Neues Gesangbuch fuͤr die evangelisch⸗lutherischen Gemeinden in den kurfuͤrstlich⸗hessischen Landen. Druck und Verlag des reformirten Waisenhauses. Unw. Bioi. Slessen In halt. Erste Abtheilung. Lieder uͤber die christliche Glaubenslehre. 1. Enthält die Lieder von Gott, von Nr. 1— 10. 2. Von den Eigenschaften Gottes, Nr. 11— 30. a. Von der Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes, Nr. 11— 13. b. Von der Allwissenheit Gottes, Nr. 14. 15. Von der Weisheit Gottes, Nr. 16. 17. Von der Allmacht Gottes, Nr. 18. „Von der Allgegenwart Gottes, Nr. 19. „Von der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes, Nr. 20. 21. „Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottes, Nr. 22. 3. Von der Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes, Nr. 23— 29. i. Von der Geduld und Langmuth Gottes, Nr. 30. 3. Von der heiligen Dreieinigkeit, Nr. 31— 34. 4. Von der Schöpfung, Nr. 35— 39. 5. Von der Vorsehung Gottes, Nr. 40— 50. 6. Von den Engeln, Nr. 51— 53. 7. Von dem Menschen und seiner Bestimmung, Nr. 54— 60. 8. Von der Sünde und dem Verderben des Menschen, Nr. 61— 65. 9. Von der Erlösung des Menschen, Nr. 66— 72. 10. Von Christo, dem Erlöser, Nr. 73— 76. 11. Von der Menschwerdung und Geburt Christi, Nr. 77— 99. a. Advents-Lieder, Nr. 77— 81. b. Weihnachts⸗-Lieder, Nr. 82—93. c. Von der Erscheinung Christi, Nr. 94. 95. d. Auf die Darstellung Christi im Tempel, Nr. 96. 97. e. Am Tage Mariä Verkündigung, Nr. 98. f. Von dem Vorläuferamte Johannis, Nr. 99. 12. Vom Wandel Christi auf Erden, Nr. 100— 102. 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu, Nr. 103— 141. 34. Vorbereitung zur Betrachtung des Leidens Jesu, Nr. 103. 104. Dankbare Erwägung der Leiden Jesu, Nr. 105— 112. Kraft und Trost der Leiden Jesu, Nr. 113. 114. Gebät zu dem Versöhner, Nr. 115.— 118. Die Liebe Jesu in dem Werke der Erlösung, Nr. 119—122. Das Leiden Jesu am Oelberge, Nr. 123. 124. Gefangennehmung Jesu, Nr. 125. „Ueber die Verlassung Jesu von seinen Jüngern, 1* 126. +O S• +H E= Inhalt. 1. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gericht, Nr. 127— 129. 11. k. Das Leiden Jesu am Kreuz, Nr. 130—138 12. 1. Ueber die Wunder bei dem Tode Jesu, Nr. 139. m. Begräbniß Jesu, Nr. 140. 141. 13. I. Von der Auferstehung Jesu, Nr. 142— 156. 14. 15. Von der Himmelfahrt Jesu, und seinem Sitzen zur Rechten 15. ö Gottes, Nr. 157— 164 16. 16. Vom heiligen Geiste, Nr. 165— 181. 47. 17. Vom Worte Gottes, Nr. 182— 193. 18. a. Von den zehen Geboten 12.493. 8 Nr. 189. 190. 19 b. Vom Evangelio, Nr. 191— 1 18. Von der Taufe, Nr. 194.—108 a. Vor und bei derselben, Nr. 194— 197. 20. b. Nach derselben, Nr. 198. 21. 19. Vom heiligen Abendmahl, Nr. 199— 215. 22. a. Vor und bei demselben, Nr. 199— 211. b. Nach demselben, Nr. 212— 215. 2³— 20. von der christlichen Kirche, Nr. 216— 225. 2⁴. 21. Vom Tode, Nr. 226— 253. 23. 22. Von der Auferstehung der Todten, Nr. 254— 260. 26. 23. Vom jüngsten Gericht, Nr. 261— 267. 24. Von der Ewigkeit, Nr. 268— 275. 29. Zweite Abtheilung. ö Lieder uͤber die christliche Sittenlehre. ö 1. Von der Buße und Bekehrung, Nr. 276— 296. ö a. Ueberhaupt, Nr. 276— 294. b. An öffentlichen Bußtagen, Nr. 295. C. Nach geschehener Bekehrung, Nr. 296. 1 2. Vom Glauben und seinen nächsten Folgen, Nr. 297— 307. 3. Vom thätigen Christenthum überhaupt, Nr. 308— 323. 4. Von der Erkenntniß Gottes, Nr. 324— 327. 5. Von der Furcht Gottes, Nr. 328— 330. 6. Von der Liebe und Treue gegen Golt, Nr. 331— 333. 7. Von der Freude an Gott, Nr. 334— 336. 8. Vom Gehorsam gegen Gott, Nr. 337. 338. 9. Vom Vertrauen auf Gott und Ergebung in seinen Willen, Nr. 339— 354. 10. Vom Gebete, Nr. 355— 362. II„NXXO Inhalt. 11. Vom Lobe Gottes, Nr. 363— 370. 12. Von der Dankbarkeit gegen Gott, Nr. 371—381. 13. Von den Gesinnungen gegen den Erlöser, Nr. 382— 392. 14. Von der Selbsterkenntniß und Demuth, Nr. 393— 398. echten 15. Von der Selbstliebe, Nr. 399. 400. 16. Von der Sorge für die Seele, Nr. 401— 404. 17. Von der Sorge für den Leib, Nr. 405— 408. 18. Von der Arbeitsamkeit und Treue im Beruf, Nr. 409— 413. 19. Vom rechten Verhalten gegen die zeitlichen Güter, Reichthum, Ehre und dergleichen, Nr. 414— 417. 20. Vom rechten Gebrauch des Lebens, Nr. 418— 421. 21. Von der Zufriedenheit, Nr. 422— 426. 22. Von der Geduld, Nr. 427— 439. 23. Von der Liebe des Nächsten, Nr. 440— 445. 24. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit, Nr. 446. 447. „25. Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit, Nr. 448— 454. 26. Von der Dienstfertigkeit, Barmherzigkeit und Leutseligkeit, Nr. 455— 458. 27. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit, Nr. 459. 460. 28. Von der Freundschaft, Nr. 461. 462. 29. Von der Glückseligkeit wahrer Christen, Nr. 463— 472. Dritte Abtheilung. Lieder fuͤr besondere Zeiten, Staͤnde und Vorfalle. 7 1. Von dem öffentlichen Gottesdienst, Nr. 473— 483. a. Beim Anfange desselben, Nr. 473— 481. b. Beim Schlusse desselben, Nr. 482. 483. Von der Feier des Sonntags, Nr. 484— 487. Bei der Katechismus-Lehre, Nr. 488. 489. Bei der Confirmation junger Christen, Nr. 490. 491. „Für die Obrigkeiten und Unterthanen, Nr. 492— 494. „Bei Einführung eines neuen Predigers, Nr. 495. „Bei Einsegnung neuangehender Eheleute, Nr. 496. 497. Für Eltern und Kinder, Nr. 498— 501. 9. Für Herrschaften und Gesinde, Nr. 502. 503. llen, 9& II 55. 4 „ 20. 10. Für Alte, Jün 27. Bei Begräbnissen, Nr. 589. 590. In halt. Nr. 504— 508 1. Neujahrs⸗Lieder, Nr. 509— 514. 12. Von den vier Jahreszeiten, Nr. 515— 518. a. Vom Frühling, Nr. 515. b. Vom Sommer, Nr. 516. C. Vom Herbst, Nr. 517. d. Vom Winter, Nr. 518. 13. Morgenlieder, Nr. 519— 532. I. Abendlieder, Nr. 533— 542. 3. Abendlieder überhaupt, Nr. 533— 540. b. Abendlied am Sonntage, Nr. 541. c. Abendlied am Ende der Woche, Nr. 542. Bei Reisen, Nr. 543. 544. 4a. Vor der Reise, Nr 543. b. Nach glücklich vollbrachter Reise, Nr. 544. 16. Vor und bei der Erndte, Nr. 545— 551. Bei sparsamer Erndte, Nr. 551. 17. In allgemeiner Noth, Nr. 552— 554. 18. Witterungs⸗Lieder, Nr. 555— 558. a. Um Regen, Nr. 555. b. Nach erhaltenem Regen, Nr. 556. e. Um Sonnenschein, Nr. 557. d. Nach erlangtem Sonnenschein, Nr. 558. 19. Bei Feuersnöthen, Nr. 559. 560. à. Für Abgebrannte, Nr. 559. b. Nach der Feuersgefahr, Nr. 560. Beim Gewitter, Nr. 561— 563. Nach dem Gewitter, Nr. 563. 21. In Wassersnoth, Nr. 564. 565. Nach geendigter Wassersnoth, Nr. 565. 22. In Kriegszeiten, Nr. 566— 569. Nach erlangtem Frieden, Nr. 568. 569. 23. In Theurung, Nr. 570. 24. Bei gefährlichen Seuchen, Nr. 571. 25. In Krankheiten, Nr. 572— 581. Nach der Genesung, Nr. 581. 26. In Todesnöthen, Nr. 582— 587. Fürbitte für einen Sterbenden, Nr. 588. glinge, Jungfrauen, Witwen und 1) Von Gott. Mel. Nun danket alle gott ꝛc. 1 Arfoeht ies gott, Mit * ehrfuͤrcht stets zu nennen! Du bist unendlich mehr, Als wir begrei⸗ fen können: O flöße meinem geist Die tiefste demuth ein, Und laß mich stets vor dir Voll ehrerbietung seyn! 2. Du riefst dem, das nicht war, Um lust und seligkeiten Aufs mannigfal⸗ tigste Um dich her auszubreiten. Die liebe bist du selbst, Verstand und rath sind dein; Und du gebrauchst sie gern, Zu segnen, zu erfreun. 3. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein allmächtig: werde! Entstand dein großes werk, Der himmel und die erde. Mit deinem kräft'gen wort Trägst du die ganze welt, Und deine macht vollführt, Was uns unmöglich fällt. 4. Du bist der herren herr; Der erde majestäten Sind, höchster, vor dir staub; Auch geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, Des hoheit muß bestehn. 5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im fleisch dich sehen? Kein sterb⸗ lich auge reicht Bis zu den lichtes⸗ höhen, Von welchen du mit huld Auf deine schöpfung blickst, Und alles, was da lebt, Erfreuest und beglückst. 6. Ja, hier erkennen wir Dich nur sehr unvollkommen; Wird aber der⸗ maleinst Der vorhang weggenommen, Der dich, unendlicher, Noch unserm blick verschließt: Dann sehn wir heller ein, Wie berrlich du, gott, bist. 7. Indeß sey auch schon jetzt Dein ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein lob Von äußerst schwachen zun⸗ en! Dort soll, wann wir dereinst In lerhn licht dich sehn, Auch stärker unser lied Dich, großer gott, erhöhn. Mel. Sey lob und ehr' dem höchst. ꝛc. 2 Daurtant ihn anesrommen * Frohlockt ihm, alle frommen Wer ist ihm gleich? wer ist wie er, So herrlich, so vollkommen? Der herr ist groß! sein nam'ist groß! Er ist unend⸗ lich, grenzenlos Inseinem ganzen wesen. 2. Er ist und bleibet, wie er ist! Wer strebet nicht vergebens, Ihn aus⸗ zusprechen? wer ermißt Die dauer sei⸗ nes lebens; Wir menschen sind von gestern her; Eh noch die erde war, war er, Noch eher, als die himmel. 3. Des ew'gen thron umgiebt ein licht, Das ihn vor uns verhüllet. Ihn fassen alle himmel nicht, Die seine kraft erfüllet! Er bleibet ewig, wie er war, Verborgen und auch offenbar In seiner werke wundern. 4. Wir sind allein durch seine kraft Das, was wir sind und werden! Er kennet alles, was er schafft, Im him⸗ mel und auf erden. Bei ihm ist weis heit und verstand, Und kraft und stärkez seine hand Umspannet erd und himmel. 5. Ist er nicht nah? ist er nicht fern? Weiß er nicht aller wege?ꝰ Wo ist die nacht, da sich dem herrn Ein mensch verbergen möge? Umsonst hüllt ihr in finsterniß? Was ihr beginnt; er siehts gewiß, Er sieht es schon von ferne. 6. Wer schützt den weltbau ohne dich, O herr, vor seinem falle? Allgegen⸗ wärtig breitet sich Dein auffehn über alle? Du bist voll freundlichkeit, voll huld, Barmherzig, gnädig, voll geduld, Ein vater, ein verschoner. 7. Unstraflich bist du, beilig, gut, Und reiner, als die sonne. Wohl dem, der deinen willen thut; Denn du be⸗ lohnst mit wonne; Du hast unsterblich⸗ keit allein, Bist selig, wirst es ewig seyn. Hast freuden, gott, die fülle. 8 Erste Abtheilung. 8. Dir nur gebühret lob und dank, Anbetung, preis und ehre. Kommt, werdet gottes lobgesang, Ihr alle, seine heere! Der herr ist gott, und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, So herrlich, so vollkommen. Mel. Dreieinigkeit, der Gottheit ꝛc. oder: Eigene Melodie. 3 Een, gott, was reicht an * deine größe; Denk ich an dich, so findt sich meine blöße; Ich fühle,‚ herr, daß du unendlich bist, Und daß umschränkt mein forschend denken ist. 2. Du wohnst im licht, dazu kein mensch kann kommen: Was ists, das wir von deinem ruhm vernommen? Ach nur ein theil von deiner majestät, Die über alles dich, o Gott, erhöht. 3. Dein ew'ges seyn, dein ganz voll⸗ kommnes wesen; Das, was du wirkst, und was dein rath erlesen, Ist viel zu hoch für menschlichen verstand: Von engeln selbst wirst du nie ganz erkannt. 4. Wie sollt ich denn, ich staub, mich unterwinden Unendlicher, dich völlig zu ergründen; O mache mich von solchem dünkel frei, Daß mir dein wort des glaubens richtschnur sey. 5. Mein eigner geist kann sich leicht hintergehen; Dein wort ist wahr, es bleibet ewig stehen. Erforsch ich gleich dein göttlich wesen nicht: So gnüge mir davon dein unterricht. 6. Von dir, durch dich, zu dir sind alle dinge: Gieb, daß ich dir mich selbst zum opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die welt regierst: So sey mirs gnug, daß du mich selig führst. 7. Einst wirst du dich mir näher offen⸗ baren; Einst werd ich mehr von deinem rath erfahren: Wenn ich nur dem, was mich dein wort gelehrt, Geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit ehrfurcht vor dir wandle; In allem thun nach deinem willen handle; Zufrieden sey wie du mich hier regierst, Bis du mich einst zu deinem Himmel führst. 9. Dann werd' ich dich im hellern Lichte sehen, Und, froh in dir, dein ewig lob erhöhen: Herr! du bist groß und zeigst es mit der that, Unendlich groß an huld, an macht und rath. Mel. Christ, unser herr, zum ꝛc. 4 ott, mache du mich selbst * bereit, Vor deinen thron zu treten, Und deine große herrlichkeit Voll ehrfurcht anzubeten: Laß, herr, vor deinem angesicht Mein herz sich deiner freuen, und einen strahl von deinem licht Die finsterniß zerstreuen, Die mich hier noch umgiebet. 2. Du bist der herr, und keiner mehr; Nichts sind der heiden götter. Nur dir gebühret preis und ehr; Kein helfer noch erretter Ist außer dir: laß mich allein Auf dich, o herr, vertrauen, Mein ganzes leben dir nur weihn, Mein glück blos auf dich bauen, Und dich niemals verleugnen. 3. Du bist der höchstvollkommne geist, Der vater aller geister; Dich preiset, was vernünftig heißt, Als seinen herrn und meister: Laß meiner seele hohen werth Mich diese tugend lehren, Daß ich, wie es dein wort begehrt, Dich möge kindlich ehren, Im geist und in der Wahrheit. 4. Du bist, o gott, von ewigkeit, Und wirst allzeit bestehen; Es bleibet deine herrlichkeit, Wann himmel selbst vergehen. Laß von der erde eitlem Tand Mein herz sich stets erheben Zu meinem wahren vaterland, Und mich nach dem recht streben, Was ewig mich erfreuet. 5. O gott, was seyn wird, ist und war, Und was wir thun und dichten, Das ist dir alles offenbar; Du wirst einst alles richten. Laß mich dein helles auge scheun, Aufrichtig vor dir wan⸗ deln, Und, deines beifalls mich zu freun, Auch dann rechtschaffen han⸗ deln, Wann finsterniß mich decket. 6. Unendlich ist, herr, deine macht Zu retten, die dich lieben, Und wenn der frevler dich verlacht, Auch straf⸗ recht auszuüben: Gieb, daß mich dei⸗ ner allmacht schutz Stets, als ein schild bedecke; Mich auch nicht menschen⸗ grimm und trutz, Nur dein gericht erschrecke: Du strafest leib und seele. 7. Voll höchster weisheit bist du, gott! Kein mensch kann sie ergründen. Umringt uns allenthalben noth, Du, herr, weißt rath zu finden; Bewahre 1. Von Gott. 9 mich, daß ich mich nicht Mit bangen sorgen quäle. Gieb, daß ich dir mit zuversicht Mein wohl und weh befehle, Und kindlich auf dich traue. 8. Gott, du bist heilig und gerecht, Und kannst nichts böses leiden; Wer sagen will, er sey dein knecht, Muß jede sünde meiden: Gieb, daß ich mich der heiligkeit Mit rechtem ernst befleiße, Nachjage der rechtschaffenheit, Und deine wege preise, So wunderbar sie scheinen. 9. Du bist sehr gnädig, gott, und gut. Vergiebst die schuld dem sünder; Erbarmst dich, wie ein vater thut, Von herzen deiner kinder: Laß reichen trost, von deiner huld, In meine seele fließen; Und laß mich nach bereuter schuld Auch wieder ruh genießen, Und dann vorsichtig handeln. 10. Gott, dessen wahrheit stets be⸗ steht: Wohl denen, die dir gläuben! Wann erd und himmel einst vergeht, Wird dein wort ewig bleiben: Gieb, daß ich fürchte dein gericht, Und alles, was du dräuest; Auch hoffe, was dein wort verspricht, Daß du mirs gern verleihest: Wer hofft, wird nicht zu schanden. laufbahn eilet, Und wie durch beide tag und nacht der erde Regieret werde. 5. Was machts, daß diese ordnung stets vorhanden, Und unverrückt jahr⸗ tausende bestanden? Kannst du der gottheit daseyn, kraft uad wesen Nicht darin lesen? 6. Sieb, mensch, du edler unter krea⸗ turen! Sieh an dir selbst der gottheit klare spuren! Kannst du mit wahrheit dich verständig nennen, Und gott miß⸗ kennen? 7. O sünder! frag das nagende ge⸗ wissen: Ist denn ein gott? o fühl doch in den bissen, Die du empfindest, fühl bei böser sache Den Herrn der rache. 8. Doch nicht genug: es ist ein gott, zu sagen. Oft leugnets doch der mensch⸗ durch sein betragen, Wenn er, als wär⸗ kein gott, in sünden wandelt, Und gottlos handelt. 9. Du sagst: gott ist und kennt mein ganzes leben. Bist du ihm denn auch recht zum dienst ergeben? Ist dank und gegenliebe im gemüthe Für seine güte? 10. Im wohlstand trotzig, zaghaft in beschwerden, Vergötterst du oft dinge dieser erden, Machst gold zum trost, itlem 11. Gott, wenn ich dich so kenn' und hältst fleisch für deinen retter; Elende 1Zu ehr', Dein wort zum grunde setze: Er⸗götter! mich freu' ich mich darüber mehr, Als über 11. O hilf uns, gott, doch deinen ewig alle schätze; Bis ich dort dich, meinheil'gen willen Mit redlichkeit und her⸗ heil und licht! Vollkommener erkenne,‚ zenskust erfüllen; Sonst werden wir, und Von angesicht zu angesicht Dich schaue, beim ruhm des glaubens lügen, Uns virst dich erkenne, Und unaufhörlich lobe.] selbst betrügen. 15 vir zlichster fesu, w 12. Laß uns dein wort den weg der elles 91 Eder;Siene Meip. wahrheit lehren, Uns zeigen, wie wir dan⸗ 5 CIst auch ein gott? wer darf dich stets recht verehren, Bis du uns zu 10. noch also fragen? Hört man einst zum himmel wirst erheben, Bei an⸗ nicht laute stimmen, die es sagen? Es dir zu leben. t. zeigen schrift, vernunft und kreaturen, Mel. Wach' auf, mein herz ꝛe. acht Der gottheit spuren! 6 O gott, aus deinen werken enn 2. Sieh um dich her, sieh himmel,* Kann ich dein daseyn mer⸗ raf⸗ länder, meere; Sieh der geschöpfe un⸗ ken; In allen kreaturen Find ich der dei⸗ zählbare heere! Schließ von dem bau gottheit spuren. hild und vom verstand der geister, Auf 2. Das große weltgebäude, Dein en⸗ ihren meister. ruhm und meine freude, Ruft in viel icht 3. O! sieh hinauf zu den gestirnten tausend ehören: Gott ist, gott mußt ele. höhen, Wo welten sich in ihren kreisen du ehren! du, drehen, Und von der bahn, ihr jahrs⸗ 3. Wer sprach es, daß die erde, Und den. ziel zu erreichen, Kein haarbreit weichen. daß der himmel werde? Wer sprach es, Du, 4. Sieh, wie die sonne jahr und tage daß im meere Des wassers sammlung ihr.—theilet, Wie auch der mond durch seine wäre? 10 Erste Abtheilung. 4. Wer ließ in jenen höhen Das sternenheer entstehen? Wer hieß des bonners brüllen Die welt mit furcht erfüllen? 5. Du hists, gott! deine werke Er⸗ zählen deine stärke Und deine weise güte Dem achtsamen gemüthe. 6. Das würmchen in dem staube, Die bunte raup' am laube, Das gras, die schlanken halmen, Sind deines ruhmes psalmen. 7. Herr, du bist hoch erhoben, Und ewig hoch zu loben, Wenn auch der sün⸗ der rotten Dich leugnen und verspotten. 8. Laß alle, die dich kennen Und dich mit ehrfurcht nennen, Und die dir fest vertrauen, Dein gnädig antlitz schauen. Mel. Aus meines herzens grunde. chwingt, heilige gedanken, 9. S Euch von der erde los! Gott, frei von allen schranken, Ist unaussprechlich groß. Er ist ein geist! lobsingt Vor seinem angesichte! Gott wohnt in einem lichte, Zu dem kein auge dringt. 2. Kein mensch kann ihn erreichen, Kein endlicher verstand. Wer darf sich ihm vergleichen? Wer hat ihn ganz erkannt? Macht euch von ihm kein bild! Wer kann den höchsten sehen, Ob er gleich alle höhen Und jede tief erfüllt? 3. Die sonn' in hoher ferne Mag strahlenreicher glühn; Glänzt heller noch, ihr sterne! Was seyd ihr gegen ihn? Ihr seyd mit eurer pracht, In eurem schönsten lichte, Vor seinem an⸗ gesichte Noch dunkler, als die nacht. 4. Wie sollen wir dich nennen, Dich, schöpfer der natur? Was wissen wir? wir kennen Nicht halb die kreatur, Die du hervorgebracht? Und du bist doch viel größer Und unaussprechlich besser, Als werke deiner macht. 5. Von dir strömt alles leben; Du bist der reinste geist; Hast alle kraft gegeben Dem engel, der dich preißt. Zu deines namens ehr' Ertönen lobge⸗ sänge In seiner brüder menge, Im ganzen himmelsheer. 6. Stimm in der engel chöre, O! meine seele, auch; Sey voll von seiner ehre, Du seines odems hauch! Dies, dies ist dein beruf. Auf! widme deine kräfte Dem würdigsten geschäfte, Wozu dich gott erschuf. 7. Im geiste bet ihn, seele, Bet ihn in wahrheit an! Liebst du des herrn befehle, Wie selig bist du dann! Er hat unsterblichkeit, Und seligkeit und leben: Das alles will er geben Dem, der sich ganz ihm weiht! Mel. Mein gott, das herz ich br. ꝛc. oder: Nun danket all', und bringet ꝛc. 8 Sing unserm gott ein frohes * lied! Er ist's und keiner mehr. Groß, unaussprechlich groß ist er, Der weltkreis sein gebiet. 2. Groß ist sein nam! er will und sprichts: Da steht voll herrlichkeit, Der welten meng; und er gebeut;z Sie fallen in ihr nichts. 3. Licht ist sein kleid: unendlich reich, Ein meer voll seligkeit; Von ewigkeit zu ewigkeit Ist er; wer ist ihm gleich? 4. Er überschaut, was ist und war Im himmel, erd und meer, Und sei⸗ ner werke zahllos heer Bleibt vor ihm offenbar. 5. Dess' freuet euch! die lieb ist gott, Das beste seine wahl; Groß seine tha⸗ ten allzumal Und heilvoll sein gebot. 6. Gerechtigkeit und wahrheit ist Die feste seines throns. Lobt ihn, der auch des erdensohns, Des menschen, nicht vergißt. 7. Er kennet uns; er ist mir nah, Im Abgrund, in der höh, Wohin ich fliehe, oder geh, Ist er doch immer da. 8. Er ist um mich, vernimmt mein flehn, Schafft meiner serle ruh, Siehts, wann ich fehl und gutes thu Und eilt, mir beizustehn. 9. Er wog mir seine gaben dar, Schrieb auf sein buch auch mich Und meiner tage zahl, da ich Noch unbereitet war. 10. Ihm dank ich alles; nichts ist mein, Das gott nicht angehört. Herr, deine huld, die ewig währt, Soll stets mein loblied seyn. 11. Wer fasset deiner wunder pracht, Die da sind, wenn du rufst? Ein jeder staub, den du erschufst, Verkündigt deine macht. 1. Von Gott. 11 12. Hell strahlet aus dem kleinsten halm, Gott, deine weisheit her, Und au und hügel, luft und meer Sind deiner ehre psalm. 13. Frohlockend preiset dich das land, Das deine milde tränkt! Und korn und wein und freud empfängt Der mensch aus deiner hand. 14. Herr, ohne deinen willen fällt Kein sperling bin, und ich, Ich freute nicht des trostes mich, Daß deine huld mich hält? 15. Ich fürchte, bleibest du mein schutz, Gefahr und schrecken nicht, Und biete voller zuversicht Der ganzen hölle trutz. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott? wer ꝛe. ann ich, gott, meinen geist 9. Wẽĩ zu dir erhebe, Dich suche, dich zu finden mich bestrebe: So mußt du selbst, recht groß von dir zu den⸗ ken, Die kraft mir schenken. 2. Was ist im himmel, höchster, was auf erden, Das so, wie du, ver⸗ dient, erkannt zu werden? Welch wis— sen ist wohl herrlicher zu nennen, Als dich erkennen? 3. Dich suchen, ist die herrlichste der sorgen; Zwar bist du unerforschlich und verborgenz Doch willst du, wenn wir nur dein licht nicht hassen, Dich finden lassen. 4. Mit lauter stimme lehren deine werke Uns deine weisheit, deine güt und stärke; Auch hast du selbst, sey hoch dafür gepriesen! Uns unterwiesen. 5. Und immer mehr willst du dich offenbaren, Wenn, was du lehrst, wir nur getreu bewahren; Wenn wir, was deine lehren wirken sollen, Uns bessern wollen. 6. Ach, möcht ich, gott, aus allen meinen kräften Dich suchen; auch bei sorgen und geschäften, Mein herz, zu dir mich leichter aufzuschwingen, Zur andacht bringen! 7. Drum führe durch dein wort doch meine seele, Daß sie den weg zum lichte nicht verfehle; Gieb mir weil ihre kräfte leicht ermüden; Ernst, lust und frieden. 8. Dann werd ich immer besser dich erkennen, Und täglich mehr von deiner lieb entbrennen, Dir gern gehorchen, kben. dich erheben, Und, gott, dir eben. Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛe. 10 Wẽ' dem, der leugnet, daß * gott ist! Sein armes menschenleben ist Ihm leer von edler freude. Sein wilder, lasterhafter blick Sehnt sich umsonst nach wahrem glück, Umsonst nach trost im leide. Die lust zu guten thaten flieht Vor ihm, der seinen gott nicht sieht. Nie fühlet sich sein herz erfreut Von wonne der un⸗ sterblichkeit. Gott, unser gott! wie jammervoll, wie fürchterlich Wird un⸗ ser leben ohne dich! 2. Wenn du nicht bist, wer trägt und hält, Und wer regieret dann die welt? Wer sorgt auch für mein leben? Wem danke ich mein leben dann? Wer nimmt bis jetzt sich meiner an? Wem kann ich mich ergeben? Verhängniß oder ungefähr Wär dann mein gott: und arm ist der; Dann wär vernunft und freiheit, spott; Und schreckenvoll wär mir der tod! Gott, wahrer gott! Wie graunvoll wird mir deine welt, Wenn nicht dein arm sie führt und hält. 3. Kann ohne dich ein glück erfreun, Für mich ein guth auf erden seyn, Und kann ichs froh genießen? Was hilft mir freiheit und verstand, Was jede wohlthat deiner hand, Was nützt ein gut gewissen? Bist du nicht, so erfrenn sie nie; Ein traum ist ihre lust, wie sie. Die erd ist finsterniß; kein licht Strahlt her von deinem angesicht. Kein schutz ist da! Auf tugend wartet dort kein lohn; Und hier folgt ihr oft schmach und hohn. 4. Nein! eh ich zweifle, daß du seyst, Unwandelbarer ew'ger geist, Mag mich die welt verspotten! Laut will ich zeugen, daß du bist, Daß es ein schnöder frevel ist, Dich fühlen und dich spotten! Mein geist und leib freut sich in dir; Du ewiger, weich nicht von mir! Was sind die leiden dieser zeit Dem, der sich seines gottes freut? Dort im gericht, Wenn erd und himmel untergehn, Wird dich der got⸗ tesleugner sehn. 12 Erste Abtheilung. 2) Von den Eigenschaften Gottes. a. Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes. Mel. Liebster jesu, wir sind hier. 11 Ge du bist von ewigkeit! * Deine majestät und größe Mehrt und mindert keine zeit: Gieb, daß ich nie das vergesse, Nie auf krea⸗ turen baue, Sondern dir allein vertraue. 2. Ewig und unwandelbar Ist dein grenzenloses wissen. Was dir einmal wahrheit war. Wirds auch ewig bleiben müssen. Nie kanns deiner weisheit feh⸗ len, Nur das beßte zu erwählen. 3. Du bist nicht, wie menschen sind, Daß dich etwas reuen sollte! Bleibest immer gleich gesinnt, Und was je dein rathschluß wollte, Weiß dein mächtiges regieren Herrlich auch hinauszuführen. 4. Sünden bist du ewig feind! Wehe denen, die sie lieben! Ewig bleibst du derer freund, Die, was recht und gut ist, üben. Lehre mich in allen dingen Deinen willen treu vollbringen. 5. Immer ist dirs eine luͤst, Men⸗ schenkinder zu beglücken. Wohl dem, der sich auch mit lust Lernt in deine ordnung schicken. Der, der geht auf sichern wegen Deinen segnungen entgegen. 6. Deine worte trügen nicht, Du du bist der ewig treue, Der das hält, was er verspricht: Gieb, daß ich mich dessen freue, Und mich, bis ich einst erkalte, Fest an deine wahrheit halte. 7. Mag doch dann die welt vergehn, Mag mich alles doch verlassen: Du, du bleibst mir ewig stehn. Deine huld wird mich umfassen, Wenn ich einst von hin⸗ nen scheide. Ewig bist du meine freude. Mel. Dreieinigkeit, der gottheit ꝛe. oder: Erhabner gott, was ꝛe. 12 Hen gott, du bist die zu⸗ — flucht aller zeiten: Denn du bist gott in allen ewigkeiten; Du warst es schon, eh erd und himmel ward, Eh du dich noch uns hast geoffenbart. 2. Was bin ich, herr, was alle men⸗ schenkinder? Staub ist vor dir der hei⸗ lige, der sünder. Wie schnell enteilt dies leben doch von mir! Du, höchster! du nur bleibest für und für. 3. Du hast vorhin die erde zubereitet; Dein arm hat, gott, den himmel aus⸗ gebreitet; Doch sie vergehn, veralten wie ein kleid; Du aber daurst in alle ewigkeit. 4. Das ist der trost, die hoffnung aller frommen: Du schützest sie und läßst sie nicht umkommen. Ihr redlich herz kann sich stets deiner freun. Du bleibst ihr gott, und sie sind ewig dein. 5. Das sey mein trost in allen trüben stunden: Vom tode selbst werd ich nicht überwunden. Nicht er, nur sünd trennt mich, o gott, von dir, Du bleibst mein trost, mein heil, auch ewig mir. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛe. 13 Unuichlient den keine zeit * Umschließt mit ihren schran⸗ ken! Beim anblick deiner ewigkeit Ver⸗ gehn mir die gedanken. Ich sinne nach bewundrungsvoll, Und weiß nicht wie ichs fassen soll: Du bist und bleibestewig. 2. Noch ward von keiner sonne licht Durch eine welt verbreitet; Die himmel jauchzten dir noch nicht, Durch deine macht bereitet; Noch war kein land, noch strömt kein meer An hoher berge gründen her: Du aber warst schon ewig! 3. Von ewigkeit her sahest du Die künftge welt entstehen, Und maßest ihre zeit ihr zu, Und sahst sie untergehen. Vom engel bis zum wurm herab Wogst jedem du sein schicksal ab Und nanntest ihn mit namen. 4. Längst steht nun deine schöpfun da, Von dir bisher erhalten. Ein kommt sie ihrem ende nah; Sie eilet zu veralten. Denn ihrer jahre werden viel, Und du bestimmtest ihr ein ziel, Mit weisheit und mit güte. 5. Kaum eine stund ist es vor dir Vom anfang bis zum ende. Kaum augenblicke leben wir, Die werke dei⸗ ner hände. Niemals nimmt, gott, dein alter zu: In aller ewigkeit wirst du Derselbe seyn und bleibes. 6. Ja, du bist ewig, stirbest nie, Bleibst ewig meiner seele Der fels, Vogst nntest fun Ein eilet erden ziel, rdir daum e dei⸗ dein st du nie, fels, 2. Von den Eigenschaften Gottes. 13 den sterbend ich für sie Zur sichern] deinem heil, Gott, deinen wahren freun⸗ zuflucht wähle. Denn deine gnad und den theil: Auch mir gewiß mit ihnen! wahrheit ist So ewig als du selber bist: 9. Einst fallen erd und himmel hin Heil mir, daß ich dir traue! An deinem weltgerichte: Dann dank 7. Mein leib ist sterblich, nicht mein ichs dir, daß ich noch bin, Und wohn geist, Den will ich dir vertrauen: Dein in deinem lichte. Dann werd ich ewig, wort, das wahrheit ist, verbeißt, Er ewig seyn, Mich ewig deiner gnade soll dein antlitz schauen. Mein fleisch freun, Und meiner seligkeiten. ruht auch nur kurze zeit: Am erntetag 10. Der seligen unsterblichkeit, Die der ewigkeit Wirst du es auferwecken. du mir dort willst schenken, Laß mich in 8. Wenn alles um mich her vergeht, dieser kurzen zeit, O gott, mit ernst be⸗ Soll ich doch nicht vergehen; Vor dei⸗ denken! Sie sey mein trost, mein höch⸗ nem thron, der ewig steht, Soll ich stes gut, Sie stärke mich mit kraft und auch ewig stehen. Du giebst an allem muth; Gerecht vor dir zu leben! b. Allwissenheit Gottes. Mel. Christ, unser herr, zum jordan ꝛe. 14 Aeim De vollkommner — geist! Deß auge alles sie⸗ het, Was nacht und abgrund in sich schleußt, Unb dem sich nüchts entziehet: Es kann vor deinem hellen licht Sich kein geschöpf verstecken. Was in der finsterniß geschicht, Das weißt du auf⸗ zudecken, Und vor gericht zu bringen. 2. Selbst die gedanken kennest du, Eh' sie in mir entstehen, Und was ich wünsche, rede, thu, Das kann dein auge sehen, Vor dir ist alles offenbar! Duprü⸗ fest herz und nieren, Und alle gründe siehst du klar, Die unser thun regieren; Nichts bleibt vor dir verborgen. 3. Was deiner freunde herz begehrt, Das weißt du, eh' sie beten, Ihr seuf⸗ zen wird von dir erhört, Eh sie noch vor dich treten. Was deiner feinde rath beschließt, Das ist dir unverborgen; Dir, der du ihren anschlag siehst, Als wie den lichten morgen, Den keine schatten decken. 4. Was nach verfließung vieler zeit, Noch künftig wird geschehen, Das sieht dein auge allbereit Als gegenwär⸗ tig stehen. Dir stellt sich alles deutlich dar, Das, was erst noch soll werden, Und was nun ist, und was einst war Im himmel und auf erden. Wer sollte dich nicht fürchten. 5. Bleibt gleich vor menschen man⸗ ches noch In dieser welt verschwiegen: So wird dein Auge künftig doch Die finsterniß besiegen. Dein unpartheiisches gericht Wird alles einst entdecken, Was im verborgnen jetzt geschicht, Und schande, furcht und schrecken Wird dann die heuchler treffen. 6. Laß mich, o höchste majestät! Dein helles auge scheuen. Das nie ein heuchler hintergeht Mit falschen schmei⸗ cheleien. Durchdringe kräftig seel und geist Mit deinen heitern blicken. Laß, was geheime schande heißt, Sammt allen bösen tücken, Mich stets sorgfäl⸗ tig meiden. Mel. O gott, du frommer gott. 1 X err, du erforschest mich, D. Dir bin ich unverborgenz Du kennst mein ganzes thun Und alle meine sorgen; Was meine seele denkt, War dir bereits bekannt, Eh der ge⸗ danke noch In meiner seel' entstand. 2. Nie spricht mein mund ein wort, Das du, o herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu; Du ordnest, du beschließest, Was mir begegnen soll. Erstaunt seh ich auf dich; Wie groß ist dein verstand! Wie wunderbar für mich! 3. Wohin, wohin soll ich Vor dei⸗ nem geiste fliehen? Wo könnt' ich je⸗ mals wohl Mich deinem aug entziehen? Führ ich gen Himmel auf; So bist du, höchster, da; Führ ich zur tief hinab, Auch hier bist du mir nah. 4. Nähm' ich auch, schnell zu fliehn, Die fittige vom morgen; Selbst an⸗ dem fernsten meer Blieb ich dir nicht verborgen: Auch da umschlösse mich 1⁴ Erste Abtheilung. Doch deine allmachtshand; Denn du bist überall, Und dein ist jedes land. 5. Wollt ich in finsterniß Mich dei⸗ nem aug' entziehen, So sucht ich doch umsonst, Auch da dir zu entfliehen; Die dickste finsterniß Ist vor dir helles licht; Die nacht glänzt, wie der tag, Vor deinem angesicht. 6. Du warst schon über mir In meiner mutter leibe; Du bildetest mein herz, Gott, daß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du Mich wunderbar gemacht, Und meiner, eh ich war, Schon päterlich gedacht. 7. Du kanntest mein gebein, Eh ich ans licht gekommen, da ich im dunkeln erst Die bildung angenommen, Dein auge sah mich schon, Eh' ich bereitet Har, Und meiner tage lauf War dir schon offenbar. 8. Was für erkenntnisse, Für köst⸗ liche gedanken! Unzählbar sind sie mir; Denn sie sind ohne schranken. Mit ehr⸗ furcht will ich stets Auf dich, mein schöpfer, sehn, Dir folgen und dein lob, So gut ich kann, erhöhn. 9. Erforsche mich, mein gott, Und prüfe, wie ichs meine; Ob ich der wirklich bin, Der ich zu seyn mir scheine. Sieh, ob mein fuß vielleicht Sich einem irrweg naht, Und halte mich zurück Auf ebnem sichern pfad. c. Weisheit Gottes. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Eigene Melodie. u weiser schöpfer aller 16. D dinge, Der alles weiß, erkennt, versteht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, Das nicht nach deiner ordnung geht! Sie ists, die deine große welt In ihrer daur und pracht erhält. 2. Die vielen wundervollen werke, Was unsern augen sern und nah, Steht alles, wie durch deine stärke, So auch durch deine weisheit da. Unendlich, herr, ist dein verstand; Der ganze weltbau machts bekannt. 3. Mit eben diesen meisterhänden, Mit welchen du die welt gemacht, Re⸗ gierst du auch an allen enden, Was du höchst frei hervorgebracht; Du brauchst, o unerschaffnes licht! Der menschen rath und beistand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenom⸗ men, Krönt auch, so bald du willst, die that: Wenn tausend hindernisse kom⸗ men, So triumphirt dein hoher rath. Den besten zweck wählt dein verstand: Die mittel stehn in deiner hand. 5. Die menge so verschiedner willen, Wo jeder seinen weg erwählt, Muß doch den deinen blos erfüllen, Der seines zie⸗ les nie verfehlt, Und aller feinde stolzen wahn, Als unvernunft beschämen kann. 6. O weisheit! decke meiner seele Des eigendünkels thorheit auf, Damit sie dich zum führer wähle In dieses lebens ganzem lauf. Ich weiß den weg zur wohlfahrt nicht: Drum leite mich dein sichres licht. 7. Du hastemich durch mein ganzes leben Bisher aufs weiseste geführt. Ja, dir muß ich die ehre geben, Daß du aufs beste mich regiert: O leite mich durch welt und zeit Hinüber in die ewigkeit. Mel. Gott des himmels und der ꝛc. 17 UR sey mir im⸗ * mer Meines gottes weg und rath, Und die nacht sey ohne schimmer, Die mich hier umschattet hat; Doch ist alles, was er thut, Wie's auch scheine, weis' und gut. 2. Sollt ich das von gott nur lo⸗ ben, Wo ich rath und weisheit seh? Ists nicht ein geschenk von oben, Wenn ich seinen weg versteh? Frevelt der nicht, welcher klagt, Daß ihm gott mehr licht versagt? 3. Soll ein vater unterlassen, Was dem kinde thorheit ist? Kühner tad⸗ ler! engel fassen Das, wo du im dunkeln bist: Hier sollst du dem herrn vertraun; noch nicht schaun. 4. Sollt er zu regiererinnen Seiner werke, seiner welt, Meine lüste setzen? sinnen, Ordnen, thun, was mir ge⸗ fällt?ꝰ Wohl uns, wenn er nie gewährt, Was ein thöricht herz begehrt! Und nur glauben, 5. Hier in meinem pilgerstande Sey mein theil zufriedenheit! Dort in meinem vaterlande Wohnt die wahre seligkeit. Führt mein gang zum himmel ein, Mag er immer dunkel seyn. 2. Von den Eigenschaften Gottes. 1⁵ 6. Darum auch auf rauhen wegen, Christenseele, klage nicht: Was hier schmerzet, wird dort segen, Was hier nacht ist, wird dort licht; Und ich faß erst gottes sinn, Wann ich ganz vollendet bin. Mel. Machs mit mir, gott, nach ꝛe. 18 H deine allmacht reicht * so weit, Als selbst dein wesen reichet. Nichts ist, das deiner herrlichkeit, Und deinen thaten gleichet. Es ist kein ding so groß und schwer, Das dir zu thun unmöglich wär. 2. Du sprichst, und auf dein mächtigs wort Fällt alles dir zu füßen. Du führest deinen anschlag fort Bei allen binder⸗ nissen. Du winkst, so stehet plötzlich da, Was vorher noch kein auge sah. 3. Du hast dein großes schöpfungs⸗ werk Allmächtig ausgeführet. Es bleibet stets dein augenmerk, Und wird durch dich regieret. Noch im-⸗ merhin besteht die welt, Weil dein allmächtig wort sie hält. d. Allmacht Gottes. 4. Die menge vieler wunder zeigt, Daß, schöpfer! dein vermögen Weit über die gesetze steigt, Die die natur bewegen. Du bleibst ihr herr, und ihren lauf Hebst du nach weiser willkühr auf. Was für ein wunder deiner macht Wird unser aug einst sehen, Wann nach der langen grabesnacht Die todten auferstehen! Wann du von unserm staub den rest Zu neuen körpern werden läßt. 6. Ach zünd in mir den glauben an, Der sich auf dich verlasse. Ist etwas, das ich fürchten kann, Wenn ich dich, herr! umfasse? Gieb, daß ich traue deiner kraft, Die alles kann, und alles schafft. e. Allgegenwart Gottes. In voriger Melodie. 19 Di bist, o unermeßlicher, — Und wirkst an allen enden! Ich bin, wo ich auch bin, o herr, In deinen vaterhänden! Ich leb und athme nur durch dich; Du trägst, du unterstützest mich. 2. Was je mein herz empfunden hat, Was ich verwerf und wäble, Der erste trieb zu jeder that, Der stillste wunsch der seele, Der leiseste gedank in mir, Gott, alles liegt enthüllt vor dir! 3. Wohl mir, wenn ich durch deine kraft Mein herz zu dir erhebe, Und redlich und gewissenhaft Nach dei⸗ nem willen lebe! Du siehst es herr, und stehst mir bei, Damit ich immer treuer sey! 4. Du kennest sicher und gewiß, Was ich der welt verhehle; Siehst jedes werk der finsternist, Siehst wärtig alle meine fehle; Du zeigst sie mir, und züchtigst mich Zu meiner beß⸗ rung väterlich. 5. Du börst auch meinen seufzern zu; Schaffst, daß mir hülf erscheine; Voll mitleid, vater, zählest du Die thränen, die ich weine; Dein trost erquicket mein gemüth, Und jeder schmerz und kummer flieht. 6. O drück, allgegenwärtiger, Dies tief in meine seele, Daß, wo ich bin, mein herz, o herr, Nur dich zur zuflucht wähle; Daß ich dein hei⸗ lig auge scheu Und dir zu dienen eifrig sey! 7. Laß ohne falsch und heuchelei Mich alle sünde meiden, Daß ich vor dir unsträflich sey, Im glück und auch im leiden; Weil deine huld so g bis ist, Weil du allgegen⸗ ——— Erste Abtheilung. 1. Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 20 Geraar gott! vor dein * gericht Muß alle welt sich stellen; Du wirst in ihrem ange⸗ sicht Auch mir mein urtheil fällen. O laß mich jede sünde scheun, Und hier mit ernst beflissen seyn, Vor dir einst zu bestehen. 2. Du siehst von deinem hohen thron Auf alle menschenkinder; Bestimmest jedem seinen lohn, Dem frommen und dem fünder. Nie siehst du die personen an; Auf das allein, was wir gethan, Siehst du gerechter richter. 3. Viel gutes und barmherzigkeit Giebst du schon hier den frommen; Du schützest sie vor manchem leid, Darein die fünder kommen. So zeigest du vor aller welt, Daß dir der eifer wohlge⸗ fällt, Den man der tugend widmet. 4. Ja, herr, du liebst, was recht und gut; Du bist ein freund der from⸗ men. Wer deinen willen gerne thut, Wird von dir aufgenommen; Sein sinn und thun gefällt dir wohl, Ist er gleich nicht, so wie er soll, Ganz heilig, ganz vollkommen. 5. Doch dem, der dich, o gott, nicht scheut, Dem frevelnden verbrecher, Der dein gesetz und recht entweiht, Bist du ein strenger rächer. Verachtung, elend, schmerz und hohn, Gewissensmarter sind sein lohn Oft schon in diesem leben. 6. Und bleibt auch hier viel unge⸗ straft, Viel gutes unbelohnet, So kommt ein tag der rechenschaft, Der keines sünders schonet. Da stellest du ins hellste licht, Wie recht und billig dein gericht; Dann triumphirt der fromme. 7. Gerechter gott, laß mich wie du, Das gute eifrig lieben; Gieb selber mir die kraft dazu, Es willig auszu⸗ üben. Regt sich die sünde noch in mir, So stärke mich die furcht vor dir, Daß ich sie überwinde. 8. Und weil vor dir, gerechter gott Nur die allein bestehen, Die gläubig auf des mittlers tod Bei wahrer reue sehen: So laß mich die gerechtigkeit, Die mich von schuld und straf befreit Im glauben eifrig suchen. Mel. Jesu, deine tiefen wunden. 21 ott! vor dessen angesichte * Ehrfurcht billig uns er⸗ füllt! Ew'ges licht, aus dessen lichte Stets die reinste klarheit quillt! Laß doch deine heiligkeit Unsern herzen jederzeit Kräftige ermuntrung geben, Nach der heiligung zu streben. 2. Heilig ist dein ganzes wesen, Denn kein böses ist an dir. Ewig bist du so gewesen, Und so bleibst du für und für. Was dein wille wählt und thut, Ist unsträflich, recht und gut, Und mit deines armes stärke Wirkst du stets vollkommne werke. 3. Herr! du willst, daß deine kin⸗ der Deinem bilde ähnlich seyn. Nie besteht vor dir der sünder; Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der frommen freund; Uebelthätern bist du feind. Wer beharrt in seinen sünden, Kann vor dir nicht gnade finden. 4. O! so laß uns nicht verscherzen, Was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine herzen! Tödt in uns der sünden macht! Denn was sind wir, gott! vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von sünden zu erlösen, Gabst du deinen sohn dahin. O! so reinige vom bösen Durch ihn unsern ganzen sinn. Gieb uns, wie du selbst verheißt, Gieb uns deinen guten geist, Daß er unsern geist regiere Und zu allem guten führe. 6. Keiner sündlichen begierde Bleihe unser herz geweiht! Unsers wandels größte zierde Sey rechtschaffne heilig⸗ keit! Mach uns deinem bilde gleich! Denn zu deinem himmelreich Wirst du, herr! nur die erheben, Die im glauben heilig leben. Mel 28. bund, getreu, führst, erd un 52. gereue heißen deiner verspri füllune sie dor 2.—. freud und und bist mein 2. inge .— brau schÿ solch 3 gleie weit Laß herzen geben, scherzen, Schaffe in uns as sind t heilig, ind wer wie oft erlösen, O! so unsern du selbst en geist, Und zu e Bleibe wandels heilig, gleich! 9 Wirst Die im 2. Von den Eigenschaften Gottes. 17⁷ g. Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 22 No nie hast du dein wort gebrochen, Nie deinen bund, o gott, verletzt; Du hältst getreu, was du versprochen, Voll⸗ führst, was du dir vorgesetzt. Wenn erd' und himmel auch vergehn, Bleibt ewig doch dein wort bestehn. 2. Du bist kein mensch, daß dich gereue, Was uns dein mund heißen hat! Nach deiner macht, nach deiner treue Bringst du, was du versprichst, zur that. Scheint die er⸗ füllung gleich-noch weit, So kommt sie doch zur rechten zeit ver⸗ trügt: Und e 3. Und wie du das unfehlbar gie⸗ best, Was deine huld uns zugedacht: So wird, wenn du vergeltung übest, Dein drohwort auch gewiß vollbracht. Wer dich, o gott, beharrlich haßt, Fühlt deiner strafe schwere last. 4. O drücke dies tief in mein herze, I * Daß es vor jeder sünd' sich scheut; Gieb, daß ich nie leichtsinnig scherze Mit deiner strafgerechtigkeit; Nie werde das von mir gewagt, Was dein befehl mir untersagt. 5. Doch laß mich auch mit festem glauben Dem worte deiner gnade traun. mals II Wer kann den trost uns je⸗ rauben, Den wir auf dein prechen bau'n? Du bist ein fels, in bund steht sest; Wohl dem, der sich auf! dich verläßt! 6. Wie stark sind unsers glaubens mund beschwört, gern, nach f 2 wahrheit freund, der lügen feind, Beweise dich als gottes kind, Dem treu und wahrheit heilig sind. h. Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. oder: Du weiser schöpf 23 Dir, gott, dir lich sing freude wohlthun ist ir, dessen ich dank ir will und ehre bringen, Dir, der du gut und freundlich bist. Ja‚, du bist ganz gnad' und treu, G mein herz ganz freude sey. 2. D gott, 2. Dich preisen alle urDirrt⸗ n dank. Dir, herr⸗ 3.—— x. Ihr Gott, du bleibst ewiglich mein theil. singen die verklä scher, brausen wind und meere; Ihr brausen ist dein lobgesang. Die ganze schöpfung ruft mir zu: Es sey kein solcher gott, wie du. 3. Dir, höchster, ist nichts zu ver⸗ gleichen; Denn deine güte reicht so weit, Als über uns die wolken rei⸗ chen, Von ewigkeit zu ewigkeit. Kein wurm kriecht unbemerkt dahin: Du siehst, erhältst und schützest ihn. 4. Auch, vater, hast du mein gemü⸗ the Durch manche gnadengab' er⸗ freut: O gieb mir auch nach deiner güte Den trieb zur frohen dankbarkeit. Lehr alles das, was in mir ist, Froh rühmen, daß du gnädig bist. 5. Wer schuf die seel und ihre kräfte, ichtniß, willen und verstand? Wer segnet des berufs geschäfte? Wer stärkt die arbeitsame hand? Wer schützte mich vor der gefahr, Die unsichtbar mir nahe war? 6. Wer fristet meine lebenstage? Wer krönet sie mit lust und heil? Du, vater, thust's: drum seele, sage: Von ganzem herzen liebst du mich. Von ganzem herzen preis' ich dich. 7. Dir will ich fernerhin vertrauen, Denn du hast mir stets wohlgethan. Ich will mit glauben auf dich schauen, Schau mich mit vaterblicken an. So geh' ich ruhig durch die zeit, Und fröhlich in die ewigkeit. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott, wer de. auchzt unserm gott! er ist 24. Jran von großer güte, Barm⸗ 2 Erste Ab herzig, und von duldendem gemüthe; Will denen heil und ew'ge lust besche⸗ ren, Die ihn verehren. 2. Er handelt nicht mit uns nach ů unfern sünden, Und läßt verschonend uns das nicht empfinden, Was wir, weil wir ihm unser herz nicht gaben, Verschuldet haben. 3. Hoch ist der himmel über seiner erde, So groß ist auch, daß er gelie⸗ theilung. bet werde, Die huld des herrn bei ö denen, die ihn lieben, Und gutes üben. ö 4. So zärtlich sich ein vater seiner kinder Erbarmet, so erbarmt sich gott der sünder, Wenn sie von herzen sich zu ihm bekehren, Ihm treue schwören. 5. Er schlägt und heilt, verwundet, läßt genesen; Er weiß, der mensch ist ein zerbrechlich wesen; Er denkt daran, daß das geschöpf aus erde Doch asche werde. 6. Von ewigkeit zu ewigkeiten wäh⸗ ret Die güte gottes dem, der tugend ehret. Ach! leite denn auch mich auf V deinem pfade, Du gott der gnade! 7. So werd ich ewig deiner huld genießen; So wird mein leben sanft vor dir verfließen: So werd'i vich dort mit allen engelchören Dich fröhlich iehren. Es ist das heil uns kommen ꝛe. oder: Eigne Melodie. 25 Qobsinget gott und betet an! * Es dank', es rühm', es sfinge, Es jauchze, wer nur jauchzen kann, Dem schöpfer aller dinge! Wie VI benit wie schön ist seine kraft! Wie errlich, wie untadelhaft Sind alle seine werke! x 2. Wie schön, wie würdig seiner macht Mit allen ihren heeren Die himmel! wie viel licht und pracht Bestrahlt sie, ihr zu ehren! Das auge sieht sich nimmer satt, Sieht, was es auch gesehen hat, Doch immer neue wunder! Mel. lein: Auch wunder sür die Damit es ihr, sich zu erfreun, keiner schönheit fehle. ändert gott sie ab! was er doch herrlich. 4. Wo ist ein gras! wo nur ein blatt, Ein stäublein auf der erde, Wodurch, o mensch, nicht gottes rath Und kraft verherrlicht werde; O, wie ist seine macht so reich! Was aber deiner trägheit gleich, Daß du's nicht siehst, nicht fühlest? 5. Gab seine macht, die schöpferin. Zum führer deines lebens Dir deinen geist, so manchen sinn, So viel gefühl vergebens? Für wen, für wen, als dich, erschafft, Erhält und schmücket seine kraft So viele große werke? 6. Dein gott bedarf nichts; seine hand, Die seine schöpfung schmückte, Gab dir empfindung und verstand, Damit er dich beglückte. Willst du, o mensch, nicht glücklich seyn? Will sich nicht deine seele freun, Nicht immer froher werden? 7. Er selbst entflammt in deiner brust Die sehnsucht nach vergnügen. Er schuf auch quellen, die voll lust Stets rinnen, nie versiegen. Gieb nur auf seine gütẽ acht; Denn seine segenvolle macht Schafft allen wahre freude. 8. Dir wohlzuthun, das ist ihr ziel; Laß dich zum Dank erwecken! O hätth ich doch genug gefühl, Wie gut er ist⸗ zu schmecken! Ist seiner wohnung vor⸗ hof schon So schön; wie wird mich einst sein tbron, Wie wird er selbst entzücken! 3. Nicht wunder für das aug' al⸗Uebst du barmherzigkeit. seele: mit An gemacht; Und hast auch uns, uns Wie kunstvoll Dem mangelt, andern gab; Und jedes ist 9. Lobsinget gott und betet an! Es dank, es rühm, es singe, Es jauchze, wer nur jauchzen kann, Dem schöpfer aller dinge! Wie groß ist unsers schö⸗ pfers macht! Wie herrlich, wie un⸗ kadelhaft Sind alle seine werke! Mel. Nun lob, mein scel', den ꝛc. 26 O gott, du bist die liebez ö* Uns wohlzuthun ist deine lust. Drum preist mit frohem triebe Dich unsre dankerfüllte brust. Wie so gar ohne grenzen Ist deine gütig⸗ keit! So weit die himmel glänzen, Du siehst was du wohlgefallen Auf das, allen, Viel gutes zugedacht. 2. Uns ewig zu beglücken, Erschufst du uns und deine welt, Die hier schon zum entzücken So viele wunder in sich hält; für uns hoben, uns zu herab, Für un ist so re dem sür langmu Und fa fuße, So sche an deir men D 4. 3 immer serm Y zuvor 1 aller g gebricht Versag doch u thun v Lenkst 56 hast u stets t wider zu seg dank höpferin. ir deinen schmücket derke? r, Nicht iner brust . Er schuf ts rinnen, seine güte e macht t ihr ziel; O hättt gut er ist, nung vor⸗ mich einst entzücken! et an! Es 5 jauchze, n schöpfer isers schö⸗ wie un⸗ verke! den ꝛc. die liebe; in ist deine hem triebe ust. Wie ine gütig⸗ glänzen, Du siehst „was du uns, uns „Erschufst hier schon ider in sich hält; Noch größrer güte proben Hat für uns deine hand Im himmel aufge⸗ hoben, Der wonne vaterland. Dahin uns zu erheben, Sandtst du den sohn herab, Der huldreich selbst sein leben Für uns verlorne gab. 3. Wie groß ist deine gnade! Wer ist so reich an huld, als du? Auch auf dem sündenpfade Siehst du uns voller langmuth zu. Du lockest uns zur buße, Und fallen wir gebeugt Voll reue dir zu fuße, Voll reu, die beßrung zeugt; So schenkest du uns armen Auch trost an deiner huld, Und tilgest aus erbar⸗ men Die ganze sündenschuld. 4. Mit jedem neuen morgen Ist immer deine güte neu! Selbst un⸗ serm wunsch und sorgen Kommst du zuvor mit vatertreu. Du, ursprung aller gaben, Du weißt, was uns gebricht; Und was wir nöthig haben, Versagst du keinem nicht. doch unsre tage Von deinem wohl⸗ thun voll; Selbst ihre last und plage Lenkst du zu unserm wohl. 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, Und bist stets treu geblieben, Wie viel wir wider dich verübt. Mit gnaden uns zu segnen Ist ewig deine lust; Mit dank dir zu begegnen, Sey stets auch unsre lust! Zu ehren deinen willen, Uns selbst zum glück und heil, Ihn freudig zu erfüllen, Sey unser bestes theill 6. Wer hier auf seinen wegen Dein wort vor augen hat und hält, Den setzest du zum segen Schon hier, noch mehr in jener welt. Du schaffst ihm selbst aus leiden Den herrlichsten gewinn, Und führest ihn zu freuden, Die ewig währen, hin. Wie groß ist deine güte! Mich ihrer stets zu freun, Laß, gott, auch mein gemü⸗ the Voll liebe zu dir seyn. Mel. Wer nur den lieben gott zc. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. 27. huld, die uns erhält; Reicht über un⸗ sers himmels grenzen, O vater, bis zur fernsten welt; Gleich ewigen 2. Von den Eigenschaften Gottes. Wie sind o weit nur deine sonnen glänzen, Reicht deine 19 gebürgen währt Die güte, die dein volk verehrt. 2. Dir, gott, ist kein geschöpf verbor⸗ gen! Nicht eins, vom menschen bis aufs thier; Du würdigst alle deiner sorgen; Sie danken lust und leben dir. Es mag auch klein und niedrig seyn, Dir, gott, ist nichts zu groß, zu klein. 3. Mit frommem freudigen gemüthe Erheb ich, gott voll gnade, dich! Wie herrlich ist nicht deine güte, Wie liebst du uns so väterlich! Uns, die wir ohne furcht und graun Stets deinem schutz und segen traun! 4. Mit welchem reichen überflusse Erfüllst du diese welt, dein haus! Du theilst ihn allen zum genusse, So väterlich, so reichlich aus, Und jedes lebens quelle fließt Aus dir, der du das leben bist. 5. Wir sehn, o herr, in deiner sonne, Den segen deiner huld, dein licht; Entzeuch uns deiner güte won⸗ ne, Dein gnadenvolles aufsehn nicht! Herr, deine huld erfreue die, Die dich verehren! segne sie! In eigner Melodie. ie groß ist des allmächt⸗ 28. Wé gen güte? Ist der ein mensch, den sie nicht rührt, Der mit verhärtetem gemüthe Den dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine liebe zu ermessen, Sey ewig meine größte pflicht. Der herr hat mein noch nie vergessen; Vergiß, mein herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit langmuth mich geleitet? Er, dessen rath ich oft verwarf. Wer stärkt den frieden im gewissen? Wer giebt dem geiste neue kraft? Wer läßt mich so viel guts genießen? Ists nicht sein arm, der alles schafft? 3. Blick, o mein geist, in jenes leben, Für welches du erschaffen bist; Wo du, mit herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein recht zu diesen freuden; Durch gottes güte sind sie dein. Steh, darum mußte christus leiden, Damit du könn⸗ test selig seyn. 2* 4. Und diesen gott sollt' ich nicht ehren, Und seine güte nicht verstehn? Er sollte rufen? ich nicht hören? Den weg, den er ue us nicht gehn? Sein will' ist mir ins herz geschrieben; Sein wort bestärkt ihn ewiglich; Gott soll ich über alles lieben, Und meinen nächsten so, wie mich. 5. Dies ist mein dank; dies ist sein wille: Ich soll ganz liebe seyn, Erste Abtheilung. wie er. So lang ich dies gebot er⸗ fülle, Stell ich sein bildniß in mir her. Lebt seine lieb' in meiner seele, So treibt sie mich zu jeder pflicht; Und ob ich schon aus schwachheit nicht. Herrscht doch in mir die sünde nicht. 6. O gott, laß deine güt' und liebe Mir immerdar vor augen seyn. Sie stärk in mir die guten triebe, Mein ganzes leben dir zu weihn: Sie tröste mich in noth und schmerzen, Sie leite mich zur zeit des glücks; Und sie besieg in meinem herzen Die furcht schenke mir Um deiner güte willen. des letzten augenblicks. Mel. Sey lob und ehr' dem ꝛe. ie viele freuden dank i 29. Wé dir, Die du mir, hen verliehen! Und wie viel sünden haf du mir Aus gnaden nicht verziehen Gott, voll erbarmung und gedulh Auch bei der mir verborgnen schuld, Währt ewig deine liebe. 2. Bedenk ich, schöpfer, deine macht Blick' ich in jene ferne, Und überseh des himmels pracht Und sonne, mon und sterne; So bet ich dich voll ehrfurch an. Was ist der mensch, ruf ich alt dann, Daß du dich sein erbarmest 3. Dein auge schaut auf ihn herah So geht er nicht verloren. Nicht s die welt, nicht für das grab Ist ⸗ allein geboren. Die welt vergeht u ihrer lust; Der du den willen gottt thust, Dein glück soll ewig dauen 4. Wann ich erwache, denk ich dein Und wann ich schlafen gehe; Denn di mein vater, kannst verleihn, Was i von dir erflehe. Drum seufzẽ' ich kim lich stets zu dir: Herr, was mir nützt i. Geduld und Langmuth Gottes. el. Ein lämmlein geht und ꝛe. M 30 Gerrnee. gott, wie viel * geduld Beweisest du uns armen! Wir häufen leider unsre schuld; Du aber dein erbarmen. Was ist des menschen lebenslauf? Er ist verderbt von jugend auf, Und dem gesetz entgegen; Und gleich⸗ wohl, vater, suchst du ihn Langmü⸗ thig davon abzuziehn, Zur beßrung zu bewegen. 2. Der menschen elend jammert dich; Selbst wenn sie sich verstocken, So suchst du sie doch väterlich Durch huld zu dir zu locken. Wie lange sahst und riefest du Nicht ehmals deinem volke zu, Damit es sich be⸗ kehrte! Wie trugst du nicht mit gü⸗ tigkeit Die erste welt so lange zeit, Eh sie die fluth verheerte. 3. Noch giebst du sündern zeit und raum, Der strafe zu entgehen; Du läßt den unfruchtbaren baum Nicht ohne pflege stehen; Du schonest sein von zeit zu zeit, Verziehest voll ban herzigkeit, Ihn gänzlich abzuhauen Du wartest sein mit größter tes Und hörst, damit er fruchtbar s⸗ Nicht auf, an ihm zu bauen. 4. Langmüthigster! so große hil Bezeigst du frechen sündern; Und nicht weniger geduld Hast du m deinen kindern; Sie werden ja, wi fleisch und welt Hier ihnen häuf netze stellt, Oft sicher, matt und trägt Sie straucheln, sie vergehen sich, un fehlen oftmals wider dich, Auf blii gewähltem wege. 5. Da warnst du sie vor der gefah So oft sie irre gehen; Reichst ihnii hand und stärke dar, Von sündij aufzustehen; Du trägest sie mit zu⸗ terhuld, Bist willig, ihre sündes schuld Durch ehristuͤm zu vergeben Giebst ihnen neue tugendkraft, nach vollbrachter pilgerschaft, E ewig freudenleben. 6. Laß diese langmuth und gedul Gott, uns de führen hin; 8 31. gnade. mehr wohlzu unsrese — Mit fr unverä güte. Und st Wohl 3. O Dich s gott ve der ver und ge tod;& 4. 0 Erleue durch f erlößte wir; hier U Me 3² herrlih Ward ist mei seinem zum l gegebe und n gedach mein in not 2 Er he Er wu der zu schuld huld, Den ir, hen inden haf verziehen d gedulh, ien schulh, ine machh nd übersch ine, mom l ehrfurch uf ich alz erbarmest! ihn herah Nicht s srab Ist ⸗ bergeht m illen gotth Hig dauen nk ich dei Denn di n, Was i mir nützt te willen. t voll barn abzuhaueh ßter tig üchtbar so tuen. große hul ru; Und zast du m hen ja, w znen häuf t und trägt en sich, Un „Auf blihh der gefah Reichst ihnt Von sündir sie mit ve hre sündel u vergeben dkraft, A schaft, G — und gedulh 3. Von der heiligen Dreieinigkeit. 21 Gott, unsre herzen rühren; Nie müß' sinn, Daß wir die sünde hassen, Und uns deine vaterhuld Zur sicherheit ver⸗ führen! Trag uns erba uns noch in der gnadenzeit, Den nd ferner⸗reichthum deiner gütigkeit Zuͤr beßrung hin; Doch gieb uns auch dabei den leiten lassen. 3) Von der heiligen Dreieinigkeit. stand er siegreich auf, Und fuhr ver⸗ Bekannte Melodie. ilein gott in der höh sey 4* 2 + 31. ehr, Und dank sey seiner gnade. Er sorget, daß uns nimmer⸗ mehr Gefahr und unfall schade. Uns wohlzuthun ist er bereit! Er will nur unsre seligkeit. Erhebet ihn mit freuden! 2. Ja, vater, wir erheben dich Mit freudigem gemüthe. D unveränderlich Mit weisheit und mit güte. Unendlich groß ist deine macht, Und stets geschieht, was du bedacht, Wohl uns, daß du regierest! 3. O jesu ehrist, des höchsten sohn! Dich seinen eingebornen, Dich sandte gott vom himmelsthron Zur rettung der verlornen. Du mittler zwischen uns und gott, Hilf uns im leben und im tod; Erbarm' dich unser aller! 4. O heil'ger geist, du geist von gott, Erleuchte, beß're, tröste, Die jesus ehrist durch seinen tod Zum dienst des herrn erlößte. Auf deinen beistand hoffen wir; Ach leit' uns stets, so sind wir hier Und auch einst ewig selig. Mel. Ich glaub' an einen gott ꝛc. 32 ch glaub' an gott, den eini⸗ — genz Den ewigen; den herrlichen. Der himmel und die erde Ward, als er sprach: es werde; Er ist mein vater, dessen ruf Auch mich zu seinem dienst erschuf. Er hat auch mir zum leben Empfindung und vernunft gegeben. Er, groß durch weisheit, güt' und macht, Hat vor der welt an mich gedacht, Bleibt stets mein vater und mein gott, Der für mich sorgt, mir hilft in nofh, Mich nähret, mich beschützet. 2. Ich glaub' an jesum, gottes sohn. Er herrscht mit gott auf einem thron, Er wurde mensch, vom bösen Mich sün⸗ der zu erlösen. Er tilgte meiner sünden schuld, Erwarb durch blut mir gottes huld, Und ließ für mich sein leben, Den himmel mir zu geben. Vom tode klärt zu gott hinauf; Kömmt einst, wann diese welt vergeht, Und richtet dann voll majestät Die lebenden und todten. 3. Ich glaub' auch an den heil'gen geist, Der mich der finsterniß entreißt, Den weg des glücks mich lehret, Und Du herrschest D 3 mich zu gott bekehret. Auch er ist ew'ger wahrer gott! Er tröstet mich in jeder noth, Läßt in der noth der sünden Mich gnad' und rettung finden. Er macht mich fromm und tugendhaft, Und giebt zum guten lust und kraft. Er führet mich zur seligkeit, Zu der, wann gott die welt erneut. Mein leib auch auferstehet. Mel. Wie schön leucht't uns der ꝛe. Lobsinget gott! dank, preis .& und ehr' Sey unserm gott je mehr und mehr, Für alle seine werke! Von ewigkeit zu ewigkeit Lebt er, und herrschet weit und breit, Mit weisheit, güt' und stärke. Singet, Bringet Frohe lieder! Fallet nieder! Gott ist herrlich; Unaussprechlich groß und selig. 2. Lobsinget gott! dank, preis und ruhm Sey von uns, deinem eigenthum, Herr jesu, dir gesungen. Du, mittler zwischen uns und gott, Hast, durch gehorsam bis zum tod, Das lebeu uns errungen. Heilig, Selig, Ist die freundschaft Und gemeinschaft Aller frommen, Die durch dich zum vater kommen. 3. Lobsinget gott! du geist des herrn Sey nie von unserm geiste fern, Mit kraft ihn auszurüsten! Du machst uns gläubig, weis' und rein, Hilfst uns ge⸗ trost und siegreich seyn Im streit mit unsern lüsten. Leit' uns, Stärk uns, In der freude, Wie im leide, Gott ergeben Und der tugend treu zu leben. ———— r. 22 In bekannter Melodie. 4 ir glauben an den ein' gen 34. Wẽĩ gott, Schöpfer himmels und der erden. Er, aller vater, unser gott, Hieß uns seine kinder werden. Er will uns auch stets ernähren, Jedes wahre guth gewähren. Er erwog schon, eh' wir waren, Unsre rettung in gefah⸗ ren. Er ist's, der für uns sorgt und wacht, Und alles steht in seiner macht. 2. Wir glauben auch an jesum ehrist, Gottes sohn, den eingebornen, Den herrn, der mensch geworden ist, Den erretter der verlornen. Er, er achtete 4) Von der Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. oder: Du weiser schöpfer ꝛe. . eherrscher himmels und 35. B der erden, Der du all⸗ gegenwärtig bist, Von niemand kannst begriffen werden, Vor dem kein ding verborgen ist; Auch ziehe mein gemüth zu dir, Und deine größe leb' in mir. 2. Wohin ich herz und augen lenke, Da find' ich deiner gottheit spur. Wenn ich voll andacht überdenke Dein werk, die herrliche natur, So ruft sie nah und fern mir zu: Wie groß ist gott, wie klein bist du! 3. Uns zeigen alle elemente, Wie weis' und gut der schöpfer sey; O wenn das stumme reden könnte, Es stimmte der ermunt'rung bei; Rühmt, menschen, gottes güt'ꝰ und macht, Die euch und uns hervorgebracht! 4. Herr, gott, wie groß ist deine liebe; Die erd' ist deiner güte voll. Verleih' mir deines geistes triebe, Dich zu erkennen, wie ich soll. Nimm, was ich kann und hab' und bin, Zu deinem dienst auf ewig hin. 5. Hilf, daß die güter dieser er⸗ den Mich dir locken, höchstes gut. Daß sie mir nicht zum fallstrick wer⸗ den, Und ihr Genuß mir schaden thut. Laß allen mißbrauch ferne seyn; Mein letztes ziel sey du allein. 6. Hier ist mein leben eine reise, Hier geht mein weg zur andern welt; Drum mache du mich fromm und weise, Daß ich hier thu', was dir Erste Abtheilung. sein leben Nicht zu theu'r, für uns y geben. Er erstand; herrscht, hoch erhl.„2. 8 het, In dem reich, das nie vergehet Zu dir Er läßt auch uns im grabe nicht, Un deine g kommt dereinst zum weltgericht. allem s 3. Wir glauben an den heil'gen geiß Belebe Unsern göttlichen regierer, Den jesu Dir in christus uns verheißt, Uns zum bei. Seh m stand und zum führer. Der in trübsal seine christen Eilt mit muth und kraf zu rüsten; Der uns lehrt vergebung 37 finden, Und der tugend werth empfin den, Er flößet uns in todesschmen güte:! Des ew'gen lebens trost ins herz. lebs. ihr ihn Schoͤpfung. und eh gefällt; Und end ich diesen kurzen lauf keit Mi So nimm zu deiner ruh mich auf. 2* 55 Mel. Wie schön leuchtet der ꝛe. Kott. ott, dessen starke hand di d gokt, 36. G welt Erschaffen hat um aus lie noch erhält, Ich sehe deine güte; Ii nie; Ur sehe sie und werd entzickt, Wohin aul glücke 3 nur mein auge blickt, So bald ich mei Bun 7 gemüthe Auf dich, Schöpfer, Achtsan Im hir lenke Und dich denke, Find' ich arm! 5. Dich als vater und erbarmer. ermißt 2. Seh' ich, so weit mein auge reicht gütig · Gen himmel, so entdeck' ich leicht IUwegen. spuren deiner güte. Der himmelslichti Eo ie lauf und pracht, Sein sternenheer, dal Sb we du gemacht, Erwecket mein gemüth. Großer Schöpfer, Dich zu singen, Di beil zu bringen Ehr' und stärke. Groß sint—4 deiner allmacht werke. 2 Ii ö 3. In ungewittern, sturm und windf 10 10 Die deines thrones diener sind, Ent en deck' ich deine güte. Das feuer, wi⸗ der wasser grund, Macht deine großt daut, liebe kund. Mit fröhlichem gemütht in nel Will ich Täglich Darauf achten, Und wohlth betrachten Beine werke; Rühmen dein huld und stärke. 4. Dein erdreich, gott, das jeden mann Giebt brod und kleider, seh zne ich an Und schmecke deine güte; g rieche, fühl' und höre sie Im felh m und wald; ich sehe sie In aller flu⸗ ren blüthe. Von dir Zeugen Alle dinge, So geringe Sie mir scheinen: Wie im großen, so im kleinen. ür uns zu hoch erhö— vergehetz nicht, Und icht. bgen geiss Den jesut zum bei⸗ in trübsal Zu dir, o herr der herrlichkeit, Durch allem sehn. Für jedes gute dich erhöh'n. Belebe meine triebe, O mein vater, Dir in allen, Zu gefallen; Dir zu leben Sey mein einziges Bestreben. Mel. Ein lämmlein geht ꝛe. und kraf vergebunn? obsinget gott! er schuf die eth empfin 37. welt Zum schauplatz seiner güte: Lobsingt ihm, der sie noch erhält, desschmen n 79 berz. Mit freudigem gemüthe. Gott ist die 8 herz. und ehret! Rühmt es, daß seine gütig⸗ keit Mit jedem morgen sich verneut, Und ewig, ewig währet! 2. Daß außer dir nicht alles leer Von freud' und leben bliebe, Schufst du, o gott, der himmel heer Und unsre erd' aus liebe. Du selbst bedurftest ihrer nie; Unendlicher, du ließest sie Zu ihrem glücke werden. Du aber sättigest dich nun Mit wonne, allen wohlzuthun Im himmel und auf erden. 3. Kein mensch, kein engel selbst, ahtig deire größe deiner alen 951 icht gütig deine weisheit ist In allen ihren leicht A. wegen. Gott, deine, güte reicht so nmelslichtn weit, Als deines reichs unendlichkeit, enheer, dal So weit, herr, als dein leben. Ach, n gemütht was sind wir? die deine macht Aus singen, Ti todtem staub hervorgebracht, Uns ewig Groß sim heil zu geben. 5 4100.— welchem 1 gleicht ind An liebe, wie an stärke! Kein dank, Hud⸗ 4* kein lobgesang erreicht Die wunder dei⸗ feuer wü ner werke. Doch ist dirs angenehmer deine groß dank, Dir ist es mehr als lobgesang, m gemütht Wenn ich dich thätig liebe! Und gern ichten Und in meiner lebenszeit Erbarmen und bm en dein wohlthätigkeit An andern menschen übe. 5. Du bist die liebe, dank sey dir, Daß ich dich so erkenne, Und dir zum ruhm, zum troste mir, Dich meinen vater nenne. Auch ich will kurzen lauf rich auf. der ꝛe. ke hand di en hat um güte; I Wohin aut Ud ich meiß er, Achtsah ich armg⸗ mer. das jeder leider, seh güte; V gerne liebreich seyn, Will glücklich . 10 machen, will erfreu'n, Will helfen und dir gleichen. Von diesem heil und dieser pflicht, O gott der liebe, laß mich nicht, So lang' ich lebe, weichen. eugen Alle ir scheinen: einen. 4. Von der Schöpfung. 5. O zeuch mich über welt und zeit deine große liebe. Auf dich laß mich in liebe! rühmt es laut, Geschöpfe, die ihr ihm vertraut, Die ihr ihn kennt Mel. Warum sollt' ich ꝛc. 38 Seꝰ zufrieden mein gemü⸗ Va the! Gott ist gut, Was er thut, Ist voll lieb' und güte. Er nur weiß in allen sachen, Groß an rath, Wi von that, Alles wohl zu machen. 2. Beides, erd' und himmel, preisen Seine macht, Tag und nacht Müssen sie beweisen. Sonn' und mond, das heer der sterne, Was sich regt Und bewegt, Lobt ihn nah' und ferne. 3. Schau' die werke seiner hände! Mensch und thier Melden dir Seinen ruhm ohn' ende, Was wir noch so klei⸗ nes nennen, Gras und laub, Selbst der staub, Giebt ihn zu erkennen. 4. Was auf bergen und in grün⸗ den, In der höh', In der see, Oder sonst zu finden, Rühmt die weisheit seiner werke; Jeder wurm, Wind und sturm, Preisen seine stärke. 5. Sollt' ich denn nicht ihn erheben; Wie so gar Wunderbar Gab er mir mein leben! Was ich hab' ist sein geschenke, Auch der geist, Der ihn preist, Mit dem ich ihn denke. 6. Wie mich sein getreues sorgen, Tag und nacht Nimmt in acht, Das zeigt jeder morgen. Ja kein augenblick verschwindet, Der mich nicht, Gott, mein licht! Dir zum dank verbindet. 7. Setzen mir des kreuzes plagen Heftig zu, So halfst du, O mein gott, sie tragen; War kaum noch geduld vorhanden: Deine kraft Hat geschafft, Daß ich's überstanden. 8. Nun, mein herz, das hat schon lange Gott gethan; Denke dran, Wird dir jemals bange, Als wollt' er dich ganz verlassen. Es geschicht Wahrlich nicht: Er kann dich nicht hassen. 9. Drum ergieb dich seinem willen, Heiße gut, Was er thut, Er wird's auch erfüllen. Denn er ist in allen sachen Groß von rath, Wie von that; Er, er wirds wohl machen. Sey lob und ehr' dem ꝛe. Mel. 39 enn ich, o schöpfer, dei⸗ 9 ne macht, Die weis⸗ heit deiner wege, Die liebe, die für alle wacht, Anbetend überlege: So weiß ich, von bewundrung voll, — ——— Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein gott, mein herr und vater! 2. Mein auge sieht, wohin es blickt, Die wunder deiner werke. Der himmel, prächtig ausgeschmückt, Preist dich, du gott der stärke! Wer hat die sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit majestät? Wer rufi dem heer der sterne? 3. Wer mißt dem winde seinen lauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer schließt den schooß der erde auf, Mit vorrath uns zu segnen? O gott der macht und herrlichkeit, Gott, deine güte reicht so weit, So weit die wolken reichen. 4. Dich predigt sonnenschein und sturm Dich preist der sand am Erste Abtheilung. meere. Bringt, ruft auch der geringst wurm, Bringt meinem schöpfer ehn Mich, ruft der baum in seiner prach Mich, ruft die saat, hat gott gemacht Bringt unserm schöpfer ehre! 5. Der mensch, ein leib, den dein hand So wunderbar bereitet; Da mensch, ein geist, den sein verstamz Dich zu erkennen leitet; Der mensch der schöpfung ruhm und preis, A sich ein täglicher beweis Von deing güt' und größe. 6. Erheb' ihn ewig, o mein geis Erhebe seinen namen! Gott unser vaten sey gepreist, Und alle welt sag': amen Und alle welt ehr' gott den herrn, Un hoff' auf ihn, gehorch ihm gern! W. wollte gott nicht dienen? 5) Von der Vorsehung Gottes. Mel. Herzliebster jesu, was ze. oder: Ist auch ein gott? wer ꝛe. 40 ein reich, o gott, ist herrlich; ewig währen Dein reich und deine macht, die wir ver⸗ ehren, Und ewig wird von aller völ⸗ ker zungen Dein lob gesungen. 2. Der herr bewahret alle, welche fallen; Der höchste hilft den unterdrück⸗ ten allen; Ist stets bereit, mit segen, die ihn bitten, Zu überschütten. 3. Nach dir, gott, schauen aller men⸗ schenblicke, Daß deine hand sie väterlich erquicke! Du giebst auch einem jeden seine speise, Daß er dich preise. 4. Herr, du erhältst mit deinem wohlgefallen, Was lebt; thust deine hand auf und giebst allen, Was sie bedürfen: keiner sucht vergebens, Dich, quell des lebens. 5. In allen wegen gottes strahlet gnade, Untadelhaft sind alle seine pfade, Und was er thut, gereicht zu seinem preise, Ist gut und weise. 6. Der herr behütet alle, die ihn lieben, Und ernstlich sich im wahren guten üben; Er thut, was diese, die ihn so verehren, Mit recht begehren. 7. Der herr beglücket alle, die ihn lieben; Die aber, die betrug und fre⸗ vel üben, Verstößt er, bis er alles das vollführet, Was sich gebühret. 8. Auf ewig will ich seinen nam loben. Von allen menschen werde g⸗ erhoben! Was lebet, müsse, herr,; allen zeiten Dein lob verbreiten! Mel. Sey lob und ehr dem ꝛe. 41 Di unserm gott, ist ni * mand gleich Im himm und auf erden: Du bist der höchstt und dein reich Kann nie begrifft werden. Die über alle dich erhöht, Die krot und scepter tragen. 2. Wie weit erstreckt sich dein gebith Wo ist der, der es messe? Wohi auch nur mein auge sieht, Da seh' i⸗ deine größe. Weit, über alle himmi weit, Geht deines reiches herrlichkel⸗ Du herrschest über alles. 3. Du herrschest weislich, recht unz gut Nach heiligen gesetzen: Du wills auch deiner treuen hut Das kleinst würdig schätzen. Auf alles geht deit augenmerk, Und immer ist's dein liebstei werk, Zu segnen, zu beglücken. 4. Wohl uns! daß du das regi⸗ ment, Gott, über alles führest. Nud wohl dem, der den zweck erkennt Dazu du uns regierest! Ich, deil so schwacher unterthan, Ich bett dich in demuth an; O, sieh auf mich in gnaden. Unendlich ist die majesi D Mit a 5. Iü Bin auf eifrig, träge.? huld Ve Drum! 6. Ic Den du welcher recht zu ich, als zum die bis in! gebot,? Mel. 42. für uns unsre se noch we lich: D 2. Di Vor un wenn Wird Warur Von dag Du ka Wo dig sinsterr sprichst 4.& danken ihr ve demut von gi den, d rung werfe, dich, d gang dein 6. 6 mehre gerings⸗ fer ehn er prach gemachtz 1 den dein itet; Dar 1 verstand nein geis nser vaten g': amen ern! W. men nam⸗ werde go e, herr, reiten! em ꝛc. ott, ist nit Im himm der höchstt e begrifft e majestq „Die kroh dein gebieh Wobih Da seh' i alle himmi herrlichkel „recht un Du will Das kleinst 5 geht deih dein liebsti ücken. das regi⸗ hrest. Nud ick erkennt Ich, dei Ich betz „sieh auf 5. Ich bin verderbt und fehlervoll; und leid. 5. Von der Vorsehung Gottes. 2⁵ Schick' alles, herr, zu Bin auf dem tugendwege Nicht stets so deiner ehre Und meiner seelen seligkeit. eifrig, wie ich soll; Bin oft zum guten träge. Doch du bist gnädig; und voll huld Vergiebst du reuenden die schuld; Drum hoff' ich auch vergebung. 6. Ich hoffe, weil mich der vertritt, Den du für mich gegeben. Mein jesus, welcher für mich litt, Erwarb mir ine recht zum leben. Sein tod macht mich So preis' ich einst vollkommen dich; So freu' ich dein auf ewig mich. Mel. Vater unser im himmelreich de. 43 ott, deine weise macht erhält Die ganze leben⸗ volle welt, Und aller augen freuen sich, Und warten hoffnungsvoll auf vom zweifel frei, Ob ich der gnade dich. Auf dich, der du sie alle liebst, fähig sey: Auch mich hat er versöhnet. 7. Herr! ewig will ich deinen ruhm Und allen ihre speise giebst. 2. Du öffnest deine hand, so fließt Mit lob und dank erheben. Dir will Herab, was jedem nöthig ist; Mit zum dienst ergeben. Mit lust will ich, ich, als dein eigenthum, Mich ganz wohlgefallen sättigt sie Dein aufsehn und versäumt sie nie. Nie sind geschöpfe bis in den tod, Nach deinem heiligen deiner hand Dir unwerth oder unbe⸗ gebot, Durch deinen beistand wandeln. kannt. Mel. Wer nur den lieben Gott ze. 3. Auch mir gabst du, mein gott und heil, Noch täglich mein bescheiden 42 zürwahr, du bist, o gott, theil; Gabst mirs mit huld und freund⸗ Wverborgen! Dein rath bleibt lichkeit, So lang' ich bin, zu rechter für uns wunderbar. Umsonst sind alle zeit. Kein vater sorgt so väterlich unsre sorgen; Du sorgtest, eh' die welt Für seinen sohn, als du für mich. noch war, Für unser wohl schon väter⸗ lich: Dies sey genug zum trost für mich. 2 +. Dein weg ist zwar in finsternissen Vor unsern augen oft versteckt; Doch, wenn wir erst den ausgang wissen, Wird uns die ursach auch entdeckt, Warum dein rath, der niemals fehlt,‚ Den uns so dunkeln weg gewählt. 3. Nie sind die tiefen zu ergründen Von deiner weisheit, macht und güt': Du kannst viel tausend wege finden, Wo die vernunft nicht einen sieht. Aus finsterniß bringst du das licht; Du sprichst, o Gott, und es geschicht. 4. So weicht denn, ängstliche ge⸗ danken; Gott kann weit mehr, als ihr versteht. Bleib', seele! in der demuth schranken; Die demuth wird von gott erhöht. Ja, herr, du liebst den, der dich liebt, Und deiner füh⸗ rung sich ergiebt. 5. Drum will ich mich dir überlassen, +Mit allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf dich, den gott der liebe, hin; Der aus⸗ gang zeigt doch immerdar, Daß stets dein rath voll güte war. 6. Gieb, daß dies mein vertrauen mehre Im glück und unglück, freud ö 4. Ich bins gewiß, du kannst mich nicht Verlassen, meine zuversicht! Ich bins gewiß, du thust mir wohl, So lang' ich hier noch leben soll. Nicht überfluß bitt' ich von dir; Was ich bedarf, das giebst du mir. 5. Der vogel bauet nicht das land, Doch nährst du ihn mit milder hand. Du schmückst die blume königlich; Doch hat sie nicht verstand, wie ich. Vergiß es, meine seele, nie; Weit mehr bin ich vor gott, als sie. 6. Mich schufst du nicht für diese zeit; Mein ziel ist in der ewigkeit. Du gabst mir weisheit und verstand, Und machtest selbst dich mir bekannt; Nichts, was die erde zeugt und nährt, Gleicht mir an hoheit und an werth. 7. Von dir, der das an mir ge⸗ than, Werd' ich auch speis und trank empfahn. Selbst dem, der dich mit sünden schmäht, Giebst du sie ohne sein gebet; Wie solltest du bei fleiß und flehn Mich nicht genug damit versehn? 8. Laß du mich nur genügsam seyn, Und deiner gaben mich erfreun, Doch mehr noch deiner, der du dich, So freundlich zeigest gegen mich, 26 Erste Abtheilung. Und selbst des segens quelle bist, Aus welcher alle wohlthat fließt! 9. Bei deiner gaben überfluß Er⸗ halt mich mäßig im genuß; Bewahr' mich in der dürftigkeit Vor schmach und unzufriedenheit. Du nährst mich immer; preis und dank Bring' ich dir, gott, mein lebenlang. Mel. Von gott will ich nicht ꝛe. 44 ott, der an allen enden 2 Unzählig gutes thut, Du bist's, in dessen händen Mein ganzes schicksal ruht; Der für die übungszeit Mir jeden meiner tage, Mein glück und meine plage Be⸗ stimmt von ewigkeit. 2. Da ich noch ganz verborgen Im mutterleibe lag, Da wachte schon dein sorgen; Ach! vater, wie vermag Mein dürftiger verstand Das gute zu erheben, Das du in meinem leben Mir huldreich zugewandt! 3. Du bist schon treu im lieben, Noch eh' wir sind, und hast Nie lust uns zu betrüben; Und, drückt uns müh' und last, So bleibst du mit⸗ leidsvoll; Hilfst liebreich deinen kin⸗ dern Sie tragen und vermindern; Beförderst stets ihr wohl. 4. Stets hat in meinem leben Mir dieses trostes licht Von neuem kraft gegeben, Und frohe zuversicht. Wenn ich bekümmert war: So seufz't ich und war stille, Und dein stets guter wille Entriß mich der gefahr. 5. Dein name sey gepriesen, Der jederzeit an mir So herrlich sich er⸗ wiesen. dir, Du retter aus gefahr! Ein schuldig opfer bringen, Von deiner güte singen Jetzund und immerdar. 6. Du hast mir wohlgerathen, Und lauter guts gethan; Daß deiner liebe thaten Ich nicht g'nug rühmen kann. Hilf, vater, daß ich dort Verklärt und ganz vollkommen, Mit allen dei⸗ nen frommen, Dir danke immerfort. Mel. Befsiehl du deine wege ꝛc. 45 ott, meine ganze seele * Macht deinen ruhm be⸗ kannt. Dir dank' ich und erzähle Unw.-Sibl. Mein herz und mund soll Die wunder deiner hand. Mein hei Wer ha ist froh; ich singe: Herr, meine l Den eid bist du! Dir, dem ich lieder bring„ K. We Dir jauchz' ich, höchster, zu. Und zie 2. Du bist auf deinem throne Di Tränkt richter aller welt, Der jeglichem zu Und giel lohne Das rechte urtheil fällt. Wen 5.—3 dich die sünder schmähen, Dann straf pracht X du ihren spott; Du sprichst, und spricht z vergehen Vor deinem hauch, o goh Den mie⸗ 3. Du, herr, hast zum gerichte I 6. We deinen thron erhöht. Vor deinem ang. Daß un sichte Bleibt nicht, wer widersteht. I bet uns kühnen sünder zittert: Bereut nol sein don euern spott! Sein thron wird nie en. Wi schüttert; Der herr bleibt ewig got Bie uns 4. Du, herr, regierst und liebes tet, oft Was ungerecht ist, nicht. Du wäß wärt'ger die welt und übest Partheilos del 8. He gericht. Die waage finkt und steigt dir Flie Wie dein gesetz gebeut; Und jedt volk, de land bezeuget, Gott, deine heiligke unser 5. Du bist ein fels der armen, Eh H. ‚ fels in jeder noth. Sie trau'n ah Du zah! dein erbarmen, Wenn ihnen unfal gegenwe droht. Die thränen, die sie weinen 2— 0 Sind' dir bekannt und werth. Di duld gott, versäumest keinen, der deing Und—7 schutz begehrt. 11. 6. Ihr kinder gottes preiset, Vin ann r kündigt in der welt, Wie groß sich gos 5 beweiset, Der, was er zusagt, häl Er denkt daran, und fraget Nach di gerechten blut, Er hört ihn, wann 6 klaget, Und stillt der wetter wuth. Die sit gl Wé 7. Herr, sey mir gnädig: schau Oi Voll huld auf meine noth! Du bißch dei 45 dem ich vertraue: Du hilfst auch sell nen vom tod. Nach überwundnen leiden werdeg Geh' ich ins heiligthum; Und über dich gien voll freuden, Erheb' ich deinen ruhm, 1014 siebst; Mel. Mein gott, das herz ꝛe eilt zu 46. Ji singe meiner seelen traue lust, Vor dir, herr, hoch 15 erfreut; Ich sing' aus dankerfüllter höh' A brust Von deiner gütigkeit. hebe d 2. Was ist der mensch, der stauh dem d vor dir, Daß seiner du gedenkst? 16 Herr aller welt, was haben wir, Mit f Wenn du es uns nicht schenkst? 3. Wer hat den Himmel ausge feele spannt, Der unser aug' entzückt! .H. Mein he Wer hat mit göttlich milber hand, meine u Den erdkreis ausgeschmückt? ber bring 4. Wer kleidet hügel, thal und au, zu. Und ziert mit pracht den hain? hrone D Tränkt sie mit regen und mit thau? ichem zun Und giebt der saat gedeihn? Üt. Wen 5. Wer führt die sonn' in ihrer ann straf pracht Mit jedem tag uns zu? Wer st, und fspricht zum mond in dunkler nacht: 9, o goth Den menschen leuchte du! erichte Ii 6. Wer krönt mit segen jedes jahr, inem ang Daß unser herz sich freut? Wer lie⸗ esteht. Iubet uns unwandelbar, Auch wann ereut nol sein donner dreut? ürd nie e. 7. Wer sichert uns vor der gefahr, ewig got Die uns von ferne droht? Wer ret⸗ ind liebef tet, oft so wunderbar Aus gegen⸗ Du wäg wärt'ger noth?— heilos deh„8. Herr, unser herrscher, nur von ind steige dir Fließt alles heil uns zu. Dein Und jede volk, dein eigenthum sind wir, Und heiligkel unser gott bist du! rmen, Ei. 9. Wie groß ist deine huld und treu! trau'n au— u zähltest unser haar, Stehst uns all⸗ nen unfal gegenwärtig bei In jeglicher gefahr. sie weinen. 10. Uns sünder trägst du mit ge⸗ rth. Dui duld, Lehrst uns durch deinen geist, der deinn Und reut uns recht der fünden schuld So siehst du's und verzeihst. eiset, Ven 11. Ja, deine güte reicht so weit, oß sich g0l So weit die wolken ziehn; Der junge sagt, häll rab', erbarmer, schreit Zu dir: du t Nach di nähsest n. o „„ wann. 12. Und rührte dich, o menschen⸗ r wuth. sreund, Nicht eines ehristen schmerze ig: schan Die stille zähre, die er weint, Bemerkt Bu biste⸗ dein vaterherz. k auch selhs 13. Weh dem, der, herr, an dir nen leiden verzagt, Und seine zuversicht Auf d über dich menschen setzt, und heidnisch sagt: nen ruhm. Gott achtet unsrer nicht! 14. Er liebt dich mehr, als du ver⸗ stehst; Ist, seele, dir nicht fern, Und eilt zu helfen, eh' du flehst. Ver⸗ traue gern dem herrn! 15. Er schaut herab von seiner h' Auf den, der niedrig ist. Er⸗ hebe dich, unsterbliche, Zu ihm, von dem du bist. 16. Lobsing' ihm, bet' ihn ewig an Mit frommer zuversicht. Wie viel hat er an dir gethan! Vergiß es, seele, nicht. rz ꝛc. ner seelen herr, hoch unkerfüllter hö der staub, gedenkst! aben wir, enkst? el ausge⸗ entzückt? 5. Von der Vorsehung Gottes. 20 Mel. In dich hab' ich gehoffet ꝛc. Ich weiß, mein Gott, daß 47. 24. all' mein thun Auf dei⸗ nem willen muß beruhn, Von dir kommt glück und segen; Was du regierst und fördern willst, seinem ziel entgegen. . Es steht in keines menschen macht, Daß das gescheh, was er bedacht, Und er sich dessen freue; Dein segen, höchster, macht's allein, Daß menschenrath gedeihe. 3. Oft denken wir mit sicherm muth, Dies oder jenes sey uns gut, Und ist doch weit gefehlet; Oft sehn wir auch für schädlich an, Was doch dein rath erwählet. 4. Drum gieb mir weisheit aus der höh, Mein vater, daß ich nicht Geht besteh Auf meinem eigenwillen; Sey du mein licht und lehre mich Nur deinen rath erfüllen. 5. Was dir gefällt, gefall auch mir, Zufrieden sey mein herz mit dir Bei allen deinen wegen; Und, was dir misfällt, laß mich nie In meiner seele hegen. 6. Tritt du zu mir und mache leicht, Was mir sonst fast unmöglich däucht. Reichst du mir deine hände, So kömmt, was angefangen ist, Gewiß zum guten ende. 7. Ist gleich der anfang etwas schwer, Und muß ich gleich ins tiefe meer Der bittern leiden treten: So stärke mich der glaub' an dich Und ein trostvolles beten. 8. Wer christlich betet, dir ver⸗ traut, Wird alles das, wovor ihn graut, Mit tapferm muth bezwingen. Du heißest seine sorgen fliehn, Hilfst ihm den sieg erringen. 9. Zwar rauh ist oft der tugend pfad, Den uns dein wort gewiesen hat; Doch, wer ihn muthig gehet, Wird endlich, herr, durch deinen geist Zu steter wonn' erhöhet. 10. Du bist mein vater, ich dein kind; Was ich bei mir nicht hab' und find', Hast du in voller gnüge. So hilf nun, daß ich meinen stand Wohl halt' und herrlich siege. 11. Dein sey, gott, aller ruhm und ehr: Ich will dein thun je mehr pPpP———————————1uA ꝓ und mehr Aus hocherfreuter seelen Vor deinem volk und aller welt, So lang' ich leb', erzählen. Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛc. nallen meinen thaten Laß ich 48. J dich, höchster, rathen, Der alles kann und hat. Du mußt in allen dingen, Soll etwas mir gelingen, Mein helfer seyn mit rath und that. 2. Nichts hilft mein banges sorgen Vom abend bis am morgen; Nichts meine ungeduld. Du magsts mit mei⸗ nen sachen Nach deinem willen machen: Ich traue deiner vaterhuld. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was dein rath ersehen, Und für mich nützlich hält. Ich nehm' es, wie du's giebest; Was du von mir beliebest, Das hab' ich völlig auch erwählt. 4. Ich traue deiner gnade, Die mich auf deinem pfade Vor allem übel schützt. Leb' ich nach deinen sätzen, So wird mich nichts verletzen, Nichts fehlen, was mir wirklich nützt. 5. Laß mich nur meiner sünden Vor dir vergebung finden, Und tilge meine schuld! Zum heiligungsgeschäfte Ver⸗ leih mir muth und kräfte, Und habe dann mit mir geduld. 6. Leg' ich zum schlaf mich nieder Weckt mich der morgen wieder Zu mei⸗ nes lebens pflicht; Irr' ich auf finstern wegen, Geh' ich dem leid entgegen, So giebt dein wort mir trost und licht. 7. An das, was du beschlossen, Will ich ganz unverdrossen, Mit froher hoff⸗ nung, gehn. Kein unfall unter allen Wird je zu schwer mir fallen; Mit dir werd' ich ihn überstehn. ö 8. Dir hab' ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Wie es dein wink gebeut; Es sey mein end' ver⸗ borgen, Es komm' heut oder morgen, Du weißt dazu die beste zeit. 9. So sey nun, seele, seine, Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat! Es 6) Von den Engeln. Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛc. u herr der seraphinen! 51. D Dem tausend engel die⸗ nen, Und zu gebote stehn; Gott, aller Erste Abtheilung. gehe, wie es gehe! Dein vater in Aschaarz höhe Weiß doch zu allen sachen rah eschütze Mel. Vor deinen thron tret' ꝛc. beistand 49 Mein auge sieht, o gu Z. De 388 nach dir; Von deim So laß throne hilf du mir! Mein heil kömm rer heili nur von deiner macht, Die diese mAeben, hervorgebracht. So mac 2. Getrost, mein herz! mein treuer 4. S Schafft, daß mein fuß nicht glei Laß ihn wird; Der mich behütet, schlumm heilig, re nicht, In finsterniß ist er mein lih Nein, w 3. Kein übel sey mir fürchterth so wie f Denn gottes rechte schützet mil„gn Durch seine treue vaterhand Wi Kein är was mir schadet, abgewandt. behutsar 4. Sein schutz gewährt mir sicherhl leben X Sein trost füllt mich mit freudigtl Denn d Er leitet mich auf ebner bahn, UIo. e nimmt mich einst zu ehren an. So füh 5. Herr! segne und behüte miumgang Du bist mein heil, ich hoff' auf di 2 ö Dein segen solg' aus dieser zeit Y ir un bis in jene ewigkeit. Me Mel. Befiehl du deine wege ze. immt gott, dem wir 6 50. N nanen, Nicht unst—5—— werks sich an: will er das haus u Sonder bauen, Vergebens baut man dan Warmt Will er die Stadt nicht schützen, L diese ge groß durch rath und macht, W. 0 wird der wächter nützen? Umshh Stärke ist's, daß er wacht. mich m 2. Was hilfts, daß spät und sih sc—0 Ihr eßt voll traurigkeit Das bi lind 5 der sorg und mühe, Und häust el 6 gram und leid? Was nützt der bas Dich summer, Da gott dem, der ihn lich dein1 Was er hat, wie im schlummer U welt be unerwartet giebt? e 3. Weil denn an deinem segt 4 H. Wie niemand läugnen kann, O goh im him: so viel gelegen: So segne du Mstets da dann. Laß deines sohnes segen D sam w. seele recht erfreu'n, So wird auf un sern wegen Gewiß auch segen sest geisterkönig! Ich binzwar viel zu wenh Um deinen ruhm recht zu erhöhen 54. 2. Doch preis ich deine güte Merheber dankbarem gemüthe Für deiner engi pater in schaar; Das menschliche geschlechte achen ral Beschützet deine rechte Durch ihren beistand in gefahr. 3. Doch sollen sie nicht weichen: So laß mich ihnen gleichen An wah⸗ rer heiligkeit. Wie sie nur tugend lieben, Und sie auch stets ausüben, So mach' auch mich dazu bereit. 4. Sie thun nur deinen willen; micht gleh Laß ihn auch mich erfüllen. Sie leben schlumm beilig, rein: O laß mich nichts beflecken; mein lit Nein, wenn mich schatten decken, Stets fürchterhh so wie sie, die sünde scheun. ützet mi„5. Hilf aug' und herz bezähmen, hand Wil Kein ärgerniß zu nehmen, Lehr' mich ndt. nir sicherht tret' ꝛc. ht, o gi Von deing heil könmm se diese m in treuerh leben Dem nächsten anstoß geben: freudiak Denn dieses stürzt in ew'ge pein. reudigg Ia 5 babn— 6. Wenn ich dann endlich scheide, n an. So führe mich zur freude In ihren Und in dem himmel droben (VO. ff' auf di D;% Leil N Dir und den engeln ähnlich seyn. ser zeit A Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. Herel du hast 1 V— reich Millionen heil'ger 5 haus m engel! Ihnen bin ich noch nicht gleich, Iman dan Sondern vielmehr voller mängel. Ach, schützen wann werd' ich auch so rein, Als wie lacht, I iehe geiter sent —— Umsh 2. Mich verführt noch fleisch und blut; Stärke mich bei der beschwerde; Rüste ät und frl mich mit kraft und muth, Daß ich hier ö Das Un schon auf der erde, Als dein erbe und dein häuft 1 kind, Immer; himmlisch sey gesinnt. ttder ban 3. Gieb mir weisheit, gieb mir fleiß, der ihn h Dich. o gott, recht zu erkennen, Laß mich lummer deines namens preis Gern auch vor der 6 welt bekennen, Daß ich darin auf der erd' Deinen engeln ähnlich werd'. 4. Herr! dein wille soll geschehn, Wie im himmel, so auf erden; Laß uns doch stets darauf sehn, Daß wir dir gehor⸗ sam werden; So in deinem willen ruhn, Wie die reinen geister thun. 7) Von dem Menschen Mel. O gott, du frommer gott ꝛc. wege ꝛe. dem wir R 52 einem segen inn, O goh gne du m s segen Di vird auf un segen sehn viel zu wen Umächti 5 g großer gott, .— 10. 54. A Wer kann dich g'nug ne x erhe 7 deiner eng heben; Du gabst der ganzen welt 6. Von den Engeln. behutsam seyn; Nie durch ein böses behüte mu Umgang ein: Da werd' ich dich recht 29 Mel. In allen meinen thaten ꝛc. 53 Wer zählt der engel heere, * Die du zu deiner ehre, O herr der welten schufst? Sie freu'n sich, deinen willen Gehorsam zu erfül⸗ len, Wie flammen schnell, wenn du sie rufst. 2. Sie eilen, in gefahren Den frommen zu bewahren, In seiner pilgerzeit. Sie freu'n, an deinem throne, Sich einst auch seiner krone, Wie ihrer eignen seligkeit. 3. Bekehren, gott, sich sünder Und werden deine kinder, Die dir dein sohn gewinnt; Dann jauchzen ihre lieder, Daß ihre neuen brüder Dem fluch entrissen worden sind. 4. Sie jauchzen deinem sohne, Daß du sie ihm zum lohne Für seine leiden giebst; Daß du sie trägst und leitest, Zum himmel vorbereitest, Und zärtlich wie ein vater liebst. 5. In solchen geister⸗chören Dich ewig zu verehren, Welch eine selig⸗ keit! Wer wird sie einst empfinden? Der, der entwöhnt von sünden, Sich, ihrer gleich zu werden, freut. 6. Giebst du, daß ich auf erden Kann ihnen ähnlich werden, Mir lust und stärke nur; So mag mich in gefahren Erhalten und bewahren Dein engel oder die natur. 7. Ich zittre nicht; ich schaue Auf dich nur; dir vertraue, Gott meines heils, ich mich Vergnügt, daß einst mit engeln Ich heilig; rein von mängeln, Dein antlitz schaue, vater, dich! 8. Wenn du zu ihren liedern, Zu mei⸗ nen höhern brüdern, Vor deinen thron mich rufst: Empor will ich mich schwin⸗ gen Und dank und preis dir singen, Daß du für mich auch engel schufst. 9. Sie, über mich erhoben, Sie lehren, dich zu loben, Mich ihren höhern dank. In deinem heiligthume Wird dann zu deinem ruhme Der ganze himmel ein gesang. und seiner Bestimmung. Bewegung, kraft und leben. Was geist und körper heißt, Was erd' und himmel schmückt, Hat deine huld gebaut, Die alles noch beglückt. — ⁊ꝓ EPꝓꝓ 2. Du schufst, ich dank' es dir, Auch mich zu deiner ehre, Und wolltest, gnädigster! Daß ich dein bildniß wäre. Darum hast du den geist, Der in mir lebt und denkt, Mir zur unsterblich⸗ keit Aus freier huld geschenkt. 3. O welch ein großer zweck, Dazu du, gott, mich schufest! Wie herrlich ist das glück, Wozu du mich berufest! Dir, höchster, ähnlich seyn, Wohlthä⸗ tig seyn, wie du! O wohl mir, wenn ich's bin! Hilf du mir selbst dazu. 4. Laß mir dies große ziel Doch stets vor augen schweben; Mein aller⸗ Kärkster wunsch, Mein eifrigstes be⸗ streben In allen meinem thun Sey dies, o gott, allein, Daß ich auch, so wie du, Gesinnet möge seyn. 5. Du bist der wahrheit freund; Laß mich auch wahrheit lieben, Und mit stets munterm fleiß, In allem dem mich üben, Was mich zur weis⸗ heit führt; Zur weisheit, die dich ehrt, Und allem beifall giebt, Was du uns selbst gelehrt. 6. Laß deine Heiligkeit Mich stets zum muster nehmen. Hilf mir die sünde fliehn, Die sinnlichkeit bezäh⸗ men; Nur das, was recht ist, thun, Des guten mich erfreun, Und dem, der's üben will, Auch gern behülflich eyn. 7. Gieb, daß ich, so wie du, Ein freund der menschen werde, Dem wohlthun freude macht, Der kummer und beschwerde Dem nächsten gern erspart, Sein leben ihm versüßt, Und wo er helfen kann, Zum helfen willig ist. 8. Noch bin ich weit entfernt, O gott, von diesem ziele; Du weißt, was mir noch fehlt, Und ich, ich selber fühle, Wie wenig ich dir noch Im guten ähnlich bin. O bilde ün mich ganz Nach dir und deinem inn. 9. Beglückt ist nur alsdann Mein lebenslauf auf erden, Wenn ich dir immer mehr Schon hier kann ähn⸗ lich werden. auch Mit dir vereinigt seyn, Und Erste Abtheilung. Dann werd' ich ewig herrlicht aus dem staube auf. Deih 2. Anr mich ohn' unterlaß, Gott, deiner güte freu'n. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 55— 55 D bin ich, gott; de. — 4 ist mein leben. Winein lied tröstlich ist mein ursprung mir; Dder dein. hast den odem mir gegeben; Maimich zun ganzes wesen kömmt von dir. Dierbaut v vater, riefst mich aus dem nichtsinn an Zum frohen anschaun deines lichts. 5. 2. Du gabst mir die vernünftümund un seele, Die nur so lang' im flestbebe; D lebt, Bis sie, daß ihr kein wohlsehspannt, fehle, Dein ruf zum bessern stamtind alle erhebt; Gedächtniß, willen und vid gott, stand, Hab' ich allein von deinpon deine hand. 3. Ach 3. Wenn ich auf meinen körzSo künst sehe, Den du so kunstvoll ausgebildtmir der So wird, o vater in der höhe! Messie verbre herz von ehrfurcht ganz erfüllt: Eiit welch jedes glied, ein jeder sinn, Reißt mideine wei zu deinem lobe hin. schmückest 4. Durch deiner vorsicht gnädih 4. Ich walten, Die mich von kindheit Und höre umfing, Bin ich bis hierher noch eich meine halten, So daß der tod vorübergingu finden Ich stehe noch und preise dich; Haschuf, D deine rechte schützet mich! Dain do. 5. Ich bin nicht werth der wofdregier güte, Die du, mein gott, an ndi Alun gethan; Beschämt empfindet masch leben gemüthe Die schuld, die ich nith ies alles läugnen kann. Ich habe, was Aanmne 1 sehr erschreckt, Vielfältig seel' u chöpfer f leib beflect. 6. 6. Ja, herr, ich habe meine glkoich' W. der Zu sündengliedern oft gemahthez: lie Vor dir fall ich in demuth niedegewege Bergieb, was ich nicht vecht bedagtch roig Verwirf mich, vater, nicht von dnein leib Schaff selbst ein reines herz in migeist stets 7. Hilf, daß ich dir zur ehre leh Und redlich thu', was dich erfreu Mel. Und geist und leib und glieder gehe, ö Zum dienste der gerechtigkeit! Da 7. ich bis in den tod dir treu, Und stelchöpfers ein freund der tugend sey. licht mein 8. Fällt dieses leibes hütte niedeleiner we Vollend' ich dieses lebens lauf: La, sein! gott, so richte du mich wieder Veichau'n, 1 ew'ges leben sey mein theil, So prehlicken, J ich ewig dich, mein heill 7. Von dem Menschen el. Es ist das heil uns kommen ꝛc. gott ꝛc. N 5 . ir, gott, sey preis und gott; de56. Didand gebracht! Dich soll ben. Vimein lied erheben! Ich bin ein wun⸗ mir; Oder deiner macht, Du schufst auch ben; Mimich zum leben! Mein ganzer leib dir. Dlerbaut von dir, Sammt einem jeden dem nichisinn an mir, Beweiset deine größe. zes licht) 2. Haupt, aug' und ohr, herz, nim fleistrubad und hand, Die ich zu dir er⸗ im fleishhebe; Die haut, so künstlich ausge⸗ n wohlsehfyannt, Der nerven fein gewebe, ssern stamlind alle glieder sagen mir: Ich sey, n und bao gott, ein werk von dir, Ein werk von deinwon deiner weisheit. „ 3. Ach hättest du mein auge nicht nen körtSo künstlich zubereitet: Was nützte ausgebilhmir der sonne licht, Der glanz, den öhe! Mesie verbreitet? Dann säh ich nicht, erfüllt: Emit welcher pracht, Du, herr, durch Reißt mideine weise macht, Was du erschaffen, schmückest.—.— h9t gnädig 4. Ich jauchze, daß ich sehen kann, kindheit Und hören und empfinden, Froh bet' er noch eich meinen schöpfer an: Ihn überall orüberginzu finden, In allen werken, die er dich; Heschuf, Das ist mein seligster beruf, ch; Heschu Mein lobgesang und opfer. 5. Wer leitet meines lebens lauf? —— Rrohregfert des herzens schläge? Bewegt die lung' und schwellt sie auf, Damit Gott ist es, der mir? Ach, möchte meine seele dein misch leben möge? e ich nitdies alles thut. Schlag', herz! ent⸗ ö amme mich, mein blut! Daß ich den schöpfer preise. ö ine gll 6. O pries' ich, höchster, immer meine guhich, Wenn ich die sinnen brauche, ft gemachtzz fers—— uth niedadeh lieg; und ausruh', oder mich bt bedach dewege, athme, hauche! Gieb, daß Und daß ht von mnein leib ein tempel sey, Worin dein erz in meist stets wohne. rehre lehi ich erfre Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. zlieder gebe⸗ ott werde stets von dir keit! 95 7. G erhoben, Du, deines ch ewig dein mich freu'! licht meinen vater loben, Den jedes itte niedereiner werke preist? Er schuf mich dich, lauf: da, sein bild zu seyn, Ihn einst zu vieder Beuchau'n, mich sein zu freu'n. auf. Deil 2. Anmuthig, prächtig zum ent⸗ , So prellücken, Ist gottes ganze körperwelt. reizt mich hier Selbst jede jahreszeit. und seiner Bestimmung. 31 Wer zählt die reize, die sie schmücken? Was ich hier sehen kann, gefällt! Und dennoch kann sie nicht, wie schön, Wie wundervoll sie sey, verstehn. 3. Für geister nur, und nur fuͤr seelen, Die zu den geistern gott er⸗ hob, Sind sie so herrlich! sie erzäh⸗ len Nur ihnen meines schöpfers lob. O seele! jauchze, daß der ruf Der allmacht dich zum geiste schuf. 4. Gott! ich kann denken; ich ge⸗ winne, Weil ich zu einem geiste ward, Durch die empfindung meiner sinne, Gedanken tausendfacher art; Groß, mannigfaltig ist ihr heer, Und doch wird ihrer täglich mehr. 5. Ich kann sie sammeln und verbin⸗ den, Und trennen, wie es mir gefällt; Die welt empfinden, mich empfinden, Weit unterschieden von der welt. Zu tausend thaten hab' ich kraft! Wer giebt sie? gott, der alles schafft. 6. Wie feurig dürstet meine seele Nach glück und lust und seligkeit! Nur, daß ich oft betrogen wähle, Was mich nach dem genusse reu't. Doch, das ist, vater! meine schuld; Vergieb sie mir nach deiner huld. 7. Begabt mit wundervollen sinnen, Mit freiheit, mit vernunft von dir, Sollt' ich nur dich, gott! lieb gewin⸗ nen, Dich nur: und was gebräche Mit allen ihren kräften seyn! 8. Gott, meine lust sey, dich zu ken⸗ nen, Dich, urquell der vollkommenheit! Von deiner liebe ganz zu brennen, Das sey mir ruhm und seligkeit. Bin ich durch ehristum nur mit dir Vereint, mein gott, was fehlet mir? Mel. Nun sich der tag ꝛc. ch bin, o gott, dein eigen⸗ 58. 56. thum: Auf ewig bin ich dein. Mein größtes glück, mein wah⸗ rer ruhm Ist ewig dein zu seyn. „Und stelchöpfers bild, mein geist! Sollt' ich 2. Du gabst mir den vernünft'gen geist, Bewundernd einzusehn, Wie herr! deine schöpfung preist; Mit ihr dich zu erhöh'n. 3. Was um mich ist, verkündigt mir, Gott! deine herrlichkeit. Zu ihrem preise I. Und ich, ich sollte fühllos setn, Und dich, herr! rühmen nicht? Ein herold deines ruhms zu seyn, Dazu bin ich verpflicht't. 5. O mache dieser pflicht mich treu, So treu, herr, als ich soll. Mein herz, mein mund, mein wandel sey, Stets deiner ehre voll. 6. Wer dich verehrt, hält dein ge⸗ bot; Ihm ist's nicht last, nicht pein. Drum gieb auch mir die kraft, o wissen Gefühl von recht und unn gott! Gehorsam dir zu seyn. 7. Was du befiehlst, gut, Du willst nur unser heil. Wohl dem, der deinen willen thut, Du bist sein trost und heil. 8. Er wandelt hier auf ebner bahn; Und selbst in traurigkeit Schmeckt er, dir, höchster! zugethan, Durch dich zufriedenheit. 9. Nach hier vollbrachter prüfungs⸗ zeit Nimmt ihn der himmel ein. Herr! laß nach dieser seligkeit Mein ganz bestreben seyn. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. 59 O gott! ich preise deine güte, Die mich so wun⸗ derbar erschuf, Und mit frohlockendem gemüthe Verehr' ich deinen schöpfers⸗ ruf, Ein herold deines ruhms zu seyn; Und deiner wunder mich zu freun. 2. Du gabst zum denken und em⸗ pfinden, Allgütiger, mir diesen geist, Der zwar zu schwach ist, zu ergründen, Wie herrlich du, mein schöpfer! seyst; Jedoch, was du an mir gethan, Er⸗ kennen und bewund ern kann. 3. Und diesen geist, der in mir denket, Schufst du nicht blos für diese zeit. Du hast mir, vater, ihn geschenket Zum leben in der ewigkeit, Um da vollkommner zu verstehn, Was sterbliche nur dunkel sehn. 4. Zu eng sind dieses lebens schran⸗ ken Für seinen forschenden verstand. Der keim zu höheren gedanken, Als je ein sterblicher erfand, Entwickelt sich erst nach der zeit Im hellern licht der ewigkeit. 5. Ihn sättiget kein guth der erde; Kein zeitlich glück, so groß es sey, ist für uns ein, Daß böse böses leiden müsf Und tugendhafte glücklich seyn, E kennt er; doch sieht er noch ni Den richter hier schon im gericht. 8. Dem tugendhaften ist hienied Oft ein sehr widriges geschick à lobs für diese zeit beschieden; D lasterhaften oft viel glück. Gewi erst eine andre welt Ist zum verg tungsort bestellt. 9. Gott, wenn mein geist dies üh leget, So hofft er schon unsterbl keit. Noch stärker fühl' ich mich! weget Beim licht, das mir dein verleiht; Da seh' ich weit gewisser Daß ich auch einst soll selig seyn, 10. Herr! laß zu jenem bessern ben Mich täglich hier die aus streu'n. Laß deinen geist das wol geben Und das vollbringen auch 9 leihn. Sey stets mein trost in allem leid, Mel. Allein gott in der höh ꝛe. ie wichtig ist doch 60. beruf, Den uns herr gegeben! Gott, als uns di liebe schuf, Da schuf sie uns zum leht Zum leben, welches ewig wäh Das weder leid noch angst beschwi Willst du uns hier erziehen. 2. Nicht hier ist unser vaterlah Allein bei dir, gott, droben; Da der ort, wo deine hand Das glückn aufgehoben, Das nie ein traurig nimmt. Hier sind wir nur von! bestimmt, Uns dazu anzuschicken. 3. O laß mir doch dies große Durch nichts verrücket werden! hilfts, wann ich auch noch so viel gütern dieser erden; Von ehre, 1 O wonne der unsterblicht h 8. und lust tüchtig b 4. De Laß mich tage haf mich in u aben, Am ers Damit Mel * schen gi kräfte heiligkei vor dir 2. W kinder, Da ist dig, ar weishei sollte, Mit fre und zu 5. 5 Rührt, als die die grö keiten 6. 2 mit ste denlieb. W len, W 7. O wir, hig wend erfreu. E welt Sih tellt. rabgesuns herrlichtz rde trund dieser z indet nih n versprich rch sein g und unrit iden mü seyn, E noch ni gericht. ist hienied eschick Z edenz D ck. Gew zum verg st dies üh unsterbli ich mich! ir dein i. gewisser elig seyn, n bessern die aus t das wol en auch! nsterblicht allem leid r höh ꝛe. ist doch Den uns ls uns des ns zum leht ewig wäh gst beschws hen. er vaterlan ben; Da Das glückn traurig el nur von zuschicken. ses große derden! ch so viel K n ehre, 90 und lust gewinn, himmelreich zu erben? 4. Dein pilgrim bin ich ja nur hier, Laß mich dies nie vergessen Nur wenig tage hast du mir Zur wallfahrt zuge⸗ esfen. Schnell, wie ein traum, sind sie vollbracht, Und dann wird dieser erde pracht Auf ewig mir vergehen. 5. Drum laß des himmels herrlich⸗ keit Mich stets vor augen haben. Laß mich in meiner übungszeit Um jene beßre gaben, Die mir im tode nicht entfliehn, Am ersten und mit ernst bemühn, tüchtig bin, Dein 8. Von der Sünde und dem Verderben des Menschen. 33 Wenn ich dabei nicht 6. Ein herz, das dich, o vater! liebt, Und deines sohns sich freuet; Das durch den glauben tugend übt, Und sich vor sünden scheuet: Ein solches herz, das wird allein Sich ewig deiner Han freun, Und einst dein antzlitz schauen. 7. Und solch ein herz das wollst du mir, Gott, aus erbarmen geben, Damit ich möge auch schon hier Nach den gesetzen leben, Die selbst im him⸗ mel güllig sind; Bis ich als dein 12800 kind Zu deiner freude gehe. Damit ich nicht einst darbe. 8) Von der Suͤnde und dem Verderben des Menschen. Mel. Wo soll ich fliehen hin ꝛc. 61 u, der kein böses thut! * Du schufst den men⸗ chen gut; Du, höchster, gabst ihm fräfte Zum seligen geschäfte, In heiligkeit zu wandeln, Stets recht vor dir zu handeln. 2. Wo ist der unschuld ruhm; Ach! wir, dein eigenthum, Wie tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt unter allen Ein mensch ganz rein von sünden Vor dir, o gott, zu finden? 3. Hier ist kein unterschied. Dein helles auge sieht Auf alle menschen⸗ kinder, Und find't sie alle sünder; Da ist vor dir, herr, keiner Unschul⸗ dig, auch nicht einer. I. Verderbt ist unser sinn. Die weisheit ist dahin, Die uns regieren sollte, Nur, was dein wille wollte, Mit freudenvollen trieben Zu wählen und zu üben. 5. Der sinne lust und schmerz Rührt, leider! unser herz Mehr, als die höheren freuden, Mehr, als die größern leiden, Die wir auf ewig⸗ keiten Selbst unserm geist bereiten. 6. Dir folgen, dünkt uns zwang. Des herzens böser hang Reißt uns mit starkem triebe Zu schnöder sün⸗ denliebe. Ach, können wir wohl zäh⸗ W len, Wie oft wir vor dir fehlen? 7. O herr, gieb uns dein licht, Daß wir, was uns gebricht, Beschämt vor dir erkennen, Und von dem ernst entbrennen, Der sünde zu entsagen, Der beßrung nachzujagen. 8. Wohl dem, der sie gewinnt! Gott, so verderbt wir sind, So willst du uns doch heilen, Und kräfte uns ertheilen, Schon wiedrum auf erden Dir gleichgesinnt zu werden. 9. Herri diese deine huld Laß uns durch unsre schuld Nicht freventlich verscherzen. Erwecke unsre herzen, Dir nicht zu widerstreben, Damit wir ewig leben. 62 ott, du bist heilig und * gerecht In allen deinen wegen. Vor dir bleibt nicht ein böser knecht; Den frommen krönt dein segen. Auf ihm ruht deine vaterhuld; Der böse träget seine schuld; Ihn treffen deine strafen. 2. Du bist der richter aller welt. Nach heiligen gesetzen, Die deine weisheit festgestellt, Mußt du die menschen schätzen; Mußt übertretern strafe dreun, Und, wenn sie sich vor dir nicht scheun, Die strafe auch vollziehen. 3. O herr! dein heiliges gericht Entdeck ich schon auf erden. Du lässest, fürchten wir uns nicht, Uns hier schon innen werden, Daß du auf unsrethaten siehst, Und ein gerechter richter bist, Das böse heimzusuchen. 3 Mel. Nun freut euch ꝛe. ————— ———— —— 3⁴ Erste Abtheilung. 8. 4. Es klagt uns das gewissen an, Wenn wir dir widerstreben, Und sagt, daß wir unrecht gethan Durch unser böses leben. Es raubet uns die inn're ruh', Und spricht uns die vergeltung zu, Die missethat verdienet. 5. Oft stäupst du hier den sünder schon Für seine bösen thaten, Und lässest ihn in schmach und hohn Und andre noth gerathen. Hat ihn der sünden⸗ lust erfreut, So muß er auch das herzeleid, Das sie gebiert, empfinden. 6. Jedoch, o herr! zur besserung Strafst du noch hier die sünder, Und züchtigst auch zur heiligung Oft deine trägen kinder. Wohl dem, der deinen willen lernt, Und sich vom sündenpfad entfernt, Und deiner zucht rngerich 7. Den aber trifft dein zorngericht, Das ohn' aufhören währet, Der in der zeit der gnade nicht Sich recht zu dir bekehret. Er hat veracht't sein ewig heil. Drum wird er dort, herr, keinen theil An deinem himmel haben. 8. Herr! dies bezeugt dein klares wort. Wahrhaftig ist dein dräuen. So hilf denn, daß wir immerfort Den weg der sünde scheuen. Erbarm' dich unser allesamt, Daß niemand unter uns ver⸗ dammt, Ein jeder selig werde. Mel. Alle menschen müssen sterben ꝛc. 63 G'r gott, erhab'nes we⸗ * sen, Das voll segnender begier, Menschen sich zum dienst erle⸗ sen! Ach! was ist der mensch vor dir? Wenn ich deine größ' erwäge; Und, was ich bin, überlege: O wie niedrig und wie klein Muß ich mir nicht selber seyn? 2. Ach, es herrscht der trieb zur sünde Mächtig oft in dem gemüth, Und macht mich zu-einem kinde, Das vor seinem vater flieht. Ach, ich seh' mit reuꝰ und schrecken Tausend fehler, tausend flecken, Und in der verderbten brust Regt sich öfters böse lust. 3. Was ich gutes an mir habe, Ist von deiner vaterhand. O wie manche gute gabe Hast du, herr, mir zugewandt; Selber auf dem sündenpfade Trägt mich schonend deine gnade. Nähmest du zurück was dein, Ach! was würd' mpu selbst übrig seyn? stärke mit 4. Doch die menge deiner gahthaft herz Klagt nur meinen undank an, Wi 5. Set ich sie oft ganz vergraben, Oder A.Herr, dur mit groß gethan; Oft voll leichist ich nicht sie verschwendet; Und zu sünden hsündlicher gewendet. O wie häuft sich miß widerstehe schuld Durch verachtung deiner huh 6. Unt 5. Sieh', hier lieg ich in dem sin Hilf mir be Tief vor dir, mein gott, gebüt Unter dei Doch mein demuthsvoller glaube, dein will auf meinen heiland blickt, Hofft kann dei deine vatergüte, Und mein tief besch⸗ hier an gemüthe, Das den muth ri ganzzn 7. Rei lor, Hebt sich noch zu dir empor. mir drob 6. Ja, die wunder deiner li niemals Ziehen ganz mein herz zu dir. A mir sich erhalte selbst die triebe Treuer daf kämpfen barkeit in mir. Vater! laß d 8. So schwache lallen Meines lobes dir so hilf 1 fallen. Bilde mich, dein eigenthil deine kre Ganz zu deines namens ruhm. nen lebe 7. Meine kräfte, meine gliei händen Sind zu deinem dienst bereit. Hu ich falle vor dir nieder Voller ehn Mel.? bietigkeit. Deinen willen thun 1 leiden, Sey die quelle meiner freud 6* Gott und herr der ganzen welt, NDie que mit mir, was dir gefällt. schen ni aus gne Mel. Herr, ich habe mißgehandelt u. 6⁴4 H 8 du kennest mein i 2* derben, Ach! es regt! meiner brust, Wie bei allen adai. Mel. erben, Sich noch immer böse l 66 Die mein herz, herr, von dir neih* Und viel böse thaten zeuget. dank er 2. Wie verderbt sind meine weil unserm Wie verkebrt mein eigner sinn! Nleben. empfind' es, gott, wie träge Ich ii ist, De zu gehorchen bin. Ach! wer will ehrist E vom hang zum bösen Mich doch en) 2. N lich ganz erlösen? Kam er 3. Hilf mir durch den geist di unsrer gnaden Von der angeerbten noth ter uns Heile meiner seelen schaden Dun hat sei des mittlers kreuzestod; Tilge all nach k meine sünden; Laß mich vor di mel au gnaden finden. 3. 4. Deinen willen hier auf erdel Hier is Zu vollbringen wird mir schwen davorl Soll ich dazu tüchtig werden, Muß heil der würd' npu selbst von oben her Kraft und ärke mir verleihen, Und mein sünd⸗ aft herz erneuen. 1 5. Schaffe dann ein reines herze, „Oder l.Herr, durch deinen geist in mir, Daß l leichtstich nicht mein heil verscherze; Laß der sün den g fündlichen begier Mich mit nachdruck sich miß widerstehen, Und auf deine hülfe sehen. einer huh 6. Unter wachen, beten, ringen, n dem sn Hilf mir selbst mein fleisch und blut tt, gebür Unter deinen willen zwingen; Denn glaube, Idein wille, gott, ist gut. Was nicht Hofft g kann dein reich ererben, Laß schon ief beschü hier an mir ersterben. ist ganzn 7. Reize mich durch jene krone, Die empor. mir droben beigelegt, Daß ich meiner deiner li niemals schone, Wenn die sünd' in dir. M mir sich regt; Hilf mir selber muthig reuer da kämpfen, Alle böse lüste dimpfen. laß 9 8. Soltt' ich etwa unterliegen; O st einer gah an, 2 0 9 bes dirso hilf mir wieder auf! Laß durch eigenthu deine kraft mich siegen, Daß ich mei⸗ ruhm. nen lebenslauf Unter deinen treuen eit 0 händen Möge gut und selig enden. reit. He zoller ehn Mel. Wo soll ich fliehen hin, weil ꝛe. thun ein gott, dir ist bewußt iner freud 65. M Die inn're böse lust, welt, NDie quelle meiner sünden, Die men⸗ schen nicht ergründen. O heile du aus gnaden Der seele tiefen schaden. handelt n. 8. Von der Sünde und dem Verderben des Menschen. 35 2. Des bösen herzens grund Wird oft durch thaten kund, Die mich vor dir verklagen Und mein gewissen nagen. Herr, willst du sie bestrafen, Wer wird mir rettung schaffen? 3. Ich habe wider dich, Den näch⸗ sten und auch mich Vielfältig, herr, gehandelt; Ich bin den weg gewan⸗ delt, Der menschen von dir wendet, Und sich mit schrecken endet. 4. Ein jegliches gebot Zeugt wider mich und droht, Weil ich(dies schlägt mich nieder) Nur gar zu oft dawider Gedacht, gethan, gesprochen, Und deinen bund gebrochen. 5. Verwirf mich nicht von dir; Hilf, herr, erbarmend mir! Er⸗ neuere meine seele, Daß sie nur gu⸗ tes wähle. Wer kann mich sonst vom bösen, Als du, o herr, erlösen? 6. Drückt mich der fünden joch Gleich mächtig, so bleibt doch Weit mächt'ger deine gnade; Wie groß auch nun mein schade, So kannst du ihn doch heilen, Und leben mir er⸗ theilen. 7. Hat sonst des fleisches macht In mir ihr werk vollbracht: So gieb mir lust und stärke, Daß ich nur gute werke Beschließe und vollbringe, Und ewig dir lobsinge. est mein g es regt len adam Mel. Sey lob und ehr' dem höchst. ꝛr. r böse lu uf, ehristen, laßt uns n dir neih 66. A unsern gott Mit frohem et. dank erheben! Er hat nicht lust an neine wen unserm tod, Will, daß wir ewig r sinn! Nleben. Was uns zum heile nöthig äge Ich iist, Das hat er uns durch jesum wer wil christ Erbarmungsvoll bereitet. ch doch en) 2. Nach seinem gnadenvollen rath Kam er, sein sohn, auf erden. Von n geist du unsrer schuld und missethat Ein ret⸗ bten noth ter uns zu werden. Er ward's; und aden Dur hat sein werk vollbracht, Und sich Tilge al nach kurzer grabesnacht Gen him⸗ ich vor di mel aufgeschwungen. 3. Wo ist des todes herrschaft nun? auf erdel Hier ist sein überwinder. Die furcht mir schwer davor hinweg zu thun, Starb er, das 9) Von der Erloͤsung des Menschen. die bahn, Die von der erd uns himmel⸗ an Zur ew'gen wonne leitet. 4. Wie hat uns doch der herr so lieb! Wie sucht er unser bestes! Er giebt für uns aus freiem trieb Sein liebstes und sein größtes. Preis ihm! der so viel an uns thut. Preis seinem sohn! der uns zu gut Sich bis zum tod erniedrigt. 5. Was er zu unserm glück verschafft, Das ist in seinen händen. Sein ist das reich, sein ist die kraft, Das heil uns zuzuwenden, Das er so liebreich uns erwarb, Als er für uns am kreuze starb. Wohl allen, die ihm trauen. 6. O laßt uns ihm uns anvertraunn Und seine stimme hören; Auf seine mittlers⸗hülfe baun, Ihn mit gehorsam den, Muß heil der sünder. Gebrochen ist uns nun ehren. Das ist der weg zum ew'gen 3* 36 Erste Abtheilung. wohl; Der weg, auf den man friede⸗ voll Auch schon auf erden wandelt. 7. Herr leite selbst uns diesen pfad! Zeuch uns zu deinem sohne! Daß glaub' an ihn auch mit der that In unsern herzen wohne. So haben wir an sei⸗ nem heil, Zur freude für uns, ewig theil; So preisen wir dich ewig. Mel. Von gott will ich nicht lassen. 67 Erbebt den herrn, ihr from⸗ * men! Er hält, was er verspricht. Der heiland ist gekommen, Der völker trost und licht. Gott, der uns nicht verstößt, Hat uns zum heil und leben Selbst seinen sohn ge⸗ geben; Durch ihn sind wir erlöst. 2. Erlöst! o welche liebe Hat uns der herr erzeigt! Mit welchem vater⸗ triebe Sein herz zu uns geneigt! Von seiner himmel thron Kömmt, rettung vom verderben Uns sündern zu erwerben, Sein eingeborner sohn. 3. Er kömmt zu uns auf erden In tiefer niedrigkeit, Nimmt auf sich die beschwerden Von unsrer pilgerzeit; Enthält sich seiner macht, Verleugnet himmelsfreuden, Bis er durch todes⸗ leiden Sein großes werk vollbracht. 4. Er hat's vollbracht! o bringet Gott euren lobgesang. Erlöste men⸗ schen, singet Dem mittler ewig dank, Wo niemand helfen kaun, Da hilft er gern aus gnaͤden, Heilt unsrer seelen schaden. O nehmt ihn gläubig an. 5. Du freund der menschenkinder! Verwirf uns, jesu, nicht. Dein name, heil der sünder, Ist unsre zuversicht. Gieb unsern seelen ruh; Hilf jeden reiz zu sünden Uns glücklich überwinden! Gieb muth und kraft dazu. 6. Dich wollen wir erheben Hier und in ewigkeit, Wo uns ein beß'res leben Vor deinem thron erfreut. Dann sind wir ewig dein, Und nichts wird uns mehr fehlen; Dann werden unsre see⸗ len Vollkommen selig seyn. Mel. Werde munter, mein gemüthe. 68 Evae liebe, mein gemüthe * Wagt mit kindlichem vertraun, In den abgrund deiner güte Ehrfurchtsvoll hinab zu schaun, Allen kummer zu zerstreun; Ihn ö größe mich zu freun; Durch 11 0 min schaun schon auf erden Herrlich y. entzückt zu werden. durchdenke 2. Ich verehre dich, o liebel d liebt du dich erbarmet hast, nd aus freßhe edlen triebe Den allweisen rath geftumringt Der verdammnißwerthen welt, Dudu ottes ein theures lösegeld, Durch des ewissen nen sohnes sterben, Gnad' und fi 3. Ich heit zu erwerben. i 3. O ein rathschluß voll erbämtund doch Voller huld und freundlichkeit! Welt uns hülflosen armen Gnade, trost 12—— hülfe beut. Liebe, die den sohn krath Von schenkt, Der mit dir die welten ladas göttli Um die sünder zu erretten Aus sherz empf schweren sündenketten. 5. Feh 4. Doch, du hast, o weise Uhehrist Ni Eine ordnung auch bestimmt, Wicht gott darinnen jeder bliebe, Der am shangstooll Sin ubt l ihm te den mi 6. Iste er glaubt, Und ihm treu ergaSg' bleibt, Der soll nicht verloren Hägott 1, Sondern heil und leben sehen. foll nicht 5. Da du keinen zum verdem 7., Nei Ohne grund bestimmet hast: Tragpeit Soll sünder, wann sie sterben, Ihrer eiglSch fühle bosheit last. Wer nicht glaubt an fest am nen sohn, Der hat noth und tod in 8. Ich lohn: Sein muthwillig widerstrehund auch Schließt ihn aus vom heil und lehldes höch 6. Ewig sey mit dank besungen, Wich leb' dein rath beschlossen hat: Mit uns yy 9. D sen engelzungen Diesen weisen heilgraft, I rath, Den der glaub' in demuth ei woll Die vernunft erstaunend hört, WZu allen der engel tiefen findet, Die er n 40. S mals ganz ergründet. Mit rein 7. Liebe, laß mich dahin streben, Mifreude i nes theils gewiß zu seyn. Richte selhewissen 1 mein ganzes leben So nach deinem us 11. U len ein, Daß des glaubens furcht ukränkt, kraft, Den dein geist selbst in MWeiß ich schafft, Mir zum zeugniß dienen mög Und thu Ich sey auf dem rechten wege. 12. J 8. Laß mich einst dich selbst anschaulland, le Und vor deinem throne stehn: So nherde Ern werd' ich ohne grauen Meinem IIWo ich entgegen gehn: Keine kreatur wil 13. K mich, Den du liebest, ewiglich Deinshier Fü huld entreißen können, Noch von disist dies ner liebe trennen. von her x Mel. Ich dank' dir schon durch ꝛc. edanke, der uns leben 69. G giebt Wer kann dich ganz jiebe!„durchdenken? Also hat gott die welt 13— Ageliebt, Uns seinen sohn zu schenken. aus freitt 2. Hoch über die vernunft erhöht, ath gefümringt mit finsternissen, Erhebst 515 15. gottes majestät, Und stillest mein ch des gewiffen. d' und sien 3. Ich kann der sonne wunder nicht, Noch ihren bau ergründen; lerbarneind doch kann ich der sonne licht Und it! Weltihre kraft empfinden. e, trost 6 4. So kann ich auch nicht gottes n sohn trath Von jesu tod ergründen; Allein pelten ladas göttliche der that, Das kann mein n Aus herzempfinden. 5. Fehlt mir der trost, daß jesus weise Uchehrist Nicht meine schuld getragen; mmt, Ticht gott und mein erlöser ist: Wie r am scangstooll werd' ich zagen! in den ud 6. Ist ehristi wort nicht gottes sinn: en erge So werd' ich irren müssen, Und wer oren gehgott ist, und was ich bin, Und werden ehen. foll, nicht wissen. 1 verden 7. Nein, diesen trost der christen⸗ ist: Tratheit Soll mir kein spötter rauben; öhrer eiglSch fühle seine göttlichkeit Und halte aubt an fest am glauben. ind tod n g. Ich bin nun ganz dein eigenthum, widerstehund auch des himmels erbe: Dies, sohn lund lelides höchsten! ist mein ruhm, Auf den ungen, Wich leb' und sterbe. Rit uns u 9. Du giebst mir deines geistes eisen heilhkraft, Im glauben mich zu stärken; demuth ehDer wollen und vollbringen schafft hört, Wu allen guten werken. Die er sn 40. So lang' ich gottes willen gern Mit reinem herzen thue: So fühl' ich treben, Mifreude in dem herrn, Und im ge⸗ Richte selhwwissen ruhe. deinemus 11. Und wenn mich meine sünde s furcht ukränkt, Und ich zu dir, herr, trete, lbst in Weiß ich, daß dein herz mein gedenkt, ienen mögund thut, warum ich bete. wege. 12. Ich weiß, daß du, mein hei⸗ st anschaulland, lebst, Und mich einst aus der hu: So nerde Erweckst und dann dahin erhebst, Neinem UWo ich dich schauen werde. reatur wir 13. Kann unsre lieb' im glauben glich Deinshier Für dich jemals erkalten? Doch och von disist dies liebe nur zu dir, Dein wort von herzen halten. 9. Von der Erlösung des Menschen. 37 14. Erfüll' mein herz mit dankbar⸗ keit, So oft ich dich nur nenne, Und hilf, daß ich dich allezeit Treu vor der welt bekenne. 15. Soll ich dereinst noch würdig seyn, Deswegen schmach zu leiden, So laß mich weder furcht noch pein Von deiner liebe scheiden. 16. Ja, sollt' ich gleich nicht für und für Des glaubens freud' empfinden, So lebe er doch so in mir, Daß er mich schütz' vor sünden. 17. Hat gott uns seinen sohn ge⸗ schenkt(Laß mich noch sterbend denken): Wie sollt' uns der, der ihn geschenkt, Mit ihm nicht alles schenken? Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott? ꝛc. ott, der du für uns dei⸗ 70. G nen sohn gegeben: Wer kann doch gnugsam deine huld erhe⸗ ben? Wie herrlich zeigst du im erlö⸗ sungswerke Der gnade stärke! 2. Dein ew'ger sohn stirbt für die menschenkinder; Der heiligste tritt an die statt der sünder; Der seligste be⸗ giebt sich seiner freuden, Für uns zu leiden. 3. Er wird das lamm, das aller sünden träget, Drauf du die strafe weislich selbst geleget: Daß du die schuld an den verlornen schaafen Nicht dürftest strafen. 4. Was ist der mensch, daß du sein so gedenkest, Und deinen sohn ihm zum versöhner schenkest? Was findest du an mir und an uns allen Für wohlgefallen?. 5. Verdient verachtung gütiger ge⸗ setze, Verdient verschwendung ftesaöd⸗ barer schätze, Verdient gehäufte gröb⸗ liche verschuldung So viele duldung? 6. O welche tiefe deiner menschen⸗ liebe? Wer faßt, o gott, die größe ihrer triebe? Du thust weit mehr zu unserm wohlergehen, Als wir verstehen. 7. Ach lehre mich recht deine huld erkennen, Voll zuversicht dich meinen vater nennen, Und zum gehorsam dir mein ganzes leben Willig ergeben. 8. Was mir dein sohn, da er für mich gestorben, Von deiner huld 38 durch seinen tod erworben, Das werde mir zu meinem ew'gen heile Nun auch zu theile. 9. Dein friede wohne stets in meinem herzen, Und tröste mich bei des gewissens schmerzen; Dein geist sey mit mir, dei⸗ nen guten willen Treu zu erfüllen. Mel. Wenn mein stündlein ꝛc. ott, hätte dein geliebter 71. G sohn Sich mein nicht angenommen, Und wär' er nicht von seinem thron Zu uns herab gekommen, So müßte mir vor ew'ger pein, Ge⸗ rechter richter, bange seyn, Um meiner sünden willen. 2. Doch er schafft dem gewissen rast, Nun darf ich nicht verzagen. Denn meiner sünden schwere last Hat er für mich getragen. Am kreuz versöhnt er mich mit dir; Da hue sein blut, damit er mir Die seligkeit erwürbe. 3. Wohl mir, mein herz schöpft neuen muth, Faßt kindliches vertrauen. Ich kann auf seinversöhnend blut Mein ewig heil nun bauen. Dies blut, das mich gereinigt hat Von aller meiner misse⸗ that, Wird ewig, ewig gelten. 4. Hinweg mit banger kümmerniß, Sehy, seele, voller freuden! Dein heil ist dir nun ganz gewiß: Von gott kann dich nichts scheiden. Was dir des höchsten sohn erwarb, Da er in schmach und martern starb, Kann dir kein satan rauben. 5. Nichts nützet die gerechtigkeit, Die stolz auf werke bauet; Der ist von seinem heil noch weit, Der eignen kräf⸗ ten trauet. Er erntet schaden statt des lohns: Nur die gerechtigkeit des sohns Macht uns gerecht und selig. 6. Auch mich macht sie gerecht, weil ich Sie fest im glauben fasse; Auch ewig selig macht sie mich, Weil ich nicht von ihr lasse. Gott, der erfüllt, was er verheißt, Erhält auch mich durch seinen geist In seines sohns gemeinschaft. 7. Du, vater, warfest unsre schuld Auf deinen sohn, als bürgen. Du, jesu, ließest in geduld Dich, als ein lamm, erwürgen. Du, geist, theilst dieses heil uns zu. In alle ewigkeit sey du, Dreieiniger, gepriesen. Erste Abtheilung. Mel. Es ist das heil uns kommen u. oder: Lobsinget gott, und ꝛc. 72 Her uns, aus unsrer Mel. 6 dennoth Ist It N63 erworben. Der herr will nicht desC. ders tod. Was adams fall verdondie sünde Hat er aus gnaden uns ersetzt. ürge sey werth sind wir vor ihm geschätzt! Nahmst. groß ist sein erbarmen. Trugst ih 2. Selbst seinen eingebornen sund frei Sandt' er zu uns auf erden, Von 2. Du verdienten sündenlohn Ein retter Gebor'n e zu werden. Er kam und mit ihm nin früher heil; Er kam, am ew'gen leben beschwerd Uns wieder zu erwerben. weisheit 3. Wo ist, o tod, dein stachel udest du Hier ist dein überwinder. Für m 3. An schuld genug zu thun, Starb er, das Verließest der sünder. Wo ist nun, sünde, diugendlat kraft? Hier ist er, der uns kräfte schvaters w Dein joch von uns zu werfen. du dich, 4. Gelobt sey gott! gelobt seinsZum ant Der retter unsrer seelen! Nun kann A. Deit auch auf erden schon Das wahre Auf dich nicht fehlen; Getrost und froh in dies ist zu seyn, Wenn wir uns nur dem heil gefallen weih'n, Den gott für uns verorduvor der 5. Was er zu unserm glück versch gestellt 2 Das ist in seinen händen. Sein isi 5. Zw reich, sein ist die kraft, Das heil Den ad zuzuwenden, Das er so liebreich an dir erwarb, Als er für uns am inprüfunge starb. Wohl allen, die ihm tramtdes siegs 6. Olaßt uns ihm uns anvertum held, und Und niemals sein uns schämen; und jau seine mittlershülfe bau'n, Und sein 6. auf uns nehmen. Das ist der rath Zun zum 27 170 Der weg, Dol r man friedevoll Au on auf e wandelt. 0 16 lasters 7. Herr, laß uns diese seligkeit Ainüden über alles schätzen. Nie können gudigtest g dieser zeit Den mangel uns ersehl. Wenn uns das größte gut gebil Mit au Ein reines herz voll zuversicht Zu ho herr, gott, unserm vater! tigstes 8. O lenk' auf dies erhab'ne guthum b0 Der seele stärkste triebe! Zeuch mäcldie we Uabe herz zurück Von hers emuclt 8. liebe. An dem uns theu'r erworhu macht, heil Laß uns im wahren glauben iiit/ Stets suchen und behalten. 38 m kommen u und ꝛc. unsrer Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛe. dating e3 D stelltest dich zum mitt⸗ x* ler ein, Herr jesu! für weisheit zu; Durch frühe tugend wur⸗ stachel udest du Ein vorbild frommer jugend. Fürn 3. An jahren reif, an weisheit groß, rb er, das Verließest du die stille, Darin dein sünde, Hiugendlauf verfloß; So war's des kräfte schbaters wille. Am jordan weihetest verfen. du dich, Durch deine taufe, öffentlich obt seinsiZum antritt deines amtes. Nun kann 4. Dein vater goß vom himmelsthron s wahre Auf dich des geistes gabe, Und sprach: d froh in dies ist mein lieber sohn, Dran ich ir dem heil gefallen habe. So wurdest du, herr! 18 verordrvor der welt Vom himmel selber dar— lück verschgestellt Als auserkorner mittler. Sein is 5. Zwar dem, der unser erstes haupt, Das heil Den adam, überwunden, Ward auch liebreich dan dir viel macht erlaubt In langen ns am in prüfungsstunden: Doch hier ward er ihm trauh des siegs nicht froh. Du standst als z anverten held, und satan floh. Die engel sahn's schämen; und jauchzten.— Und sein 6. Bestimmt nach gottes weisem ist der rath Zum lehrer und propheten, Sah weg, auf hman dich nun, durch wort und that, on auf eVoll kraft dies amt vertreten. Des lasters schande straftest du, Sprachst seligkeit Imüden seelen freundlich zu, Und pre⸗ können gudigtest gewaltig. uns erseh 7. So warest du das wahre licht gut gebn Mit aufwand deiner kräfte; Jedoch, rsicht Zu do herr, dieß war noch nicht Dein wich⸗ tigstes geschäfte. Zum hohenprister⸗ rhab'ne ghthum bestellt, Gabst du zum opfer für Zeuch mächdie welt Dein eignes theures leben. nöder fünde 8. Dem tode nahmst du seine er erworhumnacht, Fuhrst des himmels hö⸗ glauben iwen, Wo dich in deiner siegespracht en. Die himmelsbürger sehen, Und wo du unsre sache führst, Als könig 39 10) Von Christo, dem Erloͤser. herrschest und regierst Zu unserm heil und segen. 9. Herr jesu, großer mittler! sey Von herzensgrund gepriesen Für deine gnade, huld und treu, Die du an uns erwiesen! Gieb, daß wir gänzlich dir vertraun, Gehorsam seyn, und einst dich schaun Zu unsrer ew'gen freude. Mel. Ein lämmlein geht und ꝛc. ob, ehre, preis und dank 74. L sey dir, O jesu unser leben! Preiswürdig bist du für und für: Wer kann dich g'nug erheben? Eh' noch die welt ward, warst du schon Groß, herrlich und des höchsten sohn, Ein erbe seiner ehre. Dein ist das reich, die herrlichkeit, Und du beherrschest weit und breit Der krea⸗ turen heere. 2. Dein sind sie; denn durch wessen kraft Ward himmel, meer und erde? Wer hat das leben uns verschafft? Wer sprach zum engel: werde! Du bist es, dessen allmachtsruf Die ganze welt aus nichts erschuf: Du bist's, der alles träget, Was sichtbar und unsichtbar ist, Was erd' und himmel in sich schließft, Und was im meer sich reget. 3. Und dennoch bist du uns zu gut In diese welt gekommen; Hast willig unser fleisch und blut, O herr, an dich genommen; Aus der erschrecklichsten gefahr Zu retten, was verloren war, Wardst du ein knecht auf erden. O huld, die sonst nichts gleiches hat! Du starbst für unsre missethat, Ein heiland uns zu werden. 4. Du wardst es uns, und bist es noch Jetzt auf der himmel throne; Suchst liebreich von der sünde joch Und ihrem schnöden lohne, Die ihr noch dienen, zu befrein; Beschwerter her⸗ zen trost zu seyn, Ist deines herzens freude: Du giebst den müden seelen ruh, Und wer dich liebt, den stärkest du, Daß nichts ihn von dir scheide. 5. Du hörst der deinigen gebet, Und endest ihre plage; Du bleibst 4⁰ noch alle tage. Herr, dank und ruhm Für deinen tod und marterthum, Für alle deine liebe! Dir geb' ich mich zu eigen hin; Gieb, daß ich mich, so lang' ich bin, In deinem lobe übe. Mel. Nun lob', mein' seel', den ꝛc. ein heiland! deine größe 75. M Geht über alle himmel weit; Wer ist, der sie ermesse? Du warst bei gott von ewigkeit; Du bist der erstgeborne Vor aller kreatur; Kamst zwar für uns verlorne In menschlicher natur; Doch in der mensch⸗ heit orden Tratst du erst in der zeit. Eh' noch die welt geworden, Hatt'st du schon herrlichkeit. 2. Der himmel und die erde Sind durch dein kräftiges wort gemacht; Auf dein allmächtig: werde! Entstand die welt mit ihrer pracht. Du bist auch unser meister! Auch uns schuf deine hand So, wie das heer der geister, Das dich noch ehr'r erkannt. Ein erbe über alles, Das ist dein ew'ger ö deinem thron; Starbst, daß wir leh söhnung, ruhm; Drum jammert dich des falles Von deinem eigenthum. 3. Du trägest alle dinge Durch deiner allmacht starkes wort. Das große und geringe Geht blos durch deinen willen fort. Sohn gottes! du regierest Den ganzen kreis der welt! Weil du das ruͤder führest, Geschieht, was dir gefällt. Bei dir steht tod und leben; Drum wird einst jede gruft Die todten wiedergeben, Wann deine stimme ruft. 4. Gott läßt dir ehr' erzeigen, Die keinem andern wiederfährt: Dir soll sich alles beugen; Denn göttlich groß ist, herr, dein werth. Du bist das heil der erden. hört, Der kann nicht selig werden; Wer aber dich verehrt, Dem hilfst du vom verderben, Schaffst ihm zu⸗ friedenheit, Und machst ihn einst zum erben Vollkommner seligkeit. 5. Wie herrlich ist dein name Schon jetzt, o herr, in aller welt; Dich preist der frommen saame, Der gläubig dir Wer auf dein wort nicht Dein triumphirend leben Kann mir ei du vollen leben geben, Das neu und himmlisch ih vor meis Erste Abtheilung. bis zeit und welt vergeht, Bei uns zu fuße fällt. Dich preisen seraphint⸗ Herr, dir sey ewig Erhabner menschensohn! Mit freudt 11) dir zu dienen, Stehn sie vor deinn thron. Wer sollte dein sich schämen Werth bist du, preis und ruhm Ah Mel. herr, von 6 zu nehmen, Uns, di ode nem eigenthum. 6. Sohn gottes, ich verehre 177. bete dich in demuth an. Beschämentrieb Uns bekehre Die, die dir noch nicht zugethugiebt; Wi Die deinem wort nicht glauben, 2. Was dir, der für sie litt, Die schuld'ge HSchon in rauben: Theil ihnen gnade mit, Deschlossen gläubig zu erkennen. Laß nichts,) 3. Er, dich erkannt, Von deiner liebe trenn Der alle Dein ruhm füll' jedes land! die kinder 25 sünde an. Mel. Herr christ, der einig' gottes 1,.. Ich 76 So gottes, eingebormdir; Du * Von ewigkeit gezeu Was feh Des vaters auserkorner, Zu dem simir, We— herz sich neigt. Mit ihm von ein 5. Du wesen, Ihm, wie du stets gewes Auch mir Stets gleich an herrlichkeit. vater und 2. Für uns ein mensch gebom das heil Der keuschen jungfrau sohn; Zuf 6. Wa chen, was verloren, Kamst du Das, he möchten, Erhobst uns zu gerecht hab' ich Und erben deines reichs. 7. Dei 3. Gieb doch in reichem maaße i theil; kenntniß deines heils; Daß keiner Durch de verlasse Die wahl des besten theil Gewinn' Dich über alles schätzen, An dir sichgu, 8. Ge ergötzen, Macht himmel aus der wil sohn, 4. Du schöpfer aller dinge, ILobt, en vaters ew'ge kraft, Ohn' den ich nichl Erheb' i vollbringe, Der alles gute schafsh Gieb, daß mich nichts verblendi Mel Mein herz nichts von dir wend. 7 So bleib ich stets an dir.* 5. Brich alle macht der sünden Dunt gottes⸗so deinen kreuzestod; Und hilf mir üben gen, Da winden, Was mit verführung drolt Uns zu g 6. Dank, lob und preis und ehn genom Sey gott in ewigkeit, Für diese gnaß bist; Sg und lehre, Womit er uns erfreull 2. S Sie tröst“ uns, wann wir leiden Preis u Sie stärk' uns, wann wir scheiden O wie Sie schütz' uns im gericht! liches ge vermä schämen uhm Ahn Uns, di lso hat gott die welt ge⸗ rehre 17 7. A liebt Daß er aus friem chämentrieb Uns seinen fohn zum heiland t zugethagiebt; Wie hat uns gott so lieb. uben, M 2. Was sein erbarmungsboller rath ild ge ASchon in der ewigkeit Zu unserm heil mit, Dbeschlossen hat, Vollführt er in der zeit. nichts,) 3. Er, aller menschen höchstes gut, be trenn Der alle segnen kann, Nimmt, wie d! die kinder, fleisch und blut, Doch ohne sünde an. gottes u. 4. Ich freue mich, mein heil, in ingebormdir; Du nimmst mein fleisch an dich: t gezeu Was fehlt mir nun? ist gott mit u dem simir, Wer ist dann wieder mich? von eim 5. Du sohn des allerhöchsten, wirst ts gewes Auch mir rath, kraft und held, Mein vater und mein friedefürst, So, wie 9 gebom das heil der welt. n; Zu 6. Was mir zum seligseyn gebricht, ist du Das, herr, erwarbst du mir: Ver⸗ 5 wir lehsöhnung, leben, trost und licht, Das 1 gerecht hab' ich nun an dir. 7. Dein mangel wird mein reiches maaße theil; Dein leiden stillt mein leid; iß keiner Durch deine knechtsgestalt, mein heil, esten theil Gewinn' ich herrlichkeit. dir sich ga Mel. Lobt gott, ihr christen ꝛc. oder: Nun danket all' ꝛc. —— 7 inge, ILobt, engel, ihn vor seinem thron! nich nich Erheb' ihn auch mein geist. ite schafh verblendt Mel. Sollt' ich meinem gott ꝛe. dir wendei er du uns das heil errun⸗ 78. D gen, Mensch gewordner nden Durt gottes⸗sohn! Ewig sey dir lob gesun⸗ fmir üben gen, Daß du von des himmels thron, ung droht Uns zu gut, ins fleisch gekommen; Der inn mir eh du voller freundlichkeit, Längstens schon mmlischil vor meiner zeit, Dich auch meiner an⸗ s und ehn genommen, Und mein bruder worden diese gnahbist; Sey gelobt herr jesu ehrist! 3 erfreutl 2. Sey gelobt! denn dir gehöret ir leiden Preis und dank und ruhm mit recht. r scheiden O wie hoch hast du geehret Unser sterb⸗ liches geschlecht! Herr, du hast es selbst vermählet Mit der göttlichen natur, 8. Gelobt sey gott! gelobt sein 13 der wih sohn, Durch den er gnad' erweist! 41 11) Von der Menschwerdung und Geburt Christi. a. Advents⸗Lieder. Und vor aller kreatur Es zum wohl⸗ thun dir erwählet! Ja, in dir, du got⸗ tessohn, Herrscht die menschheit auf dem thron. 3. Du, du bist der völker segen; Kamst, von noth uns zu befrei'nz Und wir können deinetwegen Jetzt schon kinder gottes seyn. Hat die sünd' uns gleich verdorben: O so hast du neue kraft Uns zur heiligung ver⸗ schafft, Und die tüchtigkeit erworben, Einst von sünden völlig rein, Aehnlich dir, o herr, zu seyn. 4. Du, du bist der mittler worden. Der die welt mit gott versöhnt; Hast der schwachen menschheit orden Wieder mit dem recht belehnt, In den him⸗ mel einzugehen, Und da gottes herr⸗ lichkeit, Nach vollbrachter übungszeit, Ewig einst verklärt zu sehen. Fromme, fasset zuversicht, Glaubet fest; nur sündigt nicht. 5. Sollte mich wohl gott verlassen, Wenn ich krank und hülflos bin? Nein, sein heil wird mich umfassen, Trösten den betrübten sinn. Und dann kann mich nichts anfechten. Er, der mei⸗ nen jammer kennt, Und mich gnädig bruder nennt, Sitzt als herr zu gottes rechten; Durch ihn bin ich gott ver⸗ eint; Gott ist vater und mein freund. 6. Herr, wie groß ist deine güte! Meine seele freut sich dein. Laß doch stets mein ganz gemüthe Voll von deinem ruhme seyn. Nimmer will ich dein vergessen; Dir will ich mich ganz vertraun, Freudig folgen, auf dich baun. Deine huld ist nicht zu messen; Gieb, daß ich für deine treu; Dir auf ewig dankbar sey. Mel. Lobt gott, ihr christen ꝛe. oder: Nun danket all', und ꝛc. 79 Lepinde gott, o christen⸗ — heit! Und danke deinem herrn! Ihm, welcher dich so oft er⸗ freut, Dir hilft so herzlich gern. 3 2. Ein ganzes jahr hast du sein wort, Sein göttlich wort, gehört. 42 Und heute wirds an diesem ort Von neuem dich gelehrt.: 3. Herr, dir und deiner vatertreu Bring' ich mein opfer dar. Gieb, daß dein volk gesegnet sey Im neuen kirchenjahr. 2) 4. Hilf uns! und bis an unser end' Erhalt' uns dein wort rein. Laß deine heil'ge sakrament Mit trost das herz erfreun. 5. Erleuchte, was in irrthum steckt. Gieb, daß zu deiner ehr' Der sünder, schaf sich beteh erschreckt, Recht⸗ affen si ekehr'. 2, 6. Gieb allen lehrern freudigkeit Und weisheit, muth und kraft. Welch glück für uns, wenn jederzeit Ihr vortrag nutzen schafft! 7. Regiere uns mit deinem geist Bei unserm kirchengehn, Und laß bei dem, was du uns heißst, Ohr und herz offen stehn. 2,2 8. Wie wir auf eine kurze zeit All⸗ hier versammelt seyn, So werden wir in ewigkeit Uns miteinander freun.:) Mel. Nun kommt der heiden heil. 80 ohn, der uns verheißen * war, Den die jungfrau uns gebar, Friedefürst, rath, kraft und held, Herr und heiland aller welt. 2. Du entsprossest nicht wie wir; Gottes geist selbst richtet dir Deiner menschheit hütte zu; Wunderbar er⸗ scheinest du. 3. Gottmensch, du betrittst die welt, Eilest mächtig als ein held, Ruhst nicht, bis, was uns bekriegt, Ganz zu deinen füßen liegt. 4. Deinem vpater gleich an kraft Hast du sieg und heil geschafft. Herr, von rath und hülf entblößt Waren wirz; und sind erlöst! 5. Preis sey dir in ewigkeit; Auf, die ihr erlöset seyd! Rühmet den, der, groß von that, Euch vom tod erlöset hat. 6. Du, der solchen sieg vollbracht, Brich in uns des fleisches macht. Du vermagst es, herr der welt, Dessen machtwort sie erhält. 7. Von dem vater, der dich gab, Kamest du zu uns hergb. Nach voll⸗ Erste Abtheilung. brachtem edlem lauf Fuhrest du w Hert 5. Lob sey dir; du kamst herh sie zu 9 Lob dem vater! der dich gab; Useelen m dem geiste! dankt und sing, Daß 8. Er uns zu jesu bring. was jed die sein Bekannte Melodie. Nicht sis ie soll ich dich empfu 81. Wé gen, Heil aller siin lichen! Du freude, du verlangen d 9 trostbedürftigen! Gieb selbst mir erkennen, Wie, deiner güte Dich meine seele nennen, Dich mi 8²2. dig preisen soll. danken z 2. Dein zion streut dir palm Der lob. Und meine dankbegier Ergießt freudenpsalmen Sich, gütigster, dir. Dich, dich will ich erheben, Hat got gut ich schwacher kann; Mein l liebet! L will ich dir geben. Ach, nimm mich Se gnädig an. geliebet! 3. Nur daß du mich befreih 3. Er Gabst du dich selbst für mich. M eint, Z31 zu erretten, freutest Du, seligmach feinde dich. Du sahst, es wäre keiner NB Um got mögend g'nug dazu. Da jammerten uns zu meiner, Da kamst und halfest du. 4. Ar 4. Du machst mich von den band heil: Ti Des tod's auf ewig los. Entreif feinen mich den schanden Der sünde, mah Wer:= mich groß, Und hebst mich hoch nicht— ehren, Und schenkest güther mir, I 5. Au unvergänglich währen. Dank, eth dich, D dank sey dir. sen, trä 5. O du, an den ich glauh ihrem Was war's, das dich bewog? Bi dein de war's, das dich zum staube, 9 6. R mir herniederzog? Dein göttlich den die erbarmen! Ja, du, o jesu hast M und au mitleidvollen armen Die ganze wll dich er umfaßt. gebeug 6. Das schreibt in eure heren 7. Betrübte, trau'rt nicht mehr. Zah gern, nicht in euren schmerzen, Als g sein n. kein helfer wär'. O sehet auf; i1 Gelobt habet Den besten helfer nah. Di und jg eure seele labet, Der treue freush ist da. 7. Die ihr mit ernster reue Si 83 eure schuld beweint: Wißt, daß euch verzeihe. Er selbst, der mes aller gab; g/ Daß güte Dich wi rpalmt rgießt igster,! rheben, L Mein h „ nimm befreihl uich. M seligmach keiner Y mmertedi Ufest du, den band Entreist inde, mah ich hocht er mir, A Dank, eh ich glauh wog? W taube, 9 göttlicht su hast M ganze wil ure herzih sehr. Zah 1, Als 9 et auf; 10 nah. Da eue freunh reue Sil ßt, daß 6 der men 4 8. Er übersiehet keinen Und weiß, was jedem nützt. Hat er nicht stets die seinen Von anbeginn geschützt? Nicht sie in ihrem leide Zu trösten 11. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. est du schenfreund, Ruft heilbegier gen sün⸗ dern Der gnade trostwort zu, Macht nst herghsie zu gottes kindern, Schafft ihren Useelen ruh 43 stets gewußt? Erfreun ist seine freude Und wohlthun seine lust. 9. Er kommt zum weltgerichte Und bringt, wann er erscheint, Fluch jedem bösewichte Und heil dem tugendfreund. Wohl ewig allen denen, Die seine wege a Und einst mit freudenthränen n seiner rechte stehn! b. Weihnachts-⸗Lieder. Mel. Wir christenleut' ꝛc. oder: Eigene Melodie. uf schicke dich, Recht feier⸗ 82. A lch Des heilands fest mit danken zu begehen! Lieb' ist der dank, Der lobgesang, Durch den wir ihn, den gott der lieb', erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Also, also Hat gott die welt in seinem sohn ge⸗ liebet! O, wer bin ich, Herr, daß du mich So herrlich hoch in deinem sohn geliebet? 3. Er, unser freund, Mit uns ver⸗ eint, Zur zeit, da wir noch seine feinde waren; Er wird uns gleich, Um gottes reich und seine lieb' an uns zu offenbaren. 4. An ihm nimm theil! Er ist das heil: Thu' täglich bus, und glaub an seinen namen! Der ehrt ihn nicht, Wer: berr, herr, spricht, Und doch nicht Zus sein beispiel nachzuahmen. 5. Aus dank will ich In dürft' gen dich, Dich gottessohn, bekleiden, spei⸗ sen, tränken; Der frommen herz In ihrem schmerz Mit trost erfreun, und dein dabei gedenken. 6. Rath, kraft und held, Durch den die welt Und alles ist, im himmel und auf erden! Die ehristenheit Preist dich erfreut, Unb aller knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den herrn! Er hilft uns ern, Und wer ihn ehrt, den wird ein name trösten. Gelobt sey gott, Gelobt sey gott, Freut euch des herrn und jauchzt ihm, ihr erlösten. Mel. Vom himmel hoch, da ꝛe. 83 ies ist der tag, den gott * gemacht; Sein werd in aller welt gedaͤcht! Ihn preise, was durch jesum ehrist, Im himmel und auf erden ist. 2. Die väter haben dein geharrt. Doch, als die zeit erfüllet ward, Da sandte gott von seinem thron, Dich, heil der welt! dich, seinen sohn! 3. Wenn ich dies wunder fassen will, So steht mein geist vor ehr⸗ furcht still! Er betet an und er er⸗ mißt, Daß gottes lieb' unendlich ist. 4. Damit der sünder gnad' erhält, Erniedrigst du dich, herr der welt! Nimmst selbstan unfrer menschheit theil, Erscheinst im fleisch zu unserm beil. 5. Und zu erfüllen gottes rath, Sprachst du sowoͤhl durch wort als that: Gott, deinen willen thu' ich gern. Lob sey dir, der da kam vom herrn! 6. Dich, der du mensch geboren bist, Mit uns vereint, dich, jesum christ, Auf den die völker hoffend sahn, Dich bet' auch ich, mein heiland, an. 7. Du unser trost und höchstes guth! Vereinigst dich mit fleisch und blut, Wirst unser freund und bruder hier, Und gottes kinder werden wir. 8. Gedanke voller majestät! Du bist es, der das herz erhöht. Gedanke voller seligkeit“ Du bist es, der das herz erfreut. 9. Durch eines sünde fiel die welt, Ein mittler ist's, der sie erhält. Was zag' ich nun, wenn der mich schützt, Der in des baters schooße sitzt? 10. Jauchzt himmel! die ihr ihn erfuhrt, Den tag der heiligsten geburt; Und erde! die ihn heute sieht, Sing' ihm, dem herrn, ein neues lied. 11. Herr, der du uns den tag ge⸗ macht, Der uns solch großes heil ge⸗ bracht, Dich preise, wer, durch jesum christ, Dein freund und dein verehrer ist. Erste Abtheilung. Bekannte Melodie. D elobet seyst du, jesu ehrist, I 84. Der du uns geboren bist, Und uns zu gute wardst wie wir, Preis sey, o welterlöser, dir, Auf I ö ewig preis! 2. Dich, unsern heiland, unsern 14 herrn, Sahn die väter schon von fern; Du, aller völker trost und licht, Du warst auch ihre zuversicht. Gelobt sey gott! * 3. Die nacht entflieht, der tag bricht an Ueber die, so nie ihn sahnz Auf die, so finsterniß umgab, Glänzt gottes wahrheit nun herab. Gelobt sey gott! 4. Er, durch den uns geholfen ist, Der einst richtet, jesus ehrist, Der schöpfung herr, kömmt in sein reich, Erniedrigt sich und wird uns gleich. Gelobt sey gott! 5. Jauchzt himmel! erde, freue dich! Gott versöhnt die welt mit sich; Uns adams sündiges geschlecht, Entfündigt er, macht uns gerecht. Gelobt sey * 6. Gelobet seyst du, jesu christ, Daß du mensch geworden bist. Deß W freue sich die ehristenheit, Und dank es dir in ewigkeit. Gelobt sey gott! — —ę: ————— —— Mel. Ermuntre dich, mein schwacher ꝛc. ott, deine gnade sey ge⸗ NR 85. G preist! Sie schuf uns heil und leben. Ermuntre dich, mein träger geist, Ihr wohlthun zu erheben. Denk an die nacht, da auf der welt Des höchsten sohn sich dargestellt, Um II sein so theures leben Für fünder hin⸗ nugeben. 2. O große that! erwünschte nacht! Von engeln selbst besungen; Du hast ů den mittler uns gebracht, Der uns das heeil errungen. In dir erschien der starke held, Der alles schuf und alles hlält, Der freund der menschenkinder, Des todes überwinder. . 3. Der du zu uns, gesandt vom Wt herrn, Aus deinem himmel kamest, Und unser fleisch und blut so gern In demuth an dich nahmest! Sohn gottes! o wie hast du dich So tief ernie⸗ drigt auch für mich! Wie arm bist — 2————— du erschienen, Um mir zum heil Gott, dienen! in der 4. O lehre mich den großen wuchrist. Von deiner huld recht fassen! Mtheil, reizte dich, auf dieser erd' Dich An go herab zu lassen? Hier warteten V. 3. nichts, als noth, Verachtung, knvon i mer, schmerz und tod; Und gewig t kamst du auf erden, Ein mensch Gänzlt sohn zu werden. uns b 5. Viel stärker, herr, als schivereint und tod, War deine menschenlit sen, 9 Du sahest unsre sündennoth 4. L mitleidsvollem triebe. Du stellner uns unser heil zu seyn, Nach deines nacht. ters rath dich ein, Wardst men die erd und kamst mit freuden, Für uns Jesus tod zu leiden. der sel 6. Dein, sohn des höchsten, su das gr ich mich; Du bist auch mein errel 5.. Auch mir zum troste sandte dich Iwir in herr, der gott der götter. Was Heil u ein wahres wohl verschafft, Erleu geben, tung, friede, beßrungskraft, ward! freuden, die stets währen, Willstischwen, auch mir gewähren. schwak 7. Was soll ich dir, mein grös 6.& freund, Für deine treue geben? bist's, der mich mit gott vereint, 2Eilet, bringst mir heil und leben. Hu wie er was ich hab' und was ich bin, Awerth! geb' ich dir zum dienste hin; Ich u und dich ohn' aufhören Mit leib und giein gö verehren. Mel 8. Ich sehe dich zwar hier un nicht; Doch wirst du wiederkommt. Und dann schau'n dich von angesihh oz Herr, alle deine frommen. Dann wehöhen auch ich, herr jesurehrist, Dich schand dn so herrlich, als du bist; Dann uflden ů du mich zum leben, Das bei dir Edas. erheben. x 92 Mel. Jesu, meine freude, meines ꝛ. Nicht v Nimn ottes sohn ist kommen 86. Geant ihm, seine franotede men, Dankt ihm, daß er kam! Di er hier auf erden, Unser heil zu werdeh Seine wohnung nahm. Mensch, u wir, Erschien er hier, Um des valenfreun gnäd'gen willen An uns zu ersüllen Ja 2. Laht uns niederfallen, Danken dein daß er allen Freund und bruder is r zum heil Gott, auf seinem throne, Liebt uns hellin dem sohne, Hilft durch jesum großen wehrist. Welch ein heil! An christo fassen! theil, Theil an seiner sendung gaben, erd' Dich An gott selbst, zu haben. warteten d. 3. Keine macht der leiden Kann chtung, invon ihm uns scheiden; Er bleibt Und zewig treu. Einst wird er vom bösen Ein mensch Gänzlich uns erlösen; Hier steht er uns bei. Unser freund, Mit gott „als schmvereint, Kann nicht seine brüder has⸗ menschenlill sen, Noch sie hülflos lassen. dennoth 4. Wenn wir einst ermüden, Führt Du stellher uns in frieden In des grabes ch deines nacht. Unsre todten glieder Giebt zardst men die erde wieder Ihm, der sie bewacht. Für uns Jesus ruft Uns aus der gruft, Er, der selbst den tod einst schmeckte, Den öchsten, it das grab auch deckte. mein erren 5. Auf dem richterthrone Werden ndte dich ir im sohne Unsern retter schau'n. er. Was uHeil und ewig leben Wird er allen afft, Erleu geben, die ihm hier vertraun. Er skraft, UWard hier Versucht, wie wir; Ueber⸗ en, Willstüschwenglich wird er lohnen, Und der schwachheit schonen. mein größh 6. Eilet, eilt, ihr sünder! Werdet e geben? gotteskinder! Werdet seiner werth! t bereint, Eilet, eilt, ihr frommen! Seyd leben. Huwie er, vollkommen! Bleibet seiner ich bin, Iwerth! Preiset ihn, Daß er erschien, hin; Ich uUnd sich für euch hingegeben Durch leib und gein göttlich leben. AÄllein gott in der hoh' sey ꝛc. 87 aßt uns mit ehrfurchtsvollem von angesih Ie. dank Den gott der lieb er⸗ . Dann win höhen, Mit feierlichem lobgesang SDich schauh Des heilands fest begehen! Preis seh Dann wpin dem vater, der ihn gab! Preis seh as bei dir it dem sohn! er kam herab, Und ward das heil der menschen. 2. Ist der ein ehrist, der dieses heil 2, meines z. Nicht schätzt und lieb gewinnet? ist kommen Nimm froh an seiner liebe theil, Und 3, seine frow erd⸗ ihm gleich gesinnet! Wer nicht, er kam! Dahwie er, gesinnet ist, Der ehrt ihn heil zu werdth nicht, ist nicht ein ehrist, Der herr Mensch mllerkennt die seinen. um des vaten 3. In dürft'gen laßt uns ihn er⸗ 6 zu erfiüllen reun, Bekleiden, speisen, tränken! len, Da u. Ja, laßt uns frohe geber seyn, Und . dar hier W diederkomms 11. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. ud hindn fdein dabei gedenken. Was ihr den 4⁵ meinen habt gethan, Das, spricht er, habt ihr mir gethan. Und er, er will's vergelten. 4. Wer ihn mit treuem herzen ehrt, Den wird sein name trösten. Ver⸗ traut auf ihn, der flehn erhört, Lobsingt ihm, ihr erlösten! Es freut sich deine ehristenheit, Herr, deiner menschen⸗ freundlichkeit. Dir, dir sey ewig ehre! Mel. Fröhlich soll mein herze spr. 88 Leßt uns unserm gott lobsin⸗ * gen! Hoch erfreut, Laßt uns heut Ihm anbetung bringen. In des himmels hohe chöre Stimmet ein: Gott allein, Unserm gott sey ehre! 2. Jeder, der sich fühlt verloren, Freue sich Inniglich; Christus ist geboren. Er, der könig aller wesen, Steigt herab Bis in's grab, Sünder zu erlösen. 3. Wer kann gottes rathschluß fas⸗ sen? Aber dies Ist gewiß: Gott kann uns nicht hassen. Kömmt der sohn aus freien trieben Zu uns her, Wie, sollt' er Nicht die menschen lieben? 4. Wenn er uns verworfen hätte, Nähm er dann Menschheit an, Daß er uns errette? Deß soll sich der erd⸗ kreis freuen! Zum gericht Kommt er nicht, Sondern zum verzeihen. 5. Eilt im geist nach bethlems hüt⸗ ten, Seht, was er, Euer herr, Schon für euch gelitten. Er wird niedrig eurentwegen. Welch ein freund! Er erscheint Feinden selbst zum segen. 6. Er, er will für eure schulden Armuth, noth, Schmach und tod Göttlich groß erdulden. Lernt den menschenfreund erkennen, Gnadenreich Will er euch Seine brüder nennen. 7. Dankt ihm, der das innre seh⸗ nen Sehen kann, Betet an, Opfert freudenthränen. Liebt ihn, der von liebe brennet, Traut dem herrn, Der euch gern Seine brüder nennet. 8. Wenn euch eure sünden kränken, Eilt herzu, Suchet ruh! Er will sie euch schenken. Schaut auf ihn mit glaubensblicken! Zittert nicht! Denn er spricht: Ich will euch erquicken. 9. Drückt euch hier so manche pla⸗ ge; Euren schmerz Fühlt sein herz, —.:.:..„ V ( ‚ ö V.. ö 46 Erste Abtheilung. 1 Kein erlöster zage. Bringet ihm an seinem feste Preis und ehr'! Wisset, er Wählt für euch das beste. 10. Er verläßt euch nicht, ihr schwa⸗ chen; Mehr, als ihr, Litt er hier, Euch beglückt zu machen. Diese kurze zeit der leiden Und der müh, Was ist sie Gegen ew'ge freuden. 11. Jesu, du nahmst meine bürde Gern auf dich, Daß auch ich Frei und selig würde. Wer kann deine lieb' ergründen? Ewig soll Freuden⸗ voll Sie mein herz empfinden. 12. Dir, mein göttlicher befreier, Folg ich nach Obwoͤhl schwach, Doch Um so viel treuer. Keine kreatur, kein leiden, Keine noth Und kein tod Soll von dir mich scheiden. 13. Du kömmst einst zum weltge⸗ richte. Dann werd' ich, Richter, dich Schaun von angesichte. Wenn da, gott, die sünder beben, So werd' ich Veiner mich Freun und ewig leben. Bekannte Melodie. ob sey dem allerhöchsten 89. + gott! Erbarmend sah er unsre noth, Und sandte jesum, sei⸗ nen sohn, Zu uns von seiner him⸗ mel thron. 2. Ihn sandt' er, unser trost zu seyn, Vom sündendienst uns zu be⸗ frei'n! Mit licht und kraft uns bei⸗ zustehn Und uns zum himmel zu erhöhn. 3. O welch ein liebevoller rath! O unaussprechlich große that! Gott thut ein werk, dem keines gleicht, Das keines menschen lob erreicht. 4. Sein sohn, durch den er alles schuf, Nimmt willig auf sich den beruf, Uns vom verderben zu befrei'n, Und schämt sich nicht uns gleich zu seyn. 5. Er kommt zu uns in knechts⸗ gestalt, Verleugnet hoheit und ge⸗ walt, Und läßt, selbst bis zum tod und grab, Zu unsrer rettung sich berab. 6. Was sind wir, daß uns gott so liebt, Und seinen sohn selbst für uns giebt? Was nützen wir dem höchsten guth, Daß es so großes an uns thut? 7. Nimm, seele, nun dein bestes wahr, Verschmähe den nicht undank⸗ bar, Den gott zum helfer dir be⸗ stimmt, Und der sich liebreich 8. Er i annimmt. zu seinem 8. Bet' ihn als deinen retterdie beglüg Und sey ihm willig unterthan. Dreuet euch seine lehre zeigt er dir. Den 69.— diestr ihr. hast Mel. Es Bei dieser treue hast du An dem von ihm erworbnen 91. Wo nicht, ach! so verschließt dlagen, O 2910. Sen selbst des himmels Freiwillig 10. Sein' erste zukunft in denserechte, War voller huld und freundlicnachen, d Die andre wird, zu großer pein ann nenne sünder, majestätisch seyn.„„So 11. Zu ehren aber nimmt er Du bist aut Mit freuden seine frommen an, ie menschl wird sie in des vaters reich Vemer reißest. erhöhen, engeln gleich. lamen ein 12. Gelobt sey gott, der ihneyn, Mei sandt! Sein ruhm erfülle jedes 3. In Gelobt sey von uns jesus ehrist dein mitt uns zum heil erschienen ist! dir könnet eit und le Mel. Lobt gott, ihr christen, alluedermann oder: Nun danket all', und ꝛc. ann, Ver 90 obt gott, ihr cht . freuet euch! Von Wee himmel thron Beruft er uns zu nem reich Und sendet seinen soh)2 4 2. Der sohn kommt, nach de“ ters rath, Mit heil uns zu ersudelt, der n Und auf des ew'gen lebens pfad reudig the welt ein licht zu seyn. hn glaubt, 3. Bei seinem eintritt in die 2. Wele Umgiebt ihn keine pracht, Die zath Hat! zend in die augen fällt, Und zin gegebe vor menschen macht. Une sünd' 4. Er wird dem ärmsten hullen heil Hlaich Begehrt kein erdenglück, bas Er, e angt allhier kein königreich Das durch einem augenblick. it Wactanig durch 427• 1 eit macht Zu gott uns hinzuzi Vor seinem lichte muß die nacht Wel. Es aberglaubens fliehn. 7 6. Er lehret uns die sünde schl A Er giebt auch kraft dazu, Und sangefanger uns, wenn wir sie bereun, Bin dich5 digung und ruh. 20 seg 7. Er bringt den trost der hipie nacht welt Vom himmel uns herah. 