürph su lale mit neuem dank Dich mein sihhlft. lobgesang.* 3. Datf ich, erd und guh wagen, Heut zu dir empot zush mn gt Meinen kummer dir zn lahh shnde t Kindlich frei dich auzusekug Vuch Was XIII. Morgen⸗Lieder. Verds IIIU habe ich Dieses zn⸗ es morgens erste WMaI. D stunde Will ich, In gott, dir weihn. Mein berz Uaut mit dem munde Zu deinem Fein. Ja, laß den ganzen tag h so vor dir, herr, wandeln, ich nicht blos fromm handeln, auch fromm denken mag. btomm laß mich, doch gestllig; „doch von falschheit rein; üͤthig, doch gefaͤllig; Und lzur tügend seyn; Auch stand Min der noth; Kein zorn schwach Mle liebe, Kein ernst der sanft⸗ triebe Kein schmerz die furcht In yr gott. Was dein gebot verletzet, Laß mit lut mich schaun; Wenn es ute welt ergotzet, Erweck es mir ch graun. Schnell wirkt des la⸗ Nels gift. Nichts, nichts sey mir Un. haßten; Doch, daß mein haß l 1232 Nicht meinen nuͤchsten Des nächsten ehre schmuͤlern, Alehrt mein christenthum. Ein I aus fremden fehlern Ist lade und kein ruhm. Laß mi N richten fliehn; Nie schlimm, was gut ist, deuten, Und, seh ich zepn. gleiten, Es jedem aug ent⸗ ziehn. 5., Bei fleiß und arbeit schleiche Kein geiz sich in mein her;, Und fremde noth erweiche Mich leicht zu eblerm schmerz, Kein gluͤck das andern bluͤht, Empoͤre mich zum nelde; Und kein genuß der freude Verzartle mein gemuͤth. 6. Bewahr an diesem tage Mich vor gefahr und leid, Und trifft mich eine plage, So gieb gelassenheit; Nur hilf, o yater, mir, Daß ich sie nicht verschulde, Nicht murre, christ⸗ lich dulde, Voll zuver sicht zu dir. 7. Wie bald ist überwunden Das leiden dieser zeit; Auf wenig bange stunden Folgt gluck in ewigkeit: Dies staͤrket mich in noth, Daß ich nicht aͤngstlich zage; Am leten mei⸗ 495 tage Giebt dies mir muth im od. 8. Der tod komm, willst dn, heu⸗ te; Denn da ich dein, herr, bin, So giebst du, daß er leite Gewiß zu dir mich hin; Und wenn er kom⸗ men soll, Soll er mich frei von sun⸗ den, Dir wohlgefaͤllig finden: Daͤnn, vater, slerd ich wehl⸗ Mel. Wie schoͤn leucht uns ꝛ2. ich seh ich wieder, 5——— morgenlicht, Und teue mich der edlen pflicht, Dem hoͤchsten lobzufingen. Ich will voll frommer dankbegier, O mildester erharmer, dir Preis und anbetung bringen. Schoͤpfer! Vater! Dei⸗ ne treue Rührt aufs neue Mein gare l. Froh empfind ich deine gůte 2. Du warst auch diese nacht um mich. Was waͤr ich, haͤtrest du nicht dich So huͤlfreich mir bewiesen? Zu meinem leben setzest du Jetzt einen neuen tag hinzu; Sev hoch dafür gepriesen! Durch dich Bin ich, Und chsich merke Neue staͤrke; Dich erhebe. erz und mund, so lang ich lebe! 991 3 3. Ver⸗ 262 Dritte Abtheilung. 3. Verleih, o gott der lieb und Macht Daß sund und gram, wie diese nacht, Auf ewig von mir flie⸗ he! Daß ich die kurze lebenszeit; Ju christlicher zufriedenheit, Zu nü⸗ Zen mich bemuͤhe. Prüfe, Siebe, Wie ichs meine, Dir ist keine Mei⸗ ner sorgen, Auch die lleinste nicht, theil! Ich kann durch dein dienst alleln Hier ruhig und selig seyn. 6. Gott, heilger geist, du, A kraft In uns ein neues leben st Das gute, was ich hab au Kommt durch dein wort, in 7. Durch d 3. Auch im geräusch der welt soll mich Der heilige gedank an dich Oft still zu dir erheben. Im dunkeln thale wall ich hier; Einst nimmst du mich hinauf zu dir, Zum licht und hoͤhern leben. Auf dich Horff ich. err, ich werde Mich der erde Gern entschwingen, Dir dort ewig lobzustugen. Mel. Vor deinen thron tret ꝛe. u schusst, von vater⸗ 523. Dind salt, Mich, gott, nach deinem ebenbild; B0 bin und leb allein durch dich, Du naͤhrst, erhaͤlst und schuͤtzst mich. 2, Wie oft warst du mit huͤlfe nah, Wenn ich den tod falt vor mir sah! Wie oft sank ich in meinem lauf, Und du halsst vaͤterlich mir auf. 3. Gesundheit, leben und verstand Empfing ich herr, aus deiner hand. Ein christlich herz, das gern ver⸗ giebt, Und alles guie redlich liebt. 2. Vergossen hast du mir zu gut, Sohn gottes, dein so theures blnt! Du bists, der liebreich für mich starb, Und mir des vaters huld erwarb. 5, Du starbst ja auch zu meinem heil, Durchdich hab ich am himmel christ, Daß terhuut. mir II. Verleih; o herr, zu Aslhen ruhm, Daß immerfort men hnge steuthum Aufrichtig und reassshin fen sey, Nicht augenschein, heuchelei Romi I2. Dann wird mein endeng seyn; Und bricht dein großl herein, So wecke und verkläteessh Dann preis ich ewig, ewis Ra l. Iu bekaunter Melobl⸗ 35 ö 25. 52 4. ott des himmel gand ei der erden, Mnd froh sohn Und heilger geist! Der ihez or und nacht laͤßt werden, Somnsunes he mond uns scheinen heißt; A Siel starke hand die welt, Und wahsig Mit nen ist, erhaͤlt. ihe 2. Gott! ich danke dit vesig tod zen, Daß du mich in dieset A sebe Vor gefahr, angst, noth und saf zen Hasi so gnaͤdiglich bewach Morgen⸗Lieder.— 26⁵ et meiner schuld, Mich noch mit vaterhuld. rafen an meine suͤnden, 1 tafen, die mir drohn; Unich tröst und gnade finden: MWoich glaub gu deinen sohn, Var meine missethat Sich am hab au e en geopfert hat. vort,in* will ich an diesem morgen ich, 0 a deinem dienst mich weihn; e meine seele sorgen, Will n Mich erschrecken nicht, Wenn Miuf der bahn der tugend leite i rr. Inich solbst, verlaß mich nicht; nolt. Ppaleihe mnir auch heute Mund 95. U„Rliraft in jeder pflicht. Dein ge⸗ ich zur. die guadenzeit, We 9⸗) eit W r entweiht. 5% einem schutze sey ergeben Al⸗ ald, 6 was ich hab und Illhen gefahr und noth mir droht; mir zum besten wenden, Es Vlben odet tod. Sterb ich, herr, Hiuge du Mich zu jener him⸗ tuh. aschen, E Höre, gott, was ich degehre; in enbt uir, was dein wort verheißt: ů c Vey preis und vank und ehre, erklaätz Hist Ewia wi hist gedet und flehn; Ewig will emiz Aich erhöhn. Mel. Warum betruͤbst du dich ꝛc. hm, der das licht ent⸗ 25. I siehen hieß, Und mich uud erwachen ließ, Sey preis froher dank! Ihm bring ich sises ovfer heut; Ihm sey mein shis herz geweiht. „Sieh, herr, ich unterwinde ih Mit dir zu reden, obgleich ich In iheil nur arche bin. Gleich ei⸗ dieserilt todten lag ich hier, Daß ich lebe, dant ich dir. 4* Relohie. dolfe wollest du mir senden ö —3—3— erde schmuͤcket, Und jeden tag er⸗ Vovater, sohn und geist; Bu fr 8 5, Ein jedes guth, deß ich mich freu, Empfang ich jetzo wieder neu, Aus deiner milden hand. Mein au⸗ wird, wohin es blickt, Von wun⸗ ern deiner huld entzuͤckt. 4. Dich, dem ich uichts vergelten kann, Dich, vater, bet ich kindlich an: Ich opfre dir mein herz. Ein herz, voll lieb und zuversicht, Ein dankhar hertz, verwirfst du nicht. 5. O du, den meine seele preist! Erwecke mich durch deinen geist Zur uͤbung meiner pflicht; Er helfe meiner schwachheit auf, Bis ich vollende meinen lauf. 6. Ein gut gewissen sey mein theil, Dies wirk in mir, o herr⸗ mein heil, Und segne meinen fleiß. rde nie Dir ist, was ich bedarf, bekann, Und alles steht in deiner hand. 7. Die blume kleidest du mit bin. Dir pracht, Naͤhrst jeden vogel, gott der au ich seel und leben, Werf macht! Bin ich nicht mehr denn sie? ich die sorgen hin. Segne mich Ich werfe meine sorg auf dich, Du. nem ruhm„ Denn ich bin dein mein erbarmer, sorgst fuͤr mich. Mel. Befiehl du deine wege ꝛc. 26 Nobt gott am fruhen mor⸗ 5 gen, Lobt ihn, der in der nacht, Da wir ganz ohne sor⸗ gen Sauft schliefen, fuͤr uns wacht. Der uns im schlaf erquicket, Und Fuͤr uns die eut. 2. Ihn preist der engel heere Mit hohem lobgesang; Auf, singt in ih⸗ re choͤre, Auch euren frohen dank. Wer sollte gott nicht loben, Und ihm nicht dankhar seyn? Da seiner guͤte yroben Sich jeden tag erneun. 3. Dir will ich mich ergeben, Durch den ich leb und bin; Denn dies mein irdisch leben Eilt schnell zum tode hin; Bald ist es ganz verschwunden: Doch hüngt an die⸗ ser zeit, An ihren schnellen slunden, Das glück der ewigkeit. 4. Dies reije meine seele Zum fleiß im guten au, Daß ich 3—* R 4 un 26⁴ Dritte Abtheilung. und waͤhle, Was dir mis fallen kann; Dann kann ich nicht verderben: Ich furchte nicht den tod; Ich werde 9ott sterben, Denn ich bin dein, o 12.— go 5. Dann troͤstet mich der glaube; Ich werd nicht ganz bergehn! Ich werd erweckt vom staube Zum him⸗ mel auferstehn. Dies will ich uicht vergessen, Und dieser hoffnung voll, Will täͤglich ich ermessen, Was ich dann werden foll. 5 Durch dies gestaͤrkt, ermuͤde Ich in der tugend nicht Mich starket gottes friede Mit trost und zuver⸗ licht Ich siege in dem streite, Des sieges John ist nah. Getrosti viel⸗ leicht ist heute Des kampfes ziel schon da. Mel. Ich dank dir schon ꝛc. ein erst geschaͤft sey 57 preis und dank A Er⸗ ebe gott, o seile! Der herr hoͤrt deinen lobgesang, Lobsiug ihm, meine seele! 2. Mich selbst zu schuͤten, ohne macht Lag ich, und schlief in frie⸗ den. Wer schafft die sicherheit der nacht Und ruhe fur die muͤden 28 3. Wer wacht, wann ich von mir nichts weiß, Mein leben zu bewah⸗ ren? Wer stärkt mein blut in sei⸗ nem fleiß, Und schuͤtzt mich vor ge⸗ fahren? 4. Wer lehrt das auge seine pflicht, Sich sicher zu bedecken? Wer raft dem tag und seinem licht, Uns wie⸗ der gufzuwecken? 3., Du bist es, gott und herr der welt, Und dein ist unser leben. Du bist es, der es uns erhaͤlt, Und nmurs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seyst du, gott der macht! Gelobt sey deine treue, Daß ich nach einer fanften nacht Mich dieses tags erfreue. 7. Laß deinen segen auf mir ruhn, du mich selber thun Nach Iud rer wohlgefallen.——6— 8. Nimm meines lebeng 9u Hif wahr; Auf dich hofft meine sehssch kin Sey mir ein retter in gefahr; g let vater, wenn ich fehle. se me 9., Gieb mir ein herz voll nich sicht, Erfüllt mit lieb und rusn hann Ein weises herz, das seinezich den Erkeng und willis thue. Lerr 10. Daß ich, als ein gehortan Wil kind, Dir zu gefallen strebe; Ain treu ergeiben, gut gesinnt In d nem reiche lebe. + II. Daß ich, dem nachsten dij stehn, Nie fleiß und arbeit schun Mich gern an andrer wohlergeh Und ihrer tugend, freue. 12. Daß ich das gluͤck der! zeit In deiner furcht genieße, nie inen lauf mit freudigkeit, M du gebeutst, beschliebe. Mümen — ein gott, auch dinh nacht. 528. M neue morgen I 10 kundigt deine gnade mir. M erwachen meine sorgen, auch mein vertraun zu d werfe meinen kummer hin Aufhshhe durch den ich leb und bin. 2. Ich bin noch immer g erde, Wo alles wohl sich mif weh, Und ich, zu groͤßerer be de, So maͤnchen fehltritt n geh, Gott, der mich schühet ernahrt, Waͤr ich doch deiner werth! 3. Laß den entschluß mein hennthh fuͤllen, Stets gern zu thun 10 bir gefallt. Es gehe mir vach shiß nem willen, O weiser hertscheralliz r ha weltJ Schließ mich in deine vonshhuz mich ein, Dein will ich tod und lehnll kben, seyn. O fuh 4. Vergieb mir, vater, alle sluher tr de, Bergieh, was ich nicht taasgigl lei gethan. Nimm mich zu deinem 105 „ Noch Mich deiue wege Wallen, Und lehre * an. In seinem namen deukinde Um meines mitiltrt u 62 rnnt V XIII. Morgen⸗Lieder. 26⁵ er litt und slarb ja auch für 3 g0 10 Hlf du in allen sachen rathen; ine seisheh bin mir selbsten nicht genug. ahr; EUkhate mich vor misseihaten, Vor ö 4 menschen list und irug. Er⸗ ol zußg Himich auf der tugendbahn; Was n sihn Apann ihu, sey wohlgethan. ge psihij Bewahre mir leib, seel und le⸗ Verwaudte, Freunde, ehr und .0 du mir krenz zu tragen ebe: Man, So saärke mich mit trost t Iu lschuth; Und willst du mich mit erfreun, So laß mich dir auch ö Ren laͤßt der herr mich leben! Mit froͤhli⸗ Hgemüth Eil ich ihn zu erhe⸗ Er hoͤrt mein frohes lied. Ian ihm kuft mich jetzt wieder Amorgensonne pracht, Ich falle stets auftusehen In frenden, wie im schmerz.—— 10, Laß mich am ersten trachten Nach dem, was dir gefaͤllt Mehr deinen belfall achten, Als allen ruhm der welt. I. Laß mich dir kinblich trauen. Das gute redlich hun, Getrost gen kahn. schauen, In deinem willen ruhn. ö ö I2. Daß frei vom dienst der fuͤn⸗ de, Getrost und glaubensvoll, Der tod alsdann mich finde, Wann ich einst sterben soll. Ju bekannter Melodie. ach auf, mein hery 30. Wé und inge Dem choͤpfer aller dinge, Dem geber HUater guͤther, Des menschen treuem er. ö 2. Mit göͤttlichem erbarmen Be⸗ hecktest du mich armen; Und slark⸗ sust dich auch meiner au; Wie Alich dir vergelten, Was du an Ugethan? Wirst du nach opfern schauen? Meten nichts vor dir.⸗Du for⸗ sur vertranen Uud liebe, gott, uir.; Drum will ich dir lobsingen, deines namens freun, Nach ae guade ringen, Mein ganzes tlger meiner funden, Mein ud, lesu christ! Laß mich den kupfinden„Daß du mir gna⸗ scheralh dir hab ich mich ergehen, Ich sie horshhfla mich in dir. Viel kostlicher ud lehiast Kben, Ist deine güte mir. Hfuhre mich guch heute Auf alle stueree tugend pfad. Du, ewig⸗ icht rl leite Mich selbst nach dei, nem gln ge rath. blet A Koch eins laß mich erflehen, 300 gnihlich weije herz, Auf dich ö test mein vertrauen, Der sonue licht zu schauen. 3. Und dies, herr, ist geschehen ꝛ Ich kann das licht noch sehen. Du machst; daß ich aufs neue Mich meines lebens freue. 4. Du mußt ein opfer haben; Hier bring ich meine gaben: Mein leib, mein seel und leben Sey dir, herr, ganz ergeben. . Hoͤr meinen dank, mein flehenꝛ Du kannst ins herze sehen, Und weißt, daß ich zur gabe Fuͤr dich nichts bessers habe. 6. Du wollst in meinen tagen Mich ferner huldreich kragen! Mir deinen segen senden; Dein werk an mir vollenden. 7. In allen meinen thaten Wollst din mir elber rathen; Mich stets zum besten leiten; Zum himmel auch bereiten. ö 8. Auf allen meinen wegen Be⸗ gleite mich dein segen: Dein wort 1as. speise Auf meiner pilger⸗ rei E. R 5 Mel. 266 Dritte Abtheilung. Mel. Werde munter mein ꝛc. 5 31 Wenn ich einst von je⸗ ö Dnem schlummer, Wel⸗ her tod heißt, aufersteh; Und er⸗ oͤst vonj allem kuminer, Jenen schoͤ⸗ nen morgen seh: O dann wach ich anders auf. Schon am ziel ist dann mein lauf. Sorgen, die mich anaß lich mach ten, Werd ich dann fuͤr traͤume achten. 2. Hilf Geber der unsterblichkeit, Im ge⸗ richt mich ein ganz von mit enttheiht. Auch noch jetzt bin ich erwacht, Dank sey dei⸗ „daß keiner meiner tage, st verklage, Er sey 2 O vater, deine gutigteß alle morgen neu. Pu I wohl zu aller zeit; Und groß is u n we ne treu. Heb Hetd 3. Jetzt schenkst zu mir zu u 4 0⁰ Iu. nem heil Von neuem einen Gieb, daß ich davon jedes thel gang, wem i ner guͤt und macht: Laß mich hei⸗ lig und im segen Jeden tag zuruͤcke legen. 3 Daz ich froh gen himmel sehe, Wenn mein letzter tag erscheint, Wenn zum dunkeln thal ich gehe, Und miein freund nun um mich weint; Lindre dann des todes pein Laß mich da am star ksten seyn Daß ich ihn zum zimmel weise, Und dich, herr des todes preise. Mel. Run danlet all ꝛe. Nr. 3. 32. Z deiner ehr bin ich er⸗ 5 34. Owacht, Drum bring ich Tuhm und preis Dir, gott, der IPbefallt, So laß auf dich michst Iust mich thust. 8. Wen 5 Und deiner vorsicht, herr der ui Ehillt n sorg und kumma Mit frohem muthe traun. Ogesche 9. An deiner gnaͤde gnügehnl z Höre Sie ist mein bestes theil; Mhin kind trost lund meine zuflucht hirt, durch die ruh der nacht Uns zu er⸗ aicken wei. 13* dort mein volles heil. Mel. 537˙1 +* 400 ac. uf, o seele! werde 333. A munter! Lob ist im⸗ mer deine pflicht: Denn die sonne geht zwar nuter, Aker gottes guͤre nicht. Heut auch hat sie mich ge⸗ naͤhrt; Heut auch freud und trost gewäͤhrt, Vor gefahren mich be⸗ schuͤtzet, Meine schwachheit nuter, hutzet. 2. Stets verehret, hochgepriesen XV. Aben 5 Lieder. Sey, mein treuerugott, veun Was du gutes mir erwiesen Ah mein ganzes leben dir. Du war ichs schon nicht werth,! noch mein gebet erhoͤrt, Z haut, als ich erwachte, dit ih jesumt glaubig brachte. 5 3. Gott, da ich voll danks aun ⸗ Wie so groß dein wohlihun A Siellen sich auch meiner sehlhsrt, begangnen süͤnden dar. Zushii, Dei XIV. Abend⸗Lieder. 267 iigten..—. ⁵ klein. Denn nicht wort roß if N werk allein: Nein, gedanken berden Koͤnnen mir zur suͤn⸗ Meine Ischlaf ich oh) ch denl iustlafe, wachest du. mit; Hlhhefeyl ich dir: Walt allmaͤchtig n tuh Huß mir. Sev auch du der gott der hen; Laß sie ruhen als die dei⸗ um v 1m Ach, laß uns kein banges yn, Wn h, Weder raub noch feuers⸗ 1 gu h, Mlötzlich gus dem schlafe we⸗ Halt uns, herr, in deiner Hilf, wenn krankheit oder wichshn o Uns. im sichern schlafe droht, Ir dn hsest du aber schnelles sterben gun,. Wgeschehs nicht zum verderhen Ingg z Hire, vater! ach erhore, Was II Ma ind vonldir begehrt. O sohn 6 dir zur ehre Werd es mir Heilger geist! Gieb mir kraft ummet hehen. Hel. Nun ruhen alle waͤlder ꝛc. Beeit von allem kum⸗ 2 34. mer, Ruht num in shem . Auf Ein theil der můͤ⸗ Z welt, Auf, sammelt euch, ihr WAlliste! Zum leligsten geschuͤfte, Zu Alm dank, der gott gefallt. Lobsinge, seel! und sage, Wie h an diesem tage Mein gott mir Ulgethan. Durch jesu blut ver⸗ Hiet, Mit gnad und heil gekrö⸗ . Bet ich dich, water, kindlich 3. Dein istis, daß ich noch lebe, Jetzt deine treu erbebe, Mich dei⸗ ner liebe freu. Zu jeglichem ge⸗ schuͤfte Verleihst du mir die kraͤste, Und standest wir auch segnend bei. 4. Zwar wank ich oft und gleite. Ich weiß, mein gott! auch heute Sind meiner fehler viel; Doch du —— det ater, uc wenn mein uß gegleitet, nicht geslattet dab ich el. mn 5. Umsonst sinnt mein gemüͤthe, Wie es, herr! deine guͤte Nach wuͤrden preisen soll. Doch hab ich sir empfunden, Denn jede meiner stunden Ist, vater, deines wohl⸗ thuns voll. 6. Stets bist du hoch zu loben, Von deiner liebe yroben Zeugt nicht der tag allein; Gott! deine liebe wollte, Daß selbit die nacht auch leon. Für uus reich an erquickung eyn. . Wenn wi Im schlaf nichts von uns wissen ⸗ Bewahret untz dein schutz. Wisllt du mich nun beschirmen, So biet ich allen stuͤrmen, Und aller list der bosheit trutzz. 8. Ich darf nicht aͤngstlich beben, Denñ der bewahrt mein leben, Der selbst, der mir es gab. Bis ich die wallfahrt schließe, Und ewig sein ge⸗ mar ab.. er von mir die hand 9. Nun, vater, ich hefehle Dir al⸗ die augen schließen, sles, leitz und seele, Und schlaf in sichrer ruh. Ich trau auf deine gna⸗ de. Was ist wohl, das mir schade? Allmaͤchtiger, mein schutz bist du. Mel. Nun dauket ale gott ꝛe. Der tag(das jahr) ist 535. wieder bin; Und die⸗ sen theil des lebens, Wie hab ich ihn vollbracht? Verstrich er mir vergebens? Hab ich mit ollem ernst Dem guten nachgestrebt? Hab ich pncht⸗ dent Nicht meiner pilicht, gelebt! 2. Hald 268 3. Hab ich in dem berufß, Den gott wir angewiesen, Durch eifer und durch fleiß Ihn, meinen gott, gepriesen? Mir und der welt ge⸗ nuͤtzt, Und jeden dienst gethan, Weil ihn der herr gehot, weil mich menschen sahn? 4. Wie hab ich diesen tag(dieses jahr) Mein eigen herz regieret? Hat mich im stillen oft Ein blick auf gott gerhrer; Erfret ich mich des5 herru, Der unser flehn bemerkt? Und hab ich im vertraun Auf ihn mein herz gestoͤrkt? ö ö 5. Dacht ich bei dem genuß Der güther dieser erden An den all⸗ maͤchtigenDurch den sie sind und werden? Verehrte ich ihn recht? Empfand ich seine huld? Trug ich das gluͤck mit dank, Den unfall mit gebuld? ö 6. Und wie genoß mein herz des umgangs suͤße funden? Dab. ich der freundschaft gluͤck? Hab ichs mit dank empfunden? War stets mein ernst auch fanft, Mein scher⸗ zen unschuldsvoll? Und hab ich nichts geredt, Das ich bereuen soslꝰs 7. Hab ich die meinigen Durch sorgfalt mir herpflichtet: Sie durch mein beispiel fill Zum guten un⸗ terrichtet? War zu des mitlelds yflicht Mein herz nicht zu bequem? Ein gluͤck, das andre traf, War das mir angenehm? 38. War mir mein fehltritt leid, So bald ich ihn begangen? Bestritt ich auch in mir Ein unerlaubt ver⸗ langen? Und wenn in dieser nacht (diesem jahr) Gott über mich ge⸗ beut, Bin ich, vor ihm zu nehn, „Auch willig und bereit? 9, Gottl der du alles weißt, Was Nicht/ 1 0 n 6 ˙ alle guͤte sy u mi 3 Vpreist, Gott pah Aun. en sohnñ und heilger geist! Ihr di Mehl i zu gexinge. Vernimm den du Den lobgesang, Den ich dir i lich singe. 2. Du nahmst dich meiner hu 38 an, Hafk großes, herr, au mit 5 6 than, Mir mein gebet gewisi fant w Hast vaͤterlich Mein haus und n iht. Beschuͤtzet und ernaͤhret. fir je 3. Herr, was ich bin, ist deu kukent r schenk; Der geist, mit dem ichu Nod gedenk, Ein ruhiges gemüthe, Mak tiefg ich vermag, Bis diesen tag, Ni getho les deine guͤte. Wihe! 4. Sey auch, nach deiner lehtlhi Stt macht, Mein schutz und schiin. dieser nacht; Vergieh mit u J. Von sünden. Und kommt mein Ableber Mein herr und gott, So lag der u guade finden.„Ve Mel. In dich hab ich gcbosen Mel. In allen meinen thatun 537. err, der du min A leben Bis diesenset gegeben, Dich bet ich kindlich Ich bin viel zu geringe Der aist die ich besinge, Die du bishuh mir gethan.* 2. Mit dankendem gemüthe ich mich deiner güte; Ich fin mich in dir. Du giebst mir kraff llaͤrke, Gedeihn zu meinem 4* xiv. Abend⸗Lieder. 269 ines herz in J und schafft ein re ichheit nn M. urch , Gott! welche ruh der seelen, 0 danes* fepegnleboh it mi, ngehn; Auf deine guͤte hof⸗ 1 miglLam gei denn Himmel offen. dem, Iu d dort den preis des glaubens Du 10 ů Ich weiß, an wen ich glaube, —.—— WW nahe mich im Kaube Zn dir, huott, mein heil! Ich bin der entladen, Ich bin bei dir zn hen; Und in dem himmel ist eil 5, O leite mich im segen Dem zehoffet ien ziel entgegen, Dahin dein uͤte sh ut mich weilt. Mein leben und hont hah Iil eude Ist dein, in deine hande Ihr hug Rehl ich, varer! meinen geist. h diekuh mel. Nun ruhen alle walder. ½%0 Geßt sinkt die soune uie⸗ 38. Ider, Die gille nacht hewihn knt wieder, Und schlaf und ruh us und iht. Sie schenkt uns neue kräf⸗ Uir jedes tags geschafte: Das lufem wir, o vater! dir. Noch wach ich, und erzaͤhle Atiefgeruͤhrter seele, Was du an ethan, Sey dankbar mein ge⸗ Uhel Besing des schöpfers guͤ⸗ äit ihm ein frohes loblied Don dir kommt jede gabe; Mleben, das ich habe, Die sicher⸗ Gbder nacht, Auch alle andre guͤ⸗ , Verdank ich, treuer huͤther, deiner vaterhuld und macht. Du laͤßt es finster werden, Häll den kreis der erden In Uatere Hunkelheit. Doch auch in Muller Aille Wohnst du mit deiner licht; mlleit. Höhag Du fuͤhrst in dunkler ferne mond und tausend sterne Mit It herauf: Sie leuchten, dir lehre, Hoch uͤber erd und 2 vein Eil ich hin Die vordem auch mich doch stets ter! zu der ewigkest, Daß ich, als ein wandrer, sey Wacker⸗ tugend⸗ haft und frei Von den luͤsten die⸗ ser 96. Wann ich abgerufen werde. Wie ein strom verlaufen si das beste theil mich wahlen 6. Groß, wann der morgen grau⸗ 45 Groß, wann der abend thauet, Groß in der tillen nacht; Im son⸗ nenschein und furme, Nm men⸗ schen und am wurme; Groß zeigst du, vater! deine macht. 7. Voll ordnung, pracht und Kaͤr⸗ ke, Stehn deiner haͤnde werke In deiner schöͤyfung da. Wie kann sch kirs vergelten? Du gott und herr der welten Warst auch mit deiner huld mir nah. 8. Wem kann ich ohne grauen Mich froher anvertrauen, Almaͤch⸗ tiger, als dir? Ja, vater! dir be⸗ fehle Ich darum leib und seele, Ver⸗ herrliche dich auch an mir. 9. Dir dafuͤr ruhm zu singen, Und ferner dank zu bringen, Sey meine iebste pflicht. Ich leg nun meine glieder Getrost ünd freudig nieder: miht. fuͤr mich, ich sorge nicht. 10. Soll mir der schlaf zum leben Noch neue kraͤfte geben, So schlaf ich froͤhlich ein: Soll er mein loben enden, So wirst du mich vollen⸗ den, Und auch mein gott im tode yn. Mel. Werde unter mein ꝛc. 539 Sint ich einst in jenen schlummer, In des todes finstre nacht, Wo kein from⸗ mer mehr zum fummer Dieser zeit⸗ lichkeit erwacht: O daun schlaf ich anders ein; Weg aus dieses lebens zu deren huͤtten, standhaft litten. 2. Jet hoff ich noch aufzuwachen Aus dem schlaf fuͤr diese zeit. Laß stets fertig machen, Va⸗ 3. Laß mich meine tage zaͤhlen e; Laß Daß ich a WDRSRRR‚‚— ich„nach des lebens müh. Ruhe, sreude, sicherheit, Wonne, ewge seligkeit, Dort vor deinem thron 1156. So wird mir mein sterben L. Mel. Nun sich der 100 geendet hat. oder: Nun danket all, ꝛc. Nr 3. 2o fliehen unsre tage 540. Soln 1 Au Mieser nicht mehr. Die nacht, der mü⸗ den troͤslerin, Eilt wieder zu uns her. 2. Nur du, herrl hleibest wie du bist, Du schläfst und schlummerst nicht; Die finsternib, die uns um⸗ schlieht, Ist deinem auge licht. 3. Voll zuversicht befehl ich mich Bir auch in dieser nacht; Ich bin getrost, ich trau auf dich; Mich Dritte Abtheilung. Noch theil, o herr, mein— fuͤrcht ich jeine kreatur, ad f ö 2848 den w 5. Zwar ich erkenne meine schn Mit reue fuͤhl ich sse;— 61 versoͤhner, deine huld, Wie trosh ist mir die! 6. Ich eil im glauben zu dit Und weiß, wie sicher ich Im s ten deiner fluͤgel bin; Du ne nehre borg ö 7. Flieht, bange sorgen, weit u mir, Du, jesu! wohn gllein d 17 meinem herzen, weih es dir Zusseh d nem tempel ein 8. Is dies vieleicht die degtenh tn: O. In meiner pilgrimszeit: So s Wes mich durch deine macht Zunsh e der ewigkeit. Au. 9. Ich lebe dir, ich sterhe Bein bin ich auch im tod! A 2 schuͤtzet deine macht. 4. Hab ich an deiner gnade nur mein erreiter 1 bist bei mit/ hilftt aus aller uoib. icht 2. Abend⸗Lied In Mun hrcht dle⸗ un bri e sinstre 541. N nacht herein: Die ruhe wuͤnschen wir: Doch ehe wir noch schlafen ein, Spricht unser herz mit dir. 2. O vater, gott, und herr der welt! Den niemand sehen kann Du siehst, wer dir zu fuße saͤllt, Sieh uns auch gnadig an. 3. Der kag, den wir nunmehr vollbracht, Der war, o hoͤchster! dein: Dir sollt er auch bis in die nacht Von uns geheiligt seyn. 1 Doch ach, wir muͤssens nur ge⸗ e Auch heute manches hat versehn, War gleich der wille gut. 5. Drum schenk uns guad von dei⸗ nem sohn Fuͤr uns genug gethan. hn, O herr! daß fleisch und blut hron; Sieh unsre schuld nicht an, Und denke, daß dein theurer am Sonntage. 6. Schreib das, was du unih gelehrt, In unsre herzen einW lasse uns, die wirs gehoͤrt,Y auch gehorsam seyn. 7. Gieb, daß stets fruchtbus dein wort, Und thu uns s wohl; Damit wir dir auch nn fort Treu dienen, wie man se 8. Nun suchen wir, gotti rub; Steh deinen kindern heñ 3 lasse keinem uͤbel zu„ Daß aann schaͤdllch sey. D So stehen wir, wenn dilln mei slit, Froh morgen wieder auft git t wir vollbringen in der well l deine gluͤclich unsern laul. bi 10. Und dann fuͤhrst du unt Al man! es zeit, Auch in den himmaleuß reit Da wird in deiner herrlichhalsten dr uns stets frende seyn, 0 — * — I XV. Bei Reisen. ²e— Aud sie , 12 In ich schuell Wllns gott verliehn, Die woche t avon; Vergangen ist auch die⸗ ieses) schon. Hant dir, du ewigtreuer „ Für tausend proben deiner Denn deine huld war taͤglich 80 Wenn unser herz von schuld Misat Sich mancher guten that er⸗ Weß war die kraft? wer gab 01 +8 0. herr! gebuͤhrt der ein ose fehlten wir, und merr⸗ lnicht, Verzeih uns die verletz⸗ licn. Du siehsi, erbarmter! 3. Am Ende der Woche. u Kur deinen beistand in der unsre ren: Um chrifli willen sprich uns frei. g. Wir eilen mit dem strom der zeit Stets naͤher hin zur ewigkeit. Du hast die stunden gezahlt, Die letzte weislich uns verhehlt. 6. Hetr unsers lebens! mache du Uns selber recht geschickt dazu, Daß nicht, indem wir sicher sind Der tod uns unbereitet find. 7. Ist einst. die zahl der stunden voll, Die ieder hier durchleben sol: So fuͤhr uns aus der uͤbungszeit Zu jener frohen ewigkeit. 8. Da sind wir unsers heils ge⸗ wiß; Da wechsein licht und finster⸗ niß, Wie hier auf erden, ferner nicht; Herr, unser gott verlaß uns nich. . ö du unih zen ein, gehoͤrt/Y stuchthul uns fih auch iunt man sol Al Herzlich thut mich verlangen. „gott H. Fich bitt ich, gott, be⸗ ern heinH 3. XV. Bei Reisen. 1. Vor der Reise. 3. So will ich denn mein leben Getrost und wohlgemuth Dir, va⸗ weise, Wie gut dus terl ubergeben, Und deiner treuen Daß chunms mit mir; Begluͤcke meine huth: Erhalte meine kraͤfte: Be⸗ sez Denn ich vertraue dir. Auf glucke meinen fleiß, Und meiner henn dilkn weinen wegen Begleite vaͤter⸗pflicht geschaͤfte, Zu deinem ruhm der aufu MRit deinem schutz und segen, und preis. 15 r welt MM deiner huͤlfe mich. u uns, 4. Laß dir auch meine lieben Zum 2Ich bin in deinen haͤnden, Deß schutz emmfohlen seyn; Nichts muͤs⸗ ö heln herz sich freun: Denn du se uns hetruͤben, Dein trost uns himmesku rertung seuhen, Wo mir ge⸗sleis erfrenn. Und sehen wir uns liche un draͤun. Bin ich bei dir in wieder In ruh und wohlergehn, 3690 yaler in der noth. 0 u; So fuͤrcht ich nichts, o Wie sollen unsre lieder Dann deme Du wehrest allem schaden, huld erhöhn! 2. Nach — Dritte Abtheilung. 2. Nach gluͤcklich Mel. Wer nur 12 1eh dl. Fank sey dir, vater 54.4. D meines lebens! Du hast mich froh zuruckgebracht; Ich flehte nicht zu dir vergebens, Du hast mich vaterlich bewacht: Durch deine gnade bin ich hier, Dein schutz und schirm war uͤber mir. 2. Gesundheit hast du mir verlie⸗ hen, Und schaden von mir abge⸗ wandt; Du hast geseguet mein he⸗ muͤhen, Durch delne milde vater⸗ hand: Auch meiner seelen wandt est du, O herr, so mauches gute zu! ö sihen vollbrachter Reise. 3. Nun kaun ich wisder nuinh Het meinen Mich deiner guͤt und Islh, 2 sreun; Mit ihnen mein gehet u eb einen, Und dir des dantes aud un weihn; Daß du, mit deinn h a terhand, Gefahr und schadenalh 40 5 4. Sey ewig, gott, sey hochgm sen Fuͤr alles gute, 7 00 Auf meiger reise hast ermi Mein frohes lob gefalle dir; will ich nun mich ferner wahh Dein lebend und im tode sehn,“ 121 iefer XVI. Vor und bei der Erndte. 01 In voriger Melodie. 5. Das saamkorn wird in W ir, milder geber aller 9645. gaben, Herr! dir ge⸗ üͤhret ruhm und dank. Du hoͤrst das schrein der jungen raben, Und aller voͤgel lobgesang. O neige jetzt dein ohr zu mir! Du forderst dank; ich danke dir. 2. Die kleinste deiner kreaturen Macht deine welsheit offenbar. Man siehet beiner gůte spuren Und deine macht von jahr zu jahr. Ein jeder tag belehret mich Du sepst mein gott; drum preis ich dich! 3. Du sorgst nach deiner vater⸗ weise Fuͤr alle werke deiner hand; Und allem fleische giebst du speise/ Beschirmst und segnest jedes land; Du liebest unveraͤnderlich; Der boͤ⸗ sen selbst erbarmst du dich. 4. Der erdkreis ist von deiner gü⸗ te, Von deiner weisheit ist er voll. Herr, unterweise mein gemuͤthe, Wie ich dich wurdig loben soll; Gieb, daß mein herz dich freudig aut Dich, Nr mir so viel gutes giebt. vamen Auf hoffnung in dassss gestreut; Allgütiger, du gahshin saamen, Da du ihm schuff, In sruchtbarkeit. Zur aussaat giehsh auch allein Dem landmaͤnn ii zeit und gedeihn 6. Was duͤrr ist, feuchtesi dunshn regen; Was kait ist, wärmt Aade sonnenschein; Du theilst die wie den segen, Zu unserm weislich ein. Bei wärme, I Laͤlt und frost, Grunt, wächsut reifet unsre kost. 5 7. Komuit, preist des schij huld und flaͤrke, Bringt sein men ehre dar! Groß ist der und seine werke Sind herrlich Ah an und wunderbar! Kommt, lblush seine macht erhoͤhn! Der hins gut lsein lob ist schoͤn Eigne Melodie, Ni. I2, oit im himm 546. G auf erden, Herlst in der ganzen welt! Lab das voll yreises werden, Da mulssie, — Aße herr! dir jauchzen feld und ln, Wald und hügel zengt von Iüeberall läßt du dich schauen: undaukbar schweigen wir. Vch ais ob du deiner ehre Feld %½ Pater, du hast aus erbarmen W uuwuͤrdige ernahrt. Du hast Uen, du hast armen Milder ga⸗ M biel gewährt. Gott, der uns dirguts erwiesen, Sey gelobt und du halt sonnenschein und re⸗ AUus zu rechter zeit geschickt, Umgn deinen vatersegen Allenr⸗ Imn hat erblickt. Berg und thaͤ⸗ iefen, hoͤhen Lassen deine huld ö XVI. Vor und bei der Erndte. 27³ 7 77 hin Nan so schoͤn nicht waͤre! hepriesen. Usehen. faͤllt, Fuͤr den nahen ernd⸗ Dank und ofer darzule⸗ gang bis zum niedergang Traͤgt uns die huld des herrn. 2. Vom menschen bis zum klein⸗ sten wurm Rercht seine gnad nud macht; Im sonnenschein, so wie im sturm, Ist er auf heil bedacht. 3. Mit froh geruͤhrter seele bringt Ein herz voll dank ihm dar! Die aͤhre, die vom segen sinkt, Is sein; goit kroͤnt das jahr. 4. Ja,/ hoͤchsterl wir verehren dich Mit kindlich frohem dank: Du naͤhrst uns und giebst mildiglich Auch mehr als speis und trank. 5. Fried und gesundheit, kraft, gedeihn Zu unsrer haͤnde fleiß, Auch das giebst du, und dir allein Ge⸗ bührt dafuͤr der preis. 6. Laß deines sch sh uͤberfluß Uns nun auch nützlich seyn; Und hilf uns, das wir beim genuß Uns des⸗ hlch! wer ist, der deine guͤte ö sen maͤßig freun. „ Itenug verdanken kann? Nimm m 2. Vermehr in uns die zuversicht, Mankbares gemüthe Für die Dir ewig zu vertraun, Bis wir swohlthat an; Unser mund dereinst in deinem licht Des glaus UIlsets erschallen: Gott macht satt bens erndte schaun. Wpxohlgefallen. hilf uus, herr, daß trank und „Die uns deine huld gewaͤhrt, ucht, nach der sunder weise, zu unserm fluch verzehrt; Wlben wir in alten sünden, Kann Mel. In dich hab ich ꝛc. 8 Liebreicher gott! dein 548. T segenswort Erzeiget sich noch immersort In seiner kraft auf erden, Daß unser feld Mit nut bestellt Und angebaut kann wer⸗ den. ö hm 2. In hossnung streun wir saamen huns ferner dein gedeihn. Wil⸗ aus; Doch segnest du nicht feld mit deinen gaben Uus die und haus, So ist die muh verge⸗ gen auch laben. bens. Nur deine kraft Und güte h seinenn as es deinem wort gelingen, schafft Uẽns unterhalt des lebens. auch wir in deiner ehr, Hier 3. Laß unsere saar gesegnet seyn; lh. shreichlich fruͤchte bringen: Staͤr⸗Gieb regen, wind und sonnenschein, uns immer mehr. Schenk Daß wachetham und gedeihen Uns luch, nach allem leide, Drobensspaͤt und fruͤh, Nach sorg und můͤh Mr als erndtefreude. Einst wiederum erfrenen. 4. Bewahre sie das ganze jahr Vor so vielfaͤltiger gefahr, Die sie leicht kann verletzen, Und den, den Geit sorgt fuͤr uns! o heut Sein feld erfreut, In kum⸗ 7. singt ihm dank, Ihr mer bald versetzen. ‚ 4— sen, singt ihm gern! Vom auf⸗ 1 solcher saat seh ich——370 Zu * 27⁴ Dritte Abtheilung. Zugleich mauch troͤstlich bild von mir. Denn unter sturm und win, den Erhebt sie sich: So muß auch ich Beim kreuz den himmel i Den. 6 Und wie das körnlein erst ver, dirbt, Und in der erde gleichsam stirdr, Um neue frucht zu bringen; So werd o gott! Ich durch den tod Ins be6re leben dringen. 7. Auf diesen seligen gewinn Freut sich bererts mein herz und sinu; Muß ich bei trüben faͤllen Die thränenlaat, Nach deinem rath, Gleich oͤfters hier bestellen. 3. Nur mache mich, o gott! be⸗ reit Im glauben und gottseligkeit Viel gute frucht zu bringen; So will ich dir, Dereinst dafuͤt In ewig⸗ keit lobsingen. Mel. Wer nur den lieben gott 16 daß doch bei der 549. O reichen erndte, Wo⸗ mit du, hoͤchster, uns erfreust, Ein eder fruͤh einpfnden lernte, Wie giebst uns sonuenschein und nusn uns zu segnen, seyst; Wie Frost, hitze, donner, thau unsern mangel flillst, Ind/ Wl di reich 2 ern du 1 uns mit speis und freud erfuͤllst. 2. Du siehst es gern, wenn dei⸗ ner güte, O vater! unser herz sich freut; Und ein erkenntliches gemüͤ⸗ ihe Auch das, was du für diese zeit Uns zur erquickung hast be⸗ stimmt Mit dank aus deinen häͤu⸗ 5. Du naͤhrest uns blos baͤrmen, Dies treib auch un wohlthun an. Nun sey guch ein trost der armen, Wer i mangel stillen kann. Herr Ihun mach in unserm lebenslauf u im kleinsten auch getreu; Dußh uns groͤßres gluͤck erfreu. 7. Bewahr uns den geschghg segen; Gieb; daß uns sein genthe gj. W deih, Und unser herz auch sihhn wegen Dir dankbar und ahh sey. Du, der uns taͤglich i6 420 peist Erquick auch ewigussh gei samkeit; sex. wohl sie nicht zu zaͤhlen sih l wind; So bluͤht und reifet n 10th Nach deinem wund 4 les hat hervorgebracht. 3. So sey die liebe denn gahle sen, Gepriesen sey die wundessh Die auf den feldern, auf din un So g sen Den erdbewohnern nohm schafft. Du naͤhrest uns, wir x tertren Auch unser ganzes leben werth, Die frucht der erde ris M kitt XVII. In allg emeiner Noth. 27⁵ Vunsre haͤuser, hab und guth. Uchte uns vor missethaten; Vor Wh, geir und uͤbermuth; Weil Uim reichsten überfluß, Die see⸗ errl hussh verderben muß. Iedem, Aän, wenn wir, vater, dein Isen, Der du so liebreich an uns So muß der fluch den segen Iin, Mit dem du feld und haus beschenkst. Wird auch der porrath nicht zerstreut, So mangelt doch zu⸗ friedenheit. 7. So wollen wir denn hier auf erden, Des guten saamens aus zn⸗ streun, Nie muͤde, nie verdrossen werden, Und uns vielmehr der ernd⸗ te freun, Die einst, nach dieser zeit der saat, Dein rath fuͤr uns erse⸗ hen hat. . Was gott thut, das de. WII 5 Hreict; christen, mit zu⸗ H. friedenheit, Preist Uden herrn der erndte, Daß lebt ganz die fruchtbarkeit Von lh feld entfernte. Noch stets Mer seine welt; Was noͤthig IulebenWill er uns alles ge⸗ shen. ost sebn wir froh in hoffnung er reichsten erndt entgegen, Pyotzlich ist er uns entflohn, lihehrunt gezeigte segen. Gott nimmt soll, Mollibt, Was ihm beltebt, Daß acht Ahetr der erde Von uns ver⸗ Merde. Il igt auch gleich nicht so sicht⸗ sulscz Der reichthum seiner ga⸗ So giebet er doch sicherlich, Bei sparsamer Erndte. So viel wir noͤthig haben; Ist stets bedacht, Voll gnad und macht, Die seinen zu erhalten, Die ihn nur las⸗ seu walten. 2 2 226 5. Und o, was ists fuͤr ein gewinn, An dem sich gnuͤgen lassen, Was da ist, und mit heiterm sinn Das veste zutraun fassen, Daß, der die weit Regiert und halt, Auch uns. so lang wir leben, Was noͤthig ist, wird geben. 6. Ja, hoͤchsler, wir verehren dich In asten deinen wegen Und trauen unveraͤnderlich Auf deinen milden segen. Auch unser brod Wirst du uns, gott, Von zeit zu zeit gewaͤh⸗ ren, Wenn wir dich kindlich eh⸗ ren. 7. Wir beten demuthsvoll dich an, Der alles weislich fuͤget, Deß vorsicht niemals irren kann, Deß wohlthun niemals truget. Froh dan⸗ ken wir, Erhalter, dir, Und prei⸗ sen deine guͤte Mit gnuůͤgsamem ge⸗ muͤthe. N. Auf meinen lieben gott ꝛc. XVII. In allgemeiner Noth. gebet der armen; Erboͤr es mit er⸗ 900 Eꝰ zuͤchtigt deine hand, barmen. gllhdlee N. O hoͤchster, jetzt das 2. Du siehst des landes noth, Sie Zu deinem vaterherzen Er⸗kam auf dein gebot. Du kanust mit MWhn bittern sahmerzen Sich das 62—„* lindern, au 2 u 276 Dritte Abtheilung. auch enden. Ein wort aus dei⸗ nem munde Veraͤndert zeit und stunde. 3. O herr, wir murren nicht; Ge⸗ recht ist dein gericht Bei allem, was wir dulden; Denn groß sind unsre schulden, Und zu bestrasst uns minder, Als wirs verdient, wir sunder. 1 4. Doch, vater, deine huld Ist groͤßer, als die schuld. Gebenke an die deinen, Die reuend vor dir wei⸗ nen; Gedenke mit erbarmen An die gebeugten armen! 5. Verkuͤrze doch, o gott, Die dauer unsrer noth Laß, die voll angst dir flehen, Trost und erleich⸗ irung sehen; Verwandle alles lei⸗ den In neue lebensfreuden. 6. Doch wenn, herr aller welt, Es dir noch nicht gefaͤllt, Die tru⸗ sal zu entfernen: So staͤrk uns, daß wir lernen, Mit ehrfurchtgvollem schweigen, Vor dir uns kindlich beu⸗ wird die aussicht heiter; Dann thraͤnt kein auge weiter; Und die⸗ ses lebens leiden Verwaͤndeln sich zu freuden. Mel. Aus tiefer noth schrei ꝛc. 553 Heid deine langmuth * ist sehr groß Wer lann sie genng ermessen? Lurg F. L so mancher zügellos, Und sgeg. pflicht vergessen: Doch schont 4. seiner lange zeit, Und trägs mit barmherzigkeit, und wülßn sein verderben. 0 2. Der leichtsinn herrschet iunmnn fort In der verkehrten herzen, A heiligster, mit deinem wott, mit der sfuͤnde, scherzen; Andusfle sittenlosigkeit, Gestarkt hurchsu E sicherheit, Kennt oftmals keinegast zen. V 3. Wir flehn, allmaͤchtigg, dir, Du wollst dem uͤbel wag Noch mancher kann, das hofftun Zu dir sein herz bekehren Nuih spiel, sein und 05 der welt A. was ihn in verblendung hilt, N. er dem boͤsen folget. 4. Exbarme dich, getreuer zn Der kiefgefallnen seelen, Du verfuͤhrt, in sunden todt, Ihrn res wohl verkeblen. Der dahn lich erleuchte sie, Und furgt/ strafe schrecke die, Die nicht die be bessert. ö verbleiben. 6. Ein vater und ein hirteh es treulich mit den seinen; kist du, groͤßter menschen Du kannsts nicht boͤse Drum traun wir dir, u dich: Erhalt uns ferner In deiner furcht und liehe. n 7. Dir tren zu seyn, ist sulhit schon Gewinn für dieses lihlt. Doch wirst du einstens groͤßenihnh, Nir Den treugebliebnen geben M hrod; wandeln wir in deinem licht; HA6 wird uus selge ferner nicht duy slers anblick kranken. XVIII. Witterungs⸗Lieder. 222 UlbRe Wit hehen unser aug und hert 14 suf zu dir in unserm schmerz, Hehn 4„ hegnadigung Und ichtigt, Wrafen Underung. 0 un 100 deiner guade sagest du o hofunh Sie allen, die drum bitten, zu. Durch den, der unser mittler ist, Durch unsern beiland, jesum christ. 5. Drum kommen wir, herr un⸗ ir ser gott, Und klagen dir all unsre noth. Ach, deine vateraugen sehn, Wie so verlassen wir da stehn! 6. Nur du bist unsre zuversicht, ergilt nach unsrer schuld uns nicht, Steh uns in allen noͤthen bei, Und mach uns aller plage frei. N ann danken und lobsiugen wir Mit freud erfuͤlltem herzen dir: Ge⸗ horsam deinem thenren wort, Herr, vreisen wir dich hier und dort. ö 1. Um In voriger Melodie. On unserm kummer kom⸗ 9. Hmen wir Gebeugt, laubens voll, zu dir; Wie ru⸗ segen Assch in himmel an, Daß er für 1 wel, Aperd aufgetdan. . Lahhudie felder find ein duͤrres land, deinm Ur langer hitze aus gebrannt; 5 sie hushec, es verdorret immer mehr, heinen milden regen her. hetäubt und mit gebeugtem M, Der hoffnung und des trosts Hubt, Schaun wir das feld und ktüht, Weil es uns sein ge⸗ hhe nicht giebt. her vull Eulkräftet Geht fast alles da, liebe. Iuginzlichen verderben nah. Die sung, die das feld uns gab, ist ftlhiam jeden tag zusehens ab. eses E Wir alle schrein aus tiefer größeneh, Nimm uns nicht unser taͤg⸗ „d; Hilf uns im elend! XVIII. Witterungs⸗Lieder. Regen. du allein Kannst helfer und erret⸗ ter seyn. 6. Ach gieb uns doch zu rechter zeit Den regen, der das land erfreut, Der die zerborstne erde rin Und sich in ihre nefen enkt. 7., Straf unsre sfuͤnden nicht, o gott, Mit theurung und mit hun⸗ ersnoth; Vergieb uns gnädig un⸗ sre schuld, Du gott voll liebe, voll von huld. 8. Sey gnaͤdig uns durch deinen sohn, Der mit dir hertscht auf dei⸗ nem thron; Er ills, ber liebreich fuͤr uns spricht, Drum wende, herr, doch dies gericht. 9. Wir wollen dir gehorsam seyn, Und dir nur unser leben weihn. Tröst ung, o herr, verlaß uns nicht, Und staͤrk uus selbst in jeder pflicht. S 3 2. Nach 278 Diritte Ab theilung. 2. Nach erhaltenem Regen. Mel. Ach in Mlher deiner n in milder regen sinke 556. E Exquickend Lauf die Hur, Wie labt sie sich, wie trinket Ihn freudig die natur! 2. Die sanften stroͤme küͤhlen Der Lüfte weites meer, Und die geschoͤ⸗ Amere Nicht mehr sich traͤg und er. 3. Gott spricht, das seufzen schwei⸗ get, Und hitz unb durre fliehn; Der frommen danklied steiget Hin⸗ auf, und preiset ihn! 4. Mit freud im angesichte Sieht man jetzt flur und feld, Erquickt hat gott die fruͤchte, Der vater die⸗ ser welt. 191.% naͤhren, Und sie est Oll. 6, Auf, preiset gottes mih ists, der regen schickt, Un zendes gefilde Voll vaterhoseg quickt. V. 7. Du sendest, vater, regen shi milden sonnenschein; Du mit deinem segen Uns alz g freun.. I . Ach laß uns nicht vassh 121 Doch diese huld empfahn, Auahegog ahn lebens, Zu dem wir ausht sch nahn. 9. Laß keine huld vergebenlh art je von dir empfahn, Und u herr unsers lebens, Dich unsa 5. Nun wird die saat, die aͤhren Bon gottes segen voll, Der seine ner an. 3. Um Sonnenschein. Mel. Ans tiefer noth schrei ꝛc. 3 O gott, du kannst den 77. himmel ganz Mit wolken überziehen; Doch müssen vor der sonnen glanz Sie, wenn du willst, entfliehen; Halt doch den æegen jetzt zurück, Und laß der son⸗ ne frohen blick, Uns wieder um er⸗ Jreuen. 2.. Die felder trauren weit und reit, Die fruͤchie leiden schaden; Sie sind von vieler feuchtigkeit Er⸗ traͤnkt und uͤberladen. Dein segen, den du uns gezeigt, Der sich be⸗ trübt zur erde neigt, Scheint nahe dem verderhen. 3. Herr, unsre sůnd und missethat Hat dieses wohl verdienet: Jedoch arteig uns deine gnad, Weil uns dein sohn versuͤhnet. Wir dir voll reu uns nun, Wit ernstlich buße thun, Und uuny ben bessern. 4 4. Gedenk, o gott!l an deinen Und abß uns hülfe sehen; deine gnade bei uns neu, Au wir kindlich flehen; Entieuh deine freundlichkeit Doch ninsh dieser trauerzeit, Du bist sul vater! 5. Gieb uns, o du liebteicheh Den heitern schein der sonne h Aum freude, lust und wonne; Uh sohstr g uns jetzt nach deiner treu, Dasste thul ber dir kein segen sey Im hiush und auf erden. XIX. Lieder bei Feuersgefahr. 279 g O gott, dn frommer gott. ein gott! du bist ge⸗ 50. recht, Und auch da⸗ Wial llebe, Selbit, wenn es dir l, Daß leiden uns betruͤbe; 15 miag als gleich, als daͤchtest du, Daren msrer fündenschuld Micht erhuh an unz, dein volk, Mit va⸗ regen 6 und huldd. * UAir reizen freilich dich Gar 10 dd⸗ usern fünden, und gleich⸗ Gle Alshlstfest du Uns huld und gna⸗ hen: Wenn du den arm auch Wle Zu strafen ausgestreckt, Und MRbrohte schlag, Die menschen Waln schreckt. her, dein erbarmen kann Kein Ulllet, gleich? Wenn berg und Uwechen, Wenn erde, sonn und Auti ihrem laufe gehn: Bleibt 1. doch Stets unheweg⸗ ehn. Vhesinn erreichen: Wer ist dir, 4. Nach erlangtem Sonnenschein. 4. Durch wolken ließest du Das sonnenlicht bedecken: Wind, regen⸗ wetter, sturm Erfuͤllten uns mit schrecken, Weil man den himmel uicht, Nur stetes regnen, sah, Und unsers landes frucht War dem ver⸗ derben nah. 5. Doch, herr, auf deinen wink Erschien die sonne wieder; Das trauren ist vorbei; Wer singen freudenlieder, Und preisen deine huld, Daß du auf unser flehn, Bei elehn küͤmmerniß, Erbarmungsvoll gesehn. 