2——. Verbessertes Gesangbne zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung. Cassel, 1856. Druck und Verlag des reformirten Waisenhauses. Inhalt. Erste Abtheilung. Lieder, die zur christlichen Glaubenslehre gehoͤren. 1) Vom Worte Gottes, Num. 1⸗13. 2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten, Num. 14⸗41. 3) Von der Schöpfung, Num. 42 ⸗48. 4) Von der Vorsehung Goties, Num. 49⸗69. 5) Von dem Menschen, seiner Natur und Bestimmung, Num. 70⸗7⁷. 6) Vom Fall und von der Verdorbenheit des Menschen, und der daher rührenden Flüchtigkeit des Lebens, Num. 78 bis 88. 7) Von der Erlösung der Menschen und dem Erlöser überhaupt, Num. 89⸗98. 8 Von der Geburt Jesu Christi, Num. 99⸗119. ) Vom Wandel Jesu auf Erden, Num. 120⸗123. 10) Von dem Leiden und Sterben Jesu, Num. 124⸗152. Von dem Begräbniß Jesu, Num. 153⸗155. 1* 4 Inhalt. 110 Von der Auferstehung Jesu, Num. 150⸗172. 20 12) Von der Himmelfahrt Jesu und seinem Sitzen zur Rechten 27 Goltes, Num. 173⸗189. 20 13) Von der Wiederkunft Jesu zum Gericht, Num. 190⸗196. 14⁴0 Von dem heiligen Geist und dessen Gaben, Num. 197⸗207. 29 15) Von der christlichen Kirche, Num. 208⸗217. 3⁰ 16) Von der heiligen Taufe, Num. 218⸗221. 177 Von dem heiligen Abendmahl, Num. 222⸗234. 18) Von der Vergebung der Sünden, Num. 235⸗241. 19) Von der Glückseligkeit wahrer Christen und ihrem Trost bei der Unvollkommenheit dieses Lebens, Num. 242⸗259. 20) Vom Tode der Gläubigen und der Auferstehung der Todten, Num. 260⸗272. 20) Von dem ewigen Leben, Num. 273⸗280. Zweite Abtheilung. Lieder, die zur christlichen Sittenlehre gehoͤren. 22) Von der Buße und Bekehrung, Num. 281⸗302. 23) Vom Glauben, Num. 303⸗322. 200 Von der Heiligung oder dem christlichen Wandel überhaupt Nr. 323⸗352. 25) Von der Erkenntniß Gottes, Num. 353⸗356. 1— bei dten, N. haupt, Inhali. 5 26) Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott, Num. 357⸗367. 27) Von der Furcht Gottes, Num. 368⸗371. 28) Von dem Vertrauen auf Gott und der Ergebung in seinen Willen, Num. 372⸗397. 29) Vom Gebet, Num. 398⸗405. 30) Gebetlieder: 1. Allgemeine, Num. 406⸗415. 2. Besondere, in geistlichen Anfechtungen, Num. 416⸗418. In allgemeinen Nöthen und Landplagen, Num. 419. Im Kriege, Num. 420⸗421. In Theuerung, Num. 422. In Seuchen, Num. 423. In Krankheiten, Num. 424. Auf der Reise, Num. 425. Bei Gewittern, Num. 426 bis 428. Fürbitten: für die Obrigkeit, Num. 429; für die Prediger, Num. 430; bei Einsegnung der Eheleute, Num. 431 bis 432; der Aeltern für ihre Kinder und der Kinder für ihre Aeltern, Num. 433⸗434; einer Waise, Num. 435. 310 Vom Lobe Gottes, Num. 436⸗437. Loblieder: 1. Allgemeine, Num. 438⸗458. 2. Besondere, Num. 459⸗463. 32) Gebet- und Loblieder beim Anfange des Jahrs, Num. 464 bis 469. 33) Morgenlieder, Num. 470⸗479. 34) Abendlieder, Num. 480⸗489. 35) Vom öffentlichen Gottesdienste, Num. 490⸗494. 36) Von der Selbstliebe, Num. 495. 37) Von der Selbsterkenntniß und Demuth, Num. 496⸗498. 38) Von der Sorge für die Seele, Num. 499⸗507. ö 6 Inhalt. 39) Von der Sorge fuͤr den Leib, Num. 508⸗511. 40) Von dem rechtmäßigen Gebrauche der zeitlichen Güter, und wider den Geiz, Num. 512⸗514. 41) Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Beruf, Num. 515⸗517. 42) Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden, Num. 518 bis 531. 43) Von dem rechten Gebrauch des Lebens und der Zubereitung zum Tode, Num. 532⸗542. 44) Von der Liebe des Nächsten, Num. 543 ⸗547. 45) Von der Gerechtigkeit, Nr. 548. Bi 46) Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit, Num. 549⸗552. 47) Von der Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit, Num. 553⸗555. 1. 48) Vom rechten Gebrauch der Zunge, Num. 556⸗558. Erster Theil. Lieder, die zur christlichen Glaubenslehre gehören. Bitte um Segen zu Anhörung des göttlichen Wortes. I) Vom Worte Gottes. Mel. O Gott, du unser Vater. öE..— — der du unser Vater 2 4 —* 2. —— 1. K omm heil'⸗ ger Geist, 55 d durch Jesum Christ, gib, daß 2 42 +— Ee— — dein Geist 1— mit uns sel, und erfüll—2—— 2. deiner——n F —— II—— — bigea, und entzünde in ihnen —.—. 4— 2 RE— .— uns zur Wahrheit leite. Geheiligt E DEDSDPIPI‚I‚I‚I‚I‚I.I.I‚I‚IEIEIEE.= E—2.——22 das Feur deiner göttlichen Wbe, sei dir diese Stund! Deffne den 3.IPI.PI.II.I I I I I I I I T A + +——.— 2—.— F der du durch Mannigfaltigkeit — Mund des Lehrers, daß er rein und —— +— 2— E der Zungen die Völker der xEE ER 4—— 2.— * Welt versammelt hast, in Einig⸗ .—= keit des Glaubens. Al⸗lelu-ja, SPIIIIIIRT——5.—..— frei dei uns dein Wort verbreite. E 2— + 2 2.— 4— 1 EHilf du selbst unfrer Schwachheit — .—..————— fort, laß nichts die Andacht stören! ——— + 4⁴⁰ Du lehrest uns in deen 75 Al⸗lelu⸗ja, Al⸗lelu⸗ sa. Anmerkung. Bei dem ersten und zweiten Alleluja singt nur das weibliche Geschlecht und die Jugend, bei dem dritten die gaͤnze Gemeinde. —2—— wirk auch, daß wirs so bören, ——— daß wir dich hier, und ewig dort, —.—.‚j——— P‚ꝗt‚ĩ« eeD́ʒ‚ee —— ů in Helligkeit verehren! Mel. Herr Jesu Christ, dich zu. ——— err Jesu! send uns —.— 2 3. —— E 2 deinen Geist, den Geist, der, wie * — + 4+ 2 EE— I dein Wort verheißt, mit seiner ———.—.. Gnaͤde uns regiert, und auf den 25 22 E— E 2—— Weg der Wahrheit führt. 2. Oeffn uns zu deinem Lob den Mund, und mach uns deinen Willen kund; rühr unser Herz, stärk den Verstand, so wird dein Nam uns recht bekannt. 3. Bis wir einst, deinen Engeln Meih⸗ dich preisen, Herr, in deinem eich, und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Bir, Gott, den Erd und Him⸗ mel preist, dir Vater, Sohn und heilgem Geist, dir heilige Dreieinig⸗ keit, sei Lob und Preis in Ewigkeit! 2 LEdier Nefn= dirsind 4. iebster Jesu wir sind — —— hier, dich und dein Wort anzu⸗ dHEe hören; lenke Sinnen und Begier .x..... zu des Himmels süßen Lehren, — E —— daß die Herzen von der Erden Erster Theil.— Vom Worte Gottes. Himmels Erben, lehr uns leben, lehr uns sterben. Nach dem öffentlichen Gottes⸗ dienste. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.— 4. 5 Hen, Gott! wir danken * dir, daß du uns dein Wort gegeben! Hilf uns ferner, daß auch wir nach demselben heilig leben. Gib dem Glauben solche Stärke, daß er thätig sei im Werke. 2. Unser Gott und Vater! du, der du lehrst uns, was wir sollen, schenk uns deine Kraft dazu; Gib zum Wissen auch das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen! so wird alles wohl gelingen. Mel. Es ist das Heil uns kommen ꝛc. 6 W nn en * ir Menschen sind von .rtr.. ˖ EEEEIEIEI.I..I. I IIII selbst, o Gott, zum Geistlichen SSEESeESSeeSSEEEEEEEEEEE .e 2 untüch⸗tig, dein göttlich Wesen, —— 2 dein Gebot, sind viel zu hoch A1.— 2 ——.—. und wich⸗ig. .222— ——— ir wissens und verstehens nicht/ wo uns, Herr, —.— SSS‚—= deines Wortes Licht den Weg — 22 IIPIFIPIPIITITI T I I8—2᷑“́T:D ganz zu dir gezogen werden. 2. Dieses Lebens Wissenschaft bleibt mit Finsterniß umhüllet, wenn nicht deines Geistes Kraft uns mit Licht von Gott erfüllet. Glaubend lehr aufs Wort uns merken; laß es uns zum Leben stärken! 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht von Licht aus Gott geboren! Heiligster! von Ewigkeit hast du dir uns auserkoren; lehre deines zu dir nicht zei⸗get. 2. Drum sind vor Zeiten ausge⸗ sandt Propheten, deine Knechte; so wurden damals schon bekannt den Menschen deine Rechte. Zuletzt ist noch dein lieber Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen uns zu lehren. 3. Mit Lob und Preis, o höchster Hort, muß Herz und Mund dich ehren; da wir in deinem theuern Wort dich zu uns reden hören. Mach uns durch deinen Geist bereit zu dem, was uns dies Wort gebeut; hier redest du, nicht Menschen. 4. Hilf, daß der frechen Spötter Schaar uns nicht vom Wort abwende; ihr Spott bringt tödtende Gefahr, und nimmt ein schrecklich Ende. O laß dagegen immer mehr dein Wort zu deines Namens Ehr an uns sich kräftig zeigen. 5. Herr, öffne du uns selbst das Herz, daß wir dein Wort recht fassen; gib, daß wir es bei Freud und Schmerz nie aus den Augen lassen. Laß uns nicht Hörer nur allein, nein, Vater, laß uns Thäter sein, und uns nicht selbst betrügen. 6. Der Same wird am Weg so⸗ fort vom Teufel weggenommen; in Fels und Steinen kann das Wort zu keiner Wurzel kommen. Der Same, der in Dornen fällt, wird von der Sorg und Lust der Welt verdorret und ersticket. 7. Mach uns durch deine Gnade leich, Herr, einem guten Lande. ach uns an guten Werken reich in unserm Amt und Stande: daß mit beharrlicher Geduld, gerührt von deiner Lieb und Huld, wir reichlich Früchte bringen. 8. Laß uns auf unsrer Pilgrim⸗ schaft den Weg der Sünder meiden. Gib uns ein Herz, das an dir haft' auch in den schwersten Leiden. Herr! unser Herz ist vor dir bloß; mach uns von eitlen Sorgen los, und allen bösen Lüsten. 9. Laß uns dein Wort beständig sein ein Licht auf dunkeln Wegen. Erhalt es bei uns hell und rein, und laß uns seinen Segen, Kraft, Rath und Trost in aller Noth, im Leben und noch mehr im Tod, mit frohem Herzen spüren. 10. Laß dies dein Wort zu deiner Ehr, o Gott, sich weit verbreiten. O möchte deine Gnadenlehr, Herr Jesu, jeden leiten! O heilger Geist, setz bese dig bortz sunt Softn bei uns beständig fort; stärk Hoffnung, Glaub und Liebe. Erster Theil.— Vom Worte Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott. 7 Dẽ——.— 5— * ein Wort, o Höchster, 2*— 4 —.——— ist vollkommen. Es lehrt uns unsre —— ———— 2 2 —2;. ganze Pflicht; es gibt dem Sünder +2 —— EE—— und dem Frommen zum Leben 2. — 2— .III AAI sichern Unterricht. 2.— 2 I 2. 2 O selig! wer —— 2 es achtsam hört, bewahrt und mit Gehorsam ehrt. 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, vertreibt des Irrthums Fin⸗ sterniß; es füllt mit Freuden, bringt uns Segen, und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchster, was du bist, was theur in deinen Augen ist. 3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben; lehrt, wie viel Gut's du denen gibst, die freudig dein Gebot ausüben, und wie du väterlich uns liebst. Und was, o Herr, dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr; du lü⸗ gest nicht. 4. Gott, deine Zeugnisse sind besser, und mehr der Sehnsucht werth, als Gold. Ihr Werth ist köstlicher und größer, als alles, was die Erde zollt. Wer das thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. Drum laß auch mich mit Lust betrachten, was mich dein Wort, o Höchster, lehrt, und mit Gehorsam auf das achten, was es von mir zu thun begehrt; so fließen Trost und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu. Mel. O Gott du frommer Gott. 2 + ——.—.. S 8. D u willst, Gott, daß .——. mein Herz zur Heiligkeit genese; 10 ——— — E= drum gib, daß ich dein Wort, oft und mit Andacht lese: das Wort, +— —.— E ——.— das deinen Rath von unserm Heil I DIiee enthält. Dank sei dir für dies —.—.— ,.l.—47 3— 2 Wort, den größten Schatz der Welt. 2. Erfülle mein Gemüth mit Ehr⸗ furcht und Vertrauen, mit Lust und frommem Ernst dadurch mich zu er⸗ bauen. Du bists, der in der Schrift zu meiner Seele spricht; o segne doch an mir, Herr, deinen Unterricht. 3. Mein Gott, vor welchem ich jetzt meine Hände falte, gib, daß ich allezeit dein Wort für Wahrheit halte; und laß mich deinen Rath empfin⸗ dungsvoll verstehn, die Wunder am Gesetz, am Wort vom Kreuze sehn! 4. Du, aller Wahrheit Gott, kannst mich nicht irren lassen. Untrüglich ist dein Wort; o laß mich daraus fassen, so viel mein Heil verlangt. Du bists, der Weisbeit gibt, wenn man sie redlich sucht, und aus Gewissen liebt. 5. Gib, daß dein kräftig Wort, o Gott, mein Herze rühre, und daß ich mir den Spruch oft zu Gemüthe führe, der mich vor andern rührt. O stärke mich durch ihn mit Ernst und Munterkeit, das Gute zu vollziehn. 6. Um tugendhaft zu sein, dazu sind wir auf Erden. Wer deinem Wort gehorcht, den läss'st du inne werden, die Lehre sei von dir, die uns die Bibel gibt! man lernt ihr Wort ver⸗ stehn, wenn man es treulich übt. 7. Spricht sie geheimnißvoll, so laß mich dies nicht schrecken. Kein endlicher Verstand kann dich, Gott, ganz entdecken. Du bleibst unendlich hoch. Was mir dein Wort erklärt, nicht was mein Witz verlangt, ist meines Glaubens werth. 8. Sich seines schwachen Lichts bei Erster Theil.— Vom Worte Gottes. und die Vernunft alsdann gefangen nehmen, wenn Gott sich offenbart, ist der Geschöpfe Pflicht; und weise srich. ists, zu glauben, was Gott pricht. 9. Erinnre mich hieran, wenn mi die Zweifel kränken, und lehre mi dabei zu meinem Heil bedenken, dort sei die Zeit des Schauns, und hier des Glaubens Zeit; dort wachse, wie mein Glück, mein Licht in Ewigkeit. 10. Find ich in deinem Wort no manche Dunkelheiten, so laß mi einen Freund, der mehr, als ich sieht, leiten. Ein forschender Verstand, der sich der Schrift geweiht, ein ange⸗ fochtnes Herz hebt manche Dunkelheit. 11. Stets sei dein Wort mir werth! Es ist mein Glück auf Erden, und wird es einst noch mehr in jenem Leben werden. Nie irre mein Gemüth der Bibelfeinde Spott! die Lehre, die sie Gunt bleibt doch dein Wort, o Gott! Mel. Nun danket alle Gott. EER..— 9. G elobt seist du, o Gott, — + +7 IDDDieeeee.ñ— Vater, daß ich sie mit Andacht i.·..,, d. fleißig höre. O, mache doch mein ............... Herz von Vorurtheilen rein und H— 2 Haß dein Wort mein Licht auf 1—. meinen Wegen sein. 2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie verfehlen, und nie, was schädlich ist, für wahres Heil erwählen. O Höchster, leite selbst den forschenden Verstand, so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt. 3. Wie thöricht ist es doch, bloß Gottes Licht nicht schämen, ist Ruhm, andern Menschen glauben! Das heißt, für deines Wortes Lehrel Gib, .eeee.v— sich selbst den Grund zur ewgen Ruhe rauben. Wer treulich hier dein Wort zu seiner Richtschnur macht, dem gibt es Licht und Trost auch in der Todesnacht. 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falschen Lehre, und hilf, daß ich dein Wort mit festem Glauben ehre! Gib deinen Geist ins Herz, der Lust und Kräfte gibt, daß man die Wahrheit lernt, prüft, glaubt, erfährt und übt. Mel. Ach Gott und Herr. .——— ott ist mein Hort, 10. .—.—. 2 SIII IPIIISIII und auf sein Wort soll meine ——— 2—.—.— E— K Seele Hauen. Ich wandle hier, + 2 8 2 E E—*— mein Gott, vor dir, im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr, laß immer⸗ dar mich seine Kräfte schmecken. Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott! mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstünd ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 5. Dein ewger Rath, die Missethat der Sünder zu versühnen, den kennt ich nicht, wär mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht ver⸗ zagenz nein, du verzeihst, lehrst mei⸗ nen Geist ein gläubig Abba! sagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh vermag ichs nie! dein Wort gibt neue Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort! denn du hasts uns gegeben. ¹ Erster Theil.— Vom Worte Goites. 11 Es sei mein Theil; es sei mir Heil und Kraft zum ewgen Leben. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 11 Der du das Dasein mir * gegeben, wie preis ich dich, o Gott, dafür! Nie kann mein Dank dich gnug erheben! durch Chri⸗ stum schenktest du es mir. Kein Licht, kein Trost erfreute mich, kennt ich nicht, Jesu Christe, dich. 2. Auf ungewissen finstern Pfaden würd ich ein Raub des Irrthums sein; mit Sündenschuld und Fluch beladen, müßt ich des Richters Rache scheun; ich fände keinen Trost in Noth; mich schreckte stündlich Grab und Tod. 3. Wozu hat mich mein Gott er⸗ schaffen? was ist auf Erden meine Pflicht? wird auch mein Geist im Tod entschlafen? und, hält Gott künftig ein Gericht, wie werd ich im Gericht bestehn? wie der verdienten Straf entgehn? 4. Entscheidet die Vernunft die Fragen durch ihrer Einsicht schwaches Licht? Hebt sie die Zweifel, die mich plagen? und bleibt der Trost, den ste verspricht? Ach! ohne Christi Licht und Heil wär Finsterniß und Tod mein Theil. 5. Ja, du hast mich den Finster⸗ nissen des Irrthums, und der Sünde Macht durch deine Lehre, Herr, ent⸗ rissen; ihr Licht zerstreut des Zweifels Nacht. Du zeigest mir des Höchsten Rath, und führst mich auf der Wahr⸗ heit Pfad. 6. Ich weiß, wozu mich Gott er⸗ schaffen; ich kenne meine ganze Pflicht. Mein Geist wird nicht im Tod ent⸗ schlafen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl bestehn, und dann verklärt dich selber sehn. 7. O Jesu, laß mich deiner Lehre gehorchen mit stets größrer Lust, und keines Spötters Wahn zerstöre dein Heiligthum in meiner Brust. Mein ganzes Leben preise dich! Dein Heil erfreu im Tode mich! 12 Mel. Llebster Jesu, wir sind hier.— 4. 12 err, mein Licht! erleuchte * mich, daß ich mich und dich erkenne; daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne. Höchster, laß mich doch auf Erden weise zu dem Himmel werden. 2. Lauter Wahrbeit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen! Hilf selbst meinem Forschen fort, richtig daraus einzusehen, was zu meinem Heil mich führet, und mir, deinem Knecht, gebühret. 3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen, laß mein Herz auch folgsam sein, den erkannten Weg zu gehen. Denn sonst würd ich bei dem Wissen doppelt Streiche leiden müssen. 4. Gib, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre; daß ich, was es mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Ja, es sei in meinem Leiden mir ein Quell von Trost und Freuden. 5. Hilf, daß sich von Zeit zu Zeit meine Kenntnisse vermehren! Find ich manche Dunkelheit bei geheimniß⸗ vollen Lehren; laß mich Zweifelsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen. 6. Laß mich, Herr, in deinem Licht immer rührender erkennen jener Herr⸗ lichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, der darnach mit Eifer trachtet und die Lust der Welt verachtet. 7. O, verleihe mir die Kraft, dei⸗ nem Wort gemäß zu handeln und vor dir gewissenhaft als dein treues Kind zu wandeln; so wird einst in jenem Leben mich ein hellres Licht umgeben. Erster Theil.— Vom Wesen Gottes Mel. von Psalm 100. + 13. Des Spötter Strom — reißt viele fort. Erhalt uns, Herr, ö .——.—.— 4* bei deinem Wort! So können wir — + 2 +— 4 uns, Vater, dein im Leben und E 22 im Tode freun. 2. Ein Haufe Lästrer wagts, o Gott, mit wildem ausgelaßnem Spott, den Heiland, deinen Sohn, zu schmähn, durch den die Himmel einst vergehn. 3. Ach, ihrer Lehre Pest, o Herr, schleicht jetzo nicht im Finstern mehr; am Mittag, Herr, bricht sie hervor, und hebt ihr tödtend Haupt empor. 4. Sie herrscht durch Große dieser Welt. Herr, Herr, wenn uns dein Arm nicht hält, so reißt sie uns zum Tod auch fort. Gib Sieg und Le⸗ ben durch dein Wort! 5. Beschütze uns, Herr Jesu Christ, der du zur Rechten Gottes bist. Sei unser Schild und starke Wehr! Staub ist vor dir der Spötter Heer. 6. Du hast von Ewigkeit gesehn, wie lange noch ihr Trotz bestehn, und wider dich hier schnauben soll. Viel⸗ leicht ist nun ihr Maaß bald voll. 7. Ach, wären sie dir, Herr, versöhnt! sie, deren Spott dich so verhöhnt! Ach gib, daß vor der Todesnacht zur ernsten Reu ihr Geist erwacht. 2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten. Mel. D Gott du frommer Gott.— 8. 1 4 nbetungswürdger Gott! * mit Ehrfurcht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. O flöße mei⸗ nem Geist die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrerbie⸗ tung sein. 2. Du bist das höchste Gut; du weißt von keinem Leide; stets ruhig in dir selbst schmeckst du vollkommne Freude. Dein ist die Herrlichkeit, und seinen Vollkommenheiten. 13 Auch ohne Kreatur bist du dir selbst Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 232 gegig, du ert dem, ba Lucht. 15 D..—.—...—.— ——„Du riefst dem, das nicht war, i trom um Lust und Seligkeiten aufs Man⸗ 3 er Herr ist Gott ——— Oie Licbe bis du salbt; Berland und—.—.. Herr; e Liebe u selbst; Verstand und und keiner mehr. Frohlockt i Herz Rath ist stantz und f gebrauchst sie—.— 3r— 65 5— 2— —..— ern zu segnen, zu erfreun.——— wir.4. Ou sprichß, und es geschieht. Ale From-menl Wer is ihm sand dei grohes Werk, der B. Inet—.——— — and dein großes Werk, der Himme Ich⸗ ist w ͤ‚ 0 und die Erde. Mit deinem kräftgen 22557 4———0 2— 667 10908 — Wort trägst du die ganze Welt, und— deine Macht vollführt, was uns un⸗ lich, so vollkom⸗men? Der Herr lr. Dubit der Hemren Herr. Der Du er Herren Herr. Der— 0hn Erde Majestäten sind, Höchster, vor—.—1—88— 55555 groß! nmei dir Staub. Auch Geister kannst du.——— tödten. Wen du erniedrigest, Gott, Er ist unendlich, grenzenlos in Herr, wer kann den erhöhn? Wen du erhö⸗ 25 iehr; hen willst, deß Hoheit muß bestehn. seinem ganzen We⸗fen. rvor, 6. Du bist es, der allein Unsterb⸗ 2. Ihn trifft kein Wechsel flüchtger por. lichkeit besitzet, der Leben gibt und 3 at Ihm trifft. 0 5. immt: d sern Odem schützet Zeit. Nie größer oder kleiner wird dieser 3 n m schützet. seines Wesens Herrlichkeit. Der Erst dein Der Geist, der in uns lebt, den haben ist er, sonst keiner! Wir Menschen zum Pichten In Mihen pu, l Lin er sind von gestern her; eh noch die „Le⸗ Nichts. Du bleihbest für und für. Erde war, war Er; noch 0 h eher, als 7. Wer hat dich je gesehn? Wer die Himmel. hrist, kann im, Fleisch dich sehen? Kein 3. Um seinen Thron her strömt ein Sei sterblich Auge reicht bis zu den Lichtes⸗Licht, das ihn vor uns verhüllet. staub höhen, wo du voll Majestät auf deinem Ihn fassen alle Himmel nicht, wie Stuhle thronst, und unterm frohen weit er sie erfüllet! Er bletbet ewig, sehn, Lob der Himmelsheere wohnst. wie er war, verborgen und nur offen⸗ und 8. Was wir, Unendlicher! von dei⸗ bar in seiner Werke Wundern. Viel⸗ nem Wesen wissen, das hast du selbst 4. Was wären wir, wenn seine oll. zuvor uns offenbaren müssen. Die Kraft uns nicht gebildet hätte? Er Herr, Schöpfung zeugt von dir, und deines kennet uns, und was er schafft, der ch so Sohnes Mund macht uns noch deut⸗ Wesen ganze Kette. Bei ihm ist der licher, Gott, deinen Namen kund. Weisbeit und Verstand, und Kraft Geist 9. Doch hier erkennen wir dich noch und Stärke, seine Hand umspannet gar unvollkommen. Wird aber der⸗ Erd und Himmel. maleinst der Vorhang weggenommen, 5. Ist er auch jemals von uns der jetzt das Heiligste noch unserm fern? Weiß er nicht Aller Wege? Blick verschließt, dann sehen wir dich, Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn en. Gott, so herrlich, wie du bist. ein Mensch verbergen möge? Die 10. Indeß sei auch schon jetzt dein Finsterniß ist vor ihm Licht! Gedan⸗ erbie Ruhm von uns besungen. Ver⸗ ken selbst entfliehn ihm nicht in ihrer schmähe nicht ein Lob von lallend ersten Bildung. 1; du schwachen Zungen! Dort soll, wenn 6. Wer schützt den Weltbau ohne ruhig wir dereinst vor dir verherrlicht stehn, dich, o Herr, vor seinem Falle? All⸗ mimne ein Lied im höhern Chor dich, großer gegenwärtig breitet sich dein Fittig chkeit, Gott, erhöhn. über alle! Du bist voll Freundlichkeit 14 und Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner. 7. Unsträflich bist du, heilig, gut und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen thut; denn du vergiltst mit Wonne! du hast Un⸗ sterblichkeit allein, bist selig, wirst es — sein, hast Freuden, Gott, die ülle. 8. Du nur bist würdig, Lob und Dank zu nehmen, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie er, so herrlich, so vollkommen? Mel. von Psalm 8. 16. E abner Gottk was .—.— reicht an deine Größe? Denk ich 2 EE —. 5 2— an dich, so fühl ich meine Blöße, Erster Theil.— Vom Wesen Gottes es bleibet ewig stehen. gleich dein göttlich Wesen nicht! so gnüge mir davon dein Unterricht. 6. Von dir, durch dich, zu dir sind Erforsch ich alle Dinge. Gib, daß ich dir mich selbst zum Opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die Welt regierst; so sei mirs gnug, daß du mich selig führst. 7. Einst wirst du dich mir näher offenbaren. Einst werd ich mehr von deinem Rath erfahren; wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle; zufrieden sei, wie du mich hier regierst, bis du mich einst zu deinem Himmel führst. 9. Dann werd ich dich in hellerm Lichte sehen, und froh in dir, dein ewig Lob erhöhen. Herr, du bist groß und zeigst es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath. =.............3 D—— ich fühle, Herr, daß du unendlich 17. G ott mache du mich —— 2..I.IIPI.I.I I— Dt.. bist/ und daß umschränkt mein selbst bereit, vor deinen Thron zu —I——.— forschend Denken ist. treten, und deine große Herr⸗ 2. Du wohnst im Licht, dazu kein E===E E Mensch kann kommen. Was ists, lichkeit voll Ehrfurcht anzubeten. das wir von deinem Ruhm vernom: E—— men? Ach! nur ein Theil von jener echphten die über alles dich, o Gott, erhöht. 3. Dein ewges Sein, dein ganz vollkommnes Wesen, das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Ver⸗ stand; von Engeln selbst wirst du nie ganz erkannt. 4. Wie sollt ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Unendlicher, dich völlig zu ergründen? O, mache mich von solchem Dünkel frei, daß mir dein Wort des Glaubens Richtschnur sei. 5. Mein eigner Geist kann sich leicht hintergehen. Dein Wort ist wahr; —.— r=n Laß, Herr, vor deinem Angesicht mein Hertsich deiner freuen, und 2 2 E— ——.— einen Strahl von deinem Licht ..̃— D. .. E —E2 .—— die Finsterniß zerstreuen, die mich ——— 2.. hier noch umgibet. 2. Du bist der Herr, und keiner mehr, nichts sind der Heiden Götter; nur dir gebühret Preis und Ehr; kein Helfer, noch Erretter ist außer keiner ötterz Ehr; außer und seinen Vollkommenheiten. dir: laß mich allein auf dich, o Herr, vertrauen, mein ganzes Leben dir nur weihn, mein Glück bloß auf dich bauen, und dich niemals verläugnen. 3. Du bist der höchst vollkommne Geist, der Vater aller Geister, dich preiset, was vernünftig heißt, als sei⸗ nen Herrn und Meister! Laß meiner Seele hohen Werth mich reine Tugend lehren, und so, wie es dein Wort begehrt, dich ungeheuchelt ehren, im Geist und in der Wahrheit. 4. Du bist, o Gott, von Ewigkeit, und wirst allzeit bestehen; es bleibet deine Herrlichkeit, wenn Himmel selbst vergehen. Laß von der Erde eitlem Tand mein Herz sich stets erheben zu meinem wahren Vaterland, und nur nach dem mich streben, was ewig mich erfreuet. 5. O Gott, was sein wird, ist und war, und was wir thun und dichten, das ist dir alles offenbar; du wirst einst alles richten. Laß mich dein helles Auge scheun, aufrichtig vor dir wandeln, und, deines Bei⸗ falls mich zu freun, auch dann rechtschaffen handeln, wenn Finsterniß mich decket. 6. Unendlich ist, Herr, deine Macht, zu retten, die dich lieben, und wenn der Frevler dich verlacht, auch Rach an ihm zu üben. deiner Allmacht Schutz stets als ein Schild bedecke, mich auch nicht Men⸗ schen Grimm und Trutz, nur deine —— schrecke; du tödtest Leib und Seele. 7. Voll böchster Weisheit bist du, Gott! kein Mensch kann sie ergründen. Umringt uns allenthalben Noth, du, Herr, weißt Rath zu finden. Gib, daß ich dir stets traue zu, du werdest für mich sorgen, auch Uebels weder denk noch thu, denn dir ist nichts ver⸗ borgen; du prüfest Herz und Nieren. 8. Gott, du bist heilig und gerecht, kannst keine Sünden dulden, wer sagen will, er sei dein Knecht, der meide Sündenschulden. Gib, daß ich mich der Heiligkeit mit rechtem Ernst befleihe, nachlage der Gerech⸗ 15 tigkeit, und deine Wege preise, so wunderbar sie scheinen. 9. Du bist sehr gnädig, fromm und gut, vergibst die Schuld dem Sünder; erbarmst dich, wie ein Vater thut, von Herzen deiner Kinder. Laß reichen Trost von deiner Gnad auf meine Seele kommen. Von mir sei meine Missethat so fern hinwegge⸗ nommen, als Morgen ist vom Abend. 10. Gott, dessen Wahrheit stets besteht! wohl denen, die dir gläuben! Wenn Erd und Himmel einst ver⸗ geht, wird dein Wort ewig bleiben. Gib, daß ich fürchte dein Gericht, und alles, was du dräuest; auch hoffe, was dein Wort verspricht, daß du mirs gern verleihest; wer hofft, wird nicht zu Schanden. 11. Gott, wenn ich dich so kenn und ehr, dein Wort zum Grunde Gib, daß mich setze, erfreu ich mich darüber mehr, als über alle Schätze, bis ich dort, o mein Heil und Licht, dich ohne Lallen nenne, von Angeficht zu An⸗ gesicht dich schaue, dich erkenne und unaufhörlich lobe. Mel. von Psalm 27. 18. Ar Aauft men Heid E + + — — + ——2 ö auf! auf! den Herrn zu loben, +— * 2 — + 2 aufauf! erwecke dich und säume . + + E— D‚S 2.——.— nicht; was in dir ist, werd still ꝙↄIIPIPIPIFIFIPIPI‚I.I..I......T—3 und sanft erhoben zu Gott Jehova * 2 unserm Schi sd und Licht:? nur —————.f—En. er ist würdig Ehre, Preis und E SE.—.———— Ruhm zu nehmen allezeit und E EEEEE überall. Erheb ihn dann mit 16 Dq‚ 2—.—. frohem Jubelschall, und geh in DD— 5— 2 .—— sein erhabnes Heiligthum. 2. Er ist das große Wesen aller Wesen, Gott von unendlicher Voll⸗ kommenheit: von ihm, zu ihm, durch ihn ist, was gewesen, und ist, und sein wird bis in Ewigkeit. Ein Gott, wie Er, hat seines Gleichen nicht: ein Gott, vor dessen höchster Majestät der Engel selbst gebückt und zitternd stebt! Sein Thron ist Licht, ein unzugänglich Licht. 3. Man sieht ihn nicht, und ist doch wohl zu sehen, man gebe nur au seine Werke Acht; da sehn wir ihn gleich als vor Augen stehen in seiner ewgen Kraft und Gottheit Pracht. Die Himmel rühmen ihres Schöpfers Ehr; Luft, Erde, Meer, was lebt und sich bewegt, ist das, was ihn zu zeigen stets sich regt, und spricht: Er ist der Herr und keiner mehr. 4. Was gut und fein nur kann genennet werden, was uns mit Lust und Lieblichkeit anlacht, was in sich faßt der Himmel sammt der Erden, der große Bauz, voll Schönheit und voll Pracht, und was dies Rund nur Köstlichs in sich schließt, das kommt aus diesem unerschöpften Meer und dessen unerforschter Fülle her; Er ist der Quell, der immer überfließt. 5. Von Ewigkeit, ohn Anfang und ohn Ende ist Er, und wird auch stets derselbe sein. Er ist zu spüren, wo man sich hinwende, das Heimlichste wird klar in seinem Schein. Sein Licht ist nicht vermischt mit Dunkelheit. Die Kraft, die in ihm wohnt, wird nimmer schwach. Höchst selig, kennet er kein * —————* Ungemach; Er ist und bleibt, wie er E= war vor der Zeit. 6. Was er verspricht, dem kann man freudig trauen, die That stimmt mit den Worten überein. Auf Men⸗ schen kann man niemals sicher bauen; doch Gottes Ja ist ja, sein Nein ist nein. Voll Billigkeit ist sein Ge⸗ richt allzeit, groß von Geduld ist er und Mitleids voll, nur langsam, wenn Erster Theil.— Vom Wesen Gottes fbrachtest du mich er Sünder strafen soll, und bleil die Lieb in alle Ewigkeit. Eal 7. Wie selig ist doch, der ihn alh Gott kennet, und zu ihm: lieber Vaten sagen kann. Er, er ist es, den 5u den Seinen nennet! Gott sieht ih— als sein Kind recht zärtlich ah Lud Nichts ist so hoch, nichts kann fund se herrlich sein! der höchsten Fürstihm o hocherhabner Stand ist, gegen dil 6. zu rechnen, lauter Tand; es ist ssicher schlecht, es bleibt ein leerer Schein oder n 8. O Herscher, wie soll ich du mich 2 gnug erheben! Auch mich hast 9 7. den Deinen zugezählt, in Chrif gehest. schon zum Lebegen H in ihm hast du zur Kindschaft mihalben erwählt. Zwar seh ich dich jetzt 8. E bei schwachem Licht; jedoch es komm Rath es kommt der frohe Tag, da ich diich Gr ohne Decke schauen mag, vertraut, vymir gi Angesicht zu Angesicht. 9. 9. Indeß, mein Geist, auf! angeben ihn stets zu loben. Auf! auf! erwelwie le dich und säume nicht! Was in inoch u ist, werd sanft und still erhoben 10. Gott, Jehovah, unserm Schild uGott Licht! Herr! du bist würdig, Ehldar so Preis und Ruhm zu nehmen alleyvLob in und überall. Lob ihn im Vorhof sch 11 mit frohem Schall, einst öffnet snen W. dir selbst das Heiligthum. 19. Ge i men Ldt IS....— eid se ist der Golt der Stärke; groß 13. ——. + ..—— und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und sprichts: so siohne und leben Welten. Und er geheuherz so fallen durch sein Schelten die Hideine mel wieder in ihr Nichts. ulld seinen Vollkommenheiten. ble I. unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott, und n all Gott in ewgen Zeiten! Herr aller Bate Welt, wer ist dir gleich? ht 5. Was ist und war im Himmel, üht UMErd und Meere, das kennet Gott, aund seiner Werke Heere sind ewig vor Sin im offenbar. n 6. Er ist um mich, schafft, daß ich ist zsicher ruhe; er schafft, was ich vor ichein oder nachmals thue, und er erforschet ch d mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest. Ob du ans Meer, ob du en Himmel flöhest: so ist er allent⸗ 9. Er wog mir dar, was er mir fUaugeben wollte, schrieb auf sein Buch, erwelwie lang ich leben sollte, da ich in znoch unbereitet war. joben 10. Nichts, nichts ist mein, das hild Gott nicht angehöre. Herr! immer⸗ 3, Ehidar soll deines Namens Ehre, dein 1 allez Lob in meinem Munde sein. vof sch 11, Wer kann die Pracht von dei⸗ ffnet snen Wundern fassen? Ein jeder Staud, den du hast werden lassen, verkün⸗ digt seines Schöpfers Macht. Z10 Der Diecttt.— 90 ft.uud enWeisheit Spiegel. Du, Luft und ded! Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr — seid sein Loblied und sein Psalm! groß 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden; und Nacht ne Wenund Tag und Korn und Wein und — Hand empfangen wir aus deiner hand. biet. 14. Kein Sperling fällt, Herr, so siohne deinen Willen; sollt ich mein r gebeuherz nicht mit dem Troste stillen, daß die Huͤdeine Hand mein Leben hält? 3 Ist Gott mein Schutz, will ine Imein Retter werden, so frag Bott, mich nichts nach Himmel und nach 4 und biete selbst der Hölle rutz. — 17 Von der Ewigkeit und Unver⸗ änderlichkeit Gottes. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.— 4. ott, du bist von Ewig⸗ 20. G keit! und dein herrlich großes Wesen ändert sich zu keiner Zeit; du bleibst stets, was du gewe⸗ sen. Laß dies meinen Geist beleben, ehrfurchtsvoll dich zu erheben. 2. Ewig und unwandelbar ist, o Gott, dein hohes Wissen. Was dir einmal Wahrheit war, wird es ewig bleiben müssen. Niemals kann dein Ausspruch fehlen; laß mich ihn zum Leitstern wählen. 3. Herr, du bist kein Menschenkind, daß dich etwas reuen sollte. Immer bleibst du gleich gesinnt. Was dein Rathschluß vormals wollte, willst du noch. O hilf uns allen thun nach deinem Wohlgefallen. 4. Immer bleibst du, Gott! ein Feind derer, die das Unrecht üben. Immer bleibst du, Gott! ein Freund derer, die das Gute lieben. Laß uns darum schon auf Erden deinem Bilde ähnlich werden. 5. Deine Worte trügen nicht! Du bist ewig der Getreue, der das hält, was er verspricht. O, daß dies mich stets erfreue! Laß nur deinen Geist mich treiben, dir, Herr, auch getreu zu bleiben. 6. Stets ist Wohlthun deine Lust; ewig währet deine Liebe. Wohl mir, wenn auch ich mit Lust mich in dei⸗ nem Willen übe! Dann, o Herr, wirds meiner Seelen nie an wahrem Wohlsein fehlen. 7. Erd und Himmel wird ver⸗ gehn; alle Welt wird mich verlassen. Nur du bleibst mir ewig stehn; deine Hand wird mich umfassen, wenn ich nun von hinnen scheide. Ewig bist du meine Freude. 8. Laß mir doch zu jeder Zeit, Herr des Himmels und der Erden, diese deine Ewigkeit einen starken Antrieb werden, dich zu lieben, dir 0 trauen, und auf deinen Trost zu bauen. 18 Aus dem 102. Psalm. Mel, von Nr. 16. 21 err Gott, du bist die Zu⸗ — flucht aller Zeiten, denn du bist Gott in alle Ewigkeiten. Du warst es schon, eh Erd und Himmel ward, eh noch dein Arm sich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, und alle Menschenkinder? Staub sind vor dir der Heillge, der Sünder. Wie schnell enteilt daͤs Leben doch von mir! Du Höchster, du nur bleibest für und für. 3. Du hast vorhin die Erde zube⸗ reitet; dein Arm hat, Gott, den Himmel ausgebreitet. Doch sie ver⸗ gehn, veralten, wie ein Kleid; du aber bleibst in alle Ewigkeit. I. Es werden noch die Himmel und die Erden, wie ein Gewand von dir verwandelt werden. Du bleibest, wie du bist; denn keine Zeit umgren⸗ zet doch je die Unendlichkeit. 5. Das ist der Trost, die Hoffnung deiner Knechte; du schützest sie mit deiner starken Rechte, du läss'st ihr Herz sich ewig deiner freun und bleibst ihr Gott; denn sie sind ewig dein. 6. Das sei mein Trost in allen trüben Stunden. Vom Tode selbst bleibt er unübetwunden. Kein Tod, kein Grab trennt mich, o Gott, von dir. Mein Fels, mein Heil, das bleibst du ewig mir! Mel. Gott sei Dank in aller Welt. 2 H Gott, der Höchste. Herr, „nermeßlich, ewig sst 4 2—— du bist, ——.— —— — wie du dich uns offenbarst, nun .——— und ewig, der du warst. 2. Ewig bleibst du selbst dir gleich, weiß allein und gnadenreich, ewig mächtig und voll Kraft, heilig und untaͤdelhaft. 3. Alle Werke deiner Hand waren dir, o Gott, bekannt, eh die Welt —— E 2 —— Erster Thell.— Vom Wesen Gottes auf dein Geheiß, da stand, deinen Welsheit Preis. 4. Wie gegoßne 4 Spiegel siehn dein deen Himmel; doch vergehn deine Himmel yerl und die Welt sinkt, wenn sie dei poch Arm nicht hält. bist 5. Du nur bleibest, wie du bit 5 was dein weiser Rath beschließt, am unwandelbar, wie du, gut und heill doch stets, wie du. leckt 6. Du bist nicht ein Menschenkind or daß du lügest! nicht gesinnt, wie di pie Mensch, der wandelbar nimmer blei 6. bet, was er war. nein 7. Was du zusagst, ist gewif nein Zwischen Licht und Finsterniß tayß zleib der Mensch hin, wählt, bereut plöß vnn! lich wieder, was ihn freut. ich k 8. Sollt ich denn auf Fleisch vn 7. traun? nicht, mein Heil, auf dich much a baun? ohne Weisheit und Verstan Dun! Brunnen graben in den Sand? nen. 9. Nein, Unwandelbarer, dein sol eh id sich meine Seele freun. Set mes dauf Fels, Gott, sei mein Licht, eul 8. meine Zuversicht! iche 10. Und in allgemeine Nacht sinl nir dann mit seiner Pracht jeder Himmi Mit' und die Welt stürze hin, wenn Gul nein mich hält! hein Von der Allwissenheit Gottes, Der 139. Psalm. Mel. O Gott, du frommer Gott.— b. 23 H du erforschest mich; d V. bin ich unverborgen. A kennst mein ganzes Thun und alle mei Sorgen. Was meine Seele denkt, u, dir bereits bekannt, eh der Gedan noch in meiner Seel entstand. iehe 2. Nie spricht mein Mund ein Wohi das du, o Herr, nicht wissest. Du schtiaseh fest, was ich thu, du ordnest, du lHeicht schließest, was mir begegnen soll. au staunt seh ich auf dich. Wie groß isthagu Verstand! Wie wunderbar für michhar 3. Wohin, wohin soll ich vor dein 2. Geiste fliehen? Wo könnt ich jemtenne wobl mich deinem Aug entziehenoch Führ ich gen Himmel auf, so bis Wor Höchster, da; führ ich zur Tief hinssen auch hier bist du mir nah. pür 9. »rüfe chaf Sieh . che Weg deing 4. Nähm ich auch, schnell zu fliehn, die Fittige vom Morgen: selbst an dein dem fernsten Meer blieb ich dir nicht immel verborgen. Auch da umschlösse mich e den doch deine Allmachtshand; denn du u bist ßt, um mich, mich zu decken! so sucht ich heill doch umsonst vor dir mich zu ver⸗ tecken. Denn auch die Finsterniß ist henkind zor dir belles Licht; die Nacht glänzt wie de pie der Tag vor deinem Angesicht. er bl 6. Du warst schon über mir in neiner Mutter Leibe; du bildetest gewis nein Herz, Gott, des ich bin und Staph hleibe. Ich danke dir, daß du mich ut plöß vunderbar gemacht, und meiner, eh ich war, schon väterlich gedacht. isch vn 7. Du kanntest mein Gebein, eh dich uuch ans Licht gekommen, da ich im Verstan Dunkein erst die Bildung angenom⸗ nd? nen. Dein Auge sab mich schon, dein sihih ich bereitet war, und meiner Tage chaffen bin, wie ichs von außen scheine. Sieh, ob mein Fuß vielleicht auf fal⸗ it.—Achem Wege gebt, und leite mich den mich; Weg, der mich zu dir erhöht. rgen. O alle meh Mel. von Nr. 17. Gebn 24 Alwassender, vollkommner . ein Wil ich schleußt und unserm Blick ent⸗ für mic daraus zu machen. 2. Selbst die Gedanken sind dir ich jemeeund, die unsre Seele heget, eh sie entztebunoch der verschloßne Mund. du so bist UWorte dargeleget. Dir sind die Her⸗ Lief hinien offenbar; du kannst ihr Dichten spüren. Den Rath der Seele siehst und seinen Vollkommenheilen. bist überall, und dein ist jedes Land. 5. Spräch ich zur Finsterniß: sei 19 du klar, du prüfest Herz und Nieren, und Nichts bleibt dir verborgen. 3. Was deiner Freunde Herz be⸗ gehrt, das weißt du, eh sie beten. Ihr Seufzen wird von dir gehört, eh sie noch vor dich treten. Was deiner Feinde Herz beschließt, ist auch dir unverborgen; dir, der du ihren Anschlag siehst, so heiter als den Mor⸗ gen, den Wolken nicht verdunkeln. 4. Was nach Verfließung vieler Zeit noch künftig wird geschehen, siehst du schon in Allwissenheit als gegen⸗ wärtig steben. Du machst es deinen Knechten kund, es weiter auszubrei⸗ ten, und läss'st durch ihren schwachen Mund die größten Heimlichkeiten der ganzen Welt entdecken. 5. Bleibt gleich vor Menschen manches noch in dieser Welt ver⸗ schwiegen, so wird vor lhrem Auge doch einst alles offen liegen. Herr, dein Gericht, dem nichts entflieht, wird alles offenbaren. Was noch so heimlich jetzt geschieht, wird alle Welt erfahren, und laut alsdann erzählen. 6. Laß mich, o höchste Majestät, dein helles Auge scheuen. Wo ist der, der dich bintergeht mit seinen Heuche⸗ leten? Laß mich auch in der Einsam⸗ leit dich gegenwärtig denken! Laß Wahrheit und Rechtschaffenheit bei allem Thun mich lenken, und stets mein Herz behüten. Von der Weisheit Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. u weiser Schöpfer aller 25. D Dinge, der alles ganz genau versteht! nichts ist so groß, nichts so geringe, das nicht nach dei⸗ ner Ordnung geht; du schreibest der Geschöpfe Chor Zweck, Maaß, Ge⸗ wicht und Regeln vor. 2. Die wundervollen prächtgen Werke, die unserm Auge fern und nah. die stehn sowohl durch deine Stärke, als auch durch deine Weisheit da. Unendlich, Herr, ist dein Verstand; der ganze Weltbau machts bekannt. 3. Mit eben der allweisen Stärke, mit welcher du die Welt gemacht, regierst du alle deine Werke, die 20 dein Verstand hervorgebracht. brauchst, o unerschaffnes Licht, der Menschen Rath und Beistand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenom⸗ men, das kommt unfehlbar auch zur That. Wenn tausend Hindernisse kom⸗ men, so triumphirt dein hoher Rath. Du kennst und wählst zu deinem Zweck beständig, Gott, den besten Weg. 5. Die Menge so verschiedner Willen, wo dieser hier, der darauf fällt, muß immer doch den Schluß erfüllen, den sich dein Wille vorbehält, der aller Feinde stolzen Wahn als Unvernunft beschämen kann. 6. O Weisheit! decke meiner Seele die angeborne Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle in ihrem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg des Friedens nicht; o gönne mir dein sichres Licht. 7. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem klugen Rath ge⸗ führt. Mein Geist muß dir die Ehre geben, daß du aufs beste mich re⸗ giert. Leit ferner mich durch Welt und Zeit bis zu der frohen Ewigkeit. Von der Allmacht Goites. Mel. Machs mit mir Gott nach. 26. H * SS... reicht so weit, als selbst dein We⸗ SↄIPIPIPIPIPIPISII.I err, deine Allmacht 7 XE +— —.—.— ——.— sen reichet. Nichts EEE +— Herrlichkeit und deinen Thaten — 2— 3333.— 2 5.. gleichet. Es ist kein Ding so E E——.— — E EN 2—— ——— 2— groß und schwer, das dir zu thun .— +* unmöglich wär. 2. Du sprichst, und auf dein mäch⸗ tigs Wort fällt alles dir zu Füßen. Du führest deinen Anschlag fort bei allen Hindernissen. Du winkst, so Erster Theil.— Vom Wesen Gottes Du stehet eilend da, was noch zuvor kein 3 Auge sah. Abgi 3. Du hast dein großes Schöpfungs por werk allmächtig ausgeführet. Es blei⸗ gena bet stets dein Augenmerk und win ganz durch dich regieret. Noch immerhin 4. bestebt die Welt, weil dein allmäch Wah tig Wort sie hält. 1 4. Die Menge vieler Wunder zeigs daß, Schöpfer, dein Vermögen wel über die Gesetze steigt, die die Nath bewegen. Du bleibst ihr Herr, um Kind ibren Lauf hebst du nach weist Still Willkür auf. Mund 5. Wer deiner Gnade solgsam wird nimm sein Herz zum Guten neiget, und wen zen kt er sich von dir verirrt, vor dir sih 6, 9 innig beuget: o, dem vergibst u That Sünd und Schuld, mit allmachts ein he voller Gnad und Huld! in Fi 6. Was für ein Wunder dein dein Macht wird unser Aug einst sehen 7 wenn nach der langen Grabesnat Antlitz die Todten auferstehen, wenn du v Mense unserm Staub den Rest zu neut alsda Körpern werden läss'st. getrost 7. Allmächt'ger, mein erstauntz erschei Geist, wirft sich vor dir darniede 8. L Die Ohnmacht, wie du selber weiß danke umgibet meine Glieder. Mach mi Richtfe zum Zeugen deiner Kraft, die au noch g dem Tode Leben schafft. du mi 8. O zünd in mir den Glaubt an, der deine Macht ergreifet, d Mel. Kün künft uns stark und mächtig werden kann, wen er auf dich sich steifet. Gib, die 28 ich traue deiner Kraft, die alles kan allen und alles schafft. aller K Dur Von der Allgegenwart Goh den 2. A Mel. von Nr. 16.—. 27 großer Gott! der Ui l Ding erfüllet, vor dfehle sen Blick kein Dunkel uns umhüll Auge wohin soll ich vor deiner Allmalner er und wohin fliehn, vor A3 err, ungesehn? mein 2. Könnt ich auch schnell mich zuhdeine Wolken schwingen, und wieder schnerhebe bis in die Tiefen dringen, so hielte imhei, d doch deine Hand auch da; denn 4. ich bin, da bist du, Herr, mir mozeng n klagt. 6. 501 Menschen bleibt bier manche bst UN That verborgen, dir aber ist die Nacht nachtz ein beller Morgen, und was hier noch in Finsterniß geschieht, entdeckt einst deine dein Gericht, dem nichts entflieht. seheyn 7. Wohl dem, der hier vor deinem esnac Antlitz wandelt, und der vor dir und du v Menschen redlich handelt; der steht neut alsdann, als ein bewährter Freund, getrost vor dir, wenn nun dein Tag staunt erscheint. rniede 8. O prüfe selbst die innersten Ge⸗ weif danken, ob sie vielleicht von deiner ch mi Richtschnur wanken. Bin ich, o Gott, die au noch auf verkehrtem Steg, so führe Dlaul du mich auf der Wahrheit Weg. a fet,. Mel. Machs mit mir Gott nach.— 26. n, wen ie bist du, Höchster! von üb, de 28. N uns fern; du wirkst an les kan allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb und athme ich; Gottel denn deine Rechte schützet mich. 2. Was ich gedenke, weissest du; du prüfest meine Seele. Du siehst es, wenn der glich Gutes thu, du siehst es, wenn ich vor Afehle. Nichts, nichts kann deinem Aunn ug entfliehn, und nichts mich dei⸗ Allmatner Hand entziehn. vor N 3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz an dich ergebe, und über ich zud deine Huld erfreut, lobsingend dich er schherhebe: so hörst du es, und stehst mir ieltempei, daß ich dir immer treuer sei. denn 4. Du merkst es, wenn des Her⸗ mir mizens Rath verkehrie Wege wählet; und seinen Vollkommenheiten. 21 und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet: so weißt du ste, und strafest mich zu meiner Beßrung väterlich. 5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erscheine; voll Mit⸗ leid, Vater, zählest du die Thränen, die ich weine. Du siehst und wägest meinen Schmerz, und stärkst mit dei⸗ nem Trost mein Herz. 6. O drück, Allgegenwärtiger! dies tief in meine Seele! daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu, und dir zu dienen eifrig sei. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln, und stärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getrost zu wandeln. Daß du, o Gott, stets um mich seist, das tröst und beßre meinen Geist. Von der Heiligkeit und Gerech⸗ tigkeit Gottes. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele.— Ps. 42. * ott, vor dessen An⸗ ——.— gesichte nur ein reiner Wandel gltt 2 ‚2 .——— Ewges Licht, aus deffen Lichte — +—2— E steis die reinste Klarheit quillt: E— . . Deines Namens Helligkeit werde —+— 2— E 2 stets von uns gescheut i Laß sie + 2.— + + V— 1——— 2 uns doch kräftig dringen, nach Heiligung zu ringen. 2. Heilig ist dein ganzes Wesen; denn kein Böses ist an dir. Ewig bist du so gewesen, und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist unsträflich, recht und gut, und mit deines Armes Stärke wirkst du stets vollkommne Werke. — der 22 Erster Theil.— Vom Wesen Gottes 3. Herr, du willst‚ daß deine Kinder deinem Bilde ähnlich sein. Nie besteht vor dir der Sünder, denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund. Uebel⸗ thätern bist du feind; wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O, so laß uns nicht verscherzen, was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine Herzen, tödt in uns der Sünden Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir sind verderbt, und wer kann zählen, großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu erlösen, gabst du deinen Sohn dahin. O, so reinige vom Bösen durch ihn unsern ganzen Sinn. Gib uns, wie du selbst verheiss'st, gib uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere, und zu allem Guten führe. 6. Keiner sündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht! Unsres Wandels größte Zierde sei rechtschaffne Heilig⸗ keit. Mach uns deinem Bilde gleich! Denn zu deinem Himmelreich wirst du, Herr, nur die erheben, die im Glauben heilig leben. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. — 30. G ½ Gont, 91 I— dein Gericht muß alle Welt sich —— stellen. Du wirst in ihrem Ange⸗ — rIt.— —.—7 ..2 r, Dmin.ele ů und hier mit Ernst beflissen sein, rr,rnn.Be —.——— vor dir einst zu bestehen. 2. Du siehst von deinem festen Thron auf alle Menschenkinder, be⸗ stimmest jedem seinen Lohn, de Ve Frommen und dem Sünder. siehst du die Personen an; allein g das, was wir gethan, siehst du g M. rechter Richter. 2610 3. Biel Gutes und Barmhetzigh 31 gibst du schon hier den Fromnig 3 x du schützest sie vor manchem L Bun darin die Sünder kommen. So Pere gest du vor aller Welt, daß dir! Erd Eifer wohlgefällt, den man der wi ö gend widmet. V ieg 4. Ja, Herr, du liebst, was 2. und gut, und bist ein Freund sen Frommen. Wer deinen Willen ge sen thut, wird von dir aufgenomm deine Sein Werk und Dienst gefällt stets wohl, ist er gleich nicht so, wie lung soll, ganz rein von allen Fehlern doch 5. Doch dem, der dich, o G 3. nicht scheut, dem frevelnden Mwas brecher, der dein Gesetz und Riwird, entweibt, bist du ein strenger Räch dein Ihn strafend machst du offenh Wer daß er dir nie gefällig war, der lfühlt der Sünde dienet. 4.3 6. Der Untergang der ersten Mdaß e die aus der Art geschlagen, Gib, Feuer, das auf Sodom fällt, Aegmit tens lange Plagen, und andre Wiwerde der deiner Macht sind Zeugen, w dein dein Zorn erwacht, wie du den S kommt ein Tag der Rechenscht der keines Sünders schonet; da Uein phirt der Fromme. 8. Gerechter Gott, laß mich, du, das Gute eifrig lieben! selber mir die Kraft dazu! inniges Betrüben, wenn sich die S in mir noch regt! Dein Herz, lauter Gutes hegt, sei meines h. zens Muster. + 9. Und well vor dir, Herr Zebat schän nur die allein bestehen, die glänmein auf des Mittlers Tod bei ihrer Mneh sehen: so laß mich die Gerechtigl Fein die mich von Straf und Schuld Kind freit, im Glauben eifrig suchen. heit Mun Gla 7. „de Von der Wahrhaftigkeit und 2 Treue Gottes. t dug Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. Y5H . och nie hast du dein Wort herzigt 31. gebrochen, nie deinen ommi Bund, o Gott, verletzt. Du hältst getreu, was du versprochen, voll⸗ führst, was du dir vorgesetzt. Wenn der 2 Erd und Himmel auch vergehn, bleibt ewig doch dein Wort bestehn. 2. Du bist kein Mensch, daß dich nd Ru wird, wenn du Vergeltung übest, er Räch dein Drohwort auch gewiß vollbracht. offenh Wer dich, o Gott, beharrlich haßt, „der hfühlt deiner Strafe schwere Last. 4. O drücke dies tief in mein Herze, sen Mdaß es vor deinem Wort sich scheut. gen 1Gib, daß ich nie leichtsinnig scherze It, Aegmit deiner Strafgerechtigkeit. Nie dre Mwerde das von mir gewagt, was gen, undein Befehl mir untersagt. den E4 5. Doch laß mich auch mit festem 6 Glauben dem Worte deiner Gnade 950 ulltraun. Wer kaͤnn den Trost uns je⸗ chenft mals rauben, den wir auf dein Ver⸗ echenschsprechen baun? du bist ein Fels, 3 10 Mdein Bund steht fest. Wohl dem, der Inn kii sich auf dich verläßtl 6. Wie stark sind unsers Glau⸗ mich, bens Gründe! hier ist dein Wort, ben!(das niemals trügt. Und daß dies u! Pallen Beifall finde, hast du den Eid Mund beschwört, ist völlig unsers cner Glaubens werth. 7. Laß, Seele, laß dich dies be⸗ r Zebat schämen! O traue Gott, der treu es ie glän meint. Such ibn zum Muster anzu⸗ ihrer Nnebmen, und sei auch aller Lügen erechtil Feind. Beweise dich als Gottes Schuld Kind, bei dem man Treu und Wahr⸗ mir jemals ganz entziehn. suchen. heit findt. und seinen Vollkommenheiten. 23 Mel. Gott des Himmels und der. —— eicht ihr Berge, fallt S—.— ihr Hügel! Berg und Felsen stürzet ............ ein! Gottes Treu hat dieses Siegel: E.— sie soll fest und ewig sein. Laßt — P.PII.IFI.I.I.I— den Weltkreis untergehn: Gottes —..—..— ., ennxe, Gnade muß bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort ver⸗ sprochen, seinen Bund mit mir ge⸗ macht, der wird nimmermehr ge⸗ brochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt. Sie soll ihren Zweck erreichen, den sie ewig sich gestellt. Ist die Welt voll Heuchelei: Gott ist fromm, gut und getreu. 4. Will die Welt den Frieden bre⸗ chen, hat sie Krieg und Streit im Sinn: Gott hält immer sein Ver⸗ sprechen. Ihm vertraun ist stets Ge⸗ winn; denn er bleibet immerdar, was er ist, und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen: ist sein Herz doch treu gesinnt, und bezeugt in allen Fällen, ich sei sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch alle Hoffnung weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, wenn sich schon die Welt empört. Ihre Liebe mag erkalten; ich bin seinem Herzen werth. Und wenn Höll und Abgrund brüllt, bleibt doch er mir Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbar⸗ mer; so hat er sich selbst genennt; welch ein Trost! nun werd ich Ar⸗ mer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht ihn sich 2⁴ 8. Nun, so soll mein ganz Ver⸗ trauen unbeweglich auf ihm ruhn! Felsen will ich auf ihn bauen; was er sagt, das wird er thun. Erd und Himmel kann vergehn, doch sein Bund bleibt ewig stehn. Von der Liebe und Güte „Gottes. Mel. des 66. Psalms. EE— 33. Wé ie groß ist des All⸗ 2—.—. —— 44.—..— .—— ᷓqIDIt....= mächtgen Gute! Ist der ein Mensch, — 2 +— —2..—.— E.—— den sie nicht rührt? der mit ver⸗ 2 2 2— —— 2—.— — härtetem Gemuthe den Dank erslickt — —— ———=. der ihm gebührt? Rein, seine Liebe —..— 2 + ——— E 2— zu ermessen sei ewig meine größte —— 7— T—.. E=Pflicht. Der Herr hat mein noch Erster Theil.— Vom Wesen Gottes I. Und diesen Gott sollt ich nich ehren? Und seine Güte nicht ven stehn? Er sollte rufen, ich nicht hi, ren? Den Weg, den er mir zeigl nicht gebn? Sein Will ist mir im Herz geschrieben; sein Wort bestän ihn ewiglich: Gott soll ich über allt lieben, und meinen Nächsten gleit als mich. 5. Dies ist mein Dank; dies sein Wille. Ich soll vollkommen sein wie Er. So lang ich dies Gebt erfülle, stell ich sein Bildniß in mi her. Lebt seine Lieb in meiner Seel so treibt sie mich zu jeder Pflicht und ob ich schon aus Schwachhi nicht. herrscht doch in mir die Sünd nicht. 6. O Gott, laß deine Güt un Liebe mir immerdar vor Augen sein sie stärk in mir die guten Trieh mein ganzes Leben dir zu weihn. tröste mich zur Zeit der Schmerzen sie leite mich r Zeit des Glück und ste besieg in meinem Herzen d Furcht des letzten Augenblicks. SISIPIPIPIPIPIPIPIII 34. Ol 5 Golt⸗* bist i + + t;‚;t„,';;DtKh— — ..— — nie vergessen: vergiß, mein Herz, auch Rebe! Allein zum Wohllhun di —— 5 AEER EE seiner nicht! 2. Wer hat mich wunderbar berei⸗ tet? Der Gott, der meiner nicht be⸗ darf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist; wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. PIIPIPIPIPIPIPIPITI I I I du Lust. Der Quälsucht harte Trich PIPIPIPIPꝑPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIIPIII. F catc⸗··c cdi ohne alle Gränzen ist deine Gül —.——— keit. So weit die Himmel glänze ——— übst du Barmherzigkeit. Du, Han —.—.—.——— I‚I hast Wohlgefallen an dem, was! — —.— ⁷¹— PIPIPIPIIII II allen noch Leben zugedacht. sind deinem Herzen unbewußt. Gan ‚PIPDPꝑPꝑPꝑPIPꝑIPISISSI‚ISSISI‚I‚I..... fü gemacht, und hast uns Sünde I 2. schuf Nicht deine mel Güte erkan Gott gab Soht 3. ist so auf volle zur8 wegt dir i ihn 2 schen Sün! F bisthN 4—— hun he rte Tiil se Güs Freuden hin. voller Langmuth zu. zur dus, Gott, uns nicht. 3. Wie groß ist deine Gnade! Wer ist so reich an Huld, wie du? Auch auf dem Sündenpfade siehst du uns Du lockest uns ußez und wenn, zur Reu be⸗ wegt, der Sünder sich zu Fuße vor dir in Demuth legt: so stehst du auf ihn Armen mit väterlicher Huld, und iy schenkst ihm aus Erbarmen die ganze Sündenschuld. I. Mit jedem neuen Morgen wird Über uns dein Wohlthun neu; du kommest unsern Sorgen zuvor mit deiner Vatertreu. Du, Ursprung aller Gaben! Du weißt, was uns gebricht, und, was wir nöthig haben, versagst Vom Wohl⸗ thun, das du übest, sind unsre Tage voll; auch wenn du uns betrübest, geschiehts zu unserm Wohl. 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, und bist stets treu verblieben, wie viel wir wider dich verübt. Mit Gnade uns zu segnen, ist ewig deine Lust. Mit Dank dir zu begegnen, sei, Herr, auch unsre Lust. Laß uns, treu zu erfüllen, was du befieblst, nie ruhn. Wer sollte deinen Willen nicht gern, o Vater, thun? 6. Wer hier auf deinen Wegen sich willig deinem Dienste weiht, den — setzest du zum Segen schon hier, noch mehr in Ewigkeit. Du krönest seine Leiden mit herrlichem Gewinn, und führest ihn zu Freuden, zu ewgen Wie theur ist deine Güte! Gott, laß mich ihrer freun, und stets mein ganz Gemüthe voll ihres Ruhmes sein. und seinen Vollkommenheilen. 2⁵ Mel. Wie schon leuchtet der. .—..——— .—.——‚‚‚‚ 35. O Gost, des starke V 12—— —— D EEEE.— Hand die Welt erschaffen hat, und S..... noch erhält! Ich spüre deine Güte ————— +2.E—. E—— Z hier auf der Welt an jedem Ort. — 2 * **— 2.—.——.— E Sie hilft mir Schwachen gnädig —4 2.... 2— — —.— SDi sort; und wenn ich mein Gemüthe ——— ——.‚—— 3— von hier zu dir, o Gott, wende, —2 2 + E streckst du Hände voll Erbarmen, —————.—— und voll Wohlthun nach mir Armen. 2. Seh ich den weiten Himmel an, so viel ich davon sehen kann, so seh ich deine Güte. Der Himmelskörper Lauf und Pracht, das Sternenheer, das du gemacht, erreget mein Ge⸗ müthe, mächtig, freudig dir zu singen, dir zu bringen Ehr und Stärke. Groß sind deiner Hände Werke! 3. So oft ich athme und den Hauch der Lüfte fühle, fühl ich auch, Gott, deine große Güte. Wind, Wasser, Feuer, Schnee und Eis sind deines Wohlthuns lauter Preis, und rühren mein Gemüthe, täglich hier mich dein zu freuen, und von neuem, Herr! mein Leben dir zum Dienste zu ergeben. 4. Die Erd ist deiner Güte voll! In allem, was mich nähren soll, schmeck ich, Gott, deine Güte. Ich seh und hör und fühle sie in Feld und Wald, an Thier und Vieh. Dies dringet mein Gemüthe, Herr, dich innig ohn Aufhören zu verebren. Hoch zu loben sind ja deiner Güte Proben! 5. Schau ich mich selber achtsam an, so viel ich mich beschauen kann, so seh ich deine Güte. Die zeiget mir ein jedes Glied, ein jeder Sinn, ein jeder Tritt, mein Geist und ganz 26 Erster Theil.— Vom Wesen Gottes Gemüthe. Billig muß ich dir hin⸗ wieder meine Glieder ganz ergeben, und nur dir zu Ehren leben. 6. Herr! dazu, bitt ich, hilf du mir! Zeuch immer näher 0 zu dir durch deine große Güte! O heilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undank hüte. Laß mich, was ich bitt, erlan⸗ gen; dir anhangen bhier auf Erden, bis mir wird der Himmel werden. Der 36. Psalm. Mel. des Psalms. ..—— 36. Gẽ n, deine Huld und —.———————— Guligkeik erfüllet Wes,—— so —— P‚.III‚ PPPP...IFI 2—.—..— weit, als delne Himmel reichen! wer kann sie, Gott, so wie du, n voller Freud erquicken? Wer kan der Deinen reine Brust mit Strömt nie gefühlter Lust, wer will sie m Fließt, fließt nicht alle Seliglt 0 G0l aus deiner Gütigkeit 2 qusl nicht von dir das Leben? Auch kem ten wir dich, Höchster, nicht, häth du uns des Verslandes Licht, dal Wort, Herr, nicht gegeben! W diesem Lichte folgt, der wird zu höbern Licht, zu dir, gefübrt! De wirst du nicht verlassen! Geuß deim Segen über die, die dich verehrth schütze sie, die alle Falschheit hassen ů—ũIn —.———5— Von der Geduld und Langmu Gottes. 37. 2 ——.——* +2— Und alles saht⸗ daß deine Treu, E— 4 viel Geduld beweisest du uns Armen PIPIPIPIPIITxITTT II T T + —— 2— E wie du, unendlich, ewig seik Eh'r Wir häufen W Aiste Schuh 2— E—— DDi.Dee —.— werden Berge weichen/ cher uns du häufest dein Hagrien, WI 2——— —.—.—— Fdes Herren Huld verlaßt—— ist des Mensch en Lebenslauf! 6 . R PII I III— —— 2———..— nein! sein Wort steht ewig fest ist berderbt von Jugend auf, i E—————— FPIPIPIPIPITITI I I I I IT T I I T T auf nie We—— deinem Winkentgegen. Und gleiß — PEIII 3....—. DD von dem nur Gules fießß ——1———— 1—1. du ihn—— Gott, r. du Aasses uns, so lang du bist, müthig d dadon dahinziehn, zux N .—.— Ee SISISP‚PISISPIPIPIPSPSPIPIPIPIPISIIIIEERD‚e Erbarmung vor dir finden. 2. Dein sind die Menschen, dein das Vieh! du, Gott, erhältst, er⸗ nährest sie, wer kann dich gnug er⸗ heben! Du Gott voll Gnaden, voll Geduld, stets fühlen deine Vaterhuld, die hier auf Erden leben. Wer gibt dem Menschen sichre Ruh? Wer sUn. —. —.—.——.——.—.——.— rung zu bewegen. dich. Wenn sie sich gleich verstoche so suchst du sie doch väterlich dun Huld zu dir zu locken. Wie lan sabst und riefest du nicht ehmal deinem Volke zu, daß sich ihr He 1eEee N Sidl etreuer Gott! W 2 wie trugst du nicht i Güt eit 3. Rar 2. Der Menschen Elend jammi= du, W er kan Strömt sie perehrth t hasse üngmu und seinen Vollkommenheiten. Gütigkeit, die erste Welt so lange Zeit, eb sie die Fluth verheerte! 3. Noch immer gibst du Sündern Raum, der Strafe zu entgehen. Du ren Baum nicht Du schonest sein —denleben. 6. Laß diese Langmuth und Geduld, Gott, unsre Herzen rühren! Nie — müsse deine Vaterhuld zur Sicherheit uns führen! Trag uns erbarmend fernerhin; doch gib uns auch dabei nd gleft ihn lan — 38. 1 den Sinn, daß wir die Sünde hassen, und uns noch in der Gnadenzeit den Reichthum deiner Gütigkeit zur Buße leiten lassen. Mel. Wunderbarer König. —.— ——.— jamma verstocke ich dun die lang tehmal ihr Hn nicht m gönne blöden Augen, die zum Ir⸗ PPHD—‚ n—.. ,E, F SI.I...—.— dischen kaum taugen, daß sie in die ———— i˖‚ĩ˖ĩqcPcec,gé?é‚é‚?˖?:?, Strahlen deiner Langmuth blicken, , L. die den Erdkreis huldreich schmücken, und zugleich .—. und den Deinen, wie die Sonne —————— scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplatz dei⸗ ner Güte. Deiner Langmuth Ehre, wird durch neue Proben immer herr⸗ licher erhoben. O wie weit, o wie breit streckt sie ihre Flügel üher Berg und Hügel! 5 RR 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag vor Tag zu schonen, Tag vor Tag zu dulden, so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben, die dich hassen: Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet, und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, da man doch, wenn du noch sie kaum weggeleget, dich zum Zorn erreget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen; wer zu deinen Füßen sich mit Thränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. Höchster, sei gepriesen, daß du so verschonest, und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm den Scepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmuth aus⸗ zuüben und die Welt zu lieben. Lob der heiligen Dreieinigkeit. Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. 39 zott, unserm Gott allein sei Ehr! Ihm Vank für seine Gnade! Uns drücket nun sein Zorn nicht mehr! geheilt ist unser Schade. Er, der uns seinen Frieden gab, schaut auf die Erde nun herab mit Lieb und Wohlgefallen. 28 2. Goit Vater wir verehren dich, mit Loben und mit Danken; denn du regierest ewiglich, dein Thron kann niemals wanken. Herr, alles, was du sprichst, geschieht, so wie dein Aug auf alles sieht. Wohl uns, daß du regierest! 3. O Christe, Gottes einger Sohn! für uns ins Fleisch geboren! Kamst du nicht von des Himmels Thron, so waren wir verloren. Sei uns mit deinem Heile nab! Ach, für uns alle starbst du ja! Erbarm dich un⸗ ser aller! ö 4. O heilger Geist! du theures Pfand, du Tröster der Erlösten! Er⸗ leucht mit Weisheit den Verstand, und komm, das Herz zu trösten. Sei, wo wir wandeln, unser Licht! Ver⸗ laß uns auch im Tode nicht! Wir traun auf deine Treue! Mel. von Nr. 17. 40 Hent unser Gott, wer ist 8 dir gleich? Du bist das höchste Wesen. Und doch hast du, an Gnade reich, uns dir zum Dienst erle⸗ sen. Gemeinschaft sollen wir mit dir, du Allerböchster, haben. Mit deinem Heil willst du uns hier und ewig einst begaben, du Quelle alles Segens. 2. Wir beten dich, o Vater, an. Sind wir gleich vor dir Sünder, so nimmst du dich doch unser an, wie Väter ihrer Kinder. Du hast für uns aus großer Huld selbst deinen Sohn gegeben. Dein Herz voll Güte und Geduld verleih uns Trost und Leben, daß wir dich lindlich fürchten. 3. O Jesu, ewger Gottessohn! Du Heil, darauf wir hoffen! Durch dich steht zu des Vaters Thron der Weg uns wieder offen. Uns zu befrein von Sünd und Tod, kamst du zu uns auf Erden. O laß uns, unser Herr und Gott, froh deines Segens werden, und dir im Glauben dienen. 4. O heilger Geist, du Geist von Gott! Wehr in uns dem Verderben! Im Glauben an des Mittlers Tod hilf uns der Sünde sterben! Du gibst zum Guten Lust und Kraft. Laß uns des auch genießen! damit wir unsre Erster Theil.— Vom Wesen Gottes Pilgerschaft im Glauben selig sch 7 ßen. Wir wollen dir gern folgen, wer 5. Laß, Gott, uns dein guf Erde Mer schon als unsers Gottes freuen. Hen Helf segne uns von deinem Thron, de Du wir vor dir gedeihen! Dein ist di schw Reich, die Herrlichkeit. Dir wollt Leid wir hier leben; und du wirst nal vollbrachter Zeit uns einst dahin g des heben, wo wir dich ewig schauen. allm Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30 der? unse heiligste Dreieinigkei 41. O nach Würden dich 323 ehren, bemüht sich deine Christenbel 9. dein Lob läßt sich stets hören. W schor hoch bist du, wie wundersam! M heit, betungswürdig ist dein Nam, di Soh Wesen unerforschlich. Bom 2. Es zeigt die berrliche Namm mach und zwar an jedem Orte, des Alln Un höchsten Segensspur; doch Dank seinem Worte! es zeigt uns ihn en recht; er heißt: Gott Vater, Soh und heilger Geist, der Gott des g men Sünders. 3. Nun weicht die Nacht, nun win es hell; laßt Lobgesänge fließen! d Vater, aller Wesen Quell und U sprung, sei gepriesen! Du Vater, hi von aller Zeit in grenzenloser Ewiß keit den Sohn, dein Bild, gezeug „ gnädgem Wohlgefallen. H jez schufst den Menschen; Dank und PII soll erst durch ihn erschallen. E== trägest durch dein mächtig Wort, un du erschaffen, immerfort, und herrsch= mit weiser Güte. le 5. O bester Vater, steh uns be uns, deinen armen Kindern! wir sih E len oft noch, ach verzeih, veii ge uns armen Sündern. O, unsre Nol= ist mannigfalt; errett uns, Herr, un n hilf uns bald, zeig dich an uns al Vater! 6. Herr Jesu Christ, des ewgs Sohn, von Ewigkeit geboren! d herrsch'st auf deines Vaters Thrnl S5 zu unserm Heil erkoren. Durch di⸗ erschuf er diese Welt, du bists, dun den er sie erhält, o Gott, aus G geboren. 7. Du 10 300 Riwen Cberbild er bich sieht, sie en Vater; ein Mousch, auchem die Zeit erfüllt, ein Hen Helfer, kin Berather des Menschen. n, di Du erwarbst ihm Huld, bezahltest seine ist de schwere Schuld durch dein unschuldig r wollt Leiden. rst nal g. Nun sitzest du zur rechten Hand ahin g des Vaters hoch erhoben, beherrsch'st auen. allmächtig jedes Land und dämpfst ..— 3u der Feinde Toben. Hilf, unser Bruder, uͤnser Gott! du bists, auf den in Noth uich und Tod wir uns allein verlassen. : 9. Von Ewigkeit warst du auch . schon, o Geist, Quell aller Wahr⸗ N beit, Gott mit dem Vater und dem m, del Sohn, erfüllt mit höchster Klarheit. Pom Vater und vom Sohn gesandt, e Natu mach uns die Gottheit recht bekannt es All Und ihr zu dienen willig. Dank 9, schli⸗ — und seinen Vollkommenheiten. 29 10. O heilger Geist, du Geist des Herrn, durch den wir Abba schreien, nur du kannst uns, und thust es gern, zu seinem Bild erneuen. Durch dich wird unsre Hoffnung fest, und wenn uns alle Welt verläßt, so bleibt dein Trost noch kräftig. 11. Geist des Gebetes, steh uns bei, daß wir in allen Nöthen voll Dank⸗ barkeit, mit wahrer Reu zu Gott im Glauben beten. Wenn unsre Stunde kommen ist, so hilf, daß wir auf Jesum Christ getrost und selig sterben. 12. Gott Vater, Sohn und heil⸗ ger Geist, wie groß ist deine Güte! sei ewiglich dafür gepreist, mit freu⸗ digem Gemüthe! Wenn dich der Engel Chor besingt, wo heilig, heilig, heilig klingt, so hör hier unser Lallen! 3) Von der und u Der 19. Psalm. zater, hu. Ei EPIEI EPEISISISIIIIII — 42. ie Himmel rufen, rdenkre S.SS..........I un 9 jeder ehret die Größe Goltes, seine und len. IE=—— Bort, Pracht; die ausgespannte Veste .— 2 d herrsch F 7 6 lehret die Werke, die sein Arm 7— 0 E— „ ven gemacht; und aller Welten Harmo⸗ nsre NII E d erA Herr, nie verkündigt und besinget sie. 1 unse 2. Es strömt von einem Tag zum andern, gleich Bächen, ihre Rede fort, und eine Nacht erzählt der andern laut ihr gedankenvolles Wort. Es sind nicht Sprachen, die sie spricht; doch wer hört ihre Stimme nicht? 3. Die Ordnung kunsterfüllter Kreise verherrlicht Gott durch jedes Land es ewgh ren! D Thron Durch dit ists, dun aus Ga Schoͤpfung. und macht, damit der Mensch ihn preise, sein Lob der fernsten Welt bekannt; denn wer sieht ihre Wun⸗ derbahn, und betet nicht den Schö⸗ pfer an? 4. Wer schuf, daß uns der Tag erwache, der Sonne strahlend Zelt, als Er? Sie kommt; so geht vom Brautgemache der heitre Bräutigam daher; sie eilet, wie ein Held zum bpenl. erwachet und des Kampfs sich reut. 5. Ihr hoher Aufgang ist im Mor⸗ gen, bis in den fernsten West ihr Lauf. Nichts bleibt vor ihrer Gluth 48 verborgen; sie gehet allen segnend auf. Ihr Glanz zerstreut das Graun der Nacht, beseelt die Welt und gibt ihr Pracht. 6. Das Recht, das uns der Herr gegeben, ist heilig und untadelhaft. Es stärkt die Seelen, daß sie leben, und gibt dem kranken Herzen Kraft. Sein Wort ist ohne Falsch und Trug, erhellt und macht dit Einfalt klug. 30 Erster Theil.— Von der Schöpfung. 7. Aus seinen richtigen Gesetzen quillt Freude für die Traurigkeit. Sie heiligen, wenn sie ergötzen. Wie lauter ist, was Gott gebeut! Herr, deines Wortes reines Licht erleuchtet jedes Angesicht. 8. Die Furcht des Herrn erhebt und schmücket ein folgsam Herz, und macht es rein; und ewig bleiben die beglük⸗ ket, die sich dem Bienste Gottes weihn. Denn alles, was der Herr gebeut, ist Wahrbeit und Gerechtigkeit. 9. Die Zeugnisse des Herrn sind besser und mehr der Sehnsucht werth, als Gold. Ihr Werth ist köstlicher und größer, als alles noch so feine Gold. Süß sind sie, wie der Honig ist, und mehr, als der vom Stocke fließt. 10. Wie warnen sie nicht deine Knechte! Der hat viel Segen, der sie bält! Doch oft vergißt man deine Rechte. Wer merkt, o Gott, wie oft er fällt? Vergib, das bitt ich, Gott, von dir, auch die verborgnen Sünden mir! 21. Enthalte mich von frechen Sün⸗ den, die ein vermeßner Stolz erzeugt, und laß sie den nicht überwinden, der willig in dein Joch sich eugt! daß ich unschuldig, rein und frei von großer Uebertretung sei! 12. Vernimm, voll Huld, aus mei⸗ nem Munde die Reden, die sich dei⸗ ner freun, und laß, zur angenehmen Stunde, dir mein Gebet geseufzet sein! Ich habe ja dein gnädig Wort, Herr, mein Erlöser! Gott, mein Hort! Mel. von Nr. 42. 43 Gott! den alle Himmel * ehren, von dir kommt aller Himmel Pracht. Was wir nur Schönes sehn und hören, hat deine Hand allein gemacht. An deine Weis⸗ heit, an dein Licht, reicht keines Men⸗ schen Denken nicht. 2. Du bists, der die Geschöpfe weidet, der ihnen ihre Zierde schenkt. Du bist es, der die Erde kleidet, und sie mit grünem Schmuck behängt. Du bist es, der durch seine Kraft dem Frühling neue Anmuth schafft. 3. Daß Kraut und Pfanzen s Gott verjüngen, und alles neues Lebt nur fühlt, daß alle Bäume Blüthen biiy 4. gen, das Feld mit tausend Farbt Stur spielt: das fließt allein aus deim Meer Gnad, die unsre Welt gezieret hat ringst 4. Wie viel vermag dein mächtiz pfer Werde! erhabenster Herr Zebaott seiner Dein Lob verkündigt zwar die End hat doch herrlicher noch, reicher Gol Schö verkündiget der Himmel Pracht à 5. Größe deiner Schöpfermacht. deine 5. Aus dir, du Quelle alles Lichtt der V fließt auch der Sonne feurig Mes stan Ja, großer Schöpfer des Gesicht Mens⸗ don dir kommt auch das Wunder he Preis daß mir die Schönheit dieser W.von d so strahlend in die Augen fällt. 5 6. Was zeugt das Heer von Vater send Sternen, das selbst die Räc sa reizend macht? Von ihnen soll sch Ulhren schon lernen, wie groß, o Schöypft dien deine Pracht! Gott du bist nichtnicht! als Heiterkeit; nur Licht und Stra⸗ len sind dein Kleid. 7. Ach Schöpfer! heilge mein 0 sichte, wenn ich so voll Verwundrm 5 steh, daß ich in deines Geistes Lich allein auf dich, den Ursprung, sgegen Ach! reinige selbst meine Brust Abegr d verbo jeder schnöden Erdenlust Gott, Mel. Allein Gott in der Höh.— 15, mir! Wenn ich, o Schöpf 2. 44. W deine Macht, die W.lerte, heit deiner Wege, die Liebe, die Spur alle wacht, anbetend überlege: denke weiß ich, von Bewundrung voll, nihru wie ich dich erheben soll, mein G mein Herr und Vater! 2. Mein Auge sieht, wohin es bliweis die Wunder deiner Werke. Der Hüwenn mel, prächtig ausgeschmückt, puso sti dich, du Gott der Stärke! Wer Ihr die Sonn an ihm erhöht? Wer UPrach det sie mit Majestät? Wer ruft digema Heer der Sterne? 4. 3. Wer mißt dem Winde sein Liebe Lauf? Wer heißt die Himmel regnt r, g Wer schließt den Schooß der Gdaß i auf, mit Vorrath uns zu segnnwas O Golt der Macht und Herrlichldeine Mel. zen s Gott, deine Güte reicht so weit, als Lebe nur die Wolken gehen! n briy 4. Dich predigt Sonnenschein und Farbt Sturm, dich preist der Sand am dein Meere. Bringt, ruft auch der ge⸗ et hal ringste Wurm, bringt meinem Schö⸗ nächtih pßfer Ebre! Mich, ruft der Baum in debaoll seiner Pracht, mich, ruft die Saat, ie Erd hat Gott gemacht; bringt meinem 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist! erhebe seinen Namen! Gott, unser von ta Raler, sei gepreist, und alle Welt e Näch sag: Amen! und alle Welt fürcht lsch Hihren Herrn, und hoff auf ihn, und chöpft hien ihm gern! Wer wollte Gott Eiicht dienen? Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. tein H 3 Gott des Himmels und 0 0 15. der Erden, der du all⸗ ng sgegenwärtig bist, und nimmer kannst Brust ubegriffen werden, vor dem kein Ding verborgen ist: Ach ziehe mich, mein Gott, zu dir, und offenbare dich in 2. Wobi ich 6 d· A N 2. Wohin Herz un ugen Pie Wlnte, da find ich deiner Gottheit , die Spur. Wenn ich voll Andacht über⸗ lege: denke die wundervolle Kreatur, so oll nitruft mir gleichsam alles zu: Wie ein Gogroß ist Gott, wie klein bist du. 3. Es zeigen alle Elemente, wie wes blweis und gut der Schöpfer sei. O, Der Hüwenn das Stumme reden könnte, üt, puso stimmt es der Ermuntrung bei: Wer Ihr Menschen! ehrt des Schöpfers Wer UPracht, auch euch zu gut sind wir ruft uhemacht. 4. Herr Gott! wie groß ist deine de seinLiebe! die Erd ist deiner Güte voll. V regueO, gib mir deines Geistes Triebe, der Gdaß ich dich preise, wie ich sol. Nimm, 1 segnewas ich kann und bab und bin, zu dertlichdeinem Dienst auf ewig hin! Erster Theil.— Von der Schöpfung. 31 5. Hilf, daß die Güter dieser Erden mich zu dir locken, höchstes Gut! daß sie mir nicht zum Fallstrick werden, der statt des Nutzens Schaͤden thut. Laß allen Mißbrauch ferne sein! Mein Schatz und Ziel sei du allein. 6. Hier ist mein Leben eine Reise; hier geht mein Weg zur andern Welt. O, mache du mich klug und weise, daß ich hier thu, was dir gefällt. Nimm endlich nach vollbrachtem Lauf mich, Gott, in deinen Himmel auf. Mel. des 140. Psalms. ..r.. r.. 46. D⸗- e — ie Himmel rühmen ..———— Gottes Ehre, ibr Schall pflanzt ............ seinen Namen fort. Ihn rühmt —————— der Erdkreis, ihn die Meere; ver⸗ PPIPIPIPI.I.I.I...——— nimm, o Mensch, ihr göttlich ..— = 5 Wort. 2. Wer trägt die unzählbaren Sterne? wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet uns von ferne, und läuft den Weg, gleich als ein Held. 3. Vernimms und sieh die Wun⸗ derwerke, die die Natur dir aufge⸗ stellt. Verkündigt Weisheit, Ordnung, Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du die unzählbaren Heere der Wesen fühllos, wohl beschaun? Durch wen ist alles? gib ihm Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertraun! 5. Mein sind die Himmel, mein die Erde; an meinen Werken kennst du mich. Ich werde sein, der ich sein werde, dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, Weis⸗ heit, Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil; ich bins! mich liebe dein Gemüthe, und nehm an meiner Gnade Theil! Von den Engeln. Mel. Jesus, meine Zuversicht. A 5 *—— Erster Theil.— Von der Schöpfung. Mel. O Welt ich muß dich lassen. SSS.... 48. De⸗ 1 Heir der S 47 DDe.— * err, du hast in deine DSDSSE&Æe .— 2.— —.— Reich große Schaaren heilger Engel. E Sq—3 2——* 2——— 2. E phinen, dem tausend Engel dien 49 3.....ii.i.I‚‚I..J— und zu Gebote ssehnl du n E 2 Ihnen bin ich noch nicht gleich, denn ..— 3— F A——8—8—8 ich bin noch voller Mängel. Ach! SI.— S....... großer Meister des ganzen RaE= ᷣP EeEEE E EEE E In der Geister mein Mund soll wann werd ich auch so rein, als die 2— + E guten Geister sein? 2. Mich beschwert noch Fleisch und Blut; stärke mich bei der Beschwerde! Stärke mich mit Kraft und Muth, daß ich hier schon auf der Erde als dein Erbe und dein Kind immer himm⸗ lisch sei gesinnt. 3. Gib mir Weisheit, gib mir Fleiß, dich, o Gott! recht zu erkennen. Laß mich deines Namens Preis gern auch vor der Welt bekennen; daß ich darin auf der Erd deinen Engeln ähnlich werd. 4. Herr, dein Wille soll geschehn, wie im Himmel, so auf Erden. Laß uns doch stets darauf sehn, daß wir dir gehorsam werden, so in deinem Wil⸗ len rubn, wie die reinen Geister thun. 5. Unsre Welt ist voll Gefahr; voll Gefahr ist unser Leben. Sende deiner Engel Schaar, daß sie schützend uns umgeben. Wo wir gehen aus und ein, laß sie unsre Wächter sein. 6. Mach es, wie mit Lazaro, wenn ich künftig werde sterben. Laß mich dann auch eben so deines Himmels Freuden erben. Bringe durch der Engel Hand mich hin in mein Va⸗ terland. 7. Laß mich dann vor deinem Stuhl bei den Auserwählten steben, wenn die Bösen in den Pfuhl der Verdammniß zitternd gehen. Mache mich in deinem Reich völlig deinen Engeln gleich. EE—.— Ruhm erhöhn.—— Ben⸗ deinet Ehte, alöd uu.— eugen deiner re, g9 du meiner Wacht. Sie sehn dein 2 un sichte im höchstvollkommnen Lich== und haben dennoch auf mich Acht. 3. Ich preise deine Güte mit dan== barem Gemüthe für diese Wum E= Schaar. Ich rühme deine Rechte O diese deine Knechte, durch deren SeE= ich sicher war. eur 4. Gib, Geber aller Güter, 2. ferner diese Hüter zu meinem Schi sen! mir bei. Es sei mein ganzes A Und mit ihnen stets umgeben, so i mit a ich manches Fehltritts frei. sein V uns f 5. Doch sollen sie nicht weich so laß mich ihnen gleichen an waß mee Heiligkeit. Wie sie die Kinder h 3. und wahre Demuth üben, so m auch mich dazu bereit. n ö 6. Sie thun ja deinen Will geußt laß mich den auch erfüllen. Die leben völlig rein; laß mich, nmel deinen Worten, o Herr, an al sein. Orten auch so, wie sie, die Sil Licht scheun. 2•0 7. Wenn ich denn endlich schehschät . sihre wich zur Srerde, Gufl 1 Händen ein. Bei dir, o Höcht ehe droben will ich loh Adam wenn ich den Engeln gleich t tes R sein. Betet, ners! ————— lassen. —.— er O 1 15 muh⸗ E el. des Psalms. gel dien E 36i 49. J hr Frommen, auf! die E 2 * *——.. ...eeeeeeeee. q= I ihr die Ehren des Gottes aller .......... en ReES Ubren singt;—.— 20 Lob— soll deiß—.— ns Chören noch eins so ange⸗ — — —— — —— —.—..— 1. — Spielt ihm slreng ingt! Rent nehm erkl—.— 'st du —0 2. And schönel Mischt der Orgeln Töne en LIS= x ich Achtin den Jubelsang! Lobet ihn auf E xi Wund E Reh Saiten, laßt ihm h beresten ren SHE eurer Flöten Klang. züter, 2. Verherrlicht ihn mit neuen Wei⸗ Sch sen! Erhebt ihn durch ein ewig Lied! zes L Und seid, ihn würdiglich zu preisen, so himit allgemeinem Fleiß bemübt! Was sein Wort uns lehret, was sein Mund 2 eußt sich durch die ganze Welt. 1.Die gewolbten Lüste und der Him⸗ ich, mel Klüfte hieß sein Machtwort an al sein. Aller Sternen Kreise, Wechsel, bie SUahen und Weise schuf sein Häuch allein 4. Er hält die Meer und Wasser⸗ ch schl schätze in ihrem sichern Abgrund auf. auf ih Er schreibt der Ebb und Fluth Ge⸗ Höch fetze, und ordnet aller Flüsse Lauf. 0 Il Adams ganz Geschlechte fürchte Wot⸗ eich tes Rechte, die dies wirken kann! 33 4) Von der Vorsehung Gottes. 5. Er spricht, um etwas zu voll⸗ bringen: so ists im Augenblick ge⸗ schehn. Er rufet unerschaffnen Din⸗ gen: so sind sie wirklich schon zu sehn. Allen Rath der Großen weiß er umzustoßen, wie es immer geh. Alle List der Erden muß zu Schanden werden, daß sein Rath besteh. 6. Er wechselt niemals in Gedan⸗ ken. Kein Fall der Zeiten schwächt sein Reich. Er kann nicht, wie die Menschen, wanken, und ist sich selb · sten ewig gleich. Wohl denn dem Geschlechte, welches sich mit Rechte zu den Seinen zählt! Wohl euch, Zions Kindern, die er aus den Sün⸗ dern, als sein Erb, erwählt! 7. Er sieht von seiner Sterne Büh⸗ nen das Thun der Erdenkinder ein. Er unterscheidet, die ihm dienen und die vor ihm nicht lauter sein. Gott, der Weltberather, nimmt, als Herr und Vater, aller Menschen wahr; seiner Fürsicht Proben werden uns von oben stündlich offenbar. 8. Er hat das Herz in uns geleget; drum kennt er dessen Haß und Lust, und was sich da Geheimes reget, ist eher ihm als uns bewußt. Nicht die vielen Machten siegen in den Schlach⸗ ten, sondern Gottes Arm. Dieser ist bewährter, als der Helden Schwerter und der Riesen Schwarm. 9. Ein feurig Pferd, mit dem ein Sieger oft glücklich durch die Feinde riß, ist keinem Flüchtling, keinem Krieger mit aller seiner Kraft gewiß. Die sich Gott ergeben, deren Gut und Leben nimmt sein Aug in Acht. Ihre Seele trauet, wenn dem Bösen grauet, seiner Huld und Macht. 10. Der Flügel Gottes deckt die Seinen vor allen Todsgefahren zu. Wenn andre lang nach Brode wei⸗ nen, so speist er uns in milder Ruh. Darum, fromme Herzen, harrt in allen Schmerzen seiner Hülf und Kraft, die euch fest umringet, alle ners Meister, mit Erstaunung an! Betet, freche Geister, Gott, des Don⸗ Noth verdringet, und euch Heil ver⸗ schafft. 3⁴ Erster Theil.— Von 11. In dir, o Herr, in dir alleine erfreuen wir uns jederzeit. Der Trost für Israels Gemeine ist deine Treu und Heiligkeit. Uebe dein Erbarmen erner an uns Armen, du, o höchstes ut! Gib uns einst zum Lobne unsers Glaubens Krone, der auf dich beruht. Der 65. Psalm. Mel. des Psalms. ..—.— 50. Me nn belel, Her, an betet, Herr, D— in Zions Stille zu deiner Macht —.——2 2 2 2 und Huld. Da zahlt man dir PqPqPIPP...——————— der Opfer Fülle und der Grlübde —.———ii Schuld: da merkest du auf unsre —.— — .—..——..x Lieder und Bitten für und für, . PIPIPIPIPIPIPIPIIIIII I I und sammelst deiner Kirche Glieder ———— aus aller Welt zu dir. 2. Daß uns der Sünden Last nicht schade, wie schwer sie immer sei, so spricht uns Arme deine Gnade von Fluch und Schulden frei. Wohl denen, die sie aus den Sündern zu deinem Dienste wählt, und hier und dort zu deinen Kindern und Haus⸗ genossen zählt! 3. Du gießest nach den bangen Zei⸗ ten den Trost auf Jakobs Haus, vom Sitze deiner Seligkeiten, an allen Enden aus. Wir können deiner Liebe Proben in tausend Wundern sehn, und dich als unsern Heiland loben, sobald wir zu dir flehn. 4. Die Hoffnung aller Menschen⸗ Schaaren ist nur auf dich gestellt: Denn du allein nur mußt bewahren, was See und Land enthält. Du bist es, dessen sichre Stärke die Berge gründen kann, und warest zu dem Schöpfungs⸗ werke mit Allmacht angethan. — ———— 2* der Vorsehung Gottes. 5. Dein Wink gebeut den wildanzubst Meeren, und sillet Wind und Flulglanze Wenn Welt und Hölle sich empörtauf N so dämpfst du ihre Wuth. So w ich 1 der Erde Theile reichen, erschrickt aget Heidenschaft vor deiner wabren Gotfrittige heit Zeichen und deiner höchsten Krase 3., 6. Du machest fröhlich, was Winde webet, so bald der Tag erwachbaoth; und Abends danket, was da lehientzün; dem Schutze deiner Macht. Wemer, G du erquickst mit Thau und Reghereitet der Erde heißen Schooß, so wimehr. durch deinen milden Segen der Fehsleidet, Reichthum groß. 4. O 7. Dein Brunn, der nimmermiflohen verseiget, erquickt sie früh und spiborbei. bis Keim und Aehre treibt und sidrohen, get, und alle Frucht geräth. Wefrei. Furch und Fluͤren sich verneuen, schienen Herr, so tränkst du sie, und thanWort; Wachsthum und Gedeihen auf unan den Saat und Müh. 96. 2 8. Du krönest alle Jahreszeiten mzestecket segensvollet Hand, und träufelst eann; Fettigkeilten auf unser ganzes Labedecket Es triefen Wüsten, Haid und Weidahn. von ihrem fruchtbarn Guß. WMöhlen Hügel schmücken sich mit Freuden müllt; d holdem Ueberfluß. ie qua 9. Es wimmein von dem SchaPaldes gedränge die Anger rings umh 6. U Es stehen von des Kornes Mapiele sch die Auen dick und schwer. Da schifrieden der Dank von tausend Chören: singt vo frohe Landmann singt des Allerhalldeinen Thal erklingt. zrünen einen Der 104. Psalm. 7. Oi erden Mel. von Nr. 33. Land! ei feurig, Seele, Owerder 51.— zu loben, ihn, den Pand. hovah Zebaoth! Sehr herrlich bistischen Le sehr erhoben, geschmückt mit Majeshrfreun, mein Gott! Licht, das auch SeiReben n phinen schrecket, Licht ist dein siuhen We lenvoll Gewand! den grenzenlos 8. W Himmel strecket zum Vorhang adele des Herr, deine Hand. Du mac 2. Du baust in unermeßne Höhgehle; t Allgegenwärtiger, dein Haus; inicht? wildmwölbst mit dichten Wasserseen die Flulglanzesvolle Wohnung aus. Du fährst mpörtauf Wolken, deinem Wagen, nahst So widich in Wettern fürchterlich; dein rickt Wagen donnert; willig tragen die n Gulßittige des Sturmes dich! n Kraß 3. Die Engel fliegen, gleich den was Winden, vor dir voran, Herr Ze⸗ rwachbaoth; wie Flammen, die sich schnell a lebientzünden, sind deiner Allmacht Die⸗ Wener, Gott. Du hast der Erde Grund Regbereitet, sie steht und wanlet nimmer⸗ so wimehr. Einst war sie mit der Tief um⸗ er Fehhkleidet, und über Berge floß ein Meer. 4. Du schaltst die Wasser, und ste mermiflohen vor deinem Schelten schnell ind spiborbei. Sie hörten deinen Donner und sidrohen, enteilten, und das Land ward Wefrei. Der Berge Gipfel, Herr, er⸗ Heuen, schienen, erhoben durch dein mächtig d thauWort; die Thäler sanken unter ihnen uf unan den für sie bestimmten Ort. 5. Du hast dem Meer ein Ziel eiten mzestecket, das es nicht überschreiten felst Kann; die Erde wird nicht mehr es Lasbedecket, es findet nie der Rückkehr o WeidBahn. Von dir wird aus der Berge ß. Wöhlen mit Quellen jedes Thal er⸗ den müllt; da trinkt, wenn Hitz und Durst ie quälen, der Felder Volk, des Schadaldes Wild. umh 6. Und an der Bäche Ufer steigen Mestziele schattenvolle Bäum empor; zu⸗ da schirieden wohnt auf ibren Zweigen und en: singt voll Lust der Vögel Chor. Aus erhalldeinen Höhen wird mit Thaue und erg Megen jeder Berg erquickt. Dann zrünen fröhlich Feld und Aue, mit deinen Früchten, Gott, geschmückt. 7. Du nährst mit Gras der Thiere Heerden, wie schön bekleidet es das kand! es wachsen Kräuter, und es e, Owerden die Saaten reif durch deine den Hand. Brod gibst du für des Men⸗ h bistschen Leben, Und, unsre Herzen zu Najeserfreun, schenkst du aus traubenvollen SeiReben mit milder Hand uns, Herr, in stuuden Wein. zenla 8. Wie heiter glänzt von deinem g Dele des Menschen frohes Angesicht! „Du machst, daß uns das Brod nie Höhtehle; wen sättiget, wen stärkt es 33 nicht? Von deinem Saft ernähret zeu⸗ Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. 3⁵ bie die Bäume uns so manche Frucht; ie Cedern Libanons, Herr, steigen empor, gepflanzt durch deine Zucht. 9. Die Vögel baun in ihre Wipfel, die Störch in Tannen sich ihr Nest. Die Gemse liebt der Berge Gipfel, die sich auf steile Höhn verläßt. In Klüften, in der Felsen Höhlen ver⸗ bergen die Kaninchen sich. Die Zeit zu ordnen, sie zu zählen, theilt sie der Mond, o Gott, durch dich! 10. Die Sonn eilt, ohne zu er⸗ matten, zum Abzug, ihn versäumt sie nie; dann herrscht die Nacht, und finstre Schatten umziehn die Erde, decken sie. Dann geht das Wild aus seinen Wäldern, was in den Wüsten wohnet, wacht, und suchet auf bethauten Feldern sich seine Nah⸗ rung in der Nacht. 11. Der jungen Löwen laut Ge⸗ brülle begehret seinen Raub von dir; du nährst sie, Gott, aus deiner Fülle, und sättigst jedes wilde Thier. Doch melden kaum die hellren Lüfte des neuen Tages Ankunft an, so fliehen sie in ihre Klüfte, die nie der Son⸗ nen Strahlen sahn. 12. Der Mensch erwacht; mit neuen Kräften geht er zur Arbeit, baut das Feld, wirkt bis zum Abend in Geschäften, zu denen ihn dein Ruf bestellt. Wie zahllos, Gott, sind deine Werke! die Welt ist deiner Güte voll; du gibst sie, daß man deine Stärke und Huld und Weisheit preisen soll. 13. Wie wimmelts in den weiten Meeren von Thieren, die du, Herr, nur zählst, von größern und von klei⸗ nern Heeren, die du ernährest und beseelst. Die Schiffe finden sichre Bah⸗ nen, du führest sie bewahret hin, bin auf den wilden Oceanen, dein Levia⸗ than spielt darin. 14. Herr, alles wartet auf der Erde, im Meer und in der Luft auf dich, daß es von dir gesättigt werde! Du segnest; sie erquicken sich. Du gibst; sie sammeln. Deine Hände eröffnest du; ste werden satt. Wie schrecket sie ihr nahes Ende, wenn sich dein Blick verborgen hat! 3* 36 15. Du nimmst, Herr, deinen Odem wieder; so muß, was lebet, schnell vergehn; Staub werden der Geschöpfe Glieder; du sendest ihn, und sie ent⸗ stehn. Wie oft erneu'rt dein Hauch der Erde Gestalt, und was auf ihr sich regt; daß ewig Gott verherrlicht werde, der Lust zu seinen Werken trägt. 16. Er schaut die Erd an: sie er⸗ zittert. Er tastet an der Berge Höhn: und Berg und Fels, durch ihn zer⸗ splittert, sind Flammen, dampfen und vergehn. Gott, meinem Gott, will ich lobsingen! ihm, weil ich lebe, Lie⸗ der weihn! ihm soll voll Ruhms die Harf erklingen, sein Lob mein letztes Stammeln sein!„ 17. Und süß ertönen meine Lieder dir, der du meine Freude bist! Bald reinigst du den Erdkreis wieder, der jetzt voll von Verbrechern ist. Sei eurig, Seele, Gott zu loben, ihn, en Jehovah Zebaoth! Er werd in aller Welt erhoben, und Hallelujah sing sie Gott! Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. 52 ir, unser Gott! ist nie⸗ * mand gleich im Him⸗ mel und auf Erden. Du bist der Höchste und dein Reich kann nie be⸗ griffen werden. Unendlich ist die Ma⸗ jestät, die über alle dich erhöht, die Kron und Zepter tragen. 2. Wie weit erstreckt sich dein Gebiet! Wo ist der, der es messe? Wohin auch nur mein Auge sieht, da seh ich deine Größe. Weit über alle Himmel weit geht deines Reiches Herrlichkeit; du herrschest über alles. 3. Du herrschest weislich, recht und gut nach heiligen Gesetzen. Du pflegst nach deiner treuen Hut das Kleine werth zu schätzen. Auf Alles geht dein Augenmerk, und immer ists dein lieb⸗ stes Werk zu segnen, zu beglücken. 4. Wie recht ist, Höchster, dein Gericht, der du die Wahrheit liebest! Wie richtig ist nicht dein Gewicht, wenn du Vergeltung übest. Du han⸗ delst stets nach Billigkeit in dieser und der künftgen Zeit, beim Strafen und Belohnen. Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. 5. Wohl uns, daß du das Regim Gott, über alles führest. Und h dem, der den Zweck erkennt, dazu mit al uns regierest! Ich, dein geringsterlwerfe, terthan, Herr, bete dich in Demdeine an; o sieh auf mich in Gnadenl Ausga 6. Ich bin verderbt und schulhstets d voll, und auf dem Tugendwege m. stets so eifrig, als ich soll; bin mehre zum Guten kräge! doch du bist gund dig, und voll Huld vergibst du Rädeiner den die Schuld; drum hoff ich zieit! Vergebung. dich, si 7. Ich hoff es, weil mich der ven den du für mich gegeben. Mein I welcher für mich liit, erwarb mir g. und Leben. Sein Tod macht mich* Zweifel frei, ob ich der Gnade.. sei; auch mich hat er versöhnet.= 8. Herr, ewig will ich deinen M alles mit Lob und Dank erheben. Dirß ich, als dein Eigenthum, mich ganseon⸗ Dienst ergeben. Mit Lust will i— in den Tod nach deinem heiligen durch deinen Beistand wandeln, Himt Mel. Wer nur den lieben Gott.—— 53 Finaute du bist, o K. verborgen! Dein E= bleibt für uns wunderbar. Um Hand sind alle unsre Sorgen; du sonß eh die Welt noch war, für Wohl schon väterlich; dies sei g zum Trost für mich. 2. Dein Weg ist zwar in 8 nissen für unsre Augen oft ver doch wenn wir erst den Aus gang wird uns die Ursach auch entauf d ů warum dein Rath, der niemals au de den uns so dunkeln Weg gewäh or 3. Nie sind die Tiefen zu ergrü von deiner Weisheit, Macht und Du kannst viel tausend Wege fi wo die Vernunft nicht einen Aus Finsterniß bringst du das u Du sprichst, o Gott, und es geschnne 4. So weicht denn, ängstlicht auch danken! Gott kann weit mehr, ib ihr versteht. Bleib, Seele, in was“ Demuth Schranken; die Demuth pilf da von Gott erhöht. Ja, Herr, 0 5 den, der dich liebt und deiner anz rung sich ergibt. glei 2. Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. 2 5. Drum will ich mich dir überlassen mit allem, was ich hab und bin. Ich geweife, was ich nicht kann fassen, auf deine Macht und Weisheit hin. Der adenl Ausgang zeigt doch immerdar, daß schuhstets dein Raih voll Güte war. 6. Gib, daß dies mein Vertrauen Mel. des 62. Psalms. 37 du bleibst mein höchstes Gut. Was frag ich nach der Feinde Wuth! Nichts kann ja ohne dich geschehen. Der 145. Psalm. —.8 2— 55. JIãâ ch will, mein Gott, äPPIPIPIPIPIIPITITITITIFITITI T I I I IT TIPIAIAAT du König, dir lobsingen, und ewig xnrrxnEm. —=— —... Ehre deinem Namen bringen! —— * + 2 2—+ mir g...I.I.——— 4• Os Wunder⸗Gott, der .—.———.—— Sei täglich, ewig sei von mir x. + 2 öhnet.. nen R alles schafft, wie groß bist du D it u von Rath und Kraft! Den hohen igen GE 5. ideln. Himmel sammt der Erden, und ott. + +* — DSDEDDii 0 was man Überall erblickt, hat deine un Hand, dein Rath beschickt, des⸗ u son D...... für Fgleichen, was noch erst soll werden. sei i 2. Man spürt dich kräftig überal in Fi nd groß ist deiner Werke Zahl; du 5 rdnest Sonnenschein und Regen; du ft ven uchst uns heim durch dürre Zeit, und ang Much des Jahres Früchtbarkeit beruht 13 auf deinem Wort und Segen. mals 3. Die Erde slarrt auf dein Geheiß gewä oe Frost, und Herr, zu deinem Preis teumd elebt der Frübling unsre Fluren. t undgenn uns ein Glücke wird gewährt, 100 6 enn uns ein Unglück widerfährt, so das sehn wir deiner Allmacht Spuren. „das 4, Laß denn, o Schöpfer, der die augel Weit so fest in ibrer Ordnüng hält aliche auch mich dein göttlich Auge leiten 12.0 Gib, daß mein Herz geduldig trägt, Inluth was du mir, Herr, hast auferlegt; emuuh hif dankbar sein in Segenszeiten. el 11 5. Auch stärke meine Zuversicht, so deine(quälet mich die Sorge nicht, wie mirs noch künftig möchte gehen. Du bist, — Deet — 2..— erhoben! dich will ich loben! 2. Der Herr ist groß! Wer kann ihn gnug erheben? wer kann mit seinem feurigsten Bestreben, wie groß er ist, begreifen und empfinden, wer Gott ergründen? 3. Von unsern Vätern wurdest du erhoben; dich werden unsrer Kinder Kinder loben und deine Macht besingen, deiner Stärke preisvolle Werke. 4. Wie herrlich bist du, Gott, wie schön und prächtig! wie groß in deinen Wundern, Herr, wie mächtig! das preis ich, daß dein Nam erhoben werde, der ganzen Erde. 5. Daß deiner Wunder Ruhm um⸗ her erschalle, die Welt von deinen Thaten widerhalle, und deine Wahr⸗ heit, deine Huld besinge, und Preis dir bringe. 6. Der Herr ist mild, von dulden⸗ dem Gemüthe, barmherzig, gnädig, und von großer Güte; erbarmt sich efad Werke, hat an allen sein Wohl⸗ gefallen. 7. Jehovah, alle deine Werke sollen dir jauchzend danken. Deine Frommen wollen aus allen ihren Kräften sich bestreben, dich zu erheben! 8. Sie breiten aus den Ruhm von deinem Reiche, daß keine Macht, Je⸗ hovah, deiner gleiche, das rühmen sie, damit sie auf der Erde bewun⸗ dert werde. 38 9. Dein Reich, o Goit, ist herrlich; ewig währen dein Reich und deine Macht, die wir verehren, und ewig wird von aller Völker Zungen dein Lob besungen. 10. Der Herr bewahret alle, welche fallen; Jehovah hilft den Unterdrückten allen, und eilt, mit Heil die, die um Heil ihn bitten, zu überschütten. 11. Nach dir, Gott, schauen aller Wesen Blicke, daß deine Hand sie väterlich erquicke; du gibst auch einem jeden seine Speise, daß er dich preise. 12. Herr, du erhältst mit deinem Wohlgefallen, was lebt, thust deine Hand auf und gibst allen, was sie bedürfen; keiner sucht vergebens dich, Quell des Lebens! 13. In allen Wegen Gottes strah⸗ let Gnade; untadelhaft sind alle seine Pfade, und was er thut, gereicht zu seinem Preise, ist gut und weise. 14. Der Herr isi nahe denen, die ihn bitten, die ernstlich ihn um seine Hülfe bitten; er Hhut, was die Gerech⸗ ten, die ihn ehren, von ihm begehren. 15. Der Herr behütet alle, die ihn lieben; die aber, die Gewalt und Fre⸗ vel üben, verfolgt er, daß er sie zum Fluche mache mit seiner Rache. 16. Ja, ewig will ich seinen Namen loben! von allen Menschen werde Gott erhboben! Was lebet, müsse, Herr, zu allen Zeiten dein Lob verbreiten. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 56 t. * ott, der an allen +—— Enden viel große Wunder thut, — ———— 2— 22—.—.. 3— in dessen kreuen Händen mein gan⸗ — e.—— 2 zes Leben ruht: Du zählst die ....— Zahl mir zu von meinen Lebens⸗ Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. 2. Da ich noch tief verborgen Mutterleibe lag, da wachte schon d deir Sorgen für mich; und wie vern mein endlicher Verstand die Wohlh= zu erheben, die du in meinem Sch mir huldreich zugewandt? 3. Du fängst an uns zu lieben n Hir eh wir sind, und hast nie Lust unz betrüben; doch nützt uns eine Last, bleibst du mitleidsvoll, bist sorgy Höc deinen Kindern die Bürde sanft 2. lindern, die sie nun treffen soll. Richte 4. Läss'st du mich Noth empfind Lohne dein Wort, Herr, tröstet mich. Du dich n dich muß sie verschwinden! drum) rächst ich stets auf dich mit kindlich treh und f Sinn. Drum werf ich, was zu tuaev Got mir schwer deucht, ohne Zagen, 3. täglich auf dich hin. seinen 5. Noch immer ist mein Hof Anges das sich auf dich verließ, so s Ihr k eingetroffen, wie mirs dein Y noch e verhieß. Du hast mir wohlgetht nie er denn deine Gnad ist größer, Gott. machts mit mir viel besser, als 4. 5 ersinnen kann. 7. Du hast mir wohlgerathen auf lauter Guts gethan, daß deine Unfa besthaten ich nicht gnug rüht weine kann. Hilf, daß ich ewig dort! du, klärt und ganz vollkommen, mit Schu deinen Frommen dich preise, 9 6. mein Hort. Aus dem 9. Psalm. Mel. Valet will ich dir geben. E ......— 57. I—— —— 2 +————. tagen mit ihrem Glück und Plagen, ott! meine ganze& vo macht deinen Ruhm bekannt. geh *— 2 —— * —2 2.eee —————— ꝗꝗ‚Fꝗ‚ꝑq‚ꝗD‚D‚D‚et dich .iISISISISIS‚I‚IE...‚ mit Unruh und mit Ruh. danksich und erzähle die Bn Ruh Erster Theil.— Von 2 4 I—*— ‚..P‚PIIIIIIII IIIIIIIII— deiner Händ. Mein Geist ist froh. IPIPIPII..I...——— Ich singe: Herr meine Lust bist du. ———— 8383 4* Dir, dem ich Lieder bringe, dir, — Lass rv. orgsn Höchster, jauchz ich zu. sanft 2. Du sitzest auf dem Throne als oll. Richter aller Welt, der jeglichem zum pfind Lohne das rechte Urtheil fällt. Wenn 9. Du dich die Menschen schmähen, dann rum rächst du ihren Spott. Du schillst: 9 trel und sie vergehen vor deinem Zorn, zu tragev Gott. sen, 3. Der Herr hat zum Gerichte sich seinen Thron erhöht. Vor seinem Hof Angesichte bleibt nicht, der widersteht. so si Ihr kühnen Sünder zittert! bereut in Y noch euren Spott! Sein Thron wird ylgeth nie erschüttert; der Herr bleibt ewig der, Gott. als 4. Der Herr regiert und liebet, was ungerecht ist, nicht. Er wägt die Welt und übet parteilos sein Gerscht. Die Wage sinkt und steiget, wie sein Gesetz ebeut, und jedes Land bezeuget des hr,en Richters Heiligkeit. nd dih 5. Gott ist ein Fels der Armen, mmen ein Fels in jeder Noth. Sie traun uhen auf sein Erharmen, wenn ihnen deine! Unfall droht. früh weinen, sind dir bekannt und werth; dort! du, Gott, versäumest keinen, der deinen mit Schutz begehrt. ise, H 6. Ihr Bürger Zions! preiset, verkündet in der Welt, wie groß sich Gott beweiset, der, was er zusagt, hält. Er denkt daran, und fraget m. nach des Gerechten Blut. Er bört ihn, wenn er klaget, und stillt der Weiter Wuth. 7. Herr! sei mir gnädig! Schaue voll Huld auf meine Noth! Du bists, dem ich vertraue, du hilfst auch selbst vom Tod. Nach überwundnem Leiden geh ich ins Heiligthum, und, über Sa. Freuden, erheb ich deinen uhm. ih Ir Nund der Vorsehung Gottes. Die Thränen, die sie E 3⁰ Der 121. Psalm. Mel. von Nr. 13. ein Auge sieht, o Gott, 58. M zu dirI Von deinem Throne hilf du mir! Mein Heil kommt nur von deiner Macht, die diese Welt hervorgebracht. 2. Getrost mein Herzl dein treuer Hirt schafft, daß dein Fuß nicht gleiten wird. Der dich behütet, schlummert nicht. In Finsterniß ist er dein Licht. 3. Kein Uebel sei dir fürchterlich; denn Gottes Rechte schützet dich. Durch seine treue Vaterhand wird, was dir schadet, abgewandt. 4. Sein Schutz unt dich dir Sicher⸗ heit, sein Trost füllt dich mit Freu⸗ digkeit. Er leitet dich auf ebner Bahn, und nimmt dich einst mit Ehren an. 5. Herr, segne und behüte mich! Du bist mein Heil, ich hoff auf dich. Dein Segen folg aus dieser Zeit mir bis in jene Ewigkeit. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe bir. * och immer wechseln —— ordentlich des Jahres Zeiten ab. +: 2 D—— Dein Regen, Gott, ergteßet sich E noch auf die Erd herab. 2. Du öffnest deine milde Hand, uns Menschen wohl zu thun, und läss'st noch immer jedes Land in dei⸗ nem Segen ruhn. 3. Von deinem Himmel, Höchster, träuft Gedeihn und Fruchtbarkelt. Die Saat geht auf, und blüht und reift, und sättigt und erfreut. 4. Von dir gesegnet, gibt der *—— Baum den Schatten, den man sucht, und unter seiner Zweige Raum Er⸗ frischung und auch Frucht. 5. Du nährest jede Kreatur. O Herr, wer ist dir gleich? Dein Vor⸗ rathshaus, Gott, die Natur, ist un⸗ erschöpflich reich. 40 6. Wem strömt sie nicht, von dir erfüllt, Lust und Vergnügen zu? Wer ist so gut, so treu, so mild, so väter⸗ lich, wie du? 7. Herr, ohne dich vergingen wir, und wir verdientens auch; und den⸗ noch leben wir in dir, beseelt durch deinen Hauch. 8. Wer, Gott, erfährt nicht deine Huld? Wem strahlet nicht dein Licht? mit welcher Langmuth und Geduld verschonst du unser nicht? 9. O, betet Gott, ihr Menschen, an! Erwägts und dankt ihm nun! Was hat Gott schon an uns gethan? Was will er nicht noch thun? 10. Nicht bloß für diese kurze Zeit, Herr, hießest du uns sein. Du schufst uns für die Ewigkeit, uns ewig dein zu freun. 11. Läss'st du uns deine Freund⸗ lichkeit schon hier so herrlich sehn: was wird in der Vollkommenheit der künftgen Welt geschehn? 12. Noch tiefer dringt alsdann mein Blick in deine Wunder ein. O Herr, laß dies erhabne Glück mir stets vor Augen sein! Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 60 O Herr und Schöpfer unsers * res Vaterherz. Kein Mensch hofft je auf dich vergebens, du siehst und linderst gern den Schmerz, wenn wir als Kinder auf dich sehn, und dich um deine Hülfe flehn. 2. Dem Fluche, der die Welt noch drücket, die ganz im Argen sicher liegt, hast du zwar schon dein Volk entrücket, das durch den Glauben an dich siegt. Es wird vom Heiligthum bedeckt, wenn dein Gericht die Sün⸗ der schreckt. 3. Allein des Lebens bange Sor⸗ gen beschweren hier noch oft ihr Herz. Oft hältst du, Retter, dich verborgen, als kenntest du nicht ihren Schmerz. Der Stolze wüblt im Ueberfluß oft, wenn der Fromme darben muß. 4. Doch, Herr, der du der Men⸗ schen Stelen nicht bloß für dieses Lebens, du hegst ein wah⸗E Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. Leben schufst, wo uns vollkomun sonst Freuden fehlen, nein, sie zum bessa feiner Erbtheil rufst: dein Sohn ging i und E der Leidensbahn uns zum Exeny 5 selbst voran. Wie se 5. Du zählst und segnest unsre La Lehen und dieses Lebens Ungemach ist u schenke zum Heil gewählte Plage. Ein en wenn Wohlsein folgt ihr nach. Du fih die Deinen in der Zeit durch Leh 6. 2 zu der Herrlichkeit. zaih 1 6. Wenn dein Geschöpf, liebreih ze 4 Vater, zu dir um Hülf und Nahrn li ö schreit, so bist du immer der Berath 5 der es zu rechter Zeit erfreut. bindet. den der Engel froh erhebt, du son 7. 2 für alles, was da lebt. en: 7. Drum laß mich einzig auf 9 sehen, und fern von aller eign Wahl nach deinem Rath die W hat ge durchgehen. Du bist bei mir 8. 9 finstern Thal. Ja, Herr, mein Glaul lange traut auf dich. Du leitest mich in dir jen väterlich. ö nicht v Gemüthe, Gott ist gut! was Ehatz E 1. *..— thut, ist voll Lieb und A. ꝑPP‚P‚PIPIPIPIPIPIIII. T Schaue seine große Thaten! 62 —. 5 6 F mu Welt in 2— hält, ist wobl E. Rath wohlgerathen. 2. 2. Beides, Erd und Himmel, pref bis A seine Macht; Tag und Nacht müsseh Gedei beweisen. Sonn und Mond sind lu und Zeugen; was sich regt und beni eh wi kann es nicht verschweigen. 3. 3. Schau die Werke seiner Häß das si Mensch und Thier melden dir seh besche Ruhm obn Ende. Was wir noch in all Kleines nennen, Gras und Laub, sih und h der Staub gibt ihn zu erkennen. 4. 4. Was auf Bergen und in Gil wird den, in der Höh, in der See, N da w lomum sonst zu finden, rühmt die Weisheit besse Ener Werle; jeder Wurm, Wind ngen und Sturm preisen seine Stärke. Ereny 5. Wie muß ich sein Lob erheben? Wie so gar wunderbar gab er mir mein e Lah Leben? Seel und Leib ist sein Ge⸗ ist uschenke, bin ich nicht ihm verpflichtt, in ei wenn ich dies bedenke? I. 6. Wie mich sein getreues Sorgen ah Lag und Nacht nimmt in Acht, das breih zeigt jeder Morgen. Ja kein Augen⸗ ch Lic veishwirdet, der mich nich, ahnn Gott, mein Licht, dir zum Dank ver⸗ rath dindet. 7. Drückten mich des Kreuzes Pla⸗ en: wenn die Last kaum gefaßt, auf 3 alf Gott selber tragen. War nicht mehr Geduld vorhanden; seine Kraft ie 2 hat geschafft, daß ichs überstanden. mir. Nun, mein Herz, das hat schon Glau lange Gott gethan; denke dran, wird ich in dir jemals bange, als wollt er dich ganz verlassen; es geschicht wahrlich nicht, er kann dich nicht hassen. du son id G Mel. O Welt ich muß dich lassen.— 48. nallen meinen Thaten tenl 62. J laß ich den Höchsten =rathen, der alles kann und hat! Er st muß in allen Dingen, solls anders wohl gelingen, der Helfer sein durch gath und That. 2. Was nützen uns vom Morgen el, puf bis Abend alle Sorgen, wenn sein müssen Gedeibn uns fehlt? Er hat uns Glück sind in und Plage, und bös und gute Tage, d bein eh wir noch waren, zugezählt. „ 3. Was Gott für mich ersehen, er Häß das soll und muß geschehen, ist mein dir seh bescheiden Theil. Drum laß ich mir ir noch in allem, was er mir gibt, gefallen, aub, st und halt es für mein wahres Heil. nnen. 4. Ihm trau ich in Gefahren; Er in En wird mich wohl bewahren, er, der See, da will und kann. Such ich nur Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. 41 seinen Willen gehorsam zu erfüllen, so nimmt er selbst sich meiner an. 5. Er lasse meine Sünden vor ihm Vergebung finden, durchstreiche meine Schuld, und wenn ich zu ihm schreie, so schenk er mir aufs neue in Christo seine Vaterhuld. 6. Leg ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Morgen wieder zu meines Lebens Pflicht, irr ich auf finstern Wegen, eil ich dem Kreuz entgegen: so sei sein Wort mein Trost und Licht. 7. Schein ich von ihm verlassen, so will ich mich doch fassen, und seiner Hülfe traun; und wenn ich auf der Erde nicht groß und glücklich werde, voll Glauben in die Zukunft schaun. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, wie und wann er gebeut; ich lebe oder sterbe, so bleibt mein Theil und Erbe des Himmels ganze Seligkeit. 9. So sei nun, Seele, stille, dein Ruhm sei dessen Wille, der dich er⸗ schaffen hat. Es gehe, wie es 45 zu dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath. Der 93. Psalm. Mel. von Nr. 18. ehopvah herrscht mit Ma⸗ 63. J jestät bekleidet, er gürtete sich selbst mit Allmacht an, und hat sich in der Welt ein Reich bereitet, so fest, daß nichts es je erschüttern kann. Von dem an steht dein Thron in Ewigkeit, denn ewig bist du, schaust von deinen Höhn, wie sich empörte Ströme schwellend blähn, siebst ihre Wuth, die weit Verderben dräut. 2. Das Weltmeer tobt; der starken Wogen Stimme braust donnernd aus den Tiefen fürchterlich; du Stärkerer, siehst ruhig ihrem Grimme vom Him⸗ mel zu; du winkst: die Wuth legt sich. Wahrhaftig ist, was, Herr, dein Wort uns lehrt, gewiß, was du versprichst. Zu jeder Zeit ist deines Hauses Zierde Heiligkeit, sie nur, die dir gefällt und ewig währt. Erster Theil.— Von Der 96. Psalm. Mel. von Nr. 33. 6 4 Ede Gott durch neue * Lieder, voll nie gehörter Harmonie! Stimmt ein, ihr Welten, schallt sie wieder, bis an die Himmel schallet sie! Besingt den Herrn und seine Werke, lobt seinen Namen! Tag auf Tag erzählet froh, was seine Stärke und Huld zu unserm Heil vermag! 2. Groß ist dies Heil! O, sagt mit Freuden sein Lob der Erde Völkern an! Verkündigt unter allen Heiden die Wunder, die sein Arm gethan! Der Herr ist groß und hoch zu loben; erbebt vor seinem Angesicht! bewährt= ihm eurer Treue Proben! nur vor den Göttern zittert nicht! 3. Die Götter, die die Völker ehren, sind Götzen ohne Sein und Kraft. Gott aber, dem wir angehören, Gott ist es, der den Himmel schafft. Vor ihm ist Majestät und Ehre, voll Stärke glänzt sein Heiligthum. Bringt her, bringt, aller Völker Chöre, dem Herrn und seinem Namen Ruhm! 4. Bringt Opfer, welche Gott ge⸗ fallen, im Schmucke, der ihm wohl⸗ efällt! fallt hin in seines Tempels allen! ihn fürchte heilig alle Welt! Der Herr ist König! sagt der Erde: sein Reich wird ewig fest bestehn! Sagt: über alle Völker werde sein billiges Gericht ergehn! 5. Es jauchze dir, Herr, Herr, dein Himmel! die Erde dank und freue sich! des großen Weltmeers froh Ge⸗ tümmel und sein Bewohner preise dich! Laßt alle Felder, laßt die Heer⸗ den aufhüpfen! lasset jeden Hain und jeden Baum voll Jauchzens werden, sein Lob ertönen, sein sich freun! 6. Vor unsers Gottes Angesichte Her Freude, Lob und Jubel her. er Herr erscheinet, daß er richte, den ganzen Erdkreis richtet er. Er wägt dem menschlichen Geschlechte sein Urtheil, Fromme, freuet euch! nach seiner Wahrbeit, seinem Rechte, Ver⸗ dienste und Vergeltung gleich! der Vorsehung Gottes. Der 97. Psalm. Suse, Mel. des Pfalms. dabar 35 do häl 65. D er König aller Naus E SPI=I D==.* Tromi ist Goit, der sie erhält. Ihr Lan 1. m e Go sl sammt den Meeren, frohlockt zu di Grtt! en ih ᷓ Ehren, der in den Himmeln thn .... und in dem Bunkeln wohnt, al Hr:èxer. sein Stuhl besteht, und sein Gen 66. —..——— 2 AS.— ergeht, das keinen Sünder schey Perti 2. Um seinen Wolkensitz erschl E Blitz auf Blitz, die Bösen zu verzehy an, wenn sie sich nicht bekehren. Es bil eer Berg und Kluft, es glühet Erd! perg Luft! und alles zagt und bebt, 1. ders immer lebt und webt, wenn er= Wettern ruft. er 3. Wie Wachs beim Feuer E= so schmelzen auch geschwind vor sh gro Allmacht Flammen die Berge sh= zusammen. Verschweigt, ihr Himm= nicht sein heiligstes Gericht; und wird der Heidenschaft von seiner Goll= Kraft, die aus den Wolken brich ists 4. O schämet euch forthin,&„. brauchet Aug und Sinn, die ihr! ekt vi Götzen prahlet, und ihnen Opfer; Sorg let! Verehrt den höchsten Geist, Leid sich als Gott erweist, und well Kum immerdar die demuthsvolle Sch was der Engel selbsten preist. unerw 5. Bekehrt, bekebret euch, damu! Mel Zions Reich auch über eurer Reue! eurem Heil erfreue! Wenn Gott, uns regiert, auch eure Herzen so stimmet mit uns ein, daß ihm= ganz allein der Gottheit Ruhm gebil un 6. Ihr, die ihr ihn nur liebt, E ihn nicht gern betrübt, vermeidetl t Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. Bbse, damit er euch erlöse. Er nimmt der Seinen wahr und schützt sie wun⸗ derbar. Verfolgt sie Satans Macht, aus Gefahr. au, Erscheint sein Freudenlicht dem Lä doch morgen, und endigt ihre Sorgen. So ben 6 seinen Muth in Gott, dem böch — Gon der Heiligkeit, wer seinen Wil⸗ — len thut. 1hn Aus dem 127. Psalm. 1, al Mel. des 130. Psalms. —... Gen 66. N immt Gott, dem wir ——t. ——— 4 —=—.— 2—= sch vertrauen, nicht unsers Werks sich erschl EAE— berzeyn an, will er das Haus nicht bauen, S briH EE 2 Erd: Kpergebens baun wir dann Will ebt, 1 e b EE er die Stadt nicht schützen, er, tHer 2—2— — 2— —— vor s groß durch Ralh und Macht, was rge si.——..— Himn IIDE e und zn wird der Wächter nützen? Umsonst Goll brich ists, daß er wacht. hin, 1„2. Ihr wachet spät und frühe, und e ihrt eßt voll Traurigkeit das Brod der pfern Sorg und Mühe, und häuft euch Heist, Leid auf Leid. Was nützt der bange Hwe Kummer, da Sott dem, den er liebt, Sth was er bedarf, im Schlummer, und unerwartet gibt? damil. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. Reuet Gott. 67. B zen u* estehl du deine Wege, ihm n gebil und was dein Herze kränkt, der — 2 liebt, 1 E— eidet treuen Vaterpflege des, der den so hält er treue Wacht und zeucht sie E Frommen heute nicht, so scheinet es en Gut, so danke jederzeit dem 43 +— 2 E D=.. Weltkreis lenkt! er zeichnet Stern D.it‚.‚.r‚.‚‚..— und Winden die abgemefne Bahn; P. ꝑIPIPIPIPIPIFI.I.I..I sollt er nicht Wege finden, wo PIPIꝗISIPIPIPIPIPIPIPITITITITITITITI I I I II«‚‚x‚A dein Fuß wandeln kann? 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dirs soll wohlergehen, und dein Werk auf ihn bauen, soll es vor ihm hestehn. Gott läßt durch Sorg und Grämen und durch selbst⸗eigne Pein sich keine Wöhlthat nehmen, sie muß erbelen sein. 3. Dein Aug, o Gott der Gnade, sieht immer ungeschwächt, was gut set oder schade dem sterblichen Ge⸗ schlecht. Und was du dann erlesen, dein Rath fürs beste hält, bringst du zum Stand und Wesen, wie es dir wohlgefällt. A4. An wunderbaren Wegen fehlt dirs, Allweiser! nicht. Dein Thun ist Gnad und Segen, dein Gang ist Recht und Licht; und wenn du deinen Kindern ein Glück hast zugedacht, so kann dein Werk nichts hindern; du willst: es ist vollbracht. 5. Hoff, o bedrängte Seele! hoff und sei unverzagt! Goit weiß es, was dich quäle, den Kummer, der dich nagt; er wird dich ihm entrücken, erwarte nur die Zeit, bis dich mit holden Blicken sein Angesicht erfreut. 6. Auf, wehre deinem Schmerze, der Sorgen bange Nacht verfinstre nicht dein Herze! Auf! brich der Schwer⸗ muth Macht! Bist du doch nicht Re⸗ im l der alles führen soll! Gott sitzt m Regimente und führet alles wohl. 7. Drum, Seele, laß ihn walten, er ist ein weiser Fürst, er wird dich aufrecht halten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, nach seiner Weisheit Rath das Werk hin⸗ ausgeführet, das dich geängstet hat. 8. Und blieb der Trost auch lange, den du von ihm begehrt, und würde dir oft bange, daß er dich nicht ge⸗ 4⁴ hört: Er wird dir Hülse senden, wenn dus am mindsten gläubst, und all dein Unglück wenden, so du ihm treu verbleibst. 9. Wohl endlich deiner Treue! du trägst den Sieg davon. Auf! daß dein Herz sich freue, schau nur den reichen Lohn! Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 10. O, ende, Herr, o ende, hier alle unsre Noth, und reich uns deine Hände im Leben und im Tod! Stets laß uns deiner Pflege und Treu empfohlen sein! so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. 6 obt Gott, der uns den * Frühling schafft, Gott der den Erdkreis schmücket! der mit allmächtig reicher Kraft das, was er schafft, erquicket! Der Herr erschafft, der Herr erhält! er liebt und segnet seine Welt: Lobsinget ihm, Geschöpfe! 2. Das Land, das erst erstorben lag, erwacht, und lebt nun wieder. Es strömet jeden neuen Tag sein Segen neu hernieder. Der Wurm, der in dem Staube webt, der Vogel, der in Lüften schwebt, erfreut sich seines Lebens. 3. Der Erde Antlitz ist verjüngt und heiter glänzt der Himmel. Gebirg und Thal und Wald erklingt von freudigem Getümmel, und gnädig schauet Gott herab, der allen Sein und Leben gab, auf seiner Hände Werke. 4. Doch fühllos nur und unbeseelt sind Auen und Gefilde; auch hast du nicht die Thier erwählt zu deinem Ebenbilde. Der Mensch nur freuet deiner sich, kennt, fühlet und empfindet dich, und hofft ein ewig Leben. 5. Lobsinget ihm! er ist uns nah. Singt, alle seine Heere! Der Herr ist allenthalben da, im Himmel, Erd und Meere. Ich lob, o Gott, ich preise dich! Wo ich nur bin, bist du um mich, und bist mir Lieb und Gnade. 6. Du rufst die Wolken übers Land und tränkest mild die Erde, daß mit den Gaben deiner Hand der Mensch Erster Theil.— Von der Vorsehung Gottes. gesättigt werde. Thau, Regen, Su. 2. nenschein und Wind, die deiner Aumal Schm Diener sind, erzählen deine Güte. frische 7. Es strömen, wenn dein Donn Mens dräut, wenn Berg und Thal ers ki, u tern, Gesundheit, Stärkung, Fruch 0 be barkeit selbst aus den Ungewitten mgel Dann bricht die Sonne neu heryn darmn und aller Kreaturen Chor jauchzt in 3 erfreut sich wieder. der 6 8. Von dir kommt, was uns h— erfreut, du Brunnquell aller Gahe Dort wirst du uns mit Seligkeit reichen Strömen laben. Dein fre des Himmels Heere sich; auch i o Gott, wir loben bich, und sind, y sie, unsterblich. 9. Doch schwach ist, Vater, um Dank, den wir dir kindlich brins 4. Wir wollen unsern Lobgesang ein würdiger dir singen. Dir weihn. unsre Lebenszeit, und sehn das Heilh Ewigkeit im Geiste schon von fen Der 73. Psalm. Mel. des 89. Psalms. 2 urch so viel Scht S —.—————....—.—. gestärkt, kämpft Zweifel, wie .., wollt; Gott ist doch Jorael, d — hatte nicht mein Herz mit ssch EE EE mein Fuß fing an zu gleiten. 5) EiE hörte eifersvol das Jauchzen sh Mel. ........ Thoren, sah Freyler mit Verdu tröstli DE—— hast zum Glück allein geboren.— ganze Erster Theil.— Von dem 2. Des Todes ernster Blick, sein Schmerz erschreckt sie nie; in immer züte. frischer Kraft des Wohlseins blühen ste, von aller Mühe. Corgen Menschen zagen, von Andrer Sorgen ens frei, und frei von ihren Plagen. Siolz Fruc 6 des Halses Schmuck, den sie sich umgehangen, und Frevel ist das Kleid, darin sie festlich prangen. 3. Der Körper nimmt an Fett, der Geist an Kühnheit zu, schweift in Entwürfen aus, kennt weder Maaß noch Ruh; droht, alles um sich her zu drücken, zu vernichten, und will auf Andrer Noth sich seine Höh er⸗ richten; und spricht von ihr herab, und will bewundert werden; dem Him⸗ mel trotzt ihr Mund, die Zunge herrscht auf Erden. 4. Der Pöbel steht ihr Glück; sucht Cheil an ihrer Ruh; drängt ihnen, gleich dem Strom, der überläuft, sich zu. Sie sprechen; sollte Gott herab auf Erden sehen? in seiner Höhe wohl er wissen, was geschehen? Seht diese Frevler an! Ihr Spott sind die Ge⸗ setze; doch blühn sie ruhig hier, und häufen Schätz auf Schätze. 5. So hab ich denn umsonst gesucht, im Herzen rein, im Wandel ohne Schuld der Tugend treu zu sein! So ist des Kampfes Lohn, daß ich hier meine Tage in Angst verseufzen muß, in mehr als einer Plage! Ge⸗ üchtigt werd ich stets, mir bringet Reder Morgen statt Lichtes Finsterniß, statt Trostes neue Sorgen! 6. Schweig, schweig, empörtes Herz! fall nicht den Frevlern zu! Denn schlössest du, wie sie: wie treulos würdest du an aller Heilgen Schaar, an Goltes Kindern werden? Und ungen gleichwohl sann ich nach, den Weg des Menschen, seiner Natur ꝛc. 45 Herrn auf Erden und seiner Vorsicht Gang und ihren Grund zu wissen. Umsonst! Mein Aug sah nichts in ihren Finsternissen. 7. Bis ich ins Heiligthum des höch⸗ sten Lehrers ging, und da mein blödes Aug ein göttlich Licht empfing. Da lteßest du mich, Gott, der Frevler Ende sehen! ich sah im Schlüpfrigen den Fuß am Abgrund stehen, sah schnell sie hingestürzt, sie schnell von dir gerichtet, und schreckenvoll ihr End, und all ihr Glück zernichtet. 8. Wie das Erwachen bald des Traums Betrug vertreibt, der Bett⸗ lern Schätze schenkt, so wird ihr Glück zerstäubt. Vom Pöbel kurz vorher verehrt, gleich einem Gotte, dient dann des Freblers Bild, Herr, dei⸗ ner Stadt zum Spotte. Den Abweg sah ich jetzt, worauf ich schier gera⸗ then, als Schmerz und Eifersucht mein Herz bestürmet hatten. 9. Doch hatte der Verdruß fast die Vernunft verdrängt; ich war ein Vieh vor dir, das nur am Anschein hängt! Nun bleib ich stets bei dir! du fassest meine Hände, führst mich nach deinem Rath zu der Verklärten Ende! Was würde ohne dich mir selbst der Him⸗ mel werden? Nichts, nichts gelüstet mich, Gott, außer dir, auf Erden! 10. Verschmachteten auch, Herr, mein Fleisch, mein Herz vor Leid; doch bleibst du hier mein Fels, mein Theil in Ewigkeit! Die treulos von dir fliehn, nach andern Göttern sehen, den falschen Bublern gleich, wie wer⸗ den sie vergehen! Zu dir halt ich mich, Gott, das soll mein bestes heißen, nur dir will ich vertraun, und deinen Namen preisen! ten. J Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 70 Dein bin ich, Gott, dein * ist mein Leben! Wie Verdn tröstlich ist mein Ursprung mir! Du .— hast den Odem mir gegeben, mein ‚— ganzes Wesen kommt von dir. Du, —.—. 5) Von dem Menschen, seiner Ratur und Bestimmung. Vater, riefst mich aus dem Nichts zum frohen Anschaun deines Lichts. 2. Wie viel hab ich dir zu verdan⸗ ken, Herr, der du mich bereitet hast! Als mich die engen finstern Schran⸗ ken des ersten Daseins noch umfaßt, da war dein Auge über mir, da lebt ich, Höchster, nur in dir. ö 3. Du gabst mir die vernünfige Seele, die nur so lang im Fleische lebt, bis sie, daß ihr kein Wohlsein fehle, dein Ruf zum höhern Geist erhebt. Du hast mir Sinnen und Verstand, Begierd und Wollen zuge⸗ wandt. 4. Wenn ich auf meinen Körper sehe, den du so kunstvoll ausgebildt, so wird, o Vater in der Höhe! mein Herz mit Ehrfurcht ganz erfüllt. Ein jedes Glies, ein jeder Sinn reißt mich zu deinem Lobe hin. 5. Durch deiner Vorsicht gnädigs Walten, die mich von Kindheit an umfing, bin ich bis hierher noch erhal⸗ ten, so daß der Tod vorüber ging. Ich stehe noch und preise dich. Herr, deine Rechte schützet mich. 6. Ich bin nicht werth der großen Güte, die du, mein Gott, an mir ethan. Beschämt empfindet mein emüthe die Schuld, die ich nicht läugnen kann. Ich habe, was mich sehr erschreckt, vielfältig Leib und Seel befleckt. 7. Ja, Hetr, ich habe meine Glie⸗ der zu Sündengliedern oft gemacht. Vor dir fall ich in Demuth nieder; vergib, was ich nicht recht bedacht! Verwirf mich, Vater, nicht vor dir! Schaff selbst ein reines Herz in mir! 8. Hilf, daß ich dir zur Ehre lebe, und redlich ihu, was dich erfreut, und Geist und Leib und Glieder gebe zu Waffen der Gerechtigkeit; daß ich bis in den Tod dir treu, und steis ein Freund der Tugend sei. 9. Fällt dieses Leibes Hütie nieder; vollend ich dieses Lebens Lauf, o Gott, so richte du mich wieder ver⸗ herrlicht aus dem Staube auf. Dein ich ewig dich, mein Heil! Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. 71 ir, Gott, sey Preis und N Dank gebracht! Dich rühme Harf und Psalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schöpfer, mein Erhalter! Mein gan⸗ Erster Theil.— Von dem Menschen, bewege, athme, hauche! Gib, ba 11 ewges Leben sei mein Theil, so preis ich ereig dein mich freu! und ii zer Leib, erbaut von dir, samt eing⸗ jeden Sinn an mir, beweiset del Fift Größe. Birn 2. Haupt, Aug und Ohr, 12 Mund und Hand, die ich zu dir erhe meine die Haut, so künstlich ausgespanß= 51 dernlng 2 ich sel und Ferke Glieder sagen mir: ei, o GI..— ein Werk von dir, ein Werk deiner Weisheit. sein? 3. Wie biegsam, wie gelenhiß== schließt, den Thoren zu verdamm schann ders läugnet, daß ein Schöpfer 2 Sch sich Glled an Glied zusammen! Wen er z willig, Herr, gehorchen ste, wist der so meine Seele spät und früh des Lelliog und Dienst verlanget. Thone se 4. Ach, hättest du mein Auge uhung un so meisterlich bereitet: was nu 3. An mir der Sonnen Licht, ihr Glazücken, i vor mir verbreltet? Dann säh Wer zähl nicht, mit welcher Pracht du, Hidas ich durch delne weise Macht, was sennoch! erschaffen, schmückest. bunderhe 5. Ich jauchze, daß ich sehen in 4. Fin und hören, und empfinden, und rehseelen, Beten will ich an, Gott sehen urhob, si empfinden. Mein Mund sei voll nen nur deinem Dank! Mein Herz vernind Seele den Lobgesang der ganzen wellllmacht Schöpfung. 5. Go 6. Wer leitet meines Blutes Lausewinne, Wer lenkt des Herzens Sallnd, Wer regt die Lung und schwellt inne, auf, damit ich leben möge? Gol roß, ma es, der dies alles thut. Schlag, Huoch wirn Entflamme mich, o Blut! daß ich h. 6. J Höchsten preise. iuden 7. O, pries ich, Höchster, im dich, wenn ich die Sinne brau geh, lieg und ausruh, oder u mein Leib ein Tempel sei, worin dach Gih Geist stets wohne. lur, das lich nach 7² 2 ot werde ssess ug. Wie n. 60 dit erhoben, du, deines Schofflbst. seiner Natur und Bestimmung. ——— D——..— Bild, mein Geist! Sollt ich nicht SSS..S...................—3 meinen Vater loben, den jedes seiner „ erheh—— panEE nd Werke preist? Er schuf mich 16, G0 ů erk sein Bild zu sein, ihn einst zu RenS== amm schaunn, mich sein zu freun. ofer 2. Schön ist der sonnenreiche Himmel, ul Men er zu seinem Stuhle wählt; doch „rist der sonnenreiche Himmel gedanken⸗ Lellos und unbeseelt; und mir, dem Thone seiner Hand, gibt er Empfin⸗ ige nhung und Verstand. nih 3. Anmuthig, prächtig zum Ent⸗ Glazücken, ist Gottes ganze Körperwelt. säh Wer zählt die Reize, die sie schmücken? „ Hedas ich nur sehen kann, gefällt; und was hennoch kann sie nicht, wie schön, wie pundervoll sie sei, verstehn. en kii 4. Für Geister nur und nur für id rehseelen, die zu den Geistern Gott hen urhob, sind sie so herrlich! Sie erzäh⸗ voll gen nur ihnen meines Schöpfers Lob. vernind Seele, jauchze, daß der Ruf der weihlllmacht dich zum Geiste schuf. 5. Gott, ich kann denken! Ich 3 Lallewinne, weil ich zu einem Geiste llrd, durch die Empfindung meiner wellt Sinne, Gedanken tausendfacher Art; Goltiroß, mannigfaltig ist ihr Heer, und 3, Huoch wird ihrer täglich mehr. ich. 6. Ich kann sie sammeln und ver⸗ inden, und trennen, wie es mir efällt; die Welt empfinden, mich 0 pfinden, weit unterschieden von der ů uße Zu tausend Thaten hab ich b, Raftz wer gibt sie? Gont, der alles sha 11 und N67. Wie feurig dü . g dürstet meine Seele orin Vach Glück und Lust und Seligkeit! kur, daß ich oft betrogen wähle, was lich nach dem Genusse reut. Doch, ist, Vater, meine Schuld, vergib DEe mir nach deiner Huld. siets 8. Wie wundervoll ist das Vermö⸗ n. Gott, das du meinem Willen Schöhflbt. O, möcht ich es doch siets — + 4⁷ erwägen, mit welcher Güte du mich llebst! Möcht ich mit allen Kräften sen. dein mit Verstand und Willen ein. 9. Gott, meine Lust sei, dich zu kennen, dich Urquell der Vollkom⸗ menheit! von deiner Liebe ganz zu brennen, das sei mir Ruhm und Se⸗ ligkeit. Bin ich vereinigt, Herr, mit dir, was brauch ich noch? was feh⸗ let mir? Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 73 as ist vor deinem An⸗ * gesichte der Mensch, Gott, daß du sein gedenkst, und einen Strahl von deinem Lichte auf ihn, den Staub hernieder senkst! Was ist er, wär er noch so groß? Ein bald zerfallner Erdenkloß. 2. Du sahest an den Menschenkin⸗ dern den schweren Fall schon vor der Zeit; und dennoch hast du diesen Sündern aus göttlicher Barmherzig⸗ keit unzählig viel zu gut gethan, ja mehr, als jemand fassen kann. 3. Du hast den Leib, obschon aus Erde, doch wunderbar und schön ge⸗ baut, daß er der Seele würdig werbe, ibm Sprach und Sinnen andertraut. Du hast ihn selbst zum Herrn der Welt, dem alles dienen soll, bestellt. 4. Du hast ihm noch viel mehr geschenket, du gabest ihm zum bessern Theil die Seele, welche will und den⸗ ket; und ihr hast du ein ewges Heil, noch ehe sie nach dir gefragt, in dei⸗ nem Worte zugesagt. 5. Drum laß es mich stets wohl bedenken, was du, o Gott, an mir gethan; dir Leib und Seele wieder schenken, da ich dir sonst nichts schen⸗ ken kann, damit sie beide nach der Zeit dich preisen in der Ewigkeit. 6. Und nimm indes sie alle beide, Allmächtiger, in deinen Schutz, so bieten wir in allem Leide, mit dir auch Welt und Satan Trutz. Wenn wir in deiner Gnade stehn, so muß es uns stets wohlergehn. 7. Doch wenn erhöhet von der Erden, im Himmel, deiner ewgen Stadt, dich Leib und Seele schauen 48 werden, von deinem Licht stets froh und satt: so sollen sie auch beide dich vollkommner rühmen ewiglich. Der 8. Psalm. Mel. von Nr. 16. 7 4 unser Gott, wie voll * ist deiner Ehren, was lebt und webt in allen Land und Meeren. Es reichen selbst die Him⸗ mel nicht so weit und nicht so hoch, als deine Herrlichkeit. 2. Der Säugling muß schon deine Fürsicht preisen. Ein schwaches Kind kann deine Kraft erweisen. Sein zarter Mund bezähmt den frechsten Feind, der deiner Macht noch trotzt und sie verneint. 3. Ich seh erstaunt die Größe deiner Werke, die ich zur Nacht am Him⸗ melsbau bemerke, wo du des Monds und aller Sterne Licht sammt ihrem Lauf so weislich eingericht't. 4. Was ist der Mensch, daß du noch sein gedenkest; daß du ihn suchst und als dein Kind beschenkest; daß er so theur in deinen Augen ist, und daß du selbst sein wahrer Vater bist! 5. Wie heilig ist der Schmuck, der ihn bekrönet! Wie hoch die Macht, womit du ihn belehnet! vermißt er leich für eine kurze Zeit auf dieser elt der Engel Herrlichkeit. 6. Du schaffest nichts, das ihm nicht dienstbar werde. Er ist dein Bild und König auf der Erde. Und was ihr Schooß nur immer zeugt und trägt, das hast du, Herr, ihm untern Fuß gelegt. 7. Das zahme Vieh in Triften und in Feldern, das freie Wild, das in Gesträuch und Wäldern durch Thäler irrt und auf Gebirgen klimmt, ist sei alles ihm zum Eigenthum bestimmt. 8. Der Vögel Schaar, der Sänger Chor in Lüften, der Fische Heer in Fluß⸗ und Wasserklüften und was sich nur im Meere nähren kann, ist insgesammt den Menschen unterthan. 9. O unser Gott! Beherrscher aller Machten! wie herrlich ist dein Name doch zu achten! Wie heiliglich wird deine Majestät so weit verehrt, als Erd und Himmel geht. Erster Theil.— Von dem Menschen, Mel. Nun danket alle Gott.— 9. im G Ümächtig großer Guim G 75. A Wer kann dich gmich: erheben? Du gabst der ganzen N. ihr Dasein, Kraft und Leben. Raeben. Geist und Körper heißt, was immer und Himmel hegt, hat deine gwerde gebaut, die jetzt noch alles trägs, 2. Bu schufst, ich dank es Unterl auch mich zu deiner Ehre, und u. test, Gütigster, daß ich dein Bilh m 9 wäre; drum hast du auch den G der in mir lebt und denkt, E 76 Unsterblichkeit aus deiner Huld schenkt. mich, 3. O welch ein großer Zweck, ben di du, Gott, mich schufest! wie hzu wei lich ist das Theil, dazu du mich 2. rufest! Dir, Höchster, ähnlich Geist, ist unser größtes Glück. O, dich, mir, wenn ichs bin! Hilf mimit ih diesem Glück. 3. 4. Laß mir dies große Ziel mir, stets vor Augen schweben. Mein uihrem stärkster Wunsch, mein eifrigstes jede J streben in allem meinem Thun, 4. 1 dies, o Gott, allein, daß ich so, wie du, gesinnet möge sein! 15 5. Du bist der Wahrdeit Fatbet laß mich auch Wahrheit lieben, meine mit stets munterm Fleiß in alle 5. mich üben, was mich zur Welso tre führt; zur Weisheit, die dich Herz, und allem Beifall gibt, was du stets d selbst gelehrt. 6. 6. Laß deine Heiligkeit mich bot. zum Muster nehmen. Hilf mit Drum Sünde fliehn, des Fleisches Lüste Gott, men, nur das, was recht ist, 7. des Guten mich erfreun, und Du ders üben will, auch gern dehipsf e ein. 7. Gib, daß ich so, wie du, 8. Freund der Menschen werde, und s 8. Wie weit bin ich noch fen Bestre Gott, von diesem Ziele! Du h was mir noch fehlt, und ich, selber fühle, wie wenig ich din! seiner Natur und Bestimmung. — 0— im Guten ähnlich bin. O, bilde du 6 Gamich ganz nach dir und deinem Sinn. ich gm g. Beglückt ist nur alsdann mein tzen Veebenslauf auf Erden, wenn ich dir n. Mimmer mehr schon hier kann ähnlich was ö werden. Dann werd ich ewig auch münt ul dir vereinigt sein, und mich ohn k es Unterlaß, Gott, deiner Güte freun! n Bilh. Mein Gott, das Herz ich bringe.— 59. den Ge ch bin, o Gott, dein Ei⸗ Ouh 76. J genthum. Du schufst mich, dein zu sein; mein ganzes Le⸗ weck, Uben dir zum Ruhm und deinem Dienst wie hzu weihn. u mich 2. Du gabst mir den vernünftgen hnlich Geist, bewundernd einzusehn, wie O, üdich, Herr! deine Schöpfung preist, ilf mümit ihr dich zu erhöhn. 3. Was um mich ist, verkündigt Gott, deine Herrlichkeit. Zu ö hrem Preise reizt mich hier selbst rigstes jede Jahreszeit. . Und ich, ich wolte fühnos sen Hallich rühmte dich, Herr, nicht? Ein Serold deines Ruhms zu sein, bleibt ieben meine größte Pflicht. n alle 5. O, mache dieser Pflicht mich treu, ir Welso treu, Herr, als ich soll. Mein dich Herz, mein Mund, mein Wandel sei has du stets deiner Ehre voll. 6. Wer dich verehrt, hält dein Ge⸗ mich bot. Ihm ists nicht Last, nicht Pein. ilf mi Drum gib auch mir die Kraft, o 5 Lüste Gott, gehorsam dir zu sein. t ist, 4 7. Was du gebeutst, ist für uns gut. und Du willst nur unser Heil. Wohl n behlbdem, der deinen Willen thut! Du bist sein Trost und Theil. vie du, 8. Er wandelt hier auf ebner Bahn, herde, und selbst in Traurigkeit schmeckt er, der Adir, Höchster! zugethan, in dir Zu⸗ m Nälfriedenheit. en gern! 9. Nach hier vollbrachter Prüfungs⸗ kann, zeit nimmt ihn der Himmel ein. Herr! 0 nach dieser Seligkeit mein ganz och fen Bestreben sein. Du äh. 49 Mel. Es ist das Heil uns kommen.