2. Baur schreckt, wenn unsre hütte fällt, 5„Kaui frommen geist kein grab. hn Der liebreich 8. Er öffnet uns dereinst die thür zu seinem himmelreich. Ihr ehristen, ien rettenzie beglückt sind wir, Lobt gott und than. Dreuet euch. Den Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. hast du ein jesu, du hast unsre vorbnen 91. M schuld, Mit ihrer strase chließt dlagen,(O unerhörte lieb und huld l) immels Freiwillig wollen tragen. Du, der st in denerechte, ließest dich Zum sünder freundlicnachen, daß ich mich In dir gerecht ßer pein ann nennen. . 2. So heißest du nicht jesus nur: mmt er Du bist auch, was du heißest, Weil du men an, ie menschliche natur Aus allem jam⸗ reich Vemer reißest. Die that stimmt mit dem lamen ein: Du wolltest, was du heißest, der ihneyn, Mein heil, mein seligmacher. le jedes. 3. In keinem andern ist ja heil: 1s ehrist dein mittel ist gegeben, Wodurch ist! dir können nehmen theil An selig⸗ eit und leben: Du bist's allein, der isten, alluedermann Ein ew'ges leben schenken „und ꝛc. ann, Verehret werd' dein name! ihr chs Von 0 Mel. Wir christenleut', sind ꝛc. oder: Auf! schicke dich ꝛce. O ehristenheit! Sey hoch⸗ erfreut! Das heil der 5 zu ersudelt, der mittler, ist geboren. Nimm ens pfad reudig theil An seinem heil; Wer an hn glaubt, geht nimmermehr verloren. tt in die 2. Welch große that! Nach gottes t, Die zath Hat sich sein sohn für uns da⸗ in gegeben. Ein menschenkind, Doch t, And Une sünd', Wird er, und bringt uns msten hullen heil und leben. englück,„3. Er, er befreit Uns von dem leid, nigreich Das durch der sünde macht auf uns 11. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. 4² gekommen. Mit uns ist gott Nun in der noth. Frohlockt dem herrn und hofft auf ihn, ihr frommen! 4. Auch mein gesang, Herr, bringt dir dank. Du wurdest mensch, damit wir selig würden; Du machst uns groß Und ewig los Vom fluch der sünd' und ihren schweren bürden. 5. Gelobt sey gott! Auf unsre noth Sah er mit hülfe mitleidsvoll her⸗ nieder. O christenheit! Preis' ihn erfreut! Des höchsten sohn bringt das verlorne wieder. Mel. Vom himmel kam der engel ꝛc. 93 om himmel ward der en⸗ 79. gel schaar Des nachts den hirten offenbar, Und große freude that ihr mund Mit lautem jubel ihnen kund. 2. Geht, eilet hin, geboren ist In davids stadt der herr, der christ, Des vaters eingeborner sohn, Der sünder heil, der frommen lohn! 3. Seyd fröhlich, daß er sich mit euch Vereinigt, ohne sünd' euch gleich; Selbst gott, doch euch durch fleisch und blut Verwandt und euer höchstes gut. 4. Ihr habt mit euch den wahren gott! Euch schrecke nie mehr sünd' und tod. Laßt teufel, welt und hölle drohn! Ein mensch, wie ihr, ist gottes sohn. 5. Auf ihn setzt eure zuversicht, Und seyd gewiß, er läßt euch nicht; Fiel auch ein ganzes heer euch an: Trutz, daß euch keiner schaden kann. 6. Ihr seyd nun göttlichen geschlechts, Und mit uns gleichen bürgerrechts; Ihr siegt, nur stehet fest im streit; Euch bleibt zuletzt die seligkeit. seiner h inzuzi ie nacht Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. ein heil hat heut', volk sünde 604. Daae sich Zu nähern 1, Und shmgefangen, in helles licht ist auch eun, Wihür dich Den völkern aufgegangen. dies sey dir, welt, ein freudentag. st der WPür nacht, die auf den völkern lag, „Durchbrach zuerst sein schimmer. 2. Kaum sandte gott mit seinem te fällt f ohn Der erde große freuden So 3. Von der Erscheinung Christi. sammelt er sich selber schon Die erst⸗ linge der heiden. Zu ihrem neugebor⸗ nen herrn Muß sie ein wunderbarer stern Aus fernen landen führen. 3. Der vor'gen zeit denkt, ehristen, doch. Heil eüch! sie ist verschwun⸗ den. Was war't ihr, eh' der herr euch noch, Eh' ihr noch ihn gefun⸗ den? Fragt 6D4 nur selbst, was waret ihr? O deutsches volk, er⸗ wecket dir Dein vor'ges bild nicht grauen? 4. Ein volk, mit gott ganz unbe⸗ kannt, Von seiner lehr' entfernet, Das, von der tugend abgewandt, Nur böses thun gelernet; Das todten stein, ge⸗ schnitztes holz, Wohl gar auf seine blindheit stolz, Als seine götter ehrte. 5. Du gingst in schand' und laster hin, Wie jede lust dich führte. Wenn ja noch den verkehrten sinn Einst das gewissen rührte: So konnte da doch aus der noth, Die die natur schon sündern droht, Dir nichts den ausweg zeigen. 6. Beglückter tag, der jene macht Des götzendienst's entwendet! Daran uns gott nach langer macht Sein licht und heil gesendet! Da gott, in dir, immanuel, Mit deinem wahren israel Nun auch die heiden dankten. 7. Nun prüfe heut', volk gottes, dich Vor seinem Angesichte. Beharrst du unveränderlich In seiner wahrheit lichte? Was helfen opfer des gebets Zum wahren gott; wenn du noch stets Der sünde sclavisch fröhnest? 8. Was hilft es, daß du gott er⸗ kennst, Und seinen ganzen willen, Wenn du das thun und wissen trennst, Zu träg', ihn zu erfüllen? Wenn du oft treu gelobst und brichst: Zwar christ⸗ lich glaubst, und christlich sprichst, Und doch als heide wandelst? 9. Ach prüfe dich! gott nimmt sein licht, Wenn man's nicht schätzt, zu⸗ rücke. Steh' auf vom schlaf, damit er nicht Sein wort auch dir entrücke. Gott, hör' nicht uns zu tragen auf, Und fördre deiner lehre lauf Noch zu den fernsten heiden. Mel. Schmücke dich,» liebe seele ꝛc. 95⁵ ott! dein unsichtbares Wehe wesen Läßt sich in dem lichte lesen, Das du uns für dieses 4. Auf die Darstellung Christi im Tempel. Mel. Vom himmel hoch da komm ꝛe. ich bitt' ich, heiland aller 96. welt! An welchem sich mein glaube hält, Sey meines her⸗ Erste Abtheilung. 1 leben Hast mit der vernunft geglSo reini Daß du gott bist, muß ich malind mach Herr, aus deinen großen werken; 3. Zeig' die pflicht, dich zu verehren, HDaß ich d mich deine schöpfung lehren. bist allein 2. Die vernunft zeigt deine gich dein e Und entdeckt mir meine blöße;; Dein soll mich mit gott verbinden; Mein aug dies hindern meine fünden: unwill ich g. kann sie nicht versühnen; Meine ren, want kann nichts verdienen. Ach vers we dies ist der schade, Aber wie si I. nun gnade? 7 50 nen. Do 4. Lob und preis, und danlehrist In ehre Sey dir, herr, für diese Die noch Die ein licht uns aufgestecket, den weg des heils entdecket. D deinen sohn zum leben Der verl welt gegeben, Sehn wir unsers Mel. D tes klarheit, Und empfangen oder: und wahrheit. 98. 9 5. Gott! wie groß in deinen i. Und für uns wie reich an segen Die lange dich uns das wort vom glauben!gott der n will uns den himmel rauben, Aes sohn 1 wir auf dein zeugniß bauen, Ohernieder vaterhuld vertrauen, Jesum glbat fleisch heiland nennen, Und das dunsangen omm that bekennen? 2. Nun 6. Ist dies nicht von uns geschDer gläu O vergieb uns das vergehen! Rach herz hier unsers herzens reue, Und u unsern glauben neue. Ach, das! des ew'gen lebens Gabst du Mel.& doch nicht vergebens. Laß es ihm uns gelingen; Laß es uns zum u 9. E bringen! öffnetest d naden. 2 en, des herrn bere zens trost und theil, Erfreue horan. mit deinem heil. 2. Die 2. Weil du mein treuer halheil belehr bist, Der mir von gott gegeben inft geglSo reinige herz, sinn' und muth, 5 ich mnd mache mich gerecht und gut. werkenz. 3. Zeig' mir die bahn, o helles licht! hren, Daß ich des heils verfehle nicht. Du ren. bist allein mein preis üümn ruhm, Und ich dein ew'ges eigenthum. toße gich. Dein friede, herr, bewahre mich; mdenz„Mein auge blicke stets auf dich: So den: inwil ich gern aus dieser welt Hinfah⸗ Meine ven, wann es dir gefällt. Ach vernt Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. wie sish 11. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. ohlauf, mein herz! ver⸗ ößter kl* laß die I, Rum—— ßter lafür dich sich dargestellt, Nun dich oer Wahhuc Danusetlen Er is das licht; istlich adrum sey gewiß, Er werd' auch deine armen, finsterniß Durch seinen glanz erhellen. der; Hitl 2. Ach! du sollst ihm sein tempel! er steht seyn! Er selbst macht dich von fün⸗ der wegden rein, Und hat hier lust zu woh⸗ nen. Doch hoffe nicht, daß jesus ind danlehrist In solchen herzen wohnhaft ist, ö ir diese Die noch den lüsten frohnen. zestecket, ecket. D Der verl 61 1 10 2 Mel. Durch adams fall ist ganz ꝛe. rnoen oder: Das jesulein soll dich ꝛc. 98 un ist der tag der seligkeit deinen u.* Den sündern angebrochen, n segen Die langerwünschte gnadenzeit, Die laubenlott der welt versprochen: Denn got⸗ uben es sohn ist von dem thron Zu uns auen Ohbernieder kommen; Das höchste guth esum glbat fleisch und blut Von menschen das dunängenommen. 2. Nun ist des vaters wort erfüllt; ns geschDer gläubigen verlangen Ist nun 49 3. Was nur dem fleische wohlge⸗ fällt, Das opfre die verkehrte welt Dem satan, ihrem gotte. Sie ernd⸗ tet schaden blos für müh; Für ihren sündendienst wird sie Einst ewiglich zu spotte. 4. Doch, wer vom geist, wie simeon, Sich treiben läßt; nur gottes sohn Zum heil begehrt zu haben; Gott fürchtet, sich der welt entwöhnt, Aus ihr sich nach dem himmel sehnt: Der opfert rechte gaben. 5. Wer durch das wort, darauf er traut, Im glauben seinen heiland schaut, Der kann im frieden fahren. Der heiland hält, was er verspricht, Er wird sich ihm in seinem licht Dort herrlich offenbaren. 6. Herr, mache mich gerecht und rein! Herr, laß mich stets voll glau⸗ bens seyn, Und stets im geiste leben! Bis du auch mich, wann dirs gefällt, In frieden wirst aus dieser welt Hinauf zu dir erheben. e. Am Tage Mariä Verkündigung. jesus ist empfangen. Der uns erhält, Hat sich gesellt Zu den verlornen sündern. War er schon reich, Wird er doch gleich Den armen menschen⸗ kindern. 3. O jesu! unser herr und gott! Der du ins fleisch gekommen, Und uns'rer dich bis in den tod So hülf⸗ reich angenommen, Hast nach dem streit Die herrlichkeit Des ew'gen reichs empfangen. D'rum werden wir Auch einst bei dir Ein ew'ges glück erlangen. gehen! nach herzenswunsch gestillt; Denn „ Und u Ach, das b ed un Mel. O gott, du frommer gott ꝛc. + x s lag die ganze welt Mit 8 zum hiu) H. E sündennoth beladen: Da öffnetest du, gott, Die schätze deiner Den Dein sohn erscheint; du schickst en, dessen dienst die bahn Dem herrn bereiten soll, Als seinen knecht, boran. 2. Die juden sollte er Von deinem reuer hilheil belehren. Gott, ihn auch ehrest t gegeben Erfreue . Von dem Vorläufer⸗Amte Johannis. du, Um deinen sohn zu ehren. Sein vater wird erst stCumm; Der stumme schnell beredt, Und weissagt, da auf ihn Der geist des herrn geräth. 3. Allein zu jesu hin Verweist er seine jünger; Allein auf jesum zeigt Sein ausgestreckter finger. Scht gottes opferlamm, Das mit der schuld belegt, Für uns geschlachtet wird, Und alle strafen trägt. 4 50 I. Wohl dem, der diesen tod, Auf den johannes weiset, Mit festem glau⸗ ben faßt Und dankbar heilig preiset. Wer, seinem taufbund treu, Sich jesu ganz ergiebt, Der wird in ihm von gott Begnadigt und geliebt. 12) Vom Wandel Mel. Machs mit mir, gett, nach ꝛe. 100 Dꝛ wesentliches ebenbild Der allrhöchsten liebe! Du warst, o jesu, ganz erfüllt Mit gottgeweihtem triebe. Gott war dein zweck, dein höchstes guth, Ihm folgtest du mit heldenmuth. 2. Du warst mit ihm ein sinn, ein herz; Sein wille war dein wille: Du ehrtest ihn, gedrückt von schmerz, Mit höchst zufriedner stille; Auch auf der allerrauhsten bahn Sahst du ihn doch als vater an. 3. Du suchtest nichts, als sein gebot Vollkommen zu erfüllen, Und unter⸗ warfst dich bis zum tod Ganz deines vaters willen. Dein hauptgeschäft war dies allein, Vollführer seines plans zu seyn. 4. Du gingst ganz still zum kreuze hin, Die marter auszustehen; Berett, mit göttlichgroßem sinn, Für mörder selbst zu flehen. Wie trugst du nicht, in gott gefaßt, Der schande und der marter last! 5. Herr, lehre mich, dein eigen— thum, Nach deiner tugend streben. Dir gleichgesinnt seyn, sey mein ruhm, Und wonne, so zu leben. O hilf, daß ich, so gern wie du, Den willen deines vaters thu. Mel. Vater unser im himmelreich ꝛe. 101 Ken lehrer ist dir, jesu, * gleich. An weisheit und an liebe reich Warst du, so wohl durch wort als that, Der schwachen menschen sich'rer rath. Es freut mein geist im glauben sich, Herr jesu, dein und lobet dich. 2. Du kamst zu uns, von gott gesandt, Und machtest uns den weg bekannt, Auf dem wir frei von sün⸗ denschuld Theilhaftig werden seiner Erste Abtheilung. x 5. Das werd auch unser theil! hannis amt und lehre Verhenchen e stets, Gott, deines namens ehre. MiU¹ buße thut und glaubt, Hat troß dabin zu, jederzeit. Wer glaubt und heilig l die,gr Re⸗ Der bleibt in ewigkeit..2. Ohn in andrer 7 gerne guts Christi auf Erden. süe Auf ewi üben: De huld. Auf ewig sey dir dank Ulieben. U ruhm, Herr, für dein evangelium. ö 3. Im lichte der alwissenheit E War, erl du mit aller deutlichkeit, Was 3. Odr des höchsten weisem rath Bie welt u hat nicht zu erwarten hat; Und machtest di trost und! durch deinen mund Das künftige r zu dir ge menschen kund. her gehr 4. Dies und'die wunder deiner hn angesproc Sind uns ein göttlich sich'res pft eilen Do Daß das, was man von dir geil 4. Men. Die wabrheit se, die gont uns li austtatehrs Nie schwäche mir der frevler Sü elehre Den glauben an dies wort von 4 Sünder, 5. Du lehretest durch wort liches geie that. Man trifft der reinsten un d 3—8 Are pfad In deinem heil'gen wandel 45. i Gieb, herr, daß ich auf dieser Knten, Ba Gestärkt von dir, mit steter 6 288 Dir nachzufolgen eifrig sey. 6. Du bist es, herr! von dem! amt, Das die versöhnung predi stammt. Du machst durch tn lehrer mund Noch jetzt dein heil! menschen kund. Begleite stets shaft kraft Ihr amt, damit es nu afft. 7. Noch immer bilfst du deish Wollst d wort In seinen siegen mächtig sh und and Du sendest, wie dein mund verhif diesem b Noch immer deinen guten geist, Wie du dem, der wahrbeit sucht und li größten Zum glauben licht und kräfte gih 2. Laß 8. Mein heiland, send' ihn auch schmerzen mir, Daß er mich zu der wahllt pein Mic führ, Von eigendünkel mich besi ursach' w Damit ich dir gehorsam sey; Yfündez; 2 mich dereinst in ewigkeit Ein hell Daß ich licht bei dir erfreut. 3. Hil Di Mel. Schmücke dich, o liebe seele u, Atauf 102 Veneh wahrer mensch Dämpf' * liebe, Jesu, deill alles me mitleids triebe Zogen dich herab A mußt M 13) heiligl die größe Dein er lieb' und huld ermesse? dank u ngelium heit S Was mn ie welt u chtest do inftigeh deiner h 'res pfah dir geil uns lih evler su t von g wort 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 51 Gottes strafen abzuwenden, Unter frecher mörder händen Angst und uner⸗ hörte schmerzen Littest mit gelaßnem herzen; Als ein missethäter starbest Und uns ew'ges heil erwarbest. 6. Deine huld hat dich getrieben, Sanfmuth und geduld zu üben; Haß mit haß nicht zu vergelten, Deine schmäher nicht zu schelten, Allen freundlich zu begegnen, Für die lä⸗ sterung zu segnen, Deine feinde zu vertreten Und für mörder selbst zu beten. 7. Demuth war bei fpott und hoͤhne Deiner tugend schmuck und krone; Nie hast du nach ruhm getrachtet, Und auf menschenlob geachtet. Deines vaters heil'gen willen Mit gehorsam zu erfül⸗ len, Und uns heil und trost zu geben, War der zweck von deinem leben. 8. Laß mich, herr! zu reichem segen, Deinen wandel oft erwägen. Laß mich in der angst der sünden Trost und hülfe bei dir finden! Heilige auch sten tug wandel dieser he steter 35 y. oIn dem! ing preds urch tuh ein heil! e stets Mel. Christus, der uns selig ꝛc. rit es nu Feine leiden, gottes sohn, 103. D Herzlich zu bedenken, du deihl Wollst du mir von deinem thron Geist zächtig sh und andacht schenken. Ach erschein' in nd verhel diesem bild, Jesu, meinem herzen, geist, JWie du gottes zorn gestillt Durch die und lii größten schmerzen. räfte gi 2. Laß mich aber nicht allein Deine ihn auch schmerzen sehen; Laß die ursach' deiner er wahiht pein Mich zugleich verstehen. Ach! die mich best ursach' war auch ich, Ich und meine seh; Yfünde; Diese schlug und quälte dich, Ein helll Daß ich gnade finde. 3. Hilf, daß ich in bus und reu Dieses recht bedenke, Und dich künftig be seele u. nicht auf's neu Durch die sünde kränke. er menschh Dämpf' in mir die sündenlust, Laß mich esu, deinl alles meiden, Was du, jesu, büßen herab al mußt Mit so schwerem leiden. meine triebe Zu rechtschaffner menschen⸗ liebe. Laß mich immer mehr auf erden Deinem bilde ähnlich werden. 13) Von dem Leiden, Tode und Begraͤbniß Jesu. a. Vorbereitung zur Betrachtung des Leidens Jesu. 4. Drohet mir die höllenpein Um der sünde willen: Ach, so tritt ins mittel ein, Hilf die schrecken stillen. Laß mich dann mit heilbegier, Dich, mein jesu, fassen. Halt' ich gläubig mich an dir, Kann mich gott nicht hassen. 5. Gieb auch, jesu, daß ich gern Dir das kreuz nachtrage, Wahre demuth von dir lern', Nicht in noth verzage; Daß ich in der prüfungszeit Nimmer von dir wanke, Und dann bant in ewigkeit Dir, herr! fröhlich anke. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. 104 err, stärke mich, dein * leiden zu bedenken, Mich in das meer der liebe zu versen⸗ ken, Die dich bewog, von aller schuld des bösen Uns zu erlösen. 4* 52 Erste Abtheilung. 2. Vereint mit gott, ein mensch gleich uns auf erden, Und bis zum tod am kreuz gehorsam werden; An unsrer statt gemartert und zerschla⸗ gen, Die sünde tragen! 3. Welch wundervoll hochheiliges geschäfte! Sinn' in ihm nach, so sin⸗ ken meine kräfte, Mein herz erbebt; ich sehe und empfinde Den fluch der sünde. 4. Gott ist gerecht, ein rächer alles bösen. Gott ist die lieb' und läßt die welt erlösen. Dies kann mein geist mit schrecken und entzücken Am kreuz erblicken. 5. Es schlägt den stolz und mein verdienst darnieder. Es stürzt mich tief und es erhebt mich wieder; Lehrt mich mein glück, macht mich aus got⸗ tes feinde Zu gottes freunde. vor dir im staube; Verliere michn 4 dankendem gemüthe In daner Eunzen 7. Sie übersteigt die menschlich 2 Sche gedanken. Allein, soll ich darum 18/ ö glauben wanken? Ich bin ein mens ornkelch x darf der sich unterwinden, Goth erhöhet ergründen? siegreich i 8. Des höchsten thun ist gnad'n 3. Wir lieb' erweisen; Uns kömmt es zu lag auf 0 demuthsvoll zu preisen, Zu shargen welt wie hoch, wenn gott uns gnad' enund gab get, Die gnade steiget. ein ew'ges 9. So sey dann ewig auch 3 4. Kein mir gepriesen Für das erbarnpen So tr das du mir erwiesen! Da du, munser mitt heiland, auch für mich dein leüberwinder Dahin gegeben. der, Mit 10. Du liebtest mich; ich will Hfreund. wieder lieben, Und stets mit freu 6. O herr, mein heil! an den ich deinen willen üben; O gieb zu dien herzlich glaube, Ich liege hier gebückt seligen geschäfte Stets neue kräf Mel. Wé b. Dankbare Erwägung der Leiden Jesu. treffen müssen. Wie verpflichtet! Mel. Jesu meines lebens leben ꝛc. u, der menschen heil 105. D und leben, Deß sich meine seele freut, Der für mich sich hingegeben, Stifter meiner seligkeit; Du, der lieber wollte sterben, Als mich laͤssen im verderben: Ach, wie dank', wie dank' ich dir, Mein erlöser, g'nug dafür! 2. Menschenfreund, von gott gesen⸗ det, Zu erfüllen seinen rath, Längst hast du dein werk vollendet, Weg zu thun die missethat! Doch in den edächtnißtagen Deiner leiden, jesu, agen Deine theu'r erlösten dir Bil⸗ lig neuen dank dafür. 3. Du betratst, für uns zu sterben, Willig deine leidensbahn; Stiegst, uns leben zu erwerben, Gern den todesberg hinan; Trugst, vergessend eigner schmerzen, Deine menschen nur im herzen. Diese liebe preisen wir, Unvergeßlich sey sie mir. 4. Meinetwegen trugst du bande, Littest du der lästrer spott, Achtetest du nicht der schande, Mein versöhner und mein gott. Mich hast du der schmach entrissen, Die mich hätte 107. söhnend le ich dir Nicht auf ewig, herr, da 5. Frevler krönten dich zum ho Deine stirn, die blutete Unter eh 2. Die dornenkrone, König aller könige. Da schrecke zu gut hast du's erlitten; Mir sertrugst, u ehrenkron'erstritten. Preis, anbeimerringen: dank sey dir, Liebenswürdigster, dafein, Und 6. Du, der tausendfache schmenseyn, Wen Mir zur liebe gern ertrug, Deim 3. Die großmuthsvollen herzen War mab' ich d heil belohnung g'nug. Trost in mͤer meine nen letzten stunden Floß für mich agetragen; deinen wunden. Herr, ich dank, mein, Laß danke dir Einst im tode noch dastpür recht 7. Ruh im leben, trost am grah 4. Du h Unaussprechlicher gewinn, Den Bist ins dir zu danken habe! Dir, deß ich ngest schläg ewig bin; Jesu, dir mein herz purd'st and geben, Deiner tugend nachzustrehthu für un Dir zu traun, zu sterben dir; Dischwere mi dies sey mein dank dafür. nöchtest. 5. Dru Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛc. harkeit, Er 106 Funn mein gemüthvenn du e Und bete goktes gihen mich In deinem heiland an. Was slch, dein der engel schaaren Zu thun nicht fähhiel würdi e mich waren, Das hat des menschen sohn einer gügethan. 0 zenschlih 2. Schau hin, wie der gerechte Für darum uns, der sünden knechte, Den bittern trinkt; Wie er, ans kreuz ein menst ornkelch „Goll krböbet, rde „siegreich in den tod hinsinkt. gnad'un 3. Wir sünder sollten sterben, Fluch es zu lag auf adams erben; Fluch auf der Zu slargen welt; Doch er kam uns zu gute, jnad' euind gab mit seinem blute Für uns ein ew'ges lösegeld. auch 6 4. Kein freund meint es mit freun⸗ erbarmden So treu, als es mit feinden Er, du, munser mittler, meint. Preis ihm, dem dein lesüberwinder, Nun sind wir gottes kin⸗ der, Mit gott versöhnt durch unsern . will freund. nit freu zu dils ue kräf Für seine mörder flehet Und Mel. Wenn mein stündlein vorh. ꝛc. 107 Hem jesu, deine angst und pein Und dein ver⸗ söhnend leiden, Laß allzeit mir vor ö augen seyn, Die sünde zu vermeiden. flichtet Laß mich an deine große noth Und err, dafdeinen herben bittern tod, Dieweil ich zum hohlebe, denken. Unter eh2. Die angst, die deine seele litt, önige. Wa schrecken sie umfingen; Was du Mit sertrugst, um uns damit Befreiung zu „anbetiherringen: Das präge tief mir, jesu, ster, dafein, Und laß mir's ernste warnung e schmeiseyn, Wenn mich die sünde reizet. J, Dein 3. Die wunden alle, die du hast, War mab' ich dir helfen schlagen. O du, ost in uder meine sündenlast So willig hat ir mich agetragen; Ach liebster heiland, schone h dank, mein, Laß diese schuld vergessen seyn, noch daffFür recht laß gnad' ergehen. am grah 4. Du hast verlassen deinen thron, Den Bist ins gericht gegangen; Vertru⸗ deß ich nest schläge, spott und hohn, Und in dir; Dischwere missethat Bei gott versöhnen nöchtest. ö 5. Drum soll mein herz voll dank⸗ ilder ze. harkeit, Erbarmer, dir lobsingen. Und n gemüthvenn du einst zur seligkeit Aus gna⸗ golktes gihen mich wirst bringeu, Was selch, dein erlöseter, Dich ewig 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. herz vurd'st ans kreuz gehangen, Auf daß chzustrebhu für uns schafftest rath, Und unsre Se bängsten, herbsten schmerz Heilen deine Dann will tͤch, de und reu, Mit wahrhafter buße Und dem nicht fuhhiel würdiger Mit allen sel'gen loben. vorsatz bessrer treu, Jesu, dir zu fuße. 53 6. Herr jesu! deine angst und pein, Und dein versöhnend leiden, Laß meine letzte zuflucht seyn, Wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen tod Fein sanft beschließe meine noth, Und selig sterbe, amen. Mel. Christus, der uns selig ꝛce. esu, meiner seelen licht, 108. J Ursprung meiner freu⸗ den, Wie viel trost und zuversicht Fließt aus deinem leiden! Nimm den dank in gnaden an, Den ich dir jetzt singe; Deß, was du an mir gethan, Bin ich zu geringe. 2. Ich erwäg' es hin und her, Was dich angetrieben, Eine sünder⸗ welt so sehr, Wie du thatst, zu lieben; Uns verlorne zu befrei'n, Hast du angst und banden, Geisseln, schmach und todespein Willig ausgestanden. 3. War es unsre würdigkeit? Nein, des vaters güte, Deines herzens freund⸗ lichkeit Und dein treu gemüthe; Dies hat dich ans kreuz gebracht, Daß kein menschverzagte, Wenn der sünden meng und macht Das gewissen nagte. 4. O du wunderbarer rath, Den man nie ergründet! O du wunderbare that, Die man nirgend findet! Sünden, deren gott zum hohn, Menschen sich erfrechen, Die läßt gottes eigner sohn An sich strenge rächen. 5. Meine große sündenschuld Traf den theuren bürgen; Er ließ sich aus großer huld, Mir zu gut, erwürgen. So hat er uns heil gebracht; Sollt' uns nicht geziemen, Seiner liebe starke macht Ewiglich zu rühmen? 6. Herr, dein friede sey mit mir, Und auf mein gewissen, Wenn es zaget, laß von dir Trost und freude fließen! Trost ergießt in jedes herz Sich aus deinem herzen, Auch den schmerzen. 7. Laß, so bald mein herz erschrickt Ueber seine sünden, Wenn auf dich mein glaube blickt, Mich, herr, gnade finden! Sieh, ich fall', zerknirscht von 5⁴ Erste Abtheilung. 1 8. Nun ich weiß worauf ich bau Und bei wem ich bleibe, Wessen für⸗ sprach ich vertrau, Und an wen ich glaube. Jesu, du, du bist's allein, Welcher mich beschirmet, Wenn gleich des gewissens pein Auf die seele stürmet. 9. Hier bin ich dein eigenthum, Soll dort mit dir erben. Drum will ich zu deinem ruhm Leben und auch sterben; Daß auch ich einst rühmen mag, Aus dem grab erstanden: Mei⸗ nes jesu großer tag, Heil mir! ist vorhanden. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. 109 Lab deinen geist mich stets, * mein heiland, lehren, Das wort von deinem kreuze so zu ehren, Daß ich getreu in dem beruf der liebe Mich christlich übe. 2. Das gute thun, das böse fliehn und meiden, Herr, diese pflicht lehrt mich dein heilig leiden. Könnt' ich zugleich das böse mir erlauben, Und an dich glauben? 3. Da du dich selbst für mich da⸗ hin gegeben, Wie könnt' ich noch nach meinem willen leben, Und nicht viel⸗ mehr, weil ich dir angehöre, Zu dei⸗ ner ehre? I. Ich sollte nicht, wenn leiden dieser erden, Wenn kreuz mich trifft, gelaßnen herzens werden; Da du so viel für uns, die wir's verschuldet, Liebreich erduldet? 5. Für welche du dein leben selbst gelassen, Wie könnt' ich sie, sie, meine brüder, hassen? Und nicht, wie du, wenn sie mich untertreten, Für sie noch beten? 6. Ich will nicht haß mit gleichem haß vergelten, Wenn man mich schilt, nicht rächend wieder schelten; Du hei⸗ liger! du herr und haupt der glieder, Schaltst auch nicht wieder. 7. Ein reines herz, gleich deinem edlen berzen, Dies ist der dank für deine kreuzesschmerzen; Und gott giebt uns die kraft, in deinem namen, Dich nachzuahmen. 8. Unendlich glück! du littest uns zu gute; Ich bin versöhnt in deinem neue kraft Durch theuren blute, Du hast auch mir, da du für mich gestorben, Dies gu um kraft erworben. treu zu th 9. Ich bin ja dein, schon selig hiern 5. Nun glauben! So wird mir nichts, ni entgegen meine krone rauben; So werd' einmal Oh dort von herrlichkeit umgeben, EH hast aus ewig leben. rungen, 1 10. Ja, wenn ich stets der tud Meinen te pfad betrete, Im glauben kämpf, 6. Herr glauben wach' und bete: So isten So dich a heil schon so gewiß erstrebet,‚ von deine jesus lebet. kommen? 11. Lockt böse lust mein herz kraft(Du ihrem reize, So schrecke mich du mir zr wort, das wort vom kreuze, anzuwend werd' ich matt in übung guter un 7. Laß So sey mir's stärke. Mich mit 12. Seh' ich dein kreuz den ki jedem sün dieser erden Ein ärgerniß und Treib' mie thorheit werden: So sey's doch tes zorn trotz alles frechen spottes, Die i je gethan heit gottes. 8. Dri 13. Wenn endlich, herr, mich n Straft m sünden kränken, So laß dein h laß aus d mir wieder ruhe schenken; Dein nießen, ben sey, wenn ich den tod einst Büßend h gnad' und Mir fried' und freude. Mel. Christus, der uns selig ꝛe. 110 Mein erlöser, gottes s * Der du für mich test, Und auch auf der himmel 6 Jetzt noch für mich bittest; WI wohlthat ist für mich Dein versöhn leiden! O, wie preis' ich würdig! Ursprung meiner freuden. 2. Unermeßne herrlichkeit War herr! gegeben; Und du konntest jh zeit Voller freuden leben. Abel der großen huld! Daß ich selig wül Uebernahmst du in geduld Schei leiden bürde. 3. Nun kann meine missethat N vergebung finden; Denn du stal nach gottes rath, Auch für mi sünden. Meine schulden trugest Ließ'st für mich dich strafen, Moß seele trost und ruh Gnädig zu schaffen. 4. Was mir lust zur bess'rung schn Was zur tugend leitet, Dazu hass kein kreuz berel Nicht vergebens darf ich nun N 9. Ste Dies gi lig hien ühts, nit werd est; WI4 versöhn vürdig) it War nutest j Abel, selig win d Scheꝛi sethat N du stas für mi trugest) en, Mehh dig zu 9 rung schi azu hast euz berel nun mich gestorben. um kraft bewerben, Gottes willen treu zu thun, Sünden abzusterben. 5. Nun kann ich dem todesthal Froh entgegen sehen; Und zu jener welt dleinmal Ohne schrecken gehen. Du, herr, hast aus aller noth Rettung mir er⸗ rungen, Und durch deinen kreuzestod Meinen tod bezwungen. 6. Herr! was bin ich, daß du mein So dich angenommen; Daß die frucht von deiner pein Auch auf mich soll kommen? Gieb mir weisheit, gieb mir kraft(Du hast sie in händen), Was du mir zum heil verschafft, Treulich anzuwenden. 7. Laß das wort von deinem kreuz Mich mit muth beleben, Ernstlich jedem sündenreiz Hier zu widerstreben, Treib' mich mächtig dadurch an, Got⸗ tes zorn zu scheuen: Was ich unrecht je gethan, Innig zu bereuen. 8. Drückt mich meine sündennoth, Straft mich mein gewissen; O! dann laß aus deinem tod Mich den trost ge⸗ nießen, Daß du auch für meine schuld Büßend bist gestorben, Und mir alle gnad' und huld Hast bei gott erworben. 9. Stärke mich durch deinen tod Auf die letzten stunden. Wie du deine todesnoth Siegreich überwunden: O! so hilf dazu auch mir. Laß mich fröh⸗ lich scheiden; Herr! so dank' ich ewig dir Für dein bitt'res leiden. Mel. Herzliebster jesu, was ꝛc. oder: Ist auch ein gott? ꝛc. 111 S hochgepriesen, herr, * für deine liebe! Sie drang dich zu dem mitleidsvollen triebe, Für eine welt voll sünder selbst dein leben Dahin zu geben. 2. Fürwahr, du trugest unsrer sün⸗ den schmerzen. O welch ein herz gleicht deinem edlen herzen? Du ließest unsre schuld an dir bestrafen, Uns heil zu schaffen. 3. O laß dies heil doch auch mein erbe werden! Was hab ich sonst für sichern trost auf erden? Was giebt mir sonst wohl sichern grund zur freude, Wenn ich einst scheide? 4. Du bist mein heiland, auch für Was du der welt 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 5⁵5 durch deinen tod erworben, Das hast du, von barmherzigkeit geleitet, Auch mir bereitet. 5. Erhalte selbst mein herz bei diesem glauben; Kein banger zweifel müsse mir ihn rauben; Er müsse mich sat fleiß in guten werken Beständig arken. 6. Sollt' ich mich nun noch frevel⸗ haft erkühnen, Der sünde, die dich tödtete, zu dienen: So könnt' ich mich mit den von dir erlösten Nicht deiner trösten. 7. Nein, dir allein, der du durch deine wunden Auf ewig mich zu dei⸗ nem dienst verbunden; Nur dir, mein heiland, sey mein ganzes leben Zum dienst ergeben. 8. Nichts soll mich je von deiner liebe scheiden. Ich bleibe dein, bis du mich dort wirst weiden, Wo deine liebe mit dankvollen zungen Stets wird besungen. Mel. Ein lämmlein geht, und ꝛc. 112 Woꝰ ist der mensch, deß ** du gedenkst? Was bin ich? gott! erbarmer! Du, der du tausend welten lenkst? Was bin ich, herr! ich armer? Ich lag im blut, und meine noth War fluch, und der gedrohte tod; Wo sollt' ich rettung finden? Der herr erbarmte meiner sich, Jehova sprach ganz väterlich: Ich tilge deine sünden. 2. O göttliche barmherzigkeit! Der sohn soll für uns sterben; Der mitt⸗ ler, wohlzuthun bereit, Entzieht uns dem verderben. Er kleidet sich in fleisch und blut, Uud was kein freund, kein bruder thut: Wer kann was größers denken? Er stellt sich aller marter blos; Er leidet, er stirbt göttlich groß, Und läßt ins grab sich senken. 3. Ganz faßt dich selbst ein engel nicht, Gedanke zum erschüttern; Zwar bist du meine zuversicht, Doch denk' ich dich mit zittern. Wenn ich im geist gethsemane, Wenn golgatha im geist ich seh, Was ist's, das ich em⸗ pfinde? Ich weine, herr, doch nicht um dich, Ich wein' und klage über mich Und über meine sünde. 56 Erste Abtheilung. 1 4. Was du bezahlt, ist meine schuld; 6. Herr! laß mich aus barmhen Der herr irbt für die knechte. Es keit, Wie freundlich du biss, schmeh der schul büßt mit göttlicher geduld Für sünder Wenn sünden der vergangnen zeit ott in g der gerechte. Mein ist die last, die ew'gen strafen schrecken. Es sů ast. Auc jesus trägt, Der zorn des höchsten, mich in seelennoth, Herr jesu, u lut: Ich der ihn schlägt, Der sollte mich ver⸗ versöhnungstod, Die kraft von deh ten Unden derben. Es war nur meine missethat, wunden. Es tröste mich dein ban JI. Dru Die, heiland, dich gemartert hat; flehn, Da du nach rettung ausgel Jetzt md Des todes sollt' ich sterben. In heißen prüfungsstunden. pein und 5. O sünde, sünde, gute nacht! 7. Dank, mein erlöser, dank pank Für Zu lang, ach viel zu lange, Hast du dir Für jede deiner plagen, Für schrei, Fü das herz um trost gebracht; Nun will leiden, die du hier An seel'ꝰ und Für deine ich, falsche schlange! Dich hassen, getragen. Für allen schmerz, für 95 Stet deine lockung fliehn, und mich der angst, Darin du für mich sün Die sündli liebsten lust entziehn. Bei ehristi tod rangst, Sey ehre deinem nan zu meiden am kreuze, Entsag' ich, was dem Gedenk, herr, meiner in der wdir: Es fleisch gefällt, Der bösen lust der ar⸗ Gedenk auch meiner einst im sinn Wie gen welt, Und ihrem falschen reize. Und im gerichte, amen! ich erlöfet c. Kraft und Trost des Leiden Jesu. Mel. Jesu, deine tiefen wunden. 5. Ja, für alles, was mich kln 113 Fesu ehrist, durch deine ket, Schaffen deine wunden 115. wunden, Deinen mar⸗ Wenn mein geist an sie gedender welt, tervollen tod, Hab' ich heil bei gott Geh, ich frisch den schmalen pf 2. Chrif gefunden, Kraft zur tugend, trost in Mich erschrecket keine müh, Denn du trägst noth. Fällt mir etwas arges ein, trost erleichtert sie, Daß du, liharm' dich Denk' ich, herr, an deine pein; Die als du gestorben, Mir ein ewig 3. Chri verbietet meinem herzen, Mit der erworben. du trägst sünde je zu scherzen. 6. Auf dich setz' ich mein vertrauuns deinen 2. Schmachtet nach verbotnen freu⸗ Du bist meine zuversicht; Selbst! den Mein verderbtes fleisch und blut: tod macht mir kein grauen: Du! O so blick ich auf dein leiden; Schnell freist mich vom gericht. Durch hVel. d verlöscht die wilde glut. Streb' ich mir erworbnes heil Hab' ich an 416 eitler ehre nach, Und ich denk' an himmel theil. Wahrlich, herr, deine schmach; Schnell erniedrigt sie ewigs leben Wirst du nach dem ischweiß ber mich wieder, Und schlägt meinen stolz mir geben. laube, A darnieder.— chrecket; 3. Reizen, herr, mich manche plagen, Mel. Wenn meine sünd' mich u. klagen, D Während meiner prüfungszeit, Oft 114 Wen mich die sündigen, Sey zu mürrisch bangen klagen, Und zur* kränken, Mein hu 2. Du unzufriedenheit: O so denk ich an die land, jesu ehrist, So laß mich wufrevlern s pein, Die die uns zu gut allein Un⸗ bedenken, Wie du gestorben hlnd tru verschuldet hast ertragen, Und dann Wie du auch meine schuldenlast, A anftem schäm' ich mich, zu klagen. stamm des heil'gen kreuzes, Auf dibild müss 4. Wenn mein schreckendes gewissen genommen hast. e vergebg Mir mit fluch und strafe droht: O,. 2. O wunder ohne maßen, Rlesu! in diesen kümmernissen, Denk' ich, herr, fündiges geschlecht Hast du dich ma 3. Am an deinen tod, Und wie du auch meine tern lassen; Du, herr, starbst Entstellt, last An dem kreuz getragen hast; den knecht. Du, wahrer mensch MDein tod Dies kann mein gewissen stillen, Und wahrer gott, Gabst für mich armhoch du mein herz mit troͤst erfüllen. menschen Dich selber in den tod. schm 3. Nun kann sie mir nicht schaden, schmi Der schulden große last; Ich bin bei mzeit gott in gnaden, Weil du bezahlet es sühast. Auch meine schulden tilgt dein ostbtut. Ich dar den jorn nicht fürch⸗ won dehten Und nicht die höllenglut. ein ban 4. Drum sag' ich dir von herzen, ausgi Jetzt und mein leben lang, Für deine 225 pein und schmerzen, O jesu, lob und ank dank, Für deine noth und angsige⸗ 0 un schrei, Für dein unschuldig sterben, und Für deine lieb' und treu. % fün 5. Stets reize mich dein leiden, ich sin Die fündliche begier Mit allem ernst n namzu meiden, Und fromm zu seyn vor 130 udir: Es komme nie mir aus dem st im sinn, Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin. 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 57 6. Mein kreuz und meine plagen, Selbst bittern hohn und spott, Hilf mir geduldig tragen: Gieb, o mein herr und goͤtt, Daß ich verläugne diese welt, Und folge dem exempel, Das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, Was du an mir gethan, Und meinen näch⸗ sten lieben, Ihm dienen, wo ich kann, Ohn' eigennutz und heuchlerschein, Und wie du mir erwiesen, Aus reiner lieb' allein. 8. Laß endlich deine wunden, Auch in der letzten pein, In jenen finstern stunden, Mir trost und zuflucht seyn. O herr, auf den allein ich trau, Erbarm' dich mein im tode, Daß ich dich ewig schau! mich hi Bekannte Melodie. hriste, du lamm gottes! den 1 15. CeOeron trägst die sünde e gedender welt, Erbarm' dich unser! alen hst 2. Christe, du lamm gottes! Der „Denndu trägst die sünde der welt, Er⸗ du, hibarm' dich unser! mewig 3. Christe, du lamm gottes! Der du trägst die sünde der welt, Gieb vertrauuns deinen frieden! amen. Selbst! rt Du! R0 Durch Mel. O lamm gottes! unschuldig ꝛc. ch an d rlöser, der im staube herr, 116. Einst lag mit angst⸗ h dem ischweiß bedecket, Dein tröste sich mein laube, Wenn tod und sünde mich chrecketz; Dein tiefer schmerz, dein nich u, klagen, Dein todeskampf, dein za⸗ die sündpgen, Sey meine ruhe, herr jesu! Mein hi 2. Du littest ganz unschuldig Von mich bufrevlern schmähung und schmerzen, rben hilind trugst sie doch geduldig Mit nlast, Manftem versöhnlichen herzen. Dein „Auf dibild müss' uns beleben, Zu dulden, vergeben, Wie du zu lieben, herr ßen, Mesu! dich mu 3. Am kreuze hingst du kläglich, starbst[Entstellt, gemartert, verschmachtet. iensch Dein tod belehr' uns täglich, Wie 12—— du seelen geachtet. Er schreck' n tod. d. Gebet zu dem Versöhner. uns ab von sünden; Er müss' uns dir verbinden Zu innigem danke, herr jesu! Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛc. 117 Laft uns doch ehristo dank⸗ * bar seyn, Daß er für uns in große pein Sich willig hinge⸗ geben; Auch laßt uns seyn der sünde feind, Und, weil gett nunmehr unser freund, Nach seinem willen leben; Die lieb' erzeigen jedermann, Wie ehristus selbst an uns gethan. O menschenkind! betracht' es recht, Wie gottes zorn die sünde schlägt! Herr jesu ehrist! Mein herr und gott! Mein herr und gott! Von sünden schrecke mich dein tod. Bekannte Melodie. lamm gottes, unschul⸗ 118. O dig Am stamm des kreuzes geschlachtet! Allzeit erfunden geduldig, Wie sehr du wurdest ver⸗ achtet, Die sünd' hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen; Er⸗ barm' dich unser, o jesu! 2. O lamm gottes! unschuldig ꝛc. Erbarm' dich unser, o jesu! 3. O lamm gottes! unschuldig ꝛc. Gieb uns deinen frieden, o jesu! 58 Erste Abtheilung. e. Die Liebe Jesu in dem Werke der Erlösung. el. Dir, dir, jehovah ꝛc. M 119 ch, sieh ihn dulden, blu⸗ * ten, sterben! O meine seele, sag' ihm frommen dank! Sieh gottes ein'gen sohn und erben! Wie mächtig ihn die menschenliebe drang. Wo ist ein freund, der je, was er gethan? Der so, wie er, für sünder sterben kann? 2. Wie dunkel waren jene stunden, O herr, und welche lasten drückten dich! Wie quoll das blut aus deinen wunden! Und ach, es floß zum heil und trost für mich; Und ruft noch heute mir ermunternd zu, Daß du mich liebst, du frommer dulder, du. 3. So sollt' es seyn, du mußtest leiden; Dein tod macht mir des va⸗ ters liebe kund. Er wird für mich ein quell der freuden, Ein siegel auf den ew'gen friedensbund. So wahr dich gott für mich zum opfer giebt, — feste stehts, daß er mich herzlich iebt. 4. Dein bin ich nun und gottes erbe; Ich sehe in sein vaterherz hinein. Wenn ich nun leide, wenn ich sterbe, Kann ich unmöglich je verloren seyn. Wenn sonn' und mond und erde unter⸗ gehn, So bleibt mir gottes gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum trost und dir zur ehre, Gereicht dein ganzer kampf, dein kreuzestod; Bestätigt ist nun deine lehre; Ich baue fest darauf in jeder noth. Unschuldig littest du: doch preis und ruhm Ist auch im kampf der unschuld eigenthum. 6. Herr, dies dein beispiel soll mich lehren, Des lebens unschuld sey mein ehrenkleid. Ich will treu deine stimme hören, Und gerne thun, was mir dein wort gebeut. Die dankbarkeit dringt innigst mich dazu; Wer hat es mehr um mich verdient, als du? 7. Nie will ich mich am feinde rächen: Auch dies lern' ich, mein heiland, hier von dir; Nie gottes schickung widersprechen, Wär' gleich sein pfad jetzt noch so dunkel mir. Auf dornen giengst du selbst zum ziele Dufe gesc bin; Ich folge dir, weil ich epfer sni w 8. Was fürcht' ich noch des Ites. Lar schrecken? Du schliefst auch einlpir! Boc grab, o seelenfreund. Mag sie Ehꝛ ich! meine asche decken, Die erde, 5. So des todes nacht erscheint. Der O jesu der dir das leben wiedergab, Asoll dir' einstens auch den stein von muldir es sch grab. mein ruh 9. Nimm hin den dank für heigenthur plagen, Mein retter, den die udu bist u liebe bringt. Dort will ich dirs mein au besser sagen, Wenn dich mein auch dan im engelchor besingt. Dann stin 6. We alle sel'gen fröhlich ein; Der und alles himmel soll dann zeuge seyn. meine ser Mel. Ein lämmlein geht und ꝛr. bng b in lamm geht hin fanfte lu 120. E trägt die schuld Pen, Un abgefallnen kinder; Geht hin muth, Ai büßet in geduld Die sünden allen blut Im der. Es geht den rauhen todesg 7. Ist Folgt seinen würgern ohne zu mir Go Begiebt sich aller freuden, Und rufst du die marter, die ihm droht, Und nes hi die schmerzen und den tod Doch du von d und willig leiden. sen gna 2. Das lamm ist jesus, erworbe freund; Zum heiland unsrer keit Anb Wollt' ihn der strenge sünden Daß du Der ew'ge vater, wählen.„S sprach er,„nimm dich derer an, Mel. „außer dir nichts retten 10⁰21 „schweren fluch der sünden. Gu „die schuld, die strafe groß; dir für „übernimm's, so sind sie los, mels se „sollen gnade finden.“ verleiht 3.„Ja, vater“, sprach derg 2. sohn,„Kein sünder soll verzz nicht; „Ich steig' herab von deinem richt: „Und will die sünden tragen. Für mi liebe! liebe! deine macht Ist 3. V als ein mensch gedacht, Als ie Und ni engel dachte! Du dringst den würd'i dem vater ab, Und streckest de durch finstre grab, Der erd' und hig A. machte. Verso 4. Er büßt für uns am kiil dieses stamm, Damit wir gnade finden, mich d wird geschlachtet wie ein lamm, Zum opfer für die sünden. Für alle stirbt er, auch für mich Ergießt sein theu⸗ res leben sich In milden strömen blu⸗ des ltez. Lamm gottes, ewig dank' ich uch einldir! Doch nie genug, du thatest mir, Nag sie Eh' ich noch war, schon gutes. erde, 61 5. So lang' ich lebe, will ich dein, Der O jesu, stets gedenken; Mein herz gab, Afoll dir geweihet seyn, Ganz will ich von musir es schenken. Nur dir gefallen, sey „ mein ruhm; Ich will mich dir zum nk für seigentbum Auf ewig übergeben. Nur die udu bist meine zuversicht, Und wann ich dirs mein aug' im tode bricht, Bist du mein auch dann mein leben. pann stin 6. Was ist das leiden dieser zeit, 5Der gund alles, was mich kränket, Wenn seyn. meine seel' in traurigkeit, Herr, an dein leiden denket? Dies flößt in meine t und hange brust, Zur zeit der trübsal geht hin fanfte lust, Läßt mich nicht unterlie⸗ e schuld gen, Und stärket mich mit kraft und eht hin muth, Auch über welt und fleisch und den allen hlut Im schwersten kampf zu siegen. en todesg 7. Ist endlich ganz vollbracht, was ohne zu mir Gott auferlegt zu leiden, Und en, Und rufst du, jesu, mich zu dir Und dei⸗ oht, Und nes himmel freuden: Dann reichest dod Doch du von deinem thron Mir jenen gro⸗ sen gnadenlohn, Den mir dein tod jesus, erworben; Dann werde dir in ewig⸗ unsrer keit Anbetung, preis und dank geweiht, sünden Daß du für mich gestorben! eil ich . len.„Si derer an, Mel. O jesu christ, mein's lebens ꝛc. en kann du mein mittler und den. Gih 121. mein gott! Ich danke groß; dir für deinen tod, Der mir des him⸗ sie los, mels seligkeit, Und hier gewissensruh' verleiht. ach derh 2. Ach glaubt' ich deine gottheit soll verzu nicht; So schreckte mich doch das ge⸗ deinem richt: So würde deines todes pein 1 tragen. Für mich kein geltend opfer seyn. icht Ist 3. Wärst du der menschen heiligster, 4„ Als je Und nicht auch gott, gekreuzigter! So ugst den würd' ich nicht von sünden rein, Nicht reckest de durch dein blut versöhnet seyn. *K und hih 4. Ich weiß es, jesu, du bist gott; Versöhnend ist dein kreuzestod: Und 1s am kieh dieses trostes göttlichkeit Versichert de finden, mich der seligkeit. 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 59 5. Der feind nehm' alles, alles hin! Das glück, daß ich versöhnet bin, Ist meiner seelen höchstes guth, Und macht mir auch im tode muth. 6. Wann des gesetzes fluch mir droht; Dann tröstet mich dein mitt⸗ lerstod: Ich weiß, daß du auch meine last Am kreuze, herr, getragen hast. 7. Und ist die letzte stunde da, Dann blick' ich hin nach golgatha; Der trost, daß ich begnadigt bin, Macht mir das sterben zum gewinn. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. 6 ie grundlos sind die 122. Wẽĩ ttesen deiner liebe! Wie treu und zärtlich, jesu, deine triebe! Kein mutterherz gleicht dei⸗ nem treuen herzen, Du mann der schmerzen. 2. Was zieht dich dann, o heiland, auf die erde? Was schadet dir's, wenn ich verdammet werde? Du blei⸗ best doch, wenn ich gleich strafe leide, Des vaters freude! 3. Verehrt mit dank den weisen rath, ihr christen, Den einzusehn, die engel selbst gelüsten. Bewundert hier in dem erlösungswerke der liebe stärke! 4. Des höchsten sohn büßt für die menschenkinder: Der heiligste bezahlet für die sünder; Des lebens fürst, und aller bosheit rächer, Stirbt für ver⸗ brecher! 5. Herr, lehre selbst mich deine huld erkennen, In rechtem glauben meinen herrn dich nennen! Erbarme dich, und heile meinen schaden, Du brunn der gnaden! 6. Ich bin verderbt vom fuße bis zur scheitel, Mein herz ist trotzig, widerspenstig, eitel; Mein bestes thun ist mangelhaft und sündlich: Ich fehle stündlich. 7. Ich flieh', o herr, zu deinen liebesarmen, Ich such' und bitte nichts, als dein erbarmen; Verstoß den nicht, der seine sünden hasset, Und dich umfasset. 8. Was machst du, feind, mir christi huld verdächtig? Schweig! seine kraft ist in den schwachen mäch⸗ 60 Erste Abtheilung. tig. Er selbst macht den gerecht, der deinen tod erworben; Das werdenwen die an ihn gläubet, Und in ihm bleibet. zu meinem ew'gen heile, Nun gisich erfr 9. Zeuch mich, o gotteslamm, zu dei⸗ nem kreuze, Damit dein blut die seele dring' und reize, Dich, den erwerber aller guten gaben, Recht lieb zu haben. 10. Was du auch mir, da du für mich gestorben, Aus gnaden hast durch 1. Das Leiden Jesu am Oelberge. Mel. Christus, der uns selig ꝛc. 123 Her des himmels, starker * held! Was wird mit dir werden? Warum liegst du blaß, entstellt, Bebend auf der erden? Trost ist es, was du verlangst, Tröster unsrer seelen? Was kann mit so schwe⸗ rer angst Deine seele quälen? 2. Vor dir liegt,(denn dir kann ja, Herr, sich nichts verhehlen;) Eine welt voll sünden da, O, wer kann sie zählen? Niemand, als nur gott und du, Können sie ergründen. Und für alle büßest du, Als für deine sünden. 3. Liebe straͤhlte dir sonst stets Aus des vaters blicken, Und in stunden des gebets Mußt' sie dich erquicken. Da nun gottes straf' dich schreckt; Da er in gewittern Furchtbar sich vor dir versteckt, Solltest du nicht zittern? 4. Hier fühl' ich der sünden gräu'l, Ganz von angst erschüttert. Auch für mich hast du, mein heil, Hier im staub gezittert. Held, da sünd' und strafgericht Dich fast niederstürzen: Soll der gräu'l der sünde nicht Mei⸗ nen geist bestürzen? 5. Aber du versöhntest mich; Denn auch mir zum segen Ließest du allein auf dich, Gott, die strafe legen. Du ergabst dich demuthsvoll In des vaters willen, Um das, was uns retten soll, Sterbend zu erfüllen. 6. Nun, herr, meine zuversicht, Hilf du meiner seele, Daß im letzten kampfe nicht Sündenangst sie quäle. Ach, laß deinen blut'gen schweiß, Wann ich ganz beklommen, Alsdann keine hülfe weiß, Mir zu statten kommen. zu theile. hen; Di 11. Dir, jesu, leb' ich; dir wil dir? W auch sterben. Laß den nur nicht, hier! D du versöhnt, verderben! O hilft 6. Do jetzt, und in den letzten stundpreis De Durch deine wunden. Mel. Ein lämmlein geht und ꝛc. Mel. o gehst du, jesu, y 124. S lig hin, Dein 11 5. anzutreten, Für mich, der ich. loren bin, Zu kämpfen und zu bel Deiner f Du, der du nichts verbrochen Hund weic Gehst hin, um aller sünder last Aledlem hel auf dich zu laden. Ich nur verdih Me strafen, ich; Du aber nimmst sie Die um auf dich, Damit sie mir nicht schaßpinks zu 2. Kann den, der allen stärke gßereit, o Kann den auch furcht erschüttendu bist be Selbst christi seele wird betrübt, Utreuet. 2 seine glieder zittern. Ach, hingesunbricht; S auf die knie, Arbeitet er in schwi 3. Du müh, Und betet, kämpft und zagDie auch Er wünscht den schweren kampf Iherr, in d kürzt; Wer siehts und höret mallmacht bestürzt, Wie leidenvoll er klaget, dein lebe 3. Gott, du bist heilig; wundies geben; bar In allen deinen werken. 6 knecht, ein engel muß sogar D herrn vom himmel stärken. Er rim sein heilig angesicht Träuft blutschwih wer entsetzt sich nicht? Wer litt, er, auf erden? Der du in reiner in schuld prangst, Wie konntest du in solcher angst, O herr,— werden? 4. Du zagst, mein heiland; a nur ich, Ich hätte zagen sollen; Do selbst durch leiden hast du mich Voß tode retten wollen. Ach, hättest d. nicht sein gericht Auf dich genommade wär' ich nicht In jammer Hhar; hen sunken? Nun läßt der richter, aß dein flehn, Vor mir den kelch vorüh 3. 0 gehn; Denn du hast ihn getrunken. ein 5. Heil mir, der sohn des öchiten hat Für mich sich richten lassen. Golt aß er wer kann deinen weisen rath, Wherde ö dein erbarmen fassen? Nun jauchz 9 werde uwen die sünde reut, Wer jesu ehristi Nun gsich erfreut: Er wird vor gott beste⸗ hen; Du, der du glaubst, wer schadet dir willdir? Wer will verdammen? gott ist nicht, hier! Du wirst den tod nicht sehen. O hilfet 6. Doch denk', um welchen theuren n stundpreis Dein heiland dich erkaufet. Er Mel. Jesu meines lebens leben ꝛc. GFesu christe, dessen wun⸗ V den Heil und leben uns er ich nd zu beh⸗ rochen gund weichst nicht zurücke; Giebst mit last Medlem heldensinn Dich in ihre bande bin. ur verdia 2. umst sie Die um deines vaters thron, Seines icherlchahspinks zu warten, wohnen, Stehn stärke gihereit, o menschensohn. Nur ein wink, erschüttudu bist befreiet Und der feinde heer zer⸗ setrübt, Utreuet. Doch wie viel ihr grimm ver⸗ hingesuubricht; Du winkst deinen engeln nicht. in schus 3. Du bist selber reich an stärke, und zahDie auch hier sich nicht verlor. Aber kampf dherr, in diesem werke Geht geduld der höret mallmacht vor. Niemand nimmt von dir er klaget dein leben, Du willst selbst für uns ig; wundes geben; Du nicht schmach noch marter 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 61 rang, bedeckt mit todesschweiß, Mit blut für dich getaufet. Ach, wache, daß die sünde sich Nie dein bemächtige, noch dich In deiner treu erschüttre. Lockt ihre stimme, höre nicht; Schau' hin zum ölberg ins gericht, Das jesum traf und zittre. g. Die Gefangennehmung Jesu. 4. Treuer bürg' um unsertwillen Streckst du deine hände dar; Gottes rathschluß zu erfüllen, Schonest du der frechen schaar; Wehrst dem schwerte deines freundes; Heilst die wunde deines feindes; Nimmst die bande willig an, Da dein arm sich weigern kann. 5. Dank dir für so große güte; Zeige nun auch deine treu, Und befreie mein gemüthe Von der sünden sclaverei, Daß mein fleisch mich nie verstricke, Weltverführung nie berücke; Deß ver⸗ suchers arglist nie In sein netz mich wieder zieh. 6. Und soll ich den ruhm erlangen, Daß ich, deines geistes voll, In be⸗ kennerfesseln prangen, Deinetwegen leiden soll: Gieb dann mir in meinen banden Reichen trost aus deinen handen, Daß, gleich dir, ich sie nicht scheu, Ich, gleich dir, gelassen sey. erken. Lscheun, Aus der höll' uns zu befrein. sogar D n. Er rinz blutschwa 1 reiumd Mel. Wo soll ich fliehen hin ꝛc. ntest du u ein jesu, für dein herz „ besüm 26. Welch ein so herber schmerz, Den du weit mehr empfunden, aAls striemenschläg' und wunden! Die ollen; Dokleine zahl von freunden Kränkt dich, mich Moleich deinen feinden. hätteft d. 2. Kaum naht sich die gefahr, So genommazeht der jünger schaar. Die erst sich r ganz hudoch vermessen, Eh' sie der treu ver⸗ richter, agessen, Den tod auch vorzuziehen, elch vorlbsVerlassen dich und fliehen. getrunken.. Der kühn sein schwert gezückt, des höchthrtehn petrus selbst, erschrickt; Er Gohlieht, eh' bande drohen; Schämt sich, Woaß er geflohen: Und eilt doch recht herwegen Dem tiefern fall entgegen. ꝛiland; h. Ueber die Verlassung Jesu von seinen Jüngern. 4. Wie ist der mensch so schwach, So viel sein muth versprach! Dort 4** er da im staube; Erloschen ist sein glaube; Sein kühner muth gedämpfet, Ach ehristen! wacht und kämpfet. 5. Wo ist nun petri treu? Der jesum vormals frei, Für gottes sohn bekannte, Für ihn vor eifer brannte, Der hat vor jesu ohren, Bald frech ihn abgeschworen. 6. Doch, herr, dein liebesblick Bringt ihn alsbald zurück. Er fühlte sein verbrechen, Kann nun vor schmerz nicht sprechen, Und weint nur bitt're thränen, Die sich nach gnade sehnen. 7. Er sucht und findet sie. Verzagt drum, sünder, nie; Gott ist unendlich —————— — Erste Abtheilung. gütig! Seyd glaubig, nicht kleinmü⸗ Die stets mir netze stellt, Einst, mmen; d thig, So groß sind keine sünden, von den deinen: Laß mich mit znächtig Sie können gnade finden. f weinen, Um gnad' in demuth hih 5. Ve 8. Ach, trennt mich auch die welt, Nie judä weg betreten. Die me i. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gerichte. Mel. O gott, du frommer gott ꝛc. 127 Sehi welch ein mensch! * ach seht! mit schand ist er bedecket, Der glanz der herr⸗ lichkeit! Schaut, menschen, und er⸗ schrecket! Des höchsten sohn habt ihr So tief herabgebracht! So viele noth hat ihm Nur eure schuld gemacht. 2. Seht, welch ein mensch! weh euch, Wenn hier noch vor den sün⸗ den Nicht euren herzen gräult! Sein zorn wird sich entzünden: Dann for⸗ dert er die schmach, Die er für euch empfand, So ihr euch nicht bekehrt, Mit recht von eurer hand. 3. Seht, welch ein mensch! die ihr In heiligkeit ihm dienet; Schaut, wie er sünden büßt Und wie er uns versühnet! Wohl euch, daß seine schmach Euch schmerzet und betrübt! Erfreuet euch des heils, Das diese schmach euch giebt! 4. Seht, welch ein mensch! hier steht, Verbrechern gleich gebunden, An dem sein richter selbst Ganz keine schuld gefunden! Dies zeugniß ist mir werth! Denn wär' er nicht ganz rein, Wie könnt' er da für uns Ein gül⸗ tigs opfer seyn? 5. Seht, welch ein mensch! ach seht! Wie ist sein leib zerrissen! Seht, was für ströme bluts Aus seinen wun⸗ den fließen. Heilsame theure fluth! Aus diesen wunden quillt, Was unsre schäden heilt, Und das gewissen stillt. 6. Seht, welch ein mensch! ach seht! Schmerzbafte dornen krönen Sein majestätisch haupt! Doch mag die welt dich höhnen, Mein jesu, mir bleibst du Ein könig auch noch hier! Voll ehrerbietigkeit Beug' ich die knie vor dir. 7. Seht, welch ein mensch! ach seht! Er muß, vom rohr zerschlagen, Noch in der eignen hand Des frevels werkzeug tragen! Ach wißt, daß diese aufgebre 50 iedi hand Ein eisern zepter trägt! Saken nich frevler, daß sie euch Nicht einst, am kreu; reizt, zerschlägt. 6. Di 8. Seht, welch ein mensch! sigln dieses hin! Erblickt ihr nicht mit schredie rach Wie schmach und speichel ihm Ahre kind antlitz überdecken? Gott, wie auch dal bitt'rer spott Trifft deinen sohn frei Von mich! Mein dank ergießt vor dir 7 heißen thränen sich. na Si 9. Seht, welch ein mensch! n 0 herz Soll seiner stets gedenken. Reber“ diese leiden mir Schon ew'ge fii esc schenken! So laß, herr, ihrer Per 14⸗ mich für dich Nie spett u Umund fer mich ja für dich Nie spott und schs scheun. 4 8. O Mel. Wenn mein stündlein ꝛe. 128 So, welch ein naund pei * wie lag so schwe seyn, u ihm die last der sünder! Wie um 9 6. sprechlich duldet er Für euch,„I menschenkinder! So leiden sah anbeginn Die erde keinen je, als serk lte So wird auch keiner leiden. soll mic 2. Der sohn des höchsten und lan dich gott, Ein helfer, ein gerechter, A 10. U frecher missethäter spott, Und se ockt mi volks gelächter. Wie ein verbih stand er da, Verklagt,* wer ihn sah, Der sah ihn mit istegnen achtung.— Iuwnt 3. Ganz unbegränzt war ihre iicht lig Den heiligsten zu plagen. Bah selt und zerf und mit blut, Zah elt und zerschlagen, Mit einem nenkranz gekrönt, In tönigskla 29 ausgehöhnt, Stand er vor soman de feinden. Du he 4. Den heiden, der sein Riema war, Ergriff ein menschlich schral 2. Er stellt ihn seinen brüdern dar, und ve mitleid zu erwecken. Seht, welch mensch! ich kann ihn nicht Verdi Einst mmen; denn die unschuld spricht Zu üh mit zanächtig für sein leben. muth ha 5. Vergeblich, ach! vergeblich war Die menschlichkeit des heiden; Die aufgebrachte wilde schaar Sah jesu schmach mit freuden. Sein tod be⸗ 1e. friedigt sie allein; Sie stürmten auf ägt! Suden richter ein, Und schrie'n: er sterb' ht einst, am kreuze! 6. Du denkest ohne schaudern nie ensch! sigin diefes wort der fünder; Du sprichst: it schrüdie rache strafe sie, Und straft noch el ihm eihre ki der. Doch,, seele, denkst du t, wie auch dabei An deine sünden? bist du en sohn frei Von schuld am tode jesu? 4 vor dfss 7. Sieh, Benhmaden und er wird für dich Verschmähet und zer⸗ ienston chagen! Hör, ihn, er spricht: ich —ꝛ00. selber, ich Muß deine sünden tragen. elo Higfir Die schuld ist dein! durch meinen tod er, Mie Versöhn' ich, sünder, dich mit gott, t und schünd sterb' um deinetwillen. 8. O hochgelobter gottessohn, Du tilger meiner sünden, Erhöht auf deines vaters thron, Ach, laß mich gnade finden! Laß deines todes schmach h ein maund pein Gerechtigkeit und heil mir sorschwaseyn, Um deiner liebe willen. c 9. Ich schwöre, welterlöser, dir, 10 euch, und ewig will ich's halten: So'wabr nen ab du lebest, soll in mir Nie deine lieb' en Je, als serkalten. Dein leiden und dein tod iden. foll mich, So lang' ich lebe, herr, sten und lan dich Und deine lieb' erinnern. 1, Mon 10. Entzündet sich der lüste gluth, t, Un(lockt mich die welt zur sünde: Dann ein 1 nrüste mich mit kraft und muth, Daß * mit100 sie überwinde. Dann rufe du mir oihn mib siehreich zu: Denk', welch ein mensch . aich war, und du, Du wolltest mich war ihre inicht lieben? gen. Bah blut, Zerh Vekannte Melodie. Nit einem königeteal 29. IIrschuld gerzesu, was haft sch du verbrochen, Daß er vor sunan das todesurtheil dir gesprochen? Du heiligster, bist ja in missethaten er sein nisriemals gerathen. wern 225 2. Und doch wirst du verworfen E indlein ꝛce. 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. eht welh and verhöhnet, Mit einem dornenkranz nicht Vendi 6³ zur schmach gekrönet, Gegeisselt, und von schmerzen schon entkräftet, Ans kreuz geheftet. 3. Was ist die ursach' aller solcher plagen? Ach, unsre fünden haben dich geschlagen. Zu ihrer tilgung hast du, herr, erduldet, Was wir verschuldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese strafe! Du, guter birte, leidest für die schaafe; Die schuld bezahlst du, herr, für böse knechte, Du, der ge⸗ rechte. 5. O große lieb'! o liebe, kaum zu fassen; Auch mir zum heil hast du dich martern lassen. Damit ich lerne sün⸗ den ernstlich meiden, Willst du, herr, leiden. 6. Ach, großer mittler, groß zu allen zeiten, Wie kann ich ginugsam deine treu gusbreiten? Kann ich sie dir, beherrscher aller welten, Wohl je vergelten? 7. Doch dir gefällts, wenn ich mich selbst bekämpfe, Dir folge und des fleisches lüste dämpfe; So sey dann auch forthin mein ganzes leben Nur dir ergeben. 8. Gieb selbst zu diesem seligen ge⸗ schäfte Mir schwachen deines guken gei⸗ stes kräfte, Daß er mich zu dir ziehe und regiere, Zum guten führe. 9. Dann werd' ich dankvoll deine huld betrachten, Die lust der welt, aus lieb' zu dir, verachten; Mit allem eifer suchen, deinen willen Treu zu erfüllen. 10. Zu deiner ehre will ich alles wagen, Kein drohen achten, keine schmach noch plagen; Mich sollen auch des bängsten todes leiden Nicht von dir scheiden. 11. Dies alles, ob's für schlecht gleich ist zu achten, Wirst du doch, mein erbarmer, nicht verachten; Du wirst dies opfer gnädig von mir nehmen, Dich mein nicht schämen. 12. Empfang' ich dann dereinst vor deinem throne, Aus deiner hand der überwinder krone; So soll dich, höch⸗ ster, unter engel ehören Mein lob⸗ lied ehren. FFF r F. k. Das Leiden Mel. Ein lämmlein geht und ꝛc. egleite mich nach gol⸗ 130. B gatha, O christ, auf dessen höhen, Die welt die höchste liebe sah, Sah, was sie nie gesehen! Komm, denke jenen worten nach, Die ster⸗ bend dein erlöser sprach. Sie können dir im leben, Und, betest du gott gläubig an, Einst, wenn dich nichts mehr trösten kann, Noch trost im tode geben. 2. Hör' ihn, bei seinem größten schmerz, Für seine feinde beten; Und sieh sein sanftmuthvolles herz, Noch sterbend sie vertreten. Vergieb„ver⸗ „gieb Cruft er gott an), Sie wissen „nicht, was sie gethan!“ Muß, mensch, dich dies nicht rühren? Auf, ahme seinem beispiel nach: Laß nie beleidigung und schmach Zur rache dich verführen! 3. Dein zärtlich herz, o herr, em⸗ pfahl, Aus kindlich frommem triebe, Bie mutter, unter schmerz und qual, Dem jünger deiner liebe. Ach, wenn auch einst mein auge weint, Einst ster⸗ bend für die meinen weint, Dann soll dies wort mich trösten. Du wirst auch ihnen trost verleihn, Ihr beistand, helfer, pfleger seyn, Auch sie sind dein' erlösten. 4. Wer sich bekehrt, fürcht' kein gericht: O reuige verbrecher! Hört, was der mund der liebe spricht Zu dem gebeugten schächer:„Du wirst „noch heut' mit mir dich freun, Mit „mir im paradiese seyn!“ So ruft er ihm entgegen. O herr, dies gna⸗ denreiche wort Schenk mir auch an des todes pfort Erquickung, muth und segen. 5. Als jesus an dem kreuze rief: „Gott, hast du mich verlassen?“ Wie beugt ihn da sein schmerz so tief! Wer kann die leiden fassen, Die er für unsre sünden trug, Da er, unschuldig, als ein fluch, Ver⸗ lassen da gehangen? Mein herr und gott, verlaß mich nicht; Du bist, auch mir zur zuversicht, In deinen tod gegangen. Erste Abtheilung. Jesu am Kreuz. gottes 6. Von allem, was erquickt, Iien 8 Daß bn, de er, 9 bhe der en aß ihm, der uns so theu'r eil Shmei Sein durst gestillet werde. O mens Darun noch jetzt ruft er zu dir Aus tauf sein sol armen neben dir, Die noth und m derdam gel drücket. O selig, wer den verzeiht erfüllt! Denn wer den durst des will ich men stillt, Hat jesum selbst erquß wwill ich 7. Der heiland spricht:„ 5. S vollbracht““ Nun endet sich sein laß Nichts Es nimmt dem tode seine macht, Keine t wort des siegs und freuden. Heiln von dir wer klagt uns nun noch an, D walt, 1 für uns genug gethan? Wer! nicht, von gott 1—. 14 19.3—2 meinem sterbetag Auch ich mit s di den sagen mag? Vollbracht ist; 446. mein leiden! Kommt 8. Das letzte wort aus dil Dies ve mund Laß mir zum trost gedesl ich mit Mir noch in meiner todesstund, kurzen muth und kraft verleihen. Du Jesum fest:„vater, ich befehl In meinen „hände meine seel'!“ Laß mich nicht verderben, Der du den mens heil erwarbst: Du neigtest sanft haupt und starbst: Ach, laß mich 13* so sterben! kreuze Den g Mel. Werde munter mein gemütht. sein th er am kreuz ist auch n 131. D liebe! Meine lieh Mein jesus christ, Dem ich treu zu sehn“ 2. übe, Weil er mein erlöser ist. J mensch sünde hasset gott, Ihre liebe hi deinen den tod: Jesum will ich nie hiß welt ben, Meinen jesum will ich luh zen, D 2. Der am kreuz ist meine ii Schwi Sünder, was befremdet's dich, die da ich jesum ehristum liebe? Er, u heiland, starb für mich; Er hat mit gott versöhnt, Hat mit d mich gekrönt. Jesum will ich betrüben, Meinen jesum will lieben. 3. Der am kreuz ist meine i du Aller sünd' entsag' ich gern, Dah 4. ihn nur nicht betrübe, Meinen dir land, meinen herrn. Sünde siehe sein blut mit hohn, Kreuzigt wiih theu'r erl ch sein leh macht, L n. Heil u ehl' In d daß mich den menst test sanft laß mich ein gemüthe. reuz ist m Meine lich u zu seyn ser ist. re liebe bi ich nie ha dill ich lich t meine li 's dich, L e? Er, Er hat at mit gi will ich sum will t meine l0 gern, Daß Meinen Sünde reuzigt u rquickt, err der e 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 6⁵ gottes sohn; Drum will ich ihn nie schuldet hat, Und hilf mir aus erbar⸗ betrüben, Meinen jesum will ich lieben. 4. Der am kreuz ist meine liebe! Schweig, gewissen, gott vergiebt. Darum preist gott seine liebe, Weil aul sein sohn stirbt, der mich liebt. Wer m perdammt nun? gott ist hier! Gott verzeiht durch ehristum mir. Jesum will ich nie betrüben, Meinen jesum will ich lieben. 5. Der am kreuz ist mein vertrauen! Nichts, wie furchtbar es auch ist, Keine noth, kein todesgrauen, Reißt von dir mich, jesu ehrist. Nicht ge⸗ walt, nicht gold, nicht ruhm, Engel Unicht, kein fürstenthum! Dich, dich will ich ewig lieben, Nie mit sünden dich betrüben. 6. Der am kreuz ist meine liebe! Kommt der tod, er ist mein freund! Dies verwesliche zerstiebe; Dann werd' ich mit gott vereint. Auf des glaubens kurzen streit Seh' ich seine herrlichkeit. Jesum will ich nie betrüben, Ewig meinen heiland lieben! u, der voll blut und 132. wunden Für uns am kreuze starb, Und unsern lebensstunden Den größten trost erwarb: Du, der sein theures leben, Noch eh' ich war, auch mir Zum heil hast hingegeben; Mein jesu, dank sey dir. 2. Entblößt von allem reize, Der menschen wohlgefällt', Hingst du an deinem kreuze, Ein fluch vor aller welt. Da folgte schmerz auf schmer⸗ zen, Da traf dich spott und schmach, Schwer lag auf deinem herzen Angst, die das herz dir hrach. 3. Wer kann dir nachempfinden Den schmerz, die todesangst, Mit welcher du, von sünden Uns zu erretten, rangst. Die last gehäufter plagen Fiel da so schwer auf dich, Daß sie dich drang zu klagen: Gott, wie verläß'st du mich? 4. Ach diese last und mühe Hab' ich dir auch gemacht. O mein erlöser, In bekannter Melodie. men Von meiner missethat. 5. Ich will auf dich stets sehen, Mit aller zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? Verwirf du mich nur nicht! Wo soll ich ruhe finden, Wenn du mich, herr, nicht liebst? Wo rei⸗ nigung von sünden, Wenn du sie mir nicht giebst? 6. Du hast mir durch dein leiden, Vergebung, beßrungskraft, In trüb⸗ sal trost und freuden, Die ewig sind, verschafft. O gieb an dieser gnade Auch meinem glauben theil, Und auf des lebens pfade Mir muth, kraft, trost und heil. 7. Mit innig frohem triebe Bring ich dir meinen dank: Die größte dei⸗ ner liebe Bleibt stets mein lobgesang. Gieb nur, daß ich mich halte Zu dir mit gegentreu, Daß, wenn ich einst erkalte, Ich noch der deine sey. 8. Belebe dann mein hoffen, Zum himmel einzugehn. Laß mich im geist ihn offen, Und dich verherrlicht sehn. Da ruf ich dann mit freuden: Nimm meinen geist, herr, auf! Und du nimmst ihn im scheiden Zu deiner wonn' hinauf. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 133 Eꝰ ist vollbracht! ruft nach — dem leiden Des sterben⸗ den erlösers mund. O wort voll trost's und heil'ger freuden! Du machst mir die erlösung kund. Das große opfer ist geschehn, Das gott auch mir zum heil ersehn. 2. Mein jesus stirbt! die felsen be⸗ ben; Der sonne schein verlieret sich; In todte dringt ein neues leben; Der heil'gen gräber öffnen sich; Der vor⸗ hang reißt, die erde kracht; Der welt versöhnung ist vollbracht. 3. Wie viel, mein heil, hast du vollendet, Als dir das herz im tode brach! Du hast die straf' hinwegge⸗ wendet, Die auf der welt voll sünder lag, Und uns aus finst'rer todesnacht Zür frohen ewigkeit gebracht. 4. O hilf mir, herr, nun auch voll⸗ siehe Vom throne deiner macht In bringen, Was wahre dankbarkeit be⸗ gnaden auf mich armen, Der sich ver⸗ gehrt; Laß nach der heiligung mich 5 — —— ——.—. —— ——7 2 E 66 Erste A ringen, Dazu dein tod mir kraft ge⸗ währt. O stärke mich dazu mit macht, Bis meine beß'rung ist vollbracht. 5. Du litt'st so viel zu meinem leben. Wie, sollt' ich nicht voll eifer seyn, Mich deinem dienste zu ergeben? Sollt' ich dabei vor schmach mich scheun? Dein dienst, mein heiland, sey mein ruhm; Denn ich bin ganz dein eigenthum. 6. Soll ich, bei dir ergeb'nem her⸗ zen, Auch hier durch maͤnche trübsal gehn, Und hat mein gott gehäufte schmerzen Zu meiner prüfung auser⸗ sehn; So laß die hoffnung mich erfreun: Auch das wird einst geendigt seyn. 7. Fühl' ich zuletzt des todes schmer⸗ zen, So stärke mich in solcher last, Und mach' es lebhaft meinem herzen, Daß du den tod besieget hast. So geh' ich froh zur grabesnacht Mit siegs⸗ gesang: es ist vollbracht! In eigener Melodie. esu, meines lebens leben! 134. J Dehe meines todes tod! Jesu, für mich hingegeben In die tiefste seelennoth! Ach, du scheutest kein ver⸗ derben, Nur, daß ich nicht durfte sterben: Tausend, tausendmal sey dir, Liebster jesu, dank dafür. 2. Du, ach, du hast ausgestanden Lästerreden, spott und hohn, Speichel, schläge, strick und banden, Du gerech⸗ ter gottessohn, Nur, mich von den sündenketten Und vom tode zu erret⸗ ten: Tausend, tausendmal sey dir, Liebster jesu, dank dafür. btheilung. lich dich verklagen, Daß iß ich kön sicher seyn; Daß ich möchte trostnh prangen, Hast du ohne trost gehangt Tausend, tausendmal sey dir, Liehf jesu, dank dafür. 6. Du warst ganz von fluch bedeh Und litt'st alles mit geduld; Hen tod hast du geschmecket, Um zu büß meine schuld. zählet, Wardst du bis zum tod gen⸗ let; Tausend, tausendmal sey Liebster jesu, dank dafür. 7. Deine tiefe demuth büßte Mes sinns vermessenheit, Und dein hesh tod versüßte Mir des todes bitterl Was dich quälte, wird mir am Heil und trost, durch dein erbarm Tausend, tausendmal sey dir, Lieh jesu, dank dafür. Nun ich danke dir von hen Jesu, für gesammte noth, Für marter, für die schmerzen, Für herben bittern für dein zagen, Für die tausendfh plagen, Ja ich ewig dankbar seyn. Mel. In allen meinen thaten ꝛc. 65— 135. O kreuzes schweben; Dein heil sinkt ins tod. Der große herr der ehren willig sich beschweren Mit banden, schl gen, hohn und spott. Tritt her und schau mit flaih Sein leib ist ganz mit schweiße A blutes überfüllt. Aus seinem edlen he zen, Für unerhörte schmerzen, 3. Ach, zu heilen meine plagen, Und für meine seelenruh, Ließest du dir wunden schlagen: Wer war mehr geplagt, als du? Ja, du ließest, mir zum segen, Dich mit fluch und tod belegen: Tausend, tausendmal seh dir, Liebster jesu, dank dafür. 4. Ach, wie hart warst du verhöhnet, Und sogar zur bittern schmach Mit der dornenkron' gekrönet! Was litt'st du für ungemach? Mir einst kronen ö aufzusetzen, Mußten dornen dich ver⸗ letzen: Tausend, tausendmal sey dir, Liebster jesu, dank dafür. 5. Gerne ließest du dich schlagen, Abzuwenden meine pein; ließest fälsch⸗ seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagh Mein heil, und dich mit plagen e übel zugericht't? Du bist ja nicht sünder, Wie andre menschenkinde Von missethaten weißt du nicht. 4. Wir, wir und unsre sfündu Der sich so viele finden, Als sandes g dem meer: Die haben dich geschlagt Die brachten diese plagen Und dihh martern auf dich her. 5. Auch ich, ich sollte büßen, Y strafe leiden müssen, Entbehren gollt huld; Die geisseln und die banden, In was du ausgestanden, Verdient' i6 wegen meiner schuld. Daß ich würde los tod; Für dein ziln i für alle deine pein M i welt, sieh hier i leben Am stamm! D. 6ich köm chte trosinn st gehangz dir, Liel fluch bedel uld; Hei Um zu büß würde loß m tod gegh nal sey üßte Mesß hdein hen des bitterh mir am in erbarm⸗ dir, Lieh von hen th, Für en, Für dein ziita tausendfsh ne pein M thaten ꝛc. eh hier de m stamm] eil sinkt inh rehren N handen, schl u mit flah schweiße d em edlen he merzen, 6 quillt. geschlag plagen ja nicht mnschenkinds u nicht. isre fündin Als sandes. ch geschlagt en Und dih büßen, d behren gotti banden, Verdient' i0 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 6²7 6. Du nimmst auf beinen rücken so getrost, wie du, Den geist an mei⸗ Die lasten, die mich drücken, Bis zum ertödten schwer. Du wirst ein fluch, dagegen Erwirbst du mir den segen; Wie herrlich und wie groß ist der! 7. Du setzest dich zum bürgen; Ja lässest dich erwürgen Für mich und meine schuld; Für mich läß'st du dich krönen Mit dornen, die dich höhnen, Und leidest alles mit geduld. 8. Du gehst, auch meinetwegen, Der todesnacht entgegen Mit wahrem heldenmuth; Du stirbst, mir vom ver⸗ derben Errettung zu erwerben, Und alles thust du mir zu gut. 9. Hoch bin ich dir verbunden, Mein heil, zu allen stunden Bin ich dein eigenthum. Es thätig zu bewei⸗ sen, Soll seel und leib dich preisen. Mein ganzer wandel sey dein ruhm. 10. Was könnt' in diesem leben Ich dir sonst wiedergeben? Das, jesu, will ich thun: Es soll dein tod und leiden, Bis leib und seele scheiden, Mir stets in meinem herzen ruhn. 11. Ich wills vor augen setzen, Mich stets daran ergötzen, Ich sey auch, wo ich sey; Es soll mir seyn ein spiegel Der unschuld, und ein siegel, Von dei⸗ ner großen lieb' und treu. 12. Wie strenge gott verbrechen An denen einst wird rächen, Die seine huld verschmähn; Wie viel die werden leiden, Die nicht die sünde meiden, Will ich aus deinen leiden sehn. 13. Dein beispiel soll mich lehren, Des höchsten rath zu ehren, Auch wenn er trübsal schickt. Ich will des lebens plagen Getrost und willig tragen Bis gottes hülfe mich erquickt. 14. Nie will ich wieder schelten, Nie spott mit spott vergelten; Nie wenn ich leide, dräun. Das unrecht will ich dulden, Dem nächsten seine schulden, Wie du, von herzensgrund verzeihn. 15. Gerührt von deinen plagen, Will ich mit ernst entsagen Dem, was dir nicht gefällt; Was deine augen hassen, Daͤs will ich fliehn und lassen, Gefiel es auch der ganzen welt. 16. Soll ich denn endlich sterben, So laß dein reich mich erben, Und nem ende In deines vaters hände Befehlen zu der ew'gen ruh. Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. oder: Meinen jesum laß ich nicht. D eele, komm zum gol⸗ 136. S gatha, Hin zu deines jesu kreuze, Und bedenke, was dich da Für ein tod zur buße reize. Hier kannst du nicht fühllvs seyn; Hier muß dich die sünde reun. 2. Schaue jesum, dir zu gut, Hier am kreuze hülflos hangen. O wie strö⸗ met hier sein blut! Alle kraft ist ihm vergangen. Gott, was duldet er für noth! Jesus duldet meinen tod. 3. O lamm gottes, ohne schuld, Alle strafen meiner schulden Willst du willig, blos aus huld, Um mich zu befrein, erdulden; Selbst am kreuze willst du dich, Herr, jetzt opfern, herr für mich. 4. Solche liebe kann ich dir Nim⸗ mer, o mein heil, vergelten; Viel zu wenig ist dafür Aller reichthum aller welten. Was ich habe, herr, ist dein! Ach, wie soll ich dankbar seyn? 5. Nun ich weiß, was du begehrst: Dies mein herz soll ich dir geben. Dir gehört es, du gewährst Ihm auch un⸗ schuld, heil und leben. Dein, o jesu, seys in noth, Dein im leben, dein im tod. 6. Laß mich nur vor dir bestehn; Laß mich in der trübsal stunden Dei⸗ ner liebe größe sehn, Deine huld in deinen wunden; Und, wenn ich zu ihnen flieh, Ach, so tröste mich durch sie. 7. Was du hassest, laß mich, herr, Stets verabscheun und verachten; Laß mich immer eifriger Nur nach deinem reiche trachten, Führe mich durch glück und leid, Wie du willst, zur seligkeit! 8. Laß mich auch die letzte noth Froh und standhaft überwinden. Nir⸗ gends müsse mich der tod Als im stand der gnade finden. Wer sich dich zur zuflucht macht, Spricht getrost: es ist vollbracht! Mel. O lamm gottes, unschuldig ꝛc. 137 ieh, gott und herr, * wir fallen Anbetend vor dir nieder. Zu deinem himmel 5* — ———— — 2——.—. 68 schallen Die jubel deiner brüder. Du hast den sieg errungen, Für uns den tod verschlungen. Preis sey dir ewig, o jesu! 2.D sahst von fern die bande, Die dir die bosheit drohte; Sahst vor dir qual und schande Und martern bis zum tode; Doch du, voll huld und gnade, Gingst gern die marterpfade. Preis sey dir ewig, o jesu! 3. Vor deinem antlitz standen Der adamskinder schulden. Was diese nie empfanden Von qualen, willst du dulden: Durch marter, tod und thrä⸗ nen Willst du uns, herr, versöhnen. Preis sey dir ewig, o jesu! 4. Von tiefer angst erschüttert, Lagst du vor gott im staube. Wie hattest du gezittert! Doch überwand dein glaube. Dich faßte todesgraun; Doch bliebst du voll vertraun. Preis sey dir ewig, o jesu! 5. Für uns, untreue kinder, Wardst du mit schmerz geschlagen; Für uns die großen sünder, Hast du den fluch etragen; Für uns den sieg errungen, ir singen alle zungen Preis, dank und ehre, herr jesu! Mel. Herzlich lieb hab' ich dich ꝛe. 1 38 ù* gnade für die sünder⸗ * welt Fleht jesus, blu⸗ tend und entstellt Vom grimm der bösen rotten. Er fühlet zwar der feinde wuth, Die, nicht gesättiget von blut, Am kreuz ihn auch ver⸗ spotten. Doch sieht er mit erhab'nem blick Von ihnen weg, auf den zurück, Den diese schaar in ihm entehrt; Ruft, daß es erd' und himmel hört: Vergieb, o gott! Und führe nicht Sie ins gericht; Das, was sie thun, verstehn sie nicht. 2. Erstaunend seh' ich diese huld. Wie mitleidsvoll ist die geduld, Die mördern so begegnet! Ihr, die ihr euren heiland ehrt, Fühlt seiner groß⸗ muth hohen werth, Die selbst die feinde segnet. Er hat, durch seg⸗ nendes gebet, Auch uns ein ewig heil erfleht. Er sagt auch uns, zu unsrer ruh, Erbarmen und vergebung zu. Erste Abtheilung. Herr jesu ehrist! Gelobt seyst duz deinen tod! Gott ist durch dich n unser gott. 3. Daß gott mit langmuth und; duld, Auch selbst bei sehr gehäu schuld, Der sünder dennoch schol Daß er so liebreich ihrer denkt, ihnen frist zur buße schenkt, Eh'n verdienst er lohnet; Daß ich n fröhlich sagen kann: Auch mich, sünder, nimmt gott an! Hast durch deiner fürsprach' kraft, Y treuer heiland! mir verschafft. Oi ehrist! Mein herr und gott! Y herr und gott! Vertritt du mich an den tod. 4. Wird je mein herz vom h leer, Weil meiner sünden furcht heer Aufs neue mich erschrecket; dann versichre mich aufs neu, stehest mir als mittler bei, Der un schuld bedecket. Mein geist h glaubensvoll auf dich, Und freuet! ner hülfe sich. Beschließ ich mi pilgerschaft, So stärke mich mit nn kraft. Herr jesu christ! Der 1 kampf Wird mir versüßt, Wenn mein trost im tode bist. 5. Wohl mir! wenn ich dir i lich bin; Drum flöße deinen sann sinn Doch auch in meine seele: G daß, bei unverdientem schmerz, dir des feindes heil und herz u meine sach' empfehle. Besänftigem reges blut; Und flammt des zon wilde gluth Mein herz zur rach gierde an: O so erinn're mich dam Herr jesu ehrist! Wie du am kn Durch dein gebet Selbst deinen m dern gnad' erfleht! 6. Mich tröste dein versöhnun tod, Es bilde mich dein geist, m gott, Daß ich dir ähnlich werde. zeuch mich, du erhöhter held, Zu hinauf vom dienst der welt, 9 himmel von der erde! Du bist haupt, wir folgen dir. Zeuch dit in nach, so laufen wir; So wollen. uns deiner pein, Und deiner fürshnn ewig freun. Herr jesu christ! H selig ist, Wie selig ist Der menst dem du ein heiland bist. 13² ruft: e Die f Der to sichtbar finger I. V So we Empfin gottes! schuld. 5. S Erblei M qualen In de 2. 0 mein sagen! Tief 3. Gehn wollte 4. an, ich im 9. macht Mein hinge denkt, H nkt, Eh' n aß ich n ch mich, u n! Hast! kraft, Y thafft. O gott! M du mich! z vom h den furcht rschrecket; fs neu, ei, Der mi⸗ t geist 9 eß ich mi rich mit in i. Der 1 yt, Wenn ich dir i deinen san eseele: schmerz, nd herz l sänftigem nt des zon z zur rach e mich dan du am h deinen u versöhnun ugeist, m ch werde. held, Zu welt, 3u Du bist d Zeuch dit u o wollen iner fürshin ehrist! H Der menst — 13. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 69 J. Ueber die Wunder bei dem Tode Jesu. Mel. Ich hab' mein sach' gott ꝛe. ist es all auf 139. Ngemacht Mein—55 ruft: es ist vollbracht! Der neigt sein hanpt, o mensch, und stirbt, Der dir erwirbt Das erbe, welches nie verdirbt. 2. Der, dem an hoheit keiner gleicht, Der herr der herrlichkeit erbleicht. Was wunder, daß die erde kracht, Und dicke nacht, Verhüllt der sonne glanz und pracht. 3. Das heiligthum steht aufgedeckt, Die felsen bersten, alles schreckt; Der todten gräber öffnen sich. Wie sichtbarlich Zeigt hier der gottheit finger sich. 4. Weil denn die kreatur sich regt, So werd' auch du, mein herz, bewegt. ö Empfinde reuvoll deine schuld; Aus gottes huld Starb jesus auch für deine nd freueth schuld. 5. Sein tod(o nimm es wohl in acht!) Hat trost und heil auch dir gebracht. grab Sich für dich gab, Und stirb dem sündenleben ab. ö Verehre den, der bis zum 6. Ja, vater, unter pein und hohn Erbleicht am kreuz dein eigner sohn; Nun ist kein zweifel, deine huld Tilgt meine schuld, Und trägt forthin mit mir geduld. 7. Hin auf sein kreuz will ich stets sehn Und dankvoll seine treu erhöhn; Trost soll er mir im sterben sehyn, Mich dann erfreun. So schlaf' ich sanft und selig ein. 8. Und dient' ich nun der sünde noch? Fern sey von mir ihr schnödes joch! Auf, seele, daß du dich erhebst, Nur jesu lebst, Ihm zu gefallen dich bestrebst. 9. Ertödte selbst in meiner brust, Mein heiland, jede böse lust; Dein tod, der mir das leben schafft, Ver⸗ leih mir kraft Im kampf mit meiner leidenschaft. 10. Gestärkt von dir, besieg' ich sie, Und scheue dabei keine müh. Ich setze, freudig auf dein wort, Den kampf hier fort, Und volle ruh' er⸗ wart' ich dort. 11. Wie dank' ich dir, herr jesu ehrist, Daß du für mich gestorben bist! Dich preis' ich hier schon hoch⸗ erfreut, Doch, nach der zeit, Noch froher in der ewigkeit. m. Begräbniß Jesu. Mel. O traurigkeit, o herzeleid ꝛc. 140 Au kreuz erblaßt, Der * marterlast, Der todes⸗ qualen müde, Findet mein erlöser erst In dem grabe friede. 2. Ein heil'ger schmerz Durchdringt mein herz; Und herr, was kann ich sagen? Nur an meine brust kann ich, Tief gerühret, schlagen. 3. Du schützest mich, Und über dich Gehn aller trübsal wetter. Sterben wolltest du für mich, Einziger erretter. 4. Du hast's gethan. Dich bet' ich an, Du könig der erlösten; Dein will ich im tode mich Glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht! Riefst du mit macht. Du zeigst, daß du dein leben, Mein versöhner, göttlich frei Habest hingegeben. 6. Hochheil'ge that! Des höchsten rath Will ich in demuth ehren. Der erwerber meines heils Wird mirs einst erklären. 7. Allmächtig rief Er, der entschlief, Den todten; sie erstanden. Leicht ent⸗ schwingt der lebensfürst Sich des todes banden. 8. Das finstre thal Will ich einmal Durchwandeln ohne grauen; Denn durch dich, erlöser, ist's Mir der pfad zum schauen. 9. Ich preise dich, Erforsche mich, Und siehe, wie ich's meine; Ja, 90 siehst es, wenn ich still Meinen dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, So werde mein In ewigkeit vergessen. Herr, ich will, so laͤng' ich bin, Deine lieb' ermessen. 70 Erste Abtheilung. In voriger Melodie. 141 ur grabesruh Entschlie⸗ * fest du, Der du für uns gestorben Und am kreuz uns schmer⸗ zenvoll Ew'ges beil erworben. 2. Du bist erblaßt, O herr, und hast Doch in dir selbst das leben. Gleich den sterblichen hielt dich Einst das grab umgeben. 3. Doch, heil sey mir, Du konn⸗ test hier Nicht die verwesung sehen. Bald hieß dich des höchsten kraft Aus dem grabe gehen. „A. Ich weiß, du wirst, Mein lebens⸗ fürst, Wie dich, auch mich erwecken; Sollte denn mein gläubigs herz Vor der gruft erschrecken? 5. Hier werd' ich einst, Bis nach vol erscheinst, In sanftem frieden liegs deinen h Denn durch deinen tod kann ich meinem und grab besiegen. 3. Do 6. Ihr, die die welt Gefesselt h In dein Zagt nur vor der verwesung. Nich auf d ich hoff' in christo einst Meines lil aufsteher erlösung. der welt 7. Nein, nichts verdirbt, Eth drachtg das, was firbt. Der leib, wird mn da Iin erstehen, Und zu himmelsglanz i Erweck ö klärt, Aus dem Grabe gehen. man sit 8. So sink ins grab, Mein li ben und hinab! Ich will mich drum nicht kih dein eig ken; Sondern, jesu, mir zum ii die sünd An dein grab gedenken. 955 2 14) Von der Auferstehung Jesu. Mel. Sey lob unb ehr' dem ꝛe. oder: Lobsinget gott, und ꝛc. 1 42 Byongt preis und ruhm * dem heiland dar! Froh⸗ lockt ihm alle frommen! Er, der für uns getödtet war, Ist aus dem grab' gekommen. Gelobet seyst du, jesus christ, daß du für uns gestorben bist, Und siegreich auferstanden. 2. Dein leben in der majestät Be⸗ sestigt unsern glauben. Wer kann, da dich dein gott erhöht, Den großen trost uns rauben: Daß du uns von der sünde macht Befreiung hast ans licht gebracht; Den himmel uns geöffnet. 3. Gott selbst, der dich dem grab' entrückt, Hat dem, was du gelebret, Der wahrheit siegel aufgedrückt, Und dich als sohn geehret; Und deines opfers hohen werth Hat er aufs herr⸗ lichste bewährt, Da er dich auferwecket. 4. Erstand'ner! ich frohlocke dir, Daß du nun ewig lebest. Du lebst und sleben daß du auch mir Das ew'ge leben gäbest; Daß du auch mein erretter seyst, Und neue kräfte mir verleihst, Mit freuden gott zu dienen. 5. Mein herr, mein gott, hilf mir dazu! Befreie mich von sünden. Laß mich für meine seele ruh Im frieden mit gott finden! Und pflanze deinen sinn in mir, Damit ich, gott erge⸗ ben, hier, Als dein erlöster, wandle. ehrist n ni 6. Dein ist das reich, dein i lommn macht, Verstorbne zu erwecken. heiland rufst einst, und der gräber nacht Newig fr uns nicht ewig decken. Wie du, hu menge auferstanden bist, So werd' auch o jesu ehrist, Durch dich einst aufersteht Mel 7. O laß mich, weil ich hier n bin, Im glauben an dich, wandi 144 Und jederzeit nach deinem sinn,] in zeit stets rechtschaffen handeln; Daß leer, k wenn ich einst aufersteh', Und d jesulen des todes sieger, seh; Vor dir du 2. L nicht erschrecke. Der h §. Da, wo du bist, da soll al gott: einst Dein jünger mit dir leben. thron, wirst ihn, wann du nun erscheih sohn. Zu deiner freud' erheben. Laß dih 3. auch mein erbtheil seyn; So werd Daß e ewig deß mich freu'n, Daß du in dem h — zu tod erstanden. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher u. as Grab ist leer Er fl 143. D höchsten sohn Veill Fleht des todes banden! Nun schallete d jubelton: Der herr ist auferstansn 5. Herr, den der engel so gepreist, A reiße du doch meinen geist Den listh dieser Erde, Daß er dir heilig weihs 2. Ich sterblicher vermag noch ni Mit dir empor zu steigen, Als einst diese hütte bricht. Wird dal mein haupt sich neigen; So nimm esung. irbt, Seh „wird au lsglanz u6 hen. dein ist wecken.“ rnacht YH Vie du, ha erd' auch st aufersteh⸗ ich hier n ch, wands m sinn, n; Daß „Und dl Bor dir din da soll ah ir leben. L un erscheih Laß diesn So werde Daß du i schwacher ist leerz d sohn Verli schallete d auferstandt⸗ gepreist, E st Den listh heilig werd iag noch nit zen, Als Wird dah So nimm — der welt das heißt wirklich leben. I. Du auferstandner menschenfreund, Erweck in mir die triebe, Durch die man sich mit dir vereint, Den glau⸗ ben und die liebe! Ich will, o herr, dein eigen seyn: Laß mich mit ernst die sünde scheun; Und gieb selbst muth und kräfte Zum heiligungsgeschäfte. 5. So kann ich als ein wahrer ehrist Jetzt leben und einst sterben: Und endlich da, wo du nun bist, Voll⸗ kommne freuden erben. Dahin, mein heiland, hilf du mir; So bring' ich, ewig froh in dir, Mit deiner frommen menge Dir lob- und dankgesänge. Mel. Erschienen ist der herrlich ꝛc. 144 ein heiland lebt, o +˙ ehristenheit! Heil dir in zeit und ewigkeit! Das grab ist leer, der sieg ist sein; Und wir, o jesu! wir sind dein. Gelobt sey gott! 2. Wo ist dein stachel, nun, o tod? Der heiland starb, und bleibt doch gott: Nun bleibt auf seines vaters thron, Zu unserm trost, des menschen sohn. Gelobt sey gott! 3. Gelobt, gelobt sey jesus christ, Daß er vom tod erstanden ist! Lob sey dem herrn der herrlichkeit Von ewig⸗ keit zu ewigkeit. Gelobt sey gott! 4. Auf diesen felsen will ich baun: Er lebt! dies stärket mein vertraun. Er flebet noch zu gott für mich, Fleht göttlich, und fleht brüderlich. Gelobt sey gott! 5. Bei aller leiden ungestüm Sey dies mein trost: ich leb' mit ihm. Das haupt läßt seine glieder nicht: Dies bleibe meine zuversicht. Gelobt sey gott! 6. Leb' ich, so sorget er für mich; Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich: Denn wo er ist, da soll ich seyn: 14. Von der Auferstehung Jesu. 71 „Bis änach vollbrachtem lauf Auch mich in Nun kann ich meines tods mich freun. eden liegt deinen himmel auf; Nimm, herr, an Gelobt seh gott! un ich meinem ende Den geist in deine hände. 3. Doch soll ich einst, o gottessohn, Auch meine lieben wieder zu. sefesselt In deinem reich dich sehen, So muß Mich auf der Erde schon Vom sündentod Reines l aufstehen: Der lebt nicht, den die lust ö Und ihre pracht gefesselt hält. Nach gott und tugend sireben, Nur 7. Er führt mir nach des todes— 4. wachen werden wir zugleich Und mit ihm eingehn in sein reich. Gelobt sey gott! 8. Durch seiner auferstehung kraft Vollend' ich meine pilgrimschaft. Herr, hilf mir nur, daß ich dir treu, In guten thaten fleißig sey. Gelobt sey gott. 9. Dann rufe mich, wann dirs ge⸗ fällt, Aus dieser sündenvollen welt, Und führe mich an deiner hand Hin in mein himmlisch vaterland. Gelobt sey gott! In voriger Melodie. 145 Der herr hat alles wohl D. große werk vollbracht! gemacht! Nun ist das Nun ist die welt mit gott versöhnt, Und jesus ist von gott gekrönt. Gelobt sey gott! 2. Aus liebe sandt' gott seinen sohn, Der litt von menschen schmach und hohn, Und starb, stieg aus dem grab hervor, Und siegreich schwang er sich empor. Gelobt sey gott! 3. Er hat auf erden gott geehrt, Gewandelt so, wie er gelehrt. Folgt, ehristen, ehristi lehr' und rath; Thut, was er euch zum fürbild that. Gelobt sey gott! 4. Er, der sein leben für uns gab, Für uns verläßt er auch sein grab. Zerstört ist nun des todes macht, Unsterblichkeit ans licht gebracht. Ge⸗ lobt sey gott! 5. Er ist im himmel noch mein freund; Ich bin als glied mit ihm vereint! Er, der versöhnend für mich litt, Fühlt seiner freunde leiden mit. Gelobt sey gott! Mel. Vor deinen thron tret' ꝛc. ich bet' ich an, erstand'- 146. D niahetd, Erretter einer sünderwelt; Du, un sre zuflucht für und für, Froh huldigt meine seele dir. 2. Um deinen thron, der ewig steht, Glänzt wahrheit, heil und majestät. Ich nahe mich voll zuversicht Zu dir, denn du verwirfst mich nicht. —— Erste Abtheilung. 3. Herr, meine seele preiset dich. 6. Vor seinem thron, in sein 9 Erlöst hast du auf ewig mich; So reich, Unsterblich, heilig, engeln glel wahr du selbst vom himmel kamst‚ Und ewig, ewig selig sehn, 56146 Dein leben gabst, und wieder nahmst. welche herrlichkeit ist mein! 4. Wer ist's, der mich verdammen 7. Mein herz erfreut sich des Arabe kann? Ich glaub' an dich und sage hier; Lieb und verwund'rung kämben. dann: Der gott, durch den die himmel in mir, Und voll von ehrfurcht, VJesus sind, Der ist mein vater, ich sein kind. und pflicht, Fall' ich, gott, auf m 2. E 5. Nun ist dies erste leben mir Ein angesicht. sey er segensreicher weg zu dir. So lang“8. Du, der du in den himmschaar ich hier bin, herr, mein heil, Hab' thronst, Ich soll da wohnen, wo bewiese ich an deinem frieden theil. wohnst; Und du erfüllst einst mein Was er 6. Zwar trifft noch mancher schmerz traun, Verkläret dich dort anzuschu 3. U uns hier, Noch, o erbarmer, sterben 9. Ich soll, wann du, des leh Doch n wir! Doch du regierst, und wir sind fürst, Mit majestät einst kommen lläßt un dein, Und ewig werden wir es seyn. Erweckt aus meinem grabe gehn, lhat gett 7. Ich weiß, daß mein erlöser lebt: froh zu deiner rechten stehn. krönt, I O trost, der meinen geist erhebt! 10 Erhabner mittler, gottes s% 4. S Hierdurch gestärkt, seh' ich aufs grab Mit engeln dort vor deinem thu Nun ist Mit unerschrocknem aug' hinab. Mit allen frommen aller zeit Sollunsre st 8. Welch neue welt voll seligkeit mich freun in ewigkeit. selber l Erwartet mich nach dieser zeit. Da 11. Zu welchem glück, zu welc grabes! findet der verklärte christ Das heil, ruhm Erhebt uns nicht das chr 5. T das unaussprechlich ist. thum! Mit dir gekreuzigt, gottes ih Grab,! 9. Der du für unsre seele wachst, Sind wir auch auferstanden schoß ist gott Sie zu dir ziehst und selig machst, 12. Nie komm' es mir aus meix jesus, Laß mich, mit freudigem vertraun, sinn, Was ich, mein heil, dir schuhunser fl Im tod auf dich, vollender, schaun! bin; Damit ich mich, in liebe uverwanz Zu WEin 3.86 stets erneu'. sh 6. H Mel. Vom hi 13. Er ist's, der alles in uns schj ruhm, der: to zalt uun ns.. Sen is das reich, sen is Ralldedens oder: Wo gott zum haus nicht ꝛt. Halt im gedächtniß jesum christ,! Du, de 1 47 Emen dich, mein geist, von dem tod erstanden ist. erfreuet * erfreut, Des hohen tags** dank de 1 uhrin ⸗ Halt im gedächtniß Mel. Erschienen ist l uden. jesum christ, Der von dem tod erstan⸗ r ist erstanden, i den ist. 148. E ehrist, Der unser. 5 „2. Fühl' alle dankbarkeit für ihn, und heiland ist! Er ist nicht mehr X. Als ob er heute dir erschien; Als todes raub; Als sieger tritt er dein le spräch' er: friede sey mit dir! So den staub. Gelobt seh gott! macht; freue dich, mein geist, in mir. 2. Er hat erfüllt, was er gerhl Und 3. Schau über dich, und bet' ihn Eh' er für uns das leben ließ; Weil an. Er mißt den sternen ihre bahn. tage sollen nicht vergehen, So wch Dich Er lebt und herrscht mit gott vereint, ihr mich lebend sebn. Er hat's erfil n Und ist dein könig und dein freund. 3. Ich lebe, sprach er, und Von dz 4. Kraft, ruhm und hoheit immer⸗ ihr Sollt leben, glaubige, mit u dich n dar Dem, der da ist, und der da war! Ich komme, meine stimme ruft: Adich Sein name sey gebenedeit Von nun laßt, ihr todten, eure gruft! l en an bis in ewigkeit. folgt mir nach!. 5. O glaube, der das herz erfreut, 4. Er wird's erfüllen, jesus Aear Was ist der erde herrlichkeit, Wenn Der selbst vom tod erstanden ist: Dun Rin. sich mein geist das glück gedenkt, Das ihn ist unvergänglich heil Und nundi 2 jesus hier und dort mir schenkt. leben unser theil, In ewigkeit. die ho — sein Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. engeln gle reue dich! des herren seyn, 9149. tag Hat die nacht der 37 furcht vertrieben. Christus, der im sich des shgrabe lag, Ist im tode nicht geblie⸗ rung känben. O wie hoch sind wir getröst! rfurcht, Jesus hat die welt erlöst. ö ott, auf mn 2. Er ist gottes ew'ger sohn. Ewig sey er auch gepriesen! Seiner feinde den himmschaar zum hohn Hat er sichtbar es hnen, wosbewiesen. Er erfülte durch die that, einst mein Was er prophezeihet hat. rt anzuschh 3. Unsre schulden sind zwar groß; 4, des leh Doch wir dürfen nicht verzagen, Gott tommen tläßt unsern bürgen los, Der sie büßend übe gehn, Uhat getragen. Jesus ist mit preis ge⸗ ehn. trönt, Und wir sind mit gott versöhnt. gottes s 4. Sterben war der sünden sold; deinem UnNun ist echristus unser leben, Der für rzeit Sollunsre schuld nicht gold, Nein, sich selber hingegeben. Er hat aus des k, zu welh grabes nacht Neues leben mitgebracht. das chris 5. Tod, wo ist nun deine kraft? st, gottes sh Grab, wo sind nun deine ketten? Hier inden scho ist gott, der hülfe schafft; Hier ist ir aus mei jesus, der kann retten, Wenn gleich il, dir schͤhunser fleisch und bein Wird in staub in liebe hverwandelt seyn. erneu'. 6. Herr, dies glaub' ich, dir zum in uns schiͤruhm, Und mein trost ist nicht ver⸗ n ist die ku Du. de Denn ich bin dein eigenthum, im christ, Du, der schöpfer meines lebens. Hoch— ist. erfreuet sing' ich dir Jetzt und ewig dank dafür. herrlich u.. tanden, 10 Mel. Es ist das heil uns ꝛe. Der unser th Lreiwillig hast du darge— nicht meh 150. F bracht Für uns, o herr, er tritt ert dein leben. Du hattest, es zu lassen, gott! macht; Macht, wieder dirs zu geben. das er verhl Und darum liebte dich dein gott, hen ließ; Weil du, gehorsam bis zum tod, en, So wel Dich hast für uns erniedrigt. r hat's ersil 2. Du warst nur eine kleine zeit er, und Von deinem gott verlassen: Er krönte ige, mit uß dich mit herrlichkeit, Die sterbliche me ruft: Anicht fassen. Dein kreuz, daran man e gruft! Udich erhöht, Verwandelt sich in maje⸗ stät, Denn du gingst aus dem grabe. , jesus chil. 3. Gehaßt in deiner niedrigkeit, Wenr ist: Dm Warst du ein ziel des spottes, Und jeil Und uih zeigtest doch zu gleicher zeit An dir wigkeit. die hoheit gottes. Dein kreuz schien E 14. Von der Auferstehung Jesu. zwar der welt ein gräu'l; Doch sterb⸗ ben für der feinde heil, Dies ist die höchste tugend. 4. Dein reich war nicht von dieser welt, Dein ruhm nicht menschenehre. An demuth groß, an lieb' ein held, Und göttlich in der lehre; Geduldig und von sünden rein, Gehorsam bis zum kreuze seyn; Dies war, herr, deine größe. 5. Nun irren mich nicht schmach und spott, Noch deines kreuzes schan⸗ den. Du bist mein herr, du bist mein gott; Denn du bist auferstanden. Du bist mein heil, mein fels, mein hort, Der herr, durch dessen mächtig wort Auch ich einst ewig lebe. 6. Wir sind nun göttlichen ge⸗ schlechts, Durch dich des himmels erben. Dies ist die hoffnung deines knechts; In dieser will ich sterben. Wie du vom tod erstanden bist, So werd' auch ich, herr jesu christ, Durch dich einst auferstehen. Mel. Nun danket all', und ꝛe. 1 51 Fund ihr ehristen, preist 1* und ehrt Gott, eures mittlers gott! Der vater hat den sohn erhört, Erhört in seiner noth. 2. Die mörder triumphirten schon: Wo ist sei 4 macht? Der herr errettet seinen sohn, Sein rathschlu ist vollbracht. Wann 3. Der sohn befahl in seine hand Dem vater seinen geist; Er ward begraben, er erstand; Gott hält, was er verheißt. 4. Dies rühme, wer errettet ist, Und werd' ihm unterthan; Welt, die du nun sein erbtheil bist, Lobsing' und bet' ihn an. 5. Preist jesu vater, denn er hat Nicht seines sohns gebet, Nicht, was er für die sünder that, Sein opfer nicht verschmäht. 6. Das ist des mittlers preis und lohn: Der, welchem er verzeiht, Soll ewig leben, wie der sohn, In seiner herrlichkeit! 7. Sagts aller welten völkern an: Bekehret euch zum herrn! Ihm werde jeder unterthan, Und jeder dien' ihm gern. PF 8. Des vaters reich ist auch das reich Des sohnes; er regiert, An ruhm und macht dem vater gleich, Dem aller ruhm gebührt. 9. Es fehl' ihm an bekennern nie, So lange diese welt Noch menschen hat, so lange sie Der arm des herrn erhält. Mel. Auf echristenmensch! auf! ꝛc. err, du bist meine zu⸗ 152. H versicht. Du lebst: auch ich werd' leben. Mir wirst du, was dein wort verspricht, Unsterblichkeit einst geben. Dein jünger kommt nicht ins gericht: Dies stärke meine zuversicht. 2. Hier geh' ich oftmals weinend hin, Den saamen auszustreuen: Dort wird der herrlichste gewinn Der ernte mich erfreuen. Ich leide, doch ver— zag' ich nicht, Denn du bist meine zuversicht. 3. Und sinkt dereinst mein leib in staub, Gott wird ihn neu beleben. Er werde der verwesung raub, Dort werd' ich ewig leben. Wie stark ist dieser trostghrund nicht, Wie sicher meine zuversicht! 4. Herr, diesen segen dank ich dir. Mich aus der gruft zu heben, Gingst du aus deinem grab herfür: Du lebst, und ich soll leben. Ich glaub' es dir, und zweifle nicht; Dein wort ist meine zuversicht. 5. In diesem glauben stärke mich, Laß mich den trost empfinden, Den großen trost, daß ich durch dich Den tod soll überwinden. leibst meine zuversicht. Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. — Fesus lebt, mit ihm auch 153. X ich. Tod, wo sind nun deine schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich Von den todten auf⸗ erwecken; Er verklärt mich in sein Licht: Dies ist meine zuversicht. werd' mit ihm zugleich Ewig dort in freuden leben. Gott erfüllt, was er verspricht: Dies ist meine zuversicht. Erste Abtheilung. Grab und ver⸗ wesung schreckt mich nicht: Denn du Dankt dir, herr, deine ehristense Wenn wir dereinst dein antlißz Soll dich ein würd'ger lied erhi Lob sey dem herrn! 2. Jesus lebt, ihm ist das reich Ueber alle welt gegeben, Und ich o erhebet Des welterlösers mas 3. Jesus lebt, wer nun vepbrts, Lästert ihn und gottes ehre. Geude'r hat er zugesagt, Daß der fünder at ihn bekehre. Den, der folgt, verstößeele, de nicht: Dies ist meine zuversicht, ankl 4. Jesus lebt, sein heil ist meld, 6 Sein sey auch mein ganzes land de Reines berzens will ich seyn, 2. Je den lüsten widerstreben. Er beslobsinge den schwachen nicht: Dies ist ulm sieg zuversicht. hr gleie 5. Jesus lebt, ich bin gewiß; des tod. soll mich von jesu scheiden, her für macht der finsterniß, Keine henpollt ihr keit, kein leiden. Er giebt kruhr euch dieser pflicht: Dies ist meint eit, Zu versicht. ins ber. 6. Jesus lebt, nun ist der tod! 3. Ni der eingang in das leben. Wohrecher! trost in todesnoth Wird es mier räch seele geben, Wenn sie glaubig zurnst ber spricht: Herr, herr! meine zuvespinder kin vate Mel. Heut' triumphiret gottes uhn liebr. 154 Leht christus, was higtuf Ih betrübt? Ich weiß huld, 2 herzlich er mich liebt; Und stirbt rägt m alle welt mir ab, G'nug, daß ih A. To zum freunde hab! Lob sey dem hRicht en 2. Er nährt, er schützt, er Perwest mich; Sterb' ich, so nimmt er Einst w zu sich. Wo er jetzt lebt, kommaus des auch hin. Weil ich mit ihm venlesus de bin. Lob seh dem herrn! vird de— 3. Durch ihn bin ich mit gonvelt. söbnt; Durch ihn mit gnad' umZur fri gekrönt. Mein banges herz ermund all. sich! Gott und die engel lieben Lob sey dem Herrn! 4. Durch seiner auferstebung I5) 8 Vollend' ich meine pilgerschaftz seiner mich in seinem reich, Und bin! seinen engeln gleich. Lob sey demhh 5. Für solchen trost der sell 57 auch v auf, d vaters 2. 3 obt den böchsten! Kah lebet! Erlöste Mens uns do Mel. Wachet auf, ruft uns ꝛc. 155. ra nun venpörts, betrübte sünder, gebet Der s ehre. Geude raum; denn jesus lebet; Gott der sündeat ihn aus dem staub erhöht. O Agt, verstöͤßeele, dein gesang Erschalle ihm zum zuversicht, ank! Ihm zur ehre! Dich, großer heil ist meld, Erhebt die welt, Weil deine ganzes lhand den sieg behält. ich seyn‚ 2. Jesu jünger, webrt dem leide, n. Er vmobsinget ibm, und nehmt voll freude Dies ist ulm siege theil, den er erstritt. Seyd ů hr gleich des grabes kinder; Er ist in gewiß; Res todes überwinder. Er herrscht, scheiden, er für euch starb und litt. Was Keine henpollt ihr traurig seyn? Getrost könnt giebt krhr euch freun! Jesus lebet In ewig— ist mein eit, Zu aller zeit Bleibt er zur hülfe ins bereit. ist der tod 3. Nun verzagt auch nicht, ver⸗ leben. Wohrecher! Gott ist euch nun kein stren⸗ Bird es nier rächer, Wenn ihr die schuld mit glaubig zurnst bereut. Durch des todes über⸗ neine zuveshinder Ist er dem reuerfüllten sünder kin vater der barmherzigkeit. Er nimmt iret gottes zuhn liebreich auf, Mit kraft zum tugend⸗ us, was higuf Ihn zu segnen. Preis sey der Ich weißhuld, Die unsre schuld Vertilgt und Und stirbträgt mit uns geduld! nug, daß ih. A. Tod, wo sind nun deine schrecken? sey dem hRicht ewig wird das grab uns decken; hützt, er Perwest der leib gleich in der gruft, nimmt er Einst wird er zum bessern leben Sich lebt, kommaus des todes staub erheben, Wenn rit ihm veniesus den entschlafnen ruft. Dann errn! wird des todes feld Zu einer regen ch mit gohwelt. Alles lebet, So wie verneut tgnad' umur frühlingszeit, Sich alles regt 8 herz ermuͤnd alles freut. igel lieben — 15. Von der Himmelfahrt Jesu ꝛc. 7⁵ 5. O erstandner, welch ein segen Erwartet uns, wenn wir auf wegen Einhergehn, die dein fuß betrat! Uner⸗ forschte seligkeiten, Die ewig währen, sind die beuten, Die uns dein sieg erkämpfet hat. Einst sind sie unser theil; Einst krönet uns das heil Deines lebens. Gelobt sey gott! Auch noch im tod Ist er und bleibet unser gott. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. ein jesus lebt, mag i 156. M doch sterben! Hier l mein haupt und triumphirt: Nun muß auch ich das leben erben, Weil seine macht der tod verliert. Ich fürchte seinen fluch nicht mehr: Mein jesus lebt, sein grab ist leer! 2. Mein jesus lebt; er hat bezwun⸗ gen, Was mir das leben rauben kannz Er hat mir heil und sieg errungen, Und ihm ist alles unterthan. Der hölle tiefster abgrund bebt; Denn sie ver⸗ nimmts, daß jesus lebt! 3. Mein jesus lebt, das grab ist offen: Mit freuden geh' ich in die gruft, Auf seine stimme will ich hoffen, Die mich vom tod ins leben ruft. Wie lieblich schallt sie nicht schon hier: Ich leb' und ihr lebt auch mit mir. 4. Mein jesus bleibe denn mein leben, Der tod soll mir nicht schmerz⸗ lich seyn. Ich will ihm dienen, ihm ergeben, Mich seiner auferstehung freun Weil er auch mich zum himmel hebt, So wahr er jesus ist und lebt! ferstebung 5) Von der Himmelfahrt Jesu und seinem Sitzen Mel. Komm, gott, schöpfer ꝛc. Arletung, lob und preis ein antlitz. ger lied aRaucd von uns geweiht! Du fährest auf, deß lichteit wir, Zu deines paters herrlichkeit. ruft uns 1... 2. Zu unserm vater fährst du auf, böchstu! und nimmst die wohnung gottes ein. alöste Men Laß nach vollbrachtem pilgerlauf Auch lösers m iguns dort ewig bei dir sehn. zur Rechten Gottes. 3. O segne heut' in uns das wort, Das uns von deinem throne lehrt: Es sey zur ew'gen freude dort, Zum trost hier stets dem herzen werth. Mel. Allein gott in der höh' sey ꝛc. uf christi himmelfahrt 158. A allein Soll sich mein glaube gründen; Und sorge, zweifel, furcht und pein Dadurch stets über⸗ SI. winden. Mein haupt, das nun im him⸗ mel ist, Wird mich, sein glied, nach kurzer frist, Zu sich gen himmel holen. 2. Gen himmel fuhr mein heiland zu: Zu gott ist er gegangen. Nun kann mein herz auch seine ruh Im himmel nur erlangen; Denn wo mein freund gekommen hin, Da ist auch stets mein herz und sinn: Nach ihm geht mein verlangen. 3. Ach, herr, laß deine auffahrt mich, Dein kind, doch dahin bringen, Daß durch die kraft des glaubens ich Mag aufwärts zu dir dringen; Und dann einmal, wenn dirs gefällt, Mit freuden scheiden aus der welt. Herr, höre doch mein flehen. Mel. Vom himmel hoch da komm ꝛc. 159 Af jesu freunde, freuet * euch! Der herr fährt auf zu seinem reich, Er triumphirt, lobsinget ihm; Lobsinget ihm mit ho⸗ her stimm! 2. Sein werk auf erden ist vollbracht; Zerstört hat er des todes macht; Er hat die welt mit gott versöhnt, Und gott hat ihn mit preis gekrönt. 3. Weit, über alle himmel weit, Geht seine macht und herrlichkeit; Ihm dienen selbst die seraphim. Lob⸗ singet ihm mit hoher stimm! 4. Sein sind die völker aller welt; Er herrscht als sieggewohnter held; Er herrscht, bis unter seinen fuß, Der feinde heer sich beugen muß. 5., Er schützet seine ehristenheit, Erhält sie bis in ewigkeit; Er ist ihr haupt: lobsinget ihm, Lobsinget ihm mit hoher stimm! 6. Ja, heiland, wir erheben dich, Und unsre herzen freuen sich Der herrlichkeit und majestät, Dazu dich gott, dein gott, erhöht. 7. Wohl nun auch uns! denn herr, bei dir Steht kraft und macht und dein sind wir. Nimmst du dich unsrer hülfreich an, Was ist, das uns gebrechen kann? 8. In deiner hand ist unser heil. Wer an dich glaubt, dem giebst du theil Am segen, den du uns erwarbst, Als du für uns am kreuze starbst. Erste Abtheilung. 9. Du hast die stätte uns ben 6. Du Bei dir zu seyn in ewigkeit. Inen, D treu vollbrachtem glaubenslauf Ninicht, W du uns in den himmel auf. men Ueb O zeug uns immer mihgott, sie; dir; Hilf uns mit eifriger begier Roch nich dem nur trachten, was da ist, zu verleil du, verklärter heiland, bist. freun. 11. Dein eingang in die hertlt 7. So Stärk' uns in unsrer prüfungszeit, Du dein dir zu leben, dir zu traun, Biß großes n dereinst dein antlitz schaun. el gerid 12. Dann werden wir uns teil den dein, Herr christ, du menschenftaden lüsten erfreun. Dann singen wir von desnahn, ruhm Ein neues lied im heilgh e. wir + Mel. Alle menschen müssen sterben Iudietre 5 roßer mittler, de und ehre 160. G rechten Gottes, simehr bete vaters, sitzt, Und die schaar von sitreten, 2 knechten Ueberall beglückt und sth Dich mit Dir frohlocken, dir zur ehre, Allen! ner engel ehöre, Und in ihren lobgi Mel. dr Jauchzet aller frommen dank. 2. Denn du kamst, uns zu erll 11 Und das apfer is volbracht, Deh pir heith aller schuld des bösen Uns befreit die leide 110 macht. Allen giebst du heil Besu, gie eben, Die sich glaubig dir ergihch., ö Herr, du starbst und überwandst uxücke le und grab; denn du erstandst. 78 2 0 3. Alles sollen wir empfan Aend Was uns noth ist; denn du bshich nach den himmel eingegangen, Der idn ihn unsre heimath ist. Da regierst dudein ohr vollendest Du dein großes werk! sendest Deinen geist auf die hun Die zum erbe gott dir gab. 4. Herrlich wirket deine lehre, Y du giebst ihr licht und kraft, Si macht sie, gott zur ehre, Glaubig! gewissenhaft. Alle lehret sie, der siih Widerstehn und überwinden. Sh cheln sie in ihrem lauf: Hilss! ihnen mächtig auf.% 4. Laß 5. Du vertrittst bei gott die deih Du erwe Du versäumst sie, heiland, nie, ich sie i thränen, die sie weinen, Zählst duß elbst be belohnest sie. Alle, welche standh pertraun gläuben Und mit dir vereinigt blelh aun; Führst du aus der welt hinaus, In une * in deines vaters haus. uns bert 6. Du entzeuchst dich auch den ar⸗ igkeit. Men, Die noch nicht bekehrt sind, Slauf Numicht, Weil dein herz dir aus erbar⸗ auf. men Ueber ihrem elend bricht; Bittest mer mibgott, sie zu verschonen, Nach verdienst r begier och nicht zu lohnen, Zeit zur buße da ist, zu verleihn, Der sich selbst die engel bist. freun. ie hertlit 7. So vertrittst du, so regierest ungszeil Du dein erbe, bis du einst Ganz dein un, Bis großes werk vollsührest, Wann du un. um gericht erscheinst. Dann ist ernte! vir uns Reil den ehristen, Welche kämpfen mit nschenfinden lüsten, Weil sie deinem thron sich ir von denahn, Deine krone zu empfahn. n heiligth 8. Großer mittler, sey erhoben! Weil wir leben, wollen wir Deiner n sterben nherrschaft würde loben, Opfern dank tler, de und ehre dir. Können wir einst nicht Bottes sümehr beten, Wollest du uns noch ver⸗ ar von setreten, Bis der ganz verklärte geist t und sch Dich mit allen himmeln preist. hre, Alle Mel. Freu dich sehr, o meine seele ꝛc. ren lobgeh err, du fährst mit glanz 1 1161. 5 und freuden Auf zu dei⸗ icht, Das ner herrlichkeit; Doch mich drücken noch 18 befreit die leiden Dieser armen lebenszeit. t du heil Jesu, gieb mir muth und kraft, Daß ich meine pilgrimschaft So mit dir ir Mwanbs Zurüce lege, Daß ich stets dein bleiben öge ensn 2. Laß mir deinen geist zurücke, m du bi Aber zeuch mein herz nach dir; Wenn n, Der ich nach dem himmel blicke, O so öffne regierst din es werk Daß er mir die schald vergeb 8 e, Da anb hu ich mich bekehr' und lebe. e lehre, A 3. Lehre mich die welt verachten, k. ft Ein Und was in ihr eitles ist; Lehr' mich raft, em nach dem himmel trachten, Wo du, du ihn mir. Neig' zu meinem flehn Glaubig mein erlöser, bi sl st. Wollust, ehrgeiz Len. Ered gewinn Soll mich nicht zur erde ziehn, Da ich jenseit überm grabe Eine If: wilt größ 2 8 .—„Laß nichts diese hoffnung rauben; 15 Du erwarbst sie Ruuer müt Jeto sehẽ in l ulich sie im glauben, Dort find' ich sie Zählst selbst bei dir; Dort helohnst du das elche 1 vertraun Deiner glaubigen durch einig schaun; Und verwandelst ihre leiden hinaus, In unendlich große freuden. 15. Von der Himmelfahrt Jesu ꝛe. dein ohr, Trag' es deinem vater vor,‚ 77 5. Dort bereite mir die stätte In des vaters hause zu. Rufst du frühe oder späte Mich zu meines grabes ruh; Leucht auch mir in dieser nacht Durch die stärke deiner macht, Die des todes macht bezwungen, Und für uns den sieg errungen. 6. Kommst du endlich glorreich wie⸗ der An dem ende dieser zeit: O so sammle meine glieder, Wenn verwe⸗ sung sie zerstreut; Heil'ge und verklär sie ganz, Daß der leib im himmels⸗ glanz, Frei von diesem staub und erde, Aehnlich deinem leibe werde. Mel. Von gott will ich nicht ꝛc. 162 Men jesus triumphiret, * Und nimmt den him⸗ mel ein. Er hat sein werk vollführet Vom fluch uns zu befrein. Die hohen seraphim Empfangen ihn mit freuden Nach überstand'nem leiden. Lobsingt, lobsinget ihm! 2. Wohl uns, die auf ihn hoffen! Nun jesus triumphirt, Steht uns der weg auch offen, Der zu dem himmel führt. Er selbst, er macht uns bahn. Wer hier nur an ihn gläubet, Ihm folgt, und treu ihm bleibet, Der wandelt himmelan. 3. Nur dort, nicht hier auf erden, Ist unser bestes theil. Um selig einst zu werden, Erwarb der herr uns heil. Erlöste, macht euch auf, Wo jesus hingegangen, Dahin blickt mit ver⸗ langen, Dahin geht euer lauf. 4. Herr, hilf uns eifrig ringen Nach jener herrlichkeit. Laß unsern fleiß gelingen, Und stärk uns in dem streit. Laß uns in dieser welt Im glauben an dich wandeln, So denken und so handeln, Wie dir es wohl⸗ gefällt. 5. Was sind der erde freuden? Wie bald sind sie dahin! O hilf uns alles meiden, Was hier noch unsern sinn Vereitelt und uns stört, Auf deinen ruf zu achten, Und nur nach dem zu trachten, Was ewig heil gewährt. 6. Sey du selbst unser leiter In unsrer prüfungszeit, Und bring uns immer weiter Zu deiner herrlichkeit; Bis diese zeit vorbei, Bis wir dich, 8——.... ůͤxT 22—— 2 78 Erste Abtheilung. heiland, sehen, Und freudig vor dir stehen, Von allem kummer frei. Mel. Wie schön leuchtet der ꝛc. 163 Wi herrlich, jesu, star⸗ * ker held, Du retter einer sünderwelt, Hat sich dein kreuz geendet! Nach überstandnem leidens⸗ lauf Fährst du verklärt zum vater auf, Der dich zu uns gesendet. Ewig Trifft dich Nun kein leiden; Voller freuden Lebst du droben, Ueber alles hoch erhoben. 2. Dir dienen alle seraphim, Und wir vereinen herz und stimm Mit ihnen, dich zu loben; Weil du dein großes werk vollbracht, Nach über⸗ standner leidensnacht Gen himmel dich erhoben. Preis dir! Daß wir Auf der erden Können werden Gottes kinder Und des todes überwinder. 3. Du, du bist unser haupt und wir Sind deine glieder, nur von dir Kommt auf uns heil und leben. Was unsern seelen nutzen schafft, Licht friede, freude, tugendkraft Wird uns von dir gegeben. Laß doch Dein joch Gern uns tragen, Und entsagen Allen sünden, Daß wir hier schon ruhe finden. 4. Zeuch unsre herzen ganz zu dir; Hilf, daß vor allen dingen wir Nach deinem reiche trachten. Mach uns von allen sünden rein, Und flöß' uns muth und eifer ein, Das eitle zu verachten. Jede unart Hilf uns meiden, Und mit freuden Unser leben Deinem dienste ganz ergeben. auch gelangen. Dafür Soll dir! uns allen Bank erschallen. Ohn bören Wollen wir dich, heiland, Wel. Mel. Erschienen ist der herrlich 165. ir frenen uns, und dein 164. Wẽĩ jesu schrist, Dihen, gieh erhöht gen himmel bist. O duheiß'st. 2 unser loblied preist, Stärt' auVater! se glauben unsern geist, Der auf dichmeinen g 2. Du sitzest auf der himmel tempel w Als unser freund, als menschensoh, 2. Ohr schämst auch da dich unser nichtz Leben, kr. bist du unsre zuversicht In ewimmein herz 3. Dein ist die macht; dein iienst der reich. Wer ist an majestät dir ghurch sein Mensch, engel, jede kreatur Isschafft, D beherrscher der natur! Gelobt shlnd zu d 4. Umsonst, umsonst empörg 3. Auck Herr, deine hasser wider dich; Zesu! no thron steht fest und wanket zott und Wenn gleich der frevler widersmir dein Gelobt seyst du! hn kräftie 5. Du, unser triumphirend hich Glau Wie selig ist, wer an dich glauhlzuf deine bist sein licht, sein trost, sein 4. Ew Sein starker schutz, sein ew'gespochgelob Gelobt seyst du! nenschlich 6. Herr, unsre herzen traulxost erfre dich; Dein freuet unsre seele angt auc Du, der du huldreich an uns hich, M Und gern uns deinen segen schenkipeilig un unser trost. 5. Füll 7. Was uns beglückt, ist Mdaß 1 kannt, Und alles ist in deiner Heber alle Von keinem deiner freunde fern getrostem merkst du ihn und hilfst ihm treu, Und Erbarmender! or seiner sehn, und hoffen. 6. Du bist, uns sterblichen zu gut, Nach theuer hier vergoßnem blut, Zur freude eingegangen. Zeuch, jesu, zeuch auch uns dir nach, Daß wir, nach kurzem ungemach, Zur freude affen d 9. Gen himmel fuhrst du auf held: Als herr und richter aller eine h Wird dich dereinst der erdkreis eschw Hilf, daß wir dann vor dir Lhich werd Und dein uns freun. 10. Dann triumphirt der glaub echne zu riedensb 7. Lehn dich; Dann jauchzen wir dir eusemuth Hilf uns dazu, herr jesu ehrist! Di du unser heiland bist, Sey ewig Y nd treu heiland, WMel. Werde munter, mein gemüthe. 2 5 Der du uns als vater herrlich 16* liebest, Treuer gott en uns, und deinen geist Denen, die dich bit⸗ hrist, Daen, giebest; Ja, uns um ihn bitten „„SO duheißest. Demuthsvoll fleh' ich vor dir: tärt' auVater! send' ihn auch zu mir, Daß er rauf dichmeinen geist erneue, Und ihn dir zum himmel stempel weihe. nschensoh 2. Ohne ihn fehlt meinem wissen er nicht; Keben, kraft und fruchtbarkeit; Und In ewifßmein herz bleibt dir entrissen, Ind dem t; dein idienst der welt geweiht, Wenn er nicht stät dir gdurch seine kraft Die gesinnung in mir atur Isschafft, Daß ich dir mich ganz ergebe, elobt sehlnd zu deiner ehre lebe. t empöreh 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, der dich; Jesu! noch mit ächter treu Meinen wanket zott und herrn dich nennen, Stehet er widersmir dein geist nicht bei. Drum so laß hu kräftiglich In mir wirken, daß ich phirend hich Glaubensvoll als mittler ehre, Und ich glaubizuf deine stimme höre. ost, sein 4. Ew'ge quelle heil'ger güther, in ew'gespochgelobter gottesgeist, Der du nenschliche gemüther Besserst und mit kam auf jesu wort herab, Der feinen boten stärke gab, Daß sie dein werk vollendet. zen trautrost erfreust! Nach dir, herr, ver⸗ nsre seele angt auch mich; Ich ergebe mich an an uns hich, Mache mich, zu gottes preise, zen schenshdeilig und zum himmel weise. „ 3 5. Fülle mich mit heil'gen trieben kt, ist Daß ich gott, mein höchstes guth⸗ n deiner Heber alles möge lieben, Daß ich mit unde fern jetrostem muth Seiner vaterhuld mich ilfst ihm reu, Und mit wahrer kindestreu Stets „ lor seinen augen wandle, Und recht⸗ in mit sacaffen denk und handle. Waland 16 g. Gess des friedens und der liebe! 1 1 Müdilde mich nach deinem sinn, Daß ich Slauf ch und sanftmuth übe, Und mir's sechne zum gewinn, Wenn ich je ein Iter alln tiedeneband Knüpfen kann, wenn erdkreis heine hand, Zur erleicht'rung der er dir lasch werden Kann dem nächsten nütz 7. Lehre mich, mich selber kennen, vi idie üh ahn fehler sehn, Sie voll christt Oissuth gott bekennen, ergebung flehn. deh ewig Ind Keu, Eeie Und ihn um Mache täglich ernst zu bessern, in mir 16) Vom heiligen Geist. neu; Zu dem heiligungsgeschäfte Gieb mir immer neue kräfte. 8. Wenn der anblick meiner sünden Mein gewissen niederschlägt; Wenn sich in mir zweifel finden, Die mit angst mein herze hegt; Wenn mein aug' in nöthen weint, Und gott nicht zu hören scheint: O dann laß es meiner seelen Nicht an trost und stär⸗ kung fehlen. 9. Was sich gutes in mir findet, Ist dein gnadenwerk in mir; Selbst den trieb hast du entzündet, Daß mich, herr, verlangt nach dir. O so setze durch dein wort Deine gnadenwirkung fort, Bis sie durch ein selig ende Herrlich sich an mir vollende. Mel. An wasserflüssen babylen ꝛe. 166 Dis vater, der du bei⸗ — nen sohn Zum heil uns hast gegeben, Dir dank ich hier mit freuden schon, Noch mehr im höhern leben. Ich danke dir, daß du den geist, Der uns der finsterniß entreißt, Zur erde hast gesendet. Er 2. Erfüllt von seiner wunderkraft, Gehn sie, die welt zu lehren. Der geist, der neue herzen schafft, Hilft ihnen sie bekehren. Die völter hören, hocherfreut, Die botschaft ihrer selig⸗ keit, Vernunft und wahrheit siegen. Die blindheit und das laster flreht; Wo man den finger gottes sieht, Muß beides unterliegen. 3. Umsonst, daß wilder eifer tobt, Verfolgung zu erregen. Dein name, jesu, wird gelobt; Dein wort ist kraft und segen. Die jünger schreckt nicht pein noch müh, Dein geist, o vater, stärkte sie In martern und im tode; Sie blieben ihrem herrn getreu, Be⸗ kennen seinen namen frei, Und preisen ibn im tode. I. Noch jetzt bist du der geist der kraft; Noch jetzt der menschen lehrer. Du machst sie weis' und tugendhaft, Des sündenreichs zerstörer. In sün⸗ 8⁰0 Erste Abtheilung. dern wirkst du reu und leid, In frommen seelen trost und freud, Und muth im kampf der sünden; In ban⸗ gen stunden schenkest du, So wie im kode, seelenrüh, Und lehrst ihn über⸗ winden. 5. Des vaters und des sohnes geist, Du quell des lichts, der liebe, Den jesus betenden verheißt, Ach beil'ge meine triebe; Gieb über meine sünden schmerz, Und muth zum glauben in mein herz; Hilf mir mit andacht bä⸗ ten; In bangen stunden tröste mich, Und deine hülfe zeige sich Mir einst in todesnöthen. Mel. Komm, gott schöpfer ꝛc. 167 Di führer, der mit treuer * hand Den weg uns zu dem himmel weist; Du unsers erbes unterpfand! Gepriesen seyst du, heil⸗ ger geist! 2. Auch dich preist deine ehristenheit, Du Lin des vaters und des sohns! Du bist, wie sie, von ewigkeit; Mit ihnen herrscher eines throns. 3. Der gottheit willen that'st du kund. Durch dich weissagte der prophet. Du legtest ihm in seinen mund Das wort des heils, das nie vergeht. 4. Nichts schließt vor deinem blick sich zu. Den abgrund der unendlich⸗ keit, Der gottheit rath erkennest du Mit göttlicher allwissenheit. 5. Du hast dem erdkreis offenbart, Was keine weisheit je erkannt; Als dich, nach deiner himmelfahrt, Der herr den seinen zugesandt. 6. Welch eine pracht verklärte dich. Ein schnelles brausen füllt das haus. Da giessest du dich sichtbarlich Auf sie in feuerflammen aus. 7. Nun scheuten sie nicht schmach, nicht müh; Denn du hast alle furcht entfernt. Die thaten gottes priesen sie In sprachen, die sie nie erlernt. 8. Wir haben, geist der gnad' und stärk', An deinen gaben gleichfalls theil. Unsichtbar schaffest du dein werk In uns, zu unsrer seelen heil. 9. Setz uns auch in die reinste gluth! Mach uns der liebe gottes voll! Stärk, herr, in drangsal unsern muthl uns in angst, und leit uns woht sterbe! 10. Des vaters liebe, christi g Mir zu Und die gemeinschaft deiner kraft Ewi leih uns tugend, trost und rath 0 unsrer ganzen pilgerschaft. schmerz Mel. Jesu, deine tiefe wunden 168 u, der frommen Mel * freude, Und ihn in traurigkeit, Der ihr herz in 16 leide, Und im tode selbst enn tröster Geist des höchsten, komm zu throne Und indem ich gläubig dir L⁰ siehst,“ ruhm zum opfer bringe, O so ich gött was ich singe: herz au 2. Edelster von allen segen, tes wer uns gott in christo gah! Duh 2. Le als ein milder regen Aus dez weishei mels schoos herab. Du machsl bange herzen weich, Wüsten auch an ss mich erf reich; Und dein sanster trost enn Auf me Was der drangsal hitze drücke du mich 3. Du kannst alle herzen ich nie Du durchschau'st sie ganz un. 3. H Selbst der gottheit innre tiefen ich, m. vor dir, herr, offenbar. M kennst du auch gewiß Meinen finsterniß. Drum gieb weishei vor allen, Daß ich möge gott ges 4. Du bist selber rein, und Auch an reinen deine lust. Bösest du und fliehest Aller sünden grän wust. Heilige du selbst mich dirls ein reines be in mir, Daß ich m du liebest, liebe, Nie mit vorseh betrübe. 5. Du, herr, machst mein zufrieden, Wenn mir menschth gebricht. Bleib' ich von dir ung den, O so fehlts an trost mit ji Bleib' ich nur dein eigenthum, werd' ich zu deinem ruhm, M tugend mich bemühen, Und die standhaft fliehen. e 6. Nur bitt' ich, daß du mich kest; Stehe mir im kampfe bei. ö mein helfer, wenn du merkest alsda mir hülfe nöthig sey. Den versh folgsa eitlen sinn Nimm aus meiner seil herz. Daß ich mich nun ganz vernell. Bis z mein gott sich meiner freue. trostes und rath saft. „Und ihn selbst ern komm zu g dir Lo⸗ ge, O so⸗ — len segen, b! Du Aus det Du machsl. uch an fs r trost ern e drücketz herzen i ganz und nre tiefen nbar. N ß Meiner eb weisheh ge gott ges ein, und ist. Bösest. inden gräh mich dirle „Daß ich mit vorsah achst meit ir menscht in dir ungi⸗ trost mit eigenthum, ruhm, I „Und dien iß du mich ampfe bei. u merkest, Den verlh meiner sell nz verneut⸗ freue. ehristi g ner kraft, fe wunden frommen herz in 7. Seh mein beistand, wenn ich sterbe! Zeige dem gebrochnen blick, Mir zum trost, mein herrlich erbe, Ewig unverwelklich glück! Stärke du das matte herz, Daß ich, unter allem schmerz, Noch im letzten todesschweiße, Gott in jesu vater heiße. Mel. Zion klagt mit angst und ꝛc. 169 eist vom vater und vom * sohne! Der du unser tröster bist, Und von unsers gottes throne Hülfreich auf uns schwache siehst, Stehe du mir kräftig bei, Daß ich gott ergeben sey: O so wird mein herz auf erden Schon ein tempel got⸗ tes werden. 2. Laß auf jedem meiner wege Deine weisheit mit mir seyn; Wenn ich bange zweifel hege, Deine wahrheit mich erfreun. Lenke kräftig meinen sinn Auf mein wahres wohlseyn hin. Lehrst du mich, was recht ist, wählen: Werd' ich nie mein heil verfehlen. 3. Heilige des herzens triebe, Daß ich, meinem gott getreu, Ihn stets über alles liebe; Daß mir nichts so wichtig sey, Als in seiner huld zu stehn. Seinen namen zu erhöhn; Sei⸗ nen willen zu vollbringen, Müsse mir durch dich gelingen. I. Stärke mich, so oft zur sünde Mein gemüth versuchet wird. Daß sie mich nicht überwinde. Hab' ich irgend mich verirrt, O so rühre du mein herz, Daß ich unter reu und schmerz Mich vor gott darüber beuge, Und mein herz zur beßrung neige. 5. Reize mich, mit flehn und beten, Wenn mir hülfe nöthig ist, Zu dem gnadenstuhl zu treten. Gieb, daß ich auf jesum ehrist, Als auf meinen mittler schau', Und auf ihn die hoff⸗ nung bau', Gnad' um gnad', auf mein verlangen, Von dem yater zu empfangen. 6. Skehe mir in allem leiden Stets mit deinem troste bei, Daß ich auch alsdann mit freuden Gottes führung folgsam 1 Gieb mir ein gelaßnes herz. Laß mich selbst im todesschmerz, Bis zum frohen überwinden, Deines trostes kraft empfinden. 16. Vom heiligen Geiste. 81 Mel. Liebster Jesu, wir sind ꝛc. ott! du hast in deinem 170. G sohn Mich von ewig⸗ keit erwählet; Sende nun von deinem thron, Was zu meinem heil noch feh⸗ let; Und gieb mir des geistes gaben: Durch sie werd' ich alles haben. 2. Mich umfangen noth und tod Auf dem finstern sündenpfade; Heil⸗ ger geist, mein herr und gott! Rette mich durch deine gnade; Mach mich los von dem verderben, Laß mich nicht in sünden sterben! 3. Treibe weg die finstre nacht Fal⸗ scher zweifelnder gedanken: Wenn die welt mich irre macht, Halte die ver⸗ nunft in schranken. Würd' ich mich von dir entfernen, O, wo will ich weisheit lernen! 4. Schaffe mir ein reines herz, Daß ich stets an gott gedenke, Und mich oft mit reu und schmerz Ueber meine sünden kränke; Laß mich, nach dem schmerz der sünden, Trost bei meinem jesu finden. 5. O verbinde mich mit ihm, Als ein glied an seinem leibe; Und wenn ich sein eigen bin, Hilf mir, daß ich es auch bleibe; Mich ihm völlig über⸗ gebe, Und zu seiner ehre lebe. 6. Glaube, lieb' und hoffnung sey Stets die stärke meiner seele: In ver⸗ suchung steh mir bei, daß ich nicht mein heil verfehle: Gieb mir 10 and in den freuden; Gieb geduld un muth im leiden. ö 7. Hilf mir reden recht und wohl; Hilf mir meine ehristenpflichten, Wie du forderst, wie ich soll, Ohne heuche⸗ lei verrichten; Christlich leben, seli krben. Und dein himmlisch reich eins erben. Mel. Fröhlich soll mein herze ꝛc. 171 H ueden. Hei komm her⸗ * nieder. Geist des herrn, Sey nicht fern, Stärke jesu glieder. Der, der nie sein wort gebrochen, Jesus hat Deinen rath Seinem volk versprochen. 2. Geist der weisheit, gieb uns allen Durch dein licht Unterricht, Wie wir gott gefallen. Lehr' uns freudig 6 ——— SISIIIIIIIIIIIII vor gott treten, Sey uns nah, Und sprich ja, Wenn wir glaubig beten. 3. Hilf den kampf des glaubens kämpfen, Gieb uns muth, Fleisch und blut, Sünd) und welt zu dämpfen. Laß uns trübsal, kreuz und leiden, Angst und noth, Schmerz und tod, Nicht von jesu scheiden. I. Hilf uns nach dem besten streben; erecht zu leben. Gieb, daß wir nie iille stehen, Treib uns an, Froh die bahn Deines worts zu gehen. 5. Sey in schwachheit unsre stütze, Steh uns bei, Mach uns treu In der prüfungshitze. Führ', wann gott uns nach dem leide Sterben heißt, Unsern geist In des himmels freude. 6. Wecke aus dem sündenschlafe, Rette doch Heute noch, Die verlornen schaafe! Reiß' die welt aus dem ver⸗ derben; Laß sie nicht Im gericht Der verstockung sterben. Mel. Komm, heiliger geist ꝛc. 172 ör' unser gebet, geist * des herrn! Du hörst der menschen flehen gern. Wir wollen unser herz dir geben; O lehre heilig uns leben! Rüst' uns mit stärke, muth und kraft, Du, der das gute in uns schafft, Daß nicht die löockungen der sünden Uns, christi jünger, über⸗ winden. Wir trau'n auf dich! Wir trau'n auf dich! 2. Du heiliges licht, starker hort! Laß uns der wahrheit helles wort Auf dieses lebens pfaden leiten, Daß unsre füße nicht gleiten. Treib fern von uns des irrthums nacht, Laß siegen deiner wahrheit macht; Daß jesus ehrist der ganzen erde Bekannt und angebetet werde. O hilf dazu! O hilf dazu! 3. Laß, freudiger geist, voll ver⸗ trau'n, In noth auf deine hülf' uns schau'n. Lehr' uns, wann wir zum pater treten, Mit froher zuversicht beten! Mach' uns durch deine kraft bereit Zum sterben und zur ewigkeit! Das wir mit frohem muthe ringen, Zu dir durch tod und leben dringen. Erhöre uns! Erhöre uns! Erste Abtheilung. und wirke in uns allen. Schenk uns kraft, Tugendhaft Und set dir geweiht! Mel. Liebster jesu, wir sind zu. ieb omm auf uns, o gieb un 173. N des herrn, Lehr uns dri zu dem vater beten, Und beleb' gelingt. daß wir gern Und voll glauhen S. Je ihm treten. So wird er, um Daß ve willen, Unser bitten gern erfüllg 2. O du geist der herrlichkeit, V Rl„ Jedes Hawüser Schmück es 9 9 W nach wohlgefallen. Reich sind so ste versehn mit gaben, Wenn wir uns als salbung haben. erfreu, Mel. Gott des himmels und der 3. Und die 17 4 75 4 Hns! Hil M ** es lebens! Hilf schwachen mächtig auf! Wir 8 17⁵ uns sonst vergebens Hier in um deiner n pilgerlauf Um das heil, das dein gef rath Für uns ausersehen hat. u helfe 2. Gieb in unser aller seelen Y 2. D heit und entschlossenheit. Daf uns zu anders nichts erwählen, Als was Den hi dein wort gebeut, Steh mit da führer licht uns bei, Und mach uns 3.— irrthum frei. sohn Ve 3. Zeig uns selbst die rechten Erleuch Zu der wahren wohlfahrt an, N tung se alles aus dem wege, Was daran 4. V hindern kann; Wirke reue nath deines that, Wenn der fuß gestrauchel uns pil 4. Laß uns stets dein zeugni beßre v ben, Daß wir gottes kinder 5. Stärke uns mit deinen gaben, H christ sich trübsal für uns find't; Lehr! Aus wa daß des vaters zucht Einzig l diese k. bestes sucht. 6. L 5. Treib uns, daß wir zu Lob di treten, Kindlich und mit freudi singen Nuür nach seinem willen beten,“ das w vertritt uns allezeit! So wird un flehn erhört, Und die Zuversicht Ma mehrt. 17 6. Wird uns auch um hülfe ban Seufzt das herz voll traurigkeit: ren, D mein gott, mein gott, wie lah Mich! O so wende unser leid! Sprich reizun seele tröstlich zu; Gieb ihr nii willen geduld und ruh. 2. . O du geist der kraft und Mich Der in uns das gute schafft, duh mir, in uns deine werke, Und im ia wider gieb uns kraft, Wenn versuchung auf uns dringt, Daß uns dann der sieg gelingt. 8. Ja, bewahr uns unsern glauben, Daß verfolgung, schmach und spott Niemals ihn uns möge rauben. Du bist unser schutz, o gott. Sagt das herz gleich zweifelnd nein! Laß dein wort gewisser seyn. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, O so steh mit trost uns bei; Gieb, daß uns als gottes erben Jene herrlichkeit erfreu, Die uns unser gott bestimmt, Und die nie ein ende nimmt. Mel. Komm, gott schöpfer ꝛe. omm, schöpfer, komm, 17⁵. K o heil'ger geist, Schaff deiner menschen herzen neu! Du kennest dein geschöpf und weißt, Wie jeglichem zu helfen sey. 2. Du geist der weisheit, leite du Uns zu der wahl des besten theils. Den himmel führ' uns alle zu, Du führer auf der bahn des heils. 3. Des lebens wort, das gottes sohn Vom himmel uns herab gebracht, Erleuchte jede nation Durch deiner lei⸗ tung sanfte macht. 4. Vereine deine ehristenheit Durch 0, deines sel'gen friedens band. Erinnr' uns pilger dieser zeit Stets an das beßre vaterland. 5. Gott, unserm gott, und jesum Ichrist Recht kennen, dieses ist der quell, Aus welchem ewig wonne fließt. Mach' diese kenntniß in uns hell. 6. Lob sey dem vater, lob dem sohn, Lob dir, o tröster, gottes geist! Einst singen wir vor deinem thron Ein lied, das würdiger dich preist. Mel. Allein gott in der höh' sey ꝛc. 176 aß, vater, deinen guten 1 geist Mich allezeit regie⸗ ren, Daß ich zu dem, was unrecht heißt, Mich lasse nichts verführen; Der sünde reizung widersteh', Und stets auf deinen willen seh', Darnach allein zu handeln. 2. Ob böse lust auch hier und dort Mich anficht, weil ich lebe: So hilf mir, daß ich ihr sofort Im anfang widerstrebe; Und daß ich ja vergesse 16. Vom heiligen Geiste. 83 nicht‚ Die todesstunde, das gericht, Den himmel und die hölle. 3. Gieb, daß ich denke jederzeit An diese letzten dinge, Und dadurch alle sündenfreud' aus meinem herzen bringe; Damit ich dich mein lebelang Verehre ohne furcht und zwang Mit willigem gehorsam. 4. O stärke mich dazu mit kraft, So wird es mir gelingen; Hilf jede böse leidenschaft Des herzens mir be⸗ zwingen. Steh mir in diesem kampfe bei, Daß ich dazu stets wacker seh, Und immer überwinde. Mel. Mein gott, das herz de. oder: Nun danket all' ꝛc. + icht um ein flüchtig guth 177. 7 der zeit; Ich fleh um deinen geist, Gott, den zu meiner seligkeit Dein theures wort verheißt. 2. Die weisheit, die vom himmel stammt, O vater, lehr' er mich; Die weisheit, die das herz entflammt Zur liebe gegen dich. 3. Dich lieben, gott, ist seligkeit; Gern thun, was dir gefällt, Wirkt edlere zufriedenheit, Als alles glück der welt. 4. Vertrauen hab' ich dann zu dir, Dann schenket selbst dein geist Das freudige bewußiseyn mir, Daß du mir gnädig seyst. 5. Er leite mich zur wahrheit hin, Zur tugend stärk' er mich; Beweise, wenn ich traurig bin, Auch mir als tröster sich. 6. Er schaff' in mir ein reines herz, Verstegle deine huld, Und er bewaffne mich im schmerz Mit muth und mit geduld. Bekannte Melodie. 178 Nen bitten wir den heib⸗ * gen geist, Welchen jesus ehristus uns verheißt, Daß er uns behüte vor falscher lehre; Alle, die im irrthum sind, bekehre. Erbarme dich, herr! 2. Du geist der weisheit und der kraft! Mach uns durch dein wort auch tugendhaft; Hilf, daß wir ihm glau⸗ ben, dem treuen heiland, Der uns 6 1 ——— — 8⁴ bringen will zum rechten vaterland. Erbarme dich, herr! 3. Du geist der lieb' und einigkeit! Mach uns allesamt dazu bereit, Daß wir uns von herzen einander lieben; Gern verzeihen und nicht gern betrüben. Erbarme dich, herr! 4. Du höchster trost in aller noth! Hilf, daß wir nicht fürchten grab noch tod; Laß, wenn wir einst sterben, uns nicht verzagen, Sondern mach uns frei von allen plagen. Erbarme dich, herr! Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. 179 O großer gott, du reines * wesen, Du hast nur reine herzen dir Zu deiner wohnung auserlesen: Ach, schaff ein reines herz in mir, Ein herz, das unbefleckt und frei Von allen bösen lüsten sey. 2. Ich falle dir, mein gott, zu fuße, Mich mache christi blut auch rein; Laß redlich meines herzens buße, Und ernstlich meinen glauben seyn: So mache mich zur reinigkeit Des lebens fertig und bereit. 3. Dein guter geist, o gott, regiere Mein ganzes herz und stehe mir In meiner schwachheit bei und führe Mich von der eitelkeit zu dir; Gieb einen geist, der dir getreu, Und willig zu gehorchen sey. 4. Durch deine gnade stärk' mich schwachen; Mach mich vorsichtig in gefahr. Gieb, daß ich durch gebet und wachen Die seele unverletzt bewahr'. Laß mich in deiner gnade stehn, Stets in der beßrung weiter gehn. 5. Nimm deinen geist, den geist der liebe, Den geist des glaubens nie von mir, Und stärke mich durch seine triebe, Durch seinen beistand für und für! So leite durch die pilgerzeit Mich aus der welt zur seligkeit. Mel. Wie schön leucht't uns der ꝛc. 180. O bener gust Kchr des uns ein, Und laß uns deine wohnung seyn, Du unsrer seelen sonne! Laß deiner wahrheit hellen schein In unsern herzen kräftig seyn, Zu steter freud' und wonne; Daß wir Schon hier, Gott ergeben, Ruhig leben, Und Erste Abtheilung. im sterben Einst vollkommnes M ererben. 2. Du quelle, d'raus die W1h 181. flieft, Die uns zum heil so nil uns den ist, O schenk' aus deiner fülle um wahrheit viel einsicht und verstand, Daß heil zubereite von uns werd' erkannt Des höchkraft, S. gnäd'ger wille. Ja, gieb Den Den lau Unsern seelen, Nur zu wählen um einst die üben, Was er uns hat vorgeschric gott! G 3. Steh uns stets bei mit deh 2. Dr rath, Und führ' uns auf den ni Wagt d pfad' Des heils, den wir nicht uf Kämpft Verleih uns willigkeit, daß wir Und sieg treulich folgen, wenn wir hier Begabt darum leiden müssen. Drückt las Bis an fast Muthlos nieder, Laß uns tl tete die! Trost empfinden, Und die trübsal Uten zu d winden. Gelobt 4. Stärk' uns durch deines ul 3. O kraft Zum kampf mit jeder leidensch geist, D Darüber Herr zu werden; Und weist. A wir wo dem falle nah, So sey Erleucht deiner hülfe da, Erheb' uns von lehr' un erden. Reue, Treue, Gieb uns schuns, we chen, Du kannst machen, Daß witwir stra gen, Und im kampf nicht unterlitstärk 5. Erhalte bei uns immerfort!? glauben an dein göttlich wort. N. muß uns von ihm trennen. Gieb, wir ihn von herzensgrund Mit thih so, wie mit dem mund, Vor welt bekennen. Jesum Christum d 182 aufhören Recht zu ebren, Mach Lehrt un tüchtig, Und sein heil uns werthei 1 wichtig. was di 7. Gieb, daß in wahrer heilihll 3. D Wir führen unsre lebenszeit; E lieben; unsers geistes stärke! Laß uns sh giebst, bleiben unbewußt Der eitelleit, üben, 1 sinnen lust, Und ihre schnöden weih Und wo Rühre, Führe Unsre sinnen Und behsh Bleibt nen Von der erden, Daß wir himmih A. H. erben werden. Als al fommnes Mel. Komm, heiliger asöhne ö ey, weltversöhner, sey 5 die bih181. gepreist! Du sandtest heil so nuns den theuern geist, Der uns in alle r fülle Un wahrheit leite, Und uns zum himmel „Daß hell zubereite. Er lehret uns des glaubens Des höchkraft, Stärkt uns in dieser pilgerschaft hieb Den Den lauf zum ziele zu vollbringen, Und wählen Useinst die krone zu erringen. Gelobt sey vorgeschric gott! Gelobt sey gott! ei mit dih 2. Durch deines geistes kraft erfreut, uf den nWagt deiner boten schaar den streit, ir nicht uKämpft gegen falscher götter heere, daß wir Und siegt durch deines kreuzes lehre. wir hier Begabt mit stärke, ging ihr wort, Drückt last Bis an der erde grenze fort, Erleuch⸗ uß uns tul tete die nationen, Und drang von hüt⸗ e trübsal Uten zu den thronen. Gelobt sey gott! Gelobt sey gott! deines iu 3. O send' ihn auch zu uns, den der leidenschgeist, Der uns den weg zur wahrheit en; Und weist. Ach, dunkel sind des lebens pfade: „ So sehy Erleuchte sie durch seine gnade! Er uns von lehr' uns gottes heil verstehn, Er leit' ieb uns schuns, wenn wir irre gehn; Und wenn „Daß wilwir straucheln und ermüden, Dann cht unterlitstärk er uns durch gottes frieden! nmerfort Gelobt sey gott! Gelobt sey gott! 17. Vom Worte Gottes. 8⁵ 4. Hier, in dem heiligthum des herrn, Hier warten deiner, geist des herrn, Wir christen, unsers hauptes glieder; Komm segensvoll auf uns hernieder! Hilf uns, gieb dem verstande licht, Dem herzen muth und zuversicht, Daß uns von ihm, den wir bekennen, Hier weder glück noch leiden trennen. Gelobt sey gott! Gelobt sey gott! 5. O leit' uns, herr, an deiner hand Hinauf ins wahre vaterland. Entreiß' uns mächtig dem verderben: Erhalt' uns gläubig, bis wir sterben. Dann stärk' uns in des todes schmerz Das schwache, freudenleere herz, Daß wir mit muth zum himmel dringen Und dann den letzten sieg erringen. Gelobt sey gott! Gelobt sey gott! 6. Dort, wo der zeugen jesu schaar, Die hier durch dich erleuchtet war, Am thron des lammes jauchzend stehet, Und deiner werke preis erhöhet; Dort ist auch unsers erbes theil; Auch uns ist der erlösung heil Durch dich ver⸗ siegelt: und wir kommen Durch dich zur seligkeit der frommen. Gelobt seh gott! Gelobt sey gott! wort. Mi en. Gieb,“ * Ford Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ein wort, o höchster abrin 182. D ist volltͤmmen: Es lehrt uns unsre ganze pflicht; Es giebt dem sünder und dem frommen Zum leben sichern unterricht. O selig, wer von uns Nes achtfam hört, Bewahrt, und mit sinn Mit ui gehorsam ehrt! unser henn 2. Es leuchtet uns auf unsern we⸗ ugethan Ugen, Zerstreut des irrthums finsterniß: darinnen N Verkündigt gnade, heil und segen, Dich betul Und machet unser herz gewiß. Es u geben, Mlehrt uns, höchster, was du bist, Und en. was dir wohlgefällig ist. hrer heillhll 3. Dein wort ermuntert, dich zu nszeit; E lieben; Lehrt, wie viel gut's du denen daß uns sh giebst, Die dein gebot mit freuden eitelkeit, Nüben, Und wie du väterlich uns liebst. nöden well Und was, o herr, dein mund verspricht, n Und begsh Bleibt ewig wahr, und trüget nicht. wir himmu A. Herr, deine tröstungen sind besser, Als alles silber, gold und geld; Ein ins werthen 17) Vom Worte Gottes. schatz, weit köstlicher und größer, Als alle schätze dieser welt. Wer das thut, was dein wort gebeut, Dem ist dein segen stets berelt. 5. Drum laß auch mich mit lust betrachten, Was mich dein wort, o höchster, lehrt. Laß mich darauf gehor⸗ sam achten, Was dein befehl von mir begehrt: So fließen trost und seelenruh Auch mir aus deinem worte zu. Mel. Christus, der uns selig ꝛc. er du selbst die wahrheit 183. D bist, Gott, zu dem ich singe. Gott, den kein verstand ermißt, Ursprung aller dinge! Alle weisheit kommt von dir Zu den menschenkin⸗ dern. Sie erleuchtet uns, wenn wir Selbst ihr licht nicht hindern. 2. Vorurtheil und finsterniß Füllen unsre seelen; Unser blick ist ungewiß, AUnsre schlüsse fehlen; Aber dein ver⸗ —— EDEA bũ‚D‚D‚DSD 86 Erste Abtheilung. stand weicht nicht Von der lautern wahrheit. Was du denkest, das ist licht, Richtigkeit und klarheit. 3. Wirf dich, sterbliches geschlecht, Dankbar ihm zu füßen! Seine wahr⸗ heit und sein recht Lässet er dich wissen. Weit erschallt das wort des herrn, Das die welt bekehret; Glaubt es freudig, folgt ihm gern, Völker, die ihr's höret! 4. Gott, was uns dein wort ver⸗ spricht, Wird und muß geschehen; Deine drohung kann auch nicht Leer vorüber gehen. Haben tausende nicht schon, Welche vor uns waren, Deine strafen, deinen lohn, Unfehlbar er⸗ fahren? Mel. Erhalt' uns, herr, bei deinem ꝛe. 18⁴ er spötter strom reißt * viele fort. Erhalt' uns, herr, bei deinem wort! So können, vater! wir uns dein Im leben und im tode freun. 2. Ein haufe läst'rer wagts, o gott! Mit wildem, ausgelaßnem spott, Den heiland, deinen sohn, zu schmähn, Verachtend auf sein heil zu sehn. 3. Ach! ihrer lehre pest, o herr! Schleicht jetzo nicht im finstern mehr: Sie bricht am mittag selbst hervor, Und hebt ihr tödtend haupt empor. 4. Sie herrscht durch große dieser welt. Herr, herr, wenn uns dein arm nicht hält; So reißt sie uns zum tod auch fort. Gieb sieg und leben durch dein wort. 5. Beschütze uns, herr jesu ehrist! Der du zur rechten gottes bist! Sey unser schild und starke weht! Nichts ist vor dir der spötter heer. 6. Du hast von ewigkeit gesehn, Wie lange noch ihr trotz bestehn Und wider dich hier toben soll. Vielleicht ist nun ihr maaß bald voll. 7. Auch sie, o herr, hast du ver⸗ söhnt, Sie, deren spott dich jetzt ver⸗ höhnt. Gieb, daß noch vor der todes⸗ nacht Zur ernsten reu ihr herz erwacht. Mel. Ach gott und herr! wie ꝛc. tt i A 1 85. Gesene lehr Sol Went seele trauen; Ich wandle hier, An gott, vor dir Im glauben, nich hirt Erw schauen. leib des 2. Dein wort ist wahr; Laß 5.— merdar Mich seine kräfte schul fäiliä Laß keinen spott, O herr, mein stätisch Mich von dem glauben schrecken 3. Wo hätt' ich licht, Wofernn de nicht Dein wort die wahrbeit i 6 de Gott, ohne sie Verstünd' ich nie er ersche ich dich würdig ehrte. ew ge fr 4. Dein wort erklärt Der wrt 18 werth, Unsterblichkeit und leben. wort art ewigteit Ist diese zeit Von di. M. . Den der mic 5. Dein ew'ger rath, Die miss icht, Der fünder zu verfühnen, Den We in ich nicht, Wär' mir dies licht mich in durch dein wort erschienen. 6. Nun darf mein herz In reil M f schmerz Der sünden nicht vergh beleben: Nein, du verzeihst, Lehrst m⸗ keit Ich geist Recht kindlich zu dir flehen etheben 7. Mich zu erneun, Mich d weihn, Ist meines heils gescht Mel Durch meine müh Vermag ich's Dein wort giebt mir die kräfte. 187 8. Erhalt uns, herr, nur und die lehr'! Du hast sie uns gegeben, trauen sey mein theil, Sie sey mein nenne: Und kraft zum ew'gen leben. Für de Mel. Wir christenleut haben u. Lelrr oder: Auf! schicke dich ꝛe. selbst n 186 Hic dir sey preis daraus * glaub' und weif,! heil mi grund des heils sind deine lebensin knecht Bei diesem licht Verfehl' ich“ 3, Den schmalen weg, die enge htig seir melspforte. herz ar 2. Wir menschen sind Verkehrt ten we⸗ blind, Und keiner weiß den weß! ich, be ew'ge leben. Den unterricht, Der leiden gebricht, Kann uns allein das“ 4. der wahrheit geben. Deines 3. Daß jesus christ Mein hall ich, we ist, Daß er für mich und meine sh' an mit gestorben; Daß ich durch ihn Eii in mei bin, Daß mir sein blut die selll trost u erworben; 5. 6 4. Daß sich mein geist Dem!“ Meine entreißt, Daß er durch gott unsl ich d lich ist und bleibet! Daß mich un glaub Apirt Erwecken wird, Wenn gleich den leib des todes macht zerstäubet; 5. Daß einst die welt In trümmern fällt, Wann gottes sohn wird maje⸗ stätisch kommen; Daß er den lohn Von seinem thron Dann geben wird den bösen und den frommen; 6. Daß er, mein freund, Wann er erscheint, Mich zu sich nimmt ins ew'ge freudenleben: Davon hat er, ir Mefsn gott und herr, Nur durch sein nd leben wort erkenntniß mir gegeben. ů Von di. Dies wort erfreut In traurig⸗ keit, Und lindert mir den kummer, Die mist der mich drücket; Die schwermuth en, Den b weicht, Das herz wird leicht, Wann ies licht Gauictt angst, o herr, dein wort erquicket. In reu., O laß hinfort Dein gnadenwort icht verga Mein ganzes herz zu deinem ruhm Lehrst m beleben; Bis nach der zeit, In ewig⸗ dir flehen keit, Ich besser dich im himmel werd' Mich d erheben. eils gesch mag ichs die kräfte, r, nur gegeben. seh mein leben. Wr; Laß äfte schmn rr, mein schrecken, Mel. Liebster jesu, wir sind hier. err, mein licht, erleuchte 187. H mich, Daß ich mich und dich erkenne; Daß ich voll ver⸗ trauen dich Meinen gott und vater nenne: Daß ich dadurch auf der erde Für den himmel weise werde. 2. Lauter wahrheit ist dein wort: Lehre mich es recht verstehen. Hilf selbst meinem forschen fort, Richtig daraus einzusehen, Was zu meinem heil mich führet, Und mir, deinem knecht, gebühret. 3. Aber laß mich nicht allein Rich⸗ tig seinen sinn verstehen; Laß mein herz auch folgsam seyn, Den erkann⸗ ten. zu gehen. Denn sonst würd' ich, bei dem wissen, Doppelt streiche lein d leiden müssen. ein das 4. Gieb, daß ich den unterricht Mein hal Deines wortes treu bewahre; Daß nel 0 ich, was es mir verspricht, Reichlich 09 6 10 u mir selb den MI. 0 es sey n Al in meinem leiden Mir ein quell voll ut die selh trost und freuden. 5. Hilf auch, daß von zeit zu zeit eist uan Meine kenntnisse sich mehren. Iind' 10 dann noch dunkelheit Bei des aß mich n glaubens hohen lehren: O so laß mich t haben u. dich ꝛe. sey preisl ind weiß,! te lebenshi⸗ fehl' ich g die enge Verkehit! den weg! richt, Der! 17. Vom Worte Gottes. 87 demuth lernen, Und von zweifelsucht entfernen. 6. Lenke, höchster, meinen sinn Von den gütern dieser erde Durch dein wort zum himmel hin, Wo ich ewig selig werde. Laß mich diese welt ver⸗ achten, Und nach ew'gen freuden trachten. 7. O verleih' mir stets die kraft, Deinem wort gemäß zu handeln, Und vor dir gewissenhaft, Auf der tugend pfad zu wandeln: So wird einst in jenem leben Mich ein hell'res licht umgeben. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich ꝛc. ir menschen sind zu 188. Wĩ dem, o gott, Was geistlich ist, untüchtig, Dein wesen, wille und gebot Ist viel zu hoch und wichtig; Wir wissen und verstehens nicht, Wo uns dein göttlich wort und licht Den weg zu dir nicht zeiget. 2. Von jeher hast du ausgesandt Propheten, deine knechte; Sie machten in der welt bekannt Dein heil und deine rechte. Zuletzt ist selbst dein eigner sohn, O vater, von des him⸗ mels thron Gekommen, uns zu lehren. 3. Für solches heil sey, herr, ge⸗ preist! Laß uns dabei verbleiben, Und gieb uns deinen guten geist, Daß wir dem worte gläuben, Daß wirs annehmen jederzeit Mit ehrfurcht, treu und willig⸗ keit, Als gottes, nicht der menschen. 4. Hilf, daß der frevler frecher spott Uns nicht vom wort abwende: Denn du bist ein gerechter gott, Und strafst gewiß am ende. Erweck uns durch der wahrheit kraft, Und was sie gutes in uns schafft, Das laß uns treu bewahren. 5. Herr, öffne du verstand und herz, Daß wir dein wort recht fassen; In lieb' und leid, in freud' und schmerz Es aus der acht nicht lassen; Daß wir nicht hörer nur allein, Nein, auch desselben thäter seyn, Frucht hundert⸗ fältig bringen. 6. Geist gottes! mache selbst uns gleich Dem fruchtbar'n guten lande, Daß wir, an guten werken reich, In unserm amt und stande Das thun, was uns dein wort gebeut, Und, frei PFIFFF——— 2. 2 vom dienst der eitelkeit, Des glaubens kraft beweisen. 7. Laß uns, dieweil wir leben hier, Der sünder weg vermeiden. Gieb, daß wir halten fest an dir, Im wohlstand, wie im leiden. Rott aus, was dir, herr, nicht gefällt, Hilf uns die sorgen dieser welt Und böse lüste dämpfen. 8. Erhalt uns dein wort klar und a. Von den zehn Geboten insbesondere. Mel. Allein gott in der höh ꝛe. 189 err, deine rechte und * Erste Abtheilung. licht Dah S hen K an Hilf, wir draus genießen Kraft, rathen trost in aller nofh, Daß wir m190. und im tod Beständig auf dich traihast gege 9. Es müsse sich zu deiner astellt, We Gott vater, weit ausbreiten! Hheinen w jesu, daß uns deine lehr' Erleucheiner ande mög' und leiten! O heilger geist, 2. Mit göttlich wort Laß in uns wirken immes sich ni rein, Und laß es unsern füßen Ein fort Lieb', hoffnung, trost und glauhand nick lippen nie herbotnes ledes glie 7. Unreine werk' der finsterniß! 3. Ob mich sorgfältig meiden. Du siehst micht, Ob gebot, Darnach wir strafest sie gewiß Mit schwer gehäusrein frer sollen leben, Zu halten, wollest du leiden! Schaff in mir, gott, ein mörder, k o gott, Mir kraft und gnade geben, Daͤß ich zum guten willig sey, Mit sorgfalt, ohne heuchelei, Was du be⸗ fiehlst, vollbringe. 2. Gieb, daß ich dir allein vertrau', Dich über alles liebe; Auf menschen⸗ hülf' und trost nicht bau'ꝰ, Nicht muthlos mich betrübe: Daß mir nicht andrer menschen gunst, Macht, ansehn, reich⸗ thum, witz und kunst Zu einem abgott werde. 3. Hilf, daß ich deinen gnadenbund Recht schätze und erkenne; Von herzen, nicht blos mit dem mund, Dich und dein wort bekenne: Daß ich bedenke jederzeit, Wie sehr mich meiner taufe eid Zum dienste dir verbindet. 4. Am tage deiner heil'gen ruh Laß mich gern vor dich treten, Die zeit auch heilig bringen zu Mit danken und mit beten! Daß ich hab' meine lust an dir, Dein wort so höre, daß ich's mir Auch recht zu nutze mache. 5. Die eltern, lehrer, obrigkeit, Die vorgesetzt mir werden, Laß mich verehren jederzeit, Daß mir's wohlgeh' auf erden; daß ich für ihre sorg' und treu Recht folgsam und recht dankbar sey, Und sie niemals betrübe. 6. Hilf, daß ich niemals eigne rach' An meinem feinde übe; Und die mir Pog ligte schmach Verzeih', vielmehr hn liebe: Sein glück kgern gönne jeder⸗ mann; Seh', ob ich jemand dienen kann, Und es dann thu mit freuden. nes herz, Daß ich schandbare gon sünd und scherz Und alles schwelgen fliehcheiliges 8. Verleih, daß ich mich mafrieden. nähr', Mich böser ränke schäme; M. 4. Es herz niemals zum geize kehr', Zott, Wi unrecht nichts hinnehme; Und von sich, zu arbeit meiner händ', Was recht räften i gern auf arme wend', Und nicht heilig h. pracht und hoffarth. ganzer ge 9. Hilf, daß ich meines nächl glimpf Zu retten mich befleiße, A ihm abwende schmach und schin Mel. Doch böses nicht gut heiße. Gieb, ich lieb' aufrichtigkeit, Hab' 41 91. abscheu jederzeit Am lästern und offenbar lügen. paterlich 10. Laß mich des nächsten haus Heil uns guth Nicht ungerecht begehren; Uu lehr aber mir vonnöthen thut, Das vafüllen U du mir gewähren; Doch, daß es aus der mand schädlich sey, Ich auch ein aisene I herz dabei, Und deine gnad' behalczott, 11. Mein gott! dein mir gegehuhoffnun⸗ recht Und deinen heil'gen willen, Mflolzen se mir gebühret, deinem knecht, er noe immer zu erfüllen, Vermag ich Herben, 2 mir selber nicht; Ich fühle, daß islürzt si⸗ mir gebricht Dazu an eignen krä 3. D 12. Drum gib du mir von deiteicht ur tbron, O vater, gnad' und süärldie dern Berleih, herr jesu, gottes sohn, Ostvürdig ich thu''rechte werke! O heil ger goldieser se hilf, daß ich dich Von ganzem savöllig se zen, und, wie mich, Den nächsaket, wer thätig liebe! zu stehe t 7 In voriger—9— 948 5 aft, rathn. err, dein gesetz, das du wir im 190. H der welt Zur richtschnur fdich trahast gegeben, Das du zur regel vorge⸗ deiner astellt, Wornach wir sollen leben, Das breiten! heinen willen offenbart, Ist ganz von hr' Erleuteiner andern art, Als menschliche gesetze. ger geist,V 2. Mit äußerlicher ehrbarkeit Läßt wirken impes sich nicht begnügen, Obgleich die und glaͤuthand nicht schlägt, noch dräut, Die lippen nicht betrügen, Das auge nichts berbotnes sieht, Und unbefleckt sonst ledes glied In seiner ordnung bleibet. finsterniß! 3. Ob man nicht flucht, betrüget Du siehstmicht, Ob man kein sabbathsschänder, ver gehäufkein frevler, der die ehe bricht, Kein gott, ein mörder, kein verschwender, Kein freund undbare hwon sündlichem geschwätz: So ist dein belgen flichcheiliges gesetz Doch damit nicht zu⸗ mich refrieden. ö chäme; M. 4. Es fordert, daß das herz dich, e kehr', Zott, Wie du's verdienest, liebe, Und Und gonsich, zu halten dein gebot, Aus allen Vas recht räften übe. Es will, daß, wie du nd nicht heilig heiß'st, Auch unser herz und zanzer geist Sey heilig und unsträflich. ines nächl befleiße, A b. Vom e. Gieh Mel. Ich ruf' zu dir, herr jesus ꝛc. 64.6191 eil deinem volke, dem I9I. du dich, O höchster, istern und Elintarestz 85 du Ii drachrcht bäterlich Auf ebner bahn bewahrest! Hehren Weilune, denn dies dein volk sind wir; Das uuDu lehrst uns deinen willen Recht er⸗ daß es füllen, Und unsern durst nach dir Selbst uch ein mnhaus der quelle stillen. dbchch 2. Weh denen, die sich finsterniß, mad' behulczott, für dein licht erwählen! Wie wilen Achen tetent wie ungewiß Sind ihre willen, flolzen seelen! Du selbst berufst sie im⸗ knecht, umer noch, Dein himmlisch reich zu mag ich Kerben, Nicht zu sterben! Ihr leichtsinn ühle, daß slürzt sie doch In ewiges verderben. ignen kräs 3. Der klügler sagt, du werdest rvon deinanicht Uns etwas neues lehren; Denn und stärhdie vernunft sey schon das licht, Dich s sohn, Oitwürdig zu verehren. Doch wem nur heilger geldieser schlimmer scheint, Der kann nicht ganzem Uket, d sehen, Sicher gehen; Nein, sin⸗ Ben mühhizu fehen. er meint Auf festem grund 17. Vom Worte Gottes. 89 5. Der geist, von sündenliebe rein. Soll sich zu gott erheben, Soll im⸗ merhin beflissen seyn, Treu jeder pflicht zu leben. Begierig auf des nächsten wohl, Nach weisheit und der rcben. soll Der mensch voll eifer reben. 6. So hat uns gott geoffenbart Sein recht und seinen willen. Willst du, o mensch, auf solche art, Nun sein gesetz erfüllen? Wie oft der sünden selaverei Der wille unterworfen sey, Das wirst du leicht erkennen. 7. Entschließ' dich drum, zu deinem heil, Dem mittler zu ergeben; Komm, nimm an dessen gnade theil, Durch den die sünder leben; Nimm dankbar, froh und glaubig an, Was er zu Ueber heil gethan, Und preise seine liebe! 