0 6. Ja, herr, wir preisen dich, Mit freudigem gemüthe. O sorg auch fernerhin Fuͤr uns mit vater⸗ guͤte; Gieb uus zur rechter zeit Thau, regen, sonnenschein: Wir wollen dir dafuͤr Von herzen daul⸗ har seyn. um fallen wir in huße Dir, Hi gott, zu fuße, Erkennen A chuld. Erbarme dich der suͤn⸗ W, Verstoß nicht deine kinder, Er⸗ Huns weder guad und huld. denk an deine treue, Wir voller reue, Ach, merk aufsih flehn Du bist ja unser vater, 4.N XIX. Lieder bei Feuersnoͤthen. 1. Fuͤr Abgebrannte. Erhalter und berather, Laß uns nicht gaͤnzlich untergehn. 4. Go groß der suͤnden schade; So ist doch deine gnade Noch groͤ⸗ ßer, als die schuld. Du kannst uns nicht verderben: Denn christi blut und sterhen Erwarb uns deine gnad und huld. ‚ J5. Wir flehn durch seine wunden, Wo wir stets heil gefunden: Ach! gieb uns trost und heil. Laß sich um deren willen Doch unser elend stillen, Gieb uns an deiner gnade ä Zu⸗ dei⸗ — eil. C. Es soll dit leib und leben 4. 280 Dritte Abtheilung. deinem dienst ergeben Und aufge⸗ opfert seyn. Dein geist, herr, soll uns fuͤhren, Und jederzeit regieren; —— wort, o herr! soll uns er⸗ enn. 7. Indessen goͤnn uns armen, O vater! dein erbarmen, Und seh uus maͤchtig bei; Daß kuͤnftig neu⸗ durch 5ie Authrber flammen Delk schleunig eingebuͤßt. Erfuͤlle dien yj 5. ⁰ Rterr, at unten Kahh 908 Erhaue„was hertürt, m—4 was die gluth verzehret; SIel Stü usammen DI er segen Auf allen unsern wegen Nach sey. deiner huld, stets bei e. künftig allen brand: So woleg hue von neuen Uns deiner guͤte stuun u o. Und ehren dankbar deine hand, + uy un 2. Nach der Mel. Wenn wir in hoͤchßen ꝛc. 60 Geit, dessen macht des 3. feuers kraft Zum se⸗ gen und verderben schafft: Mit welcher schrecklichen gewalt Verwüͤ⸗ stets! und wie leicht, wie bald! . So mauche hauser hats verzehrt; So mancher menschen gluͤck zerstoͤrt! Auch das hat deine hand gethan: ir weinen, herr, und beien an. 3. Wir weinen; doch verehren wir Auch deine buld; sie halt auch hier, Und hielt der flammen schnellen lauf, Der uͤbrigen zu schonen, auf. 4. Mit unsern bruͤdern seußzen wir In ihren jammer, gott, zu dir! Laß sie nicht huͤlflos; troͤste die, Feuersgefahr. hl Heit noth In heil verwandeln 1 gut Ist alles, was din thut. 7. Hie unterwerfung ud ghuhh brand! Gieb, weil zu unser Die du gebeugt hast; segne sis. bist, Uns allen, was uns ist XX. Beim Gewitter. Mel. Herzliebsler jesu, was ꝛc. oder: Ist auch ein gott 2 ꝛc. N. 2. ommt, laßt uns gott 561. und seine groͤß erhe⸗ ben; Und nicht vor seinem donner heidnisch beben, Und nicht(denn er kann segnen und uns schützen), Vor seinen hlitzen. 2 Sie koͤnnen tödten uns und unsre heerden; Zerttoͤrer seyn, und auch wohlthaͤter werden: Sol aber dann, wenn sie die welt uh tern, Der fromme zittern? 3. Ists gottes ahsicht, daß si ben sollen, Wo donner untn nem throne rollen; Und dah, blitze flammen, dann zur Sein zorn erwache 23 62. 4. Sie zeugen ja, wie alle werke, O gott! von deiner ihh het; heit, huld und stärke. Oleich 60*8 de Ml. XX. Beim — 92 Gewitter. 281 men N IO ssim sturm und in der gille sWtath und wille. amen E Del le diesf Pon kiefer ehrfurcht, herr, vor 130 Waucmnonugen, Sehn wir in der wohisth uunt erschütterungen, Auch guͤte, este ben. belebet, Selbst 1 nsie bebet. 180 Pourhbret wird sie dann, wie wollengß kue ftommen Gepruͤft zu wer⸗ ite frun iu oft in trühsal kommen. Wir band, iü, dutch geduld zu edleu wer⸗ „sih ns mehr zu slärken. Hann reifen fröͤhlicher der tu⸗ Aabfaaten Zu mannigfaltigern und slern thaten. Sie werden, wenn AItrübfal sie bewaͤhret, Nur mehr bontuas, llret. Rienpfh g. Eo Krahlt, wenn donuer die u erstihh umn erschuͤttern, In groͤhrer ild mu huhrheit sie nach ungewittern, Als „daslans simsate ste nun eine neue sonne geber I I neuet wonne. eln 31 Verder ben schwangre duͤnst ent⸗ din Ull Iehg, und seuchen, Die uns und lsto heerden drohn, entweichen: nd Raulh zuhuthmen wir/ vyn leichtrer luft ahu 9 unchen, Mehr kraft, mehr le⸗ „. schauh, 10, Oo steigt, wenn einst am 6 vatetlnl ghttn aller tage Fuͤr fromme nicht krieg nipn wird leid und klage, Em⸗ unser hul arnach jenes weltgerichts getüm⸗ uns süng Ein neuer himmel. ö I Wir werden dann zu einem uleben Hervorgehn, werden eutgegen schweben, In diesen „Weil wir noch hier sind, sey uns erhoben! Dann werden emit neuer kraft dich loben; bringen, herr, fuͤr alle deine Halle, Preis, dank und stärke. d dah, 7 Mal. Nun danket alle gott ꝛc. zur hoͤchster! dessen kraft 6².O Luft, meer und erde alle del Ahet; Der erde, luft und meer iner uil dich einen wink beweget: Ich macht, Obschon bei deinem bliß Der donner schreckend kracht. 2. Du fuͤhrest vaͤterlich, Der saat zum reichen seegen, In wolken uͤber uns Den oft gewunschten regen Durch wind und wetter her, Machst durch der blitze brand Die luft von duͤnsten rein, Und traͤnkst das duͤr⸗ re län d. 3. O allmacht unsers herrn! 0 guͤte, der nichts gleichet! O weis⸗ heit, die kein witz Der sterblichen erreichet! Laß deine groͤße uns In deinen werken sehn, Und selbst im Iuhn⸗ auch Uns deine huld ver⸗ ehn. 4. Denn, wenn daruͤber gleich Luft, erd und meer erschuͤttern, So darf ein frommes hert Doch darum gar nicht zittern. Schreckt dich des schoͤ⸗ pfers macht; So denke froh dabei: Daß sie auch groß genug, Zu dei⸗ nem schutze sey. 5. Du ehrst, o christ! ihn nicht, Wenn du nur knechtisch bebest, Bei jedem donnerschlag in aͤngsten trost⸗ los schwebest: Sieh deinen starken gott Doch nicht so machtlos an, Daß er im wetter dich Nicht auch beschützen kaun. 6. Es wirket seine macht Ein ehr⸗ furchtyolles grauen; Doch diese macht wirkt auch Bei frommen das vertrauen. An uns liebt unser gott Zwar ehrerbietigkeit, Doch mehr hen zuversicht, Mehr noch gelasseu⸗ eit. 7. Und sollte dieser turm Dir et⸗ wa schaden bringen, So suche christ⸗ lich stark Die unruh zu bezwingen. Es kann dir nichts geschehn, Als was durch ihn geschicht; Und das ist 61.5 gut, Begreifst du es schon nicht. 8. Doch, weil so vester muth In unsrer macht nicht stehet, Und man sich nur durch dich Zu dir, o herr! erhoͤhet: So flehe ich zu dir, Der alles gute schafft, Gieb mir, dir zu vertraun, Muth, willigkeit und raft. Hleich 6 ihe deiner gůt, Und ehre deine krast S 3 9. So 282 Dritte Abtheilung. 9. So oft wir blitzen sehn, So oft wir donnern hoͤren, Laß uns durch hoffnung dich Und auch durch ehrfurcht ehren. Hat dͤdine guͤte schon Den blitz hervorgebracht, So ist sein strahl doch auch Ein werk⸗ Aug deiner macht 10. Was ist, daß dir dein nichts Mehr fuͤllbar machen foͤnnte, O mensch l als dieser sturm Empoͤrter elemente? Er predigt, sterblicher, Der oft so trotzig ist, Mit lauter gimme dir, Wie klein, wie schwach du bist! II. Golt, der die wolten sas Erbarme dich aus gnaden, Rißhin scaden doch, O vater! Uns mh tl haden! Gieb, daß der fereriul Wt Wiub und der scͤlossen heer In gum nicht an lei) und gurh, Mmieh ger, versehr. ⁰9 12. Ach, lab in der gesaht, Iu donner, blitz und stuͤrmen, Uunin ne lieb und macht Bedecken und schirmen! Vor allem gbet ga Mel. Wann die gesahr vorbei, Dahh 0 fuͤr schutz und huld Auch 1 h 5 dankbar sey. Ssungt nicht“ ar, 2. Nach dem Gewitter. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. o ist, nach gottes rath I3· und wille Dies wel⸗ ter glucklich nun vorbei, Und bei der angenehmsten stille Lebt al⸗ les auf und lebt aufs neu. Herz! fordert dies nicht deinen dank, Und deinen frohen lobgesang 2. O seele! preise den erretter, Der seine große kraft bewies; Den starken gott! der sich im werter So maiestatisch hoͤren ließ; Der selbst des blitzes strahlen lenkt, Und stets an uns in gnaden benkt. 3. Wenn die erhitzten duͤnste gluͤ hen, So, daß die menschen und das vieh Den odem maͤtt und schmach⸗ tend ziehen, Wie froh, wie munter werden sie, So bald nur in die schwuͤle luft Der donner kuͤhle winde rust. 4. Wie lieblich hebt sich duß h treide, Getraͤnket durch den nige⸗ guß! Und wie vergnuͤgt betuse weide Der neubelebten khtere ih Der muntern voͤgel frohet zin Singt froher des erhalters ehl. 5. O gott! es bringt uns muy chen segen Der blitz und donnet dij ner hand. Er bahut den weg wohh thaͤtgem regem, Und fruchibarth aun ob. stroͤmt auf das land. Drum nis dit me dir, wenn der frevler zagt, Vnhol von christen freudig dank gesagt. 6. Jetzt sprichst du zwat sich So mehr aus wettern, Doch hil Br al bleibst du fuͤr und fuͤr; Dein UH droht nicht mehr zu zerschmetten. Doch bleib ich ehrfurchtevoll in dir; Du bleibst flets meine H sicht, Ich liebe dich, und ay nicht. Nel. 566 1 XXI. In Wassersnoth. Wgt Mel. Was mein gott will, ꝛc. itjegsge n I. sag 56 Wir sind in noth: Laß birg jetzt nicht Dein angesicht:. Du kannsi die wogen hemmeh, uns, o gott, Die denk an uns in gnaden, Gott, un z. Get fluth nicht uͤberschwemmen! Nimm uns itzt Dein arm beschuͤt:: M achr, uus in acht Wehr ihrer macht; kann die fluth uns scadenk ö ö ö XXII. In Kriegszeiten. 285 — ken leniz „Lhtt 77.0 Huf uns, Hherr, Blmächsdich; Hilf varerlich: Beschut uns Uns wih astrl Um jesu christi willen! Ach gut und leben! ann wollen wir euerllns, zuglein Kannst uns hefrein, Kannst Dir, goit! dafuͤr Dank, preis und hett In zum und wellen stillen. Erbarme ehre geben. Alimächh 1* Nach geendigter Wassersnoth. en undtn aber g0, Rel. Nun danket alle gott c. sun dir jetzt Aus dankbarem ge⸗ i/ Dah N. 0⁵ L ehr und dank sey muͤthe Fuͤr deine große treu Zum luch 10) 5. dir, O großer gott! opfer bringen dar? Selbst unser herz slungen, Daß du durch deine soll seyn Der lob⸗ und dankaltar. nubt Die wilde fluth bezwungen. 5. Wir ruͤhmen deine macht; Gbobete der wind, Das wasser Denn die gebot den wellen, Daß sltckte sehr, Die wellen rauschten sie sich legeten. Und uns nicht konn⸗ Ion Fast uber uns daher. ten faͤllen; Du sprachest nur ein 2. Doch mitten in der fluth Be⸗ wort: Bis hicher sollt ihr gehn! ich das wiset du erbarmen, Und halfst Da konnten wir uns gleich Frei den kim un bäterlich. Du zeigtest an uns und errettet IOn t betrhe kuen, Daß du von herzen doch 6. Wir wollen dir hinfort Allein thlere iß. Iirwenschen nie beiruͤhst, Und im zur ehre leben, Und nicht mehr, wie rohes sin deruͤben auch Sie, als ein vater, bisher, Mit sünden widersireben: ers eht. khl. So halt denn ferner noch Mit dei⸗ uns un z. Run ist der surm vorbei, Die nen sirafen ein, Und laß in deiner donner uu futd hoͤrt auf zu voben Gott! du hand Uns eingezeichnet seyn. ö weg wh kiß sie bedroht, Mit starker hands 7. Erfreue nun das land, Das du ö ruchtbarlh un oben. Die wasser laufen ab,bisher berrubet; Erquicke, herr! Orum us de wensch wird wieder froh, Der dein volk, Das sict dir, herr, er⸗ I ulvon furcht und angst, Nach ho⸗ giebet Zu ewig treuem dienst; Gieb uhdorten floh. neue fruchtbarkeit, Und schenk aur zwar ni So sey denn unn gepreist, O diese fluth Uns segensvolle zeit. Poch hell Wr aller gute! Nimm an, was Dein dli btavol —— XXII. In Kriegszeiten. und Uu Mal. Ach gott, vom himmel ꝛe. sten, und lange zeit Zur wollust, 66 A˖„gott! wir treten pracht und sicherheit Undankbarlich 2 hier vor dich Mit mißbrauchten. lunigen gemüthe; Wir bitten 3. Oft ward, der unser naͤchster uih demüthiglich: Rett uns durch ist, Gedruͤcket und betrogen; Durch hne gute. Schan, wie die große schein des rechts, gewalt und list ⁵ Sich zu uns naht und Das seine ihm entzogen. Drum 00 men, Iu h sogar Uns zu verderben dro⸗druͤckt uns deine schwere hand. Die esicht: g l. Ilünde, die wir nicht erkannt, Wird Bott, I.. Gedenke, vater! doch nicht soͤffentlich vergolten. üzt: M achr, Daß wirs verschuldet haben.. Verzeih uns alle missethat Um hen'.(denke nicht, daß wir so sehr Die jefu christi willen. Da er fuͤr uns + u verliehne gaben Oit schuͤnde/ gelitten hat. Kannst du dies 10 06 ö en. 284 Dritte Abtheilung. lillen. Dein sohn, der unsre suͤn⸗ den traͤgt, Die du ihm selber auf⸗ gelegt, Ist ja auch unser mittler. 5. Um seinet willen schone du, Und stille unser klagen, Verleih uns wieder fried und ruh, Und wehre allen plagen. Errbarm, o herr! er⸗ barme dich, Uind rette uns doch gnaͤdiglich Von krieg und kriegs⸗ beschwerden. 6. O goit: du kannst der fuͤrsten herz Wie wasserhäche lenken. Ach! laß sie doch der voller schmerz Recht vaͤterlich bede ken. Prag ihnen und den raͤthen ein. Was heißt, der laͤnder vaͤter sseyn; Damit sie frie⸗ deu lieben. 2.. Oherr! wir Fallen dir zu fuß Und bitten um erhoͤrung. Gieb wahren ermst zur wahren buß Und eiser zur beiehrung; Damit wir nicht lan unsenimm theil Durch nene luͤnden unser heil, Den frieden, selbst verhindern. 3. Breit wieber uͤber unser land Die fluͤgel deiner gnaden. Beschuͤtz und segne jed en stand. Laß nichts uns weiter schaden. Wir wollen solche guͤtigkeit Und vatertreu zu iederzeit Mit dankbarkeit erhehen. Mel. Wer nuir den lieben gott ꝛe. 67. E· zieht, o gott! ein kritgeswetter Jetzt ber unser haupt einher. Doch, bist du unser schuß und retter, So fuͤrchten wir zins nicht so sehr, Wie heftig auch gefahr und noth punt völkern und den laͤndern roht. 2. Gieb, vater, in so irüen en gen Uns nur den sinn, auf dichu as sehn, Und da, wo audre trossg shlete zagen, Mit zuversicht zu dir uun, flehn; Weil nie doch menschenhüst gacht; ns Wenn deine rechte uns in 8 huͤtzt.. O, 3. Kein blinder zufall berrschef han erden; Du bist es der die wehtu. keut, giert. Ein jeder wird schon im aiet werden, Daß deine haud die l regiert. Drum wollen wir, har hen voll vertraun, auf deinen ses d und huͤlfe haun. Mre 4. Wir wollen gern in deine gent, Muen; Ovatet der barmherzigkeit uu kuh. flehen demuthsvoll: erbarme euen üͤber uns zu dieser zeit! daß gug Al in. nur fuͤr recht ergehn, So 1 11, 5 wir noch aufrecht stehn. uht. ä 3. Und findet, herr, dein ui F.e wille Noch ferner zuͤchtigungengu Aleme So fossen wir in frommer sh allat⸗ Dennoch zu dir den frohen wußh antt: Daß du gewiß zur rechten zeß ül nultt zu erretten seyst bereit. II 6. Du zuͤchtigest doch stes 47 maßen Und meinst es immer vip l. s lic; Auch uns wirst du nicht gulfinmt verlassen; Und unsrer noth Wen barmst du dich. Wir sollen mstaden durch angst und pein Gelautert gereinigt sey)y. 7, Froh werden wir auch rühng sue * 4 muͤssen, Wenn du uns wieder uuhl orgnen schluͤssen, Zum heil cei, verlaß uns nicht! auch durch noth die bahn. Du bll Barmhel orenen Gott brach, nach ö best unsre zuversicht, III Her u dit l Nach erlangtem Frieden. In voriner Melodie. 568 Belobtz, gelobt seyst du * t(teuden, Gott, 1 bu liebreich au uns denkst, Unds 2. Herr, das thust du; wal nnun uns nach des krieges leiden behüten, Dem darf sich kein g. Des friedens wonne wieder sch ö Du heißest die verwuͤstung fi Und sicherheit und segen hluͤhn, ise s pölke XXII. In Kriegszeiten. 285 5n Fachn. 2 Wenn du, aumaͤchtiger, Ren agletet, Ist alle zwietracht abge⸗ ö n, Auch über uns hast du ge⸗ d U ugt; Auch uns die ruh zurückge⸗ g uhl uugs Grisen! fühlt das gant Vpteiset Frohlockend ihn, der uns sctaf eht, Der seines armes macht wweltul gigeset, Und bei der macht em con In kaigleit; Der uns auf gnaden⸗ 1½ shan träͤgt, Und wunden heilet, d er schlagt. ö un 100 M Mreit ihn durch freupiges ver⸗ en; Ihr seht, was seine hülfe wete uim, Er laäßt sie uns auch ferner latt Auen Und nimmt sich unfrer mach⸗ men se n. Wo wir nichts können, ns verstebn, Wird, was uns Iht, durch ihn geschehn. ů 5hreist ihn durch wohlthun und ein Aite Aemen, Wo ihr der hrüder noth ngensul asscer, Daß ihr die leidenden und v. aen Speist, tranket, kleidet und uz wih un Dainit sich alles, alles tu huu, Und durch den frieden gluͤck⸗ hsep. ũs reig, preist ihn durch ein 10540 aumes leben: Dies ist der beste * A So viel ist uus von ihm (geben! So sehr verdient er die⸗ 1 Hant! O lasset herz und wan⸗ 14 IWum, vater, unsers dankes 61% Rer Auch jeht mit wohlgefallen Pel 1 roh ealen unsre teupeitwit⸗ 0 0 K Von dir, der uns so wohlge⸗ .Huah in, Herr, unser gott, dich loben arnha el Herr gort, wir danken, dan⸗ dir l ö Mel. Sey lob und ehr dem ꝛce. 2. Wie sehr ward nicht so man⸗ ches land Von krieg eslast beschwe⸗ ret, Von der zum streit erhobnen hand Geaͤngsligt und perherret! Nur du hast groͤßerm leih gewohrt, Du hast gebet und flehn rhoͤrt; Auch diese noth geendet. 3. Wo furcht und augst die her⸗ zen brach, Wo mordgewehre schreck⸗ ten, Wo zucht und ordnung nie⸗ derlag, Das feld erschliigne deckten: Da kehrt zurück die goldne zeit, Erholung, ruhe, sigherheit, Und deines segens fuͤlle. 4. Der landmann sammelt unge⸗ stoͤrt In ausgeleerge scheuren, Was, gott, ihm deine hand beschert, Froh beine huld zu feiern. Gerechtigkeit und guͤt und treu Begegnen wie⸗ der sich aufs nen, Der laͤnder gluͤck zu bauen. g. Gott, unser vater, sey gepreist, Daß zu die herzen lenkest, Und in der herrscher sinn und geist Die friedensliehe senkest! Herr, dir ge⸗ bühre unser dank, Und dich preist unser lobgesang; Der du so gern erfreuest. 6. Wehr ferner nun, mach deiner treu, Wehr mächtig allen kriegen, Daß uns der friede lang erfren; iuttüig Ütein Und ihm ein wuͤrdig opfer Laß menschenliebe siegen! Beschure du mit starker hand Des uͤrsten stuhl, das ganze land, Und jedes Randes wohlfahrt. 7. Wir traun auf dich, nur wollst du auch Uns wahre weisheit leh⸗ ren, Daß wir das friedens rechten brauch In mißbrauch nioht verkeh⸗ ren, Und nicht burch stalz, durch uͤppigkeit, Durch leichtsiun, unge⸗ rechtigkeit Uns eigne norh bereiten. 8. Exhebt erhebt gott immerdar, Den geber aller guͤther! Er ist und gesang Erschallet dir 960 ott, unser froher lob⸗ ng siihh uen dank, Daß du nach vauters⸗ hlühn, nise Uns wieder hast so wohlge⸗ hu, Und alle zwietracht abgethan, vͤlker dich erbarmet. 6 ö er schuulhum Preise! Bernimm gerührter bleibet wie er war, Der menschen freund und huͤter Gleich hertlich, so von rath als that Hilft er, wie er geholfen hat. Ihm sey allein ( ehre! XXIII. 286 Dritte Abtheilung. ——— XXIII. In Theurung. u Mel. Von gott will ich nicht ꝛc. Fu bester trost der ar⸗ 0— men, Beherrsch er al⸗ ler welt! Du vater, voll erbarmen Der ewig glauben haͤlt! Du, unsre zuversicht, Zu dem wir alle flehen, Auf den wir kindlich sehen, Verlaß, verlaß uns nicht. 2. Erbarmender, ach wende Der zeiten schweren lauf; Thu deine milden hande, Uns zu versorgen auf! Was irgend leben hat Nährst du mit wohlgefallen. Naͤhr uns auch! schaff uns allen, Bei unserm mangel rath. ö 3 Herr, der du auch uns schufest, Steh uns mit huͤlfe bei. Allmäch. tiger, du ruftst Dem nichts, damit es sey; Zu helfen ist dir leicht. Du kanust dem mangel wehren, In überfluß ihn kehren, Wenns uns unmoͤglich deucht. ö XXIV. Bei gefährlichen Seuchen. Mel. In dich hab ich gehoffet a. (Au, gott, bist unsre 7I. Dnalf und machr. Wenn uus dein auge nicht dewacht: Wer wacht, wer hilft uns armen? Erretter, dir, Dir flehen wir: Du wollest dich erharmen. 2. Der seuchen gift verbreitet sich Weit um uns her; erbarme dich Laß uns nicht ploͤtzlich sterben! Entzeuch dem tod Uns der uns droht; Entreiß uns dem verder⸗ ben. 3. Du bist ein gott der gern ver⸗ zeiht; Laß uns denn noch barm⸗ herzigkeit Vor deinem throne fin⸗ den; Und dein geriwet Vertilg uns nicht In unbeweinten fünden. 4. Kein reichthum schützt, kein Rand, kein ort; Hier weinen wit⸗ 4. Die fruͤchte laß gerathen, I I deine huͤlf nus sehn; Erhn ö die saaten, So oft sie traurig siin. Herr, baue selbst das land, Tun es mit thau und regen, Und sll 18 0 mit segen Aus deiner miln and. I . Erhoͤr uns, vater, kröne du Mal. jahr mit deinem guth, Daß sh das herz gewöͤhne Zu wohigefohi 57² muth. Lehr es sich deiner sreun 9 Stets zutraun zu dir haben, Ius iunel, deine segensgaben Durch mißbrah sact nie entweihn. dit der 6. Allguͤtiger! wir hoffen Auf dih und deine treu. Oft hat uns uoh betroffen, Und da standst du ug bei. Syrich nur dein mächlig wn Das wird den mangel heben; werden froher leben, Dich pris hier und dort. . Um wen, eltern dort, Und da verunh shner; 2 ste kinder. Die seuch erreicht uhlil herz! den, der fleucht, Den fromman, Viel wie den suͤnder. ih heute 5. Deß alles sind wir werth; wir beweinens, gott, und flehnn dir: Du wollest uns vergeben! wollen gern Dir, unserm hermh Gehorchen, dir nur laben. sih 6. Auch glauben wir an dann 5. Laß sohn. Um jesu willen duld Ahden Mir schon, Und laß uns trost el nen! Streck aus die hand, Undli terden u das land Nicht länger hüͤlflos g nen. 7. Sey mit den sterbenden,. sie dein antlitz schaun, und die Noch leben, die bewahre in dem schmerz, Daß bald ihr Wie gern du hlist, erlabte ZzM:3:. XXV. In Krankheiten. 287 — hn, Und betet dich, erretter au, T Das gauze volt frohlockt dirswandeln wir, O gott, vor dir, Mit frenden deine pfade. et deine gnade. Dann en, U W reis 8 22 huicke du. ig hn. „ Tauuk Und fil r mihhen Une da nl. Wer nur den lieben gott ꝛc. Haß st ch! koͤnnt ich doch mit n 2. A deinen gliedern Im In uöael, jesu, dich erhöhn, Und bihbnnn deuel mit deinen bruͤdern Al dis denkmal deines tods begehn! Auf t h weil mich noth und krankheit 8 100 L Ist diese freude mir versagt. . Sieh, bier auf meinem krau⸗ lhete Feir ich dein abendmahl ben; Wu l Doch, herr, ich weiß, an 0 tiln ser staͤtte Hast du verheißen, nah Asein. Wo se ein frommer seufit uh weint, Da bist du, großer nashenfreund. 3. Um trost ist meinem herzen huge; Ich suche, herr, dein ange⸗ sl um deine hülfe, gott, wie 0 Ruf ich! und du erhoͤrst noch tt! Ach, staͤrke bei des leibes à verwalsner Mein banges und beklemm⸗ icht Lug in het;. Lommin,, Vielleicht, o herr Nempfang heute Zum letzten mal dein leib eth; Uhud blut; Drum gieb dadurch dem Nflehn Usen freude, Und der verzagten ben! 0 muth. Noch einmal, sesu, m hunn Ior Ach kroͤste und erfrene an deln 5. Laß das gedächtniß deiner lei⸗ duld Ihen Mir Ächwachen trost und kraft st easchhhirlebn. Laß es die quelle sanfter „Undllkkeuden Und jenes lebens vorschmack liftos usen. Dein leiden, dein versoͤh⸗ lunstod Erquicke mich in meiner den, ah. und 4½. Ich sehe schon den himmel of⸗ ke: Ll Iu Ich tröst mich meiner 1—1 n Was kannst du, seele, groͤß⸗ hoffen, Als was dir da dein 8. himmnlahie Nun komm ein neu⸗ XXV. In Krankheiten. nes leiden her, Mein herz erbebt das vor nicht mehr. 7. Und naht der tod mit seinen schrecken, Ich bin getrost und zage nicht. Vom tode wirst du mich er⸗ wecken, Ich luͤrchte, herr nicht dein gericht. Ich bin geirost, dein leib und blut Giebt mir im tode trost und muth. Mel. Aus tiefer noth schrei ꝛc. ch, lieber gott! ich 573. A bitte dich, Hilf mir und andern kranken, Und segne je⸗ den doch, wie mich, Mit heiligen gedanken! Sieb uns gelassenheit und ruh, Und unser behter arzt seh du, In schmerzen unser troͤster. 2. Belohne, ireuer vater, die⸗ Die ledreich meiner pflegen; Fur ihre treue segne sie Mit deinem teichen segen Gieb gegen sie mir freundlichkeit, Laß mich gus unzu⸗ friedenheit Sie nie durch murren kranken.„ 3. Soll diese krankheit toͤdtlich seyn, Sollich die welt verlassen: So laß von undenlieb mich rein, Im glau⸗ ben dich umfaffen. Gieb lust und krast zu jeder pflicht, Lehr mich, im glauben aus gericht Die liebste sunde hassen 4. Doch willst du, beßter vater ⸗ mir, Gesundheit wieder scheuken; So fleht mein herz dankbur zu dir⸗ Es allzeit so zu lenken, Daß ich in meiner pilgrimszeit, Mit neuer treu und redlichkeit, Auf deinen we⸗ gen wandle.* 5. Du weißt, wie wenig ich ver⸗ mag/ Du wollest selbst mich 2* u 288 Dritte Abtheilung. N. Und recht auf meinen sterbetag gutes muths;— 2 Durch froͤmmigkeit bereiten: Da Leid eht auch damznn dankyoll gegen dich, Dir lebe, gott, dir sterbe. Mel. Nun sich der tag ꝛc. oder: Nun danket all, ꝛc. Nr. 3. Aich diesen tag hab ich 574. vollbracht Mit aller feiner noth. Nur deiner vaterlieb und macht Verdank ich es, o gott. 2. Wärst du nicht meines lebens kraft, Mein retter und mein heil: So würd in meiner pilgrimschaft Kein trost mir je zu theil. 3. Ach, ohne dich, allguͤtiger, Vergieng ich in der noth; Von freudigkeit und hoffnung leer War vhne dich niein tod. 4. Doch welchen trost fuͤhlt nun mein herz: Du bitz, und bleibst mein goit1 Dein wort versuͤßt mir 7 schmerz, Und lindert meine noth. E. Froh kann ich mich dem schlaf vertraun, Auch scͤhlafend bin ich dein. Vor keinem unfall soll mit graun, Du wirst mein helfer seyn. 6. Und sollt, o vater, diese nacht Auch kommen selbst der toh: Wohl mir! dann ist mein lauf vollbracht, Geendigt alle noih. Mel. Wenn mein stuͤndlein ꝛc. ein wille, herr und 75. vater, ist, Daß ich jetzt schmer zen leide: Doch weiß ich, daß du vater bist, Und dies ist mei⸗ ne freude Dir ist bie kraukheit wohl bekannt; Mein leben steht in deiner hand, Du zaͤhlest meine zage. ö 2. Weun in mir manchen gugen blick Gesundes blut geflossen: So schenktest du mir, gort, dies glüͤck, Das ich so ost genossen. Oft war Leid jetzt auch unverdrosen. zu, Daß ungeduld Girb deinen geist mir, Fuͤr meine seele schenke der stark in schwachen ig; 10 ich als ein wahrer christ Bies a willig Werges. 705 4. Vergessen laß michs, zan nie, Du seyst und bleibst bäln Gieb nicht zu, daß mein herz duh Unglaubig sich betrübe. Tuäg slt beltos uich Rbene—— II R zenlos nicht deine huld, Nichte 93. 19 el 55 5. Das eilen meiner lebenth Laß mich, mein gott, 2— Der todesnacht, der ewigken ih ich stets mehr entgegen. Erstan wenn dies mein geist bedentt. recht zu dir zum himmel(allm schm Wird mir mein schmerz zum shuslbnes 6, Voll hoffnung wend ichni zu dir, Dir well ich mich ergah Schenk wahren ernst und speish mir, Wie du besiehlst, zu l Bewahre nur fuͤr heuchelel. dg mein herz; zum giwmel sey 6 richtet mein bestrehen. Las mich, mein gott, dir we Zieh von der erde mich zurich l nichts den geist zerstreuen; gagn: gluck der weit, kein traum der i Gott, und das glüͤck der ewish Sey meine hoͤchste freude. 8. Ach, zum gebete schenle n Noch munterkeit und staͤrke; Mh herz wird sonst entfernt von hr Und trag zum guten werke. schwach; Hilf deinem kinde, hin din mir mach, Daß deine kraft ich suj Gest 9. Laß nicht zu, daß det Kraush giuben pein Zu groß mir schwachen b. I de; Laß deine gnade mich ersh Nuben, Und mildre die beschwerde, At tod vater, weißt, was jeden tag heint ei schwaches kind ertragen mag, und ich frei von jedem schmerz, War mir, erbarm dich mesner! XXV. In Krankheiten. — M. Der nur den lieben gott ꝛc. mein hen 75.⁰ er morgen kommt: 676. D und meine klage lch Hrd auch mit diesem morgen neu. er mij nn ie traurig eilen mir die tage Der Ulrgen pilgrimschaft vorbei! Der L Dahlne neugeschenktes licht Erheitert dies lanzine seele nicht. „2 Noch immer bin ich auf der Wnhe, Wo mich gesahr und noth luliugt, Wo täglich härtere be⸗ klagen und zu thraͤnen ; Noch immer fleh ich uner⸗ Um reitung, die mein herz htt. Herr, eile doch mir beizuste⸗ %, Verlaß den schwachen pilger iat! O neige, vater, auf mein Erst 14 6 mir dein gnaͤdig ange⸗ denkt. Aice! Gieb mir geduld, und bei Wlin schmerz Ein hoffend und zu⸗ Abues herʒz. Mir ist mein schicksal noch ver⸗ Ien, Das diesen tag mich tref⸗ Msoll. Auf dich, gott, werf ich „lelete sorgen: Du lennst und suchst lel. Oghhen wahres wohl, Und was dein el sey Wuah beschliebt und thut, Ist im⸗ In hoͤchst gerecht und gut. gugenlll 5, Soll ich die last noch laͤnger Dir welhabsen: Ich halte deiner fügung zuruück: Hlll Mit dir zuttieden, will ich Moluckt einst mein ende doch herbei: Udaun hab ich ewig uͤherwunden, erke. Münd bin von aller trübsal frei; leih Auud ich empfang vor deinem thron 7 ude, hil Din mir verheißnen gnadenlohn. ie krankheit, du ge⸗ 577. O rechter gott, Die ich jetzt an mir spuͤre, Bezeugt mir, daß ich meinen tod Stets in und bei mir führe; Ja, jede stunde, ie⸗ de zeit Erinnert mich der sterblich⸗ keit, Und spricht: denk an dein ende. 2. Du hast die schmerzen auser⸗ legt, Die meine glieder tragen; Doch da mich deine liebe schlaͤgt, Willst du mir damit sagen: Des todes ursach ist in dir, Dein leben aber kommt von mir, Und steht in meinen haͤnden. 3. Ja wahrlich! deine vaterhand Will mich durch leiden růhren Und mich von allem eitlen tand Zu ed⸗ lern sorgen fuͤhren. Wenn ich gleich sehr entkraͤftet bin; Wird doch dein treuer vatersinn Mir, wo es dien⸗ lich, helfen.* 4. Beschloͤssest du in deinem rath, Ich sollte laͤnger leben: So kannst du leicht auch in der thot Den mit· teln kraͤfte geben. Ist aber dies dein weiser schluß, Daß ich nunmehro sterben muß, So bin ich auch zu⸗ rieden. 5. Dies eine bitt ich: heile nur Die wunden meiner seelen, Wenn gleich im leiblichen die kur Und alle mittel fehlen. Denn leb ich fromm vor dir, o gott! So werd ich auch bis in den tod, Stets deine wege preisen. Mel. Nun ruhen alle waͤlber ꝛc. Men jesu, der voll 78. schmerzen Und matt an leib und herzen Am oͤhlberg nie⸗ dersank; Mein bester freund und t kraull euben Volleud ich meinen leidens⸗ ch syütt 0 Gestaͤrkt durch diesen frohen d, Herr, stäͤrke, stärke meinen tod mit naht. Vielleicht er⸗ int er heut; wohl mir! Dir lebt t 4 Auch dann, wenn sich und dann sterb ich dir. troͤster, Ach, siehe! dein erlöster, Liegt jetzt nach deinem willen krank. 2. Wie viel gesunde stunden Sind wie ein srom verschwunden! Wie schnell verfloß ein jahr! Du, herr, hast mich gestaͤrket; Ich hab es + kaum 290 Dritte Abtheilung. raum gemertet/ Daß ich gefund und gluͤcklich war. 3. Jetzt, da ich schmerz empfinde, Denk ich an meine sünde, Mit wahrer reu u nd leid. Du hast mich sters geliehet, Und treu an mir ge⸗ uͤbet: Doch liebte ich dich nicht all⸗ zeit. 4. Ich warf mich nicht in demuth, Und nicht in wahrer wehmuth, Vor dir, erhabner, hin. Zetzt wirffst du meine glieder Aufs krankenbette nieder, Und lehrst mich, daß ich er⸗ de bin. 5. Ich wandte meine kraͤfte Nicht stets zum hauptgeschaͤfte, Nicht art? Nicht, wie auf ihn die hen stets zur tugend an. Das fuͤhl ich jetzt mit reue, Gelob dir wahre spotte ward: Die niemals auf treue, Dieweil ich gutes denken kann. 6. Wie oft bin ich beim beten Ohn ernst vor dich getreten, Wie laulicht sucht ich bich! Jetzt lernt mein herz nun ringen, Und ernstlich zu dir dringen, Jetzt ruf ich zu dir flehentlich. 7. Go hilfst du, herr, in gnaden, Und heillt den seelenschaden, Wenn du den koͤrper staͤupst. Mein leiden wird mir segen; Auch auf den rau⸗ hen wegen Seh ich, daß du die lie⸗ he bleibst. 8. Vernimm mein traurig flehen, Laß mich doch huͤlfe sehen, Verbirg dich nicht vor mir. Mein better helfer, eile, Ergnicke, indre, heile, Denn meine hoffnung steht zu dit. 9. Vermindre mein⸗ plage, Ver⸗ laͤngre meine tage, Wenn es mir nützlich ist. Im neugescheniten le⸗ ben Will ich mich dir ergeben, Und ruͤhmen, daß du hůlfreich bist 10. Doch soll ich bald erblassen, Und diese welt verlassen, So waff⸗ ne mich mit muth. Laß mich mein baus bestellen. Und machs in allen faͤllen Mit mir und mit den mei⸗ nen gut. Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. 579. e komme, sie kommt die letzte stunde! Schon ist der richter vor der dd aũ Was fuͤr ein wort aus Keinenmn 1 de, Bestimmt mein ewig saich duc, mir?„Komm, du gesegnettr, Iu sute Len„Ach oder? geh zur H 2 9 3 lone! 2. Herr, zeige mir noch vor tta grabe, Lehr mich recht, menn d herz es meint, Und was ich zug aal er warten habe, Wenn jesus zum g glan richt erscheint. Bin ich noch n uh: es auf rechter bahn: So nimm ah vater, meiner an. 3. Alwissender, ist mein vanm Rel. en, Auf jesum, auch von tahh 0 ler bauen, Bei denen er beispiel sehn, Nie folgsam wege gehn. 4, Hat auch mein glaube dasfehse liebe Vor dir, mein gott, innh erzeugt? Entflammte er det A War muth iriebe, Damit ich kindlich ni ia krer gebeugt, Wenn du mich als eiunn huk der ter trugst/ Wenn du mich alh aet vater schlugst? 5. Du willst, ich soll die sih verlassen: Thu ich es treu un mit 6. Empfahl ich dir guch recht Hllächtsinn meinen? Hab ich auch tren für slusht eise weinen, Dah ich nicht als ihr frans gedacht; Und sterb ich in der Ameiner versicht: Der herr verlaͤßt die nis nen nicht?: 7. Such ich in deinem wont gulckung, Wenn mir um ros 0 bange wird? Sehnt sich mein 10 9. herr, mein guter hirt, Erworbeh und in jener welt, Am quell deis bens, vorbehaͤlt? 8. Mir sagt dein wort und mil bin, Laß ich auch fromme thrint ö flßn gewiffen, Daß ich ein 00 XXV. In Krankheiten. 291 der iß ssan lund fliehe hetend zu dir hin? mem um Alab ich getrost durch christi tod, 1 shith auh, wenn des grabes schrecken neter du nh„ ur Hilg 3 Gott1 richter! vater! schone, nnel Weil er den kelch des lei⸗ vur in ius trank. Gieb kraft mir zu der wie mij eairone, Die er dern frommen ich nug zul errang; Dann sag ich durch 6 zum g I6 glaubens macht, Getrost und noch ni uh: es ist vollbracht! imm dih in verhn Hl. Besiehl du deine wege ꝛc. eit, die ich seufzend 0. 3 zaͤhle, Voll schmerz ungemach! Betruͤbt ist meine Und kraft und odem schwach; jeder morgen mehret Besorg⸗ nir und schmerz, Doch gott will gehret, Ehr ihn auch nun, Whg herz. Was zieht dich noth und plage sn sreud und danken ab? Ge⸗ ul der ersten tage, Die dir dein glhner gab. O tage reick an freu⸗ In, An tansend segen reich! Was die shsud uun diese leiden, Vergleich ich u und ih sent euch 3 Daß ihr mich einst begluͤcket, herzen i Wen dankichs? gottes huld! Daß nem men kankheit mich jetzt druͤcket, Wem th noch tdant ichs? meiner schuld! Nun recht Hleichtsinn oft vergißt, Daß unser leib der ungetreue, Und schlag an mei⸗ ne brust: Las mich nur gnade sin⸗ den; So duld ich demuthsvoll, Was mich von meinen suͤnden Zum gu⸗ ten leiten soll. 5. Denn du lenkst unsern herzen Selbst plagen zum gewinn; Zeigst mir in großen schmerzen, Wie schwach, wie nichts ich bin; Und laͤbßst mich inuen werden, Daß die⸗ se ganze welt, Und alles guth der erden Nicht trost für mich enthalt. 6. Du machst mich los von fuͤn⸗ den, Dampfst meinen uͤbermuth/ Und lassen mich empfinden, Das leiden sey mir gut. Du zeigst mir in der naͤhe Tod, ewigkeit, gericht. Wenn ich nun in mich gehe, Ver⸗ stoͤßest du mich nicht. 7. O gott dein weg ist guͤte, und ewig wird ers seyn. Druͤck tief in mein gemuͤhe Mir diese wahrheit ein, Daß in den tiefsten noͤthen Ich doch von dir nicht laß, Und scheints, du wollst wich toͤdten, Ich dich im glauben faß. 8. O schenk mir licht und guade! Lebendig einmusehn, Es sey fuͤr mich kein schade, Den truͤbsalsweg zu gehn; Damit die last ich trage In siegender geduld, Und nimmermeht verzage An dir und deiner huld. 9. Nun, so gesched dein wille; uß mir schmer; beweisen, Was Geireuer gott! zu dir Ist meine seele stille: Denn taͤglich hilfst du .—1 eisen, Sein bau nicht ewig mir. Wovor sollt ich erbeben, Du bist, o goit! mein theil; Im tode wie im leben Bist du meini licht und heil. Nach der 90 Mel. Aus meines herzens grunde. mit x worbah des 581. A flihn Genesung. lauch den erhalter Mein dank und Is in der krankheit lob ethöhn.** schmerzen Die seele 2. Herr über tod und leben, Du „ässt versank, Und nun aus vollem meiner vaͤter gott! Wie soll ich dich nd wah tien Mein flehn zum himmel erheben, Mein heil, mein herr berna kang: Da hörte gott mein flehn; mein gott? Zu wenig ist mein dauk; chrint. Her treue, der erhalter! Nun soll 3* hat. dich gnug 30 2 wa 29² Dritte Abtheilung. ö schwach ist, dich zu loben„Der en⸗ gel lobgesang. 3· Und doch von dir zu schweigen, Waͤr eine frevelthat. Ich wills, ich wills bezeugen, Wie gott erret⸗ tet hat. Hoͤrts, menschen! gott nur kann Vergeben und erretten. Ach, wenn wir gott nicht haͤtten, Wer huͤlf uns armen dann? XXVVI. In Todesnoͤthen. Mel. Nun laßt uns den leib 16 ö es todes graun, des 582. Di grabes nacht Flieht, herr, vor deiner wahrheit macht; Mein geist, erhellt von deinem licht, igt. vor des leibs zerstoͤhrung 2. Es falle nur die hutte hin, Mit der ich hier umgeden bin; Ich selber, lebend, wie zuvor, Schwing gus den truͤmmern mich empor. 3. Ei innres mächtiges gefuͤhl Dies atede mir mein hoͤhres ziel; Dies streben nach der ewigkeit Er⸗ hebt mich uͤber erd und zeit. 4. Dich, hoͤchster, hab ich hier er⸗ kannt, Voll liebe, vater, dich ge⸗ nannt; In dieser seelenwürde liegt Ein hoffnungsgrund, der uimmer gt. J. Dein sohn zeigt mir die heßre hoͤh welt; Nun ist mein glaube vestge stellt. Wie herrlich wird der mensch⸗ heit werth Durch jesu zusag aufge⸗ Rlaͤrt. 6. Gluͤckselge aussicht, auch fuͤr mich! Ent sückt hebt meine seele ich; Ich seh im geist des christen 90n. Ich sehe meinen himmel on. 7. Da find ich, was dein guter rath Zu meinem wohl geordnet hat: Genieße deines gnadenblicks Und der vollendung meines glüͤcks. 8. Viel freude gabst du mir schon hier, O guͤtiger, wie dank ichs dir? hund +. Dir will ich nun ganz I⸗—0 Und seyn dein eigenthum, M kuͤuftiges bestreben Sey deiner g de ruhm; Dir weih ich u zeit; Vor dir will ich stets wa Dir dienen und gefallen Ju ewigkeit. Stets folgte kleinerm ungemn groͤßete versuͤßung— 5 MWoder 9. So hat schon dieser iinhal Mut staud Der hoͤhern hoffnun untegnh, Je pfand; Die liebe, die mich hier 1e gluͤckt, Die bleibt und seguer ich sue verrückt. öch 10. Des freudigsten vertranggh voll, Erwart ich, was mir werdieh . 3. Nn bei standhaft frommer iten, lebens end erfreulich sey. Mel. O jesu christ, mein i 8 He jesu, meinii Hun, 583. Hbenticht, M. und meine zuversicht! Tief A ge mich meiner leiden last; Aol ter ihr erlieg ich fast. 2. Mein gott, wo nehm ich II te her? Der gang zur ewinh schwer. Nimm deinen pilhiin XXVI. In Todesnothen. 29³ Und fuͤhr ihn in das va⸗ „N deiner gaz. ich rets wa len J Benn dann mein sterbend haupt geigt, Und sich mein grab mir uüg zeigt; So sey dein wort: Hgemuc Hif voübracht! Mein licht in mei⸗ „ Müdesnacht. r Eubhal Mit sieg gekrönt gingst du ins nung uuteguh, Ich folge dir gerrost hinab. segneꝛ nich hier At geh zn gott mit freuden hin, Vauchze, daß ich selig bin. „Ich traue, herr, auf deinen vektraunhh an meiner letzten todesnoth; mit 460 ich meinen ledenslauf, . sünd ife zut y 4. Am juͤngsten tag erweckst du sch,Da sieht mein auge froh auf du nimmst mich im himmel es lrast uͤe du mich, deinen freund, ja ankheit khigt. Islunsterblich werd ich auferstehn/ „die Whitllärt werd ich den vater sehn, hat aushind du machst mich in deinem reich 4½ uf ewig delnen engeln gleich. glügl ö Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. 6 ch fasse, vater, deine 5084. haͤnde, Und hahe sie in glauben vest; Verlaß den nicht n feiuem ende, Der ewig sich auf meint ldich verlaͤßt; Du bist mein gott meinntul jugend auf, Hilf glucklich enden h Meiuen lauf. T Du hast nach deiner vatergute 901 hadig wohl an mir gethan; Er⸗ auch meine lehte bitte; Nimm,, 10%½ Ht, mich dort zu ehren an! Ach, ö Hel, ach noch eins ist noth: Ein lues end, ein selger tod. 3. Du hast mich je und je gelie⸗ bet, Versorgt, gestaͤrkt, geschuͤtzt, regiert, Mich oft erquickt, durch leid geuͤbet, Ost wunderbar, stets wohl gefuͤhrt. Wohin ich ging, wo⸗ hin ich sah, War mir sets deine guͤte nah. 4. Auch jetzt, auf meinem flerbe⸗ bette, Sieh meine noth mit mitleid au; Craquicke, lindere, erreite! Denn du bists, der mir helfen kann. Staͤrk mich im gur m bis aus end⸗ Damit ich treu ra lauf vollend. 5. Mein heiland, treib die furcht zuruͤcke, Besiege meinen letten feind; Lenk auch ini sterben meine blicke Auf deinen tod, o seelen⸗ freund! Sprich mir trost, muth und freude ju, Mach ende, bringe mich zur ruh! 6. Ihr, meine guͤther dleser er⸗ den, Ihr machet mir den tod nicht schwer; Denn jetzund werd ich se⸗ lig werden, Drum brauch ich eurer nun nicht mehr. Du, gott, bists, wenn das eitle weicht, Der mir des lebens krone reicht. 7. Ich uͤbergebe dir die meinen Du pater der barmherzigket; Laß ihnen sters dein trostlicht scheinen, Und bleib ihr gott zu aller zeit. Behuͤte sie vor ungemach, Und bringe sie mir selig nach. ö Mel. Wer nur den lieben gott 10. 8 Csch will dich, gott, im iod erheben, Selbn Fah am grabe dauk ich dir. Zum egen gabj du mir mein leben, Und auch zum segen nimmist dus mir. Mein leben such ich dir zu weihn; Brum bleib ich auch im lode dein. 2. Gott, welche feierliche stunden, Wenn du mich nun der erd eut⸗ ztehst, Auf mich, den du getreu be⸗ funden, Voll schoͤnender erharmung siehst! Allmaͤchtiger, in dein gericht Gehst du mit mir, erloͤsten, nicht. 3. Der leib wird schwach, die mor⸗ sche hütte, In der mein geist hie + wohnt 294 Dritte Abtheilung. wohnt, zerfaͤlt; Schon gehen meine muͤden schritte Den weg zu gott aus dieser welt. Ich bin getrost und zage nicht; Denn gott ist selbst st mein heil und licht. 4. Wie, sollt ich vor dem tode be⸗ ben, Da du, erloͤser, fuͤr mich starbst? Er ist durch dich der weg zum leben, Das du am kreuze mit erwarbst. Wie du ihn gingst, will ich ihn gehn, Wie du, werd ich auch auferstehn.—.——— g. Laß mich das grab in seiner nahe Mir noch die letz en schrecken draͤun: Du herr, auf den ich hof⸗ fend sehe, Wirst auch noch dann mein beistand seyn. So nah dem lohn, den gott verspricht, So nah am am ziele, zag ich nicht. 6. Du wachest über meine seele, Wenn sie ihr haus, den leib, ver⸗ lier, Giebst deinem boten dann be⸗ fehle, Der sie zu deinen freuden führt, Zu denen der rechtschaffne christ Durch jesu tod berechtigt ist. 7. Ich will dich noch im tod erhe⸗ ben, Selbit nah am grabe preis ich dich; Denn ewig werd ich bei dir leben, Und da erfren ich ewig mich; ur mich ist selbst der tod gewinn. ohl mir, daß ich erloͤset bin! Mel. Kommt her zu mir ꝛc. 86 Nobh walle ich im ahraͤ⸗ — 0 nenthal, Gedrückt von kummer, müͤh und qugl, Doch nur noch wenig tage; Dann eile ich aus dieser zeit Hinuͤber in die ewigkeit, Weit weg von jeder Ylage. 2 3 2. Dann sinkt der leib ins kuͤhle grab, Der staub zu allem staub her⸗ ab. Nicht sterblich mehr zu leben: Mit friiem flug und frohem blick Kehrt der entbundne geist zuruck Zu dem, der ihn gegeben. 3 Wohl meinem geist, wenn er dann ruht, Wenn er rechtschaffen, sromm und gut, Wenn thaten ihn begleiten! Wenn er yereint mit je⸗ su christ, Unstraͤflich, rein, unsden di hig ist Zum gluͤck der ewigkehlt 16 4, O hohes gluͤck, vor gunun ehn! O freude, jesus, dich zusthht Und mit dir deine glieder! Ju hen dich in deinem licht Pangh gesicht in angesicht, Dich, größinah ler bruͤder! 5. Doch erst am tag des auß stehns, Am tag des frohen wiehsh sehns, Wann neu wird diese er Am tag, wo gottes muwatbg/ daff 1225 60 ich: ½ ueu 0 t afft! Wa e werde! 0 Hhubens 6. Wie wird mir dann zu mullun m seyn, Wann alle todten, groß uihlict: klein, O jesu, vor dir stehen Wanscheige du mich dann beim namen nunsseh Er Vor gott und engeln mich belennshn Um Ich ewig dich soll sehen! 0 2. Wann ich in jener großen sal, Wa Die gottes hand gegruͤndet hat, auschaun mich verliere! Wamn in deinem himmelreich Denen und dir selber gleich, Ein nentsh ben fuͤhre. 8. Ich, ich, der jetzt noch! nen weint, Ich werde, wann herr erscheint, Daͤnn leuchten An die sonne! Ich sünder, wetd ns suͤnden rein, Ich sterblicher, unsih lich seyn, Ich, gottes bild woune! 9.. Befreit und ewig fetn qual; Erauickt mit freuden ahh zahl, Gott immer, immer nih Dann steigt mit iedem augenhl Der seele ungussprechlich glüc un unaussprechlich hoͤher. 10. Und auf Eden l shu Und wer auf erden heilig u d, Sind alle meine bräbet; Oh N. J nur ein leib mit mir, Und f ewig, jesu, dir Aus frohem lieder. 5. II. Wie sind der freuden, ö so viel! O freuden ohne mag ziel, Hoch uber alles sehnenl 4.816 ewigkeit! ewigkeit! Wo6 XXVI. In Todesnoͤthen. 295 er As stommen t Vone n dich zu groß, Fuͤr dich, zu groͤhtghm aus gottes schooß Der eigne Wonn heiland, meine 6 pilgerzeit Nun gauz Iuchlebt ist, und der streit Des Aubens ausgestritten! Wann x 2— 00, semn, lom dund scht: Daun, jesu, komm un 4 1* nicht Zu seinen letzten bit⸗ Erhoͤre mich, wann mein ge⸗ Wum troßt zu dir, um gnade Wann mich kein freund mehr . sen kann, Und doch mein herz Wann sicht, sage dann: Die suͤnd ist dir Denennhtigchen! Ac, wann des todes u neun shteten mich Ergreifen, dann, mein Ulnd, sprich: Ich leb, und du noch! Uleben! Dies wort von dir nur, 0 mir gnuͤgt; sind bestegt! Werd u3. Dann droh mir nicht dein an⸗ kr, unlachldt, Gleich misserhätern,das ge⸗ bild nct, Und laß mich nicht verder⸗ . sich nie Bereiteten zu sterben! Was ist so furchtbar als der 1od, Der ewige verwerfung droht, 4. Ach, sterben, sterden wird den tod, Der ewige verwerfung droht, Wer, herr, dein heil verachtet! Wer nicht in deinem blute rein Sich bos⸗ haft weigert, fromm zu seyn Mit vorsatz dich nicht achtet: Ach, den ergreist der tod der iod, Der ewige verwerfung droht. 5. Von augst des todes ist der frei, Der dir geweiht ist, dir ge⸗ treu; Ihm ist er keine strafe. Ge⸗ lobet sey der herr, mein licht; Des todes nach schreckt mich ja nicht: Mir wird er nur zum schlafe. Es ist ein finsrer weg; doch mir Ein weg zum leben und zu bir. 6. Gelobet sey der herr, mein schild, Der mich mit ruh und trost erfuͤllt, Mit willigkeit zu sterben! Ich glaub an ihn und bin gewiß, Er führt mich aus der findterniß Zu seiner freuden erben O wel⸗ schen jnbel stimm ich daun Dem to⸗ desüberwinder an! 7. Gieb deinen frommen, jesu, kraft, Den schwersten schritt der Des todes schrek⸗y ilgerichaft Get oh, wie du, zu en⸗ den. Sprich zu deu schwachen see⸗ len: ich Bin ener beiland! freut euch! sprich: Ich will eued nun vols lenden! Erquicke sie, und vach dem Nicht sterben laß mich, herr, sreit Erhoͤhe sie zur seligleit. sern Nis die, Die dich verwarfen, die busie 00. Ich hab mein sach gott ꝛc. nd suh em un 088. u wollst erhoͤren, gott, sein flehn! Nicht ins ne zeit noch war. Fuͤrbitte fuͤr einen Sterbenden. Nun ist fuͤr ihn die zeit nicht mehr. Du hast gezaͤhlt des hauptes haar⸗ Sein todesjahr Bestimmt, als kei⸗ ner ewigkeit Sich naht, befreit 3. Erfuͤllt ist feiner leiden zahl; n mit ihm gehn, Der jetzo Er leidet jetzt das letztemal; Ach! un bald von dieser eitelkeit. 