— 6. ie wichtig ist doch der 77. Wẽ Beruf, den uns der Herr gegeben; Gott, als uns deine Liebe schuf, da schuf sie uns zum Leben. Zum Leben, welches ewig währt, das weder Leid, noch Angst beschwert willst du uns hier erziehen. 2. Nicht hier ist unser Vaterland: allein bei dir, Gott, droben, da ist der Ort, wo deine Hand das Glück uns aufgehoben, das nie ein traurig Ende nimmt. Hier sind wir nur von dir bestimmt, uns dazu anzuschicken. 3. O, laß mir doch dies große Ziel durch nichts verrücket werden! was hilfts, wenn ich auch noch so viel von Gütern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust gewinn, wenn ich dabei nicht tüchtig bin, dein Himmel⸗ reich zu erben? 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier. Laß mich dies nie vergessen! Wie viel an Zeit, Herr, hast du mir zur Wallfabhrt zugemessen? Nur we⸗ nig Zeit. Ist die vollbracht, so wird der Erde Gut und Pracht auf ewig mir vergehen. 5. Drum laß des Himmels Herr⸗ lichkeit mich stets vor Augen haben, Laß mich in meiner Prüfungszeit um jene beßren Gaben, die mir im Tode nicht entfliehn, am ersten und mit Ernst bemühn, damit ich nicht einst darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Vater! liebt, und deines Sohns sich freuet; das in dem Glauben Tugend übt, und sich vor Sünden scheuet; ein solches Herz das wird allein sich ewig deiner Güte freun und einst dein Antlitz schauen. 7. Und solch ein Herz, das wollst du mir, Gott, aus Erbarmen geben, damit ich könne auch schon hier nach den Gesetzen leben, die selbst im Him⸗ mel gültig sind; bis ich als dein be⸗ währtes Kind zu deiner Freude gehe! 6) Vom Fall und von der Verdorbenheit des Menscht und der daher ruͤhrenden Fluͤchtigkeit des Lebens. 80 Mel. Auf meinen lieben Gott. 78. D u, der kein Böses DDIDSS...— thut, du schufst den Menschen gut. 2—. X 2w — Du, Höchster, gabst ihm Kräfte +—— 2— E.— zum seligen Geschäfte, in Heilig⸗ — E + — 2 keit zu wandeln, stets recht vor du uns doch heilen, und Kräfte bei de ertheilen, schon wiederum auf En lieg in dir gleichgesinnt zu werden. so ich 9. Herr, diese deine Huld laß— durch unste Schuld nicht freoent Ghli verscherzen. Erwecke unsre Herm 41— — 222 E dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Ach, wir, dein Eigenthum, wie tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt unter allen ein Mensch ganz rein von Sün⸗ den, vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier ist kein Unterschied. Dein Auge, Höchster, sieht auf alle Men⸗ schenkinder, und sie sind alle Sünder. Da ist vor dir, Herr, keiner unschul⸗ dig, auch nicht einer. 4. Verderbt ist aller Sinn. Die Weisheit ist dahin, die uns regieren sollte, nur was dein Wille wollte mit freudenvollen Trieben zu wählen und zu üben. 5. Fleisch sind wir von Natur. Uns rühren, leider! nur die Güter dieser Erden, die nie vollkommen werden, mehr als die höhern Gaben, die uns auf ewig laben. 6. Dir folgen, dünkt uns Zwang. Des bösen Herzens Hang reißt uns mit starkem Triebe zu schnöder Sün⸗ denliebe. Und können wir auch zählen, wie oft wir vor dir fehlen? 7. O Herr, was uns gebricht, laß in der Wahrheit Licht so heilsam uns erkennen, daß wir von Ernst entbren⸗ nen, der Sünde zu entsagen, der Beßrung nachzujagen. 8. Wohl dem, der sie gewinnt. Gott, so verderbt wir sind, so willst dir nicht zu widerstreben, damit verwet ewig leben.—3— und n. Mel. des 38. Psalms. häufte barn 79 deine * esu, Arzt todtkral 4. A — öoen zu Seelen Wills uns fehlen anhewege .—.— nem 5. kenntniß eigner Noth, so daß! 5. 3 S hst E——5— Seele z die Last der Sünden nicht emssden u meinem den, ruhig bei dem nahen II 6. Het 2. Ach, so gib Gefühl von inCplic mach die Sinnen lebendig und auf 55 geweckt; bis die gräuelvolle ginicht ver unsrer Seele sich bei deinem Y entdeckt. 210 Dein Geseß f ccht: beilge— „Dein Gesetz spricht: heilge Al eine Liebe, welcher nichts an E Brust, gleich, widmet Gott dem Allerhöchf euren Nächsten sollt ihr lieben, wie euch. Hier wills fehlen, ach, das Hau Perd, Hasses voll, und wie die Erfahßs zeiget, abgeneiget von dem, wa viel bi lieben soll. 6. Erster Theil.— Vom Fall und von der Verdorbenheit ꝛc. 51 ische Mel. von Nr. 79. was bin ich, mein 16. 80. Wa Sieb, ich ftenn bei dem unsichtbaren Sieh, .6 eg in meinem Dlate, ja das Gute, so ich will, das thu ich nicht. 2. Ach! was bin ich, mein Erlöser! laß u täglich böser find ich meiner Seelen even Stand! Drum, mein Helfer, nicht Hen berweile, Jesu eile, komm und reiche miti mir die Hand. 3. Von Geburt bin ich ein Sünder und nicht minder sträflich durch ge⸗ häufte en, hilf ur 2 ich kenne Erbarmen, mir Armen, groß i S deine Gnad und Huld. dtkral 4. Ach! wann wirst du mich erhe⸗ ben zu dem Leben, das erst recht ein uan Leben ist! Demuth kann dich bald —4— bewegen, daß dein Segen sich zu mei⸗ nem Heil ergießt. daß 5. Zuflucht der betrübten Herzen! Angst und Schmerzen setzen meiner — Seele zu. Sieh, wie mich die Sün⸗ t emsden quälen, Arzt der Seelen, schaffe meinem Herzen Ruh. en I. 6. Herr, errette mich vom Fluche, sieh, unich suche dich von nun an demuthsvoll. on iu Sprich zu mir, daß ich im Sterben Ie gicht herderben, sondern ewig leben soll. nem U Mel. Zeuch mich, zeuch mich. ESISIPIPIIIIIIII3 dem 81. err! du kennest mein ein * *— 2 7 —. dit P—* 15 Verderben. Ach! es regt in meiner 2——Z— Ige B an E Brust, wie bel allen Adamserben erhöhf⸗= 3. Hilf mir durch den Geist der Gnaden von der angeerbten Noth! Heile meiner Seele Schaden durch des Mittlers Kreuzestod! Tilge alle meine Sünden! Laß mich vor dir Gnade finden! 4. Deinen Willen hier auf Erden 0 vollbringen wird mir schwer. Soll ch dazu füchtig werden, mußt du selbst von oben her mir dazu die Kraft verleihen, und mein fündhaft Herz erneuen. 5. Schaffe denn ein reines Herze, Herr, durch deinen Geist in mir, daß ich nicht mein Heil verscherze. Laß der sündlichen Begier mich mit Nach⸗ druck widerstehen, und auf deine Hülfe sehen. 6. Unter Wachen, Beten, Ringen, hilf mir selbst mein Fleisch und Blut unter deinen Willen zwingen; denn dein Wille, Gott, ist gut. Was nicht kann dein Reich ererben, laß schon hier an mir ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir droben beigelegt, daß ich meiner niemals schone, wenn die Sünd in mir sich regt. Hilf mir selber muthig kämpfen, alle böse Lüste dämpfen. 8. Sollt ich etwa unterliegen, o so hilf mir wieder auf! Laß in deiner Kraft mich siegen, daß ich meinen Lebenslauf unter deinen treuen Hän⸗ den gut und selig möge enden. Mel. Alle Menschen müssen sterben. lieben, sich noch immer böse Lust, die mein —.—.—.— 82. Gẽ roßer Gott! Erhabnes —.—.— —.— — E ö Wesen, das, voll segnender Begier, 8 bn S Herr, von dir neiget, und SSSI...........— —3..—.—— 1 Menschen sich zum Dienst erlesen m, w viel böse Thaten zeuget. 2. Wie verderbt sind meine Wege! Erbaswie verkehrt mein eigner Sinn! Ich »Atztempfind es, Gott, wie träge ich dir uns gu gehorchen bin. Ach! wer wird deinen dom Hang zum Bösen mich doch wie⸗ herum erlůsen? E.——— ach! was ist der Mensch vor dir? 2 + E ——— gerwäge, und — * N +—0 . Wenn ich deine Grö 2 — was ich 4* 8— ScCcrcrcre?e?eErrr—.—.—. dürftig und wie klein muß ich mir ..... nicht selber sein? 2. Fluch und Elend, Tod und Sünde drücken, leiderl mein Gemüth; machen mich zu einem Kinde, das vor seinem Vater flieht. Tausend Mängel, tau⸗ send Flecken schänden mich zu meinem Schrecken, und in der verderbten Brust regt sich täglich böse Lust. 3. Was ich Gutes an mir habe, ist von deiner Vaterhand. O, wis manche gute Gabe hast du, Herr, mit zuge⸗ wandt! Selber auf dem Sündenpfade trägt mich schonend deine Gnade. Nähmest du zurück, was dein, ach, was würd mir übrig sein? 4. Doch die Menge deiner Gaben klagt nur meinen Undank an; weil ich sie oft ganz vergraben, oft damit nur groß gethan; oft voll Leichtsinn sie verschwendet, und zu Sünden ange⸗ wendet. O, wie häuft sich meine Schuld durch Verachtung deiner Huld! 5. Sieh, hier Üeg ich in dem Staube tief vor dir, mein Gott, gebückt; doch mein demuthsvoller Glaube, der auf meinen Heiland blickt, hofft auf deine Vatergüte, und mein tief be⸗ schämt Gemüthe, das den Muth fast ganz verlor, hebt sich noch zu dir empor. 6. Ja, die Wunder deiner Liebe ziehen ganz mein Herz zu dir. Ach! erhalte selbst die Triebe treuer Dank⸗ barkeit in mir. Vater! laß das schwache Lallen meines Lobes dir ge⸗ fallen. Bilde mich, dein Eigenthum, ganz zu deines Namens Ruhm. 7. Meine Kräfte, meine Glieder sind zu deinem Dienst bereit! Herr! ich falle vor dir nieder voller Ehr⸗ erbietigkeit. Deinen Willen thun und leiden, sei der Gipfel meiner Freuden, Gott und Herr der ganzen Welt, thu mit mir, was dir gefällt. Mel. Auf meinen lieben Gott.— 78. 83 ein Gott, dir ist be⸗ + wußt die innre böse Lust, die Quelle meiner Sünden, die Menschen nicht ergründen. O heile 52 Erster Theil.— Vom Fall und von der Verdorbenheit ꝛc. du aus Gnaden der Seele Schaden. 26 2. Des bösen Herzens Grund i oft durch Thaten kund, die mich! E= dir verklagen, und mein Gebs di nagen. Herr, willst du sie besiraß E wer wird mir Rettung schaffen? 3. Ich habe wider dich, den N sten und auch mich vielfͤltig,= gehandelt; ich bin den Weg gen so delt, der Menschen von dir wen 2. und sich mit Schrecken endet. keit, 4. Ein jegliches Gebot zeugt u Cbenl mich und droͤht, weil ich, dies sch er gu mich nieder, nur gar zu oft daß die er gedacht, gethan, gesprochen, und Mense nen Bund gebrochen. das g 5. Berwirf, mich nicht von sichn, Hilf, Herr, erbarmend mir! Ern Gotth. meine Seele, daß sie nur Gutes wi Wer kann mich sonst vom Bösen, Fall du, o Herr, erlösen? angert gleich mächtig, so bleibt doch! herrsch mächtger deine Gnade. Wie groß⸗ Gift d nur mein Schade, so kannst di kann doch heilen, und Leben mir ertha Zwei 7. Hat sonst des Fleisches N innrer in mir ihr Werk vollbracht: s nichts mir Lust und Stärke, daß ich 4. gute Werke beschließe und vollbi Gutes und ewig dir lobsinge. allem nur Bi Mei. des 51. Psalms. zu me 84. D. Rure 2 eeeeDild der Mensch ursprünglich is quell, I. ee— ewgen Gottheit Kraft und hi PPPIPII I.II I I I II Wille, die Allgenugsamkeil — 8⁵ —AAll, Gottesfülle, die immerfon Grri CW Ger —— reinen Strömen fließt, die n 0 nichts, als was sehr gu 100 ein e tiH.— hat auch den Menschen gar nicht ISISII.II...... 0f E005 erschaffen; nein, ihn zu Gottes — SISISISIPII I I I ˖w:᷑z Bild hervorgebracht. Wie könnte sonst der Herr das Böse strafen? 2. Gerechtigkeit und wahre Heilig⸗ keit, das war die Zier von Gottes Ebenbilde, der schöne Glanz, womit es schl er gut und milde die Seele schmückte, hi die er sich gewelht. Es sollt dei 11 Mensch im Licht den Schöpfer sehn, n das ganze Herz in Liebe zu ihm nei⸗ en, mit ihm vereint in ewger Wonne von sehn, und so an sich den Ruhm der Ent Gottheit zeigen. tes i 3. Ach! aber ach! ein unglückselger Bösen, Fall, durch Satans List und Bosheit angerichtet, hat gar zu bald dies große nde Gut zernichtet, und Sünd und Tod doch! herrscht jetzund überall. Es ist das großt Gift der Wurzel zugeflößt: Drum st di kann der Stamm mit allen seinen erthl Zweigen, nun ganz verderbt, von hes Minnrer Kraft entblößt, auch weiter ht: h nichts als bittre Früchte zeigen. iß ich 4. Wo find ich Heil? Hier ist kein vollb Gutes mehr. Denn ich vermag mit allem meinem Dichten jetzt von Natur nur Böses auszurichten, bin unbequem 5. zu meines Schöpfers Ehr. Ach hilf, mein Gott und mach mich wieder neu, — durch deinen Geist, durch Licht und l, un Kraft von oben: daß ich mit deinem =Bild gezieret sei, und dich, o Lebens⸗ ich is, quel, mög ewig loben. —.— und d Aus dem 90. Psalm. Mel. von Nr. 13. ie ein Geschwätz des am G5. Wẽĩ Tags verfließt die Zeit, die mir geliehen ist. So rauscht nerfon vorbei ein schneller Bach, und dein —.— Gericht, Gott, folgt ihr nach. ů 2. Die Ewigkeit, die Ewigkeit —.— 2 + 5 2 2— 1 die m ergreift mich nach durchlebter Zeit: ich, wenn sie kömmt, sei was ich sei, uih ges ein Sünder, oder Gott getreu. Erster Theil.—Vom Fall und von der Verdorbenheit ꝛe. 53 3. Da wall ich hin, da wartet mein das Anschaun Gottes, oder Pein. Ach Gott, mein Heil und mein Vertraun, laß mich dein selig Antlitz schaun. 4. Wir sind nur wie ein Schlaf vor dir, wie Gras, so blühn und welken wir: das machet unsre Missethat, die deinen Zorn entzündet hat. 5. Ich zittre, Herr, und mein Gebein durchängstigt dein gewaltig Dräun! Denn denkst du ins Gericht zu gehn, wer kann, wer kann vor dir bestehn? 6. Ach zürne nicht auf deinen Knecht, und Gnade, Gnad ergeh für Recht! Versöhner, Gottes Sohn, mein Heil, sei meine Zuflucht, sei mein Theil. 7. Auf daß ich klug sei, lehre mich der Tod, daß ich nichts fürcht, als dich. Dann leb und sterb ich dir allein; im Leben, Gott, im Tode dein. . 86. W feucht dahin PAN ——— der Menschen Zeitl 2 2— 2 2 — Wie ellet man zur Ewigkeit: wer denkt + 2— — — doch wohl an jene Stund von ....—.— + Herzensgrund? Kaum spricht ?;txr᷑tr;,nR *.—— 4+ davon der träge Mund. 2. Das Leben ist ein eitler Traum; so nichtig, als ein Wasserschaum, der, wenn er sich jetzt stolz erhöht, gar nicht besteht, und eh man es noch denkt, vergeht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist, ich traue dir; und fallen Berg und Hügel hin, so bleibt mein Sinn getrost, wenn ich bei Jesu bin. 4. Du kommst, Weltrichter, Gottes Sohn! Bald kommst du und mit dir dein Lohn. Ach! gib, daß ich mich —.—..—.—..— — * 5 jeden Tag bereiten mag auf jenen letzten Glockenschlag.— 5. Was hilft die Welt in jener Noth, Lust, Ehre, Reichthum in dem Tod? O Mensch! das alles merkest du, sieh dann wohl zu, sonst kommst du nicht zur wahren Ruh. 6. Weg, Eitelkeit! der Thoren Spiel! Das höchste Glück sei stets mein Ziel! Was ewig bleibet, finden wir gewiß nicht hier, wir findens, Jesu, nur bei dir. 7. Damit ich dich verklärt einst seh, und froh vor deinem Throne steh, so lebre du, mein Heiland, mich und gib, daß ich nichts so begierig such, als dich. Mel. von Nr. 86. 87 G¹ hab ich alles heim⸗ * geslellt. Er thue, was ihm wohlgefällt, zum Tod und Leben 10 e bereit, wie er gebeut, vertrau ch seiner Gütigkeit. 2. Auch meine Zeit kommt, wenn Gott will, ich warte drauf und bleibe still. Gut ist mir, was sein Rath erwählt, der nimmer fehlt. Er hat auch meine Haar gezählt. 3. Was ist die Welt? ein Jam⸗ merthal. Es wartet auf uns überall in unsrer kurzen Lebenszeit manch Herzeleid. Der Mensch lebt immer⸗ dar im Streit. 4. Zuletzt ruft dann doch Gott dem Tod. Er kommt und endigt unsre Noth. Sink du, o müder Leib, hinab, ins stille Grab, dort wischt mir Gott die Thränen ab. 5. Wenn mich die Sünde schon anficht, o so verzag ich dennoch nicht; es gab ja mein getreuer Gott bei meiner Noth den Sohn selbst für mich in den Tod. 6. Heil mir! daß mein Herr Jesus Christ für meine Schuld gestorben ist; nun lebt und herrscht er mir zu gut; der Höllen Glut löscht sein ver⸗ goßnes theures Blut. 7. Dem sterb und leb ich allezeit, von dem mich auch der Tod nicht scheidt. O, sein bin ich, und er ist 54 Erster Theil.— Vom Fall und von der Verdorbenheit ꝛc. Tod und Leben sein. lühen 8. Der schon in dieser Prüfmm 8. F zeit so oft mein schmachtend koffene erfreut, gönnt meinem Leib auch Sorget Blick, und ruft zum Glück, zum Ugen, ne meinen Leib zurück. uns de 9. Ich werde dann von Angt, 9. 2 Gott schaun in jenem sel'gen Linzwise Welch unaussprechlich große R ist mir bereit't! Gott sei gedan Ewigkeit. mein! das soll allein mein— Mel. O Welt ich muß dich lassen.— 88 ie Herrlichkeit der E Len und nichts hleibt auigs werden und nichts bleibt ewi das, was uns hier ergetzet, wal S9. für ewig schätzet, wird als ein len—⁴.— Traum vergehn. E 2. Was sind doch alle Sachen. M uns so trotzig machen, als Tand A Eitelkeit? Was ist der Menschen= B ben? Stets mit Gefahr umg währt es nur eine kurze Zeit.= Dud Was hilft r nerben Wüi de rds, wenn wir siterben mi F ein großer Vorzug sein? WB rer uns Macht und Ehre, so glän— sie auch wäre? Kann sie uns alsdann erfreun? 4. Wie bald wird das zernin was wir mit Müh gewinnen;— sc unser Fleiß erwirbt? Kann was wir besitzen, uns vor dem E.= schützen, und stirbt nicht alles,, Le man stirbt? 2. 2 5. Was sind die Lebensfreuh geit u Wie bald folgt Angst und Leiden was x‚ Reu auf den Genuß? Was ists, det ha mit wir prangen? Wo wirst du Dah erlangen, die nicht zuletzt versch zeigst! den muß? er Ja 3.2 ů 5 ö gesend unverwelklich blühn? Kann vohn der sti stellt si Höchsie ꝛc. Erster Theil.— Von der n Trosbeuget, eh sich der Abend neiget; so blühen und verwelken wir. Prüfmn 8. Froh wachsen wir auf Erden, und htend hoffen groß 0 werden, von Schmerz und auch Sorgen frei; doch in den schönsten Ta⸗ zum Lgen, noch eh wir Früchte tragen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. n Angi, 9. Wir rechnen Jahr auf Jahre, bgen Linzwischen wird die Bahre vor unser oße Fe Erlösung der Menschen a:. 55 Haus gebracht. Man scheidet von den Seinen, die hülflos uns be⸗ weinen, und uns bedeckt des Grabes Nacht. 10. Dies laßt uns wohl bedenken, und uns zum Himmel lenken, weil er uns offen steht. Wer dahin will gelangen, darf an der Welt nicht hangen, da sie mit ihrer Lust vergeht. gedanh 7) Von der Erloͤsung ssen.— der 6 und 9 Mel. Jesu, meine Freude. ewig st—.—.—...—.—.—.— „uSd. We n aus Goite ein lei 22 4 27 0— Sachen, Mundel Wort vom Friedens⸗ EIIE enschen Bunde! Evangelium! Bald, eit. I‚‚—. H—.— er WW da wir gefallen, ließ dich Golt en m E EE E— 9 Uln erschallen! du bist unfer Ruhm! —— 20 2.—.— E Goftes Kraft, die Glauben zernim PBE......—.— nnen; schafft gute Bolschaft, uns zum demEEE. Ules, Leben von Gott selbst gegeben! 2. Was dein Wohlgefallen vor der Zeit uns allen, Gott, bestimmet hat: was sonst dunkle Schatten vorgebil⸗ det hatten, das vollführt dein Rath. Daß dein Eid dich nicht gereut, zeigst du nun; in Jesu Namen wird Thiner Ja und Amen. ronen. 3. Alles ist vollendet, Gott hat den m 90 gesendet, der verheißen war. Jesus, urpu der sein Leben wollte für uns geben, den stellt sich wirklich dar, ja er hat des Höchsten Rath ganz vollbracht, und auff lebt in Ehre; ach erwünschte Lehre! in„A. Da uns Strafen drohten; was erwell für frohe Boten! trostreich ist ihr ——— nsfreah Leiden 18 ists, irst du! verscht der Menschen und dem Erloͤser uͤberhaupt. Mund, liebreich ihre Füße, ihre Leh⸗ ren süße. Welch ein theurer Bund! Gottes Huld trägt unsre Schuld, und wer ihn mit Glauben ehret, wird von ihm erhöret. 5. Auf! und wehrt den Schmerzen! kommt, ihr, deren Herzen das Gesetz zerschlug; kommt zu dessen Gnaden, der für euch beladen alle Schmerzen trug. Jesu Tod versöhnt euch Gott! Gott, der euch als Vater liebet, und die Schuld vergiebet. 6. Hierauf will ich bauen, Christo mich vertrauen, und in ihm mich freun. Ihm will ich nur leben, ihm mich ganz ergeben, ewig treu ihm sein. So werd ich auch einst durch dich, o mein Heiland, selig sterben und den Himmel erben. Mel. Durch Adams Fall ist ganz verderbt. .— 90. D urch Adams Fall ist E——— 22—. erst verderbt der Menschen Thun .— —— + +— * 2 2 E—— und Wesen. Dies Gift ist auf uns —... fortgeerbt. Wir wären nie genesen; + I + 4—.— + 4 —.—..— wär Fesu Heil nicht unser Theil. — —— * —.—. — —. 4 —4— Benn wie so tiefe Wunden! Ach, 3 — —— ———— jeder hat in Adams That des Satans Neid empfunden. 2. Seit Satan ihn dahin gebracht, daß er frech abgefallen; so herrschet mit tyrannscher Macht die Sünde in uns allen. Uns drückt der Tod. In solcher Noth beschloß Gott, uns zu geben den eignen Sohn zum Gna⸗ denthron, damit wir möchten leben. 3. Warf uns denn eine fremde Schuld in Adam alle nieder; so bringt uns eine fremde Huld in Christo alle wieder. Und wie wir all in Adams Fall des ewgen Todes starben, so rettet Gott durch Christi Tod, die sonder ihn verdarben. 4. Gott hat uns seinen Sohn ge⸗ schenkt, da wir noch Feinde waren, der ist für uns ans Kreuz gehenkt, erstanden, aufgefahren. Tod und Ge⸗ richt trifft uns nun nicht, so wir ihm nur vertrauen. Fest steht dies Wort! Wem mag hinfort noch vor dem Tode grauen! 5. Er ist das Licht, der Weg, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Kraft, sein ewges Wort, zum Heiland uns gegeben. Dem Feind zum Trutz umgibt sein Schutz uns alle, die wir glauben. Er ist der Hirt, die Seinen wird aus seiner Hand nichts rauben. 6. Der Mensch ist gottlos und ver⸗ flucht, und wird zuletzt zum Spotte, der solchen Trost bei Menschen sucht, und nicht bei seinem Gotte. Denn wer sich will ein andres Ziel ohn diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Feinds Gewalt und arge List erschrecken. 7. Wer hofft in Gott, und dem vertraut, kann nie zu Schanden werden. Wohl, wer auf diesen Fel⸗ sen baut, trifft ihn schon hier auf Erden viel Angst und Müh; hab ich doch nie den Menschen sehen fal⸗ len, der sich nur fest auf Gott ver⸗ läßt. Gott hilst den Seinen allen. 2 E Erster Theil.— Von der Erlösung der Menschen 8. Du wollest, Herr, von meinn Mund dein heilges Wort nicht ni men; so weiß ich, läßt dein theun Bund mich, Sünder, nicht beschäme Der Sünden Schuld deckt deine Hul nur ihr will ich vertrauen. Wer vertraut, auf sie fest baut, der wit den Tod nicht schauen. 9. Mir zeigt schon jetzt dein heilg Wort den Himmel aus der F denn dies Licht führt zu Christo fin dem hellen Morgensterne. Bricht d nun an, so fasset man alsdann hohen Gaben, die Gottes Geist au uns verheißt, so wir nur Glauh haben. Mel. Freu dich sehr, o meine.— D., 91 Ervae Liebe, mein Gemu * waget einen kühnen A in den Abgrund deiner Güte; s ihm einen Blick zurück, einen M. voll Heiterkeit, der die Finsterniß z streut, die mein blödes Auge drüch wenn es nach dem Lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o Liebe! du dich erbarmet bast, und aus fresh edlen Triebe den allweisen Rath gefs 3 der verdammnißwerthen Welt dun ein theures Lösegeld, durch des eign Sohnes Sterben Gnad und Freiß zu erwerben. 3. O, ein Rathschluß voll Erbarmn voller Huld und Freundlichkeit! welh uns hülflosen Armen Gnade, I und Hülfe beut. Liebe, die des Soht nicht schont, der in ihrem Schol wohnt, um die Sünder zu erreth aus den schweren Sündenketten. 4. Doch du hast, o weise Lih eine Ordnung auch bestimmt, daß i jeder darin übe, der am Segen R theil nimmt; wer nur an den Mi⸗ ler gläubt, und ihm treu ergeh bleibt, der soll nicht verloren geht sondern Heil und Leben sehen. 5. Da du keinen zum Verderh. ohne Grund verbannet hast, tragt Sünder, wenn sie sterben, ihrer eigil Bos heit Last. Wer nicht glaubt an di nen Sohn, der hat Fluch und Tod zu Lohn, sein muthwillig Widerstrehn schießt ihn aus vom Heil und Lehn Ern s 6.( was d uns pr heilgen muth hört; die er 7. meiner meini und dem Erlöser überhaupt. 6. Ewig sei mit Dank besungen, cht na was dein Rath beschlossen hat. Mit them uns preisen Engelzungen diesen weisen schämt ae Hul Wer der wi heilg Fern isto fo richt dann eist au Glaub⸗ — W. 8 an Freihn barme welch e, A 5 Soh) Schohh erreth n. erderhe tragt er eigu t an de Tod zu erstrehn d Lebat muth ehrt, heilgen Rath, den der Glaub in De⸗ die Vernunft erstaunend ört; wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergründet. 7. Liebe, laß mich dahin streben, meiner Wahl gewiß zu sein. Richte selbst mein ganzes Leben so nach det⸗ nem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, mir zum Zeugniß dienen möge: ich sei auf dem rechten Wege. 8. Laß mich hier schon mit Ver⸗ trauen meinem Heil entgegen sehn; alsdann werd ich ohne Grauen selbst dem Tod entgegen gehn; keine Creatur wird mich, den du liebest, ewiglich deiner Hand entreißen können, noch von deiner Liebe trennen. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 92. Jâ habe nun den Grund gefunden, den meine Hoffnung ewig hält: Wo anders, als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt: Ein Grund, der unbe⸗ beglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt: Es sind die offnen Liebesarmen, des, der sich zu dem Sünder neigt; er geht nicht mit uns ins Gericht, und will den Tod des Sünders nicht. 3. Wir sollen nicht verloren wer⸗ den; Gott will, uns soll geholfen sein! deßwegen kam sein Sohn auf Erden, und nahm den Himmel sieg⸗ reich ein. Nun ruft sein Wort und Geist uns zu: Kommt her zu mir, bei mir ist Ruh. 4. O Abgrund, welcher unsre Sün⸗ den durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbin⸗ den, da findet kein Verdammen statt; weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig sen⸗ ken, dem will ich mich getrost ver⸗ traun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Her⸗ 5⁷ zen schaun; da sindet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre mit entrissen, was Leib und Seel erquicken kann; muß ich des Lebens Freuden missen, und nimmt kein Freund sich meiner an; scheint die Errettung noch so weit, mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Ich kann in meinen besten Wer⸗ ken, wenn ich noch so behutsam bin, gar manchen, manchen Fehler mer⸗ ken; o, wie fällt aller Ruhm dahin! doch bieibt mir noch der Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist: Er wird gewiß sein Wort erfüllen, er, der die Seinen nicht vergißt; sie währet ja in Ewigkeit, die göttliche Barmberzigkeit. 9. Auf diesen Grund will ich stets bauen, so lang ich hier auf Erden bin; der Gnade Gottes will ich trauen, fällt alles andre gleich dahin so sing ich einst nach dieser Zeit: O Abgrund der Barmherzigkeit. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. 93 Nin⸗ Cbristen, laßt uns * fröblich sein, Gott Dank und Ehre bringen, von Herzen seines Heils uns freun, mit Lieb und Lust ihm singen. Wer faßt die große Wunderthat; was Gott an uns gewen⸗ det hat, wie theur er uns erworben. 2. Vom Teufel hart verstrickt war ich todt, elend und verloren. Stets quälte meine Sünde mich; verderbt war ich geboren. Ich sank auch immer tiefer drein, that niemals Gutes, war allein von Sünde ganz besessen. 3. Gott jammette von Ewigkeit mein Elend ohne Maaßen. Er dachte der Barmherzigkeit, mir wollt er belfen lassen! zu mir wandt er sein Vaterherz, zu heilen meiner Wunden Schmerz, ließ ers sein Bestes kosten. 4. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit kommt, zu erbarmen! Eil, meines Herzens werthe Kron! sei du das Heil der Armen! Hilf ihnen aus der tiefen Noth! für sie entwaffne du den Tod, und laß sie mit dir leben. 58 5. Der Sohn, der ihm gehorsam war, erschien nunmehr auf Erden, als eine Jungfrau ihn gebar. Mein Bruder wollt er werden, hielt heim⸗ lich seines Arms Gewalt, und ging einher in Knechtsgestalt, des Satans Reich zu stürzen. 6. Er sprach zu mir: Halt dich an mich! Es soll dir jetzt gelingen. Mich selber geb ich ganz für dich; will mächtig für dich iingen. Denn ich bin dein und du bist mein. Auch du sollst, wo ich bleibe, sein. Uns soll der Tod nicht scheiden. 7. Vergießen wird man mir mein Blut, voll Grimms mein Leben rau⸗ ben. Gern leid ich alles dir zu gut. Das halt mit festem Glauben. Bein Leben, Sterblicher, ist mein, und mein Verdienst ist, Sünder, dein. So bist du selig worden. 8. Den Himmel nehm ich wieder ein, und scheid aus diesem Leben. Da will ich stets dein Meister sein, und meinen Geist dir geben, der dir in Trübsal Trost gewährt, dich, wenn er mich in dir verklärt, in alle Wahrheit leitet. 9. Was ich gethan, was ich ge⸗ lehrt, das sollst du thun und lehren; daß Gottes Reich sich stets vermebrt zu seines Namens Ehren. Nur hüte dich vor Menschenwahn, der dir den Schatz leicht rauben kann, dies sei mein Abschiedssegen. Mel. Herr Christ, der einge Gottes. E—;——.—— DDDi 94. Ol Chnsse, Eingebor⸗ .——it DDi.— ner, von Ewigkeit gezeugt ———.—.4F———— Vaters Auserkorner, zu dem sein IIID eEEE Herz sich neigt! Mit ihm von einem 2—..——3 ö der du Des 2 Fn.. Wesen, bleibst du, gewesen, DEEE EEEEEEE— ö der Glanz der Herrlichkelt. Erster Theil.— Von der Erlösung der Menschen 2. Für uns ein Mensch gebon der keuschen Jungfrau Sohn, Gottes Eid geschworen, erlitist! Qual und Hohn; starbst, daß leben möchten, erhubst uns zu 6 rechten und Erben deines Reschs 3. Gib, stets in reicherm Maaf Erkenntniß deines Heils, daß keinen perlasse die Wahl des besten Thes Laß üns im Glauben bleiben, dun ihn zur Lieb uns treiben, und zu 6 Lust an dir. 4. Der du trägst alle Dinge, Vaters ewge Krast! ohn den ich nich vollbringe! der alles Gute schaß Hilf, daß mich nichts verblendet, un Herz nichts von dir wendet, nich meine Liebe schwächt. 5. Laß uns, mit dir begraben, dir auch auferstehn; mit dir zur hi erhaben, nicht auf das Eitle sebn; wissen und dich hören, nach dir all begehren; dein todt und lebend seh 6. Dank, Lob und Preis und U sei Gott in Ewigkeit für solche si Lehre, mit der er uns erfreut. tröst uns, wenn wir leiden; sie s uns, wenn wir scheiden; sie sch uns im Gericht. Mel. O Trostwort, das uns Leben gibt SSSSIIEE.... 95. G edanke, der uns Lel —.—. .....———.— gibt, welch Herz vermag dich an —.—————— zudenken! Also hat Gort die M. 12— —.—* geliebt, uns seinen Sohn zu schenst 2. Hoch über die Vernunft erbul umringt mit heilgen Finsternist füllst du mein Herz mit Majest und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wund nicht, noch ihren Lauf und Bau ergrlh den; und doch kann ich der Som Licht und ihre Wärm empfinden. 4. So kann mein Geist den hoht Rath des Opfers Jesu nicht erguih den; allein das Göttliche der Thn das kann mein Herz empfinden. *. .— ft erböh isternisst Majesti Wund iu ergrih er Som inden. den hohs t ergrih der Thn den. und dem Erlöser überhaupt. 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ am Kreuz nicht meine Schuld 1½1 nicht Gott und mein Erlöser st: so werd ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn? so werd ich ewig irren müssen, und wer Gott ist, und und was ich bin, werden soll, nicht wissen. 7. Nein, diesen Trost der Christen⸗ heit soll mir kein frecher Spötter rauben; ich fühle seine Göttlichkeit und halte fest am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigenthum durch ihn des ewgen Lebens Erbe, dies bin ich; und das ist mein Ruhm, auf den ich leb und sterbe. 9. Er gibt mir seinen Geist, das Pfand, daran wir seine Liebe merken, und bildet uns durch seine Hand zu allen guten Werken. 10. So lang ich seinen Willen gern mit einem reinen Herzen thue; so fühl ich eine Kraft des Herrn, und schmecke Fried und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde tränkt, und ich zu seinem Kreuze trete; so weiß ich, daß er mein ge⸗ denkt, und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, daß ich erwecket aus der Erde, wenn er sich zum Gericht erhebt, im Fleisch ihn schauen werde. 13. Kann unsre Lieb im Glauben hier für den, der uns geliebt, erkal⸗ ten? Dies ist die Lieb, o Gott, zu dir, dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll mein Herz mit Dank⸗ barkeit, so oft ich deinen Namen nenne, und hilf, daß ich dich allezeit, treu vor der Welt bekenne. 15. Sollt ich dereinst noch würdig sein, um deinetwillen Schmach zu leiden: so laß mich keine Schmach noch Pein von deiner Liebe scheiden. 16. Und soll ich, Gott, nicht für und für des Glaubens Freudigkeit empfinden, so wirk er doch sein Werk in mir, und reinge mich von Sünden. 17. Hat Gott uns seinen Sohn ge⸗ schenkt, so laß mich noch im Tode denken: Wie sollt uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht alles schenken. 59 Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. 96 eil uns! Aus unsrer Sün⸗ * dennoth ist Rettung uns erworben. Der Herr will nicht des Sünders Tod. Was Adams Fall ver⸗ dorben, hat er aus Gnaden uns er⸗ setzt. Wie werth sind wir vor ihm geschätzt! Wie groß ist sein Erbarmen! 2. Selbst seinen eingebornen Sohn sandt er zu uns auf Erden, von dem verdienten Sündenlohn ein Retter uns zu werden. Er kam und mit ihm unser Heil: er kam, am ewgen Leben Theil uns wieder zu erwerben. 3. Wo ist, o Tod, dein Stachel nun? Hier ist dein Ueberwinder. Für unsre Schuld genug zu thun starb er, das Heil der Sünder. Wo ist nun, Sünde, deine Kraft? Hier ist der, der uns Kräfte schafft, dein Joch von uns zu werfen. I. Gelobt sei Gott! Gelobt sein Sohn, der Retter unsrer Seelen! nun kann uns auch auf Erden schon das wahre Glück nicht fehlen, getrost und froh in Gott zu sein, wenn wir uns nur dem Heiland weihn, den Gott für uns verordnet. 5. Was er zum Leben uns ver⸗ schafft, das ist in seinen Händen. Sein ist das Reich, sein ist die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er so liebreich uns erwarb, als er für uns am Kreuze starb. Wohl allen, die ihm trauen! 6. O, laßt uns ihm uns anver⸗ traun, und niemals sein uns schä⸗ men! Auf seine Mittlershülfe baun, und sein Joch auf sich nehmen, das ist der Weg zum ewgen Wohl; der Weg, auf den man friedenvoll auch schon auf Erden wandelt. 7. Herr, laß uns diese Seligkeit doch über alles schätzen. Nie können Güter dieser Zeit den Mangel uns ersetzen, wenn uns das größte Gut gebricht; ein reines Herz voll Zuver⸗ sicht zu dir, Gott, unser Vater! 8. O lenk auf dies erhabne Glück der Seele stärkste Triebe! Zeuch mächtig 6⁰ unser Herz zurück von schnöder Sün⸗ denliebe! An dem uns theur erworb⸗ nen Heil laß uns im wahren Glauben Theil stets suchen und gewinnen. Mel. An Wasserflüssen Babylons. 97 LE S * ob, Ehre, Preis un SISISISISISISIPI‚IPI.I.I.I.I.I...—3—— Dank sei dir, o Jesu, unser Leben! IDIDID—..—— Preiswürdig bist du für und fülr. + 4 + — Wer kann dich gnug erheben? Noch +— E war die Welt ein Nichts, und schon + 53 .x.— rr, warst du groß, herrlich, Gottes DPPIPIII..... 33 2 5 Sohn! gekrönt mit Schmuck und EE— Ehre. Dein ist das Reich, die P...I.I... Herrlichkeit/ und du beherrschest weit — A —— ——.— 2—. und breit der Kreaturen Heere. 2. Dein sind sie, denn durch wessen Kraft ward Himmel, Meer und Erde? Wer hat das Leben uns verschafft? Wer sprach zum Engel: Werde! Du bist es, dessen Allmachtsruf die ganze Welt aus nichts erschuf. Du bists, der alles träget, was sichtbar und unsichtbar ist, was Erd und Himmel in sich schließt, und was im Meer sich reget. 3. Und dennoch bist du uns zu gut in diese Welt gekommen; hast willig unser Fleisch und Blut, o Herr, an dich genommen. Aus der erschreck⸗ lichsten Gefahr zu retten, was ver⸗ loren war, warst du ein Fluch auf Er⸗ den. O Huld, die sonst nichts gleiches hat! du starbst für unsre Missethat, ein Heiland uns zu werden. 4. Du warst es uns und bist es Erster Theil.— Von der Erlösung der Menschen suchst liebreich von der Sünde I und ihrem schnöden Lohne, die noch dienen, zu befrein. Beschwen Herzen Trost zu sein, ist deines 9. zens Freude. Du gibst den mih Seelen Ruh; und wer dich liebt,z Icheipe du, daß nichts ihn von! eide. ch 5. Du hörst der Deinigen G und endest ihre Plage. Du bll bis Zeit und Welt vergeht, bei n noch alle Tage. Herr, dir sei eh Dank und Ruhm für deinen Tod u. Marterthum, für alle deine Vih Dir geb ich mich zu eigen hin, 5 daß ich mich, so lang ich bin, deinem Lobe übe. Mel. Allein Gott in der Höh.— 13 Liebesglut, wie inn 98. O ich dich nach Win keit besingen! Wie wagts ein schwaß Geist jetzt, sich so hoch hinauf schwingen. Es glänzet Gottes Ha lichkeit in lauter Lieb von Ewigl bleibt noch mein Herz erkaltet? 2. Gott, der in sich ganz s war, das allerreinste Wesen, hat 0 der schnödsten Sünder Schaar lieben auserlesen. Du staunst, I nunft? gib Gott die Ehr! G wollt unendlich lieben mehr, alz begreifen solltest. 3. O Liebe, die Gott seinen S aus seinem Schooß genommen! E von seines Vaters Thron zu uns h abgekommen. Sein Mangel, Kneah stand, Kreuz und Grab malt u mit starken Farben ab, wie sehr I. lieben könne. 4. Was ist die Welt? die gy Welt, was sind doch Adams Kindl daß sie dein Sohn so theuer hi Er rettet diese Sünder; da du Zorne Belial mit seinen Engeln alh mal zum finstern Abgrund sließest 5. O, welche Tiefen seh ich hin nie werd ich sie ergründen; doch 6. ich gnug, um, Gott, mich dir a stärksie zu verbinden. Herr, dir noch jetzt auf der Himmel Throne; ganz mein Herz gewährt, ein hu das und 6 und inde Y „ die Du bleh Vich h. 3doch h dir ai er, dit ein Hu X und dem Erlöser überhaupt. als Schöpfer nig 19 immer kann, dich recht inbrün⸗ 9 das dir allein gehört, und Erbarmer. 6. O liebster Vater, nimm es an, und reinge seine Triebe, daß ich, so ner Brust, 61 tebe. Die Welt nicht, Gott sei meine Lust; laß ewig nichts in mei⸗ als deine Liebe bleiben. 8) Von der Geburt Jesu Christi. Mel. Nun danket alle Gott.— 9. 9 E˖ lag die ganze Welt mit 9 Zorn und Fluch beladen; da öffnetest du, Gott! die Fülle dei⸗ ner Gnaden. Dein Sohn erscheint; on schickst den, dessen Dienst die Bahn dem Herrn bereiten soll, als seinen Knecht voran. 2. Gott, wer kann thun wie du? Schon wohlbetagt an Jahren gebiert Elisabeth. Der Sohn der Unfrucht⸗ baren, den jenes Engels Mund ver⸗ beißen, sollt allein der keuschen Jung⸗ frau Sohn ein würdger Herold sein. 3. Du willst durch ihn die Welt von deinem Heil belehren; und ihn auch ehrest du, um deinen Sohn zu ehren. Sein Vater wird erst stumm; der Slumme schnell beredt und weissagt, da auf ihn der Geist des Herrn geräth. I. Das Kind wird stark am Geist, der Gnade treuer Lehrer, ein bren⸗ nend, scheinend Licht, ein mächtiger Bekehrer, ein beilger Eiferer, der ohne Schonen straft. Auf seiner Seele ruht Eliä Geist und Kraft. 5. O welch ein Gnadenwort! O welche süße Stimme, die in der Wüst erschallt! Gott straft nun nicht im Grimme die sündenvolle Welt. Sein Himmelreich ist nah! denn der die Welt mit Gott versöhnen soll, ist da. 6. Euch ist solch Heil bereit; Ihr Sünder, nehmts zu Ohren! Freut mit Johannes euch! wie er, noch un⸗ geboren, des Heilands sich erfreut, so freut er sich auch nun, durch Tauf und Predigten ihn allen kund zu thun. 7. Allein zu Jesu bin verweist er seine Jüngerz; allein auf Jesum zeigt 1340 ausgestreckter Finger. Seht, das st Gottes Lamm, das mit dem Fluch belegt, für uns geschlachtet ward, und alle Sünden trägt. 8. Wohl dem, der dieses Lamm, auf das Johannes weiset, mit festem Glauben faßt, und auch im Leben preiset. Wer, seinem Taufbund treu, sich Jesu ganz ergibt, der ist in ihm von Gott begnadigt und geliebt. 9. Das werd auch unser Theil; Jobannis Amt und Lehre verherrliche noch stets, Gott, deines Namens Ehre. Wer Buße thut und glaubt, hat Trost auf alle Zeit. Wer Buße thut und glaubt, der bleibt in Ewigkeit. Mel. Von Gott will ich nicht lassen.— 56. 100 it Ernst, o Menschen⸗ —* kinder, das Herz in euch bestellt! damit das Heil der Sünder bei euch den Einzug hält. O, hemmt nicht seinen Lauf! Gott hat den Sohn gegeben, und mit ihm Heil und Leben, nehmt ihn mit Freuden auf. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; ihr Berge senket euch; senkt euch, und werdet eben, wenn Thale sich erhe⸗ ben; ihr Krümmen, werdet gleich. 3. Ein Herz, das Demulh übet, bei Gott am böchsten steht; ein Herz, das Hochmuth liebet, mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig ist, und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten; zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach, mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit, aus Güte und Er⸗ barmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein; dies sei statt jener Krippen! so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. Iso hat Golt z Sol 62² Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. — EEE 101. E dscbt den dem, 102. A. 0 har 60l 0 her; . ihr Frommen er hält, was er ver⸗ ..— Welt geliebt, daß er aus fied 104 =— ——— 2— nüh spricht. Der Heiland ist gekommen, Trieb uns feinen Sohn zum Heisg + Er v, —— 2 PPꝙPIP‚Z‚.PEI 2—— er n der Völter Trost und Licht. Golt, —.—..— der uns nicht verstößt, hat uns —— 2.. zu unserm Leben, selost seinen ————.— E— EE Sohn gegeben. 4 * Durch ihn sind wir erlöst. 2. Erlöst! O, welche Gnade hat uns der Herr erzeigt! der uns betroffne Schade, der uns so tief gebeugt, ist nun nicht unheilbar. Von Sünden und Verderben uns Rettung zu er⸗ werben, gab Gottes Sohn sich dar. 3. Er kam zu uns auf Erden in armer Knechtsgestalt. Voll Mühe und Be⸗ schwerden war hier sein Aufenthalt. Der ihm gegebnen Macht enthielt er sich mit Freuden, bis er durch Tod und Leiden sein großes Werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht! O, bringet Gott euren Lobgesang! Erlöste Men⸗ schen! singet dem Mittler ewig Dank. Wo niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unsrer Seelen Schaden. O, nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder! Verwirf uns, Jesu, nicht. Dein Name, Heil der Sünder, ist unsre Zuversicht. Drum kommen wir zu dir. Hilf uns die Macht der Sünden doch glücklich überwinden! Denn dein, o Herr, sind wir. 6. Bei dir steht unser Leben. Zu unserm ewgen Heil hast du dich hin⸗ gegeben. Gib uns am Himmel Theil! Laß uns dir folgsam sein! Was wird uns, Herr, dann fehlen? Dann werden unsre Seelen sich Gottes ewig freun. euch . aßt uns unserm 6u gei 103. L lobsingend. 500e 115 gibt. Wie hat uns Gott so lieh 5 2. Was sein erbarmungsvoller Ru Hütt schon in der Ewigkeit zu unserm 9. schor beschlossen hat, vollführt er in der 9 euret 3. Er, aller Menschen höchstes Hn erwe der alle segnen kann, nimmt, wie Kinder Fleisch und Blut, doch o 6. Sünden, an. Arm 4. Ich freue mich, mein Gott, in göttl Du nimmst mein Fleisch an dich. Men fehlt mir nun? ist Gott mit un wer ist dann wider mich? 5. Du, Sohn des Allerhöchssh wirst auch mir Rath, Kraft und hil mein Vater und mein Friedefürss wie das Heil der Welt. 6. Was mir zum Seligsein bricht, das, Herr, erwarbst du m Versöhnung, Leben, Trost und Lih das hab ich nur an dir. 7. Dein Mangel wird mein reich Theilz dein Leiden stillt mein Durch deine Knechtsgestalt, mein h gewinn ich Herrlichkeit. 8. Gelobt sei Gott! Gelobt sh E Sohn! durch den er Gnad erwis F Lobt, Engel, ihn vor seinem Thrnn Erheb ihn auch, mein Geist. Xlöf ste für 10 Sch u Mel. von Nr. 61. freut laßt uns beut ihm Verehnm bringen! In des Himmels hohe Chil stimmet ein! Gott allein, unsn Bür Gott sei Ehre! stei 2. Jeder, der sich füblt verom 4 freue sich inniglich! Christus ist g boren! Er, der König aller Wey 12 steigt herab, bis ins Grab, Sund folg zu erlösen. um 3. Wer kann Gottes Ratbschi kein fassen? Aber dies ist gewiß: soll Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. kann uns nicht hassen! Kommt der Gott Sohn aus freien Trieben zu uns — ber; wie sollt er nicht die Menschen — lieben? 18 fresh. Wenn er uns verworfen hätte, = nähm er dann Menschheit an? Er u HOein spricht: Ich errette. Deß soll sich der Erdkreis freuen! zum Gericht kommt er nicht, sondern zum Verzeihen. so ih 5 Eilt im Geist nach Bethlems oller Au Hütten, seht, was dort euer Hort serm iu schon für euch erlitten. Er wird niedrig der gu euretwegen. Welch ein Freund! Er —. erweint seinen Feinden Segen. V doch l. 6. Er, er will für eune Schuden Armuth, Noth, Schmach und Tod ott, ind göttlich groß erdulden. Lernt den Hich. M Menschenfreund erkennen, gnadenreich mit un will er euch seine Brüder nennen. 7. Dankt ihm, der eu'r innres erhöchsm Sehnen sehen kann! betet an! opfert und hih Freudenthränen! Liebt ihn, der von defürf,) Liebe brennet, traut dem Herrn, der ö euch gern seine Brüder nennet. igsein st du„8. Wenn euch eure Sünden kränken, und N eilt herzu, suchet Ruh! Er will sie euch schenken. Schaut auf ihn mit ein nihh Blaubensblicken! Zittert nicht! denn nein Lel er spricht: ich will euch erquicken. mein hii 9. Ihr Erdulder schwerer Tage, euren Schmerz fühlt mein Herz! Kein zelobt se Erlöster zage! Bringet ihm an seinem d erwel Feste Zutraun her, wisset, er wählt 1 Thih für euch das Beste. st. 1I11. Gottmensch! du nahmst meine Bürde gern auf dich, daß auch ich frei und selig würde. Wer kann deine Lieb ergründen? Ewig soll freudenvoll lus ist y sie mein Herz empfinden. ler Weh; 12. Dir, mein göttlicher Befreier „Sundl folg ich nach, obwohl schwach, doch um so viel treuer. Rathschl kein Leiden, keine Noth und kein Tod hiß: soll von dir mich scheiden. t verlonn 6³ 13. Du kommst einst zum Weltge⸗ richtel dann werd ich, Richter, dich schaun von Angesichte. Gott, wie wird dein Hasser beben! Dann werd ich deiner mich freun und ewig leben. 104. G —.— Jesus Christ, daß du Mensch Ee— E. *— geworden bistl. Da eine Jungfrau elobet eist du, 2 4— —— 2 PIPIPIPIPIII.I.— dich gebar, frohlockte selbst der Engel — Schar. Hallelujah! 2. Dich sahn die Väter schon von fern, Davids Sohn und Davids Herrnz ihr Heil und ihre Zuversicht, und aller Völker Trost und Licht. Hallelujah! 3. Die Nacht entflieht, der Tag bricht an über die, so nie ihn sabnz auf die, so Finsterniß umgab, glänzt Gottes Wahrheit nun herab. Halle⸗ lujah! 4. Durch . den die Welt einst wor⸗ Himmel an. Hallelujah! Mel. Wie schön leuchtet der.— 35. 105 O Friedensfürst aus Da⸗ * vids Stamm! o mei⸗ ner Seelen Bräutigam! mein Trost, mein Heil, mein Leben! Dank sei dir o Immanuel! Du kommst zu uns. Keine Kreatur‚, Nach Leib und Seel will ich mich dir ergeben. Heil dir! Heil mir! Weicht ihr Leiden, singt mit Freuden, Ho⸗ sianna! seht er kommt jetzt: Hosianna! 6⁴ 2. Ich selbst bin nun von Freuden voll, und weiß nicht, was ich schenken soll dem auserwählten König! O theurer Jesu, nimm doch hin, mich selbst und was ich hab und bin, ach freilich ist es wenig. Schließ mich in dich. Nichts auf Erden, nicht Beschwerden, keine Leiden sollen mich je von dir scheiden. 3. Bleib, höchstes Gut, du Him⸗ melszier! mein Leitstern stets, o bleib bei mir! Du Hoffnung der Verzag⸗ ten! Du Lebensquell, erquicke mich, du süßes Manna schenke dich zum Troste der Geplagten! Laß nicht dein Licht hier auf Erden dunkel werden! Laß den Deinen hier dein Wort noch ferner scheinen. Mel. von Nr. 17. 106 O Gottessohn und Men⸗ * schenkind! Mein Bru⸗ der, Gott und König! Mein Stam⸗ meln, meine Lieder sind vor deinem Glanz zu wenig. Wo Menschenweis⸗ heit sich kehrt um, wo Engelzungen lallen, da bliebe man wohl ewig stumm, wenn dir es würd mißfallen, was Kinder stammelnd bringen. 2. Was alles Denken übertrifft, was Witz unmöglich nennet, hat deine Wunderhand geflift't, die keine Schran⸗ ken kennet; Gott wird ein Mensch, der Herr ein Knecht, und Menschen⸗ arme tragen den, der den ganzen Weltkreis trägt. Was kann ein Klüg⸗ ling sagen, dies Räthsel aufzulösen? 3. Du bautest aus Maria dir, o großer Erzgesandte, die Hütte, da dein Herz zu mir in Liebesflammen brannte. Du kamst ins Elend nackt und bloß, zu kleiden mich mit Segen; verließest deines Vaters Schooß, um mich darein zu legen, und ewig zu erquicken. 4. Was aller heilgen Väter Schaar verlangte zu erblicken; was Adam schon verheißen war; was Lamech konnt erquicken; was Jacob sahz was er besang; was Hiohs Trost ge⸗ wesen; und was durch Davids Harf erklang, das alles ist zu lesen in mei⸗ nes Heilands Krippe. Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. 5. Mein Blutsfreund, mein 9 6. manuel! was konnte dich bewt mac mein Goel, meine Lebensquell! stets Zepter hinzulegen, und kommen an i dies Jammerthal, um dich mir s mein zu schenken? Ich wende mich Frer überall, ob etwas auszudenken, 7. Gabe zu vergelten. auf 6. Wär nicht der ganze Him hab dein, und könnt ich ihn dir gehen da b würd es doch zu wenig sein: Ki ich& ich mein Blut und Leben zu tan Imn mal bingeben dir, so blieb ich in Schulden; weil, was du hasy than an mir, und für mich wl dulden, unendlich mehr verdientt 10 7. Doch sieh, mein Herz, o m Lieb! der Herr will keine Gal⸗ komm nur, und dich ihm selbst en das isis, was er will haben. Du= dir schenket, will allein mit 4 und Liebesarmen in Dankbarkeit!. fasset sein. Aus ewigem Erhan ERr bist du von ihm erkaufet. 8 D Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 4 ottes und Marien S4 107. G Liebster Jesul willkommen! der da Armuth, 8 und Hohn mit der Menschheit an nommen. Rette mich aus aller welche meiner Seele droht! 2. Wir empfinden alle noch,! uns Adam einst verloren: und ich bin in dem Joch seiner Mis E geboren. Doch ich hoffe jetzt auft a Andrer Adam, ändre mich! 3. Du bist worden, was iht E Laß mich auch, was du bist, win w nimm mein Sündenelend hin. M mich dir gleich auf Erden; und! leih von deinem Heil mir, 93 auch mein Theil! 2. 4. Aus dem Himmel kamst du. Prei hilf mir Armen aus der Hölle: ein Stall war dir noch leerz 5 gib mir eine Stelle unter deney, 9 u bei dir wohnen werden für und. 0 5. Steckt mein Herz in böser! 6 1 lasse du es nicht so bleiben! A Gott selbst in meiner Brust, alles NI vertreiben, bis ich, ganz n e erfült, habe Gottes Ebenbild, kam Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. mein) 6. Wurdest du ein Menschensohn: hbewe mache mich zu Gottes Kinde, daß ich quell!] stets vor seinem Thron einen Vater kommen an ihm finde! Er ist ja nicht mehr )mir s mein 9.—— denn ich bin dein wahrer mi reund. enla) h7. Wenn der Teufel sich erbost auf uns schwache Menschenkinder, so ze Him hab ich den großen Trost: daß du ir geben da bist, Heil der Sünder! Dir ergeb ein: Ki ich Leib und Seel, hilf mir, mein 1 tanl Immanuel! du 600 ö ich wul SPIPIPSPSPSPIPIPISPIPIPIIIDq‚ 272 108. D er du uns das z, O M—.——=—.—.—. Hall Heil errungen, Mensch gewordner n. Du= I PIIII.I... bam m Gottes Sohn! ewig sei dir Lob barkeit“ ‚........— Erban ——— gesungen, daß du von des Him⸗ — —. + + cht.— Eemels Thron uns zu gut ins arien S EE—.i.i‚ Fuhe Flei kommen. Der du voller suth, Ileisch gekommen. chheit 1—— Freundlichkeit längstens schon vor 1 dx, ü melner Zeik dich auch meiner ler Mish——— etzt aufl Wangenommen, und mein Bruder ISRRREEE worden bist: sei gelobt, Herr 4 2— 22—4 + 2. Sei gelobt, denn dir gehöret mst du. Preis und Dank und Ruhm mit Recht. Hölt O, wie hoch hast du geehret unser eerz. sterbliches Geschlecht! Herr, du hast dengn es selbst vermählet mit der göttlichen für 330 Natur, und vor aller Kreatur es zur 1 bösg! Lust dir auserwählet. Ja, in dir, du ben! Gottes Sohn, sitzt der Mensch auf alles W. Gottes Thron. I anz 3. Du, du bist der Völker Segen, Henbild, kamst, vom Fluch uns zu befrein, 6⁵ und wir können deinetwegen nun auch Kinder Gottes sein. Hat die Sünd uns gleich verdorben: o so hast du neue Kraft uns zur Heiligung verschafft, und die Tüchtigkeit erworben, einst, von Sünden völlig rein, deinem Bilde gleich zu sein. 4. Du bist Mittler! Heil uns Sün⸗ dern! huldreich gab der Vater ihn! Du hast armen Adamskindern nun sogar das Recht verliehn, in den Him⸗ mel einzugehen und des Herren Herr⸗ lichkeit, nach vollbrachter Prüfungszeit, ewig einst verklärt zu sehen. Nun hat meine Zuversicht einen Anker, der nicht bricht. 5. Sollte Gott mich nun wohl has⸗ sen? Hier ist ja Immanuel. Sollt er mich wohl hülflos lassen? Hier ist ja der Hülfe Quell, Was vermag mich anzufechten? Er, der meinen Jammer kennt und mich seinen Bruder nennt, sitzt als Herr zu Gottes Rechten. Durch ihn bin ich Gott vereint. Gott ist mein versöhnter Freund. 6. Herr, wie groß ist deine Güte! Meine Seele freut sich dein. Laß doch stets mein ganz Gemüthe voll von deinem Ruhme sein. Nimmer will ich dein vergessen, dir will ich mich ganz vertraun, freudig folgen, auf dich baun. Deine Huld ist unermessen. Gib, daß ich für deine Treu dir auf ewig dankbar sei. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. — 109. De⸗ ies ist der Tag, — 2— Ii den Golt gemacht. Sein werd in .ᷓ. 2... aller Welt gedacht. Ihn preise, was —...—.— ĩü— durch Fesum Christ im Himmel und —7— — auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt. Doch, als die Zeit erfüllet ward, da sandte Gott von seinem Thron dich, Heil der Welt! dich, seinen Sohn! 5 66 3. Wenn ich dies Wunder fassen bists will, so steht mein Geist voll Ehr⸗ furcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt! nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil. 5. Dein König, Zion! kommt zu dirz er kommt voll brünstiger Begier, dich zu erfreun; er hilft dir gern. Gelobt sei, der da kommt vom Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst! Immanuel und Friedefürst! auf den die Väter hoffend sahn; dich, Gott, mein Heiland, bet ich an. 7. Du, unser Trost. und höchstes Gut! vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bru⸗ Wu hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majestät! du bist es, der das Herz erhöht. Ge⸗ danke voller Seligkeit! du bist es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zag ich nun, wenn der mich schüttt, der in des Vaters Schooße sitzt! 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Ge⸗ burt! und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 11. Herr, der du uns den Tag gemacht, der uns solch großes Heil Zehum Dich preise, was durch esum Christ im Himmel und auf Erden ist. —.—.—.—.—..—.— 110. G? diüne Onade SISISI.S.I.I.I.I.I.. I sel geprelsti Sie schuf uns Hell —— E =. 4.— und Leben. Ermuntre dich, mein n— 5... ihr Wohlthun zu mräger Geist, Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. erheben. Benk an dfe Nacht, bring geb auf der Welt des Höchsten d wil E Seel sich eingestellt, um sein so e 8. nicht — Leben für Sünder hinzugeden und 2. O große That! Exwüih Lerd Nacht, von Engeln selbst besung 51 Du hast den Mittler uns gehn Hanr der uns das Heil errungen. In bei d erschien der starke Held, der alless und alles hält, der Freund der Y schenkinder, des Todes Ueberwin Mel 3. Der du zu uns, gesandt 15 Herrn, aus deinem Himmel kan tröste und unser Fleisch und Blut so 1 in Demuth an dich nahmest! freuet Gottes! o wie hast du dich s⸗ Schae erniedrigt auch für mich! wie darun bist du erschienen, um meinem zu dienen. · 4. O, lehre mich den großen A freun von deiner Huld recht fassen! 4 9— 01 reizte dich auf dieser Erd, dit euch! herab zu lassen? Hier warketen ein nichts als Noth, Verachtung, Rdere mer, Schmerz und Tod; und 3. kamst du auf Erden, ein Mensh dies sohn zu werden. 5. Noch stärker, Herr, als Sch und Tod, war deine Menschent 993 Du sahest unsre Sündennoth mil leidsvollem Triebe. Du flimm solch unser Heil zu sein, in deines 4. Ratbschluß ein; wardst Mensch, was kamst mit Freuden, für uns denl eurer zu leiden. Dies 6. Immanuel! dein freu ich t seid Du bist auch mein Erretter. erhöh mir zum Troste sandte dich der z schle der Gott der Götter. Was m 5. wabres Wohl verschafft: Erleucht locket Friede, Beßrungskraft und erschi den, die stets währen, willst du Dein mir gewähren. dir 76Was soll ich dir, mein g Sch Freund, für deine Treue geben von Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. bists, der mich mit Gott vereint, du Nacht; i mir Heil und Leben. Herr! — was ich hab und was ich bin, das Rgeb ich dir zum Dienste hin. Ich sten E will dich ohn Aufhören mit Leib und — Seel verehren. 8. Zwar seh ich dich im Fleisch noch . nicht; doch du wirst wiederkommen; geben und dann schaun dich von Angesicht, geben, Herr, alle deine Frommen. Dann Erwüns werd ich auch, Herr Jesu Christ! besun dich schaun so herrlich, als du bist. s gehuh Hann wirst du mich zum Leben, das al bei dir ist, erheben. der M berwind ·sandt 1 1 mel kan — so then —— Mel. Valet will ich dir geben.— 57. hr, die ihr wart ver⸗ J ber 5 Alund 5. euch trösten kann! Der Heilan gebo⸗ lut sog— nimmt sich euer an. Deß 'est! Efreuet sich dort oben der Engel heilge dich su Schaar, und ihre Chöre loben Goit wie darum immerdar. ieinen]2 Sie wissen nichts vom Neide, freun sich mit uns zugleich und sin⸗ gen: große Freude verkündigen wir euch! Euch ist dies Kind gegeben! ein solches Heil bereit: bei Gott ung, dereinst zu leben in stiller Seligkeit. 3 und. 3. Daß sich kein Mensch betrübe! 1 Menst dies Kind zerbricht das Joch; bringt euch des Vaters Liebe; was trauert ihr nun noch? Er schenkt ein himm⸗ lisch Erbe! Wohl dem, der an ihn gläubt! daß jeder fröhlich sterbe, da u sümn solch ein Schatz ihm bleibt! ines 4. Tod, Sünde, Teufel, Hölle, Nensch, was wider euch gekämpft, hat er an ins den! eurer Stelle bestritten und gedämpft. Dies Kind tritt sie darnieder. Nun teu ich s seid ihr wohl gerächt, und Gott etter. Werhöht nun wieder das sterbliche Ge⸗ ich derh schlecht. Bas m. 5. So rühmen siez mit ihnen froh⸗ Erleuchh locket jeder Christ, daß Gott im Fleisch I erschienen, der Herr sein Bruder ist. dillst du Dein sind nun unsre Herzen. Herr, dent en! rd, dih arteten! als Schr enschenl oth mil dir geloben wir: uns trennen weder mein gil Schmerzen, noch Freud und Glück geben! von dir. 6²7 112. He art laß nuich 2— .— 2m 2 doch recht feierlich des Hellands EII— Fest mit Lob und Dank begehen! ——.—.— Lieb ist der Dank, der Lob⸗ gesang, durch den wir dich, du — 2— V 2 22 E Gott der Lieb, erhöhen 2. Wie bin ich froh, daß du also, o Gott, die Welt in deinem Sohn geliebet! O, wer bin ich, daß du auch mich so herrlich hoch, noch eh ich war, geliebet? 3. Er, unser Freund, mit uns ver⸗ eint zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren, er wird uns gleich, um, Gott, dein Reich und deine Lieb im Fleisch zu offenbaren. 4. An seinem Heil gib mir auch Theil! Hilf, daß ich redlich glaub an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr! Herr! spricht, und doch nicht sucht sein Beispiel nachzuahmen. 5. Aus Dank will ich in Brüdern dich, dich Gottessohn, bekleiden, spei⸗ sen, tränken; der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreun, und dein dabei gedenken. 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und alles ist im Himmel und auf Erden! die Christenheit preist dich erfreut, und aller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn! er hilft uns gern, und wer ihn sucht, den wird sein Name trösten. Hallelujah! Hal⸗ lelufah! Freut euch des Herrn und jauchzt ihm, ihr Erlösten! Mel. von Nr. 112. Christenheit, sei hoch 113. O erfreut! das Heil der Welt, der Mittler, ist geboren, der uns erlöst und ewig tröst't. Wer an ihn glaubt, geht nimmermehr verloren. 5* 68 2. O große That! nach Gottes Rath hat sich sein ewger Sohn für uns gegeben. Ein Menschenkind, doch ohne Sünd, ward er für uns, und bracht uns Heil und Leben. 3. O Seligkeit! er hebt das Leid, das durch den Sündenfall auf uns gekommen. Mit uns ist Gott nun in der Noth. O jauchzt dem Herrn und hofft auf ihn, ihr Frommen! 4. Auch mein Gesang, Herr, bringt dir Dank. Du wurdest Mensch, damit wir selig würden. Du machst uns groß und völlig los vom Fluch der Sünd und ihren schweren Bürden. 5. Gelobt sei Gott! Auf unsre Noth sah er als Vater mitleidsvoll hernieder. O Christenheit! preis ihn erfreut. Denn Gottes Sohn bringt das Verlorne wieder. Mel. von Nr. 112. 11 4 irf, blöder Sinn, den Kummer hin. Gott ist für dich, was will dich ferner krän⸗ ken? Hallelujah! Sein Sohn ist da, wie sollt er uns mit ihm nicht alles schenken? 2. Schlägt dir das Herz vor Angst und Schmerz, empfindest du, wie sehr die Sünden kränken? Dein Heil ist hier; wie? sollte dir nicht Gott mit ihm auch Gnad und Friede schenken? 3. Ist deine Kraft zu mangelhaft, mußt du mit Schaam an deine Schwäche denken? er, der dir gibt, das, was er liebt, wird dir mit ihm zur Tugend Kräfte schenken. 4. Fehlt Weisheit dir, um glücklich hier noch zu entgehn der Bosheit schlauen Ränken? Erschrick nur nicht! Gott ist dein Licht. Er wird dir mit dem Sohn auch Weisheit schenken. 5. Gebricht es dir bald da, bald hier, sorgst du, wer dich noch speisen wird und tränken? O, fasse Muth! das höchste Gut wird mit dem Sohn dir auch die Nothdurft schenken. 6. Wirf, blöder Sinn, die Sorgen hin, die dich ins Meer der Traurig⸗ keit versenken. Dein Heil ist da. Hallelujah! Wie sollt uns Gott mit ihm nicht alles schenken. Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. Mel. Ach Herr, mich armen S.— 0 9 ie soll ich dich empt 46, 115. Wé gen, o Jesu, m 111 Zier! o aller Welt Verlangen, dein gerne will ich dir mein Herz nn Tempel ut ich d Heftenen du an, womit ich erfreuen, wir dir dienen kann. Oein 2. Dort streut dir Zion Palni wird nicht mein Herz gerührt? zeigt durch frohe Psalmen, wat für hehen, spürt. Dich, Herr, es erheben, denn dir gebühret Ruh dir soll es Ehre geben, dies Herz. E Eigenthum. trat 3. Nichts hast du unterlassen== unster Seligkeit, als wir im S Her saßen, gebeugt vom schwersten 4 Da mir das Reich genommen, wofy k= 14 Freude 106 swichft ban 0 gekommen, und hast mich froh gem 4. Ich lag in schweren Bansg Hel kommst und machst mich los; ichi in Spott und Schanden, du kom k— und machst mich größ. Du hebstn ewg hoch zu Ehren und schenkst mir gu= Gut, das sich nicht läßt verzehren“ mein irdscher Reichthum thut.— 5. Was hat dich, Herr, getuih dich, den kein Himmel hält, al!) die dein theures Lieben, womit du 2. Welt bei ihren lauten Klagen, mer; ihrer Jammerlast, bei ihren tas dies Plagen so fest umfangen hast? zerma 6. So jauchze nun von Herzey kündig Me 11 eilt geschwind! stürzt, F wenig zum Widerstan Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi 9. Du kommst zum Weltgerichte, herklärter Menschensohn, in maje⸗ stätschem Lichtei und mit dir kommt dein Lohn. Geh auf, o wahre Sonne! und leucht in vollem Glanz, erfüll mit ewger Wonne das Herz der Deinen ganz. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. ö 116. W E Hery h fraurig stehen, du Gesegneter des rlassen........... m Si errn? Solltest du vorüber gehen? rsten— u, woshn Dilt doch nicht von mir so fern! h gemd EEEE zanden. Helfer in der rechten Zeit, der mit bu E hebsty ewgem Trost erfreut! Hilf, o Jesu, — zehren“ dmeinem Herzen von den Wunden, — 4 ———.. 1. t die mich schmerzen. ut du! 2. Schau auf meinen großen Jam⸗ klagen, mer; stille des Gesetzes Dräun! Denn ren tah dies Wort ist als ein Hammer, und hast? zermalmt mir mein Gebein. Es ver⸗ Herzn kündigt Fluch und Tod. Ach, wie enen schrecklich wird mir Gott! Komm, von mmern des Allmächt'gen Pfeilen mein ver⸗ die Hwundet Herz zu heilen. erz ein 3. Sieh, wie Satan seine Lügen noch in diese Schrecken mischt; als erschih müßt ich, gleich ihm, nun liegen in der uld 2 ½ Glut, die nie verlischt. Weh mir, zu seiner! noch größerm Schmerz wird mein schon komnul zerrißnes Herz durch das folternde t und h Gewissen immer hestiger zerrissen. ndern, 4. Flieh ich dann, die Angst zu lin⸗ dern, da ich so beängstigt bin, zu der äuen, EHWelt und ihren Kindern, fall ich derr uih pollends ganz dahin. Da ist Freude, senblic die betrüdt; Trost, der nicht Erquik⸗ der du kung gibt; Helfer, die mir Unlust inde! Mmachen; Freunde, die wohl meiner sind. lachen. 69 5, Wo ist etwas, das nicht nichtig, dürftig und voll Mühe wär? Hab ich Hoheit, die ist flüchtig. Hab ich Reichthum, was isis mehr, als ein wenig schnöder Erd? Hab ich Lust. was ist sie werth? Was ist, das mich heut erfreuet, und nicht morgen schon gereuet? 6. Aller wahre Trost im Leide ruht in dir, o Jesu Christ; und auch du allein gibst Freude, die ganz rein und lauter ist. Ach wie sehn ich mich nach dir! Eile, Jesu! komm zu mir, daß ich deine Hülfe sehe, eh ich in der Angst vergehe. 7. Freu dich, Herz, du bist erböret. Jetzo zeucht er bei dir ein. Sein Gang ist zu dir gekehret. Auf! heiß ihn willkommen sein! Er verspricht dir Heil und Ruh. Auf! bereite dich ihm zu, daß er dich zur Wohnung wählet, und da klag ihm, was dich quälet. 8. Wohl dir, daß dich Jesus liebet! Wo ist, was dir schaden kann? Was du Böses selbst verübet, das sieht Gott nun nicht mehr an. Auch wird, was sich in der Welt Böses dir ent⸗ gegen stellt, statt dich in den Staub zu legen, dir nur lauter Glück und Segen. 9. Dir dient selber das zum Heile, was die Sünder schreckt und quält; denn du hast zum besten Theile deinen Jesum dir erwählt. Sei ihm, wie er dir ist, treu, und es bleibet fest dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Von der Erscheinung der Weisen. Mel. Gott des Himmels und der.— 32. 117 ott der Juden, Gott 247 der Heiden! Aller Völker Heil und Licht! Saba sieht den Stern mit Freuden, der von dir am Himmel spricht. Sem und Japhet kommt von fern, dich zu sehn, du Jacobsstern. 4* 70 2. Wir gesellen uns zu denen, die aus Morgenlande sind; unser Fragen, unser Sehnen ist nach dir, du großes Kind! Unsre Knie beugen sich, unser Arm umfasset dich. 3. O, mit welchen irdschen Schäz⸗ zen mag ein armer Sterblicher dich erquicken und ergötzen? Du bist über alles Herr. Ein Geschenk, das dich erfreut, ist ein Herz voll Dankbarkeit. 4. Nimm für Gold und andre Ga⸗ ben Glaube, Lieb und Hoffnung an. Was wir sind und was wir haben, sei dir gänzlich unterthan. Hier ist mehr, denn Salomon. Dein sind wir, o Gottes Sohn! 5. Nimm dies Opfer in Genaden von getreuem Herzen an. Sucht uns mancher Feind zu schaden, der dich nicht vertragen kann, so nimm uns bei seiner Wuth, starker Gott! in deine Hut. 6. Heilig führest du die Deinen; sicher machst du ihre Bahn. Laß uns gleichen Trost erscheinen, nimm dich unser mächtig an. Führe du uns bei der Hand in das wahre Vaterland. Der 98. Psalm. Mel. von Nr. 33. hr Völker, stimmet nun 118. J mit Freuden dem, der manch Wunderwerk gethan, dem Sie⸗ ger über Feind und Leiden, dem Herrn, ein neues Loblied an! Denn euch, die ihr im Finstern waret, erscheinet Licht und Heil jetzund! sein starker Arm ist offenbaret; sein Recht wird allen Völ⸗ kern kund. 2. Er denkt daran, was er vor Zeiten dem Hause Israel verhieß. Die Huld, das Heil, die Seligkeiten, die seine Wahrheit hofßen ließ, die fallen jedem ins Gesichte, die zeigen sich jetzt offenbar. Es wird sein Heil in vollem klar. auch den entfernt'sten Ländern ar. ů 3. Drum jauchzet, singet, lobet alle! preist Gott mit Saiten und Gesang! der Harfen sanfter Ton erschalle, und der Posaunen heller Klang! Es lobe alles dessen Ehre, der als der größte Erster Theil.— Von der Geburt Jesu Christi. König thront, die fisch⸗ und i 5,⸗ reichen Meere, der Erdkreis, 4 von was drinnen wohnt. Nam 4. Die an der Ströme Ufern gi gen, besingen ihn, und freuen und die, so auf den Bergen liaß frohlocken vor ihm inniglich!“ kommt, es eilt mit hoher Stärke! Richter aller Welt herbei. Er siih 9 Satans Reich und Werke, und schij 12⁰ alle Dinge neu. Von dem Namen Jesu. E= Mel. Aus tiefer Noth schrei. Jesu M ein Jesu, duf .....— — unsre Schuld mit ihrer S EEEEEIEEESE EEEeEEE E Pla⸗gen, o unerhörte Lled! —.—.— = Huld! frelwillig wollen tra . Du, der Gerechte, ließest dich E——— — E.— Sünde machen, daß ich mit ————— deensch dir gerecht kann nen⸗nen. Huld. 2. So heißest du nicht Jesubn Ruhm du bist auch, was du heißestz 3. die menschliche Natur aus allem Y mit a mer reißest. Die That stimmt! des H dem Namen ein; du wolltest, noch du heißest, sein, mein Heil,; selbst Seligmacher. tige 3. In keinem andern ist ja h kein Nam ist uns gegeben, darih! können nehmen Theil an Selh und Leben; du bists allein, der i6 gebö mann ein ewges Leben geben h geleh Gelobet sei dein Name! Spo I. O Name! werde doch in von durch Goltes Geist verkläret; da, verborgen ist in dir, kein flessh Tun Herz erfähret. Denn die Ven 8 begreift es nicht, ohn deines 6156 Gnaͤdenlicht blieb es unaufgeschlh n 2 —— . E E. 2. gesand bekan Hand pfand Erster Theil.— Vom Wandel Jesu auf Erden. 5, Laß mich empfinden deine Kraft,‚ rung kennen. So wird der Sündennoth von heißer Liebe brennen, und deines gewehrt, Namens Eigenschaft stets aus Erfah⸗ verkehrt, und Seligkeit mein Erbe. 71 in Hoffnung meine Furcht 9) Vom Wandel Mel. Vater unser im Himmelreich. ö EIIII.. 120. ahneinechrer t 1 x ————.— Jesu, gleich. An Weisbeit und an S............ Iebe reich, bist du sowohl durch SISSDSISS.................. freut mein tra⸗ SSS......— dein und lobet dich. 2. Du kamst zu uns, von Gott — gesandt, und machtest uns den Weg bekannt, wie wir, befreit von Sün⸗ denschuld, theilhaftig werden deiner en. Huld. Auf ewig sei dir Dank und Jesub Ruhm, Herr, für dein Evangelium. ßestz u 3. Du sahest in der Gottheit Licht, allemd mit au'geklärtem Angesicht, was nach stimmi des Höchsten weisem Rath die Welt HAtes, noch zu erwarten hat; du machtest Heil, 3 selbst durch deinen Mund das Künf⸗ lige den Menschen kund. ist juh „ darin I. Dies, und die Wunder deiner n 100 fand, was man aus deinem Mund „ der chöct, sei Wabrpeit, die un⸗ Gott geben gelehrt. Nie schwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dies Wort doch ih von Gott. In sh 5. Du lebretest durch Wort und ie Ben That. Man trifft der reinsten Tugend eines G Pfad in deinem heilgen Wandel an. bis mich Hand, sind uns ein göttlich Unter⸗ ufgesl Gib, Herr, daß ich auf dieser Bahn, Jesu auf Erden. gestärkt von dir, mit steter Treu dir nachzufolgen eifrig sei. 6. Du bist es, Herr, von dem das Amt, das die Versöhnung predigt, stammt. Du machst durch treuer Leh⸗ rer Mund noch jetzt dein Heil den Menschen kund. Begleite stets mit deiner Kraft ihr Amt, damit es Nutzen schafft! 7. Noch immer hilfst du deinem Wort in seinen Siegen mächtig fort. Du sendest, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen guten Geist, der dem, der Wahrheit sücht und liebt, = zum Glauben Licht und Kräfte gibt. 8. Mein Heiland! send ihn auch zu mir, daß er mich zu der Wahr⸗ heit führ, vom Eigendünkel mich befrei, damit ich dir gehorsam sei; bei dir in Ewigkeit ein hellres Licht dereinst erfreut. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 121 H=d Br * elland deine Men⸗ AÆEe 3 4 H. schenliebe war die Quelle jener ——4 EE ——.SS.S......‚..IIIIIII43 Triebe, die dein treues Herz .——.—— regieret und dich selbst dahin 8.D‚‚......——— geführet, daß du) unserm Heil — zu dienen bist in Knechtsgestalt erschienen. O, wer faßt die starken Ee EE SS...... Triehe deiner treuen Menschenliebe! 7² 2. Ueber seine Feinde weinen, je⸗ dermann mit Hülf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen, mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klage hören, sich in andrer Dienst verzehren, das sind Proben wahrer Güte: und so, Herr, war dein Ge⸗ müthe. 3. O du Zuflucht der Elenden! Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Trost und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? Wie ist dir dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! und wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzutheilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, sie dem Kummer zu entrücken, die Un⸗ wissenden zu lehren, die Verkehrten zu bekehren; Sünder, die sich selbst ver⸗ stocken, langmuthsvoll zu dir zu locken: das wat läglich dein Geschäfte, selbst mit Aufwand deiner Kräfte. 5. O, wie hoch stieg dein Erbarmen, Heiland, da du für uns Armen Angst und unerhörte Schmerzen littest mit Hepde Herzen! dich von Sündern teß'st verhöhnen und zum Schimpf mit Dornen krönen, ja, uns Leben zu erwerben, willig warst, am Kreuz zu stenben! 6. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu üben; ohne Schelten, Drohen, Klagen, andrer Schmach und Last zu tragen; allen freundlich zu begegnen, für die Läste⸗ rung zu segnen, deine Feinde zu ver⸗ treten und für Mörder selbst zu beten. 7. Aller Welten Herr und König, Sohn des Höchsten! o wie wenig hast du je nach Ruhm getrachtet und auf Menschenlob geachtet. Willig littst du, um den Willen deines Vaters zu erflillen, Armuth und Erntedrigungen. Lob sei dir dafür gesungen. 8. Laß mich, Herr, zu reichem Segen deinen Wandel oft erwägen! und bei des Gewissens Schmerze tröste mich dein huldreich Herze! Heilige auch meine Triebe zu rechtschaffner Men⸗ schenliebe! Laß mich immer mehr auf Erden deinem Bilde ähnlich werden! Erster Theil.— Vom Wandel Jesu auf Erden. Mel. Machs mit mir Gott nach.— 3 4 u wesentliches Eh die L. 122. D bild der alerhß b vi Liebe! Du warst, o Jesu ganz en in der mit Gott geweihtem Triebe. Gottt ner E dein Zweck, dein höchstes Gut; dienst folgtest du mit Heldenmuth. 5. 2. Du warst mit ihm ein& da, ein Herz. Sein Wille war dein Nl und k Du ehrtest ihn auch unter San so lief stets mit zufriedner Stille. Auch ue der allerrauhsten Bahn sahst dul Gotth noch als Vater an. 3. Du suchtest nichts, als sein vollkommen zu erfüllen, und m warfst dich bis zum Tod ganz de Baters Willen. Dein Hauptgest war das allein, ein Herold sih Ruhms zu sein. 4. Du gingst verstummt zur Schli 12 bank hin, Gehorsam zu bezeigen. A ter! w sah dich mit gelaßnem Sinn zur 8 er ent delstätte steigen. Du warst zurt ner N sten Schmach gefaßt, und trugll Sünde schwere Kreuzeslast. tung f 5. O Heiland, der du mich hersh 2. laß dein Verdienst mich decken, men o! mich, der ich oft Gott verhöhnt,! dein vi diente Strafen schrecken! Hilft nicht daß ich so gern, wie du, den M Schul deines Vaters thu! d Mel Mel. von Nr. 72. muß denn k ie götllich sind!. 123. Weenn en aid Sein Machtwort hieß die Lahmeng wir, u und selbst die Todten auferstehn durch Erster Theil.— Von dem 9.— 4. Er schalt des Satans Legionen; 3 Ch die Legionen scheuten ihn; so mußten erhöch sie ie Menschen schonen und plötzlich nz ei in den Abgrund sliehn! Berief er set⸗ Gottz ner Engel Schaar, so stellten sie sich zutz dienstbar dar. ö 5. Sein Segen speiste ganze Heere ein EH da, wo es doch an Bröd gebrach; ein A und kaum gebot er Wind und Meere, Sahu so ließ ihr Sturm gehorsam nach. So Auch fahe man in allem Thun auf ihm der st dl Gottheit Fülle ruhn! Leiden und Sterben Jesu. 73 6. Wir danken, Höchster, deiner Stärke, die Jesum vor der Welt ver⸗ klärt, der durch so große Wunderwerke als dein Gesandter sich bewährt! Wir nehmen solchen gläubig an und sind ihm willig unterthan. 7. Erfüll, o Herr, nur unsre Her⸗ zen mit seiner Lehr und Göttlichkeit, damit wir nicht das Heil verscherzen, das uns dein Sohn allein verleiht; und schaffe, daß ihm unsre Treu bis in den Tod beständig sei! sein H nd uh Wan 10) Von dem Leiden und Sterben Jesu. Ma. Zeuch mich, zeuch mich.— sI. ott! was muß dein Sohn Schlhl 12⁴4. ertragen! welche Mar⸗ gen. Nter! welchen Tod! Allem Trost muß zur el er entsagen! Konnt ich denn in mei⸗ kzur ner Noth bei dem Schreien meiner ügll Sünden sonst nicht Trost und Ret⸗ tung finden? h beish 2. Schöpfer! käme denn uns Ar⸗ cken, H men ohne sein Versöhnungsblut nicht höhnt,, dein väterlich Erbarmen, deine Gnade Hilfs nicht zu gut, wenn wir gleich die den M Schuld bereuen und um Gnade zu dir schreien? 3. Und mußt du versöhnet werden? muß bei dir ein Mittler sein? war denn keiner hier auf Erden, war kein sndJ Engel selbst so rein, der uns, Gott, hren! I mit dir versöhnte, und mit Heil und Weng] Segen krönte? die eu. Gnade willst du zwar erweisen; so si doch soll die Gerechtigkeit auch der der Sünder zitternd preisen, wenn ihn seine Schuld bedräut. Keiner kann bei voller g Euden Sünden ohne Mittler Gnade eichen finden. 3 Schh 5. Niemand aus der Engel Orden, schahs; niemand aus der Menschen Schaar durchist dazu ersehen worden, weil doch keiner tüchtig war; Gott nur konnte t den Gott versöhnen, mich mit Heil und das ih Segen krönen. schwuh 6. Darum kam sein Sohn hernie⸗ ik Und der, nun zugleich ein Mensch, wie thmengl wir, und versöhnte seine Brüder, Herr, erstehn, durch seinen Tod mit dir. Heilig bist du und ein Rächer, und doch schonst du der Verbrecher. 7. O Geheimniß weiser Güte, das kein Engel ganz durchschaut, rühre kräftig mein Gemüthe! wie mein Herz auf dich vertraut, Gottmensch! so laß auch mein Leben dir Lob, Preis und Ehre geben! Vom Seelenleiden. Mel. von Nr. 49. 12 5 O Jesu, Brunnquell aller * Freuden! wirst du mit Traurigkeit erfüllt? Mußt du in dei⸗ ner Unschuld leiden, daß Schrecken aus dem Hetzen quillt? So viel theure Streiter sah man auf die Scheiter und zur Feuersglut steigen, ohn Entfärben in der Marter sterben, mit getrostem Muth. 2. Wie kommts, daß deine Glieder zittern, unüberwindlich großer Held? daß Schmerzen deinen Leib erschüttern, daß dich ein Grauen überfällt? Kann der Tod ein Schrecken dir vielmehr erwecken, als er jenen thut, wenn sie ohn zu beugen von der Wahrheit zeugen, selbst mit ihrem Blut? 3. Ach ja, der Tod, der dich um⸗ giebet, ist gar von einer andern Artz der Grimm, den er an dir verübet, ist mit des Himmels Zorn gepaart; denn du fühlst die Pfeile, und des Fluches Keile; jene fühlens nicht: weil du dich mußt quälen, hatten ihre Seelen deiner Freuden Licht. I. Du bist das Lamm, das Schuld und Strafe auf seinen Schultern wil⸗ lig trägt; der gute Hitt, der für die Schafe sein theures Leben niederlegt. Du bezahltest Schulden und willst das erdulden, was wir all verdient; auf dir liegts alleine, daß wir wür⸗ den reine und mit Gott versühnt. 5. Dies ist die Ursach deiner Kla⸗ gen; das Herz fließt über durch den Mund und macht sein schreckenvolles Zagen durch schreckenvolle Worte kund; da du selbst bezeuget, daß dein Geist gebeuget sei bis in den Tod. Dieses ist die Quelle, da die müde Seele sich erfreut in Gott. 6. Ich will für solche Liebespro⸗ ben, dergleichen man noch nie gesehn, dich, mein Erlöser, ewig loben, werd ich vor deinem Throne stehn. Laß dein traurig Ringen mir indessen brin⸗ gen wahre Glaubensfrücht, daß ich mich verschreibe, und dir treu ver⸗ bleibe, o mein Lebenslicht! Mel. An Wasserflüssen Babylon.— 97. 126 So gebst du, Jesu, * williglich, dein Lei⸗ den anzutreten, mit heißen Thränen auch für mich zu kämpfen und zu beten. Du, der du nichts verbrochen hast, gehst hin, um aller Sünden⸗ last auf dich allein zu laden. Da schon das Schwert gezücket war, stellst du dich seinen Streichen dar, damit sie uns nicht schaden. 2. Du Held, der Andern Stärke gibt, was kann dich so erschüttern? Ach, seine Seele wird betrübt, des Helden Glieder zittern. Ach, hinge⸗ sunken auf die Knie, arbeitet er in schwerer Müh, und kämpfet im Gebete. Er wünscht den bangen Kampf ver⸗ kürzt. Wer sieht dies, und wird nicht bestürzt? O schauervolle Stätte! 3. Gott, wie bist du so wunderbar in allen deinen Werken! Ein Knecht, ein Engel, muß sogar den Herrn vom Himmel stärken. Er ringt. Von seinem Angesicht träuft Schweiß; ach, wer entsetzt sich nicht? Für Schweiß träuft Blut zur Erden. Der du in reiner Unschuld prangst, wie konntest 74 Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. du von solcher Angst, o Herr, stürmet werden? 4. Ach, Herr, der Sündenss war ich. Ich sollte Blutschg schwitzen. Es sollten billig nur! mich der Rache Wetter blitzen. Armer, wie entrinn ich dal Gotteß Zorne müßt ich ja ohn g Trost versinken! Und da kömms daß du ihn slillst. Sohn Gottes! du selber willst den ganzen Zornl trinken. 5. Heil mir! der Sohn des h sen hat für mich sich richten Ii. Gott, welch ein wundervoller M wer kann dein Thun noch fash Ach, da uns Fluch und Strafe dil so trägt er sie für uns, der E den Gott uns selbst gegeben.“ jauchze, Seele! du kommst nich Gottes schreckliches Gericht; du dis hindurch ins Leben. 6. Doch denk, um welchen thin Preis dein Heiland dich erkaufetl dich rang er im Todesschweiß, dich mit Blut getaufet! ach sorge, daß dich nie die Sünd in Netze zieh, nichts deine Treu ersh trel Reizt dich das Fleisch, ach! nicht! schau hin ins furchtban! richt, das Jesum traf, und zilln Von den Banden Jesu. Mel. Alle Menschen müssen sterben.= 127 Geeh Lamm, h * dessen Wunden Heil wird festgesetzt! Ach, wie wirst du gebunden und dein hel Leib verletzt! Deiner Feinde sin Häsde wissen ihrer Wuth kein E und du gibst mit stillem Sinn in ihre Fesseln hin. 2. Mehr, als zwölf der Legich welche dort um jenen Thron dil großen Vaters wohnen, stehn hu o Menschen Sohn! deine Ketteh zerschlagen, deine Feinde zu verjah aber du verlangst es nicht, daß l deine Bande bricht. 3. Du bist selber reich an Si die sich jetzt auch nicht verlor;“ 2. hier in diesem Werke geht Oh ö der A ten 2 Sims Feind heit 6 U. derr, idenint lutschn nur zen.“ dal ohn g mmst! Votttul f Zora des Hil ten la ler R h fash afe dih der S hen. st nias du dih en shiz d zithng Jesu. ben.—“ m/ d nden wie ein hih ide sin kein E Sinn Legioz ron dih lehn hu Ketten verjag „daß 5 an S erlorz ht Oh Erster Theil.— Von dem der Allmacht vor. Denn sonst müß⸗ ten Band und Schlingen wie des Simsons Stricke springen; und der Feinde große Zahl stürzie deiner Gott⸗ eit Strabl. 4. Starker Held, um meinetwillen sreckst du deine Hände dar, um die Schriften zu erfüllen, schonest du der rechen Schaar, wehrst dem Schwerte deines Freundes, heilst die Wunden deines Frindes, und dein Arm nimmt Fesseln an, die er doch vermeiden kann. 5. Alles, was du ausgestanden, ist zu meinem Heil geschehn; und die Schmach von deinen Banden macht, daß ich kann ledig gehn. Weil man dich gefangen führet, bleib ich frei und unberübret; weil du deiner Keiten Last mir zu gut getragen hast, 6. Heiland, wie ist deine Güte für mich Sündenknecht so groß! mache dann auch mein Gemüthe immer mehr vom Eitlen los. Lasse mich mit ihren Stricken Welt und Lüste nicht be⸗ rücken, daß. ich von der Sünde frei, dir nun ganz ergeben sei! 7. Laß in diesen Prüfungstagen den durch dich erlösten Geist keine andre Bande tragen, als die du mich tragen heiß'st: Bande deiner Furcht und Liebe. Lege meines Fleisches Triebe solche Strick und Fesseln an, die es nicht zerreißen kann. 8. Soll ich einst die Ehr erlangen, daß ich deines Geistes voll, auch in andern Fesseln prangen und für dich was leiden soll: ach, so laß mich in den Banden, in Gefängniß, Schmach und Schanden, ja in aller Todespein dir, mein Heiland! ähnlich sein. Von der Geisselung Jesu. Mel. Freu dich sehr, o meine.— 29. 128 U* Heiland stebt ge⸗ * bunden, voller Strie⸗ men, voller Blut, und fühlt so viel neue Wunden, als der Kriegsknecht Streiche thut. Seht, was seine Liebe kann! und wir denken kaum daran, daß er wegen unsrer Schulden dieses alles muß erdulden. 2. Da die Welt in Seide pranget, eht ihr König nackt und bloß, da Leiden und Sterben Jesu. 75 er anders nichts verlanget, als uns in des Vaters Schooß dermaleins zu führen ein, lassen wir von eitlem Schein lieber, als von seinen Schlä⸗ gen unsern schnöden Sinn bewegen. 3. Lehre mich, o Heil der Armen! deiner Streiche hohen Werth, was dadurch für ein Erbarmen und für Trost mir widerfährt; da dein Blut, das von dir fließt, ein bewährter Balsam ist von dem Geist der Sünden⸗ beulen mich zu reingen und zu heilen. 4. Willst du, daß ich mitempfinde, wie dich deine Geisel schmerzt, wenn mein Herz durch Schuld und Sünde, Jesu, deine Gunst verscherzt: ach, Herr, so verbirg nur nicht dein gen ädig Angesicht, laß von deiner Strafe Ru⸗ then nicht so sehr die Wunden bluten. 5. Herr, du littest nicht vergebens. Wenn ich dann nach Gottes Schluß, an dem Ende meines Lebens mit dem Tode ringen muß: ach, so zeige dich nur bald in der tröstlichen Gestalt, da vom Scheitel bis zu'n Füßen des Versöhnbluts Ströme fließen. 6. Was mußt du, mein Heiland, leiden, welche Schmach und welche Pein! doch du siebst auf jene Freuden und erduldest Schmach und Pein. Laß mich auch voll Zuversicht, wenn dereinst das Herz mir bricht, meiner Leiden Ausgang schauen; fest will ich auf dich vertrauen. Mel. O Gott du frommer Gott.— 8. 129 Se welch ein Mensch! * ach seht! mit Schand ist er bedecket, der Glanz der Herr⸗ lichkeit“ Schaut Menschen, und er⸗ schrecket! Des Höchsten Sohn habt ihr so tief herab gebracht! so schwere Müh hat ihm nur eure Schuld gemacht! 2. Seht, welch ein Mensch! Weh euch, wenn hier noch vor den Sün⸗ den nicht eure Seele gräult! Sein Zorn wird sich entzünden! Dann fordert er die Schmach, die er für euch empfand, so ihr euch nicht be⸗ kehrt, im Zorn von eurer Hand. 3. Seht, welch ein Mensch! die ihr in Heiligkeit ihm dienet, schaut, wie er Sünden büßt! schaut, wie 76 er uns versühnet! Wohl euch, daß seine Schmach euch schmerzet und betrübt. Erfreuet euch des Heils, das diese Schmach euch gibt. 4. Seht, welch ein Mensch! hier steht, Verbrechern gleich, gebunden, an dem sein Richter selbst gar keine Schuld gefunden! Dies Zeugniß ist mir werih! Denn wär er nicht ganz rein, wie könnt er dann für uns ein gültges Opfer sein ꝰ 5. Seht, welch ein Mensch! ach seht! wie ist sein Leib zerrissen! Seht, was für Ströme Bluts aus seinen Wunden fließen. Heilsame theure Fluth! aus diesen Wunden quillt, was unsre Schaden heilt und das Gewissen stillt. 6. Seht, welch ein Mensch! ach seht! schmerzhafte Dornen krönen sein majestätisch Haupt! doch mag die Welt dich höhnen! Mein Jesu! mir blelbst du ein König auch noch hier! Voll Ehrerbietigkeit beug ich die Knie vor dir. 7. Seht, welch ein Mensch! Er muß, vom Rohrstab frech zerschlagen, noch in der eignen Hand des Frevels Werkzeug tragen! Ach wißt! daß diese Hand ein eisern Zepter trägt! Sorgt, Frevler, daß sie euch nicht einst im Zorn zerschlägt! ö 8. Seht, welch ein Mensch! schaut hin, o Sünder, und erschrecket! da so viel Speichel ihm sein Antlitz über⸗ decket. Gott, wie viel schnöde Schmach trifft deinen Sohn um mich! Mein Dank ergießt vor dir in heißen Thrä⸗ nen sich. 9. Seht, welch ein Mensch! mein Herz im Leibe will mir brechen! Ob diese Leiden schon mir ewgen Trost versprechen: Herr, ich kann ihrer nie mich ohne Wehmuth freun! Herr, laß mich ja für dich nie Spott und Schande scheun! Miel. von Nr. 84. ein Lebensfürst! nun 130. M kann ich dich mein Theil und meinen Trost, und meinen Retter nennen. Wie loderst du, nie werd ichs gnug erkennen, von Eifer Eister Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. Freut Mit nicht I die J ganz all u ganz entzündet für mein Heill Nh scheuest du; nicht Marter, Schm und Hohn, um aus der Nothen ganz herauszuziehen, mich Sohn Staubs, o du, des Höchsten S wie kann ich gnug vor Dankbegih glühen! 2. Am Oelberg wartet auf Angst und Qual; die Stund ist! nun willst du nicht verweilen; sehe dich aus Salems Pforten e Du wallst dahin durch Kidrons schn zes Thal, und Todesschrecken sh nicht. dir dahin. Nichts kann indeß ihm k. großen Vorsatz hindern; des Menst heit w Rettung lag dir längst im El wird i Ganz weihst du dich verlornen Adn einem kindern. 8. 5 3. Nunmehr kommst du in in Schme Garten an, wo dich, o du meing du, ge ziger Berather! so oft mit Ernsi dir, d deinem großen Vater für unser net e! die Engel beten sahn. Jetzt wurdes haften in Traurigkeit versenkt, mit Todezm Größte und Schrecken ganz befangen, das dein ei von allem, was mich nagt und ku theuer bei deiner Angst Befreiung n Gott: erlangen. sollt i 4. Dein blutger Schweiß z„9. wie bich Gott jetzt schreckt. Wie in Furcht dir, v Held, vor Furcht die Glih dein H Du sinkst vom Zorn des hͤht öfters Richters nieder, wirst als ein Wu ist es mit Blut und Staub bedeckt, Und seine Stimm, o Sünder, hön Knecht Dir ruft er zu, in diese Nolh gu gefahr then: mit deiner Schuld mach ich ver mir diese Müh, und diese Qucl! dies sc deinen Missethaten. 10. 5. Ganz sollst du nun ein M ins R des Schmerzes sein. Dich, Hell Schau Verbrechern gleich zu fangen, d duldet jetzt auf dich mit Fackeln, Sen Er, h und Stangen, von Wuth beseell Tilan vor G laut auch scholte verspüren. Sei 6. Mit größter Wuth greisti z eite der Feind nun an, als wärest di h s größte Missethäter. Was ihn me . Erster Theil.— Von dem reund? Ach, er wird ein Verräther! San Abscheu seh ich seine Bosheit an. Doch Judas schmerzt dich jetzo nicht allein; bei deiner Noth siehst du die Jünger fliehen; jetzt bleibest du Ikbegn ganz hülflos und allein; du siehst sie all und felbst auch Petrum fliehen. 7. Der Richter seines Volks steht sii vor Gericht, vor Caiphas läßt er sich laut verklagen und schweigt, was auch die falschen Zeugen sagen; ge⸗ scholten, schilt der hetlge Gottmensch nicht. Er kommt noch einst und mit ihm kommt sein Lohn, und alle Bos⸗ heit wird gewiß gerochen. Gleichwohl wird ihm, des Allerhöchsten Sohn, als einem Lästerer der Stab gebrochen. 8. Mein Jesu! bricht dir nicht die Schmach das Herz? Verspeit wirst du, geschlagen und verhöhnet. Wie ist Ersj dir, da der Lästrung Stimm ertö⸗ insers net? Wie weit treibt man den pöbel⸗ vurdel haften Scherz? Du, der Propheten odezm Größter, wirst ein Spott. Wie darf u, daß dein eignes Volk dich so entehren! Ach, n kun theuer sei du mir! Von dir spricht ig u Gott: das ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören. eih 9. Hat Petrus dreimal dich aus Wiel Furchtfamkeit verläugnet und damit Gli dein Herz durchstochen, ach! wie viel 3 büth öfters hab ich Treu gebrochen! Doch ein Mu ist es mir, o Herr, wie Petro, leid. eckt. Und darum hast du den treulosen hön Knecht beständig noch zu lieben fort⸗ dolh gn gefahren. Ach, bring mich auch, wenn macht ich verirrt, zurecht, laß deinen Geist Ouglt dies schwache Rohr bewahreg. 10. Folg ihm, mein Geist, bestürzt ein M ins Richthaus nach. O, welch ein Heilh Schauplatz nie erhörter Leiden! wie en, du duldet er von Juden und von Heiden, Süt Er, beider Heil, ganz unverdiente beserlh Schmach! Den Aufruhrstifter siebt Du Pilatus nicht. O, wie empöret sich nen e letzt mein Gewissen, da, Jesu, dir sein ch Unst Mund das Urtheil spricht! bedroht, die Ful geschreckt, wird Er dahin gerissen. Willh 11. Dir durfte man den Mörder Barrabas, o Theuerster! gar an die grest; Seite setzen, und, was entsetzlich ist! irest d. dich schlimmer schätzen. O Raserei! 3 thul O/ mehr, als Cains Haß! Doch warum Leiden und Sterben Jesu. 77 zürn ich mit der Juden Wuth? Ach, hier kann ich des Menschen Thorheit lesen; Tand wählet er, der Thor, fürs höchste Gut: wie oft bin ich ein solcher Thor gewesen. 12. Das Mordgeschrei, das an den Himmel stieß, schallt nicht so laut, als meine Sünden riefen. Die Ströme, die aus so viel Wunden liefen, als, Jesu, dich Pilatus geißeln ließ, ent⸗ deckten mir gar merklich meine Schuldz verdient hatt ich des Satans Wuth und Morden; o! Dank sei dir! mich rettet deine Huld, heil bin ich nun durch deine Wunden worden. 13. Welch Schauspiel stellt sich meinen Augen dar! Mit Dornen krö⸗ net man dich, o mein König! Dem Freyler ist die Schmach noch allzuwe⸗ nig: ein Rohr reicht man dir als ein Zepter dar! Der Purpur höhnet dich, man beugt die Knie und spottet dich mit Worten und Geberden. Ach, meine Schuld! wie groß, wie groß ist sie! so tief mußt du für mich er⸗ niedrigt werden. 14. Ganz matt schleppst du dein Kreuz nach Golgatha, noch mehr vom Fluch, der auf dir lag, gedrücket. Was ists, das nun mein schüchtern Aug erblicket? Wie schauerpoll wirst du mir, Golgatha! Da hänget er, ein Scheusal, nackt und bloß; sollt er denn nicht mein Mitleid ganz er⸗ wecken? Ach, ihn drückt unsre Schuld! ein Berg! wie groß! und er verlangt nicht Mitleid, sondern Schrecken. 15. Du bist, o schreckensvolles Gol⸗ gatha, die Trauerbühne, da mein Hei⸗ land litte; der Kampfplatz, wo des Weibes Saame stritte; der Ort, wo man das höchste Wunder sah. Hier hänget Er, der Opfer Gegenbild, der Gottes Zorn in vollem Maaße fühlte! Hier trifft der Pfeil dich, meines Glaubens Schild, der längst auf mich, mich großen Sünder, zielte. 16. Mein Heiland hängt dort zwi⸗ schen Mördern. Mich wollt er der Schaar der Seelgen zugesellen! Hier will ich dann zu seinem Kreuz mich stellen. Der Deinen Treu und Weh⸗ muth rühret dich. Der Kriegsknecht nimmt zwar deine Kleider hin, doch mir verlässest du den besten Segen. Dein bin ich ganz, und was ich hab und bin, will ich auch gern zu deinen Füßen legen. 17. Das Bundesblut erwies die erste Kraft am Schächer, der noch in der letzten Stunde durch wahre Buß und Glauben Gnade funde. Für alle Sünden war nun Rath geschafft. Doch ist aus tausend einem dies geschehn: so ist dem sichern Fleisch nichts ein⸗ geräumet; der andre Schächer mußt zu Grunde gehn, weil er die rechte Gnadenzeit versäumet. 18. Der Mittag kommt. Der Sonne Schein hört auf; dir, ihrem Schöpfer, will kein Licht mehr scheinen. Du, Helfer, mußt als ein Verlaßner wei⸗ nen. Dein Angstgeschrei slört jetzt der Schöpfung Lauf. Wer zittert nicht? der Löw aus Juda brüllt; den Sohn der Liebe trifft des Vaters Ruthe: was Wunder, daß sich die Vernunft verhüllt! O, du mein Trost! Was schmeckst du mir zu gute. 19. Nun weiß ich, daß die Nacht der Finsterniß zerstöret ist. Sollt ich noch raihlos stehen, und schmachtend hin durch dunkle Thäler gehen, so bleibt mir, Jesu, doch dein Trost gewiß. O, sollt ich je von dir geschieden sein! O, solltest du je meiner nicht gedenken! Eh wird die Sonne sich, von Licht und Schein beraubet, in des Abgrunds Kluft versenken. 20. Von beißem Durst wirst du zuletzt gequält; und welch ein Labsal wird für dich gefunden! Ach, wie betrübt sind deine letzten Stunden! damit ja nichts an deinem Leiden fehlt. Es ist vollbracht! rufst du dann aus und stirbst, und übergibst den Geist des Vaters Händen. Welch Heil! das du so sterbend mir erwarbst! getrost kann ich nun meinen Lauf vollenden. 21. Merk auf, o du in mir er⸗ schrockner Geist! Schau Jesu Seite noch zuletzt durchstochen, nachdem der Tod ihm schon das Herz gebrochen; schau, wie sein Blut vereint mit 78 Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. Wasser fleußt! Vergebung schaft; sein vergoßnes Blut, sein Geist s mich zu jedem guten Werke; ein aß Born, wie flleßt er mir zu gut! Iul Stuaf im Herrn Gerechtigkeit und Slah Cchn 22. Kommst du mit Blut und I 77 ser nun zu mir, so will ich, dir mich zum Opfer bringen! offnen Vorhang wird es mir geliig freimüthig nah ich mich nunmeh dir. Muth mache mir im letzten Kn dein Blut; gestärkt durch deineng 7.5 laß mich dann scheiden. Deind on'e lösch aus für mich der Höllen war dein Geist führ mich zu deines h hätten mels Freuden. müssen 23. So lang ich aber noh 8. L Pilgrim bin, soll in mein Herl spreche serbend Bild sich schließen; mein i der R. soll sich in Lob und Dank erzis der W ganz geb ich mich zu deinem d willfte hin. Die Sünde, die dich n 9. 8 Seligk. dich g haber und r der w. schuld wird l schwerer Last für mich gedrückt, ich mit Ernst verfluchen; ich will vollem du für mich geleistet hast, mitl dich je und Treu dir zu vergelten suchn erhoben Mel. Herzliebster Jesu, was hun bude r dit mi 131. U chu9c 10 SDEEEEE ö —.—... Ein Fluch gemacht, sollst A Dank b —————..— S diese 2. Gegeisselt wirst du und 13. Schmach gekrönet, ins Angessch Herr, schlagen und verhöhnet! mit Il fürchte niß des Todes schon umschatlet. uns so du ermattet. und Le⸗ 3. Du trägst dein Kreuz, d. 14. auf blutgen Wegen voll Zuhhl schlecht voll Muth dem Tod entgegenl sterblich sehe dich gekreuzigt, dich enlfü doch ni voll Wunden sterbend. dennoch 4. Was ist die Ursach dieser) 15. Plagen? Ach, unsre Sünden deinem u. Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. Hhafft; pich geschlagen! Wir, großer Mittler eist Late 905 verschuldet, was du erduldet! ein gs 5. Wie wunderbar ist, Richter, deine t Ich Strafe! der gute Hirte leidet für die Stih Schaafel die Schuld bezahlt der Mitt⸗ und Nler, der Gerechte, für seine Knechte! „0% 6. Der Fromme stirbt, der recht en! h und richtig wandelt! der Böse lebt, geli der wider Gott mißhandelt! die Un⸗ ünmeh schuld stirbt! der das Gesetz gebrochen, ten Au sird los gesprochen! einen! 7. Ach, unsre Seele war entstellt Dein pön Sünden! an uns Verbrechern llen g war nichts Guts zu finden! das ines h hätten wir, von Gott verworfen, müssen auf ewig büßen! noch 8. O Liebe! Liebe niemals auszu⸗ Hen sprechen! du willsis! an dir soll es nein der Rächer rächen! Wir lebten mit ergi der Welt in ihren Freuden, und du nem d tillst leiden! ich u9. Wer kann, o Herr, die großen rückt, Seligkeiten, die du uns gabst, mit h will vollem Dank ausbreiten? Wer hat „ mit! dich je für deiner Liebe Proben genug suchtn erhoben? 10. Doch du sagst selbst, Eins das hüß werde dir gefallen: wenn wir vor dir mit Buße niederfallen, und unser dger J Herz von neuem nicht entzünden mit alten Sünden! 11. Es ist, Versöhner, nicht in hen“ Nunsern Kräften, dem Kreuze die =Begierden anzuheften! O send uns geshn deinen Geist, der uns negiere, zum Himmel führe! 12. Dann wollen wir mit vollem ollst u Dank betrachten, was du gethan hast; — diese Welt nicht achten. Wir wollen nder si wachen, beten, deinen Willen mit nokrs Freud erfüllen. ö u und 13. Dann wollen wir sür dich, lngesch Herr, alles wagen; kein Kreuz nicht mit gi fürchten, keine Schmach und Plagen; challet uns sollen Spott, Verfolgung, Tod und Leiden nie von dir scheiden. euz, U1. 14. Dies alles ist zwar nur für Zubh schlecht zu achten, weil wir noch tgegenl sterblich sind, im Staube schmachten! enlfüh doch nimmst dus an; du wirst uns dennoch geben ein ewges Leben! dieseth 15. Dort werden wir, o Herr, vor ünden deinem Throne, geschmücket mit der 79 Ueberwinder Krone, dein großes Lob viel würdiger besingen, stets Dank dir bringen! Mel. Herzliebster Jesu, was.— 131. 132 err! stärke mich, dein * Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu ver⸗ senken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch, gleich uns, auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemartert und zer⸗ schlagen, die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte. Mein Herz er⸗ bebt; ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht; ein Rächer alles Bösen. Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Ent⸗ zücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder! es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in deiner Güte! 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; allein sollt ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Menschz darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Das Größt in Gott ist: Gnad und Lieb erweisen; uns kommt es zu, sie demuthsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. 9. So sei denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir erwiesen, da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahin gegeben. 10. Du liebtest mich, ich will dich wieder lieben, und stets mit Freuden deinen Willen üben; o gib zu diesem heiligen Geschäfte, Herr, selbst mir Kräfte. 8⁰ Mel. Ach Herr, mich armen S.— 67. 133 Der du voll Blut und * Wunden für uns am Kreuze starbst, und unsern letzten Stunden den größten Trost erwarbst; der du dein theures Leben, noch eh ich war, auch mir zur Rettung hin⸗ gegeben, mein Heil! wie dank ich dir? 2. Wie viel hast du erlitten, erhab⸗ ner Menschensohn! als du den Tod bestritten, den Tod, der Sünde Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen; da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angst, die das Herze brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menschen wohlgefällt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde; du warst der Leute Spott; dich höhnten deine Feinde: wo ist denn nun dein Gott? 4. O schreckliches Empfinden! du fühltest das Gewicht vom Fluche unsrer Sünden und Lindrung ward dir nicht. Stets wuchsen deine Plagen; kein Helfer kam für dich. Man hörte dich selbst klagen: Gott! wie verläss'st du mich! 5. Mein Heil! was du erduldet, das ist auch meine Last. Ich habe mit verschuldet, was du getragen hast. Sieh gnädig auf mich Armen, der Zorn verdienet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Missethat. 6. Ich will auf dich stets sehen mit aller Zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? verwirf du mich nur nicht! Wo soll ich Ruhe finden, wenn du mich, Herr! nicht liebst? wo Reini⸗ gung von Sünden, wenn du sie mir nicht gibst? 7. Du hast mir durch dein Leiden Vergebung, Beßrungskraft, in Trüb⸗ sal Trost und Freuden, die ewig sind, verschafft. O, gib an dieser Gnade auch mir im Glauben Theil; so wird mein Seelenschade durch dich, Erlöser! heil. 8. Ich danke dir von Herzen, o du, mein größter Freund! für deine Todesschmerzen. Wie gut hast dus gemeint! Ach! gib, daß ich mich halte Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu, zu dir und deiner Treu, und bi⸗ einst erkalte, ganz nur der Deine.. 9. Wenn ich denn einst soll ferner den, ach! dann verlaß mich nih entscht auch in Todesleiden mein Trostn Weg Heil, mein Licht! Wenn mir ameh Fesin bängsten wird um das Herze verslu dann reiß mich aus den Aen„S. kraft deiner Angst und Pein. euch 4 10. Erhebe dann mein Hoffen Welch bessern Welt zu gehn, und las Ach, Geist mich offen, Herr! deinen 3 den, o mel sehn. Dahin laß mit Enit alsdann mich glaubensvoll nach e mein Heiland, blicken. Wer soft der stirbt wohl! An dir zu Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.— 10 5 eine Seel, ermm auf b. 134. dich, Jesu Ah Wie d bedenken! Auf sein Kreuz hin immer sich jetzt dein Blick voll Nndacht liebst, ken, daß dein Herz der großen z kränkt, deines Jesu sich erfreue. 11.2 2. Sieh! der wahre Gotiz und M ist für dich ans Holz geheftet! mich sch hängt er voll Schmach und deinene blutig, schmerzenvoll, entkräftell ich soll für mich mit Fluch beschweretln kann id größre Lieb erhöret? 12. 3. Du, du solltest große Pein dahin! in der Hölle leiden, und von dem ich verstoßen sein, ewig fern von mich v Freuden. Da trägt Jesus deinee Jesu, den, daß du könntest Gnade st ich dich 4. Sein verdiensilich Leiden„J43. 3 deines Richters Zorn und Rah solche hat das Gesetz erfüllt, gut g wenn die böse Sache, Sünde, Tauft pun bezwungen, und das Leben direnn durscho 5. Nun, was liegt dir ob,“ 14 Herz? Dem dich dankbar zu ben Leidlen der sogar durch Blut und Shwas fü seine Lieb an dir will preisen, Ufür frol du wohl in schwachen Liedemn UGott d große Lieb erwidern? sich erh 6. Ach, ich kann ja nimmm 15. das Geringste nur vergeltenl Hauf dies bindt uns ihm zu sehr. Meintadir sei heit muß ich schelten, daß ich ldereinst lau geliebet, ja durch Süniimich zu betrübet. stets wq u. Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. 1 bih ö 7. Was geschehen ist, das soll ferner nicht von mir geschehen. Fest u entschlossen, eifersvoll, einen andern Bnicht Weg zu gehen, will ich nun nur ana Jesum suchen, und, was ihn betrübt, ö uchen. n 2—8 Weg ihr Sünden, fern von mir! euch kann ich an mir nicht leiden! Welch ein schnöder Greul seid ihr! Ach, von dem wollt ihr mich schei⸗ den, ohne 4. 0 kein Leben, keine de, kein Vergeben. ö 52 60. Dir, mein Fesu,* Hen „hal will ich ganz mich übergeben; als dein 5 soß Oentpint aud Theil, dir zu sterben, dir zu leben, dir zu reden, dir zu lei⸗ den, dir zu schweigen, dir zu meiden. hin 10. es Wen Ra 0 Laa⸗ krmm auf den stets mein Auge blicket. 11 Wie du mein bist, bleib ich dein, hin immer ganz und unverrücket; was du ndacht. liebst, will ich auch lieben; was dich oßen kränkt, soll mich betrüben. 11. Drohten mir sogar um dich Tod Gotleh und Martern, Schmach und Bande, eftetl mich schreckt nichts; von dir hab ich und hdeinen Geist zum theuren Pfande, daß rästel ich soll den Himmel erben; darauf eretl kann ich fröhlich sterben. 12. Nun dann, nimm mich ganz Pein dahin! Jesu will ich sein und bleiben, d hon! dem ich lebe, des ich bin. Nichts soll vonmich von Jesu treiben. Du wirst, deines Jesu, mich nicht lassen. Ewig will dade si ich dich umfassen. Leiden 13. Ist schon jetzo, ist schon hier Raht solche Freud und Ruh zu finden, uwenn im Glauben wir mit dir uns, Teufl mein Jesu, recht verbinden, schenkst ů du schon so viel auf Erden: ei, was dir auh will im Himmel werden! r o9,.14. Was für Wollust nach dem zu beh Leid! nach dem Elend was für Ebre! ind Shtwas für Ruhe nach dem Streit! was 0 47 frohe Jubelchöre! Ewig werd ich edemn lott dort loben, wenn er mich zu sich erhoben. nimmnn 15. Täglich, täglich freu ich mich tenl Aauf dies freudenvolle Leben! Heiland, Melteadir sei Dank! durch dich wird es mit FichUdereinst gegeben! Laß, im Glauben Sürhemich zu halten, deine Kraft in mir stets walten. 81 Mel. von Nr. 37. 135 rfülle, Herr! doch selbst 9. mein Herz mit reinem Andachtstriebe. Ich denk an deines Leidens Schmerz, die Wirkung deiner Liebe. Dein Kreuz sei mir gebenedeit; welch Wunder der Barmherzigkeit haͤst du der Welt erwiesen! Wann hab ich dies doch recht bedacht, und dich aus aller meiner Macht genug dafür gepriesen? 2. Rath, Kraft und Friedefürst, und Held, in Fleisch und Blut geklei⸗ det, wirst du das Opfer für die Welt, und deine Seele leidet? Du ringst mit Angst und Todesnoth und gehst doch willig in den Tod: O Liebe sonder Ende! du nimmst auf dich der Men⸗ schen Schuld, und gibst mit göttlicher Geduld dich in der Sünder Hände. 3. Du trägst der Missethäter Lohn, und hattest nie gesündigt; du, der Gerechte, Gottes Sohn! so wars vor⸗ her verkündigt. Der Frechen Schaar begehrt dein Blut; du duldest göttlich groß die Wuth, um Seelen zu erret⸗ ten. Dein Mörder, Jesu, war auch ich; denn Gott warf alle Sünd auf dich, damit wir Friede hätten. 4. Erniedrigt bis zur Knechtsge⸗ stalt, und doch der Größt im Her⸗ zen, erträgst du Spott, Schmach, und Gewalt, voll Krankheit und voll Schmerzen. Man sah dich, der Ver⸗ heißung Ziel; doch an dir war nichts, das gefiel, und nicht Gestalt und Schöne. Vor dir, Herr, unsre Zuver⸗ sicht, verbarg man selbst das Ange⸗ sicht, dich schmähten Bundessöhne. 5. Ein Opfer nach dem ewgen Rath, belegt mit unsern Plagen, um deines Volkes Missethat gemartert und zer⸗ schlagen, gehst du den Weg zum Kreu⸗ zesstamm, in Unschuld stumm, gleich als ein Lamm, das man zur Schlacht⸗ bank führet. Freiwillig, als der Hel⸗ den Held, trägst du aus Liebe für die Welt, den Tod, der uns gebühret. 6. Du neigst dein Haupt. Es ist voll⸗ bracht. Du stirbst, die Erd erschüt⸗ tert. Die Arbeit hab ich dir gemacht; Herr, meine Seele zitiert. Was ist der Mensch, den du befreit? O wär 6 82 Erster Theil.— Von dem ich doch ganz Dankbarkeit! Herr, laß mich Gnade finden; und deine Liebe dringe mich, daß ich dich wieder lieb und dich nie kreuzige mit Sünden. 7. Welch Warten einer ewgen Pein, ür die, die dich verachten, die, solcher nade werth zu sein, nicht nach dem Glauben trachten; für die, die dein Ver⸗ dienst gestehn, und dich durch ihre Laster schmähn, als wirkliche Verhöhner. Wer dich nicht liebt, kommt ins Gericht, wer nicht dein Wort hält, liebt dich nicht; ihm bist du kein Versöhner. 8. Du hasts gesagt; du wirst die Kraft zur Heiligung mir schenken. Dein Blut ists, das mir Trost ver⸗ schafft, wenn mich die Sünden kränken. Laß mich im Eifer des Gebets, laß mich in Lieb und Demuth stets vor dir erfunden werden! dein Heil sei mir der Schirm in Noth, mein Stab im Glück, mein Schild im Tod, mein letzter Trost auf Erden. Mel. DO Lamm Gottes, unschuldig. R 7—.— E 136. otts Tamm⸗ E + E= .—— T. unschuldig am Kreuz für uns ge⸗ —————— schlachtet, befunden stets geduldig, SSISPIPISISISI..... FFI wiewohl du wurdst verachtet; die — I.— Sünd hast du getra⸗ gen, sonst —— Bt d. — müßten wir verza⸗gen. Erbarm iiiii. dich unser, o Sesu, Jesu. 2. O Gottes Lamm, unschuldig am Kreuz für uns geschlachtet, befunden stets geduldig, wiewohl du wurdst verachtet! Die Sünd hast du getragen; sonst müßt auch ich verzagen. Lob sei dir ewig, o Jesu, Jenn! Mel. von Nr. 55. 137. oit, der du für uns ben, wer kann doch gnugsam deine deinen Sobn gege⸗ Leiden und Sterben Jesu. Huld erheben? Wie herrlich zuen im Erlösungswerke der Gadene= 2. Dein ewger Sohn selbilt. we für Menschenkinder. Der He 2——— 5 9 sch Sünder. ver eligste begibt einer Fin für uns zu leiden. Wa 3. Er wird das Lamm, daz. 10 Sünden träget, drauf du die E== weislich selbst geleget, daß. Fre Schuld an den verlornen Si 2. U nicht dürftest strafen. Herr! 4. Was ist der Mensch, dgeit 50 sein so gedenkest, und deinen Eder gro ihm zum Versöhner schenkest? lüberna findest du an mir und an unz gelden 115. Padient D 3. N Verdient Verachtung gölhgerge Gesetze, verdient Berschwentin Ouites schätzbarer Schätze, verdient eln Unsre⸗ Onade böser Schade des Mluch z nade 6. O welche Tiefe deiner Mun W liebe! wer faßt, o Gott, die Gröstvas zu Triebe? Du thust noch mehr zulnneue Kr Wohlergehen, als wir verstehen Richt ve 7. Ach, lehre mich recht dein Rraft b erkennen, voll Zuversicht dich thun Vater nennen, und zum Gehorsu 5. N och mit ü mein ganzes Leben willig ergi 8. Was mir dein Sohn, da Belt e mich gestorben, aus deiner Hulh Du, o seinen Tod erworben, das wantung mi zu meinem ewgen Heile, nin Rreuzest zu Theile! 6.35e 9. Dein Friede wohne s s dich a nem Herzen, und tröste mich Hon dei Gewissens Schmerzen. Dein 9 mit mir, deinen guten Willaht zu erfüllen. g anzi Mel. Christus, der uns selig mtl. I. Laß nich mi — Gottes —... aft mi ittest! und auch auf der 50 kuchen E ed Throͤn jetzt noch fuͤr mih nad un esu. oeESSEEEEEE den Sh welche Wohlthat ist für mich dein selbst! E&Æ. r——.— ünden versöhnend Leiden; O, wie preis' xISSSEEE.. dazt Isch würdig dich, Ursprung meiner vaß di Freuden. n Sth 2. Unermeßne Herrlichkeit war dir, Herr! gegebenz und du konntest jeder⸗ h, düzeit voller Freuden leben. Aber, o inen Eder großen Huld! daß ich selig würde, kest? lübernahmst du in Geduld schwerer n uns Lelden Bürde. . 3. Nun kann meine Missethat noch g göhhqzergebung finden; denn du starbst nach endun Gottes Rath auch für meine Sünden. nt ein Unsre Strafe trugest du, uns vom des MiFluch zu retten, daß wir im Gewissen Ruh, mit Gott Friede hätten. r Masf 4. Was uns Lust zur Beßrung schafft, Glößtwas zur Tugend leitet, dazu hast du br zunneue Kraft durch dein Kreuz bereitet. rstehen Richt vergebens darf ich nun mich um t deine Kraft bewerben, Gottes Willen noch dich uzu thun, Sünden abzusterben. Kehort 5. Nun kann ich aufs Todesthal 3 ergehkoch mit Freuden sehen; und zu jener u, da Welt einmal ohne Schrecken gehen. Hulh u, Herr, hast aus aller Noth Ret⸗ 3 wethlung mir errungen, und durch deinen „ um Kreuzestod meinen Tod bezwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein stetz I dich angenommen? Laß die Frucht mich h. on deiner Pein nun auch auf mich dein Kkommen! Gib mir Weisheit, gib Willn ir Kraft, du hast sie in Händen, bas du mir zum Heil verschafft, gläu⸗ hig anzuwenden. sellg u. L. Laß das Wort von deinem Kreuz nich mit Muth beleben, siegreich jedem ündenreiz hier zu widerstreben. Treib ein Umich mächtig dadurch an, Gottes Zorn scheuen; was ich Unrecht je gethan annig zu bereuen. du sü 8. Drückt mich meine Sündennoth, naft mich mein Gewissen: ol dann der Haß aus deinem Tod mich den Trost ud daß du auch für meine Schuld üßend bist gestorben, und Vergebung, mich nad und Huld mir bei Gott erworben. Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. 83 9. Stärke mich durch deinen Tod auf die letzten Stunden. Wie du deine Todesnoth siegreich überwunden; o, so hilf dazu auch mir; laß mich fröhlich scheiden! Herr, so dank ich ewig dir für deln bittres Leiden. Mel. O Welt, ich muß dich lassen.— 48. 139 O Welt! sieh hier dein * Leben am Stamm des Kreuzes schweben! dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Ban⸗ den, Schlägen, Hohn und Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße! mit Blut und Todesschweiße ist ganz sein Leib bedeckt: und unnennbare Schmerzen fühlt er in seinem Herzen, da er den Kelch des Zornes schmeckt. 3. Wer hat bich so geschlagen, und dieses Heer von Plagen, Herr, wider dich erregt? du bist ja nicht ein Sün⸗ der, wie wir und unsre Kinder: wie sind dir Strafen auferlegt? 4. Ich, ich und meine Sünden, der sich so viele finden, als Sandes an dem Meer, die haben dich geschla⸗ gen, die brachten diese Plagen auf dich, und dieses Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen in ewgen Finsternissen, was nun dein Tod versühnt: die Geißel und die Banden, und was du ausgestanden, das alles, Herr, hab ich verdient. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken, wie ein Gebirge schwer! du wirst ein Fluch; dagegen erwirbst du mir den Segen und o wie gnadenreich ist er! 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja lässest dich selbst würgen für mich und meine Schuld; für mich läss'st du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Für mich ihn zu erlegen, eilst du dem Tod entgegen mit großem Heldenmuth. Du stirbst, daß ich nicht sterbe, noch ewiglich verderbez o un⸗ erhörte Liebesglut! 9. Mie bin ich dir verbunden, durch den ich Heil gefunden! ich bin dein Eigenthum. Mich dankbar zu erweisen, sol Seel und Leib dich preisen, und dir gehorchen sei mein Ruhm! ö 6* 84 Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. 10. Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mich tö⸗ sten und erfreun. Es soll von meinen Pflichten mich täglich unterrichten, und Kraft zur Tugend mir verleihn. 11. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst wird rächen, die seine Huld verschmähn; wie schwer sie ihrer Sünden Vergeltung werden finden will ich aus deinem Leiden sehn. 12. Dein Beispiel soll mich lehren, den Rath des Höchsten ehren, und ühun, was er gebeut. Nicht meinen eignen Willen, nur seinen zu erfüllen, ist meine Pflicht und Seligkeit. 13. Nach dir will ich mich üben, die Feinde selbst zu lieben, nach dir, der für sie bat. Ich will des Lebens Plagen getros und willig tragen; und thun, wie mein Erlöser that. 14. Nie will ich wieder schelten; nie Spott mit Spott vergelten; nie, wenn ich leide, dräun: wie du ge⸗ lassen dulden; dem Nächsien seine Schulden, wie du, von Herzensgrund verzrihn. 15. Ich will ans Kreuze schlagen mein Fleisch, und dem enisagen, was dir, Heir, nicht gefällt; was deine Augen hassen, das will ich fliebn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt. Mel. Meine Liebe hängt am Kreuz. EEEE 140. M? Ridser TSrereeeen. + SSPI..I.I.IIFII TFI I IIII— hängt am Freug und ist hier ein ——.....——— Zlel des Spottes ach Sohn Got D tes! Wo ist deines Arms Hewalt? mir zum Segen. In ihm wird. Fe Duches, Heil, jebem der da gim E= Erb. 55 4. Mein Erlöser hängt am KE= Hier will ich ihn fest umfassn seg nicht lassen, ihn, der mich am 4 3= vertrat, bis er mich gesegnet h E 5. Mein Erlöser haͤngt amh. au⸗ Auch für mich hat er sein Lehen e= gegeben. Brenne, Herz. in hein in gegen ihn, dein böchstes Gul.. 6. Mein Erlöser hängt am= naghd Ir Siewili Sündn Cr noch finden ie will ich vollU fliebn; meine Sünden Eeizgal 0 7. Mein Erlöser bängt am 6. und ich wollt in rohen Freuden EEer⸗ noch weiden? Das sei fern! d. Get set mir nun gekreuzigt, und 0 FE 8. Mein Erlöser hängt am 3 berf und ich sollte seinen Willen ni⸗ fütlen? Theuer hat er mich h2. Ers und auf ihn bin ich getaust. Wie mit 9. Mein Erlöser hängt am! Pörder Sollt ich nun im Hohn mich hutheiland Sein mich schämen? Froh ni hoben M. mich seiner Schmach; trage gu Er hat d Kreuz ibm nach⸗ uns ein 10. Mein Erlöser hängt amtauch un und ich wollt in trüben Tagn und Verg loe zagen? Ach, die schwerse helobt se deucht, gegen seine Last, mir t durch 11. Mein Erlöser hängt aml 3. D Herr, ich bleib im Tod und i Geduld, ergeden. Als du starbest, siSchuld, mir; wenn ich slerbe, sterb idaß er l ihnen Fr Mel. Herzlich lieb hab ich dich, Verdienst Wo die göttliche Genalt? 2. Mein Erlöser hängt am Kreuz. Größ und Hoheit sind verschwungen. Richts, als Wunden! Nichts, als Blut, und Qual auf Qual! nichts, als Leiten obne Zabl. 3. Mein Erlöser bängt am Kreuz; und hängt hier auch meinetwegen; leer, w 2 we —.——.——.—— Heer auf Sünder Rotten. Dir hlh versichre DDAEEEEE mir als Eredecket. bedrangte Herz, wenn poll auf fürchterli Pilgrim EE deinem herben Schmen u. Erster Theil.— Von dem wird———— HlEoichr spoflen. Du siehst mit + +7 von ihnen weg — 2 — an. Leben E E 2 heinn in dir entehrt; rufst, daß es Hut. Dii————.—.—..— ..———— n und Himmel hört: vergid W—DIiIII ngen o Wott, und fubre nicht sie ins am IPI.SIEI‚...— 1 Gericht; das, was sie thun, nd 10 D—— am hperstehn sie nicht. 0, 2. Erlaunend seh ich diese Sul. ust Wie mitleidsvoll ist die Geduld, die an Mörder so erträget! Ihr, die ihr euren 0 WHeiland ebrt! fühlt seiner Großmuth ob Mboben Wertb, und danket ihm beweget. Er hat durch segnendes Gebet auch ge gunns ein ewig Heil erflebt. Er sagt wamkauch uns zu unsrer Ruh Erbarmen Tagn und Vergebung zu. Herr Jesu Chyist, all du seist du für deinen Tod! Gott mirl st durch dich noch unser Gott. t an 3. Daß GBott mit Langmuth und ud L0, Geduld, auch selbst bei sehr gehäufter , in Schuld, der Sünder dennoch schonet; b hdaß er so liebreich ibrer denkt, und ihnen Frist zur Buße schenkt, eh nach dich, Verdienst er lohnet; daß ich noch fröh⸗ lich sagen kann: auch mich mich Sün⸗ der, nimmt Gott an! hast du durch nade deiner Fürsprach Kraft, mein treuer —Helland mir verschafft. O Jesu Christ! Auchmein Herr und Gott! mein Herr und t vertriit du mich bis in den Tod. 4. Wird wo mein Herz vom Troste leer, weil meiner Sünden furchtbar Heer aufs neue mich erschrecket: o, dann lhbersichre mich aufs neu, du stebest mir als Mittler bei, der meine Schuld n dedecket. Mein Geist blickt glaubens⸗ Lein poll auf dich. Sei du mir nur nicht flurchterlich! und schließt sich meine nen N Pilgrimschaft, so stärke mich mit neuer Leiden und Sterben Jesu. 85 Kraft. Herr Jesu Christ! der letzte Kampf wird mir versüßt, wenn du mein Trost im Tode bist. 5. Den sanften liebesvollen Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, flöh, Herr, in meine Seele! Gib, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes hartes Herz und meine Sach empfehle Besänftige mein reges Blut; und flammt des Zornes wilde Glut mein Herz zur Rachbegierde an: o, so erinnre mich daran, Herr Jesu Christ! wie du am Kreuz durch dein Gebet selbst deinen Mördern Gnad erfleht. 6. Mich tröste dein Versöhnungs⸗ tod! es bilde mich dein Geist, mein Gott, daß ich dir äbnlich werde! O, zeuch mich, du erhöhter Held, zu dir binauf vom Dienst der Welt, zum Himmel von der Erde! Du bist der Deinen Schutzpanier. Zeuch dir uns nach, so laufen wir, so wollen wir uns deiner Pein und deiner Fürsprach ewig freun. Herr Jesu Christ! wie selig ist, wie selig ist der Mensch, dem du ein Heiland bist! Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. 1 12 chwing dich auf gen * Golgatha! schau den Heiland hier am Kreuze; nimm zu Herzen, daß dich ja seine Pein zur Buße reize. Härter bist du noch, als Stein, so du hier kannst fühllos sein. 2. Schaue doch das Jammerbild zwischen Erd und Himmel hangen! wie das Blut in Strömen quilltz duß ihm alle Kraft entgangen! schaue! ach, erschrickst du nicht, da sein sterbend Herze bricht? 3. O Lamm Gottes obne Schuld! alles das hätt ich verschuldet, und du bast aus freier Huld Pein und Schmach für mich erduldet. Aus des ewgen Feuers Glut mich zu retten, fließt dein Bsut. 4. Du für uns erwürgtes Lamm! groß, ja groß ist deine Liebe! schau von deines Kreuzes Stamm wie ich mich um dich betrübe! Ich bin schul⸗ dig; aller Schmerz, der dich trifft, durchbohrt mein Herz! 86 Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. 5. Herr, was kann ich dir dafür, daß du mich so liebest, geben? Nimm, was ich vermag, von mir! dir, nur dir gehört mein Leben! wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, ster⸗ bend sein. 6. Nur bei dir allein such ich Hülf in meinen bängsten Stunden! schmach⸗ tend, lechzend sehn ich mich nach dem Trost aus deinen Wunden, wie ein Hirsch nach Wasser schreit, bis er meine Seel erfreut. 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut! lehre mich die Welt verschmähen! laß auf dich, du höchstes Gut, immer unver⸗ wandt mich sehen, und im Kreuze führe mich selig, wenn schon wunderlich. 8. Endlich laß mich alle Noth freudig sterbend überwinden. Nirgends müsse mich der Tod, als bei dir, mein Hei⸗ land, finden. Wer nur dich zur Zu⸗ flucht macht, spricht getrost: Es ist voll bracht! Mel. von Nr. 55. 143 Las deinen Geist mich * stets, mein Heiland, lehren, dein göttlich Kreuz im Glau⸗ ben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich übe. 2. Das Gute thun, das Böse fliehn und meiden, Herr, diese Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Böse mir erlauben und an dich glauben? 3. Da du dich selbst für uns dahin⸗ gegeben, wie könnt ich noch nach mei⸗ nem Willen leben? und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 4. Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelaßnen Herzens werden; da du so viel für uns, die wirs verschuldet, liebreich erduldet? 5. Für welche du dein Leben selbst gelassen, wie könnt ich sie, sie meine Brüder hassen; und nicht, wie du, wenn sie mich untertreten, für sie noch beten? 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten; wenn man mich schilt, nicht rächend wieder schelten. Du, Heiligster! Du Herr und Haupt der Glieder, schaltst auch nicht wieder. 7. Ein reines Herz, gleich den 3. L edlen Herzen, dies ist der Dant Erbe u deines Kreuzes Schmerzen. Und g sschern gibt uns die Kraft in deinem Nu mir so dich nachzuahmen. Freude 8. Unendlich Glück! du littest. 4. 8 zu gute. Ich bin versöhnt mit dis auch 0 iheüren Blute. Du hast mirdurchet da du für mich gestorben, am g du ja erworben. mir be 9. So bin ich denn schon selig im Glauben? so wird mir nichts, u G meine Krone rauben? so wend—. dort von Herrlichkeit umgeben, mis ewig leben? mich b 10. Ja, wenn ich stets der A estän Pfad betrete, im Glauben iu 6. E im Glauben wach und bete, f hast ert mein Heil schon so gewiß ers tödtete, als Jesus lebet. 0 Herr, 11, Lockt böse Lust mein Heu mein T ibrem Reize; so schrecke mich 7. N Wort, das Wort vom Kreuzez deine W werd ich matt im Laufe guter Nnem Di so sei mirs Stärke! Heiland 12. Seh ich dein Kreuz den Dienste gen dieser Erden ein Aergernih 8. N eine Thorheit werden; so seis Liebe s. mir, trotz alles frechen Spottet du mich Weisheit Gottes. Liebe n 13. Gott! eile nicht, sie rächm wird be zerschmettern! erbarme dich, einer von den Spöttern sich syil kehrt, und dich, den er gescn Di um Gnade flehet. 14. Wenn endlich, Herr, mich n Sünden kränken; so laß den145 mir wieder Ruhe schenken! dein g= dies sei, wenn ich den Tod Ct leide, mir Fried und Freude. Mel. von Nr. 55. zenv ei hochgepriesen, HB—= 144. S für deine 1000 f drang dich zu dem mitleidsvollend für eine Welt voll Sünder sealE Leben dahin zu geben. Eng 2. Fürwahr, du trugest unstersE uichrdeinen al 7. eu⸗ 4 Fan gleicht deinem edlen Herzen? du bend unsre Schuld an dir bestrafen, Heil zu schaffen. . Erster Theil.— Von dem hdeh 3. O laß dies Heil doch auch mein Danl Erbe werden! was hab ich sonst für Unde sichern Trost auf Erden? was gibt n Nu mir sonst wohl wahren Grund zur treude, wenn ich einst scheide? ittel: 4. Für mich, o Herr, bist du ja it deh auch gestorben. Was du der Welt mir purch deinen Tod erworben, das hast am d zu ja, von großer Treu geleitet, auch 1 mir bereitet. 5. 9% 5. O stärke selbst mein Herz in die⸗ win sen Glauben. Kein banger Zweifel be auh müsse ihn mir rauben! Er müsse u,Imich zum Fleiß in guten Werken, beständig stärken. er Tj * 6. Soll ich mich nun noch frevel⸗ te, Uhast erkühnen, der Sünde, die dich ersth tödtete, zu dienen? so wär ich ja, o Herr, nicht sein Erlöster, du nicht Her mein Tröster. mich 7. Nein, dir allein, der du durch euze; beine Wunden auf ewig mich zu dei⸗ iter Mnem Dienst verbunden, nur dir, mein Heiland, sei mein ganzes Leben zum den! Dienst ergeben. zernih 8. Nichts soll mich je von deiner seis Liebe scheiden. Ich bleibe dein, bis potte du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit verklärten Zungen stets rächeh wird besungen. ich, esls. Die letten Worte Jesu. mich u— huu145. B egleite mich, dein 5. . o Christ! wir gehen zum schmer⸗ PIPIPIPI.I..IFIFIF.I.I.I...I I I I zenvollen Golgatha, auf dessen 1esen,REEEEEEEEE —— 110. fürchterlichen Höhen, was nie ein 1 seπHS.. EE= Engel faßt, geschah!“ Erwäg RHH DEe— . 110 an diesem heilgen Orte des sler⸗ Hafen, ........ benden Erlösers Worte, und rufe Leiden und Sterben Jesu. 87 I —.— I —— Golt um Glauben an!“ Sie * 2— können dir den Trost im Leben, H—— 2— 1— n und einst den Trost im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr — —. nösten kann. 2. Schon zeigt der Blutberg sich von weitem! erschrick und zittre, frommes Herz! Sieh deinen Retter, sieh ihn streiten, und werde ganz Gefühl, ganz Schmerz. Hier hing, den Mördern übergeben, am Holze, Gottes Sohn, dein Leben; hier trug er unsrer Sünden Schuld; empfand in jenen bangen Stunden, was nie ein Sterblicher empfunden, und bracht uns wieder Gottes Huld. 3. Geduldig bei den größten Schmer⸗ zen, nimmt er sich seiner Feinde an: Er ruft mit sanftmuthvollem Herzen; sie wissen nicht, was sie gethan. Der göttliche, der größte Beter fleht liebreich noch für Missethäter, Werk⸗ zeuge seiner Pein und Schmach! O Mensch, den Rach und Zorn ver⸗ führen, laß dich durch dieses Beispiel rühren, und bete dem Versöhner nach! 4. Welch Beispiel kindlich frommer Triebe, als, unter Leiden ohne Zahl, der Herr dem Jünger seiner Liebe die Mutter sterbend anbefahl. Ach, wird mein Aug einst um die Meinen in seiner letzten Stunde weinen, so soll dies Wort mir Trost verleihn! der, als der Tod schon um ihn schwebte, die Seinen noch zu schützen strebte, wird auch der Meinen Pfleger sein. 5. Froblockt, bußfertige Verbrecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht. Hört, was zu dem gebeugten Schächer der Mund der Liebe sterbend spricht; du wirst, so ruft er ihm entgegen, noch heute deines Glaubens wegen mit mir im Paradiese sein. O Herr! laß an des Todes Pforte einst diese 88 Erster Theil.— Von dem trostesvollen Worte auch meiner Seele Trost verleibn! 6. Wer kann die hohen Leiden fassen, als Chrius an dem Kreuze rief: Mein Gott, wie hal du mich ver⸗ lassen? wie beuget ihn die Last so tief, die unsre Sünden auf ihn brachten! vor Angst und Pein müft er ver⸗ schmachten, wär Gott nicht seine Zu⸗ versicht. Herr, der für mich zum Tod egangen, für mich verlassen da ge⸗ angen, mein Herr und Gott, ver⸗ laß mich nicht! 7. Der Fürst des Himmels und der Erde, von Allem, was erquickt, ent⸗ blößt, wünscht, daß sein Durst gestil⸗ let werde! O Mensch, der dich so theur erlöst! der Heiland rufet dir noch heute aus tausend Armen, dir zur Seite, die Hunger, Durst und Mangel drückt: O selig, wer den Ruf erfüllet! denn, wer den Durst des Armen stillet, der hat den Hei⸗ land selbst erquickt. 8. Nun enden sich die schweren Lei⸗ den; der Heiland spricht: es ist voll⸗ bracht! O Wort des Sieges! Wort der Freuden! du nimmst dem Tode seine Macht. Heil uns! Wer darf es nun wohl wagen, uns, die Erlösten, zu verklagen, da er für uns genug ge⸗ than? Gib, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freuden sage: vollbracht ist nun des Leidens Bahn. 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, Versöhner Gottes, sei auch mein! Laß es in meiner Todesstunde mir Muth und Zuversicht verleihn! du rufest: Vater, ich befehle in deine Hände meine Seele, die allen Menschen Heil erwarb! Nun war das große Werk vollendet, wozu der Vater ihn gesendet; da neigt er sanft sein Haupt und starb. 10. Bewein ihn fromm mit stillen Zähren, o Christ, du hast ihn sterben sehn. Bald wirst du ihn durch Freu⸗ den ehren, und jauchzend seinen Ruhm erhöhn! Den deine Seutzer jetzt be⸗ klagen, der wird als Held nach dreien Tagen vom Brabe siegreich auferstehn! den freche Rotten hier entehrten, den wirst du dort bei den Verklärten zur Rechten seines Vaters sehn. Leiden und Sterben Jesu. Der Tod Jesu. SRE 146. Sẽ⸗ eht den Leldend S DDI Herechten, so entehrt von Lash IPIPIPIPIPIPIPIFII I II SPIIII.. zum Hohne, träget seine Di ———— nenkrone, und büßet unsh ——.———* Frevelmuth. 2. Unser göttlicher Vertreter u geführt, wie Uebelthäter. Wer kn seine Leiden zählen? Eine Welt in lorner Seelen erkauft er sich um d sen Preis. 3. Seht den Schönsten unter Alh bleich, enistellet und verfallen! Sein Hobeit Glanz vergangen! Schmi entweihte seine Wangen, und seh Richterstimme schwieg. 4. Ja, mit sanftem Edelmuthel er alles uns zu Gute! daß der Sünd leben möge, wandelt auf dem Todt wege der Gottversöhner willig fon 5. Keine Lindrung stärkt den M. den, auf ihm liegt zu unserm Friedh Fluch und Straf! er trägts gelassh seine Kraft hat ihn verlassen; er su wieder in den Staub. 6. Seht ihn auf der Schädelslah für uns ringen im Gebete. Schalh mit zerschlagnem Herzen hin auf in den Mann der Schmerzen, am Klelh Er hats vollbracht und stirbt. 7. Herr, dein Leiden zu bedenlen wollest du mir Weisheit schenle Mich vom Laster abzuschrecken, mi zur Tugend zu erwecken, laß mir stets vor Augen sein. 8 Daß ich dir mich ganz ergeh niemals deiner unwerth lebe, nit vor dir zu schanden werde, wenn u kommst, den Kreis der Erde zu nih ten mit Gerechtigkeit. Mel. 14⁷ blutges der, ih um Gn seiner 8 Gott, 7. N bme i6 urch d Händen kest mie noch ar Herllich the l. Sünde Todih fon. n Mi Friedn Kasseh siah⸗ elstah Schal Erster Theil.— Von dem Mel. Werde munter, mein.— 116. eute, sprach mein Hei⸗ 1⁴47. H land, heute, an sein hutges Kreuz erböht, als ein Sün⸗ der, ihm zur Seite, sterbend noch um Gnade fleht; heute, so betheu'r ich dir, heute noch sollst du mit mir in mein Paradies erhaben, Theil an meinem Reiche haben. 2. Theures Wort aus Jesu Munde! fest verstegelt durch sein Blut! In der finstern Todesstunde gibst du Freudigkeit und Muth. Wenn der Christ nun scheiden soll, bleibt er sester Hoffnung voll, sieht die Nacht in Licht verwandelt, weiß gewiß, wohin er wandelt. 3. Ohne Zagen kann er sterben. Seine Seel erstirbt ja nie. Ibr droht nicht nur kein Verderben, auch kein Schlaf betäubet sie, wo sie erst aus langer Nacht nach Jahrhunder⸗ ten erwacht. Nein, sie soll zu neuem Leben scheidend noch empor sich heben. 4. Theures Wort des ewgen Le⸗ bens! tröste du mein brechend Herz; und dann ängstet nur vergebens mei⸗ nen Geist der Trennung Schmerz. Er sinkt nicht in Finsterniß! denn wahrhaftig und gewiß ist das Wort des treuen Zeugen. Hier muß jeder Zweifel schweigen. 5. Herr! nun fühl ich abzuschei⸗ den eine beilge Lust in mir. Dort sind unbefleckre Freuden, aber Müh und Sünden hier. Kein auch noch so frübes Grab kürjet je mein Leben ab. Es soll nur, los von Beschwer⸗ den, zeitiger veredelt werden. 6. Selig, furchtlos, rein von Män⸗ geln, ja von nun an selig ist, brüder⸗ lich begrüßt von Engeln, der im Herrn entschlafne Christ. Was sein Glaube je gethan, jedes gute Werk folgt dann seiner Seele von der Erden hin vor Gott, sein Lohn zu werden. 7. Nun auch ich, o Herr, befeble, wenn ich kaum noch lallen kann, die durch dich erlöste Seele deinen treuen Händen an. Und du, Heiland, stär⸗ kest mich; rufest mir auch zu, daß ich noch am Tage, da ich sterbe, deine Herrlichkeit ererbe. Leiden und Sterben Jesu. 89 8. Ja, noch an demselben Tage geh ich in den Himmel ein, los von aller Furcht und Plage, Herr, bei dir daheim zu sein. Hier genieß ich deines Lichts, bis der Tag des Weltgerichts auch dem Grab die Macht entwendet, ganz die Seligkeit vollendet. Mel Wer nur den lieben Gott.— 7. 148 Eꝰ ist vollbracht! so ruft am Kreuze des slerben⸗ den Erlösers Mund. O, Wort voll Trost und Leben! reize zur Freude meines Herzens Grund. Das große Opfer ist geschehn, das Gott auch mir zum Heil ersehn. 2. Mein Jesus stirbt. Die Felsen beben; der Sonne Schein verlieret sich; in Todte dringt ein neues Leben, der Heilgen Gräber öffnen sich; der Vorhang reißt, die Erde kracht; und die Versöhnung ist vollbracht. 3. Wie viel, mein Heil, hast du vollendet, als dir dls Herz im Tode brach! Du hast den Fluch hinwegge⸗ wendet, der auf der Welt voll Sünder lag. Für uns hast du genug gethanz Gott nimmt uns nun genädig an. 4. Dankvolle Thränen! netzt die Wangen. Mein Glaube sieht nun offen⸗ bar die Handschrift an dem Kreuze hangen, die wider meine Seele war. Er, den mir Gott zum Heil gemacht, rief auch für mich: es ist vollbracht! 5. O Herr! laß mich nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt. Laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft ge⸗ währt. O stärke mich dazu mit Macht, bis meine Beßrung ganz dollbracht. 6. Du littst so viel zu meinem Le⸗ ben: drum laß mich siets voll Eifer sein, mich deinem Dienste zu ergeben, und keine Schmach dabei zu scheun. Dein Dienst, mein Heiland, sei mein Ruhm; denn ich bin ganz dein Ei⸗ genthum. 7. Soll ich bei dir ergebnem Herzen auch hier durch manche Trübsal gehn, und hat mein Gott gehäufte Schmerzen zu meiner Prüfung ausersehn: so laß auch mich den Trost erfreun: es kommt das Ende meiner Pein. 8. Ja, fühlt mein Herz des Todes Schrecken, so stärke mich in solcher Hast. Laß mich den Trost auch ster⸗ bend schmecken, daß du ihn überwun⸗ den hast; so tret auch ich ins Todes Nacht mit dem Triumph: Es ist vollbracht! Mel. An Wasserflüssen Babplons.— 97. 1 49 Ere vom Geräusch der * Welt, o Seele, deine Flügel. Hin, wo die Wuth ihr Opfer hält, zu jenem Leidenshügel! ihr Him⸗ mel! welch ein Mensch ist das! wie drückt ihn seiner Feinde Haß mit höllisch wilden Freuden! Er, der die Todten auferweckt, er muß, mit Wunden überdeckt, den Tod der Mörder leiden. 2. Geduldig siehet er sein Blut in vollen Strömen fließen! fleht für die Hasser, die voll Wuth es im Triumph vergießen. Schau, jetzt umhüllt ihn finstre Nacht; er ruft, er ruft: es ist vollbracht! Nun senkt sein Haupt sich nieder. O, meine Seele! freue dich! dir gab, der hier am Kreuz verblich, das Recht zum Himmel wieder. 3. Er, er hat deine Missethat, den Fluch für dich getragen. O Seele, deine Sünde hat den Frommen so, zerschlagen. Durch ihn nimmt dich der Vater an. Die Wunder seiner Güte kann kein sterblich Lied erheben. Doch hört er unsre Lieder gern. Drum bringet Preis und Ruhm dem Herrn, der Uns sein Heil gegeben. Mel. O Welt ich muß dich lassen.— 48. 1 50 Fund 0 mein Gemüthe, * und bete Gottes Güte in deinem Heiland an. Was selbst der Engel Schaaren zu thun nicht sähig waren, das hat des Menschen Sohn gethan. 2. Schau hin, wie der Gerechte für uns, der Sünden Knechte, den bittern Zornkelch trinkt; wie er für Frepler bittet! wie Wasser ausgeschüt⸗ tet hängt er, da er in Tod hinsinkt. 