8. Laß aber auch in deinen geist Dir sein gesetze schreiben, Thu alles willig, was er heißt, Laß seinen geist dich treiben. Denn wer die sünd' nicht redlich flieht, Nicht ihm zu leben sich bemüht, Der bleibet im gerichte. Evangelio. 4. Zwar die vernunft erkennet dich In deinen großen werken, Weiß dein gebot; doch weiß sie sich Zum guten nicht zu stärken. Wir sündigen, und sie kann nie Uns wieder dir versöh⸗ nen. Unsre thränen Siehst du; doch können sie Nicht g'nng thun, nicht versöhnen. 5. Aus furcht des todes würden wir Zum traurigsten geschlechte, Wenn uns dein wort nicht, gott! von dir Des himmels hoffnung brächte. Der sünder kann durch jesum ehrist Für alle seine sünden Gnade finden; Der lüste macht und list Durch glauben überwinden. 6. Ach theu'r und werth sey uns dies wort; Denn du hast's uns ge⸗ geben! Es leit' uns hier, es bring' uns dort, O gott, zum ew'gen leben! Lehr' auch die Spötter, die es no Mit stolzem muth verachten, Darna schmachten, Und so bei jesu licht Na seinem reiche trachten. 7* 90 Erste Abtheilung. i Mel. Liebster jesu, wir sind hier ꝛc. R östlich, o mein heiland, ist . 192. K Deines wortes gnaden⸗ P lehre. Gieb, daß ich mit folgsamkeit, Treulich ihre vorschrift ehre; Dem, was sie verheißet, traue, Fest mein hoffen 18 ö darauf baue. 2 +* 2. Deines wortes unterricht Lehret N uns gott recht erkennen, Ihn mit her⸗ zens⸗zuversicht Unsern gott und vater Unsre pflichten treu erfüllen. INV 3. Was die weisen dieser welt uner⸗ forscht gelassen haben, Das hast du * ans licht gestellt, Und durch deines eistes gaben Bringst du es in unsre ö eelen, Daß wir heil und leben wählen. * 4. Du entdeckst uns unsre schuld, N Und der sünden großen schaden; Aber auch des höchsten huld, Und den reich⸗ E thum seiner gnaden; Lehrst uns aller un⸗ srer sünden Gnädige vergebung finden. 5. Du rufst uns voll liebe zu: Kommt WMNN zu mir, ihr müden seelen, Es soll euch 0 zu eurer ruh', Nicht am troste bei mir fehlen; Werdet ihr von mir nur lernen, WNMN Wird der kummer sich entfernen. 6. Herr, dein evangelium Hat viel ö tausend, tausend zeugen, Die zu dei⸗ . nes namens ruhm Dankbar ihre kniee beugen, Daß du noch dies wort erfül⸗ lest, Und der seele kummer stillest. 7. O nimm gnädig an den dank, Den ich dir voll ehrfurcht bringe; Höre meinen lobgesang, Den ich hocherfreut dir singe: Du heilst allen meinen scha⸗ den, Herr, und krönest mich mit gnaden. 8. Köstlicher, als gold, sey mir, Was dein göttlich wort mich lehret! Dank, ja ewig dank sey dir Für den trost, den es gewähret! Werd' ich einst oben. erhoben, Will ich würdiger dich oben. nennen, Und nach seinem heil'gen willen Mel. Jesu, meine freude, meines rent! ort, aus gottes min freut! 193. Wé Wort, vom frieh 2. Du bunde! Evangelium! Bald, da nen, Di gefallen, Ließ dich gott erschal Erkannt Du bist unser rubm! Gottes Und lief Die glauben schafft, Gute bat srachs aeh zum leben Von gott selbs 7 D geben. 4. 2. Was dein wohlgefallen Von kinder, zeit uns allen, Gott! bestimmet ind, Was sonst dunkle schatten Vorgah— l x hatten, Das vollführt dein rath. Iu ih dein eid Dich nicht gereut, Zeigs gisest r nun; in jesu namen Wird er 6 Di amen. Wir 3. Alles ist vollendet. Gott ha Dir trt gesendet, Der verheißen war, e herr der sein leben Wollte für uns g flifter 5 Stellt sich wirklich dar; Ja erhaltlußer⸗ höchsten rath Ganz vollbracht und Sein ck in ehre. Ach, erwünschte lehren weih es 4. Da uns strafen drohten, V kind un friedensboten Heil von gott uns“ 45 dir Was für holde lehren Lassen sie! theu'r 2 bören! Welch ein theurer bund! H huld Tilgt unsre schuld, Und unm Mel. mit glauben ehret, Wird von ihn höret. 5. Auf, und wehrt den schmah kind au Kommt ihr, deren herzen Das g bitten zerschlug; Kommt zu dessen gush Men Der, für euch beladen, Alle schin 7 trug. Jesu tod Versühnt euch g. Gott, der euch als vater liebet die schuld vergiebet. 6. Hierauf will ich bauen, Eh mich vertrauen, Und in ihm mich sin Ihm nur will ich leben, Ihm ⸗ ganz ergeben, Ewig treu ihm don 90 So werd' ich Auch einst durch. wie es O mein heiland! selig sterben,“ bunds den himmel erben. dem st SEEEE Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 18) Von der Taufe. 190 err, der du keinen je den von dir ließest, Der dich um d zi 194. H verstießest, Der sich gnade bat; Gelobt sey deine srun hier vater a. Vor und bei derselben. bekenn im glauben dir genaht; Nie umerst des 9 I e, meines nlichkeit, Die gern erhöret und er⸗ ute botst l zott selbs wißt, 3. Du bist, 9 Duch dich euldsel kinder, Die auch durch dich erlöset deßinmut sind, Zur rechten gottes jetzt nicht en Vorgih minder Holdselig gegen sie gesinnt. öů Du bleibst der deinen zuversicht, Ver⸗ gissest ihrer ewig nicht. 4. Dir sey auch dieses kind empfoh⸗ len, Dir, dessen treu unwandelbar! Gott hal Wir bringens, wie du selbst befohlen, Dir in der heil'gen taufe dar. O segne es, herr jesu ehrist, Der du der taufe flifter bist! ö 5. Laß durch dies siegel deiner gnade Sein christenrecht bestätigt seyn, Und weih es nun in diesem bade Zu gottes kind und erben ein. Das glück, daß es dir angehört, Herr, sey ihm ewig — 5. + Lbund!l O theu'r und werth. 19 990 Wh Mer. Llebster jesu, wir sind hier ꝛc. rd von ihn 19⁵ H hier siehst du uns iot 1 den schun* vor dir, Siehst dies kind auf unsern armen. Dich, o vater, bitten wir, Dich auch seiner zu erbar⸗ men, Daß es gottes kind auf erden Und einst selig möge werden. 2. Heiland, jesu! es ist dein: Laß es durch dich gnade finden. Heil'ger geist, kehr' bei ihm ein, Laß es deine kraft empfinden, Die in ihm den sün⸗ zen Das g dessen gush Alle schmn hnt euch g. ter liebet! bauen, Ch ihm michstt den steuert, Esz „Es zu gottes bild erneuert. 4. n 3. Mach uns alle in der welt Dir reu 1. von herzensgrund ergeben, Daß wir, nst Len wie es dir gefällt, Eingedenk des taufe⸗ sterben,“ bunds leben; Und daß wir auch nach dem sterben Unsrer taufe segen erben. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. Ich abin getauft, nach 196. jesu lehren; Dich vater, deinen sohn und geist, So zu bekennen und zu ehren, Daß herz und Nie unei mund und that dich preist, Und dann 0 des glücks, ein ehrist zu seyn, Mich dich um hier und deine suen ewig zu erfreun. 18. Von der Taufe. 91 2. Du hast mich für dein kind erklä⸗ ret, O vater in der taufe schon; Du hast auch mir das heil gewähret, Das du erworben, gottessohn; Du, geist des höchsten, stehst mir bei, Daß ich dir ganz geheiligt sey. 3. Die liebe ist nicht zu ermessen, Die du, mein gott, mir zugewandt. O laß mich nie die pflicht vergessen, Dazu ich selbst mich dir verband, Als du in deinen bund mich nahmst, Und mir mit heil entgegen kamst. 4. Du bist getreu, auf deiner seite Bleibt dieser bund stets feste stehn. Und falls ich ihn auch überschreite, Läßt du dein vaterherz doch sehn; Du klopfst an mein gewissen an, Und lockst mich auf die rechte bahn. 5. So geb' ich denn, mein gott, aufs neue, Mich ganz zu deinem opfer hin. Erwecke mich zu neuer treue, Und bilde mich nach deinem sinn. Weich, eigner sinn! o sünde, weich! Gott hört es; jetzt entsag' ich euch. 6. Befestige dies mein versprechen, Mein vater! und bewahre mich, Daß ich es niemals möge brechen. Mein gaͤnzes leben preise dich! Gott meines heils, sey ewig mein, Und laß mich dein auch ewig seyn. Mel. Christ, unser herr, zum ze. gott, bei dir ist heil 197. O und gnad' In aller noth zu finden. Du schenkst uns durch dein wasserbad Vergebung unsrer sün⸗ den. Du lehrst, o vater, sohn und geist, Uns durch ein sichtbar zeichen, Wie sehr du unsers heils dich freust, Der du nicht deines gleichen An gnade hast, an liebe. 2. Du hast uns, herr, durch deinen bund Zu kindern angenommen; Machst jedem deine wege kund, Willst, daß sie alle kommen. Ach, strafe nur ver⸗ dienten wir: Und du(wer kann es fassen 2) Vereinigst uns, o gott, mit dir: Hast uns die straf' erlassen, Und willst uns selig machen. 3. Dadurch bin ich nun, als dein kind, Versichert deiner gnaden: Was sich für schwachheit an mir find't, Das läßt du mir nicht schaden. Du giebst i.— 9² Erste Abtheilung. zur heiligung mir kraft, Erhörst mich, wenn ich bete. Und wenn ich fromm und tugendhaft Dein recht nicht über⸗ trete, Soll mir kein gutes mangeln. 4. Hochheilig sey denn mir die pflicht, Der sünde macht entrissen. Zu dir zu haben zuversicht Und auch ein gut gewissen; Dich nicht, o vater, sohn und geist Blos meinen herrn zu nennen; Dich, wie dein wort mich unterweist, Mit thaten zu bekennen, Dir nur, und gern zu dienen. 5. Der sünd' hab' ich entsagt, o gott, Und allen ihren werken. Laß wider trug, gefahr und spott, Mich deine gnade stärken! Zu deinem tempel wählst du mich; Dir bin ich neu ge⸗ boren; Daß ich dich fürchte, herr, b. Nach der Taufe eines Kindes. Mel. Nun lob', mein' seel', den ꝛc. eweiht zum christen⸗ 198. G thume, Ist dieses kind nun gott geweiht! Erzieh' es, dir zum ruhme, O vater der barmher⸗ zigkeit! Verlängert deine liebe Sein leben; so verleih Durch deines geistes triebe, Daß es dir immer treu, Den hohen werth der tugend Schon früh empfinden lern'. Es ziere seine jugend Die sel'ge lust am herrn! 2. Auch wir sind gott geweihte, Durch unsre taufe gott geweiht! Dies glück entflamm' uns heute Zu lob und preis und dankbarkeit; Erweck' uns zum vertrauen, Mit kindlich⸗ nur dich, Dazu bin ich erkoren. herr jes schaffen und erlöset. 5 mahl 6. Dem alten sinne sterb' ich wir es Damit ich göitlich lebe, Und dil gericht. muster bis ins grab Zu nähemn! Mel bestrebe. Der tugend hang ich th ö an Und liebe deinen willen; NiE 200 und sorgfalt denk' ich dran, Wi. hatke. erfüllen Durch deines gi ber 14 ärke. 7. Gott vater, sohn und geis, den, Du leib, Daß ich an dich fest git mir! Je Mich deines bundes tröst' und.Erheb' i Und treu darin auch bleibe; Das deiner ge das böse flieh' und hass, Auf itrost, m bahn nicht gleite, Im guten nin siehst, w werde laß, Hier bis ans ende fu. Und dort dein reich ererbe. mehr, Al 4.1555 fühl' es unruh mn meine zu frohem sinn Gen himmel gutrost mie schauen, Zu unserm vater hinz reue. E weck' uns, zu ermessen, Was an; Du sein wort verspricht, Und niikann u ver i„ 3. Na pfliht. gessen Der ihm daltebückt: 3. Du vater von uns allen, ich mich lehre du uns selber thun Nach hofft me nem wohlgefallen: Laß deinen sdu nicht auf uns ruhn! Du wirst zu dusschwache leben, Wie du bisher gethan, Bbeßrung wir bedürfen, geben. Verleih Wläubt nur alsdann Die hesten deiner gangläubig Daß wir durch jesum christ Anicht ver 0 4. Re an d rgih 10 st. erbe haben, Das unberg Das ich voll vert 19) Vom heiligen Abendmahl. willen w für deine eduld a. Vor und bei demselben. Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. ie ihr ehristi jünger 199. D seyd, Theure mit⸗ erlöste brüder! Alle seinem dienst geweiht, Alle seines leibes glieder: Kommt, versöhnte! kommt, erneut Euren bund der seligkeit. 2. Die, so jetzt mit zuversicht, Jesu! deines heils sich freuen, Die laß stets in diesem licht Wandeln und ch derei unsterbli sich ganz dir weihen; Laß ihr toh erh vom stolze rein, Voll von den Mal. demuth seyn. . Lulse, die in traurigkeit u2 1 ihre seelen wachen; Stärke, hem“ herrlichkeit, Ihren glauben, Eifyeiler schwachen, Die gebeugt von ferne shmich 96 Können unerhört nicht flehn. eben gi 4. Hoherpriester! ja du bist en. den himmel eingegangen; Segne in err jesu ehrist“ Da wir nun dein erkor mahl eunfanen. Hilf, o herr! daß sterb' ih wir es nicht Jemals nehmen zum Und dil gericht. ang ich Mel. An wasserflüssen babylon ꝛc. len? Mil uU, herr, hast aus barm⸗ Rant— 200. herzigkeit, Zum denk⸗ I mal deiner gnaden, Das ganze volk eines gsper chrisenheit Wohlthätig eingela⸗ den. Du rufst: müh sel'ge, kommt zu mir! Ich komme, heiland! ja zu dir Erheb' ich meine seele. Entzeuch mich deiner gnade nicht, Sey auch mein „ Au Aseys mein 1 10 sehte. licht. Du iehst, wie oft ich fehle. 8 ewe 2. Ja, meiner schulden sind weit rbe mehr, Als ich vermag zu zählen. Ich fühl' es wohl, und leide sehr Vor unruh meiner seelen. Doch du bist meine zuversicht, Verlaß mit deinem mmel gustrot mich nicht; Du siehest meine ter hin reue. Erbarmer, nimm sie gnädig „ Was an; Du bist's, der helfen will und Und nimkann, Daß sich mein herz erfreue. hm. gelth„3. Nach deinem troste sehn' ich mich Gebückt vor dir im staube! Dein tröst' ns allen, ich mich, und nur auf dich, Erlöser, un Nach hofft mein glaube. Gebeugte willst deinen sudu nicht verschmähn; Versprichst, den irst zu dilschwachen beizustehn, Die nach der gethan, Abeßrung trachten. Stets bleibst du Verleih deinen worten treu, und wirst ein deiner galgläubig herz voll reu, Auch meines, christ Nnicht verachten. 12—6 5 unbergin 4. Regiere nun auch künftig mich, Das ich vorsichtig handle, Und heilig, voll vertrau'n auf dich, Nach deinem willen wandle. Gieb, daß aus dank für deine huld, In liebe, glauben und h der Ich dir auf erden lebe! Bis ch dereinst in deinem reich Verklärt, unsterblich, engeln gleich, dich ewig Laß ihr sfroh erhebe. von des, Mal. Herzlich lied hab' ich dich ꝛc. elobt seyst du, herr, 1201. unser gott; Gelobt füt irke, il Vunsers mittlers tod, Der uns das ben, bi Weil erworben! Wie hoch hast du auch on ferne sh mich geliebt! Er, der uns ewig's Len giebt, Ist auch für mich gestor⸗ — nen. Mein ganzes herz frohlockt in 2 19. Vom heiligen Abendmahl. 93 mir. O vater, ich lobfinge dir. Gieb, daß ich jeden tag aufs neu Mich deiner vaterhuld erfreu. Gott meines heils! Sey ewig mein, Sey ewig mein, Und laß mich dir recht dankbar seyn. 2. Voll froher ehrfurcht beug' ich mich Vor dir, sohn gottes! der du dich Für mich hast hingegeben. Es komme mir nie aus dem sinn, Wie viel ich dir, herr, schuldig bin. Dein tod bringt mir das leben. Durch dei⸗ nes opfers ew'ge kraft Hast du, o herr! auch mir verschafft, Was mich vor dem verderben schützt, Was mei⸗ nem geiste ewig nützt. Herr jesu ehrist! Wie liebst du mich! Wie liebst du mich! Gieb, daß ich ewig liebe dich! 3. Mit inbrunst fleh' ich, herr, zu dir: Beförd're du doch selbst in mir Ein gläubiges gemüthe! Mich dürstet, gleich dem dürren land, Bei deiner liebe unterpfand, Nach deiner großen güte. Ich fühle wohl, was mir gebricht, O stärke meine zuversicht, Baß du auch mein versöhner seyst, Und mich vom ew'gen tod befrei'st. Herr, dieser trost Sey fest in mir, Sey fest in mir, So dien' ich voller freuden dir. 4. Zur weisheit und gerechtigkeit, Zur heiligung und seligkeit Bist du mir ausersehen. Auf diesen herrlichsten gewinn Laß mich treu richten meinen sinn, Mein streben und mein flehen: Mein heiland, zieh' mich ganz zu dir; Ja, durch den glauben wohn' in mir: So nimmt in mir die seelenruh', Und meines herzens bess'rung zu. Mein herr und gott! Verlaß mich nicht, Verlaß mich nicht! Nur du bist meine zu⸗ versicht. 5. Zu deinem bimmel hilf du mir. Der freuden fülle ist bei dir; Laß mich sie einst genießen. Belebe mich mit muth und kraft, So meine ganze pil⸗ Daß mürt Zu führen und zu schließen, aß mir dein wort stets heilig sey, Daß ich, bis in den tod dir treu; Mit freuden thu', was dir gefällt, Und dich auch ehre vor der welt. O herr, mein heil, Sey stets mit mir, Sey stets mit mir: So komm ich einst gewiß zu dir. 9⁴ Mel. O jesu ehrist, mein's lebens ꝛc. 202 err, der du willig, als ein lamm Am martervollen kreuzesstam, Beschwert mit unsrer sün⸗ denlast, Dich selbst für uns geopfert hast. 2. Hier fei'r ich deinen mittlertod; Hier nährst du mich mit himmels brod; Hier ist das unschätzbare guth, Das du mir giebst, dein leib und blut. 3. O liebe, welcher keine gleicht! O wunder, das kein mensch erreicht! Mir unbegreiflich und doch wahr; Du sagst es, und dein wort ist klar. 4. O gott-mensch, hilf mir, daß ich ja Mit tiefster ehrfurcht dir mich nah! O herr, mein mund empfahe nicht Dein heilig mahl mir zum gericht! 5. Hier deinen liebevollen tod Ver⸗ kündigen, ist dein gebot. So preise denn mein ganzes herz Dich jetzt für deinen todesschmerz! 6. O wie so großen segen giebt Dein leib und blut dem, der dich liebt! Ihm ists ein pfand der seligkeit, Ein siegel der gerechtigkeit. 7. Ach, wie so reich ergießet sich Hier meines gottes lieb in mich! Hier schmeck ich voll zufriedenheit, Des besten vaters freundlichkeit. 8. Wie feurig du, mein jesu, liebst, Bezeugt dies pfand, das du mir giebst. Nichts scheidet ferner dich und mich. Mich liebest du; ich liebe dich. 9. Ja, herr, dich lieb ich unverrückt, Wenn sünde lockt, wenn kummer drückt. Verschmachtet leib und seele mir; Doch lieb ich dich, und bleib in dir. 10. Herr, dieses heilgen mahles kraft Stärkt mich in meiner pilgerschaft, Den feinden treu zu widerstehn, Die mir nach meiner seele stehn. 11. Es steuert allem stolz und neid; Vermehret lieb und einigkeit; Giebt trost, der nie das herz verläßt; Und macht den guten vorsatz fest. 12. Nun, jesu, führ ihn selbst zur that, Und leite mich nach deinem rath; So bring ich in gelaßner ruh Die tage meiner wallfahrt zu. 13. Und wenn du mich, du lebens⸗ ürst, Zur seligkeit einst führen wirst; o nehm ich noch vollkommner theil An deinem uns erworbnem heil. Erste Abtheilung. Mel. Wachet auf! ruft uns die deinem m 203. err, du woll st süde ewig bereiten Zu deintzed 6. 9 les seligkeiten; Sey mitten untersschämen 8 gott! Heil und leben zu empf Mich nie Laß würdig sie zum heiland nahn Den meir sprich sie los von sünd und tod! öße mir sie schon nicht ganz rein, So suhert eft gesu, dein Und unfterblichl here Rag sie sehn In deinen höh'n, Vohliebenz u der Überwinder lohn! verstebt,? 2. Nehmt und ess't zum ew'hüben. Aus ben Das brod, das euch der heu Stets ein geben! Sein trost und friede sodu mir, euch! Nehmt und trinkt zum 8. Es leben Den kelch des heils, auch daß mein gegeben! Ererbt, ererbt des meinst aus reich! Wacht! eure seele sey Hallmächt', den tod getreu! Amen, amenl großer lel weg ist schmal, Seyd in der zahlbar zeige sieger, die der richter krönt. 9. Im Mit dant Mel. Wer nur den lieben gott n Laß neue ier bin ich, inbeiland, 204. H erfüllen, ien deiner leidensnacht, Nach deinen bendma denvollen willen, Zur pflicht und Mel that mir gemacht. Verleih', zuri dieser pflicht, Mir deines geife 205 und licht. und beld 2. Es werde mir für mein geh würd'ge Dein mahl ein tröstlich unten Ich liege Daß ich, der sündenschuld eih gottes u Durch dich bei gott vergebung deiner z So freuet meine seele sich In ifünden heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk' ich n liebe, Womit du unser heil bih Du bist Wie stark sind deines mitleids Ader. Die dich bis an das kreuz geht kinder. Es mache, berr, dein todessh macht, Jetzt neuen eindruck auf mein bracht! 4. Laß mich mit ernst dir Für mi scheuen, Für welche du, erlöser, s sich ver Durch schnöden mißbrauch nie eh Ur sie hen, Was du so theuer mir e Er Nie führe mich zur sicherheit Dens bei tilg den mir dein tod verleiht. um an 5. Ich übergebe mich aufs.sebnile O du, mein herr und gott, a glücklie Ich schwöre dir beständ ge hei uns die deinem mahle feierlich. Dein eigen will ich ewig seyn, Du starbst für mich, woll st sdeꝛrum din ich dein. pu deine 6. Nie will ich mich vor jemand en untersschämen Der ehre, die man dir erweist; zu empft Mich nie zu einem schritt beguemen, nd nahen Den mein gewissen fündlich heißt. O ind tod flöße mir den Eifer ein, Wie du, o 1½So sperr, gesinnt zu seyn. lich!. 7. Laß mich mit ernst den nächsten hin, Bomlieben; Und wenn er strauchelnd was versieht, Versöhnlichkeit und sanftmuth um ewehüben. Aus wirklich ehristlichem gemüth; th der heh Stets eingedenk der schuldenlast, Die friede sudu mir, herr, erlassen hast. kt zum g 8. Es stärke sich in mir der glaube, ils, auth daß meine seele ewig lebt, Und daß bt des i einst aus des grabes staube Mich dein ele seh Rallmächt'ger ruf erhebt, Wenn du dich, n, amenl großer lebensfürst! Den völkern sicht⸗ n der zahhbar zeigen wirst. krönt. 9. Im geist lieg' ich zu deinen füßen Mit dank und lob, gebet und flehn. eben gott Laß neue gnade auf mich fließen! Mein u ich inbeiland, laß es doch geschehn, Daß en, Was mir, zur stärkung meiner treu, Dein ach deinen abendmahl gesegnet sey. lih, 1— Mel. An wasserflüssen babylon ꝛe. 9& ch komme, herr, und res geiste 205. J suche dich, Mühselig . und beladen. O, mein erbarmer, r mein gi würd'ge mich Des siegels deiner gnaden. ich unten Ich liege hier vor deinem thron, Sohn schuld en gottes und des menschen sobn, Mich ergebung Heiner zu getrösten. Ich fühle meiner sich In infünden müh', Ich fuche ruh' und finde ssie Im glauben der erlös'ten. nk' ich 9 2. Dich bet' ich zuversichtlich an, er heil bah Du bist das heil der sünder, Hast ihre mitleids Alder. abgethan, Und wir sind gottes kreuz gehn kinder. Ich denk' an deines leidens in todessh macht, Und an dein wort: es ist voll⸗ uuf mein. bracht! Du hast mir heil erworben. ernst die Für mich hast du dich dargestellt. Mit erlöser, i sich versöhnte gott die welt, Da du auch nie en für sie gestorben. er mir ert.„3. Sb freue dich, mein herz, in mir; erheit In Er tilget meine fünden, Und läßt, eiht. ei seinem mahle hier, Mich gnad' ich aufV Nn Ro finden; Er hört der reue sehnlich flehn, Will gern mich frei und ge nel, düchüchsehn, Wil mir die schüld ver⸗ 19. Vom heiligen Abendmahl. 9⁵ geben. Nur soll ich dem, der für mich starb Und mir so großes heil erwarb Von ganzem herzen leben. 4. Ja, herr, mein glück ist dein gebot: Ich will es treu erfüllen. Verleihe mir durch deinen tod, Die kraft zu diesem willen; Laß mich von nun an eifrig seyn, Mein ganzes leben dir zu weih'n, Und deine huld zu preisen. Laß mich den ernst der heiligung, Durch eine wahre besserung Mir und der welt beweisen. Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. oder: Lobsinget gott und ꝛc. ch preise dich, o herr, 206. J mein heil, Für deine todesleiden. Hab' ich an ihren früchten theil, Was fehlt dann meinen freuden? Du wardst ein opfer auch für mich: O gieb, daß meine seele sich Deß ewig freuen möge. 2. Du lässest mich in deinem tod Das wahre leben finden, Erlösung aus der größten nöoͤth, Vergebung aller sünden, Gewissensruh', zur bess'rung kraft, Das hast du, herr, auch mir verschafft, Da du am kreuze starbest. 3. Dein abendmahl ist mir ein pfand Von dieser großen güte. Wie viel hast du an mich gewandt! O stärke mein gemüthe Zum gläubigen vertrau'n auf dich, Daß ich, so laͤng' ich lebe, mich An deiner gnade halte. 4. Ich fühle, herr, voll reu'ꝰ und schmerz Die last von meinen sünden. Laß mein vor dir gebeugtes herz, Den großen trost empfinden, Daß du, aus gottes vaterhuld, Auch mir vergebung meiner schuld Auf buße hast erworben. 5. Der trost, den mir dein tod verschafft, Werd' ewig mir zum segen; Er stärke mich mit neuer kraft Auf allen meinen wegen, Nur das zu thun, was dir gefällt, Und alle furcht und lust der welt, Standhaft zu überwinden! 6. Wie soll ich die barmherzigkeit, Die du mir thust, ermessen! Gieb, daß ich sie zu keiner zeit Undankbar mag vergessen: Daß ich aus ächter gegentreu Ganz deinem dienst ergeben sey, Und dir zur ehre lebe. 9 Erste Abtheilung. 7. Laß deines leidens großen zweck Mir stets vor augen stehen; Nimm alle hindernisse weg, Die eb'ne bahn zu gehen, Die mir dein heilig vorbild weist, Und die einst den erlösten geist Zu deiner freude führet. 8. Zu meinem heile hast du dich Für mich dahin gegeben; Dein abend⸗ mahl erwecke mich Mit ernst darnach zu streben. Herr, mache mich dazu geschickt, Und werd' ich einst der welt entrückt, So sey dein tod mein leben. Mel. Schmücke dich, o liebe seele ꝛc. esu, freund der menschen⸗ 207. J kinder, Der du dich zum heil der sünder Von des himmels hohen freuden Zu den bangsten todes⸗ leiden Willig hast herabgelassen, Wer kann dein erbarmen fassen? Tief ge⸗ rührt von solcher güte, Preis't dich dankvoll mein gemuͤthe. 2. Herr, du hast auch mir bereitet, Was zum wahren wohl mich leitet: Licht, den weg des heils zu finden; Trost, bei dem gefühl der sünden; Kraft, der bess'rung nachzujagen; Muth, des lebens last zu tragen; Und die hoffnung bess'rer zeiten In dem reich der ewigkeiten. 3. Ja, du willst mit deiner gnade Selbst mich auf des lebens pfade, Zum genuß der seligkeiten, Die du mir er⸗ worben, leiten. Du, du willst mich bessern, trösten, Und zum erbtheil der erlösten, Zu des himmels herrlichkeiten, Folg' ich dir nur, vorbereiten. 4. Nun, so sey der bund erneuet: Ganz sey dir mein herz geweihet; Täglich will ich mich bestreben, Nur nach deinem wort zu leben; Was du liebst, will ich auch lieben, Ernstlich mich im guten üben; Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen. 5. Doch, ich fühle meine schwäche. Jesu, was ich dir verspreche, Ach, wie leicht ist das gebrochen! Schneller oft, als ich's versprochen. Darum stärk' in mir die triebe Dankbeflißner gegen⸗ liebe, Daß ich, bis ich einst erkalte, Treu dir sey und glauben halte. ißt und trinkt! Daß, die gnade zu beweisen, sein eingeborner starb, Und heihl dir erwarb. wanken, kranken, Dich so hoch und i liebt, Seinen leib, sein blut din armen Will der heiland sich erhmn Sey bußfertig, fürchte nicht l sein heiliges gericht. men; Ich will eurer mich erbaß D Starken ist der arzt nicht noth: R nur rett' ich vom tod. Hätt' ich dürfen für dich sterben? du selbst dir helfen; dann Gehl auch mein mahl nicht an. kennest, Wenn du deinen herti nennest; Dann bist du geschickt, ru ich Stärke durch mein mahl auch 6. Hilf wir wider alles s 10. C Was von dir mich will verlülen üben, D den stärksten reiz zu sünden Hi Nimm glücklich überwinden. Daß it gott hat stets im gewissen Deinen frieden rabe 2 Pan dereinst auch Mel grabe Theil an deinem segen l. 7. O, wie will ich dich erh 200 Wenn du mich im höhern lehn lieb' am den freuden deiner frommen/ meiner s ich hoff' es), lässest kommen. Rerduldet wird mich nichts mehr stören. 2. Ie guf's innigste zu ehren; Da, di mahl, ich, frei von sünden, Deinen cht e anz empsinden. cht St, ganz empf mich nic Mel. Sollt' es gleich bisweilen; 3. Du esus christus ha Der reu 208. J leben In den t zur red uns gegeben, Uns vom rode zuli schwache. Uns zum himmel einzuweih'n. A. Da 2. Daß wir niemals dess' vin 3 14 Giebt er uns sein mahl zu essen. in mir soll deines leib's, und wein 3 mich gar blut's gemeinschaft seyn. ö 3. Willst du diesem mahl dichn herz, U Such' es würdig zu empfahen!ll barli was für elend sinkt, Wer unn 20 0 4. Gott den vater sollst du 50 5. Glauben sollst du, und. Daß er ist das hel 6. Auch der schwachen, auh 7. Er spricht selber: kommt i 8. Könniest du dir was ertheh 9. Doch, fühlst du, was d ahl dichn ipfahenl Wer unn ollst du g beweisen, Und vergl du, und das hel h und h i blut dit osch 0 d sich erhon e nicht Y kommt ih nich erba t noth: H was ertbeh sterben? l ann Gehl an. „ was Ii 1. ge J mahl auch. ur ligkeit schwachen muth und kraft verleiht. Mel. Herr jesu ehrist, mein's ꝛc. 209 O jesu christe, gottes * 2. Ich komm' zu deinem abend⸗ mahl, Gebeugt durch manchen sün⸗ denfall; Doch meines herzens zuver⸗ sicht Steht, herr, zu dir, verwirf mich nicht! 3. Du bist der arzt, der seelen heilt; Der reuerfüllten trost ertheilt, Und rechtschaff'nen heiligkeit Den 4. Darum, herr jesu! bitt ich dich: Von meinen sünden heile mich; Mach in mir das gewissen rein, Und laß mich ganz dein eigen seyn. 5. Erleuchte durch dein wort mein herz, Und richt' es zu dir himmel⸗ wärts, Daß glaubensvoll und dank⸗ barlich Ich deiner lieb' erinnre mich. 6. Gieb, daß ich's mir zum heile thu', Zur förd'rung meiner seelen⸗ ruh', Zur stärkung in der heiligung Und wahrer lebensbesserung. 7. Tilg alle laster aus in mir; Mein herz mit glaub und liebe zier', Und was sonst ist von tugend mehr, Das pflanz in mir zu deiner ehr'. 8. Gieb mir, was meiner seele nützt Und mich vor dem verderben schützt. Du bist mein heil: laß mich mit dir Vereinigt bleiben für und für. 9. Du bist's, der in uns gutes schafft. Ach, stärke mich dazu mit kraft, Damit ich glücklich welt und sünd', Im glauben an dich überwind'. 10. Dein freue meine seele sich! Mein ganzes leben preise dich! Den guten vorsatz, den ich hier Erneure, mache fest in mir. 11. Gieb, daß ich treu seh meiner pflicht, Und mich nach deinem willen richt; So bring ich ehristlich und in ruh Auf erden meine tage zu. lamm, Der du aus 9⁷ 12. Bis du mich, o du lebensfürst, In deinen himmel nehmen wirst, Daß ich da bei dir ewiglich In deiner güte freue mich. Mel. Schmücke dich, o liebe seele ꝛc. 210 Scir dich! erlöste see⸗ 4* le! Gläubig, nach des herrn befehle, Seinen mittlerstod zu feiern, Deinen dank ihm zu erneuern. Auch für dich hat er sein leben In den bängsten tod gegeben, Dir auf zeit und ewigkeiten Heil und wohl⸗ fahrt zu bereiten. 2. Zum genusse seiner gnaden Wirst du von ihm eingeladen. Eil' ihm demuthsvoll entgegen, Und nimm theil an seinem segen. Komm getrost, es ist sein wille; Komm und schöpf' aus seiner fülle Neuen muth und neue triebe Zur verehrung seiner liebe. 3. Herr, ich komme mit verlangen, Glaubensstärkung zu empfangen; Der du huldreich deinen frieden Sterbend auch mir hast beschieden. Hier fall' ich zu deinen füßen; Laß mich wür⸗ dig doch genießen Deines mahls, der seelen speise, Mir zum heil und dir zum preise. 4. O, wie sehnt sich mein gemü⸗ the, Menschenfreund, nach deiner güte! Ewig währet deine treue, Und du siehst mein herz voll reue. Ach, so wollst du meinen zähren, Deine trö⸗ stung auch gewähren. Meiner sün⸗ den nicht gedenken, Und mir deinen frieden schenken! 5. Ja, ich hoff' auf deine gnade, Daß sie mich der schuld entlade, Und mit neuer kraft, zum werke Meiner heiligung, mich stärke. Was du, da du für uns starbest, Jedem, der gott sucht, erwarbest, Seelenruh und ew'ges leben, Wirst du mir gewiß auch geben. 6. Deiner will ich stets mich freuen, Ganz mich deinem dienste weihen, Nur nach deinem willen leben, Und dich dankbar froh erheben. Deine huld ist unermeßlich; Herr! sie sey mir unvergeßlich, Daß ich dich auf alle weise Herzlich lieb' und thätig preise. 7 9 Erste Abtheilung. 7. Du, dem die verklärten schag⸗ ren, Die, wie ich, auch schwache waren, Ewig dank und jubel singen, Daß sie hier dein heil empfingen: Laß auch mich einst dahin kommen, Daß ich mich mit allen frommen Ewig deiner huld erfreue, Und dir meinen jubel weihe. Mel. Jesu, deine tiefen wunden ꝛc. oller ehrfurcht, dank 211. V und freuden, Komm ich, herr, auf dein gebot, Zu dem denkmal deiner leiden, Und gedenk' an deinen tod. Mittler, der du für mich starbst, Mir ein ewig heil erwarbst, Dir zur ehre stets zu leben, Sey mein eifrigstes bestreben. 2. Ich empfind' es jetzt aufs neue, Was ich dir, herr, schuldig bin. Du, du gabst mit großer treue Ganz dich mir zum dienste hin; Wiesest mir den weg zu gott, Und ertrugst den schwer⸗ sten tod, Mir im leben und im sterben Sich're tröstung zu erwerben. 3. Durch dich ist zu gottes gnade Freier zutritt, und die kraft, Auf der tugend sel'gem pfade Fest einher zu gehn, verschafft. Und du rufst aufs neue mir Durch dein nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem segen nehme Und mich deiner niemals schäme. I. Sollt' ich, jesu, denn vergebens Diese deine huld empfahn? Nicht zur bess'rung meines lebens Mich zu dei⸗ b. Nach dem heiligen Abendmahl. hicht Mel. Gott sey gelobet und ꝛe. 212 He sey gelobet, daß du * hast dein leben Für uns sünder hingegeben! Stärk' unsern glauben! deine himmelsspeise Heilige uns, dir zum preise! Du versöhner gottes! Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. nem tische nahn? Jg, mit neuem will ich Mich vor sünden scheun, dich Durch ein dir geheiligt leben vermehrtem fleiß erheben. 214. Thatig dantb u bint den ich h. 10 Thätig dankbar dir zu seyn, Y ihn, jesu, bis zum grabe WDeun vu meine seele ein. Gieb mir kraft Mein 16 zu vollziehn. Lehre mich mit vusdie soll schwih Was, ihn könnte bel schwächen, Was mich reizt, ihn Mein ber zu brechen. 4 c dein, 6. Laß mich über alles schätzen einen g⸗ mir theu'r erworb'nes heil, Unhaben sol aus den augen setzen, Wie nmstets voll daran hat theil, Der auf deine shsehen hört, Mit gehorsam dich verehrhen3, Laß in deinem dienst auf erden YNLaß dir 0 besser sucht zu werden. du ewig 7. Geh' mir, wo ich bin wollst mi wandle, Immerfort mit hülfe ser speis⸗ Daß ich als ein ehrist stets hanpenn ich Und wird ja mein glaube schuprüfung'! O so hilf mir liebreich auf, Da in dem tugendlauf Nimmer nie ermüde. So erquicke mich 1e 8. Ewig will ich dir es da Daß du so barmherzig bist; 216. auch, wenn wir schwache wales dich e Deine treu' beständig ist. Hern sind noch hoff' es froh und fest, Daß sie darmen. auch nicht verläßt. Zu des himfür spott seligkeiten Wird sie mich gewiß id gott! W leiten. 2. Die 213 un, habe dank für deine 9—* liebe, O du, mein Von alle wohlverdi erlösen, „Un gestorben bist. Laß das gedächllich nicht deiner pein Mir immerdar gesegnetis 3. Ma 2. Und euch, ihr seines leibes Akeit, Die der, Die jesu heil, wie mich, ersühender ra Euch lieb' ich stets als seine buͤmenschenl Als erben seiner herrlichkeit. Zund huld haben einen berrn und gott; Hohnes to tränkt und speis't ein wein, ein hß A. Got 3. Hinfort soll weder spott Akömmt di leiden, Noch ehre, freud' und lushsteure, 2 welt, Mich, Herr! von deiner Mein heid Mel. Allein gott in der höh' sey ꝛc. scheun, oder: Lobsinget gott, und ꝛc. igt leben jesu! dir sey ewig dank . 214. O Für deine treu' und en ich gaben. Ach! laß durch diese speis⸗ sehn, Iund trank Auch mich das leben haben: de. UlDenn du giebst mir des lebens brod: ir kraft Mein wird dein leiden, blut und tod: amit bulggie soll ich dir dank sagen? nte bei 2. O jesu christ! du kannst allein eizt, ihn Mein herz beständig laben. Nun bin %ich dein, und du bist mein Mit allen schätzendeinen gaben. Hier hab' ich, was ich heil, Ühhaben soll; Dein gnadenbrunnen ist Wie nmstets voll: Hier find' ich trost und deine silehen. verehth 3. Laß mich auch ewig seyn in dir, erden aß dir allein mich leben, Und bleib' „du ewig auch in mir! Mein gott! du ich biu wollst mir geben, Daß ich, kraft vie⸗ t hülfe sser speis' und trank, Stark bleibe, stets hanswenn ich schwach und krank Die letzte aube schuprüfung dulde. auf, Dah mmer sphu icke mich Bekannte Melodie. ir es dash ch, gott, vom himmel ig bist; 216. A sieh darein, Und laß dache waßes dich erbarmen, Wie wenig herzen st. Herr, sind noch dein! Entzieh' dich nicht uns Daß sie armen. Dein theures wort hält man des himfür spott; Empört sich wider dich, ch gewiß i gott! Will deinen sohn nicht kennen. 2. Die anstalt, so die gnade traf, Von aller macht des bösen, Und aller wohlverdienten siraf' Die menschen zu erlösen, Betrachtet man als ein ge⸗ dicht, Und scheut und schämt sich end⸗ 18 gedäcblich nicht, Es öffentlich zu sagen. gesegnets 3. Man rühmt sich großer ehrlich⸗ S leibes keit, Die edles denken übe, Ja glän⸗ mich, erftzender rechtschaffenheit In warmer seine bihmenschenliebe, Und zählt auf gnad' ichkeit. And huld bei gott, Auch ohne seines d gott; Hsohnes tod Und seines geistes gnade. en, ein hl 4. Gott sieht's, und spricht: bald Tr spott Akömmt die zeit, Daß ich dem frevel Wund luststeure, Damit sich in der ehristenheit deiner Rein heidenthum erneure. Indessen tode mich greif den schnöden wahn Mein wort kewig memit starken waffen an Und bleib' un⸗ auch sehnlberwindlich. 20. Von der christlichen Kirche. Mel. Meinen jesum laß ich ꝛc. ag, den mir der herr 215. T gemacht; Sey gesegnet, tag der freude! Du erhellst des kum⸗ mers nacht, Und erquickest mich im leide. Heil und leben schenkst du mir: Gott, wie dank' ich dir dafür! 2. Widerspenstig seinem ruf, Hab' ich meinen gott betrübet, Ihn, der mich zum glück erschuf, Und mich stets so treu geliebet: Ich verdiente Droht und tod, Den er frechen sündern roht. 3. Dennoch nimmt der güt'ge mich Wieder auf zu seinem kinde; Heut' vergißt er väterlich Seines zorns und meiner sünde; Giebt durch seiner boten hand Mir der gnade unterpfand. 4. Tag der wonne, heilig's mahl, Ewig will ich dein gedenken! Meines jesu todesqual, Soll mir trost im lei⸗ den schenken, Und mein leben soll allein Seinem dienst gewidmet sehn. 20) Von der christlichen Kirche. 5. O herr, beschütz' uns, daß uns nie Das frevelnde geschlechte In seine schlaue netze zieh, Nie unter uns sich flechte: Denn alle Bosheit wächst ge⸗ schwind, Wo frecher spott erst kraft gewinnt; Sein gift ertödtet seelen. 6. Ja, dämpfe selbst, du starker gott, Die dir die ehre rauben. O jesu christ, bei ihrem spott Stärk' kräftig unsern glauben. O heil'ger geist, verleih' uns gnad, Daß wir stets auf dem schmalen pfad, Von dir geleitet, wandeln. Mel. Sey lob und ehr' dem ꝛc. oder: Herr jesus ehrist, du höchstes ꝛc. 217 Jie feinde deines kreuzes — drohn, Dein reich herr, zu verwüsten; Du aber, mittler, gottes sohn, Beschützest deine ehristen. Dein thron bestehet ewiglich: Vergeb⸗ lich wird sich wider dich Die ganze hölle waffnen. 2. Dein reich ist nicht von dieser welt, Kein werk von menschenkindern: Drum konnte keine macht der welt, Herr, seinen fortgang hindern. Dir können deine hasser nie Dein erbe rau⸗ 7* 10⁰ Erste Abtheilung. ben; selbst durch sie Wird es vergrößert der welt Sich schon grimmig werden. Uns doch schreckt er nicht, EE 3. So 3. Weit woll'st du deine herrschaft längst gericht't. Ein wort kam Dein volk noch In dieser welt verbreiten, Und schon fällen. frucht und unter dein so sanftes joch Die völker 4. Das wort steht fest! die wohl gera alle leiten! Vom aufgang bis zum nie⸗ welt Mag noch so heftig tobenl und der so dergang Bring' alle welt dir preis und herr mit uns! der starke heldl beiden! dank, Und glaub' an deinen namen. giebt uns sieg von oben. Tudithron, Tri J. Auch deine feinde, die dich schmäh'n, den leib, Nehmen kind und helf uns Die frevelnd sich empören, Laß deiner Rauben gut und ehr'; Sie nehm Rüstet sich mit list, Trotzt, daß er gnade wunder sehn, Daß sie sich noch bekehren. Lehr' sie mit uns gen himmel schau'n, Und unerschüttert im vertrau'n, Auf deine zukunft warten. 5. Uns, deine christen, wollest du Fest in der wahrheit gründen, Daß wir durch sie heil, trost und ruh' Für unsre seelen finden! Mach unsers glau⸗ bens uns gewiß; Vor irrthum und vor finsterniß Bewahr' uns, weil wir leben! 6. Ein reines herz schaff' in uns, herr, Ein herz nach deinem willen, Und lehre täglich williger Uns dein gebot erfüllen! Gehorsam deiner vor⸗ schrift seyn, Und dann uns deiner gnade freu'n, Sey unser heil auf erden! 7. So wird dein volk dir unterthan, Und lernt die sünde meiden, Und du führst es auf ebner bahn Zu deines reiches freuden: Und herrlich wird in dieser zeit, Noch herrlicher in ewigkeit Dein großer name werden. Mel. Eine feste burg ist unser ꝛc. in starker schutz ist unser 218. E gott! Auf ihn steht un⸗ ser hoffen. Er hilft uns treu aus aller noth, So uns hat je betroffen. Satan, unser feind, Der mit ernst es meint, mächtig ist. Ihm gleicht kein feind auf erden' — — — — —— — .— —— — 4— V — — — — Er muß den sieg behalten. 3. Und wenn die welt voll feinde wär', Und wollten uns verschlingen: So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Wenn der fürst In aller noth; wir sind ja deis, was ist's mehr? Uns muß der i 2—— bleiben. Bekannte Melodie. 22 I. erhalt' uns, herr, Hlündern ar 219. E nem wort! Wiitoch ihnen feindelist und mord, Die jesumehn und segen deinen sohn, Vom throne frechzül; 2. Giel droh'n. erkennen, 2. Zeig' deine macht, herr jesul heiland ne Der du herr aller herren bist: Bahnen guten deine ehristenheit, Daß sie dich Z. Laß ewigkeit, achtung e 3. Gieb, heil'ger geist, uuerblicher sinn, Nimm alle zwietracht usten 4.— hin. Vor deines wortes licht mükgimme: 5 7 nucht des wahns und mnkirrthums 4. Herr! laß uns dir befohln 12. Se halt' im glauben uns gehruz gebisen. uns nur von der fünde frei. her mn Iiit 5. Laß alle welt erkennen doch 3 Se ů unser herr gott, lebest noch, luhlhzsen Bie bei deiner kirche fest, Die sich! * N auf dich verläßt. Imten frt Mel. Es woll' uns gott genädig Und alle sich bekehren. 2. So danken dir und lobeh O gott, die völker alle! Und all. erfreuet sich, Und singt mit 9. schalle, Daß du auf erden richit dein wor Die sünd' nicht lässest walten, U wie du dein wort das mittel ist, Uus Rendlich g erhalten, Und uns zu dir zu si ew'gen rimmig cht, G4 3. So danke, gott, und lobe dich est! die wohl gerathen. Der vater segn uns ig toben und der sohn, Und der, so herrscht mit rke heldl beiden! Es segn' uns gott von seinem n. Tödtythron, Tröst uns in allen leiden, Und d und helf uns selig sterben. Sie nehnm V7 el. Herzliebster jesu, was hast ꝛe. uß der si Wer In sauch 5 gott ꝰ 23 aß doch, o jesu, laß dein odie. 221. L reich auf erden Unter den tl Wehh doch ihnen, deiner leiden wegen, Leben jesum ehn und segen. e frechzu 2. Gieb ihnen gnade, dich recht zu Aherkennen, Daß sie dich gläubig ihren herr jesutheiland nennen; Gieb ihnen eifer, dei⸗ bist: Minen guten willen Treu zu erfüllen. sie dichl 3. Laß sie dein wort mit frommer achtung ehren; Denn es verkündigt eist unz deines mundes lehren. Außer ihm suchen tracht gunsterbliche vergebens Worte des lebens. licht une 4. Steure, erbarmer! deiner feinde und mherthum Warne die deinen vor des irrthums stimme: Lehre sie prüfen, daß befohln sie falsche freuden Klüglich vermeiden. 1d ja dei 5. Seh du ihr licht in ihren finster⸗ etren; issenz Heile selbst ihr verwundetes frei gewissen. Schlägt oft ein kummer ihre Ihen both herzen nieder, Stärke sie wieder. noch Ud 6. Schütze uns mächtig mitten unter Oie schbösen, Bis du von ihnen ganz wirst uns erlösen; Bis wir zum umgang der ver⸗ klärten frommen Frohlockend kommen. atun In voriger Melodie. inenl chütze die deinen, die 18 selen 7.—.— nach dir sich nennen, eben. Und dich, o jesu, vor der welt bekennen. Dein Laß deinen händen, wie du selbst ver⸗ jesn chul heißen, Nichts sie entreißen. allen 2. Laß deine wahrheit rein verkün⸗ digt werden; Mach ihre siege herrlicher ind lobnauf erden. Gieb muth und weisheit Und allz mchren die sie lehren, Dein reich zu ren. Der u 3., Du hast noch niemals, herr, alten, Un dein wort gebrochen; Führe die deinen, dem kampf hienieden Zu dir zu fil egen frieden. pfh n Zum 20. Von der christlichen Kirche. „ herr, Hlündern ausgebreitet werden! Schenke 4. Ewig, o heiland, sey dein nam' wort kom Dein volk durch gute thaten. Es bringe erhoben; Ewig frohlockend müsse dich frucht und bess're sich; Dein wort laß einst loben, O du beschirmer deiner schwachen heerde, Himmel und erde. Mel. Nun danket alle gott ꝛc. „ist di ö 223. Snle, Die bu an uns erwiesen; Sey dafür inniglich Gelobet und gepriesen! O pflanz dein wort in uns, Daß es je mehr und mehr Recht 401 früchte bring' Zu deines namens ehr! 2. Im glanze deines lichts Laß uns hienieden wallen, Zu unserm wahren heil Und dir zum wohlgefallen! Breit' deine lehre aus; Schütz deine ehristen⸗ heit; Und führ' uns allesammt Zum licht der ewigkeit! In bekannter Melodie. OHe erleih uns frieden gnä⸗ 224. V diglich, Herr gott, zu unsern zeiten! Du kannst alleine mäch⸗ tiglich Für unsre wohlfahrt streiten; Nur du, herr! kannst es alleine. 2. Gieb unserm fürsten und aller obrigkeit Fried' und gut regiment, Daß wir unter ihnen Ein geruhiges und stilles leben führen mögen In aller gottseligkeit und ehrbarkeit, Amen. Mel. Ein' feste burg ist unser gott. — enn ehristus seine kirche 225. Wéĩ schützt, So mag die hölle wüthen; Er, der zur rechten got⸗ tes sitzt, Hat macht, ihr zu gebieten. Er ist mit hülfe nah; Wenn er gebeut, stehts da. Er schützt, zu seinem ruhm, Mit macht sein ehristenthum: Mag doch die hölle wüthen. 2. Gott sieht wohl fürsten auf dem thron Sich wider ihn empören, Die den gesalbten, seinen sohn, Den herrn der welt, nicht ehren. Von ihrer macht bethört, Durch wollust ganz verkehrt, Ist's ehristenthum ihr spott: Doch duldet sie noch gott, Ob sie sich gleich empören. 3. Der frevler mag die wahrheit schmähn, Uns kann er sie nicht rauben. Der unchrist mag ihr widerstehn, Wir halten fest am glauben. Gelobt sey jesus ehrist! Wer hier sein jünger ist, Sein wort von herzen hält, Dem kann die ganze welt Die seligkeit nicht rauben. 4. Auf, christen, die ihr ihm ver⸗ Erste Abtheilung. Er, welcher von dem himmell Mel. Wird uns gewiß bedecken. Der! 28 der höchste gott, Hält über sein 2 Giebt uns geduld in noth, Undfern; O und muth im tod: Was will unsllobgesant traut, Laßt euch kein drohn erschrecken! erschrecken? dann me Oer fb er über 21) Vom Tode. 2. Fü Bekannte Melodie. lle menschen müssen ster⸗ 226. A ben, Ihre herrlichkeit verblüht. Und wer kann den himmel erben, Der zuvor den tod nicht sieht? Staub wird dieser leib von erde; Doch damit er himmlisch werde, Wird er einst von gott erneut, Und zieht an unsterblichkeit. 2. Darum will ich dieses leben, Wann es meinem gott beliebt, Willig ihm zurücke geben, Ihm, der mir den himmel giebt. Hab' ich doch in jesu wunden Gnade, heil und ruh gefunden, Und mein trost in todesnoth Ist des großen mittlers tod. 3. Und wer kann mich ihm entreißen? Mein ist er, und ich bin sein. Er er⸗ füllt, was er verheißen; Sein soll ich mich ewig freun. Ja mir soll's durch ihn gelingen, Mich zu ihm empor zu schwingen; Freudenvoll vor ihm zu stehn, Seine herrlichkeit zu sehn. 4. Da, da ist das freudenleben, Wo viel tausend seelen schon, Mit des himmels glanz umgeben, Gott vor seinem höchsten thron Dank und preis und ehre bringen, Und mit allen engeln singen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der vater, sohn und geist! 5. Vaterland verklärter frommen, Heil, unsterblichkeit und ruh', Was kein sterblicher vernommen, Gottes heil gewährest du! Freudenernten schenkt gott denen, Die erst hier gesä't mit thränen; Alle thränen trocknet er, Sünd' und elend sind nicht mehr. 6. Ich entbrenne von verlangen, Was ich glaub', im licht zu sehn, Jene krone zu empfangen; Bald erhöret gott mein flehn. Diese hütt' zerfall im staube! Ich, ich weiß, an wen ich glaube; Mir ist sterben ein gewinn, Denn zum vater geh' ich hin. * 7. Welche tröstung, das zu tijesus mick Dieser großen hoffnung voll, gazu sterben nicht in kümmernissen, Die WMir ist d noch dulden soll. Leicht und kiglücklich diese leiden, Sie verwandeln sder erde, freuden, Wenn ich ehristlich sien 3. Nie Bis gott spricht: es ist genug deht zu ebt zu Mel. Ich hab' mein sach' gott Eer mich 227 ein sind wir, a den tod: * ewigkeit: In Den trä hand steht unsre zeit. Eh zeitennselbst füh ward schon mir Mein leben hin. 4. Ich auch sein ziel bestimmt von din aus dem 2. Ist dies erreicht, so schaualle sonn Erbarmend unsre seelen an! hhempor. in unsrer letzten noth, Herr, engel, me gott: Ein sanfter schlaf wenlieder St der tod! 5. Gl 3. Begleitet ihn der krankheitst Mit hult So stärke das beklemmte herz, in seinem in der schmerzen größten wulh schaft gal uns den muth, Der freudih sugmder gott machts doch gut! eiten. 2 4. Verleih' gelassenheit und 6. Die In unsern herzen wohne dul Msaat, vor mit freudigem vertrau'n, Und.zeit wird grau'n, Auf unser nahes gulh steht. O chau'n. neues ew 5. Sey von uns schwacheh geben, nicht fern! Zeig uns den hi ⸗(. geist des herrn! Laß uns, win Herr, me zum vater flehn, Getröstet sehn einst 577 der uns liebt, zu dem wir giht wir 5 6. Ach, gnad' ergehe dann fürn glauben Denn von dem menschlichen gab die sund Ist auch der heiligste nicht ren erfreut. kann wohl dein, Gott, ohne mer 2n gnade seyn? bricht n 7. O sey uns dann nicht fih ewe 3 lich! Erbarme, vater, unsteth utaesen Wann unser auge sterbend Er kömn Leit uns dein licht: So fish obgesan trost im tode nicht. Resan 21. Vom Tode. himmel WMal. Bon gott wil ich nicht ne. cken. Der! er letzte meiner tage über sen 228. D Ist mir vielleicht nicht noth, Undfern; O dann wird meine klage Ein will unslobgesang dem herrn! Vollbracht ist dann mein lauf: Ich trete zu dem throne, Und gott setzt mir die krone Der überwinder auf. 2. Für seines reiches erben Hat das zu tljesus mich erklärt; Was fürcht' ich mich ig voll, Rzu sterben, Wie er mich sterben lehrt? „Die ich Mir ist der tod gewinn! Daß ich ganz ht und kin glücklich werde, Entschwing' ich mich wandeln der erde, Und geh' zum himmel hin. istlich sien 3. Nicht mich, nur meine bürde, st genugl Verschließt die finstre gruft. Mich hebt zu höh'rer würde Mein vater, sach' gothuder mich ruft. Er ruft mich durch nd wir, guden tod: Der reißt die sündenglieder, keit: In Den trägen leib darnieder: Mich Eh zeitennselbst führt er zu gott. leben hin, 4. Ich, der gefahr entronnen, Geh' it von diaus dem kampf hervor. Hoch über so schamlalle sonnen Hebt mich mein glaub' en an! Hhempor. Da tret, ich in die reih'n Der 9„ Herr, engel, meiner brüder: In ihre hohen hlaf wen lieder Stimm' ich mit jauchzen ein. 5. Gott schaut von seinem throne rankheitst Mit huld auf mich herab, Dem er mte herz. in seinem sohne Das recht der kind⸗ zten wulhschaft gab. In seiner ewigkeit Wird er ö freudig e größern freuden Mich einstens sicher eiten, Wenn ich mich ihm geweiht nheit und 6. Die leiber seiner frommen Sind ne dul Msagt, von gott gesä't: Die freuden⸗ u'n, Und eit wird kommen, Da reif die ernte ahes guh eht. Dann wird der erntetag Ein Kaben er leben Auch eulag. staube geben, Der tief im tode lag. 5 den 10 Mit dir steh' ich im bunde, uns, wen Herr, meines lebens fürst, Der du mir röstet sehh, einst die stunde Des todes senden n wir gehn wirst! Erhalt' mich stets bereit Im e dann fint glauben deiner frommen: Laß dann hlichen giß die sunde kommen, Die mich und sie nicht reiter e ott, ohnel 8. Dann geh' ich, frei von kum⸗ mer, Des todes dunkle bahn; Mir nicht slh bricht nach kurzem schlummer Ein r, unstik etd ger morgen an. Heil mir, er ist sterbend nicht fern, Der letzte meiner tage! So felh Er kömmt, und meine klage Wird lobgesang dem herrn. 103 Mel. Befsiehl du deine wege ꝛc. oder: Valet will ich dir geben ꝛe. 229 ie auf der erde wallen, * Die sterblichen, sind staub; Sie blühen auf und fallen, Des todes sich'rer raub. Verborgen ist die stunde, Da gottes stimme ruft; Doch jede, jede siunde Bringt näher uns zur gruft. 2. Getrost gehn gottes kinder Die schreckenvolle bahn, Zu der verstockte sünder Verzweiflungsvoll sich nab'n: Wo selbst der freche spötter Nicht mehr zu spotten wagt, Und vor dir, seinem retter, Erzittert und verzagt. 3. Wann, diese bahn zu gehen, Dein will' einst mir gebeut; Wann vor mir offen stehen Gericht und ewig⸗ keit: Wann meine kräfte beben Und wann mein herz schon bricht: Herr über tod und leben! O dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, todes ⸗überwinder! Hilf dem in solcher angst, Für den du, heil der sünder! Selbst mit dem tode rangst! Und wann des kampfes ende Gewaltiger ihn faßt, Nimm ihn in deine hände, Den du erlöset hast. 5. Des himmels hohe freuden Er⸗ mißt kein sterblich herz; O trost für kurze leiden, Für kurzen todesschmerz! Dem sünden⸗überwinder Sey ewig preis und dank! Preis ihm, der für uns sünder Den kelch des todes trank. 6. Heil denen, die auf erden Sich schon dem himmel weih'n; Die, auf⸗ gelös't zu werden, Mit heil'ger furcht sich freu'n! Bereit, es ihm zu geben, Wann gott, ihr gott, gebeut, Fließt dies ihr sterblich leben Hin zur un⸗ sterblichkeit. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. 6 u, herr und vater mei⸗ 230. D ner tagel Du weißt, daß ich, dein schwaches kind, Des todes keim in gliedern trage, Die irdisch und zerbrechlich sind: Drum gieb, daß ich zu jeder zeit Zu meinem kode sey bereit. 2. Daß du, o höchster, meinem leben Ein mir verborg'nes ziel be⸗ stimmt Und daß die zeit, die mir 104 Erste Abtheilung. gegeben, Vielleicht gar bald ein ende nimmt: Das flöße mir die weisheit ein, Recht für mein heil besorgt zu seyn. 3. Hier hab' ich lebenslang zu ler⸗ nen, Mein herz von sünden abzuziehn, Mich von der weltlust zu entfernen, Und um den himmel zu bemühn: O mache mich dazu geschickt, Eh' mich der tod der welt entrückt. 4. Nicht auf der erde, sondern droben Bei dir, gott, meiner seele theil, Ist mir das beste aufgehoben; Dort ist für mich vollkomm'nes heil; Da, wo dies heil ist, sey mein herz! Herr, lenke selbst es himmelwärts. 5. Hier allen sünden abzusterben; Zu leben der gerechtigkeit, Um einst dein himmelreich zu erben. Dazu laß meine sterblichkeit Mir stets, mein gott, vor augen seyn, Und deine hülfe mich erfreun. 6. Willst du mich länger leben lassen, So laß es mir zum heil geschehn; Doch, soll ich heute noch erblassen, So höre, vater, auf mein flehn! Sey, wann mein herz im tode nht Mein trost und meine zuver⸗ sicht. 7. Dir will ich gänzlich mich erge⸗ ben, Dir, dessen eigenthum ich bin; Bist du, mein heiland, nur mein le⸗ ben, So bleibt selbst sterben mein gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir! Sey nur mein trost, so g'nüget mir. Mel. Befiehl du deine wege ꝛc. oder: Valet will ich dir geben ꝛc. 6 ern will ich mich erge⸗ 231. G ben, Dich zu verlassen, welt. Ich geh' zum bessern leben, So bald es gott gefällt. Was wär's, das mich betrübte? Dort schau' ich ewig den, Den meine seele liebte, Noch eh' ich ihn gesehn. 2. Er ruft, zur zeit der schmerzen, Uns voll erbarmen zu: Kommt her, belad'ne herzen, Zu mir, und findet ruh'. Dies wort aus deinem munde, Laß, herr, mich zu erfreun, In meiner letzten stunde Mir geist und leben seyn. 3. Mit dir muß es mir glücken, Den kampf zu überstehn. Im gläu⸗ bigen entzücken Laß melne seele 2. Lind Wie im gericht für sünder, Du Meine leid dem tode rangst, Und wie du, die freuden winder, Allmächtig ihn bezwangaus meine 4. Der frohe sieg'sgedanke: Mlen sinn, T dein stachel, tod? Stärk' mich, 3. Tröst ich nicht wanke In meiner todeen mich mit j So ist, obgleich ich sterbe, Rletzten not sterben mein gewinn. Ich bihstunden, himmels erbe! Dein wort sagt, bricht, S ich's bin. 45 5. Du bin der— des l Ich aber bin ja dein: Kann denn blut vergebens Für mich gen 234. seyn? Dir trauet meine seele, noch zeit lobt, was in mir ist, Erlöser i beflissen f seele, Der du die liebe bist. wenden; gruft Dei Mel. Mit fried' und freud' ich s 2. Una 555 Retrost und freudih Die mir 232. G ich binl In traum sin willen Ergeb' ich mich; er, ii verschwur bin, Wird erfüllen, Was er gi mein, Be mir verhieß, Der tod ist u 3. Laf schlummer. mein got 2. Erbarmend sprach der hen schätzbar mir: Dir ist vergeben! Mein zugemess mein friede sey mit dir, Du geschieht leben! Fürchte nichts; denn u( di mein, Ich habe dich erlöset. E Wol 3. Dies ist mein trost: ich I zur 5— lös't Und gottes erbe! Ich weiß li kelt er mich nicht verstößt, Wan se 5. D sterbe. Dich mit deinen schreckeh! mich i Werd' auch ich überwinden. mich 10 4. Er ist mein fels! auf ihn thell de Will ich vertrauen. Ich sehne! bei im zu seyn, Ihn zu sh 135.— Dürstet meine seele lang', Und ihn anzubeten. ö meiner 5. Im letzten schlummer sol wachten tod Mich nur entkleiden. Dann lin o tag, bestimmt von gott, In 2328 freuden! Ganz unsterblich, wonng i: f mein le Fall ich vor ihm dann nieder, He I. Jesus, meine zuversicht himmel Mel. Jesus, meine z sch, err, ich bitte, 233. H mich, Denn des i 1 schrecken nahen, Und das grab net sich, Meine glieder zu empfth 23 Stärke mich mit deiner macht bn l um mich wird alles nacht. Ich bin rich 1 bist. hud' ich fah d freudih n! In 3 er, d8 as er gi ist mn der hes Mein dir, Du denn di rlöset. st: ich hi Ich weiß; t, Wanh schreckeh nden. auf ihn ich sehne! n zu sh ng', Und numer sol Dann l gott, Vh ich, wonng nieder, uversicht Y ö bitte, denn des 6 as grab g zu empftj machbh. A icht. ort sagt, bricht, 234. ich hab' aus deiner verg treu, Mir zum heil, e seele, noch zeit in händen. Erlöser u beflissen sey, Sie auch weislich anzu⸗ meine schmerzen! Laß herzen! Steure jedem eit⸗ Daß der tod sey mein gewinn! 3. Tröste mich mit jesu tod, Tröste ten noth, daß ich in den letzten Wann mein mattes herze Standhaft gehe zum gericht. In voriger Melodie. Gieb, daß ich wenden; Denn, wer weiß, wie bald zur 21. Vom Tode. ne seele 2. Lind're wenn es dir gefällt, der, Du Meine leiden, vie du, die freuden dieser welt Seyn verbannt bezwangaus meinem danke: Mlen sinn, k' mich, ter todein mich mit jesu wunden, Daß ich in der sterbe, Netz stunden, gruft Deiner vorsicht wink mich ruft. 2. Unaussprechlich schnell entfliehn Die mir zugezählten stunden! Wie ein traum sind sie dahin, Und auf ewig mir verschwunden; Nur der augenblick ist mein, Deß ich mich noch jetzt kann freun. 3. Laß bei ihrer flüchtigkeit Mich, mein gott, doch nie vergessen, Wie un⸗ schätzbar sey die zeit, Die du hier uns zugemessen: Wie, was hier von uns geschiebt, Ew'ge folgen nach sich zieht. 4. Reize mich dadurch zum fleiß, Eh die zeit des heils verlaufen, Mir ur Wohlfahrt, dir zum preis, Jede sund auszukaufen, Die zu meiner seligkeit Deine gnade mir berleiht. 5. Deine schoͤnende geduld, Trage mich hier nicht bergebens! Ach vergieb mir meine schuld, Daß so manchen theil des lebens Ich zu meiner seele wohl Nicht gebraucht so, wie ich soll. 6. Laß mich meine besserung Für mein hauptgeschäfte achten, Und nach meiner heiligung Mit so treuem eifer trachten, Als erwartete noch heut Mich gericht uud ewigkeit. 7. Deine gnade steh mir bei, Daß mein leben auf der erde Reich an tu⸗ endfrüchten sey, Und ich reif zum immel werde. Nahet dann mein ende sich, O so stärk und tröste mich! Mel. Vater unser im himmelreich. 235 err jesu ehrist, mein 77 herr und gott; Der du erlittest angst und spott, Für mich den tod des kreuzes starbst, Und mir des vaters huld erwarbst; Ich bitt', kraft deiner todespein: Du woll'st mir sünder gnädig seyn. 2. Wenn ich nun komm' in sterbens⸗ noth, Und ringen werde mit dem tod; Wenn mir vergehet mein gesicht, Und meine ohren hören nicht; Wenn meine zunge nicht mehr spricht, Und mir vor angst das herze bricht; 3. Wenn mein verstand im dunkeln irrt, Und menschenhülfe kraftlos wird; So steh' im letzten angstgeschrei Mir, herr! mit deiner gnade bei; Verkürze mir des todes qual, Und führ' mich aus dem jammerthal. I. Laß deinen geist stets bei mir seyn, Und seinen trost mein herz erfreun, Bis sich die seel' vom leibe rrennt: Dann nimm sie, berr! in deine händ'; Der leib ruh' in der finstern gruft, Bist einst dein großer tag ihn ruft. 5. Dann laß ihn fröhlich auferstehn, Und mich dein gnädig antlitz sehn. Gedenke nicht mehr meiner schuld, Gedenk' an deine lieb' und huld: Das leben(herr! ich traue dir), Verheißt dein eignes wort selbst mir. 6. Vergieb mir nur, herr! meine schuld: Schenk' mir zum kampf muth und geduld, Mach meinen glauben stark und fest, Wenn mich die ganze welt verläßt! Und bricht alsdann der tod herein, So laß ihn sanft und selig seyn. Mel. O ewigkeit, du donnerwort. ch bin ja, herr, in dei⸗ 236. J ner macht: Du hast mich an das licht gebracht, Du sorgest für mein leben. Du kennest meiner tage zahl, Weißt, wann aus diesem thränenthal Mein geist sich soll erheben. Wo, wie und wann ich sterben soll, Das weißt du, herr des lebens, wohl. 2. Wer wird in meiner letzten pein Mich sünder trösten, mich erfreun. Mir muth und hoffnung geben? Wer nimmt sich meiner seele an, Wann ich von dem, was ich gethan, Gott rechen⸗ schaft soll geben? Wer ist, der alsdann für mich spricht, Thust du es, o mein heiland, nicht? 106 Erste Abtheilung. 3. Mich dunkt, da lieg' ich schon; ich seh, Daß ich am finstern grabe steh, Mit todesangst umgeben: Der augen leicht verdunkelt sich, Und finsterniß umhüllet mich; Ein traum ist dann mein leben. Dort schweigen meine sünden nicht; Sie fordern mich vor dein gericht. 4. Ich hör bereits des richters ton, Ich sehe mich vor seinem thron, Das urtheil mir zu sprechen; Ich seh' vor seinem angesicht, Ich sehe in dem hell⸗ sten licht Die reihe der verbrechen, Die ich in dieser welt gethan; Wer ist's, der mich nun retten kann? 5. Kein geld an arme rettet mich; Und weint' ich noch so bitterlich; Es kann mich nicht erlösen. Nein, jeder wird alsdann empfahn Nach dem, was er allhier gethan: Nichts schützt als— dann die bösen. Hier ist gott zum ver⸗ zeihn bereit; Dann übet er gerechtigkeit. 6. Wie soll ich dann, o gott, bestehn, Wenn du in das gericht willst gehn, Und nach verdienst mir lohnest? Wie kann ich deiner straf' entfliehn, Mich dir in deiner welt entziehn. Wenn du nicht meiner schonest? Ach, herr, ach geh' nicht in's gericht! Verwirf mich armen sünder nicht! 7. Voll reu' und buße such ich dich. Errette, gott, bekehre mich, Und tilge meine sünden. Geheiligt sey dir meine zeit, Dein dienst sey meine seligkeit. Ach, laß mich gnade finden! Gieb, daß ich, meiner pflicht getreu! Zum tode stets bereitet sey. Mel. Veich füble daß iih serl ühle, daß ich sterb⸗ 237. Jlch bin; Mein leben welkt, wie gras, dahin. Wer weiß, wie unerwartet bald Des höchsten ruf an mich erschallt: Mensch, kehre wieder in den staub! Wie leicht bin ich des todes raub! 2. Wenn man ins finstre grab mich senkt Und meiner bald nicht mehr gedenkt: So bleibt, was irdisch ist, zurück, Und hätte gleich der erde glück Mich hier beständig angelacht, Und glänzend vor der welt gemacht. 3. O thorheit! hätt' ich mich ver⸗ kannt, Und nach der erdengüter tand, Nach großem überfluß gegetzt, seele ganz von dem niedern stolz gereizt, und aufer schnöden prunk der eitelkeil Mey 5. Mie und mein bemühn geweiht! erbebt, D I. Wie viele nimmt dies blei Ich weiß, ein! Herr, laß es ferne von min bin ich et Ich übergebe ganz mich dir; Hin 6, Es ich, es geschehe mir Nach deinert Mein leb heit besserm rath, Die nur mein Und bei zu zur absicht hat. bar gotte 5. Der mensch, der oft ein U6.I. Me thor, Schreibt kindisch dir oft vs Wie es! vor. Du liebst ibn mehr, als g desten ha liebt; Doch wenn ihm deine hand daß mir giebt, Was seinem wahne glah Wel. scheint, So denkt sein herz, dun—— sein feind. 239. 6. Der dich gemacht hat, song scheiden: dich! Nicht auf die erde schränn Du treu Des höchsten große absicht ein, du dich! sollst, o mensch, unsterblich seyn.? ich sie a leben ist ein augenblick; Ein frühy 2. S. traum sein längstes glück. mir, D 7. Gedanke der unsterblichkeitl! So ist n hebst uns über welt und zeit. Ei du erhel meine ganze brust, Wenn mich meiner lockung falscher lust, Vom guten zum tod zuführen strebt. Wohl dem, dern. 3. Ic der tugend lebt! Deß trö 8. Die rosen um der laster n mer, de Verblühen, eh' ihr selav es gin meine f Ihr schändlicher genuß entweihtzl so sterb' dauert doch nur kurze zeit. Nurs du mir den, die der himmel nährt, Sind“. 4. 2 ner ganzen sorge werth. auch ie Ja, d Mel. Herr jesu ehrist, mein's leh. öaon weiß, mein enden da kom 238. 47 het sich Mit fe wu le pulsschlag rückt die zeit, Die o. 51 7. ungenützt verstrich, Mich nähm 5. 2 zur ewigkeit. Mich sf 2. Herr, lehre mich der sun ruh; werth, Die du mir zugezählt, du mi stehn; Laß keine, die mir noch gell dir, o Aus leichtsinn ungenützt vergen. dar de 3. Und wann von dir geordm danker dann Die richterliche stund erschil So nimm dich meiner seelen an, mein erlöser und mein freund. I. Verleihe sterbensklugheit M Von eitelkeiten abgewandt, Seh mih gegeiht, seele ganz bei dir, Der für mich starb gereizt, und auferstand. lkeil Mih. 5. Mich stärk', ob auch mein herz eiht! erbebt, Das felsenfeste glaubenswort: dies blem Ich weiß, daß mein erlöser lebt; Sein von mir! bin ich ewig hier und dort. dir; Hi. 6. Es sey mein herzlicher entschluß, ch deiner! Mein leben meiner pflicht zu weihn, nur mein Und bei zufriedenem genuß, Mich dank⸗ bar gottes zu erfreun. 7. Mein ende komm früh oder spät, Wie es mein weiser vater schickt, In dessen hand mein leben steht; Ich weiß, daß mir's mit jesu glückt. oft ein s dir oft wih hr, als g ine hand: pahne gll herz, du Mel. Wenn mein stündlein vorh. ꝛc. 21. Vom Tode. — st nun auch meine stunde 239. J da, Von dieser welt zu scheiden: So sey mit deiner hülfe nah, Du treuster freund im leiden! Nimm du dich meiner seelen an, Dir übergeb' ich sie alsdann O jesu, mein erlöser. 2. Sind meine sünden dann vor mir, Drückt ihre last mich nieder! So ist mein seufzen auch vor dir, Und du erhebst mich wieder. Ich denk' in meiner tiefen noth An deine liebe bis zum tod; Die, die wird mich erhalten. 3. Ich bin an deinem leib ein glied, Deß tröst' ich mich von herzen. Erbar⸗ mer, der mich leiden sieht. Du linderst meine schmerzen. Und sterb' ich nun, so sterb' ich dir, Ein ew'ges leben hast du mir Durch deinen tod erworben. 4. Du, herr, erstand'st, so werd' auch ich Nicht in dem grade bleiben; Ja, deine auffahrt lehret mich Die todesfurcht vertreiben. Wo du bist, da komm ich auch hin, Daß ich bei dir n leb' und bin. Ich gehe hin mit reuden. hat, sorg e schränlh sicht ein: ich seyn. 1.1 frühlh rblichkeith! zeit. Ei ꝛenn mich om guten; dem, der r laster hu av es glah entweihtzl it. Nur fi rt, Sindi mein's leh. nein enden h: Mit jeht „Die ossl ch nähem 5. Dein bin ich, dein in ewigkeit. Mich soll das grab nicht schrecken. Ich der stun ruh; nach kurzer zwischenzeit Wirst du mich auferwecken. Dann will ich dir, o gottessohn, Du menschenfreund, vor deinem thron Mit freudenliedern danken. zezählt, noch gehn vergehn. dir geordnt ind erscheit 107 daß ich vielleicht Allhier noch zu leben habe? Denk, o mensch, an deinen tod, Säume nicht, denn eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wünschen wirst, gelebt zu haben, Gü⸗ ter, die du hier erwirbst, Würden, die dir menschen gaben, Werden dich dann nicht ersreun; Diese güter sind nicht dein. 3. Nur ein herz, das gutes liebt; Nur ein ruhiges gewissen, Das vor gott dir zeugniß giebt, Wird dir dei⸗ nen tod versüßen; Dieses herz, von gott erneut, Giebt im tode freudigkeit. I. Wenn in deiner letzten noth Freunde hülflos um dich beben; Dann wird über welt und tod Dich dies reine herz erheben. Dann erschreckt dich kein gericht, Gott ist deine zuversicht. 5. Ueberlaß des todes zeit Gott al⸗ lein, und bet' und wache, Daß er dich zur ewigkeit Fertiger im guten mache. Uebe dich, recht fromm zu seyn; Lerne, dich des todes freun. 6. Ueberwind' ihn durch vertrau'n, Sprich: ich weiß, an wen ich gläube; Und ich weiß, ich werd' ihn schaun Einst in diesem meinem leibe. Er, der rief: es ist vollbracht, Nahm dem tode seine macht. 7. Tritt im geist zum grab oft hin, Siehe dein gebein versenken; Sprich: herr, daß ich erde bin, Lehre du mich selbst bedenken, Daß ich täglich wei⸗ ser sey, Bis zum tode dir getreu. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. ein gott! ich weiß wohl, 241. M daß ich sterbe! Ich bin ein mensch, der bald vergeht; Und finde hier kein solches erbe, Das ewig dauert und besteht. Drum zeige mir in gnaden an, Wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein gott! ich weiß nicht, wann ich sterbe, Kein augenblick geht sicher hin; Wie bald zerbricht doch eine scherbe; Die blumen müssen bald ver⸗ blühn. Drum mache du mich stets bereit Hier in der zeit zur ewigkeit. elen an, A Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. freund. eine lebenszeit ver⸗ lugheit m 240. M streicht, Stündlich t, Seh uu eil' ich zu dem grabe; Und was ist's, 3. Mein gott! ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der tod viel wege hält; 10⁸ Dem einen wird das scheiden herbe, Wenn jener sanft und ruhig fällt. Doch wie du willst; gieb nur dabei, Daß ich wohl zubereitet sey. 4. Mein gott! ich weiß nicht, wo ich sterbe, Und welcher sand mein grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das heil ererbe, Daß mich dein wort zum leben weckt; So kann dies mir gleichgültig seyn, Die erd' ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster vater! wenn ich sterbe, So nimm du meinen geist zu dir. Denn, bin ich nur dein kind und erbe, Und hab' ich jesum nur bei mir; So gilt mir's gleich und geht mir wohl, Wann, wie und wo ich sterben soll. Mel. Christus, der ist mein leben. ein jesus ist mein leben, 242. M Reißt schon der tod mich hin; Was sollt' ich ängstlich be⸗ ben? Der tod ist mein gewinn. 2. Wer an ihn glaubt, wird selig; Dies wort steht ewig fest; Die freuden sind unzählig, Die es mich hoffen läßt. 3. Drum geh' ich einst mit frieden Zu dir, o jesu ehrist, Von dir stets ungeschieden, Der du mein bruder bist. 4. Du kennest meinen glauben, Und keine furcht noch pein Soll mir dies kleinod rauben; Ich bin und bleibe dein. 5. Durch ihn bin ich gereinigt, Durch ihn mit gott versöhnt, Durch ihn dir fest vereinigt Und bald mitpreis gekrönt. 6. Wer kann dich g'nug erheben? Du hast, sohn gottes, dich Für uns fürm 0. Und, wohl mir! auch ür mich. 7. Geheilt ist nun mein schade. Im himmel ist mein theil. O theure hohe gnade! O unaussprechlich heil! 8. Zu dir, herr, will ich flehen, So lang ich lallen kann; Du kannst mein inn'res sehen, Und nimmst auch seufzer au. Erste Abtheilung. 9. Du— 0 hilfst mir ringen, An mächtig hilfst du mir, Ins leben durchzudringen; und dann bleib ich bei dir. 10. O wohl mir! ich vollende Vielleicht bald meinen lauf, Und geb' in deine hände Den geist; du nimmst ihn auf. Mel. Ich hab' mein sach' gott u. So rufe d st ein leben steht in rleben soll 243. M hand; aut, un er mir heilsam fand! Er zähltt dräut, so wie mein haar, Schon' eh' icht Wer chrer Auch meine lebensstunden dar. 86. 5 2. Ich nütze mit zufriedenheit! lück, Un tage meiner sterblichkeit. Wie n guck; Drin lich versüft se gon! Doch mih Ins freud 105. Sind ihr gefolg', und dam 57 Der od. 84 3. Die blume vranget und fällh Dugichre So blüht der mensch und sinkt insg din mit et Nicht jugend schützt, nicht stand 8 Herr geld; Nichts in der welt Ist,! Ja, du ihn dafür sicher stellt. Beiagen 4. Wer rüstet mich mit mucht IhrrSes kraft Auf's ende meiner pilgerst eg Jür Und wer beruhiget mich hier? N Was ich von dir, O herr, kömmt muth! Bon jeder ruhe mir. jode kanr 5. Du bringst mich, steh' ih 10. Ich bereit, Zum sichern glück der emid Herr! he Wo man des kurzen grams vei Du nimr Wo mancher christ Schon froh! hilfst, w angegangen ist. 11. N 6. Froh werd' auch ich, wennd Sanft h gefällt, Ein bürger der vollkomm sterb', 2 welt. Den meinen sag' ich aufh Ich ster wort: Gott, unser hort, Vereint d12. 3 bald auf ewig dort. Wenn i 7. Den trost, o jesu! dank' ich Du brachtest ihn vom himmel h Du hast gesaget: ihr seyd mein,V 13. O ihr sollt seyn, Wo ich bin, und Wie wa ewig freun. Wie 1 Si il Mel. Herr jesu ehrist, mein's n. 244 O der du einst gestolh 44. bist, Nun ewig lahh jesus christ! Mein herz erhebt 2⁴ ganz zu dir, Und ruft und schil friedenv sey gnädig mir! arbeit 2. Des lebens letzte stunde u gabe, Mein leib und jedes glied ist ma Mochte Doch dich, der neu beleben kam 2. Bet' ich mit frohem glauben an, Mühsa 3. Dein wahres wort, herr, trugen mein licht! Mein glauben an dich vu kron? nicht; Mein herz verlange nur u der tor dir; Und deine huld sey alles mi, 3. 4. Und wann des grabes dunklen auch i Dem schwachen herzen bange mahh nd dann und fällh nkt insg ht stand lt Ist, it muth! pilgersch hier? A it muth! steh' ich, der ewigh ms vens n froh „wenn vollkomm ich auf g Vereint ank' ichh himmel ⸗ mein, N n, und ⸗ nein's n. ist gestoch ewig lah erhebt und schil tunde nos ed ist mah eben kam ben an. herr, n dich wan je nur ni rlles müt. dunklengt nge mach ch müh' 6. glück, Und allen schmerz laß ich zu⸗ rück; Dring' ewig, frei von aller noth, Ins freudenleben durch den tod. 7. Der gott, der mich so zärtlich liebt, Der vater, der so gern vergiebt, Vergiebt nach seiner großen huld, Mir die mit ernst bereu'te schuld. 8. Herr! viel vergebung ist bei dir. Ja, du vergiebst, herr jesu, mir; Verzagen müßt' ich ohne dich, Du aber, jesus, tröstest mich. 9. Für mich vergossest du dein blut; Was ich verdorben, machst du gut; Von jeder sünde machst du rein; Vom lode kannst du mich befrei'n. 10. Ich werfe mich in deinen schooß, Herr! herr! denn deine huld ist groß: Du nimmst gebeugte sünder an, Und hilfst, wo niemand helfen kann. 11. Mich leitet deine treue hand Sanft hin ins beßre vaterland. Ich sterbꝰ, um, heiland, dich zu sehn; Ich sterb', um herrlich aufzustehn. 12. Zu frommen seelen eil' ich hin, Wenn ich dir ganz ergeben bin. Und wen mir früh der tod geraubt, Den find' ich, hat er dir geglaubt. 13. O frohe aussicht, nahes ziel! Wie warten mein der freuden viel! Wie selig bin ich, wenn mein geist Sich dieser hütte bald entreißt! Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. 245 S. gott! sind die, * die nun Schon im friedenvollen grabe Von des lebens arbeit ruh'n, Und sich deiner größten gabe, Eines ew'gen lebens freun. Möchten wir es auch schon seyn. 2. Doch du willst's; wir leben noch Mühsam hier in pilgerhütten. Alle trugen einst dies joch, Die des lebens kron' erstritten. Endlich aber führt der tod Uns auch hin zu dir, o gott! 3. Jesus selber lebte hier Vormals 21. Vom Tode. 109 mehr, als wir, Hat er auf der erd' gelitten. Laß uns gläubig auf ihn sehn, Und durch ihn im kampf bestehn. 4. Was ist diese lebenszeit? Ach! nur eine kurze stunde, Gegen jene ewigkeit. Gleichwohl kömmt auf diese stunde, Die gott noch verkürzen kann, Unser ew'ges schicksal an. 5. Gieb uns weisheit, herr, und kraft, Diese stunde wohl zu nützen; Und beim schluß der pilgrimschaft Wollest du uns unterstützen, Daß wir freudig auf dich sehn, Und getrost zum tode gehn. 6. Daß wir dein sind, nicht der welt, Daß du uns wirst auferwecken: Diese kraft der bessern welt Laß uns. wann wir sterben, schmecken! Flöß' uns muth und ruhe ein, Selbst im tode froh zu seyn. 7. Wenn wir, um einst auch zu ruhn, Zu den todten gottes gehen: Woll'st du mehr noch an uns thuu, Als wir bitten und verstehen. Auch für unsre todesnacht Riefst du einst: es ist vollbracht! Mel. Wachet auf, ruft uns ꝛc. 246 Seig sind des himmels * erben, Die todten, die im herren sterben, Zur auferste⸗ hung eingeweiht! Nach den letzten augenblicken Des todes schlummers folgt entzücken, Folgt wonne der unsterb⸗ lichkeit! Im frieden ruhen sie, Los von der erde müh! Gelobt sey gott! Vor seinem thron, Zu seinem sohn, Begleitet ihre tugend sie. Eigene Melodie. as sorgst du ängstlich 2⁴47. Wé für dein leben? Es gott gelassen übergeben, Ist wahre ruh' und deine pflicht. Du sollst es lieben, weislich nützen, Es dankbar, als ein glück, besitzen, Verlieren, als verlörst du's nicht. 2. Der tod soll nicht dein herz er⸗ schrecken; Doch, dich zur weisheit zu erwecken, Soll er dir stets vor augen seyn. Er soll den wunsch zu leben mindern; Doch dich in deiner pflicht nicht hindern, Vielmehr die kraft da⸗ auch in pilgerhütten. Noch unendlich zu verleihn. Erste Abtheilung. 1——0 laß den 95 5 0 aeuchen Mel. Wenn meln stuͤndlein n. Iuni So laß den tod dich unterrichten, ann einst mein steen, Ja n Wie wenig deiner tage sind. Sprich: 248. Wẽ auge brict/Wein gott sollt ich pflichten wohl verschirben? letzter hauch verschwindet, Mein 4. Laß Nein, meine zeit, sie auszuüben, Ist erstarrt, und selbst es nicht,‚ Dazestellen, kurz/ und sie verfliegt geschwind. entschläft, empfindet; Wann um ür, Und se⸗ 4. Denk' an den tod, wenn böse den entschlummernden, Gott, derr, wie tricbe, Wenn lust der welt und ihre meine lieben stehn, Und trautz nir. Meir liebe Dich reizen, und ersticke sie.dir weinen: 5. Gieb Sprich: kann ich nicht noch heute 2. Dann, vater, nimm ihn gen, Nach sterben, Und könnt' ich auch die den geist, Der freudig zu dir sihott/ Mick welt ererben, Beging' ich doch solch Der dankbar deine güte preist, hangen: S übel nie. er den tod nicht siebet: Und ubd. Mein 5. Denk' an den tod, wenn ruhm die betrübt um mich Mit thn. 6. Ach, v und ehren, Wenn deine schätze sich klagen; laß sie sich Mehr meiner mit deri vermehren, Daß du sie nicht so hef⸗ freuen! ich hier ver. tig liebst. Denk' an die eitelkeit der g. Mein hingefall'ner leib kWir vollkom woen, Daß, wenn sie dir entrissen hier, Ihn wird das grab verschlth 7, Nichts werden, Du dann dich nicht so sehr Wohl mir! das grab wird ⁵1 i betrübst. dir Ihn wieder geben müssen, Er bleibt 6. Denk an den tod bei frohen kommst! erwecker! deine macht, Mein schutz tagen. Kann deine lust sein bild ver⸗ ihn aus nichts hervorgebracht Mein Zolt vulhen So ist sie gut und unschulds⸗auch aus staub ihn bauen. 8. Sof voll. Sprich, dein vergnügen zu ver⸗ 4. Wie könnt' ich süßen: Welch glück werd' ich erst dort tod Mein leib zu staub genießen, Wo ich unendlich leben soll! Wie könnt' ich klagen, 7. Denk' an den tod, wenn deinem Vom tode wieder fodert? O boffth leben Das fehlt, wornach die reichen daß nach kurzer ruh' Mein leib. streben; Sprich: bin ich hier, um wacht, wie groß bist du, Und hein reich zu seyn? Heil mir, wenn ich in ein trost im kode! christo sterbe, Dann ist ein unbefleck⸗[5. Des todes schmerzen, gott, Wel. tes erbe, Dann ist des himmels reich⸗ ich, Wann er nun kommt, nicht 250 thum mein. ten; Mit glaubensvollem blick 30 8. Denk' an den tod, wenn leiden dich Nach meinem ziele trachten, er erd' en kommen; Sprich; alle trübsal eines mich dem tode freudig nahn, Mahn! Wia ‚ 15— m frommen Is zeitlich und durch hoff⸗ himmlisch kleinob zu anpfab' Wom freche Sn t, Dchlet; dag eon alen sesus nit eworben. fahe, eerr . bösen Wird mich der tod bald, bald 2. Er fi — erlösen; Er ist's, der mir die krone In eigner Melodie. hebt voll d reicht. oder: Wer nur den lieben gott ꝛr. hater 9. Denk' an den tod, wenn freche 249 Wer weiß, wie nahe Mann er rotten Des glaubens und der tugend 98—— mein ende! Die einem woh spotten, Und lasterstolz ihr haupt er⸗ geht hin; es kommt der tod. I 3. Sein höhn. Sprich bei dir selbst: gott trägt wie geschwind, ach, wie behende Ra oor sinster die spötter; Doch endlich ist für sie kommen meine todesnoth! Mein achennt. Dil kein retter, Wenn sie nicht hier noch ich bitt' durch ehristi blut, Milleuchtet ih in sich gehn. nur mit meinem ende gut. den er val 10. So suche dir in allen fällen 2. Es kann vor nacht leicht andil 4. Kei Den tod oft lebhaft vorzustellen, So werden, Als es am frühen morgen uns in unm wirst du ihn nicht zitternd scheun: So lang' ich lebe auf der erden, E Dann wird er dir ein trost im klagen, ich in steter tod'sgefuhr. Mein gottz mpfängt Ein weiser freund in guten tagen, 3. Herr! lehr' mich stets ans Aülrie und Ein schild in der versuchung seyn. denken, Und laß mich, eh' ich steihn lein u. huß, Das heil der seele wohl beden⸗ ein Ratt, du 1 verschieben meine buß'. ein gott ꝛc. ö 2½ 4. Laß mich doch bald mein haus cht, Dos stellen, Daß ich bereit sey für und mn um ür, Und sagen könn' in allen fällen: Gott, Herr, wie du willst, so schick's mit traut nir. Mein gott ꝛc. 5. Gieb mir ein brünstiges verlan⸗ Nach deinem himmel; laß, o Mich fest an meinem heiland So überwind' ich leicht den Mit thni. 11 deiner nMi dem verdienste ehristi zu, Damit leib HWir vollkommne ruh. Mein gott ꝛc. 7. Nichts ist's, das mich von jesu cheide, Nichts, es sey leben oder tod; ssen. Er bleibt im leiden meine freude, ch Mein schutz, mein alles in der noth. Mein gott ꝛc. n. 8. So komm mein end' heut oder ern, dasmorgen; Ich weiß, daß mir's mit vermoztesu glückt. Er ist.s, der mich in da ihn Allen sorgen, Er ist's, der mich im O hoffniod erquickt. Drum glaub' ich fest: Lein lab urch christi blut Macht's gott mit „Und yneinem ende gut. , gott, Mel. In allen meinen thaten ꝛe. t, nicht u ie sanft sehn wir den n— 250. Wé frommen Nun bald achten, der erd' entnommen, Sich seinem ziele ahn, Mahn! Wo sich des lebens freuden fah'n, Wom frechen sünder scheiden, Da gehn des ehristen freuden an. ö 2. Er freut sich auf sein ende, Und ater hebt voll dank die hände Zu seinem gott e hater auf. Gesichert vor verderben, ie nahe Rann er nun fröhlich sterben. Nach e! Die heinem wohl vollbrachten lauf. 3. Sein ruhiges gewissen Bebt nicht Men aute sinsternissen Der bahn, die er nicht Mütenmt Die schreckensvollen pfade Er⸗ euchtet ihm die gnade Des gottes, ů cht andaden er vater nennt. orgen bane A. Kein angstgeschrei mit thränen, erden, Aein unruhoolles stöhnen Quält sein ein goßeeundines herz. Es ist zu gott erhoben, ans euEmpfängt den trost von oben, Und ich stentnried und freude in dem schmerz. * 21. Vom Tode. 111 5. Er segnet froh die seinen, Die um sein lager weinen, Ermahnt und tröstet sie; Und seiner treue wegen, Erfüllt gott seine segen, Und weichet auch von diesen nie. 6. Gott! laß mich ernstlich streben, So in der welt zu leben, Wie man dies glück erwirbt; Damit ich, als ein erbe Der seligkeit, auch sterbe So freudig, wie ein frommer stirbt. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher ꝛc. 251 ie ungewiß ist, herr! . das ziel Der wall⸗ fahrt auf der erde! Ob ich noch wenig oder viel An tagen zählen werde, Das weiß ich nicht; du weist's allein. Ich kann vielleicht der nächste seyn, Vom ab⸗ gekürzten leben Ein beispiel abzugeben. 2. Befrei mich, gott, von wahn und dunst, Von irdischen beschwerden, Und lehre mich die große kunst, Bei gräbern klug zu werden. Nur der ist weise, der bedenkt, Wie viel von seinem tod abhängt, Und der dazu in zeiten Sein herz sucht zu bereiten. 3. Hilf, daß aufs vorgesteckte zt Mein auge stets sich kehre, Daß nicht der weltlust eitles spiel Mein schwaches herz bethöre. Und sieht dein auge, daß mein schritt Noch nicht den rechten weg betritt, So wollst du, herr! in zeiten Auf solchen weg mich leiten. 4. Daß ich mich vor der kalten hand Des todes nicht entfärbe: So mache mich mit ihm bekannt Vorher, noch eh' ich sterbe. Laß mir sein bild vor augen sehn, Damit ich lerne sünden scheun, Die das gewissen schrecken, Und todes⸗ furcht erwecken. 5. Gieb, daß ich dich mit frohem muth, Als meinen gott betrachte; Hin⸗ gegen freunde, glück und gut Nicht als mein eigen achte: So wird mein tod mir angenehm, Ein schlaf mir seyn, und nichts von dem Was du mir hier verliehen, Mein herz zur erde ziehen. 6. Laß des erlösers herrlichkeit Mit hoffnung mich erquicken, Und mitten in der dunkelheit Mich diesen trost er⸗ blicken. Dann nimm, herr! nach voll⸗ brachtem lauf, Den geist aus dieser hütte auf, Die einst im reich der dei⸗ nen Wird neugebaut erscheinen. Mel. Wie schön leuchtet der ꝛe. X ie wird mir dann, mein 252. Wé heiland, seyn, Wenn ich, mich deiner ganz zu freun, In dir entschlafen werde! Alsdann werd' ich auch ganz befreit Von sünde und von sterblichkeit, Entfliehen dieser erde. Freu? dich Innig, Meine seele, Und erwähle Schon hienieden, Was dir dient zum ew'gen frieden. 2. Besiege denn des todes graun, Mein geist, er ist ein weg zum schaun In jenem bessern leben. Er seh dir nicht mehr fürchterlich! Zum allerhei⸗ ligsten wird dich Der herr dadurch er⸗ heben. Hier wird Dein hirt Nach den thränen, Nach dem sehnen, Dich er⸗ lösten, Völlig und auf immer trösten. 3. Herr, herr! ich weiß die stunde nicht, Die mich, wann nun mein auge bricht, Zu deinen todten sammelt. Viel⸗ leicht umgiebt mich ihre macht, Eh' ich das flehen noch vollbracht, Mein lob dir ausgestammelt. Mach mich Fertig! Ich befehle Meine seele Deinen händen; Laß mich meinen lauf gut enden. 4. Vielleicht sind meiner tage viel; Ich bin vielleicht noch fern voͤm ziel, An dem die krone schimmert. Bin ich von meinem ziel noch weit; So sey mein leben dir geweiht, Bis einst mein leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir Ganz mein leben Zu ergeben, Daß ich droben Dich ohn' ende könne loben. 5. Wie wird mir dann, mein heiland, seyn, Wenn ich mich deiner ganz er⸗ freun. Dich dort anbeten werde? Dann bin ich frei von sünd und leid, Ein mit⸗ Erste Abtheilung. genoß der herrlichkeit, Nicht u mensch von erde. Preis dir! Dangebe Durch dein leiden Jene Freudensen Mich 7 stehen! Ewig will ich dich en Mel. Mitten wir im leben sind z Mel. l ir, der erde 253. W'end Mit 255. umfangen. Ach! wer nimmt sih Denn chr an, Daß wir gnad' erlangen! sterben m thust du, herr, alleine. Es m 2. Ich unsre missethat, Die dich, herr, afreudenlee hat. Heiliger schöpfer, gott! Hauferwecke mittler, gott! Heiliger, barmm 3. Un tröster! Du ewiger gott!(luch heut gnade finden, Mach uns res ich hin m tod bereit; Erbarm dich unsellsein gehot 2. Bei dem sterben werde 4. Ich Unsre sünden schrecken; Ach! w„ nimmerm wer wird uns dann Vorm mich ume decken? Das thust du, herr, 4 5. Dan Denn wegen unsers heilands triumphir den wir nun gnad' bei gott. gden segen schöpfer, gott! Heiliger mittlen Heiliger, barmherziger trösleh; ewiger gott! Sey von uns 1256 In der allerletzten noth; Erhan unser! ihm lebe 3. Ach, wann uns in diestz nicht Sic Unsre sünden treiben: Wo, wo Was die wir dann hin, Daß wir sicher b für gedar Zu dir allein, versöhner! Verg 2. Jest dein heilig's blut, Das g'nugsich kann sünde thut. Heiliger schöpfer, mich zu st Heiliger mittler, gott! Heiliger denn gra herziger tröster! Du ewiger goll ein glied, uns überwinden Durch des nzieht? glaubens kraft; Erbarm dich! 3. Ich Zu genat 22) Von der Auferstehung der Todten. mich un Mel. Was gott thut, das ist ꝛc. X ch freue mich der frohen 254. Wett, Da ich werd' auf⸗ erstehen. Dann werd' ich in der herr⸗ lichkeit Dich, gott, mein heiland, sehen. Dann werd' auch ich, O herr! durch dich, Vereint mit allen frommen, Zur ew'gen ruhe kommen. 2. Ja, herr, du fübrst sie einst heran, 4 ic loß der erlösung; Die stunde, da ich hoffen kann Trost, freiheit und genesung! Da engeln gleich, Im him⸗ melreich Ich ewig werde leben, und eins herrlichkeit umgeben. durch seit 3. Der du die auferstehun 4. Ich Du bist's, auf den ich traue! Ih Wiederun daß ich durch dich, herr ehrish weiß ich, auferweckt, dich schaue. Auch hah aus der nicht Vor dein gericht, Wie dit lichkeit X dich verschmähten, Mit angl 5. Da schrecken treten. Ein verkl 4. Ich hoffe dann mit Ra neue wel Vor dir, mein haupt, zu steheh./ bessern le mit dir in die herrlichkeit Hross ich Mein Nicht müeinzugehen. O hilf mir doch Aus 2 961 Inader vach, Zum glück der ewigkei⸗ Dich ahen, Mich würdig zu bereiten. leben sind y Mel. Christus, der ist mein leben ꝛe. der erde 1 ch geh' einst ohne beben Mit 6255. J Zu meinem tode hin; nimmt sih Denn ehristus ist mein leben Und erlangensterben mein gewinn. e. Es i 2. Ich scheue nicht die schrecken Der h, herr, afreudenleeren gruft; Der wird mich „gott! Hauferwecken, Der mich zum grabe ruft. r, barmt 3. Und rief mich, abzuscheiden, gott! AAuch heute schon mein gott; So geh' uns reclich hin mit freuden, Und sterb' auf ich unsel sein gehot. n werdg 4. Ich hoff' ein beßres leben, Das Ach! wz nimmermehr verfließt. Ein leib wird Vorm mich umgeben, Der ewig herrlich ist. , herr, 4 5. Dann eil ich dir entgegen, Mein eilands utriumphirend haupt! Und seh' entzückt i gott. den segen Des heils, das ich geglaubt. er mittler, er m uns nicht esus, meine zuversicht, hʒ; Erbu 256. J Lebt, und ich soll mit ö‚ ihm leben! Dieses weiß ich; sollte in diesa nicht Sich mein herz zufrieden geben, Wo, woWas die lange grabesnacht Mir auch r sicher lfür gedanken macht? er! Vergh 2. Jesus, mein erlöser, lebt, Und is g'nugsich kann ibm sicher trauen, Daß er schöpfer, mich zu sich erhebt: Warum sollte mir Heiliger, denn grauen? Lässet auch dies haupt wiger goll ein glied, Daß es einst nicht nach sich rch des nzieht? uum dich! 3. Ich bin durch des glaubens band Zu genau mit ihm verbunden. Er, ten der auch den tod empfand, Hat für mich auch überwunden. Er erstand! rde leben, und einst erwacht Auch mein leib durch seine macht. ferstehuu9 4. Ich bin staub, und muß daher raue! Ih. Wiederum zu staube werden. Dieses err ehrish weiß ich, aber er Weckt mich wieder Auch hh aus der erden, Daß ich in der herr⸗ „Wie dit lichkeit Bei ihm sey in ewigkelt. Rit angl. 5. Da wird mich, statt dieset haut, Ein verklärter leib umgeben, Für die mit Ra neue welt gebaut, Und geschickt zum zu steheh bessern leben; Und in diesem leib seh' keit Frohls ich Meinen jesum ewiglich. In bekannter Melodie. 22. Von der Auferstehung der Todten. 113 6. Dann werd' ich in hellem licht, Seine große lieb' erkennen; Und wie freudig werd' ich nicht Ihn dann mei⸗ nen retter nennen, Wenn er von der sterblichkeit Nun auf ewig mich befrei't. 7. Was verweslich ist, vergeht; Fleisch und blut kann gott nicht sehen. Irdisch wird mein leib gesä't, Himm⸗ lisch wird er auferstehen. Erst verweset mein gebein; Dann wird's unverwes⸗ lich seyn. 8. Sey getrost und hocherfreut! Jesus kennt uns, seine glieder. Chri⸗ sten wehrt der traurigkeit! Sterbt ihr, jesus ruft euch wieder. Dann verlassen wir die gruft, Wann uns gott aus solcher ruft. 9. Wo ist dein triumph, o tod 2 Nimm den staub hin; ohne grauen Folgen wir, wir werden gott Und auch unsern jesum schauen. Dann wird schwachheit und verdruß Liegen unter unserm fuß. 10. Laß uns nur den geist erheb'n Von den lüsten dieser erden, Und uns schon hier dem ergeb'n, Dem wir dorten ähnlich werden! Denn wer seiner sich will freun, Muß hier rein und heilig seyn. Mel. Wenn mein stündlein ꝛe. ein heiland lebt; er 257. M hat die macht Des todes ganz bezwungen, Und siegreich aus des grabes nacht Zu gott sich aufgeschwungen. Er ist mein haupt; sein sieg ist mein. Sein soll mein ganzes leben seyn, Und ihm will ich auch sterben. 2. Nicht ewig wird, wer dein wort hält, Den tod, o jesu! schauen. Das ists, was mich zufrieden stellt, Selbst bei der gräber grauen. Ich bin getrost und unverzagt, Weil du den deinen zugesagt: Ich leb' und ihr solltꝰ leben. 3. Wird gleich mein leib des todes raub; Er wird doch wieder leben, Und einst aus der chen, 2 staub Sich neugebild't erheben, enn du, o großer lebensfürst, Einst deinen todten rufen wirst, Zum leben aufzuwachen. 4. Wie froh und herrlich werd' ich dann Vor dir, mein heiland, stehen! Dann nimmst du mich mit ehren an; Läss'st in dein reich mich gehen. Fort⸗ hin von keiner last beschwert, Hingegen herrlich, ganz verklärt, Leb' ich bei dir dann ewig. 5. O welch ein sel'ges theil ist mir In jener welt bereitet! Der freuden fülle ist bei dir. Von dir, o herr, geleitet, Werd' ich in deinem himmel⸗ reich Unsterblich, deinen engeln gleich, Vollkommne lust genießeu. 6. Denn, wo du bist, da sollen die, Die dir hier folgen, leben, Und ewig frei von schmerz und müh, Von seligen umgeben, Genießen deiner herr⸗ lichkeit. O was sind leiden dieser zeit, Herr, gegen jene freuden. 7. Laß die zukünft'ge herrlichkeit Mir stets vor augen schweben; Und oft in dieser prüfüngszeit Mein herz dahin erheben, Wo keine schwachheit uns mehr drückt, Wo wir, der sterb⸗ lichkeit entrückt, Frohlockend vor dir wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum fleiß, Der tugend nachzustreben, Und als ein ehrist, auch dir zum preis, Nach dei⸗ nem wort zu leben. Und fühl' ich hier noch noth und schmerz, So tröste selbst damit mein herz: Es kömmt ein beßres lehen. Mel. Wachet auf, ruft uns die ꝛc. achet auf, ruft einst 258. Wé die stimme, Des soh⸗ nes gottes allmachtsstimme: Verlaßt, ihr todten, eure gruft! Wachet auf, erlös'te sünder! Versammelt euch, ihr gotteskinder! Der welten herr ist's, der euch ruft. Des todes stille nacht Ist nun vorbei, erwacht, Und lobt den herrn! Macht euch bereit Zur ewigkeit! Sein tag, sein großer tag ist da! 2. Erd' und meer und hölle beben, Die frommen stehen auf zum leben, Zum neuen leben stehn sie auf! Ihr versöhner kömmt voll klarheit, Vor ihm ist gnade, treu' und wahrheit, Des glaubens lohn krönt ihren lauf, Licht ist um deinen thron Und leben, gottes sohn! Preis dir, heiland! Er⸗ löser! dir, Dir folgen wir, Zu deines vaters herrlichkeit. Erste Abtheilung. 3. Ew'ges lob sey dir gesin Wir sind zum leben Durdgemischte. O. Am ziel sind wir beim großen An ottes Christus Iaan 80. dhneh füll 0 uns, wir schaun ihn ohne hülle,“ unsern freund und gottessohn. 1 3— auge sahe sie, Dem ohr erschth elmuth. 6 nie, Diese wonne. In ewigkesl Sinkt er i dir geweiht, Herr! unser danhein neues lob und preis! 3. Den Mel. Wer nur den lieben gott y. dieser tro oder: Du weiser schöpfer ꝛe. erweckt. S 259 Wonnm erbebst du,Das uns seele, Bei dem gutodesschatt ken an das grab? Nicht dich umih 4. Des einst seine höhle; Nur deine schimpft il sinkt hinab. Sie schuf der all leichte sach wink aus staub; Drum wird[uDen leib verwesung raub. staub ersch 2. Du, zur unsterblichkeit ah geben Du Schwingst dich empor zu gottes 5. Aus Und schaͤust den ursprung allerz gott ja all Von angesicht zu angesicht; Vn derst deines gottes macht In welten bau und pracht. 3. Dann, Wur— elten Mel. ehen, Was hier kein weiser u erklärt: Was hier vollkommen 261. sehen, Des wissens trieb umsons himmel th ehrt. Dann täuscht dich wahl men, Du irrthum nicht, Und selbst die si In große niß wird licht. himmel u I. Dann wirst du den, ach dann fro erblicken, Den hier allein der g herr! aue sieht; Den, der dich ewig. 2. Hier glücken, Für deine sünd' am Die dein verschied. Dann jauchze, daß Wie grof wahn, kein spott Dich hier gem du auf li von deinem gott. engel hee 5. Wenn nun der tag des h vor dir h erscheinet Verläßt dein leib der an die majet ruh. Zum zweitenmal mit dis gott, erh einet, Wird er unsterblich, so bü! 3. Dan O seele, zittre darum nicht, Mit alln deiner hütte bau zerbricht! schafft ei wint mu Mel. Befiehl du deine wege. Unzählba oder: Valet will ich dir geben n. Deret enn einst in malh beseelt N 260. Wé Ralssdes todes 4. Du nacht Ich durchgeschlummert iH Um jede So weckt mich jesu macht, Giebij seiner th dir gesmnsem leib aus staube Des himmels herr⸗ n O trost! den mir der glaube iden füll 1e hülle, fest, als felsen ruht, Kein spötter ben gott y. öpfer ꝛe. 23. Vom jüngsten Gericht. 11⁵ stehen, Die in dem keime war. Es wächset jede blume Aus ihrer saat hervor: Zu seiner allmacht ruhme Steht sie in neuem flor. 6. Kann gott denn nicht auch machen, Daß einst aus tod und gruft Die glieder neu erwachen, Wann seine stimme ruft? Es werden diese glieder, Wie saamen, ausgesä't. Gott will: sie leben wieder; Der neue leib entsteht. 7. Ich frag' nicht nach dem spotte Verwegner zweifeler, Und weiß von meinem gotte: Er ist des todes herr. Daß todte leben sollen, Ruht ganz in seiner macht; Und sollt' er nicht auch wollen, Daß einst mein leib erwacht? 8. Die aus des grabes banden Gott eh'mals schon erweckt, Und jesum, der erstanden, Da er den tod geschmeckt, Betrachtet unser glaube, Und siegreich rühmet er: Auch uns weckt aus dem staube Zum leben einst der herr. st du dab Mel. O ewigkeit, du donnerwort. weiser u rhöhter jesu, gottes sohn! kommen 261* E Der du schon längst der b umsont himmel thron, Als herrscher, eingenom⸗ ich wahl men, Du wirst dereinst zu rechter zeit bst die s In großer kraft und herrlichkeit Vom himmel wieder kommen. Gieb, daß den, ach dann froh und mit vertraun Dich, en der ge herr! auch meine augen schaun. ewig u 2. Hier faßt kein sterblicher die pracht, nd' am UDie deinen tag einst herrlich macht; ze, daß Wie groß wirst du dich zeigen, Wann hier gen du auf lichten wolken einst Mit deiner engel heer erscheinst, Die selbst sich tag des H vor dir beugen: Dann sieht die welt leib der g die majestät, Dazu dich gott, dein mit dil! gott, erhöht. ich, so wü 3. Dann tönt dein ruf in jedes grab nicht, I Mit allmachtsvoller kraft hinab, Und 1! schafft ein neues leben. Auf deinen wink muß erd' und meer Das große e wege e. unzählbare heer Der todten wieder ir geben n. Deent Sie stehn durch dich, herr! neu ist in mah beseelt Nun alle auf, und keiner fehlt. Des todes. 4. Du sammelst sie vor deinen thron, ummert h Um jedem den bestimmten lohn Nach cht, Giblh seiner that zu geben. Dann trifft den 23) Vom juͤngsten Gericht. bösen schmach und pein, Den frommen aber führst du ein In das verheißne leben. Dann zeigt die that, herr jesu ehrist, Daß du der erden richter bist. 5. O gieb, wann dieser tag erscheint, Daß ich in dir dann meinen freund Und treuen heiland finde; Daß ich mit freuden vor dir steh, Und mit dir in den himmel geh Ganz frei von aller sünde! Wie wird dein anblick mich I0uE Wie werd' ich dann so selig eyn! 6. Dein name sey mir ewig werth, Und was dein wort von mir begehrt, Das laß mich treulich üben. Dich, den der ganze himmel preist, Dich müsse hier auch schon mein geist Aus allen kräften lieben: So schreckt mich deine im aur nicht, So hab' ich muth auch m gericht. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 2 r kommt, er kommt zum 262. E weltgericht, Der hei⸗ land, den wir ehren: O weigert euch, erlöste, nicht, Jetzt auf sein wort zu hören. Wer hier nicht seine stimme 8* hört, Und sie nicht mit gehorsam ehrt, Wird nicht vor ihm bestehen.„ 2. Herr, laß mich deiner majestät Mit wahrer freude dienen! Wie herr⸗ lich dich dein gott erhöht, Ist zwar noch nicht erschienen; Doch was uns hier verborgen war, Macht jener tag uns offenbar, An welchem du erscheinest. 3. Da, wann vor dir die erde bebt, Und unter deinen füßen Sich alles, was dir widerstrebt, Wird völlig beu⸗ gen müssen: Wann alle engel vor dir stehn: Da wird auch jedes auge sehn, Wie hoch dich gott erhoben. 4. Da werden, herr, auf dein geheiß Die todten wieder leben; Dein feind mit furcht, dein freund mit preis Sich aus dem grab erheben; Und wer wird da, herr jesu ehrist, Daß du der herr des lebens bist, Noch ferner leugnen können? 5. Wer spottet dann noch deiner kraft, Wann du, die hier dich fliehen, Für ihre schuld zur rechenschaft Mit majestät wirst ziehen? Wie wird, wann dich ihr aug' erblickt, Und sie dein straf⸗ gerichte drückt, Der spötter heer ver⸗ stummen! 6. Und wann du dann die deinen nun Mit preis und ehre zierest, Sie, ewig ihnen wohlzuthun, Zu deinem himmel führest: Wie völlig wird's dann offenbar, Daß es in deinen händen war, Die deinen zu beglücken. 7. Gieb, daß ich dann, herr jesu ehrist, Mit freuden vor dir stehe, Und dir, der du so herrlich bist, Getrost entgegen sehe, Wann deiner feinde rotte zagt, Von reu' und angst und furcht geplagt, Dann jauchze meine seele! 8. Daß ich dies glück erlangen mag, So laß in diesem leben, O heiland, deinen großen tag Mir stets vor augen schweben. Er reize mich, dir mich zu weihn, In deinem dienste treu zu seyn, Und so mein heil zu hoffen. Mel. Straf' mich nicht in deinem ꝛt. err, ich bin dein eigen⸗ 263. H thum; Dein ist auch mein leben! Mir zum heil und dir zum ruhm, Hast du mir's gegeben. Erste Abtheilung. Väterlich Führst du mich M ei lebens wegen Meinem ziel aupern 900 2. Einst kommst du mit gten lobn kraft Zum gericht auf erden: 3. Fu soll ich zur rechenschaft Daig Dein go werden. Dein gericht Schoneh dem flud Richter aller welten! Denn duh nicht. e vergelten. Erlös't v 3. Weh dann mir in ewigkeit, himmel o ich deine gabe, Meine kräfte, 4. Wie zeit Hier gemißbraucht habel hier dein dann mir, Hab' ich hier Dein gilfündlich ͤ. verschwendet, Und nicht angenn Du giebst 4. Möchte täglich dein gericht in jener p vor augen schweben; Möcht' ich Zu deiner stets, meiner pflicht Treu zu 5. Dru bestreben! Daß ich nie Thönt Mir stets Außer augen setzte, Noch mil sein gewi verletzte! or dir l 5. Lehre mich gewissenhaft hier zu a tage zählen, Eingedenk der rechen wandeln, Nur was gut ist, wählen! Gith 6. Ist ich Ernstlich mich, Täglich un Wird dief heute, Zum gericht bereite. nicht mit 6. Zeigt sich erst die ewigkeitszu stehn. bar in der nähe, O! dann ist eosten Von zeit, Daß ich in mich gehe: Amich mi der tod Mir schon droht, O dm herrlichkei 5 steh ersten ta Mel. Ach herr! mich armen ꝛt Umad ch denk' an dein gal Ur 264. J Du richter alaz Hier steh Dem thor sey's ein gedichte,„t Dih schwachen nur gefallt: Mic sall welt De wahn nicht stören, Weil mich! kei 5 göttlich licht, Und mein gewissuh ege bos ren: Du haltest einst gericht. betru 10 2. Umsonst flieht dann der s u Vor deines armes kraft. Hern, menschenkinder Ziehst du zur uh Wifst d schaft. Du rufft, und sie erschlh snich Al Vor deinem richterthron. Den fün⸗ ziel entu dern und den deinen Giebst du gerech⸗ Nun triumphirt ihr hoffen; Erlös't von aller müh, Sehn sie den wigkeiß ghimmel offen, Und du, herr, segnest sie. kräfte, 4. Wie angstvoll aber beben Die t habel hier dein wort verhöhnt, Und durch ein Dein gif fündlich leben Das eitle herz verwöhnt. t angethn Du giebst den sündenknechten Ihr theil in, gerich in jener pein, Und führest die gerechten Nöcht' ich Zu deinen freuden ein. reu zu 5. Drum laß, herr, dein gerichte ie Thönt Mir stets vor augen seyn, Und drücke Roch WIWor gewichte Tief ins gewissen ein! or dir laß recht mich handeln Und senhaft hier zu aller zeit, So wie ein weiser der rechens wandeln, Der seinen richter scheut. en! Gie 6. Ist dann dein tag vorhanden, glich u Wird diese welt vergehn: So hoff' ich reite. nicht mit schanden Vor deinem thron wigkeitisu zu stehn. Du stellst mich dann zur rech⸗ inn ist eken Von aller schuld befreit, Führst gehe: gmich mit deinen knechten In deine ht, O dum herrlichkeit. mißlich! afe mich Mel. Es ist gewißlich an der ꝛe. r, daß ichl chon ist der tag von gott ch' IW265. S bestimmt, Da, wer Alles i auf erden wandelt, Sein loos aus got⸗ ülst lebenl tes händen nimmt, Nachdem er hier ich im qu gehandelt. Er kommt, er kommt, des hen, Un menschen sohn; Er kommt und wolken id' und ih sind sein thron, Den erdenkreis zu Berd' ich! richten. lieben, K. 2. Hier, an dem rand der ewigkeit, Hier stehn die millionen, Die seit dem ersten tag der zeit Auf dieser erde woh⸗ Rarmen n. nen, Nür dem allwissenden bekannt, in dein gan Unzählbar, wie am meer der sand; ter aler Hier stehn sie vor dem richter. gedichte,. Hier muß der falsche wahn der Mich sal welt Der wahrheit unterliegen! Hier, zeil mich wo das recht die waage hält, Wird n gewissan keine bosheit siegen; Hier ist zur buße nicht mehr frist, Hier gilt nicht mehr betrug und list; Hier gilt kein falscher irst du das urtheil fällen; Die sün⸗ 23. Vom jüuͤngsten Gericht. 11⁷ der, die dich hier verschmäht, Gehn dann gewiß zur höllen. Da trifft sie unerforschte pein; Wer wird dann noch ihr retter seyn? Ihr warten ist verloren. 5. Wie herrlich aber wird alsdann Der frommen werth erscheinen! Du herr, nimmst sie zu ehren an, Erklärst sie für die deinen; Und sie sehn mit erstauntem blick, Daß glaub' und lieb' das höchste glück Aus gottes huld er⸗ erben. 6. Sie gehn nun in das sel'ge reich, Das gott für sie bereitet, Und sehn auf ewig, engeln gleich, Ihr wohlseyn ausgebreitet. Das stückwerk wird voll⸗ kommenheit, Kein kummer, keine trau⸗ rigkeit Stört forthin ihre freude. 7. Mein heiland, laß mich dein ge⸗ richt Oft und mit ernst bedenken! Es stärke meine zuversicht, Wenn hier mich leiden kränken; Es reize mich, gewissen⸗ haft Und eingedenk der rechenschaft Nach deinem wort zu wandeln. Mel. Wachet auf! ruft uns die ꝛe. 20 achet auf vom schlaf 266. Wẽĩ ihr sünder! Erwacht! denn euch, o menschenkinder, Erwar⸗ ten tod und ewigkeit. Lohn und strafe, tod und leben Wird der gerechte rich⸗ ter geben. Erwacht! noch ist zur buße zeit. Gerecht, gerecht ist gott, Er hört der frevler spott. Frevler, zittert! Wißt, was er spricht, Gereut ihn nicht, Er kommt gewiß und hält gericht. 2. Plötzlich wird sein zorn entbren⸗ nen; Dann wird der spötter ihn erken⸗ nen, Des vaters eingebornen sohn. Jauchzet, jauchzt ihr, seine frommen, Er wird zu eurem heile kommen. Bald kommt er und mit ihm sein lohn; Euch richtet ehristus nicht. Er selbst ging ins gericht Für die sünder, Wir sind versöhnt, Mit gott versöhnt. Wer überwindet wird gekrönt. 3. Seyd bereit, ihn mit verlangen, Mit reinem herzen zu empfangen, Denn plötzlich bricht sein tag herein, Und der richter wird vom bösen Sein volk, die frommen, ganz erlösen, Von fünd' und tode sie befrei'n. Dann ist vollkomm'⸗ nes heil In ewigkeit ihr theil. Jauchzt, ihr frommen, Sehd stets bereit Auf diese zeit Und singt gott dank in ewig⸗ keit. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. enn ich auf gottes 267. Wẽ wegen wanke, Und straucheln will, so schrecke mich Der herzerschütternde gedanke: Gott richtet einst die welt und dich! Er hat's ver⸗ kündigt; sein gericht Ist unausbleiblich, strauchle nicht. 2. Der weg der tugend, den ich walle, Sey rauh und steil: wo führt er hin? Zum himmel, wenn ich gott gefalle, Weil ich getreu und standhaft bin; Gestärkt, o gott, durch deine huld Zur selbstverläugnung, zur geduld. 3. Laß mich zu meiner seele sagen: Die welt vergeht mit ihrer lust! Wohl mir, wenn ich bei allen plagen, Mir keines frevels bin bewußt! Es kommt, es kommt die ewigkeit, Die mich aus jeder noth befrei't. 4. Denn jesus wird vom himmel kommen; Ich werd' ihn, meinen hei⸗— land, sehn, Ihn, wie er ist; mit allen frommen Aus meinem grab' auch auf⸗ erstehn. Ihm werd' ich völlig ähnlich sehn, Mich ewig meines glaubens freun! 5. Ich werde seine stimme hören: Der du zu meiner rechten bist, Du warst gehorsam meinen lehren; Nimm hin, was dir bereitet ist! Sey, treuer christ, den engeln gleich! Komm, erbe meines vaters reich! Erste Abtheilung. 6. Du hast in deinen armen dern Barmherzigkeit an mir 9eh. Ich nahm in meines leibes 0 Den segen deiner wohlthat an i nun, gesegneter, zu mir! Den geb' ich dir dafür. 7. Solch eine wonne wartet un Wenn ich mit brüderlichem sinn nächsten liebꝰ, und gern mich Erbarm', und jesu ähnlich bin. wer kann hart und lieblos sehn trübte sehn, und nicht erfreun 8. Dort, dort trifft den, der erbarmen Nie menschenfreundl beweist; Der, fühllos bei der un armen, Bedrängte nie erquich, speist; Den hungrigen sein braht bricht, Ein unbarmherziges gas 9. Fühllose(wird der richter s Verschlossen habt ihr eure hand. achtet eurer brüder klagen: En ich hab' euch nie erkannt! Ma⸗ bekennt, und doch nie sucht, Wait schen froh macht, sey verflucht 10. So wirst du jede sünde Die nicht bereu't ist; wenn du Den übertretern ihrer pflichtin deiner majestät erscheinst. Dam. der fromme nur bestehn; Wen l haft blieb, wird vergehn. 11. Gieb mir denn licht uwt und stärke, Damit mein glash getreu, Geübt in jedem guten Bewährt und unverwerflich sehl werd' ich ewig selig seyn; Mih deiner, gott, erfreun. 2⁴ Von der Ewigkeit. Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc. oder: Lobsinget gott und ꝛc. 268 er freuden füll' ist, gott, * bei dir; Und in dem höhern leben Wird deine huld daraus auch mir Zu voller g'nüge geben. Was mich mit reiner lust erfüllt, Was meiner seele sehnsucht stillt, Und sich ohn' ende mehret. 2. Dich lern' ich dann im hellern licht In deiner größe kennen, Und mit vollkommner zubersicht Dich meinen vater nennen. Mit hoher freude bet' ich dann Auf ewig dein erbanmg Das mich zum himmel führte. 3. Wann mein erhöhter gis sieht, Was ich dir zugetrauet; er dein unumschränkt gebiet heller überschauet: Gott, welche! ne ist dann mein! Wie hah deiner da mich freun! Wie sih mich finden! 4. Noch größre werke seh i Von deiner schöpfers güte, Ro erden sehen kann, Und mein an gemüthe Verliert voll dank und f sich In d vollem g 5. De rath Noc Dir dant Geschickt nimmt de hohen wi entzücket. 8. Der Seh' ich herrlichke auch lich mein he— ich, gott freuden sten freuden, Und krönet sie mit preis und ehr'. O unaussprechlich süße ruh! Wie herrlich, herr, beglückest du! 6. Wer kann hier deine gnade fassen? Du willst den, der dich redlich liebt, Nicht ewig in der unruh lassen, Die dieses leben noch umgiebt. O, mach uns ja hier in der zeit Recht würdig für die ewigkeit! 7. Mein heiland, der du selbst auf erden Der leiden joch getragen hast; Will ich des lebens müde werden, Und fühl' ich meiner bürde last: So stärke mächtig meinen geist, Daß er dem unmuth sich entreißt. 8. Gieb, daß, in hoffnung jener ruhe, Die gottes volk verheißen ist, Ich gern des vaters willen thue, Wie du darin mein vorbild bist: So folget auf der leiden zeit Gewiß vollkommne seligkeit. Mel. Wie schön leuchtet der ꝛe. ein ganzer geist, gott, 271. M wird entzückt, Wenn er nach jenem himmel blickt, Dahin dein wort uns leitet; Wo deine milde vaterhand Aus neuen wundern wird erkannt, Die du da hast verbreitet. Mächtig Fühl' ich Mich getrieben, Dich zu lieben, Der zum leben Jener welt mich will erheben. 2. Was sind die freuden dieser zeit, Herr! gegen jene herrlichkeit, Die dort bei dir zu finden! Du stellst uns hier auf erden zwar Viel wunder deiner güte dar, Daß wir sie froh empfinden; Doch hier Sind wir Bei den freuden Noch mit leiden Stets umgeben, Dort ist nur vollkomm'nes leben. 3. Kein tod ist da mehr und kein grab, Dort wischest du die thränen ab Von deiner kinder wangen. Da ist kein leid mehr, kein geschrei, Denn du, o herr! machst alles neu; Das alte ist vergangen. Hinfort Sind dort Für gerechte, Deine knechte, Keine plagen Mehr zur prüfung zu ertragen. 4. In deinem höhern heiligthum Erschallet deines namens ruhm Von lauter frohen zungen. Da strahlt die herrlichkeit des herrn, Hier schaut man se nicht mehr von fern, Da wird sie Erste Abtheilung. neu besungen. Völlig Giebt sih) 3. Bal erlösten, Sie zu trösten, Der zulschmerzen, nen, Den sie hier schon vater mn welt; Bal 5. Vor seinem antlitz wandeh herzen Ein Auf ewig frei von aller müh, fällt; Bal schmecken seine güte. Hier siön schuld In frieden ihrer bruͤst Und ihre a 4. Hier, fache lust Kein feindliches gen det, Das Kein neid, Kein streit Hemmt dien Wo man d Reiner liebe Unter seelen, Die hi des beküm nun nicht mehr fehlen. nen wir n 6. Gott! welche schaar ist dath von agtn eint! Die frommen, die ich hier hin ich's Imden Find- ich dort alle wieder. Dohf tarrlärt melt deine vaterhand, Die dein Eun sinden, hier verband, Herr, alle deine gl Weuth; Ewig Werd' ich Frei von mänz ich sehn Selbst mit engeln Freundschaft Da gen. O, ein umgang voller sih wle Mein 7. Da komm' ich zu des mas seyn; Und sohn, Der für mich starb, um An deinem thron Viel tausend sel'ge stehen, läßt mein du der deinen wonne bist, Dich s fühlen, d ich da, herr jesu ehrist, Auch mi 7. Da zücken sehen. Da wird, Mein nen, Was Von den freuden, Nichts mich Das wun den, Die du droben Deinen freiWas une aufgehoben. denkt meit 8. Wie selig werd' ich da eisthDie schickt Wie sicher werd' ich mich dann i 8. Da Dir ewiglich lobsingen. O jesulldringen, der herrlichkeit! Du hast dies Roffenbart; auch mir bereit't, Hilf mir eohsingen Di erringen! Laß mich Eifrig Dam ward; ur streben Und so leben Auf der Jauchzt il Daß ich dort dein erbe werde!“ 9. Da! ren Mich Mel. Wer nur den lieben gott Das nie oder: Du weiser schöpfer“. frommen ach einer prüfung Hwird dure 272. N 2* 1960 Fühnmein heil uns, gott, zur ewigkeit. Don 10. De verliert sich jede klage In himmisgegnen zufriedenheit. Hier übst du uns hieß, tugendfleiß; Dort aber reichst dubsehnen. den preis. wies; D 2. Du schenkst dem frommen EUrand De auf erden So manchen sel'gen ault fand blick; Doch alle freuden, die ihm bent) den, Sind noch kein recht vollone duben 3; nes glück. Er bleibt ein mensch, Ieb„Hei seine ruh Nimmt in der seele ab indn veben, iebt sahh 3. Bald stören ihn des körpers Der ulschmerzen, Bald das geräusche dieser vater mn welt; Bald kämpft in seinem eignen wandeh herzen Ein feind, der öfter siegt als er müh, fällt; Bald sinkt er durch des nächsten Hier stän schuld In kummer und in ungeduld. ihre kan. 4. Hier, wo die tugend öfters lei⸗ hes gem det, Das laster öfters glücklich ist; mit diet Wo man den glücklichen beneidet, Und „ Die hi des bekümmerten vergißt; Hier kön⸗ nen wir nie frei von pein, Nie frei r ist dott von aller schwachheit seyn. h hier ben 5. Hier such ich's nur, dort werd' 0 ich's finden; Dort werd' ich heilig und verklärt Der tugend ganzen werth empfinden, Den unaussprechlich großen icseh Dichi gott der dich— ich sehn, Dich lieben, ewig dich erhöhn. wohers 6. Da wird, o herr, dein heil'ger wille Mein witl und meine wohlfahrt des mass seyn; Und lieblich wesen, heil die fülle, rb, um An deinem throne mich erfreun. Dann e stehen läßt mein dir geweihter sinn Mich t, Dich ifühlen, daß ich ewig bin. Auch mits! 7. Da werd' ich das im licht erken⸗ „Meinynen, Was ich auf erden dunkel sah; ts mich Das wunderbar und heilig nennen, inen frem Was unerforschlich hier geschah; Da denkt mein geist, mit preis und dank, da erstDie schickung im zusammenhang. . dann sin8. Da werd' ich zu dem throne O jesulhdringen, Wo gott, mein heil, sich ast dies offenbart; Ein heilig, heilig, heilig mir eonsingen Dem, der für mich geopfert ifrig Dam ward; und aller himmel sel'ger heer Auf der i Jauchzt ihm einstimmig preis und ehr'. werde! 9. Da werd' ich in der engel schaa⸗ ren Mich ihnen gleich und heilig sehn; den gott u. Das nie gestörte glück erfahren, Mit ͤpfer. frommen stets fromm umzugehn; Da prüfung Uwird durch jeden augenblick Ihr heil ige Fühil mein heil, mein glück ihr glück. . Dort u 10. Da werd' ich dankvoll dem be⸗ deine glh zon mähh In himmülgegnen, Der gottes weg mich gehen st du usthieß, Ihn mit entzückter rührung ies; Da find' ich in des höchsten rommen sih hand Den freund, den ich auf erden sel'gen auhn zand. „die ihm 11. Da ruft(o möchte gott es cht polllomn geben!) Vielleicht auch mir ein sel'ger mensch, Wzu:„Heil sey dir! denn du hast mein eele ab Indnnleben, Die seele mir gerettet, du!“ 24. Von der Ewigkeit. O gott, wie muß dies glück erfreun, Der retter einer seele sehn! 12. Was seyd ihr, leiden dieser erden, Doch gegen jene herrlichkeit, Die an uns offenbar soll werden, Von ewigkeit zu ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie, Ist doch ein augenblick voll müh! Mel. O traurigkeit, o herzeleid* chrecklichs leid Der 273. O Ewigleit Das sünder dort erfahren, Die durch keine zucht von gott Hier zu bessern waren. 2. Durch ihre schuld, Von gottes huld Und angesicht geschieden, Sehn sie nimmermehr das licht, Haben nim⸗ mer frieden. 3. In dieser welt, Zum ort bestellt, Wo wir geprüfet werden, Haben auch die bösen noch Theil am glück der erden. 4. Hier können sie In ihrer müh Sich noch des eitlen freuen, Und, wenn das gewissen plagt, Ihr gemüth zerstreuen. 5. In jener welt, Die nichts ent⸗ hält Für sie an guten gaben, Auch ein tröpflein wassers nicht, Sie im durst zu laben; 6. Und wo forthin Ihr böser sinn Umsonst zerstreuung suchet: Da, da fühlen sie sich nun, Von dem herrn verfluchet. 7. Ihr wurm, der nagt Und sie zerplagt, Stirbt nimmer im gewissen; Nie verlischt des feuers brand, Den sie leiden müssen. 8. So dräut der herr; Gerecht ist er, Wahrhaftig ist sein dräuen. Wehe denen, welche doch Sein gericht nicht scheuen. 9. O gott des heils! Wir unsres theils Verehren dich im glauben, Laß reichst misehan, Daß er mir ihn so treulich den trost der bess'ren welt Keinen feind uns rauben! 10. O rette doch Auch sünder noch, Die jetzt dir widerstreben! Laß sie recht zu dit bekehrt, Ewig mit uns leben! Mel. Alle menschen müssen sterben ꝛc. wie unaussprechlich ö 274. O selig werden wir im himmel seyn! Da, da ernten wir un⸗ zählig Unsers glaubens früchte ein. Da wird, ohne leid und zähren, Unser leben ewig währen. Gott! zu welcher seligkeit Führst du uns durch diese zeit. 2. Hier ist zwar, was du den from⸗ men Dort für glück bereitet hast, Noch in keines herz gekommen. Welcher mensch auf erden faßt Deines him⸗ mels große freuden? Doch nach dieses lebens leiden Werden alle, die dir traun, Mehr noch, als sie hoffen, schaun. 3. Neue wunder deiner güte Werden da ihr glück erhöhn. Mit erstaunendem Deinrpr Wird dann unser auge sehn, eine huld sey überschwänglich, Unddas gute unvergänglich, Das dem, der dich redlich liebt, Deine vaterhand dort giebt. 4. Dann wirst du dich unsern seelen Offenbaren, wie du bist. Keine wonne wird uns fehlen, Da, wo alles wonne ist. Zu den reinsten seligkeiten Wird uns dort der mittler leiten, Der uns dieses glück erwarb, Als er an dem kreuze starb. 5. Da wird deiner kinder menge Ein herz, eine seele seyn; Liebe, dank und lobgesänge Dir, erhabenster, zu weihn; Dir, und dem, der selbst sein leben Willig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten freund, Sind wir ewig dann vereint. 6. O wer sollte sich nicht sehnen, Aufgelöst und da zu seyn. Wo, nach kummer, noth und thränen, Ew'ge üter uns erfreun; Wo sich unser ampf in palmen, Unser klagelied in psalmen, Unsre angst in lust verkehrt, Die forthin kein kummer stört! 7. Was ist unser loos auf erden? Ob's auch noch so köstlich sey, Ist's doch nie ganz von beschwerden, Sor⸗ gen, furcht und kummer frei. Schnell folgt hier auf lust oft weinen; Dort nur wird die zeit erscheinen, Wo kein wechsel mehr uns beugt, Wo die wonne immer steigt. 8. Seh, o seele, hochersreuet Ueber das erhabne glück, Das dir einst dein gott verleihet! Richte deiner hoffnung blick Oft nach jener stadt der from⸗ men, Mit dem ernst, dahin zu kommen. Trachte, weil du hier noch bist, Recht nach dem, was droben ist. Erste Abtheilung. 9. Ohne heiligung wird h Herr, in deinen himmel gehn. so mache immer reiner Hier mein dich einst zu sehn! Hilf du selbern seele, Daß sie nicht den weg van Der mich sicher dahin bringt, Mi ewig dir lobsingt. Mel. Wer nur den lieben gott z. wohl thust du, 275. Woalt den deinen führst sie einst zum himmel ein. werden leid, gesch rei und weingn nur ein dunkles traumbild senn wird, auf leicht verschmerzie Vollkommne wonne mich erfren 2. Wie fröhlich wird meing wille Da, herr, in deinem!“ ruhn! Da find' ich aller wünscht! Was ich gehofft, das schau ih Ja, über alle hofft nung writ En ich da glückseligkeit. 3. Wie überwie die den erlösten g er nun dich, der deiner herrlichkeit mein heiland, seh gend ist die h. eist entzückt, deinen som erblickt. H ich dich, un dein auf ewig mich. 4. Da komm' ich zu den edlens Die nun durch höh'res licht u⸗ Sich gottes führungen erzähleh sie durch prüfungen bewähn, wundervoll nach seinem rath ew'gen glück erhoben hat. 5. Nie geht ein frevler, ein en Ins reich der sel'gen geister ein. schadenfroher friedenstörer, Ken L schenfeind wird da mehr sehn, HA der in dem himmel thront, Das men treu dereinst belohnt. 6. Wie wohl wird uns da sh klarheit Durch alle wege gottes s. Wo lauter liebe, lauter wahthth himmels bürgersch du dich, herr jesu zeigest, wie du bi aft vereint, I christ, Verklil Mel. 76. vater, v überwind Noch nid Kann ich zu oft ne zum böse 2. In st. ö 7. Zur hoffnung solcher sehhh In der vereinigung du, o herr, mich vo mit dir, Übereiten schaff' ein reines herz in mir! I ich schauen soll, bit rein; auch meine seele seyn. 7 tel gehn. Hier meih u selbern weg gen ingt, Mun ben gott u. thust du, en deinen imel ein. nd weinen bild sehn chmerzit ich erfren d mein deinem wünschen schau ichn writ En äist die y entzückt, nen somn lickt. N dich, Im den edlens s licht H⸗ erzählez bewähnt, iem rath hat. vler, ein en geister einz törer, Kelh hr sehn, H ront, Duf ohnt. uns da sh ge gottes st ter wahihil vereint, I ist, Berllit olcher seütt mit dir, 2 lbereiten in mir! I st rein; E n. *⸗ Zweite Abtheilung. Lieder uͤber die christliche Sittenlehre. 1) Von der Buße und Bekehrung. Mel. Jesu meines lebens leben ꝛc. ö 276 A“ wann werd' ich von * der sünde, Gott, mein vater, völlig frei, Daß ich ganz sie überwinde, Ganz dir wohlgefällig sey? Noch nicht, ich gesteh's mit thränen, Kann ich mich von ihr entwöhnen; Ach, zu oft noch regt sie sich, Und versucht zum bösen mich! 2. In der andacht sel'gen stunden, Wo mein geist die wahrheit hört, Hab' ich oft das glück empfunden, Das die frömmigkeit gewährt; Habe auch gar sehr hienieden, Mir gewünscht den innern frieden, Und ein herz, dir ganz geweiht, So wie meine seligkeit. 3. Voll von heiligen entschlüssen Schwur ich dann, dir treu zu seyn, Und mit wachsamem gewissen Meiner unschuld mich zu freun; Willig wollt' ich da mein leben Dir, mein gott, zum dienst ergeben, Aller sünde widerstehn, Standhaft deine wege gehn. 4. Aber, ach! zu schnell empöret Sich der leidenschaften macht; Die verdunkelt, schwächt und störet, Was ich sonst so gut bedacht. Plötzliche versuchungszeiten, Beispiel, reiz der eitelkeiten, Deren schwarm mich stets umringt; Das ist's, was zum fall mich bringt. 5. O, ich armer, dem zur treue Feste seelenstärke fehlt, Den so oft schmerzvolle reue Und so oft doch frucht⸗ los quält! Ach! wer wird mich ganz vom bösen, Von der bösen lust erlösen? Ich elender! wer befreit Ganz mich von der sündlichkeit? 6. Du verzeihst, gott, die Ruht die Meiner sündigen natur. icht die schwachheit wirst du rächen; Bösen vorsatz strafst du nur. Hätt' ich nicht den trost, ich würde Unter meiner feh⸗ ler bürde Ganz erliegen, und mich dein, Höchstes gut, nie können freun. 7. Stellet mir denn hier auf erden Lebenslang die sünde nach; Kann ich nicht vollköommen werden, Bin und bleib' ich oft so schwach; O, so segne mein bestreben, So gerecht ich kann, zu leben, Daß ich doch von heuchelei Und von Bosheit ferne sey. 8. Wenn ich wanke, laß mich's merken; Laß mich streben fest zu stehn; Eile, mich, dein kind, zu stärken; Lehre selbst mich sicher gehn; Warne mich; sey mein begleiter; Täglich führe, gott, mich weiter, Bis ich in der ewig⸗ leit Dringe zur vollkommenheit. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. ch, wider dich, mein 277. A gott, hab' ich gesün⸗ digt! O laß die gnade, die dein sohn verkündigt, Wenn sünden uns von gan⸗ zem herzen reuen, Auch mich erfreuen. 2. Er selbst hat ja sich auch für mich gegeben. Laß mich vor dir um seinet⸗ willen leben. Tilg' aus die fünden, welche mich entweihen, Weil sie mich reuen. 3. O schaff' in mir, gott, eine reine seele, Ein neues herz, das deine wege wähle. Befördere und stärke mein bestreben, Nur dir zu leben. 4. Verwirf mich nicht von deinem angesichte! Gieb deinen geist, daß er mich unterrichte; Gieb ihn, daß er auf deiner wahrheit wege Mich leiten möge. 5. Erquicke mich in meiner seele leiden Mit deiner hülfe, gieb den geist — 2————„ 8 SD‚‚‚.— der freuden, Damit er, weil ich keine kraft besitze, Mich unterstütze. 6. Mit neuer treue will ich dich ver⸗ ehren; Ich will die sünder deine wege lehren. Mein beispiel soll sie reizen, deinen willen Gern zu erfüllen. 7. O höre, gott, erbarmend auf mein flehen. Wie solltest du ein reuend herz verschmähen, Das deine huld im glauben ernstlich suchet, Der sünde fluchet? 8. Ein herz voll reu und glauben willst du haben, Das liebst du, dem schenkst du des geistes gaben. Du willst die, so nach deiner gnade schmachten, Gott, nie verachten. Bekannte Melodie. llein zu dir, herr jesu 278. A ehrist, Steht mein vertraun auf erden. Ich weiß, daß du mein tröster bist; Kein trost kann mir sonst werden. Es ist kein retter außer dir, Kein mensch, kein engel, welcher mir Aus meinen nöthen helfen kann. Dich ruf' ich an; Du bist's, der helfen will und kann. 2. Zwar meine schuld ist übergroß; Doch reut sie mich von herzen. Er⸗ barme dich, und sprich mich los Durch deines todes schmerzen. Ich nehm' dich als den heiland an, Der auch genug für mich gethan, Dann werd' ich los der sündenlast. Mein glaube faßt, Herr, was du mir versprochen ast. 3. Gieb mir auch aus barmherzig⸗ keit, Durch diesen glauben, stärke, Zu dem, was mir dein wort gebeut, Zu jedem guten werke; Vor allem laß mich lieben dich, Und meinen nächsten gleich als mich: Und kömmt die letzte stund' heran, So stärk' mich dann, Daß ich mich dein getrösten kann. 4. Lob sey gott auf dem höchsten thron, Dem vater aller güte; Und dir, o jesu, seinem sohn, Der uns schafft heil und friede: So wie auch deinem guten geist, Der uns den weg zum himmel weist. Laß uns dir treu ergeben seyn, Daß wir uns dein, Und deines heiles ewig freun. Zweite Abtheilung. Mel. Herzliebster jesu, was hast y 5. Mii us einem tief zn Rescher 279. gebengteinhehn floß mei ich zu dir in meinen sündenschug darum di O mache mich, gott, meines kum sünders ledig, Und sey mir gnädig. bersöhnen 2. Beschämt erkenn' und fihh 6. Hert meine sünden; Laß, vater, mi men, De barmung vor dir finden. Wil und bein auf schuld und übertretung sehen mich und wird bestehen? dienst ist's 3. Bei dir allein, herr, sih mich dein zu vergeben, Du schenkst uns 7. Rett wahres glück und leben; Mif Schaff' ei nicht diese große liebe lehren,Uhei dir m treu zu ehren? immer me 4. Verzeihe mir, herr, alle ich michel fehle; Dein harret, vater, zu leben. müde seele; Laß trost und ruh, u versöhners willen, Mein herz enst In 5. Von einem tag bis an di dern morgen, Hoff' ich auf dit 281. stille meine sorgen! Du schenl der erlöster beladenen und müden Gern umuth Zu frieden. Durch die 6. Ja, hoffe nur, mein hiy Von ihm gottes gnade! Viel größer ist kraft zum dein seelenschade; Und endlich in Wie dich von allem bösen Herrlich ullast! Nir Der du a * V Und was kann vor deinen schit Richter aller welt, mich dechen durc in 2. Kann ich deinem arm enlssh kann Mir Du bist allenthalben nah, usic ihn dir mich zu entziehen, Himmelht nicht trost bist du da; Stürzt ich in die wort nun nieder, Deine rechte faßt mich ii 3. Herr, ich flieh' in deine hin Außer dir ist keine ruh. Dein en men hat kein ende; Wer ist gnäl von ben; als du? Du bist gott, und kurnspar 1 geben; Ach vergieb und laß miülluen v 4. Groß sind meine sündenschih Treu dein Ihre last ist mir zu schwer. In 5. Du länger mich zu dulden, Deine ½hr. reue muth müde wär, Müßt ich, uihmir! ich du nur winken, In des todts euch au versinken. sanft, lei was hahn 5. Mich für straflos zu erklären, tief u/ Reichet nicht bedaurung zu. Und zer⸗ n hetzen flöß mein herz in zähren, Fänd' ich denschuß darum doch nicht ruh. Können eines ines kum sünders thränen, Dich, o heiliger, idig. hbersöhnen? und fih 6. Herr, mein heiland, dein erbar⸗ ter, uih men, Dein für mich vergoßnes blut, u. Wil Und dein tod erlöst mich armen, Heilet ng sehen mich und giebt mir muth; Dein ver⸗ dienst ist's, was mich decket, Wenn err, sihh mich dein gerichtstag schrecket. kst uns 7. Rette mich von meinen sünden, n; M Schaff' ein reines herz in mir, Laß lehren,Uhei dir mich ruhe finden, Zieh mich immer mehr zu dir. Dankhar will r, alle s ich mich bestreben, Mein erlöser, dir vater, zu leben. id ruh, un herz eust In eigner bekannter Melodie. is an di err jesu ehrist, du höch⸗ Rauf 6281. H stes gut, Du zuflucht u scheus der erlösten! Ich komme mit gebeugtem Gern muth Zu dir, mich dein zu trösten; Durch dich zum vater mich zu nahn, nein hih Von ihm vergebung zu empfahn Und öher ist skraft zum neuen leben. endlich u 2. Wie drückt mich meiner sünden derrlich illast! Nimm du sie mir vom herzen, 1 Der du auch mich versöhnet hast Am ißgehendel freuz mit todesschmerzen; Daß nicht 1003 npfudu vor angst 95 255 19 der digt; Das empfindung ganz vergeh, Wie sehr i Allebeh mich verschuldet. 105— een sl 3. Denn, denke ich mit ernst zu⸗ 40 beun rück An mein geführtes leben, An das ch de durch fünd' verscherzte glück, Was 3%% Iil Kann mir da trost geben? Doch find' iah ail ich ihn bei dir allein, Und brauche Himmalh nicht trostlos zu seyn, Weil ich dein ch in die wort nun habe. ich dis behn 4. Dies ewig theure wort verspricht 6. Dein Ja allen gnad' und leben, Die sich h von neuem ihrer pflicht Und ihrem gott unt tonntergeben, Und nun vom sündenjoch laß michl efveit, Mit ganzer herzenswilligkeit sündenshih Tren deine wege wandeln. wer. JaH 5. Du rufst ja sündern selbsten zu: 1, Deine Ihr reuerfüllten alle Kommt her zu ißt ich, hihmir! ich schaff' euch ruh Und richt' des tobts heuch auf vom falle; Mein joch ist sanft, leicht meine last, Nehmt willig 1. Von der Buße und Bekehrung. 12⁵ sie auf euch und faßt Die hoffnung, ruh zu finden. 6. Drum komm' ich, herr, auf dein gebot, Erfüllt mit haß der sünden, Und hoff', in meiner seelennoth, Bei dir auch trost zu finden: Erbarme dich doch über mich; Vergieb mir, was ich wider dich Von jugend auf begangen. 7. Wie groß ist doch die seligkeit, Sein herz durch dich zu stillen, Und dann zu thun auch sehn bereit, Herr, deines vaters willen! O leite mich auf dieser bahn, Daß ich gehorche, und fortan Nur dir zu ehren lebe. 8. Stärk' auch mit deinem freuden⸗ geist Mich in den letzten stunden, Wann sich mein geist der erd' entreißt, Von sünden ganz entbu den, Und nimm mich so, wann dirs gefällt, In wah⸗ rem glauben aus der welt, Zu deinen auserwählten. Mel. Jesu, deine tiefe wunden ꝛc. 282 öchster, denk' ich an die * güte, Die du mir bis⸗ her erzeigt: O so wird mein ganz gemüthe Zu der tiefsten schaam gebeugt, Daß ich dich gering geschätzt, Häufi dein gebot verletzt, Und dich, der mi so geliebet, Doch mit sünden oft be⸗ trübet. 2. Alle meine seelenkräfte, Meine glieder, sind ja dein, Und sie sollten zum geschäfte Deines dienstes fertig seyn: Doch hab' ich der eitelkeit, Unbe⸗ dachtsam sie geweiht: Ja zum schnöden dienst der sünden Ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine huld war jeden morgen Ueber mir, o vater, neu. Von wie manchen schweren sorgen Machtest du mein herze frei. Was mir nützte, gabst du mir; Aber ach! wie dankt ich dir? O wie hab' ich, so vermessen, Deiner langmuth zweck vergessen! 4. Bei so hellem licht der gnaden Sollt' ich ja die sünde fliehn, Und um rettung von dem schaden Meiner seele mich bemühn. Deine güte lockte mich Oft zur buße, abet ich Floh vor ihrem sanften locken, Suchte selbst mich zu verstocken. 5. Ich bereue meine sünden, Beuge mich, mein gott, vor dir. Laß mich bei dir gnade finden, Neige deine huld zu mir; Ach vergieb, was ich gethan! Nimm mich noch erbarmend an! Führe mich vom sündenpfade Auf den sel'gen weg der gnade! 6. Dir ergeb' ich mich aufs neue; Gieb, daß mein gebeugter geist Deiner vaterhuld sich freue, Die dein tröstend wort verheißt. Was mein heiland mir erwarb, Als er für die sünder starb, Fried' und freude im gewissen, Ach! das laß mich auch genießen. 7. Stärke selbst in meiner seele Den entschluß, mich dir zu weihn; Gieb, daß mirs an kraft nicht fehle, Folgsam deinem wort zu seyn. Stehe mir stets mächtig bei, Mache du mich selbst recht treu. Dich zu lieben, dir zu leben, Sey mein herzliches bestreben. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ch armer mensch, o herr, 283. J ich sünder, Steh hier vor deinem angesicht. Erbarmer aller menschenkinder, Gott, geh' mit mir nicht ins gericht! Bin ich es gleich vor dir nicht werth, Daß mir noch gnade wiederfährt. 2. Um trost ist meiner seele bange; Die last gehäufter missethat Liegt schwer auf mir, die mich so lange Von dir, mein gott, entfernet hat. Weß tröst' ich mich, ich schuldiger, Als deiner nur, barmherzigster? 3. Soll ich an deiner huld eunsch Ich, dein geschöpf? das willst du nicht. Du, der du mich bis jetzt ertragen, Bleibst ewig meine zuversicht. Du, gott, durch den ich leb' und bin, Giebst mich nicht dem verderben hin. 4. Du siehst die folgen meiner sün⸗ den; Und denk' ich: wer vertilget die? So lässest du mich ruhe finden, Und sprichst: ich, ich vertilge sie! Du schen⸗ kest mir an jesu heil, Zur stillung meiner unruh, theil. 5. Auch mir hat er dies glück erwor⸗ ben, Getrost zu dir empor zu sehn; Auch ich soll, da er ist gestorben, Durch ihn begnadigung erflehn, Bei dir dem, Zweite Abtheilung. gott, der gern vergiebt, Und glauben he segnet als betrübt. en, Die 6. Sprich dann zu mir: dir IM Deinen tt geben! Und stille des gewissens shn du deinen Und will mein zaghaft herz nochi 7. Dir So sprich du kräft'ger als mein Gott, me Dein gnadenwort mach' alles gu Laß mich schenke selbst zur beßrung muth, seyn mein 7. Ich zweifle nicht; ich bin eih schnöde li Mein glaube sagt mir, daß icht ferner über Der trost, der sich im herzen un dich mein Der neue dir geweihte sinn, Mein bleiben ka! liches vertraun auf dich Bezeug du begnadigst mich. Mel. Mel. Jesu meines lebens leben 285. Ich erhebe mein gi mit heilsb 284. I Sehnsuchtsool, bofft auf gott, zu dir. Ich verehre deine gebens T O wie theuer ist sie mir! Gott din 2. Du und des lebens, Keiner harrt augller welte vergebens! Nur verächter deinnlschenke vor Stürzet ihre eigne schuld. herz, und 2. Lehre mich, herr, deine Rur bess'r. Zeige deinen willen mir! Lele, 3. Went die rechten stege, Führe du mihldir kehret, zu dir. Gott, du siehest mein anlunden m Sicher kann ich auf dich bauen fünden ni vatertreue ist Ewig, wie du selbe schenken. 3. Ach, gedenke an die sünden 4. Sta ner jugendjahre nicht! Laß mih welten, S dir gnade finden, Geh' nicht udann auch ins gericht. Sünden, die u ich meiner bereuen, Willst du, vater, ja ven 5. Allm O so höre denn auch mich! Mal reue, Mit aufs neue zu dir wenden, Ueber ihre betrübt. Freude schenket deint Wi Dem geängsteten gemüthe, V ban e hast. 200 6. Herr, zu was für seligkeileh in jener bessern welt, Jeden fton noch willst leiten, Der dir hal — Und Uglauben hält, Offenbarst du allen see⸗ len, Die zu ihrem theil dich wählen. dir UDeinen theuern gnadenbund Machst ssens sän du deinen kindern kund. rz nochh 7. Dir will ich mich denn ergeben. ils mein Gott, mein gott, verlaß mich nicht! nlles gu Laß mich heilig vor dir leben, Treu g muth, seyn meiner ganzen pflicht: Keine ch bin eil schnöde lust der sünden Soll mich daß Ealbich überwinden; Denn du nimmst herzen udich meiner an, Daß ich standhaft n, Mein bleiben kann. Bezeug Mel. Herzliebster jesu, was ꝛc. ch flehe, gott, von ewie s leben 285. J großer güte, Zu Lir, mein ge mit heilsbegierigem gemüthe. Wer htsvoll, hofft auf dich, der hoffet nicht ver⸗ sre deint gebens, Du gott des lebens. Gott du. 2. Du willst nicht opfer, richter harrt alfaller welten! Was könnten doch ge⸗ er deinnlschenke vor dir gelten? Du kennst das ld. herz, und willst, statt aller gaben, „deine Nur bess'rung haben. ir! Leitel. 3. Wenn sich der sünder wieder zu du mich dir kehret, und dich durch glaubige nein ehret: So willst du seiner bauenz fünden nicht gedenken, Ihm gnade e du selba schenken. ie sünden 4. Statt aller opfer, richter aller Laß Abanna Soll ehristi tod für mich als⸗ nicht dann auch gelten: Um seinetwillen soll die wnich meiner sünden Vergebung finden. I, ja ben 5. Allwissender, du siehest meine ich! Mei reue, Mit der ich bess'rung dir gelob' gufs neue; Sie wirst du, der du in sündenhldas herz kannst sehen, Gott, nicht „Gnädih berschmähen. inn er sicht, 6. Stärk' mich, des lasters falschen em sündez reiz zu fliehen, Ein gut gewissen allem n rege. vorzuziehen; Mit heil'gem ernst gelob' flicht unlich dir auf's neue Beständig treue. elenden, 9—— 0 O gott du ich doch gott ꝛe. ich fl aß mich doch, o mein . 40.%86. 16 gott, Die buße nicht aket dein Berschteben, Die mir dein wort gebeut; üthe, Iu Wie könnt' ich sonst mich lieben? Ist ichabgune wabre besserung Nicht meiner seele lück? O warum säum' ich dann seligtahah och einen augenblick? Jeden fue wer Du, gott, gewinnest nichts, dir un Wenn ich mich dir ergebe, Und, dei⸗ 1. Von der Buße und Bekehrung. 12⁷ ner werth zu seyn, Im glauben mich bestrebe. Wenn ich das gute thu', Das mir dein wort gebeut: So dien' ich stets mir selbst, Und meiner seligkeit. 3. So süß ein laster ist, So giebts doch keinen frieden. Der tugend nur allein Hast du dies glück beschieden. Wer dir, o gott! gehorcht, Erwählt das beste theil. Wer dich, o gott! verläßt, Verläßt sein eignes heil. 4. Was weigre ich mich denn, Das laster zu verlassen? Weil es mein un⸗ glück ist, Befiehlst du, es zu hassen. Was säum' ich länger noch, Der tu⸗ gend mich zu weihn? Weil sie mich glücklich macht, Befiehlst du sie allein. 5. Die buße führt mich nicht In eine welt voll leiden: Sie führet mich vielmehr Zu dauerhaften freuden; Macht meine seele rein, Füllt mich mit zuversicht, Giebt weisheit, wahre ruh, Und muth zu meiner pflicht. 6. Wahr ist es, es ist schwer, Sein eignes herz bekämpfen; Begierden wi⸗ derstehn, Und seine lüste dämpfen, Doch bleibts ja meine pflicht; Und diese schwierigkeit, Die heute mich er⸗ schreckt, Wird schwerer durch die zeit. 7. Je öfter ich das thu, Was böse lust befohlen, Je stärker wird der hang, Die that zu wiederholen. Scheu ich mich heute nicht, Dein feind, o berr, zu seyn! Um wie viel weniger Werd' ich mich morgen scheun? 8. Du reichst ja kräfte dar, Uns selber zu besiegen. Der sieg, so schwer er ist, Bringt doch gar groß vergnü⸗ gen. Geht er im anfang gleich Nur noch sehr langsam fort: So bist du gott, mir nah, Und stärkst mich durch dein wort. 9. Wie schnell kann nicht der tod Mich dieser welt entrücken! Und buße ist kein werk Von 4 50 augenblicken. Ein seufzer, gott! zu dir, Ein wunsch nach besserung, Und angst auf missethat, Ist noch nicht heiligung. 10. So gieb denn, weil ich noch, Herr! deine stimme höre, Daß ich mich ungesäumt Von allem bösen kehre: So darf ich nicht dereinst Zu meiner größten pein Mein hier versäumtes glück, Wie wohl zu spät, bereun. 12⁸ Mel. Schwing' dich auf zu deinem ꝛe. 287 Linster vater, ich, dein * kind, Falle vor dir nie⸗ der. Du weißt, was mein herz em⸗ pfind't: O erbarm' dich wieder! Groß ist meine sündenschuld, Die mich in⸗ nigst reuet, Größer deine vaterhuld, Die mich noch erfreuet. 2. Zwar ich bins nicht werth, zu dir Kindlich aufzusehen; Doch du bleibst ein vater mir, Du vernimmst mein flehen; Kennst mein herz, ermunterst mich, Es vor dir zu stillen: Denn du hörst mich väterlich Noch um ehristi willen. 3. Du bist meine zuversicht, Ohne dich ist's keiner; Mich, voll reu, ver⸗ wirfst du nicht, Du erbarmst dich meiner; Der du deinen sohn für mich In den tod gegeben! Sein erlöster bin auch ich, Theu'r erkauft zum leben. 4. Dies, dies soll in jedem schmerz Mein vertraun erwecken. Vor der sünde soll mein herz, Nicht vor dir, erschrecken. Trauen will ich, vater, dir, Stets die sünde hassen, Nie vergessen, daß du mir So viel schuld erlassen. 5. Preis sey dem allgütigen, Der mein seufzen kennet! Der dem gnade⸗ suchenden Freien zutritt gönnet. Sing es, seele, vor dem herrn, Fleuß von freuden über! Gott, dein gott, ver⸗ stößt nicht gern, Er begnadigt lieber. 6. Ewig bist du so gesinnt, Schöpfer meiner seele! Auch wenn ich, dein strauchelnd kind, Noch aus schwachheit fehle: So gedenkst du, der du weißt, Daß mein herz dich ehret, Meiner schwachheit, und verzeihst Dem, der wiederkehret. Mel. Wenn wir in höchsten ꝛe. ach dir verlanget mich, 288. N nach dir; Goit, meine hülfe kommt von dir! Wer ist, wie du, so gnadenreich? Wer dir an macht und weisheit gleich? 2. Ach, mein erbarmer, rechne du Mir meine missethat nicht zu! Sie reuet, gott, sie reuet mich, Und meine seele hofft auf dich. 3. Wie gut, wie leicht ist dein gebot! Du willst, ich soll dich lieben, gott; Zweite Abtheilung. Willst, daß ich redlich handeln s ew'gen le meinem und des nächsten wohl mein gott, 4. Und doch verletzt ich diesen noth, Un Und schätzte deine gnade nichtt 4. Fü elend scheingut zog ich thor di blut Zur und meinem heile vor. komm es 5. Mein herz, das seine schuldul leben und Das siehest du, und wie's enthu verschuldu Zu thun, was dein gesetz besiehll barmunge nur mein bestes mir empfiehlt. 5. Geist 6. Ich traue der barmhens Regierer! Die sich noch jeden tag erneutt ans weltg vaterhuld, die immerdar M will wank seelen zuflucht war. flieh, Und 7. Dein wort giebt mir versih nie Mein Vollkommener begnadigung; 6. Und gewiß durch jesum ehrist, Daß So hilf en auch verliehen ist. seele trost 8. Doch nie entfall' es meinen stes, finder Daß ich, als ehrist, berufen bin und noth, meines mittlers tugenden Hinn der tod, 2 zu verkündigen. 9. Wie ich die gaben angeht Mel. Die ich empfing aus deiner hand 290 wird die große frage seyn, Busch* entscheidungstag herein. eure seligl 10. Ein herz, das sich des sünder, A freut, Voll menschenlieb' und giß weilt beke weiht, Dies soll ich dort nih himmelrei alsdaum. Mein richter fordenth Dn alsdann. 2. Dod 11. Schaff' dieses herz in min) So müßt ach! Du weißt es, vater, ih sünde wi schwach. Mein trost sey mein dah das höchf auf dich, Und redlichkeit behuten fehn— n, We Mel. Wenn mein stündlein u. 249. G8l vater der ban 3. Seli 289. O zigkeit, Ich sil Selig, w. zu fuße, Und thu' noch in di sünde lüst denzeit Von ganzem herzen reiz vers Was ich nicht recht gethan zl mach, Erbarmer, das verzeihe mir, fl deiner großen güte. 2. Du geber wahrer sellh A. We Nimm von mir, was mich au Eur⸗ Durch deine gnade wirke du, A euch mi es mir noch fehlet. Gieb mü—h Helt der heillgung. 45 n 92 Rarl esserung Es täglich weiter 3. Und du, o jesu, der zu 15. 1 Für uns dahin gegeben, Du haf Die verst freier huld auch mich Erlhl 5 ndeln s ew'gen leben. Mein seligmacher und n wohl. mein gott, Erbarm dich meiner seelen⸗ diese y noth, Und gieb mir deinen frieden. se nicht. 4. Für fünder floß dein theures thor I blut Zur rettung vom verderben: So komm es denn auch mir zu gut Im schuldeh leben und im sterben. Es halte von 's entbn verschuldungen, Der reichthum der er⸗ besiehlht barmungen Des höchsten mich zurücke. stpfiehlt. 5. Geist gottes, du, der seelen licht, armhen Regierer der gedanken, Erinnre mich erneutt ans weltgericht, Wenn ja mein herz dar Mi will wanken; Damit ich jedes laster flieh, Und ehrfurcht, geiz und wollust ir versch nie Mein herz beflecken möge. ing; Y. 6. Und schlägt die letzte stunde mir, „Daß So hilf mir überwinden! Laß meine seele trost bei dir, Du gott des tro⸗ meineh stes, finden! Belehre mich, daß schmerz fen bign und noth, Der krankheit last und selbst u Hienh der tod, Mich doch zum leben führe. Mel. Jesu, deine tiefe wunden. er handil chaffet, schaffet, men⸗ n, Iut 290. S schenkinder, Schaffet eure seligkeit! Bauet nicht, wie sichre sich des fünder, Auf die ungewisse zeit; Unver⸗ 5und gil weilt bekehret euch, Ringet nach dem dort nich himmelreich, und bemüht euch, hier fordente auf erden Heilig, selig dort zu werden. 2. Doch, soll dieses recht geschehen, z in mir) So müßt ihr mit festem muth Aller vater, ih sünde widerstehen, Nur was gott, mein bin das höchste guth, Von euch fordert, it behiten muß allein Eures lebens richtschnur sehn, Wenns gleich eurem schwachen indlein 6. herzen Freude dünket oder schmerzen. der ban. 3. Selig, wer durch glauben kämpfet! „ Ich fih Selig, wer im kampf besteht, Wer der 5 In der sünde lüste dämpfet, Standhaft ihren herzen Vreiz verschmäht! O so jagt dem guten ethan vu nach, Seht dabei auf ehristi schmach; he mir, So könnt ihr den himmel erben, Fröh⸗ lich leben, rubig sterben. rer seil 4. Werd't ihr aber nicht recht rin⸗ mich aun gen, Sondern träg' und lässig seyn, kle du, W. Eure neigung zu bezwingen; Wie kann Gieb un euch der sieg erfreun? Denn es folget ich iud gie ein sieg Ohne solchen ernsten krieg; Heiter bulh Nur die sieger schmückt, zum lohne, Unperwelkt die himmelskrone. Rul /Dalnt 5. Fleißig beten, all'zeit wachen; n angethz „Cils Die versuchung weislich fliehn. Sich 1. Von der Buße und Bekehrung. 129 die pflicht zur freude machen; Unab⸗ lässig sich bemühn, Selbst beim spott und hohn der welt. Das zu thun, was gott gefällt: Dieses wollen und voll⸗ bringen Heißet, nach dem himmel ringen. 6. Drum entreißet euch den lüsten, Wenn ihr noch gefesselt seyd, Und beweiset euch, als ehristen. Muthig, standhaft in dem streit. Schont der liebsten sünde nicht, Wär' es auch die schwerste pflicht, Und denkt oft an ehristi worte: Dringet durch die enge pforte. 7. Zittern will ich vor der sünde, Und dabei auf jesum sehn, Daß ich seinen beistand finde, In der tugend zu bestehn. Ja, mein heiland, ach! geh' nicht Mit mir armen in's ge⸗ richt. Gieb mir deines geistes waffen, Meine seligkeit zu schaffen. 8. Gieb zum wollen das vollbrin⸗ gen, Muth und kräfte zu dem streit; Lehre mich, mich selbst bezwingen, Und verleih beständigkeit! Zeige mir von deinem thron Den verheißnen gnadenlohn, Daß ich wache, bete, ringe, Und also zum himmel dringe. Mel. Mache dich, mein geist ꝛc. ichrer mensch, noch i 291. S es zeit, Rußzustebn vom schlafe! Nahe ist die ewigkeit, Nahe lohn und strafe. Hör', gott spricht: Säume nicht, Seinen ruf zu hören, Und dich zu bekehren. 2. Noch weckt der posaunen schall Nicht die todten alle; Noch bebt nicht der erdenball, Nahe seinem falle; Aber bald, Bald erschallt Gottes ruf; zur erden Sollst du wieder werden. 3. Kömmt nun, ehe du's gedacht, Unter sündenfreuden, Deines lebens letzte nacht, Was wirst du dann lei⸗ den, Wenn dein herz, Von dem schmerz Deiner schuld zerrissen, Wird verza⸗ gen müssen? 4. Wenn vor deinem antlitz sich Jede sünd' enthüllet, Wenn dann eine jede dich Ganz mit graun erfüllet; Dich nichts dann Stärken kann, Keine deiner freuden: Was wirst du dann leiden? 20 13⁰ 5. Nah' dem untergang, wirst du, An des grabes stufen, Bang um trost und seelenruh, Dann vergebens rufen: Rette, gott, Mich vom tod! Rette noch im sterben Mich von dem verderben! 6. Noch, noch wandelst du allhier Auf des lebens pfade; Noch ist zur errettung dir Nah des ew'gen gnade. Eil' ihr zu, Daß du ruh Für dein herz empfindest, Und vergebung findest. Mel. Vatrr unser im himmelreich. o wahr ich lebe, spricht 292. S mein gott, Mir ist nicht lieb des sünders tod; Mein wunsch und wille ist vielmehr, Daß er recht⸗ schaffen sich bekehr'; Sich beßre in der gnadenzeit, Und mit mir leb' in ewigkeit. 2. O sünder, drum verzage nicht, Bedenk' es, was gott selbst verspricht, Der dir vergebung, trost und gnad' Auch hierdurch zugesaget hat. Und er besiegelt's mit dem eid, Sey nur zur besserung bereit! 3. Hüt' dich dabei vor sicherheit, Denk' nicht: zur buß' ist's immer zeit, Ich will erst thun, was mir gefällt, Und werd' ich müde dieser welt, Als⸗ dann will ich bekehren mich; Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist es: gott ist stets boreit Zum wohlthun, zur barmherzigkeit; Doch sündigst du auf gnade hin, Beharrst in deinem bösen sinn, Und willst nicht sorgen für dein heil, So nimmst du nie am himmel theil. 5. Um christi willen hat zwar gott Verheißen leben für den tod; Allein entdeckt er dir auch wohl, Wer von uns morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist dir kund; Verborgen ist die todesstund'. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich; Noch heute kann es ändern sich. Wer heut ist stark, gesund und roth, Ist morgen krank, vielleicht auch todt. Stirbst du nun ohne bess'rung hin, Wie willst du denn der höll' entfliehn? 7. Hilf, o herr jesu, hilf du mir, Daß ich jetzt komme gleich zu dir, Und mich bekehre unverweilt, Eh' mich mein ende übereilt: Damit ich heut' und iederzeit Zu meinem hingang sey bereit. Zweite Abtheilung. Mel. Wer nur den lieben gott y 2. O, ie theuer, goth mirt 293. Wé deine güte, 0 gemüthe d missethat vergiebt, so bald ein m hilfst belal des gemüthe Die sünden, die ea helfer wäl geliebt, Erkennt, verdammt und“ 3. ö li t, Und zuversicht zum in blut floß 4 mich von 2. Doch laß mich ja nihi frecen fir werden, Weil du so reich an dich liebet, bist! Wie kurz ist meine zeit aufth giebet. Die mir zum heil gegeben istuh 4. Wie daß sie mir recht wichtig seh; machst von ich sie meiner besserung weih. dein wort 3. Zwar deine gnade zu beniß auf verlass Sind reu und besßrung viel zul geben! So Doch darf sich auch kein menschn 5. Zwar nen' Zu glauben, dir versohn Doch, gütit seyn, Wenn er noch liebt, wun mißfällt, Und nicht dein won herzen hält. 4. Wie kannst du dem die Mel. He erlassen, Der frevelnd schuld auf 29 5 den häuft! Der kann kein hern e fassen, Der zwar auf sein heih mittler, jes sich steift, Doch in der sünde nos geist der gn harrt, Dafür er aufgeopfert woß uns nicht; 5. Drum fall' ich dir, mein gesicht Mit zu füßen, Vergieb mir gnädig von uns u schuld, Und heile mein verwundh der langmu wissen Mit trost aus deiner vatas auf unser h Ich will mit ernst die sünden sih heil, erbar Und willig dir gehorsam seyn, Verbirg u 6. Daß mit gerechtigkeit auch Und geh' Durch ehristum mir geschenkeh 2. Wir he Will ich durch übung guter Den stand Beweisen; mache selbst mich Und deinen Herr, in der liebe gegen dichl wir kehren dringe stets und leike mich, o laß aufs 7. Laß mich zu deiner ehre ll Laß sie ung Der du die missethat vergiebstl dein befehl hassen, was du mir lchs. des versuch lieben, was du selber liebst, Edes lasters vater, mein gewissen rein, Und huns Leune meinen wandel sehn. Me seh 3. Dein mir armen? gett 2. O, mein herr jesu, du Rufst „goh, auch mir gnädig zu. Mit hoffendem te, Oil gemüthe Flieh ich zu deiner güte; Du dein in hilfst beladnen seelen, Die dich zum die ehelfer wählen. t undg 3. Ich traue froh auf dich, Dein zum im blut floß auch für mich; Du rettest mich von sünden, Läss'st mich den nicht frieden finden, Den der hat, der h an g dich liebet, Und den die welt nicht en istl 4. Wie 668 die sünde sey, Du g seh; machst von ihr mich frei, Wenn ich veih. dein wort recht fasse, Mich fest dar⸗ u berdiz auf verlasse. Du sprichst: dir ist ver⸗ viel zuh geben! So fühl' ich neues leben. enschn 5. Zwar viel noch mangelt mir; versöhn Doch, gütigster, von dir Kommt jede bt, wa n won m die sh Mel. Herzlich lied hab' ich dich ꝛc. Id aufst u gott, der unsre zu⸗ hen 295. D flucht ist, Gott, unser ein heih mittler, jesu christ, Gott, heil'ger nde nohl geist der gnaden! Unendlicher! berwirf ofert wuß üns nicht; Wir kommen vor dein an⸗ „mein i gesicht Mit missethat beladen. Nimm znädig don uns unsre sündenschuld, Du gott verwunnder langmuth und geduld! Und merk' er vatall guf unser heißes flehn, Daß wir dein inden sih heil, erbarmer, sehn. Herr, unser gott! sehn, Verbirg uns nicht Dein angesicht, it auch Und geh' mit uns nicht ins gericht. schenkeh. 2. Wir haben unsern stand entweiht, guter Den stand der christen, unsern eid, mich Und deinen weg verlassen: Doch, sieh, 1 dichl wir kehren voller reu Zurück zu dir; ich. o laß aufs neu Uns deine rechte fassen! r ehre lnLaß sie uns leiten auf den pfad, Den dgiebstl edein befehl geheiligt hat; Daß irrthum rgeben, dund versuchung nie Uns auf die bahn Hbs. Üdes lasters zieh. Herr, unser gott! u, Und heVor ungeduld, Vor aller schuld Behüt' uns deine vaterhuld. 3. Dein antlitz leucht' auf unser ie. land; Ringsum bedeckt von deiner Ffliehen hand, Laß es der ruh genießen! Wend' ch besch ab von uns, mit deiner hut, Der sünden flammen grimm, den zorn der fluth, Wer wih Des krieges blutvergießen. Sey rei⸗ schafst Utend mit uns, wenn die noth Des mangels und der seuchen droht, Und 1. Von der Buße und Bekehrung. ute gabe, Die ich noch nöthig habe. u wirst mich unterstützen, Und in versuchung schützen. 6. Wie unerschrocken ruht Das herz in deiner hut; Du hast ja selbst ver⸗ heißen, Nichts solle mich entreißen Dir, dem ich angehöre, Folg' ich nur deiner lehre. 7. Darum verlaß ich mich, O jesu, ganz auf dich; Jetzt kann ich nicht verderben, Dein reich muß ich er⸗ erben: Denn du hast mirs erworben, Da du für mich gestorben. 8. Herr, deß ich ewig bin, Gieb mir den festen sinn, Das alles stets zu meiden, Was mich von dir kann scheiden: So leb' ich dir, und erbe Den himmel, wann ich sterbe. b. An öffentlichen Bußtagen. schütz' uns, nicht ihr raub zu seyn; Laß sicherheit das land erfreun. Herr, unser gott! Das land ist dein, O laß gedeihn Und sicherheit das land erfreun! 4. Sohn gottes, der zur erde kam, Und unsre schwachheit auf sich nahm, Um gott uns zu versöhnen; Der durch den tod ins leben drang, Sich dann zur rechten gottes schwang, Wo ehr' und preis dich krönen: Vertritt, o mittler, uns bei gott! Durch deine leiden, deinen tod, Stärk' uns in unsrer prüfung lauf, Und wenn wir straucheln, hilf uns auf! Herr, unser gott! Dein trost, dein licht Verlaß uns nicht Im tod, im grab, im weltgericht. 5. Schütz' uns vor irrthum und Bir eü Erhalte deiner frommen schaar er eintracht glück und segen! Uns leite, gott, dein guter geist, Und was dein wort verspricht und heißt, Sey licht auf unsern wegen! Laß auch in lehr' und wandel rein Die diener dei⸗ nes wortes seyn, Und bringe zu der wahrheit glück, Zu dir, die irrenden zurück. Herr, unser gott! Breit' aus dein wort An jedem ort, Gieb geist und kraft zu deinem wort. 6. Auch die regenten lenke du, Daß sie durch weisheit und durch ruh Der länder wohlstand heben; Dem fürsten, 9* 13² Zweite Abtheilung. der uns schützt und liebt, Gieb, der Vereitle der verfolger rath, Und! in ihm so viel uns giebt, Das beste sie den rechten pfad. spät'ste leben! Noch lange sey sein gott! Durch alles leid Der 0 3us du vaterblick Uns, seinen kindern, schutz Führ' uns zu deiner herrlichkeit hülf döch und glück; O! schütt auf ihn, und 8. Du thust weit mehr, gl 93. Ouut auf sein haus, Und seine räthe seg⸗ verstehn, Kannst mehr gewähre de deine h nung aus! Herr, unser gott! In wir flehn; Laß uns erhörung fi 121. eist deiner hand Ist unser land; Beglück' O! neig' auf unser flehn dein! II schon es, segne jeden stand. Heb' unser Herz zu dir empor Randenol 7. Vernimm der leidenden gebet; mach uns rein von fünden. I bei mir Ii Wer in gefahr und noth dir fleht, nun ganz dein eigen seyn, Iml J. Gieb Dem hilf aus seinen nöthen! Gieb und im tode dein; Wir sind. ubersiht kranken linderung und ruh; Die ster⸗ehristi blut erlöst; O du, der sl Later sehst benden erlöse du, Erhör' ihr christ⸗nicht verstößt, Herr, unser gottz alle meine lich beten! Sey aller unterdrückten barme dich, Erbarme dich M. ö sey: Dami heil, Der witwen und der waisen theil; Kuns, leit' uns väterlich! snrs 30 5. Mach 0 gott, so! 5. Du hast mich aufgerichth Ind suls b. mir den weg gewiesen, Den it dir gefällt: wandeln soll; Dafür sey, hen, Den himm priesen! Sey hochgelobt, daß i 6. Mein alten sünden hass'; Und das, vn deine jünge mißfällt, Nun willig unterlaß, wanketen, 6. Damit ich aber nicht Musßz Ach, unter wieder falle: So gieb mir deineh liches gebet So lang' ich hier noch walle, kraft Dem, mich, den schwachen, stärk, 7. In de mir mächtig sey, Auch mein gin und aller bie zweife c. Nach geschehener Bekehrung. Mel. O gott, du frommer gott. as kann ich doch für 296. Wẽ dank, O herr, dir da⸗ für sagen, Daß du mich mit geduld So lange zeit getragen: Da ich in großer sünd' Und übertretung lag, Und dich, o heil'ger gott, Erzürnte manchen tag. 2. Sehr große lieb' und huld Er⸗ wiesest du mir armen; Ich fuhr in bosheit fort, Du aber in erbarmen: Ich schob die buße auf Und wider⸗ strebte dir; Du schobst die strafe auf, Und trugst geduld mit mir. 3. Daß ich nun bin bekehrt, Ver⸗ dank' ich deiner gnade; Du, du riefst mich zurück Von des verderbens pfade. Durch deine güt' und treu, Die an die wolken reicht, Hast du mein har⸗ tes herz Gerühret und erweicht. . Selbst konnte ich dich wohl Be— leidigen mit sünden; Doch konnt' ich ohne dich Den weg zum heil nicht finden. Selbst fallen konnte ich Und ins verderben gehn: Nur selbsten konnt' ich nicht Von meinem fall aufstehn. stets Zu deinem dienst erneu, mich Auf g 7., Ach leit und führe mich, geh' ich fre lang' ich leb' auf erden; Luf,ugerzeit, 3 nicht, ohne dich, Durch mich giß Der seelen werden. Führ' ich mich ohne! So Licht ich leicht Lhmih du mich leitest selbst, Thu' ich. mir gebührt. esi 298. 8. O gott, du großer gohh bestehen; vater, hör' mein flehen! Laß, dir Mit gottes sohn, Mich deine wege zünde selbst Regier'‘, o heil'ger geist, Dunh ben an, J wort mich allzeit, Baß ich dil wohlgefalle hier, Und dort in ewigkeit. 2. Laß 2) Vom Glauben und seinen naͤchsten Folgen. ug, Sta In voriger Melodie mich In meiner schwachheit ahh hier und e 297 D allerhöchster gott! ich nicht, wie ich will, Dir nuhhl erfreust. Bei dem wir alle ga⸗trauen kann. 3. Wah ben, Und was uns nützlich ist, Getrost 2. Ich glaube zwar an dich,“ daß ich dar zu suchen haben: O sieh erbarmend nur mit schwachem glauben; Il nung fest 2. Vom Glauben und „Undt pie zweifelsucht Mir alle hoffnung Herr, rauben. Wer macht das herz gewiß, % Als du, o herr, allein? Laß deine hülfe doch Von mir nicht ferne seyn. 3. O reiche du mir selbst Aus gna⸗ den deine hände! Mach, daß dein gu⸗ ter geist Sein werk in mir vollende. Ist schon, dem senfkorn gleich, Mein glaube noch sehr klein, So laß ihn doch bei mir In stetem wachsthum seyn. „w. Gieb, daß sich stets in mir Die zuyersicht vermehre, Daß du mein hater seyst, Und ich dir angehöre; Daß alle meine schuld Von dir vergeben sey: Damit mein herz sich dein, Als seines gottes freu. 5. Mach diese Zuversicht In mir, o gott, so kräftig, Daß ich mein le⸗ benlang In deinem dienst geschäftig, Und stets beflissen seyh, Zu thun, was dir gefällt: So hab' ich, schon in dir, Den himmel auf der welt. 6. Mein heiland! der du einst Für deine jünger batest, Und, wenn sie iterlaßf, wanketen, Beim vater sie vertratest: ht Auszt Ach, unterstütz' auch jetzt Mein sehn⸗ r deinen liches gebet, Und schenke glaubens⸗ Walle, kraft Dem, der dich darum fleht. ärk, N. 7. In deiner mittlershand Ist heil Hrein gen und aller segen. Herr, unterstütze rneu, mich Auf allen meinen wegen! So e mich, geh' ich freudig fort, In dieser pil⸗ 13. HfPgerzeit, Zu meines glaubens ziel, mich giß Der seelen seligkeit. h ohne! 11 In voriger Melodie. hu' ich! err, ohne glauben kann 208. H Kein mensch vor dir ßer goll bestehen; Brum wend' ich mich zu 1 Laß, dir Mit demuthsvollem flehen; O wege zünde selbst in mir Den wahren glau⸗ „Durh ben an, In welchem ich allein Dir ich dü wohlgefallen kann. keit. 2. Laß mich, gott, daß du seyst, Mit überzeugung glauben. Nichts müsse mir das wort Aus meinem her⸗ olgen. zen rauben: Daß du dem, der dich ü sucht, Stets ein vergelter seyst, Und heit at“ hier und ewig ihn Mit deinem heil Dir uuchl 65 0 3., Wahrhaftig ist dein wort. Gieb, an dich daß ich darauf traue, Und meine hoff⸗ iben; Osl nung fest Auf deine treue bauez Gieb, seinen nächsten Folgen. 