3. Des lebens und des todes herr 4* 4 seiner iodes noth Sein* 29⁵ Oritte Abtheilung. und gott! Ein schlummer sey fuͤr ihn der tod! 4. Vollende, vater, seinen lauf, Rimm ihn zu deinem frieden auf Verlaß ihn, wenn sein herz nun bricht, Verlaß ihn nicht, Herr! herr! mit deinem guadenlicht 5. Erlelchtre ihm den letzten schmerz! Von dir erquicker, rub sein herz! Durch jesu todesschmer; und Uint, So ihm zu gut Vergossen, staͤrke seinen muth! 6. In ihm vermehre deine ruh, ö Sein armes herz erquicke du, Geist gottes! laß ihn im vertraun, Auf jesum schaun, Und so entgehn des todes graun. 7. Mach ihn getrost, o geist des herrn! Zeig ihm den gnadenlohn Ihn segne, segne, segne g Benn nun sein auge sterbend bi Leit ihn dein licht; Troͤst ihn 10. Behuͤte ihn in seinem 0 deinem angesicht! XXVII. Bei Mel. Nun laßt uns den leib ꝛc. 8 Berrabt den leib in sei⸗k ne gruft, Bis ihm des richters stinnme ruft. Wir saen ihn: einst bluht er auf, Und steigt verklart zu gott hin⸗ auf. 8. Aus staube schuf ihn einst der herr. Er war schon staub; und wirds nun mehr Er liegt, er schlaͤft, verwest, erwacht Dereinst aus dieser todes nacht 3. Des frommen seele lebt bei gott, Der sie aus aller ihrer noth Aus aller ihrer missethat, Durch feinen sohn, erlöͤset hat. 4. Hier hat ihn truͤbsal oft ge⸗ druͤckt; Nun wird er, gott, von dir erquickt. Hier trug er jesu sanftes zoch; Entschlief im tod, und lebt doch noch. 5. Bott blieb er treu bis an sein grah, Nun wischt gott seine thrä⸗ Begraͤbnissen. nen ab. Was sind bie leiden. U Gott, gegen deine henlh ei 6. Nun, du erloͤster! schlaf ruh. Wir gehn nach unsern hi zu, Und machen zu der ewigit Durch glaub uud tugend, unz reit! Z. Ach, jesu christ! dein un tod Staͤrk uns in unsrer eh noth! Laß unsre ganze seele! Und selig unser ende seyn. In voriger Melodie. rabt mein veri 590. Geches geben, noch ster blichen, nur ein; Es lll es bleibt im grabe nicht: Duun sus kommt, und haͤlt gericht. — O du verwesung, woit versrenl 2. Du wirst mein ausgeloöst gebeh Allein gezaͤhit ist/ wie mein 2 XXVII. Bei Begraͤbnissen. 297 immes Pn Kaub, gott weckt mich wun⸗ 5, Ihm blied ich treu bis au n Ven derbat. mein grab; Nun wischt er meine , Gott ist barmherzig, und ver⸗thränen ab. Was(ind die leiden Im tode nicht, die er erlöst jener zeit, Gott, gegen deine heer⸗ e nicht, für deren missethat Der lichkeit? 4 lller sich geheiligt hat o. Nun lasset mich in meiner ruh, Bei euch hat trübsal mich ge⸗Und geht nach enren huͤtten zu; „Nun hat mich gottes ruhSchafft, daß ihr selig werdet; st; Ich trug des heilands sanf⸗ringt, Bis ihr euch auch der erd i u zuoch, Eutschlief im tod, und leb entschwingt. gohl 50 inem ih gne h 2 Hendh fl ihn n. Register de nach dem Alphabet, und auf die Nummer der Ware eingerichtet. 0 e Her du Het du her du Oer frei Hir her get he Ierletz her mo spoͤ Der tag r Gesange, Otz lei det mo HDis ted A* gott, vom himmel sieh 216 Ach, gott! wir treten 566 Ach! könnt ich doch mit deinen 572 Ach, lieber gott! ich bitte dich 573 Ach, sieh ihn dulden, bluten 119 Ach, waunn werd ich von 276 Ach wider dich, mein gott, 277 Allein gott in der hoͤh sey 31 Allein zu dir, herr jesu christ 278 Alle menschen muͤssen sterben 226 Allen meuschen und auch mir 440 Allen, weiche nicht vergeben 448 Alles ist an deinem segen 330 Allmaͤchtiger, ich hebe 519 Allmaͤchtig ⸗großer gott Allwissender vollkommner geist Als in der krankheit schmerzen Also hat gott die welt geliebt Am kreuz erblaßt, der marier Anbetung, lob und preis Anbetungswuͤrdiger gott, An nich, mein gott, zu denken 331 Auch biesen tag hab ih 524 Auf, chrissen, bringet preis 363 Auf, christen, laßt uns unsern 66 Auf, christen, preist mit mir 364 Auf christi himmelfahrt allein 158 14 581 77⁷ 140 15⁷ Auf deine weisheit schauen 341 Auf gott nnd nicht auf 340 Auf, jesu freunde! freuet 159 Auf mieinen lieben gott 342 Ruf, o seele! werde munter 533 54 ich bet ch bit Ich bi Auf, schice dich, recht feienih 499, Aus deiner milden segeus 6 Aus einem tief vor dir Aus freudigem gemüthe Mefiehl du deine wege Befreit von allem Ne ihr Begleite mich nach golgatha und Begrabt den leib in seine Iukran Beherrscher himmels und der Ir dan Bewahre mich, herr, daß der A, gor Bringt preis und ruhm dem t, got hrist, alles, was dich O hab Christe, du lamm gottes II Zir, mil D sep dir, vater melnes hr, uns Das gluͤc ist groß, das Aix, va Das grab ist leer: des 1 Dies ist Daß ich mich, mein gott, A ies ist Dein bin ich, gott; dein isft hu Deine leiden, gottes sohn Deines gottes freue dich Dein heiland lebt Du b Dein heil hat heut, vol! y dist Dein heil, o christ, nicht zu du, de Deimn reich, o gott, ist herrih Zu, de Dein sind wir, gott, in Dein wille, hert und vater, Dein wort, o höchster, ist Den hoͤchsten öffentlich Der am kreuz zst meiue liebe Der du alle deine werke Der du die liebe selber bist., Der du selbst die wahrheit Ein Du, g 4 Register. Du, herr und valer meiner 570 Du klagst, und fühlest die 184 Du laͤssest, herr, uns 0 seh ich wieder ö AIhauf der erde wallen 229½ m acht him und 10 nda deues ktenies ů 217 E muther wegen sen hr christi In Ein ruhiges gewissen dy hr christi junger ans 405 Eins nöb o hecr, dies Midalhenr, du gerecht 5 7 Ein starker schutz ist unser dunt ico für rin Lehch 372 Erbarm dich, her! mein 15 1 Wil ich öhlig 223 Erbabner gott, 0 reicht b,gott, ns, herr, bei em usdie, gott, sey preis und dank 55 E alt— herr⸗ die Dmnder gever uergad 3 5Ers ebt den herrn, ihr frommen Dir, milder geber Iamenaud 541 Erböhter je iu, Ro ich kahn de, unserm gott, ist niemau 156 Echoruns, goit, wir en Iin der 100, wiich 85 Erinnre dich, mein geist Udies ist der tag, an weschem 155 Er ic ersanden, eus Du, aler weuschen varer 55 Er kommt, er kommt zum Da, aller menschen vater 656 Culöser, der im waube Dued ein hüt, was 423 Ermuntre, seele, dich und 2n ba, o unermehlich 19 Es eilt der letzte von den Du bist, o unermeßlicher Es freu der fürst des landes AM. de Wonmten beie 265 Es ist noch eine ruh vorhanden mia W, be Eemn ooles 10u. 61 Es ist vollbracht! ruft nach di er e oy Es lag die ganze welt 1, ber vol biut znd Es wolle gott uns gnaͤdig k. Ho, der voll blut und ö 8 Csneht, v golth ein.-Etitges duhnet, der nut wener 167Cs zücgtigt dene dand 3. gupt wir,ewger, Mien Ewge liebe, mein gemuͤthe ebe 4du gahn mir, ewger, dieses 4˙8(Tern eh wein eben * 90 b uute Wuucht 205 F Freue dich I des I ar 53 u, golt, der un reu argebracht 15 Run du, gon., du biß der berr 509 jöraipiis dal du detgebric Register. Frohlocke, mein gemuͤthe Frohlockt, ihr christen Füt alle guͤte sey gepr eist Ge du bist, o gott 106 15¹ 536 4² edanke, der uns leben giebt 37 337 Großer gott, erhabnes Gehorsam ist der beste Geist vom vater und vom Gelobet seyst du jesu Gelobt, gelobt seyst du Gelobt seyst du, herr Gerechter gott! vor dein Gern will ich mich ergeben Getreuer gott, wie viel Getroßt und freudig geh ich Geweiht zum christenthume Gieb, gott, wenn ich dir Gieb, herr, daß dein iheures 474 Gieb mir, o gott, ein herz a442 Gott, deine gnade sey geyreist 85 Gott, deine gnade ist unse?? 464 Gott, deine guͤte reicht Gott, deine weise macht 43 Gott, dein unsichtbares wesen 95 Gott, der an allen enden Gott, ber du die menschen 449 Gott, der du fuͤr uns deinen 70 Got der wahrheit, dessen 347 Gott des himmels und 5²4 Gott, dessen hand die welt 410 Gott, dessen macht des feuers 360 Gott, dessen nam ist wie 357 „Sott, dessen starke hand 36 Gott, dessen weisheitsvoller 5og Gott, dir gefaͤllt kein gottlos 312 Gott, dir sey mein dank 5⁰⁰ Gott, du bist heilig und 6³ Gott, du bist von ewigkeit II Gott, du hast in deinem sohn 170 Gott, durch den wir sind 4² 160 5 35⁰6 44½ Gott sorgt fuͤe uns + Sott, unser froher lobgesang Hen/ Sott vater, an erbarmen z 7 Gott, vor dessen angesichte Gott werde stets von dir Grabt mein verwesliches ßer miitler, der zur 90 5 ist des höchsten gut 3 i Gut und heilig ist dein wille Hei deinem volke, dem h Heil uns! aus unster Held aus davids stamm err, allerhoͤchster gott Aals err, an dir hab ich gesündigte Herr, deine allmacht reicht Herr, deine langmuth ist seht z Herr, deine rechte und Herr, deine sanstmuth ist err, dein gesetz, daß du 7c bin % bin ert, du bist meine zuversicht n err, du erforschest mich s err, du faͤhrst mit glanz und Gott, durch welchen alle oltes sohn ist kommen ott, haͤtte dein geliebter Gott hat in ey dein tagen 504 Gott, heilig sey dein nam und 324 Gott im himmel und 5⁴ Gott ist mein herr! auf 185 Gott ills, der das vermoͤgen 411 Gott kann allein das beste 425 Gott, mache du mich selbst 4 Gott, meine ganse seele 4⁵ Gott, mein vater, deine 375 Herr, ich hab aus deiner Herr jesu christ, du hoͤchstes Herr jesu christ, mein hert Herr jesu, deine angst und Herr sesu, gnadensonne Herr jesu, meines lebens err, laß mich doch Herr, laß nach eitler ehre Herr, mache meine seele silte e Reg'ister. u/ mesner seele großen r, mein erlöser, der urt, mein licht, erleuchte err, neige mein gemüthe 1 am, ohne glauben kann sherr, fey gelobet, daß 6 err/ starke mich/ dei „ herr, unser gott, erbarme har, vor deinem angesicht henlich lied hab ich dich, set bin ich, jesu, zu er ist mein herz, herr, ö rer ls, jesu, daß ich meinen s mir, mein gott, hilf och am himmel steht die chster, denk ich an die schlter troͤster, komm 5 unser gebet, geist des 1 Ich ariner mensch, h din ein christ, gott ist ih bin getauft, nach jesu Icben. bin ja, hert, in deiner 4e kin mit deiner huld slf, herr, laß es wohlgelingen 511 uchzt unserm gott! er ist 24 401Jesu christ, durch deine 451 Jesu christe, dessen wunden 187 Jesu christe, wir sind 443 Jesu, freund der menschenk. 298 Jesu, meine freude 212 Jesu, meiner seelen licht 104 Jesu, meines lebens leben 491 Jesus christus hat sein leben 475 Jesus lebt, mit ihm auch 385/ Jesus, meine zuversicht 204 Jetzt sinkt die sonne nieder 335 Ihm, der das licht enrstehen In allen meinen thaten In unserm kummer kommen Ist auch ein gort? wer Ist gott fuͤr mich, so trete Ist nun auch meine stunde Re lehrer ist dir, jesu, NKlag nicht, mein herz, Koͤstlich, o mein heiland Komm auf uns, o geist Komm vetend oft und Komm, heilger geist, erfuͤll Komm, o komm, du geist Komm, schoͤpfer, komm, 444 315 515 28²2 171 17² 283 316 196 236 4²⁶ keit ch bin, o gott, dein eigenth. 58 Kommt, kinder, anzubeten let deuk au dein gerichte 254 Kommt, laßt uns gott und hern Ic erbebe mein gemüthe, 284 Kommt und laßt euch jesum b. Raaubmiecch fasse, vater, deine haͤnde 584 ⁰ deinen geist mich stets veisict Uige ehe, gott, von ewig 285 TLaß doch in menes 0 chfreue mich der frohen zeit 254 Laß doch, o je u, laß dein hund Ioch freue mich, mein 336 Laß mich des menschen m fühle, daß ich sterblich 237 Laß mich doch nicht, o gott geh einst ohne beben 255 Laß mich doch, o mein gott eteiten Aach glaub an gott, den 32 Laß mich, hoͤchster, darnach wir ch hab in gokres herz und 349 Laß mich, o herr in allen zufluch hach hab in guten ünnden 430 Laßt uns doch christo dankbar ns Ich boff, o gott, mit vestem 299 Laßt unserm gott uns sin gen hirt ach komme, friedens fuͤrst, zu 300 Laßt uns mit ehrfurchtsvollem 6³ 90 fomme, herr, und 2⁰5 Laßt uns unsern gott lobsingen uthum Nach komme vor dein angesicht 359 Laß, vater, deinen guten Ikomme vor dein anges. du 555 Lebt christus, was bin net Ich preise dich, o herr, 206 Liebreicher gott, dein segens chstes Ich singe dir mit herz und 366 Liebster vater, ich, dein hert ch singe meiner seelen 46 Lob, ehre, preis und dank und weiß, au wen mein glaub 301 Lob, ehr und dank sey weiß, mein ende nahet 238 Lob sey dem allerhoͤchsten ns ic weiß, mein gott, daß 47 Lobsinge gott, o christenheit Ich weiß, und bins gewiß 302 Lobsinget gott! dank, preis hre ö 755 Lobsinget gott, er schuf 20 will dich, gort, im Vich wig in stiller einsamkeit 3⁰ Lobsinget gott, und betet an Register. Lobt den hoͤchsten! jesus Lobt gott am frohen morgen Lobt gott, ihr christen Me dich, mein geist Mag doch der sporꝛer Man lobt dich in der säe Mein auge sieht, o gott Meine ebenszeit versireicht Meinen jesum laß ich nicht Mein erloͤser, gottes sohn Mein erst geschaft sey preis Mein ganzer geist, gotrt Mein geist erstaunt, allmaͤcht. Mein glaub ist meines Mein gott, auch dieser neue Mein gott, dir ist bewußt Mein gott, du bisl gerecht Mein gott, du weißt am Mein gott, du wohnest zwar Mein gott, ersch affen hast Mein gott, ich weiß wohl Mein heiland! deine groͤße Mein heiland lebt, er hat Mein herz, ermuntre dich Mein jesu der voll schmerzen Mein jesu, du hatt unsre Mein jesu, fuͤr dein herz Mein jesus ist mein leben Mein jesus lebt, mag ich doch Mein jesus triumphiret, Mein ieben steht in gottes Mein schutz ist gotk, ihn Mein vater und mein gott Mit dir geh ich an mein Mit dir, o hoͤchster, friede Mit freuden laßt uns treien N deinem rath, o gott X Nach dir verlanget mich Nach eiuer pruͤfung kurzer Nach meiner seelen seligleit Nicht muͤrrisch, finster Nicht um ein fluͤchtig guth Nie will ich wieder fluchen Nimmt gott, den wir Noch laßt der herr mich Noch nie hast du dein wort Noch walle ich im ihraͤnenthal Nun bitten wir den heilgen Nun bricht die finstre nacht Nnn danket alle gott Nun habe dank fuͤr deine O christenheit O, daß do O, der du einst gestorben 7O du, mein mittler und Ogott, aus deinen werken O gott, bei dir ist heil und O gott, des gnadenvoller O gott, du bist die liebe O gott, du dist mein preis O gotr, du frommer gott O gott, erbarme vaͤ erlich O gottes sohn, herr jesu O gott, ich yreise deine O großer gott; du reines 325O heilger geist, kehr bei 403 O heilger geist, laß uns 241 O herr, mein goet! ich 75 D herr, wenn deine lehren 257 O hoͤchster! dessen kraft 379 O jammervolle tage, da Gc. Gey 5Nun ist der tag der seligkeit 7 Man rergles wobtgenu Sobocheeu 60 Gep he 10 se Sey we SHeh zu Hichrer O gott, du kannst den himmel 3 8 O gott, sobald der tag erwagh ge 57810 jesu christe, goͤties lamm 0 91 O jesu, dir sey ewig danl 126 O jesu, jesu, gottes sohn 242 156 4¹½ 467 51² 4⁴⁰3 288 272 4⁰⁴ 4⁵⁰ 177 4⁵² 50 529 586 178 541 38⁰ 213 Schicke dich, erloͤste Schuͤtze die deinen, die nach Seele, komm zum golgathg Sehu wir nur trübsal Sehr groß, herr, ist die Seht, welch ein menschl Selig, gott! sind die, die Seht, welch ein mensch, wie i gun SO jesu, wahrer froͤmmigkeit 1 Schaffet, schaffet, menschenl, Schon ist der tag von gonr Schwingt, heilige gedanken H un, h Register. keit ——7 sind des himmeis erben machty— lurmberzi„wenschen efteut Erh hochgepriesen, herr Ech lob und ehr dem hoͤchsten 369 4 6ch seele stark und Mewveltvirsöhuer, teh zuftteden, mein Mirer mensch, noch ist es Hieh, gott uud herr, wie gie kommt, sie kommt die Einz unserm gott ein frohes AEnd ich einst in jenen 6o fliehen unsre tage hin 6o früh bringt, goit, mich 60 gehst du, jesus, willig wacht ihn gottes, eingebohrner 0 Numand spricht: ich liebe i it nach gottes rath und 6%5 lang ich athme, gott llen menschen, meine ren Aelt ich jezt noch, da mir Veo wahr ich lebe, spricht weit nur deine sonven a, den mir der herr Vreuer goit, wir danken Mu gnade fuͤr die suͤnderwelt Ahhendlicher, den keine zeit Daler, den mein herz Htbittre dir dein leben Mfossen ist das alte jahr Rtleih uns frieden gnaͤdiglich st glaub ich, daß, was holler ehrfurcht, dank und ileh Woll freud und frommer chenf, Dom himmel ward der eugel ste Pan dir, o vater, nimmt „Won gott will ich nicht lassen ach auf, mein herz, und Richet auf ruft einst Achet auf vom(chlaf, ihr Man einst mein sterbend hie Miun, heiland, meine aun ist einst von jenem sey gepreist 181 ohn, der uns verheissen war 8⸗ 246 4⁵⁷² III Wann ich, gott, meinen geist 9 Warum betrübst du dich 43⁴4 Warum erhebst du, meine 2359 Warum soll ich mich denn 435 Was gott thut, das ist 436 Was hilft es mir, ein 32³ 38 Was ich nur gutes habe 396 291 Was ist der meusch, deß 112 137 Was ist mein leben auf der 437 570 Was ist mein zeitlich 4⁰⁶ 8Was ists, dab ich mich gnaͤle 438 539 Was kaun ich doch fuͤr dank 296 540 Was soll ich aͤnzsilich klagen 353 508 Was sorgst du aͤngstlich fuͤr 247 124 Weh dem, der laͤugnet 10 Welch gluͤck, o gott, ist Wenn christus seine kirche Wenn einst in meinem grabe Wenn ich auf gottes wegen Wenn ich, o goit, von dir Wenn ich, o schoͤpfer, deine Wenn mich die sunden Wer bin ich? wichtig ist die Wer durch dein wort ist neu Wer gehorcht, der thuts mit Wer gottes wege geyt Wer gottes wort nicht haͤlt Wer ist wohl wie du, stister Wer kann doch, großer gott 3 Wer kann, gott, je was 129 Wer nur den lieben gott 542 Wer schuf die sonne und den Wer weiß, wie nahe mir 49 469 Wer zaͤhlt der engel heere 53 454/Wie fliehn dahin der menschen Ar 313/Wie getrost und heiter 307 224. Wie groß ist des allmaͤchtgen 28 331 76 447 563 37⁰0 453 39⁰ 292 27 2¹5 483 138 13 I7 432 Wie groß, wie angeberet ist 392 211 Wie grunblos sind die tiefen 122 381 Wie heilsam ist doch, herr 487 93 Wie herrlich, jesu, starker 163 333 Wie maͤchtig spricht in meiner 472 35½2 Wie mannigfallig sind 4⁰⁸ 102 Wie sanft sehn wir den 250 Wie selig bin ich. wenn 530, Wie seli lebt ein miensch 258 Wie soll ich dich empfangen 266 Wie theuer, goit, itz deine 248 Wie ungewiß ist, herr 587 Wie viele freuden dank ich 531 Wie wichtig ist doch der 45⁵⁸ 8I 3260 Register. Wie wird mir dann, mein 252 Wo find ich, gott, den mein d Wie wohl rhust du, mein 275 Wodlauf, mein herz, verla Will mich, gotr, bienieden 430 Mohl dem, der beßre schäle h. Willst du der weisheit guelle 330 Wohl dem, der richtig Wir, der erde pilger, sind 253 Wo't, aus gottes munde n Wir erscheinen heut vor dir 481 Wo soll ich fliehen hin Wir freuen uns, herr jesu 44.. Wir glanben an den eingen 34 Deit, die ich seuszend zaͤhle V Wir menschen sind zu dem 188 Zu deiner ehr bin ich erwacht ö Wir sind in noth; laß uns 364 Zu bir, mein gott, der du Wir singen, herr, von deinen 350Zur grabes ruh, entschliesen 10 1 isch 65 en ů. tu un — Muntet „ 7 erlaß haͤhe e zäͤhle z wacht 1 iesest i0 Einige “-Ee Gebete. Laͤngere Morgenandacht. Ps.§. 4. har, fruͤhe wollest du meine Stim⸗ me boͤren; fruͤhe will ich mich zu dt schicken, und darauf merken. ütiger Gott und Vater! durch ine Guade habe ich wieder diesen ig etlebt, und mit dankbarem hen erkenne ich auch darin, ze viel ich dir schuldig bin. Daß mich durch den Schlaf erquickt, umeinen Kraften jetzo von neuem (lärke, und durch den Anblick des ggeslicht und der sichtbaren Natur üsteuet finde: das ist dein Werk. gese, dem allein ich mein Leben Iddessen Erbaltung zu danken ha⸗ E, Dein allmaͤchtiger vaͤterlicher Echutz war ber mir, da ich meiner lbs vicht bewußt, in unbesorgter I. Morgengebete. auch an mir selblt erfahren, daß dei⸗ ne Gute alle Morgen neu, und deine Treue groß ist. Nimm da⸗ fuͤr, o mein gott, das demuͤthige freubige Lob meiner Seele an Erhalte mich auch heute bei dem einigen, daß ich dich stets auf die rechte Art vor Augen habe, daß ich der christlichen Frömmigkeit und Tu⸗ gend unverruͤckt treu bleibe, da ich doch auf keinem andern Wege ein wirklich zufriednes Herz und wah⸗ res dauerhaftes Gluück finden kann. Hilf mir immer mehr zu einer rich⸗ tigen lebe digen Erkenntniß dessen, was zu meinem Besien dienet. Be⸗ vestige in mir den Glauben an Je⸗ sum, meinen Heiland, seine Erloͤ⸗ „sung und Lehre, die so zuverlaͤßig „meine Seele, wenn sie darauf ach⸗ tet, weise und gut macht. Staͤrke meinen Vorsaß, auch diese mir gufs neue geschenkte Zeit meines Lebens mit aufmerksamen und treuen Ernst dir zu heiligen, und die Bewahrung eines unverletzten Gewissens hoͤher zu achten, als alles Irdische, was ich mir durch die Sunde verschaffen koͤnnte. ö En ferne von mir alle gefaͤbrliche Versuchungen, zu welchen mein u Beru 306 I. Morgengebete. rauhe. Gieb dein Gedeihen zu einem je⸗ den dir woblgefaͤlligen Vorhaben, womit ich heute zu ihun haben wer⸗ de, und verleihe mir Muth und Kraͤfte, das recht auszurichten, was in meinem Stande und Berufe mir obliegt. Bewahre meine Gesund⸗ heit, mein Vermoͤgen und meinen guten Namen vor Schaden. Walte mit deiner gnaͤdigen Beschirmung über meine Angehoͤrigen, daß uns der freudige Genuß deiner wohl⸗ thaͤtigen Güte durch keinen Un⸗ glücksfall gestoͤret werde. Soll ich aber guch, nach deinem Rath, heu⸗ te meinen Antheil an den Bitterkei⸗ teu des Lebens empfinden, und von Widerwaͤrtigkeiten und Bekuͤmmer⸗ niß befallen werden: so waffne mein Gemüth mit der christlichen Standhaftigkeit und Ergebung in deinen Willen, mit dem kindlichen Pertrauen auf dich, und mit der getrosten Hoffnung einer bessern Zu⸗ Zunft, durch welche das Gefuͤhl der Leiden so sehr gemildert, und ihre rast um so vieles ertraͤglicher ge⸗ macht wird. Fuͤhre du mich, Herr, wie es dir wohlgefaͤlt; denn du weißt besser, was mir gut ist, als — —berm r von ehhege 50 ö lah es weihten Herzen. Sey du mit z so werde ich sicher bleiben, uusi H Uebel fuͤrchten Dies hoffe sshif dir nach deiner Barmherziglest nach der Verheissung, die du durch Jesum Christum gegebenst Amen! Klagl. Jerem. 3. 23.24,0 Die Barmherzigkeit des Heuhn alle Morgen neu, und ng Treue, o Gott, ist groh. Herr ist mein Theil, spricht ne Seele; darum will ich aush hoffen. 2. Kuͤrzeres Morgenge Ps. 63. 7. Win ich erwache, so rede iin Ix. err, mein Gott, du Ei und Wohlthaͤter meined kah dir danke ich jetzo wied e freuetem Herzen fuͤr 1 ich selbst. Zu dir, liebreicher Vater aller Menschen, der du allen gutig bist, und bich aller deiner Weike erdar⸗ mest, in dir bete ich auch fuͤr 3— daß du mich auch diesen ben lassen. Du hast mich die ch über deschuͤtzt, und durch dene Mon erquickt; und von dir habe H dern Munterkeit, mit wescher En I. Morgengebete. 302 ..— +⁰ die Vollbringung der mir nir vond ahlegenden Pflichten übernehmen le di 10 Gieb mir dies so zu erkennen, er alltl kuß es mir nie aus dem Sinn kom⸗ audethane, wie ich dir ganz angehöꝛe, und he viel ich ub Igen die Versuchungen, die mir Ine vorkommen koͤnnten, damit in Gon Ah nicht am Abend Vergehungen hen dich, und Untreue gegen mein hewissen, mit bitterm Schmerzze zu Hieb meinen rechtmaͤßigen Ge⸗ hoffe ichshisten und Unternehmungen einen rzigkel Inten Fortgang, da ohne dein Ge⸗ die du hen doch alle unsere Arheit ver⸗ Ihens ist. Wende Gefahr und Un⸗ gab von mir und von denen, Erbarme dich en, und Dir, mein Gott, uͤbergebe ich sso auch fuͤr heute mein Herz, mein eben und meine Schicksale. Er⸗ ote mich in deinem Wohlgefallen ud in deiner Liebe, und laß dann lles, was mir begegnen soll, zu heinem Besten dieuen. Du wirst rgengehluch gnadig erhoͤren, wie du durch Jesum Christum mir verheissen hast. luen. rede ii ö Ps. 73. 23. 24. 3⁰ bleibe stets an dir: denn du haltt mich bei meiner rechten Hend, und leitest mich nach dei⸗ em Raih, und nimmst mich endlich mit Ehren an. Mehrere gute Gebete am Morgen sind in den Morgenlie⸗ dern dieses Gesangbuchs von E. 885 519 bis 533. enthal⸗ en. 5. An Sonn⸗ und Fest⸗Tagen, bei dem Morgengebete hin⸗ zu zu fuͤgen. B mir auch insonderheit, o Gott, die Gnade, daß ich mir den heutigen Tog nach deiner Ab⸗ sicht und zu meinem eigenen Besten recht zu Nutzen mache. Es ist Wohi⸗ that fuͤr meine Seele, daß eigene Zeiten verordnet und bestimmt sind⸗ an welchen das Andenken an dich und die Sorge sür mein geistliches Wohl staͤrker und feierlicher erwe⸗ cket werden soll. Mache also den Eindruck davon in meinem Gemuͤ⸗ the auch heute so lebandig, daß ich mich von allen irdischen Zerstreuun⸗ gen mehr, als sonst, lorreiße; mit ernsthafter Ueber egung meine Ge⸗ danken zu diesem wichtigen Ge⸗ schaͤfte sammle; den oͤffentlichen Uu⸗ terricht aus deinem Worte mit Auf⸗ mumerksamkeit hoͤre und annehme; bei der gemeinschaftlichen Anbetung mit meinen Nebenchristen mein Herz, so viel lebhafter gerührt, zu dir er⸗ hebe; und in meinen eigenen An⸗ dachtsuͤbungen und Betrachtungen ein ernstliches Nachdenken auf mich selest und auf meine weitere Besse⸗ rung richte. Laß mich auf solche Weise von diesem Tage wahren Segen erfahren, dessen ich mich in dem Wachs hum meiner Erkennt⸗ niß, in det Ermunterung meiner Gottseligkeit und in der Staͤrkung meines Vertrauens und mieiner Hoffnung noch auf meine folgende Lebenszeit erfreuen koͤnne. Heilige mich ganz dir and deiner Vereh⸗ rung, so werde ich glücklich seyn⸗ und dir dafür danken in Ewigkeit. Amen. u 2 4. Noͤthige 308 I. Morgengebete. 4. Noͤthige Entschließungen am Morgen. Pf. 25. 4. S. Herr, zeige mit deine Wege und lehre mich deine Steige. Leite mich in deiner Weisheit und leh⸗ re mich: denn du bist der Gott, der mir hilft. ch habe alles, und also auch die⸗ sen neuen Tag meines Lebens von Gott; darum ist es für mich hoͤchst norhwendig, denselben nach seinem Willen und zu den Absichten zu gebrauchen, zu welchen er ihn mir gegeben hat. 1) Vor allen Dingen will ich mir deswegen jetzo wieder den Gedgn⸗ ken tief und lebendig ins Gemüth praͤgen, das Rechtthun und Gott⸗ gefallen der Hauptzweck meines Le⸗ bens ist, weil ich dabei allein ein ruhiges Herz und eine sreudige Hoffnung durch Jesum Christum, meinen Heiland, baben kann. 2) Ich will mich hieran diesen Tag uͤber, so oft ich kann, auch wäh send meiner Geschaͤfte, und un⸗ ter den Umstaͤnden, worin ich mich etwa befinden mag, wenigstens mit einem kurzen ernstlichen Gedanken, zu erinnern suchen, damit es mir ja nie aus dem Sinne komme, wo⸗ zu ich in der Welt leb. 3/ Ich will zum voraus mit Auf⸗ merksamkeit bedenken, was fuͤr Ge⸗ legenheiten zu Versündigungen in meinem Beruf und in demjenigen, was ich mit andern Menschen zu thun habe, mir heute aufstoßen möchten; und ich will auf meiner Hut seyn, daß ich mich nicht zu et⸗ was Boͤsen hinreißen lasse. 4) Bosonders will ich über die Nelgung meines Gemuͤths wachen, von welcher ich weiß, daß sie am meisten in mir herrschet und am leichtesten mich uͤbereilet. — I deten/ „dur. lstoß 6) In den Verrichtungen u Berufes will ich mit Tten h Fleiß arbeiten; nicht allein um alilunge nes eigenen Vortheils willen, dern auch vornaͤmlich aus der trachtung, daß es Gottes Ormunh und Wille ist, der mich zu demehh de in diesen meinen Stand gesß hat, daß ich darin thaͤtig und naagt lich seyn soll. u 7). Jeder Betrug in meinen gh schälten, jede Beruͤckung mashs Naͤchsten, jedes unrechtmaßige un tel des zeitlichen Erwerbes, Aan irgend einer andern zeitlschen sicht, soll mir ein Abschen sernen mi sehr auch etwa das Urthell mdsh He Gewohnheit meines gleichen sal) als etwas erlaubtes, zu rechisn eulich gen scheinen mag. Denn Golt iit het mich, und ihm muß ich Rahan schaft davon geben. ä 8) Bei allen meinen Versihun S gegen meinen Nebenmeuschen gei mir die grobe heilige Regel dot hn gen schweben: ihnen das zu was ich mit Billigkeit will, mir thun moͤchten. Wenn mir heute ein Huslhh duͤrftiger bekannt, oder in Euin enng gebracht wird: so willihnduic herslicher Willigkeit, nach min Umstaͤnden und nach dem M meines Vermoͤgens, und dunc gene Mildthaͤtigkeit, oder durg h sprache, Rath und Trost, diegh an ibm beweisen, die ich, 10 öin und als Chrisl, ihn sl ig bin. 10) Ich will mich sorgfaltig 5 Ich will, so viel es sich aur ten, daß ich meinen Nugehbrn H I. Morgengebete. 3og — nn-— 1½ Dm Faszenoffen, Freunden oder an⸗ 13) Ueberhaupt will ich den Wgen Dn wnn welchen ich sontt umge⸗seligen Gedanken von der belundis in äuhhhe, durch Worte oder Thaten keinen gen Gegenwart meines Gottes so e menngloß gebe, damit ich nicht die veste zu halten, und in meinem Ge⸗ ine Wlhvere Berautwortung auf mich la⸗ muthe immer so nahe zu haben su⸗ keichteasl, ihnen eine Ursach zur Sünde chen, daß er bei jeder Gelegenheit ch vershund zum Verderhen geworden zu bald in mir merklich und tege wer⸗ er zutsuhn, Vielmehr soll es mir mit de, daß er mich in Gefahren der e Relsut am Herzen liegen, wo ich Versuchung warne und staͤrke, daß n, und wo irgend ein guter Er⸗ser mein Vergnügen reinige, und Len mihsch bavon zu hoffen ist, dürch mei⸗erhöhe, daß er die Lal der Leiden Treue un Reden, Ermahnungen und Vor⸗ mir erleichtere uud daß ich also, in ummhllungen, wenigstens durch mein gleichsam in einer steten Beglei⸗ dillen, Ahenes leichformiges, gewissenhaf⸗ tung, den ganzen Tag uͤber so viel s del alten, meinem Naͤchsten zu sicherer und froher wandele. I4d) Auch dies Heute wird bald nicht mehr seyn, und ist dann, was seine Dauer betrifft, unwiderruflich und auf ewig verschwunden. Nur die Folgen und Fruͤchte davon, wie ich diesen Tag angewendet habe⸗ die bleiben; es sey nun zum Gu⸗ ten, oder zum Boͤsen; zu meinem Gluͤck osder zu meinem Elende. Ich will mit Gottes Huͤlse dafur sorgen, daß es lein verlorner Tag⸗ 0 kein Tag des kunftigen Vorwurfs chen suchth n) und eines schreckenden Andenkens rechsf fuͤr mich seyn moͤge. Und du, allwissender und heili⸗ ger Gott, bist Zeuge dieser meiner Vorsaͤtze; sey du aber auch mein Beistand, sie zu erfuͤllen. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefal⸗ len, denn du bist mein Gott; dein guter Geist fuͤhre mich auf ebner Bahn. Amen. Ps. 119.. O, daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte l I. Abend⸗ 31⁰ 1. Laͤngere Abendandacht. 1 Sam. 7, 12. vor dich, der du mir bis hieher ge holfen, und auch heute deine wohl thatige Güte so mannigfaltig be⸗ wiesen hast. Dein Ange hat uͤber mich gewacht und deine Hand hat mich geleitet, daß ich vor Unglück bewahret geblieben. Von dir ist mir Gedeihen und Fortgang in mei⸗ nen Verrichtungen gekommen, in dem du meine Gesundheit und mei⸗ ne Kräfte erhalten, mir Muth und Freudigkeit zu meinen Berufspflich⸗ ien gegeben, und auch die außerli⸗ chen Umstande zu meinem Nutzen gelenket hast. Dir allein habe ich auch jede angenehme Stuude und Empfindung zu dauken, deren ich heute in dem Genuße der Gaben der Natur und in der Verbindung mit der menschlichen Gesellschaft froh geworden bin. Selbst die er⸗ guickende Ruhe des Schlafes, der ich mich jetzo uͤberlassen will, ist dei⸗ ne Wohlthat, um mich durch er⸗ neuerte Kraͤfte zu demsenigen, was ich morgen zu thun habe, so viel geschickter zu machen. So sichtbar wird mir in dem allen, wenn ich es nur recht bedenken will, deine lieb⸗ reiche Fürsorge; und so viel Ursa⸗ che habe ich, mit dankbarer Seele] mich dessen zu freuen, was du anu mir thust. Ja, mein Gott, dir wili ich danken und deinem Namen lohsingen der du so gnaͤdig bist. Ware doch nur auch dieser Tag in allen Stuchen so von mir ange⸗ wendert, daß ich mich deßhalb mit sshrung Wechst in meinem Ver halten zugesh el diese und untruͤglich erkannt, was aig se gur oder böse it: und also sisen t in dem hellsten Lichte auch glee Vergehungen und Fehler offenhn kounn deren ich mich schulbig gemacht Mcht. wodurch ich, in groͤßerem odershaft u ringerem Maaße, das wahr: Werere weines Lebens zerstoͤret ober n mindert habe. Gieb nicht zu, gas hHoit und heiliger Gott, daß ich uun ku zu send und gleich guͤllig daruͤberhi uie vei weg gehe. Sielle mir diehuhstin, d mein Unrecht so klar vor Auhhhemein daß es einen siefen, daurendene uud die druck in meine Seele macht, Nsol. E daß ich nut Reue und Schaam Ie keie betrachte, wodurch ich dit wisflhet letzt und meiner eigenen Wohsihtnich da schädlich geworden hin. Berglehrlluͤsschu dann, nach deiner vaͤterlichen elt und barmung, die von mir begahhn Fehltritte, und laß den 1 0 des Glaubens an Jesum II. Abendgebete. 0 sthes gerlu usch so kabessh diß ich au darsh shtung! ennestnn Bechsthu Du d wags Ih rig seyn mag Ilso sia 10 auch schon mit dem heuti⸗ Iu Tage wieder vorbei; und so mme iid mit jedem zuruckge egten er irdischen Wander⸗ em oder shaft näher, wo die gegenwartige vahte. Lorkerettunas zeit aufhoͤret, und t oder yode vergeltende Ewigkeit aufangt. t zu, gun HGott, verleihe mir die Weis heit, Dich unn des zu bedenken, und also auf die hotüberh. ur verborgene Stund bereit zu Ur vielngtehn, da ich dir von dem Gebrau⸗ vor Auhgdemeiner Tage Rechenschaft geben⸗ wendene und die Folgen desselben erfahren mache, Vol. Erinnere selbst mich daran, Scheamn Adie leicht ein jeder Tag für mich dit misler letzte seyn kann; und bewahre Wohllnich daburch vor dem gefahrlichen Verglehnllusschub der Sorge fuͤr meine See⸗ rlichen begat seligend Chit emacht. M Schritte mein sestr meiner wichtigsi en Angelegen⸗ e ubtn Gruͤcht Eund vor aller Verwahrlosung wieder erwachen sey mit mir jetzt und immerdar. Amen! Ps. A. 9. Ich liege und schlafe ganz mit Frie⸗ den; denn du, Her, ihet wir, daß ich sicher wohne. 2. Kuͤrzeres Abendgebet. Ps. 63, 7. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich. Giter Got! unter deiner Be⸗ schuͤtzung und Leitung ist nun auch dieser Tag wieder von mir zu⸗ ruͤck gelegt; und ich beschliehe ihn mit dem innigsten Danke gegen dich, fur alles das Gute, welches du mir an demselben hast wieder⸗ fahren lassen; fur die mir erhalte⸗ ne Gesnndheit, fuͤr die Abwendung so mauches sonst moͤglichen Un⸗ gluͤcks, fuͤr den gesegneten Fort⸗ gang meiner Geschaͤfte, und auch fuͤr die Wohlthat, daß ich mich nun einer erquickenden Ruhe uͤberlassen kann. Das erkenne ich mit gerühr⸗ tem Herzen, und freue mich deiner Guͤte. Siehe du aber auch mit Lang⸗ muth auf die Fehler, mit welchen ich an dem heutigen Tage mein Herz und mein Leben etwa befleckt habe: und mache sie in meinen ei⸗ genen Augen so offenbar, daß ich sie mit ernstlicher Empfindung be⸗ reue, und mit treuer Gewissenhaf⸗ tigkeit fuͤrs kuͤnftige vermeide. Laß mich dann mit Freudigkeit Antheil haben an der Vergebung der Suͤn⸗ den, und an deiner Guade, welche u a auch 512 III. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn— auch mir dein Sohn, Jesus Chri⸗ stus, durch seinen Tod verschafft, und durch seine heilige Lehre ver⸗ sichert hat. 8 Gieb mir, da wieder ein Tag da⸗ hin ist, hier durch einen neuen le⸗ bendigen Eindruck von der schnellen Flucht meiner Lebenszeit, und hilf mir, einen jeden Theil derselben so anzuwenden, daß ich auch vr dem letzten meiner Tage, der vielleicht bald und unvermuthet kommen mag, nicht erschrecken barf. Darauf lege ich mich nun guch jetzt getrast zur Ruhe; und über⸗ gebe mich, die Meinigen und alle Menschen deinem allmaͤcdtigen vaͤ terlichen Schutze Wache du über mir mit deiner Liebe, so wirb kein Verderden mich treffen und/ ich morgen erwache, soll meine. Jes wieder mit Freuden deines In u voll seyn. Segne mich, mein g ů und Vater nach deiner ewigng te, um Jesu Christi, mei sers, willen. Amen! Ps. 40. 12. Laß deine Guͤte und alle Wege behüten. III. 2. Vertrauen auf Gott und rechtmaͤßige Gesinnung ge⸗ gen ihn. armherziger beusch und Schoͤ⸗ pfer der Menschen, von dir allein muß ich alles, was zur Nah⸗ rung, Beleidung und Erhaltung meines Leibes und Lebens, und überhaupt zu meinem ganzen Gluͤ⸗ Ae in Zeit und Ewigkeit nothwen⸗ dig und ersprießlich ist, erwarten; und ich kann dies auch, nach deiner gnaͤdigen Zusage, bei einem redli⸗ chen Gehorsam gegen deine Gesetze erwarten. In deine allmachtige treue Vaterhaͤnde lege ich daher al⸗ les, wos du mir von irdischen Gu⸗ tern an Beguemlichkeit, Vergnü⸗ gen und Ehre verliehen hast, in De⸗ muth nieder. Dank sey dir, Va⸗ ter! für den froͤhlichen Genuß, den du mir davon bisher, wider alles mein Verdientt, geschenket hast. Durch deine Gnade will ich mich be⸗ Taͤgliche Erweckung zum frommen Sun und Wandel vor Gott. U uhen, uuner E ailler in Tug 2— ulden d reit halten, dies alles, wann ude von befiehlst, freudig wieder hinwans Wehrhei Ja, ich bitte dich herzlich, lahnscdisch en alle meine irdischen Vortheile nhen Am einen Augenblick langer, als eß msabt me Bewahrung und Staͤrkung monhen, n Glaubens Und guten Gewissene stehen kann. Laß keinen mein sche, wovon du, nie irrend Seele, zulassest, daß ich nach shung ar ermeßlichen, unaussprechlichen gund aus zaͤhligen Wohlthaten, die du Ihr verbo erwiesen hast, in irgend ein gih wich setzliche Sunde gegen dich zih ahseli⸗ oder daß meine Andacht und Oh ischwei sten⸗Tugend einige Abnahme! de; so nimm mir lieber, so und peinlich es mir immet mag, meine Gesundheit, melne h une quemlichkeit, mein irdisches Ven und Wandel vor Gott. 31⁵ Ereeen in verund eie wahre Wopiihrren mit ei. mein Hat); Und belege mich dagegen nem daulbaren und heitern Herzen s deh ust sbmerzhakter„ langwreriger szu tragen. und zu meiner immer mein Kranbeit, bitterer Armuth, un⸗groͤßern Reinigung und Besserung wign gchulölger Verachtung, und andern a uwenden. Auch will ich mich be⸗ einel Eulgden dieses bald, bald voruͤber ei⸗ fleißigen, ein au geraͤumtes, treund⸗ lden Lebens Nur bitte ich dech liches Wesen im Umgange mit mei⸗ Irünstig, laß mich nicht meine Lei⸗nen Nebenmenschen immer mehr uetwa durch Unmäßigkeit, durch anzunedmen; um dadurch demer rele khlosigkeir, oder sont eine Ver⸗goͤttlichen Regierung in der Welt Wng meiner Pflichten selbst ver⸗Ehre, und meinen Nebeumenschen hlichen. Und wenn dann ein Lei⸗Freude zu machen Wie viel tau⸗ Abend Un aus deiner Hand uber mich sendmahl habe ch dir, mein Gott! n Gelhlunt, oder auch etwa durch mei⸗ zu danken Ursache gehadt, daß du Wchwachheit verur sacher wuͤrde: ehedem diejenigen Wuͤnsche verei⸗ h es mich, nach deiner vater⸗telne, diesenigen Absichten mich nicht shen Absichtin der Beherrschung hast erreichen lassen, die mir da⸗ Ie unordentlichen Begierden, in mals so angenehm waren, und mir himmlischen Sinu, in der gl⸗ zu meinem Wohl unentbebrlich lalligten Kunst, deinen Willen schienen! Hättest du mich das ver⸗ hlchterdings zu dem meinigen zusmeinte Glück erlangen lassen, das uchen, befestigen und staͤrken, und ich so ernstlich und rastlos suchte; Siun uzer Seel die himmlischen Fruch⸗hättest du mir die Vorthelle ge⸗ alher vestgegründeten und geuͤb⸗ waͤhret, die ich als mein Gluͤck so in Tugend geben Laß mich auch sehnlich wünschte: so waͤre mein ulden Fall vorbereiset seyn, wenn anzes irdisches u d ewiges Wohl wann duldn von mir, für den Dienst der zernichtet. Das sehe ich jetzo ein, hinzupchecbshrheit und der Tugend meine da der Ausgang deiner weisen und ich, Wögsdishen Vortheile(meine Güther, guͤtigen Führungen vor mir liegt. rtheile uhen Amt, menne Ehrenstellen, und O! das fiarke mich, daß ich schlech⸗ als ez fuhe mein Leben) zum Opfer sor⸗ terdings keinen andern Willen habe, ung menhen, und mich in die Umstände als den deinigen; daß ich bei allen ewissent Hihren solltest, wo ich, um ein un⸗ meinen Wünschen und Hoffnungen, einer Wikelchtes Gewissen zu bewahren, bei alen meinem Thun nnd Vor⸗ ende W Iune Vorzuge und Bequemlichkei⸗nehmen mit meinem Erloͤser sage: gufgeben, und mich drückenden Gott, nicht mein, sondern dein Iufländen bios dellen mühte.— Wille geschehe! daß ich allzeit und unter allen Umstaͤnden dich kindlich fuͤrchte, liebe und dir vertraue, und mit deiner vaͤterlichen Regierung immer zufrieden, ruhig und dank⸗ lichen, bar bin. Amen! die durside verbannet seyn. Dagegen will dein uih mich trenlich bestreven, alle; dich Möhseligkeiten dieses Lebens, die t und 90 werden eives siechen Leibes, 2. Demuthsuͤbung. onahme VUnd was du mir sonst an andern r/ so ish übsalen himtufügen moͤchtest, nicht Furch deine Gnade, du heiligstes immer f llu mit demuthiger Ergebung in und vollkommenstes Wesen, „mahe ünen Willen, sondern auch als will ich es ets zu meinem Haupt⸗ ches Velllihoͤrung meiner frommen Gebete, 471 machen, meine Seele ben 5 allem 114 III. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn So will ich denn(n empfangen habe: dazu empfaugen habe um dadurch Vergnügen, Ruhe und Wohlfahrt in deiner Familie, unter meinen Nebenmenschen, auszuhreiten; und daß ich folglich ein seuaͤndlicher Re⸗ bell in deinem liebevollen Reiche werde, wenn ich eine deiner Kraͤf⸗ te und Gaben dazu mie brauche, ir⸗ gend einen deiner Measchen ohne Nueth und Recht zu kraͤnken, zu be⸗ truüben, zu beleidigen und zu be⸗ schaͤdigen. Ich will es oft erwaͤ⸗ gen, daß ich nur eine gar sehr ge⸗ ringe Brauchbarkeit in deinem Dienste habe, vielleicht ouch darch Nachlaßigkeit und Traͤgheit schuld daran bin; und daß bingegen so viele hundert meiner Nebenmen⸗ schen viel großere Kenntnisse und Geschicklichkeiten besihen, und dei⸗ nem Reiche weit mehrere und wich⸗ ligere Dienste leisten. Ich will es nie vergessen, daß der Tadel und die Widersprüche, die ich von an⸗ dern erfahre, in deiner Hand Seg⸗ nungen wer den, und Mittel sind, meine Einsichten zu berichtigen, meine Haudlungen zu bessern, und so manche Tugenden zu uüben. Oft will ich es meinem Gemüthe vor⸗ halten, daß die wahre Ehre nicht siehen, wenn du mit mir nachg Wute vn 1 b Wuh de rechtigkeit, onne Erbarmumhn, fahren wolltest! Herr, mancahhele, thue du durch deine allwolhrnaner Vo sehung, sollte es mich guß en Eis kraͤnkendsten Urtheile und 0 10 tung meiner Nebenmenschen u. A sten; thue alles, so bitter unyg lich mir es immer senn may, diesen Stolz, den ich hasse, doch noch immer so seht in fuͤhle, zu schwächen und allm mit der Wurzel auszurotten. jenen Betrachtungen die Kusshunter meinem Herzen, daß ich dallll den alle Regungen der Unzuftiedeihyd Vat bei den Trubsalen meines Lehasuͤß deir alle Regungen einer gufhlihese Kra Meigung von meinen Elnscchth Gahen und Vorzügen; oder e veraͤchtlichen Meynung von masst Nehenmenschen, und insbe von denen, die mit mit in gih Geschaͤften(oder Amte) arhhh mit Erust unterdrücke; die Ullshenug! lichkeit bei den Widersprüchengler Sot dem Tadel anderer, und all Achnsllch aͤchtliche Beurtheilung meinet suchen. benmenschen, besonders dreh gbeite sich wit mir um einerlei Soch hhichen Vor heile bewerben, fliehe; Uchteit die uͤbergroße Begierde nach A inb oͤftt und Veifall vor her Welt; Ner irg. ich alle Regungen eines gehleh hrnach! schen und auffahrenden Wash g sogleich mit unerbittlicher Shhi aus meiner Seele verbunne — und Wandel vor Gott. 315 Fuuerjene uneingeschräͤnkte, un⸗ Uüczlche Unterwerfung unter bescheidene Meinung von und jene liebevolle Be⸗ und aufrichtige Werth⸗ audern und irss meine Seele zu verringern. Du, allwissender Vater! der du weißt, daß ich es nicht aus Selbstvermef⸗ senheit oder Kuͤhnheit thue, son⸗ dern in der frommen Absicht, dei⸗ nen Willen desto besser, leichter und rendiger zu ühen: du wiest mich gewiß mit deiner Gotteskraft da Wi⸗nicht verlassen, und mich der Sunde nuͤtzliche, menschen ebrauch aller meiner Oth deine diese Zierde meiner se Grundlage aller nden, laß immer mehr Darum Um Keuschheit und Maͤ⸗ ßigkeit. i. uter der Aufsicht deiner schuͤtzen⸗ ich Rülll den Vorsehung, mein Gort Zuftiedasnd Vater, und unter dem Ein⸗ nes Leasuß deiner herzlenkenden, bessern⸗ aufblihasn Kraft, will ich zu allen Zeiten Clusichhhewe christliche Mäͤßigung und heaschhelt zu bewahren und zu stär⸗ von milseg trachten. Alle Gelegenheiten Igienen unwürdigen, schimpflichen, sicllchisczen Lusten; alle neugterigen 4*7 Ulicke, und allen unvorsigtigen die zur Beute nicht hingeben. Mit einem demuͤthigen herzlichen Danke nehme ich zu meiner Staͤrkung die trostvolle Zusage deines Eyangelii an, daß du die unwillkuͤhrlichen Regungen dieser und andrer mir abscheulichen Gedanken und Begier⸗ den, die ich hasse, bekaͤmpfe, und zu verhindern suche, mir um Jesu Christi willen gar nicht zurechnest; hingegen jeden lreuen Kampf da⸗ wider mit einem hoͤhern Grade dei⸗ nes Beifalls und Vater liebe beleh⸗ nest. Hierdurch gestaͤrket, will ich 316 mit aller Vor sicht, Selbstbeherr⸗ schung und Enthaltsamkeit zu mir nehme, daͤmit ich ja nicht deine Geschenle schaͤndlicher weise miß⸗ hrauche, noch meine chrisiliche Ar⸗ beitsamkeit, Andacht, Keuschheit, und andere Tugenden deines Ge⸗ setzes, hindere und mir sellit er⸗ schwere. Mit solcher christlichen Mäßigkeit will ich denn trachten, dein kostbares Geschenk, meine Ge⸗ sundheit und Leben, zu erhalten und zu henutzen. Ich will dir meine herzliche Dankbarkeit fuͤr deine vaͤ terliche Fuͤrsorge zu beweisen, und meine Andacͤht und christliche Tu⸗ genden auf eine edle Art zu bewah⸗ ren und zu üben suchen, rehre mich, Vater, ebensolche Maͤßigkeit auch in dem Gebrauche aller deiner andern irdischen Guͤther, aller guch unschuldigen Vergnuͤgnngen des Le⸗ bens, die du mir goͤnnest. Ich will sie besitzen und geniehen mit dem lebhasten Gefühl der Geringfuͤgig⸗ kelt und Vergaͤnglichkeit aller, auch der besten irdischen Güther, und mit der standhaften Entschlossenheit, sie auf deinen Befehl in deine wohl⸗ thaͤtige Vaterhand gern zuruͤck zu geben. Ich will sie besitzen und ge⸗ nießen als ein Christ, der unendlich bessere Guͤther kennet, und fuͤr eine selige Ewigkeit arbeitet, Stehe du mir bazu bei, um Jesu, meines Erloͤsers, willen. Amen! Um bruͤderliche Liebe, Mitfreude und Mitleid. Liczde. und gnaͤdiger Gott und Schoͤpfer deiner Menschen, un⸗ endlich gütiger und wohlthaͤtiger Regent der ganzen Welt! jedes rechtmaͤßige Vergnuͤgen meines Re⸗ benmenschen ist ein Geschenk dei⸗ ner allgemeinen Vaterliebe: Neid, Mißzgunst, schadenfrohes Wesen maͤchen mich sogleich zu einem Re⸗ 4. Verdienste deines Sohnes erwartu Mei kaun. Weit, weit groͤßere Ehns aber und Freude schaffet es mir, wenilham sch ich mit Selbstuͤberwindung das Venssaßigen gnuͤgen meiner Nebenmenschen emzen me pfinde, ais wenn ich den glaͤnzendsshers de sten Ruhm, und den lautesten Bessund, 2 fall der ganzen Welt erhielte. Unsh mein je mehr Selbstuͤberwindung mussude zu diese Tugend kostet; desto edl und wichtiger ist sie, nach deinashen Ru liebreichen Schatzung; und gllea meine den Perlust, den ich je an eigenensgert. 