3. Wir Sünder sollten sierben; Fluch lag auf Adams Erben, Fluch 90 Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. auf der sündgen Welt; doch er Iy uns zu gute, und gab mit seig Blute für uns ein ewges Lösegeh, 4. Kein Freund meint es n Freunden so treu, als es mit Feinn. Er, unser Mittler, meint. Preis ihn dem Ueberwinder] Nun sind wir Gohh Kinder, mit Gott versöhnt dun unsern Freund. Mel. von Nr. 86. 151 Nen ist es Alles yn * gemacht! Mein 9 sus ruft: Es ist vollbracht! der mi⸗ sein Haupt, o Mensch, und sih der dir erwirbt das Erbe, welh nie verdirbt. 2. Der, dem an Hoheit ken gletcht, der Herr der Herrlichkeitz bleicht. Was Wunder, daß die I kracht, die Welt deckt Nachtl du Gottes Sohn wird umgebracht. 3. Das Heiligthum steht aufgedet die Felsen bersten; Alles schreckt. A sreudenlose Kreatur klagt jetzo n den Tod des Herrschers der Nathh 4. Weil denn die Kreatur sich un so werd auch du, o Mensch, bewig Der Fels zerreißt, und du wirst uit durch dies Gericht beweget, daß dn Herz dir bricht? 5. Du selbst, hast du es gu bedacht? Du hast den Herrn Kreuz gebracht. Ihm, der für n sein Leben gab, folg in sein Gun und stirb dem Sündengräuel ab, 6. Ach, Vater! ach, in Pein un Hohn erbleicht am Kreuz dein eign Sohn. Nun ist kein Zweifel; dün Huld tilgt meine Schuld, und ni⸗ forthin mit mir Geduld. 7. Ich will mit ihm zum Wu gehn, und wo die Unschuld bleh⸗ sehn. Sein Tod soll meine Zuflut sein; auf ihn allein schlaf ich ii sanft und selig ein. 8. Und nun dient ich der Süh noch? Wie drücket mich ihr schwan Joch! auf, Seele, daß du dich h hebst, nur Jesu lebst, nur Jes gefallen strebst! 9. Tödt, Jesu, selbst in maln Brust, was sich noch findt von hist 1⁵² nd hi u Wih bleiht Rufn ich sis Sish Erster Theil.— Von dem Leiden und Sterben Jesu. 91 Lustl dein Tod, der mir das Leben schaftt, gibt mir auch Kraft und Muih auf meiner Pilgrimschaft. 10. Ja, Herr, mein Heiland, kräf⸗ üglich stärkst du in meinem Vorsatz mich! ich setze freudig auf dein Wort den Kampf stets fort. Der reiche Lohn erfolget dort. 11. Wie dank ich gnug dir Jesu Christ, daß du für mich gestorben bist! dich preis ich auch in Angst und Leidz schon in der Zeit, noch würdger in der Ewigkeit. Kraft und Trost des Leidens Jesu. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele.— 29. 15² Iiur durch dein Blut 4* und Wunden, deinen martervollen Tod, hab ich Heil bei Gott gefunden, Kraft zur Tugend, Trost in Noth. Mich sollt ich durch Sünd entweihn? Nein, ich denk an deine Pein. Ach, den ganzen Gräul der Sünden läßt mich die mit Graun empfinden. 2. Schmachtet nach der Wollust Freuden mein verderbtes Fleisch und Blut, o, so blick ich auf dein Leiden! schnell verlischt die wilde Glut. Tracht ich eitler Ehre nach, und ich blick auf deine Schmachz schnell schlägt die den Stolz darnieder, und gibt mich der Demuth wieder. 3. Scheint beim öden Weg zum Leben mir der Welt betretne Bahn lustig, breit, gemächlich, eben; Jesu, dich schau ich dann an. Da warnt mich des Zornes Last, welche du getragen hast, nicht mit dem verblendten Hau⸗ sen ins Verderben hinzulaufen. 4. Hält mein schreckendes Gewissen mir der Sünde Menge vor: o, in meinen Kümmernissen schau ich nach dem Kreuz empor. Bald verschwin⸗ det alles Weh! In den Wunden, die ich seb, find ich Sicherheit und geden. und den Trost: Sie sind ver⸗ geben. 5. Hier such ich in Unruh Friede; in der Angst Beruhigung; neue Kraft, wenn ich ermüde, und in Qualen Linderung. Schwer sei dieses Lebens Müh! durch dein Kreuz verschwindet sie; denn es führt durch kurze Leiden zum Genuß von ewgen Freuden. 6. Ueber Alles, was zum Staube meine Seele niederdrückt, wird mit starker Kraft mein Glaube durch dein Leiden hingerückt. Deines Trostes Freudigleit reißt mich fort zur Ewigkeit, die du, Herr, als du geslorben, mir, auch mir am Kreuz erworben. 7. Hab ich dich in meinem Herzen, Ursprung aller Seligkeit, so besieg ich alle Schmerzen, auch sogar im letzten Streit. Rufst du, und ich habe nun gnug gekämpfet, um zu ruhn, Herr, so dank ichs deinen Wunden, daß ich sieghaft überpunden. 8. Ja, auf dich steht mein Ver⸗ trauen; du bist meine Zuversicht. Du bestegst des Todes Grauen, rettest mich aus dem Gericht. Durch dein mir erworbnes Heil hab ich an dem Himmel Theil. Wahrlich, Herr, ein ewigs Leben wird dereinst dein Tod mir geben. Von dem Begräbniß Jesu. Mel. Der Tag ist hin, mein Geist. 153. S o schlummerst du — — 2 íDqPD‚q‚Dq‚D‚i‚ie . in stiller Ruh, der du für uns ge⸗ PIPIPI I TTITTTTITITITII slorben, und am Kreuz in schwerer ..—— Müh, ewigs Heil erworben. 2. Du bist erblaßt, o Herr, und hast doch in dir selbst das Leben. Gleich als Sterbliche hat dich nun ein Grab umgeben. 3. Doch Heil sei mir! Herr, du willst hier nicht die Verwesung sehen, sondern bald aus eigner Kraft aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirst, mein Lebens⸗ fürst, wie dich auch mich erwecken. Sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 92 Erster Theil.— Von dem 5. Hier werd ich einst, bis du er⸗ scheinst, in sanftem Frieden liegen. Denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab besiegen. 6. Ibr, die die Welt gefesselt hält, 106 nur vor der Verwesung! ich, ch boff in Christo einst meines Leibs Erlösung. 7. Nein, nichts verdirbt. Selbst das, was stirbt, der Leib wird auferstehen, und zum Himmelsglanz verklärt aus dem Grabe gehen. 8. So sink ins Grab mein Leib hinab! ich will mich drum nicht krän⸗ ken; theurer Heiland, mie zum Trost an dein Grab gedenken. Mel. von Nr. 16. 15⁴4 Freund, der meine 24. Schuldenlast getra⸗ gen, und als ein Fluch ist an das Kreuz geschlagen! nun nimmt man noch vor Abends dich herab, und trägt dich hin in Josephs neues Grab. 2. O tröstlich Bild, o gnadenvolles eichen, das aber nur der Glaube ann erreichen! Nun ist vom Fluch die Erde frei und rein; zum Zeugniß des mußt du begraben sein. 3. Nun weiß und glaub ich, daß du bist gestorben, daß du den Tod geschmeckt und mir erworben Gerech⸗ kigkeit, daß ich bestehen kann vor Gott und daß die Schuld ist abgethan. 4. Des Höchsten Wort kenn nicht gebrochen werden; drum muß dein Leib auch ruhen in der Erden. Was Jonas Beispiel liebreich vorgebildt, seh ich hierin, mein Heil, an dir erfüllt. 5. Du bist das Waizenkorn, das man verscharret; doch wenn man nur des dritten Tages harret, wird man dich aus dem Grabe auferstehn, und tausendfache Früchte bringen sehn. 6. Indeß ist dein Begräbniß selbst ein Siegel der Unschuld, und der ganzen Welt ein Spiegel, in welchem mit Verwundrung jedermann ein Vor⸗ spiel der Erhöhung sehen kann. Leiden und Sterben Jesu. 7. Ich darf nun nicht vor mein Gruft erschrecken, da du, mein b0. ein Grab dich lässest decken. Dh Grab macht meins zum stillen Schla gemach; da ruh ich einst bis an letzten Tag. Mel. Der Tag ist hin.— 153. m Kreuz erblaßt, 155. A Marterlast, 25 3 desqualen müde, findet mein Erliß erst in dem Grabe Friede. 2. Ein heilger Schmerz durchdin mein Herz. und, Herr, was kann 6 sagen? Nur an meine Brust kann tiefgerühret schlagen. 3. Du schützest mich, und in dich gehn aller Trübsal Wein Sterben wolliest du für mich, einziy Erretter! 4. Du hasts gethan. Dich behi an, du König der Erlösten! h will ich im Tode mich, glaubenghn getrösten. 5. Es ist vollbracht! riefst dun Mucht. Du zeigst, daß du dih Leben, mein Versöhner, göttlich f. habest hingegeben. 6. Hochheilge That! des Höchsh Rath will ich in Demuth ehim Der Erfinder meines Heils h mirs einst erklären. 7. Allmächtig rief Er, der eh schlief, den Todten: sie erstande Leicht entriß der Lebensfürst sich v Todes Banden. 8. Das finstre Thal will ich ah mal durchwandeln ohne Grauen! din durch dich, Erlöser, ists mir h Pfad zum Schauen. 9. Ich preise dich! Erforsche n und siehe, wie ichs meine: ja, siehest, wenn ich still meinen du dir weine. 10. Vergeß ich dein so wal mein in Ewigkeit vergessen. gu ich will, so lang ich bin, deine H ermessen. n Erliß urchdrih kunn f kann ich bet i ten! da tubenghl fst du n du doh öttlich fi 3 Höchsh th ehin eils hih der h erstandn st sich u l ich dh wuen! din mit V inen Dn so well sen. Ha deine H6 93 11) Von der— Jesu. Mel. Dennoch bleib ich stets an dir. ————— H geben Nun⸗ da ihn Gott hat 156. A uf mein Herzl ein —— — froher Tag Hhar at die Racht d der Furcht pertrleben. Cbristus, der im Hrabe —— E 2———2— öBBA‚iq‚‚e lag, ist im Tode nicht Bebifeden. —.—..——. O, wie hoch 22—— wir getröst't! ———— Jesus hat die Welt erlöst. 2. Er ist Gottes ewger Sohn. Ewig set er auch gepriesen! seiner Feinde Schaar zum Hohn hat er sicht⸗ bar es bewiesen. Er erfüllet durch die That, was sein Mund geredet hat. 3. Unsre Schulden sind zwar groß, doch wir dürfen nicht verzagen; Gott läßt unsern Bürgen los, der sie büßend hat getragen. Jesus ist mit Preis ge⸗ krönt, und wir sind mit Gott versöhnt. 4. Sterben war der Sünden Sold; nun ist Cbristus unser Leben, der für unsre Schuld nicht Gold, nein, sich selber bingegeben. Er hat aus des Grabes Nacht neues Leben mitgebracht. 5. Tod, wo ist nun deine Kraft? Grab, wo sind nun deine Ketten? Hier is Gott, der Hülfe schafft, hier ist Jesus, der kann retten, wenn gleich unser Fleisch und Bein wird in Staub verwandelt sein. 6. Herr, dies glaub ich dir zum Ruhm, und mein Trost ist nicht ver⸗ gebens, denn ich bin dein Eigentbum, du die Quelle meines Lebens. Hoch erfreuet sing ich dir jetzt und ewig Dank dafür. Mel. Christ lag in Todesbanden. 15⁶ er Herr lag in das 2** ——. ——.— aurt bringt er uns Sieg und uns der Herr erscheinen lägt. .— Leben. Lasset drum uns Höhl ch SISSDI.—— sein, vor Goit von Herzen uns — PRPIPIPIP—‚— SE—— erfreun, Hallelusa ihm sin⸗gen. 2. Der Tod, da nichts ihm Einhalt that, würgt alle Menschenkinder. Hier wunte niemand Trost und Ralh; denn alle waren Sünder. Drum fället uns der Tod so bald. Von seiner furchtbaren Gewalt sind wir doch nun gerettet. Halleluja! 3. Der einige Sohn SGottes ist zu uns ins Fleisch gekommen, hat unste Sündenschuld gebüßt, dem Tod die Macht genommen. Jesus macht uns frei und los. Vom Tode blieb ein Schatten bloß; sein Stachel liegt zer⸗ brochen. Halleluja! 4. Es war ein wunderbarer Krieg, als Tod und Leben rungen. Dem Leben blieb zuletzt der Sieg; es hat den Tod verschlungen. Längst verkün⸗ digt es die Schrift. Ein Tod war bier des andern Gift. Nun kann kein Tod uns schaden. Halleluja! 5. Hier ist das rechte Osterlamm, das unsre Schuld getragen. Am mar⸗ tervouen Kreuzestlamm ward es flir uns zerschlagen. Nun bezeichnet uns sein Blut. Dies gibt dem Glauben Stärk und Muth. Der Würger geht voruber Halleluja! So feiern wir das hohe Fest in großer Freud und Wonne, Ir r selber ist die Sonne! Mächtig strablt sein Glanz daber! Das finstre Herz erleuchtet er! Es flieht die Nacht der 105 gestreckt, für uns dahin ge⸗ Sünden. Halleluja! 9⁴ 7. Wir heiligen uns ganz dem Herrn, der uns zum Heil geladen. Der alte Sauerteig sei fern vom theuren Wort der Gnaden! Christus selber will allein der Seele Speis' und Nahrung sein! der Glaube lebt blos seiner. Halleluja! Mel. Herr Christ, der einge Gottes.— 94. 1 58 Der Held hat überwun⸗ * den der Höllen ganzes Heerz der Drache liegt gebunden; die Sünde kann nicht mehr mich durchs Gesetz verdammen, denn alle Zornes⸗ flammen hat Jesus ausgelöscht. 2. Auf vann, mein Herz, und bringe dem Heiland Dank davor; vertreib die Furcht und schwinge im Glauben dich empor! wirf des Gewissens Na⸗ en, dein Sorgen und dein Zagen n Christi leeres Grab. 3. Ist Christus auferstanden mit Herrlichkeit geschmückt, so bist du ja den Banden des Todes mit entrückt. Ist er dem Tod entrissen; so lässet Gott dich wissen, daß er versöhnet ist. 4. Gib meinem Glauben Klarheit, zu sehn, Herr Jesu Christ! daß du Weg, Leben, Wahrheit, daß du mir alles bist. Laß nicht mehr die Ge⸗ danken in bangen Zweifeln wanken, und mache mich gewiß. 5. Hast du den Tod bezwungen, bezwing ihn auch in mir; du bist hindurch gedrungen! zeuch mich, ich folge dir; laß Teufel, Höll und Sün⸗ den mich auch nun überwinden, wie du für mich gethan. 6. Welch Aussicht gibt dein Leben, dein neues Leben mir! Ich sollt am Eiteln kleben? o, neige mich zu dir! daß ich die Welt verachte, und nach dem Himmel trachte, wo du, mein Heiland, bist. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. 159 Tod, wo ist dein * Stachel nun? dein Sieg, o Grab, verschwindet; was kann forthin uns Satan thun, da Jesus überwindet! Geendigt ist der schwere Krieg! Gott sei gedankt, daß er den F Sieg durch Christum uns gegeben. Erster Theil.— Von der Auferstehung Jesu. 2. Wie strãubte sich die alte Schlah als Christus mit ihr kämpfte, un wie ergrimmt sie auf ihn drang, in ihren Grimm bald dämpfte? ohf ihn in die Fersen sticht, so siegtf darum dennoch nicht, der Koßf ihr zertreten. 3. Lebendig gebt der Herr herhhn und nimmt den Feind gefangen; bricht der Hölle Schloß und Inn trägt weg den Raub mit Prangh Nichts hält in seinem Siegeslauf h. starken Held aus Juda auf. überwindet alles. 4. Des Herrn streitbarer Arm h. hält den Sieg, und ist erhöhet. I Herrn erhabne Rechte fällt, was s ihr widerstehet. Besiegt ist alles, u uns droht; besiegt ist Teufel, hi und Tod, ihr Zorn ist kraftlos wordu 5. Es ward getödtet Jesus Chis und sieh er lebet wieder. Weil nu das Haupt erstanden ist, stehn H auch auf, die Glieder. Wir wisfh daß, wer Christo gläubt, nicht in h Nacht des Todes bleibt: er lebt, er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wash Reu mit Christo auferstehet, ist dh vom andern Tode frei, dem kein sonst entgehet. Genommen ist dem d die Macht, Unschuld und Leben wiedg bracht und unvergänglich Wesen, 7. Dies ist die große Seligkeit, wir theilhaftig werden, Fried, Frann Heil, Gerechtigkeit im Himmel un auf Erden. Hier sind wir ssill u hoffnungsvoll, daß unser Leih du gleichen soll des Herrn verklärtem dalh 8. O Tod! wo ist dein Stahl nun; dein Sieg, o Grab, verschuhz det; was kann forthin uns Schadt thun, da Jesus überwindet? 0 sei gedankt, der schwere Krieg nun geendigt, und der Sieg dul Christum uns gegeben. DPSIS.III 160. Be Ingt Did DDDEieEeieeeeEeeESSSeee Ruhm dem Helland darz frosll 3. entrüt Erster Theil.— Von Schlah——2..—..— e, 0 Eim⸗ alle Frommen! Er, der für 7200 SSSSSSS..... sen ins gelößter war, is dem Gerich Kof S SE E enmnommen. Sei gelobt, Herr H. SSS.SP I. PIPIPII PIPSPSPII‚I‚I‚I... d Fesu Christ, daß du für uns EiSSSEEEEEE E kauft Egeforben bift und stegreich auf⸗ u. SPSS— Arm h. eisanden Hallelusa! 95 U 2. Dein Leben in der Majestät les, 9u befestigt unsern Glauben. Wer kann, rch wahh „ ist di em kein tdem Y en wiedh Besen. igkeit, d/ Freuhz nmel u still un Leih d tem Lah 1 Stathl verschmz Preks u EE — da dich dein Gott erhöht, uns nun den Trofigrund rauben, daß du für uns gnug gethan, uns Sündern eine neue Bahn zum ewgen Heil eröffnet? Halleluja! 3. Gott selbst, der dich dem Grab entrückt, hat dem, was du gelehret, der Wahrheit Siegel aufgedrückt, und dich als Sohn geehret. Deines Opfers hohen Werth hat er aufs Herrlichste bewährt, da er dich auferwecket. Halleluja! I. Erstandner! ich frohlocke dir, daß du nun ewig lebest. Du lebst und siegst, daß du auch mir das ewige Leben gebest, daß du mein Erretter seist, und neue Kräfte mir verleihst, . Freuden Gott zu dienen. Halle⸗ ujal 5. Mein Herr, mein Gott! hilf mir dazu! Befreie mich von Sünden. Laß mich für meine Seele Ruh im Frie⸗ den mit Gott finden! pflanze deinen Sinn in mir, damit ich, Gott erge⸗ ben, hier als dein Erlöster wandle. Halleluja! 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht, Verstorbne zu erwecken. Du zufst einst, und der Gräber Nacht wird Todte nicht mebr decken. Wie du auferstanden bist, so werd auch ich, err Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. Halleluja! der Auferstehung Jesu. 9⁵ 7. O, laß mich, weil ich hier noch bin, im Glauben an dich wandeln; und jederzeit nach deinem Sinn recht⸗ schaffen sein und handeln! daß ich, wenn ich aufersteh, und dich, des Todes Sieger seh, vor dir dann nicht erschrecke. Halleluja! 8. Da, wo du bist, da soll auch einst dein Jünger mit dir leben. Du wirst ihn, wenn du nun erscheinst, zu deiner Freud erheben. Laß dies auch mein Erbtheil sein, so werd ich ewig des mich freun, daß du vom Tod erstanden. Halleluja! Mel. des 32. Psalms. ........ 161. I ch weiß gewiß, daß IIII....... D.DDD‚‚I3 2..— mein Erlöser lebet, Sünd, Teufel, R—— Tod und was ihm widerstrebet, vwn. t,,a. hat er erlegt; er stehet auf dem — +* — SSDD .— Staub der allerletzte und vertheilt E— 2 E EE— den Raub. Die Erde bebt, da eeee. rt.,:=— er den Fuß aufsetzet, trotz, daß EPIPIPFPPII TIIIPII.I.I.I III ihn mehr ein Fersenstich verletzet, 68 blitzt um ihn, wenn er vom 33...........— Grab auffährt: er ist der Herr, .S........— dem alle Macht gehört. 2. Er hatte zwar vom Bach am Weg getrunken, doch ist sein Muth ihm keineswegs gesunkenz er hebt das Haupt nun sieghaft in die Höh, kein Feind ist mehr, der gegen ihn besteh. Dein Ehr und Ruhm, da es dir so Lelungen⸗ sei ewiglich, o Siegesfürst, esungen; die Schlüssel sind bei dir Erster Theil.— Von der Auferstehung Jesu. 9 zu Höll und Tod, es trifft dein Volk nun ewig keine Noth. 3. Herr! laß auch uns vom Tod ins Leben dringen, hilf, wenn es kommt zum Todeskampf, vollbringen, dem zweiten Tod laß an uns keinen Theil, erweck uns hier, reiß ab die starken Seil, die Leib und Seel an diese Erde heften. Erfüll uns jetzt mit neuen Lebenskräften, und ruf einmal die Leiber aus dem Grab, daß Leib und Seel in dir das Leben hab. Mel. Vom Himmel hoch, da.— 109. ich bet ich an, erstand⸗ 162. D r Held!“ Erretter einer Sünderwelt, du, unsre Zuflucht * und für, froh huldigt meine Seele r 2. Um deinen Thron, der ewig steht, Klänn Wahrheit, Heil und Mafestät; ch nahe mich voll Zuversicht zu dir, denn du verwirfst mich nicht. 3. Herr, meine Seele preiset dich. Erlöst auf ewig hast du mich, so wahr du selbst vom Himmel kamst, dein Leben gabst und wieder nahmst. 4. Wer ists, der mich verdammen kann? ich glaub an dich, und sage dann: der Gott, durch den die Him⸗ Kns der ist mein Vater, ich sein nd. 5. Nun ist dies erste Leben mir ein segenreicher Weg zu dir. So lang ich hier bin, Herr mein Heil, hab ich an deinem Frieden Theil. 6. Holdselig sprachst du: Erde, sei der Schauplaß meiner Huld und Treu! wir sehen deine Huld und Treu auf deiner Erde täglich neu. 7. Zwar trifft noch mancher Schmerz uns hier, noch, o Erbarmer, sterben wir! doch du regierst! und wir sind dein! und ewig werden wir es srin! 8. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt! du Trost, der meinen Geist erhebt. ich seh, durch dich gestärkt, aufs Grab mit unerschrocknem Aug hinab. 9. Welch neue Welt voll Selig⸗ keit erwartet mich nach dieser Zeit! da findet der verklärte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 10. Der du für unsre Seele tun sie zu dir ziehst, und selig machs,/ mich mit freudigem Vertraun imz auf dich, Vollender, schaun! Mel. Vom Himmel hoch, da.— 10 aum steigt zu ihrem 163. K sten Lauf die Sun voller Pracht herauf; seht! so läßt der Herr sein Grab, der eis uns sein Leben gab. 2. Vertrieben ist der Sünden N Licht, Heil und Segen wiederhnn Er, der uns Ehr Und Sieg ensh der bringt uns seinen Frieden 3. Zwar hier ist nicht ganz l gemacht, was er uns aus dem gebracht; der edle Schatz, die n E Beut, der sich sein Volk vor ihm ei r⸗ 4. Uns lehrt es einst sein Tag, wie viel sein starker Arm vem und was er da für Thaten thal, er der Schlange Kopf zertrat. 5. O edler Sieg, o starker h. wo ist ein Feind, den er nicht r. wo eine Plage, so ergrimmt, der I Sieg die Macht nicht nimmt. 6. Und daß der Herr erstandei das ist von allem Zweifel frei. es ist je gewißlich wahr, das Grab machts offenbar. 7. Die Erd erbebt; es wähhth Grab den Stein ein Engel Golith. und kündiget den Siegsheld an, bald auch seine Jünger sahn. 8. Sie sehen, hören, fühlen und die Verzaͤgten sind nun l In vieler Schmach mit ihrem“ versiegelt es ihr Heldenmuth. 9. Lebt Christus, was bin ich trübt? Ich weiß, wie berzlicheng k liebt! und stürb auch alle Welt mish gnug, daß ich Christi Liebe hah, 10. Er näbrt, er schützt, en i mich. Sterb ich, so nimmt er zu sich. Wo er jetzt lebt, komm auch hin! weil ich sein Thell! Gliedmaß bin. M 11. Durch ihn bin ich mit versöhnt; durch ihn mit Gnad! Heil gekrönt. Mein banges ermanne sich! Gott und die lieben mich. 10 volle seine dort 12 Held Wen soll 16 ele aß nachst, in im z al — hrems W Som tI so y der ers iden M iederbin ieg eish eden nil ganz E E dem 0 standen ftei.) „ das l. wähkt Gottez eld an, ahn. fühlen nun l. ihrem uth. bin ich. zlich ers Welt mt ebe hab, zt, er lh mmt ei g t, kom Theil!; ch mit t Gnad) hanges d die G Erster Theil.— Von der Auferstehung Jesu. 2. Durch seiner Auferstehung Kraft ulend ich meine Wueeschun freu seiner mich in seinem Reich, und bin dort seinen Engeln gleich. 13. Für solchen Trost, du starker Held, mein Jesu, dankt dir alle Welt. enn wir dereinst dein Antlitz sehn, soll dich ein würdges Lied erhöhn. esus Christus, unser 6 4. IJie Ehnn, unser — .— +——— Hel⸗land, der den Tod uberwand, .. I auferstanden, die Sund führt 3—3 ————— er gefangen. Erbarm dich un ⸗ ser. 2. Der ohne Sünde war gebor'n, tuug für uns Gottes Zorn; hat uns vesuhnet, daß uns Gott seine Huld gönnet. Erbarm dich unser! 3. Tod, Sünd, Teufel, Leben und Gnad, alles in Händen er hat: Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Erbarm dich unser! Mel. Freu dich sehr, o meine Seele.— 29. 16⁵ P'rin Gott in allen Landen, jauchze, du erlöste Schaar! denn der Herr ist auferstanden, der für uns gestorben war. Seht, wie Gott sein Leiden könt: nun sind wir mit ihm ver⸗ söhnt; er heilt, aller Noth entrissen, unser schüchternes Gewissen. 2. Jesus ruht den Sabbat über; nach dem Sabbat steht er auf. Einst komm ich zu ihm hinüber; ruhe nach vollbrachtem Lauf. Tod, du bist mir keine Straf; einst erwach ich von dem Schlaf; dann werd ich mit sei⸗ i Theuern jenen ewgen Sabbat elern. 3. Muß ich dann von hinnen fahren, so schreckt mich doch kaum der Tod. Mächtig wirst du mich bewahren, Heiland, in der letzten Noth. Meinen Geist, welch ein Gewinn! bringet er ja zu dir hin. Ruht indeß, entseelte Glieder! einst belebt euch Jesus wieder. 9⁷ 4. Laß schon jetzt an mir erscheinen, daß du auferstanden bist. Neige du mich zu dem Einen, das des Lebens Endzweck ist; daß zu jener selgen Ruh einzugehn, ich alles thu, daß ich diese Welt verachte, und nach deinem Himmel trachte. 5. Jesus, mein Erlöser, lebet. Heil mir, daß ich dieses weiß! nun denn, ihr Erlösten, gebet seinem Namen Dank und Preis; kommt zu seiner leeren Gruft, hört die Stimme, welche ruft: Jesus, euer Haupt, lebt wie⸗ der, durch ihn leben seine Glieder. Mel. von Nr. 34. 166 Ledinge, meine Seele, * dem Welterlöser! bet ihn an! Lobsing ihm, und erzähle, was dir zum Heil der Herr gethan! Er hat für dich gerungen. Durch seine Macht hat er des Todes Macht bezwungen, gestürzt der Höllen Heer. Nun liegt ihr Trotz darnieder, sein Sieg hat uns befreit. Uns krönet Gott nun wieder mit Huld und Seligkeit. 2. Froh führte seine Sonne den festlich hohen Tag herauf. Da stand er, meine Wonne, mein Gott und mein Versöhner auf. Gedanke, der zu Freuden des Himmels mich erhebt! Gedanke, der im Leiden mit reichem Trost belebt! Des höhern Lebens Quelle! mein Schild in jeder Noth! Wo ist dein Steg, o Hölle? Wo ist dein Stachel, Tod? 3. Des Felsen Grund erbebet, die Wächter fliehn, das Grab ist leer. Der todt war, sieh, er lebet! er lebt! und stirbt binfort nicht mehr. Die schwachen Jünger wanken, er stärkt die Wankenden. Sie sehn ihn, freun sich, danken dem Auferstande⸗ nen. Sie sehn empor ihn steigen, und gehn, wie er gebot, mit Freu⸗ den hin, und zeugen von ihm bis in den Tod. 4. Herr, deine Boten siegen, von dir und deinem Geist gelehrt. Die Götzentempel liegen, der Erdkreis wird s Gott bekehrt. Ich weiß, an wen ch glaube, bin freudenvoll ein Christ. Ihn bet ich an im Staube, ihn, 7 9 Erster Theil.— Von der mein Retter ist. Ich werd ihn die Stimm erhebst, so wird died nn ewig schauen, wenn er auch mich er⸗Fleisch erwachen, denn du win Der Herr ist mein Vertrauen: hebt. er starb für mich und lebt. Mel. Hosianna, Davids Sohn. ö 167. J esus, mei . lebt/ dem es ist so wohl gelun⸗ gen, daß der Feind nun vor ihm D...—. bebt, und der Tod im Sieg ver⸗ 8— 2 2 E schlungen: Er, mein Heil, ist —.——.—.—.— Ewieder Acht, der im Hrabe lag — 72 EÆN. + 2 erbleichet, aber jetzt der Sonnen E gleichet, mit verklärtem Angesicht. 2. Einen hoffnungsvollen Blick und ein unvergänglich Wesen bringt mir diese Sonn zurück, und gibt mir im Wort zu lesen: daß die Glieder ihrem Haupt gleich im Leben, gleich im Sterben, gleiches Leben sollen erben, dessen ste zuvor beraubt. 3. Liebe, stärker als der Tod! Du gibst klare Siegeszeichen, machst den Feind zum Friedensbot, lässst den Tod zum Hetl gereschen: denn wie sollt zur Sterbenszeit mich die Bot⸗ schaft können schrecken, die mir sagt von Auferwecken, nichts von Todes Bitterkeit? 4. Sehet nicht auf die Gestalt! dieser Tod ist nur ein Schlafen: Nunmehr hat kein Feind Gewalt an den wiederfundnen Schafen! denn der auferstandne Hirt, der sich selbst für sie Leben führt ste durch den Tod zum eben, wo er ewig triumphirt. 5. Bringt man mich dem Grabe zu, das du, Lebenssonn! durchscheinest; so komm ich zur süßen Ruh, da du mich mit dir vereinest: wenn du einst der Auferstehung Jesu. lebend machen, und mich bringem du lebst. 6. Komm, mein Hirte! führe ni Liebe! gib, daß ich dich schmah Sonne! laß mich sehen dich, daßh Tod mich nicht erschrecke; führth mich zum Leben hin: gib, daß! 6 dir folgen möge, durch die dir belleh⸗ ofn Wege, bis ich ewig bei dir bin. Mel. Allein Gott in der Höh.— Vach auf, mein 168. Wẽ auf, träger 8 die Sonn ist aufgegangen; wirf zu Jesu Füßen hin, den Heilanh. umfangen. Siegreich hebt er Haupt emporz er gebt aus sen Grab hervor, der ganzen Welt Wonne. 2. Steh von dem Tod der den auf, beginn ein neues dal Vollführe deines Glaubens Lauf n mußt du dich erheben gen Himn wo dein Jesus ist, such nun, droben, als ein Christ, der gassh auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten n. 1ochfauf Erde bist⸗ schau, v u noch auf Erden bist, auf In wag soll Dirs glacen. Verlaß Pach paöif und ihren Schein! bei Jesu hun du nur allein Ruh und Ergus 6 finden. 4. Bald reizt dich freilich noh! Welt, bald sucht sie dich zu schuih Doch wer sich fest an Jesum dem kann nichis Furcht erwath Wirf deine Sorgen auf den Haß in mi er sorgt für dich, und ihut es gů drum ist er auferstanden. 5. Der Löw aus Juda hat 1 mehr volkommen überwunden, W. gegen aller Feinde Heer wird besh Schutz gefunden. Durch ihn gesil B durch ihn belebt, wirst du, waß z noch widerstrebt, auch siegreich in winden. Hürst, 6. Du warest todt, Herr Jesu Uslh Wirst, nun bist du auferstanden. Du lin under des Satans Macht und List, o, u 10 —. sie zu Schanden! daß wir in ii phim. un, T geish unten i. Hhau, M. If Ju die W osu han Erqhichh 10 schit sum V erweth en Han t ed gh hat u den, M ird beifh hn gesih „ waß reich il⸗ su Eh 91 n st, o,du in Ns ben. Erzeige Erster Theil.— Von der Auferstehung Jesu. Müfungszeit, mit ihm und mit der Welt im Streit, zuletzt das Feld halten. 97 Kommt Rune 9 ar 9 6 Hau⸗ ind, so stärk uns, Herr! im Glau⸗ . e dich als unfern Freund, und was wird er uns rauben? Dort wischst du uns die Thränen ab: auf Hoffnung ruht der Lih imt Grab, Reinst wird er herrlich glänzen. Mel. Vom Himmel hoch· da.— 109. 20 einure dich, mein Beist, 169. Eafreut, deh boben Cag der Hertlichkeit; halt im Gedächtniß Fesum Ehrist, der von dem Tod kestanden ist. 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, als ob er heute dir erschien, als präch er: Friede set mit dir! so steue dich, mein Geist, in mir. 3. Schau über dich, und bet ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit Gott vereint, und ist deinjKönig und dein Freund. 1. Macht, Ruhm und Hoheit im⸗ merdar, dem, der da ist, und der da war! sein Name sei gebenedeit, von nun an bis in Ewigkeit. 5. O Glaube, der das Herz erhöht! was ist der Erde Majestät, wenn sie mein Geist mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht. 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich, unsterblich, heilig, Engeln gleich, und ewig, ewig selig sein: Herr, welche Herrlichkeit ist mein! 7, Mein Herz erliegt froh unter ihr; Lieb und Berwundrung kämpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht fall ich, Gott, auf mein Angesicht. 8. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst; und du erfüllst einst mein Bertraun, in meinem Ileische dich zu schaun. 9. Ich soll, wenn du, des Lebens Jürst, in Wolken göttlich kommen wixst, erweckt aus meinem Grabe gehn, und rein zu deiner Rechten stehn. 10. Mit Engeln und mit Sera⸗ phim, mit Thronen und mit Cheru⸗ 99 bim, mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freun in Ewigkeit. 11. Zu welchem Glück, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Christen⸗ thum! mit dir gekreuzigt, Gottes Ei sind wir auch auferstanden 3on. 12. Nie komm es mir aus melnem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin, damit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde stets erneu. 13. Er ists, der alles in uns schafft, sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. / reiwillig hast du dar⸗ 170. F gebracht für uns, o Herr, dein Leben. Du hattest, es zu lassen, Macht; Macht, wieder dirs zu geben. Und darum liebte dich dein Gott, weil du, gehorsam bis zunt Tod, dich hast für uns erniedrigt. 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er krönte dich mit Herrlichkett, die Sterbliche nicht fassen. Dein Kreuz, daran man dich erhöht, verwandelt sich in Majestät, denn du gingst aus dem Grabe. 3. Gehaßt in deiner Niedrigkeit, warst du ein Ziel des Spottes, und zeigtest doch zu gleicher Zeit an dir die Hoheit Gottes. Dein Kreuz schien zwar der Welt ein Greul; doch ster⸗ ben für der Feinde Heil, dies ist die höchste Tugend. 4. Dein Reich war nicht von dieser Welt, dein Ruhm nicht Menschenehre. An Demuth groß, an Lieb ein Held, und göttlich in der Lehre, geduldig und von Sünden rein, gehorsam bis zum Kreuze sein: dies war, Herr, deine Größe. 5. Du starbst am Kreuz, doch war dir ja die Kraft des Herrn gegeben. Du schafftest, daß der Blinde sah; du gabst den Todten Leben. Du sprachst: es schwiegen Wind und Meer! und selbst der bösen Geister Heer gehorchte deiner Stimme. 6. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch deines Kreuzes Schan⸗ 7— 100 den. Du bist mein Herr, du bist mein Gott! denn du bist auferstanden. Du bist mein Heil, mein Fels, mein Hort, der Herr, durch dessen mächtig Wort auch ich einst ewig lebe. 7. Wir sind nun göttlichen Ge⸗ schlechts, durch dich des Himmels Erben. Dies ist die Hoffnung deines Knechts, in dieser will ich sterben. Wie du vom Tod erstanden bist, so werd auch ich, Herr Jesu Christ! durch dich einst auferstehen. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 171. He? Seus allelujah! Jesus EE E lebet. Erlöste Menschen, o erhe⸗ IEEEE.. bet, des Gottversöhners Majestät! =DS — — — E——.— Hörts, betrübte Sünder! gebet — der Freude Raum! denn Jesus aus dem ———— lebet: Gott hat ihn ..———..— Staub erhöht. O Seele! dein —— —2 H 2 Gesang erschalle ihm zum Dank! .......——— Hallelujah! dich, großer Held, erheb E— E E 2 die Welt weil deine Hand den 23 AIS Sieg behält. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leide! am Oie ihm, und nehmt voll Freude am Siege Theil, den er errung. Seht, der Tod ist überwunden! die ganze Hölle ist gebunden; für eure Schuld that er genung. Laßt eure Feinde dräun; ihr könnt getrost euch freun; Jesus lebet von Ewigkeit zu ban. derselbe gestern und auch eut. Erster Theil.— Von der Auferstehung Jesu. 3. Nun verzagt auch nicht, brecher! Gott ist euch nun kein stren 5. Rächer, wenn ihr die Schuld vorsf soll bereut. Durch des Todes Ueberwin der ist er versöhnt, und gegen Sünder Leide Vater der Barmherzigkeit. Erg Pflic sein Volk hinauf: schließt seinen g mel auf, sie zu segnen. Der Himn tönt: Gott ist versöhnt! weil I 1 lebt, ist Gott versöhnt! 4. Tod, wo sind nun deine Schn ken? nicht ewig wird das Grab!⸗ decken, verwest der Leib gleich inuy Gruft. Einst wird er zum bisß Leben sich aus des Todes Staub 1 ö heben, wenn Jesus den Entschlaß ruft. Dann wird das todte Feh einer regen Welt. Alles lebet, Toch verneut zur Frühlingszeit das n⸗ zenreich die Erde kleid't. 5. O Erstandner! weich ein V fah erwartet uns, wenn wir auf H einhergehn, die dein Fuß baß zen Unnennbare Seligkeiten, die währen, sind die Beuten, die n dein Sieg erkämpfet hat. Bald⸗ sie unser Theil. Bald krönet ung. Heil deines Lebens. Hallelufahl Herr ist nah. Bald ist der Tagl Sieges dal Mel. Dennoch bleib ich stets an dir.— esus lebt, mit ihmg 172. J ich. Tod! wo nun deine Schrecken? Er, en und wird auch mich von den I auferwecken. Er veiklärt mich in Licht: dies ist meine Zuversicht, 2. Jesus lebt; ihm ist das Y über alle Welt gegeben; mit ihm auch ich zugleich ewig herrschen, leben. Gott erfüllt, was er vers dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt: wer nun besh 6 lästert ihn und Gottes Ehre. I hat er zugesagt, daß der Sündu 6 bekehre. Gott verslößt in Chrisonn dies ist meine Zuversicht. 2 4. Jesus lebt; sein Heil ist u sein sei auch mein ganzes Leben. M Herzens will ich sein, und den A widerstreben. Er verläßt den Schunh nicht; dies ist meine Zuversicht. Erster Theil.— Von der Himmelfahrt Jefu de. 5. Zesus lebt, ich bin gewiß, nichts 101 6. Jesus lebt: nun ist der Tod mir ö soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Eingang in das Leben. Welchen der Finsterniß, Leiden. Er gibt Pficht; dies ist meine Zuversicht. keine Herrlichkeit, kein Trost in Todesnoth wird es meiner Kraft zu dieser Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversichtl 12) Von der Himmelfahrt Jesu und seinem Sitzen zur Rechten Gottes. Mel. Auf diesen Tag gedenken wir. EE 173. A n diesem Tag froh⸗ SSDSDSDSSS............... Herr! du bist aufge⸗ locken wir! — DDi 7— —**. sah reni Des Himmels Ehbre sauch⸗ —..— E 2— EE 1 dir: o laß auch uns erfah⸗ DDiieeeeeeeeeee.....— ren: daß wie voll Müh das Leben E(¶ 3 sst, doch da du hingegangen bist, .——. die Hoffnung F.— 2+ Emsah, Ade-Aüelusaht 2. Gottlob! der Weg ist nun be⸗ reit't: uns steht der Himmel offen. Der Christ kann seine Herrlichkeit aus sarken Gründen hoffen, wenn er im —— —— —. 2*— SI es versü⸗het. Alle⸗ ——* Glauben freudenvoll sich emsig rüstet, wie er soll, dem Herren nachzufahren. Allelujah, Alle⸗Allelujah! 3. Wer nicht nach seinem Willen thut, verlangt nicht nach dem Herren. Er wird dem trägen Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Ist unser Glaube rechter Art, so läßt uns Christi Himmelfahrt nicht an der Erde kleben. Allelujah, Alle⸗Allelujah! 4. Zeuch uns dir nach, Herr Jesu I Christ, daß wir, so lang wir leben, zu dir, der du nun droben bist, uns immerdar erheben. Wir sehn hin⸗ auf, du siehst herab, an Treu und Neb geht uns nichts ab, bis wir zusammen kommen. Allelujah, Alle⸗ Allelujah! 5. O großer Tag! an Freuden reich, wenn wir mit allen Frommen nun unserm großen Heiland gleich zum selgen Schauen kommen. Wie wohl, wie wohl ist uns zu Muth in Ewigkeit beim höchsten Gut! mehr können wir nichts wünschen. Alle⸗ lujah, Alle⸗All elujah! Mel. von Nr. 101. 174. DGumet wif diben Jubelschall, mit jauchzendem Getüm⸗ mel und mit Posaunenhall. Lobsingt, lobsinget Gott! lobsingt, lobsingt mit Freuden dem Könige der Heiden, dem Herren Zebaoth. 2. Der Herr wird aufgenommen in königlicher Pracht. Des freun sich alle Frommen, die er hat frei gemacht. Es holen Jesum ein des Himmels laute Heere, die seiner Pracht und Ehre sich, gleich als wir, erfreun. 3. Mit freudigem Gebete wird er von uns erhöht! wir wissen nun die Stätte, die uns bereitet steht. Der Heiland geht voran, läßt uns nicht von ihm trennen, macht, daß wir folgen können, uns freie sichre Bahn. 4. Wir Pilgrime der Erden, die bier das Elend baun; wir sollen himm⸗ lisch werden, und Jesum ewig schaun. Auf, Kinder Gottes, auf! wo Jesus hingegangen, dahin steh eur Ver⸗ langen! dahin kehrt euern Lauf! 5. Gen Himmel laßt uns dringen mit herzlicher Begier! mit Inbrunst laßt uns singen: dich, Jesu, suchen wir! zu dir, o Gottes Sohn, soll sich 10² Erster Theil.— Von der Himmelfahrt Jesu, der Geist erheben. Du bist uns Licht · und Leben, und unser großer Lohn. 6. Hinweg mit deinen Schätzen, du gleisnerische Welt! sollt uns dein Nichts ergötzen? dort ist, was uns gefällt! er, unser Fleisch und Blut, prangt auf der Gottheit Throne, gibt uns sich selbst zum Lohne, ist Unser höchstes Gut. 7. Wann wird es doch geschehen; wann kommt die frohe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlich⸗ keit? du Tag, wann wirst du sein, da wir ihn mit Entzücken zum ersten⸗ mal erblicken? O Tag, brich bald herein! Mel. Vom Himmel hoch, da.— 109. chau, großer Herr der 175. S Herrlichkeit, herab vom Thron der Majestät, um den, auf deinen Wink bereit, die Schaar der starken Helden steht. 2. Denn als du ganz dein Werk vollbracht, beschlossest du den edlen Lauf; und fuhrst in königlicher Pracht zu deinem Vater wieder auf. 3. Ein ewigs Heil hast du geschafft, Sohn Gottes und des Menschen Sohn! Nun sitzest du in großer Kraft, als unser Haupt, auf Gottes Thron. 4. Dein Arm, du Gottmensch, herrscht und siegt, du bist uns allent⸗ halben nah! und selber das Verborgne liegt vor deinen Augen offen da. 5. Schau, Herr, aus deiner heil⸗ gen Höh auf uns, die Deinen, die du kennst; daß alle Welt erkenn und seh, daß du uns deine Brüder nennst. 6. Du bist in deine Herrlichkeit schon eingegangen; aber wir, wir sind noch immerdar im Streit, und seufzen noch im Elend hier. 7. Doch darum fürchten wir uns nicht, da deine Hand uns hält und schützt. Du, unsre Kraft und unser Licht, bist mitten unter uns auch itzt. 8. Von deinen Brüdern sei gelobt, Held, der du uns den Sieg erstrittst! daß du den Satan, wenn er tobt, auch unter unsre Füße trittst. 9. So setzen wir denn unverzagt, und freudig unsre Wallfahrt fort, den Lohn, den du uns zugest erwartet unser Geist erst dort. 10. Ja, aufgefahrner Jesu Eh auf dich nur schaun und hoffen g Wir suchen nur, was droben ist, u unser Herz ist schon bei dir. 14. Vollenden wir dann unsern dan so eil, uns mächtig beizustehn! nin unsre Seelen zu dir auf, laß dir Herrlichkeit uns sehn! Mel. Vom Himmel hoch, da.— I00 uf! Jesu Jünger! sih 1. A Benchn der Herr 10 auf zu seinem Reich. Er trinmphh Lobsinget ihm! lobsinget ihm mit hih Stimm! 2. Sein Werk auf Erden ist un bracht. Zerstört hat er des I Macht. Er hat die Welt mit versöhnt, und Gott hat ihn mit In gekrönt. 3. Weit, über alle Himmel h geht seine Macht und Herrlicht Ihm dienen selbst die Seraphn Lobsinget ihm mit hoher Stimml 4. Sein sind die Völker aller M Er herrscht als sieggewohnter H er herrscht, bis unter seinen Jußh Feinde Heer sich beugen muß. 5. Er schützet seine Christenhi erhält sie bis in Ewigkelt. E ihr Haupt. Lobsinget ihm! lobsshh ihm mit hoher Stimm! 6. Ja, Heiland, wir erheben hi und unsre Herzen freuen sich der hn lichkeit und Majestät, dazu dich I dein Gott erhöht. 7. Wohl nun auch uns! denn, hu bei dir steht Kraft und Machtz dein sind wir. Nimmst du dich u hülfreich anz was ist, das und brechen kann? 8. In deiner Hand ist unser hun Wer an dich glaubt, dem gihll Theil am Segen, den du uns erwon als du für uns am Kreuze slaths. 9. Du hast die Stätte uns hen bei dir zu sein in Ewigkeit. Nach hl vollbrachtem Glaubenslauf, nimmsh uns in den Himmel auf. 10. O zeuch dir. Hilf uns mit eifriger Begier n uns immer meht Vaters Anecht schütt; nen m dessen Oinge 2. 2 ist auf Verlort in die 2 du ine Er lobshz ben di der h s hich H nn/ hu chtz H dich m uns iser hi gihst erwpun starhh, 5 berth Nach hl immih meht egit n und seinem Sitzen zur Rechten Goites. dem nur trachten, was da ist, wo du, klärter Hetland, bist. 9e1. Dein Eingang in die Herrlich⸗ keit, stärk uns in unster Prüfungs⸗ eit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Antlitz schaun. 12. Dann wird sich völlig unsre Seel in dir erfreun, Immanuel! dann singen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligthum. Cel, Alle Menschen müssen sterben.— 82. roßer Mittler! der zur 177⁷7. G Rechten seines großen Baters sitzt, und die Schaar von seinen Knechten in dem Reich der Gnaden schützt; dem auch selbst die Seraphi⸗ nen mit verhülltem Antlitz dienen; dessen Reich und Majestät über alle Oinge geht. 2. Dein Geschäft auf dieser Erden is aufs Herrlichste vollbracht. Der Berlornen Heil zu werden, gingst du in die Lodesnacht. Aus dem Tod tratst du ins Leben. Welch ein Trost ist uns gegeben! ewig unser Haupt zu sein, giagst du in den Himmel ein. 3. Nun, o Herr, ist dein Geschäfte in des Himmels Heiligthum, die er⸗ gordnen Lebenskräfte durch dein Evan⸗ ish g klium den Erlösten mitzutheilen, und von Sünden sie zu heilen. O wohl allen, die dir traun, und auf deine Hülfe baun. ö I. Herr, du schauest voll Erbarmen eis auf diese Welt herab. Liebreich suchst du jeden Armen, der sein Herz der Welt ergab, von der Thorheit abzuschrecken und zur Buße zu er⸗ wecken. Selig, wer, o guter Hirt! deiner Stimme folgsam wird. 5, Keiner, keiner wird zu Schanden, der, o Heiland! dein begehrt. Reitung aus der Sünde Banden wird dem stets von dir gewährt, der von dir die Rettung suchet und den Sündendienst verfluchet. Seiner Seele schenkest du Leben und Gewissensruh. 6. Du vertrittst, die an dich gläu⸗ ben; du bewahrst und stärkest sie, daß sie dir vereinigt bleibenz daß sie die⸗ sed Lebens Müh standhaft durch dich überwinden, ihres Glaubens Ende 103 finden, und einst ewig bei dir sein, ewig deiner sich zu freun. 7. O, was sind wir Menschenkin⸗ der, daß du unser so gedenkst, und so hülfreich auf uns Sünder immer noch dein Auge lenkst? Hilf, daß wir dich gläubig ehren, und auf deine Stimme hören; nur bei dir sleht unser Heil. Gib uns ewig daran Theil. 8. Wenn wir zu dem Vater beten, und uns unsre Sünde schreckt; laß uns dein Verdienst vertreten, welches unsre Schuld bedeckt. Laß zum Fleiß in guten Werken deines Geistes Kraft uns stärken. Hilf uns durch die Prü⸗ fungszeit, Herr, zu deiner Herrlichkeit. Mel. von Nr. 101. ein Jesus triumphiret 178. M und nimmt den Him⸗ mel ein. Er hat sein Werk vollführet, vom Fluch uns zu befrein. Die hohen Seraphim empfangen ihn mit Freuden nach überstandnen Leiden. Lobsingt, lobsinget ihm! 2. Wohl uns! die wir noch hoffen. Nun Jesus triumphirt, steht uns der Weg auch offen, der zu dem Himmel führt. Er selbst, er macht uns Bahn. Wer hier nur an ihn gläubet, ihm folgt und treu verbleibet, der wandelt himmelan. 3. Nur dort, nicht auf der Erden, ist unser bestes Theil. Um himmlisch einst zu werden, erwarb der Herr uns Heil. Erlöste! macht euch auf! wo Jesus hingegangen, dahin schickt das Verlangen! dahin geh euer Lauf! 4. Herr! hilf uns darnach ringen mit eifrigster Begier. Laß unsern Fleiß gelingen; den Himmel suchen wir. Laß uns in dieser Welt im Glauben an dich wandeln, so denken und so handeln, wie es dir wohlgefällt. 5. Was sind der Erde Freuden? wie bald sind sie dahin! o, hilf uns alles meiden, was hier noch unsern Sinn vereitelt und uns stört, das beste Theil zu achten, und nur nach dem zu trachten, was ewig Heil gewährt. 6. Sei du selbst unser Leiter in unsrer Prüfungszeit, und bring uns immer weiter zu deiner Herrlichkeit! 10⁴ bis diese Zeit vorbei, bis wir dich, Heiland! sehen, und freudig vor dir slehen, bis Erd und Himmel neu. Mel. Vom Himmel hoch, da.— 109. ir freuen uns, Herr 179. Wé Jesu Christ, daß du zur Rechten Gottes bist. Du starker Herr, Immanuel! o stärk im Glauben unsre Seel. 2. Du sitzest auf des Himmels Thron als unser Freund, als Menschensohn. Auch da schämst du dich unser nicht! drum bleibst du unsre Zuversicht. 3. Dein ist die Macht, dein ist das Reich. Wer ist an Majestät dir gleich? Mensch, Engel, jede Kreatur ist dein, du Herrscher der Natur! 4. Umsonst, umsonst empöret sich der Fürst der Hölle wider dich. Dein Thron stebt fest, der seine liegt, durch deine Macht ist er besiegt. 5. Du, unser triumphirend Haupt! wie selig ist, wer an dich glaubt! du n sein Licht, sein Trost, sein Thell, sein starker Schutz, sein ewges Heil. 6. Herr, unsre Herzen traun auf dich. Dein freuet unsre Seele sich. Du Held von unserm Fleisch und Blut, bist unser Trost und höchstes Gut. 7. Was uns gebricht, ist dir bekannt. Der Segen ist in deiner Hand. Von keiner Seele bist du fern; du siehst auf sie, und hilfst ihr gern. 8. Sieh auf uns gnädig allezeit vom Throne deiner Herrlichkeit! hilf unserm schwachen Glauben auf, und segne unsern Lebenslauf. 9. Gen Himmel fuhrst du als ein Held. Als Herr und Richter aller Welt wird dich dereinst der Erdkreis sehn. Laß uns dann freudig vor dir siehn. 10. Dann triumphirt der Glaub an dich. Dann jauchzen wir dir ewiglich. Hilf uns dazu, Herr Jesu Christ der du zur Rechten Gottes bist. Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. ein Jesus sitzt zur 180. M rechten Hand des Vaters in der Höhe; er herrscht in meinem Vaterland, das ich von ferne sehe, und wo ich mit dem Herzen Erster Theil.— Von der Himmelfahrt Jesu, bin, wo alle Engel Gottes ihn g ihren König ehren. 2. Denn über jedes Fürstenthu hat er sich nun erhoben, und ih aller Engel Ruhm ist er sehr. zu loben. Ihm jauchzt der Sh phinen Stimm, die Cherubinen sun ihm das: Heilig! ohne Ende. 3. Ihm dient in seiner Herrlichh der Himmel sammt der Erden, u. was sowohl in dieser Zeit, als h genannt mag werden; was Kraft u Macht nur heißen kann, das ist ih alles unterthan! er herrschet überal 4. Du mußtest Hoherpriester sh dein Opferblut, dein Beten, dein S konnte ganz allein uns helfen vertreten. Und dir gebührt auch n der Ruhm, daß dies dein Hohein sterthum in Ewigkeiten währet. 5. Nun hörst du unser Flehen gu wir sind dir unterthänig; nun wal du als Herr der Herrn und der N. narchen König. Herr über Ewihh und Zeit, du Herrscher in Gereh keit, Herr über Tod und Leben! 6. Immanuel! du bist bei ung an der Zeiten Ende! und die Nn gung unsers Thuns gab Gott in di Hände. Du stehst uns bei in allerdu du streitst, du siegst, und hilsst Tod durch Glauben überwinden. 7. Du sprichst: dem, welcher ih windt, will ich zu sitzen geben, meinem Stuhl, als Gottes Kind, u er soll ewig leben, wie ich gesiegh,! Gottes Sohn, und bin auf meinel ters Thron voll Herrlichkeit gesish Mel. von Nr. 34. 18 1 Meu Heiland, deineh * geht über alle Him weit. Wer ist, der sie ermesse? warst bei Gott von Ewigkeit. bist der Erstgeborne vor aller Kreh kamst zwar für uns Verlorne in mat licher Natur; doch in der Mensch Orden tratst du erst in der Eh noch die Welt geworden, h du schon Herrlichkeit. 2. Der Himmel und die Erde h durch dein kräftges Wort gemi Auf dein allmächtig t Werdel enss Kind/ v gesiegt, meinet it gesese deinei lle Him nesse? gkeit. er Krealh e in meis Mensa der 9 den, hu e Erde sh rt gemtt del enssi und seinem Sitzen zur Rechten Gottes. 10⁵ ne Welt mit ihrer Pracht. Du bist auch unser Meister; auch uns schuf deine Hand, so wie das Heer der Geister, das dich noch ehr erkannt. Ein Erbe über Alles! das ist dein ewger Ruhm; drum jammert dich des Fall es von deinem Eigenthum. 3. Du trägest alle Dinge durch deiner Allmacht starkes Wort; das Große und Geringe geht bloß durch deinen Willen fort. Sohn Gottes! du negierest den ganzen Kreis der Welt. Weil du das Ruder führest, geschieht, was dir gefällt. Bei dir steht Tod und Leben. Drum wird einst jede Gruft die Todten wiedergeben, wenn deine Stimme ruft. J. Gott läßt dir Ehr erzeigen, die keinem andern widerfährt. Dir soll sich alles beugen! denn göttlich roß ist, Herr, dein Werth. Du bist 05 Heil der Erden. Wer auf dein Wort nicht hört, der kann nicht selig werden. Wer aber dich verehrt, dem hilfst du vom Verderben; schaffst ihm Zufriedenheit, und machst ihn einst zum Erben vollkommner Seligkeit. 5. Wie herrlich ist deine Name schon jetzt, o Herr, in aller Welt. Dich preist der Frommen Saame, der gläu⸗ big dir zu Füßen fällt. Dich preisen Seraphinen, erhabner Menschensohn! mit Freuden dir zu dienen, stehn sie vor deinem Thron. Wer sollte dein sich schämen? werth bist du Preis und Ruhm auch, Herr, von uns zu neh⸗ men, uns, deinem Eigenthum. 6. Sohn Gottes! ich verehre und bete dich in Demuth an. Beschäme und be⸗ lehre die, die dir noch nicht zugethan; die deinem Wort nicht glauben, und dir, der für uns litt, die schuldge Ehre rauben. Theil ihnen Gnade mit, dich gläubig zu erkennen. Laß nichts, die dich erkannt, von deiner Liebe trennen. Dein Ruhm füll jedes Land! Mel. Xus tiefer Noth schrei ich.— 119. 18²2 Hen Jesu, deiner Glie⸗ * der Ruhm, du star⸗ kes Haupt der Schwachen! du hast ein ewigs Priesterthum, kannst allzeit selig machen; du bist, der das Gebet erhört und der des Glaubens Wunsch gewährt, sobald wir zu dir kommen. 2. Uns muß durch deine Himmel⸗ fahrt der Himmel offen stehen. Du hast den Weg geoffenbart, wie wir zum Vater gehen. Der Glaube weiß und ist gewiß, du habest uns im Pa⸗ radies die Stätte zubereitet. 3. Geht unser Haupt zum Himmel ein, so werden auch die Glieder gewiß nicht ausgeschlossen sein. Du bringst sie alle wieder: sie werden da sein, wo du bist, und dich verklärt, Herr Jesu Christ, dir äbnlich, ewig schaun. 4. Zeuch uns dir nach, so laufen wir: laß uns ein himmlisch Wesen in Worten, Werken und Begier von jetzund an erlesen z zeuch unser Herz dem Himmel zu, daß unser Wandel, Schatz und Ruh nur sei bei dir dort oben! 5. Was droben ist, laß künftighin uns unablässig suchen; was eitel ist, das laß uns fliehn, was sündlich ist, verfluchen! weg Welt! dein Lust⸗ und Freudenschein ist viel zu elend, viel zu klein für bimmlische Gemüther. 6. O Kleinod, das im Himmel strahlt, ich will nach dir nur laufen! o Perle, die die Welt nicht zahlt, dich will ich an mich kaufen! o Erbtheil voll Zufriedenheit, o Himmel voller Seligkeit, sei mein, aus Jesu Gnaden! 7. Wann fahr ich auf aus dieser Noth? wann komm ich, Heilserstat⸗ ter, zu deinem und zu meinem Gott, zu dein⸗ und meinem Vater? wann komm ich zu dir, höchstes Licht? wann seh ich einst dein Angesicht? komm bald, o Jesu! Amen! Mel. Hosianna, Davids Sohn.— 167. „Davids S 183. Hiern leines Vauers Namen sich erhebet auf den Thron über Jacobs Haus und Saamen, welchem Gott ein Reich bestimmt, dem die Reiche dieser Erden endlich müssen dienstbar werden, und das selbst kein Ende nimmt! 2. Sei gesegnet, theures Reich, das ein solcher Herr besitzet, dem kein Herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nachdruck schützet! Schwinge dich in 106 Erster Theil.— Von stetem Flor, groß durch Frieden, reich an Freuden, unter Juden, unter Hei⸗ den mit vermehrtem Glanz empor! 3. Deines Königs Majestät müsse jedes Volk verehren, und so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm ver⸗ mehren! selbst der kleinen Kinder Mund mache, zum Verdruß der Feinde, und zur Freude deiner Freunde, deinen gro⸗ sen Namen kund! 4. Schreibe mich, Herr, auch mit an unter deine Unterthanen! ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist froh zu jenen großen Reihen, die dein Hostanna schreien, wo man dich willkommen heißt. 5. Jauchzt, ihr Kräfte! freuet euch; seid ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich wird bei euch auch Raum gewinnen. Kommt, und schwört den Huldgungseid! kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach, daß niemand außen bliebe! Hier, ach hier ist Seligkeit. Aus dem 47. Psalm. Mel. Allein Gott in der Höh sei.— 15. hr Völker in der ganzen 184. J Welt, frohlockt mit Herz und Händen! jauchzt unserm Gott! erhebt den Held, der sich an allen Enden stets als den größten König zeigt, an Hoheit alles übersteigt, und Feinden schrecklich bleibet! 2. Ihr, die ihr seinen Zepter ehrt, ihr werdet einst regieren; ihr werdet diese Welt zerstört zu euren Füßen spüren. Zu seinem Erbtheil wählt er euch; euch ist ein ewig Königreich: ein ewigs Heil beschieden. 3. Den Himmel nahm er jauchzend ein; ihm sangen Cherubinen. Wie? wollt ihr länger träge sein, lobsin⸗ gend ihm zu dienen? Nein, auf! lobsingt, lobsingt dem Herrn; denn er ist Gott und Jacobs Stern, ein König aller Menschen. A. Mit klugem Lob erhöhet ihn, den König aller Heiden! für ihn laßt euren Eifer glühn, und dienet ihm mit Freu⸗ den! der Abgrund bebt vor seinem der Himmelfahrt Jesu, Thron; der Höllen Heere sehn h. Sohn, und fliehn vor seinem Schelg 5. Es werden selbst die Hermi Welt zu seiner Fahne schwören, u sich, besiegt durch diesen Held, zu sh als Gott bekebren. Es beugen mit Jacobs Stamm dir, Herrsch Gott von Abraham, die Mächsth der Erde. Aus dem 72. Psalm. Mel. D Gott du frommer Gott.— 18 Gott! gib dein 6 185. richt Dem Könthez Erden, laß die Gerechtigkeit durch verschaffet werden! durch ihn, I. Königssohn, sei, Herr, dein N. befreit, und wer die Sünde fühllz deinem Bild erneut. 2. Von nun an müssen sich g Zions Berg und Hügeln Fried un Gerechtigkeit in vollem Glanze sh geln; der Held aus Juda nimmt armen Volks sich an, er, dessen sinz gen Zorn kein Freyler iragen kam 3. Dir, Heil der ganzen W wird man mit Ehrfurcht dienen, lange Sonn und Mond an den g wölbten Bühnen im alten Pmi stehn. Von Kind und Kindellh erschallt, wie groß und schön, hn deine Werke sind. 4. So sehr ein sanfter Guß dürre Land erquicket, so milden stärkend wird auch Zions Gott⸗ blicket: er kommt, und seht, dun ihn wird der Gerechte blühn, v ihm wird Fiied und Ruh in i Gränzen ziehn. 5. Als König herrschet er von einn Meer zum andern, ihm unterwaf sich, die in der Wüste wandernt! wirft mit mächtger Hand die geis in den Staub, und macht, des Si gewohnt, aus ihnen einen Rauh, 6. Bis an das fernste Meer u sich sein Zepter schwingen, ihm wal Könige Geschenk und Gaben bringe ihm dient, was in der Welt groß und mächtig heißt, von Hehh b selbst wird auch sein hoher Ruh gepreist. „ chn le Scheg derrn ren, u „. gen Harshz Tächsih m. H. dein 6. — Urch i6 n, ein M fühll⸗ sich g ried n inze sh immt ssen siiz en kam en Wil ienen, u den g Pui Pindeish zn, Hu 7. Warum ꝰ sein starker Arm wird die Elenden reiten, sein mild und hülfreich Herz bricht ihre schweren Ketlen; von Trug und Frevel macht sie sein Erbarmen frei, und zeigt, wie werth vor ihm sein Blut geachtet sei. 8. Er lebt; und seine Macht weiß nicht von Ziel und Grenzen. Sein mermeßnes Reich wird jetzt und ewig glänzen. Ihm bringt man alle Zeit Gebet und Opfer där, und dränget sch mit Lust zu seinem Lobaltar. 9. Wie, wenn ein gutes Land die neichsten Saaten decken, so reichlich wird sich auch der Segen einst erstrecken, der guf die Sterblichen aus seiner Fulle fleußt; und ewig wird dafür sein Nam und Thron gepreist. 10. So lange Sonn und Mond im alten Glanze blitzen, wird sich der Nachwelt Trost auf seinen Namen stützen: durch ihn gesegnet, kniet der Heiden große Schaar mit Ehrfurcht, Dant und Ruhm vor seinem Sühnaltar. 11. Gelobet sei der Herr, den Israel verebret, der einzig Wunder thut und Feind und List zerstöret! gelobet sei sein Nam! bis in das fernse Land werd seine Herrlichkeit je mehr und mehr bekannt. Aus dem 24. Psalm. Mel. Vom Himmel hoch, da.— 109. 186 ie Erd und was darin⸗ nen ist, das Meer, so weit es schäumend fließt, die Welt mit Sonne, Mond und Stern, dies Alles, Alles ist des Herrn. 2. Des Herrn, der seine heilge Stadt so felsenfest gegründet hat, daß sie, wenn alles untergeht, gleichwohl wie Berge Gottes steht. 3. Wer darf sich dieser Stätte nahn? wen nimmt er zum Bewohner an? nur den, der durchs Versöh⸗ nungsblut die schweren Sünden von sich tbut. 4. Nur dem, der reines Herzens bleibt und keine falsche Lehre treibt, Ru des Meineids sich nicht schuldig macht, nur dem ist Segen zugedacht. und seinem Sitzen zur Rechten Gottes. 10⁷ 5. Ja, Segen und Gerechligkeit theilt Gott, die Quell der Seligkeit, dem, wercher vor sein Anilitz tritt, recht überschwenglich gnädig mit. 6. Verlorne Sünder, machet doch die Thore weit, die Thüren hoch! und soll euch recht geholfen sein, so nehmt den Ehrenkönig ein. 7. Ihr fragt: wer dieser König sei? Nichts, nichts kommt seiner Größe bei. Er ist der Herr von ewger Kraft, der statt des Streits bald Frieden schafft. 8. Eröffnet fröhlich Thür und Thor! geht aus der Finsterniß hervor, er kommt, der Herrscher Zebaoth! vor ihm fleucht Sünde, Höll und Tod! Nachahmung des 21. Psalms. Mel. Wie schön leuchtet der.— 35. 187 der du deinen theu⸗ * ren Sohn mit Hülf und Kraft vor deinem Thron zum Mitlleramte schmücktest! Gott, der du auch, da Höll und Tod ihn schon mit Untergang bedroht, doch gnädig nach ihm blicktest! Siehe! Mühe, Schmerz und Wunden sind verschwun⸗ den. Nach dem Leiden lebt er nun in ewgen Freuden. 2. In jenen Wobnungen des Lichts, im Glanze deines Angesichts erhebt er deine Güte. Da rühmt die Wunder deiner Huld nach unsrer ausgesöhnten Schuld sein göttliches Gemüthe. Nun preist sein Geist deiner Liebe starke Triebe, die ihn hielten, als die Wetter auf ihn zielten. 3. Ja, Herr, was nur sein lunch begehrt, wonach sich nur sein Wuns gekehrt, das hast du ihm geschenket. Denn nur auf unsre Seligkeit, auf deinen Ruhm und Herrlichkeit war stets sein Sinn gelenket. Kronen, Thronen und ein Regen deiner Segen muß ihm werden. Sel'ger Wechsel der Beschwerden! 4. Ums Leben bat er, Vater, dich, da Trost und Vater von ihm wich; du gabst ihm langes Leben. Wer mißt jetzt seiner Tage Lauf? das Lob, den Schmuck, den du ihm drauf in — ——. rerx——— ———4 10 Erster Theil.— Von der Himmelfahrt Jesu, deinem Schooß gegeben? Freunde, Feinde, alle müssen zu den Füßen Jesu fallen, durch sie muß dein Ruhm erschallen. 5. Du, den mein Glaube zärtlich spürt, du hast es glücklich ausgeführt, was ich zum Leben brauchte. Des Vaters Rechte hielt dich fest, als von des ärgsten Grimmes Pest der Feinde Rachen rauchte. Schnöde, 15 u und mit Spotte sucht die Rotte dich zu töd⸗ ten: Gott sieht drein, und sie erröthen. 6. Sein Zorn, gleich einem Feuer, frißt das Volk, das seinen Bund dergißt, die mörderische Bande. Noch trägt ihr Same diesen Fluch, und ist(welch harter Richterspruch!) ein Scheusal aller Lande. Erde, werde, bei der Sache dieser Rache, die noch brüllet, werde doch mit Furcht erfüllet. 7. Man dachte, Böses dir zu thun, Lamm Gottes! und dann erst zu ruhn, wann du vertilget wärest. O Weis⸗ heitl die du Macht und List, wie groß und fein sie immer ist zu ihrem Schaden kehrest. Freunde! Feinde! hört: es ogen von dem Bogen seines Köchers feile des erzürnten Rächers. 8. Erhebe dich in deiner Kraft, und dämpfe, was uns Schaden schafft, und die dein Zion stören! so soll auch unser Herz und Mund dich, Herr, und deinen Gnadenbund in lauten Liedern ehren. Rühre, führe selbst die Heiden u den Freuden, zu den Kränzen, die 10 schön in Zion glänzen. Mel. Freu dich sehr, o meine.— 29. 188 err! du fährst mit Glanz und Freuden auf zu deiner Herrlichkeit! doch mich drücken noch die Leiden dieses Lebens, dieser eit! Gib mir, Jesu! Muth und kraft, daß ich meine Pilgerschaft so in dir zurücke lege, daß ich stets dein bleiben möge. 2. Laß mir deinen Geist zurücke, aber zeuch mein Herz nach dir: wenn ich nach dem Himmel blicke, o, so öffn ihn gnädig mir! neige meinem Flehn dein Ohr, trag es deinem Vater vor, daß er mir die Schuld vergebe, daß ich mich bekehr und lebe. 3. Lehre mich, die Welt verachth und was in ihr Eitles ist! und n dem, was dort ist, trachten, wo mein Erlöser, bist. Wollust, Ehrsih und Gewinn, soll mich dies zur ziehn, da ich jenseits überm Gun eine größre Hoffnung habe? 4. Diese müsse mir nichts raubg du erwarbst sie theuer mir; jetzu seh ich sie im Glauben, dorten s ich sie bei dir. Dort belohnst du Vertraun deiner Gläubigen dul Schaun, und verwandelst ihre Le in unendlich große Freuden. 5. Dort bereit auch mir die Sih in des Vaters Hause zu. Russt) frühe oder späte mich zu meines n bes Ruh; leucht auch mir in dish Nacht, durch die Stärke deiner Mai die des Todes Macht bezwungen i für uns den Sieg errungen. 6. Kommst du endlich glorreich i⸗ der an dem Ende dieser Zeit,, sammle meine Glieder, die Verweshh jetzt zerstreut! heilge und verklär ganz, daß der Leib im Himmelsglh dann nicht mehr von Staub und I ähnlich deinem Leibe werde. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele.—I 189 Keulg. dem kein Küh * gleichet, dessen Ruht kein Lob erreichet, Ebenbild von Goh Wesen, der zum Mittler uns erleh sich der Welt wollt offenbaren alz Bild des Unsichtbaren, dir gehört d Recht zum Throne, als dem Millh als dem Sohne! 2. Himmel, Erde, Luft und Ma müssen stets zu deiner Ehre dir, hun zu Gebote stehen, und dein Wille ui geschehen. Fluch und Segen, und Leben, alles ist dir Übergeht und vor deinem mächtgen Schell zittern Menschen, Engel, Wellen, 3. In des Gnadenreiches Gräm sieht man deine Wunder glänzen, viel tausend treue Seelen dich zu ihte Haupt erwählen: die nach deiner dh schrift leben, dir nur zu gefallen sh ben, alles gern für dich verlash und, wie du, das Unrecht hassen. n duhh re Lehn ie Sih Rufst) nes Hy in dih er Mah igen i reich hj it,„4 erwesth Hiri. nelsg und E e.— IMI in Kößh en Ruht on Golh 3 erlesn n als ehört d 1 Mitgz nd Mu dir, Han Bille u gen, ibergehg Schelh Belten. Grün änzen, v zu ihn einer d allen s verlash hassen und seinem Sitzen zur Rechten Gottes. J. In dem Reiche deiner Ehren hört man stets dein Lob vermehren von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen: die dich unermüdet preisen, und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr, in allen diesen Reichen, dit ist niemand zu vergleichen an dem Ueberfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an der Unterthanen Menge, 109 an des Regimentes Länge, an Begna⸗ digung der Freunde, und an Siegen über einde. 6. Nun herrsch auch in meinem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen. Laß mich deinen Schutz genießen, auf mich deine Gnade hu, und dich stets fürchten, ehren, lieben, un mich im Gehorsam üben, hier mit leiden, kämpfen, streiten, dort mit herrschen, dir zur Seiten. 13) Von der Wiederkunft Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. ... W— 190. E? ödter Jest, —2 Wotltes Sohn! der du schon längst E— P. der Himmel Thron als Herscher —— eingenommen. Du wirst dereinst PPIEII.—.—— zu rechter Zeit, in großer Kraft HE 2..— und Herrlichkeit, vom Himmel 22— — E FPAα ———— wleder kommen. Gib, daß dan 6. 2 2—— froh und mit Vertraun dich, — 2—..—..—.—— Herr, auch meine Augen schaun 2. Wer faßt, o Heiland! jetzt die Pracht, die deinen Tag einst herrlich macht? wie groß wirst du dich zeigen, wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer erscheinst, die jetzt schon dir sich beugen. Dann sieht die Welt die Majestät, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab mit allmachtsvoller Kraft hinab, und schafft ein neues Leben. Auf dei⸗ nen Wink muß Erd und Meer das unzählbare große Heer der Todten .— 2 — Jesu Christi zum Gericht. wiedergeben. Sie stehn durch dich, Herr, neubeseelt, nun alle auf, und keiner fehlt. . Du sammelst sie vor deinem Thron, um jedem den verdienten Lohn nach seiner That zu geben. Dann trifft den Bösen Schmach und Pein, den Frommen aber führst du ein in das verheißne Leben. Wer läugnet dann noch, Jesu Christ! daß du der Erden Richter bist? 5. O gib, wenn nun dein Ta erscheint, daß ich in dir dann no den Freund und Heiland wiederfinde; daß ich mit Freuden vor dir steh, und mit dir in den Himmel geh, ganz frei von Fluch und Sünde. Laß mi im Glauben wacker sein, und au die kleinste Sünde scheun. 6. Dein Name sei mir ewig werih! und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treulich üben. Niemals ermüde hier mein Geist, dich, den schon jetzt der Himmel preist, aus aller Kraft zu lieben; so hab ich in der Ewigkeit auch Theil an deiner Seligkeit. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 119. 191 r kommt, er kommt * zum Weltgericht, der Heiland, den wir ehren. O weigert euch, Erlöste, nicht, jetzt auf sein Wort zu hören. Wer hier nicht seine Stimme hört, und sie nicht mit Gehor⸗ sam ehrt, wird nicht vor ihm bestehen. 110 Erster Theil.— Von der Wiederkunft Jesu Christi 2. Herr, laß mich delner Majestät 2. Warum verzeucht der Rihh gen, mit wahrer Freude dienen! Wie herr⸗ Gott? wo bleiht der Rächer? h sein. lich dich dein Gott erhöht, ist zwar noch der Spott. Hört, Sünder! Ii tägite nicht erschienen. Doch was uns dier mit Beben! euch, die ihr fre 2. verborgen war, das wird deteinst uns widerstrebt, und in der Bosheit beden offenbar, wann du wirst wiederkommen. 3. Wenn vor dir die Natur dann bebt und unter deinen Füßen sich all es, was dir widerstrebt, wird böllig beugen müssen, wenn alle Engel vor dir stehn: dann werden aller Augen sehn, wie hoch dich Gott erhoben. 4. Wenn dann, o Herr! auf dein Geheiß die Todten wieder leben, dein Feind mit Furcht, dein Freund mit Preis sich aus dem Grab erheben, wer wird dann noch, Herr Jesu Christ! daß du die Auferstehung bist, mit Frechheit läugnen können? 5. Wer spottet dann noch deiner Kraft, wenn du, die dich hier fliehen, für ihre Schuld zur Rechenschaft mit Maje⸗ stät wirst ziehen? wenn nun ihr Auge dich erblickt, und sie dein Strafgerichte drückt, dann werden sie verstummen. 6. Und wenn du dann die Deinen nun mit Preis und Ehre zierest, und ihnen ewig wohlzuthun, sie zu dem Himmel führest, dann, Herr, wird völlig offenbar, daß dein die Macht und Gnade war, die Deinen zu beglücken. 7. O laß mich dann, Herr Jesu Ehrist, mit Freuden vor dir stehen, und dir, so herrlich du auch bist getrost entgegen sehen. Wenn deiner Feinde Rotte zagt, von Reu und Angst und Furcht ge⸗ plagt, dann jauchte meine Serle. S. Daß ich dies Glück erleben mag, so laß in diesem Leben, o Heiland, deinen großen Tag mir stets vor Augen schweben. Er reize mich, dir mich zu weihn, in deinem Dienste treu zu sein, und nie dich zu verläugnen. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort.— 190. 192 Der unsre Menschheit an * sich nahm, als er, uns zu versöhnen, kam, kommt zum Ge⸗ richte wieder. Nicht fern ist seiner Zu⸗ kunft Zeit! in aller seiner Herrlichkeit steigt Jesus dann hernieder. O sich⸗ rer Erdkreis beßre dich! der Tag des Schreckens nahet sich. I lebt, zur Beßrung Frist zu gihn Stän Doch bald ist euer Maaß erfühteh Mens⸗ kommit der Richter, und vergilt. dort 3. Daͤnn öffnet um euch her sichm bekom der Abgrund fener Ewigkeit mit 3.2 seinen Schrecken; dann wird, un Höller Gottes Fluch euch droht, nicht Satat und Meer, nicht Grab und Todi ist ein seinem Zorn euch decken. Denn n lich ei nicht mehr erbarmt er sich 3 und ach, e 4.1 4. Wenn furchtbar seiner Dom bederk Schall, und der Posaunen With abwen hall der Erde Grund erschüttern; vor G. ohne Hoffnung Lindrung sucht, Jesu! ich bin ein Missethäter. Begnaß Nel wann dein Gericht auch mir meintn 190 Urtheil spricht, Herr, mich, den Uihh treter! du, der die Sünber nicht iu aller stößt, du hast auch, Jesu, mich ell dichte, 7. Tag Gottes! Tag der Ewihll mich s du predigst uns den Werth der zu nich d laut mit des Donners Stimme. N wissen Christen, nicht durch eure Schulh 2, Gott der Langmuth und Geduld, N im Ge er nicht bald ergrimme. Denn i nen di wird der Sünder Pein, sowir den di Fiommen Wonne sein. buh 3 Mel. Ach Herr, mich armen S.— 3. 193 edenke, Mensch, A dor dei Ende: bedentt u Mens⸗ nen Tod. Der Tod kommt oft behuß ziebn. der heute frisch und roth, kann un nen v zum Gericht. 111 und geschwinder, hinweggestorben fen. Buum biide dir, V.Sunder, ehn ii lläglich Sterben ein. srebl! 2. Bedenke, Mensch, das Ende, delt sh bedenke das Gericht. Es müssen ant u gilg Stände vor Jesu Angesicht. Kein itte Mensch ist ausgenommen; es wird gilt. dort jedermann den Lohn von ihm sichn bekommen, nachdem er hier gethan. mit al. 3. Bedenke, Mensch, das Ende: der d un Höllen Angst und Leid, daß dich nicht icht Iu Satan blende mit seiner Eitelkeft. Hier Todin ist ein kurzes Freuen, dort aber ewig⸗ denun lich ein kläglich Schmerzensschreien; und s ach, Sünder, hüte dich. 4. Bedenke, Meusch, das Ende, r Dom bedenke stets die Zeit, vaß bich ja nichts Wih abwende von jener Herrlichkeit, womit ternz vor Gottes Throne ein müd er Strei⸗ Wellt ker prangt, der nach dem Kampf die er si Krone in Gottes Reich erlangt. und 5. Herr, lehre mich bedenken der Sylh Zeiten letzte Zeit, daß, sich nach dir zu lenken, mein Herze sei bereit. Laß zur I mich den Tod betrachten und deinen herzighe Richterstuhlt laß mich auch nicht ver⸗ den?] achten der Höllen Feuerpfuhl. ch hal 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten erhuß auf meinen letzten Tag mit Buße mich daß bereiten und täglich sterben mag: im „Lod und vor Gerichte steh mir, o cht. Jesu! bei; daß ich im Himmelslichte s hellt zu wohnen würdig sei. beri mich bein göttlich Licht, und mein Ge⸗ e. Ni wissen lehren: du haltest einst Gericht. Schul. 2, Ich höre die Posaunen, o Heir, eduld, N im Geiste schon; ich sehe mit Erstau⸗ Henn t nen dich auf dem Richterthron, um sowin den die heilze Menge eihabner Engel seht. Welch berrliches Gepränge, welch hohe Majestät! E.— 3. Umsonst sucht nun der Sünder ensch, tor deiner Macht zu fliehn. Herr, alle edenke. Menschenkinder wirst du zur Rechnung stbehu ziebn. Du rufst, und sie erschei⸗ kann un uen vor deinem Richterthron. Den Sündern und den Deinen gibst du gerechten Lohn. 4. Froblockend sehn die Frommen dein göttlich Angesicht. Schon hier dem Fluch entnommen, zagt ihre Seelenicht. Nun triumphirt ihr Hoffen! erlöst von aller Müh, sehn ste den Himmel offen, und du, Herr, segnest sie. 5. Wie angswoll aber beben, die hier dein Wort verhöhnt, und durch ein fleischlich Leben das eitle Herz ver⸗ wöhnt. Du gibst der Sünde Knechten ihr Theil in ewger Pein; und führest die Gerechten zu deiner Freude ein. 6. Laß, Jesu! dein Gerichte mir slets vor Augen sein, und drücke sein Ge⸗ wichte in mein Gewissen ein! laß fromm vor dir mich wandeln, und hier zu aller Zeit so wie ein Weiser haͤndeln, der seinen Richter scheut. 7. Ist dann dein Tag vorhanden, wird diese Welt vergehn, so werd ich nicht mit Schanden vor deinem Thron bestehn. Du stellst mich dann zur Rechten, von aller Schuld be⸗ freit, führst mich mit deinen Knechten in deine Herrlichkeit. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. chon ist der Tag von 195. S Gott bestimmt, da, wer auf Erden wandelt, sein Loos aus Gottes Händen nimmt, nachdem er hier gehandelt. Er kommt, er kommt, des Menschen Sohn, er kommt, und Wolken sind sein Thron, der Erden Kreis zu richten. 2. Hier an dem Rand der Ewigkeit, hier stehn die Millionen, die seit dem ersten Tag der Zeit auf dieser Erde wohnen, nur dem Allwissenden bekannt, unzählbar, wie am Meer der Sand;z hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt der Wahrbeit unterliegen. Hier, wo das Recht die Wage hält, wird leine Sünde siegen. Hier ist zur Buße nicht mehr Frist; hier gilt nicht mebr Zege und List; hier gilt kein falscher euge. 4. Der Richter spricht, der Himmel schweigt, und alle Völker hören erwar⸗ tungsvoll und tief gebeugt. Kommt 112 Erster Theil.— Von dem heiligen Geiste erbt das Reich der Ehren! so spricht er zu der Frommen Schaar, doch die, die widerspenstig war, heißt er nun von sich weichen. 5. O Herr! mit welcher Majestät wirst du dies Urtheil fällen! die Sün⸗ der, die dich hier verschmäht, gehn dann gewiß zur Höllen. Hier trifft sie unerforschte Pein. Wer wird dann noch ihr Retter sein? ihr Warten ist verloren. 6. Sie, die Gerechten, leuchten dann so wie der Glanz am Himmel. Du selbst nimmst sie zu Ehren an. O welch ein froh Getümmel! nun sehn sie mit erstauntem Blick, daß Glaub und Lieb das höchsle Glück, uns Gottes Gnad erworben. 7. Sie gehn nun in das selge Reich, das Gott für sie bereitet, und sehn, auf ewig, Engeln gleich, ihr Wohlsein ausgebreitet. Das Stückwerk wird Vollkommenheit! kein Kummer, keine Traurigkeit stört ihre ewge Freude. 8. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernst bedenken! es stärke meine Zuversicht, wenn mich die Leiden kränken. Es reize mich gewissenhaft, und, eingedenk der Rechenschaft, nach deinem Wort zu wandeln. Mel. Wachet auf! ruft uns die.— V achet auf vom Sah 196. Wé ihr Sünder! ai 19 denn euch, o Menschenkinder, em erheb ten Tod und Ewigkeit. Lohn Gnat Strafe, Tod und Leben, hat h uns in eure Hand gegeben: erwachtin segne ist zur Buße Zeitl gerecht, gun Geist ist Gott, er hört der Frevler 6 Frevler zittert! wißt, was er su men: gereut ihn nicht, er kommt gu Sinn und hält Gericht. 2 2. Schrecklich wird sein Zomt den v brennen; dann wird der Spötter herrsc erkennen, des Vaters eingebornene thut Jauchzet! jauchzt, ihr seine Fronn Geist er wird zu eurem Heile kommen!. ihm e kommt er und mit ihm sein Lohnly nun, richtet Christus nicht! Er selbst danket ins Gericht für die Sünder: Gal versöhnt! mit uns versöhnt, wer I Zunge windet, wird gekrönt! R 3. Seid bereit, ihn mit Verlamg gen 5 mit reinem Herzen zu empfang 9, da denn plötzlich bricht sein Tag hel und u Und der Richter wird vom Bösens alle A Reich, die Erde, ganz erlösen,“ in Ch Sünd und Tode sie befrein. 4. Wonne, Seligkeit ist ewig um halten reit! Amen! Amen! die Zeit ie sinn. bald ist sie da! gelobt sei E so ist Hallelujah! müsse 14) Von dem heiligen Geiste und dessen Gaben, verein 197. Koum, 9. Geit, Schö⸗ + E +.—— pfer, heilger Geist, kehr in das + — Herz der Menschen ein/ und bilde — —.—. ....—— sie so wie du weißt, daß dein Ge⸗ 2* — öGrtt; schöpf vor dir muß sein. 2. Mach du als Tröster dich bekannt. Gott ist für uns nun nichts zu theur; er hat uns seinen Sohn gesandt, und gönnt uns auch dein göttlich Feur. 3. Verstand und Herz erfülen Sünd mit deinem Licht, mit deiner a und Es spiegle sich in uns der Glanh ächte Geist, der alles Gute schafft. ens. 4. In Wundergaben zeigst duh 1 E den Finger Gottes, und wie sh daß verbreitet sich darauf das Won dich sprachst: auch bei uns ward 46 5. O, mach es kräftig: treibel des Feindes List. Dein Friede sihn uns, daß wir dir folgen gem, 1 steh uns in Versuchung bei. 9 6. Stärk uns im Glauben— Sohn und Vater, bis das ihn krönt und dann durch ui) ba jenem Thron dein und ihr hohlb ertönt. ni — H. Sail erwat , ethy ohn y hat 0 chtln „ gaih r Eu er su 90 Zorn ⸗ Pöttet nen E Fromm men! h ohuhn elh Gos wer il und dessen Gaben. Mel. von Nr. 33. 198. J; Christen rübmt, erhebt und preiset, bet frob mit Herz und Mund die 6u üpi uns Gott erweiset; mit nade . macht er den neuen Bund. Er segnet reichlich und wir nehmen den Geist der Kraft und Kindschaft hin. Sein Segen flieft in vollen Strö⸗ men; er schreibt sein Wort in unsern Eanzesalbet mit dem Oel der Freu⸗ den vollendet Jesus seinen Lauf. Nun herrschet er nach seinem Leiden, und thut uns seine Schätze auf. Sein Geist, in den Aposteln kräftig, schmückt ihm ein Volk zu seinem Rubhm, das nun, in seinem Dienst geschäftig, ihm danket als sein Eigenthum. 3. Auf! auf ihr Herzen! auf ihr Zungen! verkündigt Gottes hohen Ruhm; sein Name werde stets besun⸗ gen von seinem heilgen Eigenthum: 5, daß ein Geist des Lebens wehe, und was nur Odem hat, erfüll; daß alle Welt die Wunder sehe, die Gott in Christo schaffen will! I. So laßt uns denn die Pfingsten halten im Geist und nicht im Fleisches⸗ sinn. Perbleiben wir allzeit im Alten, so ist dies Fest uns kein Gewinn. Wir müssen neu geboren werden, so daß sein Geist auch in uns lebt, und unser Geist schon hier auf Erden mit ihm hereint im Himmel schwebt. 5. Ach, Jesu! schenk uns armen Sündern durch deinen Geist Genad und Kraft. Mach uns zu Gottes ächten Kindern, theilhaftig deiner Ei⸗ Runker. ach zünde deine reine Liebe n unsrer aller Seelen an; und schaffe, daß mit heilgem Triebe, was lebt, dich ewig loben kann. Mel. Vater aller Gnade. 199— * ott, groß von Er⸗ S.. E— barmen! weise nicht mich Armen, SPDPꝑPIPIPIPIPIPI I I T nicht meig Flehen ab. Schau von + + — + ———.———. deinem Throne, schau in deinem ——.— 27 D Sohne auf mich Wurm herab. Ich DISꝗ Sꝗ‚q‚SS/‚D‚i‚i‚i‚iiiiii...——— — bin ein unwürdger Beter, do ——..——.— dein Sohn ist mein Vertreter. 2. Nicht die Lust zu Schätzen, Wür⸗ den und Ergötzen, treibt mich, Herr! zu dir; deines Geistes Gaben wünsch ich nut zu haben, so genüget mir; und die willst du gern verleihen, wenn wir brünstig zu dir schreien. 3. Mußt dein Sohn nicht sierben, um mir zu erwerben diesen guten Geist? Sollte meiner Seelen dieser Beistand fehlen, den dein Wort ver⸗ heißt? Soll ich Lob und Preis dir geben, so muß mich dein Geist beleben. 4. Arge Väter haben Kindern gute Gaben immer noch gewährt; thätest du wohl minder? werden deine Kin⸗ der von dir nicht erhört, wenn um deinen Geist sie flehen? das wird ewig nicht geschehen. 5. Zwar ich bab in Sünden sicher, ohn Empfinden, lange fortgelebt; dei⸗ nes Geistes Regung selbst mit Ueber⸗ legung gar dft widerstrebt, ja, ich bin ein Kind der Höllen, doch ver⸗ zeihest du Rebellen. 6. Komm dann, mein Berather! Komm, du Geist vom Vater! Komm, du Geist des Herrn! du kannst Herzen zwingen, du kannst Ruhe bringen, und du thust es gern. Fördre du durch mächtge Triebe in mir Glau⸗ ben, Hoffnung, Liebe! 7. Oeffne mein Verständniß! Weis⸗ heit und Erkenntniß stammt von dir allein. Laß bei meiner Blöße mir der Gottheit Größe stets vor Augen sein, und dann zeige du mir Armen Jesu göttliches Erbarmen. 8. Quelle brünstger Triebe, Feuer keuscher Liebe! lasse deine Glut auch mein Herz durchdringen, und in Flam⸗ men bringen, Gott, mein höchstes Gut! lasse mich gleich Seraphinen dir mit Lieb und Eifer dienen. 8 11⁴ Erster Theil.— Von dem heiligen Geist 9. Ist bei schweren Plagen ganz mein Geist zerschlagen, so hilf gnä⸗ diglich. Macht die Prüfungshitze, daß ich schmachtend sitze, so erguicke mich. Laß des Trostes Ströme fließen, und sich in mein Herz ergießen. 10. Ich kann alles tragen; ich darf alles wagen; du bist mir ein Pfand, das im fiefsten Leide mir des Him⸗ mels Freude und mein Vaterland auf das tröstlichste gewähret, und mich seufzend danken lehret. Mel. Werde munter, mein.— 116. 200 er du uns als Vater * liebest! treuer Gott! und deinen Geist denen, die dich bit⸗ ten, gibest, ja, um ihn uns bitten heiß'st: demuthsvoll fleh ich vor dir; Vater! send ihn auch zu mir, daß er meinen Geist erneue, und ihn dir zum Tempel weibe. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit; und mein Herz bleibt dir entrissen, und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu! noch mit ächter Treu meinen Gott und Herrn dich nennen, stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubens voll als Mitiler ehre, und auf deine Stimme böre. 4. Ewge Quelle heilger Güter, hochgelobter Gottes⸗Geist! der du menschliche Gemüther besserst, und mit Trost erfreust! nach dir, Herr, ver⸗ langt auch mich! ich ergebe mich an dich. Mache mich, zu Gottes Preise, heilig, und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heilgen Trieben, dah ich Gott, mein höchstes Gut, über rechne zum Gewinn, wenn ich ze Friedensband knüpfen kann, in meine Hand, zur Erleichtrung Beschwerden, kann dem Nächsten lich werden. ö 7. Gib mir wahre Selbsterken niß, daß ich meine Fehler seh, durch demuthsvoll Bekenntniß g um die Vergebung fleh. Mache tih Ernst und Treu, sie zu bessem, mir neu. Zu dem Heiligungsgeschs gib mir immer neue Kräfte. 8. Wenn der Anblick meiner E den mein Gewissen niederschlägtz i sich in mir Zweifel finden, dien Angst mein Herze hegt; wenn m Aug in Nöthen weint, und Golt n⸗ zu hören scheint: o dann laß es mih Seelen nicht an Trost und Stän fehlen. 9. Was sich Gutes in mir sih ist dein Gnaͤdenwerk in mir. S den Trieb hast du entzündet, daßn Herr, verlangt nach dir. O, so durch dein Wort deine Gnaden kung fort, bis sie durch ein selig h hertlich sich an mit vollende. Mel. des 77. Psalms. +.—.— 201. 55 4— 2.———.— Bekehrer! ke IS..........— ein, laß mich deine Wohnung s ***— 4————.—.——.— Gib, daß stets durch heilges Y alles möge lieben, daß ich mit getrostem— Muth seiner Vaterhuld mich freu, und mit wahrer Kindestreu stets vor sei⸗ nen Augen wandle und rechtschaffen denk und handle. ‚ 6. Geist des Friedens und der Liebe, bitde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb und Sanftmuth übe, und mirs ...— ‚I‚.Fꝗ‚qHñ—‚ 1Dahn. ½ t e m. Golt v — em Hin — f f ——— — — daß bei mir wahre Reu über mein Vergehen sei. Laß mich allezeit erwä⸗ ig seist. der Liebe, lieber Gast, was du so und dessen Gaben. 2. Treibe, leite und regiere, mich zum Guten stetig führe, gib selbst Lust und Kraft dazu, daß ich Gottes Willen thu. Gib mir stetiges Ver⸗ langen, Jesu fester anzuhangen, im⸗ mer mehr von Sünden rein, heilig, unbefleckt zu sein. 3. Hilf, daß ich mich bald betrübe, wenn was Böses ich verübe; gib, gen, daß Gott sei bei mir zugegen, der auf jedes Wort und That sehr genaue Achtung hat. 4. Laß mich, weil ich leb auf Er⸗ den, wachsam stets erfunden werden, und nach göttlichem Geheiß thun mein Amt mit allem Fleiß. So werd ich durch dieses Führen auch in meinem Herzen spüren, daß du, werther Gottesgeist, in mir wohnst und kräf⸗ 5. Komm, erfülle, komm, bewohne, mit dem Pater und dem Sohne, Geist eheiligt hast; so will ich von ganzer Eulen denen Gottesruhm erwählen, preisen dich, Dreieinigkeit, hier und dort in Ewigkeit. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.— 4. 202 zott! du hast in deinem Sohn mich von Ewig⸗ keit erwählet; Sende nun von deinem Thron, was noch meinem Heile feh⸗ let, und gib mir des Geistes Gaben, durch sie werd ich alles haben. 2. Bin ich noch in Sünden todt, und zum Guten ganz verloren: heil⸗ ger Geist, mein Herr und Gott! mache du mich neu geboren; rette mich von dem Verderben; laß mich nicht in Sünden sterben! 3. Treibe weg die finstre Nacht falscher, zweifelnder Gedanken; wenn die Welt mich irre macht, halte die Vernunft in Schranken! wenn ich mich von dir entferne, wo ists, daß ich Weisheit lerne? 4. Schaffe mir ein reines Herz,. daß ich stets an Gott gedenke, und mich oft mit Reu und Schmerz über meine Sünden kränke; doch nach den 11 betrübten Stunden tröste mich durch Jesu Wunden. 5. Pflanze du mich selbst in ihn, als ein Glied an seinem Leibe, und wenn ich sein eigen bin, hilf mir, daß ich es auch bleibe, und als eine gute Rebe Früchte bring und in ihm lebe. 6. Glaube, Lieb und Hoffnung sei stets die Zierde meiner Seele; in Ver⸗ suchung steh mir bei, daß ich stets das Beste wähle. Gib mir Demuth in den Freuden, und Geduld und Muth im Leiden. 7. Hilf mir reden recht und wohl; und des Gottesdienstes Pflichten, wie du forderst, wie ich soll, ohne Heu⸗ chelei verrichten; christlich leben, selig sterben, und dein himmlisch Reich einst erben. Mel. von Nr. 37. 203 Dir Vater! dankt mein * Herz und singt, daß du den Sohn gegeben, den Sohn, der Heil den Sündern bringt, und unver⸗ gänglichs Leben! ich danke dir, daß du den Geist, der deinen Sohn durch Wunder preist, zur Erde hast gesendet! der Geist der Wahrheit kam herab, der deinen Knechten Stärke gab, daß sie dein Werk vollendet. 2. Erfüllt von seiner Wunderkraft, gebn sie, die Welt zu lehren: der Geist, der neue Herzen schafft, hilft ihnen sie bekehren: der ganze Erdkreis hört erfreut die Botschaft unsrer Se⸗ ligkeit, Vernunft und Wahrheit siegen; das Laster und die Blindheit flieht! wo man den Finger Gottes sieht, muß Satan unterliegen. 3. Umsonst, daß er noch wilder tobt, Verfolgung zu erregen. Der Name Jesu wird gelobt; sein Wort ist Kraft und Segen. Die Jünger schreckt nicht Pein noch Müh; der Geist der Stärke stärket sie in Martern und im Tode. Sie blieben ihrem König treu, be⸗ kannten seinen Namen frei, und lob⸗ ten ihn im Tode. 4. Noch jetzt bist du der Geist der Kraft, noch jetzt der Menschen Lehrer, der Jesu neue Jünger schafft, des Höllenreichs Zerstörer. In Sünden 8* 116 wickst du Buß und Leid, in frommen Seelen Trost und Freud, und Muth im Kampf der Sünden. In bangen Stunden schenkest du, so wie im Tode, Seelenruh, daß sie dich froh empfinden. 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, du Quell des Lichts, der Liebe, den Gott den Betenden verheißt, ach, heilge meine Triebe! schaff du in mit ein neues Herz, gib wahre Buß und Sündenschmerz, hilf mir im Glauben heten. In bangen Stunden tröste mich, und zeige voll Erbarmen dich mir einst in Todesnöthen! Mel. Gott des Himmels und der.— 32. 204 omm, o komm, du Geist * des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Kraft sei nicht vergebens; sie erfüll uns jeder⸗ zeit! so wird Geist, und Licht, und Schein in den dunkeln Herzen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Verstand und Zucht; daß wir anders nichts beginnen, denn was nur dein Wille sucht! dein Er⸗ kenntniß werde groß, und mach uns vom Irrthum los. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege! das, was dich betrüben kann, räume ferner aus dem Wege! führ uns zu dem Guten an; wirke Reu an Sünden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat! 4. Laß uns stets dein Zeugniß haben, daß wir Gottes Kinder sind: stärk uns dann mit deinen Gaben, wenn sich Noth und Drangsal findt; zeige,‚ daß des Vaters Zucht einzig unser Bestes sucht! 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten gläubig und mit Freudigkeit; mach uns tüchtig, recht zu beten, und ver⸗ tritt uns allezeit! so wird unsre Biit erhört, und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch um Hülse bange, daß das Herz oft rufen muß; ach, mein Gott, mein Gott, wie lange! o so mache den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu, und gib Muth, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser neuer Geist, fördre in uns Erster Theil.— Von dem heiligen Geist 206. E˖ heißt! schenk uns Muth und Krast Krieg, und verleih uns dann den Sh 8. Herr, bewahr auch unsern GOlh ben, daß kein Teufel, Tod noch Sun uns denselben möge rauben! duh unser Schutz und Gott! sagt Fleisch gleich immer: Nein! Laß iin Wort gewisser sein! 9. Wenn wir endlich sollen slahn so versichre uns jemehr, als des hin melreiches Erben, jener Herrlihh und Ehr, die uns unser Gott beslinn und die nie ein Ende nimmt. Mel. Nun bitten wir den h. G. 2** Dꝰ? 205. es Vaters und 2. —..——— ——2 Sohnes Geist, du, der und re.. —.— — seteiieieeeiee— Weg zum Heile weist, gnadengsl .—3 . —— trtcesAE‚EEEEEEEDDi‚ E uns d us ewige Leben ererben, 2. Es leucht uns, Licht des Hun dein Schein, wenn schon Tod Verwesung uns dräun; lehr uns 9 sum Christum, den Sohn, erkennt und in der Liebe des Sohnes brennt lebend und im Tode. 3. O du, der Liebe Geistl eil unsre Seele, daß sie schmeck unds wie der Herr uns liebte, laß in v Brüdern, als in seinen gebelligh Gliedern, Jesum stets uns lieben. 4. Du höchster Trost in aller N hilf getreu uns sein bis in den i. Heilig laß uns leben; und nicht i zagen, wenn uns unsre Sünden i klagen vor der Welten Richter! Mel. Freu dich sehr, o meine.— A. ler Geist im Himns throne, eines Wis einer Kraft mit dem Vater und di deine Werke, wenn uns Satan wanken Sohne! Geist, der neues H— 2 Flöße du die wahre Reu in mein g ö 4 und dessen Gaben. 11² und mach es neu, daß Gott selbst mit Mel. Freu dich sehr, o meine.— 20. seiner Gabe Lust in mir zu wohnen habe. 207 Ge vom Vater und 2. Du, der Tugend Wiederbringer,‚ vom Sohne! der du machst es in dem Herzen licht; du unser Tröster bist, und von unsers gibst, mächtiger Bezwinger, daß der Gottes Throne bülfreich auf uns Sünde Macht zerbricht. Kehrest du Schwache siebst. Stehe du mir mäch⸗ nur hei mir ein: so wird meine Seele tig bei, daß ich Gott ergeben sei; rein, und auch schon auf dieser Erden o, so wird mein Herz auf Erden schon eine Wobnung Gottes werden. ein Tempel Gottes werden. 3. Geist der Wahrheit! komm und 2. Laß auf jedem meiner Wege deine führe mich zur wahren Welsbeit an; Weisheit mit mir sein; wenn ich bange daß des Höchsten Wort mich rühre, Zweifel hege, deine Wahrheit mich und ich willig folgen kann. Oeffne erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn du mir jene Schrift, die mein ewig auf mein wahres Wohlsein hin. Lehrst Heil betrifft: Laß mich hier zum Theil du mich, was recht ist, wählen, werd perstehen, was ich dort soll völlig sehen. ich nie mein Heil verfehlen, 4. Geist des Trostes! in dem Leiden 3. Heilige des Herzens Triehe, daß steh mir allzeit kräftig bei! wenn die ich über alles treu meinen Gott und besten Freunde scheiden, bleib du mir Vater liebe! daß mir nichts so wich⸗ beständig treu! gib mir ein gelahnes tig set, als in seiner Huld zu stehn. Herz, daß ich in dem größten Schmerz Seinen Namen zu erhöhn, seinen Rost der Seele bei dir finde, und Willen zu vollbringen, müsse mir den Unmuth überwinde. durch dich gelingen. 5. Geist des Raths! wenn mir ver⸗ 4, Stärke mich, wenn wo zur schwindet aller Rath in Angst und Noth, Sünde, mein Gemüth versuchet wird, wenn sich nirgends Hülfe findet, wenn daß sie mich nicht überwinde. Hab ich ich leide, wenn der Tod mir fast un⸗ irgend mich verirrt, o, so strafe selbst vermeidlich scheint, und mein trübes mein Herz, daß ich, unter Reu und Auge weint; so gib, daß es meiner Schmerz, mich vor Gott darüber beuge, Seele nicht an Rath und Hülfe fehle. und mein Herz zur Beßrung neige. 6. Geist der Freuden, mein Gemüthe 5. Reize mich mit Flehn und Beten, sucht an dir nur seine Lust. Schmeck wenn mir Hülfe nöthig ist, zu dem ich deine große Güte, so verachtet Gnadenstuhl zu treten. Gib, daß ich meine Brust, was die Welt für Lust auf Jesum Christ als auf meinen erdenkt, welche nur die Seele kränkt. Mittler schau und auf ihn die Hoffnung Rechte Freude muß den Frommen ein⸗ bau, Gnad um Gnad auf mein Ver⸗ zig von Gott serber kommen. langen von dem Vater zu empfangen. 7. Geist des Betens! lehr mich beten: 6. Stehe mir in allen Leiden stets Abba, Vater in der Höb! Treibe mich, mit deinem Troste bei; daß ich auch vor Gott zu treten: und gib, wenn alsdann mit Fleuden Gottes Fübrung ich vor ihm steh, daß mein Biiten folgsam sei. Gib mir ein gelassen kräftig sei; stebe meinem Seufzen bei; Herz. Laß mich selbst im Todesschmerz sprich in mir, in Gottes Namen, nach bis zum frohen Ueberwinden deines dem Flehn ein kräftigs Amen! Trostes Kraft empfinden. 15) Von der christlichen Kirche. Aus dem 46. Psalm. PꝑP.P.I.PIFIPI..I.... I Mel. Ein feste Burg ist unser Gott. unser Gott! auf ihn steht unser 208 SE EEE EEEEE EEE EEE E x * in starker Schutz ist Hof⸗fen. Er hilft uns treu aus aller 118 Erster Theil.— Von EE— ee, ——— 2— Z⁊——— Noth, so viel uns der betrof⸗fen. —.— —— + 2 2+ .—— Satan, unser Feind, der mit Ernst . varv e, es meint, růstel sich mit List, trotzt E E.—.— daß er mächtig ist. Ihm gleicht E kein Feind auf Er⸗den. 2. Nicht unsre Macht ists, die ihn fällt. Wir wären bald verloren. Es kämpft für uns der rechte Held, den uns Gott selbst erkoren. Fragst du, wer er ist? er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth. Er, unser Herr und Golt, er muß den Sieg behalten. 3. Die ganze Hölle schäume Wuth, und droh Uns zu verschlingen. Trotz ihr! uns rüstet Gott mit Muth. Es soll uns doch gelingen. Wenn der Fürst der Welt sich schon grimmig stelt, schreckt er uns doch nicht. Er ist ja längst gericht't. Ein Wort kann ihn schon fällen. 4. Das Wort steht fest! die stolze Welt mag noch so heftig toben! der Herr mit uns! der starke Heldl der gibt uns Sieg von oben. Tödten sie den Leib; nehmen Kind und Weibz rauben Gut und Ehr; sie nehmens! was ists mehr? Uns muß der Him⸗ mel bleiben. Mel. von Nr. 55. 209 Las doch, o Jesu, laß * dein Reich auf Erden unter den Sündern ausgebreitet wer⸗ den! Schenke doch ihnen, deiner Lei⸗ den wegen, Leben und Segen. 2. Gib ihnen Gnade, dich recht zu erkennen, daß sie dich gläubig ihren Herren nennen; gib ihnen Eifer, dei⸗ nen guten Willen treu zu erfüllen. 3. Mit heilger Achtung laß die Schrift sie ehren; denn sie verkün⸗ Außer digt deines Mundes Lehren. ihr suchen Sterbliche vergebens Worte des Lebens. der christlichen Kirche. 4. Steure, Erbarmer! deiner Fess Grimme. Warne die Deinen vorz Irrthums Stimme. Lehre sie prüsn daß sie falsche Freuden klüglich zy meiden. 5. Sei du ihr Licht in ihn Finsternissen, heile selbst ihr verwm detes Gewissen. Schlägt ost Kummer ihre Herzen nieder; sh sie wieder. 6. Schütze uns mächtig mihn unter Bösen, bis du von ihnen gn uns wirst erlösen; bis wir zum In gang der verklärten Frommen fih lockend kommen. Der 67. Psalm. Mel. Vom Himmel hoch.— 1009. Rott! der uns mn 210. G Gutes gab, schn gnädig steis auf uns herab, enssh dein freundlich Angesicht, Herr, A nen Auserwählten nicht! ö 2. O Gott, Jehovah, zeige dich iy Welt! der Weltkreis freue sich, vu dein Erkenntniß ihm zu Theil, in y o Gott, und deinem Heil. 3. Es mache aller Völker Mush Gott, deine Macht und Weiihh kund! kein Volk sei auf der waln Welt, das deine Güte nicht erzähll 4. Ja, jedes Volk, das dich enm das wird von deinem Lob entbren wer dich anbetet, Gott, der sun sich deiner großen Gütigkeit. 5. Lob, Erdenkönig, dir! du i ein Führer, der allmächtig isti h nimmt sich unser treuer an, wer der so beschützen kann? 6. Es mache aller Völker Mush Gott, deine Macht und Weith kund! kein Volk sei auf der wei Welt, das deine Güte nicht erzähl, 7. Die Erde ist nicht mehr u flucht, sie bringt uns segenezl Frucht, wir wissen nichts von hun gersnoth; stets segne uns G unser Gott! 8. Ja, mach Jehovah, deine In an uns mit jedem Morgen neu! 0 diene deine ganze Welt mit eihgg Dienst, der dir gefällt. 211 —— —— wlllg erzähh erkennt tbrenng er fuut du U st1 0 wet fl Muh Beikhil Weilh rzähl hr h. ene vol. n Huh Go ne An Eu R eines d flück! es fall auf ihren Kopf zurück! E halt und, Herr rhalt uns, Herr, 5.— eiE m Wort, Und steure dei⸗ ner Feinde Mord, die Jesum Chri⸗ PP— X—34 3—— fum, deinen Sohn, vom Throne =—— frech zu stürzen drohn. 2. Zeig deine Macht, Herr Jesu Christ! der du Herr aller Herren hit; beschirme deine Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gib, heilger Geist, uns einen Sinn, nimm alle Zwietracht von uns hin. Vor deines Wortes Licht und Macht entflieh des Wahns und Irr⸗ thums Nacht. 4. Herr! laß uns dir befohlen sein. Schau unsre Noth: wir sind ja dein. Erhalt im Glauben uns getreu, und mach uns von den Fein⸗ en frei. 5. Sie dichten, Herr! ein Frevel⸗ sie graben Gruben mit viel Müh; in ihre Gruben stürze sie! 6. So werden sie erkennen doch, du unser Herr, Gott, lebest noch, du stehst bei deiner Kirche fest, die sich allein auf dich verläßt. Mel. von Nr. 55. 22 Sphütz die Deinen, die * nach dir sich nennen, und dich, o Jesu, vor der Welt be⸗ kennen. Laß deinen Händen, wie du selbst verheißen, nichis sie entreißen. 2. Laß deine Wahrheit rein ver⸗ kündigt werden, Mach ihre Siege herrlicher auf Erden. Gib Muth und Weisheit denen, die sie lehren, dein Reich zu mehren. 3. Du hast noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen. Führe die Deinen, wie du selbst versprochen, slbre sie endlich aus dem Kampf hienieden zum ewgen Frieden. Erster Theil.— Von der christlichen Kirche. 119 4. Ewig, o Heiland, sei dein Nam erhoben. Ewig frohlockend müsse dich einst loben, o du Beherrscher deiner schwachen Heerde! Himmel und Erde. Der 46. Psalm. . Mel. von Nr. 50. 213 Ge ist uns Stärk und Schutz in Nöthen, und unsre Zuversicht. Er weigert, wenn wir zu ihm beten, uns seine Hülfe nicht. Und sollte gleich der Erd⸗ kreis zittern, und stürzt er auf uns her; uns würde keine Furcht erschüt⸗ tern, und sänken Berg ins Meer. 2. Sollt auch das Meer so heftig toben; und stürzten vor der Wuth Gebirge, ihrem Grund enthoben, hinab in seine Fluth; sie bleibet doch mit ihren Bächen die Stadt des Herrn, in ihr wohnt Gott, der wird die Wogen brechen, sie jauchzet: Gott ist hier! 3. Gott wohnet selbst in ihren Mauern, der Herr beschützet sie, sie wankt nicht, ewig wird sie dauern, der Höchste hilft ihr früh. Die Völker tobten, und im Grimme empörten Reiche sich! er sprach, vor seines Don⸗ ners Stimme zertheilten Welten sich. 4. Wer ist der Feind, der uns zer⸗ störe? er, der uns hilft, ist Gott! Gott ist mit uns, der Herr der Heere, uns schützet Jacobs Gott! kommt her, und merlt auf Gottes Werke und lernet seine Kraft. Er ist es, es ist seine Stärke, die solch Zerstören schafft. 5. Er macht sich auf, dem Krieg zu steuern, der so viel Blut vergoß. Und er zerbricht, daß Länder feiern, Schwert, Bogen und Geschoß. Den Spieß hat seine Hand zerschlagen, daß er nicht tödten kann. Er zündet des Verheerers Wagen mit seinem Feuser an. 6. Laßt ab, und wißt, und lernt mit Freuden, ich sei Gott, Herr der Welt! groß will ich werden vor den Heiden, und herrlich vor der Welt! Gebt alle unserm Gott die Ehre! er, der uns hilft, ist Gott! Gott ist mit uns, der Herr der Heere, uns schützet Jacobs Goti! 120 Erster Theil.— Von der christlichen Kirche. T E eee erbar⸗men! wie wenig Herzenst 4 ——— 214. W' an Christus seine 2.— 8. DSDSDSDDie Dqe‚..j + ꝙ——.———— Kirche schützt; so mag die Hölle noch dein; entzieh dich nichth 2 +. 2— 4 —— 2 0—— Ar⸗men! dein theures Worf wüfhen. Er, der zur Rechten Gol⸗ . DDDeEee tes siht, hat Macht ihr zu ge⸗ man für Spolt; empört sich dß SSPIPIPFꝗPIPFIFIFIFPFIFIFIFPFIFIFTF FPFIFIFPFIFIFFTITITITITITITI I III bieten. Er ist mit Hülfe nah: wenn dich, o Gott! will deinen ei . ii————— er gebeut, stehts da. Er schützt nicht ken⸗nen. —.—— 2. Sie lebren eitel Träumerei, uu zu seinem Ruhm mit Macht das Eigenwitz erfindet. In keiner Wah en. Christenthum. Mag doch die Hölle . wüthen. 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören; denn den Gesalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts; sein Kreuz ist selbst ihr Spott, doch ihrer lachet Gott. Sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn; uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstebnz wir bhalten fest am Glauben. Gelobt sei Jesus Christ; wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt vie Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen! die ihr ibm ver⸗ traut, laßt euch kein Drohn erschrecken, Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr, Herr Zebaoth hält über sein Gebot, gibt uns Geduld in Noth, und Kraft und Muth im Tod; was will uns dann erschrecken? Z. 215. A⸗⸗ ch On m Him⸗ FSPSPꝑ.ꝑI‚I‚.ꝑ.ꝑ‚I‚IEI‚I‚I‚I‚II‚I‚IEII.ITIIIIII..3 heit ist dabei ihr unstät Herz gegiiz det. Der wählet dies, der anh das, es trennen sich ohn Untulh die mit Vernunft sich brüsten. 3. Ach Herr, mein Gott, verl; doch des Irrthums freche Lehm Wie lange sprechen Frevler noch Menschheit zu entehren: tief schen wir in die Wahrheit ein; uns tälsh kein gleisnerischer Schein; nur blsh Herzen glauben! 4. Gott siehts und spricht: h kommt die Zeit, daß ich dem dunn steure, damit sich in der Christenhe kein Heidenthum erneure. Indesh greif den schnöden Wahn mein M mit starken Waffen an, und ulh unüberwindlich. 5. In Feuer siebenmal bewähl glänzt edles Silber heller; und dun Verspottungen bewährt, strahlt 8 tes Wort auch heller. Der Stuh len siegende Gewalt durchbricht i Zweifel Nebel bald, und blendet seh die Feinde. 6. Sein Licht beschütz uns, I uns nie das frevelnde Geschlechte! seine schlauen Netze zieh, nie us uns sich flechte; denn alle Boshi wächst geschwind, wo frecher S erst Kraft gewinnt, sein Gift erst. tet Seelen. 7. O dämpfe selbst, du sarh Gott, die dir die Ehre rauben. mel sieh darein, und laß es dich Jesus Ehrist, bei ihrem Spott sii Ben Geist, Erster Theil.— Von unsern Glauben. O beilger verleih uns Gnad, daß wir vor Abfall und Verrath mit ganzem kräftig —Ernst uns hüten. nur blich icht: hu dem Zun hristenhe Indesh mein Mh und bll bewähh und dul rahlt 6 er Stuhh hbricht endet sihh uns, schlechtt. nie us le Boeht cher Shh Gift eniz du sarh auben.! Spott su Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 119. 6 Vater der Barmher⸗ 21* zigkeit, bei allen Zeit⸗ getwandten doch nun seit der Apostel⸗ eit recht groß in allen Landen; du ah durch deines Geistes Krast die große Schaar der Heidenschaft zu deinem Reich berufen. 2. Getrennt durch Mannigfaltig⸗ keit des Glaubens und der Zungen, auf dieser ganzen Welt zerstreut, hat sie dein Wort durchdrungen! hat sie dein starker Geist gerührt und nun zu einem Zweck geführt in Einigkeit des Glaubens. 3. Ach, sei doch auch in dieser Zeit uns, Vater, wieder gnädig! und mach uns von Uneinigkeit des Glaubens los und ledig! gib, daß vereint auf einen Grund wir dir zugleich mit Herz und Mund im Geist der Liebe dienen. I. Ach, schaue, wie des Satans List vereinte Brüder trennet, wie man der Liebe ganz vergißt, von blindem Eifer brennet, und dann, von Wissen aufgebläbt, um Dinge, die man nicht versleht, sich ohne Grund entzweiet. 5. O Herr! hilf diesem Uebel ab und gib, daß deine Heerde bald unter ihres Hirten Stab genau verbunden werde: im Wesentlichen einerlei; in Rebendingen aber frei, in allem lieb⸗ teich denke. 6. Wenn Brüder, Herr, auf dein Heheiß vertraut beisammen wohnen, und ihrer Schwachheit wechselweis mit Zärtlichkeit verschonen; o, was kann angenehmer sein! du selbst, Herr! wirst dich ihrer freun, und sie mit Segen krönen. der christlichen Kirche. 121 Mel. Freu dich sehr, o meine.— 29. 2 17 reuer Hirte deiner Heerde, * du, der Deinen starker Schutz! siehe doch, wie Staub und Erde wider dich mit frechem Trutz tobt, und in den Waffen ist, und sich freventlich vermißt, deine Kirche zu zerstören und dein Erbe zu verbeeren. 2. Du, Herr! bist ja unser Königz dein sind wir nach Leib und Seel. Menschenhülfe ist zu wenig, wo du nicht, Immanuel, zu der deinen Ret⸗ tung wachst, und den Feind zu Schan⸗ den machst, wo du nicht sein Wüthen dämpfest, und für deine Wahrheit kämpfest. 3. Es betrifft ja deine Ehre, es betrifft dein Heiligthum; deine theure Gnadenlehre, deines Todes Kraft und Rubm, und den Dienst, der dir allein von uns muß gebeiligt sein; o, wie solltest du denn schweigen, und dich nicht als Retter zeigen! 4. Du bedrohest Wind und Wetter, und es schweigt ihr Ungestüm. Steure denn, Herr, unser Retter, auch der Feinde Wuth und Grimm. Saul be⸗ kehrst du, wenn er schnaubt, und dir Ruhm und Ehre raubt, ach, bekehre, die durch Lügen sich selbst um ihr Glück betrügen. 5. Doch nicht nur der Feinde Dräuen, die Verführung müssen wir auch bei unster Schwachheit scheuen, unsre Hülfe steht bei dir. Käm es auf uns selbst nur an, ach, wie leicht wär es gethan. Satan würde bald den Glau⸗ ben uns aus unserm Herzen rauben. 6. Laß uns denn vorsichtig wandeln, und mit Tauben⸗Einfalt zwar, doch auch klug, wie Schlangen, handeln. Zeig uns selbst bald die Gefahr. Schickt euch, es ist böse Zeit! sprichst du; mach uns selbst bereit, daß wir wachen, beten, kämpfen, und so die Versuchung dämpfen. Einsetzung der Taufe. Mel. Christ, unser Herr, zum Jordan. 218. W — — — 2— zum Jordan kam, und nach des . — 2 2— 4* Vaters Wil⸗len die Taufe von ——.————.—— Johannes nahm, um alles zu er⸗ ——2 fül⸗len, was Gott heischt; so muß SIII 2 —.———.—.— auch das Bad, das er, um uns Z— 4.—.1———..D V E— von Sünden zu waschen, angeord⸗ .—.———.—.—.————.—. net hat, vielmehr uns willig finden. SII SIIITIIIII.......— Es bringt uns Heil und Le⸗ben. 2. Hört, wie es zu den Jüngern heißt: geht, spricht er, lehrt die Völ⸗ ker, und auf den Vater, Sohn und Geist tauft nunmehr alle Völker. Wer glaubet, und die Tauf empfängt, wird selig, wer hingegen ungläubig fest am Irrthum hängt, der fliehet vor dem Segen, und muß verloren gehen. Mel. von Nr. 72. 6 ch bin getauft auf dei⸗ 219. J nen MNamen, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. O, welch ein Glück wird dadurch mein! Laß, Herr, mich des auch ewig freun. 2. Du hast mich für dein Kind erkläret, mein Vater! und ein selig Theil hast du, Sohn Gottes! mir gewähret an dem von dir erworbnen Heil. Du willst, mein Leben Gott zu weihn, Geist Gottes, selbst mein Beistand sein. 16) Von der heiligen Taufe. M 3. Die Liebe ist nicht zu ermim Je die du, mein Gott, mir 11—— O, laß mich nie die Pflicht vergi in dazu ich selbst mich dir verband, 66 6 du in deinen Bund mich nahmst, 5 be mir mit Heil entgegen kamst. im 5 I. Du bist getreu. Auf deiner e hurch bleibt dieser Bund stets feste sih laß e Ja selbst, wenn ich ibn überschig dir ge läßt du dein Vaterherz mich sih Name du klopfst an mein Gewissen an, Buch lockst mich auf die rechte Bahn. 5. Ich gebe, o mein Gott, g neue mich ganz zu deinem Opfers Erwecke mich zu neuer Treue, bilde mich nach deinem Sinn. BW eitle Welt! o Sünde weichl G hört es! jetzt entsag ich euch. 6. Befestige dies mein Versprech mein Vater! und bewahre mich, 22⁷ ich es niemals möge brechen. M ganzes Leben preise dich! Gott u= nes Heils! sei ewig mein, und sterbe mich stets den Deinen sein! 5. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.— —.— ein Erlöser! ber 220. M mich dir zum den genthum erkaufet, als dein Jun E= bin auch ich vormals auf dein M ra=t getaufet. O erwecke mich zum Fl recht zu sein das, was ich heißt, nur das zu jeder Zeit für mein griß tet, Wohlsein achten, daß ich, Jesul= nen Willen treulich suche zu ersi Ma 3. Dieser Erde Gut und bleibt im Tode doch zurücke, sch ein wahres Christenthum solgt u nach zum ewgen Glücke. Daboß Gott auch nach dem Sterben ewig S Stuh zu ererben. Vater 4. Laß mich drum, wie dirz mir z fällt, deinem Dienst, Herr, 9 3.9 ergeben, und, entfernt vom Siin) und d Welt, als dein treuer Jünger lah und daß ich einst auch, wenn ich sh ben 1 das verheihne Leben erbe. das if Mel. Liebster Fesu, wir sind hier.— 4. err! wir stehen hier ermes 221. H vor dir: laß dies Kind gewon anf unsern Armen dir gefallen, bitten dergis wir, und erzeige dein Erbarmen, daß I es dein Kind hier auf Erden, und mst in Himmel möge werden. t. 2. Wasch es, o Herr Jesu! rein iner e hurch dein Blut von seinen Sünden: este sh jaß es deinen Geist erneun und mit berscu dir genau verbinden! da wir ihm ven ich s Ramen geben, schreib es in dein Erster Theil.— Von dem heiligen Abendmahle. 123 3. Hirte! nimm dies Schäflein an! Haupt! mach es zu deinem Gliedel Lehrer! zeig ihm deine Bahn! Frie⸗ defürst! sei du sein Friede! König! laß es deinen Willen künftig immer treu erfüllen! 4. Laß uns alle in der Welt als rechtschaffne Christen leben! endlich auch, wenn dirs gefällt, christlich unsern Geist aufgeben, und im Him⸗ mel zu den Frommen, zu den wah⸗ ren Christen kommen. nuan, Buch zum Leben! ahn. Einsetzung des heiligen ichl 0 Abendmahls. R0 Mel. des 91. Pfalms. ersprechz.——. ——.— mic, 2²². A ls Jesus Iund en. M Gott u——— „udl fierden wolft für unfre Misse⸗ EEEEEEESEE tha⸗ten, in jener Nacht um schnö⸗ hier.— iiii ‚iiiiiii‚iii— en ir zum“ ein IRE dein A ra⸗then: hielt er in dem bestimm⸗ zum 1—.—.—— UHheikt, Ren Saat, von-Goltes Hand gelei⸗ Achtsanh⸗ E— ichten nein grüß tet, mit seinen Jüngern noch das JemEEE zu eisih Mahl, das längst auf ihn gedeutet. und 4 2. Hier sprach er: mich verlanget 17 sebr, dies Paschab zu begehen; nun solgt Vfeir ich keinen Fesitag mehr, bis Dapos Gott mich wird erhöhen auf meinem ewig Ei Suuhl in meinem Reich, das mir der Vater gibet, und dem, der hier mit vie dinz mir zugleich in seiner Lieb sich übet. Herr, u 3. Drauf nahm er Brot, und brachs, m Siuh) und dankt, und sprach: nehmt hin ünger lii und esset, damit ihr nicht im Glau⸗ 17) Von dem heiligen Abendmahle. jetzt wird für euch gebrochen; daß eure Schuld und Adams Fall nicht werd an euch geiochen. 4. Den Dankkelch nabm er auch hierauf; er that mit Wohlgefallen den Mund zum Lobe Gottes auf, und sprach zu ihnen allen: nehmt hin und trinkt, das ist mein Blut, das ich für euch vergieße; euch droht umsonst der Höllen Glut, indem ich für euch büße. 5. Das Blut, das an dem Altar dort in Opfern ward vergossen, tilgt nicht die Schuld, schafft sie nicht fort, drum sollt, wie Gott beschlossen, jetzt zur Vertilgung dieser Schuld mein Blut, mein Söhnblut fließen: nun denkt an Gottes Gnad und Huld mit freudigem Gewissen. 6. Halt't oft den Brauch mit Brot und Wein, auf daß ihr mein gedenket; laßt euch mein Leiden theuer sein; gespeiset und getränket, sagt laut: o! wenn dein Tod nicht wär, wir müßten ewig slerben. Und lebt hinfort zu mei⸗ ner Ehr, als würdge Himmelserben! 7. Kein Tropfen labt den reichen Mann in seinen schweren Leiden, schaut mich dagegen gläubig an, sein Schick⸗ sal zu vermeiden. Wer mir vertraut, und Buße thut, der ist durch mich ver⸗ söhnet, doch weh dem Falschen, der mein Blut mit frechen Lastern höhnet. 8. Die Welt, die nicht ihr Heil versteht, bleibt an dem Aeußern han⸗ m ich sih ben wankt, und meiner nicht vergesset, gen, und meint damit, wenns übel das ist mein Leib, der durch viel Qual geht, Genade zu erlangen! doch dich 12⁴ Erster Theil.— Von dem heiligen Abendmahle. entzeucht nicht Brot und Wein dem ernstlichen Gerichte; soll dies dein Trost, o Sünder, sein, so wird dein Trost zu nichte. 9. Der rechte Tabtrank ist mein Blut, mein Fleisch die rechte Speise; o, iß und trinke dir zu gut, und auf die rechte Wetse. Erkenn, daß ich mich in den Tod für dich dahin gegeben; so weichet Durst und Hun⸗ gersnoth, so hast du Heil und Leben. 10. Ich bleib in dir und du in mir, damit von meinem Geiste, dein Geist getrieben für und für Gott Dank und Ebr erweise. Du bist nun ganz mein Eigenthum, ich kann dich nicht verlassen. Ich will dich einst zu meinem Ruhm mit ewger Treu umfassen. 11. Dein Wort, o Jesu! fehlet nicht, das glauben wir von Herzen; nur gib, daß wir nach unsrer Pflicht an deine Todesschmerzen stets denken, und auf ebner Bahn nach deinem Willen wandeln, und also, wie du uns gethan, mit unsern Brüdern handeln. Mel. ÄAllein Gott in der Höh.— 15. 223 H im Gedächtniß Je⸗ sum Christ, o Seele! der auf Erden vom Himmelsthron gekommen ist, ein Heiland dir zu werden. Vergiß sein nicht: denn dir zu gut verband er sich mit Fleisch und Blut. Dank ihm für diese Liebe! 2. Halt im Gebächtniß Jesum Christ, der für dich hat gelitten. Da er am Kreuz gestorben ist, hat er dir Heil erstritten. Errettung von der Sünden⸗ noth erwarb er dir durch seinen Tod. Dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden, und jetzt zur Rechten Gottes ist. Er hat von Todesbanden auch dir Befreiung aus⸗ gemacht, und ewges Leben wieder⸗ bracht. Dank ihm für diese Liebe! 4. Halt im Gedächtniß Jesum Christ, er wird einst wiederkommen, zu richten, was auf Erden ist, die Sünder und die Frommen. Drum sorge, daß du dann bestehst, und mit ihm in den Himmel gehst, ihm ewiglich zu danken. 5. Mein Heiland, den der Hinn m preist, dich will ich ewig loben. laß n stärke dazu meinen Geist mit nn Kraft von oben. Dein Abendmahl). mehr in mir des Glaubens Krast, Der 8 daß ich dir mit neuer Treue dien hin M Mel. Herzlich lieb hab ich dich.— Milger 224 elobt seist du, f/, 1* Zebaoth! gelchl Eei, de unsers Mittlers Tod, Der az. mit 0 Heil erworben! wie hast du, undd auch mich geliebt! er, der ung ul Leben gibt, ist auch für mich gih sitse ben. Mein ganzes Herz frobloch Rewiß mir. O Vater, ich lobsinge dir, Mel. daß ich jeden Tag aufs neu mich ö ner Vaterhuld erfreu. Gott mis 2 Heils! sei ewig mein, sei ewig n. db und laß mich dir recht dankbar uud v. 2. Boll hoher Ebrfurcht be funk mich vor dir, Sobn Gottes, du 2% dich für mich dahin gegeben. Eoͤlin d mir nie aus dem Sinn, wie vil 11 dir, Herr, schuldig bin. Beii sude bringt mir das Leben. Durch in sude Opfers ewge Kraft hast du, h 2. auch mir verschafft, was mich verz du bi Verderben schützt, was meinem gu Hast ewig nützt. Herr Jesu Chrisl wir f liebst du mich! wie liebst du m an dei gib, daß ich ewig liebe dich! Went 3. Mit Inbrunst fleh ich, zu dir! befördre du doch selbst in ein gläubiges Gemüthe! mich din gleich dem dürren Land, bei ni 3.0 Liebe Unterpfand, nach deiner guß er tilg Güte. Ich füble, Herr, was mi mit L. bricht. O stärke meine Zuversschh finden du auch mein Versöhner seist, schon mich vom ewgen Tod befreist. h mein dieser Trost sei sest in mir, sei sth geben. mir, so dien ich voller Freuden ih tauft. 4. Zur Weisheit und Gerechsth eikauf zur Heiligung und Seligkeit iI A. mir auserseben. Auch mir zum keit, lichsten Gewinn gabst du dein i laß d willig hin, drum hör auch jehtn Krone Flehen. Mein Heiland, zeuch mich n ganz zu dir, ja, durch den Gll bleib wohn in mir; so nimmt in n bringe Seelenruh, und meines Herzens dich, rung zu. Mein Herr und Wolti wird Erster Theil.— Von dem heiligen Abendmahle. er Him ich nicht, verlaß mich nicht, so loben. Bumt ich einst nicht ins Gericht. Wün 5. Zu deinem Himmel hilf du mir. Krasth ue dien 10 ahast eu Kraft, so meine ganze ersch ö 2 a, daß mir dein Wort stets heilig du, K Kdaß ich, bis in den Lod dir treu, gelohl mit Freuden thu, was dir gefält, * und dich auch ehre vor der Welt. O „herr, mein Heil, sei stets mit mie. aich g0 sel sets mit mir, so komm ich einst 5 frobloh gewiß zu dir. dir. Mel. An Wasserflüssen Babylons.— 97. u michh komme, Herr, und holt uu 225. J suche dich, mübselig ewig nn und beladen. O Herr! mein Heiland, nibeuh segne mich mit den erworbnen Gna⸗ t beuz den!l ich liege hier vor deinem Thron ee, I Sohn Gottes und des Menschen Sohn! „Esln nich deiner zu getrösten. Ich fühle mei⸗ wie zil ner Sünden Müh! ich suche Ruh und * snde sie im Glauben der Erlösten. 1, 2. Dich bet ich zuversichtlich an: ich derß du bist das Heil der Sünder. Du inem g hast die Handschrift abgethan, und Chrisln wir sind Gottes Kinder. Ich denk t du 0 an deines Leidens Macht, und an dein ich! Wort: es ist vollbracht! du hast mir ich 5 Heil erworben. Für mich hast du dich selbst ul dargestellt. Mit sich versöhnte Gott mich dis die Welt, da du für sie gestorben. „bei d 3. O freue dich, mein Herz in mir! einer gul er tilget deine Sünden, er nabet sich was mil mit CLrost zu dir, und läßt dich Gnade wersschti fnden. Du russt und er erhört dich selst, schon, spricht liebreich: sei getrost, reist. mein Sohn, die Schuld ist dir ver⸗ „ sei sh geben. Du bist in meinen Tod ge⸗ reuden tauft. Vergiß nicht, dem, der dich Berechtih elkauft, zur Ehre stets zu leben. gkeit 0 I. Dein, spricht er, ist die Selig⸗ sir zum h keit, bewahre sie im Glauben; und 1 dein i laß durch keine Sicherheit dir deine ich jczts Krone rauben. Sieh, ich vereine zeuchf mich mit dir; ich bin der Weinslock: den Gla bleib an mir; so wirst du Früchte t in mih bringen. Ich helfe dir, ich stärke Herzens d dich, und durch die Liebe gegen mich d Gotil) wird dir der Sieg gelingen. Freuden Fülle ist bei dir: laß Run einst genießen. Belebe mich 1 führen und zu schlie⸗ 12³ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen. O, gib mir selbst durch deinen Tod die Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an tüchtig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn, und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besse⸗ rung mir und der Welt beweisen. Mel. von Nr. 84. 226. O Menschenfreund, o Jesu! Lebensquell, der Schwachen Kraft und mächtiger Vertreter! erbarme dich, du Hörer der Gebeter! gedenk an mich, o mein Immanuel! ich stehe hier mit Furche und Angst belegt; ich klag es dir, du Prüfer meiner Nieren: Du bist ein Arzt, der kranker Seelen pflegt, du bist der Hirt, der selbst sein Schaf will fübren. 2. Ich bin betrübt; ich fühle, was mich plagt; mein Auge darf ich kaum zu dir erheben, von ferne steh und seh ich nach dem Leben, wohin mein Geist nut seinen Wunsch noch wagt. Aus Demuth schlag ich an die bange Brust, der Sünden Sitz, die mich von dir geschieden. Ich schäme mich auch der verborgnen Lust, in welcher oft die Herzen heimlich sieden. 3. Wo soll ich hin? Ich will zum Lebens⸗Gott. Es soll mich nichts von meinem Felsen treiben; dir, Jesu, will ich mich allein verschreiben. Tod! Höll! dein Sieg und Stachel ist ein Spott. Der Ueberwinder, Jesus, ist mein Haupt, der Hölle, Tod und Teu⸗ fel hat bezwungen; ich bin durch ihn der Sündenmacht entraubt, es ist dem Held aus Davids Stamm gelungen. 4. So tret ich denn, mein Jesu, jetzt vor dich; ich komm zu deinem Mahl, nach deinem Willen. Ach laß mich da den Durst und Hunger stillen; mein Heiland, dein Verdienst erquicke mich! wird nun mir so des Glaubens Kraft vermehrt; dann soll er sich in Werken thätig weisen; dann werd ich dich, der du mein Flehn erhört, mit Wei und Mund hier und dort ewig preisen. 126 Erster Theil.— Von dem heiligen Abendmahle. PPI PIIIIIIIIF 227. WE deie E— EE—.— Menschenliebe, mein theuter Hei⸗ — N * 42— E.———— land, Jesu Christ, der du für mich —..— SPIPIP.IPIPIIII.I..I.. TIFIIT gestorben dist“ o, daß sch nur mit ..3.III.I.I.—T 2.—.—.— reinem Triebe dir treu derbliebe. 2. Dein Mahl, bei welchem du mich speisest mit deinem heilgen Brot und Wein, muß mir ein gött⸗ lich Denkmal sein, daß du mich auf dein Opfer weisest, mich glauben heißest. 3. Auch ist mir das ein Pfand und Zeichen, wenn ich zu deiner Ta⸗ fel geh, und Brot und Wein mir geben seh, du werdest meiner Seel imgleichen dich selber reichen. 4. Ach laß mich nur recht gläubig essen, und schenke mir in voller Kraft, was uns dein Opfertod verschafft! all meiner Sünden werd indessen vor Gott vergessen. 5. Ach Jesu! laß mich doch erschei⸗ nen voll Sehnsucht nach Gerechtig⸗ keit! ach, mach uns allesamt bereit, und laß in einem Beist die Deinen sich sest vereinen! 6. Du bist das Haupt, wir sind die Glieder, die eines Brots theilhaftig sind. Ach, daß uns deine Lieb ent⸗ zündt! so finden wir uns einst als Brüder im Himmel wieder. Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. 228 Ti. den mir der Herr * gemacht! Sei geseg⸗ net, Tag der Freude! du erbellst des Kummers Nacht, und erquickest mich im Leide. Heil und Leben schenkst du mir. Gott, wie dank ich dir dafür! 2. Widerspenstig seinem Ruf, hab ich meinen Gott betrübet, ihn, der mich zum Glück erschuf, und mich stets so treu geliebet; bin gewichen von. Rath Pfad, den sein Wort gezeichnet für d 3. Der ich kühn sein Recht ensh 10 der ich seine Macht verkennet, ah, bis i bin es nicht mehr werth, daß er 9 llätt, sein Kind mich nennet. Ich vansh epig Fluch und Tod, die sein Won Sündern droht. Mel. 4. Dennoch nimmt der Gütge g wieder auf zu seinem Kinde. 6 vergißt er väterlich seines Zorng! meiner Sünde; gibt durch s Seele Diand Hand mir der Gnade st 1— Pfaͤnd. ö 5. Tag der Wonne, heilges Iu Meine ewig will ich dein gedenken. Mi⸗ ö Mel. An Wasserflüssen Babylons.— 9. u, Herr! haslt Rof 229. Barmherziglelt mu n Denkmal deiner Gnaden das gi pag Volk der Christenheit wohlthäg geladen. Du rufst: Mühselge, iom sie sch zu mir. Du Weltversöhneri un Treue dir komm ich auch heut, ein Si hinden Verstoß von deinem Angesicht, y Ins si stoß mich, v mein Heilandl 5 vom Erbtheil deiner Kinder. bdre 2. Zwar meine Missethat ist u mit fe mehr als ich könnte zählen. Sie du sietz mich, Herr, ich zittre sebr, vor In hhn. meiner Seelen. Weltrichter, achl! Zorne nicht, im Zorne geh nichtt und Gericht mir mir, Gott, reich an a Zerlu du kennst, was ich nicht recht gaß daz 30 Erbarmer! sieb mein Herz aüh's hleibt mein reuiges Gemüthe. 7. J 3. Es seufzt um Trost, und ih bus ist Auf mein Verdienst nicht, nut! eben. uht versprichst, den Schwachen beiluh Erster Theil.— Von dem heiligen Abendmahle. 9 andle. Gib, daß aus Dank ana in dee Huld, in Lieb, im Glauben, cht ensth Geduld, ich dir auf Erden lebe, et, ahl bis ich dereinst in deinem Reich, ver⸗ aß er klärt, unsterblich, Engeln gleich, dich ch beis ewig rein erhebe. „ Mel. Dennoch bleib ich stets an dir.— 156. Zütge g. ich, mein Jesu, laß de. 6 230. D ich nicht; du kannst Zoung Seelen recht erquicken! du bist meine uch s gupersicht, du allein kannst mich be⸗ ade si glücken! du, mein Jesus, sollst allein meines Herzens Freude sein. 2. Nun mag das Gesetze noch mich herklagen und verfluchen! weiß es mein Gewissen doch, wo ich soll den Segen suchen! Jesus macht durch seine Huld mich gerecht von aller Schuld. 3. Ach, was hab ich für ein Gut! Las für Schätze kann ich zeigen! meines Jesu Fleisch und Blut ist und bleibet nun mein eigen: Heil und Leben und has sein, ist mit ihm auch alles mein. I. Kann die Liebe höher gehn? Läßt Ige län sie sich wohl tiefer finden? Mag die ner! 1 Treue fesler stehn, oder näher sich ver⸗ in Sih hinden, als da dieser, der uns liebt, esicht,“ uns sich selbst zum Pfande gibt? indii 5. Brenne, Seel und Geist, in mit! . bodre, Herz, in vollen Flammen; halt at ssul mit feuriger Begier mich und Jesum Siein sets zufammen; daß ich ewig gegen vot In ihn mög in heißer Liebe glühn. er, ahl 6. Erd und Himmel fahre hin; Leib eh niah und Seele mag verschmachten! kein ch an gh Verlust und kein Gewinn ist doch gegen echt gat das zu achten, daß mein Jesus in mir z aucs hlebt, und mich seine Nebe treibt. 7. Jesus ist des Herzens Theil; Je⸗ „und i⸗ sus ist mir Trost und Leben; Jesus ist im Sin der Seele Heil; Jesus kann mir alles t, nu] gehen. Drum, was in mir lebt, das Glah sugt; Dich, mein Jesu! laß ich nicht. in verschmi bn& na, Samicke dich, o liebe Seele.— 121. Arelz eele, willst du Ruhe ö voll Y 231. S finden, drücket dich ten. die Last der Sünden, komm, Verge⸗ ünflign lung zu empfangen, denn dein Licht und iui Uaufgegangen, und der Herr von nach din Heil und Gnaden hat zu sich dich ein⸗ Iges M n. Mah Tross Leben dmet sh »ns.— 12⁷ geladen. Deinen Bund sollst du er⸗ neuen, und dich seines Todes freuen. 2. Eil, wie wahre Christen pflegen, glaubensvoll dem Herrn entgegen, komm, den gnadenvollen Willen deines Heilands zu erfüllen! komm mit brün⸗ sligem Verlangen, seine Güter zu em⸗ pfangen. Daß er dich der Sünd ent⸗ lade, gibt er heute Gnad um Gnade. 3. Herr! ich freue mich mit Beben. Laß mich Gnad empfahn und Leben. Du willst dich hier mit den Deinen durch des Glaubens Band vereinenz du willst sie mit Segen tränken, und dich ihnen selber schenken; o, wer darf sich unterwinden, deine Liebe zu ergründen! 4. Herr, ach laß mich würdig nahen, Heil und Leben zu empfahen. Ach! ich suche dich mit Thränen; sollt ich mich vergeblich sehnen, meiner groß und schweren Sünden Tilgung, Herr, bei dir zu finden! laß, Erlöser! laß mich nahen, Heil und Leben zu empfahen. 5. Du, dem unsrer Väter Schaaren, die, wie wir, auch Sünder waren, Dank und Preis und Jubel singen, daß sie hier dein Mabl empfingen! Sohn des Vaters! Licht vom Lichte! laß von deinem Angesichte uns, die deinem Ruhm sich weihen, Licht und Leben jetzt erfreuen. 6. König! Hoherpriester! Lehrer! du mein göttlicher Bekehrer! du, der selbst dein eignes Leben für mich in den Tod gegeben, hier fall ich zu deinen Füßen; ach, laß würdig mich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Zum Gedächtniß deiner Leiden, und zum Vorschmack jener Freuden, die du, Heiland, mir erstrittest, als du un⸗ aus sprechlich littest, als dich Todes⸗ schweiße deckten, und die Schrecken Got⸗ tes schreckten, als du selbst für mich ge⸗ storben, mir des Vaters Huld erworben. 8. Deines Heils will ich mich freuen, dir will ich mich ewig weihen. Hier will ich mich fleißig üben, dich zu kennen, dich zu lieben! einst werd ich dich ganz erkennen, ganz in deiner Liebe brennen. Laß sie mich auch hier empfin⸗ den; hilf mir, hilf mir überwinden. 128 Erster Theil.— Von dem heiligen Abendmahle. Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. 6 ch preise dich, o Herr, 232. J mein Heil, für deine Todesleiden. Hab ich an ihren Früch⸗ ten Theil, was fehlt dann meinen Freuden? Du wardst ein Opfer auch für mich. O gib, daß meine Seele sich des ewig freuen möge! 2. Was kann mein Geist durch deinen Tod nicht noch für Segen finden! Erlösung aus der Todesnolh, Ver⸗ gebung aller Sünden, Gewissensruh, zur Beßrung Kraft, das hast du, Herr, auch mir verschafft, da du am Kreuze starbest. 3. Dein Mahl ist mir ein Unter⸗ pfand von dieser großen Güte. Wie viel hast du an mich gewandt! o stärke mein Gemüthe zum gläubigen Vertraun auf dich, daß ich, so lang ich lebe, mich an deine Gnade halte. I. Ich fühle, Herr, voll Reu und Schmerz, die Last von meinen Sün⸗ den. Laß mein vor dir gebeugtes Herz den großen Trost empfinden, daß du, aus Gottes Vaterhuld, auch mir Vergebung meiner Schuld auf Buße hast erworben. 5. Der Trost, den mir dein Tod verschafft, werd ewig mir zum Segen. Er stärke mich mit neuer Kraft auf allen meinen Wegen nur das zu thun, was dir gefällt, und alle Furcht und Lust der Welt siandhaft zu überwinden. 6. Die Liebe, die du mir erzeigt, ist gar nicht zu ermessen. O, mache selbst mein Herz geneigt, sie nimmer zu vergessen! daß ich aus ächter Ge⸗ gentreu dir bis zum Tod ergeben sei, und dir zur Ehre lebe. 7. Laß deines Lebens großen Zweck mir stets vor Augen siehen. Räum alle Hindernisse weg, die ebne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weist, und die einst den erlöͤsten Geist zu deiner Freude führet. ö 8. Zum ewgen Leben hast du dich für mich dahin gegeben. Dein Abend⸗ mahl erwecke mich, mit Ernst dar⸗ nach zu streben. Herr, mache mich dazu geschickt, und werd ich einst der Lebeh entrückt; so sei dein Tod mein Leben. Mel. von Nr. 72. ier bin ich, Jesul 233. H erfüllen,——3— deiner Leidensnacht, nach deinem an dein denvollen Willen, zur Pflicht u Wohlthat mir gemacht. Verleih Uebung dieser Pflicht mir de 23 Geistes Kraft und Licht. 2. Es werde, Herr! für mein wissen dein Abendmahl ein Unterpsu dei mir sei an dein versöhnend Büßen 4 selig Antheil zuerkannt! so freuetu= Seele sich in deinem Heil und lobetiy Jes 3. Bewundernd denk ich an dieny samit du unser Heil bedacht. Wiest E sind deine Mileivstriebe, die dihl I an das Kreuz gebracht! o gihg deinem Todesschmerz heut neuen mie druck in mein Herz!—.—, 4. Laß mich mit Ernst die eH scheuen, für welche du, dich ohin starbst! durch schnöden Mißbrauht= entweihen, was du so theuer mu me⸗ warbst. Nie führe mich zur Sichen der Trost, den mir dein Tod veilh 5. Ich übergebe mich aufs neuh du, mein Herr und Gott! an Ich schwöre dir beständge Treuen deinem Tische feierlich, Dein will ich ewig sein. Du starhsh mich: drum bin ich dein. 6. Nie will ich mich vor Splih schämen des Dienstes, den man erweist; mich nie zu einem S bequemen, den mein Gewissen sünt heißt. O flöße mir den Eiser wie du, o Herr, gesinnt zu seih, 7. Laß mich mit Ernst den Ni lieben, und wenn er strauchelnd versieht, Versöhnlichkeit und En muth üben. Nie komm es mir dem Gemüth, welch eine schwere ei denlast du mir aus Huld erlassen 8. Es stärke sich in mir der Glh daß meine Seele ewig lebt, und einst aus des Grabes Staube ⸗ dein allmächtger Ruf erbebt, A du dich, großer Lebensfürt! O Völkern sichibar zeigen wirst. Nach der Communion, 9. Hier liege ich zu deinen e mit Dank und Lob, Gebet und Y Jesul das dul em ghy licht erleih ir deh Erster Theil.— Von der Vergebung der Sünden. ah neue Gnade auf mich fließen! meit Heiland, laß es doch geschehn, daß mir zur Stärkung meiner Treu dein Abendmahl gesegnet sei. ID DiDEIEEEEEi e un, habe Dank für mein H Bihh eine Liede, du großer Mitller Büßent—.—. 2.— 2 euehm== lobethl 2327 Christi gib, daß ich dich n bien=EEE 1e Uln Eascht mehr betrübe, der du für I.. 4ũ108 mlich gestorben bist. Laß deines 23 0 Leidens Angst und Pein mir im⸗ Sbrauh== uer mi; merdar vor Augen sein. Siche 2. Wie kann ich dich genug erheben? od veilh ich, der ich Fluch und Tod verdtent, afs neh ich'soll nicht sterben, sondern leben, 1H aui cheil du mich selbst mit Gott verfühnt. Treuej Dein starhsj „r Splah en man sem S ssen süngz Eifer zu seit den Näs uchelnd und E es miun chwere Ei erlassen l der Ghh bt, und Staube g chebt, H Sfürst! birst, un ion, einen A 15 1 Ach! du, sein Sohn, du starbst für —⁷ preis ich, Herr, wie preis ich di 3. Heil mir! mir ward das Brod gebrochen, ich trank, Herr, deines Bundes Wein! voll Freude hab ich dir versprochen, dir, treuster Jesu, treu zu sein. Ich schwör es nun noch einmal dir; schenk du nur deine Gnade mir! 129 4. Laß stets mich dankbar, Herr, ermessen, was du für mich gelitten hast, und deine Liebe nie vergessen, die so viel Segen in sich faßt. Laß meinen Glauben thätig sein, und mir zum Guten Kraft verleihn. 5. Im Streite hilf mir überwin⸗ den und stärke mich zu meiner Pflicht; bewahre mich vor neuen Sünden; verlaß mich in Versuchung nicht, und dein für mich vergoßnes Blut schenk mir im Todeskampfe Muth. 6. Und euch, ihr seines Leibes Glie⸗ der, die Jesu Heil wie mich erfreut, euch lieb ich stets als seine Brüder, als Erben seiner Herrlichkeit. Wir haben einen Herrn und Gott; uns speist und tränkt ein Wein, ein Brod. 7. Wie jetzt in unsres Heilands Namen sein Volk vor ihm versammelt war, so kommen wir noch einst zu⸗ sammen vor ihm mit seiner Engel Schaar, und preisen, als sein Eigen⸗ thum, dann ewig seines Namens Ruhm. 8. Hier will ich mich mit euch ver⸗ einen, die ihr ihn ewiglich erhöht, und, wenn er einst uns wird erschei⸗ nen im Glanze seiner Majestät, dann geh ich im Triumph mit euch, ihr Auserwählten, in sein Reich. 9. So soll denn weder Spott noch Leiden, noch Ehre, Freud und Lust der Welt mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, die selbst im Tode mich erhält. Du bist und bleibest ewig mein, o laß mich deiner würdig sein. 18) Von der Vergebung der Suͤnden. Mel. von Nr. 72. ott, deine Gnad ist 8 235. unser Leben! sie schafft uns Heil und Seelenruh. Dein ists, die Sünden zu vergeben, und willig ist dein Herz dazu. Dem dir verschuldeten Geschlecht schenkst du zum Leben neues Recht. 2. Uns, uns Verlorne zu erretten, gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, für uns den Tod, der Sünde Lohn. O Gott, wie hast du uns geliebt! welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank! ewig Dank sei deiner Treue, die niemand gnug erheben kann! nun nimmst du jede wahre Reue mit Vaterhuld noch gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir bekehrt, und gläubig seinen Mittler ehrt! 9 130 4. Den, Herr, befreist du von den Plagen, die dem Gewissen furchtbar sind; der kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich; ich hin sein Kind; hier ist der, welcher für mich litt, und mich noch jetzt bei Gott vertritt. 5. O Herr! wie selig ist die Seele, die sich in deiner Gnade freut! Sie klagt nicht, daß ein Glück ihr fehle: ihr Loos ist die Zufriedenheit. Und, Gott, dein Fried ist weit mehr werth, als alles, was die Welt gewährt. 6. Dein Friede slärkt zum frohen Muthe das Herz, auch in der größ⸗ ten Noth; gibt Hoffnung zu dem ewgen Gute, und macht getrost selbst auf den Tod. Wer diesen Frieden bat, genießt Lust, die des Himmels Anfang ist. 7. Laß, Vater, denn in diesem Frie⸗ den auch meine Seele freudig ruhn. Auch mir hast du dies Glück beschieden; denn auch für mich genug zu thun, ward sterbend der am Kreuz ein Fluch, der aller Menschen Sünden trug. 8. O laß mich dies im Glauben fassen, und mich mit starker Zuver⸗ sicht auf deine Bundestreu verlassen. Wenn alles wankt, so wankt sie nicht. Mit Reu und Demuth such ich dich; gib mir den Trost: Gott ist für mich. 9. Lobsingend will ich dich erheben, mich ewig deiner Gnade freun, und deinem Dienst mein ganzes Leben in kindlichem Gehorsam weihn. Daß, Herr, bei dir Vergebung sei, das mach in deiner Furcht mich treu. Der 25. Psalm. Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. 8 ch erhebe mein Gemüthe 236. J sehnsuchtsvoll, mein Gott, zu dir, denn ich kenne deine Güte. O wie theuer ist sie mir! Gott der Liebe und des Lebens! kei⸗ ner harrt auf dich vergebens. Nur Verächter deiner Huld stürzet ihre eigne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; zeige deinen Willen mir! daß ich nicht verirren möge, führe du mich selbsi Erster Theil.— Von der Vergebung der Sünden. zu dir! Gott, du siehest mein d. suirse trauen. Sicher kann ich auf Chrff bauen. Deine Vatertreue ist ei har f wie du selber bist. 3. Ach! gedenke an die Si auf meiner Jugendjahre nicht! laßn mich Armen Gnaͤde finden, Gott, vor h nich nem Angesicht. Alle Sünden, ich ir uns reuen, willst du, Vater! ja drückt zeihen. O so höre denn auch ii mer! Meine Seele hofft auf dich. 4. 4. Gott, du willst des Sin Heil Leben; seine Seele ist dir werth. Oi hift 0 dig willst du ihm vergeben, wenn Hurt sich zu dir bekehrt. Mitten auf iu deiner Sündenwege machst du sein Geusß Kinde rege. Wohl dem, der zu seiner N umkehrt; den verwirfst du nicht. 5. Du erquickest die Elenden, din Herz sich dir ergibt, die sich szü zu dir wenden, über ihre Schuldi trübt. Freude schenket deine Gütenn 23⁰ geängsteten Gemüthe, welchem dus Sündenlast liebreich abgenommeniy 6. Herr! zu was für Seligkeiten m in jener bessern Welt jeden Fromm noch willst leiten, der dir Treuh Glauben hält, offenbarst du al Seelen, die zu ihrem Theil H f wählen; deinen ganzen Gnadenbul machst du deinen Kindern kund. 3 7. Dir will ich mich denn ergehh Gott, mein Gott! verlaß mich nih Laß mich immer heilig leben, à= vor deinem Angesicht. Keine schiih d Lust der Sünden müsse mich ui üÜberwinden! Ach! bewahr, ich dich, meinen Geist, und stärke ni⸗ Der 130. Psalm. des Mel. Ach Herr, mich armen Sünder.— Herzel ch fleh in tiefster d den 237. J zu deiner Gnad dadu Huld. Du, milder Gott, venh 3. mir Armen meine Schuld! eilß dit, meinem Sehnen, o Vater! Herz i die Ohr, und lasse meine Thränen i. bann meine Seufzer vor! läßbst 2. Ach! sollte, wenn wir foll nem für Gnade Recht ergehn, so ih 4. von uns allen der Frömmste ih und bestehn. Du aber heilest geme n evig ö Erster Theil.— Von der Vergebung der Sünden. 