133 daß ich dir im glück Und unglück stets getreu, Und dem, was du gebeutst, Von herzen folgsam sey. 4. Auch hilf mir, daß ich den, Den du gesandt, erkenne. Ihn meinen herrn und gott, In geist und wahrheit nenne; Und treu und redlich tbu, Was mich sein wort gelehrt, Daß ihn herz, mund und that Als meinen heiland ehrt. 5. Sein göttliches verdienst Sey mir beständig theuer; Es fülle mich mit trost; Es mache mich stets freier Vom schnöden sündendienst; Es stärke mich mit kraft, Zu deines namens ruhm, In meiner pilgrimschaft. 6. Wie selig leb' ich dann Im glauben schon auf erden! Noch herr⸗ licher wird einst Mein theil im him⸗ mel werden. Da werd' ich, was ich hier Geglaubt, im lichte schaun Und du erfüllst dann ganz Mein kindli⸗ ches vertraun. Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. ch hoff', o gott, mit fe⸗ 299. J stem muth Auf deine gnad' und ehristi blut; Ich hoff' ein ewig leben! Du bist ein vater, der verzeiht, Hast mir das recht zur selig⸗ keit Durch deinen sohn gegeben. 2. Herr, welch ein unaussprechlich heil, An dir, an deiner gnade theil, Theil an dem himmel haben! Im her⸗ zen durch den glauben rein, Dich lie⸗ ben und versichert seyn Von deines geistes gaben! 3. Dein wort, das wort der selig⸗ keit, Wirkt göttliche zufriedenheit, Wenn wir es treu bewahren: Es spricht uns trost im elend zu, Ver⸗ süßet uns des lebens ruh, Und stärkt uns in gefahren. 4. Erhalte mir, o herr, mein hort, Den glauben an dein göttlich wort, Um deiner güte willen! Laß ihn mein licht auf erden seyn, Ihn täglich mehr mein herz erneun, Und mich mit trost erfüllen. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich ꝛe. ch komme, friedensfürst 300. J zu dir! Erbarmend rufst du ja auch mir, Den frieden zu 13⁴ empfangen. Die sündenlast ist mir zu schwer: O laß mein herz von trost nicht leer, Laß es zur ruh gelangen! Die jedem tief gebeugten geist Dein theuer werthes wort verheißt. Wer tröstet mich, als du allein? Wer macht mein herz von sünden rein? Herr jesu ehrist, Mein trost, mein licht! Mein trost, mein licht! Verwirf mein sehn⸗ lich flehen nicht. 2. Anbetend steh' ich, herr, vor dir; Dein antlitz neige du zu mir. Und sey mir sünder gnädig! Wenn mein vergehn um rache schreit, So mache aus barmherzigkeit Mich aller strafe ledig. Der du am kreuz gelitten hast, Du trugst auch meiner sünden last, Als du zum heil der sünder starbst, Und ihnen gottes huld erwarbst. Herr jesu ehrist, Mein gott und herr! Mein gott und herr! Gieb mir den trost, begnadigter. 3. Du, du bist meine zuversicht! Durch dich entflieh' ich dem gericht, Dem schweren lohn der sünder; Durch dich kann ich der straf' entgehn, Und mich mit gott vereinigt sehn, Durch dich das leben finden. Dein tod ist der verlornen heil, Gieb mir an seinem segen theil! Er schaff' auch mir beru⸗ higung, Und wahre lebensbesserung. Herr jesu ehrist! Ich hoff' auf dich! Ich hoff' auf dich! In dieser hoffnung stärke mich. 4. Mein ganzes leben preise dich! Erlöst, mein mittler, hast du mich, Dein eigenthum zu werden. Bin ich nur dein, so fehlt mir nichts; Nichts einst am tage des gerichts, Nichts hier auf dieser erden. Auf dieser bahn zum vaterland Valem mir niemals deine hand; Zu allem guten stärke mich, Und jef mich siegen einst durch dich. Herr jesu christ! Mein herr und gott! Mein herr und gott! Hilf mir zum leben durch den kod. Mel. Sey lob und ehr' dem ꝛe. oder: Lobsinget gott, und ꝛc. ch weiß, an wen mein 301. Iaiaub sch halh Kein feind soll mit ihn rauben; Als bürger Zweite Abtheilung. einer bessern welt, Leb' ich hin. Wel. im glauben; Dort schau' ich, 302 ich hier geglaubt; Wer ist, den ö mein erbtheil raubt? Es ruhtiss gottes so händen. dienst de 2. Mein leben ist ein kurzer ich bins Und herrlich ist die krone. Das] daß ich di der ganzen ewigkeit Wird mir 2. In frohen lohne. Du hast für mit leichtsinn tod geschmeckt; Mir, wenn nur über mei huld mich deckt, Kann selbst du menschen, nicht schaden. meine rul 3. O herr, du bist mein ganzern 3. Dei Mein bester trost auf erden; In Und dein welt mein eigenthum; Was kum Wie er's größers werden? Von fern glam desto stär mein kleinod zu; Du schaffst miß herr, ne muon streite ruh, Und reichst mint 54. 20 rone. We 4. Herr, lenke meines geiset Zur sünd Von diesem weltgetümmel Auf zu verbot auf meiner seele glück, Auf eh in meiner und himmel. Die welt mit sen lust,? herrlichkeit Vergeht und wähn 5. Ich kurze beit, Im himmel Whlich ude wandel. Rich übe 5. Jetzt, da mich die ser leib besth sündenlu Ist mir noch nicht erschienen, heit wide jene beßre welt gewährt, Wo tu hassen. ewig dienen. Dann, wenn mein 6. We nicht mehr weint, Und nun volln Mein gla nes glück erscheint, Dann werd Hierdurc froh empfinden. nichts 1 6. Im dunkeln seh ich hint mir trü beil; Bort seh ich's klar und h leben ein Hier ist die schwachheit noch menh I. Da Dort hebt mein geist sich weite, mel nicht ist mein werth mir noch desz gesicht, Dort wird er sichtbar, wenn dasl hätt, ich Mich einst vollkommen schmüchth ant die 7. Zu diesem glück bin ich eiß einst einz O herr, durch deine leiden; M Der Ges nen tod bin ich getauft, Wh S ich mich pon dir scheiden? Su zil ehen g mich in deine hand; Ich hu uhter⸗ herr, du mir bekannt, Mein suh hänfen. himmels freuden. fen. Und me inh deinem Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. ch weiß und bins gewiß 302. J3 daß ich Erlöst bin, 5 ruhtin gottes sohn, durch dich Vom schnöden Gelobt sey gott! 7. Dann würd' ich nach dem him⸗ ch weite, mel nicht Mit freud“ o herr, im an⸗ noch gi gesicht, Mit seelenruhe sehen: Dann wenn dell hätt ich keinen heitern sinn; Dann schmücth wär die frohe hoffnung hin, Zu ihm bin ich uiz einst einzugehen. eiden; A. S. Gewissensschrecken würden mich, uft, Gal Der ich vom pfad des guten wich, 2 Ou zeh Schon hier zur qual ergreifen, Und Ich Uin deinigende furcht vor dir, Der welten Mein sud Hansen sich in mir Mit jedem tage en. noch meinh starbst, Und hoffnung mir und trost erwarbst, Laß mich so kief nicht fallen! Erhalt mir meines glaubens ruh', Und meinen wandel lenke du Nach deinem wohlgefallen. ine u 9. Der du für mich am kreuze 2. Vom Glauben und seinen nächsten Folgen. 13⁵ Mel. Befiehl du deine wege ꝛc. st gott für mich, so trete 303. J Gleich alles wider mich: Denn wenn ich gläubig bete, Zeigt er mit hülfe sich: Hab' ich ihn nur zum freunde, Und liebet mich mein gott, Was schad't mir dann der feinde Verfolgung, schmach und spott? Ich weiß und glaub' es feste, Und rühm' es ohne scheu, Daß gott, der höchst' und beste, Mein freund und vater sey. Er wird in allen fällen Zu meiner rechten stehn: Er dämpfet sturm und wellen, Läßt mich nicht untergehn. 3. Der grund, worauf ich baue, Ist ehristus und sein blut: In ihm, dem ich vertraue, Find' ich das ew'ge gut. An meinem armen leben Ist nichts auf dieser erd'ꝰ; Was ehristus mir gegeben, Das ist der liebe werth. 4. Er ist mein ruhm und ehre, Er ist mein trost und licht. Wenn er nicht für mich wäre, So käm' ich ins gericht. Wie würd ich da bestehen Vor seinem richtersitz? Ich müßte gleich vergehen, Wie wachs in feuers hitz. 5. Doch jesus hat sein leben, Zur tilgung meiner schuld, Am kreuz da⸗ hin gegeben; Wie groß ist diese huld! Ich darf mich seiner freuen, Hab einen heldenmuth; Darf kein gericht mehr scheuen, Wie sonst ein sünder thut. 6. Nichts, nichts kann mich ver⸗ dammen, Denn jesus starb für mich; Die höll' und ihre flammen Sind mir nicht fürchterlich: Kein urtheil kann mich schrecken; Nichts, was uns sonst betrübt: Denn ehristus will mich decken, Mein heiland, der mich liebt. 7. Sein geist wohnt mir im herzen, Regiert mir meinen sinn, Stillt sor⸗ gen, furcht und schmerzen, Nimmt jeden kummer hin: Giebt auch in trüben tagen Mir freudigkeit, und schafft, Daß ich kann, vater, sagen, Durch seines geistes kraft. 8. Der spricht auch meinem geiste Manch andres trostwort zu: Wie gott dem hülfe leiste, Der bei ihm suchet ruh, Und wie er hab' erbauet Mir eine neue stadt, Wo aug' und herz einst schauet, Was er geglaubet hat. 9. Da ist mein theil und erbe Mir herrlich zugericht; wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein himmel nicht. Mein jesus hilft mir ringen, Und muß ich manche zeit Mit weinen auch hinbringen, Versüßt er mir mein leid. 10. Kein schmerz und keine freuden, Nicht herrlichkeit, noch noth, Kein glück, und keine leiden, Nicht angst, gefahr, noch tod, Nichts, was wir denken können, So groß es immer sey, Soll mich von jesu trennen; Ich bleib' ihm ewig treu. 11. Mein herz ist voller freuden, Wie sollt' ich traurig seyn? Ich achte nicht der leiden, Seh heitern sonnen⸗ schein; Der für mich lebt und wachet Ist mein herr jesus christ; Das, was mich jauchzen machet, Ist, was im himmel ist. Mel. O gott, du frommer gott ꝛe. ag doch der spötter 304. M 6her Sich deines namens schämen; Ich freue mich, dein beil, Herr jesu, anzunehmen. Dein kreuz ist thorheit nur Dem, der es nicht versteht, Und keiner spottet sein, Der gottes wege geht. 2. Du kamst, des höchsten sohn, Im leben und im sterben Uns weisheit, kraft und trost, Und gnade zu erwer⸗ ben. Du warst der welt ein licht; Und folg' ich seinem schein, Wie weise bin ich dann! Wie selig werd' ich seyn! 3. Ich kann hier freilich nicht Das große wunder fassen: Gesandt vom ewigen, Der himmel thron verlassen, Die thaten gottes thun Als eingebor⸗ ner sohn, Und dann am kreuz empfahn Der missethäter lohn! 4. Doch kann mein herz gar wohl Der wahrheit kraft empfinden, Die meinen geist belebt, Mich reiniget von sünden; Auch hab' ich, herr, durch dich Gerechtigkeit und heil, Und an der seligkeit Der gottversöhnten theil. 5. Dies müsse meine lust An dir, o herr, erwecken. Zu schwach, den anzen rath Der gottheit zu entdecken, Nehm' ich dein großes heil Mit dank und freuden an, Und folge dir getren Auf ebner tugendbahn. Zweite Abtheilung. 6. Herr, deine ewigkeit Wirdn mehr licht gewähren, Und deine gu lieb' Durch schauen mir erklären. endlich ist mein heil. O glaube, erfreut! Gelobet sey der herr, G in ewigkeit. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 2 O gottes sohn, hem 305. chris l. Dein i mir zu geben, Was mir zum glaih nütze ist, Was ihm giebt kraft leben; Drum hilf du mir von obensz Daß ich, gestärkt je mehr und ni Recht Und beharrlich glaube. 2. Durch dein wort unterweisenh Den vater recht zu kennen, Mittsih denvoller ehrfurcht dich Des hihlt sohn zu nennen! Daß ich auch din guten geist, Der uns den weg zumi mel weist, Von ganzem herzen si 3. Laß mich dein großes gnadest Im rechten licht erblicken, Unde dazu an meinem theil Mit allesch schicken, Durch dich nur find' i und ruh, Und ew'ges heil; deh bist du, Die wahrheit und das in 4. Gieb, daß ich traue deinem i Es tief zu herzen fasse; Daß sichsi glaube immerfort Auf dein hah verlasse; Daß zur gerechtigkeit h werd',„ Der ich mit sünden bin besch Dein heil auch zugerechnet. 5. Doch soll auch stets mein gih sich Des bluts, das du vergosg Nicht anders trösten, als daß ich deinem dienst entschlossen, Durchst kraft die arge welt, Und was sst entgegenstellt, Besieg' und überst 6. Zwar ist mein glaube schn i und klein; Oft kann ich ihn merken: Doch willst du mix, krast verleihn, Und kannst mich m tig stärken. Das schwache rohr. 0 brichst du nicht, Verlöschest Ken glimmend licht; Drum stärke m den schwachen. 7. Hilf, daß ich recht sorgfältihl Den glauben zu bewahren, En gewissen auch dabei; Daß ich hä wé gefahren Der welt, sey wachsamt an zeit, Durch früchte der gerechih Des glaubens kraft beweise. Eil du, die dig 0 . 8. O laß So wachsen, sey fruchtbar an guten we durch die lieb sich üb' In 9. Insond Daß ich an schritt der pil froh vollende stets bereit, keit, Des gl Mel. M 306. Ich kenne gre ist gottes lie auch schmeic glaubt und wies ihm ge 2. Der g zeugt, Muf Je höher de mehr wird erleuchtet n das herz un 3. Durd that, Sind leiter, M Wirden ine gu ren. 4 aube,“ r, Geh rzen sis gnadeis Und g allemh nd ich 3 del N das li inem i 15 sche in verdin tigkeit x n bescheg t. nein gla vergofe daß ich.z Durchss was sse übethh ube schnn ö ihn I0 mir, h mich m he rohr st kein in stärke ni tgfältih „ Ein. ich 1. achsam, gerrälß, ise. ö 306. Wer Ich kenne gott, der heuchelt, In hem ist gottes liebe nicht, Wie sehr er sich 2. Vom Glauben und 8. O laß den glauben stets in mir So wachsen, und sich stärken, Daß er sey fruchtbar für und für, Und reich an guten werken, Daß er sey thätig durch die lieb', Mit freuden und geduld sich übꝰ In dem, was gott gefällig. 9. Insonderheit gieb mir die kraft, Daß ich an meinem ende Den letzten schritt der pilgrimschaft Durch glauben froh vollende. stets bereit, Daß ich der seelen selig⸗ keit, Des glaubens end', erlange. O, mache mich, herr Mel. Mach's mit mir gott ꝛc. gottes wort nicht hält, und spricht: auch schmeichelt. Wer aber sein wort glaubt und hält, Der liebt ihn so, wies ihm gefällt. 2. Der glaube, den sein wort er⸗ zeugt, Muß auch die liebe zeugen; Ie höher dein erkenntniß steigt, Je mehr wird diese steigen. Der glaub' erleuchtet nicht allein; Stärkt auch das herz und macht es rein. 3. Durch jesum rein von misse⸗ that, Sind wir nun gottes kinder; Wer solche hoffnung zu ihm hat, Der flieht den pfad der sünder, Folgt christi beispiel als ein ehrist, Und reinigt sich, wie er rein ist. 4. Alsdann bin ich gott angenehm, Wenn ich gehorsam übe. Wer seinen willen thut, in dem Ist wahrlich gottes liebe: Ein immer thätig's christenthum: Das ist des glaubens frucht und ruhm. „5. Der bleibt in gott, und gott in ihm, Wer in der liebe bleibet. Die lieb' ist's, die die seraphim Gott zu ge⸗ horchen treibet. Gott ist die lieb'! an Hl heil Hat ohne liebe niemand eil. Mel. Jesu, meine freude ꝛc. ie getrost und heiter, 307. W'ügar, mein licht und liiter, Machst du meinen geist! Der du, die dich lieben, Selbsten im betrü⸗ ben, Doch so gern erfreust. Niemals wird Bei dir, mein hirt, Freund und tröster mei scäer eben d rn n seinen naͤchsten Folgen. 137 2. Deinem rath ergeben, Freu' ich mich zu leben; Was du willst, ist gut. Nichts vermag ich schwacher; Du, mein seligmacher, Schenkst mir kraft und muth, Wenn die welt Erbebt und fällt, Wenn gericht und hölle schrecken, Willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne grauen Tod und grab anschauen; Mein erlöser lebt! Ich weiß, wem ich glaube, Weiß, daß aus dem staube Mich sein arm erhebt. Todestag, Dein schrecken mag Eines frevlers herz erschüttern: Was brauch' ich zu zittern? 4. In mir ist noch sünde: Doch, ich überwinde Sie, gestärkt durch dich. Sink' ich schwacher nieder; Du erhebst mich wieder, Du begna⸗ digst mich. Deine huld tilgt meine schuld, Nie läßt du reuvollen seelen Dein erbarmen fehlen. 5. Daß ich gott erkenne, Froh ihn vater nenne, Und mich ewig seinz Daß ich hier am grabe Trost und hoffnung habe, Dank' ich dir allein. Daß dein geist Mich unterweist, Und mich führt auf deinem pfade, Dank' ich deiner gnade. 6. Du hast blut und leben Für mich hingegeben, Daß in meiner noth Ich nicht hüflos bliebe: Groß ist deine liebe, Stärker als der tod. Herr, und ich, Ich sollte mich Deiner huld nicht dankbar freuen? Dir mein herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, Dies sey mein bestreben, Meine lust und pflicht! Was die welt vergnüget, O mein gott, das gnüget Meiner seele nicht. Hab' ich dich, Wie gern will ich Das, wornach die sünder trach⸗ ten, Reich in dir, verachten. 8. Macht ein gut der erde, Daß ich glücklich werde In der ewigkeit? Sind nicht auch die ehren, Die den sinn bethören, Wahre eitelkeit? Du erfreust, Herr, meinen geist: Und du willst, die dich verehren, Ewig wie⸗ der ehren. 9. Deinen hohen frieden Schmeck' ich schon hienieden: Und was hoff' ich dort? Unbegrenzte zeiten, Voller selig⸗ keiten Hoff' ich auf dein wort. Sie sind 13⁸ mein, Durch dich allein; Bleib' ich dir getreu im glauben, Wer kann sie mir rauben. 10. Voll von deiner güte Frohlockt mein gemüthe, Gott, mein heiland, Zweite Abtheilung. dir; Dieser geist der freuden Swir, von mich im leiden, Weiche nicht bus dir ahnli Laß mich so Beherzt und froh l durch's thal des todes dringen, dein lob zu singen. Mel. 310. 3) Vom thaͤtigen Ch Mel. Christ, unser herr, zum ꝛc. ewahre mich, herr, daß 308. B der wahn Nie mein gemüth bethöre, Als wär' es schon genug gethan, wenn dir nur äußre ehre Der mensch, dein unterthan, er⸗ weist. Erinnre mein gewissen, Daß alle ehristen dir im geist Und wahrheit die⸗ nen müssen, Die dir gefallen wollen. 2. Die kommen nicht ins himmel⸗ reich, Die, herr! zu jesu sagen, Und nicht mit rechtem ernst zugleich Der heiligung nachjagen. Nur die, die dei⸗ nen willen thun, Läss'st du als deine kinder, O gott, in ew'gem frieden ruhn, Wenn heuchlerische sünder Von dir verstoßen werden. f x u eitelkeit ristenthum uͤberhaupt. ad durd zu gute, Schmachvoll an dem h. weg leiten starbst; Ach, wie dienen deine ehn wind bew. Immer noch der sünde lüsten; d schaft errer ohne besserung, Fern von wahin Wann kon ligung. 2. Herr, du litt'st, uns vom hen ben, Von der sünd' uns zu besh Und wir wollen lieber sterben, H In seiner n ihre knechte seyn? Glauben im nen ungew noch, in sünden Unsers lebens guß ken. Wenn finden, Und vergessen dein gebot Y deines geif schmach und deinen tod. dir lobsing 3. Ach, wann werden wir's erlnn Dienst zu n Warum du gestorben bist? Wamt wille seyn, nicht blos christen nennen, Soß 3. Auch! thun, was christlich ist? Wam, Bisweilen deines todes willen, Jesu, dein gl stütze deine Daß i nur das g 2. Laß d 3. Drum laß mich doch vom glauben nie Ein heilig leben trennen; Mich nicht für einen ehristen hie Blos äußer⸗ lich bekennen. Gieb, daß mein glaube thätig sey, Und tugendfrüchte bringe, Daß ich, vom sündendienste frei, Mit eifer darnach ringe, Im guten zuzu⸗ nehmen. 4. Du kennst, o gott, der menschen herz, Und liebst, die redlich handeln; Olaß in freude, wie im schmerz, Mich christlich vor dir wandeln. Dein wille sey mein augenmerk; Hilf mir ihn treu vollbringen, Durch dich muß jedes gute werk, Sollt' es auch nicht gelin⸗ gen, Zum segen mir gereichen. 5. Doch, wenn ich aus unwissenheit Und übereilung fehle; So thu an mir barmherzigkeit, Und richte meine seele Durch gnaͤde auf von diesem fall. Er⸗ halt' mich bei dem einen, Daß ich dich fürchte überall, Bis ich einst mit den deinen Dir ohne fehltritt diene. Mel. Alle menschen müͤssen sterben ꝛc. 309 Dẽ'r du uns mit deinem * blute Dir zum eigen⸗ thum erwarbst, Und uns sündern, uns erfüllen, Und den fünden widensh falle. We Weil sie deine leiden schmähn“ Und ich zu 4. Wer dich sieht von gott bell lenke mein In der tiefsten traurigkeitz Dich, schwachen i sieht erblassen Nach vollhrah ten wuth A zünden: Der hat nicht an deinems hart sch er selbst will sterben: Denn seingin verachten. ist wahn und trug. Er bekennetu heil: O namen, Ohne doch dir nachtuahah theil, Au Rühmet seines glaubens sich, Unyn 5.— leugnet, herr, doch dich. mich. 2 Ach, wenn uns der trieb zurs Doch me Reizet wider unsre pflicht! Hash wirst zu Und die macht der lüste dämpfen! e un uns in versuchung bei, Und est det uns dir getreu! 7. Jesu, lehr' auf dich uns schan 90 Uns besieg' die sünde nie, Laß l l beispiel uns erbauen! Stärke selhin 311 wider sie! Ach, die absicht deinet 100 di zen Präge tief in unsre herzen, A dich erso den Ei wir, von der sünde rein, Heiligster, cht vons dir ähnlich seyn. froh H ngen, Mel. Ein lämmlein geht, und ꝛc. 10 Eue dich, herr; mein 3 2 schwaches herz, Geneigt pt zu eitelkeiten, Läßt bald durch freude, Hald durch schmerz, Sich auf den irr⸗ dem ih weg leiten. Gleich einem rohr, vom eine chh wind bewegt, Wankt auch, von leiden⸗ üsten; Il schaft erregt, Oft meine schwache seele. wahrn Wann komm' ich zu der wahren ruh, Daß ich recht feste tritte thu Und vom dah nur das gute wähle rieb zursth tl Hart ieb zur n bekänß npfen! E Und uss Und einst in der vollkommenheit, Herr, uns schn ie. Laß i. — Mel. Komm her zu mir, spricht. ärke selhit, rmuntre, seele, dich und veiner sh 31¹. E sey Dem gott, der herzen, N dich erschuf, getreu, Und folge dem 3. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 139 gewissen; Nie wird es jemals dich gereun, Wenn du, unsträflich fromm zu seyn, Dich redlich hast beflissen. 2. Gehorch nicht deinem fleisch und blut; Gehorche gott! gott meint es gut; Was er gebeut, ist segen. Er liebt uns menschen väterlich, Führt auf der bahn der tugend dich Dem höchsten heil entgegen. 3. Gott theilt dir seine stärke mit; Drum gehe stets mit festem schritt Fort auf der tugend pfade. Die lust verführt, die tugend nie; Und gott, dein gott, belohnet sie Mit segens⸗ reicher gnade. 4. Laß dir die schreckenvolle vein Der sünde hell vor augen seyn, Wenn sie dich lockt mit freuden. Gott kennt den quälenden verdruß, Der auf die sünde folgen muß, Und will sie dir verleiden. 5. Gott siehet jene ew'ge nacht, Wo sünder, die ihn hier verlacht, In tiefem jammer schmachten. Gott kennt der tugend hohen werth, Und den hat jesus dich gelehrt; Und den willst du verachten? 6. Nein, übe sie mit allem fleiß, Zu deinem glück und gottes preis: Er siehet dein bestreben, Und wird dir einst gewiß dafür, Nach treuem tu⸗ gendlaufe hier, Der freuden fülle geben. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. ott! dir gefällt kein gott⸗ 312. G los wesen; Wer bös ist, bleibet nicht vor dir, Drum laß von sünden mich genesen, Und schaff' ein reines herz in mir; Ein herz, das sich vom sinn der welt Entfernt, und unbefleckt erhält. 2. Laß mich auf die begangnen sün⸗ den Mit inniger beschämung sehn! Durch christum vor dir gnade finden, Und auf den weg der tugend gehn. Ich will forthin das unrecht scheun, Und deinem dienst mein leben weihn. 3. O stärke mich in dem gedanken! Gieb meinem vorsatz festigkeit: Und will mein schwaches herz je wanken, So hilf der unentschlossenheit! Wie viel vermag ich, gott, mit dir! Nimm deinen geist nür nicht von mir. 14⁰ 4. Gieb, daß er mir stets hülfe leiste, Und muth und kräfte mir ver⸗ leih, Daß ich mit kindlich treuem geiste Dir bis zum tod ergeben seh: So sieg' ich über sünd' und welt, Und thue, was dir wohlgefällt. 5. Wenn ich indeß aus schwachheit fehle, Mein vater! so verwirf mich nicht. Verbirg nicht der betrübten seele, Wenn sie dich sucht, dein ange⸗ sicht; Und mache in beküm merniß Mein herz von deiner huld gewiß. 6. Erquicke mich mit deinen freu⸗ den, Schaff' ein getreues herz in mir; Und stärke mich in freud' und leiden, So halt ich mich, mein gott, zu dir, Bis nach vollbrachter übungszeit, Der deinen erbtheil mich erfreut. Mel. O gott, du frommer gott. err, höre mein gebet, 313. H Und laß es dir ge⸗ fallen! Es ist mein ganzer ernst, Auf deiner bahn zu wallen. Ergreife, leite, stärk' Den schwachen, der dir fleht; Verwirf die bitte nicht, Die mir von herzen geht. 2. Du willst, daß ich mich treu In jeder tugend übe, Der glaube, den du wirkst, Soll fruchtbar durch die liebe, In wahrer heiligkeit, In guten wer⸗ ken seyn; Drum will ich dir, mein gott, Mein ganzes leben weihn. 3. Dies will ich; und doch macht Die schwäche meiner seele, Und der versuchung reiz, Daß ich so oft noch fehle. Ich seh der tugend glück! Ich wünsche gut zu seyn; Und doch giebts immer nöch So vieles zu bereun. 4. Das siehst du, herr, mein gott, O sieh es mit erbarmen, Und reiche väterlich Doch deine hand mir armen! Gieb meinem geiste licht, Gieb mei⸗ nem vorsatz kraft; So kämpf ich glücklicher Mit welt und leidenschaft. 5. Eröffne den verstand, Stets heller einzusehen, Daß sünd' uns elend macht, Daß wahres wohlergehen Und innrer friede nur Aus reinem herzen fließt; Daß du mit deiner huld Der freuden quelle bist. 6. Laß in versuchung mich Nicht zaghaft unterliegen; Ermuntre mich Zweite Abtheilung. zum muth, Und hilf dem schivaß guten wert siegen! Mein auge laß allein Auftn schafft. M weisheit schaun, Mein herz dir fohsf sem armen seyn, Und dann dir froh verttan gelhaft. 7. Ich bin ein pilger hier, Umm 7. Ich h von vielen sündern; Ihr beispiellih tröstet dein leicht Der tugend eifer hindern, Apfade Ma⸗ der verführung gift, Des leichii Und daß i frecher spott, Dem geist gefäh mög' erfüll wird, Dann steh' mir bei, mein g 8. Bewahre mein gemüth, Mel. W mich, bis an mein ende, Die I oder: fröhlichkeit Der sünder nie verblu 315 Ihr thöricht lachen wird Valdu 1. reu und pein; Laß diesen wechseht zen mich v. Doch ja vor augen seyn. mit begier 9. So werd' ich, herr, meing hange. Ve Dir nicht umsonst vertrauen;“ dich In de wenn ich treu dir bin, Der fig zen rein, fülle schauen. Und, wenn dult zes glücke lohnst Für jede gute that, Frohll 2. Giel das mein herz Sich dir geheillgih Ich nach d züchtig alle Mel. Herr christ, der einig' gottes z Wirder, fe 5 err jesu, gnadenson wieder, fe 314. H Des wahren li bei, Mit licht! Laß leben, licht und wonne,“ Pfad zu g allen kummer bricht, Mein gange Z. Laß erfreuen, Und meinen geist eing ssch In m Dies glück versag' mir nicht. ist mir too 2. Vergieb mir meine sünden, Irer christ d laß mich, herr, durch dich Der gi dann Des trost empfinden. Verleihe gnäßihh noch walle Daß an des friedens gabe Men mer frei⸗ stets antheil habe. O herr, erhören„4. Gien 3. Tilg' ganz aus meiner seeltd. seh In de alten menschen sinn, Daß ich, was ich auch 1 willst, wähle, Voll eifer mich fuh geiz werd Treu deinem dienst ergebe, Und dis die meine ehren lebe, weil ich erlöset bin. 21 Und 4. Beförd're dein erkenntnth Jus dez; t mein seelenhort, Und öffne meinth ult 0 ständniß Durch dein heilsames din 0 5 10 Damit ich an dich glaube, M Auch selb böses mir erlaube, Sehy sih sch wich. und dort. der seele⸗ 5. Ach, zünde deine liebe Iu 9 ner seele an, Daß ich aus isli triebe Dich ewig lieben kann, W dir zum wohigefallen, Bessühh möge wallen Auf rechter tugendbeh 6. Du giebst den schwachen 6 Verleih auch mir die kraft Zu sah — m schiunt guten werke, Die dein geist in uns einn shaft. Mein eigenes bestreben, In die⸗ z dir folh sem armen leben, Ist viel zu man⸗ vertratz gelhaft. 255 ier, Unm 7. Ich hoff' auf deine gnade; Mich eispiellht tröstet deine treu, Auf deinem guten ndern, Mpfade Mach immer mehr mich neu! leichsß Und daß ich deinen willen Aufrichtig ist gefähh mög' erfüllen, So steh' mir kräftig bei. i,‚ mein g ö emüth, Mel. Was mein gott will, das ꝛe. „ Die fah oder: Das jesulein soll doch ꝛc. tie verbla . ilf mir, mein gott, hilf 315. H daß nach dir Von her⸗ zen mich verlange; Daß ich dich suche mit begier, Und standhaft dir an⸗ , meine hange. Verleih, daß ich mit freuden auen; dich In deiner hülfe schaue, Im her⸗ Der smn zen rein, Auf dich allein Mein gan⸗ enn dung zes glücke baue. „Frohl 2. Gieb, daß in wahrer heiligkeit geheillgih Ich nach dem guten strebe; Gottselig, züchtig allezeit In deinem reiche lebe; Und wanke ich, So stärke mich Bald wieder, fest zu stehen, Und stets da⸗ bei, Mit wahrer treu, Der tugend hfad zu gehen. 3. Laß glauben, lieb' und hoffnung sich In meinem herzen mehren, So ist mir wohl und so kann ich Als wah⸗ rer ehrist dich ehren. Nimm dich auch dann Des leibes an, So lang ich hier noch walle: Damit dabei, Von kum⸗ mer frei, Ich dir stets wohlgefalle. 4. Gieb, daß ich treu und fleißig seh In dem, was mir gebühret, Daß ich auch nicht durch heuchelei Und ehr⸗ geiz werd' verführet; Ja, daß ich nicht Je meine pflicht Durch eigennutz ent⸗ ehre, Und nie durch neid, Haß, falsch⸗ heit, streit, Des nächsten ruhe störe. ne mein. 5., Steh' du mir bei, daß mein sames h gemüth Kein wilder grimm regiere, ube, M Daß ich vielmehr durch sanfte güt' selig Auch selbst den hasser rühre. Vergeß 2 88 ich mich, Daß hoffaͤrth sich Will in sebe Iut der seele regen, So hilf du mir Ge⸗ aus inmn aule vor dir, Der demüth schmuck anlegen. 6. Lehr mich auch, herr, enthalt⸗ tugendbeh samkeit, Und gieb ein rein gemüthe, pachen sih Daß ich in dieser übungszeit Vor böser ist 3u lust mich hüte: Der lügen feind, Bald ly n wechsel ig gottes znadenson ahren lah o wonne, L n ganzesh geist eina nicht. sünden, h Der gu he gnädigh be Mein erhörenn ner seele Y ich, walh mich forh „ Und dii set bin, ntniß Innt 3. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 141 Der wahrheit sreund, Laß mich auf⸗ richtig wandeln; Und jederzeit Nach billigkeit Mit meinem nächsten handeln. 7. Gieb, daß ich stets den müssig⸗ gang Mit wahrem abscheu fliehe; Daß ich dem nächsten lebenslang Zu dienen mich bemühe; Laß meinen fleiß, Zu deinem preis, O gott, mir wohl ge⸗ lingen, Und segne du Das, was ich thu, So wird's auch nutzen bringen. 8. Hilf, daß ich folge treuem rath, Von falscher meinung trete; Den ar⸗ men helfe mit der that, Für freund und feind stets bete; Dien' jedermann, So viel ich kann, Und alles unrecht meide An allem ort, Nach deinem wort, Bis ich von hinnen scheide. Mel. Wenn mein stündlein ꝛc. ch bin ein ehrist; gott 316. J ist mein freund! In dieser hohen würde Steh' ich, und fürchte keinen feind, Trag muthig meine bürde. Dies glück erfüll' mit muth und kraft Mein herz in dieser pilgerschaft, Darin ich hier noch wandle. 2. Mein glaube steht und wanket nicht; Stark, fest ist er gegründet. Er stützet sich voll zuversicht Auf je⸗ sum christ, und findet Bei ihm kraft, rath, trost, ruh und heil, Und nimmt an allem segen theil, Den christus hat erworben. 3. Mich soll hinfort nicht eitelkeit, Nicht bitterkeit der leiden, Auch nicht ein schlaf der sicherheit Von gottes liebe scheiden. Was gott an meiner seele thut, Macht mir zum kampfe starken muth, Darinnen nicht zu weichen. 4. Was sind die leiden dieser zeit Doch gegen jene kronen, Womit gott in der herrlichkeit Die frommen will belohnen? Was ist die eitle lust der welt, Wenn man das glück dagegen hält, Das gott uns dort will schenken? 5. Mich soll auch nicht des todes macht Von gottes liebe scheiden. Er führt mich durch des grabes nacht Zu jenem licht der freuden, Darinnen ich, nach allem leid, Ihn seh' in Ube. herrlichkeit Und ewig mit ihm ebe. Mel. Ich hab' in gottes herz ꝛt. oder: Das jesulein soll doch ꝛc. 317 Kas nicht, mein herz, * wie schwer es sey, Hier als ein ehrist zu wandeln, Und täglich gottes willen treu/ Zu denken, und zu handeln. Wahr ist's, die tugend kostet müh, Und sie besiegt die lüste, Doch, richte selbst, was wäre sie, Wenn sie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer laster freun, Trifft die kein schmerz hienieden? Sie sind die selaven eigner pein, Und ha⸗ ben keinen frieden. Der fromme, der die lüsie dämpft, Hat oft auch seine leiden; Allein der schmerz, womit er kämpft, Verwandelt sich in freuden. 3. Des lasters bahn ist anfangs zwar Ein breiter weg durch auen: Allein sein fortgang wird gefahr, Sein ende nacht und grauen. Der tugend pfad ist anfangs steil, Läßt nichts als mühe blicken: Doch weiter fort führt er zum heil, Und endlich zum entzücken. 4. Was wär' es, hätt' uns gott vergönnt, Nach unsers fleisches willen, Wenn wollust, neid und zorn entbrennt, Die lüste frei zu stillen; Ließ er den raub, den undank zu, Den frevel, dich zu kränken, Den menschenhaß: was würdest du Von diesem gotte denken? 5. Gott will, wir sollen glücklich seyn! Drum gab er uns gesetze. Sie sind es, die das herz ersreun, Sie sind des lebens schätze. Er spricht zu uns durch den verstand, Er spricht durch das gewissen, Was wir, ge⸗ schöpfe seiner hand, Fliehn oder wäh⸗ len müssen. 6. Ihm folgen, das ist weisheit nur, Und freiheit ist's, dies wählen; Ein thier folgt trieben der natur, Ein mensch dem licht der seelen. Was ist des geistes eigenthum? Was sein beruf auf erden? Die tugend; was ihr lohn, ihr ruhm? Gott ewig ähn⸗ lich werden. 7. Lern' nur geschmack am wort des herrn Und seiner gnade finden; Und übe dich, getreu und gern, Dein herz zu überwinden. Wer kräfte hat, wird durch gebrauch Von gott noch Zweite Abtheilung. scheut. mehr bekommen; Wer sie nichth zeihn, Kra chet, dem wird auch 48, u0 2 er sol hat, genommen. auch dort 8. Du streitest nicht durch 4 4. Selic kraft; Drum muß es dir gellh Seinem fei Gott ist es, welcher beides sh fehler ihm Das wollen und vollbringen. Mzu rächen gab ein vater einen stein Dem f bollbringt,! der brod begehrte? Bet' oft! Gott wird müßte gott nicht sehn, Wenn en Daß sich st nicht erhörte, 5. Selig 9. Dich stärket auf der tugend; Recht gesir Das beispiel sel'ger geister: Ihn Die fest an dir, und ihn beträt Ja selhsh sich ganz n herr und meister. Laß dich nun herz nichts des frechen spott Auf diesem ss gottes ruhn hindern; Der wahre ruhm ist wuhn berlangen goͤtt, Und nicht bei menschenkiahe wunsch erfi 10. Sey stark, o seele, alg 6. Selig Denk' oft an deine bahre; Veigle Niemals fi mit der ewigkeit Den kampf so sm aus zärtlich jahre. Das kleinod, das dein ghh sich froh be hält, Wird neuen muth dir gih hülfe weint Und kräfte der zukünft'gen wellVerscheint. D werden ihn beleben. gen, Und! 11. Denk' endlich zur beruhihn I. Seli Daß gott den schwachen duldeh, ichtig, ker bei dem ernst der heiligung Aer wollust manches noch verschuldet. Gol Uhligkeit sich herzens redlichkeit, Und sieht aufhtelt, Und d. bestreben; Er ist ein vater, det Treu und st zeiht, Und er hat lust zum lehn den gottes Hatu 8. Seli Mel. Jesus, deine tiese wunden. Wer die rul 318 Kenmt und laßt nish bestrebe jesum lehren! Kunhaß und su und lernet allzumal, Welche diehhetört, S. die gehören Zu der rechten chufthchrt. Die Fud Die im bege geh ünl 9. S got reudig gottes wege gehn, un heiland frei bekennen, Dürfen shden und sic seinen nennen. B5f, 2. Selig, wer in demuth Aamnüt nicht Seine schwachheit nie vergit, Len ait u sich selbst mit stolz erhebet, Wan dagl mit w groß und glücklich ik. Gofle da herllich wird ihn erfreun, Und das himmeln„ 24 Her wird 4 aben. uf der e si er geringe schätzen, 1445 3. Selig 10 wer seine iun Wimnich freuen muthsvoll vor gott bereut, Und, Die gerecht er ruhe finde, Sich vor neuen Gol wil hm die schih Afeinden san ie nichth zeihn, Kraft zum guten ihm verleihn, Das 5 ind er soll schon hier auf erden, Und auch dort getröstet werden. durch 9. Selig ist, wer sanftmuth übet, dir gelh Seinem feinde niemals flucht, Seine Heides sh fehler ihm vergiebet, Nie sich selbst ngen. M zu rächen sucht, Ruhig seine pflicht n Dem s pollbringt, Und sein eigen herz bezwingt. et' oft! Gott wird selbst sich sein annehmen, Wenn e Daß sich seine feinde schämen. 5., Selig, die mit ernst verlangen, tugend) Recht gesinnt und fromm zu seyn: r: Ihn iu Die fest an dem guten hangen, Und za selbsh sich ganz der tugend weihn; Deren dich nu herz nichts mehr begehrt, Als was diesem sz gottes ruhm vermehrt. Gott wird ihr m ist uhn verlangen stillen, Und den frommen nschenklu wunsch erfüllen. eele, als 6. Selig, wer der noth des armen re; Verhl Riemals fühllos sich entzieht, Ihm impf so lmaus zärtlichem erbarmen Wohlzuthun dein gla sich froh bemüht, Und wenn er um th dir gi hülfe weint, Ihm mit hülf' und trost jen welt, Verscheint. Dieser wird auch hülf empfan⸗ gen, Und barmherzigkeit erlangen. beruhihn 7. Selig sind, die sich bemühen duldet, Zichtig, keusch und rein zu seyn; Die ligung Ader wollust netze fliehen, Und der hei⸗ t. Golt lMligkeit sich weihn. Die der lockung dieser sieht aufhwelt, Und dem, was dem fleisch gefällt, iter, detTreu und standhaft widerstehen, Wer⸗ um leben den gottes antlitz sehen. 8. Selig, wer im frieden lebet; wunden. Wer die ruh und einigkeit Zu erhalten id laßt assch bestrebet, Und wenn feindschaft, hrenl Ainhaß und streit, Seiner brüder glück elche maladrt; Sie die pflicht der eintracht hten chestlebit. Die des friedens sich befleißen, fest Uinh Verden gottes kinder heißen. hn, ms g. Selig, die ums guten willen Lei⸗ ürfen shlden und sich dessen freun; Standhaft ihre pflicht erfüllen, Und der tugend demuth l.üh' nicht scheun. Gott steht ihnen vergift, mächtig bei, Und will sie für ihre treu Het, Bih Einst mit wonn' und siegeskronen Auf Gottes idas herrlichste belohnen. himmell, 10. Herr, du wollest selbst mich lei⸗ ehrenstten Auf der wahren tugendbahn, Daß wägen, ich dieser seligkeiten Hier und dort sünde Hrnich freuen kann. Gieb, daß ich demü⸗ 1, Und, dutbig seh, Meine schuld vor dir bereu, Neuen sufen gerechtigkeit lets liebe! Auch an ie schub Efeinden sanftmuth übe. 5. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 143 11. Daß ich hülfreich mich gewöhne, Immer hab' ein reines herz, Die in feindschaft stehn, versöhne, Dir anhang in freud und schmerz. Vater, hilf von deinem thron, Daß ich glaub' an dei⸗ nen sohn, Und, durch deines geistes stärke, Mich befleiße guter werke. Mel. Dir, dir, jehovah ꝛt. 319 Laß mich, o herr, in allen * dingen Auf deinen willen sehn, und dir mich weihn; Gieb selbst das wollen und vollbringen, Und laß mein herz dir ganz geheiligt seyn. Nimm meinen leib und geist zum opfer hin; Dein, herr, ist alles, was ich hab' und hin. 2. Gieb meinem glauben muth und stärke, Laß ihn durch menschenliebe thätig seyn, Daß man an seinen früchten merke, Er sey kein eitler traum und falscher schein. Er stärke mich in meiner wanderschaft, Und gebe mir zum kampf und siege kraft. 3. Laß mich, so lang' ich hier soll leben, Auch an dem bösen tage seyn vergnügt, Und deinem willen mich ergeben, Der mir zum besten alles weislich fügt. Gieb furcht und demuth, wenn du mich beglückst, Geduld und trost, wenn du mir trübsal schickst. 4. Ach, hilf mir beten, wachen, ringen, So will ich einst, wenn ich den lauf vollbracht, Dir ewig dank und ehre bringen, Dir, der du alles hast so wohl gemacht. Dann werd' ich heilig, rein, ganz dir geweiht, Dein lob verkündigen in ewigkeit. Mel. O gott, du frommer gott ꝛc. 320 ein vater und mein *0* gott, Der du in diesem leben, Die reine ehristuslehr, Zum führer mir gegeben, Regiere doch mein herz Duͤrch deinen guten geist, Daß ich stets folgsam sey Dem, was dein wort mich heißt. 2. Verleih, daß ich zuerst Nach dei⸗ nem beifall trachte, Und kein vergäng⸗ lich gut Mehr, als es werth ist, achte. Wer nach dem ewigen Mit rechtem eifer ringt, Empfängt schon hier zum lohn, Was wahre ruhe bringt. 3. Gieb, daß ich von der sünd' Mich unbefleckt erhalte; Und daß in mir der trieb Zum guten nie erkalte. Hilf, daß ich immer wach, Im kampf des aubens treu, Und in der hoffnung san Und unbeweglich sey. 4. Gieb, daß ich als ein ehrist Mich christo ähnlich zeige, Und folgsam mein gemüth Zu seiner lehre neige. Sein geist regiere mich, Und nicht der geist der welt; So bleib ich auf dem weg, Der dir, o herr, gefällt. 5. Hilf, daß ich dich, mein gott, Von ganzer seele liebe, Und lieb und Dewath Auch an dem nächsten übe. emüthig, dankbar laß Mich bei des glückes schein: Geduldig, hoffnungs⸗ voll In trüben tagen seyn. 6. Nie müsse sich mein herz Des fleisches lust ergeben, Und nie dem schnöden geiz! Mein dir geweihtes leben Sey von betrug und neid, Von unbarmherzigkeit, Von ungerechtem guth Und stolzem sinn befreit. 7. Will deine hand mich hier Auf rauhe wege leiten: So unterstütze mich, Wenn meine tritte gleiten. Laß mich in aller noth Auf seine hülfe bau'n, Und auch, wenn sie verzeucht, Dir doch getrost vertrau'n. 8. Erlöse endlich mich Von allen mei⸗ nen leiden; Und ist die stunde da, Aus dieser welt zu scheiden: Ovater, so verlaß, wenn meine hütte bricht, Mich sterben⸗ den mit trost Und froher hoffnung nicht. In bekannter Melodie. gott, du frommer gott, 32* O Du quelle aller gaben, Ohn den nichts ist, was ist, Von dem wir alles haben; Gesunden leib gieb mir, Und daß in solchem leib Ein' unverletzte seel Und rein gewissen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit fleiß, Was mir zu thun gebühret; Wozu mich dein befehl In meinem stande führet; Gieb, daß ichs jedesmal Thu, wann und wie ich soll, Und so gerathe mirs Durch deinen segen wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen. Laß kein unnützes Zweite Abtheilung. und muß, So gieb den worten Und nachdruck ohn' verdruß. 4. Find't sich gefährlichkeit, E. mich nicht verzagen; 1 einen fi muth Und trost in leidenstagen. daß ich meine feind Durch sansth überwind; Und sende hülf' und n Wenn sie mir nöthig sind. 5. Laß mich mit jedermann Ins und eintracht leben, So weit esh lich ist. Willst du mir etwas g An reichthum, ehr' und glückz gieb auch dies dabei, Daß ich ungerecht, Nicht stolz, nicht sichn 6. Soll ich in dieser welt 9 leben höher bringen, Und unter min last Hindurch ins alter dringent! gieb, daß ich auch stets Ein siom berz bewahr, Damit ich tragen Mit ehren graues haar. 7. Laß mich auf echristi tod froh von hinnen scheiden, Die nimm zu dir Hinauf zu deinen i den; Es ruhe sanft der leib Iußt stillen gruft, Bis ihn dein allmih wort Ins neue leben ruft. 8. Wenn alle todten dann Mfs gebot erwachen, So wird auch nen staub Dein ruf lebendig mih Dann führe mich verklärt In n himmel ein, Und laß mich selh. Mit allen frommen sehn. Mel. Ein lämmlein geht und n 322 as hilft es mit * ehrist zu sehn, A ich nicht ehristlich lebe, Und fromm, gerecht und rein Zu wun mich bestrebe? Wenn ich dem s beruf, Zu welchem mich mash erschuf, Nicht würdig mich ba Und den, der mich erlöset hal, worten blos, nicht durch die ihal gute werke preise? 2. Was hilft der glaub' an/ christ, Den ich im munde fühnn A nicht mein herz rechtschaffen ich die frucht verliere; Wenn mich eitelkeit der welt Mit ihrer kustg gen bält, Ich ibre fesseln liche fühlbar für der sünde reiz, Zorh wort Aus meinem munde gehen; Und wenn nach meiner pflicht Ich reden soll farth, fleischeslüste, geiz In walt thaten übe? 3. Wei dann, Ich Weiß, wa⸗ Ihn herrn der, der thums tap auch richtig seines wor aller unter: nach hand! I. Und ruh, Wenn meine sünd augen schn der letzten u volle tod? ken, Und Von meine schuld mir 5. Weh dort, Erwe ich an ehr schein geg ftomme g bezeichnet stärken? Wirkt gla Der glaul 6. Gott sehn, Hilf, vor dir he wandeln en kenntniß, welt und f überwinde lebter zeit keit Um cl 0 Mel. 323. genug erh 159— geister zal perwelt H jetzt noch 2. Du Auch mich worten h. ruß. hkeit, E beinen fih 3. Weit strafenswürd'ger bin ich dann, Ich, der ich ehristum kenne, Weiß, was er einst für mich gethan, Ihn herrn und heiland nenne. Als der, der in der finsterniß Des irr⸗ thums tappt, noch ungewiß, Ob er auch richtig wandle. Was nützt mir seines wortes licht, Was hilft mir aller unterricht, Wenn ich nicht dar⸗ nach handle. JI. Und woher nehm' ich trost und ruh, Wenn leiden mich umgeben, Und meine sünden noch dazu Mir dann vor augen schweben? Was hilft mir in der letzten noth, Wenn sich der schauer⸗ bolle tod Mir zeigt mit seinen schrek— ken, Und mein gewissen wachet auf, Von meinem ganzen lebenslauf Die schuld mir aufzudecken? isti toh 6 5. Weh mir, was hilft es mir einst n, Dit port, Erweckt aus meinem grabe, Daß deinen) ich an christum und sein wort Zum leib Juff schein geglaubet habe, Wenn keine ein allt fromme gute that Mein leben hier uft. bezeichnet hat, Den glauben zu be⸗ dann Mlh stärken? Denn meine ganze seligkeit ird au! Pickt glaube und rechtschaffenheit, endig mil Der glaub' in guten werken. ärt In du Ih sl 6. Gott, dieser hoffnung werth zu nich sähn snn, Hilf, daß ich christlich lebe, Und 7 bor dir heilig, fromm und rein Zu waͤndeln mich bestrebe; Gieb mir er⸗ kenntniß, kraft und muth, Damit ich welt und fleisch und blut Im glauben überwinde, Und dann, nach wohldurch⸗ lebter zeit, Den lohn in jener ewig⸗ keit Um ehristi willen finde. ann Inß weit esh etwas g d glück: Daß ich icht sichn! er welt A unter man dringent! Ein stonn 9 tragen eht und u es mit, u sehn, A „Und Ian n Zu was ch dem sh lich mein mich belt löset hot, h die hath Mel. O gott, du frommer gott. er kann doch, großer 323. Wĩ gott, Dich würdig genug erheben? Du gabst der ganzen aub' an welt Bewegung, kraft und leben. Der ühre, V. geister zahllos heer, Die ganze kör⸗ fen t. perwelt Hat deine hand gemacht, Die Rietzt noch alles hält. hrer ush. 2. Du schufst(ich dank' es dir) 3 Ha Auch mich zu deiner ehre, Und wolltest, 3. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 14⁵ gütigster, Daß ich dein bildniß wäre. Darum hasi du den geist, Der in mir lebt und denkt, Mir zur unsterblichkeit Aus deiner huld geschenkt. 3. O welch ein großes ziel, Dazu du, gott, mich schufest! Wie herrlich ist das theil, Dazu du mich berufest! Dir, höchster, ähnlich seyn, Vollkom⸗ men seyn, wie du. O wohl mir, wenn ich's bin! Hilf du mir selbst dazu. 4. Laß dieses große ziel Mir stets vor augen schweben! Des herzens größ⸗ ter wunsch, Mein eifrigstes bestreben In allem meinen thun, Sey dies, o gott, allein, Mit ernst je mehr und mehr, Wie du, gesinnt zu seyn. 5. Du bist der wahrheit freund, Laß mich auch wahrheit lieben; Mit unverdroßnem fleiß, In allem dem mich üben, Was mich zur weisheit führt, Zur weisheit, die dich ehrt, Und allem beifall giebt, Was uns dein wille lehrt. 6. Laß deine heiligkeit Mich stets zum muster nehmen. Hilf mir die sünde fliehn, Des fleisches lüste zähmen, Nur das, was recht ist, thun, Des guten mich erfreun, Und dem, der's üben will, Auch gern behülflich seyn. 7. Gieb, daß ich so, wie du, Ein freund der menschen werde, Dem wohl⸗ thun freude macht, Der kummer und beschwerde Dem nächsten gern erspart, Sein leben ihm versüßt, Und, wo er helfen kann, Zum helfen willig ist. 8. Noch bin ich weit entfernt, O gott, von diesem ziele. Du weißt, was mir noch fehlt, Und ich, ich selber fühle, Wie wenig ich dir noch Im guten ähnlich bin. O bilde du mich ganz Nach dir und deinem sinn. 9. Beglückt ist nur alsdann Mein lebenslauf auf erden, Wenn ich dir immer mehr Schon hier kann ähnlich werden. Dann werd' ich ewig auch Mit dir vereinigt seyn, Und mich ohn' unterlaß, Gott, deiner güte freun. In walh 10 146 4) Von der Erkenntniß Gottes. Mel. Vom himmel hoch da ꝛc. oder: Wo gott zum haus nicht ꝛc. 324 Geu heilig sey dein nam' * und recht Dem ganzen menschlichen geschlecht! Dich bete, wer dich denken kann, Im geist und in der wahrheit an! 2. Verbreite deines wortes schall, Wie deine werke, überall, Daß alle lernen, wer du seyst, Der allerhöchst und beste geist. 3. Durch jesum christ, den du ge⸗ sandt, Werd' immer mehr der welt bekannt, Daß du stets unser vater bist, Und er der völker heiland ist. 4. Lehr' uns doch deinen rath ver⸗ stehn, Gehorsam deine wege gehn. Durch deines wortes licht und kraft Mach' gläubig uns und tugendhaft. 5. Durch wahrheit dämpfe jeden wahn; Erleucht' uns allen unsre bahn. Das laster tilg' aus unsrer brust, Und tödt' in uns die böse lust. 6. So preiset deine christenheit, Herr, deinen namen in der zeit; Sie ist und bleibt dein eigenthum Und ihre thaten sind dein ruhm. 7. Du sättigst sie mit seligkeit, Von nun an bis in ewigkeit, Und ewig ist ihr frommer dank, Herr, deiner gnade lobgesang. Mel. Wer nur den 11. du 05 ein gott, du wohne 325. M zwar im lichte, Da⸗ hin kein sterblich auge dringt, Doch giebst du uns zum unterrichte Dein wort, das uns erkenntniß bringt, Was du, o allerhöchster, bist;⸗Was mit uns deine absicht ist. 2. So gieb denn, daß ich darauf achte, Als auf ein licht im dunkeln ort; Und wenn ich ernstlich es betrachte, So hilf selbst meinem forschen fort. Für deiner wahrheit hellen schein Laß aug' und herz stets offen seyn. 3. Hilf, daß ich deinem worte glaube, Das mich macht klug und tugendhaft, Damit kein falscher wahn mir raube. Was mir ein ew'ges heil verschafft. Kein spöttergeist verführe mich; Kein zweifel sey mir hinderlich. 2 4 wirst du 4„»w. Das ist der weg zum ew'genln Und ihn vi dugumbeilr ahasgeg und enn m. du zum beil uns hast gegeben, Erke lieben und er höhn. Oführednan 327. ser bahn Mich auch zu diesem glügh alles schätzt 5. Vor allem gieb, daß stets lhh mir zum fre dig Bei mir, gott, dein erkemmt mir freude sey Und daß ich dir darnach bestiß geit, da got Lieb', ehrfurcht und gehorsam liger Mit u Gieb, daß ich thu' mit allem 0 2. Wie k Was ich von deinem willen weiß ssen 6. Was hilft das richtigste en 24 urd niß, Wenn's nicht zu deiner liebeinns Wie unauss Was nützt ein aufgeklärt verstänh glänzen sie Wenn doch das herz noch böse hla⸗ deint herrlt Drum hilf, daß ich der wahrhest g 4——— Und daß mein glaube thätig seh 3. Ich se 7. Laß dein erkenntniß mir iniih ld bete di Die quelle wahres trostes sehn; Nhätte meine mich, wenn leib und seele scheih shösfer, m Des beßren lebens zu erfreun. Dut sie sich dein und wank' ich weiter nicht, Und aherrlicht dich im hellern licht. I. Dürft nes Mit d Mel. Lobt gott, ihr christen. W eder: Nun daniet all', und u. Könnt' ich 2 ie selig bin ich, 6 Bie deine! 326. Wé mein geist Guu ich jetzt sch gott sich schwingt, Und wenn e hohes lobli nen schöpfer preist, Der engel 5. Mir vollbringt 21 werke Me 2. Wer gleicht ihm, wer ist s bekannt; schmückt Mit herrlichkeit und lih stärke, Und Wie herrlich ist er; wen entzückten Und gnade werk, die schöpfung, nicht? nn schwach, n 3. Ein voller strom von freude Aus seiner güt' und kraft; Dem ist selig und erfüllt Mit fraide was er schafft. Nel. , hud mih h welt Bein aug zeit, Und nicht für sich allein In gin zenloser ewigkeit Der selige zu sehn 328. 5. Er spricht ein wort, und zsanl und unsre umringt Den seligen ein herr, ii deiner hult selig ist und ihm lobsingt, Das n helig au mand zählt, als er. mich dein: 6. So will es der, der mich ersth chrfurcht Auch ich soll selig seyn. Heil, s ö dir, denn dein beruf Ist, gottes l E Sie l ie sey —71 192 Und treib Noch siehst du, als im 6 reibe R n I ich als unr V oder schein, Den unaussprechlichen; wirst du größern lichts dich freun und ihn oil heller sehn. 2 w' genllh nd den, Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. n, Erkenn o find' ich gott, den re du aufh 327. meine seele Weit über em glückt alles schätzt und liebt? Gott, den ich stets lh mir zum freunde wähle, Und der allein n erkennt mir freude giebt? Wann kommt die ach bestät zeit, da gott, mein freund, Sich völ⸗ orsam gh liger mit mir vereint? allem% 2. Wie wollt' ich meinen gott nicht len weß preisen, Wenn ich ihn sähe, wie er igste eike sst? Zwar deine werke, herr, beweisen, eliebeut Pie unaussprechlich groß du bist. Wie versäärt glänzen sie! doch zeigt ihr glanz Mir böse— deine herrlichkeit nicht ganz. al 3. Ich sehe dich hier nur im spiegel, mir inz Ud bete dich in schwachheit an; Ach, 5 sehn; hätte meine seele flügel, Sich dir, mein ele scheh shönfer, mehr zu nahn: Wie würde eun. Duzs sich deiner freun! Wie selig, wie ht nd herherrlicht seyn! I. Dürft' ich am fuße deines thro⸗ nes Mit deinen engeln dich erhöhn; „und z. Könnt' ich im antlitz deines sohnes, in ich, Wie deine seligen dich sehn: Ich, der st Hinai ich jetzt schwach loben kann, Welch wenn en bohes loblied stimmt ich an! rengel 5. Mir macht zwar jedes deiner werke Mehr, als ich rühmen kann, her ist sn bekannt; Es zeigt mir deiner allmacht t und lih stürke, Und deinen weisesten verstand, entzückten Und gnade, die das größte lob, Zu chtLn schwach, nie würdig g'nug erhob. Zweite Abtheil.— 5. Von der Furcht Gottes. 14⁷ 6. Noch heller scheint von allen seiten, In deinem worte, gott, dein licht; Doch blendwerk schnöder eitel⸗ keiten Verdunkelt da oft mein gesicht. Drum gieb mir deinen guten geist, Der mich dadurch recht unterweist. 7. Zwar, wenn in meinen finster⸗ nissen Er auch mein blödes aug' erhellt: Was lern' ich, gott, von dir? mein wissen Bleibt immer stückwerk in der welt. Ich suche dich und forsche nach, Und bleibe, dich zu sehn, zu schwach. 8. Doch hört ich nur auf deine stimme In deinem worte, hört ich nur, Wie du verdienest, auf die stimme Der dir lobsingenden natur: So lernt ich hier schon, gott, allein, Mich dei⸗ ner herrlichkeit erfreun. 9. Wie feurig würd' ich dann dich lieben! Mit welchem eifer würd' ich mich Dir, vater, zu gefallen üben! Wie selig würd' ich blos durch dich! Nun aber täuscht oft meinen geist, Gleich kindern, tand, wenn er nur gleißt. 10. Welch elend! vater, ich empfinde, Mein elend; zeuch mich mehr zu dir! Entkräfte ganz die macht der sünde; Dein geist der weisheit wohn in mir, Damit ich vor der täuscherei Der sünde stets gesichert sey. 11. Gieb, daß dein geist durch deine wahrweit Mein leben leite, bis ich dort Dich näher seh, und mit mehr klarheit Als hier an diesem prüfungsort. Ich, der ich hier nur stammeln kann, Er⸗ hebe würdiger dich dann. freude g Iftz Demi Nit freude Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. das werk y oder: Du weiser schöpfer ꝛc. ein In g ich, höchster, ehrerbietig je zu aan 328. D schenen, Ist unser glück „und saht und unsre pflicht. Kein; mensch kann ö 55 deiner huld sich freuen, Scheut er dein t, Da has auge nicht. Drum flöße, um mich dein zu freun, Mir wahre kindes⸗ 2*0% ehrfurcht ein. 7 „ goltes. 2. Sie leite mich auf meinen wegen; * Sie seh mir weisheit und verstand, 6s im wöt Und treibe mich, das abzulegen, Was lichen; e ich als unrecht hab' erkannt. Denn wer 5) Von der Furcht Gottes. noch lust zur sünde hat, Ehrt wahr⸗ lich dich nicht in der that. 3. Gieb, daß ich stets zu herzen nehme, Daß du allgegenwärtig bist, Und das vor dir zu thun mich schame, Was dir, mein gott, zuwider ist. Der beifall einer ganzen welt Hilft dem ja nichts, der dir mißfällt. 4. Nie laß mich dein gericht ver⸗ gessen, Mich nie mit sündern sündlich freun; Nie muthlos, doch auch nie vermessen Und stolz in deinem dienste seyn: Nie führe mich zur sicherheit Der reichthum deiner gütigkeit. 10* 148 Zweite Abtheil.— 5. Von der Furcht Gottes. 5. Laß mich mit weiser vorsicht fliehen, Was mich zu fünden reizen kann, Mich um ein reines herz bemühen, Und nimm dich meiner hülfreich an: So komm' ich in der gnadenzeit Durch dich zur wahren seligkeit. 6. Erhalt' in mir ein gut gewissen, Das weder spott noch trübsal scheu', Und mache von den hindernissen Der wahren tugend selbst mich frei. Nie störe furcht und lust der welt Mich das zu thun, was dir gefällt. 7. Mit ehrfurcht laß mich vor dir wandeln, Und stets, ich sey auch wo ich sey, Nach deiner vorschrift redlich handeln, Entfernt von aller heuchelei. Wer dich von herzen liebt und ehrt, Nur der ist dir, o vater, werth. 8. In deiner gnade laß mich sterben, So schreckt mich weder tod noch grab; So werd' ich jenes leben erben, Dazu dein sohn sich für mich gab. Da werd' ich dein mich ewig freun, Und völlig durch dich selig sehn. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 329 Lai doch in meines her— *zens grund Gott! deine furcht stets wohnen! So werd' ich auch mit meinem mund, Herr! deine ehre schonen, Und nicht durch fluchen sie entehr'n, Nicht aus gewohntem leicht⸗ sinn schwör'n, Nie deinen namen lästern. 2. Groß, majestätisch bist du, herr, Im himmel und auf erden Soll dei⸗ nes großen namens ehr Tief angebetet werden. Wer deines namens heilig⸗ keit Durch lästrung, fluch und schwur entweiht, Den treffen deine strafen. 3. O wehe dem verwegnen mund, Der gerne flucht und schwöret! Der macht den größten leichtsinn kund, Der so dich, herr, entehret. Wer oft so schwöret, sündigt oft, Und wird von dir wohl unverhofft Zur strafe hingeraffet. 4. Herr! laß voll ehrerbietigkeit Uns deiner stets gedenken. Wer dich, den höchsten, kindlich scheut, Wird seine zunge lenken, Daß sie sich nicht zum fluch und schwur, Zu deiner ehr', zum guten nur, Nach deinem willen rege. Mel. Wer nur den lieben gott n. illst du d 6 330. Wawelee nuent a Mel. der ist weis' und klug zu nennen, 331. alle seine pflichten gern, Weil gah trost für m. ihm gebeut, vollbringt, Wenn 90 mich kränke 2. Jern gattes größe recht aid Pan eh nebel vor de bag. L zu erheben, Daß du sie oft versäumet hast. Vor 05 gott als zeugen vor sich hat, Den sohn leibn, Wird dich die furcht des j neinherz so ;. Mit he zu scheun. Denk' nur: vor seinem an deine tre gesicht Ist finsterniß wie mittagiht Sie ist mirt 5. Den höchsten öffentlich veih nich; Auch Sowohl als in der einsamkeitz Wird mir des gewissens stimme hören, Und a dobei auf d thun, was sie gebeut: Auch datl 5, Wie dich die furcht des herrn; Auch i Die welt mo thut, wer ibn fürchtet, gern. bse lenken 6. Läßt dich der thor veraän Ich halte r merken, Wenn du dich frommin mit wahre ihm entfernst: Die furcht des höhst wenn ich lei wird dich stärken, Daß du dich 6. Drun recht schätzen lernst. Wer gotl, i8 So lang i⸗ höchsten, wohlgefällt, Ist glͤilz ins grab mi selbst beim spott der welt. die bahn, 7. Sich stets vor dem allmähtn Doch du, scheuen, Giebt heldenmuth und tüh Wenn auc keit, Wenn uns der menschen silh eingedenk dränen, Was gott mißfällt, zu gebeut. Ist gott mein schutz,. Wil. heil und licht, So beb' ich von i 332 menschen nicht. Oehs. 8. Laß deine furcht, gott, mich uh selber bist ren, Auf dich, den höchsten, sie sünder No sehn; Laß sie mich zu der weisheitsh ist; Laß m ren; So werd' ich niemals irre Laß mich's Wohl dem, der dich stets kindlichsa L. Gieb Dich fürchten, gott, ist seligkit, kebe, Da ů Und so ge 1 gott u. der weit inen? Mel. Aus meines herzens grunde. herm, dich, mein gott, zu n tennen, 331. A denken, Ist pflicht und Weil gal trost für mich. Wenn sorg' und gram Wren Mmich kränken, So sieht mein aug' auf ingt. dich. Dann mindert sich mein schmerz, echt eni Dann fliehn die bangen sorgen, Wie nden. nebel vor dem morgen, Und ruͤh' erfüllt aden, mein herz. Zu sah 2. Denk' ich an deine liebe, Wie Der wun serd'ich dann erfreut! Dann fühl ich neue triebe Zur dankbeflissenheit, Mein sten kü henz dir ganz zu weihn, Dich freudig 1e Pflich zu erheben, Zur ehre dir zu leben, ihm het Vor fünden mich zu scheun. t hast. 4 g. Du gabst mir aus erbarmen hat,VDOen sohn, der für mich starb, Und t.„ großmuthsvoll mir armen Die seligkeit inkelhethh erwarb. O welch ein glück ist mein! er muthn Gott, wenn ich dies erwäge, Wie wird ht des ju mein berz so rege, Dir ewig treu zu seyn! unrecl! 4. Mit hoffendem gemüthe Benk'ich e seinen an deine treu, Und harre deiner güte; mittagelh Sie ist mir täglich neu. Du unterstützest ich verthn mih; Auch wenn ich schweiß vergieße, imkelt; Wird mir die arbeit süße, Seh' ich „ Und ul dabei auf dich. uch dabll 5. Wie gut ist's, dein zu denken! Auch Die welt mag immerhin Ihr herz auf's jern. bise lenken, Wie schlecht ist ihr gewinn! verachtn Ich halte mich zu gott! Dies bringt fromm mir wahre freude, Dies stärkt mich, des bühs wenn ich leide, Und ist mein trost im tod. uu dich 6. Drum will ich an gott denken, r gott.m So lang ich denken kann. Wird man Ist glͤeht ins grab mich senken, So geh' ich zwar ., die bahn, Da mich die welt vergißt; allmähthn Doch du, herr, denkst noch meiner, und tasf Wenn auch auf erden keiner Mein lt, u eingedenk mehr ist. schutz Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ich vot i u, vater deiner menschen⸗ 332. D kinder, Der du die liebe t, mich uul selber bist, Und dessen herz auch gegen slen, 0 sünder Noch gütig und voll mitleid weisheilsh ist; Laß mich von ganzem herzen dein, s irte 9ih Laß mich's mit allen kräften seyn! indlichsh. 2. Gleb, daß ich als dein kind dich seligket, liebe, Da du mich als ein vater liebst, 14⁴9 6) Von der Liebe und Treue gegen Gott. du mir dazu vorschrift giebst; Was dir gefällt, gefall' auch mir, Nichts scheide mich, mein gott, von dir. 3. Bewahre mich durch deine liebe, Wenn böses beispiel mich verführt, Und gieb, daß ich verläugnung übe, Wenn sinnenlust zu sehr mich rührt. Wie, sollt ich je die kreatur Dir vor⸗ ziehn, schöpfer der natur. 4. Laß mich um deiner liebe willen Gern thun, was mir dein wort gebeut. Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen, So sieh auf meine willigkeit; Und rechne mir, nach deiner huld, Die schwachheit, vater, nicht zur schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit freuden Das thut, was dir, o gott, mißfällt; Drum laß es mich mit ernst vermeiden, Gefiel es auch der ganzen welt. Die kleinste sünde selbst zu scheun, Laß, vater, mich behutsam seyn. 6. Aus lieb' zu dir will ich auch leiden, Was mir dein weiser rath bestimmt. Du führst durch trübsal auch zu freuden, Und wer sie willig übernimmt, Geduldig trägt und weis⸗ lich nützt, Wird mächtig von dir un⸗ terstützt. 7. In deiner liebe laß mich sterben, So ist selbst sterben mein gewinn; So werd' ich deinen himmel erben, Wo ich ganz frei vom übel bin. Da werd' ich Linmal völlig rein, Dich lieben und ganz selig seyn. Mel. Alle menschen mussen sterben ꝛc. uelle der vollkommen⸗ 333. 2P heiten, Gott, mein gott, wie lieb ich dich, Und mit welchen seligkeiten Sättigt deine liebe mich! Seel' und leib mag mir verschmachten: Hab' ich dich, will ich's nicht achten, Mir soll deine lieb' allein Mehr als erd' und himmel seyn. 2. Denk' ich recht an deine güte, Wie frohlockt mein herz in mir! Mit dem frohesten gemüthe Seh' ich sie, und danke dir. Jeder blick auf deine werke, Deine güte, deine stärke, Wie entledigt er mein herz Von bekümmer⸗ und so gesinnt zu seyn mich übe, Wie niß und schmerz. 1⁵⁰ Zweite Abtheilung. 3. Floß aus deiner segensfülle Mir nicht so viel gutes zu? Daß ich ward, das war dein wille; Daß ich noch bin, das machst du; Daß ich denke, daß ich wähle, Dafür dankt dir meine seele, Dankt dir, daß sie dich erkennt, Und dich ihren vater nennt. 4. Du erlöstest vom verderben Mich, durch deinen sohn, o gott; Ließest den gerechten sterben, Mir zum leben ward sein tod: Dadurch hast du mir gege⸗ ben, Ewig dort mit ihm zu leben, Ewig deiner mich zu freun, Und von dir geliebt zu seyn. 5. Sollt' ich den nicht wieder lie— ben, Der mir so viel gutes giebt? Und mit mehr als vatertrieben So unendlich mich geliebt? Könnt' ich ruhig hier auf erden, Ohne dil lieben, werden; Ohne dies nachi zeit Würdig seyn der seligkeit“ 6. Heil mir, daß ich es emyß Wie so liebenswerth du bistl mein herz vom haß der sünde du lich durchdrungen ist; Daß auf gebot ich achte, Und es zu ns trachte. Heil mir! du verbirges Einst vor mir dein angesicht. 7. Noch lieb' ich dich unboll men; Meine seel' erkennt es h Dort, im vaterland der from Lieb' ich dich, herr, wie ich Ganz werd' ich dort deinen Kennen, ehren und erfüllen,! empfahn an deinem thron Dir kommnen liebe lohn. 7) Von der Freude an Gott. Mel. Christus, der uns selig ꝛc. Feines gottes freue dich, 334. D Dank ihm, meine seele! Sorget er nicht väterlich, Daß dir glück nicht fehle? Schützt dich seine vorsicht nicht, Wenn gefahren dräuen? Ist's nicht seligkeit und pflicht, Seiner dich zu freuen? 2. Ja, mein gott, ich hab' an dir, Was mein herz begehret: Einen vater, welcher mir, Was mir nützt, gewähret: Der mich durch sein gött⸗ lich wort Hier zum guten lenket, Und mit himmelswonne dort Meine seele tränket. 3. Wenn ich dich, mein herr und gott, Kindlich ehr' und liebe, Wenn ich redlich dein gebot Und mit freuden übe: O wie ist mir dann so wohl! Wie ist mein gemüthe Seliger empfin⸗ dung voll, Voll von deiner güte! 4. Dann darf ich mit zuversicht Nach dem himmel blicken; Meine lei⸗ den acht' ich nicht, Wie sie mich auch drücken. Hoffnung und zufriedenheit Wohnen mir im herzen, Trösten und erhöh'n mich weit Ueber alle schmerzen. 5. Du bist mein! so jauchz' ich dann: Wer ist, der mir schade? Heil mir, daß ich's rühmen kann: Mein ist deine gnade; Dir ist meine wohl⸗ fahrt werth! Der du mir das leben Schenktest, wirst auch, was mich n Und erfreut, mir geben. 6. Jesus ist nach deinem ralh. die welt gekommen; Alle meine that Hat ser weggenommen. Inm trau ich, bet' ich an, Glaub' ans leiden; Folg' ihm treulich und ss Nichts von dir mich scheiden. 7, Dich, du trost der sterblh Heil des bessern lebens, Himnlh vollkommenheit, Such' ich nicht! gebens! Wenn mein lauf vollendi Und vollbracht mein leiden, Rustt. mittler, jesus christ, Mich zu sh freuden. 8. Meine lust an dir, mein g Wird dann ewig währen. M furchtbar sey der tod, Er wih. nicht stören; Willig werd' ich g gebein Der verwesung geben, sie macht mich frei von pein, A zum neuen leben. 9. Gieb mir nur, so lang' ich In der fremde walle Das bewußhh daß ich dir, Herr, mein gott, ges Diese sanfte freudigkeit, Die i. dir habe, Sey mein heil in diesu Und mein trost am grabe. 10. Laß die lust zur sünde nie ses heil mir rauben! Rüste selhüh wider sie, Stärke meinen glah Gieb mir deinen geist, der mich!l mein thut vertrau'n Mel. V oder: 335. es ganz e für gewinn Der sünde Und statt er das h Wie sollt' 2. Nur gut; Nae Erfülle m Allein dir doch Dein mich geno Schon lät ruh' gekor 3. Kan welt Das Kann es, Mit trost glanz ve wind, Un Rur dei Und gieb 4. W wählt, S Das arg Sich glä schmeckt Der seele heil Ist hast besch 5. Wi Fern von ich, an der erde seh genug Richt m 20 1 Hi dir In der eifrig srebe; 2 freu, T gott, n trost de hne dit nach igkeit! es emps. Di ünde In daß auf 5 zu eift erbirgesh sicht. ) unvolh nt es g. er from wie ich deinen h rfüllen,“ on Dery as mich s nem ralh e meinen ten. Ihmi laub' auß ch und so eiden. er sterblith „ Hinah ich niht; if vollendg⸗ en, Rustn eich zu st r, mein g ren. N0 „Er wid! Herd' ich N geben, I pein, t, Die ih l in ditserß der mich V Und statt den geist zu nähren, Füllt mein thun regiere, Daß ich mein pertrau'n auf dich Ewig nicht verliere. Mel. Was mein gott will, das ꝛc. oder: Das jesulein soll doch ꝛe. 33⁵ Hin ist mein herz, herr, * nimm es hin, Dir sey es ganz ergeben. Was hat die seele für gewinn Vom schnöden sündenleben? Der sünden tand Hat nicht bestand, er das herz Mit reu' und schmerz; Wie sollt' ich's so beschweren? 2. Nur du, gott, bist das höchste gut; Nach dir steht mein verlangen. Erfülle mich mit kraft und muth, Allein dir anzuhangen. O, hätt' ich doch Dein sanftes joch All'zeit auf mich genommen! So wär auch ich Schon längst durch dich Zur wahren 7. Von der Freude an Gott. ruh' gekommen. 3. Kann auch das größte glück der welt Das herz vor kummer schützen? Kann es, wenn trübsal uns befällt, Mit trost uns unterstützen? Sein glanz verschwind't! Wie rauch vom wind, Und schnell fliehn seine freuden; Nur deine treu Wird täglich neu, Und giebt auch ruh im leiden. 4. Wer dich zu seinem trost er⸗ wählt, Sein herz zum guten neiget, Das arge haßt, und wenn er feblt, Sich gläubig vor dir beuget: Der schmeckt schon hier, Erfreut in dir, Der seele wahren frieden; Und volles heil Ist einst das theil, Das du ihm hast beschieden. 5. Wie thöricht irrt' ich doch umher! Fern von dem sinn des christen, Sucht' ich, an wahrer freude leer, Ruh' in der erde lüsten. Welch ein betrug! Es seh genug, Mich so getäuscht zu haben. Richt meinen sinn, O gott, forthin, Nach wünschenswürd'gern gaben! 6. Hilf, daß ich mein gemüth zu dir In andacht oft erhebe, Und mit der eifrigsten begier Nach deiner gnade srebez Dir folgsam sey, Und dein mich freu, Du meiner seele leben! Denn, gott, nur du Kannst wahre ruh Und trost dem herzen geben. 151 7. Bei dir ist bis in ewigkeit Der reinsten freuden fülle, Des wohlseyns größte sicherheit, Vollkommne ruh und stille. Nie reize mehr Lust, geld und ehr', Zur sünde mein verlangen! Bis in den tod Soll dir, mein gott, Getrost mein herz anhangen. Mel. In dich hab' ich gehoffet de. 336 OIch freue mich, mein gott, Vin dir, Du bist mein trost, und was kann mir In deiner liebe sehlen? Du, herr, bist mein, Und ich bin dein; Was mangelt meiner seelen? 2. Du hast mich von der welt er⸗ wählt, Und deinen kindern zugezählt; Nie wirst du mein vergessen! Du liebst mein wohl, Hast gnadenvoll Mein glück mir zugemessen. 3. Du trägst mich liebreich mit geduld, Vergiebst durch ehristum mir die schuld, Wenn ich aus schwachheit fehle. An seinem heil Hab' ich auch theil; Dies tröstet meine seele. 4. An dir hab' ich den treuen freund, Der es auf's beste mit mir meint; Wo find' ich deines gleichen? Du stehst mir bei, Und bleibst mir treu, Wenn berg und hügel weichen. 5. In finsterniß bist du mein licht, Erfreust mein herz; drum acht ich nicht Zu sehr das gut der erde. Denn ohne dich Ist nichts für mich, Das einst zum trost mir werde. 6. Du bist mein allerhöchstes gut; Du stärkst im leiden meinen muth; Durch dich muß mirs gelingen; Selbst was mich kränkt, Das muß, gelenkt Von dir, mir segen bringen. 7. Und schließ' ich dann einst meinen lauf, So nimmst du mich zu dir hin⸗ auf, Zu deines himmels freuden! Und da vergißt Der sel'ge christ, Des le⸗ bens längste leiden. 8. Zwar hat's kein menschlich vhr gehört, Was uns dein himmel einst gewährt, Doch seh' ich's schon im glauben! Vollkommnes heil Ist da mein theil; Und niemand wird mir's rauben. PFPSPIPFPFPFPFPFPFPFP;P P?''' S Sc Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. 337 Go ist die beste * gabe, Die man, o gott, dir bringen kann; Wenn ich sie dir geopfert habe, Welch' ruh' und freud' empfind' ich dann! Nur muß ich, dir zum preis und dank, Aus liebe folgen, nicht aus zwang. 2. Mein heiland ist mir vorgegan⸗ gen, Er thate deinen willen gern; Will ich des ehristen ruhm erlangen, Und ihm gefallen, meinem herrn; So muß auch ich von lastern rein, Gleich ihm, zum guten willig seyn. 3. Laß deine heiligen gesetze Mir immer vor den augen seyn, Und gieb, daß ich sie nie verletze; Stets fürchte, was sie sündern dräun. Wie schwer's auch meinen lüsten däucht; So ist dein joch doch sanft und leicht. 4. So oft ich deine stimme höre, So mache leib und geist bereit, Daß ich mit folgsamkeit sie ehre, Und thue, was sie mir gebeut: Ich soll nicht hörer nur allein, Ich soll und will auch thäter seyn. 5. Beut mir die welt gleich tau⸗ send freuden, Damit ich ungehorsam sey, Und droht sie mir auch tausend leiden, So bleib' ich dennoch dir ge⸗ treu: Dir will ich folgen, o mein gott, Dir, mehr als menschen, bis in tod. 6. Wenn ich mich im gehorsam übe, So bin ich sicher, daß ich dich Von ganzem herzen redlich liebe, Und wie so sehr liebst du dann mich! Auch den gehorsam in der zeit Be⸗ lohnst du in der ewigkeit. 7. Drum laß mich, herr, mit treuem herzen Dir folgen, dir gehor⸗ sam seyn; O laß im glücke, wie in schmerzen, Stets treu mich deinem dienste weihn: So bin ich glücklich in der zeit, Und selig in der ewigkeit. 8) Vom Gehorsam gegen Gott. Mel. Sollt' ich meinem gott ꝛt. zut und heilig ist d. Mel. 338. G wille, Wie du es bist, o gott; Du gebeuts 339. tiefster stille Hört die schöpfung h. gelegen; 2 gebot. Die im himmel dir lobsing Ueber alles Stehn um deinen thron bereit, Fnn dich die ho sich der seligkeit, Deinen willen getrosten m vollbringen; Nur der mensch erke 2. Der oft nicht Für sein glück und s Manche fre pflicht. und bleibe 2. Dir gehorcht mit sanfter won vater und Sel'ger geister zahllos heer. Ig und mein f feste, deine sonne, Sturm und ii leben seyn. ner, erd' und meer, Alles die 3. Sollt' deinem willen; Alles, höchster, Ichen, Die du schufst, Eilt und drängt s chen Und v wenn du rufst, Dein gebot steth Ich will m erfüllen; Nur der mensch erkens Die mir we oft nicht, Für sein glück und sh tode nicht e pflicht. I. Auch d 3. Oft empört sich seine seele, i Was mir g und fchöpfer, wider dich. Deine hin Du bist her lichen befehle Wirft er thöricht h vill ich mic ter sich, läßt sich nicht von dir nh kuͤbsal, tod ren; Klüger oft, nach seinem wa heimgestellt Wäblt er eine andre bahn, Dien 5. Ist soll zum heile führen: Aber sih willen, O s. bahn, sein sinn Führt ihn ins zn gewiß zu reg derben hin. borzuschreih 4. Gott, laß es uns doch empft bleiben, W den, Daß uns unser herz verfühn, 6. Soll Daß die eitle lust der sünden u O so wollst zuletzt den tod gebiert. Mach un um das re deinen willen wichtig, Führ' auf de ewigkeit ba bahn uns hin, Lehr' uns jeden isn gehet Und weg fliehn; Denn dein weg allein] Nel. 2 richtig. Mach uns unsern pflichig treu, Daß der wandel heilig seh. 340. 5. So wird auch bei uns auf eni mein glück Wie im himmel, dein gebot, Will nich ersche trauen. G ausgerichtet werden, Heiliger m großer gott! Alle werke deiner hänhl Werden unterthan dir seyn, M deiner huld sich freun, Bis an deint schöpfung ende. Denn, der delli gi willen thut, Hat allein es ewig gl ) Vom Vertrauen auf gott a. lig ist Mel. Alles ist an gottes ꝛc. ie du seh lles ist an deinem segen, beutst! 339. A Großer gott, allein pfung i. gelegen; Du bist unser höchstes gut. lobsung Ueber alles hoch dich schätzen Und auf eit, Fu dich die hoffnung setzen, Giebt allein willen getrosten muth. ch erkem 2. Der du mich bisher ernähret, und sth Manche freude mir gewähret, Bi 1 und bleibest ewig mein. Du mein lfter wun vater und regierer, Wirst mein helfer er. Dih und mein führer Durch mein ganzes und on leben seyn. lles hi g. Sollt' ich ängstlich mich um sa⸗ chster, an Die mir sorg' und unruh ma⸗ rängt sh chen Und vergänglich sind, bemühn? Hot steth Ich will mehr nach gütern streben, h erlems Die mir wahre ruhe geben, Und im und sh tode nicht entfliehn. I. Auch die hoffnung kann erquicken. seele, En Was mir gut ist, wirst du schicken; Deine hin Du bist herr der ganzen welt. Dir hbricht h hill ich mich froh ergeben, Glück und n dir nish tribsal, tod und leben, Alles sey dir inem wahn heimgestellt. u, Diei 5. Ist mein wunsch nach deinem Aber sih willen, O so wirst du ihn erfüllen, Und on ins Iin gewiß zu rechter zeit. Dir hab⸗ ich nichts Lotzuschreiben; Wie du willst, so soll es och emhft bleiben, Was du willst, ist seligkeit. z verfih, 6. Soll ich hier noch länger leben, ünden inn O so wollst du kraft mir geben, Mich Mach un um das recht zu bemüh'n, Was in r' auf de ebigkeit bestehet, Alles irdische ver⸗ s jeden ih gehet Und fährt wie ein strom dahin. 0 plan Mel. Was gott thut, das ist ꝛc. 165 uf gott, und nicht auf e 340. A meinen rath Will ich bot, Wi mein glück stets bauen, Und dem, der riliger m mich erschaffen hat, Mit ganzer seele einer hin trauen. Er, der die welt allmächtig 9 bält, Wird mich in meinen tagen, an büh Als gott und vater, tragen. der deln 2. Er sah von aller ewigkeit, Wie ehin 98 biel mir nützen würde, Bestimmte meine ewig gu lebenszeit, Mein glückund meine bürde. Was zagt mein herz? Ist auch ein schmerz, Der zu des glaubens ehre 1⁵³ Gott und Ergebung in seinen Willen. 3. Gott kennet, was mein herz be⸗ gehrt, Und hätte, was ich bitte‚ Mir gnädig, eh' ich's bat, gewährt, Wenns meine wohlfahrt litte. Er sorgt für mich Recht väterlich! Nicht, was ich mir ersehe, Sein wille nur geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörkes glück Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst Bist das widrige geschick, Bei dessen last wir klagen? Die größte noth Hebt einst der tod! Und ehre, glück und habe Verläßt uns doch im grabe. 5. An dem, was seelen glücklich macht, Läßt gott es keinem fehlen; Gesundheit, weltlust, ehr' und pracht, Sind nicht das glück der seelen. Wer gottes rath Vor augen hat, Dem wird ein gut gewissen Die trübsal auch versüßen. 6. Was ist der erden herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das leiden dieser zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den herrn! Er hilft uns gern; Seyd fröhlich, ihr gerechtenl Der herr hilft seinen knechten. Mel. In allen meinen thaten ꝛe. uf deine weisheit schauen, 341. A Gott, deiner güte trauen, Das schafft zufriedenheit. Wer kann mein wohl entscheiden? Wer schenkt mir beß're freuden, Als du, herr aller seligkeit? 2. Vor dir ist nichts verborgen; Wie, sollt' ich ängstlich sorgen, Da du mein vater bist? Du, herr, gabst mir mein leben, Und wirst mir alles geben, Was mir zur wohlfahrt nöthig ist. 3. Wir streben oft nach dingen, Die, wenn sie uns gelingen, Des unglücks quellen sind. Ein schein, der uns bethö⸗ ret, Und unsern stolz vermehret Macht uns für wahre güter blind. I. Der hang zu eitelkeiten Stört doch zu allen zeiten Die wahre seelen⸗ ruh. Wann wir dir unser leben, O vater, übergeben, Dann fließt dem herzen friede zu. 5. Dein rathschluß sey mein wille, Nicht zu besiegen wäre? Ich will in heil'ger stille Mich deiner deines geistes freuden, Durch muth 15⁴ vorsicht freun. Dein ewiges erbarmen, Dein beistand soll mir armen Zufrie⸗ denheit und muth verleihn. 6. Laß mich nicht zweifelnd wanken, Wenn traurige gedanken Mir deinen trost entziehn. Ich werde nie vergebens Zu dir, herr meines lebens, Mit kind⸗ lichem vertrauen fliehn. 7. Erleicht're meine leiden Durch und hoffnung mir. Drückt mich die last der schmerzen, Dann sprich zu meinem herzen: Ich, dein erretter, helfe dir. 8. Was sollt' ich mich betrüben? Den menschen, die dich lieben, Muß alles segen seyn. Ich bin ja dein er⸗ löster; Sonst weiß ich keinen tröster, Sonst keinen schutz, als dich allein. Mel. Wo soll ich fliehen hin, weil ꝛc. 342 A meinen lieben gott * Trau ich in aller noth. Die ihn um rettung flehten, Berließ er nie in nöthen. Er wird mein unglück wenden, Es steht in seinen händen. 2. Auch beim gewissensschmerz Ver⸗ zaget nicht mein herz. Auf ehristum will ich bauen, Und fest auf ihn ver⸗ trauen; Ihm bleib' ich stets ergeben Im tode wie im leben. 3. Und nimmt der tod mich hin, Ist's dennoch mein gewinn. Ich weiß, an wen ich glaube, Er läßt mich nicht im staube. Es mag der leib erkalten; Den geist wird gott erhalten. 4. Mein heiland, jesu ehrist, Der du aus liebe bist Für mich am kreuz Du chen Du hast mir heil erworben: u schenkst nach allem leiden Den deinen ew'ge freuden. 5. Ich harr' und traue dir, Einst schenkst du sie auch mir. Ich habe dein versprechen, Das kannst du nimmer brechen. Auch ich bin, wenn ich sterbe,‚ Des ew'gen lebens erbe. Bekannte Melodie. efiehl du deine wege, 343. B Und was dein berze kränkt Der treuen vaterpflege Deß, der den weltkreis lenkt: Der wolken, fluth und winden Giebt ordnung, ziel mußt du stets schauen, Wenn dein er sich vorgenommen, Und dich! Er hinaus geführet, Das dich beil dern; A hat Zweite Abtheilung. und bahn, Der wird auch wegest Die dein fuß gehen kann. 2. Dem herrn mußt du verhn Wenn dir's soll wohlergehn, I 10. N du ihm! leid bers sten gläuf soll bestehn: Mit sorgen und mi enenn b men, Und mit selbsteigner pein 11 gott sich gar nichts nehmen; G Frägt da erbeten seyn. aur, une 3. Dein aug', o gott der g Gottschn Sieht immer ungeschwächt, V⸗ einst dein sey oder schade Demsterblichengest psalmen Und beit halt, Br 99 Diih für's beste hält, Bringst du zum it und wesen, Wie es dir wohlgi dale bät 4. An mitteln und an wegen Stets laf dir's, allweiser, nicht: Dein ih empfohler gnad' und segen, Dein gang i. Gewiß zu und licht: Bein werk kann nih hindern, Du kannst nicht träͤgt! Wenn du, was deinen kinden fprießlich ist, wilst tun. 344. 5. Und wollten welt und teusth dem herrr boshaft widerstehn; So wird doh cr auch zweifel Gott nicht zurücke gehm aus deine 7 haben will, Das muß doch kommen Zu seinem zweck und 12 Ein 6. Horff', o bedrängte seelel So fühle und sey unverzagt! Gott uuh g was r win Den kummer, A nagt; Er wird dich ihm ent gott Erwarte nur die zeit! Bis d Die Reln holden blicken Sein angesicht 4 3. Tra 7. Auf! wehre deinem schmehh Die wah sorgen bange nacht. Laß fahrt wird's das herze Betrübt und traurigt oder du Bist du doch nicht regente, Ii In jede führen soll; Gott sitzt im regie bater, Und führet alles wohl. glück. 8. Ihn, ihn laß thun und 4. D Er ist ein weiser fürst; Und ii ganzes u so verhalten, Daß du dich u wegen wirst, Wenn er, wie's ihm gh Und wa Mit wunderbarem rath Das heil ersc ‚. 5. Ve 9. Er wird zwar eine wal so fürch seinem trost verziehn, Und i freunde seinem theile, Als hätt' in seuin W Er deiner sich begeben, Und sh für und für In angst und nöthih ben; Als fragt' er nichts näh ch weges. 10, Wid's aber sich befinden, Daß mun. du ihm Reu verbleihts Se wird den veun leid verschwinden, Da du's am mind⸗ Wonm Mu sten gläubst: Er wird dein herz erlösen und dei Pon der so schweren last, Die du zu und mi feinem bösen Bisher getragen hast. ner pei hner duß. 41. Wohl dir! denn deine weue men; G rägt da den sieg davon; Sieh muthig it d auf, und freue Dich über ihren lohn: 50 ‚ W. Golt schmückt mit siegespalmen Gewiß t, M einst deine hand, Und du singst freuden⸗ llichengi pfalmen Dem, der dein leid gewandt. 50 Del 1642. Herr! mach' ein fröhlich ende En Uh Mit aller unsrer noth, Und reich' uns ir wohlghl deine hände Im leben und im tod. an wegtl Stets laß uns deiner pflege Und treu Dein hempfohlen seyn; So gehen unsre wege Ran Gewiß zum himmel ein. icht trägt In voriger Melodie. nen kinden ů x hrist, alles, was dich und 0 3⁴44. C kränket, Befiehl getrost t un*0 dem herrn! Er, der die himmel lenket, o wird dol Ist auch von dir nicht fern. Erwach' ücke gehmm aus deinem schlummer, Zu gott erhebe „ Und dich! Er siehet deinen kummer, Und uß doch Aiebt dich väterlich. weck undi 2. Sind's fünden, die dich schmerzen, igte seeleh So fühle deine schuld, Doch trau mit Gott uil ganzem herzen Auf deines mittlers huld. kummer Zu wahrer ruhe führet Die reu', die 1 tuht gott gefällt; Allein den tod gebieret 1 Bis il Die traurigkeit der welt. angesicht 4 3. Trau' gott, nicht deinen schlüssen, 77 schmenl Die wahl des besten zu. Sprich, wer Laß fahrih wird's besser wissen, Dein schöpfer, nle, 9 oder du? Er weiß ja, was dir fehlet gente, Ih In jedem augenblick; Was er, dein zt im reht vater, wählet, Das dient zu deinem hl. glück. hun und I. Der gott, auf dessen segen Dein 1; Und ust ganzes wohl beruht, Ist stets in seinen du dich u wegen Gerecht und weis' und gut: e's ihm g. Und was er seinen kindern Zu ihrem rath Das heil ersah, Kann kein erschaffner hin⸗ dich bels dern; Wann er gebeut, sieht's da. 1 5. Vergeblich toben feinde Auch noch eine will so fürchterlich; Hast du nur ihn zum % Und I freunde, Ist er, dein gott, für dich. itt' in scü Wer gleicht ihm? seinen winken Ge⸗ und uihn Iun ht Puhen meer; Laß deinen ith nicht sinken, Dein schirm nichts nächl schild ist er. 9. Vom Vertrauen auf Gott ꝛc. 15⁵⁵ 6. Gott zählet deine zähren, Und wird, was gut ist, gern Auch deinem wunsch gewähren; Harr' in geduld des herrn, Der's niemals böse meinet, Hoff' unverzagt auf ihn; Wann seine zeit er⸗ scheinet, Wird deine wohlfahrt blühn. 7. Ergieb dich ihm mit freuden, Sey stark durch seine kraft! Sey auch zur zeit der leiden Ein ehrist und tugend⸗ haft! Und dann ergreif im glauben Den trost der ewigkeit. Wer kann dir diesen rauben, Der allen gram zerstreut? 8. Sey froh! dein gott regieret, Sein rath ist wunderbar: Einst wirst du überführet, Daß er der beste war. Will auch dein herz oft wanken, Als dächt' er deiner nicht. Wirst du ihm doch einst danken. Er hält, was er verspricht. 9. Wie, sollt er dein nicht denken, Er, der dich kennt und liebt? Nicht trost und glück dir schenken; Er, der so gerne giebt? So gern mit seinem segen Der menschen herz erfreut. Auch auf den rauhsten wegen Führt er zur seligkeit. 10. Mit ruhigem gemüthe Verlaß auf ihn dich fest, Und wiss', daß seine güte Dich ewig nicht verläßt. Er will nach einer weile Dich desto mehr er⸗ freun; Zu deinem größten heile Ver⸗ zeucht er; harre sein! 11. Wohl dir alsdann, du treuer, Wie groß ist einst dein lohn! Dein richter, dein befreier Reicht dir die sie⸗ geskron. Auf kurze prüfungstage Folgt ew'ger preis und dank; Dann schweiget jede klage Und wird ein lobgesang. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich ꝛc. 3 4 5 u hast, mein vater und * mein gott! Mich durch dein wort belehret, Daß deine hand der frommen noth Dereinst in freude kehret; Und daß ich alles, was mich kränkt, Auf dich, der unser schicksal lenkt, Mit zuversicht soll werfen. 2. So will denn, auf dein wort, auch ich Der sorgen mich entschütten. Erhöre, gott, mein vater! mich, Er⸗ hör' mein kindlich bitten. Gieb meiner seele wahre ruh. Was mich bekümmert, lenke du Zu meinem ew'gen besten. 3. Der sorgen macht hat freilich oft Mich übermeistern wollen. Stets hab' ich nicht auf dich gehofft, Wie ich wohl hoffen sollen. Mein gott, wie groß ist meine schuld! An dir hab' ich durch ungeduld Vielfältig mich versündigt. 4. Erbarmender! vergieb es mir Nach deiner großen güte; Erfülle mit vertraun zu dir Mein schüchternes gemüthe. Gieb, daß ich freudig hoff' auf dich, Du werdest nie, als vater, mich Verlassen noch versäumen. 5. Seh' ich schon keine wege noch Zur rettung vor mir offen; Auch da laß mich, mein retter! doch Auf deine hülfe hoffen. Du bleibst doch immer groß an rath, Und immer mächtig auch an that, Mein bestes zu besorgen. 6. Dies sey mein trost, dies sey mein licht. Wenn mich die sorgen krän⸗ ken. Erfüllst du meine wünsche nicht, So laß mich gläubig denken, Daß mir's nicht gut gewesen ist. Weil du die höchste weisheit bist, So schickst du stets das beste. 7. Was hier mir fehlt, das wirst du mir Aufs reichlichste ersetzen, Wenn ew'ge freuden mich bei dir In deinem reich ergötzen. Da ist mein erb' und höchstes gut, O, stärke mir dadurch den muth Bis an mein selig ende. Mel. Was gott thut, das ist ꝛe. u, herr, bist meine zu⸗ 346. D versicht, Mein einz'⸗ ger trost im leben. Mir fehlt es nie an trost und licht, weil ich mich dir ergeben; Du bist mein gott, Auf dein gehot Wird meine seele stille; Denn gut ist stets dein wille. 2. Wer wollte dir, herr, nicht ver⸗ traun? Du bist des schwachen stärke. Die augen, welche auf dich schaun, Sehn deiner weisheit werke. Herr, groß von rath Und stark von that! Mit gnaͤdenvollen händen Wirst du mein glück vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, Verlassen sehen müssen: Du läßt ihn, wenn ihn noͤth umgiebt, Doch deinen trost genießen. Des frommen herz Zweite Abtheilung. 4. Hoff', seele, hoffe nur auf g. wort stet⸗ Des sünders trost verschwindet, R. eingetrof der gerechte in der noth Die gundu nicht trat schöpfers findet. Wenn jener fäll,, gebau't. er ein held, Er steht, wenn jene A. Laß tern, Als fels in ungewittern. Daß dein 5. Drum werf' ich nicht die werd'ich h nung hin, Die mir mein glaube unruh fre chet. Wie elend, die zu man mit vertre fliehn! Wohl! wer von gott nie! schauen;“ chet! Mein heiland starb; Er, And die h erwarb, Durch seine todesleiden“ 5. Auch ew'ge himmelsfreuden. noch über 6. Getrost bin ich, wenn um zum führe her Sich ungewitter sammeln! für micheg hilfst, gott, wenn wir freudenlen erstanden, dir um gnade stammeln. Die zul banden, 8 qual, Der thränen zahl! Zähli! Wo kein 1 du wiegst die schmerzen, Und an 6. Muß sie von dem herzen. Gott, vor Herr, du bist meine zupast du doch vo Auf dich hofft meine seele. Du gil mich einstl was meinem glück gebricht, Giehshh sunden! ich mich nie quäle. Wer wolln Verd' ich nicht ganz auf dich, Allmächtiger. Und, wie lassen, Und muth und hoffnung si 7. Laß 8. In deine hand befehle ich Mherr, herr wohlseyn und mein leben. Mein host alles einge auge blickt auf dich; Dir will ichig vort versp ergeben. Sey du mein gott; Undii lebens, H im tod Mein fels, auf den ich un bens! Wo Bis ich dein antlitz schaue. Einst gew Mel. Alle menschen müssen sterben. Mel. * ott der wahrheit, di 347. G treue Unsre hoffsh 348. stützt und hält! Ich erkenn' es duß nieden krä reue, Daß mich kleinmuth oft hiith weiser rat Ach, mein herz hängt noch an dinn meinem s Die nie wahre rube bringen; R änd wie oft vergeh' ich mich, Aehsl 12. zweifelnd, wider dich! 10 Fih 0 2. Gott, vergieb mir diese sish ert Nimm die kleinmuth von mit il er 906 Schenke, vater, deinem kinde Eh 9156 go dir ergebnen sinn, Der von dir leich 18. bülfe heischet, Den nicht falhehh 909 m nung täuschet, Die das herz aufh ß ö offen ieht, Und so schnell wie rauch entsii possen, 3. Laß mich gram und nuth l gser.D. Weil den auge für ie waghe Tden gi Wird frei von schmerz. Der sünder bö⸗ ses dichten Pflegst du oft zu zernichten. du schon in manchen leiden, Mitih alles wohl gemacht! Laß mich aufot dem ma ur auf wort stets hoffen, Das doch immer indet, Weingetroffen. Gott, wer deinem wort pie gunsl nicht trau't, Hat auf leichten sand ner fäll, gebau t. enn jentn A. Laß mich fest im glauben werden, bittern. Daß dein wort wahrhaftig sey: O, so icht die h werd'ich hier auf erden Von so mancher — glaube untuh frei. Dann werd' ich, gott, zu mens mit vertrauen Stets auf deine hülfe gott niel schauen; Dann wächst meine zuversicht, urh; Es, Und die hoffnung trügt mich nicht. sleiden“ 5. Auch erhebt sie meine seele Selbst noch über tod und grab, Wenn ich den enn umzum führer wähle, Der sich einst auch mmeln! für mich gab. Er, der siegreich auf⸗ eudenlen erstanden, Macht mich los von todes⸗ Die zeh banden, Führt mich zu dem leben ein, Zähli Wo kein leid wird weiter seyn. „ Und i 6. Muß ich gleich noch hier auf erden, Gott, vor dir ein pilgrim seyn, Wirst ne zudent du doch von den beschwerden Dieser zeit le. Du gil mich einst befrei'n. O erwünschte sel'ge t, Giebsh sunden! Ewig aller noth entbunden, er wolll Werd' ich dich, mein heiland, seh'n, ächtigerl Und, wie du, zur freud' eingeh'n. ffnung saß 7. Laß mich fröhlich darauf hoffen, sehle ich Mhetr, herr, meine zuversicht! Bis das Mein hefz alles eingetroffen, Was auch mir dein will ich wort verspricht. Auf dich, quelle alles ott; Undiß lebens, Harrt der glaube nie verge⸗ den ich un bens! Was wir glauben, schauen wir zue. Einst gewiß, o herr, bei dir. sen sterben. Mel. Wer nur den lielen gott ꝛc. ahrheit, dah err, mache meine seele 15 Doftn 348. H stille! Was mich hie⸗ enn' es zal lieden kränkt und drückt, Das ist dein th oft bish weiser rath und wille, Der nichts zu ich an dint meinem schaden schickt. Du bist, der ringen; alles ändern kann, Und was du thust, 5„ Aait ist NI 8. D Heutann hoffen, Wenn du mir prüfung hast bestimmt. Dein vaterherz steht dem doch wat E den 9. Vom Vertrauen auf Gott ꝛc. 15⁷ 4. Uns bleibt oft, was uns nützt, verborgen. Wer hat es je genau erkañt? Wie oft sind unsre wünsch' und sorgen Voll thorheit und voll unverstand! Wer kann, was seinem wohlergehn Zum schaden dient, ganz übersehn? 5. Nur du, gott, kennst und wählst das beste. O vater, mache selbst mein herz In dieser überzeugung feste; So ehr' ich auch im größten schmerz, Dich stets mit der entschlossenheit: Was gott will, das gescheh' allzeit. 6. Die stunde wird gewiß doch kom⸗ men, Da mich vollkommnes glück erfreut. Denn einmal führst du deine frommen Zur völligen zufriedenheit. Und dann wird ihnen offenbar, Daß nur dein rath der beste war. 7. Da ernt' auch ich von meinen plagen, Die sel'gen früchte ewig ein! Da wird mein herz, statt aller klagen, Nur voll des frohen lobes seyn; Der herr, der für mein heil gewacht, Hat alles mit mir wohlgemacht. Mel. Was mein gott will, das ꝛc. ch hab' in gottes herz 349. J und sinn Mein herz und sinn ergeben. Was böse scheint, ist mir gewinn, Der tod selbst ist mein leben; Denn gott ist mein, Und ich bin sein, Was ist wohl, das mir schade, Ob er gleich schlägt, Und kreuz auflegt, Ist doch sein thun voll gnade. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, Mein vater muß mich lieben; Läßt er auch oft mich freudenleer, So will er mich nur üben Und mein gemüth In seiner güt' Gewöhnen, sich zu fassen; Ueb' ich geduld, Trau seiner huld, Wird er mich nicht verlassen. 3. Ich bin ja nicht von ungefähr Entsprungen aus der erden; Gott ist's, der mich zu seiner ehr' Das, was ich bin, ließ werden. Gab er das seyn Dem leib allein, Der kurze zeit nur währet? Nein, auch dem geist, Der jetzt ihn preist, Und der ihn ewig ehret. 4. Und wer erhält mit allgewalt Mir jede kraft zum leben? Wär' ich nicht längstens todt und kalt, Wenn mich nicht gott umgeben Mit seinem arm, Der alles warm, Gesund und Das bricht und fällt; Was er erfreut,‚ das lachet. 5. Bei ihm ist weisheit und verstand Mehr, als wir menschen fassen; Er hat von ewigkeit erkannt, Was er will kommen lassen. Er weiß, wann freud, Er weiß, wann leid Uns, seinen kin⸗ dern, diene, Und was er thut Ist alles gut, Ob's noch so traurig schiene. 6. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, Was sinnenlust begehret, Als sey mit einer großen last Bein lebens⸗ gang beschweret; Hast spät und früh Viel sorg und müh Auf selbsterwählten wegen, Und denkest nicht, Daß, was geschicht, Geschehe dir zum segen. 7. Es kann bei lauter sonnenlicht Das feld nicht früchte tragen; So reift auch menschen⸗wohlfahrt nicht Bei lau⸗ ter guten tagen. Wie bitter sey die arzenei, Schafft sie doch neues leben; So muß das leid Zu neuer freud' Und wahrem glück erheben. 8. Ey nun, mein gott, so fall' ich dir Getrost in deine hände. Nimm mich, und mach' es so mit mir Bis an des lebens ende, Wie dir's gefällt, Der du die welt Nach weisem rath regierest, Und so auch mich Stets vä⸗ terlich Auf richt'gem pfade führest. 9. Willst du mir geben sonnenschein, So nehm ich's an mit freuden; Soll's aber schmerz und trübsal seyn, Will ich's geduldig leiden. Willst du allhier Noch länger mir Des lebens kraft er⸗ halten; Wie du mich führst Und führen wirst, So laß ich gern dich walten. 10. Auch noch im tode bin ich dein, Vor ihm soll mir nicht grauen; Er führt zum bessern leben ein, Er ist der weg zum schauen. Du bist mein hirt, Der alles wird Zu solchem ende kehren, Daß ich mit dank Und lob⸗ gesang, Dich ewig werde ehren. Mel. Wer nur den 18. gott ht ein gott, du weißt am 350. M allerbesten Das, was mir gut und nützlich ist; Du bleibst, ist auch die noth am größten, Mein helfer, wie du's ewig bist. Gieb, daß Zweite Abtheilung. fröhlich machet? Was er nicht hält,‚ zagt, Mein hoffen sicher darauf hund jeden Was dein so theures wort mins 5. Ich h ich einzig dir vertrau, Und nie auf menschenhülfe bau. 2. Räum alles weg aus muͤfeblts, di seelen, Was deinem willen widersahnittenn ni Und wollte mir's sich auch verhalgründe m So stelle du mir selbst ins licht, A nd mir noch fehlt an kindessinn, wün Wus dann mein herz dahin. heide, Der 3. Hilf mir in geist und wahs Rein, das sprechen; Du bist mein vater, Daß du, o und heil, Veezeihst mir gnädig mmein erbar schwächen, Und schenkst auch mitnichts vern christo theil, Du bist mein allelg 3. Der h freund, Der's treu und redlich: Zurewigkei mir meint. er züchtigt „Denn darf ich mich dein kinhldient, und nennen, Bist du mein vater und nlust an unse freund; So muß mir alles nütenldenkt sein! nen, Was mir auch noch so böse son 4. Die l Das bitterste wird mir versüßt. Mzagen? Ge du nur, gott, mir gnädig bist, ehrist? Wa 5. Drum gieb, daß ich dir kalsagen, De traue, Und demuthsvoll, doch Erhabner Dein geist erkläre meinem geist, Wie bald v deine vatertreue heißt. Dann schöy 6. Ich bin ja auf so viele huunendliche; Mein herr und gott, dein eigenthntach seiner Drum gieb, daß ich, zu deinem zsaget hat. Und deines großen namens ruhm L diene in gerechtigkeit Mit willihn⸗ 8 gebenheit. 3⁵² 7. Du schaffst das wollen und!* bringen, Von dir kommt weishettuläßt mich verstand; Drum reiche mir in afassen, Gi dingen Aus gnaden deine vaterhn Er steht m Erbarme meiner schwachheit dich Uneuen mor stärk' zu allem guten mich. sorgen, Io 8. Legst du was auf, so hilfs 2. Wenn tragen. Gieb mir geduld in leidenth In kaltsin Und sey in gut' und bösen tagen Mmitleidstri trost und meines herzens freud'. Ahört. Er h demuth, einfalt, lieb' und zucht; Uder sünde unrecht ist, das sey verflucht. schanden 9. Nun, herr, du siehest mein 3. Ih streben; Berleih' mir deines gef uch in d kraft! Ou willst sie ja dem geme gih hülfe bau Der treulich gutes durch sie sn Ihm sey Dann zeigt mein redlich frommer sugut und le Daß ich dein ewig bleib' und hin 4.609 — In hein schug i 9016 ein schu 0 351. Men ich Ind. gch hoff' auf ihn, er kennet mich. aus müfehlts, die seinen zu erhalten, An widersphmitteln nie, und sein bin ich; Ich ch verhälgründe meine zuversicht Auf diesen licht, Aes und wanke nicht. ö n, Undn 2. Was gäul' ich mich? bin ich ein beide, Der ohne gott und hoffnung ist? und wahnRein, das ist meines herzens freude, vater, Daß du, o gott, mein helfer bist. Hilf, Inädig miein erbarmer, stärke mich; Denn auch mnit nichts vermag ich ohne dich. rin allet 3. Der herr erzieht hier seine kinder d redlich Zurewigkeit mit weiser huldz Er schont, Ir züchtigt viel gelinder, Als wir ver⸗ dein kuldient, und hat geduld; Er hat nicht ter und nlust an unserm schmerz; Ganz anders es nützeukdenkt sein vaterherz. o böse süh K. Die lieb' ist gott! wie kann ich ersüßt. Mzagen? Gab er für mich nicht jesum dig bist, khrist? Was könnte mir ein gott ver⸗ ch dir. Der so unendlich gütig ist? „doch unErhabner trost, der nimmer trügt, darauf hend jeden zweifel überwiegt! vort mir su 5. Ich harre seiner, und bin ftille. m geist, Wie bald verstreicht die prüfungszeit! Dann schöpf' ich dort aus seiner fülle, so viele hunendliche zufriedenheit. Er leite mich n eigenlhn gach seinem rath, Wie er mir zuge⸗ deinem hn saget hat. ens ruhm it willigen In bekannter Melodie. on gott will ich nicht Hen und 352. V lassen: Denn er ver⸗ weishel nläßt mich nicht; Im kummer mich zu mir in alfasen, Giebt er mir kraft und licht. ine vaterhuEr steht mir hülfreich bei! Mit jedem hheit dich neuen morgen Weiß er mich zu ver⸗ nich. sorgen, Ich sey auch, wo ich sey. so hilf'3. 2. Wenn menschen⸗gunst und liebe in leidend; In kaltsinn sich verkehrt, Bleibt er voll n tagen Mznitleidstriebe, Er, der mein flehen 3 freud'. Ahürt. Er hilft in jeder noth, Hilft von d zuchtz Uder sünde banden, Befreit von ihren flucht. schanden Und rettet selbst vom tod. ehest men 3. Ihm, ihm will ich vertrauen, deines gil Auch in der schwersten zeit. Auf seine m geme gih hülfe bauen; Er wendet alles leid. ich sie sak Ihm sey es heimgestellt; Leib, seele, frommer*1 und leben Will ich ihm übergebenz b' und bit Er mach's, wie's ihm gefällt. lodie.„4. Es kann ihm nichts gefallen, i gothals was uns nützlich is; Gut meint walken; s mit uns allen: Er gab uns jesum mich. Můhris. Hat er so viel gethan, So wird 9. Vom Vertrauen auf Gott u». er auch gewähren, Was unsern leib ernähren, Den geist erfreuen kann. 5. Lobt ihn mit herz und munde, Ihn, der uns beides schenkt. Gesegnet ist die stunde, Darin man sein gedenkt; So braucht man recht der zeit. Wir sollen ja auf erden Durch ihn schon selig werden, Noch mehr in ewigkeit. 6. Mag doch die welt vergehen Mit aller ihrer pracht! Das glück bleibt ewig stehen, Das gott mir zugedacht. Zwar schließ' ich hier den lauf; Doch, wenn ich nun im grabe Genug geruhet habe, Weckt er mich wieder auf. 7. Die seel' ist unverloren In gottes vaterhand; Der leib wird neu geboren Zum bessern vaterland; Wie selig werd' ich seyn! Mit gott und seinen frommen Soll ich mich da vollkommen, Soll ich mich ewig freun. 8. Ob ich gleich nun auch dulde Viel leiden dieser zeit, Wie ich's auch oft verschulde, Kommt doch die ewig⸗ keit. So großer freuden voll, Die, da ich christum kenne, Und mich von ihm nicht trenne, Mein erbtheil werden soll. 9, Das ist des vaters wille, Der uns erschaffen hat; Aus seines sohnes fülle Empfahn wir gnad' um gnad'; Er giebt uns seinen geist, Damit er uns regiere, Die bahn zum himmel führe. Hoch sey der herr gepreist! Mel. In allen meinen thaten ꝛt. as soll ich ängstlich 353. Wĩ klagen, Und in der noth verzagen? Der höchste sorgt für mich, Er sorgt, daß meiner seele Kein wahres wohlseyn fehle. Genug zum trost, mein herz, für dich! 2. Was nützt es, ängstlich sorgen, Und jeden neuen morgen Mit neuem kummer sehn? Du, vater meiner tage, Weißt, eh' ich dirs noch sage, Mein leid und auch mein wohlergehn. 3. Auf deine hand zu schauen, Dir kindlich zu vertrauen, Das, herr, ist meine pflicht. Ich will sie treulich üben, Und dich, mein vater, lieben; Denn du versäumst die deinen nicht. 4. Der du die blumen kleidest Und alle thiere weidest, Du schöpfer der natur! Weißt alles, was mir fehlet. Drum, seele, was dich quälet, Befiehl dem herrn, und glaube nur. 5. Herr, alle meine sorgen, Die noth, die oft verborgen, An meinem herzen nagt, Werf' ich auf dich, den treuen; Du weißt den zu erfreuen, Der fromm nach deiner hülfe fragt. 6. Wenn meine augen thränen, Und sich nach hülfe sehnen, So klag' ich dirs, dem herrn: Dir, vater, dir befehle Ich jed en wunsch der seele. Du hörst, du hilfst, du segnest gern. 7. Der du mir hier im leben Schon größres heil gegeben, Und deinen sohn geschenkt: Du wirst mir alles schenken, Und mir zum besten lenken, Was mich bekümmert, quält und kränkt. 8. Du führest, herr, die deinen Nie so, wie sie es meinen; Nein, nur nach deinem rath. Ob ich mich auch betrübe, Bleibt doch dein rath voll liebe; Das zeigt der ausgang mit der that. 9. Wenn ich hier tiefen sehe, Und es nicht ganz verstehe, Was du mit mir gethan, Kann ich doch deß mich trösten: Du nimmst mich, mich er⸗ lösten, Gewiß dereinst zu ehren an. 10. Dort bei den frommen schaaren, Dort werd' ich es erfahren, Wie gut du mich geführt. Da sing' ich dir mit freuden, Nach überstandnem leiden, Den dank, der deiner huld gebührt. In bekannter Melodie. er nur den lieben gott 354. Wé läßt walten, Und hof⸗ fet auf ihn allezeit, Den wird er wun⸗ derbar erhalten In aller noth und Zweite Abtheilung. traurigkeit. Wer gott, dem allah 8 ehs 1.8 Der hat auf keinen. Rehmelt gebaut. 2. Was helfen uns die shn shneh helfen 111—— und ache Was hultcsnt ui usen, U und ach? Was hilft es, daß win Ili morgen Beseufzen unser 11 35. Seu Wir machen unser kreuz und leid gehren größer durch die traurigkeit. Fflicht II 3. O halte doch dem höchstenen, Gerer Und sey mit seinem nath vergi giebt uns Erwarte, wie sein guter wille, Und dämp sein' allwissenheit es fügt. Gott zl 6. Sich ihm hat auserwählt, Der waß ken, In d besten, was uns fehlt. Alebf Im 4. Er kennt die rechten freudus Is biese den, Weiß, wenn uns hülfe niß triffstt du! sey! Wenn er uns nur hat treu im dauerhaft den, Geduldig, ohne heuchelil, 7. Gott kommt er, eh' wir's uns versehnij verscherzen lässet uns viel guts geschehn. zum gebät, 5. Denk' nicht in deiner dunn n her hitze, Daß du von gott verlassen grade fleh Daß ihm nur der im schooße sal zem thro⸗ alle welt für glücklich preist; Oih deinen sol kunft ändert oft sehr viel Und ö jeglichem sein ziel. Nel. Ser 6. Es sind ja gott sehr leichtesih Und seiner allmacht gilt es gleich 356. reichen klein und arm zu machemii wolken ge armen aber groß und reich; Ei harmherzi herr, der jedermann Gar bald ass sehen, Bi bald stürzen kann. Vernimm 7. Sing', bet' und geh' auf a ünd! De wegen, Verrichte deine pflicht 2. Ich Trau ihm und seinem reichen segeh! schätze dig wird er bei dir werden neu. Deil ich haben nur seine zuversicht Auf gottsehhh beit werd verläßt er nicht. und verst 10) Vom Gebaͤte. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. 3 5 5 D heil, o ehrist, nicht zu verscherzen, Sey wach und nüchtern zum gebät! Ein kindlich flehn aus gutem herzen Hat gott, dein vater, nie verschmäht; Er ist die liebe selbst, und hört, Was sei⸗ ner kinder herz begehrt. 2. Erhebe dich zu seinen höhen Mit dank und flehen oft und gern. Er lässet, den du erkennen 3. was dir nützt, geschehen, Ist di Ahm, helfen niemals fern; Und thüt Des gu nur zu ihm flehst, Mehr, als du mich nu und verstehst. rer ruh 3. Welch glück, so hoch 9 vor dei zu werden, Und im gebät hul freunde zu stehn! Der herr des hi 4. S/ und der erden, Bedarf der menschen flehn 2 Er will blos. bnt Wenn er zu beten di eut. I. Sagt gott nicht; bittet, daß ihr hehneit In des gebätes frucht nicht dein? Wer sich der pflicht zu beten die schn schämet, Der schämt sich, gottes freund à unseh zu seyn, Und stößt das angebotne glück daß wi Muthwillig selbst von sich zurück. e ungeg 5. Sein glück von seinem gott be⸗ und leid gehren, Ist wahrlich keine schwere lkeit. pflicht, und seine wünsche gott erklä⸗ höchstenß ren, Gereuet sicher niemals nicht. Es th vergi giebt uns muth und stärkt die kraft r wille, Und dämpfung jeder leidenschaft. „Gothde 6. Sich in den leidenschaften stär⸗ Der wef ken, In dem vertraun, daß gott uns liebt, Im fleiß zu allen guten werken, n freuden Ist diese pflicht für dich betrübt? So hülfe uih triffft du nichts auf erden an, Das at treu i dauerhaft erfreuen kann. heuchelel, 7. Gott, laß mich nicht mein heil versehn verscherzen, Gieb lust und kraft mir chebn. zum gebät, Und wenn mein mund aus ner dranhllgutem berzen Zu dir um hülf' und verlassengnade fleht; So höre mich von dei⸗ rit nem thron Durch jesum ehristum, reist; A deinen sohn. iel Und s. 6 Mel. Sey lob und ehr' dem höchst. ꝛc. · leichtesth ott, deine güte reicht es gleich d 356. so weit, So weit die u machenh wolken gehen; Du krönst uns mit eich; peh harmherzigkeit, Und eilst, uns beizu⸗ ar bald eish sehen, Bist mächtig, väterlich gesinnt; Vernimm mein flehn, hör' mich, dein geh auf u knd! Denn ich will vor dir beten. pflicht Rehh 2. Ich bitte nicht um überfluß Und ichen segen 6he dieser erden! Laß mir, so viel neu. Denht ich haben muß, Durch fleiß und ar⸗ f gottsech beit werden. Gieb mir nur weisheit und verstand, Dich, gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um ehr und en, Ist hin mhm, so sehr sie menschen rühren. ind thuüt. Des guten namens eigenthum Laß „ als du l mich nur nicht verlieren! Mein wah⸗ ö rer ruhm sey meine pflicht, Der ruhm o hoch 10 vor deinem angesicht, Und frommer gebät hol) freunde liebe. des hi, 4. So bitt' ich dich, mein herr und darf der gott, Auch nicht um langes leben; will r ul Im glücke demuth, trost in noth, Das beten düh wollest du mir geben. Miß mir zu, wie du willst, die zeit, Nur führe keinen m n ö 10. Vom Gebäte. 161 mich zur seligkeit Der glaubenden gerechten. Mel. Was mein gott will, das ꝛc. Vott! dessen nam' ist, 357. wie dein ruhm, Ich wag's, zu dir zu treten, Und will, als für mein eigenthum, Für andrer wohlfahrt beten. Für sich allein Be⸗ glückt zu seyn, Bringt ehristen nicht g'nug freuden; Drückt mich kein joch, So kränkt mich doch Des nebenchri⸗ sten leiden. 2. Du schufst ja, was von adam stammt, Zum wahren glück und leben; Willst allen auch, von lieb' entflammt, Die seligkeit gern geben. Erleuchte doch, die jetzo noch, Bei dicken finsternissen, Sich selbst allhier Den weg zu dir Durch sünd' und wahn verschließen. 3. Erweiche der verstockten herz, Bekehre die verführten. Ach! daß e doch der sünden schmerz, Und deine gnade spürten, Daß keiner nicht In dein gericht Und strenges urtheil fiele! Ach, leite sie Doch spät und früh Zum vorgesteckten ziele. 4. O stärke, die im glauben stehn, Und kindlich dich verehren, Daß deinen weg sie freudig gehn, Und deinen ruhm vermehren. Hilf ihnen auf In ihrem lauf, Wenn ihre füße gleiten, Und lehre sie Des lebens müh Durch deine kraft bestreiten. 5. Hilf, daß die ganze christenheit Dich, als den höchsten, ehre, Daß weder hochmuth, haß, noch neid Dein heilig wort verkehre. Laß seine macht Des irrthums nacht, Der sünde reich bestreiten, Und seinen schall Sich über⸗ all Zu unserm glück verbreiten. 6. Gieb, daß sich ehre, recht und treu Im ganzen lande küsse; Daß jeder fromm und heilig sey, und richte jedes füße Vom sündensteg Zum him⸗ melsweg; Daß deines namens ehre, Herr! durch dein wort Sich fort und fort Bei allen menschen mehre. 7. Die armen laß durch deine huld Sich ihrer arbeit nähren; Dea kran⸗ ken wollest du geduld, Betrübten trost gewähren. Wer dich verehrt, Sich redlich nährt, Dem wollust du, herr, 11 16² geben Zu aller zeit Zufriedenheit, Glück, hülfe, trost und leben. 8. Wir alle, vater, wir sind ja Ein werk von deinen händen; Laß nie, ist angst und trübsal da, Dein schutz sich von uns wenden. Du bist ja der, Dem nichts zu schwer; Drum sprich durch jesu namen Zu deren flehn, Die vor dir stehn, Dein ja, und mächtig amen. Mel. Vater weiser im himmelreich. 358 Wott vater, an erbarmen '. reich, Der du in ein⸗ tracht und zugleich Als brüder heissest zu dir nahn, Wir rufen auf dein wort dich an. Doch laß, herr! unsers mundes flehn Aus unsers herzens fülle gehn. 2. Dein name müss' uns heilig seyn; Dein wort erhalte bei uns rein; Damit, wie du selbst heilig bist, Auch heilig sey ein jeder ehrist. Behüt' uns, herr, vor falscher lehr', Und die im irrthum sind, bekehr'. 3. Dein gnadenreich komm' in der zeit, Und einst das reich der herrlich⸗ keit. Steh' uns mit deinem geiste bei: Mach' uns von sündenknechtschaft frei. Dämpf' aller feinde macht und wuth; Nimm deine kirch' in deine hut. 4. Dein will' gescheh' auf erden schon, Wie er geschieht vor deinem thron. Mach' uns, oggtt! in freud' und leid Zu dem, was dir gefällt, bereit; Und wehr des fleisches über— muth, Das wider deinen willen thut. 5. Gieb uns heut' unser täglich brod! Du kennst am besten unsre noth. Hilf uns, entferne krieg und streit, Pest, seuchen, mißwachs, theure zeit. Laß bei uns heil und friede blühn, Und laß uns geiz und sorgen fliehn. 6. Vergieb uns alle unsre schuld, Und trage doch mit uns geduld. Be⸗ gnadiget von dir, dem herrn, Ver⸗ zeihn wir unsern schuldigern, Und du thust auch barmherzigkeit An dem, der gern, wie du, verzeiht. 7. Herr! in versuchung führ' uns nicht, Und wenn's im kampf an kraft gebricht; So hilf mit deiner starken hand, Und gieb uns kraft zum wider⸗ stand, Daß wir zuletzt als sieger stehn, Und deiner gnade ruhm erhöhn. Zweite Abtheilung. 8. Mach' uns von allem ühel! Daß unser heil vollkommen seh; So laß! wahr' uns vor dem ew'gen todt dürft ge b uns in unsrer sterbensnoth; Vol frohen ge selig unsern lauf, Und nimm 10. Gi den himmel auf. leih, Daß 9. Das reich, die kraft, die und nie lichkeit Ist dein, o herr, in ebih zaghaft n Wir alle sind dein eigenthum, 11. Er erhören ist dein ruhm. Unendlihn Derꝛ's trer als wir verstehn, Kann stets Mit mir deine hand geschehn. Mir rath 10. Herr! amen! ja es werden 12. Be Stärk' unsern glauben immerdar, ziel, Und wir nicht zweifeln, unser flehn So sey, deine gnad' erfüllt zu sehn. Einsh laß mich dig amen sprechen wir, O vatenl. 13. Un das wort von dir. nahn, Se Mel. Vor deinen thron tret' ich. sobn 1 IIch komme vor deine großer lo 359. Jscht, Verwirf, mein 71 nicht; Vergieb un Mel. meine schuld, Du gott der gnaden geduld.— 6 360. 2. Schaff' du ein reines herzius dor gottes Ein herz voll lieb' und furcht zu dich besie Ein herz voll demuth, preis und un pflicht. Ein ruhig herz mein lebelang. Und dein 3. Sey mein beschützer in g 2. Bet Ich harre deiner immerdarz W Gott sieh ein übel, das mich schreckt, Wenni Wie könn vaterhand mich deckt? nur dein 4. Ich bin ja, herr, in deiner i glaub' a Von dir empfing ich den versah ihn, nich Erhalt ihn mir, und durch dein 3. Be Erleucht' und leit' ihn immerfol freuden, 5. Laß, deiner güte mich zu fi ist; Bet' Sie stets vor meinen augen sehnz Wie treu meines glaubens mich zu freum, J hört's, stets durch liebe thätig sehn. giebt de 6. Das ist mein glück, was du lehrst; Das sey mein glück, daß E zuerst nach deinem reiche tracht/g treu in allen meinen pflichten sh 7. Ich bin zu schwach aus iihn kraft, Zur dämpfung meiner liht schaft. Du aber ziehst mit krast m an, Daß ich den sieg erlangen Iu 8. Gieb von den gittern diesery D So viel mir nützt und dir gefülh wenigem zufriedenheit, Zu mal fleiße heiterkeit. ö 9. Sch 10. Vom llem übeli g9. Schenlst du mir aber überfluß, men seh; So laß mich mäßig im genuß, Und, gen todi H dürft'ge brüder zu erfreun, Mich einen oth; Vll frohen geber seyn. ö nimm in 10. Gieb mir gesundheit, und ver⸗ leih, Daß ich sie nütz' und dankbar sey, aft, die und nie aus liebe gegen sie Mich „in ewih zaghaft meiner pflicht entzieh. nthum, 11. Erwecke mir stets einen freund, nendlich Der's treu mit meiner wohlfahrt meint, n stets Mit mir in deiner furcht sich übt, Mir rath und trost und beispiel giebt. s Werden 12. Bestimmst du mir ein läng'res mmerdar, ziel, Und werden meiner tage viel: er flehn So sey, herr, meine zuversicht; Ver⸗ hn. Eins laß mich auch im alter nicht. O vaterl 13. Und wann sich wird mein ende nahn, So nimm dich meiner herzlich tret' ih n an/ Und sey, durch christum, deinen 9 sohn, Mein schirm und schild, mein vor deine großer lohn. erwirf, rgieb mi der gnaden Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 360 K'e betend oft und mit * vergnügen, O christ, hor gottes angesicht. Laß keine trägheit dich besiegen In der erfüllung dieser hlicht. O übe sie, zu gottes preis ebelang. Und deinem heil, mit treuem fleiß. tzer in guh 2. Bet' oft in einfalt deiner seelen; erdar; A Gott sieht aufs herz, gott ist ein geist. kt, Wenn gs Wie können dir die worte fehlen. Wenn nur dein herz dich beten heißt; Der in deiner h glaub' an gott und seinen sohn Rührt den veiseh ihn, nicht leerer worte ton. urch dein 3. Bet' oft zu gott, und schmeck' in immerfon freuden, Wie freundlich er, dein vater, mich zu siß ist; Bet' oft zu gott, und fühl im leiden, igen sehnte Wie treulich er das leid versüßt. Gott zu freun,J. hört's, gott ist's, der hülfe schafftz Er seyn. giebt den müden trost und kraft. „Was du. K. Bet' oft und heiter im gemüthe, glück, dal Schau dich an seinen wundern satt; he tracht)z. Schau auf den ernst, schau auf die oflichten seh. ite Womit er dich geleitet hat. Oft ich aus lih irrtest du, er trug geduld; Erkenn' meiner lalh und preise seine huld. mit krast 5. Bet' oft, durchschau mit frohem erlangen muthe Die herzliche barmherzigkeit ern diesert Dess', der mit seinem theuren blute dir gefäll,d „ Zu miahh ies herziug furcht zuh reis und da eigne dir, zu deiner ruh' Und heili⸗ gung sein opfer zu. Gebäte. 163 6. Bet' oft, gott wohnt an jeder stätte; In keiner minder oder mehr. Denk nicht, wenn ich mit vielen bete, So find' ich ehr bei gott gehör. Ist nur dein wunsch gerecht und gut, So sey gewiß, daß gott ihn thut. 7. Doch säume nicht, in den gemei⸗ nen Auch öffentlich gott anzuflehn, Und seinen namen, mit den seinen, Rit deinen brübern, zu erhöhn. Fühl' der vereinten andacht werth, Die deine eigne stärkt und nährt. 8. Bet' oft zu gott für deine brü⸗ der, Für alle menschen, als ihr freund; Denn wir sind eines leibes glieder, Kein glied soll seyn des andern feind; Solch bitten, das aus liebe fließt, Gefällt dem, der die liebe ist. 9. Bet' oft; so wirst du glauben halten, Dich prüfen und das böse scheun, An lieb' und eifer nicht erkal⸗ ten, Und reich an guten werken seyn; Denn muth und kraft und seelenruh Sagst du, gott, dem, der bittet, zu. 10. Dies reize mich, vor dich zu treten Mit lob und dank, mit wunsch und flehn; Doch meine fehler bei dem beten Wollst du, mein vater, übersehn, Weil der, der dir zur rechten sitzt, Mich, als mein mittler, unterstützt. In voriger Melodie. 361 er kann, gott, je was * gutes haben, Das nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der geber aller gaben, Und immer groß an rath und that. Du willst, daß mit gebet und flehn Wir stets auf deine hülfe sehn. 2. Drum komm' ich auch mit meinem beten, O gott, vor deinen heil'gen thron. Wie freudig kann ich vor dich treten, Denn mich vertritt bei dir dein sohn; Durch ihn bin ich voll zuversicht, Mein schwaches flehn verwirfst du nicht. 3. So gieb mir denn nach deinem willen, Was deinem kinde heilsam istz Nur du kannst mein verlangen stillen, Weil du des segens quelle bist. Vor Uns vom verderben hat befreit: Und allen dingen soͤrge du Für meines geistes wahre ruh. 4„». Gieb mir beständigkeit im glau⸗ ben, Laß meine liebe thätig seyn. Will 11 16⁴ Zweite Abtheilung. etwas mir dies kleinod rauben, So schränke die versuchung ein, Und stärke mich mit kraft und muth, So sieg' ich über fleisch und blut. 5. Bewahr' in mir ein gut gewis⸗ sen, Ein herz zu dir voll freudigkeit; Ein herz auf's gute stets beflissen, Das sich vor deinem auge scheut; Und fehl' ich, gott, so zücht'ge mich, Zu meiner bess'rung, väterlich. 6. Ein herz, das in beglückten tagen, O vater, deiner nie vergißt; Ein herz, das unter noth und plagen Mit deinem rath zufrieden ist; Ein herz voll zuversicht zu dir, Und voll geduld, verleihe mir. 7. Du wirst es alles weislich fü⸗ gen; Du weißt am besten, was mir nützt. An deiner huld laß ich mir g'nügen, Die schwache mächtig unter⸗ stützt; Zufrieden, vater, folg' ich dir; Befest'ge diesen sinn in mir. 8. Soll ich auf erden länger leben, So gieb, daß ich dir leben mag. Laß mir den tod vor augen schweben; Und kommt dereinst mein sterbetag; So seh mein ausgang aus der zeit Ein eingang in die herrlichkeit. Mel. In dich hab' ich gehoffet ꝛe. 362 3* dir, mein gott, der du * mich liebst, Mir leben, heil und segen giebst, Erheb' ich herz und hände. Was deine weisheit will und thut, Nimmt stets ein gutes ende. 2. Ich weiß nicht, was mir nütz⸗ lich ist, Du weißt's, der du mein vater bist, Und willst mein wohlergehen. Drum laß mich nie mit eigensinn Auf meinen wunsch bestehen. 3. Wenn unser blödes auge h it se Dann wird sehr leicht 0s pulertehn fehlt Nach dem wir ringen wol 6. Er Wir suchen oft nach unserm mart, Une Das, was wir fliehen sollten. chtigt 4. Du willst, wir sollen vol! schenkt un traun Auf deiner vorsicht wege sh Er; Und dir uns übergeben; Denn t uns du sorgst mit vaterhuld Für u ach ganzes leben. s, lig 5. Wo ist auch wohl ein In Air heillg freund? Wer kann den, der beil 8. scheint, Mit segen überschütten? feht fest gott, thust überschwenglich mehr Kömmt, wir verstehn und bitten. Zum glü⸗ 6. Du hast die welt in deiner 9. Dru Dein unermeßlicher verstand Nund dant alles wohl zu machen. Wie solliei Dort prei vorsicht nicht Für meine wohls mehr in wachen? 7. Wenn deine macht für mih. Wel. V beut, Wie könnte meine sterllh oder: Und ohnmacht mich erschrecken 3 4 wirst mich in gefahr und noth“ deinem schutze decken. Rreist, w 8. Ach leite mich durch deinte Er, den Auf meiner kurzen pilgrimschash Y msers hü ich von dir nicht weiche, Den 2. Lob der tugend freudig geh, Und einsh uhm; U ziel erreiche. Dies grer 9. Ich will auf deine gnade shn schaut de Und nicht auf menschenhülfe n 3. Ja, Die uns so leicht betrüget. Gubn Solch lol daß sich mein schwaches he Es zeigt deiner huld begnüget. Und stillt 10. Gabst du mir deinen sohn A. Wi heil, So wirst du mir gewiß ih zückt; Hi theil An deinem himmel schenken.] Mit seine kann nun an die ewigkeit In gi gott, ste ben freudig denken. 5. V 11) Vom Lobe Gottes. ins so r Mel. Nun laf, hrülen, ꝛc. uf, christen, bringet 363. A preis und ehr⸗ Dem herrscher aller welt Dem mächtigen, der erd' und meer, Und alle himmel hält. 2. Lobt gott mit frohem jubelschall, Ihn, unser höchstes gut, Der große wunder überall, Auch an uns men⸗ schen thut. 3. Von unserer zarten kindhel 6. Ic Hat er uns unterstützt; Er, der alt gedenkt, uns helfen kann, Und gern und sh shenkt und schützt. ö 4. Aus seiner fülle nehmen 7. YI Noch immer, was uns nähit, 90 ihr unsern seelen auch schon hier Zsh Das sic denheit gewährt. 8 5. Er breitet stets auf unsam i Iu Viel freuden um uns her.— nicht es auge hi womit sein weiser rath Uns prüft, t das zitlherleichtert er. ringen u 6. Er trägt, nach güt'ger vater⸗ unserm mart, Uns schwache mit geduld; Er sollten. züchtigt wohl, doch nie zu hart, Und sollen vol! schentt uns gern die schuld. an; d.(h% 7. Er weckt uns das gewissen auf, uld Fir zuft uns zur besserung, Und stärkt in ins, achten wir darauf, Mit kraft ohl ein vn N. 2.2 neuz fei n, der velt„. ar eibt ier reu; sein dalt rschütten? steht fet. Wer hier sich zu ihm hält, glich mehr Kommt, wenn er diese welt verläßt, n. Zum glück der bessern welt. in deiner 9. Drum, christen, singt ihm preis verstand und dank Für seine freundlichkeit. Wie solleh Dort preist sie unser lobgesang Noch eine wohls mehr in ewigkeit. Mel. Vom himmel hoch da komm ꝛe. oder: Wo gott zum haus nicht ꝛe. schrecken“ uf, christen! preist mit und noth! 364. A mir den herrn! Wer neist, was herrlich ist, nicht gern? urch deine Er, den der ganze himmel ehrt, Ist hrimschash. unsers höchsten lobes werth. che, Dent 2. Lobt ihn! sein ganzer nam' ist „Und einh uhm; Unendlichkeit sein eigenthum. Dies grenzenlöse meer von licht Durch⸗ e gnade sin schaut der höchste engel nicht.„ henhülfe hu 3. Ja, freuet euch, ihn zu erhöhn; get. Guhn Solch lob ist heilsam, herrlich, schön, ches heiEs zeigt verstand, erfreut das herz, Und slillt im leiden unsern schmerz. einen sohn„A. Wie wird der geist dadurch ent⸗ sir gewiß ih zückt; Hinauf zum himmel hingerückt; Ischenken, Mit seinem hocherhabnen freund, Mit keit Im gin gott, stets inniger vereint. 5. Welch ein so herrlicher beruf, Zu dem gott selbst die engel schuf! Welch eine theure, süße pflicht, Die uns so reichen lohn verspricht! 6. Ja, pflicht ist's, daß ihr sein gedenkt, Ihr, denen er verstand ge⸗ schenkt! Die ehre des verstandes ist, Daß ihr den ew'gen kennt und wißt. e nehmen 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn besingt, 16 nährt, Die ihr von ihm ein herz empfingt, n hier Zil Das sich zu gott mit inbrunst nahn, Und seine größe fühlen kann. uf unsameh. Auch euer mund, so oft er t für mihh eine sterblh ten kindhel Er, der gern uns 11. Vom Lobe Gottes. 16⁵ Die sprache dankt ihr ihm allein, Und wolltet nicht voll rühmens seyn? 9. Wer ist gutthätiger, als er? Denn welche gabe sollt' uns der Nicht schenken, der so sehr uns liebt, Daß er auch seinen sohn uns giebt? 10. Was gebet ihr nun ihm dafür? Gebt ihm ein herz voll dankbegier, Das ganz in seiner lieb' entbrennt; Das ist es, was ihr geben könnt. 11. Auf, christen! preist mit mir den herrn. Wer preist nicht milde geber gern? Gedenkt, was er an uns gethan; Wer ist, der ihn g'nug loben kann? In bekannter Melodie. 365 Hes gott, dich loben wir! * Herr gott, wir danken dir! Dein, vater, ist in ewigkeit Das reich, die kraft, die herrlichkeit. Die welt, dein werk und eigenthum, Ver⸗ kündigt deines Namens ruhm. Der engel heer, die seraphim, Lobsingen dir mit hoher stimm'; Heilig ist unser gott! Heilig ist unser gott! Heilig ist unser gott, Der herr, herr zebaoth! 2. Weit über alle himmel weit, Geht deine macht und herrlichkeit: Sie, die den erdkreis wunderbar Be⸗ kehrten, deiner boten schaar; Sie, deiner lehre märtyrer, Erheben ewig dich, o herr! Auch deine ganze ehri⸗ stenheit, Preist dich auf erden weit und breit, Dich, vater auf der himmel thron, Und jesum, deinen ein gen sohn, Samt deinem geiste, dessen kraft, Ein neues leben in uns schafft. 3. Du herr der ehren, jesu christ, Der du der sünder heiland bist, Du wardst, um unser trost zu seyn, Ein mensch, wie wir, doch sündenrein. Du hast den weg zu gott gelehrt, Des todes macht hast du zerstört. Nun herrschest du ins vaters reich An maje⸗ stät und gnad' ihm gleich. Im gtabe lässest du uns nicht: Du kommst der⸗ einst und hältst gericht. 4. So hilf uns denn, ihr dankbar seyn, Dir folgen und uns deiner freun. Einst sey im himmel ew'ges heil, Mit allen frommen, unser theil. er. Diel spricht, Erinnert euch an diese pflicht. — 7 Hilf drinem volk, herr jesu christ 166 Und fegne, was dein erbtheil ist. Leit' uns durch unsre prüfungszeit, Bis zu der frohen Ewigkeit. 5. Täglich, herr gott, wir loben dich, Dir heiligt unsre seele sich. Vor aller ungerechtigkeit Behüt' uns heut und allezeit. Sey gnädig uns, o treuer gott! Seh gnädig uns in aller noth! Wenn wir zu dir, erbarmer, flehn, So laß uns deine hülfe sehn. Auf dich steht unsre zuversicht; Verlaß uns auch im tode nicht! Amen. Mel. Nun danket all', ꝛe. 2 Hch singe dir mit herz und 366. I uuund⸗ Herr, meines herzens lust! Ich sing', und mach' auch andern kund, Was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du von ewigkeit Die reiche quelle bist, Woraus uns allen jederzeit Viel heil und gutes fließt. 3. Was sind wir doch? was haben wir Von gütern aller art, Das uns, o vater, nicht von dir Allein gegeben ward? 4. Du hast des himmels schönen bau So prächtig ausgeschmückt. Du bist's, der unser Feld mit thau Und regen stets erquickt. 5. Du sorgst für uns beim größten fröost, Bei allem sturm und wind. Du machst, daß jährlich korn und most Für uns vorhanden sind. 6. Du giebst uns leben und gedeihn. Du schenkst mit treuer hand Den frieden, deß wir uns erfreun, In unserm vaterland. 7. Allgütiger, allein von dir Fließt alles heil uns zu. Geschöpfe deiner hand sind wir, Und unser schutz bist du. 8. Du nährest uns von jahr zu jahr, Bleibst immer gut und treu, Und stehest uns auch in gefahr Und nöthen gnädig bei. 9. Du trägst uns sünder mit geduld, Und strafst nie allzusehr; Ja endlich nimmst du unsre schuld, Und wirfst sie in das meer. 10. Das unglück, das von ferne droht, Kehrst du so oft zurück, Und die schon gegenwärt'ge noth Verwan⸗ delst du in glück. Zweite Abtheilung. 11. Du kennest unsrer arbeien 3. He Und bist mit kraft nicht fern! Zuf Sehr her derst und vertilgst uns sie, Erst Wenn sch und segnest gern. du mit l 12. Du füllst des lebens mangilt mir half Mit gütern, die bestehn, Wenn vergelt' ie ses leibes irdisch haus, Einst üß bens pfad trümmern gehn. So will 13. O seele, die du zaghaft! so gern Sey froh und fasse muth, Gott, g leben Hie guten ursprung, ist Und bleibt! Nel. stets dein gut. 14. Er ist dein schutz, 9en368 theil, In finsterniß dein licht, 557710 aller noth dein trost und heil; Ei. Wie du de rath, und läßt dich nicht. ich dir gn 15. Was kränkst du dich in dein dies meir sinn, Und grämst dich tag und ui herz, das Nimm deine sorg' und wirf sie hin lich mit e den, der dich gemacht. 2. Wer 16. Hat er dich nicht von jugede. Wer theilt Versorget und ernährt, Und wünit Wer schüt der dinge lauf Zu deinem glück geleh Wer scher 17. Er hat noch niemals was Ver gieb sehn In seinem regiment; Nein, Algütige er thut und läßt geschehn, Das in N. Zu ein gutes end'. haler, B 18. Ei nun! so laß ihn ferner in du wars und red ihm nicht darein; So E 190 du hier in friede vuhn, Und ewig fi a schr lich seyn. 4. Du Mel. Nun lob', mein' seel', den u.— 2 an lobt dich in der s Zm hol 367. M Denn duerthng Schickst! o gott. Aus deiner segensfülle Fu Doch stel alle freud' und hülf' in noth. N Da 1 du bist herr auf erden, Der fronmn MI 0 zuversicht; In trübsal und beschtn Rit frer den Läßt du die deinen nicht. Du spürt, soll dich freudig ehren Mein mundi gen 10 jedermann, Und deinen ruhm vemmh führ 1 ren, So lang' er reden kann.* 2. Es müsse dein sich freuen, A sund deiner güte größe kennt; Und deslh h 2 dienst sich weihen, Wer jesu chiß sen lad namen nennt. Hoch seyst du stelbeh. dich seh priesen, Du bist's, der wunder t W, Se Und hast auch mir erwiesen Das, A 7. D mir nütz' und gut. Drum geb' ichn höhle ö mit freuden Bir zum gehorsam und ru Nichts soll mich von dir scheiden, E lang' ich hier noch bin. r arbeitn. 3. Herr, fern! Duf Sehr herrli sie, Ei, Benn schwache du hast deinen namen ch in der welt gemacht. zu dir kamen, Hast du mit hülf' an sie gedacht. Auch is mangelt mir half deine gnade. Herr, wie „ Wenn vergelt' ich's dir? Bleib' auf des le⸗ Einst win bens pfade Noch fernerhin mit mirz Eo will ich dich erheben, Dich, der zaghaft! so, gern erfreut, Und dir zur ehre 9„, Gott, leben Hier und in ewigkeit. id bleibteg Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. tz, dein könnt' ich dich, mein ein 00 368. gott, recht preisen, heil; E. Wie du des preises würdig bist! Könnt' ht. ich dir gnug den dank beweisen, Den dich in deh 11. Vom Lobe Gottes. 167 test mich nach deinem rath, Der nur mein heil beschlossen hat. 8. Von deiner güte will ich singen, So lange sich die zunge regt; Dir will ich dank und ehre bringen, So lange sich mein herz bewegt; Und wird mein mund auch kraftlos seyn; So stimm' ich noch mit seufzen ein. 9. Dies schwache lob kann ich nur geben. Nimm es, mein gott, in gna⸗ den an, Bis ich in einem bessern le⸗ ben Dich würdiger erheben kann. Da steiget mit der engel chor Mein lob⸗ gesang zu dir empor. Mel. Es ist das heil uns ꝛc. 369 Se lob und ehr' dem 4* höchsten guth, Dem vater aller gütez dies mein herz dir schuldig ist! Dies a9 und nahl herz, das deiner gütigkeit Sich täg⸗ irf sie hinl lich mit entzücken freut. 2. Wer überströmet mich mit segen? ilt mir mit, was mir gebricht? et mich auf meinen wegen? kt dem geiste trost und licht? u meinem thun gedeihn? du bist's allein. hlen sind sie nicht, mein ke deiner segenshand. on jugendey Wer the ind wunde Wer schütz glück gelehl Wer schen mals was Wer giebt z tt; Nein, t. Algütiger, n, Das uim 9. Zu zä hater, Die wer n ferner i Du warst schon lange mein berather, ein; So Eh' mein bedürfniß ich empfandz nd'ewigflh Selbst eh' ich war, da maßest du Mir schon mein schicksal liebreich zu. J. Du stärkst mir das geschenkte le⸗ seel', den u. ben, Und läss'st es nie ganz freudenleer; ch in der filh Zum höhern glück mich zu erheben, erhörst geht Schickst du zwar manche trübsal her; Pns fülle dah Doch stehst du auch mit kraft mir bei, notb. Daß ich nicht trost⸗ und muthlos sey. Der sronm 5. So oft hab' ich in meinen tagen und beschgt Mit freud' und dank es schon ver⸗ nicht. Imn spürt, Wie d ein munden gen Zwar wunderbar, ruhm veim fübri: Ich werd in dro kann. Stets deines trostes licht ge freuen, W 6. Wie, sollt ich denn ni Und daslh sreuden Beständig deinen r ir jesu daß höhnk Wie solli ich, auch st du stehhß sen leiden, Nicht freudig trauend au wunder iche sen Das, n geb'ich ui gehorsam gi scheiden, E wahr. höhle Mein sorgendes gemüthe los bist du, mein gott, wie groß! Du lei u mich unter allen pla⸗ doch gut ge⸗ hender gefahr cht voller uhm er⸗ im tief⸗ dich sehn? Und fiele selöst der himmel ein, So wirst du mein beschirmer seyn. 7. Drum reiß ich aus des kummers Und rufe mit erfreuter seele: Wie gut Dem gott, der alle wunder thut; Dem ghit, der mein gemüthe Mit seinem reichen trost er⸗ füllt: Dem gott, der allen jammer stilt. Gebt unserm gott die ehre! 2. Es danken dir des himmels heer, Beherrscher aller thronen! Und die auf erden, luft und meer, In deinem schat⸗ ten wohnen, Die preisen deine schö⸗ pfersmacht, Die uns und sie hervor⸗ gebracht. Gebt unserm gott die ehre! 3. Was unser gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten; Darüber will er früh und spat Mit seiner gnade walten. In seinem ganzen königreich Ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm gott die ehre! 4. Ich rief zum herrn in meiner noth! Ach gott, vernimm mein wei⸗ nen; Da half mein helfer mir vom tod Und ließ mir trost erscheinen. Drum dank', o gott, drum dank ich dir! Ach danket, danket gott mit mir! Gebt unserm gott die ehre! 5. Gott ist uns nah, und niemals nicht Von seinem volk geschieden; Er ist der frommen zuversicht, Ihr segen, heil und frieden. Mit vaterhänden leitet er Die seinen glücklich hin und ber. Gebt unserm gott die ehre! 6. Ruft man die welt um hülfe an, Die sie doch nicht erzeiget, Dann hilft, der ewig helfen kann, Der schöpfer selbst, und neiget Die vatersaugen denen zu, Die sonsten nirgends finden ruh. Gebt unserm gott die ehre! f — 7. Ich will mein ganzes leben lang, O gott, dich freudig ehren, Einst sol⸗ len meinen lobgesang Auch deine him⸗ mel hören. Mein geist und leib erhe⸗ bet dich: Mein ganzes herz erfreuet sich! Gebt unserm gott die ehre! Ihr, die ihr christi namen nennt, Gebt unserm gott die ehre! Ihr, die ihr gottes macht erkennt, Gebt unserm gokt die ehre! Die fal⸗ schen götzen macht zu spott; Der herr ist gott! der herr ist gott! Gebt un⸗ serm gott die ehre! 9. Kommt, laßt uns vor sein an⸗ esicht Mit froher ehrfurcht dringen! Bezahlet die gelobte pflicht, Und laßt uns fröhlich singen: Der herr hat alles wohlbedacht, Und alles recht und gut gemacht. Gebt unserm gott die ehre! Zweite Abtheilung. Mel. Nun danket alle gott ze. ö bereitet w o lang' ich athme, z u 370. S'i ich deh lcheldu schor breiten. Das leben giebst dun 5. Du Und glück von allen seiten. ahst doc schenktest mir verstand, Der dich. ewigkeit. kennen kann, Und botest ew'ges On sorge Durch deinen sohn mir an. ein bater 2. Was bin ich, gott der huld, Das 6. Für so viel mir schenkest? Was ist der ma deß ich m der staub, Herr, daß du sein gedensh geist. D Ja, du gedachtest, herr, Schonih er, durch der welt an mich, Und denkstn daß er d meiner stets, Regierst mich väte 7. Da 3. Ich freue mich in dir, Undin Auf mein auf deinen segen. Mein ganz beste dank' ich sey, Zu gehn auf deinen wegen, d führest, auf den letzten hauch Seh dir mu Dies all dank geweiht, Und einst vor dein 8. Wa thron, Gott der barmherzigkeit. nüßt, wir ich hoff' 12) Von der Dankbarkeit gegen Gott.(achled Mel. Vom himmel hoch, da ꝛe. oder: Wo gott zum haus nicht giebt. 371 ich, herr und vater aller * welt! Preist mein ge⸗ sang, und dir mißfällt Der frommen stammelnd danklied nicht, Dies, gott, ist meine zuversicht! 2. Schon früh warst du ein vater mir; Froh dank' es meine seele dir, Daß du auch jetzt mein vater bist, Der seines kindes nicht vergißt! 3. Früh ward ich in der taufe schon Geweihet dir und deinem sohn. Und deines wortes unterricht, Was gab mir der für kraft und licht! 4. Mich führte deine gütigkeit Langmüthig stets in dieser zeit, Und stürmte trübsal auf mich zu, Wer half mir überwinden? du. 5. Du sahst mich stets voll güte an, Und liessest auf meiner pilgrimsbahn, Für mich so viele freuden bluͤhn; Durch wohlthun mich zu dir zu ziehn. 6. Du bist und warest immerdar Mein schutz, mein retter in gefahr, Der stifter meines wohlergehns, Und der erhörer meines flehns. 7. Wie oft entfernt' ich mich von dir! Doch du bliebst stets ein vater mir, Der, wenn ich reuvoll wieder kam, Voll huld mich, als sein iin 48. Uui, bb b und tähnh Me 8. Unzählbar sind und täglich m Die proben deiner vatertreu. Dir fith 37³. o gott! der gern erfreut, Die zuß das, herr meiner dankbarkeit. sal hast 9. Gott, weil ich nichts vergeh warst du kann, So nimm dies schwache A 2. W. an. Aus pflicht und dank bin ich gi genaht; dein; Mein leben müsse zeuge schn Und lief Hülf' ur Mel. In allen meinen thaten ꝛc 3. Wo + ir dank' ich für muh heit sanl 372. D leben, Goth, da So half mirs gegeben; Ich danke dir dashh Mein gi Du hast, von huld bewogen, MI 4. Be aus dem nichts gezogen; Burch dil So klag güte bin ich hier, halfst m 2. Du, herr, hast mich bereil gabst ge Mich väterlich geleitet Bis diesen 5. W genblick, Du gabst mir frohe tuhh lor, Ur Und selbst der leiden plage Venpaß ich zu d deltest du in mein glück. Ignade! 3. Ich bin, herr aller dinge, AH 6. H treu viel zu geringe, Mit der du ni dir, d bewacht. Damit ich, staub und ein für die Auf ewig glücklich werde, Hast I milder schon ewig mein gedacht. I. Di 4. Du hörtest schon mein sehn kedertr Und zähltest meine thränen, Eh'ih jeder kr. segne un le gott 1ꝛ1äc. 5 2.. hereitet warz Eh' ich zu seyn begonnte, Ppe Uunnd zu dir rufen konnte, Da wogst ; 10 lohn du schon mein theil mir dar. iebst dun 5. Duließ't mich gnade finden, Und seiten. Isahst doch meine sünden Vorher von Der dic ewigkeit. O höchster, welch erbarmen est ewgesDu sorgest für mich armen, Und bist an. Jein vater, der verzeiht. r huld, Das 6. Für alle deine treue, Für das, ist der ma deß ich mich freue, Lobsinget dir mein sein gedenth geist. Dein größestes geschenke Ist 19 Schon her, durch den ich denke; Dein ist's, nd denksen daß er dich fröhlich preist. mich vätell 7. Daß du mit kraft mich stärkest, dir, Undn Auf meine tage merkest, Dies, vater, ganz besu dank' ich dir; Daß du mich liebreich u wegen. A führest, Mit deinem geist regierest, Seh dir u Dies alles, vater, dank ich dir. ist vor deh 8. Was mir in diesem leben Noch erzigkeit. nitzt, wirst du mir geben. Du giebst's, ich hoff' auf dich. Dir, vater, dir tt. befehle Ich meinen leib und seele. Herr, als sein h segne und behüte mich. 1d täglichm 373 Do bist's, dem ehr' und reu. Dir ich* ruhm gebührt; Und ut, Die zu das, herr, bring' ich dir. Mein schick⸗ sal hast du stets regiert, Und stets ichts verge warst du mit mir. schwache A, 2. Wenn angst und noth sich mir nk bin ichgih genaht; So hörtest du mein flehn, e zeuge sh Und ließest mich nach deinem rath thathn i Hülf' und errettung sehn. . Wenn ich in schmerz und krank⸗ ich für mul heit sank, Und rief: herr, rette mich! Gott, der. So halfst du mir: mit welchem dank, ke dir dafth Mein gott, erheb' ich dich? wogen, M 4. Betrübte mich des feindes haß, Durch dei So klagt' ich dir den schmerz! Du halsst mir, daß ich ihn vergaß, Und mich bereil; gabst geduld ins herz. Zis diesen. 5. Wenn ich den rechten pfad ver⸗ ir frohe lor, Und mich verschuldet sah, Rief lage Verpin, Mel. Nun danket alle gott ꝛc. ich zu dir, mein gott, empor, Und gnade war mir nah. 6. Herr, für die leiden dank' ich dir, Dadurch du mich geübt, Und für die freuden, welche mir Dein milder segen giebt. . Dir dank ich es, daß die natur Mich nährt und mich erfreut. Ich schmeck in r dinge, V. it der du u aub und eig, rde, Hast du t. ö mein sehuan 12. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 169 8. Ich danke dir für deinen sohn, Der für mich sünder starb, Und der zu deinem gnadenthron Den zutritt mir erwarb. 9. Wie sehr liebt gott der menschen wohl! Erheb' ihn, volk des herrn! Die erd' ist seiner güte voll; Er hilft und rettet gern. 10. Er hilft und läßt die traurig⸗ keit Bald vor uns übergehn; Will uns nach kurzer prüfungszeit, Zu ew'gem glück erhöhn. 11. Vergiß nicht, seele, deinen gott; Nicht, was er dir gethan. Verehr' und halte sein gebot, Und bet' ihn ewig an. Mel. Nun danket alle gott ꝛc. urch dich, o großer gott, 374. D Durch dich bin ich vor⸗ handen; Die himmel und ihr heer Sind durch dein wort entstanden. Denn, wenn du sprichst, geschiehts; Wenn du gebeutst, stehts da. Mit allmacht bist dn mir, Und auch mit güte nah. 2. Du bist der gott der kraft, Dich preisen erd' und meere, Und himmel predigen Die wunder deiner ehre. Dich bet' ich dankend an; Mein heil kommt von dem herrn. Du hörst der menschen flehn, Und du errettest gern. 3. Und wenn ich deiner huld, O gott, gewürdigt werde, Was frag' ich außer dir Nach allem glück der erde! Im himmel donnerst du, Und schrecken füllt das land; doch fürcht' ich nichts, denn du Deckst mich mit deiner hand. 4. Wenn ich die himmel seh, die du, herr, ausgebreitet, Der sonne majestät, Den mond, den du bereitet; So sprech ich: was ist doch Der mensch, daß du sein denkst, Und daß du täg⸗ lich uns Unzählig gutes schenkst! 5. Voll güte läßt du uns Auf grü⸗ nen auen weiden, Nährst uns mit speis und trank, Und füllst das herz mit freuden. Du dachtest mein, eh' mich Die mutter noch gebar; Ja, sahst mich, eh' der grund Der welt geleget war. 6. Du wogst mein glück mir ab, Und leiden, die mich üben; Und mei⸗ inen, Cheih jeder kreatur, Gott, deine freundlichkeit. ner tage zahl War in dein buch geschrie⸗ gern verzeiht. bist du! u 7. Wem sollt' ich sonst vertraun, Als dir, du gott der götter? Wen ehren, so wie dich, Mein schutz und mein erretter? Wie sanft ist' dein befehlz, Gieb mir dein herz, mein hbesser, Als wir wünschen und vessh sohn, Und wandle meinen weg; Ich bin dein schild und lohn. 8. Herr, dein gebot ist heil, Dein weg ist fried' und leben. Wie, lönnt' ich einem gott Der liebe widerstre⸗ ben? Der lasterhafte mag In stolzem glücke blühn; Mich soll er dennoch nicht In seine netze ziehn. 9. Auch, wenn kein mensch mich sieht, Will ich die sünde fliehen; Denn du wirst aller werk Vor dein gericht einst ziehen. Ich will, wenn meinem fleisch Was böses noch gelüst, Bedenken, daß mein leib, O gott, dein tempel ist. 10. Sollt' ich nach ehr' und ruhm Mit sünd' und unrecht trachten? Nein, herr, wenn du mich ehrst, Mag mich die welt verachten. Du bist es, dem zum dienst Ich leib und seele weih'; Gieb, daß mein wandel stets Dir wohlgefällig sey. Mel. Freu dich sehr, o meine seele ꝛc. 375 Zott, mein vater, deine * liebe Reicht, so weit der himmel ist. Deines wohlthuns starke triebe Sind so ewig; als du bist. Deiner huld unendlichkeit, Gott, er⸗ schöpfet keine zeit; Und wer kann die vielen proben Deiner güte würdig loben? 2. Als ich noch mir selbst verbor⸗ gen, Auf dem schooß der mutter lag, Wachtest du, für mich zu sorgen, Ueber mich schon jeden tag. Durch den bei⸗ stand deiner macht Bin ich nun so weit gebracht, Und was hat mein ganzes leben Gutes, das du nicht gegeben? 3. Nie gedenke mein gemüthe, Ohne warme dankbegier, Jener un⸗ verdienten güte, Da du durch die tanfe mir Das erhabne recht gewährt, Daß, zu deinem kind erklärt, Ich des segens der erlösten Mich voll zu⸗ versicht darf trösten. Zweite Abtheilung. beu. Du bist der frommen schutz, Du bist der müden ruh; Ein gott, der Warst du meines lebens stab; N. erhe Wie gnädig, gott, beschirmer in gefahren: An dir 60 zu Deine güte ist viel größer, 1 deb un Welch fühllos herz verriethe Oa O so versagt ich mir Das himmit Me vergnügen, Gott, lobzusingen Nein, herr, von meinem dank e 378 jeder morgen zeuge, Und jeden ah 4 steige Zu dir mein Lobgesang. unwerth ich's auch bin; Treu lli geschen zu allen zeiten Dein milder vatesy 2. Ich hoffe stets auf dich. Du wisth erfreut kümmernissen Mir wohl zu hisß weiß wissen; Dir überlaß ich mich. v. es der mensch versteht; Deis V Mir unendlich besser, Als was sein kuh fimm! erfleht. Herr, meine zuversicht! A 4. In den zarten jugendieh ich bis ins grab Einen vater, dern. liebt, Einen vater, der mir giebt, A zum wahren wohl mir nüßet; O 37⁰ vater, der mich schützet. bringen 5. Gott, du machst's mit und ihm em 2. N. kraft, dich zu erhöhn. Schallte gl üt so hoch mein dank, Wie der sun—⁷ gesang; Dennoch würde durch u 3. Di loben Deine huld nicht g'nug eihohh seele ma 6. O, so neig' durch deine ln sünden, Herr, mein ganzes herz zu dir; Sih 4. Fi und mehre selbst die triebe Wi christus, dankbarkeit in mir. Laß mich 3% gestorber dein eigen seyn; So mich deines u 5. Se thuns freun, Daß auch mir auf dish Ein lich erde Wohlthun wahre freude walh guten w. 7. Ja, laß jede deiner gabenduhlärken. zu brauchen mich bemühn; Stetz 6. Er zweck vor augen haben, Dazu iun gieht un mir verliehn. Deine güte reize un detzlich Daß ich immer treuer dich Lichen scheuen. deinen heil gen willen Freudig s 60 boe zu erfüllen. 15 bas wi Mel. Von gott will ich nicht lasn dein hi 8. W roß ist des höchsten ain uns slete 376. G Wer sie nicht achthl Leranen gefallen erkenütliche! Sie rettet uns aus u Bis wi Erquicket uns im leide, Der und dei es in freude, Versüßet selbst der i amen! 2. Wenn meine lippen schwighn das gu 3. Du wirst mich ferner leiken, mein wie es 4. Ja, deine huld ist gebßet i mich z 12. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 171 ingendiun froh mich zu ergeben, Dich dankbar I. Du willst des menschen wahres 18 stab; M zu erheben, Seh meine liebste pflicht. Glück, Eh' er geboren ist; Und so An dir in ward ich,(o welch ein glückl) Schon vater, denn Wal Wach' auf, mein herz ꝛe. als ein kind, ein christ. nir giebt A hi, Laht unserm gott uns sin⸗ 5. Noch schwach und klein, ward nützet; 377. gen, Ihm dank und ehre ich durch dich Geschütet unsichtbar; bringen, Daß wir so viele gaben Von Am geist und leibe stärkte mich Dein s mit ung ihm empfangen haben. arm von jahr zu jahr. n und vejsi 2. Nur er hat uns das leben, und 6. Wenn in der jugend ich vom öper, Aih siah und leib gegeben. Er ist es, der pfad Der tugend mich verirrt: So Schallte 0 sie schützet, Und giebt, was beiden hat mich, herr, dein treuer rath ie der serahh nützet. Darauf zurück geführt. de durch 1 g. Dem leibe giebt er speise; Die 7. Du warst mein schutz und meine genug eihoh seele macht er weise, Damit sie, freivon wehr Vor unglück und gefahr; Und ch deine Ii fünden, Mög' wahres glück empfinden. vor dem laster, das noch mehr Wie zu dir; ei I. Für uns dahingegeben, Ward sie, zu fürchten war. kriebe Wih chustus, unser leben; Er, der für uns Ir. In krankheit hast du väterlich Laß mich z. geforben, Hat uns das heil erworben. Mir neue frist geschenkt: Und deine ch deines nu 5. Sein wort wird, uns zum segen, buld erquickte mich, Wenn sünden mir auf dih Ein licht auf unsern wegen; Zu allen mich gekränkt. h und heiter ist mein reude el zuten werken Soll selbst sein geist us 9. Wie sro freude Penh gi selbst sein getst uns lick, Da du so hoch mich liebst; Auch ter gabeng ärken. ‚ ö 1; A Iuz Staht 6. Er läßt uns gnade finden, Ver⸗ kommt von dir der freundschaft glück, , Dapt iu gitbt uns unsre sünden, Wenn sie uns Wodurch du trost mir giebst. e berzlich reuen, Und wir forthin sie 10. Und welche wohlthat, berr züte raße n serueh wit sist nicht Dies berz, das füͤhlen kann scheuen. Frendig. 7. Da wir denn schon auf erden Dies herz, ganz dein, das dankbar 60 hoch begnadigt werden: Gott, spricht, Was du an. mir gethan! was wird nicht für gaben Für uns 11. Froh soll mir jeder tag ver⸗ h nicht liin. dein himmel haben gehn Bei deinem ruhm und preis; ucht ei 8. Wir bitten deine güte, Daß sie Ich will dich lieben und erhöhn, So s höchsengtl und stets behüte; Laß, dir zum wohl⸗Ugut ich kann und weiß. e nicht aißh gefallen, Uns gute wege walen. 12. In schrecken, angst, gefahr riethe Dt. Leit' uns durch deine wahrheit,. und nott, Trai ich allein auf dich. t uns aus u gis wir in voller klarheit Dich sehn, Durch dich gestärkt, ist selbst der tod e, Verwunh und deinen namen Dort ewig preisen; Mir nicht mehr fürchterlich. selbst den m amen! 13. Und wenn einst erd' und him⸗ wen schwiegn mel bebt Durch dich, den herrn der Bas himmüsh Mel. Lobt sott, ihr christen ꝛc. welt, Will ich den preisen, der stets obzusingen V. oder: Nun danket all' ꝛc. lebt, Und mich alsdann erhält. 14. Denn, herr, auch bei der wel⸗ nem dank A ein geist erstaunt, all⸗ nd jeden aba 378. M mächtiger! Wenn er ten sturz Bleib ich dein eigenthum. bgesang. das gute denkt, Das du auch mir, Die ewigkeit selbst ist zu kurz Zu ner leiten, mein gott und herr, So unverdient deinem lob und ruhm. n; Treu hll geschenkt. —9 pi b 960 ist 411 herz so hoch 9. Du wilsh erfreut, Ganz deiner güte voll, Und ein herz, ermuntre vobl zu hihh tbeiß voll heißer dankbarkeit Nicht, 379. M dich zum preise Des ch mich. wie es danken soll. gottes, der dein vater ist! Bedenke, ist größer 3.Da ich noch in der mutter schooß, auf wie viele weise Du ihm zum Bank ht; Oein 0 Mir selbst verborgen, schlief: Be⸗ verpflichtet bist. Bring' ihm, der stets vas sein I10 stimmtest du für mich das loos, Das dein helfer war, Mit freuden ruhm zubersichtlV, mich zum leben rief. und ehre dar. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. dich, der du diel wie wenig bin i noch gnade wied 3. Unendlich groß ist dein erbarmen. Nur wohlzuthun bist du gewohnt: Drum wird auch mir, mein gott, mir armen, Von dir ni gelohnt. Noch imm treu Mit segen, 4. Du bist es, Mit rettung mir 172 Zweite Abth.— 12. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 2. Herr! deine hand ist immer oßen, Zu geben, was mir nützlich ist. Und dennoch wanket oft mein hoffen Auf iebe bist. Mein gott! ch's werth, Daß mir erfährt! meinem wahn zu lang verweilt; So kommst du, eh' Und hilfst mir, un ich mich's versehn, id erhörst mein flehn. 5. Du wählst und wirkest stets das beste, Und wenn auch meine noth sich häuft, So steht durch dich mein wohl doch feste; und wenn mich elend ganz ergreift, So willst du mein erbarmer seyn, Mich vom verderben zu befrein. 6. Du bist mein heil! mein ganz gemüthe Ist deines ruhms, mein ret⸗ ter, voll. O kö güte Doch so erh nnt' ich deine große eben, wie ich soll! Doch meine kraft reicht nicht dahin, Du weißt es, gott! wie schwach ich bin 7. Und hätt' ich auch viel tausend zungen; So würde deines wohlthuns preis Nie würdig g nug von mir besun⸗ gen; Auch bei dem größten ernst und fleiß. Denn mehr guts, als ich zählen kann, Hat deine huld an mir gethan. 8. Jedoch, du siehst mit wohlge⸗ fallen Auch auf keit; Und hörest lallen Der deinen des herzens redlich⸗ selbst das schwache mit zufriedenheit; Du hörst es, wie ein vater pflegt, Der seiner kinder schwachheit trägt. 9. Drum soll mir deine huld und üte Beständig, gott, vor augen seyn. ch will mit redlichem gemüthe Mein leben deinem lobe kommner deinener hern heiligthum. weihn, Bis ich voll⸗ uhm Erheb' im hö⸗ Bekannte Melodie. 380. Nen händen, Der große dinge thut An uns danket alle gott Mit herzen, münd und cht nach verdienst er steht mir deine trost und hülfe bei. der in meinen sorgen entgegen eilt; Und wenn sie, noch vor mir verborgen, Nach und allen enden; Der uns von mih leib Und kindesbeinen an Bis i 24 Der Wia ug guts gethan. N Der ewig reiche gott Wollue so lang' wir leben, Ein immer fröh 38²2 herz Und edlen frieden geben; Unde als ein in seiner gnad' Erhalten immers würdig, Und uns aus aller noth Erlösenj zu werd und dort. blut ver, 3. Lob; ehr' und preis seh g ewig gro Dem vater und dem sohne, Und 2. Di nem heil'gen geist. Er, der Denn du himmelsthrone Erbarmend aufen hast gna sieht, Bleibt, wie er ewig war, himmel 1 endlich groß und gut. Lob sch ist nun n immerdar! 22 d Mel. Warum betrübst du dich u 1 an oll freud' und fronm für dein 38 1. V dankbegier h nit treue meinen geist zu dir, Mein valenn doch ma mein gott. Wie froh und heilerum dank mir mich Der himmlische gedank an 4. We 2. Mein aug' erblickt die sh dich gan pracht Der werke deiner weisen mull evig lieb Du riefst, da wurden sie. Unde chren 5 und himmel sind noch heut Ein si 6. I gel deiner herrlichkeit.. 50 3. Da freuet sich, allgütiger, rn. 0 zahllos heer lebendiger Der mihs lehen, paterhuld, Die neu an jedem nast bal—5 ist, Und auch des wurmes nicht venit—0 4. Du, herr, durch den ich lehenn 96 2 bin, Giebst mir so vieles gute. Peil Zum fröhlichen genuß. Was is 2* 9. mensch hier, deß du dich So gush brrderbe annimmst? was bin ich sricht 5. Den menschen krönte deine hen 37 Dich zu erkennen, mit verstand e boch 2 bildete dies herz, Das dankbar i Golr 1. empfinden kann, Wie viel sein I Oe an ihm gethan. 6. Und welche selge hoffun Schenkst du nicht den erlösetenz 8. 5 stifter Asers heils! Versüßt u Preiset jedes durch sie, Und leicht 0 Nle fi tugend edle müh. für ihn 7. Ibr will ich, deiner werh h die stra sehn, Bie theuren lebensstunden wat sch dan Die mir noch übrig sind. Viel 9 9 0. frieden hab' ich dann, Als diest ul mir geben kann. en Goll. ns von muhh an Bis dih 8 x Mel. Meinen jesum laß ich ꝛe. gethan, ott Wollen u, o herrscher, stiegst immer frhth 382. vom thron, Und kamst ben; Umt als ein knecht auf Erden; Du bist n immest würdig, gottes sohn, Ewig hochgelobt Erlösen zu werden. Freund, der froh sein blut vergoß, Werd' und bleib' mir reis sey ewig groß! bne, Muf 2. Du, erlöser, bist mein theil; Er, der t. Denn du bist für mich gestorben, Du end auf! hast gnade, trost und heil Und den vig war, himmel mir erworben. Alles, alles 5b seh l it nun mein. Wie kann ich g'nug hankbar seyn? 3. Für die leiden ohne zahl, Für du bich u. die leibs⸗und seelenschmerzen, Und und fronn für deine todesqual Dank' ich dir ier Erhehih mit treuem herzen. Treu dank' ich, ein valern doch mangelhaft, Gieb zu besserm d heiter unl dank mir kraft. dank' an R. 4. Welche liebe! daß für mich Du ickt die sh dich ganz dahin gegeben; Feurig, weisen mul kuig lieb' ich dich, Und will dir zu sie. Und l ehten leben, Will dir stets gehorsam heut Ein s sehn; Denn ich bin ja ewig dein. ö 5. Nichts soll mich so sehr erfreun, Als, daß ich dir angehöre, Jesum Der nih lieben, jesu seyn, Ist des christen jedem mont trost und ehre. Wenn ich dein, o nicht dansz heiland! bin, Wird mir alles zum en ich lehin getvinn.. eles guk i. 6. An dir, jesu, halt ich fest, Was i Weil ich werd auf erden wallen. Wehe ich So guih dem, der dich verläßt! Er muß in's * hunhte Meinen ium bich acht ine hel spricht: Meinen jesum la ich nicht. enundis 7. Durch dich bin ich reich und dankbarslh hoch, Ich bin gottes kind und erbe; viel sein Gott liebt mich: was fehlt mir noch? Eins noch— daß ich selig sterbe. je hoffum Auch so sierben hilfst du mir, Und rlösetenz dann nimmst du mich zu dir. Versüßt u 8.. Drum, erlöseten des herrn, ind liiht u. reiset kön, lobsingt ihm hlich. für En u biehn auch Zur de uelt iner Werth für ihn zu beschwerlich; ür die welt, Ruendo s—.0 war, Gab der heiligste öhe k. 1 9. Preis und dank, und herrlich⸗ keit Müsse dir der weltkreis bringen. Und wenn aufhört erd' und zeit Müss' Ugütiger, 13) Von den Gesinnungen gegen den Erloͤser. sie dir der himmel singen: Menschen, engel, seraphim, Groß ist jesus, jauchzet ihm! Mel. Alle menschen müssen sterben ve. 383 Eing ist noth! o herr, + dies eine Lehre meine seele doch! Alles andre, wie's auch scheine, Ist nur ein beschwerlich joch, Unter dem das herz sich quälet, Und der ruhe doch verfehlet. Nur dies einzige giebt mir Wahren frieden dort und hier. 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei keiner kreatur. Laß nicht irdisches dich binden; Erdengüter täu⸗ schen nur. Nur bei dem auf gottes throne Hocherhöhten menschensohne Findest du dein wahres heil Und das allerbeste theil. 3. Dir ist auch das glück beschieden, Was maria sich erlas, Als sie, ohne zu ermüden, Fromm zu jesu füßen saß. O wie brannt ihr herz, die lehren Aus der weisheit mund zu hören! Da vergaß sie welt und sich, Als sie hörte, jesu, dich. 4. Also richt' auch mein verlangen, Mein erlöser, stets nach dir; Deiner wahrheit anzuhangen, Schenke trieb' und kräfte mir! Wenn auch andre sie nicht achten, Will ich sie mit Lust be⸗ trachten, Und, mich deines heils zu freun, Ihren lehren folgsam seyn. 5. In dir liegt der weisheit fülle. Was die seel' allein beglückt Zeigst du mir; und wenn mein wille Sich in deine ordnung schickt, Dann werd' ich wahr⸗ haftig weise, Mir zum heil und dir zum preise, Lerne gottes rath ver⸗ stehn, und den weg des lebens gehn. 6. Mit vergebung aller sünden. Herr, begnadigst du mich dann! Lässst mich wahre ruhe finden, Daß ich fröh⸗ lich rühmen kann: Ich bin auch bei gott in gnaden; Und was kam mir denn nun schaden? Meines mittlers gütigkeit Bank' ich diese sicherheit. 7. Aber du bist meiner seele Auch zur heiligung gemacht, daß sie nicht mit vorsatz fehle, Fliehe vor der sün⸗ 17⁴ den macht. Muth und kraft zum heil'gen leben Kannst und willst du allen geben, Die mit ernst sich nur bemühn, Schnöde sündenlust zu fliehn. 8. Darum sollst du mir das eine, Jesu, und mein alles seyn. Prüf' und forsche, wie ich's meine, Tilge allen heuchelschein; Daß ich hier schon auf der erde Durch dich gut und selig werde, Und dir treu sey bis zum tod: Nur dies eine ist mir noth. Mel. Seelenbräutigam, jesus ꝛc. 384 Hen aus davids stamm, * Jesu, gottes lamm! Selbst von gott zum heil erkoren Al⸗ len denen, die verloren; Wie erheb' ich dich, Heiland! würdiglich? 2. Uns von aller noth, Ja selbst von dem tod, Vom gericht und allem bösen, Uns auf ewig zu erlbsen, Kamst du in der zeit, Herr der ewigkeit! 3. Jesu, höchstes gut! Unser fleisch und blut Nahmst du an, für uns zu sterben; Sündern leben zu erwerben, Schmecktest du den tod, Wahrer mensch, und gott! ö 4. Für die ganze welt War das lösegeld Deines theuren hluts hin⸗ länglich, Und die gnad' ist überschweng⸗ lich, Welche gottes rath Uns ver⸗ schaffet hat. 5. Auf der gottheit thron, Gott⸗ und menschensohn! Sitzest du nun hocherhaben, Und theilst deine gna⸗ dengaben, Als der herr vom haus, Deinen kindern aus. 6. Heiland voller huld! Unsrer sünden schuld Wollest du nicht mehr gedenken, Vielmehr uns vergebung schenken. Durch dich laß uns rein Von den sünden seyn. 7. Was durch deine kraft Neue herzen schafft, Was der sünden herr⸗ schaft wehret, Und die lust zur tugend mehret: Das erbitten wir, Heiligster! von dir. 8. Weck' uns nur recht auf, Daß wir unsern lauf Unverrückt zu dir vollenden; Führ' uns fort mit treuen händen Auf der tugend bahn; Führ' uns himmelan. Zweite Abtheilung. 9. Deines geistes trieb In dies jesu chr giebt, Daß mit wachen und mitl. Mein he Wir, als kinder, vor dich in in der l So verlischt das licht Unsers N. 3. Be bens nicht. heißt,! 