2 irdischen Ruhme, Bequemlichleit ler Macht daraus verbannen. Hi gegen will ich mich immer mehr guhn Neid eine zaͤrtliche, christlich bruͤderlicheslderlich Theilnehmung bei der Noth meihlhen. ner Nebenmenschen zu gewoͤhnenesr auch suchen; sie als die meinige ansehen sehelreste und fühlen, sie auf alle mir möhs uchristli liche Art, mit Gelde, durch thall hanichte gen Beistand, und vornehmlich mie Gem meinen Kraͤften und Gaben, zu erz h diese leichtern oder zu endigen suchenz zur und mich in die Bereitschaft verein min He zen, sie ihnen, wenn es deilkt nguch Weisheit so gesiele, absunehmeniiliche und an ihrer Stelle zu tragen, Zu si biesem Ende will ich, so viel immer d ire möglich ist, keinen Armen, der sh ri an mich wendet, gehen lassen,* ů und Wande vor Gott. 317 zu sprechen. Kaͤnn ich Leideh s gleich nicht helfen, so kann ich drigleal doch vielleicht Muth und Trost en, slhrechen; oder er hilft mir durch lischenshen Anblick seiner Nolh, daß ich den alhulbarer gegen dich, meinen wohl⸗ e Ehl aber will ich mich, weil mir weusam schwersten wird, immer mehr e Peulfaßigen, jedes rechtmäßige Ver⸗ sen ethhlgen meiner Nebenmenfchen, be⸗ üntendshers derer, die mit mir einerlei en Belsund, Amt und Vortheile haben, e. Unlsh mein eigenes Vergnuͤgen mit; wiliude zu empfinden: vornehnnich o eblas da, wo es meinen eigenen ir⸗ deinehsshen Ruhm und Ehre verdunkelt, d alleunh meine irdischen Vortheile ver⸗ igeneulsgert. Auch da will ich mich be⸗ ichleit ben, ihr Bestes auf alle mir rdeililhiiche Art zu suchen, zu befor⸗ rch dehlun, durch gelegentliche, ruͤhmliche Uls undlhele, Warnung vor Schaden, h dies ch Bereitlung bösar Anschlaͤge ge⸗ ich mon sie, oder durch nuͤtzliche Rath⸗ haften Hlige, Nachrichten und Empseh Henfreuhugen, oder auf andere mir mögli⸗ abscheuse Art und Weise; auch wenn venn siss Gespraͤch hierguf in Gesell⸗ mit gleshat faäͤllt, so will ich durch geflis⸗ n. Hieossliiche Fortsetzung desselben mei⸗ neht aun Neid zu kränken, und meine derlichehlderliche Gemüthsart zu särlen th. melliten. Herr, mein Gott! hilf woͤhnen auch hierin die traurigen ansehen sheurete meines ehemaligen boͤsen ir möh ucristlichen Lebens immer mehr othall sluichten. Gieb mir Gegenwart lich mit Hemuͤths und Weisheit, daß „ eth h diese Ehristen⸗Tugend nicht suchen; Iin zur Halfte ausuͤbe; nicht blos verste un Hert vom Neide reinige, son⸗ deintt snguch die, noch so sehr schwache, ehmen illiche Mitfreude slaͤrke, und die zen. 3u sittel dazu immer besser erkenne, ten Menschenfreundes willen, bitte ich dich hierum. Amen. 5. Um Nachsicht, Sanft⸗ muthe, Leutseligkeit und Langmuth. Wo ist ein solcher Gott, wie du bist, der mit den Suͤndern nicht nach Ver dienst verfaͤhrt, und die so oft wiederholten Fehltritte und Schwachheiten der Menschen mit unbegreiflicher Geduld und Schonung trägtl Olaß mich doch⸗ mein Goit! durch die dankbare Er⸗ innerung des unermeßlichen Reich⸗ thums deiner Langmuth, Vater⸗ treue, Nachsicht, Herablassung, Leutseligleit und Freundlichkeit, wels che du mir um Jesu Christi willen immerfort schenktest, erweckt und ge⸗ stärkt werben/ mich von aller auffah⸗ renden Heftigkeit, Ungestuͤm und Hize zu reinigen, die einem Unter⸗ than und Kinde des so berablassen⸗ den freundlichen Gottes, und ei⸗ nem Exloseten des so sanftmüthi⸗ gen Heilandes guzerst, aͤußerst schimpflich ist. Laß mich taͤglich er⸗ weckt und gestaͤrkt werden, diesen boͤsen Regungen mit aller Wach⸗ samkeit den Eingang in meine See⸗ ie zu verschließen; und wenn sie sich da einfinden, wir als dann keine Rebe und That eher zu erlauben, bis ich die Sache dir im Gebet vor⸗ getragen, und mir da eine dir ge⸗ faͤllige Art des Verfahrens vorge⸗ schrieben habe. Ja, mein Gott? unter deinem Beistande will ich mich als ein Christ befleißigen, so⸗ wohl bei den Unordnungen und Vergehungen derer, die mir unter⸗ geben sind, als auch bei allem dem⸗ was mir an meinen Nebhenmen⸗ schen unangenehm und verdrießlich Immer d trener anwende. Um Jesu der sh srißi, deines Sohnes, des groß⸗ u, i ist, mich an eine immer größere 2 zu gewoͤhnen. Ich 1.— 31 II. Taͤgliche Erweckung zum frohen Sinn mich bemuhen, die noͤthigen Erin⸗ nerungen, Verweise oder Bestra⸗ fungen, die ich audern zu gehen ha⸗ be, mit einem sanften und leutseli gen Wesen zu geben; und in der Belehrung und Besserung der Ir⸗ renden und Fehlenden nie zu er⸗ muͤden; aber ich will auch,(o viel immer moͤglich„die sanften Mittel den strengen vorziehen; und über⸗ haupt so sanft gegen andere seyn, als strenge gegen mich selbst. Da⸗ zu hilf mir durch dein Beispiel und dein Wort um deiner unendlichen Güte willen. Amen! 6. Um christliche Gefaͤlligkeit und Freundschaft. lles das, mein Gott! was ir⸗ gend einem meiner Nebenmen⸗ ohne Noth und Recht, nur ßvergnügten Augenblick will ich mir immer ver⸗ abscheulicher zu machen, es verdruͤßliche und unfreund⸗ mehr und mehr Dagegen will ich dazul) immer was irgend enschen ein gnügen und un⸗ macht, auch in nnd mit d Lust ins Werk zu richten; und dies will ich thun nicht etwa aus Schmeichelei und Menschengefaͤlligkeit, sondern durch die edle Begierde, dir, meinem Goit, äͤhnlich zu werden; und deine Men⸗ schen aufs möͤglichste zu vergnügen, will ich mich anreiben und erwei⸗ ken lassen, nicht allein in großen und wichrigern Dingen, sondern auch in Kleinigkeiten gütig, sanft schen, ohn einen mi verursacht, haßter und und all liche Wesen imme abzulegen suchen. mich(hilf du mir selbst mehr gewöͤhnen, alles, einem meiner Nebenm rechtmaßiges Ver schuldige Freude Kleinigkeiten zu bemerken, aller Treue un und freundlich zu seyn; und an dern wo llzuthun auf die gefalligste Weise. Dies soll mic antreiben, die Ehre meiner Nebeumenschen mnit der größten Zartlichtest uu handeln, und atteitwohsehn zu seyn, welche schmerzende iuh, Um kungen andern durch die Verah und di ihrer Ehre vnd guten Nament ursacht werden; den großen z(b mie zu verguuͤgen und woglzuthuß F dahr ich steis vor Augen hzben. dchge mi das ist Ehre, Ruhm und hnthsfomm. mich, einen Ehrssten, der at sel fen ist, Segen von dit zu emfsten, a gen, und Segen unter deine Asch nich schen zu verbreiten. O snd iu laß 1 dies 96 93150 Gelennt utee vergessen, und erhoͤre mich inin su Christi willen. eun Aflabige Hfler! 7. Um christliche Liebeg 11 S. Iaht das Solten mir auch, o Gothlhhatten. — ter deiner allwissrder fin Het vaͤterlichen Vorsehung, Beiahhlra der auch grobe Beleidiger und gan mr begegnen: o so will ich gus Alen, wa cher Dankbarkeit fuͤr deine gunihe zu ermeßliche Gnade, auch mter de ärgsten Feinden sogleich mihstermit ganzem Herzen vergeben, Rllenthalt mir solche Beleidigungen un hepcle Christi willen vergeben hul, Raper welche auch die größten ehsih ich r keiten der argsten Bösenschalis erd gen mich wie nichts iu rechun uiges Ich will auch meinen ärgshncste Mät den aus eben dieser Msache uugen Gute aufrichtig goͤnnen uu sterdrü⸗ wuͤnschen: jeden mir aüssiaen aie Dienst ihnen gerne keisel N u ir nach dem Muster mesnet Aaud m Jese Christi, durch Wollhusttoilen Debe sie zu besiegen trachtesu, das se Gesinnungen, barmbenihhu, sore verjeihender Goit! verleibe Huliebe le und bevestige in mir, Aulicht d. deines Namens und deintt Ar ant ten Religion, und in M eigenen Ruhe und Seligl 3u il, Whasten 1 serke, Nlie me und Wandel vor Gott. 319 o Gott, stets bedenken, Verhalten im Um⸗ ben. d ind Giits uch nü 41 lermit die veste Entschliessung: geben, Ilenthalben soll mich der christlich⸗ igen un sihebolle Geist in der Beurthei ung en hust, hener Nebenmenschen so regieren, ten gllsch ich nie eine Unwahrheit, nie ösewiclllhes erdichtetes Boͤses oder Nach⸗ rchnen Muliges von ihnen sage; daß ich arglengste Mangel, Feyler und Verge⸗ Arsace Nugen, auf jede rechtmaͤßige Art nen ud terdrücke und verberge; daß ich nir mühtvon nie ohne Noth, nie anders, leiseh, As u irgend einer guten Absicht, meintt Alud jammer mit einem innern Wi⸗ Wobbhadetwllen, immer mil dem Wun⸗ lle, das Gegentheil sagen zu koͤn⸗ Embersihlhiu, spreche. Die allgemeine Men⸗ Eetliebe, diese große und besisame Racht des Christen soll mich viel Ar antre hen, daß ich aller an⸗ lr Menschen ruhmliche Eigen⸗ Fiten und Handlungen corgfaͤltig uerke, und diese zum liebnen In⸗ Inlie meiner Unterredungen und Gespraͤche mache. Auch will ich wachsam auf den Beruf und die Gelegenheiten seyn, die du mir giebst, vor der Welt ein dankvolles Bekenn niß meiner unendlichen Ver⸗ pflichtung gegen deine Religion, und das goͤtkliche, ewig theure Ver⸗ dienst meines gekremigten Heilan⸗ des abzulegen. Bei allen schickli⸗ chen Anlaͤssen will ich es meinen Nebenmenschen sagen, daß ich alle meine Gewissensruhe, alle meine Kraft, Licht und Staͤrke zum An⸗ fange in der Tugend, alle Freuden dieses Lebens, allen Trost im Tode, alle frohe Aussichten jenseits des Grabes, nur dem Verdieuste Jesu zu danken habe; und hierdurch will ich suchen, mich und meine Neben⸗ menschen immer mehr zur ehr⸗ furchtsvollen tiesen Werthschaͤtzung und treuen Ausuͤbung dieser ewig, ewig ersprießlichen Religion zu er⸗ wecken. Verleihe dazu Kraft 9. Um christlichen Gebrauch der Vergehungen, Thor⸗ heiten und Laster meiner Nebenmenschen. enn ich Thorheiten, Vergehun⸗ gen und Lafler von meinen Nebenmenschen sehe oder hoͤre: so laß, o mitleidsvoller und barmher⸗ ziger Gott! diese traurigen Erfah⸗ rungen meine Menschenliebe gegen sie nicht schwaͤchen; und verhindre dies in mir durch die erweckenden Lehren deiner Religion. Denn die⸗ se überzeugt mich, daß auch dem aͤrgsten Boͤsewicht, in jedem An⸗ genblicke der Zuritt zu deiner Gnade eroͤffnet ist, um durch sie gebessert, geheiliget, begnadiget und 6 deiner Frenndschaft wieder auf⸗ ge⸗ 7 3²⁰ genommen zu werden; und daß boͤse Neigungen und Handlungen bei meinen Nebeumenschen Unwis⸗ senheits⸗ und Schwachheits⸗Suͤn⸗ den seyn koͤnnen, welche bei mir den Verlust des Gnadenstandes un ausbleiblich verursachen wuͤrden, A weil ich mehr Erkenntniß und Mit⸗ zen Reiche auf der Erde, p und nö den. Laß mich auch hierin dun n 1 spiel meines menschensrenndlam 10. Um christlichen Gebmst der Zeit, Kraͤfte und unn ben Gottes. Euah fer hinein zu stuͤrzen vielmehr alle Gelegenheiten sorgfaͤltig demerke, und treulich gebrauche, um durch ihre Besserung ein Wohlthaͤter so⸗ wohl an ihnen, als an deinem gan⸗ volle Zeugniß giebst, dah du male deinem Reiche noch nuͤz ich fihh Aber nicht bios mein Mund, dern auch mein Herz und Wihl foll dir dafür danken, iude iihe n diese deine Geschenke alz eu In elig Haushalter gebrauche. Duthi kilen. ne Guade will ich die Geschist k dem S'ande und Berufe,( Amte und Posten), den du usl deiner Welt angewiesen hu; sie einen Hanpitheil meinch Mil unt steuberufs hier in dieser Buhh uir dur iungszeit ausmachen, zwohh hi. andrichten mit aller Txeu, und Wandel vor Gott. 8³⁴⁷ Uunrsachen; und ich mill zufrieden , ean ohne meine Schuld der ott, o0ß he in ein f en du uil ir lebigl . und wie viel irdische Ehre, Bei⸗ meinch Gsl und andere zeitliche Guͤter du ser Builh Ar durch meine Geschaͤfte schenken „ pphndias. Durch deine Gnade will ich Treun, mich aber auch bereit halten, die audern menschenfreundlichen Haud⸗ lungen, wozu ich in dem Laufe eis nes seden Tages Gelegenheit und Kraͤfte finde, mit aller Treue und Lust auszurichten. Wo ich meinen lieben Nebeumenschen mit Beleh⸗ rung und gutem Rathe zu statten kommen, liebreichen freundlichen Umgang mit ihnen pflegen, thaͤtige Unterstützung, Erweckung, Erfreu⸗ ung, Aufmunterung zum Guten, oder etwas dergleichen ihnen geben oder durch andere verschaffen kann dann will ich nie vergessen an ihrer Wohlfahrt und an der Wohlfahrt deines Reichs, o Gott, zu arbeiten. Die Wohlthaten, die du mir selbst an Leib und Seele erzeigen wirst⸗ will ich mit frohem, dankbarem ⸗ unschuldigem, zufriedenem Herzen genießen. Ich will darin deine Vaterliebe schmecken und empfin⸗ den uͤber dich mich freuen, und durch solche Freude meine Dauk⸗ barkeit und willigen Gehorsam ge⸗ gen dich zu llaͤrken suchen. Jede Freude, die mir auf dem Wege durch dieses Leben hegegnet, laß mich mit einem solchen Herzen⸗ voll von Zaͤrtlichkeit gegen dich und voll Liebe zu deinen Menschen, so ganz und inniglich genießen. Denn du, Vater der Freude, giebst sie uus nur dazu, daß wir uns so freuen sollen; und sie so freudig genießen, ist gehorsam gegen dich. Ich will endlich die allerseligste Er⸗ laubniß, die du mir durch Jesum geschenket hast, in jedem Ralent blicke mit kindlicher Freimüthigkeit mich zu dir zu nahen, sorgfaͤltig be⸗ nutzen; ich will das besaͤndige An⸗ denken an dich in mir erhalten ꝛ meine Seele mit oͤftern gottseligen Empfindungen, Land Gebaten oder auch Seufzern und Gebäten fur mich und meine lieben Nebenmen⸗ schen, zu dir empor schwingen: und mich also in die christlichen Ge⸗ W des bestaͤndigen*• mn 5²22 III. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn immer mehr zu versetzen suchen. Uuf dg und Varer meiner Seele! ilf du mir zu der Gegenwart des Gemüths, daß meine Pflichten, nebst den großen Bewegnugso ruͤn⸗ den und den schicklichen Mitteln, sie zu erfuͤlleu, mir zu sedem schickli⸗ chen und bequemen Zeit einfallen, und mich zu allen jenen guien, edlen, seligen Thaten staͤrken. Schaffe du selbst in mir, was dir wohlgefaͤllt. Ewig sey dir Ehre und Anbaͤtung gebracht. Amen! 11, Aufmunterung zu solchem Wandel vor Gott. o vor dir, mein Gott, zu wan⸗ deln; so yor dir als ein Christ zu wachen, zu kaͤmpfen, zu beten, zu denken, zu wollen, und zu han⸗ deln, soll mich ermuntern: 1) Die kindliche Liebe und Dankharkeit ze⸗ gen dich. Ganz unzahlig und un⸗ ermeßlich sind deine Wohlthaten, womit du mich durch das Verdienst Jesu Christi erfreuet hat, und noch immersort erfreuest. Jeder Tag, jede Nacht sind mit neuen Gunst⸗ bezeigungen bezeichnet. Der sanft⸗ erquickende Schlaf, den du mir schenktest; dieser froͤhliche Gebrauch meiner Augen, Ohren und andrer Ginne, meiner Vernunft und Sprache; die Verrichtung meiner dir wohlgefaͤlligen, und der Welt heilsamen Geschaͤfte; mein zeitli⸗ cher Wohlstand; meine Gemuͤths⸗ und Leibeskrafte; die gnaͤdige Er⸗ laubniß, zu dir zu beien: diese neue Nahrung fuͤr meine Seele.— Doch, Herr! mehr als Haare auf meinem Hauyte, mehr als Sand⸗ koͤrner an dem Ufer des Meers, mehr als Strahlen aus der Sonne seit dem Anfange der Welt gefah⸗ ren sind, sind die Gunstbezeugun⸗ en, die du mir bisher erwiesen afi, und noch immerfort durch alle Schickungen, und gegen alle dishn Ewigkeiten erzeigen willst. Gr wie äußerlt schändlic und kraseud an wird für mich jede Sündet Eilun stark und viel sind die Bande Liehe und Treue, womit ich su zum kindlichen Gehorsam verbuns bin! O, ich muͤßte der allernighh sorgfaͤltig bemerke; mein Heh dir, dem so liebreichen, so großn ihihen und frenilicer Mahlher e ter, durch innige Empfindunh so oder auch Seufzer und Gebete hn Ruhms und Dankes empor hash und dadurch dieser meiner nogl hend sehr schwachen Liebe und Oanhesse wi neue Gotteskraft zum Hasse ui ewigen Kampfe wider alle Siulshe Al und zu einem ungetheilten, täsll kann willigen freudizen Gehorsam gas alle deine, auch noch so hiht auch noch so schweren Besehll aundiich yfangen., wir Ich ermuntere mich zu dihlhgten, srommen Wandel 2) durch christliche Ehrbegierde, durh h Betrachtung der Groͤße, der Auz zuͤge und Gluͤckseligkeit, die wah ein Christ besitze und dereinst wän besitzen werde. Diese edle sth pfindung meiner allererhubelshhigen, Wurde, um Jesu willen dein zusst gehe 25 und Abschen gegen alle Sün⸗ Iufüllen; und Wandel bor Gott. 3²³ Aind zu seyn, soll mich mit die alleraͤußerste Schande „ l ö ülen mir Ehrfurcht gegen mich 101 st, und ein demüthiges Selbsi⸗ Wlallen einfloͤßen, und dadurch ein ö un Murrieb werden, daß ich I6 gler Macht dahin strebe, dir, Uheuem Freunde und Vater, aͤhn⸗ ozu werden, und in allen Stu⸗ i meiner erhabenen Wuͤrde ge⸗ 0 zu begehren und zu Hakde Kraft, Ain Feahdich das lebhafte Andenken au huldig „men und wenig bedeutend es auch u. Verdigh re mich dazu 3) dur en dn chermuntere mich dazu 3) durch shriftliche erleuchtete Selbstliebe. Ich ermuntere mich 3) dazu u, wein allmaͤchtiger, allwissender, Mhhendlich liebreicher Gott und Va⸗ Iu, mir allenthalben und zu allen Whlen, im Hause und außer dem use, bey meinen Arbeiten und Hhötzungen, in meiner Einsamkein jn meinen Gesellschaften, bey uen Leiden und Freuden, un⸗ kelbar zugegen, und der allois⸗ he liebevolle Zeuge meiner Hand⸗ Igen, Reden, Begierden, und u geheimsten Gedanlen meiner Seele bist. So weiß ich denn, daß mich keine zu schwere Versuchung befallen, und es mir nie an Kraft zum Guten tehlen kann; denn dei⸗ ne Macht ist mir stets zur Seite. So weiß ich auch, daß nicht das geringste von allem dem, was ich in deinem redlichen Dienste unter⸗ nehme, verlohren ist. Jede gottse⸗ lige Ergebung in deinen Willen, womit ich die Muͤhseligkeiten bei meinen Arbeiten, die Truͤbsale dieses Lebens, die Krankheiten oder Beschwerden eines siechen Leibes, die du mir etwa auflegen moͤgtest, ertrage, kennest du jede Selbst⸗ uͤberwindung, die ich mir bei dem Genuße der Nahrung und erlaubter Vergnügen, oder bei den Beleidi⸗ gungen andrer, bei den Regungen des Stolzes, oder bei audern Ge⸗ legenheiten, aus Gehorsam gegen dich anthue, ist dir nicht verborgen; jeder treue Kampf, den ich gegen die Unmaͤßigkeit, Heftigkeit, Zorn, und andere Reizungen fuͤhren; jede fromme, auch blos innere Bestre⸗ bung, womit ich dir wohlzugefallen trachten werde) siehest du, Allwis⸗ sender: ja, jeder Kummer, iede Sehnsucht, jeder Seufzer, den mir die Empfindung meines geistlichen Unvermoͤgens, und das Andenken der bessern ewigen Welt auspresset? dies alles, so schuldig, so unvollkom⸗ ö e Be⸗ist, wird von dir, meinem Gott ⸗ Mshtung, die mir deine Religion hht, nicht genug verdanken, daß mit Gnade bemerkt; bleibt, wenn ich es selbst schon lange vergessen habe, deinem allwissenden Verstan⸗ de ewig gegenwaͤrtig; wird mix on dir um Jesu willen mie deinem Beifalle und grösern Liebe be⸗ sohnt; mir Denkmal vor dir im Himeel, und wird mich, noch nach Zahrhunderten in deinem Him⸗ Mel ergötzen. Dies soll mir neue Lust und Staͤrke einfloͤßen, allent⸗ halben nur nach glaubigen edlen Werken, und hier durch nach dem ewi⸗ gen Leben wit Geduld zu trachten. & 2 End⸗ 324 W. Gebete fuͤr die, welche zum heiligen Endlich 5) laß mir das große Ziel aller christlichen Wuͤnsche, Hoffnun⸗ gen und Bestrebungen, die selige Ewigkeit, nie aus dem Gesichte kommen. Wenn die Beschwerden und Mühseligleiten dieses Leibes und Lebens mich niederschlagen; wonn die Peinlichkeit bei den Kam⸗ sen wider die Suͤnde mich muth 5s und verdrossen machen wollen: oder wenn die Muͤhe, die mein verdorbenes Herz mir bei der Aus⸗ übung und Besolgung deiner Gebote verursachet, mir eine Last werden will: alsdann laß die sroͤhliche Er⸗ wartung des kuͤnftigen bessern, durch die vollkommenste Tugend und feurigste Andacht ewig begluͤck⸗ will ich dann meine Glaubendsh Elbser in jene ewige Welt richten, seele hei mein Vaterland heften, und mund zup dadurch goͤttlich karken. Du en Wi meine Hülfe. So will und so iner de ich heute, mein Gott, un der folgenden Zeit meiner leben, daß ich in jedem Augenssh mit Zustimmung meines Gaus siß er und'mit Uebereinstimmung mm den sev ganzen Lebens, sagen kann: de,Eer „habe den edien Glaubereln öhes; „gekaͤmpfet/ ich habe den Laul ½ wu „endet, ich habe Treue gegen woll »hewahret. Darum liegt nun »die Krone der Tugend süͤr n „bereitet da, welche du, Hah „mein guͤriger Richter, mir ren Lebens, und die Erinnerung, ,allen den vielen tauseudenghe daß mich jeder Augenblick dahin„wirst, einfuͤhren kann, mein Anker, meine„haben.“ die dich von Herhen se Amen! Amen! Stuͤtze, mein Labsal werden. Da I. Gebete fuͤr die, welche zum heiligen Abendasg gehen 1. Nachdenken uͤber den Zweck und Nutzen des heili⸗ gen Abendmahls. as heilige Abendmahl, das von Jesu Christo gestiftet und ein⸗ gesetzet, und dessen Genuß mir und allen Bekennern seiner heiligsten Religion anbefoblen ist, ist eine got⸗ tesbienstliche Handlung, die ich eben 8ewenig, als die uͤbrigen Anord⸗ nusiven seiner Religion vorsetzlich unterlashes darf, wenn ich ein Christ sen win. Wielmehr lege ich durch diesen Genuß ein feyerlches Bekenntniß ab, daß ich zin Christ bin, daß ich es für eine Ehre und Gluͤck halte, ein Christ zu seyn und daß vor Gott und aller Welt ruͤhme und freue. Und will ich von die⸗ ich mich meines Erloͤsers S wollen. 1h Genusse Nutzen haben, sin ch nicht nur verbunden, mihhen selben vft zu bedisnen, und Genuß fleißig zn widerhylen Ein dern mir auch richtige Begriseh von zu machen, und mit he brauche desselben die nech ten, und eine schickliche al cher Genüthsverfassung zu verhiahl Dieser Genuß des heiligen ihke mahls aber soll mir Y) ein thiges und berzliches Loboufhh uwein die unermeßliche Gnade ait sthel Ahlige schändliche und sist kerfoht ünden vergeben hat. Wih nich u ungussprechliche Wohlthat A iunigg daß Gott der Welt und ut A und L Abendmahle gehen wollen. 325⁵ n ir durch ser geschenkt, der mir . lt beltcheLebte den deutlichsten un—* zuverlähigsen Unterricht von Iem Willen meines Schopfers, von huner Bestimmung, von meinen ott, mshlicten, von dem Wege meiner ieiner dlͤckseligkeit, und dabei die trost⸗ luche Versicherung gegeben bat; h er fur meine Sünden gestor⸗ Uensey, damit ich durch ihn Gna⸗ Hergebung, Unsterblichkeit und Ilges Deans wir gen 196 sepne wuͤrde aus mir geworden seyn; 1n Pralte ich Ruhe des Gewissens, egt uun Auth und Kraft um Anfange und Untgange in der Tugend, herneh⸗ du, gaun, wenn ich nicht die Wahrhei X. chh u der Religion uns das Verdienst senden uhnes Heilandes hätte! Weich 2 he unqussyrechliche Liebe Gortes, Eenl hes viel für nuh gethan mir so Uil vergeben hat! Was thut Gon auberehn iche Suse der Heligung er⸗ lichtert; mir die Versuchungen zur 11 Eue uͤberwinden⸗ und die Hin⸗ Runisse auf dem Wege der Tugend hegen hilft! Welch unermehliche heichthüͤmer von Langmuth, zart; llcher Vatertreue, Sorgfalt und verilh, Dimühung für meine Besserung; heche Barmherzigkeit, Wohlihä⸗ eiligenlt tihleit und Freunslichkeit Gottes D) erblice und empfinde ich, wenn ich Lohopfg wwein voriges Suͤndenleben zurück znade Us sehe!! Mehr als Sand am Meer mit duth sd seine Gnaden! An dies alles hittel Mi erunert mich das Gedachtniß mei⸗ nadizungt nes Erlsders, in welchem und durch ind niß ir helchen mir alle diese Guaden wi⸗ Verfahren! und dies soll, dies muß Unich nothwendig zur aufrichtigsten Uunigsten Daukbarkeit, Verehrung seh und Liebe gegen Gott, meinen böchsten Wohlthaͤter und treuesten Freund, erwecken. Der Genuß des heiligen Abend⸗ mahls soll mir 2) eine dankbare Erinnerung und Verherrlichung des am Kreuze gestorbenen Erloͤsers seyn, Jesus, der Sohn Gottes, der allerhabenste, der Gegenstand des allerhoͤchsten Wohlgefallens Gottes, stirbt am Kreuze aus Ge⸗ horsam gegen seinen himmlischen Vater! Was fuͤr Begrisfe gibt mit diese Unterwerfung von seiner er⸗ habenen Seele! mit welcher Ehr⸗ furcht muß ich ihn nicht preisen und verehren! Wie muß mir nicht die ser Anblick die Wahrheit tief ein⸗ praͤgen, daß nichis als liebevoller Gehorsam gegen Gott uns vor ihm theuer und werth mache! Dies soll meinen himmlischen Sinn mit neuer Stärke beleben. Nicht in den Guͤ⸗ tern dieser Welt, nicht in dem Beifalle und Ruhme, dem Anse⸗ hen, dem Gelde und der Macht der Erde, sondern in dem Besitze der durch Jesum, den Gekreuzig⸗ ten, uns erworbenen goͤttlichen Gnade und Seligkeit im Himmel, soll ich von nun an mit verstaͤrktem Eifer mein Ein und Alles suchen. Ich soll mich dabei 3) des Hei⸗ landes dankbar erinnern, der für unsre Suͤnden gestorben ist. Welch ein einleuchtender schrecklicher Be⸗ weis des heiligsten Hasses Gottes gegen alle Suͤnde, und sein er aller⸗ vollkommensten Strafgerechtigkeit! Dies soll denn auch meinen Haß und Abschen gegen alle und jede Sünde verstaͤrken. Keine einzige Suͤnde daͤrf ich hegen. Jede soll ich verabscheuen, ewig hassen und verbannen. Auch alles Gluͤck der Welt soll mir nichis werth, soll mir schrecklich seyn, wenn ich es durch Suͤnden erkaufen muß. Dies aber soll auch meinen Glauben, mein Vertrauen auf Gott durch Jesum Christum staͤrken und neu beleben. Durch seinen Tod sind & 3 nun 526 W. Gebete fuͤr die, welche zum heiligen nun alle meine Suͤnden versoͤhnet; auch alle meine noch fortdauernden Maͤngel und Schwachheiten gut ge⸗ macht. Nun kann mein Glaube in Gott einen gnaͤdigen Gott anbeten, zuversichtlich seinen ununterbroche⸗ nen Beistand zu allem Guten bis an meinen seligen Tod erwarten, und freudig nach dem bessern, in Tugend und Andacht vollkommen Leben aussehen. Dies soll endlich meine treueste, dankbarste, zaͤrtlich⸗ ste Gegenliebe gegen meinen Erloͤ⸗ ser, an welchen und durch welchen Gott solche Wunder einer unermeß⸗ lichen Liebe bewiesen hat, stäͤrken und mit neuer Kraft beleben. Endlich 4) soll mir dieser Genuß eine dankbare Erinnerung und Lob⸗ preisung des Heilandes sern, der fuͤr alle Menschen gestorben ist. Wie theuer, wie unermeßlich theuer ist also ein Meusch in den Augen meines Heilandes und meines Got⸗ tes! und ich, ich sollte den nicht ehren, dem nicht wohl wollen, den nicht herilich lieben, fuͤr den Jesus sein Leben gelassen, fuͤr den Gott seinen Sohn dahin gegeben hat? Ja, hier im Abendmahle uͤberzeuge ich mich anfs neue von meiner Pflicht einer allgemeinen Menschen liebe, und wiederhole dazu meine heiligsten Gelubde. Bei dem Brodie, von dem ich in Gesell⸗ schaft mit meinen vornehmen und niedrigen, mit meinen reichen und armen Nebenmenschen esse; bei dem Freundschaftsbecher, aus wel⸗ chem ich mit ihnen allen trinke; bei diesem Ehren⸗ und Freuden⸗ mahle des Menschengeschlechts, zu dem ich geladen werhe, hey dem Leibe und Blute meines Bruders und Herrn, gelobe und schwöͤre ich: „Neid, und Groll, und Haß, und „Lieblosigkeit sollen meine aͤrgsien „Feinde; jeder Mensch, auch der „niedrigstie Knecht, guch mein aͤrg⸗ „ster Feind, soll ein Gegenstand vmeines Wohlwollens; andern Selbstpruͤfung vor Rhei Genusse des heiligen Waht mahls. und durch diese heilige Handhahth. es jedermann sage, daß ich nhgierde glücklich schaͤße, Gemeinschast sie stlavt ihm zu haben, und sein Vertus und d. litten hat, und empfinde ih sliuhne Werth seiner großmuͤthigen, An Kreu fuͤr uns aufopfernden Liebe! gait. ich eine hinlaͤngliche, eine umaßhh Besserung und Beruhigung längliche Erkenniniß von der dashlloi, die er vom Himmel gebracht usht, gl uns durch seine Boten kunh ale. Un macht, und von den Regen Althalb Verhaltens, die er mir vorgeihhsunet, ben hat? Halte ich diese Uhlislnet wa wahr und goͤttlich? Sehe ich hchte 9 Vorschriften als Gesehe an, WuStmhal ich allen Gehorsam schuldiz Hlir seine Verlasse ich mich auf seine Pahshn sungen als auf Zusagen Goh die mich unmoͤglich tauschen Et nen? Ehre ich ihn also mit wahngth Glauben, mit dem vesien Zul en, daß ich unter seiner uufthhn und in seiner Nachfolge—˖K4 Abendmahl gehen wollen. 327 und Wachen, und des Ziels der Vollkom⸗Koͤnnte wohl derjenige, der die Ge⸗ he sehn V meuheit nicht verfehlen kann? schichte Jesu laͤse, und dann ein Vnm ich durch Jesum wirklich se⸗ unbemerkter Zeuge meiner Gesin⸗ —vorden? Genieße ich wirklich,üungen und meiner Handlungen Mligstens dem Anfange nach, die wäre, den richtigen Schluß dar⸗ vor hehheit, die er den Menschen zuaus ziehen, daß ich mir die Per⸗ sschaffen in die Welt gekommen son, deren Geschichte er gelesen, en Wahst Bin ich frei von dem heidni⸗ zum Muster vorgesetzt hatte, und hen Aberglauhen und der jüdi⸗Tdaß sich eine merkliche Aehnlichkeit dies solishen Aengßlichkeit, in Absicht auf zwischen ihr und mir zeigte? n die Hcielgionesachen und gottesdienst. Bin ich so gegen Gott gesinnt, nuͤthesgsase Gebrauche? frei von allen wie Jesus Christus gegen seinen egen ichnllehtischen Gesinnungen gegen die himmlischen Vater gesinnt war 2 rn sih llenschen frei von der Herr⸗ Wird mein Herz von den Empfin⸗ Ager erlaftyt ber Sünde und des Lasters? dungen der Ehrfurcht, der Liebe, se Handschn der Tyrannei unordentlicher des Gehorsams, der Unterwerfung, aß ich ndegerden und Leidenschaften; von der Dankbarkeit, des Vertrauens einschat irsilavischen Furcht vor dem To⸗gegen dieses erhabenste Wesen be⸗ in Verehis ind der Hölle?ꝰ lebt, wie Jesus zu allen Zeiten und interthen Bemühe ich mich insbesondere, unter allen Umstanden seinen Va⸗ hiese Nshm inmmer mehr ein Christ, und ter verehrte? Ziehe ich, gleich ihm, Eigenschdurch itumer seliger zu werden? seine Gunst und sein Wohlgefallen Christuhenühe ich mich ernstlich, meinen allen Guͤtern und Freuden dieser ich Isun und mein Verhalten ganz Erde, dem Beifalle der ganjen jen, zaih dem Sinne und dem Verhal⸗ Welt vor? Ist es mir, gleich ihm, ich inn Jesu Christi einzurichten? vornehmlich darum zu thun, seinen Des, dies ist ja das wesentlichste Willen zu erfüllen, die Absichten, lnzeichen des wahren Christen. weswegen er mich auf den Erdbo⸗ er zunn Aslen Heiland selbst sagt mir: den und in den Stand, worin ich Vmein Junger seyn will, der mich befinde, gesetzt hat, zu errei⸗ inde ichlitliußne sich selbst, und nehmeschen; die Gaben und Kraͤfte, die higen, An Kreuz auf sich, und folge mir er mir verliehen, auf die nuͤtzlichste Iah. Ein Beyspiel habe ich euch Art anzuwenden, und seine Ehre huben, daß ihr thun sollt, wie ich durch ein heiliges Leben zu befoͤr⸗ gethan habe. Das ist mein dern? Richte ich, wie mein Hei⸗ Ahlok, daß ihr euch untereinander land that, meine Gedanken und ebracht Ukt, gleich wie ich euch geliebet mein Herz auf Gott, um ihm alles en kunakbe. Und seine Boten rufen mir Gute, als unver diente Wohltha⸗ Kathalben zu: Ein jeglicher seysten, zu verdanken, und alles Böse, vorgeshäsunet, wie Jesus Christus ge⸗als weise, guͤtige Schickungen sei⸗ ese Ehle shwet war! sehet auf Jesum, dasner Vorsehung von seiner vaͤterli⸗ ehe ih Uhte Muster der Treue und chen Hand anzunehmen? Finde ich, e an, WStendhaftigkeit; wer in ihm bleibt, gleich meinem Heilande, ein inni⸗ — huldig Hltr seiner Gemeinschaft sich ruͤh⸗ges Vergnügen daran, mich mit eine Pahlli will, der soll auch wandeln, meinem Geiste zu ihm zu erheben; en Golhglihtvie er gewandelt hat. Kommtsmich mit seiner Anbetung und Lob⸗ hue wohl meine Gesinnung und preisung zu beschaͤftigen; ihn oͤf⸗ mit wabgerrͤkungsart, kommt mein Ver⸗fentlich und gemeinschaftlich mit sien Zutn mit dem Sinne und dem meinen Brudern zu verehren, unh Unsihrulnhalten meines Herrn uͤberein? durch dies alles Gemeinschaft mit je nicht X 4 989— ihn. 320 IV. Gebete fuͤr die, welche zum heiligen ihm zu haben, und mich seiner vaterlichen Gemeinschaft immer faͤ⸗ higer zu machen? Bin ich ferner so gegen meine Nebeunmenschen gesinnt, wie Jesus gegen die Menschen gesinnt war? Verhalte ich mich so gegen sie, wie er sich gegen sie verhielt? Er liebte sie alle als seine Bruder, als Kin⸗ der seines Vaters, und schloß selbst seine Feinde und Verfolger nicht von seiner Liehe aus. Er suchte ihnen allen nuͤtzlich zu werden, that gerne gllen gütes, und ließ sich auch ihren groͤßten Undank nicht abhalten, solches zu thun. Er war gegen jedermann gerecht, billig, freundlich, guͤtig herablassend; be⸗ wies sich gegen alle demuͤthig, sanstmuͤthig geduld 60 versöͤhnlich; ob er gleich die groͤßten Vorzuge vor allen besaß, und niemand die geringste Ursache gegeben hatte, ihn zu beleidigen, oder ihm mit Verachtung zu begegnen. Nie vergalt er Boͤses mit Boͤsem, oder Scheltworte mit Scheltworten; nie Macht dazu in Haͤnden harte, und das Unrecht allemal ganz allein auf der Seite seiner Beleidiger war. Enthaltsamkeit, Selbstverleugnung, Aufopferung, Leiden, Reden, Thun, alles war dem Besten seiner Bruͤ⸗ der, dem Heile der Menschen, ge⸗ widmet. Ist dies auch die Art, wie ich alle meine Nebenmenschen an sehe 3 wie ich sie liebe; wie ich mit ihuen ungehe; wie ich ihre zeitliche und geistliche Gluͤckseligkeit suche und befoͤrdere? Sind dies die Re⸗ geln, denen ich in meinem Ver⸗ halten gegen sie folge, ich mag es mit Nledrigen ober mit Vorneh⸗ men, mit Armen oder mit Reichen mit Klugen oder Einfaͤltigen, mit Feinden oder mit Freunden zu thun haben? Denke und empfinde, und arbeite, und lehe ich eben sowohl And noch mehr fuͤr andere, als fur rächte er sich selbst, ob er gleich andern wohlzuthun, schlt mich selbst? Welche Vorthesse vn che Vergnuͤgungen, welche Bean lichkeiten opfre ich ihnen i del auf?— Strebe ich wenigsakrhalte ernstlich und ungablassig dathakkrkich mir diesen demuͤthigen, wohlehn ih mi gen, versoͤhnlichen, gemeinnühn dh großmüthigen Sinn Jesu t eigen machen, und darin mh Ehre und Glückseligkeit zu sug Brae wenn ihn auch alle Wel zibher Schwachheit, für Niedertuthsh bie keit, für Mangel des Muths uee B der Empfindlichteit halten salhs 5 V Bin ich enblich so gegen Hensehr genwartigen und zukunstigen Fe e gesinner, wie Jesus ChrisiusEde& innet war 2 Beurtheileich dinhn Sch ter, die Vorzuͤge, die Vergninsl gen der Erde so, mie er sse theilte? Halte ich sie, glei fuͤr Dinge, die keinen großhen Mat haben, deren Besiz wir nnne i letzten Ziele unsers Beslrebent un lein machen, die wir nicht alz zwecke, sondern als Mittel,. Kraͤfte und unsee Tugend zu und lieben duͤrfen? Suche iisn em Besite und in dem Get dieser Dinge eben so weniz ah anze, hoͤchsle Gluͤckteligkest, ie darin suchte? Bin ich, Aan ihm, bereit, alle diese Dihntnge; mein Leben selbst, fahren zu und sie meinem Gewissen mhin ner Pflicht aufzuopfern, washz sie nicht behalten kann, obne zu verletzen? Wollte ich liebest so arm, noch so verachteh, in Augen der Welt noch so elahng als daß ich vorsetzlich Boͤsehg und die Gesetze meines uͤbertreten sallte? Suche gen in der Erkenntniß der Ms heit, in der Aucuͤbung der Ahn in einem srommen, wohlahihh gemeinuͤtzigen Leben, meiueh ten Gewinn und meine guust N wenn ich gleich vor der W ines da Abendmahl gehen wollen. 329 theile h. he Bialh hnen Imnt und wenig geachtet und un⸗ Hlaht hleibe? Gewaͤhret mir je. der Bieg, den ich über mich selbst allerhite; jede gute That, die ich wwenllkhinnichte; jeder Schritt, wodurch si mich der christlichen Volltom⸗ pahlhhuuhefrnäbere, mehr wabres Ber⸗ en wihllgugen, als der glücklüche Fortgang dln Aer irdischen Geschafte?— aumn ugenachte ich mich, gleich meinem Merber, als einen Gast und Fremd⸗ Ih hier guf Erden, der seine boͤ⸗ he Bestimmung stets vor Augen nlhu, nach dem Hause seines Vaters lt, und schön jetzt mit seinen nehmsten Begierden da ist, wo ewig zu seyn gedenket? Sind d, Hericht und Ewigkeit, sind Schicksale, die in der zukuͤnfti⸗ en Welt auf mich warten, mei⸗ Ien Geiste oft gegenwaͤrtig, und lroͤhne ich mich daran/ stets so zu en dn alken, zu ürtheilen, zu handeln, euin e ich dereinst wünschen werde, ugt 7*.— und gehandelt haben 9— 66 0 welche wichtige, viel in sich Uende Fragen! wie kann ich mit Uerzeugung und Beruhigung dar⸗ en e davon noch uie erustlich nach⸗ ligkelh. hacht! und doch iskeine einzige n 1061 Runter unnothig. So soll, so e. Dushheß ich seyn, wenn ich ein Christ Ha, wenn ich mich bei dem Ge⸗ Nt N und uunachlaͤssig bemuͤhet, in len Stucken so, wie er, gesinnet Nehn, und sich so, wie er, zu halten: dem wird der Name, er tragt; die Lehre, die er be⸗ t; das Abendmahl, das et dem werden alle aͤußere NWakmale, Vorzuͤge und Uebungen eines Christen nichts helfen. Ich kaun es nicht leugnen, ich bin noch weit, noch immer weit von der Vollkommenheit dieser Christenge⸗ sinnung und dieses Christenwan⸗ dels entfernt. Was will ich also thun? Um mich bei dem beiligen Abendmahle nicht mit Heuchelei fuͤr einen Christen auszugeben; um mich da mit gegrundeter Zuversicht der Seligkeiten zu getroͤsten, die mit mein Gott durch Jesum ver⸗ heissen und hereitet hat, will ich pon nun an meine taͤgliche Be⸗ schuͤftigung daraus machen, meinem Gott, meinem Erloͤser immer ahn⸗ licher ju werden; und hei dem hei⸗ ligen Abendmahle meine Vorlaͤtze und Entschließungen zum Guten staͤrken und bevestigen, und mir Gottes Kraft zu ihrer Ausuͤbung erbitten. 3. Um Vergebung der Suͤn⸗ den. err, Herr Gott, barmherzig, gnaͤdig, geduldig, von großer Guͤte und Treue! der zbu Gnade beweisest, und vergiebst Missethat, Uebertretung und Suͤnde: dich be⸗ te ich als den einigen wahren und H lebendigen Gott, als den Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, und in ihm als den Vater der Barmherzigkeit und den Gott alles Trostes demuͤthigst an. Dir dan⸗ ke ich mit gerührtem Herzen für die außerordentlichen Beweife, die du uns durch Christum von deiner mehr als vaͤterlichen Liebe gegeben hast. Du hast ihn, deinen Sohn, für uns in die Welt gesandt, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht X 5 ver⸗ 330 IV. Gebete fuͤr die, welche zum heiligen verlohren werden, sondern das ewige Leben haben. Du hast ihn fuͤr uns in den Tod hingegeben, und willst uns mit ihm und um seinetwillen alles schenken, was wir zu ansrer wahren und ewigen Glüͤck⸗ seligkeit noͤthig haben. Auch mich, barmherziger Gott, auch mich Un⸗ wurdigen hast du zur Erkenntniß dieses großen Heils gebracht. Auch mir bietest du, auf die heiligsten Bedingungen, Vergebung der Sün⸗ den, Gnade, Leben und Seligkeit au. Auch mir willst du von die⸗ sem allen die feierlichsten Pfaͤnder und Persicherungen mittheilen, wenn ich mit wahrer Bußfertig⸗ keit, mit lebendigem Glauben, und mit dem aufrichtigen Vorsatze, ein heiliges Leben zu fuͤhren, zu dir nahe. O Gott! wie wollte ich dem Verderber entrinnen, wenn ich eine solche Seligkeit nicht ach⸗ tete, wenn ich mich durch diese Bꝛ⸗ welse deiner Gute nicht zur Buße und zur Dankbarkeit leiten liehe! Nein, ferne sey es von mir, mich eines solchen Verbrechens schuldig zu machen! Ich empfinde den Werth deiner Gnade. Ich bewun⸗ dere die Größe deiner Barmher⸗ zigkeit und Menschenliebe. Ich wüͤnsche sehnlich, an den Fruͤchten der Erlösung, die durch Christum geschehen ist, Theil zu haben, und durch ihn gerecht und selig zu wer⸗ den. Ich din willig und bereit, alle Bedingungen, unter welchen du mir alle diese nuschaͤtzbaren Vortheile aubietest, zu erfüllen. O Gott! verzeihe mir, daß ich bisher meinen Verpflichtungen so oft zuwider gehandelt; daß ich mich nicht dankbarer und gehorsa⸗ mer gegen dich, meinen unendlichen Wohlthaͤter, hewiesen habe. Mei⸗ ne Suͤnden hahen mich von dir entfernt; aber siehe, ich komme wieder zu dir, Herr, mein Gott. Mein Herz sagt mir von deinet⸗ wegen? Ihr sollt mein Nunen chen. Ich suche es, o Hert—— bitg dein Angesicht nicht vur Deinem Dienste, o Gort, und m Gehorsame deiner Gebote soll u ganzes uͤbriges Leben genst seyn. Ich entsage in deiner g genwart allen Sunden, und u heiliger Wille soll von nun an l uihgter IHhtberd ned 4. Vor dem Gebrauche i6 heiligen Abendmahls, liche Haudlung gemeinschasfih meinen Nebenchristen zu zegh eele In Wie glücklich bin ich, o Hul,Mftrtig ich dich, den einigen und vollan d nen Mittler zwischen Gat, Abendmahl gehen wollen. 331 Mmiiid Mleuschen, daß ich deine kehre und Hent n Heil kenne; daß ich dich mei⸗ i vor uen Herrn und Erloͤser nennen, t, und daich deiner seligen Gemeinschaft te sol muihmen, und zu deinen Erloͤsten gemshnllldGreunden zahlen darf! O, wie deluer gollhabe ich dir, meinem Heilande, „ und dazn dauken! Wie unwissend, wie nun a Hlrderbt, wie trostlos, wie elend nes Vins vrde ich ohne dich und deine Gna⸗ e mit salbe syn! Wie unertraͤglich wuͤrde ine Gellhuit die Last meiner Sünden, wie Beteachinslchterlich die Erwartung der da⸗ tahlhtverbienten Sirafen, wie schreck⸗ hder Anblick des Todes und des ubes seyn, wenn du uns nicht die Hiflht den gnädigen Willen Gottes Hertlichühenunt gemacht; wenn du dich so gestguliht zum Opfer fur unsre Sunden hen, daßhhiugegehen; und uns durch dei⸗ u Bösen en Tod Guade, Leben und ewige „alle MSlgkeit erworben hattest! Ja, le Licht, das mich erleuchtet; AlrTrost, der mich erquicket; alle Vfnung, die mich belebet, sind Hchenke deiner unverdienten Lie⸗ Wie theuer soll mir denn nicht Iun Gedachtniß seyn! Würde ich iht der Undankbarste, der Nie⸗ lträchtigste unter allen Sterbli⸗ seyn, wenn ich dein vergaͤße, Een ich mit Kaltsinnigkeit und Heichgultigkeit an dich gedachte; Iun ich wich weigerte, dir die ie und den Dank zu geben, die gebuͤhren? Nein, goͤtklicher Er⸗ lee! ich folge deiner lebreichen Iuladung mit Begierde und mit HReude. Ich komme, mich oͤffent⸗ fuͤr deinen Jünger und Ver⸗ Wähter zu bekennen„ und es jeder⸗ Ahan zu sagen, daß ich es für mein türlung ögtes Glück und meinen hoͤchsten lsih aabn halte, dein zu seyn. Ich u, Dies lume, als ein mühseliger und be⸗ nschollianener Süader, Ruhe fur meine z0 bahl ele zu suchen, und ergreife mit o HllMftetigem Glauden die Gnade, du mir anbieten, und das große Hlem 1 60 Rl, das du gesliftet hast. Ich komme, dir fuͤr dein Leiden und Sterben feierlich zu danken, mich dir zum Eigenthum aufzuopfern, und den heiligen Vorsatz zu erneu⸗ ern, nicht mehr mir selber, sondern nur dir zu lehen, der du fuͤr mich gestorben und auferganden bist. Ich komme, meine Gemeinschaft mit allen Glaͤubigen zu unterhal⸗ ten und mich aufs neue zu einer aufrichtigen und bruͤderlichen Liebe gegen sie und alle Menschen zu ver⸗ pflichten. O Herr, laß mein Vor⸗ haben gesegnet seyn! Erlaube nicht, daß ich blos mit den Lippen zu dir nahe, aber mit dem Herzen ferne von dir sey. Sende mir dein Licht und deinen Geist, und laß den Ge⸗ danken, daß du Herzen und Nie⸗ ten pruͤfest, alle Falschheit und Verstellung aus meiner Seele vers treiben. Laß mich die Wunder deiner Barmherzigkeit so bedenken ⸗ daß Glaube, Liebe und Hoffunng dadurch in mir gestaͤrkt, und ich auf das kraͤstigste bewogen werde, die Versprechungen, die ich dir thue, mit unverbruͤchlicher Treue zu halten. Amen. 5. Nach dem heiligen Abend⸗ mahl. So habe ich mich denn feierlich dem Dienste Gottes, meines gnaͤdigen Vaters und Wohltha⸗ ters, gewidmet. So habe ich mich verpflichtet, als ein Juͤnger und Nachfolger meines hochgelobten Er⸗ loͤsers zu leben, und ihn mit mei⸗ nem Geiste und meinem Leibe, die heide sein Eigenthum sind, zu prei⸗ sen. Wie heilig sind diese Ver⸗ pflichtungen! Wie undankbar, wie un⸗ 35½e IV. Gebet für die, welche zum heiligen ze. unglüͤcklich wůrde ich nicht feyn, wenn 2 — — nverzüg...— ten. 66 es Geift 2— 7 E wln Lefähtit, nich, u n zestig. in Krankheit. cher dun uerfahre auch ich es in der 1 H mein Gott! was der Meusch ist, wie hinfaͤllig und wie slcht feine Gesundheit und Kraft shin ist! aber Dank sey dir, daß weiß: du könnest nie deinen swachen Geschöpfen zuviel aufle⸗ saln, du habest auch jede Last der dunkheit gemaͤßiget, daß sie er⸗ üglich sey, und du werdest auch gese Veranderung mir zum Be⸗ dienen lassen. Was sollt ich io unruhig klagen oder aͤngstlich ligen? Was kann ich besseres hun, ais zu dir aufzusehen, dem Hltt, der da hilft, und der es nie V. ö mir so luche Freude geschenket, und ihr Gutes an mir gethan, als ich ssen und verstehen konnte. Auch Malle dem, was mir jemals Leid, leuhe oder Schmerz verursachet ir, hast du es immer weislich ge⸗ indet. Gott, das alles erkennet lüue Seele wohl! Ich bin zu ge⸗ lug aller deiner Barmherzigkeit, weine Seele ist stille zu dir, Wu dessen Willen und Leitung AUnichts begegnen kann! Auch Iun wirkt du wohl machen. Stärke uusc in diesem dankbaren, dir er⸗ 2. e soust es mit der Dauer und dem Aus gang meiner Krank⸗ h wie es dein vaͤterlicher Wille Ich weiß nicht, welches besser mich und meine Verbindung in beuen und vertrauendem Sinn.!“ 33³ Gebete fuͤr Kranke und Sterbende. Demuͤthigung vor Gott der Welt seyn moͤchte, ein langes oder kurzes Krankenlager, eas Le⸗ ben oder der Tod. Wähle du für mich! Anf dich trane ich! Nur lehre mich in meiner vielleicht noch gant kurzen Lebenszeit, meine Se⸗ ligkeit mit ganzem Erust schaffen. Wie ich diese Zeit bisher angewen⸗ det habe; wie ich mit den mir verliehenen Kraͤften und Gelegen⸗ heiten zum Guten umgegangen bin wie ich gegen alle meine Nebenmen⸗ schen gesinnt gewesen bin; wie ich mein Herz und mein Leben rein von lasterhaften Neigungen und Gewohnheiten zu bewahren gesucht habe; wie werth mir die Religion gewesen, und wie treu ich in ihrer Erkenntniß und Uebung gewesen bin: das ist die ernstliche leberle⸗ gung, die ich jetzt anzustellen habe. Gieb, daß ich sie weder scheuen noch leichtsinnig damit zu Ende eilen, und mir die Troͤstungen des Evan⸗ gelii Jesu Christi faͤlschlich zuejanen moge. Auch fuͤr mich ist freilich bei dir viel Vergebung; auch mit willst du Barmherzigkeit wiederfah⸗ ren lassen. Es ist doch aber auch gar zu gewiß, daß ich mit den Ge⸗ sinnungen, die ich mit mir aus die⸗ ser Welt nehme, in der zukuͤnftigen fortleben werde, und wie meine Aussaat ist, so auch die Erndte fuͤr mich seyn wird. Stets sey mir also der Zuruf Jesu Christi erin⸗ nerlich: Selig sind die reines Her⸗ zens sind, die Friedfertigen, die Sanfimuͤthigen, die ein aufrichti⸗ ges Verlangen haben, gut zu seyn, und so nach der Gerechrigkeit hun⸗ gern und dürsten! Das erwecke mich 3⁵⁴ VI. Gebete fuͤr Kranke und Sterbende. mich, mein Herz von allem dem los zureissen, was es noch an das Irdische fesselt, noch so viel Gures zu thun, als ich kann, und allen um mich her durch Geduld, durch Ergebung in deinen Willen, durch srohe Erwartung des Zukuͤnftigen erbaulich zu werden. Dann troͤste mich, o Gott, deine Liebe; dann ley mir die Nacht des Grabes nicht fuürchterlich; dann laß mich in der ruhigen freudigen Gesinnung be⸗ harten, Herr, ich warte auri. Heil. Amen. V 8 2. Gebet bei Sterbenin Siehe in diesem Gesangb Lied Nr. 588. wo 1 — 72.16 911 Kraue 2 2. 