131 nein Y knirschter Seelen Pein, daß man in isia hhsurht lerne, dir treu und dank⸗ eh ein. % 93 Ich trau von ganzer Seelen Siuh auf dich, du höchster Hort! wenn laßen mich die Sünden quälen, so tröstet „vorn mich dein Wort. Nach dir nun schau nden, ich immer, wenn mich ein Schmerze Han guückt, wie nach des Morgens Schim⸗ uch ul mer der müde Wächter blickt. . J. Der Saame Jacobs gründe sein heil allein auf dich! denn, Herr, du rth. O bist gelinde, und schonst uns päterlich. „ wenh Ou trägst die schwachen Sünder in aufliu deiner Liebe Schooß, und machest Zions 1 Geuf Kinder von allem Bösen los. iner N ren. Der 22. Psalm. ich sche Mel. Kommt her zu mir, spricht. Schuldl IEEEE Güen 238. W'e deselig, Gotti hem duh e mmenH EEEE igkeiten Wie selig ist der Sünder, dem Fronmn—.— DS..... ahn u du gnädig bist, den Todesfurcht Theil MN ee nadenhu! nicht schrecket! dem, weil ihn kund. PPPIPII mich u seine Schuld betrübt, dein Herz ben, I21 E...— ine schih mich n r, ich hi stärke nit die Miffethat vergibt; den dein — 45 Erbarmen decket! 2. Wer seine Sünden dir verhehlt, m. des Seele wird mit Angst geguält 6 hom strafenden Gewissen. Die Angst ünder.— herzehret seine Kraft. Der Trost, iefster u den deine Gnade schafft, wird ihm Gnad!n dadurch entrissen. tt, ven 3. Darum, mein Gott, bekenn ich ldl eihsz dit, was deine Huld entfernt von mir, Herzeih die mir bewußten Sünden. Dann, hränen dann, mein Gott, verzeihest du, und läß'st die müde Seele Ruh in dei⸗ wir folg nem Frieden finden. „so u. Die Frommen werden deine Huld muste ii und deine schonende Geduld, o Vater! gerne s. ewig loben. Du bleibest ihre Zuversicht; die Fluth, die aus den Ufern bricht, mag noch so mächtig toben. 5. Mein Schirm bist du; zu dir flieh ich, wenn drohende Gefahren mich mit Schrecken überfallen. Du machst dich mir in der Gefahr als meinen Retter offenbar, und läß'st mich sicher wallen. 6. Ich zeige, sprichst du selbst zu mir, den rechten Weg zum Heile dir; dich soll mein Auge leiten. Darum, mein Herz, verachte nicht des ewgen Vaters Unterricht. Er führt zu Se⸗ ligkeiten. 7. Wer nicht von Gott die Weis⸗ heit lernt, der ist verblendet und entfernt sich von den wahren Freu⸗ den. Wer aber sich auf Gott verläßt, hält seine Gnade ewig fest, auch in den schwersten Leiden. 8. Stimmt Gottes Lob, ihr From⸗ men, an! euch wird des Höchsten Güt umfahn. Von allen seinen Knechten bleibt Gott der Trost, die Zuversicht. Er rächet ihre Sünden nicht. Froh⸗ lockt ihm, ihr Gerechten! Mel. von Nr. 16. ch schone doch, o großer 239. A⸗ Menschenhüter! ach strafe nicht, barmherziger Gebieter! ach rechne nicht! wer kann vor dir bestehn? Mich schreckt dein Zorn! doch will ich zu dir gehn. 2. Ach zürne nicht! in Jesu will ich kommen. Hat er nicht, Herr, die Strafe weggenommen? Er ist am Kreuz ein Fluch für mich gemacht; zu meinem Heil rief er: Es ist vollbracht! 3. Ach rechne nicht! auf tausend muß ich schweigen. Ich will mich vor dem Gnadenzepter beugen, laß Gnad, o Herr, anstatt des Rechts ergehn; sonst kann ich nicht vor dei⸗ nem Thron bestehn! 4. Ach strafe nicht, du aller Bos⸗ heit Rächer! wo blieb ich sonst, ich schuldiger Verbrecher! sieh an den Sohn, der unsre Schulden trug, und den dein Zorn, als unsern Bürgen schlug. 95 Ach schone doch! ich bin zwar Asch und Erden; ein leichtes Blatt 9* 13²2 das bald zu Staub wird werden; doch will ich sein, o Herr, dein Eigen⸗ thum; ach nimm mich auf! gedenk an deinen Ruhm! 6. Nun, Herr! ich weiß, du wirst mich nicht verlassen; du wirst mich doch mit Lieb und Huld umfassen. Drum tröst ich mich und fasse güten Muth: es ist bezahlt; die Schuld macht Jesus gut. Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. 2 40 chöpfer aller Menschen⸗ * kinder, großer Richter aller Welt! sieh, hier wird ein ar⸗ mer Sünder, Herr, vor dein Gericht gestellt, der in Sünden ist geboren, der bein Ebenbild verloren, der mit Lastern sich befleckt, der in tiefen Schulden steckt. 2. Mein erwachendes Gewissen, deine Strafgerechtigkeit, dein Gesetz, das ich zerrissen, nebst dem Satan, stehn bereit, meine Seele zu verkla⸗ gen: ich weiß nichts darauf zu sagen; denn der Zeuge gibt sich an, der ge⸗ sehn, was ich gethan. 3. Wehe mir, ich muß verderben! ich seh nichts, als Höllenpein. Fre⸗ cher Sünder, du mußt sterben! wird mein strenges Urtheil sein. Es erzit⸗ tert meine Seele vor des offnen Ab⸗ grunds Höhle; es erstarret Geist und Blut vor der ewgen Flammen Glut. 4. Doch, Gottlob! die Furcht ver⸗ schwindet, weil ein Bürg ins Mittel tritt, weil sich ein Vertreter findet, der für den Verklagten bitt't. O, beglückte theure Stunden! Gottes Sohn hat seine Wunden und sein geell, Lösegeld meinem Richter dar⸗ gestellt. 5. Richter, siehe meinen Bürgen; stehe die Bezahlung an! dieser ließ für mich sich würgen, dieser hat genug gethan! der hat dein Gesetz erfüllet, der hat deinen Zorn gestillet. Herr! ich glaube: steh mir bei; sprich von Straf und Schuld mich frei! 6. Siehe mich im Staube liegen. O wie drückt mich meine Schuld; doch dein Wort kann ja nicht trügen. Sündern gönnst du deine Huld. Du Erster Theil.— Von der Vergebung der Sünden. sprichst zu mir; du sollst leben!l noch Schuld ist dir vergeben; set giß vant mein lieber Sohn! komm zu me. 5. Gnaͤdenthron. zu 8 7. Seht, wie sich der Abhn schließet! seht, wie sich der Him freut! da das Blut des Lammes sshh da mich die Gerechtigkeit des kommnen Mittlers decket. Wen der mich ferner schrecket? Wun der sich an mich wagt, und ein g. melskind verklagt? 8. Richter, der mich los gesprotz Bater, der mich zärtlich liebtl Y ler, der, was ich verbrochen und! raubt, Gott wieder gibt!1 Geis, mir den Glauben schenket, dern in den Mittler senket! Gott der g. den! dir sei Ruhm, und mein dein Eigenthum. 9. Laß mich nun die Sünde hi die das Herz mit Angst bescht laß mich alles unterlassen, was neuen Frieden stört! reinge s mein Gewissen, laß mich eiftih beflissen, mit Verläugnung dieserd9 T das zu thun, was dir gefällt! Mel. Wer nur den lieben Gott.— he ie theuer, Goll. 241. Wẽĩ deine Güte, dis! Missethat vergibt, sobald ein nn des Gemüthe die Sünden, die ei geliebt, erkennt, verdammt, und n Wé lich haßt, und Zuversicht zum. ler faßt! 2. O! laß mich ja nicht sicher g den, weil du so reich an Gnade! Wie kurz ist meine Zeit auf H die mir zum Heil gegebne Fristl. daß sie mir recht wichtig sei; di sie meiner Beßrung weih! 3. Zwar deine Gnade zu herdig sind Reu und Beßrung viel zu l. Doch darf sich auch ein Mensch ei nen, zu glauben, dir versöhnt u S wenn er noch liebt, was dir mifs und nicht dein Wort von Herzen I 4. Nie kannst du dem die Sh. erlassen, der frevelnd Schuld“ Schuülden häuft. Der kann keinh zu Jesu fassen, der zwar auf e Verdienst sich steift, doch in der E goch beharrt, dafür er selbst ein Opfer ward. ö 25, Drum fall ich dir, mein Gott, zu Füßen: vergib mir gnädig meine Schuld, und heile mein verwundt Gewissen mit Trost an deiner Vater⸗ huld. Ich will mit Ernst die Sünden scheun, und willig dir gehorsam sein. 6. Daß mit Gerechtigkeit auch Stärke durch Christum mir geschenket sei, Erster Theil.— Von der Glückseligkeit wahrer Christen ꝛc. 133 will ich durch Uebung guter Werke beweisen. Mache selbst mich treu, Herr, in der Liebe gegen dich! sie dränge stets und leite mich! 7. Laß mich zu deiner Ehre leben, der du die Missethat vergibst! das hassen, was du mir vergeben, das lieben, was du selber liebst. Laß, Vater, mein Gewissen rein, und hei⸗ lig meinen Wandel sein! 10) Von der Gluͤckseligkeit Der 1. Psalm. Nel. Mein Gott, das Herz ich bringe.— 59. 42 wohl dem Menschen, der 2* dem Rath der Frevler Iscch entziebt; dem Menschen, der den krüͤmmen Pfad der Uebertreter flieht. 2. Der, wo der Gottheit Spötter lacht, die fromme Seel entfernt; sich Gottes Recht zur Freude macht, und Tag und Nacht es lernt. 3. Er grünet, wie am Bach ein Baum von seinem Segen schwillt, sich hebt, und einen weiten Raum mit feinem Gipfel füllt; I. Er trägt, wenn seine Zeit kommt, d ein un Frucht, stets unentlaubt und grün; er , die eih Röstet den, der Schatten sucht, der it, unden Wandrer segnet ihn. ht zum. 5. Das ist der Fromme! was er macht, geräth ihm und gedeiht; ht sicher Staub ist der Sünder, der sein lacht, n Gnade! Spreu, die der Wind zerstreut. t auf Ei. 6. Der, der sich gegen Gott em⸗ ne Frisl; pört, besteht nicht im Gericht, in der seiz di Gemeinde, die Gott ehrt, bleibt der 9 Verbrecher nicht. zu berin 7, Dir, Höchster, dir gefällt die viel zu Bahn, die der Gerechte geht, du Mensch eh schaust im Zorn den Sünder an, des söhnt u! Sünders Weg vergeht. dir mifft n die Schuld 2⁴3. ann keinh .. E war auf Mel. des J. Psalms. De eTaut er Herr ist gut, ——— 2 wahrer Christen und ihrem Trost bei der Unvollkommenheit dieses Lebens. .——— — wir nur treu auf seinen Wegen gehn, so dürfen wir ihn unsern — ———.— —*— — + E Vater nennen, und er will uns 2...——— für Kinder auch erkennen. Bedür⸗ —.——— —4.———— E + fen wir im Kampfe Trost und E 2— Muth, =D...Z—————— Wort: der Herr ist gut. 2. Der Herr ist gut und hat mit uns Geduld; ist reich an Gnad und will der Sünder Schuld nicht, wie er könnt, nach höchster Strenge rächen; er übersieht der Irrenden Verbrechen: er ist versöhnt durch seines Sohnes Blut. Was will ich mehr zum Trost? der Herr ist gut! 3. Der Herr ist gut und theilt sich willig mit. Er geht uns nach und merkt auf jeden Schritt, und gibt uns gern, was wir vonnöthen haben; er schenket uns den Reichthum seiner Gaben; wo ist ein Herr, der dies an Knechten thut? Ja wohl ist dies gewiß: der Herr ist gut! in der ed 4. Der Herr ist gut! in seiner Liebe Schooß trägt er uns stets, und in dessen Dienst wir stehn: wenn ist das Elend groͤß, so hat er Kraft und Neigung, uns zu schützen; es kann der Geist in stillem Frieden sitzen, weil unter seinem Schutz man sicher ruht, und sich an ihm ergötzt. Der Herr gut! 5. Der Herr ist gut! wer dies im Glauben schmeckt, dem wird erst recht, was Freiheit sei, entdeckt; er wird aus seinem Dienste nimmer gehen, vielmehr darin mit Lust und Freude stehen; nichts ist umsonst, was hier der Glaube thut, der immer besser sieht: der Herr ist gut! 6. Der Herr ist gut! er siehet huld⸗ reich an den schwachen Dienst, den man ihm leisten kann, gibt Gnaden⸗ lohn den Knechten, die ihn lieben; kein Wassertrunk ist unvergolten blie⸗ ben; er gibt dafür die ganze Se⸗ gensfluth; und so bleibt ewig wahr: der Herr ist gut! Der 5. Psalm. .DSD...B‚‚‚ 244. V anium, 0 Gotrt —— vernimm mein Flehen; verachte ——.— —..——— meine Bitie nicht! laß, laß mich, Herr, dein Angesicht, mein König, DI.eEEE..— 4.—.—.— deine Hülfe sehen! Ich flehe Tag +.— und Nacht zu dir, mein Gott, + 1—. — 2 E—— hilf und sei gnädig mir! 2. Ich will auf dein Gebot aufmer⸗ ken; ganz heilig will ich vor dir sein! ach mach, mein Gott, mich selber rein! du hast an allen guten Werken ein innig Wohlgefallen, Herr, drum heilige mich, Heiligster! 3. Gott, dir mißfällt der Gräul der Sünden! wer bös ist, bleibet 8 nicht vor dir! wer dich beleidigt für und für, der kann vor dir nicht Gnade finden; wer sich zu dir, Herr, nicht 134 Erster Theil.—Von der Glückseligkeit wahrer Christen ꝛc. bekehrt, der wird nicht, wenn fleht, erhört. ů 4. Die Frevler mögen nicht i hen; du hassest jeden falschen d der sich aus deinem Joche reistez sich erfrecht, dich, Gott, zu schn hein; dein strenges heiliges Ga verschont der frechen Lügner nicht 5. Ich aber, Gott, durch d Güte erquickt, ich aber lobe dichl deinen Tempel eile ich, o Gott,; ih wor dt Run, 1c Per sch vor dir hin, ich, der ich i dich selig bin. 99 6. Du kannst, du wirst mich sin leiten nach deiner großen Gulih die gern erlöst und gern erfreut, wirst mir meinen Weg bereitenzů wer, wenn du, Herr, bei mirh wer ist, der meiner mächtig ist! Wenn meine Feinde voru heucheln, wenn sie nach meinem! fall sehn, und immer meine Tun schmähn, und mir mit Schlanges gen schmeicheln, so bin ich noch n ganz verzagt; noch hörst du's, hn mein Herz dirs klagt. 8. Erfreue, Gott! die dit trauen, und eile, wenn sie zu! schrein, mit deiner Hülfe zu eisin die, die auf deinen Namen bauen ihren Feinden, Herr! zu Trutz,. der verlaßnen Frommen Schutz. Mel. des 90. Psalms. EEEEE 245. Mé enn Saonof FFt... 2 freundliches Regieren stillt h ä ˖;,;,;,;.::;;...... Weh, das meinen Geist beschoeß ...... wenn sich zu dir mein blöͤdes h ..——. kehret, so kann ich bald von P I..I.I.III.— Erquickung spüren. Dein Gnche . blick ermuntert meinen Sinn, v SDSSIII=ie — — Id dorf in Ondd —.— —.— Sinn, V s in sich findet, und betend deine Kraft Angsterreget, so laß mich bald dein Erster Theil. Von der Glü .......— 2. Gewiß, mein Freund gibt solche eble Gaben, die alle Welt mir nicht herschaffen konnte! was ists, womit sie ihre Diener lohnte? Es kann ja nicht die müden Seelen laben. Mein Nsus kanns, er thuts im Ueberfluß, wenn alle Welt zurückestehen muß. 3. O bester Freund, du tröstest ein Gemüthe, das Gutes will und Böses gar hald empfindet! es schmecket deine wunderbare Güte, die alle Angst, die alle Noth verschlingt und unsern Geist zur sanften Ruhe bringt. 4. Es müsse dann mein Herz nur Christum schauen. Schein unverhülit, 9Sonn, aus jener Höhe! daß ich das Licht in deinem Lichte sehe, und könne schlechterdings der Gnade trauen. Kein Fehler sei so groß, so schwer in mir, der mich von solchem Blick der Liebe führ. 5. Wenn meine Schwachheit mich darnieder schläget, und fast den Geist der Kindschaft in mir dämpfet, so daß mit Zweifel noch mein Glaube kämpfet, und dieser Streit mir neue huldreich Antlitz sehn, und neue Kraft und Zuversicht entstehn. 6. So ruh ich nun, mein Freund, in deinen Armen; du lässest deine Huld mich tröstlich schmecken. Von dir geschützt, kann mich nichts mehr er⸗ schrecken, mein Zoar ist dein ewiges Erbarmen. Mein Geist ist still, da du ihm alles bist, und deine Gunst mein frohes Herz genießt. Mel. Kommt her zu mir, spricht.— 238. 246 Ich boff, o Gott! mit * festem Muth auf deine Gnad und Christi Blut; ich hoff ein ewig Leben. Du bist ein Vater, der berzeiht, hast mir das Recht zur Se⸗ ligkeit durch deinen Sohn gegeben. 2. Herr! welch ein unaussprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben! im ckseligkeit wahrer Christen ꝛc. 13⁵ Herzen durch den Glauben rein, dich lieben und versichert sein von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Se⸗ lichkeit, wirkt göttliche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es spricht uns Trost im Elend zu, ver⸗ süßet uns des Lebens Ruh, und stärkt uns in Gefahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort, um deines Namens willen! laß ihn mein Licht auf Erden sein, ihn täglich mehr mein Herz erneun, und mich mit Trost erfüllen! Mel. Wie schön leuchtet der.— 35. ie groß ist unsre Se⸗ 247. Wé ligkeit, o Gott! schon in der Prüfungszeit, selbst unter viel Beschwerden, wenn unser Herz sich dir ergibt, und treu in Jesu Dienst sich übt! wie groß wird sie einst wer⸗ den, wenn sich herrlich jenes Leben wird erheben, wo man Freuden erndtet von der Saat der Leiden! 2. O, wie erhaben ist das Recht, das du mir gibest, dein Geschlecht und Bundesvolk zu heißen! Bei dir ist unser Vaterland, und wer will deiner starken Hand, Allmächtger! uns entreißen? Wenn wir gleich hier müssen streiten, und zu Zeiten schwach uns finden, hilfst du uns doch über⸗ winden. 3. Du deckest unsre Schulden zu, schenkst unsern Seelen wahre Nuh und stärkest uns mit Freude. Dein Sohn ist unser Haupt und Ruhm, wir sein erkauftes Eigenthum, und Schafe seiner Weide. Gutes Muthes sind auf Erden in Beschwerden unsre Seelen. Herr, was kann bei dir uns fehlen? I. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns widerfährt, ver⸗ borgen hier auf Erden. Doch, wenn dereinst vor aller Welt, Er, unser Haupt, Gerichtstag hält, dann wird er sichtbar werden. Alsdann sieht man ihn mit Kronen uns belohnen, und mit Ehren für sein treues Volk erklären. 5. Wie glücklich, Gott, sind Chri⸗ sten dann! wie viel hast du an uns Angen o laß uns unsre Würde vor ugen haben jederzeit! so tragen wir mit„aide der kurzen Leiden Bürde. Herr, gib den Trieb in die Seelen, dich zu wählen und das Leben ganz zu Jesu Dienst zu geben. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 119. ch weiß, an wen mein 248. J Glaub sich hält. Kein Feind soll ihn mir rauben! Als Bür⸗ ger einer bessern Welt, leb ich hier nur im Glauben. Dort schau ich, was ich hier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? Es ruht in Jesu Händen. 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit. Lang ist der Tag des Sieges. Ich kämpfe für die Ewigkeit. Erwünschter Lohn des Krieges! Der du für mich den Tod geschmeckt: durch deinen Schild werd ich bedeckt; was kann mir denn nun schaden? 3. O Herr! du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben, in jener Welt mein Eigenthum; du hast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein Kleinod zu; drum eile ich ihm freudig zu. Du reichst mir meine Krone. 4. Herr! lenke meines Geistes Blick von dieser Welt Getümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewig⸗ keit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht, und währt nur kurze Zeit. Im Himmel sei mein Wandel! 5. Jetzt, da mich dieser Leib be⸗ schwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beßre Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint, und mein Erlösungstag erscheint, dann werd ichs froh empfinden. 6. Im Dunkeln seh ich hier mein Heil; dort ist mein Antlitz heiter. Hier ist die Schwachheit noch mein Theil! dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich, Gott, vollkommen schmücket. 136 Erster Theil.— Von der Glückseligkeit wahrer Christen ne. 7. Zu diesem Glück bin ich ennn o Herr, durch deine Leiden. Aufh nen Tod bin ich getauft, wer h mich von dir scheiden? Du zeihn mich in deine Hand; Herr, dul mir, ich dir bekannt. Mein sind j Himmels Freuden. 8. Wie groß ist meine Herrlichth empfinde sie, o Seele! vom Tandi Erde uneniweiht, erhebe Gott, Seele! der Erde glänzend Nichtsh geht; nur des Gerechten Ruhm 6 steht durch alle Ewigkeiten. Der 112. Psalm. Mel. von Nr. 55. 249 P'unt Preis sei G * und Glück und und Segen sei dem, der Golt i und auf seinen Wegen einhergehtin sich freuet, seinen Willen sietz erfüllen! ö 2. Er ist beglückt, und mäth wird auf Erden der Saame duh die Gott fürchten, werden. Der hy läßt ihr Geschlecht, sie zu belohm im Guten wohnen. 3. Mit Reichthum wird der d sie überschütten; sein Ueberfluß ei let ihre Hütten; die fernste Nachth wird ihr frommes Leben mit i erheben. 4. In grauenvollen lichtberath Nächten umstrablet Gottes Schim den Gerechten, den Milden! den, A sich die Armen freuen, und den g. treuen! 5. Beglückt ist, wer Bedräh gern erfreuet; wer seinem Näh willig hilft und leihet; gerecht eifrig, der verfolgten Armen sih erbarmen. 6. Heil ihm, daß er sie zurh treten eilet, und seinen Uebat mit ihnen theilet! sein Heil ist ehh sein wird nie auf Erden berhas werden. 7. Es mögen Boten des Vuh bens kommen, und doch verzageln das Herz des Frommen. Er hofft. traut mit freudigem Gemütht g Gottes Güte. 8. verlo 2³ mach diret und bei Seel 2. mich gut. mein . h erin Aufh wer i zeichn „ du sind errlichth Tandi Gott, dichts Ruhm 6 n. sei G0 und 6 Gott h ergeht i 1 steil d müch me dan Der gy t belohin In rfluß esh e Nachth 1 mit htberanhs Schinm 1 den, N nd den g Bedraz m Näch gerecht Y men sch. sie zun 1. Uchaft eil ist ea en helgiß des Vlh erzaget nt Er hoffun emüthe l Erster Theil.— Von der Glückseligkeit wahrer Christen ꝛe. 137 8. Er ist getrost, und seine Seele ziltert vor keinen Plagen, ruhig, uner⸗ schüttert; mit Lust wird er an denen, die ihn schmähen, gerächt sich sehen. 9. Er streuet aus, erquicket voll Erbarmen die Hungrigen, und tröstet gern die Armen! die fernste Nachwelt wird sein edles Leben mit Lust erheben. 10. Der Frevler wird sein Horn erhöhet sehen, unmuthig zürnen, knir⸗ chen und vergehen; denn was der Rerlr Wünsche sich erkoren, das ist berloren. Mel. Jesu, meine Freude.— 89. — ie getrost und heiter, 250. Wé du Gebenedeiter, machst du meinen Geist! der du, die dir trauen, führst zu grünen Auen, und so gern erfreust! niemals wird bei dir, o Hirt und Beruhiger der Seelen, mir Erquickung fehlen. 2. Deinem Rath ergeben, freu ich mich, zu leben; was du willst, ist gut. Nichts vermag ich Schwacher, du mein Seligmacher, rüstest mich mit Muth. Wenn die Welt erbebt und füllt, wenn Gericht und Hölle schrek⸗ ken, willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen Gräber vor mir schauen: mein Erlöser lebt! ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Arm er⸗ hebt. Todestag, dein Schrecken mag eines Frevlers Herz erschüttern: was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sünde; doch ich überwinde sie, mein Hort, durch dich. Sink ich oft noch nieder: du erbebst mich wieder, du begnadigst mich. Deine Huld tilgt meine Schuld, nie entziehst zu deinem Knechte der Erlösten Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne, und ihn Vater nenne, und mich ewig sein, daß ich hier am Grabe Trost und Hoffnung babe, dank ich dir allein. Daß dein Geist mich unterweist und mich führt auf deinem Pfade, das ist deine Gnade. 6, Der du Blut und Leben hin für mich gegeben, daß in meiner Noth ich nicht hülflos bliebe: groß ist deine Liebe, stärker als der Tod! Herr! und ich, ich sollte mich deiner Huld nicht dänkbar freuen? dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, dies sei mein Bestreben, meine Lust und Pflicht! was die Welt vergnüget, o mein Heil, das gnüget meiner Seele nicht. Hab ich dich; wie gern will ich, das, wonach die Heiden trach⸗ ten, reich in dir, verachten! 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde durch Zufriedenheit? Sind nicht auch die Ehren, die die Welt bethören, Traum und Eitel⸗ keit? Du erfreust des Menschen Geist, Herr, du willst, die dich ver⸗ ehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden. Und was hoff ich dort? unbegränzte Zeiten voller Seligkeiten hoff ich auf dein Wort. Sie sind mein durch dich allein. Bleib ich dir getreu im Glauben, wer kann sie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte frohlockt mein Gemüthe, Gott, mein Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden, weiche nie von mir! laß mich so beherzt und froh einst durchs Thal des Todes dringen, dort dein Lob zu singen. Mel. von Nr. 42. enn ich ein gut Ge⸗ 251. Wewissn babe, so hab ich große Seligkeit; es ist des Him⸗ mels beste Gabe, das höchste Glück in dieser Zeit. In Freud und Leiden mur es hier die wahre Ruh der Seele mir. 2. Ich bebe nicht, wenn Sünder beben, daß Gott gerecht und beilig ist. Mein Herz gibt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Christ, des göttlichen Berufes werth, der mich im Himmel wandeln lehrt. 3. Getrost wag ichs, vor Gott zu treten, und ihn voll Glaubensfreu⸗ digkeit als meinen Vater anzubeten, der, was ich habe, mir verleiht, und jedem Heil und Segen gibt, der ihn von Grund des Herzens liebt. ‚ 138 Erster Theil.— Von der Glückseligkeit wahrer Christen ꝛe. 4. Mit Muth trag ich des Le⸗ bens Leiden, Verfolgung, Lästrung, Schmach und Hohn; denn des Ge⸗ wissens innre Freuden sind süßer, als der Welt ihr Lohn; und was kann höhern Trost verleihn, als ohne Schuld im Leiden sein? 5. Vie Fröhlichkeit in meinem Her⸗ en verbreitet sich auf mein Gesicht; e ist mein Labsal in den Schmerzen, und in der Finsterniß mein Licht. Sie macht getrost, wenn eine Welt erzittert und in Trümmern fällt. 6. Ich eile mit gesetztem Schritte des Lebens letzter Stunde zu; denn der verfallnen Leibeshütte zeigt sich im Grabe sanfte Ruh, indem mein Geist, der Gott gelebt, zu seinem Ursprung sich erhebt. 7. Und droht mir ja noch einge Sünde: mein Heiland gibt mir Trost und Muth; ich weiß, daß ich stets Ruhe finde in der Versöhnung durch sein Blut! er, der für mich gebüßet hat, tilgt alle meine Missethat. 8. O Seele! darum sei beflissen, daß Frömmigkeit und Helligkeit dit immerdar ein gut Gewissen und Glau⸗ benszuversicht verleibt. Und du, mein Gott, regiere mich! denn o! was könnt ich ohne dich? Mel. Es ist das Heil uns kommen.— 6. 252 in Pilger bin ich in * der Welt, und kurz sind meine Tage: so manche Noth, die mich befällt, reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Vater, deine Ewigkeit versüßt mir meine Pilgrimszeit, und stärkt mich selbst im Leiden. 2. Jetzt, da die Sünde mich noch drückt, seufztt meine bange Seele. Wie bald ist nicht mein Herz berückt! wer merkt, wie oft er fehle? Doch einst werd ich vollkommen rein, ganz heilig und ganz selig sein. Dies tröstet meine Seele. 3. Vor meinen Augen wandeln die, die dich, o Jesu, schmähen; ihr freches Herz betböret sie, daß sie dein Heil nicht sehen. Einst bebt der Spötter, Herr, vor dir, wenn du als Richter kommst, und wir frohlockend dich erheben. 4. In stiller Nacht wein ich oft, 00 hinauf zu deiner Höhe. Mein schhah Herz seufzt freudenleer, wenn ich. Morgen sehe. Ein Blick gen Himm tröstet mich, und meine Thränen sih sich einst ganz in jenem Leben. 5. Wenn mich der Zukunft Schih schreckt, die Noth der fernen Ln wenn sie in mir die Sorg erm ob ich ste auch ertrage: so mildenn die Ewigkeit das kurze Elend Zeit, daß nicht mein Herz vengah 6. Wenn einst, der jetzt von sn dräut, der Tod mir näher wih wenn, nach der Arbeit dieser mein Haupt zum Schlummer ssh so sterb ich froh; die Ewigkeil mir des Himmels Herrlichkeit,“ alles übersteiget. 7. Herr! diesen Trost, der n erfreut, vermehr in meinem Han Mich stärke deine Ewigkeit beien ner Wallfabrt Schmerzen. Sil! in meinem Tod mein Heil, und e mein längst gewünschtes Theil, un ich vom Tod erwache! Mel. des 4. Psalms. 8² 253. W. EEEEEEEE EEEEE Jesu, meiner Seelen! In den ——‚8—.—. —— 7 E Liebe find ich Ruh. Nichts li —— I.——. du deinem Freunde fehlen. N —.— E E... 2— 5 32.— V 1 E— irgend eine Noth mich quäleh M DDEE— eil ich deinen Armen zu. M — ee—— DPIDDPDI Herz muß mir bald leichter SI.—.—. den, erquickt an deiner na DDDDiieieeieieieieeeeeeeeee=:=e Brust. Es weichen Sorgen —.—.. Beschwerden, den Himmel wohlf . In deh — ichte l . ichter h —.— ner nin Erster Theil.— Von der Glückseligkeit wahrer Christen ꝛe. +* —. ——————— ich schon auf Erden 3 hier such 3 f1bd sind ich Ruh und Lust. 2. Die Welt mag ihre Freundschaft hreisen, und mir mit lächelndem Ge⸗ sicht, so wie sie kann, viel Guts erweisen, sie mag selbst meine Fein⸗ din heißen: o Theuerster! das irrt nich nicht. Ich will mich ganz zu dir gesellen; du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht und Feinde mich zu Boden fällen. Trutz sei den stärtsten Unglückswellen, wenn Jesus mir die Hände reicht! 3. Droht Moses mit erzürnten Blicken mir großem Sünder Angst und Weh; muß ich bei meines Herzens Tücken mich selbst anklagen, schüchtern blicken: so faß ich, wenn ich dich nur seh, doch Muth; du löschst des Zornes Flammen, du hast für mich genug gethan. Tritt alles wider mich zusam⸗ men: du bist mein Heil! wer will verdammen? du nimmst dich meiner kräftig an! 4. Führst du mich selbst auf rauhen Wegen, ich folg und lehne mich auf dich; sie enden sich in lauter Segen, du kommst mit Troste mir entgegen, mit deiner Liebe labst du mich. Ja, sollt ich dich nicht gleich verspüren, wart ich deine Stunde ab; wen u, mit dir zu triumphtiren, willst über Sonn und Sterne führen, den führst du erst recht tief hinab. 5. Der Tod mag andern schrecklich scheinen, er schwächet doch nicht mei— nen Muth. Am Abend bleibst du bei den Deinen; in jener Nacht verläßt du keinen, deß Zuversicht auf dir beruht. Mich bringt der Tod nach allen Leiden an jenen Ort der Sicher⸗ heit. Du rufst, wie sollt ich nicht mit Freuden aus einer Welt voll Owinken en du rufst zur frohen Ewigkeit! 6. Wie wohl ist, Jesu! meiner Seelen, weil du mich liebst! ich trau auf dich! mich kann Welt, Noth und Lod nicht quälen, du heißest 139 mich dich selbst erwählen, du selbst, mein Gott, vergnügest mich! zu dei⸗ nem Wort gib dein Gedeihen, laß mirs des Himmels Vorschmack sein! weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O reicher Trost! mein Freund ist mein! Mel. des 46. Pfalms. 254. — .—.—— 2 die Gott, den eglückter Stand getreuer Seelen, — 2——2— ‚ Höchsten, sich erwählen zu ihrem ˖t;t;h;h;!sss,s;s;s;t;tK x Zweck, zu ihrem Theil, und suchen DM—.— EE 2 DDD.— ‚i—2 nur in Jesu Heil! glückselig, wer + + 2 2 + 7..: 2 — 2 aus reiner Hebe und ungefalsch⸗ ñ‚D‚D‚I‚Z‚‚e‚‚‚.....— tem Glaubenstriebe nach seines ..IIe— freuen Heilands Rath die Welt — + und sich verläugnet hat. 2. Wer Gott hat, was wird der verlieren? Nichts, Seele, nichts! du wirst verspüren, daß er den Seinen alles ist. Wenn du nur deiner erst vergiß'st, dich ihm mit Leib und Seel ergibest, in seiner Liebe dich nur übest, so ist und wird dir Gott allein Gut, Ehre, Lust und Leben sein. 3. Betrogne Welt! bethörte Sün⸗ der, die ihr euch selbst, nach Art der Kinder, betrügt und eilt dem Schatten nach! wie stürzt ihr euch in Weh und Ach! Was hat die Welt, das recht vergnüget, das nicht durch leeren Schein betrüget? Ihr tappt im Fin⸗ stern ohne Licht, ihr sorgt, ihr sucht, und findet nicht. 4. O süße Lust, die der empfindet, der sich im Glauben dem verbindet, und nur zu dem das Herze lenkt, der sich uns selbst zu eigen schenkt. 140 Erster Theil.— Von der Glückseligkeit wahrer Christen ꝛr. Wie leicht wird ihm sein kurzes Lei⸗ den! er hat den Vorschmack jener Freuden; er schaut darauf, er denkt dahin, vergisset allen Weltgewinn. 5. Laß, Jesu, mich den Vorsatz fassen, die Welt und alles das zu hassen, was mich von dir nur tren⸗ nen kann! Zeuch mich dir nach auf deiner Bahn! laß deinen Geist mich stets regieren, und hier durch Welt und Prüfung führen zum Himmel, wo man dein genießt, und du in allem alles bist. Mel. Ich weiß, mein Gott, daß all. ————..—.—.—— 255. Jâ 0 sreue mich, — mein Gott, in dir. Du bist mein .—4.—.7.—— Trost, und was kann mir in delner 4 4 —223 2.—. als hier, Herr, bleiben wir in I un geschieden. ö 7. Du segnest mich, wenn man n flucht, und wer hier mein Verden sucht, dem wirds doch nicht geling. Mit beiner Treu stehst du mir beß ich kann fröhlich singen. 3. Du läßt mirs ewig wohl ergh Einst werd ich dich noch näher sh du Ursprung wahrer Freuden! an wird sich dann ewiglich mein gan Herz, Herr! weiden. 9. Noch hats kein menschlich g. gehört, was uns dein Himmel gewährt; doch seh ichs schon Glauben. Vollkommnes Heil ist mein Theil. Das wird mir niemn rauben. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu, SSIII..e 256. Mé n meue — SSDSISSS......—.—.. —— IPIPIPII.I.. Liebe fehlen? du, Herr, bist mein, dein gutes Werk, das in —— und ich bin dein: was mangelt — + — angefangen, muß ganz alh meiner Seelen? 2. Du hast mich von der Welt er⸗ wählt und deinen Kindern zugezählt; mag mich die Welt doch hassen. Du liebst mein Wohl, wirst gnadenvoll mich nimmermehr verlassen. 3. Du trägst mich liebreich mit Geduld, vergibst in Christo mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibst mir Theil an seinem Heil: dies tröstet meine Seele. 4. Du bist mir der bewährte Freund, der es aufs Beste mit mir meint. Wo find ich Deinesgleichen? Du stehst mir bei und bleibst mir treu, wenn Berg und Hügel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, mein Fels und Heil; drum frag ich nicht nach Himmel und nach Erde. Herr, ohne dich ist nichts für mich, das mir erfreulich werde. 6. Du bist mein allerhöchstes Gut, darauf mein wahres Wohl beruht, in dir leb ich zufrieden. So dort, EK— rr—.—. durch deine Stärk Zu seinem YN —— 2 E gelangen. Soll ich, bis in ... EE..—. Tod getreu/ in deinem Dleh .— — 7 —.. bleiben, und fest blelben: o —.———.—.—.—— du mir bei, im Glauben du IIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIPIꝑCP‚Pĩ‚P‚I‚I‚Iee.‚ zu trei⸗ben. 2. Herr! wie genau ist dein Geh wie groß ist meine Schwächel ich, verführt von Lust und M. manch guten Vorsatz breche. I nicht gnug auf meiner Hut, ha mit geheimen Tücken mich berücken Welt und Fleich und Blut; wer l aus so viel Stricken? ö 3. Doch, Vater! deine Treu Macht, doch, Mitiler! dein H. treten * in N man in zerdeth gelingt ö bei, V Rergch her sih Hanh n gaph chon il ist) niemmy —— u Dienh Treu V dein M Erster Theil.„Von der Glückseligkeit wahrer Christen ꝛc. len, doch, Geist der Gnaden, deine Wacht dein Trieb zum Kampf und Beten, wird alles, was mir Schaden hringt, ja selbst den weiten Rachen jenes Drachen, der sonst so viel ver⸗ schlingt, bei mir zu Schanden machen. 4. Die in der Liebe redlich sind, läßt sich der Herr nicht nehmen. Mein Paler wird sein armes Kind im Hof⸗ fen nicht beschämen. Das allerkleinste Lamm läßt nicht mein treuster Hiit herschmachten; er wird achten, was mit annoch gebricht, und mir zu helfen trachten. 5. Den Glauben, den er mir ge⸗ schenkt, den wird er mächtig stärken. Die Kraft, die er in mich gesenkt, wird keinen Abgang merken. Er wird durch seines Geistes Trieb mich Schwachen vollbereiten, gründen, lei⸗ ten. Er hat mich zärtlich lieb, drum wird mein Fuß nicht gleiten. 6. Führt er mich selbst in Kampf und Streit, so wird er mich auch chützen, und durch Gebet und Wach⸗ hmne mich mächtig unterstützen. Fall ich, so wird er mich, sein Kind, nicht hülflos liegen lassen, und mich hassen. Ach nein, er kommt geschwind, nich bei der Hand zu fassen. 7. Er bleibet mir, ich ihm getreu! kein Tod, kein Schmerz, kein Leiden, nicht Furcht, nicht Lust, nicht Schmei⸗ chelei soll uns Verbundne scheiden! Was er zusammen hat gefügt, wird kein Geschöpfe können jemals trennen. Wohl mir, ich bin vergnügt! ich darf mich selig nennen. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. 257 etrost, mein Herz, und * zage nicht! laß allen Kummer fahren! weil mir mein Bun⸗ desgott verspricht, daß er mich will bewahren in aller Trübsal, Angst und Roth, ja selbst auch endlich in dem TLod. Er kann und will mich schützen. 2. Er hat mich schon von Ewigkett zum Eigenthum erkoren; er hat mich in der Gnadenzeit durch Wort und Geist geboren. Der Gnadenrath, der starke Grund, der ewig feste Friedens⸗ bund wird nimmermehr gebrochen. 141 3. Der Gott ist unveränderlich, der mich zum Heil ersehen. Er kennet mich, er liebet mich, wer will sich unterstehen, mich zu verderben? seine Hand wird mich und seinen Gnaden⸗ stand beständiglich bewahren. 4. An meiner Statt hat Jesus sich zum Bürgen hingegeben; und nicht umsonst; er hat für mich erworben Heil und Leben. Die Sündenschuld ist abgethan, wer klaget mich nun weiter an? wer kann mich nun ver⸗ dammen? 5. Mit dem mein Glaube sich ver⸗ band, mein treuer Seelenretter, mein Jesus ist zur rechten Hand des Va⸗ ters mein Vertreter. Ihn aber hört Gott allezeit; wie könnt er nach Gerechtigkeit mich denn verderben lassen? 6. Ich bins, auf den sein Auge sieht: sollt er mich nicht regieren? Er ist mein Haupt, ich bin sein Glied: sollt er mich denn verlieren? ich bin das Schaf, er ist der Hirt, der mich allmächtig schützen wird: wer will mich ihbm denn rauben? 7. Mein Erbtheil ist die Seligkeit, die Jesus mir verheißen, die er ver⸗ dient, die er bereit't: wer will sie mir entreißen? Dazu hat er mir seinen Geist, der Lehrer und auch Beistand heißt, zum Unterpfand gegeben. 8. Und dieser Geist soll ewiglich, sagt Christus, bei mir bleiben. Er stärket und versiegelt mich, nichts kann ihn von mir treiben. Durch ihn ge⸗ nieß ich allbereit den Vorschmack jener Seligkeit, die ich ererben werde. 9. Laß mich doch diesen Geist nur nicht durch Sünd, o Herr, betrüben! gib, daß ich mög bei seinem Licht mich stets im Glauben üben! ach, mache mich je mehr und mehr bequem zu deines Namens Ehr, bis ich dich dorten lobe! Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. 258. Jô bin ein Christ! Gott ist mein Freund! in dieser hohen Würde steh ich und fürchte keinen Feind, und lache jeder Bürde. Der Rang erfüllt mit Muth und 14² Kraft mein Herz in dieser Pilgrim⸗ schaft des Lebens und der Leiden. 2. Mein Glaube steht und wanket nicht; er ist zu fest gegründet. Er suützet sich voll Zuversicht auf Jesum Christ, und findet bei ihm allzeit Trost, Heil und Ruh; er eignet sein Verdienst sich zu und trotzet Welt und Hölle. 3. Sollt ich um Hoffarth, Eitelkeit und Güter dieser Erden, aus Wol⸗ lust oder Sicherheit der Tugend untreu werden? Nein, auf die Sünde folgt der Tod; allein die Tugend segnet Gott mit Leben und mit Frieden. 4. Was sind die Leiden dieser Zeit mir gegen jene Kronen, womit Gott in der Herrlichkeit die Frommen will belohnen? was dieses Lebens kurze Frist, Gott, gegen das, was ewig ist 2 sollt ich nicht muthig kämpfen? 5. Ich fürchte nicht des Fodes Macht mit allen seinen Schrecken. Gott will mich aus des Grabes Nacht zum gro⸗ sen Tag erwecken. Ich fürchte nicht der Höllen Glut, erkauft durch des Erlö⸗ sers Blut zum Eigenthum und Erbe. Der 23. Psalm. D.— 259. Der Herr, men EEE—— E.— pirt, behütet mich in Gnaden! Erster Theil.— Vom Tode der Glaubigen, D. Mir mangelt nichts, und niemm daß ic 5, darf mir schaden. Er welder uß— Hegos wo sanfte Wasser fließen, und lß dich le 3Z—..=meiner E—— mich der stillen Ruh genseßt ...............— Wie wohl ist mir bei seiner Ed Di—j üqj—‚iii.˖.—.—.8— E— Pflege er führet mich stens v EE H4 —..—— ————— die besten Wege. 2. Drum, sollt ich gleich in sust Tiefen wallen, so würde mich i Grauen doch befallenz du, Höchsz bist mit deinem Stab und Shach mein sichrer Trost vor allen Nun ů recken. Noch mehr; du willsj z an deinem Tische im Angast der Feinde mich erfrische. 3. Du salbst mein Haupt mit ij nem Freudenöle; dein voller gal erquicket meine Seele. Mir folgt Heil auf meinem Lebenspfade zu shn Zeit, mir folget deine Gnade. I werde stets, Gott wird es mir ih gönnen! in seinem Heiligthume l.. ben können. herwirf deinem 20) Vom Tode der Glaubigen, und der Auferstehin der Todten. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder.— 67. ern will ich mich erge⸗ 260. ben, dich zu verlassen, Welt! Ich geh zum bessern Leben, sobald es Gott gefällt. Was wärs, das mich betrübte? dort schau ich ewig den, den meine Seele liebte, noch eh ich ihn gesehn. 2. Er ruft zur Zeit der Schmer⸗ zen uns voll Erbarmen zu: kommt her, beladne Herzen, zu mir, und findet Ruh. Dies Wort aus deinem Munde laß, Herr, mich zu erfreun, in meiner letzten Stunde mir O und Leben sein. 3. Mit dir muß es mir glücken, de Kampf zu überstehn. Im gläubih Entzücken laß meine Seele sehn, H. im Gericht für Sünder du mit e Tode rangst, und wie du, Ueberhh, der, allmächtig ihn bezwangst. 4. Der frohe Siegsgedanke: 8. ist dein Stachel, Tod? stärk nih daß ich nicht wanke in meinte desnoth; so ist, obgleich ich siuh doch Sterben mein Gewinn. I l. If, 10 mit yj er Kah olgtdth zu san de. A mit tu ime ll tehus mir ücken, d gläubi sehn, H. mit d Uebernh und der Auferstehung der Todten. 1⁴3 des Himmels Erbe; dein Wort sagt, daß ichs bin. 5. Du schriebst ins Buch des Le⸗ bens auch meinen Namen ein. Dein Blut kann nicht vergebens für mich hergossen sein. Dir trauet meine Seele, dich lobt, was in mir ist, Erlöser meiner Seele! der du die Liebe bist. Mel. von Nr. 86. . sind wir, Gott, in 261. Ewigkeit. In deiner Hand steht unsre Zeit. Du hast der ganzen Menschenschaar ihr Todesjahr bestimmt, als keine Zeit noch war. 2. Wenn nun auch unser Ende kömmt, und deine Hand das Leben hermmt, dann hilf uns in der Todes⸗ noth, Herr, unser Gott! ein sanfter Schlaf werd uns der Tod. 3. Nimm nach vollbrachtem Lebens⸗ lauf in deine ewge Ruh uns auf. Verwirf, wenn unser Herz uns bricht, herwirf uns nicht, Herr, Herr, von deinem Angesicht! I. Drückt uns dann noch der Krank⸗ heit Schmerz, so stärke das beklemmte Herz, daß es, auch in der Schmer⸗ zenswuth, mit starkem Muth in dei⸗ ner weisen Fügung ruht. 5. Gib Hoffnung zu der ewgen Ruh! In unsern Herzen wirke du, Geist Gottes, daß wir glaubend traun, und ohne Graun hin in die Nacht des Todes schaun. 6. Hilf unsrer Schwachheit, Geist des Herrn! Zeig uns den Himmel dann von fern; laß uns, wenn wir zum Vater flehn, getröstet sehn, wie der uns liebt, zu dem wir gehn. 7. Ach, Gnad ergehe dann für Recht, denn von dem menschlichen Geschlecht ist auch der Heiligste nicht rein. Wer kann je dein, Gott, ohne deine Gnade sein? 8, O sei uns dann nicht fürchter⸗ lich! erbarme, Vater, unser dich! Wenn unser Auge sterbend bricht, leit uns dein Licht! so fehlt uns Bost im Tode nicht. Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. och bin ich dein Gast, 262. N o Erde! Gott mehnt meiner Tage Zahl! daß ich reif zum Himmel werde, prüft er mich, läßt mir die Wahl, Böses oder Guts zu wählen. Doch werd ich viel Jahre zählen? oder ruft ein naher Tod mich zu banger Sterbensnoth? 2. Herr, du weißts! Du hast die Tage meines Lebenslaufs gezählt. Ihre Freuden, ihre Plage sah dein Auge, das nie fehlt, früher noch als du auf Erden mich ließ'st einen Pilgrim wer⸗ den. Da schon schriebst du meinen Tod auf dein Buch, o weiser Gott. 3. Einst, wenn es dein Wille fodert, wird mein reger Leib zu Staub, und das Feur, das in mir lodert, wird des kalten Todes Raub. So, wie Frühlingsblumen welken, wird mein Leben auch verwelken; Kraft und Odem nehmen ab, und den Leich⸗ nam nimmt das Grab. 4. Nimm ihn hin zu deinem Staube, Grab; verwandle ihn in Erd. Ven⸗ noch triumphirt mein Glaube, denn mein Leib wird einst verklärt. Des verwesten Körpers Trümmer bleiben wahrlich nicht auf immer der Ver⸗ modrung schnöder Raub. Neu be⸗ seelt wird einst mein Staub. 5. Durch dein schöpfrisch Wort: Es werde! rufst du, Herr, in mein Gebein neues Leben; nicht mehr Erde wird als⸗ dann mein Körper sein. Zu den himm⸗ lischen Geschäften schmückst du ihn mit neuen Kräften; und von Schwäch und Sterblichkeit wird er ewig dann befreit. 6. Hör, o Seele, einst mit Freu⸗ den jenen Ruf: das Grab ist da! denn das Ende deiner Leiden ist mit ihm zugleich dir nah. Der, der deinen Tod bezwungen, hat das Leben dir errungen. Durch den Weg der Sterb⸗ lichkeit führt er dich zur Ewigkeit. 7. Stärke mich auf diese Stunde, Jesu, der du für mich starbst, und an Gottes Gnadenbunde ewig Antheil mir er⸗ warbst. Laß mich Tod und Grab nicht scheuen; laß vielmehr mich darauf freuen. Denn nach treu vollbrachtem Lauf nimmst du mich zum Himmel auf. 14⁴ Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. elig, Gott, sind die, 263. S die nun schon im riedenvollen Grabe von des Lebens rbeit ruhn, und sich deiner größten Gabe, eines ewgen Lebens, freun. Möchten wir es auch schon sein! 2. Doch du willsts, wir leben noch mühsam bier in Pilgerhütten. Alle trugen einst dies Joch, die des Lebens Kron erstritten. Endlich aber führt der Tod uns auch hin zu dir, o Gott! 3. Jesus selber lebte hier vormals auch in Pilgerhütten. Noch unendlich mehr, als wir, hat er auf der Erd erlitten. Laßt uns gläubig auf ihn sehn, und durch ihn im Kampf bestehn. 4. Was ist diese Lebenszeit? Ach, nur eine kurze Stunde, gegen jene Ewigkeit. Gleichwohl kommt auf diese Stunde, die Gott noch verkürzen kann, unser ewges Schicksal an. 5. Gib uns Weisheit, Herr, und Kraft, diese Stunde wohl zu nützen, und beim Schluß der Pilgrimschaft wollest du uns unterstützen, daß wir freudig auf dich sehn, und getrost zum Tode gehn. 6. Daß wir dein sind, nicht der Welt, daß du uns wirst auferwecken, diese Kraft der bessern Welt laß uns, wenn wir sterben, schmecken! flöß uns Muth und Ruhe ein, selbst im Tode froh zu sein. 7. Wenn wir, um einst auch zu ruhn, zu den Todten Gottes gehen, wollst du mehr noch an uns thun, als wir bitten und verstehen. Auch für unsre Todesnacht riefst du einst: es ist vollbracht! Mel. Wie schön leuchtet der.— 35. 264 ie wird mir dann, mein * Heiland, sein, wenn ich, mich deiner ganz zu freun, in dir entschlafen werde? Dann, Seele, wirst du, ganz befreit von Sünde und von Sterblichkeit, entfliehen dieser Erde. Freu dich innig! stärke, tröste dich, Erlöste, mit dem Leben, das dir dann dein Gott wird geben. 2. Ich freue mich und bebe doch; so drückt mich meines Elends Joch, Erster Theil.— Vom Tode der Glaubigen, der Fluch der Sünde nieder. du du, o Herr, erleichterst mir dies In mein Herz stärkt sich in dir, giul und erhebt sich wieder. Jesus h stus, laß mich streben, dir zu lah dir zu sterben, und dein Himmehn zu erben. 3. Verachte denn des Todes Gun mein Geist, er ist ein Weg ⸗ Schaun in jenem bessern Leben. sei dir nicht mehr fürchterlich; g Allerheiligsten wird dich der Henn durch erheben. Hier wird dein nach den Thränen, nach dem Sahn dich Erlösten völlig und auf inn irösten. 4. Herr, Herr! ich weiß die Sih nicht, die mich, wenn nun mein d bricht, zu deinen Todten samm Vielleicht umgibt mich ihre M eh ich dies Flehen noch vollhin mein Lob dir ausgestammelt. M mich fertig! ich befehle meine E deinen Händen. Laß mich mih Lauf gut enden! 5. Vielleicht sind meiner Tage ich bin vielleicht noch sern vom s an dem die Krone schimmert. I ich von meinem Ziel noch wel, sei mein Leben dir geweiht, bis mein Leib zertrümmert. Hilf n Herr, dir ganz mein Leben zu ah ben, daß ich droben dich unenss könne loben. 6. Wie wird mir dann, mein g land, sein, wenn ich mich deiner gi erfreun, dich dort anbeten was Dann bin ich frei von Sünd Leid, ein Mitgenoß der Herrlicht nicht mehr ein Mensch von E Preis dir! daß mir durch dein h jene Freuden offen stehen. Ewigt ich dich erhöhen! Mel. des 103. Psalms. 265. W? donm i SE EEEEEEE EE — 2 —. 8 dist mir ja, mein hochses d mein Heil, zu dir hinüber! 20 vollbint t. M ine G h mahz Tage vom nert. A Wweil/ „bis h Hilf u n zu ah unend mein g einer g n wahh Sünd 6 über? — piel lieber, als , nit vielem Trost erquickt; ich weiß, sind die Höhlen, dahin ich flieh, was E diese Welt, woher 2 —. — — .—.— fommt denndie Sunl, daß mich 2— des Tods Erinnerung erschrecket? FF.. und der Auferstehung ver Todten. 14⁵ gib mir hier die Lebensfrucht zu schmecken, damit ich kann in deiner Liebe ruhn. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. 2 6 6 PPPPIIIIIIIIIII 0. B egrabt den Leib in Wie kommts, daß dem, den deine — — 56 +2 D= seine Gruft, bis ihm des Richters —.—.—.‚ och zar S........... 3I3 Huld bedeckel, doch grauet vor — Stimme ruft! wir säen ihnz einst E = dem finstern Todesthal? 2. Mit Dank muß ich von deiner Güte sagen, wie du mich durch die Wüste durchgetragen, und meine Seel wie manche Noth mir kam zu Han⸗ den, doch weiß ich auch, wie du mir belgestanden, daß mich die Last der Trübsal nicht erdrückt. 3. Nun aber will die Furcht den Glauben schwächen in mir, da ich durch diesen Jordan brechen, und durch den Tod in Canan gehen soll: ach, sühre mich hindurch, o mein Exretter! mit starker Hand reiß mich aus Sturm und Wetter, das auf mich fällt, und macht mich schreckensvoll. 4. Dein Licht und Wahrheit, so mich durchgeführet durch diese Wüst, und nie den Glanz verlieret, das bleibe mir in Todesfinsterniß! geh guf, o Sonn, mit deiner Kraft zu heilen, laß deinen Trost die finstre Wolk vertheilen, und mache mich doch deiner Huld gewiß. 5. Du bist mein Fels; die Wunden kann ich sonst erwählen, wenn mir der Tod das matte Herz zerbricht? Ruß ich allhier im finstern Thale waͤndern, treibt Todesnoth von einem Ott zum andern, so komm ich doch aus deinen Wunden nicht. 6. O Gott! du bists, der aus dem Lud erhebet, du hilfest dem, der nur an dir fest klebet; ich bins, ich hoff, du wirst es ferner thun. Zum Leben wirst du mich hiernach erwecken, o + + E 2 blüht er — zu Gott hinauf. 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr; er war schon Staub, und wirds nur mehr; er liegt, er schläft, ver⸗ west, erwacht dereinst aus dieser To⸗ desnacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, der sie aus aller ihrer Noth, aus aller ihrer Missethat durch sei⸗ nen Sohn erlöset hat. 4. Hier hat ihn Trübsal oft ge⸗ drückt; nun wird er, Gott, von dir ergquickt; hier wandelt er im finstern Thal; nun ist er frei von Schmerz und Qual. 5. Gott bleibt er treu bis an sein Grab, nun wischt Gott seine Thränen ab; was sind die Leiden dieser Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit! 6. Nun, du Eilöster, schlaf in Ruh! wir gehn nach unsern Hültten u, und machen zu der Ewigkeit mit reud und Zittern uns bereit. 7. Ach, Jesu Christ, dein bittrer Tod stärk uns in unsrer letzten Noth; laß unsre ganze Seele dein, und freu⸗ dig unser Ende sein. —— auf, und steigt verklärt + E Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 2—. 267. Jâ ch freue mich der E—— 56..——IBJ— frohen Zeit, da ich werd aufer⸗ 10 1⁴ Erster Theil.— Vom Tode der Gläubigen, —2 — 2 stehen. Dann werd ich in der — —...— Herrlichkeit, dich, Gott, mein Hei⸗ —.—. 2 2 —— land, sehen. Dann werd auch sch, ———.—. o Herr, durch dich, ins Reich verklärter Frommen als Mitglied —..—2 aufgenommen. 2. Ja, Herr, du führst sie einst heran, die Stunde der Erlösung; die Stunde, da ich hoffen kann, Trost, Freiheit und Genesung; da, Engeln Lun u im Himmelreich mich Ruhe, ust und Leben in Ewigkeit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bist, du bists, an den ich gläube! Ich weiß, daß ich durch dich, Herr Christ, im Tode nicht verbleibe. Und dein Gericht wird mich dann nicht mit Trübsal, Angst und Schrecken, so, wie die Heuchler, decken. 4. Ich hoffe dann mit Freudigkeit vor dir, mein Haupt, zu stehen, und mit dir in die Herrlichkeit frohlockend einzugehen. O, hilf mir doch aus Gnaden noch, zum Glück der Ewig⸗ keiten mich würdig zu bereiten. Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. ein Heiland lebt. Er 268. M hat die Macht des Todes ganz bezwungen, und siegreich aus des Grabes Nacht zu Gott sich aufgeschwungen. Er ist mein Haupt; sein Sieg ist mein. Sein soll mein ganzes Leben sein, und ihm will ich auch sterben. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jesu, schauen. Das ists, was mich zufrieden stellt, selbst bei der Gräber Grauen. Ich bin getrost und unverzagt, weil du den Deinen zugesagt; ich leb, und ihr sollt leben. 3. Wird gleich mein Leib des Lah Raub, er wird doch wieder Lehg und einst aus der Verwesung Stn sich neu gebild't erheben, wenn i. o großer Lebensfürst, nun des Todten rufen wirst, zum Lehen an zuwachen. 4. Wie froh und herrlich werd dann vor dir, mein Heiland, siehn dann nimmst du mich mit Ehren au läß'st in dein Reich mich gehen. dun hin von keiner Last beschwert, an d und Seele ganz verklärt, leb ich h dir dann ewig. 5. O, welch ein selges Theil istu auf jene Welt bereitet! der Freuy Fülle ist bei dir. Von dir, o hun geleitet, werd ich in deinem Himm⸗ reich, unsterblich, deinen Engeln gli vollkommne Lust genießen. 6. Denn, wo du bist, da solh die, die dir hier folgen, leben, u ewig frei von Schmerz und M von Seligkeit umgeben, geniesen. ner Herrlichkeit. O, was sind Lehg dieser Zeit, Herr, gegen jene Freudm 7. Laß die zukünftge Herrlicht mir steis vor Augen schweben; mich in dieser Prüfungszeit mein z gn dahin erheben, wo keine Schwachh uns mehr drückt, wo wir, der Suh lichkeit entrückt, frohlockend vor wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum da der Tugend nachzustreben, und alshn Jünger, dir zum Preis, nach desn Wort zu leben. Und fühl ich hierm Noth und Schmerz, so trösle f. damit mein Herz: es kommt beßres Leben. Mel. Herzlich lieb hab ich dich.— 2 ein Heilandl i 269. M mein Geist erfteh im Glauben auf die Herrlichkell ewgen Erbtheils blicket, das dus mich bereitet hast: wie leicht A mir dann alle Last, die mich hias den drücket! Dann wird der keiten Tand in meinen Augen schli als Sand. Der Erde Pracht ist u wie nichts, beim Anblick jenes eun Lichts. Herr Jesu Christ, mein hi Frenda derrlichh ben; mein gy chwachhh er Sh d vor I. umm Sh d alsds ich deih b biernh röste sch ommt 6.— ndl vh ist erfre ichkeit H das du f eicht dü lich hlenh mein H joll lebendig sein, wie du. und der Auferstehung der Todten. und Golt, mein Herr und Gott! dies Heil verdank ich deinem Tod. 2. Wenn einst auf deinen Wink mein Geist des Körpers Banden sich entreißt, dann stärk ihn aus der Höhe; daß ich, durch deinen mächtgen Stab beschtitzt, ins Todesthal hinab getrost und freudig gehe. Die Klarheit jener et Welt schaff, wenn mich Bun⸗ kelheit befällt, in meinem finstern Her⸗ zen Licht, und Heiterkeit im Angesicht. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! dann wird zum Schlummer mir der Tod. 3. Und wenn mein Geist aus Schüchternheit sich dennoch vor dem Lode scheut, weil ihn die Sünden känken; dann laß mich, Herr, auf deinen Tod die Hoffnung bäun, es werde Gott der Sünden nicht ge⸗ denken. Der Trost, den du auch mir erwarbst, als du zum Heil der Sün⸗ der starbst, und fühltest, wie dich Gott verließ, der mache mir das Sterben süß. O Jesu Christ, mein kei Herr und Gott, mein Herr und Gott! berlaß mich nicht in meinem Tod. 4. Auf kurze Zeit schließt sich zur Ruh mein thränenvolles Auge zu, und schlummert in dem Staube. Doch der, der mich zum Grabe ruft, der tuft mich einst auch aus der Gruft. Ich weih, an wen ich glaube. Er lebet, und ich werd durch ihn der Grabesnacht gewiß entfliehn. Mein Geist und mein verklärt Gebein wird sch des Herrn, des Mittlers, freun. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! zum Leben schafst du nun den Tod. 5. Du bleibest meine Zuversicht, mein Trost, wenn einst das Weltge⸗ ucht die Engel ausposaunen. Vor deinem Thron werd ich dann stehn, dich, Richter aller Völker, sehn, dich 12 und froh erstaunen. Auch mir chenkst du dann jenes Heil, der Aus⸗ üwählten selges Theil. Ich soll, hein Mund schwur es mir 11„ 6 err Asu Christ, mein Herr und Gott, nein Herr und Golt! stärk diesen Olguben einst im Tod. 1⁴⁷ Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. esus, meine Zuversicht 270. J und mein Heiland, ist im Leben! dieses weiß ich, sollt ich nicht auch zu sterben mich ergeben? was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht! 2. Jesus, mein Erlöser, lebt! ich werd auch das Leben schauen, wenn er mich zu sich erhebt; warum sollte mir denn grauen? Er ist der Ge⸗ meinde Haupt, und sein Glied, wer an ihn glaubt. 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; er hält mich bei meiner Hand in den dunkeln Todesstunden, er führt mich auf rechter Bahn und nimmt mich zu Ehren an. 4. Fleisch bin ich, und muß daher auch einmal zu Staube werden. Dieses weiß ich; doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in 7 Herrlichkeit bei ihm sei in Ewig⸗ K.* 5. Dann umgibt mich diese Haut, dieser Leib, wie ich sest glaube; Gott wird dann von mir geschaut, wenn ich aufsteh aus dem Staube. Ja, in diesem Fleisch werd ich sehen, mein Erlöser, dich. 6. Ob dies Aug im Tode bricht, wirds doch meinen Retter kennen. Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen. Dank ihm! Dank ihm! Preis und Ruhm! wun⸗ derbar schafft er mich um! 7. Was hier leidet, seufzt und fleht, wird nicht ewig untergehen; irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen. Zu verwesen, lich se ein; dann werd ich unsterb⸗ ein. 8. Freudig bin ich und getrost! dann steigt mein Versöhner nieder. Wann ich sterb, ist er mein Trost, und den Todten ruft er wieder, wenn einst die Posaune klingt, die durch alle Gräber dringt. 9. Und mich schreckte noch der Tod? mich die Gräber und ihr Grauen? meinen Mittler, meinen Gott, Jesum Christum, werd ich schauen! Dann 10* 148 Erster Theil.— Vom Tode der Gläubigen ꝛc. wird Leben, Sieg und Heil ewig, ewig sein mein Theil. 10. Nur daß du dich, Seel, er⸗ hebst von den Lüsten dieser Erden, und schon hier dem Gotte lebst, mit dem du vereint sollst werden! Willst du seines Heils dich freun; mußt du, Seele, heilig sein! Mel. Machs mit mir, Gott, nach.— 26. 52 err! du bist meine Zu⸗ 271. H versicht. Du lebst, ich werd auch leben. Du wirst mir, was dein Wort verspricht, Unsterblichkeit einst geben. Dein Jünger kommt nicht ins Gericht: dies stärket meine Zuversicht. 2. Hier geh ich oftmals weinend hin, den Saamen auszustreuen; dort wird der herrlichste Gewinn der Aerndte mich erfreuen. Ich leide, und verzage nicht, denn du bist meine Zuversicht. 3. Hier trag ich deine sanfte Last. Wie groß ist meine Würde! jedoch die Welt, die sie nicht faßt, nennts fälschlich schwere Bürde. Einst trifft den Spötter dein Gericht, und dann siegt meine Zuversicht. 4. Sink immerhin, mein Leib, in Staub! Gott wird dich neu beleben. Hier werd ich nur des Todes Raub, dort werd ich ewig leben. Wie stark ist dieses Trosts Gewicht; wie sicher meine Zuversicht. 5. Herr, diesen Segen dank ich dir! Mich aus der Gruft zu heben, gingst du aus deinem Grab herfür. Du lebst, und ich soll leben. Ich glaub es dir und zweifle nicht: dein 6. In diesem Glauben slärke 10= a 1112 u, dah sch durch ki ꝑ erf großen Trost, da durch dich.— Tod kann überwinden. Grad Verwesung schreckt mich nichtz iun Lel du bleibst meine Zuversicht.= Hit Mel. Wachet auf! ruft uns die.— 0 ‚ 0 29 achet aufl so miuh siiehn, 272. Wé Stimme 2— luhn der Zeit, der Engel Stimmez ⸗ ich wä laßt das Grab, verlaßt die Gu wachet auf, erlöste Sünder! ucte sammelt euch, ihr Gotteskinderl. pas ze Welten Herr ists, der euch nn ö Des Todes stille Nacht ist nun u. bei! erwacht! Halleluja! macht 3. N bereit zur Ewigkeit! sein Tag, bahn großer Tag ist da! ist nicht 2. Erd und Meer und Hölle bin Weg is die Frommen stehen auf zum Li Weit en zum neuen Leben stehn sie aufz Versöbner kommt voll Klarbeit, muß di ihm ist Gnade, Treu und Wallg kann of der Tugend Lohn krönt ihren d Licht ist um deinen Thron und Lahh Gottes Sohn! Hosianna! Elll dir, dir folgen wir zu deines N⸗ Herrlichkeit. 3. Ewges Lob sei dir gesung wir sind zum Leben durchgedrunsh am Ziel sind wir beim großen dih Christus strömt der Freuden auf uns; wir schaun ihn ohne gh ihn, unsern Freund und Gottes 5. Kein Auge sahe sie, dem Ohr aish Ehrtst, ste nie, diese Wonne; in Ewiglel, bist, d dir geweiht, Herr, unser Dankt nomme Wort ist meine Zuversicht. Ehr und Preis! nung zeichnet 17 komme streite 21) Vom ewigen Leben. nit di Mel. des 84. Psalms. IES=— ö 6. SSI. I laß m Ruh auf Ervenz ich fuh Muh S SDAI I 2* E„ ich voll Pilgrimsiand; der Himmel R zukünftge Stadt, die Goth Nolh — deine ꝑIꝑIꝑIꝑꝗPꝗSꝗPꝑPIPꝑP.PIPIPIPIPIIIIIII.II. 4 mein Vaterland!ich finde keine fest begründet hat, da wuh das Le rke n en, ün rab u tʒ E&Æ 14—.— 2— .— 2 — erstrecht glücklich werden! mein SSI Edhen ist ein Pilgrimstand; der himmel ist mein Vaterland. 2. Wit Schatten vor der Sonne siiehn, so flieht mein Leben schnell dahin. Dies ist der Ort nicht, den ich wähle, ich eile nach der Ewigkeit: Herr, mache mich dazu bereit! er⸗ kuchte du selbst meine Seele, daß ich, wWas zeitlich, irdisch ist, verachte als ein wahrer Christ. g. Man trifft auch auf der Lebens⸗ hbahn sehr viele Hindernisse an: es st nicht leicht, sie zu bestreiten. Der Beg ist schmal, der Feinde viel, und peit entfernt ist noch das Ziel; stets sucht die Welt mich zu verleiten; ich muß durch dürre Wüsten gehn, und kann oft keinen Ausweg sehn. I. Oft sah ich zwar die Sonne nicht, die Sonne, die mit Heil und ucht und Trost des Frommen Herz erfüllet; der Trübsal Sturm dringt auf mich zu, mein müder Geist findt nirgends Ruh, doch weicht die Nacht, die mich umhüllet, betracht ich nur der Treue Lohn und jener Ueberwin⸗ der Kron. 5. Hilf du mir selbst, Herr Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast ange⸗ vommen, laß mich auf der Verläug⸗ nung Pfad, den mir dein Fuß ge⸗ zeichnet hat, dem Ziele täglich näher lommen. Gib, daß ich standhaft sreite hier und ewig herrsche dann mit dir. 6. Verleihe mir Beständigkeit, und laß mich stets mit Freudigkeit und Muth auf deinen Wegen gehen. Fall ich noch oft, so hilf mir auf, daß ich vollende meinen Lauf. Laß in der Erster Theil.— Vom ewigen Leben. 149 Mel. des 16. Psalms. , n.. 274. A uf, träger Geist! — — — E.—.— laß das, was sichtbar ist, nicht ... länger dich als angefesselt halten. —— 2— 2 4 4 —..—— * *.. Gedenke, daß du selbst ein Wesen .—ͤ———— —— bist, das, wann der Himmel als ein — 2 + 2— Rleid veralten, und wann die Erde ——2. + E———— brennend wird vergehen, in Ewig⸗ 7————— 2. . +.—. 123 keit wird dauern und bestehen 2. Ja, hast du nicht im Glauben schon gesehen, daß, was dein Herz wahrhaftig kann ergötzen, nur droben sei? ist nicht der Schluß geschehen, du wolltest Jesum über alles schätzen, du wolltest dich und Alles gern drum eben, möchtst du in ihm, möcht er n dir nur leben? 3. Israels Arzt! vertreibe durch die Macht, die so viel Blinden das Gesicht gegeben, in mir der Seelen finstre Blündheitsnacht. Die Augen werd ich dann zu dir erheben, um so mit aufge⸗ decktem Angesichte dein ewges Licht zu sehn in deinem Lichte. 4. Schenk Augensalbe für die Blö⸗ digkeit, die mich verhindert, klüglich zu vergleichen des Himmels Schätze mit dem Dampf der Zeit; laß nie das Kleinod aus den Augen weichen, das du mit theuerm Blut hast wollen kaufen, für alle, die in Lebensschran⸗ ken laufen. 5. O selges Volk! das du aus freier Gnad zum Licht berufen, und Jehovah kennet; das Augen, um zu sehn, empfangen hat, das in ver⸗ borgner Herzens⸗Andacht brennet, um Nolh mich feste stehen, getrost auf über Sonn und Sterne sich zu schwin⸗ deine Hülfe traun; so werd ich einst das Leben schaun! gen, und bis ins innerst Heiligthum zu dringen. 15⁰ Erster Theil.— Vom ewigen Leben. 6. Erwünschter Tag! der diese Scheidewand, den Sündenleib, der meine Freiheit störet, zerbrechen wird! o lang gehoffter Stand! wenn ich, mein Heiland, dich nun selbst ver⸗ kläret in Klarheit seh! o, dich will ich dort oben mit reinem Geist und reinem Munde loben. Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. 27 5 Merschrn ists gesetzt, zu * sterben, ihre Herr⸗ lichkeit verblüht. Welcher von den Himmelserben lebet, der den Tod nicht sieht? Staub wird dieser Leib von Erde; doch damit er himmlisch werde, wird er einst von Gott erneut, und zieht 44 Unsterblichkeit. 2. Wollt sch länger hier verweilen, als es meinem Gott gefällt? seinem Reiche zuzueilen, lah ich gern die Prüfungswelt. Jesus tilget meine Sünden, stärkt mich, hilft mir über⸗ winden, auch in meiner letzten Noth rettet mich sein Blut und Tod. 3. Und wer kann mich ihm ent⸗ reißen? mein ist er und ich bin sein. Er erfüllt, was er verheißen; sein soll ich mich ewig freun. Ja, mir solls durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu schwingen, freudenvoll vor ihm zu stehn, meinen Heiland, ihn zu sehn! 4. Dort bei ihm ist wahres Leben; Millionen stehen schon, ihren Retter zu erheben, selig da vor seinem Thron. Hohe Seraphinen ringen, mitanbetend ihm zu singen. Preis zu nehmen wür⸗ dig ist der Erbarmer, Jesus Christ! 5. Alle, die ihm nachgewandelt, sehn des Glaubens Dunkelheit dort in Licht und Schaun verwandelt, und in Wonne jedes Leid; weihen ihm die neuen Lieder, werfen ihre Kronen nieder vor dem Herrn und opfern Dank ihr unendlich Leben lang. 6. Vaterland verklärter Frommen! Heil, Unsterblichkeit und Ruh, was kein Sterblicher vernommen, Gottes Heil gewährest du. Freudenärndten schenkt er denen, die erst hier gesät mit Thränen. Alle Thränen trocknet er, Sünd und Elend sind nicht mehr. 7. Ich entbrenne vor Verlangn dieß verheißne Land zu sehn, U Krone zu empfangen; bald erhig Gott mein Flehn. Diese Hütte, verstäube, ich, ich weiß, an wen gläube. Mie ist Sterben ein Geuih denn zum Vater geh ich hin. ö 8. Welche Tröstung, das zu wissh dieser großen Hoffnung voll, Rg nicht in Kümmernissen, die ich ln noch dulden soll. Leicht und kurz s diese Leiden, sie verwandeln sich h. Freuden, wenn ich ehristlich sie a bis Gott spricht: es ist genun Mel. Wer nur den lieben Gott.— 276 Eꝰ ist noch eine. * vorhanden für sa Gott ergebnen Geist, wenn er ss dieses Körpers Banden, nach Gohh Willen einst entreißt und nun n mehr so eingeschränkt, als hier a Erden, lebt und denkt. 2. Die, Herr, zu dieser Ruhe hn men, wie selig sind doch alle dielh deinen Himmel aufgenommen, nn sie von dieses Lebens Müh. Nach alz Last, die sie gedrückt, wird ewig un ihr Herz erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kinder tosth so segnet mit Zufriedenheit auch dilh Gnade die Erlösten, nach übersianz ner Prüfungszeit. Du selbst mas ihnen offenbar, wie gut stets di Führung war. 4. Da schweigen alle ihre Klagth da bringt, mit frohem Lobgesanh selbst für die ausgestandnen Mahh dir ihre Seele Preis und Dank; mu jauchzen sie: es ist vollbracht! der hu hat alles wohl gemacht! ö 5. Wle Gott von seinen Walh ruhte, als er die Welt hervorgebrach so sehn auch mit zufriednem Muhh vom Herren selbst gerecht gemach die Frommen, bei dem ewgen Gllt auf ibr vollendtes Werk zurück. 6. Forthin erwartet sie kein Lelg kein Schmerz und keine Schwachsi mehr. Gott führt sie zu vollkommhh Freuden und krönet sie mit Preis. Ehr. O unaussprechlich süße M. wie herrlich, Höchster, segnest dül 7. Wer kann hier deine Gnade sassen? Du willst den, der dich redlich liebt, nicht ewig in der Unruh las⸗ en, die dieses Leben noch umgibt. mache mich doch in der Zeit ge⸗ schickt zu dieser Seligkeit. 8. Mein Heiland, der du selbst auf Erden der Leiden Joch getragen hast, will ich des Lebens müde werden, und fühl ich dieser Tage Last, so stärke mächtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 9. Gib, daß in Hoffnung jener Ruhe, die Gottes Volk verheißen ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild bist! so ärndt ich von der Last der Zeit einst völlige Zufrledenheit. Mel. Wie schön leuchtet der.— 35. ein ganzer Geist, Gott, 277. M—5— entzückt, wenn er nach jenem Himmel blickt, den du sür uns bereitet; wo deine milde Va⸗ lehand aus neuen Wundern wird erkannt, die du daselbst verbreitet. Mächtig fühl ich mich erhoben, dich uloben, der zum Leben, das dort st, mich will erheben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkett, die dort bei dir zu finden? du stellst uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Güte dar, zum fröhlichen Empfinden: doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden stets umgeben, dort nur ist vollkommnes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab. Dort wischest du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei, denn du, o Herr, machst alles neu, das Alte ist vergangen. Hinfort sind dort von gerechten Gottesknechten keine Pla⸗ gen mehr zur Prüfung zu ertragen. I. In unsers Gottes Heiligthum schallt seines Namens hoher Ruhm von lauter frohen Zungen. Hier sirahlt die Herrlichkeit des Herrn; hier schaut man sie nicht mehr von fern; hier wird se ganz besungen. Völlig gibt sich den Eilösten, sie zu trösten, Der zu kennen, den sie hier schon Vater nennen. Erster Theil.— Vom ewigen Leben. 151 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie auf ewig frei von aller Müh, und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust, und ihre tau⸗ sendfache Lust kein feindliches Gemüthe. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die hinführo nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schaar ist dort vereint! die Frommen, die ich hier beweint, die sind ich droben wieder. Dort sammelt deine Vaterhand die deine Liebe bier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd ich frei von Mängeln, selbst mit Engeln, Freundschaft pflegen: O, ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höch⸗ sten Sohn, der mich geliebt? wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen. Da werd ich dich, Herr Jesu Christ, so menschenfreundlich, als du bist, auch mit Entzücken sehen. Da wird, mein Hirt, von den Freuden nichts mich scheiden, die du droben deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! kein Mensch kann sie erwerben. O Jesu, Herr der Herrlichkeit, du hast die Stätt auch mir bereit't, bilf sie mir auch ererben. Laß mich eifrig darnach stre⸗ ben, und so leben auf der Erde, daß ich dort dein Erbe werde. Mel. von Nr. 234. ach einer Prüfung kur⸗ 278. N zer Tage führst du uns, Gott, zur Ewigkeit. Dort endet sich der Deinen Klage in himmlische Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und dort reichst du ihr selbst den Preis. 2. Du schenkst dem Frommen zwar auf Erden schon manchen selgen Au⸗ genblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm noch kein vollkomm⸗ nes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusche dieser Welt; bald kämpft in seinem eignen 152 Erster Theil.— Vom ewigen Leben. Herzen ein Feind, der öfter siegt, als fällt. Bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster öfters glücklich ist; wo man den Glücklichen beneidet, und den Bekümmerten vergißt; hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden; dort werd ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth. Dich, Gott der Liebe, werd ich sehn, dich lieben, ewig dich erböhn. 6. Da wird, o Herr, dein heilger Wille mein Will und meine Wohlfahrt sein; und lieblich Wesen, Heil die Fülle an deinem Throne mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erken⸗ nen, was ich auf Erden dunkel sah; das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zusammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig singen dem Lamme, das erwürget ward; und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Schaa⸗ ren mich ihnen gleich und hetlig sehn; das nie gestörte Glück erfahren, mit Frommen stets fromm umzugehn; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. 10. Da werd ich dem den Dank be⸗ zahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß und ihn zu Millionen Malen noch segnen, daß er mir ihn wies. Da find ich, Herr, in deiner Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchtest du es ge⸗ ben, vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sei dir, denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! o Gott, wie muß dies Glück erfreun, der Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlichkeit, die an uns offenbart soll werden un Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nith wie gar nichts gegen sie ist doch Augenblick voll Müh! Mel. Wer nur den lieben Gott.—7 u gabst mir, Ey ö 279. D dieses Leben maf den Augenblick der Zeit; nein, u du mir davon gegeben, gabst duni für die Ewigkeit. Hier ist allein z Prüfungsort: Bestrafung und Y. lohnung dort. 2. Du schenktest mir Verstand u Willen, die Wahrheit zu erkenin! Licht; Kraft, deine Vorschrist g erfüllen, und eine Richtschnur mish Pflicht; der Tugend inneres Gefih und Freiheit, wie ich wählen wil. 3. Du schmücktest durch dein mith tig: Werde! mit Reiz und Pn mein irdisch Haus, und gossess uig diese Erde die Wunder aller Schinz heit aus: und schufst mir feine Sinng an, daß ich sie auch empfinden hin 4. Und dennoch lässest du ni wissen, daß dies mein irdisch hu zerbricht. Ich soll zwar dieser N genießen, doch als genöß ich ihn nicht; ich soll der Sinne Lüste fich wenn sie mich zu der Erde ziehn. 5. Der Freude soll ich oft nicht achh die mein Herz für so schmeichelnd hi nach Wollust, Ehr und Gold nh trachten, das meinem Wahn so n gefällt; was Fleisch und Blut ost ui⸗ thut, das soll ich wählen als ein gu 6. Die Prüfnng, Gott, war ah vergebens, du wolltest sebn, ohi dir treu, in der Gemeinschaft Lebens mit dir zu wohnen würdiz si Ob ich vom Tand des Eiteln ha einst böhrer Freuden fähig wär! 7. Denn du willst eine neue und einen neuen Himmel baunz daß ich hier geheiligt werde, sol aufs Unsichtbare schaun, dem I der Lüste widerstehn, und stets deinen Wegen gehn. 8. Wohl mir, wenn ich es mul wage, der großen Hoffnung Werthi sein, und diese kurzen Prufungelth Gott und der Tugend blos zu wah tyenn n der mit n y nichz sch i 7. Wgl chls „ W du nh ein y d Y nd uß kennn hrift g. Mmiity. Gin wil. müh D s Ue Schiz Siung en hun, du ni ch Hun ser MI. ich iin ie fith ziehn. htacht Ind hih old n mulh wal fungeln zu vash 7 wenn nie mein Fuß den Psad verliert, der mich zum bessern Leben führt. 9. Wohl mir, wenn ich den Hang zur Sünde, die Lust des Fleisches und der Welt, und jede Lockung über⸗ winde, die noch mein Herz gefesselt hält, und, o welch glänzender Gewinn, hier Sieger, dort gekrönet bin! 10. O Gott, gib deines Geistes Stärke, der du in Schwachen mäch⸗ ig bist, dem, der zu diesem großen Werle zu klein, zu schwach, zu sinn⸗ lich ist: lehr mich das Irdische ver⸗ schmähn, und stets nach meinem Ziele n. 1011 Laß mich oft in gesunden Tagen mein Grab mir in Gedanken baun, und bei des Lebens Freud und Plagen auf dich und auf das Künftge schaun; damit ich, meiner Pflicht getreu, des höͤhern Lebens fähig sei. Mel. Alle Menschen muͤssen sterben.— 82. 280 O wie unaussprechlich * selig werden wir im Himmel sein! da, da ärndten wir unzählig unsers Glaubens Früchte ein. Da wird, ohne Leid und Zäbren, unser Leben ewig währen. Gott! zu welcher Seligkeit führst du uns durch diese Zeit. 2. Hier ist zwar, was du den Frommen dort für Glück bereitet hast, noch in keines Herz gekommen. Wel⸗ cher Mensch auf Erden faßt deines Himmels Herrlichkeiten? Doch beim Mruch jener Zeiten werden alle, die l traun, noch mehr, als sie hofften, aun. 3. Neue Wunder deiner Güte wer⸗ den da ihr Glück erhöhn. Mit erstau⸗ nendem Gemüthe wird dann unser Auge sehn, deine Huld sei über⸗ schwenglich, und die Wohlfahrt un⸗ bergänglich, die dem, der dich redlich lebt, deine Vaterhand dort gibt. Erster Theil.— Vom ewigen Leben. 153 4. Dann wirst du dich unsern See⸗ len offenbaren, wie du bist. Keine Lust wird da uns fehlen, wo das Land der Wonne ist. Zu vollkomm⸗ nen Seligkeiten wird uns dort der Mittler leiten, der uns dieses Glück erwarb, als am Kreuz er für uns starb. 5. Da wird deiner Frommen Menge ein Herz, eine Seele sein, Dienst und Dank und Lobgesänge dir, er⸗ habner Gott! zu weihn, dir und dem, der selbst sein Leben willig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten Freund, sind wir ewig dann vereint. 6. O, wer sollte sich nicht sehnen, aufgelöst und da zu sein, wo nach viel vergoßnen Thränen ewge Güter uns erfreun, wo sich unser Kampf in Palmen, unser Klagelied in Psal⸗ men, unsre Angst in Lust verkehrt, die forthin kein Kummer stört. 7. Was ist unser Loos auf Erden? Obs auch noch so köstlich sei, ists doch nie ganz von Beschwerden, Sor⸗ gen, Furcht und Kummer frei. Schnell folgt hier auf Lust oft Weinen. Dort nur wird die Zeit erscheinen, wo kein Wechsel mehr uns beugt, wo das Glück beständig steigt. 8. Sei, o Seele, hocherfreuet über das erhabne Glück, das dir einst dein Gott verleihet; richte deines Glaubens Blick oft nach jener Stadt der From⸗ men mit dem Ernst, dahin zu kom⸗ men. Trachte, weil du hier noch bist, nur nach dem, was droben ist. 9. Ohne Heiligung wird keiner, Herr, in deinen Himmel gehn. O, so mache immer reiner hier mein Herz, dich einst zu sehn! hilf du selber mei⸗ ner Seele, daß sie nicht den Weg verfehle, der mich sicher dahin bringt, wo man ewig dir lobsingt. 15⁴ Zweiter Theil. Lieder, welche zur christlichen Sittenleh gehoͤren. 22) Von der Buße und Bekehrung. Der 51. Psalm. Mel. von Nr. 84. ei gnädig, Herr, nach 281. S deiner großen Huld, und tilge durch dein göttliches Erbar⸗ men die Sünden eines tiefgebeugten Armen; wie schwer sind sie! ach tilge meine Schuld! Gott, wasche mich von meiner Missethat, und reinge mich vom Unflath meiner Sünden, du siehst, wie sehr er mich beflecket hat, ach, laß mich Reinigung und Gnade finden. 2. Ich fühle, Herr, mit Scham, mit Reu und Weh die Missethat und ihre ganze Größe: denn, ach, dein Geist hält meine Schand und Blöße mir immer vor, wo ich nur geb und steh: an dir allein, o Gott, vergriff ich mich, du sahest es, und solltest du es rächen, so müßte man, so müßt ich selber dich ganz frei und los von allem Unrecht sprechen. 3. Von Jugend auf bin ich durchaus verderbt; mir war bereits, da ich unwissend lebte und annoch kaum in Mutterleibe webte, der Sünden Geist und Krankheit angeerbt. Du aber liebst des Herzens Reinigkeit; ach, gib sie, laß in meinen Finsternissen das Licht mich sehn, das sie allein zerstreut: laß mich die Weisheit im Verborgnen wissen! 4. Ich, bin Aussätzgen gleich, ein Gräul, unrein! Laß des Versöhnbluts Kraft mich, Herr, empfinden! ver⸗ zeih und wasche mich von meinen Sünden, so werd ich weiß wie San und Wolle sein. Laß aber auch n Glaubens Freudigkeit mich, wie zun im innern Grunde hören; es mi nun kein Schrecken, Furcht und I der Seelen Ruh und Wonne n mehr stören. 5. Sieh meine Sünd, o hun nicht weiter an! Ach, streiche sie gu aus in deinem Buche, und zuchh mich, der ich Gnade suche, nicht miß als es dein Knecht ertragen kn Schaff aber auch ein reines Heu mir! gib mir den neuen Geist, i. dich erwählet, und 2—— ihn ss damit dein Knecht vor dir nie uh⸗ derum der rechten Bahn verfehl 6. Verwirf mich doch von deinn Antlitz nicht! entreiß mir nicht 6 Siegel deiner Gnade, den hellh Geistl laß ihn auf deinem Pfade mi leiten, nie verlösche mir sein I erweck in meinem Herzen Fröhlichtl durch deine Hülfe, gib den Geist u fä Freuden, der unterstütz und math mich bereit, was dir mißfällt, allem Ernst zu meiden. 7. Alsdann wird sich noch mani Sündenknecht, wenn er mich siebh u dir, o Gott, bekehren; mein Beishsl wird ihn deine Wege lehren, mache du mich Sünder erst gerthl Ach siehe, wie mich meine Sunh drückt! doch wirst du sie, mein Heiland, mir vergeben, so werd ich ganz duth deine Huld beglückt, dein Recht un Heil vor aller Welt erheben. 8. Er kann, H Dank e und Br. Auge he zermalm zerknirse Sünden 5 150 eiligst alles di A Mel. 285 willen! wirst m ins G. Knecht! Sterblt wahren siebt/ x Beisssl en, iu geteht Sunt Heilach, inz dul decht M Oeist sie immerhin beleben. ich Herz und Hände. 0 Mittlers Willen. g. Eröffne meine Lippen, daß ich kann, Herr, deiner Gnade Ruhm mit Dank erheben! dir wollt ich Opfer und Brandopfer geben, jedoch dein Auge hat nicht Lust daran. Ein Herz, zermalmt durch Reue, und ein Geist, zerknirscht durch Kummer über seine Sünden, und der mit Macht sich eitler Lust entreißt, sind Opfer, die dein gnädig Auge finden. 9. Nach deiner Huld befördre Zions Wohl! sei ihm geneigt, und baue Calems Mauern! den Frieden deiner Stadt laß ewig dauern, und mache sse stets deines Segens voll. Erhalte heine Kirche selber rein; laß Wraß, aß, Heiligster, uns vor dir heilig sein, und alles dich mit frohem Muth erheben! Aus dem 143. Psalm. Mel. O Gott du frommer Gott.— 8. 282 Heun höre mein Gebet * um deiner Wahrheit willen! du bist an Gnade reich und wirst mein Seuszen stillen. Ach, gehe ins Gericht doch nicht mit deinem Knecht! vor dir, o Herr, ist ja kein Sterblicher gerecht. 2. Die Größe meiner Schuld schlägt meine Seele nieder. Beschämt empfind ich sie; o tröste du mich wieder, daß mir der Seele Schmerz nicht alle Kraft berzehrt. Wer ist, der außer dir, mir wahren Trost gewährt? 3. Zu dir, o treuer Gott, erheb Mein Heil steht nur bei dir: o, daß ich Hülfe fände! für Recht laß Gnad ergehn! ich hoffe, Herr, auf dich. Zeig mir 10 7) Weg; denn nach dir sehn mich. 4. Ich will, o stärke mich! ich will die Sünde hassen. Auf deine Hülfe nur will ich mich, Gott, verlassen. Rur das, was dir gefällt, werd auch von mir gethan. Führ mich durch deinen Geist auf dieser ebnen Bahn. 5. Beruhige mein Herz um meines Laß seines Opfers Trost auch mein Gewissen stillen. Du hist die Liebe selbst, ganz unverän⸗ Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. 1⁵⁵ derlich. Dein will ich ewig sein. O Gott, erhöre mich. Der 95. Psalm. —.—.—.——.—.—— rhebt, erhebet — + IIID‚ 283. Gottes Ruͤhm! frohlockt in seinem SIꝑIꝑIꝑIꝑIꝑIꝑIꝑIꝑPI IAIA Heiligthum mit allgemeinem Ju⸗ .— =F ERHEEV— E 2—.— E E 2 beltonel besinge du, erwählte . PSII.II.III Schaar, wie herrlich und wie offen⸗ — —.— E bar sein Schutz und Segen bei —— uns wohne. 2. Nur unser Gott is groß von Kraft, der alle Majestäten schafft, und über alle Götter sitzet. Er ists, der alles sieht und trägt, was je der Erden Abgrund hegt, und der den Bau der Berge stützet. 3. Das weite Meer und trockne Land sind Werke deiner Allmachts⸗ hand, die uns auch, was wir sind, verliehen. So heiligt ihm denn, was ihr seid, und danket voller Brünstig⸗ keit dem großen Schöpfer auf den Knieen! 4. Denn er ist unser Gott und Heil, wir sein erkauftes Voll und Theil, und Schafe seiner Weid und Pflege. Drum, wenn ihr seine Stimme hört, wenn sie euch heute lockt und lehrt; so seid doch nicht verstockt und träge! 5. O merkt, was sein Erbarmen spricht! verhärtet eure Herzen nicht, wie eure Väter in der Wüsten. Sie schauten, was mein Arm vollbracht, versuchten dennoch meine Macht, und reizten mich mit ihren Lüsten. 6. Ihr rohes Herz blieb doch ver⸗ rucht, und war mit ihnen meine Zucht wohl vierzig Jahr umsonst be⸗ mühet. So fahrt denn, sprach ich, nur dahin in euerm blind und tollen Sinn, weil ihr doch meine Wege fliehet! 7. War sonsten meine Langmuth groß, so brach mein Zorn doch end⸗ lich los; weil sie sich nicht bekehren wollten. Da schwur ich einen theuern Eid: daß sie zu meiner Herrlichkeit und Ruhe nicht gelangen sollten. Mel. Liebster Jesu, Trost der Herzen. — laß dich lehren, komm, den großen —— E 2 7——.—— 2 +— Gott zu hören, säume keinen ——. S... 2 + NAugenblickl komm bald, an dem EE—2* +.—— ——— 2 frühen Morgen, komm nur ohne —*— D——— E. Furcht und Sorgen, halte dich nicht E selbst zurück. Gott hat laͤuter rrx.— Heil und Segen dir, dem Sünder, vorzulegen. 2. O, das wäre großer Schade, so du wartest, bis die Gnade, als die Sonne untergeht! komm am Tage dieses Lebens, hör die Warnung nicht vergebens, da dir noch zu rathen steht! komm, weil du sie heut noch hörest, daß du die Gefahr nicht mehrest. 3. Scheu dich nicht, wenns andre merken; Gott ists, der nach deinen Werken, nicht nach andrer Urtheil fragt! Lerne, will man dich verlei⸗ ten, alle Menschenfurcht bestreiten; sei getrost und unverzagt! sich der bösen Welt entfernen, heißt, die wahre Weisheit lernen. 4. Schrecket dich die Macht der Sünden? Ei, du kannst noch Gnade finden; er, dein Gott, verstößt dich nicht. Doch je länger du verziehest, 156 Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. und vor deinem Heiland fliehest, hin mehr wächst dein Gericht; o, u wohl ist dem gerathen, der seh richtet seine Thaten! 5. Drum ergib dich seiner G mit demüthigstem Gemüthe; Ehrish nimmt die Sünder an. Ebre ihn a deinen Meister, fliehe alle blinde g ster und erwähl die rechte Bahn so wirst du den Heiland finden, dich frei macht von den Sünden, 6. Komm, bei ihm hinfort zu blabn laß dich nichts zurücke treiben, hun dich lockt die arge Welt! bleibe, win du bist gekommen, danke, wenn aufgenommen, thue, was ihm wol gefällt. Der hat seiner Gnaden Pfünsh wer beharret bis ans Ende. ö 7. Willst du nur am Hören hangeh Nein, du mußt weit mehr erlangn durch den Geist der alles schafft. Y zu dem, der ihn will geben, daß h könnest ehristlich leben, angethan n Glaubenskraft; noch scheint dir l. Gnadensonne, und verspricht dir g und Wonne. 8. Ach! so öffne mir das hm daß ich nicht mein Heil verschash Jesu! gib mir deinen Sinn! pfsh in meinen Geist dein Leben; mah mich zur wahren Reben, Fruchth. bringen immerhin; daß ich dish Frucht genieße, wenn ich meinen L beschließe. Mel. Freu dich sehr, o meine.— A „„ NH 285. Soccheatladct, sas eure Seligkeit! bauet nicht wie sahn Sünder auf die ungewisse Zeit; unnnz weilt bekehret euch! ringet nach di Himmelreich, und bemüht euch, hieran Erden heilig, selig dort zu werden 2. Doch soll dieses recht geschein o, so müßt ihr Fleisch und Blut, A und Satan widerstehen; nur was gih das höchste Gut, von euch fordert, m allein eures Lebens Richtschnur sh Es mag eurem schwachen Herzen drthh bringen oder Schmerzen. 3. Selig, wer im Glauben Ii pfet, selig, wer im Kampf besth. wer des Fleisches Lüste dämpfkt 10 5—0 sreuen uns he uh Wfänh. angeh langa ft. daß h. I „schaft vie siän t ungh iach du „hier at. werden, jeschehg lut, A vas Hh dert, m nur sch en Irelh 1 0 ö f bestehl ipfet u ven Relz bens scheuen, Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. der Welt verschmäht! unter Chrisi Kreuzeeschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß erst seinen Sün⸗ den sterben. 4. Werdet ihr nicht standhaft rin⸗ gen, sondern träg und lässig, sein, eure Neigung zu bezwingen: wle kann euch der Sieg erfreun? ohne tapfern Streit und Krieg folget nie Triumph und Sieg; nur den Sieger schmückt um Lohne unverwelkt des Himmels Rrtone. 5. Sich voll Leichtsinn stets zer⸗ sueuen, thun, was Fleisch und Welt un heißt, und den Kampf des Glau⸗ ist der Welt, nicht Christi Geist. Wer ibn wünscht zu haben, kann auf der Tugend rauher Bahn nicht in sicherm Stolze leben, und den Lüsten sich ergeben. 6. Brünstig beten, allzeit wachen, die Versuchung weislich fliehn, sich die Pflicht zur Freude machen, und mit Sorgfalt sich bemühn, selbst beim Spott und Hohn der Welt das zu thün, was Gott gefällt: dieses wollen und vollbringen heißet nach dem Him⸗ mel ringen. . Drum entreißet euch den Lüsten, die ihr noch gefesselt seyd, und bewei⸗ sel euch als Christen, muthig, stand⸗ haft in dem Streit. Schont der lieb⸗ sen Neigung nicht, wär es auch die schwerste Pflicht; und denkt oft an Christi Worte: enge Pforte. 8. Zittern will ich vor der Sünde, und dabei auf Jesum sehn, daß ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ja, mein Heiland, ach! geh nicht mit mir Armen ins Gericht! gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 9. Gib mix Wollen und Vollbrin⸗ gen, Muth und Kräfte zu dem Streit, lebre mich, mich selbst bezwingen, und verleih Beständigkeit. Zeige mir von deinem Thron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, unge, und also zum Himmel dringe. dringet durch die 157 Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 6 ott! hilf mir, daß ich 286. G Buße thue, weil mich noch deine Stimme lockt. Bewahre mich vor falscher Ruhe, dabei das Herz sich leicht verstockt, wenn du selbst das Gewissen rührst, und zum Gefühl der Sünden fübrst.—⁷α 2. Du willst nach deiner großen Güte nicht eines einzgen Sünders Tod; drum weckst du oftmals sein Gemüthe, zu fühlen seine Sünden⸗ noth. Wohl dem, der deine Stimme hört, und redlich sich zu dir bekehrt. 3. Den rettest du von dem Verder⸗ ben; nimmst seine Buße gnädig anz machst ihn zu deinem Kind und Er⸗ ben, daß er frohlockend rühmen kann: wie groß ist Gottes Vaterhuld, er tilget meine Sündenschuld. 4. Sollt ich die Güte denn ver⸗ achten, die mir noch Kraft zur Beß⸗ rung reicht? Vom Troste leer, muß der verschmachten, von dem, Gott, deine Gnade weicht. Sie aber weicht von dem zuletzt, der frevelhaft gering sie schätzt. 5. So gib, daß deiner Gnaden⸗ lockung, o Gott, mein Herz stets offen sey! damit mich ja nicht die Verstok⸗ kung, wenn ich mein Leben ohne Reu im Sündendtenste zugebracht, zu dei⸗ nem Zorngefäße macht. 6.. Sich bessern, ist der Weg zum Leben, drum laß mich in der kurzen Frist, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich so wichtig ist, nur dafür sorgen, daß mein Geist dem Sündenelend sich entreißt. 7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns vom Sündendienst befreit, und leite mich selbst auf dem Pfade der christlichen Rechtschaffenheit! wie selig bin ich dann schon hier! wie glücklich einst, mein Gott, bei dir! Mel. Zeuch mich, zeuch mich.— 81. 287 ir allein hab ich gesün⸗ * digt, Herr, bei dem ich Gnade such! ein gerecht Gesetz verkündigt jedem Uebertreter Fluch. Und was kann vor seinem Schrecken, Richter aller Welt, mich decken? 1⁵⁸ 2. Kann ich deinem Arm entfliehen? Du bist allenthalben nah. Flöh ich, dir mich zu entziehen, himmelan: so bist du da. Stürzt ich in die Tiefe nieder, deine Rechte hält mich wieder. 3. Herr, ich flieh in deine Hände! außer dir ist keine Ruh. Dein Er⸗ barmen hat kein Ende: wer ist gnä⸗ diger, als du? Du bist Gott und kannst vergeben; ach, vergib und laß mich leben! 4. Groß sind meiner Sünde Schul⸗ den, ihre Last ist mir zu schwer. Ja, wenn länger mich zu dulden, deine Langmuth müde wär: müßt ich, wür⸗ h dest du nur winken, in des Todes Nacht versinken. 5. Mich für straflos zu erklären, reichet nicht Bedaurung zu. Und zer⸗ —* mein Herz in Zähren, fänd ich arum doch nicht Ruh. Können eines Sünders Thränen, dich, o Heiliger, versöhnen? 6. Gottversöhner, dein Erbarmen, dein für mich vergoßnes Blut und dein Tod erlöst mich Armen, heilet mich und gibt mir Muth. Dein Ver⸗ dienst iste, was mich decket, wenn mich dein Gerichtstag schrecket. 7. Rette mich von meinen Sünden; schaff ein reines Herz in mir! laß bei dir mich Ruhe finden; zieb mich immerdar zu dir. Dankbar will ich mich bestreben, mein Erlöser, dir zu leben! Mel. Freu dich sehr, o meine.— 29. 288 HeOte, denk ich an die * Güte, die du mir bis⸗ her erzeigt: o, so wird mein ganz Gemüthe zu der tiefsten Schaam ge⸗ beugt, daß ich dich gering geschätzt, dein Gebot hintangesetzt, und dich, der du mich geliebet, mit Vergehun⸗ gen betrübet. 2. Alle meine Seelenkräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Dienstes fertig seyn. O, wie hab ich sie entweiht! ach! zur Ungerechtigkeit und zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. manchen schweren Sorgen mahh 3. o du mein Herze frei! was mir nih den? 99 du mir. Aber ach, wie du enden ch dir? O, wie hab ich so vermm Roth; deines Wohlthuns Zeeck vergesses mel; ol 4. Bei dem hellen Licht der Gu Satan sollt ich ja die Sünde fliehnz n und mi um Rettung von dem Schaden miß über mi Seele mich bemühn. Deine 9 4. Ac lockte mich oft zur Buße, aber und dei floh vor ihrem sanften Locken, sih komme mich selbst zu verstocken. und Be 5. Ach! an dir hab ich gesinhhh deinem Gott, mein Vater! zürne nichtl volttest ab ich oft aufgekündigt mi so tilg schuldge Kindespflicht. Ach vi 5. 3 was ich gethan! nimm mich i hen, d erbarmend an! Führe mich i und verd Sündenpfade schnell zurück durch hin Herr, i⸗ Gnade! ser Den 6. Dir ergeb ich mich aufs un Sohn; gib, daß mein beschwerter Geist Bater, ner Vaterhuld sich freue, die 6. J tröstend Wort verheißt. Was i wenn ei Sohn auch mir erwarb, da er i die Sünde starb, Fried und zun und ner im Gewissen, ach, das laß auchi wenn i genießen. hen 7. Stärke selbst in meiner E stte den Entschluß, mich dir zu h 7. Gib, daß keine Kraft mir fehle, sih weg, o sam deinem Wort zu sein. Stehen sst nun stets mächtig bei! mache du michssh ganz v recht treu, dich zu lieben, dir zu lih Riüm Ewig will ich dich erheben. ihm Mel. Liebster Jesu, Trost der.— N 741 289. Lchen Jefs, h f * Herzen! Stiller, i. 29 ger Sündenschmerzen! einzig wahh Heil der Welt! wenn ich belit meine überschlage, was für Sündenshs duch d ich trage, die des Höchsten Buch n Hilfe hält: ach! so kann ich nicht eisen 2. wie ich künftig soll bestehen. Acgkeit 2. Von Geburt bin ich ein Eh der An der, und nach meinem Thun I würd i minder: meiner Seele wahre 9u 3. Gottes Bild, hab ich verloren, nih, bin Fleisch von Fleisch geboren, geh d nichts Gutes wohnt in mirz walh dein in dem Herzen finde, was ich th G7 lauter Sünde. nd y 3. Herr, wohin soll ich mich wen⸗ den? Was kann meinen Jammer enden? In mir find ich nichts, als Roth; keinen Trost im Weltgetüm⸗ mel; oben schrecket mich der Himmel; Satan spricht von Fluch und Lod;z und mich dünkt, daß selbst die Erde mih über mir zum Kläger werde. e 0%(. Ach! dein ängstlich Sündenbüßen, aber und dein theures Blutvergießen, Jesu, „sh komme mir zu statt! sei mein Helfer und Berather; sprich für mich vor esüuhh deinem Vater; tilge meine Missethat! icht!) wolltest du für Menschen dulden, ach, Ih so tilg auch meine Schulden! deh b. Zwar ich muß vor Gott geste⸗ ich uu hen, daß ich gröblich mich versehen, ich z und erdient der Sünder Lohn. Aber, rchhn Herr, ich komme wiederz fall in tief⸗ ser Demuth nieder, so wie der verlorne I5 un Sohnz bitte, seufze, fleh mit Thränen: eis Whter, ach, laß dich versöhnen! 6. Ist im Himmel größre Freude, 33 wenn ein Sünder kehrt mit Leide wie⸗ a eus der zu der rechten Bahn, als um neun d sin und neunzig Fromme: ach, so werde, uch wenn ich komme, mir auch gnädig aufgethan! ich will mich forthin be⸗ ner E ben, besser, als bisher, zu leben. u wah 7. Weg, ihr vor'gen Sündentriebe! hle, Ilh weg, o Welt, mit deiner Liebe! Jesus Stehen is nun alles mir. Ohn ihn war ich michsh ganz verloren; durch ihn bin ich neu zulthn um in ihm leb ich für und für, uihm will ich selig sterben, durch .• ihn auch den Himmel erben. Tros Mel. Ach Gott und Herr.— 10. ller, 290 A5 Gott und Herr, wie ig wahn groß und schwer sind bel'g meine vielen Sünden! wie drückt mich ndenshs doch des Elends Joch! wo kann ich Bucht Hilfe finden? ht erssn 2. Flöh ich gleich weit vor Ban⸗ 1. gigkeit hin an des Erdreichs Enden, ein Eh der Angst und Pein befreit zu sein: hun il würd ich sie doch nicht wenden. ühre%½ 3. Zu dir fleh ich, verstoß nicht loren,I nich, der ichs so sehr verdienet. Ach oren, N geh doch nicht, Gott, ins Gericht! ; was dein Sohn hat mich versühnet. ich thuy 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen: Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. 159 so fahr hier fort, nur schone dort, muß ich auch hier viel büßen. 5. Vergiß die Schuld! Gib mir Geduld, und ein gehorsam Herze, daß ich mein Heil, mein bestes Theil, durch Murren nicht verscherze. 6. Verfahr mit mir, wies dünket dir: du stärkst mich, es zu leiden! nur wollst du mich nicht ewiglich von deiner Gnade scheiden. 7. Das thust du nicht, mit Zuver⸗ sicht kann es mein Glaube hoffen! durch Christi Tod, steht ja, mein Gott, auch mir der Himmel offen. 8. Herr Jesu Christ, mein Zuflucht ist das Kreuz, an dem du starbest, und mir zu gut mit deinem Blut die Seligkeit erwarbest. 9. Dies tröstet mich, und ob auch sich mein Leib und Seele scheiden, so werd ich dort, bei dir, mein Hort, ererben ewge Freuden. 10. Gott Ehr und Ruhm! sein Eigenthum bleib ich in Jesu Namen. Ich zweifle nicht, mein Heiland spricht: wer glaubt, wird selig. Amen. Mel. Es ist das Heil uns kommen.— 6. 291 H Jesu Christ, du höch⸗ * stes Gut, du Brunn⸗ quell aller Gnaden! ich komme mit gebeugtem Muth, mühselig und bela⸗ den; da das Gesetz, das mich ver⸗ klagt, und das Gewissen, das mich nagt, mich armen Sünder schrecken. 2. Mich drücket eine schwere Last; nimm sie von meinem Herzen, du, der du mich versöhnet hast am Kreuz mit Angst und Schmerzen, damit ich nicht mit Leid und Weh in meinem Elend untergeh und ewiglich verzage. 3. Ja, Herr, wenn mein erweck⸗ ter Sinn an mein Betragen denket, so sink ich fast vor Angst dahin; die Sünde drückt und kränket und schrecket mich. In dieser Pein würd ich gewiß verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Weil aber dies dein Wort mir sagt: auch, Sünder, du sollst leben, wer weinend seine Schuld beklagt, dem will ich sie vergeben, ja, weil du alle Huld verheiß'st dem, der sich 160 Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. mit zerknirschtem Geist im Glauben zu dir nahet; ö 5. So komm ich, Herr, denn auch zu dir in meiner Noth mit Thränen, du kennst mein Leid, ach hilf du mir, verschmähe nicht mein Sehnen! ver⸗ gib mir, Herr, genädiglich, was ich, ich Frevler, wider dich von Jugend auf begangen. 6. Ach Herr! erbarm dich meiner doch um deines Namens willen. Mich ängstigt mein Gewissen noch, du kannst sein Zagen stillen. Laß mich, von allen Sünden rein, nun gänzlich dir ergeben sein, in kind⸗ Uchem Gehorsam. 7. Dein freudger Geist stärk mich im Fleiß! heil mich durch deine Wunden! mich tröste noch dein To⸗ desschweiß in meinen letzten Stunden, und führe mich, wenn dirs gefällt, mein Heiland, selig aus der Welt, zu jenen Auserwählten. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu.— 308. EPIIII. 292. Jâ ch schäme mich E——.—..— E vor deinem Thron, v Prüfer aller ꝑ IIIIFIFIFII.I.I.I. 2. schmer⸗zen. Erbarme dich und ..— 2.—..— F —— —— 46 nz du bists allein, iSPDPDPSSP‚I‚ mit mir ins Gericht, verstoß 4.——— ———4—34.———.—— Angsi zerbricht. 2. Ach, wenn mein Herz zurückge⸗ denkt, mit wie viel Missethaten ich dich von Jugend auf gekränst kann es sich nicht rathen. Ich st digte voll Unverstand; dein Willen mir unbekannt; das Böse wuft alizuwohl; wie blind und toll un ich das Maaß der Sünden volll 3. Trieb mich die Zucht zum h. ten an, hab ichs doch wider Wl aus Furcht der Strafe nur gash zum Schein es zu erfüllen. So gh ich hin, so wuchs ich auf; so nahnm in dem Lebenslauf an Alter, h an Gnade zu; die Seelenruh h. schwand; dies alles sahest du. 4. Mit Trug und Lügen delh des Herzens böse Tücke. Kein euh lich Dräuen schreckte mich; eig mich nichts zurücke. Mein Vhl Herr, verführte mich; in dish Worte hört ich dich, und ahh jedoch nicht drauf; mein Lehenel war ganz verderbt von Jugend a 5. Die Schuld ward mit den Y ren groß, brach aus zu wildem sen, gleichwie ein Roß, das züheh lief ich zu allem Bösen. Ich hh an Hoffart, Ueppigkeit, an Frehh Wollust, Trotz und Neid, und mi⸗ schändliche Begier zog mich von Ach Jesu! ach, vergib es mir. 6. Gedenke nicht der Jugend Sa vergib mein Uebertreten! trag sn noch mit mir Geduld! erhör ängstlich Beten! lösch aus, 6 Jesu, durch dein Blut, und n mein Schuldregister gut! viel mäß ger ist deine Gnad, als meine I. die dich so oft beleidigt hat. 7. Hilf mir, von Sünden abzüssh und durch ein heilig Leben den u ren Tugendweg zu gehn; dir wil mich ergeben. Ich will durch dih Geistes Kraft, die Wollen und A bringen schafft, voll Reu und 6 mich dir allein zum Diensle wah Ach, laß es Ja und Amen seinl Mel. An Wasserflüssen Babylon.— König, dessen 293. O felnese hebet, dem Erd und Meer zu Ihh deckte ein en 3. ed n Ticht u dehh d at debenllz gend den Y ldem Y Rzügelh Ich hi Frechl. und mi⸗ h vonK mir. ud Sl rag sin rhör uus, und n iel mäth ieine N at. abzusch den 96 dir wil Arch deh⸗ und Y 1 und 6 nste wah en seinl lon.— V dessen A übel c 2zu O Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. stebt, vor dem der Erdkreis bebet. sprechen kann, so nimm den letzten Der Himmel ist dein helles Kleid, du bist voll Macht und Herrlichkeit, sehr roß und wunderthätig. Ich armer Nensch vermag nichts mehr, als daß ich ruf zu deiner Ehr: Gott sei mir Sünder gnädig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllner that, beschämet und von ferne, ich suche deinen Trost und Rath: mein Gott!i du hilfst ja gerne. Doch mei⸗ ner Fehler große Zahl schreckt und hersplgt mich überall; mein Glaube sst nicht thätig: drum schlag ich nie⸗ der mein Gesicht vor dir, du aller⸗ minstes Licht! Gott sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, beschweren mein Gewissen; dum schlag ich reuend an die Brust, die Schmerz und Leid zerrissen. Ich, der ich mich von dir gekehrt, ich bin des Lebens gar nicht werth; doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerkairschtem bangen Geist! der gleich. wohl dich, noch Vater heißt: Gott sei mir Sünder gnädig! J. Mein Vater! schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder; der für die Welt genug gethan; durch den wir Gottes Kinder und Erben der Verheißung sind; der ists, bei dem ich Ruhe find: er ist ja stets gulthätig. Drum faß ich ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig hicht: Gott sei mir Sünder gnädig. 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben; du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, mach meinen Glauben immerdar durch wahre Liebe thätig. Läßt sich dann noch viel Schwachheit sehn, so soll mein Herz mit Wehmuth flehn: Gott sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben tuht allein auf deiner Gnade. Mir geh es übel oder gut, gib, daß es mir nicht schade. Und kommt mein Ende nun heran; so stärk mich auf der Todesbahn, mach mich von Sün⸗ den ledig: und wenn ich nicht mehr 161 anävie! an: Gott sei mir Sünder gnädig. ů Mel. von Nr. 201. enn der Sünder hat 294. Wé mißhandelt und den breiten Weg gewandelt, welcher zum Verderben führt: so er sich bekehren wird, steht der Himmel wieder offen. Friede wird mit Gott getroffen, Buß und Glaub an Christi Blut machet alles neu und gut. ů 2. Bei stets fortgesetzten Sünden magst du keine Gnade finden, und kannst nicht vor Gott bestehn; tief muß dir zu Herzen gehn, was du Böses je begangen; uüm dem Guten anzuhangen, müßt du dich der Sünd entziehn, sie wie Gift und Schlangen fliehn. ns 3. Seine Sünden stets bereuen, sich in Gott durch Christum freuen, ohne Zwang und Heuchelei, was der Wille Gottes sei, täglich prüfen, fröhlich üben, Gott und seinen Näch⸗ sten lieben, und im Guten niemals ruhn, ist des neuen Menschen Thun. 4. Dich zu diesem Stand der Gnaden sehr nachdrücklich einzuladen, brauchet Gott der Stimmen viel, hast du davon kein Gefühl? Siehst du nicht, o Mensch, die Werke seiner Langmuth, Güt und Stärke? Zeigt nicht jede Kreatur ihres gütgen Schöpfers Spur 2 5. Doch viel heller ist die Klarheit, die sich zeigt im Wort der Wahrheit: komm, o Sünder, und vernimm Jesu, des Versöhners, Stimm: Komm zu dieser Quell der Gnaden; komm müh⸗ selig und beladen; er sagt deiner Seele Ruh, er sagt dir Erquickung zu. 6. Jesu, Trost der müden Seelen! du kannst uns nicht nur befehlen; du schaffst selbst durch deinen Geist in uns, was dein Wort uns heißt. Sei zu meinem Heil geschäftig; mache selbst dein Wort so kräftig, daß mein Herz dadurch gerührt, endlich wahre Buße spürt. 11 16² 295. E— ————— und übel oft vor dir —eeeee A—..— n dir allein hab ich gesündigt, *X 7 ·—— 5 gekhan. Du siehst. was mir der 2 4 — Euch verkündigt; sieh, Gott, auch —— IIII meinen Jammer an. 2. Dir ist mein Seufzen nicht verbor⸗ + und meine Thränen sind vor dir. ch Gott! wie lange soll ich sorgen? ö wie lang entfernst du dich von mir ꝰ 3. Herr, handle nicht nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach mei⸗ ner Schuld. Ich suche dich; laß mich dich finden, du Gott der Langmuth und Geduld. 4. Früh wollst du mich mit Gnade füllen, Gott, Vater der Barmberzig⸗ keit. Tröst mich um deines Namens willen; du bist ein Gott, der gern erfreut.. 5. Laß deinen Weg mich freudig wallen, und lehre mich dein heilig Recht, mich thun nach deinem Wohl⸗ gefallen: du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile du mir beizustehen, und leite mich auf ebner Bahn. Gott hört mein Schrein, er hört mein Flehen und nimmt sich meiner Seele an. Mel. Meine Seele willst du ruhn. 296 SPIPIPIPIPITITITITITITITI * ünder, willst du 7 IIII I IIi«K᷑ITI und befreit von Furcht RE —.— Eicher sein/ E d und Pein: schaffe, L — daß du dich — SS.e— bekehrest, da du Gottes Stimme qPꝑPꝑPꝑPꝑ‚ꝑP‚PꝑP‚PꝑIꝑIPIPITII‚IIII‚II hörest! Auf! Gott rufet dich zu /iDꝑ‚iE‚ꝑ‚Eꝑ‚I‚Ii‚I‚EEDD‚DD‚i‚. — sich: eile, und errette dich. Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. 2. Eile! Sodom lehret dich, z. der Herr so fürchterlich auf verss Sünder blitzet:; such ein Zoar, dich schützet! Auf! Gott rufet dih sich: eile, und errette dich! ö 3. Oenke, daß es Schaden hish wenn dein schnödes Fleisch dich Iwit nur nach seiner Lust zu leben, weil s stets wird Frist gegeben. Auf! 0 rufet dich zu sich; eile, und erretnehh 4. Die Verstörer deiner Ruh, i Sünden nehmen zu. Dein Genz wird beschweret, und der Strafe M vermehret. Auf! Gott ruft dihn se en zu sich: eile, und errette dich!„. 5. Deines Herzens Härtigkeit sh und wächst von Zeit zu Zeit. E den, die dich jetzt noch schrecken, r ü du bald mit Lust volstrecen, iu dine Gott rufet dich zu sich: eile, u 3 errette dich! 6. Was du Böses an dir hast sonst wie ein alter Ast. Dessen k men gleich zu ziehen, wird mans umsonst bemühen. Auf! Golhn dich noch zu sich: eile, und erretteil 7. Eile, denn es kommt der L und wie groß wird dann die MA wenn man aus der Welt soll gah und vor Gott nicht kann bestehg Auf! Gott ruft dich noch zu sh eile, und errette dich! 8. Brauch, ach brauch die In denzeit! denn es kommt die Ewih wie ein starker Strom geflossen, durch Damm und Deich geschosh Auf! Gott ruft dich noch zu s. eile, und errette dich! 9. Suche, wo du weise bist, von dir versäumet ist, schleunig hih einzubringen, und mit Eifer duthh dringen! Auf! Gott ruft dich ni zu sich! eile, und errette dich! 10. Vater der Barmhenigth Gib doch, daß die Gnadenzeit ih von mir versäumet werde; füht n selbst zu deiner Heerde! Vaterl g ich bitte dich: eile, und errette us Mel. von Nr. 79. 297. üter! wird die Nul der Sünden, E 2. verschwinden? Hüter! ist die ul sein eig eile, 1 hast th sen Kiiz man s Goltt mn Tretteh der V bist, d nig Hoh X duttht dich u ich! 0 henziglt nzeit us führ u zaterl u delte nih die Nu den, H die M Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. hald hin? wird die Finsterniß der i6 Sinnen bald zerrinnen, womit ich bin? inget H uch nicht das Nund der Erden helle werden, bei der Sonne i%h neuem Lauf? so geh doch zu meiner Wonne, wahre Sonne! auch in mei⸗ nem Herzen auf! g. Sind wir nicht im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kom⸗ men ist? Und ich soll noch länger harren und erstarren, weil du mir femne bist 2 J. Du hast ja, da du bist kommen, weggenommen alle Finsterniß und Racht; wilst du denn nicht mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach 1 deinem Lichte tracht't. 5. Zeige mir in reiner Klarheit deine Gahrheit; laß die Wolken sich ver⸗ sehnz so werd ich das Gute lieben, Demuth n. und der Nacht Ge⸗ äfte fliehn. söftger! du winkst, und auf der Stelle wird es helle, sprich auch zu ir: werde Licht! und mein Licht soll bor den Leuten sich verbreiten. Dir iss Ruhm, versag mirs nicht! 7. Des Vernunftlichts schwacher ö Sthimmer zeigt zwar immer unsers Foßen Schövfers Spur; aber es kann Host und Leben mir nicht geben, dein Licht, Jesu, thut es nur. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit lann nicht ein; wo sein helles Licht ben Seinen soll erscheinen, muß ein freies Auge sein. 9. Jesu! sollen meine Augen etwas taugen, o so rühre du sie an. Denn das ist die größte Plage, wenn am Lage man das Licht nicht sehen kann. Mel. O Gott, du frommer Gott.— 8. 298 W'iII. du die Buße noch, * die Gott gebeut, ver⸗ sciieben: so schändest du sein Wort, und mußt dich selbst nicht lieben. Ist deine Besserung nicht deiner Seele hlück? Und wer verschiebt sein Heil gern einen Augenblick? 2. Allein, wie schwer ists nicht, sen eigen Herz bekämpfen! Begierden 163³3 widerstehn, und seine Lüste dämpfen? Ja, Sünder, es ist schwer; allein zu deiner Ruh ist dies der einzge Weg. ö Und dem entsagest du? 3. Ist deine Pflicht von Gott, wie kannst du sie vergessen? Nach deinen Kräften selbst hat er sie abgemessen. Was weigerst du dich noch? Ist Gott denn ein Tyrann, der mehr von mir verlangt, als ich ihm leisten kann? 4. Sprich selbst, gewinnet Gott, wenn ich ihm kindlich diene, und, seiner werth zu sein im Glauben mich erkühne? Wenn du die Tugend übst, die Gott, dein Herr, icht na wem dienst du? Ringst du nicht nach dei⸗ ner Seligkeit? 5. Was weigerst du dich noch, das Laster zu verlassen? Weil es dein Un⸗ glück ist, befiehlt es Gott zu hassen. Was weigerst du dich noch, der Tugend Freund zu sein? Weil sie dich glücklich macht, befiehlt sie Gott allein. 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu vollbringen; sollt er durch Allmacht dich, ihm zu gehorchen, zwin⸗ gen? Er gab dir die Vernunft; und du verläugnest sie? Er sendet dir sein Wort; und du gehorchst ihm nie? 7. Sprich nicht: Gott kennt mein Herz; ich hab es ihm verheißen, mich noch dereinst, mich bald vom Laster loszureißen; jetzt ist das Werk zu schwer. Doch diese Schwierigkeit, die heute dich erschreckt, wächst sie nicht durch die Zeit? 8. Je öfter du vollbringst, was Fleisch und Blut befohlen, je stärker wird der Hang, die That zu wieder⸗ holen. Scheust du dich heute nicht, des Höchsten Feind zu sein, um wie viel weniger wirst du dich morgen scheun! 9. Ist denn die Buß ein Werk von wenig Augenblicken? Kann dich kein schneller Tod der Welt noch heut ent⸗ rücken? Ist ein Geschrei zu Gott, ein Wunsch nach Besserung, und Angst der Missethat, die wahre Heiligung? 10. Ists gnug zur Seligkeit, des Glückes der Erlösten, wenn uns der ö Tod ergreift, sich sicher zu getrösten; ist das Bekennitniß gnug, daß uns 11* 164 Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. die Sünde reut, so ist kein leichter Werk, als deine Seligkeit. 11. Doch fordert Gott von uns die Reinigkeit der Seelen, ist keine Seele rein, der Glaub und Liebe fehlen; ist dieses dein Beruf, Gott dienen, den du liebst, so zittre vor dir selbst, wenn du dies Werk verschiebst. 12. Der Glaube heiligt dich. Ist dieser dein Geschäfte? Nein, Mensch! und du verschmähst des Geistes Got⸗ tes Kräfte? Erschreckt dich nicht sein Wort? Gibt im verkehrten Sinn den Sünder, der beharrt, nicht Gott zuletzt dahin? 13. Hat Christus uns erlöst, damit wir Sünder bleiben, und sicher durch sein Blut, das Laster höher treiben? Gebeut uns Christi Wort nicht Tu⸗ gend, Recht und Pflicht, so ist es nicht von Gott; Gott widerspricht sich nicht. 14. Noch heute, weil du lebst, und seine Stimme hörest, noch heute schicke dich, daß du vom Bösen kehrest. Be⸗ gegne deinem Gott, willst du zu deiner Pein dein hier versäumtes Glück nicht ewig noch bereun. 15. Entschließe dich beherzt, dich selber zu besiegen; der Sieg, so schwer er ist, bringt göttliches Vergnügen. Was zagst du? Geht er gleich im Gottra langsam fort; sei wacker, Gott ist nah! und stärkt dich durch sein Wort. 16. Ruf ihn in Demuth an; er tilget deine Sünden. Und läßt dich sein Gesetz erst ihren Fluch empfinden, so widerstreb ihm nicht; denn Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu in dir, die niemals dich gereut. 17. So süß ein Laster ist, so gibts doch keinen Frieden; der Tugend nur allein hat Gott dies Glück beschieden. Ein Mensch, der Gott gehorcht, er⸗ wählt das beste Theil; ein Mensch, der Gott verläßt, verläßt sein eignes Heil. 18. Die Buße führt dich nicht in eine Welt voll Leiden; Gott kennt und liebt dein Glück; sie führt zu deinen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuversicht, gibt Weisheit und Verstand und Muth zu deiner Pflicht. 19. Sprich selbst, ist dies dein E. f4. mit ruhigem Gewissen die Giln n Welt, des Lebens Glück genießen geh mäßig und gerecht in dem Gih sein, und sich der Seligkeit schu mb/ un im Glauben freun? ö 10 5 n Mel. O Gott du frommer Gott. Buß ist aß mich doch, n Augenb 299. L Gott, vie Mug Gott, verschieben, die mir dein Wort ga und An wie könnt ich sonst mich lieben uicht o wahre Besserung nicht meiner 10. Glück? O wer verschiebt sein Hert,! gern einen Augenblick? mich u 2. Du, Gott, gewinnest ni khre, wenn ich dir kindlich diene und uin meiner werth zu sein, im Glauben mih; säumtes kühne. Wenn ich das Gute thunsh bereun. mir dein Wort gebeut, wem dieni — 10— ssüh u aber i Suli! Mel. V So süß ein Laster ist, so gz doch keinen Frieden. Der Dahmnt 300 allein hast du dies Glück beschih icht U Wer dir, o Gott, gehorcht, emn Wunsc das beste Theil; wer dich, o n recht verläßt, verläßt sein eigen Hel in der 4. Was weigre ich mich denn, in Ewi Laster zu verlassen? Weil chn Unglüc ist, befiehlst du es zu ii. 2. Was weigre ich mich denn, dug 2 gend Freund zu sein? Weil se 5 glücklich macht,, befiehlst du sünig kir su 5. Die Buße fͤhrt mich nichtun md Weit voll Leiden. Sie führet U ellg vielmehr, o Gott, zu deinen Zum 3. macht meine Seele rein, füllt miühn denk Zuversicht, gibt Weisheit und Y stand, und Muth zu meiner Pfih 6. Wahr ist es, es ist schwer, eigen Herz bekämpfen, Begierden h derstehn, und seine Lüste dänst Doch bleibts ja meine Pflicht, V diese Schwierigkeit, die heute niht schreckt, wird schwerer durch die I 7. Je öfter ich vollbring, was dih und Blut befohlen, je stärker wicd Hang, die That zu wiederholen. 80. ich mich heute nicht, o Hem, A Feind zu sein, um wie viel wens, werd ich mich morgen scheun. S8. Du reichst ja Kräfte dar, u selber zu besiegen. Der Sieg, so sin i ein G üter x eßen u Gah schon ̃tt.— 0 N0 Buße n rt gehg ebent iner sein iest nih und dih n mith/ e thu, n dienth Sllih t, so gh Tugendy flicht,& ute mihe die was Fllt er Wiid v len. Sh. Herr, iel weniz un. dar, u 5,soss Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. er ist, bringt göttliches Vergnügen; geht er im Anfang gleich nur noch sehr langsam fort, so bist du, Gott, mir nah, und stärkst mich durch dein Wort. 9. Wie schnell kann nicht der Tod nich dieser Welt entrücken! und Zuß ist ja kein Werk von wenig Augenblicken. Ein Seufzer zu dir, Gott, ein Wunsch nach Besserung und Angst auf Missethat, ist noch nicht Heiligung. 10. So gib denn, weil ich noch, Herr, deine Stimme höre, daß ich nich ungesäumt von allem Bösen kehre, so darf ich nicht dereinst zu meiner größten Pein mein hier ver⸗ siumtes Glück, wiewohl zu spät, bereun. Mel. Vater unser im Himmelreich.— 120. 900. Sꝰ dein Gott, mir ist ucht lieb des Sünders Todz mein Bunsch und Wille ist vielmehr, daß r lechtschaffen sich bekehr, sich bessre in der Gnadenzeit, und mit mir leb in Ewigkeit. 2. Dies Wort bedenk, o Sünder, wohl! verzage nicht verzweiflungsvoll! hn nimmst an der Erlösung Theil; Iler sindest du Trost, Gnad und Heil, und Gott besiegelts mit dem Eid; selig, wem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: zur Buß ists immer Zeit, ich will mich meines Lebens steun, und werd ich dessen müde fstein, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. I. Wahr ist es; Gott ist stets be⸗ nit zum Wohlthun, zur Barmher⸗ ägleit; doch, wer auf Gnade Böses thut, und der Versöhnung theures Aut verachtet, seiner selbst nicht schont, dem wird, wie er verdient, gelohnt. 5. In seinem Sohne will dir Gott das Leben schenken für den Tod: allein, entdeckt sein Wort dir wohl, wer von uns morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist dir kund; verborgen ist die Todesstund. dich; ändern sich. Wer heut ist stark, ge⸗ sund uudn sch 009 0 dem Grabe stehn; 16⁵ 6. Heut lebst du, heut bekehre eh morgen kommt, kanns ön, kann morgen an stirbst du nun 73 willst du Jesu! hilf du mir, ohne Beßrung hin, dem Gericht entfliehn 7. Hilf, o Herr daß ich mich gläubig nahe dir, und mich bekehre unverweilt, eh mich mein Ende übereilt, damit ich heut und jederzeit zum letzten Abschied sei bereit. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren. 301. W?· wahr ich lebe, spricht E ....... guter Hirte, gehst du dem Sünder SSS..........III....— nach, der sich von dir verirrte, + .——— E. in der, elend, krank und schwach, —4 S....— sein Verderben läuft, wo deine . .— —..— Hand den Armen/ nicht selber aus 52 —— —————————— Erbarmen, eh er versinkt, ergreift. 2. Wie tröstlich ist die Stimme, die alle Sünder lockt! Ach, sprächest du im Grimme: weicht, Sünder, weicht von mir, ich will euch nicht erkennen! wer wollt es unrecht nennen? Wer bist du? Wer sind wir? 3. Doch heißt dein Ruf uns kom⸗ men; und merken wir nicht drauf, ob wir ihn schon vernommen, so suchst du selbst uns auf. Dein Herz, o Hei⸗ land, brennt, daß doch das Schaaf zur Heerde zurückgeführet werde, da⸗ von es sich getrennt. 5. Nimmt nun der freche Sünder den Gnadenruf nicht an, so bist du viel gelinder, als man es denken kann. Sein Ziel verlängerst du, er kann noch Gnade hoffen, der Zugang steht ihm offen, er eile nur herzu. 166 5. Liebhaber unsrer Seelen! mein Hirt! mein treuster Freund! was sollt ich es verhehlen, wie wohl du es ge⸗ meint? Ich war auf meiner Flucht ein Raub der schnödsten Lüste; doch du hast in der Wüste mich huldreich aufgesucht. 6. Dein Wort schallt noch im Her⸗ zen, das mich zur Buße rief, als ich zu deinen Schmerzen den Weg zur Hölle lief. Du aber brachtest mich von diesem breiten Wege durch Kreuz zum wahren Stege. Mein Hirt! ich preise dich. 7. Ach! daß ich deiner Liebe nur immer folgsam wär, nicht oft zu⸗ rücke bliebe, an Lieb und Eifer leer; nicht, wie viel du gethan, mir oft entfallen ließe, da ich ja mehr genieße, als ich verdanken kann. 8. Nun, Jesu! ich beklage den blöden Unverstand, und daß ich meine Tage so übel angewandt. Verstoß den Sünder nicht! mich reut und schmerzt mein Schade, verwandle deine Gnade nicht in ein Zorngericht. 9. Für uns gemacht zum Fluche, abst du dein Leben dar, daß so dein Eifer suche, was ganz verloren war. Ja, Nam und That erweist, daß du, Herr, nicht vergebens das rechte Brot des Lebens, der Sünder Hei⸗ land seist. 10. Das laß mich herzlich gläuben, doch gib mir selber Kraft, dem Heile treu zu bleiben, das mir dein Tod geschafft; und wie ich glaubensvoll aus deinem Ueberflusse zum wirk⸗ sol. Genusse stets Gnade schöpfen 0* 11. Doch sollt ich mich aufs neue, ich scwach Gesaüpf, derdehn so laß mir deine Treue, mein Hirte! nie entstehn, erweck und führe mich, daß nichts von dir mich wende; so preis 21 sonder Ende, als meinen Hirten, 2 Zweiter Theil.— Von der Buße und Bekehrung. Bußlied eines schwermühhin Christen. ö Aus dem 6. Psalm. Mel. Straf mich nicht in deinem gen 302. St M trafe nichhaß — ligster, mich in deinem Grsdt —.⸗— Höre, Herzenskündiger, h —..244—.—.——— Flehens Stimme! sende du BiPttHtHH˖üꝑꝑ /Ree... mir zu! reiß mich aus den MI Ae — ——.—— ehe sie mich tödten. 2. Wird dies Herz im Grabei deiner Güte freuen? Gott des bens! todt kann ich dir kein Dalh lied weihen. Rette mich, daß dich, weil ich hier noch lebe, danst froh erhebe. 3. Nichts, als deine Vaterhulh in mich glücklich machen.„ g0 nicht meiner Schuld! stärke dunt Schwachen. Heile mich, zeige mir in deiner Gnade, Gott, du h der Gnade! 4. Wann wirst du mich dochn freun? wann mir Trost gewähne Täglich, Helfer, harr ich dein, u ich hab in Zähren meine Nacht“ durchwacht. Eil, Erbarmer, deinem Knecht zum Heile! 5. Elend, tiefgebeugt bin ich von Seufzen müde. Meine e sehnet sich nur umsonst nach zah Ach! wie lang soll ich bang, Hist müder Seelen, trübe Stunden zäͤhlh 6. Doch, o Seele, zage h Gott verstößet keinen, der ihn ss mit Zuversicht, er vernimmt n Weinen. Nie vergißt Jesus Gh seiner theur Erlösten, des ull mich trösten! — — De 30 der 3e die N weite 2 werde und 9 die E vorgel 3 bumen Herrn den X und t h n. m Zen. icht od — „ daß e, danlle jesus Eh will 23) Vom Das Apostolische Glaubens⸗ bekenntniß. Mel. von Nr. 46. laub an Gott! hoch 303. Ioe verehret, er, der der rechte Vater heißt; des Dasein die 60 pfun preist und den die peite Schöpfung preist. 2. Der in sich Selge sprach: es werde! und seiner Weisheit, Güt Ind Macht frohlockt der Himmel und die Erde, von ihm aus Nichts her⸗ horgebracht. 9. An Jesum Christ, den Einge⸗ bornen des ewgen Vaters, unsern Herrn, glaub ich. Gott sprach: hilf den Verlornen, er kam, und half, und that es gern. 4. Er kam, und durch die Kraft des Höchsten gebar ihn einer Jung⸗ srau Schooß. Er kam zu uns, als seinen Nächsten, und stellt sich unserm Elend bloh. 5. O, was läßt ihn Pilatus leiden! wo ist ein Schmerz wohl, wie sein Schmerz! am Kreuze sotos mußt er verscheiden, wie bricht ihm Pein und Schmach das Herz! 6. So stirbt der Gottmensch und bekämpfet im Tod das Reich der Finsterniß. Des Teufels Macht ist nun gedämpfet; dein Heil ist nun, o Mensch, gewiß. 7. Sein Leib wird zwar des Grabes Höhle, als ein erhaschter Raub, zu Theil, doch Jesu abgeschiedne Seele bedenit noch stets der Menschen Heil. 8. Bald steht er auf! Sein Haupt erhebet er siegreich über Tod und Grab. Nun weiß ich, daß mein Heiland lebet, und trotze siegreich Tod und Grab. 9. Er fährt gen Himmel, um zur Rechten des Vaters aller Herr zu sein. Hier wacht er über seinen Knechten, daß hier sie einst mit ihm sich freun. 10. Als Richter kommt er endlich wieder. Erschreckt, ihr Sünder! freuet tuch, ibr Frommen! er führt euch 900.0 nun mit sich in sein ewig eich. 167 Glauben. 11. Auch an dem Gelst, der ehmals mächtig in Christi ersten Zeugen war, glaub ich; noch stets ist er geschäftig, und mehrt der frommen Christen Schaar. 12. Die Kirche glänzt durch ihn auf Erden, in Glaub und Liebe fest vereint, wie glänzend wird sie einst noch werden, wenn jene Klarheit ihr erscheint! 13. Glückselig, wer im Tod und Leben bußfertig Jesu sich ergibt! ihm sind die Sünden all vergeben, wie viel er ihrer auch verübt. 14. Laßt seinen Leib in Staub ver⸗ wesen, er wird doch wieder auferstehn, vom Sündenschaden nun genesen, wie glänzend, wie unsterblich schön! 15. Den Herrn erblickt er mit Ver⸗ trauen, und geht zu seinen Freuden ein, sein Antlitz wird er ewig schauen, und ewig voll des Lobes sein. 16. O hellger Gott, dein Wort ist Wahrheit; es ist allein die rechte Lehr. Erleuchte mich durch deine Klarheit, und heilge mich e mehr und mehr! Mel. Es ist das Heil uns kommen.— 6. 304 Eꝰ ist das Heil uns kom⸗ * men her aus Gottes freien Gnaden. Die Werke helfen nimmermehr, der Bürd uns zu ent⸗ laden. Der Glaube sieht auf Jesum Christ, der unser Mittler worden ist; der hat uns Heil erworben. 2. Da man, was das Gesetz gebot, nicht völlig konnt erfüllen, erschreckt uns Zorn und große RNoth, die Nie⸗ mand mochte stillen. Der Sünde Macht nahm immer zu, nichts gab uns Sündern Trost und Ruh beim Fluche des Gesetzes. 3. Und doch mußt es erfüllet sein; sonst mußten wir verderben. Drum stellt vor Gott sein Sohn sich ein, als Mensch für uns zu sterben. Der hat es ganz für uns erfüllt, damit den schweren Zorn gestillt, des Last uns alle drückte. 16⁸ 4. Da es durch den erfüllet ist, durch welchen wir genesen, so lern und fasse wohl, o Christ, des Glau⸗ bens rechtes Wesen. Der Glaube spricht, du, Herr, bist mein, dein Tod muß mir das Leben sein; du hast für mich gebüßet. So— ich fest und zweifle nicht; dein Wort wirst du nicht brechen. Wenn alle Welt die Treue bricht, hältst du doch dein Versprechen. Wer glaubt an dich und wird ge⸗ tauft, dem ist die Seligkeit erkauft, der gehet nicht verloren. 6. Vor Gott gerecht sind die allein, die dies von Herzen gläuben. Die Werke sind des Glaubens Schein; ohn den wird er nie bleiben. Er lehrt, in Gottes Willen ruhn, er lehrt, dem Nächsten Gutes thun, Geduld und Sanftmuth üben. 7. Wer bei Gott Gnad erlanget hat, muß ihn vor Augen haben, daß er bei ihm sucht Hülf und Rath, ihm dankt für alle Gaben, in Rcheg Furcht iberhreß lebt, des Fleisches Lüsten widerstrebt. Dies ist der Weg zum Leben. 8. Wer aber sicher gehet hin, thut, was ihm nur beliebet, lebt fort nach seines Herzens Sinn, den Lüsten sich ergiebet, ruft Gott nicht an, daß er ihn führ, mit seinem Geist ihn stets regier, der läuft den Weg zur Hölle. 9. Den meidet jeder, der recht gläubt, bewahrt, was ihm gegeben, sieht zu, daß er das Fleisch betäubt, Lins sich nach jenem Leben, dient seinem Nächsten, ehrt und preist in Christo Gott mit stillem Geist, es geh ihm, wie es wolle. 10. Die Hoffnung wartet still der Zeit nach göttlicher Zusage, bestimmt zur Hülf in unserm Leid dem Höch⸗ sten nicht die Tage. Er weiß wohl, wenns am besten ist, er, der der Seinen nie vergißt, und will, daß wir ihm trauen. 11. Verbirgt er je sein Angesicht, das laß dich nicht erschrecken. Selbst wenn er schon dein Joch zerbricht, will ers oft nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein, und Zweiter Theil.— Vom Glauben. ö ängstigt dich des Zweifels Pein, laß dir noch nicht grauen. ö 12. Von allen Züngen sei geyng. um dieser Gutthat willen, Gott Bun Sohn und heilger Geist! du sch wollst erfüllen dein in uns angesan nes Werk zu Ehren deiner Größn Stärk! dein Name werde heilig! 13. Dein Reich komm, daß ze Wille mag, wie droben, hier gish. hen! Gib unser Brod uns seden 20 Verzeih, was wir versehen, alz den Schuldigern verzeihn! Versucin laß fern von uns sein! Hilf u vom Bösen. Amen. Mel. O Gott du frommer Gott.— err! ohne Glaubenh 305. H kein Mensch urrh bestehen. Drum wend ich mich g dir mit demuthsvollem Flehen. zünde selbst in mir den wahren Ghn⸗ ben an, weil ich durch meine Hun ihn mir nicht geben kann. 2. Dein Dasein laß mich, Gott m Ueberzeugung glauben. Nichts nih mir das Wort aus meinem Hun rauben: daß du dem, der dich sut stets ein Vergelter seist, und hier in ewig ihn mit deinem Heil erfreuf, 3. Wahrhaftig ist dein Wortz mich ihm völlig trauen. Nie wasll. deine Treu; laß mich darauf sh bauen. Gib, daß ich dir in Oll und Unglück stets getreu, und du was du gebeutst, von Herzen fiz sam sei. 4. Laß mich, mein Jesu, dich in Glauben recht erkennen, dich, meinn Herrn und Gott, in Geist und Woh, heit nennen. Laß mich im Glauhn thun, was mich dein Wort gelchh. daß dich Herz, Mund und That ah meinen Heiland ehrt. 5. Dein göttliches Verdienst sein, o Herr, stets theuer. Es fülle nih mit Trost; es mache mich stets ft vom schnöden Lasterdienst. Es stäh mich mit Kraft zu deines Namus Ruhm in meiner Pilgerschast. 6. Wie selig leb ich dann im Gll ben schon auf Erden! wie hensh wird mein Theil dereinst im Himml ö rauf sih in Glt und du zen fish „dich in h, mein id Wahl⸗ Glaohn t gelele That, l st seintj fülle nih tets fieh Es stilh Namet ist. im Glol⸗ e henlih 1 Hinml. hbon oben nehr und mehr, recht und beharrlich eglaubt, in ewger Ruh. O sun 15 Glauben mich, Gott meines Heils, dazu! Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 119. Gottes Sohn, 306. O Jein hrih, en wen soll ich mich wenden? daß man recht glaubt und standhaft ist, steht nicht in unsern Händen. O hilf du mir her, daß ich gestärkt je glaube. 2. Komm dann und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich mit sreudger Ehrfurcht dich den Sohn des Höchsten nenne; daß ich zugleich den mir dein theures Wort verheißt, von ganzem ö stärk meinen Glauben immer mehr, den heilgen Geist, Herzen ehr e. ö 3. Laß mich dein großes Gnabdenheil im rechten Licht erblicken; und mich dazu an meinem Theil mit allem Eifer shicken. Nur in dir find ich Trost und Ruh und ewges Heil, der Weg hist du, die Wahrheit und das Leben. 4. O gib, daß ich dein theures Wort recht tief zu Herzen fasse; daß ich mich nun und immerfort auf dein Verdienst verlasse; und wenn mich gleich mein Herz verklagt, ich dennoch auf dich unverzagt, als meinen Mitt⸗ ler, hoffe. 5. Doch laß auch meinen Glauben sch des Bluts, daß du vergossen, nicht anders trösten, als daß ich, zu deinem Dienst entschlossen, durch seine Kraft die arge Welt, und was sich kr entgegen stellt, für Koth und Schaden achte. 6. Noch ist mein Glaube schwach und klein; oft kann ich ihn kaum merken. Wer hilfet mir? nur du allein; du kannst mich mächtig stär⸗ ken; der nicht ein schwaches Rohr zer⸗ hicht, der nicht ein nur noch glimmend ucht auslöscht, wird sich erbarmen. 7. Gib, daß ich Schwacher ledig⸗ lch auf deinen Beistand sehe; und dann, mit Macht gestärkt durch dich, sest in dem Glauben stehe. Mit Früchten der Gerechtigkeit erfüllet, ö Zweiter Theil.— Vom Glauben. werden! dann schau ich, was ich laß mich allezeit des Glaubens Kraft 169 beweisen. 8. Wohn in mir durch den Glau⸗ ben so, o du, der Deinen Stärke! daß ich, als dein Erlöster, froh auch auf dein Belspiel merke! und eifrig, gleich wie du gethan, auf der mir abgemeßnen Bahn, Gott und dem Nächsten diene. 9. Insonderheit gib mir die Kraft, daß ich an meinem Ende des Glau⸗ bens voll die Pilgrimschaft mit Freu⸗ digkeit vollende. Steh dann zu mei⸗ nem Trost bereit, daß ich der Seelen Seligkeit, des Glaubens End erlange. 10. Dein ists, was Guts sich in mir findt; mit dir wirds mir gelin⸗ gen; du wollst, was du hast ange⸗ zündt, zu vollen Flammen bringen. Dies fordert deines Namens Ehr, und krön ihn durch das Schauen! Mel. Herzlich lieb hab ich dich.— 141. ch komme, Friedens⸗ 307. J fürst! zu dir. Erbar⸗ mend rufst du ja auch mir, den Frie⸗ den zu empfangen. Der Sünden Last ist mir zu schwer. O laß mein Herz von Trost nicht leer! laß es die Ruh erlangen, die du dem tiefgebeugten Geist, der zu dir fliehet, selbst ver⸗ heißst. Wer tröstet mich, als du allein ꝰ Wer macht mein Herz von Sünden rein? Herr Jesu Christ, mein Trost und Licht! mein Trost und Licht! verwirf, verwirf du mich doch nicht. 2. Anbetend steh ich, Herr, vor dir. Bein Antlitz neige du zu mir, und sei mir Sünder gnädig. Wenn mein Vergehn um Rache schreit, so mache aus Barmherzigkeit mich aller Strafe ledig. Der du am Kreuz gelitten hast, du trugest ja auch meine Last, als du zum Heil der Sünder starbst, und ihnen Gottes Huld er⸗ warbst. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! erlöse mich durch deinen Tod. 3. Du, du bist meine Zuversicht; durch dich entflieh ich dem Gericht, dem schweren Lohn der Sünden. Durch dich kann ich dem Fluch entgehn, und 17⁰ Zweiter Theil.— Vom Glauben. mich mit Gott vereinigt sehn, und ewges Leben finden. Dein Tod ist der Verlornen Heil. Gib mir an seinem Segen Theil. Er sei auch mir Beru⸗ higung und meines Lebens Heiligung. Herr Jesu Christ! ich hoff auf dich, ich hoff auf dich in dieser Hoffnung stärke mich. 4. Mein ganzes Leben preise dich. Erlöst, mein Mittler, hast du mich, dein Eigenthum zu werden. Wenn ich dein bin, so fehlt mir nichts; nichts einst am Tage des Gerichts, nichts hier auf dieser Erden. Auf diefer Bahn zum Vaterland entzeuch mir niemals deine Hand. Zu deinem Dienste stärke mich, und laß mich siegen einst durch dich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! ein Leben sei mir einst der Tod. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu.— 292. uf dich allein, Herr Jesu 308. A Christ, soll mein Ver⸗ traun sich gründen, auf dich, der du mein Heiland bist, sonst ist kein Heil zu finden. Es ist kein Retter außer dir, kein Mensch, kein Engel, welcher mir aus meinen Nöthen helfen kann: dich ruf ich an, du bists, der helfen will und kann. 2. Erlöser! meine Schuld ist groß, sie reuet mich von Herzen. Erbarme dich und sprich mich los! durch deines Todes Schmerzen, weil du für mich genug gethan, nimmt Gott auch mich zu Gnaden an. So bin ich los der Sündenlast! mein Glaub umfaßt dich, der du sie getragen hast. 3. Hilf, daß ich meines Glaubens Kraft durch wahre Lieb erweise. Ja, mache du mich tugendhaft zu deines Namens Preise. Sei mir in meiner Derigkent n ein Helfer voll Barm⸗ ch, da tz und naht die letzte Stunde ch, dann zeige dich in deiner Gnad und rette mich. Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. 1 esus nimmt die Sünder 309. J an! sagt doch dieses Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Wegen wallen! hier ist, was sie retten kann: 90 nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir wefh. Dennoch hat in seinem Worte er 0 gnadenreich erklärt, und des ewgen i bens Pforte durch sein Blut selbst ah gethan. Jesus nimmt die Sünderg 3. Wenn ein Schaf verloren 0 suchet es ein treuer Hirte. Iesh, der uns nie vergißt, suchet mall das verirrte, zeiget ihm die rich Bahn. Jesus nimmt die Sünder an 4. Kommet alle, kommet her, lun. met, ihr betrübten Sünder! Ii rufet euch, und er macht aus E dern Gottes Kinder. Auf! und l uns zu ihm nahn! Jesus nimmtih Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier, u bekenne meine Sünden. Laß, muh Heiland, mich bei dir Gnade un Vergebung finden! daß dies Mu mich trösten kann: Jesus nimmt Sünder an! 6. Nun, so hab ich guten Mus Sind schon meiner Sünden diel, macht doch dein Versöhnungshlhn daß ich ihre Last nicht fühle, und zn. sichert sprechen kann: Jesus nimmi die Sünder an! 7. Nun verdammt mein Herz nh nicht. Will mich das Gesetz verlh. gen? Der mir einst das Urtheil sprih hat die Schulden abgetragen, mich nichts verdammen kann. Ilh nimmt die Sünder an! 8. Jesus nimmt die Sünder an Mich hat er auch angenommen, un den Himmel aufgethan, daß ich selihn ihm kommen, und auch sterbend rühmn kann: Jesus nimmt die Sünder aul Mel. Alle Menschen müssen sterben.—N esu! daß du meine Sul 310. J ssebs durch deinen hi⸗ tern Tod aus des Abgrunds essu Höhle, aus der allergrößten Noß, siegreich hast herausgerissen, läßstn mich Verzagten wissen; dieses yugl et dein Wort, uns zum Trost uo mmerfort. 2. Blindlings, als verirrte Schash eilten wir der Hölle zu; aber iusn à Wil mmt di Muh iel, ngsblah, und yu ninmg herz nih 3 verll ⸗ ilsyrh sen, di 1. Iih nder ah nen, selig d rühnn nder aul n.— ine Sal. einen hi⸗ 3 kefsi en Noh, läß'stu ses prids rost noh e Shaß ber usn Strafe, treuer Hirte, trugest du; und nun rufst du allen Sündern: kommt! laßt euch die Welt nicht hindern! Euch heilt niemand, als nur ich. Herr, hier bin ich, heile mich. 3. Ich bekenne meine Sünden. Ach! ich irre weit und breit. Es ist nichts bel mir zu finden, als nur Ungerech⸗ ligkeit. Beßrung hab ich oft ver⸗ sprochen, und wie bald mein Wort gebrochen. Kaum erschreckt mich die Gefahr, die mir oft so nahe war. 4. Ach! ich müßte ganz verzagen, da die Sünden, welch ein Heer! mich por Gott so laut verklagen, wenn Schuld und dein theures Blut nicht wär! 85 im Bund, den du beschworen, heißts: wer glaubt, gebt nicht Ewig lebt er; nun der Versöhnte nicht. 5. Herr, ich glaube. Rette, rette! denn mich schrecket dein Gericht. Du farbst, daß ich Friede hätte. Hör mein Schrein! verlaß mich nicht; ach, gib Trost, die Angst zu lindern. Furchtbar donnert zu den Sündern dort dein Fluch vom Richterstuhl, bis hinab zum Feuerpfuhl. 6. Herr, durch deine Todesschmer⸗ u heile meiner Seele Schmerz. Du, Kündiger der Herzen, kennst ja mein zerbrochnes Herz. Dies mein Herz, von Angst bedränget, doch auch durch dein Blut besprenget, übergeb ich, Jesu, dir. Nimm es gnädig ½ hon mir. 7. Mach es selber rein. Ich fühle, daß nichts Gutes in mir wohnt. Gutes setz ich mir zum Ziele, Böses bin ich stets gewohnt. ich mein Fleisch nicht zwingen; das Gute zu volbringen, hindert mich der Sünde Joch. Was ich nicht will, thu ich doch. 8. Brich des Fleisches starren Wil⸗ len, wenn es kühn den Aufruhr wagt. Zweiter Theil.— Vom Glauben. verloren. ich sein Sieger sei. ins Gericht kommt Nun kann und Jammer fort. 17¹ der Drangsal mir erwecken. Welch ein hart und banger Streit! Herr, laß da mich nicht erliegen. Hilf mir siegen! hilf mir siegen! wenn mein Fleisch mich selbst verklagt, hilf mir, daß es nicht verzagt. 