10. Ohne prüfung ist Nie ein geist J. rer christ; Willst du uns in Dann w führen, Laß uns dich nur nicht Zwar er lieren! In der trübsalsnacht Als bis du uns in acht. mich im 11. Deine freundlichkeit, Wem kommst uns erfreut, Treibe herz und m mich dan zum danken, Und bewahr uns ih gls mein schranken Einer heil'gen freud, christ,& sicherheit. Eo preif 12. Einen heldenmuth, Dert gut und blut Gern um deineyll lasse, Und des fleisches lüste sz 386 Gieb zu deiner ehr' Uns je mohnt mehr. Meines l 13. Jesu, hilf, daß wir Ritterl treue hier Alles durch dich überwinden Deiner, durch deine kraft empfinden, Dis dich, W wahrer christ Treu und standhaf kann ich 14. Wird's zum sterben gehn, M lich werd du hei uns stehn, Uns zur shh 2. Ur bereiten, Und durchs todesthal ie kine stü ten; Daß wir einst uns sehn, Laß die zur rechten stehn. kreis zitt Was ist' In bekannter Melodie. Mag Ees erzlich lieb hab' ihin Jesus w 385. H 5 henrn 2090 h 3. Wi seele schätzt nichts mehr Mls ii in mir gnaden gaben. Die ganze wil Nag de freut mich nicht, Nach ihren sit grab u frag' ich nicht, Wenn ich dicht Mich sch sollt' haben. Wenn auch masn Freudig im tode bricht, Bist du dochent ich auf zuversicht, Mein heiland, der, 4. W ich erlöst, Mich auch im tode bun 96 verstößt, Herr jesu ehrist, Mein. und gott! Mein herr und gull ich, gott mir im leben und im tod.—0 2. Es ist ja dein geschenk und ie ka Mein—7 leib 10 3u Auch in hab' In meinem ganzen leben. des ich es deinem lobe weih, Den niiht Ia danit nühlich fes, Wolsfiut nith e gnade geben. Laß mein vertraut(lend dich rein Und heilig meinen E Sell seyn; In aller trübsal stärt Nicht 9 Daß ich sie dulde williglich, Ai ich 12 Mein herr und gott! eb In die rist, lesjesu christ Hilf mir auch und mitl Mein herr undehhott! r dich iu in der letzten, Roth. ö Unsens g. Verle, wenn du mich sterben heißt, Daß dann dein engel meinen st Nie eint geist In's reich der wonne trage. uns in Hann wird mein leib und mein gebein Zwar erde, doch nicht länger seyn, snacht u Als bis zum letzten tage. Du lässest mich im tode nicht; Du kommst, du keit, Wen kommst und hältst gericht. Ach! laß erz und nn mich dann dich ohne graun, Getrost bahr uns ih als meinen richter schaun. Herr jesu en freud, Hchrist, Erhöre mich! Erhöre mich! So preis' ich hier und ewig dich. uth, Dirg 4 8 0 die. m deineigl Bekannte Melodie hes lüste h e esu, meine freude! Be⸗ us je. 386. J ster trost im leide! Meines herzens theil! Deine mittler⸗ dir Ritterlhl treue Macht, daß ich mich freue berwinden!!“ Deiner, herr, mein heil. Hab' ich finden, Disl dich, Wie reich bin ich! Ohne dich d standhaf sann ich auf erden Nie recht glück⸗ ben gehn, A lich werden. ‚ 7 ns zur sah 9. Unter deinem schirme Können odesthal i kine stürme Mir erschrecklich seyn. uns sehn, Laß die felsen splittern, Laß den erd⸗ keis zittern, Und den einsturz dräun! Was ist's mehr? Rings um mich her Nelodie. Mag es hunch hnben blitzen! ieh hab' ic Jesus will mich schützen. hind u 3. Wenn der fünde schrecken Angst ehr Als d in mir erwecken, Jesus sillet sie. ganze wall Nag der tod sich nahen, Mich das ch ihren shh grab umfahen, Jesus läßt mich nie. n ich dich/ Mich schrectt nicht Das weltgericht: auch met Freudig, daß ich jesum sehe, Blick' du dochemt ich auf zur höhe. and, det,. Wer ist, der den glauben Mei⸗ im tode kem herzen rauben, Ihn erschüttern rist, Miin kann? Bei der feinde toben Stimm' und getl ich, gott zu loben, Freudenlieder an. tod. Mich bewacht Des mittlers macht, schenk und gh Die kann selbst der feinde wüthen b und 0 nur nicht Auch in eil' gebieten. 5. Lockt nur, gold und schätze; Ehre seh der götze Der so stolzen welt! Mich n vertraueh meinen wah sal stärke n villiglich, 13. Von den Gesinnungen gegen den Erlöser. jesu, laß ich nicht. 17⁵ 6. Weich', verbotne liebe, Weicht, der wollust triebe! Gift ist eure lust: Sünden, eure freuden Will ich ewig meiden, Flieht aus meiner brust. Uep⸗ pigkeit, Geiz, hochmuth, neid, Ihr beschweret das gewissen, Euch will ich nicht wissen. 7. Weg mit sorg' und zagen! Schwei⸗ get, bange klagen! Jesus ist ja mein. Jeden, der ihn liebet, Muß, was erst betrübet, Noch zuletzt erfreun. Hab' ich hie Viel angst und müh: Jesu, auch im bängsten leide Bleibst du meine freude. In eigener bekannten Melodie. 387 einen jesum laß ich —** nicht; Weil er sich für mich gegeben, So erfordern dank und pflicht, Ihn zu lieben, ihm zu leben. Er ist meines lebens licht: Meinen jesum laß ich nicht. 2. Er, der welt und mir gesandt, Uns zu lehren, uns zu retten, Gab sein leben uns zum pfand, Daß wir gottes gnade hätten. O wie bin ich ihm verpflicht't! Meinen jesum laß ich nicht. 3. Durch ein herz voll dankbarkeit, durch gehorsam, den ich übe, Das zu thun, was er gebeut, Halt' ich fest an seiner liebe; Traue dem, was er verspricht, Und so laß ich jesum nicht. 4. So ist er mein theil und ruhm Bis an meines lebens ende; Ihm geb' ich zum eigenthum Ganz mich hin in seine hände. Er ist meine zuversicht: Meinen jesum laß ich nicht. 5. Wenn mein auge schon verlischt, Wang' und lippen sich entfärben, Mich kein labsal mehr erfrischt, Alle sinnen mir ersterben, Und das matte herz nun bricht, Laß ich meinen jesum nicht. 6. Auch im himmel ist er mir Selig⸗ keit, und trost, und freude; Da be⸗ lohnt er, was ich hier Ihm zu ehren willig leide; Da schau' ich sein ange⸗ sicht; Meinen jesum laß ich nicht. 7. Nichts auf dieser erden ist's, Was des herzens wünsche stillet; Du, o jesu, du nur bist's, der sie einst noch ganz erfüllet. Dich, mein reich⸗ thum, ruhm und licht, Dich, mein Zweite Abtheilung. S. Dich, mein jesu, halt ich fest, dich herzlich liebe, Und mich inh 7. M Lasse nichts von dir mich scheiden. Weh euch, die ihr ihn vergeßt! Ihr be⸗ wer in wahrheit spricht: Meinen je⸗ sum laß ich nicht. Mel. Wie schön leuchtet der ꝛc. 388 jesu, jesu, gottes sohn, * Der du, noch eh' ich war, mich schon Geliebt aus reinem triebe. Vor dir ist alles sonnenklar; Mein herz ist dir auch offenbar, Du weißt, daß ich dich liebe. Herzlich Such' ich Dir vor allen Zu gefallen, Nichts auf erden Kann und soll mir theu'rer werden. 2. Dies eine nur bekümmert mich, Daß ich mit solcher treue dich Nicht liebe, wie ich wollte. Ich selbst em⸗ pfind' es nur zu sehr, Daß ich durch thaten dich noch mehr, Mein heiland, lieben sollte. Laß mich Glaubig Deine güte In's gemüthe Stärker fassen, Dir mich ganz zu überlassen. 3. Du stehst mit deiner kraft mir bei; Drum will ich auch mit größter treu, Und ewig dir anhangen. Nichts, was sonst menschen wohlgefällt, Nicht lust der sinne, ehr' und geld Befrie⸗ digt mein verlangen. Ohn' dich Kann mich Nichts von schätzen Recht ergöz⸗ zen Und beglücken; Du nur kannst mein herz erquicken. 4. Den, der dich liebt, den liebst auch du, Dem schaffst du für die seele ruh Und trost für sein gewissen. Ob mich aurh manche noth hier drückt, So werd' ich doch durch dich erquickt In meinen kümmernissen. Endlich Wird sich Nach dem leide Volle freude Für mich finden; Da wird all' mein trauern schwinden. 5. Noch hat kein aug' es je gesehn, Es kann's auch hier kein mensch ver⸗ stehn Und würdig g'nug beschreiben, Was denen dort für herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit't, Die dir ergeben bleiben. Was hier Von dir Ist gegeben, Unser leben Zu ergötzen, Ist dagegen nichts zu schätzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, O jesu, meine sreude seyn, Daß ich was dir gefällt, Je mehr und utrͤnt, L in dieser welt Rach deinem Iumesh raubt euch ew'ger freuden. Selig! ühe, Bis sich Für mich Jenes gotteskn Wird anheben, Wo die frommenvürdig b trübsal sind entnommen. 8. Hi 7. Da werd' ich deine güll Auch nu Die mich schon hier so sehr f den her: In vollem Umfang schmecken; Müber all. ich in dem hellsten licht Dein guth nen will⸗ volles angesicht, Auf immer sit fügung schrecken. Wohl mir! Preis dill mir droben Aufgehoben Ewie Ael.e den; Nichts, herr, soll mich hun scheiden. E 390. erschiener Mel. Machs mit mir, gott, noth Und der 389 jesu, wahrer frön sten diese keit Vollkommm Und nich exempel; Dein herz, dem valnrpnes glau geweiht, War jeder tugend in 2. Hal Dein wandel, rein von aller shh muh geft Gott werth und würdig seiner doch mir 2. Wer war wohl eifriger, Und ich du, Zu thun des vaters willens fünder, war es ruhm und seelenruh, deinem t treulich zu erfüllen; Dir keines 4 3. Ne ruhms bewust, War, ihn zu znn dolge dei deine lust. noch list 3. Wenn wo dein auge frelg tusend g Warst du voll edler schmerzen Hderdrieße wenn des vaters wort geschah, Aauf dich freud' aus deinem herzen. M A. Zei nur hing dein ganzer sinn; Dungt sah stets dein auge hin. drängten 4. Ihn ehrtest du mit wontis 9 that Vor aller welt mit freuden. Iwit warst bereit, nach seinem rath, Aewwigkeit heil für uns zu leid n. Wie n. Ein di liebe selber ist, So warst durs und de herr jesu christ. 5. Du zeigtest, daß die größ Dich nicht zum murren reize; gott gehorsam bis zum tod, Y zum tod am kreuze; Auch dan deine zuversicht Auf ihn allein Noch 5 fest gericht't. schon d 6. Von ihm verlassen, blieh! Dai herz An ihm, trotz alles spoltes, hoffen war im größten sichre hülfe gottes. Und was RAi v. N test, ist geschehn; Gott W Aulbsa stimme flehn. ö mich El 7. Mit ehr' und prels von ihm ge⸗ nehr undntrönt, Lebst du zu seiner rechten Voll deinem zumajestät, und dir ertönt Von allen ch Jents gottesknechten Das lob, dess' du so frommen! würdig bist. O selig, wer dir ähnlich ist! en. 8. Hilf, daß ich dein erempel mir, so sehr a den herrn, gesinnt gleich dir, Weit mecken; Büber alles schätze, Mit freuden sei⸗ Dein git nen willen thu', Und ganz in seiner immer fius fügung ruh. Preis dit! 3 en Ewgef Mel. Schwing' dich auf zu deinem ꝛc. II mich han 390 vollt' ich jetzt noch, da * mir schon Deine güt' erschienen, Dich verlassen, gottes sohn, gott, nah Und der fünde dienen? Mit den lü⸗ ahrer frönt sten dieser zeit Wieder mich beflecken, Vollkommn Und nicht mehr die freudigkeit Mei⸗ dem valnrg nes glaubens schmecken? tugend in 2. Hab' ich doch allein bei dir Meine on aller sh muh gefunden; Mittler, heiltest du dig seiner doch mir Liebreich meine wunden, l eifriger, Und ich sollte dein gebot, Wie die 13. Von den Gesinnungen gegen den Erlöser. peine gülih Auch nun zum muster setze, Und gott ers willen!finder, hassen, Und mein recht an seelenruh, deinem tod Wieder fahren lassen? Jir keines„ 3. Nein, ich bin und bleib' ein christ, ihn zu zj dolge deinen lehren, Lasse weder macht noch list Meinen glauben stören. Fielen auge freblah usend ab, nicht ich; Mag's die welt schmerzen; Aerdrießen!. Sie wird mein vertrau'n geschah, Wauf dich Mir doch lassen müssen. erzen. M 4. Zeigt sie mir ein heil, wie du? sinn; Ih Bringt sie kraft den müden, Den be⸗ in. drängten trost und ruh, Sündern got⸗ u mit wontttis frieden? Giebt sie mir die zuver⸗ nit freuden Ascht, Daß ich, trotz dem grabe, Jener nem rath, gevigkeiten licht Zu erwarten habe? n. Wie 0 5. Rettet sie mich, wenn vor gott warst durs d 9 90 Ihm zur seiten sehen? 316˙Wenn der sichre nun zu spät Aus dem in ucht; schlaf erwachet; Und der spötter, der im tod, Raga?7 Bebt und nicht mehr „Auch du 6. O wie thöricht 9„„wenn ich mich ihn allin Roch derführen ließe, Jelu, da ich sen, kich Beidiuch dich Goites duid genieße; 65 spotte,L. Da ich weiß, auf wessen wort Ich die ten schmet hoffnung gründe, Daß auch ich unfehl⸗ ind was W dort Gnad' und leben finde! zott hört E 7. Richt das leben, nicht der tod, ö Trlbsal nicht, noch freuden, Sollen mich, Einst die völker stehen, Und das leben 17⁷ mein herr und gott, Jemals von dir scheiden. Sünden, welt und eitelkeit Und die bösen triebe, Alles überwind' ich weit, Herr, durch deine liebe. Mel. Seelenbräutigam, Jesu ꝛe. er ist wohl wie du, 391. Wé Stifter wahrer ruh? Jesu freund der menschenkinder, Ret⸗ ter der verlornen fünder! Licht und seelenruh Fließt von dir uns zu. 2. Herr der herrlichkeit! Zur be⸗ stimmten zeit Kamst du uns zum heil auf erden, Warst zur duldung und beschwerden Unsrer niedrigkeit Groß⸗ muthsvoll bereit. 3. Tiefe schmach und noth, Selbst den kreuzestod Hast, zur tilgung un⸗ srer schulden, Du, als mittler, wol⸗ len dulden, Hast durch deinen tod Uns versöhnt mit gott. 4. Keine furcht der welt Schreckte dich, o held! Sünd und tob hast du bezwungen Und ein ew'ges heil errun⸗ gen Für die ganze welt, Durch dein lösegeld. 5. Deine majestät, König und pro⸗ phet! Will ich demuthsvoll verehren Und auf deine stimme hören; Denn dein reich besteht, Wenn die welt vergeht. 6. Laß mich dir zum ruhm, Als dein eigenthum, Recht und nach ge⸗ wissen handeln, Und mit freuden dir nachwandeln. Wahres christenthum Sep mein größter ruhm. 7. Zeuch zu dir mein herz, Laß in freud' und schmerz Mich an deine treue denken, Und, wenn noth und furcht mich kränken: O, so gieb in schmerz Muth und trost ins herz! 8. Bilde mich nach dir, Daß ich eifrig hier Mich in wahrer sanftmuth übe, Und, wie du, die demuth liebe; Stolz und rachbegier Herrsche nie in mir. 9. Neiget sich mein sinn Zu dem eiten hin: O, dann warne meine seele, Daß sie nicht ibr ziel verfehle! Lenke meinen sinn Auf das ew'ge hin. 10. Wecke mich stets auf, Daß in meinem lauf Nichts von dir zurück mich halte, Und mein eifer nicht erkalte; In dem tugendlauf Hilf mir schwachen auf! 12 11. In versuchungszeit Stärke mich zum streit; Laß mich wachen und mit beten Voll vertrauen vor dich treten, Bis nach kampf und streit Mich der sieg erfreut. 12. Will der trübsal nacht Und der menschen macht Meine bange seele schrecken, Müsse mich dein schild be⸗ decken. Hab' in solcher nacht Huld⸗ reich auf mich acht! 13. Einen edlen muth, Daß ich irdisch gut Willig, ja mein eigen le⸗ ben, Mag für ew'ges glück hinge⸗ ben: Solchen weisen muth Gieb mir, höchstes gut! 14. Soll's zum sterben gehn, Laß mich auf dich sehn! Bleib' mir hülf⸗ reich dann zur seiten, Mich durch schmerz und tod zu leiten, Bis ich einst dich seh; Dir zur rechten steh. Mel. Wie schön leucht't uns der ꝛc. 392 Wie groß, wie angebe⸗ * tet ist Dein name, o herr jesu ehrist! Wie theuer deinem volke! Welch licht ging in der finster⸗ niß Mit dir der welt auf, wie zerriß, Wie floh des irrthums wolke! Als du Kamest, Hörten taube, Und der glaube Half den kranken, Stumme sangen, dir zu danken. 2. Nur schwache warens, die dein licht Verbreiteten, die weisen nicht. Wo sind sie, wo die hohen? Und wo die reichen? wo die macht, Vor der des götzendienstes nacht Und seine Zweite Abtheilung. Helfen, daß wir gott gefallen. schrecken flohen? Macht nicht, nicht, Deine gaben, Mittler, hi Dich verkläret, gelehret. ö 3. Wir werden deinen ruhm erhil 6. ben Und dein Und den weg zu Asadigft Im heilig mir muth 4. Du hast dich deiner henlichl du mir, h. Entäußert eine kurze zeit, Und dish lohn ein thron verlassen; Doch nun, mit Aben, W. und ruhm gekrönt, Nun machsWer bin selig, die versöhnt Der fünden gun hassen. Ihnen Willst du Heil ey leben Gerne geben, Und uns Mel. O 394. 5. Vom aufgang bis zum un Pas ist u gang Erschallet dir der lobgesang Ade gute retteter gerechten. Unzählbar sindi schaaren schon, Die gerne dir vor hewahre m nem thron Ein würdig loblied brähh 2. Wer Ihrer Mehr noch Jesu, werden S Rehr, als auf erden, Dir lobsingen, Preßs A wenn ichr dank und ruhm dir bringen. 0 B o ist Ein 6. Wie groß, wie angebetet ist I O, beides name, heiland, jesu ehrist, Wie hul und tüchti. lich bei den deinen! Führst du 3. Wen einst zu deiner ruh, O wie weit hal deinem ra licher wirst du Den frommen dhligkeit Mi erscheinen; Ewig Müsse, Dir zur eh Giebt die Ihrer chöre Lob erschallen, Dulstolz ein die himmel wiederhallen. 14. Wa We 14) Von der Selbsterkenntniß und Demuth, Mel. In allen meinen thaten ꝛc. 393 G²¹ gott, wenn ich dir 7 diene, Daß ich mich nicht erkühne, Auf mich selbst stolz zu seyn. Wer kann bei seinen werken, Wie oft er fehlet, merken? Wer ist von mängeln völlig rein? 2. Such' ich stets deinen willen So eifrig zu erfüllen, Als es dein wort Is ber Trag' ich der tugend bürde, us kenntniß ihrer würde, Auch im⸗ mer mit zufriedenheit? 3. Entzieh' ich mich den sünden Auch stets aus rechten gründen? Aus höhern w mir Im wahrer frömmigkeit? Oft sind Hmachte si guten triebe Nicht früchte deiner lil mich? I. Nur früchte der natur und zeit. würdiger 4. Der sünden meiner jugend, A 5. W mängel meiner tugend, O herr, UDes gutg denke nicht! Willst du mit deshl ist dein! knechten, Wie sie's verdienen, techild Und wag So trifft sie alle dein gericht. I du gedeis 5. Doch, wenn auch dir zur aaus on stol Rein meine tugend wäre, Wis 25 dies eigenthum? Wer—. Ip terrichten! Wer ließ in meinen 395 Hott, zu ten Mein glück mich sehn und n nen ruhm? t nicht, H 6. Wer gab mir, dich zu lieben, ittler, hhund dein gebot zu üben, Die lust und weg zu gfreudigkeit? Wer stärkte meine kräfte, In heiligungs⸗geschäfte? Wer gab ruhm erhüllmir muth und sieg im streit? el sehn, V. 7, Du schaffst, daß ich dich wähle; Geniesh Ou rufst mich, wenn ich fehle, Auf 5 du füni rchten weg zurück; Du ziehst mich el hohe sih ab von fünden, Und läßt mich gnade ß wir füth fnden, Und giebst zu meiner bessrung ollen, M güc g. Sollt' ich mich deß erh eben, Was er herrlichl du mir, herr, gegeben? Hab' ich zum d, Und ds lohn ein recht? Könnt ich auch alles un, mit Aüben, Was du mir vorgeschrieben: n machstWer bin ich? ein geringer knecht. sünden ginh du Heil u nd uns al efallen. Mel. O gott, du frommer gott ꝛe. 394. H3R der du alles giebst, Von dem ich alles habe: 3 zum u Pas ist mein stand, mein glück Und lobgesang Asde gute gabe? Es ist nicht mein, ihlbar siidiles ist Ein unverdientes gut; Darum e dir vor Mbewahre mich Vor stolz und übermuth. blied brähh 2. Wenn ich vielleicht der welt werden Ei Rehr, als mein nächster, nütze; Und n, Preisei wenn ich mehr verstand, Als er besitzt, ngen. lestze? Bin ich drum mehr, als er? ebetet it Ad, beides kommt von dir, Verstand ist, Wie hin und tüchtigkeit, Und du erhältst es mir. Führst durn g. Wenn mir ein größer glück Nach wie weit hul deinem rath begegnet, Und deine gü⸗ rommen dhtigkeit Mich mehr als andre, segnet: „Dir zur ehl Giebt diese deine huld Mir wohl zum hallen, Duhstolz ein recht? Bin ich darum nicht n. auch, Was andre sind, dein knecht? L. Wenn ich geehrt und groß In muth höhern würden stehe, Und andre unter mir Im kleinern glücke sehe: Wer Oft sind Nmachte sie gering, Und wer erhöhte te deiner lihl mich? Ist nicht mein nächster oft Viel und zeit. Würdiger, als ich? ir jugend, U 5. Wie könnt' ich mich, o gott, „O herr, Des guten überheben; Was ich besitz' zu mit desht ist dein! Von dir hab' ich mein leben, ienen, rechll Und was ich gutes thu', Dazu giebst gericht. Idu gedeihn; Drum laß mich ewig fern dir zur ehhl Von stolz und hochmuth seyn. Wesse . Mel. Es ist gewißlich an der ꝛc. 14. Von der Selbsterkenntniß und Demuth. 179 was mich selbst entehrt, Mich allzeit innigst schämen. Nie komm' es mir aus meinem sinn, Was alles ich ver⸗ mag und bin, Durch deine weise güte. 2. Du schufst mich nicht bloß fleisch und bein; Du hauchtest mit dem leben Mir auch zugleich die seele ein, Und hast es ihr gegeben, Noch mehr, als was die sinne rührt, Und durch sie schmerz und lust gebiert, Zu fassen, zu erwägen. 3. Gott, diesen vorzug gabst du mir Vor so viel millionen, Die, auch be⸗ seelt, genährt von dir, Auf deiner erde wohnen. Was jenen fehlt, verliehst du mir, Vernunft und freiheit, und mit ihr Gefühl von recht und unrecht. 4. Du schufst mich zur geselligkeit Und für der freundschaft freuden; Gabst mir ein herz voll fühlbarkeit Für andrer glück und leiden; Noch mehr, ein herz, das fähig ist, Sich dein, der du mein vater bist, Zu freun und dich zu lieben. 5. In stiller andacht kann mein geist Sich bis zu dir erheben, Und dir, den jeder himmel preist, Auch preis und ehre geben. Auch ich kann deinen willen thun, In deiner vorsicht rath beruhn, Und fröhlich auf dich hoffen. 6. Nicht blos für diese kurze zeit Riefst du mich in dies leben; Zu freu⸗ den einer ewigkeit Soll sich mein geist erheben. Und wird auch gleich der leib zu staub, So bleibt er nicht des grabes raub; Vu wirst ihn auferwecken. 7. Vom himmel kam, gesandt von dir, Dein sohn zu uns auf erden; Er kam und ward ein Mensch, wie wir, Der menschen heil zu werden. Wie hoch sind wir durch ihn geehrt; Wie ernstlich durch ihn selbst belehrt, Der menschheit werth zu schätzen! 8. Und ich, ich sollte ihn entweihn, Und gleich den thieren handeln? Der fleischeslust ergeben seyn, Und nicht vor dir, gott, wandeln? Fern sey ein solcher sinn von mir! Bewahre mich, mein gott, dafür, Daß ich mich so nicht aß mich des menschen ö 305. L wahren werth, Mrin golt, zu herzen nehmen, Und dessen, schände. 9. Gieb mir vielmehr, daß ich all⸗ zeit Auf mein Hachsar achte, Nach weisheit und gerechtigkeit Mit allem 12* eifer trachte; Dich liebe, und mich deiner freu', Und so des vorzugs wür⸗ dig sey, Den du mir hast verliehen. Mel. In allen meinen thaten ꝛc. as ich nur gutes habe, 396. Wĩ Ist deine milde gabe, Du vater alles lichts! Mein daseyn und mein leben Ward mir von dir gegeben; Und ohne dich vermag ich nichts. 2. Sowohl verstand als kräfte Zum nützlichen geschäfte, Hab' ich aus dei⸗ ner huld. Dein ist's, wenn gute thaten Dem vorsatz wohl gerathen; Die fehler sind nur meine schuld. 3. Das glück, deß ich mich freue, Schaffst du nach deiner treue, Du herr der ganzen welt! Du ordnest unsre tage, Ihr glück und ihre plage, Nur so, wie dir es wohlgefällt. 4. Sollt' ich mich denn erheben, Wenn mir in diesem leben Viel gutes wiederfährt? Was hat dich, herr, bewogen, Daß du mich vorgezogen? Bin ich auch jemals dessen werth? 5. Ich bin viel zu geringe Der huld, herr aller dinge, Bie du mir hast erzeigt. O laß mich's nie vergessen, Wenn sich mein herz vermessen Zum stolz und eigendünkel neigt. 6. Das nützlich anzuwenden, Was du mit vaterhänden Mir gütig zu⸗ gewandt: Dies sey in meinem leben Mein eifrigstes bestreben! Dazu gieb demuth und verstand. Mel. Ein lämmlein geht und ꝛe. enn ich, o gott, von 397. Wé dir geführt Auf dei⸗ nen wegen wandle; Wenn ich durch deinen geist regiert, Nach deiner vor⸗ schrift handle: Wenn mir mein herz das zeugniß giebt, Daß meine seele mehr dich liebt, Als alles gut auf erden: So laß durch stolz und sicher⸗ heit Mich deiner huld und gütigkeit Doch nicht verlustig werden. 2. Wie leicht erliegt ein sichrer sinn, Bekämpft durch seine lüste! Sieht ruhig auf gefahren hin, Wo⸗ vor er zittern müßte. Vollkommen glaubt er schon zu seyn; Denkt, diese Zweite Abtheilung. nicht wichtig. Nun ist er seinen olz un nah, Fällt unvermerkt und glauhtedeinem u da, Er wandle fest und nichtig, deine gu 3. So schwach ist, herr, der nͤerstügte sobald Zur sünde fortgerissen! Ferreichen eifer wird gar leichtlich kalt,. gebend sein gewissen. Weh ihm, er or 1 Wan seiner schg eit er vergißt, In sich nur siehet! Der irrthum und di simt 398. keit Besieget ibhn in jedem Rlehre sie Wenn er nicht klüglich fliehet. daß ich r 4. Wer sich selbst, gott, in mich, so! erhöht, Kann nicht vor dir helh sch nicht Wer seine niedrigkeit gesteht, Iun liibt vo wirst du erhöhen. Veracht' ich uu. 2. Ich neben mir, So mißfällt meine un händen, dir, Wie groß ich sie auch findt. Aheilem pr. glaube hat da keinen werth. Den benden, 2 auch demuthsvoll dich ehrt, Vun Doch, leb du seine fünde. Auch, wie 5. Drum lehre mit behulfu, 3. J Auf meine bahn mich schauen, kuntuß; niemals aus vermessenheit Auflh der that? kräfte bauen. Wenn wo verfucht deitändnii mir drohn, So zeige sie von ben pfad, mir schon, Daß ich mich zeiltgndih Und g Aufmerksam mache meinen 16 4. Du k diese welt, auf zeit und glik, Die uns auf die macht der lüste. 6. Du weißt's, zum guten, bin ich Nur öfters kalt und hi sünde sey nur klein Und jene n 0 Mel. ode hicht mißf a die tri An. Len die wahr mein gli 12.9 2. Hil tugend und rechtschaffenheit, Recht ve das mei stig gl berufst, In deinem reich zu Aaftg g Laß mich, entfernt von oh prt er nu 8. So werd' ich, gott, annd, O geführt, Auf deinen wegen uinn 0 urch deinen guten geist nihhhe ö Nach deiner vorschrift handell, er seinen olz und durch vermessenheit Von walad euan worte weichen. So bleibt auch Und ich werd', un⸗ Des glaubens ziel nd jene nicht durch sicherheit, Durch 0 nd glapbtodei d nchtig, deine gnade mir, err, der un terstützt hon dir, gerissen! gerreichen. ch kalt,. Weh ihm, seiner shn sich nur 308. ö Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. er bin ich? wichtig ist die frage! Gott, lehre sie mich recht verstehn! Gieb, daß ich mir die wahrheit sage, Um gott, n mich, so wie ich bin, zu sebn. Wer r dir hesh sch nicht selbst recht kennen lernt, gesteht, Nu. Dleibt von der weisheit weit entfernt. racht' ic 1.2. Ich bin ein werk von deinen llt meine ludänden, Du schufst mich, gott, zu uch findt. Adeinem preis; Dazu mein leben anzu⸗ berth. Den denden, Das ist dein väterlich geheiß. Rehrt Dun doch, leb' ich, als dein eigenthum, I guch, wie ich soll, zu deinem ruhm? rit behussul, d. Ich bin ein ehrist nach dem be⸗ schauen,lenntniß; Doch, bin ich das auch in heit Auf elder that? Hern, öffne selbst mir das wo bersuchn delsündniß, Recht einzusehn, ob ich ge sie von bez pfad, Den jesus mir gewiesen, nich geillg hdis Und ob ich auch im glauben steh? nd die sint jedem fliehet. 15. Von der Selbstliebe. ieinen 0 J. Du kennest unsers herzens tiefen, und glick, Die uns selbst unergründlich sind; Mel. Jesus, deine tiefe wunden ꝛc. 99 aß ich mich, mein gott, — 35 selbst liebe, Kann dir hicht mißfällig seyn; Du, du pflanzest a die triebe Tief hiezu den menschen Un. Lenke du nur meinen sinn Auf die wahre weisheit hin, Daß ich nicht Eömtwein glück verfehle Und selbst das herderhen wähle. . 2. Hilf mir, alle meine pflichten Recht berstehn, und mit bedacht Auf das mein bestreben richten, Was wahr⸗ haftig glücklich macht. Wer dir, o Iu höchster, lebt, Und dir zu gefallen srebt, Der nur kennt der seele adel, Der nur liebt sich ohne tadel. 3. Doch, wie oft und leicht ver⸗ geid Mh t handeln. 181 Drum laß mich oft und ernstlich prü⸗ fen, Ob ich seh ehristo gleichgesinnt. Befreie mich vom falschen wahn, Der auch den klügsten täuschen kann. 5. Wie kann der, der bei allem wissen Des herzens zustand sich ver⸗ hehlt, Auf wahre beßrung seyn be⸗ flissen, Er, der nicht weiß, wie viel ihm fehlt? Sich selbst recht kennen, ist verstand, Drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem heil noch fehlet, Mein vater, das entdecke mir! Hab ich der wahrheit weg erwählet, So gieb, daß ich ihn nicht verlier'. Erleuchte mich mit deinem licht, So täuschen mich verführer nicht. 7. Bin ich jetzt von dem sichern pfade, Der mich zum leben führt, noch fern: So wecke mich durch deine gnade, Daß ich ihn ernstlich suchen lern. Gieb mir zur beßrung lust und krast; Du bist's, der beides in uns schafft. 8. Ich muß es einmal doch erfahren, Was ich hier war und hier gethan. O laß mich's nicht bis dahin sparen, Wo reue nichts mehr helfen kann. Hier mache mich zum himmel klug, Und frei vom schnöden selbstbetrug. 15) Von der Selbstliebe. Sucht und findet niemals ruh, Hofft sie, und kommt nie dazu, Weil es sich verliert in dingen, Die kein wah⸗ res glück uns bringen. 4. Wir versäumen unsre pflichten, Von bequemlichkeit regiert; Werden, wenn wir gut's verrichten, Oft von eigennutz verführt. Nur gar selten trachten wir Nach dem wahren ruhm bei dir; Und, wie oft fehlts uns am wollen, Wenn wir andern dienen sollen? 5. Mache, o mein gott, in gnaden Mich von solcher unart frei, Daß i nicht zu meinem schaden Gegen mi verblendet sey. Pflanze selbst den trieb mir ein Mich vor allem dein zu freun, Auch nach andrer wohl zu trach⸗ ten, Und sie, wie du willst, zu achten. 6. Gieb mir dann auch das voll⸗ bringen, Mich zu lieben, wie ich soll; Laß mich eifrig darnach ringen, Was mir dient zum wahren wohl. Auch dem nächsten beizustehn, Liebreich stets auf ihn zu sehn; Ueber alles dich zu lieben: Das, das hilf mir treulich üben. Mel. O gott, du frommer gott ꝛc. u willst es, herr, mein 400. D gott, Daß ich mich selber liebe. Gieb, daß ich diese pflicht Nach deiner vorschrift übe; Und laß den sel'gen trieb, Mich meines glücks zu freun, Den du mir eingepflanzt, Nie mein verderben seyn. 2. Gieb, daß mein ganzes herz Sich deiner liebe weihe, Und daß ich überall Dich kindlich ehr' und scheue. Wer als ein ehrist sich liebt, Der flieht auch, als ein ehrist, Was deinem heilgen rath, O gott, entgegen ist. 3. Kein schnöder eigennutz Beherr⸗ sche meine seele, Und wenn zu mei⸗ nem glück Ich weg und mittel wähle; So laß mich stets dabei Auf recht und wahrheit schaun, Und nie mein wohl⸗ ergehn Auf andrer elend baun.„ 4. Dein fluch trifft jedes glück, Dabei die tugend leidet, Dabei der, Zweite Abtheilung. der es sucht, Gott, deine wege uul Nach j Wer unrecht liebt und thut, Erbtdcß mir dei himmel nicht, Nie treffe mich, og alle güt Dies schreckliche gericht! gegen a 5. Nie blende mein gemüth! 9. A eitelkeiten schimmer: Die welt miih seyn! S lust Vergeht doch einst auf im ner freu Was hilft uns kurze lust? Was leben 3! uns eitle pracht? Nicht ein vergin zeit, Au gut Ist's, was uns glücklich uu In dein 6. Ein gottergebnes herz, Ein verletzt gewissen, Nur das kam M allein Des lebens last versüßenz bleibt uns auch im tod, Und folg 40 aus der zeit, Zum großen segent und bete Bis in die ewigkeit. kit Nig 7. O selig, wer darnach Milh schon ist gem eifer trachtet, Und für sein Hungsst tes glück, Gott, deine gnade g 2. 2 Der liebt allein sich recht, Bu d ö schon in der zeit Die wahre uuh, 0 1 0 einst Vollkommne seligkeit. hhub' es 8. Das sey mein zweck, mein n O segne mein bemühen! So w Egrad' wahre wohl Nicht meinem wunst Wâ fliehen, So liebe ich mich so, gog nn es wohlgefällt, Und über alle shmlich Mein gott, und nicht die wel, Hun 16 el. 16) Von der Sorge fuͤr die Seele. Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. 401 39 8 meiner seele großen * werth, Den mir dein theures wort erklärt, Laß mich mit ernst bedenken, Und auf die sorge für ihr wohl So unermüdet, als ich soll, Den größten eifer lenken. 2. Wie hoch ist sie vor dir geacht't, Welch glück hast du ihr zugedacht! Wie viel an sie gewendet. Du schufst sie, gott, dein bild zu seyn, Und hast, es in ihr zu erneun, Selbst deinen sohn gesendet. 3. Zu groß für diese kurze zeit, Bestimmt zum glück der ewigkeit, Lebt sie im fleisch auf erden, Durch glauben und gottseligkeit, Zu größe⸗ rer vollkommenheit Im himmel reif zu werden. 4. Mit großer treue willst du sie, Selbst durch des lebens kurze müh, Zu jenem leben führen. O, laß mich du sorgl fallest. I. Wo Durch g sie sich Wach' 1 berführe nicht durch eigne schuld Daß das deine vaterhuld Ihr aush verlieren! 5. Wie du, o gott, gesish seyn, Mich ewig deiner huld zuf Und dich zum trost zu wählen; sey mein fleiß und höchster zwech mich dazu den rechten weg Moo sinn nie verfehlen. 6. Wer fünde liebt, bleiht vor dir: Drum schaffe selbstz A in mir Ein herz, das sünden Das seine schuld vor dir bereul das zu deiner gütigkeit Durch ghi e wege 11 Nach jenem kleinod trachten, Das t, Erbtde mir dein ruf vor augen stellt, Und e mich, og alle giter dieser welt Wie nichts da⸗ gegen achten. gemüth 9. Wie selig werd' ich dann nicht e welt miil sehn! Schon hier werd' ich mich dei⸗ st auf im ner freu n, Durch dich, gott! ruhig st? Wat, loben; Und du wirst nach vollbrachter ein vergin zeit, Auch mich gewiß zur herrlichkeit lücklich un In deinem reich erheben. herz, Ein das kamn versüßen; „Und folg pen segenn nach Mitl d für sein g e gnade 9 echt, Derf wahre ruh, igkeit. veck, mein Mel. Straf' mich nicht in deinem ꝛc. ache dich, mein geist, 402. M bereit! Wache, fleh' und bete! Daß dein herz zur bösen zeit Nicht von gott abirete. Ach, shon ist Mancher ehrist Von versu⸗ Hungsstunden Plötzlich überwunden! 2. Auf dann, und ermuntre dich Mus dem sichern schlafe! Immer, glaub' es, zeiget sich Bald darauf die —17 Daß 22 ucher mel Luf es 1%Sg wih däucht, Daß er sicher stehe uf der mich so, A„Wache! denn hier hat der christ über alle Noch von allen seiten, Was der seele 1 die wel shäplich ist, Muthig zu bestreiten. ott läßt zu, Daß auch du, Wenn du sorglos wallest, In versuchung Le. fallest. I. Wache! daß dich nicht die welt Ihr. Durch gewalt bezwinge; Oder, wenn sie sich verstellt, Listig an sich bringe. zott, gesm Wach' und sieh, Daß dich nie Die 15 huld Iuf herführer fällen, Die dir netze stellen. zu wählent! 5. Wach', und hab' auf dich wohl öchster zwach acht, Trau nicht deinem herzen. Leicht nweg Auslkann, wer es nicht bewacht, Gottes huld verscherzen. Ach, es ist Voller bleibt st, Weiß sich selst zu heucheln, Und mag gern sich schmeicheln. 6. Aber bet' auch stets dabei, Bete bei dem wachen; Das wird dich von kägheit frei Und behutsam machen. n Efede unch erbrn Auf dem Hgamil echten pfade Durch erbet'ne gnade. rdenlhl 7. Nahe dich denn mit gebet Of ln jesum chufn seinem throne; Wenn dein herz ch geliebehl hur glaubig fleht, Hört er in dem gegeben. Iun Er verheißt, Seinen geist, nzen bilgrhn t ihm kraft und leben, Auf dein durch dein ehn zu geben. ebt, iffe selbst, as sünden A r dir berehh, it Durch ch 16. Von der Sorge für die Seele. * 18³3 8. Nun, so will ich immerdar Wachen, kämpfen, beten, Und ver⸗ mehrt sich die gefahr, Nie von gott abtreten. Kurze zeit Währt der streit, Und welch eine krone Wird mir dann zum lohne! Mel. Was mein gott will, das ꝛe. oder: Das jesulein soll doch ꝛc. ein gott, erschaffen hast 403. M du mich, Einst ewig froh zu leben. O möchte doch mit inbrunst sich Mein herz dahin erhe⸗ ben, Wo volles heil Dem wird zu theil, Der hier dich treu verehret; Wo alles leid Der prüfungszeit In wonne sich verkehret! 2. Wenn dieses lebens last mich drückt, Weß soll ich dann mich trö⸗ sten? Die hoffnung ist's, die mich erquickt, Einst auch mit den erlösten Bei dir zu seyn, Und, frei von pein, In ewigkeit zu leben. Sollt' ich denn hier Nicht mit begier Nach sol⸗ cher hoffnung streben? 3. Was stärkt mein herz mit muth und kraft, Nach deinem wort zu wan⸗ deln, Und auch alsdann gewissenhaft, Wenn sünde lockt, zu handeln? Ein öftrer blick Auf jenes glück Des won⸗ nevollen lebens; Richt ich dahin Nur meinen sinn, So kämpf' ich nicht ver⸗ gebens. 4. So gieb denn, daß ich allezeit Vorzüglich darauf achte, Und nach dem glück der ewigkeit Vor allen din⸗ gen trachte; Damit ich treu Im glau⸗ ben sey, Der tugendfrüchte bringet. Denn ew'ges heil Wird nur zu theil Dem, der darnach recht ringet. 5. O wäre dieses heil schon mein! O schmeckt ich schon die freuden, Die dort sich finden, frei von pein, Und frei von allen leiden! Sieh dieser zeit Mit ruh' und freud' Doch stets, mein geist, entgegen! Herr, steh mir bei, Im guten treu, Den lauf zurück zu legen. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. ach meiner seelen selig⸗ 404. N keit Laß, herr, mich eifrig ringen! Sollt' ich die kurze gna⸗ 18⁴ Zweite Abtheilung. ö denzeit In sicherheit hinbringen: Wie würd' ich einst vor dir bestehn? Wer in dein reich wünscht einzugehn, Muß reines herzens werden. 2. Erst an dem schluß der lebens⸗ bahn Auf seine sünden sehen, Und wenn man nicht mehr sünd'gen kann, Gott um erbarmung flehen, Das ist der weg zum leben nicht, Den uns, o gott, dein unterricht In deinem wort bezeichnet. 3. Du rufst uns hier zur heiligung; Drum laß auch hier auf erden Des geistes wahre besserung Mein haupt⸗ geschäfte werden. Herr, stärk' in mir dazu den trieb; Nichts sey mir je so groß, so lieb, Mich davon abzuwenden. 4. Gewönn' ich auch die ganze welt Mit allen ihren freuden, Und sollte das, was dir gefällt, O gott, darüber meiden; Was hülfe mir's? nie kann die welt Mit allem, was sie in sich hihl ein: L Mir deine gnad' ersetzen. sehn? 5. Was führt mich zur zufrihe 3. Ihi heit Schon hier in diesem lehgt Giebst dr Was kann mir trost und freudigh mittel, In noth und tode geben? Rictn zum gebr schengunst, nicht irdisch glück, Mist die so goͤttes gnade und ein blick Auf senl sie es mi lebens freuden. I“. Ges 6. Nach diesem kleinod, herr, O gott,! mich Vor allen dingen trachten, Wer tau was mir daran hinderlich, Mit aa Wenn kra muth verachten. Daß ich auf dih Ist nicht wegen geh, Und im gericht dens sundheit besteh, Sey meine größte sorge. 5. Dr 7. Doch was vermag ich, wenns falt meid! nicht Vor trägheit mich beschützesh U sehn stör mich zur treu in dieser pflicht Mithih hankheit ten unterstützest? O stärke mich, u vorwurf gott, dazu! So find' ich hier. deiner r 17) Von der So Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. —* er wollust reiz zu wi⸗ 405. D derstreben, O christ, laß deine weisheit seyn! Bewahre, liebst du glück und leben, Dein herz von ihrem gräuel rein. Vor ihrer schnöden lockung fliehn, Heißt dem verderben sich entziehn. 2. Die wollust kürzet unsre tage, Sie raubt dem körper seine kraft, Und armuth, seuchen, schmerz und plage Sind früchte dieser leidenschaft. Der haßt sich selber, der sie liebt, Und sich in ihre fesseln giebt. 3. Sie raubt dem geiste muth und stärke, Schwächt den verstand, der seele licht; Sie raubt den eifer edler werke, Und ernst und lust zu jeder pflicht. Sie führt reu und gewissens⸗ schmerz In das ihr hingegebne herz. 4. Der mensch sinkt uvnter ihrer bürde Zur niedrigkeit des thiers herab; Er schändet und entehrt die würde, Die ihm sein weiser schöpfer gab; Vergißt den zweck, dazu er lebt, Weil er nach niedern lüsten strebt. 5. So schimpflich sind der wollust schuld ihn zu zerstören, Verbiitti— bande! Schon vor der welt sind sie ein wahre ruh Und dort das ew'ge la 77 a „La Rich zu rge fuͤr den Leib. nutt m. spott; Sie sind vor dem Ra föße sel schande, Und noch weit mehr dorii stohen m o gott! Der lastersclav entfliehteh auch des nicht; Du forderst ihn vor dein guh! 7. Do 6. Du übergiebst den dem verdast tteibe, Schon hier, der seinen leib entwäß zielt; U Und nie wird der den himmel a hleibe, 2 Der sich unreiner lüste freut. Du Des lei fleh' ich demuthsvoll zu dir, Osihss zel von ein reines herz in mi!8 7. Gieb, daß ich allen bösen U de S Mit muth und nachdruck widast veiht, Und stets, dawider mich zu Werde, Auf dich, allgegenwärt'ger, seh. Ais So wi wer dich, gott, vor augen hat, Al ale ew auch verborgne missethat. In voriger Melodie. 406 es lelbes warken, 40⁰² ihn nähren, B t o schöpfer, meine pflicht; Durch ih 9200 Me ö dein unterricht. O stebe mir miti Mhhet heit bei, Daß diese pflicht mir heilhh 2. Sollt ich, o herr, geringesil„2. K zen, Was deine hand mit alle ichte traut? Den wundervollen bal h letzen, Den du, als schöpfer. 0 9 erbaut? Weß ist mein leib? wi in sich 10 deln: Sollt' ich denn sein zerstörer seyn? ehn ur zuftiedg saz Ihn zu erhalten, zu beschützen, esem 10 Giebst du mit milder vaterhand Die id freudigt mittel, die dazu uns nützen, Und Nicht u glück, lick Auf zum gebrauch giebst du verstand. Dir ist die sorge nicht zu klein: Wie sollte sie es mir denn seyn? 4. Gesunde glieder, muntre kräfte, od, herr,O gott, wie viel sind die nicht werth! rachten, I Wer taugt zu des berufs geschäfte, ch, Mit eil Wenn krankheit seinen leib beschwert? ich auf dihl Ist nicht der erde größtes gut Ge⸗ gericht denl fundheit und ein heitrer muth? ßte sorge. 5. Drum gieb, daß ich mit sorg⸗ ich, wem eschützesh In sehn stört; Daß nicht, wenn ich je icht Mit i kankheit leide, Mein geist den innern ke mich, uil vorwurf hört: Du selbst bist störer ich hier shh deiner ruh, Du zogst dir selbst dein us etv'ge lua bel zu! 6. Laß jeden sinn und alle glieder Rich zu bewahren achtsam seyn; Und „ Idrückt mich eine krankheit nieder, So dem bah loͤße selbst geduld mir ein. Gieb t mehr dors sihen muth, und dann verleih, Daß 10 entflleht auch des arztes rath gedeih. vor dein gush! 7. Doch gieb, daß ich nicht über⸗ dem veideht ttibe, Was auf des körpers pflege leib entwah zielt; Und stets in jenen schranken himmel eil eibe, Die dein gebot mir anbefiehlt. freut. Du Des leibes wohl laß nie allein Das udir, Oshhl zel von meinen sorgen seyn. 8. Mein größter fleiß auf dieser len V. ede Sey meinem geiste, gott, 55 druck wi 0 weiht, Daß er zum himmel weise nich h 9 werde, Noch in der vorbereitungszeit: ger, 1 90 So wird sich leib und seele dein In hat. hat, M alle ewigkeit erfreun. Relodie. es warten, rähren, Du ä falt meide, Was meines körpers wohl⸗ Mel. In allen meinen thaten ꝛc. as ist mein zeitlich 407. Wé leben, Das du mir, Durchal gott, gegeben? Ein unschätzbares gut. Bebaht Du gabst mirs, hier auf erden Zum mir mit hnd himmnel reif zu werden, Worauf mein ht mir heilhh hahres glück beruht. „ geringe sii 2. Hier wird die saat gestreuet, Dort nd mir asth erndtet man, erfreuet, Der tugend vollen bal i früchte ein; Je länger ich hier lebe, schöpfer Und gut zu wandeln strebe, Je grö⸗ leib“ ser wird mein glück dort seyn. 17. Von der Sorge für den Leib. 18⁵ 3. Sollt' ich dies glüͤck mir rau⸗ ben? O herr, laß mir, im glauben Der künft'gen erndtezeit, Mein leben auf der erden So werth und wichtig werden, Als es mir selbst dein wort gebeut. 4. Mir selbst es zu verkürzen, Mich in den tod zu stürzen, Ist wider meine pflicht. Ein redliches gemüthe Lohnt nie mit undank güte; Entweicht auch dem berufe nicht. 5. Was leicht in krankheit stürzet, Das leben leicht verkürzet, Laß mich mit sorgfalt fliehn; Doch auch nicht ängst⸗ lich zagen, Für meine pflicht zu wagen, Was du mir, gott, für sie verliehn. 6. In deine vaterhände Befehl ich, herr, mein ende, Und meiner tage lauf. Es sey mein ganzes leben Dir hier zum dienst ergeben; Hilf du nur selbst der schwachheit auf. 7. Wie heilsam ist das leben Dem, der dir ganz ergeben, Nach wahrer tugend strebt! Drum will ich dich treu lieben, Mich stets im guten üben: So hab' ich lang' und wohl gelebt. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. 408 Wie mannigfaltig sind die * gaben, Wodurch, herr, deine huld uns nährt, Die alles gute, was wir haben, Beständig, und so gern gewährt! Auch das, was unser mund genießt, Zeigt uns, wie gut und mild du bist. 2. Du giebst uns brod für unser leben; Und lässest auch, uns zu erfreun, Die mittel, die uns nahrung geben, So viel, so mannigfaltig seyn. Wie angenehm ist der genuß Von dem, was uns ernähren muß! 3. Du segnest auen und gefilde Mit unerschöpfter fruchtbarkeit, Die, va⸗ ter, jährlich deine milde, Daß keiner hungern mög', erneut; Daß jeder⸗ mann, von sorgen frei, Gesättigt werd' und dankbar sey. 4. Du giebst, daß ich nicht mangel leide, Was nöthig ist; auch mehr als brod: Giebst zum bedürfniß auch noch freude Für einen jeden sinn, o gott! Wie ist, zum wechsel im genuß, So groß, so reich dein überfluß! 18 Zweite Abtheilung. 5. So will ich denn mit freuden essen, Was deine vaterhuld mir schenkt; Nie aber auch, o herr, vergessen, Daß sie mich speist, daß sie mich tränkt; Nie, daß sie keine lust mir wehrt‚, Als die, die schadet und zerstört. 6. Drum laß die kraft, uns zu ver⸗ 8. Unmäßigkeit raubt uns dien Auf me Zu dem, was uns die pflicht gan pahrer Macht träge zum berufsgeschäft, 5. D tüchtig zur gottseligkeit; Erwech nicht! 3 ordnung, streit und zank, Erstich gebricht. dir, gott, schuld'gen dank. mir, Un 9. Wer sich den bauch zum guh 6. M gnügen, Die du in speis' und trank kohren, Unmäfig deine gaben bum werk, 6 gelegt, Mich nie, o höchster, so be⸗ siegen, Daß sie zum schwelgen mich bewegt; Laß, deiner gaben mich zu freun, Mich mäßig im genusse seyn. 7. Mit speis' und trank sich so be⸗ schweren, Daß man derselben übervoll, Dadurch wird das, was uns ernähren Und unser herz erquicken soll, Ein gift, das in die adern schleicht, Und krankheit, schmerz und tod erzeugt. Der ist für's himmelreich verloren stän'; 2 dem kein knecht der lüste taugt. HDurch d laß mich ja dies laster scheun, 7. Er haltsam, mäßig, nüchtern seyn Laß mie 10. So oft ich speis' und tra thun, u nieße, So laß es mit vernunft geshh freut, d Und, daß ich beides mir versüst“ 8. Zu dank auf dich, den geber, sehns Du wert nahrung und erquickung giebst. ist sonst 9. Du dich, der du mich zärtlich segnende 18) Von der Arbeitsamkeit und Treue im Berus zu dei Mel. Allein gott in der höh u. us deiner milden segens⸗ 409. A hand, Du Heber aller gaben, Muß jedes volk und jedes land Des guten zufluß haben. Mit großer weisheit hältst du haus, Und breitest deine güte aus, Der völker wohl zu gründen. 2. Von dir kommt kunst und wis⸗ senschaft, Wodurch die länder blühen, Du schenkest jeglichem die kraft, Sich nützlich zu bemühen In seinem amt, beruf und stand, Darzu dein rath ihn tüchtig fand, Zum besten mitzu⸗ wirken. 3. Als milder geber zeigst du dich Den völkern aller lande; Und du ver⸗ knüpfst sie unter sich Durch deines segens bande. Zum fernen ost, zum fernen nord Strömt deines segens quelle fort Von westen und von süden. 4. Du giebst den schiffen ihren lauf Auf strömen und auf meeren, Und hilfst dem flor der handlung auf, Viel tausende du nähren. Zur noth⸗ durft, zur bequemlichkeit Vertheilst du deine gaben weit Von einem land zum andern. ö 5. Du segnest jedes menschen fleiß Zum nutzen seiner brüder. Was er nur gutes kann und weiß, Das kommt von dir hernieder. Was deine Du wirs uns zugewandt, Das fließet ste 10. V hand in hand Durch nützliche gen snn, So 6. Herr, unser gott, wir zi Mit dein dich Mit dankbarem W u hürd' es herrschest unveränderlich Mit wil 11. O und mit güte. Geuß deinen Daß ich ferner aus Auf unser land, aufs daß ich haus Zu deines namens ehre, du, so g 7. Hilf, daß ein jeder redlih In seinem thun und handel; A WMel. schaffen, brüderlich und tren I nem ganzen wandel. Mit lust, 1 411 wendest du Dem lande deinen f. zu, Das solch ein volk bewohnt⸗ t n arbei Mel. Herr jesu christ, dich u uns gel 10 Rott, dessen hard nur unt⸗ 4 welt ernährt,seinem jebermann sein theil gewähnt,Rfortgang deinen segen auf mir ruhn, 2. W mich mein werk mit freuden Hul wacht, 2. Du sorgst für mich, doh eist nac daß ich Auch sorgen soll, Iu giebt er was mich Dein offenbarer willeih it milt Dazu verleih mir deinen geist,. seiner 5. Hilf, daß ich stets in nützet. welt So lebe, wie es dir ga 3. Ge Mich von der sünde zu befreihh schte i⸗ meine erste sorge seyn. 6 te ih 4. Stehts erst mit meiner seeleh ö dult sc Dann lehre mich auch, wie i ibt uns wet Auf meines leibes wohlergehn Mit ie pflicht gah wahrer christenweisheit sehn. ifsgeschäftt“ 5. Dich ruf' ich an, verlaß mich eit; Erwech nicht! Du weißt ja wohl, was mir ank, Erstich gebricht. Was du willst geben, gieb du dank. mir, Und dann zufriedenheit mit dir. uch zum gi 6. Mit beten geh' ich an mein e gaben bi werk, Gieb du dem leibe kraft und eich verloren stänk'; Mit dir fang' ich die arbeit an, iste taugt, HDurch den ich sie vollenden kann. er scheun, 7. Erleichtre mir der arbeit last, chtern sehn Laß mich, wie du befohlen hast, Das is' und trathl thun, was meines standes ist; Er⸗ ernunft geshh freut, daß du mein helfer bist. nir versüs 8. Zu dir hoff' ich voll zuversicht, jeber, sehnml Du werdest meinem fleiße nicht Dein tlich liebst,segnendes gedeihn entziehn; Vergebens ung giehst, ist sonst mein bemühn. Or llidet din die Land 21 naß, u kleidest blumen, laub und gras; m Beruft Für deine sorg' ist nichts zu klein: Was deine! Du wirst auch mein versorger seyn. fließet ste 10. Verstünd ich nur nach deinem rützliche g snn, So lang' ich noch auf erden bin, ott, wir zi Rit deinen gaben umzugehn: Wie wohl W u hürd' es dann um mich stehn! ich Mit will 11. O mache mich dazu recht treu, uß deinen Daß ich dir thätig dankbar sey! Hilf, land, aufsh daß ich sorge, wie ich soll; Ja, sorge ens ehre, du, so geht mir's wohl. jeder redlih handel; N Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. ind tren Yu oder: Lobsinget gott, und ꝛe. Mit 1150 41¹ ott ist's, der das ver⸗ de deinen ss* mögen schafft, Das HAk bewohnt gute zu vollbringen. Er giebt zur arbeit muth und kraft, Und läßt sie rist, dich uns gelingen. Was man mit ihm dessen harhh nur unternimmt, Wird, wenn's mit t ernäht,seinem willen stimmt, Nicht ohne (gewährt, fortgang bleiben. ur ruhn, 2. Wer das zu seinem hauptzweck freuden thül macht, Gefällig ihm zu werden, Zu⸗ mich, doh eist nach seinem beifall tracht't, Dem soll, zu I giebt er auch auf erden Vom zeitlichen, arer willehil mit milder hand, So viel, beim fleiß inen geist. In seinem stand, Als ihm wahrhaftig stets in nüßzet. es dir gill. Gott ist der frommen schild und zu befreil, Nlahn; Er krönet sie mit gnaden: Was . allte ihrer feinde hohn Und mißgunst deiner serleh Uhnen schaden? Mit seinem schutz be⸗ h, wie ih dect ar sie, und segnet, bei des * 18. Von der Arbeitsamkeit und Treue im Beruf. 18⁷ lebens müh, Ihr herz mit trost und hoffnung. 4. Drum gieb, o gott, daß ich auf dich Bei meiner arbeit sehe. Mit licht und weisheit segne mich, Daß ich nie wege gehe, Die mir, herr, dein gesetz verbeut. Nach christlicher rechtschaffenheit Laß mich vor allem trachten. 5. Laß müßiggang und trägheit mich, Als dir mißfällig, meiden, Und hilf, daß ich, gestärkt durch dich, Voll muth, mit lust und freuden, In meinem stand geschäftig sey; Dein segen kröne meine treu, Daß sie auch andern nütze. 6. Sey überall, mein gott, mit mir! Die werke meiner hände Befehl ich, allerhöchster, dir; Hilf, daß ich sie vollende Zu deines großen namens preis, Daß mir die frucht von meinem fleiß In jenes leben folge. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 412 Mit dir geh ich an mein 7 geschäfte, O gott! du giebst durch deinen geist Mir auch gewiß zur arbeit kräfte, So lange du mich leben heißt. Laß, dieser hoff⸗ nung mich zu freun, Auch deinen rath mir heilig seyn. 2. Der ehrt dich nicht, der seine tage In trägem müssiggang verlebt, Und, sich und andern gleich zur plage, Das ihm geliehne pfund vergräbt. Du bist's, der uns den fleiß gebot, auft. ihn übt, ehrt dich, mein gott! 3. Du gahst, mit so viel andern trieben, Uns auch den trieb zur thä⸗ tigkeit, Und, ihn aufs nützlichste zu üben, Giebst du uns auch gelegenheit. Du kennest unsrer arbeit müh, Und deine kraft erleichtert sie. 4. Laß mich auf diese ordnung sehen, Ihr folgen und mich ihrer freun. Wie, sollt' ich dabei irre gehen, Und nichi vielmehr gesegnet seyn Von dir, der du der arbeit last Auch reichen lohn beschieden hast? 5. So wart ich, gott, auf deinen segen, Und sorge nicht, wie's wer⸗ den soll; Ich geh ihm doch gewiß entgegen Und bin der frohen hoffnung voll: Mein fleiß ist wohlgefällig dir; Du siehst und du vergiltst ihn mir. 6. Ich tröste mich deß nicht ver⸗ gebens, Bleibt er gleich unvergolten hier; Du reichst am abend meines lebens Auch mir der treue lohn dafür. Dann freu' ich mich in ewigkeit Des nützlichen Gebrauchs der zeit. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich ꝛe. — ach deinem rath, o 413. N gott, sind wir Zum fleiß bestimmt auf erden; Du willst es, daß wir alle hier Einander nütz⸗ lich werden. Gieb mir verstand und lust und kraft, Geschickt, treu und gewissenhast Zu thun, was mir ge— bühret. 2. Hilf, daß vor träger weichlich⸗ keit Ich standhaft mich bewahre; Und wo die pflicht mir müh' gebeut, Nie meine kräfte spare. Erholen darf ich mich nur dann, Wenn ich, von kraft erschöpft, mich kann Zu neuer arbeit ärken. 3. Gieb treuen fleiß, und laß mich nicht Die zeit mit nebendingen, Und mit versäumung meiner pflicht, Ver⸗ Zweite Abtheilung. schwenderisch verbringen. Das ni. mein vergnügen seyn, Mich den g. schäften ganz zu weihn, Die du m auferleget. 4. Ein heil'ger trieb belebe mit O höchster, meine pflichten In deit furcht, gestärkt durch dich, Mit iin den zu verrichten. Ein herz, das f des guten freut, Giebt zu der arh munterkeit, Macht leichter unsre lash 5. Laß mich von dir, herr, unnn schaf rückt Mit einem herzen wandeln, Du geiz und ehrsucht nie bestrickt, Gewissh los zu handeln. Mein leben deiln dienst zu weihn, So nützlich, als kann, zu seyn: Das sey mir ehyin reichthum. 6. Dir zu gefallen, sey mein a Bei allem, was ich thue; So h es gehe, wie es will, Doch mein g wissen ruhe; Denn wer dir, heiligsa mißfällt, Was nützet dem die gam welt Mit allen ihren schätzen? 7. Gieb, daß mein fleiß in dun beruf, Dazu mich auf der erde dh weiser rath, mein gott, erschuf, N eine stufe werde, Worauf ich nach vul brachter zeit Zur höheren geschäsh keit Des bessern lebens steige. 19) Vom rechten Verhalten gegen die zeitlichen Güln Reichthum, Ehre und dergleichen. Mel. Es ist gewißlich an der zeit. 41 0 3 8 laß mich doch ge⸗ 4. wissenhaft Mein zeit⸗ lich guth verwalten. Gieb selbst mir weisheit, gieb mir kraft, Damit wohl hauszuhalten; Auf daß ich, im gerin⸗ gern treu, Durch deine gnade fähig sey Zu größern gnadengüthern. 2. Mein hab' und guth kommt ja von dir Und deinem milden segen. Nicht zum verderben gabst du mir Mein zeitliches vermögen. Du gabst es mir zum wahren wohl; Drum gieb, herr, daß ich's, wie ich soll, Nach deiner vorschrift brauche. 3. Es ist das mir geschenkte guth, Vergänglich, wie die erde. Hilf, daß ich nie zum übermuth Dadurch verlei⸗ tet werde. Nie reiß ein irdischer ge⸗ winn Mein herz so weit zum essh hin, Daß ich mein heil vergesse. 4. Was hülfe mir die ganze Mit allen ihren schätzen, Verblendih mich gut und geld, Mich dir zu widh setzen? Verschmäht' ich, was dein hel begehrt, Was mir ein ewig heil währt: Wie elend würd' ich werdih 5. Mein stärkstes trachten sey alhs Nach deines geistes gaben. Wie ui bin ich, o gott, in dir, Kann ichm diese haben! Besitz' ich, höchstet, buld, Bin ich voll glauben und geduh. Was fehlt dann meinem glücke⸗ 6. Den geiz laß ferne von seyn, Die wurzel alles bösen. sünden und gewissenspein reichthum nicht erlösen. Er hishi todesstunden nichts, Und nichthean heilgen dieser zei erfreut, aus ihren Ber weis Isedler nicht hat. 3. Nich gitern di mich setzet Sind oft Verlassen hier zurüc haft verri gebeut, 1 hum Nae seh mein 6. Deir ich miret I nich deß 1 V er welt Die ich v Das mi uch dang Die du belebe mit n In dein „ Mit fia erz, das s u der arh unsre lasta herr, unn indeln, Di kt, Gewissh leben deiln lich, als i mir ehrein ey mein i ue; So hi och mein g ir, heiligse m die gaph ätzen? fleiß in da er erde Dh erschuf, M ich nach al n geschäfth steige. n Güthh it zum eith vergesse. ganze w glücke! bösen. M pein Verblendeh dir zu widh pas dein wah wig heil. ich weweß en sey allht Wie uuh Kann ich un söchster, dh und geduh⸗ ne von R Aa d Er hilft d nichtzel Die ich verrichte, fehlt. tage des gerichts; Gold schützt da keinen sünderr. 7. Lehr' mich die weise sparsamkeit, Um das nicht zu perschwenden, Was du mir gabst, in dieser zeit Es nützlich anzuwenden. Gieb mir die klugheit, daß ich hier Dadurch dem nächsten, so wie mir, Des lebens müh erleichtre. 8. Es kommt ein tag der rechen⸗ schaft: Das laß mich stets bedenken, Und mein gemüth gewissenhaft Zur heilgen sorgfalt lenken, Also die güter dieser zeit Zu nützen, daß ich dort, erfreut, Noch segen davon erndte. Mel. Wenn meine sünd' mich ꝛe. 41⁵* err, laß nach eitler ehre H Mich niemals geizig sehn. Gieb, daß dein geist mich lehre, Der ehre mich zu freun, Die ewiglich hor dir besteht, Und mit mir von der ude Zum himmel übergeht. 2. Nie müsse rang mich blenden, Noch ansehn vor der welt, Das oft aus ihren händen Der böse auch erhält: Wer weis' und fromm ist in der that, edler als der größte, Der aber dies nicht bat. 3. Nicht im besitz von schätzen, Und gütern dieser zeit, Laß meinen ruhm mich setzen; Sie sind doch eitelkeit, Sind oftmal auch des thoren glück, Verlassen uns im sterben, Und bleiben hier zurück. 1. Laß mich in demuth leben, Wenn mich die welt verehrt; Durch stolz nich nie erheben, Wenn sich mein ansehn mehrt; Und schenkst du mir der erde gut, O vater, so bewahre Mich auch vor übermuth. 5. Dich kennen, meine pflichten Mit treu und redlichkeit Gewissen⸗ haft verrichten, Wie mir dein wort gebeut, Und überall mein christen⸗ hum Nach jesu vorbild üben: Das seh mein wahrer ruhm. 6. Dein beifall ist das beste, Was ih mir wünschen kann; Wenn ich d welt, Bei allen guten thaten, 19. Vom rechten Verhalten gegen die zeitlichen Güter ꝛ. 189 7. Nie laß mich ruhm erschmeicheln, Der mir doch nicht gehört; Nie als ein gleisner heucheln, Den menschengunst bethört. Der tugend meinen fleiß zu weihn, Und andrer glück zu fördern, Laß mein bestreben seyn. 8. Auf dieser bahn der ehre Erhalte meinen gang, Durch deines sohnes lehre, Mein ganzes lebenlang: So werd' ich bei verständigen Das glück 0 guten namens Mir g'nug gesichert sehn. 9. Gieb mir, o herr, die gnade, Mich dieses glücks zu freun. Leik' mich auf rechtem pfade, Ein solcher mensch zu seyn, Den einst die ehrenkrone schmückt, Die ewig deine frommen In jener welt beglückt. Mel. O gott, du frommer gott. 416 L„ mich doch nicht, o gott! .& Den schätzen dieser erden So sehr ergeben seyn, Daß sie mein abgott werden! Oft fehlt beim über⸗ fluß Doch die zufriedenheit, Und was ist ohne sie Des lebens herrlichkeit? 2. Kann ein vergänglich gut Auch unsre wünsche stillen? Es steht ja sein besitz Nie blos in unserm willen. Nicht stets wird's dem zu theil, Der ängst⸗ lich darnach ringt; Und schnell ver⸗ lierts oft der, Dem sein bemühn gelingt. 3. Ein gut, das unsern geist Wahr⸗ haftig soll beglücken, Muß nicht ver⸗ gänglich seyn, Und für den geist sich schicken. Der sünder hat oft geld, Und wünscht sich dessen mehr; Doch dabei bleibt sein herz Von wahrer ruhe leer. 4. O gott, so wehre doch Den un⸗ gerechten trieben, Und heilige mein herz, Nie selavisch das zu lieben, Was man mit müh gewinnt, Bald schwelgerisch verzehrt, Bald unruh⸗ voll bewacht, Und bald mit fluch vermehrt. 5. Ein weises frommes herz, Das sey mein schatz auf erden. Sonst nich deß getröste, So hab' ich g'nug aran, Wenn mir es auch an Zuhm ö alles, nur nicht dies, Kann mir ent⸗ rissen werden, Dies bleibt im tod auch mein, Dies folgt mir aus der zeit, Zum seligsten gewinn, Bis in die ewigkeit. 19⁰ 6. Wann dieses fehlt, dann ist Das herrlichste vergnügen Nur süßen träu⸗ men gleich, Die unsern geist betrügen. Drum lenke, gott! den wunsch Vom irdischen gewinn, Durch deines geistes kraft, Zu ew'gen gütern hin. Mel. Mach's mit mir, gott ꝛc. 417 ohl dem, der beßre * schätze liebt, Als schätze dieser erden! Wohl dem, der sich mit eifer übt, An tugend reich zu werden; Und in dem glauben, deß er lebt, Sich über diese welt erhebt. 2. Zwar ächte tugend wehrt uns nicht, Hier güter zu besitzen. Gott gab sie uns, und auch die pflicht, Mit weisheit sie zu nützen. Sie dürfen unser herz erfreun, Und unsers fleißes antrieb seyn. 3. Doch, nach den gütern dieser zeit Mit ganzer seele schmachten, Nicht mehr nach wahrer frömmigkeit, Und gottes beifall trachten: Ist dieses eines menschen ruf, Den gott zur ewigkeit erschuf? 4. Der geiz erniedrigt unser herz, Erstickt die edlern triebe. Die liebe für ein schimmernd erz Verdrängt der tu⸗ gend liebe, Und machet, der vernunft zum spott, Der erden gold zu deinem ott. 5. Der geiz, so viel er an sich reißt, Läßt nichts recht froh genießen; Er quält durch habsucht deinen geist, Und tödtet dein gewissen; Und reißt durch Zweite Abtheilung. schmeichelnden gewinn Dich blud 5. Dei manchem frevel hin. gebens: 6. Um vortheil wird er gar nugetren Un schon Aus dir mit meyneid saren Iu dir zu Dich zwingen, der arbeiter lohn Mommne menschlich abzubrechen; Er wird in 6.2996 Wo V die das recht verdammt, sucht recht zu sprechen: Und tugend größter feind Erkauft aug g. Laß, sich einen freund. gen, Im 10. Gewinnsucht raubt dir ulgehn, Und und geist Die wahrheit frei ulplagen, A ren; Du schweigst, wenn sie dich tasthn; Daß heißt; Ehrst, wo du nicht sollst chuhren, Des Und wirst um ein verächtlich geld H schmeichler, und die pest der wil Mel. W. 11. Erhalte mich, o gott, das ader: daß ich mir g'nügen lasse; Geiz ea als abgötterei, Von mir entfert. 19.0 hasse. Dich lieben, herr, mit fullp mensch muth, Sey meines lebens größtis Hlund statt 3 20) Vom rechten Gebrauch des Lebens. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. u gabst mir, ew'ger, 418. D dieses leben Nicht für den augenblick der zeit; Du hast es mir, o gott, gegeben Zur saatzeit für die ewigkeit: Hier ist der vorbereitungsort, Belohnung und bestrafung dort. 2. Du schenktest mir verstand und willen, Die wahrheit zu erkennen, licht; Kraft, deinen willen zu erfüllen, Und lehrtest selbst mich meine pflicht; ur tugend gabst du mir gefühl Und reiheit, wie ich wählen will. gebrauch si 0 ge ahr; 3. Der leib ist oft der fellen Huitprz e Doch schmücktest du, herr, diet haus, Daß sie durch ihn auch fͤh würde, Mit vielen fähigkeiten sd wirff Und wie viel lust giebst du nichth UiN du rf Durch jeden meiner sinne mir! 4. Du hast mich aber 7 hih Daß dies mein irdisch hauz bricht; Ich soll zwar diese wal nießen, Doch als genöß ich i nicht; Ich soll der en ahn. Wenn sie mich zu lits ist no Haschiebst 20. Vom rechten Gebrauch des Lebens. 5. Dein unterricht sey nicht ver⸗ bens: Gieb, vater, daß ich ihm etreu Und beim„windig seh⸗ t, teid syrech. Zu dir zu kommen, würdig sey. Boll⸗ 17 1. Rann freude wohnt nicht hier, Er wirdin Wohnt nur im himmel, gott, bei dir⸗ aisen thrül 6. Wohl mir, wenn ich es redlich wage, Der großen freude werth zu z, vom glsehn, Und diese kurzen übungstage Nur den schmehl dir und meiner pflicht zu weihn; Wenn genwart Auie mein fuß den pfad verliert, Der »Und tos uich zu deinem himmel führt. Die nicht P7. Wohl mir, wenn ich den hang ö Iur sünde, All' böse lust in dieser welt, und aus lund jede lockung überwinde, Die macht, kindern, Udaß sünde mir gefällt; Dann bin ich reiz, Ihr kshon ein sieger hier, Werd' dort ge⸗ d glaubs, Mpiß gekrönt von dir. Wenn du8. Gieb du mir deines geistes stärke, t. Der du in schwachen mächtig bist, kerliches ueMir, der zu diesem großen werke hen, Die si Har oft zu schwach und sinnlich ist; nt, Aus galtaß mich, das böse zu verschmähn, Und selhhil Stes auf mein ewig kleinod sehn. Erkauft au 9. Laß, gott, schon in gesunden ta⸗ gen, Im geist, mich oft zum grabe ubt dir ugehn, Und stets bei freuden und bei t frei Ulplagen, Auf dich und jene zukunft sie dich tlsehn; Daß ich, stets meinen pflichten cht sollst Guten, Des höhern lebens fähig sey. tlich geld st der wel Mel. Wer weiß, wie nahe mir ꝛc. o gott, dih oder: Du weiser schöpfer ꝛc. se; R 19 8 eilt der letzte von den r entfert Ack 1.(E tagen, Die du hier lebst, r, mit fuhlh mensch, herbei. Erkauf die zeit! 1s größted lund statt zu klagen, Sie sey zu kurz, gebrauch sie treu; Nimm mit erkennt⸗ lchem gemüth Der nahen stunde 0 hahr; sie flieht. 2. Getäuscht von eiteln kleinigkei⸗ Uen Verlierst du deines lebens zweck, Higkettn en ms dein heil auf ferne zeiten, du nichn ud wirfst leichtsinnig jahre weg. ne mir! ist du, verwegner sterblicher! Des 18 20 uis hächsten augenblickes herr? aus„3. Ein ewig glück einst zu besitzen, well Solst du des kurzen lebens zeit, Als Heine saatzeit, weislich nützen, Und f Hun, was dir der herr gebeut. Er zu dem li ut dir menschenfreundlich zu: Sieh, aus ist noth! was säumest du? Dich blind er gar walg 191 4. Drum eil', errette deine seele, Und denke nicht: ein andermal. Sey wacker, bät' und überzähle Der men⸗ schen tage kleine zahl. Gesetzt, dein ende wär' auch fern: So wandle du doch vor dem herrn. 5. Ja, gott, mit jedem neuen mor⸗ gen Erwecke mich zu dieser pflicht. Denn dir, o herr! ist nichts verborgen, Ich bin vor deinem angesicht, Und, will, mich deiner huld zu freun, Mein leben gern der tugend weihn. 6. Erleucht' und stärke meine seele, Weil ohne dich sie nichts vermag. Du gönnst, daß ich mein heil erwähle, Aus gnaden mir noch diesen tag. Was ist nicht eine stunde werth, Die deine langmuth mir gewährt? 7. Wohl mir! wenn ich aus allen kräften Nach gottes beifall hier ge⸗ strebt; In gottgefälligen geschäften Die pilgertage durchgelebt, Und einst im glaüben sagen kann: Du nimmst mich, berr! zu ehren an. 8. Mein sprachlos flehn bei mei⸗ nem ende Vernimmst du herzenskün⸗ diger! In deine treuen vaterhände Befehl' ich meinen geist, o herr! Er schwingt sich über grab und welt Zu dir, wenn seine hütte fällt. Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. 6 err der zeit und ewig⸗ 420. H keit, Gieb doch, daß ich bis ans ende, So wie mir dein wort gebeut, Klüglich meine zeit ver⸗ wende: Die mir noch dein weiser rath Auf der welt beschieden hat. 2. Wie ein traum, so schnell ent⸗ fliehn Jahre, zeiten, tag und stun⸗ den, Das, womit wir uns bemühn, Ist mit ihnen nicht verschwunden. Der vergeltung ewigkeit Folgt auf diese arbeitszeit. 3. Gott, wie thöricht hab' ich schon Hier so manche meiner zeiten, Die bereits mir sind entflohn, Unter schnö⸗ den eitelkeiten, Und auf solche art verbracht, Die mich jetzt bekümmert macht! 4. Doch, erbarmend schenkst du mir Jetzt noch zeit und raum zur buße; Herr, ich komm', und falle dir Bit⸗ 192 Zweite Abtheilung. tend und beschämt zu fuße; Sey mir gnädig! sieh, mich reut Meine hier verlorne zeit. 5. Wiederbringen kann ich nicht, Was mir einmal ist verschwunden; Doch bin ich der zuversicht, Nütz' ich nur getreu die stunden, Die du mir noch ferner schenkst, Daß du gnädig mein gedenkst. 6. Lehre mich, die kurze frist, Die du mir hast zugemessen, So, wie es dein wille ist, Brauchen, und es nie vergessen: Hier nur sey die übungs⸗ zeit Zu dem glück der ewigkeit. 7. Säen muß ich hier mit fleiß Zu der erndte jenes lebens. O wie glücklich, daß ich weiß, Dies geschehe nicht vergebens. Ewig freut sich seiner saat, Wer hier treulich gutes that. 8. Gott, laß deinen guten geist Mich zu dieser weisheit führen, Und, wie es dein wort verheißt, Meinen wandel so regieren, Daß ich gutes hier ausstreu, Und mich dessen ewig freu. Mel. Ich hab' mein sach' gott ꝛe. ie flieht dahin der men⸗ 421. Wé schen zeit! Wie eilen wir zur ewigkeit! Wie mancher sinkt, eh' ers gedacht, Ins todes naäh! Mel. Er seele, nimm dies wohl in acht. 2. Dies leben ist gleich einem un 423. Gleich einem leichten wasserschaumsorgst scht alle seine herrlichkeit. Der suon hlinde he zeit Reißt schnell uns fort zur eih bangen st 3. Nur du, mein gott, du llh gott regie mir Das, was du bist; ich traukh erdich fül Es falle berg und hügel hin Hhlagen D bleibts gewinn, Wenn ich dein 2. Wer und lebend bin. wacht Ii 4. So lang' ich noch auf noch dein wohn', Erwecke mich, o gottezshl selbst ver Verborgen ist mein todestag! Aschon dei daß ich wach, Und wann er kum da aller bereit seyn mag. und sinn 5. Was hilft die welt in toderneh gott gege Was ehr' und reichthum nach g. Den tod? Bedenk's, o mensch, was Ein wun! du Dem schatten zu? Kein glied den glück giebt wahre ruh. meßne st 6. Das eitle schafft nur kurgen punderba Dir ist ein beßres gut bewußtli genau; 6 hin geht stets mein hauptbegien, Ran seit leibet mir. Herr jesu, mich ul l. Ist nach dir. hannt, D 7. Wie wird mir seyn, wennihsl schöpfer seh', Und froh zu deiner rechten iM ilen, d O mein erlöser! stärke mich, Daßuß j mit i ich Bis an mein ende liebe dihh mͤunft, hissen A 21) Von der Mel. In allen meinen thaten ꝛc. 50 HDir hab' ich mich ergeben, 4 2. D Mein gott, im ganzen leben, Im unglück wie im glück: Dir dank ich meine freuden; Dich preis' ich auch im leiden, Bis an den letzten augenblick. 2. Du bist's, der für mich wachte, Noch eh' ich war und dachte. Du hast mit treuer hand Mith huldvoll stets geleitet, Auch da mir glück be⸗ reitet, Wo ich nur schmerz und lei⸗ den fand. 3. Was helfen meine sorgen? Ist mir mein glück verborgen, So ist's doch dir, herr, nicht. Dir will ich mich empfehlen, Du weift, was meiner seelen Und meinem leibe hier gebricht. 4. Warum ich heute flehe, Das möchte, wenns geschähe, Schon mor⸗ Zufriedenheit. utr gern mich gereun. Nur einen tun guf Mit sa von allen Laß dir, o herr! gefth denke deir Zufrieden allezeit zu seyn. anders sq 5. Wenn ich verlassen scheine,in dich; 9 leiden zag' und weine, Was ulh dich; Und mein banges herz? Ach, hilf e alle morg besiegen! Es wünschet sich vergll 6. Kan Und was es wünscht, wird oftAthan, Di schmerz. bei der fi 6. Drum will ich kindlich schuehl dir zahle Zufrieden mich bezeigen, Mit Al sterne he was du giebst. Du kannst ung am meer verlassen, Die dir vertraun, I milli hassen; Weil du die frommen ee I. Go liebst. ie gröf 7. Nicht das, warum ich meine z Dein wille nur geschebe, Und du tbe, selig ist. Ich will dir ganz eh henn; Getrost und ruhig leben, W6 r der tod mein auge schließt, uf dei 21. Von der Mel. Ermuntre dich, mein schwacher ꝛc. 3 Di bist ein ehrist, was 42* 421 du dich, Rut orgst schon heut' für morgen? Nur Lündeheden quälen sich Mit tausend bangen sorgen. Dein vater lebt, dein gott regiert; Drum sey vergnügt, wie er dich führt. Willst du durch gram und agen Dir selbst dein glück versagen? 2. Wer hat gesorgt, wer hat ge⸗ wacht Im anfang deiner tage, Da noch dein leib in finstrer nacht Dir selbst verborgen lage? Wer hat da schon dein heil bedacht? Was thät da aller menschen macht, Da geist und sinn und leben Dir ward von gott gegeben? 3. Den leib schuf gottes weise hand, Ein wunder seiner werke; Gab jedem glied den rechten stand Und ange⸗ meßne stärke. Er fügte bei dem nur kunze bunderbau Ein glied ans andre ganz t bewußtl genau; Gab jedem seine kräfte, Und auptbegier, Ieen sein geschäfte. u, mich hall 4. Ist dir dein vorzug nicht be⸗ „huunt, Die hoheit deiner seele? Der yn, wennith ner rechten es nach in achtl einem in sserschaum Der strom rt zur 11 ott, du bll ich traut igel hinl ich dein ioch auf o gottesst destag! 0 ann er komn t in todesnn hum nach h nsch, was h 7Kein i shöyfer gab ihr den verstand, Und hilen, daß sie wähle. Sie schauet ia mit ihrem blick Auf heut', die zukunft, und zurück, Geschehenes zu 115 Auf das, was kommt, zu ießen. 5. Hat gott dich nicht von jugend guf Mit seiner macht getragen? Durch⸗ denke deinen lebenslauf, Kannst du es seyn. anders sagen? Du athmest seine luft issen scheint, Ain dich; Sein boden trägt und nähret e, Was nidicz Und seine gnad' und treue Wird Ach, hilf eiiale morgen neue. et sich vergell 6. Kannst du, was gott an dir ge⸗ „ wird osl ihan, Die wohlthat alle zählen? Fang' lei der frühsten kindheit an, Und wenn indlich schoehl ir zahlen fehlen, So zähle erst der gen, Mit Alstene heer, Und dazu auch den sand kannst uns am weer, Und nimm dann diese zahlen vertraun, gu millionen malen. ie ftommen I. Gott, ich kann überdenken nicht Die größe deiner güte; Drum setz' ich varum ich ih meine zuversicht, Mit ruhigem gemü⸗ ebe, Und thül the, Zu aller zeit, auf dich, den ir ganz eush hern; Du sorgest und du hilfst uns leben, M. Iun.d. Fch wil stets mit vertrauen, schließt. uf deine hülfe bauen. mich, Daß e liebe dih, Rur einen hu o herr gff Zufriedenheit. Mel. Wie groß ist des ꝛc. 424 u klagst, und fühlest * die beschwerden Des stands, in dem du mühsam lebst; Du strebest glücklicher zu werden, Und siehst, daß du vergebens strebst. Ja, klage! gott erlaubt die zähren; Doch denk' im klagen auch zurück. Ist denn das glück, das wir begehren, Für uns auch stets ein wahres glück? 2. Nie schenkt der stand, nie schenken güter Dem menschen die zufriedenheit, Die wahre ruhe der gemüther Ist tugend und genügsamkeit. Genieße, was dir gott beschieden, Entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder stand hat seinen frieden, Ein jeder stand auch seine last. 3. Gott ist der herr, und seinen segen Vertheilt er stets mit weiser hand; Nicht so, wie wirs zu wün⸗ schen pflegen, Dich so, wie ers uns heilsam fand. Willst du zu denken dich erkühnen, Daß seine liebe dich vergißt? Er giebt uns mehr, als wir verdienen, Und niemals, was uns schädlich ist. I. Verzehre nicht des lebens kräfte In träger unzufriedenheit; Besorge deines stands geschäfte, Und nütze deine lebenszeit. Bei pflicht und fleiß sich gott ergeben, Ein ewig glück in hoff⸗ nung sehn; Dies ist der weg zu rüh und leben. Herr, lehre diesen weg mich gehn! Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott? wer ꝛe. 425 ott kann allein das beste D. für uns wählen. Wie thöricht handeln unzufriedne seelen! Sie quälen sich und machen ihren herzen Vergeblich schmerzen. 2. Was helfen uns die ängstlich bangen sorgen Für den noch ungewissen andern morgen? Der uns doch, daß wir uns umsonst gegrämet, Schon oft beschämet. 3. Es ist umsonst: wir werdens nicht erzwingen, Wenn wir auch nächte durch mit kummer ringen, Und tag vor tag mit ängstlichen geschäften 193 Den leib entkräften. 13 19⁴ 4. Mein glück beruht, o gott! auf deinem segen. Vertrau ich dir und geh auf deinen wegen, So wirst du mir, auch ohne sorg' und kränken, Was gut ist, schenken. 5. Bin ich getreu mit dem ver⸗ liehnen pfunde, Und harr' ich nur der rechten segensstunde; So kommt sie, und dann werden meine thaten Zum glück gerathen. 6. Drum fördre selbst die werke meiner hände. Gesegnet sey der an⸗ fang und das ende! Gieb guten rath, damit, was ich vollbringe, Mir wohl gelinge. 7. Hilf mir mit treue meine pflicht erfüllen; Und dann mein herz mit froher hoffnung stillen. Sollt' ich mit dem, was du, herr, mir beschieden, Nicht seyn zufrieden? 8. Kann ich den leib nicht so, wie andre laben, So gieh mir nur zufrie⸗ denheit, und gaben, Die mehr, als alles irdische erquicken, Und stets be⸗ glücken. 2²) Von der Geduld. Mel. Was gott thut, das ist ꝛc. ie bahn ist rauh, auf 427. D der ich hier Nach meiner heimath eile. Wie viel gefahr seh' ich vor mir! Wie droht sie meinem heile! Gott, wärst du nicht Mein trost und licht, Mein heil in finstern tagen, So müßt ich längst verzagen. 2. Vor dir darf ich mein traurig herz, Erbarmer, nicht verhehlen; Darf meinen kummer, meinen schmerz Ver⸗ traulich dir erzählen; Dann schaffest du Mir trost und ruh Aus deiner segensfülle; Und meine seel' ist stille. du mich, Daß ich, der mensch i men In 3. Du lehrest mich den hohen werth Der trübsal, die ich leide; Daß sie mich dir vertrauen lehrt, Mich führt zu wahrer freude. Ich würde dein Mich minder freun, Nur dieser welt begeh⸗ ren, Wenn keine leiden wären. 4. Dein wort giebt mir die zuver⸗ sicht Du sorgst für meine tage, Dein auge schläft und schlummert nicht, Du Zweite Abtheilung. „Dann werd' ich auch, og M mit allen frommen Zu dem gewil Wan umnch, d kommen; Dann mein wunsch, den irdisch gut nie sl r Völlig erfüllet. 9050 Mel. Wer nur den lieben gott zu 10on Ich bin mit deiner h 9 180 426. zufrieden, O hern, un dem, was du zum heil An glüchi m leiden mir beschieden: Dein weisten liebe, hofffnun 3. M sucht stets mein heil; Ob er 00 wunderbar oft scheint, Doch weiß daß er's treulich meint. 2. Du weißt allein, wodurch erden Mein glück und wohlfahnn und für Muß fester und vollkomm werden: Dies zeiget deine weishelm Drum bin ich ruhig und vesgn Mit allem, was dein rath, herr, si 3. Wird mir die freudensonne sh nen, So dank ich's fröhlich deinerhl Muß aber ich in trübsal weinen, nehm' ich's auch an mit geduld. d das, was deine weisheit thut, Mah ewig recht und gut. das wor hfind' er zu trete heten, 1 ö shte zu So heser üb gen. J Und ihre keine kra 6, Ch hörest meine klage; Du krönst n 10— einst, Wenn du erscheinst, In dein ucht, ge heiligthume Mit wonne, prais Aidich bet ruhme. ihm ver 5. O, dann wird alle traumish 7. Aus meiner hrust verschwinden Auund jef gessen werd' ich ganz mein lid: urch'g nur dein heil empfinden. Mein i. impfang gesang, Voll preis uns dank, Mgen Und dir zum wohlgefallen, Durch dih 10 + himmel schallen. Die si. 6. Mich, den vollendeten, darf hu und wi Nicht mehr die sünd' entweihen Msimme unschuld steh' ich angethan In dent grimme klärten reihen. Und ewiglich Erse 9, G erde, Gleich deinen engeln werdel fand i6 7. Drum will ich dieses lü iennen schmerz, Mein gott, geduldig trash femen, Beruhigen soll sich mein herz, ů 10. mehr voll unmuth klagen. Du gott of bereit, Zur rechten zeit, O ah diefe 10 von allem bösen Mich hemlich M Macht erlösen! mit d dum Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. em gemt u fühlst, o christ! das Dann 10 428. leiden, Daß nun der gut niesll geist der freuden Von dir gewichen ist. Du rufst: herr, wie so lange; Gott schweigt, und dir wird bange, Daß du von gott verlassen bist. 2. Ist meine sünd' vergeben(Klagst du) und heil und leben Durch christum mir verschafft Warum fühl' ich die liebe, Und seines geistes triebe, Und hoffnung nicht in voller kraft? 3. Mühselig und beladen Hör' ich 1005 das wort der gnaden, Und ich em⸗ „wodunch pfnd' es nicht; Bin träg', vor gott „Wotlfaht hin treten, Und kann nicht freudig d volltommi heten, Und fühle keine zuversicht. me weishein 4. Mir, der ich feinen willen Treu und bapnsuͤchte zu erfüllen, War sonst sein wort ath, hen gewiß. Jetzt kann ichs nicht recht Idensonne asen; Sein licht will mich verlassen. lich detnerhu huich decket gleichsam finsterniß. sal weinen J. 5. Sonst konnte ich die fünden Weit it gedulh A hifer überwinden, und ich bestritt sie rit thut, Mil gun. Jetzt ist die sünd' geschäftig, Ind ihre reizung heftig. Ich fühle kine kraft vom herrn. 6. Christ, fasse muth! die schmer⸗ zn Sind zeugen bess'rer herzen, Als d das deine scheint. Wünsch'st du nucht, gott zu lieben, Wie kannst du un reint. Du bist gewiß mit ihm vereint. alle traumhh 7. Vermagst du gott zu kennen, schwinden; Aund jesum herrn zu nennen, Als nur mein liid: U wurch gottes geist? Den hast du ja den. Mein lhempfangen; Er ist's, der gott verlan⸗ ns dank, Af gen Und seine gnad' dich suchen heißt. „Durch 8. Trau gott! er wohnt bei denen, Die sich nach hülfe sehnen; Er kennt deten, darfdes und tuil dein glück. Er höret deine entweihen! Afipme Und schweigt, doch nie im han In deuth grimme, Nur einen kleinen augenblick. wiglich Giseh 9. Gott ließ schon manchen from⸗ der mensch Hmen In dies gedränge kommen, Und ngeln werdel sand ihm dennoch bei. Du sollst di diesz Uhlanen lemen, o dic üben gott un, it deiner h. „F O hert, An glückn ein weisern b er gl Doch wesß. Du krönst u inst, In dehh nne, preis i zeduldig nasl semen, Und sehn, was gottes gnade sey. ein herze 10. Die sicherheit zu hindern, Schickt agen. Du! gutt oft seinen kindern, Auch dir jetzt, zeit, O Mese last. Er reinigt dich im feuer, herlich Racht dir dein heil jetzt theuer, Da⸗ mit du haltest, was du hast. lich 22. Von der Geduld. ch besten dienen müssen. Unnen lernen, Von hochmuth dich ent⸗ 19⁵ 11. Es jammert gott der sünder, Wie väter ihre kinder, Wenn sie ihn kindlich scheun. Er läßt sich gnädig finden, Und schuld und straf' der sün⸗ den Von ihnen weit entfernet seyn. 12. Zwar ist dir jetzo bange, Denn züchtigung, so lange Sie da ist, scheint uns hart; Doch nachmals wird sie geben Friedsame frucht und leben Dem, der durch sie geübet ward. 13. Fahr' betend fort zu wachen. Stark ist gott in den schwachen, Und gütig für und für. Sein ausspruch kann nicht trügen! Er heißt: laß dir genügen An meiner gnad'; ich helfe dir. 14. Du willst in diesen nöthen Mich, herr, also nicht tödten: Drum harr' ich ferner dein. Du wirst mich, den er⸗ lösten, Einst schon noch völlig trösten, Da werd' ich dein mich ewig freun. Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott? ꝛc. 429 in herz, o gott, in leid * und kreuz nem bente Das bin ich dir, gott, meinem heile schuldig. Laß mich die pflicht, die wir so oft vergessen, Doch recht ermessen. 2. Bin ich nicht staub, wie alle meine väter? Bin ich vor dir, herr, nicht ein übertreter? Thu ich zu viel, wenn ich die schweren tage Standhaft ertrage? 3. Wie oft, o gott, wenn wir das böse dulden, Erdulden wir nur unsrer thorheit schulden, Und nennen lohn, den wir verdient bekommen, Trübsal der frommen! 4. Doch selbst, o gott, in strafen unsrer sünden Läßt du den weg zu unserm heil uns finden, Wenn wir sie uns, die missethat zu hassen, Er⸗ wecken lassen. 5. Streb' ich nur nach dem frieden im gewissen, Wird alles mir zum „Du, herr, regierst und stets gewährt dein wille Gutes die fülle. 6. Ich bin ein gast und pilger auf der erden, Nicht hier, erst dort soll ich ganz glücklich werden; Und was sind gegen euch, ihr ew'gen freuden, Dieser zeit leiden? 13* 196 Zweite Abtheilung. 7. Wenn ich nur nicht mein elend 5. Wenn ich in christo sterbe, selbst verschulde, Wenn ich als mensch, ich des himmels erbe; Was Gataß 10 als ehrist, hier leidd und dulde; So mich grab und tod? Auch auf dih Danen kann ich mich der hülfe der erlösten des pfade Vertrau ich deiner gu⸗ lebst, 2 Sicher getrösten. Dus, herr, bist bei mir in der mu l 8. Ich bin ein mensch, und leiden 6. Ich will dem kummer wihh 10 müssen kränken; Doch in der noth an Dich durch geduld verehren, seinen schöpfer denken Und ihm ver⸗ glauben zu dir flehn; Ich will 23 traun, dies stärket unsre herzen Mit⸗ tod bedenken, Du, herr, wirst 43² ten in schmerzen. lenken, Und was mir gut ist,! 9. Schau über dich: wer trägt der geschehn. nem hei himmel heere? Merk auf! wer spricht: mir meit bis hieher! zu dem meere? Ist er nicht Mel. In dich hab' ich gehoffet u.so trauri auch dein helfer und berather, Ewig eh, seele! stark und Vas go dein vater? ö 43* S verzagt, Wenn un vie gna 10. Willst du so viel, als der all⸗ dich ein kummer plagt. Befiell 2. Se weise, wissen? Jetzt weißt du nicht, warum du leiden müssen; Allein du wirst, was seine wege waren, Nach⸗ mals erfahren. 11. Er züchtigt uns, damit wir zu ihm nahen, Die heiligung des geistes zu empfahen, Und mit dem trost der hülfe, die wir merken, Andre zu stärken. 12. Das kreuz, o gott! wirkt weis⸗ heit und erfahrung, Und diese giebt dem glauben muth und nahrung. Drum stehe ich in meinem glauben feste; Gott thut das beste! Mel. In allen meinen thaten ꝛc. Ich hab' in guten stun⸗ 430. den Des lebens glück empfunden, Und freuden ohne zahl! So will ich denn gelassen Mich auch im leiden fassen, Versüßen durch ge⸗ duld die qual. 2. Ja, herr, ich bin ein sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der mensch verdient. Sollt' ich, be⸗ schwert mit schulden, Kein zeitlich weh erdulden, Das doch zu meinem besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Und weder ruh' noch leben Mehr lieben, als den herrn. Dir, gott, will ich ver⸗ trauen, Und nicht auf menschen bauen; Du hilfst und du errettest gern. 4. Laß mich nur gnade finden, Mich alle meine sünden Erkennen und be⸗ reun. Jetzt hat mein geist noch kräfte; Mein heil laß sein geschäfte, Dein wort mein trost und führer seyn. deine sachen. In aller pein Ma sehn, e allein Auf ihn; er wirds wohl mt Und nie 2. Kein leiden kommt von ahn Dasselbe fähr; Die hand des böchsten ut, If es her; Sein rath hats so eih thre, W Drum sey nur still! Was dein 3. Se will, Laß immer gern 9970 sucht, 3. Erweckt dir gleich das Was güt pein, So solls dir doch nicht sha vohl du seyn; Gott kann sein kind nicht hnz dei herz Wer ihn recht liebt, Sich 10 sei hon giebt, Den wird er nicht venlat ohuben I. Wie lange wäbrt der frunng 4. I leid? Richt ewig, herr! mi zeit. Nach überstandnem leide! quickest du Ihr herz mit ruh, einst mit ew'ger freude, r mi 5. Drum hab', o' seelel g lehen, muth; Vertraue gott! es wind. G. gut Nach aller trübsal werden.“ ziehet dich Durch kreuz zu sich himmel von der erden. 6. Gott ist dein gott! er is Hüh runder Und stehet dir als vater bei Jue hat m noth auf erden. Der leiden heer x und wo nie zu schwer Durch ihn dem ahh alas werden. 0 B0l 7. Es haben ja zu aller zahN dald heiligen in traurigkeit Hier oseh d wandeln müssen. Warum ailf 5 Hier nur von ruh, Und nichthg ihs trübsal wissen? ö x 8. O bet' und sieh auf deineh In aller deiner angst und nolhl wie er will, es gehen. Sein uul 13r gut; Behalte muth! Gott wiideH Ke einst erhöhen. fall, dräut, Der mi in seine D 22. Von der Geduld. 197 9. Der du ein gott des trostes bist,‚ der mich nicht hassen kann, Voll dank Laß jeden, der hier traurig ist, Doch und voll vertrauen an. 4— deinen trost empfinden. Hilf, den du 2. Du, der du selbst die weisheit sto sterbe, Was 0 uch auf di 14 guhl liebt, Durch trübsal übst, Den un⸗ bist, Du kennest, was mir heilsam „in der ni muth überwinden. ist: Nur du siehst, was mir jedes ümmer wehn leid Für heil bringt in der ewigkeit. 3.0 l Nel. Was gott thut, das ist ꝛc. 3. 12— alles dunkel um 091 Bit ö 2.— Die seele müd' und freudenleer, Bif err, wirstg 432. Fen 1 aeie icht daß, was du doch meine zuversicht, Bist in der r gut ist, mir geschieht, Zu meir nacht, o gott, mein licht. nem heil mir diene. Gut ist, was mir mein gott beschied, Wenns noch so traurig schiene. Höchst heilsam ist, stark und.Bas gott beschließt. Allweisheit, so t, Wenn iih vie gnade, Sind alle seine pfade. t. Beffell 2. Schon hat, seit erd' und himmel er pein Vu tehn, Sein herrlich reich gewähret, ds wohl un Und niemals hat noch ein versehn mt von on Dasselbe je entehret. Nein! was er 6 böchsten hhut, Ist alles gut, Ist seines namens ats so ensihre, Wenns noch so dunkel wäre. Was deln: 3. Sehr herbe zwar, doch reich an ch gehoffet u Kleich das 4 Vas güte selbst umsonst versucht, Ist ch nicht shuß vohl durch sie gelungen; Oft wird kind nichthß dos herz, Durch ihren schmerz, Recht Sich in stei bon den gebrechen, Die leicht den nicht verlaßn dauben schwächen. 4½½. ibrt der fron 1. Ich weiß, was auch für trübsal herr! um idräut, Daß er doch meiner schone, wnem liide Der mich zu seiner herrlichkeit Berief 3 mit rub, Hin seinem sohne. Wie könnte der, der mich so sehr Hienieden wollen leben, Zum schaden mich betrüben? 5. Gott, führe denn mich, wie du hillst, Dir bleib' ich stets ergeben. Benn du dich schon in dunkel hüllst, au 10—— niemals beben. So Wer ist gil bunderbar Der weg auch war, So mier bei A hat mich doch geführet Dein rath, leiden herr Aund wohl regieret. Rihn dem ahn 6. Zwar schien der weg, den ich erlas, Mir besser: doch ich fehlte. Bald pries ich selbst dich über das, Was erst mein herz nicht wählte; Drum fass' ich muth. Ja, es ist gut, er kreuzpfad, den ich gehe, Wenn sh's schon nicht verstehe. Mel. Wenn wir in höchsten ꝛc. 433 Ven dir, o vater, nimmt * mein herz Glück, un⸗ fall, freuden oder schmerz, Von dir, de, o seele! g tt! es wird! osal werden. reuz zu sich en. SEE zu aller zii keit Hier osh Warum will Und nichthn h auf deineh st und nothHa n. Sein ul Gott wird I„ Si Ichti en n geschehen fucht, Sind gottes züchtigungen. schauest du Denn meinem elend ru⸗ 4. Verzage, herz, verzage nie! Gott legt die last auf, gott kennt ste. Er weiß den kummer, der dich quält, Und geben kann er, was dir fehlt. 5. Wie oft, herr, weint' ich, und wie oft Half deine hand mir unver⸗ hofft! Oft jammert' ich untröstbar heut, Und morgen ward ich schon erfreut. 6. Oft sah ich keinen ausgang mehr; Dann weint' ich laut und klagte sehr: Wo bist du, gott? wie? hig zu? 7. Dann hörtest du, o herr, mein flehn, Und eiltest, bald mir beizu⸗ stehn, Du öffnetest mein auge mir: Ich sah mein glück und dankte dir. 8. Sagts alle, die gott je geprüft, Die ihr! zu ihm um hülfe rieft; Sagts, fromme, ob er das gebät Geduldig leidender verschmäht? 9. Die stunde kommt früh oder spät, Wo dank und freud' aus leid entsteht; Wo pein, die stunden nur gewährt, In freudenjahre sich verkehrt. 10. Du erntest deiner leiden lohn Vielleicht in diesem leben schon; Viel⸗ leicht daß, eh' du ausgeweint, Dir gott mit seiner hülf' erscheint. 11. Schau deinen heiland glaubig an; Wenn niemand dich erquicken kann, So schütte du in seinen schooß Dein herz aus; seine huld ist groß. 12. Einst hat er auch, der menschen⸗ freund, Im thränenthale hier geweint. Auf deine thränen giebt er acht, Und dir zu helfen hat er macht. 13. Ja, gott, du hilfst, ich zweifle nicht; Denn jesus, mein erbarmer, spricht: Folg' treulich mir, ich rette Ruih⸗ Seh frohen muthes, glaub' an mich. 198 Zweite Abtheilung. Bekannte Melodie. arum betrübst du dich, 434. Wé mein herz, Und quä⸗ lest dich mit bangem schmerz, Blos um ein zeitlich gut? Vertraue dem nur, der die welt Erschaffen hat, und noch erhält. 2. Dich lassen will und kann er nicht; Auch weiß er wohl, was dir ebricht, Die ganze welt ist sein. Er ist dein vater und dein gott, Und hilft dir gern in aller noth. 3. Weil du nun, gott, mein vater bist, So weiß ich, daß mich nie ver⸗ gißt Dein väterliches herz; Ich, staub und asche, habe hier Ja keinen trost, als nur bei dir. 4. Ach gott, so reich bist du noch heut, Als du es warst von ewigkeit; Zu dir steht mein vertraun. Mach' mich an meiner seele reich, So gilt mir alles andre gleich. 5. Mir mangelt reichthum, ruhm und pracht; Wenn jesus mich nur selig macht, So bin ich reich genug. Der erde glück währt kurze zeit, Und schenkt mir nicht die seligkeit. 6. Dir, jesu, gottes sohn, sey preis, Daß ich aus deinem worte weiß, Was ewig selig macht; Gieb, daß ich, nun auch fest und treu Im glauben und im guten sey. 7. Lob, ehr' und preis sey dir gebracht, Daß du es immer wohl gemacht! Du bist höchst weis' und gut; Das zeigst du uns in jeder zeit, Und noch mehr in der ewigkeit. Mel. Fröhlich soll mein herze ꝛc. 3* arum sollt' ich mich 435. Wĩ denn grämen? Hab' ich doch Jesum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den him⸗ mel rauben, Den mir schon Gottes sohn Beigelegt im glauben. 2. Arm und blos kam ich ins leben, Da es mir Ward von dir, Herr, zuerst gegeben; Nichts nehm' ich auch von der erde, Wenn ich sie Nach viel müh', Einst verlassen werde. 3. Was ich hab', leib, seel' und leben, Ist nicht mein; Gott allein Hat es mir gegeben. Soll ich es ihm wieder geben, Nehm' ers hin; Mein geyh ihm au Bleibt ein ewigs leben. Der in 4. Schickt er mir ein kreuz zu herhalten gen, Dringt herein Angst und u 2. W Sollt' ich drum verzagen? Deres shl gethan, der wird's auch wenden; Er weiß ui trügen; Wie er soll All' mein unglück end bahn, T 5. Gott hat mich bei guten iin seiner h Oft ergötzt, Sollt' ich jetzt Nicht a wird me etwas tragen? Liebt er mich doch dul in seiner nicht minder. Nie zu schwer Züch! 3. W er Seine treuen kinder. gethan, 6. Stolz, haß, neid und ihre un Zu Können mir Nichts mehr hier An kann, 3 als meiner spotten. Laß sie spolh Denn f laß sie lachen! Gott, mein heil, Drum u in eil' Sie zu schanden machen, seiner gi 7. Unverzagt und ohne grauen 4. Wé ein ehrist, Wo er ist, Stets sichih gelhan, sen schauen. Was sollt' er zu schh Der mir lich finden? Auch den tod Hilst i Ihm wi gott Freudig überwinden. und leid 8. Denn er kann den leib nurs es gewiß ten: Und dann reißt Er den uns mei! Aus viel tausend nöthen;. 5. Wo dieses lebens leiden, Und giebhet 19479— Einst dafür Dauerhafte freuden, ke, Se 9. Dann wird sich an bessern shißh au, Un Geist und herz Auf den schmerz E Weil er lich ergötzen. Hier ist kein recht füßem tr zu finden; Was die welt In sich il ale sch Muß wie rauch verschwinden. b. W. 10. Was sind dieser erden 30 gethan, Unbestand, Eitler tand, Lasien Auch, gemüther. Dort, dort sind die b uh E blut, Mir zu gut, In den t 12. Du bist mein, wei fasse, Und dich nicht, Aus dem herzen lasse. 46 mich hingelangen, Wo du mich, ich dich Ewig werd' umfangen. 12 2 Bekannte Melodie. W as gott thut, du kil, 436. Wé wohlgethan, U udth und bleibt sein wille. Er nimmi, 910. 3 stets der seinen an; Dirum hi 92 —— Mein 9a n kreuz zu ngst und ph den leib mur öthen; Ehh Und giebhe fte freuden n bessern sch n schmerz E ist kein richt velt In sich hwinden. ser er and, rt sind die chl t, Christus, umfangen. Melodie. gott thut, du hlgethan, Gut e. heu, Mir stets mit rath und hülfe bei. erhalten; Drum laß ich ihn nur walten. 99 Muß ich gleich bittres schmek⸗ Wal er zuletzt Mich doch ergötzt Mit sßem trost im herzen; Da weichen alle schmerzen. den gihh gethan, Darauf will ich stets bauen; Lasten Auch, wann er will, die todesbahn Betteten ohne grauen: Denn da wird mich Gott väterlich In seinen armen halten! Drum laß ich ihn nur walten. 437 as ist mein leben auf * 2. Was gott thut, das ist wohl⸗ in, So nehm' ich's doch geduldig 6. Was gott thut, das ist wohl⸗ 22. Von der Geduld. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. oder: Du weiser schöpfer ꝛc. 199 3. Du stärkst mir unter aller plage, O gott, auf mein gebät, den muth, Daß ich gelassen sie ertrage, Und machst zuletzt doch alles gut. Auf kummer folgt zufriedner dank, Auf klagen froher lobgesang. 4. Was bist du denn, o meine seele! In deiner noth so kummervoll? Du weißt ja wohl, daß gott nur wähle, Was dir zum besten dienen soll. Einst dankst du ihm nach der gefahr, Daß er dein gott und retter war. 5. Er wird es seyn; ruf in gefah⸗ ren Ihn, als den besten helfer, an. Er weiß dich mächtig zu bewahren, Und da, wo niemand helfen kann, Fehlt ihm die kraft zum helfen nicht. Dies stärke deine zudersicht. 6. Empfehl' dich seiner vaterpflege; Hoff und vertrau ihm allezeit. Auch auf dem allerrauhsten wege Sieh fröh⸗ lich hin zur ewigkeit, Da wirst du, frei von aller pein, Ganz selig, ganz zufrieden seyn. 7. So laß mich, gott, stets dahin schauen, Und dann mit starkem muth auf dich, Auch in der größten noth ver⸗ trauen. Du bist bei mir; das stärke mich. Wer dessen stets versichert ist, Der lebt und stirbt getrost als christ. Mel. In allen meinen Thaten. — as ist's, daß ich mich 438. quäle? Harr' gottes, meine seele, Harr', und sey unver⸗ zagt! Du weißt nicht, was dir nützet! Gott weiß es, und gott schützet; Er schützet den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine tage, Mein glück und meine plage, Eh' ich die welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, der erde? Eimwechsel ichFists von lust und leid. Hier stört oft Munruh und beschwerde Die sanfteste ufriedenheit. Hier wohn' ich noch in inner welt, Die kein vollkommnes glück enthält. 2. Weß soll ich mich, o herr, denn kbsten? Nur deiner huld, du bist mein heil, Und bleibst, wenn auch die noth am größten, Doch meines herzens trost und theil, Und stehst, nach deiner vater⸗ Eh' ich ihn vater nannte, War er mir schon mit hülfe nah. 3. Die kleinste meiner sorgen Ist dem gott nicht verborgen, Der alles sieht und hält; Und was er mir beschie⸗ den, Das dient zu meinem frieden, Wär's auch die größte last der welt. 4. Ich lebe nicht auf erden, Ganz glücklich hier zu werden; Die lust der welt vergeht. Ich soll mein glück hier gründen, Um dort ein heil zu finden, Das ewig, wie mein geist, besteht. Zweite Abtheilung. 5. Was dieses glück vermehret, 3. Du wendest solche bürden, 8. Sey mir von dir gewähret; Gott! uns erdrücken würden, Gott! guc Alle dir du gewährst es gern. Was dieses von uns ab. glück verletzet, Wenns alle welt auch plagen Auch auf die kraft zu t schätzet, Sey von mir jetzt und ewig Die deine hand uns selber gab, fern. 4. Dein väterlich bemühen 6. Sind auch der krankheit plagen, uns, als kinder, ziehen, Zu h Der mangel schwer zu tragen, Noch was dir gefällt; Will eignen h Mel schwerer haß und spott: So harr' brechen, Bie macht der Sünde sch 41 ich doch in stille; Benn nicht mein chen, Und uns entwöhnen von dertz 4. eigner wille, Dein wille nur gescheh', 5. Es sind nur liebesschläge, A. menschen o gott! 0 dein fein 7. Du bist der müden stärke, Und voller huld. Du willst den eifernn begegnest aller deiner werke Erbarmst du ewig ren, Gehorsam dich zu ehren dir, Und dich. Was kann mir wiederfahrenz glauben, hoffnung und geduld. hier, W Wenn du mich willst bewahren? Und 6. Was will uns, herr, auch sh du, mein gott, bewahrest mich. den Von dir, und jenen freudeh, A ssch nicht du für uns ersehn? Wir lebeug nenschen In voriger Melodie. ů 2. De 439 Will mich, o gott! hie⸗ Doch einst der himmel offen sͤhn War für 9— nieden Des lebens last 7. Zu jenem bessern leben A een lieb' ermüden, So stärke meinen geist. du auch mich erheben; Der 0 deinen w Wenn mich die leiden kränken, So mein gewinn. Muß gleich meil hohlthun laß mich wohl bedenken: Auch das verwesen, Wird doch mein geistga und jeden sey gut, was trübsal heißt. sen; Er eilt zu seligkeiten hin. Du übern 2. Nicht ewig soll sie währen; Oft 8. O drücke meinem herzen Y dom verd. werden unsre zähren Auch hier schon allen seinen schmerzen, Dies dochnm zun heil abgewischt; Und seufzen wir: wie tiefste ein: Es kann der, de 3, Auch lange Ist unsrer seelen bange? So liebet, Auch wenn er wird beni ihron, wird das herz mit trost erfrischt. Doch niemals unglückselig sehn, Runde — eund der 2 den dei 23) Von der Liebe des Naͤchsten. ces du Mel. Jesus, meine zuversicht ꝛc. beherrschen lassen? Wer kein sinh Du hörst 440 Alen menschen und auch des nächsten ist, Ist fürwahr KHbrauchest mir Hat der herr dies mensch, kein ehrist. auszubrei vorgeschrieben: Euern nächsten sollet 5. Was wir auch aus gottes ed 4. Ola ihr, Als euch selbst, von herzen lie⸗Zum voraus vor andern haben: HMauf dein ben! Christen, was gott hier gebeut, sehn, reichthum, hoher stand, Lühh mit lust u Sey uns heilig allezeit. kräfte, geistesgaben, Alles dies ki zustehen; 2. Wir sind bürger einer welt, uns nicht Von der menschenliebept sehn, Mia Kinder eines vaters, brüder, Die er 6. Selbst der gaben untass Mit wein huldreich all' erhält; Alle eines leibes Dient zum allgemeinen besten, A der mir glieder, Die sein weiser allmachtsruf nur jeder sich bemüht, Von dem lichkeit, a All' zum ew'gen glück erschuf. sten bis zum größten, Andenn zu hersag 3. Eine sterbliche natur Hat er nicht sich allein, Nützlich, wie ei k des Laß jedermann gegeben, Und auch eine zu seyn.„Veesnäch hoffnung nur, Hoffnung auf ein 7. Darum gieb uns, gott, ein i muth, mit beßres leben; Wenn wir hier in dieser Voll von wahrer menschenliehe ihn erwech welt Redlich thun, was ihm gefällt. an andrer freud' und schmer Wh Uil S˙ 4. Und wir sollten uns entzwein? nehm', und gern das übe, Wihh 10 5 Aieblos uns einander hassen? Und, zu liebe pflicht begehrt, Wie seet Mñ, 9 115 unsrer eignen pein, Stolz und neid dein sohn erklärt.„Auf — bürden, 3 Gottl 8. Laß uns, großer menschenfreund! ott! guch Ale dir recht ähnlich werden, Daß st bet um wir, bier mit dir vereint, Näch voll⸗ aft zu tim brachtem lauf auf erden, Einst auch lber gab. ewig bei dir seyn, Deiner lieb' uns bemühen A ganz zu freun. en, Zu t 657 ö eignen 0 Mel. Ein lämmlein geht und ꝛe. Sünde sch 441 Jer du die liebe selber n von dertz* bist, Und gern die schläge, U menschen segnest, Ja selbst dem, der Boll gnad') den eifer n zu ehren dein feind noch ist, Mit freundlichkeit begegnest: O bilde meinen sinn nach dir, Und laß mich doch, mein heiland, d geduld. hier, Wie du gewandelt, wandeln! err, auch sh die können keine ehristen seyn, Die n freuden, Assch nicht andrer wohlfahrt freun, Und Wir lebeneh menschenfeindlich handeln. „deinen ahl 2. Dein leben in der sterblichkeit lSoffen stehn Bar für die menschen segen; Dir folg⸗ en leben Mh len lieb' und freundlichkeit Auf allen n; Der l deinen wegen. Wohin du gingst, ging gleich meinll vohlthun mit; Dein wort, dein werk, nein geist zl uud jeden schritt Begleitete erbarmen; iten hin. Du übernahmst die schwerste pein, Uns em herzen dom verderben zu befrein, Und starbst Dies doch zum heil uns armen. der, dei. g. Auch jetzt noch, auf der himmel wird beinh thron, Bist du das heil der sünder; selig sehn. Nuch da bleibst du, o gottes sohn, Ein freund der menschenkinder. Du schaffst den deinen wahre ruh, Und die verirrten suchest du Auf rechten weg zu leiten; Ber kein sun Du hörst der seufzenden gebät, Und fürwaht V hrauchest deine majestät, Nur segen auszubreiten. lus gottes 4. Olaß in meiner pilgerschaft Mich In habent Mauf dein vorbild sehen! Erfülle mich stand, Leh mit lust und kraft, Dem nächsten bei⸗ les dies bish zustehen; Betrübter herzen trost zu chenliebepfth sehn, Mich mit den fröhlichen zu freun, en unteull Mit weinenden zu klagen, Und dem, i besten, A der mir sein herz vertraut, Die red⸗ Von demil lichkeit, auf die er baut, Nicht treulos „Andern zu versagen. ih, wie er kn 5. Laß mich mit hrüderlicher huld ö Des nächsten fehler decken; Durch sanft⸗ gott, eihtl nuth, mitleid und geduld Zur beßrung enliebe,hn erwecken; Und sündiget er gegen 501„ Rul mich, So freue meine seele sich, Ihm übe, 23. Von der Liebe des Nächsten. 201 Mel. O gott, du frommer gott. 46 ieb mir, o gott! ein 442. G herz, Das jeden men⸗ schen liebet; Bei seinem wohl sich freut, Bei seiner noth betrübet; Ein herz, das eigennutz Und neid und härte flieht, Und sich um andrer glück, Wie um sein glück bemüht. 2. Seh' ich den dürftigen, So laß mich liebreich eilen, Von dem, was du mir giebst, Ihm willig mitzutheilen! Nicht aus dem eiteln trieb, Groß vor der welt zu seyn, Und mich verehrt zu sehn; Nein, menschen zu erfreun. 3. Dies sey mir gottesdienst: Auch, unbemerkt von ihnen, Den nebenmen⸗ schen gern Mit rath und that zu dienen. Mich treibe nicht erst dank Zu milder wohltbat an; Nein! was ich andern thu, Das sey dir, gott, gethan. 4. Ein trunk, mit dem mein dienst Dem durstigen begegnet; Ein blick voll trost, mit dem Mein herz bedrängte segnet; Ein rath, mit dem mein mund Im kummer andre stärkt; Nichts bleibt, so klein es ist, Von dir, herr, unbemerkt. 5. Eilt wo ein boshaft herz, Unfrie⸗ den anzurichten; So laß mich sorgsam seyn, Der brüder zwist zu schlichten. Aus schmähsucht störe nie Mein mund des nächsten ruh; Er rühme sein ver⸗ dienst, Deck seine fehler zu. 6. Die rach' ist dein, o gott! Du sprichst: ich will vergelten. Drum laß mich stille seyn, Wenn menschen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem ver⸗ zeib, Der mir zu schaden gucht; Den liebe, der mich haßt: Den segne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein Auf zeitlich wohlergehen Mit eingeschränk⸗ tem blick, Bei meinem nächsten sehen. Noch stärker müsse mich Sein ewig glück erfreun; Noch mehr sein seelenheil Mir angelegen seyn. 8. Den, der im glauben wankt, Zu leiten und zu stärken; Den, der noch sicher ist Bei seinen bösen werken, Von der verkehrten bahn Des lasters abzuziehn: Dazu verleih' mir kraft, Und segne mein bemühn. WoI N hilig vergeben; So werd' ich dich, Wie sseil her jesu christ, Der du die liebe selber is, Auf's würdigste erheben. 9. O heilige du selbst, Herr, mei⸗ ner seelen triehe, Durch deine lieb' und 20² furcht, Zu wahrer menschenliebe. Wer nicht den nächsten liebt, Geht nicht zum himmel ein. Laß diese wahrheit, gott, Mir stets vor augen seyn. Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛc. 443 HeD neige mein gemüthe * Durch deine große güte, Mich fremden glücks zu freun; Und fern von meinem herzen Laß, bei des nächsten schmerzen, Doch alle schaden⸗ freude seyn. 2. Wer sich des guten freuet, Was deine huld verleihet, Er find' es, wo ers find't: Der ist nach deinem bilde Barmherzig, gütig, milde Und men⸗ schenfreundschaftlich gesinnt. 3. Zwar wird mit hindernissen Mein geist oft kämpfen müssen Bei übung dieser pflicht; Denn scheint's, daß fremde gaben Für mich viel nachtheil haben, Alsdann gefallen sie mir nicht. 4. Dann schöpft, versucht vom neide, Mein herz nicht lust und freude Aus andrer wohlergehn; Dann regen sich die triebe Der stolzen eigenliebe, Des nächsten glück nicht gern zu sehn. 5. Doch, da hilfst du mir kämpfen, Die böse neigung dämpfen, Die mich zum neid reißt hin; Wenn ich nur dei⸗ nem triebe, Zur wahren nächstenliebe, In meinem leben folgsam bin. 6. Gott, dein sind ja die gaben, Die ich und andre haben; Mit weis⸗ heit hältst du haus, Und theilest unter allen, Nach weisem wohlgefallen, Die güter deines hauses aus. 7. Dich selbst, den allerhöchsten, Wenn ich beneid' den nächsten, Greift ja mein tadel an. O, welche schwere sünde! Wenn ich mich unterwinde, Zu tadeln, was dein rath gethan. 8. Ich spür' an meiner seele, Daß ich mich selbst nur guäle, Herrscht neid in meiner brust. Drum mach, o herr! dies laster Mir immer mehr verhaßter: Des nächsten glück sey meine lust! Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott? ꝛc. 4⁴44 Heis jesu, daß ich meinen nächsten liebe; Durch lieblos richten ihn ja nicht betrübe, Zweite Abtheilung. Ihn nicht verläumde, nicht inn falsche ränke Sein wohlseyn krinh gehückt! 2. Gieb, daß ich nachsichtsvoll Wer nich nächsten fehle, Wenn's meine f. er fällt, auf mich, der ich no Mit vorsicht sehe. 00 3. Hilf, raß ich klüglich ih bessern trachte, Und seiner serle hn 1 fahrt theuer achte. Wie viel haf. 150 für sie in todesbanden Selhseanh ir dle standen! E 4. Laß mich, aufrichtig st wächen andrer gaben, Die sie doch auch deiner güte haben; Es müsse mun woht Mi herz des nächsten freuden Und g— beneiden. 5. Gieb, daß ich nie zum zusinen gal leicht entbrenne, Nie auch dem sih uoch geli etwas übels gönne; Und all 8. W.é beweisen güt und treue, Mich i Aht, St lich freue. Doch bist 6. Laß mich, mein heiland, iim Hetreulich mehr auf erden, An lieb' und gih dir die kr keit dir ähnlich werden. Gieh ii so liebest dazu, so schmeck' ich schon hienth 9. Er Herr, deinen frieden. 60 such' Mel. Mach's mit mir gott n, Urbid o jemand sprichtt Mist nicht 445. S liebe 155 Und Iih nicht gütt doch seine brüder, Der treiht u gottes wahrheit spott, Und hash ganz darwider. Gott ist die i. und will, daß ich Den nächslen il gleich als mich. 2. Wer dieser erden güter hah sieht den nächsten leiden, Und den hungrigen nicht satt, Läßt nath sel den nicht kleiden: Der übertritt ften unreg pflicht, Und liebt den gott der liehess seinen lol 3. Wer seines nächsten ehre shn herson,) Und gern sie schänden höretz Frash 2 6 wenn sich sein feind vergeht, 31 d er nichts zum besten kehret, Verläuhih Gens m. niemals widerspricht; Der liebal 15 mir d. nen nächsten nicht. Rabf, 4. Wer, wenn er auch mit i—— 0 und schutz Den nächsten untaffsf gt 3 Doch nur aus stolz und eihigh 9 v Aus weichlichkeit im nühctt de gaß aus gehorsam, nicht aus pflicht 5 lieb der liebt seinen nächsten nicht. gert Mel. K „Inicht + 5. Wer nur dem hilft, der sehr blsehn kün gebükt Vor seinem stolz erscheinet; chsichtspol—Wer nicht den dürftigen erquickt, Der 5 meine Inl heimlich vor ihm weinet, Wer kärg⸗ hle, Und, lich giebt dem, dem's gebricht: Auch ich noch il der lebt seinen nächsten nicht. 6. Wer andre, wenn er sie be⸗ klüglich ihn thirmt, Mit härt und vorwurf quä⸗ iner alka let, Und ohne nachsicht straft und Oelh hasl stürnt, Sobald sein nächster fehlet: Selbstauß 5 n e l 0 Des e csächsten liebe wohl in ihm? doch aahd 7. Wer für der armen heil und müsse nie Lucht Mit rath und that nicht wachet; den Und zu Dem übel nicht zu wehren sucht, Das ost sie dürftig machet; Nur sorglos nie zum luch dem sih Und alle 1e, Mich gi heiland, Aun Hetreulich auszuüben, Und wünschest lieb' und gi Ar die kraft dazu, Und sorgst dafür: n. Gieb i so liebest du. schon hiente 9. Ermattet dieser trieb in dir, Eo such' ihn zu beleben; Denk' oft: ott ist die lieb', und mir Hat er ir gott u. und spricht ist nicht mein: gott, Und 4 nicht gütig seyn? noch geliebt. nicht, Stets durch die that zu lieben; Sollt' ich, wie er, 24. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit. ühnen gaben giebt: Der hat sie wenig nicht lieben, den du liebst? 8. Wahr ist es, du vermagst es Doch bist du nur geneigt, die pflicht in bild gegeben. Das, was ich habe,‚ 203 10. Wir haben einen gott und herrn, Sind eines leibes glieder. Drum diene deinem nächsten gern; Denn wir sind alle brüder. Gott schuf die welt nicht blos für mich; Mein nächster ist sein kind, wie ich. 11. Sein heil ist unser aller gut. Ich sollte brüder hassen, Die gott durch seines sohnes blut So theu'r erkaufen lassen? Daß gott mich schuf, und mich versühnt, Hab' ich dies mehr, als sie, verdient? 12. Du schenkst mir täglich so viel schuld, Du, herr von meinen tagen! Ich aber sollte nicht geduld Mit meinen brüdern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, Und den 13. Was ich den menschen hier ge⸗ than, Dem kleinsten auch von diesen, Das siehst du, mein erlöser, an, Als hätt' ich dirs erwiesen. Und ich, ich sollt' ein mensch noch seyn, Und dich in brüdern nicht erfreun? 14. Ein streng und höchst gerecht gericht Wird über den ergehen, Der liebreich seinem nächsten nicht In noth eilt beizustehen; Drum gieb mir, gott, durch deinen geist, Ein herz, das dich durch liebe preist. Oer treiht „Und ha tt ist die n nächsten g6 24) Von der Gerech Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. u liebst, o gott! ge⸗ 446. D rechtigkeit, Und has⸗ sest den, der sie entweiht, Am näch⸗ sen unrecht übet. Du bist's, der jedem seinen lohn, Ohn' alles ansehn der bret; Zult berson, Nach seinen werken giebet. vergcht,l 2. Gerechter gott! laß deinen geist 1, Verlälnh Zu dem, was recht und billig heißt, Der lithnl Stets meine seele lenken! Nie komm' güter hah K en, Und mu t, Läßt unth ertritt dieg tt der liebent en ehre schn auch mit! sten unterßi und eihen c 10 us pflichtl ten nicht, kecht zu kränken. und laß mich Der liebe pflichten üben. ts mir doch in den sinn, Aus schnöder habsucht, um gewinn, Des nächsten 3. Pflanz redlichkeit in meine brust stets mit wahrer lust Ein herz/ das gern auf unrecht denkt, Gern tigkeit und Billigkeit. schaden sucht, und andre kränkt: Wie kann das brüder lieben? 4. Nie seufze jemand wider mich, Mein ganzes herz bestrebe sich, Dem nächsten gern zu geben, Was er mit recht verklangen kann; Und immerfort mit jedermann In einigkeit zu leben. 5. Laß mich beständig dahin sehn, Mit jeglichem so umzugehn, Wie ich's von ihm begehre; Damit ich keines menschen herz, Durch meine härte, je mit schmerz Und kümmerniß beschwere. 6. Herr! mit dem maaß, damit ich hier Dem nächsten messe, wirst du mir Dereinst auch wied er messen. Dies reize mich zur billigkeit; So werd' ich auch zu keiner zeit Der liebe pflicht vergessen. Mel. Erhalt' uns, herr, bei deinem ꝛc. oder: Wenn wir in höchsten ꝛc. 447 ern sey mein leben jeder⸗ * zeit Von aller ungerech⸗ tigkeit; Wie könnt ich gottes freund sonst seyn, Und seiner gnade mich erfreun. 2. Wer seines nächsten rechte kränkt, Auf seinen schaden boshaft denkt, Ver⸗ letzet des gewissens pflicht, Und ehrt den gott der liebe nicht. 3. Du schriebst in jedes herz, o gott, Tief ein das heilige gebot: Was dir mißfällt, wenn dir's geschicht, Das thue du auch andern nicht. 4. Wenn ich dies billige gesetz Durch ungerechtigkeit verletz', Verurtheil ich ja selber mich Als übertreter wider dich. 5. Dein wort, das sündern strafe droht, Schärft mir dies heilige gebot, Frei von unrechtem gut zu seyn, Mit noch viel größerm ernste ein. 6. Es drohet jedem deinen fluch, Der seinen nächsten durch betrug, 25) Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt ꝛe. 448 len, welche nicht ver⸗ * geben, Wirst, du, rich⸗ ter, nicht verzeihn; Trostlos werden sie im leben, Trostlos einst im tode seyn, Unentladen ihrer sünden, Nim⸗ mer vor dir gnade finden. 2. Wie dein herz mit jedem sünder Bäterliches mitleid hat; Wie der freund der menschenkinder Selbst für seine mörder bat: So soll auch der ehrist verzeihen, Und sich nicht der rache freuen. 3. Wir geloben dir mit freuden: Willig wollen wir verzeihn; Nie uns rächen, wenn wir leiden, Nie zu dir um rache schrein; Vielmehr vor dein antlitz treten, Und für unsre feinde beten. 4. Vater, stärk' uns, deine from⸗ men, Treu 1 bleiben dieser pflicht! Wenn wir in versuchung kommen, So besiege sie uns nicht: Laß uns sanftmuth dann empfinden, Um sie schnell zu überwinden. 5. Laß in unserm ganzen leben Uns dir gleichgesinnet seyn, Willig feinden Zweite Abtheilung. Durch dieberei, an seinem gut h Hieb ein seiner habe schaden thut. den friet 7. Das haus des diebes istatt rach flucht, Wird hier auch schon oft hal„ Fn. sucht, Und dort trifft vollends let 5 gericht Den ungerechten bösewihh u auch 8. Darum, mein Gott, betal zil 1 mich Vor allem unrecht vätelll zimmel u Beging ich's je, so sey mirs schwachen Und zum ersatz mein herz bereit hewahren 9. Wer andern schaden einst guhl Nie des Und irgend ihn erstatten kann,. We dess' sich weigert, findet nicht Nsehnen, dir erbarmen im gericht. Und dem 10. Er kann nicht wahre bußeihn um zan! Dein segen kann nicht auf ihm nil fünde wi Eh' er das böse, das er that, Ih du frieder möglichkeit ersetzet hat. uchten w 11. Gieb, herr! daß ich diez ul kebe treter bedenk, Und nie durch unrecht auh zu Mich kränk. Die habsucht, auch die anmn 5. Ewi nicht, Verleite mich von meiner yih 916 nach Der zur Igiere he zu vergeben; Denn, wenn ihnehh er das he verzeihn, Lässest du uns gnade sihh der wiett Auch für unsre eignen sunden, nacht ge 6. Wohl uns! gott verzeiht henlichkei fsündern, Geht nicht mit uns 911 8 gericht, Nimmt uns auf zu sih Haber Wi kindern, Strafet uns dann ewig uih Laßt uns beten, laßt uns känhft 50 Rachsucht in uns stets zu dämpfeh eiel Mel. Sollt' ich meinen gott iu, gessen! 9 449.(&t der du die masth große güt liebest, Der du Alg L. Bu ein strenges recht, Sondern lah suchten; gnade übest An dem sündlihensieuden schlecht, Laß mich deinen gesst ni einer ben, Baß ich, vater, als dein Iwuth orol Liebreich sey, wie du gesinnt. H deh ch du wollst den sinn mir geben, A el enn bei much sprich unh sahn—0.. 23— anftmuth spricht un weigt, 2. Laß mich meines nächsten shun dawerflie Willig tragen seine lastz U 105 fl ir lang' ich hier soll wohnen, A es age zanksucht mir verhaßt! Auch dos ah ů 5 o gott, dein wille, Und die einthn N ch, liebest du; O so hilf mir auth daszuch rech Gieb ein herz mir, das die stille Und den frieden sucht und liebt, Das, iem gut l fatt rache, sanftmuth übt. diebes istz hon oft hah vollends 1 bösewicht ott, bewah echt väterlh sey mir's erz bereit. n einst githl Rie des herzens meister sey. n kann, I% 1. Wer mir flucht, den will ich det nicht Hsegnen, So wie mein erlöser that, t. Und dem nachsichtsvoll begegnen, Der zum zanken neigung hat; Für die 49½ hde will ich beten, Und vor dich, er that, Il Iu friedensfürst, Wenn du menschen uchten wirst, Mit dem schmuck der Rich dits ul libe treten. Gott des friedens, stärke unrecht uhh un Mich mit deiner kraft dazu! iuch die arm 5. Ewig heil ist dem beschieden, meiner pflh Der nach frommer eintracht strebt. böchster, gieb mir deinen frieden, 6 Der zur sanftmuth uns erhebt. Er ichkeit. ugiere herz und sinnen; Denn, wenn enn ihnehien das herz regiert, Wird, was zu 3 gnade sih de zwietracht führt, Niemals über⸗ sünden. nacht gewinnen, Bis einst in der it verzeihtu harlichkeit Ew'ger friede uns erfreut. mit uns i auf zu seht ann ewig uih uns kämhft zu dämpfth et Durch des zornes leidenschaft! und nach des lebens kraft; Kürzt das jel von unsern jahren, Macht zum himmel ungeschickt. Herr, der auf mich schwachen blickt, Ach, du wollest mich Mel. Herzliebster jesu, was hast ꝛc. oder: Ist auch ein gott? ꝛc. „ur dir manchmal, shn Lewerflich mache. Id, 4. Dir, herzenskündiger, dir muß „W shs klagen, Wie wenig kann mein Des Aalzes herz“ vertragen; Wie schwer hüß ich, wenn andere mich hassen, Aich recht zu fassen! R ö id die eintal ir auch du 3. O, wie wird das herz beschwe⸗ 25. Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 20⁵ 5. Vergieb mir, herr, und wende mein verderben! Bei wildem zorn läßt sich dein reich nicht erben; Und jener tag vergilt nach strengem rechte Dem harten knechte. Zanksucht, rachgier, haß verzehret Nach 6. So hilf mir denn die rachbegier ersticken! Laß sich dein bild in meine seele drücken! So werd ich mich ver⸗ söhnlich finden lassen, Nicht wieder hassen. bewahren, Daß des jähzorns raserei 7. Flucht mir mein feind, so gieb, daß ich ihn segne, Und seinem grimm mit freundlichkeit begegne; Daß mich das böse, das ich dann empfinde, Nicht überwinde. 8. Verleih mir das, um deiner sanft⸗ muth willen: So erb' ich auch, im lande deiner stillen, Die seligkeit, wozu sie jenes leben Einst wird erheben. In voriger Melodie. 451 H9 7 mein erlöser, der —* 4 du für mich littest, Und noch zur rechten gottes für mich bittest: Erweck' in mir, du muster wahrer liebe, Der sanftmuth triebe. 2. Wann hast du jemals haß mit haß vergolten? Du schaltst nicht wie⸗ der, da man dich gescholten, Du segnetest mit wohlthun nicht blos freunde, Auch deine feinde. 3. Und ich, herr, sollte mich den deinen nennen, Und doch von rach⸗ ier gegen andre brennen? Ich sollte jemals haß mit haß vergelten, Und wieder schelten? 4. Wie kann ich vater zu dem höchsten sagen, Und groll im herzen gegen brüder tragen? Wie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzeihen, Und rache schreien? 5. Wer nicht vergiebt, der wird für seine sünden Auch nicht bei dir, o herr, vergebung finden. Dein jün⸗ ger ist nur, der, wie du, vergiebet, Und feinde liebet. 6. So heilige denn meiner seelen triebe, Mein heiland, durch den geist der wahren liebe; Daß nie die unglück⸗ sel'ge lust derrache Mich strafbar mache. 7. Wenn meine brüder sich an mir vergehen, So lehre mich ihr un⸗ recht übersehen, Und, sollten sie mich Zweite Abtheilung. ö uch empfindlich kränken, An dich ge⸗ehrist, zum frieden, Zu diensten ul und hu denken. 8. Erwecke dann, o herr, in meinem herzen Aufs neue das gedächtniß jener schmerzen, Die du in deinen schweren leidensstunden Für mich empfunden. 9. Laß mich mit sanftmuth meinem feind begegnen, Und, so wie du, den, der mir fluchet, segnen. Herr, mache gegen alle, die mich hassen, Mein herz gelassen. 10. Will zu der rachsucht mich die furcht verführen, Als würd' ich sonst mein ganzes glück verlieren: So zeig' mir, herr, dies sey mein glück auf erden, Dir ähnlich werden. 11. Denn du beglückest den, der ehristlich handelt, Und überall nach deinem vordild wandelt; Drum laß in allem mich schon hier auf erden Dir ähnlich werden. Mel. Herzlich thut mich verlangen ꝛe. 452 Nie will ich wieder fluchen, * Wenn mir mein hasser flucht; Nie dem zu schaden suchen, Der mir zu schaden sucht. Ich will ihm sanft begegnen, Nicht drohen, wenn er droht, Schilt er, so will ich seg⸗ nen. Dies ist des herrn gebot. 2. Mein jesus, der gerechte, Ver⸗ galt die schmach mit huld; Die wuth ergrimmter knechte Ertrug er mit geduld. Sollt' ich denn wieder schel⸗ ten, Da er nicht wieder schalt, Mit liebe nicht vergelten, Wie er dem feind vergalt? 3. Verläumdung dulden müssen, Ist schwer; doch diese pflicht Wird leicht, wenn das gewissen Für meine unschuld spricht. Dies will ich treu bewahren: So bessert mich mein feind, Und lehrt mich klug verfahren, In⸗ dem er's böse meint. 4. Ich will die febler scheuen, Die er von mir ersann; Auch die will ich bereuen, Die er nicht wissen kann. Durch huld will ich mich rächen, An ihm das gute sehn, Und gutes von ihm sprechen: Wie? könnt' er länger schmähn? 5. Ich will niemals ermüden, Ihm thätig zu verzeihn, Und, als ein seyn. Wenn mich zu unterdah euch, il Ihn güte mehr erhitzt, So wil'euch erfr für ihn beten Und gott verinn derzeihn. gott schützt! Mel. Ach, was soll ich suͤnder nr. 453. So kein glied von dir zu nennenß A dem gott der lieb' ein gräul verscherzt sein eignes heil. 8. O so hilf mir, daß ich ühe,UAsin dein wille mir gebeut, Nachsicht ssent muth, gütigkeit; Daß ich, wie du best, liebe, Innig liebe, milde K um Sanft, und leicht versöhnlich sh 9. Ja, ihr meines hauptes glahh Christi, der für alle starb, Alen gi . und huld ertwarb, Lieben will ich uuch, ihr brüder! Für euch beten, euch erfreun, Wohlthun, dulden und herzeihn. Mel. Mach's mit mir, gott ꝛc. 454 erbitt're dir dein leben * nicht, O ehrist, durch igne rache; Verzeihen ist des ehristen slicht, Vergelten gottes sache. diensten h. H untertrehz „So will zott vertiar ch sünder ꝛr. enschen, m r, Mir, n? Sollbl Sind nicht! „ der für Id erwarb! eines stammh Die Anftmuth, die sein wort gebeut, Liebt seinde, segnet und verzeiht. 2. Wahr ist's, empfindlich ist der shmerz, Von menschen unrecht lei⸗ tur; Allenhden; Und dennoch soll des christen huld'gen gaush hetz Am zorne sich nicht weiden, Soll de seliglh hiht ein eigner richter seyn; Soll gles unrecht gern verzeihn. ollt' ich hash ehn? Milsheigt, So mußt du sie doch üben; Kaee shl Eonst bist du nicht des heilands icht fürchtnthfund, Der sie dir vorgeschrieben. en achten uUEnpört dein herz dawider sich, So übelthämsch auf ihn; besiege dich. ö last, Welhe J. Wer hat wohl größern wider. ie last der! hhuch von sündern hier erduldet, Als von racheth, der herr, der schmach und fluch zern. Lon andern nie verschuldet; Und vom harhf henoch will er langmuthsvoll, Daß verkennt Wliner ewig sterben soll. 26. Von der Dienstfertigkeit, Barmherzigkeit ꝛc. 3. So widrig diese pflicht dir 20⁷ 5. Ihm folgen, ist dein wahrer ruhm. Beleidigern verzeihen Ist ehre für dein ehristenthum; Sich ihres falls nicht freuen. Nicht den, der dich schmäht, wieder schmähn, Gereicht dir selbst zum wohlergehn. 6. Im zorn denkt niemand ernstlich nach, Was gott gefallen sollte. Die rache selbst vermehrt die schmach, Die man bestrafen wollte. Kein schimpf wird ungeschehn gemacht, Wenn deine rachgier wild erwacht. . Die rachgier reißt gerechtigkeit, Reißt glauben aus dem herzen, Stört des gemüths zufriedenheit Und straft mit bittern schmerzen. Sie hindert dank, gebät, vertraun Und raubt den muth, auf gott zu baun. 8. Durch sanftmuth(übe nur die pflicht!) Wirst du den feind besiegen. O raube deiner seele nicht Dies gött⸗ liche vergnügen. Dann wird der herr auch dir verzeihn, Dein vater und vergelter seyn. 9. Laß mich aus liebe, gott, zu dir Das unrecht nicht selbst rächen. Du wirst, verzeih' ich gern, auch mir Ein gnädig urtheil sprechen. Von dir kommt auch der sanftmuth sinn; Nach deiner gnade gieb mir ihn. nnt: Hilf din einen haß, v en tod für u 5 thränen 0 Mel. In allen meinen thaten ꝛc. ch geweintz Y ö u, aller menschen vater, * 0 55. D Du gütigster berather Inallem, was uns drückt! Die freuden, n: Das lur so zu etkenn u gethan. Ad lewir haben, Sind einzig deine gaben; du bist's, der unser herz erquickt. 2. Du läßt dich von uns sündern urch undank nicht verhindern, Uns h nicht unr Ainich zu erfreun; Zu ew' 53 gen selig⸗ 6i ner Men Uns sterbliche zu leiten, Wird Heil humer dein vergnügen seyn. 9. Wie groß ist deine milde! Barm⸗ Anger vater, bilde Mein herz nach lunem sinn. Das ich der noth der 1 en Mich willig mög erbarmen; 4 6 alle härte von mir hin. 4. Gieb, daß ich willig gebe, Mich hͤstzuthun bestrebe, So, wie mein hau tarb, A) Von der Dienstfertigkeit, Barmherzigkeit und Leutseligkeit. heiland that, Der zärtliche erbarmer, Den kein bedrängter armer Vergebens je um hülfe bat. 5. Erhalt' in mir die triebe Der mitleidsvollen liebe; Wie du mir guts gethan, So laß, um deinetwillen, Mich andrer seufzer stillen, So oft ich sie nur stillen kann. 6. Zum fleiß in guten werken Laß mich die hoffnung stärken: Vor dir, dem herrn der welt, Der frohe geber liebet, Sey, was man willig giebet, Ein opfer, das dir wohlgefällt. 7. O wobl mir! ich gewinne Schon hier, bei diesem sinne, Trost und zufriedenheit, Und einst vor gottes throne Zum unschätzbaren lohne, Die freuden einer ewigkeit. Zweite Abtheilung. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. 456 Nicht mürrisch, finster ungesellig Ist, wer ein christ zu seyn sich freut; Ist ohne schmeichelei gefällig; Vereinigt ernst und freundlichkeit; Ist traurig mit den traurigen, Und fröhlich mit den fröhlichen. 2. Es liegt in keinem seiner blicke, Als wie in einem hinterhalt, Auflau⸗ rend schadenfrohe tücke, Und haß in lächelnder gestalt. Sein blick, kein blick der heuchelei, Ist liebreich, offen, gut und frei. 3. Sein antlitz, heiter, wie der morgen, Wird trüb und seine freud' entflieht, Wenn es bekümmerniß und sorgen In seines bruders auge sieht: Und strahlt in neuer heiterkeit, Wenn ein getrösteter sich freut. 4. Bescheiden, sittsam, ehrerbietig Ist, wer ein jünger jesu ist; Nie sela⸗ visch; auch nicht übermüthig, Wenn er vor andern glücklich ist. Er ist, weil er, wie jesus, liebt, In allem, was erfreut, geübt. 5. Er schleicht, für fromm erklärt zu werden, Nicht traurig, heuchlern gleich, einher; Doch sündenreizende geberden Haßt, wie sein gott sie haßt, auch er; In seinem blick auch keusch und rein, Stets fröhlich, ohne frech zu seyn. 6. Durch liebliches gespräch erhei⸗ tert Er auch des blöden angesicht; Und jedes herz fühlt sich erweitert Und x freudenvoller, wenn er spricht: Denn, was er sagt und was er thut, Ist wohlgemeint, ist wahr und gut. 7. Er muß gefallen, er gebiete, Er warn', er straf' auch; er gebeut, Er warnt, er straft aus lieb' und güte, Mit ernst, und doch mit freundlichkeit; Und tröstet er: wie leicht vergißt Sein nächster, was sein kummer ist. 8. Nicht rauh, noch hart, noch menschenfeindlich, Nein, eifrig, jeden zu erfreun, Und sanft, und anmuths⸗ voll, und freundlich, Soll jeder jünger jesu seyn. Ach wären wir's!Bach glichen wir, O vorbild aller liebe, dir! 9. In allen worten und geberden, In allen thaten laß, o herr! Uns aller seyn. leben! auch kein eid Zum dienst del menschen freude werden, Dir, helh immer ähnlicher; So werden bir ewig freun, Und gottes wahre h eyd barmherzig! 4 ½ 457. S schen, böret, Hin Ind da heilige gebot, Das uns jesus hn ls er lehret: Seyd barmherzig! sehds, gott! Gebt, so wird euch auch g hen, Was euch noth ist, hell hilfe be sein freu 2⁷ Mel. A 3. Gleicht dem vater im erban Seyd barmherzig! seyds, i 459. Gebt den dürftigen und armen; hahrheit ihr gebt, empfängt der herrlei sinmels und eilt, auch ungesehen, Euem stecher lü 961 2 dern beizustehen! 4. Hülfreich zu bedrängten Sie beschützen und erfreun, An lindern, wunden heilen, Woh trösten und verzeihn, Und dith! stolz verrichten: Das sind jedes Aii sten pflichten. 5. Herr, wir geben von denlAotten Mi nen, Was wir geben; laß un Redlich s Fühllos seyn, wo brüder wahsrech' a Unser mitleid tröste sie; Daß,AH 3. Di wir zu dir uns nahen, Wir auhHSind va und hülf' empfahen. Und ein ihr künft Mel. O gott, du frommer galh herdiente 458 Wie selig lebt ein nilande! 4 —* Der diensthehl ds der kennet, Und andern wohlzuthun 6. Sa menschenliebe brennet! Der, wen 90 Uird do verbind't, Beruf und eid und Schon in sich selber find't. 2. Dir, höchster, ahmt e; Im wohlthun dir zu gleichen, dienstbeflissenheit Sucht er dien 4 5. D reichen: Er hält für eignes wollg Hauge! nicht allein gemacht; Er hält sh kpges die welt Von dir hervorgebmnaht 3. Er denkt, die welt hat recht Auf meinen dienst und kräfte, Ihr nützen ist für mich Ein seliges geschäfte. Als glieder schuf uns gott, Als bürger einer welt, In der des einen hand, Die hand des andern hält. 1. So denkt der menschenfreund; Und das ist sein bestreben, So treu, als er sich lebt, Zum wohl der welt uleben. Ihm wird des nächsten heil Een eignes himmelreich; Er fühlet stemde noth, Als träf' ihn selbst der 7— 71 Er eilt, dem, der's bedarf, Mit hilfe beizustehen; Sein ansehn und hin freund, Sein stand, sein wohl⸗ „Dir, heilh erden 5 wahre h mißgehandel, mherzig! höret, Hön 8 jesus chi gig! sehds euch auch g ist, heil n, so viel z ist's, der christi gaih 27. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. 209 ergehen Sind mittel, die er braucht, Behülflich gern zu seyn, Um einen leidenden Mit troste zu erfreun. 6. Was andrer nothdurft heischt, Das reizet seine triebe, Auch ohne ruhm und lohn, Zur wahren men⸗ schenliebe. Kein stolz, noch eigennutz Wirkt seine Der ilhr Er sieht auf seinen gott, Der liebe ihm gebeut. 7. So laß mich auch gesinnt, Mein gott, durch ehristum werden! Voll regen eifers seh Mein leben hier auf erden, So nützlich, als ich kann, Dem nächsten stets zu seyn! Dann geh' ich einst zu dir In's reich der liebe ein. f. Seinest den—Q— Mel. Alle menschen müssen sterben ꝛc. aß mich, höchster, dar⸗ seyds, vil 159. L uach streben, Stets der nd armen; Upahrheit freund zu seyn. Zu des der hemli hinnels frohem leben Geht kein hen, Euemi fuher lügner ein, Und vor deinem ugesichte Werden sie, beschämt, zu hedrängten 227 Denn vor dir sind immerdar rfrenn, Hun Mler herzen offenbar. ilen, Wollh 2. Andern zu gefallen lügen, Leeren „Und diezAshwätern gleich zu seyn, Heuchelnd sind jedet Ahuder zu betrügen, Herr, das falle uit nicht ein! Wahrheit leit' an allen hen von dehhotten Mich in werken und in worten; en; laß un idlich sey des herzens grund, Redlich brüder wallsech auch stets der mund. sie; Daß, 9. Die der falschheit sich ergeben, n, Wir auhSind vor dir, o gott, ein gräu'lz ö ihr künft Und ein unglückselig leben Ist gewiß es theil. Hier schon trifft frommer guh herdiente schande Sie bei redlichen im lig lebt ein ulande! Denn ein jeder menschenfreund 0, dienslig N der falchheit ränten feind, woblzuchm l. Schmäht mich, ohne mein ver⸗ et! Der won schuldeu, Der verläumder lästermund, pienst uu laß mich's sii erdulden! Einst mnd eid und rd doch die wahrheit kund. Darf mündet.(sa nicht länger schweigen, Meine uschuld zu bezeugen; So verleihe, „ ahmt enaß dabei Herz und mund voll sanft⸗ zu gleichen Anuth seh. ucht er dien e 5. Daß du, herr, an jedem orte, eignes wulle guuge meines wandels bist, Daß kein 1; Er häll ennges meiner worte Deinem ohr hervorgebralt er im erbim *—— 2)) Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. verborgen ist: Dies erwecke mein ge⸗ müthe, Daß ich mich für lügen hüte; Denn du liebst den wahrheitsfreund Und bist allen falschen feind. Mel. Befiehl du deine wege ꝛc. 460 W'ol dem, der richtig * wandelt, Der als ein wahrheitsfreund In wort und wer⸗ ken handelt, Und das ist, was er scheint; Der recht und treue liebet, Und von dem sinn der welt, Die trug abt übet, Sich unbefleckt erhält. 2. Wohl dem, der lügen hasset, Und der, so oft er spricht, So seine reden fasset, Daß er die wahrheit nicht Mit vorbedacht verletzet, Und der an jedem ort Sich dies vor augen setzet: Gott merkt auf jedes wort. 3. Wohl ihm, wenn sein gemüthe, Gott, so die wahrheit übt; Ihn leitet deine güte, Er wird von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhöhen, Wenn in der wahrheit licht Beschämt die Reich⸗ stehen, Geschreckt durch dein ericht. 4. Herr, drücke diese sache Mir tief ins herze ein, Daß ich's nd pflicht mir mache, Der lügen feind zu seyn; Erinnre mein gewissen, Du hassest heuchelei, Damit ich stets beflissen Der treu und wahr⸗ heit sey. 14 210 5. Laß niemals mich versprechen, Was ich nicht halten kann, Auch nie zusagen brechen, Die ich einmal ge⸗ than; Mich nie den stolz verleiten Und nie des beispiels macht, Als wahrheit auszubreiten, Was ich doch selbst erdacht. 6. Doch laß zu allen zeiten Auch deiner wahrheit licht, Herr, meine seele leiten, Damit ich meine pflicht Mit klugheit üb' und wisse, Wann ich für andrer wohl Und für mich reden miisse, Und wann ich schweigen soll. Mel. Nun danket all' ꝛc. as glück ist groß, das 461. D gott mir schenkt In einem wahren freund! Der als ein ehrist rechtschaffen denkt, Und treu es mit mir meint. 2. Man schätzt den freund in jeder⸗ mann, Wär er auch nicht ein christ. Doch ganz unschätzbar ist er dann, Ist er auch wahrer christ. 3. Als wahrheits⸗ und als tugend⸗ freund Besitzet er mein herz. Ich theil mit ihm, der's redlich meint, Mein glück und meinen schmerz. 4. Ich schmeck' des lebens süßigkeit In doppelt starker krast, Wenn mich das edle glück erfreut, Das so ein freund verschafft. 5., Manch leid umwölket mein ge⸗ müth; Ich klag' es meinem freund, Fühl', daß schon halb der kummer flieht, Wenn er nur mit mir weint. 6. Oft lindert mir sein guter rath Des leidens herben schmerz. Oft hilft er mir auch mit der that, Und froh dankt ihm mein herz. 7. Freimüthig ohne bitterkeit Straft er mich, wenn ich fehl', Und eigne unvollkommenheit Hält er vor mir nicht hehl. 8. Mauch wort, zu unsers gottes ruhm, Theil ich mit ihm vertraut; Und werd' in meinem christenthum Oft sehr durch ihn erbaut. 9. Ich freue mich mit ihm der zeit, Zweite Abtheilung. 7. Wenn jemals, mich zu dnl Des feindes rath delngt, Wo merde mit hösen tücken In kümmemiß bringt: So stärke meine seele, B 9 nicht unterlieg, Und alles dir hi sen, Du glebst der unschuld sieg. et. K D5 Ein Dent treu ich glal as, gott, dein auge scheut, soll Mür niemand raubenz S0 audter mit freudigkeit Ich hier zu dit sehen Und dort vergiltst du mir, falsche nicht bestehen, Mit wonn 28) Von der Freundschaft. preis dafür. glück der ewigkeit, Nichts moh 8540.5 fehlt. 115 w „Da wir, vor gottes thront eint, Von allen mängeln rein, 463. sehn, den allerhöchsten Fn O ihm uns ewig freun. il für 1 11., O gott, mein gott, wie uglich ich dir, Wenn so ein freund der 10 schätzt! Ich bitte dich, erhalh Dies glück stets unverletzt. zum beispiel übtest; So götticht mns b reich für uns starbst, Selbst ga ant est unse her 3. Schenk' mir auch einen sroht herz. freund(Nur du kannst ihn mir gih und' mi Der edel und rechtschaffen dentt FUfeinen t mir in meinem leben Ein reizeh 6. O gendmuster sey, Und bei mir sianh nach die und getreu Im zlück und unglüc uns da 4. Der meine unvollkomma ünder Mit sanfter schonung trage, Ein ru fehler ohne bitterkeit, Nur mihs Das uns, in jener welt Verklärt zum bessern, sfage; Der mich vor sil gutt, fahr An leib und seele warne. 5. Doch laß mein herz vorsichtig sehn, Mit wem es freundschaft ma⸗ chet. Kein spötter der religion, Der über tugend lachet; Kein wollüstling, kin stolzes herz, Wer fühllos ist bei andrer schmerz, Sey niemals mein hertrauter. 6. Ein mensch, vom laster angesteckt, Wird mich auch leicht anstecken; Laß mich ihn fliehn als eine pest, Mich En Vor irrthum, schaden und ²e 1 und glah e scheut, ben; So! ier zu dit du mir, A Mit wonph 29. Von der Glückseligkeit wahrer Christen. nicht durch ihn beflecken. Und wie kann 70 der ohne scheu Stets gott ver⸗ 211 leugnet, menschen treu Und redlich seyn und bleiben? 7. Doch hab' ich einen wahren freund Von dir, o gott, erhalten; So laß denn auch mein warmes herz Nie gegen ihn erkalten. Laß mich verschwiegen, redlich seyn, Neid, falschheit, argwohn, schmei⸗ chelei'n Und eigennutz stets fliehen. 8. Gott, präge du der liebe sinn So freunden ein als feinden. Auch die, die meine feinde sind, Die mache mir zu freunden. Bild' unser herz zur einig⸗ keit; Lehrꝰ uns, daß jene seligkeit Sey wahre lieb' und freundschaft! ichts mah ottes thron geln rein, n freund, Mel. In allen meinen thaten ꝛc. 5 in ruhiges gewissen Laß, 463. E herr! mich stets genie⸗ sen. Denn hab' ich dieses nur, So Ufür mich in tagen, Wo andre hügstlich zagen, Nichts schreckliches in der natur. 2. Wenn meine schuld mich beuget, lud dann dein geist bezeuget, Daß ich begnadigt bin; Wenn mich dein host erguicket, So oft mich trübsal drücket: Wie unschätzbar ist mein gwinn! 3. Sollt' ich solch ruhig leben Für lut der sinne geben, Und dann die iunre pein, Mich selber zu verklagen, In meinem busen tragen? Gott, laß gott, wie in freund ich, erhall rletzt. der hoͤh' z lück, o idschaft hiß ekann im unh ost und suh tugend s re 2. vege. dies ferne von mir sehn! schtel, Aul 4. Sein eignes herz bekämpfen, iebtest, Im Und seine neigung dämpfen, Ist frei⸗ heißt, 0 lh schwere pflicht; Doch, wenn wir So 0 uns besiegen, Welch himmliches ver⸗ „ Sel 5 gnügen Gewährt die überwindung nichtl arbst, An at 2ir im Als ein ger So gon muser glück erhöhen, Als ein geruhig ch einen 1 heiz. Das schafft uns innre freuden, lchn denn Und mildert auch im leiden Durch hjaffen den 0 sinen trost den größten schmerz. Tnir 6. Die freuden zu verachten, Wor⸗ bei mir l lach die fünder schmachten, Was giebt und—— n uus dazu mruth? Was tröstet gottes mmvollkomus knder Beim spotte frecher sünder? ng un u Ein ruhig herz, das beste gut. 1, Nur a. Zu dir gen himmel schauen, O mich vor sh gott, und mit vertrauen Sich rüh⸗ 29) Von der Gluͤckseligkeit wahrer Christen. men: ich bin dein; Im glauben der erlösten, Sich deiner huld getrösten: n2 glück, mein gott, kann größer eyn? 8. Läßst du mich im gewissen Einst diesen trost genießen, Wenn alles von mir weicht; Kann ich dann, voll ver⸗ trauen, Auf dich noch, vater, schauen, So wird mir selbst das sterben leicht. 9. O laß zu allen zeiten, Mich deine weisheit leiten, Und mache selbst mich treu! Zum fleiß in guten werken Laß mich die hoffnung stärken, Daß groß der lohn im himmel sey. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛe. 46 4 ott, deine gnad' ist un⸗ * ser leben, Sie schafft uns heil und seelenruh. Dein ist's, die sünden zu vergeben, Und willig ist dein herz dazu. Du nimmst die sünder gnädig an, Die sich voll reue zu dir nahn. 2. Uns, uns verlorne zu erretten, Gabst du für uns selbst deinen sohn, Er litt, damit wir friede hätten, Für uns den tod, der sünde lohn. O gott! wie hast du uns geliebt! Welch ein erbarmen ausgeübt! 3. Dank, ewig dank sey deiner treue, Die niemand g'nug erheben kann! Nun nimmst du jede wahre reue Um christi willen gnädig an. Wohl dem, der sich dir bekehrt, Und glaubig seinen mittler ehrt. 14²⁷ Zweite A 4. Den, herr, befreist du von den plagen, Die dem gewissen furchtbar sind; Der kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein kind; Hier ist der, welcher für mich litt, Und mich noch jetzt bei gott vertritt. 5. O herr, wie selig ist die seele, Die so sich deiner gnade freut! Ob auch groß irdisch gut ihr fehle, Fehlt ihr doch nicht zufriedenheit; Gott, deine huld ist weit mehr werth, Als alles, was die welt gewährt. 6. Dein friede stärkt mit frohem muthe Das herz auch in der größten noth; Giebt hoffnung zu dem ewigen gute, Und macht getrost selbst in dem 1od; Wer diesen frieden hat, genießt Lust, die des himmels anfang ist. 7. Laß, vater, denn in diesem frie⸗ btheilung. mit dem tode streiten: Dann h der schwachheit auf, Und enlt kampf und lauf. 3. Wenn uns stolze sünder mund evig! Weil wir ihre freuden fliehn, ich, W giebt er uns seine freuden; Uussalb, bal empfindet ihn. Kann ich größenhlnd himm begehren? Ewiger, hat dich mash 5. Bin O so wird es ohne schmerz Dan sh doch N der welt entbehren. Alles andmlh joch! mir klein Gegen deine gnade su die tugen 4. Wenn mich leiden niedennhenn ich; Nehm ich sie als wohlthat an dustei von f hand, die nur beglücken, Aber mahost: got schaden kann. Du belohnst mir zlicht mein schmerzen Mit der seele heiterkeh, h. Der d versüßest alles leid Durch die u hast m ruh' im herzen, Die mich ssih die ich ve muth belebt, Ueber alles leid Andank' i⸗ . Wa der sutgegen den Auch meine seele freudig ruhn. Auch mir hast du dies glück beschieden; Denn auch für mich genug zu thun, Ward sterbend der am kreuz ein fluch, Der aller menschen sünden trug. 8. O laß mich dies im glauben fassen, Und mich mit starker zuversicht Auf deine vatertreu verlassen; Wenn alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt! Sein heil steht unbeweglich fest. 9. Lobsingend will ich dich erheben, Mich ewig deiner gnade freun, Und deinem dienst mein ganzes leben In kindlichem gehorsam weihn; Denn du vergabst mir meine schuld; Nie, nie vergess' ich diese huld. Mel. Sollt' ich meinem gott ꝛc. 465 G durch welchen alle * dinge Sind und wir⸗ ken und vergehn, Stärk' mich, daß ich dir lobsinge; Lehre mich dein lob erhöhn! Laß mich dich im stillen loben, Mich, den du voll lieb' und huld Aus den tiefen seiner schuld Zu des ehristen glück erhoben! Dich erheb' ich immerdar, Der mich schuf und neu gebar. 2. Könnt ihr die gestirne zählen: Gottes gnade zählt ihr nicht. Er er⸗ rettet unsre seelen, Ist ihr freude, trost und licht. Wenn wir mit den eitelkei⸗ ten, wonne hat. 5. Von gefahr und noth umine wun Ueber diesen rauhen pfad Geh'ihiissen;! ter, in dein leben, Das nicht lahhlluf, Soer Sollten mich der I. Gelob freuden, Sollte mich der fündn lud seine Und das elend und der tod, Hen eirauch n deiner liebe scheiden? Raubtihtsh weiner! krone mir! Nein, ich leb', ich sit 11⁷— 24. fühle d Mel. O ewigkeit, du donnerwon hur, getro 466. Men glaub' ist al§. Dan lebens ruh', Umfuhm! Di mich deinem himmel zu, O du, u Hum Fest ich glaube! Ach gieb mir, hern, hadacht mich digkeit, Daß diesen trost der suluch zur u keit Nichts meiner seele raubt, is nich präg' es meinem herzen ein: sand dabei glück es sey, ein ehrist zu seyn Keub, 2. Du hast dem sterblichen gish Mel Zur sel'gen ewigkeit ein recht deinen tod erworben. Nun witd 67. leib zwar asch' und staub, Dohh des todes ew'ger raub; Du 0 mich gestorben. Mir, der ich! erlöster bin ster bin, Ist, daß ich sterbe gewinn. ö 3. Ich bin erlöst und iin 1z wigkg Dann diese Und erli Rir, der ich jener herrlichkeit Mit ruhꝰ tgegen schaue? Bald ruft mich gott, fsünder mund ewiglich Belohnet und erquickt er fliehn, ich, Weil ich ihm hier vertraue; den; Unssald, bald verschwindet aller schmerz, ich größen ludhimmelsfreuden s chmeckt mein herz. t dich mehl 5, Bin ich gleich schwach, so trag' merz Dansch doch Nicht mehr der sünde schänd⸗ Alles andnach joch In meinem lauf auf erden. e gnade sidie tugend ist mir süße pflicht! Und en niedenudenn ich gleich hienieden nicht Ganz that an vastei von fehlern werde, So ist mein n. Aber nbost: gott hat geduld, Und straft ohnst mirusht meiner schwachheit schuld. e heiterleh. Der du den tod für mich bezwangst, urch die Edu hast mich, mittler, aus der angst, mich sih die ich verdient, gerissen. Dir, dir alles leid Aundank' ich meine ruh; Du heilest d noth umine wunden zu, Du stillest mein fad Geh'ihliissen; Und fall' ich noch in meinem us nicht lahnseus,/ So richtest du mich wieder auf. mich den. Gelobt sey gott! ich bin ein christ, der sündullud seine gnad und wahrheit ist An er tod, Hinlsit auch nicht vergebens. Ich wachs RaubtihM weiner heiligung, Ich spüre täglich eb', ich sallliftung Des herzens und des lebens. chfühle durch des geistes kraft Mich, du donnernet st, getrost und tugendhaft. Hlaub' ist h 6. Dank sey dir, vater, dank und 16 ruh', Unfhm! Du lehrtest mich das christen⸗ du,. Jum Fest glauben, redlich üben; Es hacht mich ruhig und erfreut, Führt uich zur wahren seligkeit: Wie, sollt' Hes nicht lieben? Erhalte stets mein rzen ein: AInz dabei, So preis' ich ewig deine rist zu senn lub. erblichen h Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. ein recht? it dir, o höchster, saub, Sahg 67. M friede haben, Und ub; Du iieiner huld versichert seyn, Das ist ir, der ih Regrößte aller gaben, Die je des men⸗ 5 ch suudie Len ederm Poe bnio cin ketwigkeit Die quelle der zufriedenheit. zst und kulne. Wovor darf meiner seele grauen, ruhig, unenn du mir, gott, nicht U ieses lebend e Kann ich getrost auf dich nur en sol, Aulshenen, Dem alles unterworfen ist: ll: Ich lai elber mist kurzen shnt Was seyd ihr leiden dieser zeit les andre ru 0 hin. 3. Beschämt mich meiner fehler men⸗ hen Du, vater, du verzeihst sie mir. 29. Von der Glückseligkeit wahrer Christen. 213 Bringt eine noth mich ins gedränge, So hab' ich doch den trost an dir, Daß du auch leiden dieser zeit Stets lenkst zu meiner seligkeit. 4. Froh seh' ich deinem höhern se⸗ gen, Den deine hand in jener welt Den deinen aufbewahrt, entgegen; Und wenn mein leih in staub zer⸗ fällt, So zagt mein herz doch darum nicht: Denn du bist meine zuversicht. 5. Mein heil steht blos in deinen händen, und dein ist, vater, alle macht, Mir jedes gute zuzuwenden, Das deine huld mir zugedacht, Nur du vollführst stets deinen rath. Wohl dem, der dich zum freunde hat. 6. Dies ist das glück der reinen seelen, Die sich mit ernst vor sünden scheun, Nur dich zu ihrem trost er⸗ wählen, Und vor dir, recht zu thun, sich freun. Wer dich mit solchem sinn verehrt, Der ist dein freund, der ist dir werth. 7. Der hat dich auch in allen fällen Gewiß zum trost, und kann sein herz Durch dich, o gott, zufrieden stellen Bei jedem gram, in jedem schmerz; Den wird zum ew'gen wohlergehn Unfehlbar deine huld erhöhn. 8. So hilf denn, daß ich, weil ich lebe, Um deiner gnade mich zu freun, Nach einem reinen herzen strebe, Und präg' es mir aufs tiefste ein: Kein größres glück sey auf der welt, Als wenn man dir, gott, wohlgefällt. Mel. Allein gott in der höh' sey ꝛc. welch ein unschätzbares 468. O gut Ist doch ein gut gewissen! Hab' ich nur das, so hab' ich muth, Wenn andre zagen müssen. Dann zittert meine seele nicht; Mich schreckt kein tod und kein gericht: Denn ich hab' gott zum freunde. 2. Bin ich mir dessen, gott, be⸗ wußt, Und steh' bei dir in gnaden So wohnet ruh' in meiner brust Und wer will dann mir schaden? Ich auf dich in aller noth, Womit ehꝰ Eo seh' ich auch mit heiterm sinn Auf zukunft mich bedroht; Mich trö⸗ stet deine liebe. 3. Trifft mich auch hier zuweilen noch Das gift der lästerungen; Wird 2¹⁴ meines herzens ruhe doch Dadurch nicht ganz bezwungen. Weiß sich nur mein gewissen rein, Und flieh' ich auch den bösen schein, Wirst du mich schon beschützen. 4. Ich sehe mit zufriedenheit Der künft'gen welt entgegen: Sie giebt mir muth und freudigkeit Auf allen meinen wegen. Denn dort macht selbst, o herr, dein mund den hohen werth des christen kund; Da wird der fromme siegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum heil, Ein unverletzt gewissen, Des lebens allerbestes theil, Zu ha⸗ ben sey beflissen. Mit dir, gott, ausgesöhnt zu seyn; Dein heilig recht nicht zu entweihn: Das sey mein größter eifer. 3. Des richtigen gewissens spruch Laß mich stets folgsam ehren, Und immer aufmerksam genug Auf seine warnung hören. Erinnerts mich an meine schuld, So laß mich, vater, deine huld, Voll reu' und glauben suchen. 7. Mit deiner gnade tröste mich Und stärke meine seele, Daß sie vor sünden hüte sich, Und nie aus vorsatz fehle: Denn wer nur reines herzens ist, Hat immer dich durch jesum christ, Allgütiger, zum troste. Mel. Alles ist an deinem ꝛc. ater, den mein herz 469. V verehret, Dem mein leben angehöret, Heilig sey mir dein gebot: Neber alles dich zu lieben, Dei⸗ nen willen gern zu üben, Und dir treu zu seyn, o gott! 2. Ohne dich ist doch kein friede; Und die seele quält sich müde Um das blendwerk dieser zeit. Ihren durst kannst bu nur stillen, Und du willst ihn gern erfüllen Hier und auch in ewigkeit. 3. Gieb, herr, daß das glück der erde Nie für mich verführung werde; Deine huld sey mehr mir werth. Sie nur ist das glück der seelen, Und das werd' ich nicht verfehlen, Wenn mein herz dich kindlich ehrt. Friede werd' ich im gewissen, Und den himmel hier genießen, Lieb' Zweite Abtheilung. ich gutes nur allein; Such ich Az n, g. mehr als allen, Such' ich sic dume. zu gefallen, So sind ew'ge s 60 mein. Lenk 5. Kann ich, wenn mich mum hassen, Mich auf dich nur, gott, Und verlier“, auch wenn ich srderst Nicht den muth zu meiner pflih wegen,“ 6. Laß den reiz der eitelkein Cin hr von dir mein herz ableiten, Bl en, Al mir mein höchstes gut! Hilf mi ich; W betrug der sünden Sehn und Ashmähn haft überwinden; Gieb mir danh Hlüc bes und muth. E 7. Lenke, vater, mein bestrehinh L., 960 zu einem bessern leben; Lehnithte schon in der zeit An dem ewihn lüclich götzen, Hier den werth der 5 it schätzen, Wie einst in der ewiht dm et Mel. Wer nur den lieben gott u. 9. Er er durch dein unn Ren, Un 47 0. Wé neu geboren, Dul ftund 2 und von dir empfängt Ein heu uh, Fre 2. Befreit von seinen finstm besten Er darf 1 Mel. 3. Er darf, o gott, von dil langen, Was ihm dein kigun47 1 erwarb; Er wird es auch ben frieden. empfangen, Weil er auch ihn Ihm se heile starb; Verständniß, so wirn glauben und kraft, Zum kampf in seinn lust, J grimschaft.„% dem her 4. Zum sichern siege deine i. 2. El Und deinen geist der heiligunh, ihn mit einem jeden guten werke; Imshwach trost und linderung; Und selbth das gut dieser übungszeit, Den vorschuth sein wo ner herrlichkeit. immer 5. In seinem kindlichen gebih 3. er der frohen zuversicht, Oi und in dein sohn vor dir vertrete, Il scheut beschämst dein kind auch nichtt Er eilg uch' ich, h' ich sten ew'ge fi mich mant nur, gotth mein hen volle denn ich einer pflich eitelkeiin eiten, Bli Hilf mit ßehn und s — n bestreben sen; Lehret⸗ dem ewigen derth der der ewigl lieben gott ch dein in geboren, Os gt Ein hen „Der sünd enkt, Und n solcher un inen finstent claverei; ssen, Von sih Sieht er in n vater umd ott, von diß dein eignel! es auch va er auch ihn dniß, so wirn npf in seing 115 haterhuld gewährt Ihm immer Len beten alles dem erlöst wenn er auch fehlt, ihm in seiner schwachheit auf, Und vegen, Liebt alle mensch Sein thun, o herr, b mir dashlhsick bestehn. ufr ehr, als er begehrt. 6. Bereit zu helfen und zu trösten, ist du mit väterlicher huld, Zum en, Und hast, geduld; Hilfst Irderst seinen tugendlauf. 7. Er wandelt gern auf, deinen en brüderlich, wird endlich se⸗ en, Auch freut er deines beifalls sch; Wenn alle spötter ihn ver⸗ ihmähn, Bleibt doch sein trost und 8. Er, sicher, daß er selig werde, leden stets mit seinem loos, Ist die schnöde lust der erde Zu lüklich schon, zu reich, zu groß. in zeitlich glück ist ihm zu klein; denn er wird ewig glücklich seyn. 9. Er sieht den tod von ferne kom⸗ nen, Und zittert nicht, er ist sein seund; Von dir zum erben angenom⸗ hen, Frohlockt er, wann der tod er⸗ shent; Er endet fröhlich seinen lauf, ind schwinget sich zu dir hinauf. 10. Wie selig, wer so neu geboren En frommes herz von dir empfängt, Und dich zum eigenthum erkoren, Der sünd' entsagt, und göttlich denkt, Und heilig lebt: wie selig ist Dein ünd, dein eigenthum, der ehrist! für Mel. O gott, du frommer gott ꝛe. 471. Wẽer gottes wege geht, 4. Nur der hat wahren sieden. Wie herrlich ist sein glück Ihm selbst von gott beschieden: Voll gaubens widersteht Er jeder bösen lust, Ist seiner tugend sich Froh vor iege deine fl er heiligunh ihn mit festem muthe; Wird in der verke; Im 3 Und selhi das gute. Ihn machet gottes geist Durch den vorschm dlichen gebil ersicht, OA vertrete, M auch nicht. dem herrn bewußt. 29. Von der Glückseligkeit wahrer Christen. 21⁵ zu bereun; Sucht gnad' und strebt noch mehr Der tugend treu zu seyn. I. Getreu in seinem stand, Genießt er gottes gaben Vergnügt, wenn andre gleich Mehr glück und ansehn haben. Mit dem, was gott ihm giebt, Zufrie⸗ den, frei von neid, Von habsucht und von geiz, Von stolz und eitelkeit. 5. Schenkt gottes hand ihm viel, So wird er vielen nützen; Des freun⸗ des glück erböhn, Verlaßne tugend schützen; Auch selbst beleidigte Wird er in noth erfreun; Gut, wieẽ sein gott gesinnt, Und milde wird er seyn. 6. Er kränkt den nächsten nie, Schützt seinen ruhm, sein leben; Er trägt ihn mit geduld, Ist willig zu vergeben; Und übereilt ihn auch Der zorn, so faßt er sich, Und denket bald: wie oft Verschonet gott auch mich. 7. Er suchet jedes herz Im guten zu bestärken; Und jeden reizet er Zu allen guten werken: Mit allen suchet er Ein herz und sinn zu seyn, Mit ihnen eines herrn Und heils sich einst zu freun. 8. Das heil der ewigkeit, Das hier der fromme schmecket, Erhält ihn so getrost, Daß ihn kein unfall schrecket; Es schafft ihm frohen muth, Und stillet seinen schmerz: Im tode selbst frohlockt Sein gottergebnes herz. Mel. Wie groß ist des allmächtgen. 472 Wie mächtig spricht in * meiner seele, Herr, deine stimme voller huld! Du schonest meiner, wenn ich fehle; Zürnst nicht; hast väterlich geduld; Schickst deinen geist, mich zu regieren; Sprichst meinem herzen freundlich zu; Wirst niemals müde, mich zu führen, Und sorgst für meine wahre ruh. 2. Er merkt auf seinen gang, Geht shwachheit stark, Liebt immer mehr sin wort tugendhaft, Und er nimmt inmer zu An kenntniß und an kraft. 3. Gott hat er allezeit Vor augen lud im herzen; Wacht über sich und sheut Sich vor der sünde schmerzen; 2. Erbarmer deiner kregturen! Liebreicher herr der ganzen welt! Die deiner güte reiche spuren In jedem sonnenstaub enthält: Zu groß sind sie, daß ich ermessen Die wunder deiner liebe kann. Nie will ich undankbar vergessen, Was du zu meinem heil gethan. 3. Sollt' ich nun noch den gott mit willen Beleidigen, der mir ver⸗ Eieilet, wenn er fällt, Den fall gleich giebt? Der mir, gebote zu erfüllen, Gegeben hat, weil er mich liebt; Der die erfüllung meiner pflichten Aus lau⸗ ter güte mir vergilt? Und der, anstatt mich streng zu richten, Mein herz mit trost und freud' erfüllt? 4. Sein dienst ist glück für meine seele; Gehorsam meine seligkeit! Wie kindlich wein' ich, wenn ich fehle, Vor ihm, dem vater, der verzeiht! Ich fühl' die schwere meiner sünden, Dritte Abtheilung. Die weder mensch noch engel hi crisum Wie freudig kann ich's dann 0 und kein den, Daß ehristus miein erlöser s sheide. 5. Den großen tröstenden gedat Geb' ich für alle welten nicht. M bleibt er, wenn auch thronen wa 476 Fest steht er, wenn die welt. bricht. Es mögen sündigen unh hören tern, Die kinder des verderbens ih Rach der Gott wird der erde grund erschüh die herze kehoben 2. Oh Ich bebe nicht: ich bin sein kid nit fnste —— Ius recht stommen iben, Ro Dritte Abtheilung. He jtht so u Enke du Lieder fuͤr besondere Zeiten, Staͤnde und Wuni ind dir I) Bei dem oͤffentlichen Gottesdienste. 1477. uur gläub a. Beim Anfange desselben. Dis feue Mel. Vom himmel hoch da komm' ꝛc. oder: Wenn wir in höchsten ꝛc. hv rhör' uns, gott, wir 473. E flehn um licht, Versage deinen geist uns nicht, Laß uns dein heilig wort verstehn, Und freudig deine wege gehn. 2. Erleuchte unsre seelen nun, Stärk uns, und lehr' uns redlich thun, Nach deinem wohlgefallen, gott; Denn wir sind dein jetzt und im tod. 3. Mach' uns im glauben stark und frei Von trägheit und von heuchelei; Zu dienen dir die lebenszeit In christ⸗ licher rechtschaffenheit. 4. O höchster! unser lobgesang Ge⸗ falle dir und unser dank, Bis wir vor deinem throne stehn, Und dann vollkommner dich erhöhn. Mer. Liebster jesu, wir sind hier ꝛe. ieb, herr, daß dein theu⸗ 474. G res wort Unsern geist heut so durchdringe, Daß es dann auch immerfort Frucht in unserm leben üdurch 1 bringe, Und daß es uns mächtiz il Die bölke Zur vollbringung guter werke. hast, In 2. Laß es uns seyn trost und iN Uja, Ha Herr, auf allen unsern wegen; l 100 starke zuversicht, Wenn sich nohe trübsal regen; Es vermehre freuden Bis wir von der well scheiden. In voriger Melodie. err, vor deinem au 2. Ert 475. H sicht Sind un Hcht De dich anzubeten; Laß uns ohne aust Lrbst' u nicht, Nicht ohn' ernst dein I Kaft zu betreten; Gieb uns herzen, El n Hhren⸗ Christlich flehn, aufmas öre ren. 2. Laß dein seligmachend wont ute früchte bringen, Uns durhe himmel raft sofort Tief in unsre seelen i zu dir gen; Laß es unsern sinn en ur de Und des irrthums nacht zerstreh wir de 3. Daß, mit deinem wort 2 10 Wir, was du befohlen, übenz hat 6 und den, den du gesandt, I haft zlich lieben! Daß kein leid engel bus christum her ö ö eude Uns von dieser liebe dann enz mnd keine fr erlöser s scheide. nden gedan nicht. W. In bekannter Melodie. ronen Wl esu ehriste, wir sind hier bie welt 1 476. J Um dein göttlich wort digen und u hören: Gleb uns andacht und begier Nach der wahrheit theuern lehren, Daß die hezen von der erden Ganz zu dir 1. Bei dem öffentlichen Gottesdienste. 21⁷ Daß ich mit fleiß gewissenhaft Und treu dein wort vollbringe! Auch mache mir bis auf den grund Mein herz mein ganzes leben kund, Daß ich nie heucheln möge! 3. Gieb alles, was dein sohn ver⸗ heißt, Und send' uns kraft von oben, Damit wir dich mit einem geist Aus einem munde loben! Laß unser lob und unser flehn, Auch unsern dank erderbens f. nd erschüth sein kind erhoben werden. 2. Ohne dich ist der verstand Sehr nit finsterniß umgeben, Drum so uns recht bekannt, Was uns dient zum stommen leben. Gutes denken, gutes lben, Kommt von deines geistes trieben. 3. Deines wortes göttlich licht Leuchte stht so unsern seelen, Daß wir seinem Mierricht Folgen und das gute wählen. lenke du gebät und lehre Uns zum heil und dir zur ehre. In bekannter Melodie. omm 14²7⁷. ö Erfüll' die herzen dei⸗ üudurch mannigfaltigkeit Der zungen, ns mächtig iy Die völker Der ganzen welt versammelt ter werke. hast, In einigkeit des glaubens, Halle⸗ n trost und IA Mia, Halleluja. rn wegenz. an sich noth ⸗ Mel Ach bleib' bei uns, herr ꝛc. vermehre u heilger geist! laß uns n der welt 78. O dein wort So hören heut und ferner fort, Daß sich auch Racti⸗ sets durch deine lehr', Glaub', lieb' und hoffnung in uns mehr'. or deinem au 2. Erleuchk' uns huldvoll durch dein Sind win liht, Versag' uns deinen beistand nicht; uns ohne aush Tebst' uns in aller unsrer noth, Gieb ernst dein Akraft zum guten bis in tod. hu, a Mel. Allein gott in der höh' sey ꝛc. I . 