1 r.* fen siud.—0 Morgengebete. 1. Längere Morgen⸗Andacht 2. Kürzeres Morgengeberk. 3. An Sonn⸗ und Festtagen, bei dem Morgengebe hi zu ut fügen · ·. 4. Noͤthige Entschliebungen am Morgen 2„ 2 Abendgebete. L. Längere Abend⸗Andacht. 2. Kuͤrzeres Abendgebet. ᷓVP I. Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn und Wandel vor Gott. . 4% auf Gott, und rechtmaͤßige Gesinnung gegen ihn H t übngg„„ 3 Um Kleuschheit und Mäßigkeitt: 4 Um brüderliche Liebe, Mitfreude und Mitleld 5. Um Nachsicht, Sanftmuth, Leutseligkeit und Langmuth Eun christliche Gefalligkeit und Freundschaft Um christliche Liebe gegen Feindte. 8, Um Heiligkeit der Reden und des Betragens A V. Um chrislichen Gebrauch der Vergehungen, Thorheiten und kaster uuserer Nebenmenschen e Um Grilichen Gebrauch der Zeit, Kräste und Haben Gottes 2* n, Aufmunterung zu soichem Wandel vor Gott 2 — der Gebete. IV. Gebete esür die, welche zum n Heltgen Wwendnall gehen wollen. I. Nachdenken uber den Zweck und den Nutzen des heligen Abendmahls 2. Selbstpruͤfung +* dem Whende des heiligen Abendmahlz ö 3. Um Vergebung der Suͤnden. 4. Vor dem Gebrauche des heiligen Abendmahls 3. Nach dem heiligen Abendwahllnln V. Gebete für Kranke und Sterbende. I. Demuͤthigung vor Gott in Krankheitt 2. Gebet bei Sterbendeen Eungelium am 1. Sonntage des Adbents, Matth. 21, v. 110. Di sie nun nahe bei Jerusalem V kamen, gen Bethphage an den diherg, sandte Jesus seiner Juͤn⸗ get zween, und sprach zu ihnen: hehet hin in den Flecken, der vor hliegt, und bald werdet ihr eine selin finden angebunden, und ein Aillen bei ihr; loset sie auf, und shiet sie zu mir. Und so euch Iuand etwas wird sagen, so 0 10 w Der Herr beharf ihr, so luldwird er sie euch lassen. Das hischah aber alles, auf daß erfuͤllet Arbe, das gesagt ist durch den Moßheten, der da spricht: Saget st Fochter Zion: siehe, dein Kö⸗ Mmmit zu dir sanftmüthig/ und adlet auf einem Esel, und auf ei⸗ us Fuken der lastbaren Eselin. 3 se Juͤnger gingen hin, und en, wie ihnen Jesus befohlen und brachten die Eselin und Füͤllen, und legten ihre Klei⸗ kauf, und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Klei⸗ der auf den Weg; die andern hie⸗ ben Zweige von den Baͤumen und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nach⸗ folgete, schrie und sprach: Hosian⸗ na, dem Sohn David! gelobet sey, der da koͤmmt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hoͤhel Epistel 7 Roöm. 135„v. 11⸗ 14. Nieben Brüder: weil wir solches wissen, nemlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlafe,(sintemal unser Heil jetzt naͤher ist, denn da wirs glaubten) die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbei kommen ꝛso lasset uns ablegen die Werke dek Finsterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. Lasset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid: sondern ziehet an den Herrn Je⸗ sum Christ, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. A Evau⸗ 2 Ebangelium am 2. Sonntage des Adv. Luc. 21, v. 25⸗34. U es werden Zeichen geschehen an der Sonnen und Mond, und Sternen, nud auf Erden wird den keuten bange seyn, und wer⸗ den zageu, und das Meer, und die Wasserwogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten vor! Furcht und vor Warten der Dinge, die da kommen sollen auf Erden, denn auch der Himmel Kraͤfte sich bewegen werden Und alsdann werden sie sehen des Men⸗ schen Sohn kommen in den Wolken mit groher Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfaͤhet zu ge⸗ schehen, so stehet guf, und hebet eure Haͤupter auf, darum daß sich eute Erloͤfung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den be lhr ang und alle Baͤume; wenn e jetzt ausschlagen, so sehet ihrs an ihnen, und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch dies Geschlecht wird nicht vergehen bis daß es alles geschehe. Him⸗ mel und Erden werden vergehen aber meine Worte vergehen nicht Epistel, Roͤm. 15, v. 4⸗14. Wẽ' aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre ge⸗ schrieben, auf daß wir durch Ge⸗ duld und Trost der Schrift Hoff⸗ nung haben: Goit aber der Ge, duld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seyd un⸗ ter einander nach Jesu Christ, auf daß ihr einmüthiglich mit einem Munde lobt Gott und den Vater, unsers Herrn Jesu r Dar⸗ um nehmet euch unter einallder auf, gleich euch Christus hat aufge⸗ nommen zu[Gottes Lobe. Ich sa⸗ Am 2. u. 3. Sonntage des Advents. ge aber, daß Jesus Chri ein Diener gewesen der Hg dung um der Wahrheit wllen g tes, zu bestätigen die Verhessn den Vaͤtern geschehen, daß diez den aber Gott loben um der Bun l hertigkeit willen, wie geschish krre stehet: Darum will ich dich h Hause unter den Heiden, und deinen men singen. Und abermal sun t ein er: Freuet euch, ihr Heiden, seinem Volk. Und abermal: deu Herrn, alle Heiden, und un set ihn, alle Voͤlker. Und ahin spricht Esaias: Es wird sehn Wurzel Zesse, und der aufe l 42 des Advents, Matth. u hoh euck v. 2⸗ 11. 00 ues andern warten? Jesus ausnlird tete und sprach zu ihnen; Gh hin, und saget Johanni mihh was ihr sehet und hoͤret: Blinden sehen und die Lahmmgl hen, die Aussaͤtzigen werdeh. und die Tauben hoͤren, die LagE stehen auf, und den Armen das Evangelium gepredigel, selig ist, der sich nicht an 4 hritu Besch seyd ihr hinaus gegan⸗ villen 90 n? Wolltet ihr einen Berhii eichen Kleidern se⸗ 0 I tragen, sind in der Könige cis Hiusern. Oder was seyd ihr hin⸗ — Vius gegangen zu sehen? Wolltet delnen r einen Propheten sehen? Ja, ich she euch, der auch mehr ist denn eiden Iun Prophet. Denn dieser ists, * Wun dem geschrieben stehet: Siehe, de meinen Engel vor dir her, inen Weg vor dir bereiten aß die fuͤr halte uns jedermann, naͤmlich fuͤr Christi Diener, ge Hoffluund Haushalter über Gottes Ge⸗ Id Frieh des hillhheiwnisse. Nun suchet man nicht nehr an den Haushaltern, den uu sie treu erfunden werden Sonni dͤraber ists ein Geringes, daß ich itth. mln euch gerichtet werde oder von lum menschlichen Tage, auch rich⸗ lich mich selbst nicht. Ich bin im Geslult wohl nichts bewust, aber dar⸗ hrisli hiulhen bin ich nicht gerechtfertiget: Mhet Herr ists aber, der mich richtet. Bist djHorum richter nicht vor der Zeit, ollen wiuis der Herr kommt, welcher auch hesus aulollird ans Licht bringen, was im stern verborgen ist, und den ih der Herzen offenbaren; als⸗ Mun wird einem jeglichen von Gott ob wbernelren 4 4 * Cbang. am 3. Sonntage des Poents, Joh. 1, v. 19⸗28. We er bekannte: Ich bin nicht Heigus. Und sie fragten ihn: was Tan? Bist du Elias? Er sprach: hHerze Im 4. Sonntage des Advents. Am heil. Christtag. 3 phet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn; daß wir Antwort geben denen die uns gesandt haben: Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predi⸗ gers in der Wüsten; richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Esaias gesagt hat. Und die ge⸗ sandt waren, die waren von den Pharisaͤern, und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum daufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen, und sprach: Ich taufe mit Wasser, aber er ist mitten unter euch ge⸗ treten, den ihr nicht kennet. Der ist's, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhriemen auflöͤse. Dies ge⸗ schah zu Bethabara jenseit des Jor⸗ dans, da Johannes taufete. Epistel, Phil. 4, v. 4⸗7. FTreuet euch in dem Herrn allwe⸗ ge, und aber mal sage ich: freuet euchEure Lindigkeit lasset kund sevn alen Menschen. Der Herr ist nahe! Sorget nichts: sondern in allen Dingen lasset eure Bitte in Gedet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund waner u der Friede Gottes, welcher hoͤher ist denu alle Vernunft, bewahre eure und Sinne in Christo Ju. Evang. am heil. Christtage, Luc. 2, v. 1⸗14. E 506 ti sich aber zu der Zeit, da gusto ausg ein Gebot vom Kaiser Au⸗ ing, daß glle Welt ge⸗ schaͤtzet wuͤrde. Und diese Schahung war die allererste, und geschahe zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Sprien war. Und iedermann Vch bius nicht. Bist du ein Pro⸗ A 2 gina. Am 2. heil. ging, daß er sich schaͤtzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das Juͤdische Land, zur Stadt Davids, die da heißet Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Ge⸗ schlechte Dapids war, auf daß er sich schaͤtzen ließe, mit Maria sei⸗ nem vertranten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebaͤ⸗ ren sollte, und sie gebar ihren er⸗ sten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krivpe, denn sie hatten sonst kei⸗ Christtage. leben in dieser Welt, und wan soͤdetn auf die selige Hoffaung und iaglee scheinung der Herrlichkeit dez het Wie ßen Gottes, und unsers Hesshes heil Jesu Ehristi. Der sich felbs gossen uns gegeben hat, auf daß et dich J erloͤsete von aller Ungerechtihud, g und reinigte ihm selbst ein Aan En⸗ zum Eigenthum, das fleißig nihes ewi zu guten Werken. Aung; d Am Ebang. am 2. heil. Chrishe Luc. 2, v. 1520. nd da die Engel von ihnen Himmel fuhren, sprachen bange nach v. 3. nen Raum in der Herberge. Und 2swaren Hirten in derselbigen Ge⸗ end auf dem Felde bei den Huͤr⸗ en, die huͤteten des Nachts ihre Heerde. Und siehe, des Herrn En⸗ el trat zu ihnen, und die Klar⸗ Heit des Herrn leuchtete um sie, und sie furchten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürch⸗ tet euch nicht, siehe, kundige euch große Freude, die al⸗ lem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland gebo⸗ ren, welcher ist Christus der Herr, bs. Und das habt zum Zeichen, ihr werdet fin⸗ den das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippen liegen. Und alabald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerschaa⸗ ren, die lobeten Gott und spra⸗ chen: Ehre sey Gott in der Höhe, Friede auf Erden, und den Men⸗ in der Stadt Davibs. schen ein Wohlgefallen. Epistel, Tit. 27 v. 1TI= IA. enn es ist erschienen die heil⸗ same Gnade Gottes allen Menschen, und zuͤchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungoͤtt⸗ licke Wesen, und die weltlichen Lüste und zuͤchtig, gerecht und gottselig ich ver⸗ d wun i ger huete! Rner N seht zl em Zet Hird. U llch de ller K Hirten unter einander: Lasstt nun gehen gen Bethlehem, iu Geschichte sehen, die da gesti ist, die uns der Herr kund gi hat. Und sie kamen eilehd fanden beide Mariam und In dazu das Kind in der Kriie gend. Da sie es aber gesehen ten, breiteten sie das Wort welches zu ihnen von diesem gesagt war. Und alle, vor Aunden. fam, wunderten sich der Rehh 18 ibnen die Hirten gesagt he u- Maria aber behielt alle diet te, und erwegete sie in ihten s gehe zen Und die Hirten kebrenn bih der um, preiseten und lohtn Aun Ene um alles, was sie geboͤret u hr sehen hatten, wie denn uitinpen gesagt war. In Be ů.„bige Epistel, Tit. 3 v. AAInEt enn wir waren auch kilfhnth, unweise, ungehorsam sh 0 dienende den Lusten und ussfet lei Wolluͤsten, und wand Bosheit und Neid, und uns untereinander. Da schien die Freunblichkeit uu seligkeit Gottes unsers Halt nicht um der Werke willense rechtigkeit, die wie gethan su Im Sonnt. nach dem Christt. Am Neuen Jahrstage. 5 und wan koͤdern uach seiner Barmherzigkeit 10 01 er uns selig durch das Bad eit des er Biedergeburt und Erneuerung Hellases heil. Geistes, welchen er aue⸗ 9 felbs gesen hat über uns reichlich daß er ch Jesum Christum unsern Hei⸗ erechthshiud, auf daß wir durch desselbi⸗ st ein Maen Gnade gerecht und Erben seyn fleißig uis ewigen Lebens nach der Hoff⸗ lugs das ist gewißlich wahr. Chrissuchangelium am Sonntage nach dem Christtage, Luc. 2, 33˙ ud sein Vater und Mutter wunderten sich deß, das von Um geredet ward, und Simeon kund 10 autte sie, und sprach zu Marta, eilend Ket Mutter: Siehe, dieser wird kleht zu einem Fall und Auferste⸗ iu pieler in Ilrael, und zu ei⸗ en Zeichen, dem widersprochen Aird, Und es wird ein Schwerdt Vech deine Seele dringen, auf daß ler Herzen Gedanken offenbar Iuden. Und es war eine Pro⸗ hitin, Hanna, eine Tochter Pha⸗ Rels, vom Geschlechte Aser, die Ur wohl betaget, und hatte gele⸗ sieben Jahr mit ihrem Manne, ssch ihrer Jungfrauschaft, und war An eine Wittwe bei vier und acht⸗ ohren, die kam nimmer vom Ecpel, diente Gott mit Fasten lud Beten Tag und Nacht. Die⸗ auch hulchertn, und redere von ihm zu al⸗ kg, die guf die Erloͤsung zu Jeru⸗ llem warteten. Und da sie es al⸗ hollendet hatten, nach dem Ge⸗ des Herrn, kehrten sie wieder Galiläam, zu ihrer Stadt Na⸗ eth. Aber das Kind wuchs, e, ward stark im Geist, voller Heitheit, und Gottes Gnade war Epistel, Gal. 4, v. 1⸗7. Och sage aber: So lange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unter⸗ schied, ob er wohl ein Herr ist aller Güther; sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern, bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder wa⸗ ren, waren wir gefangen unter den außerlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfuͤllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe, und unter das Gesetz ge⸗ than, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erloͤsete, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seyd, hat Gott ge⸗ sandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater. Also ist hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sinds aber Kinder, so sinds auch Erben Gottes durch Christum. Evangel. am Neuen Jahrst. Luc. 2, 2T. n da acht Tage um waren daß das Kind beschnitten wur⸗ de da ward sein Name genennet Jesus, welcher genennet war von dem Engel, ehe denn er in Mut= terleibe empfangen war. Epistel, Gal. 3, 23⸗29. Ebe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret, und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbaret werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen guf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht wüurden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtweiner. Denn A 3 ihr 6 Am Sonntage nach dem Neuen Jahr. ihr seyd alle Gottes Kinder, durch siehe da erschien der Engel den Glauben an Christo Jesu. Denn wie viel euer guf Christum getaust sind, die haben Christum angezogen. Hie ist kein Mann noch Weib, denn ihr seyd olllumal einer in Christo Jesu. Seyd ihr aber Chrisli, so sevd ihr ja Abra⸗ hams Saamen, und nach der Ver⸗ heissung Erden. Evang. nach demReuenJahr, Matth. 2, v. 1323. 24 D⸗ sie aber hinweg gezogen wa⸗ ren, siehe, da erschien der En⸗ gel des Herrn dem Joseph im Traum, und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und fleuch in Egyp⸗ tenland, und bleib allda bis ich dir sage. Denn es ist vorhanden, daß ter zu sich, und kam in das am⸗ Israel. Da er aber hoͤrete, Archelaus im Juͤdischen Lande g nig war anstatt seines Vaterz rodis, fuͤrchtete er sich dahin Herodes das Kindlein suche, dassel⸗ be umzubringen. Und er stand auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bey der Nacht, und entwich in Egyptenland. Und blieb allda bis nach dem Tode He⸗ rodis. Auf daß erfuͤllet wuͤrde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn ge⸗ rufen. Da Herobes nun sahe, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig, und schickte aus, und ließ alle Kinder zu Bethlehem toͤdten, und an ihren ganzen Grenzen, die da zweisaͤhrig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernet hatte. Da ist erfullet, das gesagt ist von dem Propheten Je⸗ remia, der da spricht: Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei ge⸗ hoͤret, viel Klagens, Weinens und Heulens! Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht troͤsten lassen, denn es war aus mit ihnen. Da aber Herodes gestorben war, Herrn dem Joseph im Traum,ie dem Egyptenland. Und sprach: Sh auf und nimm das Kindlein Un seine Muttet zu dir, und zeug hahhllose in das Land Israel; sie sind gishchrum, ben die dem Kinde nach dem algsch Will⸗ standen. Und er stand auf, utelen b nahm das Kindlein und seine Mchöyfer hang. nung kommen. Und im Traum empft er Befehl von Gott, und zog die Oerter des Galilaͤischen Landes Bet und kam und wohnete in ur 3 Stadt, die da heisset Nasgrashe, da Anf daß erfuͤllet würde, das Hurgenle gesagt ist durch die Propheten: uchen: soll Nazarenus heißen. süg de suen St Epistel, 1 Petri g, v. 1, in Ihr Lieben, lasset euch die hishn. T so euch begegnet, nicht beshat hoͤrte den(die euch widerfaͤhret, daßn das versucht werdet) als widerfuͤhrtuss vers⸗ etwas Seltsames: Sondern srußd Sch euch, daß ihr mit Christo Ulehik, un auf daß ihr auch zur Zeit det A Chrift fenbarung seiner Herrlichkeit Ru, Un de und Wonne haben moͤgel, Asahleher lig seyd ihr, wenn ihr geschmahsin glso werdet uͤber den Namen Chrissi Prop denn der Geist, der ein Gesst n im it Herrlichkeit und Gottes ist, mozen dit anf euch. Bei ihnen ist er vashen Judo stert, bei euch ist er geprestluwen d Niemand aber unter euch leiht Aaal Isra ein Moͤrder oder Dieb, oder hehlset Hero thaͤter, oder der in ein fremd dusih eilerr greifet. Leidet er aber asum der Christ, so schaͤme er sich nichl aseh weis ehre aber Gott in solchem UW prac Denn es ist Zeit, daß anfahe sht leißi Gericht an dem Hause Ghssagn ihrs So aber zuerst an uns; wab Aahhh, daß fuͤr ein Eude werden mit henhete. Mret Engel hy Am Tage der Erscheinung Christi. 7 raum ie hin, Eyangelid Gottes nicht Und siehe der Stern, den sie im 00½ Siehglauhen? l deuchhehhttlose und Sünder erscheinen? sind geshchhrum, welche da leiden nach Got⸗ dem Luis Willen, die sollen ihm ihre auf, Uhielen befehlen, als dem treuen Iyfer, in guten Werken. seine N 5 orete, Myang. am Tage der Erschei⸗ saien Rng Christi,(Epiphaniaͤ) dahin Matth. 2/ v. 112. im empft gf Jesus geboren war zu Bethlehem, im juͤdischen Lan⸗ en Landelsz v. 122 Usd, und sind kommen, ihn anzu⸗ ch die ssen, Da das der Koͤnig Hero⸗ icht hefluss hoͤtte, erschrack er, und mit „Daßhn das ganze Jexusalem. Und erfuͤhrenshß versammlen alle Hohepriester wern flash Schriftgelehrten unter dem risto lalhlk, und erforschete von ihnen, Christus soilte geboren wer⸗ Und so det Gerechte diein msaum erhalten wird, wo will der Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam, und stand ohen uber, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie boch erfreuet, und gin⸗ gen in das Haus, und fanden das Kindlein mit Maria seiner Matter, und fielen nieder, und beteten es an. Und thaten ihre Schätze auf, und schenkten Gold, Weihrauch und Morrhen. Und Gott befahl ih⸗ nen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken, und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Epistel, Jes. 60, v. 1⸗6. ache dich auf, werde Licht denn dein Licht kommt, und die Herrlich keit des Herren gehet auf uber dir. Denn siehe, Finsterniß bedecket das Erdreich, und Bnnkel die Voͤlker. Aber uͤber dir gehet auf der Herr, und seine Herrlich⸗ keit erscheinet uͤber dir. Und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Koͤnige im Glanz/ der uͤber dir At dit deine Augen auf, und siehe Amher, diese olen die kleinste unter den Fuͤr⸗ % Juda; denn aus dir soll mir 1 gepkesthumen der Herzog, der uͤber mein uch leidt hilt Israel ein Herr sey. Da be⸗ oder lillet Herodes die Weisen heimlich stem9 usid etlernte mit Fleiß von ihnen, ber Asem der Stern erschienen wäre. % weisete sie gen Bethlehem. olchem U srach: ziehet hin, und for, aufahe Ulit feißig nach dem Kindiein, und ihrs findet, so sagt mirs wie, wat Ullse, daß ich auch komme, und es mit denhshite. Als sie nun den Köͤnig Mret batten, zogen sie hin. alle versammelt kommen zu dir. Deine Soͤhne werden von ferne kommen, und deine Toͤchter zur Seiten erzogen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und aus⸗ brechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wann sich die Menge am Meer zu dir beleh⸗ ret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Cameele wird dich bedecken, die Laͤufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommens, Gold und Weihrauch bringen, und des Herrn Lob verkuͤndigen. A 4 Evang. 8 Am 1. und 2. Sonnt Evang. am x. Sonntage nach Epiphaniaͤ, Luc. 2, v. 42⸗ 32. D⸗ Jesus zwölf Jahr alt war, gingen sie hinauf gen Jerusa⸗ lem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußtens nicht. Sie meineten aber, er waͤre unter den Gefaͤhrten, und kamen eine Tagereise und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten, Und da sie ihn nicht fanden, gin⸗ gen sie wieder gen Jerusalem, und suchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen, fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den gehrern, daß er ihnen zuhoͤrete und fragete, und alle, die ihm zu⸗ höreten, verwunderten sich seines Verstandes nud seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, eutsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du ‚ uns das gethan? Siehe, dein Vater⸗· und ich haben dich mit Schmerze gesucht. Und er sprach zu ihnen Was ists, daß ihr mich gesuch habt? Wisset ihr nicht, daß i seyn muß in dem, das meines Va ⸗ ters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen re⸗ dete. Und er ging mit ihnen hin⸗ ab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade, bei Gott und den Menscen. Epistel, Roͤm. 12, v. 1⸗6. J ermahne euch, lieben Bruͤder, —durch die Barmherzigkeit Got⸗ tes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott woblgefaͤllig sey, welches euer vernuͤn age nach Epiphaniaͤ. ftiger Gottesdien ue nd stellet euch nicht dieser W e leich, soudern veraͤndert euch dun semel Vernenerung eures Sinnes, au Wase daß ihr prüfen möget, welchen acht, sey der gute, der wohlgefallhe zerl und der vollkommene Goltes u Hch le. Denn ich sage durch die Onn weste de/ die mir gegeben ist, jederma lihn unter euch, daß niemand weis sen von ihm halte, denn sichs gebühs suunke zu halten; sondern daß er von i gring maͤbiglich halte, ein jeglicher, nut lihet dem Gott ausgetheilet hat Mhache Maaß des Glaubens. Denn giin Ea cher Weise, als wir in einem Lasie viel Glieder haben, aber alle Gl Zunge der nicht einerlei Geschafte habel also sind wir viele ein Leib in M Epist sto, aber unter einander ist ein des andern Glied. Und helHat mancherlei Gaben, nach der Gnil die uns gegeben ist. si Aheman Inmts. it der 1— Evangelium am 2. Sonnii 1 nach Epiph. Joh. 2, 6 nan II. Hegie nd am dritten Tage ward esillg. Hochzeit zu Cana, in Golsi lipkeit und die Mutter Jesu war da; iebe sus aber und seine Juͤnger wurss dige auch auf die Hochzeit geladal kruͤde Und da es an Wein gebrach, speih bern die Mutter Jesu zu ihm: Sie gi wit ben nicht Wein. Jesus spricht ucht ihr: Weib, was habe ich mit dies Sept schafsen? Meine Stunde ist ui duch nicht kommen. Seine Mus spricht zu den Dienern: Was halke euch saget, das thut. Es wall aber allda sechs Keinerne Wisth hirh Krüͤge gesetzt, nach der Wasß hg ketfe juͤbischen Reinigung, und ginheh hre in einen zwei oder drei Masf und Jesus spricht zu ihnen; Güllet Wasserkrüge mit Wasser. Und UEre fuͤlleten sie bis oben an. Und on9 spricht zu ihnen: Schoͤpfet* aen Am 3. Sonntage nach Epiphaniaͤ. 9 * sugets dun krachtent. Wuten worden sind, alsdann den ö 1 Von il keingern: du hast den auten Wein an, und sprach: Ich wills thun, cher, nail Hieher behalten. Das ist das erstessey geteiniget. Und als bald ward hat Azechen, das Jesue ihat⸗ geschehen Iun Cana in Galiläa, und offenba⸗ Uiete seine Herrlichkeit. d seine sags nieman Hunger glaubten an ihn. und zeige dich den Priester, und opfere die Gabe, ib in ö öͤm. I v. 7 6. 5 er 160 kpistel, R Iad Lid Da aber Jesus einging zu Caper⸗ at jemand Weissagung, so dey naum, ttat ein Haupimann zu ibm⸗ sie dem Glauben ähnlich. Hat der bat ihn, und sprach: Herr⸗ sewand ein Amt, so warte er des mein Knect liegt zu Hause, und ist Unts.] Lehrer jemand, so warte gichtbruchig und hat große Qual. u der Lehre. Ermahnet lemand, Zesus sprach zu ihm: Ich will kom⸗ warte er des Ermahnens, Giebt men, und ihn gesund machen. Der emand„ so gebe er einfältiglich. Hauptmann antwortete und sprach: Regieret jemand, so sey er sorg⸗Herr, ich bin nicht werth, daß du ward e jemand Barmher⸗unter mein Dach gehest, sondern in Gollil Ukeit lo thue ers mit Lust. Die sprich nur ein Wort, so wird mein llbe sey nicht falsch. Hasset das Knecht gesund; denn ich bin ein Aege, hanget dem Guten an. Die Mensch, dazu der Obrigkeit unter⸗ kalderliche Liebe untereinander sey than, und habe unter mir Kriegs⸗ henilich. Einer komme dem andern knechte, und wenn ich sage zu ei⸗ wit Ehrerbietung zuvor. Seyd nem: Gehe hin, so gehet er, und ucht träge, was ihr Asim boht. zum andern: komme her, so kommt Eeyd brunttig imn Geist.Schicker er. Und un meinem Knechte: Thue uuch in die Zeit. Seyd skoͤhlich in das, so khut ers. Da das Jesus suung„ geduldig in Trübsal,hörete, verwunderte er sich, und Utet an am Gebet. Nehmet sprach zu denen, die ihm nachfolg⸗ ch der heiligen Nothdurft an.sten: Wahrlich, ich sage euch, solchen euch Giauben habe ich in Israel nicht sehg ketfolgen, segnet und fluchet nichte gefunden. Aber ich sage euch: Viel hreuet euch mit den Fröhlichen, werden kommen vom Morgen und und weinet mit den Weinenden. Abend, und mit Abrabam, Isage Habt einerley Sinn untereinander: und Jakob im Himmelreich sitzen. Ruochtet nicht nach hohen Dingen, Aber die Kinder des Reichs werden budern haltet euch heruntet zu ausgestoßen in die Finsteraiß bin, den Niebrigen. aus, da wird seyn Heulen und A 3 Zaͤhn⸗ 10 Zaͤhnklappern. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglauhet hast. Und sein Kuecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Epistel, Roͤm. 12, v. 17⸗21. altet euch nicht selbst fuͤr klug. Vergeltet niemand Boͤses mit Bösem. Fleißiget euch der Ehrbar⸗ keit gegen jedermann. Isis moͤg⸗ lich, so viel an euch ist, so habet mit allen Menschen Friede. Raͤ⸗ Am 4. und 5. Sonntage nach Epiphania. Epistel, Roͤm. 13, Sed niemand nichs 0 denn daß ihr euch unterehnan der liebet; denn wer den and liebet, der hat das Gesetz rfüllet, o d Denn das da gesagt ist: Du solt H wa nicht ehebrechen; Du sollt nicht lid licbte ten, du sollt nicht dehen; Du ull kendl nicht falsch Zeugniß gchen, dich sol Au, nichts geluͤsten. Und so ein andet hut den Gebot mehr ist, das wird in diesem ullerein Wort verfasset: Du sollt deinen het de Naͤchsten lieben as dich selbst. Din in end v. 8 0, 6 schulbin, pitel chet euch selber nich t, meine Lieb⸗ sten, sondern gebet Raum dem Zorn, denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein, ich will vergel⸗ deinen Feind hungert, so speise ihn, duͤrstet ihn, so traͤke ihn. Wenn du das ihust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammlen. Laß dich nicht das Boͤse überwin den, sondern uͤberwinde das Böst mit Outem. Evangel. am 4. Sonntage nach Epiph. Matth. 8, v. 253⸗27. U Jesus trat in das Schiff, ö und seine Juͤnger folgten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groß Ungestuͤm im Meer, also daß auch das Schifflein mit dem Wellen be⸗ deckt ward, und er schlief. Und die Juͤnger traten zu ihm, und Liebethut dem Nachsten nichts Bu sz öb ses. So ist nun die Liebe des Ge he, di sehes Etfuͤllnng. ten, spricht der Herr. So nun Evangel. am. Sonntoge hihen nach Epiph. Matth. 15, sine v. 2430. r legte ihnen ein ander Gleichniz vor, und sprach: Das Him⸗ melreich ist gleich einem Menschen, der guten Saamen auf seinen Acer sub alle säete. Da aber die Leute schliesen In, ode kam sein Feind, und saete Unkraut laeh in zwischen den Weizen, und ging da⸗ von. Da nun das Kraut wuchs, und Frucht brachte, da fand sith auch das Unkraut. Da traten dit Knechte zu dem Hausvater, und sprachen: Herr, hast du nicht gu⸗ ten Saamen auf deinen Acker ge⸗ saet? Woher hat er denn das Un⸗ kraut? er sprach zu ihnen! Daß hat der Feind gethan. Da sprg⸗ chen die Knechte: Willt du dens, Mfalt slicher uhet de weckten ihn auf, und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben. Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleinglän⸗ bigen warum seyd ihr so furchtsamẽ Und stand auf und bedräuete den Wind und Meer, da ward es ganz stille. Die Menschen aber ver, wunderten sich und sprachen Was ist das fuͤr ein Mann, daß ihm daß wir hingehen, und es autgl ten? Er sprach: Rein, auf daß ihr s nicht zugleich den Weizen mit au raufet, so ihr das Unkraut ausgü⸗ tet. Lasset beides mit einandet wachsen, bis zu der Erudte, und um die Erndte⸗Zeit will ich zu den Schnittern jagen: Sammlet zupot sh das Unkrant, und bindet es in Wind und Meer gehorsam ist ꝛ Buͤndlein, daß man es verbrenne, abet Am Sonntage Septuagesimaͤ. 11 n den Weizen sammlet mir in S1gche Scheuren. 10 ereinam/ pistel, Col. 5, v. 1217. .—— o iehet nun an als die Auser⸗ Ou selt U wäbiten Gottes, Heilige und schtlid Ulichte, herdliches Erbarmen, Du sull lahadlichkeit, Demuth, Sanft⸗ dich fol Aud, Geduld, und vertraget ei⸗ den andern, und vergebet euch hlereinander, so jemand Klage hat her den andern, gleichwie Chri⸗ l euch ve geben hat, also auch über elles aber ziehet an die Iu in hem Leibe, und sed dankbar. Las⸗ das Wort Christi unter euch salich wehnen in aller Weisheit, let und vermahnet euch selbst Hfalm en und Lobgesaͤngen„ un slicken lieblichen Liedern, und shit dem Herrn in euren Herzen. UWalles, was ihr thut, mit Wor⸗ u, oder mit Werken, das thut lo in dem Namen des Herrn iu, und danket Gott und dem ter durch ihn. nntage 15, tuagesimaͤ, Matth. 20, v. 1? 16. einen Weinberg. %, um die dritte Stunde, und andere an dem Markt müs⸗ Uehen, und sprach zu ihnen: schet ihr auch hin in den Wein sg, ich will euch geben was rech n s Und sie gingen hin. Abermal laufen alle, aber elner. das ging er aus um die sechste und neunte Stunde, und that gleich also. Um die eilfte Stunde aber ging er aus, und fand andere muͤ⸗ big flehen, und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hie den ganzen Tag muͤßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht seyn wird soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter, und gieb ihnen den Lohn, und hebe an, an den Letzten bis zu den Ersten. Da kamen die um die eilfte Stun⸗ de gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen, und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murrten sie wider den Hausvater, und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde ge⸗ arbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Er antwortete aber, und sagte zu ei⸗ nem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht unrecht; bist du nicht bang. am Sonntage Sep⸗ mit mir eins worden, um einen Groschen? Nimm was dein ist, und gehe hin. Ich will aber die⸗ sen letzten geben, gleich wie dir; Himmelreich ist gleich einem oder habe ich nicht Macht zu thun dausvater, der am Morgen was ich will, mit dem Meinen? ulging Arbeiter zu miethen in sei⸗ siehest du darum scheel, daß ich so un Weinderg. Und da er mit den gütig bin? Also werden die Letzten Uiestern eines ward um einen Gro⸗die Ersten, und die Ersten die Letz⸗ Uen zum Tagelohn, sandte er sie ten seyn. Denn viele sind beru⸗ ů Und gingfen, aber wenig sind auserwaͤhlt. Epistel, 1 Cor. 9, v. 24. bis Cap. 10, v. 5. Wistt ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die lei⸗ 12 Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpfet, enthaͤlt sich alles Dinges: jene also, daß sie eine vergaͤngliche Krone empfangen, wir aher eine unvergaͤngliche Ich lau⸗ fe aber also, nicht als alifs unge⸗ wisse: Ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet. Sondern ich betaͤube meinen Leib, und zaͤhme ihn, daß ich nicht den andern pre⸗ dige, und selbit verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Bruͤder, nicht verhalten, daß unsere Vater sind alle unter der Wolke gewesen, und sind alle durchs Meer gegan⸗ gen, und sind alle unter Mosen getauft, mit der Wolke und mit dem Meer, und haben alle einer⸗ lei geistliche Speise gegessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken. Sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgete, welcher Fels war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott keinen Wohlgefallen, denn sie sind nieder⸗ geschlagen in der Wuͤsten. Evangel. am Sonntage Se⸗ xagesimaͤ, Luc. 8, v. 4⸗15. Nai nun viel Volks bei einander wor, und aus den Staͤdten zu ibm eilete, sprach er durch ein Gleichniß: Es ging ein Saͤemann gus zu saͤen seinen Saamen, und indem er saͤete, fiel etliches an den Weg, und ward vertreten, nud die Voͤgel unter dem Himmel frassens auf. Und etliches siel auf den Fels, und da es aufging, verdorreie es, dsarum, daß es nicht Saft hatte. Und etliches siel mitten unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf, und ersticktens. Und et⸗ liches fiel auf ein gut Land, und es ging guf, und trug hundertfaͤl⸗ tige Frucht. Da er das fagte, seine Jünger, und sprachen: Am Sonntage Sexagesimaͤ. rief er: Wer Ohren hat zu hz 1 der hoͤre. Es fragten ihn E A ich die es Gleichhiß wäre 2 Er sprach: Euch ists gegeben zu wissg e das Geheimniß des Reichs Gonte den andern aber in Gleichnissen, 0 le es nicht sehen, vb sie es stn sehen, und nicht verstehen, odfs es schon hoͤren Das ist aber d Gleichniß: Der Saamen iß de Wort Gottes. Die aber an de Wege sind, das sind, die es hren darnach koͤmmt der Teufel, un nimmt das Wort von ihrem Hushrder zeu, anf daß sie nicht glauben u dben selig merden. Die aber auf d heben Fels, sind die, wenn sie es hort Hlidte nehmen sie das Wort mit greuds an, und die haben nicht Wurn eine zeitlang glauben sie, und a der Zeit der Anfechtung fallen 0 ab. Das ader unter die Domh fiel, sind die, so es hören, u gehen hin, unter den Sorgh Reichthum und Wohuun dieh bens, und ersticken, und brimhe keine Frucht. Das aber auf diahhnn, gaten Lande, siud, die dun Walirn Epistel, 2 Cor. 11, v. 19. HMWu Ch Cap. 12/ v. g. Da D ihr vertraͤget gerne Aöngs Narren dieweil ihr klug Alzt Ihr vertraget, so euch jemand Knechten machet, so euch jemah n schindet, so euch jemand nimng so euch jemand trotet, so euch il mand in das Angesicht streshehn Das sage ich nach der Unehte ah waͤren wir schwach worden. W auf nun femand kühn ist(ich i de in Thorheit) darauf bin ich gu kühn, Sie sind Ebräer, ic augl Sie sind Israeliten, ich auch. sind Abrahams Saameu, ich* zu hörglen, and Diener Cbristi(ich rede ihn aah l0) ich bin wohl mehr. Ich hen: Wülhzemehr gearbeitet, ich habe mehr Er ahaltglige erlitten, ich bin oͤfter ge⸗ zu mise suhzen, oft in Todesnöthen gewesen. 2 Gollehhon den Juden habe ich fünfmal Am Sonntage Quinquagesima. 13 auch nicht, Gott weiß es,) derselbe ward entzuͤckt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbi⸗ gen Menschen,(ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht, Gott weiß es). Er nissen, d Kvierzig Streiche, weniger ward entzückt in das Paradies, 2e6 605480 bin Dreimal gestaͤupet, und hoͤrete ungussprechliche Worte, en, oh malgesteiniget, dreimal habe ich welche kein Mensch sagen kann. aber Ehiffbruch erlüten, Tag und Nacht Davon will ich mich ruͤhmen, von en it Ushe ich zugebracht in der Tiefe mir selbst aber will ich mich nichts r on daßg Meers. Ich habe oft gerei⸗rühmen, ohne meiner Schwachhei⸗ es bätehte ich bin in Faͤhrlichkeit gewesen sten. Und so ich mich ruhmen woll⸗ ufel; mufpaffer, in Fahrlichkeit unter denste, thaͤt ich darum nicht thörlich, hrem hashhrdern, in Kährlichkeit unter den denn ich wollte die Wahrheit sa⸗ lauen ustuden, in Fährlichkeit unter den gen. Ich enthalte mich aber deß, r auf Nheden, in Fährlichkeit in den auf daß nicht jemand mich hoͤher es hörthetedten, in Fäbrlichkeit in der Wuͤ⸗ achte, denn er an mir slehet oder t Frenhssin, in Fährlichkeit auf dem Meer, von mir höret. Und auf daß ich ht Wurhsu gahrlichkeit unter den falschen mich nicht der hohen Offenbarung e, ud Aschdern, in Müh und Arbeit, in überhebe, ist mir gegehen ein Pfahl 9 fallen AlWachen, in Hunger und Durst, ins Fleisch, naͤmlich des Sataus ie Domust piel Fasten, in Frost und Blöße. Eugel, der mich mit Fäusten schla⸗ dren, Mptye was sich sonst zutraͤget, naͤm⸗ ge, auf daß ich mich nich t überhebe, à Sorzulsg, daß ich täͤglich werde angelau⸗ st diesellg und trage Sorge fuͤr alle Gemei⸗ nd brinhhnen, Wer ist schwach, und ich wer⸗ er auf Alsz nicht schwach? Wer wird geaͤr⸗ das Mlt und ich brenne nicht? So ich einem such je rühmen soll, so will ich ächt ö ud beiughhoch meiner Schwachheit rühmen. am allerliebsten rühmen meiner hett und der Vater nusers Herrn Schwachheit, auf 0 die Kraft b. 10 Uhn Ebristi, welcher sey gelober in Christi bei mir wohne. Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge Evang. am Sonnkage Quin⸗ 9.„s Hamasco, der Landpfleger des 210 Fund ings Areta verwahrete die Quagesima, Luc. 18, v. Sr⸗ t klug sülsradt der Damascaer, und wollte 43. jemand uch jemah nd mimms so euch ht strischt Unehte, a den, Wüi ist(h i hin ich auh e bch hich greifen: und ich ward in ei⸗gesus nahm zu sich die Zwoͤlse, hem Korbe zum Fenster⸗ aus durch und sprach zu ihnen: Sehet, le Mauern niedergelassen, undswir gehen hinauf gen Jerusalem, Urann aus seinen Händen. Es und es wird alles vollendet werden, Unir ja das Ruͤhmen nichts nuͤtze, das geschrieben ist durch die Pro⸗ sac will ich kommen auf die Ge⸗pheten von des Menschen Sohn. lichte uod Offenbarungen des Denn er wird uͤberantwortet wer⸗ heten. Ich kenne einen Menschen den den Heiden, und er wird ver⸗ Christo vor vierzehen Jahren, spottet, und geschmähet und ver⸗ er in dem Leihe gewesen, so speiet werden. Und sie werden ih es nicht,Boder it er cußer.Aön geisseln und kodten, und aun a, ieen Leihe gewesen, so weiß ich es dritten Tage wird er erh ben, erstehen. 14 ersiehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wusten nicht, was da gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege, und bettelte. Da er aber hoͤrete das Volk, das durchhin ging, forschete er, was das waͤre? Da verkuͤndigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge voruͤber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein: Die aber vorne an gin gen, bedraͤueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel⸗ mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein. Jesus aber stand stille, und ließ ihn zu sich fuͤhren. Da sie ihn aber nahe dei ihn brachten, fragte er ihn, und sprach: Was willt du, das ich dir thun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen moͤge. Und Jesus sprach zu ihm: Sey se⸗ hend, dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend, un folgete ihm nach, und preisete Got Und alles Volk, das solches sah lobete Gott. Epistel, 1 Cor. 13, v. 1⸗I3. (denn ich mit Menschen⸗ und mit Engelzungen redete, und haͤt⸗ te der Liehe nicht, so waͤr ich ein toͤnend Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen koͤnnre, und wuͤste alle Geheimnisse und alle Erkenntuiß, und haͤtte al⸗ len Glauben, also, daß ich Berge versethte, und hätte der Liebe nicht. so waͤre ich nichts. Und wenn ich alle meine Haabe den Armen gabe, und liehe meinen Leib brennen, und hatte der Liehe nicht, so wäͤre mirs nichts nuͤße. Die Liebe ist lang⸗ muͤthig und freundlich, die Liebe ei⸗ fert nicht, die Liebe treihet nicht Muthwillen, sie blaͤhet sich nicht, sie stellet sich nicht ungeberdig, sie suchet nicht das ihre, sie laͤsset sich Am I. Sonntage in der Fasten. . pe nicht erbittern, sie trachtet H nach Schaden, sie freuet ssch n unnb; der Ungerechtigkeit, sie freutr sit wit aber der Wahrheit. Sie venn desehl age, duder 420 eh 10 alles, sie duldet alles.“ Die du u den hoͤrt nimmer auf, so h die Wi shel. sagungen aufhoͤren werden, undi Hider Sprachen aufhoͤren werden, dnoll dat Erkenntniß aufhoͤren ushglache Denn unser Wissen ist Stücnalhe Ten und unser Weissagen ist Stücwuohen Wenn aber kommen wird das Vcheiche! kommne, so wird das Stucwalct. u aufhören. Da ich ein Kind mus will da redete ich wie ein Kind, Mihg war klug wie ein Kind, und huhhch e kindische Anschlaͤge; da ich abencheg voi Mann ward, that ich ab, wat ist ges disch war. Wir sehen jeht hussott d einen Spiegel in einem dunsstnen. Wort, dann aber von Angesshhsl, unt Angesicht. Jetzt erkenne ichs sih ihm weise, dann aber werde ich es e en, gleich wie ich erkenneh zistel Nun aber bleibet Glauhe, WWir nung, Liebe, diese drey. Wi U 3 Liebe ist die groͤßeste unter ihuhelich d iu er Evangel. am x. Sonntagessr aug der Fasten,(Invocavit),he dit Wüͤsten gefuͤhret, aufbasshetgern nw dem Teufel versucht wuthhnt nie Und da er vierzig Tage und vinnhsz allen Naͤchte gefastet hatte, hungashs die ihn. Und der Versucher mahhehwld ihm nund sprach: Bist du Gohsh Ueng Sohn, so sprich, daß diese Suhshniff Brod werden. Und er anthollhhek, in und sprach: Es stehet geschrihlhschhr Der Mensch lebet nicht von usfuh, allein sondern von einem jehhgthllzen Wort, das durch den Mund Husz in de tes gehet. Da fuͤhrte ihn der Last Kra fel mit sich in die heilixe Suͤlhst Get⸗ und stellte ihn guf die Zinne A Matth. 4, v. 1. 11, ward Jesus vom Geis sch u 0 Lampels, Und sprach zu ihm: achter I Iit du Gottes Sohn, so laß dich et ssch mhunb; denn es stehet geschrieben: freutt st wird leinen Engeln über dir H Hach thun, und sie werden dich sie fe den Händen tragen, auf daß Die An den Fuß nicht an einen Stein ch die Whsifet. Da sprach Jesus zu ihm: Hen, unhs Biederum stehet auch geschrieben: erden, hl sollt Gott, deinen Herrn, nicht oͤren nileluchen. Wiederum fuͤhrete ihn Stücknalher Teufel mit sich auf einen sehr Stückohsohn Berg, und zeigete ihm alle rd daz Wislishe der Welt, und ihre Herrlich⸗ Stüdussah, Und sprach zu ihm: dies al⸗ Kind histe will ich dir geben, so du nieder⸗ Kind, ult und mich anbetest. Da d, und kuhrach Jisus zu ihm: Hebe dich Hich aberohtz von mir, Satan, denn es ste⸗ ib, wag liht geschrieben? Du sollt anbeten u jeht Ufott, deinen Herrn, und ihm allein tem dunlhinen. Da verließ ihn der Teu⸗ Angesiasl, und siehe, da traten die Engel ne ichs sis ihm, und dieneten ihm. ich es eih rkennel W stel, 2 Cor. 6, v. 12 10. laube, H Wir ermahnen aber euch, als 151 Mithelser, daß ihr nicht ver⸗ unter ihuhellich die Gnade Gottes empfahet, In er pricht: Ich habe dich in onntagelse gaugenehmen Zeit erhoͤret, und ocapit), se bir am Tage des Heils gehol, I. II.. Sehet jeit ist die angenehme „, jezt ist der Tag des Heils. 1 Geist iulfoset uns aber nie mehr irgend ein „aufboßhhergerniß geben, auf daß unser sucht wüthiut nicht verlaͤstert werde, sondern he und vinlln allen Dingen lasset uns veweisen, hungasls die Diener Goftes. In großer cher Masssheduld, in Trubsalen„in Nöthen, du Gossh Uengsten, in Schlaͤgen, in Ge⸗ diese Slllshgwissen, in Aufruhren, in Ar⸗ r antwolliheh, in Wachen, in Fasten, in gescheilen hushheit, in Erkenntniß, in Lang⸗ t von Nobsuh, in Freundlichkeit, in dem em jeglaehllzen Geiste, in ung⸗faͤrbter Lie⸗ Mund Hostz in dem Wort der Wahrheit, in hn der Last Kraft Gottes, durch Waffen 11. Oerechtigkeit, zur Rechten und 0 + Am 2. Sonntage in der Fasten. 15 zur Linken, durch Ehre und Schan⸗ de, durch boͤse Gerüͤchte und gute Geruͤchte, ais die Verfuͤhrer, und doch wahrhaftig, als die Unbekan⸗ ten, und doch bekahnt, als die Ster⸗ benden, und siehe wir leben. Als die Gezüͤchtigten. und doch nicht ge⸗ tödtet. Als die Traurigen, aber al⸗ lezeit froͤhlich, als die Armen, aber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles baben. 17 +4 „* Evang. am 2. Sonntage in der Fasten(Reminiscere), Matth. 15, v. 2128. Un Jesus ging aus von dannen, und entwich in die Gegend Tyrus und Spdon. Und siehe ein Cananaͤisch Weib ging aus dersel⸗ bigen Grenze, und schrie ihm nach, und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein; meine Tochter wird vom Teufel üͤbel ge⸗ plaget. Und er antwortete ihr lein Wort. Da traten zu ihm seine Juͤnger, baten ihn und spra⸗ chen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet nus nach. Er antwortete aber und sprach: ich bin nicht ge⸗ sandt, denn nur zu den verlornen Schaafen von dem Hause Israel. Sie kam aber, und siel vor ihm nieder und sprach: Herr hilf mir. Aber er antwortete, und sprach: Es ist nicht fein, das man den Kindern ihr Brod nehme, und wer⸗ se es vor die Hunde. Sie sprach: Ja Herr, aber doch essen die Huͤnd⸗ lein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen. Da ant⸗ wortete Jesus, und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß, dir geschehe, wie du willt. Und ihre Tochter ward gesund in derselbigen Stunde. Epistel, 16 Epistel, 1 Thess. 