10. Hilf durch deine blutgen Wun⸗ den; denn durch diese werd ich heil. Durch die Qual, die du empfunden, ist nun Seligkeit mein Theil. Deine Schmach und Dornenkrone stärke mich in Schmach und Hohne, und dein Blutschweiß, Schmerz und Tod tröste mich in jeder Noth. 11. Wie du mit dem Tod gerungen, steh im letzten Kampf mir bei. Du hast ja den Tod bezwungen, daß au Dir, Herr! wi ich fest vertrauen. Ich soll dort dein Antlitz schauen. Muthig kämpf ich. Auf den Streit folgt, das weiß ich, Seligkeit. Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. esu! sieh mich an in 311. J Gnaden! sieh mein Elend, meine Noth; laß dichs jam⸗ mern, hilf dem Schaden! ach! er bringt mir sonst den Tod. Solltest du Erlöser heißen, und mich nicht dem Tod entreißen? Wie dein Nam, ist auch dein Ruhm! das erfährt dein Eigenthum. 2. Gottes ewiges Erbarmen, das in dir sich zu uns lenkt, hat dich ein⸗ gen Sohn den Armen und auch mir zum Trost geschenkt. Ach, wie hoch bedarf ich deiner! Jesu! so gedenk auch meiner; denk an mich, sprich nur ein Wort, o so weicht mein 3. Alle Worte deiner Lippen, alle Thaten deiner Hand, ja dein Leben von der Krippen, bis man dich am Oelberg band; dein für uns geschmeck⸗ tes Leiden, dein am Kreuz so schmerz⸗ Auch an mir wirst du erfüllen, was lichs Scheiden ist, so hat es Gott du allen zugesagt. in uns leben, Kraft zu jeder Tugend geben, daß nun, von der Sünde frei ganz das Herz dir eigen sei. Du willst selber versehn, zu der Sünder Heil geschehn. 4. Wenn die Hände sich nur reg⸗ ten, war die Hülfe schon bereit, wenn die Lippen sich bewegten, schallte lau⸗ 9. Oft wird auch der Hölle Schrek⸗ ter Seligleit; ach, sie hießen zu dir ken neue Furcht und Bangigkeit in lommen nicht die Heilgen, Starken, 172 Zweiter Theil.— Vom Glauben. Frommen; nur den Sündern riefen sie, die voll Arbeit, Angst und Müh. 5. Jesus, sollt ichs denn nicht wagen? sollt ich denn zu dir nicht fliehn? Sollt ich darum ganz ver⸗ zagen, weil ich so verdorben bin? Nie verstießest du den Armen; meiner wirst du dich erbarmen: weil doch deine Gnad und Huld größer ist als meine Schuld. 6. Wo die Sünde mit Beschwerden also mächtig worden ist, da laß mir auch kundbar werden, wozu du ge⸗ schenket bist! Reiß mich los aus Sa⸗ tans Stricken; brich der Hölle Band in Stücken! nimm mein ganzes Herz und Sinn, Leib und Seel und alles hin! 7. Mach mich dir auf ewig eigen; führ mich, wie es dir beliebt! lehr mich meiden, leiden, schweigen, folgen, wie dein Rath mich übt! Ach! so still mein ängstlich Quälen, daß ich mit erfreuter Seelen dich hier preise in der Zeit und dort in der Ewigkeit. Mel. D Gott du frommer Gott.— 8. 312 ag doch der Spötter * Heer des Namens Jesu spotten. Dich, Heiland, bet ich an; du kommst, sie auszurotten. Dein Kreuz ist Thorheit nur dem, der verloren geht; uns, die der Glaube stärkt, ists Heil und Majestät. 2. Nur du, des Höchsten Sohn, konntst uns mit Gott versöhnen, und uns mit neuem Recht zum ewgen Glück belehnen. O! beides ist gleich groß, der Welt ein Schöpfer sein, und eine Welt die fiel, von ihrem Fall befrein! 3. Wer kann die Majestät der Lieb und Großmuth fassen? als Sohn des Ewigen der Himmel Thron verlassen, sich selbst erniebrigen, einher in De⸗ muth gehn, der Wahrheit Herold sein, und sich verspottet sehn. 4. Die Wunder Gottes thun, und, an das Kreuz geschlagen, mit himm⸗ lischer Geduld der Menschen Schulden tragen, um der zu sein, der uns ein ewges Heil erwirbt; des Herz ist mubt. groß, der selbst für Feinde irbt. 5. Dies müsse mein Vertraun dir, o Herr, erwecken. Zu schwat der Gottheit Rath vom Menschen entdecken, bet ich der Liebe Mass die ich nicht fassen kann, mit frͤhn Zuversicht, doch auch in Demuth ay 6. Herr, deine Ewigkeit wird mehr Licht gewähren, und deine guß Lieb im Schauen mir erklären. I. endlich ist mein Heil! o Glaube, u erfreut! gelobet sei der Herr, gelh in Ewigkeit. Mel. O Gott du frommer Gott.—6. 8 err, allerhöchster Goh. 313. H bei dem wir aut G• ben, und was uns nützlich ist, alih zu suchen haben; o, sieh erbarmeh mich in meiner Schwachheit an, u ich, so wie ich will, dir nicht un trauen kann. 2. Ich glaube zwar an dich, dug nur mit schwachem Glauben. Oft ul die Zweifelsucht mir alle Hoffnu rauben. Wer macht das Herz gensh als du, o Herr, allein? Laß dein Hülfe doch von mir nicht ferne sehn 3. O, reiche du mir selbst aus Gnahn deine Hände; hilf meiner Schwachhil auf, daß sich mein Kummer ende Ist schon, dem Senfkorn gleich, men Glaube noch sehr klein, so laß ihn dah bei mir im steten Wachsthum sein, 4. Gib, daß die Zuversicht in m nem Geist sich mehre, daß du men Vater seist, und ich dir angehöre, dis alle meine Schuld von dir vergeben sei; damit mein Herz sich dein, al seines Gottes, freu. 5. Mach diese Zuversicht in mi o Gott! so kräftig, daß ich mell Lebenlang in deinem Dienst geschäflih und stets beflissen sei, zu thun, wah dir gefällt; so hab ich, Gott, in. den Himmel auf der Welt. 6. Mein Heiland, der du einst sit deine Jünger batest, und, wenn se wanketen, beim Vater sie verwatet; o unterstütz auch jetzt mein sehnlihs Gebet, und schenke Glaubenskaft dem, der dich darum fleht. 7. In deiner Mittlershand ist Hel und aller Segen. Herr, üir vergeben ein, al in ni ich meh eschä un, wa t, in t einst sit wenn se ertrates; hnlihs benskraft d ist hel interstützt. Zweiter Theil.— allen meinen Wegen, daß 1c des Glaudens Ziel, der Seelen Seligkeit erlange, und dich preis' in alle Ewigkeit. ö Mel. Machs miit mir, Gott, nach.— 26. Wen Gott, dein Wort 314. nicht hält und spricht: ich kenne Gott, der lüget! in solchem ist die Wahrheit nicht, die durch den Glauben sieget. Wer aber dein Wort glaubt und hält, der ist von dir, nicht er Welt. 123 Der Glaube, den dein Wort etzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher mein Erkenntniß sieigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub erleuchtet nicht allein, er stärkt das Herz und macht es rein. 3. Durch Jesum rein von Misse⸗ that, sind wir, Gott, deine Kinder. Wer solche Hoffnung zu dir hat, der flieht den Rath der Sünder folgt 11 Beispiel, als ein Christ, und ninigt sich, wie er rein ist. I. Denn ich bin dir, Gott, ange⸗ nehm, wenn ich Gehorsam übe. Wer deinen Willen thut, in dem ist wahr⸗ lich deine Liebe. Ein täglich thätig Christenthum, das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in dir, und du in übm, der in der Liebe bleibet. Die Aieb ist's, die die Seraphim, dir, Herr, zu folgen treibet. Du bist, die Hieb! an deinem Heil hat ohne Liebe niemand Theil. Mel. Dennoch bleib ich stets an dir.— 156. Vom Glauben. 173 matte Herz nun bricht, laß ich mei⸗ nen Jesum nicht. ö 4. Dort auch laß ich Jesum nie, hange stets an seinen Blicken; denn nach dieses Lebens Müh leuchtet dort, mich zu erquicken, ewig mir sein An⸗ gesicht. Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Weder Welt noch Himmel ists, was mein sehnlich Herz begehret. Du allein, mein Jesu, bists! denn für mich mit Fluch beschweret, wandtest du Zorn und Gericht. Dich, mein Jesu laß ich nicht. I 6. Dich, mein Jesu, halt ich fest, lasse nichts von dir mich scheiden. Weh euch, die ihr sein vergeßt! ihr beraubt euch ewger Freuden! selig aber, der da spricht: meinen Jesum laß ich nicht. Mel. Herr hör, ach höre mein. —.——— 316. ü ict mon vi +. Welt nur — Freundschaft in der — .. E ..— —. *E——————— unter solchen die sich gleichen: 2.. Sæi˖ weiß ich doch, daß sich Gott SSEPEIEETT E=—...—.—.— gesellt zu denen, die ihn nicht D— erreichen. — — 2 E +.—. I Gelt schon alles, 4..—.— — und ich nichts zich Schatten/ er — einen Jesum laß ich 315. M nicht, a er sich für mich gegeben, sollt ich nicht aus Dank und Pflicht an ihm hangen, E in ihm leben? Er ist meines Lebens Licht. Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesus bleibt mein Theil und Ruhm bis an meines Lebens Ende. mich hin in seine Hände. Er ist meine Zuversicht. Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Wenn mein Auge schon ver⸗ licht, Wang und Lippen sich ent⸗ färben, mich kein Labsal mehr erfrischt, alle Sinnen mir ersterben, und das ESn Ihm geb ich zum Eigenthum ganz E 2 +— —.—.— die Quell des Lichts; er no —— —— so stark, ich noch so blöde: er 2.— * — Æ —.5.—.— noch so rein, —E.—— ich noch so schnöde; 2— 22 + * er noch so groß, ich noch so AR Tlein: ist er doch mein, und — ich bin sein. F. E 17⁴ Zweiter Theil.— Vom Glauben. 2. Mein gütiger Immanuel, mein Mittler wußte Rath zu finden, mit meiner ihm entrißnen Seel sich den⸗ noch wieder zu verbinden. Mein treu⸗ ster Freund, mein Jonathan, sieht meinen großen Jammer an. Er kommt, daß er mein Bruder werde, herab vom Himmel auf die Erde; mit mir ein Leib, ein Fleisch, ein Bein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 3. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, gewährt mir alles mit dem Sohne, nicht nur sein Kreuz, nicht nur sein Grab, auch seine Herrlichkeit und Krone. Was er geredet und gedacht; was er gebetet und gewacht; was er gehorchet und gelitten; was er empfangen und erstritten; auch selbst sein Fleisch und Blut ist mein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 4. Wie sich sein Aug an mir ver⸗ gnügt, so bin auch ich in ihm zufrie⸗ den. Welch Band, das uns zusam⸗ menfügt! von ihm auf ewig unge⸗ schieden, hat nun die Seele, wo sie ruht. Auch darf sie um dies höchste Gut nicht eifern, hadern, hassen, neiden; er nährt uns allesammt mit Freuden. Die Welt nur kann der Neid entzwein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 5. Er, er ists, den ich mir erwählt! nur er ist meiner Seele Leben. Da er mich zu den Seinen zählt, so soll auch ich nach ihm nur streben. Ist ers nicht, der mich herzlich liebt? Ist ers nicht, der sich ganz mir gibt? Was kann ich mehr von ihm begehren? Was kann er Bessers mir gewähren? Nun blendet ferner mich kein Schein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 6. Ohn ihn ist mir das Leben Last, ohn ihn der Himmel selbst kein Him⸗ mel. Durch ihn find ich in Arbeit Rast, und Ruhe mitten im Getüm⸗ mel. So viel Geräusch auch um mich sei, ohn ihn ists öde Wüstenei. Doch bin ich, wenn mich alle fliehen, wenn sich auch Brüder mit entziehen, zwar einsam, aber nicht all ein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 7. Auch wenn man, was ich haß nimmt, was ich bedarf, mir nih f gewähret; wenn alles, wider m— ergrimmt, mich drückt, verfolgt, h. raubt, entehret, gleich jenen Mint rern mich quält, zerfleischt, zersin, melt und entseelt. Die Welt mn d alles! meinen Glauben kann ihre Wi mir doch nicht rauben. So bleih ja das Beste mein. Mein Freund mein und ich bin sein. 8. Sein ist mein Leib, sein ist niz Geist, die er erschuf und auch erlhs, hier beide schützet, pfleget, speist, A er dort beide ewig tröste. Gesundh Stärke, Munterkeit, Witz, Scharssi Muth, Entschlossenheit; selbst daßi was ich von ihm habe, erkenn mn weiß, ist seine Gabe. Vom Undun hält er selbst mich rein. Mein Frru ist mein und ich bin sein. 9. Sein ist mein Bürgerrecht un Ruhm. Er kam, von Sünden m zu retten. Ich hatte für mein Eihnn thum sonst, leider! nichts, als Schin und Ketten. Doch hat er alle min Last in seinem Kreuz auf sich gefoß, Er gab mir Freiheit für die Banh er selbst trug meines Frevels Schan und seiner Unschuld Ruhm ward mah Mein Freund ist mein und ich bin sth 10. Nun zürn und stürme Feind! er soll mir doch nicht M erwecken. Und ist der Richter sh mein Freund; wie kann das W Sawmn mich schrecken? Ob Erd u immel bricht und kracht; ob d und Seele gleich verschmacht'tz meine Glieder gleich verwesen: dul ihn bin ich vom Tod genesen. M sollt ich Tod und Grab noch scheun Mein Freund ist mein und ich bin seh Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 317 Ein ist Noth! ach hin 17 dies Eine lehre mihn Seele doch! Auch beim schimmernsth sten Scheine ist sonst alles nur Joch, unter dem das Herz sich 17 und doch keine Ruh erjaget. M aber wird ersetzt, wenn dies eih mich ergötzt. ö 2. Seele, willst du dieses finden: suchs bei keiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten; schwing dich über die Natur, wo der Gottheit Füll Minl. erscheinet, mit der Menschbeit fest rme ja icht N hier shh das Wil Erd u ö rt Il ucht'tz. sen: dl 9 00 eul h bin sch ben.— N ach Han, hre micht nmertesh 3 nur ch. Hag 1. 910 dies G Ist, was von deinen Lippen fließt. deinen Willen fügt, daß die Demuth kenn ich dich, mein Jesu, nur. vereinet. Da, da ist das beste Theil, da dein Alles, da dein Heil. ö 3. So wollt einst Maria wissen‚ was dies Einzige verhieß, als sie sich ö uJesu Füßen lehrbegierig niederließ. ch, wie breunt ihr Herz, die Lehren aus der Weisheit Mund zu hören! sie vergißt die Welt und sich, sieht und hört nur, Jesu, dich. I. So steht, Jesu, mein Verlangen anz und einzig nur nach dir. Ach, 0 dürst an dir zu hangen! neige du dein Herz zu mir! Wenn auch giele träg verweilen, brenn ich doch, dir nachzueilen. Jesu, Geist und Leben 5. Ja, mich reizt der Weisheit Fülle, die in dir verborgen liegt. Hilf mir nur, daß sich mein Wille ganz in nich regieret, und zur rechten Weis⸗ heit fübret. Mir entdeckt sich ihre Spur, 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilig köstlich Blut. Mir auch hast du, Herr, erworben, als du an dem Kreuz gestorben, meinen Schmuck, das reine Kleid gültiger Gerechtigkeit. 7. Nun so gib, daß meine Seele, herr, zu deinem Bild erwacht. Mir bist du, den ich erwähle, auch zur heiligung gemacht. Was nur dient zum wahren Leben, das ist mir in dir gegeben. Ach! entreiß mich ganz der Welt, daß ich thu, was dir gefällt. 8. Herr, was soll ich mehr verlan⸗ en, da in dir mein Herz nur ruht? ubist einmal eingegangen in das heilge durch dein Blut; hast mich meiner Band entbunden, ewige Erlö⸗ sung funden, daß ich mich Gott freudig nahn, kindlich Abba rufen kann. 9. Volle Gnüge, Fried und Freude its, was meine Seel ergetzt. Hirt, auf wie so gute Weide hast du mich, Zweiter Theil.— Vom Glauben. 17⁵ dein Schaf, versetzt. Jesu! soll ich dich nur haben, was kann mich wobl Süßers laben? Wo ist, was mich mehr erquickt, als wenn dich mein Glaub erblickt? 10. Drum sollst du mir nur das Eine, du nur sollst mein Alles sein. Prüf und forsche, wie ichs meine, und tilg allen Heuchelschein. Wenn die Welt bald lockt, bald höhnet, sich das Fleisch nach Eitlem sehnet, auch die Hölle stürmt und droht, wähl ich dich; denn Eins ist Noth. Mel. Wie schön leuchtet der.— 35. ie herrlich strahlt der 318. Wé Morgenstern! o welch ein Glanz geht auf im Herrn, wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht! Stern Jacobs! sieh nach deinem Licht mein Auge sehnlich schmachten. Jesu! Jesul schön und prächtig, groß und mächtig, reich an Gaben, über alles hoch er⸗ haben! 2. Du, hier mein Leben, dort mein Lohn! Sohn Gottes und des Men- schen Sohn! des Himmels großer König! aus vollem Herzen preis ich dich! hab ich nur dich, so rühret mich, was alle Welt reizt, wenig. Komm doch, komm doch! wahrlich keiner tröstet deiner, Brot des Lebens! wenn ihn hungert, sich vergebens. 3. In dir nur kann ich selig sein. Geuß tief, tief in mein Herz dinein, die Flamme deiner Liebe! daß in mir nichts als Inbrunst sei, kein Welt⸗ sinn deine Leiden scheu, kein Undank dich betrübe. Nach dir, nach dir, den ich fasse, nun nicht lasse, ewig wähle, dürstet meine ganze Seele. 4. Von Gott strahlt mir ein Freu⸗ denlicht, so oft dein lieblich Angesicht sich neigt, mich anzublicken. Mein Jesu, du mein höchstes Gut! dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut, kann Seelen recht erquicken. Speis mich, tränk mich, Seligmacher! daß ich Schwacher, daß ich Erde Him⸗ melsfreuden inne werde. 5. Und wie, Gott Vater, preis ich dich? Gott, ewig, ewig hast du 176 Zweiter Theil.— Vom Glauben. mich in deinem Sohne geliebet. Dein Sohn hat mich ihm fest vereint. Er selbst, mein König, ist mein Freund. Trotz dem nun, was betrübet! Seele! Seele! ihn, den Sieger stolzer Krie⸗ ger, wähl zum Freunde! und dann fürchte keine Feinde. 6. Ihm, welcher Höll und Tod bezwang, ihm, ihm müß unser Lob⸗ gesang mit jedem Tag erschallen; dem Lamme, das erwürget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefallen. Tönet! tönet! Jubel⸗ lieder, schallet wieder, daß die Erde ganz voll seines Lobes werde. 7. Wie freu' ich mich, o Jesu Christ, daß du der Erst' und Letzte bist, der Anfang und das Ende. Du schließest selig meinen Lauf, du weckst mich auch von Todten auf. Des klopf ich in die Hände. Amen! Amen! ja wir müssen, denn wir wissen, wem wir trauen, noch dereinst dein Antlitz schauen. ö Mel. Jesu, meine Freude.— 89. esu, meine Freude, bester 319. J Trost im Leide! bestes Gut im Glück! du hast meine Liebe, du füllst meine Triebe, an dir hängt mein Blick. Hab ich dich, wie reich bin ich! doch beglückt kann ich auf Erden ohne dich nicht werden. 2. Unter deinem Schirme können keine Stürme mir erschrecklich sein. Laßt auch Felsen splittern! Laßt den Erdkreis zittern, und den Einsturz dräun! was ist's mehr? Rings um mich her mag es donnern, krachen, blitzen! Jesus will mich schützen. 3. Donnert auch im Grimme des Gesetzes Stimme; Jesus stillet sie. Mag der Tod sich nahen, mich das Grab umfahen, Jesus läßt mich nie. Mich schreckt nicht das Weltgericht. Freudig, daß ich Jesum sehe, blick ich auf zur Höhe. 4. Wer ists, der den Glauben mei⸗ nem Perpen rauben, ihn erschüttern kann? Bei der Hölle Toben stimm ich, Gott zu loben, Freudenlieder an. Jesu Macht hält mich in Acht, die kann selbst der Hölle Wüthen gu in Eil gebieten. n K 5. Lockt nur, Gold und Scih Ehre, sei der Götze der betrognen Bu Mich sollt ihr nicht blenden, nichty dem mich wenden, der mich trenz hält. Elend, Noth, Kreuz, Schmn und Tod soll mich, ob ich viel m leiden, nicht von Jesu scheiden. 6. Weich, des Eiteln Liebel vus 4 des Fleisches Triebe! Thoren tänsh 5 ihr. Mich sollt ihr, ihr Sündey y mehr willig finden. Fliehet weiln mir! Ueppigkeit, Stolz, Schmähsih Neid! ihr beschweret das Genst Euch will ich nicht wissen. 7. Weichet, Sorg und Zahn schweiget, bange Klagen! Jesh ja mein! jeden, der ihn liebet, un was erst betrübet, noch zuletzt eifnn Hab' ich hier viel Angst und MV Jesu, auch im bängsten Leide hlas du meine Freude. Mel. des 25. Psalms. ... 320. öchst erwuͤnfsh +—.. — E. 2 Seelenleben, ach wie unbekamm TT— du, wo man sich nicht will befme 2—— + nach der ewgen Himmelsruh. I rtr.·w·˖i: dwie eitel ist der Wahn, der — 2 + 2 E —— eer klebt der Erden an, sich h — 2.— 2 +—— —. E 2—.—— Rauch und Schatten wendet. 2. Ach, wie oft bin ich gerahh in dieselbe Blindheitsnachti wenni über Herz und Thaten nicht 6 fih hab gewacht. Wie hat die sh rung mich meine Thorheit oft gelhhl wenn mit eiteln Sorgen sich mest h. trognes Herz verzehret. Fleisches Sinn verblender, un ö 3. nomm dochel fand Gefan mir di Heiligt dir beke men H halte d lorne herflu 2 mich: Aben mir, wohl, au 115 9. nicht Zweiter Theil.— Vom Glauben. 17⁷ g. Zwar der Schluß ward oft ge⸗Idrum ist mein Herz auf dich gericht't. nommen; ich riß mich im Gelste los; Du kannst mir alles geben. Im Tode Aih doch wenn es zur That sollt kommen, kannst du bei mir stehn; in Noth als Ffand ich mich von Krüften bloß; ich Herzog vor mir gehn: Hilf, Jesu, ö Gefangner, Armer, ich! wer zerschlägt nit diese Retten! Jesu, Held! erbarme „Mächtiger! du kannst mich retten. 12 Jesu! Stärke der Verzagten! der du gibst den Matten Ruh; wahre Zuflucht der Geplagten! rühr mein (Herz, und brings dazu, daß die ganze Kreatur nichts in meinen Augen sheine, und ich darauf denke nur, wie ich ewig sei der Deine. 5. Ach, vertilge das Verlangen, das noch etwas Irdsches will. Nimm den bosen Sinn gefangen, der nicht hält Ein allem still. Gib, daß ich in dieser Welt nichts der Sorge werth mag achten, weil du mich darein gestellt, um nach besserm Gut zu trachten. 6. Gib mir Augen, um zu sehen delnes Reiches Gnadenschein. Gib mir Kräfte, um zu gehen bis ins heiligthum hinein. Mache mich mit dir bekannt, laß in deinen Liebesflam⸗ dem Zerknirschten! 4. Bist du der Hirt, der Schwache trägt: auf dich will ich mich legen. Bist du der Arzt, der Kranke pflegt: erguicke mich mit Segen! ich bin ge⸗ fährlich krank und schwach, heil und verbind, hör an die Klag: Hilf, Jesu, dem Zerschlagnen! 5. Ich thue nicht, Herr, was ich soll: wie kann ich doch bestehen? Dies ängstigt mich; das weißt du wohl. Ach, wann wirds doch geschehen, daß ich Elender endlich, frei vom Leib des Todes, bei dir sei! ich danke Gott durch Christum. Mel. Auf meinen lieben Gott.— 78. 365 o flieh ich Sünder 322. Wĩ hin, der ich so straf⸗ bar bin? Wo kann ich Rettung fin⸗ den? Mich schrecken schwere Sün⸗ — ů den; mit Angst bin ich umfangen nen Herz und Seele sein entbrannt, ö—48—„ wünschs halte dich und mich zusammen. wo soll ich Trost erlangen? —— ekannt 0 besstthe rüh. I ft gelehtl nih 0 7. Weicht, ihr eitelen Gedanken, ürt nicht ferner meine Ruh. Ich will in den Lebensschranken eilen mei⸗ nem Jesu zu. Jesu will ich geben Ebr, in ihn will ich mich versenken, und forthin mich um nichis mehr, als um seine Liebe kränken. Nel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 119. ö[ ich hin? 321. Wé nifee wir“ Wier führet mich zum Leben? Zu niemand, Herr, als nur zu dir, will ich mich ftei begeben. lorne sucht; du segnest das, so war Du bists, der das Ver⸗ herflucht: hilf, Jesu, dem Elenden! 2. Herr, meine Sünden ängsten mich: der Todesleib mich plaget. O Lebens⸗Gott erbarme dich! vergib mir, was mich naget! du weißt es wohl, was mir gebricht: ich weiß es Vauch, doch völlig nicht. Hilf, Jesu, dem Betrübten! 9. Du sprichst zu mir: verzage nicht! du rufst: ich bin das Leben! 2. O Jesu voller Gnad! auf dein Gebot und Rath kommt mein betrübt Gemüthe zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewissen ein Gnaden⸗ tröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr in mir stecken, und mich so heftig schrecken, in deine tiefe Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut mach meine Schulden gut: wasch mich da⸗ mit von Sünden, und laß mich Ret⸗ tung finden; ins Meer sie tief versenke, und ihrer nicht gedenke. 5. Du bist es, der mich tröst't, denn du hast mich erlöst: was ich gesündigt habe, verscharrtest du im Grabe, da wird es bleiben müssen! du heilest mein Gewissen. 6. Zwar meine Schuld ist groß, doch werd ich ihrer los, wenn ich dein Blut auffasse, und nun die Sünde basse. Wer so sich zu dir wendet, sieht bald sein Leid geendet. 12 17 7. Sehr vieles fehlet mir, doch sind ich es bei dir. Dein Blut ver⸗ söhnt mich Sünder; es stärket mich nicht minder, daß ich Tod, Teufel, Sünde, und alles überwinde. 8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen wär, darf ich doch nicht verzagen, mit dir kann ich es schlagen, Zweiter Theil.— Von der Heiligung, 9. Darum allein auf dich, gn Christ, verlaß ich mich. Jetzt kami nicht berderben; dein Reich nuß ererben; denn du hast mirs erworlz . da du für mich gestorben. s 10. Ach, bringe meinen Sinn dun 1 deinen Geist dahin, daß ich mag bomm meiden, was dich und mich kann sh in de dein Blut darf ich nur zeigen, so muß den; daß ich an deinem Leibe! ihr Trotz bald schweigen. Ehehmaß zwig Ebr. ů 1—1 hervei 3.6 * Mund 24⁴) Von der Heiligung, oder dem christlihn Deun Wandel uͤberhaupt. um, Die heiligen zehn Gebote. 9. Bergreif dich nicht an snmn dr 32 92——— 46 Gute; erwuchre nicht der Mn der T. Schweiß; und lebe mit vergnügt 15 0 rheb dein Herz, thu 323. E auf die Ohren, du Volk, das du verstocket bist, und Gott sich doch zum Volk erkoren! vernimm, was Gottes Wille ist: 2. Ich bin der Herr, dein Gott und Retter; aus jenem Diensthaus führt ich dich. Verehre keine fremden Götter; du hast ja keinen Gott, als mich. 3. Du sollst den Dienst der Bilder fliehen; mach keins, es sei, wovon es woll, Därn Gott, ihm binzuknien: denn ich, dein Gott, bin Eifers voll. 4. Den Namen Gottes zu entehren, scheu, liebst du deine Seligkeit; wagst du es, falsch und leicht zu schwören, so ist die Strafe schon bereit. 5. Sechs Tage widme den Geschäf⸗ ten, der siebente gehört dem Herrn; dien ihm daran aus allen Kräften, dem großen Gott, und dien ihm gern. 6. Erweis den Eltern bis zur Bahre Gehorsam, Ehre, Lieb und Treu, daß Gott dir lange Lebensjahre, und hier und dorten Heil verleih. 7. Enthalte dich von eigner Rache, und schone deines Nächsten Blut. Befiehl dem Höchsten deine Sache, wenn dir schon jemand Unrecht thut. 8. Entweih die Eh nicht und ver⸗ bleibe von Ueppigkeit und Unzucht frei, daß deine Seele sammt dem Leibe ein reiner Tempel Gottes sei. Muthe von deiner eignen Hände dah 10. Ertheile nach Gewissendh 5. dein Zeugniß, wo es nöthig ist, d. schäm und fleuch die Ehrendiebe, n rede nicht mit arger List. 11. Verdamm, als Sünden, dieg gierden nach jemands Weibhe, H. und Haus, und wenn sie in dir nn würden, so tilge sie bei Zeiten ai 12. Zehn Worte sind dir vah schrieben, doch eins faßt alles um stch: Gott sollst du über alles lihhe und deinen Nächsten, so wie dich 13. Mein Mittler! ich erscht heftig; da Gott mit mir im Donn spricht: durch deinen Geist wirk mich kräftig; vertritt du selbst im Gericht. Gebet über die zehn Gebah Mel. des 116. Psalms. EEEE 324. Me en BuN PIPI.IIIIII I. dich ehr, und stets Wedild dir au erf oder dem ehristlichen Wandel überhaupt. 2 D— IIII..— fahren laß, als dich. 2. Gib, daß ich, o du höchstvoll⸗ kommner Geist, auch dir im Geist und in der Wahrheit diene, und keinen Dienst zu leisten mich erkühne, wor⸗ auf mich nicht dein heilges Wort eist. 1151 08 nenne deinen Namen nie mein Mund vergeblich; falsches und un⸗ nützes Schwören sei von mir fern, voll Demuth dich zu ehren, so gut ich Hann, erheischt von mir dein Bund. jemach Mun rgnügth nde dih I. Die ganze Zeit ist dein, voraus der Tag 90n dir bestimmt, in Ruhe dich zu loben. Laß mich so leben hier, daß ich dort oben in süß er Ruh dich ewig loben mag. 5. Der Unterschied des Standes ist bon dir: die Menschen soll er manche Lugend lehren; laß mich in meinem Stand die Obern ehren, und segne mich, o Höchster, dort und hier. 6. Liebreicher Gott, laß mich recht lebreich sein, ein Menschenfreund, ein Helfer und Erbarmer, des Feindes Freund, wie könnte sonst ich Armer, der dich erzürnt, mich deiner Huld erfrenn? 7. Laß mich, mein Gott! der Zucht urgeben sein; treu deinem Ruf, der Wollust falsche Freud en sammt ihrem Reiz mit aller Sorgfalt meiden, und meinen Leib zu deinem Tempel weihn. 8. Vor ungerechtem Gut behüte mich, daß ohne Geiz ich meinen Wandel führe; auch jedem geb und laß, was ihm gebühre, mein Werk verricht hergnügt und emsiglich. 9. O treuer Gott! regiere Herz Is und Mund, daß ich, wie du, Betrug und Lügen hasse, und jedermann in sinen Würden lasse, der Wahrheit sels getreu von Herzensgrund. 10. Verleih, daß ich auch die ge⸗ nugste Lust, die dir entgegen ist, von Hetzen meide; was dir gefällt, das sti auch meine Freude, mit Lust zu dir erfüge meine Brust. 179 Von der Beschaffenheit der wahren Heiligung. Mel. von Nr. 79. 5* ott! wie rein ist deine 325. Lehre; wenn ich höre, wie wir vor dir sollen sein; ol so dringen die Befehle in die Seele, wie ein scharfes Schwert hinein. 2. Was ist an den äußern Werken mehr zu merken, als der wahren Tugend Schein? Doch, o Höchster! deinen Willen zu erfüllen, muß das Herz geschäftig sein. ö 3. Ich soll selbst sein innres Dich⸗ ten also richten, wie es dein Gesetz befiehlt. Deine hellen Augen finden da schon Sünden, wo das Herz in Lüsten spielt. 4. Böses soll ich nicht nur lassen, sondern hassen, ich soll, Herr, auf dein Geheiß, allem Guten nachzuleben, mich bestreben, unverrückt, mit Lust und Fleiß. 5. Können wir denn deinen Willen ganz erfüllen? Sünde schleicht sich doch mit ein, wenn wir noch so eifrig wollen, wie wir sollen, dir, o Goti, gehorsam sein? 6. Dein Gesetz ist, unsre Flecken zu entdecken, uns zum Spiegel vor⸗ gestellt. Ach, ich sehe sie, Und eile, ohne Weile, zu dir, Jesu, Heil der Welt! 7. Doch soll der versöhnte Sünder nun nicht minder auch den Weg der Sünde fliehn, und im Wege des Gebotes seines Gottes sich mit allem Ernst bemühn. 8. Dazu wollest du mich Schwachen tüchtig machen; gib mir deinen guten Geist; alsdann will ich klüglich han⸗ deln, und so wandeln, wie dein Wort mich wandeln heißt. 326. . ůRD— enn zur Vollfüh⸗ I— .— 2— 2— rung deiner Pflicht dich Gottes .IIPII IIIEEIEIE Liebe nicht beseelet: so rühme dich 12* 18⁰ Zweiter Theil.— Von der Heiligung, ..... ——— dir alles fehlet, wenn Bortheil, —.—..—.—..— Wollust, Eigensinn und Stolz dir I+...————— nur das Gute rathen! so thue ———.—.—.—— noch so gute Thaten, du hast vor —.—.— Gott den Lohn dahin. 2. Sei durch die Gaben der Na⸗ tur das Wunder und das Glück der Erden! Beglückest du die Menschen nur, um vor der Welt geehrt zu wer⸗ den, erfüllt die Liebe nicht dein Herz; so bist du bei den größten Gaben, bei dem Verstand, den Engel haben, vor Gott doch nur ein tönend Erz. 3. Bau Häuser auf und brich dein Brot, das Volk der Armen zu ver⸗ pflegen; entreiß die Witwen ihrer Noth, und sei der Waisen Schutz und Segen! gib alle deine Habe hin! noch hast du nichts für Gott gegeben. Wenn Lieb und Pflicht dich nicht be— leben; so ist dir alles kein Gewinn. 4. Thu Thaten, die der Heldenmuth noch niemals hat verrichten können; vergieß fürs Vaterland dein Blut, laß deinen Leib für andre brennen! beseelet dich nicht Lieb und Pflicht, bist du die Absicht deiner Thaten; so schütz und rette ganze Staaten; Gott achtet deiner Werke nicht. 5. Läg ihm an unsern Werken nur: so könnt er uns, sie zu vollbringen, sehr leicht durch Fessel der Natur, durch Kräfte seiner Allmacht zwingen. Vor ihm, der alles schafft und gibt, gilt Weisheit nichts, nicht Macht und Stärke. Er will die Absicht deiner Werke, ein Herz, das ihn verehrt und liebt. 6. Ein Herz, von Eigenliebe fern, fern von des Stolzes eitlem Triebe, geheiligt durch die Furcht des Herrn, erneut durch Glauben zu der Liebe: das ists, was Gott von uns verlang Und wenn wir nicht dies Herz besttzen wird ein Leben uns nichts nützen, de mit den größten Thaten prangt. 7. Drum täusche dich nicht dun den Schein, nicht durch der Tugen bloßen Namen. Sieh nicht auf dein Werk allein; sieh auf die Quell, ath der sie kamen. Prüf dich vor Gohh Angesicht, ob seine Liebe dich besealh Ein Herz, dem nicht der Glaube fsh let, dem fehlet auch die Liebe nish 8. Wohnt Liebe gegen Goit in di so wird sie dich züm Guten stänken Du wirst die Gegenwart von ihr u Liebe zu dem Nächsten merken. Liebe, die dich schmücken soll, gütig, ohne List und Tücke; beneh nicht des Nächsten Glücke; sie bih sich nicht; ist langmuthsvoll. 9. Sie deckt des Nächsten Fahh. zu, und freut sich niemals seines Jallz Sie suchet nicht bloß ihre Ruh: sl. hofft, und glaubt und duldet alls Sie ists, die dir den Muth verleshh des Höchsten Wort gern zu erfüllh macht seinen Sinn zu deinem Willh und folgt dir in die Ewigkeit. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele.— 327 K Herre laßt euch du * Herren lehren! komit und lernet allzumal, welche die sihh die gehören zu der rechten Chrishn⸗ zahl; die im Glauben fest bestehh freudig Gottes Wege gehn, und du Heiland frei bekennen, dürfen sich. Seinen nennen. 2. Selig, wer in Demuth luhh seine Schwachheit nie vergißt, allein, sich nie erhebet, wenn er gu und glücklich ist: Gottes Huld i ihn erfreun, und das Himmelreich f sein; Gott wird dort zu Ehren sehnn die sich hier geringe schätzen. 3. Selig ist, wer seine Sih wehmuthsvoll vor Gott bereut; u damit er Gnade finde, sich vor nuuh Sünden scheut: Gott will ihm N. Schuld verzeihn, Kraft zum Guhh ihm verleihn, und er soll schon ii auf Erden, und auch dort getiishl werden. erlang, sitzens en, daz ie Hah U f ehhh 5 Falle Ruh: s det alls, Verleih. erfüllg, N Willez it. le. N, euch d a ohm die sih Christo⸗ besehh und din 1 scchl Ath laͤch ißt, O er gif uld bih relreich H. ren scha t. e Silhl eut; u vor nelt ihm i im— on hil 111 oder dem christlichen Wandel überhaupt. J. Selig ist, wer Sanflmuth übet, selnem Feinde niemals flucht, seine Fehler ihm vergibet; nie sich selbst zu kächen sucht; ruhig seine Pflicht voll⸗ bringt, und sein eigen Herz bezwingt. Gott wird selber ihn beschützen, und er wird das Land besitzen. 5. Selig, die nichts mehr verlangen, als gerecht, wie Gott, zu sein! die fest an dem Guten hangen, und sich ganz der Tugend weihn; deren Herz nichts mehr begehrt, als was Gottes Ruhm vermehrt: Gott wird ihr Verlangen stillen, und den frommen Wunsch erfüllen. 6. Selig, wer der Noth des Armen niemals fühllos sich entzieht, ihm aus zirtlichem Erbarmen wohlzuthun sich froh bemüht, und wenn er um Hülfe beint, ihm mit Trost und Hülf er⸗ shheint! dieser wird auch Hülf empfan⸗ gen und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die sich bemühen, zichtig, keusch und rein zu sein; die der Wollust Stricke fliehen und der Heiligkeit sich weihn: die der Lockung dieser Welt, und was Fleisch und Blut gefällt, allzeit standhaft wider⸗ sehen, werden Gottes Antlitz sehen. 8. Selig, wer im Frieden lebet; wer die Ruh und Einigkeit zu erhalten sich bestrebet, und wenn Feindschaft, Haß und Streit seiner Brüder Glück zerstört, sie die Pflicht der Eintracht lehrt; die des Friedens sich befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig, die um Christi willen leiden und sich dessen freun, standhaft ihre Pflicht erfüllen und den Marter⸗ tod nicht scheun: Gott steht ihnen mächtig bei, und will sie für ihre Treu einst mit unverwelkten Kronen guf das herrlichste belohnen. 10. Herr! du wollst mich selber kiten auf der wahren Tugend Bahn, daß ich dieser Seligkeiten hier und dort mich freuen kann. Gib, daß ich demüthig sei, meine Schuld vor dir bereu; die Gerechtigkeit stets liebe, auch an Feinden Sanftmuth übe. II. Daß ich Armen helf und diene: immer hab ein reines Herz; die in Felndschaft stehn, versühne; dir anhang 181 in Freud und Schmerz, Vater! hilf von deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn, und durch deines Geistes Stärke mich befleiße guter Werke! Mel. Nun danket alle Gott.— 9. 328. J5 danke meinem Gott, der mir den Sinn gegeben, so gut ich immer kann, zu seinem Preis zu leben. Du weißt, Gott, wie viel Kraft dein Knecht noch nöthig hat! verleihe du sie mir; bei dir ist Rath und That. 2. In allem meinem Thun laß mich auf dich nur sehen, und, untreu meiner Pflicht, nie eigne Wege gehen. Laß tese Wahrheit mir allzeit vor Augen stehn: Gott siehts, Gott hörts, Gott straft; du kannst ihm nicht entgehn. 3. Gedanke, leite du mich stets in allen Sachen: ists denn auch recht, wenn ichs der Welt gleich wollte machen? und siehet jetzund mich des Menschen Auge nicht, ists recht vor Gott? ists recht vor seinem Angesicht? 4. Ach führe mich, mein Gott! wie kann ich sonst bestehen! und laß mich ohne dich nie einen Schritt nur gehen. Mir überlassen, stürz ich mich nur in den Tod! wenn du mich aber führst, so hat es keine Noth. 5. Die Gnade winket mir! nie sei es, Herr, vergebens; dein Wort sei jederzeit die Richtschnur meines Le⸗ bens; daß ich, wie dirs gefällt, geh, sitze, liege, steb, und nur in meinem Thun auf deine Ehre seh. Von der Nothwendigkeit eines heiligen Lebens. Der 15. Psalm. Mel. von Nr. 46. er darf in deine Hütte 329. Wé gehen? Wer nimmt hier seinen Wohnplatz ein? Wer wird auf jenen heilgen Höhen, o Herr, beständig vor dir sein? 2. Der, der vor dir unsträflich wan⸗ delt, nie ungehorsam seiner Pflicht, der heilig denkt und heilig handelt, und gern die Wahrheit sucht und spricht. 18² 3. Der nie mit seiner Zunge schmä⸗ het, und groß durch seine Redlichkeit, nie seinen Nächsten hintergehet, und Arges ihm zu thun sich scheut: 4. Der, der die Ehre seiner Freunde nie mit Verläumdungen verletzt; der Bottes frevelvolle Feinde nie seiner Achtung würdig schätzt: 5. Der die Verehrer Gottes ehret; dem nur der Redliche gefällt, der, was er seinem Nächsten schwöret, und schwür er sich zum Schaden, hält: 6. Der nie, zum Trotze der Gesetze, auf ungerechten Wucher leiht, und durch gerecht erworbne Schätze die, die Gott darben läßt, erfreut: 7. Der nie, Unschuldigen entgegen, Geschenke von Verbrechern nimmt; dem, dem ist seiner Tugend wegen ein unvergänglich Heil bestimmt! Mel. von Nr. 324. ch weiß es wobl, ich 330. J selbst verdient es nicht, daß du, o Herr, mich vom Verderben rissest, ja, wenn du mir nach meinen Werken missest, so ist der Tod mein Urtheil im Gericht. 2. Die Gnade nur in Christo macht mich frei; doch soll ich dich in guten Werken preisen, und durch den Fleiß der Heiligung beweisen, wie sehr ich dir, mein Gott, verbunden sei. 3. Dein Sohn hat mich mit seinem Blut erkauft, nicht, daß ich nur der Hölle möcht entgehen, dein Ebenbild sollt nun in mir entstehen: drum bin ich auch mit deinem Geist getauft. 4. Mein Leib und Seel soll, als dein Eigenthum, von dir, o Gott! und deiner Gnade zeugen: nicht nur der Mund soll niemals hiervon schwei⸗ gen, der Thaten Stimm erhöhe deinen Ruhm. 5. Des Glaubens Kraft kann ich ja anders nicht zu meinem Trost, als aus den Früchten merken! den Näch⸗ sten reiz ich auch zu guten Werken Lichtl. als durch meiner Werke 6. Ach, nimm mich auf in deines Sohnes Reich, o Gott, laß mich nicht nur Herr! Herr! ihm sagen: sein Zweiter Theil.— Von der Heiligung, sanftes Joch und seine Last zu hy gen, mach mich bereit und seimn Vorbild gleich. 7. Nimm weg von mir, was oi mein Gott! mißfällt, und was m kann aus deinem Himmel schliesen um auch durch dich der Güter g genießen, die der genießt, der e dein Wort sich hält. Mel. von Nr. 17. ewahre mich, Herr, dn 331. B der Wahn nie 0 Gemüth bethöre, als wär es sün genug gethan, wenn dir nur aush Ehre der Mensch, dein Unterthah erweist. Erinnre mein Gewissen, in der Wahrheit und im Geis dich verehren müssen, die dir gefolh wollen. 2. Die kommen nicht ins Himmi⸗ reich, die, Herr! zu Jesu sagen, u nicht dabei mit Ernst zugleich iu Heiligung nachjagen. Nur die, V. deinen Willen thun, läßt du, als dein Kinder, o Gott, im ewgen IFriehn ruhn, wenn heuchlerische Sünder 1 dir verstoßen werden. 3. Drum laß mich doch vom Glay ben nie ein heilig Leben trennen; nih nicht für Jesu Jünger hie bloß aust lich bekennen. Gib, daß mein Glalh thätig sei, und Tugendfrüchte bung daß ich, vom Sündendienste fres,. Eifer darnach ringe, im Guten zunehmen. 4. Du kennst, o Gott, der Muh schen Herz, und liebst, die roͤͤlh handeln. O laß in Freude und i Schmerz mich richtig vor dir wun deln. Dein Wille sei mein Auhhh merk. Hilf mir selbst ihn vollüit gen; durch dich muß jedes gute Mh dem glücklich noch gelingen, der dilh Hülfe suchet. 5. Doch wenn ich aus Unwissh heit und Uebereilung fehle: so i. an mir Barmherzigkeit, und nh meine Seele durch deine Gnade a vom Fall. Erhalt mich bei dem i nen, daß ich dich fürchte überall, H ich einst mit den Deinen dir ah Fehltritt dienel zu tu, seintn vas d as niß hließen üter g der c dert, f nie neh es sen ur äush. nterthon ssen, us Geist H. gefalg Himmih gen, leich de die, N als dein 1 Frieda inder u m Glahj nenz ut oß ause n Glah. te bringt frei, M. Zuten 30 der Mi ie redhij he und i dir wn. in Auh oder dem christlichen Wandel überhaupt. 183 Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr.— 15. 2 ein bin ich, Herr, dir 33* Den⸗ ich isch Rau, er ganz ergeben; rechtschaffen, 1 1nd rein will ich vor deinen Augen leben: wie könnt ich eines andern sein? Ich bin ja dürch die Schöpfüng dein, und dein durch die Erlösung. 2. Ich stel und wandte mich von dir, zur Finsterniß vom Lichte; doch wandtest du dich, Gott, zu mir mit deinem An gesichte. Erbarmen war dein Mugesicht, mich von der Finsterniß zum licht, zu dir zurück zu rufen. 9. Dein, Herr, dein ist Barmher⸗ zigkeit; du liebest selbst die Sünder. Seid, rufst du, geistlich mir geweiht, und meiner Gnade Kinder! ihr irrt und sündigt; fasset Muth; dort fließet der Versöhnung Blut, von Sünden euch zu waschen. 4. Dein Sohn erniedrigt sich, und sirbt zur Tilgung unsrer Strafen! hüͤßt für die Laster und erwirbt Be⸗ frelung ihren Selaven. Wie vielfach, höchster, bin ich dein! o laß mich keines andern sein. Dein Sohn ist guch mein Heiland. 5. Durch ihn versöhnt und dir zum Ruhm erkauft mit seinem Leiden, will ich mich, Gott, dein Eigenthum, von dir nie wieder scheiden. Gekreuzigt werde mir die Welt! getödtet, was dir nicht gefällt, damit ich dir nur lebe! 6. Dies wirke, Gott, dein Geist in mir! ich habe kein Vermögen, die Sünd und alles, Gott, was dir herhaßt ist, abzulegen. Hier ist mein herz, nimm mich ganz hin, und gib mir einen neuen Sinn, damit ich dir vollhith, gefall gute W der dan efalle. 7. So werd ich, der ich finster var, ein Licht in deinem Lichte! be⸗ seh einst mit der kleinen Schaar der Fommen im Gerichte; frohlocke dann, Ind lobe dich, daß deine Gnad und Aeue mich gerecht und selig machte. Rel. Komm, o Gott, Schöpfer.— 197. * ist Maje⸗ 333. Den und Macht 20 alles ist dir unterthan. Dir werde Dank und Ruhm gebracht! fallt nie⸗ der, Menschen, betet an! 2. Dich preiset jede Kreatur, der höchste Engel und der Wurm. Dich ehrt gehorsam die Natur; dein Wink erregt und stillt den Sturm. 3. Wohin mein Auge, Gott, nur blickt, ist Ordnung, Eintracht, Har⸗ monie; und ich, mit deinem Bild ge⸗ schmückt, empöre mich und störe sie. 4. Du schufst das menschliche Ge⸗ schlecht; durch dich, Gott, sind wir, was wir sind: du bist mein Herr, ich bin dein Knecht; du bist mein Vater, ich dein Kind. 5. Wie darf, wer, Vater, dich nicht ehrt, des Glücks, dein Kind zu sein, sich freun? Nur die sind dieser Ehre werth, die ganz sich dei⸗ nem Dienste weihn. 6. Wie billig, wie gerecht und gut ist alles, was uns Gott gebeut! wohl dem, der seinen Willen thut! ihn thun, ist Freud und Seligkeit. 7. Nur das, was bös und schädlich ist, und uns entehrt, verbeut uns Gott. Weh dem, der seine Pflicht vergißt! er stürzet sich in Schand und Noth. 8. Gott ist, wenn er Gesetze gibt, kein menschenfeindlicher Thyrann: bloß weil er unsre Wohlfahrt liebt, treibt er uns zum Gehorsam an. 9. Leicht ist die Last und sanft sein Joch. Wers willig trägt, setzt seinen Lauf stets freudig fort! und fällt er noch, so hilft ihm Gott selbst wieder auf. 10. Bald heißt uns seine Lieb und Huld gehorsam sein aus Dankbar⸗ keit; bald warnt er uns vor neuer Schuld, und übet uns durch Kreuz und Leid. 11. Sein Wort ermahnt, droht und verheißt, und hält uns Tod und Leben vor; uns rühret und erweckt sein Geist: und ich verschlösse Herz und Ohr! 12. Nein! Gott, dir sei mein Herz geweiht, Gehorsam sei mein größter Ruhm. Verleihe mir Beständigkeit, und heilge mich, dein Eigenthum. ——— 18⁴ Zweiter Theil.— Von der Heiligung, Bitten um Heiligung. Mel. Durch Adams Fall ist ganz.— 90. 334 Heif mir, mein Gott! . verleihe mir, daß ich nur dich begehre; mein ganzes Glück nur such in dir, und dich allein verehre; daß ich in Noth dich mei⸗ nen Gott und Vater gläubig nenne; daß weder Leid, noch Glück und Freud mich jemals von dir trenne. 2. Erfülle mich mit wahrer Reu, wenn ich dich, Gott, betrübe, gib, daß ich alles Böse scheu, und stets das Gute liebe, Laß mich doch nicht, Herr, meine Pflicht mit Vorsatz je ver⸗ letzen. Der Seele Heil, mein ewges Theil, laß mich recht theuer schätzen. 3. Mein Gott! ich bitte dich, ver⸗ leih mir einen festen Glauben, der standhaft, treu und thätig sei, und laß mir den nichts rauben. Gib, daß ich mich allzeit auf dich und auf dein Wort verlasse, und in der Noth, ja selbst im Tod dein Heil getrost umfasse. 4. Hilf mir, der ich erlöset bin, daß ich den Heiland liebe, und bilde mich nach seinem Sinn: gib, daß ich mich stets übe, auf ihn zu sehn, ihm nachzugehn, mich seiner nicht zu schämen; und stets bereit mit Freudig⸗ keit sein Kreuz auf mich zu nehmen. 5. Nie müsse Stolz und Eitelkeit mein schwaches Herz regieren; nie Haß und Zorn und Bitterkeit zur Rache mich verführen. Dein Wort gebeut Versöhnlichkeit, verdammt der Rach⸗ sucht Triebe; gib, daß den Feind so wie den Freund, mein Herz auf⸗ richtig liebe. 6. Nach vielem Reichthum, Gut und Geld, Herr, laß mich ja nicht trachten. Laß mich die Ehren dieser Welt für eitle Schatten achten, und nie nach Pracht, nach Hoheit, Macht und großem Namen streben; laß mich vielmehr nach deiner Lehr in wahrer Demuth leben. 7. Die Falschheit, List und Heuche⸗ lei hilf mir sorgfältig fliehen: nie müß ich mich durch Gleisnerei um Menschengunst bemuhen. Laß Ja und Rein mir heilig sein; laß mich ni lieblos richten, und Zank und E mit Freundlichkeit, mit Lieb Sanftmuth schlichten. 8. Herr! lehre mich Enthaltsams gib mir ein rein Gemüthe, daß i in dieser Prüfungszeit vor böser u mich hüte. Der Lügen Feind, I Wahrheit Freund, laß mich aufrihh wandeln, und jederzeit nach Bilh; keit mit meinem Nächsten handeln. 9. Gib, daß ich stets den Mis gang sammt aller Trägheit fliehel di ich der Welt mein Lebelang zu diemn mich bemühe. Laß meinen Fleiß deinem Preis, o Gott! mir woll gelingen, und segnest du das, ich thu, dir dafür Ehre bringen. 10. Ach, gib mir deinen guh Geist, der selbst mein Herz regih und mich, wie es dein Wort verheih auf deinen Wegen führe. So uh mein Herz in Freud und Schug dir zu gefallen streben, und du i mir, Gott, einst bei dir, den dh der Treue geben. Mel. von Nr. 55. ch habe, Gottl n 335. J ernstlich vorgenor men, nie auf der Uebertreter Ifh zu kommen; vor dir zu wandelh, I mich und mein Leben zu übergehg, 2. Erforsche mich, sieh, ob ii redlich meine! gib, daß ich nicht vl was ich sein soll, scheine, mit alh Kräften strebe, deinen Willen gun zu erfüllen! 3. Wenn deine Furcht mich ubanl begleitet, und meinen Gang, u mich kein Mensch sieht, leitet, sicher werd ich deine Wege waͤndih wie richtig handeln! 24. 4. Laß auch im Dunkeln mich u Auge scheuen! verschleuß mein Il der Sünde Schmeicheleien! stets hs mir das Gleissende der Lasler m mehr verhaßter. 5. Gib Eifer, Kraft und Mull meinen Pflichten, so mag die Al wie ihrs gefällt, mich richtenz i. hab ich deinen Beifall, kann u Freuden Verachtung leiden. ich mh d Sl ieb m tsamlt daß i ind, ufricht h Biz andeln. Misih iehel d zu dienge Feiß i dir nash as, u ngen. en gun ; reglig verheit So u Schuhh 50 du v den L Bottl uh vorgeror reter indelh, V. nicht lů mit all illen gu rich iai ing, v leitet, e wandib n mich di mein Y stets winh Laster ꝑ id Muh 3 die Ml ichtenz kann n. oder dem christlichen 6. Du achtest nicht das Ansehn der Personen; wirst billig alles richten und belohnen; mit Herrlichkeit und Ebre deine Kinder, mit Schmach die Sünder. 7. Bald, bald vollend ich meiner Prüfung Stunden. Werd ich im Lode nur bewährt erfunden; wie schn verwandeln sich dann meine Leiden, und werden Freuden! Mel. Herr Christ, der einge Gottess.— 94. 6 err Jesu, Gnadensonne! 33* H wenn dein erquickend Licht bei uns mit Kraft und Wonne, durch Frost und Schatten bricht; so wirddas Herz erfreuet, so wird der Geist erneuet: versag dies Glück mir nicht! 2. Mit vielen großen Sünden reiz ich dich wider mich; doch laß den Zorn verschwinden, vergib genädig⸗ lich. Du pflegst dich ja der Armen mitleidigst zu erbarmen: ach, Herr, erböre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen des alten Menschen Sinn. Weg, Sünden, die mich quälen! Herr! lasse mich förthin mit einem heilgen Leben mir selbst das Zeugniß geben: daß ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntniß in mir, Herr! durch dein Wort. Wie blöd ist mein Verständniß, und welch ein finstrer Ort! doch sprich: und es wird belle, es weichen auf der Stelle die düstren Schatten fort. 5. Ach, Herr, wie gar geschäftig ist Fleisch und Blut in mir! erzeig dich in mir kräftig, auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe, und nach dem Fleisch verderbe, hin⸗ gegen leb in dir. 6. Ach! zünde deine Liebe in mei⸗ ner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 7. Schwach bin ich, gib mir Stärke; der Feind schreckt, gib mir Muth. Weg, Ruhm der eignen Werke! Herr! was dein Geist nicht thut, was ich aus eignem Triebe bald lasse, bald herübe, ist böse und nicht guͤt. Wandel überhaupt. 18⁵ 8. Ich lebe deiner Gnaden, mich stützet deine Treu; dir zeig ich mei⸗ nen Schaden, die Gnade macht mich frei. Damit ich deinen Willen be⸗ ständig mög erfüllen, so steh mir kräftig bei! Mel. von Nr. 17. er du Verstand und 55%. D Tugend schenkst, Gott, Vater meines Lebens! wo du nicht Thun und Lassen lenkstz so leb ich hier vergebens. Denn, wen dein Geist nicht neu gebiert, der bleibt der Sünd ergeben; und, wen die Sünde noch regiert, der ist zum rechten Leben noch nicht hindurchgedrungen. 2. Drum, Vater, neig dich väter⸗ lich zu deinem schwachen Kinde. Gib mir ein frommes Herz, daß ich mich scheu vor jeder Sünde. Bewahre meinen Mund, daß mir kein schlüpfrig Wort entfalle; vielmehr von meinen Lippen dir manch freudig Lob erschalle, den Nächsten zu erbauen. 3. Bewahre, Gott, mein Ohr, daß ich nicht gern auf Spötter höre, damit in meinem Glauben mich kein frecher Thor bethöre. Hilf, daß kein Witz der Lästersucht mir Ohr und Herz vergifte, noch jemals, wie er tückisch sucht durch mich dann Zwie⸗ tracht stifte, nie mich zur Schmäh⸗ sucht reize. 4. Die Augen, Gott, bewahre mir, vor unverschämten Blicken, und vor unzüchtiger Begier, die Unschuld zu verstricken. Laß sie den Schmuck der Sittsamkeit weit über alles schätzen; was reiner Engel Aug erfreut, das sei auch mein Ergötzen; was du liebst, ihr Bestreben. 5. Behüte mich vor Schwelgerei, die leicht das Herz beschweret; vor Trunkenheit, die ohne Scheu Schand⸗ thaten üben lehret. Die Lust, die bloß den Leib ergötzt, verderbt auch fromme Herzen; und was die Welt für Freude schätzt, bringt Nachreu, Elend, Schmerzen, und stürzt zuletzt zur Hölle. 6. Hilf, daß mein Geist nichts lieber hört, nichts lieber spricht und 186 Zweiter Theil.— denket,‚ als was den Glaͤuben stärkt und nährt, und Lust zum Guten schenket; was mich zu jenem Leben bringt, wo man bei dir stets lebet, dein Lob mit allen Engeln singt, den Heiland sieht, erhebet, und ihm sich ähnlich schauet. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 338 Gl dir gefällt kein * gottlos Wesen. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum laß von Sünden mich genesen, und schaff ein reines Herz in mir; ein Herz, das sich vom Sinn der Welt entfernt und unbefleckt erhält. 2. Laß mich auf die begangnen Sünden mit inniger Beschämung sehn; durch Christum vor dir Gnade finden, und auf den Weg der Wahrheit gehn. Ich will forthin das Unrecht scheun und deinem Dienst mein Leben weihn. 3. O stärke mich in dem Gedanken! gib meinem Vorsatz Festigkeit, und will mein viel vermag ich, Gott, mit dir! nimm deinen Geist nur nicht von mir! 4. Gib, daß er mir slets Hülfe leiste, und Muth und Kräfte mir verleih, daß ich mit kindlich treuem Geiste dir bis zum Tod ergeben sei! so sieg ich über Fleisch und Welt, und thue, was dir wohlgefällt. 5. Wenn ich indeß aus Schwachheit fehle, mein Vater, so verwirf mich nicht. Verbirg nicht der betrübten Seele, wenn sie dich sucht, dein An⸗ gesicht; und mache in Bekümmerniß mein Herz von deiner Huld gewiß. 6. Erquicke mich mit deinen Freu⸗ den; schaff ein getrostes Herz in mir, und stärke mich in allen Leiden; so halt ich mich, mein Gott, zu dir, bis nach vollbrachter Prüfungszeit der Deinen Erbtheil mich erfreut. Mel. An Wasserflüssen Babylon.— 97. rbarm dich, Herr! du 339. E kennst mein Herz. Ge⸗ neigt zu Eitelkeiten, läßt sichs durch Freude und durch Schmerz oft auf den Irrweg leiten. So wankt ein schwaches Herz je wanken, so hilf der Unentschlossenheit. Wie Von der Heiligung, Rohr, vom Wind regiert, so in von Leidenschaft verführt, auch 9 mals meine Seele. Herr, hilf m daß ich als ein Christ das flieh, u. vor dir strafbar ist, und nur du Gute wähle. 2. Laß doch mein Herz nicht st nerhin in seiner Neigung wan Erhebe den verirrten Sinn zu himm lischen Gedanken! wenn von dem Din der Eitelkeit mich deines Geistes Krf befreit, so wird es mir gelingen. A halte deinem Willen still. Ich u mich ändern, Herr, ich will. O selber das Vollbringen. 3 Umsonst such ich der Tugen Bahn, wenn du mich nicht begleisg und nicht, befreit von Menschenwahn zu deiner Wahrheit leitest. Du haff jeden falschen Schein. Mit Ernstylh du verehret sein. Herr, hilf um Iu willen! Erhebe den gebeugten Muh Hilf mir der Leidenschaften Wuth dunt deine Gnade stillen! 4. Mein Gott! mein Gott! gedest nicht der Sünden meiner Jugend. Ah hart schien mir oft meine Pflth wie rauh die Bahn der Tugend! J doch du trugst mit mir Geduld. A Vater! laß mich diese Huld mi undankbar verachten. Dir folgen, i mein wahres Heil. O laß mith als mein bestes Theil auch immersi betrachten. 5. Ich bin ein Mensch. Du kem mich. Wie schwach sind meine Kräft doch meine Seele hofft auf dich. A wirst zu dem Geschäfte der Heiligus mir Kraft verleihn, und mich mi deiner Hülf erfreun, vor dir gerel thum, will dafür deines Namaß Ruhm in Ewigkeit erheben. Mel. O Gott du frommer Gott.—. 3 40 ein Vater und msh * Gott, der du i diesem Leben, zur Leuchte meinem duß dein heilges Wort gegeben: negiel doch mein Herz durch deinen gulen Geist, daß ich dem folgsam sei, vah Gott, dein Wort mich heißt. zu leben. Ich, dein erkauftes Eignn. . ch hilf i eh, un nur dy icht fo wanlle u hinm, m Dian Hilf, es Ku sen. A Ich ul I. 0 Tugeh deglelth zenwahh, u hass rnstwsh um Ist n Muhl uth du gedent end. M Pflichh nd! R. ild. Ha. uld nich folget, A ih micht mmersen kennt ie Ktäftl dich. A Heiliguth mich mi ir geuech es Cigul⸗ Namat : regiet en gute sei, woh . 3141. Selbsibetrug und Heuchelschein, daß kausend, die sich Christen nennen, mit 2. Verleih, daß ich zuerst nach deinem Reiche trachte, und kein ver⸗ gänglich Gut zu übermäßig achte. er nach dem Ewigen mit rechtem Eifer ringt, empfängt schon hier zum Lohn, was wahre Ruhe bringt. 3. Gib, daß ich von der Welt mich Urbefleckt erhalte, und daß in mir der Trieb zum Guten nie erkalte. ilf, daß ich immer wach, im Kampf des Glaubens treu, und in der Hoff⸗ nung stark und fest gegründet sei. J. Gib, daß ich als ein Christ, mich Ebristo ähnlich zeige, und achtsam mein Gemüth zu seiner Lehre neige. Sein Geist regiere mich, und nicht der Geist der Welt, so geh ich, Herr, bor dir den Weg, der dir gefällt. 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, gon ganzer Seele liebe, und Lieb und Gitigtrit auch an dem Nächsten übe. Laß ohne Uebermuth mich bei des Glückes Schein, und ohne Unge⸗ buld in trüben Tagen sein. 6. Nie müsse sich mein Herz der Fleischeslust ergeben, und nie dem schnöden Geiz! mein dir geweihtes keben sei von Betrug und Neid, von Unbarmherzigkeit, von ungerechtem Gut und stolzem Sinn befreit. . Will deine Hand mich hier auf rauhe Wege leiten: so unterstütze mich, benn meine Tritte gleiten. Laß mich in aller Noth auf deine Hülfe baun, und auch, wenn sie verzeucht, dir noch getrost vertraun. 8. Erlöse endlich mich von allen meinen Leiden; und ist die Stunde da, aus dieser Welt zu scheiden, o Vater! so verlaß, wenn meine Hütte hiicht, mich Sterbenden mit Trost und froher Hoffnung nicht. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. mich erkennen den nichten Christi Glieder sein. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, mein Golt! das wahre Christenthum! 3. Hilf, daß ich dir allein ergeben, der Sünde abgestorben sei; laß mich ö ö oder dem ehristlichen Wandel überhaupt. 187⁷ mir sterben, dir zu leben, und mach in mir, Herr, alles neu. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 3. Reiß los mein Herze von der Erden; laß mich, der ich unsterblich bin, nach deinem Bild erneuert wer⸗ den, und gib mir meines Heilands Sinn. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Chri⸗ stenthum! 4. Regiere du selbst meine Seele, damit ich Christo folge nach, und stets den schmalen Weg erwähle, ja, Ehre such in Christi Schmach. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 5. Gib mir zum Streite Muth und Kräfte! hilf, daß ich dir ver⸗ bleibe treu! daß ich an Christi Kreuz mich hefte, und mir die Welt gekreu⸗ zigt sei. Ach, wirk in mir zu deinem ein Gott! ach, lehre Ruhm, mein Gott! das wahre Chri⸗ stenthum! 6. Laß in mir Glauben, Hoffnung Liebe lebendig, fest und thätig sein, daß ich bis an mein Ende übe das Christenthum ohn Heuchelschein. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 7. So hab ich schon auf dieser Erde, was mich beruhigt und erfreut: wenn ich mit Gott vereinigt werde, schmeck ich des Himmels Seligkeit. Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! Mel. Nun danket alle Gott.— 9. — u sagst: ich bin ein 34⁴42. D Christ. Wohl dir, wenn Werk und Leben dir dessen, was du sagst, Beweis und Zeugniß geben; und wenn dein ganzes Thun, durch Gottes Kraft und Geist, von deinem Christenthum die ächten Pro⸗ ben weist. 2. Du sagst: ich bin ein Christ. Der ists, der Jesum kennet; der seinen Gott und Herrn ihn vor den Menschen nennet, und thut dann auch dabei, was Christus ihm gebeut. Thust du das nicht, so ist dein Ruhm nur Eitelkeit. SIIIIISIIITITTITITITITITTTTTTTTTTCRCRCR ö 18⁸ Zweiter Theil.— 3. Du sagst, ich bin ein Christ. Wer sichs will nennen lassen, muß leben, wie er glaͤubt, und alles Böse hassen. Der liebet Christum nicht, der noch die Sünde liebt, ist auch kein Christ, ob er sich gleich den Namen gibt. 4. Du sagst: ich bin ein Christ, denn ich bin ja getaufet auf Christi Tod, der mich mit seinem Blut erkaufet. Ja wohl; doch prüfe dich, wie stehts um deinen Bund, den du mit Gott gemacht in jener Gnadenstund? 5. Hast du ihn nicht vorlängst gar oft und viel gebrochen? Hast du als Gottes Kind dich, wie du ihm ver⸗ sprochen, in allem Thun erzeigt? dem Guten nachgestrebt? Hat nicht der alte Mensch bisher in dir gelebt? 6. Du sagst: ich bin ein Christ, weil ich die Gnadenlehre zu Haus und öffentlich beständig les' und höre. Ja, Lieber, thust du auch, was Gottes Wort dich lehrt? Nur wer es hört und thut, der ist dem Höchsten werth. 7. Du sagt: ich bin ein Christ; ich laß mich öfters finden bei Jesu Bundesmahl, mit Gott mich zu ver⸗ binden. Doch zeiget sich bei dir in deinen Werken auch rechtschaffne Besse⸗ rung nach solchem heilgen Brauch? 8. Du sagst: ich bin ein Christ! ich bete, les' und singe; ich geh ins Gotteshaus. O lauter gute Dinge, wenn du von Heuchelei dabei entfer⸗ net bist, und deiner Andacht Zweck die Ehre Gottes ist. 9. Du sagst: ich bin ein Christ! Wer kann es dir gestehen, er könne solches denn aus deinem Wandel sehen? Rührt nicht dein ganzer Ruhm aus falschem Grunde her? Wer Christi Jünger ist, der wandelt so, wie er. 10. Bist du ein wahrer Christ, so müssen Sinn und Triebe nach Christi Vorbild sein. Wenn unverfälschte Liebe dein ganzes Herz erfüllt; wenn du voll Sanftmuth bist, voll Demuth, wie der Herrz so sag: ich bin ein Christ. 11. Doch wenn man noch an dir das Gegentheil verspüretz wenn Stolz und Uebermuth dein eitles Herz regie⸗ ret, wenn stalt der Sanftmuth sich Von der Heiltgung, zeigt Zorn und Haß und Netd, bist du ja gewiß vom Chrissenthn noch weit. 12. Du sagst, ich bin ein Chi und rühmst dich des mit Freudg doch thust du auch wohl mehr, manche kluge Heiden? Ach, ich h. fürchte sehr, sie klagen einst dich n weil du vieileicht noch nicht so n als sie, gethan. ö 3. Sag nicht: ich bin ein Ehis bis daß dir Werk und Leben au dessen, was du sagst, Beweis u Zeugniß geben. Der Name math nicht aus: ein Christ muß, an Schein, das, was er heißen will u. Wesen selber sein. 14. Gott, schenke mir doch Kn mich ernstlich zu befleißen, ein hn rer Christ zu sein, und nicht w. so zu heißen! denn wer den Namn hat und nicht die That zugleich, g. langet nimmermehr zu dir ins hih melreich. Kampf der Heiligung. Mel. Durch Adams Fall ist ganz.—. ft denkt mein hah 343. O wie schwer es ih Herr, deinen Weg zu wandeln, In täglich deinem Worte treu zu deln und zu handeln. Wahr ists, A. Tugend kostet Müh, sie ist der Sh der Lüste! jedoch, mein Gott, un wäre sie, wenn sie nicht kämpfz müßte? 2. Die, die sich ihrer Laster franz trifft ja auch Schmerz hienieden. E sind die Selaven eigner Pein, u haben keinen Frieden. Der Fromm der die Lüste dämpft, hat ost aut seine Leiden; allein der Schmerz ul dem er kämpft, verwandelt ssch h. Freuden. 3. Des Lasters Bahn ist Anfan zwar ein breiter Weg durch Ma allein sein Fortgang wird Gefuhh Tugend Pfad ist Anfangs steil,liß nichts als Mühe blicken, doch wesh fort führt er zum Heil, und endlt zum Entzücken. sein Ende Nacht und Grauen. do 8 Neld, stenthz n Chns ben auhl veiz in e machh „ Ihn will, i. ch Krss ein wiß nicht u h, eich, gy ins 05 g. uz.— H. ein Hi er es sh deln, in zu denlz ists, N der Sih ott, hal kämpfn ster freh den. E hein, Fromm ost guh merz A lt sch h. Anfaud rch Ma d Gefth uen. steil, liß yoch el ud endl oder dem ehristlichen Wandel überhaupt. J. Gott, hättest du es uns ver⸗ gönnt na unsers Fleisches Willen, wenn Wollust, Reid und Zorn ent⸗ hrennt, die Lüste frei zu stillen; erlaubtest du dem Frevler hier, aus Bosheit uns zu kränken: was müßten wir doch dann von dir, du weiser Bater, denken? ö 5. Du willst, wir sollen glücklich sein, deum gabst du uns Gesetze. Sie sind es, die das Herz erfreun, sie sind des Lebens Scäte. Du sprichst in uns durch den Verstand, du sprichst durch das Gewissen, was wir, Geschöpfe deiner hand, fliehn oder wählen müssen. 6. Dich fürchten, das ist Weisheit zur, und Freiheit ists, sie wählen; ein Thier folgt Trieben der Natur, en Mensch dem Licht der Seelen. Was ist des Geistes Eigenthum? Bas sein Beruf auf Erden? Die Zugend. Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Dir, Höchster, ähnlich werden. 7. O stärke mich dazu mit Kraft; so wird es mir gelingen. Du bist es, Gott, der beides schafft, das Wollen Ind Vollbringen. Wer Kräfte hat, wird durch Gebrauch von dir noch mehr be⸗ lommen: wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, genommen. 8. Mich stärke auf der Tugend Pfad das Beispiel selger Geister. Yn zeigte mir, und ihn betrat ja slbst mein Herr und Meister. O laß mich nie des Frechen Spott auf diesem Pfade hindern. Mein wahrer Ruhm ist bei dir, Gott, und nicht bei Menschenkindern. 9. Gib, daß ich mit der Ewigkeit den Kampf so kurzer Jahre vergleich, und ernstlich allezeit gedenk an meine Bahre. Das Kleinod, das der Glaube hält, laß neuen Muth mir geben, und zu den Freuden jener Welt mich oft im Geist erheben. 10. Erhalte mich stets unverzagt, wenn mirs nicht immer glücketz wenn mich, so viel mein Herz auch wagt, stets neue Schwachheit drücket. Du siehst nicht auf die That allein, du stehst auf meinen Willen; ein göltliches Verdienst ist mein! dies laß mein Herze stillen. 189 Bitten um Beständigkeit und Wachsthum in der Heiligung. Mel. von Nr. 72. chön ist die Tugend, 344. S mein Berlangen, und meiner ganzen Liebe werth. Mit aller Kraft ihr anzuhangen, hat meine Seel auch oft begehrt. Ach könnt ichs, wie würd ich mich freun! wer heilig ist, muß selig sein. 2. Gott ist der Seligkeiten Fülle von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn sein Verstand ist Licht, sein Wille ist Ord⸗ nung und Vollkommenheit! Von Ewig⸗ keit her war er gut; er bleibts, und recht ist, was er thut. 3. Wie schnell umhüllen Finster⸗ nisse mich, wenn ich auch erleuchtet bin; dann fliehn die heiligsten Ent⸗ schlüsse, den Morgennebeln gleich, dahin. Bald wähl ich, was dem Herrn gefällt, bald wieder deinen Dienst, o Welt! 4. Ich Armer! darum kommt kein Friede in mein verschmachtetes Ge⸗ bein! wie bin ich dieses Wechsels müde! wann werd ich fest im Guten sein? Wann nicht mehr straucheln, allezeit nur deinem Dienste, Gott, geweibt? 5. Unwandelbar ist deine Wahrheit, Herr, aller guten Gaben Quell. Sie leuchte mir in voller Klarheit bestän⸗ dig unbefleckt und hell, daß nie der Sünde Täuscherei gefährlich deinem Kinde sei. 6. O bilde, Vater, meine Seele! in deiner Liebe mache mich, weil ich zu meinem Trost dich wähle, getrost und unveränderlich. Denn bin ich erst dein Eigenthum, so bin ich ewig auch dein Ruhm. Mel. von Nr. 234. 24 ie selig, Herr! ist 345. Wjĩ der Gerechte, du bist sein Schild und großer Lohn. O, daß ich ganz gerecht sein möchte! doch ach, wie wenig bin ichs schon. Du weißt es, Gott, ich bin noch weit entfernt von der Vollkommenheit. 190 2. Wie viel ist noch an mir zu finden, das nicht mit deiner Vor⸗ schrift stimmt! oft übereilen mich noch Sünden, wenns Herz gleich bessern Vorsatz nimmt. Ja, oft verletz ich meine Pflicht, mein Gott, und weiß es selber nicht. 3. Wer kann, wie oft er feblet, merken? Nur du, du siehst mich, wie ich bin. Nur du kannst mich im Guten stärken; drum fall ich, Vater, vor dir hin. O mach, um heilig ganz zu sein, mich von ver⸗ borgnen Fehlern rein. 4. Von aller eiteln Eigenliebe be⸗ freie mich durch deine Kraft. Erweck und mehr in mir die Triebe zu dem, was wahre Beßrung schafft. Laß meinen Fleiß gesegnet sein, und meine Heiligkeit gedeihn. 5. Du wirst das demuthsvolle Flehen des Sünders, der dich scheut und ehrt, o Gott der Gnade, nicht verschmähen. Du bist es, der Gebet erhört. Mein Fels, mein Heil, ich traue dir. Das, was ich bitte, gibst du mir. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu.— 256. 6 err, mein Erlöser! nur 346. H von dir kann ich mir Hülf erflehen; vernimm mein Seufzen, eile mir, mein Helfer, beizustehen. Des wahren Glaubens Kraft und Licht, das selige Bestreben, dir zu lehen, und Muth zu dieser Pflicht, das wollest du mir geben. 2. Du hast dein königlich Gebot mir tief ins Herz geschrieben: von ganzer Seele soll ich Gott, wie mich, den Nächsten lieben! wenn ich nach deinem Worte thu: so hab ich schon hienieden großen Frieden, und welches Heil hast du den Frommen dort be⸗ schieden. 3. Laß mich kein Leiden dieser Zeit, kein Weltglück dir entreißen. Denn du hast deine Seligkeit den Treuen nur verheißen. Wie könnten wohl durch ihre Müh sie, solche zu verdienen, sich erkühnen? Aus Gna⸗ den schenkst du sie, und du erwarbst sie ihnen. Zweiter Theil.— Von der Heiligung, I. Gib, vaß mit brünsiiger d. gier ich sest stets an dir klebe, IIH b mich dir nach, daß ich zu dir vor der Welt erhebe! ja laß 30 wenn ich sterben soll, auf deine Gun bauen, dir vertrauen, und dann iu wonnevoll dein Antlitz ewig scham 5. Ich kämpf, ermatt und suauh oft. Hilf, Herr, mein Hort, d Schwachen, der nur auf dich in d muth hofft. Du kannst mich mähh machen. In jeder Seelennoth mich bei dir Erbarmung finden, In empfinden, und endlich, Herr, Dal dich in allem überwinden. Mel. Alle Menschen müssen sterben.—. u, der Herz und M. 34* D ren kennet, Ewihn ersorsche mich! auch ich war von getrennet, aber du erbarmtest AN hörtest mein Gebet, mein Sehm sahst die Inbrunst meiner Thrimn schenktest mir selbst deine Huld, u. vergabst mir alle Schuld. 2. Ach! erforsche selbst mein Haj sieh, es irrt und fehlet noch, u. mit unruhvollem Schmerze fühll oft der Sünde Joch; wankend, v. gewiß und träge geht mein Fuß in Tugend Wege, und zu oft noch shh mein Blick auf der Laster Bahn zunl 3. Als zuerst vor meinen Vlch der Verblendung Nacht verschwah und mein Auge voll Entzücken, Oh dein Antlitz wieder fand, wie war i der Reiz der Sünden mir so ah zu überwinden! ihre Schrecken s ich nur, aber keiner Anmuth Ehn 4. Wenn, von Andacht hingenssh ich den Himmel offen sah, lag A. Welt zu meinen Füßen und, Oh deinem Throne nah, mischt ich i der Engel Chöre den Gesang deiner Ehre, von der Huld, die du liebt, Sünden decket und bergibl, 5. Welche Ruhe, welcher duh wohnte da in meiner Brust! keit, dein war ich müde! Well, fluchte deiner Lust! ich verschmähtehin Gaben, mir war, Gottes Huld zu hy ben, und ein Herz, das ihn ver mehr als Erd und Himmel wah iger be, nig dir M aß mit ne Gun dann iy schaun strauth. ort, d ch in d 9 mäth moth H. den, I err, dun oder dem christlichen Wandel überhaupt. 6. Ihr, dem Beten heilge Stun⸗ den, voller Ruhe, voll Gewinn, ach wohin seid ihr verschwunden; Gluth der Andacht, ach wohin? Oft noch such ich Gott durch Zähren, durch Gebet und Flehn zu ehren; doch der Welt Geräusch zerstreut des Gebetes Brünstigkeit.„ 7. Wenn die Menge der Verächter meines ftommen Wandels lacht, aus der Andacht ein Gelächter, aus dem Beten Thorheit macht, wenn sie spbttisch auf mich sehen, mich und meinen Glauben schmähen, dann ver⸗ geß ich meine Pflicht; ich bekenne Fesum nicht. den.— W. und M. „Ebihh r von ntest M Sehuh Thrith. uld, y ein Heh noch, m fühlt⸗ kend, v n Fuß v noch sih ahn zunt en Vlh erschuah cken, H ie wan r so lath. reden uth Ehn hingerssg „ lag x. nd, U scht i0 esang. „ die tag vergibt, ber duh istt M Welt,6 mähtedn uld zu ho hn nthh mel wah 8. Unter der Verfolger Steinen hebten Gottes Märtrer nie, seine Bahrheit zu verneinen, zwang nicht Drohn, nicht Folter sie. Auf des härtsten Todes Wegen gingen sie dem Lohn entgegen, sahn den Himmel offen stehn, konnten so den Tod verschmähn. 9. Der du sie mit Kraft von oben iu dem Kampfe stark gemacht, und zu deinem Lohn erhoben, wo kein Feind mehr ihrer lacht, hilf auch mir den Spott bezwingen, hilf auch mir den Lauf vollbringen. Vater, bis ans Ende sei dir mein ganzes Herz getreu. 10. Wer getreu bleibt bis ans Ende, und nicht achtet Spott und Hhohn, dem bereiten Gottes Hände eine ewge Siegeskron. Kampf und Ruth war nicht vergebens, Gott gbt ihm vom Baum des Lebens, und er kommt nicht ins Gericht, strbt des Tods der Seele nicht. Mel. Es wolle Gott uns gnädig sein. Un Sheral⸗ und im Melodienbuch für Kurhessen ist zu diesem Liede die achte Zeile wegzulassen, die vorletzte Rotese in der sechöten Zeile aber zweimal zu singen.) 318. IRch emer Sinder IPSIPIPIPIPIPIPIPITIII... —.—...—.—.— —.3— wer bin ich, daß du, o Gott, stets meiner dich erbarmst, daß du noch ———¼— meiner schonst, und mir nicht nach 191 DI.——.—.— — E Verdiensten lohnst. Zum Glauben TEt E. 2— und zum Thun zu schwach, gibt . + oft mein Herz der Sünde nach. ——— Ich kämpf o Vater nicht genung —. 2 SDP‚PIPIPIPIPI I I T den Kampf der ernsten Heiligung. 2. Wie schnell ist von der rechten Bahn zum Irrweg oft der Schritt gethan! wie schnell! mein ganzes Herz erschrickt, wenn es in aiudie Abgrund blickt! wie nahe gränzt die Missethat an unsers Herzens bösen Rath! wie bald wird Frevel selbst verübt, wenn man erst Schwachheits⸗ fehler liebt! 3. Vertreib, o Gott, des Irrthums Nacht; entreiße mich der Sünde Macht! wie glänzet deiner Streiter Schaar, die einst, wie ich, auf Erden war, und die nun, weil sie überwand, den Lohn empfängt aus deiner Hand! sie sind gekrönt! ich noch im Streit: o gib auch mir Beständigkeit! 4. Schmal ist der Weg zu Gottes Höhn, und wenige sind, die ihn gehn! die Pfort ist eng und der nur dringt durch sie zu Gott empor, der ringt. Ich lieg auf meinem Angesicht, und fleh und weine, laß dein Licht mir leuchten, Vater, laß mich dein im Leben und im Tode sein. 5. Oer mir in Christo alles gab, Gott! schaue doch auf mich herab! auf mich, der Sünde schnellen Raub, den Himmelserben und den Staub! erbarm dich mein, und steh mir bei, daß ich des Kleinods würdig sei, das Christus mir so theur erwarb, als er für mich am Kreuze starb. 6. Ja, du erbarmtest über mich, ver⸗ söhnter Gott und Vater, dich. Vom Leibe dieses Tods befreit, führst du mich einst zur Herrlichkeit, wo meine Tugend nicht mehr wankt, und dir, Golt, ewig dafür dankt, daß sie dein Gnadenlohn beglückt, und deiner Sie⸗ ger Krone schmückt. 19² Zweiter Theil.— Von der Heiligung, Mel. Machs mit mir, Gott, nach.— 26. ald oder spät des 349. Bů Todes Raub, wall ich noch hier auf Erden, ich Sterb⸗ licher, doch dieser Staub soll einst unsterblich werden. Und dann, dann ist mein ewigs Theil, v Gott, Ver⸗ werfung oder Heil. 2. Mit Furcht und Zittern soll der Christ nach seinem Heile ringen; ver⸗ achten, was auf Erden ist, hinauf zu Gott sich schwingen; getrost den Pfad der Trübsal gehn, und stand⸗ haft in Versuchung stehn. 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß, noch bin ich in den Schranken; noch nicht am Ziele, doch mein Fuß beginnet oft zu wanken. Herr, stärke mich durch deine Kraft auf dieser kurzen Pilgerschaft. 4. So lang ich noch ein Fremdling hier, in diesem Leibe walle; so schaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf ebner Bahn, durch deinen Geist zu dir hinan. 5. Es sei mein Ruhm, dir werth zu sein, was du gebeutst, zu üben; mein höchstes Gut, mich dein zu freun, von Herzen dich zu lieben; mein Trost, auf deinen Schutz zu traun, und meine Hoffnung, dich zu schaun. 6. Die freche Thorheit dieser Zeit soll nie mir meinen Glauben, den süßen Trost der Ewigkeit, des Him⸗ mels Hoffnung rauben. Was lindert sonst des Lebens Noth? Und was versüßt mir einst den Tod? 7. Verzagt und schwach sind Fleisch und Blut, und eitel unsre Werke; der Glaub allein gibt Kraft und Muth, und nur durch Chrisli Stärke sind wir in Angst und Traurigkeit getrost, und überwinden weit. 8. Was ist die Trübsal dieser Zeit und alles Leid der Erden, Gott, gegen deine Herrlichkeit, die kund an uns soll werden? Wie schnell flieht dies mein Leben hin! hin, wo ich ewig selig bin! nicht Schmach, nicht Tod noch Lein Ich bin durch Jesu Blut erkaush ich bin auf seinen Tod getauft. 10. Der uns in Christo alles 90 Gott, wird mich nicht vernichin der uns bis in den Tod geliebt, g wird mich einst nicht richtenl n Erd und Himmel untergehn, pah ich zum Leben auferstehn. 14. Nicht Trübsal mehr, nicht d noch Schmerz betrübet dort die nen, nicht klagen mehr wird uh Herz, nur Freudenthränen weinng er, der für uns sein Leben gab,. trocknet unsre Thränen ab. 12. Dort schauen wir, und bahh an vor seinem Angesichte, und A wir hier im Dunkeln sahn, wir wn, den dort im Lichte die Wunder sein Liebe sehn, des Weisen Wege gu verstehn. 13. Ihr, die ihr ihn erhahn preist, ihr Engel, meine Bidg dann singet mein verklärter Geist h. eure Jubellieder; und eurer hohn Harfen Klang ertönt in meinen Il. gesang. 14. Du, der uns dieses Heil warb, laß, Jesu, michs ererhal du, der für seine Menschen suh laß, Jesu, dir mich sterben!] gih daß ich dir im Leben treu, gisig bis in den Tod dir sei. Von der Nachahmung d Erlösers. Mel. Machs mit mir, Gott, nach.—A — elch hohes Vessl 350. Wé gabst du mir, mah ö Heiland, durch dein Leben! soll sh nicht gern und mit Begier dit much zuahmen streben? und nicht den Mh den du betratst, auch gehn, und RW ühun, was du thatst? ö 2. Dein Herz war voller Hulh keit, so rein, wie deine Lehrez da Thun Lieb und Rechtschaffenheit, d Endzweck Gottes Ehre: hier schaff du mir Zufriedenheit, und dot e 9. Heil mir! ich bin sein Eigen⸗ ewge Seligkeit. thum! nichts soll mich von ihm schei⸗ den! nicht Wollust, Güter oder Ruhm; stiegst vom Himmel nieder, wash 3. Darum entäußertest du dich, iu h Lebg . lles ghz rnichten iebt, y nI ven n, wah licht H die ird un weiney. gab, ind bihh und h. wit hnn der stin ege gih erhabz Biihn 1* ö der hohn inen Al Heil 0. eretbenl. hen sh! ben! güh u, gehg i dis ach.— 3 Vasil mir, mah sollt sh. dir nah den Ah „ Und d ler Hustz ehrez din Rbeit, M ier schf dort eil u dich M er, an oder dem christlichen Wandel überhaupt. „ein armer Mensch, wie ich; mn Sawacht nennst du Brüder, der Bosheit Raub, der Leute Spott, in deinem Wandel gleich wie Gott. J. In Knechtsgestalt erschienest du, um uns zu Herrn zu machen; den Kranken gabst du Kraft und Ruh, und warst stark in den Schwachen; du trugst die Leiden mit Geduld, und trugst sie sonder eigne Schuld. 5. Du starbst für unsre Missethat. Wer liebt so seine Freunde! erfüllst für uns des Vaters Rath, und bit⸗ kest selbt für Feinde. Du starbst, gehorsam bis zum Tod, und ehrtest guch im Tode Gott. 6. Dies große Beispiel hast du mir zur Richtschnur hinterlassen, daß ich gesinnet sei gleich dir in meinem Thun und Lassen. Komm, sprichst du, nimm dein Kreuz auf dich, komm, solge mir, und thu, wie ich. 7. Ich komme, Herr! gib Kraft und Licht, daß ich mein Heil erkenne, dein wahrer Jünger sei, und nicht nich fälschlich nur so nenne: damit ich deinem Beispiel treu, auch andern selbst ein Beispiel sei. Mel. Es ist das Heil uns kommen.— 6. 35 1 Seele, schaue Jesum 91. an! hier kannst du ncht erkennen, was wahre Demuth heißen kann, und was wir Sanft⸗ nuth nennen. Er stellt sich dir zum Ruster dar; wie Jesu Christ gesinnet war: so sei auch du gesinnet. 2. Er war der große Gottessohn, Un ehrten Cherubinen; doch ließ er seluen Himmelsthron, und kam, um uns zu dienen. Er selbst, der Herr der Herrlichkeit, war Menschen wohl⸗ uihun bereit: so sei auch du gesinnet! 9. Er sah die ganze Lebenszeit auf sines Vaters Willen, durch Thun und Leiden stets bereit, ihn treulich erfülen. In allem, was er dacht und that, verehrt er seines Vaters gath; so sei auch du gesinnet! 193 4. Das Böse sucht er alsobald mit Gutem zu vergelten; man hörte, wenn die Welt ihn schalt, ihn niemals wie⸗ der schelten; man hört ibn nicht um Rache schrein; er übergab es Gott allein: so sei auch du gesinnet! 5. Wenn Stolz und Eigenliebe sich, o Seele, bei dir reget! so stärke Jesu Beispiel dich; dann wirst du nicht beweget. Ach, nimm doch dessen Wort in Acht, und denke, wie ers hat ge⸗ macht;: so sei auch du gesinnet! Mel. Kommt her zu mir, spricht.— 238. 352 ommt her, Mühselge, . kommt zu mir, spricht Gottes Sohn, o kommt, seid ihr mit Sünden gleich beladen. Wo sucht ihr Trost? Nur Trost und Heil, wird dem, der zu mir kommt, zu Theil, ich heile euren Schaden. 2. Wie lange säumet ihr euch noch? Kommt her, und übernehmt mein Joch, und folget meinen Lehren. Seht, wie ich, ganz nach Gottes Sinn, so sanft und so demüthig bin; mich müßt ihr billig bören! 3. Sanft ist mein Joch, leicht meine Last. O! wer sein wahres Glück nicht haßt, wird sich darunter beugen. Ruh und Erquickung findet sich bei mir, und trostreich werd ich mich ge⸗ wiß an ihm bezeigen. 4. Nun, Jesu, mich verlangt nach dir, zeuch mich dir nach, so laufen wir, dir will ich mich ergeben. Ich weiß es, o Herr Jesu Christ, daß außer dir kein Retter ist, bei dir ist Heil und Leben. 5. Laß mich nun, so wie du gethan, aus wahrer Demuth jedermann zu dienen fertig stehen. Laß mich, wie du, sanftmüthig sein; Beleidigungen gern verzeihn, und Fehler übersehen. 6. Ach, bilde mich nach deinem Sinn, mich, der ich ohne dich nichts bin, daß ich dein Joch recht trage. Sprich meiner Seele tröstlich zu, und bringe mich zur wahren Ruh, am Ende meiner Tage. 19⁴ 25) Von der Erkenntniß Gottes. Mel. von Nr. 55. 353 oll sich mein Geist, o * Gott, zu dir erhe⸗ ben, und dich zu kennen glücklich sich bestreben, so mußt du selbst, um groß von dir zu denken, die Kraft mir schenken. 2. Laß doch, o Herr, dein Licht mich stets erfreuen, und meiner Seele Finsterniß zerstreuen: erleuchte mich, daß mich zu deiner Ehre, dein Glanz verkläre. 3. Was ist im Himmel, Gott, was ist auf Erden, das so, wie du, verdien erkannt zu werden? Was ist, das meinen Durst nach Glück so stille, als deine Fülle? 4. Dich suchen, ist die edelste der Sorgen; zwar bist du unerforschlich und verborgen; doch willst du, wenn wir nur dein Licht nicht hassen, dich finden lassen. 5. Mit lauter Stimme lehren deine Werke uns deine Weisheit, deine Güt und Stärke; auch hast du selbst, sei hoch dafür gepriesen! uns unter⸗ wiesen. 6. Und immer mehr willst du dich offenbaren, wenn wir getreu, was du uns lehrst, bewahren, wenn wir, was deine Lehren wirken sollen, uns bessern wollen. 7. Ach, möcht ich, Gott, aus allen meinen Kräften dich suchen, ruhn von Sorgen und Geschäften, und mein Gemüth, um mich zu dir zu schwingen, zur Stille bringen! 8. Doch mein Verstand ist unstät, träg, er scheuet der Ueberlegung Müh, 11. Dann werd ich immer hah dich erkennen, und täglich mehr in deiner Lieb entbrennen, dir gay gehorchen, fröhlich dich erheben, I Gott, nur leben! Mel. von Nr. 72. o find ich Gott, y 354. Wé meine Serlt u allem ewig lieben will? Du, den mir zum Trost erwähle, schweig, hun zu meinem Wunsch nicht still! un werd ich mit dir, größter Fremm noch völliger, als hier vereint? nicht preisen, wenn ich dich sh wie du bist! zwar deine Wunig Herr, beweisen, wie unaussprecll gut du bist. Wie schimmern sie, A zeigt ihr Glanz mir deine Herrlicht nicht gan 3. Ich s⸗ gel, und bete dich in Schwachhell a. Ach, hätte meine Seele Flügel, dir, mein Schöpfer, mehr zu nahh wie würde sie sich deiner freun!. selig, wie verherrlicht sein! 4. Dürft ich, am Fuße deines Ih nes, mit deinen Engeln dich erbuhh. könnt ich im Antlitz deines Sohnl wie deine Seligen dich sehn: ich, d ich hier kaum stammeln kann, h sänge dir dann, wie ein Mann. 5. Mir macht zwar jedes dellh Werke mehr, als ich rühmen km bekannt. Es zeigt mir deiner Almaß Stärke, und deinen weisesten Versianh und deine Huld, die selbst das Loh in Davids noch zu schwach erhob. — und, schnell zerstreuet, sinkt er, wenn ich zu dir gezogen werde, zurück zur rde. 9. Auch täuscht mein Herz ihn, machet ihn vermessen, verführt ihn, seine Grenzen zu vergessen, will mehr, als seine Kräfte mir vergönnen, von dir erkennen! 10. Ergreife mich und leite meine Seele, daß sie den Weg zum Lichte nicht verfehle, gewähre mir, damit sie nicht ermüde, Ernst, Lust und Friede! 6. Du sprichst auch, wie wit einh Kinde, in deinem Wort, o Gott, m mir. Wie gut, wie zärtlich! doch Sünde verdunkelt mir dies Licht zu dir. Was kann ich wissen, wenn diß Geist nicht selbst von dir mich u In weist 2 7. nissen er auch mein blödes MAah hellt; was lern ich, Gott, von din Mein Wissen bleibt immer Stückvel in der Welt. Ich suche dich, In 2. Wie woͤllt ich dich, mein. ehe dich hier nur im Eh ö Doch, wenn in meinen Finste⸗ f Prüfun sammel hie ein Mel. 355 kein ste du un das un Aller dein E 2. ter hilh nehr tnn Hir gan ben, A zott, Seele „ den i eig, Haj lI1 wun Fremp int? ein Gih. dich sch Wunhy Ssprechll. sie, d. herrliche im Sh chheit ügel, s. zu nahn reunl es Vn⸗ h erhihh Sohhth : ich, d amn, ll Nann. des deill nen kam L Allmach Versta 18 Lob — Gott, t dochtb Licht wenn dih nich uunn Ir en Hinsta⸗ 5 Aug Kl von dit Stückval dich, W Zweiter Theil.— Von der Erkenntniß Gottes. 19⁵ sorsche 1— und bleibe, dich zu sehn, wach. 36. uud Hört ich min auf. deine Stimme, in deinem Worte, hört ich nur, wie du verdienest, auf die Stimme der dir lobsingenden Natur! so lernt ich hier schon, mich allein, Gott, deiner Herrlichkeit zu freun. 9. Wie brünstig würd ich dann dich leben! mit welchem Eifer würd ich nich dir, Vater, zu gefallen üben, mie selig wär ich blos durch dich! nun aber täuschet meinen Geist, gleich Kin⸗ dern, Tand, wenn er nur gleißt. 10. Welch Elend! Vater, ich em⸗ hsinde mein Elend! Zeuch mich selbst zdir! Entkräfte selbst die Macht der Sünde. Dein Geist der Weisheit wohn in mir! damit ich vor der Täu⸗ sherei der Sinnlichkeit gesichert sei. 11. Gib, daß der Strahl von dei⸗ ger Wahrheit mein Leben leite, bis ih dort dich näher seh, und mit uehr Klarheit, als hier, an diesem Mifungsort. Ich, der ich hier kaum sammeln kann, lobsinge dir dann, hie ein Mann. Rel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 5 ein Gott, du wohnest 355. M zwar im Lichte, dahin kin sterblich Auge dringt! doch gibst au uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, OAllerhöchster, bist, und was mit uns dein Endzweck ist. 2. So gib denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht int dunkeln Onz und wenn ich ernstlich es be⸗ lachte, so hilf selbst meinem For⸗ shen fort! Laß für der Wahrheit hllen Schein mein Aug und Herz slets Dei sein. 9, Dein Wort sei mir ein Licht iu Glauben, das mich zur wahren Wiisheit führt. Laß mir doch keinen ihum rauben, was mir ein ewig heil gebiert. Kein Spöttergeist ver⸗ sihe mich; kein Zweifel sei mir hinderlich. I. Dich kennen ist das ewge Leben. duum hilf mir, Vater, daß ich dich und den, den du für uns gegeben, hier so erkenne, wie du mich in dei⸗ nem Wort es selbst gelehrt; bis einst sich meine Einsicht mehrt. 5. Vor allem laß bei mir lebendig, o Höchster, dein Erkenntniß sein! laß mich darnach dir auch beständig die größte Lieb und Ehrfurcht weihn. Gib, daß ich thu mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß. 6. Was hilft das richtigste Erkennt⸗ niß, wenns nicht zu deiner Liebe treibt? Was nützt ein aufgeklärt Verständniß, wenn doch das Herz noch böse bleibt? Drum lenke, Herr, auch meinen Sinn durch Wahrheit dir zum Dienste hin. 7. Laß dein Erkenntniß mir im Leiden ein Brunnquell wahres Tro⸗ stes sein. Laß mich, wenn Leib und Seele scheiden, dann noch im Glau⸗ ben deiner freun. Dort seh ich dich im hellern Licht von Angesicht zu Angesicht. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe.— 59. E ie selig bin ich, wenn 356. Wĩ mein Geist hinauf zu Gott sich schwingt, und, wenn er seinen Schöpfer preist, der Engel Werk vollbringt? 2. Wer gleicht Gott? wer ist so geschmückt mit Herrlichkeit und Licht? Ihr Seraphim! ihr seht entzückt sein göttlich Angesicht. 3. Ein voller Strom von Wollust quillt aus seiner Wissenschaft. Denn er ist selig und erfüllt mit Freuden, was er schafft. 4. Er spricht ein Wort, und schnell umringt den Seligen ein Heer, das selig ist, und ihm lobsingt, das nie⸗ mand zählt, als er. 5. Auch ich entstand, weil er mich schuf, um ewig froh zu sein. Heil, Seele, dir! denn dein Beruf ist, Gottes dich zu freun. 30 6. Schon siehst du durch ein däm⸗ mernd Licht den Unaussprechlichen! dort wirst du ihn von Angesicht in größrer Klarheit sehn. 13* 196 26) Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. nuhe Mel. von Nr. 234. 357 Wie soll' ich dich, mein * Gott, nicht lieben? Du hast mich ja zuerst geliebt, und, von Erbarmen angetrieben, den Sohn geschenkt, der Leben gibt. Herr, dies Geschenk zeigt rührend an, wie huld⸗ reich du mir zugethan. 2. Von Ewigkeit hast du beschlossen, ich soll dein Kind und Erbe sein. Und wann ist eine Zeit verflossen, da du mein Gott, mich zu erfreun, mir nicht noch weit mehr Guts gethan, als ich jemals aussprechen kann? 3. Wie sehr, Herr, bist du mir gewogen! du liebtest mich von Anbe⸗ ginn, und hast mein Herz zu dir gezo⸗ en. Bewahre selbst in mir den Sinn, daß dir, voll brünstger Dankbarkeit mein ganzes Leben set geweiht. 4. O welch ein seliges Geschäfte, Herr, deinem Dienst sein Leben weihn! gib du mir selber dazu Kräfte, so wird mein Fleiß gesegnet sein. Ist deine Gnade nur mit mir, so bleib ich stets, mein Gott, an dir. 5. Führst du mich gleich auf rau⸗ hen Wegen, so thust du es zu mei⸗ nem Heil. Auch unter harten Kreu⸗ zesschlägen hab ich an deiner Huld doch Theil, und nach vollendter Lebensbahn nimmst du mich einst mit Ehren an. 6. O reiche mir, auch wenn ich sterbe, Herr, deine Vaterhände zu. Dann tröste mich mein künftges Erbe! dräut, ist sie mein Sonnenschein. können keine Leiden von dahd 90 Wian scheiden, so groß sie immer sein, 2 3. Mik frbhlichem Gemlihe wu ich an deine Treu: denn, Vater, dih Güte ist alle Morgen neu. Seh i 305 nur stets auf dich, wird mir die R. Hak beit füze, in der ich Schweiß verhiß wein du unterstützest mich. I. Du gabst mir aus Erbarmenin Sohn, der für mich siarb, und gui muthsvoll mir Armen dein Kindschn ußt recht erwarb. In ihm, Gott M slin mein. Drum kann ich Hoffnung fuss W du wirst mich nie verlassen, nein, sih Haut mein Helfer sein. XI 5. Wie gut ists, dein gedeisg die Welt mag immerhin ihr Iin got aufs Eitle lenken. Wie schich nab ihr Gewinn! zu dir halt ich nii omae Gott! dies bringt, auch wan iu leide, dem Herzen Trost und Fuh nehn dies stärkt mich eint im Lod. du di 6. Drum will ich an dich denn und m so lang ich denken kann. Witdu Denn ins Grab mich senken, so geh zwar die Bahn, da mein die M. vergißt. Doch du, Herr, denkst u meiner, wenn auch auf Erden lin mein eingedenk mehr ist. Mel. Herzlich lieb hab ich dich.— er du mich alh 359. D Vater liebst,. mich mit Wohlthun ganz unh dann führe mich in deine Ruh. Mit völliger Zufriedenheit lieb ich dich dann in Ewigkeit. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren.— 301. 358 A· dich, mein Gott, * gedenken, ist Pflicht und Trost für mich. Wenn Sorg und Gram mich kränken, so sieht mein Aug auf dich. Dann mindert sich mein Schmerz; dann fliehn die bangen Sorgen, wie Nebel vor dem Morgen, und Ruh erfüllt mein Herz. 2. Denk ich an deine Liebe, wie werd ich dann erfreut! wenn alles um mich trübe, und mir ein Wetter Gott, meiner Seelen Fteudel aicht f bleibe dennoch stets an dir. Bus mein Gott, das je mich deiner Liebe scheide? Du machste deinen Weg bekannt, hälist mih meiner rechten Hand, regierest mit Lebenslauf, und hilfest meinerScnn heit auf. O Herr, mein Gohl bist mein Licht; du bist mein 1 ich folge dir, so irr' ich nicht, 2. Du leitest mich nach deinem d der anders nichts beschlossen hat was mir Segen bringet. Gehtsgh zu Zeite dennoch, daß durch wohlgelinget. Na ott. fauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem in. ll Lbron erfreut die Krone der Gerech⸗ der LAl sigkeit. Mein Herr! mein Gott! ach sein ol Begier, all voll Begier wünsch uhe du ich zu sein, mein Heil, bei dir. er, dih. 3. Mein Sinn ist ganz auf dich ge⸗ Sehehl sichbt. Hab ich nur dich, so frag ich die h nicht nach Himmel und nach Erden. bergich! Denn wär der Himmel ohne dich, so Unnte keine Lust für mich auch selbst in Himmel werden. Wärst du nicht shon auf Erden mein, so möcht ich nicht auf Erden sein. Denn nichts in der ganzen Welt, das mir so ing fas schr, wie du, gefällt. Mein Herr und nein,Ilh Golt! wo du nicht bisk, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. gedeh. Und sollte mir durch Kreuz und ihr in goth, durch Marter, durch Gewalt schlaht und Tod auch Seel und Leib ver⸗ ich u schmachten; dies alles wird, wenns wen auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle d druch, wär, mein Glaube doch nicht achten. od. Du bist und bleibest doch mein Heil, Mmn und meines Herzens Trost und Theil. so geh ve W denͤst u rden lin kann Leib und Seele selig sein. Herr, neine Burg! ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Wer von dir weicht, und auf hält, muß freilich wohl verderben. Erkann, weil er die Lust und Pracht der Erden sich zum Himmel macht, nicht deinen Himmel erben. ch.— ich als liebst, umpht Freudel“ r. WI nicht zu jener bessern Welt. Nur den, der hier sein Herz dir weiht, sein herz dir weiht, nur den führst du zur Herrlichkeit. 6. Drum halt ich mich getrost zu dir; du aber hältst dich auch zu mir! und das ist meine Freude. Ind zage nicht, auch selbst im tiefsten keide. Dein Wort, o Höchster, soll alein mein Trost und meine Richt⸗ shnur sein, bis sich einst in der Ewigkeit mein Herz vollkommen dei⸗ net freut. Gott meines Heils! ich Ich setze neine Zuversicht auf dich, mein Fels, Zweiter Theil.— Von der Liebe und Dankbarkeit ꝛc. der Welt dir nicht beharrlich Glauben ich Sünder! ich, der Höllen Raub, Denn wer dich hier nicht lieben lernt, und nicht sein Herz von dem entfernt, was dir, du Heiligster, mißfällt, kommt 19²⁷ warte drauf: ich warte drauf: nimm mich in deinen Himmel auf! Mel. O Gott, Vater, ich glaub an dich. 2 PIIIIIIIIIIIIII 360. Wẽ ohlan, mein Herz, , x. sei stets bereit, und zeige deine .——. Dankbarkeit dem Gott, dem du ——3... SI....IF F ganz eigen bist; des liebstes Werk PPPPPIFPIFIFIFIFIFIF I IF PIPF P F———— — SPIS.IIII.I.I..— das Wohlthun ist; des Heil uns 2.—..—...— E E überall begegnet; der den ver⸗ ——.—.—— 5 fluchten Sünder segnet. 2. Er denkt bei jedem Augenblick, bei jedem Pulsschlag an mein Glück. Er ists, in dem ich leb und bin; durch den ich der Gefahr entrinn: ach, dan⸗ Denn wahrlich nur durch dich allein kend muß ich, Herr, verstummen; wie viel sind deiner Gnade Summen! 3. Dort zeigt sich mir erst eine See, vor der ich ganz erstaunend steh! ich Erdenklos, ich schnöder Staub! erfahr in seinen Liebesarmen sein groß, sein göttliches Erbarmen. 4. O Sünden, die ich je verübt, und er mir väterlich vergibt: wer zählt euch? seines Geistes Macht hat mich so oft zurecht gebracht, so ⸗ mit mildem Trost erfreuet: sein Woh thun wird noch stets erneuet. 5. Auch seine Züchtigungen sind für mich oft pflichtvergeßnes Kind Wohlthaten, alles Dankes werth. So wird des Fleisches Kraft verzehrt, der Schlaf verjagt, der Geist ent⸗ zündet, und Glaub und Hoffnung fest gegründet. 6. Ich zähle leichter Stern und Sand, als alle Güter deiner Hand. Der selgen Engel bohe Sprach ist selbst für deinen Ruhm zu schwach. Wie kann es dann mir Wurm gelin⸗ gen, dein Hallelujah recht zu singen? 19 Zweiter Theil.— 7. Doch will ich bringen, was ich kann. Nimm mich dir ganz zum Frommen Tod; o Herr, ich bin dih Opfer an. Herz, Muth, Mund, Knecht, von dir erkoren, von Auch! Leib sei dir geweiht zu deiner Ehr in Ewigkeit. Ich will mich ewig dir verschreiben: du sollst mein, ich will dein verbleiben. Der 116. Psalm. Mel. von Nr. 324. 361 ie lieb ist mirs, daß * Gott zu meinem Schrein sein Ohr herab neigt, daß er meine Klagen im Himmel hört: in allen meinen Tagen soll mein Gebet nur ihm geweihet sein! 2. Schon überall um mich war nichts als Tod, schon hatte mich des Grabes Angst umgeben! kaum schien ein Hoffnungsstrahl noch meinem Le⸗ ben, tief sank ich hin in Traurigkeit und Noth. 3. Da rief ich Gottes heilgen Namen an: ach, Herr, mein Gott, errette und behüte mich doch! gerecht ist Gott, er ist voll Güte, barmherzig, und ein Gott, der helfen kann. 4. Er schützt die Frommen, und er hilft auch mir, wenn ich voll Angst und fast verzehrt, mich quäle; zu Von der Liebe 9. Wie köstlich ist vor Gott v. 6. was u Magd zum Knechte dir geboren! a den. Banden rissest du mich, Herr, mmn geduld ott!“ bird 1 10. Dir opfr' ich Dank; dich hl 7. J ich stets erhöhn, und preisen, Dann für Gutes mir geschehen, benalh dann will ich dir, dein Volk solls sehn wo ich was dir mein Herz gelobte bei un ich in! Flehn. Barmh 11. In Salem, Herr, in deün Heiligthum, will ich dich loben! I W des Tempels Hallen soll mein Geshn 36² soll, Gott, mein Dank erschu 905. da sing ich: Hallelujah! du Irr Hi Ruhm. ö sarke Mel. von Nr. 42. 17151 362 u Vater deiner M nielen * schenkinder, dus vben? die Liebe selber bist; und dessen 2. 2 auch gegen Sünder noch gütig i in dem voll Mitleid ist! laß mich von gunt les du, Herzen dein, laß michs mit dh schon j. Kräften sein. deiner 2. Gib, daß ich als duuchegene dich liebe, da du mich als ein A eben liebst, und so gesinnt zu sein g ꝛ. übe, wie du mir dazu Vorschrist h ahne b deiner Ruhe kehre wieder, Seele, denn wie viel Gutes thut der Herr an dir! 5. Du machtest mich vom nahen Tode frei, mein Aug von Thränen, meinen Fuß vom Fallen! ich will vor dir im Land des Lebens wallen; ein Herold deiner Huld und deiner Treu! 6. Mein Mund bekennet, weil mein Glaube siegt! zwar litt ich sehr, viel waren meiner Plagen; doch sprach ich auch in meinem größten Zagen: Gott ist wabrbaftig, jeder Mensch betrügt. 7. Wie kann ich Gott vergelten, was er that? Unzählig ist die Wohl⸗ that seiner Güte! was bringt ibm nun mein dankerfüllt Gemüthe, ihm der so gnädig mich errettet hat? 8. Ich will den Heilskelch nehmen, ihn erhöhn, die Wunder rühmen, die an mir geschehen, bezahlen will ich ihm, sein Volt solls sehen, was ihm mein Herz gelobte bei dem Flehn! Was dir gefällt, gefall auch 8 dientet Nichts scheide mich, mein Gott, dan mir d 3. Vertilg in mir durch deine i ih fün den Hang zur Liebe dieser Wellit Sehen gib, daß ich Verläugnung übe, mir was Eitles noch gefällt sollte ich die Kreatur dir voss Schöpfer der Natur? 4. Laß mich, um deines M willen, gern thun, was mit Wort gebeut. Kann ichs nitht ich soll, erfüllen, so sieh auf Willigkeit, und rechne mir, nat ner Huld, die Schwachheit, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, de mit Freuden das thut, was 9 Gott, mißfällt. Drum laß ⸗ mit Ernst vermeiden, gefiel th der ganzen Welt. Die kleinste E. selbst zu scheun, laß, Vasn behutsam sein. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, bin dun was mir dein weiser Rath bestimmt. on dein Auch Trübsal führt zu ewgen Freu⸗ ren! iu. den. Wer ihre Last gern übernimmt, rr, um geduldig trägt, und weislich nützt, uypnnd mächtig von dir unterstützt. dich 9⁰ 7. In deiner Liebe laß mich sterben. sen, un Dann wird der Tod selbst mein Gewinn, bezalh dann werd ich deinen Himmel erben, ls sh vo ich dir ewig nahe bin. Da lieb e bei de ich in Vollkommenheit dich, Vater der Bumherzigkeit. in deinn ben! 0 Mel. Werde munter, mein.— 116. l in Ge ott, mein Vater, deine 113— 363. GeLicbe reicht, o weit dirder Himmel ist. Deines Wohlthuns satke Triebe sind so ewig, als du bist. Deiner Huld Unendlichkeit, Gott, er⸗ shöpfet keine Zeit; und wer kann die einer M. dielen Proben deiner Güte würdig ser, da loben? desen. 2. Als ich noch der Welt verborgen, gütig Vin dem Schooß der Mutter lag, wach⸗ von gun dis du, für mich zu sorgen, über mich mit shon jeden Tag. Durch den Beistand deiner Macht bin ich an das Licht dein 6 gebracht, und was hat mein ganzes 3 ein A loen Gutes, das du nicht gegeben? u sein. 3. Nie gedenket mein Gemüthe, xschristeh ahne brünstge Dankbegier, jener unver⸗ Wauch's dienten Güte, da du durch die Taufe Bott,Bon mür das erhabne Recht gewährt, daß deine H. ich für dein Kind erklärt, mich des Segens der Erlösten voller Zuversicht darf trösten. 4. In den zarten Jugendjahren dir von wart du meines Lebens Stab; mein Beschimer in Gefahren. An dir hab ich bis ins Grab einen Vater, as mil der mich liebt: einen Vater, der mir hs nichhl gbt, was zum wahren Wohl mir auft nützet, einen Vater, der mich schützet. 5. Gott, du machsts mit uns stets heit, beser, als wir wünschen und ver⸗ Gott sehn. Deine Güte ist viel größer, als Wohl doch feste. die Kraft, dich zu erhöhn. Schallte „wab leich so hoch mein Dank, wie der a laß th Straphim Gesang; dennoch würde durhh mein Loben deine Huld nicht gung erhoben. 0. O, so zeuch durch deine Liebe, herr, mein ganzes Herz zu dir. und Dankbarkeit gegen Gott. 199 Stärk und mehre selbst die Triebe wahrer Dankbarkeit in mir. La mich ganz dein eigen sein; so mi deines Wohlthuns freun, daß au mir auf dieser Erde Wohlthun wahre Freude werde. 7. Ja, laß jede deiner Gaben recht zu brauchen mich bemühn; stets den Zweck vor Augen haben, dazu du sie mir verliehn. Deine Güte reize mich, daß ich immer brünstger dich lieb, und deinen heilgen Willen freudig suche zu erfüllen. Mel. von Nr. 42. 36 4 Men Herz, ermuntre * dich zum Preise des Gottes, der dein Vater istl be⸗ denke, auf wie viele Weise du ihm zum Dank verpflichtet bist. Bring ihm, der stets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar. 2. Herr deine Hand ist immer offen, zu geben, was mir nützlich ist. Und doch bin ich oft schwach im Hoffen auf dich, der du die Liebe bist. Mein Gott! wie wenig bin ichs werth, daß mir noch Hülfe wiederfährt! 3. Unendlich groß ist dein Erbarmen. Nur wohlzuthun bist du gewohnt. Drum wird auch mir, mein Gott, mir Armen, von dir nicht nach Ver⸗ dienst gelohnt. Noch immer steht mir deine Treu mit Segen, Trost und Hülfe bei. 4. Du bist es, der in meinen Sor⸗ gen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn sie, noch für mich verbor⸗ gen, nach meinem Wahn zu lan verweilt, so kommst du, eh ichs mi versehn, mich aus dem Kummer zu erhöhn. 5. Du wählst und wirkest stets das Beste, und wenn auch meine Noth sich häuft, so steht durch dich mein Wenn Fluth von Elend auf mich träuft, so siehst du mit Erbarmen drauf, und hemmst allmächtig ihren Lauf. 6. Du bist mein Heil. Mein ganz Gemüthe ist deines Ruhms, mein Retter, voll. O, könnt ich deine große Güte doch so erheben, wie ich H N 200 Zweiter Theil.— Von der Liebe soll! doch meine Kraft reicht nicht dahin. Du weißt es, Gott, wie schwach ich bin. 7. Und hätt ich auch viel tausend Zungen, so würde deines Wohlthuns Preis nie würdig gnug von mir besungen, auch bei dem allergrößten Fleiß. Denn mehr, Herr, als ich rühmen kann, hat deine Huld an mir gethan. 8. Jedoch du siehst mit Wohlgefal⸗ len auch auf des Herzens Redlichkeit; und börest selbst das schwache Lallen der Deinen mit Zufriedenheit; du hörst es, wie ein Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachheit trägt. 9. Drum soll mir deine Huld und Güte beständig, Gott, vor Augen sein. Ich will mit redlichem Gemüthe mein Leben deinem Lobe weihn, bis ich vollkommner deinen Ruhm erheb im höhern Heiligthum. Mel. Dennoch bleib ich stets an dir.— 156. 365 H berkem Lust am Herrn, * bei dem Herrn ist Freud und Leben; und er wird, denn er gibt gern, dir auch, was dir dienet, geben. Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Lust, die in Weinen sich verkehret! Glaube, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, findet stets auf seiner Bahn, was das Herz nur wün⸗ schen kann. 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht, wenn man Gott im Worte kennet. Lust an Gott stärkt uns zur Pflicht, wenn man in der Liebe brennet. Solche Lust beut alles an, was das Herz nur wünschen kann. 4. Wer die Lust am Herren hat, hat auch Lust an seinem Willen, suchet ihn durch Wort und That unverdrossen zu erfüllen! und so trifft er alles an, was das Herz nur wünschen kann. 5. Bleibst du auch nicht ohne Last; trag g„uldig die Beschwerden; wenn du wohl gelitten hast, wird dir ewge Freude werden; und du triffst im Himmel an, was dein Herz nur wün⸗ schen kann. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe.— 14 28 ein Geist erstaunt, A. Stur 366. M mächtiger,— Kule die Gnaden denkt, womit du mich neh sir d. Gott und Herr, so unverdient beschenl 2. Dann ist mein Herz so boch t⸗ freut, ganz deiner Güte voll, u%t weiß vor heißer Dankbarkeit nich 3 wie es danken soll. mirs 3. Als ich noch in der Muh Du éh Schooß, in Nacht verborgen, schlh aus d bestimmtest du für mich das Lu Güte das mich zum Leben rief. 2. 4. Du wählst des Sterblichen mich schick, eh er geboren ist. Und so un genbl ich, o welch ein Glück! schon alz eh und Kind ein Christ. deltef 5. Schwach an der Brust, v 3. nahmst du schon, was noch kein Fuhl Lreu war, und neigtest zu des Win mich Ton dein Ohr erbarmend dar. Erde 6. Wenn ich als Jüngling von es du sch Pfad der Tugend mich verirrt, U 4, mich höchst liebreich, Herr, dein a und ö darauf zurückgeführt. 7. Du warst mein Schutz und mun Wehr vor Unglück und Gefahr, u. vor dem Laster, das noch mehr,A sie zu fürchten war. 8. Ich sah, von Krankheit bh durch dich mein Leben mir geschah und deine Gnad ergquickte mich, in Sünden mich gekränkt. ö 9. Von Freudenstrahlen glänzt Blick, da du so hoch mich liehsh u in der wahren Freundschaft Gluh Lebens Trost mir gibst. 10. Und welche Wohlthat, 0 ist nicht dies Herz, das fühlen kun dies Herz, ganz dein, das dansh spricht, was du an mir gethan. 11. Kein Tag soll froher mim gehn, als, Höchster, dir zum Ich will dein hohes Lob erhöhh, gut ich kann und weiß. 12. In Schrecken, Angst, G und Noth trau ich allein auf Durch dich gestärkt, ist selbst derg mir nicht mehr fürchterlich. 13. Wenn krachend einst der d der Welt sich aus den Angeln uit will ich den preisen, der mich si dich, der mich leben heißt. —. 7 nge.—. unt, M. wenn g rich, mih 17 boch e/ oll, 1 eit nich r Muhh , schlih as Vulh ichen O. d so uin n als c rust, ein Flehn Welush dar. g von de rirrt, dein du und min efahr, A mehr, A. 1 theit Ha geschal mich, 01 glämgtut liebs, 0 ft Gläth N ahih U 1 0 lbst derd h. nst der de ngeln ut mich hi t. und selbst der Leiden Plage verwan⸗ .— und Dankbarkeit gegen Gott. 14. Oich, der mich bei der Welten Sturz mit starkem Arm erhob! selbst Ewigkeiten sind zu kurz, o Höchster, für dein Lob! Nel. O Welt, ich muß dich lassen.— 48. Di dank ich für mein 367. Leben, Gott, der du mirs gegeben, ich danke dir dafür! Ou hast, von Huld bewogen, mich aus dem uc bterdh durch deine i ier! 2. Du, Herr, hast mich bereitet; mich väterlich gelettet bis diesen Nu⸗ genbli. Du gabst mir frohe Tage, deltest du in mein Glück. 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treu viel zu geringe, mit der du mich bedacht. Damit ich Staub und Erde auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht. é I. Du hörtest schon mein Sehnen ö und zähltest meine Thränen, eh ich Herr, 201 bereitet war; eh ich zu sein begonnte, und zu dir rufen konnte, da wogst du schon mein Theil mir dar. 5. Du ließ'st mich Gnade finden, und sahst doch meine Sünden vorher von Ewigkeit. O Höchster! welch Er⸗ barmen! du sorgtest für mich Armen, und bist ein Vater, der verzeiht. 6. Für alle deine Treue, für das, daß ich mich freue, lobsinget dir mein Geist. Er ist dein größt Geschenke; daß ich durch ihn dich denke, ist dein; dein ists, daß er dich preist. 7. Daß du mein Leben fristest, und mich mit Kraft ausrüstest, dies, Vater dank ich dir; daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regierest, dies alles, Vater, dank ich dir. 8. Was mir in diesem Leben noch nützt, wirst du mir geben; du gibsis, ich hoff auf dich. Dir, Vater, dir befehle ich meinen Leib und Seele. segne und behüte mich! 27) Von der Furcht Gottes. Mel. O großer Gott von Macht. .... 368. O du erhabner SSSSSS.....— Gott, an Macht unendlich reich! EDSE. wer ist dir auf der Erd und wer 1.—— DD..‚— im Himmel gleich? Vor dir erbebt DD.—— die Geisterwelt; und was der Him⸗ .——— el in sich 1— — beugen. 2. Du hast durch deine Kraft den himmel ausgestreckt; die Erde fest gegründt, dem Meer sein Ziel gesteckt. uns Gutes ist, hast du uns zugewandt. —. 3— 7 der niemals hält, muß sich mit bemübt sei, deinen Willen gehorsam S liefem Schweigen vor deinem Throne I....——F— Dein Wort bewegt der Berge Grund, und stürzt sie in des Meeres Schlund. Du sprichst: so fliehn selbst Welten, o Herr, vor deinem Schelten. 3. In deiner Hand sind wir, wie Thon in Töpfers Hand. Was an Du lehrst das menschliche Geschlecht durch die Vernunft und Schrift dein Recht, willst, daß wir Thun und Denken nach deiner Vorschrift lenken. 4. Erleuchte meinen Geist, o Gott, mit deinem Licht. Dich fürchten, sei mir stets so Seligkeit, als Pflicht. Hilf, daß ich, als dein Unterthan, dein entbehren kann, zu erfüllen. 5. Laß deine Gegenwart mir stets vor Augen sein, und auch im Dun⸗ keln mich dein helles Antlitz scheun. Erinnre mich an dein Gericht, wenn zur Verletzung meiner Pflicht die Lust der Welt zu Zeiten mich Schwachen will verleiten. 202 Zweiter Theil.— Von der Furcht Gottes. 6. Doch zünde auch in mir das Licht des Glaubens an, daß ich in Christo dich als Vater lieben kann. Gib, daß ich frei vom knechtschen Geist, mit Freuden dir Gehorsam leist, und mich aus reiner Liebe in deinen Wegen übe. 7. Laß, Vater, deine Furcht des Lebens Leilstern sein, so nimmt kein Irrthum mich zu meinem Schaden ein. Sie mache mich von Heuchelei, von Menschenfurcht und Trägheit frei; so werd ich im Gewissen die süße Ruh genießen. Mel. des 26. Psalms. — 369. O? Gotk⸗ wer ist +7 —— dir gleich, wie mächuig ist dein E 2 2 E 2—.— Reich! dein Dräun bewegt der Erde 2 + . 12——. +2 E Grund. Willst du zur Strafe ziehen, t——— 2—— ——— + wer kann vor dir enkflfehen dein — — E ——— Arm wird allenthalben kund. 2. Wo ist der Ort der Welt, der mich verborgen hält? Vor dir liegt alles aufgedeckt; wie sollt ich dann noch wagen, Gehorsam zu versagen, da deine Gegenwart mich schreckt? 3. Dem, was ich lass und thu, siehst du aufmerksam zu, und bringst es einst vor dein Gericht. Wie sollt ich dann nicht beben? auch bei dem uicht. Leben bestehen Adams Kinder nicht. 4. Doch mach von Heuchelei und Knechtesfurcht mich frei, daß ich dich fürchte als dein Kind, und in der reinen Liebe mich durch den Glauben übe, wozu mich deine Huld verbindt. 5. Ach lenkte bloßer Zwang den ungewissen Gang, wie könnt ich mich in dir erfreun? Nein, laß mich dir, o Vater, mein Helfer und Berather, mit Willigkeit ergeben sein. 6. Wer als ein Knecht ihn und thur, was er gebeut, Kaogn wah seiner Liebe bloß, der kann ihm n—5 gefallen! die Liebe macht bei allen, 97 auch bei Gott, den Menschen giu ant 7. Was noch so schwer uns delh Uu macht uns die Liebe leicht; sie mas Deh. uns dir, Höchster, gleich! sie Iu wer unsre Herzen, versüßet unsre Schm—4 Nel⸗ und bringt uns in dein 10 8 1 v eich. 8. Entzünd den Trieb in mir, sar Lust zu thun, was dir gefällt, o mein ewig Heil! dir will ich m 6 ergeben, dir sterben und dir lehn——— dir, meines Herzens Trost und YA hm Mel. Wer nur den lieben Gott.— vor dir, die kindlich heißt. gleich 2. In allem, was ich thun 9 3. Gib, daß ich sits zu ge she nehme, daß du allgegenwärtig bisn Last: das zu thun mich ernsllch sch daß was dir, mein Gott, zuwidet der Beifall einer ganzen Well dem ja nichts, der dir mißfäll. 4. Laß immer dein Gericht e 2) scheuen, und wirke steten Ernst iuß mein Leben deinem Dienst zu wil daß ich die Gnade nicht verlien, mich von dem verdienten Fluch his und stets noch liebreich trug. 5. Ja, Vater, laß mit Furchl Soll nichts mein ewig Glück eiß vor tern, so laß mich in der Gnade Fei mit Vorsicht alles Unrecht flehn ⁰ nur um deine Gunst bemühn. 6. Gib, daß ich stets ein gulh fäll wissen vor dir zu haben sorgses no wi Zittern mich schaffen meine. und mache von den Hindenisth Zweiter Theil.— Von dem Vertrauen auf Gott ꝛc. 203 ihn sn nahren Tugend selbst mich frei. Nie jedoch n but Furcht und Lust der Welt mich, ihm ns das zu thun, was dir gefällt. allen, u 7. In deiner Furcht laß mich stets hen gul dandeln, und überall, auch wo ich uns delz zin, nach deiner Vorschrift redlich han⸗ sie maß deln. Du bassest heuchlerischen Sinn. sie sil Ger dich von Herzen scheut und ehrt, re Schmt gur der ist dir, o Vater, werth. dein ehg. In deiner Furcht laß mich einst serben, so schreckt mich weder Tod h mix,W noch Grab; so werd ich jenes Leben Ut, on uen, dazu dein Sobn sich für mich U ich m6 gab. Gott! deine Furcht bringt Se⸗ dir leh gen ein. Ihr Lohn wird groß im und In Himmel sein. zott.—V Mel. von Nr. 72. o Golt, I e illst du der Weisheit scheuen 371. Wĩ Quelle kennen? Es rein Aul is die Furcht vor Gott dem Herrn. uen, sh gur der ist weis und klug zu nennen, Drumti der alle seine Pflichten gern, weil „die Zul Gott sie ihm gebeut, vollbringt, wenn t. gleich dazu kein Mensch ihn zwingt. ch thu2, Lern Gottes Größe recht empfin⸗ ine Wil den, und fühle deine Nichtigkeit! so zur 4 cirt du nie dich unterwinden mit inde mih sörichter Verwegenbeit zu tadeln, ch Lus was sein Rath beschließt, der wun⸗ vich nih dabar, doch heilig is. 3. Wirst du den Höchsten kindlich 5 zu 00 sheuen, so wird dir keine Pflicht zur ärtig bish dast: nur das wirst du vor ihm bereuen, Gott als Zeugen vor sich hat, der freut sich jeder guten That. 4. Wenn Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth ver⸗ leihn, wird dich die Furcht des Herrn erwecken, auch dann, was unrecht ist, zu scheun. Denk nur, vor seinem Ange⸗ sicht ist Finsterniß, wie Mittagslicht. 5. Den Herren öffentlich verehren, sowohl, als in der Einsamkeit; auf des Gewissens Stimme hören, und willig thun, was er gebeut: auch das lehrt dich die Furcht des Herrn; auch das thut, wer ihn fürchtet, gern. 6. Läßt dich die Welt Verachtung merken, wenn du dich fromm von ihr entfernst; die Furcht des Herren wird dich stärken, daß du die Welt verachten lernst. Wer Gott, dem Höchsten, wohlgefällt, ist glücklich, selbst beim Spotlt der Welt. 7. Sich stets vor dem Allmächtgen scheuen, gibt Heldenmuth und Tapfer⸗ keit, wenn uns der Menschen stol⸗ zes Dräuen, was Gott mißfällt, zu thun gebeut. Ist Gott mein Schutz, mein Heil und Licht, so beb ich vor den Menschen nicht. 8. Laß deine Furcht, Goit, mich regieren, mich stets auf dich, den Höchsten, sehn! laß sie mich zu der Weisheit führen: so werd ich nie⸗ mals irre gehn. Wohl dem, der sich stets kindlich scheut: dich fürchten, Hagent nun, nun ist er zu Geriht 28) Von dem Vertrauen auf Gott, und der Ergebung in seinen Willen. 3. Wenn meiner Wohlfahrt Feinde Fall ge⸗ bracht! so werd ich dennoch nicht ver⸗ zagen, denn Gott lebt noch mit seiner Macht! 4. Gott ist im Himmel, doch auf Erde schaust du herab vom Himmel, Gott! und siehst, wenn ich gedränget 2. Und wenn sie mir, um mich zu Roth. siehst meinen Jammer, meine Noth. 5. Du kennst und liebest den Gerech⸗ 410 10 daß du sie oft versäumet hast. Wer Gott, ist Seligkeit. n Well mißfält. Ernst ih nst ag t verliet, Fluchih Der 11. Psalm. trug. Mel. von Nr. 46. it Furcht 37²2 oll Glauben will ich eine Se* zu dir beten, o Gott, Glück ut vor deinem Angesicht! dann kann kein der Gnad Feind mich untertreten, dann beb ich, cht fliehn Gott, vor Menschen nicht! emühn. 5 ein gull fällen, und meines Falles sich zu freun, n sorhsas noch so verborgne Netze stellen, so indemiss, will ich doch nicht zaghaft sein. ten, befreist ihn gern von jeder Last; 204 Zweiter Theil.— Von dem Vertrauen auf Gott hilfst, wenn sie flehen, deinen Knech⸗ ten, und hassest jeden, der sie haßt. 6. Weh dem, der den Gerechten spottet! Gott schaut im Zorn den Frevler an! er wird mit Wettern kannt von dem, der ewig tödten ann! 7. Denn der gerechte Richter liebet F der Heiligen Gerechtigkeit; und hilft dem, der, was recht ist, übet, wenn auch die ganze Welt ihm dräut! Mel. Was Gott thut, das ist.— 267. uf dich, Herr, nicht auf 37 3. A meinen Rath, will ich mein Glücke bauen, und dir, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Du, der die Welt allmächtig hält, wirst mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. 2. Du sahest schon von Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, bestimmtest meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu bestegen wäre? 3. Du, Herr, weißt, was mein Herz begehrt, und hättest, was ich bitte, mir gnädig, eh ich bat, gewährt, wenns deine Weisheit litte. Du sorgst für mich stets väterlich. Nicht, Lescheh⸗ mir ersehe, dein Wille, Herr, geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Noth hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glück⸗ lich macht, läß'st du es keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer deinen Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trüb⸗ sal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden? Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden? Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten; der Herr hilft seinen Knechten. ö Mel. von Nr. 72. ein Hort ist Gott, in ö 374. M laß ich walten. 9 hoff auf ihn! er kennet mich. In feblts, die Seinen zu erhalten Mitteln nie, und sein bin ich! 0 gründe meine Zuversicht auf diesh els und wanke nicht. 2. Was quäl ich mich? Bin 10 ein Heide, der ohne Gott und hf nung ist? Herr, das ist meines H⸗ zens Freude, das du mein Gott u Helfer bist. Hilf, mein Erbarng, stärke mich, denn nichts vermag 0 ohne dich. 3. Der Herr erzieht hier seine Kindn zur Ewigkeit mit weiser Huld. 5 schont, er züchtigt viel gelinder, ah wir verdient, und hat Geduld. hat nicht Lust an unserm Schmap wir flehn; ihm bricht sein Vaterhe 4. Die Lieb ist Gott! wie kann zagen? Gab er für mich nicht Jsn Christ? Was könnte mir ein Gah persagen, der so unendlich gütig i Erhabner Trost, der nimmer kch, und jeden Zweifel überwiegt! 5. Ich harre seiner und bin siill, wie bald verstreicht die Prüfungens dann nehm ich dort aus seiner Zull unendliche Zufriedenheit. Er leite uih! nach seinem Rath, wie er mir zun⸗ saget hat! Mel. Was Gott thut, das ist.—. — er Herr ist meine gu⸗ 375. D versicht, mewehug Trost im Leben. Dem fehlt es nie ay Trost und Licht, der sich dem Hem ergeben. Gott ist sein Gott. Auffis Gebot wird seine Seele stille. n gnügt des Vaters Wille. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht hu⸗ traun? du bist des Schwachen Stis. Die Augen, welche auf dich schath, sehn deine Wunderwerke. Herr, gif von Rath und stark von Thatli n gnadenvollen Händen wirst du dih Werk vollenden. g3. Noch nie hat sich, wer Hah geliebt, verlassen sehen müssen: Iu läß'st ihn, wenn ihn Noth umgih, doch deinen Trost genießen. Des dion, und der Ergebung in seinen Willen. men Herz wird frei von Schmerz. Ott, ihy n. A N ten, l chl 6 fdiesa Bin ih 1d Hof. des Hüz ott u barma, in sil, ungszeh ner 50 leite mih nir zug W deine u⸗ n eintgn es nie m m Henn Auffeh e. In nicht hu⸗ n Stiit, schaut, dert, g hatl n du dah wer Gol ssen: A umgib, hes Hion Der Sünder eitles Dichten, pflegst err, zu zernichten. 24 Drüut hoff, o Seele, hoff auf Gott. Der Thoren Trost verschwindet; wenn der Gerechte in der Noth das Herz des Schöpfers findet. Wenn jener sillt, ist er ein Held; er steht, wenn gene zittern, als Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichtt. Ver⸗ sucht sind, die zu Menschen fliehn; herflucht, wer von Gott weichet! dein Heiland starb: er, er erwarb, auf seinem Todeshügel, dir deines Glau⸗ bens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her sich Ungewitter sammeln! Gott hilft, wenn Christen freudenleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thränen Zahl zählt er, er wiegt die Schmerzen, und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht. Nuf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, herlassen, und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehle ich mein Mein Wohlsein und mein Leben. hoffend Auge blickt auf dich; dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott, und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 119. 376 u hast, mein Vater und * mein Gott, mich durch dein Wort belehret, daß deine Hand der Frommen Noth in Freude einst berkehret, und daß ich alles, was mich kränkt, auf dich, der unser Schicksal lenkt, mit Zuversicht soll werfen. 2. So will ich denn auch auf dein Wort der Sorgen mich entschütten. Erhöre du, mein Fels, mein Hort, mein kindlich Flehn und Bitten. Gib meiner Seele wahre Ruh. Was mich bekümmert, lenke du zu meinem ewgen Besten. 3. Der Sorgen Macht hat freilich öft mich übermeistern wollen. So 2⁰0⁵ hab ich nicht auf dich Wu⸗ als ich wohl hoffen sollen. Mein Gott, wie groß ist meine Schuld! an dir hab ich durch Ungeduld vielfältig mich versündigt. 4. Erbarmender! vergib es mir, nach deiner großen Güte! und stärke zum Vertraun zu dir mein schüchternes Gemüthe. Gib, daß ich freudig hoff auf dich, du werdest nie, als Vater, mich verlassen, noch versäumen. 5. Seh ich auch gleich nicht immer⸗ fort zur Hülfe Wege offen; so laß mich dennoch, Herr, mein Hort, auf deine Rettung hoffen. Du bleibst doch immer groß an Rath, und immer mächtig auch an That, mein Bestes zu besorgen. 6. Dies sei mein Trost, dies sei mein Licht, wenn mich die Sorgen kränken. Erfüllst du meine Wünsche nicht, so laß mich gläubig denken, daß mirs nicht gut gewesen ist. Weil du die höchste Weisheit bist, so fügst du stets das Beste. 7. Was hier mir fehlt, das wirst du mir aufs Reichlichste ersetzen; wenn ewge Freuden mich bei dir in deinem Reich ergetzen. Da ist mein Erb und höchstes Gut. O särke mir dadurch den Muth bis an mein selig Ende. Der 62. Psalm. Mel. von Nr. 54. ein Geist soll nun in 377. M Gott allein, als seinem Schutze, ruhig sein. Ich stehe ja bei ihm in Gnaden. Genug: ist dieser Gott mein Held, so tob und stürme nur die Welt; ihr Anfall soll mir doch nichts schaden. 2. Wie lange beutst du, roher Hauf, Verläumdung, List und Bos⸗ heit auf, um einen Mann zu über⸗ mögen? ihr Frevler eilt mit aller Macht, wie eine Wand, die hängt und kracht, nur eurem Fall und Tod entgegen. 3. Umsonst sucht dem, den Gottes Hand zu einem hohen Ehrenstand bestimmt, der Neider nachzustellen. Da spart ihr keine Tücke nicht. Ihr 206 segnet mich ins Angesicht, und flucht mir gleichwohl in der Seelen. 4. Da ruht mein Herz in Gott allein; der wird schon mein Erlöser sein, und meine Sehnsucht bald ver⸗ nügen. Er ist der eine, der mich stützt, und wider alle Feinde schützt. Wie sollt ich stets darnieder liegen? 5. Mein Schutz und Sieg in aller Noth, mein Trutz und Ruhm bis in den Tod, der Herr erquicket mein Ge⸗ müthe. Drum schütte vor ihm Jacobs Haus das Herz nur immer gläubig aus, und gründe sich auf seine Güte. 6. Wer auf der Menschen Hülfe baut, und auf der Großen Schutz vertraut, der wird in seinem Wahn betrogen. Ihr ganzes Wesen weit und breit ist eitler noch, als Eitelkeit, und wird von nichts auch überwogen. 7. Verlasset euch auf Frevel nicht, und seid auf keinen Raub erpicht! vergeht euch nicht nach Eitelkeiten! und kommet ihr zu Geld und Gut, so laßt euch nicht zu Uebermuth, noch schnödem Geitze je verleiten. Mich lehrte Gott einmal ein das hör ich, deucht mich immerfort: er sei der Herr im höch⸗ sten Throne, der Richter, dessen Macht und Treu der Unschuld Hülf und Rath verleih, und jedem nach Ver⸗ dienste lohne. Mel. Ule Menschen müssen sterben.— 82. ott der Wahrheit! dessen 378. G Treue unsre Hoffnung flützt und hält, ich erkenn es voller Reue, daß mich Kleinmuth oft befällt. Ach, mein Herz hängt noch an Dingen, die doch keinen Trost mir bringen. O wie oft vergeh ich mich, ängstlich zweifelnd, wider dich. 2. Gott, vergib mir diese Sünde! nimm die Strafe von mir hin. Schenke, Vater, deinem Kinde einen dir ergebnen Sinn, der von dir nur Hülfe heischet, den nicht falsche Hoffnung täuschet, die das Herz aufs Eitle zieht, und wie leichter Rauch entflieht. 3. Laß mich Gram und Sorgen meiden, weil du für mich sorgst und wachst, und bei allem Druck der Lei⸗ Wort; Zweiter Theil.— Von dem Vertrauen auf Gott, den dich um mich zur Mauer ma iter Laß mich auf dein Wort stets 1. 215 das noch immer eingetroffen. 00ʃ 3 wer deinem Wort nicht traut, hat ai leichten Sand gebaut. 4. Laß mich fest im Glauben wn den, daß dein Wort wahrhaftig sh o, so werd ich hier auf Erden von mancher Unruh frei. Dann wsh ich, mein Gott, mit Flehen, stetsah deine Hülfe sehen; dann wächst mahh Zuversicht, und die Hoffnung nih mich nicht. 5. Vater, meine Hoffnung grümg sich auf deines Sohnes Tod. Mah Seele sucht und findet darin gioßg Trost in Noth. Ja, sein siegnih Auferstehen läßt mich zu dem Lah gehen, das kein traurig Ende nium wo mir ewges Heil bestimmt. 6. Muß ich gleich noch hier ah Erden, Gott, vor dir ein Pilgh sein; wirst du doch von den Beschun den dieser Zeit mich einst bessh O, erwünschte selge Stundenl aller Noth entbunden, werd ich I mein Heiland, sehn, und zu dih Freude gehn. 7. Laß mich fröhlich darauf hoft Herr, Herr, meine Zuversichtl das alles eingetroffen, was a mir dein Wort verspricht. Auf l Quelle alles Lebens, harrt der Ghah Norg nie vergebens. Was wir glau dit schauen wir einst gewiß, o hin lur g bei dir. 7 — — 2— — e= Mel. von Nr. 33. er ewge Golt u ger 379. D böchste Vater u siht: allem, was da Kinder heißt, die kebeh ktbäß quell, der Weltberather, den u Ius fe Glaub als Schöpfer preist, der. Welt aus seinen Schätzen blos du sein Wort hat aufgestellt, und A un nach seinen weisen Sätzen Zeit, M Gewicht und Ordnung hält: 2. Der hat sein Herz zu mit neiget in seinem vielgeliebten E 5 den er von Ewigkeit gezeuget, der nun herrscht auf Gottes Ilh um dessen Willen will er heißen Bater und mein Bundesgott, matl. väterlich sich mir erweisen in aller f Rbs⸗ und Seelennoth. . Gih. 3. Sollt ich nun nicht dem Vater hatal trauen? sollt ich nicht, wann mich Unglück trifft, voll Zuversicht aufs ben wn Ende schauen, da seine Zucht viel aftig sl Gutes stift't? ich will es thun von en von j ganzer Seelen, mein Herz sei ganz un wih auf ihn gericht't, so kann mein Hof⸗ „tetsgßt fen mir nicht fehlen, denn ihm fehlt chst ma Macht und Wille nicht. ing ih, O wie so wohl geschieht der See⸗ len in dieses ewgen Vaters Schooß! 3 grüchl ach laß mich dich allein erwählen, Ma teiß mich von allen andern los: laß in guußßt mich mit starken Liebesseilen zu dir sigulh sets angezogen sein; so stellt dein dem Lag Lind sich ohn Verweilen, bei dir, de niun mein Gott und Vater, ein. Hier Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. schhn er nur den lieben 3 2 380. Wĩ Gott läßt walten, d ich li kr wunderbar erhalten in aller Noth zn und Traurigkeit: wer Gott dem Aller⸗ sehte.. Was helfen uns die schweren was allh mach⸗ was hilft uns unser Weh Auf d und Ach der Ghn Morgen beseufzen unser Ungemach? r glau wir machen unser Kreuz und Leid 0 ih lur größer durch die Traurigkeit. „. Man halt in frommer Ehrfurcht sille, und warte, bei sich selbst ver⸗ ö niht wie Gottes Gnad und heil⸗ Golt h. get Wille und sein Allwissenheit es Bater 4 sigt: Gott, der uns ihm hat aus⸗ die Leben 5 der weiß am besten, was ö uns fehlt. 1, da 4. Er kennt die wahren Freuden⸗ blos inn funden, weiß, wenn ein Glück uns lüglich set; und wenn er uns be⸗ hährt erfunden, aufrichtig, ohne heuchelei: so kommt Gott, eh wirs heschehn. 4 5. Denk nicht in deiner Drang⸗ bergißt, und daß der ihm im Schooße 0 hersehn, und lässest uns viel Guts hlohitze, daß dich dein treuer Gott she, der reich und groß und mächtig Gottes Macht umschränkt: will dich und der Ergebung in seinen Willen. 20⁷ ist: die Zukunft ändert oft sehr viel, und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Was sind vor Gott der Men⸗ schen Sachen? sein starker Arm ver⸗ mag sogleich den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; wie leicht ist es bei dem gethan, der bald erhöhn bald stürzen kann! 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verrichte deine Pflicht getreu, trau ihm und seinem reichen Segen, so wird er bei dir werden neu: denn wer nur seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. . 38 1. ohl dem Menschen SISISISISISISISIIIIIIII der von Herzen, alles, was ihn + ..— E.— 2— stellt, der nicht mit vergebnen Schmerzen seines Unglücks trübe E— E— Nacht trüber macht. 2. Denn es ist doch nur vergebens, daß ein Mensch, der sterblich ist, immer sich mit Sorgen frißt; weil der Stifter unsers Lebens, alles, wie es muß geschehn, vorgesehn. 3. Wenn der Himmel dich will segnen, so empört die Erde sich nur vergeblich wider dich; soll was Wi⸗ drigs dir begegnen, wirst du ihm, durch Widerstehn, nicht entgehn. 4. Gebt dein zeitlich Heil zurücke, werde nicht so sehr bewegt: der für alles Sorge trägt, dieser sorgt auch für dein Glücke; deine Stunde kommt ja wohl, wenn sie soll. 5. Ist dir mancher überlegen, der es nicht verdienet hat; glaube, Gottes dunkler Pfad ist gar weit von unsern Wegen, und es ist doch alles gut, was er thut. „6. Hast du Angst vor böfen Leuten; ihre Bosbeit, die dich kränkt, ist mit 2 2⁰0⁸ Noth und Tod bestreiten; waffnet Erd und Hölle sich wider dich. 7. Wisse: wen die Allmacht schützet, den erschlägt kein Donnerknall, ob der dicken Wolken Fall gleich mit Flamm und Keilen blitzet; ja ob gleich die ganze Welt bricht und fällt. 8. Führ dein Leben nur mit Freu⸗ den, warte von des Höchsten Hand, was er dir hat zuerkannt, schicke dich, auch das zu leiden: schweige gern zu allem slill, was Gott will. 9. Gott weiß alles wohl zu machen! darum wer sich steif und fest auf des Höchsten Huld verläßt, und sich uen in allen Sachen unter seinen Willen biegt, lebt vergnügt. Der 138. Psalm. Mel. von Nr. 42. ch danke dir von ganzem 382. J Herzen; dir sing ich, Herr, vor aller Welt. Dein Name lindert meine Schmerzen; wenn mich dein Tempel in sich hält, so preis ich deine Güt und Treu und wie dein Name berrlich sei! 2. Ruf ich dich an, so wollst du hören, und neue Kräfte mir ver⸗ leihn! dich müssen alle Fürsten ehren, und deinem Wort gehorsam sein! und allenthalben mach ihr Mund die Größe deiner Ehre kund. 3. Der Herr ist hoch; allein er siehet aufs Niedrige, und hälts in Hut. Nichts ist, das seinem Blick entfliehet! auch nicht des Stolzen Uebermuth. Wenn mich die Angst mit Haufen drückt, so werd ich doch durch ihn erquickt. 4. Es mag der Zorn der Feinde wüthen: doch reicht der Herr mir seine Hand; sein rechter Arm wird mich behüten, und enden meinen Jammerstand. Herr, deine Huld bleibt für und für: vollende nur dein Werk in mir! Mel. Ach Herr, mich armen Sünder.— 67. ist, all di 383. Conpeanket, besichl 25 Zweiter Theil.— Von dem Vertrauen auf Gott, lenket, ist auch von dir nicht fun Erwach aus deinem Schlummer, i Gott erhebe dich! er siehet del Kummer, und liebt noch aileng. 2. Sinds Sünden, die dich schnm. zen? ja, sühle deine Schuld, dun trau mit ganzem Herzen auf delnn Mittlers Huld. Zu wahrer Muh führet die Reu, die Gott gefalh Allein den Tod gebieret die Rauns, keit der Welt. 3. Trau Gott, nicht deinen Solh sen, die Wahl des Besten zu. Syn wer wirds besser wissen, dein S0 pfer, oder du? Er weiß ja, was 17 in jedem Augenblick. Nn r, dein Vater, wählet, das di zu deinem Glück! 4. Der Gytt, auf dessen Sah dein ganzes Wohl beruht, ist steth seinen Wegen hochheilig, weis mn gut. Und was er seinen Kindem n ihrem Heil ersah, kann kein Eh. schaffner hindern. Wenn er gebahh stehts da. 5. Es mag die Hölle wüthenl in sonst empört sie sich, wenn er is will behüten; und er bebütet dihl wer gleicht ihm? seinen Winken g horchen Erd und Meer. Laß deise Muth nicht sinken, dein Schirm un Schild ist er. 6. Gott zählet deine Zähren, u. wird, was gut ist, gern auch deinmn Wunsch gewähren. Sei sille i dem Herrn! er ist ein Hort der Zrun men, hoff unverzagt auf ihn, din seine Zeit wird kommen, und daln Wohlfart blühn. 7. Ergib dich ihm mit Freudn. V sei stark in seiner Kraft. Sei al zur Zeit der Leiden ein Chris u tugendhaͤft. Und dann ergreif Glauben den Trost der Ewigkeitl uu kann dir diesen rauben, der alg Gram zerstreut? 8. Sei froh; dein Gott W sein Rath ist wunderbar. Eiust u du überführet, daß er der beste u Du denkst wohl 3 per Hen der hn erbarmt sich nicht; der Herr hat mis trost dem Herrn. Er, der die Himmel vergessen! doch hoͤre, was er synth will n erfreun Hetzie 11. 1 sin ner, deing erlih. schnt, d„ H fdelnt 2 6 gefälh. Aauu Schl⸗ Shisth n Sül, Was d l. M as den u Sohn st steth h weis m indem u kein h. geba, hen!. 1 er itet dich inken g/ aß deitn hirm I ren, ch deinen stille l der Fron hn, den und daln Freudeh⸗ i den machst du es immer gut. 8 Shrist ergrrif i igkeitt uu der glg t regian En uil beste v : der han hat nnt er syuih und der Ergebung in seinen Willen. 9. It auch der Mütter eine, die ihtes Sohns vergißt? denk an dies Wort und weine die Freudenthrän, 0Christ! und könnt sie ihn vergessen, will ich doch deiner nicht, ich deiner nie vergessen; der Herr ists, der es t. 15 Mit ruhigem Gemüthe verlaß auf ihn dich fest, und wiß, daß seine Güte dich ewig nicht verläßt. Er wil nach einer Weile dich destomehr ersteun. Zu deinem größten Heile hatzieht er; harre sein. 11. Wohl dir alsdann, du Treuer! wie groß ist einst dein Lohn! dein Richter, dein Befreier reicht dir die Siegeskron; auf kurze Prüfungstage slgt ewger Preis und Dank. Dann Ugein jede Klage und wird ein öͤbgesang. Mel. von Nr. 72. 38 4 Hes mache meine Seele * stille! bei allem, was nich kränkt und drückt, geschieht doch kitzig nur dein Wille, der nichts zu meinem Schaden schickt. Du bists, der alles ändern kann! und was du thust, ist wohlgethan. 2. Auch auf den allerrauhsten We⸗ an führst du uns zur Glückseligkeit. Eulbst Trübsal bringt dem ewgen Segen, der dir sein ganzes Herze heht. Ihr Ausgang wird doch herr⸗ 10 sein, siehts gleich der blöde Geist nicht ein. Drum laß mich stille sein und loffen, wenn du mir Prüfungen be⸗ siumt. Dein Vaterherz steht dem doch hfen, der zu dir seine Zuflucht nimmt. Wer still in deiner Fügung ruht, mit 4. Uns bleibt oft, was uns nützt, huborgen. Wer hats je ganz genau rkannt? Wie oft sind unsre Wünsch und Sorgen voll Thorheit und voll Unverstand! wer kann, was seinem Pohlergehn zum Schaden dient, ganz übersehn? 5. Rur du, du kennst und wählst dus Beste. O Vater, mache selbst mein heiz in dieser Ueberzeugung feste; so ihr ich auch im größten Schmerz dich 209 noch mit der Gelassenheit; was mein Gott will, gescheh allzeit. 6. Die Stunde wird doch endlich kommen, da mich vollkommnes Glück erfreut, denn einmal führst du doch die Frommen zur völligen Zufrieden⸗ heit. Und dann wird jedem offenbar, daß, Gott, dein Rath der beste war. 7. Dann wird von allen meinen Plagen der ewge Nutzen mich erfreunz dann wird mein Herz statt aller Kla⸗ gen, voll von dem Dank und Lobe sein: der Herr, der für mein Heil gewacht, hat alles wohl mit mir gemacht! Mel. Jesu, meine Freude.— 89. 385 eele, sei zufrieden! * was dir Gott beschie⸗ den, das ist alles gut; treib aus dei⸗ nem Herzen Ungeduld und Schmerzen; fasse frischen Muth! ist die Noth dein täglich Brot; mußt du weinen mehr als lachen; Gott wirds doch wohl machen. 2. Bringt der Feinde Menge alles ins Gedränge, was die Wahrheit liebt; will man deinen Glauben von dem Herzen rauben; sei drum unbetrübt! stellt man dir viel Elend für; drohen der Verfolger Rachen; Gott wirds doch wohl machen. 3. Scheint der Himmel trübe; fällt der Menschen Liebe immer mehr da⸗ hin; droht ein hart Geschicke alle Au⸗ genblicke dem erschrocknen Sinn; nur Geduld! des Himmels Huld sieht auf alle deine Sachen: Gott wirds doch wohl machen. 4. Ungeduld und Grämen kann von uns nichts nehmen, macht nur grö⸗ hern Schmerz; wer sich widersetzet wird nur mehr verletzet; drum Ge⸗ duld, mein Herz! aus dem Sinn mit Sorgen hin! drücket gleich die Last dich Schwachen; Gott wirds doch wohl machen. 5. Wer ein Christ will heißen, muß sich auch befleißen, alles auszustehn: mag bei Ungewittern Erd und Himmel zittern, ja zu Grunde gehn; der steht fest, den Gott nicht laͤßt; drum laß alle Wetter krachen: Gott wirds doch wohl machen. 14 210 Zweiter Theil.