11— 479. O herr, wenn deine leh⸗ ren mir Den weg zum „Uns dunch limmel Aul So laß die seel' empor unste seelen Eiu dir In stiller andacht steigen; Er⸗ n sinn ensi kuchte mich, und gieb verstand, Da acht zersuent nir dein wille recht bekannt, Und i em wort harh sets weiser werde. len, üben gesandt, N so mach' heiliger geist! Ier gläubigen, Und entzünd in ihnen dns feuer deiner göttlichen liebe; Der 2. Gieb, daß des wortes geist und huft Mein ganzes herz durchdringe, von herzen gehn, Und dir, o herr, gefallen! . Dann sehen und empfinden wir Schon deine huld auf erden; Dann wird auch unsre andacht hier Recht heil⸗ sam durch dich werden; Dann werden wir, nach dieser zeit, Zur ruh in jener ewigkeit Dereinst unfehlbar kommen. Mel. Herr jesu ehrist, dich ꝛc. ö 480 vater, send' uns dei⸗ * nen geist, Den uns dein göttlich wort verheißt, Daß er uns stärke, tröst', regier', Und uns den weg zur wahrheit führ'. 2. Stärk' unsern glauben und ver⸗ stand; Mach' deine lehr' uns recht bekannt; Treib' auch zur heiligkeit uns an, Und führ' uns auf der tu⸗ gend bahn. 3. Mach' uns geschickt, den engeln gleich, Zu preisen dich in deinem reich, Und dich zu sehn von angesicht In ew'ger freud' und seel'gem licht. I. Dir, gott, den erd' und him⸗ mel preist, Dir, vater, deinem sohn und geist, Dir, der mit hülf' uns gern erfreut, Sey lob und preis in ewigkeit. Mel. Liebster jesu, wir sind hier ꝛc. 481 Wir erscheinen heutꝰ vor dir, Dich, o vater, zu verehren, Und in deinem hause hier Dein hochheilig wort zu hören; Vom geräusch uns zu entfernen, Und, was uns beglückt, zu lernen. 2. Gieb uns deinen geist, o gott! Und durch ihn fruchtbaren glauben; Nicht der welt list, macht und spott Laß uns diesen jemals rauben; Gieb vielmehr muth, licht und stärke Uns zu jedem guten werke. 3. Hilf, daß alle sünder sich Durch dein wort zu dir bekehren, Und wir alle, gott, durch dich Treu vollbrin— b. Beim Sch Mel. Jesu, deine tiefe wunden. ott, durch den wir sind 482. G und leben! Höre, wie der ehrist dich preist, Daß du uns dein wort gegeben, Das uns heilsam unter⸗ weist, Das uns unsre pflichten lehrt, Warnt, ermahnet, straft, bekehrt, Und, wenn uns ein leiden drücket, Uns mit reichem trost erquicket. 2. Gieb, daß wir dein wort recht lieben, Ernstlich, ohne heuchelschein, daß wir uns im guten üben, Und nicht bloße hörer seyn; Denn wer deinen willen weiß, Und ihn doch nicht thut mit fleiß, Der ist ärger als die heiden, Und wird doppelt streiche leiden. 3. Darum drück', was wir vernom— men, Tief in unsre seelen ein; Laß uns zur erkenntniß kommen, Und des wortes thäter seyn; Dein geist treibe stets uns an, Daß dich von uns jeder⸗ mann Recht erkenne, ehr' und liebe, Und mit sünden nicht betrübe. Dritte Abtheilung. gen, was wir hören; Daß wir ärket un Romm auf erden, Und dereinsian nehr erker selig werden. Lin mittel, ———* m ö E. Sa lusse desselben. empfunden 4. Um dies alles recht zu wish henrn gehö Sey dein wort uns rath und 1 stohen stur Laß uns trost daraus genießen, M. lich verehr es uns an trost Hebeict. Es hei müht, Si uns jede noth; Es erquick und n entzieht? im tod, Durch die hoffnung, nachh 9. Was leiden Dort zu schmecken himmi entzücken, freuden. belebt, V llicken Mi Mel. Liebster jesu, wi hebt, Und, Mel. Liebster jesu ir sind u. eßt, Von 483 reuer gott, wir duhl 10. Kom * dir, Daß du unz ai üder! V wort gegeben; Hilf uns ferner, A sehn; Kon auch wir Nach demselben heilig ln gleder; Ki Gieb dem glauben solche stärke, N ohn! Fro er thätig sey durch werke. Der unser 2. Uns, o vater, lehrest du, A wir thun und glauben sollen; E. Vel. 85 uns deine kraft dazu; Gieb zum u 22— auch das wollen. Und zum mh 485 x das vollbringen, So wird alles 10 10 gelingen. buur, in d lommen; —.— 2) Von der Feier des Sonntags. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 484 Doen höchsten öffentlich entziehet An dem dazu bestinm * verehren, Und in sein tag, Aus leichtsinn die versammihh haus mit freuden gehn, Um andachts⸗ voll sein wort zu hören, Und ihn lob⸗ preisend zu erhöhn, Ist eine pflicht, wozu der ehrist, So lang' er kann, verbunden ist. 2. Denn billig ist's, das höchste wesen, Durch das der mensch ist, lebt und denkt, Ven herrn und richter aller wesen, Den, der uns jede wohlthat schenkt, Mit lob und preise zu erhöhn, Um neue huld ihn anzuflehn. 3. Wenn du nur in der still' ihn ehrest, Und jesum deinen heiland nennst; Doch ihn nicht öffentlich verehrest, Ihn nicht auch vor der welt bekennst: Bist du dann sein? bist du ein ehrist, Der seinem heiland dankbar ist? dich zu vere 2. Er se geweihet, 1 heils sich fr steuden voy 9. Dich melsheere, deiner ehre srer ehrfur 4. Wie hegrüßen, sleßen, Un bösten zun 5. Mich hren freu deiner leh wort, das will ich hi 6. Mit ich trete Undlich zu glück, die ucht gede 4. Wer sich dem dienst des fliehet, Und nicht mit anderm i mag: Der, der verletzet seine hl Verachtet gott, ehrt jesum nicht. 5. Auch deinen nächsten zu erht Mußt du zum hause gottes gehnge viele sind, die auf die schauen, sehr auf andrer beispiel sehn; A einer durch dich träge wird, M. es nicht, der ihn verführt?— 6. Und selbsten uns in unsergysh ten, Und von der bahn zur su Noch immermehr zu unterrichtel! dieser vorbereitungszeit: Wie nh ist dies nicht, o ehrist, Der du gun zu fehlern bist! 7. Der gottesdienst ist ein gethh Dazu aus lieb' uns gott verbanz daß wing lärket unsers geistes kräfte, Giebt dereinstn Nehr erkenntniß und verstand; Er ist ein mittel, das uns kraft Zum glau⸗ ben und zur tugend schafft. 8. Hast du nicht auch oft trost enpfunden, Wenn du das wort des henn gehört? Sind dir nicht lieb die frohen stunden, Da man gott öffent⸗ lich verehrt, Und, um das ewige be⸗ müht, Sich dem geräusch der welt entzieht? 9. Was gleicht dem himmlischen eutzücken, Das hier ein frommes herz belebt, Wenn es in siillen augen⸗ lliken Mit andern sich zu gott er⸗ hebt, Und, voll des glücks, das es ge⸗ *ießt, Von dank und freuden überfließt. „Wir dalh 10. Kommt denn, o christen, theure du undih küder! Vereint im geist vor gott zu ferner, sehn; Kommt, wir sind eines leibes heilig lil glieder; Kommt, unsern vater zu er⸗ e stärke, I oͤhn! Frohlockend preiset jesum christ, ke Oer unser herr und heiland ist. ht zu win th und A ießen, Vn „Es yu ick' und n ng, nachgij en himm r sind u. rest du, Y ollenz e Nel. Herznebster jes, we. hast ꝛe. eb zum wi oder: Ist 5 ein gott ꝛc. zum wolh 485 Dil ist der tag, an wel⸗ ird alles* chem deine frommen, herr, in dein haus, dich anzubeten, lunmen; Mit lob, gebät und dank dich zu verehren, Dein wort zu hören. 2. Er sey nun auch, o heiland, dir geweihet, Ihn feiert gern, wer deines nst ded in leils sichfreuet. O, laß auch mich mit fteuden vor dich treten, Dich anzubeten! 3. Dich preist der lobgesang der him⸗ 3 Welsheere, Auch unser tempel schall' von deiner ehre! Auch unser dank und un⸗ ster ehrfurcht flehen Soll dich erhöhen. en zu ehn 4. Wie freu ich mich, die stätte zu trs gehnt hegrüßen, Wo durstigen des lebens bäche uenfließen, Und wo dein heil von der er⸗ östen zungen Froh wird besungen. 5. Mich lockt die welt umsonst zu hren freuden, Mein geist soll sich an deiner lehre weiden; Dein himmlisch vort, das deine boten lehren, Das will ich hören. 6. Mit andacht will ich heute vor lich treten: Ich weiß, du hörst, die hͤlich zu dir beten. Der menschen glück, die sich der sünde freuen, Kann ucht gedeihen. V hrt? unsernyih 1 zur sehch iterrichten) : Wit uh 2. Von der Feier des Sonntags. 219 7. O, laß auch heute deinen geist mich lehren, Vom weg, der dir miß⸗ fällt, mich abzukehren: Er leite mich, daß meine ganze seele Zum trost dich wähle. 8. Dein tag sey mir ein denkmal deiner güte! Er bring' mir heil, und lenke mein gemüthe Auf jenes glück, das du der welt erworben, Da du gestorben. 9. Dich bet' ich an, du todesüberwin⸗ der! An diesem tag hast du zum heil der sünder, Die fern von gott in todes⸗ schatten saßen, Dein grab verlassen. 10. Es fei're dankbar diesen tag die erde, Daß jedes land voll deines ruhmes werde! Lob sey, erlöser, deinem großen namen Auf ewig; amen! Mel. O jesu christ, mein's lebens ꝛc. gott! du bist mein 486. O preis und ruhm, Mein herz sey ganz dein eigenthum; Laß mir den sonntag heilig seyn, Und gern ihn meinem glücke weihn. 2. Gieb, daß ich mein gemüth be⸗ wahr', Wenn ich mit deiner christen⸗ schaar Zu deines hauses stätte geh'; Und so mit andacht vor dir steh'— 3. Erinnre selber meinen geist, Daß du mir gegenwärtig seyst, Damit ich deines geistes lehr' Begierig und mit nutzen hör'. 4. Drück alles tief ins herz hinein, Und laß mich nicht blos hörer seyn; Steh' mir mit deiner gnade bei, Daß ich der lehre thäter sey. 5. Hilf, daß ich deinen ruhetag Zu meinem segen feiern mag; Bewahr' mich vor dem geist der welt, Der diesen tag verächtlich hält. 6. Was dein wort heute in uns schafft, Behalt' die ganze woche kraft; Daß jeder tag und allezeit Sey dei⸗ nem lob und dienst geweiht. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 487 Mie heilsam ist doch, 7 herr, die stätte, Wo deines namens ehre wohnt; O gieb, daß ich sie gern betrete, Weil da dein segen die belohnt, Die deiner lehre sich her du gunh st ein gesch t verband erfreun, Sich feierlich dir vfte weihn. 2. Wohl dem, der dich in deinem tempel, Gott, zu verehren, ernst be⸗ weist! Du hörst sein lob: und sein exempel Stärkt auch des nebenmen⸗ schen geist, Daß er auf deiner wahrheit bahn Rechtschaffen vor dir wandeln kañ. 3. Dein wort bleibt niemals ohne segen, Wenn mans nur recht zu her⸗ zen nimmt; Es giebt uns trost auf trübsalswegen, Die du zu unserm heil bestimmt; Es giebt im kampf uns muth und kraft, So wie es sieg und freude schafft. Dritte Abtheilung. 4. O laß auch mir dein licht! scheinen! Dein tag, herr, bring't mir gewinn, Wenn andachtsvol Mel. mit den deinen Vor dir an heih stätte bin. Laß dir das lob, d 490. dir weihn, Ein angenehmes gneuen fle seyn. Iesu! geb' 5. Du bist der vater aller fromm hem etv'g. O segne heute deine lehr'! Esputen gei wenn wir zusammen kommen, ellitet ser frommen wunsch zu deiner ehrtn 2. Nim suchen nur, herr, deine gnad Ande Den it' Reizt mich leit' uns auf der tugend pfad! 60 will Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 488 D lässest, herr, uns unter⸗ * weisen, Durch deiner lehre helles licht. O gieb, daß wir dich dafür preisen! Und segne jetzt den unter⸗ richt An uns, aus unsers lehrers mund! Mach' dich recht unsern seelen kund! 2. Hier wird dein saame ausge⸗ streuet, Der künftig früchte tragen soll. Wer sich dir in der jugend weihet, Legt grund zu seinem wahren wohl. Aus jugendlicher frömmigkeit Quillt segen unsrer künft'gen zeit. 3. So gieb denn jetzt zu deinen leh⸗ ren Auch bei uns allen das gedeihn; Laß uns mit lernbegierde hören, Und auch der lehre thäter seyn. O pflanz' dadurch zu deinem ruhm In uns das wahre ehristenthum. Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛe. 489 ommt, kinder, anzu⸗ * beten! Laßt uns zum vater treten, Der aller vater heißt; Er ist's, der uns das leben, Und seinen sohn gegeben; Er schenk' uns auch den heil'gen geist! 2. Fehlts uns in unsrer jugend, Ann weisheit und an tugend, Und ken⸗ nen wir dich nicht: So mach uns, dir zum preise, O herr, doch fromm und weise, Durch deines theuern wortes licht. jung mich Sieh, diet 3) Bei der Katechismus⸗Lehre. 9. Oft! 3. Lehr' uns den heiland knliochen, Gieb, daß, wenn wir ihn In Oft Sich unser' herz erfreu! Hilf, hen, And wir an ihn gläuben, Und ihm 100 Nun! sam bleiben; Mach' unser hes W will n recht getreu..—0 4. Präg' deine heil'gen lehren Gein wir anheuͤte hören, Tief in dit sei zen ein; Gieb, daß wir sie, zumseich, fün Behalten und erwägen, Laß un wortes thäter seyn. 5. Hilf unsern guten triehen. eltern recht zu lieben; Gieb flis folgsamkeit; Mach leichtsinn um laster Uns täglich mehr verhaßten lin Wirdr uns thun, was dein wort gebäis Harn 6. Wir sind schon jetzt als nd mache O vater, vor dir sünder, Ach, haß ich, nicht ins gericht; Gott! sey un Ptets heilit dig, schenke Uns unsre schuld; Adenn ohne Doch unsrer jugend fehler ni ez verkehr 7. Wir sind noch unerfahrelhunese i reißt in jungen jahren Der leshstenn: oft dahin; Laß uns die lust der 0 Daß sie uns nicht entzünde, M. tend gift der schlangen fliehn.“ 8. Herr! laß zu allen zeiltn deine gnade leiten, Auf jeder bahn; Führ' uns in früher Durch gottesfurcht und tugen glück des ew'gen lebens an. wüst auf e lit sicherhe dein lichth r, bring' dachtsvol. Mel. Wer nur den lieben— 2c. ir an hel err! dir gelobt mein lob, de 490. H herz die treue! Und nehmes nenen fleiß im christenthum. Dir, zesu! geb' ich memhuih 0 Deinem nem ew'gen eigenthum. Von deine tehr 1 Ul ulen geist allein Will ich hinfort kommen, geleitet seyn. ö 8 iner ehrz 2. Nimm, treuer gott! von deinem ne gnad lude Den theuern eid der treue hin. d Ffad! Lcht mich in zukunft noch die sünde, 60 will ich ihre Netze fliehn; Will ung mich schon der tugend weihn; Sieh, dieser tag soll zeuge seyn. 3. Oft hab' ich schon das wort ge⸗ rochen, Das ich dir in der taufe ub; Oft hab' ich besserung verspro⸗ hhen, Und ließ doch nicht von fehlern u! z Nun heute kehr' ich ganz zu dir, Wr 1 0 will mich bessern, hilf du mir. . Nie will ich hierin treulos wer⸗ Un, Nie deine guten wege fliehn. gen lehren ein scheingut, keine lust der erden, rief in dilgen unglück soll mich dir entziehn; sie, zum sheich, sünde, o unglaube, weich! „Laß unhhott hört es, jetzt entsag' ich euch. „Ja, ja, gott höret mein ver⸗ nechen; Tief sieht er in mein herz nein; Sollt' ich's in zukunft treu⸗ Hersehn; Gewisens: adund mein chter seyn: Gewissensangst und ew'ge ort Aehn in Wird meiner falschheit strafe seyn. vort gebee 6. Darum regiere du mein leben, letzt als Kind mache selbst mein herz dir treu, daß ich, o höchster, dir n sehl en trieben, Gieb flei chtsinn und der, Ach, sey un Stets heilig, fromm und weise sey! schuld; Adenn ohne dich ist immerdar Mein ehler 1 erz verkehrt und wandelbar. fahreh 7. So werd' ich, herr! vor deinem 4 er lel öne, Mich dieses heil'gen tages . si bafen; Geschmückt mit jener sieges⸗ . M. lone Werd' ich dann ewig selig seyn. Mel. Aus tiefer noth schrei ich ꝛc. 92 Erdeit uns, herr, die obrigkeit, Die du uns alst auf erden, Mit wohlstand und lit sicherheit Burch sie beglückt zu ns an. 221 4) Bei der Confirmation junger Christen. Herr, nimm mich hin; dein, dein bin ich! Mel. Allein gott in der höh' sey ꝛce. 491 Hen, unser gott! erbarme * dich In ehristo aller sünder, Und sieh auch jetzo gnädiglich Auf diese unsre kinder; Du nahmst sie schon bei ihrer tauf' Durch deinen sohn zu kindern auf Und erben dei⸗ nes himmels. 2. Zu ihres glaubens rechenschaft, Zu ihrem angeloben, Gieb, vater, deines geistes kraft, Daß sie des glau⸗ bens proben, Voll eifer für das ehri⸗ stenthum, Zu ihrem heil und deinem ruhm Im ganzen leben zeigen. 3. Zwar wird wohl einst in ihrer brust Auch sünde sich empören; Sie werden oft zur bösen lust Gefährlich locken hören: An sie wird der ver⸗ suchung macht, Die nur zu ihrem schaden wacht, Sich unvermerkt einst wagen: 4. Allein es kann doch deine gnad' In größesten gefahren, Auf ächter tugend ebnem pfad, Sie unverrückt bewahren; Erbarme dich, steh' ihnen bei, Daß ihre lebenszierde sey Be⸗ ständigkeit im guten. 5. Sie nahen sich zu dir, o gott! Dir heilig zu versprechen: In freud' und leid, bis in den tod Den tauf⸗ bund nie zu brechen; Gieb ihnen doch durch deine kraft, Die alles gute in uns schafft, Das wollen und voll⸗ bringen. 6. Uns selbsten, herr, verlasse nie, Die wir es freudig wagen, Für uns zu bitten, und für sie: Du wollst uns liebreich tragen; Ja nimm dich aller gnädig an, Und leit uns füh die tugendbahn, Die zu dem himmel führet. —ꝛiꝛ.——— 5) Fuͤr die Obrigkeiten und Unterthanen. werden; Verleih' ihr weisheit, trieb und kraft, Was wahres wohl dem lande schafft, Mit sorgfalt wahrzunehmen. 2. Gieb, daß sie, deinem vorbild gleich, Uns väterlich regiere, Und stets, an huld und weisheit reich, Die herr⸗ schaft glücklich führe, Daß sie ein schutz der unschuld sey, Den redlichen im land erfreu, Dem unrecht kräftig steure. 3. Laß uns, durch ihren schutz be⸗ wacht, Des friedens glück genießen, Und ruhig unter ihrer macht Das leben uns verfließen. Hilf, daß sie in gott⸗ seligkeit Dir diene, und in unsrer zeit Wir frucht davon empfinden. 4. Beschirme sie durch deinen schutz, Daß, die ihr übels gönnen, Mit ihrer list und ihrem trutz Ihr niemals scha⸗ den können. Nie fehle jeder gaten that, Die unser glück zur absicht hat, Dein segnendes gedeihen! 5. Gieb denen eifer, fleiß und treu, Die ihr sind untergeben, Daß jeder⸗ mann beflissen sey, Nach seiner pflicht zu leben. Erleichtre ihr des lebens müh, Mit deinem segen kröne sie, Und sey ihr lohn auf ewig. 6. Laß sie mit uns beflissen seyn, In deiner furcht zu leben; Uns deiner oberherrschaft freun, Mit ihr dein lob erheben; Daß so vor deiner majestät, Die über alle hoheit geht, Regent und volk sich beuge. Mel. Nun danket all', und de. 493 Eꝰ freu' der fürst des lan⸗ * des sich, Gott, deiner allezeit! Sein auge sehe stets auf dich; Sein herz sey dir geweiht. 2. Begnadiget mit deiner kraft, Und deines geistes voll, Gedenk' er stets der rechenschaft, Die er dir geben soll. 3. Sehr groß und schwer ist seine pflicht, Und er ein mensch, wie wir; Wie sehr braucht er vor andern licht Und rath und kraft vor dir. 4. Verleih ihm das, wenn er be⸗ gehrt, Dir ähnlich, gott, zu seyn; Und laß ihn, in dein bild verklärt, Sein volk, wie du, erfreun. 5. Er zeig' in seinen thaten sich Als deinen treusten sohn; Den lastern sey er fürchterlich, Der tugend schutz und lohn. 6. Beglückler völker liebe sey Sein edelster gewinn; Und kein gerechter seufzer schrei Um rache wider ihn. Dritte Abtheilung. 7. Um seinen stuhl seh immm 6 Recht und erechenget u 0 beschütz' ihn in gefahr, Wem„W. und uns sie dräut. 8. Er wünsche nie der helden un Doch zeucht er in den Eie uden w schützen recht und eigenthum, Su beten; Se ihm muth und sieg. Inser fleh 9. Auch ihm hast du bestimm 2, Gieb ziel, Das er erreichen sollz Laßt Das verw den seiner tage viel, Und jedz ferten nack gensvoll. hueilen, Fr 10. Sein werd' in jedem slah Und die h dir Mit lieb' und dank gedacht. hör' uns, gott! so jauchzen wir! preisen deine macht. 7) Mel. Nun kommt der heiden hil Mel. er gehorcht, der 494. Wĩ mit lust; Jednn 496. sich wohl bewußt, Daß er nicht u Rar aus di ren kann, Seh ein guter unten ain festen 2. Bis du niedrig, bis wu herd u Sey vergnügt mit deinem loos, E 2 Mit! dich deines standes nicht; Nüßh doch jedes pflicht. 3. Zur gemeinen wohlfahh Dem gesetze stets getreu; Gol das von jedermann, Der es dil! gelten kann. I. Schaue jesum ehristum as war auch ein unterthan. Thu, ohn' zwang und noth, Deiner ih keit gebot. 5. Gieb dem ruhm, dense gebührt; Schoß und zoll denn, regiert. Gieb, als gäbst dus dem herrn, Was du schuldiz stets gern. 6. Ordnung und gerechtigket e und fried' und sicherheit Ist ein das man nur hat Durch deni rath und that. 7. Leben wir gewissenhaft, H denk der rechenschaft; So wicds der höchste herr, Uns dies gehun und mehr. 8. Obrigkeit und unterthar. drum den höchsten an; Fürchtieh denn sein h. Wird gerehl ssh sündigt nicht. und eifrig 5. W 1 „Wa gaß sie thun geling ihr t und deinem 10 a0 üh Au Daß des 14.5 bür Will 80 gieb 30 se sich chrif Aimel sol sie zur 2²2³ seh ium. b) Bei der Einfuͤhrung eines neuen Predigers. 5 Und d Mel. Liebster jesu, wir sind hier. „ Wenn 14 5 Heh hier stehet unser heldenm hirt, Der sein amt Helden u um angetreren, Der uns künftig n krieg, peiden wird: Höre sein und unser Jum, Sof heten; Sein gebet, uns recht zu lehren, Unser flehn, ihn recht zu hören. 2. Gieb ihm kraft, nach seinem flehn, Das verwundete zu heilen, Den ver⸗ irtten nachzugehn, Den bestürzten zu⸗ zueilen, Frevler heilsam zu erschrecken, Und die trägen zu erwecken. bestimmt! soll; Laßth Und jeda jedem slch 3. Ruf' ihm zu; so hab' nun acht Auf dich selbst und auf die heerde; Daß, wenn er für andre wacht, Er nicht selbst verwerflich werde; Daß er nicht die frucht der lehre Durch den wandel selbst zerstöre. 4. Legt er endlich in das grab Lebenssakt die matten glieder, Und auch seinen hirtenstab Nach der sauern arbeit nieder: Herr! so gieb ihm dort zum lohne Die verheißne gna⸗ denkrone. 9. Und trennet dann auch sie der tod: So wissen wir, daß unser gott, Die tugendhaft sich hier geliebt, Ein⸗ k gedacht.— ichzen hwin 7) Bei Einsegnung neuangehender Eheleute. heiden hil Mel. Erhalt' uns, herr, bei ꝛc. u hast gestiftet, herr, ut; Jun 496. D die eh' Schau auf dies j er nichtn. Nar aus deiner höh', Das vor dir steht, dn festen bund Hier vor dir schließt nit herz und mund. mloos,E 2. Mit gnade schau auf sie herab, cht; M Laß sie zusammen bis ins grab Ver⸗ 5 Um freundlich, Wd. Vor blfah Aem gottesfürchtig sind. ven: ll 9. Laß sie einander inniglich Stets Der Wlhe, doch nicht mehr, als dich; Von ntreu fern, im herzen rein, Keusch isum en guch in wort und thaten seyn. 2r Tün 1% J. Mach sie in heil'ger einigkeit Zu „Deinn heinem lob und dienst bereit; Zum heten und sür und an dir Geschickt und eifrig für und für. 1261 5. Was ihnen ihr beruf gebeut, Das aß a ste ürn mit den 3uh Und 0 geling ihr treuer fleiß Zu ihrem woh sorse deinem preis. 0 b akeit.2. H. Und wenn des lebens last und duc se beschwert, so lente sie urc de daß jedes an dem sauern tag Des 1 udern bürde hülfreich trag'. enhaft, E 7. Willst du durch kinder sie erfreun, sigo wiossee gieb zu deren zucht gedeihn; Laß dies gehn sch christlich treu bemühn, Dem ies gebeh simmel solche zu erziehn. kerthar Wenn kreuz, nach deinem rath, „‚ Fir 1 Et; Laß sie darin nicht unerquickt; ge Rnt heitre kage nach dem leid, Und rd gereht Hlete sie zur seligkeit. ter unterthe bist du ander ewig wiedergiebt. Mel. Vom himmel hoch da ꝛc. oder: Wo gott zum haus nicht ꝛc. 497 O gott! deß gnadenvoller * rath Den ehstand ein⸗ gesetzet hat, Der du ihn segnest, fchützest, liebst, Und ihm glück, heil und gnade giebst. 2. Gieb diesem neuen paare heut' In deinem dienst einmüthigkeit; Und laß, so oft sie zu dir flehn, Ihr thun beglückt von statten gehn. 3. Auch wenn sie kreuz und kummer drückt, So zeige, daß du es geschickt; Hilf bald, und gieb, daß sie zuletzt Dein gnadenreicher trost ergötzt. 4. Laß böses beispiel stets sie fliehn, Wenn sie einst kinder auferziehn, Daß durch sie gottesfurcht und treu Mit jedem tage werde neu. 5. Gieb treuen fleiß in ihrem stand, Auch segen, herr, durch deine hand; Laß sie stets deinen willen thun, Und unter deinem schutze ruhn. 6. Und so sey ihre lebenszeit Durch dich stets voll glückseligkeit, Bis dich, gott vater, sohn und geist, Ihr froher dank dort ewig preist. Mel. Aus meines herzens grunde. 498 A* freudigem gemüthe, * Sing' ich zu gott hin⸗ auf; Es zeugt von seiner güte Mein ganzer lebenslauf. Von dir, mein gott! von dir Kommt jede gute gabe, Kommt alles, was ich habe, Auch kinder gabst du mir. 2. Laß mich stets überlegen, Daß du ihr vater bist, Und daß auch ihrent⸗ wegen Dein sohn gestorben ist. Ver⸗ hüte, daß ich die Nicht ärgre, nicht verachte, Die ehristus selig machte: Ach, dies gescheh' ja nie! 3. Dir, vater! dir zum preise, Wollt' ich sie gern erziehn, O! mache du mich weise, Und segne mein bemühn. Dies sey mein augenmerk, Dir, gott, sie zuzuführen, Und keines zu verlieren: Welch großes, wicht'ges werk! 4. Zu schwach sind meine kräfte, Zu schwach ist mein verstand; Der kinder⸗ zucht geschäfte Steht unter deiner hand: Gott! darum bitt' ich dich, Um jesu ehristi willen,(Du wollst die bitt' er⸗ füllen!) Regiere sie und mich. Mel. Herr jesu ehrist, mein ꝛc. 499 ie kinder, deren wir * uns freun, Sind alle, gott und vater, dein; Sind deine beste gab', o herr! Bewahre sie, barm⸗ herziger! 2. Wenn treuer eltern liebe sucht Sie aufzuziehn in deiner zucht: So steh', damit sie glücklich sey, Mit deiner weisheit ihnen bei. 3. Gieb allen kindern lehrbegier, Zum guten lust und lieb' zu dir; Und laß sie meiden ohne zwang Trotz, eigensinn und müssiggang. 4. Gesegnet sey ihr unterricht; Laß sie durch deines wortes licht, Di recht erkennen; laß sie nie Gefährli irren; leite sie. 5. Im glauben mache sie gewiß; Bewahre sie vor ärgerniß Und wider der verführung list, Weil jesus ihr erlöser ist. 6. Hilf, daß sie dich an jedem ort Vor augen haben und dein wort Dritte Abtheilung. 8) Fuͤr Eltern und Kinder. menschen einst, voll lust und 2. Gie Nich tu Und sich befleißen jederzeit D3t an gend, zucht und frömmigkeit. 7. Daß wir in ihnen ehristin Die freudig deine wege gehn. Zu thun, was edel ist und gu 8. O hilf uns, vater, soh geist, Bis man dich dort im preist! Dann danken noch vollij wir Mit allen unsern kindern Mel. 2. ist deir Mel. piel ge 500. Jesus, meine zuversicht ott, dir sey maltbe: S geweiht, Hupies, öc Denn au 2. M Werzehren rn des le schäfte. daß ich, trifft sie ein schmerz fromme thränen weine, Für dir dankbar sey, Und mich ihn fahrt freu. 3. Laß auf ihre winke mich Asu und mit sorgfalt achten; I ihren wünschen mich Noch n kommen trachten: Gern, was. gnügt, vollziehn; Stets, wunmer mic mißfällt, fliehn. den b 4. Jesus stelle mir sich du das beispiel frommer kinder. herr vom himmel war, Go das heil der sünderz Er war urch li kindheit an Seinen eltern untenn bül 5. Freude sey es dann auen mur g Folgsam seyn, denn das s, Um v Und gefällig, gott! vor dir, In pflege du selbst dazu mich willig. ⸗ M dann! es wird auch mein Di heißner segen seyn. 503. „ kder Mel. Aus tiefer noth schrei' ih hein pfl 501 herr, mein gsteu mich * bitte dich Mnd willig heit und um tugend. Regiert ich berie väterlich In meiner frühen Laß deinen segen auf mir nu das zu lieben und zu thun, mein gott! gefällig. 2. Gieb, daß sich meine eltern freun, Nich tugendhaft zu sehen. Laß ihre jederzeit ducht an mir gedeihn Zu meinem zmmigkeit. 9. Für Herrschaften und Gesinde. 2²⁵ wohlergehen. Das gute, was du mir gethan Von meiner ersten kindheit an, O das vergilt du ihnen! hnen ehrissin wege gehn. lust und ist und g vater, soh h dort im noch volli rn kindenn Mel. Mach's mit mir, gott ꝛc. urch dich, gott, bin 02. D ich, was ich bin, Und ist deine gabe, Daß ich, als herr, ine zuversiht ih viel Sie 1 Enn He kra brüdern ů abe: Sie leihen ihre kräfte mir; weibt, Hübie, höchster herr! verdank' ich dir. Denn au 2. Mich zu beglücken, dienen sie, selbst es müderzehren ihre kräfte, Und dulden ern mir hMrn des lebens müh In meinem haus⸗ ch erziehn,schäfte. Laß dieses vorrechts fromm gen sie mü Drehr Nie hart, nie stolz, nie ů Mlblos seyn. u schueh 9. Auch der geringste diener ist eine Für Pelimmt zum ew'gen leben. Für ihn d mich ihnmh mich hat jesus christ Sich in den 50 nenn kued 270 Tntend 257 ich At mein knecht Mit mir dereinst ein ite rrig liches recht. h Noch 0 4. Gott! präg' dies meinem herzen „Als bruder ihn zu lieben, Laß mer mich beflissen seyn. Wie sollt' den betrüben, Der über meine ausamkeit Um rache still gen him⸗ el schreit? 5. Laß mich ihm seine saure pflicht durch lindigkeit versüßen. Er soll, enn hülfe ihm gebricht, Sie stets umir genießen. Ihn tragen will „ihm verzeihn, Und wird er krank, n pfleger seyn. Mel. Was sorgst du ꝛe. ott! dessen weisheits— 503. 2—. 7 51 999 kder mensch hier soll erfüllen, Laß zoth schtei' ieine pflicht mir heilig seyn; Laß rr, mein gsieu mich alle meine kräfte Sich gern te dich Und willig dem geschäfte, Zu dem du b. Regier sich beriefest, weihn. ter frühen Stets, wal mir sich da er kinder. N war, Gotih Er war i eltern unsin s dann alig nn das ist! vor dir. willig. M ch mein Di 9) Fuͤr Herrschaften und Gesinde. 2. Du heißest mich den menschen dienen; Und dir nun folg' ich, dien' ich ihnen, Mit fleiß und treue, herr mein gott! Drum hilf mir, meiner herrschaft willen Gewissenhaft und acbr. 7 Als deinen willen, dein gebot. 3. Bewahre mich vor bittern kla⸗ gen, Lehr' mich mein joch gelassen tragen, Und stets auf deinen willen sehn. Herr! lehr' mich reden, lehr' mich schweigen, Mich unbeweglich h erzeigen, Und nur gerade wege gehn. 4. Der herrschaft glück soll mich er⸗ freuen, Laß jeden fehler mich bereuen, Und frömmer werde stets mein herz. Bewahre mich vor stolz und neide, Vor ungeduld, herr, wenn ich leidez Sey du mein trost in jedem schmerz. 5. O! gieb mir weisheit, mich zu schmiegen, Gehorsam, herr, sehy mein vergnügen, Und freude sey mir jede pflicht. Ich bin ja, wo ich geh und wandle, Bei allem, was ich thu und handle, O herr! vor deinem angesicht. 6. Du bist der treue, der gerechte, Der herr der herren und der knechte, Der armen, wie der reichen heil. Der allerniedrigste auf erden Kann groß in deinem reiche werden, Hat dort an ew'gen ehren theil. 7. Ja, du wirst ewig mich beloh⸗ nen, In deinem himmel werd' ich wohnen, Und mich mit deinen engeln freun. Ach, herr! laß mich dies recht ermessen, Nie dein und deines reichs vergessen; So werd' ich ewig glücklich seyn. auf mir iu—— zu thun, A g. 2206 Dritte Abtheilung. 10) Fuͤr Alte, Juͤnglinge, Jungfrauen, Witwen und Waisen. Mel. In allen meinen thaten ꝛc. 504 ott hat in meinen * tagen Mich väter⸗ lich getragen, Von meiner jugend auf; Hat mich auf meinen wegen Geleitet, und zum segen Gelenket mei⸗ nen lebenslauf. 2. Ich hatt' oft große sorgen; Doch, wie ein heit'rer morgen Durch dunkle nächte bricht, So hab' ich stets erfahren: Der herr weiß zu be⸗ wahren, Und führt durch finsterniß zum licht. 3. War menschenrath vergebens, So kam der herr des lebens, Und half und machte bahn. Ich ließ ihn thun und rathen, Denn er thut große thaten, Und nimmt sich aller mächtig an. 4. Bis zu des alters tagen Will ich dich heben, tragen, Und dein erretter seyn! Dies hat mir gott versprochen; Hat nie sein wort gebrochen; Deß will ich auch als greis mich freun. 5. Er wird in meinem alter Mich tragen; mein erhalter Ist gütig und getreu. Bin ich gleich schwach und müde: Bei ihm ist trost und friede; Er steht auch meiner schwachheit bei. 6. Nach wenig bangen stunden Hab' ich ganz überwunden; Ich bin dem ziele nah, Dem ziele meiner leiden! O welche hohe freuden Erwarten meiner seele da! 7. Ich harre froh und stille, Bis meines gottes wille Mich nach dem kampfe krönt. An meiner laufbahn ende Sink' ich in jesu hände; Denn er hat mich mit gott versöhnt. Mel. Ermuntre dich, mein ꝛc. 2* ch komme vor dein an⸗ 505. J gesicht, Du schöpfer meiner jugend! Verwirf mein kindlich flehen nicht Um weisheit und um tugend. Mein ganzes leben dank ich dir; Erbarmer, weiche nicht von mir, Damit ich deine wege Unsträflich wan⸗ deln möge. herr, von dir mich scheiden. mich klüglich fliehen. Ihr hesh und ihr lachen Laß nie mich wan machen. 4. Der tugend heilige mich gn Mein schöpfer und erhalter! Sienn meiner jugend glanz, Und einstin trost im alter. Erhalte mein gehst rein; Laß keinen meiner tage sh Der nicht zu deiner ehre Vnn geheiligt wäre. 5. Ach lehre mich den weni zeit, Daß ich sie nie verschwendesgn ich mit weiser thätigkeit Zum guln verwende. Laß meiner jugend sein sie; Laß auch durch mich auf uih Dein werk gefördert werden. In voriger Melodie. 506. Ia samkeit Mein zu dir erheben; Nur deinem dis sey's geweiht, Dir ewig, gott,! geben. Vernimm, o vater, meil) bät, Das stets um licht und sh fleht, Ganz deinen guten willen,A treue zu erfüllen! 2. Preis dir und dank, meinsh pfer, gott! Du gabst mir meine s Preis dir und dank, mein mih gott! Du starbst für meine HPreis sey dem geiste, dank und und regieret. ch bin, o herr, mein ge 5 dein kind; Mein heil ist's, dich 2, Du yflanztest, herr, in mi brust Verlangen nach bergnügen mich den hang zu jeder lust, Diel verbeutst, bestegen! Dein unausll liches gericht Vergesse meine seelen Und weder glück noch leiden 3. Wenn, vater, sich auf min bahn, Mich in ihr netz—* ꝛ Versübrer meiner seele nahn, Eo herr, entferne nicht Mein herg dir und meiner pflicht; Ihr sin müh Umsonst nicht seyn, und sh Der mich zu seinem licht erboh, mich zur wahrheit führet, Eilahs d lleben. sunt J meine s deiner suchen d gefallen 4. Vi wahre m Hattuge eit tuge wie sie, mich nie sie zu rei 5. Di Mein ju streitet w mich zu st en vor un nicht mich bese lleiden. 6. Aud her: Un fleier unf ur sünde lebster r lgenthun lnd nie Wie eine 8. Mit mich D Und, ihn Der freu diesen u lehrreich mich, we hergnügen Witwen rr, in mi rgnügenz Iust, Diei n unausblh ine seelenst leiden 4 iden. h auf mih etz zu zich ahn, So Ihr bessi dein hen h Ihr suh mich wanh je mich gn er! Siei ind einst mein gehsß ner tage s hre Von den wert chwendez d Zum gutenh gend 19 n, und sh ich auf ain erden. odie. in stiller eit Ui einem dis ig, gott,! ter, mei) ht und sh u willen,A nk, mein s ir meine s mein mih meine dank und ht erhoh AN et, Erlaach „ mein g is, di ges lleben. O mache mich dir gleichge⸗ finnt In allen meinen trieben; Laß meine seele keusch und rein, Stets deiner liebe wohnung seyn, Und suchen dir vor allen, O vater, zu efallen!„ J. Vor eitler selbstgefälligkeit Be⸗ wahre meine jugend; Stets sey ihr schmuck bescheidenheit, Und ihre schön⸗ heit tugend. Kein schmuck gefalle mir, wie sie, Den gieb mir, gieb, daß ich mich nie Für unbescheidne blicke, Um sie zu reizen, schmücke! 5. Die lust zur eitelkeit laß nicht Mein junges herz entzünden; Sie sreitet wider meine pflicht, Und locket mich zu sünden. Was hilft das pran⸗ en vor der welt, Wenn, gott, mein nicht dir gefällt? Drum will ich nich bescheiden In zucht und demuth lleiden. 6. Auch sey mein auge, wie mein herz Unsträflich; nie entzünde Ein ftier unsittsamer scherz Geheime lust u sünde. Die unschuld sey mein lebster ruhm; Ein guter ruf mein lhenthum, Den jeder gern mir gönne, lud niemand lästern könne. 7. Gieb, daß in stiller häuslichkeit Ich eitle zeitvertreibe Stets gern ent⸗ hehr', und allezeit Im guten thätig hleibe! Der umgang, der verführung droht, Sey mir mehr schrecklich, als der tod; Laß seine wilden freuden, Wie eine pest, mich meiden. 8. Mit wahren frommen müss' ich mich Durch frömmigkeit verbinden; Und, ihrer liebe werth, durch dich Der freundschaft glück empfinden. Laß diesen umgang sanft und rein, Mir lehrreich durch ihr beispiel seyn, Daß nich, wenn ich mich freue, Nie mein hergnügen reue. 9. Ach, sende deine hülfe mir, Dies gern zu thun! erhöre Mein brünsti⸗ gebät zu dir, Daß ich dich ewig chre. Dir weih' ich, gott, mein leben⸗ lang Der unschuld und der tugend dank; Und will, zu dir erhoben, Dich tinst volkommner loben. 10. Für Alte, Jünglinge, Jungfrauen ꝛc. 2²2⁷ Mel. Wenn wir in höchsten ꝛc. 507 gott, erbarme väter⸗ * lich Der witwen und der waisen dich! Sey ihr versorger; laß sie nie Verzagen; schütz' und segne sie. 2. Sey selbst ihr vater, trost und rath. Die witwe, welche kinder hat, Soll, dir sie zu erziehn, sich freun; Keusch, sittsam, still, untadlig seyn. 3. Fromm, lehrreich, nur geschwäz⸗ zig nicht Sey jede; sey ein scheinend licht Für ihr geschlecht, sanft, voll geduld, Und hoffnung, herr, auf deine huld. 4. Es nehme, wer ihr dienen kann, Sich ihrer mild und liebreich an. Wohl dem, der sie beglückt und ehrt! Denn er ist dir und menschen werth. 5. Hilf ihnen! sey der waisen gott! Früh lehre diese dein gebot, Fleiß, demuth, dienstbeflissenheit, Zur tu⸗ gend lust und willigkeit. 6. Bewahre sie vor ärgerniß, Und mach' auch ihren gang gewiß Auf deinen wegen, leite sie; Verlaß sie in versuchung nie; 7. Daß, wer sie sieht, sich ihrer freu, Und gern ihr rath und beistand sey; Daß sie, hier glücklich, sich auch dein, O gott, in deinem himmel freun! Mel. Herr jesu christ, mein's leb. 508 o früh bringt, gott, * mich deine hand In einen kummervollen stand! Und ach! auf einer dunkeln bahn Tret' ich den lauf des lebens an. 2. Ich fasse deinen rathschluß nicht: Doch sey es, vater, meine pflicht, Im dunkeln auch auf dich zu sehn, Und willig deinen pfad zu gehn. 3. Wie treulich du mit mir es meinst, Dies, o mein gott, erfahr' ich einst; vielleicht noch in der prü⸗ fungszeit, Gewiß in deiner ewigkeit. 4. Gieb stärke, daß ich dir getreu In meinen frühen leiden sey! Laß nur der tugend weg mich gehn, Und stets auf deine hülfe sehn. ———i— 15* 2²⁸ Drilte Abtheilung. 11) Neujahrs⸗Lieder. Mel. Es ist das heil uns kommen ꝛc. u, gott, du bist der 509. D herr der zn, uud auch der ewigkeiten! Laß mich auch jetzt mit freudigkeit Dein hohes lob verbreiten. Ein jahr ist abermal da— hin, Wem dank' ich's, gott, daß ich noch bin? Nur deiner gnad' und güte. 2. Dich, ewiger, dich bet' ich an, Dir hab' ich mich ergeben! Dir, den kein wechsel treffen kann, Vertrau' ich froh mein leben. Wir blühen und vergehn durch dich; Nur du bist un⸗ veränderlich; Du bleibst den frommen gnädig. 3. Herr, ewig währet deine treu, Mit huld uns zu begegnen; Und jeden möorgen wird sie neu, Mit wohlthun uns zu segnen. Ich kenne keinen augenblick, Da nicht von ihr stets neues glück Uns zugeflossen wäre. 4. Du hast auch im verfloßnen jahr Uns väterlich geleitet; Und wenn das herz voll sorgen war, Uns hülf' und trost bereitet. Von ganzer seele preis' ich dich. Auf's neue, gott, ergeb' ich mich Ganz deiner weisen führung. 5. Vergieb mir die bereute schuld Von den verfloßnen tagen, Und laß doch deine vaterhuld Mich liebreich ferner tragen. Laß mich in deiner gnade ruhn, Und lehre lebenslang mich thun Nach deinem wohlgefallen. 6. Gieb neue lust und neue kraft, Vor dir gerecht zu wandein. Laß mich, herr, stets gewissenbaft Mit mir und andern handeln. Dein geist belebe herz und muth, Dich, o du allerböchstes gut, Und sünde nicht, zu lieben. 7. Die welt vergeht; dies reize mich, Die böse lust zu flieben. Um beßre freuden müsse sich Mein geist schon jetzt bemühen. Denn bier ist nur mein pilgrimstand; Im himmel ist mein vaterland, Dahin, herr, laß mich trachten. 8. O mache mich geschickt, die zeit Recht weislich anzuwenden. Laß mich den lauf der ewigkeit Mit vorsicht treu vollenden. Der tage last erleich mir, Bis meine ruhe einst hei Kein wechsel weiter störet. Eigene Melodie. 510 Herd den die sonnen un * die erden Durch ihn bau voll pracht erhöhn! Durch da machtwort welten werden, Und wel wieder untergehn! Herr, den du frohe lobgesänge Der kreaturen gu⸗ menge Und aller zeiten lauf ern Der engel chöre nachzuabmen, Dun unser herz stets deinem namen, I. unsern mund erfüllt dein lob. 2. Wie deine kraͤft die welt bewah Verkündiget der tag der nacht. 6 jahr erzählt dem nächsten jahre d thron, o gott, bleibt ewig sihhn Du bleibst derselbe; wir vergehn Wie schnell verströmet unsre Schon wieder ist ein jahr vom lih Das deine huld uns hat gegah Im abgrund der vergänglichkeit. 3. Kommt! dies sey uns ein mgh bundes! Bleibt gott, dem höchsh ewig treu; Und den gelübden unsh mundes Stimm' unverstellt das i. auch bei; O land! gelobe, gost dienen; Und du wirst wie ein gash grünen, Den er sich selbst gepflah hat. Nur wandelt treu auf sehh wegen; Und aus der fülle seiner schh Macht uns dann seine gnade sasz 4. Gott, schau herab von deh höhen! Du, der du deine mensth liebst! Erhöre unser kindlich flehh Weil du uns gerne gutes giebst; unserm fürsten langes leben, Laß i und weisheit ihn umgeben Allzeit seinem fürstenthron! Laß ihn auf u und tugend schauen, Stets seineslh des wohlfahrt bauen, Und dann du sein schutz und lohn. 5. Tritt den gewaltigen zur sh Die um den stuhl des fürsten sht Daß ihren anschlag glück beglh Und sie des volkes wohl erhöhn. alles, was das land kann bauen, sie mit wahrer sorgfalt schauen, E großen wunder deiner macht. d I reu' und die des schuld fl sie mit die das 6. S rern Fün sie zu re muth,! ihnen, h früchte! gottesfur segen au sie pflan kommt a beweise, Mel. 511 neue jah bringen, Unsern l in deine neues le den gebe 2. Laf den, Ha wir sind erlaß sie herzigkei In dem last erleith einst bei * e sonnen u Durch ihn Durch diß „Und weh „ den du aturen gan lauf erhl hmen, Daun namen, ulob. welt bewahh nacht. H en jahre Y. macht. d ewig stihn vir vergeht unsre 3h r vom lahh hat gegehg iglichkeit. ns ein tagi dem höchs übden unh tellt das g. obe, gott) ie ein gamh bst gepflath u auf schh le seiner sehh gnade satz 5 von desth eine mensth ndlich flehn giebstz O0 en, Laß h en Allzeit Y ihn auf u ets seines y Ind dann gen zur sih Ursten h lück begleh erhöhn. 0 n bauen, A0 schauen, E. die des fürsten hülfe sind. Der un⸗ schuld flehn, des land's begehren, Laß sie mit wahrer sorgfalt hören, Sie, die das ohr des fürsten sind. 6. Schenk' weisen eifer unsern leh⸗ urn Für deiner ehre lauterkeit; Mach' ste zu redlichen verehrern Der fanft⸗— muth, lieb' und frömmigkeit. Hilf ihnen, herr, daß ihre lehren Nie ohne früchte wiederkehren; Wir ganz der gottesfurcht uns weihn. Laß deinen segen auf uns fließen, Denn, herr, sie pflanzen und begießen, Von dir kommt aber das gedeihn. 7. Die obrigkeiten dieses landes Rach' doch, herr, ihren pflichten teu, Daß uns die wohlfahrt jedes sandes Und unsers fleißes frucht er⸗ freu. Bild' auch das herz der zarten jugend, Und hilf, daß weisheit, fleiß und tugend In allen unsern schulen hlih. Des landes hoffnung laß ge⸗ uthen, Daß man da bürger für die Uich. Und für den himmel selbst gieh. 8. Ach, keinen laß sein heil ver⸗ sherzen, Mach' für ihr heil die sün⸗ der klug! Gieb trost und kraft be⸗ drängten herzen, Und unsern armen hrod genug. Dies unser flehn sey ja und amen Durch jesum; denn in jesu namen Giebst du, was unser herz begehrt. Auch dies jahr segne, dir zum preise! O vater, auch an uns beweise, Du seyst es, der gebät erhört. Mel. Werde munter, mein gemüthe. ilf, herr, laß es wohl⸗ 511. gelingen, Hilf, das neue jahr geht an; Laß es neue kräfte bringen, Neuen segen jedermann. Unsern leib, seel', hab und gut Nimm in deine vaterhut; Neues glück und neues leben Wollst du uns aus gna⸗ den geben. 2. Laß dies seyn ein jahr der gna⸗ den, Habe ferner noch geduld; Denn wir sind mit schuld beladen, Ach, krlaß sie uns aus huld! Wirke wahre reu' und leid, Dann laß aus barm⸗ herzigkeit Uns vergebung aller sünden In dem blute jesu finden. 11. Neujahrs⸗Lieder. 229 3. Du hast uns dies jahr gegeben: Gieb, daß dirs geheiligt seh! Laß uns fromm und christlich leben, Redlich, ohne heuchelei, Und voll nächstenliebe seyn, Auch den feinden gern verzeihn, Daß wir glücklich hier auf erden, Und dort ewig selig werden. 4. Im vertraun auf deine liebe, Gehn wir dann getrost dahin; Was ist, das uns noch bettübe, Bei dem dir ergeh⸗ nen sinn? Lebend, sterbend sind wir dein, Du wirst uns stets gnädig seyn, Und uns, wenn wir zu dir treten, Schützen, segnen und erretten. 5. O, so laß uns fröhlich enden Dieses angefangne jahr! Leit' uns, herr, mit vaterhänden, Schütze uns doch in gefahr. Steh' uns bei in aller noth, Auch verlaß uns nicht im tod. Dann so können wir mit freuden Auch dereinst von hinnen scheiden. Mel. Nun laß uns gehn und ꝛe. it freuden laßt uns 512. M treten Vor gott, ihn anzugebeten! Denn er hat unserm le⸗ ben Bisher noch kraft gegeben. 2. Wir erdenpilger wandern Von einem jahr zum andern; Die schnelle flucht der stunden Wird kaum von uns empfunden. 3. Und diese wandertage Sind nie ganz frei von plage; Wir gehn auf rauhen wegen Der ewigkeit entgegen. 4. Doch du bist voll erbarmen Und wirst mit vaterarmen In nöthen und gefahren Uns schützen und bewahren. 5. Erhalter unsers lebens, Wir sorgen ja vergebens, Wenn du uns nicht beschützest, Mit kraft nicht un⸗ terstützest. 6. Lob dir, o gott, dem treuen, Durch den wir uns erfreuen; Lob deinen vaterhänden, Die so viel noth abwenden. 7. Hör' ferner unser flehen, Und eil' uns beizustehen; Gieb mäßigung in freuden, Geduld und trost im leiden. 8. Gieb uns und allen denen, Die sich von herzen sehnen Zu thun, herr, deinen willen, Auch kraft, ihn zu erfüllen. 230 Dritte Abtheilung.— 9. O, wehre du den kriegen, Laß menschenliebe siegen, Und wo nur thränen fließen, Sich deinen trost ergießen. 10. Gieb deinen reichen segen Zu allen guten wegen. Laß großen, herr, und kleinen Die gnadensonne scheinen. 11. Sey der verlaßnen vater, Der irrenden berather, Der unversorgten gabe, Der armen hülf' und haabe. 12. Hilf gnädig allen kranken; Gieb fröhliche gedanken Den kum⸗ mervollen seelen, Die sich mit sorgen quälen. 13. Vor allem, herr, verleihe Uns deinen geist auf's neue, Der uns mit tugend ziere, Und so zum him⸗ mel führe. 14. Das wollest du uns geben, Du herr von unserm leben; So gehen wir im segen Der ewigkeit entgegen. Mel. Vom himmel hoch da komm ꝛe. erflossen ist das alte 513. V jahr, Das uns ein jahr der gnade war; Herr jesu, freu⸗ dig bringen wir Dir unsern frohen dank dafür. 2. O gottes eingeborner sohn, Wir nahen uns zu deinem thron, Und bitten um barmherzigkeit Für deine ganze christenheit! 3. Erhalte doch an jedem ort, Zum unterricht und trost, dein wort; Er⸗ halt' uns, deinem dienste treu, Von sünd' und aberglauben frei. 4. Laß uns dem bösen widerstehn, Und freudig deine wege gehn; Be⸗ strafe dann durch dein gericht Des alten jahres sünden nicht. 5. Beweis' in diesem jahre dich An uns auf's neue väterlich; Wach' über unser ganzes land, Und segne huld⸗ reich jeden stand. 6. Dem leib gieb sein bescheiden theil, Den seelen stets mehr licht und heil, und laß dies jahr, das wir dir weihn, Ein gnadenreiches jahr uns seyn! 7. Laß fromm uns leben, uns zum glück; Dann schreckt uns nicht 11. Neujahrs⸗Lieder. der Augenblick, Der einst, o hen aus dieser zeit Uns führt zu deiy herrlichkeit. x 8. Dann danken und frohlocken z Mit allen engeln ewig dir. O tun heiland, laß uns dein Im leben i im tode seyn! Me 515. ö uns nun wonne, V Mel. Allein gott in der höh u. des früh er schuf die sonne n wälder, 514. Wé den mond, Uns l natur Le und freud' zu geben? Gott ist Oyfre me der uns noch verschont, Und mu ihn fröhl erhält im leben; Er sorget füru 2. Sch. tag und nacht; Auf, laßt uns sch licht durc güt und macht, Voll frohen dus hnt mer erheben! Maht mel 2. Herr, der da is, und mus uue van war! Von dankerfüllten zungen e. uss 92 dir für das verfloßne jahr Ein h usst., 10 lig lied gesungen; Für leben, u Miis Mi fahrt, trost und rath, Für friedey hun der ruh, für jede that, Die uns zu iu sröhl dich gelungen. ul dem 3. Laß auch dies jahr gesegnetsh Re saat! Das du uns neu gegeben. Balh ghersicht uns kraft, denn sie ist dein, Inh ucht, D. ner Furcht zu leben. Du schützetn dyfre me und du vermehrst Der menschen gi In fröhl wenn sie zuerst Nach deinem be 4. Seh streben. Freudenv 4. Gieb uns, wofern es dir gefl lih wand Des lebens ruh' und freuden; Ah schadet uns das glück der welt, gieb uns kreuz und leiden. Nurg zugleich ein freudig herz, Und! uns nicht in noth und schmerz glücklichern beneiden. 5. Hilf deinem volke väterlich! diesem jahre wieder. Erbarme! verlaßnen dich, Nähr' unsre am brüder. Gieb glück zu jeder that, und laß dich, gott, mith und rath Auf unsern fürsten miehn 6. Daß weisheit und Dasu Auf seinem stuhle throne; Daß ut und zufriedenheit In unserm IN wohne; Daß treu und liebe bei sey; Dies, herr und vater, dies i. leih In ehristo, deinem sohne! — iere sche 516. vas da deiner mo nst, o hey hrt zu deiy 12) Von den vier Jahreszeiten. a. Vom Frühling. rohlocken ir. O taeh zm leben in Mel. Sollt' ich meinen gott ꝛc. 15 och am himmel steht die 5 7 sonne, Länger strahlt mns nun ihr licht. Alles leben athmet ponne, Wonn'ist jedes angesicht. Pracht r höh u. des frühlings senkt sich nieder In die 'ie sonne n wälder, auf die flur. Die erstorbene nd, Uns i natur Lebet auf und wirket wieder. Gott istel Opfre meinem schöpfer dank! Preis' „ Und ihn fröhlich, mein gesang! orget fürn 2. Schreckenvolle stürme heulen Nun aßt uns sh nicht durch die luft daher, Und die vollen rohen dashl heleilen Ruhig wieder hin auf's meer. Acht mehr strömen regengüsse, Deren such das thal erfüllt, Und kein dicker mbel hüllt Stadt und land in finster⸗ use. Opfre meinem schöpfer dank! Reis' ihn fröhlich, mein gesang! 3. Munter zu der arbeit wallet Jun der landmann hin ins feld, Und sin fröhlich lied erschallet Hoffnungs⸗ hul dem herrn der welt. Er vertraut desaat der erde, Ehrt durch fromme llersicht Seinen gott und zweifelt licht, Daß sie gut gerathen werde. Oyfre meinem schöpfer dank! Preis ihn fröhlich, mein gesang! 4. Seht, wie in die weiten felder Freudenvoll die heerden ziehn; Fröh⸗ lch wandern durch die wälder Satter hiere schaaren hin. Hört der vögel b. Vom Mel. Allein gott in der höh sey. gott! so bald der tag 516. 24 erwacht, Erfreust du, was da webet; Und abends danket deiner macht, Was auf der erde lebet. Voll segens machst du unser land, Und schenkest uns mit milder hand Die frucht, die uns ernähret. 2. Du giebst uns regen früh und pät, Und jeder grashalm zeuget Von dir, vor dessen majestät Die volle ähr' sch neiget. Daß flur und auen sich eineun, Dazu giebt deine huld gedeihn Durch sonnenschein und regen. 3. Du krönst mit unerschöpfter hand Das jahr in sommerzeiten, Und schüttest und deri zungen e ahr Ein 96 leben, ui Für frieden Die uns d gesegnetsth ben. Velh dein, Ini u schützesn nenschen g deinem hafh es dir gefih reuden; I der welt, 2 en. Nur gh erz, Und! schmerz A e väterlich z Erbarme unsre am 1 jeder gu gott, mit ürsten nieds id gerechtih e; Daß tuhh unserm liebe beih ater, dies x n sohne! sanfte chöre; Hier der lauten nach⸗ tigall, Dort der lerche frohen schall! Alles bringt dem schöpfer ehre! Vrei auch du ihm lob und dank! Preis' ihn fröhlich, mein gesang! 5. Duftend und im feierkleide Prangt die blütenreiche flur; Jede blume lächelt freude Vor dem schöpfer der natur, Der mit thau die erde tränket Und sie wärmt, bis ihre saat, Wenn sie sich entwickelt hat, Sich von früchten schwer nun senket. Bringe meinem schöpfer dank! Preis' ihn fröh⸗ lich, mein gesang! 6. Dieser frühling, wie geschwinde, O mein gott, wird er verblühn! Wie ein schiff, vom stoß der winde Fort⸗ geführt, wird er entfliehn! Aber dort vor deinem throne Wird ein ew'ger frühling seyn; Ewig wird er die er⸗ freun, Die dich ehr'n in deinem sohne. Opfre meinem schöpfer dank! Preis' ihn fröhlich mein gesang! 7. Diese herrlichkeit der erde Ist ein schatten von dem licht, Das ich ewig schauen werde Dort, vor gottes angesicht; Auch das freudenvollste leben Hier auf erden, ist nur tod Gegen jenes, das mir gott Dort verheißen hat zu geben. Opfre meinem schöpfer dank! Preis' ihn ewig, mein gesang! Sommer. auf das ganze land Des segens lleb⸗ lichkeiten. Es trieft von ihrem milden guß Nun über berg und thal dein fuß. Wir freun uns seiner spuren. 4. Das korn, von deinem segen schwer, Bedecket nun die felder; Die freude breit't sich weit umher, Auf wiesen und durch wälder, In jedem thier, das du ernährst, Und dem duüberfluß gewährst, Mit freuden satt zu werden. 5. Der fromme landmann bringt dir dank Für deinen milden Rlus Dir schallt sein froher lobgesang Aus voller brust entgegen. Wir stimmen in sein lied mit ein, Und wollen dir, herr, dankbar seyn Für so viel reiche gaben. 23²2 Mel. Erhalt' uns, herr, bei ꝛc. 517 u gott und vater aller * welt! Du herrschest, wie es dir gefällt; Doch theilest du die jahreszeit Mit weiser unpartheilichkeit. 2. Der nahen sonne glanz und kraft Hat uns nun freud' und brod verschafft; Nun eilt sie andern brüdern zu: So weis' und gnädig herrschest du. 3. Zwar flieht uns jetzt die sommer— lust, Dafür erfreust du unsre brust Mit dieses jahres speis' und trank: O dafür sagen wir dir dank! d. Vom Mel. Auf, christenmensch! auf! ꝛc. 518 Dẽes jahres schönheit ist * nun fort! Wie trau⸗ rig stehn die triften! Es stürmt ein ungestümer nord Aus schwer beladnen lüften. Die erde starrt vom froste nun, Und ihre nahrungskräfte ruhn. 2. Wohl mir bei dieser rauhen zeit! Ich darf vor frost nicht beben. Mich schützt mein dach, mich wärmt mein kleid, Und brod erhält mein leben. Auf meinen betten schlaf' ich ein, Und kann mich sanfter ruhe freun. 3. So hat's der arme bruder nicht, Dem brod und kleidung fehlet, Den, wenn es sehr daxan gebricht, Frost oder hunger quälet. Und dreifach fühlt er seine pein, Wenn krankheit plagt und kinder schrein. Dritte Abtheilung. c. Vom Herbst. kn her 4. Bald wird ersterben die unp hesahren Jedoch sie schläft und ruhet nur, E 5. Be pfängt zum neuen leben kraft, d deiner g deine hand ihr wieder schafft. lunt w „5. Inmittelst segne uns, 9 90 lezustehe Erleichtre allen ihre noth, Die in! Dir auch rauhen jahreszeit Kein obdach, so 6. Got uns, erfreut. segen rul 6., Der armen hütten dege u.Iehel deinem segen, vater, zu. Wenn s Deß c wenn hungersnoth sie drückt, 4 hülfe, welche sie erquickt. cber lebe Mel. Winter. 4. O zaudre, zaudre nicht, g 520. herz, Ihm liebreich zuzueilenl thihkeit, seinen jammer, seinen schmerz, Asrke Ihr brod mit ihm zu theilen; Wer su gut und brüder noth vergißt, Verdient horgen n daß er glücklich ist.. 99 0 5. Vor tausenden bist du buns wich u Die in der stille klagen, Da i kllerlich. und nahrung dich erquickt In Inl Dich rauhen tagen. Lobsinge, frohesh 3. Dar in · Und bringe gott den ungen, dafür! 6. Sieh nicht auf das, wab noch fehlt, Und mancher mehr 20 Nein! auf die noth, die andreg Auf gott, der dich beschütet. A vater! lindre jeden schmerz, Und mir ein zufriednes herz. Meinen ku 13) Morgen-Lieder. Mel. Aus meines herzens grunde. 519 Almchttger, ich hebe * Mein aug' empor zu dir. Preis dir, durch den ich lebe, Und neuer dank dafür! Herr, deine huld ist groß, Und niemals hat das lallen Des dankes dir mißfallen, Das aus dem herzen floß. 2. Daß nicht in tiefem schlummer Des lebens licht verlischt, Und daß mich, frei vom kummer, Ein sanf⸗ ter schlaf erfrischt: Dies dank' ich deiner macht Und deiner vatertreue. Zur vollb ich da n Holl zuver kischeint, 6. Stö Durch sie bin ich auf's nene“ heiterm muth erwacht. 3. Beschützer unsrer seelen; traue stets auf dich. Was sl für mich wählen? O wähle du mich! Gieb, was mir nüthlih Gott, dem ich alles danke, A stärke der gedanke: Daß du sih mich bist. 4. Er stärke mich, mit frenden 521 thun, was dir gefällt; Er tröstt! im leiden; Und will die lust duth dir weih Mich jewals nach sich ziehn, Hish uunde 3 13. Morgen⸗Lieder. mein herz bewahren, Helf' er mir die en die nt gefahren Der sünde sehn und fliehn. bet uun b. 5. Veglücke du die meinen Rach kraft, deiner gütigkeit. Verlaß der armen schafft Akeinen, Wend' alles herzeleid. Du fft. wilst zwar gern erfreun, Eilst allen uns, o gi heizustehen; Doch soll der liebe flehen h, Die in Dir auch gefällig seyn. obdach, sol 6. Gott, dem ich angehöre, Dein sgen ruh auf mir. Mein seufzen, Reine zähre, Erbarmer, ist vor dir; Deß soll mein herz sich freun: Wer dir nicht traut, der bebe! Ich sterbe oder lebe, So bin ich ewig dein. Mel. Gott des himmels und ꝛce. er du alle deine werke re nicht, g 520. Liebtest, gott, von zueilenl Y0 thigkeit, Du bist auch mit huld und schmerz, Afilke Ihnen nahe in der zeit. Deine n; Wer sh decke du Wenn fsh drückt, 2N * gut' und deine treu Ist mit jedem Verdient i orgen neu. 2. Unter vielen millionen Siehst du lbreich auch auf mich; Sicher lässest umich wohnen, Und beschirmst mich literlich. Dafür preist mit neuem huk Dich mein froher lobgesang. 9. Darf ich, erd' und staub, es bagen, Heut' zu dir empor zu sehn? MReinen kummer dir zu klagen? Kindlich frei dich anzuflehn? Ja durch ehristum habe ich Dieses zutraun gegen dich. 4. Du läßt meine kümmernisse, Bin eschützet.ich redlich fromm entfliehn. So wie nerz, Und ihalle finsternisse, Da die morgensonn“ 3. aschien. Keine sorge raubt dunn mir Reine freudigkeit zu dir! 5. Du gewährst mir neue stunden, Zur vollbringung meiner pflicht, Werd' ich da nur treu befunden, So bin ich holl zuversicht, Wenn mein richter nun ascheint, Der erhabne menschenfreund. 6. Stärke du mich schwachen; leite Mich mit deinen segnungen. Ich ergebe mich auch heute Deinen weisen fügun⸗ 5. Herr, mich sieht dein vaterblick: „wie groß ist dies mein glück! Mel. Aus meines herzens grunde. mit freuden Jes morgens erste stunde Er tröste x 521. D Will ich, mein goit Hdie lust da dir weihn. Mein herz stimmt mit dem ziehn, Hish nunde Zu deinem lobe ein. Ja, laß st du behlh n, Da w lickt In i ge, frohesh gott den das, waß r mehr best ie andre gu If's neue g er seelen; Was sol wähle dun ir nützlich danke, aß du stab 233 den ganzen tag Mich so vor dir, herr, wandeln, daß ich nicht blos fromm handeln, Nein, auch fromm denken mag. 2. Fromm laß mich, doch geselligz; Klug, doch von falschheit rein; Frei⸗ müthig, doch gefällig; Und stark zur tugend seyn; Auch standhaft in der noth; Kein zorn schwäch' meine liebe, Kein ernst der sanftmuth triebe, Kein scherz die furcht vor gott. 3. Was dein gebot verletzet, Laß nie mit lust mich schaun; Wenn es die welt ergötzet, Erweck' es mir doch graun. Schnell wirkt des lasters gift. Nichts, nichts sey mir verhaßter; Doch daß mein haß das laster, Nicht meinen nächsten trifft. 4. Des nächsten ehre schmälern, Entehrt mein ehristenthum. Ein ruhm aus fremden fehlern Ist schande und kein ruhm. Laß mich das richten fliehn; Nie schlimm, was gut ist, deuten, Und, seh' ich andre gleiten, Es jedem aug' entziehn. 5. Bei fleiß und arbeit schleiche Kein geiz sich in mein herz, Und fremde noth erweiche Mich leicht zu edlerm schmerz. Kein glück, das andern blüht, Empöre mich zum neide; Und kein genuß der freude Verzärtle mein gemüth. 6. Bewahr' an diesem tage Mich vor gefahr und leid, Und trifft mich eine plage, So gieb gelassenheit; Nur hilf, o vater, mir, Daß ich sie nicht verschulde, Nicht murre, christlich dulde, Voll zuversicht zu dir. 7. Wie bald ist überwunden Das leiden dieser zeit; Auf wenig bange stunden Folgt glück in ewigkeit: Dies stärket mich in noth, Daß ich nicht ängstlich zage; Am letzten meiner tage Giebt dies mir muth im tod. 8. Der tod komm, willst du, heute; Denn da ich dein, herr, bin, So giebst du, daß er leite Gewiß zu dir mich hin; Und wenn er kommen soll, Soll er mich frei von sünden, Dir wohlgefällig finden: Dann, vater, sterb' ich wohl. Mel. Wie schön leuchtet der ꝛe. 6 ich seh' ich wieder, mor⸗ 522. D genlicht, Und freue mich der edeln pflicht, Dem höchsten 23⁴ lobzusingen. Ich will voll frommer dankbegier, O mildester erbarmer, dir Preis und anbetung bringen. Schöpfer, Vater! Deine treue Rührt aufs neue an gemüthe. Froh empfind' ich deine güte! 2. Du warst auch diese nacht um mich. Was wär' ich, hättest du nicht dich So hülfreich mir bewiesen? Zu meinem leben setzest du Jetzt einen neuen tag hinzu; Sey hoch dafür gepriesen! Durch dich Bin ich, Und ich merke Neue stärke; Dich erhebe Herz und mund, so lang' ich lebe! 3. Verleih', o gott der lieb' und macht, Daß sünd' und gram, wie diese nacht, Auf ewig von mir fliehe! Daß ich die kurze lebenszeit, In ehrist⸗ licher zufriedenheit, Zu nützen mich bemühe. Prüfe, Siehe, Wie ich's meine, Dir ist keine Meiner sorgen, Auch die kleinste nicht, verborgen. 4. Ich bin ein christ; o herr, ver⸗ leih', Daß ich des namens würdig sey! Mein ruhm sey deine gnade. Denn ach, was ich bin ohne dich? Ein irrend schaaf; erhalte mich, Mein hirt auf deinem pfade. Stärk mich, Daß ich Stets mich übe, Deine liebe Zu be— trachten, Ueber alles dich zu achten. 5. Auch im geräusch der welt soll mich Der heilige gedank' an dich Oft still zu dir erheben. Im dunkeln thale wall' ich hier; Einst nimmst du mich hinauf zu dir, Zum licht und höhern leben. Auf dich Hoff ich. Herr, ich werde Mich der erde Gern entschwin⸗ gen, Dir dort ewig lobzusingen. Mel. Vor deinen thron tret' ich ꝛc. 523 D schufst, von vater⸗ * huld erfüllt, Mich, gott, nach deinem ebenbild; Ich bin und leb allein durch dich, Du nährst, erhältst, und schützest mich. 2. Wie oft warst du mit hülfe nah, Wenn ich den Tod fast vor mir sah! Wie oft sank ich in meinem lauf, Und du halfst väterlich mir auf. 3. Gesundheit, leben und verstand Empfing ich, herr, aus deiner hand, Ein christlich herz, das gern vergiebt, Und alles gute redlich liebt. Dritte Abtheilung. 4. Vergossen hast du mir zu⸗ Sohn gottes, dein so heures 10 Du bists, der liebreich für mich fhat Dir Und mir des vaters huld erwansgl. Dir 5. Du starbst ja auch zu mapil fir heil, Durch dich hab' ich am hink 6 theil; Ich kann durch dein venil ge⸗ allein, Hier ruhig und dort selig 6. Gott, heil'ger geist, du, kraft In uns ein neues leben sch Das gute, was ich hab' an mir, Md hurte durch dein wort, kommt ganz dud kaft 7. Durch dich erkenn' ich, alg die ehrist, Daß gott mein treuer van I mie Und daß mein herz ihn kindlich Oein Hat mich dein theures wort gih zich h 8. Dies wort ist meiner seelash seel⸗ 1 Dies giebt mir kraft und zuverschh surgen! aller trübsal, aller noth, Und ahuhm 306 auch gewiß im tod. Hül 9. Drum preis' ich dich zur masgenn gef (mittags⸗, abends.) zeit, Dreichsz mur; voll dankbarkeit, Für deine lan Hult geduld, Für alle proben e oder uld. Uage du 5, Höre 10. Sey auch nun ferner, hen, hih mir, schutz, So biet ich jedem unfahh Leib, seel' und leben, haab ushr 9 vo Befehl ich deiner vaterhut. Hirst ge 11. Verleih, o herr, zu Wbich 11 ruhm, Daß immerfort mein chis thum Aufrichtig und rechtschafth Nicht augenschein, noch heucheh 12. Dann wird mein ende selhsßh 25. Und bricht dein großer tag heren und ern wecke und verkläre mich! Damssiher dan ich ewig, ewig dich. hfer heu In bekannter Melodie. herz gewei 2. 52 4 G des himmelk mit 0 2 der erden, Vateh sheil nur und heil ger geist! Der es Uspdten lag nacht läßt werden, Sonn' und Aank ich d uns scheinen heißt; Dessen starts g, Ein j die welt, Und was drinnen iss Aenpfang' 2. Gott, ich danke dir von Mhiner mil Daß du mich in dieser nacht Vorhhpohin es angst, noth und schmerzen Haftld entzi diglich bewacht, Und bei allern 4. Dich schuld, Mich noch trägst mit valh unn, Di 3. Ich gedenk an meine sündianz Ich die strafen, die mir drohn; Asshen, vol trost und gnade finden! Denn ih dankbar Mel. V 13. Morgen⸗Lieder. du mir zu 6 zun deinen sohn, Der für meine misse⸗ aheuns Aut Sich an kreuz geopfert hat. J. Dir will ich an diesem morgen Uhanz zu deinem dienst mich weihn; Ahil für meine seele sorgen, Will dir zuu, gehorsam seyn: Dann werd! ich dort selt shrecken nicht, Wenn erscheinet dein öů iht. deist, dug Zuf der bahn der tugend leite anmü 0 mich selbst, verlaß mich nicht; It gann ud verleihe mir auch heute Muth ganz vund kraft zu jeder pflicht. Dein ge⸗ ins ich, ah ů eit, W: treuer pan enk, die gnadenzeit, Werde nie von ir entweiht. bn kindlihsg Deinem schutze sey ergeben Alles, 5 wort glhaz ich hab' und bin. Dir vertrau Bd 11— seel' und leben, Werf' auf dich 5 4% Eorgen hin. Segne mich zu deinem oth, Und Auhm, Denn ich bin dein eigenthum. 7. chesab 7½ thm drohtz zur musgenn gefahr und noth mir droht; 4** 11 Um lls un zum besten wenden, Es sey brob ansishen oder tod. Sterb' ich, herr, so e proben singe du Mich zu jener himmelsruh. Höre, gott, was ich begehre; 4105. l Heb mir, was dein wort verheißt! dem ab u seh preis und dank und ehre, „haab Ulpir, o vater, sohn und geist; Du terhut. hist gebät und flehn; Ewig will herr, zu Ash dich erhöhn. rt mein chih veang Mel. Warum betröbst du dich ꝛc. 'och heucheh hm, der das licht ent⸗ nende silhß25. J stehen hieß, Und mich 2 12 Dum und erwachen ließ, Sey preis und ich! Danuffther dank! Ihm bring' ich dieses Ihfer heut; Ihm sey mein ganzes hezz geweiht. mnir.— 2. Sieh, herr, ich unterwinde mich, es himmal ut vir zu reden, obgleich ich Zum rden, Valth sheil nur asche bin. Gleich einem Der es Aspodten lag ich hier, Daß ich noch lebe, Sonn und fsank ich dir. Dessen sant g. Ein jedes gut, dess ich mich freu, rinnen is Aenpfang' ich jetzo wieder neu Aus e dir von KUseiner milden hand. Mein auge wird, nacht Vonhlpohin es blickt, Von wundern deiner erzen Hasthuld entzückt. bei allert 4. Dich, dem ich nichts vergelten gmmagslm, Dich, vater, bet' ich kindlich meine 13 Iun; Ich opfre dir mein herz. Ein drohn; Allen voll lieb' und zuversicht, Ein 11 Dennihs dankbar herz verwirfst du nicht. dich zur mun Melodie. 23⁵5 5. O du, den meine seele preist! Erwecke mich durch deinen geist Zur übung meiner pflicht; Er helfe mei⸗ ner schwachheit auf, Bis ich vollende meinen lauf. 6. Ein gut gewissen sey mein theil, Dies wirk' in mir, o herr, mein heil, Und segne meinen fleiß. Dir ist, was ich bedarf, bekannt, Und alles steht in deiner hand. 7. Die blume kleidest du mit pracht, Nährst jeden vogel, gott der macht! Bin ich nicht mehr denn sie? Ich werfe meine sorg' auf dich, Du, mein erbarmer, sorgst für mich. Mel. Befiehl du deine wege ze. 526 ½7 gott am frohen mor⸗ * gen, Lobt ihn, der in der nacht, Da wir ganz ohne sorgen Sanft schliefen, für uns wacht. Der uns im schlaf erquicket, Und unsre kraft erneut; Für uns die erde schmük⸗ ket, Und jeden tag erfreut. 2. Ihn preist der engel heere Mit hohem lobgesang; Auf, singt in ihre chöre, Auch euern frohen dank. Wer sollte gott nicht loben, Und ihm nicht dankbar seyn? Da seiner güte proben Sich jeden tag erneun. 3. Dir will ich mich ergeben, Durch den ich leb' und bin; Denn dies mein irdisch leben Eilt schnell zum tode hin; Bald ist es ganz verschwunden; Doch hängt an dieser zeit, An ihren schnellen stunden, Das glück der ewigkeit. 4. Dies reize meine seele Zum fleiß im guten an, Daß ich nichts denk' und wähle, was dir mißfallen kann: Dann kann ich nicht verderben; Ich fürchte nicht den tod: Ich werde selig sterben, Denn ich bin dein, o gott! 5. Dann tröstet mich der glaubez Ich werd' nicht ganz vergehn! Ich werd' erweckt vom staube Zum himmel auf⸗ erstehn. Dies will ich nicht vergessen, Und dieser hoffnung voll, Will täglich ich ermessen, Was ich dann werden soll. 6. Durch dies gestärkt, ermüde Ich in der tugend nicht. Mich stärket gottes friede Mit kraft und zuversicht. Ich siege in dem streite, Des sieges lohn ist nah. Getrost! vielleicht ist heute Des kampfes ziel schon da. 2³6 Mel. Ich dank' dir schon durch ꝛc. ein erst geschäft sey preis 527. M und dank! Cahrbett, o seele! Der herr hört deinen lobge— sang, Lobsing' ihm, meine seele! 2. Mich selbst zu schützen ohne macht, Lag ich, und schlief in frieden. Wer schafft die sicherheit der nacht, Und ruhe für die müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein leben zu bewahren? Wer stärkt mein blut in seinem fleiß, Und schützt mich vor gefahren? 4. Wer lehrt das auge seine pflicht, Sich sicher zu bedecken; Wer ruft dem tag und seinem licht, Uns wieder auf⸗ zuwecken? 5. Du bist es, gott und herr der welt, Und dein ist unser leben. Du bist es, der es uns erhält, Und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seyst du, gott der macht! Gelobt sey deine treue, Daß ich nach einer sanften nacht Mich dieses tags erfreue. 7. Laß deinen segen auf mir ruhn, Mich deine wege wallen, Und lehre du mich selber thun Nach deinem wohl⸗ gefallen. 8. Nimm meines lebens gnädig wahr; Auf dich hofft meine seele. Sey mir ein retter in gefahr; Ein vater, wenn ich fehle. 9, Gieb mir ein herz voll zuversicht, Erfüllt mit lieb' und ruhe; Ein wei⸗ ses herz, das seine pflicht Erkenn' und willig thue. 10. Daß ich, als dein gehorsam kind, Dir zu gefallen strebe: Dir treu erge⸗ ben, gut gesinnt In deinem reiche lebe. 11. Daß ich, dem nächsten beizu⸗ stehn, Nie fleiß und arbeit scheue, Mich gern an andrer wohlergehn, Und ihrer tugend, freue. 12. Daß ich das glück der lebens— zeit In deiner furcht genieße, Und meinen lauf mit freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. i 5858. Meee mogen der kündigt deine gnade mir. Mit mir Dritte Abtheilung. erwachen meine sorgen, Jedoch, a 11 mein vertraun zu dir. J uf6. Oet meinen kummer hin Auf dich, i llland den ich leb' und bin. hoß empf 2. Ich bin noch immer auf der His und 0 wohl 11 mischt mit gun nd ich, zu größerer beschwerde nn, mi manchen fehltritt noch begeh. un 0 der mich schützet und ernährt, 9. Ofüt ich doch deiner liebe werth! m tugend „3. Laß den entschluß mein henistte Mich füllen, Stets gern zu thun, was 9. Nog gefällt. Es gehe mir nach dehnsons chrift willen, O weiser herrscher aller vseg aufzuf Schließ mich in deine Porsich Ahnerz. Dein will ich tod und lebend% 0. Laß 4. Vergieb mir, vater, alle suh huch dem, Vergieb, was ich nicht recht Hehehtcen beif Nimm mich zu deinem gnadesfosir welt. Um meines mittlers willen an. l. Laß seinem namen bitt' ich dich; Galdis guten und starb ja auch sür mich. hmel sch. 5. Hilf du in allen sachen mh uhn. Ich bin mir selbsten nicht genug. H. Daß hüte mich vor missethaten, un menschen list und trug; Erhalha Adann mi auf der tugend bahnz Was it ben soll. thu, sey wohlgethan. 6. Bewahre mir leib' seel unl In ben, Verwandte, freunde, ehne gut. Willst du mir kreuz zu 100030. geben, So stärke mich mit tros Hr aller muth; Und willst du mich mit Mier, Des erfreun, So laß mich dir auch ush. Mit bar seyn. lallest du Mel. Chrisius, der ist mein lben. 6 och läßt der hen z. Und d 529. N leben! Mit fröhlhoch kann d gemüth Eil ich, ihn zu erhebesuchst, das hört mein frohes lied. is lebens 2. Zu ihm ruft mich jetzt uih. Du Der morgensonne pracht, Ih isie bring' vor ihm nieder, der sie und assib, mein' gemacht., ganz 3. Du herrscher aller welten, Mas d. Hhr⸗ dich auch meiner an; Wie soll Mlahunnst vergelten, Was du an mir gethusch ich zu 4. Wirst du nach opfern schusifrz habe Sie gelten nichts vor dir. Du fohts g. Du w nur vertrauen Und liebe, gott, Heunsner huldr 5. Drum will ich dir lobshässsenden; Mich deines namens freun, V liner gnade ringen, Mein ganzes Jedoc, Aluz dir weihn.„ Ich pistg, O tilger meiner sünden, Mein if dich, uheland, jesu ehrist! Laß mich den lost empfinden, Daß du mir gnädig r auf der if. scht mit ate. Dir hab' ich mich ergeben, Ich oschwerde Asue mich in dir. Viel kostlicher als begeh. dalshen, Ist deine güte mir. rnährt, A g. O führe mich auch heute auf wah— erth! Asn tugend pfad. Du, ewigweiser! mein hehushie Mich selbst nach deinem rath. thun, waih9. Roch eins laß mich erflehen: nach dinsdos chrinlich weise herz, Auf dich her aller nises aufzusehen, In freuden, wie im Vorsicht Ahmerz. lebend sihn. Laß mich am ersten trachten er, alle siszuh dem, was dir gefällt: Mehr recht gihaltenen beifall achten, Als allen ruhm n gnadessoshn welt. illen an. HI. Laß mich dir kindlich trauen. dich; Elsdis gute redlich thun, Getrost gen mich.(sunel schauen, In deinem willen sachen mühsuhn. ht genug,IH. Daß frei vom dienst der sünde, en, Vorgihot und glaubensvoll, Der tod ErhallAsdnn mich finde, Wenn ich einst Was ich kusuben soll. seel' ud nde, ehni reuz zu m mit troßse aller dinge, dem geber aller mich mit Aer, Des menschen treuem hüter. dir auch Ais 2. Mit göttlichem erbarmen Be⸗ lllest du mich armen; Und stärktest hin vertrauen, Der sonne licht zu shauen. In bekannter Melodie. ach' auf, mein herz, und singe dem schö⸗ mein leban, der hert g. Und dies, herr, ist geschehen: Mit fröhlehsoh kann das licht noch sehen. Du u erheben euhht, daß ich auf's neue Mich mei⸗ „is lebens freue. ich jetz 4. Du mußt ein opfer haben; icht, Ich isir bring' ich meine gaben: Mein sie und sib, mein' seel' und leben Sey dir, 1 05 ganz ergeben. welten, Mul z. Hhr' meinen dank, mein flehen: Wie sol Wertannst ins herze sehen, Und weißt, mir gahn sih ich zur gabe Für dich nichts pfern nser habe. ir. Du fihh J. Du wollst in meinen tagen Mich „ gott, Wornissner huldreich tragen: Mir deinen se⸗ dir lalsihnseden; Dein werk an mir vollenden. freun, W 13. Morgen⸗Lieder. 237 7. In allen meinen thaten Wollst du mir selber rathen; Mich stets zum besten leiten; Zum himmel auch bereiten. 8. Auf allen meinen wegen Be⸗ gleite mich dein segen: Dein wort sey meine speise Auf meiner pilgerreise. Mel. Werde munter, mein ꝛe. RS enn ich einst von jenem 531. Wĩ schlummer, Welcher tod heißt, aufersteh; Und erlöst von allem kummer, Jenen schönen morgen seh; O dann wach ich anders auf. Schon am ziel ist dann mein lauf. Sorgen, die mich ängstlich machten, Werd' ich dann für träume achten. 2. Hilf, daß keiner meiner tage, Geber der unsterblichkeit, Im gericht mich einst verklage, Er sey ganz von mir entweiht. Auch noch jetzt bin ich erwacht, Dank sey deiner güt' und macht; Laß mich heilig und im segen Jeden tag zurücke legen. 3. Daß ich froh gen himmel sehe, Wenn mein letzter tag erscheint, Wenn zum dunkeln thal ich gehe, Und mein freund nun um mich weint. Lindre dann des todes pein; Laß mich da am stärksten seyn, Daß ich ihn zum him⸗ mel weise, Und dich, herr des todes, preise. Mel. Nun danlket all', und ꝛc. IX u deiner ehr' bin i 532. 3 erwacht, Drum hing ich ruhm und preis Dir, gott, der durch die ruh' der nacht Uns zu er⸗ quicken weiß. 2. O vater, deine gütigkeit Ist alle morgen neu. Du thust uns wohl zu aller zeit, Und groß ist deine treu. 3. Jetzt schenkst du mir zu meinem heil Von neuem einen tag. Gieb, daß ich davon jedes theil Mit weisheit nützen mag. 4. Die zeit, in deinem dienst voll⸗ bracht, Bringt ewigen gewinn, So fließe vor dir, gott der macht, Auch dieser tag mir hin! 1—— 3. Gieb, daß ich fern vom müssig⸗ gang, In meinem stande treu, Und wem ich kann, mein lebenlang Bereit zu dienen sey. 3 6. In allem, was ich denk' und thu', Sey dein gehot vor mir; Und wenn ich von geschäften ruh', So sey mein herz bei dir. 7. Was du mir zum vergnügen giebst, Vermehr' in mir die lust, Ganz dein zu seyn, der du mich liebst Und so viel gut's mir thust. 238 Dritte Abtheilung. 8. Wenn sorg' und kummer Adaß selb befällt, So laß mich auf dich shaluns reich Und deiner vorsicht, herr der% 7. We Mit frohem muthe traun. Im schle 9. An deiner gnade g'nüge mZewahret Sie ist mein bestes theil; Meinih ach nun und meine zuflucht hier, Und Aalen stür mein volles heil. hit trutz. Mel. Werde munter mein gemüthe. uf, o seele! werde mun⸗ 533. A ter! Lob ist immer deine pfleicht: Denn die sonne geht zwar unter, Aber gottes güte nicht. Heut' auch hat sie mich genährt; Heut' auch freud' und trost gewährt, Vor gefah⸗ ren mich beschützet, Meine schwach⸗ heit unterstützet. 2. Stets verehret, hochgepriesen Sey, mein treuer gott, von mir; Was du gutes mir erwiesen, Dankt mein ganzes leben dir. Du hast, war ichs schon nicht werth, Dennoch mein gebät erhört, Das ich heut', als ich Hrachte. Dir durch jesum glaubig rachte. 3. Gott, da ich voll danks erzähle, Wie so groß dein wohlthun war; Stellen sich auch meiner seele Die begangnen sünden dar. Ihre zahl ist gar nicht klein. Denn nicht wort und werk allein: Nein, gedanken und ge⸗ berden Können mir zur sünde werden. 4. DVoch von ernster reu durchdrungen Wag' ich's, gott, mich dir zu nahn. Sieh' nicht die beleidigungen, Sieh' den tod des mittlers an. Sprich mich frei von straf' und schuld; Schenk' mir fer⸗ ner deine huld; Laß vergebung aller sün⸗ den Mich durch meinen mittler finden. 5. Gieb nun bis zum frohen morgen Meinem leibe sanfte ruh, Durch dich schlaf' ich ohne sorgen, Wenn 10 schlafe, wachest du. Seel' und leib befehl' ich dir; Walt allmächtig über mir. Sey auch du der gott der mei⸗ nen; Laß sie ruhen als die deinen. 6. Ach, laß uns kein banges schrecken, Weder raub noch feuersgluth, Plötzlich aus dem schlafe wecken; Halt' uns, herr, in deiner huth. Hilf wenn krankheit 8. Ich ·Li Denn d 14) Abend⸗Lieder. 20 98 oder tod Uns im sichern schlafe di Schickst du aber schnelles sterheg ule, 3 geschehs nicht zum verderben. I 7. Höre, vater! ach erhöre, H g9. Nur dein kind von dir begehrt. O sohnegles, leil tes, dir zur ehre Werd' es mir sl schrer ruh dich gewährt. Heil'ger geist! Al Ehs ist t mich nicht, Gieb mir kraft unmächtiger versicht. Hör', dreieiniger! mih ö hen. Amen! ja! es wird geshl Nel. Mel. Nun ruhen alle wälder u 535. efreit von allem hels des l 534. B mer, Ruht un uute 2 süßem schlummer Ein theil der hhi ich welt. Auf, sammelt euch, ihr k miͤgestreb Zum seligsten geschäfte, Zu eineni un, Nich der gott gefällt. 2. Hab' 2. Lobsinge, seel'! und sage,An auch g auch an diesem tage Mein goheutt gebät, wohlgethan. Durch jesu blut zastls ein ges net, Mit gnad' und heil gekröntt Astich zu we ich dich, vater, kindlich an. AIud gotten 3. Dein ist's, daß ich noch Is g. Hab' Jetzt deine treu erhebe, Mich hushir angew liebe freu. Zu jeglichem gishhsliß Ihn, Verliehst du mir die kräfte, udsi x dest mir auch segnend bei. 4. Zwar wank' ich oft und Ra Ich weiß, mein gott, auch Sind meiner fehler viel; Doh hast mich geleitet, Und, wenn auich ch el Es nicht gestatteh el. 5. Umsonst sinnt mein genth.im ver Wie es, herr! deine güte ½ Hfärkt ꝰ den preisen soll. Doch hab' E. empfunden, Denn jede meiner Ist, vater, deines wohlthuns u 6. Stets bist du hoch zu ast Von deiner liebe proben Zeuht He huld der tag allein; Gottl deine liebezosint, De kummmer oaß selbst die nacht auch sollte Für uf dich schuuus reich an erquickung seyn. zerr der 96 7. Wenn wir die augen schließen, un. In schlaf' nichts von uns wissen, e g'nüge Bewahret uns dein schutz. Willst du eil; Meinigich nun beschirmen, So biet' ich ier, Und AHalen stürmen, Und aller list der bos⸗ heit trutz.,. 8. Ich darf nicht ängstlich beben, Denn der bewahrt mein leben, Der sbst, der mir es gab. Bis ich die n schlafe uzulfahrt schließe, Und ewig sein ge⸗ verden. eße, gibt er von mir die hand derben. ucht ab. h erhöre,A Nun, vater, ich befehle Dir rt. O sohnnlules, leib und seele, Und schlaf' in d' es mir u schrrer ruh. Ich trau' auf deine gnade. er geistl AWas ist wohl, das mir schade? All⸗ kast ud nächtiger, mein schutz bist du. riger! mahn wird gesh Mel. 1 er tag(das jahr) ist ue wäln 535. D wieder hin; Und diesen von allem hels des lebens, Wie hab' ich ihn voll⸗ „Ruht nus hucht? Verstrich er mir vergebens? theil der hahm ich mit allem ernst Dem guten euch, iht kl whgestrebt? Hab' ich vielleicht nur „Zu einensi un, Nicht meiner pflicht gelebt? 2. Hab' in der furcht des herrn Ich und sage,An auch angefangen? Mit dank und Mein gohesut gebät, Mit eifrigem verlangen, esu blut gallls ein geschöpf von gott, Der tugend il gekrönch Anuch zu weihn, Und züchtig und gerecht, ich an. Aud gottes freund zu seyn? Rich nochHs g. Hab' ich in dem beruf, Den gott e, Mich haltür angewiesen, Durch eifer und durch lichem geshlsuß Ihn, meinen gott, gepriesen? räfte, udiir und der welt genützt, Und jeden bei. Aeast gethan, Weil ihn der herr gebot, oft und Aallicht, weil mich menschen sahn? tt, auch ef 4. Wie hab' ich diesen tag(dieses viel; Doh ssihr) Mein eigen herz regieret? Hat nd, wenn Asich im stiklen oft Ein blick auf gott t gestattet, krühret? Erfreut ich mich des herrn, er enser flehn bemerkt? Und hab' mein genuish im vertraun Auf ihn mein herz güte Nahnishtärkt e hab' H 5. Dacht ich bei dem genuß Der e meiner suͤlsiter dieser erden An den allmächti⸗ ohlthuns lsu, Durch den sie sind und werden? hoch zu läshnehrte ich ihn recht? Empfand ich ben Zeugt A huld? Trug ich das glück mit deine liebeblsank, Den unfall mit geduld? Nun danket alle gott ꝛc. 14. Abend⸗Lieder 239 6. Und wie genoß mein herz Des umgangs süße stunden? Fühlt' ich der freundschaft glück? Hab' ichs mit dank empfunden? War stets mein ernst auch sanft, Mein scherzen unschulds⸗ voll? Und hab' ich nichts gered't, Das ich bereuen soll? 7. Hab' ich die meinigen Durch sorgfalt mir verpflichtet? Sie durch nein beispiel still Zum guten unter⸗ richtet? War zu des mitleids pflicht Mein herz nicht zu beguem? Ein glück, das andre traf, War das mir angenehm? 8 War mir mein fehltritt leid, Sobald ich ihn begangen? Bestritt ich auch in mir Ein unerlaubt ver⸗ langen? Und wenn in dieser nacht (diesem jahr) Gott über mich gebeut, Bin ich, vor ihm zu stehn, Auch willig und bereit? 9. Gott! der du alles weißt, Was könnt ich dir verhehlen? Ich fühle täglich noch Die schwachheit meiner seelen. Vergieb durch christi blut, Mir die verletzte pflicht; Vergieb und gehe du Nicht mit mir in's gericht! 10. Ja, du verzeihest dem, Den seine sünden kränken; Du liebst barm⸗ herzigkeit, Und wirst auch mir sie schenken. Auch diese nacht(dieses jahr) bist du Der wächter über mir. Leb' ich, so leb' ich dir! Sterb' ich, so sterb' ich dir! Mel. In dich hab' ich gehoffet ꝛc. — ür alle güte sey gepreist! 536. F Gott vater, sohn und heil'ger geist! Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den dank, Den lobgesang, Den ich dir kindlich singe. 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, Hast großes heut' an mir gethan, Mir mein gebät gewähret; Hast väter⸗ lich Mein haus und mich Beschützet und ernähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein geschenk; Der geist, mit dem ich dein gedenk, Ein ruhiges gemüthe. Was ich vermag, Bis diesen tag, Ist alles deine güte. 4. Sey auch, nach deiner liebꝰ und macht, Mein schutz und schirm in 2⁴⁰0 Dritte Abtheilung. dieser nacht; Vergieb mir meine sün⸗ den. Und kommt mein tod, Mein herr und gott, So laß mich gnade finden. Mel. In allen meinen thaten ꝛe. 537 Hl der du mir das * leben Bis diesen ta gegeben, Dich bet' ich kindlich an! J bin viel zu geringe Der treu, die ich besinge, Die du bisher an mir gethan. 2. Mit dankendem gemüthe Freu' ich mich deiner güte; Ich freue mich in dir. Du giebst mir kraft und stärke, Gedeih'n zu meinem werke, Und schaffst ein reines herz in mir. 3. Gott! welche ruh' der seelen, Nach deines worts befehlen Einher im leben gehn; Auf deine güte hoffen, Im geist den himmel offen, Und dort den preis des glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe mich im staube Zu dir, o gott, mein heil! Ich bin der schuld entladen, Ich bin bei dir in gnaden; Und in dem himmel ist mein theil. 5. O leite mich im segen Dem großen ziel entgegen, Dahin dein wort mich weist. Mein leben und mein ende Ist dein, in deine hände Befehl' ich, vater! meinen geist. Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛc. etzt sinkt die sonne nie— 538. J der, Die stille nacht kommt wieder, Und schlaf und ruh' mit ihr. Sie schenkt uns neue kräfte Für jedes tags geschäfe; Das danken wir, o vater! dir. 2. Noch wach' ich, und erzähle Mit tiefgerührter seele, Was du an mir gethan; Sey dankbar, mein ge⸗ müthe! Besing' des schöpfers güte! Stimm' ihm ein frohes loblied an. 3. Von dir kommt jede gabe! Das leben, das ich habe, Die sicherheit der nacht, Auch alle andre güter, Ver⸗ dank' ich, treuer hüter, Blos deiner vaterhuld und macht. 4. Du läßt es finster werden, Und hüllst den kreis der erden In schwarze dunkelheit. Doch auch in dunkler stille, Wohnst du mit deiner fülle, Und zeigst uns deine herrlichkeit. 5. Du führst aus dunkler se Vel. Den mond und tausend sterne 0 majestät herauf: Sie leuchten, zur ehre, Hoch über erd' und min 540. Und deine hand lenkt ihren lauf. nicht me 6. Groß, wenn der mongen gran ghsterin Groß, wenn der abend thauet; Gun ö der stillen nacht; Im sonnenschein Groß gst du, pale 18 zne wu roß zeigst du, vater! deine mah 7. Voll ordnung, pracht und 10 Hnnem a Stehn deiner hände werke In dal 3. Vo schöpfung da. Wie kann ich dinzDir auc gelten? Du gott und herr der h Uher Warst auch mit deiner huld mir nlshützet d 8. Wem kann ich obne graueng 4. Hal hist, Du Aie finst froher anvertrauen, Allmächtigen Noch thei dir? Ja, vater! dir befehle Ichhslrcht' ick um leib und seele, Verherrliche uscht den auch an mir. 9. Dir dafür ruhm zu singen, ferner dank zu bringen, Seh n liebste pflicht. Ich leg' nun glieder Getrost und freudig nih 541 Du wachst für mich, ich sorge 10. Soll mir der schlaf zum iA uschen Noch neue kräste geben, So schlh— e fröhlich ein: Soll er mein lebengi R. So wirst du mich vollenden, Uif 2. O mein gott im tode seyn. helt! De Mel. Werde munter, mein sehst, wa 539 ink' ich einst in Mius auch schlummer, I 3. D todes finstre nacht, Wo kein stonsalt mehr zum kummer Dieser zeillih i erwacht: O dann schlaf' ich g ein; Weg aus dieses lebens velth ich hin zu deren hütten, Die hun auch standhaft litten. ehn, O 2. Jetzt hoff' ich noch aufputheh Luch heu Aus dem schlaf für diese zeit. Lahn gleich de doch stets fertig machen, Vatert f 5. Or ewigkeit, Daß ich, als ein wazen thro sey Wacker, tugendhaft und fre den lüsten dieser erde, Wenn ih gerufen werde. 3. Laß mich meine ta Wie ein strom verlaufen sie; beste theil mich wählen, Daß ich, des lebens müh, Ruhe, freude, heit, Wonne, ew'ge seligkeit,! vor deinem thron genieße, E mir mein sterben süße. 14. Abend⸗Lieder. Mel. Nun sich der tag geendet hat. oder: Nun danket all' ꝛe. leuchten, o fliehen unsre tage d' und u0540. S hin! Auch dieser ist hren lauf, nht mehr. Die nacht, der müden rosgen gran uhsterin, Eilt wieder zu uns her. uetiwenl 2. Rur du herr; bletbes wie du mnenschan u, Du schlafst und fchlummerst nicht nd am wun si finsterniß, die uns umschließt, Ist dunkler f id sterne A cht wd dinem auge licht. erte In dul 3. Voll zuversicht befehl' ich mich n ich ditkDir auch in dieser nacht; Ich bin herr der vl getrost, ich trau' auf dich; Mich huld mig u Hitet deine macht. ue grauenu4 4. Hab' ich an deiner gnade nur (mächtigen Noch theil, o herr, mein gott! So efehle Ichhlsürcht' ich keine kreatur, Und scheue erherrlicht uscht den tod. zu singen, H n, Sey nn eg' nun uh ig u un bricht die finstre sich sorgeg 541. Nuacht henin: Dieruhe cthlaf zum Ukiuschen wir; Doch ehe wir noch u, So suͤll sufen ein, Spricht unser herz mit ein lebene. enden, Uuns 2. O vater, gott und herr der n. het! Den niemand sehen kann, Du X, wein z6. sehst, wer dir zu fuße fällt, Sieh' h'einst in Eus auch gnädig an. immer, I g. Der tag, den wir nunmehr do lein flu lbracht, Der war, o höchster! dein; Dieser Rillt Zir sollt er auch bis in die nacht hlaf ich M don uns geheiligt seyn. lebens pesn 4.. en, Die vu L. Doch ach! wir müssens nur ge⸗ sehn, O herr! daß fleisch und blut och aufpunth uuch heute manches hat versehn, War se zeit. Lasi gllich der wille gut. n, E 5. Drum schenk' uns gnad' von dei⸗ It und l hem thron; Sieh' unsre schuld nicht „Wenn ih In voriger Melodie. C. ne tage Mel. Wenn wir in höchsten ꝛe. iez M nwiederbringlich schnell 15 Daß icht 542. entfliehn Die tage, e, freude, AUie uns gott verliehn. Die woche e scligkeit, Hunmt(Das jahr tritt ein) und eilt b. Abend⸗Lied Am Ende der Woche. 5. Zwar ich erkenne meine schuld, Mit reue fühl' ich sie; Doch, mein versöhner, deine huld, Wie trostvoll ist mir die! 6. Ich eil' im der ich zu dir hin, Und weiß, wie sicher ich Im schatten deiner flügel bin; Du wachest über mich. 7. Flieht, bange sorgen, weit von mir, Du, jesu! wohn' allein In mei⸗ nem herzen, weih' es dir Zu deinem tempel ein! 8. Ist dies vielleicht die letzte nacht In meiner pilgrimszeit; So führe mich durch deine macht Zum licht der ewigkeit. 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, Dein bin ich auch im tod! Du, mein er⸗ retter! bist bei mir, Und hilfsi aus aller noth. am Sonntage. an, Und denke, daß dein theurer sohn Für uns genug gethan. 6. Schreib' das, was du uns heut' elehrt, In unsre herzen ein, Und e uns, die wirs gehört, Dir auch gehorsam seyn. 7. Gieb, daß stets fruchtbar sey dein wort, Und thu uns ferner wohl; Damit wir dir auch immerfort Treu dienen, wie man soll. 8. Nun suchen wir, gott! unsre ruh; Steh' deinen kindern bei, Und lasse keinem übel zu, Daß es uns schädlich sey. 9. So stehen wir, wenn dirs ge⸗ fällt, Froh morgen wieder auf; Und wir vollbringen in der welt Dann glücklich unsern lauf. 10. Und dann führst du uns, wenn es zeit, Auch in den himmel ein. Da wird in deiner herrlichkeit Für uns stets freude seyn. 2. Dank dir, du ewigtreuer gott! Für deinen beistand in der noth, Für tausend proben deiner treu: Denn deine huld war täglich neu. 3. Wenn unser herz von schuld befreit Sich mancher guten that er⸗ ni Eoadon! Vergangen ist auch diese(die⸗ . 10 shon gen ist auch diese freut: Weß war die kraft? wer gab 16 2⁴²2 Dritte Abtheilung. gedeihn? Dir, herr! gebührt der Uns selber recht geschickt dazu, A ruhm allein. nicht, indem wir sicher sind, Dent 4. Oft fehlten wir, und merkten's uns unbereitet find't. nicht, Verzeih' uns die verletzte pflicht.. 7. Ist einst die zahl der sung 2. D Du siehst, erbarmer! unsre reu: Um voll, Die jeder hier durchleben ihacht d christi willen sprich uns frei. So führ' uns aus der übungszelhüsthet de 5. Wir eilen mit dem strom der jener frohen ewigkeit. nacht ve zeit Stets näher bis zur ewigkeit. 8. Da sind wir unsers beils gausg bele Du hast die stunden zugezählt, Die Da wechseln licht und finstemniß, tz dr. letzte weislich uns verhehlt. hier auf erden, ferner nicht; D 6. Herr unsers lebens! mache du unser gott! verlaß uns nicht. W le „ ; Leschirm 15) Bei Reisen. du liebe a. Vor der Reise.. Der Mel. Herzlich thut mich verlangen ꝛe. 3. So will ich denn mein I mterweis 543 ich bitt' ich, gott, beweise, Getrost und wohlgemuth, Dir, Aürdig 10 9. Wie gut du's meinstter! übergeben, Und deiner n ln dich mit mir; Beglücke meine reise; Denn huth: Erhalte meine kräfte; biel gr ich vertraue dir. Auf allen meinen glücke meinen fleiß Und meiner sih 5. Da⸗ wegen Begleite väterlich Mit deinem geschäfte, Zu deinem ruhm AUumen 2 schutz und segen, Mit deiner hülfe mich. preis. Areut; 2. Ich bin in deinen händen, Deß 4. Laß dir auch meine lieben sumen, soll mein herz sich freun: Denn du schutz empfohlen seyn; Nichts A juhtbark kannst rettung senden, Wo mir ge⸗ uns betrüben, Dein trost und uhh all ein fahren dräun. Bin ich bei dir in erfreun. Und sehen wir uns Ind gedei gnaden; So fürcht' ich nichts, o gott! der In ruh und wohlergehn, A 6. Wa Du wehrest allem schaden, Mein ret⸗ sollen unsre lieder Dann deinti Ihen; W ter in der noth. erhöhn! uischein; lin segen b. Nach glücklich vollbrachter Reise. l. Bei Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 3. Nun kann ich wieder mit v 5 22 ank sey dir, vater mei⸗( meinen Mich deiner güt' und hisnggz 544. D nes lebens, Du hast freun; Mit ihnen mein gebät ano mich froh zurückgebracht; Ich flehte Und dir des dankes opfer weihn Heind hen nicht zu dir vergebens, Du hast mich du, mit deiner vaterhand, Gefahrissommt päterlich bewacht: Durch deine gnade schaden abgewandt. Der herr bin ich bier, Dein schutz und schinm 4. Sey ewig, gott, sey hochgah wo,. e sen Für alles gute, das du min 2. Gesundheit hast du mir verliehen, meiner reise hast“ erwiesen; Und schaden von mir abgewandt; Du frohes lob gefalle dir: Dir wl 546. hast gesegnet mein bemühen, Durch deine nun mich ferner werhn. Dein lader 90 milde vaterhand: Auch meiner seelen i i wandtest du, O herr, so manches gute zu. Und im tode seyn. n 16) Vor und bei der Erndte. In voriger Melobie. bühret ruhm und dank. Du börste 545 ir, milder geber aller schrein der jungen raben, Und us * gaben, Herr! dir ge⸗ vögel lobgesang. O neige jetzt deinasss ob z 16. Vor und bei der Erndte. da U I + g.* sind, Se h mirl Du forderst dantz ich danke der stunhe irchleben sh ibungszeit 5 heils gesh insterniß, r nicht; g nicht. in mein ith, Dit, deiner h kräftez d meiner ssh m ruhm ne lieben Nichts trost uns wir uns hlergehn, E inn deine i 2. Die kleinste deiner kreaturen Nacht deine weisheit offenbar. Man schet deiner gute spuren Und deine nacht von jahr zu jahr. Ein jeder uh belehret mich: Du seyst mein gut; drum preis' ich dich! 9. Du sorgst nach treuer väter heise Für alle werke deiner hand; Und allem fleische giebst du speise, heschirmst und segnest jedes land; du liebest unveränderlich; Der bösen sbst erbarmst du dich. J. Der erdkreis ist von deiner güte, Lun deiner weisheit ist er voll. Herr, lterweise mein gemüthe, Wie ich dich bürdig loben soll; Gieb, daß mein luz dich freudig liebt, Dich, der mir hiel gutes giebt. . Das saamkorn wird in deinem amen Auf boffnung in das feld reut; Allgütiger, du gabst dem sumen, Da du ihn schufst, die suchtbarkeit. Zur Aussaat giebst du uch allein Dem landmann kraft, zeit ud gedeihn. 0. Was dürr ist, feuchtest du mit uen; Was kalt ist, wärmt dein son⸗ hinschein; Du theilst die zeiten, wie an segen, Zu unserm besten weislich üu, Bei wärme, hitze, kält' und frost, vieder müh güt' und si gebät verehh fer weibnz d nd, Gefaht! sey hochgeh as du mit! wiesen; : Dir wils u, Dein liͤͤsbder ganzen welt; Laß das Du bimhs ben, Und Asd ige jeßt den Orünt, wächst und reifet unsre kost. J. Kommt, preist des schöpfers huld ind stärke, Bringt seinem namen ehre dul Groß ist der herr, und seine werke Eind herrlich, groß und wunderbar! lommt, laßt uns seine macht erhöhn! der herr ist gut! sein lob ist schön! Eigene Melodie. 546 G im himmel und * auf erden, Herrscher herz voll huses werden, Da man dir zu fuße llt, Für den nahen erndtesegen Dank uud opfer darzulegen. 2. Herr! dir jauchzen feld und llen, Wald und hügel zeugt von Ueberall läßt du dich schauen: undankbar schwiegen wir, Gleich oh zu deiner ehre Feld und au schön nicht würet 2⁴3 3. Vater, du hast aus erbarmen, Uns unwürdige ernährt. Du hast reichen, du hast armen Milder gaben viel gewährt. Gott, der uns viel guts erwiesen, Sey gelobt und hoch⸗ gepriesen. 4. Du hast sonnenschein und regen Uns zur rechten zeit geschickt, Daß man deinen vatersegen Allenthalben hat erblickt. Berg und thäler, tiefen, höhen Lassen deine huld uns sehen. 5. Ach! wer ist, der deine güte Dir genug verdanken kann? Nimm ein dankbares gemüthe Für die große wohlthat an; Unser mund soll stets erschallen: Gott macht satt mit wohl⸗ gefallen. 6. Hilf uns, herr, daß trank und speise, Die uns deine huld gewährt, Ja nicht, nach der sünder weise, Werd' zu unserm fluch verzehrt; Bleiben wir in alten sünden, Kann das gute leicht verschwinden. 7. Schenk uns auch vergnügte her⸗ zen; Stolz und geiz laß ferne seyn; Laß den undank nichts verscherzen; Gieb uns ferner dein gedeihn. Willig laß mit deinen gaben Uns die dürf⸗ tigen auch laben. 8. Laß es deinem wort gelingen, Daß auch wir zu deiner ehr', Hier schon reichlich früchte bringen: Stärke du uns immer mehr. Schenk' uns auch, nach allem leide, Droben mehr als erndtefreude. Mel. Nun danket all' ꝛc. zott sorgt für uns! o 547. G singt ihm dank, Ihr ehristen, singt ihm gern! Vom auf⸗ gang bis zum niedergang Trägt uns die huld des herrn. 2. Vom menschen bis zum kleinsten wurm Reicht seine gnad und macht; Im sonnenschein, so wie im sturm, Ist er auf heil bedacht. 3. Mit froh gerührter seele bringt Ein herz voll dank ihm dar! Die ähre, die vom segen sinkt, Ist sein; gott krönt das jahr. 4. Ja, höchster! wir verehren dich Mit kindlich frohem dank; Du nährst 16*² 2⁴⁴ uns und giebst mildiglich Auch mehr als speis' und trank. 5. Fried' und gesundheit, kraft, geheihn Zu unsrer hände fleiß; Auch das giebst du, und dir allein Gebührt dafür der preis. 6. Laß deines segens überfluß Uns nun auch nützlich seyn; Und hilf uns, daß wir beim genuß Uns dessen mä⸗ sig freun. 7. Vermehr' in uns die zuversicht, Dir ewig zu vertraun, Bis wir der⸗ einst in deinem licht Des glaubens erndte schaun. Mek. In dich hab' ich gehoffet ꝛc. 548„ gott! dein se⸗ * genswort Erzeiget sich noch immerfort In seiner kraft auf erden, Daß unser feld Mit nutz be⸗ stellt Und angebaut kann werden. 2. In hoffnung streun wir saamen aus; Doch segnest du nicht feld und haus, So ist die müh vergebens. Nur deine kraft Und güte schafft Uns unterhalt des lebens. 3. Laß unsre saat gesegnet seyn; Gieb regen, wind und sonnenschein, Daß wachsthum und gedeihen Uns spät und früh, Nach sorg' und müh', Einst wiederum erfreuen. I. Bewahre sie das ganze jahr Vor so vielfältiger gefahr, Die sie leicht kann verletzen, Und den, den heut Sein feld erfreut! In kummer bald versetzen. 5. Bei solcher saat seh' ich allhier Denn u manch tröstlich bild von mir. enn unter sturm und winden Er⸗ hebt sie sich; So muß auch ich Beim kreuz den himmel finden. 6. Und wie das körnlein erst ver⸗ dirbt, Und in der erde gleichsam stirbt, Um neue frucht zu bringen: So werd', o gott! Ich durch den tod Ins beßre leben dringen. 7. Auf diesen seligen gewinn Freut sich bereits mein herz und sinn; Muß ich bei trüben fällen Die thränen⸗ saat, Nach deinem rath, Gleich öf⸗ ters hier bestellen. 8. Nur mache mich, o gott! be⸗ reit Im glauben und gottseligkeit Dritte Abtheilung. uus sonn Viel gute frucht zu bringen: S ich dir, Dereinst dafür In ehl 8 lobsingen. hnem K Mel. Wer nur den lieben gott. 2. lüte, Di daß doch baldamit e 549. O„reeichen en 2 I Womit du, höchster, uns erstltuch sein Ein jeder froh empfinden lernte Aworgeb reich du, uns zu segnen, sehstzes 3. So gern du unsern mangel stills,Ahchriesen uns mit speis und freud' erfülh suf den 2. Du siehst es gern, wenn Asudbewohn güte, O vater! unser herz sich sllaͤhrest ur Und ein erkenntliches gemüthe Absks, das, was du für diese zeit uus g. Du erquickung hast bestimmt Mi Asheab, d aus deinen händen nimmt. sst all 3. So kommt denn, gottes hulsth und feiern, Kommt, ehristen, laßt unsh freun! Und bei den angefülltenstn Dem herrn der Erndte dankhant Ihm, der uns stets versorhun Nel. Bringt neuen dank zum opfer u z 1 4. Nimm gnädig an das A* liebe, Das unser herz dir, n herrn weiht. Dein segen mehr' in uh die triebe Zum thät'gen dank, zusss entfe samkeit; Daß preis für deine e welt treu Auch unser ganzes leben Il er u 5. Du nährest uns blos austs. 2. Er men, Dies treib' auch uns zunnst, was thun an. Nun seh auch gemehssuch men der armen, Wer ihren maͤngil lezet ur kann. Herr! der du aller vanhUltin Vo Gieb jedem, was ihm nützlih lißt die 6. Thu' deine milden segenall hiathen. Uns zu erquicken, ferner auf, 8. Oft sorg' uns bis an unser I Da mach' in unserm lebenslauf Mnd plötz im kleinsten auch getreu; Daf Reht uns größres glück erfreu', ebt, W 7. Bewahr' uns den gest 1 2 segen; Gieb, daß uns sein. Ler deih, Und unser herz auch seinth ssih Der Dir dankbar und ergeben seh der uns täglich nährt und soß quick' auch ewig unsern geist In voriger Melodie. / henl, 550. Widn n wohl sie nicht zu zaͤhlen sind, I 52 lund. 8 s sonnenschein und regen, Frost, ingen: Susthe, donner, thau und wind; So ür In ehshhlht und reifet unsre saat, Nach hinem wundervollen rath. lieben 2. Der himmel träufelt lauter Eet ulh, Die erd' ist deiner schätze voll: 5 doch hildimit ein achtsames gemüthe Dich reichen aulssden und bewundern soll, Dich, der „ uns esthuch seine weise macht Das alles hat iden lernte Ahevorgebracht. nen, sehstg. So sey die liebe denn gepriesen, igel stlst, Wcriesen sey die wunderkraft, Die reud' erfülß suf den feldern, auf den wiesen Den rn, wenn Udbewohnern nahrung schafft. Du r herz sih shuihret uns, wir werden satt; Du gemüthe Agebs's, daß man noch übrig hat. ese zeit Aus 4, Du schüttest deines segens fülle mmt Misherab, die wir noch nicht verdient. nimmt. ist allein dein guter wille, Daß u, gottes hlͤsh und au und garten grünt, Und en, laßt uniß gefülltensthe dte dankbant 5 versorguh zum opfer y Mel. Was gott thut, das ist ꝛc. 1 reist, ehristen, mit zufrie⸗ Wan das 51. P denheit, Preist gott, herz dir, E. wherrn der erndte, Daß sich nicht mehr' in ulhh die fruchtbarkeit Von au und dank, zuild entfernte. Noch stets erhält Er für deintn sie welt; Was nöthig ist zum leben nzes leben f Aer uns alles geben. 15 blos ausg 2. Er ist der herr; in seiner hand ich uns zunlt, was die erde bringet. So sehr auch gemnh luch menschenfleiß das land Baut, ren mangil Reget und bedünget: Kommt doch u aller danlsslein Von ihm gedeihn. Nur er, er ihm nütlich slit die saaten Blühn, reifen und ilden segenthlhuntben. ferner auf, f.. Oft sehn wir froh in hoffnung unser endi Aan Der reichsten erudt entgegen benslauf Mhllnd plötzlich ist er uns entflohn, Der hetreu; Dassns gezeigte segen. Gott nimmt und 16. Vor und bei der Erndie. 2⁴⁵ uns, sind wir es gleich nicht werth, Die frucht der erde reichlich nährt. 5. Bewahre ferner unsre saaten, Und unsre häuser, hab' und gut. Bewahre uns vor missethaten; Vor wollust, geiz und übermuth; Weil sonst im reichsten überfluß, Die seele doch verderben muß. 6. Ja, wenn wir, vater, dein ver⸗ gessen, Der du so liebreich an uns denkst, So muß der fluch den segen fressen, Mit dem du feld und haus beschenkst. Wird auch der vorrath nicht zerstreut, So mangelt doch zufriedenheit. 7. So wollen wir denn hier auf er⸗ den, Des guten saamens auszustreun, Nie müde, nie verdrossen werden, Und uns vielmehr der erndte freun, Die einst nach dieser zeit der saat, Dein rath für uns ersehen hat. Bei sparsamer Erndte. giebet er doch sicherlich, So viel wir nöthig habenz Ist stets bedacht, Voll gnad' und macht, Die seinen zu er⸗ halten, Die ihn nur lassen walten. 5. Und, o, was ist's für ein ge⸗ winn, An dem sich gnügen lassen, Was da ist, und mit heiterm sinn Das feste zutraun fassen, Daß, der die welt Regiert und hält, Auch uns, so lang' wir leben, Was nöthig ist, wird geben. 6. Ja, höchster, wir verehren dich In allen deinen wegen, Und trauen unveränderlich Auf deinen milden se⸗ gen. Auch unser brod Wirst du uns, gott, Von zeit zu zeit gewähren, Wenn wir dich kindlich ehren. 7. Wir beten demuthsvoll dich an, Der alles weislich füget, Deß vorsicht niemals irren kann, Deß wohlthun erfreu. Ibt. Was ihm beliebt, Daß er als 3 den gestehar der erde Von uns verehret werde. uns sein + 4. Zeigt auch gleich nicht so sichtbar rr auch seinh sch Der reichthum seiner gaben; So ergeben seh, ihrt und soaßl nsern geist x 0 Mel. Auf meinen lieben gott ꝛe. 3552. ESh r Melodie. singen, h deinen segel hlen sind, us deine hand er, jetzt das Fand. gu deinem vaterherzen Erhebt in kam auf dein gebot. niemals trüget. Froh danken wir, Erhalter, dir, Und preisen deine güte, Mit g'nügsamem gemüthe. 27) In allgemeiner Noth. bittern schmerzen Sich das gebät der armen; Erhör' es mit erbarmen. 2. Du siehst des landes noth, Sie Du kannst mit vort, Wie ne grenzen dehren; A en wir, Zu beispiel, sih das ihn in m bösen fol euer golt, d jetzt versth wahres n t licht erleath ert. as dir geft n; Gieb ihi IIde In d wilde sih sern heiland, jesum christ. falsche sühtn htiger, zu 0 hnlassen wir da stehn! 6, Rur du bist unsre zuversicht, preisen wir dich hier und dort. 18. Witterungs⸗Lieder. 2⁴⁷ der unser mittler ist, Durch Vergilt nach unsrer schuld uns nicht, Steh' uns in allen nöthen bei, Und Drum kommen wir, herr unser mach' uns aller plage frei. Und klagen dir all' unsre noth. 7. Dann danken und lobsingen wir deine vateraugen sehn, Wie so Mit freud' erfüllten herzen dir: Ge⸗ horsam deinem theuern wort, Herr, „ 18) Witterungs⸗Lieder. a. Um Regen. Hilf uns im elend! du allein, Kannst In voriger Melodie. helfer und erretter seyn. fe schreae UIn unserm kummer kom⸗ 555. V men wir Gebeugt, doch 6. Ach, gieb uns noch zu rechter zeit, hubensvoll zu dir; Wir vufen dich Den regen, der das land erfreut, Der uhimmel an, Daß er für uns werd'die zerborstne erde tränkt, Und sich in Zu gehn asufgethan. ihre tiefen senkt. Heine treuen 2. Die felder sind ein dürres land, 7. Straf' unsre fünven nicht, o gott, kindern undon langer hitze ausgebrannt; Sieh, Mi .5 x Mit theurung und mit hungersnoth; treu verbleul verdorret immer mehr, Send' einen Vergieb uns gnädig unisue schund Du 48*— I ein hirte uululden regen her. seinen; M 3 t voll liebe, voll von huld. 9. Betäubt und mit gebeugtem haupt, got 2— Rauma Iiens btand 8. Sehy gnädig uns durch deinen henfreund,Hdu hoffnung und des trost's beraubt, 7 865 teinen; de ehaun wir das feld und sind betrübt, soron + as g, der ebreich sür uuns iten dich(Dl es uns sein gewächs nicht giebt. sortz in dun e Wdoapie chr e spricht, Drum wende, herr, doch dies lich In dx⸗ zern lohn Dann wanMunm uns nicht unser täglich brod; Dann wird y 5 lasters anlt höchsten ꝛe. nur trübsalt her, Und bfh r, Und sh 5„ Ob wir al iser trost all r noch eiftch du treuer 9 er noth. r aug' und N nserm schus egnadigung H 9• de sagest kus ten, zu, d om gänzlichen verderben nah. yn, ist fulhl Ufnung, die das feld uns gab, s leben: Rumt jeden tag zusehens ab. . Entkräftet steht fast alles da, Die gericht. 9. Wir wollen dir gehorsam seyn, Und dir nur unser leben weihn. Tröst' uns, o herr, verlaß uns nicht, Und stärt' uns selbst in jeder pflicht. 5. Wir alle schrein aus tiefer noth, b. Nach erhaltenem Regen. Mel. Ach bleib' mit deiner ꝛe. 5. Nun wird die saat, die ähren 556 Eis milder regen sinket Von gottes segen voll, Der seine Erquickend auf die flur, menschen nähren, Und sie erfreuen Die labt sie sich, wie trinket Ihn soll. seudig die natur! 6. Auf, preiset gottes milde! Er 2. Die sanften ströme kühlen Der ist's, der regen schickt, Und lechzendes Aste weites meer, Und die geschöpfe gefilde Voll vaterhuld erquickt. jhten Nicht mehr sich träg und 7. Du sendest, vater, regen, Giebst wer. milden sonnenschein; Du eilst, mit 3. Gott spricht, das seufzen schwei⸗ deinem segen Uns alle zu erfreun. Ret, Und hitz' und dürre fliehn; Der 8. Ach laß uns nicht vergebens sommen danklied steiget Hinauf, und Doch diese huld empfahn, Erhalter gneiset ihn! unsers lebens, Zu dem wir dankbar J. Mit freud' im angesichte Sieht nahn. nun setzt flur und feld, Erquickt hat 9. Laß keine huld vergebens Uns gott die früchte, Der vater dieser je von dir empfahn, Und nimm, herr halt. unsers lebens, Dich unser ferner an. Mel. Aus tlefer noth schreir ich ꝛc. 557 gott, du kannst den * himmel ganz Mit wol⸗ ken überziehen; Doch müssen vor der sonnen glanz Sie, wenn du willst, entfliehen; Halt' doch den regen jetzt uns Und laß der sonne frohen blick, ns wiederum erfreuen. 2. Die felder trauern weit und breit, Die früchte leiden schaden; sie sind von vieler feuchtigkeit Ertränkt und überladen. Dein schenrt den du uns gezeigt, Der sich betrübt zur erde neigt, scheint nahe dem verderben. 3. Herr! unsre sünd' und missethat Hat dieses wohl verdienet; Jedoch er⸗ zeig' uns deine gnad', Weil uns dein Dritte Abtheilung. o. Um Sonnenschein. shuld. sohn versühnet. Wir nahen dir voln. uns nun, Wir wollen ernstlich 0 13 6 thun, Und unser leben bessern. 25 4. Gedenk, o gott! an deine tu sehn! 2 Und laß uns hülfe sehen; Mind ber deine gnade bei uns neu, Um die Wergel lindlich flehen; Entzeuch uns da. S. freundlichkeit Doch nicht bei niastA doch trauerzeit, Du bist ja unser vann schul uns jetzt nach deiner treu, Daß glfh pilen, dir kein segen sey Im himmtl 16 83 un d. Nach erlangtem Sonnenschein. Mel. O gott, du frommer gott. 558 ein gott! du bist * gerecht, Und auch dahei voll liebe, Selbst, wann es dir gefällt, Daß leiden uns betrübe; Scheints gleich, als dächtest du, Bei unsrer sündenschuld, Nicht mehr an uns, dein volk, Mit vatertreu und huld. 2. Wir reizen freilich dich Gar oft mit unsern sünden, Und gleichwohl lässest du Uns huld und gnade finden: Wenn du den arm auch schon Zu strafen ausgestreckt, Und der gedrohte schlag, Die menschen heilsam schreckt. 3. Herr, dein erbarmen kann Kein menschensinn erreichen; Wer ist dir höchster, gleich? Wenn berg und hügel weichen, Wenn erde, sonn und mond Aus ihrem laufe gehn: Bleibt deine gnade doch Stets unbeweglich stehn. 4. Durch wolken ließest du NI Ne sonnenlicht bedecken; Wind, unn 560. wetter, sturm Erfüllten uns schrecken, Weil man den hime nicht, Nur stetes regnen, sah, unsers landes frucht War dem i derben nah. 5. Doch, herr, auf deinen winlh schien die sonne wieder; Das tumm d ist vorbei; Wir singen freudenllah Und preisen deine huld, Daß d unser flehn, Bei unsrer kümmans Erbarmungsvoll gesehn. 6. Ja, herr, wir preisen Hlan Mit freudigem gemüthe. O sorgnn t nicht fernerhin Für uns mit vatergih Gieb uns zu rechter zeit Thau, un sonnenschein: Wir wollen dit dis Von herzen dankbar seyn. 19) Lieder bei Feuersnoͤthen. a. Für Abgebrannte. Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛc. lle tage, 559. O Puft angf une Uns hart betroffen hat. Ein großes höchster gott, zu fuße, Erkennen unh wohlth. maaß von thränen Ist bei dem bann sehnen Jetzt unsre speise früh unds 2. Drum fallen wir in buße en dir vol ernstlich hu bessern. un deine tyn ehen; M „Um die ch uns dh cht bei dith nser vaten ebreicher gi sonne, der noth N e; Und ah u, Daß gist himmel i ö ů eßest du du Wind, uh ten uns den himl en, sah, N War dem ä einen winlh Das traun freudenlih d, Daß dur er kümmenss n. r preisen e. O sorg an mit valergih it Thau, h ollen dir di ehn. t bei 177 e früh undsth hu buße A Erkennen us⸗ h soß nicht deine kinder, Erzeig' uns —. hen; Denn christi Uwarb uns deine gnad' und huld. Zo wir stets heil gefunden; Ach! gieb uus trost und heil. Laß sich um deren Ullen, Doch unser elend stillen, Gieb Ius an deiner 6. Es soll dir leib und l 20. Beim uld. Erbarme dich der sünder, Ver⸗ 55 gnad' und huld. 3. Gedenk' an deine treue, Wir chen voller reue, Ach, merk auf unser ehn] Du bist ja unser vater, Erhalter ud berather, Laß uns nicht gänzlich ntergehn. I. So groß der sünden schade: So doch deine gnade Noch größer, als seschuld. Du kannst uns nicht verder⸗ blut und sterben 5. Wir flehn durch seine wunden, nade theil. eben Zu b. Nach der Mel Wenn wir in höchsten ꝛe. Rott, dessen macht des 60. feuers kraft Zum segen overderben schafft: Mit welcher lheklichen gewalt Verwüstets! und ue leicht, wie bald! 9. So manche häuser hats verzehrt; 2o mancher menschen glück zerstört! luch dies hat deine hand gethan; HDir weinen, herr, und beten an. 9. Wir weinen; doch verehren wir luch deine huld; sie half auch hier, ind hielt der flammen schnellen lauf, Der übrigen zu schonen, auf. J. Mit unsern brüdern seufzen wir Iu ihrem jammer, gott, zu dir! Laß Gewitter. 24⁴9 deinem dienst ergeden Und aufgeopfert seyn, Dein geist, herr, soll uns führen, Und jederzeit regieren: Dein wort, o herr! soll uns erfreun. 7. Indessen gönn uns armen, O vater! dein erbarmen, Und steh uns mächtig bei; Daß künftig neuer segen Auf allen unsern wegen, Nach deiner huld, stets bei uns sey. 8. Ersetze, was zusammen Wir durch die wuth der flammen So schleunig eingebüßt. Erfülle dies begehren; Du wirst uns, gott, gewähren, Was unsrer wohlfaͤhrt dienlich ist. 9. Erbaue, was zerstöret, Und was die gluth verzehret; Steur' künftig allem brand; So wollen wir von neuen Uns deiner güte freuen, Und ehren dankbar deine hand. EE „ Feuersgefahr. 5. O gieb, daß, wer verschont ward, nicht BVergesse seiner schönsten pflicht, Der pflicht, betrübte zu er⸗ freun, Barmherzig und auch mild zu eyn! 6. Was du uns nimmst, das kannst du, gott, Auch wieder geben; jede noth In heil verwandeln; weis“ — gut Ist alles, was dein wille thut. 7. Gieb unterwerfung und geduld, Daß wir nie deiner vaterhuld Ver⸗ lustig werden: voll vertraun, Dich, wo kein leid ist, einst zu schaun. 8. Schütz' unser ganzes vaterland Vor mangel, seuchen, krieg und brand! se nicht hülflos; tröste die, Die du geheugt hast; segne sie. Gieb, weil du unser vater bist, Uns allen, was uns selig ist! Nel. Herzliebster jesu, was hast ꝛe. oder: Ist auch ein gott? ꝛc. ommt, laßt uns gott und 561. K seine H.öh erheben; Und nicht vor seinem donner heidnisch hiben, Und nicht(denn er kann segnen Ind uns schützen,) Vor seinen blitzen. herden; Zerstörer seyn, und auch 20) Beim 2. Sie können tödten uns und unsre hohlthäter werden; Soll aber dann, Gewitter. wenn sie die welt erschüttern, Der fromme zittern? 3. Ist gottes absicht, daß sie beben sollen, Wo donner unter seinem throne rollen; Und daß, wo blitze flammen, dann zur rache Sein zorn erwache? I. Sie zeugen ja, wie alle deine werke, O gott! von deiner weisheit, huld und stärke. Gleich herrlich ist im sturm und in der stille Dein rath und wille. 2⁵⁰ 5. Von tiefer ehrfurcht, herr, vor dir durchdrungen, Sehn wir in der natur erschütterungen, Auch güte, die sie schmücket und belebet, Selbst wenn sie bebet. 6. Fruchtbarer wird sie dann, wie deine frommen, Geprüft zu werden, oft in t übsal kommen. Wir leiden, durch geduld zu edeln werken Uns mehr zu stärken. 7. Dann reifen fröhlicher der tugend saaten Zu mannigfaltigern und schö⸗ nern thaten. Sie werden, wenn die trübsal sie bewähret, Nur mehr ver⸗ kläret. 8. So strahlt, wenn donner die na⸗ tur erschüttern, In größter chönheit sie nach ungewittern, Als schmückte sie nur eine neue sonne Mit neuer wonne. 9. Verderben schwangre dünst' ent⸗ fliehn, und seuchen, Die uns und un⸗ sern heerden drohn, entweichen; Auch athmen wir, von leichtrer luft um⸗ geben, Mehr kraft, mehr leben. 10. So steigt, wenn einst am größ⸗ ten aller tage Für fromme nicht mehr seyn wird leid und klage, Empor nach jenes weltgerichts getümmel Ein neuer himmel. 11. Wir werden dann zu einem neuen leben Hervorgehn, werden dir entgegen schweben, In diesen neuen himmel auf⸗ genommen Mit allen frommen. 12. Weil wir noch hier sind, sey von uns erhoben! Dann werden wir mit neuer kraft dich loben; Dir brin— gen, herr, für alle deine werke, Preis, dank und stärke. Mel. Nun danket alle gott ꝛc. H höchster! dessen kraft 562. Luft, meer 1nd erde träget; Der erde, luft und meer Durch einen wink beweget: Ich traue deiner güt', Und ehre deine macht, Obschon bei deinem blitz Der donner schreckend kracht. 2. Du führest väterlich, Der saat zum reichen segen, In wolken über uns Den oft gewünschten regen Durch wind und wetter her, Machst durch der blitze brand Die luft von dünsten rein, Und tränkst das dürre land. Dritte Abtheilung. 3. O allmacht unsers herrn; dVindr güte, der nichts die kein witz Der sterblichen erreicht gleichet! O weishes m llib ** Laß deine größe uns In deinen wenig dnner, sehn, Und selbst im wetter auch Um deine huld verstehn. ö 4. Denn, wenn darüber gleich vin erd' und meer erschüttern, So deh ein frommes herz Doch darum 90 nicht zittern. Schreckt dich des sl pfers macht; So denke froh dahht Daß sie auch groß genug, Zu delnn schutze sey. 5. Du ehrst, o christ! ihn nith Wenn du nur knechtisch bebest, Y jedem donnerschlag In ängsten trostig schwebest: Sieh deinen starken 9 Doch nicht so machtlos an, Daß ernn wetter dich Nicht auch beschützen km 6. Es wirket seine macht Ein a furchtvolles grauen; Doch diese math wirkt auch Bei frommen das vertram An uns liebt unser gott Zwar ehm bietigkeit, Doch mehr noch zubersh Mehr noch gelassenheit. 7. Und sollte dieser sturm Dir ehn schaden bringen, So suche chrislih stark Die unruh zu bezwingen. K kann dir nichts geschehn, Als i durch ihn geschicht; Und das ist all gut, Begreifst du es schon nicht, 8. Doch, weil so fester mush d unsrer macht nicht stehet, Und uu sich nur durch dich Zu dir, o han erhöhet: So flehe ich zu dir, I alles gute schafft, Gieb mir, dih vertraun, Muth, willigkeit und 10 9. So oft wir blitzen sehn, Soh wir donnern hören, Laß uns duh hoffnung dich Und auch durch ehrfn ehren. Hat deine güte schon Den ii hervorgebracht, So ist sein strabl an auch Ein werkzeug deiner macht, 10. Was ist's, das dir dein nich Mehr fühlbar machen könnte, Omensh als dieser sturm Empörter elemeth Er predigt, sterblicher, Der ostl trotzig ist, Mit lauter stimme dii, H klein, wie schwach du bist! 11. Gott, der die wolken la Erbarme dich aus gnaden, Laß a gewitter doch, O vater! uns schaden! Gieb, daß der feuermni virfest Mel. 563 ur glüe angeneh lbt au licht de bbgesan Der sei sarken najestät llges st Ius in d. Wa Oo, dat Im oder Die fro 8o bald auner k Nel. 564 berschw Vehr' i hogen h ugesich Hott, wa Das ka gesungg Die 15 der wi Die w Ins da 2 häterli s herrnz d O weishehl hen erreichtl einen werln ter auch In r gleich Lufß n, So dus darum gu ich des sch⸗ froh dabhh „ Zu deinig t! ihn nich bebest, H ngsten trosttz starken gah in, Daß ekit schützen hm acht Ein ahn ch diese ma das vertraulh, t Zwar ehln⸗ och zuversh urm Dir thn uche chrislitz 21. In Wassersnoth. 2⁵1 Bind und der schloßen heer Uns nichtlieb' und macht Bedecken und beschir⸗ an leib und gut, Allmächtiger, versehr. men! Vor allem aber gieb, Wenn 12. Ach, laß in der gefahr, Bei die gefahr vorbei, Daß dir für schutz hönner, blitz und stürmen, Uns deine und huld Auch jeder dankbar sey. Nach dem Gewitter. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 4. Wie lieblich hebt sich das ge⸗ 563 o ist, nach gottes rath treide, Getränket durch den regenguß! * und wille, Dies wet⸗ Und wie vergnügt betritt die weide in glücklich nun vorbei, Und bei der Der neu belebten thiere suß! Der angenehm sien stille Lebt alles auf und muntern vögel frohes heer Singt lbt auf's neu. Herz! fordert dies froher des erhalters ehr. ncht deinen dank, Und deinen frohen 5. O gott! es bringt uns manchen bbgesang? segen Der blitz und donner deiner hand. 2. O seele! preise den erretter,. Er bahnt den weg wohlthät'gem re⸗ Der seine große kraft bewies; Den gen, Und fruchtbarkeit strömt auf das suken gott! der sich im wetter So land. Drum wird dir, wann der najestätisch hören ließ; Der selbst des frevler zagt, Vom christen freudig lltzes strahlen lenkt, Und stets an dank gesagt. lus in gnaden denkt. 6. Jetzt sprichst du zwar nicht mehr 9. Wann die erhitzten dünste glühen,. aus wettern, Doch heilig bleibst du Eo, daß die menschen und das vieh für und für; Dein blitz droht nicht den odem matt und schmachtend ziehen, mehr zu zerschmettern, Doch bleib' de froh, wie munter werden sie, ich ehrfurchtsvoll vor dir; Du bleibst Eh bald nur in die schwüle luft Der stets meine zuversicht, Ich liebe dich, üuner kühle winde ruft. und zage nicht. zwingen. H hn, Als h d das ist allh chon nicht. ester muih Y et, Und mh dir, o halh zu dir, V b mir, dir jkeit und kin n sehn, Se Hott, wenn uns jetzt Dein arm beschützt: Laß uns dut durch ehrfint Raßr 21) In Wassersnoth. .1 Orkirsind innöths Laßuns 2. Ach hilf uns, herr, Allmäch⸗ 564. Wẽĩ 90— Die uth nicht tiger! Um jesu chrisli willen! Ach haichwemmen! Hon, Die tuh nn du allein Kannst uns befrein, Kannst lleschwemmen! Nimm uns in acht; sturm und wellen siillen! Erbarme Aim ihrer m. anz Ar binsden dich; Hilf väterlich Beschütz uns logen hemmen. Verbirg jetztnicht Dein gut und leben! Dann wollen wir augesicht: Gedenk' an uns in gnaden. Dir, gott! dafür Dank preis und Dir, gott! ank, pr ehre geben. Das kann die fluth uns schaden? schon Den Ei Nach geendigter Wassersnoth. ner mach Mel. Nun danket alle gott. Daß du von herzen doch Die menschen er macht. ů dir dein nihh znnte, Omelst örter elementt r, Der oft stimme dii Y bist! 565 L ehr' und dank sey nie betrübst, Und im betrüben auch dir, O großer gott! Sie, als ein vater, liebst. Pfungen, Daß du durch deine macht 3. Nun ist der sturm vorbei, Die fluth Die wilde fluth bezwungen. Es tobete hört auf zu toben. Gott! du hast sie wind, Das wasser schreckte sehr, bedroht, Mit starker hand von oben. die wellen rauschten schon Fast über Die wasser laufen ab, Der mensch wird uns daher. wieder froh, Der voll von furcht und ö e wolken n 2. Doch mitten in der fluth Be⸗angst, Nach hohen orten floh. daden, Laß i ter! uns u der feuersuh hiesest du erbarmen, Und halfst uns 4. So sey denn nun gepreist, O (Bterlich. Du zeigtest an uns armenvater aller güte! Nimm an, was 2⁵² wir dir jetzt Aus dankbarem gemüthe Für deine große treu Zum opfer brin⸗ en dar: Selbst unser herz ol seyn er lob⸗ und dankaltar. 5. Wir rühmen deine macht; Denn die gebot den wellen, Daß sie sich legeten, Und uns nicht konnten fällen; Du sprachest nur ein wort: Bis hier⸗ her sollt ihr gehn! Da konnten wir uns gleich Frei und errettet sehn. 6. Wir wollen dir hinfort Allein Dritte Abtheilung. zur ehre leben, Und nicht mehr, u bisher, Mit sünden widerstreben: 0 5. halt denn ferner noch Mit deinnl wille! strafen ein, und laß in deiner ham So fa Uns eingezeichnet seyn. noch z 7. Erfreue nun das land, Das du gei bisher betrübet! Erquicke, herr! dhl netten volk, Das sich dir, herr, ergiebet 30 6. O ewig treuem dienst; Gieb neue fru Und m barkeit, Und schenk' auf diese fluth lus ms wi segensvolle zeit. Mel. Ach gott, vom himmel ꝛe. ch, gott! wir treten hier 566. A vor dich Mit trauri⸗ gem gemüthe; Wir bitten dich demü⸗ thiglich: Rett' uns durch deine güte. Schau, wie die große kriegsgefahr Sich zu uns naht und auch sogar Uns zu verderben drohet. 2. Gedenke, vater! doch nicht mehr, Daß wirs verschuldet haben. Gedenke nicht, daß wir so sehr Die uns ver⸗ liehne gaben Oft schändeten, und lange zeit Zur wollust, pracht und sicherheit Undankbarlich mißbrauchten. 3. Oft ward, der unser nächster ist, Gedrücket und betrogen; Durch schein des rechts, gewalt und list Das seine ihm entzogen. Drum drückt uns deine schwere hand. Die sünde, die golten. erkannt, Wird öffentlich ver⸗ golten. 4. Verzeih uns alle missethat Um jesu ehristi willen. Da er für uns elitten hat, Kannst du dies unglück stilen. Dein sohn, der unsre sünden trägt, Die du ihm selber aufgelegt, Ist ja auch unser mittler. 5. Um seinetwillen schone du Und stille unsre klagen, Verleih' uns wie⸗ der fried' und ruh, Und wehre allen plagen. Erbarm'?, o herr! erbarme dich, Und rette uns doch gnädiglich Von krieg und kriegsbeschwerden. 6. O gott! du kannst der fürsten herz, Wie wasserbäche, lenken. Ach! laß sie doch der völker schmerz Recht väterlich bedenken. Präg' ihnen und den räthen ein, Was heißt, der länder väter seyn; Damit sie frieden lieben. 22) In Kriegszeiten. 7. O herr! wir fallen dir zu si Und bitten um erhörung. Gieb wos. ren ernst zur wahren buß Und ese zur Bekehrung; Damit wir nichte unserm theil Durch neue sünden umt heil, Den frieden, selbst verhinden Heißest 8. Breit' wieder über unser lu ssherhei Die flügel deiner gnaden. Besosh 2. 5 und segne jeden stand. Laß nihh lchütest uns weiter schaden. Wir wollen solh ubn est gütigkeit Und vatertreu zu jeder u Iine Mit dankbarkeit erheben. Mel. Wer nur den lieben gott u. 567 Eꝰ zieht, o gott! ein hß⸗ geswetter Jetzt in unser haupt einher. Doch, bishi unser schutz und retter, So fürih wir uns nicht so sehr, Wie hush auch gefahr und noth Den vollas 9 und den ländern droht. 2. Gieb, vater, in so trüben tash Uns nur den sinn, auf dich zu fs Und da, wo andre trostlos zagt Mit zuversicht zu dir zu flehn; A nie doch menschenhülfe nützt, An deine rechte uns nicht schützt. 3. Kein blinder zufall herrschteh 5 erden; Du bist es, der die welt regnn kcbarm Ein jeder wird schon inne werd ablikt Daß deine hand die welt regiert. In ame wollen wir, herr, voll vertraun, As en nicht deinen schutz und hülfe baun. ld 4. Wir fallen gern in deine ant ö O vater der barmherzigkeit! Und fu 6. demuthsvoll; erbarme Dich über un beesg zu dieser zeit! Laß gnade mmt f lobgesa recht ergebn, So bleiben wir l ggebef aufrecht stehn. un ie 568 der du nun un fliedens ht mehr, ui erstreben:& Mit deing deiner ham and, Das u ke, herr! deh „ ergiebet g b neue fruch diese fluth lz en dir zu si 3. Gieh woh⸗ uß Und as wir nicht a e sünden uns bst verhindem er unser hn en. Beschih „Laß uih r wollen soh zu jeder si n. eben gott u. gottl ein hi⸗ ter Jetzt il Doch, bistj „So füran r, Wie hish Den völin o trüben un dich zu sh ich Raht zu flehn; nütk, W chützt. 0 herrscht a die welt regin inne weldh tregiert. On vertraun, K e baun. in deine aulh keit! Und soh Dich übet 10 gnade nut eiben wit 22. In Kriegszeiten. 5. Und findet, herr, dein weiser pille Noch ferner züchtigungen gut; So fassen wir in frommer stille Den⸗ noch zu dir den frohen muth: Daß au gewiß zur rechten zeit Uns zu er⸗ utten seyst bereit. 6, Du züchtigest doch stets mit maßen. Und meinst es immer väterlich; Auch ms wirst du nicht ganz verlassen; Und Nach erlangtem Frieden. In voriger Melodie. elobt, gelobt seyst du 568. G mit freuden, Gott, der du liebreich an uns denkst, Und zun uns nach des krieges leiden Des siedens wonne wieder schenkst! Du heißest die verwüstung fliehn, Und scherheit und segen blühn. 2. Herr, das thust du; was du kehütest, Dem darf sich kein zerstörer nubn. Wenn du, allmächtiger, ge⸗ Hetest, Ist alle zwietracht abgethan, über uns hast du gewacht; luch uns die ruh' zurückgebracht. 3. O christen! fühlt das ganz, und neiset Frohlockend ihn, der uns ufreut, Der seines Armes macht heweiset, Und bei der macht barm⸗ hezigkeit; Der uns auf gnadenflü⸗ geln—0 Und wunden heilet, die t chlägt. 4. Preist ihn durch freudiges ver⸗ kauen; Ihr seht, was seine hülfe kann. Er läßt sie uns auch ferner schauen Und nimmt sich unsrer mäch⸗ tig an. Wo wir nichts können, nichts herstehn, Wird, was uns nützt, durch ihn geschehn. 5. Preist ihn durch wohlthun und etharmen, Wo ihr der brüder noth erblickt, Daß ihr die leidenden und amen Speist, tränket, kleidet und erquickt; Damit sich alles, alles freu, Und durch den frieden glücklich sey. 6. Preist, preist ihn durch ein stommes leben: Dies ist der beste bobgesang. So viel ist uns von ihm gegeben! So sehr verdient er diesen dank! O lasset herz und wandel rein Und ihm ein würdig opfer seyn. 25³ unsrer noth erbarmst du dich. Wir sollen nur durch angst und pein Ge⸗ läutert und gereinigt seyn. 7. Froh werden wir auch rühmen müssen, wenn du uns wieder wohlge⸗ than: Gott brach, nach uns verborgnen schlüssen, Zum heil uns auch durch noth die bahn. Du bleibest unsre zuversicht, Barmherziger, verlaß uns nicht! 7. Nimm, vater, unsers dankes lieder Auch jetzt mit wohlgefallen an! Froh schallen unsre tempel wieder Von dir, der uns so wohlgethan. Herr, unser gott, dich loben wir! Herr gott, wir danken, danken dir! Mel. Sey lob und ehr' dem höchst. ꝛc. 569 ott, unser froher lob⸗ —7— gesang Erschallet dir zum preise! Vernimm gerührter her⸗ zen dank, Daß du nach vatersweise Uns wieder hast so wohlgethan, Und alle zwietracht abgethan, Der völker dich erbarmet. 2. Wie sehr ward nicht so manches land Von kriegeslast beschweret; Von der zum streit erhobnen hand Geäng⸗ stigt und verheeret! Nur du hast größerm leid gewehrt, Du hast gebät und flehn erhört; Auch diese noth geendet. 3. Wo furcht und angst die herzen brach, Wo mordgewehre schreckten, Wo zucht und Ordnung niederlag, Das feld erschlagne deckten; Da kehrt zu⸗ rück die goldne zeit, Erholung, ruhe, sicherheit, Und deines segens fülle. 4. Der landmann sammelt unge⸗ stört In ausgeleerte scheuern, Was, gott, ihm deine hand beschert, Froh deine huld zu feiern. Gerechtigkeit und güt' und treu Begegnen wieder sich auf's neu, Der länder glück zu bauen. 5. Gott, unser vater, sey gepreist, Daß du die herzen lenkest, Und in der herrscher sinn und geist Die friedens⸗ liebe senkest! Herr, dir gebühret unser dank, Und dich preist unser sobgesang; Der du so gern erfreuest. 2⁵5⁴ 6. Wehr' ferner nun, nach deiner treu, Wehr' mächtig allen kriegen, Daß uns der friede lang erfreu'; Laß menschenliebe siegen! Beschütze du mit starker hand Des fürsten stuhl, das lahnt land, Und jedes standes wohl⸗ ahrt. 7. Wir traun auf dich, nur wollst du guch Uns wahre weisheit lehren, Daß wir des friedens rechten brauch 23) In Theurung. Mel. Von gott will ich nicht lassen. u bester trost der armen, 570. D Beherrscher aller welt! Du vater, voll erbarmen, Der ewig glauben hält! Du unsre zuversicht, Zu dem wir alle flehen, Auf den wir kindlich sehen, Verlaß, verlaß uns nicht! 2. Erbarmender, ach wende Der zei⸗ ten schweren lauf; Thu deine milden hände, Uns zu versorgen, auf! Was irgend leben hat, Nährst du mit wohl⸗ gefallen. Nähr' uns auch! schaff uns allen, Bei unserm mangel, rath. 3. Herr, der du auch uns schufest, Steh uns mit hülfe bei. Allmächtiger, du rufest Dem nichts, damit es sey; Zu helfen ist dir leicht, Du kannst dem mangel wehren, In überfluß ihn kehren, Wenns uns unmöglich däucht. Dritte Abtheilung. ben, chmerz hilf 8. 8 In mißbrauch nicht verkehren, I nicht durch stolz, durch üppigke Durch leichtsinn, ungerechtigkeit in eigne noth bereiten. 8. Erhebt, erheht gott immerdin Den geber aller güter! Er ist in bleibet, wie er war, Der menschen fre und hüter. Gleich herrlich, so von als that, Hilft er, wie er gehoh Mel 7² hat. Ihm sey allein die ehre, l, jes holl mit heines t oth un 4. Die früchte laß gerathen, Msteude n deine hülf' uns sehn; Erquicke dunl 2. Sii saaten, So oft sie traurig stehn. oullate Fe baue selbst das land, Tränk' ezdoch, h thau und regen, Und füll' es an nast du segen Aus deiner milden hand. ein fr 5. Erhör uns, vater, kröne dult du, jahr mit deinem gut, Daß sich s. 3. Ur herz gewöhne Zu wohlgefaßtem unUuuge; Lehr' es, sich, deiner freunz Eht. u zutraun zu dir haben, Und u segensgaben Durch mißbrauch entweihn. 6. Allgütiger! wir hoffen Auft und deine treu. Oft hat uns u betroffen, Und da stand'st du unsi Sprich nur dein mächtig wortl At; wird den mangel heben; Wir wans froher leben, Dich preisen hier undin au 24) Bei gefaͤhrlichen Seuchen. Mel. In dich hab' ich gehoffet ꝛc. 571 u, gott, bist unsre hülf' (. und macht. Wenn uns dein auge nicht bewacht: Wer wacht, wer hilft uns armen? Erretter, dir, Dir flehen wir; Du wollest dich er⸗ barmen. 2. Der seuchen gift verbreitet sich Weit um uns her; erbarme dich; Laß uns nicht plötzlich sterben! Entzeuch dem tod Uns, der uns droht; Entreiß uns dem verderben. 3. Du bist ein gott, der gern ver⸗ zeiht; Laß uns denn noch barmher⸗ zigkeit Vor deinem throne finden! Und dein gericht Vertilg uns nicht v 4. Kein reichthum schützt, keinsshsen und kein vrt; Hier weinen wilwen, 1 dort, und da verwaiste kinder. d seuch' erreicht Auch den, der flaah Den frommen, wie den sünder. 5. Deß alles sind wir werthl wir Beweinens, gott, und flehn zulh Du wollest uns vergeben! Wir woll gern Dir, unserm herrn, Gehonsg dir nur leben. 6. Auch glauben wir an deinen sol Um jesu willen duld' und schonA laß uns trost erscheinen! Sttech i die hand, Und laß das land länger hülflos weinen. 7. Sey mit den sterbenden, dah Ius dir hum' ei sh erbel J. Und sgecken, t. B. lken, hlicht. d blut Ird muth In unbeweinten sünden. Dein antlitz schaun und alle die u shen, die bewahre; Tröst' in dem erkehren, Usshmerz, Daß bald ihr herz Wie gern irch üppigkehsn hilfft, erfahre. rechtigkeit Iuse g, Das ganze volk frohlockt dir 25. In Krankheiten. 2⁵5⁵ dann, Und betet dich, erretter, an, Und preiset deine gnade. Dann wan⸗ deln wir, O gott, vor dir, Mit freuden deine pfade. ott immerdn 1 Er ist in nenschen frn lich, so vonm ie er gehohh die ehre. Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 6 ch! könnt' ich doch mit 57². A deinen gliedern Im tem⸗ l, jesu, dich erhöhn, Und freuden⸗ ul mit deinen brüdern Das denkmal hines tods begehn: Doch weil mich vuch und krankheit plagt, Ist diese gerathen, Usseude mir versagt. Erquicke dun. 2. Sieh', hier auf meinem kranken⸗ ig stehn, Husliite Feir' ich dein abendmahl allein. Tränk' ez doch, herr, ich weiß, an jeder stätte füll' es an nhast du verheißen, nah zu seyn. Wo en hand. fein frommer seufzt und weint, Da er, kröne dli du, großer menschenfreund. Daß sich Eu 3. Um trost ist meinem herzen gefaßtem uuhhuge; Ich suche, herr, dein ange⸗ freun; En sht. Um deine hülfe, gott, wie n, Und h ge Ruf' ich! und du erhörst noch mißbrauch zal Ach, stärke bei des leibes suerz Mein banges und beklemmtes hoffen Auf Wat mön I. Vielleicht, o herr! empfang' ich d'st du undAite Zum letzten mal dein leib und tig wortl d. ltz Orum gieb dadurch dem herzen n; Wir wang keude, Und der verzagten seele muth. en hier undenoch einmal, jesu, flehe ich: Ach hösie und erfreue mich! 9. Laß das gedächtniß deiner leiden Aur schwachen trost und kraft ver⸗ ichn. Laß es die quelle sanfter freu⸗ hützt, keinsin an Und jenes lebens vorschmack seyn. wirwen, ehnsdein leiden, dein versöhnungstod Er⸗ te kinder. Asmice mich in meiner noth. n, der flah 6. Ich sehe schon den himmel offen: en sünder, sh tröst' mich meiner seligkeit. Was bir werthl WUssust du, seele, größres hoffen, Als ind flehn schlsee dir da dein gott verleiht? Nun en! Wir kulhtum' ein neues leiden her, Mein in, Gchoulhsseh erbebt dafür nicht mebr. miens Und naht der tod mit seinen an vaan slcken, Ich bin getrost und zage ind schon U üt. Bom tode wirst du mich er⸗ n! Strecheuäßen, Ich fürchte, herr, nicht dein das land Msct. Ich bin getrost, dein leib . d blut Gi benden, dahltd muth. ebt mir im tode trost d alle die 25) In Krankheiten. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich ꝛe. SE ch, lieber gott! ich bitte 573. A dich, Hilf mir und andern kranken, Und segne jeden doch, wie mich, Mit heiligen gedanken, Gieb uns gelassenheit und ruh; Und unser bester arzt sey du, In schmerzen unser tröster. 2. Belohne, treuer vater, die, Die liebreich meiner pflegen: Für ihre treue segne sie Mit deinem reichen segen. Gieb gegen sie mir freundlichkeit, Laß mich aus unzufriedenheit Sie nie durch murren kränken. 3. Soll diese krankheit tödtlich seyn, Soll ich die welt verlassen; So laß von sündenlieb' mich rein, Im glau⸗ ben dich umfassen. Gieb lust und kraft zu jeder pflicht, Lehr' mich, im glauben ans gericht, Die liebste sünde hassen. 4. Doch willst du, bester vater, mir, Gesundheit wieder schenken; So fleh mein herz dankbar zu dir, Es allzeit so zu lenken, Daß ich in meiner pilgrims⸗ zeit, Mit neuer treu und redluchkeit, Auf deinen wegen wandle. 5. Du weißt, wie wenig ich vermag, Du wollest selbst mich leiten; Und recht auf meinen sterbetag Durch frömmig⸗ keit bereiten: Daß über alles, alles ich Dich lieb', und dankvoll gegen dich, Dir lebe, gott, dir sterbe. Mel. Nun sich der tag ꝛc. oder.: Nun danket all' und ꝛc. S uch diesen tag hab' ich 574. A Loubracht Mit aller seiner noth. Nur deiner vaterlieb' und macht Verdank ich es, o gott. 2. Warst du nicht meines lebens kraft, Mein retter und mein heil: So würd' in meiner pilgrimschaft Kein trost mir je zu theil. 3. Ach, ohne dich, allgütiger, Ver⸗ ging ich in der noth; Von freudig⸗ 2⁵6 keit und hoffnung leer Wär' ohne dich mein tod. 4. Doch welchen trost fühlt nun mein herz: Du bist, und bleibst mein gott! Dein wort versüßt mir meinen schmerz, Und lindert meine noth. 5. Froh kann ich mich dem schlaf vertraun, Auch schlafend bin ich dein, Vor keinem unfall soll mir graun. Du wirst mein helfer seyn. 6. Und sollt', o vater, diese nacht Auch kommen selbst der tod: Wohl mir, dann ist mein lauf vollbracht, Geendigt alle noth. Mel. Wenn mein stündlein ꝛe. 575 ein wille, herr und va⸗ * ter, ist, Daß ich jetzt schmerzen leide: Doch weiß ich, daß du vater bist, Und dies ist meine freude. Dir ist die krankheit wohl bekannt; Mein leben steht in deiner hand, Du zählest meine tage. 2. Wenn in mir manchen augenblick Gesundes blut geflossen; So schenktest du mir, gott, dies glück, Das ich so oft genossen. Oft war ich frei von jedem schmerz, War gutes muths; drum, o mein herz, Leid' jetzt auch unverdrossen. „Nein, bester vater, gieb nicht zu, Daß ungeduld mich kränke; Gieb deinen geist mir, der mir ruh Für meine seele schenke! Den geist, der stark in schwachen ist; Damit ich als ein wahrer ehrist Dies leiden willig trage. 4. Vergessen laß michs, vater, nie, Du seyst und bleibst die liebe. Gieb nicht zu, daß mein herz doch je Un⸗ glaubig sich betrübe. Trug jesus nicht auch meine schuld? Ist grenzenlos nicht deine huld, Nicht ewig deine liebe? 5. Das eilen meiner lebenszeit, Laß mich, mein gott, erwägen: Der todesnacht, der ewigkeit Flieg' ich stets mehr entgegen. Erst dann, wenn dies mein geist bedenkt, Sich recht zu dir, zum himmel lenkt, Wird mir mein schmerz zum segen. 6. Voll hoffnung wend' ich mich zu dir, Dir will ich mich ergebenz Schenk' wahren ernst und weisheit mir, Wie du befiehlst, zu leben. Bewahre nur für heuchelei O gott, Dritte Abtheilung. mein herz; zum himmel se mein Seitehen, bih Gng dir zufri 7. Ach, jeden, jeden augenll hie du! Laß mich, mein gott, dir wel aß mich Zieh' von der erde mich zurück; dig, wie nichts den geist zerstreuen; Kein g b L I. Gest Uben Boll. mein geist, der leib ist schwa deinem kinde, vater, mach', Daß u kraft ich spüre. 9. Laß nicht zu, daß der kunms pein Zu groß mir schwachen i Laß deine gnade mich erfreun! mildre die beschwerde. Du, weißt, was jeden tag Dein schtil kind ertragen mag. Hilf mir, alhs Eiets in dich meiner. unnde, jed Mel. Wer nur den lieben gonuhkeit, Un 2. Du er morgen kommie die mei 576. D meine klage oemn auch mit diesem morgen neu,Hmit sag traurig eilen mir die tage Dush is, Dein gen pilgrimschaft vorbei! Der ind steht neugeschenktes licht Erheitert us4 g. Ja seele nicht. Iil mich 2. Noch immer bin ich auf dan nich von Wo mich gefahr und noth umssorgen fü Wo täglich härtere beschwewe Tintkräftet klagen und zu thränen zwingt: Hͤatersinn immer fleh' ich unerhört Um mahs die mein herz begehrt. 3. Herr, eile doch mir beisisth Verlaß den schwachen pilger O neige, vater, auf mein sihhn hris⸗ mir dein gnädig angesicht; assh geduld, und bei dem schman 5, hoffend und zufriednes herz. 4. Mir ist mein schicksal nohglich im borgen, Das diesen tag mich ittel feh soll. Auf dich, gott, werf ich k ur dir, o sorgen: Du kennst sucht esi den tof wahres wohl; U 4 geeechren und thut: Ist imme Mel. gerecht und gut. 5. Soll ich die last noch lant 578. gen: Ich halte deiner fügung sil. und herze Hure, Bez seh Gerith en augenl „dir weihg h zurück; en; Keing er zeit, G wigkeit, Ar zufrieden, will ich sagen: Herr, bie du willst, nicht wie ich will; So laß mich ohne falschen schein, Gedul⸗ dih, wie mein heiland, seyn. 6. Nach allen leidensvollen stun⸗ den Rückt einst mein ende doch her⸗— lit Dann hab' ich ewig überwunden, Und bin von aller trübsal frei; Und chempfang vor deinem thron Den „hir verheißnen gnadenlohn. „. Will gi schwachti achꝰ, Daß ii 5 der kranh wachen w h erfreun . Du, Dein schhn ilf mir, eihg lieben gott gen kommih 7. Gestärkt durch diesen frohen glau⸗ Un Vollend' ich meinen leidenspfad. herr, stärke, stärke meinen glauben, Auch dann, wann sich der tod mir naht. Rielleicht erscheint er heut; wohl mir! Dir lebt' ich; und dann sterb' ich dir. Mel. Aus tiefer noth schrei ich ꝛe. + ie krankheit, du gerechter 577. D gott, Die ich jetzt an mir Füre, Bezeugt mir, daß ich meinen tod Stets in und bei mir führe; Ja, jede hunde, jede zeit Erinnert mich der sterb⸗ Ühkeit, Und spricht: denk' an dein ende. 2. Du hast die schmerzen auferlegt, Aemeine glieder tragen; Doch da 25. In Krankheiten. e klage g uh deine liebe schlägt Willst du mir rgen neu. Uhit sagen: Des todes ursach' ist in tage Duis, Dein leben aber kommt von mir, Hdei! DerUind steht in meinen händen. Erheitet Es 9. Ja wahrlich! deine vaterhand ill mich durch leiden rühren, Und ich auf duhnich von allem eiteln tand Zu edlern noth unh sorgen führen. Wenn ich gleich sehr beschwedt intkräftet bin, Wird doch dein treuer n zwingt:„Hygtersinn Mir, wo es dienlich, helfen. ört Um ruh 4. Beschlössest du in deinem rath, Ich sollte länger leben; So kannst . mir beizushsu leicht auch in der that Den mit⸗ n pilger H kln kräfte geben. Ist aber dies dein mein slehlhhriser schluß, Daß ich nunmehro ster⸗ esicht; Gilhhn muß, So bin ich auch zufrieden. m schmen es herz. hicksal nohh 5. Dies eine bitt' ich: heile nur die wunden meiner seelen, Wenn hleich im leiblichen die kur Und alle tag mich Uittel fehlen. Denn leb' ich fromm werf ich uur dir, o gott! So werd' ich auch bis und suit in den tod, Stets deine wege preisen. IN inmal Mel. Nun ruhen alle wälder ꝛc. ein jesu, der voll schmer⸗ noch läͤngt 578. Men Und matt am leib fügung sil. und herzen Am ölberg niedersank; Mein 25⁷ bester freund und tröster, Ach siehe! dein erlöster, Liegt jetzt nach deinem willen krank. 2. Wie viel gesunde stunden Sind wie ein strom verschwunden! Wie schnell verfloß ein jahr! Du, herr, hast mich gestärket; Ich hab' es kaum gemerket, Daß ich gesund und glücklich war. 3. Jetzt, da ich schmerz empfinde, Denk' ich an meine sünde Mit wahrer reu und leid. Du hast mich stets gelie⸗ bet Und treu an mir geübet; Doch liebte ich dich nicht allzeit. 4. Ich warf mich nicht in demuth Und nicht in wahrer wehmuth Vor dir, erhabner, hin. Jetzt wirfst du meine glieder Aufs krankenbette nieder, Und lehrst mich, daß ich erde bin. 5. Ich wandte meine kräfte Nicht stets zum hauptgeschäfte, Nicht stets zur tugend an. Das fühl' ich jetzt mit reue, Gelob' dir wahre treue, Dieweil ich gutes denken kann. 6. Wie oft bin ich beim beten Ohn' ernst vor dich getreten, Wie laulicht sucht' ich dich! Jetzt lernt mein herz nun ringen, Und ernstlich zu dir drin⸗ gen, Jetzt ruf' ich zu dir flehentlich. 7. So hilfst du, herr, in gnaden Und heilst den seelenschaden, Wenn du den körper stäupst. Mein leiden wird mir segen; Auch auf den rauhen wegen Seh' ich, daß du die liebe bleibst. 8. Vernimm mein glaubig flehen, Laß mich doch hülfe sehen, Verbirg dich nicht vor mir. Mein bester helfer, eile, Erquicke, lindre, heile, Denn meine hoffnung steht zu dir. 9. Vermindre meine plage, Ver⸗ längre meine tage, Wenn es mir nützlich ist. Im neugeschenkten leben Will ich mich dir ergeben, Und rüh⸗ men, daß du hülfreich bist. 10. Doch soll ich bald erblassen, Und diese welt verlassen, So waffne mich mit muth. Laß mich mein haus bestellen, Und mach's in allen fällen Mit mir und mit den meinen gut. Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛc. ie kommt, sie kommt die 579. S letzte stunde! Schon ist der richter vor der thür! Was für 17 — 2⁵⁸ Dritte Abtheilung. ein wort aus seinem munde, Bestimmt mein ewig schicksal mir?„Komm, du gesegneter, herein!“ Ach! oder?„geh' zur höllenvein“. 2. Herr, zeige mir noch vor dem grabe, Lehr mich recht, wie mein herz es meint, Und was ich zu erwarten habe, Wenn jesus zum gericht erscheint. Bin ich noch nicht auf rechter bahn, So nimm dich, vater, meiner an. 3. Allwissender, ist mein vertrauen Auf jesum auch von rechter art? Nicht, wie auf ihn die heuchler bauen, Bei denen er zum spotte ward; Die niemals auf sein beispiel sehn, Nie folgsam seine wege gehn. 4. Hat auch mein glaube dank und liebe Vor dir, mein gott, in mir er⸗ zeugt? Entflammte er der demuth triebe, Damit ich kindlich mich gebeugt, Wenn du mich als ein vater trugst, Wenn du mich als ein vater schlugst? 5. Du willst, ich soll die sünd' ver⸗ lassen: Thu ich es treu und mit ge⸗ duld? Vergab ich denen, die mich hassen, Mit hand und herzen ihre schuld? That ich auch einem menschen leid, Der über mich nach rache schreit? 6. Empfahl ich dir auch recht die meinen? Hab' ich auch treu für sie gewacht? Darf ihrer keiner darum weinen, Daß ich nicht als ihr freund gedacht; Und sterb' ich in der zuver⸗ nich Der herr verläßt die meinen nicht 7. Such' ich in deinem wort erquik⸗ kung, Wenn mir um trost jetzt bange wird? Sehnt sich mein herz nach der entzückung, Die mir der herr, mein guter hirt, Erworben, und in jener welt, Am quell des lebens, vorbehält? 8. Mir sagt dein wort und mein Laissn Daß ich ein übertreter bin. aß ich auch fromme thränen fließen Und fliehe betend zu dir hin? Bleib' ich getrost durch christi tod, Auch, wenn des grabes schrecken droht? 9. Gott! richter! vater! schone, schone! Weil er den kelch des leidens trank. Gieb kraft mir zu der siegeskrone, Die er dem frommen christ errang; Dann sag ich durch des glaubens macht Getrost und froh: es ist vollbracht! Mel. Befiehl du deine wege ꝛe. 9. Ñũ eit, die ich seufzend züll heuer 580. 3 Voll schinerz und 1 siille: mach! Betrübt ist meine seele, I kraft und odem schwach; Fast jh morgen mehret Besorgniß mir un schmerz, Doch gott will seyn gechul WMel Ehr' ihn auch nun mein herz. 2. Was zieht dich noth und y Von freud' und danken ab? Gahg ank, Un der ersten tage, Die dir dein husehn zur gab. O tage! reich an freuden,halt meit kausend segen reich! Was sind ulrl Nun diese leiden, Vergleich ich sie miteunl dank und 3. Daß ihr mich einst beglit 2. He Wem dank' ich's? gottes buld! Is heiner v. krankheit mich jetzt drücket, Wem dn Eheben, ich's? meiner schuld! Nun mußn hu d Zu schmerz beweisen, Was leichtsim Ehat dich vergißt, Daß unser leib nicht an sj dich zu Sein bau nicht ewig ist! 4. Mein gott! in tiefer reue, N meiner schuld bewußt, Komm'ich y ungetreue, Und schlag an meinenn Wel. Laß mich nur 9. 28 finden; Soh 32 ich demuthsvoll, Was mich vong* nen sünden Zum guten leiten s, vor d 5. Denn du lenkst unsern hanl Aat, erhe Selbst plagen zum gewinn; ur des l mir in großen schmerzen, Wie schu2. Es wie nichts ich bin; Und läßstn innen werden, Daß diese ganze hu Und alles guth der erden Nicht i für mich enthält. 6. Du machst mich los von si k Dämpfst meinen übermuth, Und lih mich empfinden, Das leiden seh n gut. Du zeigst mir in der nähe ewigkeit, gericht. Wenn ich nuis mich gehe, Verstösest du mich nith 7. O gott! dein weg ist güte,H ewig wird er's seyn. Drüͤlck tst mein gemüthe Mir diese wahhl uelt; Nu ein, Daß in den tiefsten nöthen Wie herrli doch von dir nicht lass', Und schih durch je du wollst mich tödten, Ich dih b. glauben fass'. 8. O, schenk' mir licht und guu I seh'i Lebendig einzusehn, Es seh fin ulsthe mein kein schade, Den trübsalsweg zu[ 7. Da Damit die last ich trage In sihlhsnnth Zu der geduld, Und nimmermehr zah Benieße An dir und deiner huld. ullendun — wege ꝛ. ufzend zühl rz und ung⸗ seele, I 3. Fast jth miß mir un seyn geehmn i herz. th und gli ab? Ged r dein freuden, das sind m sie mit euh inst beglüch 3 buld! I t, Wem dun stun muß u leichtsim b nicht ass, Y fer reue, N domm' ich v n meine hah den; Sodi nich von leiten sil. unsern sah winn; 906 Wie schin d läß'st se ganze dl en Nicht i ht und guh seh fit u lsweg zu gin ige In saht ermehr hah d. —— 9. Nun, so gescheh dein wille; Ge⸗ heuer gott! zu dir Ist meine seele sille: Denn täglich hilfst du mir. Nach der Mel. Aus meines herzens grunde. 581 As in der krankheit schmer⸗ * zen Die seele fast ver⸗ hnk, Und nun aus vollem herzen Mein sehn zum himmel drang: Da hörte hott mein flehn; Der treue, der erhal⸗ krl Nun soll auch den erhalter Mein dank und lob erhöhn. 2. Herr über tod und leben, Du meiner väter gott! Wie soll ich dich heben, mein heil, mein herr, mein ott? Zu wenig ist mein dank; Wer 5 dich g'nug erhoben? Zu schwach ss dich zu loben, Der engel lobgesang. 26. In Todesnöthen. 2⁵9 Wovor sollt' ich erbeben? Du bist, o gott, mein theil; Im tode, wie im leben Bist du mein licht und heil. Genesung. 3. Und doch von dir zu schweigen, Wär' eine frevelthat, Ich wills, ich wills bezeugen, Wie golt errettet hat. Hörts, menschen! gott nur kann Ver⸗ geben und erretten. Ach wenn wir gott nicht hätten, Wer hülf' uns armen dann? 4. Dir will ich nun ganz leben, Und seyn dein eigenthum, Mein künf⸗ tiges bestreben Sey deiner gnade ruhm; Dir weih' ich meine zeit; Vor dir will ich stets wallen, Dir dienen und gefallen In alle ewigkeit. 26) In Todesnoͤthen. Mel. Nun laßt uns den leib ꝛc. es todes graun, des 2. D grabes nacht Flieht, s vor deiner wahrheit macht; Mein Ut, erhellt von deinem licht, Bebt hr des leibs zerstörung nicht. 2. Es falle nur die hütte hin, Mit her ich hier umgeben bin; Ich selber, shend, wie zuvor, Schwing' aus den hümmern mich empor. 9. Ein innres mächtiges gefühl Ver⸗ lndigt mir mein höhres ziel; Dies sreben nach der ewigkeit Erhebt mich iber erd' und zeit. 4. Dich, höchster, hab' ich hier er⸗ hannt, Voll liebe vater dich genannt; In dieser seelenwürde liegt Ein hoff⸗ Hlungsgrund, der nimmer trügt. 5. Dein sohn zeigt mir die bess're [belt; Nun ist mein glaube festgestellt. Die herrlich wird der menschheit werth [Turch jesu zusag' aufgeklärt. 6. Glücksel'ge aussicht, auch für nch! Entzückt hebt meine seele sich; 30 seh' im geist des christen lohn, Ich ihe meinen himmel schon. 7. Da find' ich, was dein guter uth Zu meinem wohl geordnet hat; Henieße deines guadenblicks Und der hllendung meines glücks. 8. Viel freude gabst du mir schon hier, O gütiger, wie dank' ichs dir? Stets solgte kleinerm ungemach Die größere versüßung nach. 9. So hat schon dieser kindheitsstand Der höhern hoffnung unterpfand; Die liebe, die mich hier beglückt, Die bleibt und segnet unverrückt. 10. Des freudigsten vertrauens voll, Erwart' ich, was mir werden soll, Wann ich, von sünd' und noth befreit, Nun reife zur vollkommenheit. 11. Der tod darf mir nicht schrek⸗ kend seyn; Er führt zum wahren le⸗ ben ein. Durch gottes kraft besiegt mein herz Der krankheit last, der trennung schmerz. 12. Wenn hier von uns, die gott vereint, Der letzte auch hat ausge⸗ weint, Dann wird ein frohes wieder⸗ sehn Auf ewig unser glück erhöhn. 13. Herr unsfrer tage, führe du Uns alle diesem ziele zu, Daß uns, bei standhaft frommer treu, Des lebens end' erfreulich sey. Mel. O jesu ehrist, mein's lebens ꝛc. 583 Hi jesu, meines lebens * licht, Mein trost und meine zuversicht! Tief beugt mich mei⸗ 17⁷ 260⁰ ner leiden last; Ach! unter ihr erlieg' ich fast. 2. Mein gott, wo nehm' ich kräfte her? Der gang zur ewigkeit ist schwer. Nimm deinen pilgrim an der hand, Und führ' ihn in das vaterland. g. In mir tobt jetzt des todes schmerz, Voll ist davon mein armes herz; Es schreiet sehnsuchtsvoll in mir: Nimm mich, o herr, nimm mich zu dir! 4. Ich seh' zu deinem kreuz empor, Und halte mir dein sterben vor, Denn nichts kann, selbst in iodespein, Mir tröstender, als dieses seyn. 5. Wenn dann mein sterbend haupt sich neigt, Und sich mein grab mir traurig zeigt; So sey dein wort; es ist vollbracht! Mein licht in meiner todesnacht. 6. Mit sieg gekrönt gingst du ins grab, Ich folge dir getrost hinab. Ich eh' zu gott mit freuden hin, Und jauchze, daß ich selig bin. 7. Ich traue, herr, auf deinen tod, In meiner letzten todesnoth; So schließ ich meinen lebenslauf Und du nimmst mich im himmel auf. 8. Am jüngsten tag erweckst zu mich, Da sieht mein auge froh auf dich: In jenes schreckliche gericht Führst du mich, deinen freund, ja nicht. 9. Unsterblich werd' ich auferstehn, Verklärt werd' ich den vater sehn, Und du machst mich in deinem reich Auf ewig deinen engeln gleich. Mel. Wer weiß, wie nahe ꝛe. ch fasse, vater, deine 584. J hände Und halte sie im glauben fest; Verlaß den nicht an seinem ende, Der ewig sich auf dich verläßt; Du bist mein gott von jugend auf, Hilf glücklich enden meinen lauf. 2. Du hast nach deiner vatergüte Beständig wohl an mir gethan; Er⸗ ů welt. Ich bin getrost und zage Rith hör' auch meine letzte bitte: Nimm, gott, mich doch zu ehren an! Ach! vater, ach! noch eins ist noth Ein gutes end', ein sel'ger tod. 3. Du hast mich je und je geliebet, Versorgt, gestärkt, geschützt, regiert, Mich oͤft erquickt, durch leid geübet, Oft wunderbar, stets wohl geführt. Dritie Abtheilung. Wohin ich ging, wohin ich sah, V. mir stets deine güte nah. 4. Auch jetzt auf meinem sterbebehn Sieh meine noth mit mitleid an; E quicke, lindere, errette! Denn du his der mir helfen kann. Stärk' mich guten bis ans end', Damit ich ii u den lauf vollend'. 5. Mein heiland, treib' die fi zurücke, Bestege meinen letzten felh Lenk' auch im sterben meine blicke deinen tod, o seelenfreund! Sprich i trost, muth und freude zu, M ende, bringe mich zur ruh! 6. Ihr, meine güter dieser endn Ihr machet mir den tod nicht schoh Denn jetzund werd' ich selig wadg Drum brauch' ich eurer nun nicht ush Du, gott, bist's, wenn das eitle wah Der mir des lebens krone reicht. 7. Ich übergebe dir die meinen d vater der barmherzigkeit; Laß ihnn stets dein trostlicht scheinen, Undih ihr gott zu aller zeit. Behüte sih ungemach, Und bringe sie mün sh nach. Mel. Wer nur den lieben gott n ch will dich, gott, 585. J tod erheben, Selhiu am grabe daͤnk' ich dir. Zum sh gabst du mir mein leben, Unde zum segen nimmst du's mir. M leben sucht' ich dir zu weihn; In bleib' ich auch im tode dein. 2. Gott, welche feierliche suntt Wenn du mich nun der erd' enth Auf mich, den du getreu befundg Voll schonender erbarmung siehst mächtiger, in dein gericht Geh mit mir, erlösten, nicht. 3. Der leib wird'schwach, die most hütte, In der mein geist hier wahe zerfällt; Schon gehen meine min schritte Den weg zu gott aus d Denn gott ist selbst mein heil und i 4. Wie? sollt' ich vor dem todehh ben, Da du, erlöser, für mich ash Er ist durch dich der weg zuml Das du am kreuze mir euthn Wie du ihn gingst, will ich—1 Wie du, werd' ich auch aufersasl —— —.— son. S cspricht, t. 6. Du Denn sie Hebst dein se zu dein r rechtsc klrechtigt 7. Icht Zelbst na Denn ewi Und da nich ist se his, daß ser zeit Hit weg 3. Dan iih Der t sterh seiem flu her entbu uer ihn ge 3. Wo dnn ruh somm ur egleiten! christ, Un Uum glüch 4. O ho sreude uit dir de Hinem lil scht, Dich 5. Doch schns, chnsI W in tag, Hanz verkl ich erst da ich sah, H N. m sterbebeh leid anz H Denn du hih tärk' michih amit ich ib' die fin letzten feih ine blicke Y d! Sprichth e zu, M ruh! dieser adn nicht schyh selig wadg un nicht nh as eitle wash e reicht. ie meinen d t; Laß ihin en, Und lal Behüte sn esie mit sh ben gott. ich, gott,l en, Selbsih Zum sh en, Und a 3 mir. M weihnj; I dein. rliche stunht erd' entzih treu befund ing siehstl x icht Gehst t. ich, die mofh ist hier wo meine mih jott aus A nd zage nit heil undll r dem todel ir mich stanh heg zum lchch mir erwal ich ihn ge 5. Laß auch das grab in seiner nähe Mir noch die letzten schrecken dräun, Du, herr, auf den ich hoffend sehe, Wirst auch noch dann mein beistand syn. So nah' dem lohn, den gott luspricht, So nah' am ziele zag' ich icht. 6. Du wachest über meine seele, Benn sie ihr haus, den leib, verliert, Hebst deinen boten dann befehle, Der sezu deinen freuden führt, Zu denen Ler rechtschaffne ehrist Durch jesu tod kerechtigt ist. 7. Ich will dich noch im tod erheben, Zelbst nah' am grabe preis' ich dich; denn ewig werd' ich bei dir leben, Und da erfreu' ich ewig mich; Für nich ist selbst der tod gewinn. Wohl his, daß ich erlöset bin! Rel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc. 10 och walle ich im thrä⸗ 86. N nenthal, Gedrückt von lumer, müh' und qual, Doch nur uh wenig tage; Dann eile ich aus üsser zeit Hinüber in die ewigkeit, get weg von jeder plage. 2. Dann sinkt der leib ins kühle gab, Der staub zu allem staub herab. licht sterblich mehr zu leben: Mit seiem flug und frohem blick Kehrt der entbundne geist zurück Zu dem, der ihn gegeben. 9. Wohl meinem geist, wenn er dnn ruht, Wenn er rechtschaffen, somm und gut, Wenn thaten ihn kegleiten! Wenn er vereint mit jesu hist, Unsträflich, rein und fähig ist Jum glück der ewigkeiten. 4. O hohes glück, vor gott zu stehn! Ofreude, jesus, dich zu sehn, Und uit dir deine glieder! Zu sehen dich in hinem licht Von angesicht zu ange⸗ iht, Dich, größter aller brüder! 5. Doch erst am tag des aufer⸗ sehus, Am tag des frohen wieder⸗ ihus! Wenn neu wird diese erde; Im zag, wo gottes wunderkraft Mich hanz verklärt und neu erschafft! Was herst dann seyn werde! 26. In Todesnöthen. 261 6. Wie wird mir dann zu muthe seyn, Wenn alle todten, groß und klein, O jesu! vor dir stehen! Wenn du mich dann beim namen nennst, Vor gott und engeln mich bekennst; Ich ewig dich soll sehen. 7. Wann ich in jener großen stadt, Die gottes hand gegründet hat, Im anschau'n mich verliere! Wann ich in deinem himmelreich, Den engeln und dir selber gleich Ein neues leben führe. 8. Ich, ich, der jetzt noch thränen weint, Ich werde, wann der herr er⸗ scheint, Dann leuchten, wie die sonne! Ich sünder werd' von sünden rein, Ich sterblicher, unsterblich seyn, Ich, got⸗ tes bild und wonne! 9. Befreit und ewig fern von gual; Erquickt mit freuden ohne zahl, Gott immer, immer näher: Dann steigt mit jedem augenblick Der seele un⸗ aussprechlich glück Noch unaussprech⸗ lich höher. 10. Und aller seraphinen schaar, Und wer auf erden heilig war, Sind alle meine brüder; Sind alle nur ein leib mit mir, Und singen ewig, jesu, dir Aus frohem munde lieder. 11. Wie sind der freuden, herr, so viel! O freuden ohne maaß und ziel, Hoch über alles sehnen! O ewigkeit! o ewigkeit! Was ist das leiden dieser zeit? Wie nichts sind alle thränen! 12. Sey stark! sey freudenvoll mein geist! Gott lebt, gott hält, was er verheißt! Gott ist der gott der from⸗ men! Glaubs nur, nichts ist für dich zu groß, Für dich, zu dem aus gottes schooß Der eigne sohn gekommen. Mel. O ewigkeit, du donnerwort. ann, heiland, meine 587. pilgerzeit Nun ganz durchlebt ist, und der streit Des glau⸗ bens ausgestritten! Wann kaum mein sterbend herz mehr spricht: Dann jesu, komm und schweige nicht Zu seinen letzten bitten; Erhöre mich, wann mein gebät Um trost zu dir, um gnade fleht. . 262 2. Wenn mich kein freund mehr trösten kann, Und doch mein herz bebt, age dann: Die sünd' ist dir vergeben! ch, wenn des todes schrecken mich Ergreifen, dann, mein heiland, sprich: Ich leb' und du sollst leben! Dies wort von dir nur, und mir g'nügt; Des todes schrecken sind besiegt! 3. Dann droh' mir nicht dein ange⸗ sicht, Gleich missethätern, das gericht, Und laß mich nicht verderben. Nicht sterben laß mich, herr, wie die, Die dich verwarfen, die sich nie Bereiteten zu sterben! Was ist so furchtbar, als der tod, Der ewige verwerfung droht? 