4, v. 1⸗7. eiter, lieben Bruͤder, bitten wir euch, und ermahnen in dem Herrn Jesu/ nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln, und Gott gefallen, daß ihr immer voͤlliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch den Herrn Je⸗ sum. Denn das ist der Wille Got⸗ tes, eure Heiligung, daß ihr mei⸗ det die Hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein Faß zu hehal⸗ ten in Heiligung und Ehren, nicht in der Lustseuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wis⸗ sen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist Rächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget ha⸗ ben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur U reinigkeit, sondern zur Heiligung; Evang. am 3. Sonnt. in der Fasten,(Oculi), Luc. 14, v. 14⸗28. ö Ur er trieb einen Teufel aus, der war stumm, und es ge⸗ schahe, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme, und das Volk verwunderte sich. Etliche aher un⸗ ter ihnen sprachen: Er treibet die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die andren aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen; Ein jeglich Reiw„so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wuͤste, und ein Haus faͤllet äber das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich beste⸗ hen? dieweil ihr saget, ich treihe die Teufel aus durch Beelzebub. lEssprach zu ihm: Selig ist der du Am 3. Sonntage in der Fasten. So ich aber die Teufel Beelzebub austreibe, durch treiben sie eure Kinder aus? um werden sie eure Richter f So ich aber durch Gottes gimhung die Teufel austreibe, so kömm. das Reich Gottes zu euch. Mushhige ein starker Gewayneter seinen nn Er last bewabret, so bleibet das S Lund. mit Frieben: wenn aber ein sishunder rer über ihn koͤmmt, und uͤbernsnten det ihn, o nimmt er ihm siisumt Harnisch, darauf er sich verlies under theilet den Raub ans. Wer misch nie mit mir ist, der ist wider wisht ware und wer nicht mir mir sammelt/Air seyt zerstreuet. Wenn der unsaulshandel Geist von dem Menschen ahe örr führet, so durchwaudelt er Msep E Statte, suchet Ruhe, und sinde nicht; so spricht er: Ich will wih umkehren in mein Haug, daukbang ich gegangen bin. Und wannher Fa koͤmmnt, so findet ers mit Besus gekehret und geschmuͤcket Danns het er bin, und nimint sieben lier zn sich, die ürger sind denHeid selbst; und wenn sie hinein 108 men, wohnen sie da, und wiricyo nach' mit demselbigen Menschen Pugen ger, denn vorhin. Und Usg sich, da er solches redete, arhhh 30 Weib im Volk bie Stimme, 1 u ut abe ste die du gesogen hast. Er ann Fe sprach: Ja selig sind, die Gl Uukt Wort hoͤren und bewahren. 10 Epistel, Ephes. 5, v. Les die Sessdnan Gottes Nachfsahlhusin als die lieben Kinder, wandelt in der Liebe, gle Chrisins uns geliebet hat uh selbst dargegeben fuͤr uns zurh be und Opfer, Gott in einen hen Geruch. Hurerey, aber i alle Unreinigkeit, oder Geiß der dich getragen hat, und die 10 n reas Wiste nicht von euch gesaget werdin Werster Am 4. Sonntage in der Fasten. 17 ufel hug Heiligen zustehet: auch schand⸗ durch Uine Wotte und Narrentheidung, aus? Her Scherz, welche euch nicht zie⸗ ichter salun, fsondern vielmehr Danksa⸗ ttes gin Iuh. Denn das sollt ihr wissen, o köma kein Hurer noch Unreiner, oder ich. Wüsthiger„(welcher ist ein Gößendie⸗ seinen r) Erbe hat an den Reiche Chri⸗ das Sihund Gottes. Lasset euch nie⸗ ein slcund verfuͤhren mit vergeblichen d uͤbewshten, denn um dieser willen ihm slafumt der Zorn Gottes uͤber die verlieh Uander des Unglaubens. Darum Wer nillo nicht ihre Mitgenossen. Denn vider mish waret weiland Finsterniß, nun ummelt, Air seyd ihr ein Licht in dem Herrn. unsauhlspandelt wie die Kinder des Lichts. 1 W hie Grucht t and Wohrh ist al⸗ It er Mslep' Gütigkeit und Wahrheit. und 10l. 3 ö will wih 6, uc angel. am 9. Sonntage in . n Fasten,(Laͤtare)/ Joh. 6, n 1· 15. t ben 0 ie ben g& Narnach fuhr Jesus weg über oin 3 das Meer an der Stadt Ty⸗ bwibsl zus in Galilaͤwa, und es zog ihm „wihis wolks nach, darum, daß ie die Womeh cen fahen, die er an den Kron⸗ be, eihuhsthat. Jesus aber ging Hinauf 55 ů„ Useinen Berg, und satzte sich da⸗ ne n mit feinen Juͤngern. Es Ur aber nahe die Ostern, der Ju⸗ s Fest. Da hub Jesus seine lugen auf, und siehet, daß viel o. Lesh heis eñen? Das sagte er aber Nachsh lich antwortete ihm: Zwei hun⸗ * hat ushshn uns zuth in einen PE der Bruder Simonis Petri: scher ein wenig nehme. Azu versuchen, denn er wußte die Agar. Aga Mchl, was er thun wollte. Philip⸗Aradia der Berg Sinai, und langet lt genug unter sie, daß ein jeg⸗ nen Kindern. Spricht Uihm einer seiner Juͤnger, An⸗ aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lager⸗ ten sich bei fuͤnktausend Mann. Jesus aber nahm dle Brode, dankte und gab sie den Jungern, die Juͤn⸗ ger aber denen, die sich gelagert hatten. Desselbigen gleichen auch von den Fischen, wie viel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Juͤngern; Sammlet die uͤbrigen Brocken, daß nichts um⸗ komme. Da sammleten sie, und fuͤlleten zwoͤlf Koͤrbe mit Brocken, von den fuͤnf Gersten · Brodten, die uͤberblieben denen, die gespeiset wurden. Da nun die Menschen das Zeichen suhen, das Jesus that sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, daß sie kommen wuͤrden und ihn ha⸗ schen, daß sie ihn zum Koͤnige mach⸗ ten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst autiut. Epistel, Gal. 4, v. 21⸗3r. D es stehet geschrieben, daß Abraham zween Soͤhne haitte, einen ven der Magd, den andern von der Freyen. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch ge⸗ boren, der aber von der Freyen, ist nach der Verheissung geboren. Die Worte bedeuten etwas, denn Holks zu ihm koͤmmt, und spricht das sind die zwei Testamente, eins Whilippo: Wo kaufen wir Brod, von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist Denn Agar heißt in bis gen Jerusalem, das zu dieser I Pfennige werth Brods ist Zeit ist, und ist diensbar mit sei⸗ Aber das Jeru⸗ salem, das droben ist, das ist die Freye, die ist unser aller Mutter⸗ Denn es stehet geschrieben: sey His ein Knabe hie, der hat fuͤnf froͤhlich du Unfruchthare, die du werdin, heisen⸗Brod, und zween Fische, B. uicht 18 Am 5. Sonntage nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist. Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, liehen Vruͤder, sind Isaaks nach der Verheissung Kin⸗ er. Aber gleich wie in der Zeit, der nach dem Eleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehets jetzt auch. Aber was sagt die Schrift? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn, denn der Magd Sohn soll nicht erhen mit dem Sohn der Frepen. So sind wir nun, lieben Bruͤder, nicht der Magd Kinder sondern der Freyen. Evang. am 5. Sonnt. in der Fasten,(Judica), Joh. 8, v. 46⸗59. Gesus sprach zu den Juden: Wel⸗ cher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Wort, darum hoͤret ihr nicht, denn ihr seyd nicht von Gott. Da antworteten die Juden, und sprachen zu ihm: Sa · gen wir nicht recht, daß du ein Sa⸗ mariter bist, und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre, es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewig⸗ lich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß bu den Teufel hast. Abraham ist ge storben und die Propheten, und du sprichst: So jemand mein Wort haͤlt, der wird den Tod nicht schme⸗ in der Fasten. unser Vater Abraham, welcher g 0 storben ist, und die Propheten sh g 1 gestorben; was machest du gut Rie selber? Jesus antwortete: o mich selber ehre, so ist meine En dat 1 nichts. Es ist aber mein Baig aden der mich ehret, welchen ihr sotehh Meu er sey euer Gott, und kennet 11 nicht, ich aber kenne ihn. und ich wuͤrde sagen, ich kenne s E nicht, so wuͤrde ich ein Luͤgng gleichwie ihr seyd. Aber ich kense ihn, und halte sein Wort. Ahn ham, euer Vater, ward froh, er meinen Tag sehen sollte, und sahe ihn, und freuete sich. Da snn chen die Juden zu ihm: Du 10 16 noch nicht funzig Jahr alt, miluch lie hast Abraham gesehen? geneln f sprach zu ihnen: Wahrlich/ wahrl Imt ich sage euch: Ehe denn Abrah 31 ward, bin ich. Da huben sie Shund — auf 1. 10 9 f ihn 11. er Jesus verbarg sich„ undgs zum Tempel binang. Wlsich a Hde/ Epistel, Hebr. 9, v. rratz Ebritus aber ist kommen, daßaslh sey ein Hoherpriester der uslelet a kuͤnftigen Güther, durch eine grösen Fu re und vollkommenere Hütte, gisdie Ju nicht mit der Hand gemacht issen wie das ist, die nicht also gebauet lhlled br. 616 minn durcd dei Wate gasiun Kälber Blut, fondern er ist durhluf, sein eigen Blut einmal in das Hahslel Vo lige eingegangen, und hat een W ewige Ersosung erfundeu. Denshheige so der Ochsen und der Böcke Biah enete und bie Asche von der Kuh g sprenget, heiliget die Unreinen. der leiblichen Reinigkeit. Wie zil mehr wird das Blut Christi,Neu sich selbst ohne allen Wandel, zuch h den heiligen Geist, Gott geohfet hat, unsere Gewissen reinigen voh den todten Werken, zu dienen den A cken ewiglich. Bist du mehr denn — lebendigen Gott? Und Dauu u elcher g heten ssh u qu i eine Ehh Am Palmsonntage und gruͤnen Donnerstage 19 iuch ein Mittler des neuen Te⸗scher, ob er wol in göttlicher Ge⸗ mnents, auf daß durc den Tod„stalt war, hielt ers nicht für einen bgescheben ist zur Erlosung von Raub, Gott gleich seyn, sondern In Uebertretungen, die unter dem äaßerte sich selbst, und nahm ulen Testament waren, die so be⸗Knechtsgestalt an, ward gleich wie u Vag Ulen find, das verheissene 2. anderer Mensch, und an Ge⸗ r sprehj nnet Ede empfahen. Und berden als ein Mensch erfunden. Er erniedrigte sich selbst, und ward hor bis zu j enne f, wangel. am Palmsonntage, 4205 sam zum Tod, ja zum Lühn Matth. 21, v. 19. ich kulNa sie nun nabe bei Jerusalem H1 lamen, gen Bethphage an den srob, Upoßerg, sandte Jesus seiner Zuͤn⸗ uig ween, und sprach zu ihnen: (Gchet hin in den Flecken, der vor uc liegt, und bald werdet ihr eine selin finden angebunden, und ein ichuund etwas wird sagen, so spre⸗ sie Stg; der Herr bedarf ihr, sobaid bgd er ie zuc laceh. darage. lutde, das gesagt ist durch den Lkehsi Tochter Zion, siehe, dein Kö⸗ n/ daß er der ine größhsen · ‚ Hütte ldie Jünger gingen hin, und tha⸗ Ban sen wie ihnen Jesus befohlen hatte. ebauet slllld brachten die Eselin und das cke ohn— und legten ihre Kleider ist dung muf, und setzten ihn drauf. Aber das Haͤhsiel Volks breitete die Kleider guf hat einthen Weg. Die andern hieben u. Dn von den Bäumen, und bcke Buh ueten sie auf den Weg. Das Kub g Noll aber, das vorging und nach⸗ reinen Wllgete, schrle und sprach: Hosianna Wie dil un Sohn David, gelobet sey der hrifti,I8 ꝑemmt in dem Namen des Hosianna in der Hoͤhe. del,— hain, geopftit. chistel, Phil. 2, v. 511. enendin(Iin jeolicher sey gesinnet, wie 2 IJsus Christus auch war. Wel⸗ ket auf einem Esel, und auf ei⸗ — Fuͤllen der lastbaren Esel n. aih kommi zu dir sanftmüthig, und Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhoͤhet, und hat ihm einen Namen gegeben, der uͤber alle Namen ist; daß in dem Na⸗ men Jesu sich beugen sollen alle Knie derer, die im Himmel und auf Erden, und unter der Erden sind: und alle Zungen bekennen solen, daß Jesus Christus der Milen bei ihr; loͤset sie auf, und Herr ley, zur Ehre Gottes des sihret sie zu mir. Und so euch je⸗Vaters. Evang. am gruͤnen Donner⸗ stage, Joh. 13, sich aber alles, auf daß ens v. 1⸗15. huͤheten, der da spricht: Saget Vor den Fest aber der Ostern, da Jesus erkennete, daß seine eit kommen war, daß er aus die⸗ ser Welt ginge zum Vater; wle er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Juda Simonis Ischa⸗ rioth Herz gegeben, daß er ihn vertiethe, wußte Jesus, daß ihm der Vater hatte alles in die Haͤnde gegeben, und daß er von Gott kom⸗ men war, und zu Gott ging; stand er vom Abendmahl auf, legte sei⸗ ne Kleider ab, und nahm einen Schurz und umauͤrtete sich. Dar⸗ nach goß er Wasser in ein Becken, hub au den Jüngern die Fuͤße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petro: und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Fuͤße wa⸗ B 2 schen? 20 schen? Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Was ich thue, das weissest du jetzt nicht, du wirsts aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollt du mir die Fuͤße waschen Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Theil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Fuͤße allein, sondern auch die Haͤn⸗ de und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der darf nicht denn die Fuͤße waschen, sondern er ist ganz rein: und ihr seyd rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verraͤther wohl; darum sprach er: Ihr sevd nicht alle rein. Da er nun ihre seune gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und satzte sich wieder nie⸗ der; und sprach abermal zu ihneu: Wisset ihr, was ich euch gethan ha⸗ be? Ihr heisset mich Meister und Herr, und sager recht daran: denn ich bins auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Fuͤße gewaschen habe, so sollet ihr auch euch unter einander die Fuͤße wa⸗ schen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe· Epistel, 1 Cor. II, v. 23⸗32. Orch habe es von dem Herrn em⸗ —5— pfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankete und brachs, und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der fuͤr euch ge⸗ brochen wird; solches thut zu meinem Gedachtniß. Desselbigen gleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Dleser Kelch ist das nene Testament in meinem Blut; solches thut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedaͤchtniß. Am heiligen Ostertag. hen, 1 0 10 235 die esset, und von diesem Kelch trinm Iungef sollt ihr des Herrn Tod vafin 121 gen, bis daß er kommt. Welchg det ih nun unwuͤrdig von diesem Bi shet! isset, oder von dem Kelch des Hen inaue trinket, der ist schuldig an dem zil denn und Blut des Herrn. Der Massh ihen pruͤfe aber sich selbst, und also g gand er von diesem Brod, und ersh sh. von diesem Kelch. Denn wel unwürdig isset und trinket, derff und teinket ihm selber das Ge sem Bn Gihet giopfer Alten Herrn u 1 zuͤchtiget, auf daß wir nicht sam—4. der Welt verdammt werden. Evangel. am heil. Ostertag Marc. 16, v. 1⸗8. Da der Sabbath vergangen wul kauften Maria Magdalen N und Maria Jacobi, und SalonsU g Specerey, auf daß sie kaͤmen unshen Fl salbeten ihn. Und sie kamen iunsen see Grabe an einem Sabbather si e hei fruͤhe, da die Sonne aufging. Ausmit ei sie sprachen unter einander: Wsshichte waͤlzet uns den Stein von des Hrosso red bes Thuͤr? Und sie sahen dahihseinand und wurden gewahr, daß der Slu und w abgewaͤlzet war, denn er war shsie Aug groß. Und sie gingen hinein AMihn ni das Grab, nnd sahen einen Junhl ihn ling zur rechten Hand sitzen I en, hatte ein lang weiß Kleid an, u mer sie entsatzten sich. Er aber su d zu ihnen: Entsetzet euch mil;. El Ihr suchet Jesum von Nanakell, den gekreuzigten. Er ist guferstah, den, und ist nicht hie; slehe da i die Staͤtte, da sie ihn hülg, „ Am Oster⸗-Montage. sem chet aber hin, und sagets seinen ch um Inern und Petro, daß er vor euch verkün znngeben wird in Galilaͤ; da wer⸗ Welche dnr ihr ihn seben, wie er euch ge⸗ em Bia shet hat. Und sie gingen schnell des Hen Inaus, und flohen von dem Grabe, dem hl deun es war sie Zittern und Ent⸗ er Mest ihen anlommen, und sagten nie⸗ d also gund nichts, denn sie fuͤrchteten und trih sch. un ö , dai Epistel, 1 Cor. 5, v. 7⸗8. 5 Getsah grezet den alten Sauerteig aus, Werschehh) auf daß ihr ein neuer Teig arumss sd, gleichwie ihr ungesaͤuert seyd. nd Kransdenn wir haben auch ein Oster⸗ Theil schumm, das ist Christus, fuͤr uns lber richhsgegpfert. Datum lasset uns Ostern t getichihhuten, nicht im alten Sauerteige, et werhenguch nicht im Sauerteige der Bos⸗ Herrn gsseit und Schaltheit, sondern in licht samm jem Suͤßteige der Lauterkeit und den. hahrheit. stertanlang. am heiligen Oster⸗ 1 8. 4 Montage, Luc. 24, Hane v. 13⸗35. 21 nen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Na⸗ zareth, welcher war ein Prophet, maͤchtig von Thaten und Worten, vor Gott und allem Volk. Wie ihn unsere Hohenpriester und Ober⸗ nen überantwortet haben zur Ver⸗ dammuiß des Todes, und gelreu⸗ ziget. Wir aber hoffeten, er sollte Iirael erloͤsen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, da solches geschehen ist. Auch haben uns er⸗ schreckt etliche Weiber der unsern, die sind frühe bei dem Grabe ge⸗ wesen, haben seinen Leib nicht fun⸗ den, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, wel⸗ che sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fandens also wie die Weiber sag⸗ ten, aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Thoren und traͤges Herzens, zu glauhen alle dem, das die Propheten gere⸗ det haben. Mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herr⸗ lichkeit eingeben? Und fing an von Mose und allen Propheten, und angen w Nagdalen siehe, zween aus ihnen gin⸗ d SalonlU gen an demselbigen Tage in ei⸗ ämen uilen Flecken, der war von Jerusa⸗ famen uunlkm sechig Feldweges weit, deß Na⸗ ather shlwe heissei Emahus. Und sie redeten Iging. Ullwir einander von allen diesen Ge⸗ per: Wisschichten. Und es geschahe, da sie Yn des Otosso tedeten, und befragten sich mit hen dahih, enander, nahete Jesus zu ihnen, der Sial und wandelte mit ihnen. Aber ih⸗ L War fiillie Augen wurden gehalten, daß sie hinein Aihn nicht kannten. Er sprach aber nen Nunhl u ihnen: Was sind das für Re⸗ hn, die ihr zwischen euch handelt mierwegen, und seyd so traurig? Oe antwortete einer, mit Namen und sprach zu ihm: Nalakelb Bit du allein unter den Fremdlin⸗ guferslat gen zu Jerusalem, der nicht wisse, hns in diesen Tagen drinnen ge⸗ shehen ist? Und er sprach zu ih⸗ itzen, d d an, ber shunth ch Istti Eleoyhas, 0 pulzg, kamen nahe zum Flecken, leßte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie da sie hingingen, und er stellete sich, als wollte er foͤrder gehen. Und sie noͤ⸗ thigten ihn, und sprachen: Bleibe sie bei uns, denn es will Abend wer⸗ den, und der Tag hat sich geuei⸗ get. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brod, dankete, brachs, und gabs ihnen. Da wurden ihre Au⸗ gen geoͤffnet, und erkenneten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brann⸗ te nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Scͤrift offaete? Und sie standen auf zu verselrigen Stun⸗ de kehreten wieder gen Ierusalem, B 3 und 22 und fanden die Eilfe, versammlet, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und Simoni erschie⸗ nen. Und sie erzaͤhleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt waͤre, an dem, da er das Brod brach. Ep. Ap. Gesch. 10, v. 344r. etrus aber that seinen Mund auf, und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet. Son⸗ dern in allerlei Volk, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kin⸗ dern Israel gesandt hat, und ver⸗ kündigen lassen den Frieden burch Jesum Christum, welcher ist ein Herr uͤber alles. Die durch das juͤdische Land geschehen ist, und angegangen in Galilaͤa, nach der Taufe, die Johannes predigte. Wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet mit dem hei⸗ ligen Geiste und Kraft, der umher gezogen ist, und hat wohl gethan, und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwaͤltiget waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles deß, das er gethan hat im juͤdischen Lande, und zu Jerusalem. Den haben sie getoͤd⸗ tet, und an ein Holz gehangen. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage, und ihn lassen offenbar werben, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwaͤhlten Am 1. Sonntage nach Ostern. mit Wasser alleine, sondern mi ö fu Zengen von Gott, die mir mit ihm zeugen im Himmel: Der Vau, 0 gegessen und getrunken haben, nach⸗das Wort und der heilige Ges, luen dem er auferstanben ist von den und diese drei sind eins. und tij Hnde Todten, sind, die da zeugen auf Erken de ung Gal Rader gscholt Evang. am x. Sonntage nah g Ostern,(Quasimodogenith, Joh. 20, v. 19⸗23. An Ahend aber desselbigen Eihh baths, da die Juͤnger versamm let und die Tbüͤren verschlofn n waren, aus Furcht vor den Juden kam Jesus, und trat mitten eih und spricht zu ihnen: Friede mit euch! Und als er das sagef, zeigete er seine Haͤnde und dein Seiten. Da wunrden die Iungt frob, daß sie den Herm sahen. Bil sprach Jesus abermal zu ihnensch Ftiede sey mit euch Glesenn e mich der Vater gesandt hat, ss Sc sende ich euch Und da er daß susie nict gete, blies er sie an, und spricht usiht ei ihnen: Nehmet hin den heiligushwmen Geist: welchen ihr die Sünde euud fle lasset, denen sind sie erlassen, unlud zer welchen ihr sie behaltet, denen suhhlethli sie behalten. Rast⸗ Epistel, 1 Joh. 5, v. enn alles, was von Gott ges boren ist, überwindet dufit die Welt, und unser Glaube ist duusudere Sieg, der bie Welt üͤberwundmsiesem hat. Wer itt aber, der die Wihssh hersi überwindet, ohne daß er glauhet, Summ daß Jesus Gottes Sohn ist? Dien herde ser ists, der da kommit mit Wasseh und Blut, Jesus Christus, nicht Eyiste enn 10 Wasser und Blut. Und der Gas ists, der da zenget, daß Geis Woht) heit ist. Denn drei sind, die di litte Am 2. und 3. Sonntage nach Ostern. Unl und das Wasser und das Hutund die drei sind beisam⸗ 23.(, Se wir der Menschen Zeug⸗ 23˙ sawehmen, so ist Gottes Zeug⸗ Ih gröter, denn Gottes Zeugniß Sen Sihs das,„ daß er gezeuget hat von vetsammsem Sohn. Wer da glaubet ersclose den Eohn Gottes, der hat sol⸗ . 7 906 Zeugiiß bei ihm. 46 10 alczang. am 2. Sonntage nach Id 0 ostern,(Misericordias), e Junge. Joh. 10, v. 12⸗ 16. ahen. AH zu ihnehssch bin eir guter Hirte: Ein gu⸗ Gleichwise) ter Hirr lasset sein deben für hat, ssle Schaafe. Ein Miethling aber, r das suslur nicht Hirteist, des die Schaafe sprichtulibt eigen sin, siehet den Wolf heilignlwmen, und vrlaͤsset die Schaafe zünde asnd fleucht, unt der Wolf erhaschet ssen, uhludzerstreuet di Schaafe. Der denen suhhslethling aber eucht, denn er ist IAmhiethling undechtet der Schaa⸗ slicht. Ich bin in guter Hirte, erkenne die Meinen, und bin lannt den Meinn; wie mich hin Vater kennet, und ich kenne Gott giasin Vater, und ich lise mein Leben indet Asste die Schaase. Unbich habe noch e il Uslͤdere Schaafe, die ind nicht aus erwunden slesem Stalle, und dieelbigen muß dle Wahsh herführen, und sie wren meine age naß genith, 2 4⸗I0. glauhet,Stimme hören. Um wird eine ist? Dilh heetbe und ein Hirte nerden. 19. 10 deln mi Ebistel, X Petri 2, v 21⸗25. der Ga ist Wahn udazu seyd ihr bewfen, sin⸗ / die di Valah/ e Gais. Und diei ben Det Geil AAfür uns, und uns ein Vorbild hhssen, daß ihr sollt nachfolgen luen Cußstapfen, Ande gethan hat, Lalher nicht wieder schalt, t litte; 23 heim, der da recht richtet. Wel⸗ cher unsere Sunde selbst geopfert hat an seinem Leibe, auf dem Holz, auf daß wir der Sünde abgestor⸗ ben, der Gerechtigkeit leben, durch welches Wunden ihr seyd heil wor⸗ den. Denn ihr waret wie die ir⸗ renden Schaafe, aber ihr seyd nun bekehret zu dem Hirten und Bischoffe eurer Seelen. Ebang. am 3. Sonntage nach Ostern,(Jubilate), Joh. 16, v. 16⸗23. 3. ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein kleines, so werdet ihr mich se⸗ hen, denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche unter seinen Juͤngern unter einander: Was ist das, daß er saget zu uns: Ueber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aher uͤber ein kleines, lo werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, daß er saget, uͤder ein kleines? Wir wissen nicht was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraͤget ihr unter⸗ einander, daß ich gesagt habs: Ue⸗ ber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein klei⸗ nes, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sick freuen. Ihr aber werdet traurig seyn, doch eure er stellete es aber demsich 84 euch wiedersehen, und euer Traurigkeit soll in Frende verkeh⸗ en temal auch Chrisuz gelitten ret werden. Ein Weib, wenn sie gebieret, so hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist kommen. Wenn nelcher keine sie aber das Kind gehoren hat, it auch kein denkt sie nicht mehr an die Angst⸗ Hetrng in seinem Munhe erfunden. um der Freude willen, daß der da er Mensch zur Welt geboren ist. Und Ascholten ward, nicht drauete, da ih r habt nun auch Traurigkeit, aber 4 Herz 24 Herz soll sich freuen, und enre Freude soll niemand von euch neh⸗ men. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Epistel, 1 Petri 2, v. 11.17. LI Bruͤder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pil⸗ grim, enthaltet ouch von fleischli⸗ chen Lüsten, welche wider die Seele streiten, und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die so von euch afterreden, als von Uebelthaͤtern, eure gute Werke se Am 4. Sonntage nach Ostern. hen und Gott preisen, wenns nun an den Tag kommen wird. Sevd unterthan aller menschlichen Ord⸗ nung, um des Herrn willen, es sey dem Koͤnige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Ge⸗ sandten von ihm, zur Rache uüber ie Uebelthaͤter, und zu Lobe der Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun ver⸗ flopfet die Unwissenheit der thoͤrich⸗ ten Menschen. Als die Freien, und nicht, als haͤttet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre jedermann, habt die Bruͤ⸗ der lieb: Fürchtet Gott. Ehret den Koͤnig. Evang. am 4. Sonntage nach Ostern,(Cantate), Joh. 16, v. 5 7 15. Nen aber gehe ich bin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fraget mich, R* — In 5. zu euch. So ich aber gehe, wi, wel ihn zu euch senden. Und wan ilnachen. selbige kommt, der wird dieW strafen um die Suͤnde, und umi(bang Gerechtigkeit und um das Gen IU te. Um die Suͤnde, daß sie uih te glauben an mich. Um die Gereh tigkeit aber, daß ich zum Baterh he, und ihr mich fort ncht sehi glxahr Um das Gerichte, daßder 5W S dieser Welt gerichtet ist. Ich halln wer! euch noch viel zu sagen aber sälhird ere koͤnnts jetzt nicht traga. Wzustr nicht aber jener, der Geist dr Wahrhilun. 2 kommen wird, der nrd euch ssun, de alle Wahrheit leiten. Denn asth. So wird nicht von ihm alber redeusthrichw sondern, was er hoͤra wird, diser die wird er reden, und vas zukuͤnsiuch E ist, wird er euch veründigen. Dalhtde, selbige wird mich vrklaͤren, denlalüͤndi von dem Meinen wid ers nehmehssu dem und euch verkuͤndien. Alles, wassshen in der Pater hat, ds ist mein, duͤshe euc um habe ich gesag: Er wirds hussieuch dem Meinen uhmen und eisse Vat verkuͤndigen. 0 Epistel, Jac 1, v. 17H verle⸗ Ale gute Habe, und alle hollum Vo kommer Gabe kommt na Zung oben herab, von dem Vaslsh here des Lichts, bei welchem ist keinhort. Veraͤnderug noch Wechsel dasse Din Lichts und Finsterniß. Er hussche, d uns gezeiget nach seinem Whm glau len durch has Wort der Wahrhah uugega auf daß wr Dat Kahehen 21 Creatnren Darum, lie I. der, ein jeglicher Meusch sey schulh Ghistel wo gehest du hin? Sondern die⸗zu hoͤren, Ungsam aber zu rehlh, weil ich solches zu euch geredet ha⸗ und langfan zum Zorn. Denn dieyd be, ist euer Herz voll Traurens Menschen Zern thut nicht, was 0 u worden. Aber ich sage euch die Gott recht st. Darum so legelahh t euch Wahrheit: 9 ist 101 6.— ich und Wwehuck enn so ich nicht hin⸗und nehmet das gehe, so kommt der Troͤster nicht Sanstmuth, das in euch gosug lum hingehe. eit und alle Boshehh sand das Wort gu mihnd nich he, wil N u, welches kann eure Seelen selig wam bi nachen. undunil hang. am 5. Sonntage nach iern(Rogate)/ Joh. 16, aß sie ui 2. 1½ Gn v. 2330. uOgterg.——— ncht schl gahrlich, wahrlich, ich sage euch: der W So ihr den Vater etwas bit⸗ Ich hallun werdet in meinem Namen, so shhd ers euch geben. Bisher habt Ulen in meinem Namen: und ich seuch nicht, daß ich den Vater Mseuch bitten will; denn er selbst, e Vater, hat euch lieb, darum, ihr mich liebet und glaubet, ich von Gott ausgegangen bin. bin vom Vater ausgegangen d kommen in die Welt: wieder verlasfe ich die Welt, und gehe Um Vater. Sprechen zu ihm sei⸗ Junger: Siehe, nun redest du Mheraus, und sagest kein Sprich⸗ tt. Nun wissen wir, daß du e Dinge weissest, und bedarfest scht, daß dich jemand frage, dar⸗ glauben wir, daß du von Gott ligegangen bist. 1 ist kei ochsel Er hal em Wih Wahrheh, ben 1 en Bik sey am, cistel, Jac. I, v. 2227. zu reben, Denn ie 6⁰05 aber Thaͤter des Worts, „was bolN und nicht Hoͤrer allein, damit o legerch MK euch selbst betruͤget. Denn so Boöhesh(uand ist ein Hörer des Worts, t gu mih sud nicht ein Thaͤter, der ist gleich gofhu lum Mann, der sein leiblich An⸗ Im 5. Sonnt. n. Ostern, u. am Himmelfahrtst. Christi. 25 gesicht im Spiegel beschaut. Denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er wieder davon, und vergisset, von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das voll⸗ kommene Gesetz der Freiheit, und darinnen beharket, und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thater, derselbige wird selig seyn in seiner That. So aber sich je⸗ mand nuter euch laͤsset duͤnken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, deß Gottesdienst ist ei⸗ tel. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater Evang. am Tage der Himmel⸗ fahrt Christi, Marci 16, v. I4⸗ 20. uletzt, da die Eilfe zu Tische saßen, offenbarte er sich, und schalt ihren Unglaͤuben und ihres Herzens Haͤrtigkeit, daß sie nicht geglaubet hatten deuen, die ihn ge⸗ sehen hatten auferstanden. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Creatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Die Zeichen aber, die da solgen werden denen, die da glauben, sind die: In mei⸗ nem Namen werden sie Teufel aus⸗ treiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas toͤdtliches trinken, wirds ih⸗ nen nicht schaden. Auf die Kranken werden sie die Haͤnde legen, so wirds hesser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufge⸗ haben gen Himmel, und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber B 5 gin⸗ gingen aus und predigten an allen Orten, und der Herr würkte mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Epist. Ap. Gesch.„ v. 1⸗ II. Die erste Rede habe ich zwar ge⸗ than, lieber Thophilie, von alle dem, das Jesus anfing, beides zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Apostel(weschen er hatte erwaͤhlet,) dnrch den heiligen Geist Befehl gethan hatte. Wel⸗ chen er sich auch nach seinen Leiden lebendig erzeiget hatte, durch man⸗ cherlei Erweisung, und ließ sich se⸗ hen unter ihnen vierzig Tage lang/ und redete mit ibnen vom Reiche Gottes. Und als er sie versamm⸗ let hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, son⸗ dern warteten guf die Verheissung des Vaters, welche ihr habt gehoͤ⸗ ret(sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt nit dem heiligen Geist getauft werden, nicht lang nach diesen Tagen. Die aber, so zu⸗ sammen kommen waren, fragten ihn, und sprachen: Herr, wirs du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Ilrael? Er aber sprach zu ihnen: Es gebuͤhret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, wel⸗ che der Vater seiner Macht vorbehal⸗ ten hat, sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfa⸗ hen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen seyn zu Jerusalem, und in gan; Jndaa und Samakia, und bis an das Ende der Erden. Und da er solches gesagt, ward er aufgehaben zusehens, und eine Wolke nahm ihn anf vor ihren Augen weg. Und als sie ihn nach⸗ sahen gen Himmel fahren, siehe, da standen bei ihnen zween Maͤnner Am 6. Sonntage nach Ostern. in weißen Kleidern, welche N sagten: Ihr Maͤuner von Gall was stehet ihr, und sehet gen g mel? Dieser Jesus, wescher vachuist, euch ist aufgenommen gen Himmsyst, wird kommen, wie ihr ihn gesehngnen. habt gen Himmel fahren* 0 N Evang. am 6. Sonntage nah 30 Ostern,(Exaudi), Joh. 1 4 v. 26, bis C. 16, v. 4. Pen enn aber der Troͤster kommasl vird, wird, welchen ich euch senhsn zu i werde vom Vater, der Geis aung bei Wahrheit, der vom Vater guzgs ni het, der wird zeugen von mͤphrt nit⸗ Und ihr werbet auch zeugen, dass höret ihr seyd von Anfang bei mir Vate wesen. Solches habe ich zu ellltes geredet, daß ihr euch nicht rgalhlliichl Sie werden euch in den Bu Tröf hun. Es kommt aber die Zehh meil daß, wer euch toͤdtet, wird meinn llem er thue Gott einen Dienst dahns aller Und solches werden sie euch darnsallet thun, daß sie weder meinen Vuns De noch mich erkennen. Aber solghsen habe ich zu euch geredet, guf dassht geb ihr daran gedenket, daß ichs eulst. gesagt habe. Solches aber hab ih fürch euch von Anfang nicht gesagt, daet ich war bei euch. 10. Epistel, 1 Pet. 4, v. S⸗shet habe Se seyd nun maͤßig und nithen der tern zum Gebet. Vor alaß Und Dingen aber habt unter einanusr, eh eine bruͤnstige Liebe, denn die dihss wen decket auch der Sünden Maushihr g Seyd gasifrei unter einander, i viel Murmeln, und dienet einanderasen es jeglicher mit der Gabe, die er ahhlot, un pfaugen hat, als die guten Haul haß di halter der maͤncherlei Gaͤben Hallkler lie tes. So jemand redet, daß elst der A rede als Sottes Wort. Soseuf, mand ein Amt hat, daß ers huhsn gehen Ann heiligen elche auh aus dem Vermögen, das Gott Gaolllihhureichet, auf daß in allen Dingen gen Hinshalt gepreiset werde, durch Jefum elcher unshlut, welchem sey Ehre und Ge⸗ n Himmilhut, von Ewigkeit zu Ewigkeit IN gelehngen. Gang. am heil. Pfingsttage, age nasf Joh. 14, v. 23⸗31. 0 Per wich llebet, der wird mein v. 4. W Wort halten, und mein Va⸗ r komalt bird ihn lieben, und wir wer⸗ uch senbesh iu ihmm kommen, und Woh⸗ Geist Uang bei ihm macheu. Wer aber ter gutuli nicht liebet, der haͤlt mein von mihott nicht. Und das Wort, das gen, deust boͤret, ist nicht mein, sondern i uur Baters, der mich gesfandt hat. ich zu ellillches habe ich zu euch geredet, cht Argellich bei euch gewesen bin. Aber den Bun Trotter, der heilige Geist, wel⸗ die Zal mein Vater senden wird in dd meingllem Namen, derselbige wirds eust ahnslh alles lehren, und euch erin⸗ uch darmnhln alles deß, das ich euch gesagt nen Vahhlil, Den Frieden lasse ich euch: ber solcalluen Frieden gebe ich euch; „aulf gascht gebe ich euch, wie die Welt Vichs ehl, Euer Herz erschrecke nicht, her hab sish fuüͤrchte sich nicht. Ihr habt agt, dallötet, daß ich euch gesaget habe: gehe hin, und komme wieder luch. Hättet ihr mich lieb, so v. 8⸗U ltdet ihr euch freuen, daß ich ge⸗ lbe: Ich gehe zum Vater; und michim der Vater ist größer, Vor ales Und nun habe ichs euch ge⸗ einanbesu, ehe denn es geschieht, auf m bie Uihls, wenn es nun geschehen wird, Mehsshr glaubet. Ich werde fort uder,Mlst viel mehr mit euch reden, nanderelen es kömmt der Furst dieser en Halt shch die Welt erkenne, daß ich den haben Hahftͤer liebe, und ich also thue, wie „dah est der Vater geboten bat. Ste⸗ „Solheuf, und laßfet uns von hin⸗ ers 0 geheu. ö denn die er kihlt, und hat nichts an mir. Aber, Pfingsttage. 27 Epistel, Ap. Gesch. 2, v. 113. Urd als der Tag der Pfingsten erfͤͤllet war, waren sie alle ein⸗ muͤthig bei einander. Und es ge⸗ schahe schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Win⸗ des, und erfullete das ganze Haus, da sie saßen Uund man sahe an ihnen die Zungen zertheilet, als waͤren sie feurig; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes, und singen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der heilige Geist ihnen gab auszuspre⸗ chen. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfuͤrchtige Maͤnner, aus aller⸗ lei Volk, das unter dem Himmel ist. Da uun diese Stimme gescha⸗ he, kam die Menge zusammen, und wurden verstuͤrzt: denn es hoͤr⸗ te ein jeglicher, daß sie mit seiuer Sprache redeten. Sie entsatzten sich aber alle, verwunderten sich, und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Gali⸗ läa? Wie hoͤren wir dann ein jeg⸗ licher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und Meder, uno Elamiter, und die wir woh⸗ nen in Mesopotamia, und in Ju⸗ daͤm, und Cappadocia, Ponto nund Asia, Phrygia und Pamphilia, Egypten und an den Enden der Lpbier, bei Cyrenen, und Auslan⸗ der von Rom, Juden und Juden⸗ genossen, Creter und Araber, wir horen sie mit unsern Zungen die großen Thaten Gottes reden. Sie entsatzten sich alle, und wur⸗ den irre, und sprachen einer zu dem andern: Was will das wer⸗ den? Die andern aber hatten ih⸗ ren Spott, und sprachen: Sie sind voll suͤßes Weins. Evang. 28 Am Pfingstmontage, und Sonntage Trinitatis. Ebang. am Pfingstmontage, Joh. 3, v. 1021. Denn also hat Gott die Welt ge⸗ liebet, daß er seinen einge⸗ bornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihu glauden, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht der e wer aber nicht glaubet, er ist schon gerichtet, denn er glau⸗ bet nicht an den Namen des ein⸗ gebornen Sohns Gottes. Das ist aber das Gerichte, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsterniß mehr, denn das Licht, denn ihre Werke waren boͤse. Denn wer Ar⸗ ges thut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestrafet werden Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß seine Werfe offenbar werden; denn sie sind in Gott gethan. Epist., Ap. Gesch. 10, v. 42⸗48. Urd der Herr hat uns geboten zu predigen dem Volk, und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott, ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von diesem zeu⸗ gen alle Propheten, daß durch sei⸗ nen Namen alle, die an ihn glau⸗ ben Vergebung der Suͤnden em⸗ pfahen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Worte zu⸗ höreten. Und die Glaubigen aus der Beschneidung, die mit Petro kommen waren, entsatzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgeyossen ward, denn sie hoͤreten, daß sie mit Zun⸗ gen redeten, und Gott hochpreise⸗ ten. Da antwortete Peten aht? Mag auch jemand das Waserh 7 den, die den heiligen Geist em gen haben, gleichwie auch 2. des Herrn. le, w Evang. am Sonntage Tuih bon Ee Vhmmmet „den Pharisaͤern, mit Nunsh Nicodemus, ein Oberster untet! 4⁵ Nacht, und sprach zu ihm; MWuu de ster, wir wissen, daß du bist arden: niemand kann die Zeichen thunnsnd du thust, es sey denn Gott miti 405 Wahrlich, wahrlich, ich sage shistt Es sey denn, daß jemand vonn Reich Gottes nicht sehen. Niassad Erk mus spricht zu ihm: Wie kam Hegtei alt ist? Kann er auch wiederunshan w boren werden? Jesus antworsäs gewe Wahrlich, wahrlich, ich sage dir;gg werde aus dem Wasser und so kann er nicht in das Reich dssh alle boren wird, das ist Fleisch, was vom Geist geboren wird, A daß ich dir gesagt habe: Ihr u. L set von neuem geboren wess du hoͤrest sein Sausen wohl, AN sle du weißt nicht, von waͤnneh lscher ein jeglicher, der aus dem Guslsn abe boren ist. Nicodemus antuelssarug solches zugehn? Jesus antuf te und sprach zu ihm: Bist Zuusse don ren, daß diese nicht getauft nunh ze Und befahl sie zn taufen im Mant zmn i⸗ tatis, Joh. 8, v. 1⸗Hlde! war aber ein Mensch umshaniede Juden, der kam zu Jesu bil Hin ein. Lehrer von Gott kommen, 6 uben. Jesus ant wortete, und sprach zuis em geboren werde, kann 00 Mensch geboren werden, wenssh seiner Mutter Leib gehen, undant e ser denn, daß jemand geboslwiede tes kommen. Was vom Fleih sugkeit ist Geist. Laß dichs nicht wurteharg Der Wind blaͤset wo er will, As wa kommt, und wohin er faͤhret Auge hen te, und sprach zu ihm: Wi ussir⸗ d f Meister in Israel, und—— 0 0 itis. 106 bon himmlischen Dingen sagen 2—— Ier Und niemand fäͤhret gen Uhwmel, denn der vom Himmel ott mitih rach zuih h sage 9 nd phunso welch eine Tiefe des Reich⸗ ann 4— thums, beide der Weisheit Aahlid Erkenutniß Gotte yistel, Roͤm. II, v. 33⸗36. en. Bie lanhisehegreiflich sind seine Gerichte, ny wann unerforschlich seine Wege. uu wer hat des Herrn Sinn er⸗ ht? Oder wer ist sein Rathge⸗ autwalhs gewesen? Oder, wer hat ihm sage dit;uns zuvor gegeben, das ihm wer⸗ nd geboss ieder vergolten? Denn von und Osu, und durch ihn, und in ihm Reich Ash ale Dinge; ihm sey Ehre in A/ wiede en, und as Fleih snugkeit Amen. 106 Pisteit Ar Bernhsbang. am I. Sonntage nach 4 Trinitatis, Luc. 16, en weidh v. 19⸗31. will, Ißs war ein reicher Mann, der wohl, Illeidete sich mit Purpur und lscher Leinewand, und lebte alle the herrlich und in Freuden. Es aber ein Armer, mit Namen Helllhitus, der lag vor seiner Thuͤr Wieuisiee Schwaären, und begehrte iu fättigen von den Brosamen Bist zulst von des Reichen Tische sielen. wanneh faͤhret A dem Ga 3 antio Am I. Sonntage nach Trinitatis. s Wie gar 29 ten ihm seine Schwaͤren. Es be⸗ gab sich aber, daß der Arme slarb, und ward getragen von den En⸗ geln in Abrahams Schoob. Der Reiche aber starb auch, und ward begraben. Als er nun in der Höoͤlle und in der Quaal war, hub er seine Augen auf, und sahe Abraham von ferne, und Lazarum in seinem Schooß. Rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und sende Lazarum, daß er das aͤußersie seines Fingers ins Wasser tauche, und küdle meine Zunge, denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abra⸗ ham aber sprach: Gedenke Sohn, daß du dein Gutes empfaugen hast in deiuem Lehen, und Lazarus da⸗ gegen hat Boͤses empfangen; nun aher wird er getroͤstet, und du wirst gepeiniget. Und uͤber das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, koͤnnen nicht, und auch nicht von dannen zu uns heruͤber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich Vater, daß du ihn sendest in mei⸗ nes Vaters Haus. Denn ich habe noch fuͤnf Bruͤder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kom⸗ men an diesen Ort der Quaal. Abrabam sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten, laß sie dieselbigen hoͤren. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Todten zu ih⸗ nen ginge, so wuͤrden sie Buße thun. Er sprach zu ihm: Höoͤren sie Mosen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob jemand von den Todten aufer⸗ stuͤude. Epistel, 1 Joh. 4, v. 16⸗21. Ge ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. Dar⸗ d wang kamen die Hunde, und leck/ an ist die Liebe voͤllig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am hast, es ist aber noch Rann Tage des Gerichts, denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Lie⸗ be, sondern die voͤllige Liebe treibet die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein; wer sich aber fuͤrchtet, der ist nicht voͤllig in der kiebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seine Bruͤder, der ist ein Luͤgner, denn wer seinen Bruder nicht lie⸗ bet, den er siehet, wie kann der Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Goit liebet, daß er auch seinen Bruder liebe. Evang. am 2. Sonntage nach Trinitatis, Luc. 14, v. 16⸗24. E war ein Mensch, der machte — ein groß Abendmabl, und lud viel bazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls zu sagen den geladenen: Kom⸗ met, denn es ist alles bereit. Und sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker ge⸗ kauft, und muß hinausgehen, und ihn besehen: ich bitte dich, entschul⸗ dige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu bese⸗ hen, ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecͤht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Haus⸗ herr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und fuͤhre die Armen, und Kruͤp⸗ pel, und Lahmen und Blinden her⸗ ein. Und der Knecht sprach: Herr es ist geschehen, was hu befohlen Am 2. und 3. Sonntage nach Trinitatis. Wi Und der Herr sprach zu den An lorn te: Gehe aus auf die Landsienn e und an die Zäune, und nöthir ei herein zu kommen, auf daß mld. w. Haus voll werde. Ich sage t Hlein⸗ aber, daß der Maͤnner keiner, Aud sr geladen sind, mein Abendyng wi schmecken wird. Auden, e Epistel, I Joh. 3, v. I3˙4 Him erwundert euch nicht, n—7 Brüder, ob euch die Wisthssht bel set. Wir wissen, daß wir aut Ahdie To de in das Leben kommen sushe denn wir lieben die Bruͤder. Wit den Bruder nicht liebet, der Aah bet im Tode. Wer seinen Bun hasset, der ist ein Todischlaͤger ihr wisset, daß ein Todtschlaͤget h hat das ewige Leben bei ihm bend. Daran Haben wir erims die Litbe, daß er sein Leben uns gelassen hat, und wir s auch das Leben fuͤr die Bihhen lassen. Wenn aber jemand dash Welt Guͤter hat, und siehet s Bruder darben, und schliesset s Herr vor ihm zu, wie bleiheli Liebe Gottes bei ihm? n Kindlein, lasset uns nicht liebenns Worten, noch mit der Zunga sondern mit der That, und der Wahrheit. Evang. am 3. Sonntage mis Trinit. Luc. 15, v. LeI0. t, w Es naheten aber zn ihm althstersleh Zöliner und Suͤnder, dussst, d ihn hoͤreten. Und die Pharssh eure und Schristgelehrten murreten sprachen: Dieser nimmt die der an, und isset mit ihnen, uhe sagte aber zu ihnen dies Gieihishhbige und sprach: Welchet Meush sie 36 unter euch, der hundert Saleh, kr hat, und so er eines verllereß, en s nicht lasse die neun und neunsͤet . Am 4. Sonntage nach Trinitatis. 31 Raunin Wüsten, und hingehe ö den Aullernen, bis daß ersuude: und Evang. am 4. Sonntage nach an dn drn fDah ud. wann er heim kom Freuden. Darum beyd barmherzi sage nleinen Freund rn auch euer Vater barmt 110 dire prnch in hnen: Frenereuc l.“ Kuchtet niar, so werhet iln An Len ibnen: Freuer euch auch nicht gerichtet. so werdet ihr uisn, das verloren wor.⸗„Ah Bert, Lowerder iut auch mchtrer⸗ loren war. get 2 lueuch: Mio wird—. Frende dammet; vergebet, so wüirty 3 b. Ibumel seyn uber emen Sun 6.den si 90l so wird euch ge⸗ ht, I rHerechten vor neun und und Uberfläßt r i gerüttelt eren,Sder weih Weid mitn Sarens geten; benm chen ir aus Is die zehen rwelch Weid mi 2. denn eben ider. V nicht ein er ‚ rmessen: Und „der h e en en Bunder euem Biur en Buish inde. Und we„bis daß sie den den Weg weisen? em Blin⸗ Hlageral ude. Und wenn sie ihn funden nicht alle beid eisen? Werden sie H al beide in die Eunbe kal⸗ 1bm f Un euch wit unr 595 Peign enen Welterz. wem der 3 se wir eriuhinen Groset ir, denn ich habe ist wie sein Meist er Juͤnger Leben fihten bute⸗ funden, den ich kommen. W ter, so ist er voll⸗ ½% hatte. Also auck„Was siehest du aber ei⸗ wir sileuch, wird F. auch sage nen Splltter in deines Bruders ͤ Luch, wird Freude seyn vor plitter in deines Brud * Goltes über einen Sun⸗Auge und den Balken in demem iehet sin det Buße thut. n nicht gewahr? Oder, 1 Pet. 5, v. 6⸗II der: Hule„Muder ich wil eibel II PIi ½% wi 2 W. Haie gewantt euch nun uuter den 10 5. hebed seba mcht 10 t 2 1 Luch erhöte Ien Gottes, Balken in denen Auge 7. Du r Zungast eure So u seiner Zeit. Heuchler, zeuch u 1 ö 1 zuvor den Balk Lr dorget uͤr euh. Serd dann, daß d N alten get fuͤr ench. Seyd d uge, und besiehe btern und wachet: d Iertdeg Winders Ange meden. gus etage nit Iule an bron Teusel,gehet uin⸗ nes 9 Auge ziehest. 