— Von dem Vertrauen auf Gott, 6. Kronen soll der tragen, der des 7. Liebt den Herrn, ihr seine h, Kreuzes Plagen in Geduld besiegt: der! die ihm traun, bewahret Gah lagen fröhlich ausgehalten, und Gott lassen schrecklich rächt er flolzer Sün a, walten, das macht recht im alles frechen Uebermuth und Spott. g 2 N Drum nimm dir, o Seele! für, alles nem, der ihn liebt, wirds seh Aled n ö Unglück zu verlachen: Gott wirds darum stärket eure Seelen, und i. Aal doch wohl machen. ihr zur Zuversicht ihn erwählt hi h 1 0— icht! W Der 31. Psalm. 4 Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. Aus dem 27. Psalm. 3. E W 386 err! dir trau ich; auf Wel. us tiefer Roth schrei ich.—in len u II* der Erde weiß ich kei⸗ er Herr ist meines nen Freund, als dich. Damit ich nie 387. bens Kraft. Sohm henliche schamroth werde, rette, du Gerechter, vor Unglück grauen? Er ists, hl gger sch michl neige mir dein Ohr und eile Rath und Hülfe schafft, im sol n. 66 6 schnell daher zu meinem Heile, sei Herz vertrauen. Er schützt mihh Racht l mir, wenn das Unglück dräut, Fels Meiner Feinde Heer, ihr stolzer An i wo und Burg und Sicherheit. nichts schreckt mich mehr, hab ich ih ftunser W 2. Ja, du bist mein Fels, Erret⸗ nur zum Freunde. Runcher M ter! meine feste sichre Stadt, welche 2. Empöre dich, ohnmächtge Ul sie Alm mich in jedem Wetter liebreich auf⸗ mein Geist wird nicht erschra 6. Es genommen hat. Eile, deines Namens Gott wird in seinem heilgen nser Ja wegen, mich zu führen, mir entgegen; zur bösen Zeit mich decken. Seinast nend o reiß der Feinde Netz entzwei! steh mir, für mich ist Wohlergehn. Er uh zr aller meine Stärke, beil mit Segen mich erhöhn zum huhss; und 3. Meine Stärke, dir befehle, dir der Erlösten. wuh in deine Vaterhand übergeb ich meine 3. Ja, Vater! neige mir dein Ih⸗ Seele, zu bewahren, wie ein Pfand. wenn Höll und Welt mir 1 Du beschirmst mich, Gott der Treue, Mein Herz hält dein Gebot mir dh und ich hasse, Herr, und scheue jeden, ihr sollt mein Antlitz suchen. Jach 989 der die Lügen liebt, Eitelkeit und Herr, getrost zu dir. Verbirg dih nh ein untidie nicht vor mir, und laß A Sale 4. Dir vertrauet mein Gemüthe, gnädig finden. nahet a fröhlich sing ich und entzückt jauchz⸗ 4. Verlaß mich nicht, o Gott 10m sige ich über deine Güte, daß auf mich Heil, wenn Menschen mich verlash ud Be dein Auge blickt; daß, wenn alle mich Nimm du mich auf, und sel u 2. O verlassen, wenn mich tausend Feinde Theil, und beßre, die mich hast nüf 5 du auf meine Schmerzen siehst, Herr! nimm du mich zu Gnaden t Nel. Zeu ö 3 Füße, dam deine wun beschirmet bliebe, treu sich mih emich Mel. DO Gott 8 hilt mo usron en hat! angstvoll nannt i mich ilft uns unser Be berdshen und dein Auge mir ver⸗ 388. E er höret unser dlthasz schlossen; doch, als meine Stimme wir dürfen stets getrost zu seinem Bhthlpaf, 11 schrie, und dir rief, vernahmst du sie. gehen; wenn wir in Demuth ihm inizen 8eg ine Rij et Gah Süldn t. Ktj fehlz und AN. lt hh lagen unsre Noth: so werden wir abött, so hilft uns unser Gott. 2. Es bilft uns unser Gott, der ales weiß und siehet; dem auch das Innerste des Herzens nicht entfliehet. J, alles, was uns fehlt, und unser schnlichs Flehn, das hat der Höchste shon von Ewigkeit gesehn. 3. Es hilft uns unser Gott, der ales wohl vollführet, und auf das Weiseste zu aller Zeit regieret; sein henlicher Verstand sieht es am besten an, was uns wahrhaftig kann gut Ider schädlich sein. J. Es hilft uns unser Gott, der alle Maht besitzet, dem nichts unmöglich s wohl uns, daß er uns schützet! unser Leiden gleich sehr groß und nancherlei; getrost und unverzagt! die Allmacht steht uns bei. 5. Es hilft uns unser Gott, den user Jammer kränket; der sein erbar⸗ mend Herz auf unsre Bitte lenket: der aller Güte voll, die Liebe selber stz und von dem alles Heil auf uns nuich Christum fließt. Nel. Zeuch ein zu deinen Thoren.— 301. 389 Wẽo hilfts, daß ich mich * quäle? Was kränket rbirg Ul nich ein Leid? Entreiß dich, meine laß M. Stele, doch aller Traurigkeit! Gott „achet alles wohl: er wirds auch fer⸗ Bott Aih ua fügen, wie dir es zum Vergnügen verlash nd Besten dienen soll. schu, 2. Du wirst doch nichts gewinnen, ich hast pist du gleich Tag und Nacht mit naden ducht und Sorgen sinnen, wie dirs r Bahuhuh gehen mag. Bei Golt bestehts alein; laß seine Hand dich führen; die wird dich so regieren, wie dirs Uird nützlich sein. 9. Was dich will niederschlagen, a dich zur Erde biegt, was dir ul Angst und Klagen in den Gedan⸗ hn llegt, das wirf in seinen Schooß: hatrau auf seine Güte, und mach Ia. Gemüthe, von allem Kum⸗ 0s. „4 Er wird mich wohl versorgen, besser, als man denkt. Wer m. — 1 einez hHj Sollu ists, v soll nih öt mih zer Ahh 1b ich ih tge Vh rschrean. gen J Sein Rah Et p um hul dein Oh. r fluce mit vun Icslh mich uit nähen; t im ah froh! Hus Herzl dun Er ist x den und der Ergebung in seinen Willen. 211 nung blickt? ein Herz, das ihm ver⸗ trauet, und gläubig auf ihn bauet, wird doch zuletzt erquickt. 5. Ach, wenn wir nur bedächten, wie treulich er es meint! er sorgt für die Gerechten, und bleibet stets ihr Freund. Siehts gleich gefährlich aus, kann er sie doch nicht hassen, noch in der Unruh lassen: er reißt sie endlich draus. 6. So fall ich denn mit Freuden in Gottes Arme hin. Nichts kann mich von ihm scheiden, weil ich sein eigen bin. Er bleibt auf ewig mein, und wird mir alles geben, was mei⸗ nem Stand und Leben wird gut und selig sein. Mel. von Nr. 16. 390 O Herr, mein Gott, * durch den ich bin und lebe, gib, daß ich mich in dei⸗ nen Rath ergebe; laß ewig deinen heilgen Willen mein, und was du thust, mir eine Freude sein! 2. Du, du regierst, bist Weisheit, Lieb und Stärke! Du, Herr, erbarmst dich aller deiner Werke! was zag ich denn noch einen Augenblick? Du bist mein Gott! dein Wille ist mein Glück. 3. Von Ewigkeit hast du mein Loos entschieden. Was du bestimmst, das dient zu meinem Frieden. Du wogst mein Wohl, du wogst mir auch mein Leid, und was du schickst, ist meine Seligkeit. 4. Gefällt es dir: so müsse keine Plage sich zu mir nahn; gib mir zufriedne Tage. Allein vermehret es mein ewig Heil: so bleibe du nur selbst mein Trost, mein Theil. 5. Du gibst aus Huld uns dieser Erde Freuden; aus gleicher Huld verhängst du unsre Leiden. Ist nur mein Weh nicht meine eigne Schuld; so zag ich nicht. Du gibst dabei Geduld. 6. Soll ich ein Glück, das du mir gabst, verlieren, und willst du, Gott, mich rauhe Wege führen: so wirst du, „wie nah der Morgen, der mir Segen schenkt, auf den die Hoff⸗ denn du hörst mein kindlich Flehn, mir dennoch bald und mächtig Hülf ersehn. 1⁴² 21² 7. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen sterben. Herr, wie du willst! soll ich den Himmel erben, und dieser ist im wahren Glauben mein, wie kann der Tod mir alsdann schrecklich sein? Mel. von Nr. 54. 391 Wẽo grämst du dich, mein * blödes Herz? Ver⸗ banne Sorgen, Furcht und Schmerz! befiehl dich Gott! der wirds wohl fügen: er wird dir zeigen in der That/ wie er dich führt nach seinem Rath, durch dunkle Wege zum Vergnügen. 2. Gedenke, daß er alles weiß! was nur geschieht, ist sein Geheiß; wer kann doch seinen Willen hindern? Kein Engel, Fürstenthum, noch Tod, kein Hohes, Tiefes, keine Noth kann in dem Rath nur etwas mind ern. 3. Die Gnade Gottes wird bestehn! sein Bund wird nimmermehr vergehn: auf Jesu Tod ist er errichtet. Wenn schon ein Menschenkind betrügt; so denke doch, daß Gott nicht lügt, der sich durch einen Eid verpflichtet. 4. Wohl dem, der in den Gnaden⸗ bund, als Bundsgenoß, mit Herz und Mund den großen Herrn aufrichtig ehret; und wohlthut nur aus Dank⸗ barkeit, als Glied an Jesu sich erfreut, wenn auch der Nächste sich bekehret! 5. Wohl dir, o Christ, du hast es gut! wer, Gott ergeben, willig thut, was Glaub und Liebesregel wollen, dem schadet weder Feind noch Leid; weil ihm zum Heil der Ewigkeit auch Leid und Feinde dienen sollen. 6. Nun denn! ist dir der Weg be⸗ wußt, so hab am Herren deine Lust: du magst dich ihm wohl frei ergeben. Sei gutes Muths! er lebt in dir. Ein solch Gewissen ist schon hier, im Vorschmack, jenes Freudenleben. Der 91. Psalm. Mel. von Nr. 222. er unter Gottes Schat⸗ 392. ten ruht, den mag kein Feind bezwingen. Er kann, bei seiner Allmacht Hut, mit frohem Zweiter Theil.— Von dem Vertrauen auf Gott, Muthe singen: o Herr, durch den immerfort vollkommen überwinde, bist mein Heiland und mein n n auf welchen ich mich gründe. 760 2. Du machest meinen Gang gun yor des Verfolgers Stricke; und in die Macht der Finsterniß beschämtn mir zurücke. Ich biete Totz mit dißh uun Wort den stärksten Feindesschat n ihn denn mich bedeckt an jedem On i dalißt, Flügel vor Gefahren. 2. 3. Durch dich kann ich mit gun lunen sicht das Graun der Nacht bash Ini tro Mir drohn die Pfeil und sh Zunder, nicht, die an dem Tage fliegen, Dusten Seuche, die am Mittag würgdei 3 lur Dtsche birat, u die sich g wotr itternacht verbirgt, wird mich isline tödten können. 30 Hesdin: 4. Wenn mir zur Linken tussh Ius w auch noch mehr zur Rechten suh men so wird ihr gifterfüllter Hauh t Wön dennoch nicht verderben. Ich si— 7 wie die Sünder mir zur Lehree— x müssen, wenn sie für ihre Aut Wh hier schon so erschrecklich büßen 70 b6 5. Ich fliehe dir alleine u, r der alle Teufel toben; so bin ich iu g. d troster Ruh, o Höchster, aufgcheh So darf kein Uebel und kein Miidn jemals überziehen; und alle Ihn müssen weit von meiner Hütte sh n V nach Rau machen? Staub, tret 8. Du lä dein kräftigs J mit mir in N mir triumphiren ich einstens satt des Ehren, wie mir dein W‚ hat, die Seligkeit bescheeren. Dul Mtur! ö 1* 1 Valle Aus dem 146. Psalm. A'5 mein Geist, dem 393. Herrn zu singen, der Iuns alles Gutes gibt! ihm will ich in Danklied bringen; er hilft jedem, dur ihn liebt, und wer sich auf ihn galäßt, dessen Hoffnung stehet fest. 9. Menschen ruft die Menschen⸗ ünder nicht um Hülf und Beistand aul trotzt nicht auf die Macht der Sünder, die sich selbst nicht helfen kann. Frsten sind nur Asch und Staub, und, hie wir, des Todes Raub.. 3. O so lehnt euch nicht auf Stützen, gie der Tod so bald zerbricht: Gott Alein kann euch beschützen; er hält lils, was er verspricht. Wohl dem, en tuih ja auf ihn nur schaut, und sich ihm n siah gun angertraut. 4. Unsers Gottes Macht und Güte pähret bis in Ewigkeit, und sein vä⸗ telich Gemüthe ist zur Hülfe stets hueit. Suchet nur sein Angesicht; h herläßt die Seinen nicht. nit dinn Sschaam Oit nit gun t bestgh schih iegen. N ürgt, E ie sich g mich un Aa. O Welt ich muß dich lassen.— 48. 394 We soll ich ängstlich 0 klagen, und in der 1% Nuth verzagen? der Höchste sorgt für nich. Er sorgt, daß meiner Seele Uhin wahres Wohlsein fehle. Genug um Trost, mein Herz, für dich! 2. Was nützt es, heidnisch sorgen, nd jeden neuen Morgen mit neuem lunmer sehn? du, Vater meiner Age, weißt, eh ich dirs noch sage, main Leid und auch mein Wohlergehn. 3, Auf deine Hand zu schauen, dir iblich zu vertrauen, das, Herr, ist hiine Pflicht. Ich will sie treulich lbin, und dich, mein Vater, lieben; demm du verläßt die Deinen nicht. . Der du die Blumen kleidest, und lle Thiere weidest, du Schöpfer der Mtur! weißt alles, was mir fehlet. Dam Seele, was dich quälet, befiehl Uum Herr und glaube nur! huth, die mich verborgen in meinem eren. und der Ergebung in seinen Willen. 213 Treuen, du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thränen, und sich nach Hülfe sehnen, so klag ich dirs, dem Herrn. Dir, Vater, dir befehle ich jeden Wunsch der Seele. Du hörst, du hilfst, du segnest gern. 7. Der du mir hier im Leben schon größres Heil gegeben, und deinen Sohn geschenkt; du wirst mir alles schenken, und mir zum Besten lenken, was mich zu Sorgen reizt und kränkt. 8. Du führest, Herr, die Deinen nie so, wie sie es meinen; nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe. Das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tiefen sehe, und es nicht ganz verstehe, was du mit mir gethan; kann ich doch des mich trösten: du nimmst mich, mich Erlö⸗ sten, gewiß dereinst zu Ehren an. 10. Dort, bei der Frommen Schaa⸗ ren, dort werd ich es erfahren, wie gut du mich geführt. Da sing ich dir mit Freuden, nach überstandnen Leiden, den Dank, der deiner Huld gebührt. Mel. Von Gott will ich nicht lassen.— 56. on Gott will ich nicht 395. V lassen, mein Gott kam mir zuvor, da auf unsichern Straßen ich irrend mich verlor. Wie hülfreich fand ich ihn! am Abend, wie am Morgen mich huldreich zu versorgen, ist nun sein ganz Bemühn. 2. Der Menschen Gunst verkehret sich wohl in Haß und Neid; des Höchsten Freundschaft währet in alle Ewigkeit. Er hilft aus aller Noth; in Ketten und in Banden wird nicht sein Freund zu Schanden; er hilft selbst aus dem Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen auch in dem schwersten Leid! stets will ich auf ihn schauen: er hilft zur rechten Zeit. Dem Herrscher aller Welt will 5. Herr, alle meine Sorgen, die ich in meinem Leben mich ganz zum x Schutz ergeben; er thu, was ihm Halte nagt, werf ich auf dich, den gefällt. 2¹⁴ 4. Und ihm kann nichts gefallen, was mir nützlich ist, gut meint mit uns allen. Und du, Herr Jesu Christ! wie laut spricht nicht dein Blut: daß er mein Heil bedenket! der ö uns den Sohn geschenket, versaget uns kein Gut. ö 5. Lobt den mit Herz und Munde, 8 der alles mit ihm schenkt. O selig ist die Stunde, darin man sein ge⸗ denkt! ihr babt, dazu gewöhnt, den Himmel schon auf Erden! wie froh müßt ihr einst werden, wenn dort sein Lob ertönt. 6. Die Welt wird zwar vergehen mit ihrer Herrlichkeit; doch uns wird Gott erhöhen, uns, die sein Lob er⸗ freut. Wird gleich den Leib der Tod im Grabe tief verscharren, er stebt nach kurzem Harren bald auf, und jauchzet Gott. 7. So schweig ich denn und dulde das mir bestimmte Leid, das ich so oft verschulde. O jene Seligkeit macht 04 mich schon freudenvoll! o Heil, das sonder Ende, weil ich zu Gott mich wende, mir widerfahren soll! Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 396 Ge'n sorgt für mich, was *.* will ich sorgen? Er ist mein Vater, ich sein Kind. Er sorgt für heut, er sorgt für morgen; so, daß ich täglich Spuren find, wie Gott die Seinen väterlich versorgt und schützt. Gott sorgt für mich. 2. Gott sorgt für mich, ihm will ich trauen. Ich weiß gewiß, was mir gebricht, werd ich in meinen Händen schauen, so bald er nur sein Machtwort spricht. Drum bin ich jetzt und ewiglich gar wohl versorgt. Gott sorgt für mich. 3. Gott sorgt für mich, nach Seel Sein Wort ists, das die Be⸗ Leib erlegt, verwechselt sich gar bahh Zweiter Theil.— Von dem Vertrauen auf Gott, als] nie fehlet mir mein täglich dul grö ers Ists gleich nicht viel, doch danke Hed er segnet es, und sorgt für mih. 3. 5. Gott sorgt für mich und fürh mir g Meinen, wie sehr wir auch verls Endlid sind. Er läßt uns seinen Trost esshh entflob nen, wenn mancher Anschlag uns feine 2 rinnt. Geht es den Meinen kümmas Meinet und mir auch selbst: Gott sorgt fürnsl forschte 6. Gott sorgt für mich in mim 4. K Leiden, das Kreuz, das er mir all lleibt hört de Güteng prach. 19 gißt, de 5. 2 kiden, den! se an, die ich den! deiner e Freuden. Und wenn Gott gleic Seinen schlägt, so schlägt er dochn väterlich, zu unserm Wohl, und si für mich. ö 7. Gott sorgt für mich in mehh Alter: da hebt und trägt mich, mich liebt. Denn immer bleith) mein Erhalter, der mir in Schwagh Stärke gibt. Wie er noch nien von mir wich, weiß ich auch du Gott sorgt für mich. 8. Gott sorgt für mich auh dem Sterben; der Tod ist mit her ist, süßer Schlaf. In Christo setzt unn groß, zum Erben, da mich sonst Fluchn Rache traf. Drum nimmt er miin Geist zu sich in seine Ruh:(6 sorgt für mich. ö 9. Gott sorget für mich selbt Grabe, dem Leibe gönnt er da ditz und wenn ich ausgeschlafen halh führt er mich dem Himmel zuzn Leib und Seel vereingen sich; singen froh: Gott sorgt für mith, Aus dem 77. Pfalm, Mel. von Nr. 201. eine Stimme mt 397. M Höhe, wo meni ter wohnt; ich flehe in der N Wund du neigst diht Gott, zu dir zu mir. Sehnlich streckt sich uu dit un det durch die M* —.— Rechte unermü Herr, zu dir im Flehn empoh, otne zück. und der Ergebung in seinen Willen. 21⁵ grͤßre Schwäche. Und die Augen Zebaoth? Er nur zeigt durch Wun⸗ hieltest du, daß ste wachten ohne Ruh! derwerke allen Völkern seine Stärke. 3. Ich war ohne Maaß zerschlagen! Mächtig machte seine Treu Jacobs, mir gebrach auch Kraft, zu klagen. Josephs Kinder frei. Endlich lenkt ich meinen Sinn auf 7. Als du wider ihre Hasser an⸗ ost eishl entflohne Zeiten hin; mein Geist senkte zogst, sahn dich, Gott, die Wasser; feine Blicke in Jahrhunderte zurücke. ängstlich sahn die Wasser dich, und Meinen Liedern sann ich nach nächtlich, die Tief entsetzte sich. Dicke, volle sorschte, dacht und sprach: Wolken gossen Fluthen, und die Don⸗ 4. Kann Gott ewig mich verstoßen? ner schossen deine Flammenpfeil umher, Illeibt mir seine Gunst verschlossen? und dein Himmel zürnte sehr! bort denn der wohlthätige Lauf seiner 8. Um und um aus deinem Sitze Güte gänzlich auf? ist, was er ver⸗ brüllten Donner, strahlten Blitze Prach, vollendet? hat sein Herz sich so furchtbar und verschlangen ganz die gewendet, daß sein Mitleid Gott ver⸗ bestürzte Welt im Glanz. In der gist, daß sein Zorn es ganz verschließt? Wetter Ungestüme wurde deiner Don⸗ 5. Doch ich sprach: ich muß das ner Stimme tief der Erde Innerm liden, Gottes Rechte wirds entschei⸗ kund; und es bebte selbst ihr Grund. den“ schau, mein Herz, die Wunder 9. Dein Weg war in Oceanen, au, die vor Alters Gott gethan! ja, in den Meeren schufst du Bahnen; ch denk an deine Werke, die Beweise doch dein Tritt ward nicht erkannt, dener Stärke, ich betrachte deine Macht, und du führtest durch die Hand Mosis, ales, was sie schon vollbracht. Arons, deiner Knechte, dein Volk, mich bleiht Schwach ch niemt auch dun ch auc 6. Heilig sind, Gott, deine Wege; Israels Geschlechte, einer Heerde ist mit/ ber ist, der sie tadeln möge? wer ist Schafe gleich, hin in dein verheißnes setzt un groß, wie unser Gott, wie Jehovah Reich. Flucy— t er mih tuh: 29) Vom Gebet. ich selhß! Mel. von Nr. 72. 4. Sein Heil von dir, o Gott, da die ein Heil, mein Geist, begehren, ist wahrlich keine schwere 398. D nicht zu verscherzen, Pflicht. Des Herzens Wünsche dir er⸗ del zuz st wach und nüchtern zum Gebet. klären, wie stärkt das unsre Seele nicht sich En kindlich Flehn aus reinem zu dem Vertrauen, daß du uns liebst für nih, Hetzen hat Gott, dein Vater, nie und uns gern, was uns nützet, gibst! heschmäht. Erschein in Demuth, oft 5. Was kann zum Fleiß in guten und gern, mit Dank und Flehen vor Werken uns kräftiger den Muth er⸗ dem Herrn. höhn, was mehr in Leidensstunden 2. Welch Glück, so hoch geehrt zu stärken, als wenn wir flehend auf dich beden, und im Gebet vor Gott zu sehn? o Vater, unsre Seelenruh schnl du, Herr des Himmels und der nimmt durch Gebet beständig zu. Uden, brauchst freilich keines Men⸗- 6. Sein Wort ist immer Ja und shen Flehn. Du weißt die Sorge, Amen. Wer gläubig bittet, der em⸗ % he uns plagt, auch eh noch unser pfäht. Drum laß auch mich in Jesu huz dirs klagt. Namen oft vor dich kommen mit 9. Doch sprichst du: bittet, daß ihr Gebet. Nie sei mir diese Pflicht zur Ian Wer nohede Frucht ist einzig Last, die du zum Heil geboten hast. Hn. Wer sich der Psticht zu beten ů shämet, der schämt sich„Goit, dein Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. Rrund zu sein, und stößt das ange⸗ 399 KDer betend oft und mit hane Glück muthwillig selbst von sich 97. Vergnügen, mein Geist, RMhück. vor Gottes Angesicht! nie müsse Träg⸗ nich! Lürzten 2¹6 beit dich besiegen im Abtrag dieser selgen Pflicht. O übe sie zu Gottes Preis, und deinem Heil mit treuem Fleiß. 2. Bet oft, doch mit aufrichtger Seelen. Gott sieht aufs Herz; Gott ist ein Geist. Wie können dir die Worte fehlen, wofern das Herz dich beten heißt? Der Glaub an Gott und seinen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 3. Wer das, was uns zum Frieden dienet, von Herzen sucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten sich erküh⸗ net, was er nicht wünscht, entehret Gott. Wer schnell die Treu, die er Gott schwur, vergißt, der spottet seiner nur. 4. Bet oft zu Gott, und schmeck in Freuden, wie freundlich er, dein Vater, ist. Bet oft zu Gott, und, fühl im Leiden, wie göttlich er dein Leid versüßt. Gott hörts, Gott ists, der Hülfe schafft. Er gibt den Mü⸗ den Trost und Kraft. 5. Bet oft und heiter im Gemüthe, schau dich an seinen Wundern satt. Schau auf den Ernst, schau auf die Güte, womit er dich geleitet hat. Er trägt dich lieblich mit Geduld; erkenn und preise seine Huld. 6. Bet oft, durchschau mit frohem Muthe die herzliche Barmherzigkeit des, der mit seinem theuern Blute die Sünderwelt vom Fluch befreit; und eigne dir zu deiner Ruh und Heiligung sein Opfer zu. 7. Bet oft, Gott wohnt an jeder Stätte; in keiner minder oder mehr. Denk nicht, wenn ich mit Vielen bete, so find ich ehr bei Gott Gehör. Ist nur dein Wunsch gerecht und gut, so sei gewiß, daß Gott ihn thut. 8. Doch säume nicht, in den Ge⸗ meinen auch öffentlich Gott anzuflehn, und seinen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern, zu erhöhn. Wie eiftig war mein Heiland nicht in Uebung dieser selgen Pflicht. 9. Bet oft zu Gott für deine Brüder, für alle Menschen, als ihr Freund; denn wir sind eines Leibes Glieder; ein Glied davon ist auch Zweiter Theil.— Vom Gebet. dein Feind. Solch Bitten, das gu Liebe fließt, ehrt Gott, der selbst Liebe ist. 10. Bet oft, so wirst du Glaubz halten, dich prüfen und das I scheun, an Lieb und Eifer nicht g kalten, und reich an guten Wen sein. Denn Muth und Kraft m Seelenruh sagst du, Gott, dem,. bittet, zu. 11. Dies reize mich, vor dich treten mit Lob und Dank, mit Wun und Flehn. Doch meine Fehler dem Beten wollst du, mein Mu übersehn; weil mich, der dit g Rechten sitzt, durch seine Fürsi unterstützt. Mel. von Nr. 234. 400 Vo dir kommt jedep + Gabe! nur du, m Gott, kannst mich allein mit alh was ich nöthig habe zu meinem ren Wohl, erfreun. Mein Lehen u. mein Glück beruht allein auf H du höchstes Gut. 2. Umsonst ist alle meine M. wenn sie dein Segen, Herr, I krönt. Was ich auch noch so an lich fliehe, wird doch von mir u abgelehnt, wenn vor dem Uebel ie mich schreckt, dein mächtiger Eh mich nicht bedeckt. 3. Wie sollt ich denn nicht hn bitten, was meiner Seele Wuh begehrt? vor dir, o Gott, 0 ausschütten, wenn Noth und Ku uns beschwert, besänftigt unsrer E Schmerz, und öffnet deinem Nossen erz. 4. Sollt ich nicht Dank und dir bringen, wenn mich ein un Glück erfreut? dir, Allerhöchsit, lobsingen, ist gut, ist für uns 6 keit, und flößt uns neuen Eift in deinem Dienste treu zu sel 5. Du hörst es, Gott, mit gefallen, wenn deine Kinder flehn; verschmähest nicht ihr sches Lallen, wenn sie lobsingeth erhöhn. Du ehrst den wiedet dich ehrt, und hörest den, de Gott, hört. das gz selbst Glaubg 5as M nicht e⸗ n Weilh raft un dem, v r dich Uebel i 401. nich nicht dein Blut beschützt, wird Isnnd wohl unsers Dankes werth. Was 6. Mit Segen uns zu überschütten, hist du, v Vater, stets bereit. Was wir nach deinem Willen bitten, gibst du uns aus Barmherzigkeit. Und wer der Noth entrückt, dem strömest du beständig Trost und Rath bald erfahren und nie dir dankt, neuen Segen zu. 7. So will ich denn zu deinem Throne ost im Gebet mich kindlich nahn. Nimm, Vater, nimm in deinem Sohne der Andacht Opfer gnädig an. Dein Geist regiere meinen Geist, daß er dich, betend, würdig preist. Mel. von Nr. 320. GFesu, meiner Seelen 40 Retter! sei bei dein und meinem Gott mein versöhnender Vertreter! wie kann ich sonst meine Roth vor sein heilig Angesicht mit Gebet und Flehen bringen? wenn mir kein Gebet gelingen. 2. Gottes Gnade, Gottes Gaben wir schon empfangen haben, was noch unser Herz begehrt; alles heißet uns zu Gott mit gebeugtem Herzen treten; beider, Seel und Leibesnoth, lehrt ins seufzen, flehn und beten. 3. Doch nicht gnug ists, daß wir heten, Gott schenkt denen seine Gunst, die nach rechter Weise beten. Jesu! kehr uns diese Kunst, daß wir vor dem Gnadenthron zu dem wahren Gott nur flehen, und auf dich, o Gottessohn, wenn wir beten, gläu⸗ big seben. 4. Herr, wenn wir jetzt beten wol⸗ kn, wissen wir gar oftmals nicht, was und wie wir beten sollen. Doch, du weißt, was uns gebricht! Wenn der Mund nicht sprechen kann, wenn wir nicht mehr können beten, so laß deinen Geist alsdann uns mit Seuf⸗ zern noch vertreten. 5. Wirk selbst in uns das Ver⸗ nauen, daß des Vaters Ohr uns hört, und, ohn auf Verdienst zu shauen, unser Bitten uns gewährt. Du hast unsre Schuld versühnt, und Goit will, um deinetwillen, so, wie du es uns verdient, frommer Beter Wunsch erfüllen. Zweiter Theil.— Vom Gebet. 21⁷ 6. Herr, wenn mich nach Leib und Seele mancherlei Bedürfniß drüdt, und ichs betend dir befehle, so laß mich, Hülfe, Rettung, wanken, und wenn Gott erhöret hat, ihm mit frohem Herzen danken. Mel. Nun danket alle Gott.— 9. ohl auf, mein Herz! 402. Wé wohl auf, ein Opfer Gott zu bringen! laß Seufzer und Gebet zu ihm gen Himmel dringen! weil Gott dich beten heißt, und du durch seinen Sohn ganz freudig treten kannst vor seinen Gnadenthron. 2. Dein Vater ists, der dir befoh⸗ len hat, zu beten; dein Heiland ists, der dir versprach, dich zu vertreten; der werthe Tröster flößt den Trieb zum Beten ein; drum muß dein Seufzen auch gewiß erhöret sein. 3. Da siehst du Gottes Herz; das kann dir nichts versagen. Sein Wort, sein treues Wort vertreibt ja alles Zagen. Was dir unmöglich dünkt, kann seine Vaterhand noch geben, die von dir schon so viel Noth gewandt. 4. Komm nur, komm freudig her in Jesu Christi Namen! sprich: lieber Vater, hilf! ich bin dein Kind; sprich: Amen! ich weiß, es wird geschehn; dein Herz verläßt mich nicht: du weißt, du willst, du kannst! thu, was dein Wort verspricht. Mel. von Nr. 17. 403 O Vater, allerhöchster * Gott! daß mir, wie einem Kinde, verstattet wird, in aller Noth, wie groß auch meine Sünde, mein Herz, vor deinem Gnadenthron, in Einfalt auszuschütten; das machet dein geliebter Sobn: der heißt mich freu⸗ dig bitten, und kindlich zu dir nahen. 2. O Liebe, weil an meiner Statt dein Sohn für meine Sünden gebüßet und bezablet hat, so kann ich Gnade finden. Dein Sohn bezeugt, es stehe mir dein Herz und Himmel offen; ich könne rufend, Herr, zu dir getrost Erhörung hoffen; du seist mein treuer Vater! 218 Zweiter Theil.— Vom Gebet. 3. O angenehmer Vaternam! jetzt fallen hat, weil sich auch unser nn komm ich armer Sünder, der sonst dir naht, und nicht blos unsre Lippen voll Zweifel zu dir kam, getrost, wie 4. Im Geist und Wahrheit laß z liebe Kinder. Ich weiß, mein Flehen dir das Herz uns gläubig richtm rühret dich, weil du mich zärtlich mit Andacht beten für und für, ain liebest. Du wirst, weil du den Sohn fremdes Thun und Dichten. G für mich, und mir zum Heiland gi⸗ uns des Glaubens Zuversicht, so zyel best, mit ihm mir alles schenken. feln wir in Christo nicht, die Biht 4. O fester Grund der Freudigkeit! zu erhalten. in meinen Missethaten kommt mir der„5. Hilf, daß wir keine Zeit um Unschuld reines Kleid, das Jesus Maaß im Beten dir vorschreiben, an. schenkt, zu statten. Er spricht: ich halten ohne Unterlaß, bei dem aleh bete selbst mit dir; mein Geist soll auch bleiben, was uns dein Wll dich vertreten; mein redend Blut soll bitten lehrt, was deinen großen mu. für und für dem Klopfen, Suchen, men ehrt, und unser Wohl befördet Beten, Gewicht und Nachdruck geben. 6. Laß uns im Herzen und O⸗ 5. So fasse dich, mein blöder Geist! auj deme ieershupne Güt uah unn 417— ni ich hab in Jesu Wunden zu Gott, uns vertrauen. Und sind wir auchni der nun mein Vater heißt, den offnen Weg gefunden. Es Wuget, durch dessen werth; so sei doch unser Fahn den Geist, mein Ach! hin durch des 3 Vater: waht,. Himmels Pforte; ihm lall ich: Abba, gebricht so lange wir hier 10 Vater! nach, er lehret mich die Worte; Verborgen ist dir gleichfalls 115 er heligt die Gedanken. wenn wir in Nöthen schweben. Mh, 6. O reicher Trost! Gott kann und deine Kinder, flehn dich an; wir sß will mein Antlitz nicht beschämen. Ich gewiß, daß uns nicht kann dein M⸗ darf aus Jesu Gnadenfüll im Glau⸗ terherz verlassen. ben alles nehmen. Mein frohes Beten 8. Wir haben ja die Freudigkeit i stützet sich auf drei sehr feste Gründe: Jesu Christ empfangen: der Gnaden⸗ der Vater droben liebet mich; sein stuhl ist da bereit, die Hülfe zu erlan⸗ Sohn tilgt meine Sünde; sein Geist gen. Laß heilge Händ uns immu wohnt mir im Herzen. 90.Onbrn 101 und zu dir f ö Kich.— wahrer Inbrunst schreien. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich. 119. Dein Nam, o Gott, gehell 40⁴4 O Gott, es fehlt uns werd, dein Reich laß uns erfreuen i Kraft und Licht, dein Will gescheh auch bier auf Et dich würdig zu verehren. Wir wissen gib Frieden, Brot, Gedeihen; al so zu beten nicht, daß du uns kannst unsre Sünden uns berzeih; steh un erhören. Drum geuß, wie uns dein in der Versuchung beiz erlös uns in Wort verheißt, selbst über uns aus dei⸗( dem Bösen. nen Geist der Gnad und des Gebetes. 10. Dies alles, Vater, werde wahz 2. Der nehm sich unsrer Schwach⸗ du wollest es erfüllen, erhör und hif heit an, uns kräftig zu vertreten, uns immerdar um Jesu Christi willent so oft wir deinem Thron uns nahn, denn dein, o Herr, ist allezeit hon zu danken und zu beten; und unser Ewigkeit zu Ewigkeit das Reich, Re Flehn zu dir, o Herr, sei nie ein Macht und Ehre. *— 15 0 Waar Mel. Ach Gott, vom Seasht I 3. Zeuch unser Herz zu dir hinau it Seufzen klag im Beten und im Singen; und thu 405. M dir, mein Golh uns auch die Lippen auf, ein Opfer gern wollt ich eifrig beten, und, diütt dir zu bringen, daran mein Herz Ge⸗mich meiner Sünden Noth, voll Olal⸗ 0 zue e Dih eit und en, an⸗ alleih 1 Wille en M⸗ förden nd G⸗ bauen; einih uch nich r Flehn nade. as unz leber. nicht . Wih wir snd ein V⸗ igkeit i önaden⸗ u erlan⸗ immur u dir iu geheiligt rfreuen; uf Etdz hen z al steh un uns von de wahh, und hiff i willen zeit vun eich, N — àb. klag i n Goti. 1d, drüct ol Gla⸗ hen zu dir treten: gern brächt ich, lieber Bater! dir im Geist und Wahrheit mit Begier die Opfer meiner Lippen. 2. Allein mein Herz, ach Gott und Herr! kann sich nicht recht erheben. Zum Guten oft zu kalt und schwer hleibt es am Eiteln kleben. Träg ist oft, leider, Sinn und Muth, und ost muß ich mein Fleisch und Blut zur Andacht mühsam zwingen. 3. Umsonst faß ich oft den Ent⸗ schluß. Die Weit sammt ihren Kindern sucht, meinem Herzen zum Verdruß, am Beten mich zu hindern. Und fleht mein seufzend Herz zu dir, bringt sie zu meiner Kränkung, mir viel Eitles ins Gemüthe. 1. Dies, Herr mein Gott, dies kränkt mich sehr, und ich denk oft mit Schmerzen, als wär dein guter Geist nicht mehr in meinem trägen Zweiter Theil.— Allgemeine Gebetlieder. 21¹ Herzen, das dich so oft beleidigt hat; weil Lust und Andacht keine Statt in meiner Seele findet. 5. Ach, leider! Vater, hab ich dich nicht allezeit gehöret, wenn du in deinem Worte mich erweckt, gerührt, gelehret. Doch schone, handle nicht mit mir, wehmüthig fleh ich, Gott, zu dir, wie ich verdienet habe. 6. Ich will hinfort Nachlässigkeit und alle Trägheit meiden. O mache du mein Herz bereit, vom Eiteln mich zu scheiden. Laß es dich hören und allein aufs Himmlische gerichtet sein. Gib du mir Kraft und Stärke. 7. Gott, laß den Eifer des Gebets ja nie in mir erkalten! der Andacht Feuer wollst du stets durch deine Kraft erhalten. Den Hindernissen wehre du, und setze meine Seel in Ruh, sich frei empor zu schwingen. 30) Gebetlieder. a. Allgemeine Das Gebet des Herrn. xů Mel. Vater unser im Himmelreich.— 120. 406 O Vater! groß im Him⸗ * melreich; wir stehen letzt vor dir zugleich, vereint durch delnen lieben Sohn, auf sein Geheiß bor deinem Thron: laut singet vor dir unser Mund; hilf, daß es geh von Herzensgrund. 2. Dein Name müß uns heilig seinz erhalte dein Wort bei uns rein, damit, wie du selbst heilig bist, auch unser Wandel heilig ist. Bewahr, was deinen Namen nennt; bekehre, was ihn noch nicht kennt. 3. Dein Reich erschein in dieser Zeit, und vollends in der Ewigkeit. Steh uns mit deinem Geiste bei, mach uns von fremder Knechtschaft frei; zerbrich des Satans Macht und Wuth; nimm deine Kirch in deine Hut. 4. Dein Will gescheh auf Erden schon, wie er geschieht vor deinem Hron. Mach uns, o Gott, in Reud und Leid zu dem, was dir gefällt, bereit, und wehre allem du kennst am besten unsre Noth. uns! entferne Krieg und Streit, Gebetlieder. Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot; Hilf it, Pest, Seuchen, Dürr und theure Zeit. Laß bei uns Heil und Frieden blühn und laß uns Geiz und Sorgen fliehn. 6. Vergib uns gnädig unsre Schuld; und trage, Herr, mit uns Geduld, durch dich erweckt, verzeihn wir gern auch allen unsern Schuldigern; und sollten wir nicht gern verzeihn, um deiner Huld uns zu erfreun? 7. Führ uns nicht in Versuchung. Sei, Herr, unser Schild, und steh uns bei, und hilf mit deiner starken Hand; durch dich nur thun wir Widerstand: laß uns zuletzt als Sieger stehn, und deiner Gnade Ruhm erhöhn. 8. Mach uns von allem Uebel los. Ach, unsre Schwachheit ist sehr groß! o tröste du uns in der Noth; ver⸗ leih uns einen selgen Tod. Herr, ende glücklich unsern Lauf; nimm uns in deinen Himmel auf. 22⁰ 9. Das Reich, die Kraft, die Herr⸗ lichkeit ist dein, o Vater, allezeit, bleibt ewiglich dein Eigenthum: erhör uns, Herr; es ist dein Ruhm: im Namen Jesu flehn wir nun; du kannst, du willst, du wirst es thun! 10. So sei es: Amen! Herr, er⸗ hör! Stärk unsern Glauben immer mehr; und unser Flehn ist Zuversicht! wir bitten dich und zweifeln nicht. So sing das Amen unser Mund, und es erschall aus Herzensgrund. Der 86. Psalm. Mel. von Nr. 201. 407. 5*³ erhöre meine Kla⸗ gen! schaue her auf meine Plagen, elend bin ich, arm bin ich, und vertraue nur auf dich. Rette deines Knechtes Leben, der sich heilig dir ergeben; ach! mir leucht't ein sehte des Lichts deines Vaterange⸗ ichts. 2. Zu dir ruf ich alle Tage: Herr, sei gnädig meiner Klage! schenke neue Freude mir; denn mein Herz ver⸗ langt nach dir! du bist gütig, zeigst an allen, die dir flehn, dein Wohl⸗ gefallen; ach vernimm auch mein Gebet, höre, wie mein Herz dir fleht. 3. In des Leidens bangen Tagen, wenn mich Feind und Elend plagen, ruf ich nur zu dir, mein Gott! fleuch, sprichst du, zu meiner Noth! eitel ist die Macht der Götter, du allein bist mein Erretter; Herr, wie wirkst du wunderreich! wo sind Werke, deinen gleich? 4. Herr, es werden alle Heiden, die du schufest, einst mit Freuden zu dir nahn, und sich allein deinem Dienst und Ruhme weihn. Dir ist Niemand zu vergleichen; du bist groß und du thust Zeichen; du bist Gott und keiner mehr; dir gebühret Preis und Ehr. 5. Lehre, Herr, mich deine Wege‚ daß ich richtig wandeln möge, laß zu deiner Furcht allein alles in mir einig sein! ewig dankt dir mein Ge⸗ müthe; herzlich rühm ich deine Güte, die mich hold aus Finsterniß, aus dem siefsten Grabe riß. Zweiter Theil.— Allgemeine Gebetlieder. 6. Stolze haben mich umgeben uud Tyrannen; meinem Leben drohen sir und scheuen nicht dein allsebenb An⸗ gesicht! aber du bist ganz Erbarmen ein Verschoner, mild den Armen, den Frommen, voll Geduld, groß durh Wahrheit und durch Huld. 7. Wende dich zu deinem Knehth deiner Magd Sohn; deine Rechte stänt ihn, sei ihm gnädig, Gott, hilf ihm mächtig aus der Noth! wirke, nin zum Heil, ein Zeichen, daß die Feinde schamroth weichen, wenn sie sehn, daß du mich liebst, und mit deinem Schih umgibst! Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 1., ott, deine Güte reicht 408. G so weit, so weit Wolken gehen. Du krönst uns mi Barmherzigkeit, und eilst, uns beihu⸗ stehen. Herr, meine Burg, mein Fel, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, denn ich wil vor dir beten. 2., Ich bitte nicht um Ueberfluß und Schätze dieser Erden. Laß mir, so il ich haben muß, nach deiner Gnade wer⸗ den. Gib mir nur Weisheit und Vu⸗ stand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr ud Ruhm, so sehr sie Menschen rühren. Des guten Namens Eigenthum las mich nur nicht verlieren. Mein wah⸗ rer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhn vor deinem Angesicht, und fromma Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, auch nicht um langes Leben. Im Glüch Demuth, Muth in Noth, das wolleß du mir geben. In deiner Hand siht meine Zeit. Laß du mich nur Bam⸗ herzigkeit vor dir im Tode finden, Mel. von Nr. 13. ch komme vor dein M⸗ 409. J gesicht; verwirf, Gott, mein Flehen nicht: vergih m alle meine Schuld, du Gott der Gnade und Geduld! 2. Schaff du in mir ein reines Henz ein Herz, das dir in Freud i enechtz te stätt ilf inn e, mir Feinde u, da Schuh ——. — 1n0, e reicht veit die ns mi Rbeihr⸗ in Felz Ilehn ich wil luß und so hill ide we⸗ nd Ve⸗ den du rkenne, hr und rühren, um laf in wah⸗ er Ruhn frommu Zebaoth, m Glück 3 wollef ind selt r Barm⸗ nden. dein M⸗ wirf, 9 rgib nit vott da nes Henn eud id Zweiter Theil.— Allgemeine Gebetlieder. Schmerz voll Dank und Demuth sich er⸗ gibt, dich fürchtet und inbrünstig liebt. 3. Sei mein Beschützer in Gefahr. Ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand. Von dir empfing ich den Verstand. Erhalt ihn mir, o Herr, mein Hort, und stärk ihn durch dein göttlich Wort. 5. Laß, deines Namens mich zu freun, ihn stets vor meinen Augen sein. Laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stiets durch Liebe thätig sein. 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst. Das sei mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht, und treu in allen meinen Pflichten sei. 7. Bekämpf ich gleich aus eigner Kraft zu schwach, Herr, meine Leiden⸗ schaft, so ziehest du mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. 8. Gib von den Gütern dieser Welt mir, Herr, so viel, als dir gefällt; gib deinem Knecht ein mäßig Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. 9. Schenkt deine Hand mir Ueber⸗ fluß, so laß mich mäßig im Genuß, und, dürftge Brüder zu erfreun, mich einen frohen Geber sein. 10. Gib mir Gesundheit und ver⸗ leih, daß ich sie nütz und dankbar sei, und nie aus Liebe gegen sie mich zaghaft einer Pflicht entzieh. 11. Erwecke mir stets einen Freund, ders treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beispiel gibt. 12. Bestimmst du mir ein längres giel und werden meiner Tage viel: so bleib, Gott, meine Zuversicht, gerlaß mich auch im Alter nicht. 13. Und wird sich einst mein Ende nahn: so nimm dich meiner herzlich an, und sei durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. Mel. von Nr. 234. 410 er kann, Gott, je was * Gutes haben, das nicht von dir den Ursprung hat; du hist der Geber aller Gaben, und im⸗ 22¹1 mer groß an Rath und That. Du willst, daß mit Gebet und Flehn wir stets auf deine Hülfe sehn. 2. Drum komm ich auch mit mei⸗ nem Beten, o Gott, vor deinen heil⸗ gen Thron. Wie freudig kann ich vor dich treten! denn mich vertritt bei dir dein Sohn. In ihm hab ich die Zuversicht, mein schwaches Flehn verwirfst du nicht. 3. So gib mir denn nach deinem Willen, was deinem Kinde heilsam ist. Du nur kannst meinen Mangel stillen, weil du des Segens Quelle bist. Vor allen Dingen sorge du für meines Geistes wahre Ruh. 4. Gib mir Beständigkeit im Glau⸗ ben; laß meine Liebe brünstig sein. Will etwas mir dies Kleinod rauben, so schränke die Versuchung ein, und stärke mich mit heilgem Muth; so sieg ich über Fleisch und Blut. 5. Bewahr in mir ein gut Gewissen, ein Herz zu dir voll Freudigkeit; ein Herz, aufs Gute stets beflissen, das sich vor deinem Auge scheut. Und fehl ich, Gott, so strafe mich zu meiner Beßrung väterlich. 6. Ein Herz, das in beglückten Tagen, o Vater, deiner nie vergißt; ein Herz, das unter Noth und Pla⸗ gen vor dir still und demüthig ist; ein Herz voll Zuversicht zu dir und voll Geduld, verleihe mir. 7. Das andre wird sich alle fügen. Du weißt am besten, was mir nützt. An deiner Huld laß ich mir gnügen, die Schwache mächtig unterstützt. Zu⸗ frieden, Vater, folg ich dir, befestge diesen Sinn in mir. 8. Soll ich auf Erden länger leben, so gib, daß ich dir leben mag. Laß mir den Tod vor Augen schweben; und kommt dereinst mein Sterbetag, so sei mein Hingang aus der Zeit ein Eingang in die Herrlichkeit. Mel. O Gott, du frommer Gott.— 8. 411 Gott, du frommer *. Gott, du Brunn⸗ quell aller Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben! gesunden Leib gib mir, und daß in 2²² Zweiter Theil.— Allgemeine Gebetlieder. solchem Leib ein unverletzte Seel und rein Gewissen bleib. 2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gib, daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen, und wenn nach meiner Pflicht ich reden soll und muß: so gib den Worten Kraft und Nachdruck, ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit: so laß mich nicht verzagen. Gib einen Hel⸗ denmuth, das Kreuz hilf selber tragen: gib, daß ich meinen Feind mit Sanft⸗ muth überwind, und zur Versöhnlich⸗ keit bereit sei, als dein Kind. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichthum, Ehr und Glück; so gib auch dies dabei: daß ich nicht mein Thun zu deinen Ehren und d ungerecht, nicht stolz, noch sicher sei. 6. Soll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, und unter man⸗ cher Last hindurch ins Alter dringen: so gib Geduld; laß mich auf deinen Wegen gehn, und auch im Alter noch, Herr, deinen Ruhm erhöhn. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; der Leib, Herr, ruhe sanft in seiner stillen Gruft, bis ihn dein Allmachtswort verklärt ins Leben ruft. Mel. Freu dich sehr, o meine S.— 29. 412 iebster Jesu! Gnaden⸗ * sonne, meines Her⸗ zens Zuversicht, meine Freude, meine Wonne! ich komm vor dein Ange⸗ sicht; ob ich schon ein Sünder bin, werf ich doch den Muth nicht hin, weil ich, auch als Asch und Erde, nicht von dir verstoßen werde. 2. Herr! ich muß vor allen Dingen, ob ich schon nicht 1910 kann, dir ein schwaches Danklied bringen, daß du mir viel Guts gethan. Wollte ich von Jugend auf, durch den ganzen Lebenslauf, alle deine Wohlthat zih, len, würden Zeit und Worte fehlen 3. Alles, was ich bin und habe, eeh und Seele, Gut und Stand, kommi als dein Geschenk und Gabe, blos hn deiner Vaterhand. Habe Dank siz deine Treu! sie ist alle Morgen nen. Habe Dank für deinen Segen! allth ist daran gelegen. 4. Stärke mich mit deiner Güth Heiland, ferner Tag und Nacht. Fihh mich selber, und behüte mich durch del ner Engel Macht; laß dieselbe bei mi stehn, wenn ich ein und aus mi gehn, wenn ich reise, schlafe, wach, und in jeder guten Sache. 5. Segne alle meine Thaten duut den werthen Segensgeist! laß sie tiß⸗ lich so gerathen, daß mein Herz dit täglich preist; es ist dein, und nich mein Werk, drum verleih mir Muh und Stärk, stets gerade durchzugehnn nicht auf Menschengunst zu sehen. 6. Treuer Gott! du wirst mich l⸗ ren, wie ich klüglich handeln soll, di Vaterlandes Wohl immer eingericht sei; höre mich und steh mir hei, dig der Feind durch List und Tücke mi nicht dieses Ziel verrücke. 7. Hilf mir meine Noth und Mln gen, meines Amtes Bürd und In und sonst alles freudig tragen, h du auferleget hast. Findet sich G fährlichkeit, Hinderniß, Verdruß u Neid; laß mein Herz sich ja mi quälen, sondern alles dir befehlen. 8. Dir befehl ich meine Sachell dir sei alles heimgestellt; Hem! wirst es also machen, wie es deinen Rath gefällt. Bricht auch Kreuz u Noth herein, scheinet es gar aus n sein; laß mich ruhn in deinin Willen, und damit den Kummn stillen. ren, werd ich hier und da verlacht laß dies meine Ruh nicht sthrh, Bin ich, Welt! von dir veractil wohl! mach immer was du wll Gott ist mir doch Sonn und Sah, wider den will ich nicht spnache, noch mich an den Feinden räͤchen, 9. Muß ich auch and da veh% 6 Mel. hat ah fehlen, be, Lel kommi los boh ank sih en neu. n allez r Gülh t. Fihi urch dei⸗ e bei mi us muj wachsz en durh sie ti⸗ Herz dih nd nich ir hh zugeheh sehen. nich l⸗ soll, di und da igerichtt bei, W ücke mi r aus s deinmn Kummn Vi 10 achtt t stöten, veradll du will, d Sah, spyrehen rächen. *ES E 66 6 Zweiter Theil.— Allgemeine Gebetlieder. 10. Soll ich hier noch länger leben, nehm ichs gern und willig an. Ich will Gott nicht widerstreben, wenn ich ihm nur dienen kann. Drum, Herr, mach mich dir getreu, gib gesunden Leib dabei, und laß mich an deinem Fügen und an deiner uld begnügen. i. 0l ich bald von hinnen schei⸗ den, bin ich auch dazu bereit. Bringe nich nach kurzem Leiden an den Ort der Seligkeit. Nimm, nach hier voll⸗ Hachtem Lauf, meinen Geist zu dir hinauf. Ruht im Grabe, müden Glieder, Jesus kommt und weckt euch bieder. Rel. In dich hab ich gehoffet, Herr ꝛe. DEIE...— 413. J ch weiß es, Gott! SISSISSSIIII mein ganzes Thun, mein Glück mag 4———— uscht auf mir beruhn; von dir —— 2 E—— 4 2 * S.— kommt Heil und Se⸗gen, ich kann DS IEEE.— mich, Höchster, ohne dich, nicht PIPPIPIPIPIPIIIIII 3—— regen noch bewe⸗gen. 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß er thut, was er ausge⸗ dacht, und seines Gangs sich freuet. Der Allmacht Rath wirkt es allein, benn unser Rath gedeibet. 3. Oft denkt der Mensch mit stolzem Nuth: dies macht mein Glück, dies s mir gut! und ist doch weit gefeh⸗ litz oft sieht er auch für schädlich an, las Gott zu gut ihm wählet. 4. So fängt auch oft ein weiser Mann sein Werk mit vieler Klugbeit au, und bringts doch nicht zu Stande. rmeint, er bau ein festes Haus, und bauet auf dem Sande. 5. Wie mancher ist in seinem Sinn shon über alle Berge hin, und wenn um sich siehet, so hält ihn noch dus niedre Thal; umsonst war er hemühet. 2²23 6. Drum, lieber Vater! der du dich so hoch gesetzt, und fürchterlich aus schwarzen Wolken blitzest, schrei ich im Staub; bör von dem Thron, wo du, Weltherrscher, sitzest. 7. Verleihe mir, o Gott, das Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen senket. Wo kommt mir wahre Weisheit her, wenn sie mir Gott nicht schenket? 8. Erleuchte mich von deiner Höh; gib Weisheit, daß ich nie besteh auf meinem eignen Willen. Hilf mir, mein Gott, mit Rath und That, das, was du willst, erfüllen. 9. Laß mich stets prüfen, und was gut, behalten! laß durch Fleisch und Blut mich nie verleitet werden. Dein Zweck, mein Gott, das beste Theil, sei auch mein Theil auf Erden. 10. Was, weises, bestes Wesen! dir gefället, das gefall auch mir: ist etwas dir entgegen, so laß davor auch deinen Knecht den größten Ab⸗ scheu hegen. 11. Ein Werk von dir begleite Glück; ists nicht von dir, geh es zurück, und ändre Herz und Sinnen. Was deinem Ratbschluß widerspricht, das muß von selbst zerrinnen. 12. Umsonst bemühet sich die Welt, ein Werk, das, Höchster, dir gefällt, mit Stolz zu bintertreiben, was Gott thut und beschlossen hat, das muß wohl stehen bleiben. 13. Beut mir die Hand, und es wird leicht, was mir sogar unmög⸗ lich deucht. Die Werke deiner Hände gelangen allzeit, weiser Gott! zu ei⸗ nem guten Ende. 14. Zwar wird mir oft der Anfang schwer; hier braust die Luft, dort tobt das Meer; zurücke möcht ich treten; doch alle Schwierigkeit und Noth heißt mich nur brünstger beten. 15. Wer betet, wirkt, und Gott vertraut, wird, wenn ihm schon zu⸗ weilen graut, zu seinem Zwecke kom⸗ men. Er spricht: wer wälzt den Stein uns weg? und er ist weggenommen. 16. Der Tugend Pfad scheint rauh und wild, er hat, mit Dornen ange⸗ füllt, nichts, was die Sinnen rühret. 2²2⁴ Es ist indeß der sichre Pfad, der dich zur Freude führet. 17. Du weißt, mein Gott, was mir gebricht; an Macht zu helfen fehlt dirs nicht, du stärkst die müde Seele. Gib, daß ich, deinem Wink getreu, des Weges nicht verfehle. 18. Dir, Herr, gebühret Ruhm und Ehr; ich will dein Thun je mehr und mehr von Grunde meiner See⸗ len, vor deinem Volk, vor aller Welt mein Lebelang erzählen. Mel. Ich weiß, mein Gott, daß.— 255. 41 4 Ven ganzer Seele preis * ich dich, Herr, der du mich so väterlich bis diesen Tag erhalten. Laß für und für noch über mir dein göttlich Auge walten. 2. Wer schenkt uns Leben, Glück und Ruh? Wer zur Pflicht? nur du schaffst Wollen und Vollbringen. Wird dein Gedeihn 8 nicht uns erfreun, so kann uns nichts gelingen. 3. Du schufst und du regierst die E Welt nach deinem Rath, wie dirs gefällt. Du lenkst der Menschen Her⸗ zen. Sei auch mein Licht und laß mich nicht, Gott, deine Huld verscherzen. 4. Dein Wort lehrt mich des Lebens Pflichtz doch fühl ich auch, was mir gebricht, die Blindheit meiner Seele. Ach, Gott der Huld, vergib die Schuld, gibt uns Kraft E wenn ich aus Schwachheit fehle. Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. 5. Verstand und Herz ist fehlerhaß bald fehlt mir Licht bald felbn Kraft, mich weislich zu Drum hilt ich dich, laß, Hiaß mich selbst deine Weisheit führen. 6. Herr, dessen Huld uns ewig h laß mich beim Segen, den sie gül auf dich, den Geber, schauen. Se wenn du schlägst, und Kreuz aufth so laß mich dir vertrauen. 7. Gib, daß ich meine Lebendht nur dir mit ganzem Ernst geueh in deiner Furcht vollbringe; bis einst dir dort für und für Loh, Iun und Ehre singe. — 415. V' auleih un di —.—— gnädiglich, Herr Gott, zu uh ——.. Zeiten, es ist doch ja kein andn i — Höchsz nicht, der für uns könnte srast +.—.—— —— —.— denn du unser Gott alleine. 2. Gib Gnade unsrer Obrigl Licht, Heil und vielen Segen, I wir gottselig allezeit, gerecht und zh tig mögen ein ruhigs Leben fühn Amen. b. Besondere In geistlichen Anfechtungen. Mel. von Nr. 33. 416 u bist ja, Jesu! meine * Freude! warum ist denn mein Geist betrübt? kann denn die Freud auch bei dem Leide sein in dem Herzen, das dich liebt? ach ja, mein Jesu! deine Liebe füllt mei⸗ nen Geist mit Freuden an, daß, wenn ich mich darinnen übe, sie keine Zung aussprechen kann. 2. Weil aber noch nicht ganz ge⸗ dämpfet in mir mein böses Fleisch Gebetlieder. und Blut, und noch der Geist du wider kämpfet, wird oft dadurch kränkt der Muth: drum leg ich u vor dir mit Flehen, ach stärke m in diesem Streit! laß Hüllfe n mein Heil, geschehen, daß ich ni überwinden weit.. 3. Du hast, o Held! ja überbih den, gib mir auch Ueberwindußh kraft, und laß mich in den Ku pfesstunden erfahren, was dein d. den schafft, dadurch ich kaun u Feind besiegen, da Sünde, Tust Höll und Tod nun unter delh ehlerhaß fehlt m wig lih stie gih 1. Eilh aussch Lebenesh t gewah 3 bis vob, Yuh — 15 Frschh Fein andj 2—. ite stteitt leine. Obuigst egen, t und zh ben fühn Geist du hadurch g. eg,ich mi stärke u Hülfe n 15 ich ni a überbyn windunß den Ka 3 dein A. kann d de, Tass iter deiht Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. 2²⁵ Füßen liegen, so mach sie auch an mir zu Spott. J. Ich trau allein auf deine Gnade, die mir dein theures Wort verspricht. Essagt, daß nichts den Deinen schade, peils nie an deiner Kraft gebricht. Run hast du mich ja angenommen, wie es mein Herze wohl verspürt; da ich hin flehend zu dir kommen, hat mich dein Gnadenblick gerührt. 5. Weil ich denn nun an deinem kelbe ein Glied, wiewohl unwürdig, Un, so gib, daß ich stets an dir bleibe, und in mir habe deinen Sinn. Laß nich nicht andre Helfer suchen. Besitze zu mein Herz allein. Laß falsche Lüste nich verfluchen; dein Leben laß mein Leben sein. Iu nr 6. Gib, daß mich in dir er⸗ seue, weil mich dein Herz beständig lebt, doch auch dabei kein Leiden sheue, weil solches meinen Glauben Übt. Gib, daß ich immer stärker unge, und in Besiegung aller Pein shimmer näher zu dir dringe: da hird die Freude ewig sein. Mel, Ach, mein Jesu, sieh, ich trete. —..——.— 117. 2ual und Angst muß — sch empfinden, ob ich Gottes Kind PIIIIII—.— Aauch sel; denn der Kindschaft Pflicht —.—.—.—.——.—.—...——.—. Ild Tren brach ich oft durch schwere 2—— ——— I ünden, die ich wider Golt verübt, IB‚i‚i‚ieieeieieeeeeeee— und wodurch ich ihn betrübt. 2. Ach! der Bund ist übertreten, hulchen Gott mit mir gemacht. Ach! ih hab ihn nicht bedacht. Will ich lun zum Höchsten beten, fällt mir oft der 70 bei: ob ich Gottes Kind auch sei 9. Gott erhört nur seine Kinder, huche seinen Willen thun. Kann mein Herz nun also ruhn: bin ich nicht ein schnöder Sünder? ach, die Sorge nimmt mich ein: wie kann Gott dein Vater sein? 4. Stürmen auf mich Trübsals⸗ winde, wird mein Glaube vollends klein; und ich schließe mir zur Pein: Gott verfährt mit seinem Kinde nicht so scharf: wärst du sein Kind, wär er nicht so hart gesinnt. 5. Darum fleh ich: hilf mir Ar⸗ men, Vater der Barmherzigkeit! tilge dieses herbe Leid durch dein väterlich Erbarmen; und verwirf mich Armen nicht ganz von deinem Angesicht. 6. Vater! laß mich Gnade finden; sprich mich, den verlornen Sohn, wieder frei vor deinem Thron. Ich will mich auf Christum gründen: darum schenke mir die Schuͤld, und ertrag mich mit Geduld. 7. Dein Kind fernerhin zu heißen bin ich freilich nicht mehr werth. Doch, da mich dein Geist bekehrt, kann dein Bund auch nicht zerreißen. Schau, ich kehr zu meiner Pflicht: Herr, darum verstoß mich nicht! 8. Herr! ich sage dir aufs neue wieder Pflicht und Liebe zu, die du forderst: blicke du nun nach deiner Vatertreue, den mit Gnadenaugen an, für den Jesus gnug gethan. 9. Du sollst doch mein Vater blei⸗ ben, wenn gleich deine Zucht mi schreckt, und mir Schmerz und Ang erweckt. Dir will ich mich ganz ver⸗ schreiben: Herr, dir leist ich Treu und Pflicht, bis mein Herz im Ster⸗ ben bricht! Mel. Entbinde mich, mein Gott ꝛc. 418. Bi Ae menen e efreiẽ meinen Veist, . ö‚.trßr.Iꝗͤ.3. o Gott, von schnöden Banden. Du L v. shf, wie wiilig er, wie schwach mein Fleisch noch ist. Mach des 15 2² Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. e, . 7 Verfuchers List, durch deine Kraft z + 2 4 ——‚—.‚3— 2—— Schanden, der du der Sünder Trost, — EEE der Schwachen Beistand bist. Noch .. 2———— .nent.—. Istreitich, schan herab, von deinem DI.....——.— Gnadenthron! gib mir zum Kampfe — —4 2 22 — +7 Kraft, und hilf durch deinen Sohn. 2. Ein Sclav, den jeder Reiz der Sünde leicht entzündet, war ich: Dank sei dir, Gott! du hast mich frei gemacht. Doch laß mich, da sich noch so mancher Fallstrick findet, der meiner Freiheit droht, mein Gott, nie aus der Acht! mir überlassen, bin ich ohne Hülf und Rath! doch durch dich bin ich stark; bei dir ist Rath und That. 3. Ach! ich sollt himmelwärts, gleich kühnen Adlern fliegen; der Hang zum Irdischen läßt mich noch nicht hinauf! du läß'st, die auf dich sehn, stets neue Stärke kriegen: du gibst den Müden Kraft und förderst ihren Lauf! laß mich, der Welt ent⸗ wöhnt, starr nach dem Himmel sehn, und zu dir immer mehr mich aus dem Staub erhöhn. 4. O, dieser Leib des Tods be⸗ schwert die arme Seele; der Sinnen Zauberkraft entrückt dem Geist sein Ziel, daß ich, vom Sinnlichen gelenkt, des Wegs verfehle, der Vorurtheile Raub, der Leidenschaften Spiel, oft thu, was ich nicht will, und, was ich will, nicht thu. Ach, siehe meinem Kampf nicht ohne Mitleid zu. 5. Ich weiß, ich liebe dich, doch, es sei dir geklaget! noch lange nicht so sehr, als selbst mein Herz begehrt, was oft noch in die Welt verstohlne —s—‚—————— u EV 2 8 Blicke waget, und damit seine Ruh Welt, damit mein edler Ges sh aund und deine Liebe stört. Doch alles, Freiheitsrecht behält!!— Huld⸗ außer dir ist Eitelkeit und Pein.) u Ee ich ungestört mit dir venii ein. oft schwach. Ich meide dann Welt und ihr verwirrt Getinn 411 doch in der Wüste eilt mir ma deinem Schwäche nach! hier, wie in zun wie oft Gedräng, merk ich, was Fleischu und sch Blut, wenn du nicht bei mir ih her! beim besten Vorsatz thut. kedeckte 7. Ich trau auf Gott: was sn 2— dann meine Ruhe stören? doch hih illen s die Phantasie mir manchen Seim alclo bei. Der Sorgen kann ich michnn Re Me immerhin erwehren; die Schwem die mich drückt, läßt meinen 9 ud sie nicht frei. Ich seh den stärksen i. und merke seine Kraft, und suß Eihen! daß kein Trost in meinem n nht, haft't. Mie s ö 8. Oft schleicht das Ich, der ihl deine der hohen Menschenliebe, ins I. X wachte Herz von neuem wieder Los, und störet meine Ruh durch sh niedern Triebe: mich dringet I Lieb, und ich bin noch so kleinl wechselt stets bei mir das Lichtun Finsterniß. Wann kömmst du, sas Gott, und machst mein Herz geuh 9. Befreie mich, mein Golt, u 16 allen diesen Banden! du siehst, uus ulen, meinen Geist im Fleisch gefangenhun un uu Ich hoff auf dich, mein Heill c würd ich denn zu Schanden im Sil mit Fleisch und Blut, mit Sah und der Welt? die Fessel, die nh Herz mit Freuden trägt und li reicht deine Liebe mir, die unn sprechlich ist. 10. Wen diese Liebe bindt, isnh ein Knecht der Sünden; in diesen du den bleibt er ein recht freier Nun Wie willig laß ich mich mit glah seilen binden! ich folge. bn auf der bestimmten Bahn. V du mich nur von mir und hon AN allgemeinen Nöthen und Landplagen. Der 85. Psalm. Mel. O Gott, du frommer Gott.— 8. dann ie gnädig warst du, wainn 119. Gott, vor Alters nir mul denem Lande! wie halfst du ihm! hie oft zerbrachst du Jakobs Bande! und schontest deines Volks mit väter⸗ üther Huld, vergabst die Missethat, kdecktest seine Schuld. 2. Bein strenger Zorn erlosch mit glen seinen Flammen, sobald es sich ulschloß, die Sünde zu verdammen; Menschen sündigen; du bleibst dir iumer gleich, gerecht und heilig stets, und stes an Gnade reich. . Hilf, hilf uns, unser Gott! laß ytzen unsrer Sünden uns deine Rache nicht, Herr, unser Heil, empfinden! uie schrecklich ist dein Grimm! ach, sl er ewig glühn? und willst du dee Huld auf ewig uns entziehn? I. Wann kehrt zu uns zurück dein % Host, o Gott, dein Segen, daß wir, din Erbtheil, uns in dir erfreuen nögen? o laß uns leben, Gott! laß uus dein Antlitz sehn; sei gnädig, hilf Uuns aus; hilf, ehe wir vergehn! 5. Jedoch, ich hör uns schon den Gott des Trostes trösten! Heil gibt u seinem Volk und Ruhe den Er⸗ lsen, die er orwählet hat, wenn hir nur heilig sind, und unsre Seele nicht die Thorheit lieb gewinnt! 6. Geflügelt naht sein Heil sich sinen frommen Knechten; und Gottes Ehre wohnt im Lande der Gerechten. Barmherzigkeit und Treu umfahn sich shwesterlich, Gerechtigkeit und Fried uufahn und küssen sich! J. Der Glaube kommt zurück und llübt auf Erden wieder; die Gnade scht mit Lust von ihrem Himmel Uder, und segnet Gottes Volk, das fnem Dienst geweiht, thut, was n und seines Heils sich kut! 8. Der Herr begnadigt uns; das Uund bringt seine Früchte, und seine huld geht her vor seinem Angesichte, b0 on 0 Geistst Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. 2²⁷ verbreitet Glück und Heil auf Gottes Eigenthum, und Israel frohlockt, und bringt ihm Preis und Ruhm. Im Kriege. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 420 E zieht, o Gott! ein * Kriegeswetter jetzt über unser Haupt einher. Bist du, Herr, hier nicht unser Retter, so ists für unser Land zu schwer. Sieh! wie die Fürsten sich entzwein, und sich zu unterdrücken dräun. 2. O laß mich hier allein, o Vater, auf dich und deine Vorsicht schaun; auf dich, den mächtigsten Berather, und nicht auf Menschenhülfe baun, die ohne dich uns gar nichts nützt, die nur durch dich uns kräftig schützt. 3. Kein blinder Zufall herrscht auf Erden; du bist es, der die Welt regiert. Laß uns der Feinde Spott nicht werden, die Stolz und Reid zu uns geführt. Seid böse, Völker, rüstet euch! sei du für uns, so fehlt der Streich. 4. Die allerfeinsten Kriegeslisten vereitelt leicht dein weiser Rath. Nie wird der Feind das Land verwüsten, das dich, Gott, zum Beschützer hat. Durch dich hat oft die kleinste Macht ein großes Heer zur Flucht gebracht. 5. Je weniger sich öfters zeiget, woher die Hülfe kommen soll, je mehr Gefahr und Plage steiget, und alles an Verwirrung voll; je größer mache mein Vertraun, o Gott, auf dich allein zu schaun. 6. Was hilft der Feinde große Menge? Was hilft dem Riesen große Macht? Der Ross' und Wagen stark Gedränge ists nicht, was Feinden Sieg verschafft. Der Mensch vertraut darauf zwar gern; jedoch der Sieg kömmt nur vom Herrn. 7. Drum werf ich mich in deine Arme, du Vater der Barmherzigkeit! und flehe voll Vertraun: erbarme dich über uns zur schweren Zeit. Laß Gnade doch für Recht ergehn: so bleiben wir doch auftecht stehn. 15* 2² 8. Doch sindet, Herr, dein weiser Wille noch ferner Züchtigungen gut: wohlan, so schweig ich und bin slille bei dem, was deine Vorsicht thut. Ich, dein Geschöpf und auch dein Kind, weiß, daß es Vaterschläge sind. 9. Die kleine Einsicht meiner See⸗ len, Herr, schreibe niemals dir was vor. So grob laß du mich niemals fehlen; so hart und grob fehlt nur ein Thor. Ist gleich, was deine Weisheit thut, mir oft ein Räthsel, ists doch gut. 10. Nie grimmig, sondern nur mit Maaßen sind deine Strafen einge⸗ rich't. Du wirst uns nicht zerstören lassen. Nein, Vater, nein das thust du nicht. Wir sollen nur durch Angst und Pein geläutert und gereinigt sein. 11. Zuletzt wird jeder sagen müssen, das hat Gott, unser Gott, gethan! so brach er, nach verborgnen Schlüssen, zum bessern Endzweck leicht die Bahn! zuletzt errettet deine Hand, barm⸗ herzger Gott! das Vaterland. Mel. Ach Gott, vom Himmel.— 215. 421 A* Gott! wir treten hier * vor dich mit traurigem Gemüthe: wir bitten dich demüthig⸗ lich, rett uns durch deine Güte. Schau, wie die große Kriegsgefahr sich zu uns naht, und wie sie gar uns zu verderben dräuet. 2. Gedenke, Vater, jetzt nicht mehr, daß wirs verdienet haben. Gedenke nicht, daß wir so sehr die uns ver⸗ liehnen Gaben geschändet, und so lange Zeit zur Wollust, Pracht und Ueppigkeit undankbarlich mißbrauchet. 3. Wie öfters ist der Nebenchrist gedrücket und betrogen, durch Schein des Rechts, Gewalt und List das Seine ihm entzogen! darum ist nun Zorn entbrannt, die Sünde, die droht: seiner dein wir nicht erkannt, wird öffentlich vergolten. 4. Verzeih uns solche Missethat um Jesu Christi willen! o, der für uns gelitten hat, kann deinen Zorn nur stillen. Das Lamm, das unsre Sünde trägt, die du ihm selbst hast aufgelegt, hat sie ja, Gott, versöhnet. Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. 5. Um seinetwillen schone duz en 0 unsre Klagen. Verleih uns ui 10 5 Fried und Ruh, und wehre g Rnen Plagen. Erbarm, o Herr, erhn 14 6 dich, und rett uns alle gnänihh une von Krieg und Kriegsbeschwerdeh 1 6. O Gott! du kannst der Fun u dis Herz wie Wasserbäche lenken. N. ie laß sie einst der Völker Schmen n hn väterlich bevenken! sprich du 5.0 ihnen mächtig zu, daß sie auf f Ir Hel Lenten. Ruh und Wohlfart emnsl nilden enken. 7. O Herr! wir fallen dir zu h du wollest uns erhören! gib, wush unl m uns mit wahrer Buß in Ernst zuß MWn l bekehren, damit wir nicht an uth 6* Theil selbst unser eignes Glüc Imit Heil, den theuren Frieden, siönn 6tt! 2 8. Breit wieder aus um unser oshrei die Flügel deiner Gnaden. Z du, bil und segne jeden Stand. Laß nh duer. 6 uns weiter schaden. Wir wollensh 7. L Gütigkeit und Vatertreu zu sedaßh nihre Saaten schhe, t uit Th mit Dankbarkeit erheben. 9. Dies alles, Vater, werde h du wollest es erfüllen. Erhir hilf uns immerdar um Jes willen! denn dein, o Herr, ist algh von Ewigkeit zu Ewigkeit, das R die Macht und Ehre! In Theuerung. Mel. Von Gott will ich nicht lassen.— hen, 422. Daurwen 17 sie nicht füllen. wules ist voll.. 3. Ach, unser boshaft Leben u Siinm uns mit Recht zwar hart: dochnns men du uns vergeben nach treuet bilfeu art. Die Sünde trägt zwar dun dith, Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. doch diese Frucht bringt Schaden. h, Herr, vergib aus Gnaden dem, ehre dll y dein Antlitz sucht. „erbm 4. Ertrag uns mit Erharmen; wir (hahen herzlich Reu. Erhöre doch Aluns Armen, nach deiner Wundertreu. der Züs Ou bist die Zuversicht, zu der wir ten. Mgle flehen, nach der wir alle sehen, hmerz nn darum verlaß uns nicht. 0Wdu sh, Gott, unser Heil, ach wende e auf s geiten schweren Lauf! thu deine ulden Hände, den Schatz der All⸗ nacht aul. Was nur ein Leben hat, (höhrst du mit Wohlgefallen: drum aufl und schaff uns allen bei unserm Magel Rath. 6, Du rufst dem Nichts, o Vater, lic mmit es etwas sei. Sei jetzt auch, , shörtr Gott! Berather, und hör das Angst⸗ unseust geshrei, da uns der Mangel quält. D N, hilf uns und erhöre auch nun zu Laß nih duner Ehre; ersetze, was uns fehlt. wollensch 7. Laß alle Frucht gerathen, be⸗ zu jedaßh nihte du das Land; erquicke seine Saaten mit deiner Gnadenhand; ja werden sine, was man pflüget, und tränks Erhir nt Ehau und Regen, daß sein Ge⸗ bichs und Segen uns wiederum hagnügt. 6.Dein Gutes überschütte und kröne Ahr und Zeit; es triefen deine Tritte uun lauter Fettigkeit; laß alles, was ur webt, am Morgen wohl gedei⸗ hn, am Abend sich erfreuen, mach stöͤhlich, was da lebt! In Seuchen. I Erban mal. In dich hab ich gehoffet.— 413. ch Gott, du unser Le⸗ benslicht, Herr, unsre Jug und Zuversicht, du Trost und hell der Armen! wir bitten dich de⸗ Sündun mithiglich, vir mit in Woll dreich sl ichts si unset Lebei! t: doh eten x erzeig uns doch Erbarmen. 2. Wir spüren, daß der Seuche Hist schon hin und wieder Manchen uftz es fänget an zu wüthen; drum sthen wir und schrein zu dir, du hollest uns behüten. 9. Wir beben, Herr, bei deiner Slimm. Ach, straf uns nicht in dei⸗ Uun Grimm mit dieser bösen Seuche. hli uns, o Gott, wend ab die Wih, daß sie uns nicht erreiche. 2²29 4. Zwar könntest du, o treuer Hort, auch unser Land und diesen Ort durch Seuch und Pest verheeren, und ganz und gar uns sündge Schaar in dei⸗ nem Zorn verzehren. 5. Wir haben dir oft widerstrebt, nach deiner Vorschrift nicht gelebt, was dir mißfällt, verübet: wir haben dich oft freventlich mit Uebelthun betrübet. 6. Doch handle nicht, liebreicher Gott, ach handle nicht, Herr Ze⸗ baoth! mit uns nach unsern Sünden! nein, Vater, nein, laß uns allein für Recht jetzt Gnade finden. 7. Ach, schenk uns doch aus Gütig⸗ keit die Schuld, die uns von Herzen reut, und laß uns nicht verderben. Ach, laß uns nicht durch dein Gericht in Sünden plötzlich sterben. 8. Beschütz uns, Herr, mit deiner Hand; schütz unsre Stadt und unser Land, sammt allem, was wir haben. Verlaß uns nie; erfüll uns früh mit deinen Gnadengaben. 9. So wollen wir voll Dankbarkeit dich, höchster Vater, jeder Zeit von Herzen ehren, preisen; und dann auch dort, o werther Hort, dir ewig Lob erweisen. In besonders schmerzhaften lang⸗ wierigen Krankheiten und Ver⸗ folgungen. Der 38. Psalm. Mel. von Nr. 79. 6 traf, o Herr! mich nicht 424. im Grimme, und be⸗ stimme über mich kein Rachgericht! rüge meiner Sünden Menge nicht mit Strenge, und verstoß mich Ar⸗ men nicht! 2. Alles Fleisch ist mir verschwun⸗ den von den Wunden, die dein Zorn geschlagen hat. Mein Gebein erquickt kein Friede, siech und müde macht es meine Missethat. 3. Meine Schuld, wie hoch sie stei⸗ get, drückt und beuget mich bis in den Abgrund fast. Stinkend eitern mir die Wunden. Bange Stunden machen mich mir selbst zur Last. 230 Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. 4. O, wie trübet meine Tage manche Plage! krumm gebückt geh ich ein⸗ her; schon verdorrt mein Eingeweide; Trost und Freude kennt mein banges Herz nicht mehr. 5. Mir vertrocknen alle Säfte. Meine Kräfte sind dahin! ich seb kein Licht. Es umziehen schon mich Matten schwarze Schatten; mein umwölket Auge bricht. 6.(Meine sonst geliebten Freunde fliehn als Feinde meine Qual und scheuen mich. Alle meine Anverwand⸗ ten und Bekannten fliehen und ent⸗ fernen sich. 7. Die mein Tod ergetzet, stellen, mich zu fällen, Netze; falsch ist Wort und That. Die mir Uebels wollen, denken, mich zu kränken, auf Betrug und auf Verrath. 8. Ich soll taub sein und nicht hören, noch sie stören, wenn die Schmach das Herz mir bricht. Taub soll ich ihr Lästern tragen, und nichts sagen, wenn die giftge Zunge sticht. 9. Doch ich harre dein, du hörest und gewährest meine Bitte, Herr mein Gott! übergib mich ihrer Rotte nicht zum Spotte; rette mich aus meiner Noth!) 10. Zwar verdien ich, daß die Freude von mir scheide: ich verscherzte deine Huld. Ach, ich möchte wohl verza⸗ gen! meine Plagen sind ja meiner Sünden Schuld. 11. Doch schau, groß von Gnad und Treue, meine Reue! ich verdamme mich vor dir. Ach, wie martert das Empfinden meiner Sünden! und wie schäm ich mich vor mir! 12.(Aber sollen die sich blähen, die mich schmähen, und mir täglich Unrecht thun? weil das Glück sie hat erhoben, will ihr Toben wider dei⸗ nen Knecht nicht ruhn. 13. Wie lang sollen sie mich schel⸗ ten? sie vergelten meine Redlichkeit mit Hohn. Weil ich mich für dich bemühe, Böses fliehe, trag ich Haß und Schmach davon. 14. Doch will alle Welt zusammen mich verdammen; so verwirf nur du mich nicht. Blicke, Herr, von deiner Höhe auf das Wehe, wovon saslun buld u Herz zerbricht.) hsoblen 15. Komme denn, erzeig mir Amm der srer dein Erbarmen! eile, mir in man 8. A Noth bald mit Beistand zu erschefen vun En mir, dem Deinen, eile, hilf mix, Hs ress er mein Gott! mich w mich, Auf der Reise. wisen Mel. Ach Gott, vom Himmel.— 2 0 * n deinem Nameh, Ich bin 425. J Herr Christ! mil 0 nun weiter(zur Reise) gehen: fohrt er der du mein Begleiter bist, winteh dir gef zur Seite stehen. Herr, Leih Welt d Seel befehl ich dir, nebst Ehrn Gut, und was du mir auf Bee Welt bescheeret. 2. Ich weiß, ich bin in dieser stets mit Gefahr umfangen: auchh ich in der Sterblichkeit nie völligh 42⁰ erlangen. Ich bin ein Pilger, den Fuß und Stab stets weiker sh her der muß, und hier kein Bleiben siuhll der Eh 3. Doch hilf du, daß ich auch n euch de du, in allem überwinde, bis dißh 2 dort die wahre Ruh, die rechte h math finde. Da sind dann Mihel t Sorgen aus; da bin ich eigenllh Haus; die Unruh hat ein Endt. 4. An diese Ruhstatt denk ich un Meere anjetzt bei meinem Wallen. hn hilf und lehre mich hier thun u deinem Wohlgefallen. Leit miche K. zeit auf rechter Bahn; und funhe seine etwas Gutes an, so führ es da, zum Ende. 5. Dir, Herr, ist mein Baush kannt; er fordert diese Reise. shh d. du mich bei der Hand, damit, zuhz nem Preise, ich redlich thue, Wah soll. Mein Herz soll dich, deh dy kes voll für deine Führung lohn, 6. Nur bitt ich, o mein Golt leih, daß ich behutsam wandle, immerdar vorsichtig sei, nie frhn strafbar handle. Durch deints Hß Gütigkeit gib Rath, Verstand rechte Zeit zu meinem Thun undlint 7. Nimm dich, o Herr, der Moh an, die ich zurück gelassen. Du th sie, mehr als ich kann, mit n Huld umfassen. O, laß sie dir em⸗ Wnn pchen Uun, und uns bald mit einan⸗ nir Num der freun, wenn wir uns wieder sehen. in mih 8. Auf seinem Weg sieht Jacob dort erschein vn Engeln ganze Schaaren. Nun mir, On neiß er froh und muthig fort. Auch nih wird Gott bewahren. O nimm mich, Herr, in deinen Schutz; und nissen List, Gewalt und Trutz kann nit alsdann wohl schaden? l.— 9. Nun, Vater! dir ergeb ich mich. Nameh. Ich bin in deinen Händen. Du wirst, üI ilh Hbofes, gnädiglich hier meine Wall⸗ hen: fihtt enden. Drum laß mich, wenn es „wilset dit gefällt, nach aller Unruh dieser Leib e Welt dort ewig bei dir wohnen. auf M Bei Gewittern. dieserz Der 29. Psalm. auchty Mel. von Nr. 46. völligh ringt her, ihr Mäch⸗ Fühn 426. B tigen der Erde, bringt veiter s her dem Herscher Lob und Macht! den sihl der Ehre seines Namens werde von 9 auchh euch der Dank und Ruhm gebracht! bis daß 2. Im heilgen Schmuck fallt vor rechte hul ihm nieder, mit reiner Unschuld ange⸗ in Mihnl than, mit hingeworfnen Leibern nieder, igentlh und betet den Weltherscher an! Ende. 3. Die Stimme Gottes wälzt im enk ichn Merre gethürmte Wogen vor sich her. len. hnl Er donnert laut, der Gott der Ehre, thun u auf großen Wassern donnert er. eit mih l. Gott spricht. Voll Kraft ist nd furh sine Stimme; er spricht: so steht hr es ih da, was er schafft. Gott spricht, und herrlich ist die Stimme, in ihr it Majestät und Kraft. 5. Die Stimme Gottes schilt die Ce⸗ dern;: schnell, wie der Strahl zersplit⸗ dern sie. Die Stimme Gottes ruft den Eidern: dem Lihanon entstürzen sie. 6. Sie macht sie hüpfend, wie die Kälber, sie stürmet, daß der Libanus, daß der erhabne Hermon selber wie iin jung Eichhorn hüpfen muß. 7. Gebirge stürzet sie zusammen; de Erdkreis bebt, da er sie hört. Des Höchsten Stimme haut wie Flam⸗ men, sie hauet um sich und zerstört. 8. Die Stimme spricht: die Wüste vandle, nie flehg eines H zerstand nundn „ der Mah Du ul Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. 231 sie hin! durch Gottes Stimme wird erschüttert die wundervolle Wüste Sin. 9. Erschreckt von dieser mächtgen Stimme, gebären Hindinnen zu früh. Und schnell entblößet sie im Grimme die Wälder und entwurzelt sie. 10. Gott spricht, daß er verherr⸗ licht werde; sagt ihm im Tempel Lob und Dank! er sprach und richtete der Erde die Sündfluth zu zum Untergang. 11., Und sie vertilgte die Verbrecher, die seines Namens Ehr entweiht. Da war er König, Richter, Rächer, und das ist Gott von Ewigkeit. 12. Gott wird in aller Feinde Stür⸗ men den Kindern Jacobs Kraft ver⸗ leihn. Er wird sie segnen, sie beschir⸗ men, um sie wird großer Friede sein. Mel. Nun danket alle Gott.— 9. 5 Höchster, dessen Kraft 427. O Luft, Meer und Erde träget; der Erde, Luft und Meer durch einen Wink beweget, ich lobe deine Güt; ich preise deine Macht, auch da bei deinem Blitz der Donner schreckend kracht. ö 2. Dräut gleich der Grund der Welt zu wanken, zu vergehen; läßt die ge⸗ borstne Luft gleich nichts als Flammen sehen; heult gleich mit Ungestüm empör⸗ ter Winde Wuth; droht dem erschrock⸗ nen Land gleich eine Wasserfluth: 3. So zittert, blitzt und rauscht doch alles Gott zu Ehren. Er lässet seine Stimm im Donner prächtig hören; er zeiget seine Kraft und seine Lieb, es bricht selbst durch der Wolken Nacht des Schöpfers Weisheitslicht. 4. Gott führet väterlich, zum Nutzen und zum Segen, der Wolken feuchte Frucht, den oft erbetnen Regen, durch Wind und Wetter her; macht doch der Blitze Brand nicht nur die Lüfte rein, tränkt auch das dürre Land. 5. O Weisheit sonder Ziel! o All⸗ macht sonder gleichen! o wahrer Va⸗ terlieb untrüglich helles Zeichen! ach möchten wir es doch in froher Ehr⸗ furcht sehn, und auch im Wetter selbst der Gottheit Huld verstehn! 6. Denn ob darüber gleich Luft, „nnhiuBsilert, welch Schrecken brauset durch. Meer und Erd erschüttern; so darf 2³² Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. ein frommes Herz doch darum nicht erzittern! schreckt dich des Schöpfers Macht, so denke doch dabei, daß er zu deinem Schutz nicht minder mächtig sei. 7. Gewiß, du ehrst ihn nicht, wenn du zu knechtisch bebest, und unter Blitz und Knall in lauter Aengsten schwebest. Sieh deinen starken Gott doch nicht so machtlos an, daß er im Wetter dich nicht auch beschirmen kann. 8. Es wirket seine Macht ein ehr⸗ furchtsvolles Grauen; doch auch nicht weniger ein kindliches Vertrauen. An uns liebt unser Gott zwar Ehrerbie⸗ tigkeit, doch mehr noch Zuversicht, noch mehr Gelussenheit. 9. Und sollte, was er thut, dir etwa Schaden bringen; so suche ehristlich stark, den Unmuth zu bezwingen. Ohn ihn kann nichts geschehn, und was durch ihn geschicht, ist alles nütz und gut, begreift man es gleich nicht. 10. Weil aber dieses nicht in unsern Händen stehet, und man sich bloß, o Herr, durch dich zu dir erhöhet; so fleh ich inniglich:? gib mir die Eigenschaft, die dir gefällig ist, und des Vertrauens Kraft. 11. So oft wir blitzen sehn, so oft wir donnern hören, laß uns, Herr Zebaoth, dich lieben, fürchten, ehren! hat deine Güte schon den Blitz her⸗ vorgebracht; so ist sein Strahl doch auch ein Zeichen deiner Macht. 12. Von unserm Nichts kann nichts so klar uns überführen, als wenn wir die Gewalt der Elemente spüren. Die ungeheure Macht erweiset, wie so klein, so elend, so gering und schwach wir Menschen sein. 13. Drum, Herr, erbarme dich! erbarme dich aus Gnaden! laß dies Gewitter doch den Unsrigen nicht scha— den. Gib, daß der grause Sturm, gib, daß der Schlossen Heer uns weder Leib noch Gut entreiße, noch versehr. 14. Ach, laß in der Gefahr, bei Donner, Blitz und Stürmen, uns deine Lieb und Macht, o Vater, doch beschirmen! vor allem aber gib, wenn die Gefahr vorbei, daß so für Schutz als Nutz, dir jeder dankbar sei! Mel. von Nr. 42. es Donners schreckende 428. DGortue und san cher, und die Blitze fliehn: heh schmückt, bei angenehmer Stille, dy Sonne Glanz das feuchte Grün. Hahn heischet dies nicht deinen Dank? heisch dies nicht einen Lobgesang? 2. Die frohe Heerde blöckt shn wieder; ein Chor der Vögel schhim und singt nur von dem Herrn inn standne Lteder. Ihr munterer Gesan durchdringt der ungemeßnen L Kreis, dem Segensgott zum Ruht und Preis. 3. O Seele, preise den Erein der seine große Kraft bewies; in starken Gott, der sich im Weklers majestätisch hören ließ, der selbst d Blitzes Strahlen lenkt, und auch i. Zorn der Gnade denkt. 4. Nimm auch des Höchsten them Güte in Blitz und Ungewitter wah Dem frohen forschenden Gemüthe sih sich ein großer Schauplatz dat in ungezählter Segensspur, zum Lalst aller Kreatur. 5. Wenn bei erhitzter Dünste Ol hen sowohl die Menschen als das M den Odem matt und keuchend ziehen wie froh, wie munter werden s wenn in die ängstlich schwüle I der Donner küble Winde rust. 6. Wie lieblich hebt sich das H traide, getränket durch den Regsh guß; und wie vergnügt betritt N. Weide der neubelebten Thiere Zasl der muntern Vögel frohes Heer hun kündigt des Erhalters Ehr. 7. O Gott! wie viele Segenohn⸗ ben verbreitest du auch durch du Blitz; dich muß man auch im Wat loben. Du meinst es gut und uih uns nütz. Dir sei mein Herz ih Dankaltar; dir bring ich Lob zis Opfer dar. 8. Verfleucht der Knall von Donnn wettern: des Wortes sanster Donst währt. Droht nun kein Blitz unt f zerschmettern; des Wortes Leuchn bleibt und nährt. Sei treu, o Hh bei diesem Licht; Gott rührte dihn en vergiß es nichtl reckendt d schwi 2 bah Errels, ies; e Wetler selbe E= Rauch in len theh ter wah. üthe sh dat h im Lahil inste Gh. das V id zichen erden so wüle L uft. das H, n Regul⸗ betritt R. iere Hall Heer hun zegenohit⸗ durch dun im Wehn und uih Herz ih Lob zun n Donni er Donnh litz unt Leucta „ h hrte Rh Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. 233 Fürbitten. Für die Obrigkeit. Mel. Aus meines Herzens Grunde. ..ʒ... Bei der Einführung eines Predigers. . 430. Er fier den en s — ö 429. Ii. ehovah, Herr und ERE— E SSꝑqꝑIꝑIꝑPI‚I‚IꝑP‚I‚IꝑIIIIIIIII..——— hernieder, auf Hirten und der Heerde —— ..S.SSSEEE Aürnig der Könige und Herrn, dit S Asman unterthäcnigz du herr⸗ S.SSSS........ shest nah' und fern, du Golt, Herr 5.— 2—— ..... D....— —— +— igz im Schütz en stark und mäch⸗tig, SSSSEE...— Eein Helfer in der Noth. 2. Nach deines Knechtes Lehre ist kne Obrigkeit, die, Herr, von dir nicht wäre; ihr Schwert, das Frevlern Räut, das hat sie ja von dir! wer ihr zuwider lebet, der wagts, und hidersrebet dir selbst noch mehr als ihr. 9. Ach, lieber Vater, lehre mich doch durch deinen Geist, daß ich die Obern chre, wie uns dein Wort es heißt! se tragen ja dein Bild; laß mich Ge⸗ horsam üben, und sie mit Ehrfurcht leben, wie du es haben willt. 4. Die wir zu Herschern haben, laß deinen Willen thun. Laß deines Geistes Gaben auf ihnen reichlich ruhn. Du herschest selbst im Land. Das hetz der Obrigkeiten kannst du wie Lache leiten, es steht in deiner Hand. 5. O Gott von großer Güte, gib luem Geiste Licht. Gib Treue dem Hemüthe zum Urtheil im Gericht. Laß sas durch ihr Bemühn den Frommen scher stehen, der Bösen Rath vergehen, ind alle Stände blübn. 6. Gib, daß durch ihr Regieren wir migufriedenheit ein ehrbar Leben füh⸗ un in wahrer Frömmigkeit. Herr Holt du segnest gern: wir bitten ohn Gmüden: gib Segen, Heil und Frie⸗ ben durch Jesum, unsern Herrn. I..FIFIFI.I III.II..— Glieder, die wir vereinigt zu dir ES II— schrein, und unsre Bitten, unsre Lie⸗ .—..—5——2 der, laß, Herr, dit wohlgefällig sein. 2. O selig, welchen du erwählet, und deinen Boten zugezählet! wenn er dein Wort aufrichtig lehrt, und wo er fehlt, aus Schwachheit fehlet, und selbst thut, was man von ihm hört. 3. So selig sei auch der zu halten, für den wir jetzt die Hände salten, da er sich deinem Dienst geweiht, und solchen würdig zu verwalten sich binden will mit Wort und Eid. 4. Du selbst mußt ihm Vermögen geben; mit Licht und Kraft den Geist beleben, und leiten ihn als bei der Hand; dann macht sein wichtiges Bestreben erst dich und deinen Ruhm bekannt. 5. O laß ihn, Herr! durch dich be⸗ lebret, durch keines Irrtbums Wahn bethöret, die Wabrheit selbst gerühret sehn, und wie sich auch das Fleisch empöret, doch ihre Stege richtig gehn. 6. Gib Gnade, daß zu rechter Stunde, dein streng Gesetz aus seinem Munde den Sünder wecke! doch dabei des Lebens Wort vom Gnadenbunde für schüchterne Gewissen sei. 7. Ach! laß ihn seiner Arbeit Früchte mit unbeschämtem Angesichte nach wei⸗ sem Fleiße reifen sehn, und bei dem drückenden Gewichte des Amts, die Kraft von dir erflehn. 8. Erhalt ihn in den rechten Schran⸗ ken, in Wort, in Wandel und Gedan⸗ ken! gib ihm, nur deinen Geist zu scheun; von seinem Vorsatz nicht zu wanken, und bis ans Ende treu zu sein. 23⁴ Zweiter Theil.— Besondere Gebetlieder. Bei der Einsegnung der Eheleute. Mel. Vom Himmel hoch, da.— 109. 431 Gott! des gnaden⸗ * voller Rath den Eh⸗ stand eingesetzet hat, der du ihn seg⸗ nest, schützest, liebst, und ihm Glück, Heil und Gnade gibst. 2. Gib diesen, daß sie stets mit Flehn in Lieb und Eintracht zu dir gehn: und wenn ihr Herz voll An⸗ dacht schreit, gib, daß ihr Werk auch wohl gedeiht. 3. Auch wenn sie Kreuz und Kummer drückt; so zeige, daß du es geschickt. Hilf bald, und gib, daß sie zuletzt dein gnadenreicher Trost ergetzt. 4. Laß Eltern Schand und Sünde fliehn, und fromme Kinder auferziehn, daß Einigkeit, Zucht, Schaam und Treu zu aller Zeit im Wachsthum sei. 5. Laß, die im Ehestande stehn, sich, Herr, durch dich gesegnet sehn. Gib, daß sie deinen Willen thun, und unter deinem Schutze ruhn. 6. O treuer Gott! wir bitten dich, regiere sie stets gnädiglich, erhalte sie die Lebenszeit in deiner Furcht und Heiligkeit, 7. So bringen sie dir lebenslang für solche Gnade herzlich Dank; bis dich, Gott, Vater, Sohn und Geist! ihr froher Mund dort ewig preist. Mel. Wie schön leuchtet der.— 35. . ott ist es, dessen weiser 432. G Rath den Ehestand gestiftet hat: er ists, der Eva mächte, und diese tugendvolle Braut, die er aus Adams Ripp erbaut, zum ersten Menschen brachte. Ehen sehen dero⸗ wegen Gottes Segen; Gott beglücket was er stiftet, fügt und schicket. 2. So lebt ein frommer Mann be⸗ glückt, wenn Gott ihm eine Gattin schickt, durch die er wird Pset wenn eins das andre zärtlich liebt, und ihnen Gott den Frieden gibt. reichlich auf die Seelen, die Gott wählen, die sich lieben und zugleich Leide ewge Freude für sie finden shem Glücke freun? Zeigt ich O! wie viel Wohlsein regnet täglich voll Rühmens an, was du, Han 3. Gott schmücket ihr geliebtes Han mit wohlgerathnen Zweigen aus, worn sie Freude sehen: und bricht gleich oj ein Kreuz herein; will er selbst Dils und Helfer sein, und sets zur Sesh stehen. Endlich soll sich nach den Gott will ihnen Kränze winden. Nach der Trauung. 4. Nun, Gott! du hast es wohl bedacht, die heilge Ordnung sellt gemacht, und willst sie noch bedech, Dein Geist regiere Mann und Waßß daß sie, ein Herz, ein Fleisch und dah dein Bündniß nie beflecken. Rühn, fübhre ihre Seelen, dich zu wähley dich zu ehren; laß sie keine M beschweren. 5. Führ ihre ganze Lebenszeit nn Gottesfurcht und Heiligkeit durch di⸗ nes Geistes Stärke. Regier und lah doch ihr Herz von Fleischeslust, n eiteln Scherz, allein auf gute Was, Laß die, so die Ehen schließen, hil genießen, Segen sehen, und zur Ian⸗ meshochzeit gehen. Der Eltern für ihre Kindir. Mel. Werde munter, mein.— II. 433 orge doch für mein * Kinder, Gott, du du ihr Vater bist. Sie sind freih vor dir Sünder, doch versöhnt du Jesum Christ, und in ihrer Kindh schon dir und Jesu, deinem Sohy, bei der Taufe übergeben, dein s sein und dir zu leben. 2. Du hast sie bisher genähret; A hast manchem Unglücksfall mehr al väterlich gewehret. Da dein Eahl überall, ob er gleich dein Antli ih sich doch für sie froh bemüht; 9 muß mich ihr Gedeihen, Herr, n. jedem Tag erfreuen. 3. Sollt ich denn für solche Ml dir nicht herzlich dankbar sein, mit dankendem Gemüthe mich beish an mir gethan, ach, so würde du mein Schweigen von dem schnöhsn die Tugend üben. Kaltsinn zeugen. tes Hau 8,Worgz Heichef bst Tut ur Sest ach den finden den. g. 3 ng se Pedehn id Wih, und Lah, Rühn, wähley, ne NIS 1oͤzeit z urch di⸗ und leh ust, von e Weilh en, Hil zur Lan⸗ dinder. — 0. ür mein Hott, de d fteilh hnt duth Kindheh m Sohy, dein g ähret; N meht ch ein Engl nilit sh iht; 96 Herr, olche Gl sein, w ich belsl schuödfn Zweiter Theil.— Besondere Gebellieder. 2³⁵ J4. Herr! du bists, was mich er⸗ 2. Oft hab ich sie schon betrübt. getzet, meiner Seele Trost und Heil, Ach, vergib mir diese Sünde! nie das mein Herz am höchsten schätzet; hab ich sie so geliebt, wie es einem herr, du bist mein Gut und Theil: jeden Kinde Wort und selbst Natur hleib auch meiner Kinder Gott; laß gebeut. Gott! es ist mir herzlich leid. se doch, in keiner Noth, auch im 3. Was ich ihnen schuldig bin, Glücke nicht verderben, rühmlich leben, nehm ich willig wohl zu Herzen. Laß flig terben. mich nicht durch Eigensinn ihre Hüld 5, Laß sie nicht ihr Herz verstocken, und Gunst verscherzen. Gib, daß beb es stets zu dir empor. Wenn meine Dankbarkeit, mein Gehorsam se böse Buben locken, v dann höre sie erfreut. nicht ihr Ohr. Laß der Thoren Wahn 4. Wie viel Sorgen, Angst und und Scherz nicht ihr jugendliches Herz., Müh hahen oft ihr Herz gebeuget? das nur dir gehört, entweihen; deiner Wie viel Liebe haben sie, täglich, müß es sich erfreuen. stündlich mir erzeiget? Haben sie 0. Laß du sie schon hier auf Erden nicht manche Nacht, wenn ich schlief, dir zum Ruhm geschäftig sein, und für mich gemacht? den Menschen nützlich werden. Deine 5. Laß denn, ohne Heuchelei, mich Furcht pflanz ihnen ein, daß in einer vor ihnen dankvoll beugen, und Ge⸗ argen Welt sie stets thun, was dir horsam, Lieb und Treu, stets in Wort gefält, und nach deinem heilgen und Werken zeigen; so fehlt mir der Billen treulich ihre Pflicht erfüllen. Segen nicht, den mit dein Gesetz 7. Gib, Herr, daß sie stets mit verspricht. Ehten, nicht dem Feind zum bittern 6. Stelle mir zum Beispiel für Spott, nicht dem Freund zur Last, jenes Muster aller Kinder, Jesum, sich nähren. Segne du ihr täglich der zwar Eins mit dir, und die El⸗ Brot, daß sie nie ein Unfall schreckt,. tern doch nicht minder mit Gehorsam der zu herbes Leid erweckt. Schlägst selbst verehrt; dies sei mir nachah⸗ du sie, so laß es ihnen stets zum mungswerth. wahren Besten dienen. 7. Lege viele Jahre zu meiner El⸗ 8. Still laß ihre Tage fließen. Laß tern Zeit auf Erden! Laß sie, Herr! se ihre Prüfungszeit tugendsam und in Fried und Ruh mir zum Besten stomm genießen. Wenn sie dunn zur älter werden. Beten sie für sich und Ewigkeit endlich einmal übergehen, so mich, so erhör es gnädiglich. laß sie vor dir bestehen. Laß sie sanft 8. Alles Kreuz mach ihnen leicht; und ruhig sterben, und dort deinen ö hilf es, Vater! selber tragen, und Himmel erben. wenn sie ihr Ziel erreicht, nach den 9., Gönne mir die große Freude, sauern Lebenstagen, so gib du dor daß ich an dem jüngsten Tag, nach deinem Thron ihnen frommer Eltern u Heen foen un—F— mit Lohn. auchzen sagen mag: liebster Vater, x‚ ich bin bier⸗ nebst den Kindern, die Eines Waisen. du mir einst in deiner Gunst gegeben: Mel. Warum betrübst du dich, mein Herz. ewig will ich dich erheben. EEEE Der Kinder für ihre Eltern. 435. O welch ein Leiden, Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. 8 Ir.— 434 ott, mein Vater! Dank das mich drückt das du mir, 18 200 970 dir: du die Hund E i, Leib und Leben, durch die Hand 31 seider l der Eltern, mir ohne mein Verdienst 123—— i e 224100 gezeben: für mich krönst du ihre Müh, E EEEE mir zu gut erhältst du sie. mir der Tod die Eltern früh 236 Zweiter Theil.— Vom Lobe Gottes. Ferge HEe .—.— 3 E entrissen hat; demüthig ehr'isch — ,— deinen Rath. 2. Drum flieht mein kummervoller Sinn zu dir, dem höchsten Helfer, hin. Herr! stehe du mir bei! zu dir steht meine Zuversicht; verlaß mich, bester Vater! nicht. 3. Ach! flöß mir wahre Tugend ein, so werd ich immer glücklich sein. Herr! leit und führe mich. Laß mich bei dir in Gnade stehn, so wird mirs immer wohl ergehn. 4. Von dir kommt alles wahre Gut: drum gib mir Weisheit, Kraft und Muth durch deinen guten Geist; da⸗ mit mein schwaches Herz nicht fehl, und stets das beste Theil erwähl. 5. Beschütz mich auch, o treuer Gott! in Kreuz, Verfolgung, Angst und Noth, in Seel⸗ und Leibsgefahr. Bedeck mich durch der Engel Maah als Gott und Helfer Tag und Nach 6. O Brunnquell aller Gütigkeh bescheere mir von Zeit zu Zeit dit Mittel meines Glücks; du weißt i leicht für jeden Rath, den deine Hanz erschaffen hat. 7. Du hörest, wenn die Rahn schrein: laß auch dein Kind erhöm sein, und nimm mein Seufzen auft gib Kleider anzuziehn, und Brod essen, o du reicher Gott! 8. Ich werfe meine Sorg auf dih, mein Gott und Herr! versorge mih und mach es immer wohl; so lob ih dich, so dank ich dir für solche Guad. für und für. 9. Bricht dann mein Lebensziel her ein; laß mich des Himmels Erbe sesz Erlang ich dieses nur, so acht ih weder Noth noch Qual in dleseh jammervollen Thal. 31) Lo blieder. 4. Vom Lobe Gottes. Mel. des 134, Pfalms. — 436. A uf, Christen! preist ,— 2 —— . 51 mit mir den Herrn! wer preist, .... was herrlich ist, nicht gern? Und — welch ein Glanz, der Gott verklärt! wer ist, wie er, des Lobes werth? 2. Lobt ihn! sein ganzer Nam ist Ruhm; Unendlichkeit sein Eigenthum. Dies gränzenlose Meer von Licht durch⸗ schauet selbst der Engel nicht. 3. Ja, eure Lust sei, ihn erhöhn! solch Lob ist heilsam, lieblich, schön, schärft den Verstand, erhebt das Herz, und stillt im Leiden allen Schmerz. 5. Welch ein so herrlicher Benn, zu dem Gott selbst die Engel schuft welch eine theure süße Pflicht, die im so reichen Lohn verspricht. 6. Ja, Pflicht ists, daß ihr sen gedenkt, ihr, denen er Verstand schenkt, die Ehre des Verstandes f daß ihr den Ewgen kennt und wisl 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn besing die ihr von ihm ein Herz empfingt, das sich zu Gott mit Inbrunst nahh, und seine Größe fühlen kann. 8. Auch euer Mund, so oft er sprich, erinnert euch an diese Pflicht. Di Sprache dankt ihr ihm allein, u wolltet nicht voll Rühmens sein! 9. Wer ist gutthätiger, als denn welche Gabe sollt uns der nich schenken, der so sehr uns liebt, di er auch seinen Sohn uns gibt? 4. Wie wird der Geist dadurch ent⸗ zückt; hinauf gen Himmel hingerückt; mit seinem hocherhabnen Freund, mit Gott, stets inniger vereint! 10. Was gebet ihr nun ihm dafihf ist nicht ein Herz voll Dankbehith, das ganz in seiner Liebe brenntz du Einzge, was ihr geben könnt? Ma Nacht itigkelt Zeit x veißt Y ne Hash Rahen erhöm en auft Brod u zuf ge mich Klob ih e Gnahe ziel he⸗ rbe seij acht diesen Beruf, el schufl die uuz ihr seh tand ndes ss, nd wit. licht Di 11. Auf, Christen, preist mit mir den Herrn; wer preist nicht milde Geber gern? gedenkt, wie viel er uns gewäbrt! wer ist, wie er, des Dankes werthꝰ Der 134. Psalm. Mel. von Nr. 436. Ernchet Gottes Heiligkeit 437. ihr, die er sich vor andern weiht, und die ihr vor ihm Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. 237 Tag und Nacht zu seinem Lob und Dienste wacht! 2. Erhebet zu ihm Herz und Hand, und bittet ihn für jeden Stand; und lehrt und singt im Heiligthum, als wie die Engel seinen Ruhm! 3. Euch segne Gott von seinem Thron, und sei dort ewig euer Lohn; euch segne Gott, der alle Welt er⸗ schaffen hat, und noch erhält. b. Allgemeine Loblieder. Der 34. Psalm. Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. i in G ill 438. D. lobsngen und von meinem Munde soll stets dein lob zum Himmel dringen; denn mein Herz ist Dankes voll. Deiner freut sch mein Gemüthe, rühmt sich, mein Gott, deiner Güte; alle Frommen sreuen sich deiner, Herr, und loben dich! 2. Ja, preist ihn ihr frommen Seelen, stimmt Danklieder mit mir an! lasset fröhlich uns erzählen, was der Herr uns Guts gethan! lasset, lasst uns zusammen Lieder singen sei⸗ nem Namen! ein vereintes Lob gefällt unserm Gott, der uns erhält. 3. Herr, du hast mein Leid vernom⸗ men, du sahst meine ganze Noth! mein Geschrei ist vor dich kommen: da halfst du mir, o mein Gott! und du kiltest, auf mein Beten, mich aus mei⸗ ner Noth zu retten; strecktest, ach, wie—7 ich dir, deine Vaterhand zu mir! 4. Zittert nicht in den Gefahren! unsers Gottes Angesicht schaut auf uns, uns zu bewahren; Fromme! Gott ver⸗ läht euch nicht; wer will uns unglück⸗ lih machen? Gottes starke Engel hachen immer um uns! Gottes Treu sbt beim nahen Tod uns bei. traun, beschirmen; ja, der Herr ist ö unser Gott, unser Fels in jeder Noth! 6. O wer wollte dich nicht ehren? wer verdient Vertraun, als du? wer kann in der Noth erhören? wer kann helfen, Gott, wie du? du willst die, die deinen Willen freudig thun, mit Freud erfüllen, ihnen fehlts an Segen nie! du ernährst und segnest sie. 7. Was die Frommen sich erwer⸗ ben, das verdirbt nicht dein Gericht, Sünder läßt du oft verderben, aber deine Kinder nicht! wer den Herren sucht und liebet, wird mit Mangel nie betrübet, er verheißt es, daß für den seine Schätze offen stehn. 8. Kommt dann, fromme Seelen, höret, wie der Herr euch segnen kann! nehmet, Kinder, was er lehret, mit bereitem Hetzen an! ihr müßt, wollt ihr selig leben, eure Herzen Gott ergeben; euer Herz und Mund muß rein, ganz das Leben heilig sein! 9. Fliehet eurer Zunge Sünden; laßt zu keiner Heuchelei, keiner Sünd euch überwinden, bleibt Gott und der Tugend treu, sucht und jaget nach dem Frieden, laßt den Feind euch nicht er⸗ müden, thut ihm Gutes, thut es gern, Neid und Zorn sei von euch fern! 10. Gott schaut alle seine Knechte stets mit Wohlgefallen an! er ists, 5. Schmecket, Freunde Gottes, shmecket, fühlet seine Freundlichkeit! sine Gnad und Huld bedecket jeden, du sich seiner freut: Gott kann uns in alen Stürmen, wenn wir ihm ver⸗ der, wenn der Gerechte zu ihm schreit, ihm helfen kann; in sein Buch sind alle Klagen seiner Frommen eingetra⸗ gen; ihre Thränen und ihr Schmerz rühren sein erbarmend Herz. 238 11. Aber Goites Zorn verzehret weg von seinem Angesicht jeden, der ihn frech entehret! wonet, Sünder, Gottes nicht! fleht ihn an, daß seine Rache nicht schnell wider euch erwache; Gott ist gut, doch immer schont der nicht, der im Himmel wohnt. 12. Weh dem, der den Frommen drücket, Gott siehts! und der Fromme schreit, urd Gott hörts, und Gott erquicket ihn, zur Hülfe stets bereit. Er ist nahe allen denen, die sich nach der Hülfe sehnen; so gewiß sie zu ihm i e.— Weh und tilget meine Schuld. di Herr, mein Gott, erlöst mich n 13. Züchtigt Gott gleich unsre See⸗ lenz er meints immer mit uns gut! läßt, wenn uns die Leiden quälen, doch nicht sinken unsern Muth. Gott beschützt, erhält die Seinen, die es redlich mit ihm meinen; er bleibt in der größten Noth, wie im Glück, ein treuer Gott! 14. Ohne seinen Rath und Willen wird uns nie ein Haar gebeugt; er kann jedes Wetter slillen, das schnell er, er wird auf uns niedersteigt! mit seinen Wettern seiner Feinde Schwarm zerschmettern! dient denn, Fromme, Gott! ihr seid sein in alle Ewigkeit. Der 100. Psalm. Mel. Vom Himmel hoch, da.— 109. hr Völker, jauchzt mit 439. J frohem Schall dem Gott der Götter überall! erscheint in seinem Heiligthum mit einsichtsvol⸗ lem Dank und Ruhm! 2. Der Herr ist Gott. Nur er allein, nicht wir, verlieh uns unser Sein. Wir sind sein Werk und eigen Gut, und Schafe seiner Weid und Hut. 3. Erhebt, empfangt ihn allzu⸗ gleich; und eilet in sein Gnadenreich! er öffnet seine Thore weit. Da dringt hindurch mit Freudigkeit. I. Unendlich groß ist seine Treu. Sie scheint uns alle Morgen neu; und seine Huld und Gütigkeit besteht durch aller Zeiten Zeit. und ewig reicher Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. Der 103. Psalm. Mel. von Nr. 265. obsinge Gott mit wah, 440. L rem Andachthuig o meine Seel, und preise seine Liehh was in mir ist, erhebe seine Nun ich soll, ich will mit dankerfülln Seelen, so lang ich kann, erwähn und erzählen, wie groß an mir sh Gnadenreichthum sei! 2. Bewein ich nur mit Schmenh meine Sünden; so läßt er mich hah seinen Trost empfinden. Er heilt mah Verderben, und krönet mich, als enm Himmelserben, mit heilgem Schunt biger Huld. ö 3. Er sättigt mich mit aller Gih Fülle: gewähret mir des innern dis, dens Stille; und schaffet mich, g Adler, jung und neu. Er gibt nich zu, daß jemals Welt und Hölle ns Macht und List des Armen Unschh fälle, und im Gericht steht er ih siegreich bei. 4. Wie herrlich zeigten sich dortsehe Wege, wie wundervoll sein Sh und seine Pflege durch Mose Din an Jacobs groͤßem Heer! der hin ist sanft und milde von Gemüthezn übt an uns nur Treu, Geduld 1. Güte, langsam zum Zorn und Il Mitleid ist er. 5. Verdienen wir, daß er uns gass verlasse, und droht er uns mit sellin schweren Hasse; so währet doch sth Zorn nicht lange Zeit. Er lohnt un nicht nach unsern Missethaten; an wenn wir auch in seine Zucht gernthen so dient sie nur zu unsrer Seliglh 6. Er läßt an uns, wenn wit i kindlich trauen, viel höher noch in Gnade Wunder schauen, als über in der Himmel Kreise gehn. Die Sint muß viel weiter von uns schwinden als Ost und West sich von einards finden, wenn wir zu ihm mit u und Thränen flehn. 7. So zärtlich schont kein Aun seiner Kinder, als unser Golt tiefzebeugten Sünder; er schlit egiert sngt Helder und u tstrich, ie Neht 1e Veuul kerfüln erwägn mir sih chmenth nich bih eilt neh ld. Du rich vun als elnn Schuut ler Gunn lern ns⸗ und hl uns gan it stine doch sih lohnt in ten; m gerathen Seliglb wir ihn noch da über und ie Sü helt und lindert ihre Pein, als welcher stets auf unsre Schwachheit chauet. Er denkt daran, daß wir aus Staub gebauet, und wieder Staub in kurzem werden sein. 8. Wie eitel sind doch unsre kurzen Lage! wir leben kaum, so findt sich Müh und Plage; wir blühen, doch mie eine Blume blüht, die jeder Wind, der kaum darüber fähret, 13 werte und dörrt, und wie in nichts verkehret, daß niemand mehr auf ihre Spur nur sieht. ö 9. Nur Gottes Treu kann nimmer⸗ nehr vergehen: wenn wir nur fest in siner Furcht bestehen, will sie auf uns und unsern Enkeln ruhn. Sein evig Heil wird über denen walten, die seinen Bund und sein Gesetze halten, und was er will, von gan⸗ zem Herzen thun. 10. Des Herren Thron ist himmel⸗ loch erbauet, von welchem er auf ale Menschen schauet. Sein Wink kgiert die Völker aller Welt. Lob⸗ sugt dem Herrn, ihr Engel und ihr helden, die sein Gebot vollstrecken und uns melden, und die sein Wort in ewger Uebung hält. 11. Lobsingt dem Herrn, ihr seine lihten Heere, die ihr um ihn, uns Sterblichen zur Lehre, mit Freuden dent, und seinen Willen thut! Lob⸗ sugt dem Herrn, ihr alle seine Werke: weit er herscht, verehret seine Stärke; lobsing auch du, mein Geist, dem höchsten Gut. Der 111. Psalm. Mel. von Nr. 55. 441 G sei Gott! ihm * will ich fröhlich sin⸗ en; ihm Dank und Ruhm mit den Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. die ihm dienen; das erfüllt er ihnen; er denkt des Bundes; ewig soll er währen, weil sie ihn ehren. Recht und Treue. gnädig Wort, das ihn gereue. Der Fromme weiß, daß er aus Lieb und Güte sein Recht gebiete. weget! ins Herz gepräget, daß wir getreu und willig seinen Rechten gehoͤrchen möchten. Wege wallen, welche Gott gefallen. Der Ruhm, womit sie sich geschmückt wird sehen, wird nie vergehen. krechten bringen, und der Versamm⸗ ——— frommen Seelen sein Lob zählen. 2. Groß, majestätisch sind des Höch⸗ ö sen Werke, und würdig, daß man sie Iforsch und merke! aus ihnen strömen hoch über alle Heiden. 239 bleibt gerecht von Ewigkeiten auf alle Zeiten! 4. Er baut den Wundern, die sein Arm verrichtet, ein Denkmal, welches keine Zeit zernichtet! der Herr von frommen, duldendem Gemüthe; der Herr voll Güte. 5. Der Herr gibt Speise denen, was er verheißet, 6. Die Thaten seiner Hand sind Gott spricht kein 7. Es dauert fest und ewig unbe⸗ er hats auf Stein und uns 8. Er sendet Heil und Rettung sei⸗ nem Erbe, damit er nicht der Feinde Grimm verderbe. Frommen herrlich zu erhöhen, bleibt ewig stehen. Sein Bund, die 9. Die Furcht vor Gott, die Lust, ihn zu erheben, führt uns zur Weis⸗ heit, führet uns zum Leben; sie gibt Verstand und Licht, damit die Seele, was gut ist, wähle. 10. Von ihr geleitet, lernt man die nie verführen, Der 113. Psalm. Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. EFhr Knechte Gottes, lobt 442. den Herrn, lobt seinen heilgen Namen! gelobet sei er nah und fern, und jetzt und ewig! Amen! Vom Aufgang bis zum Niedergang sei er der Heiligen Gesang, ihr Ruhm und ihre Freude! 2. Unendlich ist der Herr erhöht, So weit der hellge Vergnügen, die nie versiegen. große Himmel geht, muß Ehr und 9. Was er nur ordnet, ist voll Schmuck ihn kleiden. Ja, ja, wer ist, Schmuck und Ehre, daß er, wie groß wie unser Gott, usei, die Welten lehre. der hohe Herscher Der Höchste Zebaoth, der auf das Niedre siehet?⁊ 2⁴⁰ 3. Er richtet die Geringen auf, die nach Errettung dürsten; und fördert des Verlaßnen Lauf, und setzt ihn zu den Fürsten. Der Unfruchtbaren ödes Haus schmückt er mit holden Kindern aus. Laßt: Hallelujah! schallen. Der 117. Psalm. Mel. von Nr. 46. 443 obt, lobt den Herrn, 94 ihr Nationen! froh⸗ lockt ihm; bringt ihm Ruhm und Macht! von allen, die auf Erden wohnen, werd Ehr und Lob dem Herrn gebracht! 2. Denn seine Gnade, seine Treue ist groß und unveränderlich; sie her⸗ schet ewig: Erdkreis freue der Gnad und Treue Gottes dich! 3. Lobt, lobt den Herrn, ihr Na⸗ tionen; froblockt ihm, bringt ihm Preis und Macht! von allen, die auf Erden wohnen, werd Ehr und Lob dem Herrn gebracht! EEE 444. obtt den Herren, alle SSPSPSP.P................... Hel⸗den) preiset ihn alle Böl⸗ker, E— PII...———.— denn seine Gnade und Wahrheit ....... waltet uder untin Ewigkeit. Al⸗le⸗ DSSS. S SSS.......... lu⸗ja! Alleluja! 2. Ehr sei dem Vater und dem Sohne, und auch dem heilgen Geiste, als es im Anfang war und nun blei⸗ bet bis in Ewigkeik. Amen! Alleluja! Alleluja! Mel. von Nr. 108. Ut i 445. Sen srgen seat ich ihm nicht dankbar sein? Sollte nicht in allen Dingen seine Liebe mich erfreun? Lieben ist es, nichts als Lieben, herzliche Barmherzigkeit, die so oft und viel verzeiht! Herr! ich Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. will dich ewig lieben, ich will, dein Eigenthum, stets erheben dein Ruhm! 2. Wie ein Adler sein Gesieder ih seine Jungen streckt, so hat(danh sein 2 ich ni bom durch 8. nals gleich, ihm, meine Lieder) mich auch Gah Arm bedeckt! Gott! der Was schon wachte, als ich kaum zu s kahter begann, sah mit Vaterhuld mich g mein 2 eh ich lebte, eh ich dachtel Leih n an, z Seele gabst du mir; Gott, ot pil verdant ichs dir! 3. Für mich Armen, mich Vnh nen, mich, der ich gefallen bin, z er seinen Eingebornen, Jesum Ii stum, selber hin. Wer kann, er that, ergründen? auf der gum Erde, wer? wer aus seiner Heere kann es, wie er liebt, ennsh den? seine Lieb ist immer neu, a seine Gnad und Treu! ö 4. Seinen wunderbaren Zihn seinen Tröster, seinen Geist, gibthy Herr mir zum Regierer, wenn 10. Welt mich an sich reißt, daß er mih Seele fülle mit des Glaubens hüh Licht; dann, dann fürcht ich s Gericht, und mein bebend Hen i stille; deines Heils darf ich mich sin Herr! dein bin ich! du bist melhl 5. Meinem bessern Theil, der gibt er Trost und Kraft und au R. wenn ich, was er wählte, wil strömet mir sein Frieden zu. M so lange wir hier wallen, wir haß fen in der Welt, was die hilh stützt und hält, die dereinst in Eh zerfallen, auch dies gibt und, u Ruf uns für diese Welt erschuf, 6. Himmel, Erd und ihre Hun sind zu meinem Dienste da! wohhhh mein Auge kehre, ist mir Gottes Eih nah! Thier und Kräuter und g traide in den Gründen, auf derhi in den Büschen, in der Ste, mir Nahrung, sind mir Freude; Gedeihn und Ueberfluß nieft Allerhöchsten Fuß! 7. Wenn Betrübniß meine Ei gane Elend meinen Leib umgibtzd dann bet ich und verhehle nihtz Gott, der doch mich liebtl hü nicht mein Gott gewesen, hint n will/ hen deih fieder ih at(dash ich Gah über u m 6 0 Vmi Leib tt, 0 ich Nuh bin, 9 esum Ihh ann, der g iner 0 t, eigsh neu, en Juhn t, gibtx wenn 6 esicht nicht erquickt; so wär n on so vieler Qual genesen! hom Allsehenden bewacht, ging ich hurh die dunkle Nacht! 9. Wie ein Vater seinem Kinde nie⸗ mols ganz sein Herz entzeucht; ob es gleich, verführt zur Sünde, von der lahten Bahne weicht: also sieht auch mein Verbrechen mein versöhnter Vater an, züchtigt mich, daß ichs gethan, vils nicht mit dem Schwerte rächen, veil, als ichs verirrt beging, doch nein Herz noch an ihm hing. 9. Wohlthat ist das Kreuz der Ehristen: ists gleich, wenn es da ist, Rein, führt er uns in dürre Wüsten, sheints gleich oft Gericht zu sein! und, was haben wir gelitten? dul⸗ diten die Märtyrer nicht viel mehr, als wir, viel mehr, eh sie ihre Kron usritten? rühmt im Leiden, rühmt und preist Gott, der euch der Welt atreißt! 10. Ist, so lang ich leb am Grabe, id er in Kreuz und Trübsal oft mein Theil, ens huhl Gott, dem ich geglaubet habe, Gott ht ich Iij glbt einst mir ewigs Heil! die, so Hernj ih ier mit Thränen säen, erndten dort michsun mit Freuden ein; nach des kurzen st mehl ebens Pein werd ich mein Geschick „der Sl bersehen! jauchzen, daß mich Gottes und ghl Rath diesen Weg geleitet hat! I. Weil denn ohne Ziel, ohn Ende dene Gnaden, Vater, sind; o so heb ich meine Hände zu dir auf, erhör die Hilh den Kind: Vater! du wollst Gnade t in t0 gehen, dir mich ganz und gar zu und, Iu veihn, dein Verehrer stets zu sein, erschuf, bier und in dem höhern Leben! Heilig, ihre hin helig, heilig ist er, der sein wird, wobsih var und ist! 47 Rel. Alle Menschen müssen sterben.— 82. ö omit soll ich dich wohl uf Dah 446. Wĩ loben, mächtiger Herr gebaoth? sende mir dazu von oben weunen dunes Geistes Kraft, mein Gott! den ich kann mit nichts erreichen — te, Bil u. M wir hah hieft N % deine Huld und Liebeszeichen. Tau⸗ Ut 0 Iud, tausendmal sei dir, großer nihtz u Aünig! Dank dafür. 3t 0 2. Herr! entzünde mein Gemüthe, „hine ah ich deine Wundermacht, deine Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. 2⁴¹ Gnade, Treu und Güte froh erhebe Tag und Nacht: denn was ich nur bin und habe, kommt von dir, ist deine Gabe. Tausend, tausendmal sei dir, großer König! Dank dafür. 3. Herr! ich muß mit Schaam geste⸗ hen, daß ich häufe Schuld auf Schuld; und mein sündliches Vergehen raußt mir billig deine Huld! gleichwohl trägst du, Gott, mich Armen noch beständig aus Erbarmen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König! Dank dafür. 4. Ja, Herr! wenn ich überlege, mit wie großer Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch die Tiefen zu ergründen. Tausend, tausendmal sei dir, großer König! Dank dafür. 5. Du, Herr, bist mir nachgelaufen, mich zu reißen aus der Glut: denn da mit der Sünder Haufen ich nur suchte irdisch Gut, hießest du mich dies verach⸗ ten, und nur nach dem Himmel trach⸗ ten. Tausend, tausendmal sei dir, großer König! Dank dafür. 6. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn: daß ich nur das Gute wähle, und das Böse möge iehn; hast du mir durch Christum eben, Licht und Kraft und Geist ge⸗ geben. Tausend, tausendmal sei dir, großer König! Dank dafür. 7. Ja, Herr, Majestät und Klar⸗ heit strahlt von deinem Angesicht: all dein Thun ist Gnad und Wahr⸗ heit, recht und heilig dein Gericht; wer muß nicht aus deinen Werken deine Macht und Weisheit merken? Tausend, tausendmal sei dir, großer König! Dank dafür. 8. Bald kamst du mit Vaterschlägen, bald mit Wohlthun, Gott, zu mir, um mein Herz nur zu bewegen, sich ganz zu ergeben dir, und stets deinen guten Willen ohne Murren zu erfüllen. Tau⸗ send, tausendmal sei dir, großer Kö⸗ nig! Dank dafür. 9. Wie ein Vater nimmt und gibet, nach dems Kindern nützlich ist; so hast du mich auch geliebet, Gott, der du barmherzig bist, und dich meiner angenommen, wenns aufs Höchste 16 2⁴² leich gekommen. Tausend, tausendmal fei dir, großer König! Dank dafür. 10. Trägst du nicht in deinen Ar⸗ men mich oft treu und väterlich? riß mich nicht oft dein Erbarmen aus Gefahr und schützte mich? mußt ich einsam, hülflos weinen, so ließ'st du mir Trost erscheinen. Tausend, tau⸗ darhr sei dir, großer König! Dank dafür. 11. Vater! du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit; und du hast zu mir geneiget, Jesu! deine Freundlichkeit; und dein Wort, o Geist der Gnaden! heilet meinen Seelen⸗ schaden. Tausend, tausendmal sei dir, großer König! Dank dafür. 12. Tausendmal sei dir gesungen Preis und Lob und Dank, mein Gott! daß es mir bisher gelungen; ach! laß mich bis in den Tod sest in deiner Gnade stehen, und dereinst dein Ant⸗ litz sehen, so werd ich, dein Eigen⸗ thum, ewig preisen deinen Ruhm. Mel. von Nr. 46. 447 Dꝰ bists, dem Ruhm * und Dank gebühret: und Ruhm und Dank, Herr! bring ich dir. Du hast mein Schicksal stets regieret, und deine Hand war über mir. 2. Wenn Noth zu meiner Hütte nahte; so hörte Gott, der Herr, mein Flehn, und ließ nach seinem gnädgen Rathe mich nicht in meiner Noth vergehn. 3. Ich sank in Schmerz und Krank⸗ heit nieder, und rief: o Herr, errette mich! da half mir Gott, der Starke, wieder, und mein Gebein erfreute sich. „4. Wenn mich des Feindes Haß be⸗ trübte, klagt ich Gott kindlich mei⸗ nen Schmerz. Er half, daß ich nicht Rache übte, und stärkte durch Geduld mein Herz. 5. Wenn ich verirrt vom rechten Pfade, mit Sünde mich umfangen sah: rief ich zu ihm, dem Gott der Gnade; und seine Gnade war mir nah. 6. Um Trost war meiner Seele bange; denn Gott verbarg sein Angesicht. Ich rief zu ihm: ach Herr, wie lange? und Gott verließ den Schwachen nicht. Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. 7. Er half und wird mi lösen. Er hilft; der Herr 49•• Holt o und gut. Er hilft aus Reiimm Eirfal zum Bösen, und gibt mir n 5.—1 dan ů 3 11 „Dir dank ich, Herr, auch fürt der, e Leiden, die du zur Prüsung— 0— daß di Dir dank ich für die mehrern Frelhz nehr d womit mich deine Hand beglüch. st is 9. Dir dank ich für das Guh. Erden, für die Geschenke deiner au glich Dir dank ich, denn du hieß'st sienn deitn den, und deine Güt ist täglich m. Diute 10. Dir dank ich für die hich ait Fu Güte; selbst deinen Sohn gabst duß aß ihr mich. Von ganzem Herzen und Hnn duithin the, von allen Kräften preis ich Een 11. Erbebt ihn ewig, Gottes Eun St die Erd ist voll der Huld dez hm Hüt, Sein, sein ist Weisheit, Ruhmu. Stärke, er hilft und er errettet an 1f%6 12. Er hilft, des Abends nih ditsun die Klage, des Morgens die Zust die dis denheit. Nach einer Prulmg in W10 Tage erbebt er uns zur Seligkel. 13. Vergiß nicht deines m h Seele! vergiß nicht, was er dit z than. Ehr seiner Heiligkeit Bissh— und bet ihn durch Gehorsam au. n lätt di Mel. von Nr. 34. unn,. Nel 448 Af, meine Seele, suh — an dir, so umns du es bist, thut Gott so große Dih Weh dir, wenn ihn dein Hen n gißt! Gott rettet dich ins Leben, alle Missethat in Christo dir hin ben. O gnadenvoller Rathl f hier wirst du mit Heile getröstth erfreut, und dort wird dir zu A die Ruh der Ewigkeit. 2. Er hat uns wissen lassen, Herr, sein Recht und sein Gash Erbarmung ohne Maaßen dem zah men, der den Bund nicht hush schnell eilt sein Zorn vorüber, u nicht nach unsrer Schuld, der ga begnadigt lieber, nimmt lieber ausß Huld! wohl dem, der Christo l Gott ist er angenehm. Mit Whhh flügeln schwebet Erbarmung uber i 3. Wie Väter mit Erbarmen u ihre schwachen Kinder schaun: s mie 0 tom Reizungn ir zu uch fürg ir geschih n Freudg eglüct, 5 Gut y einer Iun st sie uz Ruhm un rettet gy nds wih die Zufth fung luz deligkel, es Gallh er dir z eit Bijl am an. eele, sug so unwa oße Duh Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. 2⁴3 golt an uns Armen, wenn wir in Einfalt ihm vertraun. Gott weiß es, hir sind Sünder; Gott weiß es, wir sud Staub und der Verwesung Kin⸗ der, ein niederfallend Laub! kaum daß die Winde wehen, so ist es nicht nehr da! wir Sterbliche vergehen! sats ist der Tod uns nah. 4. Des Ewgen Gnad alleine bleibt, glich als er, in Ewigkeit bei dir, des heurn Gemeine, die ganz sich seinem Dienste weiht, und daß sie selig werde, git Furcht und Zittern ringt. Auf! uß ihr von der Erde schon jetzt euch dorthin schvingt. Dort nimmt mit sinen Engeln auch unsrer Brüder Schaar, nun rein von allen Män⸗ gan, Aets seines Lobes wahr. 5. Anbetung, Preis und Ehre sei au, Gott Vater, Sohn und Geist! hrsingens in die Chöre der Schaar, die dich vollkommner preist. Anbe⸗ ung, Preis und Ehre, dir, der du waist und bist! wir stammelns nur; doch höre, hör uns, der ewig ist! Gist tragen wir auch Palmen, du Holt, auf den wir traun; einst sin⸗ gen wir dir Psalmen, wenn wir ver⸗ llätt dich schaun! Rel. Allein Gott in der Höh.— 15. 449 L Ehr und Preis dem bhöchsten Gut, dem Va⸗ le aller Güte! dem Gott, der alle Henz m 4% 1 9 athl 0 etröstet x r zu Y lassen, x in Galsh dem dulh icht W 0 iber, der gen eber auss risto Hau, g Nit Maaß güberde Geh harmen mn: so Punder thut, dem Gott, der mein Hemüthe mit seinem reichen Trost ufült! dem Gott, der allen Jammer sltl Gebt unserm Gott die Ehre! 2 Es danken dir die Himmelsheer, Leerrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Sbatten wohnen, die preisen deine Scöpfersmacht, die uns und sie her⸗ an Gebt unserm Gott die rel 9. Was unser Gott geschaffen hat, des will er auch erhalten! darüber gd des Weisen Rath, des Vaters näde walten! in seinem ganzen Kö⸗ Uheich ist ales recht, ist alles gleich! ebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner huh: ach Gott, vernimm mein Wei⸗ nen! da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Trost erscheinen. Ich danke, Gott, ich danke dir, ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Gott ist uns nah und niemals nicht von seinem Volk geschieden; er, er ist ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit seiner Allmacht leitet er sein Volk durchs Feuer und durchs Meer. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Hülfe nicht mehr helfen kann, die nur die Welt erzeiget, so hilft, der ewig helfen kann, der Schöpfer selbst, und neiget sein huldreich Angesicht uns zu; denn außer ihm ist keine Ruh: Gebt un⸗ serm Gott die Ehre! 7. Ich will mein ganzes Leben lang, o Gott, dich freudig ehren! man soll, Herr, meinen Lobgesang an allen Or⸗ ten hören! mein Geist, o Gott, erhebe dich! mein ganzes Herz erfreue sich! Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! ihr, die ihr Gottes Macht erkennt, gebt un serm Gott die Ehre! die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott! der Herr ist Gott! gebt unserm Gott die Ehre! 9. Kommt, laßt uns vor sein An⸗ gesicht mit Freud und Zittern drin⸗ gen; bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: der Herr hat alles wohl bedacht, und alles recht und gut gemacht! Gebt unserm Gott die Ehre! Mel. Nun danket alle Gott.— 9. 450 Nun danket alle Gott * mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut ier und an allen Enden; der mäch⸗ tig uns erhält, und von der Kindheit an uns so viel Gutes thut, mehr als man zählen kann. 2. Er, unser Vater, woll ein fröhlich Herz uns geben; der Herr laß uns, sein Volk, in stetem Frieden leben, und unsre Nachwelt auch, daß seine Gnad und Treu das ganze Land umfah, sein Segen mit uns sei. 16* 2⁴⁴ 3. Der große starke Gott woll uns von allem Bösen, und was uns scha⸗ den kann, gewaltiglich erlösen: er schütz uns in Gefahr, er helf uns allezeit, so lang er uns dahier das Leben noch verleiht. 4. Dir, Gott, dir, und nicht uns sei Ehr und Preis gegeben, was in uns ist, soll stets, Herr, deine Huld erheben. Und stehn wir einst verklärt in deinem Heiligthum, so sei dein Name, Gott, auf ewig unser Ruhm. Mel. Nun danket alle Gott.— 9. 451 urch dich, o großer 5 4* Gott! durch dich bin ich vorhanden. Die Himmel und ihr Heer sind durch dein Wort entstan⸗ den; denn wenn du sprichst, geschiehts; wenn du gebeutst, stehts da. Mit Allmacht bist du mir, und auch mit Güte nah. 2. Du bist der Gott der Kraft; dich preisen Erd und Meere, und Himmel predigen die Wunder deiner Ehre. Dich bet ich dankend an. Mein Heil kommt von dem Herrn. Du hörst der Menschen Flehn, und du erret⸗ test gern. 3. Und wenn ich deiner Huld, o Gott! gewürdigt werde, was frag ich außer dir, nach Himmel und nach Erde? Im Himmel donnerst du, und Schrecken füllt das Land, noch fürcht ich nichts, denn mich beschützt der Allmacht Hand. 4. Wenn ich die Himmel seh, die du, Herr, ausgebreitet, der Sonne Majestät, den Mond, den du bereitet; o sprech ich: was ist doch der Mensch, aß du sein denkst? und daß du täglich uns unzählig Gutes schenkst? 5. Als Schafe läß'st du uns auf grünen Auen weiden, nährst uns mit Speis und Trank, und füllst das Herz mit Freuden; du sahst mich, eh der Grund der Welt geleget war, zogst mich aus Mutterleib, als mich ihr Schooß gebar. 6. Du wogst mein Glück mir ab, und Leiden, die mich üben; und mei⸗ Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. Gott, d du bist der 2— n 0 ott, der gern verzeiht. Wie gnä Gott, bis vu. auat 7. Wem soll ich sonst vertrum als dir, dem Gott der Götter? un ehren, als nur dich mein Schutz un mein Erretter? wie sanft ist dah Befehl: gib mir dein Herz, mah Sohn, und wandle meinen Weglih bin dein Schild und Lohn. 8. Herr, dein Gebot ist Heil, din Weg ist Fried und Leben. Wie lümm ich einem Gott der Liebe widerstrebens umsonst lockt mich das Glück, in din das Laster blüht. Ich hasse seun Weg, weil mich dein Auge sieht, 9. Auch wenn kein Mensch nit sieht, will ich die Sünde fliehenz den du wirst Aller Werk vor dein Gelh einst ziehen. Ich will, wenn mesmn Fleisch was Böses noch gelüst't, l denken, daß mein Leib, o Gott, dih Tempel ist. 10. Sollt ich der Menschen Ruhn stolz zu erringen trachten? nein, Hin, wenn du mich ehrst, mag mich i Welt verachten. Du bist es, din zum Dienst ich Leib und Seele wah, Gib, daß mein Wandel stets l deines Rubmes sei! Mel. Wachet auf! ruft uns die.— II. Fauchze, auserwählls⸗ 452. Jschlechtet frut un des Herrn Herrn, ihr Gerechte, ih Frommen preist den Höchsten hohl lasset eure Harfen klingenz ihr mis ein neues Lied ihm singen; so lomm und rühmt, und danket doch! matl es mit frohem Muth auf Salli, spielen gut! Hallelujah! sein Wun ist süß; was er verhieß, ist Wahthah und er hälts gewiß. 2. Er wohnt in dem reinsten Lch, Gerechligkeit ist sein Gerichte; R Welt ist seiner Güte voll. Dioben schuf er, ihm zur Ehre, der Al erfüllten Sterne Heere, die Sont, die uns leuchten soll. Es fürhhre Welt den Herrn, der sie erhältl hal lelujah! er will, er sprichts, soglah ner Tage Zahl war auf dein Buch geschichts, gebeut er: wird eiwaß al geschrieben. Du bist der Frommen nichis. ub; gnäbsz vertrahz er? vn xstrehenl in din istt, L. )ott, den n Rihn in, Hum, mich es, din rele veh. stets E UI. vähltl⸗ reut tuh chte, ih en hochl ihr miß so lomm 1 matt Saiten⸗ ein Van Vahthah en 110 tez; ug der Aal! Sonst. irchte al iltl Hll „oglah was all 3. Unser Gott herscht ohne Schran⸗ eni er wendet Völkern die Gedanken; er macht zunicht der Heiden Rath. Ewig kann sein Rath nicht wanken, er indert sich nicht in Gedanken, er s gleich groß an Rath und That. Bohl dem Volk, dessen Gott heißt: hen, Herr, Zebaoth! Halleluja! ja, slig ist, wen Gott erkiest, und sich zun Erbtheil auserliest. 4. O Herr, deine Güte gleichet hem Himmel, deine Wahrheit reichet 0 weit als aller Wolken Heer! ja, als wvie der Berge Höhen bleibt die Herechtigkeit stets stehen, dein Recht nie Tiefen in dem Meer. Eh Meer IUnd Berge sein, bist du, o Gott! allein. Hallelusa! des Himmels Rund, der Erden Grund ward durch den Geist aus deinem Mund. 5. Sende zu mir voller Klarheit, nein Gott, dein Licht und deine Vahrheit! daß sie mich leiten, wo ich hin! und mich bringen zu den Hü⸗ galn, zu deiner Cherubinen Flügeln, und zu dem Stuhl der Gnaden hin! o geh ich da hinein, um Gottes mich zu steun. Halleluja! da, wo Gott wohnt, da, wo er thront, der unser hie der Kinder schont. 6. Ach! da will ich dann mit Beten hor den Altar des Höchsten treten; zu dim Gott, der die Schuld vergißt; zu dem Gott, der Schild und Sonne, der meine Freud und meine Wonne durch Christi großes Opfer ist. Ich hiel ein Danklied dir da auf der harfe für. Halleluja! dir, Gott, mein Gott, Herr Zebaoth, du bist min Helfer in der Noth! Mel. von Nr. 108. ott, durch welchen alle 453. G Dinge sind, und wirken und vergehn, stärk mich, daß ich dich hänge; lehre mich dein Lob erhöhn! haß mich dich im Stillen loben, mich, den du voll Lieb und Huld, aus den Aisen seiner Schuld zu des Christen höh erhoben; dich erheb ich immer⸗ dur, der mich schuf und neu gebar. 2. Könnt ihr die Gestirne zählen: Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. 2⁴⁵ errettet unsre Seelen, ist ihr Lohn, ihr Schild und Licht. Wenn wir mit den Eitelkeiten, mit Versuchungen der Lust, mit dem Feind in unsrer Brust, wenn wir mit dem Tode streiten, stärkt er uns zum Kampf und Lauf, und hilft unsrer Schwachheit auf. 3. Wenn uns Welt und Freunde meiden, weil wir ihre Wollust fliehn, dann gibt er uns seine Freuden, unser Herz empfindet ihn! kann ich größ⸗ res Glück begehren? Ewiger, hat dich mein Herz, o so wird es ohne Schmerz den Besitz der Welt entbehren, Erd und Himmel wird mir klein, gegen dich verächtlich sein. 4. Wenn mich Leiden niederdrücken, nehm ich sie als Wohlthat an von der Hand, die nur beglücken, aber niemals schaden kann. Du belohnst mir meine Schmerzen mit der Seelen Heiterkeit, und versüßest alles Leid, Gott, durch deine Ruh im Herzen, die mich ganz mit Muth belebt, über allen Schmerz erhebt. 5. Von Gefahr und Noth umgeben, über diesen rauhen Pfad geh ich, Vater, in dein Leben, das nicht Leid, Gefahr nicht hat. Sollten mich der Erde Freuden, sollte mich der Sünder Spott und das Elend und der Tod, Herr, von deiner Liebe scheiden? raubt ich meine Krone mir? nein! ich leb und sterbe dir! Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. 4 5 4 Stidunnt unserm Gott ein * Loblied an mit freu⸗ digem Gemüthe; es rühm und preise wer da kann, den Geber aller Güte. Er macht uns frei von aller Noth, drum lobet ihn, drum lobet Gott, und danket seinem Namen. 2. Lobt Gott und rühmet alle Zeit die großen Wunderwerke, die Maje⸗ stät und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt, indem er alle Ding er⸗ hält: drum danket seinem Namen. 3.½ Lobt Gott, der uns erschaffen hat, der Seele, Leib und Leben aus väterlicher Huld und Gnad uns Allen Oottes Gnaden zählt ihr nicht. Er hat gegeben; der uns durch seinen Engel schützt, der täglich schenket, was uns nützt: drum danket seinem Namen. 4. Lobt Gott! er gibt uns seinen Sohn, der selbst für uns gestorben, der uns die ewge Lebenskron durch seinen Tod erworben; der Frieden hat mit Gott gemacht, und seinen ganzen Rath vollbracht: drum danket seinem Namen. 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben angezündet, und seinen Beistand uns verheißt, wenn er uns treu erfindet; der uns stets durch sein Wort regiert, und auf den Weg des Lebens führt; drum danket seinem Namen. 6. Lobt Gott! er hat dies gute Werk selbst in uns angefangen, voll⸗ bringt es auch, gibt Kraft und Stärk, das Kleinod zu erlangen, das er am din uns vorgestellt, und das den immel in sich hält: drum danket seinem Namen. 7. Lobt Gott! ihr starken Sera⸗ phim, ihr Engel und ihr Thronen! es loben Gott mit heller Stimm, die hier auf Erden wohnen! lobt Gott, und preist ihn früh und spat; ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen. Mel. von Nr. 101. 4 5 5 obt Gott, den Gott der * Stärke, der, was er will, erschafft, ihr alle seine Werke, aus aller eurer Kraft. Ihr seid sein Eigenthum, so weit der Himmel reichet, was Luft und Meer durch⸗ streichet, verbreite seinen Ruhm. 2. Erhabne Himmelsgeister, erwek⸗ ket euern Fleiß; gebt euerm Herrn und Meister Dank, Ehre, Lob und Preis! stimmt dreimal Heilig! an. Lobt ihn, ihr Seraphinen, lobt ihn, uun Cherubinen! lobt ihn, was loben ann. 3. Was Odem hat und lebet, was sich bewegt und regt, was in den Lüften schwebet, und was der Him⸗ mel trägt, sei überall bemüht, den höchsten Gott zu loben, der aus den Vatersorgen zeugt jeder neue P. gen, und alles, was er thut. 5. Drum lobt, erlöste Seiht lobt stets den Herrn der Welt, dessen Ruhm erzählen, der euch sh und erhält; der euch in Christo l euch durch sein Blut erkaufte, seinen Tod euch taufte, euch h den Himmel gibt. 6. Lobt Gott, der euch regih der, als der treuste Freund, dann euch weislich führet, wenni das Kreuz beweint, das er euch erlegt: laßt uns in solchen Puh ihn dennoch kindlich loben, wil; aus Liebe schlägt. 7. Er ist getreu den Seinen, reißt sie aller Noth. Wenn seine dh der weinen, so bleibt er doch ihr hn Wenn der Verfolger Macht, in Gott bedecken, er, der stets sin! wacht. 8. Lob, Ehre, Preis und E sei dir, o Gott, bereit't; denn i Weg und Werke sind voll von d lichkeit. Dein Zion lobet dich, auf sein schwaches Lallen, und Dalchhenn 20: erhör uns g iglich! 9. Möcht es uns bald gelhh von aller Schwachheit frei, ein d dir zu bringen, das deiner nih sei! ach, laß vor deinem Thron ewig mit dir leben, und ewiz erheben, dich Vater und den E Der Ambrosische Lobgesanz das Te Deum. 4e Dich loben wir, Herr u Wolten oben auf sein Geschöpfe sieht. vah ihre Wuth sie schrecken, so wisie Er ist gerecht und gut; von san 3. SE hekehrt Mittler avig d loch ir deine —.— 2 E —— Cwigteir, er schuf die Welt, dars SS.. Werk der Zeit. Die ganze weite ... E Ehöpfund preist Gott Vater dich, .— 2 7 dich Sohn, dich Geist. 2. Die Cherubim, die Seraphim, ie Himmel alle singen ihm: höchst⸗ helig ist er, unser Gott, groß ist dein Ruhm, Herr Zebaoth! weit über ale Himmel weit geht deine Macht Ind Herrlichkeit. 36. Sie, die den Erdkreis wunderbar hekehrten, deiner Boten Schaar, des Mittlertodes Märtyrer, sie preisen kulg dich, o Herr! am Grabe noch, noch in der Zeit, preist dich auch deine Christenheit. . Dich, Vater, auf der Himmel Hron, dich, Jesu Christ, des Vaters Sobn! und dich, o Geist! des Wun⸗ derkrast in Sündern neues Leben shafft, dich preiset alles weit und hreit, dich preiset deine Christenheit. 5. Du Hoherpriester, du Prophet, zu König, des Reich nie vergeht, du hast dich, Gott! uns Gott zu weihn, emniedriget, ein Mensch zu sein. Dem Lode nahmst du seine Macht, zum himmel hast du uns gebracht. 6. Zur Rechten Gottes sitzest du, mit deinem Vater herschest du; du, der für uns gelitten hat, erwürgt für unsre Missetbat. Im Grabe läs⸗ sel du uns nicht, du kömmst, du kömmst und hältst Gericht. 7. Hilf deinem Volke, Jesu Christ, und segne, was dein Erbtheil ist. Leit es durch diese Prüfungszeit den Beg zur frohen Ewigkeit. Vie Erd st auch dein Heiligihum, auch sie kifülle stets dein Ruhm. 8. In dieser unsrer Pilgerschaft sei, bhaur, dein Wort uns Licht und Kraft, si gnädig uns, o treuer Gott! sei hädig uns in aller Noth. Wenn hir zu dir um Hülfe schrein, laß dein Erbarmen uns erfreun. und G denn iu von t dich, 90 „ und r und d Relhn i, ein H iner i Thron z d ewiz den E6 Zweiter Theil.— Allgemeine Loblieder. 2⁴⁷ 9. Sei bier schon unser Trost und Licht, verlaß uns auch im Tode nicht, vollende dadurch unser Heil, Herr, Herr Gott, unser Trost nnd Theil! so preisen wir dich in der Zeit, noch besser in der Ewigkeit. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe.— 59. ch singe meiner Seele 457. J Lust vor dir, Herr Zebaoth! ich sing aus dankerfüllter Brust von deiner Güte, Gott! 2. Was ist der Mensch, der Staub, vor dir, daß seiner du gedenkst? Herr aller Welt, was haben wir, wenn du es uns nicht schenkst? 3. Wer hat den Himmel ausgespannt, der unser Aug entzückt? Wer hat mit göttlich milder Hand den Erdkreis ausgeschmückt? 4. Wer kleidet Hügel, Thal und Au mit Schönheit, pflanzt den Hain? tränkt sie mit Regen und mit Thau, und gibt der Saat Gedeihn? 5. Wer führt die Sonn in ihrer Pracht mit jedem Tag uns zu? wer spricht zum Mond in dunkler Nacht: den Menschen leuchte du. 6. Wer krönt mit Segen jedes Jahr, daß unser Herz sich freut? wer liebet uns unwandelbar, auch wenn ein Donner dräut? 7. Durchdenke deinen Lebenslauf, o Mensch, wer half bisher? wer war, von deiner Jugend auf, dein Helfer? Sage: Wer? 8. Herr, unser Herscher, nur von dir fließt alles Heil uns zu. Dein Volk, dein Eigenthum sind wir, und unser Gott bist du! 9. Wie groß ist deine Huld und Treu, du zähltest unser Haar, stehst uns all⸗ gegenwärtig bei in jeglicher Gefahr. 10. Uns Sünder trägst du mit Geduld, lehrst uns durch deinen Geist, und reut uns unsre Sündenschuld, du siehst es und verzeihst. 11. Ja, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken ziehn. Der junge Rab, Erbarmer! sehreit zu dir, du nährest ihn. 12. Und rührte dich, o Menschen⸗ freund, nicht eines Christen Schmerz? 2⁴8 die stillste Zähre, die er weint, be⸗ merkt dein Vaterherz. 13. Weh dem, der an dem Herrn verzagt! und seine Zuversicht auf 4 Menschen setzt, und heidnisch sagt: Gott achtet unsrer nicht! 14. Er liebt dich mehr, als du verstebst, ist, Seele, dir nicht fern, und eilt zu helfen, eh du flehst: vertraue du dem Herrn. ö 15. Er schaut herab von seiner Höh anf den, der niedrig ist. Erhebe dich, Unsterbliche, zu ihm, von dem du bist. WRN 16. Lobsing ibm, bet ihn ewig an mit frommer Zuversicht. Wie viel hat er an dir gethan! vergiß es, Seele, nicht. Mel. von Nr. 201. Lroßer Gott, Herr aller 458. GGbtter! Schöpfer, Vater und Erretter! alles rufet weit und breit: rühmt den Herrn der Herr⸗ lichkeit! Engel preisen deine Werke. Wenn ich sie erstaunend merke; so schwingt sich mein Herz empor, und singt in der Engel Chor. 2. Hier im niedern Weltgebäude blickt mein Geist mit großer Freude deiner Allmacht Proben an: wo ich hin gedenken kann, siehet mein erstaunt Gemüthe, deine Weisheit, Macht Zweiter Theil.— Besondere Loblieder. und Güte, Wahrheit und Barmhu⸗ zigkeit zu des Sünders Heil beres. 3. Von Begierde, dich zu kenngz kann mein Herz nicht gnugsam hrnh nen. Doch gib mir des Glauben Kraft, den dein Geist im Hersh schafft; so kann ich gelehrtes Wiffn ohne großen Schaden missen, so h ich gelehrt genug, und zum Rih der Himmel klug. 4. Gib, daß ich dich so erkenn, daß ich auch vor Eifer brenne, dih von meines Herzens Grund, und nich blos mit meinem Mund, auf das I nigste zu preisen, du selbst mußt mih unterweisen, dann dringt erst mein di empor; dann hört mich dein Vaterhz 5. Ganz entzückt von deinem Namsn wünsch ich dir, Herr, nachzuahma daß, wie du so heilig bist, auch mß Wandel heilig ist. Andre möcht ih gern erwecken, deine Freundlichkeit i schmecken; deiner sich mit mir zu freun Gott, dein Ruhm sei allgemein! 6. Wie die heilgen Seraphillhz dir mit allem Eifer dienen, so so, Herr, auch jederzeit dir durch mih ein Lob bereit't, bis von mir und ihnn allen droben wird ein Lob, Heilig, heilig ist der Herr, hensi seines Namens Ehr! Mel. Alles ist an Gottes Segen. 459. He= errmein Licht, — E + E —..— mein Heil und Leben, wie kann S............ ö ich dich g'nug erheben; was für ö e........ ieder stimm ich an? was soll ich ö S— zum Dank dir bringen; und wie —— — ö soll ich würdig singen, was du, 2 —— 22— 223 5 —*— Herr, an mir gethan? c. Besondere Loblieder. 2. Du hast meine Seel gebeugh aber auch mir bald gezeiget, daf u stets den Deinen nah. In der Nadl warst du verborgen, doch bald in der frohe Morgen, da ich, Heni dein Antlitz sah. 3. Heilig, Herr! sind deine Wih wunderbar sind alle Stege, won deine Kinder sührst; wer muß nitt aus deinen Werken, dir zum Puist es bemerken, wie gerecht du, Hau, regierst? 4. Nun will ich dir fest vertrnnt und auf deine Gnade schauen, wan des Kreuzes Last mich drüct; in still sein, hoffen, schweigen, stets dir, o Herr, mich beugen, bis di Anilitz mich erquickt. armho⸗ berei kennty U brey⸗ lauben Hent Wiffn „so hy n Ra erkenn e, dih nd nich das Y⸗ ußt mih nein d zateroh, Namty lahmen, uch meh nöcht i6 ichkeit f u fteunt deinl raphiutg so si, urch mih nd ihnen schalen shan ebeugh, ö daß du er Nall hald ken „ Henj ne Wihj „ wo I 1 9. m Prelse, u, Hen, verttautt ien, wn tzichnt „stets u bis dih Zweiter Theil.— Besondere Loblieder. 2⁴9 3. Willst du deine Hülf aufschieben? pilst du meine Demuth üben? Herr sch bin ein sündger Knecht; willst du safen, willst du schlagen, schickst du Lrübsal, Noth und Plagen? Herr, du hlibest stets gerecht. 6. Doch weiß ich, daß deine Treue evig ist und täglich neue selbst zur shthersten Prüfungszeit; deine Stra⸗ sen, deine Schläge, sind ja, wenn shs recht erwäge, Mittel meiner Stligkeit. ö 7. Ach! so stärke mir den Glauben, la mir nichts denselben rauben, keine Wollust, keine Pein; laß mich deine Hebe schmecken, laß in Noth und gugst und Schrecken deine Gnade nich erfreun. Rel. Wer nur den lieben Gott.— 7. ein Herz, ermuntre 460. M dich* wieder, und singe mit erquicktem Muth jetzt geue Dank⸗ und Freudenlieder dem herrn, der große Dinge thut: denn er beschämt zur rechten Zeit nun pleder deine Furchtsamkeit. 2. Herr! deine Hand ist immer ffen, zu geben, was mein Herz be⸗ ehrt; hingegen ist mein zaghaft Hof⸗ 0 oft, leider! keiner Hülfe werth: und doch erträgst du mit Geduld des wankenden Vertrauens Schuld. 