4. Ach, sterben, sterben wird den tod, Der ewige verwerfung droht, Wer, herr, dein heil verachtet! Wer nicht in deinem blute rein Sich boshaft wei⸗ gert, fromm zu seyn, Mit vorsatz dich nicht achtet; Ach, den ergreift der tod, der tod, Der ewige verwerfung droht. Dritte Abtheilung. 5. Von angst des todes ist der fl Der dir geweiht ist, dir getreu; I. ist er keine strafe. Gelobet sey N herr, mein licht; Des todes nah schreckt mich ja nicht: Mir wih 5 9 nur zum schlafe. Es ist ein finsh nschters weg; doch mir Ein weg zum! Aunst bli und zu dir. gott 6. Gelobet sey der herr, mein shit 2. 2 Der mich mit ruh' und trost erfih herr. Mit willigkeit zu sterben! Ich gius ur mel an ihn, und bin gewiß, Er führt i vest, er aus der finsterniß Zu seiner frah heönacht erben. O welchen jubel stimm' ichdn 3. De Dem todesüberwinder an! Oer sie ⸗ 7. Gieb deinen frommen, jesu, kul hrer mi Den schwersten schritt der pilgensh ulöset h Getrost, wie du, zu enden. Sprihi z. Hit den schwachen seelen: ich Bin i Nun wir heiland; freut euch! sprich: Jch hier tru euch nun vollenden! Erquicke shh hlief in nach dem streit Erhöhe sie zur selhh 5. Go Fürbitte für einen Sterbenden. Mel. Ich hab' mein sach' gott ꝛc. ù wollst erhören, gott, 588. D sein flehn! Nicht ins gerichte mit ihm gehn, Der jetzo dei⸗ ner ewigkeit Sich naht, befreit Nun bald von dieser eitelkeit. 2. Des lebens und des todes herr! Nun ist für ihn die zeit nicht mehr! Du hast gezählt des hauptes haar, Sein todesjahr Bestimmt, als keine zeit noch war. 3. Erfüllt ist seiner leiden zahl; Er leidet jetzt das letztemal; Ach! seh in seines todes noth Sein freund und gott! Ein schlummer sey für ihn der tod! 4. Vollende, vater, seinen lauf, Nimm ihn zu deinem frieden auf! Verlaß ihn, wenn sein herz nun bricht, Verlaß ihn nicht, Herr! herr! mit deinem gnadenlicht. 5. Erleichtre ihm den letzten schmerz! Von dir erquicket, ruh' sein herz! Durch jesu todesschweiß und blut, So ihm zu gut Vergossen, stärke seinen muth. 6. In ihm vermehre deine i h. Nu Sein armes herz erquicke du, Wir geh gottes laß ihn im vertraun, M machen sum schaun, Und so entgehn desIind tuge graun. 7. A 7. Mach ihn getrost, o u od Stä herrn! Zeig' ihm den gnadenlohn fern; Laß ihn den himmel offeni Und jesum stehn, Bereit, ihn gui zu erhöhn. 8.. Ach gnade, gnad' ergeh recht! Denn von dem mensohhh geschlecht Ist selbst der heiligst! rein! Wer kann wohl dein, U ohne deine huld sich freun? 9. Seh, richter! ihm nicht si terlich; Erbarme seiner seele Auch aus der tiefe rufet siez E sie! Erlöse, gott! erlöse siel 10. Behüte ihn in seinem 6 Ihn segne, segne, segne gottl M nun sein auge sterbend bricht, 0 ihn dein licht; Tröst' ihn vor dut angesicht! —— des ist der fj getreuz Y. elobet sey v Mel. Nun laßt uns den leid ꝛc. todes m egrabt den leib in seine Mir win 589. B gruft, Bis ihm des ist ein fiush uchters stimme rüft. Wir säen ihn; veg zum lh unst blüht er auf, Und steigt verklärt ngott hinauf. rr, mein shh 2. Aus staube schuf ihn einst der d trost erflh huͤr. Er war schon staub; und wird's n! Ich giah ur mehr. Er liegt, er schläft ver⸗ Er führtil pest, erwacht Dereinst aus dieser to⸗ seiner ftelh besnacht. stimm ichns 3. Des frommen seele lebt bei gott, ant Der sie aus aller ihrer noth, Aus aller nen, jesu, hushrer missethat, Durch seinen sohn, der pilgenhelbset hat. den. Spishh I. Hier hat ihn trübsal oft gedrückt; ich Bin idun wird er, gott, von dir erquickt. prich: Ichi hier trug er jesu sanftes joch; Ent⸗ Erquicke steishlief im tod, und lebt doch noch. sie zur seltel z. Gott blieb er treu bis an sein gub, Nun wischt gott seine thränen . Was sind die leiden dieser zeit, halt, gegen deine herrlichkeit? hre deinte4 h. Nun, du erlöster, schlaf in ruh'. uicke du, Nn gehn nach unsern hütten zu, Und traun, Aul nachen zu der ewigkeit, Durch glaub' utgehn des Hund tugend uns bereit! I. Ach, jesu ehrist! dein bitt'rer ost, o gishiud Stärk' uns in unsrer letzten noth! gnadenlohhh nmel offens reit, ihn gil nad' ergeh em menschhh er heiligste hl dein, M freun? ihm nicht ft iner seele. ufet sie; E löse siel in seinem gne gottl M end bricht, ihn vor dihs 27) Bei Begraͤhnissen. Laß unsre ganze seele dein, Und selig unser ende seyn. In voriger Melodie. rabt mein verwesliches 590. G gebein, O ihr noch sterblichen, nur ein; Es bleibt, es bleibt im grabe nicht: Denn jesus kommt, und hält gericht. 2. Du wirst mein aufgelöst gebein, O du verwesung, weit verstreun; Al⸗ lein gezählt ist, wie mein haar, Mein staub, gott weckt mich wunderbar. 3. Gott ist barmherzig, und ver⸗ stößt Im tode nicht, die er erlöst, Die nicht, für deren missethat Der mitt⸗ ler sich geheiligt hat. A. Bei euch hat trübsal mich gedrückt, Nun hat mich gottes ruh' erquickt: Ich trug des heilands sanftes joch, Ent⸗ schlief im tod, und leb' doch noch. 5. Ihm bleib' ich treu bis an mein grab; Nun wischt er meine thränen ab. Was sind die leiden jener zeit, Gott, gegen deine herrlichkeit? 6. Nun lasset mich in meiner ruh, Und geht nach euern hütten zu; 55 ihr daß ihr selig werdet; ringt, Bis ihr euch auch der erd' entschwingt. Register der Gesaͤnge, nach dem Alphabet, und auf die Nummer der Lieder eingerichtet. Ac gott, vom himmel sieh Caut, alles, was dich Ach, gott! wir treten 5 Christe, du lamm gottes Ach! könnt' ich doch mit deinen Ach, lieber gott! ich bitte dich ank sey dir, vater meines Ach, sieh' ihn dulden, bluten Das glück ist groß, das Ach, wann werd' ich von Das grab ist leer; des Ach, wider dich, mein gott Daß ich mich, mein gott Allein gott in der höh' sey Dein bin ich, gott; dein ist Allein zu dir, herr jesu christ Deine leiden, gottes sohn Alle menschen müssen sterben Deines gottes freue dich Allen menschen und auch mir Dein heiland lebt Allen, welche nicht vergeben Dein heil hat heut, volk Alles ist an deinem segen 39 Dein heil, o christ, nicht zu Allmächtiger, ich hebe Dein reich, o gott, ist herrlich Allmächtig⸗großer gott Dein sind wir, gott, in Allwissender vollkommner geist 14Dein wille, herr und vater Als in der krankheit schmerzen Dein wort, o höchster, ist Also hat gott die welt geliebt Den höchsten öffentlich Am kreuz erblaßt, der marter Der am kreuz ist meine liebe Anbetung, lob und preis Der du alle deine werke Anbetungswürd'ger gott Der du die liebe selber bist An dich, mein gott, zu denken 3 Der du selbst die Wahrheit bist Auch diesen tag hab' ich Der du uns als vater liebest 6 Auf, christen, bringet preis Der du uns das heil errungen Auf, ehristen, laßt uns unsern Der du uns mit deinem bluͤte Y15 Auf, christen, preist mit mir 4.Der freuden füll' ist, gott Auf christi himmelfahrt allein Der herr hat alles wohl 10— Auf deine weisheit schauen 341 Der herr ist gott und keiner Auf gott und nicht auf 340 Der letzte meiner tage Auf, jesu freunde! freuet 159 Der morgen kommt: und Auf meinen lieben gott 342 Der spötter strom reißt viele 6 Auf, o seele! werde munter 533 Der tag(das jahr) ist wieder Auf, schicke dich, recht feierlich 82 Der wollust reiz zu widerstr. Aus deiner milden segenshand 409 Des jahres schönheit ist nun Aus einem tief vor dir 279 Des leibes warten, und ihn Aus freudigem gemüthe 498 Des morgens erste stunde Des todes graun, des grabes Zesiehl du deine wege 3⁴3 Dich bet' ich an, erstandener Befreit von allem 534 Dich bitt' ich, gott, beweise Begleite mich nach golgatha 130. Dich bitt' ich, heiland aller Begrabt den leib in seine 589 Dich, herr und vater Beherrscher himmels und der 35 Dich, höchster, ehrerbietig Lin f Bewaͤhre mich, herr, daß der 308 Dich seh' ich wieder 20 her Bringt preis und ruhm dem 142 Die auf der erde wallen AEn lan Lieder 2 meines 5 tt in ist hn lt icht zu herrlich in vater Rist e liebe ke bist 10 . 10 ů 0 0 5 V l —— 1 hrheit bist liebest errungen m blute keiner und t viele st wieder iderstr. ist nun nd ihn inde 3 grabes andener Hheweise aller ietig len 6 0 Die bahn ist rauh, auf der Die feinde deines kreuzes Die ihr ehristi jünger seyd Die kinder, deren wir uns Die krankheit, du gerechter Dir dank ich für mein leben Dir, gott, dir will ich fröhlich Air, gott, sey preis und dank Dir hab' ich mich ergeben Iir, milder geber aller gaben Air, unserm gott, ist niemand Dir, vater, der du deinen dies ist der tag, an welchem Dies ist der tag, den gott Du, aller menschen vater du bester trost der armen du bist ein ehrist, was du bist, o unermeßlicher Du bist's, dem ehr' und ruhm Du, der fromme beste Du, der kein böses thut du, der menschen heil und du, der voll blut und au fühlst, o ehrist! das leiden Iführer, der mit treuer A gabst mir, ew'ger, dieses , gott, bist unsre hülf' du, gott, der unsre zuflucht du, gott, du bist der herr du gott und vater aller welt du hast gestiftet, herr du hast, mein vater und u, herr, bist meine zuversicht du, herr der seraphinen du hast, herr, aus du, herr und vater meiner Du klagst, und fühlest die Du lässest, herr, uns Du liebst, o gott, gerechtigkeit Du, o herrscher, stiegst Turch dich, gott, bin ich Turch dich, o großer gott Du schufst, von vaterhuld D siellest dich zum mittler Da, vater deiner menschenk. u weiser schöpfer aller Zu wesentliches ebenbild du willst es, herr, mein Du willst erhören, gott Ein fremdling bin ich in in herz, o gott, in En lamm geht hin und Register. 4²2⁷7 42⁸ 167 4¹8 571 29⁵ 509 517 496 34⁵ 3⁴6 51 200 230 4²⁴ 488 446 382 Ein milder regen sinket Ein ruhiges gewissen Eins ist noth! o herr, dies Ein starker schutz ist unser Erbarm dich, herr! mein Erhabner gott, was reicht Erhalt uns, herr, bei Erhalt uns, herr, die Erhebt den herrn, ihr fromm. Erhöhter jesu, gottes sohn Erhör uns, gott, wir flehn Erinnre dich, mein geist Er ist erstanden, jesus Er kommt, er kommt zum Erlöser, der im staube Ermuntre, seele, dich und eilt der letzte von den freu der fürst des landes ist noch eine ruh vorhanden ist vollbracht! ruft nach Es Es Es Es Es Es Es Ew'ge liebe mein gemüthe lag die ganze welt wolle gott uns gnädig zieht, o gott! ein kriegesw. züchtigt deine hand ern sey mein leben Fest glaube ich, daß, was Freue dich! des Freiwillig hast du dargebracht Frohlocke, mein gemüthe herren Frohlockt, ihr ehristen Für alle güte sey gepreist Fürwahr, du bist, o gott edanke, der uns leben giebt Gehorsam ist die beste Geist vom vater und vom Gelobet seyst du jesu Gelobt, gelobt seyst du Gelobt seyst du, herr Gerechter gott! vor dein Gern will ich mich ergeben Getreuer gott, wie viel Getrost und freudig geh ich Geweiht zum ehristenthume Gieb, gott, wenn ich dir Gieb, herr, daß dein theures Gieb mir, o gott, ein herz Gott, deine gnade sey gepreist Gott, deine gnad' ist unser Gott, deine güte reicht Gott, deine weise macht 266 Gott, dein unsichtbares wesen Gott, der an allen enden Gott, der du die menschen Gott, der du für uns deinen Gott der wahrheit, dessen Gott des himmels und Gott, dessen hand die welt Gott, dessen macht des feuers Gott, dessen nam' ist wie Gott, dessen starke hand Gott, dessen weisheitsvoller Gott, dir gefällt kein gottlos Gott, dir sey mein dank Gott, du bist heilig und Gott, du bist von ewigkeit Gott, du hast in deinem sohn Gott, durch den wir sind Gott, durch welchen alle Gott, hätte dein geliebter Gott hat in meinen tagen Gott, heilig sey dein nam' und Gott im himmel und Gott ist mein herr! auf Gott ist's, der das vermögen Gott kann allein das beste Gott, mache du mich selbst Gott, meine ganze seele Gott, mein vater, deine Gott sorgt für uns Gott, unser froher lobgesang Gott vater, an erbarmen Gott, vor dessen angesichte Gott werde stets von dir Gottes sohn ist kommen Grabt mein verwesliches Großer gott, erhabnes Großer mittler, der zur Groß ist des höchsten güte Gut und heilig ist dein wille eit deinem volke, dem Heil uns! aus unsrer Held aus davids stamm Herr, allerhöchster ht Herr, an dir hab' ich gesündigt Herr, deine allmacht reicht Herr, deine langmuth ist sehr Herr, deine rechte und Herr, deine sanftmuth ist Herr, dein gesetz, das du Herr, den die sonnen und Herr, der du alles giebst Herr, der du keinen je Register. Herr, der du mir das leben Herr, der du willig als Herr der zeit und ewigkeit Herr des himmels! starker Herr, dir gelobt mein herz Herri dir seh preis! ich glaub. f Herr, du bist meine zuversicht 0 f. Herr, du erforschest mich 1 Herr, du fährst mit glanz und 4 Herr, du hast in deinem Herr, du kennest mein gl Herr, du wollst sie vorbereiten 0 Herr gott, dich loben wir ch ha Herr gott, du bist die zuflucht Herr, hier siehst du uns 6 Herr, hier stehet unser hirt Herr, höre mein gebät Herr, ich bin dein eigenthum 6 Herr, ich bitte, stärke Herr, ich hab' aus deiner Herr jesu ehrist, du höchstes Herr jesu ehrist, mein herr Herr jesu, deine angst und Herr jesu, gnadensonne Herr jesu, meines lebens Herr, laß mich doch Herr, laß nach eitler ehre Herr, mache meine seele stille Herr, meiner seele großen Herr, mein erlöser, der Herr, mein licht, erleuchte Herr, neige mein gemüthe Herr, ohne glauben kann Herr, sey gelobet, daß Herr, stärke mich, dein Herr, unser gott, erbarme Herr, vor deinem angesicht Herzlich lieb hab' ich dich Hier bin ich, jesu, zu Hier ist mein herz, herr, Hilf, herr, laß es wohlgelingen Hilf, jesu, daß ich meinen Hilf mir, mein gott, hilf Hoch am himmel steht die Höchster, denk' ich an die Höchster tröster, komm Hör unser gebät, geist des IPIIISIPIPISISISISIIIIIss K Jauchzt unserm gott! er ist 41 Ich armer mensch Ich bin ein christ, gott ist Ich bin getauft, nach jesu Ich bin ja, herr, in deiner ei Hlag'n alle unse auch gott nun mm Komm leben sach bin mit deiner huld 4²⁰ 40 IIch bin, o gott, dein eigenth. 58 keit denk' an dein gerichte 264⁴ cker UIIch erhebe mein gemüthe 284 herz; lh fasse, vater, deine hände 584 glaub. gc flehe, gott, von ewig 28⁵ versicht AHc freue mich der frohen zeit 254 ch Ih freue mich, mein 336 anz und Ih fühle, daß ich sterblich 2³ m Ih geh' einst ohne beben 2⁵⁵ 0 glaub' an gott, den 32 bereiten h hab' in goktes herz und 349 wir bab' in guten stunden 43⁰ zuflucht h hoff, o gott, mit festem 299 16 6 komme, friedensfürst, zu 300 hirt Ilch komme, herr, und 20⁵ 0 komme vor dein angesicht 359 enthum Aläth komme vor dein anges., du 505 0 hreise dich, o herr, 206 iner h singe dir mit herz und 366 öchstes Asth singe meiner seelen 46 herr Ih weiß, an wen mein glaub' 301 und weiß, mein ende nahet 238 te Aweiß, mein gott, daß 4⁷ ens„weiß, und bins gewiß 30² Mwill dich, gott, im 58⁵ ehre ¶A will in stiler einsamkeit 505 ele stile Asn christ, durch deine 113 ohen n christe, dessen wunden 12⁵ er Aau christe, wir sind 476 uchte In, frennd der menschenk. 207 nüthe Ahu, meine freude 386 ann esu, meiner seelen licht 10⁸ 6 au, meines lebens leben 13⁴ in Aus christus hat sein leben 208 arme us lebt, mit ihm auch 153 gesicht geus meine zuversicht 256 dich Rzt sinkt die sonne nieder 538 Ihm, der das licht entsiehen 525 err,(A allen meinen thaten 48 hlgelingen An unserm kummer kommen 555 neinen N auch ein gott? wer 5 „hilf N gott für mich, so trete 30³ t 90 Mnun auch meine stunde 239 die m ein lehrer ist dir, jesu, 101 ist des Uag nicht, mein herz, 317 lüstlich, o mein heiland 19² tl er ist Komm auf uns, o geist 173³ 0 lomm betend oft und 360 yott ist gomm heil'ger geist, erfüll' 47⁷ jesn Aomm, o komm, du geist 17⁴ 1deiner Komm, schöpfer, komm, 17⁵ Register. Kommt, kinder, anzubeten Kommt, laßt uns gott und Kommt und laßt euch jesum aß deinen geist mich stets Laß doch in meines Laß doch, o jesu, laß dein Laß mich des menschen Laß mich doch nicht, o gott Laß mich doch, o mein gott Laß mich, höchster, darnach Laß mich, o herr, in allen Laß, vater, deinen guten Laßt uns doch ehristo dankbar Laßt unserm gott uns singen Laßt uns mit ehrfurchtsvollem Laßt uns unserm gott lobsingen 1 Lebt ehristus, was bin Liebreicher gott, dein segensw. Liebster vater, ich, dein Lob, ehre, preis und dank Lob, ehr' und dank sey Lob sey dem allerhöchsten Lobsinge gott, o christenheit Lobsinge gott! dank, preis Lobsinge gott, er schuf Lobfinget gott, und betet an Lobt den höchsten! jesus Lobt gott am frohen morgen Lobt gott, ihr ehristen Mache dich, mein geist Mag doch der spötter Man lobt dich in der stille Mein auge sieht, o gott Meine lebenszeit verstreicht Meinen jesum laß ich nicht Mein erlöser, gottes sohn Mein erst geschäft sey preis Mein ganzer geist, gott Mein geist erstaunt, allmächt. Mein glaub' ist meines Mein gott, auch dieser neue Mein gott, dir ist bewußt Mein gott, du bist gerecht Mein gott, du weißt am Mein gott, du wohnest zwar Mein gott, erschaffen hast Mein gott, ich weiß wohl Mein heiland, deine größe Mein heiland lebt, er hat Mein herz, ermuntre dich Mein jesu, der voll schmerzen 268 Mein jesu, du hast unsre Mein jesu, für dein herz Mein jesus ist mein leben Mein jesus lebt, mag ich doch Mein jesus triumphiret Mein leben steht in gottes Mein schutz ist gott, ihn Mein vater und mein gott Mit dir geh' ich an mein Mit dir, o höchster, friede Mit freuden laßt uns treten Nach deinem rath, o gott Nach dir verlanget mich Nach einer prüfung kurzer Nach meiner seelen seligkeit Nicht mürrisch, finster Nicht um ein flüchtig gut Nie will ich wieder fluchen Nimm gott, den wir Noch läßt der herr mich Noch nie hast du dein wort Noch walle ich im thränenthal Nun bitten wir den heil'gen Nun bricht die finstre nacht Nun danket alle gott Nun habe dank für deine Nun ist der tag der seligkeit Nun ist es alles wohlgemacht Register. 91O jesu ehriste, gottes lamm 126 O jesu, dir sey ewig dank Ka, 2⁴42 O jesu, jesu, gottes sohn AWreuer 156O jesu, wahrer frömmigkeit II 162O könnt' ich doch mein gott Um gn 243O lamm gottes unschuldig Ruendlic 351O schrecklichs leid der ewigkeit Alerfors 320O vater der barmherzigkeit Aluschuld 412O vater, send' uns deinen geistUudiede 467 O welch ein unschätzbares 512 O welt, sieh hier dein leben(Dater. O wie unaussprechlich selig Abittre 443 Ralh 288 Paeit, ehristen, mit Auler el 494 Q Loll frer 04 uelle der volllommenheit Aum hin 177 S An dir, 152 OOchaffet, schaffet, menschenk, Asean gott 50 Schicke dich, erlöste ubild! 529 Schon ist der tag von gott W 22 Schütze die deinen, die nach Wach 586 Schwingt, heilige gedanken Lachet a 178 Seele, komm zuͤm golgatha auchet a 54 Sehn wir nur trübsal. Im enn 380 Sehr groß, herr, ist die Iu 10 213 Seht, welch ein mensch! ach Iun ich 98Seht, welch ein mensch, wie Eu 4 139 Selig, Gott! sind die, dii Umm Selig sind des himmels erben AIuum Seyd barmherzig, menschen Iars ae Sey hochgepriesen, herr Ia gott O christenheit, sey hocherfreut 92 549 O, daß doch bei der O, der du einst gestorben O du, mein mittler und O gott, aus deinen werken O gott, bei dir ist heil und O gott, des gnadenvoller O gott, du bist die liebe gott, du bist mein preis gott, du frommer gott göott, du kannst den himmel O gott, erbarme väterlich gottes sohn, herr jesu O gott, ich preise deine O gott, sobald der tag erwacht O großer gott, du reines O heil'ger geist, kehr' bei O heiliger geist, laß uns herr, mein gott! ich O herr, wenn deine lehren O höchster, dessen kraft O jammervyolle tage, da —0 — 2⁴⁴ 121 6 197 497 26 486 321 557 507 30⁵ 59 516 179 18⁰ 47 501 479 562 559 Sey lob und ehr' dem höchsin ate Rilf Sey seele stark und Irs 1 Sey, weltversöhner, sey is ö Sey zufrieden, mein Haz 10 x Sich'rer mensch, noch ist es as ists Sieh, gott und herr, wie Sie kommt, sie kommt, die— 100 Sing unserm gott ein frohes nz u Sink ich einst in jenen So fliehen unsre tage hin 0 n So früh bringt, gott, mich IPam h So gehst du, jesus, willig Sohn, der uns verheißen war Sohn gottes, eingeborner So ist nach gottes rath und Ium mu So lang ich athme, gott r hin Sollten menschen, meine Sollt' ich jetzt noch, da mir So wahr ich lebe, spricht So weit nur deine sonne — Henn ei —..... — So jemand spricht; ich liebe I ich eun ich 19 1 Mos, den mir der herr oBhn Auer gott, wir danken 11. Uln gnade für die sünderwelt ldig Unendlicher, den keine zeit sakeit Anerforschlich sey mir immer aen Ansguld'ger jesu, was hast du inen geist Unwiederbringlich schnell leben ater, den mein herz selig erbittre dir dein leben erflossen ist das alte jahr gerleih uns frieden gnädiglich doller ehrfurcht, dank und Loll freud' und frommer nenheit lom himmel ward der engel Lon dir, o HBichs chpelall f don gott will ich nicht lassen rufchent Unbild wahrer menschenliebe & uach ach auf, mein herz, und danken achet auf! ruft einst Igatha huchet auf vom schlaf, ihr ö Inn einst mein sterbend die Iun, heiland, meine schl ach Aunn ich einst von jenem ch wie„Iun ich, gott, meinen geist „ die aum betrübst du dich els erben Iuum erhebst du, meine enschen Iuum sollt' ich mich denn 0 Igott thut, das ist Uus hilft es mir, ein n höchsten. ich nur gutes habe dus ist der mensch, dess' sey Ins ist mein leben auf der ist es es ist mein zeitlich ist e Ias ist's, daß ich mich quäle Di ns kann ich doch für dank nt, es Las soll ich ängstlich klagen frohes i sorgst du ängstlich für Pch dem, der leugnet t, Wch Hic glück, o gott, ist Hill Fnn christus seine kirche Iren war aan einst in meinem grabe hen war Iinn ich auf gottes wegen ih liebe n ich, olgote, von dir ich liebe Ienn ich, o schöpfer, deine aott Iunn mich die sünden 30 er bin ich? wichtig ist die 21⁵ 483 13⁸ 13 Register. Wer durch dein wort ist neu Wer gehorcht, der thuts mit Wer gottes wege geht Wer gottes wort nicht hält Wer ist wohl wie du, stifter Wer kann doch, großer gott Wer kann, gott, je was Wer nur den lieben gott Wer schuf die sonne und den Wer weiß, wie nahe mir Wer zählt der engel heere Wie flieht dahin der menschen Wie getrost und heiter Wie groß ist des allmächtgen Wie groß, wie angebetet ist Wie grundlos sind die tiefen Wie beilsam ist doch, herr Wie herrlich, jesu, starker Wie mächtig spricht in meiner Wie mannigfaltig sind Wie sanft sehn wir den Wie selig bin ich, wenn Wie selig lebt ein mensch Wie soll ich dich empfangen Wie theuer, gott, ist deine Wie ungewiß ist, herr Wie viele freuden dank' ich Wie wichtig ist doch der Wie wird mir dann, mein Wie wohl thust du, mein Will mich, o gott, hienieden Willst du der weisheit quelle Wir, der erde pilger, sind Wir erscheinen heut' vor dir Wir freuen uns, herr jesu Wir glauben an den ein'gen Wir menschen sind zu dem Wir sind in noth; laß uns Wir singen, herr, von deinen Wo find' ich gott, den meine Wohlauf, mein herz, verlaß Wohl dem, der bess're schätze Wohl dem, der richtig Wort, aus gottes muͤnde Wo soll ich fliehen hin eit, die ich seufzend zähle Zu deiner ehr' bin ich erwacht Zu dir, mein gott, der du Zur grabesruh, entschliefest 269 47⁰ 49⁴ 47¹ 306 391 323 361 *— Einige 1) Morgengebete. a. Längere Morgen⸗Andacht. ö Ps. 5, 4. Herr, frühe wollest du meine Stimme hören? frühe will ich mich zu dir schicken, und darauf merken. G'ign Gott und Vater! durch deine Gnade habe ich wieder diesen tag erlebt, und mit dankbarem Herzen erkenne ich auch darin, wie viel ich dir schuldig bin. Daß ich mich durch den Schlaf erquickt, an meinen Kräf⸗ ten jetzo von neuem gestärkt, und durch den Anblick des Tageslichts und der sichtbaren Natur erfreuet finde: das ist dein Werk. O gieb, daß ich das mit Aufmerksamkeit bedenke, und ja deiner nie vergesse, dem allein ich mein Leben und dessen Erhaltung zu danken habe. Oein allmächtiger väterlicher Schutz war über mir, da ich, meiner selbst nicht bewußt, in unbesorgter Ruhe lag; und nun stellest du mich in deine welt hin, daß ich dich in deinen Werken sehen und bewundern und mit wiederhergestellter Munterkeit meiner Geschäfte wahrneh⸗ men kann. So lässest du mich auch an mir selbst erfahren, daß deine Güte alle Morgen neu, und deine Treue groß ist. Nimm dafür, o mein Gott, das demüthige freudige Lob meiner Seele an. Erhalte 1.— auch heute bei dem einigen, daß ich dich stets auf die rechte Art vor Augen habe, daß ich der ehristlichen Frömmigkeit und Tugend unverrückt treu bleibe, da ich llich auf keinem andern Wege ein wirkli zufriednes Herz und wahres dauer⸗ haftes Glück finden kann. Hilf mir immer mehr zu einer richtigen leben⸗ digen Erkenntniß dessen, was zu meinem Besten dienet. Befestige in mir den and Beki haffne n chen Sta heinen N nauen a⸗ hoffnung helche de gemildert Aträglich uich, H Glauben an Jesum, meinen Hellhshan du seine Erlösung und Lehre, die sonsil ich s. verlässig meine Seele, wenn sie du Zu dir, achtet, weise und gut macht. Süshen, der meinen Vorsatz, auch diese mir uistler dein neue geschenkte Zeit meines Lebeuonse ich e aufmerksamem und treuen Emsishen mir zu heiligen und die Bewahrung Ausile die! unverletzten Gewissens höher zu aahilederfre als alles Irdische, was ich mir hussun seir die Sünde verschaffen könnte. Sicher Entferne von mir alle gefühlhshtieler? Versuchungen, zu welchen mein dnneinde v mein Umgang, meine Verbindunelbenmen Andern, auch selbst meine eigen h und türliche Gemüthsart mir Gelegahl Ihnen, geben könnten; und wenn solchteh 10 erke suchungen mir nahe kommen soll sh dig stehe mir bei, o Gott! und untnith. Aud so meine dann vielleicht wankendt r, an durch den großen Gedanken assh Leben Gegenwart, deiner Wohlthaten Mlsen. deiner Vergeltung; damit ich nihhhshsicher b dir abweiche, nicht in Sünden guahs. Die und mich nicht der tröstlichen n Barmͤ gung eines guten Gewissens unddihlifung, d Beifalls beraube. um gege Gieb dein Gedeihen zu einems Klaa dir wohlgefälligen Vorhaben, un e Bar ich heute zu thun haben werde, Hor ö verleihe mir Muth und Kräste, A gen recht auszurichten, was in u Stande und Berufe mir obliegt. M i wahre meine Gesundheit, mein x mögen und meinen guten Nameh x Schaden. Walte mit deiner guüst Beschirmung über meine Angehhlht b. K daß uns der freudige Genuß v wohlthätigen Güte durch einen glücksfall gestöret werde. Sollihii auch, nach deinem Rath, heute mun Antheil an den Bitterkeiten des lest empfinden und von Widerwärthln Gebete. ud Bekümmerniß befallen werden; so hafne mein Gemüth mit der christli⸗ hen Standhaftigkeit und Ergebung in heinen Willen, mit dem kindlichen Ver⸗ hauen auf dich, und mit der getrosten hoffnung einer bessern Zukunft, durch huche das Gefühl der Leiden so sehr gmildert, und ihre Last um so vieles räglicher gemacht wird. Führe du lich, Herr, wie es dir wohlgefällt; einen Helhnlum du weißt besser, was mir gut ist, hre, die suhsc ich selbst. ö venn sie dunhl Zu dir, liebreicher Vater aller Men⸗ macht. S I der du allen gütig bist, und dich diese mir ailler deiner Werke erbarmest, zu dir ines Lebentelte ich auch für alle diejenigen, die euen Erns huben mir von deiner Güte leben. Er⸗ ewahrung ausle die Welt mit deinem Segen, der höher zu aanhlles erfreuet. Segne unsern Landes⸗ ich mir Wastam, sein Haus und seine Regierung, könnte. Sicherheit und zum Wohlergehen alle gefähsth lhieler Taufenden. Breite über alle hen mein da inde und alle Ordnungen meiner Verbindunnlbenmenschen deine Wohlthätigkeit zeine eigenlnu und wirke dabei die Gesinnungen mir Gelehshlhnen, daß sie darin deine Vater⸗ venn solchedz erkennen und desto dankbarer mmen solln Hn dich werden mögen. und untuih lud so gehe ich, mein Gott und wankendeelscher, an die heutigen Pflichten mei⸗ zedanken asts Lebens, mit einem dir geweihten Wohltharm Uigen. Sey du mit mir, so werde mmit ich nichhllhsiher bleiben, und kein Uebel fürch⸗ Sünden gunhs. Dies hoffe ich von dir nach dei⸗ östlichen Eulllx Barmherzigkeit, und nach der Ver⸗ issens undiihlifung, die du mir durch Jesum Chri⸗ im gegeben hast. Amen! n zu enenf Klagl. Jerem. 3, 23. 24. Hanarne ult Barmherzigkeit des Herrn ist alle nd Kas 0 Norgen neu, und deine Treue, o nd 1. Hott, ist groß. Der Herr ist mein was blen cheil, spricht meine Seele; darum hei, moht hil ich auf ihn hoffen. den ln er gndh 5 ine 1u. ass b. Kürzeres Morgengebet. e Genh ge Genuß un Ps. 63, 7. Iunch ich erwache, so rede ich von dir. rde. ö a, heute millhherr, mein Gott, du Erhalter und rkeiten ded düse Wohlthäter meines Lebens, dir Widewirthih nle ich jeho wieder mit erfreuetem 1. Morgengebete. 27¹ Herzen für die Gnade, daß du mich auch diesen Tag erleben lassen. Du hast mich die nacht über beschützt, und durch den Schlaf erquickt; und von dir habe ich die Munterkeit, mit welcher ich nun abermals die Vollbringung der mir obliegenden Pflichten übernehmen kann. Gieb mir dies so zu erkennen, daß es mir nie aus dem Sinn komme, wie ich dir ganz angehöre, und wie viel ich dir schuldig bin. Leite mich nun auch an diesem heu⸗ tigen Tage mit deiner Gnade auf lauter guten Wegen. Bewahre mich vor aller Ungerechtigkeit und Sünde, die doch am Ende nichts anders, als das äußerste Elend nach sich ziehet. Mache mich wachsam und stark gegen die Versuchungen, die mir heute vor⸗ kommen könnten, damit ich nicht am Abend Vergehungen gegen dich, und Untreue gegen mein Gewissen, mit bitterm Schmerze zu bereuen habe. Gieb meinen rechtmäßigen Geschäf⸗ ten und Unternehmungen einen guten Fortgang, da ohne dein Gedeihen doch alle unsere Arbeit vergebens ist. Wende Gefahr und Unglück ab von mir und von denen, die mir angehö⸗ ren. Erbarme dich auch nach deiner väterlichen Güte aller Menschen, die mit mir deine Kinder sind, und laß die Welt deines Segens voll werden. Dir, mein Gott, übergebe ich also auch für heute mein Herz, mein Leben und meine Schicksale. Erhalte mich in deinem Wohlgefallen und in deiner Liebe, und laß dann alles, was mir begegnen soll, zu meinem Besten die⸗ nen. Du wirst mich gnädig erhören, wie du durch Jesum Christum mir verheißen hast. Amen. Ps. 73, 23. 24. Ich bleibe stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, und leitest mich nach deinem Rath, und nimmst mich endlich mit Ehren an. Mehrere gute Gebete am Morgen sind in den Morgenliedern dieses Ge⸗ sangbuchs von Nummer 519 bis 532 enthalten. c. An Sonn⸗ und Festtagen, bei dem Morgengebete hin⸗ zuzufügen. Veolt mir auch insonderheit, o Gott, die Gnade, daß ich mir den heutigen Tag nach deiner Absicht und zu meinem eigenen Besten recht zu Nutze mache. Es ist Wohlthat für meine Seele, daß eigene Zeiten ver⸗ ordnet und bestimmt sind, an welchen das Andenken an dich und die Sorge für mein geistliches Wohl stärker und seierlicher erweckt werden soll. Mache also den Eindruck davon in meinem Gemüthe auch heute so lebendig, daß ich mich von allen irdischen Zerstreuun⸗ gen mehr, als sonst, losreiße; mit ernsthafter ULeberlegung meine Gedan⸗ ken zu diesem wichtigen Geschäfte sammle; den öffentlichen Unterricht aus deinem Worte mit Aufmerksam⸗ keit höre und annehme; bei der ge⸗ meinschaftlichen Anbetung mit meinen Nebenchristen mein Herz, so viel leb⸗ hafter gerührt, zu dir erhebe; und in meinen eigenen Andachtsübungen und Betrachtungen ein ernstliches Nachden⸗ ken auf mich selbst und auf meine wei⸗ tere Besserung richte. Laß mich auf solche Weise von diesem Tage wahren Segen erfahren, dessen ich mich in dem Wachsthum meiner Erkenntniß, in der Ermunterung meiner Gottseligkeit und in der Stärkung meines Vertrauens und meiner Hoffnung noch auf meine folgende Lebenszeit erfreuen könne. Heilige mich ganz dir und deiner Ver⸗ ehrung, so werde ich glücklich seyn, und dir dafür danken in Ewigkeit. Amen. 1. Morgengebete. d. Nöthige Entschließungen am Morgen. Ps. 25, 4. 3. Herr, zeige mir deine Wege, und lehre mich deine Steige. Leite mich in dei⸗ ner Wahrheit und lehre mich; denn du bist der Gott, der mir hilft. IIch habe alles, und also auch diesen Ineuen Tag meines Lebens, von Gott darum ist es für mich höchst nothun 7) Jed dig, denselben nach seinem Willen sen, zu den Absichten zu gebrauchen, sen, jedes welchen er ihn mir gegeben hat. lllichen 1) Vor allen Dingen will ich sundern zei deßwegen jetzo wieder den Gedanslͤbscheu se tief und lebendig ins Gemüth prähsllriheil ur daß Rechtthun und Gottgefallen Hhleichen f Hauptzweck meines Lebens ist, walllts, zu dabei allein ein ruhiges Herz und Adenn Got freudige Hoffnung durch Jesum ohssih Rechen stum, meinen Heiland, haben knd) Bei „2) Ich will mich hieran diesen asgigen mein über, so oft ich kann, auch wähsissie große h. meiner Geschäfte, und unter den Uslen: ihnen ständen, worin ich mich etwa beffholhkeit will, mag, wenigstens mit einem kns Y, Wen ernstlichen Gedanken, zu erinnemhtürftiger b chen, damit es mir ja nie 0asher v w Loclt leben komme, wozu ich Asad Wil elt lebe. inden un 3) Ich will zum voraus mit Aufhh hermögen: samkeit bedenken, was für Gelegeshihshlgkeit, zu Versündigungen in meinem dulgah und und in demjenigen, was ich mit auhhlweisen, Menschen zu thun habe, mit /in Christ aufstoßen möchten; und ich wil 10) Ich meiner Hut sehn, daß ich mich Ah ich m zu etwas bösem hinreißen lasse, ossen, J) Besonders will ich über dieslät welche gung meines Gemüths wachen, ALorte od welcher ich weiß, daß sie am mit in mir herrschet und am leich mich übereilet. 5) Ich will, so viel es sich thush set, solche Gesellschaften, Verbissh l gen und Unternehmungen vermihegen, wi wo entweder ein äußerliches Bunhen guter gen zu leicht mein Gewissen beiüh uurch meir oder eine Absicht auf zeitlichen Mrstellun winn zu leicht mein Herz verblohühenes, g und mich verleiten könnte, etuthirbalten reden oder zu thun, was mihsbiserung nach bittere Reue kosten würde. uiförderl 6) In den Verrichtungen W 11) Vi Berufes will ich mit Treue und lsoch eine arbeiten; nicht allein um meintihund dann nen Vortheils willen, sonden ABduld vornämlich aus der Betrachu Huit der es Gottes Ordnung und Wuilisn Va der mich zu dem Ende in diesen Eh nicht nen Stand gesetzet hat, daß ichis— thätig und nützlich seyn sol. uch zu chhst nothul 7) Jeder Betrug in meinen Ge⸗ Willen ulshäften, jede Berückung meines Näch⸗ rauchen, s jedes unrechtmäßige Mittel des ben hat. eitlichen Erwerbes, oder irgend einer will ich Rindern zeitlichen Absieht, soll mir ein en Gedanslbscheu seyn, so sehr auch etwa das müth pränsüttheil und die Gewohnheit meines tgefallen Acleichen solches, als etwas Erlaub⸗ ist, walllts, zu Iebet m scheinen mag. Herz und A denn Gott siehet mich, und ihm muß Jesum busih Rechenschaft davon geben. haben kmd) Bei allen meinem Verfahren an diesen Aggen meinen Nebenmenschen soll mir auch wähnegroße heilige Regel vor Augen schwe⸗ inter den llten: ihnen das zu thun, was ich mit Bil⸗ etwa beftullkeit will, daß sie mir thun möchten. einem ins 9). Wenn mir heute ein Hülfsbe⸗ u erinnemsstürftiger bekannt, oder in Erinnerung nie gameh In wird: so will ich mit herz⸗ ozu ich in sher Willigkeit, nach meinen Um⸗ sinden und nach dem Maaße meines 3 mit Aufthh bamögens, und durch eigene Mild⸗ Gelegenhishligkeit, oder durch Fürsprache, neinem Ilguh und Trost die Liebe an ihm ich mitahnllweisen, die ich, als Mensch und de, mit i Christ, ihm schuldig bin. d ich wih 10). Ich will mich sorgfältig hüten, ich mich lUß ich meinen Angehörigen, Haus⸗ zen lasse, rossen, Freunden oder Anderen, vüber die vät welchen ich sonst umgehe, durch wachen, Adotte oder Thaten keinen Anstoß sie am mn gbe, damit ich nicht die schwere am leichlelbrrantwortung auf mich lade, ihnen ane Ursache zur Sünde und zum Ver⸗ 5 sich thunllheben geworden zu seyn. Vielmehr in, Verbishhlsl es mir mit Ernst am Herzen gen vermehllegen, wo ich kann, und wo irgend rliches Bunlen guter Erfolg davon zu hoffen ist, vissen betiih uurch meine Reden, Ermahnungen und zeitlichmnl huistellungen, wenigstens durch mein derz verblahh ühenes, gleichförmiges, gewissenhaftes inte, eilhuz derhalten meinem Nächsten zu seiner was michsii diserung oder Befestigung im Guten en würde.(Kförderlich zu sehn. stungen R 11) Vielleicht soll mich heute auch Treue und Aiioch eine Noth und Plage befallen; um meinesAnnd dann will ich mein Gemüth in ondern A Eiduld und Gottergebenheit fassen, etrachtund ut der festen Ueberzeugung, daß und Will UUmein Vater im Himmel das, woran esh Eih, nicht durch eigene Thorheit und ich dil Sinde schuld bin, gewiß auch für nich zu etwas Gutem lenken werde. e in di t, daß yn soll. 1. Morgengebete. 273 12) Bei allem aber, was mir er⸗ freuliches und glückliches wiederfährt, auch bei den gewöhnlichsten täglichen Woblthaten der Gesundheit, der Er⸗ nährung, des Genusses von Speise und Trank, der Gemächlichkeiten des Lebens, die ich etwa genieße: bei dem allen will ich es mir immer mehr zur Gewohnheit machen, mit dank⸗ barem Herzen an Gott, den gütigen Geber desselben, zu denken, weil das an sich selbst so billig ist, und weil zugleich dadurch meine Freude an solchen Gaben so viel reiner und rüh⸗ render wird. 13) Ueberhaupt will ich den seligen Gedanken von der beständigen Gegen⸗ wart meines Gottes so feste zu hal⸗ ten, und in meinem Gemüthe immer so nahe zu haben suchen, mn er bei jeder Gelegenheit bald in mir merk⸗ lich und rege werde, daß er mich in Gefahren der Versuchung warne und stärke, daß er mein Vergnügen rei⸗ nige und erhöhe, daß er die Last der Leiden mir erleichtere, und daß ich also, gleichsam in seiner steten Be⸗ gleitung, den ganzen Tag über so viel sicherer und froher wandele. 14) Auch dies Heute wird bald nicht mehr seyn, und ist dann, was seine Dauer betrifft, unwiderruflich und auf ewig verschwunden. Nur die Folgen und Früchte davon, wie ich diesen Tag angewendet habe, die bleiben; es sey nun zum Guten, oder zum Bösen; zu meinem Glück, oder zu meinem Elende. Ich will mit Gottes Hülfe dafür sorgen, daß es kein verlorner Tag, kein Tag des künftigen Vorwurfs und eines schrek⸗ kenden Andenkens für mich seyn möge. Und du, allwissender und heiliger Gott, bist Zeuge dieser meiner Vor⸗ sätze; sey du aber auch mein Bei⸗ stand, sie zu erfüllen. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Amen. Ps. 119, 5. O, daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte. 48 2) Abendgebete. a. Längere Abend-Andacht. 1. Sam. 7, 12. Bis hierher hat uns der Herr geholfen. Barmherziger Gott, ich komme jetzt am Ende dieses Tages wieder mit Dank und mit Gebet vor dich, der du mir bis hierher geholfen, und auch heute deine wohlthätige Güte so mannigfaltig bewiesen hast. Dein Auge hat über mich gewacht und deine Hand hat mich geleitet, daß ich vor Unglück bewabret geblieben. Von dir ist mir Gedeihen und Fortgang in meinen Verrichtungen gekommen, indem du meine Gesundheit und meine Kräfte erhalten, mir Muth und Freudigkeit zu meinen Berufspflich⸗ ten gegeben, und auch die äußerlichen Umfiände zu meinem Nutzen gelenket hast. Dir allein habe ich auch jede angenehme Stunde und Empfindung zu danken, deren ich heute in dem Genusse der Gaben der Natur und in der Verbindung mit der mensch— lichen Gesellschaft froh geworden bin. Selbst die erquickende Ruhe des Schla— fes, der ich mich jetzo überlassen will, ist deine Wohlthat, um mich durch erneuerte Kräfte zu demjenigen, was ich morgen zu thun habe, so viel geschickter zu machen. So sichtbar wird mir in dem allen, wenn ich es nur recht bedenken will, deine lieb⸗ reiche Fürsorge; und so viel Ursache habe ich, mit dankbarer Seele mich dessen zu freuen, was du an mir thust. Ja, mein Gott, dir will ich danken und deinem Namen lobsingen, der du so gnädig bist. Wäre doch nur auch dieser Tag in allen Stücken so von mir ange⸗ wendet, daß ich mich deßhalb mit einem ganz reinen und zuversicht⸗ lichen Herzen vor dir darstellen dürfte! Du, o Herr, kennest mich und alle meine Wege. Du hast heute jeder Regung in meinem Gemih une wer! hum in bez Herze und Frer uugrößert „ Wer w jeder Absicht bei meinen Untemlin diesen mungen, jedem Schritte in mahhibrig seyr Verhalten zugesehen, und untuihauch st erkannt, was darin gut oder eder vo ist: und also sind dir in dem helh Lichte auch alle die Vergehungent Fehler offenbar, deren ich mich sh dig gemacht, und wodurch ich. größerem oder geringerem Mash das wahre Glück meines Lebens⸗ störet oder vermindert habe. nicht zu, guter und heiliger g daß ich unwissend und gleichgh darüber hinweg gehe. Stelle vielmehr mein Unrecht so klam Augen, daß es einen tiefen, daln den Eindruck in meine Seele mh und daß ich mit Reue und Sh das betrachte, wodurch ich din fällig und meiner eigenen Wohsfh schädlich geworden bin. Vergicht dann, nach deiner väterlichen Ei mung die von mir begangenen s tritte, und laß den seligen Troßh Glaubens an Jesum Christum, nen Heiland, und an die Verhetz gen seiner heiligen Lehre in mir lih dig werden, daß redliche Beru und thätige Umkehrung zu dir,s Niemand vergeblich seyn soll, V laß dann auch diese ernsiliche s pfindung meiner Schuld und d Gnade bei mir zu einem krässih Antriebe werden, immer treuen g in meiner Besserung und Golssh keit zu beweisen; daͤmit ich mihz nicht zu meinem eigenen Schoh in unfruchtbaren Abbitten berllh sondern vielmehr in den solgast Tagen meines Lebens wirklich Huh meiner Reue und meines besten d satzes zeige. Mach mich aufmeist auch auf die Mängel, die mir gush ger scheinen möchten; und lehrt 0 U so über mich selbst wachen, daßi aus eigener glückseliger Erfahuig üdem zur üdischen“ gegenwär löret, ur aufängt. Beisheit, zuf die m Useyn, d Reiner Te de Folge Erinnere n jeder Inn; un! um gefä s meine Ahrlosun Ugeleger In die Aktraue lche ich Amächti lber mich umeing kumag. Racht üh cht und ahr, Sd lon mir diesem O laß eine umeine gereichen Ruem D —— hachen. tzt un 29 une werde, wie sehr jeder Wachs⸗ um in der Lauterkeit und Unschuld des Herzens auch meine Zufriedenheit und Freude durch Jesum Christum yugrößert. em Gemih diesem Wachsthum im x ien Untemi seyn mag! Ein Theil derselben te in mehl rig Wer weiß, wie viel Zeit mir noch Guten 2. Abendgebete. ind untrügh gut oder n dem hill gehungen ich mich sh durch ich,! erem Muash es Lebens habe. H heiliger g d gleichgih Stelle t so klar g tiefen, dalsh Seele mih e und Shhh h ich dir es nen Wohssh Vergicht erlichen Ei zangenen ligen Trosl Christum, A die Verheißh e in mir li liche Berut g zu dir/ yn soll, ernstliche Y ild und daß inem kräsh er treuen i und Golish it ich mih nen Schohs itten beruhh den folgesß wirklich Hh nes besten d ich aufmeisn die mitr gilß und lehre M achen, dis ger Erfahant lauch schon mit dem heutigen Tage hleder vorbei; und so komme ich mit ldem zurückgelegten Schritte meiner idischen Wanderschaft näher, wo die gegenwärtige Vorbereitungszeit auf⸗ löret, und die vergeltende Ewigkeit ufängt. O Gott, verleihe mir die Beisheit, das zu bedenken, und also uf die mir verborgene Stunde bereit Useyn, da ich dir von dem Gebrauche miner Tage Rechenschaft geben, und de Folgen desselben erfahren soll. kinnere selbst mich daran, wie ieicht in jeder Tag für mich der letzte seyn hnn; und bewahre mich dadurch vor um gefährlichen Aufschub der Sorge semeine Seele und vor aller Ver⸗ Hürlosung dieser meiner wichtigsten Ugelegenheit. In dieser Gesinnung und in dem kettrauen auf deine Barmherzigkeit lche ich nun die leibliche Ruhe. Du, Amächtiger und Allgütiger, wachest ber mich während der Zeit, da ich meiner Beschützung selbst nichts lermag. Nimm mich auch diese gucht über in deine väterliche Auf⸗ scht und Beschirmung. Wende Ge⸗ sahr, Schrecken und Unglücksfälle ab lon mir und von den Meinigen, von kiesem Orte und von allen Menschen. laß einen sanften gesunden Schlaf mir umeiner Erholung und Erquickung glreichen; und laß mich morgen mit Ruem Danke gegen dich, mit neuen Vorsätzen zur christlichen Rechtschaf⸗ suheit und mit neuer Thätigkeit zu neinen Geschäften fröhlich wieder er⸗ bachen. Deine Gnade sey mit mir lt und immerdar. Amen! Ps. 4, 9. Ich liege und schlafe ganz mit Frie⸗ den; denn du, Herr, hilfest mir, daß ich sicher wohne. 27⁵ b. Kürzeres Abendgebet. Ps. 63, 7. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich. Gnädiger Gott, unter deiner Be⸗ schützung und Leitung ist nun auch dieser Tag wieder von mir zurückge⸗ legt; und ich beschließe ihn mit dem innigsten Danke gegen dich, für alles das Gute, welches du mir an dem⸗ selben hast wiederfahren lassen; für die mir erhaltene Gesundheit, für die Abwendung so manches sonst mög⸗ lichen Unglücks, für den gesegneten Fortgang meiner„daß sch und auch für die Wohlthat, daß ich mich nun einer erquickenden Ruhe überlassen kann. Das erkenne ich mit gerühr⸗ tem Herzen, und freue mich deiner Güte. Siehe du aber auch mit Langmuth auf die Fehler, mit welchen ich an dem heutigen Tage mein Herz und mein Leben etwa befleckt hahe, und mache sie in meinen eigenen Augen so offenbar, daß ich sie mit ernst⸗ licher Empfindung bereue, und mit treuer Gewissenhaftigkeit fürs künf⸗ tige vermeide. Laß mich dann mit Freudigkeit Antheil haben an der Vergebung der Sünden, und an dei⸗ ner Gnade, welche auch mir dein Sohn, Jesus Christus, durch seinen Tod verschafft, und durch seine hei⸗ lige Lehre versichert hat. Gieb mir, da wieder ein Tag da⸗ hin ist, bierdurch einen neuen leben⸗ digen Eindruck von der schnellen Flucht meiner Lebenszeit, und hilf mir, einen jeden Theil derselben so anzuwenden, daß ich auch vor dem letzten meiner Tage, der vielleicht bald und unvermuthet kommen mag, nicht erschrecken darf. Darauf lege ich mich nun auch jetzt getrost zur Ruhe, und übergebe mich, die Meinigen und alle Men⸗ schen deinem allmächtigen väterlichen Schutze. Wache du über mich mit deiner Liebe, so wird kein Verderben mich treffen; und wenn ich morgen erwache, soll mein Herz wieder mit 18² 276 3. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn Freuden deines Preises voll seyn. Segnemich, mein Gott und Vater, nach das Lied in diesem Gesangbuche f deiner ewigen Güte, um Jesu Christi, meines Erlösers, willen. Amen! Ps. 40, 12. Laß deine Güte und Treue mich alle Wege behüten. Zur Prüfung am Abend lese n 535:„Der Tag ist wieder hin Auch mehrere gute Abendgebete enthalten in den Abendliedern 154 Gesangbuches von Nr. 533 Hn 3) Taͤgliche Erweckung zum frommen Sinn und Wandel vor Gott. n. Vertrauen auf Gott und rechtmäßige Gesinnung gegen ihn. Barmherziger Vater und Schöpfer der Menschen, von dir allein muß ich alles, was zur Nahrung, Be— kleidung und Erhaltung meines Lei⸗ bes und Lebens, und überhaupt zu meinem ganzen Glücke in Zeit und Ewigkeit nothwendig und ersprießlich ist, erwarten; und ich kann dies auch, nach deiner gnädigen Zusage, bei einem redlichen Gehorsam gegen deine Gesetze erwarten. In deine allmächtigen treuen Vaterhände lege ich daher alles, was du mir von irdischen Gütern an Bequemlichkeit, Vergnügen und Ehre verliehen hast, in Demuth nieder. Dank sey dir, Vater! für den fröhlichen Genuß, den du mir davon bisher, wider alles mein Verdienst, geschenket hast. Durch deine Gnade will ich mich bereit hal⸗ ten, dies alles, wenn du es befiehlst, freudig wieder hinzugeben. Ja, ich bitte dich herzlich, laß mir alle meine irdischen Vortheile nicht einen Augen⸗ blick länger, als es mit Bewahrung und Stärkung meines Glaubens und guten Gewissens bestehen kann. Laß keinen meiner Wünsche, wovon du, nie irrende Weisheit! einfiehest, daß er thöricht ist, und meiner unsterb⸗ lichen Seele zum Fallstrick und Ver⸗ derben gereichet, erfüllet werden; son⸗ dern vereitele sie alle, Ehe du, o Vater meiner Seele, zulässest, daß ich m so unermeßlichen, unaussprechltg neine irdt as denn shend eine ule Klä hnlich si⸗ zus meine hannet sey rulich be Reses Lebe sechen Leil mandern — unzähligen Wohlthaten, die Du nicht erwiesen hast, in irgend eine dosh 2—7 bung in liche Sünde gegen dich fallez daß meine Andacht und En Ioae, u gend einige Abnahme leide: so gin mir lieber, so bitter und peinlihh mir immer seyn mag, meine Gish heit, meine Bequemlichkeit, mahht disches Vermögen(meine Ehnmsh len in der Welt); und belege dagegen mit schmerzhafter, lanth riger Krankheit, bitterer Mh unschuldiger Verachtung, und ansn Leiden dieses bald, bald vorüben lenden Lebens. Nur bitte ich inbrünstig, laß mich nicht meine g. den etwa durch Unmäßigkeit, I Lieblosigkeit, oder sonst' eine I letzung meiner Pflichten selbstet ursachen. Und wenn dann ein Lahh aus deiner Hand über mich konn oder auch etwa durch meine Schuih heit verursachet würde: so laß mich, nach deiner väterlichen Msh in der Beherrschung aller unonh lichen Begierden, in dem himmissh Sinn, in der allerseligsten Kun deinen Willen schlechterdings zu x meinigen zu machen, befestigen stärken, und meiner Seele die huun lischen Früchte einer festgegründh und geübten Tugend geben. mich auch auf den Fall vorhatl seyn, wenn du von mir, fit du Dieust der Wahrheit und der Ahh bas stärt at einem lzen zu amer gri ung an lich befle sundliche geinen 9 azunehm schen Re und meine hachen. ih dir, 1 siche geh snigen W Isichten hassen, di varen, mentbeh 8 10 hätest 0 hähret, shnlich 418 irdis lichtet. he Aus lgen Fü dings kei din dei nd lese m ungbuche Y. der hin u ngebete dliedern A Nr. 533 n und daß ich m ussprechlich „ die du eine vosth 9 fallez d Christemz eide: sosg nd peinlih neine Gish keit, mishtz ine Ehrns O belege H ter, langth erer Amh. „ und aulg ld vorübet/ bitte ich icht meine hz ißigkeit, d nst eine en selbst ann ein Lahh mich konn Heine Schnih e: so laß rlichen Msh iller unonih m himmlsth ligsten Kuh rdings zu N befestigen w eele die hinn festgegründeh eben. all vorher mir, für du nd der Auhnd ns särke mich, daß ich schlechter⸗ geine irdischen Vortheile(meine Gü⸗ lu, mein Amt, meine Ehrenstellen, und selbst mein Leben) zum Opfer lrdern, und mich in die Umstände ihren solltest, wo ich, um ein un⸗ uuletztes Gewissen zu bewahren, heine Vorzüge und Bequemlichkeiten ugeben, und mich drückenden Um⸗ sinden blos stellen müßte.— So aß denn von nun an alles, was sschen Klagen über deine Regierung ulch sieht, mir abscheulich und us meinem Herzen und Munde ver⸗ Unnet seyn. Dagegen will ich mich kellich bestreben, alle Mühseligkeiten hses Lebens, die Beschwerden eines schen Leibes, und was du mir sonst Randern Trübsalen hinzufügen möch⸗ M, nicht allein mit demüthiger Er⸗ lung in deinen Willen, sondern uuch als Erhörung meiner frommen Abete, und als wahre Wohlthaten meinem dankbaren und heitern hazen zu tragen, und zu meiner amer größern Reinigung und Bes⸗ ung anzuwenden. Auch will ich uch befleißigen, ein aufgeräumtes, sundliches Wesen im Umgange mit geinen Nebenmenschen immer mehr munehmen, um dadurch deiner gött⸗ schen Regierung in der Welt Ehre, und meinen Nebenmenschen Freude zu nachen. Wie viel tausendmal habe h dir, mein Gott! zu danken Ur⸗ sche gehabt, daß du ehedem die⸗ kuigen Wünsche vereitelt, diejenigen Ilichten mich nicht hast erreichen hsen, die mir damals so angenehm varen, und mir zu meinem Wohl Mentbehrlich schienen! Hättest du mich uus vermeinte Glück erlangen lassen, uns ich so ängstlich und rastlos suchte; hättest du mir die Vortheile ge⸗ hähret, die ich als mein Glück so shulich wünschte: so wäre mein gan⸗ 6 irdisches und ewiges Wohl zer⸗ uchtet. Dies sehe ich jetzo ein, da du Ausgang deiner weisen und gü⸗ Ihen Führungen vor mir liegt. O! ungs keinen andern Willen habe, als und Wandel vor Gott. uhend einer Verdrießlichkeit oder mür⸗ nen Wünschen und Hoffnungen, bei allem meinem Thun und Vornehmen mit meinem Erlöser sage: Gott, nicht mein, sondern dein Wille geschehe! daß ich allezeit und unter allen Um⸗ ständen dich kindlich fürchte, liebe und dir vertraue, und mit deiner väter⸗ lichen Regierung immer zufrieden, ruhig und dankbar bin. Amen. b. Demuthsübung. Durch deine Gnade, du heiligstes und vollkommenstes Wesen, will ich stets zu meinem Hauptgeschäfte ma⸗ chen, meine Seele von allem Unflat des für mich so thörichten, und dir so abscheulichen Stolzes zu reinigen. Ach! noch immer ist in meinem Her⸗ zen ein so trauriger Ueberrest dieser schändlichen und schädlichen Gemüths⸗ wohnheit und Fertigkeit, vorhanden, der mich an der Ausübung der Tu⸗ gend so sehr hindert, und mich in so manche, und selbst grobe Fehl⸗ tritte stürzt. So will ich denn(du Gott, einziger Geber aller meiner Kraft zum Guten, wirst mir hel⸗ fen!) so will ich denn mir die Be⸗ trachtung und Empfindung immer gewohnter, geläufiger und kräftiger zu machen suͤchen, daß ich alle meine Kräfte und Gaben nur von dir em⸗ pfangen habe: daß ich sie nur dazu empfangen habe, um dadurch Ver⸗ gnügen, Ruhe und Wohlfahrt in deiner Familie, unter meinen Neben⸗ menschen auszubreiten, und daß ich folglich ein schändlicher Rebell in dei⸗ nem liebevollen Reiche werde, wenn ich eine deiner Kräfte und Gaben da⸗ zu mißbrauche, irgend einen deiner Menschen ohne Noth und Recht zu kränken, zu betrüben, zu beleidigen und zu beschädigen. Ich will es oft erwägen, daß ich nur eine gar sehr geringe Brauchbarkeit in deinem Dienste habe, vielleicht auch durch Nachlässigkeit und Trägheit schuld daran bin; und daß hingegen so viele din deinigen; daß ich bei allen mei⸗ hundert meiner Nebenmenschen viel art, und der ehemaligen bösen Ge⸗ ⁰⁰⁰ππ 278 3. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn Reiten n Kenntnisse und Geschicklich— eiten besitzen, und deinem Reiche weit mehrere und wichtigere Dienste leisten. Ich will es nie vergessen, daß der Tadel und die Widersprüche, die ich von Andern erfahre, in dei⸗ ner Hand Segnungen werden, und Mittel sind, meine Einsichten zu S berichtigen, meine Handlungen zu S bessern, und so manche Tugenden zu üben. Oft will ich es meinem Ge⸗ müthe vorhalten, daß die wahre Ehre nicht in den meist leichtsinnigen, ver⸗ änderlichen und nichts bedeutenden Urtheilen der Welt, sondern nur in dem Ruhme vor dir, und in deinem Beifall bestehet: und insbesondere soll es mir nie aus dem Sinne kommen, daß ich durch mein ebemaliges, sünd⸗ liches Leben, und durch meine noch immer fortdauernde große und viel⸗ fältige Mängel, Schwachheiten und Fehltritte, von dir nicht allein gar nichts Gutes, sondern vielmehr Strafe verdiene. Ach, wie würde es mit mir stehen, wenn du mit mir nach Gerechtigkeit, ohne Erbarmung ver⸗ fahren wolltest! Herr, mein Gott! thue du durch deine allwaltende Vorsehung, sollte es mich auch die kränkendsten Urtheile und Verachtung meiner Nebenmenschen kosten; thue alles, so bitter und peinlich mir es immer seyn mag, um diesen Stolz, den ich hasse, aber doch noch immer so sehr in mir fühle, zu Vater, und unte schwächen und allmählig mit der Wurzel auszurotten. Trübsalen meines Lebens, alle Re⸗ gungen einer aufblähenden Meinung Meinung von schen, und insbesondere von denen, (oder Amte) arbeiten, mit Ernst unterdrücke; theilung meiner Nebenmenschen, be⸗t Gtieb jenen Be⸗Hwill trachtungen die Kraft in meinem liche M Herzen, daß ich dadurch alle Re— bewahren und zu gungen der Unzufriedenheit bei den Alle Gelegenheiten digen, schimpflichen, piehischen rufl sten; alle neugierigen Anblicke,l von meinen Einsichten, Gaben und all ins dey heit, zu vermeiden suchen. Dah die mit mir in einerlei Geschäften ö ich diesen Gelegenheiten und Hh ren nicht ausweichen kann, die Unleidlichkeit bei mich in Aengstlichkeit, Muthlosch, den Widersprüchen und dem Tadel Bestürzung und öftere Versuchuhht Anderer, und alle verächtliche Beur⸗ setzen ngeschränlte, verbrüchliche Unterw jene bescheidene Meinung von verbar erfung unterg ich da! dfährlic laser, selbst, und jene liebevolle Bemsien di lung und aufrichtige Werthschäh vermehre täglich liche Gelassenheit bei den auch 10 rechten und bittern Widerspnsh und Tadel Anderer; jener sas nützliche, menschenfreundliche Gahn aller meiner Kräfte und Gabenz ächte Demuth deines Sohnes meines Herrn, ach, diese E meiner Seele, und diese Grunh aller meiner Tugenden, laß jns mehr mein Eigenthum werden. um bitte ich dich um Jesu ch willen. Amen! c. Um Keuschheit und Mäßigkeit. Unter der Aufsicht deiner schißh den Vorsehung, mein Golt rdem Einslußh ner herzlenkenden, besfernden ill ich zu allen Zeiten meine käßigkeit und Keuschhah stärken kach zu jenen um „oder irgend eine meiner Ah en zu vernachlässigen oder zu ih x ben en unvorsichtigen Genuß derei orzügen; oder einer verächtlichen rung will ich mit aller Sossh meinen Nebenmen⸗aber auch mit aller christlichen Y her Gott meiner Nebenmenschen erhalt lud mich in mir; jene ah sugeben. hazlichen her Stär heines Er Mwillküh uudrer m Ind. Begi limpfe, u in Jesu uchnest; h hwider lnes Be MH. H le muth lit ihrent. hersehen uurch deir hen nicht meine se augen Nachdenke guch dur nit Haß Heburt e idlen, nit unve erguickt liche Be bolle Zeu Und so erzen h und jed lleckten Rede un dir dur falle. Gnade, die Sp Nahrun mir sch und Wandel vor Gott. eten! da will ich ihnen getrost und Vorsicht, Selbstbeherrschung und Ent⸗ die über uthig entgegen gehen, und suchen, haltsamkeit zu mir nehme, damit ich d Beifal ich daran zu gewöhnen, und die ja nicht deine Geschenke schändlicher⸗ lle Nan ährlichen Eindrücke davon auf weise mißbrauche, noch meine christ⸗ auffahmn Seele zu verringern. Du, all⸗ liche Arbeitsamkeit, Andacht, Keusch⸗ unerbinisender Pater; der du weißt, daß heit, und andere Tugenden deines eele verbnnt es nicht aus Selbstvermessenheit Gesetzes, hindere und mir selbst schräntt r Kühnheit thue, sondern in der erschwere. Mit solcher christlichen ng untern sommen Absicht, deinen Willen desto Mäßigkeit will ich denn trachten, dein ng von eser, leichter und freudiger zu lostbares Geschenk, meine Gesundheit olle Bem du wirst mich gewiß mit dei⸗ und Leben, zu erhalten und zu be⸗ Serthschhz uur Gotteskraft da nicht verlassen, nutzen. Ich will dir meine herzliche erbalen uud mich der Sünde zur Beute nicht Dankbarkeit für deine väterliche Für⸗ 2 hnem ugeben. Mit einem demüthigen sorge zu beweisen, und meine An⸗ en auch IIn Oer Danke nehme ich zu mei⸗ dacht und christliche Tugenden auf Widerim ur Stärkung die trostvolle Zusage eine edle Art zu bewahren und zu jener susneg Epangelii an, daß du die üben suchen.„Lehre mich, Bater, liche Gehn uwilkübrlichen Regungen dieser und eben solche Mäßigkeit auch in dem Gabemsadrer mit abscheulichen Gedanken Gebrauche aller deiner andern irdi⸗ Sobnez hud. Begierden, die ich hasse, be⸗ schen Güter, aller auch unschuldigen diese 99 impfe, und zu verhindern suche, mir Vergnügungen des Lebens, die du ese Gun Un Jesu Christi willen gar nicht zu⸗ mir gönnest. Ich will sie besitzen küllhsuchnest; hingegen jeden treuen Kampf H ü, laß ialt igege und genießen mit dem lebhaften verde hwider mit einem höhern Grade Gefühl der Geringfügigkeit und Ver⸗ * n. nes Beifalls und Vaterliebe beloh⸗ auch der besten Jesu iA. Hierdurch geslärtet, will ich irdischen Güter, und mit der stand⸗ e muthlose Furcht und Aengstlich⸗ ihrentwegen verbannen, und sie *— 8—bersehen und verachten; aber auch uuch deine Gnade, mein Gott, ih⸗ heit und Iun nicht den geringsten Aufenthalt it. umeiner Seele gestatten, sondern deiner saih e augenblicklich durch Gebet, durch in Golt chdenken und Betrachtung, oder m Einsuß) zuch durch heilsame Beschäftigung, sernden uit Haß und Abscheu in ihrer ersten sernden M Heburt ersticken; und diesen treuen, n meine Aelen, christlichen Glaubenskampf, „Keuschbel nit unverbrüchlicher Treue fortsetzen, ärken hath aguickt und gestärkt durch das fröh— jenen un iche Bewußtseyn: daß du der liebe⸗ vichische(eole Zeuge und Richter desselben bist. Schöpfer deiner Menschen, unendlich mur dan und so will ich mich von ganzem gütiger und wohlthätiger Regent der cuß du erzen bestreben, daß ich dir heute ganzen Welt! jedes rechtmäßige Ver⸗ ller Soiss.Und jederzeit mit einer gand unbe⸗ gnügen meiner Nebenmenschen ist ein ristlichen lacten Reinigkeit der Seele, der Geschenk deiner allgemeinen Vater⸗ chen. 8 gede und des Wandels diene, und liebe: Neid, Mißgunst, schadenfrohes en und 40 dr durch Jesum Christum wohlge⸗ Wesen machen mich folglich zu einem . sale. Auch bitte ich dich um die Rebellen in deinem liebevollen Reiche. Mutblast Huade, mich so zu regieren, daß ich Durch diese feindseligen Leidenschaften weer die Speisen, den Trank und die werde ich den niedrigsten und unwür⸗ ä nder Rahrungsmittel, die deine Baterliebe digsten Geschöpfen, ja dem Teufel und oder zu In mir schenten wird, jederzeit mit aller seiner höllischen Gesellschaft ähulich, und — + . — — — 2 — — Christ, der unendlich bes kennet, und für eine selige Ewigkeit arbeitet. Stehe du mir dazu bei, um Jesu, meines Erlösers, willen. Amen. d. Um brüderliche Liebe, Mit⸗ freude und Mitleid. Liebreicher und gnädiger Gott und äᷣwF9——————————— 28⁰ 3. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn in den allerunseligsten Zustand gestürzt, wo ich, ohne Gotteslästerung, von dir keine Gnade und Antheil an dem Ver⸗ dienste deines Sohnes erwarten kann. Weit, weit größere Ehre und Freude schaffet es mir, wenn ich mit Selbst⸗ überwindung das Vergnügen meiner Nebenmenschen empfinde, als wenn ich den glänzendsten Ruhm, und den lau⸗ testen Beifall der ganzen Welt erhielte. Und je mehr Selbstüberwindung mir diese Tugend kostet; desto edler und wichtiger ist sie, nach deiner liebreichen Schätzung; und allen den Verlust, den ich je an eigenem irdischen Ruhme, Be⸗ quemlichkeit, und andern Gütern der Erde leiden kann, ersetzet sie mir durch den höhern Grad deines Beifalls und Vaterliebe unendlich. Durch diese Be⸗ trachtung gestärkt, will ich mir denn jene höllischen Leidenschaften, Neid, Mißgunst und Schadenfreude, immer verhaßter und abscheulicher machen, und sie, wenn sie sich in meiner Seele regen, mit aller Macht daraus verbannen. Hingegen will ich mich immer mehr an eine zärtliche, ehristlich brüderliche Theil⸗ nehmung bei der Noth meiner Neben⸗ menschen zu gewöhnen suchen; sie als die meinige ansehen und fühlen, sie auf alle mir mögliche Art, mit Gelde, durch thätigen Beistand, und vornemlich mit meinen Kräften und Gaben, zu erleichtern oder zu endigen suchen; und mich in die Bereitschaft versetzen, sie ihnen, wenn es deinerWeisheit so gefiele, abzunehmen, und an ihrer Stelle zu tragen. Zu diesem Ende will ich, so viel immer möglich ist, keinen Ar-— men, der sich an mich wendet, gehen lassen, ohne ihn selbst zu sprechen. Kann ich ihm gleich nicht helfen, so kann ich ihm doch vielleicht Muth und Trost einsprechen; oder er hilft mir durch diesen Anblick seiner Noth, daß ich dankbarer gegen dich, meinen wohlthä⸗ tigen Vater, der du mich, ohne mein Verdienst, mehr als ihn beglücket hast, und mitleidiger gegen deine Menschen werde. Insbesondere aber will ich mich, weil mir dies am schwersten wird, im⸗ mer mehr befleißen, jedes rechtmäßige Vergnügen meiner Nebenmenschen, besonders derer, die mit mir einallund Hitze Stand, Amt und Vortheile haben, Ahan und mein eigenes Vergnügen mit Freudz empfinden: vornemlich aber da, u meinen eigenen irdischen Ruhmn Ehre verdunkelt, und meine irdish Vortheile verringert. Auch da wilh mich bestreben, ihr Bestes auf allen mögliche Art zu suchen, zu befördg durch gelegentliche, rühmliche Urthi Warnung vor Schaden, und Vereilhn böser Anschläge gegen sie, oder zu nützliche Rathschläge, Nachrichteng Empfehlungen, oder auf anderen mögliche Art und Weise; auch un das Gespräch hierauf in Gesellsh fällt, so will ich dur Fortsetzung desselben meinen Nib kränken, und meine brüderliche l müthsart zu stärken suchen. Herr, us Gott! hilf mir auch hierin die im gen Ueberreste meines ehemaligenhih unchristlichen Lebens immer mehriy nichten. Gieb mir Gegenwart desg müths und Weisheit, daß ich Christen⸗Tugend nicht blos zur hiß ausübe; nicht blos mein Herz u Neide reinige, sondern auch die, M so sehr schwache, zärtliche Mitsih stärke, und die Mittel dazu im besser erkenne, und treuer anwende. 1 Jesu Christi, deines Sohnes, des gi ten Menschenfreundes willen, bihh dich hierum. Amen. e. Um Nachsicht, Saͤnfim Leutseligkeit und Langmuth Wo ist ein solcher Gott, wie dunl der mit den Sündern nicht nach an dienst verfährt, und die so oft nict holten Fehltritte und Schwachheitehh Menschen mit unbegreiflicher Gan und Schonung trägt! O laß mich di mein Gott! durch die dankbare it nerung des unermeßlichen Reichthuß deiner Langmuth, Vatertreue, M sicht, Herablassung, Leutseligkeit 10 Freundlichkeit, welche du mir umd Christi willen immerfort schenlh erweckt und gestärkt werden, micheh aller auffahrenden Heftigkeit, Ungisti ch geflissent lbst daz steundlich sten des zuherst, nich tägli den, diese Bachsaml Seele zu v einfind uud That Sache dir uir da eir shrens vo Hott! unt nich als e den Un: lrer, die! ei allem Walch n Reßli iue Nachf nich bemi ungen, Ve Anderr suften un! in de Irren müden; amer mö sengen v suft gege gigen mich hen Beisp Mendliche 4 Umsch Alles d nem ma Hoth un mügten nir imme lmache düßliche ler mehi Dagegen alles, wa Renschen und unsch t mir einalund Hitze zu reinigen, die einem Unter⸗ ile haben, Ahan und Kinde des so herablassenden mit Freuhilfrundlichen Gottes, und einem Erlö⸗ ber da, uulstten des so sanftmüthigen Heilandes n Ruhm iußerst, äußerst schimpflich ist. Laß reine irdistnich täglich erweckt und gestärkt wer⸗ uch da wülsim, diesen bösen Regungen mit aller 5 auf allenPachsamkeit den Eingang in meine zu beföne Stele zu verschließen; und wenn sie sich nliche Unhl ueinfinden, mir alsdann keine Rede und Vereishsnd That eher zu erlauben, bis ich die ie, oder ussache dir im Gebet vorgetragen, und achrichten Anir da eine dir gefällige Art des Ver⸗ uf andereulsthrens vorgeschrieben habe. Ja, mein sez auch uusholt! unter deinem Beistande will ich in Geselstalnich als ein Christ befleißigen, sowohl „ geflissenhhhteiden Unordnungen und Vergehungen einen Rohlsler, die mir untergeben sind, als auch rüderliche Asll alem dem, was mir an meinen en. Hert unshebenmenschen unangenehm und ver⸗ rin die nanhshießlich ist, mich an eine immer grö⸗ emaligen kähsfre Nachsicht zu gewöhnen. Ich will mer mehrhlach bemühen, die nöthigen Erinne⸗ nwart desh Rat Verweiseoder Bestrafungen, die daß ich AAndern zu geben habe, mit einem los zur hihsuften und leutfeligen Wesen zu geben; ein Herz und in der Belehrung und Besserung auch die,MUn Irrenden und Fehlenden nie zu iche Milftalpmuͤden; aber ich will auch, so viel Udazu iunsuner möglich, die sanften Mittel den anwende Usstngen vorziehen; und überhaupt so hnes, des ghliuft gegen andere seyn, als strenge illen, bilehhgen mich selbst. Dazu hilf mir durch Aun Beispiel und dein Wort um deiner endlichen Güte willen. Amen! Sanfiunh Langmuth tt, wie dul nicht nach YN so oft wih hwachheiliht iflicher Gah Vlaß mich di dankbare H en Reichthu ertreue, M utseligkeit m u mir um d fort scheilh den, mich ty geit, Ungisih Um christliche Gefälligkeit und Freundschaft. Ales das, mein Gott! was irgend mem meiner Nebenmenschen, ohne gulh und Recht, nur einen mißver⸗ mügten Augenblick verursacht, will ich hir immer verhaßter und abscheulicher machen, und alles mürrische, ver⸗ düßliche und unfreundliche Wesen im⸗ hr mehr und mehr abzulegen suchen. dagegen will ich mich(hilf du mir llbt dazu!) immer mehr gewöhnen, Aes, was irgend einem meiner Neben⸗ nenschen ein rechtmäßiges Vergnügen und unschuldige Freude macht, auch in und Wandel vor Gott. 28 Kleinigkeiten zu bemerken, und mit all er Treue und Lust ins Werk zu richten; und dies will ich thun, nicht etwa aus Schmeichelei und Menschengefälligkeit, sondern nur durch die edle Begierde, dir, mein Gott, ähnlich zu werden; und deine Menschen aufs möglichste zu vergnügen, will ich mich antreiben und erwecken lassen, nicht allein in großen und wichtigern Dingen, sondern auch in Kleinigkeiten gütig, sanft und freund⸗ lich zu seyn; und andern wohlzuthun auf die gefälligste Weise. Dies soll mich antreiben, die Ehre meiner Ne⸗ benmenschen mit der größten Zärtlich⸗ keit zu behandeln, und allezeit wohl eingedenk zu seyn, welche schmerzende Kränkungen Andern durch die Ver⸗ letzung ihrer Ehre und guten Namens verursacht werden; den großen Zweck, zu vergnügen und wohlzuthun, will ich stets vor Augen haben. Das, das ist Ehre, Ruhm und Glück für mich, einen Christen, der berufen ist, Segen von dir zu empfangen und Segen unter deine Menschen zu verbreiten. O Gott! laß mich dies bei keiner Gelegenheit vergessen, und erhöre mich um Jesu Christi willen. Amen! g. Um christliche Liebe gegen Feinde. Sollten mir auch, o Gott, unter deiner allwissenden und väterlichen Vor⸗ sehung, Beleidiger, auch grobe Belei⸗ diger und Feinde begegnen: o so will ich aus herzlicher Dankbarkeit für deine ganz unermeßliche Gnade, auch meinen ärgsten Feinden sogleich und von ganzem Herzen vergeben, da du mir solche Be⸗ leidigungen um Jesu Christi willen ver⸗ geben hast, gegen welche auch die größten Feindseligkeiken der ärgsten Bösewichter gegen mich wie nichts zu rechnen sind. Ich will auch meinen ärgsten Feinden aus eben dieser Ursache alles Gute auf⸗ richtig gönnen und anwünschen; jeden mir möglichen Dienst ihnen gerne lei⸗ sten; und nach dem Muster meines Herrn Jesu Christi, durch Wohlthun und Liebe sie zu besiegen trachten. Diese 282 Gesinnungen, barmherziger und verzei⸗ hender Gott! Verleihe, erhalte und befestige in mir, zur Ehre deines Na⸗ mens und deiner heiligsten Religion, und zu meiner eigenen Ruhe und Seligkeit. Amen! h. Um Heiligkeit der Reden und des ganzen Betragens. Laß mich, o Gott, stets bedenken, daß auf mein Verhalten im Umgange mit andern Menschen so viel ankommt, und daß übele Reden, nicht selten, eben so viel Unheil stiften, als üble Thaten. Gieb! daß ich mich daher bei meinen Reden und in meinem ganzen Betragen sowohl bei den Geschäften meines Stan⸗ des(und Amtes), als im Umgange mit Andern, einer sorgfältigen Ueberlegung immer mehr befleißige. Laß mich da, nach dem Muster deiner Treue und Wahrhaftigkeit, die allerstrengste christ— liche Anfrichtigkeit üben, und mir nicht das geringste unwahre Wort gestatten. Laß mich auch über mein Herz fleißig wachen, daß nicht etwa der Anfang der Heuchelei sich bei mir einschleiche, das zu scheinen, was ich nicht bin, oder es mehr zu scheinen, als ichs bin. Ja, unter deinem Beistande fasse ich hiermit die feste Entschließung: allenthalben soll mich der christlich liebevolle Geist in der Beurtheilung meiner Nebenmen⸗ schen so regieren, daß ich nie eine Un⸗ wahrheit, nie etwas erdichtetes Böses oder Nachtheiliges von ihnen sage; daß ich ihre Mängel, Fehler und Verge— hungen, auf jede rechtmäßige Art unter— drücke und verberge; daß ich davon nie ohne Noth, nie anders, als zu irgend einer guten Absicht, und immer mit einem innern Widerwillen, immer mit dem Wunsche, das Gegentheil sagen zu können, spreche. Die allgemeine Men⸗ schenltebe, diese große und heilsame Pflicht des Christen, soll mich vielmehr antreiben, daß ich aller anderer Menschen rühmliche Eigenschaften und Hand— lungen sorgfältig bemerke, und diese zum liebsten Inhalte meiner Unter⸗ 3. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn redungen und Gespräche mache. Auch gehungen und Lastern,‚ williich wachsam auf den Beruf undii Gelegenbeiten seyn, die du mit gieli vor der Welt ein dankvolles Bekennif meiner unendlichen Verpflichtung geht deine Religion, und das göttliche, euh theure Verdienst meines gekrenzight Heilandes abzulegen. Bei allen schz lichen Anlässen will ich es meinen Iy benmenschen sagen, daß ich alle mun Gewissensruhe, alle meine Kraft, A und Stärke zum Anfange in der Y gend, alle Freuden dieses Lebens, glg Trost im Tode, alle frohe Aussihhn jenseits des Grabes, nur dem Verdlenß Jesu zu danken habe; und hierduh will ich suchen, mich und meine Naheh menschen immer mehr zur ehrfurhth vollen tiefen Werthschätzung und inin Ausübung dieser ewig, ewig ersynsß lichen Religion zu erwecken. Veulah mir dazu Kraft und Gnade, Golt in Wahrheit und meines Heils! um Iu Christi willen. Amen! i. Um christlichen Gebrauch dy Vergehungen, Thorheiten u Laster meiner Nebenmenschn. Wenn ich Thorheiten, Vergehuhhn und Laster von meinen Nebenmenshg sehe oder höre; so laß, o mitleidsvolg und barmherziger Gott! diese tranh⸗ gen Erfahrungen meine Menschenlt gegen ste nicht schwächen; und vrhidt dies in mir durch die erweckenden Lehn deiner Religion. Denn diese überzah mich, daß auch dem ärgsten Bösehhh in jedem Augenblicke, der Zutlih deiner Gnade eröffnet ist, um dunth gebessert, geheiliget, begnadiget A zu deiner Freundichaft wieder ausst nommen zu werden: und daß kl Neigungen und Handlungen bei mast Nebenmenschen Unwissenheits=W Schwachhelts-Sünden seyn könh, welche bei mir den Verlust des Guu denstandes unausbleiblich verursahh würde, weil ich mehr Erkenntnis un Mittel zur Besserung habe. Dami aln laß mich auch eben diese mauuhet fahrungen von den Thorheiten, M⸗ nach der dilh ung deine gebrauchen nich zur T sätken; i hein eigen und an die gängel u Ainnere. Dunkbarke Ind zu stä Riner uner aus dem 2 luglücks h o mancher hat. Laß Stärkung Bachsamk hachtung, Hallen so uir trage Lorsicht ur lick gleich Hgt seh ndurch zu Wohltl uden, de muner N Heilnehr edurch Rgegnun llend not Relmehr hemerke urch ihr sewobl an Reiche a nich auch nenschen Ruster u aben, hillen. V Um Zeit, K Mit Danke e Made, auf der in einen Hesetzt h der ande Berufundth u mir giehz Bekenntu schtung gih öttliche,eug gekrenzignn allen scͤtz meinen i ch alle mai e Kraft, I e in der Y Lebens, alg he Aussichty em Verdien ind hierdin neine Nehah r ehrfungt ng und heun wig erspnis en. Vellalh ide, Golt du ils! um I — ebrauch d orheiten w enmenschh. Vergehuhge Lebenmensthn mitleidspolg diese tral⸗ Menschenlit und virhildn ckenden Nhnn diese übeigug sten Bösebich der Zutlith u t, um durchst egnadigtt iu wieder auss⸗ und daß lil gen bei maln enheits⸗ M seyn könnu, lust des hnt ch verursacht erkenntniß 10 Damahe traurigen& orheiten, M⸗ iach der dulh und Wandel ung deines Wortes, als ein Christ gebrauchen. Laß mich sie anwenden, nich zur Demuth zu erwecken und zu süken; indem ich mich dadurch an nein eigenes ehemaliges Sündenleben, und an die noch fortwährenden großen Rängel und Flecken meiner Tugend annere. Laß mich sie anwenden, meine Dankbarkeit gegen dich zu erwecken und zu stärken durch die Erinnerung huner unermeßlichen Gnade, die mich dus dem Abgrunde des Lasters und des luglücks herausgerissen, und mich vor omanchen großen Sünden bewahret hut. Laß mich sie zur Erweckung und Stärkung meiner eigenen Vorsicht und Hachsamkeit gebrauchen, durch die Be⸗ hachtung, daß ich selbst den Saamen lallen solchen und andern Lastern in mr trage, und meine Tugend ohne horsicht und Wachsamkeit jeden Augen⸗ ick gleichen tödtlichen Gefahren aus⸗ setzt seyn kann. Laß mich endlich udurch zum christlichen Mitleiden und AWohlthätigkeit erweckt und gestärkt uuden, daß ich dies allergrößte Elend niner Nebenmenschen mit herzlicher heilnehmung empfinde, und, anstatt durch Verachtung, Haß und harte Kgegnung zu erbittern und in das Uend noch tiefer hinein zu stürzen, lelmehr alle Gelegenheiten sorgfältig kemerke und treulich gebrauche, um uuch ihre Besserung ein Wohlthäter swohl an ihnen, als an deinem ganzen Reiche auf der Erde zu werden. Laß nich auch bierin das Beispiel meines vor Gott. 283 hierdurch die Erhaltung meiner Chri⸗ stentugend mir so sehr erleichtert und mir mein Leben heilsam, und nützlich für mich und andere gemacht wird. Ich preise dich, gnadenvoller Gott, daß du mir bisher dies Leben, diese Kräfte und Munterkeit meines Leibes und Ge⸗ müths, den fröhlichen Gebrauch meiner Augen und andern Sinne, meine Ver⸗ nunft und Sprache, und andere irdische Gaben anvertrauet hast, und mir da⸗ durch das ehrenvolle Zeugniß giebst, daß du mich in deinem Reiche noch nützlich findest. Aber nicht blos mein Mund, sondern auch mein Herz und Wandel, soll dir dafür danken, indem ich diese deine Geschenke als ein treuer Haushalter gebrauche. Durch deine Gnade will ich die Geschäfte in dem Stande und Berufe(in dem Amte und Posten), den du mir in deiner Welt angewiesen hast, weil sie einen Haupt⸗ theil meines Christenberufs hier in die⸗ ser Vorbereitungszeit ausmachen, zu⸗ vörderst ausrichten mit aller Treue, mit Anstrengung aller meiner Kräfte, und nöthiger Selbstüberwindung in gewis⸗ senhafter Hintansetzung der mir ange⸗ nehmern Beschäftigungen. Ich will sie stets mit freudiger Unverdrossenheit, als einen christlichen Gottesdienst, verrichten; ich will dabei mit einem kindlichen Vertrauen dich ehren, und deswegen die Beschwerden, als deine Anordnung geduldig tragen, die mir etwa meine eigene Schwachheit des Leibes oder andere Zufälle dabei verur⸗ uenschenfreundlichen Erlösers stets zum Ruster und zur Nachfolge vor Augen hoben, und erhöre mich um dessent⸗ hillen. Amen. „Um christlichen Gebrauch der Zeit, Kräfte und Gaben Gottes. „Mit herzlichem, ehrfurchtsvollem Danke erkenne und rühme ich deine Ynade, mein Gott, daß du mich hier duf der Erde in ein arbeitsames Leben, in einen solchen Stand und Verbindung gesetzt hast, wo mich eine Arbeit nach der andern beschäftigen muß, und eben sachen, und ich will zufrieden seyn, wenn ohne meine Schuld der gute Erfolg meiner Geschäfte mißlingen sollte. Ich will vielmehr ohne alle ängstliche Ueber⸗ legungen und unruhige Bestrebungen, den Fortgang und Ausgang davon ledig⸗ lich deiner weisen und väterlichen Vor⸗ sehung überlassen. Insbesondere schenke mir, Vater meiner Seele, deine Gnade, daß ich die Geschäfte meines Berufs immer mehr mit einer recht ehristlichen Lauterkeit ausrichte. Reinige mich von der großen Anhänglichkeit an dem irdi⸗ schen Lobe und Beifalle, und von aller übertriebenen Begierde, dadurch mir zeitliche Vortheile zu erwerben. Setze 28⁴ doch deswegen mein Herz, durch die Liebe zu dir und durch die christliche Hoffnung jenes ewigen Lebens, immer mehr in die allerseligste Verfassung, daß ich alle meine Geschäfte, wo möglich o mein Gott! nur ganz allein in der edlen Absicht thue, dadurch dir zu gefallen, deinen Befehl auszurichten, deinem Reiche nützlich zu werden, und für die selige Ewigkeit heilsam zu ar⸗ beiten. Wie vernünftig, wie edel, wie heilsam ist es doch für mich, wenn ich, bei solchem Herzen und Leben, es dir lediglich überlasse, ob, und wie viel irdische Ehre, Beifall und andere zeit⸗ liche Güter du mir durch meine Ge⸗ schäfte schenken willst. Durch deine Gnade will ich mich aber auch bereit halten, die andern menschenfreundlichen Handlungen, wozu ich in dem Laufe eines jeden Tages Gelegenheit und Kräfte finde, mit aller Treue und Lust auszurichten. Wo ich meinen lieben Ne⸗ benmenschen mit Belehrung und gutem Rathe zu statten kommen, liebreichen freundlichen Umgang mit ihnen pflegen, thätige Unterstützung, Erquickung, Er⸗ freuung, Aufmunterung zum Guten, oder etwas dergleichen ihnen geben oder durch Andere verschaffen kaͤnn; dann will ich nie vergessen, an ihrer Wohl⸗ fahrt und an der Wohlfahrt deines Reichs, o Gott, zu arbeiten. Die Wohl⸗ thaten, die du mir selbst an Leib und Seele erzeigen wirst, will ich mit frohem, dankbarem, unschuldigem, zufriednem Herzen genießen. Ich will darin deine Vaterliebe schmecken und empfinden, über dich mich freuen, und durch solche Freude meine Dankbarkeit und willigen Gehorsam gegen dich zu stärken suchen. Jede Freude, die mir auf dem Wege durch dieses Leben begegnet, laß mich mit einem solchen Herzen voll von Zärt⸗ lichkeit gegen dich und voll Liebe zu deinen Menschen, so ganz und inniglich genießen. Denn du, Vater der Freude! iebse sie uns nur dazu, daß wir uns o freuen sollen; und sie so freudig genteßen, ist Gehorsam gegen dich. Ich will endlich die allerseligste Erlaub⸗ niß, die du mir durch Jesum geschenket hast, in jedem Augenblicke mit kind⸗ 3. Tägliche Erweckung zum frommen Sinn licher Freimüthigkeit mich dir zu nah sorgfältig benutzen; ich will das bish dige Andenken an dich in mir erhalsh meine Seele mit öftern gotisehh Empfindungen, Betrachtungen a auch Seufzern und Gebeten für ui und meine lieben Nebenmenschen, dir empor schwingen; und mich alsh die christlichen Gesinnungen des boh digen Gebets immer mehr zu vensh suchen. Freund und Vater mahh Seele! hilf du mir zu der Gegennn des Gemüths, daß meine Pfiicht nebst den großen Bewegungsgrish und den schicklichen Mitteln, sez erfüllen, mir zu jeder schicklichenth bequemen Zeit einfallen, und mih allen jenen guten, edlen, seligen Mu stärken. Schaffe du selbst in mix, u dir wohlgefällt. Ewig sey dir hn und Anbetung gebracht. Amenl I. Aufmunterung zu solchin Wandel vor Gott. So vor dir, mein Gott, zu wanih so vor dir als ein Christ zu wachi i kämpfen, zu beten, zu denken, zu bula und zu handeln, soll mich ermunten 1) Die kindliche Liebe und Dankbust gegen dich. Ganz unzählig und unt meßlich sind deine Wohlthaten, vons du mich durch das Verdienst N Christi erfreuet hast, und noch inuih fort erfreuest. Jeder Tag, jede Muh sind mit neuen Gunstbezeugungenl zeichnet. Der sanfterquickende i den du mir schenkest! dieser frölel Gebrauch meiner Augen, Ohren i. anderer Sinne, meiner Vernunft uh Sprache; die Verrichtung meinet wohlgefälligen, und der Welt heilsant Geschäfte; mein zeitlicher Wohlsurh meine Gemüths⸗ und Leibeskräftei gnädige Erlaubniß, zu dir zu haht diese neue Nahrung für meine Seelh⸗ Doch, Herr! mehr als Haart meinem Haupte, mehr als Sandlonnt an dem Ufer des Meers, meht K Strahlen aus der Sonne seit dem dl fange der Welt gefahren n fighe Gunstbezeugungen, die du mirh awiesen ha alle Ewigk Hie äußers sir mich j hl sind di hoömit ich! bunden Riederträch an rechtes deiner nich nur n hollte scla shend etwe und verdre hein Vate Rraft, daß Ages dein gfältig em so lie ind freun mige Em rund Ge upor heb lach so seh Rfeit ge. Zürke ve ate mei Uetiefste iner un at einer ach, meir und hierd Asse und Sünde, un Hiligen fi deine, aug ud gege chweren Ich er Dandel 2 kgierde, Höße, de e ich al och besitz ung mei im Jesu Usehn, su Ihgen alle Schande nichselb Afallen häftiger Aler Ma . dir zunh pill das besh mir erhalhg on gottsehhg htungen a heten umenschen dmichell gen des belh hr zu vesshh Vater mahy der Gegendn ine Pflicht ungsgrüshg ritteln, sog chicklichen „und mih h seligen Aih st in mix, xn sey dit Eht . Amenl I zu solchen Gott. t, zu wandihz zu wachii f ken, zu wolh, ich ermuntnn ud Dankbat ihlig undunh lthaten, von Zerdienst d noch immch ag, jede M zeugungen l ickende Solj dieser fröͤhch n/ Ohren in Bernunft i g meiner! Welt heilsamz er Wohlsash ibeskräftezM dir zu ball; neine Setla- Is Haare a Is Sandlont rs, mehr ie seit dem R sind, siad A du mit hishů kallen einflößen, und dadur awiesen hast, und noch immerfort durch ale Ewigkeiten erzeigen willst. Gott! hie äußerst schändlich und strafbar wird sie mich jede Sünde! wie stark und il sind die Bande der Liebe und Treue, homit ich dir zum kindlichen Gehorsam hubunden bin! O, ich müßte der aller⸗ Aederträchtigste, schändlichste Mensch, ü rechtes Scheusal und Schandfleck udeiner Schöpfung seyn, wenn ich nich nur noch von irgend einer Sünde hollte selavisch beherrschen, und durch hend etwas in deinem Dienste muthlos lud verdrossen machen lassen. Gott, nein Vater! gieb mir Weisheit und hraft, daß ich in dem Laufe eines jeden Ages deine vorzüglichen Liebesproben irgfältig bemerke; mein Herz zu dir, zm so liebreichen, so großmüthigen ud freundlichen Wohlthäter, durch hnige Empfindungen oder auch Seuf⸗ gund Gebete des Ruhms und Dankes apor hebe, und dadurch dieser meiner uch so sehr schwachen Liebe und Dank⸗ neit gegen dich neue Nahrung und Zrke verschaffe. So laß denn auch hute meine Seele immer mehr mit der lettiefsten Ehrfurcht und Anbetung uner unermeßlichen Majestät, und uit einer recht zärtlichen Liebe gegen ich, mein Vater, angefüllet werden; ud hierdurch neue Gotteskraft zum Ase und ewigen Kampfe wider alle Einde, und zu einem ungetheilten, recht hiligen freudigen Gehorsam gegen alle Uine, auch noch so bittern Schickungen, iud gegen alle deine, auch noch so shweren Befehle empfangen. Ich ermuntre mich zu diesem from̃en andel 2) durch die christliche Ehr— tgierde, durch die Betrachtung der Röße, der Vorzüge und Glückseligkeit, si ich als ein Christ besitze und dereinst och besitzen werde. Diese edle Empfin⸗ üng meiner allererhabensten Würde, im Jesu willen dein Freund und Kind kseyn, soll mich mit Ekel und Abscheu gen alle Sünde, als die alleräußerste Schande anfüllen; mir Ehrfurcht gegen nichselbst, und ein demüthiges Selbst⸗ al ein hiftiger Antrieb werden, daß ich aus ller Macht dahin strebe, dir, meinem und Wandel vor Gott. 28⁵ Freunde und Vater, ähnlich zu wer⸗ den, und in allen Stücken meiner erhabenen Würde gemäß zu denken, zu begehren und zu handeln. Ich ermuntere mich dazu 3) durch die ehristliche erleuchtete Selbstliebe. Zum Ruhme deiner Barmherzigkeit muß ich es bekennen, daß dein redlicher Dienst bisher, aller seiner vielen und großen Mängel und Flecken ungeachtet, eine so göttliche Ruhe, Zufriedenheit, Heiterkeit, und so manche himmlische Freuden in meiner Seele verbreitet hat. Nur die Sünde allein ist der einzige Feind und Störer meines Glücks. Diese will ich daher von ganzem Herzen hassen und fliehen; und alle meine Kräfte darauf richten, daß ich die Zahl meiner ehristlichen, gottseligen Gesinnungen und Thaten immer vermehre, und da⸗ durch neue göttliche Ruhe und Freude in meine Seele leite. Ich ermuntere mich 4) dazu durch das lebhaͤste Andenken an deine Allge⸗ genwart. In alle Ewigkeit kann ich dir die allerseligste Belehrung, die mir deine Religion giebt, nicht genug ver⸗ danken, daß du, mein allmächtiger, allwissender, unendlich liebreicher Gott und Vater, mir allenthalben und zu allen Zeiten, im Hause und außer dem Hause, bei meinen Arbeiten und Er⸗ götzungen, in meiner Einsamkeit und in meinen Gesellschaften, bei meinen Leiden und Freuden, unmittelbar zu⸗ gegen, und der allwissende liebevolle Zeuge meiner Handlungen, Reden, Be⸗ gierden, und der geheimsten Gedanken meiner Seele bist. So weiß ich denn, daß mich keine zu schwere Versuchung befallen, und es mir nie an Kraft zum Guten fehlen kann; denn deine Macht ist mir stets zur Seite. So weiß ich auch, daß nicht das geringste von allem dem, was ich in deinem redlichen Dienste unternehme, verloren ist. Jede gott⸗ selige Ergebung in deinen Willen, wo⸗ mit ich die Mühseligkeiten bei meinen Arbeiten, die Trübsale dieses Lebens, die Krankheiten oder Beschwerden eines siechen Leibes, die du mir etwa auf⸗ legen mögtest, ertrage, kennest du; jede Selbstüberwindung, die ich mir bei dem —— 286 Genusse der Nahrung und erlaubter Vergnügungen, oder bei den Beleidi⸗ gungen anderer, bei den Regungen des Stolzes, oder bei andern Gelegen⸗ heiten, aus Gehorsam gegen dich an— thue, ist dir nicht verborgen; jeder treue Kampf, den ich gegen die Unmäßig⸗— keit, Heftigkeit, Zorn, und andere Rei⸗ zungen führe; jede fromme, auch blos innere Bestrebung, womit ich dir wohl⸗ zugefallen trachten werde, siehst du, Allwissender; ja, jeder Kummer, jede Sehnsucht, jeder Seufzer, den mir die Empfindung meines geistigen Unver⸗ mögens, und das Andenken der bessern ewigen Welt auspresset: dies alles, so schuldig, so unvollkommen und wenig bedeutend es auch ist, wird von dir, meinem Gott, mit Gnade bemerkt; bleibt, wenn ich es selbst schon lange vergessen habe, deinem allwissenden Verstande ewig gegenwärtig; wird mir von dir um Jesu willen mit deinem Bei⸗— falle und größern Liebe belohnt; mir ein Denkmal vor dir im Himmel, und wird mich noch nach Jahrhunderten in deinem Himmel ergötzen. Dies soll mir neue Lust und Stärke einflößen, allent⸗ halben nur nach glaubigen edlen Wer⸗ ken, und hierdurch nach dem ewigen Leben mit Geduld zu trachten. Endlich 5) laß mir das große Ziel aller ehristlichen Wünsche, Hoffnungen und Bestrebungen, die selige Ewigkeit, nie aus dem Gesichte kommen. Wenn I. Gebete für die, welche zum heiligen die Beschwerden und Müseligtihhieberbol dieses Leibes und Lebens nih uh un Gehr schlagen; wenn die Peinlichkeit beith tichin Kämpfen wider die Sünde mich mi Isichten los und verdrossen machen wolg dieer oder wenn die Mühe, die mein i mirub dorbenes Herz mir bei der Ausil mabls nli und Befolgung deiner Gebote v Eilnde 0 sachet, mir eine Last werden ih Ie—1 alsdann laß die fröhliche Eomashl mi des künfrigen bessern, durch de gasiine in kommenste Tugend und feurigse Isung un dacht ewig beglückten Lebens, mhsh Sint Erinnerung, daß mich jeder Mh 0 aure blick dahin einführen kann, meinh Uut der⸗ ker, meine Stutze, mein Labsal wenn 1040 k ö Oa will ich dann meine Glauberdlisichepr. in jene ewige Welt richten, sie an uß in u 10 Vaterland heften, und mich didnh 300 15080 göttlich flärken. Du bist meine dihehbpfers So will und so werde ich heute masinerre Gott, und in der folgenden Zeihn⸗ Ieiched ner Tage leben, daß ich in jedem MWohh rr 94 blicke mit Zustimmung meines Gas Uich dur sens und mit Uebereinstimmung m Rerblich ganzen Lebens, sagen kann: ichmnen sol „den edlen Glauͤbenskampf gash 1 0 2.0 „pfet, ich habe den Lauf vollagh Ie des „ich habe Treue gegen dich bewahsl m Anfa „Darum liegt nun auch die Krone 1 and, „Tugend für mich bereitet da, wh Wabrh „du, Herr, mein gütiger Malhl, ldienst „mir und allen den vielen tausthhg Lulch eine „geben wirst, die dich von Henenlhsse die so „haben.“ Amen! Amen! biel ver licht noch 4) Gebete fuͤr die, welche zum heiligen Abendmas gehen wollen. a. Nachdenken über den Zweck und Nutzen des heiligen Abend⸗ mahls. Das heilige Abendmahl, das von Jesu Christo gestiftet und eingesetzet, und dessen Genuß mir und allen Bekennern seiner heiligsten Religion anbefohlen ist, ist eine gottesdienstliche Handlung, die ich eben so wenig, als die übrigen An⸗ ordnungen seiner Religion vorsätzlich Erlöfers vor Gott und aller Weltuhsiher Henuß dief sthet; mie christli ssung Jef IIt tägl unterlassen darf, wenn ich ein Gi Rigent seyn will. Vielmehr lege ich iu hung erl diesen Genuß ein feierliches Bekemnif ur 0 ab, daß ich ein Christ bin, daß iht Remis für eine Ehre und Glück halte, K ssttgen Christ zu seyn und daß ich mich mülhaähthüm und freue. Und will ich von dishsaihn Genusse Nutzen haben, so hin il Wahen nur verbunden, mich desselben ot! uen bedienen, und den Genuß slisih u Hederbolen; sondern mir auch richtige Hegriffe davon zu machen, und mit dem Gebrauche desselben die rechten YÄsichten und eine schickliche christliche Hemüthsverfassung zu verbinden. Dieser Genuß des heiligen Abend— nabls aber soll mir 1) ein demüthiges und herzliches Lobopfer für die uner⸗ werden ul nifliche Gnade meines Gottes seyn, he Erwann uß er mir durch Jesum Christum die urch die Mitel zu meiner Besserung, Begna⸗ feurigse l dhung und Seligkeit geschenkt, und bens, nal Ait so unzählige schändliche 986 straf⸗ jeder Nu hre Sünden vergeben hat. Welch eine 0— meint haussprechliche Wohlthat ist es, daß Labsa IWuln hott der Welt und mir einen Erlöser Glaubenelll ichenkt, der mir durch seine heiligste n, sie an 0 hre den deutlichsten und zuverlässig— mich Dul n Unterricht von dem Willen meines meine dij Shöpfers, von meiner Bestimmung, h hentt ud ün meinen Pflichten, von dem Wege 0 Veüt Musg meiner Glückseligkeit, und dabei die wen He ulreichevVersicherung gegeben hat, daß jedem Rihh Kür meine Sünden gestorben sey, da⸗ meines He ich durch ihn Gnade, Vergebung, m: Had Merblichkeit und ewiges Leben er⸗ inn: Hüln(gen sollte! Ach, was würde aus kampf nn geworden seyn; wo wollte ich auf vo an ube des Gewissens, Muth und Kraft dich Lraah in Anfange und Fortgange in der die 7. Ra bernehmen, wenn ich nicht d ri. Wahrheiten der Religion und das itiger Müin ldienst meines Heilandes hätte! ielen W Helch eine unaussprechliche Liebe Got⸗ 12 Heige, die so viel für mich gethan, mir en! hiel vergeben hat! Was thut Gott cht noch an mir, indem er mir den Imnuß dieser Gnade noch immer fort— shet; mich in der Theilnehmung an sir christlichen Religion und der Er⸗ ssung Jesu noch immer bleiben läßt; I. Untel Rcheialichen ud täglich ülfsmitte zur ehristlichen Frömmig⸗ ich 10 6 sit schenkt; mir jede Stufe der Hei⸗ etvar gung erleichtert; mir die Versuchun⸗ ches daß i nzur Sünde überwinden, und die 119 175 1l, sldernisse auf dem Wege der Tugend lück ich minl itgen hilft! Welche unermeßliche ich Wülmhn lihtbümer von Langmuth, zärt⸗ ller h cher Vatertreue, Sorgfalt und Be⸗ 0 505 für meine Besserung, welche ö and herzigkeit, Wohlthätigkeit und kamdlichkeit Gottes erblicke und Nühseligtah mich nicy lichkeit beith de mich mush ichen wollz die mein u der Ausühih Hebote vimn — bendmahl Abendmahle gehen wollen. 287 empfinde ich, wenn ich in mein vori⸗ ges Sündenleben zurück sehe! Mehr als Sand am Meer sind deine Gna⸗ den! An dies alles erinnert mich das Gedächtniß meines Erlösers, in wel⸗ chem und durch welchen mir alle diese Gnaden wiederfahren sind und noch wiederfahren! und dies soll, dies muß mich nothwendig zur aufrichtigsten innigsten Dankbarkeit, Verehrung und Liebe gegen Gott, meinen höchsten Wohlthäter und treuesten Freund, er⸗ wecken. Der Genuß des heiligen Abend⸗ mahls soll mir 2) eine dankbare Er⸗ innerung und Verberelichung des am Kreuze gestorbenen Erlösers seyn. Jesus, der Sobhn Gottes, der aller⸗ erhabenste, der Gegenstand des aller⸗ höchsten Wohlgefallens Gottes, stirbt am Kreuze aus Gehorsam gegen seinen himmlischen Vater! Was für Begriffe gibt mir diese Unterwerfung von seiner erhabenen Seele! mit welcher Ehr⸗ furcht muß ich ihn nicht preisen und verehren! Wie muß mir nicht dieser Anblick die Wahrheit tief einprägen, daß nichts als liebevoller Gehorsam gegen Gott, uns vor ihm theuer und werth mache! Dies soll meinen himmlischen Sinn mit neuer Stärke beleben. Nicht in den Gütern die⸗ ser Welt, nicht in dem Beifalle und Ruhme, dem Ansehen, dem Gelde, und der Macht der Erde; sondern in dem Besitze der durch Jesum, den Gekreuzigten, uns erworbenen gött⸗ lichen Gnade und Seligkeit im Him⸗ mel, soll ich von nun an mit verstärk⸗ tem Eifer mein Ein und Alles suchen. Ich soll mich dabei 3) des Heilan⸗ des dankbar erinnern, der für unsre Sünde gestorben ist. Welch ein ein⸗ leuchtender, schrecklicher Beweis des heiligsten Hasses Gottes gegen alle Sünde, und seiner allervollkommensien Strafgerechtigkeit! Dies soll denn auch meinen Haß und Abscheu gegen alle und jede Sünde verstärken. Keine einzige Sünde darf ich hegen. Jede soll ich verabscheuen, ewig hassen und verbannen. Auch alles Glück der Welt soll mir nichts werth, soll 288 mir schrecklich seyn, wenn ich es durch Sünden erkaufen muß. Dies aber soll auch meinen Glauben, mein Vertrauen auf Gott durch Jesum Christum stärken und neu beleben. Durch seinen Tod sind nun alle meine Sünden versöhnet; auch alle meine noch fortdauernden Mängel u. Schwachheiten gut gemacht. Nun kann mein Glaube in Gott einen nädigen Gott anbeten, zuversichtlich einen ununterbrochenen Beistand zu allem Guten bis an meinen seligen Tod erwarten, und freudig nach dem bessern, in Tugend und Andacht voll⸗ kommnen Leben aussehen. Dies soll endlich meine treueste, dankbarste, zärtlichste Gegenliebe gegen meinen Erlöser, an welchen und durch welchen Gott solche Wunder einer unermeß⸗ lichen Liebe bewiesen hat, stärken und mit neuer Kraft beleben. Endlich 4 soll mir dieser Genuß eine dankbare Erinnerung und Lobpreisung des Heilandes seyn, der für alle Men⸗ schen gestorben ist. Wie theuer, wie unermeßlich theuer ist also ein Mensch in den Augen meines Heilandes und meines Gottes! und ich, ich sollte den nicht ehren, dem nicht wohlwollen, den nicht herzlich lieben, für den Jesus sein Leben gelassen, für den Gott seinen Sohn dahin gegeben hat? Ja, hier im Abendmahle überzeuge ich mich aufs neue von meiner Pflicht einer allge⸗ meinen Menschenliebe, und wiederhole dazu meine heiligsten Gelübde. Bei dem Brode, von dem ich in Gesellschaft mit meinen vornehmen und niedrigen, mit meinen reichen und armen Neben⸗ menschen esse; bei dem Freundschafts⸗ becher, aus welchem ich mit ihnen allen trinkez bei diesem Ehren⸗ und Freu⸗ denmahle des Menschengeschlechts, zu dem ich geladen werde, bei dem Leibe und Blute meines Bruders und Herrn, gelobe und schwöre ich:„Neid, und „Groll, und Haß, und Lieblosigkeit „sollen meine ärgsten Feinde; jeder „Mensch, auch der niedrigste Knecht, „auch mein ärgster Feind, soll ein „Gegenstand meines Wohlwollens; „Andern Vergnügen machen und Wohl⸗ „thun soll meine Freude seyn!“ 4. Gebete für die, welche zum heiligen b. Selbstprüfung vor dem e Mense nusse des heiligen Abendmiss Eirß Dies soll die Absicht, dies sussd Leide Nutzen, dies sollen die Gesinnusten Fur und die Gemüthsfassung seyn, nhille? und weswegen ich mich bei deme Bemüh. des Herrn für seinen Jünger und sumer me folger erkläre, und durch diese hisumer sel Handlung es jedermann sage, dissh mich e mich glücklich schätze, Gemeinschissthein Verh ihm zu haben, und sein Verehrn sd dem Erlöster, sein Unterthan zu seyn, Asrichten? habe ich diese Absicht wirklich! Asatlichste ich die Eigenschaften an mir, dienishhristen. Christen haben müssen?— Hahsr: We Jesum Christum für denjenigen Asir verläu wirklich ist? Verehre ich ihn allin Kreuz Sohn und Gesandten Gottes, Asch. Ei Herrn und König der Welt? Wihligeben,! was er zum Besten der Menshusach getha than und gelitten hat, und enssh daß il ich den Werth seiner großmilh I r ü alles für uns aufopfernden Ri e Bote ich eine hinlängliche, eine Rl Ein Besserung und Beruhigung hiashsts Chr liche Erkenntniß von der Lehrhlum, d vom Himmel gebracht und unsustdStand seine Boten kund gemacht, mͤstustineré den Regeln des Verhaltens, dit uise soll au vorgeschrieben hat? Halte ihlendelt ha Lehre für wahr und göttlich? EIsisnnung diese Vorschriften als Gesetze au, Hein Verl ich allen Gehorsam schuldig binksin Verh lasse ich mich auf seine Verheisessu? Kön als auf Zusagen Gottes, die ms Wlemert möglich läuschen können EhnAsubemerkt also mit wahrem Glauben, mülssn und festen Zutrauen, daß ich unter ssh richti Anführung und in seiner Masiß ich n nicht irre gehen, und des Zielb deͤsshichte er kommenheit nicht verfehlen kunssht hätte Bin ich durch Jesum wirkihhsh ehr geworden? Genieße ich wirllihh sahte? nigstens dem Anfange nach, dusen 0 heit, die er den Menschen zu vent— Ch in die Welt gekommen ist? Bin isshen Va von dem heidnischen Aberglaubat von der jüdischen Aengstlichkeit, in. Utert auf Religionssachen und gotteidt anane liche Gebräuche? frei von allenhhh aen k schen Gesinnungen gegen Gott, un n ind allen feindseligen Gesinnungen gisen un Abendmahl gehen wollen. Ie Menschen? frei von der Herrschaft er Sünde und des Lasters? von der hrannei unordentlicher Begierden t, dies sollund Leidenschaften? von der sklavi⸗ ie Gesinnusßen Furcht vor dem Tode und der ng seyn, Hhille?* bei dem Bemühe ich mich insbesondere, um inger und rch dieseh in sage, di hemeinsches er Mensch t, 5 n großmulh ben Liebelh „eine R higung Kassh der Lehrz yt und unn macht, iltens, die gn ttes, die mi sen?* lauben, 0 hin richtigen Schluß daraus ziehen, aß ich mir die Person, deren Ge⸗ Mhichte er gelesen, zum Muster vorge⸗ sc hätte, und daß sich eine merk⸗ sahlsche Aehnlichkeit zwischen ihr und mir igte? % Bin ich so gegen Gott gesinnt, wie Aus Christus gegen seinen himmli⸗ hen Vater gesinnt war? Wird mein aldez von den Empfindungen der Ehr⸗ Mllucht, der Liebe, des Gehorsams, der AWlatererfung, der Dankbarkeit, des luldenrauens gegen dieses erhabenste gen Gotl HBesen belebt, wie Jesus zu allen Zei⸗ nnungen esn und unter allen Umständen seinen 289 Vater verehrte? Ziehe ich, gleich ihm, seine Gunst und sein Woͤhlgefallen allen Gütern und Freuden dieser Erde, dem Beifalle der ganzen Welt vor? Ist es mir, gleich ihm, vornehmlich darum zu thuͤn, seinen Willen zu er⸗ füllen, die Absichten, weswegen er mich auf den Erdboden und in den Stand, worin ich mich befinde, gesetzt hat, zu erreichen; die Gaben und Kräfte, die er mir verliehen, auf die nützlichste Art anzuwenden, und seine Ehre durch ein heiliges Leben zu be⸗ fördern? Richte ich, wie mein Hei⸗ land that, meine Gedanken und mein Herz auf Gott, um ihm alles Gute, als unverdiente Wohlthaten, zu ver⸗ danken, und alles Böse, als weise, gütige Schickungen seiner Vorsehung, von seiner väterlichen Hand anzuneh⸗ men? Finde ich, gleich meinem Hei⸗ lande, ein inniges Vergnügen daran, mich mit meinem Geiste zu ihm zu erheben; mich mit seiner Anbetung und Lobpreisung zu beschäftigen; ihn öffentlich und gemeinschaftlich mit mei⸗ nen Brüdern zu verehren, und durch dies alles Gemeinschaft mit ihm zu haben, und mich seiner nähern Ge⸗ meinschaft immer fähiger zu machen? Bin ich ferner so gegen meine Ne⸗ benmenschen gesinnt, wie Jesus gegen die Menschen gesinnt war? Verhalte ich mich so gegen sie, wie er sich gegen sie verhielt? Er liebte sie alle als seine Brüder, als Kinder seines Va⸗ ters, und schloß selbst seine Feinde und Verfolger nicht von seiner Liebe aus. Er suchte ihnen allen nützlich zu werden, that gerne allen Gutes, und ließ sich auch durch ihren größten Undank nicht abhalten, solches zu thun. Er war gegen jedermann gerecht, billig, freundlich, gütig, herablassend; bewies sich gegen alle demüthig, sanft⸗ müthig, geduldig, versöhnlich; ob er gleich die größten Vorzüge vor allen besaß, und niemanden die geringste Ursache gegeben hatte, ihn zu belei⸗ digen, oder ihm mit Verachtung zu begegnen. Nie vergalt er Böses mit Bösem, oder Scheltworte mit Schelt⸗ worten; nie rächte er sich selbst, ob er 19 290 4. Gebete für die, welche zum heiligen gleich die Macht dazu in Händen hatte, wissen und meiner Pflicht aufzuchsnsisg ben und das Unrecht allemal ganz allein auf der Seite seiner Beleidiger war. Enthaltsamkeit, Selbstverleugnung, Aufopferung, Leiden, Reden, Thun, alles war dem Besten seiner Brüder, dem Heile der Menschen, gewidmet. Ist dies auch die Art, wie ich alle meine Nebenmenschen ansehe; wie ich e liebe, wie ich mit ihnen umgehe, wie ch ihre zeitliche und geistliche Glückselig⸗ keit suche und befördere? Sind dies die Regeln, denen ich in meinem Ver⸗ halten gegen sie folge, ich mag es mit Niedrigen oder mit Vornehmen, mit Armen oder mit Reichen, mit Klugen oder Einfältigen, mit Fein⸗ den oder mit Freunden zu thun ha⸗ ben? Denke und empfinde, und ar⸗ beite und lebe ich eben sowohl und noch mehr für Andere, als für mich selbst? Welche Vortheile, welche Ver⸗ gnügungen, welche Bequemlichkeiten opfere ich ihnen wohl auf?— Strebe ich wenigstens ernstlich und unablässig darnach, mir diesen demüthigen, ver⸗ söhnlichen, gemeinnützigen, großmü⸗ thigen Sinn Jesu recht zu eigen zu machen, und darin meine Ehre und Glückseligkeit zu suchen, wenn ihn auch alle Welt für Schwachheit, für Nie⸗ derträchtigkeit, für Mangel des Muths und der Empfindlichkeit halten sollte? Bin ich endlich so gegen die gegen⸗ wärtigen und zukünftigen Dinge ge⸗ sinnet, wie Jesus Christus gesinnet war? Beurtheile ich die Güter, die Vorzüge, die Vergnügungen der Erde so, wie er sie beurtheilte? Halte ich sie, gleich ihm, für Dinge, die keinen großen Werth haben, deren Besitz wir nie zum letzten Zieie unseres Be⸗ strebens allein machen, die wir nicht als Endzwecke, sondern als Mittel, unsre Kräfte und unsre Tugend zu üben und andern wohlzuthun, schätzen und lieben dürfen? Suche ich in dem Besitze und in dem Genusse dieser Dinge eben so wenig meine ganze, böchste Glückseligkeit, als er sie darin suchte? Bin ich, gleich ihm, bereit, alle diese Dinge, ja mein Leben selbst, fahren zu lassen, und sie meinem Ge⸗ ö wenn ich sie nicht behalten kann, Ihssie er, ge diese zu verletzen? Wollte ich stie er, z noch so arm, noch so verachtat, Hame, de den Augen der Welt noch so alhlennt; d seyn, als daß ich vorsätzlich Msm werd thun, und die Gesetze meines Gahsorzüge u übertreten sollte? Suche ich hinhmssichis helf in der Erkenntniß der Wahrheit, Ain, ich bi der Ausübung der Tugend, in chnsiin der Vo frommen, wohlthätigen, gemeimnih ginnung gen Leben meinen größten Gahlhlfernt. und meine ganze Ehre, wenn ich gloich bei de vor der Welt unbekannt und nahlat Heuch gegchtet und unbelohnt bleibe? Aslheben; währet mir jeder Sieg, den ich Aasti Zuvers mich selbst erhalte; jede gute sthsen, d die ich verrichte; jeder Schritt, Wsen verhef durch ich mich der christlichen Wsh bon a kommenheit nähere, mehr wahrtz dushäftigune gnügen, als der glückliche Fonhmsholt, meit meiner irdischen Geschäfte?— Bassslwerden; ich mich, gleich meinem Erlösn, Astehle mei einen Gast und Fremdling hitn Ashigen zur Erden, der seine höhere Beslimmeh hen, un stets vor Augen hat, nach dem iuübung seines Vaters eilet, und schon mit seinen vornehmsten Gedankansh Begierden da ist, wo er ewig Is gedenket? Sind Tod, Gericht Ewigkeit, sind die Schicksale, der zukünftigen Welt auf mich ain ten, meinem Geiste oft nun, und gewöyne ich mich daran, siel zu denken, zu urtheilen, zu handih wie ich dereinst wünschen werde, 96 bann geurtheilt und gehondih is der aben? ö Ach, welche wichtige, viel uiles Lro fassende Fragen! wie kann iih ush mit g Ueberzeugung und Beruhigung uud Ci auf Ja antworten! vielleicht esluch Ch manche darunter noch ganz suun un vielleicht habe ich über manche da Iin noch nie ernstlich nachgedachtl R ges. doch ist keine einzige darunter mi büenn thig. So soll, so muß ich seyn, u Iun ich ein Christ feyn, wenn ich mihh— hn dem Genusse des heiligen Abendrul Wsi meines Gottes und meines Elhs seine dankbar freuen will. Denn werchhshahge Sinn nicht hat, der ist nicht sin M 1 Wer sich nicht aufrichtig und umahsaimher Um 2 herr, H , gedu deue! de Rgiebst kunde: d un wah aufzuohsslisig bemühet, in allen Stücken so, en kann, ihsdie er, gesinnet zu seyn, und sich so, ute ich stle er, zu verhalten: dem wird der verachtet, Hame, den er trägt; die Lehre, die er och so aabkennt; das Abendmahl, das er hält: ätzlich Mstin werden alle äußere Merkmale, neines Gaborzüge und Uebungen eines Christen ich hingtaslihts helfen. Ich kann es nicht leug⸗ Bahrheit, Alies, ich bin noch w eit, noch immer weit nd, in asg un der Vollkommenheit die er Christen⸗ gemeimihlsnnung und dieses Christenwandels ßten Gialatfernt. Was will ich also thun? Um wenn ich gh ich bei dem heiligen Abe idmahle nicht t und znnit Heuchelei für einen Christen aus⸗ bleibe? Alheben; um mich da mit gegründe⸗ den ich iuste Zuversicht der Seligkeiten zu ge⸗ e gute d östen, die mir mein Gott durch Je⸗ Schritt, Asun verheißen und bereitet hat, will istlichen M. von aun an meine tägliche Be⸗ or wahrtsdulhäftigung daraus machen, meinem iche Fonnott, meinem Erlöser immer ähnlicher e2— Bohallwerden; und bei dem heiligen Abend⸗ u Erloser, Estuble meine Vorsätze und Entschlie⸗ ling his Altugen zum Guten stärken und befe⸗ e Beslimmh ihen, und mir Gottes Kraft zu ihrer ach dem inWübung erbitten. ind schon 83——— Gedankalüsß Um Vergebung der Sünden. rewig z sn „ Gericht u herr, Herr Gott, barmherzig, gnä⸗ icksale, Wösth, geduldig, von großer Güte und auf mich uu Reue! der du Gnade beweisest, und t gegenwäß Agiebst Missethat, Uebertretung und daran, sehsseünde: dich bete ich an als den eini⸗ u, zu hannthsin wahren und lebendigen Gott, en werde, den Gott und Vater unsers Herrn gehandih sge Christi, und in ihm als den Iater der Barmherzigkeit und den Gott e, viel in lles Trostes demüthigst an. Dir danke Hann ih zish mit gerührtem Herzen für die au⸗ ruhigung lordenklichen Beweise, die du uns ielleicht Rn huich Christum von deiner mehr als ganz sin silerlichen Liebe gegeben hast. Du manche dah ht ihn, deinen Sohn, für uns in die hgedachtl A helt gesandt, auf daß alle, die an darunter unl n glauben, nicht verloren werden, ich sehn, ein ludern das ewige Leben haben. Du enn ich nihälluß ihn für uns in den Tod hinge⸗ en Abendnalsteben, und willst uns mit ihm und neines Gusn seinetwillen alles schenken, was denn wer Ghllt zu unsrer wahren und ewigen ist nicht Mlickseligkeit nöthig haben. Auch mich, * Abendmahl gehen wollen. 1 291 digen hast du zut Erkenntniß dieses großen Heils gebracht. Auch mir bie⸗ test du, auf die billigsten Bedingun⸗ gen, Vergebung der Sünden, Gnade, Leben und Seligkeit an. Auch mir willst du von diesem allen die feier⸗ lichsten Pfänder und Versicherungen mittheilen, wenn ich mit wahrer Buß⸗ fertigkeit, mit lebendigem Glauben, und mit dem aufrichtigen Vorsatze, ein heiliges Leben zu führen, zu dir nahe. O Gott! wie wollte ich dem Verder⸗ ben entrinnen, wenn ich eine solche Seligkeit nicht achtete, wenn ich mich durch diese Beweise deiner Güte nicht zur Buße und zur Dankbarkeit leiten ließe! Nein, ferne sey es von mir, mich eines solchen Verbrechens schul⸗ dig zu machen! Ich empfinde den Werth deiner Gnade. Ich bewundere die Größe deiner Barmherzigkeit und Menschenliebe. Ich wünsche sehnlich an den Früchten der Erlösung, die durch Christum geschehen ist, Theil zu haben, und durch ihn gerecht und selig zu werden. Ich bin willig und bereit, alle Bedingungen, unter wel⸗ chen du mir alle diese unschätzbaren Vortheile anbietest, zu erfüllen. Gott! verzeihe mir, daß ich bisher meinen Verpflichtungen so oft zuwider gehandelt; daß ich mich nicht dank⸗ barer und gehorsamer gegen dich, meinen unendlichen Wohlthäter, be⸗ wiesen habe. Meine Sünden haben mich von dir entfernt; aber siehe, ich komme wieder zu dir, Herr, mein Gott. Mein Herz sagt mir von dei⸗ netwegen: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Ich suͤche es, o Herr! verbirg dein Angesicht nicht vor mir. Deinem Dienste, o Gott, und dem Gehorsam deiner Gebote soll mein ganzes übri⸗ ges Leben gewidmet seyn. Ich ent⸗ sage in deiner Gegenwart allen Sün⸗ den, und dein heiliger Wille soll von nun an die einzige Richtschnur mei⸗ nes Verhaltens seyn. Auch schenke mir selber Kraft und Stärke, mein Ge⸗ lübde zu erfüllen! Laß die Betrach⸗ tung deiner unendlichen Liebe; laß den Genuß der Pfänder derselben, ig und um humherziger Gott, auch mich Unwür⸗ die ich an dem Tische meines Herrn 19⁴ empfangen werde; laß die Hoffnung der zukünstigen Herrlichkeit, die du mir vorhältst, so gesegnete Eindrücke auf mich machen, daß ich alle Ver⸗ suchungen zum Bösen mit neuem Muthe bestreite, alle Pflichten meines himmlischen Berufs mit neuer Sorg⸗ falt erfülle, und dir bis in den Tod getreu bleibe. Amen. d. Vor dem Gebrauch des hei— ligen Abendmahls. Göttlicher Erlöser, Herr Jesu Christ! du hast ein Gedächtniß der Wunder deiner Liebe gestiftet. Nur wenige Stunden vor deinem Leiden setztest du das heilige Abendmahl zum Troste deiner Verehrer, und zur Stärkung ihres Glaubens ein: und du lässest mich auch noch jetzt einladen, diese feierliche Handlung gemeinschaftlich mit meinen Nebenchristen zu begehen. Wie glücklich bin ich, o Herr, daß ich dich, den einigen und vollkomm⸗ nen Mittler zwischen Gott und Men⸗ schen, daß ich deine Lehre und dein Heil kenne; daß ich dich meinen Herrn und Erlöser nennen, mich deiner seli⸗ gen Gemeinschaft rühmen, und zu deinen Erlös'ten und Freunden zählen darf! O, wie viel habe ich dir, mei⸗ nem Heilande, zu dankeni Wie un⸗ wissend, wie verderbt, wie trostlos, wie elend würde ich ohne dich und deine Gnade seyn! Wie unerträglich würde mir die Last meiner Sünden, wie fürchterlich die Erwartung der damit verdienten Strafen, wie schreck⸗ lich der Anblick des Todes und des Grabes seyn, wenn du uns nicht selbst den gnädigen Willen Gottes bekannt gemacht, wenn du dich nicht zum Opfer für unsre Sünden dahingege⸗ ben, und uns durch deinen Tod Gnaͤde, Leben und ewige Seligkeit erworben hättest! Ja, alles Licht, das mich erleuchtet; aller Trost, der mich er⸗ quicket; alle Hoffnung, die mich bele⸗ bet, sind Geschenke deiner unverdien⸗ ten Liebe. Wie theuer soll mir denn nicht dein Gedächtniß seyn! Würde 292 Gebete nach dem heiligen Abendmahle. ich nicht der Undankbarste, der u aters ut derträchtigste unter allen Sterbli o habe seyn, wenn ich dein vergäße, i ünger v ich mit Kaltsinnigkeit und Gleich llobten tigkeit an dich gedächte; wenn icht 1 meine weigerte, dir die Ehre und den Y e beide zu geben, die dir gebühren? N hisen. göttlicher Erlöser! ich folge Wsfichtung liebreichen Einladung mit Bäulsglücklie und mit Freude. Ich komme, diese öffentlich für deinen Jünger undi Rese Verß ehrer zu bekennen, und es jedem Ine Vera zu sagen, daß ich es für mein gsiht wür tes Glück und meinen höchsten Mspenn ich halte, dein zu seyn. Ich kommi yenn ich ein mühseliger und beladener Sishewohnh Ruhe für meine Seele zu suchenn mslich ergreife mit bußfertigem Glauhnn lüge und Gnade, die du mir anbietest, uisis ich es große Heil, das du gestiftet hast, Auürde ich komme, dir für dein Leiden und Asetligkeite ben feierlich zu danken, mich dässesze, ver Eigenthum aufzuopfern, und dussiß um se ligen Vorsatz zu erneuern, niglusstt! laß mir selber, sondern nur dir zush der du für mich gestorben und standen bist. Ich komme, meiht meinschaft mit allen Gläubigt unterhalten, und mich aufs na einer aufrichtigen und brüdals 3. Den Liebe gegen sie und alle Mensche verpflichten. O Herr, laß meinh haben gesegnet seyn! Erlauben Nun 9 daß ich blos mit den Lippen Achat, m nahe, aber mit dem Herzen femss, wie h dir sey. Sende mir dein Lichhashesundhe deinen Geist, und laß den Geduus dank sey daß du Herzen und Nieren zustit nie 9 alle Falschheit und Verstellung n au meiner Seele vertreiben. LaßIstast der die Wunder deiner Barmherzihlhuträglid bedenken, daß Glaube, Liebe undistiese Ver⸗ nung dadurch in mir gestärkt, ulsten lasse auf das kräftigste bewogen wadistig klag Versprechungen, die ich dir thue, nuPas ka verbrüchlicher Treue zu halten. Y aufz e. Nach dem heiligen Wassi gele mahle. hen, So habe ich mich denn fülounte. dem Dienste Gottes, meines gushisimals 5. Gebete für Kranke und bei Sterbenden. rste, der Aggters und Wohlthäters, gewidmet. en Sterbohlzo habe ich mich verpflichter, als ein ergäße, Aginger und Nachfolger meines hoch⸗ ind Gliichlobten Erlösers zu leben, und ihn wenn ichinit meinem Geiste und meinem Leibe, und den Ahie beide sein Eigenthum sind, zu hren? Alisen. Wie heilig sind diese Ver⸗ dfolge Afichtungen! Wie undankbar, wie mit Biss Uglücklich würde ich nicht sehn, wenn komme, ih diese Zusagen vergäße, wenn ich inger undehssse Versprechungen nicht hielte! Welch „es jedemsne Verantwortung, welch ein Ge⸗ für mein gsucht würde ich zu erwarten haben, chöchsten Mszenn ich nun noch der Sünde diente; ch kommu stenn ich nicht alle Fehler, alle böse udener Slͤshewobnheiten, die ich an mir habe, zu suchen, nstlich bestritte: wenn ich eben so m Glauballräge und nachlässig im Guten wäre, bietest, uhlsis ich es ehemals gewesen bin! So liftet hast, Muürde ich mich ja aller Vorrechte und eiden undeseligkeiten, die ich als ein Christ „ mich dshetze, verlustig, und meine Verdamm⸗ n, und dassaß um so viel schwerer machen. Ach ern, nichtuͤshott! icht au daß ich so un⸗ ur dir Iuh htt! laß es nicht zu, daß ich si 293 dankbar gegen dich, und so feindselig gegen mich selbst handle. Sey du in meiner Schwachheit mächtig. Befe⸗ stige meine guten Entschließungen, und verleihe mir Gnade, an der Ausfüh⸗ rung derselben unverzüglich und uner⸗ müdet zu arbeiten. Schenke mir neue Kraft deines Geistes, und leite mich durch ihn zu allen Tugenden, damit ich meine Heiligung treu und redlich vollende. Bewaͤhre mich vor allzuge⸗ fährlichen Versuchungen; stärke mich, allen Reizungen zum Bösen zeitig zu widerstehen, und laß mich die ewige Seligkeit, zu welcher du mich durch Chrisium berufen und erlöset hast, nie aus den Augen verlieren. So werde ich den guten Kampf kämpfen, den Glauben behalten, und meinen Lauf glücklich vollenden. So werde ich dereinst die Krone der Gerechtigkeit aus deiner Hand empfangen, und dir Lob und Ehre bringen in Ewig⸗ keit. Amen. rben und Gläubign ch aufs nd br le Menstal Demüthigung vor Gott in „laß manl Krankheit. Erlauben Nun erfahre auch ich es in der n Lippen chat, mein Gott! was der Mensch uhl, wie hinfällig und wie leicht seine Ulhesundheit und Kraft dahin ist! aber 5den Geduldank sey dir, daß ich weiß: du kön⸗ Nieren hlllest nie deinen schwachen Geschöpfen Verstellund— auflegen, du habest auch jede iben. Laß „Liebe undilslese Veränderung mir zum Besten die⸗ gestärkt, lsten lassen. Was sollt ich also unru⸗ vogen werdisl klagen oder ängstlich sorgen? dir thue, uPas kann ich besseres thun, als zu u halten, Mltt aufzusehen, dem Gott, der da ülft, und der es nie böse meinen ann. Du hast mich bisher so väter⸗ ligen Aba lh geleitet, mir so manche Freude E. —ñß7 heschenket, und mehr Gutes an mir ethan, als ich bitten und verstehen ha denn flh bunte. Auch mit alle dem, was mir meines gulhlimals Leid, Unruhe oder Schmerz Iast der Krankheit gemäßiget, daß sie zarmherzihlhlumäglich sey, und du werdest auch 5) Gebete fuͤr Kranke und bei Sterbenden. verursachet hat, hast du es immer weislich gewendet. Gott, das alles erkennet meine Seele wohl! Ich bin zu geringe aller deiner Barmherzig⸗ keit, und meine Seele ist stille zu dir, ohne dessen Willen und Leitung mir nichts begegnen kann! Auch das wirst du wohl machen. Stärke mich in die⸗ sem dankbaren, dir ergebenen und ver⸗ trauenden Sinn. Füge sonst es mit der Dauer und mit dem Ausgang meiner Krankheit, wie es dein väter⸗ licher Wille ist. Ich weiß nicht, wel⸗ ches besser für mich und meine Ver⸗ bindung in der Welt seyn möchte, ein langes oder kurzes Krankenlager, das Leben oder der Tod. Wähle du für mich! Auf dich traue ich! Nur lehre mich in meiner vielleicht noch ganz kurzen Lebenszeit, meine Seligkeit mit ganzem Ernst schaffen. Wie ich diese Zeit bisher angewendet habe; wie ich mit den mir verliehenen Kräften und Gelegenheiten zum Guten umgegan⸗ 29⁴ 5. Gebete für Kranke und bei Sterbenden. gen bin; wie ich gegen alle meine Rebenmenschen gesinnet gewesen binz wie ich mein Herz und mein Leben rein von lasterhaften Neigungen und Gewohnheiien zu bewahren gesucht habe; wie werth mir die Religion gewesen, und wie treu ich in ihrer Erkenntniß und Uebung gewesen bin; das ist die ernstliche Ueberlegung, die ich jetzt anzustellen habe. Gieb, daß ich sie weder scheuen noch leichtsinnig damit zu Ende eilen, und mir die Tröstungen des Evangelii Jesu Christi fälschlich zueignen möge. Auch für mich ist freilich bei dir viel Verge⸗ bung; auch mir willst du Barmher⸗ zigkeit wiederfahren lassen. Es ist doch aber auch gar zu gewiß, daß ich mit den Gesinnungen, die ich mit mir aus dieser Welt nehme, in der zu⸗ künftigen fortleben werde, und wie meine Aussaat ist, so auch die Erndte für mich seyn wird. Stets sey mir also der Zuruf Jesu Christi exinner⸗ lich: Selig sind, die reines Herzens sind, die Friedfertigen, die Sah müthigen, die ein aufrichtiges AHW langen haben, gut zu seyn, und nach der Gerechtigkeit hungem z dürsten! Das erwecke mich, mein i von allem dem loszureißen, 0 noch an das Irdische fesselt, noß viel Gutes zu thun, als ich kann, allen um mich her durch Ga durch Ergebung in deinen Wilh durch frohe Erwartung des Zulh tigen erbaulich zu werden. du tröste mich, o Gott, deine dh dann sey mir die Nacht des Guh nicht fürchterlich; dann laß mihh der ruhigen, freudigen Gesinnih beharren. Herr, ich warte auf ii Heil! Amen. b. Gebet bei Sterbenden, Siehe in diesem Gesangbuche dabdh Nr. 588, wo auch noch mehrgh Gebete für Kranke von Nu bis Nr. 587 anzutreffen sind. Morg a. Lã b. Ki c. An d. Ni 9Abend 8 di Tägli . „die Su frichtiges AA seyn, Und! hungern ich, mein gz ißen, wai esselt, noh ich kann, zurch Gehih einen Wilh 3 des Zulh rden. D deine dh ht des Guh n laß mic en Gesinnih warte auf in terbendes gbuche dallh noch mehr gh von Ni. A. effen sind, Verzeichniß der Gebete. L Morgengebete. Seite a. Längere Morgen-Andachhhhrt. 27⁰ b. Kürzeres Morgengebet e. An Sonn⸗ und Festtagen, bei dem Morgengebete hinzuzufügen 272 d. Nöthige Entschließungen am Morgeen 27²2 Abendgebete. u. Längere Abend⸗Andachhit 7⁴ b. Kürzeres Abendgebeld. 27⁵ Tägliche Erweckung zum frommen Sinn und Wandel vor Gott. a. Vertrauen auf Gott, und rechtmäßige Gesinnung gegen ihn. 276 b. Demuthsübung.„ 27⁷ c. Um Keuschbeit und Mäßigkeikt 278 d. Um brüderliche Liebe, Mitfreude und Mitleidd. 279 e. Um Nachsicht, Sanftmuth, Leutseligkeit und Langmuth. 280 f. Um christliche Gefälligkeit und Freundschaf.281 g. Um christliche Liebe gegen Freindddd- h. Um Heiligkeit der Reden und des Betragenss. 282 i. Um christlichen Gebrauch der Vergehungen, Thorheiten und Laster unsrer Nebenmenscheneeen 28² k. Um christlichen Gebrauch der Zeit, Kräfte und Gaben Gottes 283 I. Aufmunterung zu solchem Wandel vor Gote 28⁴ Gebete für die, welche zum heiligen Abendmahle gehen wollen. a. Nachdenken über den Zweck und den Nutzen des heiligen Abend⸗ mahl 2865 b. Selbstprüfung vor dem Genusse des heiligen Abendmahls.. 285 c. Um Vergebung der Sünden 291 d. Vor dem Gebrauche des heiligen Abendmahhls.. 292 e. Nach dem heiligen Abendmahhllle 2092 Gebete für Kranke und bei Sterbenden. a. Demüthigung vor Gott in Krankheitttt. 293 b. Gebet bei Sterbenddden 294 Im 1. Evang D² sie kan Delberg, wei, ur iin in de ind bald setzten ih breitete die and Bäumen Im 1. Sonntage des Advents. Evangelium, Matth. 21, 1⸗9. D² sie nun nabe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage an den delberg, sandte Jesus seiner Jünger wei, Und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin fin⸗ den, angebunden, und ein Füllen bei hrz löset sie auf, und führet sie zu nir. Und so euch Jemand etwas vird sagen; so sprecht: Der Herr be⸗ darf ihrer; so bald wird er sie euch lasen. Das geschah aber alles, auf duß erfüllet würde, das gesagt ist durch en Propheten, der da spricht: Saget Ur Tochter Zions: Siehe, dein Kö⸗ ug kommt zu dir sanftmüthig, und nitet auf einem Esel, und auf einem güllen der lastbaren Eselin. Die Jün⸗ ger gingen hin, und thaten, was hnen Jesus befohlen hatte; und krachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider darauf, und setten ihn darauf. Aber vieles Volk breitete die Kleider auf den Weg; nie andern hieben Zweige von den Bäumen und streueten sie auf den Veg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Ho⸗ sanna, dem Sohne Darids; gelobt sey, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Epistel, Röm. 13, 11⸗14. Evangelien und Episteln auf alle Sonn⸗ und Festtage. Laßt uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid; sondern ziehet an den Herrn Jesum Christum, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Am 2. Sonntage des Advents. Evangelium, Luc. 21, 25⸗36. Fesus sprach zu seinen Jüngern: V Es werden Zeichen geschehen an der Sonne, und Mond, und Ster⸗ nen; und auf Erden wird den Leuten bange seyn, und werden zagen, und das Meer und die Wasserwogen wer⸗ den brausen, und die Menschen wer⸗ den verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die da kom⸗ men sollen auf Erden, denn auch der Himmel Kräfte sich bewegen wer⸗ den. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herr⸗ lichkeit. Wann aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure Häupter auf, darum, daß sich eure Erlösung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume. Wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr es an ihnen, und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes eben Brüder: weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlafe(sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir es glaubten); die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbei gekommen; so lafßt uns ablegen die Werke der Finsterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. (Ev. Auth.) nahe ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung und komme dieser 84. schnell über 2 wohnen. So seyd nun wacker allezeit, und betet, daß ihr wuͤrdig werden möget, zu entfliehen diesem Allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Epistel, Röm. 16, 4⸗15. .7 Bruͤder: Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoff⸗ nung haben. Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seyd unter einander nach Jesu Christo. Auf daß ihr ein⸗ müthiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herrn Jesu Christi. arum nehmet euch unter einander auf, gleichwie euch Cyristus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Chri⸗ stus sey ein Diener gewesen der Be⸗ schneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestaͤtigen die Verheißung den Vaͤtern geschehen. Daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzig⸗ keit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden, und deinem Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiden mit seinem Volk. Und aber⸗ mal: zobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Voͤlker. Und abermal spricht Esaias: Es wird seyn die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird zu herrschen uͤber die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Friede im Glau⸗ ben, daß ihr voͤllige Hoffnung habet durch die Kraft des heiligen Geistes Am 2., 3. und 4. Sonntage des Advents. euch: Denn wie ein Fallstrick wird er Blinden sehen und die Lahmen gehn kommen uͤber Alle, die auf Erden die Aussaͤtzigen werden rein, undi Tauben hoͤren, die Todten stehen au⸗ und den Armen wird das Evangelsi gepredigt. Und selig ist, der sich nit an mir aͤrgert. Da die hingingg fing Jesus an zu reden zu dem Y von Johannes: Was seyd ihr hinaig gegangen in die Wuͤste zu sehmm Wolltet ihr ein Rohr sehen, das Wind hin und her wehet? Oder i seyd ihr hinausgegangen zu seh Wolltet ihr einen Menschen in wash Kleidern sehen? Siehe, die da wih Kleider tragen, sind in der Konh Haͤusern. Oder was sevd ihr hinni gegangen zu sehen? Wolltet ihr ain Propheten sehen? Ja, ich sage uh, der auch mehr ist, denn ein Propst Denn dieser ist es, von dem geschrihe stehet: Siehe ich sende meinen E vor dir her, der deinen Weg vor il bereiten soll. Epistel, 1 Cor. 4, 1⸗6, Dorn halte uns Jedermann, n lich fuͤr Christi Diener A Haushalter uͤber Gottes Geheimnss Nun sucht man nicht mehr an Haushaltern, denn daß sie treh ih funden werden. Mir aber ist ei Geringes, daß ich von euch gersl werde, oder von einem menschlihh Tage; auch richte ich mich selbst aih Ich bin mir wohl nichts bewußt, ah darinnen bin ich nicht gerechtfertiih der Herr ist es aber, der mich richl Darum richtet nicht vor der Zeit, U der Herr komme, welcher auch ui ans Licht bringen, was im Finsi verborgen ist, und den Rath der in zen offenbaren; alsdann wird en Jeglichen von Gott Lob wiederfahnn, Am 3. Sonntage des Advents. Evangelium, Matth. 11, 2⸗10. a aber Johannes im Gefaͤngniß die Werke Christi hoͤrte, sandte er seiner Jünger zwei, und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin, und saget Johannes wie⸗ der, was ihr sehet und hoͤret; die Am 4. Sonntage des Adoalh Evangelium, Joh. 1, 19⸗ U dies ist das Zeugniß Johann da die Juden sandten von salem Priester und Leviten, daß f ihn fragten;: Wer bist du? Und g bekannte, und leugnete nicht: mdt bekannte: Ich bin nicht gunn Und sie fragten ihn: Was 910 Bist du Elias? Er sprach: Ich b nicht. er antwe sie zu ihn hir Antt Hesandt! Air selbst Stimme Richtet d Rophet esandt! Narsaier brachen denn, so Ulias, ne autwortet nufe mit inter eut Ennet. Ummen! hesen ist, daß ich Des gese s Jord Epi ieben B Herr ö las t lasset her Herr üudern i lung 0 ügung v er Friedg Eenn alle herzen u Am Evang C᷑ bege lue é ausging, uude. — ihmen gehnn rein, und i n stehen au Evangelsh der sich nit ie hingingn zu dem V d ihr hinah e zu sehnh hen, das 6 2 Oder u en zu sehnl hen in wath die da wah n der Koih od ihr hinaß ltet ihr ain ich sage ch, ein Prophi. em geschrits meinen Gl Weg vor il 1,„ 1 26, rmann, u Diener u 3 Geheimnss, mehr an n 5 sie treu i ber ist ei euch gershll nmenschuch ich selbst uih bewußt, ain zerechtferthah r mich richl der Zeit, K her auch nih 6 im Finsin Rath der Y an wird einn wiederfahnh, —.. es Advel 1, 19⸗ niß Johanni ten von Jul viten, daß du? Und t nicht; undt g nicht. Bist du ein Prophet? Und i antwortete: Nein. Da sprachen sezu ihm: Was bist du denn? Daß hir Antwort geben denen, die uns gefandt haben: Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: gichtet den Weg des Herrn, wie der Rophet Esaias gesagt hat. Und die kefandt waren, die waren von den hlarisäern, und fragten ihn und hrachen zu ihm: Warum taufest du senn, so du nicht Christus bist, noch klias, noch ein Prophet? Johannes iutwortete ihnen, und sprach: Ich ufe mit Wasser, aber er ist mitten uter euch getreten, den ihr nicht kunet. Der ist es, der nach mir Ummen wird, welcher vor mir ge⸗ hesen ist, deß ich nicht werth bin, uß ich seine Schuhriemen auflöse. dies geschah zu Bethabara, jenseits i Jordans, da Johannes taufte, Epistel, Pbil. 4, 4⸗7. 1 5 Brüder: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermal zhe ich: Freuet euch! Eure Lindig⸗ stlasset kund seyn allen Menschen. ber Herr ist nahe! Sorget nichts; ündern in allen Dingen lasset eure Atte im Gebet und Flehen mit Dank⸗ sgung vor Gott kund werden. Und ur Friede Gottes, welcher böher ist, enn alle Vernunft, bewahre eure herzen und Sinne in Christo Jesu. Am heiligen Christtage. Evangelium, Luc. 2, 1⸗14. Ee begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiser Augusto uusging, daß alle Welt geschätzet hrde. Und diese Schatzung war e allererste, und geschah zu der git, da Cyrenius Landpfleger in eyrien war. Und Jedermann ging, uh er sich schätzen ließe, ein Jeg⸗ lcher in seine Stadt. Da machte sch auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das bische Land, zur Stadt Davids, icht Chrisi siie da heißet Bethlehem, darum, daß von dem Hause und Geschlechte rach: dch be danids war; auf daß er sich schäten Am 1. und 2. heiligen Christtage. ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonsi keinen Raum in der Herberge. Und es wa⸗ ren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hü⸗ teten des Nachts ihre Heerde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkün⸗ dige euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, wel⸗ cher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen, ihr werder finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himm⸗ lischen Heerschagren, die lobten Gott und sprachen: Ehre sey Gott in der Höhe und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen. Epistel, Tit. 2, 11⸗14. E ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und züch⸗ tiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen, und die welt⸗ lichen Lüste und züchtig, gerecht und gottseelig leben in dieser Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des gro⸗ ßen Gottes, und unsers Heilandes Jesu Christi. Der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns eilösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. Am 2 Christtage, oder am Tage St. Stephani. Evangelium, Matth. 23, 34⸗39. Der Herr sprach zu den Phari⸗ säern und Schriftgelehrten und Obersten der Juden: Siehe, ich sende zu euch Propheten, und Weise, und Schriftgelehrte,*.. werdet 4 Am Tage St. Johannis des Evangelisten. ihr etliche toͤdten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geisseln in euren Schulen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß uͤber euch komme alle das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blute an des gerechten Abels, bis auf das Blut Zacharias, Bacha⸗ rias Sohn, welchen ihr getoͤdtet habt zwischen dem Tempel und dem Altar. Wahrlich ich sage euch, daß solches alles wird uber dies Geschlecht kom⸗ men. Jerusalem, Jerusalem, die du toͤdtest die Propheten, und steinigest, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Kuͤch⸗ lein unter ihre Fluͤgel, und ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus soll euch wuͤste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen bis ihr sprecht: Gelobet sey, der da kommt im Namen des Herrn. Lection, Apost. Gesch. 6, 8⸗15 und 7, 55-59. tephanus aber, voll Glauben und Kraͤfte, that Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da standen etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner und der Cyrener, und der Alexanderer und derer, die aus Cicilien und Asien waren, und befragten sich mit Stephano. Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Maͤnner, die sprachen: Wir haben ihn gehoͤrt Laͤsterworte reden wider Mosen und wider Gott. Und bewegten das Volk, und die Aeltesten und die Schriftgelehrten; und traten herzu, und rissen ihn hin, und fuͤhrten ihn vor den Rath; und stellten falsche Zeu⸗ gen dar, die sprachen: Dieser Mensch hoͤret nicht auf zu reden Laͤsterworte wider diese heilige Staͤtte und das Gesetz. Denn wir haben ihn hoͤren sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstoͤren, und aͤndern die Sitten, die uns Moses gegeben hat. Und sie sahen auf ihn Alle, die im Rath saßen, und sahen sein Angesicht, Als er aber voll heiliges Gas sich um, war, sah er auf gen Himmel, Awelchen sahe die Herrlichkeit Gottes, an seine Jesum stehen zur Rechten Gottes, Agen, ur sprach: Siehe, ich sehe den Himsit es, offen, und des Menschen Sohn.desen se Rechten Gottes stehen. Sie sah was sol aber laut, und hielten ihre Ih zu ihm: wie eines Engels Angesicht. zu, und stuͤrmten einmuͤthiglich zullis ich ein, und stießen ihn zur Stadt hinsen? F. und steinigten ihn. Und die Zan ane Rer legten ab ihre Kleider zu den z eines Juünglings, der hieß Salh Dieser 2 sus spra Und steinigten Stephanum, der an dicht/ xů und sprach: Herr Jesu, nimm mih Geist auf! Er knieete aber nih und schrie laut: Herr, behalte ih lleibe, dich an! von dief diese Sünde nicht! Und als en dies gese gesagt, entschlief er. sein Zeu Am Tage St. Johannes— Apostels und Evangelist der Evangelium, Joh. 21, 5en Got: Dẽ sie nun das Mahl guh und sie hatten, spricht Jesus zu eRutter, Petro: Simon Johanna, hi mich lieber, denn mich diese fa Er spricht zu ihm: Ja, Hehhh weißt, daß ich dich lieb habe. E er zu ihm: Weide meine bann Spricht er zum andernmale zu Simon Johanna, hast du mich Er spricht zu ihm: Ja, Herth weißt, daß ich dich lieb habe. E er zu ihm: Weide meine St⸗ Spricht er zum drittenmal zu Simon Johanna, hast du micht Petrus ward traurig, daß er drittenmal zu ihm sagte: Haß mich lieb? Und sprach zu ihmt du weißt alle Dinge, du weißt I, ich dich lieb habe. Spricht Ih ihm: Weide meine Schaafe. Wahrlich, wahrlich, ich sanh Da du jünger warest, guͤrtetest d ine jung nit Broꝛ tränken zurch wi stehen ka daß er wird ihn und wir der Ge selbst, und wandeltest, wo. geredet wolltest; wenn du aber alt se, u wirst du deine Hände ausstreckenes[ Mutter ein Anderer wird dich guͤrten,Hzu eine fuͤhren, wo du nicht hin wills. Uin Isra sagte er aber zu deuten, mit wils widersy Tode er Gott preisen wuͤrde.Schwer da er das gesagt, spricht er u auf daf Folge mir nach. Petrus aber un . heiliges sch um, und sahe den Juͤnger folgen, Diumml, achen Jesus lieb hatte, der auch Gottes, Nan seiner Brust am Abendessen gele⸗ en Gottes gen, und gesagt hatte: Herr, wer he den Him ist es, der dich verraͤth? Da Petrus chen Sohn desen sahe, spricht er zu Zesu: Herr⸗ . Sie scht was soll aber dieser? Jesus spricht en ihre Ih zu ihm: So ich will, daß er bleibe, uͤthiglich zul dis ich komme, was gehet es dich Stadt him an? Folge du mir nach. Da ging Und die Zuine Rede aus unter den Bruͤdern: zu den 5 Dieser Junger stirbet nicht. Und Je⸗ hieß Sal sus sprach nicht zu ihm: Er stirbet mum, der an nicht, sondern: so ich will, daß er „nimm in lleibe, bis ich komme, was gehet es e aber nin dich an? Dies ist der Junger, der „ behalte ih von diesen Dingen zeuget, und hat Und als e. dies geschrieben, und wir wissen, daß sein Zeugniß wahrhaftig ist. Lection Sirach 15, 1⸗8. Seiches thut Niemand, denn der den Herrn fuͤrchtet, und wer sich an Gottes Wort haͤlt, der findet sie. Mahl guh und sie wird ihm begegnen, wie eine Jesus zu eRutter, und wird ihn empfangen, wie anna, hilene junge Braut. Sie wird ihn speisen ich diese Hunit Brod des Verstandes, und wird ihn Ja, Henhtraͤnken mit Wasser der Weisheit. Da⸗ b habe. E kurch wird er stark werden, daß er fest meine Lansiehen kann; und wird sich an sie halten, rnmale zudaß er nicht zu Schanden wird. Sie st du mich.¶ wird ihn erhoͤhen uͤber seinen Naͤchsten, Ja, Hert. und wird ihm seinen Mund aufthun in b habe. Ei meine Sa tenmal zu ast du mich 3, daß aaf sagte: His zu ihn „ du weißl ohannes vangelistn 21, 15½4 mit Freude und Wonne, und mit ewi⸗ gem Namen begaben. Aber die Narren sinden sie nicht, und die Gottlosen köͤnnen sie nicht ersehen. Denn sie ist ferne von den Hoffaͤrtigen, und die Heuchler wissen nichts von ihr. Um Sonnt. nach d. Christtage. Evangelium, Luc. 2, 35⸗10. sein Vater und Mutter wun⸗ derten sich deß, das von Jesu eredet ward, und Simeon segnete se, und sprach zu Maria, seiner Hich guͤrten hin wills.) ten, mit w sen wuͤrde, zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird. Und es wird ein trus aber vn Am Sonnt. n. d. Christtage. Rern Schwerdt durch deine Seele dringen, pricht e auf daß vieler Herzen Gedanken offen⸗ verwahrt, und verschlossen auf den der Gemeinde. Sie wird ihn kroͤnen Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt Am Neujahrstage. 5 bar werden. Und es war eine Prophe⸗ tin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlechte Asser, die war wohl betagt, und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne, nach ihrer Jung⸗ frauschaft, und war nun eine Witwe bei vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbe trat auch hinzu zu derselben Stunde, und pries den Herrn, und redete von ihm zu allen, die auf die Erloͤsung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten, nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder nach Galilaͤam, zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm. Epistel, Galater k, 1⸗7. IIch sage aber: So lange der Erbe J.ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Guͤter; sondern er ist unter den Vormuͤndern und Pflegern, bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefan⸗ gen unter den aͤußerlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfuͤllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe, und unter das Gesetz gethan; auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erloͤsete, daß wir die Kind⸗ schaft empfingen. Weil ihr denn Kin⸗ der seyd, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind es aber Kinder, so sind es auch Erben Gottes durch Christum. Am Neujahrstage. Evangelium, Luc. 2, 21. nd da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten wuͤrde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher ge⸗ nannt war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. Epistel, Gal. 3, 23⸗29. Ebe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz 6 Am Sonnt. n. d. Neuenjahr. Am Fest Epiphaniaͤ. den. Also ist das Gesetz unser Zucht⸗ 35 Erschewung Chrit. Glauben, der da sollte offenbaret wer⸗ meister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht wür⸗ den. Nun aber der Glauben gekom⸗ D men ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seyd alle Got⸗ tes Kinder, durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wie Viele eurer getauft sind, die haben Chri⸗ stum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seyd allzumal einer in Christo Jesu. Seyd ihr aber Christi, so seyd ihr ja Abrahams Saa⸗ men, und nach der Verheißung Erben. Am Sonntage n. d. Neuenjahr. Evangelium, Matth. 2, 13.15. De die Weisen aus Morgenland aber hinweg gezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traume, und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und fliehe nach Egyptenland, und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhan⸗ den, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen. Und er stand auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht, und entwich nach Egyptenland. Und blieb allda bis nach dem Tode Hero⸗ des. Auf daß erfüllet würde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. Epistel, Tit. 3, 4=⸗7. a aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes unsers Heilandes, nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barm⸗ herzigkeit, machet er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Er⸗ neuerung des heiligen Geistes, wel⸗ chen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum un⸗ sern Heiland, auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seyn des ewigen Lebens nach der Hoffnung, das ist je gewißlich wahr. Evangelium, Matth. 2, 1⸗ a Jesus geboren war zu v. lehem im jüdischen Lande, Zeit des Königs Herodes, siehe, kamen die Weisen vom Morgenlh gen Jerusalem, und sprachen: M der neugeborene König der Jut Wir haben seinen Stern gesehen Morgenlande, und sind gekomgh ihn anzubeten. Da das der R Herodes hörte, erschrack er, und. ihm das ganze Jerusalem. Und versammeln alle Hohepriester Schriftgelehrten unter dem Voll erforschte von ihnen, wo Chih sollte geboren werden. Und sie sh ihm: Zu Bethlehem im jüdischenh de; denn also stehet geschriebengg den Propheten: Und du Bethleheut jüdischen Lande, bist mit nichtu kleinste unter den Fürsten Judaz y aus dir soll mir kommen der Hah der über mein Volk Israel eins sey. Da berief Herodes die A heimlich und erlernte mit Fleish ihnen, wann der Stern erschih wäre. Und wies sie gen Beihlig und sprach: Ziehet hin, und soss fleißig nach dem Kindlein, und g ihr es findet, so sagt mir es wil daß ich auch komme, und es aulh Als sie nun den König gehört hahh zogen sie hin. Und siehe, der Sih den sie im Morgenlande gesehenhh ten, ging vor ihnen hin, bis dish kam, und stand oben über, dan Kindlein war. Da sie den Stemsah⸗ wurden sie hoch erfreuet; und gilh in das Haus und fanden das L lein mit Maria seiner Mutter, A fielen nieder und beteten es an. N thaten ihre Schätze auf, und schenlh ihm Gold, Weihrauch und Mynht daß sie sich nicht sollten wieder Herodes lenken, und zogen durch eih andern Weg wieder in ihr Land. Lection, Jes. 60, 1⸗6. Mew dich auf, werde Licht, din dein Licht kommt, und die his lichkeit des Herrn gehet auf über di Und Gott befahl ihnen im Tah ih Oenn si Erdreich Aber üb und sein dir. Und Licht wa lanz, deine Ar diese all Deine S nen, u kiogen! Lust sehe Herz wi vieder z desus zi wußten er wäre kamen e unter d ten. U en sie uchten drei Tag shen, n er ihne alle, di sch sein wort. sie sich. ihm: uns dat 900 gesucht. Was if Wisset in dem sie ver haniaͤ. ia, oder Henn ssehe, Christi. th. 2, 1• war zu d hen Lande, dem Volle „ wo Chlih Und sie sih jüdischenh eschriebengn u Bethlehenh mit nichtun en Judaz yn ꝛen der Hah Israel einst des die Qh mit Fleißh tern erschen gen Bethlach n, und fossh lein, und mir es wih und es anla gehört halh ehe, der S de gesehenh In, bis das über, da en Steimnsah⸗ tz und giuh den das R Mutter, A n es an. „ und schenlh und Mynhh en im Nalh ten wieder zen durch eish n ihr Land. 0, 16. de Licht, d und die Helh t auf über di ö Am 1. u. 2. Sonnt. n. Finsterniß bedecket das Erdreich, und Dunkel die Völker. Aber über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden in deinem licht wandeln, und die Könige im Hlanz, der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf, und siehe umher, diese alle versammelt kommen zu dir. deine Söhne werden von ferne kom⸗ nen, und deine Töchter zur Seite etzogen werden. Dann wirst du deine hust sehen und ausbrechen, und dein berz wird sich wundern und ausbrei⸗ sen, wann sich die Menge am Meer uu dir bekehret, und die Macht der heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kameele wird dich bedecken, die käufer aus Midian und Epha. Sie herden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des herrn Lob verkündigen. Am 1. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Evangelium, Luc. 2, 42⸗52. D* Jesus zwölf Jahr alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern vußten es nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekann⸗ tn. Und da sie ihn nicht fanden, gin⸗ 0 sie wiederum gen Jerusalem, und uchten ihn. Und es begab sich nach drei Tagen, fanden sie ihn im Tempel stzen, mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete und sie fragte, und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Ant⸗ vwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten se sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was isb's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das d. Erscheinung Christi. 7 er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Na⸗ zareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade, bei Gott und den Menschen. Epistel, Röm. 12, 1⸗6. Ich ermahne euch, lieben Brüder, IJ durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohl⸗ gefällig sey, welches sey euer vernünfti⸗ ger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich; sondern verändert euch durch Verneuerung euers Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sey der gute, der wohlgefällige, und der vollkommene Gottes Wille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, Jedermann unter euch, daß Niemand weiter von sich halte, denn sichs gebührt zu halten; sondern daß er von ihm mäßiglich halte, ein Jeglicher, nachdem Gott ausgetheilt hat das Maaß des Glaubens. Denn gleicher Weise, als wir in Einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschäfte haben, also sind wir viele ein Leib in Christo, aber Unter einander ist einer des anderen Glied, und haben mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. Am 2. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Evangelium, Joh. 2, 1⸗11. U*r am dritten Tage war eine Hochzeit zu Cana, in Galiläa, Und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mut⸗ ter spricht zu den Dienern. Was er euch saget, das thut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrüge ge⸗ setzt, nach der Weise der jüdischen Reinigung, und gingen je in einen zwei oder drei Maaß. Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie fülleten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun und bringet es dem Speisemeister. Und sie brachten es. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam(die Diener aber wußten es, die das Wasser geschöpfet hatten), da rufet der Speisemeister den Bräutigam, und spricht zu ihm: Jedermann giebt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringeren; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus that, geschehen zu Cana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkrit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Epistel, Röm. 12, 6⸗16. Lieden Brüder: Wir haben mancher⸗ lei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat Jemand Weissa⸗ gung, so sey sie dem Glauben ähnlich. Hat Jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehret Jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet Jemand, so warte er des Ermahnens. Giebt Je⸗ mand, so gebe er einfältiglich. Re⸗ ieret Jemand, so sey er sorgfältig. Aebet Zemand Barmherzigkeit, so tbue ers mit Lust. Die Liebe sey nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter ein⸗ ander sey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seyd nicht träge, was ihr thun sollt. Seyd brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seyd fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Noth⸗ durft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern hal⸗ tet euch herunter zu den Niedrigen. Am 3. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Evangelium, Matth. 8, 1⸗13. Da Jesus aber vom Berge herab ging, folgte ihm viel Volks nach. Am 3. Sonnt. n. d. Erscheinung Christi. Und siehe, ein Aussätziger kam un betete ihn an, und sprach: Herr,s du willst, kannst du mich wohl reiniggn Und Jesus streckte seine Hand auh rührte ihn an, und sprach: Ich wil es thun, sey gereinigt. Und alsbah ward er von seinem AÄussatz rein. I Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sug es Niemand; sondern gehe hin, un zeige dich dem Priester, und opftz die Gabe, die Moses befohlen haty einem Zeugniß über sie. Da ahn Jesus einging zu Capernaum, tn ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht ligh zu Hause, und ist gichtbrüchig, uu hat große Qual. Jesus sprach zu ihm Ich will kommen, und ihn gesiuß machen. Der Hauptmann antworseh und sprach: Herr, ich bin nicht wenh, daß du unter mein Dach gehest, say⸗ dern sprich nur ein Wort, so wlh mein Knecht gesund. Denn ich binen Mensch, dazu der Obrigkeit unlen than, und habe unter mir Krͤegz⸗ knechtez noch wenn ich sage zu einlnt Gehe hin; so gehet er; und zum as⸗ dern: Komme her; so kommt er. I zu meinem Knechte: Thue daszi thut er's. Da das Jesus hörete, hu⸗ wunderte er sich, und sprach zu densh, die ihm nachfolgten: Wahrlich, 6 sage euch, solchen Glauben habe! in Israel nicht gefunden. Aber ichsiht euch: Viele werden kommen vom Mh⸗ gen und vom Abend, und mit Mhl⸗ ham und Isaac und Jacob im hsh melreich sitzen. Aber die Kinder di Reichs werden ausgestoßen in u äußerste Finsterniß hinaus, da wiß seyn Heulen und Zähnklappern. Jesus sprach zu dem Haupimannit; Gehe hin, dir geschehe, wie du ge⸗ glaubt hast. Und sein Knecht vud gesund zu derselben Stunde. Epistel, Röm. 12, 17.⸗A. H 35 euch nicht selbst für llah. Bergellet Niemand Böses ni Bösem. Fleißiget euch der Ehrbarlt gegen Zedermann. Istes möglich.l viel an euch ist, so babet mit alln Menschen Frieden. Rächet euch selbn nicht, meine Liebsten, fondern geh Raum d schrieben will vert nun deit ihn; dür du das Kohlen e dich nich dern übe berfasset Lüen dem Nã der gut süete. ger kam un ch: Herr, i ohl reinigen e Hand auhz ich: Ich wil Und alsbah atz rein. In iehe zu, sah ehe hin, un „und opfen fohlen hath . Da ahn rnaum, tit der bat shy, Knecht lih brüchig, m prach zuthn ihn gesd in antworleh n nicht wenh, ; gehes, sh⸗ ort, so wich nn ich bigeh igkeit untn⸗ mir Krlagt⸗ ige zu einenn und zum at⸗ mmt er. Ad hue dadz börete, hl⸗ ach zu densh, Bahrlich, ben habef Aber ich sahe en vom Mii⸗ d mit Abul⸗ cob im Hlu⸗ e Kinder dis oßen in di ius, da wic appern. d daupimannt: wie du ge⸗ Knecht vug unde. 17⸗21. bst für klah, d Böses mi er Ehrbarleh 8 möglich, 0 Het mit allet het euch selbe ondern gei Raum dem Zorn; denn es steht ge⸗ schrieben: Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn du das thust, so wirst du seurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Luß dich nicht das Böse überwinden, son⸗ dern überwinde das Böse mit Gutem. Am 4. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Evangelium, Matth. 8, 23.27. 41 Jesus trat in das Schiff und seine Jünger solgten ihm. Und sehe, da erhob sich ein großes Unge⸗ süm im Meer, also, daß auch das Schifflein mit Wellen bedecket ward, und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf und hrachen: Herr hilf uns, wir verder⸗ ben. Da sagte er zu ibnen: Ihr Kleingläubigen, warum seyd ihr so furchtsam? Und stand auf und be⸗ trobete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen äber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Bind und Meer gehorsam ist? Epistel, Röm. 13, 8⸗10. Sed Niemand nichts schuldig, denn daß ibr euch untereinander llebet; denn wer den andern liebet, —— der hat das Gesetz erfüllet. Denn das da gesagt ist: Du sollst nicht ehe⸗ brechen; du sollst nicht tödten; du souͤst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugniß geben; dich soll nichts gelüsten; und so ein ander Gebot mebr ist, das wird in diesem Wort herfasset: Du sollst deinen Nächsten leben, als dich selbst. Die Liebe thut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Am 5. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Evangelium, Matth. 13, 24.30. Resus legte ihnen ein ander Gleich⸗ Iniß vor, und sprach: das Him⸗ melreich ist gleich einem Menschen, der guten Saamen auf seinen Acker säete. Da aber die Leute schliefen, Am 4., 5. und 6. Sonnt. n. d. Erscheinung Christi. 9 kam sein Feind, und säete Unkraut zwischen den Waizen, und ging da⸗ von. Da nun das Kraut wuchs, und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und sprachen: Herr, hast du nicht guten Saamen ö auf deinen Acker gesäet? Woher hat 0 er denn das Unkraut? Er sprach zu N ihnen: Das hat der Feind geihan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daß wir bingehen, und es aus⸗ gäten? Er sprach: Nein, auf daß ior nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut aus⸗ gätet. Lasset beides mit einander wachsen, bis zu der Erndte; und um die Erndtezeit will ich zu den Schnit⸗ tern sagen: Sammelt zuvor das Un⸗ kraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Wai⸗ zen sammelt mir in meine Scheuern. Epistel, Coloss. 3, 12⸗17. S ziebet nun an, als die Auser⸗ wählten Gottes, Heilige und Ge⸗ liebte, herzliches Erbarmen, Freund⸗ lichkeit, Bemuth, Sanftmuth, Ge⸗ duld; und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so Jemand Klage hat wider den an⸗ dern; gleichwie Christus euch verge— ben hat, also auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gostes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seyd in einem Leibe, und seyd dank⸗ bar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weis⸗ heit, lehret und vermabnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen, und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr thut, mit Worten, oder mit Werken, das thut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Am 6. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Evangelium, Matth. 17, 1⸗9. nd nach sechs Tagen nabm Je⸗ sus zu sich Petrum und Jakobum, 10 und Johannem, seinen Bruder, und führete sie beiseits auf einen hohen Berg. Und ward verkläret vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß, als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Moses und Elias, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete, und sprach zu Jesu: Herr, hier ist gut seyn, willst du, so wollen wir hier drei Hütten machen, dir eine, Mosi eine, und Elias eine? Da er noch also redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören. Da das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschracken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an, und sprach: Stehet auf, und fürchtet euch nicht. Da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie Niemand, denn Jesum alleine. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus, und sprach: Ihr sollt dies Gesicht Niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Todten auferstanden ist. Epistel, 2. Petr. 1, 16⸗21. Wirbaden nicht den klugen Fabeln gefolget, da wir euch kund ge⸗ than haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesu Christi; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen, da er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis, durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit dermaßen: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohl⸗ efallen habe. Und diese Stimme ha⸗ da wir mit ihm waren auf dem heili⸗ gen Berge. Wir haben ein festes pro⸗ phetisches Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunke⸗ len Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift Denn et aus eigener Auslegung. enn es ist noch nie keine Weissa⸗ Am Sonntage Septuagesimaͤ. gung aus menschlichem Willen he⸗ vorgebracht, sondern die heillhn Menschen Gottes haben geredet, gung trieben von dem heiligen Geist. den wir gehöret vom Himmel gebracht, Am Sonntage Septuagesima Evangelium, Matth. 