904 v. Lelashe, wathen erberschlaut den Epistel, Roͤm. 8, v. 18⸗28 , r verschlinge; dem F.— e,, Lrn Merltededen Der Zen Lahen der Harher e Phuuss eure Bruͤder in de 20 eiden keit nicht werth sey, die an me soll urreten Der Gott aber al elt ge⸗soffenbaret werden. D Eu deg die EPuss berufen hat zu sei Gnade, aͤngsiliche Harren der rtag Huch Phariaker, in Ehrißv Jeln, Kuder auf die Offeubzeung der 6 Gleitylsebige wird euch bie Jesu, Kinder Gottes Ssr ung der euch, die ihr eine„Sintemal die Crea⸗ 1 60 rültnen, Nrü uden Dem mmren Lihen, Sndern um de ohne 12½„ en. + I wil⸗ u. Dem⸗ len, der sie nnterworfen Dat auf Fi iarei neunsh 0 zn Ewigkeit Amen. frei werden wird von dem Dienst des Wen sey kllereh, Ulgen sey Ehre und Macht von Hoffnung. Denn auch die Cregtur ur 2* 32 Am 5. und 6. Sonntage nach Trinitatis. des vergänglichen Wesens, zu der diesen Fischtug„ den sie a herrlichen Freiheit der Kinder Got⸗einander gethan hatten, dassallen ent w tes. Denn wir wiffen, daß alle gleichen auch Jakobum und Jodil hericht Creatur sehnet sich mit uns, und nem, die Söhne Zobedai, Stnasssge eu⸗ angstet sich noch immerdar. Nicht Gesellen. Und Jesus sprach Ainet. allein aber sie, sondern auch wir Simon: Fürchle dich nicht, dasg. 2 felbst, die wir haben des Geistes von nun an wirst du Menscheusget: Erstlinge, sehnen uns auch bey uns hen. Und sie führeten die Sasshuldig selbst nach der Kindschaft, und war⸗zu Lande, und verließen alles, Aharr! ten auf unsers Leibes Erloͤsung. folgeten ihm nach. Ianddig Hube at Evang. am 5. Sonntage nach Dil d 3 i 0 initati endlich aber seyd allesamt galsruder r 1146 5, Es gesiuner, mitleidig. brͤdenis alld ö. barmherzig, freundlich. Vergass, un E begab sich aber, da sich das nicht Boͤses mit Bösem, oder Shsshne di Volk zu ihm drang, zu hoͤren wort mit Scheltwort, sondern lbann das Wort Gottes, und er standsgegen segnet, und wisset, daht Ser am See Genezareth, vnd sahe dazu berufn(epd, daß iht den zcher be zwei Schiffe am See stehen; die gen ren Denn wer leben uf dem Fischer aber waren ausgetreten, und gute Tage sehen, der schwoͤst Wi und wuschen ihre Netze; trat er in seine Zunge/ daß sie nichts Bisserantr der Schiffe eins, welches Simonis rede, und seine Lippen, daß Ir Rich war, und bat ihn, daß ers ein nicht truͤgen. Er wende sich hiener, wenig vom Lande fuͤhrete. Und er Bösen, und ihue Gutes: er saborfer latzte lich, und lehrete das Volt aus Friede und jage ihm nach. Oh wirst dem Schiffe. Und als er hatte auf⸗die Augen des Herrn sehen gusssnmen gehoͤret zu reden, sprach er zu Gerechten, und seine Ohten hller b Simon: Fahre auf die Hoͤhe, und ihr Gehet: das Angesicht aber werfet eure Netze aus, auf daß ihr Herrn sieher auf die, so Bösegtfpistel einen Zug thut. Und Simon ant⸗Und wer ist, der euch schaden lon wortete und sprach zu ihm: Mei⸗ so ihr dem Guten nachklomms isse ster, wir haben die ganze Nacht ge⸗ Und ob ihr auch leidet um mi arbeitet und nichts gefangen aber Gerechtigkeit willen, so seyd ihrhhuft sin auf dein Wort will ich das Netz selig. Frchtet euch aber vor luftiut: auswerfen. Und da sie das thaten, Trotzen nicht, und erschreckekushlraben beschlossen,sie eine grohe Menge Fi⸗ Heiliget aber Gott den Hamsd, an sche, und ihr Netz jerriß. Und sie eurem Herzen. aufer winiten ihren Gesellen, die im Ich die andern und bilfen 10 daß eben Evang. am 6. Sonntagen men, und huͤlfen ihnen ziehen. mitati rth. 5, Und sie kamen, und fuͤlleten beide Trinita s⸗ 246.„4 sunt Schiffe voll, also daß sie sanken. v. 20⸗ 20. stem Da das Simon Petrus sahe, fiel Es ser denn eure Gerehsh Zufe er Jesu zu den Knien, und sprach: besser, denn der Salisse wir Herr, gehe von mir hinaus ic bin lehrten und Pharisäer, se m usch ein fundiger Mensch. Denn es ihr nicht in das Himmelteich il daß war ihn ein Schrecken ankommen, men. Ihr habt gehoͤret, daß us und alle, die mit ihm waren, uͤber Alten gesagt ist: Du soltniglh Am 7. Sonntage sie Whl desselhhr eut wer aber toͤdtet, der soll des ind Johg Herichts schuldig seyn. Ich aber „Siaasssge euch; Wer mit seinem Bruder sprach senet, der ist des Gerichts schul⸗ icht, dasg. Wer aber zu seinem Bruder enschen get: Racha! der ist des Raths die Sashhuldig. Wer aber saget: (hlldig. Darum, wenn du deine Habe auf dem Altar opferst, und Iscest alda eingedenk, daß dein samt glßrüder etwas wider dich habe; so „bruͤderlh allda vor dem Altar deine Ga⸗ und gehe zuvor bin und ver⸗ oder Sashue dich mit deinem Bruder, und sondern dann komm und opfere deine Ga⸗ „Sey willfaͤhrig deinem Wider⸗ her bald, dieweil du noch bei ihm sdem Wege bist, auf daß dich Ie Widersacher nicht dermaleinst erantworte dem Richter, und Richter uͤberantworte dich dem Reuer, und werdest in den Kerker Wyorfen. Ich sage dir wahrlich: ach. Aslh irst nicht von dannen heraus ehen aulumen, bis du auch den letzten Ohrel Hller bezahlest. cht abet HM. Boͤststhckpistel, Roͤm. 6, v. 3⸗11. Misset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Cbristum ge⸗ seydiihthuft sind, dle sind in seinen Tod vor ihuftzuft? So sind wir nun mit ihm chrechethlhliraben durch die Taufe in den en Herrhsd, guf daß, gleichwie Christus auferweckt von den Todten, ich die Herrlichkeit des Vaters, tage nish sollen auch wir in einem neuen Ven wandeln. So wir aber Uunt ihm gepflanzt werden zu icem Tode, so werden wir auch uferlebung gleich seyn. Die⸗ Lwir wissen, daß unser alter lusch sammt ihm gekreuziget ist, doß der sundliche Leib aufhoͤre, hir hinfort der Suͤnde nicht lu. Denn wer gestorben ist, lWis gerechtfertiget von der Suͤn⸗ ten erwecket, nach Trinitatis. de. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Tod⸗ hinfort nicht stirbet, 5⁵ 8 der Tod wird hinfort uͤber ihn U alls Nimi der ist des hoͤllischen Feuers nicht herrschen. Denn, daß er ge⸗ storben ist, das ist er der Suͤnde gestorben, zu einem mal, daß er aber lebet, das lebet er Gotte. Also anch ihr, haltet euch dafuͤr, daß ihr der Sünde gestorben sevd, und lebet Gotte in Christo unferm Herrn. Edang. am 7. Sonntage nach Trinit. Marc. 8, v. 129. 3² der Zeit, da viel Volkes da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Juͤnger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jam⸗ mert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharret und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie ungegesfen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten, denn etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wuͤ⸗ sten, daß wir sie saͤtigen? Und er fragte sie, wie viel habt ihr Brodte? Sie sprachen: Sieben. Und er ge⸗ bot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brodte, und brach sie und gab sie seinen Juͤngern, daß sie dleselben vorlegten, und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein, und er dankete und hieß dieselbigen auch vortragen. Sie aßen aber und wurden satt, und hoben die üͤbrigen Brocken auf, sieben Köͤrbe. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten, und er ließ sie von sich. C Epistel, 34 Epistel, Roͤm. 6, v. 19⸗23. Cch muß menschlich davon reden, 9 um der Schwachheit willen eu⸗ res Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienst der Unreinigkeit, und von einer Ungerechtigkeit iu der andern, also begebet auch nun eure Glieder zu Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Suͤnde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fuͤt Frucht? welcher ihr euch jetzt schäͤmet, denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber sevd von der Suͤnde frei, und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß idr heilig werdet das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Suͤnden Sold, aher die Gabe Gottes ist das ewige Le⸗ ben, in Christo Jesu unserm Herrn. Evang. am 8. Sonntage nach Trinit. Matth. 7, v. 15⸗23. ehet euch vor, vor den falschen Propheten, die in Schaafsklei⸗ dern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reissende Woͤlfe; nen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen? oder Fei⸗ gen von den Disteln? Also, ein jeg⸗ licher gute Baum bringet gute Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruͤchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute rüchte bringen. Ein jeglicher aum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen, und ins Feuer geworfen. Darum an ih⸗ ren Fruͤchten sollt ihr sie erkennen Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Him⸗ melreich lommen, sondern die den an lich Gottes Erben, ihren Fruchten sollt ibr sie itene ben Christi, ben? Ha Lem Namen viel Thaten gethan? dn dich werde ich ihnen bekennen: et tie habe euch noch nie erkannt; chet alle von mir, ihr Uebellhih Wi Epistel, Roͤm. 8/ v. Lael So sind wir nun, lieben Y 9 der, Schuldner, nicht I Fleisch, daß wir nach dem Fleichhu i ben. Denn wo ihr nach dem Fath lebet, so werdet ihr sterben müst Wo ihr aber durch den Geisths Fleisches Geschaͤfte tödtet, so sse det ihr leben. Denn welche 0 Geist Gottes treibet, die sind a tes Kinder. Denn ihr habt ms einen knechtlichen Geist empfanhhl niß unserm Geiste, daß tes Kinder sind. Sind wit Kinder, so sind wir auch Erben, I Fe und Mh so wir andere Mgeläe daß wir auch mit is wie je hicht hlliche het: n esse af z leiden, auf Herrlichkeit erhoben werden. Evang. am 9. Sonntages Trinit. Luc. 16, v. 10 E· sprach aber auch zu sh icht Juͤngern: Es war ein rashl unter Mann, der hatte einen Hauihh feler. ter, der ward vor ihm berüͤclshl i to als haͤtte er ihm seine Guͤt I sum bracht. Und er forderte ihn,A sprach zu ihm: Wie böre s von bir? Thue Rechnung voll nem Haushalten; denn di ieben Y nicht A m Fleich dem Fli ben mut n Geist denn Uem ungerechten Mammon, auf Iih, wenn ihr nun darbet, sie euch giebt 30 ißh wir 6 Aelüßten lassen des Bösen, gleich, Uet: Das Volk seßzte sich nieder 0nessen und zu trinken, und stand ascht Hurerei treiben, wie etliche Wunter jenen Hurerei trieben, und Msiele auf einen Tag drei und zwan⸗ Nim Am 10. Sonntage nach Trinitatis. 8⁵5 wie jener etliche murreten, und ch wurden umgebracht durch den Ver⸗ derber. Solches alles widerfuhr ihnen(uns) zum Vorbilde. Es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen ist. Darum wer sich laͤs⸗ sie set duͤnken, er stehe, mag wohl Hen lei u dem Andern: Uie viel bist du schuldig? Er sprach: hundert Malter Weizen. Und sprach zu ihm: Nimm deinen Btief, und schreib achtzig. Und der hert lobete den ungerechten Haus⸗ Ualler, daß er kluͤglich gethan hatte, die Kinder dieser Welt sind klu⸗ ur,denn die Kinder des Lichts in ih⸗ fürcht k Geschlechte. Und ich sage euch Jch: Machet euch Freunde mit luluehmen in die ewigen Hutten. Epistel, 1 Cor. 10, v. 6⸗15. as ist aber uns zum Vorbild ge⸗ schehen, daß wir uns nicht hie jene gelüstet hat. Werdet auch hicht Abgoͤttische, gleichwie jener llliche worden, als geschrieben ste⸗ zuf zu spielen. Auch lasset uns ö zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menschliche Versuchung betreten. Aber Gott ist getreu, der euch nicht laͤsset ver⸗ suchen uͤber euer Vermoͤgen, son⸗ dern machet, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es koͤnnet ertragen. Evang. am 10. Sonnt. nach Trinit. Luc. 19, v. 41⸗48. Ud als er nahe hinzu kam, sahe er die Stadt an, und weinete über sie. Und sprach: wenn du es wuͤßtest, so wuͤrdest du auch beden⸗ ken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet, aber nun ists vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit uͤber dich kommen, daß deine Feinde werden um dich, und deine Kinder mit dir, eine Wagenburg schlagen, dich be⸗ lagern, und an allen Orten aͤngsten, und dich werden schleifen, und kei⸗ nen Stein auf dem andern lassen, darum, daß du nicht erkennet hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an auszutreiben, die drin⸗ nen verkauften und kauften. Und sprach zu ihnen: Es stehet geschrle⸗ ben: Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber habts gemacht zur Moͤrder⸗ grube. Und er lohrte taͤglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und die Vor⸗ g tausend. Lasset uns auch Chri⸗ nehmsten im Volk trachteten ihm n jenen ihn versuchten, und und fanden nicht, wie hurden von den Schlangen um⸗ thun sollten; denn alles Volk hing hehracht. Murret auch nicht, aicib an, und hoͤrete ihn. I 2 sum nicht versuchen, wie etliche daß sie ihn umbrachten, nach, sie ihm Epillel/ 36 Am 11., Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Cor. 12, v. 1⸗11. Win n geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Bruͤder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seyd gewesen, und hin⸗ gegangen zu den stummen Götzen, wie ihr gefuͤhret wurdet. Dar⸗ um thue ich euch kund, daß nie⸗ mand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet, und nie⸗ mand kann Jesum einen Herrn hei⸗ hen, ohne durch den heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind man⸗ cherlei Aemter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kraͤf⸗ te, aber es ist ein Gott, der da wir⸗ ket alles in allem. In einem jegli⸗ chen erzeigen sich die Gaben des Gei⸗ lles zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit, dem an⸗ dern wird gegeben zu reden von der Erkenniniß nach demselbigen tete bei sich selbst also: Ich danll. dir, Gott, dah ich nicht du andere Leute, Raͤuber, Ungeregh ehlch Ehebrecher, oder auch wie dinllͤel n Zoͤllner. Ich faste zwier in dlle, r Woche und gebe den Zehenden un ls Gn allem, was ich habe. Und dn Zoͤllner stand von ferne, woll Evane em Ve Epistel, 1 Cor. 15, 10e Gi Orch erinnere euch aber,, liebellihete. — Bruͤder, des Evangelli, dasd sah ich euch verkündiget habe, welhhud sor ihr auch augenommen habt, thu Geiste. Einem andern der Glau⸗ be in demselbigen Geiste. Einem andern die Gabe gesund zu machen in demselbigen Geiste. Einem an dern Wunder zu thun, einem andern Weissagung, einem an⸗ dern Geister zu unterscheiden. Ei⸗ nem andern mancherlei Spra⸗ chen, einem andern die Sprachen auszulegen. Dieses aber alles wir⸗ ket derselbige einige Geist und theilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will. Evangel. am 11. Sonnt. nach Trinit. Luc. 18, v. 9⸗14. Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm waͤren, und verachteten die andern, ein solch Gleichniß: Es gingen zween Menschen hin⸗ auf in den Tempel zu beten, einer ein Pharisder, der andere ein Zoͤll⸗ nexr. Der Pharisaͤer stand und be⸗ welchem ihr auch stehet, durch uuhelen ches ihr auch selig werdet, dennihi Bat habe euch zuvorderst gegeben, ushid ted⸗ ches ich auch empfaugen habe, dash, Christus gestorben sey fuͤr unsashe meh Sönden nach der Schrift. Und dasses e er begraben sey, und daß er auffh s standen sey am dritten Tage nach dussu: Schrift. Und daß er gesehen wordust Tar ist von Kephas, darnach von dasl Spr Zwoͤlfen. Darnach ist er gesehenwon den von mehr denn fuͤnfhunden chistel Bruͤdern auf einmal, derer noch yilspin so leben, etliche aber sind entschlafen E mwi Darnach ist er gesehen worden nusht, Jalobo, darnach von allen Ahh sa selb. steln. Am letzten nach allen, ist Ah une auch von mir, als einer unzeitigh tig Geburt, gesehen worden. Danh s ung ich bin der geringsle unter den Mor An fieln, als der ich nicht werth hu, Uame daß ich ein Apostel heiße, darum ss so daß ich die Gemeine Gottes het se Buc solget habe. Aber von Golteh uchet l Gnaden bin ich, das ich bin, und sn dure seint die E Am 12. und 15. Sonntage nach Trinitatis. Ich danh. t bin ugerechtn kne Gnade an mir ist nicht ver⸗ sblich gewesen, sondern ich habe e wucht uber ib. öndern Gor, er in lulle, nicht aber ich, sondern Got⸗ enden in uy Guade, die mit mir ist. ebang. am 12. Sonnt. nach ll krinit. Marc. 7, v. 31⸗37. schlug g Gott sAind da er wieder ausging von Ich 0l den Greuzen Tyri und Sidon, gerechtfuͤllam er an das Galilaͤische Meer, iem, dehsutten unter die Grenze der zehen der wülsetädte. Und sie brachten zu ihm „wer sslden Tauben, der stumm war, und vird eishsse baten ihn, daß er die Hand auf hu legte. Und er nahm ihn von em Volk besonders, und legte ihm 1 100se Einger in die Ohren, und er, liehh Ühete, und ruͤhrete seine Zunge, zelli, Rald sahe auf gen Himmel, seufzete, e, welchlhnd prach zu ihm: Hephata! das habt, Ii, thue dich auf. Und alsbald durch wͤllen sich seine Ohren auf, und „ denpi Band seiner Zunge ward los, ben, wullid redete recht. Und er verbot ih⸗ habe, disth, ie solltens niemand sagen. ur unsuse mehr er aber verbot, je mehr Und dalltes ausdreiteten, und verwunder⸗ er austh usich über die Maaße und spra⸗ ge nach dalhn: Er hat alles wohl gemacht; Tauben macht er hoͤrend und Sprachlosen redend. sehen wizse nfhundeg hhistel, 2 Cor. 3, v. 4⸗9. r noch ylllpin solch Vertrauen aber haben nischlafen s. wir durch Christum zu Gott. Ht, daß wir tüchtig sind von selber, etwas zu denken, als uus selber, sondern daß wir zeltigg littig sind, ist von Gott; wel⸗ Duh sig uns auch tuͤchtig gemacht hat, Aunt zu führen des neuen derth bin, Kaaments, nicht des Buchsta⸗ „ darum, Veis sondern des Geistes. Denn ottes heth Ir Buchstabe toͤdtet, aber der Geist 1. Golleh uchet lebendig. So aber das Amt, bin, un durch die Buchftaben tödtet, un selh sihje Steine ist gebildet, Klarbeit 37 hatte, also, daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Ange⸗ sicht Mose, um der Klarheit wil⸗ len seines Angesichts, die doch aufhoͤret: wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammniß pre⸗ diget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit predigt, uͤberschwengliche Klarheit. Evangel. am 15. Sonntage nach Trinit. Luc. 10, v. 25:57. nd er wandte sich zu seinen Juͤn⸗ gern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da se⸗ hen, das ihr sehet. Denn ich fa⸗ ge euch: Viel Propheten und Koͤ⸗ nige wollten sehen, das ihr sehet, und habens nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und habens nicht gehoͤret. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn, und sprach: Meister, was Imuß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber ssprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrie⸗ beu? Wie liesest du? Er antwor⸗ tete, und sprach: Du sollt Gott dei⸗ nen Herrn lieben von ganzem Her⸗ zen, von ganzer Seele, von allen Kraͤften, und von ganzem Gemu⸗ the, und deinen Nachsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: du hast recht geantwortet. Thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach: zu Jesu: Wer ist denn mein Naͤch⸗ ster? Da antwortete Jesus, und sprach: Es war ein Meusch, der ging von Jerusalem hinab gen Je⸗ richo, und fiel unter die Mörder, die zogen ihn aus, und schlugen ihn und gingen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefaͤhr, daß ein Prie⸗ C3 ster 58 ster dieselbige Straße hinabzog, und da er ihn sahe, ging er vor⸗ über. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Staͤtte, und sahe ihn und ging vor⸗ uber. Ein Samariter aber reisete, und kam dahin, und da er ihn sa⸗ he, jammerle ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Oel und Wein, und hob ihn auf sein Thier und fuͤh⸗ rete ihn in die Herberge und pfle⸗ ete sein. Des andern Tages rei⸗ ete er ab, und zog heraus zween Groschen, und gab sie dem Wirthe, und sprach zu im: Pflege sein, und so du was mebr wirst darthun, will ich ders bezahlen, wenn ich wieder komme. Welcher duͤnkt dich, der unter diesen dreien der Naͤchste sey gewesen dem, der unter die Moͤrder gefsllen war? Er sprach: Der die Barmherzig⸗ keit an ihm that. Da sprach Je⸗ sus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen. ö Epistel, Gal. 3, v. 15: 22. Lirren Bruͤder, ich will nach menschlicher Weise reden: ver⸗ achtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es besta⸗ tigt ist, und thut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheissung Abraha und seinem Saamen zugesagt. Er spricht nicht, durch die Saa⸗ men, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Saa⸗ men, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: das Testament, das von Gott zuvor bestaͤtigt ist auf Chri⸗ stum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheissung sollte durchs Ge⸗ setz aufhͤͤren, welches gegeben ist über vierhundert und dreißig Jahr hernach. Denn so das Erbe dur v das Gesetz erworben wuͤrde, so wuͤrde es nicht durch Verheissung gegeben; Gott aber hat es Abra⸗ Am 14. Sonntage nach Trinitatis. diiset ham durch. Verheissung ftei W schenket. Was soll denn das Geh den Es ist dazu kommen um n; Suͤnde willen, bis der Saame Epis me, dem die Verbeissung gesches Cech ist, und ist bestellt von den H. geln, durch die Hand des Mittieh Fleish Ein Mittler ist aber nicht eines a nigen Mittler, Gott aber ist e and Wie? ist denn das Gesetz wüh iele Gottes Verheissung? Das sey s hreu ne. Wenn aber ein Gesetz gegehh Rgie waͤre, das da koͤnnte lebendig m d chen, so käme die Gerechtih Oen wahrhaftig aus dem Gesetze. M isc die Schrift hat es alles heschlosh Hirer unter die Suͤnde, auf daß At Verheissung käme durch den Gl Haser gegeh ur 1* ben an Jesum Christum, denen, die da glauben. Evangelium am 14. SonisR v. 11·19. sber! es begab sich, da er ta—11 nd U en Jerusalem, zog er ulf gense ten durch Samariam und Gall Heset am. Und als er in einen Mi gum kam, begegneten ihm zehen a glase saͤtzige Maͤnner, die standen ginde ferne und erhoben ihre Stim und sprachen: Jesu, lieber Mes Eor erbarme dich unser. Und da en sahe, sprach er zu ihnen: G hin, und zeiget euch den Priesth Und es geschahe, da sie hingt gen, wurden sie rein. Einershl unter ihnen, da er sahe, dah gesund worden war, kehrete el und preisete Gott mit lanter Ei den me. Und fiel auf sein Auhashi net zu seinen Füßen und dankete Iuul Ma und das war ein Samariter. N Syrg sus aber antwortete und, und sri ihre Sindihrer nicht zehen rein werdal nicht Wo sind aber die neune 2. Hatsh sonst keiner funden, der wieden N kehrte und gaͤbe Golt die Ehre, Am 15. Sonntage nach Trinitatis. Rieser Fremdling? Und er sprach ihm: Siehe auf, gehe ihm: in —20 Glaube hat dir geholfen. Epistel, Gal. 5, v. 16⸗24. sage aber, wandelt im Geiste, 4 den G J. so werdet ihr die Luͤste des sleisches nicht vollbringen. Denn frei 9. as Geseh um Saame ii geschise Ch ineg; gab gleisch gelüͤstet wider den Geist, iten u der Geist wider das Cleisch. eseh i. Hielelbige sind wider einander, daß 4s sey iht nicht ihut, was ihe wollen, setz gehehl Hegieret euch aber der Geist, so bendig u. d ihr nicht unter dem Gesetze. ferechlihh fenbar sind aber. die Werke des sehe. A Feisches, als da sind; Ehebruch/ beschoh Herei, Unreinigkeit, Unzucht, uf daß Alltterei, Zauberei, Feindschaft, den Gla deler, Neid, Zorn, Zank, Zwie⸗ , gehchn Kuht. Rotien, Haß, Mord, San⸗ sen, Fressen und dergleichen, von helden ich euch habe zuvor ge⸗ Somi l, und sage noch zuvor, daß, Sonnh zie sgches thun, werden das Reich c. 7, Gottes nicht ererben. Die Frucht ber des Geistes ist Liebe, Freude, ätlede, Geduld, Freundlichkeit, da er tesll Gürigleit, Glaube, Sanftmuth, og er u Keuschheit. Wider solche ist das ind Gull Hrset nicht. Welche aber Chri⸗ inen Mih qum angehören, die kreuzigen ihr . Ahailc, samt den Luͤsten und Be⸗ e Stimh ber Mes Ind da e ien: G n Priesih Evingel. am 15. Sonntage nich Trinit. Matth. 6, sie hing v. 24:⸗34. 7½½½3 kann zweien Herren die⸗ Einersh ten, entweder er wird einen ihe, dashasfen, und den andern lieben, hrete EI oder nird einem auhangen und anter Eih den andern verachten. Ihr koͤn⸗ in Anhhsth net nich Gott dienen, und dem ankete il Mammoz. Darum sage ich euch: ariter, I Eorget nicht fuͤr euer Leben, was und sptußl ihr essen und trinken werdet, auch ein wotdel nicht fur kuren Leib, was ihr anzie⸗ e2. Hat sih Ast ni r widan hen werdet. Ist nicht das Leben mehr e Ehre, Han N 39 denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Voͤgel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie erndten nicht, sie sammlen nicht in die Scheuern, und euer himmlischer Vater ernaͤh⸗ ret sie doch. Seyd ihr denn nicht vielmehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Laͤnge eine Elle zusetzen moͤge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien anf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß au Salomon in aller seiner Herrlich⸗ keit nicht bekleidet gewesen ist, als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also klei⸗ det, das doch heute steht, und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleinglaͤubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sa⸗ gen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden, denn leuer himmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles beduͤrfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sor⸗ get nicht fuͤr den andern Morgen, denn der morgende Tag wird fuͤr das Seine sorgen. Es ist genug. daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe. Epistel, Gal. 5, v. 25. bis 6, v. 0. Sẽ wir im Geiste leben, so las⸗ set uns auch im Geiste wan⸗ deln. Lasset uns nicht eiteler Eh⸗ re geizig seyn unter einander, uns zu entruͤsten und zu hassen. Lieben Bruͤder, so ein Mensch etwa von einem Fehl uͤbereilet wuͤrde, so hel⸗ fet ihm wieder zurecht mit sanft⸗ C 4 muͤthi⸗ 40 Am 16. und 17. Son müthigem Geist, die ihr geistlich seyd, und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi er⸗ fuͤllen. So aber sich semand laͤsset dunken, er sey etwas, so er doch nichts ist, der betruͤget sich selbst. Ein jeglicher aber pruͤfe sein selbst Werk, und als dann wird er au ihm selber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine eigene Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott laͤsset sich nicht spotten. Denn was der Mensch saͤet, das wird er erndten. Wer auf sein Fleisch saͤet, der wird von dem Fleische das Verderben erndten, wer aber auf den Geist saͤet, der wird von dem Geist das ewige Leben erndten. Lasset uns aber qu⸗ tes thun, und nicht mude werden, denn zu seiner Zeit werden wir auch erndten ohne Aufhoͤren. Als wir denn nun Zeit haben, so las⸗ set uns gutes thun an jedermann, allermeist aber an den Glaubens⸗ genossen. Evangel. am 16. Sonntage nach Trinit. Luc. 7, v. 11:17. U es begab sich darnach, daß er in eine Stadt, mit Na⸗ men Nain, ging, und seine Juͤn⸗ ger gingen viel mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadt⸗Thor kam, siehe da trug man einen Todten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Wittwe, und viel Volks aus der Stadt gin mit ihr. Und da sie der Herr sahe, lammerte ihn derselben, und sprach zu ihr: Weine nicht. Und trat hin⸗ zu, und ruͤhrete den Sarg an, und 9Evangel. am 17. Sonm. nach ntage nach Trinitatis. die Trager standen. Und sprach: Jüngling, ich sage Rp, stehe auf. Und der Todte richte sich auf, und fing an zu rehen Und er gab ihn seiner Mutlil, Und es kam sie alle eine Furcht ay, und preiseten Gott und sprachent Es ist ein großer Prophet unnet uns aufgestanden, und Gott hat sh Gie dl Volk heimgesucht. Und diese Ride If it von ihm erscholl in das ganze h il dische Land, und in alle umsie Ind sp gende Laͤnder. lter Esel in Epistel, Eph. 3, v. 132. 0 0 Fharum bitte ich, daß ihr nial Sabba — muͤde werdet um mamm auf Truͤbsal willen, die ich fuͤr eih en, leide, welche euch eine Ehre sidd. 1der Derhalben beuge ich meine Fuß ie siee gegen den Vater unsers Herrn Iunn uud spt Christi, der der rechte Vatei Hen je über alles, was da Kinder heisz hochiei set im Himmel und auf Eiden. da Daß er euch Kraft gebe nach dem saah do Reichthum seiner Herrlichkeit, zu werden durch seinen Gast au Hlladen dem inwendigen Menschen und sie dies Christum zu wohnen durch den a Sch Glauben in euren Herzen, und han, durch die Liebe eingewurzelt und gbe bit gegruͤndet zu werden. Auf doß iht Af daß begreifen woͤget mit allen Heiligch, Aden! daß Christum lieb haben, viel hsß ile hir ser ist, denn alles Wissen, auflsuß lben r ihr erfuͤllet werdet mit allchlel sche f Gottes Kuͤlle. Dem aber, der iber⸗höhet, schwenglich thun kann uͤber ales, u das wir bitten oder verstehen nach der Kraft, die da in uns virket, dem sev Ehre in der Geneine, die in Christo Jesu ist, zu aler Zei von Ewigkeit zu Ewigkeit) Amen, Trinit. Luc. 14, v. 111. 27 es begab sich, daß er lam in ein Haus eines Obersten der sih 00 Phakssäer, auf einen Sabbath, das Bod zu effen, und sie hielten auf Ihn, Und siehe, da war ein Mensch uo ihm, der war wasserfüchtig. Iud Jesus antwortete, und sagte Uden Schriftgelehrten und Pha⸗ lliern, und sprach: Its auch cht, guf den Sabbath zu heilen? Ole gher schwiegen stille. Und er liff ihn an, und heilete ihn und leh n gehen und antwortete, ind sprach zu ihnen: Welcher ist luter euch, dem sein Ochs oder Eel in den Brunnen faͤllet, und er 152.%flr alsbald ibn herauszieher am ihr nil Eabbathtage? Und sie konnten ihm 1 meimtstauf nicht wieder Antwort ge. fuͤr eich n. Er sagte aber ein Gleichniß Ehre sud, 0 den Gästen, da er merkte, iue Hust she sie erwaͤhleten oben an zu sitzen, errn Lusl sud sprach zu ihnen: Wenn du Vatei Un jemand geladen wirst zur der has hochteit, so setze dich nicht oben Edden h, daß nicht etwa ein ehrlicher, nach demh du, von ihm geladen sey, und kelt aal hann lomme, der dich und ihn Gast ah Hlden hat, spreche zu dir: Wei— en und lle diesem! und du muͤssest dann urc der t Schaam unten an sitzen. Son⸗ zen, und sin, wenn du geladen wirst, so rzelt and he bin, und setze dich unten an, f doß ie HUfdaß, weun da kommt, der dich Heiligh Aden hat, spreche zu dir: Freund, viel baßz sike hinauf! dann wirst du Ehre „auf juß ken vor denen, die mit dir zu allal Asche sien. Denn wer sich selbst! der iber⸗ höhet, der soll erniedriget wer⸗ er leß, u, und wer sich selbst erniedri⸗ hen nach u, der soll erhoͤhet werden. 5 virket, eneite, kpistel, Eph. 4, v. 1⸗6. alor dal So ermahne nun euch, ich Ge⸗ Amen, U sangener in dem Herrn, daß ganze sh le umlie Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Uwandelt, wie es sich gebuͤhret k. nach hen Beruf, darinnen ihr be— 1211. sin seyd, mit aller Demuth er kam Wsentmutb mit Geduld, und 0 üsten der lbe. Pba⸗ t einer den andern in der O ud seyh fleißig zu halten die —....—...——.— 4¹ Einigkeit im Geist, durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seyd auf einerlei Hoffuung eures Be⸗ rufs. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater unser aller, der da ist uͤber euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. Evangel. am 18. Sonnt. nach Trinit. Matth. 22, v. 54⸗46. Da aber die Phariscer hoͤreten, daß er den Sadducdern das Maul gestopft hatte, verfammleten si sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vor⸗ nehmste Gebot im Gesetze? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollt Neben Gott deinen Herrn von ganzem Herzen, von ganzer Seelẽ, und von ganzem Gemuͤthe. Dies ist das vornehmste und groͤßte Gebot. Das andere ist dem gleich: Du sollt deinen Naͤchsten lieben als dich selbst. In diesen zweien Ge⸗ hoten haͤnget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pha⸗ nisäer bei einander waren, frag⸗ te sie Jesus und sprach: Wie duͤn⸗ ket euch um Christo? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn 2 da er saget: der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel dei⸗ ner Füße. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konn⸗ te ihm ein Wort autworten, und durfte auch niemand von dem Ta⸗ ge an hinfort ihn fragen. Epistel, 1 Cor. 4, v. 4⸗9. ch danke meinem Gott allezeit eurenthalben fuͤr die Gnade 5 Got⸗ +. 4³ Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seyd durch ihn in allen Stuͤcken reich ge⸗ macht, an aller Lehre, und in al⸗ ler Erkenntniß, wie denn die Pre⸗ digt von Christo in euch kräftig worden ist, also, daß ihr keinen Man⸗ gel habt, an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unstraͤflich seyd auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch ft welchen ihr berufen seyd zur Ge⸗ meinschaft seines Sohns Jesu Chri⸗ sti, unsers Herrn. Evangel. am 19. Sonntage nach Trinit. Matth. 9, v. 1 8. a trat er in das Schiff, und fuhr wieder heruͤber, und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gicht⸗ bruͤchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glau⸗ ben sahe, sprach er zu dem Gicht⸗ bruͤchigen: Sey getrost, mein Sohn, deine Suͤnden sind dir verge⸗ ben. Und siehe, etliche nuter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser laͤstert Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sahe, sprach er: Warum denket ihr so arges in euren Herzen? Welches ist leicht⸗ ter zu sagen: Dir sind deine Suͤn⸗ den vergeben, oder zu sagen: Ste⸗ he auf, und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden die Suͤnden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrün gen: Stehe auf, hebe dein Bette auf, und gehe heim. Und er stand auf und ging heim. Da das Volk das sahe, ver⸗ wunderte es sich, und preisete Gott, der solche Macht den Men⸗ schen gegeben hat. Am 19. und 20. Sonntoge nach Trinitatis. n A4, v. 22 o leget nun von euch g 4F7½ O dem vorigen Wandel, zun seine ten Menschen, der durch Lust ut Irrthum sich verderbet. En e ö ert cuch aber im Geiste eurch guz müths, und ziehet den neuen M. 6 schen an, der nach Gott Hel Ett ist in rechtschaffner Gerechtiaß und Heiligkeit. Darum legehhhu Luͤgen ab, und redet die Wahrh g ein jeglicher mit seinem Nichsch n sintemal wir untereingnder Glalsen ind. Zuͤrnet und suͤndiget nih 10 6 lasset die Sonne nicht uͤber unhfre Zorn untergehen, Gebet auch t en Raum dem Laͤsterer. Wer ges Kleid len hat, der stehle nicht mehr, Da so dern arbeite, und schaffe mit ern; Haͤnden etwas Gutes„auf daß fihe habe zu gehen dem Dürftigen. 1e 6 Eeyn Evangel. am 20. Sonnih Henn nach Trinit. Matth. 22, henig v. 1 14. Eyist U Jesus antwortete, und dete abermal durch Gleichn zu ihnen, und sprach: Das gih uwei melreich ist gleich einem Köshh uud s der seinem Sohn Hochzeit mashl i Und sandte seine Knechte aus, Aicht sie den Gaͤsten zur Dact ui und sie wollten nicht kommkk. Abermal sandte er andere Kuh Wein aus, unb sprach: Saget den Gasll Wese siehe, meine Mahlzeit habe ich AHeite reitet, meine Ochsen und m don Mastvieh ist geschlachtet, undehhund g bereit, kommet zur Hochzelt. Msielen sie verachteten das und gingenhs seh. einer auf seinen Acker, der aushh Alles zu seiner Handthierung. El Nam aber griffen seine Knechte, hohns Und ten und koͤdteten sie. Da das In de Koͤnig hoͤrete, ward er zormig, M.. schickte seine Heere aus, und zrih Ebaf te diese Moͤrder um, nnd zun Tr. ihre Stadt an. Da sprach Inn U i8. x 22:N hab, molnen Knechten: Die Hochzeit ist bel, bnd un bereitet, aber die Gaͤte wa⸗ ch Kse Uuns nicht werth. Darum gehet Eule ln auf die Strahen, und lader zur eures Iin hochzeit, welche ihr findet. Und neuen M se Knechte gingen aus auf die tt geschesh Btraßen, und brachten zusammen, ferechtihhh gen sie fanden, böse und gute m leget und die Tische wurden alle voll Wabthl Haging der König hinein, die Gä⸗ sse zu besehen, und sahe alldaeinen Menschen, der hatte kein hochzeit⸗ Ach Kleid an, und sprach zu ihm: wie bist du herein gekommen UWund' hast doch kein hochzeitlich kleid an: Er aber verstummete. „Da sprach der Koͤnig zu seinen Die⸗ luern; Bindet ihm Häande und auf dushsgüße und werfet ihn in die ußer⸗ irftigen. se ginsteruiß hinaus, da wird shn Heulen und Zaͤhnklappen. Sonniildenn viele sind berufen, aber henig sind auserwaͤhlet. Epistel, Ephes. 5, v. 15⸗21. S sehet nun zu, wie ihr vorsich⸗ tiglich wandelt, nicht als die luweisen, sondern als die Weisen. em Konlnd schicket euch in die Zeit, denn Heit mahllts i böse Zeit. Darum werdet Uicht unverstaͤndig, sondern ver⸗ ladig, was da sey des Herrn Wil⸗ 1. Und saufet euch nicht voll te, und h Gleichg Das 5 komm Baus, daraus ein unordentlich töenin Disen folget, sondern werdet voll Iuldon Pfalmen und Lobgesaͤngen, . Ind geistlichen Liedern, singet und e Und saget Dant allezeit für „der aohhl Ales, Gott und dem Vater in dem 0, K Und seyd unter einander unterthan Da das in der Furcht Gottes. „ und bh Ebang und lünsel Trinit. Joh. 4, v. 47⸗564. Am 21. Sonntage nach Trinitatis. 4⁵ Dieser hoͤrete, daß Jesus kam aus Judaͤa in Galilaͤam, und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab kaͤme, und huͤlfe seinem Sohn, denn er war todt krank. Und Je⸗ sus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Koͤnigische sprach zu ihm: Herr lomme hinab, ehe henn mein Kind stirbet. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete dem Wort, das Jesus zu ihm sa⸗ gete, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm seine Knechte, verkuͤndigten ihm, und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschete er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm ge⸗ worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde waͤre, in welcher Je⸗ sus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubete mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus that, da er aus Judaͤg in Galilaͤam kam. Epistel, Ephes. 6, v. 10⸗17. Zm„meine Bruͤder, seyd stark O in dem Herrn, und in der Macht seiner Staͤrke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr be⸗ stehen koͤnnet gegen die listigen An⸗ laͤufe des Teufels. Denn wir ha⸗ ben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fuͤrsten und Gewaltigen, mit den Her⸗ ren der Welt, die in der Finster⸗ sterniß dieser Welt herrschen, mit den boͤsen Geistern unter dem Him⸗ mel. Um deßwillen, so ergreifet den Harnisch Gottes, guf daß ihr, wann das boͤse Stündlein kommt, Widerstand thun, und alles wohl habe ichl Hestes und redet unter einander hielet dem Herrn in eurem Her⸗ gingen s den. ö Nomen unsers Herrn Jesu Christi. Hig.. „Lund ine Epangel. am 21. Sonnt. nach Lach o 0 ud es war ein Koͤnigischer, deß ausrichten, und das Feld behalten Sohn lag krank zu Caperuaum. moͤget. So stehet nun, waut eu Am 2, Sonntage nach Trinitatis. eute Lenden mit der Wahrheit, und Du Schalksknecht, alle diese Schih Ebat angezogen mit dem Krebs der Ge⸗0habe ich ich dir erlassen, Dewehkrin rechtigkeit, und an Beinen gestie, mich batest; solltest du d ů felt, als fertig zu treihen das Evan⸗hnicht auch erharmen üb gelium des Friedens, damit ihr Mitknecht, wie i bereitet seyb. Vor allen Dingeu erbarmet habe? aber ergreifet den Schild des Glau⸗ bens, mit welchem ihr aus loͤschen koͤnnet alle feurige Pfeile des Boͤse⸗ wichts, und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerd des Gei⸗ stes, welches ist das Wort Gottes. Evang. am 22. Sonnt. nach ö Trinit. Matth. 18, v. 23⸗35. 16 arum ist das Himmelreich 60 gleich einem Koͤnige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. 0 Und als er aufing zu rechnen, kam Ind si ihm einer vor, der war ihm zehn en d tausend Pfund schuldig. Da ers nun nicht hatte zu bejahlen, bieß h der Herr verkaufen ihn und sein d Weib nnd seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und betete ibn an, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn H desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm guch. Da ging derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mit⸗ Enechte, der war ihm hundert Gro⸗ schen schuldig, und er griff ihn an, und würgete ihn, und sprach: Be⸗ zahle mir, was du mir schuldig hist. Da siel sein Mitknecht nieder, 70 und bat ihn und sprach: Habe Ge⸗ 1 En duld mit mir, ich will bir alles laen bezahlen. Er wollte aber nicht, son⸗ dern ging hin, und warf ihn ins Gefaͤngniß, bis daß er bezahlte, was begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Am 23. und 24. Sonntage nach Trinitatis. 4⁵ iese Snl Ebangel. am 25. Sonnt. nach Deelhrmit. Matth. 22, v. 15⸗22. enn 0 2279 7 . g gingen die Pharisaͤer hin, 9 und hielten einen Rath, wie ihn fingen in der Rede. antwollehid fandten zu ihm ihre Juͤnger, er bezoͤhlhunt Herodis Dienern, und spra⸗ uldig wulhen: Meister, wir wissen, daß du immlischlhuhthaftig bist, und lehrest den nicht vaseg Gottes recht, und du fragest in jeglhach niemand, denn du achtest harum sage uns, was duͤnket dich? ss recht, daß man dem Kaiser Iins gebe oder nicht? Da nun tt, so Asus merkte ihre Schalkheit, sprach welches Ihr Heuch ler, was versuchet ihr Gebet unich? Weiset mir die Zinsmuͤnze. bom eksiden dar. Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen. Evangel. am 24. Sonnt. nach Trinit. Matth. 9, v. 18⸗26. a er solches mit ihnen redete, siehe da kam der Obersten ei⸗ ner, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jezt gestorben, aber komm und le⸗ age deine Hand auf sie, so wird sie lekendig. Und Jesus stand auf, und folgete ihm nach, und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwoͤlf Jahr den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und ruͤh⸗ rete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: lld sie reichten ihm einen Gro⸗Moͤchte ich nur sein Kleid anruͤh⸗ Und er sprach zu ih⸗ren, so wuͤrde ich gesund. Da bin desshhn; Weß ist das Bild und die wendete sich Jesus um, und fahe scht, dahhederschrift? Sie sprachen zu ihm: sie, und sprach: Sey getrost, at dat gu des Kalses. Da sprach er zu ih, meine Tochter, dein Glaube hat h vollfͤhhis; So gebet dem Kaiser, was dir geholfen. Und das Weib ward ˙ Kaisers ist, und Gott, was Got⸗ allen hehhunderten sie sich und liehen ihn, in meineg lud gingen davon. n meiuen. ich duftpistel, Phil. 3, v. 17⸗21. e und h e mit us golget mir, lieben Bruͤder, und d., Dert sehet auf die, die also wan deln, wie mihhe ihr uus habt zum Vorhilde. t von Hih iun viele wandeln, von welchen auf sio. hih euch oft gesagt habe, nun aber e Liebe se ich auch mit Weinen, die rde in ah Rude des Kreutzes Christi, wel⸗ ö Eude ist das Verdaminniß, hichen der Bauch ihr Gott ist, sepd lulnsih ihre Ehre zu Schanden wird, Rauf dil siet, die irdisch gesiunt sind. lit Früch er Wandel aber ist im Himmel, die durh s dannen wir auch warten des hen,( Hulandes Jesu Christi des Herrn, e Golles, Alcher unfern nichtigen Leib ver⸗ len wird, daß er ähnlich werde em herklärten Leibe, nuch der Ebang. gesund zu derselbigen Stunde. Und . Da sie das hoͤreten, ver⸗als er in des Obersten Haus kam, und sahe die Pfeifer und das Getuͤmmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mäaͤdlein ist nicht todt, sondern es schlaͤft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein, und ergriff sie bei der Hand, da stand das Maͤgdlein Und dies Gerüchte erscholl in dasselbige ganze Land. Epistel, Col. 1, v. 9⸗14. HDee auch wir, von dem ö Tage an, da wirs gehoͤret ha⸗ ben, hoͤren wir nicht auf fuͤr euch zu beten, und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntniß sei⸗ nes Willens, in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand. Daß ihr wandelt wuͤrdiglich dem Herrn zu al⸗ lem gefallen, und fruchthar sean 1 Alle — 51 * ———— 46 allen guten Werken, und wachset in der Erkenniniß Gottes, und ge⸗ staͤlket werdet mit aller Kraft, nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden. Und danksaget dem Vater, der uns tuchtig gemacht hat zu dem Erbtheile der Heiligen im Licht. Welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsterniß, und hat uns versetzet in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erloͤsung durch sein Blut, naͤmlich die Vergebung der Suͤnden. Evang. am 25. Sonnt. nach Trinit. Matth. 24, v. 15⸗28. W'nn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwuͤstung, davon gesagt ist durch den Pro⸗ pheten Baniel, daß er stehet an der heiligen Staͤtte(wer das lieset, der merke drauf). Alsdann fliehe auf die Berge, wer im Juͤdischen Lande ist. Und wer auf dem Da⸗ che ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Erzengels, und mit der Pofansth Und wer auf dem Felde ist, der Gottes hernieder kommen, kehre nicht um, seine Kleider zu Himmel, und die Todten in, holen. Wehe aber den Schwan⸗ gern und Saͤugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter, oder am Sabbath. Denn es wird alsdann ei⸗ ne große Truͤbsal seyn, als nie gewe⸗ sen ist, von Anfang der Welt, bis her und auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht wuͤrden ver⸗ kürzet, so wuͤrde kein Mensch selig: Aber um der Auserwaͤhlten willen werden die Tage verkuͤrzet. So als⸗ dann jemand zu euch wird sagen: Siehe hier ist Christus, oder da, so sollt ibre nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder thun, daß derfuhret werden in den Irrthum Am 25. und 26. Sonntage nach Trinitatis. ö (wo es moͤglich waͤre) auch die uu erwaͤhlten. Siehe, ich habe es uuhenn zuvorgesagt. Darum wenn sse lon euch sagen werden: Siehe, erAUn in der Wuͤsten, so gehet nicht Ahöce aus; siehe, er ist in der Kammi so glaͤubets nicht. Denn glis wie der Blitz ausgehet vom gang, und scheinet bis zum hne R dergang, also wird auch sern Mgnet Zukunft des Menschen Sohias M Wo aber ein Aas ist, da so sich die Adler Epistel, Thess. 