3. Wenn oft in Kümmerniß und Sorgen der Trost, wonach mein Auge veint, vor meinem Denken tief ver⸗ borgen und noch sehr weit entfernet sceint; hast du schon meine Noth be⸗— dacht, und dich zu helfen aufgemacht. I. Dein unermeßliches Erbarmen ist inmer wohlzuthun gewohnt; drum hird mir sündlich schwachen Armen licht, wie ichs würdig bin, gelohnt. Dich jammert der Gebrechlichkeit; du hllfst zur recht erwünschten Zeit. 5. Herr! deine Zeit ist stets die hile; auch dann selbst, wenn die Noth sch häuft, bist du schon meine Stärk und Veste. Wenn Fluth und Jam⸗ mer auf mich läuft, so siehst du mit Uibarmen drauf und hemmest schleu⸗ uig ihren Lauf. 6. Mein Mund, mein Geist und mein Gemüthe sind deines Ruhms, mein Helfer, voll. Die Wunder aber deiner Güte mit Dank zu preisen, wie ich soll, reicht mein Vermögen nimmer zu, es ist voll Schwachheit, was ich thu. 7. Doch läß'st du auch mein schwaches Lallen, der du des Herzens Redlichkeit zu prüfen weißt, dir wohlgefallen: siehst auf die Unvollkommenheit, als wie ein holder Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachheit trägt. 8. Nichts hat mein armes Unver⸗ mögen, wie dir, mein Gott, schon offenbar, dir zur Vergeltung darzu⸗ legen: böt ich mich selbst zum Opfer dar; so ist ja alles schon vorhin dein eigen, was ich hab und bin. 9. Doch will ich dir mein Opfer bringen, das Opfer meiner Dankbar⸗ keit, und dir zum Lobe Lieder singen, so viel dein Geist mir Kraft verleiht: im Namen Jesu sing ich dir; in diesem nimm es an von mir! Danklieder bei der Ernte. Mel. Nun danket alle Gott.— 9. 46 1 F.obigr R Jung und Alt, * ihr Reichen mit den Armen! da Gott den Unterhalt von neuem aus Erbarmen für euch nun auf ein Jahr so mildiglich bescheert. Was euer Wünschen war, ist väter⸗ lich erhört. 2. Auf! danket unserm Gott, daß Fried und Ruh hier wohnet. Mit Krieg und Hungersnoth hat uns der Herr verschonet. Kein Feuer, keine Fluth, kein schwerer Hagelschlag, noch böser Seuchen Wuth, trifft uns bis diesen Tag. 3. Die Ernte hat der Herr uns treu und wohl bewahret: wer hätt, wenn Gott nicht wär, uns sonst die Frucht gesparet? Wer gäb uns Son⸗ nenschein? Wer Regen oder Thau? was würds ohn ihn wohl sein mit unserm Ackerbau? 4. Umsonst wär unsre Müh, um⸗ sonst wär Säen, Pflügen. Wir wür⸗ den sonsten nie ein Körnlein wieder 2⁵0 kriegen. Wir möchten früh aufstehn und bis zur Mitternacht nicht wieder schlafen gehn: es wär umsonst gewacht. 5. So aber sorgt und wacht der Herscher in der Höhe; sein Vater⸗ segen macht, daß unser Werk bestehe. Der hat auch diesesmal des Sämanns Wunsch geflillt, und reichlich überal der Schnitter Hand gefüllt. 6. Gott ists, der euch ergetzt, da ihr nun jauchzt und singet, und jenen Segen jetzt in eure Scheuern bringet, dem stellt euch dankend dar, des Lob so weit ertönt, der wiederum das Jahr mit seinem Gute krönt. 7. O schmecket doch und seht des Schöpfers milde Güte. Lobt seine Majeslät mit freudigem Gemüthe. Oem gebet Preis und Ehr, der uns viel Guts verleiht, doch selbst uns noch weit mehr, als Korn und Oel, erfreut. 8. Gut ist, o Herr, das Land, darin du uns gesetzet, groß deine starke Hand, die uns so ost ergetzet; unend⸗ lich deine Macht, und ohne Ziel dein Ruhm, drum lobt dich Tag und Nacht dein Volk und Eigenthum. 9. Verleih, o frommer Gott, uns ferner deine Gnade, daß ja die Feuers⸗ noth nicht unsern Hütten schade: be⸗ wahr vor Angst und Leid, vor Seuchen, Wassersfluth, vor Krieg und theurer Zeit; halt uns in deiner Hut. 10. Gesegne, treuer Gott, das, was wir täglich essen! Gib auch, daß wir der Noth der Armen nicht ver⸗ gessen. Herr! deine milde Hand er⸗ Zweiter Theil.— Besondere Loblieder. ott im Hi 462. Gaenerher Opfer darzulegen. freue jedermann, daß bei uns Stadt und Land den Segen spüren kann. 11. Laß unser Korn zur Saat und bis zur Ernte reichen. Gib selber Rath und That, und thu an uns ein Zeichen; laß sehen jedermann, du seist, Herr Zebaoth! der Wunder wirken kann, der rechte treue Gott. 12. Lob, Ehre, Preis und Ruhm bringt dir zu allen Zeiten dein wah⸗ res Eigenthum, o Gott der Ewig⸗ keiten! dir Vater, dir Gott Sohn, und dir Gott heilger Geist! den man vor seinem Throͤn, und hier auf Erden preist. schon reichlich Früchte bringen, slätt nach Mel. Zeuch mich, zeuch mich.— 8I. ganzen Welt! laß den Mund voll bes werden; da man dir zu Fuße fil für den nahen Erntesegen Dank un 2. Herr, dir jauchzen Feld uy Auen, überall wirst du verspiht überall läß'st du dich schauen: u wir blieben ungerührt; gleich als g zu deiner Ehre Feld und Au so schin nicht wäre! 3. Vater! du hast aus Erbarmg uns Unwürdige genährt. Du he Reichen, du hast Armen maͤncheh, manches Glück gewährt. Golt, in uns viel Guts bewiesen, sei gelchn und gepriesen! I. Du hast Sonnenschein und Regn uns zu rechter Zeit geschickt, daß nn nunmehr allerwegen Auen voller Kon erblickt; Berg und Thäler, Tief un Höhen sehen wir im Segen siehey, 5. Ach! wer ist, der solche Git dir genug verdanken kann? nimm ih dankbares Gemüthe für die gihhz Wohlthat an; und mein Mund sil stets erschallen: Gott macht salt u Wohlgefallen. 6. Gib nun Kraft, den mihg Segen, den uns deine Hand beschten. auch so löblich anzulegen, daß du Fluch ihn nicht verzehrt. Blaln wir in alten Sünden, kann das Oul leicht verschwinden. 7. Schenk uns auch vergnigt Herzen; Stolz und Geiz laß fenß sein; laß den Undank nichts nn scherzen. Schenke ferner dein g deihn, und laß uns mit deinen U ben willig auch den Dürftgen laba 8. Laß es deinem Wort gelingez daß auch wir zu deiner Ehr hn du uns immer mehr, schenk uns au allem Leide droben mehr d Erntefreude. Danklied auf den Frikdet. 463. Bi als barmn vergtiügh aß femn hts h ein G⸗ nen O⸗ en labi elinget in en, i uns alh mehr a leden. Gol PEER 4 2. —.— 1I=—= Eaunh besinget unsern Golt! dem ... E.—3— E ——— 7 müsse von uns allen ein feurig Lied DDPDISIII... P M. eischallen, der unser Wohl bedenket, —E———.— und uns den Frieden schenket. 2. Wie schreckte Gottes Hand das verthe Vaterland! der Krieg hat es herheeret und bis aufs Mark ver⸗ zehret, doch Gott hat es gewendet, Gott, der den Frieden sendet. 3. Dankt jetzt und immerdar, ihr, weche die Gefahr des Krieges hart geplaget, zerstreuet und verjaget: um drleden euch zu schaffen, zerbrach Gott selbst die Waffen. J. Besingt Gott Zebaoth, besinget unsern Gott! das Rachschwert legt Zweiter Theil.— Gebet⸗ und Loblieder ꝛc. 251 er nieder, führt uns den Frieden wie⸗ der, und nebst ihm Heil und Segen mit neuer Huld entgegen. 5. Nun, Gott! wir loben dich, und danken ewiglich, daß du auf unser Flehen uns huldreich angese⸗ hen, und uns den edlen Frieden zu unserm Theil beschieden. 6. O mache du ihn fest, Gott, der uns nicht verläßt, und trag uns mit Verschonen, daß wir hier sicher woh⸗ nen, und, als des Himmels Erben, auch einst im Frieden sterben. 7. Dein Geist mach uns bereit, daß wir zu keiner Zeit in deinem Dienst erkalten, dein Wort beständig halten, und nicht mit neuen Sünden des Krieges Wuth entzünden. 8. O Herr Gott Zebaoth! o Herr du unser Gott! laß deines Friedens Gaben uns überflüssig haben, bis daß — dich dort oben in vollem Frieden oben. 32) Gebet⸗ und Loblieder Rel. Es ist das Heil uns kommen.— 6. u, Gott, du bist der 464. D Herr der Zeit, und auch der Ewigkeiten! laß mich auch sezt mit Freudigkeit dein hohes Lob ausbreiten. Ein Jahr ist abermal dahin. Wem dank ich, Gott, daß ich noch bin? nur deiner Gnad und Güte. 2. Dich, Ewiger, dich bet ich an, mwandelbares Wesen; dich, den kein Vechsel treffen kann. Wir werden, sud gewesen, wir blühen und ver⸗ gehn durch dich! nur du bist unver⸗ änderlich; du warst, und bist, und leibest. 3. Herr! ewig währet deine Treu, nit Huld uns zu begegnen; und jeden Rorgen wird sie neu, mit Wohlthun uus zu segnen. Ich kenne keinen Au⸗ genblick, da nicht von ihr stets neues Hlück mir zugeflossen wäre. beim Anfang des Jahres. Trost bereitet. Von ganzer Seele preis ich dich. Aufs Neue übergeb ich mich, Gott, deiner weisen Führung. 5. Vergib mir die gehäufte Schuld von den verfloßnen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Christo ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruhn, und lehre lebenslang mich thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Gib neue Lust und neue Kraft, vor dir gerecht zu wandeln. Laß mich, Herr, stets gewissenhaft mit mir und Andern handeln. Dein Geist belebe Herz und Muth dich, o du aller⸗ höchstes Gut, und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht. Dies reize mich, die Lust der Welt zu fliehen. Viel beßre Freuden rufen mich zum wichtigern Bemühen! der Ewigkeit bin ich verwandt; im Himmel ist mein Vaterland; dahin, Herr, laß mich 4. Du hast auch im verfloßnen Jahr trachten. lich bäterlich geleitet, und wenn mein ben voll Sorgen war, mir Hülf und 8. O lehre selbst mich meine Zeit recht weislich auszukaufen. Laß mich 2⁵² die Bahn der Ewigkeit mit heilger Vorsicht laufen. Der Tage Last er⸗ leichtre mir, bis meine Ruhe einst bei dir kein Wechsel weiter störet. Mel. von Nr. 324. 46 5 Se ist von meiner kur⸗ *— zen Pilgrimschaft ein ganzes Jahr(ganzer Tag) schon wie⸗ der hingeflossen! Herr, wie viel Guts hab ich darin genossen! ich bin für mehr als tausend Pfund verhaft't. 2. O Bundesgott! wie hat nicht deine Treu mir unberdienten Segen aufgetragen! zwar keinen Tag fehlt es an eignen Plagen, doch Trübsal ist der Seelen Arzenei. 3. So hast du nie den theuren Bun⸗ deseid gekränkt, nur ich hab ihn so oft gebrochen; fast nichts gethan, und doch so viel versprochen! vergib es mirz es ist mir herzlich leid. I. Ach! wie viel näher müßt ich schon zu dir in so viel Tag und Jahren sein gekommen! des Fleisches Trieb hat wenig abgenommen, noch länzt nicht, wie es soll, dein Bild n mir. 5. Wie eilt die Zeit! sie fliegt! oft fällt mir ein: könnt ich so viele Stunden, die verlaufen und schnell verflogen sind, doch wieder kaufen! ich wollte sie zu deiner Ehre weihn. 6. Nur wenn ich mein betrüglich Herz betracht, so wär es doch ohn deine Gnad vergebens: Ach! würde nur das Restchen meines Lebens zu deinem Preise besser zugebracht! 7. Die Rebe mag am Weinstock nur bestehn. Die Säste, die in Jesu reichlich fliehen, laß auch in mich sich mildiglich ergießen; und du sollst Zweiter Theil.— Gebet⸗ und Loblieder 10. Ihr eiteln Tage flieht deu immerfort; ich halt euch nicht, yn. doppelt euer Eilen; mich lüstet nih in Mesech zu verweilen; nur bald in hier, und dann geschwinde dort. 11. Dort, wo der Hafen der Glilz seligkeit; dort, wo das Kleinod mih ner Laufbahn glänzet; dort, wo ch müder Streiter wird bekränzet, un seines Siegs sich ewiglich erfreut. 12. Wenn ich indes hier länge dienen soll, so gib, mein Gott, dis ich stets wachend bleibe. Gib i mir Muth und Kraft zum Kamß vertreibe die Sicherheit und mit mich Eifers voll. 13. Laß mich, als dein erkausth Eigenthum, Geist, Seel und h von Flecken rein bewahren; und, ih du neue Schuld von mir erfahny laß mich nicht sinken, stärk mih wiederum. 14. Je länger ich auf deinen Wehn geh, je klarer gib dein Licht mit nu erkennen; je heller laß mein Licht i Wandel brennen, bis ich verklärt in deinem Throne steh. 15. Es ist doch um ein Kleiht nur zu thun, so heiß ich dich, mih Bräutigam, willkommenz dann uih ich aller Müh und Qual entnommih mhn. und froh in deinem Schois ruhn. Mel. Allein Gott in der Höh.— 15. 466 G˙ ruft der Sonn u * schafft den Mond, u Jahr darnach zu theilen. Er schnf es, daß man sicher wohnt, und hesh die Zeiten eilen. Er ordnet Juhu Tag und Nacht. Auf! laßt uns ih dem Gott der Macht, Ruhm, Prah und Dank ertheilen! Frucht an dürren Reben sehn. 8. Hab ich in Trägheit so viel Zeit verspielt, laß mich, was übrig ist, wie Gold abwägen! o möcht kein Odem mehr in mir sich regen, der nicht, o Gott, auf deine Ehre zielt! 9. Dein Glück, o Welt, macht nicht die Seele satt. Was kann doch wohl auf dieser ganzen Erden beim längsten Leben angetroffen werden, das nicht vom Flu betrübte Spuren hat? 2. Herr, der da ist und det war! von Dank erfüllten Zungen t dir für das verfloßne Jahr ein halh Lied gesungen; für Leben, Woblsat Trost und Rath, für Fried und Nal für jede That, die uns durch Y gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnelsh das du uns neu gegeben. uns Kraft, denn sie ist dein, in d ahn in Nel. O 467 egeber in vie Geist de Yreis d 4. Jc nuhe m nein H lden, sst in 5.Ol Aent — heit. dein; Rler, xkaufg nd L d, wih rfahrez irk mi TFurcht zu leben. Du schützest un, und dn vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. 4. Gib mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh und Freuden. Doch shadet mir das Glück der Welt, so h mir Kreuz und Leiden. Nur ürke mit Geduld mein Herz, und uß mich nicht in Noth und Schmerz gie Glücklichern beneiden. 5, Hilf deinem Volke väterlich in bisem Jahre wieder. Erbarme der Halaßnen dich, und der bedrängten Glieder. Gib Glück zu jeder guten Hat, und laß dich, Gott, mit Heil und Rath auf unsern Fürsten nieder. 6.Laß Weisheit und Gerechtigkeit auf sinem Stuhle thronen! laß Tugend und Zuftiedenheit in unserm Lande vohnen! laß Treu und Liebe bei uns sinl dies, Vater! wollst du uns ver⸗ khn in Christo, deinem Sohne. Rel. O Welt, ich muß dich lassen.— 48. 467 err! der du mir das * Leben bis diesen Tag l dich bet ich kindlich an; ich in viel zu geringe der Treu, die ih besinge, die du bisher an mir gelhan. 2. Mit dankendem Gemüthe freu ih mich deiner Güte! ich freue mich udir. O gib mir Kraft und Stärke; Hedeihn zu meinem Werke, und schaff in reines Herz in mir. 3. Golt, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befeblen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Hesst den Himmel offen, und dort den Yeis des Glaubens sehn! I. Ich weiß, an wen ich glaube, und ohe mich im Staube, zu dir, o Gott nein Heil! bin ich der Schuld ent⸗ lden, und nur bei dir in Gnaden, sist im Himmel auch mein Theil. 5,Oleite mich im Segen dem großen Hel entgegen, dahin dein Wort mich best. Mein Leben und mein Ende s dein; in deine Hände befehl i Ulter, meinen Geist! W beim Anfang des Jahres. 2⁵³ Mel. Freu dich sehr, o meine S.— 29. 468 Aram ein Jahr(ein * Tag) verflossen! nä⸗ her zu der Ewigkeit! wie ein Pfeil, ö der abgeschossen, so verflieget meine Zeit. Treuester Herr Zebaoth! un⸗ veränderlicher Gott! ach was soll, was soll ich bringen, deiner Lang⸗ muth Dank zu singen? 2. Ich erschrecke, mächtigs Wesen, Angst und Furcht bedecket mich; denn mein Beten, Singen, Lesen, ach! das ist so schläferig. Heilig, heilig, Hei⸗ liger, großer Seraphinen Herr! webe mir, ich muß vergehen! denn wer kann vor dir bestehen? 3. Schrecklich ist es ja, zu fallen in die Hand des Höchsten. Gott rufet warnend zu uns allen; niemand treibe mit mir Spott! irret nicht, wo das geschicht, so leid ichs, Jehova, nicht: ich bin ein verzehrend Feuer, und mein Zorn brennt ungeheuer. 4. Aber du bist auch sanftmüthig, treu ist, Herr, dein Vaterherz! in dem Bürgen bist du gütig, dich versöhnt sein Todesschmerz. Bin ich nicht in deiner Hand, Goit, ein dir sehr theu⸗ res Pfand, das du vor der Feinde Wüthen ewig, ewig willst behüten? 5. Auf, mein Herz! stell dich nur wieder dem versöhnten Vater dar. Opfre dem Gebet und Lieder, welcher krönet Tag und Jahr. Fang ein neues Leben an, das dich endlich führen kann, mit Verlangen nach dem Scheiden zu des Himmels ewgen Freuden. 6. Soll ich denn allhier auf Erden länger noch ein Pilger sein; so wirst du, bei den Beschwerden, Herr, mir die Geduld verleihn. Deine Treue bleibe mir, liebster Heiland, ich will dir mich hinwiederum verschreiben, dir auch ewig treu zu bleiben. Mel. O Gott du frommer Gott.— 8. 2 in Jahr der Sterblich⸗ 469. E keit, der kurzen Le⸗ benstage, ist abermal dahin mit seiner Lust und Plage, und wiederum ein Theil von unsrer Pilgerschaft nunmehr Kuat.— durch Gottes Schutz und traft. 25⁴ Zweiter Theil.— Morgenlieder. 2. Herr! deine Güte machts, die 5. Entzünde neue Lieb und Sans, niemals uns zu lieben ermüdet, noch muth in uns allen. Und soll un vergißt, daß wir noch übrig blieben. dieses Jahr auch neue Noth befsl Nimm unsers Herzens Dank denn len; so stärke die Geduld und mach⸗ jetzo gnädig an für das, was du an deine Treu, o Vater, über uns mi uns in diesem Jahr gethan. jedem Tage neu. 3. Wir schließen uns aufs neu in 6. Gib, daß wir mehr und mehr dein so treues Sorgen, in deine den alten Menschen tödten. Verles Obhut ein; da sind wir wohl gebor⸗ an Seel und Leib, was jedem gen. Da ist das feste Schloß vor vonnöthen; und laß uns, Herr, uit aller Feinde Trutz, da läuft ein dem, was deine Weisheit thut, si Sangz hin, und findet sichern anes ant sein; du machst doh utz. alles gut. 4. Gib mit dem neuen Jahr uns 7. Wem du auf dieses Jahr, zn neue Stärk im Glauben; laß uns dieser Welt zu scheiden, sein Ziel hn den alten Grund der Wahrheit nie⸗ festgesetzt, den laß auf dich, mit din, mand rauben; erneure Herz und Sinn, den, im Glauben selig hier beschti, und das gegönnte Licht des ewig wah⸗ ßen seinen Lauf, und nimm in deil ren Worts erlösche bei uns nicht! Hand die Seele gnädig auf. 33) Morgenlieder. . Gelobet seist du, Oott u 470. M' erst Gefüht Macht! gelobt sei deine Treue, iu P.— dieses Tags erfreue. sei Preis und Dank; erhebe Gott, 7. Laß deinen Segen auf mir ruhiz E...... 8. Nimm meines Lebens gnäbh gesang: lobsing ihm meine Seele! sei mir ein Retter in Gefahrl 2. Mich selbst zu schützen, ohne Vater, wenn ich fehle. Macht lag ich, und schlief in Frie⸗ 9. Gib mir ein Herz voll Zube⸗ den. Wer schafft die Sicherheit der sicht, erfüllt mit Lieb und Ruhel Nacht, und Ruhe für die Müden? 6t u und Hazt ne seine Pflicl erkenn und willig thue. 3. Wer wacht, wenn ich von mi. 10. Baß ich 1s ein getreuer Kuech nichts weiß, mein Leben zu bewahren? nach deinem Reiche strebe; gouftih Wer führt mein Blut in stetem Kreis, züͤchtig und gerecht durch deine Gnal und schützt mich vor Gefahren? Hebe. 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, 11. Daß ich dem Nächsten beih sich selber zu bedecken? Wer ruft dem stehn, nie Fleiß und Arbeit schel, Tag und seinem Licht, die Seele zu mich gern an andrer Wohleihih erwecken? und ihrer Tugend freue. 5. Du bist es, Gott und Herr der 12. Daß ich das Glück der Lebend, Welt, und dein ist unser Leben! du bist es, der es uns erhält, und mirs jetzt neu gegeben. zeit in deiner Furcht genieße, w meinen Lauf mit Freudigkeit, vin du gebeutst, beschließe! Nel. Ach 47¹ Hemüth höͤrt me zickt mi Racht, e und 2. Du dich auc Rrgelter Willst d lten n Vrtraut 3. Se deines Onade: heihn. mein M den Tro gnädig 1. D steue m Leben ist nich au Hfad. slbst na Wi christli usehen, Daß ich has dir achte, a 6. Do Hute st. Himmel schest di iim auf huter i an Tod. 7² ikt hei Im Se Hahlen uumag. 2. 90 Hatt ret Zweiter Theil.— Morgenlieder. 2⁵⁵ Ral, Ich Herr, mich armen Sünder.— 67. Wesen sein:—7 als das reinste och läßt der Herr mich Wesen, auserlesen Herzen ohne fal⸗ — 171. N leben! mit fröhlichem schen Schein. el gemüth eil ich, ihn zu erheben; er 3. Deine Pflicht kannst du erlernen mach lört mein frühes Lied. Zu ihm ent⸗ von den Sternen, deren Glanz der ns ms liat mich wieder der Morgensonne Sonne weicht: so muß sich vor Gott ö Racht, ich falle vor ihm nieder, der mit Schweigen alles beugen, was uns Dalg suund mich gemacht. groß und berrlich deucht. 4. Ihn mußt du am höchsten achten, dem[2. Du Herscher aller Welten nimmst und nur srachten, das zu khan, was r, u dich auch meiner an: wie soll ich dir ihm gefällt. Wer ihm irdisches Er⸗ 44% dahelten, was du an mir gethan? getzen gleich will schätzen, Gret nicht Rth Wilst du nach Opfern schauen? sie den Herrn der Welt. lten nichts vor dir, du forderst nur 5. Schau, wie das, was Athem 2, Hemauen, nur Liebe, Gott! von mir. ziehet, sich bemühet um der Sonnen iel h holdes Licht! wie sich ö 3. S0 will ich dir lobsingen, mich holdes Licht! wie sich, was der Erd⸗ n vnes Namens freun, nach deiner kreis träget, freudig reget, wenn ihr 1 Hunde ringen, mein ganzes Herz dir Glanz die Schatten bricht. aln mahn. O Tilger meiner Sünden, 6. So laß dich auch fertig finden, min Mittler, Jesu Christ, laß mich anzuzünden deinen Weihrauch. Gottes rost empfinden, daß du mir Macht hat, um dich vor Unglücksstür⸗ den Trost empfinden, daß. chriast mitih bist. bth Rne selber mächtig dich ewacht. . Dir hab ich mich ergeben; ich 7. Bitte, daß er dir Gedeihen mag sile mich in dir, erfreuender als perleihen, wenn du auf was Gutes nt U Lthen ist Whente an Wei 4 mend, zielst; aber daß er dich mag stören nich auch heute auf deinen Tugend⸗ und bekehren, wenn du böse Regung W d. 9 8 em Rath, leite mich fühlst. auch sibt nach deinem Rath. 8. Denk, daß er auf deinen Wegen 5.,K Nur eins laß mich erflehen, das stets zugegen, daß ihm alles ist be⸗ 17 cuillich weise Herz, auf dich siets auf⸗Uwußt; daß er selbst verborgne Sün⸗ dehn ushen, in Freuden, wie in Schmerz. den kann ergründen, und genau weiß, Laß ich am ersten trachte nach dem, was du tbust. guäh ns dir gefält; mehr deinen Beifall„9. Wir sind an den Lauf der Stun⸗ Sttl ahte, als allen Ruhm der Welt. eitel ihei t und Rer d Iuen Leib 0 ů rde ei hrl 0 7 Whaft1 bu, ud sroh das Seele, Uach der Höhle eines sinslern ule sandhaft thu, und froh gen Grabes reißt. 4 himmel schauend, denk: Herr, mich 10. Drum so seufze, daß mein 90 u0 15 en 3 den Lauf zu schlie⸗WSchelden nicht ein Leiden, sondern Iün in Gewisen: o Gott, und sanftes Schlafen sei, und daß ich Ruhin Lcd ewissen: so finde mich mit Lust und Wonne seh die Sonne, alsh Tod. 1171— E f Wlen belden W. „Trau auf allen deinen Wegen e. San dan wner „„der genießet wahre Ua 172. werden, denn der Erden Freuden selbst im Leiven, und ist hier Win 0 llkt hervor ein neuer Tag. Komm, und dort beglückt. 0 10 Schöpfer dieser Strablen zu 12. Kränkt dich etwas diesen Mor⸗ eben—. was dein schwacher Trieb auf dich 10 sorgen,— bes gnädig . auf di haut; er weiß besser, was . och, heise, woltn nütt urr dir nützet, und beschützet den, der sich sit recht preise, wollen n cht nur ihm anvertraut. 2⁵56 Mel. von Nr. 16. 473 ein erster Wunsch, * mein innigstes Be⸗ streben ist, Herr mein Gott! dich würdig zu erheben. Unendlich groß ist deine Vatertreu, mit jedem Tag ist deine Güte neu. 2. Die Sonn enthüllt den Schau⸗ platz deiner Werke, und alles zeugt von deiner Huld und Stärke. Sie, die das Ziel von ihrer Laufbahn weiß, eilt rastlos hin, und strahlt zu deinem Preis. 3. Die Erd ist dein, und du regierst dies Ganze! vom Menschen an bis auf die kleinste Pflanze seh ich, wie groß sich deine Voꝛrsicht zeigt, sie reicht so weit, so weit der Himmel reicht. 4. Und sie umfaßt auch mich! du, Höchster, denkest an mich, den Staub, der du die Himmel lenkest, du sorgst für mich! Gott, wie vergelt ich dir? ein dankvoll Herz, das bring ich dir dafür. 5. Nimms gnädig an! gedenk nicht meiner Sünden, durch deinen Sohn laß mich Vergebung finden. Er, welcher nie ein gläubig Flehn ver⸗ warf, verleiht, daß ich dich Vater nennen darf. 6. So will ich denn mit kindlichem Vertrauen auf dich allein, so lang ich lebe, trauen, du bist mein Gott, mein Retter in Gefahr, mein starker Fels, mein Helfer immerdar. 7. Du weißt, wie lang ich hier noch wallen werde; fällt ohne dich kein Sperling auf die Erde: so nimmst du, Herr, auch meines Lebens wahr. Mit Namen kennst du mich und zählst mein Haar. 8. Mein Heiland, gib mir Kraft um neuen Leben, gib mir den Muth, dem Beispiel nachzustreben, das du, o Herr, uns hinterlassen hast; dein Joch ist sanft und leicht ist deine Last. 9. Dein Auge sieht die Schwäche meiner Seele; verwirf mich nicht, vertritt mich, wenn ich fehle! zu dir empor fleht meine Seele stets, und Zweiter Theil.— Morgenlieder. Mel. Warum betrübst du dich.— 435. wird, wohin es blickt, von Wun .Dichn Lemnnich 0 „dem ich nicht vergelhn kann, dich, Vater, bet ich 1 an! ich opfre dir mein Herzl U Herz voll Dank und Zuversicht in⸗ wirfst du, Hocherhabner, nicht. 5. O du, den meine Seele pras erwecke mich durch deinen Geist meiner Christenpflicht. Er helfe mi⸗ ner Schwachheit auf, bis ich vollenz meinen Lauf. 6. Ein gut Gewissen sei mein Wil. das wirk in mir, o Herr, mein hil. und segne meinen Fleiß. Dir ist, w ich bedarf, bekannt, und alles sih in deiner Hand. 7. Die Blume kleidest du mit Rach. nährst jeden Vogel, Gott der Machl bin ich nicht mehr, denn sie? ich wa meine Sorg auf dich, du, mein d barmer, sorgst für mich. Mel. Wie schön leuchtet der.—, ich seh ich wledg. 475. D Morgenlicht, m freue mich der edlen Pflicht, den Höchsten lobzusingen. Ich will, ell brannt von Dankbegier, o mildest Erbarmer! dir mit heilgem Mah lobsingen! Schöpfer! Vater! duin Treue rührt aufs Neue mein Gemilhe Froh empfind ich deine Güte. mich. Was wär ich? hättest du nih dich so hülfreich mir erwiesenl meinem Leben setzest du 5 neuen Tag hinzu; sei hoch diß du vernimmsts, Erhörer des Gebets! 2. Du warst auch diese Nacht u l, cht el id nmit eis un Norgen lerst g⸗ lerwinhe aub hi Gliih daß ih ich nih der nu in Mugt Bunden Geist z elfe mis pollerh in Bell dein hal, ist, Wi Hles sehl it Mach. x Mahll ich waf mein G⸗ — 5. wiedej licht, w icht, den will, enl⸗ mildesn em Muh ter! dit Gemülh. üte. Nacht u est du nsh viesen! f jeht dn 60 daft iesen! durch dich bin ich! und ich atknemr Stärke. Dich erhebe meine Zunge, weil ich lebe. 3. Verleih, o Gott der Lieb und Macht, daß Sünd und Gram, wie diese Nacht, auf ewig von mir fliehe, daß ich die kurze Lebenszeit in christ⸗ liher Zufriedenheit zu nützen mich be⸗ mühe. Prüfe, siehe, wie ichs meine. Dir ist keine meiner Sorgen, auch die kleinste nicht, verborgen. J. Ich bin ein Christ, o Gott, ver⸗ kih, daß ich des Namens würdig sil' Mein Ruhm ist deine Gnade. Denn ach, was bin ich ohne dich? ein irrend Schaf. Erhalte mich, mein hirt, auf deinem Pfade. Stärk mich, dah ich stets mich übe, deine Liebe zu hetrachten, über Alles dich zu achten. 5. Auch im Geräusch der Welt soll mich der heilige Gedank an dich oft sill zu dir erheben. Im dunkeln Thale hall ich hier, einst nimmst du mich Hinauf zu dir, zum Licht und höhern Lben. Auf dich hoff ich, Herr! ich herde mich der Erde gern entschwin⸗ gen, dir dort ewig Lob zu singen. Mel. Werde munter, mein.— 116. 476 err! es ist von mei⸗ * nem Leben wieder eine Nacht vorbei. Laß mich deine Treu eheben, die auch diesen Morgen neu. Deine Macht hat diese Nacht mir zur sanften Ruh gemacht, und nun hmmt mir schon dein Segen mit der Morgenröth entgegen. 2. O wie theur ist deine Güte, die luch überschattet hat, daß zu meinem Uit und Hütte keine Plage sich ge⸗ uht. Nunmehr steh ich fröhlich auf, ind mein Herze denkt darauf, dir sir dieses neue Leben den verbundnen Dank zu geben. 9. Wenn ich dir mich selber schenke, urd es doch zu wenig sein, und so hes recht bedenke, bin ich ja vorhin shon dein. Seel und Leib gehöret At, Doch nimm gnädig an von mir, has ich selbst, als eine Gabe, von hir, Herr, empfangen habe. 4. Ist mein Auge nunmehr lichte; Verleuchte meinen Sinn, daß vor Zweiter Theil.— Morgenlieder. 2⁵5⁷ deinem Angesichte ich ein Kind des Lichtes bin, und den angebrochnen Tag also hinterlegen mag, daß ich in dem Lichte wandle, und in allem weislich handle. 5. Segne mich in allen Werken, die mir mein Beruf gebeut; laß nur deinen Geist mich stärken, mindre die Beschwerlichkeit. Was ich denke, red und thu, alles, Herr, regiere du, gib, daß Wollen und Vollbringen dir zu Ehren wohlgelingen. 6. Sollt ich heut in Sünde fallen, richte mich bald wieder auf. Laß in deiner Furcht mich wallen, bei der Welt verkehrtem Lauf. Halte Fleisch und Blut im Zaum, gib dem Satan keinen Raum, wenn er mir sein Netze stellet, daß er meinen Fuß nicht fället. 7. Werd ich auch an diesem Tage nicht ohn alle Plage sein; mache nur, daß ichs ertrage, so find ich mich willig drein. Wenn du nur aus Liebe schlägst, und mein Kreuz zur Hälfte trägst, darf ich keine Trübsal scheuen; du wirst auch Geduld verleihen. 8. Nun ich leb an diesem Morgen, da ich Abends sterben kann! laß mich für mein Ende sorgen, nimm dich meiner Seele an. Reiß mich nicht in Sünden hin, wenn ich reif zum Tode bin. Laß auf Jesu Blutvergießen mich die Wallfahrt selig schließen. —83 1 über Sorge rtrüben rgen 477. weicht! den Tag hab ich erreicht, die Sonne schau ich wieder: erwachet frohe Lieder! ein Opfer Gott zu bringen, müß euch anjetzt gelingen. 2. Was nur mein Auge sieht, ist um die Wett bemüht, dich, Höchster! laut zu preisen: dir Ehre zu erwei⸗ sen, sei dann auch mein Bestreben, in meinem ganzen Leben. 3. Du, Herr, hast mich bewacht, und an dies Licht gebracht. Zum Preise deiner Gnaden, bin ich so manchem Schaden, so mancher Noth entkom⸗ men, von dir in Schutz genommen. 4. Du lenkst von Jugend auf so gütig meinen Lauf; lässst mich so manche Gaben aus deiner Fülle haben; 17 2⁵8 Zweiter Theil.— Morgenlieder. gönnst mir so manchen Segen, und wachst auf meinen Wegen. 5. Ich selbst bin gänzlich dein, und werd es ewig sein. Was mich erquickt und nähret, das hast du mir gewäh⸗ ret: du hast mir Leib und Leben und diese Seel gegeben. 6. So nimm denn wieder hin, Herr, was ich hab und bin. Zu deinem Wohlgefallen laß mich steis vor dir wallen, bemühet, deinen Willen auf⸗ richtig zu erfüllen. 7. Dies ist mein Wunsch. Jedoch, wenn ich zuweilen noch nicht thue, was ich sollte, nicht lebe, wie ich wollte; so trage mit mir Armen ein gnädiges Erbarmen. 8. Laß deines Geistes Licht, was mir annoch gebricht, durch seine Kraft vollführen, und meinen Gang regieren. Was du hast angefangen, das laß zum Ziel gelangen. 9. Da ich selbst nichts vermag, so wollst du diesen Tag nach deinem Rath mich leiten; ich schau zu allen Zeiten, vom Anfang bis zum Ende, auf deine Vaterhände. 10. Wie schnell verfliegt die Zeit! Herr, mache mich bereit, zu deines Himmels Freuden, aus dieser Welt zu scheiden; verklärt werd ich dort oben dich erst recht würdig loben. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren ach auf, mein ——3—...3—— Herz, und singe dem Schöpfer aller 2. ain — —.2.—.—.—.—..—.— Dinge, .. SE— —— des Menschen treuem Hüter. 2. Mit göttlichem Erbarmen bedeck⸗ test du mich Armen! schlaf, sprachst du, ohne Grauen; die Sonne sollst du schauen. 3. Dein Wort, Herr, ist geschehen; ich kann das Licht noch sehen. Du machst, daß ich aufs neue mich mei⸗ nes Lebens freue. 4. Steig auf, mein Dank, zum dein Eigenthum. Throne! dem Vater und dem Sohn dem Geist des Herrn sei Ehn Dreieinigs Wesen, höre! ö 5. Hör meinen Dank, mein Flehey du kannst ins Herze sehen: ach möchl dir gefallen, Herr, meines Henzn Lallen! 6. Dein Werk wollst du vollenden dich nimmer von mir wenden, m mich in meinen Tagen stets mit Vn⸗ schonen tragen. 7. Du selber wollst mir rathen i allen meinen Thaten; mich sieis zun Besten leitenz zum Himmel mich hi⸗ reiten! 8. Begleite mich mit Segen a allen meigen Wegen. Dein Won ss meine Speise auf meiner Pilgemiis, Mel. Gott des Himmels und der.—32. 2 nott des Himmels 479. G Erden, Naler, Ei und heilger Geist! der es Tag u Nacht läßt werden, Mond und Sos scheinen heißt, dessen starke Hand de Welt, und was drinnen ist, erhihl 2. Gott! ich danke dir von Henseh daß du mich in dieser Nacht vor H fahr, Angst, Noth und Schmenn treu behütet und bewacht, und i— aller meiner Schuld mich noch nügs mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sil, den jetzt mit dieser Nacht vergehn f mich Gnade vor dir finden! glaubez voll auf Jesum sehn! der für met Missethat sich am Kreuz geopfert l 4. Hilf, daß ich auch diesen Moihn geistlich auferstehen mag, und fl meine Seele sorgen; daß, wenn min dein großer Tag uns erscheint, dein Gericht, ich davor erschrecke nht 5. Führe mich, o Herr, und lah meinen Gang nach deinem Wuntti und bleibe du auch heute mein Beschihh und mein Hort; unter deinem Suh allein kann ich froh und sicher sh 6. Dir, o großer Gott, befehle h was ich nur hab und bin, masit Leib und meine Seele; werf auf dh die Sorgen hin. Herr, mein Hl mein Schild und Ruhm! segne mih Sohht Ehn Flehen möcht Herzen lendenz n, M nit Vu⸗ uthen in lets zin mich h⸗ gen guj Won si lgerress, . und in „Soht Lag W d Sonm Hand d „erhihl Henseh, vor H⸗ schmehsn und och Kägf 1270 gehn: N Haubas für mlt pfert hu. n Morhen und s venn m int, W Kecke mih. und las Wortz f Beschißn em Solh icher seh, efebleith „ uul f auf N 15 ne mih Zweiter Theil. 7. Ou wollst deinen Engel senden, wenn Gewalt und List mir droht; ales mir zum Besten wenden, und nich stärken in dem Tod. Sterb ich, o so bringe du mich zu deines Himmels Ruh. ** Abendlieder. 259 8. Höre, Gott, was ich begehre, und was mir dein Wort verheißt, dir sei Lob und Preis und Ehre. Vater, Sohn und heilger Geist! ich, der hier nur stammeln kann, bete dich einst würdger an. 34) Abendlieder. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. R 460. SrS * o fliehen unsre SSSISISISIII..... THage hin! auch diefer ist nicht —— E —I— mehr. —.— Die Nacht, der Müden D. E E— k 2 + + —————————— Tosterin, eilt wieder zu uns her. 2. Herr! du nur bleibest, wie du As, du schläfst und schlummerst nicht; die Finsterniß, die uns umschließt, ist deinem Auge Licht. 3. Dir übergeb ich voll Vertraun nich auch in dieser Nacht. Und wovor salte mir denn graun? mich schützet deine Macht. I. Hab ich an deiner Gnade nur noch Theil, Herr Zebaoth: so fürcht ich keine Kreatur, und scheue nicht den Tod. 5. Zwar ich erkenne meine Schuld, Hit Reue fühl ich sie. Doch mein Vesöhner, deine Huld, wie trostvoll mir die. h. Ich eil im Glauben zu dir hin, und hiß, wie sicher ich im Schatten deiner dlgel bin. Du wachest über mich. 7. Flieht finstre Sorgen, weit von Hel Herr Jesu, du allein sei mein Hebank! o weihe dir mein Herz zum Zmpel ein! 8. Vielleicht ist dies die letzte Nacht in meiner Prüfungszeit, dann führe nich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit. 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, ja Eraher⸗ 2 ban todt!* mein setter, ei mir, und hilfst aus r Mel. M, und hiis Mel. Ich weiß, mein Gott, daß.— 255. 481 F² alle Güte sei gepreist, * Gott Vater, Sohn und heilger Geist! ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich singe. 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, hast Großes heut an mir gethan, mir mein Gebet gewähret; hast väter⸗ lich mein Haus und mich geschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk! der Geist, mit dem ich dein gedenk, ein ruhiges Gemüthe, was ich vermag, bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 4. Sei auch, nach deiner Lieb und Macht, mein Schutz und Schirm in dieser Nacht; vergib mir meine Sün⸗ den. Und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden! Mel. von Nr. 49. iesen, 482. Gedein Etbarmen,— Golt der Langmuth und Geduld! du trägst uns steis auf Vaterarmen, mit unaussprechlich großer Huld. Kraft, Gedeihn und Leben hast du uns gege⸗ ben. Herr, wir sinds nicht werth! aber dein Gemüthe ist so reich an Güte, die ohn Ende währt. 2. Verzeih uns, Richter unsrer See⸗ len, die heut verletzte Christenpflicht; wir merken nicht, wie oft wir fehlen, verzeih und geh nicht ins Gericht. Heil der Menschenkinder! wir sind Staub und Sünder, ach, gedenke dran! wer würd uns erretten, wenn wir dich nicht hätten? nimm dich unser an. 3. Du sendest mit der Nacht uns Müden den stärkend süßen Schlummer 41˙5 260 Zweiter Theil. zu. Wir liegen dann und ruhn im Frieden; denn unser Schutz, o Herr, bist du. Hilf, Erbarmer! denen, die nach Ruh sich sehnen, die mit Angst und Müh ihre Nacht verbringen, und mit Schmerzen ringen. Stärke, tröste sie! 4. Wer kann uns deiner Hand ent⸗ reißen? wir sind, auch wenn wir sterben, dein. Du selber hast es uns verheißen, du wollest allzeit bei uns sein. Hilf uns hier auf Erden, daß wir würdig werden, einst vor dir zu stehn; daß wir als die Deinen, wenn du wirst erscheinen, dir entgegen gehn. Mel. von Nr. 16. 483 Der Tag ist hin, du aber * Jesu! bleibe, daß mir dein Licht der Sünden Nacht vertreibe! erleuchte mich, Glanz der Gerechtig⸗ keit; so ist mir wohl auch in der Dunkelheit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen; dir sei die Ehr, daß alles guͤt gelüngen! du machst es wohl, ob ichs gleich nicht versteh: du bist gerecht, es geh auch, wie es geh! 3. Nur eines ist, das mich empfind⸗ lich quälet; Beständigkeit im Guten mir noch fehlet: das weißt du wobl, o Herzenskündiger! ich strauchle noch, wie ein Unmündiger. 4. Vergib mirs, Herr! sagt mir Sam mein Gewissen, daß Teufel, ünd und Welt mich hingerissen; so ist mirs leid: ich stell mich wieder ein. Verwirf mich nicht; sei mein, so bin ich dein! 5. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Ach, laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! ich laß dich nicht, mein Fels! der Tag ist hin. Mel. von Nr. 55. 484 Erehen sind auch die⸗ * ses Tages Stunden, an dem wir noch des Lebens Glück empfunden; mit frohem Dank laßt uns den Herrn erheben, durch den — Abendlieder. 2. Des Lebens Müh und Elend g versüßen, gibt uns der Herr a Frenden zu genießen, und welche Gin schenkt er unsern Seelen! wer km sie zählen? 3. Noch immer läßt er uns Erboy mung finden: er handelt nicht u uns nach unsern Sünden. Wir hil, fen Schuld auf Schuld, er läßt un leben, und will vergeben. 4. Wie unwerth sind wir, Wain, deiner Treue! prüf unser Herzlt flehet dir voll Reue. Ach, laß g uns von dir im Glauben slillen, iu Christi willen. 5. Uns wohlthun ist dein götlihs Vergnügen! Dein Aufsehn schützt n wenn wir hülflos liegen, und ii entseelt, umhüllt von Finsternissg von uns nichts wissen. 6. War dies für uns der letzte d auf Erden, soll unser Schlaf ein d. desschlummer werden; dann wechsn uns, die wir uns dir ergeben, zu ewgen Leben. 7. So legen wir getrost zur Ruh in nieder. Sehn wir erfreut die Monnih sonne wieder: dann preisen wir xl heiterem Gemüthe des Höchsten Olh, Mel. Werde munter, mein.— IIl 48 5 erde munter, mh * Gemüthel fihh mancher Noth und Plag treu behihh und in Gnaden abgewendet alg Schaden. 2. Lob und Dank sei dir gesungh Vater der Barmherzigkeit! daß nih Werk durch dich gelungen, daß u mich vor allem Leid und vor Siuhn. Iin gröbrer Art so gar väterlich bebahth die Versuchung abgetrieben, daßi unbeschädigt blieben. 3. Wer vermag es aufzuzählen, du, Herr, an mir gethan? 4— Wort und Kräfte fehlen, fang nur zu zählen an: deiner Woslhe ist zu viel, ihr ist weder Maas wir leben. ben dir in allem treu gebliehenl fromme Dankbegier, und erhebe B tes Güte, die er heut gethan an uh S da er mich den ganzen Tag bore giel. Wär ich nur bei deinen 5/ göttlhe hüht inz und h sternistz Ietzte d fein Y. wecks hu den, zun Ruh I Morher⸗ wit u ien Oih — II. ler, nit el fiht hebe H r an uh 19, Horf behülh idet gla gesungtz izl Sünden sterben, noch an Leib und daß me „ daß u r Hun bebahh daß ählen, 0 Rechnuhh fang 6 Wohlhe Naas einem Y ieben! Zweiter Theil. J. Ach! verzeihe mir aus Gnaden meine Sünd und Missethat, die ich heut auf mich geladen! nimm mir, Herr, nicht deine Gnad, treibe ferner Gatans Tück, Gott, durch deine Kraft huruck; laß es ihm ja nicht gelingen, nich in Sünd und Leid zu bringen. 5. Sieh, ich fall in Demuth nieder; Sthau, o Gott, von deinem Thron! shau, voll Reue komm ich wieder, sch vorhin verlorner Sohn! ich ver⸗ lugne nicht die Schuld, aber deine Hnad und Huld ist viel größer, als die Cuͤnden, welche sich an mir noch finden. 6. O du Licht der frommen Seelen! du Glanz der Ewigkeit; dir will sh mich ganz befehlen diese Nacht ind allezeit. Bleib bei mir, Herr Asu Christ, da es Abend worden ist! nöste mich mit deiner Liebe, daß kein Unfall mich betrübe. 7. Laß mich diese Nacht empfinden ine sanft und süße Ruh: alles Uebel laß berschwinden; sende mir nur Gutes lU, Leib und Seele, Sinn und Muth, mune Wohnung, Hab und Gut, meine znund und Hausgenossen sein in gunen Schutz geschlossen. 8. Ach! bewahr uns doch vor Schrecken; schütz uns doch vor Ueber⸗ fallz laß uns keine Krankheit wecken! heibe weg des Krieges Schall! wend ab Feur⸗ und Wassersnoth, Pest und lhsen schnellen Tod: keinen laß in Sell herderben! 9. O, du großer Gott, erhöre, was dün Kind gebeten hat! Jesu! den ich lets verehre, bleibe du mein Schutz ind Rath. O du werther heilger Hest, stärk mich, der du Beistand hesst. Herr! erhöre dies mein Fle⸗ gen, Amen! Ja, es soll geschehen. Rel. Werde munter, mein.— 116. 186 Auf, o Seele, werde munter! Lob ist iumer deine Pflicht; denn die Sonne ght zwar unter, aber Gottes Güte lht. Heut auch hat sie mich genähret; lut auch Freud und Trost gewähret; u Gefähren mich geschützet; meine — Abendlieder. 2. Stets gefürchtet, hochgepriesen sei, mein treuer Gott, von mir. Was du Gutes mir erwiesen, dankt mein ganzes Leben dir. Du hast, war ichs schon nicht werth, dennoch mein Gebet erhört, das ich heut, als ich erwachte, dir in Jesu gläubig brachte. 3. Gib nun bis zum frohen Morgen meinem Leibe sanfte Ruh. Durch dich schlaf ich ohne Sorgen. Wenn ich schlafe, wachest du. Seel und Leib befehl ich dir. Walt allmächtig über mir. Sei auch du der Gott der Mei⸗ nen, zähl sie alle zu den Deinen. 4. Ach, laß uns kein banges Schrek⸗ ken, Räuber nicht, nicht Feuersgluth plötzlich aus dem Schlafe wecken. Halt uns fest in deiner Hut. Hilf, wenn Krankheit oder Tod uns im sichern Schlafe droht! oder willst du, daß wir sterben, Gott, so seis nicht zum Verderben. 5. Höre, Vater, ach erhöre, was jetzt mein Gebet begehrt. O, Sohn Gottes, dir zur Ehre werd es mir in dir gewährt. Heilger Geist, laß mit Vertraun auf des Mittlers Blut mich baun. Hör, Dreieiniger! mein Flehen. Amen! Jal es wird geschehen. Mel. O Welt ich muß dich lassen.— 48. 487 chon ruhet auf den * Feldern, in Städten und in Wäldern ein Theil der müden Welt. Ihr aber, meine Sinnen, auf! ihr sollt noch beginnen, was euerm Schöpfer wohlgefällt. 2. Der Sonne Licht und Glänzen vermissen unsre Gränzen, uns deckt die dunkle Nacht. Fahr hin, du irdsche Sonne, wenn Jesus, meine Wonne, mein Herz nur hell und heiter macht. 3. Was jetzt der Leib noch träget, das Kleid, wird abgeleget. Auch meine Sterblichkeit zieh ich einst aus; dage⸗ gen wird Christus um mich legen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 4. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich! du sollst werden vom Elend dieser Erden und 261 Slbachheit unterstützet. von der Sünden Arbeit frei. 26² 5. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, da ihr die Ruh begehrt. Einst wird nach allen Sorgen euch bis auf jenen Morgen im Grab die stille Ruh gewährt. 6. Die Augen stehn verdrossen! wer wacht, wenn sie geschlossen? wer sorgt für Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden; sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel. 7. Bein Flügel mich bedecke, daß keine Noth mich wecke, kein Unfall, keine Pein. Mein Jesu, meine Freude! laß du vor allem Leide mein stilles Lager sicher sein! 8. Auch euch, ihr meine Lieben, erschüttre kein Betrüben, kein Unfall, noch Gefahr. Schlaft ruhig bis zum Morgen. Gott wolle für S sorgen: euch schütze seiner Engel Schaar! Mel. Ach Herr, mich armen S.— 67. ie lang darf ich noch 488. Wé säumen! Gott, stärke meinen Geist, daß er sich auch im Träumen aus Satans Netze reißt; hilf für mein Bestes sorgen, verändre meinen Sinn, daß ich mit jedem Mor⸗ gen im Guten fester bin. 2. Das Licht seh ich verschwinden; die trübe Nacht bricht ein. Ach, Herr, laß meine Sünden auch mit verschwun⸗ den sein; streich sie aus deinem Buche! hilf mir aus aller Noth! errette mich vom Fluche, den dein Gesetz mir droht. 3. Wenn heut, Herr meiner Jahre, mein letzter Abend ist; gib, daß ich dahin fahre, wo du, mein Vater, bist. Doch soll ich länger leben, so laß den festen Schluß mir stets vor Augen schweben, daß ich einst sterben muß. Prüfung am Abend. Mel. O Gott, du frommer Gott.— 8. er Tag ist wieder hin, 489. D und diesen Theil des Lebens, wie hab ich ihn vollbracht? Verstrich er mir vergebens? Hab ich mit allem Ernst dem Guten nachge⸗ strebt? Hab ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? 2. Wars in der Furcht des Herrn, Zweiter Theil.— Abendlieder. falt mir verpflichtet, sie durch mat und mit Gebet, mit eifrigem Verlanger als ein Geschöpf von Goͤtt, der Tugen mich zu weihn, und züchtig und gerech und Gottes Freund zu sein 3. Hab ich in dem Beruf den Goh mir angewiesen, durch Eifer und duuh Fleiß ihn, diesen Gott, gepriesen 2 un und der Welt genützt, und jeden Dian gethan, weil ihn der Herr gebot, nich, weil mich Menschen sahn? 4. Wie hab ich diesen Tag muh eigen Herz regieret? Hat mich in Stillen oft ein Blickauf Gott geruühmi erfreut ich mich des Herrn, der unn Flehn bemerkt? und hab ich im Vn⸗ traun auf ihn mein Herz gestärtt! 5. Dacht ich bei dem Genuß zn Güter dieser Erden an den Allmägh gen, durch den sie sind und wendenn verehrt ich ihn im Staub; empfash ich seine Huld? trug ich das Glisck u Dank, den Unfall mit Geduld? 6. Und wie genoß mein Herz in Umgangs süße Stunden? fühlt 6 der Freundschaft Glück? sprach ii, was ich empfunden? war auch mih Ernst noch sanft, mein Scherz unschuldsvoll? und hab ich nihh geredt, das ich bereuen soll? 7. Hab ich die Meinigen durch E Beispiel still zum Guten unterrichtel War zu des Mitleids Pflicht mit Herz nicht zu bequem? Ein Glüch du Andre traf, war dies mir angenehmi. 8. War mir der Fehltritt leid, obih ich ihn begangen? bestritt ich auch h wenn in dieser Nacht Gott über ush gebeut, bin ich, vor ihm zu suhh auch willig und bereit 9. Gott! der du alles weißt, au könnt ich dir verhehlen? Ich fil täglich noch die Schwachheit mash Seelen. Vergib durch Christt M mir die verletzte Pflicht; vergih un gehe du nicht mit mir ins Gerihs 10. Ja, du verzeihest dem, den sin Sünden kränken; du liebst Barmhassy keit, und wirst auch mir sie scheut Auch diese Nacht bist du der Wahht Über mir! leb ich, so leb ich iy daß ich ihn angefangen? Mit Dank sterb ich, so sterb ich dir! mir ein ünerlaubt Verlangen? mrI d langeß Tugenh gerech, n Goh d buh ne M Dien 1, nich, Wih nich in erühntl er Iun im M⸗ tättt nuß da Imäht⸗ werdens empfaß lück u ld? Herz du fühlt ih rach sh, uch mih herz uog ch nict 2 ich Sh⸗ rch maß rrichttl icht Rel Hlüch d Kgenehmt d, sobih ch auch en? WN über uh zu sahy eißt, Au Ich fihl eit man ristt Bll ergib M Geiihj „ den seh armhas schu er Wächt b ich 0 263 35) Von dem oͤffentlichen Gottesdienste. Nach dem 84. Psalm. Mel. von Nr. 42. ie lieblich ist doch, 490. Wé Herr, die Stätte, da deines Namens Ehre wohnt! o gib, daß ich sie gern betrete, weil da dein Segen die belohnt, die deines Portes sich erfreun, und dir des helzens Andacht weihn. 2. Wohl dem, der dich in deiner hütte, Gott, zu verehren, Ernst keveist! du hörst sein Lob und seine Bitte, und stärkst mit neuer Kraft den Geist, daß er auf deiner Wahr⸗ helt Bahn rechtschaffen vor dir wan⸗ dels kann. 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Sigen, wenn mans nur recht zu herzen nimmt. Es gibt uns Trost guf Trübsalswegen, die du zu unserm heil besimmt. Es gibt im Kampf ins Muth und Kraft, und ist ein Schwert, das Sieg verschafft. J. Gott, laß auch mir dein Antlitz sheinen! dein Sabbath bringt auch mir Gewinn, wenn andachtsvoll ich mit den Deinen vor dir an heilger Stätte kin. Laß dir das Lob, das wir dir heihn, ein angenehmes Opfer sein. 5. Ja, du bist Sonn und Schild den Rommen. Du, Herr, gibst ihnen Gnad und Ehr. Und wer nur erst zudir gekommen, dem fehlt das wahre Hlick nicht mehr. Was du verheißest, hillt du fest. Wohl dem, der sich auf dich verläßt. Mel. von Nr. 55. les ist der Tag, zum 491. D Segen eingeweihet. In feiert gern, wer deiner, Gott, sich steuet. O, laß auch mich mit Freuden bor dich treten, dich anzubeten! 2. Dich rühmt der Lobgesang der himhelsheere! auch unser Tempel schall hon deiner Ehre! auch unser Dank und lusers Geistes Flehen soll dich erhöhen. 3, Wie freu ich mich, die Stätte zu lehrüßen, wo Durstenden des Lebens Häche fließen, und wo dein Heil von ewig. der Erlösten Zungen froh wird be⸗ sungen! 4. Vergebens lockt die Welt zu ihren Freuden. Mein Geist soll sich auf Gottes Auen weiden. Sein heilges Wort, das seine Boten lehren, das will ich hören. 5. Mit Andacht will ich, Höchster, vor dich treten. Ich weiß, du liebst, die kindlich zu dir beten. Der Thoren Glück, die sich der Sünde freuen, wirst du zerstreuen. 6. O, laß auch heute deinen Geist mich lehren, vom Weg, der dir miß⸗ fällt, mich abzukehren. Regiere mich, daß meine ganze Seele zum Trost dich wähle. 7. Dein Tag sei mir ein Denkmal deiner Güte. Er bring mir Heil und lenke mein Gentüthe auf jenen Trost, den uns dein Sohn erworben, da er gestorben. 8. Dich bet ich an, du Todes⸗ überwinder! der du an diesem Tag, zum Heil der Sünder, die, fern von Gott, in Todesschatten saßen, dein Grab verlassen. 9. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erden. Als Sabbath müss er mir stets heilig werden! Lob sei, Erlöser, deinem großen Namen auf Amen! Mel. von Nr. 436. 492. O Gott! du bist mein Preis und Ruhm. Mein Herz sei ganz dein Eigenthum! laß mir den Sabbath heilig sein, und gern ihn deinem Dienste weihn. 2. Gib, daß ich mein Gemüth be⸗ wahr, wenn ich mit deiner Christen⸗ Schaar zu deines Hauses Stätte geh, daß ich mit Ehrfurcht vor dir steh. 3. Erinnre selber meinen Geist, daß du mir gegenwärtig seist, damit ich deines Wortes Lehr mit Andacht und mit Nutzen hör. 4. Drück alles tief ins Herz hinein, und laß mich nicht blos Hörer sein. Steh mir mit deiner Gnade bei, daß ich des Wortes Thäter sei. 264 Zweiter Theil.— Von dem öffentlichen Gottesdienste. 5. Hilf, daß ich deinen Ruhetag zu meinem Segen feiern mag. Bewahr mich vor dem Geist der Welt, die deinen Tag verächtlich hält. 6. Doch laß mich nicht dabei bestehn, dich nur am Sabbath zu erhöhn. Herr, meine ganze Lebenszeit sei deinem Dienst und Ruhm geweiht! Mel. Vom Himmel hoch.— 109. 493 Dier, Christen, ist der * Tag des Herrn, Ge⸗ schäft und Müh sei von uns fern! kommt vor des Höchsten Angesicht, und freuet euch in seinem Licht. 2. Kommt, betet euern Schöpfer an, und rühmt, was er an euch gethan! ihn preisen ist der Christen Amt, drum preist und lobt ihn allesammt. 3. Rühmt seine Weisheit, Kraft und Rath, da er aus nichts erschaffen hat den Himmel und die ganze Welt, und alles, was sie in sich hält. 4. Und als er ihren Bau vollbracht, hat er den Menschen auch gemacht, den er nach seinem Ebenbild mit Weisheit und Verstand erfüllt. 5. Erkennt, um euch voll Dank zu freun, wie er durch seine Güt allein uns täglich schützet und ernährt, und manches Unglück von uns kehrt. 6. Dankt auch, daß heute Jesus Christ von Todten auferstanden ist, und dur, die Größe seiner Macht das Leben an das Licht gebracht. 7. O Gott, der du den Erdenkreis erschaffen hast zu deinem Preis, und auch in Trübsal und Gefahr uns treu bewahrt so manches Jahr. 8. Hilf, daß wir voller Dankbegier erkennen, was du für und für dürch deine Weisheit, Güt und Macht, gethan, geordnet und vollbracht. 9. Du Sieger über Tod und Grab, der sich für uns zum Opfer gab, laß uns der Wohlthat würdig sein, und mach uns von den Sünden rein. 10. Laß deiner Auferstehung Kraft, die neues Leben in uns schafft, uns mit dem hohen Trost erfreun: einst ewig, Herr, bei dir zu sein. 11. O heilger Geist! laß uns dein Wort so hören heut und immerfort, daß sich in uns durch deine Lehr Gl Lieb und Hoffnung eihlich nah 12. Erleuchte uns, du wahres Lichl wuser. 6 1 40. Auth nicht: f unser Trost in aller Noth: stärk im Leben und im Tod. 9 Der 50. Psalm. Mel. von Nr. 234. er Herr des Himm 494. D und der Erde bb daß die Welt gerichtet werde; u strahlenvollem Angesicht kommt uust Gott und schweiget nicht. Er usz daß Erd und Himmel hören: mit soll der Mensch nicht steis entehmm er ruft, daß alles tief erbebt, tum seine Rache sich erhebt. 2. Gott wird nach diesen Prüfungz tagen, wie wir gehandelt, +7 fraͤgen: erzittre, fündliches Geschlahh denn Gott, dein Richter, ist gerecht. A. Allmacht kann das Recht nicht beugez des, des sind alle Himmel Zeugin: ihr Zorn ist recht, gerecht ihr Lasn Gott ist gerecht auf seinem Thron. 3. Ich bin dein Gott, so winda sprechen, und meinen Bund laß i nicht brechen, und mein Gesetz Ai Dh entweihn! ich, ich will selhn Richter sein; ich fordre, Mensch, nith nur Besuche geweihter Tempelz it verfluche des Frevlers Opfer und Gehn. Ein Herz will ich, das mich erhoh, 4. Ich, ohne den kein Himmel wän, ich, ich bedarf nicht Menschenehrezm Pfeiler meiner Herrlichkeit. Doch vil ich, was mein Mund gebeut, ul Heil und Segen davon fließen, in meiner Welt gehalten wissen; ich hi der Vater meiner Welt. O thut, hn euerm Gott gefällt! 5. Bringt, eures Heils nicht g verfehlen, bringt mir zum Opfer an⸗ Seelen und reine Herzen, voll i Dank, vor mich in euerm Lobgesah Zu mir nur fleht in euern Möthch und nicht vergeblich sollt ihr hah vergeßt nur euern Reiter nicht: uh preisen, das ist eure Pflicht. 6. Vernehmt mit Ehrfurcht, Mu, schenkinder, was Gott Jehobah dem Sünder, der kühn den Bund iu ntehi t, Vun rüfungz ernslt R acht. De —— eugin: hr Hahh. Thron. wird g d laß ih setz niht ill selb isch, nich npelz ih ud Gehtz erhöh mel wi, nehre z Doch vi eut, vil en, in ich h thut, vl nicht pfer eln voll vn obgesatz u Mihah ihr beih ichtt u . cht, Mi⸗ hobah l Bund iu Zweiter Theil.— Von der Selbstliebe. Onade bricht, mit Majestät und Eifer hricht: wie wagst dus, andern einzu⸗ härfen, was deine Lüste doch verwerfens pas fühmst du mich und meinen Bund⸗ has predigt ihn dein falscher Mund? 7. Du spielest nur mit Treu und Glauben, und schäm est dich nicht, das zu nuben, was ich, Gott, deinem Bruder ab. Von meinem Thron schau ich 111 auf dich, den Schänder keuscher Ehen; du meinst, ich werde dich nicht schen; doch mein nie müdes Auge wacht: Uht ist vor mir die Mitternacht. 9. Du wagst es, die zu untertreten, gie einen Gött mit dir anbeten; von denen falschen Lippen fließt, was deinem Nächsten bitter ist. Verläum⸗ dung, Spott und freche Lügen gleßt dene unge mit Vergnügen auf deinen sömmern Bruder aus, den Sohn in denes Vaters Haus. 9. Das thust du, Sünder, und ich shweige; und weil ich Langmuth dir 265 erzeige, so meinst du, ich sei gleich wie du, und sähe dir mit Beifall zu. Allein, ich will mich an dir rächen, im Wetter will ich mit dir sprechen. Ich donnre dir ins Angesicht, und fürchterlich ist mein Gericht. 10. Hört, immer freche Sünder, höret, was euch der Mund der Wahr⸗ heit lehret: denkt, Sünder, denkt an mein Gericht, und spottet meiner Warnung nicht. Sonst komm ich, euch hinwegzureißen. Euch, Zorn⸗ gefäße, zu zerschmeißen, so daß euch niemand retten kann. O nehmet meine Warnung an! 11. So sinkt denn hin zu meinen Füßen, in frohem Danke zu zerfließen: süß, tiefgebeugter Sünder, ist der Dank mir, der vom Herzen fließt. Komm, komm zu meinen offnen Armen, und dann ermüde mein Erbarmen mit neuen Missethaten nicht: dann schau mein freundlich Angesicht. 36) Von der Selbstliebe. Mel. O Gott du frommer Gott.— 8. 49⁵ Deig Will ists, großer 2 Gott, ich soll mich selber lieben. O laß mich diese Pflicht nach deiner Vorschrift üben, und scränke selbst den Trieb, froh und heglüctt zu sein, den du mir einge⸗ hflanzt, in heilge Schranken ein. 2. Gib, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weihe; und daß in allem ich dein Auge kindlich scheue. Wer als ein Christ sich liebt, der flieht auch als ein Christ, was wider deine Jurcht und Menschenliebe ist. 3. Kein schnöder Eigennutz beherrsche Heine Seele! und wenn zu meinem Olick ich Weg und Mittel wähle, so lah mich stets dabei auf Recht und Vahrheit schaun; auch nie mein Vohlergehn auf andrer Elend baun. I. Dein Fluch trifft jedes Glück, dabei die Tugend leidet, dabei der, der isucht, Gott, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, erbt dei⸗ nen Himmel nicht. Nie treffe mich, 9Gott, dies schreckliche Gericht. 5. Nie blende mein Gemüth der Eitelkeiten Schimmer. Die Welt mit ihrer Lust vergeht doch einst auf immer. Was hilft uns kurze Lust? Was hilft uns eiile Pracht? Nicht ein vergänglich Gut ists, was uns glücklich macht. 6. Ein Gott ergebnes Herz, ein unverletzt Gewissen, nur das kann uns allein des Lebens Last versüßen: das bleibt uns auch im Tod, und folgt uns aus der Zeit zum großen Segen nach bis in die Ewigkeit. 7. O selig! wer danach mit heilgem Eifer trachtet, und für sein größtes Glück, Gott, deine Gnade achtet. Der liebt allein sich recht, der findt schon in der Zeit die wahre Ruh und einst vollkommne Seligkeit. 8. Das sei mein Zweck, mein Fleiß. O segne mein Bemühen! so wird das wahre Wohl nicht meinem Wunsch entfliehen. Bewahre mich dabei, Herr, vor dem Lauf der Welt. Gib, daß ich mich so lieb, als dir es wohlgefällt. 266 37) Von der Selbsterkenntniß und Demuth. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. er bin ich? welche 496. Wé wichtge Frage! Gott, lehre sie mich recht verstehn. Gib, daß ich mir die Wahrheit sage, und laß mich achtsam auf mich sehn. Wer sich nicht selbst recht kennen lernt, leibt von der Weisheit weit entfernt. 2. Ich bin ein Werk von deinen Händen. Du schufst mich, Gott, zu deinem Preis. Dazu mein Leben anzu⸗ wenden, das ist dein väterlich Geheiß. Doch leb ich als dein Eigenthum auch, wie ich soll, zu deinem Ruhm? 3. Ich bin ein Christ nach dem Be⸗ kenntniß. Doch bin ichs, Herr, auch in der That? o öffne du mir mein Verständniß, recht einzusehn, ob ich den Pfad, den Jesus mir gewiesen, geh? und ob ich auch im Glauben steh? 4. Du kennest unsers Herzen Tiefen, die uns selbstunergründlich sind. Drum laß mich oft und ernstlich prüfen, wie ich, mein Gott, vor dir gesinnt. Be⸗ freie mich vom falschen Wahn, der auch den Klügsten täuschen kann. 5. Wer alles weiß, und doch ver⸗ borgen und unbekannt sich selbst noch bleibt: wie will der für sein Bestes sorgen? was ist, das den zur Beßrung treibt? sich selbst recht kennen, ist Verstand; drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Vater, das entdecke mir. Hab ich der Wahrheit Weg erwählet, so gib, daß ich ihn nicht verlier. Ach leite mich mit deinem Licht; so täuschen mich Verführer nicht. 7. Bin ich noch fern vom rechten Wege, der mich zum ewgen Leben führt, so bringe mich zurück vom Stege, der ins Verderben sich verliert. Gib mir zur Beßrung Lust und Kraft. Du bists, der beides in uns schafft. 8. Ich muß es einmal doch erfahren, was ich hier war, und hier gethan. O laß michs nicht bis dahin sparen, wo Reue nichts mehr helfen kann. Herr! mache mich schon hier recht klug, und frei vom schnöden Selbbettug. Mel. von Nr. 266. err! lehre mich, we 497. H ich der Tugend 7 daß nicht mein Herz des Stolzes s erkühne, nicht auf sie sicher und hn⸗ messen sei. Herr, lehre mich, wie an ich fehle, merken. Was ist der Mensh bei seinen besten Werken? Wann sii sie gänzlich von Gebrechen frei? 2. Wie oft fehlt mir zum Gun selbst der Wille! wie selten, wenn i6 dein Gebot erfülle, erfüll ichs gmn und treulich, wie ich soll. Sind A und Furcht stets die Bewegungsgrümg der guten That, der unterlafhn Sünde? und ist mein Herz des Oash und Eifers voll? 3. Gedenke nicht der Sünden mein Jugend: gedenke nicht der undol⸗ kommnen Tugend der reifern Inhn meiner Lebenszeit. Wenn ich noß oft aus Stolz nach Tugend shyeh, aus Menschenfurcht mich Lastern nih ergebez was ist vor dir, Herr, nain Frömmigkeit? 4. Wenn ich den Geiz, aus Funht der Schande, fliehe; aus Weichlichit mich wohlzuthun bemühe, und mäsh bin, nur um gesund zu sein; wen ich die Rach aus Eigennutze hassz der Ehrsucht Pfad aus Trägheit un verlasse; was ist an aller dieser Y⸗ gend mein? 5. Und, Gott, wie oft sind uust besten Triebe nicht Frömmigkeit, nih Früchte deiner Liebe, nur Früchte mil stens der Natur und Zeit! wann sis⸗ len wir der Tugend ganze Wüldtl Wann ist dein Joch uns eine lesht Bürde, und dein Gebot Wunsch unh Zufriedenheit? 6. Doch, Herr, mein Gott, han auch zu deiner Ehre mein Herze ni rein meine Tugend wäre; wer hil Recht zu diesem Eigenthum; wer N mich früh zur Tugend unterrichtnn mein Glück mich sehn in meines Lehi Pflichten; wer lehrte mich; Gehosst sei mein Ruhm? 7. Wer gab mir Muth, ha dein Gebot zu lieben? wer gah n Sgrünh erlaßnn 5 Dah n mehnn undol⸗ n Inhn ich noh d sthebz ern nih 1, Mamn 3 Furdt ichlichtct d mift 3 Wenn de hastz zheit uu leser V⸗ ind uust keit, nich ichte n⸗ ann sih⸗ Wündel ne llicht insch in it, Hesh verze uß wer hitt wer lij errichtenl es Lebel Gehonseh th, hah e gah m Zweiter Theil.— Von der Sorge für die Seele. Auast, es freudig auszuüben? wer gab mir in Versuchung Schild und Sieg? Wiß ist die Zuell, die mich mit Weis⸗ heit tränkte? und weß der Freund, der mich zum Guten lenkte, und mir de Fehler liebreich nicht verschwieg? 8. Du triebst mich an, daß ich das gute wählte, und riefst mich oft, wenn ich des Wegs verfehlte, durch deines Geistes kräftgen Ruf zurückz vogst mich durch Kreuz, durch Wohl⸗ bat auch von Sünden; ließst, wenn sh nief, mich wieder Gnade finden; —10— zur Beßrung deinen Se⸗ ensblick. 9. Was ist der Mensch, daß du, Golt, sein gedenkest; Gerechtigkeit in denem Sohn ihm schenkest, und so um ewgen Leben selbst ein Recht? und wenn ich nun durch deines Geistes Gabe des Glaubens Kraft und alle Berke habe: Wer bin ich vor dir? en unnützer Knecht. Rel. O Welt, ich muß dich lassen.— 48. as ich nur Gutes habe, 498. Wẽ ist deine milde Gabe, Iu Vater alles Lichts. Mein Dasein 267 und mein Leben ward mir von dir gegeben, und ohne dich vermag ich nichts. 2. Sowohl Verstand, als Kräfte zum nützlichen Geschäfte, hab ich aus deiner Huld. Dein ists, wenn gute Thaten dem Vorsatz wohlgerathen; ich bin allein an Fehlern schuld. 3. Das Glück, deß ich mich freue, wer schafft mirs? deine Treue, du Herr der ganzen Welt. Du ordnest unsre Tage, ihr Glück und ihre Plage nur so, wie es dir wohlgefällt. I. Sollt ich mich denn erheben, wenn mir in diesem Leben viel Gutes wie⸗ derfährt? Was hat dich, Herr, be⸗ wogen, daß du mich vorgezogen? bin ich auch jemals dessen werth? 5. Ich bin viel zu geringe der Huld, die ich besinge, und werd es ewig sein. O, laß michs nie vergessen; so werd ich nicht vermessen der Eigen⸗ liebe Weihrauch streun. 6. Das nützlich anzuwenden, was du mit Vaterhänden mir gütig zuge⸗ wandt; dein treuer Knecht zu werden, das sei mein Fleiß auf Erden; dazu gib Demuth und Verstand. 38) Von der Sorge fuͤr die Seele. Mel. Kommt her zu mir, spricht.— 238. 499 Hern meiner Seele gro⸗ 9 sen Werth, den mir dein theures Wort erklärt, laß mich nit Ernst bedenken; und auf die Sorge für ihr Wohl so unermüdet ols ich soll, den größten Eifer lenken. 2. Wie hoch ist sie vor dir geacht't! velch Glück hast du ihr zugedacht! wie viel an sie gewendet! du schufst se, Gott, dein Bild zu sein; und hast, vom Fluch sie zu befrein, selbst delnen Sohn gesendet. 3. Zu groß für diese kurze Zeit, hesimmt zum Glück der Ewigkeit, lebt sie im Fleisch auf Erden; durch Glauben und Gottseligkeit, zu größe⸗ net Vollkommenheit im Himmel reif zu werden. 4. Mit großer Treue willst du sie selbst durch des Lebens kurze Müh zu diesem Ziele führen. O laß mich nicht, durch eigne Schuld, das Heil, das deine Vaterhuld ihr zugedacht, verlieren. 5. Mit dir, o Gott, vereint zu sein, mich ewig deiner Huld zu freun, und dich zum Trost zu wählen; das sei mein Fleiß und höchster Zweckl laß mich dazu den rechten Weg aus Leichtsinn nie verfehlen. 6. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum schaffe selbst, o Gott, in mir ein Herz, das Sünden hasset; das seine Schuld vor dir bereut, und das zu deiner Gütigkeit durch Christum Hoffnung fasset. 7. Gib, daß ich dir mich ganz ergeb; und was ich hier im Fleisch noch leb, laß mich im Glauben leben an dich, Sohn Gottes, der du mich so hoch geliebet hast, und dich für mich dahin gegeben. 268 8. In meiner ganzen Pilgrimschaft laß mich, gestärkt durch deine Kraft, nach jenem Kleinod trachten, das mir dein Ruf vor Augen stellt, und alle daren dieser Welt wie nichts dagegen achten. 9. Wie selig werd ich dann nicht sein! schon hier wird dann mein Herz sich freun, in dir, Gott, ruhig leben; und du wirst nach vollbrachter Zeit auch mich gewiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 119. ach meiner Seelen Se⸗ 500. N ligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen. Sollt ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? wie würd ich einst vor dir bestehn, wer in dein Reich wünscht einzugehn, muß reines Herzens werden. 2. Erst an dem Schluß der Lebens⸗ bahn auf seine Sünden sehen, und wenn man nicht mehr sündgen kann, Gott um Erbarmung flehen, das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, 5 Gott, bein Unterricht in deinem Wort bezeichnet. 3. Du riefst uns hier zur Heiligung, drum laß auch hier auf Erden des Geistes wahre Besserung mein Haupt⸗ geschäfte werden. Herr, stärke mir dazu den Trieb. Nichts sei so groß, nichts mir so lieb, das ich ihm nicht aufopfre. 4. Gewönn ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freuden, und sollte das, was dir gefällt, o Gott, darüber meiden: was hülfe mirs? kann auch die Welt mit allem, was sie in sich hält, mir deine Gnad ersetzen? 5. Was führt mich zur Zufrieden⸗ heit schon hier in diesem Leben? was kann mir Trost und Freudigkeit in Noth und Tode geben? nicht Men⸗ Zweiter Theil.— Von der Sorge für die Seele. 7. Doch, was vermag ich, du nicht vor Trägheit mich Hathug und mich zur Treu in dieser Piih mit Kräften unterstützest? Os mich, mein Gott, dazu, so sind i6 hier schon wahre Ruh, und dort du ewge Leben. Mel. Freu dich sehr, o meine.— Y. ehre mich, Herr! nn 501. L bedenken, was ach hafte Weisheit sei. Meinen Zlah darauf zu lenken, stehe mir aus Gng⸗ den bei. Denn die Klugheit, so i Welt ohne Grund für Weisheit hil fördert nicht mein Wohlergehen, un wird nie vor dir bestehen. 2. Weisheit ists, wenn unsre Eu⸗ len sich, Herr, deines Wortes Ah nur allein zum Leitstern wählen, un mit fester Zuversicht diesem Licht sih anbertraun: denn, die folgsam danmi schaun, ihre Hoffnung darauf gründez werden Heil und Leben finden. 3. Weisheit ist es, darnach trachtey recht mit sich bekannt zu sein; sh nicht schon vollkommen achten, un den Eigendünkel scheun; gern an seine Fehler sehn, reuend sie vor Oo gestehn; eifrig stets nach Beßmug streben, und sich deß doch nie erhehen 4. Weisheit ist es, Christum ehren seiner Mittlerhuld vertraun; so auf seine Stimme hören, und auf seinn Wandel schaun, daß man falsche Weg flieht, und mit Eifer sich bemühsz seinem Bilde hier auf Erden immin ähnlicher zu werden. 5. Weisheit ist es, alles meiden, was mit Reu das Herz beschwesz und sich hüten vor den Freuden, u der Sündendienst gewährt; nicht di Ehre dieser Welt, nicht Gemächlichlel und Geld für das wahre Wohlseiz Cotkes Om nicht irdisch Glück; nur ottes Gnade und der Blick auf jenes Lebens Freuden! ö 6. Nach diesem Kleinod, Herr, laß mich vor allen Dingen trachten, und was mir daran hinderlich mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh, und im Gericht dereinst besteh, sei meine größte Sorge! achten; nein, nach bessern Gütem trachten. 6. Weisheit ist es, Gottes Gnobt sich zu seinem Zweck ersehn, und auf seiner Wahrheit Pfade diesem Glil entgegen gehn; gerne Gottes Willen thun; froh in seiner Fügung ruhh, und wenn Leiden uns beschweren, hoffend mit Geduld sie ehren. Gülem Gnadt und auj m Glitt Willeh gruhs, chweren, . 7. Weisheit ist es, stets bedenken, doh wir hier nur Pilgrimm sind; Bunsch und Hoffnung dahin lenken, 0uo die Seele Ruhe findt; seine Augen moerwandt nach dem ewgen Vater⸗ land richten, und sich hier bestreben, gie man droben lebt, zu leben. 8. Diese Weisheit ist auf Erden, höchster, unser bestes Theil! Die von ihr geleitet werden, deren Weg ist Licht Ind Heil. Solche Weisheit kommt hon dir, Gott, verleihe sie auch mir! hah sie mich zu allen Zeiten auf den Beg des Friedens leiten. Vom Gewissen. Rel, O Welt ich muß dich lassen.— 48. 2 Eir ruhiges Gewissen laß, 50* Herr, mich stets genie⸗ sn. Denn hab ich dieses nur, so ist für nich in Tagen, wenn andre ängstlich za⸗ gen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Sünde schweiget, und mir dein Geist bezeuget, daß ich kignadigt bin; wenn mich dein Trost aguicket, so oft mich Trübsal drücket: hie unschätzbar ist mein Gewinn! 3. Sollt ich solch ruhig Leben für dust der Sinne geben, und dann die innte Pein, mich selber zu verklagen, in meinem Busen tragen: wie groß hünd meine Thorheit sein? l. Sein eigen Herz bekämpfen, und seine Neigung dämpfen, ist freilich shwere Pflicht; doch, wenn wir uns hestegen, welch seliges Vergnügen ge⸗ hährt uns die Vollbringung nicht? 5. Nichts kann im Wohlergehen so uuser Glück erhöhen, als ein geruhigs hez. Das schaffet innre Freuden, slbst in den größten Leiden, und stillt Schmerzen selbst den Schmerz. 6. Die Güter zu verachten, wonach bie Thoren schmachten, was gibt uns dazu Muth? was tröstet Gottes Kinder bim Spotte frecher Sünder? ein uhig Herz, dies größte Gut. 7. Zu dir gen Himmel schauen, o Holt, und mit Vertrauen sich rühmen: ih bin dein; gezählt zu den Erlösten; danf deiner Huld mich trösten: welch Ollck, mein Gott, kann größer sein? Zweiter Theil.— Von der Sorge für die Seele. 269 8. Einst lässst du im Gewissen mir diesen Trost genießen, wenn alles von mir weicht; wenn ich den Lauf voll⸗ endet und sich mein Leben endet: so wird mir selbst das Sterben leicht. 9. O, laß zu allen Zeiten mich deine Weisheit leiten, und mache selbst mich treu! zum Fleiß in guten Werken, laß mich die Hoffnung stärken, daß nichts Verdammlichs an mir sei. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. welch ein unschätz⸗ 503. O bares Gut ist, Herr, ein rein Gewissen! wer dieses hat, der hat auch Muth, wenn andre zagen müssen. Sein ruhig Herz erzittert nicht; ihn schreckt kein Tod und kein Gericht; denn mit dir hat er Friede. 2. Sich deines Beifalls, Gott, bewußt, blickt er zu deiner Gnade. Dein Friede wohnt in seiner Brust, und wer ist, der ihm schade? auf dich sieht er bei aller Noth, womit die Zukunft ihn bedroht. Ihn trö stet deine Vorsicht. 3. Trifft ihn auch hier zuweilen noch die Geißel böser Zungen, wird seines Herzens Ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Er hütet sich vor Uebelthat, und denkt: der Lügen wird wohl Rath; Gott wird die Un⸗ schuld retten. 4. Sein Geist sieht mit Zufriedenbeit der künftgen Welt entgegen. Die gibt ihm Muth und Freudigkeit auf allen seinen Wegen. Denn dort macht selbst, o Herr, dein Mund den wah⸗ ren Werth der Menschen kund; da wird der Fromme siegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum Heil, ein unverletzt Gewissen, des Lebens allerbesten Theil, zu haben sei beflissen. Mit dir, Gott, ausgesöhnt zu sein; dein heilig Recht kter Eif ent⸗ weihn, das sei mein größter Eifer. 6. Gib, daß ich des Gewissens Spruch als deine Stimme ehre; und immer aufmerksam genug auf seine Warnung höre. Erinnerts mich an meine Schuld, so laß mich, Vater, deine Huld, voll Reu und Glauben suchen. ——— ö 27⁰ 7. Mit deiner Gnade tröste mich, und stärke meine Seele, daß sie vor Sünden hüte sich und nie aus Vorsatz fehle. Denn, wer nur reines Herzens ist, hat immer auch durch Jesum Christ, zum Trost dich, Allerhöchster! Von der Wachsamkeit. Mel. von Nr. 72. 504 Nilt, daß ichs schon * ergriffen hätte; die beste Tugend bleibt noch schwach; doch, daß ich meine Seele rette, jag ich dem Kleinod eifrig nach; denn Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Nicht jede Besserung ist Tugend. Oft ist sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hitze roher Jugend wird mit den Jahren Siitsamkeit. Und was Natur und Zeit gethan, sieht unser Stolz für Tugend an. 4. Oft ist die Aendrung deiner Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fühlst, wie Stolz und Ruhmsucht quälen, und dämpfst sie; doch du wechselst nur! dein Herz fühlt einen andern Reiz, dein Stolz wird Wollust oder Geiz. 5. Oft ist es Kunst und Eigenliebe, was andern strenge Tugend scheint. Der Trieb des Neids, der Schmäh⸗ sucht Triebe, erwecken dir so manchen Feind. Du wirst behutsam, schränkst dich ein, fliehst nicht die Schmähsucht, nur den Schein. 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der andern Tugend fällt: so werde nichts dein Herz ver⸗ führen; doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 7. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit; jetzt sollst du eine Schmach Zweiter Theil.— Von der Sorge für die Seele. verschmerzen, und sieh, dein 00 wallt auf und dräut, und schilhi lieblos und so hart, als es zuerst 90 scholten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Sil pflegen, das Herz im Stillen tugend haft. Kaum lachet uns die M entgegen, so reget sich die Leidenschaf Wir werden im Geräusche schwach, un geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst Gott die leichin Triebe durch einen strengen Lebenslaf doch opferst du, wills seine Liebe, in auch die liebste Neigung auf? Diegs das Auge, dies der Fuß, die sich Christ entreißen muß. 10. Du fliehst, geneigt zu du und Stille, die Welt, und llebst Einsamkeit. Doch bist du, forduß Gottes Wille, auch dieser zu entssich bereit? Dein Herz haßt Habsuch Neid und Zank; fliehts Unmuth git und Müßiggang? 11. Du bist gerecht; denn auch h⸗ scheiden? liebst Mäßigkeit; denn auh Geduld? Du dienest gern, wenn audi leiden; vergibst du Feinden auch l Schuld? von allen Lastern sollt u rein, zu aller Tugend willig sein, 12. Sei nicht vermessen! wach m streitez denk nicht, daß du schon gu gethan. Dein Herz hat seine schwash Seite, die greift der Feind der Woh, fahrt an. Die Sicherheit droht x den Fall; drum wache stets, ha überall. Mel. Wer nur den lieben Gott.— J. amit ich meine Sul 505. D rette, so gib, Hn daß ich bet und wach! wenn ich di nicht zum Beistand hätte, wär ich zn Guten viel zu schwach. Und Nugaß ohne Wachsamkeit verliert sich bahhn Sicherheit. 2. So lang ich hier im Leibe uult Der sehe zu, daß er nicht falle, du wenn sein Rächster fällt, noch sih Auch die bekämpfte böse Lust sit niemals ganz in unsrer Brust. 3. Wenn mich gleich nicht die in rühren, durch die der andern Tugih segen, haft. igen: Mir we gaben 4 6. D und str gelhan. Seite; fahtt ar Jall. Lin ich ein Kind, das strauchelnd git Auid zu N llebst R. forduß entfich Habsuchh uth giz auch h enn guh nn gudn auch il sollst x sein. wach mn on gmnz schwaht er Woh droht x 16, vi tt.— I ine Sal gib, Hnn ich x ir ich un Stt d TLugad ch balo ibe wulh die Diig In Tuheh ö safthren? Ach, jedes Herz hat seine Alt: wird darum nichts mein Herz It. Den, welchen Stand und Gold 115 rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 4. Oft schläft der Trieb in meinem herzen. Von Rachsucht schein ich mir lifeit; jeßt soll ich eine Schmach ver⸗ shmerzen; und ach! mein Herz wallt auf und dräut, und schilt so lieblos und hart, als es zuerst gescholten ward. 5. Oft denkt, wenn wir der Stille Isegen, das Herz im Stillen tugend⸗ haft. Kaum lachet uns die Welt ent⸗ then: so regt sich unsre Leidenschaft. Mir werden im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 6. Drum gib, Herr, daß ich wach und streite; nie denke, daß ich gnug gahan. Mein Herz hat seine schwache Sete; die greift der Feind der Wohl⸗ sahit an. Die Sicherheit droht mir den dall. Hilf, daß ich wache überall! Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn.— 302. 506 ache dich, mein Geist, * bereit; Wachen, hhn und Beten stärket uns zu jeder Ri hilft in allen Nöthen. Satans ss kann der Christ durch Gebet und Oachen leicht zu Schanden machen. 2. Auf denn! und beharre nicht in dem Sündenschlafe. Christus ist nun sbst dein Licht. Eile! schwere Strafe, goße Roth, selbst der Tod möchten dich Sünden unbereitet finden. 9. Wache, sonst bringt Satans List dich zu schweren Sünden. Er kann, wenn du schläfrig bist, dich leicht über⸗ hUnden. Die Gott liebt, übergibt er Erufe. sie schlafen, zu gerechten afen. I. Wache, daß dich nicht die Welt duch Gewalt bezwinge; oder, wenn se sich verstellt, listig an sich bringe. Mach und sieh, daß dich nie falsche Duder fällen, die dir Netze stellen. 5. Wach und gib auf dich selbst ahtz trau nicht deinem Herzen. Leicht hun, wer es nicht bewacht, Gottes huld verscherzen. O, es ist voller List hun sich selber heucheln, und voll hochmuth schmeicheln. Zweiter Theil.— Von der Sorge für die Seele. 271 6. Du mußt mit der Wachsamkeit das Gebet verbinden. Was uns Stärk und Kraft verleiht, ist bei Gott zu finden. Geist und Wort hilft dir fort, daß du wacker bleibest, und sein Werk recht treibest. 7. Du wirst nie vergeblich schrein: Gott wird Heil und Leben, Gott wird Segen und Gedeihn, wenn du bittest, geben; wenn du schreist, wird sein Geist auf dein Flehn bald merken, und in Noth dich stärken. 8. Auf denn! du mußt immerdar wachen, flehn und beten, und, ver⸗ mehrt sich die Gefabr, immer brünstger beten. In der Noth, in dem Tod wirst du kräftig flehen, und vor ihm bestehen. Mel. Vater unser im Himmelreich.— 120. ier ist noch unste Vrü⸗ 507. fungszeit. Hier sind wir immerdar im Streit; hier, wo uns Satan leicht berückt; das schwache Fleisch sich selbst verstrickt; die Sinne jedes Blendwerk rührt; auch Böses Beispiel oft verführt. 2. Oft nehmen Laster überhand und strömen übers ganze Land. Drum hüte dich! das Weltgericht bringt alle Sünden an das Licht. Christ, sei im Glauben stets bereit, und flieh den Schlaf der Sicherheit. 3. Mein Vorsatz ist: ich will ihn fliehn. Doch wie gelingt mir mein Bemühn? Gefahr nehm ich hier bei Gefahr, und ein Netz bei dem andern wahr. Wie so viel Feinde drohen mir! ach, wie entrinn ich Schwacher, ier? 4. Die Welt hüllt in der Tugend Schein oft ihre Laster künstlich ein: preist den Genuß des Lebens an; schilt Frömmigkeit für finstern Wahn. Ihr Weg ist lustig, breit und voll. Sie winkt mir, daß ich folgen soll. 5. Auch Satan reizt das Herz, und sagt: o, eine Sünd ist leicht gewagt! die Ewigkeit ist ja noch fern. Und ach, mein Fleisch gehorchet gern. Denn wie so leicht ist es bethört, da es verführt zu sein begehrt. 27² 6. Du Jesu! mußt das Beste thun. Mein Hoffen soll auf dir beruhn. Ach, durch dein Blut bin ich ja dein; dein Bruder, Herr, dein Fleisch und Bein! Mein Gott, mein Gott, laß nicht von mir, damit auch ich nicht laß von dir. 7. Der Sündendienst nimmt an⸗ fangs ein, und endet sich in Höllen⸗ pein. Drum steh dein guter Geist mir bei, daß ich kein Knecht der Sünde sei. Gestatte dem Versucher nie, daß er mich deiner Hand entzieh. 8. Zwar ist mein Glaube klein; doch du, du starker Held, sagst Hülfe zu. Mein ganzes Herz ergibt sich dir. Ich weiß, durch dich gelingt es mir. Auf dich verläßt in aller Noth mein Zweiter Theil.— Von der Sorge für den Leib. 9. Wenn schon die Trübsal auf uiz dringt und überall mich Angst um. ringt; bleib ich doch stets in deinn Hand. Ich halt in jeder Prüsun Stand. Du, du bist durch da Glauben mein. Nun muß mir allt heilsam sein. 10. Mit dir, o Herr, kann ich besihhn sollt auch der Weltkreis untengenn Es fürchte sich der Heuchelehrist, un wer ein Sclav der Laster ist. I. will nicht zagen. Ins Gericht konn ja, wer an dich glaubet, nicht. 11. Du bist es auch, dem ich un, trau, so lang ich noch das Elend bah bis dort, woͤhin mein Herz sich sehn die Sieger Preis und Ehre innl Herr! steh in jedem Streit mit ij Herz sich fest bis in den Tod. daß ich durch dich ein Sieger seh 39) Von der So Mel. von Nr. 72. ie mannigfaltig sind 508. Wĩ die Gaben, wodurch uns, Herr, dein Wohllhun nährt, und die, so Geist als Leib zu laben, uns täglich deine Hand gewährt! auch das, was unser Mund genießt, zeigt uns, wie freundlich, Gott, du bist! 2. Du gibst uns Brod für unser Leben, und unsre Herzen zu erfreun, gibst du den traubenvollen Reben mit segensreicher Hand den Wein. Wie angenehm ist der Genuß von dem, was uns ernähren muß. 3. Doch laß die Kraft, uns zu vergnügen, die du in Speis und Trank gelegt, mich nie, o Höchster, so be⸗ siegen, daß sie zum Schwelgen mich bewegt. Laß, deiner Gaben mich zu freun, mich mäßig im Genusse sein. 4. Mit Speis und Trank sein Herz beschweren, steht niemals wahren Christen an. Dadurch wird das, was uns ernähren und unsern Geist erquicken kann, ein Gift, das in die Adern schleicht, und Krankheit, Schmerz und Tod erzeugt. 5. Die Schwelgerei raubt uns die Kräfte zu dem, was uns die Pflicht rge fuͤr den Leib. schäfte, untüchtig zur Gottseligleh erweckt Unordnung, Streit und Za und hindert den Gott schuldgen Ban 6. Wer sich den Bauch zum Gah erkoren, unmäßig deine Gaben brauch der geht des Himmelreichs verloth zu dem kein Knecht der Lüste taug, Gott! laß mich ja dies Laster scheh, und mäßig stets und nüchtern sein. 7. So oft ich Speis und Nunl genieße, so laß es mit Vernunft ge schehn, und daß ich beides mir versüß, mit Dank auf dich, den Geber, sehn auf dich, der du uns zärtlich lieht uns Nahrung und Erquickung gihs Mel. von Nr. 234. er Wollust Retz 509. D widerstreben, li Höchster, meine Weisheit sein! E ist ein Gift für unser Leben, und in Freuden werden Pein. Drum f ich demuthsvoll zu dir: o schaf l reines Herz in mir. 2. Die Wollust kürzet unste Zast und Armuth, Seuchen, Lebulen Plage sind Früchte ihrer Leidensha Der haßt sich selber, der sie übt, m gebeut; macht träge zum Berufsge⸗ sich in ihre Fesseln gibt. hant? sie raubt dem Körper seine Kraft In 3. 0 und S der Se dler A Yficht. hen, in Drum! und, ker 7. Gi mt Mi dein. seliglez nd Zuh n Danl. um Gah brauch, verlone te taugj. schelh n sein, d 1 unft g hersühh, 10 un ich He ng gihs Reiß f6 ben, A einl G und ihn rum sis schaf K sre Na e Kiafz merz un werthn übt, m Zweiter Theil.— Von der Sorge für den Leib. 273 g. Sie raubt dem Herzen Muth und Stärke, schwächt den Verstand, der Seele Licht; sie raubt den Eiser dler Werke, und Ernst und Lust zu jeder Ficht. Sie führt Reu und Gewissens⸗ shmerz in das ihr hingegebne Herz. 4. Der Mensch sinkt unter ihrer Burde zurNiedrigkeit des Thiers herab; uschändet und entehrt die Würde, gie ibm sein weiser Schöpfer gab; hegißt den Zweck, dazu er lebt, weil ir nach niedern Lüsten strebt. 5. So schimpflich sind der Wollust Bonde! schon vor der Welt sind sie ein Cpott. Sie sind vor dem Gewissen Shande, und noch weit mehr vor r, o Gott! wer sich in ihre Knecht⸗ shaft gibt, wird nie von dir, o Gott, liebt. 6 Du wirst den wiederum verder⸗ ben, der deinen Temyel hier verdirbt, Dein Himmelreich wird niemand er⸗ hin, in dem die böse Lust nicht stirbt. Dum laß mich ihre Reizung fliehn; Ind, keusch zu sein, mich stets bemühn. J. Gib, daß ich allen bösen Lüsten mit Muth und Nachdruck widersteh, und stets, darwider mich zu rüsten, auf dich, Allgegenwärtger, seb. Wer dich, o Gott, vor Augen hat, flieht auch herborgne Missethat. Mel. von Nr. 234. A es Leibes warten und 510. D ibn nähren, das is, Schöpfer, meine Pflicht, muth⸗ Ullig seinen Bau versehren, verbietet mir dein Unterricht. O stebe mir mit Deisheit bei, daß diese Pflicht mir hilig sei. 2. Sollt ich mit Vorsatz das ver⸗ lhen, was zur Erhaltung mir ver⸗ haut? sollt ich geriag ein Kunststück shiätzen, was du, o Schöpfer, selbst uhant? Wes ist mein Leib? er ist ja m Sollt ich denn sein Zerstörer tin 9. Ihn zu erhalten, zu beschützen, abt du mit milder Vaterhand die Aitel, die dazu uns nützen, und um Gebrauch gibst du Verstand. Oir ist die Sorge nicht zu klein. Mie? sollte sie denn mir es sein? 4. Gesunde Glieder, muntre Kräfte, o Gott, wie viel sind die nicht werth! wer taugt zu des Berufs Geschäfte, wenn Krankheit seinen Leib beschwert? Ist nicht der Erde größtes Gut Ge⸗ sundheit und ein heitrer Muth? 5. So laß mich denn mit Sorgfalt meiden, was meines Körpers Wohl⸗ sein stört, daß nicht, wenn meine Kräfte leiden, mein Geist den innern Vorwurf hört: du selbst bist Störer deiner Ruh; du zogst dir selbst dein Uebel zu. 6. Laß jeden Sinn und alle Glie⸗ der mich zu bewahren achtsam sein! drückt mich die Last der Krankheit nieder; so flöße selbst Geduld mir ein. Gewähr auch dann mir guten Muth, und segne, was der Arzt dann thut. 7. Doch gib, daß ich nicht über⸗ treibe, was auf des Leibes Pflege zielt: nein, stets in jenen Schranken bleibe, die dein Gesetz mir anbefiehlt. Des Körpers Wohl laß nie allein den End⸗ zweck meiner Sorge sein. 8. Mein größter Fleiß auf dieser Erde sei stets auf meinen Geist ge⸗ richt't, daß er zum Himmel tüchtig werde, eh dieses Leibes Hütte bricht; dazu, Herr, segne meinen Fleiß, so leb ich hier zu deinem Preis. Mel. O Welt, ich muß dich lassen.— 48. as ist mein zeitli 511. Wĩ Leben, das— mir Gott, gegeben? Ein unschätzbares Gut. Du gabst mirs, hier auf Er⸗ den zum Himmel reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruht. 2. Hier wird die Saat gestreuet, dort erntet man erfreuet der Tugend Früchte ein. Je länger ich hier wandle, vor dir rechtschaffen handle, je größer wird mein Glück dort sein. 3. Sollt ich dies Glück mir rau⸗ ben? O Herr! laß mir, im Glauben der künftgen Erntezeit, mein Leben auf der Erden so werth und wichtig werden, als es mir selbst dein Wort gebeut! 4. Mir selbst es zu verkürzen, mich in den Tod zu stürzen, ist wider meine Pflicht; ist Undank deiner Güte. Ein 18 redliches Gemüthe verläßt ja seinen Posten nicht. 59——— 5. Gib, daß ich klüglich fliehe, was oft mit leichter Mühe mir gar mein Leben nimmt. Doch laß mich auch nicht zagen, es muthig dran zu wagen, wenn mich die Pflicht dazu bestimmt. 6. In deine Vaterhände befehl ich, Herr, mein Ende, und meiner Tage 27⁴4 Zweiter Theil.— Von dem rechtmaͤßigen Gebrauch ꝛc. Lauf. Es sei mein ganzes Leb hier zum Dienst ergeben, Sifn dem guten Willen auf. 7. Was nützt ein langes Lahn dem, der nicht, Gott ergeben, nah wahrer Tugend strebt? wer G und Menschen liebet, und sich in Glauben übet, nur der hat lang um wohl gelebt. 40) Von dem rechtmaͤßigen Gebrauch der zeitlichen Guͤter, und wider den Geiz. Mel. O Gott, du frommer Gott.— 8. aß mich doch nicht, o 512. L Gott! den Schätzen dieser Erden so meine Neigung weihn, daß sie mein Abgott werden! Oft fehlt beim Ueberfluß doch die Zufrie⸗ denheit. Und was ist ohne sie des Lebens Herrlichkeit? 2. Kann ein vergänglich Gut auch unsre Wünsche stillen? Es steht ja sein Besitz nicht stets in unserm Willen. Nicht stets wirds dem zu Theil, der ängstlich darnach ringt; und schnell ver⸗ lierts oft der, dem der Besitz gelingt. 3. Ein Gut, das unsern Geist wahr⸗ haftig soll beglücken, muß nicht ver⸗ gänglich sein, und für den Geist sich schicken. Der Thor hat Geld und Gut; er hats, und wünscht noch mehr; noch immer bleibt sein Herz von wah⸗ rer Ruhe leer. 4. O Gott, so wehre doch den un⸗ gerechten Trieben, und heilige mein Herz, die Güter nicht zu lieben, die man mit Müh gewinnt, bald pras⸗ send sie verzehrt, bald geizig sie be⸗ wacht, und bald mit Fluch vermehrt. 5. Ein weises frommes Herz, das sei mein Schatz auf Erden. Sonst alles, nur nicht dies kann mir entrissen wer⸗ den. Dies bleibt im Tod auch mein, dies folgt mir aus der Zeit, zum selig⸗ sten Gewinn, bis in die Ewigkeit. 6. Was sind, wenn dieses fehlt, die herrlichsten Vergnügen? Nur süße Träume sinds, die unsern Geist be⸗ trügen. Drum lenke, Gott, den Wunsch vom irdischen Gewinn durch deines Geistes Kraft zu ewgen Gütern hin. Mel. Machs mit mir, Gott, nach.— A. 8 ohl dem, der besh 513. W'Scage n, Schätze dieser Erden! wohl dem, n sich mit Eifer übt, an Tugend ut zu werden, und in dem Glauben, In er lebt, sich über diese Welt erhel. 2. Wahr ist es, Gott verwehrt un nicht, hier Güter zu besitzen. Er 90 sie uns, und auch die Pflicht, Weisheit sie zu nützen. Sie dihstn unser Herz erfreun, und unsers Fl ses Antrieb sein. 3. Doch nach den Gütern diln Zeit mit ganzer Seele schmaclnn nicht erst nach der Gerechtigkeit un Gottes Reiche trachten; ist diest eines Menschen Ruf, den Golt u Ewigkeit erschuf? 4. Der Geiz erniedrigt unser Henz erstickt die edlern Triebe. Die dih für ein schimmernd Erz verdrängt du Tugend Liebe, und machet, der In nunft zum Spott, ein elend Gold deinem Gott. „5. Der Geiz, so viel er an sich ni läßt dich kein Gut genießen; et gull durch Habsucht deinen Geist, u tödtet dein Gewissen, und reißt dunh schmeichelnden Gewinn dich blind z jedem Frevel hin. 6. Um wenig Vortheil wird er shhn aus dir mit Meineid sprechen; zwingen, der Arbeiter Lohn unmensh⸗ lich abzubrechen; er wird in dit du Witwen Flehn, der Waisen Thränn widerstehn. 7. Wie könnt ein Herz, vom Gch hart, der Wohlthat Freuden schmelln Zweiter Theil.— Von der Arbeitsamkeit ꝛc. und in des Unglücks Gegenwart den guf zur Hülf entdecken? Und wo ist ened Standes Pflicht, die nicht der Heiz entehrt und bricht? 8. Du bist ein Vater; und aus Heiz entziehst du dich den Kindern, ind lässest dich des Goldes Reiz, ihr herz zu bilden, hindern; und glaubst, an habst sie wohl bedacht, wenn du sie reich, wie dich, gemacht. 9. Du hast ein richterliches Amt; und du wirst dich erfrechen, die Sache, die das Recht verdammt, aus Hab⸗ ucht recht zu sprechen; und selbst der Zugend größter Feind erkauft an dir sch einen Freund. 10. Gewinnsucht raubt dir Muth und Geist, die Wahrheit frei zu lehren; huschweigst, wenn sie dich reden heißt, hist, wo du nicht sollst ehren, und hst um ein verächtlich Geld ein Schmeichler und die Pest der Welt. 11. Erhalte mich, o Gott, dabei, haß ich mir gnügen lasse; Geiz ewig, als Abgötterei, von mir entfern und huse. Ein weises Herz und guter Muth sl meines Lebens größtes Gut! Pal. Es ist das Heil uns kommen.— 6. 514 Hewi laß mich doch ge⸗ * wissenhaft mein zeit⸗ lh Gut verwalten. Gib selbst mir Weisheit, gib mir Kraft, damit so hauszuhalten, wie es mir nützt und Air gefällt; damit ich nicht in jener Belt an ewgen Gütern darbe. 2. Mein Hab und Gut kommt ja lun dir und deinem milden Segen. Rht nur zum Fallstrick gabst du mir nein zeitliches Vermögen. Du gabst es Uir zum wahren Wohl. Drum gib, 27⁵ Herr, daß ichs, wie ich soll, nach deiner Vorschrift brauche. 3. Was ist das mir geschenkte Gut? vergänglich, und von Erde. Hilf, daß ich nie aus Uebermuth dadurch vereitelt werde! Nie reiße irdischer Gewinn mein Herz so weit zum Eiteln hin, daß ich mein Heil vergesse. 4. Was hülfe mir die ganze Welt mit allen ihren Schätzen: verführt' mich zeitlich Gut und Geld, sorglos hintan zu setzen was meiner Seelen Heil begehrt, und mir ein ewig Glück dein.5 wie strafbar würd ich han⸗ eln! 5. Mein größtes Trachten sei allhier nach deines Geistes Gaben. Wie reich bin ich, o Gott, in dir, wenn ich nur die kann haben! Hab ich nur, Höchster! deine Huld! bin ich voll Glauben und Geduld; was fehlt dann meiner Seele? 6. Den Geiz laß ferne von mir sein, die Wurzel alles Bösen. Von Unruh und Gewissenspein kann Reich⸗ thum nicht erlösen. Er hilft in To⸗ desstunden nichts, und nichts am Tage des Gerichts. Da schützt er keinen Sünder. 7. Laß mich mit weiser Sparsamkeit die Güter nie verschwenden, die du mir gabst, in dieser Zeit sie nützlich anzuwenden. Gib mir die Klugheit, daß ich hier dadurch dem Nächsten so, wie mir, des Lebens Müh erleichtre. 8. Es kommt ein Tag der Rechen⸗ schaft; das laß mich stets bedenken, und mein Gemüth gewissenhaft zur heilgen Sorgfalt lenken, also die Güter dieser Zeit zu nützen, daß ich einst erfreut noch Segen davon ernte. 41l) Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Beruf. Ral. Es ist gewißlich an der Zeit.— 30. 515 G'l ists, der das Ver⸗ * mögen schafft, das Er gibt zur Abeit Muth und Kraft, und läßt se uns gelingen. Was man mit ihm Hute zu vollbringen. nur unternimmt, wird, wenns mit seinem Willen stimmt, nicht ohne Fortgang bleiben. 2. Wer das zu seinem Hauptzweck macht, vor ihm gerecht zu werden, und erst nach seinem Reiche tracht't, 18* ‚===eeeessssssss““ 276 dem gibt er auch auf Erden vom irdschen Gut mit milder Hand so viel beim Fleiß in seinem Stand, als ihm wahrhaftig nützet. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, und, krönt er sie mit Gna⸗ den, was sollte ihrer Feinde Hohn und Mißgunst ihnen schaden? Mit seinem Schutz bedeckt er sie, und seg⸗ net bei des Lebens Müh ihr Herz mit Trost und Hoffnung. 4. Drum gib, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sehe. Mit Licht und Weisheit segne mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut. Nach deines Reichs Gerechtigkeit laß mich vor allem trachten. 5. Laß Müßiggang und Trägheit mich als dir mißfällig, meiden, und bilf, daß ich gestärkt durch dich, voll Muth mit Lust und Freuden in mei⸗ nem Stand geschäftig sei: dein Segen kröne meine Treu, daß sie auch andern nütze. 6. Sei überall, mein Gott, mit mir! die Werke meiner Hände befehl ich, Allerhöchster, dir; hilf, daß ich sie vollende zu deines großen Namens Preis, daß mir die Frucht von mei⸗ nem Fleiß in jenes Leben folge. Mel. O Gott, du frommer Gott.— 8. 516 Di hast uns, Herr, die * Pflicht zur Arbeit auf⸗ erleget, und Fleiß in dem Beruf uns ernstlich eingepräget. Der träge Mü⸗ ßiggang ist dir, v Gott, verhaßt, für uns der Laster Netz, und unserm Nächsten Last. 2. In deine Ordnung, Herr, laß willig mich beguemen, die Bürden des Berufs getrost auf mich zu nehmen. Wird gleich mein Angesicht mit saurem Schweiß benetzt: genug, daß du mich selbst in den Beruf gesetzt. 3. Bewahre nur mein Herz vor eitlen Nahrungssorgen. Gib mir mein täglich Brod, und sorge selbst für mörgen. Laß mich an meinem Theil das Meine fleißig thun, und dann mit Zuversicht in deiner Fügung ruhn. Zweiter Theil.— Von der Arbeitsamkeit ꝛc. I. Ach! fördre, großer Goll, g Werke meiner Hände. Hilf mir, i meinem Thun, am Anfang und gy Ende. Laß mich, bei meiner V auf jenen Sabbath sehn, da wir, na treuem Fleiß, in deine Ruhe gehn. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich.— 11. ur Arbeit, nicht zun 517. 3 Müßiggang, sind 0 o Herr, auf Erden. Drum laß mit doch mein Lebenlang kein Knecht ii Trägheit werden. Gib mir Versan und Lust und Kraft, geschickt, i und gewissenhaft mein Amt hler g verwalten. 2. Hast du ein Amt, so warte sehn das ist, o Gott, dein Wille. O siß selbst den Trieb mir ein, daß ich ih treu erfülle. Hilf mir, daß ich in Zeit zu Zeit an Einsicht und n Tüchtigkeit zu meinem Amte waah 3. O Herr! vor träger Weichl⸗ keit wollst du mein Herz bewahrmil so werd ich aus Gemächlichkeit n. meine Kräfte sparen. Erholen hah ich mich nur dann, wenn ich, an Kraft erschöpft, mich kann zu nam Arbeit stärken. I. Mit wahrer Vorsicht laß nit nicht die Zeit mit Nebendingen, R weit entfernt von meiner Pflicht, h schwenderisch verbringen. Das wist mein Vergnügen sein, mich den dl schäften ganz zu weihn, die du ni aufgeleget. 5. Ein heilger Trieb belebe mith o Höchster! meine Pflichten in dein Furcht, gestärkt durch dich, mit dut f den zu verrichten. Ein Herz, da sich des Guten freut, gibt zu Arbeit Munterkeit, versüßt uns ihn Lasten. 6. Laß mich vor dir, Herr, unhin rückt mit einem Herzen wandeh, das Geiz und Ehrsucht nie bestst. Gewissenhaft zu handeln, mein Lan deinem Dienst zu weihn, so nühlih als ich kann, zu sein, das ses ul Ehr und Reichthum. 7. D hel alle den rec uhe. 0 mißfäll Welt m 22) 518 Mister. ufriedn und ma Schmer; 2. W langen wissen a hir une Rachmal nts e Rächte ind no⸗ ott, nix, H und gy er Laf, ir, nai gehh — cht zu ind iß, laß mih lecht du Verstar Et, u hier g 0 I ich ih ich h und wabhß, Beichlh⸗ wahrenl hkeit n len hal ich, M zu neun laß nut gen, N icht, H as mist den H e du us ebe mih in deint nit Inl verz, d t zu da uns hl r, unbll wandeh, besuh lein Leln nützlih sei nl Zweiter Theil.— Von der Zufriedenheit ꝛc. 27⁷ 7. Dir zu gefallen, sei mein Zweck hel allem, was ich thue! so wandle ich den rechten Weg zu der Gewissens⸗ ube. Denn, wer dir, Heiligster, mißfällt, was nützet dem die ganze Welt mit allen ihren Schätzen? 8. Laß mir den zeitlichen Beruf, dazu mich, Herr, auf Erden dein weises Allmachtswort erschuf, doch eine Leiter werden, worauf ich einst in jener Welt, die höheren Beruf enthält, zu höhern Würden steige. 22) Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden. Mel. von Nr. 55. 8 ott! du bleibst ewig 51* unsrer Wohlfahrt Mester. Wie thöricht handeln un⸗ ulfriedne Geister! sie quälen sich, und machen ihrem Herzen vergeblich Schmerzen. 2 Was belfen uns die ängstlich hungen Sorgen für den noch unge⸗ hisen andern Morgen? Und müssen am uns über unser Grämen nicht nachmals schämen? 9. Es ist umsonst: wir werden nihls erzwingen, wenn wir auch Mahte durch mit Kummer ringen, ud noch so früh mit ängstlichen Hischäften den Leib entkräften. 4. Mein Glück beruht, o Gott, auf deinem Segen. Vertrau ich dir, und geh auf deinen Wegen; so wirst dumir, auch ohne Sorg und Krän⸗ kn, was nützlich, schenken. 5, Bin ich getreu mit dem verlieh⸗ un Pfunde, und harr ich nur der uahten Segensstunde; so kommt sie, und dann werden meine Thaten zum Glͤck gerathen. 0. Srum fördre selbst die Werke miner Hände. Gesegnet sei der Mfang und das Ende! gib guten Ruth, damit, was ich vollbringe, mir wohl gelinge.. 7. Hilf mir mit Treue meine Pflicht afülen, und dann mein Herz mit soher Hoffnung stillen. Erlang ich ur, was du, Herr, mir beschieden, In ich zufrieden. 9. Kann ich den Leib auch nicht, Uie Reiche, laben; versorge nur den Heit mit jenen Gaben, die mehr, lz alles Irdische erquicken, und stets hhlücken. 9. Hier hab ich gnug. Laß mich nur mit den Frommen zu dem Genuß der Himmelsgüter kommen; so wird mein Wunsch, den irdisch Gut nie stillet, völlig erfüllet. Mel. von Nr. 46. 519 Eriahte nicht, mein Herz! 2 mit Klagen den Gott, der dich zum Glück erschuf. Die Müh des Lebens zu ertragen, und froh zu sein, ist dein Beruf. 2. Der Christ murrt nicht bei den Beschwerden von dieser kurzen Lebens⸗ bahn; er sucht, daß sie ihm nützlich werden, und betet Gottes Willen an. 3. Gott selbst hat dir dein Loos beschieden. Nimms dankbar aus der Vorsicht Hand. Erfülle jede Pflicht zufrieden, die sie mit diesem Loos verband. 4. Sie gibt dir Munterkeit und Kräfte, und nährt und stärkt sie väter⸗ lich. Sie brauchen, dies ist dein Geschäfte, und ihr Gebrauch ist Ruhm für dich. 5. Zwar jenen hat des Himmels Segen mehr Güter anvertraut, als dir; doch soll dies deinen Neid erregen? denk: wer ist Gott, und wer sind wir? 6. Weiß er nicht besser, was dir nützet, und was dem Nächsten nützt, als du? wenn er dich führt, regiert und schützet, was fehlet wohl zu dei⸗ ner Ruh? 7. Du prangest nicht mit hohen Würden? beneide nicht der Großen Glück; sie seufzen unter schweren Bür⸗ den, und oft stürzt sie ein Augenblick. 8. Dir ward kein Ueberfluß gewäh⸗ ret? ihn wünschen, das ist Selbst⸗ betrug. Wer gern, was er nicht 278 Zweiter Theil.— Von der Zufriedenheit braucht, entbehret, der ist beglückt, und reich genug. 9. Herr, der du mir zum frohen Leben so viel ich brauch, und mehr verliehn, laß täglich sich mein Herz bestreben, den sorgenvollen Gram zu fliehn. 10. In Demuth laß mein Herz sich üben, Gott, deiner Güte sich zu freun; dich fürchten, dir vertraun, dich lieben, müß ewig meine Wollust sein! Mel. O Welt ich muß dich lassen.— 48. ill mich, o Gott, hie⸗ 520. Wĩ nieden des Lebens Last ermüden, so stärke meinen Geist! wenn mich die Leiden kränken, so laß mich wohl bedenken: auch das sei gut, was Trübsal heißt. 2. Nicht ewig soll sie währen. Oft werden unsre Zähren schnell von dir abgewischt, und seufzen wir: wie lange ist unsrer Seelen bange? so wird mit Trost das Herz erfrischt. 3. Die Lasten, die uns pressen, hast du, Herr, abgemessen, so groß sie immer sein. Du hilfst sie selbst uns tragen, und richtest unsre Plagen nach unsern Kräften weislich ein. 4. Ja, wenn ichs recht erwäge, so sinds nur Liebesschläge, womit du uns belegst; nicht Schwerter sinds, nur Ruthen, womit du, bloß zum Guten, als Vater deine Kinder schlägst. 5. Dein väterlich Bemühen will uns hier auferziehen, zu thun, was dir gefällt; du willst die Lüste schwächen, den eignen Willen brechen, vergäl⸗ len uns die Lust der Welt. 6. Du willst den Eifer mehren, gehorsam dich zu ehren, mit Glauben und Geduld, daß wir in unsern Nö⸗ then, auch wenn du uns wolltst tödten, doch traun auf deine Vaterhuld. 7. Was will uns, Herr, auch schei⸗ den von dir und jenen Freuden, die du für uns ersehn? man lebe oder sterbe, so wird des Himmels Erbe doch deinen Kindern nicht entgehn. 8. Zu jenem bessern Leben willst du auch mich erheben. Der Tod ist mein Gewinn. Muß gleich mein Leib verwesen, wird doch mein Geist ge⸗ nesen; er eilt zu Seligkeiten hin. 9. Ol drücke meinem Herzen, auh unter Sorg und Schmerzen, dies D‚0 aufs Tiesste ein: der, den du, Valn liebest, kann, wenn du ihn betrühts doch niemals unglückselig sein. Mel. Ich weiß, mein Gott, daß.— W. 521 Sei Seele, stark un * unverzagt, en irgend dich ein Kummer plagt. Y. fiehl Gott deine Sachen. In alg Pein vertrau allein auf ihn! er win wohl machen. 2. Kein Leiden kommt von ohnge fähr; die Hand des Höchsten schih es her; sein Rath hats so ersehms drum sei nur still! was dein 6 will, laß immer gern geschehen. 3. Erweckt dir gleich das Lehn Pein, so solls dir doch nicht schädlih sein. Gott kann sein Kind nicht hastn Wer ihn nur liebt, sich ihm ergit, den wird er nicht verlassen. 4. Wie lange währt der Frommn Leid? Nicht ewig, Herr, nur lun Zeit. Nach überstandnem Leide g⸗ quickest du ihr Herz mit Ruh, m einst mit ewger Freude. 5. Drum hab, o Seele, guten Muhl vertraue Gott! es wird noch gut uut aller Trübsal werden. Durchs Krah zieht er dich immermehr zum Himml von der Erden. 6. Gott ist dein Gott. Er ist g treu; und stehet dir als Vater bei h allem Kreuz auf Erden. Der Leidn Heer wird nie zu schwer durch in dem Christen werden. 7. Es haben ja zu aller Zeit du Heiligen in Traurigkeit hier ostund wandeln müssen. Warum willst dl hier nur von Ruh, und nichts u Trübsal wissen? 8. O bet, und sieh auf delin Gott, in aller deiner Angst und Muh laß, wie er will, es gehen. Sih Will ist Retus echühe Muth! Gl wird dich einst erhöhen. 9. Der du ein Gott des Vost 52⁵ duldig Heilef hir so 2.. neine nicht e venn krtrag 2 bist! laß jeden, der hier traurig f, doch deinen Trost empfinden, hif den du liebst, und prüfend übst, da Unmuth überwinden. „ auch O dboch Vateh trühes, 25. rE u Weun t. M⸗ n alln r wirdz rommuyn ur kun eide u⸗ ih, W n Mußhl gut nah 93 Ktth Himmͤ ist g⸗ er bei h r Leidn urch ihn Zeit. ostaul willst v ichts In f deitg nd Muh n. Geh h1 0 3 Vustz aurig ij en. Hif übst, du und Geduld im Leiden. Mel. von Nr. 55. 22 Ein Herz, o Gott! in 5* Leid und Kreuz ge⸗ huldig, das bin ich dir und meinem heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die hir so oft vergessen, täglich ermessen. 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Väter? Bin ich vor dir, Herr, uiht ein Uebertreter? Thu ich zu viel, wenn ich die schweren Tage standhaft ettrage? 3. Wie oft, o Gott, wenn wir das Böse dulden, erdulden wir nur unsrer Horheit Schulden, und nennen Lohn, den wir verdient bekommen, ein Kreuz der Frommen. J. Doch selbst, o Herr, in Strafen unsrer Sünden läß'st du den Weg zu miͤerm Heil uns finden, wenn wir sie uus, die Missethat zu hassen, züchti⸗ gin lassen. 5, Jag ich nur nach dem Frieden in Gewissen, wird alles mir zum Bilen dienen müssen. Du, Herr, Agterst, und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 6. Ich bin ein Gast und Pilger auf der Erden; nicht hier, erst dort, dort sol ich glücklich werden; und was sind gegen euch, ihr ewgen Freuden, die⸗ sir Zeit Leiden? 7. Wenn ich nur nicht mein Elend selbst verschulde, wenn ich als Mensch, als Christ, hier leid und dulde, so hann ich mich der Hülfe der Erlösten scher getrösten. 8. Ich bin ein Mensch, und Leiden müssen kränken; doch in der Noth an seinen Schöpfer denken, und ihm ver⸗ haun, das stärket unsre Herzen mitten iu Schmerzen. 9. Schau über dich! Wer trägt der Himmel Heere? Merk auf! wer Ran bis hierher! zu dem Meere? ter nicht auch dein Helfer und Be⸗ tather, ewig dein Vater? 10. Willst du so viel, als der All⸗ heise, wissen? jetzt weißt du nicht, barum du leiden müssen! allein du uitst, was seine Wege waren, nach⸗ nals erfahren. 11. Er züchtigt uns, damit wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geistes 279 zu empfahen, und mit dem Trost der Hülfe, die wir merken, andre zu stärken. 12. Das Kreuz des Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung; Erfahrung gibt dem Glauben Muth und Nah⸗ rung. Ein starkes Herz steht in der Noth noch feste. Hoffe das Beste! Mel. O Welt ich muß dich lassen.— 48. V. ch hab in guten Stun⸗ 523. J den des Lebens Glück empfunden und Freuden ohne Zahl. So will ich denn gelassen mich auch im Leiden fassen: welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, be⸗ schwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott! will ich vertrauen, und nicht auf Menschen bauen: du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und be⸗ reun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe. Was schreckt mich Grab und Tod? auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade. Du, Herr, bist bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glau⸗ ben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Du, Herr, wirst alles lenken; und was mir gut ist, wird geschehn. Neue Mel. oder Sei zufrieden. 524. W — 4 — E— mich denn grämen? hab ich doch —* 5 cT. Christum noch, wer will mir den —.— nehmen? wer will mir den Himmel — 2 — + + 28⁰ —— rauben, den mir schon, Golies — E Sohn, beigelegt im Glauben? 2. Ich kam unter Angst und Nöthen, hülfelos, arm und bloß einst ans Licht getreten: nichts nehm ich auch von der Erde dann mit mir, wenn ich hier einst verscheiden werde. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, ders gegeben. Fordert er es ein⸗ stens wieder, nehm ers hin, ich preis ihn doch durch meine Lieder. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen; dringt herein Angst und Pein; sollt ich drum verzagen? der es schickt, der hats in Händen: er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück wenden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergetzt; sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? fromm ist Gott und schärft mit Maaßen sein Gericht; kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen; wollt ihn auch der Tod be⸗ kriegen: Christi Blut, und sein Muth hilft auch den besiegen. 8. Denn kein Tod kann mich ertöd⸗ ten: nein, er reißt meinen Geist aus viel tausend Nöthen; endigt dieses Lebens Leiden, und gibt mir einst dafür alle Himmelsfreuden. 9. Dann werd ich mit bessern Schäz⸗ zen Geist und Herz auf den Schmerz ewig dort ergetzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß wie Rauch verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Unbestand, eitler Tand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Zweiter Theil.— Von der Zufriedenheit Freuden! du bist mein, ich bin dein; niemand kann uns scheiden! ich by dein, weil du dein Leben und dein Vlh mir zu gut, für mich hingegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fast und dich nicht, o mein Licht! a dem Herzen lasse. Laß mich, mich hingelangen, wo du mich um ich dich ewig werd umfangen. Mel. Was Gott thut, das ist.— Alr, EH0E WMas Gott thut, das i 525. Wé wohlgethan, 8ͤch gerecht sein Wille. Wie er fäng meine Sachen an, will ich ihm halln slille: er ist mein Gott, der in dn Noth mich wohl weiß zu erhalun, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wel. gethan; er lässet mich nicht fallen er führet die auf rechter Bahn, de seine Wege wallen. Trost und Geduh gibt seine Huld; er wird mein Ungllt wenden: es sieht in seinen Händen, 3. Was Gott thut, das ist wohl gethan; er weiß nur, was uns nützeh wie ungewiß irrt jedermann, der ssh auf ihn nicht stützet! ja seine Nul ist immer neu; drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl⸗ gethan; er ist mein Licht und Lebeh, der mir nichts Böses gönnen kannz ihm will ich mich ergeben in Freud und Leid; es lommt die Zeit, da öffentlih erscheinet, wie treulich er es meintt. 5. Was Gott thut, das ist wobl gethan: muß ich den Kelch gliih schmecken, der bitter ist nach meinen Wahn, laß ich mich doch nicht schreleh, weil er zuletzt mich doch ergetzt u süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohl. gethan, dabei will ich verbleibenle mag mich auf die rauhe Bahn Nohh Tod und Elend treiben; so wird Gal mich doch väterlich in seinen Ammmn halten; drum laß ich ihn nur wall, Mel. von Nr. 72. 2* erborgner Gott, den 526. V nichts berborgen, U auf der ganzen Welt geschicht, vn Holt ic wüßtest stellet erz m 97 2 schen, und we in sil 0 nich, 3.— habe, Deil; du sorg ich noc scho 1. A nen, w. nuch qu halle, wahl. fallenl n, die Gedub Unglit änden. t wohl⸗ nühetz der ssh ne Nel auf ihn n. st wohl Lebeh, 1 fanaz eud uld sffentlih meintt. st wobl⸗ gleih meinen schreckh, jetzt. m weichin st wohl⸗ ibend e n Noh, ird Got 1 Armer walli it, den en, W ht, Wi und Geduld im Leiden. ich wie ein Heide sorgen, als — du mein Elend nicht? ver⸗ sillet gleich dein Antlitz sich; dein huz meint es doch väterlich. 2. Mich und mein Loos hast du ge⸗ ihen, als ich noch nicht geboren war, und was mir künftig soll geschehen, elt sich dir gegenwärtig dar. Dein Run siehet aus der Höh und kennt nich, wo ich geh und steh. 0 3. Du weißt auch, was ich nöthig lube, und gibst mir mein bescheiden Heilz ja, alles, Herr, ist deine Gabe, Msorgest täglich für mein Heil. Wo ih noch gar nicht hingedacht, hast hu schon alles gut gemacht. J. Ach! solltest du denn nicht erken⸗ nen, wenn Kummer, Angst und Noth nich quält? Wer muß dich nicht barm⸗ hezig nennen? Du bist es, der die Hränen zählt. Du hasts gesagt, dein heize bricht, wenn deinen Kindern has geschicht. 9. So laß mich doch recht feste glau⸗ Un, daß deine Augen auf mich sehn; haß mir den süßen Trost nichts rau⸗ hen, du werdest mir zur Seite stehn, und bald zerstreun durch deine Macht der Sorgen und des Leidens Nacht. 6. Du wirst dein Wort gewiß erfül⸗ kn; du hast mir Hülfe zugesagt. Ja, du wirst meinen Kummer stillen; ich hin getrost und unverzagt; es wird geschehn, ich zweifle nicht; du bist ein Gott, mein Heil und Licht! Mel. von Nr. 234. 52⁷ Wor ist mein Leben auf 5 der Erde? ein Wechsel sts von Lust und Leid. Hier stört oft Umuh und Beschwerde die sanfteste gufriedenheit. Hier wohn ich noch iu einer Welt, die kein vollkommnes Glück enthält. 2. Wes soll ich mich, o Herr, denn hösten? Nur deiner Huld. Du bist hein Heil, und bleibst, wenn auch de Noth am größten, doch meines herzens Trost und Theil, und stehst lach deiner Vatertreu mir stets mit Rath und Hülfe bei. 3. Du stärkst mir unter aller Plage, 9Gott, auf mein Gebet, den Muth, 28¹ daß ich gelassen sie ertrage, und machst zuletzt doch alles gut. Auf Kummer folgt zufriedner Dank, auf Klagen froher Lobgesang. 4. Zu ungestörten Sicherheiten schickt sich gewiß kein Prüfungsstand. Wie würde, drückt' uns nicht zu Zei⸗ ten ein Leiden, unsre Treu erkannt? Vollkommne Ruh und Sicherheit ist nur ein Glück der Ewigkeit. 5. Was bist du denn, omeine Seele, in deiner Noth so kummervoll? Ver⸗ traue Gott; nur ihn erwähle zu deinem Trost. Er schützt dein Wohl. Einst dankst du ihm nach der Gefahr, daß er dein Gott und Retter war. 6. Er wird es sein. Ruf in Gefahren ihn als den einzgen Helfer an. Er weiß dich mächtig zu bewahren, und da, wo niemand helfen kann, fehlt ihm die Kraft zu helfen nicht. Dies stärke meine Zuversicht. 7. Befiehl ihm alle deine Wege, und hoffe auf ihn allezeit. Auch auf dem allerrauhsten Stege sieh fröhlich hin zur Ewigkeit. Da sammelst du von aller Pein den Segen mit Ver⸗ gnügen ein. 8. O sieh dahin zu allen Zeiten; in eigner und gemeiner Noth, im Glücke und wenn dich von weitem ein Unglückswetter hart bedroht. Nichts gibt uns Trost zu solcher Zeit, als Gott, und jene Herrlichkeit. 9. So laß mich, Gott, stets dahin schauen, und dann mit starkem Muth auf dich auch in der größten Noth vertrauen. Du bist bei mir. Das stärke mich! wer dessen stets versichert ist, der lebt und stirbt getrost als Christ. Mel. O Welt, ich muß dich lassen.— 48. WMas ists, daß ich mich 528. Wĩ quäle? harr nur auf Gott, o Seele, harr und sei unver⸗ zagt! du weißt nicht, was dir nützet; Gott weiß es, und Gott schützet all⸗ mächtig den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh ich die Welt noch sah. Eh ich mich selbst noch kannte, eh ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hülfe nah. 2⁰² 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dir, Gott, nicht verborgen, der alles sieht und hält: und was du mir be⸗ schieden, das dient zu meinem Frieden, wärs auch die größte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um lücklich hier zu werden; die Lust der elt vergeht. Ich lebe hier im Se⸗ gen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht. 5. Was dieses Glück vermehret, sei mir von dir gewähret! Gott, du ge⸗ währst es gern. Was dieses Glück verletzet, wenns alle Welt auch schäz⸗ zet, sei, Herr mein Gott, mir ewig fern! 6. Sind auch der Krankheit Pla⸗ gen und Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott; so harr ich, und bin stille zu Gott, denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh, o Gott! 7. Du bist der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn du mich willst bewahren? und du, mein Gott, bewahrest mich. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 529 as ist das Leben hier * auf Erden? Wo ist hier wohl Vollkommenheit? Wer lebt hier frei von den Beschwerden der Trübsal und Mübseligkeit? Du legst in unserm Lebenslauf, o Gott! uns manches Leiden auf. 2. Doch das sind treu gemeinte Schläge der Vaterhuld, die für uns wacht. Wie hast du doch durch Lei⸗ denswege so Manchen schon zu dir ge⸗ bracht! denn ungestörtes irdisch Glück hält uns von dir, o Gott, zurück. 3. Wenn uns die Welt nicht Noth erweckte, vergnügte uns dein Himmel nicht. Wer suchte, wenn ihn nichts erschreckte, die Hülfe, die dein Wort verspricht? wer fühlt, wenn keine Last ihn drückt, wie sanft, o Gott, dein Trost erquickt? 4. Zum Dulden führt dein Ruf der Gnaden, der uns zu Christi Gliedern macht. Wie schwer war der nicht hier beladen! wie hart verfolgt! wie Zweiter Theil.— Von der Zufriedenheit sehr veracht't! und doch trug er alles gern. Gib, daß ich fohe 95 nem Herrn. 5. Er war beleidigt ohn Vergeln gegeiselt ohne Wiverstand; gescholln ohne Wiederschelten; ohn Widerspnt zum Kreuz verbannt. Wie? solt denn nicht mit Geduld das tragey was ich selbst verschuldt? 6. Laß, Gott, nur dieses Lehen Leiden zu meiner Beßrung fruchthn sein; so geh ich zu des Himmi Freuden durch dieser Erde Trübsal eh Dort wird mein Leben ohne Pein, un ohne Leid und Thränen sein. 7. Drum laß mich mit dem Nun siegen: Gott gibt nach kurzer y fungszeit das allerseligste Vergulgn in jenem Reich der Herrlichkeit. M schmachte Leib! stirb und vergehl i weiß, daß ich einst aufersteh. Trost in geistlicher Schwemuh 530. Dẽ⸗ u klagst, oChnf SDix in schweren Leiden, und seufs —.—.—— iieeeeeee daß der Geist der Freuden von N. s. gewichen ist. Du klagst und rust A—— —.—. 2 —— 1 Herr, wie so lange? und Goh, EEEEEEE verzeucht, und dir wird bange, U 2.ñj—iei —.—.—.‚— E — du von Gott verlassen bist. W. 2. Sind meine Sünden mir deußz ben; hat Gott mir Sünder Heil mu Leben in seinem Sohn verliehn: sind denn seines Geistes Triebe? wann empfind ich nicht die Liebe, und hß nicht getrost auf ihn? 3. Mübselig, sprichst du, und l⸗ laden, hör ich den Trost vom Wal der Gnaden, und ich empfind 11. bin abgeneigt, vor Gott zu tretenz er dih ge ma⸗ rgelte, W erspin sollt trage, Leben ruchtb dimmh Ich such bsal iiz ein, jer Mi rgnügn it. M gehl 6 — Heil u und Geduld im Leiden. hel, und kann nicht gläubig beten; ich denke, Gott, doch ohne Licht. 4. Sonst war mirs Freude, seinen Pillen von ganzem Herzen zu erfül⸗ luz sein Wort war mir gewiß. Jetzt Unn ichs nicht zu Herzen fassen, und meine Kraft hat mich—½ und meinen Geist deckt Finsterniß. 5. Oft fühl ich Zweifel, die mich guälen, heul oft vor Unruh meiner Gelen, und meine Hülf ist fern. uche Ruh, die ich nicht finde; iu meinem Herzen wohnt nur Sünde, zur Unruh, keine Furcht des Herrn. 6. Zag nicht, o Christ, denn deine Schmerzen sind sichre Zeugen beßrer herzen, als dir das deine scheint. Mie könntest du dich so betrüben, duß dir die Kraft fehlt, Gott zu leben, wär nicht dein Herz mit ihm hereint. 7. Kein Mensch vermag Gott zu alennen, noch Jesum einen Herrn zu nemen, als durch den heilgen Geist. hast du nicht diesen Geist empfan⸗ gen? er ists, der dich nach Gott helangen, und sein Erbarmen su⸗ cen heißt. 8. Vertrau auf Gott; er wohnt ku denen, die sich nach seiner Hülfe 10 er kennt und will dein Glück. höret deines Weinens Stimme; heibirgt er gleich in seinem Grimme sch einen kleinen Augenblick. 9. Gott ließ so manchen seiner ommen in dies Gefühl des Elends hUmmen, und stand ihm mächtig bei. In sollst dein Nichts erkennen ler⸗ nen, sollst das Vertraun auf dich kulfernen, und sehn, was Gottes Onade sei. 10. Vor Sicherheit dich zu bewah⸗ un, läßt er dich seine Streng erfah⸗ un, und schickt dir diese Last. Er ninigt dich wie Gold im Feuer, nacht dir das Heil der Seele theuer, damit du haltest, was du hast. 11. So wie ein Vater über Kinder, Abarmet Gott sich über Sünder, die sunen Namen scheun. Dein Seufzen Iihm nicht verborgen, so fern der Ubend ist vom Morgen, läßt er von dir die Sünde sein. nachmals wird sie friedsam Frucht und Gerechtigkeit und dem, der durch sie geübet ward. 28³ 12. Zwar ist um Trost dir jetzo bange; denn alle Züchtigung, so Doch sie da ist, scheint uns hart. eben eben 13. Fahr fort zu beten und zu wachen, Gott ist noch mächtig in dem Schwachen, ist Güte für und für. Laß dir an seiner Gnade gnügen, sein Wort ist wahr und kann nicht trügen; ich stärke dich, ich helfe dir! 14. Auf, fasse dich in deinen Nö⸗ then! sprich: wollte mich der Herr auch tödten, so harr ich dennoch sein. Mir bleibt das Erbtheil der Erlösten; und will mich Gott nicht eher trösten, so wird er mich im Tod erfreun. Trost in Dürftigkeit. ĩi,;?;?. 531. RREE —.— u klagst, und ——— E— fühles die Beschwerden des Stands, SSEE. in dem du dürftig lebst; du strebest —.— E glücklicher zu werden, und siehst, SEEEEEEEEEEEEE EE daß du vergebens strebst. 2. Ja, klage! Gott erlaubt die Zähren; doch denk in Klagen auch zurück. Ist denn das Glück, das wir begehren, für uns auch stets ein wahres Glück? 3. Nie schenkt der Stand, nie schen⸗ ken Güter dem Menschen die Zufrie⸗ denheit. Die wahre Ruhe der Gemü⸗ ther ist Tugend und Genügsamkeit. 4. Genieße, was dir Gott beschie⸗ den, entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand auch seine Last. 5. Gott ist der Herr, und seinen Segen vertheilt er stets mit weiser Hand; nicht so wie wirs zu wün⸗ schen pflegen, doch so, wie ers uns heilsam fand. 284 Zweiter Theil.— Von dem rechten Gebrauch des Lebens, 6. Willst du zu denken dich erkühnen, deines Stands Ge daß seine Liebe dich vergißt? er gibt deine Lebenszeit. uns mehr, als wir verdienen, und niemals, was uns schädlich ist. 43) Von dem rechten Gebrauch des Lebens, und d Zubereitung zum Tode. Mel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 532 8 eilt der letzte von den * Tagen, die du hier lebest, Mensch, herbei. Erkauf die Zeit! und statt zu klagen, sie sei zu kurz, gebrauch sie treu! nimm mit er⸗ kenntlichem Gemüth der nahen Stunde wahr; sie flieht! 2. Getäuscht von eiteln Kleinigkei⸗ ten verlierst du deines Lebens Zweck, verschiebst dein Heil auf ferne Zeiten, und wirfst so sicher Jahre weg! bist du, zu kühner Sterblicher, des näch⸗ sten Augenblickes Herr? Einst Ewigkeiten zu besitzen, sollst du die kurze Lebenszeit als deine Saatzeit weislich nützen, und thun, was dir der Herr gebeut. Er ruft dir menschenfreundlich zu: sieh, Eins ist Noth! was säumest du? 4. Drum eil, errette deine Seele, und denke nicht: ein andermal! sei wacker, bet und überzähle der Men⸗ schentage kleine Zahl. Gesetzt, dein Ende wär auch fern: sei fromm und wandle vor dem Herrn! 5. Mit jedem neu geschenkten Mor⸗ gen erwecke dich zu dieser Pflicht. Sprich: dir, o Gott, ist nichts ver⸗ borgen; ich bin vor deinem Angesicht, und will, mich deiner Huld zu freun, mein Leben gern der Tugend weihn! 6. Erleucht und stärke meine Seele, weil ohne dich sie nichts vermag. Du gönnst, daß ich mein Heil erwähle, aus Gnade mir auch diesen Tag. Was ist nicht eine Stunde werth, dis deine Langmutb mir gewährt. 7. Wohl mir! wenn ich aus allen Kräften nach Gottes Reiche hier ge⸗ strebt, in Gott gefälligen Geschäften die Pilgertage durchgelebt, und einst in Glauben sagen kann: du nimmstmh Herr, zu Ehren an! ö 8. Mein sprachlos Flehn bei mih nem Ende vernimmst du, Hensen kündiger. In deine treuen Mahh hände befehl ich meinen Geist, o Hen er schwingt sich über Grab und M zu dir, wenn seine Hütte fällt. —————— ängsilich für SPIPIPITITIII I I I T T T T I TTT gelassen übergeben, ist wahre N .SI..PIPIPIPIII.I.II..... und deine Pflicht. Du sollit g SDSDISISISSi....... lieben, weislich nützen, es danln schäfte, und nih 8. Bei Pflicht und Fleiß sich Gal . ergeben, ein wenig Glück in Hoffmun e 7. Verzehre nicht des Lebens Kräfte sehn, dies ist der W 2 eg zu Ruh und Lebnn in träger Unzufriedenheit; besorge Herr, lehre diefen Weg mih 9090 2. Der Tod soll dich nicht trut schrecken; doch, dich zur Weisbeitj erwecken, soll er dir stets vor Mn sein. Er soll den Wunsch zu laß mindern, doch dich in deiner iih nicht hindern, vielmehr dir Kraft d zu verleihn. 3. Ermattest du in deinen Pflichth so laß den Tod dich unterrichten, A wenig deiner Tage sind. Sprich: fh ich Gutes wohl verschieben? Maih meine Zeit, es auszuüben, ist i und sie verfliegt geschwind. nd nih ich G offnun d Lebeh gehnl d du einst i mst uih bei mij Herneit, 1 Valn, o Henl ind W llt. Es G —.— hre M dantin —.— verliern ht traush zeisbeit or Mhn zu lan rer Ph Ktast x Pflichten ½ rich: fl 11 0 „ ist i J. Denk an den Tod, wenn böse Iunebe, wenn Lust der Welt, wenn hre Liebe dich reizen; und ersticke sie. Gprich: kann ich nicht noch heute suuben? Und könnt ich auch die Welt herben, begieng ich doch solch Uebel nie. 5. Denk an den Tod, wenn Rubm Ind Ehren, wenn deine Schätze sich hemehren, daß du sie nicht zu heftig lebst. Denk an die Eitelkeit der Erden, duß, wenn sie dir entrissen werden, du dann dich nicht zu sehr beirübst. 6. Denk an den Tod bei frohen Agen. Kann deine Lust sein Bild hutragen, so ist sie gut und unschulds⸗ hul. Sprich, dein Vergnügen zu lermehren: welch Glück wird Gott mir dort bescheren, wo ich unendlich Uben soll. 7. Denk an den Tod, wenn dei⸗ gem Leben das fehlt, wornach die Reichen streben: sprich, bin ich hier, Im reich zu sein? wohl mir, wenn ih in Christo sterbe, dann ist ein ubeflecktes Erbe, dann ist der Him⸗ mel Reichthum mein. 5. Denk an den Tod, wenn Leiden Ummen; sprich: alle Trübsal eines Rommen ist zeitlich, und im Glauben licht. Ich leide; doch von allem Bösen und mich der Tod bald, bald erlösen; uists, der mir die Krone reicht. 9. Denk an den Tod zur Zeit der Surecken, wenn Pfeile Gottes in dir llcen; du rufst, und er antwortet licht. Sprich: sollte Gott mich ewig Iasen? ich seh ihn doch nach dem Er⸗ hhͤsenzdann zeigter mir sein Angesicht. 10. So suche dir in allen Fällen dn Tod oft lebhaft vorzustellen; so bist du ihn nicht zitternd scheun; wird er dir ein Trost im Klagen, in weiser Freund in guten Tagen, in Schild in der Versuchung sein. Rel. Wer nur den lieben Gott.— 7. 534 u, Herr und Meister 0 meiner Tage, du laßt, daß ich, dein schwaches Kind, 6 JUdes Keim in Gliedern trage, iddisch und zerbrechlich sind. Drum Ih, daß ich zu jeder Zeit zu mei⸗ Am Tode sei bereit. und der Zubereitung zum Tode. 2³⁵ 2. Daß du, o Höchster, meinem Le⸗ ben ein mir verborgnes Ziel bestimmt; und daß die Zeit, die mir gegeben, vielleicht gar bald ein Ende nimmt; das flöße mir die Weisheit ein, stets auf mein Heil bedacht zu sein. 3. Hier hab ich lebenslang zu ler⸗ nen, mein Herz von Sünden abzu⸗ ziehn, mich von der Weltlust zu ent⸗ fernen, und um den Himmel zu be⸗ mühn. O mache mich dazu geschickt, eh mich der Tod der Welt entrückt. 4. Nicht aus der Erde, nein, nur droben bei dir, Gott, meiner Seelen Theil! ist mir das Beste aufgehoben. Dort ist für mich vollkommnes Heil. Da, wo mein Schatz ist, sei mein Herz! Herr, lenke selbst es himmelwärts. 5. Herr, allen Sünden abzusterben, zu leben der Gerechtigkeit, um einst dein himmlisch Reich zu erben, dazu laß meine Sterblichkeit mir stets, mein Gott, vor Augen sein, und deine Hülfe mich erfreun. 6. Willst du mich länger leben las⸗ sen, so laß es mir zum Heil geschehn. Doch soll ich heute noch erblassen, so höre, Vater, auf mein Flehn! sei, wenn mein Herz im Tode bricht, mein Trost und meine Zuversicht. 7. Dir will ich gänzlich mich erge⸗ ben, dir, dessen Eigenthum ich bin. Bist du, mein Heiland, nur mein Leben, so bleibt selbst Sterben mein Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir. Sei nur mein Trost, so gnüget mir. Mel. Jesus, meine Zuverstcht.— 47. OIE err! ich hab aus dei⸗ 535. H ner Treu, mir zum Heil, noch Zeit in Händen. Gib doch, daß ich sorgsam sei, sie auch weislich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mich ruft. 2. Unaussprechlich schnell entfliehn die uns zugezählten Stunden. Eh mans denkt, sind sie dahin, und auf ewig uns verschwunden. Niemals kehrt ein Augenblick, uns zum Heil, davon zurück. 3. Laß bei ihrer Flüchtigkeit mich, mein Gott, doch nie vergessen, wie unschätzbar sei die Zeit, die du uns hier zugemessen; wie, was hier von uns geschieht, ewge Zolgen nach sich zieht. 4. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh die Zeit des Heils verlaufen, mir zur Wohlfahrt, dir zum Preis, noch die Stunden auszukaufen, die, zu meiner Seligkeit, deine Gnade mir verleiht. 5. Deine schonende Geduld trage mich, Gott! nicht vergebens. Ach! vergib mir meine Schuld, daß so manchen Theil des Lebens ich, zu mei⸗ ner Seelen Wohl, nicht gebraucht so, wie ich soll. 6. Laß mich meine Besserung für mein Hauptgeschäft erachten, und nach meiner Heiligung mit so treuem Eifer trachten, als erwartete noch heut mich Gericht und Ewigkeit. 7. Deine Gnade sleh mir bei, daß mein Leben auf der Erde reich an gu⸗ ten Früchten sei, und dem Nächsten nützlich werde. Und ist einst mein Ende da, o so sei mit Trost mir nah! Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. 536 Mene Lebenszeit ver⸗ * streicht, stündlich eil ich zu dem Grabe. Und was ists, das ich vielleicht hier annoch zu leben habe? denk, o Seele, an den Tod l fäume nicht, denn Eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Wür⸗ den, die dir Menschen gaben, nichts wird dich im Tod erfreun; diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Goti dir Zeugniß gibt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott erneut, gibt zum Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Noth Freunde hülflos um dich stehen, dann wird über Welt und Tod dich dies reine Gen erhöhen; dann erschreckt dich kein Gericht: Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott, und bet, und wache. 286 Zweiter Theil.„ Von dem rechten Gebrauch des Lebens, deine Zeit ist Gottes Sache, Ln nicht nuͤr den Tod nicht scheunz lin auch seiner dich erfreun. einst in diesem meinem Leibe. 6 Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab hin; siebe dein Gebein versenl Sprich: Herr! daß ich Erde bin, lah du mich selbst bedenken! lehre dumih ieden Tag, daß ich weiser werden un Mel. von Nr. 13. ie sicher lebt der N 537. Wé der Staub! 10 ben ist ein fallend Laub; und denmi schmeichelt er sich gern, der Tag i Todes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Grash Ziel, der Mann noch seiner Iuh viel, der Greis zu vielen noch c. Jahr, und keiner nimmt den d thum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk in Ol und Noth, im Herzen oft an mas Tod. Der, den der Tobd nicht vasn macht, hat nie mit Ernst an is gedacht. 4. Wir leben hier zur Eiglt zu thun, was uns der Herr giht und unsers Lebens kleinster Dell eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen Gericht; da bringt Gott alles an dn Licht, und macht, was hier verbonh war, den Rath der Herzen offtuhh 6. Drum, da dein Tod dir Ah dräut; so sei doch wacker und bah prüf deinen Glauben als ein Ghif ob er durch Liebe thätig ist. 7. Ein Seufzer in der lezten du t zu sein x vor Gottes Thron gerecht. ünden macht dich nicht von hört; ihm folgt und sich vom M kehrt; ein R6 Herz, von erfüllt, dies ist es, was in 910 9. Die 110 uicht, erfordert M Sorge nicht, wie früh du stirbst; du wirkst sie nicht, Gott wiilt 6. Ueberwind ihn durch Vertra Sprich: ich weiß, an wen ich 0157 und ich weiß, ich werd ihn schal der rief: es ist vollbracht! nahm in ein Wunsch durch des Erlösens In 8. Ein Herz, das Gottes Ssnl Ou abe wäte si. 10. dein höe und wa rdert M Winlt ten Tag, Ou aber, ringe stets nach ihr, als hite sie ein Werk von dir. 10, Der Ruf des Lebens, das du lebst, dun höchstes Ziel, nach dem du strebst, und was dir ewig Glück verschafft, ist kugend in des Glaubens Kraft. 11. Ihr alle seine Tage weihn, heißt iugedenk des Todes sein; und wach⸗ n in der Heiligung ist wahre Tods⸗ ninnerung. 12. Wie leicht vergeß ich diese Ilicht! Herr, geh mit mix nicht ins Hricht! an meinen Tod erinnre mich, hoß ich dir wandle würdiglich. 13. Daß ich mein Herz mit jedem Ag vor dir, o Gott, erforschen mag, ah Glaube, Demuth, Lieb und Treu, e Furcht des Geistes in mir sei. 1. Daß ich zu dir um Gnade fleh, ses meinen Lüsten widersteh, und kustens in des Glaubens Macht mit gteuden ruf: es ist vollbracht! Rel. Entbinde mich, mein Gott.— 418. 538 ein Lebensfürst, zeig * mir, in deines Geistes Uhte, wie alles Irdische so gar ver⸗ guglich ist. Ja alles, alles macht die Zeit zu nichte; und du, Mensch, der du doch so gebrechlich lss lebst sicher! lehre mich, unwan⸗ hbarer Gott! und so gedenk ich erst uit Klugheit meinen Tod. 2. Weg, eitle Hoffnung, weg! als hürd ich lange leben, du Mutter stäflicher, verwegner Sicherheit! o hine Sorge sei, dir, Gott! mich Irre) dein Wille sei mein Will dieser Prüfungszeit. Gib, daß in Glauben stark, und in der Liebe hau, ich deiner Zukunft stets wach⸗ . am gewärtig sei! 9. Laß mich, o Herr! mir selbst d allen eitenn Dingen, noch eh ich ben muß, recht abgestorben sein. Ae Selbstverläugnung laß mir immer uhr gelingen, daß ich was bessers hähl, als Welt und falschen Schein! und so von ihr entwöhnt ich meinen in Hoffnung selig schon, 9900 erwarten ma 10 d0 dessen Fllger mich in aller bedecken, je mehr der Tod sich und der Zubereitung zum Tode. 28⁷ naht, je stärker steh mir bei! auf daß, getreuer Gott, bei allen seinen Schrecken, mir meine letzte Zeit die allerbeste sei. Die Zeichen deiner Huld vermehre mir alsdann, damit ich mei⸗ nen Lauf mit Muth vollenden kann. 5. Gewähr, noch eh der Tod des Leibes Bau zerstöret, mir einen hellen Strahl der frohen Ewigkeit, der allen Rest der Lust zum Irdischen verzeh⸗ ret, und zu dem letzten Kampf mir Muth und Stärke beut. Wohl mir, wenn schon mein Herz davon den Vorschmack hat! froh schau ich dich dann einst, von deinem Bilde satt. 6. Verschwinde denn, o Welt! bleibt mir nur Gottes Gnade, so wird mir mehr, als Welt und mehr, als Leben sein. O führe du mich selbst auf jenem dunkeln Pfade, Herr, der du mich erlöst, in deinen Himmel ein. Dir übergeb ich mich im Leben und im Tod; im Tod und Leben dein, und du auch stets mein Gott. Mel. von Nr. 110. ie ungewiß ist, Herr, 539. Wé das Ziel der Wall⸗ fahrt auf der Erde? ob ich noch wenig oder viel an Tagen zählen werde, das weiß ich nicht; du weißts allein. Ich kann vielleicht der nächste sein, vom abgekürzten Leben ein Beispiel abzugeben. 2. Bin ich erbaut aus besserm Zeug als andre, die an Jahren und Mun⸗ terkeit mir völlig gleich, des Todes Beute waren? wie manchem starrte schnell das Herz, eh weder Krankheit oder Schmerz ihm, als des Todes Boten, sein nahes Ende drohten. 3. Wenn ich die Gottesäcker seh und alles könnte lesen, was der, auf dessen Grab ich geh, in seinem Sinn gewesen, und was bei ihm die Todes⸗ nacht für Hoffnungen zu nichts ge⸗ macht: so würd ich oft mit Schrek⸗ ken mein eigen Herz entdecken. 4. Mein Gott, befreie mich vom Dunst der irdischen Beschwerden, und lebre mich die große Kunst, bei Grä⸗ bern klug zu werden. Nur der ist weise, der bedenkt, wie viel von sei⸗ 288 Zweiter Theil. Von dem rechten Gebrauch des Lebens, nem Tod abbängt, und der dazu in Docht verlodert, und mich Golt[ 3. O Zeiten sein Herz sucht zu bereiten. Rechnung fodert? she H 5. Erinnre mich ans große Ziel, 3. Kaum, daß ich das Leben hals vohnt, dazu du mich geschaffen, damit ich mich so tbeilt sich der Tod mir mit, Al miden nie in das Spiel der Weltlust mag der Wiege bis zum Grabe ist ein u aus die vergaffen. Und sieht dein Auge, daß gemeßner Schritt. Meine Kraft as gge ni mein Schritt noch nicht den rechten wickelt sich, und zugleich verzehne Heil un Weg betritt, so wollst du, Herr, in sich. O ich merk, indem ich sahl A. W Zeiten, auf solchen Weg mich leiten. wie ich mich zum Sinken neige. Iu du 6. Daß ich mich vor der kalten Hand I. Menschen! was ist euer Lahhl is durc des Todes nicht entfärbe; so mache wenn ihr gleich so sicher seid. E am mich mit ihm bekannt vorher noch, eh ich sterbe. Laß mir sein Bild vor Augen sein, damit ich lerne Sünden scheun, die das Gewissen schrecken und Todesfurcht erwecken. 