20, 1⸗6. FTesus sprach zu seinen Jüngem JDas Himmeleeich ist gleich tun Hausvater, der am Morgen ausgiiz Arbeiter zu miethen in seinen Wie. berg. Und da er mit den Arbesim eins ward um einen Groschen zn Tagelohn, sandte er sie in seln Weinberg. Und ging aus, um a dritte Stunde, und sahe andereen dem Mankte müssig stehen, und syng zu ihnen: Gehet ihr auch hin in din Weinberg, ich will euch geben, hn recht ist. Und sie gingen hin. Abermil ging er aus um die sechste und nenmt Stunde, und that gleich also, Undle eilfte Stunde aber ging er aus, u fand andere müssig stehen, und srng zu ihnen: Was stehet ihr hier dengu⸗ zen Tag müssig? Sie sprachen zuihn Es hat uns Niemand gedinget, G sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hiui den Weinberg, und was recht seh wird soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr d Weinbergs zu seinem Schaffner: Ms die Arbeiter, und gitb ihnen den ohn und hebe an, an den Letzten bis zudin Ersten. Da kamen die um die iist Stunde gedinget waren, und empfih ein Jeglicher seinen Groschen. Daahn die ersten kamen, meinten sie, sie wil⸗ den mehr empfangen, und sie emhfz gen auch ein Jeglicher seinen Grosch Und ba sie den empfingen, mürtteh sie wider den Hausvater, und shrt chen: Diese letzten haben nur alt Stunde gearbeitet, und du hast ste un gleich gemacht, die wir des Tagez in und Hitze getragen haben. Er anttögt, tete aber, und sagte zu einem untt ihnen: Mein Freund, ich thue dir nit unrecht; bist du nicht mit mir elt worden um einen Gooschen ming was dein ist und gehe hin. Ich aber diesen letzten geben, gleich 10 dir; oder hade ich nicht Macht. aber we Epistel, Wii de sen alle Kleinod s ergrei da kämp Jene al Krone e hergäng nicht al fechte al sreichet. nen Leil nicht an herflich leben X unsere V hewesen, egange letauft, Reere; liche Sp. einerlei se trank Fels, der Ius. A keinen L niederge Am Eva aen wa Jesu eilt ß: Es sien sei siete, fie bard ve dem Hi Uches fie ufging 8 nicht sel mitt die Dor ickten e gutes Le Willen he⸗ die heillgn geredet, g n Geist. tuagesima „20, 1⸗0. n Jüngem gleich einn gen ausgiz seinen Wesh, den Arbeinm Zroschen zu sie in selg aus, um„ e mmn 0 n, und synn ch hin in geben, ha hin. Abermil te und neumte also. Umde er aus, uud n, und srag hier den gu⸗ achen zuiht jedinget, K hr auch hihin as recht sehß Da es nun der Herr da affner: Mst nen den Lahn ten bis zudin um die eilse und empftz chen. Dachl sie, sie hu⸗ id sie empfs⸗ nen Grosches, gen, mürte r, und syr den nur eile u hast sie u es Tages dis Er antibol⸗ einem untti thue dir nichl nit mir eitz thun was ich will, mit dem Meinen? siehest du darüm scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Letzten die ersten, und die Ersten die Letz⸗ ten seyn. Denn viele sind berufen, aber wenig sind auserwählet. Epistel, 1 Cor. 9, 24. 27. u. 10, 1⸗5. Wiien ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die lau⸗ sen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr is ergreifet. Ein Jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges: Jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine un⸗ bergängliche. Ich laufe aber also, nicht als auf das Ungewisse: Ich sechte also, nicht als der in die Luft sreichet. Sondern ich betäube mei⸗ nen Leib, und zähme ihn, daß ich nicht andern predige, und selbst ver⸗ werflich werde. Ich will euch aber, leben Brüder, nicht verhalten, daß unsere Väter sind alle unter der Wolken gewesen, und sind alle durch das Meer zegangen, und sind alle unter Mosen getauft, mit der Wolke und mit dem Reere; und haben alle einerlei geist⸗ liche Speise gegessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; se tranken aber von dem geistlichen gels, der mitfolgte, welcher war Chri⸗ sus. Aber an ihrer vielen hatte Gott keinen Wohlgefallen, denn sie sind iedergeschlagen in der Wüste. Um Sonntage Sexagesimaͤ. Evangelium, Luc. 8, 4⸗15. Wa hnun vieles Volk bei einander war, und aus den Städten zu Jesu eilten, sprach er durch ein Gleich⸗ h: Es ging ein Säemann aus zu sien seinen Saamen, und indem er siete, fiel etliches an den Weg, und bard vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf. Und et⸗ lhes siel auf den Fels, und da es gufging, verdorrete es, darum daß i nicht Saft hatte. Und etliches sel mitten unter die Dornen, und lie Dornen gingen mit auf, und er⸗ ikten es. Und etliches fiel auf ein gutes Land, und es ging auf, und Am Sonntage Sexagesimaͤ. 11 trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat, zu hören, der höre. Es fragten ihn aber seine Jünger, und sprachen: Was dieses Gleichniß wäre? Er aber sprach: Euch ist es gegeben zu wissen das Geheimniß des Reichs Gottes, den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören. Das ist aber dies Gleich⸗ niß: Der Saamen ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach kommt der Teu⸗ fel, und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die, wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an, und die haben nicht Wurzel, eine zeitlang glauben sie, und zu der Zeit der An⸗ fechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören, und gehen hin, unter den Sorgen, Reichthum und Wollust dieses Lebens, und ersticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen guten Her⸗ zen, und bringen Frucht in Geduld. Epistel, 2 Cor. 11, 19⸗33. u. 12, 1⸗9. ieben Brüder: Ihr vertraget gern die Narren, dieweil ihr klug seyd. Ihr vertraget, so euch Jemand zu Knechten machet, so euch Jemand schindet, so euch Jemand nimmt, so euch Jemand trotzet, so euch Jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als wären wir schwach geworden. Worauf nun Je⸗ mand kühn ist(ich rede in Thorheit), darauf bin ich auch kühn. Sie sind Ebräer; ich auch. Sie sind Israe⸗ liten; ich auch. Sie sind Abrahams Samen; ich auch. Sie sind Diener Cbristi(ich rede Hörlich), ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gear⸗ beitet, ich habe mehr Schläge erlit⸗ ten, ich bin öfter gefangen, oft in Todesnöthen gewesen. Von den Ju⸗ den habe ich fünfmal empfangen vier⸗ zig Streiche, weniger eins. Ich bin dreimal gestäupet, einmal gestoiniget, 12 dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe(des Meers). Ich habe oft gereiset, ich bin in Fährlichkeit gewesen zu Wasser, in Fährlichkeit unter den Mördern, in Fährlichkeit unter den Juden, in Fährlichkeit unter den Heiden, in Fährlichkeit in den Städten, in Fährlichkeit in der Wüste, in Fährlichkeit auf dem Meer, in Fäbrlichkeit unter den falschen Brüdern, in Müh und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße. Obne was sich sonst zuträgt, nämlich daß ich täglich werde angelaufen, und trage Sorge für alle Gemeinden. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher sey gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht läge. Zu Damascus der Landpfleger des Königs Areta verwahrte die Stadt der Damasker, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf die Ge⸗ sichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahren(ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich es nicht, oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht. Gott weiß es). Derselbe ward entzückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselben Menschen(ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht, Gott weiß es). Er ward entzückt in das Paradies, und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Da⸗ von will ich mich rühmen, von mir selbst aber will ich mich nichts rüh⸗ men, obne meiner Schwachheiten. Und so ich mich rühmen wollte, thäte ich darum nicht thörlich, denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich ent⸗ halte mich aber deß, auf daß nicht Am Fastnachts-Sonntage. von mir wiche. gesagt: Laß dir an meiner Gu wit Jemand mich höher achte, dem an mir siehet oder von mir he Und auf daß ich mich nicht der hen Offenbarung überhebe, ist! gegeben ein Pfahl ins Fleisch, ni lich des Satans Engel, der mich Fäusten schlage, auf daß ich i nicht überhebe, dafür ich diel dem Herrn geflehet habe, daß Und er hat zun genügen, denn meine Kraft den Schwachen mächtig. Dan will ich mich am allerliebsten n men meiner Schwachheit, auf die Kraft Christi bei mir wohn Am Fastnachts⸗Sonntagt Esto mihi oder Guinquagesh genannt. Evangelium, Luc. 18, 31⸗ I'pr nahm zu sich die Zwölfe, hen hinauf gen Jerusalem, um wird alles vollendet werden, dalh schrieben ist durch die Prophetensh des Menschen Sohn. Denn ershs überantwortet werden den Hih und er wird verspottet, und gesht het und verspeiet werden, Unh werden ihn geisseln und tödten, am dritten Tage wird er wiederns erstehen. Sie aber vernahmenst Keines, und die Rede war ihnen h. borgen, und wusten nicht, wal gesagt war. Es geschah aber, A nahe zu Jericho kam, saß ein Blis am Wege, und bettelte. Da er it hörete das Volk, daß durchhin gh forschte er, was das wäre? Dah kündigten sie ihm, Jesus von Nu reth ginge vorüber, und er rief l sprach: Jesus, du Sohn Davide,“ barme dich meiner! Die aber n an gingen, bedroheten ihn, er seh schweigen. Er aber schrie vielnch Du Sobn Davids, erbarme dichus sprach zu ihnen: Sehet, vhh 5 sen, und folgte i alles Vot Epi hoffet a hört nin gungen Sprach Erkennt ser Wi Weissat lommer wird d ich ein Kind, hatte k ein Mo disch w Spiege aber vo erkenn werde krkenn— be, Ho die Lie ner! Jesus aber siand stille, und ihn zu sich führen. Da sie ihn nahe bei ihn brachten, fragte eri und sprach: Was willst du, das icht thun soll? Er sprach: Herr, daß sehen möge. Und Jesus sprachzuihn Sey sehend, dein Glaube hat dirgehl Am 1 Eva achte, denn 15 Alsgte ihm nach, pries Gott, und 9nicht der rhebe, ist Fleisch, „der micht daß ich i ir ich dresf derLiebe nicht, so wäre ich ein tönen⸗ er hat zut des Erz, oder eine klingende Schelle. meiner Gn e Kraft sl habe, daß tig. Dan lerliebsten g⸗ heit, auf mir wohnn. Sonntagt uinquagesh 18, 31•4 ie Zwölfe, Sehet, wü salem, ums zerden, dalß Prophetensh Denn er i den Hih „und gest den. Und nd tödten, er wiedernh vernahmen war ihnen icht, was u hah aber, d saß ein Bsst e. Da er aj durchhin gi väre? Dah sus von N. nd er rief v hn Davids,“ Die aber dnh ihn, er soh chrie vielmh Hzarme dich m stille, und x a sie ihn a „ fragte ersi st du, das ichn Herr, daß i 3 sprachzuhn de hatdirgehl sen, und alsbald ward er sehend, und alles Volk, das solches sahe, lobte Gott. Epistel, 1 Cor. 13, 1⸗13. W' ich mit Menschen⸗ und mit Engelzungen redete, und hätte Und wenn ich weissagen könnte, und wüste alle Geheimnisse und alle Er⸗ knntniß, und hätte allen Glauben, alfo, daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Ar⸗ nen gäbe, und ließe meinen Leib bren⸗ nen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir es nichts nütze. Die Liebe ist lang⸗ müthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muth⸗ willen, sie blähet sich nicht. Sie stellet sich nicht ungeberdig, sie suchet nicht das ihre, sie lässet sich nicht erbittern, se trachtet nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, se freuet sich aber der Wahrheit; sie berträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe boͤrt nimmer auf, so doch die Weissa⸗ gungen aufhören werden, und die Sprachen aufhören werden, und das Am 1. Sonntage in der Fasten. 13 Teufel versucht würde. Und da er vier⸗ zig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm, und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod werden. Und er antwortete, und sprach: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebet nicht vom Brod allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da führte ihn der Teufel mit sich in die hei⸗ lige Stadt, und stellteihn auf die Zinne des Tempels, und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab; denn es stehet geschrieben: Er wird seinen Engeln Über dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du den Fuß nicht an einen Stein stößest. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrie⸗ ben: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt, und ihre Herrlichkeit; und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich an⸗ betest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan, denn es stehet geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein Erkenntniß aufhören wird. Denn un⸗ ser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, that ich ab, was kin⸗ disch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenn ich es stückweise, dann aber werde ich es erkennen, gleich wie ich erkennet bin. Nun aber bleibet Glau⸗ be, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größeste unter ihnen. Am 1. Sonntage in der Fasten, Invocavit genannt. Evangelium, Matth. 4, 1⸗11. sten geführt, auf daß er von dem Dalend Jesus vom Geist in dieWü⸗ dienen. Da verließ ihn der Teufel, und siehe, da traten die Engel zu ihm, und dienten ihm. Epistel, 2 Cor. 6, 1⸗10. ieben Brüder, wir ermahnen euch, als Mirhelfer, daß ihr nicht ver⸗ geblich die Gnade Gottes empfanget, denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber Nie⸗ mand nirgend ein Aergerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlästert werde. Sondern in allen Dingen lasset uns beweisen, als die Diener Gottes, in großer Geduld, in Trübsalen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geiste, Nöthen, in Aengsten, in Schlägen, in 14 in ungefaͤrbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch boͤse Geruͤchte und gute Geruͤchte, als die Verfuͤhrer und doch wahrhaftig, als die Unbekannten, und doch bekannt, als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezuͤch⸗ tigten, und doch nicht ertoͤdtet; als die Traurigen, aber allezeit froͤhlich; als die Armen, aber die doch Viele reich machen, als die Nichts inne ha⸗ ben, und doch Alles haben. Am 2. Sonntage in der Fasten, Reminiscere genannt. Evangelium, Matth. 15, 21:28. nd Jesus ging aus von dannen, und entwich in die Gegend Tyrus und Sydon. Und siehe, ein Cananaͤisches Weib ging aus derselben Grenze, und schrie ihm nach, und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mei⸗ ner; meine Tochter wird vom Teufel ubel geplagt. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Juͤnger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er aber antwortete und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlorenen Schaafen von dem Hause Israel. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, hilf mir. Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brod nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hundlein von dem Bro⸗ samen, die von ihrer Herren Tische fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß, dir geschehe, wie du willst, Und ihre Tochter ward gesund zu der⸗ selben Stunde. Evistel, 1 Thess. 4, 1⸗7. Woer lieben Bruder, bitten wir euch, und ermahnen in dem Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollt wandeln und Gott gefallen, daß ihr immer voͤlliger werdet. Denn ihr wisset, Am 2. und 3. Sonntage in der Fasten. welche Gebote wir euch gegeben habn durch den Herrn Jesum. Denn d ist der Wille Gottes, eure Heiligun daß ihr meidet die Hurerei, und Jeglicher unter euch wisse sein Faß behalten in Heiligung und Ehren, nih in der Lustseuche, wie die Heiden, von Gott nichts wissen; und daß M. mand zu weit greife, noch vervorthi seinen Bruder im Handel; denn n Herr ist Raͤcher uͤber das alles, wie un euch zuvor gesagt und bezeugt haln Denn Gott hat uns nicht berufen iu Unreinigkeit, sondern zur Heiligußz Am 3. Sonntage in der Fasseh Oculi genannt. Evangelium, Luc. 11, 140. GTesus trieb einen Teufel aus, e 3. wav stumm. Und es geschah, v der Teufel ausfuhr, da redete in Stumme, und das Volk verwundast sich. Etliche aber unter ihnen sunt chen: Er treibet die Teufel aus duug Beelzebub, den obersten der Tusll Die andern aber versuchten ihn, M begehrten ein Zeichen von ihm un Himmel. Er vernahm aber ihre n⸗ danken, und sprach zu ihnen: n jeglich Reich, so es mit ihm selbst in eins wird, das wird wuͤste, und a Haus faͤllet uͤber das andere. Ist din der Satanas auch mit ihm selbst u eins, wie will sein Reich bestehen? R weil ihr saget, ich triebe die Teufel al durch Beelzebub. So ich aber die Zas durch Beelzebub austreibe, durch un treiben sie eure Kinder aus? Darhh werden sie eure Richter seyn. So aber durch Gottes Finger die Tust austreibe, so kommt je das Reich Oh tes zu euch. Wenn ein starker Gewahß neter seinen Palast bewahrt, so blal das seine mit Frieden; wenn abet en staͤrkerer uͤber ihn kommt, und üher windet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ und theilet den Raub aus. Wer nicht uit mir ist, der ist wider mich, und wir nicht mit mir sammelt, der zersteeuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfaͤhret, so durchwandel er durre Staͤtten, suchet Ruhe und indet sie wieder ur ich gegan findet und gesd und nim rger sind ineinkon wird her urger, de da er sole Volk die Eelig ist! und die K — uder Li hat gelie sr uns, Ueinem und alle! icht vo en Heili Borte scherz, ern viel ht ihr Mreiner in Goͤtze Reiche C Riemand Vorten; der Zorn unglaub Ritgeno Jinsterni udem H ls Licht alerlei und Wa zegeben habz n. Denn da ure Heiligunz erei, und ah se sein Faß d Ehren, nih ie Heiden, und daß Mz ch vervorthi del; denn d alles, wie uit ezeugt hahn t berufen zu ur Heiligußz — der Fasteß nt. 1, 14⸗V. fel aus, e s geschah, x da redete da E verwundam er ihnen sup ufel aus dug n der Vufl ;ten ihn, Mx don ihm un aber ihre H⸗ ihnen: En ihm selbst in uͤste, und ih dere. Istdem hm selbst u bestehen? di die Teufel alt aber die Tuust he, durch un us? Darih seyn. So ih er die Nusl as Reich Gol rker Gewasß hrt, so bla venn aber en it, und ibet er ihm seing verließ uud Wer nicht mit ich, und wer der zerstreuet. zeist von dem durchwandel s et Ruhe und ndet sie nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ih gegangen bin; und wann er kommt 0 findet er es mit Besemen gekehret und geschmuͤckt. Dann geht er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die rger sind, denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselben Menschen irger, denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete erhob ein Weib im Volk die Stimme, und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Bruͤste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die Gottes Vort hoͤren und bewahren. Epistel, Ephes. 5, 1⸗9. Sẽ seyd nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder, und wandelt iu der Liebe, gleich wie Christus uns hat geliebt, und sich selbst dargegeben ür uns, zur Gabe und Opfer, Gott uu einem suͤßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit, oder Geiz, lasset cht von euch gesagt werden, wie in Heiligen zustehet; auch schandbare gorte und Narrentheidinge, oder cherz, welche euch nicht ziemen, son⸗ sern vielmehr Danksagung. Denn das hlt ihr wissen, daß kein Hurer noch mreiner, oder Geiziger(welcher ist in Goͤtzendiener), Erbe hat an dem geiche Christi und Gottes. Laßt euch Miemand verfuͤhren mit vergeblichen Vorten; denn um dieser Willen kommt ker Zorn Gottes uber die Kinder des ünglaubens. Darum seyd nicht ihre Ritgenossen. Denn ihr waret weiland zinsterniß, nun aber seyd ihr ein Licht udem Herrn. Wandelt wie die Kinder 15 Lichts. Die Frucht des Geistes ist llerlei Guͤtigkeit und Gerechtigkeit and Wahrheit. Im 4. Sonntage in der Fasten, Laͤtare genannt. Evangelium, Joh. 6, 1⸗15. D fuhr Jesus weg uͤber das Meer an der Stadt Tyberias in Galllöa. Und es zog ihm vieles Volk lach, darum, daß sie die Zeich en sahen, e er an den Kranken that. Jesus aber Am 4. Sonntage in der Fasten. 15 ging hinauf auf einen Berg, und setzte sich daselbst mit seinen Juͤngern. Es war aber nahe die Ostern, der Juden Fest. Da hob Jesus seine Augen auf, und sieht, daß vieles Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß diese essen? (Das sagte er aber, ihn zu versuchen, denn er wußte wohl, was er thur woll⸗ te.) Philippus antwortete ihm: Zwei hundert Pfennige werth Brodes ist nicht genug unter sie, daß ein Jeglicher unter ihnen ein Wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Juͤnger, Andreas, der Bruder Simonis Petri: Es ist ein Knabe hier, der hat fuͤnf Gersten⸗ Brode und zwei Fische, aber was ist das unter so Viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Orte. Da lagerten sich bei fuͤnftausend Mann. Jesus aber nahm die Brode, dankte und gab sie den Juͤngern, die Juͤnger aber denen, die sich gelagert hatten; desselben gleichen auch von den Fischen, wie viel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Juͤngern: Sammlet die uͤbrigen Brocken, daß nichts umkomme. Da sammelten sie, und fuͤllten zwoͤlf Koͤrbe mit Brocken, von den fuͤnf Gersten-Broden, die uͤberblieben denen, die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sa⸗ hen, das Jesus that, sprachen sie: Das ist waͤhrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, daß sie kommen wuͤrden und ihn haschen, daß sie ihn zum Koͤnige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst allein. Epistel, Gal. 4, 21⸗51. Soe mir, die ihr unter dem Gesetz seyn wollt, habt ihr das Gesetz nicht gehoͤret? Denn es stehet geschrie⸗ ben, daß Abraham zwei Soͤhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freyen. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren, der aber von der Freyen, ist durch die Ver⸗ heißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testa⸗ mente, eins von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist 16 die Agar. Denn Agar heißt in Arabien der Berg Sinai, und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben: Sey fröh⸗ lich du Unfruchtbare, die du nicht ge⸗ bierest; und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist; denn die Ein⸗ same hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, lieben Brü⸗ der, sind Isaaks, nach der Verheifung Kinder. Aber gleich wie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfol⸗ geten den, der nach dem Geist geboren war, also gebet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohne; denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohne der Freien. So sind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien. Am 5. Sonntage in der Fasten, Judica genannt. Evangelium, Joh. 8, 46⸗59. Ilm sprach zu den Juden: Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Wort: darum böret ihr nicht, denn ihr seyd nicht von Gott. Da antworteten die Juden, und sprachen zu ihm: Sa⸗ gen wir nicht recht, daß du ein Sama⸗ riter bist, und hast den Teufel? Jesus antwortete, ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sa⸗ ge euch: So Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben, und die Propheten, und du sprichst: So Jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr, denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist, und die Prophe⸗ ten sind gestorben? Was machst du aus dir selbst?é Jesus antwortete! So ich Am 5. und 6. Sonntage in der Fasten. mich selber ehre, so ist meine Ehn nichts. Es ist aber mein Vater, ussjelt er es n mich ehret, welchen ihr sprecht, er sigleich seyn; euer Gott, und kennet ihn nicht; und nahm aber kenne ihn. Und so ich würdesagnigeich wie ich kenneihn nicht, so würde ichein hsen Geberde ner, gleichwie ihr seyd. Aber ich kunsden. Er er ihn, und halte sein Wort. Abrahan vard gehors euer Vater, ward froh, daß er meinn Tode am Kt Tag sehen sollte, und er sahe ihn, Aushott erhöhe freute sich. Da sprachen die Judensmen gegeben ibm: Du bist noch nicht funfzig Ah Daß in dem alt, und hast Abraham gesehen? Ish lin aller der sprach zu ihnen: Wahrlich, wahilh lund auf der ich sage euch: Ehe dennAbrahampas snd; und a bin ich. Da hoben sie Steine auf iij aß Jesus sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbiß Ehre Gotte sich, und ging zum Tempel hinau,—— Epistel, Hebr. 9, 11⸗1. Am he Coan Hoherprieler der zuhnnln Evange ein Hoherpriester der zukünssen Und da der Güter, durch eine größere und vollih U kauften menere Hütte, die nicht mit derhah naria Jace gemacht ist, das ist, die nicht alhgz uf daß sie bauet ist; auch nicht durch der dih ind sie kar oder Kälber Blut, sondern er ithuh abbather sein eigenes Blut einmal in das zuls sifging. u eingegangen, und hat eine ewigelil sader: We sung erfunden. Denn so der Ochsaud er Grabes der Böcke Blut, und die Asche vönh nd wurder Kuh gesprenget, helliget die Uunthh bgewäͤlzet zu der leiblichen Reinigkeit, wie n noß. Und mehr wird das Blut Christi, dash grab, und selbst ohne allen Wandel durchdeish achten Ha ligen Geist Gon geopfert hat, ut fnges weif Gewissen reinigen von den todiend sthten sich. ken, zu dienen dem lebendigen Hah Entsetet ei Und darum ist er auch ein Mitlla on Nazar neuen Testaments, auf daß durhlm sst aufersta Tod, so geschehen ist zur Erläsungeh Eiehe da d den Uebertretungen, die unter in tn. Gehet ersten Testament waren, die so benn Angern u sind, das verheißene ewige Erbe ⸗ ingehen w pfangen. ihn sch Am 6. Sonntage in der disg seh u palmaͤrum genannt. Rurn mn Evangelium, siehe am er id sagten Sonntage des Advents. fürchteten Epistel, Philipp. 2, 5l. Ei Jeglicher sey gesinnet, vir Y[Kpif sus Christus auch war, wlhh(Fuer Ru ob er wohl in göttlicher Gesltun] E nicht den ganzer (Ev. neine Ein Vater, in recht. ers nicht; zürdesagn ich ein di her ich kam Abrahah, c er meinn be ihn, in ie Judeng unfzig Ih ehen? N h, wahilh, aham waß, ine auf esus verbmg el hinaut. 11⸗15⁵, en, daßersh zukünflign und volllhz rit der huß licht alog⸗ ich der Bach er isthuc N das Hahhs ewigelil⸗ Ochsennh lsche von die Unnenn eit, wie N. risti, dush hurch densh⸗ t hat, Mt todten I⸗ digen Has Mitilerl vaß durchin Erlösungen e unter ie, so bems ge Ethen —— der Fafa annt. am ersih dvents. 5•11. net, wit ́/ var, welchl Gestalt U gleich seyn; sondern aͤußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch, und an Geberden als ein Mensch erfun⸗ den. Er erniedrigte sich selbst, und vard gehorsam bis zum Tode/ ja zum Zode am Kreuz. Darum hat ihn auch Hott erhöhet, und hat ihm einen Na⸗ nen gegeben, der über alle Namen ist: Haß in dem Namen Jesu sich beugen sol⸗ in aller derer Kniee, die im Himmel und auf der Erde, und unter der Erde snd; und alle Zungen bekennen sollen, uß Jesus Christus der Herr sey, zur Ehre Gottes, des Vaters. Am heiligen Oster⸗Tage. Evangelium, Marc. 16, 1⸗8. 4. da der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalena, und uf daß sie kaͤmen und Jesum salbten. ind sie kamen zum Grabe an einem gabbather sehr fruͤhe, da die Sonne ufging. Und sie sprachen unter ein⸗ uder: Wer waͤlzet uns den Stein von Grabes Thuͤr? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein Roß. Und sie gingen hinein in das uchten Hand sitzen, der hatte ein anges weißes Kleid an; und sie ent⸗ schten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht; ihr suchet Jesum son Nazareth, den Gekreuzigten; er . auferstanden, und ist nicht hier. Siehe da die Staͤtte, da sie ihn hinleg⸗ en. Gehet aber hin, und sagt es seinen zungern und Petro, daß er vor euch ingehen wird in Galilaͤa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. und sie gingen schnell heraus, und zittern und Entsetzen angekommen, und sagten Niemand nichts, denn sie fürchteten sich. Epistel, 1 Cor. 5, 6⸗8. Erreuhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig en ganzen Teig versaͤuert? Darum (Ev. Luth.) Am 1. und 2. heiligen Ostertage. ielt er es nicht fuͤr einen Raub, Gott daß den alten Sauerteig aus, auf 0 ihr ungesaͤuert seyd. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, fuͤr uns geopfert. Ostern halten, nicht im alten Sauer⸗ teige, auch nicht im Sauerteige der Bos heit und Schalkheit, sondern in dem Süßteige der Lauterkeit und Wahrheit. 47 ihr ein neuer Teig seyd, gleichwie Darum lasset uns Naria Jacobi, und Salome, Specerei, kannten. seyd traurig? bgewaͤlzet war; denn er war sehr was in diesen Tagen darinnen gesche⸗ hrab, und sahen einen Juͤngling zur Welches? Sie aber sprachen zu ihm: lohen von dem Grabe, denn es war sie Am zweiten Oster⸗Tage. Evangelium, Luc. 24, 13·35. Und siehe, zwei aus den Juͤngern des Herrn gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechszig Feld-Weges weit, deß Name heisset Emmahus. redeten mit einander von allen diesen Und sie Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten, und befragten sich mit ein⸗ ander, nahete Jesus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fuͤr Reden, die ihr zwi⸗ schen euch handelt unterwegs, und Da antwortete einer mit Namen Kleophas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremd⸗ lingen zu Jerusalem, der nicht wisse, hen ist? Und er sprach zu ihnen: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, maͤchtig von Thaten und Worten, vor Gott und allem Volk. Wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uͤberantwortet haben zur Verdammniß des Todes und ge⸗ kreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erloͤsen. Und uͤber das alles ist heute der dritte Tag, da solches ge⸗ schehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruͤhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fanden es also, wie die Weiber sagten, aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O, ihr Thoren und traͤges Herzens, zu 2 18 glauben allem dem, das die Propheten geredet haben; mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt wa⸗ ren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen, und er stellte sich, als wollte er weiter gehen. Und sie noͤthig⸗ ten ihn, und sprachen: Bleibe bei uns denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brod, dankte, brach es, und gab es ih⸗ nen. Da wurden ihre Augen geoͤffnet, und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unterein⸗ ander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem We⸗ ge, als er uns die Schrift oͤffnete? Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem, und fan⸗ den die Eilfe versammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und Simon erschienen. Und sie erzaͤhlten ih⸗ nen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt waͤre, an dem, da er das Brod brach. Lection, Ap. Gesch. 10, 34⸗11. P'und aber that seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet; sondern in allerlei Volk, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Is⸗ raels gesandt hat, und verkuͤndigen las⸗ sen den Frieden durch Jesum Christum, welcher ist ein Herr uͤber Alles, die durh das ganze juͤdische Land geschehen ist, und angegangen in Galilaͤa, nach der Taufe, die Johannes predigte; wie Gott denselben Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen Geiste und Kraft, der umher gezogen ist, und hat wohl gethan, und gesund gemacht Alle, die vom Teufel uͤberwaͤltiget waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen Alles deß, das er gethan hat im juͤdischen Lande, und zu Jerusalem. Den haben sie getoͤdtet, und an ein Holz Am 1. Sonntage nach Ostern. gehaͤnget. Denselben hat Gott au wecket am dritten Tage, und ihn iin offenbar werden, nicht allem Volk,f dern uns, den vorerwaͤhlten Zeugen Gott, die wir mit ihm gegessen um trunken haben, nachdem er auferstan ist von den Todten. Am 1. Sonntage nach Osih Quasimodogeniti genannt. Evangelium, Joh. 20, 19% An Abend aber desselben Sabbih da die Juͤnger versammelt/ die Thuͤren verschlossen waren, Furcht vor den Juden, kam Jesus trat mitten ein, und spricht zu ihm Friede sey mit euch! Und als er daish te, zeigte er ihnen die Haͤnde undst Seite. Da wurden die Juͤnger fth daß sie den Herrn sahen. Da spruhhz sus abermal zu ihnen: Friede schh euch! Gleichwie mich der Vatergsth hat, so sende ich euch. Und daui sagte, blies er sie an, und sprih ihnen: Nehmet hin den heiligenli Welchen ihr die Suͤnde erlasset, sind sie erlassen; und welchen ihißh haltet, denen sind sie behalten. Epistel, 1 Joh. 5, 410, Al4 was von Gott geborenf uͤberwindet die Welt; und u Glaube ist der Sieg, der die Welli wunden hat. Wer ist aber, duß Welt uͤberwindet, oder der da gluh daß Jesus Gottes Sohn ist? Bihl es, der da kommt mit Wasser undan Jesus Christus; nicht mit Wass lein, sondern mit Wasser und Bn Und der Geist ist es, der da zeugtt Geist Wahrheit ist. Denn drei sun da zeugen im Himmel: der Vatihii Wort und der heilige Geist; undii drei sind Eins. Und drei sind, ReN zeugen auf Erden: Der Geist, uh Am 2. Miserice Evange bi J* Hirt Schaafe.“ Hirte ist, sind/ siehet lässet die Wolf erl Schaafe. denn er ist Schaafen und erken: kannt den Vater kenr und ich lass Und ich ha sind nicht« selben mut den mein Eine Hee Epist enn mal für uns, 2 daß ihr f stapfen; hat, ist a Munde er der schalt, drohete, d dem heim unsere Si seinem Le wir der E rechtigkeit den ihr set waret wie ihr seyd und Bisch Am 3. Evang Wasser, und das Blut; und die x sind beifammen. So wir der Masth Zeugniß annehmen, so ist Gottes d niß großer; denn Gottes Zeugnih das, das er gezeuget hat von sehn Sohne. Wer da glaubet an den 2 Gottes, der hat solches Zeugniß beiih eber e nicht nes, so w gehe zum Unter sein Was ist d t Gott au und ihn la em Volk, en Zeugen gessen unn auferstans ach Osien genannt. 20/, 19½⁹ en Sabbaß ammelt/ waren, m Jesus, icht zu ihn als er daish ände undsth Juͤnger sih Da spruhh Friede schn Vater gsah Und danl ind sprthn heiligenh rlasset/ chen ihisih alten. „ 10, geborenß Itz und en die Wellih aber, das er da gluth ist? Oii sser unddn nit Wassatz ser und. 5a zeugt/ H. n drei suddd er Vateh eist; undu i sind, Rü Beist, uött und die iu der Mensch Gottes 9u s Zeuguiß t von sehh an den 0 ugniß beiiß —. 3 Am 2. Sonntage nach Ostern, Misericordias Domini genannt. Evangelium, Joh. 10, 12⸗-16. ch bin ein guter Hirte: Ein guter Hirte lässet sein Leben für die Schaafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, deß die Schaafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und ver⸗ lässet die Schaase und flieht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schaafe. Der Miethling aber flieht, denn er ist ein Miethling, und achtet der Schaafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen, und bin be⸗ kannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater und ich lasse mein Leben für die Schaafe. Und ich habe noch andere Schaafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und die⸗ selben muß ich herführen, und sie wer⸗ den meine Stimme hören, und wird Eine Heerde und Ein Hirte werden. Epistel, 1 Petr. 2, 21⸗25. Dermn dazu seyd ihr berufen, sinte⸗ mal auch Christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fuß⸗ stapfen; welcher krine Sünde gethan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wie⸗ der schalt, da er gescholten ward, nicht drohete, da er litte; er stellete es aber dem heim, der da recht richtetz welcher unsere Sünden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir der Sünde abgestorben, der Ge⸗ rechtigkeit leben; durch welches Wun⸗ den ihr seyd heil geworden. Denn ihr waret wie die irrenden Schaafez aber ihr seyd nun bekehret zu dem Hirten und Bischoff eurer Seelen. Am 3. Sonntage nach Ostern, Jubilate genannt. Evangelium, Joh. 16, 16⸗23. Uce ein Kleines, so werdet ihr mich gehe zum Vater. Da sprachen Etliche unter seinen Jüngern unter einander: Was ist das, daß er sagetzu uns: Ueber nicht sehen, und aber über ein Klei⸗ nes, so werdet ihr mich sehen, denn ich Am 2. und 3. Sonntage nach Ostern. 9 19 ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, daß er saget, über ein Kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen woll⸗ ten, und sprach zu ihnen: Davon fragt ihr untereinander, daß ich gesagt habe: Ueber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig seyn, doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebähret, so hat sie Traurig⸗ keit, denn ihre Stunde ist gekommen; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wieder sehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll Nie⸗ mand von euch nehmenz und andemsel⸗ benTage werdet ihr mich nichts fragen. Epistel, 1 Petr. 2, 11⸗20. ieben Brüder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrimme: Enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seelestreitenz undfüh⸗ ret einen guten Wandel unter den Hei⸗ den, auf daß die, so von euch afterreden, als vonUebelthätern, eure guten Werke sehen, und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seyd unter⸗ than aller menschlichen Ordnung, um des Herrn willen, es sey dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleu⸗ ten, als den Gesandten von ihm, zur Rache überdiellebelthäter, und zu obe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun ver⸗ stopfet die Unwissenbeit der thörichten Menschen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre Jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte seyd unter⸗ than mit aller Herren, 20 nicht allein denGütigen und Gelinden, sondern auch den Wunderlichen. Denn das ist Gnade, so Jemand um des Ge⸗ wissens Will en zu Gott das Uebel ver⸗ trägt und leidet das Unrecht. Denn was ist das für ein Rubm, so ihr um Missethat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohlthun willen leidet und erduldet, das ist Gnade bei Gott. Am 4. Sonntage nach Ostern, Cantate genannt. Evangelium, Joh. 16, 515. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und Niemand unter euch fraget mich: Wo gehest du hin? Sonderndieweil ichsolcheszueuch geredet habe, ist euer Herz voll Trau⸗ rens geworden. Aber ich sage euch die Wahrbeit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch. So ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbe kommt, der wird die Welt strafen, um die Sünde, und um die Gerechtigkeit, und um dat Gericht. Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich. Um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gebe, und ihr mich hinfortnichtsehet. Um das Gerich⸗ te, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahr⸗ heit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch ver⸗ kündigen. Derselbe wird mich ver⸗ klären, denn von dem Meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen, und euch verkündigen. Epistel, Jak. 1, 17⸗21. A guteGabe undalle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und Finsterniß. Er hat uns ge⸗ Am 4. u. 5. Sonntage nach Ostern. zeuget nach seinem Willen durch du Wort der Wahrheit, auf daß wir wäm Erstlinge seiner Kreaturen. Darnn lieben Brüder, ein jeglicher Menst sey schnell zu hören, langsam aberg reden, und langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn thut nicht, wo vor Goit recht ist. Darum so legetah alle Unsauberkeit und alle Boshes und nehmet das Wort an mit Sansh muth, das in euch gepflanzt ist, welchg kann eure Seelen selig machen. Am 5. Sonntage nach Osters Rogate genannt. Evangelium, Joh. 16, 22.-Hl. WaoGlich wahrlich, ich sage eus 7 So ihr den Vater etwas buln werdet in meinem Namen, so wirden es euch geben. Bis her habt ihr nichh gebeten in meinem Namen. Bittet s werdet ihr nehmen, daß eure Frrndt vollkommen sey. Solches habe ichn euch durch Sprichwort geredet; kommt aber die Zeit, daß ich nichtust durch Sprichwort mit euch reden uu de, sondern euch frei heraus verkihshz gen von meinem Vater. An demschhe Tage werdet ihr bitten in meinem n men. Und ich sage euch nicht, daßiih den Vater für euch bitten will. Denng selbst, der Vater, hat euch lieb, daruh, daß ibr mich liebet und glaubet, d ich von Gott ausgegangen bin. Y bin vom Vater ausgegangen, undgh⸗ kommen in die Welt; wiederum dl⸗ lasse ich die Welt und gebe zum Vall Sprechen zu ihm seine Jünger: Sieht nun redest du frei heraue, und sagt kein Sprichwort. Nun wissen uih daß du alle Dinge weißt, und bedast nicht, daß dich Jemand frage, darl glauben wir, daß du von Gott aubhi gangen bist. Epistel, Jak. 1, 22.27. Seod aber Thäter des Worts, und nicht Hörer allein, damit iht euch Denn so Jemand! ein Hörer des Worts, und nicht en Thäter, der ist gleich einem nrni. der sein leibliches Angesicht im Spiegt beschauet. Denn nachdem er sich be⸗ selbst betrüget. Am schauet hat davon, un war. We vollkomme darinnen b hergeßliche ter, derselb That. So läßt dünke seine Zung herführt se ist eitel. ottesdier der: Die A Trübsal b. Welt unbe Am 8 Evangelit 3 d offenb. hren Ung! härtigkeit, en denen, kstanden. Hehet hin Eoangeliu glaubet ur selig werd. der wird Zeichen ab denen, die meinem 7 austreiben Schlangen Tödliches schaden. die Hände ühnen werd ir mit iht aufgehobe lechten Ha gus, und Und der K bekräftigte gende Zei Lection Dis erst. lieber das Jesus an lehren, durch di schauet hat, gehet er von Stund an wirwäm davon, und vergißt, wie er gestaltet Darun war. Wer aber durchschauet in das her Mensl vollkommene Gesetz der Freiheit, und im aber darinnen beharret, und ist nicht ein orn. Deml vergeßlicher Hörer, sondern ein Thä⸗ nicht, wul ter, derselbige wird selig seyn in seiner so legetch That. So aber sich Jemand unter euch e Boshil läßt dünken, er diene Gott, und hält mit Sans, seine Zunge nicht im Zaum, sondern ist, welchh herführt sein Herz, deß Gottesdienst achen. ist eitel. Ein reiner und unbefleckter —.— Gottesdienst vor Gott dem Vater ist Ost der: Die Waisen und Witwen in ihrer ste, Trübsal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt behalten. — „22.⸗H0, 965 r. Am Fest der Himmelfahrt so wirhn Cuhristi. t ihrnihs Evangelium, Marc. 16, 14⸗20. Bittet, s 3 da die Eilfe zu Tische saßen, ure Fru offenbarte sich der Herr und schalt habe ihn üren Unglauben und ihres Herzens eredetz 4(härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hat⸗ nichtuut en denen, die ihn gesehen hatten auf⸗ reden un astanden. Und er sprach zu ihnen: verklle Hehet hin in alle Welt und predigt das demsehm Evangelium aller Kreatur. Wer da einem u glaubet und getauft wird, der wird ht, daßih sselig werden, wer aber nicht glaubet, I. Denul der wird verdammet werden. Die b, darun, geichen aber, die da folgen werden aubet, d denen, die da glauben, sind die: In bin. J meinem Namen werden sie Teufel n, undg austreiben, mit neuen Zungen reden, erum in Schlangen vertreiben, und so sie etwas um Valn, Tödliches trinken, wird es ihnen nicht er: Sieh, schaden. Auf die Kranken werden sie und sah die Hände legen, so wird es besser mit zissen u, ihnen werden. Und der Herr, nachdem d bedarst er mit ihnen geredet hatte, ward er je, dann aufgehoben gen Himmel, und sitzet zur ott ausg' techten Hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mitfol⸗ gende Zeichen. iit iht euch ꝛemand Lection, Ap. Gesch. 1, 1⸗11. nicht ein ie erste Rede habe ich zwar gethan t Manne, Dacber Theophile, von alemdem, u Spiegel das Jesus anfing, beides, zu thun und er sich he· zu lehren, bis an den Tag, da er aufge⸗ 27. zorts, und Am Fest der Himmelfahrt Christi. Am 6. Sonnt. n. Ostern. 21 nommen ward, nachdem er den Aposteln (welche er batte erwählt,) durch den heiligen Geist Befehl gethan hatte, wel⸗ chen er sich nach seinem Leiden leben⸗ dig erzeiget hatte, durch mancherlei Erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reiche Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nichtvon Jerusalemwichen, son⸗ dern warteten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehöret(sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligenGeistgetauftwerden, nichtlang nach diesen Tagen. Die aber, so zusam⸗ men gekommen waren, fragten ihn, und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Js⸗ rael? Er aber sprach zu ihnen: Es gebühret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche derVater seiner Macht vorbehalten hat; sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfan⸗ gen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen seyn zu Je⸗ rusalem, und in ganz Judäa und Sa⸗ maria, und bis an das Ende der Erde. Und da er solches gesagt, ward er auf⸗ gehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr, und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Am 6. Sonntage nach Ostern, Exaudi genannt. Awangelten0 15, 26⸗27 und enn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahr⸗ heit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen, denn ihr seyd von Anfang bei mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert, 22 Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch toͤdtet, wird meinen, er thue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt, denn ich war bei euch. Epistel/ 1 Petr. 4, 811. Sẽ seyd nun maͤßig und nuͤchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine bruͤnstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Suͤnden Menge. Seyd gastfrei unter einander, ohne Murmeln. Und dienet einander, ein Jeglicher mit der Gabe, die er em⸗ pfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnaden Gottes. So Jemand redet, daß er es rede, als Gottes Wort. So Jemand ein Amt hat, daß er es thue als aus dem Vermoͤgen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Gott gepreiset werde, durch Jesum Chri⸗ stum, welchem sey Ehre und Gewalt, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Am heiligen Pfingst-Tage. Evangelium, Joh. 14, 23⸗31. Fesus antwortete, und sprach zu ihm: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen, und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der haͤlt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hoͤret, ist nicht mein, sondern des Va⸗ ters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Troͤster, der hei⸗ lige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbe wird es euch alles lehren, und euch erinnern alles deß, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt giebt. Euer Herz erschrecke nicht, und fuͤrchte sich nicht. Ihr habt gehoͤret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch. Haͤttet ihr mich lieb, so wuͤrdet ihr euch Am heiligen Pfingsttage. freuen, daß ich gesagt habe: Ich gz zum Vater; denn der Vater ist groͤßg denn ich. Und nun habe ich e 8 euch ge sagt, ehe denn es geschieht, auf di wenn es nun geschehen wird, daß in glaubet. Ich werde hinfort mehr nich viel mit euch reden, denn es kommt in Fuͤrst dieser Welt, und hat nichts a mir. Aber, auf daß die Welt erkemm. daß ich den Vater liebe, und ich as thue, wie mir der Vater geboten gun Stehet auf, und lasset uns von sin nen gehen. Lection, Apost. Gesch. 2, 1⸗1 nd als der Tag der Pfingsten erfllt war, waren sie alle einmuͤthiz l einander. Und es geschah schnell eh Brausen vom Himmel, als eines gennh tigen Windes, und erfuͤllete das gn Haus, da sie saßen. Und man sahe m ihnen die Zungen zertheilt, als win sie feurig; und er setzte sich aufliin Jeglichen unter ihnen. Und wurden ll voll des heiligen Geistes, un singanth zu predigen mit andern Zungen, uh dem der Geist ihnen gab auszusprahn. Es waren aber Juden zu Jerusien wohnend, die waren gottesfürtiz Maͤnner, aus allerlei Volk, das ult dem Himmel ist. Da nun diese Stimpe geschahe, kam die Menge zusammih und wurden bestuͤrzt, denn es hoͤrtteh Jeglicher, daß sie mit seiner Sprit redeten. Sie entsetzten sich aber M verwunderten sich und sprachen unth⸗ einander: Siehe, sind nicht diese ll, die da reden, aus Galilaͤa? Wie hean wir dann ein Jeglicher seine Sprath darinnen wir geboren sind? Paulih und Meder, und Elamiter, und dient wohnen in Mesopotamien, und in Jihhn und Cappadocien, Ponto und Ash Phrygien und Pamphilien, Eghpla und an den Enden der Lybien, bei ytk ne, und Auslaͤnder von Rom, Jidn und Judengenossen, Ereter und Arabel wir hören sie mit unsern Zungen d großen Thaten Gottes reden. Sie ent setzten sich aber Alle, und wurden iin und sprachen einer zu dem andern: V will das werden? Die andern aber hatten es ihren Spott, und sprachen: E sind voll suͤßen Weins. Am Am zu us p esus spr J Hurrd eingeborene die an ihn g den, sonde Oenn Gott sandt in die sondern de werde. W nicht gerich der ist scho nicht an de Sohnes G ticht, daß men ist; u Finsterniß ühre Werke thut, der nicht an de nicht gestr Wahrheit daß seine X sie sind in Lection Dẽer He gen er ist vero der Lebend diesem zeu seinen Na Vergebun. len. Da P siel der he Worte zu aus der X gekommen auch auf d Geistes a hoͤrten, de Gott hoch trus: M wehren, d die den he gleichwie taufen i Ich giz ist groͤßg es euch g „ auf dah ird, daß i mehr nith kommt de it nichts g zelt erkemn, und ich ash zeboten huz 16 von hz 2, 1·U, zsten erfült nmuͤthiz x schnelleh eines gewah e das ginz nan sahe x „als wirn h auf enng wurden ll nsingeneg ngen, auh szusprahhn, 1 Jeruscin ttesfürchiz „das unlie iese Stimm Am zweiten Pfingst⸗-Tage. Evangelium, Joh. 5, 16⸗21. J Gott die Welt geliebet, daß er seinen engeborenen Sohn gab, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer⸗ den, sondern das ewige Leben haben. Oenn Gott hat seinen Sohn nicht ge⸗ sandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet,‚ der ist schon gerichtet, denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das ist aber das Ge⸗ nicht, daß das Licht in die Welt gekom⸗ men ist; und die Menschen liebten die zinsterniß mehr, denn das Licht. ihre Werke waren boͤse. Wer Arges thut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestrafet werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden, denn sie sind in Gott gethan. Lection, Ap. Gesch. 10, 42⸗48. Der Herr hat uns geboten zu predi⸗ gen dem Volk, und zu zeugen daß er ist verordnet von Gott, ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch zusammih es hoͤrtkeeh ner Sprte h aber M, achen unte⸗ t diese Il, Wie han seinen Namen Alle, die an ihn glauben, Vergebung der Suͤnden empfangen sol⸗ len. Da Petrus noch diese Worte redete, siel der heilige Geist auf Alle, die dem Worte zuhoͤrten. Und die Glaͤubigen aus der Beschneidung, die mit Petro gekommen waren, entsetzten sich, daß 1e Sprath auch auf die Heiden die Gabe des heiligen 52 Porh und die ut nd in Ihn und Msoh „Eghpin n, bei Ehn⸗ om, Jidah ind Arabetl Zungen di 1. Sie ent⸗ urden irn dern: Vi aber hatte achen: G Geistes ausgegossen werde. Denn sie hoͤrten, daß sie mit Zungen redeten, und Am 2. heiligen Pfingsttage. Am Sonntage Trinitatis. 23 Gott hoch priesen. Da antwortete Pe⸗ trus: Mag auch Jemand das Wasser taufen im Namen des Herrn. Am Sonntage Trinitatis, oder, am Fest der heil. Dreifal⸗ tigkeit. Evangelium, Joh. 35, 1715. wehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu mus, ein Oberster unter den Juden. Der kam zu Jesu bei der Nacht, und sprach esus sprach zu Nicodemo: Also hat zn ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott gekommen; denn Niemand kann die Zeichen thun, die du thust, es sey denn Gott mit ihm. Jesus antwortete, und sprach zuihm: Wahr⸗ lich, wahrlich, ich sage dir: Es sey denn, daß Jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen, und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sey denn, daß Jemand geboren werde aus dem Wasser Denn und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch ge⸗ boren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich es nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr muͤßt von neuem ge⸗ boren werden. Der Wind blaͤset, wo er will, und du hͤͤrest sein Sausen wohl, aber du weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er faͤhrt. Also ist ein Jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nicodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehn? Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel, und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugniß nicht an. Glau⸗ bet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie wuͤrdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen wurde? Und Niemand faͤhrt gen Himmel, denn der vom Himmel hernie⸗ der gekommen ist, naͤmlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Moses in der Wuͤste eine Schlange erhoͤ⸗ het hat, also muß des Menschen Sohn erhoͤhet werden, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, son⸗ dern das ewige veben haben. Epistel, Röm. 11, 33⸗56. O welch eine Tiefe des Reichthums, ö beide der Weisheit und Erkennt⸗ s war aber ein Mensch unter den niß Gottes! Wie gar unbegreiflich sind Pharisaͤern, mit Namen Nicode⸗ seine Gerichte, und unerforschlich seine 2⁴ Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder, wer ist sein Rathgeber gewesen? Oder, wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn, und in ihm sind alle Dinge. Ihm sey Ehre in Ewigkeit, Amen. Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Lue. 16. 19⸗31. Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstli⸗ cher Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwären, und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische sielen; doch kamen die Hunde, und leckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf, und sahe Abraham von ferne, und Laza⸗ rum in seinem Schoos, rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mei⸗ ner, und sende Lazarum, daß er das Aeußerste seines Fingers ins Wasser tauche, und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abra⸗ ham aber sprach: Gedenke Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in dei⸗ nem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das Alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fah⸗ ren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an die⸗ sen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Pro⸗ pheten; laß sie dieselben hören. Er aber spracht Nein, Vater Abrahamz sondern wenn einer yon den Todten zu Am 1. und 2. Sonntage nach Trinitatis. ihnen ginge, so würden sie Buße thin Er aber sprach zu ihm: Hören sie M, sen und die Propheten nicht, so werdn sie auch nicht glauben, ob Jemand hu den Todten auferstünde. Epistel, 1 Joh. 4, 16⸗2ʃ. G ist die Liebe, und wer in du Liebe bleibt, der bleibt in Goh und Gott in ihm. Daran ist die Leß völlig bei uns, auf daß wir eine zu⸗ digkeit haben am Tage des Gerichth denn gleichwie er ist, so sind auch wa dieser Welt. Furcht ist nicht in ze Liebe, sondern die völlige Liebe trei die Furcht aus; denn die Furcht zn Pein. Wer sich aber fürchtet, derss nicht völlig in der Liebe. Lassetunsihn lieben, denn er hat uns erst geliebt. E Jemand spricht: Ich liebe Gott, ud hasset seinen Bruder, der ist ein Lügnn, Denn wer seinen Bruder nicht liche, den er siehet, wie kann er Gott llehn, den er nicht siehet? Und dies Gebolhe ben wir von ihm, daß, wer Gott liehsh daß der auch seinen Bruder liebs Am 2. Sonntage nach Trinh Evangelium, Luc. 14, 16⸗A. Es war ein Mensch, der machte i groß Abendmahl, und lud Vieledi⸗ zu. Und sandte seinen Knecht aussu Stunde desAbendmahls, zu sagendn Geladenen: Kommt, denn es is M⸗ bereitet. Und sie fingen an, Alenh einander sich zu entschuldigen. Denuis sprach zu ihm: ich habe einenAckerst kauft, und muß hinausgehen, und s besehen z ichbittedich, entschuldigenst Und der Andere sprach: Ich habefui Joch Ochsen gekauft, und ich geheseh hin, sie zu besehen; ich bitte dich,el⸗ schuldige mich. Und der Dritte sprath Ich habe ein Weib genommen, datl kann ich nicht kommen. Und der Kueht kam, und sagte das seinem Hermu der. Da ward der Hausherr zornig n sprach zu seinem Knechte: Geht aus bald auf die Straßen und Gassen du Stadt, und führedieArmen undkriz pel, und Lahmen und Blinden herel Und der Knecht sprach: Herr es ist schehen, was du befohlen hast, e aber noch Raum da. Und der Her sprach zu dem Knechte: Gehe aus au die Landstr noͤthige sie mein Hauẽ aber, daß laden sind, wird. Episte erwun der, wissen, da Leben komt Bruͤder. der bleibt i hasset, der wisset, da das ewige“ haben wir Leben fuͤr sollen auc lassen. W Guͤter hat darben, ur zu, wie bl. Meine Kin mit Wort. dern mit di Am 3.0 Evang s nahe ner un Und die Ph murrten v die Suͤnde sagte aber sprach: w der hunde eines verl und neunz nach dem v Und wenn es auf seit wenn er! Freunden zu ihnen: habe mein loren war auch Freu Suͤnder,! neunzig& beduͤrfen. zehn Gros die Landstraßen, und an die Zaͤune, und noͤthige sie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch Buße thn ren sie M t, so werd emand vun 16⸗2ʃ. wer in din bt in Goh ist die lsch eine dru⸗ 5 Gericht auch wirhh icht in iebe treihl Furcht hu htet, der sset uns ihn geliebt.& Gott, und ein Lügnn, nicht liche, Bott liehn, Gebothe⸗ Gott lichg, er liebe Trinin 16⸗A. laden sind, mein Abendmahl schmecken wird. Epistel, 1 Joh. 5, 15⸗18. B oer euch nicht, meine Bruͤ⸗ der, ob euch die Welt hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind, denn wir lieben die Bruͤder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschlaͤger; und ihr wisset, daß ein Todtschlaͤger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein beben fuͤr uns gelassen hat, und wir sollen auch das Leben fuͤr die Bruͤder lassen. Wenn aber Jemand dieser Welt Guͤter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die diebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, son⸗ dern mit der That und mit der Wahrheit. aber, daß der Maͤnner keiner, die ge⸗ machte t 1Vieledi⸗ cht ausn Am 3. Sonntage nach Trinitat. Evangelium, Luc. 16, 1⸗10. u sagen du s naheten aber zu Jesu allerlei Zoͤll⸗ es ist Us ner und Suͤnder, daß sie ihn hoͤreten. „Allengh und die Pharisaͤer und Schriftgelehrten n. Dereil murrten und sprachen: Dieser nimmt enAckergt⸗ die Suͤnder an, und isset mit ihnen. Er n, undihn sagte aber zu ihnen dies Gleichniß, und lldigemh, sprach: welcher Mensch ist unter euch, habefil der hundert Schaafe hat, und so er der h geheseh eines verlieret, der nicht lasse die neun e dich,el. und neunzig in der Wuͤste, und hingehe itte sprah: nach dem verlornen, bis daß er es finde? en, darun Und wenn er es gefunden hat, so legt er der Knaͤht es auf seine Achfseln mit Freuden. Und Herrnist. wenn er heim kommt, ruft er seinen zornig ld Freunden und Nachbarn, und spricht Gehe aus zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich Bassen de habe mein Schaaf gefunden, das ver⸗ undKrüß⸗ loren war. Ich sage euch: Also wird en heret. auch Freude im Himmel seyn uͤber einen es ist ge Suͤnder, der Buße thut, vor neun und hast, es 1 neunzig Gerechten, die der Buße nicht der Her beduͤrfen. Oder, welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen ver⸗ Am 3. und 4. Sonntage nach Trinitatis. 25 lieret, die nicht ein Licht anzunde, und kehre das Haus, und suche mit Fleiß, bis das sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihren Freundinnen und Nachbarinnen, und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Gro⸗ schen gefunden, den ich verloren hatte. Also auch sage ich euch, wird Freude seyn vor den Engeln Gottes uͤber einen Suͤnder, der Buße thut. Epistel, 1 Petr. 5, 6⸗11. Se demuͤthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhoͤhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget fuͤr euch. Seyd nuͤchtern und wachet, denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein bruͤllender Lowe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widersteht fest im Glauben, und wisset, daß eben dieselben Leiden uͤber eure Bruͤder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit, in Christo Jesu, derselbe wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, staͤrken, kraͤftigen, gruͤnden. Demselben sey Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Am 4. Sonntage nach Trinitat. Evangelium, Luc. 6, 36 ⸗12. Dauer seyd barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Rich⸗ tet nicht, so werdet ihr auch nicht gerich⸗ tet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein volles, gedruͤcktes, ge⸗ ruͤtteltes und uͤberfluͤssiges Maas wird man in euren Schoos geben; denn eben mit dem Maas, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg wei⸗ sen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Juͤnger ist nicht uͤber seinen Meister; wenn der Juͤnger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? 26 Oder, wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, ziehe zuvor den Balken aus deinem Auge, und be⸗ siehe dann, daß du den Splitter aus dei⸗ nes Bruders Auge ziehest. Epistel, Roͤm. 8, 18⸗23. enn ich halte es dafuͤr, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht und Jesus sprach zu Simon: Fürth dich nicht; denn von nun an wirstn werth sey, die an uns soll offenbaret werden. Denn das aͤngstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern um deßwillen, der sie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des vergaͤnglichen Wesens, zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Krea⸗ tur sehnet sich mit uns, und aͤngstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft, und warten auf unsers Leibes Erloͤsung. Am 5. Sonntage nach Trinitat. Evangelium, Luc. 5, 1⸗1II. 6 begab sich aber, da sich das Volk zu Jesu drang, zu hoͤren das Wort Gottes, und er stand am See Genezareth und sahe zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Netze. Da trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande fuͤhrte. Und er setzte sich und leh⸗ rete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte aufgehoͤrt zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Hoͤhe, und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Am 5. und 6. Sonntage nach Trinitatis. Zug thut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefan⸗ gen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im anderen Schiffe waren, daß sie kaͤmen, und huͤlfen ihnen aber zu seinem Bruder ziehen. Und sie kamen und fuͤlleten bish Schiffe voll, also daß sie sunken. I. das Simon Petrus sahe, siel er Jesu 0 den Knieen, und sprach: Herr, gah von mir hinaus, ich bin ein suͤndihh Mensch. Denn es war ihn ein Schreun angekommen, und alle, die mit ihm uy ren, uͤber diesen Fischzug, den sie miz einander gethan hatten, desselbiz gleichen auch Jakobum und Johanneh die Soͤhne Zebedaͤi, Simonis Geselgg Menschen fangen. Und sie fuͤhrten he Schiffe zu Lande, und verließen allz und folgeten ihm nach. Epistel, 1 Petr. 3, 8⸗15. Erdlich aber seyd allesammt glah gesinnet, mitleidig, bruͤderlih, barmherzig, freundlich. Vergeltet nich Boͤses mit Boͤsem, oder Scheltwort uit Scheltwort, sondern dagegen sehnt, und wisset, daß ihr dazu berufen sh, daß ihr den Segen beerbet. Denn ir leben will, und gute Tage sehen, A schweige seine Zunge, daß sie nichtt N ses rede, und seine Lippen, daß sie nilt truͤgen. Er wende sich vom Boͤsen, u thue Gutes: er suche Friede und sn ihm nach. Denn die Augen des Hem sehen auf die Gerechten, und seine Inn auf ihr Gebet; das Angesicht aber i Herrn sieht auf die, die da Boͤses thah Und wer ist, der euch schaden koͤnnten ihr dem Guten nachkommet? und g ihr auch leidet um der Gerechtihll willen, so seyd ihr doch selig. Fuͤrhih euch aber vor ihrem Trotzen nicht, W erschrecket nicht. Heiliget aber Hh den Herrn in eurem Herzen. Am 6. Sonntage nach Tiinilh Evangelium, Matth. 5, 20%6. E sey denn eure Gerechtigkeit bsse⸗ denn der Schriftgelehrten ud Phaͤrisaͤer, so werdet ihr nicht in d Himmelreich kommen. Ihr habt gaht ö ret, daß zu den Alten gesagt ist: du sollst nicht toͤdten; wer aber toͤdtet, di soll des Gerichts schuldig seyn. Ichahe sage euch: Wer mit seinem Bruder zil net, der ist des Gerichts schuldig. W saget: Rachti der ist des saget: Du Feuers sch deine Gabe wirst allda etwas wid vor dem A uvor hin! ruder, ur deine Gab Widersache ihm auf de der Widerf antworte! uͤberantwo dest in der dir wahrlie herauskom Heller bez Epi WiBI Jest sind in sei nun mit i in den To ist aufern die Herrli auch wir i So wir a den zu gl auch der? weil wirn sammt iht suͤndliche! der Suͤnd storben ist der Suͤnd gestorben mit ihme l Christus, fort nicht üͤber ihnn gestorben ben, zu das lebet euch dafüͤ seyd, un unserm H Am 7. Evan 3⁵ der und Wbtn. 2 der ist des Raths schuldig. Wer aber Ker Fsu loget: Ou Narrl der ist des hoͤllischen Herr 90 ßeuers schuldig. Darum, wenn du in sündin deine Gabe auf den Altar opferst, und Scun wirst allda eingedenk, daß dein Bruder nit ihm vs etwas wider dich habe: So laß allda den sie n vor dem Altar deine Gabe/ und gehe desselbin zuvor hin und versoͤhne dich mit deinem Iohanm Bruder, und alsdann komm und opfere u6 Geseln deine Gabe. Sey willfaͤhrig deinem n: Futh Widersacher bald, dieweil du noch bei an wirstn ihm auf dem Wege bist/ auf daß dich fuͤhrten h der Widersacher nicht dermaleinst uͤber⸗ ließen ls antworte dem Richter, und der Richter uͤberantworte dich dem Diener, und wer⸗ dest in den Kerker geworfen. Ich sage 6715. dir wahrlich Du wirst nicht von dannen mmt glih herauskommen, bis du auch den letzten Haline Heller bezahlest. eltwort ni Epistel, Roͤm. 6, 511. gen segnt, Wiaihn nicht, daß alle, die wir in erufen sh, Jesum Christum getauft sind, die Dennine sind in sein en Tod getauft? so sind wir sehen, Arnun mit ihm begraben durch die Taufe e nichtzhe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus daß sie uit ist auferweckt von den Todten, durch Boösen u die Herrlichkeit des Vaters, also sollen de und in auch wir in einem neuen Leben wandeln. des Han So wir aber sammt ihm gepflanzt wer⸗ seine dun den zu gleichem Tode, so werden wir cht aberi auch der Auferstehung gleich seyn. Die⸗ Boöses im. weil wir wissen, daß unser alter Mensch n könnte sammt ihm gekreuziget ist, auf daß der et? Undefuͤndliche Leib aufhoͤre, daß wir hinfort Ferechtilt der Suͤnde nicht dienen. Denn wer ge⸗ 3. Fürht storben ist, der ist gerechtfertigt von nicht,. der Sunde. Sind wir abermit Christo aber gal gestorben, so glauben wir, daß wir auch en. mit ihm leben werden, und wissen, daß —— Christus, von den Todten erwecket, hin⸗ Trinill. fort nicht stirbet, der Tod wird hinfort üͤber ihn nicht herrschen. Denn, daß er 5, 20%. gestorben ist, das ist er der Suͤnde gestor⸗ geithsn ben, zu einem mal, daß er aber lebet, ehrten. das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet icht in euch dafuͤr, daß ihr der Suͤnde gestorben 11·1 Wie und lebet Gott in Christo Jesu, nse toͤdtet, de————.— . Am 7. Sonntage nach Trinitat. — Ve„Evangelium, Marc. 3, 19. et: dahu 3* der Zeit, da vieles Volk da war, und hatte nichts zu essen, rief Jesus Am 7. und 8. Sonntage nach Trinitatis. 27 seine Juͤnger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharrt und ha⸗ ben nichts zu essen. Und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, wuͤrden sie auf dem Wege verschmachten, denn Etlich waren von ferne gekommen. Seine Juͤnger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod bier in der Wuͤsten, daß wir sie saͤttigen? Und er fragte sie, wie viel habt ihr Brode? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brode, und dankte, und brach sie, und gab sie seinen Juͤngern, daß sie dieselben vorlegten; und sie leg⸗ ten dem Volk vor. Und hatten ein we⸗ nig Fischlein; und er dankte und hieß dieselben auch vortragen. Sie aßen aber und wurden satt, und hoben die uͤbrigen Brocken auf, sieben Koͤrbe. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich. Epistel, Roͤm. 6, 19⸗25. IIch muß menschlich davon reden, um der Schwachheit willen eures Flei⸗ sches. Gleichwie ihr eure Glieder bege⸗ ben habt zum Dienst der Unreinigk it, und von einer Ungerechtigkeit zu der andern: also begebet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Suͤnde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fuͤr Frucht? welcher ihr euch jetzt schaͤmet; denn das Ende derselben ist der Tod. Nun ihr aber seyd von der Suͤnde frei, und Gottes Knichte geworden, habt ihr eure Frucht daß ihr heilig werdet; das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Suͤnden Sold, aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben, in Christo Jesu unserm Herrn. Am 8. Sonntage nach Trinitat. Evangelium, Matth. 7, 15⸗25. Sene euch vor, vor den falschen Propheten, die in Schaafskleidern zu euch kommen; inwendig aber sind sie reißende Woͤlfe. An ihren Fruͤchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch 28 Trauben lesen von den Dornen, oder Feigen von den Disteln? Also, ein jeg⸗ licher guter Baum bringet gute Früch⸗ te; aber ein fauler Baum bringet arge Früchte, Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringot, wird abgehauen und in das Feuer geworfen. Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht Alle, die zu mir sagen: Herr, Herr, in das Himmelreich kom⸗ men; sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden Biele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrie⸗ ben? Haben wir nicht in deinem Namen viel Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir, ihr Uebelthäter. Epistel, Röm. 8, 12⸗17. o sind wir nun, lieben Brüder, Schuldner, nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so wer⸗ det ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tödtet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtlichen Geist empfan⸗ gen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kind⸗ lichen Geist Aba, Lieht durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Der⸗ selbe Geist giebt eugniß unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben, und Miterben Christi; so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erho⸗ ben werden. Am 9. Sonntage nach Trinitat. Evangelium, Luc. 16, 1⸗9. Eꝰ war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm berüchtiget, als hätte er ihm seine Am 9. Sonntage nach Trinitatis. Güter umgebracht. Und er fordertesh und sprach zuihm: Wiehöreich daszn dir? ThueRechnung von deinemHau halten? denn du kannst hinfort nih mehrHaushalter seyn. DerHaushalh sprach bei sich selbst: Was soll ich thun Mein Herr nimmt das Amt von ni⸗ graben mag ich nicht, so schäme ichm zu betteln. Ich weiß wohl, was ichthu will, wenn ich nun von dem Amt geseh werde, daß sie mich in ihre Häusernts⸗ men. Und er rief zu sich alle Schulhm seines Herrn, und sprach zu dem erssn Wieviel bistdu meinem Herrn schulhhh Er sprach: Hundert TonnenOels I er sprach zu ihm: Nimm deinen Bass setze dich, und schreibe flugs funffs Darnach sprach er zu dem andern: A aber, wie viel bist du schuldig? sprach: Hundert Malter Weizen. Iu er sprach zu ihm: Nimm deinen Mulf und schreibe achtzig. Und der hen lobete den ungerechten Haushal, daß er klüglich gethan hätte. den die Kinder dieser Welt sind llihn, denn die Kinder des Lichts in ihim Geschlecht. Und ich sage euch auh; Machet euch Freunde mit dem uns⸗ rechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in R ewigen Hütten. Epistel, 1 Cor. 10, 6⸗13, Das ist aber uns zum Vorbild geshz hen, daß wir uns nicht gelissit lassen des Bösen, gleichwie jene gu lüstet hat. Werdet auch nicht Abgöll⸗ sche, gleichwie jener Etliche wordes als geschrieben stehet: Das Voll seht sich nieder zu essen und zu trinken, ud stand auf zu spielen. Auch laßtun nicht Hurerei treiben, wie Etliche untg jenen Hurerei trieben, und fielen aif einen Tag drei und zwanzig taushb. Lasset uns aber auch Christum uicht versuchen, wieEtliche von jenen ihnbit. suchten, und wurdenvonden Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleh⸗ wie jener Etlichemurreten, und wurden — umgebracht durch den Verderber. Sol⸗ ches alles widerfuhr ihnen zum Bot⸗ bilde; es ist aber geschriehen uns 28 Warnung, auf welche da Ende den Welt kommen ist. Darn„P Wer sich — äßt duͤnker daß er nicht denn mens Aber Gott laßt versu ondern m o ein Er könnet ertr Am Evange nd als hinzu und weine Wenn du auch beden was zu dei nun ist es gen. kommen, d dich und d Den Wagenbure und an aller lich schleifer ndern lass ekennet ha keimgesucht Lempel, ur darinnen v⸗ prach zu i Mein Haus ö — abt es g und er lehr lie Hohenp und die Vo eten ihm ne und fande sollten; d in, und h berhalten. seyd gewes len stumme vurdet. D Riemand J den Geist G lann Jesu durch den he cherlei Gab und es sind forderteih eich daen inemHau infort nit Haushalh öll ichthunt nt von nß äme ichms vas ichthu Amtgish Häusernei Schulhm dem ersien In schulsh — nOels. I ö inen Buss g funfsz ndern: A ildig? reizen. I inen Bief d der Hent daushalle, tte. Dun ind klge, 3 in ihteh euch auh: dem unhe⸗ ö „wenn ihr men in de 6·43. hild geschs ht geliste e jene ge ht Abgöll, he wordes, Vollseht inken, ud h laßtin liche inte fielen aif g tauserd. stum ucht ten ihnhel⸗ Schlangen cht, glesc⸗ nd wurden xber. Sol⸗ zum Vol⸗ 1 nde „Wer sich läßt dunken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menschliche Versuchung betreten. Iber Gott ist getreu, der euch nicht lͤßt versuchen uͤber euer Vermögen, sondern macht, daß die Versuchung o ein Ende gewinne, daß ihr es köͤnnet ertragen. Am 10. Sonntage nach ö Trinitatis. Evangelium, Luc. 19, 1⸗18. Hind als er, der Herr Jesus, nahe hinzu kam, sahe er die Stadt an, und weinete über sie, und sprach: Venn du es wüßtest, so wuͤrdest du such bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist es vor deinen Augen verbor⸗ gen. Denn es wird die Zeit uͤber dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern, und an allen Orten aͤngsten, und werden sich schleifen, und keinen Stein auf dem ndern lassen, darum, daß du nicht rkennet hast die Zeit, darinnen du leimgesucht bist. Und er ging in den Lempel, und fing an auszutreiben, die hirnen verkauften und kauften; und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber habt es gemacht zur Mördergrube. und er lehrte taͤglich im Tempel. Aber lie Hohenpriester und Schriftgelehrten, und die Vornehmsten im Volk, trach⸗ eten ihm nach, daß sie ihn umbrächten, und fanden nicht, wie sie ihm thun sellten; denn alles Volk hing ihm an, und hörete ihn. Epistel, 1 Cor. 12, 1⸗11. Vi den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Bruͤder, nicht berhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seyd gewesen, und hingegangen zu len stummen Goͤtzen, wie ihr gefuͤhrt vurdet. Darum thue ich euch kund, daß Riemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und Niemand kann Jesum einen Herrn heißen, ohne durch den heiligen Geist. Es sind man⸗ cherlei Gaben, aber es ist ein Geist. und es sind mancherlei Aemter, aber Am 10. und 11. Sonntage nach Trinitatis. 29 es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kraͤfte, aber es ist ein Gott, der da wirket Alles in Allen. Ja einem Jeg⸗ lichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Wrisheit; dem Andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geist; einem Andern der Glaube, in demselbigen Geist; einem Andern die Gabe gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem Andern Wunder zu thun; einem Andern Weis⸗ sagung; einemAndern Geister zu unter⸗ scheiden; einem Andern mancherlei Sprachenz; einem Andern die Sprachen auszulegen. Dies aber Alles wirkt derselbige einige Geist, und theilt einem Jeglichen seines zu, nachdem er will. Am 11. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Luc. 18, 9⸗14. er Herr sagte zu Etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm waͤren, und verachteten die Andern, ein solches Gleichniß: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Phärisäer, der andere ein Zoͤllner. Der Pharisäer stand, und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere deute, Raͤuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zwei⸗ mal in der Woche, und gebe den Zehnten von Allem, das ich habe. Und der Zoͤll⸗ ner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel; sondern schlug an seine Brust, und sprach: Gott, sey mir Suͤnder gnaͤ⸗ dig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhoͤhet werden. Epistel, 1 Cor. 15, 1⸗10. IIch erinnere euch aber, lieben Bruͤder, des Evangelii, das ich euch ver⸗ kuͤndigt habe, welches ihr auch ange⸗ nommen habt, in welchem ihr auch ste⸗ het; durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkündiget habe, so ihr es behalten habt; es waͤre denn, daß ihr es umsonst geglaubt haͤt⸗ 30 Am 12. und 13. Sonntage nach Trinitatis. tet. Denn ich habe euch zuvoͤrderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben sey fuͤr unsere Suͤnden, nach der Schrift; und daß er begraben sey, und daß er aufer⸗ standen sey am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwoͤlfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fuͤnf hundert Bruͤdern auf einmal, derer noch viele leben, Etliche aber sind entschlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jacobo, darnach von allen Aposteln. Am letzten nach Allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden. Denn ich bin der Geringste unter den „Aposteln; als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apostel heiße, darum, daß ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe vielmehr gearbeitet, denn sie Alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Marc. 7, 31⸗57. nd da der Herr Jesus wieder aus⸗ ging von den Grenzen Tyri und Sidon, kam er an das Galilaͤische Meer, mitten unter die Grenze der zehen Staͤdte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm die Finger in die Ohren, und spuͤtzte, und ruͤhrte seine Zunge, und sahe auf gen Himmel, seufzete, und sprach zu ihm: Hephata! das ist, thue dich auf. Und alsbald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es Niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich uͤber die Maaße, und sprachen: Er hat alles wohl ge⸗ macht; die Tauben macht er hoͤrend und die Sprachlosen redend. Epistel, 2 Cor. 3, l9. Es war eit En solches Vertrauen aber hall salem hina wir durch Christum zu Gal die Mörde Nicht, daß wir tuͤchlig sind von ul schlugen il selbst, etwas zu denken, als von ul ließ en ihn selbst, sondern daß wir tuͤchtig sul sich aber ist von Gott; welcher uns auch küh dieselbige gemacht hat, das Amt zu fuͤhren ihn sahe, neuen Testaments, nicht des Buhtz gleichen a bens, sondern des Geistes. Denni die Staͤtte Buchstabe toͤdtet, aber der Geist n uͤber. Ein lebendig. So aber das Amt, kam dahin durch die Buchstaben toͤdtet, und iun merte ihn Steine ist gebildet, Klarheit hath ihm seine also, daß die Kinder Israels nichtum Oel und ten ansehen das Angesicht Mosis, u Thier, un der Klarheit willen seines Angesitz und pflegt die doch aufhoͤrte. Wie sollte nh reisete er vielmehr das Amt, das den Iis schen, un giebt, Klarheit haben? Denn so d sprach zu Amt, das die Verdammniß predih du was n Klarheit hat, vielmehr hat das un dir es beze das die Gerechtigkeit predigt, Un Welcher schwengliche Klarheit. dreien de der Irrad Er spra Am 13. Sonntage nah an ihm t Trinitatis. So gehe Evangelium, Luc. 10, B.. Ept GFesus wandte sich zu seinen Iun Cieben 2 X gern, und sprach insondersalt licher Selig sind die Augen, die da si doch eines das ihr sehet. Denn ich sage eih wenn es Viele Propheten und Koͤnige mi nichts daz ten sehen, das ihr sehet, und hün Abraham es nicht gesehen; und hoͤren, daßit Er sprich. höret, und haben es nicht gehint, durch viet Und siehe, da stand ein Schrifthill durch de ter auf, versuchte ihn, und spoch Christus. Meister, was muß ich thun, daß ih Lestamen das ewige Leben ererbe? Er aber suh get ist ar zu ihm: Wie stehet im Gesetz geshitt gehoben, d ben? Wie liesest du? Er antwanktt, das Geset und sprach: Du sollst Gott, duen ist uber v Herrn, lieben von ganzem Haf nachher. von ganzer Seele, von allen Kriften, Gesetz ert und von ganzem Gemüthe, und deinn nicht dur Nächsten als dich selbst. Er aber sud aber hat zu ihm: Du hast recht geantworttß frei gesch thue das, so wirst du leben. Er an setz? Esi wollte sich selbst rechtfertigen, willen, b sprach zu Zesu: Wer ist denn mein Verheißu ster? Da antwortete Jesus, undspoh von den g9. Es war ein Mensch, der ging von Jeru⸗ aber hahl salem hinab gen Jericho, und siel unter n zu Gal die Mörder; die zogen ihn aus, und ind von ul schlugen ihn, und gingen davon, und als von ul ließen ihn halb todt liegen. Es begab tuͤchtig sil sich aber ohngefaͤhr, daß ein Priester auch tüch dieselbige Straße hinabzog, und da er fuͤhren ihn sahe, ging er voruͤber. Desselben des Buhhsz gleichen auch ein Levit, da er kam bei . Denn die Stätte, und sahe ihn, ging er vor⸗ r Geistuh uͤber. Ein Samariter aber reisete, und Amt, kam dahin, und da er ihn sahe, jam⸗ et, und iun merte ihn seiner, ging zu ihm, verband rheit hah ihm seine Wunden, und goß darein 6 nicht kEm Hel und Wein, und hob ihn auf sein Mosis, Thier, und fuͤhrete ihn in die Herberge, 3 Angesiitz und pflegte seiner. Des andern Tages sollte nehreisete er, und zog heraus zwei Gro⸗ den UOl schen, und gab sie dem Wirthe, und Denn so i sprach zu ihm: Pflege seiner, und so niß prebih. du was mehr wirst darthun, will ich at das Imn dir es bezahlen, wenn ich wieder komme. edigt, Um Welcher duͤnkt dich, der unter diesen dreien der Naͤchste sey gewesen dem, der unter die Moͤrder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit e nach an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen. „BH. Epistel, Gal. 35, 15⸗22. seinen z½(ieben Bruͤder, ich will nach mensch⸗ insonderhikt licher Weise reden: Verachtet man die da shey doch eines Menschen Testament nicht, 9. sage eih wenn es bestaͤtiget ist, und thut auch doͤnige wb nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung „und hann Abraham und seinem Saamen zugesagt. ren, daelt Er spricht nicht, durch die Saamen, als icht ghiet durch viele, sondern als durch einen, schriftgl durch deinen Saamen, welcher ist und sprh: Christus. Ich sage aber davon: das un, daß ih Testament, das von Gott zuvor bestaͤti⸗ aber uh get ist auf Christum, wird nicht auf⸗ setz geshut: gehoben, daß die Verheißung sollte durch Am 14. Sonntage nach Trinitatis. antwurtth ö das Gesetz aufhören, welches gegeben zott, dinen ist ber vierhundert und dreißig Jahr zem Hiizah nachher. Denn so das Erbe durch das len Krifen. Gesetz erworben wurde, so würde es „und deinn nicht durch Verheißung gegeben; Gott raber spuh aber hat es Abraham durch Verheißung wider einander, 31 Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler, Gott aber ist einig. Wie? ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißung? Das sey ferne. Wenn aber ein Gesetz gegeben waͤre, das da koͤnnte lebendig machen, so kaͤme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Suͤnde, auf daß die Verheißung kaͤme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Am 14. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Luc. 17, 11⸗19. Urd es begab sich, da Jesus reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch Samaria und Gallilaͤa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussaͤtzige Männer, die standen von fer⸗ ne und erhoben ihre Stimme, und spra⸗ chen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser. Und da er sie sahe, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sahe, daß er gesund worden war, kehrete er um, und pries Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen Fuͤßen und dankte ihm, und das war ein Samariter. Jesus aber ant⸗ wortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neune? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrete, und gaͤbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen. Epistel, Gal. 5, 16⸗24. + Bruͤder: wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch geluͤstet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch. Dieselbige sind daß ihr nicht thut, eanene frei geschenket. Was soll denn das Ge⸗ was ihr wollet. Regieret euch aber der n. Er ale setz? Es ist dazu kommen um der Suͤnde Geist, so seyd ihr nicht unter dem Ge⸗ tigen a mein Ni und sprah von den Engeln, durch die Hand des willen, bis der Saame kaͤme, dem die setze. Offenbar sind aber die Werke des Verheißung geschehen ist, und ist gestellt Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hure⸗ rei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgoͤtterei, —.— 32 Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Mord, Saufen, Fressen und derglei⸗ chen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Ge⸗ duld, Freundlichkeit, Guͤtigkeit, Glaube, Sanftmuh, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christum angehoͤren, die kreuzigen ihr Fleisch, sammt den Luͤsten und Begierden. Am 15. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Matth. 6, 24⸗5. N kann zweien Herren dienen, entweder er wird einen hassen, und den anderen lieben, oder wird einem anhangen, und den andern ver⸗ achten. Ihr koͤnnet nicht Gott dienen, und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fuͤr euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fuͤr euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Voͤgel unter dem Himmel an; sie saͤen nicht, sie erndten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater naͤhret sie doch. Seyd ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Laͤnge eine Elle zusetzen moͤge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fuͤr die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß. auch Sa⸗ lomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben Eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleinglaͤubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten Am 15. und 16. Sonntage nach Trinitatis. Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, nach dem Reich Gottes, und nach sensber en n Gerechtigkeit, so wird euch 1—.—— bilks Wis zufallen. Darum sorget nicht fuͤr y i sie andern Morgen, denn der morges derselben Tag wird fur das Seine sorgen. 6 nicht! und ist genug, daß ein jeglicher Lag sihSarg an, eigene Plage habe. 53.——— Epistel, Gal. 5, 25 u. 6, 1⸗10, auf. 10 4 o wir im Geiste leben, so laßt unund fing a S auch im Geiste wandeln. Laßtin seiner ach nicht eitler Ehre geizig seyn unter te eine Furch. ander(uns) zu entruͤsten und zu has sprachen: Lieben Brüder, so ein Mensch dunter a von einem Fehier übereilet würde,fin Volk! helfet ihm wieder zurecht mit sune soen ihm muͤthigem Geist, die ihr geistlich sh Land, un Und siehe auf dich selbst, daßidu nit Epist auch versucht werdest. Einer tlageOieben B andern Last, so werdet ihr das Ha L ihr ni Christi erfuͤllen. So aber sich Truͤbsal w laͤßt duͤnken, es sey etwas, so ehluh welche eue nichts ist, der betruͤget sich selbst. En beuge ich! Jeglicher aber pruͤfe sein selbst unsers Oe und alsdann wird er an ihm sllieh rechte Va Ruhm haben, und nicht an an Kinder hei andern. Denn ein Jeglicher wirhsindaß er eue eigene Last tragen. Der aber utnthum seine richtet wird mit dem Wort, der thilHdurch sein mit allerlei Gutes dem, der ihn uih richtet. Irret euch nicht, Gott ii sich nicht spotten. Denn was in Mensch saͤet, das wird er erndͤhh Wer auf sein Fleisch saͤet, der nih von dem Fleisch das Verderben erndten Wer aber auf den Geist saͤet, der wit von dem Geist das ewige Leben erndteh Laßt uns aber Gutes thun, und mith muͤde werden; denn zu seiner 3 werden wir auch erndten ohne Aufh Als wir denn nun Zeit haben, so la uns Gutes thun an Jedermann, al meist aber an des Glaubens Guuosa — Laͤnge, ur auch erken viel besser daß ihr Gottesfuͤl schwaͤnglic wir bitten Kraft, di sey Ehre Christo J Ewigkeit Am Am 16. Sonntage noh Trinitatis. Evangelium, Luc. 7, 11⁷7ĩ½— Ud es begab sich darnach, dch Jesus in eine Stadt mit Runn Nain ging, und seiner Juͤnger gnan]Evang viel mit ihm, und vieles Volk. M ndes! er aber nahe an das Stadtthor kan ein H. siehe, da trug man einen Todtenherun(Ev. nach sein solches allszieles Volk aus der Stadt ging mit ihr. icht jür usund da sie der Herr sahe, jammerte ihn r morgensderselben, und sprach zu ihr: Weine orgen. 6 r Tag sah 6/, 1·10. so laßt un ln, Laßtu n unter d zu hass Nensch ein wuͤrde, mit sans⸗ eistlich schz daß du nith er thage d ihm sle an alh r witd sint aber wlat „der thele rihn unr Gott list nwas de er erndli „ der uid hen erndteh, t, der uih en erndie und nith der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe, und nicht! Und trat hinzu, und ruͤhrte den Sarg an, und die Traͤger standen. Und er sprach: Juͤngling, ich sage dir, stehe auf. Und der Todte richtete sich auf, und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an, und priesen Gott, und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze zuͤdische Land, und in alle umliegende Laͤnder. Epistel, Ephes. 5, 15⸗21. Bruͤder, darum bitte ich, daß ihr nicht muͤde werdet um meiner Truͤbsal willen, die ich fuͤr euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist uͤber Alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reich⸗ thum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menyschen und Christum, zu wohnen durch den Glauben in eurem Herzen, d durch die Liebe eingewurzelt und egruͤndet zu werden, auf daß ihr begreifen moͤget mit allen Heiligen, welches da sey die Breite, und die Laͤnge, und die Tiefe und die Hoͤhe; auch erkennen, daß Christum lieb haben, viel besser ist, denn alles Wissen, auf seiner Ail daß ihr erfullt werdet mit allerlei e Aufht en, so i ann, al Gottesfuͤlle. Dem aber, der uͤber⸗ schwaͤnglich thun kann uͤber Alles, das wir bitten oder verstehen, nach der 5 Genoss graft, die da in uns wirket, dem — sey Ehre in der Gemeinde, die in Nnach Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. =. Uach 90 Am 17. Sonntage nach nit R Trinitatis. iger gingn][ Evangelium, Luc. 4, 1⸗11. Volk. M Ur es begab sich, daß Jesus kam in tthor kam ein Haus eines Obersten der Phari⸗ dten heraut(ev. auth.) Am 17. Sonntage nach Trinitatis. 33 saͤrr, auf einen Sabbath, das Brod zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersuͤchtig. Und Jesus antwortete, und sagte zu den Schrift⸗ gelehrten und Pharisaͤern, und sprach: Ist es auch recht auf den Sabbath heilen? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an, und heilte ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete, und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brun⸗ nen faͤllt, und er nicht alsbald ihn heraus zieht am Sabbathtage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichniß zu den Gaͤsten, da er merkte, wie sie erwaͤhlten oben an zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von Jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht oben an, daß nicht etwa ein Ehrlicherer, denn du, von ihm geladen sey; und so dann kommt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche diesem! und du muͤssest dann mit Schaam unten an sitzen. Sondern, wenn du geladen wirst, so gehe hin, und setze dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, ruͤcke hinauf; dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der soll ernie⸗ driget werden; und wer sich selbst erniedriget, der soll erhoͤhet werden. Epistel, Ephes. A, 1⸗6. Se ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie es sich gebuͤhret eurem Beruf, darin ihr berufen seyd, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget Einer den Andern in der Liebe, und seyd fleißig zu halten die Einigkeit im Geist, durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seyd auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott, und Vater(unser) Aller, der da ist uͤber euch Alle, und durch euch Alle, und in euch Allen. 3 34 Am 18., 19. und 20. Sonntage nach Trinitatis. Am 19. Sonntage nach Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Matth. 22, 34⸗46. De aber die Pharisäer hörten, daß Jesus den Sadducäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und Einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vor⸗ nehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüthe. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisäer bei einander waren, fragte sie Jesus, und sprach: Wie dünkt euch um Chri⸗ sto? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn? da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis das ich lege deine Feindezum Schemel deinerFüße? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und Nie⸗ mand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch Niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Epistel, 1 Cor. 1, 4⸗9. Ich danke meinem Gott allezeit eu⸗ renthalben für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr sehd durch ihn in allen Stücken aler Erkenntn an aller Lehre, und in aller Erkenntniß, wie denn die Predigt von Christo in euch kräftig worden ist, also, daß ihr keinen Mangel habt, an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unsträf⸗ lich seyd auf denTag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seyd zur Gemein⸗ schaft seines Sohns Jesu Christi, unsers Herrn. ö Evangelium, Matth. 9, 1.6. a trat er, der Herr Jesus, in di und fuhr wieder herih ne Stadt. Und siehe,l zu ihm einen Gichtbrüch gen, der lag auf einem Bette. Danm Jesus ihren Glauben sahe, sprach⸗ zu dem Gichtbrü chigen: Seh gelnn mein Sohn, dein bönch e Sünden sind dirtzn geben. Und siehe, Etliche unter du gelehrten sprachen beisichsell Dieser lästert Gott. Da aber Jesusih Gedanken sahe, sprach er: Wann so arges in euren Henm Welches ist leichter zu sagen; Dir ssh deine Sünden vergeben, oder zusagth Stehe auf und wandele? Auf daßlh aber wisset, daß des Menschen Eht Macht habe auf Erden die Sündehnt vergeben, sprach er zu dem Gichthuicl. gen: Stehe auf, hebe dein Beshauf, und gehe heim. Und er stand aasnd ging heim. Da das Volk das sahnn⸗ wunderte es sich, und preisete Gothin solche Macht den Menschen gegebenst. Epistel, Ephes. 4, 22⸗B. leget nun von euch ab, nach dn vorigen Wandel, den alten A⸗ schen, der durch Lüste in Irrthunsh verderbet. Erneuert euch aber im hat eures Gemüths, und ziehet den neun Menschen an, der nach Gott geschafn ist in rechtschaffner Gerechtigkeit um Heiligkeit. Darum leget die Lügengh und redet die Wahrheit, ein jeglihn mit seinem Nächsten, sintemal wirnh⸗ tereinander Glieder sind. Zürnet uh sündiget nicht, lasset die Sonne nigt über eurem Zorne untergehen. G auch nicht Raum dem Lästerer. Vn⸗ gestohlen hat, der stehle nicht meht sa⸗ dern arbeite, und schaffe mit den hin⸗ den etwas Gutes, auf daß er halt zu geben dem Dürftigen. Am 20. Sonntage nach Evangelium, Matth. 22, t as Himmelreich ist gleich einemKb⸗ nige, der seinem Sohnt Hochzel machte. daß sie den und sie we sandte er sprach: e Mahlzeit sen und m und alles Aber sie v einer auf ner Hand seine Kner Da das d nig, und brachte di ihre Stal Knechten aber die Darum g ladet zur Und die Straßen, sie fanden wurden a hinein, di allda eine hochzeitli⸗ ihm: Fr. men und an: Er der Koͤnig ihm Haͤnd die aͤußer seyn He viele sind auserwaͤ Epif Seso wa sondern euch in d Darum sondern Herrn W Weins, d folget, Und rede und Lob dern, si in eure allezeit f in dem Christi. unterthg nach 9, 1·8. sus, in de eder herh nd siehe, Bichtbrüch te. Dam . Sey getiof sind dirtnn e Unter u ei sich selhz er Jesusih r: Wariz en Herzel n; Dir ssh er zusagy Auf daßih schen Sh Sünden z Bichthuici. n Bethauf, nd auf und s saht,ke⸗ te Goth der gegebenhht. 22•B. / nach kin alten In⸗ rrthumsch er im Hast t den neun t geschafn — tigkeit uh. e Lügenah in jeglihn nal wiru Zürnet u zonne niht hen. Gabu erer. Ba mehf san⸗ t den hin er habt xN — nach 2. 14. einemRů⸗ ie Hochzei Christi. machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie den Gaͤsten zur Hochzeit rufeten, und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gaͤsten, siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Och⸗ sen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles bereit, kommet zur Hochzeit. Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu sei⸗ ner Handthierung. Etliche aber griffen seine Knechte, höͤhneten und tödteten sie. Da das der Koͤnig hoͤrete, ward er zor⸗ nig, und schickte seine Heere aus, und brachte diese Moͤrder um, und zuͤndete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereitet, aber die Gaͤste warens nicht werth. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen, und brachten zusammen, wen sie fanden, boͤse und gute, und die Tische wurden alle voll. Da ging der Koͤnig hinein, die Gaͤste zu besehen, und sahe allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekom⸗ men und hast doch kein hochzeitlich Kleid an: Er aber verstummete. Da sprach der Koͤnig zu seinen Dienern: Bindet ihm Haͤnde und Fuͤße und werfet ihn in die aͤußerste Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zaͤhnklappen. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwaͤhlet. Epistel, Ephes. 5, 15⸗21. Sẽ sehet nun zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit, denn es ist boͤse Zeit. Darum werdet nicht unverstaͤndig, sondern verstaͤndig, was da sey des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes. Und redet unter einander von Psalmen und Lobgesaͤngen und geistlichen Lie⸗ dern, singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen. Und saget Dank allezeit fͤr alles, Gott und dem Vater in dem Namen unseres Herrn Jesu Und seyd unter einander unterthan in der Furcht Gottes. Am 21. Sonntage nach Trinitatis. 35 Am 21. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Joh. E, 7⸗51. nd es war ein Koͤnigischer, deß Sohn lag krank zu Capernaum. Dieser hoͤrte, daß Jesus kam aus Judaͤa in Galilaͤa, und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab kaͤme, und huͤlfe seinem Sohne; denn er war todtkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glau⸗ bet ihr nicht. Der Koͤnigische sprach zu ihm: Herr, komme hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm seine Knech⸗ te, verkuͤndigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie spra⸗ chen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde waͤre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus that, da er aus Judaͤa in Galilaͤa kam. Epistel, Ephes. 6, 10⸗17. uletzt, meine Bruͤder, seyd stark in dem Herrn, und in der Macht sei⸗ ner Staͤrke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen koͤnnet gegen die listigen Anläͤufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kaͤmpfen, sondern mit Fuͤrsten und Gewaltigen, naͤmlich mit den Herren der Welt, die in der Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den boͤsen Geistern unter dem Himmel! Um deßwillen, so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem boͤsen Tag Widerstand thun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behalten moͤget. So stehet nun, umguͤrtet eure Lenden mit Wahr⸗ heit, und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit; und an Beinen ge⸗ stiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingen ab unm 36 ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr ausloͤschen koͤnnet alle feu⸗ rige Pfeile des Boͤsewichts und nehmet den Helm des Heils und das Schwerdt des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Matth. 18, 23⸗35. as Himmelreich ist gleich einem Koͤnige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tausend Pfund schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen, ihn, und sein Weib und seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hin⸗ aus, und fand einen seiner Mitknechte der war ihm hundert Groschen schuldig, und er griff ihn an, und wuͤrgte ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn, und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, son⸗ dern ging hin, und warf ihn in das Gefaͤngniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mit⸗ knechte solches sahen, wurden sie sehr betruͤbt, und kamen, und brachten vor ihren Herren alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich, und sprach zu ihm: Du Schalks⸗ knecht, alle deine Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uͤber deinen Mitknecht, wie ich mich uͤber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und uͤberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von euren Herzen, ein Jeglicher seinem Bruder Am 22. und 28. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Phil. 1, 3⸗11. ch danke meinem Gott, so ost V eurer gedenke(welches ich allt thue in allem meinem Gebet fuͤr en Alle, und thue das Gebet mit zu den), uͤber eurer Gemeinschaft Evangelio, vom ersten Tage an biehh Und bin desselben in guter Zuverst daß, der in euch angefangen hat i gute Werk, der wird es auch vollfuͤhn bis an den Tag Jesu Christi. Wie! denn mir billig ist, daß ich dermaß von euch Allen halte; darum, daß euch in meinem Herzen habe, in desn meinem Gefaͤngniß, darinnen ich de Evangelium verantworte und balrhz tige, als die ihr Alle mit mir d Glade theilhaftig seyd. Denn G ist mein Zeuge, wie mich nach eul Allen verlanget von Herzensgrund Jesu Christo. Und darum bete ich, d eure Liebe je mehr und mehr mh werde in allerlei Erkenntniß und En fahrung; daß ihr prüfen möget, zu das Beste sey, auf daß ihr seyd lulr und unanstoͤßig, bis auf den Tagchsh erfuͤllet mit Fruͤchten der Gerechtighiz die durch Jesum Christum geschtn (in euch), zur Ehre und Lobe Gulh. Am 23. Sonntage nih Trinitatis. Evangelium, Matth. 22, a gingen die Pharisaͤer hin, w hielten einen Rath, wie sie Nsn fingen in seiner Rede. Und sandteh ihm ihre Juͤnger, sammt Herodes H⸗ nern, und sprachen: Meister, wir wissh daß du wahrhaftig bist, und lehrestin Weg Gottes recht, und du fragest m Niemand, denn du achtest nicht das dn sehen der Menschen. Darum sage uu was duͤnkt dich: Ist es recht, daßwan dem Kaiser Zins gebe oder nichtt In nun Jesus merkte ihre Schallhel sprach er: Ihr Heuchler, was versuchl ihr mich? Weiset mir die Zinsmuntz Und sie reichten ihm einen Groschen das und er sprach zu ihnen: Weß ist du Bild und die Ueberschrift? Sie sprachl zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er z ihnen: So gebet dem Kaiser, was d seine Fehler. Kaifers ist, und Gott, was Gottes in Da sie doa sich und li Epif olget n auf di uns habet wandeln,! habe, nun nen, die Fe cher Ende der Bauch zu Schan gesinnt sin Himmel, des Heilan welcher ur wird, daß klaͤrten Lei er kann au machen. Am Evange a Jes he, d fiel vor ihi meine Tos komm, un wird sie le und folgte Und siehe, Blutgang ihm, und an. Denn te ich nur ich gesund und sahe meine To holfen. U derselben Obersten. und das 6 zu ihnen: ist nicht te verlachter getrieben griff sie Magdleit scholl in 311. Da sie das hoͤreten, verwunderten sie t, so oft sich und ließen ihn, und gingen davon. es ich alle ebet für el t mit zu inschaft g ge an bishh r Zuversih ngen hat h vollfüͤhn⸗ isti. Wie; ich dermaß um, daß e, in dlesa inen ich de und bekch mit mir d Denn G h nach eit ensgrund i Hete ich, d mehr nh iß und En nöget, uz seyd luulte Tagohaff jerechtiglth m geschtn dobe Golk, e nach Epistel, Phil. 3, 17⸗21. olget mir, lieben Bruͤder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habet zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ichs auch mit Wei⸗ nen, die Feinde des Kreuzes Christi, wel⸗ cher Ende ist die Verdammniß, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdisch gesinnt sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklaͤren wird, daß er aͤhnlich werde seinem ver⸗ klaͤrten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen. Am 24. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Matth. 9, 18⸗26. a Jesus solches mit ihnen redete, sie⸗ he, da kam der Obersten einer, und siel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber komm, und lege deine Hand auf sie, so 2, er hin, u pie sie Isn sandten verodes Ol⸗ „wir wiss) d lehreston fragest uh nicht dasu m sage undz t, dahman nicht! H Schalkhet, as versucht Zinsmuͤnn. roschen dat. Weß ist da ie sprachn sprach er u r, was di Gottes is wird sie lebendig. Und Jesus stand auf, und folgte ihm nach, und seine Juͤnger. Und siehe, ein Weib, das zwoͤlf Jahr den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm, und ruͤhrte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Moͤch⸗ teich nur sein Kleid anruͤhren, so wuͤrde ich gesund. Da wandte sich Jesus um, und sahe sie, und sprach: Sey getrost meine Tochter, dein Glaube hat dir ge⸗ holfen. Und das Weib ward gesund zu derselben Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und sahe die Pfeifer und das Getuͤmmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Maͤgdlein ist nicht todt, sondern es schlaͤft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk aus⸗ getrieben war, ging er hinein, und er⸗ griff sie bei der Hand, da stand das Mägdlein auf. Und dies Geruͤcht er⸗ scholl in dasselbige ganze Land. Am 24. und 25. Sonntage nach Trinitatis. 37 Epistel, Coloss. 1, 9⸗14. 2•5 auch wir, von dem Tage an, da wir es gehoͤret hahen, hoͤren wir nicht auf fuͤr euch zu beten, und zu bitten, daß ihr erfuͤllet werdet mit Erkenntniß seines Willens, in allerlei geistlicher Weisheit und Ver⸗ stand: daß ihr wandelt wuͤrdiglich dem Herrn zu allem gefallen, und fruchtbar seyd in allen guten Werken, und wachset in der Erkenntniß Gottes, und gestaͤr⸗ ket werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmuͤthigkeit mit Freuden. Und dank⸗ saget dem Vater, der uns tuͤchtig ge⸗ macht hat zu dem Erbtheile der Heiligen im Licht. Welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsterniß, und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes. An welchem wir haben die Erloͤsung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Suͤnden. Am 25. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Matth., 15⸗28. enn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwuͤstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Staͤtte (wer das lieset, der merke darauf!). Alsdann fliehe auf die Berge, wer im juͤdischen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Saͤu⸗ gern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter, oder am Sabbath. Denn es wird als⸗ dann eine große Truͤbsal seyn, als nicht gewesen ist, von Anfang der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht wuͤrden verkuͤr⸗ zet, so wuͤrde kein Mensch selig; aber um der Auserwaͤhlten willen werden die Tage verkuͤrzet. So alsdann Je⸗ mand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus, oder da, so sollt ihr es nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufste⸗ 38 hen, und große Zeichen und Wunder thun, daß verführet werden in den Irrthum(wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste; so gehet nicht hinaus. Siehe, er ist in der Kammer z so glaubet es nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgang, und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch seyn die Zukunft des Menschen Sohns. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Epistel, 1 Thess. 4, 13⸗18. W'i wollen euch aber, lieben Brü⸗ der, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seyd, wie die Andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschla⸗ fen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch, als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und überbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vor⸗ kommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feld⸗ geschrei und Stimme des Erzengels, und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Himmel; und die Todten in Christo werden auferstehen zuerst. Darnach wir, die wir leben und über⸗ bleiben, werden zugleich mit densel⸗ bigen hingerückt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn seyn allezeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten unter einander. Am 26. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Matth. 25, 31⸗46. enn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herr⸗ lichkeit und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird ste von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Am 26. Sonntage nach Trinitatis. Böcken scheidet. Und wird die Sh zu seiner Rechten stellen, und die M zur Linken. Da wird dann der Kün sagen zu denen zu seiner Rechtn Am Episte W ist, denn eu Kommet her, ihr Gesegneten mein Vaters, ererbet das Reich, das el bereitet ist von Anbeginn der Wil Denn ich bin hungrig gewesen, un ihr habt mich gespeist. Ich bin aun gewesen, und ihr habt mich getränsh Ich bin ein Gast gewesen, und ihrhih mich beh erberget. Ich bin nackt geys sen, und ihr habt mich bekleidet. A bin krank gewesen, und ihr habt ni besuchet. Ich bin gefangen gewesth und ihr seyd zu mir gekommen. Dan werden ihm die Gerechten antworttz und fragen: Herr, wann haben wirdi hungrig gesehen, und haben dich gesh set? Oder durstig, und haben dichg⸗ tränket? Wann haben wir dich einn Gast gesehen, und beherberget? dde nackt, und haben dich bekleidet? Vum haben wir dich krank oder gefanget gesehen, und sind zu dir gekomma Und der König wird antworten, iud sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sagenh. Was ihr gethan habt einem unteri⸗ sen meinen geringsten Brüdern, I habt ihr mir geihan. Dann hit er auch sagen zu denen zur Lnken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchtih, in das ewige Feuer, das bereilet s dem Teufel und seinen Engeln. Y. bin hungrig gewesen, und ihr hil mich nicht gespeiset. Ich bin dui gewesen, und ihr habt mich nicht ge. tränket. Ich bin ein Gast gewesen, Ad ihr habt mich nicht beherberget. Jhl nackt gewesen, und ihr habt mich niht bekleidet. Ich bin krank und gefanhit gewesen, und ihr habt mich nicht bs suchet. Da werden sie ihm auch anth ten, und sagen; Herr, wann hahn wir dich gesehen hungrig, oder duusih oder einen Gast, oder nackt, oderkanh oder gefangen, und haben dir nichtgt⸗ dient? Dann wird er ihnen antworte und sagen: Wahrlich, ich sage euh Mas ihr nicht gethan habt einem untit diesen Geringsten, das habt iht u auch nicht gethan. Und sie werden die ewige Pein gehen, aber die Gereh⸗ ten in das ewige Leben. die Liebe Allen nimn daß wir u Gemeinden und Glaut gungen un welches an wird, un! Reiche Go leidet; nac vergelten Truͤbsal ar Truͤbsal le nun der K werden von seiner Kra Rache zu erkennen, sam sind d Jesu Chrif den, das Angesicht herrlichen wird, daf seinen Hei allen Glaͤr Am 2 Evange Sieh nach Epist ieben Br daß in werden Sp Luͤsten wan Verheißune dem die V. es Alles, w tur gewese wollen sie r vor Zeiten Wasser, un Gottes Wo 0 die Welt Süͤndfluth Himmel je Epistel, 2 Thess. 1, 3⸗10. Wir sollen Gott danken allezeit um euch, lieben Bruder, wie es billig ist, denn euer Glaube waͤchset sehr, und eten mein die Liebe eines Jeglichen unter euch b, das el Allen nimmt zu gegen einander; also, der Wil das wir uns eurer ruͤhmen unter den wesen, ul Gemeinden Gottes, von eurer Geduld bin duun und Glauhen, in allen euren Verfol⸗ geträns gungen und Truͤhsalen, die ihr duldet; und ihrhel welches anzeigt, daß Gott recht richten nackt gen wird, und ihr wuͤrdig werdet zum kleidet. A Reiche Gottes, uͤber welchem ihr auch r habt uh leidet; nachdem es recht ist bei Gott, zu en gewesg vergelten Truͤbsal denen, die euch men. Dan Truͤbsal anlegen. Euch aber, die ihr antwortz Truͤbsal leidet, Ruhe mit uns, wann ben wirdth nun der Herr Jesus wird offenbaret dich gesih werden vom Himmel, sammt den Engeln ben dichge seiner Kraft, und mit Feuerflammen, dich einn Rache zu geben uͤber die, so Gott nicht rgett Ohe erkennen, und über die, so nicht gehor⸗ det? Vum sam sind dem Evangelio unsers Herrn r gefange Jesu Christi; welche werden Pein lei⸗ gekomme den, das ewige Verderben von dem horten, ud Angesicht des Herrn, und von seiner hsageelh herrlichen Macht; wenn er kommen n unter hl wird, daß er herrlich erscheine mit üdern, un seinen Heiligen und wunderbar mit dann huh allen Glaubigen. die Sahn nd die n der Kön er Rechth ur Linken: Zerfluhn. Am 27. Sonntage nach gehn d. ö Trinitatis. 5 ihr ün Evangelium, Matth. 17, 19. bin dursth Siehe oben am 6. Sonntage h nicht ge⸗ nach der Erscheinung Christi. wesen u Epistel, 2 Petri 35, 3⸗13. uhaß Licen Bruͤder: wisset das aufs Erste, d gefanga daß in den letzten Tagen kommen t 1% werden Spoͤtter, die nach ihren eigenen ichantun Zusten wandeln, und sagen: Wo ist die ann habn Verheißung seiner Zukunft? Denn, nach⸗ der dunih dem die Vaͤter entschlafen sind, bleibet oderkait Alles, wie es von Anfang der Krea⸗ ir nichgl'tur gewesen ist. Aber Muthwillens antwonnn wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vor Zeiten auch war; dazu die Erde aus mnem unn Wasser, und im Wasser bestanden durch bt ihr ut Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit werden i. die Welt durch dieselbigen mit der die Gereh, Sündfluth verderbet. Also auch der Himmel jetzund und die Erde werden Am 27. Sonntage nach Trinit. Am Tage Mar. Rein. 39 durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottlo⸗ sen Menschen. Eins aber sey euch un⸗ verhalten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem Herrn ist, wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie Ein Tag. Der Herr verziehet nicht die Verheissung, wie es Etliche fuͤr einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß Jemand verloren werde, son⸗ dern daß sich Jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze zerschmelzen, und die Erde, und die Werke, die darinnen sind, wer⸗ den verbrennen. So nun das Alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt seyn mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in wel⸗ chem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden? Wir warten aber eines neuen Himmels, und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerech⸗ tigkeit wohnet. Am Tage Maria Reinigung. Evangelium, Luc. 2, 22 ⸗32. Urd da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mosis kamen, brachten sie das Kind Jesu gen Jeru⸗ salem, auf daß sie ihn darstellten dem Herrn.(Wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des Herrn: Allerlei Maͤnn⸗ lein, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiligt heißen;) Und daß sie gaͤben das Opfer, nach dem gesagt ist im Gesetz des Herrn: Ein Paar Turteltauben, oder zwei junge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon, und derselbe Mensch war fromm und gottesfuͤrchtig, und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geiste, er sollte den Tod nicht sehen, er haͤtte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den 40 Am Tage der Verkuͤndigung Maria. Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie fuͤr ihn⸗thaͤten, wie man pfleget nach dem Gesetz; da nahm er inn auf seine Arme, und lobte Gott, und sprach: Herr, nun laͤssest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Voͤlkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel. Lection, Maleach. 3, 1⸗A. Siche⸗ ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, deß ihr be⸗ gehrt. Siehe, er kommt, spricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden moͤgen?ꝰ Und wer wird bestehen, wann er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Gold⸗ schmiedes, und wie die Seife der Waͤ⸗ scher. Er wird sitzen und schmelzen, und das Silber reinigen; er wird die Kinder Levis reinigen und lautern, wie Gold und Silber; dann werden sie dem Herrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit, und wird dem Herrn woglgefallen das Speisopfer Judas und Jerusalems, wie vorhin und vor langen Jahren. Am Tage der Verkuͤndigung Mariaͤ. Evangelium, Luc. 1, 26⸗38. U im sechsten Monden war der Engel Gabriel gesandt von Gott, in eine Stadt in Galilaͤa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne, mit Na⸗ men Joseph, vom Hause Davids, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Enger kam zu ihr hinein, und sprach: Gegruͤßet seyst du Holdselige, der Herr ist mit dir, du Gebenedeyete unter den Weibern. Da sie ihn aber sahe, erschrack sie uber seine Rede, und gedachte, welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach ———ꝛ zu ihr: Fürchte dich nicht, Marig, j hast Gnade bei Gott gefunden. Sich du wirst schwanger werden im n und einen Sohn gebaͤren, deß Nam. ‚ sollst du Jesus heißen. Der wird Rr und ein Sohn des Hoͤchsten genmn werden; und Gott der Herr wird ihh den Stuhl seines Vaters David geben und er wird ein Koͤnig seyn uͤber di Haus Jacobs ewiglich, und seines K. nigreichs wird kein Ende seyn. V sprach Maria zu dem Engel: V. soll das zugehen? Sintemal ich vu keinem Manne weiß. Der Engel an wortete und sprach zu ihr: Der heish Kraft des Hoͤchsten wird dich uben schatten; darum auch das Heiligh das von dir geboren wird, with Gottes Sohn genannt werden. In siehe, Elisabeth, deine Gefreundeth ist auch schwanger mit einem Sohy, in ihrem Alter, und gehet jeht in sechsten Monden, die im Geschreifs, daß sie unfruchtbar sey. Denn Gott ist kein Ding unmoͤglich. Mein aber sprach: Siehe, ich bin des Hn Magd; mir geschehe, wie du gisht hast. Und der Engel schied von ir, Lection, Jes. 7, 10⸗16. 1 nd der Herr redete abermal zu li, und sprach: Fordere dir ein d⸗ chen vom Herrn, deinem Gott zes sy unten in der Hoͤlle, oder droben i der Hoͤhe. Aber Ahas sprach: Ich wil es nicht fordern, daß ich den Hum nicht versuche. Da sprach er: Wohlul so hoͤret ihr vom Hause Davids: R es euch zu wenig, daß ihr die d beleidiget, ihr muͤsset auch meinn Gott beleidigen? Darum, so wih euch der Herr selbst ein Zeichen geham Siehe, eine Jungfrau ist schwanga und wird einen Sohn gebären, d wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird er essen, daß er wist Boͤses zu verwerfen, und Gutes u erwaͤhlen. Denn ehe der Knabe lernt Boͤses verwerfen, und Gutes erwaͤhlen, wird das Land, dafuͤr dir grauet, ven lassen seyn von seinen zween Koͤnigen, Geist wird uͤber dich kommen, und dil. +* und Der Kleine Catechismus Herrn D. M. Luthers. n im vei deß Nam wird gra—— e— en genam* ö rr wird i. Frage und Antwort für die Kinder, so da sollen confirmiret avid gebehl sr 2 i n berd und zum erstenmal zur Communion gelassen werden. ö dseines H. ö seyn. A Der Kirchendiener fragt das erste Kind: ngel: W 89 7..— nan h. Bist du ein Christ? Engel 1 Ja, Herr! Der hellny Woher weißt du das? en, und di Daher, daß ich getauft bin auf den Namen unsers Herrn Jesu dich Ubn. Christi, und die christliche Lehre weiß und glaube. and. Welches ist denn die christliche Lehre? 1. i Die in den Schriften Mosis, der Propheten und Apostel verfasset Hefre an, und begriffen ist. mem E.„Wie viel Hauptstücke hat die christliche Lehre? set jezt n Fuͤnf. zeschrei iß, Das erste: Denn ha Die zehen Gebote Gottes. ich. Mein Das andere: des Hin Die Artikel des christlichen Glaubens. Das dritte: Das Gebet des HERRR. 10, Das vierte: Das Sacrament der heiligen Taufe. al zu lles, dir ein Ä- Das fuͤnfte: ott; ess„h Das Abendmahl des Herrn oder das Sacrament des Leibes und Blutes unsers Herrn Jesu Christi. droben in ö 21 9: Ich wil Wozu dienen uns diese allesammt insgemein? den Hum ö Daß wir erkennen; erstlich, wer wir sind, und wie wir mit Woblut ö unserm Herr Gott stehen. Darnach, wer unser Herr Gott sey, und 2920 10 wie wir mit ihm moͤgen verfoͤhnt und vereiniget werden. die Lell ch meinn h an Das erste Hauptstück: en gehen: schwange, é Von den zehen Geboten Gottes. untum Wie lautet das erste Gebot? er wisse Du sollst keine andere Götter haben neben mir. —— ünd du ö walln Wir sollen Gott uͤber alle Dinge fuͤrchten, lieben, und ihm allein ah vertrauen. Aünn Das andere Gebot? Du sollst den Namen deines Herrn nicht unnützlich führen. Das erste Hauptstuͤck. Was ist das? Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir bey seinem Name nicht fluchen, schwören, zaubern, luͤgen oder truͤgen: sondern den⸗ selbigen in allen Noͤthen anrufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebot. Du sollst den Feiertag heiligen. Was ist das 2 Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten: sondern dasselbige heilig halten, gerne hoͤren und lernen. Das vierte Gebot. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohlgehe, und du lange lebest auf Erden. Was ist das? Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herrn nicht verachten, noch erzuͤrnen: sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und werth haben. Das fünfte Gebot. Du sollst nicht tödten. ö Was ist das? Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unserm Naͤchsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid thun: sondern ihm helsen und foͤrdern in allen Leibes⸗Noͤthen. Das sechste Gebot. Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir keusch und zuͤchtiz leben, in Worten und Werken, und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren. Das siebente Gebot. Du sollst nichst'stehlen. Was ist das? Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unserm Naͤchsten sein Geld und Gut nicht nehmen, noch mit falscher Waare oder Handel an uns bringen: sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behuͤten. Das achte Gebot. Du sollst kein falsch Zeugniß reden wider deinen Nachsten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Naͤchsten nicht faͤlschlich beluͤgen, verrathen, afterreden, oder boͤsen Leumuth machen: sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren. Das neunte Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. —— Namen ern den⸗ igt und „ gerne n, auf ern und halten, Naͤchsten n helfen züͤchtiz Ilieben kaͤchsten e oder helfen chsten. ͤchsten umuth n und Das erste Hauptstuͤck. 5 Was ist das 2 Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unserm Naͤchsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen, noch mit einem Schein des Rechtes an uns bringen: sondern ihm dasselbe zu erhal⸗ ten, foͤrderlich und dienstlich seyn. Das zehnte Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib,.— 33 Magd, Vieh, oder alles, was sein ist. Was ist das 2 Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unserm Naͤchsten nicht sein Weib, Gesind oder Vieh abspannen, abdringen oder ab⸗ wendig machen: sondern bey denselbigen anhalten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen? Er sagt also: Ich, der Herr, dein Gott, bin ein starker eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimsuchet, an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied, aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausende Glied. Was ist das? Gott drohet zu strafen alle, die diese Gebote uͤbertreten, darum sollen wir uns fuͤrchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Ge⸗ bote thun. Er verheißet aber Gnade und alles Gute allen, die solche Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen, und gerne thun nach seinen Geboten. Wozu sind uns die zehen Gebote Gottes nutz? Zu zweyerley: Erstlich zeigen sie die Suͤnde an, und offenbaren Gottes Zorn uͤber die Suͤnde, dadurch wir veranlaßt werden, Ver⸗ gebung der Suͤnden und Trost wider Gottes Zorn und den ewigen Tod, bey unserm Herrn und Heiland Jesu Christo zu suchen. Zum andern lehren sie, welches die guten Werke seyen, so die Glaubigen und Neugebohrnen zu thun schuldig sind, ihren Gehorsam und Dank⸗ barkeit gegen den gnaͤdigen Vater im Himmel damit zu beweisen. Können wir denn auch mit unsern guten Werken Gottes Gebot und Gesetz erfüllen? Ach nein! denn nusere guten Werke sind nicht vollkommen gut, weil wir arme Suͤnder sind, und wann wir schon wollen Gutes thun, so liegt uns doch das Boͤse an. Roͤm. am 7. Wer hat denn das Gesetz und die zehn Gebote Gottes erfüllet? Christus Jesus, Gottes und Marien Sohn, der ist ganz heilig und gerecht, der hat fuͤr uns dem Gesetz genug gethan, anders nicht, als ob wir selbst das Gesetz gehalten: Und um desselbigen willen gefallen Gott auch unsere guten Werke, die wir durch Gottes Gnade im Glauben thun, ihm zu seinem Lob und Ehren, und unserm Naͤchsten zu Dienst, ob schon Mangel an denselbigen ist. Das andere Hauptstic. Das andere Hauptstück: Von den Artikeln des christl. Glaubens, Welches sind die Artikel des christlichen Glaubens? Dieses sind sie: Der erste, von der Schöpfung. Der andere, von der Erlösung. Der dritte, von der Heiligung. Wie lautet der erste Artikel? Von der Schöpfung. Ich glaube an Gott, den Vater, allmaͤchtigen Schoͤpfer Himmel und der Erde. Was ist das? — Ich glaube, daß mich Gott geschaffen hat samt allen Creaturen, mir Leib und Seel, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunst und alle Sinne gegeben hat, und noch erhaͤlt, dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker und Vish, und alle Guͤter, mit allerley Nahrung und Nothdurft des Leibes und Lebens, reichlich und täglich versorget, wider alle Gefaͤhrlichkeit beschuhnt zund beschirmet, und vor allem Uebel behuͤtet und bewahret, und daß alles aus lauter vaͤterlicher, goͤttlicher Guͤte und Barmherzigkeit, ohne „all mein Verdienst und Wuͤrdigkeit, deß alles ich ihm zu danken, und zu loben, und dafuͤr zu dienen, und gehorsam zu seyn schuldig bin Das ist gewißlich wahr. Wie lautet der andere Artikel? Von der Erlösung. Und ich glaube an Jesum Christum, seinen eingebohrnen Sohh, unsern Herrn, der empfangen ist vom heiligen Geist; gebohren auz Maria der Jungfrau; gelitten unter Pontius Pilatus; gekreuziget, gestorben und begraben; niedergefahren zu der Hoͤlle; am dritten Tage auferstanden von den Todten; aufgefahren gen Himmel; sihend zu der Rechten Gottes, des allmaͤchtigen Vaters. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Christus wahrhaftiger Gott, vom Vathn in Ewigkeit gebohren, und auch wahrhaftiger Mensch von der Jung⸗ frau Maria gebohren, mein Herr sey, der mich armen verlohrnen und verdammten Menschen erloͤset hat, erworben und gewonnen, von allen Suͤnden, vom Tod und von der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen theuren Blut, und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich sein eigen sey, und in seinem Reich unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Ge— rechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er auferstanden von den Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr. Wie lautet der dritte Artikel? Von der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geist; eine heilige christliche Kirche; die Gemeinschaft der Heiligen; Vergebung der Suͤnden; Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. — 2 Herr. Gottet Wele Er erwor walt! Ar und il Glau Himmehz reaturen, nunst und d Schuh, und Vieh, eibes und t beschühtt „ und das keit, ohn nken, und uldig bin. en Sohn, ohren auz kreuziget, m dritten el; sitzend hannen er om Vater der Jung verlohrnen nnen, voß nicht mit „und mit eigen sey, viger Gt⸗ von dem ahr. e Kirche, ferstehun Das andere Haupfstuck. Was ist das? Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiliget und erhalten, gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden berufet, sammlet, erleuchtet, hei⸗ liget, und bey Jesu Christo erhaͤlt, im rechten einigen Glauben, in welcher Christenheit er mir und allen Glaͤubigen taͤglich alle Suͤnde reichlich vergiebt, und am juͤngsten Tage mich und alle Toden auferwecken wird, und mir sammt allen Glaubigen in Christo Jesu, ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. Wozu dienen uns die Artikel des christlichen Glaubens? Daß wir unsern Gott daraus erkennen lernen, wer er sey in einem Wesen, und was sein gnaͤdiger Wille gegen uns sey. Wer ist nun Gott in seinem Wesen? Er ist Gott der Vater, Gott der Sohn, und Gott der heilige Geist, drey unterschiedliche Personen, in einem einigen, ewigen, un⸗ zertrennlichen Wesen. Sind denn drey Göͤtter? Nein: Es ist nur ein einiger Gott, welcher sich in dreyen unter⸗ schiedlichen Personen geoffenbaret hat. Was ist der gnädige Wille Gottes? Daß er uns will unsere Suͤnde vergeben, und mittheilen das ewige selige Leben. Wozu nützet uns die Erkenntniß des göttlichen Wesens und Willens? Daß wir daraus einen rechten Glauben erlangen, und durch den Glauben selig werden. Welche unter den dreyen Personen ist Mensch worden? Die andere Person, naͤmlich: der ewige Sohn Gottes. Wer ist nun Christus unser Erloͤser in seiner Person? Er ist wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit gebohren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria gebohren: Mein Herr.(Oder kuͤrzer:) Er ist wahrhaftiger Gott und Mensch. Oder: Gottes und Marien Sohn. Welches ist denn die größte Wohlthat dieses deines Erloͤsers Jesu Christi? Er hat mich armen, verlohrnen und verdammten Menschen erloͤset, erworben und errettet von allen Suͤnden, vom Tod, und von der Ge⸗ walt des Teufels. Warum hat er dich erlöset? Auf daß ich sein eigen sey, und in seinem Reich unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit. Glaubest du auch, daß Christus dein Herr bey seiner lieben Kirche allhier auf Erden und auch bey dir sey? Ja, mein lieber Herr Christus, wahrer Gest und Mensch, ein Herr uͤber alles, ist nach seiner Verheißung beyzmir und allen seinen Glaubigen, der ist mein Herr und Koͤnig, welcher, wie er mich er⸗ öset hat, also schuͤtzet und schirmet er mich auch, und will mich end⸗ lich in sein herrliches Reich nach diesem Leben aufnehmen. Das andere Hauptstuͤck. Wodurch wirst du vor Gott gerecht und selig? Durch kein ander Werk als durch den ganzen allerheiligsten Ge⸗ horsam meines Herrn und Erloͤsers Jesu Christi, und durch sein aller⸗ bitterstes Leiden und Sterben, das halt ich mit vestem Glauben und darauf stehet all meines Herzens Vertrauen und Zuversicht. Woher kommt die Bekehrung zu Gott und der Glaube an Jesum Christumꝰ ö Es ist eine Gabe des heiligen Geistes, der wirket und giebt mir sie, durch sein heiliges Wort und Evangelium und die heiligen Eh cramente. Das dritte Hauptstück. Vom Gebet des HERRN. Es lautet also: Vater unser, der du bist in dem Himmel. Was ist das? Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, Er sey unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getrost, und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater bitten. Die erste Bitte. Geheiliget werde dein Name. Was ist das? Gottes Name ist zwar an ihm selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bey uns geheiliget werde. Wie geschieht das? Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird, und wir auch heilig, als die Kinder Gottes, darnach leben. Das hilf uns, lieber Vater im Himmel. Wer aber anders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, der entheiliget unter uns den Namen Gottesj davor behuͤte uns, lieber himmlischer Vater. Die andere Bitte. Dein Reich komme. Was ist das? Gottes Reich kommt wohl ohne unser Gebet, von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. Wie geschieht das? Wenn der himmlische Vater uns seinen heiligen Geist giebt, daß wir seinem heiligen Wort durch seine Gnade glauben, und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Was ist das? ö Gottes guter gnaͤdiger Wille geschieht wohl ohne unser Gebet, aber wir bitten in diesem Gebete, daß er auch bey uns geschehe. ö Wie geschieht das? Wenn Gott allen boͤsen Rath und Willen bricht, und das hindert, Has uns den Namen Gottes nicht heiligen, und sein Reich nicht kom⸗ 0 uns Welt glau wir den 2 gsten Ge⸗ sein aller⸗ uben und mbe an giebt mir igen Soh —— sey unser rost, und der ihren bitten in wir auch 16, lieber denn daz Gottes; m selbst; ne. ebt, daß goͤttlich f Erden. r Gebet, hehe. 3 hindert, icht kom: Das dritte Hauprstuͤck. men lassen will, als da ist des Teufels, der Welt und unsers Fleischet Wille, sondern staͤrket und behaͤlt uns vest in seinem Wort und Glau⸗ ben, bis an unser Ende. Das ist sein gnaͤdiger und guter Wille. Die vierte Bitte. Unser täglich Brod gieb uns heute. Was ist das? Gott giebt das taͤgliche Brod auch wohl ohne unsere Bitte, allen boͤsen Menschen: Aber wir bitten in diesem Gebet, daß er uns sol⸗ ches erkennen lasse, damit wir mit Dank empfangen unser taͤglich Brod. Was heißt denn täglich Brod? Alles, was zur Leibesnahrung und Nothdurft gehört, als Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Guth, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und getreue Ober⸗ herren, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen. Die fuͤnfte Bitte: Und vergieb uns unsere Schuld, als auch wir vergeben unsern Schuldigern. Was ist das 2 Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht an⸗ sehen wolle unsere Suͤnde, und um derselben willen unsere Bitte nicht versagen, denn wir sind deß keines werth, was wir bitten, habens auch nicht verdienet, sondern er wolle uns alles aus Gnaden geben, denn wir suͤndigen taͤglich viel, und verdienen wohl eitel Strafe. Se wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben, und gerne wohl thun denen, die sich an uns versuͤndigen. Die sechste Bitte. Und führe uns nicht in Versuchung. Was ist das 2 Gott versucht zwar niemand, aber wir bitten in diesem Gebet, daß uns Gott wolle behuͤten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt, und unser eigen Fleisch nicht betruͤge, noch verfuͤhre in Miß⸗ glauben, Verzweiflung und andere große Schand und Laster. Und ol wir damit angefochten wuͤrden, daß wir doch endlich gewinnen, und den Sieg behalten. Die siebente Bitte. Sondern erlöse uns von dem Uebel. Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, als in einer Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerley Uebel, Leibes und der Seele, Guts und der Ehre, erloͤse, und zuletzt, wenn unser Stuͤndlein kommt, ein seliges Ende beschere, und mit Gnaden von diesem Jammerthal zu sich nehme in den Himmel. Amen. Was heißt Amen? Daß ich soll gewiß seyn, solche Bitte seyz dem Vater im Himmel angenehm und von ihm erhoͤrt; denn er selbst hat uns geboten also zu beten, und verheißen, daß er uns wolle erhoͤren. Amen, Amen, das heißt: Ja, Ja, es soll also geschehen. Das dritte Hauptstück Wozu dienet uns das Gebet des Herrn? Daß wir erkennen alles, was zur Erhaltung dieses zeitlichen und Erlangung des ewigen Lebens gehöret, koͤnne man nirgends anders woher haben, denn von Gott, und es derohalben von von ihm mit glaubigem Herzen bitten und erlangen. Das vierte Hauptstück. Vom Sacrament der heiligen Taufe. Was sind die heiligen Saeramente? Es sind goͤttliche Handlungen, darinnen uns Gott mit sichtbaren Zeichen(oder in seinem Wort verfaßten Elementen) die unsichtbaren verheißenen Gnadenguͤter versiegelt und uͤbergiebt. Wozu sind die Sacramente eingesetzt? Zur Bestaͤtigung unsers Glaubens an die göttliche Verheißung. Wieviel sind Sacramente im neuen Testament? Zwey: die Taufe und das Abendmahl des Herrn. Zum ersten: Was ist die Taufe? Die Taufe ist eine göttliche Handlung, in welcher uns Gott durchs Wasserbad und Wort unsere Suͤnde gnädiglich um Jesu Christi wil⸗ len vergiebt, uns zu seinen Kindern annimmt, und uns zu Erben aller seiner himmlischen Guͤter machet. Oder: Die Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasset und mit Gottes Wort verbunden. Welches ist denn solch Wort Gottes? Da unser Herr Christus spricht, Matth. am letzten: Gehet hin in alle Welt, und lehret alle Völker, und taufet sie im Namen Got⸗ tes, des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes. Zum andern: Was giebt oder nutzt die Taufe? Sie würket Vergebung der Suͤnden, erloͤset vom Tod und Teufll und giebt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Wortt und Verheißung Gottes lauten. Welches sind denn solche Worte und Verheißung Gottes? Da unser Herr Christus spricht, Marci am letzten: Wer da glau⸗ bet und getauft wird, der wird selig; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt. Zum dritten: Wie kann Wasser solche große Dinge thun? Wosser thuts freylich nicht, sondern das Wort Gottes, so mit und bey dem Wasser ist, und der Glaube, der solchem Wort Gottes im Wasser trauet. Denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlecht Wasser, und keine Taufe; aber mit dem Wort Gottes ist es eine Tauft, das ist, ein gnadenreiches Wasser des Lebens, und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geist, wie Sanct Paulus sagt zu Tito im drit⸗ ten Kapitel: Durch das Bad der Wiedergebunt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er uber uns reichlich durch Jesum Christum unsern Heyland ausgegossen hat, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seyen des ewigen Lebens, nach der Hoffnung. Oas ist gewißlich wahr. ife. htbaren htbaren jung. durchs isti wil⸗ Erben ist nicht Gebot Worte Das vierte Hauptstuͤck. Zum vierten: Was bedeutet denn solch Wassertaufen? Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersaͤuft werden, und sterben mit allen Süunden und boͤsen Luͤsten, und wiederum taͤglich herauskommen, und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. Wo stehet das geschrieben? St. Paulus an die Roͤmer am sechsten spricht: Wir sind samt Christo durch die Taufe begraben in den Tod, daß, gleichwie Christus ist von den Todten auferwecket, durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in einem neuen Leben wandeln sollen. ö Wozu nutzet uns die Taufe? Daß wir damit versichert werden, Gott habe uns zu seinen Kin⸗ dern angenommen, und wolle sich in allen Dingen als ein gnaͤdiger Vater gegen uns erzeigen. Warum sprichst du in der Auslegung des Katechismi: Die Taufe wirket Vergebung der Sünden, erlöset vom Tod und Teufel, und giebt die ewige Seligkeit, so doch allein der Herr Christus solches gethan hat. Der Herr Christus hat uns alles dieses erworben in seinem Leiden und Sterben, aber mit der heiligen Taufe hat er es uns geschenket und zugeeignet. Das fünfte Hauptstück. Vom Abendmahl des HERRN. oder vom Saeramet des Altars. Was ist das Abendmahl des Herrn? Das Abendmahl des Herrn ist eine goͤttliche Handlung, bei welcher der Herr Christus selbst gegenwaͤrtig ist, und uns mit Brod und Wein seinen wahren Leib und Blut uͤbergiebt, zur gewissen Versicherung, daß wir Vergebung der Suͤnden haben, und mit ihm in Ewigkeit leben sollen. Was ist das Sacrament des Altars Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi, unter dem Brod und Wein, uns Christen zu essen und zu trinken, von Christo selbst eingesetzt. Wo stehet das geschrieben? So schreiben die heiligen Evangelisten Matthaͤus, Marcus, Lucas und Sanct Paulus. Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da Er verrathen ward, nahm er das Brod, dankete und brachs, und gabs seinen Juͤngern und sprach: nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der fuͤr euch gegeben wird; solches thut zu meinem Gedaͤchtniß. Desselbigen gleichen nahm er auch den Kelch, nach dem Abend⸗ mahl, dankete, und gab ihnen den, und sprach: Nehmet hin, und trinket alle daraus, dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, der fuͤr euch und fuͤr viele vergossen wird, zur Vergebung der Suͤnden: Solches thut, so oft ihre trinket, zu meinem Gedaͤchtniß. ei r ——9—9—9——— 10 Das fünfte Hauptstück. Was nützet denn solch Essen und Trinken? Das zeigen uns diese Worte an:(Für euch gegeben und ver⸗ gossen, zur Bergebung der Sünden). Nämlich: daß uns im Saerament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit dur solche Worte gegeben wird: Denn wo Vergebung der Suͤnden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Wie kann leiblich Essen u. Trinken solche große Dinge thun? Essen und Trinken thuts freylich nicht, sondern die Worte, welche da steten?(Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden). Diese Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken das Hauptstuͤck im Sacrament, und wer denselbigen Worten glaubet, der hat, was sie sagen, und wie sie lauten: Nämlich Ver⸗ gebung der Suͤnden. Wer empfängt denn solch Sacrament würdig? Fasten und leiblich sich bereiten, ist wohl eine feine äußerliche Zucht: Aber der ist recht wuͤrdig und wohl geschicht, der den Glauben hat an diese Worte: Für euch gegeben und vergossen zur Verge⸗ bung der Sünden. Wer aber diesen Worten nicht glaubet, oder ;—ʒz: zweifelt, der ist unwuͤrdig und ungeschickt; denn das Wort: Für euch, erfordert eitel glaubige Herzen. ö Wozu ist uns das Abendmahl des Herrn nutz? Wir werden damit versichert, daß, ob wir gleich unsern Vater in Himmel erzuͤrnet haben, er uns doch solches verzeihen, und unser gnaͤ diger Vater seyn und bleiben will. Und ist also die Taufe eine ge⸗ wisse Versicherung, daß uns Gött zu Kindern angenommen hat; das asen aber, daß er uns unsern Ungehorsam nicht will entgelten lassen. ö Was empfängst du im heiligen Abendmahl? Den wahren Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi, unter dem Brod und Wein. Warum gehest du zum Tisch des Herrn? Daß ich meinen Glauben an den Herrn Christum, durch den Ge⸗ nuß seines Leibes und Bluts, und meine arme Seele troͤste. Glaubest und bekennest du dieses alles von Herzen, was du Sern der christlichen Lehre jetzt gesagt hast? Ja Herr. Willst du dich denn auch in den Gehorsam der christlichen Kirche ergeben, und nach dem du glaubest und bekennest, hinfort thun und leben, und was du allhier verheißest und ö zusagest, thun und getreu halten? Ja, Herr, durch die Gnade und Huͤlfe unsers Herrn Jesu Christi. Von der Beichte. Was ist die Beicht? „Die Beichte begreift zwey Stuͤcke in sich: Eins, daß man die Sünde bekenne: Das andere, daß man die Absolution oder Vergebung vom Beichtiger empfange, als von Gott selbst, und ja nicht daran zweifle, sondern vest glaube, die Suͤnden seyen dadurch vergeben vor Gott im Himmel. —— — d ver⸗ aß uns t durch den ist, thun? welche ebung sen und Worten ch Ver⸗ Zucht: hat an Zerge⸗ t, oder Für ater im ser gnaͤ eine ge⸗ t; das tgelten unter pden Ge⸗ as du stlichen ennest,‚ st und Christ. Von der Beichte. Welche Sünden soll man denn beichten? Vor Gott soll man aller Suͤnden sich schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater Unser thun. Aber vor dem Beich⸗ tiger sollen wir allein die Suͤnden bekennen, die wir wissen und fuͤh⸗ len im Herzen. Welches sind die? Da siehe deinen Stand an, nach den zehen Geboten: Ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Herr, Frau, Knecht oder Magd seyest? Ob du ungehorsam, untreu, unfleißig, zornig, unzuͤchtig, haͤßig gewesen bist? Ob du jemand Leyd gethan hast mit Worten oder Werken? Ob du gestohlen, versaͤumet, verwahrloset, oder sonsten Schaden gethan hast? Ein Mensch, wann er beichten will, soll also zum Beichtiger sagen: Wuͤrdiger, lieber Herr, ich bitte Euch, Ihr wollet meine Beicht hoͤren, und mir die Vergebung meiner Suͤnden sprechen um Gottes willen. Wenn dann der Beichtiger ja gesagt hat, so sagt er weiter also: Sch armer Suͤnder erkenne in meinem Herzen, und bekenne mit Ameinem Munde, daß ich nicht allein in Suͤnden empfangen und gehoren, sondern auch mit allerhand wirklichen Suͤnden, boͤsen Ge⸗ danken, Worten and Werken, Gott meinen Herrn groͤblich erzuͤrnt, und hierdurch zeitlicher und ewiger Strafe schuldig worden bin. Solches ist mir nun von Grund meines Herzens leyd, habe aber Zuflucht zu seiner Gnade und Barmherzigkeit, und bitte ihn demuͤthig, daß er um des Todes Jesu Christi, seines lieben Sohnes und meines Erloͤsers willen, mir meine Suͤnde verzeihen wolle. Damit ich aber der Vergebung derselben desto gewisser seyn, auch das hochwuͤrdige Adendmahl des Herrn, morgen geliebts Gott, desto freudiger empfan⸗ gen moͤge: So bitte ich Euer Ehrwuͤrden, Ihr wollet mir, vermoͤge Eures Amts, aus Gottes Wort Trost zusprechen, und die heilige Ab⸗ solution meiner Suͤnden an Christi statt widerfahren lassen. Ich will ins kuͤnftige durch die Gnade Gottes und den Beystand des heiligen Geistes mein Leben bessern und froͤmmer werden. Eine kurze Beicht für die Einfältigen. uͤrdiger lieber Herr, Ich bekenne Gott und Euch, daß ich ein armer Suͤnder bin: Denn ich habe gesuͤndiget wider Gott und meinen Naͤchsten. Bin auch sonsten in allen Geboten Gottes straͤflich. Das ist mir nun von Herzen leyd: Aber ich bitte um Gnade. Ich will mich bessern und mit der Huͤlfe Gottes froͤmmer werden. Besondere Fragstücke D. M. Luthers, fuͤr die, welche zum heil. Abendmahl gehen wollen. Glaubest du, daß du ein Sünder bist? Ich glaube, ich bin ein Suͤnder. Wie weißt du das? Aus den zehen Geboten, die ich nicht gehalten habe. Sind dir deine Sünden auch leid? Ja, es ist mir leyd, daß ich wider Gott gesuͤndiget habe. Was hast du mit deinen Sünden bei Gott verdient? Seinen Zorn und Ungnade, zeitlichen Tod und ewige Verdamm⸗ Roͤm. 6. niß. Besondere Fragstuͤcke. Hoffest du auch selig zu werden? Ja, ich hoffe es. Weß tröstest du dich denn? Meines lieben Herrn Christi. Wer ist Christus? Gottes Sohn, wahrer Gott und Mensch. Wieviel sind Götter? Nur einer, aber drey Personen, Vater, Sohn und heiliger Geist. Was hat denn Christus für dich gethan, daß du dich sein tröstestꝰ Er ist fuͤr mich gestorben, und hat sein Blut am Creutz für mich vergossen, zur Vergebung meiner Suͤnden. Ist der Vater auch für dich gestorben? Nein: denn der Vater ist nur Gott, der heilige Geist auch: Aber der Sohn ist wahrer Gott und Mensch, fuͤr mich gestorben, und hat sein Blut am Creutz fuͤr mich vergossen. ö Wie weißt du das? Aus dem heiligen Evangelio und aus den Worten vom Saera⸗ ment und bey seinem Leib und Blut im Sacrament, welche mir zum Pfand gegeben. Wie lauten diese Worte? Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da Er verrathen ward, nahm Er das Brod, dankete, und brachs und gabs seinen Juͤngern, und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der fuͤr euch gegeben wird: Solches thut zu meinem Gedaͤchtniß. Desselbigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abend⸗ mahl, dankete, und gab ihnen den, und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus, dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das fuͤr euch und für viele vergossen wird, zur Vergebung der Suͤnden: Solches thut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedaͤchtniß. So glaubest du, daß im Saerament der wahre Leib und das wahre Blut Christi sey? Ja, ich glaube es. Was bewegt dich das zu alauben? Die Worte Christi: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib: Trinket alle daraus, das ist mein Blut. Was sollen wir thun, wenn wir seinen Leib essen, und sein Blut trinken, und das Pfand also nehmen? Wir sollen seinen Tod und sein Blutvergießen verkuͤndigen, und gebenken, wie er uns gelehret hat: Solches thut, so oft ihrs thut, zu meinem Gedaͤchtniß. Warum sollen wir seines Todes gedenken und denselben verkündigen? Daß wir lernen glauben, daß keine Creatur hat genug thun koͤn⸗ nen fuͤr unsere Suͤnden, als Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch: Und daß wir lernen erschrecken vor unsern Suͤnden, und die⸗ selbigen lernen groß achten, und uns seiner allein freuen und troͤsten, und also durch denselbigen Glauben selig werden. Geist. ;stestꝰ r mich Aber nd hat Saera⸗ ir zum ward, ingern, ir euch Abend⸗ n und neinem g der chtniß d das Leib: o sein „und thut, en koͤn⸗ ahrer d die⸗ öͤsten, Besondere Fragstuͤcke. Was hat ihn dann bewegt, für deine Sünden zu sterben und dafür genug zu thun? Die große Liebe zu seinem Vater, zu mir und andern Suͤndern, wie geschrieben stehet, Joh. 14. Roöm. 3. Gal. u. Ephes. 3. Cap. Warum willst du zum Sacrament gehen? Auf daß ich lerne glauben, daß Christus um meiner Suͤnden wil⸗ len aus großer Liebe gestorben sey, wie gesagt. Und darnach auch von ihm lerne Gott und meinen Naͤchsten lieben. Was soll einen Christen reizen und vermahnen, das Sacra⸗ ment des Altars oft zu empfahen? Von Gottes wegen sollen ihn beyde, des Herrn Christi Gebot und Verheißung, darnach auch seine eigene Noth, so ihm auf dem Halse liegt, antreiben, um welcher willen solches Gebieten, Locken und Ver⸗ heißung geschieht. Was soll aber ein Mensch thun, wenn er solche Noth nicht fühlen kann, oder keinen Hunger noch Durst zum Sacrament empfindet? Dem kann nicht besser gerathen werden, als daß er erstlich in seinen Busen greife, und fuͤhle, ob er auch Fleisch und Blut habe, und glaube doch der Schrift, was sie davon sagt, Gal. 5. Röm. 7. Zum andern, daß er um sich sehe, ob er auch noch in der Welt sey, und denke, daß es an Suͤnden und Noth nicht fehlen werde, wie die Schrift sagt, Joh. 15. u. 16. 1 Joh. 2. u. 5. Zum dritten, so wird er auch den Teufel um sich haben, der ihm mit Luͤgen und Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich und äͤusserlich lassen wird, wie ihn die Schrift nennet, Joh. 8. und 16. 1 Petr. 3. Eph. 6. 2 Tim. 2. 15 Morgensegen. Dat walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Dlieben Sohn, unsern Herrn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behuͤtet hast: Und bitte dich, du wollest mich die⸗ sen Tag auch behuͤten vor Suͤnden und allem Uebel, auf daß dir all mein Thun und Lassen moͤge wohl gefallen: Denn ich befehle mich, mein Leib und Seel, und alles in deine Hande; dein heiliger Engel sey mit mir, daß der boͤse Feind keine Macht an mir finde, Amen. Abendsegen. Das walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobet in Ewigkeit, Amen. IIch danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn, daß du mich diesen Tag gnaͤdiglich be⸗ huͤtet hast: Und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Suͤnde, wo ich unrecht gethan habe, und mich diese Nacht auch gnaͤdiglich be⸗ huͤten. Dann ich befehle mich, mein Leib und Seel, und alles in deine Haͤnde; dein heiliger Engel sey mit mir, daß der boͤse Feind keine Macht an mir finde, Amen. Gebet vor dem Essen. ö Abar Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du thust deine milde Hand auf, und saͤttigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Vater unser ꝛe. ————— 14 Die Haus ⸗Tafel. ö err Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Guͤte zu uns nehmen, durch Jesum Chri⸗ stum, unsern Herrn, Amen. Gebet nach dem Essen. ä D.n dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Guͤte waͤhret ewiglich, der allem Fleisch seine Speise giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Staͤrke des Rosses, noch Gefallen an jemandes Beinen, der Herr hat Wohlgefallen an denen, die ihn fuͤrchten, und auf seine Gebote warten. Vater unser ꝛc ir danken dir, Herr Gott himmlischer Vater, durch Jesum Chri⸗ stum, unsern Herrn, fuͤr alle deine Gaben und Wohlthaten, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. Die Haus⸗Tafel. Den Bischöffen, Pfarrherren und Predigern. Eir Bischoff soll unstraͤflich seyn, eines Weibes Mann, nuͤchtern, sit⸗ tig, maͤßig, gastfrey, lehrhaftig, als ein Haushalter Gottes, nicht ein Weinsaͤuffer, nicht haͤßig, nicht unehrliche Handthierung treiben, sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geitzig, der seinem eigenen Hause wohl fuͤrstehe, der gehorsame Kinder habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte, das gewiß ist, und lehren kann, auf daß er maͤchtig seyz zu ermahnen, durch die heilsame Lehre, und zu strafen die Widersprecher, 1 Tim. 15. V. 2. Tit. 1, 6. Was die Zuhörer ihren Lehrern und Seelsorgern zu thun schuldig sind. sset und trinket, was sie haben, denn ein Arbeiter ist seines Lohnes werth, Luc. 10. V. 7. Der Herr hat besohlen, daß die, so das Evangelium verkündigen, sollen sich vom Evangelio naͤhren, 1 Cor. 9. V. 11. Der unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerley Gutes dem, der ihn unterrichtet: Irret euch nicht, Gott laͤßt sich nicht spot⸗ ten, Gal. 6. V. 6. 7. Die Aeltesten, die wohl fuͤrstehen, die halte man zweyfacher Ehren werth, sonderlich die da arbeiten im Wort und in der Lehre. Denn es spricht die Schrift: Du sollst dem Ochsen, der da drischet, das Maul nicht verbinden, 1 Tim. 5. V. 17. 18. aus dem 3. B. Mos. am 23. V.A. Wir bitten euch, lieben Bruͤder, daß ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch fuͤrstehen in dem Herrn, und euch verinahnen, habt sie desto lieber um ihres Werks willen, und seyd friedsam mit ihnen⸗ 1 Thessal. 5, 12. 15. Gehorchet euren Lehrern, und folgt ihnen, denn sie wachen uͤber eure Seelen, als die da Rechenschaft dafuͤr geben sollen, auf daß sie es mit Freuden thun und nicht mit Seufzen, denn das ist euch nicht gut, Hebr. 15. V. 17. Von weltlicher Obrigkeit. edermann sey unterthan der Obrigkeit, die Gewalt uͤber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott. Wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott geordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung: Die aber widerstreben, werden uͤber sich auch a es sey! Gesand Fromn Ahr! wei der Gr 1Petr n, sit⸗ „nicht reiben, ꝛigenen Harkeit, lehren Lehre, thun Lohnes digen, Gutes .V. A. Die Haus⸗Tafel. ein Urtheil empfangen. enn sie traͤgt das Schwert nicht umsonst, sie ist Gottes Dienerin, eine Raͤcherin zur Strafe Über den, der Boͤses thut, Roͤm. 15. V. I. 2. 5. Von den Unterthanen. ebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist, Matth. 22. V. 21. So seyd nun aus Noth unterthan, nicht allein um der Strafe wil⸗ len, sondern auch um des Gewissens willen. Deshalben muͤsset ihr auch Steuer geben; denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seyd: Schoß, dem der Schoß gebühret, Zoll, dem Zoll gebuͤhrt, Furcht, dem die Furcht gebuͤhrt, Ehre, dem die Ehre gebuͤhrt, Roͤm. 15. V. B. 6. 7. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst thue Bitte, Gebet, Fuͤrbitte und Danksagung fuͤr alle Menschen, fur die Könige und fuͤr alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben fuͤhren moͤgen, in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit, denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor Gott, unserm Heiland, 1 Tim. 2. V. I. 2. 5. Erinnere sie, daß sie den Fuͤrsten und der Obrigkeit unterthan und gehorsam seyn, Tit. 8. V. I. Seyd unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sey dem Koͤnige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm zur Rache uͤber die Uebelthaͤter und zum Lobe der Frommen, 1. Petr. 2, 15. 14. ö Den Ehemännern. Ihr Maͤnner wohnet bei euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem Iweiblichen, als dem schwaͤchsten Werkzeug, seine Ehre, als Miterben der Gnade des Lebens, auf daß euer Gebet nicht verhindert werde, 1 Petr. 5. V. 7. Und seyd nicht bitter gegen sie, Col. 5. V. 19. Den Ehefrauen. Di Weiber seien unterthan ihren Maͤnnern, als dem Herrn, wie Sara Abraham gehorsam war, und hieß ihn Herr, deren Toͤchter ihr worden seyd, so ihr wohl thut, und nicht so schuͤchtern seyd, Petr. 5,6. Den Eltern. hr Vater, reitzet eure Kinder nicht zum Zorn, daß sie nicht scheu werden, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zum Herrn, Ephes. 6, 4. Den Kindern. Thr Kinder seyd gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist bil⸗ 4. ligz ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheißung 2. 1.2 daß dirs wohlgehe, und du lange lebest auf Erden, Eph. G. . 2. 5. Den Knechten, Mägden, Tagelöhnern und Arbeitern. hr Knechte seyd gehorsam euren leiblichen Herren, mit Furcht und Zittern in Einfaͤltigkeit eures Herzens, als Ehristo. Nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi. Daß ihr solchen Willen Gottes thut von Herzen mit gutem Willen. Lasset euch duͤnken, daß ihr dem Herrn dienet und nicht den Menschen, und wisset, was ein jeglicher Gutes thun wird, das wird er 0.7. Herrn empfangen, er sey Knecht oder Freier, Eph. 6, V. 5. *— 5 13 16 Die Haus⸗Wafel. Den Hausherren und Huusfrauen. I Herren thut auch dasselbige gegen sie, und lasset das Drohen, und wisset, daß auch euer Herr im Himmel ist, und ist bey ihm kein Ansehen der Person. Den Alten. u aber rede, wie es sich geziemet, nach der heilsamen Lehre zu den Alten, daß sie nuͤchtern seyen, ehrbar, zuͤchtig, gesund im Glau⸗ ben, in der Liebe und in der Geduld. R 3 Den alten Weibern desselbigen gleichen, daß sie sich stellen, wie den Heiligen geziemet, nicht Laͤsterinnen seyen, nicht Weinsaͤuferinnen, gute Lehrerinnen. Daß sie die jungen Weiber lehren zuͤchtig seyn, ihre Maͤnner lieben, sittig seyn, keusch, haͤuslich, guͤtig, ihren Maͤn⸗ nern unterthan, auf daß nicht das Wort Gottes verlaͤstert werde, Tit. 2. V. I. 5. Der gemeinen Jugend. AIhr Jungen seyd den Alten unterthan, und beweiset darinnen die Ṽ Demuth, denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demü⸗ thigen giebr er Gnade. So demuͤthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöͤhe zu seiner Zeit, 1 Petr. 5. V. 5. 6. Den Jungfrauen. ine fromme christliche Jungfrau soll nicht sorgen, wie sie den deu⸗ ten, sfondern wie sie Gott gefalle,(wie Maria, die Mutter Gottes, welche allen Jungfrauen eine rechte Krone gewesen ist, gethan hath, auf daß sie heilig sey, beydes am Leie und auch am Geist, 1 Cor. 7. V. 54. Und so sie Eltern oder Oberherren hat, soll sie sich ohne derselben Rath und Willen nicht veraͤndern oder verheyrathen. 2 V. Mos. 22. V. 17. Den Wittwen. Welche eine rechte Wittwe und einsam ist, die stellet ihre Hoffnung auf Gott, und bleibet im Gebet Tag und Nacht. Welche aber in Wolluͤsten lebet, die ist lebendig todt. 1 Tim. 6. V. 5. 6. Der Gemeine. Liche deinen Naͤchsten als dich selbst; in diesem Wort sind alle Ge⸗ bote begriffen, Röm. 15, 9. Und haltet an mit Beten fuͤr alle Menschen, 1 Tim. 2, 1. Ein jeder lern seine Lection, So wird es wohl im Hause stohn * EN D E. —— ꝛn, und m kein zu den Glau⸗ n, wie erinnen, g seyn, Maͤn⸗ werde, men die Demi⸗ ewaltige V. 3. 6. den Leu⸗ Gottes, an hat) Cor. J. ich ohne 0 0 2 — Boffnung che aber alle Gr⸗ für alle se stohn ***———— **