4, v. Xzallld i Wir wollen euch aber, iichl ei Bruͤder, nicht verhalten nuch denen, die da schlafen, auf Allen, ihr nicht traurig seyd, wie dienhhel. r dern, die keine Hoffnung hihalht. ha Denn das sagen wir euch, afang Wort des Herrn, daß wir, die nur leben und überbleiben in der le G. kunft des Herrn, wer den denennshnn: vorkommen, die da schlafen. alanget er selbst, der Herr, wird mineiß nem Feldgeschrei und Stimme n ge sch sto werden auferstehen zuerst. nach wir, die wir leben und bleiben, werden zugleich mit selbigen hingeruͤcket werden Wolken, dem Herrn entgeg der Luft, und werden also bei A Herrn seyn allezeit. So h euch nun mit diesen Worten! ter einander. Evang. am 26. Sonnt, Trinit. Matth. 25, v. Sic Wern aber des Menschen e 8. Am 27. Sonntage nach Trinitatis. 47 let werden. Und er wird sie und sagen: Herr, wann haben wir inanber scheiden, gleich als dich gesehen hungerig, oder durstig, hirte die Schaafe von den oder einen Gast, oder nacket, oder Ien scheidet. Und wird die Schaa⸗ krank, oder gefangen, und haben dir 1u. seiner Rechten stellen, und nicht gedienet? Dann wird er ihnen Bocke zur Linken. Da wird dann antworten, und sagen: Wahrlich, ů X Koͤnig sagen zu denen zu sei⸗ ich sage euch: Was ihr nicht gethan zum galne Rechten: Kommt her, ihr Ge⸗ habt einem unter diesen Gering⸗ ich seyn Uhneten meines Vaters, n Sihh eic ein Gast gewesen, und ihr habt Wir sollen Golt danken alle⸗ ö be ue en, aten. 9. Wderig gesehen, und haben dich Nachdem es recht ist bei Gott, zu lrgete Oder nackt und haben ich bekleidet? Wann haben wir Conig wird antworten, und sagen Fihnen: Wahrlich ich sage euch: Bas ihr gethan habt einem unter esen meinen geringsten Bruͤdern, us habt ihr mir gethan. Dann Urd er auch sagen zu denen zur luken: Gehet hin von mir, ihr Lerfluchten, in das ewige Feuer, bereitet ist dem Teufel und inen Engeln. Ich hin hungerig Kwesen, und ihr habt mich nichi Ebeiser. Ich bin durstig gewesen, diht habt mich nicht beherber⸗ 4. Ich bin nacket gewesen, und r habt mich nicht bekleidet. Ich In krauk und gefangen gewesen, uud ihr habt mich nicht besuchet. g herden sie ihm auch antworten, shhen auf. chkeit. wann nun der Herr Jesus wird offenbaret werden vom Himmel, samt den Engeln seiner Kraft, mit Feuerflammen, Rache zu geben uͤber die, so Gott nicht erkennen, und uͤber die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Christi. Welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem Angesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht, wann er kommen wird, daß er herrlich er⸗ scheine mit seinen Heiligen, und wunderbar mit allen Glaubigen. Denm unser Zeugniß an euch von demselbigen Tage habt ihr geglaubt. Evang. am 27. Sonnt. nach Trinit. Matth. 25, v. 1⸗15. i wird das Himmelreich — gleich seyn zehen Jungfrauen, die ihrexampen nahmen, und Hiagen aus, 48 aus, dem Bräutigam entgegen. Aber suͤnf uuter ihnen waren klug, und fuͤnf waren thoͤricht. Die thoͤ⸗ richten vahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht Oel init sich. Die klugen aber nahmen Oel in ihren Gefaͤben, sammt ihren Lampen. Da nun der Braͤutigam verzog, wurden sie alle schlaͤfrig, und ent schliefen. Zur Mitteruacht aber ward ein Geschrei; siehe der Braͤu⸗ tigam kommt, gehet aus ihm ent⸗ gegen. Da standen diese Jung⸗ frauen alle auf, und schmuͤckten ihre Lampen. Die thoͤrichten aber spra⸗ chen zu deu klugen: Gebet uns von eurem Oele, denn unsete Lampen verloͤschen. Da antworteten die klugen, und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebre⸗ che; geht aber hin zu den Kramern und kaufet fuͤr ench selbst. Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brautigam, und wilche bereit wa⸗ ren giugen mit ihm hine in zur Hoch⸗ zeit, und die Thuͤre ward verschlos⸗ sen. Zuletzt kamen auch bie andern Jungfrauen und sprachen: Herr, err, thue uns auf. Er antwor⸗ tete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darnm wachet, denn ihr wisset we⸗ der Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. Epistel, 1 Thess. 5. v. 1⸗11. on den Zeiten aber und Stun⸗ den, lieben Bruͤder, ist nicht Am 27. Sonntage nach Trinitatis. noth euch zu schreiben, denn i selbst wisset gewiß, daß der Taggj Herrn wird kommen, wie ein in der Nacht. Denn wann werden sagen: es ist Friede,ez keine Gefahr, so wird sie das B derben schnell uͤberfallen, gleichn der Schmerz ein schwanger Wi und werden nicht entfliehen. aber, lieben Bruͤder, seyd nicht der Finsterniß, daß euch der A. wie ein Dieb ergreife. Ihr s allzumal Kinder des Lichts, Kinder des Tags; wir sind nih von der Nacht, noch von der n sterniß. So laßt uns nun un schlafen, wie die audern, sondeh lasset uns wachen und nüchtez seyn. Denn die da schlafen, schlafen des Nachts, und die y trunken sind, die sind des Nai trunken. Wir aber, die wit M Tages sind, sollen nuͤchtern Lan angethan mit dem Krebs des Glaf bens, und der Liebe, und mit da Helm der Hoffnung zur Sesigse Denn Gott hat uns nicht gese zum Zorn, sondern die in. zu besitzen durch unsern Herenqz sum Christum, der für ung storben ist, auf daß wir wah oder schlafen, zugleich Imit ihm ben sollen. Darum ermahnet el untereinander, und bauet einer d andern, wie ihr denn thut, ö ö 5 Der ö Kleine LCatechismus Herrn D. Martin Luthers. Frage u. Antwort fuͤr die Kinder, so da sollen Snsemires * und zum erstenmal zur Communion gelassen werden. Der Kirchendiener fragt das erste Kind: Bist du ein Christs Ja, Herr. Der A WMoher weißt du das? 910 0 DiaJaher, daß ich gerauft bin auf den Namen unsers Heren sind. Jesu Christi, und die christliche Lehre weiß und glaube. der gh Welches ist denn die ehristliche Lehre? Die in den Schriften Mosis, der Propheten und Apostel nun u „sonda verfasset und begriffen ist. Hfen, Wie viel Bauptstuͤcke hat die ehristliche Lehre? n die l Fuͤnf. Geb 0 as erste: ö ie zehen Gebote Gottes. 94660 bch Das andere: mit dag Die Artikel des ehristlichen Glaubens. t Das dritie: Das Gebet des HEggigr. Hertn Das vierte: en Das Sacrament der heiligen Taufe. ö Das fünfte: es Nachl e wir I ir wach — *. H 1—. Das Abendmahl des Herrn oder das Saerament des . Leibes und Blutes unsers Herrn Jesu Christi. —— Wwozu dienen uns diese allesammt insgemein? Diaß wir erkennen: erstlich, wer wir sind, und wie wir mit unserm Herr Gott stehen. Darnach wer unser Herr Gott sey, und wie wir mit ihm moͤgen versoͤhnt und vereiniget werden. Das erste Hauptstück. 4 Von den zehen Geboten Gottes. Wie lautet das erste Gebot? Du sollst keine andere Goͤtter haben neben mir. Was ist das? Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben, und ihm allein vertrauen. ö 4* Das andere Gebot. Du sollst den Namen deines Herrn nicht unnuͤtzlich fuͤhren. 50 1 Das erste Hauptstuͤck. Vbns ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bey seinem Nahn men nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen: sondern denselbigen in allen Nöthen anrufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebor. Du solst den Feyertag heiligen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten: sondern dasselbige heilig halten, gerne hören und lernen. ö 2 Das vierte Gebot. ö Du solst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dirs wohl gehe, und du lange lebest auf Erden. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herrn nicht verachten, noch erzürnen: sondern sie in Ehren k halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und werth haben. ö Das fuͤnfte Gebot. ö ö 6 ——8.— Du solst nicht toͤdten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Näch⸗ sten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid thun: sondern ihm helfen und fördern in allen Leibes⸗Nöthen. 64 * Das sechste Gebot. Du solst nicht ehebrechen. ö Was ist das? ö „Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben, in Worten und Werken, und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren.——õ · Das siebente Gebot. ö Du solst nicht stehlen. ö ů Was ist das? V 4— Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Näch sten sein Geld und Gut nicht nehmen, noch mit falscher Waart oder Handel an uns bringen: sondern ihm sein Gut und Nah rung helfen bessern und behüten. ö Das achte Gebot. ö‚ Du solst kein falsch Zeugniß reden wider deinen Naͤchsten, Was ist das? 990 Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächh sten nicht faͤlschlich belügen, verrathen, afterreden, oder bösen Leumuth machen: sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden, und alles zum Besten kehren. 2 Das neunte Gebot. — Du solst nicht begehren deines Naͤchsten Haus. — m Nas ondern inken. hredigt alten, ‚ auf 1. Eltern Ehren en. Näch- öondern h und er sein Nächh Waare Nahn chsten. Nãch/ bösen es von Wer hat dann das Gesetz u. die zehn Gebote Gortes erfuͤllet? Das erste Hauptstuͤck. — Was ist das? ů Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Naͤch ö sten nicht mit List nach leinem Erbe oder Hause stehen, nochs mit einem Schein des Rechts an uns bringen: sondern ihm dasselbe zu erhalten, förderlich und dienstlich seyn. Das zehnte Gebot. Du solst nicht begehren deines Naͤchsten Weib, Knecht, Magd, Vieh, oder alles, was sein ist. ö Was ist das? Wir sollen Gott sürchten und lieben, daß wir unserm Näch⸗ sten nicht sein Weib, Gesind oder Vieh abspannen, abdringen, oder abwendig machen: sondern bey denselbigen anhalten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind. was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?e Er sagt also: Ich, der Herr dein Gott, bin ein star⸗ ker eifriger Gott, der uͤber die, so mich hassen, die Suͤnde der Vaͤter heimsuchet, an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied, aber denen, so mich lieben und meine Ge⸗ bote halten, thue ich wohl bis ins tausende Glied. Was ist das? Gott drohet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Gebote thun. Er verheißet aber Gnade und alles Gutes allen, die solche Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen, und gerne thun nach seinen Geboten. Wozu sind uns die zehen Gebot Gottes nutz? Zu zweyerley: Erstlich zeigen sie die Suͤnde an, und offenbaren Gottes Zorn uͤber die Suͤnde, dadurch wir veranlaßt werden, Vergebung der Suͤnden und Trost wider Gottes Zorn und den ewigen Tod, bey unserm Herrn und Heiland Jesu Christo zu suchen. Zum andern lehren sie, welches die guten Werke seyen, so die Glaͤubigen und Neugebohrnen zu thun schuldig sind, ih⸗ ren Gehorsam und Dankbarkeit gegen den gnaͤdigen Vater im Himmel damit zu beweisen. Koͤnnen wir denn auch mit unsern guten Werken Gottes Gebot und Gesetz erfuͤllen Ach nein! denn unsere guten Werke sind nicht vollkommen gut, weil wir arme Suͤnder sind, und wann wir schon wollen Gutes thun, so liegt uns doch das Boͤse an. Roͤm. am 7. Christus Jesus, Gottes u. Marien Sohn, der ist ganz heilig u. gerecht, der hat fuͤr uns dem Gesetz genug gethan, anders nicht, als ob wir selbst das Gesetz gehalten: Und um desselbigen willen gefallen Gott auch unsere guten Werke, die 12 durch Gottes 4 Das andere Hauptstuͤck. Snade im Glauben thun, ihm zu seinem Lob und Ehren, und unserm Naͤchsten zu Dienst, ob schon Mangel an denselbigen ist. IA Das andere Hauptstuck. Von den Artikeln des christlichen Glaubens. Welches sind die Artikel des christlichen Glaubens? . Dieße sind ste: Der erste, von der Schoͤpfung. Der andere, von der Erloͤsung. Der dritte, von der Heiligung. Wie laͤutet der erste Artikel? Von der Schöpfung. ö Ich glaube an Gott, den Vater, allmaͤchtigen Schoͤ⸗ pfer Himmels und der Erden. 1 Was ist das? Ich glaube, daß mich Gott erschaffen hat, famt allen Creatut ren, mir Leib u. Seel, Augen, Ohren, und alle Glieder, Vernunft nu. alle Sinue gegeben hat, u. noch erhält, dazu Kleider u Schuh, Essen und Trinken, Haus u Hof, Weib u. Kind, Acker, Vieh, und alle Güter, mit allerley Nothdurft und Nahrung des Leibes und Lebens, reichlich und täglich versorget, wider alle Gefährlich⸗ keit beschützet und beschirmet, und vor allem Uebel behüter u. bes wahret, und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohne all mein Verdienst und Würdigkeit, deß alles ich ihm zu danken, und zu loben, und dafür zu dienen, und gehorsam zu seyn schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Wie lautet der andere Artikel? ö Von der Erloͤsung. Und ich glaube an Jesum Christum, seinen eingebohrnen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom heil. Geist; gebohren aus Maria der Jungfrau; gelitten unter Pontius Pilatus; gekreuziget, gestorben und begraben; niederge⸗ fahren zu der Hoͤlle; am dritten Tage auferstanden von den Todten; aufgefahren gen Himmel; sitzend zu der Rech⸗ ten Gottes, des allmaͤchtigen Vaters. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Christus wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit gebohren, und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria gebohren, mein Herr sey, der mich 17.0 verlohrnen und verdammten Menschen erlöset hat, er— —.. IAESANA 2 N SHSE 8 vorben und gewonnen, von allen Sünden, vom Tod, und von er Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern und ist. — ns. 2 rnen ;eist; ntius erge⸗ nden Rech⸗ en er dten. vom Rensch mich „ert d von yndern Das andere Hauptstuͤck. ö 5 mit seinem beiligen theuren Blut, und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich sein eigen sey, und in seinem Reich unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden von dem Tode, lebet und regieret in Ewig keit. Das ist gewißlich wahr. Wie lautet der dritte Artikel? Von der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geist; eine heilige ehristli⸗ che Kirche; die Gemeinschaft der Heiligen; Vergebung der Suͤnden; Auferstehung des Fleisches, und ein ewi⸗ ges Leben. Amen. Was ist das? Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn glauben, oder zu ihm kom⸗ men kann, sondern der heilige Geist hat mich durch das Evange⸗ lium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiliget und erhalten, gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden berufet, sammlet, erleuchtet, heiliget, und bey Jesu Christo erhält, im rechten einigen Glauben, in welcher Christen⸗ heit er mir und allen Glaubigen täglich alle Sünde reichlich vergiebt, und am jüngsten Tage mich und alle Todten auferwe⸗ cken wird, und mir samt allen Glaubigen in Christo Jesu, ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. 8 Wozu dienen uns die Artikel des christlichen Glaubens? Daß wir unsern Gott daraus erkennen lernen, wer er sey in seinem Wesen, und was sein gnaͤdiger Wille gegen uns sey. Wer ist nun Gott in seinem Wesen? Er ist Gott der Vater, Gott der Sohn, und Gott der hei⸗ lige Geist, drey unterschiedliche Personen, in einem einigen, ewigen, unzertrennlichen Wesen. Sind denn drey Goͤtter? ö Nein: Es ist nur ein einiger Gott, welcher sich in dreyen unterschiedlichen Personen geoffenbaret hat. Was ist der gnaͤdige Wille Gottes? Daß er uns will unsere Suͤnde vergeben, und mittheilen das ewige selige Leben. Wozu nuͤtzet uns die Erkenntniß des goͤttlichen Wesens und Willens? Daß wir daraus einen rechten Glauben erlangen, und durch den Glauben selig werden. 5 ö Welche unter den dreyen Personen ist Nensch worden? Die andere Person, nemlich; der ewige Sohn Gottes. Wer ist nun Christus oin alr in seiner Person? Er ist wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit gebohren, ** 6 Das andere Hauotstuͤck. und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria gehoß⸗ ren: Mein Herr.(Ooer kuͤrzer:) Er ist wahrhaftiger Gott uund Mensch. Oder: Gottes und Marien Sohn. Welches ist denn die groͤßte Wohlthat dieses deines Er⸗ loͤsers Jesu Christi? Er hat mich armen, verlohrnen und verdammten Menschen erloset, erworben und errettet von allen Suͤnden, vom Tod, und von der Gewalt des Teufels. Warum hat er dich erloͤset? und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit. Glaubest du auch, daß Christus dein Herr, bey seiner lie⸗ ben Rirche allhier auf Erden, und auch bey dir sey? Ja, mein lieber Herr Christus, wahrer Gott und Mensch, ein Herr uͤber alles, ist nach seiner Verheißung bey mir und allen seinen Glaubigen, der ist mein Herr und Koͤnig, welcher, wie er mich erloͤset hat, also schuͤtzet und schirmet er mich auch, und will zmwich endlich in sein herrliches Reich nach diesem Leben aufnehmen, Wodurch wirst du vor Gott gerecht und selig? Durch kein ander Werk als durch den ganzen allerheiligsten Ge⸗ ben u. darauf stehet all meines Herzens Vertrauen u. Zuversicht. Woher kommt die Bekehrung zu Gott und der Glaube ö an Jesum Christum? mir sie, durch sein heiliges Wort und Evangelium und die hei⸗ ligen Sacramente. ö Das dritte Hauptstück. Vom Gebet des HERR. Es lautet also: Vater unser, der du bist in dem Himmel. Was ist das? getrost, und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen, wie die lin⸗ ben Kinder ihren lieben Vater. ö Die erste Bitte. Geheiliget werde dein Name. was ist dass 4 Sottes Name ist zwar an ihm selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geheiliget werde. Wie geschieht das? Auf daß ich sein eigen sey, und in seinem Reich unter ihm lebe, höorsam meines Herrn und Erloͤsers Jesu Christi, und durch sein allerbitterstes Leiden und Sterben, das halt ich mit vestem Glau⸗ Es ist eine Gabe des heiligen Geistes, der wirket und gieht ö ö Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, Er sey unser rechter Vater, und wir seine rechte Kinder, auf daß wir 0 Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird, und Er sey aß wir hie lie⸗ bitten „ und Das dritte Hauptstuͤck. wir auch heilig/ als die Kinder Gottes, darnach leben. Das hilf uns, lieber Vater im Himmel. Wer aber anders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, der entheiliget unter uns den Ramen Gottes; davor behüte uns, lieber himmlischer Vater Die andere Bitte. Dein Reich komme. Was ist das? Gottes Reich kommt wohl ohne unser Gebet, von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. wie geschieht das?s Wenn der himmlische Vater uns seinen heiligen Geist giebt, dab wir seinem heiligen Wort, durch seine Gnade glauben, und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte. 5 Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Was ist das? ö Gottes guter gnädiger Wille geschieht wohl ohne unser Gebet, aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bey uns geschehe. Wie geschieht das? Wenn Gott allen bösen Rath und Willen bricht, und das hindert, was uns den Namen Gottes nicht heiligen, und sein Reich nicht kommen lassen will, als da ist des Teufels, der Welt, u. unsers Flei⸗ sches Wille, sondern stärket und behält uns vest in seinem Wort u. Glauben, bis an unser Ende. Das ist sein gnädiger u. guter Wille. Die vierte Bitte. ö Unser taͤglich Brod gieb uns heute. Was ist das? Gott giebt das tägliche Brod auch wohl ohne unsere Bitte, allen böfsen Menschen: Aber wir bitten in diesem Gebet, daß er uns solches erkennen lasse, damit wir mit Dank empfangen un⸗ ser täglich Brod. Was heißt denn taͤglich Brod? Alles, was zur Leibesnahrung u. Nothdurft gehört als Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Guth, sromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und gey⸗ treue Oberherren, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn, und desgleichen. Die fünfte Bitte. Und vergieb uns unsere Schuld, als auch wir verge· ben unsern Schuldigern. ö Was ist das? H. Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünde, und um derselben willen solche Bitt kommt, ein seliges Ende beschere, und mit Gnaden von diesem sichtdaren verheißenen Gnadenguͤter versiegelt und uͤbergiebt. 8 Das dritte Hauptstuͤck. ö ie nicht versagen, denn wir sind deß keines werth was wir dinen j70 bengch auch nicht verdienet, sondern er wolle uns aller aus Guu den geben, denn wir sündigen täglich viel, und verdienen wohl eh tel Strafe. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben, und gerne wohl thun denen, die sich an uns versündigen. Die sechste Bitte. Und fuͤhre uns nicht in Versuchung. Was ist das? Gott versucht zwar niemand, aber wir bitten in diesem Gehet, daß uns Gytt wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teu feell, die Welt, und unser eigen Fleisch nicht betrüge, noch verführe Iin Mißglauben, Berzwenlung und andere große Schand und Laster. Und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen, und den Sieg behalten. Die siebente Bitte. Sondern erloͤse uns von dem Uebel. Was ist das? ö Wiir bitten in diesem Gebet, als in einer Summa, daß uns der Vater im Himmel, von allerley Uebel, Leibes und der Seels, Guts und der Ehre, erlöse, und zuletzt wenn unser Stündlein Jammerthal zu sich nehme in den Himmel. Amen. Was heißt Amen? Daß ich soll gewiß seyn, solche Bitte sey dem Vater im Him ö mel angenehm und von ihm erhört; denn er selbst hat uns geboten also zu beten, und verheissen, daß er uns wolle erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, Ja, es soll also geschehen. wozu dienet uns das Gebet des Herrn? Daß wir erkennen alles, was zur Erhaltung dieses zeil lichen, und Erlangung des ewigen Lebens gehoͤret, koͤnne man nirgends anders woher haben, denn von Gott, und es derohah been von ihm mit glaubigem Herzen bitten und erlangen. Das vierte Hauptstück. Vom Sacrament der heiligen Taufe. Was sind die heiligen Sacramente? Es sind göttliche Handlungen, darinnen uns Gott mit sichthat ren Zeichen(oder in seinem Wort verfaßten Elementen) die un⸗ ö Wozu sind die Sacramente eingesetzt? Zur Bestaͤtigung unsers Glaubens an die goͤttliche Verheißung. wie viel sind Sacramente im neuen Testament? Zwey: die Taufe, und das Abendmahl des Herrn. .. Das vierte Hauptstuͤck. itten, Zum ersten: + God Was ist die Caufe? ö ohleeh Die Taufe ist eine goͤttliche Handlung, in welcher uns Gott, ö durchs Wasserbad und Wort unsere Suͤnde gnaͤbiglich um Jesu (Christi willen vergiebt, uns zu seinen Kindern annimmt, und uns zu Erben aller seiner himmlischen Guͤter machet. Oder: Die Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, sondern sie ist das Was⸗ ser in Gortes Gebot gefasset und mit Gottes Wort verbunden. Welches ist denn solch Wort Gottes? V Teul Da unser Herr Christus spricht, Matth. am letzten: Gehet führt bin in alle Welt, und lehret alle Voͤlker, und taufet sie im Namen Gottes des Vaters, und des Sohnes, und des doch heiligen Geistes. — Zum andern: was giebt oder nutzt die Taufe? Sie würket Vergebung der Sünden, erlöset vom Tod und Teufel, und giebt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten. uns Welches sind denn solche Worte und Verheißung Gottes? Stele, Da unser Herr Christus spricht, Marci am letzten: Wer da ndlein glaubet und getauft wird, der wird selig: wer aber nicht diesem glaubet der wird verdammt. ö Zum dritten: + wie kann Wasser solche große Dinge thun? Him Wasser thuts freylich nicht, sondern das Wort Gottes, so ebotn mit und bey dem Wasser ist, und der Glaube, der solchem Wort lmen, Gottes im Wasser trauet. Denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlecht Wasser, und keine Taufe; aber mit dem Wort Goties ist es eine Taufe, das ist, ein gnadenreiches Wasser des zeiy. Lebens, und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geist, wie e man Sanet Paulus sagt zum Tito im dritten Capitel: rohab Durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heili⸗ gen Geistes, welchen er uͤber uns reichlich durch Jesum Christum — unsern Heyland ausgegossen hat, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seyen des ewigen Lebens, nach der ‘e. Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. ö Zum vierten: chtba was bedeutet denn solch Wassertaufen? 5 Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue .„ und Buße soll ersäuft werden, und sterben mit allen Sün den und bösen Lüsten, und wiederum täglich heraus kommen, und ö auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinig⸗ ihung, keit vor Gott ewiglich lebe. 5 Wo stehet das geschrieben? St. Paulus an die Roͤmer am sechsten spricht: Wir sind samt„ 10 Das vierte Hauptstuͤck. Christo durch die Taufe begraben in den Tod, daß, gleichh Christus ist von den Todten auferwecket, durch die Herruchll des Vaters, also auch wir in einem neuen Leben wandeln sollih dure Wozu nutzet uns die Taufe? I1 Daß wir damit versichert werden, Gott habe uns zu seing Kindern angenommen, und wolle sich in allen Dingen als ei E gnaͤdiger Vater gegen uns erzeigen. vere im Warum sprichst du in der Auslegung des Catechismi: DI bun Taufe wuͤrket Vergebung der Suͤnden, erloͤset vom Cal Esse und Teufel, und giebt die ewige Seligkeit, so doch dens allein der Herr Christus solches gethan hat ꝰ sie Der Herr Christus hat uns dieses alles erworben in soh nem Leiden und Sterben, aber mit der heiligen Taufe hal 8 er es uns geschenket und zugeeignet. Zuc Das fünfte Hauptstück. ur Vom Abendmahl des HERRN/ a oder das vom Sacrament des Altars. Was ist das Abendmahl des Herrn? im Das Abendmahi des Herrn ist ein Sacrament oder eine gllh unst liche Handlung, bei welcher der Herr Christus selbst gegenwärni Tar ist, und uns mit Brod und Wein seinen wahren Leib und Blah en uͤbergiebt, zur gewissen Versicherung, daß wir Vergebung din geh Suͤnden haben, und mit ihm in Ewigkeit leben sollen. Was ist das Saerament des Altars? Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesu Chrish. unter dem Brod und Wein, uns Christen zu essen und zu tui ken, von Christo selbst eingesetzt. E Wo stehet das geschrieben? Ge So schreiben die heiligen Evangelisten und Apostel, Mhh thäus, Marcus, Lucas und Sanct Paulus: Unser Berr Jesus Christus, in der Nacht, da Er verrath ward/, nahm er das Brod, dankete, und brachs, und gabs s M nen Juͤngern, und sprach: Nehmet hin und esset das ist men e Leib, der fuͤr euch gegeben wird: solches ihut zu meinen Gedaͤchrniß. ö Desselbigen gleichen nahm Er auch den Relch, nach den Abendmahl, dankete, und gab ihnen den, und sprach: Neh met hin, und trinket alle daraus, dieser Relch ist das neul Testament in meinem Blut, das fuͤr euch und fuͤr viele ven x gossen wird, zur Vergebung der Suͤnden: Solches ihun, die swo oft ihrs trinket zu meinem Gedaͤchtniß. B. wWas nuͤtzet denn solch Essen und Crinken? nie Das zeigen uns diese Worte an:(Fuͤr euch gegeben i9 du Das fuͤnfte Hauptstüͤck. 11 eichnj Ifsen/ zur Vergebung der Sunden.) Nehmlich: daß uns lichth in Batlawen Vergebung der Sunden, Leben und Seligkeit sollu durch solche Worte gegehen wird: Denn wo Veugebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. seing wie kann leiblich Essen und Trinken solche große Din ge thun ⸗ Is h Essen und Trinken thuts freylich nicht, sondern die Worte, ö welche da stehen:(Juͤr euch gegeben und vergossen zur Verge⸗ i: Dibung der Sünden.) Diese Worte sind neben dein leiblichen n Cos Essen und Trinken das Hauptstück im Sacrament, und wer doch denselbigen Worten glaubet, der hat, was sie sagen, und wie sie lauten: Nemlich, Vergebung der Sünden. in soh wer empfangt denn solch Sacrament wuͤrdige ise hu. Fasten und leiblich sich bereiten, ist wohl eine feine äußerliche Zucht: Aber der ist recht würdig und wohl geschickt, der den — Glauben hat an diese Worte: Fuͤr euch gegeben und vergossen, zur Vergebung der Suͤnden. Wer aber diesen Worten nicht N, glaubet, oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt; denn das Wort: Fuͤr euch, erfordert eitel glaubige Herzen. Wozu ist nun das Abendmahl des Herrn nutz? Wir werden damit versichert, daß, ob wir gleich unsern Vater im Himmel erzuͤrnet haben, er uns doch solches verzeihen, und de 9lh unser gnädiger Vater seyn und bleiben will. Und ist also die wärtz. Taufe eine gewisse Versicherung, daß uns Gott zu Kindern an⸗ d Blah genommen hat; das Abendmahl aber, daß er uns unsern Un⸗ ing gin gehorsam nicht will entgelten lassen. 6 Was empfaͤngst du im heiligen Abendmahl⸗ ehrish Den wahren Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi, un⸗ „un ter dem Brod und Wein. ö u tui Warum gehest du zum Tisch des Herrn?* Daß ich meinen Glauben an den Herrn Christum, durch den Genuß seines Leibes u. Bluts staͤrke, u meine arme Seele troͤste. Mah Glaubest du und bekennest dieses alles von Herzen, was du von der christlichen Lehre jetzt gesagt hastr rathen Ja, Herr. abs seh Wilst du dich denn auch in den Gehorsam der christlichen Rirche st mein ergeben, und nach dem du glaubest und bekennest hinfort thun neinem und leben, und was du allhier verheissest und zusagest, thun und getreu halten? ch 11 Ja, Herr, durch die Gnade und Huͤlfe unsers Herrn Jesu Christi. Neb⸗ Von der Beichte. 6 net Was ist die Beicht? le ven Die Beichte begreift zwey Stuͤcke in sich: Eins, daß man Iihun, die Suͤnde bekenne: Das andere, daß man die Absolution oder Vergebung vom Beichtiger empfange, als von Gott selbst, und jä nicht daran zweifle, sondern vest glaube, die Sünden seyen da- n i) durch vergeben vor Gott im Himmel. ö 12 Von der Beichte. Weiche Suͤnden soll man denn beichten Vor Gort(soll nan all er Sünden sich schuldig geben, anch die wir niht Y N. erkennen, wie wir im Voter Unser thun. Aber bor dem Beichtiger solln Wa wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen Er Welches sind die? berge Da siebe deinen Stand n, nach den zeben Geboten: Ob du Vater, mutter, Scyhn, Tochter, Herr, Frau, Knecht oder Magd feyest? Ob du N ungehorsan/ untreu, unfleißig, zornia, unzüchtig, dähig gewesen bist? Oh der& du jemand Leyd gethan hast mit Worten oder Werten? Ob du gestoh und l len, versäu met, berwahrloset, oder sonsten Schaden gethan hast? Ein Menssch, wann er beichten will, soll also zum Beichtiger Wurdiger/ leher Herr, ich bitte Eud, Ior wollet memie eichrheren dey und mir die Vergebung meiner Sünden sprechen um Gottes willen. Zeber Wann idann der Beichriger ja gesagt har, so sagt er weiter alfo: un ch armer Sünder erkenne in meinem Herzen, und detenne mit meinem nahm Munde, daß ich nicht allein in Sünden empfangen und gebohren, rin ͤ sondern auch mit allerhand würklichen Sünden, bösen Gedanken, Wor; Zeben ten und Wer ken, Hott meinen Herrn gröblich erzürnt, und hierdurch zeirlicher und ewiger Straf schusdig worden bin. danke Solchet ist mir nun von Grund meines Herzens leyd, habe aber Zu darar flucht zu sein er Gnade u. Barmherzigkeit, und bitte ihn demüthig, daß 4900 er um des To des Jesu Christi, seines lieben Sohns und meines Erlo⸗ ches sers willen, nir meine Sünde verzeihen wolle. Damit ich aber der Vergebung derselben desto gewisser seyn, auch das hochwürdige Abendy ö mahl des Hevrn, morgen, geliebts Gott, desto freudiger empfangen 3 möge: So birte Euer Ehrwürden, Ihr wollet mir, dermög Eures h Di Antes, aus Gottes Wort Trost zusprechen, und die selige Absolution„Die meiner Sünden an Christi statt wiederfahren lasfen. Ich will ins darau künftige durch die Gnade Gottes und den Beystand des heiligen Geiß I stes mein Leben bessern und frömmer werden.* ö Eine kurze Beicht vor die Einfaͤltigen. ken, Wirise⸗ lieber Herr, Ich belenne Gort und Cuch, daß ich ein ay meine mer Zünder bin: Dann ich babe gesündiget wider Gort und mei. War— nen Nachsten. Bin auch sonsten in allen Gebolen Gottes siräflich. Das i Da mir nun von Herzen leyd Aber ich bitte um Gnade. Ich will mich beß für u ; sern, und mit der Hülfe Gortes frömmer werden. Und d nen g Besondere Fragstuͤcke durch D. M. Luthers, u für die, welche zum heil. Abendmahl gehen wollen. Di Glaubest du, daß du ein Suͤnder bist? Igeschr Ja ich glaube, ich bin ein Sünder. Wie weißt du das 2 Aus den zehen Geboten, die ich nicht gehalten habe. Tanerg Sind dir deine Suͤnden auch leyd ⸗ ihm Ja, es ist mir leyd, daß ich wider Gott gesündigt habe. Wa Was hast du mit deinen Suͤnden bey Gott verdient T. Seinen Zorn u. Ungnade, zeitlichen Tod, u. ewige Verdammniß, Röm. 6. Von Hoffest du auch selig zu werden: Ja, ich hoffe es. Len, Weß troͤstest du dich denn? Wae Meines lieben Herrn Cheisti. FTan *. Wer ist Christus? De 10 Gottes Sohn, wahrer Golt und Mensch⸗ Besondere Fragstuͤcke. 13 — Wie viel sind Goͤtter? ir nich L Nur einer, aber drey Personen/ Vater, Sohn und heiliger Geist. soln Was par denn Cyristus für dich gerhan, daß du dich sein trostest 2 olen Er ist für mich gestorben, und hat sein Blut am Ereutz für mich bergossen, zur Vergebung meiner Sünden. Ist der Vater auch fuͤr dich gestorben Obd Nein; Denn der Vater ist nur Gott, der beilige Geist auch: Aber 00 der Sohn ist wahrer Gort und wahrer Mensch für mich gestorben, eiob. und hat sein Blut am Ereutz für mich vergossen. 117 Wie weist du das— ö Aus dem heiligen Ebangelio und aus den Worten bom Sacrament, und beren. dey seinem Leib und Blut im Sacrament, welche mir zum Pfand ge⸗ geben. Wie lauten diese Worte? Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da Er verrathen ward 7 leinem nahm Er das Brod/ dankere, und brachs und gabs seinen Juͤngern/ ren, und sprach: Nehmet hin und esset das ist mein Leib, der fuͤr euch ge⸗ Wor⸗ geben wird: Solches thut zu meinem Gedaͤchtniß durch Desselbigen gleichen nahm er auch den Relch nach dem Abendmahl/ dankete, und gab ihnen den, und sprach: Nehmet hin, und trinket alle er Zu⸗ daraus, dieser Relch ist das Neue Testament in meinem Blur, das fuͤr daß euch und fuͤr viele vergossen wird, zur Vergebung der Suͤnden: Sol⸗ ches chur, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedaͤchtniß. 12.— So glaubest du, daß im Sacrament der wahre Leib und das bend 35 wahre Blut Christi sey? angen Ja, ich glaube es. Euxetz h Was bewegt dich das zu glanben? lution Die Worte Christi: Nehmet hin, esset/ das ist mein Lesb: Trinket alle Uins daraus, das ist mein Blut. Gei Was sollen wir thun/ wenn wir seinen Leib essen, und sein Blut Oeiß trinken, und das Pfand also nehmen? Wir sollen seinen Tod und sein Blutvergiessen verkündigen, und geden⸗ ken, wie er uns gelehret hat: Solches thut, so oft ihrs thut, zu mar meinem Gedachtniß. men Warum sollen wir seines Todes gedenken, und denselben verkuͤndigen ꝛ as ist„Daß wir lernen glauben, daß keine Creatur hat genug thun können ch beßß für unsere Sünden, als Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch? Und daß wir lernen erschrecken vor unsern Sünden, und dieselbige ler⸗ — nen groß achten, und uns seiner allein freuen und trösten, und also durch denselbigen Glauben selig werden. Was hat ihn dann bewegt/ fuͤr deine Suͤnde zu sterben und dafuͤr genug zu thun? Die grosse Liede zu seinem Vater, zu mir und andern Sündern, wie geschrieben stehet, Joh. 14. Röm. 5. Gal. 2. Ephes. 5. Cap. Warum wilst du zum Sacrament gehen?. Auf daß ich lerne glauden, daß Christus um meiner Sünden willen aus grosser Liebe gestorben sey, wie gesagt. Und darnach auch von ihm lerne Gott und meinen Nächsten lieben. Was soll einen Christen vermahnen und reitzen, das Sacrament des Alrars oft zu empfangen? Von Sottes wegen sollen ibn beyde, des Herrnehristi Gebot und Verheis⸗ sung, darnach auch seine eigene Noth, so ihm auf dem Halse liegt, antreis ben, um welcher willen solches Gedieten, Locken und Verheissung geschieht⸗ Was soll aber ein Mensch thun, wenn er solche Noth nicht fuͤhlen kann, oder keinen Hunger noch Durst zum Sacrament empfindet? Dem kann nicht besser gerathen werden, als daß er erstlich in feis m. 6. I4 Besondere Fragstuͤcke. nen Bufen greiffe/ und fühle, ob er auch Fleisch und Biut dade/ W⸗ laube doch der Schrift, was sie davon sagt, Gal. 5 Röm. 7. Zum andern, daß er um zich sehe, ob er auch noch in der Welt i% El und denke, daß es an Sün den und Noth nicht fehlen werde, wir il Schrift saat, Jeh 15 und 16. 1 Joh. 2. und 5. l Zum dritten, so wird er auch den Teufel um sich haden, der u 2 mit Lügen und Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich uü dem Zusserlich lassen wird, wie ihn die Schrift nennet Joh.§. 0 Petr. 5. Epb. 6. 2 Tim. 2. V ne morgense gen. IV spri Das walt Gort Pater, Sohn, und beiliger Geiß, Amen. berl ch danke dir, mein himmlischer Vater durch esum Christum, deing ieben Sohn unsern Herrn, daß du mich diese Nacht vor allem Sc ge den und Gefahr behütet hast: Und bitte dich, du wollest mich diesh + Tag auch behücen vor Sünden und allem uebel, auf daß dir all meiy sie ö Tbun und Lassen möge wohl gefallen: Denn ich befeble mich, men— Leib und Seel, und alles in deine Hände; dein heiliger Engel fey ul 4 mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde, Amen. ö 61 ů Abendsegen. Das walt Gott Bater, Sohn und beil. Geis,, hochgelobet in Ewig keit, Imen gut ch danke dir mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum dein ö lieben Sohn, unsern Herrn, daß du mich diesen Tag gnaͤdiglich We hütet hast: Und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, y ich unrecht gethan habe, und mich diese Nacht auch Paine Weh behiltn die Dann ich befehle mich, mein Leib und Seel, und alles in deine Hände; det Der ündr, Engel sey mit mir, daß der böse Feind keine Macht an ni 1 sie nde, Amen.. Geber vor dem Esse n..... ses Al Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre Go se zu seiner Zeit. Du thust deine milde Hand auf, und sättigst alles, was da lebet mit r Mares, seg Vater unser, ꝛc. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Gab, E die wir bon deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesun sond Christum ⸗ unsern Herrn, Amen. gebe Gebet nach dem Essen. So 8 anket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte wähnt Sch ewiglich, Der allem Fleisch seine Speise giebt, den jungen Au gebi ben, die ihn aurufen. Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosse., S uoch Gefallen an jemandes Beinen, der Herr hat Wohlgefallen an di, bet, nen, die ihn fürchten, und auf seine Güte warten. Vater; unser u alle⸗ ir danken dir, Herr Gott himmlischer Vater, durch Jesum 400 in a stum, unsern Herrn/ für alle deine Gaben und Wohlthalen ange der du ledest und regierest in Ewigkeit. Amen. HE Die Haus⸗Tafel. 9 Bischoͤffen Pfarryerren und Predigern. Win Bischosfen unste ich seyn„einen Weibes Mann, nüchtern, fh tig Ritig gastfrey, lehrhaftig, als ein Haushalter Gottes, nich Zin Weinsäuffer nicht häßig/ nicht unebrliche Handthierung treiben sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geidig, der seinem eigeng Hause wohl fürsehe, der gehorsame Kinder habe, mit aller Ehrdond J ein Neuling, der ol dem Wort halte, das gewiß ist,——0 der 5 e keit, nicht er. die veil kann, auf daß er mächtig sey zu ermahnen, durch die heilsame de Und zu strafen die Widersprecher, Tim. 25. b. a. Tit. 2/ 6. es s sand men Die Haustafel. ö 15 de/ Was die duhoͤrer ihren Lehrern und Seelsorgern zu thun schuldig sind 4 sset und trinket was sie haben, denn ein Arbeiter ist seines Lohns 6 10— E werth, Luc. 10. b. 7. 2 wie] Der Herr hat befoblen, daß die, so das Evangelium verkündigen, sollen sich bom Evangelio nähren, 1 Cor. 9. v. 3— der n Der unterrichret wird mit dem Wort, der theile mit allerley Gutes elich u. dem, i—— 6.0. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spot⸗ 1d 16, n, Gal. 6. v. 6. 7. + 1635 Aeltesten, die wohl fürstehen, die halte man zweifacher Ehren werth, sonderlich die da arbeiten im Wort und in der Lehre. Dennes spricht die Schrift: Du solst dem Ochsen, der da drischet, das Maul nicht u. verbinden, 1 Tim. 5. b. 1). 18. aus dem 5. B. Mos. am 35. v. 4. „dei, Wir bitten euch, lieben Brüder, daß ihr erkennet, die an euch ar⸗ m Sctl zeiten und euch fürstehen in dem Herrn, und euch bermahnen, habt ch diesth sie desto lieber um 5 Werks willen, und seyd friedsam mit ihnen, all mih 1 Thesfal. 5, 12. 18. , me Geßborchet euren Lehrern, und folget ihnen, denn sie wachen über sey ui eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür geben sollen, auf daß sie es mit Freuden thun, und nicht mit Seufzen, dann das ist euch nicht t Amen Zgut, Hebr. 26. v. 17. mdeun ö ů Von weltlicher Obrigkeit. iglich Sedermann sey unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. inde, u J Denn es ist keine Obrigleit ohne bon Gott. Wo aber Obrigkeit ist, behüten die ist von Gott geordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, de z des der widerstrebet Gottes Ordnung: Die aber widerstreben, werden uͤber an 6 sich ein Urtheil empfangen. Denn sie trägt das Schwerdt nicht umsonst, sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Bö⸗ ses thut, Röm. 18. b. 1. 2. 5. re Spis Von den Unterthanen. 0 sättigest G' dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist Matth. 22. b. 22. Gahen, So seyd nun aus Noth unterthan, nicht allein um d Der Strafe willen, Jesun sondern auch um des Gewissens willen. Deshalben müsfet ihr auch Steuer geben; dann sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermanu, was ihr schuldig seyd: Schoß, dem der waͤhnr Schoß gebührt, Zoll, dem der Zoll gebührt, Furcht, dem die Furcht gen Ru gebührt, Ehre, dem die Ehre gebührt, Röm. 18. b. 5. 6. Rossei, So ermahne ich nun, daß man für allen Dingen zuerst thue Bitte, Ge⸗ n an dii bet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die nige und für unser Y. alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges und stilies Leben führen mögen, m 0 in aller Bottseligkeit und Ehrbarkeit, denn solches ist gur, dazu auch Ithatens' angenehm vor Gott unserm Heiland, 2 Tim. 2. b. 1. 2. 8. Erinnere sie, daß sie den Fürsten und der Obrigkeit unterthan und gehorsam seyn, Tit. 8. v. A Seuyd unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sey dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als Ge⸗ ern/ fh0 sandten von ihm zur Rache über die Uebelthäter und zum Lobe der From⸗ es, nihh men, 1 Petr. 2, 13. 14. treiben 72 9 0 Den Ehe⸗Maͤnnern. Ehrbon Ib5 Männer wohnet bey euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem weiblichen, als dem schwächsten Werkzeug, seine Ehre, als Miterben ne Lahth der Gnade des Lebens, auf daß euer Gebet nicht verhindert w . erde etr. 5. v. 7. Und seyd nicht dibter gegen sie, Col. 5. v. 10. 4* 46.— ů Die Haustafel. Den Ehe⸗ Frauen. v—cͤ worden seyd, so ihr wohl thut, und nicht so Den Eltern. Herry, Eph. 6, 4. Den Kindern. Ehre Ba er und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheissung Den Rnechten Mägden, Taglöhnern und Arbeitern tern in Einfalti keit eures Herzens, als Christo. Nicht mit Dienst allein für Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte ö Christi. Daß ihr solchen Willen Gottes thut von Herzen mit gutem Wilh len. Lasser euch dünten, daß ihr dem Herrn dienet und nicht den Men⸗ schen, und wisset, was ein jeglicher Gutes thun wird, das wird er von dem Den Hausherren und Hausfrauen. und wisset, daß auch euer Herr im Himmel ist, und ist bey ihn kein Ansehen der Person, Ephes. 6. v. 9. ö Den Alten· ben, in der kiebe, in der Gedu than, auf daßnicht das Wort Gottes verlästert werde, Tit. 3. v. 1.. Der gemeinen Jugend. 54. Demuh, denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demi thigen Gon er Gnade. So demüthiget euch nun unter die gewaliigt Hand Gottes, daß er euch erhühe zu seiner Zeit, 1 Petr. 5. v. 5. 6. —— Den uson nccht Eins fromme christliche iaflt⸗ so sondern wie sie Got gefa allen Jungfrauen eine rechte Krone gewesen ist, gethan hat,) auf daß s nicht verändern oder verheyrathen. B. Mos. 22. v. 17. Den Wittwen Wee eine rochte Wittwe, und einsam ist, dis stellet ihre Hoffnung auf Gott, und bleibet im Gebet Tag und Nacht. Welche aber in Wollüsten lebet, die ist lebendig todt 1 Tim. 5. v. 5. 6. 2— Der Gemeine. Lie deinen Nächsten als dich selbst; in diesem Wort find alle Gebolk begriffen, Röm. 23, 9. Und haltet an mit Beten für alle Min⸗ schen, 1 Tim. 2, 2. 63 Ein jeder lern sein Kat N 5. C. es wohl im Haust stohn D Weiher seyen unterthan ihren Männern, als dem Herrn, wie Sar Abrabam g horsam war, und hieß 10 Herr, deren Töchter ihr chüchtern seyd, 1 Petr. 5,. r Väler, reitzet eure Kinder nicht zum Zorn, daß sie nicht scheu wen den, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung 1. ö Nr Br und Mucht enrenel ern in dem Herrn, dann das ist billig Ht: Auf daß dirs mohl gehe u. du lange lebest auf Erden, Eph 6 v. 1.2.J, 3. Knechte seyd gehorsam euren leiblichen Herren, mit Furcht und Zit Herrn empfangen, er sey ein Knecht oder ein Freyer, Ephes. G. v. 5. 6.J. O. u aber rede, wie es sich geziemet, nach der heilsamen Lehre zu den Alten, daß sie nüchtern ld. ehrbar, züchtig, gesund im Glau hr Jungen seyd den Alten unterthan, und beweiset darinnen e oll nicht sorgen, wie sie den Leuten, e,(wie Maria die Mutter Gottes welche heilig sey, devdes am Leibe und auch am Geist, 1 Cor. 7. b. 54. Und so sie Eltern oder Oberherren bat, soll sie sich ohne derselben Rat und Willen ö 4 hr Herren thut auch dasselbige gegen sie, und lasset das Drohen, 6 9 —— Den alten Weibern desselbigen gleichen, daß sie sich stellen, wie den Heih ligen geziemet, nicht Lästerinnen seyen, nicht Weinsäufferinnen, guß Lebrermen. Daß sie die junge Weiber lehren züchtig seyn, ihre Mäinnx lieben, sittig seyn, keusch, häuslich, ütig, ihren Männern unter * Ean ter ihr tr. 5, euN 14 n b¹. ö heissung D N— * * 4 en Heit*. 7 gutk, Ränner——* ö unters—.— 2 v. 1. 6.——————— ö Demil 2 0 waltigt E.