7. Gib, daß ich dich mit frohem Muth als meinen Gott betrachte, hin⸗ gegen Freunde, Glück und Gut nicht als mein eigen achte: so wird, wenn mich die Zeit wegnimmt, die du zum Abschied mir bestimmt, nichts, was mir hier verliehen, mein Herz zurücke ziehen. 8. Dir sei es gänzlich heimgestellt, wie, wo und wann ich scheide. Wer un⸗ ter deinen Flügeln fällt, wird frei von allem Leide. Doch wünsch ich, daß ich wohl geschickt von hinnen werde wegge⸗ rückt, und allzuschweres Kämpfen nicht die Vernunft mag dämpfen. 9. Laß mich auf Jesu Herrlichkeit mit froher Hoffnung blicken, und mitten in der Dunkelheit mich sein Verdienst erblicken. Dann nimm, Herr, nach vollbrachtem Lauf den Geist aus die⸗ ser Hütte auf, die einst im Reich der Deinen wird neugebaut erscheinen. Mel. Freu dich sehr, o meine.— 29. ch, Herr! lehre mich 540. A bedenken, daß ich einmal sterben muß. Den wird einst der Tod nicht kränken, der schon vor des Lebens Schluß dieses Lebens Werth erkennt, und von regem Eifer brennt, sich in diesen Augenblicken zu der Ewigkeit zu schicken. 2. Endlich muß ein Licht verbren⸗ nen, dessen Schein mich noch erfreut. Will ich mich denn nicht erkennen? was ist meine Lebenszeit! kommt mir denn nicht in den Sinn, da ich so vergänglich bin, wie geschwind mein den hat euch Gott gegeben, undi schätzt den Tod so weit! nur werhi sein Haus bestellt, geht mit Frash aus der Welt; auf des sichern Sünh Wegen eilet man der Höll enthign 5. Predigen doch meine Gliederth genug von Sterblichkeit. Kush legen sie sich nieder, wenn dn Got der Schlaf gebeut, der durch shl ssak ich Stärkungskraft ihnen neues La 6. D schafft; doch bei aller seiner M penn ih zeigt er uns den Tod im Bilde. deinem 65. Laß mich, Gott, mein Hellh zu dein denken und mich niemals sicher sl Racht Will die Welt mich anders lasshl des Leb präge deine Furcht mir ein msei 7. Jc mir mächtig zu: Mensch! die Wehe slst n lässest du, willst du dich mit eitlendis denn ew gen um dein Glück im Himmel bringas segnet d 7. Laß mich nicht die Buße senns Sterb bis die Krankheit mich ergreist, sis daß ich dern schon bei muntern Jahrey, sich die Sünde häuft, täglich Kas Buße thun. Tod, mein Freund. komme nun, du kannst mir, im E 54² der Gnaden, mir Versöhnten,. mehr schaden. 9. Mel. von Nr. 42.— ch will dich nochinns 541. J erheben, selbstnahh bin Grabe preis ich dich; zum e gabst du mir mein Leben, nimufh der es mir, du segnest mich. Mein d sucht ich dir zu weihn, mein dug auch dir heilig sein. 2. Gott! welche feierliche Stush wenn du mich nun der Erd enhl auf mich, den du getreu befunte voll schonender Aemzen sch 54 Allmächtiger! in dein Gerlcht gi du mit mir Erlösten nicht. N Un sah 0 werd 5. Lo mring! kn drä Melt be uit nich kusch „und r wer s t Frelh à Sünu entgehn liedtrth Krasth n e8 0 urch sih ues L ner Mh Bilde. n Heilhh sicher sl ers linlo sil ich nictt. 6. Du wachest über meine Seele, henn ihre Stärke sich verliert, gibst denem Engel schon Befehle, der sie adeinen Freuden führt, des Todes aht um mich verscheucht, und mir des Lebens Krone reicht. mfe I. Ich will dich noch im Tod erheben, eWehnl sibst nab am Grabe preis ich dich; eitlendi ken ewig werd ich vor dir leben. Wie elbrunnn signet dann dein Antlitz mich! o Tod, uße spun Sterben, mein Gewinn! wohl mir, greift, A daß ich erlöset bin! , 6 Nel. Christus, der ist mein Leben. Freum....... eh, 8 512. M ein Jesus ist mein nten, M—— —— 2.— Leben. Reißt schon der Tod mich ö.—, Wüngn Iinz was sollt'schängsilich beben? um H. Rnth der Tod ist mein Gewinn. Mein L8 Kein eShh rd entsl u besunh Mel. von Nr. 37. aung seh Gerlicht . und der Zubereitung zum Tode. 289 2. Wer an ihn glaubt, wird selig, Dies Wort steht ewig fest. Die Freu⸗ N. unzählig, die es mich hoffen äßt. 3. Drum fahr ich hin in Frieden zu dir, o Jesu Christ; von dir stets ungeschieden, der du mein Bruder bist. 4. Du kennest meinen Glauben; und keine Furcht noch Pein wird mir auch nun ihn rauben. Ich bin und bleibe dein. 5. Bald hab ich überwunden! schon weicht die Finsterniß; denn, Herr, durch deine Wunden ist mir der Sieg gewiß. 6. Durch sie bin ich gereinigt; durch sie mit Gott versöhnt; durch sie mit dir vereinigt und bald mit Preis gekrönt. 7. Wer kann dich gnug erheben? Du hast, Sohn Gottes, dich für uns dahin ich, Heil mir! du auch ür mich. 8. Du wolltest Strafe dulden, die ich doch auf mich lud. Du tilgtest meine Schulden ganz durch dein göttlich Blut. 9. Geheilt ist nun mein Schade. Im Himmel ist mein Theil. O theure, hohe Gnade! o unaussprechlichs Heil! 10. Erlöser! sieh, ich sammle noch meine letzte Kraft, und preise dich, shaft. welch Heil du mir ge⸗ afft. 11. Zu dir, Herr! will ich flehen, so lang ich lallen kann. Du kannst mein Innres sehen und nimmst auch Seufzer an. 12. Du selber hilfst mir ringen; allmächtig hilfst du mir, ins Leben durchzudringen. Bald, bald bin ich bei dir. 13. O wohl mir! ich vollende nun bald den schweren Lauf. Du nimmst in deine Hände den Geist, mein Hei⸗ land! auf. 44) Von der Liebe des Naͤchsten. dein Feind noch ist, mit Wohlthun er du die Liebe selber doch begegnest! o bilde meinen Sinn 543. D bist, und 9en uns nach dir, und laß mich doch, mein Maschen segnest; ja selbst dem, der Heiland, hier, wie du gewandelt, 19 290 Zweiter Theil.— Von wandeln. Die können keine Christen sein, die sich nicht andrer Wohlfahrt freun, und menschenfeindlich handeln. 2. Dein Leben in der Sterblichkeit war für die Menschen Segen. Dir folgten Lieb und Freundlichkeit auf allen deinen Wegen. Wohin du gingst, ging Wohlthun mit, dein Wort, dein Werk und jeden Schritt begleitete Er⸗ barmen. Du übernahmst die schwerste Pein, uns vom Verderben zu befrein, Und starbst zum Heil uns Armen. 3. Auch jetzt noch auf der Himmel Thron bist du das Heil der Suͤnder. Auch da bleibst du, o Gottessohn, ein Freund der Menschenkinder. Du schaffst den Deinen wahre Ruh, und die Verirrten suchest du auf rechten Weg zu leiten. Du hörst der Seuf⸗ zenden Gebet und brauchest deine Majestät, nur Segen auszubreiten. 4. O laß in meiner Pilgrimschaft mich auf dein Vorbild sehen. Erfülle mich mit Lust und Kraft, dem Näch⸗ sten beizustehen, betrübter Herzen Trost zu sein, mich mit den Fröhlichen zu reun, mit Weinenden zu klagen. aß mich dem, der sein Herz mir weiht, ein Herz voll frommer Red⸗ lichkeit und Treue nicht versagen. 5. Laß mich mit brüderlicher Huld den Strauchelnden erwecken; durch Sanftmuth, Mitleid und Geduld des Nächsten Fehler decken. Mein Antlitz sei nie fürchterlich! und meine Seele neige sich zu des Bedrängten Flehenz so wird mich in der bessern Welt, die nur Beglückte in sich hält, der Liebe Lohn erhöhen. Mel. Machs mit mir, Herr, nach.— 26. o jemand spricht: i 544. S liebe Gott, und daßt doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, und han⸗ delt ganz dawider. Gott ist die Lieb, und will, daß ich den Nächsten liebe, gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, sind eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern; denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt der Liebe des Nächsten. nicht bloß für mich; mein Nächsy ist sein Kind, wie ich. ö 3. Sein Heil ist unser aller Gn Ich sollte Brüder hassen, die Oh durch seines Sohnes Blut so h erkaufen lassen? daß Gott mich schn und mich versühnt, hab ich dies mih als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so Schuld, du, Herr, von meinen d gen! ich aber sollte nicht Gedulh n meinen Brüdern tragen? dem nith verzeihn, dem du vergibst? und d nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier g than, den Kleinsten auch von Wü das siebst du, mein Erlöser, an, hätt ichs dir erwiesen. Und ich, sollt ein Mensch noch sein, und al in Brüdern nicht erfreun? „6. Ein unbarmherziges Gericht uis über den ergeben, der nicht bamhh zig ist, und nicht die rettet, die iy flehen. Drum gib mir, Gott, dun deinen Geist, ein Herz, das dich us Liebe preist. Mel. D Gott, du frommer Gott.—. 545. ib mir, o Goltl Herz, das jeden Mz schen liebet; bei seinem Wohl sich fial bei seiner Noth betrübet; ein Hig das Eigennutz und Neid, und Hush flieht, und sich um andrer Ollt als um sein Glück bemüht. 2. Seh ich den Dürftigen, so ii mich gütig eilen, von dem, was mir gibsi, ihm hülfreich mitzutheltz Laß mich gern dienen, nicht gioß n der Welt zu seyn, und mich valh zu sehn; nein, Menschen zu erft, 3. Dies sei mein Gottesdienst. M unbemerkt von ihnen, müß askah stets mein Herz mit Rath und gil dienen. Mich treibe nicht erst dul zu milder Wohlthat an; nein, u — —.— gethan. 4. Ein Trunk, mit dem mein i dem Durstigen begegnet, ein Bichul Trost, mit dem mein Herz Bedränt segnet; ein Rath, mit dent müs Mund im Kummer andre sih ich Brüdern thu, das sel dir, Oah nichts Herr, 5. 0 iieden am sei hn. Al Rund Fin Ve 6. 2 Hrichst nich st ich se gih, d 20 mir flu 7. L llich? Em Bl Moh ste ufteun, Herz be 8. D in Gla Loch si⸗ herken uchten! Kaft u Nächsh ler Gul ie U so d ich sch es mih s0 0 inen Vn duld un em nith Und d hier g ᷣn diisth „an, a ich, i und d richthh barmhh „ die ih Ott, dud dich duß ott. V Golthh eden Mp lsich ftet ein Hah und Hülh rer Ollz n, so „ wabd E itzuthela t gioß n ich denhh zu erfral ienst. M. üß arden und Hih eist Dul nein, uu dir, Oh —— nein Dinn N Blic ul Bidränt dem ma dre siäth nits bleibt, so klein es ist, von dir, her, unbemerkt. 5. Eilt wo ein boshaft Herz Un⸗ hirden anzurichten; so laß mich sorg⸗ jm sein, der Brüder Zwist zu schlich⸗ km, Aus Schmähsucht kränke nie mein Rund des Nächsten Nuh! er rühme in Verdienst, deck seine Fehler zu. 6. Die Rach ist dein, o Gott! du Richst; ich will vergelten, drum laß nith stille sein, wenn Menschen auf nich schelten. Gib, daß ich dem ver⸗ hih, der mir zu schaden sucht, den lebe, der mich haßt, den segne, der ir flucht. 1 Doch laß mich nicht allein auf kilich Woblergehen mit eingeschränk⸗ Em Blick bei meinem Nächsten sehen. Noch stürker müsse mich sein ewig Glück usteun, und ihm zum Seelenheil mein henz behülflich sein. 8. Den, der im Glauben wankt, in Glauben zu bestärken; den, der loch sicher ist bei seinen Fleisches⸗ haken von der verkehrten Bahn auf uhten Weg zu ziehn, dazu verleih mir Rast und segne mein Bemühn. 9. O heilige du selbst, Herr, mei⸗ Ur Seelen Triebe, durch deine Lieb uud Furcht, zu wahrer Menschenliebe. Hernicht den Nächsten liebt, geht nicht um Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Hot, mir stets vor Augen sein. Mel. von Nr. 55. 546 Hiß⸗ Jesu! daß ich meinen — Nächsten liebe; durch lblos Richten ihn ja nicht betrübe, U nicht verläumde, noch durch falsche Ränle sein Herze kränke. 2. Gib, daß ich nachsichtsvoll des hächten Fehle, so viel ich immer Uun, der Welt verhehle, und, wenn fällt, auf mich, der ich noch stehe, ut Vorsicht sehe. 9, Hilf, daß ich klüglich ihn zu ksern trachte, und seiner Seelen Aahl recht theuer achte. Denn du selbst für sie in Todesbanden il.— Bon der Liebe des Nächsten. 291 4. Laß mich aufrichtig schätzen deine Gaben, die andre, Herr, von deiner Güte haben. Es müsse nie mein Herz des Nächsten Freuden boshaft beneiden. 5. Laß mich, mein Heiland, immer mehr auf Erven an Lieb und Gutig⸗ keit dir ähnlich werden. Gib dazu Kräste, Herr, so will ich droben dich ewig loben. Mel. von Nr. 13. . ur Liebe ohne Heuche⸗ 547. N lei zeigt, ob man neu geboren sei; sie zeigt vom wahren Christenthum; sie ist des Menschen höchster Ruhm. . Gott ist die Liebe; du sein Kind, wenn dich der Nächste liebreich findt. Wer ohne Lieb ist, kennt nicht Gott, ist noch in seinen Sünden todt. 3. Kannst du des Nächsten Elend sehn, und ungerührt vorüber gehn, so stehts um deinen Glauben schlecht; sot ist dein Christenthum nicht ächt. 4. O sprich nur nicht: er ist mein Feind, wie kann man sein des Fein⸗ des Freund; der Feind bleibt ja dein Fleisch und Blut; thu, was der Sa⸗ mariter thut. 5. Hat dich denn Gott nicht stets geliebt? Gott, welchen du so oft be⸗ trübt? Gleichwohl vergißt er Zorn und Rach; o folge diesem Beispiel nach. 6. Den liebt ein Heide, der ihn liebt; dem gibt er wieder, der ihm gibt. So schränket sich der Christ nicht ein; auch Feinden wird er gütig sein. 7. Dein Herz sei voll von Lieb und Huld, voll Demuth, Sanftmuth und Geduld, so wirst du vieler Feinde los, und dein zukünftger Lohn ist groß. 8. Nust, Gott, der du die Liebe bist, gib, daß ich als ein wahrer Christ nach deinem Betispiel liebreich sei, aufrichtig, ohne Heuchelei. 9. Dann nimm mich nach voll⸗ brachtem Lauf, an jenen Ort des Friedens auf, wo dich und jeden Menschenfreund die Lieb aufs innigste Ahausgestanden. vereint. 19˙⁰ 548. 292 45) Von der Mel. Kommt her zu mir, spricht.— 238. u liebst, o Gott! Ge⸗ rechtigkeit, und hassest den, der sie entweiht, am Nächsten Unrecht übet. Du bists, der jedem seinen Lohn, ohn alles Ansehn der Person, nach seinen Werken gibet. 2. Gerechter Gott! laß deinen Geist zu dem, was recht und billig heißt, stets meine Seele lenken. Nie komm es mir doch in den Sinn, aus schnö⸗ der Habsucht und Gewinn des Näch⸗ sten Recht zu kränken. V 3. Pflanz Redlichkeit in meine Brust, und laß mich stets mit wahrer Lust der Liebe Pflichten üben. Ein Herz, das nur auf Unrecht denkt, nur Scha⸗ Gerechtigkeit. den sucht, und andre kränkt, wi das Btüder lieben? n 4. Nie seufze jemand über mich mein ganzes Herz bestrebe sich, din Nächsten gern zu geben, was er ul Recht verlangen kann, und immersth mit jedermann in Einigkeit zu lebn 5., Laß mich beständig dahin sh mit jeglichem so umzugehn, wie ih von ihm begehre; damit ich keines Man schen Herz durch meine Härte je n Schmerz und Kümmerniß beschwen 6. Herr! mit dem Maaß, dani ich hier dem Nächsten messe, wirt mir dereinst auch wieder messen. D reize mich zur Billigkeit, so werd it auch zu keiner Zeit der Liehe Yiil vergessen. 46) Von der Sanftmuth und Versoͤhnlichkeit. Mel. von Nr. 108. 5 49 ott, der du die Men⸗ * schen liebest, der du nicht ein strenges Recht, sondern lau⸗ ter Gnade übest an dem sündlichen Geschlecht! laß mich deinen Geist be⸗ leben, daß ich, Vater, als dein Kind, liebreich sei, wie du gesinnt. Herr, du wollst den Sinn mir geben, der bei Fehlern Nachsicht zeigt, und mit Sanftmuth spricht und schweigt. 2. Laß mich meines Nächsten scho⸗ nen, willig tragen seine Last! und so lang ich hier soll wohnen, bleibe Zanksucht mir verhaßt! denn das ist‚ o Gott, dein Wille, und die Eintracht liebest du: o, so hilf auch mir dazu! gib ein Herz mir, das die Stille Und den Frieden sucht und liebt, das statt Rache, Sanftmuth übt. 3. O, wie wird das Herz beschwe⸗ ret, durch des Zornes Leidenschaft! Zanksucht und der Haß verzehret nach Uund nach des Körpers Kraft, hemmt den Lauf von unsern Jahren, macht zum Himmel ungeschickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt! ach, du wollest mich bewahren, daß des Jäh⸗ zorns Raserei nie des Herzens Mh⸗ ster sei. 4. Wer mir flucht, den will ih segnen, so wie mein Erlöser ihehf und dem nachsichtsvoll begegnen, de zum Zanken Neigung hat. Für N. Feinde will ich beten, und vor dich du Friedensfürst, wenn du Menschn richten wirst, ausgesöhnt mit ihng treten. Gott des Friedens! segnehi mich in deiner Kraft dazu. 5. Ewig Heil ist dem beschithth der nach frommer Eintracht suh Höchster! gib mir deinen Zilddt der zur Sanftmuth uns erhebt, Gf regiere Herz und Sinnen; denn hi er das Herz regiert, wird, wa der Zwietracht führt, niemals lu macht gewinnenz bis einst in der hin lichkeit ewger Friede uns erfreul. Mel. Herzliebster Jesu, was.— Il 550 err, mein Veisthin der du für mich l test! und noch zur Rechten Golt für mich bittest! erweck in mit K Muster wahrer Liehe, der Sanfinnh Triebe. 2. V haß ve der, a sgnete! Ileund 5. V sir sein 0 Herr, Junger Ind Fei 6. Se Iebe, der wah Iu zu Sumen. ie kasy 2 mih , den er mi mersex lebiz in schh wie ich es Meh⸗ je mf hwein, „ dallt wirst d n. Di werd is e Mfich t. s Ms WIl i ser thah neg, du Füt R. vor dich Menschg nit ihnen segne h ihh 1 Friede hebt, H penn ben „ Was fl als Uhu⸗ der hin⸗ rfreut. — Bersohmn nich ll en Golll mit, Sanstah 2. Wann hast du jemals Haß mit haß vergolten? du schaltst nicht wie⸗ d, als man dich gescholten. Du kgetest mit Wohlthun nicht blos zunde; nein selbst auch Feinde. 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen, und doch von Rach⸗ ser gegen andre brennen? ich sollte Inals Haß mit Haß vergelten, und Heder schelten? J. Wie kann ich: Vater! zu dem höchsten sagen, und Groll im Herzen gegen Brüder tragen? Wie kann ich Uihm flehn, mir zu verzeihen, und hche schreien? 5. Wer nicht vergibt, der wird sie seine Sünden auch nicht bei dir, herr, Vergebung finden. Dein Anger ist nur, der wie du, vergibet, Ind Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seelen Zurbe, mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe; vertilge durch die lus zu deinem Namen der Rachgier Saumen. . Wenn meine Brüder sich an mir ugehen, so lehre mich, ihr Unrecht lhersehen. Laß mich, wenn sie mich luch empfindlich kränken, an dich Ahenken. 6. Erwecke denn, o Herr, in mei⸗ um Herzen aufs neue das Gedächt⸗ jener Schmerzen, die du in dei⸗ Is schweren Leidensstunden für mich mupfunden. 9. Laß mich mit Sanftmuth mei⸗ Um Feind begegnen, den, der mir sucht, voll Großmuth, wie du, seg⸗ ken. Herr, mache gegen alle, die nsch hassen, mein Herz gelassen. 10. Will zu der Rachsucht mich die gucht verführen, als würd ich sonst hün ganzes Glück verlieren: o Herr, aß mich, ihr zu widerstehen, auf ich dann sehen. 11, Du schützest den, der redlich A dir wandelt, und überall nach Allem Vorbild handelt. Drum laß lem mich schon hier auf Erden Zweiter Theil.— Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 293 Mel. Herzliebster Jesu, was.— 131. 551 Hern deine Sanftmuth —* ist nicht zu ermessen! wie viel hast du vergeben und ver⸗ gessen; ach, führe mir doch deine große Güte recht zu Gemüthe! 2. Du segnetest, die deinen Namen fluchten; und heiltest die, die dich zu fangen suchten; und zeigtest unter deiner Feinde Toben der Langmuth 3. 6 lich ich di 3.„glich ich dir, o Heiland! ich bekenne, daß ich noch oft von schnellem Zorn entbrenne, und mich vor dir gar leicht durch eigne Rache verwerflich mache! 4. Ich muß es wehmuthsvoll vor dir, Herr, klagen; mein stolzes Herz kann, leider! wenig tragen; und schwerlich weiß ich, wenn mich andre hassen, mein Herz zu fassen. 5. Vergib mir, Herr, und wende mein Berderben; bei Zorn und Haß läßt sich dein Reich nicht erben. Und jener Tag vergilt nach strengem Rechte dem harten Knechte. 6. So hilf mir denn, die wilde Glut ersticken; laß sich dein Bild in meine Seele drücken! so werd ich mich versöhnlich finden lassen, den Feind nicht hassen. 7. Flucht mir die Welt, so laß mich, Herr, sie segnen; und ihrem Grimm mit Freundlichkeit begegnen; daß mich das Böse, das ich dann empfinde, nicht überwinde. 8. Verleih mir das um deiner Sanstmuth willen: so erb ich auch im Lande deiner Stillen die Selig⸗ keit, wozu sie jenes Leben einst wird erheben. Mel. 552 Nie will ich dem zu scha⸗ * den suchen, der mir zu schaden sucht. Nie will ich mei⸗ nem Feinde fluchen, wenn er aus Haß mir flucht. Mit Güte will ich ihm begegnen, nicht drohen, wenn er droht. Wenn er mich schilt, will ich ihn seg⸗ von Nr. 50. K ähnlich werden. nen; dies ist des Herrn Gebot. 29⁴ Zweiter Theil.— Von 2. Er, der von keiner Sünde wußte, vergalt die Schmach mit Huld, und litt, so viel er leiden mußte, mit Sanft⸗ muth und Geduld. Will ich, sein Jün⸗ ger, wieder schelten, da er nicht wie⸗ der schalt? mit Liebe nicht den Haß vergelten, wie er den Haß vergalt? 3. Wahr ists, Verläumdung dulden müssen, ist eine schwere Pflicht. Noch selig, wenn ein gut Gewissen zu unsrer Ehre spricht: dies will ich desto mehr bewahren; so bessert sich mein Feind, und lehrt mich weiser nur verfahren, indem ers böse meint. der Dienstfertigkeit ꝛc. 4. Ich will mich vor den Fehlns b, Z1 hüten, die er von mir ersann; zu nich di auch die Fehler mir verbieten, die dem He nicht wissen kann. So will ich nitl ebet, durch Sanftmuth rächen, an ihm du en Opf Gute sehn, und dieses Gute von in I. Laf sprechen: wie könnt er länger schmänl hur, a 5. In seinem Haß ihn zu ermüßgl il jene. will ich ihm gern verzeihn, und gibet, ein Christ bereit zum Frieden, hun det ernd zu Diensten sein. Und wird er, ni zu untertreten, durch Güte mehr erhh will ich im Stillen für ihn hesen i 555 Gott vertraun: Gott schützt, 0n Nächste 47) Von der Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit. in der Mel. O Gott, du frommer Gott.— 8. ie selig lebt ein Mensch, 553. Wĩ der Dienstbegierde kennet, und ihre Pflicht zu thun aus Menschenliebe brennet! der, wenn ihn auch kein Eid zum Dienst der Welt verbindt, Beruf und Eid und Amt schon in sich selber findt. 2. Dir, Höchster, ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen; durch Dienstbeflissenheit sucht er dies zu erreichen; er hält für eignes Wohl sich nicht allein gemacht; er hält sich für die Welt von dir hervorgebracht. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienst und Kräfte, ihr nützen, ist für mich ein seliges Geschäfte. Als Glieder schuf uns Gott, als Bür⸗ ger einer Welt, in der des einen Hand die Hand des andern hält. 4. So denkt der Menschenfreund; und das ist sein Bestreben, so treu, als er sich lebt, zum Wohl der Welt zu leben. Ihm wird des Nächsten Heil sein eignes Himmelreich; er fühlet fremde Noth, als träf ihn selbst der Streich. 5. Er eilt dem, ders bedarf, mit Hülfe beizustehen; sein Ansehn und sein Freund, sein Stand, sein Wohl⸗ ergehen, sind Mittel, die er braucht, behülflich gern zu sein, und einen Leidenden mit Troste zu erfreun. 6. Was andrer Nothdurft heischt, das reizet seine Triebe, auch ohne nhen nic wirkt seine Gütigkeit. Er siebt eu ud lleb seinen Gott, der Liebe ihm gebe 2. We 7. So laß mich auch gesinnt, mis unnd gern Gott! durch Christum werden! venn si regen Eifers sei mein Leben hier u Mts zt Erden, so nützlich, als ich kann, Aus Arläun Nächsten stets zu sein; dann gihii siiten) einst, o Gott, ins Reich der Liche h 30 0 Mel. O Welt, ich muß dich lassen.—A doch min X u, aller Menschen dr uue Wei 554.4 ter! du gütigstr. Hehorsa rather in allem, was uns diuths E lieb was wir hier Guts genießen, I läßt du uns zufließen; du bist, d unser Herz erquickt. 2. Du läßt dich bei uns Sindin durch Undank nicht verhindern, A segnend zu erfteun. Zu ewgen ei ligkeiten uns Sterbliche zu leiten, ewig dein Vergnügen sein. Inkt 3. Wie groß ist deine Milde! Buz 90 herzger Vater! bilde mein Herz i deinem Sinn, daß ich der Noh u Armen mich willig mög erbang nimm alle Härte von mir hin. ound 4. Gieb, daß ich willig gebe, n un wohlzuthun bestrebe, so wie mein hi Nund land ihat, der göttliche Erbarmer un zun kein bedrängter Armer vergehanl Iu W um Hülfe bat. uiht 5. Erhalt in mir die Ticht 0 mitleidsvollen Liebe. Wie du h I h Guts geihan; so laß, um dah uma Rubm und Lohn zu wahrer Men⸗ schenliebe. Kein Stölz noch Eigennutz willen, mich andret Nothduist silt Rien so oft ich ste nur stillen kann. er, nii hr erhih heten un keit. siebt ch gebeut. nnt, mih den! hier aj ann, du in gih fl Liebe dh ssen.—H ischen de igster H. 15 drith esen, de bists, d Sündm dern, M Wgen E eiten, del Banh Hetz Noth u erbarmol — bin. gebe, u mein h Harmer d ergeben Trlehe x zie du N um dah durst ils ann. Zweiter Theil.— Vom rechten Gebrauch der Zunge. 295 6. Zum Fleiß in guten Werken laß Unih die Hoffnung siärken; vor dir, dem Herrn der Welt, der frohe Geber lbet, sei, was man willig gibet, ü Opfer, das dir woblgefällt. Laß mich hier reichlich süäen. Denn, hur, was hier geschehen, folgt uns shme Zeit. Wer hier gern hilft und gbet, und sich im Woblthun übet, Uher erndtet dort die Herrlichkeit. Ral. Machs mit mir, Gott, nach.— 26. IXE er dieser Erden Güter 5900. hat, und siebt den gächsten leiden, und macht den Hung⸗ uhen nicht satt, läßt Nackende nicht klei⸗ Ien, der ist ein Feind der ersten Pflicht, und liebt dich, Gott der Liebe, nicht, 2. Wer seines Nächsten Ehre schmäht, und gern sie schmähen höret, sich freut, benn sich sein Feind vergeht, und Uhts zum Besten kehret; nicht dem Onrläumder widerspricht, der liebet sinen Nächsten nicht. 9. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schutz den Nächsten unterstützet, buch nur aus Stolz, aus Eigennutz, uus Weichlichkeit ihm nützet, nicht aus Hchorsam, nicht aus Pflicht, auch un liebt seinen Nächsten nicht. 4. Wer harret, bis ihn anzuflehn, ein Dürftger erst erscheinet, nicht eilt, dem Frommen beizustehn, der im Ver⸗ borgnen weinet, nicht gütig forscht, obs ihm gebricht, der liebt auch sei⸗ nen Nächsten nicht. 5. Wer andre, wenn er sie beschirmt, mit Härt und Vorwurf quälet, und ohne Nachsicht straft und stürmt, so⸗ bald sein Nächster fehlet: wie bleibt bei seinem Ungestüm, Gott, deine Liebe wohl bei ihm? 6. Wer für der Armen Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet, dem Uebel nicht zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet; nur sorglos ihnen Gaben gibt, der hat sie wenig noch geliebt. 7. Zwar du, mein Geist! vermagst es nicht, Aets durch die That zu lie⸗ ben; doch bist du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünschest dir die Kraft dazu, und sorgst dafür: so liebest du. 8. Ermattet dieser Trieb in dir, so such ihn zu beleben! denk oft⸗ Gott ist die Lieb, und mir hat er sein Bild gegeben. Ja, Höchster! was ich hab, ist dein; sollt ich, wie du, nicht gütig sein? 48) Vom rechten Gebrauch der Zunge. Nel. Ach Gott, vom Himmel.— 215. ie Zunge, die vernehm⸗ 556. D ilch spricht, hat dir den Gott gegeben. Welch ein Ge⸗ shenkl mißbrauch es nicht, sie bringet aud und Leben, sie stürzt in Unglück, llst in Noth; sie fluchet und sie segnet Hott, so gut ist sie, so böse! 2. Gott! laß in meines Herzens Huund stets Recht und Wahrheit sie⸗ gen. Dann mag das Herz in meinem Rund der Welt vor Augen liegen: unn werd ich von Verstellung frei, in Wahrheit und dem Recht getreu, lscht mit den Lippen sündgen. 9. Zu deiner Ehr, zu andrer Wohl ill ich mein Thun siets lenken; laß unn auch, wenn ich reden soll, mich hisen Zwock bedenken. Dein Lob, des Nächsten Glimpf und Nutz, der Un⸗ schuld und der Schwachen Schutz be⸗ schäftge meine Zunge. 4. Schandbare Worte, frecher Scherz, unheilge Spöttereien, verrathen ein ver⸗ derbtes Herz: davon mich zu befreien, so wirk auf mich durch deinen Geist, daß Herz und Mund dich, Höchster, preist, wie Christen es geziemet. 5. Was züchtig, keusch und ehrbar ist, was wohl und lieblich klinget, das redet billig nur der Christ. Er spricht, wenns Nutzeu bringet; er schweigt, wenn Schweigen besser ist; er bildet sich stets, als ein Christ, nach seines Heilands Muster. 6. O webe dem verwegnen Mund, der einen Fluch nicht scheuet! wie wird des Herzens Leichtsinn kund und 296 Zweiter Theil.— Vom rechten Gebrauch der Zunge. oft zu spät bereuet! ach, fluchen brin⸗ get Fluch und Noth, und, wenn nicht Buße folgt, den Tod; Gott wolle mich bewahren! 7. Gieb, Gott! daß ich, der Lügen Feind, des Teufels Arglist hasse, und mich stets als ein Menschenfreund aufrichtig finden lasse. Der Lügner Theil ist jener Pfuhl! die jauchzen einst vor Gottes Stuhl, die Treu und Wahrheit lieben. Mel. Alle Menschen müssen sterben.— 88. 557 L.5 mich, Höchster! dar⸗ * nach streben, stets der Wahrheit Freund zu seyn! jenes freu⸗ denvolle Leben nimmt nicht freche Lüg⸗ ner ein. Denn vor deinem Angesichte werden sie beschämt zunichte, so wie Satans Trug und List, der der Lüg⸗ ner Vater ist. 2. Andern zu gefallen lügen, leeren Schwätzern gleich zu sein, heuchelnd Brüder zu betrügen, Herr! das falle mir nie ein! Wahrheit leit an allen Orten mich in Werken und in Wor⸗ ten. Redlich sei des Herzens Grund, redlich spreche auch mein Mund. 3. Die der Falschheit sich ergeben, sind vor dir, o Gott! ein Gräul; und ein unglückseligs Leben bleibt gewiß ihr künftigs Theil. Hier schon trifft verdiente Schande sie bei Red⸗ lichen im Lande. Denn ein jeder Menschenfrennd ist der Falschheit Ränken Feind. 4. Schmäht mich, ohne mein Ver⸗ schulden, der Verläumder Lästermund; Herr, so laß mich still erdulden. Einst wird doch die Wahrheit kund. Darf ich ja nicht länger schweigen, meine Unschuld zu bezeugen, o so gib, daß stets dabei Herz und Mund voll Sanftmuth sei. 5. Daß du, Herr, an jedem Orte Zeuge meines Wandels bist; daß kein einzges meiner Worte deinem Ohr verborgen ist; das sei stets mir im Gemüthe, daß ich mich vor Lügen hüte, denn du liebst den Wahrheits⸗ Mel. Ach Herr, mich armen S.— 67. ohl dem, der richi 558. Wĩ wandelt, der, ein Wahrheitsfreund, in Wort und Werken handelt, und das ist, was g scheint; der Recht und Treue liehet und von dem Sinn der Welt, di Trug und Falschheit übet, sich unhi⸗ fleckt erhält. 2. Wohl dem, der Lügen hassh und der, so oft er spricht, so sen Reden fasset, daß er die Wahiheh nicht mit Vorbedacht verletzet, un der an allem Ort sich dies vor Nuhm setzet: Gott merkt auf jedes Won. 3. Wohl ihm, daß sein Gemüth, Herr, deine Rechte übt! Ihn ölell deine Güte, er wird von dir gelleh. Du wirst ihn einst erhöhen, wenn in dn Wahrheit Licht beschämt die Falshn stehen, geschreckt durch dein Genicht 4. Herr! drücke diese Sache ni tief ins Herze ein; daß ichs zu Pflicht mir mache, der Lügen Feh zu sein. Erinnre mein Gewissen, hassest Heuchelei, damit ich stets h⸗ flissen der Treu und Wahrheit sei. 5. Nie laß mich was versprechen, duz ich nicht halten kann, und nie Zusagn brechen, die ich einmal gethan; üe mich den Stolz verleiten, und nie di Beispiels Macht, als Wahrheit aut⸗ zubreiten, was ich doch selbst eidach. 6. Doch laß zu allen Zeiten aut deiner Weisheit Licht, Herr, mein Seele leiten, damit ich meine Pfiiht mit Klugheit üb, und wisse, wann ih für andrer Wohl und für mich reon müsse, und wann ich schweigen sl. 7. Wenn je, um mich zu drüchh des Feindes Anschlag gilt, der sich hi bösen Tücken in guten Schein verhülll so stärke meine Seele, daß sie nt unterliegt, und alles dir befehle, duh den die Unschuld siegt. 8. Ein Herz voll Treu und Glal⸗ ben das, Gott, zu dir sich hält, d soll mir niemand rauben; so kann it aus der Welt einst mit der Hoffnum gehen: ich werde, als dein Kind, dih mit den Frommen sehen, die niut Herzens sind. Ubermal! Ich Got Ach Gott Ich Got ach Got Ach! He Ich schor Ich was Almächt Alwissen As Jest Uso hat Am Kret Unbetun An dich An diese Un dir Auf! au Auf, Cb Uuf dich Zuf dich auf! J Juf, m Juf/ m Auf, mi luf, o Auf, o Auf, tr — 67. richth r, alt üt um was a liebez lt, Rit unhi⸗ hash o seist ahiheh t, I Auzan Wont. emüth, n leilh geliehz in in dn alhen heich, che ni s zu n Feid sen, stets h⸗ it sei. hen, dus Zusagn an; n nie diz eit au⸗ erdach. ten aub P.i e Pfliht wann i ich Reon gen sol. drücke sich i verhülll sie nict le, duch d Glal⸗ ält, du sn ih Boffnun ind, 0 e Rin I. Register über sämmtliche Lieder nach der Nummer des Liedes. . Num. Ubermals ein Jahr verflossen 468 ih Gott, du unser Lebenslicht 423 ih Gott und Herr, wie groß und 290 Ich Gott, vom Himmel sieh 21¹⁵ Ich Gott wir treten hier vor dich 421 Ach! Herr, lehre mich bedenken 5⁴⁰ Ich schone doch, o großer 239 uch was bin ich, mein Erretter 8⁰ Aümächtig großer Gott! wer kann 75 Ulwissender, vollkommner Geist! 2⁴ gls Zesus jetzund sterden wollt 222 lso hat Gott die Welt geliebt 102 um Kreuz erblaßt, der Marterlast 155 lubetungswürdger Gott! mit Ehrf. 14 In dich, mein Gott! gedenken 35⁸ In diesem Tag frohlocken wir 173 In dir allein hab ich gesündigt 295 Juf! auf! mein Geist, auf! auf! 18 Auf, Christen, preist mit mir den 436 luf dich allein Herr Jesu Christ! 308 luf dich, Herr! nicht auf meinen 373 guf! Jesu Jünger, freuet euch! 176 luf, meine Seele, singe! an dir= 448 guf, mein Geist, dem Herrn 393 duf, mein Herz, ein froher Tag 156 luf, o Seele, werde munter 486 Auf, o Sünder, laß dich lehren 284 duf, träger Geist! laß das, was 274 B. Bald oder spät des Todes Raub 349 bedenke, Mensch, das Ende 193 Beffehl du deine Wege, und was 67 befreie meinen Geist, o Gott 4¹8⁸ Begleite mich, o Christ! wir gehen 145 Behlückter Stand, getreuer Seelen 254 degrabt den Leib in seine Gruft 266 Besingt Gott Zebaoth; besinget 463 Bewahre mich, Herr, daß der W. 331 Hringt her, ihr Mächtigen der Erde Bringt Preis und Ruhm dem Heil. C. Hrist! alles, was dich kränket D. Damit ich meine Seele rette Den bin ich, Gott; dein ist mein dein bin ich, Herr! dir will ich dein, Gott, ist Majestät und M. Dein Heil, mein Geist, nicht zu Dein sind wir, Gott! in Ewigkeit 426 16⁰ 383 505 70 332 333 398 261 Num. Dein Will ists, großer Gott! 49⁵ Dein Wort, o Höchster! ist vollk. 4 Der du das Daseyn mir gegeben 11 Der du die Liebe selber bist, und 543 Der du mich als ein Vater liebst 359 Der du uns als Vater liebest 200 Der du uns das Heil errungen 108 Der du Verstand und Tugend schenkst 337 Der du voll Blut und Wunden 133 Der ewge Gott und höchste Vater 379 Der Held hat überwunden der 158 Der Herr des Himmels und der E. 49⁴ Der Herr fährt auf gen Himmel 174 Der Herr ist Gott und keiner mehr 15 Der Herr ist gut, in dessen Dienst 243 Der Herr ist meines Lebens Kraft 387 Der Herr ist meine Zuversicht 37⁵ Der Herr lag in das Grab gestr. 157 Der Herr, mein Hirt, behütet mich 259 Der König aller Welt ist Gott 6⁵ Der Spötter Strom reißt viele fort 13 Der Tag ist hin, du aber, Jesu 483 Der Tag ist wieder hin, und diesen 489 Der unsre Menschheit an sich nahm 192 Der Wollust Reiz zu widerstreben 509. Des Donners schreckendes Gebrülle 428 Des Leibes warten und ihn nähren 510 Des Vaters und des Sohnes Geist 205 Dich bet ich an, erstandner Held 162 Dich, mein Jesu, laß ich nicht 23⁰ Dich seh ich wieder, Morgenlicht 475 Die Erd und was darinnen ist 186 Die Herrlichkeit der Erden muß 88 Die Himmel rühmen Gottes Ehre 46 Die Himmel rufen, jeder ehret 4²2 Die Quell, woraus der Mensch 8⁴ Dies, Christen! ist der Tag des H. 493 Dies ist der Tag, den Gott gemacht 169 Dies ist der Tag, zum Segen 491 Die Zunge, die vernehmlich spricht 556 Dir allein hab ich gesündigt 287 Dir dank ich für mein Leben 367 Dir, Gott, sei Preis und Dank 7¹ Dir, mein Gott! will ich lobsingen 438 Dir, unser Gott! ist niemand 52 Dir, Vater! dankt mein Herz und 203 Du, aller Menschen Vater! du 55⁴ Du bist ja, Jesu, meine Freude 416 Du bists, dem Ruhm und Dank 447 Du, der Herz und Nieren kennet 347 Du, der kein Böses thut! du 78 Du gabst mir, Ewger! dieses L. 279 Du, Gott, du bist der Herr der Zeit 464 298 Du hast, mein Vater und mein Du hast uns, Herr, die Pflicht Du Herr der Seraphinen, dem Du, Herr, hast aus Barmherzigkeit Du, Herr und Meister meiner Tage Du klagst, o Christ, in schweren Du klaͤgst und fühlest die Beschw. Du liebst, o Gott, Gerechtigkeit Durch Adams Fall ist erst verderbt Durch dich, o großer Gott! durch Durch so viel Schein gestärkt Du reicher Gott der Armen, du Du sagst: ich bin ein Christ Du Vater deiner Menschenkinder Du weiser Schöpfer aller Dinge Du wesentliches Ebenbild der allerh. Du willst, Gott! daß mein Herz E. Edler Geist im Himmelsthrone Ein Herz: o Gott! in Leid und Ein Jahr der Sterblichkeit, der Ein Pilger bin ich in der Welt Ein ruhiges Gewissen laß, Herr Eins ist Noth! ach Herr, dieß Ein starker Schutz ist unser Gott Entehre nicht, mein Herz! mit Entflohen sind auch dieses Tages Erbarm dich, Herr, du kennst Erfülle, Herr! doch selbst mein Erhabner Gott, was reicht an Erhalt uns, Herr, bei deinem W. Erheb dein Herz, thu auf die O. Erhebet Gott durch neue Lieder Erhebet Gottes Heiligkeit, ihr Erhebe vom Geräusch der Welt Erhebt den Herrn, ihr Frommen Erhebt, erhebet Gottes Ruhm Erhöhter Jesu! Gottes Sohn Erinnre dich, mein Geist, erfreut Er kommt, er kommt zum Weltger. Erlöser, sieh auf uns hernieder Es eilt der letzte von den Tagen Es hilft uns unser Gott, er höret Es ist das Heil uns kommen her Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist vollbracht! so ruft am Kr. Es lag die ganze Welt mit Zorn Es zieht, o Gott, ein Kriegeswetter Ewge Liebe, mein Gemüthe waget V. Freiwillig hast du dargebracht Frohlocke, mein Gemüthe, und Frohlocket, jung und alt, ihr Für alle Güte sei gepreist, Gott Fürwahr, du bist, o Gott, verb. G. Gedanke, der uns Leben gibt Geist vom Vater und vom Sohne Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt sei Gott, ihm will ich Register. 376 516 48 229 53⁴ 530 531 548 9⁰ 101 283 190 169 191 430 532 388 30⁴ 276 14 99 42⁰ 91 170 150 461 48¹ 53 95 207 104 441 Gelobt seist du, Herr Zebaoth Gelobt seist du, o Gott, für Gepriesen, Gott, sei dein Erbarm. 40 Gerechter Gott, vor dein Gericht 3 Gern will ich mich ergeben, dich 2 N Getreuer Gott! wie viel Gedud Getrost, mein Herz, und zage nicht B. Gib mir, o Gott, ein Herz, das Gott! deine Gnade sei gepreist Gott, deine Gnad ist unser Leben Gott, deine Güte reicht so weit Gott, deine Huld und Gütigkeit Gott! der an allen Enden viel Gott! der du die Menschen liebest 30 Gott, der du für uns deinen Sohn I Gott, der du unser Vater bist Gott der Juden, Gott der Heiden Gott! der uns immer Gutes gab 1 Gott der Wahrheit, dessen Treue Gott des Himmels und der Erden Gott, dir gefällt kein gottlos Wesen Y Gott, du bist von Ewigkeit! und 3 Gott, du bleibst ewig unsrer Wohlf. I Gott, du hast in deinem Sohn M Gott, durch welchen alle Dinge 6 Gottes Lamm, durch dessen Wunden I Gottes und Marien Sohn! Liebster I Gott, groß von Erbarmen! weise 10 Gott hab ich alles heimgestellt 90 Gott! hilf mir, daß ich Buße thue Gott im Himmel und auf Erden I Gott ist es, dessen weiser Rath Gott ist mein Hort, und auf sein Gott ist mein Lied! er ist der Gott 3 Gott ists, der das Vermögen schafft al Gott ist uns Stärk und Schutz Gott mache du mich serbst bereit Gott, meine ganze Seeie macht Gott, mein Vater, Dank sei dir Gott, mein Vater, deine Liebe Gott ruft der Sonn' und schafft Gott sorgt für mich, was will ich Gott, unserm Gott allein sei Ehr 9 Gott, vor dessen Angesichte nur ein 3 Gott, was muß dein Sohn ertr. I Gott werde stets von dir erhoben Gott, wie rein ist deine Lehre Großer Gott! erhabnes Wesen Großer Gott, Herr aller Götter Großer Mittler, der zur Rechten — Habe deine Lust am Herrn, bei Hallelujah! Jesus lebet. Erlößte Halt im Gedächtniß Jesum Christ Heiland! deine Menschenliebe Heilger Geist, du Himmelslehrer Heil uns, aus unsrer Sündennoth U Herr, allerhöchser Gott! bei dem Ih Herr, deine Allmacht reicht so weit Herr, deine Sanftmuth ist nicht A Herr, der du deinen theuren Sohn I. Herr, der du mir das Leden 30 Herr/ di berr/ Herr/ d Herr, d. Herr/ d. Herr/ di err, er — es Herr Gt Herr/ h Herr, ie herr Je herr Je Herr Je Herr Je 0 Register. N Herr) dir trau ich; auf der Erde Uherr) du bist meine Zuversicht rm. A gerr/ du erforschest mich; dir bin t berr, du fährst mit Glanz und berr/ du hast deinem Reich „ u here) du kennest mein Verderben icht u Herr) erhöre meine. Klagen as iu herr, es ist von meinem Leben I Herr Gott, du. bist die Zuflucht n iherr, hoͤre mein Gebet un deiner Rberr, ich hab aus deiner Treu t berr Jesu Christ du höchstes Gut hberr Jesu, deiner Glieder Ruhm est d Herr Jefu! Gnadensonne! wenn ohn NI herr Zesil! send uns deinen Geist berr, laß doch mich recht feterlich den MI zur, laß mich doch gewissenhaft b M berr, lehre mich, wenn ich der ue N berr, mache meine Seele stille den Iu serr, mein Erlöser! nur von dir esen Lerr) meiner Seelen großen Werth d berr, mein Licht! erleuchte mich phlf. 0 serr! mein Licht, mein Heil und Lerr, mein Versöhner! der du 50 berr, ohne Glauben kann kein M. 3 Iden I berr! kärke mich, dein Leiden zu öster Iu] serr, Unser Gott! dich loben wir se I berr) Unser Gott, wer ist dir gleich berr! wir stehen hier vor dir 2 thue 1] geute, sprach mein Heiland, heute n ger bin ich, Jesu! zu erfüllen 3cgler ist noch unsre Prüfungszeit ein zier liege ich zu deinen F.— V. Vott dlf„ Jesu! daß ich meinen N. hafft filf'mir, mein Gott! verteihe bchser! denk ich an die Güte t ochster Gott! wir danken dir t böchs erwünschtes Seelenleben ir Aeosanna, Davids Sohn! der in 30 olter! wird die Nacht der Sünden 29⁷ ich 6 J. hr guchze, auserwählt Geschlechte 4⁵² ein 4Icharmer Sülnder, wer bin ich 338 ke. h] ic bin ein Christ: Gott ist mein 258 den ic din getauft auf deinen Namen 21¹9 0 30 bin, o Gott, dein Eigenthum 76 ch danke dir von ganzem Herzen 382 5 ch danke meinem Gott, der mir 328 en M. I denk an dein Gerichte, du 19⁴ Ich erhebe mein Gemüthe sehns. 236 Ich fleh in tiefster Reue zu deiner 237 ei 3 Ich freue mich der frohen Zeit 267 oßte u 30 freue mich, mein Gott, in 233 rist 10 Ich glaub an Gott; hoch sei 303 0 Ich habe, Gott! mir ernstlich 335 rer 9 Ich habe nun den Grund gefunden 92 noth 0 bab in guten Stunden des 5²3 den I0 kof, o Gott, mit seiem M. 300 weit 3 30 komme, Friedensfürst! zu dir 307 cht Ich komme, Herr! und suche dich 225 Sohn 0 c komme vor dein Angesicht 409 J preise dich, o Herr, mein Heil 232 Ich schüme mich vor deinem Thron Ich singe meiner Seelen Lust Ich weiß, an wen mein Glaub Ich weiß es, Gott! mein ganzes Ich weiß es wohl, ich selbst Ich weiß gewiß, daß mein Erlöser Ich will dich noch im Tod erheben Ich will, mein Gott, du König Jehovah herrscht mit Majestät Jehovah, Herr und König der Jesu, Arzt todtkranker Seelen Jesu, daß du meine Seele selbst Jesu, durch dein Blut und Wunden Jesu, meine Freude! bester Trost Jesu, meiner Seelen Retter Jesus Christus, unser Heiland Jesu, sieh mich an in Gnaden Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus meine Liebe lebt, dem es ist Jesus meine Zuversicht und mein Jesus nimmt die Sünder an Ihm, der das Licht entstehen hieß Ihr Christen rühmt, erhebt und Ihr, die ihr wart verloren! höͤrt Ihr Frommen, auf! die ihr die Ihr Knechte Gottes, lobt den Herrn Ihr trüben Sorgen weicht, den Ihr Voͤlker, jauchzt mit frohem Ihr Volker in der ganzen Weit Ihr Volker, stimmet nun mit Fr. In allen meinen Thaten laß ich In deinem Namen, o Herr Christ K. Kaum steigt zu ihrem frohsten Lauf Kein Lehrer ist dir, Jesu, gleich König, dem kein König gleichet Kommt betend oft, und mit Vergn. Komm heiliger Geist, erfüll die Komm, o Gott Schöpfer heilger Komm, o komm, du Geist des L. Kommt her, Mühselge, kommt Kommt, laßt euch den Herren &. deinen Geist mich stets, mein doch, o Jesu, laß dein Reich mich doch nicht, o Gott! den daß mich doch, o mein Gott! die Laß mich, Höchster! darnach streb. Laßt uns unsern Gott lobsingen Lehre mich, Herr! recht bedenken Liebster Jesu! Gnadensonne, meines Liebster Jesu, Trost der Herzen Liebster Jesu! wir sind hier, dich Lob, Ehre, Preis und Dank sei Lob, Ehr und Preis dem höchsten Lobet den Herren, alle Heiden Lobsinge, meine Seele, dem W. Lobsinge Gott mit wahrem And. Lobt Gott, den Gott der Stärke Lobt Gott, der uns den Frühling Laß 299 292 457 2⁴⁸ 4¹³ 33⁰0 161 541 55 63 429 79 310 152 319 401 16⁴4 311 172 167 270 501 412 289 4 9⁷ 449 44⁴4 166 4⁴0 4⁵⁵ 6⁸ Lobt, lobt den Herrn, ihr Nationen 445 Register. 300 M. Mache dich, meln Geist, bereit„506 Mag doch der Spötter Heer des 312 Man betet, Herr, in Zions Stille 50 Mein Auge sieht, o Gott, zu dir 58 Mein Bundesgott! ach, unterweise 3 Meine Lebenszeit verstreicht, stündl. Meinen Jesum laß ich nicht, da Mein Erlöser! der du mich dir Mein Erlöser! Gottes Sohn, der Mein Erlöser hängt am Kreuz Mein erster Wunsch, mein innigst. Mein erst Gefühl sei Preis und Meine Seel ermuntre dich, Jesu Meine Stimme ruft zur Höhe Mein ganzer Geist, Gott! wird Mein Geist erstaͤunt, Allmächtiger Mein Geist soll nun in Gott allein Mein Gott! ach, lehre mich erk. Mein Gott, dir ist bewußt die Mein Gott! du wohnest zwar im Mein Heiland! deine Größe geht Mein Heiland lebt. Er hat die Mein Heiland! wenn mein Geist Mein Herz, ermuntre dich nun Mein Herz, ermuntre dich zum Mein Hort ist Gott! ihn laß ich Mein Jesu, du hast unsre Schuld Mein Jesus ist mein Leben. Reißt Mein Jesus sitzt zur rechten Hand Mein Jesus triumphiret, und Mein Seben ist ein Pilgrimstand Mein Lebensfürst! nun kann ich Mein Lebensfürst! zeig mir in Mein Salomo! dein freundliches Mein treuer Gott, dein gutes Mein Vater, und mein Gott, der Menschen ists gesetzt, zu sterben Mit Ernst, o Menschenkinder, das Mit Seufzen klag ich dir, mein N. Nach einer Prüfung kurzer Tage Nach meiner Seelen Seligkeit Nicht, daß ichs schon ergriffen Nie bist du, Höchster, von uns Rie will ich dem zu schaden suchen 5 Nimm Gott, dem wir vertrauen Noch bin ich dein Gast, o Erde Noch immer wechseln ordentlich Noch läßt der Herr mich leben Noch nie hast du dein Wort gebr. Nun, Christen! laßt uns fröhlich Nun danket alle Gott, mit Herzen Nun habe Dank für deine Liebe Nun ist es alles wohlgemacht Nur diebe ohne Heuchelei zeigt O. O Christe, Eingeborner von O Christenheit! sei hoch erfreut O du erhabner Gott, an Macht 269 460 364 37⁴4 119 542 180 178 27³ 130 538 245⁵ 256 34⁰ 27⁵ 100 40⁵ O Freund, der meine Schuldenlasln O Friedensfürst aus Davids 0 Oft denkt mein Herz, wie schwer Gott! den alle Himmel ehren Gott des Himmels und der E. Gott! des gnadenvoller Rath Gott, des starke Hand die W. Gott, du bist die Liebe! Allein Gott! du bist mein Preis und Gott, du frommer Gott, du Gott, es fehlt uns Kraft und Gottes Lamm, unschuldig am Gottes Sohn, Herr Jesu Christ Gottes Sohn und Menschenkind h. Gott! gib dein Gericht dem K. Gott, wer ist dir gleich! wie großer Gott! der alle Ding heilige Dreieinigkeit, nach W. Herr, mein Gott, durch den 6 Herr und Schöpfer unsers L. Höchster! dessen Kraft Luft Jesu, Brunnauell aller Freuden König! dessen Majestät sich. Liebesglut, wie kann ich dich Menschenfreund, o Jesu 2 Seele, schaue Jesum an! hier H6 Tod! wo ist dein Stachel nun 3 unser Gott, wie voll ist deiner Vater, allerhöchster Gott! daß Vater der Barmherzigkeit bei 9 Vater! groß im Himmelreich 6 welch ein Leiden, das mich welch ein unschätzbares Gut Welt! sieh hier dein Leben am 8988988888888858958885858889888888989898 O, wohl dem Menschen, der dem N O Wundergott! der alles schafft — Preiset Gott in allen Landen 1 Preis, Preis sei Gott! und Glük Y V. Qual und Angst muß ich empfinden ih S. Schaffet, Schaffet Menschenkinder Schau, großer Herr der Herrlichk. Schön ist die Tugend, mein Verl. Schöpfer aller Menschenkinder 10 Schon ist der Tag von Gott best. Schon ruhet auf den Feldern, in H Schütze die Deinen, die nach dir N Schwing dich auf gen Golgatha Seele! du mußt munter werden e Seele, sei zufrieden! was dir G. 30 U 10 II — Seele, willst du Ruhe sinden Selig, Gott! sind die, die nun Seht den leidenden Gerechten Seht, welch ein Mensch! ach seht k Sei feurig, Seele, Gott zu loben Sei gnädig, Oerr, nach deiner Sei hochgepriesen, Herr! fur wie unaussprechlich selig werden I Sel/ Se Sel zufr 60 fliehe 60 gehst o jema 0 ist v El sich Sollt ich Sorge de 80 schlu 60 wahr Stimmt Strafeen Etraf, o Sucht mi Sünder! Lag/ der Reuer d Un Gna Uhermeßl Unschulde Unser He Mumschr Zethorgn Derleih t Lernimm Boll Gl don dir Register. 301 mlast NEll/ Seele! stark und unverzagt 521 Wenn ich ein gut Gewissen habe 251 Eil zufrieden, mein Gemilthe 61Wenn ich, o Schöpfer, deine M. 44 wer 6o sliehen unsre Tage hin! auch 480 Wenn zur Vollführung deiner Pfl. 326 en Een gehst du Zesu: williglich 126Wer bin ich? welche wichtge Frage 496 „E. Es semand spricht: ich liebe Gott 544Werde munter, mein Gemüthe 48⁵ th 0 ist von meiner kurzen Pilgr. 465Wer darf in deine Hütte gehen 329 W. Eoll sich mein Geist, o Gott! zu 353 Wer dieser Erden Güter hat und 555 llein ö Gollt ich meinem Gott nicht singen 445Wer, Gott! dein Wort nicht hält 314 und Lorge doch für meine Kinder 433Wer kann, Gott, je was Gutes 41⁰ u schlummerst du in stiller Ruh, 153 Wer nur den lieben Gott läßt w. 380 ind 50 wahr ich lebe! spricht dein G. 300 Wer unter Gottes Schatten ruht 392 am Stimmt unserm Gott ein Loblied 454 Wie Christus selbst zum Jordan 21⁸ Shrish Strase nicht, Heiligster! mich 302 Wie ein Geschwätz des Tags 8⁵ neind Straf, o Herr! mich nicht im 42⁴ Wie fleucht dahin der Menschen 86 u g. Sucht man die Freundschaft in der 316Wie geirost und heiter, du Gebened. 250 ie Einder! willst du sicher sein 296 Wie gnädig warst du, Gott, vor 419 9— 1 + Wie göttlich sind doch Jesu Lehren 123 V. 40 Wie groß ist deine Menschenliebe 222 en 6h/ den mir der Herr gemacht 228 Wie groß ist des Allmächtgen Güte 33 9.(heler Hirte deiner Heerde, du 217Wie groß ist unsre Seligkeit 24⁴7 0 U. Wie herrlich strahlt der Morgenst. 318 euden. 5 Wie komm ich doch mein Heil 265⁵ ö un Gnade für die Sünderwelt 141Wie lang darf ich noch säumen 488 ich Uhermeßlich ewig; ist Gott der 22·Wie lang soll ich traurig stehen 116 unschudger Jesu! was hast du 131Wie lieb ist mirs, daß Gott zu 361 hier Unser Heiland steht gebunden 128 Wie lieblich ist doch, Herr, die 490 nun Unumschränkte Liebe! Gönne 38 Wie mannigfaltig sind die Gaben 508 iner V Wie selig bin ich, wenn mein G. 356 daß 60* Wie selig, Gott! wie seltg ist 238 bei derborgner Gott! dem nichts verb. 526 Wie selig, Herr! ist der Gerechte 345 ich, Deleih uns Frieden gnadiglich 415Wie selig lebt ein Mensch, der 553 „/ dernimm, o Gott! vernimm mein 244 Wie sicher lebt der Mensch, der 537 % Hel Glauben will ich zu dir beten 372 Wie soll ich dich empfangen, o Jesu 115 am Don dir kommt jede gute Gabe 400 Wie sollt ich dich, mein Gott 35⁷ verden Pn ganzer Seele preis ich dich 414 Wie theuer, Gott! ist deine Güte 241 dem M den Gott will ich nicht lassen 395 Wie treu, mein guter Hirte 301 sfft. Ver dir, o Gott! sich kindlich 370 Wie ungewiß ist, Herr, das Ziel 539 W Wie wichtig ist doch der Beruf 77 Wie wird mir dann, mein Heiland 264 l Sach auf, mein Herz! auf, träger 168 Wie wobl ist, Jesu, meiner S. 253 Flück 4 dich auf, mein Herz! und singe 478 Will mich, o Gott, hienieden des 520 Duchet auf! so ruft die Stimme 272 Willst du der Weisheit Quelle 371 Dachet auf vom Schlaf, ihr S. 196Willst du die Buße noch, die Gott 298 sinden YH Barum sollt ich mich denn grämen 624 Wirf, blöder Sinn! den Kummer 114 Une Gott thut, das ist wohlgeth. 6526 Wir freuen uns, Herr Jesu Christ 279 Das grämst du dich, mein blodes 391 Wir Menschen sind von selbst 6 nder V. Iis hilfts, daß ich mich quäle 389 Wo find ich Gott, den meine Seele 354 lichl. VIns ich nur Gutes habe, ist deine 498 Wo flieh ich Sünder hin, der ich 322 Verl. Das ist das Leben hier auf Erden 529 Wohlan, mein Herz, sei stets ber. 360 ö%/ das ist mein Leben auf der Erde 527 Wohl auf, mein Herz! wohl auf 402 bes. Dis ist mein zeitlich Leben, das 511 Wohl dem, der beßre Schätze liebt 513 „in H Bas ists, daß ich mich quäle 528 Wohl dem, der richtig wandelt 55⁸ dir I. Das ist vor deinem Angesichte 73 Wohl dem Menschen! der von H. 381 ba Oes soll ich ängstlich klagen, und 394 Womit soll ich dich wohl loben 446 den 6 sorgst du ängstlich für dein 2. 533 Wort aus Gottes Munde! Wort 80 G. 3 dacht, ihr Berge! fallt, ihr ö. 32 Wo soll ich hin? wer hilfet mir? 321 ö Hach hohes Beispiel gabst du mir 350 un Denn Christus seine Kirche schützt 214„ % dinn der Sünder hat mißhandelt 294 Zur Arbeit, nicht zum Müssiggang 517 loben 1—.— (Anmerkung. 30² II. Verzeichniß der in diesem Gesangbuche vorkommenden Melodieeh, nach der Reihenfolge der Lieder. „Neue Melodie(seit 1835). 1. Komm heiliger Geist, erfüll. 2 Gott, du unser Vater bist. . Gott, der du unser Vater bist. 4 Jesu Christ, dich zu uns w. Herr Jesu, send uns deinen Geist. Kann auch nach Nr. 13, 109, 197, 211 u. 466 gesungen werden. Liebster Jesu, wir sind hier. 4. Viebster Jesu, wir sind hier. 5. Höchster Gott, wir danken dir. 12. Herr, mein Licht, erleuchte mich. 20. Gott, du bist von Ewigkeit. 134. Meine Seel ermuntre dich. 202. Gott, du hast in deinem Sohn. 220. Mein Erlöser, der du mich. 221. Herr, wir stehen hier vor dir. Es ist das Zeil uns kommen her. 6. Wir Menschen sind von selbst, o G. 77. Wie wichtig ist doch der Veruf. 252. Ein Pilgrim bin ich in der Welt. 291. Herr Jesu Christ, du höchstes G. 304. Es ist das Heil uns kommen her. 351. O Seele, schaue Jesum an. 464. Du Gott, du bist der Herr der. 514. Herr, laß mich doch gewissenhaft. Können auch nach Nr. 15, 30, 119 u. 215 gesungen werden. 1736 nur den lieben Gott laͤßt w. 7. Dein Wort, o Höchster, ist vollk. 11. Der du das Dasein mir gegeben. 25. Du weiser Schöpfer aller Dinge. 31. Noch nie hast du dein Wort gebr. 45. OGott des Himmels und der E. 53. Fürwahr, du bist, o Gott, verborg. 60. O Herr und Schöpfer unsers. 70. Dein bin ich, Gott, dein ist mein. 73. Was ist vor deinem Angesicht. 92. 2 habe nun den Grund gefund. 148. Es ist vollbracht! so ruft am K. 241. Wie theuer, Gott, ist deine G. Es ist noch eine Ruh vorhaͤnden. Ou gabst mir, Ewger, dieses. Gott, hilf mir, daß ich Buße thu. Unter der Bezeichnung„Neue Melodie“ werden diejenigen M dieen verstanden, welche im Jahr 1770 von Becker, im Jahr 185 n wiegand neu angefertigt worden sind. Letztere sind mit“ bezeichne 338. Gott, dir gefällt kein gottlotz 341. Mein Sott, ach lehre mich un 355. Mein Gott, du wohnest zwan 370. Vor dir, o Gott, sich kindlit. 380. Wer nur den lieben Gott läst 396. Gott sorgt für mich, was sil 399. Komm bätend oft und mit Vann 420. Es zieht, o Gott, ein Krlges 460. Mein Herz, ermuntre dich uun 496. Wer bin 196 welche wichtge. 529. Was ist das Leben hier auf 6. 532. Es eilt der letzte von den Lahn. 534. Du Herr und Meister meiner, Können auch nach Nr., und 234 gesungen werdn 8. 2. Sott, du frommer Gott. 8. Du willst, Gott, daß mein ha 129. Seht, welch ein Mensch, ach sih. 185. O Gott, gib dein Gericht. 282. Herr, höre mein Gebet. 298. Willst du die Buße noch. 299. Laß mich doch, o mein Gott. 305. Herr, ohne Glauben kann. 312. Mag doch der Spötter Heer. 313. Herr, allerhöchster Gott. 340. Mein Vater und mein Gott. 388. Es hilft uns unser Gott. 411. O Gott, du frommer Gott. 419. Wie gnädig warst du, Gott. 469. Ein Jahr der Sterblichkeit. 489. Der Tag ist wieder hin. 495. Dein Will isis, großer Gott. 516. Du hast uns, Herr, die Pfih 553. Wie selig lebt ein Mensch. Können auch nach Nr. ch sungen werden. 9. Nun danket alle Gott. 9. Gelobt seist du, o Gott. 14. Anbetungswürdger Gott. 23. Herr, du er forschest mich. 75. Allmächtig großer Gott. 99. Es lag die ganze Welt. 3. Ich danke meinem Gott. 342. Du sagst, ich bin ein Chris. 2. Wohl auf, mein Herz/ wohl als O Höchster, dessen Kraft. 450. Nun danket alle Gott. 17 Melodi I. O ieen⸗Verzeichni 10. Hroblechet⸗ in großer Gott erzeichniß. 512, Laß mi ng und . 645. 615 ae W 9—8 18. Psalm 277 der 4 303 900——5 ucrnahnd. 18 Daclodteen Lobwasser ischen unge bNr. 8 3— uf, auf 10 3 uch Hort und Hert 2.„. Sehonah bertscht wit Miel 10. G tt und Serr 19. Neu herrscht mit Maje W0ö. 300 Dott unt Hort. 10 Eattn aei ajestät. en M 3, Psal t und Herr. 22. G ist mein Lied ISHH Pfalm 100 der Gott sei Dank 0 Melodiee 1 Lobwasserisch 22. Unerme dank in aller Zeihm I5. Der Spo n. hen 26. Mack eßlich ewig ist Welt. 58. Mein Auge Strom reist 20 Derr/ deine Go 66. Wie ein ge steht, o Gott 28. Nie 5 deine All ttnach deiner — Sh kouure. Wor de der. Tantn 232.1 Du wesentin Höchster) von so. 7 i 577 ese 4—. Rur Liene lebt Derminen. 314. Deesmn Cbenbild. uns. indlit. D e n 314. ei H1 K2 huch na 15. 1. Bald er dein 28 Huech 211 u. 436 e. 3, 109, 197 50. W pät des nicht. n Allin Got 456 Hheiungen werden. 5 ech pahes Beisdiet gabf iit Vat, 5 Allein Gott i igen werden. 513. Wohl d es Beispiel + e n a. en Ke dich nuß, i unse und kei Wer dieser cht, ich li W0 10 chöpfer, deine!(5 sehr, o mei en Tagn 99 Heil uns, aus un ist diemand.—1 42 der Cobn Seele r. W.al 10. B Sünd. 0. Oott, nor deßemn obwasseri⸗ e 4— Iuror Weat il Jur Nahüt uht hurrre baf 128. Unfer Liebe⸗ mein, Gemuih Bott. 23. Ihr Voͤlker in 345 rechten. 152. Unser Heiland n Gemüthe. 3. Halt der gan Jesu, d steht geb ein HnI B. Ich im Gedächtniß ausen Melt. 165. Preifet urch dein Blut und. acst s. Mein Heiland let BDerr, mein d. 168. Aerr Din fahrg unt dun . 39. Dein Uin uch lebt; 8 hat d. H. 297 Edler Geis im mit Stend un . 442. Herr, direwi ie. I. Gei im und. .. Gott. 64. Sti r und Preis en. 285. S rte dei m. kann. 466. Sott ru unserm Gott ent Hoͤchst. 288.. areir Mönenn 99 Sora auch nach and seaf 412. Sonmntz Lugt eus—.—— auch nach cafft 2. Li„laßt euch it. und 215 N 2. Liebster 3 hden Gotl, psal n0 216 gelungen werden. 168. Abermal ein ott.„Psalm 8 der 4 gen werden. 501. Lehre ein Jahr ve nne. Gott. Melodi obwasseri 540. A mich, Herr rflossen. 9010 2. erhadner 8 en 86 Herr, ichre 10 5 bedenk keit. A. Her er Gott, was rei önnen auch'n aich dedenken. 0— Hroßer Hatt. die Zusiucht 30. Es ist sungen werden. 35 ott. nt' Ounse„der alle Ding. 30 gewißlich ie PII 154. O F r Gott, wie Ding. 30. Gerechte 5 an der ei . 30 Mschoue do meiue Seu h. Htennde Brtem den Ger 12 9%% f.. W 2r, Mein Eatt draßerzät 21Dir⸗ Gotk) der uns den 2—7 13.„mein er. i 7 uns ö 653 Ver erster Wuncch; durch de 93. Nun Gott, fei Pressrun Frühl. „Der Tag ist hn, du mein. n. 159. O 00 Chrissen/ kaßt und Dank. tt Neue Melodi du aber, Je 170. Fr Lod, wo ist deiw uns fröhl. 1 odie su. 0. Freiwilli in Sta 1 A mache du mi 116. Son In r du därhebrach . Hurr Juncer“ vollton selböst 257 6 Vater der Bar von Gott Herr, unse ommmner. 57. Getr Barmherzi 1 „ I. O Go or Gott er. 258. ost, mein herzigkeit. 66 n S.r und Menschenkind 503. Düweich ein Chri, Gort 16 ris. Der ODer ind. 515. ich ein unschä is. wohlals 405, 5 Date Verstand 3a6 daß der. Gott isis, der schätbares Gut. ter, allerhö nd Tu Kön das Vermö t. Koͤnnen Enchnacn Goctor unn. 250 3650 Nee.6,, N 2¹⁵ Nr. 3 duneniwerdene 89.586 32. Sort des Simmels un Banen 117. Gott da 51 2 fall 7.— vJude ihr 1 n/ Gott der Delden. 30⁴ 204. Komm, o komm, du Geist des. 393. Auf, mein Geist, dem Herrn. 479. Gott des Himmels und der E. 33. Psalm 66 der Lobwasserischen Melodieen. 33. Wie groß ist des Allmächtgen. 51. Sei feurig, Seele, Gott zu. 64. Erhebet Gott durch neue Lieder. 118. Ihr Völker, stimmet nun mit Fr. 198. Ihr Christen, rühmt, erhebt. 379. Der ewge Gott und höchste. 416. Du bist ja, Jesu, meine Freude. 34. Neue Melodie.(Ursprünglich: Nun lob/ mein Seel, den.) 34. O Gott, du bist die Liebe. 166. Lobfinge, meine Seele. 181. Mein Heiland, deine Größe. 448. Auf, meine Seele, singe. 35. Wie schoͤn leuchtet der Morgenst. 35. O Gott, des starke Hand die W. 105. O Friedensfürst aus Davids St. 187. Herr, der du deinen theuren. 247. Wie groß ist unsre Seligkeit. 264. Wie wird mir dann mein Heil. 277. Mein ganzer Geist, Gott. 318. Wie herrlich strahlt der Morgenst. 432. Gott ist es, dessen weiser Rath. 475. Dich seh ich wieder, Morgenlicht. 36. Psalm 36 der Lobwasserischen Melodieen. 36. Gott, deine Huld und Gütigkeit. 37. Neue Melodie. 37. Getreuer Gott, wie viel Geduld. 135. Erfülle, Herr, doch selbst mein. 203. Bir, Vater, dankt mein Herz. 543. Der du die Liebe selber bist. Können auch nach Nr. o7 ge⸗ sungen werden. 38. Wunderbarer Voͤnig. 38. Unumschränkte Liebe. 42. Neue Melodie. 42. Die Himmel rufen, jeder ehret. 43. S Gott, den alle Himmel ehren. 251. Wenn ich ein gut Gewissen. 362. Du Vater deiner Menschenkinder. 364. Mein Herz, ermuntre dich zum. 382. Ich danke dir von ganzem Herzen. 428. Des Donners schreckendes. 490. Wie lieblich ist doch, Herr, die. 541. Ich will dich noch im Tod erheben. Können auch nach Nr. 7, 72 und 234 gesungen werden. 46. Psalm 140 der Lobwasserischen Melodieen. 46. Die Himmel rühmen Gottes. 303. Ich glaub an Gott, hoch sei. 323. Erheb dein Herz, thu auf die. Melodieen⸗Verzeichniß. 372. Voll Glauben will ich zu dir 426. Bringt her, ihr Mächtigen. 443. Lobt, lobt den Herrn, ihr. 447. Du bists, dem Ruhm und Dan 519. Entehre nicht mein Herz mit Können auch nach Nr. Wöh 531 gesungen werden. 47. Jesus meine Zuversicht. 47. Herr, du hast in deinem Rest 107. Gottes und Marien Sohn. 228. Tag, den mir der Herr gemath 263. Selig, Gott, sind die, die gn 270. Jesus meine Zuversicht, 309. Jesus nimmt die Sünder ah, 434. Gott, mein Vater, Dank sel hy 535. Herr, ich hab aus deiner Nun 536. Meine Lebenszeit verstreicht. Können auch nach Nr. Iö0 h sungen werden. 48. O Welt, ich muß dich lassen 48. Du Herr der Seraphinen. 62. In allen meinen Thaten. 88. Die Herrlichkeit der Erden. 139. O Welt, sieh hier dein Leben, 150. Frohlocke, mein Gemüthe. 367. Dir dank ich für mein Leben. 394. Was soll ich ängstlich klagen, 467. Herr, der du mir das Kben. 487. Schon ruhet auf den Feldern. 498. Was ich nur Gutes habe. 502. Ein ruhiges Gewissen. 5611. Was ist mein zeitlich Leben. 520. Will mich, o Gott, hienieden 523. Ich hab in guten Stundeh, 528. Was ists, daß ich mich gulle 554. Du aller Menschen Vater. 49. Psalm 33 der Lobwasserishi Melodieen. 49. Ibr Frommen, auf! die ihr N. 125. O Jesu, Brunnauell aller zr 482. Gepriesen, Gott, sei dein Ei 50. Psalm 65 der Lobwasserishn Melodieen. 50. Man betet, Herr, in Zlont, 213. Gott ist uns Stärk und Oh 552. Nie will ich dem zu schadeh, 54. Psalm 62 der LCobwasserishe Melodieen. 54. O Wundergott, der alles shif 377. Mein Geist soll nun in Gol. 391. Was grämst du dich, meih, Können auch nach Nt. W sungen werden. 55. Veue Melodie. 55. Ich will, mein Gott, du E 137. Gott, der du für uns deiheh 143. Laß deinen Geist mich siet. 144. Sei hochgepriesen, Hert, fl. 329. Wer darf in deine Hütte gehen. 142. Schwing dich auf gen Golhnth — — Seeeeeee zu dis igen. ihr. Bolgaths gemach die nn er ah, I seld ner Nun eicht. r. I50 f Leben. Hienieden. unden. ch qufle, ater. zsserische die ihr R. aller It. dein Eih asserishy Zlons, und Eh schadeh, asserishn alles stef in Gol. 29. gaß doch, o Jesu, laß dein. 212. Schütze die Deinen, die nach. 200. Preis, Preis sei Gott und 336. Ich habe, Gott, mir ernstlich. 353. Soll sich mein Geist, o Gott, zu. 441. Gelobt sei Gott, ihm will ich. 464. Entflohen sind auch dieses. 40l. Dieß ist der Tag zum Segen. 518. Gott, du bleibst ewig unsrer. 522. Ein Herz, o Gott, in Leid und. 540. Hilf, Jesu, daß ich meinen. Können auch nach Nr. 131 ge⸗ sungen werden 30. Von Sott will ich nicht lassen. 56. Gott, der an allen Enden. 100. Mit Ernst, ihr Menschenkinder. 305. Von Gott will ich nicht lassen. 422. Du reicher Gott der Armen. Können auch nach Nr. 101, 301 und 429 gesungen werden. Valet will ich dir geben. 57. Gott, meine ganze Seele. II. Ihr, die ihr wart verloren. Können auch nach Nr. 66 und 67 gesungen werden. 9. Mein Gott, das Serz ich bringe. ö9. Noch immer wechseln ordentlich. 70. Ich bin, o Gott, dein Eigenth. 2. O wohl dem Menschen, der dem. 336. Wie selig bin ich, wenn mein. 966. Mein Geist erstaunt, Allmächt. 467. Ich singe meiner Seelen Lust. Können auch nach Nr. 102 und 480 gesungen werden. ol Neue Melodie. 91. Sei zufrieden, mein Gemüthe. 103, Laßt uns unserm Gott lobsingen. Können auch nach Nr. 524 ge⸗ sungen werden. 6, Psalm 97 der Lobwasserischen Melodieen. 65. Der König aller Welt. ch. Psalm 130 der LCobwasserischen Melodieen. 06. Nimmt Gott, dem wir vertr. Kann auch nach Nr. 57 u. 67 gesungen werden. erzlich thut mich verlang.) N. Befiehl du deine Wege. II5. Wie soll ich dich empfangen. 35. Der du voll Blut und Wunden. 193, Bedenke, Mensch, das Ende. h4. Ich denk an dein Gerichte. Br. Ich fleh in tiefter Reue. 0. Gern will ich mich ergeben. z. Christ, alles was dich kränket. Hl. Noch läßt der Herr mich leben. s Ach Zerr, mich armen Suͤnder. Melodieen⸗Verzeichniß. 30⁵ 488. Wie lang darf ich noch säumen. 558. Wohl dem, der richtig wandelt. Können auch nach Nr. 57 und 66 gesungen werden. 69. Psalm 89 der Lobwasserischen Melodieen. 69. Durch so viel Schein gestärkt. 72. Neue Melodie. 72. Gott werde stets von dir erhob. 123. Wie göttlich sind doch Jesu 8. 219. Ich bin getauft auf deinen. Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen. Gott, deine Gnad ist unser L. Schön ist die Tugend, mein. Wo find ich Gott, den meine. 371. Willst du der Weisheit Quelle. Mein Hort ist Gott! ihn laß. Herr, mache meine Seele siille. Dein Heil, mein Geist, nicht. Nicht, daß ichs schon ergriffen. Damit ich meine Seele rette. Wie mannigfaltig sind die Gab. Verborgner Gott, dem nichts. Können auch nach Nr. 7, 42 und 234 gesungen werden. 78. Auf meinen lieben Sott. 78. Du, der kein Böses thut. 83. Mein Gott, dir ist bewußt. 322. Wo flieh ich Sünder hin. Können auch nach Nr. 463 ge⸗ sungen werden. 79. Psalm 38 der Lobwasserischen Melodieen.(Weine Armuth macht mich schreien). 79. Jesu, Arzt todtkraͤnker Seelen. 80. Ach, was bin ich, mein Erretter. 297. Hüter! wird die Nacht der S. 325. Gott, wie rein ist deine Lehre. 424. Straf, o Herr, mich nicht im. 472. Seele, du mußt munter werden. 81. Zeuch mich, zeuch mich mit den. (Unser Serscher, unser Koͤn.) 81. Herr, du kennest mein Verderb. 124. Gott, was muß dein Sohn. 287. Dir allein hab ich gesündigt. 461. Gott im Himmel und auf E. 82. Alle menschen muͤssen sterben. 82 Großer Gott, erhabnes Wesen. 27. Gottes Lamm, durch dessen. Großer Mittler, der zur Rechten. 36. Ich erhebe mein Gemüthe. Schöpfer aller Menschenkinder. 2. Noch bin ich dein Gast, o Erde. 5. Menschen ists gesetzt, zu sterben. O wie unaussprechlich selig. Jesu, daß du meiner Seele. „Jesu, sieh mich an in Gnaden. Eins ist noth, ach Herr, dieß. Du, der Herz und Nieren. 20 378. Gott der Wahrheit, dessen. 386. Herr! dir trau ich auf der Erde. 438. Dir, mein Gott, will ich lobsing. 446. Womit soll ich dich wohl loben. 557. Laß mich, Höchster! darnach str. 84. Psalm 51 der Lobwasserischen Melodieen. 84. Die Quell, woraus der Mensch⸗ 130. Mein Lebensfürst! nun kann ich. 226. O Menschenfreund, o Jesu. 281. Sei gnädig, Herr/ nach deiner. 86. Neue Melodie.(Ursprünglich: Ich hab mein Sach Sott). 86. Wie fleucht dahin der Menschen. 87. Gott hab ich alles heimgestellt. 89. Jesu, meine Freude. 89. Wort aus Gottes Munde. 250. Wie getrost und heiter. 319. Jesu, meine Freude. 385. Seele, sei zufrieden. 90. Durch Adams Fall ist ganz. 90. Durch Adams Fall ist erst verd. 334. Hilf mir, mein Gott. 343. Oft denkt mein Herz, wie. Können auch nach Nr. 222 ge⸗ sungen werden. 94. Zerr Christ, der einge Sotts. 94. O Christe, Eingeborner. 158. Der Held hat überwunden. 336. Herr Jesu, Gnadensonne. 795. Neue Melodie.(O Trostwort, das uns Leben gibt). 95. Gedanke, der uns Leben gibt. 97. An wasserfluͤssen Babylon. (Ein Laͤmmlein geht und tr.) 97. Lob, Ehre, Preis und Dank. 126. So gehst du, Jesu, williglich. 149. Erhebe vom Geräusch der Welt. 225. Ich komme, Herr, und suche dich. 229. Du, Herr, hast aus Barmherz. 293. O König, dessen Majestät. 339. Erbarm dich, Herr, du kennst. Können auch nach Nr. 37 ge⸗ sungen werden. 101. Neue Melodie. 101. Erhebt den Herrn, ihr Frommen. 174. Der Herr fährt auf gen Himmel. 178. Mein Jesus triumphiret. 465. Lobt Gott, den Gott der Stärke. Können auch nach Nr. 56, 301 und 429 gesungen werden. 102. Neue Melodie. 102. Also hat Gott die Welt geliebt. Kann auch nach Nr. 59 und 480 gesungen werden. 104. Gelobet seist du, Jesus Christ. 104. Gelobet seist du, Jesus Christ. Nelodieen-Verzeichniß. 108. Neue Melodie.(Ursprüngl 109. Vom Simmel hoch da kom⸗ 109. 110. Neue Melodie(Ursprünglh 112. Weue Melodie. I14. Wirf, blöder Sinn, den Kummn 116. Werde munter, mein Gemush 119. Aus tiefer Noth schrei ich zud 1 120. Vater unser im Zimmeliez Sollt ich meinem Gott nich 108. Der du uns das Heit errungz 445. Sollt ich meinem Gott nicht Dieß ist der Tag, den Gott. 162. Dich bet ich an, erstandner g. 163. Kaum steigt zu ihrem frohsieh 169. Erinnre dich, mein Geist, ers. 176. Auf, Jesu Jünger, freuet 4 179. Wir freuen uns, Herr Jesu Ehns 186. Die Erd und was darinnen 210. Gott, der uns immer Guset. 431. O Gott, des gnadenvoller dah 439. Ihr Völker, jauchzt mit frohn 493. Dieß, Christen, ist der Tag i Koͤnnen auch nach Nr. 3, I 211 u. 436 gesungen wahn Ermuntre dich, mein schu cher Geist). 110. Gott, deine Gnade sei geyns 539. Wie ungewiß ist, Herr, dah 112. Herr, laß doch mich recht. 113. O Christenheit, sei hoch ersin 116. Wie lang soll ich traurig sihn 147. Heute, sprach mein Heiland. 200. Der du uns als Vater liebeh 363. Gott, mein Vater, deine dich 433. Sorge doch für meine Kinda, 476. Herr! es ist von meinem dahn 485. Werde munter, mein Gemüthn 486. Auf, o Seele, werde muns Können auch nach Nr. Mh sungen werden. 19. Mein Jesu, du hast unsre et 182. Herr Jesu, deiner Glieder Ruln 191. Er kommt, er kommt zum Weltge 248. Ich weiß, an wen mein Glih 306. O Gottes Sohn, Herr Jesu Ehis 321. Wo soll ich hin? wer hilfet n 376. Du hast, mein Vater und mh 387. Der Herr ist meines Lebehl 404. O Gott, es fehlt uns Krast in 408. Gott, deine Güte reicht so n 590. Nach meiner Seelen Seligli 517. Zur Arbeit, nicht zum Mißtz Können auch nach Nr. 6/ und 215 gesungen werdei, 120. Kein Lehrer ist dir, Jesu, gletz 300. So wahr ich lebe, spricht da 406. O Vater, groß im Himmeltaͤtz 507. Hier ist noch unsre Prilfungel ünghh t nichtj errungn nicht, rünglth n schwj i gepr r/ dal recht. ch erstin Kumnn emuh rig sihe eiland. er liebeh eine Lih Kindez nem Yan Gemüth. muntin Nr. ich zudi unsre Et oder Ruhn m Velthe ein Gluh Jesu Chih hilfet n und mih Lebehs. Kraft i ht so wil Seligel m Mißtz r. 6, L5 werden. nmelreh jesu, glit pricht dih immelret üfungehl. Melodieen⸗Verzeichniß. . Schmuͤcke dich, o liebe Seele. 121. Heiland, deine Menschenliebe. 189. König, dem kein König gleichet. 231. Seele, willst du Ruhe finden. 661. Zerzliebster Jesu, was hast du. 131. Unschuidger Jesu, was hast du. 132. Herr, stärke mich, dein Leiden. 550. Herr, mein Versöhner! der du. 651. Herr, deine Sanftmuth ist nicht. Können auch nach Nr. 55 ge⸗ sungen werden. 136. O Lamm Sottes, unschuldig. 136. O Gottes Lamm, unschuldig. 168. Christus, der uns selig macht. (Schwing dich auf zu deinem) 136. Mein Erlöser, Gottes Sohn. 110. Meine Aiebe haͤngt am Rreuz. 140. Mein Erlöser hängt am Kreuz. 111. Serzlich lieb hab ich dich. 1½1. Um Gnade für die Sünderwelt. 224. Gelobt seist du, Herr Zebaoth. 269. Mein Heiland! wenn mein. 307. Ich komme, Friedensfürst, zu. 369. Der du mich als ein Vater liebst. 115. Neue Melodie. ö 115. Begleite mich, o Christ. 116. Neue Melodie.(Rommt her⸗ aus, all ihr Jungfrauen). 146. Seht den leidenden Gerechten. 193. Der Tag ist hin, mein Geist. 153. So schlümmerst du in stiller Ruh. 155. Am Kreuz erblaßt. 166. Dennoch bleib ich stets an dir. (Meinen Jesum laß ich nicht). 156. Auf, mein Herz! ein froher Tag. 12. Jesus lebt, mit ihm auch ich. 230. Dich, mein Jesu, laß ich nicht. 315. Meinen Jesum laß ich nicht. 365. Habe deine Lust am Herrn. Können auch nach Nr. 47 ge⸗ sungen werden. 157. Christ lag in Todesbanden. 157. Der Herr lag in das Grab gestr. Kann auch nach Nr. 160 ge⸗ sungen werden. 1b0. Neue Melodie. 160. Bringt Preis und Ruhm. Kann auch nach Nr. 157 ge⸗ sungen werden. böl. Psalm 32 der Lobwasserischen Melodieen. 101. Ich weiß gewiß, daß mein. 1bl. Jesus Christus, unser eiland. 164. Jesus Christus, unser Heiland. 30⁷ 167. Zostanna, Davids Sohn. 167. Jesus, meine Liebe, lebt. 183. Hosianna, Davids Sohn. 171. Wachet auf! ruft uns die St. 171. Halleluja, Jesus lebet. 196. Wachet auf vom Schlaf, ihr. 272. Wachet auf! so ruft die St. 452. Jauchze, auserwält Geschlechte. 173. Auf diesen Tag gedenken wir. 173. An diesem Tag frohlocken wir. 190. O Ewigkeit, du Donnerwort. 190. Erhöhter Jesu, Gottes Sohn. 192. Der unsre Menschheit an sich. 197. Romm, o Sott Schoͤpfer. 197. Komm, o Gott, Schöpfer, heilger. 175. Schau, großer Herr der Herrlichk. 333. Dein Gott ist Majestät und. Können auch nach Nr. 3, 13, 109, 211 u. 436 gesungen werden. 199. Vater aller Gnaͤde. 199. Gott, groß von Erbarmen. 201. Psalm 77 der Lobwasserischen Melodieen. 201. Heilger Geist, du Himmelslehrer. 294. Wenn der Sünder hat mißhand. 397. Meine Stimme ruft zur Höhe. 407. Herr, erhöre meine Klagen. 458. Großer Gott, Herr aller. 205. Nun bitten wir den heilgen&. 205. Des Vaters und des Sohnes. 208. Ein feste Burg ist unser Gott. 208. Ein starker Schutz ist unser. 211. Erhalt uns, Serr, bei deinem. 211. Erhalt uns, Herr, bei deinem. Kann auch nach Nr. 3, 13, 109, 197 u. 436 gesungen werden. 214. Neue Melodie. 214. Wenn Christus seine Kirche. 215. Ach Sott vom Simmel sieh. 215. Ach Gott vom Himmel sieh. 405. Mit Seufzen klag ich dir mein. 421. Ach Gott, wir treten hier vor. 425. In deinem Namen, o Herr. 556. Die Zunge, die vernehmlich. Können auch nach Nr. 6, 15, 30 und 119 gesungen werden. 218. Christ, unser Ferr, zum Jordan. 218. Wie Christus selbst zum Jordan. Kann auch nach Nr. 17 ge⸗ sungen werden. 222. Psalm 91 der Lobwasserischen Melodieen. 222. Als Jesus jetzund sterben wollt. 392. Wer unter Gottes Schatten. Können auch nach Nr. 90 ge⸗ sungen werden. 20³ 30⁸ Melodieen⸗Verzeichniß. 227. Psalm 5 der Lobwasserischen Melodieen. 227. Wie groß ist deine Menschenliebe. 234. Neue Melodie. 234. Nun habe Dank für deine. 278. Nach einer Prüfung kurzer Tage. 345. Wie selig, Herr, ist der Gerechte. 357. Wie sollt ich dich, mein Gott. 400. Von dir kommt jede gute Gabe. 410. Wer kann, Gott, je was Gutes. 509. Der Wollust Reiz zu widerstreben. 510. Des Leibes warten und ihn. 527. Was ist mein Leben auf der. Können auch nach Nr. 7, 42 und 72 gesungen werden. 238. Vommt her zu mir, spricht. 238. Wie selig, Gott, wie selig ist. 246. Ich hoff, o Gott, mit frohem M. 352. Kommt her, Mühselge, kommt. 499. Herr, meiner Seele großen W. 348. Du liebst, o Gott, Gerechtigkeit. 243. psalm 1 der Lobwasserischen Melodieen. 24⁴3. Der Herr ist gut, in dessen Dienst. 244. Neue Melodie. 267. Was Gott thut, das ist wohlg 267. Ich freue mich der froͤhen Zel 373. Auf dich, Herr, nicht auf meinen 375. Der Herr ist meine Zuversicht. 525. Was Gott thut, das ist wohlgeth 273. Psalm 84 der Lobwasserischn melodieen. 273. Mein Leben ist ein Pilgrimslanh 274. Psalm 16 der Lobwasserischn Melodieen. 274. Auf, träger Geist! laß das. *283. Neue Melodie. 283. Erhebt, erhebet Gottes Ruhn, Kann auch nach Nr. 54 gesh gen werden. 284. Liebster Jesu, Trost der Serzn 284. Auf, o Sünder! laß dich lehin 389. Liebfler Jesu, Trost der Hern 292. Allein zu dir, Serr Jesu Chist 292. Ich schäme mich vor deinem, 308. Auf dich allein, Herr Jesu Eins 295. Neue Melodie. 295. An dir allein hab ich gesündi Kann auch nach Nr. 40 244. Vernimm, o Gott! vernimm. 245, Psalm 19 der Lobwasserischen Melodieen. 245. Mein Salomon, dein freundlich. 253. Psalm 4 der Lobwasserischen melodieen. 253. Wie wol ist, Jesu, meiner Seelen. 254. Psalm 46 der Lobwasserischen Melodieen. 254. Beglückter Stand getreuer S. 494. Der Herr des Himmels und der. 255. Ich weiß, mein Sott, daß all. 255. Ich freue mich, mein Gott, in. 414. Von ganzer Seele preis ich dich. 481. Für alle Güte sei gepreist. 521. Sei, Seele, stark und unverzagt. Können auch nach Nr. 415 ge⸗ sungen werden. 256. Ich ruf zu dir, Zerr Jesu Chr. 256. Mein treuer Gott, dein gutes. 346. Herr, mein Erlöser! nur von. 259. Neue Melodie. 259. Der Herr, mein Hirt, behütet. 265. Psalm 103 der Lobwasserischen Melodieen. 265. Wie komm ich doch, mein Heil. 440. Lobsinget Gott mit wahrem. 497. Herr, lehre mich, wenn ich der. 266. Nun laßt uns den Leib begrab. 266. Begrabt den deib in seine Gruft. 531 gesungen werden. 296. Meine Seele, willst du ruhn 296. Sünder, willst du sicher sen 301. Zeuch ein zu deinen Thom 301. Wie treu, mein guter Hilti, 358. An dich, mein Gott, gedesth 389. Was hilft's, daß ich mich guil Können auch nach Nr. öh und 429 gesungen werdn 302. Straf mich nicht in deinenz 302. Strafe nicht, o Heiligster. 406. Mache dich, mein Geist, bans. 316. Zerr hoͤr, ach hoͤre mein Gehn 316. Sucht man die Freundschast h 320. Psalm 25 der Lobwasserish mielodieen. 320. Hoͤchst erwünschtes Seelenlen. 401. Jesu, meiner Seelen Reitn. 324. Psalm 116 der Lobwasserishh Melodieen. 324. Mein Bundesgott, ach untertin 0. Ich weiß es wohl, ich selhstn 361. Wie lieb ist mirs„ daß Golh 465. So ist von meiner kurzen Ih 326. Neue Melodie. 326. Wenn zur Vollführung dest 348.Es woll uns Gott genaͤdigst (Früher: Erharm dich iun Serre Sott). 348. Ich armer Sünder/ wer bin 360.0 360. 308. O 305. 00. 5 369. l. W 351. 113. JI 4413.„ 423.5 — 15. Ve 415.2 111. Ac 412.8 118. En 118. 2 538. 9 1. Au 4209. 3 wohlg den Zel. meinez, versicht vohlgeth, erischn rimstanh, serischn das. Ruhn. 54 gesun „Herzn ich lehin er Hern su Chift deinem. esu Ehnß gesündig r. 40 U den. du ruhh her seis. Thoꝛrn r Hitte, „ gedenl mich ail Nr. 50, n werden deinenz igster. ist, bal. ꝛein Gchn noschast. asserishh eelenlehs. n Retter. Hasserishn h untermih urzen N ung deint enaͤdigs dich N wer bih 360. Wohlan, mein Herz! sei stets. 368. O großer Gott von Macht. 308. O du erhabner Gott. 360. Pfalm 26 der Lobwasserischen Melodieen. 369. O Gott, wer ist dir gleich. zl. Wohl dem Menschen, der von. 381. Wohl dem Menschen, der von H. 113. In dich hab ich gehoffet. 13. Ich weiß es, Gott, mein ganzes. 33. Ach Gott, du unser Lebenslicht. Können auch nach Nr. 255 ge⸗ sungen werden. 1l. Verleih uns Frieden gnaͤdiglich. 415. Verleih uns Frieden gnädiglich. U. Ach, mein Jesu! sieh, ich trete. 117. Oual und Angst muß ich empfind. 8. Entbinde mich, mein Sott. 1I8. Befreie meinen Geist. 38. Mein Lebensfürst! zeig mir. . Aus meines Herzens Srunde. 429. Jehovah, Herr und König. Kann auch nach Nr. 56, 101 und 301 gesungen werden. 460. Leue Melodie. 330. Erlöser, sieh auf uns hernieder. 495. Warum betruͤbst du dich, mein. 435. O welch ein Leiden, das mich. I. Ihm, der das Licht entstehen. 66. Psalm 134 der Lobwasserischen Melodieen. 436. Auf, Christen! preist mit mir den. 432. Erhebe Gottes Heiligkeit. 492. O Gott, du bist mein Preis und. Können auch nach Nr. 3, 13, 109, 197 u. 211 gesungen werden. Melodieen⸗Verzeichniß. 360. O Gott Vater, ich glaub an dich. 444. Cobet den Serren, alle Zeiden. 309 444. Lobet den Herren, alle Heiden. 456. Neue Melodie. 456. Herr, unser Gott, dich loben wir. 459. Alles ist an Gottes Segen. Sesu, deiner Virchen Gl.). 459. Herr, mein Licht, mein Heil. 463. Neue Melodie. 463. Besingt Gott Zebaoth. 477. Ihr trüben Sorgen weicht. Können auch nach Nr. 78 ge⸗ sungen werden. 470. Neue Melodie. 470. Mein erst Gefühl sei Preis. 478. Nun laßt uns Gott demcerren. 478. Wach auf, mein Herz! und singe. 480. Nun sich der Tag geendet hat. 480. So fliehen unsre Tage hin. Kann auch nach Nr. 59 und 102 gesungen werden. 524. Neue Melodie. 524. Warum sollt ich mich denn gräm. Kann auch nach Nr. 61 gesun⸗ gen werden. 530. Neue Melodie. 530. Du klagst, o Christ, in schweren. 531. Neue Melodie. 531. Du klagst und fühlest die Beschw. Kann auch nach Nr. 46 und 295 gesungen werden. 533. Neue melodie. 533. Was sorgst du ängstlich für. 542. Christus, der ist mein Leben. 542. Mein Jesus ist mein Leben. III. Alphabetisches Register der in diesem„verbesserten“ Gesangbuche vorhandenen (oder angeführten) Stamm⸗Melodieen. Ach Gott und Herr 10 6 Ach Gott, vom Himmel sieh darein 215 Ach Herr, mich armen Sünder 67 Ach mein Jesu, sieh, ich trete 417 Allein Gott in der Höh sei Ehr 15 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 292 Alle Menschen müssen sterben 82 Alles ist an Gottes Segen 459 An Wasserflüssen Babylon 7 Auf diesen Tag gedenken wir 173 Auf meinen lieben Gott 78 Aus meines Herzens Grunde 4²9 Aus tiefer Noth schrei ich zu dir 119 Christ lag in Todesbanden 15⁷ Christ, unser Herr, zum Jordan kam 218 Christus, der ist mein Leben 54⁴2 Christus, der uns selig macht 138 Dennoch bleib ich stets an dir 156 Der Tag ist hin, mein Geist 153 Ourch Adams Fall ist ganz verderbt 90 Ein feste Burg ist unser Gott 208 (Ein Lämmlein geht und trägt die 97) Entbinde mich, mein Gott 4¹8 Erhalt uns, Herr, bei deinem 21¹ (Erbarm dich mein, o Herre Gott 348) (Ermuntre dich, mein schwacher 110) Es ist das deil uns kommen her 6 Es ist gewißlich an der Zeit 30 Es woll uns Gott genädig sein 34⁴⁸ reu dich sehr, o meine Seele 29 elobet seist du, Jesus Christ 10⁴ Gott des Himmels und der Erden 32 Gott sei Dank in aller Welt 22 Herr Christ, der einge Gotts Sohn 91 Herr, hör, ach höre mein Gebet 316 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 3 Herzlich lieb hab ich dich 141 (Herzlich thut mich verlangen 7) Herzliebster Jesu, was hast du 131 Hosianna, Davids Sohn 167 (Ich hab mein Sach Gott heimgest. 86) Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 256 Ich weiß, mein Gott, daß all mein 255 (Jesu, deiner Kirchen Glieder 459) Jesu, meine Freude 89 Jeuus Christus, unser Heiland 16⁴ esus, meine Zuversicht 47⁷ In dich hab ich gehoffet, Here (Komm heiliger Geist, erfüll I Komm, o Gott, Schöpfer, heilger Iu Kommt her zu mir, spricht Gottes h Liebster Jesu, Trost der Herzen I Liebster Jesu, wir sind hier Lobet den Herren, alle Heiden G8 Machs mit mir, Gott, nach deiner 3 (Meine Armuth macht mich schreien Meine Liebe hängt am Kreuz Meine Seele, willst du ruhn W (Meinen Jesum laß ich nicht I50 Mein Gott, das Herz ich bringe Nun bitten wir den heilgen Geist W. Nun danket alle Gott Nun laßt uns den Leib begraben W. Nun laßt uns Gott dem Herren 9 (Nun lob, mein Seel, den Herren 0 Nun sich der Tag geendet hat 40 O ESwigkeit, du Donnerwort 10 O Gott, du frommer Gott 0 O Gott, du unser Vater bist O Gott Vater, ich glaub an dich du O großer Gott von Macht 20 O Lamm Gottes, unschuldig U O Welt, ich muß dich lassen 6 Schmücke dich, o liebe Seele U (Schwing dich auf zu deinem Gott 15. (Sollt ich meinem Gott nicht singen 119 Straf mich nicht in deinem Zorn M (Unser Herscher, unser König Valet will ich dir geben f Vater aller Gnade 2 Vater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden gnädiglich 3 Vom Himmel hoch, da komm ich. I Von Gott will ich nicht lassen Wachet auf! ruft uns die Stimme Il Warum betrübst du dich, mein Herz H Was Gott thut, das ist wohlgethan A Werde munter, mein Gemüthe Wer nur den lieben Gott läßt w. Wie schön leuchtet der Morgenstern Wohl dem Menschen, der von Wunderbarer König Zeuch ein zu deinen Thoren Zeuch mich, zeuch mich mit den 6¹⁰ thäter ich als Labens die eini ner Gl danke für me fir all die icht dafür, hem m alle G nir abe inen s⸗ neue K hast. Reu, ur bertri lich: si Imals len 00 ilger M ottes Y. 1N 4 einer 3 reien 1— ren N Gott 135) singen Id Zorn M 7 ott, Schoͤpfer und Herr Himmels 6 und der Erden, barmherziger Wohl⸗ thiter und Vater der Menschen, dich bete ih als den Urheber und Erhalter meines kebens, als den Gott meines Heils, als die einige und unerschoͤpfliche Quelle mei⸗ Rr Gluͤckseligkeit demüthigst an. Dir bunke ich mit Freuden für mein Leben, für meine Gesundheit, fuͤr meine Kraͤfte, sir alle geistliche und leibliche Vortheile, ich bestze. Dir danke ich insbesondere dafür, daß du mich diese Nacht mit dei⸗ uem machtigen Schutze bedeckt, daß du dle Gefahren, die mir droheten, von mit abgewandt, daß du meinen Leib durch inen sanften Schlaf erquicket, und mir gale Kraft und neues Leben eingefloͤßet hest, Gott, deine Guͤte ist alle Morgen nuu, und deine Treue ist sehr groß. Sie übertrifft alle unsere Verdienste unend⸗ lih: sie ist weit groͤßer, als daß wir dir imals würdig genug dafuͤr danken konn⸗ un, Wer bin ich, o Gott, wer bin ich, daß du auch mein gedenkest und dich mei⸗ her so annimmst? ich bin ein Suͤnder, der deine heiligen Gesetze uͤbertreten, der dene Wohlthaten oͤfter gemißbraucht, der sich des schaͤndlichsten Undanks gegen dich schuldig gemacht, und als ein solcher nichts als ngnade und Strafe verdienet hat. Ja, Herr, wie koͤnnte ich vor dir hetehen, wenn du mit mir ins Gericht gehen wolltest? aber du handelst nicht nit uns nach unsern Sünden und ver⸗ iltst uns nicht nach unsern Missethaten. guch schoönest du meiner, wie ein Vater sines Kindes schonet. Noch faͤhrst du srt, mich zu segnen und mir Gutes zu thun. Noch willst du mich durch Guͤte hur Buße leiten. Noch schenkest du mir git und Kraͤfte, an meiner Besserung Warbeiten, und meine Heiligung in dei⸗ her Furcht zu vollenden. Wie beschaͤmet nich deine Huld und Guͤte, o Gott, wie nuet es mich, daß ich dich, melnen Vater und Wohlthaͤter, so oft beleidiget, und dr den schuldigen Gehorsam verweigert Ge bete. Morgengebete. habe! Ach, strafe mich nicht, wie ich es verdient habe. Sei mir gnaͤdig in Christo, deinem Sohne, und verzeihe mir um seinetwillen alle meine Suͤnden. Siehe, ich heilige mich dir ganz und gar. Ich verabscheue das Boͤse, das ich bis her gerhan habe, und wuͤnsche nichts mehr, als immer besser, immer tugendhafter und heiliger zu werden. Ich erneuere hiermit in deiner Gegenwart, o Gott, den aufrichtigen Vorsatz, alle unordent⸗ lichen Begierden, die in mir aufsteigen, zu unterdruͤcken, alle boͤsen Gewohn⸗ heiten, die ich noch an mir habe, zu bestreiten, und mich in meinem ganzen Verhalten nicht nach dem Willen meines Fleisches, noch nach dem Beispiel der Lasterhaften, sondern allein nach deinen guten und heiligen Geboten zu richten. Dir, meinem Schopfer und Herrn, zu gehorchen, deiner Gnade und deines Beifalls mich zu versichern, nach deinem Bilde erneuert, und dadurch deiner selig⸗ sten Gemeinschaft faͤhig zu werden: dies soll meine Ehre, mein Ruhm, meine ernstliche Bemuͤhung und meine Selig⸗ keit sein. Ja, ich schwoͤre es, und will es halten, daß ich die Rechte deiner Ge⸗ rechtigkeit halten will. O Gott, stehe mir selbst mit deiner Gnade bei, diesen guten Vorsatz mit Treue zu erfuͤllen, denn ohne dich vermag ich nichts. Schenke mir deinen Geist, der mich erleuchte, reinige, und auf den Weg der Wahrheit und der Tugend fuͤhre. Bewahre mich auch heute vor allen Versuchungen zur Suͤnde, und wenn ich versucht werde, so laß mich nicht fallen. Bewahre mich insonderheit vor den Suͤnden, zu denen ich am meisten geneigt bin, und die noch die groͤßte Gewalt uͤber mich haben. Gib, daß ich sorgfaltig uͤber mich selbst wache, daß ich allen Anlaß und alle Gelegenheiten zum Boͤsen fliehe, und jeden suͤndlichen Gedanken, jede uner⸗ laubte Neigung, die in mir entstehen, unverzuͤglich unterdruͤcke. Laß die Vor⸗ 31² stellung von deiner Allwissenheit und Allgegenwart mich uͤberall begleiten, und mein Herz mit der tiefsten Ehrfurcht gegen dich und deine Gesetze erfuͤllen. Laß mich oft an den Tod, an das Gericht und die Ewigkeit gedenken, und dadurch weise werden zur ewigen Seligkeit. Erfuͤlle mich mit einer aufrichtigen Liebe gegen alle Menschen, und laß mich mei⸗ nen Bruͤdern so nuͤtzlich werden, als es die Faͤhigkeiten, die du mir verliehen, und die Umstaͤnde, in welche du mich gesetzet hast, erlauben. Verleihe mir Gesundheit und Kraͤfte zu meinen Be⸗ rufsgeschaͤften, und begleite sie mit deinem Segen. Gib, daß ich bei meiner Arbeit mein Herz oftmals zu dir erhebe, deine Vorsehung in allem, was mir begegnet, demuͤthig verehre, und weder dem Geize, noch der Ungerechtigkeit, noch irgend einem andern Laster den Zugang zu meiner Seele verstatte. Dir und deiner Gnade, o Gott, empfehle ich alle Men⸗ schen. Laß das Licht deiner Offenbarung sich uͤber alle Voͤlker ausbreiten. Wehre dem Unglauben und dem Aberglauben, und erweitere die Grenzen des Reichs der Wahrheit und der Tugend. Segne unsern Landesherrn und die Obrigkeiten, die du uͤber uns gesetzet hast. Segne die Lehrer, und laß sie reizende Muster der wahren Weisheit, der Liebe und aller christlichen Tugenden sein. Segne diesen Ort, dieses Land und alle Ein⸗ wohner desselben. Segne insbesondere diejenigen, die du durch die Bande des Bluts und der Freundschaft mit mir verbunden hast. Gib, daß wir alle die Pflichten unsers Berufs treulich erfuͤllen, daß wir das allgemeine Beste unserm besondern Nutzen vorziehen, und deine Ehre und das Heil unserer unsterblichen Seele zum letzten Endzweck aller unserer Bemuͤhungen machen. Erhoͤre mich, Vater der Barmherzigkeit, und sei mir gnaͤdig um Jesu Christi willen, Amen. Unser Vater ꝛc. Ae und unendlich guͤtiger Gott, deiner gnaͤdigen Vorsehung habe ich es zu danken, daß ich diesen Morgen wiederum erwacht, und gesund Morgengebete. aufgestanden bin. Du hast nächtlih Schrecken und Gefahren in Gnaden vun mir abgewandt, und mich vor vielg Ungluͤck behuͤtet, das mir ohne desh Schutz haͤtte begegnen koͤnnen. Ich g kenne deine Gute, die diesen Morn an mir neu ist, und bete zu dir, da Allgenugsamen: bereite mich selbst einem dir wohlgefaͤlligem Lobe, daß 0 dich nicht nur mit dem Munde, sonden auch mit einer geruͤhrten Dankbarhh des Herzens preise, und mein Leben deiner Ehre und nach deinem Wohh⸗ fallen fuͤhren moͤge. Deinem mächtihz Schutze befehle ich mich darum an diln Tage und fernerhin. Erhalte mir Gesundheit und die Kraͤfte des Lelt und der Seele, und bewahre mich in solchen Vorfaͤllen, die mir schaͤdlich sß koͤnnen. Regiere alle meine Entschli sungen, und leite alles mein Thun un Vornehmen, daß es deinem heilhn Willen gemaͤß sein moͤge. Gib mir i zufriedenes und freudiges Gemüͤth, di ich willig und mit Munterkeit die g. schaͤfte verrichte, die mein Stand, i welchen du mich gesetzet hast, mir aut leget. Gib, daß ich treu und fliiß mich in meinem Berufe beweise, und n allem, was ich thue, rechtschaffen un gewissenhaft handle. Sei auch nh deiner großen Barmherzigkeit mir arnn Suͤnder um Jesu Christi willen gnidih und verleihe mir den Beistand deint heiligen Geistes zu einer bestäͤndihn Besserung meines Lebens. Verhüte i Gnaden, daß ich an diesem Tage miß Gewissen nicht mit vorsaͤtzlichen Sunn beschwere, sondern laß deine Furcht un die Betrachtung deiner Gegenwart nith von allem Boͤsen zuruͤckhalten, und gin alle Versuchungen staͤrken. Wemnih aus Uebereilung fehle, so wirke duh deine Gnade, daß ich meine Fehler aiß richtig bereue, bei dir Vergebung such und ins Kuͤnftige mit mehr Sorgsh mich vor Suͤnden huͤte. O du west und guͤtiger Gott, regiere alle Umstinh meines Lebens zu meiner wahren u ewigen Wohlfahrt. Dir befehle ich ma Wege, und ich hoffe auf dich, du win wohl machen, Amen. ga Vu Nngesie jder A neue B Inhl pflichtu Hehors Vohltl dich an glasser allen A nle be und Uel Vorseh wie viel die gröf lewahr liche X freigebi holl ich hergelte Rimm zum O deinem sllen si lͤchtlih aden vn r vielan ie deing Ich un Morqn dir, dn selbst g „daß ih „sonden mkbarkt Leben n Wohlzz naͤchthn an diefn e mir x es Liibt mich in idlich si Entscht Thun un heilin ib mir en nuͤth. d it die G Stand, mir auß nd flaßz e, und i haffen un auch nut mir arma en gnadiz nd deint veständin Zerhütt i Tage mah en Sunda zurcht. wart nih und gehnt Wenm ih Hirke duh zehler ch ung such r Sorgfth du weit e Umsta hahren m le ich malz „ du wi 313 Abendgebete. Ich freue mich deiner Güte, o Gott, und komme mit Danken vor dein Ingesicht. Jeder Tag, jede Stunde, jder Augenblick meines Lebens gibt mir nele Beweise von deiner vaͤterlichen Huld und Gnade, und legt mir neue Ver⸗ nlichtungen zur Dankbarkeit und zum Hhorsam gegen dich, meinen Vater und Pohlthaͤter, auf. Auch heute hast du dih an mir Unwuͤrdigen nicht unbezeugt lassen. Auch heute hast du mir in llen Absichten viel Gutes gethan. Wie nile bekannte und unbekannte Gefahren und Uebel hast du durch deine gnädige Vorsehung von mir abgewandt! Vor uit bielen Suͤnden, die unter allen Uebeln degrößesten sind, hast du mich Schwachen lewahret! Wie viele geistliche und leib⸗ lche Vohlthaten habe ich aus deiner sttigebigen Hand empfangen! Womit sll ich dir, dem Herrn, alles das Gute bergelten, das du an mir gethan hast? Nimm meinen Leib und meine Seele zum Opfer hin. Sie sind dein und dinem Dienste, deiner Verherrlichung sllen sie auf ewig geheiligt sein. Moͤchte zur mein Eifer, dir zu gefallen, be⸗ fündiger, moͤchte der Gehorsam, den ich ir leiste, reiner und vollkommener sein! ler, o mein Gott, wie weit bin ich nuch von dem Ziele der christlichen Voll⸗ ummenheit entfernt! Wie vieler Nach⸗ lsigkeit und Traͤgheit im Guten, wie biler Vergehungen und Fehler muß ich nich taglich vor deinem Angesichte be⸗ sculdigen! Habe ich wohl den vergange⸗ un Tag in aller Absicht so zugebracht, nie es einem vernünftigen Geschoͤpfe, (nem Christen, einem Erben der zu⸗ Unftigen Herrlichkeit anstaͤndig ist? habe ich in deiner Furcht gewandelt, und die Empfindung deiner Gegenwart srgfältig in meiner Seele unterhalten? habe ich mir das Beispiel meines Herrn Ind Heilandes zum Muster der Nach⸗ chmung vorgesetzt, und durch mein Ver⸗ halten bewiesen, daß ich ein Juͤnger und Rachfolger des demuͤthigen, des sanft⸗ müthigen, des wohlthaͤtigen und himm⸗ lsch gesinnten Jesu sei? Habe ich jeden ANnlaß, mich selbst zu bessern und Andern nuͤtlich zu werden, begierig ergriffen, allen Reizungen zum Stolze, zur Eitel⸗ keit, zum Zorn, zur Unzufriedenheit, zur Wollust widerstanden, und mich recht sorgfaͤltig gehuͤtet, weder mit Gedanken und Begierden, noch mit Worten und Werken zu suͤndigen? Habe ich meine Zeit, meine Kraͤfte, meine Guͤter so wohl angewandt, als ich es haͤtte thun sollen und thun koͤnnen? Habe ich meine Pflich⸗ ten gegen dich, gegen meinen Naͤchsten und gegen mich selbst mit der Willigkeit, mit dem Eifer, mit der Treue erfuͤllt, wie es deine Wohlthaten und meine Schuldigkeit von mir fordern? Bin ich in einer solchen Verfassung, daß ich freudig sterben und mich einer seligen Ewigkeit getroͤsten koͤnnte, wenn es dir gefallen sollte, meinem irdischen Leben in dieser Nacht ein Ende zu machen? o Gott, wie beschaͤmet, wie erniedrigt mich diese Pruͤfung! Herr, wer kann merken, wie oft er fehle! Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler. Gehe nicht ins Gericht mit mir, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht! Ich bekenne dir meine Suͤnden und Uebertretungen. Ich bereue sie von ganzem Herzenz ich ent⸗ schließe mich, in deiner Furcht mich immer mehr von allen Befleckungen des Fleisches und des Geistes zu reinigen, und meine Heiligung zu vollenden. Staͤrke mich selbst, o Gott, in diesem guten Vorsatze. Stehe mir in der Ausfuͤhrung desselben maͤchtig bei. Gib, daß ich alles, was dir zuwider ist, hasse, und als das groͤßte Uebel meide und fliehe. Gib, daß ich alles, was dein heiliger Wille von mir fordert, aufrichtig und mit Freuden thue. Laß mir den morgenden Tag heiliger sein, als den heutigen. Laß mich taͤglich an Weisheit und Tugend wachsen, und immer mehr nach deinem Ebenbilde erneuert werden. Hege ich Haß und Neid gegen irgend einen Men⸗ schen in meinem Herzen, so laß den Schlaf ferne von mir sein, bis ich ihm verzeihe, bis ich ihm mit Aufrichtigkeit Gutes wuͤnsche, und ihm solches wirklich zu erzeugen geneigt bin. Laß mich so einschlafen, wie ich zu sterben und dereinst 31⁴ Das Gebet des Herrn, umschrieben. vor deinem Richterstuhle zu erscheinen wuͤnsche. Dein maͤchtiger Schutz bedecke mich und auch die Meinigen in dieser Nacht, damit uns kein Ungluͤck begegne und keine Plage sich zu unserer Wohnung nahe. Schenke mir einen sanften und erquickenden Schlaf. Laß mich morgen, wenn es dir gefaͤllt, mit neuen Leibes⸗ und Seelenkraͤften wieder aufwachen, und gib, daß ich sie nach deinem Willen und zu deiner Ehre anwende. Troͤste, barmherziger Gott, troͤste meine elenden Mitbruͤder, die in dieser Nacht durch Schmerzen und Krankheit, oder andere Arten des Elendes der suͤßen Ruhe beraubt sind, und mit Verlangen auf den Anbruch des Tages warten. Staͤrke die Sterbenden und laß sie Gnade vor dir finden. Hindere die Werke der Finsterniß; erbarme dich der Sünder und bekehre sie. Dir, Herr, mein Gott, übergebe ich meinen Geist und meine Seele, mein Leben und alle meine Schicksale. Fuͤhre mich selbst an deiner Hand, leite mich nach deinem weisen Rath, und nimm mich dereinst in deine Herrlichkeit auf. Ich bitte dich um dieses alles in dem Namen und als ein Juͤnger Jesu Christi, unsers Mittlers und Seligmachers, Amen. armherziger, gnaͤdiger Gott, u B deinem gnaͤdigen Schutze habe 6 abermals einen Tag zurückgelegt. 36 danke dir dafuͤr, und preise deinen hei ligen Namen fuͤr alle andere unzaͤhlig Wohlthaten, die mir deine große Guh und Barmherzigkeit von meiner Jugend an bis auf diese Stunde bei aller meinnr Undankbarkeit so mildiglich hat zufließen lassen. Stelle, o Gott, meine heutin mir bewußten Uebertretungen nicht in Zorn vor dich, noch meine unerkanntan Suͤnden ins Licht vor deinem Angesicht, sondern wirf sie hinter dich zuruck un sei mir um Christi willen gnaͤdig. In deine Guͤte auch in dieser Nacht Iln mir walten; und wenn meine Mugg geschlossen sind, so wache du uͤber miz du Waͤchter Israels. Nimm mich, N Meinigen und alles, was wir haba in deinen allmaͤchtigen Schutz. Wonde alles Ungluͤck von uns ab, und schenkeunz eine suͤße, erquickende Ruhe, die uns auf den morgenden Tag zu deinem Dienst und zu unseren Berufsgeschaͤften wieder um geschickt mache, bis wir dereins wuͤrdig erfunden werden an dem Ende unserer Pruͤfungstage in die selige Raht einzugehen, die du deinen Kindern bereittt hast. Erhoͤre mich um Jesu Chrish deines geliebten Sohnes willen, NAmen. Das Gebet des Herrn, umschrieben. Uner Vater, der du bist im Himmel, Herr der ganzen Welt, dessen Thron der Himmel ist, welche Ehre und Gnade ist es fuͤr uns, daß wir, die wir von Natur Kinder des Zornes sind, dich mit Zuversicht und Vertrauen unsern Vater nennen, und insgesammt unsere Herzen und Haͤnde zu dir aufheben duͤrfen! Großer Gott und versöhnter Vater in Christo, was koͤnnen deine so hoch begnadigten Kinder mehr wuͤnschen und bitten, als daß dein Name geheiliget werde? Nur du bist allein groß, herrlich, heilig, und wuͤrdig von allen erkannt, geehret und gepriesen zu werden. O laß deinen Namen, deine Tugenden und Vollkom- menheiten immer bekannter und herr⸗ licher auf dem ganzen Erdboden werden, so daß vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang Jedermann dich 0 erkenne, uͤber alles ehre, fuͤrchte, lich, und mit Gedanken, Worten und Werken preise. Und damit dein Name je laͤnger je herrlicher werde, so komme dein Reich, so laß dein Reich, das du dulch deinen Sohn auf Erden aufgerichttt hast, sich immer mehr ausbreiten, daß alle Welt sich dir unterwerfe und dir diene! Regiere und herrsche du in un durch dein Wort und durch deinen Giis. Zerstöre das Reich des Satans ud erweitere die Grenzen deines Richt durch Erleuchtung derjenigen, die nach in Finsterniß leben, und durch Bekehrumz so vieler, die noch auf den Irrwehen Laster gur de Erden, nser ve uter un o daß w Ragen kständig glich u hollendet pgen w Gib demuͤthie berß, d keit von Vertrau arbeitsar heweisen je Rohe hereitet Christ Amen. werden, bis zu ich rech e, liehs Werken laͤnger e dein du dulch gerichtt ten, daß und dir in und en Geit. me und Reichs die noc Rehrunz rrwegen Vor dem Genusse des heiligen Abendmahls. 31⁵ us tasters und des Unglaubens wandeln. gur dein Wille geschehe auf örden, wie im Himmel, nicht nser verkehrter Wille, sondern dein uter und vollkommener Wille geschehe, o da wir sowohl in guten als in boͤsen Lagen deine Befehle ohne Ausnahme, hstandig willig und freudig ausuͤben, lich wie sie von den Engeln und hlendeten Gerechten im Himmel voll⸗ yogen werden. gib uns auch heute unser täͤglich Brot, so viel wir zu unserer Rahrung und Kleidung beduͤrfen. Wir erlangen nicht Ueberfluß, sondern was uir zu unserer Erhaltung noͤthig haben. Hir bitten dich nur um ein gottseliges, hmüthiges, dankbares und vergnuͤgtes herz/ daß wir taͤglich unsere Abhaͤngig⸗ sit von dir erkennen, taͤglich unser Hertrauen auf dich setzen, und uns atbeitsam und treu in unserm Berufe keweisen. Vor allen Dingen aber bitten vir dich, ach Gott! vergib uns unsre Schuld, als auch wir urgeben unsern Schuldigern. Eilaß uns alle unsere Schulden, die uir so sehr gehaͤuft haben, und versichere us der Vergebung unserer Suͤnden in hen Blute Ehristi. Wirke du selbst in Ins eine göttliche Traurigkeit, Reue und Leid uͤber unsere Suͤnden, daß wir si hassen und verabscheuen. Gib uns nuch ein versoͤhnliches Herz gegen die, so uns beleidiget haben, damit wir ihnen so gerne, willig und herzlich vergeben, als du uns vergibst. Denn wenn wir nicht vergeben, so wirst du uns auch nicht vergeben. Und da wir wohl wissen, wie leicht wir in Suͤnde fallen, und wie stark und listig unsere Feinde, der Satan, die Welt und unser Fleisch sind, um uns zu stuͤrzen, so fuͤhre uns nicht in Versuchung, so laß uns nicht in gefaͤhrliche Versuchung zur Suͤnde gerathen, oder wenn es dir ge⸗ fallen sollte, uns auf die Probe zu stellen, daß wir von unsern Feinden versucht werden, so stehe uns bei, so staͤrke und erlöse uns von allem Boͤsen, damit wir nicht zu Schanden werden. Denn dein ist das Reich, du bist Koͤnig und Herr uber die ganze Welt; alles steht unter deiner Regierung, und muß dir unterthan sein. Dein ist die Kraft, du bist allein maͤchtig, und kannst unendlich mehr thun, als wir bitten und verstehen. Dein ist die Herrlichkeit in Ewigkeit. Ewig gebuhret dir Ehre, Ruhm und Preis, und wir wollen dich ewig preisen und verherrlichen. Amen. Ja, das ist unser sehnlicher Wunsch und Begierde. Erhoͤre unser Gebet, das uns dein lieber Sohn selbst gelehret hat. Wir bitten dich in seinem Namen, und haben das Vertrauen, daß du unser Gebet gewiß erhoͤren werdest, Amen. Vor dem Genusse des heiligen Abendmahls. Du Gott, barmherzig, gnaͤdig, geduldig, von großer Guͤte und dreue, der du Gnade beweisest, und bergibst Missethat, Uebertretung und Eünde, dich bete ich als den einigen wahren und lebendigen Gott, als den Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, und in ihm als den Vater der Barmherzigkeit und den Gott alles Rostes, demuͤthigst an. Dir danke ich nit geruͤhrtem Herzen fuͤr die außer⸗ Adentlichen Beweise, die du uns durch Ghristum von deiner mehr als vaͤter⸗ lihen Liebe gegeben hast. Du hast ihn, deinen Sohn, fuͤr uns in die Welt gesandt, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Du hast ihn fuͤr uns in den Tod dahin gegeben, und willst uns mit ihm und um seinetwillen alles schenken, was wir zu unserer wah⸗ ren und ewigen Gluͤckseligkeit noͤthig haben. Auch mich, barmherziger Gott, auch mich Unwuͤrdigen hast du zur Er⸗ kenntniß dieses großen Heils gebracht. Auch mir bietest du auf die billigsten Bedingungen Vergebung der Suͤnde/ Gnade, Leben und Seligkeit an. Auch mir willst du von diesem allen in dem heiligen Abendmahle die feierlichsten 316 Vor dem Genusse des heiligen Abendmahls. Zeichen und Versicherungen mittheilen, wenn ich, mit wahrer Bußfertigkeit, mit lebendigem Glauben, und mit dem aufrichtigen Vorsatze, ein heiliges Leben zu fuͤhren, zu dir nahe. O Gott, wie wollte ich entfliehen, und dem Verderben entrinnen, wenn ich eine solche Seligkeit nicht achtete, und durch diese Beweise deiner Guͤte mich nicht zur Buße und Dankbarkeit leiten ließe? Nein, ferne sei es von mir, mich eines solchen Ver⸗ brechens schuldig zu machen! Ich em⸗ pfinde den Werth deiner Gnade. Ich bewundere die Groͤße deiner Barmherzig⸗ keit und Menschenliebe. Ich wuͤnsche sehnlich, an den Fruͤchten der Erloͤsung, die durch Christum geschehen ist, Theil zu haben, und durch ihn gerecht und selig zu werden. Ich bin willig und bereit, alle Bedingungen, auf welche du mir diese unschaͤtzbaren Vortheile anbietest, zu erfuͤllen. O Gott, ver⸗ zeihe mir, daß ich bisher meinen Ver⸗ pflichtungen so oft zuwider gehandelt, daß ich mich nicht dankbarer und ge⸗ horsamer gegen dich, meinen unendlichen Wohlthaͤter, bewiesen habe. Meine Suͤnden haben mich von dir entfernet. Aber siehe, ich komme wieder zu dir, Herr, mein Gott. Mein Herz sagt mir von deinetwegen: ihr sollt mein Antlitz suchen. Ich suche es, o Herr! verbirg dasselbe nicht vor mir. Deinem Dienste, o Gott, und dem Gehorsam deiner Gebote sei mein ganzes uͤbriges Leben gewidmet. Ich entsage in deiner Gegenwart allen Suͤnden, und dein heiliger Wille soll von nun an die einzige Richtschnur meines Verhaltens sein. Ach, schenke mir selber Kraft und Staͤrke, mein Geluͤbde zu erfuͤllen. Laß die Betrachtung deiner unendlichen Liebe, laß den Genuß der Zeichen und Pfaͤnder derselben, die ich an dem Tische meines Herrn empfangen werde, laß die Hoffnung der zukuͤnftigen Herrlich⸗ keit, die du mir vorhaͤltst, so gesegnete Eindruͤcke auf mich machen, daß ich alle Versuchungen zum Boͤsen mit neuem Muthe bestreite, alle Pflichten meines himmlischen Berufs mit neuer Sorgfalt erfuͤlle, und dir bis in den Tod getreu verbleibe. W du der Welt, Herr Jesu Chris du hast ein Gedaͤchtniß der Wunda deiner Liebe gestiftet. Nur wenig Stunden vor deinem Leiden segtest du das heilige Abendmahl zum Troste dar ner Verehrer und zur Staͤrkung ihr Glaubens ein, und du laͤssest mich uch noch jetzt einladen, diesen feierlichen Gebrauch gemeinschaftlich mit deinn Nachfolgern zu begehen. Wie gluͤckich bin ich, o Herr, daß ich dich, den einigej und vollkommenen Mittler zwischen Gt und den Menschen, daß ich deine Lehn und dein Heil kenne, daß ich dich meinm Herrn und Gott nennen, mich deinn seligen Gemeinschaft ruͤhmen, und mich zu deinen Erloͤseten und Freunden zaͤhln darf! O wie viel habe ich dir, meinen Heilande, zu danken! Wie unwissend, wie verderbt, wie trostlos, wie elend wuͤrde ich ohne dich und deine Gnade sein? Wie unertraͤglich wuͤrde mir de Last meiner Suͤnden, wie furchterlih die Erwartung der damit verdienten Strafen, wie erschrecklich der Anblit des Todes und des Grabes sein, wenn du uns nicht selbst den gnaͤdigen Willn Gottes bekannt gemacht, wenn du dih nicht zum Opfer fuͤr unsere Suͤnden dahin gegeben, und uns durch deinen Tod Gnade, Leben und ewige Seliglit erworben haͤttest. Ja, alles Licht, das mich erleuchtet, aller Trost, der mich erquicket, alle Hoffnung, die mich belebet sind Geschenke deiner unverdienten Liehe. Wie theuer soll mir denn nicht dein Gedaͤchtniß sein! Wuͤrde ich nicht dir undankbarste und niedertraͤchtigste untir allen Sterblichen sein, wenn ich denn vergaͤße, wenn ich mit Kaltsinnigkeit und Gleichguͤltigkeit an dich gedachte, wenn ich mich weigerte, dir die Ehre und den Dank zu geben, die dir gebih⸗ ren? Nein, goͤttlicher Erloͤser, ich folge deiner liebreichen Einladung mit Be⸗ gierde und Freude. Ich komme, mich oͤffentlich fuͤr deinen Juͤnger und Ver⸗ ehrer zu bekennen, und es Jedermann zu sagen, daß ich es fuͤr mein Glick und fuͤr meinen Ruhm halte, der Deinige zu sein. Ich komme als ein muͤhseligtr und beladener Suͤnder, Ruhe fuͤr meine Seele zu suchen, und ergreife mit sch der Bußfertit d du n heil, das Yr für de danker ußzuopfe erneu⸗ hudern n nich gest Ich komn alen Gla nich aufs ud bruͤde ichten. N den was umen. und vergi githan ha Iagibt, u der dein L ud dich! hezigkeit. Ler Herr, Er hande Lünden, usern M her seine Bohl den urgeben . Voh Neinige seligtr meine e nit Bußfertigkeit und Glauben die Gnade, uu du mir anbietest, und das große hul, das du gestiftet hast. Ich komme, r fr dein Leiden und Sterben feierlich danken, mich dir zum Eigenthum ufzuopfern, und den heiligen Vorsatz erneuern, nicht mehr mir selber, hudern nur dir zu leben, der du fuͤr nich gestorben und auferstanden bist. Ich komme, meine Gemeinschaft mit Un Glaͤubigen zu unterhalten, und nich aufs neue zu einer aufrichtigen und brͤderlichen Liebe gegen sie zu ver⸗ sichten. O Herr, laß mein Vorhaben Nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. 31⁷ gesegnet sein. Erlaube nicht, daß ich mich bloß mit den Lippen dir nahe, aber mit dem Herzen ferne von dir sei. Sende mir dein Licht und deinen Geist, und laß den Gedanken, daß du Herzen und Nieren pruͤfest, alle Falschheit und Verstellung aus meiner Seele vertreiben. Laß mich die Wunder deiner Barm⸗ herzigkeit so bedenken, daß Glaube, Liebe und Hoffnung dadurch in mir gestaͤrket, und ich auf das Kraͤftigste bewogen werde, die Versprechungen, die ich dir thun werde, mit unverbruͤchlicher Treue zu halten, Amen. che den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen gumen. Lobe den Herrn, meine Seele, ud vergiß nicht, was er dir Gutes gthan hat, der dir alle deine Suͤnden lagzibt, und heilet alle deine Gebrechen, ir dein Leben vom Verderben erloͤset, und dich kroͤnet mit Gnade und Barm⸗ hezigkeit. Barmherzig und gnaͤdig ist luherr, geduldig und von großer Guͤte. Er handelt nicht mit uns nach unsern einden, und vergilt uns nicht nach Usern Missethaten. Wie sich ein Vater lher seine Kinder erbarmet, so erbarmet sch der Herr uͤber die, so ihn fuͤrchten. Dohl dem, dem die Uebertretungen negeben sind, dem die Suͤnde bedecket st. Vohl dem Menschen, dem der Herr Missethat nicht zurechnet, in dessen 1 ast kein Falsch ist! Ich sprach: ich ull dem Herrn meine Uebertretungen kennen; da vergabst du mir die Misse⸗ hat meiner Seele. Wo ist ein solcher Hatt, wie du bist; du hast deines Sohnes niht verschonet um unsertwillen, du ht ihn fuͤr uns in den Tod dahin Aheben: wie'? solltest du uns mit ihm ht alles schenken? Ja, gelobet sei Hatt, und der Vater unsers Herrn Jesu shrsti, der uns gesegnet hat mit den harsten geistlichen und himmlischen Atern durch Christum! In ihm, dem Hliebten, sind wir dem Hochsten ange⸗ Um geworden. In ihm duͤrfen wir Uͤt unsern Vater, und uns seine Kinder Nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. nennen. An ihm haben wir einen voll⸗ kommenen Seligmacher, der immerdar lebet und fuͤr uns bittet. Durch seine Auferstehung von den Todten haben wir die gewisse Hoffnung eines unverwelk⸗ lichen Erbes, das behalten wird im Himmel. O Gott, womit soll ich dir alle das Gute vergelten, das du an mir gethan hast? Ich will dich erhoͤhen, mein Gott, du Koͤnig, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich taͤglich loben, und deine Gnade ruͤhmen immer und ewiglich. Dir will ich Dank opfern, und mein Geluͤbde bezaͤhlen vor allem Volke. G'le Erloͤser, meine Seele erhebet dich, den Herrn, und mein Geist freuet sich in dir, meinem Heilande. Du bist wuͤrdig, zu nehmen Kraft und Reichthum, Weisheit und Staͤrke, und Ehre, und Preis und Lob. Denn du bist auch fuͤr mich erwuͤrget worden, und hast mich mit deinem Blut erkauft. Durch dich habe ich Frieden mit Gott, und einen freien Zugang zu seiner Gnade. Durch dich bin ich von der Gewalt der Suͤnde und des Todes erloͤset, und darf mich der Hoffnung der zukuͤnftigen Herr⸗ lichkeit ruͤhmen. Wie kann ich dir deine Liebe jemals vergelten! Ich will dich ewig lieben, denn du hast mich bis in den Tod geliebet: Du hast deinen Leib fuͤr mich gegeben. Du hast dein Blut fuͤr mich vergossen zur Vergebung der 318 Suͤnden. Du bist fuͤr mich gestorben. Du hast dich selbst fuͤr mich geopfert. Ich will ganz der Deinige sein. Dir will ich leben. Dir will ich sterben. Dir sei mein Leib und meine Seele, dir sei mein ganzes Leben heilig: Dich zu kennen, dich zu lieben, dir zu gehorchen, deinem Beispiele zu folgen, deinen Namen unter den Men⸗ schen zu verkuͤndigen, dein; Reich hier auf Erden zu erweitern, und anich zu deiner naͤheren Gemeinschaft im Himmel geschickt zu machen, dies soll meine Ehre, mein Ruhm, mein vornehmstes und bestaͤndiges Geschaͤfte, meine ganze Seligkeit sein! Amen. o habe ich mich denn feierlich dem Dienste Gottes, meines gnaͤdigen Vaters und unendlichen Wohlthaͤters, gewidmet. So habe ich mich verpflichtet, als ein Juͤnger und Nachfolger meines hochgelobten Erloͤsers zu leben, und ihn mit meinem Geiste und mit meinem Leibe zu preisen, die beide sein Eigen⸗ thum sind. Wie heilig sind diese Ver⸗ pflichtungen! Wie undankbar, wie ungluͤcklich wuͤrde ich nicht sein, wenn ich diese Zusagen vergaͤße, und diese Versprechungen nicht hielte! Welch eine Verantwortung, welch ein Gericht, wenn ich nun noch der Suͤnde diente, wenn ich nicht alle Fehler, alle boͤse Gewohn⸗ Gebet eines Kranken. heiten, die ich an mir habe, ernsih bestritte, wenn ich eben so traͤge nachlaͤssig im Guten waͤre, als icht ehemals gewesen bin! So wuͤrde mich ja aller Vorrechte und Seligkalg die ich als ein Christ besitze, verlustz und meine Verdammniß um so viel schuz rer machen. Ach Gott! erlaube niih daß ich so undankbar gegen dich, u so feindselig gegen mich selbst handil Sei du in meiner Schwachheit mächh Befestige meine guten Entschließungg und verleihe mir Gnade, an der N fuͤhrung derselben unverzuͤglich undu verruͤckt zu arbeiten. Erhalte du scht mein Herz bei dem Einigen, daß ih deinen Namen fuͤrchte. Schenke mir in neues Maaß deines Geistes und fihn mich durch denselben auf ebene Bas Gib, daß ich mich von allen Beflehy gen des Fleisches und des Geistes reing und meine Heiligung in deiner Fush vollende. Bewahre mich vor Versuchth gen, staͤrke mich, wenn ich darein gerath und laß mich das Kleinod, zu welchn du mich durch Christum berufen his niemals aus den Augen verlieren. E werde ich den guten Kampf käͤmpft den Glauben behalten, und meinen da gluͤcklich vollenden. So werde ich einst die Krone der Gerechtigkelt at deiner Hand empfangen, und dir i und Ehre bringen, in Ewigkeit, Mu Gebet eines Kranken. O mein Gott, du Quelle des Trostes und der Gnade, ich demuͤthige mich vor dir, um deinen Beistand in meinen großen und heftigen Schmerzen sehnlich zu suchen. Hoͤchster Richter, deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand druͤcket mich. Mein Leib ist schwach, meine Seele voll Leiden. Schon haben mich des Todes und Grabes Bande umfangen. Zu wem kann ich mich wen⸗ den, der ich so elend und voll Jammer auf diesem Krankenbette darnieder liege? Es ist nichts mit allen Geschoͤpfen. Diese koͤnnen nicht rathen und nicht helfen. Nur du allein, mein Gott, kannst die Krankheit heilen, welche mir Seufzer auspresset. Zu dir allein wende ich mich. Erhoͤre mich, mein Gott, un schweige nicht zu meinen Thranen, Herr, ich bekenne es, daß ich nihh anders leide, als was ich verdin Wolltest du mich so strafen, ab wegen meiner Suͤnden es werth 10 so würden alle Wellen deines Janlt über mir zusammenschlagen, udi muͤßte gleich jenen abtruͤnnigen Gastn zur Verdammniß verstoßen werden M ich ihnen auf dem Wege des Verderhn so ungluͤcklicher Weise nachgefolget Herr, ich empfinde es, daß ich sten bin, du aber unendlich gerecht bist. habe gesuͤndigt wider dich und dor di Meiner Suͤnden sind mehr, denn unn auf meinem Haupte. Ach, ich unglis sliger!! hider mie kübe selbf nich uber 10 20 hoch so n Uder dich hiter, er treulo meinen L Gott, ich duß es n gegen mi damit bef uun an de sche, wen uiht nod uum dein uharmun 918 Blut Erlbser fi hat. Laß ich dich be aaß ich al uiderstehe Kiligen X Hott, ich shlägt. Rund, 1 preis i deinen luld in m nich einet shkeit 9 gerum sin slt, so Donk erk Henesung henn ohn der Arzt sud umsor h alles. Anem hei lin, son aß mich Vurch deir ube. Di krhoͤren 4 hzustelle Aude der H mir, ernslct aͤge un ls ich g uͤrde i ligkalg Herlostz ielschoz be nith ich, 1 handih mäͤchth eßungg, der MyI 9 und y du sach daß i6 e mir th nd fih e Bahn, zeflacd rlinsh r Funch kaͤmpfz inen da ich d kit aul dir t, Nu jott, HM. anen. ich nich verdie. l erth di sliger! Ach, daß ich dich zum Zorn uder mich gereizet habe! Du bist die lübe selbst. Du hast mit so vieler Gnade nich uͤberhaͤuft, und nicht aufgehoͤret, ur Gutes zu thun. Wie konnte ich uch so undankbar sein, daß ich mich uder dich, meinen großmuͤthigsten Wohl⸗ hiter, erhob! Wie konnte ich so frech, Vtreulos sein, daß ich mich gegen henen Vater und Koͤnig empoͤrte! Hatt, ich erschrecke, wenn ich bedenke, a es meine Sünden sind, die dich ihen mich reizen, daß ich mein Leben hamit beflecket habe, und durch sie mich zun an den Rand des Abgrunds gefuͤhret she, wenn anders deine Barmherzigkeit uicht noch ins Mittel tritt, und den lum deiner Gerechtigkeit aufhaͤlt. O uharmungsvoller Gott, hoͤre die Stimme ds Blutes, welches mein theuerster Gelbser fuͤr bußfertige Suͤnder vergossen lat, Laß es mich lebhaft bereuen, daß ich dich beleidiget habe. Gib mir Kraft, uß ich allen dir mißfaͤlligen Neigungen uiderstehe, und mich gaͤnzlich deinem heligen Willen unterwerfe. Ja, mein Hott, ich kuͤsse die Ruthe, welche mich hlägt. Ich lege meine Hand auf den Rund, und will gar nicht murren. Wpreise deine Barmherzigkeit mitten deinen Zuͤchtigungen. Gib mir Ge⸗ ullb in meiner schweren Krankheit. Laß lich einen sanften Sinn und Freund⸗ schieit gegen alle die, so um mich rum sind, beweisen, und alle Sorg⸗ slt, so man an mir beweiset, mit dank erkennen. Laß die Mittel der Hantsung, so ich anwende, gesegnet sein, eun ohne deinen Segen arbeitet doch he Arzt vergeblich, und alle Mittel ud umsonst. Von dir, o Gott, erwarte Halles. Mache es mit mir, wie es aihem heiligen Willen gemaͤß ist. Nicht hein, sondern dein Wille geschehe! Ver⸗ tß mich nur nicht. Unterstuͤtze mich luch deine Gnade, an der ich genug che. Deine Kraft sei maͤchtig in mir echwachen! Gefällt es dir, mein Gebet lerhören, und meine Gesundheit wieder safustetlen; willst du, daß ich noch im ude der Lebendigen bleiben soll; so mir, Herr, daß ich ein neues Leben Gebet eines Kranken. 319 fuhren und zeigen möͤge, daß ich in der Schule deiner Zuͤchtigungen gelernet habe, wachsamer uͤber alles mein Thun und Lassen zu sein, und mich von aller Unreinigkeit der Welt zu entfernen. Hast du aber beschlossen, den Lauf meines Lebens durch diese Krankheit zu endigen, und mich vor deinen Richterstuhl zu for⸗ dern, so setze mein Herz in eine solche Verfasfung, darinnen wir, wie allezeit, also vornehmlich zu der Zeit, uns billig befinden muͤssen, wenn du uns von hier abrufest. Reiße mein Herz ganz los von der Erde, und laß meine Sehnsucht nur nach den Guͤtern der Ewigkeit gerichtet sein.(Denn was hat die Welt, das mich an sie fesseln sollte? Es ist wahr, die, an welche mich so starke Bande knuͤpfen, gehen mir nahe. Doch auch deinem Sohne lagen die Seinigen bei seinem herannahenden Abschiede am Herzen. Er liebte sie allezeit, er liebte sie bis ans Ende. Da er jetzt seinen Geist in deine Haͤnde befehlen wollte, so sorgte er noch liebreich fuͤr seine Mutter. Soll ich die Meinigen verlassen, so verlasse du sie nicht. Ich werde mich dann nicht, wie bisher, ihrer ferner annehmen. Aber du lebest immer und ewiglich. Sei du ferner ihr Vater, ihr Berather, ihr Beschuͤtzer und Helfer. Laß sie bei meinem Hin⸗ gange nicht weinen als solche, die keine Hoffnung haben, sondern dadurch be⸗ sonders erweckt werden, so lange sie hier noch streiten muͤssen, sich taͤglich zu ihrer Veraͤnderung zu bereiten. Bringe du mich indessen selbst immer mehr in die heilige Fassung, daß du mir ungleich lieber bist, als alles, was ich auf Erden lieb habe). Versiegele mich auf den Tag der Erloͤsung. Gib neue Staͤrke meinem Glauben, meiner Liebe und Hoffnung, daß ich diese Welt ohne Kummer verlassen, und mit Freuden aus derselben gehen moͤge. Nun, mein Gott, ich erwarte in tiefster Demuth deine Befehle. Rede, Herr, denn dein Knecht hoͤret, und ist bereit, deiner Stimme zu folgen. Erhoͤre mich, ich rufe zu dir aus der Tiefe, und um Christi Jesu, meines Heilan⸗ des willen, Amen. ———————— Danksagung und Bitte nach der Genesung von(Gbarn einer Krankheit. Ge Gott, hoͤchster Gebieter und Herr uͤber unser Leben, der du allein in das Grab, und auch wieder heraus fuͤhrest, ich werfe mich in tiefster Demuth vor dir nieder und danke dir von Herzen, daß du mich von den Pforten des Grabes zuruͤckrufest. Ach ja, Herr! schon schien es, daß ich ein Opfer des Todes sein sollte. Ich rief zu dir: ewiger Gott, erloͤse mich um deiner großen Barmherzigkeit willen, denn im Tode gedenket man dein nicht, und wer will dir im Grabe danken? Du hast meine Klagen erhoͤret, und meine Thraͤnen angesehen. Du bist von Mitleiden gegen mich geruͤhret worden, und hast mir die Gesundheit und das Leben wiedergegeben. O, daß ich deine Liebe und deinen Beistand nach Wuͤrde genug erheben koͤnnte! Ich erkenne es vor Jedermann, daß ich dir allein meine Genesung zu danken habe. Auch die groͤßte Klugheit, beste Sorgfalt und Bemuͤhung der Menschen ist ohne dich vergeblich. Was habe ich dir nicht, o mein Gott, mitten in meiner Krankheit und in meinen Aengsten versprochen! Und was mußte ich dir nicht versprechen? Ich hatte mich dir ganz zu deinem Dienste gewidmet. Ich sagte allem dem ab, was dir mißfallen kann; ich that das Geluͤbde, daß ich die boͤsen Begierden meines Herzens ausrotten wollte, welche dich gegen mich erzuͤrnten; ich versprach dir, bis in den Tod treu zu bleiben. Gib dann doch nicht zu, daß ich so heiliger und billiger Zusagen jemals vergesse, sondern sie vielmehr tief in mein Herz grabe, alle Tage meines Lebens daran gedenke, und alle meine Kraͤfte anwende, um sie nach aller ihrer Groͤße zu erfuͤllen. Ja, mein Gott, laß meine Seele leben, daß sie dich lobe. Ziehe du nur deine Hand nicht von mir ab, indem du mich wieder in diese Welt treten laͤssest, denn diese ist ein unge⸗ stumes Meer und voll Klippen, daß viele darauf Schiffbruch leiden. Du allein kannst mich erretten. Gib mir das dler arr Ziten, f noͤthige Licht, gib mir Standhaftiglil hnen alle und Muth, damit ich allen Versuchungg Ingswürd widerstehen, und alle Lockungen un astrießli Drohungen einer verführerischen Weh te alle großmüthig verachten moͤge. Sei dunnt mlenla zur Rechten, damit ich niemals want Deine Hand erhalte mich! Dein Rah fuͤhre mich! Dein Geist reinige mich Der Glaube sei mir anstatt des Schid. G und dein Wort anstatt eines zweischne⸗ digen Schwertes, um allen Anlaufh glmach der Feinde zu widerstehen, wider die ih N herzi werde zu streiten haben. O Gott, u wir d Mancher ist nach erlangter Gesundhulutheißest in das Verderben der Welt zurückge isen; d fallen, und hat seine vorige Lebensauhur deine wieder angefangen; und ich habe Ahliten dich auch bei anderen Gelegenheiten so graslnht mehr Verheißungen gethan, aber sie nich hm einige erfuͤllet. Es überfaͤllt mich deswegn Zufzen 1 ein Zittern. Ich bin gand beshim gästz re Ich bitte dich, laß mich nicht dn soß sie in ert widerfahre! Ich weiß es, daß, obglih— Ir dergestalt voͤllig genesen, Seele auch von den Wunden heil welche die Suͤnde ihr geschlagen 1 und daß, so angenehm und vortheilhcß auch die Gesundheit meines Leibes ulnd den immer ist, doch die Gesundheit Iuten Seele mir noch weit wichtiger Ishin angelegentlicher sein. nkürze! Erbarme dich auch, o mein Gott, (lr armen Kranken. Hoͤre ihre Iiten, stehe ihnen bei und gewaͤhre huen alles dasjenige, was deine anbe⸗ uugswüͤrdige Weisheit fuͤr sie am hprießlichsten findet. Unterstuͤtze und irke alle, die du mit mir von ihren n aftigkal ichungen zen un en Val i dum wanfs Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden. 321 sie die Sonne mit Freuden erblicken. Gib einem jeden unter uns, daß wir weder deine Wohlthaten, noch auch unsere Versprechungen jemals vergessen. Erhoͤre mich, Vater im Himmel, ich rufe dich mit innigster Inbrunst um Jesu Christi, meines liebsten Heilands gankenlagern aufstehen laͤssest, daß willen an, Amen. in Rah ze mich Schildeh Heischnth Anlaufz Wuetzer gnaͤdiger und barm⸗ die h N herziger Gott und Vater, du willst, Hott, Auß wir dich in der Noth anrufen, und esundhel ntheißest uns Erhoͤrung, daß wir dich zurückhe nrisen; darum erscheinen wir auch jetzt ebensanur deinem heiligen Angesichte, und habe Rulliten dich fur diese kranke Person, die so großt uiht mehr mit uns, wohl aber mit dir, sie miht hm einigen Herzenskündiger, durch das deswegn heschäm. „ohglih Dir, o allerliebster Vater, wollen und tuuch wir ihre Noth vortragen, und die dch dttn dich herzlich und kindlich, siehe weggehaf doch in Gnaden an, staͤrke sie im e Lebene umpf und Streit wider den Tod, tung ashin legten Feind; sei nicht ferne von weß ühst denn die Angst ist groß. Es ist ht Lhnn serkein Pelfer, denn du allein. Reinige „Bdie eh o Gott, durch das Blut deines erandetz ehnes von allen ihren Sünden, ver⸗ nur untsthele durch deinen heiligen Geist in sere Hez stem Herzen die Gewißheit der Selig⸗ ichtet sinst. Sprich zu ihrer Seele: Mein il auße eehn(meine Tochter) sei getrost, dir nich dinsud deine Sünden vergeben. Stärke aß ment ind erhalte sie in heiliger Vollbringung eil wadillenes Willens, damit sie dir getreu agen hut lbe bis in den Tod. Troͤste fie in der orthelbassichen Angst mit der Angst, Traurigkeit deibes ülnd den Schmerzen, die dein liebster dheit d eohn in seinem schwersten Streite em⸗ liger uissenden und ausgestanden hat. Lindere, alürze und vermindere die Furcht und — Gebet der Umstehenden fuͤr einen Sterbenden. die Schmerzen des Todes, und gib ihr alles, was sie zu ihrer Gluͤckseligkeit vonnoͤthen hat, und wir fuͤr sie bitten und begehren koͤnnen. Heilige ihren kalten Todesschweiß durch den blutigen Schweiß, welcher von dem Leibe Jesu, deines Sohnes, in seiner großen Anfech⸗ tung und Angst, in seinem Zittern und Zagen auf die Erde geflossen ist, und erquicke sie mit der Hoffnung der ewigen Seligkeit, und der froͤhlichen Auferstehung ihres Leibes. O Herr, es ist nunmehr Abend bei ihr worden, und der Tag ihres Lebens hat sich geneiget, bleibe bei ihr, und streite gegen alle ihre Feinde. Ihr Fleisch ist schwach. Ach, staͤrke in Gnaden ihren Geist. Mache sie willig und freudig zu streiten, und laß deine Krast in ihrer Schwachheit maͤchtig sein. O liebster Heiland Jesu! du hast verheißen, wenn du werdest erhoͤhet sein, so wollest du uns alle zu dir ziehenz nun bist du nicht nur am Kreuz erhoͤhet worden, und hast daseibst alle unsere Missethat versoͤhnet, sondern du bist auch nach deiner Auferstehung uͤber alle Himmel erhaben worden, damit du vor dem Angesichte deines himmlischen Va⸗ ters fuͤr uns erscheinest. So ziehe dann diese Schwache durch die kraͤftige Wir⸗ kung deines Geistes zu dir, daß sie dir nachlaufe; ziehe ihre Seele aus dem bald einfallenden Kerker ihres Leibes, darinnen sie gefangen ist, daß sie bald mit Freuden von der Erde in den Him⸗ mel, von der Suͤnde zur Gerechtigkeit, aus der Unruhe zu der Ruhe, aus der Finsterniß in das Licht, aus allem 21 3²² Jammer in die Herrlichkeit, ja aus dem Tode in das Leben fahre. Wenn ihre Augen finster worden sind, so erhalte in ihrem Herzen das Licht des selig⸗ machenden Glaubens, damit ihre Seele dich anschauen und in dir sich erfreuen moͤge. Wenn ihre Ohren verschlossen find, daß sie nichts mehr hoͤren, so erquicke und troͤste sie durch das inner⸗ liche Zusprechen des heiligen Geistes. Wenn ihr die Rede entfaͤllt, so sei, Herr Jesu, ihre Fuͤrsprache bei deinem und ihrem Vater, und laß auch deinen Geist fuͤr sie mit unaussprechlichem Seufzen bitten. O heiligster Seligmacher, wirke in ihr bei ihrem Abschiede gute und heilige Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden. Gedanken, und laß deine heiligen Eng sich um sie her lagern, und ihre G in das himmlische Paradies, und den Schooß ihres Erloͤsers fuͤhren. Uns aber, o Herr, gib die Gnah⸗ E v daß wir uns oft unserer Sterblichth erinnern, aller Suͤnde bei Zeiten absis ben, und durch rechtschaffene Bekehuy und wahren lebendigen Glauben u zu einem seligen Abschied vorberein Cvang Nimm dich unser in Gnaden an, wny die Stunde unseres Todes vorhanda ist, und nimm uns zu dir in die eniz Freude und Herrlichkeit. Erhöre uu 7 i ke 0 o lieber Vater, um Jesu Christi willg in dessen Namen wir dich also amrusos Oelberg Unser Vater ꝛc. zween, hin in leegt, u snden, hei ihr zu mir. wird se bedarf lassen. daß er durch d GSaget Koͤnig und re tinem Die ten, w und br len, u und setz breitete die an Baum Weg. und n Hosian sei, d Gnodz eblicheh n abstez cekehr ben un bereitn, n, wam orhandg die evig oͤre unz li willn anrusa Evangelien und Episteln. Evangelium am 1. Sonntage des Advents, Matth. 21, v. 19. Dẽ sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Oelberg, sandte Jesus seiner Juͤnger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch legt, und bald werdet ihr eine Eselin snden, angebunden, und ein Fuͤllen bei ihr; loͤset sie auf, und fuͤhret sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer, so bald wird er sie euch lasen. Das geschah aber alles, auf daß erfuͤlet wuͤrde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: siehe, dein Koͤnig koͤmmt zu dir sanftmuͤthig, und reitet auf einem Esel, und auf tinem Fuͤllen der lastbaren Eselin. Die Juͤnger giengen hin, und tha⸗ ten, wie ihnen Jesus befohlen hatte: und brachten die Eselin und das Füͤl⸗ ken, und legten ihre Kleider darauf, und setzten ihn drauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die anderen hieben Zweige von den Baͤumen und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorgieng und nachfolgete, schrie und sprach: Hosianna, dem Sohne David! gelobet sei, der da koͤmmt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hoͤhe! Epistel, Roͤm. 138, v. 11⸗14. 45* Bruͤder: weil wir solches wissen, naͤmlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlafe, sintemal unser Heil jetzt üher ist, denn da wirs glaubten: die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbei kommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. Lasset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Sau⸗ fen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid: sondern ziehet an den Herrn Jesum Christ, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Evangelium am 2. Sonntage des Advents, Luc. 21, v. 25⸗33. 1 nd es werden Zeichen geschehen an der Sonne und dem Mond, und den Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange seyn, und werden za⸗ gen, und das Meer, und die Wasser⸗ wogen werden brausen, und die Men⸗ schen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die da kommen sollen auf Erden, denn auch der Himmel Kraͤfte sich bewegen werden. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses an⸗ faͤhet zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure Haͤupter auf, darum daß sich eure Erloͤsung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum und alle Baͤume; wenn sie setzt ausschlagen, so sehet ihrs an ihnen, und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen—1 2 Am 3. und 4. Sonntage des Advents. Epistel, Röm. 15, v. 4⸗13. Woe aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrie⸗ ben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben: Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seyd unter einander nach Jesu Christ, auf daß ihr einmuͤthiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unseres Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleichwie euch Christus hat aufge⸗ nommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit Willen Gottes, zu be⸗ staͤtigen die Verheißung den Vaͤtern geschehen, daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden, und deinem Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk. Und abermal: Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Voͤlker. Und aber⸗ mal spricht Esaias: Es wird sein die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird zu herrschen uͤber die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfulle euch mit aller Freude und Friede im Glau⸗ ben, daß ihr voͤllige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geistes. Evangelium am 3. Sonntage des Advents, Matth. 11, v. 2⸗10. a aber Johannes im Gefaͤngniß die Werke Christi hͤͤrete, sandte er seiner Juͤnger zween, und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin, und saget Johanni wieder, was ihr sehet und hoͤret: Die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Aussatzigen wer⸗ den rein, und die Tauben hoͤren, die dir bereiten soll. Epistel, 1 Cor. 4, v. 1⸗5. fahren. des Advents, Joh. 1, v. 19⸗28. Jerusalem Priester und Leviten, sie ihn fragten: wer bist du? er bekannte: Ich bin nicht Chris Todten stehen auf, und den Armen Und sie fragten ihn: was d e halte uns jedermann, uin Isfe. lich fuͤr Christi Diener, m insett Haus halter uͤber Gottes Geheimassh ufete Nun suchet man nicht mehr an i Haushaltern, denn daß sie treu Ey funden werden. Mir aber ists sh Geringes, daß ich von euch gerichl 5 werde oder von einem menschlich Tage, auch richte ich mich selbst nt bch! Ich bin mir wohl nichts burh al aber darinnen bin ich nicht gerihh lahe. fertiget; der Herr ists aber, dern An richtet. Darum richtet nicht vor Hoet Zeit, bis der Herr kommt, willh 6 auch wird ans Licht bringen, vn Riche Finstern verborgen ist, und den d ile V der Herzen offenbaren; alsdann uil einem jeglichen von Gott Lob wihh Evangelium am 4. Sonnih Urd dies ist das Zeugniß Johh nis, da die Juden sandten er bekannte und leugnete nicht. wird das Evangelium gepredigth und selig ist, der sich nicht an 0 15 do aͤrgert. Da sie hingiengen, sieng Nih nicht. an zu reden zu dem Voik von Iu f antt hanne: Was seid ihr hinausgegm 1 u i gen in die Wuͤsten zu sehen? Walh Iuit ihr ein Rohr sehen, das der Wih i hin und her wehet? Oder was s f ett ihr hinaus gegangen zu sehene Wilh im; tet ihr einen Menschen in weith uinde Kleidern sehen? Siehe, die da wish ů Kleider tragen, sind in der Kontg 10 di Häusern. Oder was seid ihr hingt gegangen zu sehen? Wolltet ihr einn Propheten sehen? Ja, ich sage aut aufet der auch mehr ist denn ein Prophh 306 5 Denn dieser ists, von dem geschrüih 15 sichet: Siche, ich sende meinen dh ih gel vor dir her, der deinen Weg in Asandt Otimm vie det von de predigi t an mi ng Jest von I usgegay antwortete: Nein. Da sprachen uie Antwort geben denen, die uns glandt haben; was sagst du von iir selbst? Er sprach: Ich bin eine da with er König hr hinai ihr eing sage eut Prophi zeschriehg einen E Weg iin 136. ann, ni ener, u eheimnssh sufete. Epistel, Phil. 4, v. 4⸗7. gerich reuet euch in dem Herrn allewege, enschiitn und abermal sage ich: freuet selbst nih lch! Eure Lindigkeit lasset kund bunt sil allen Menschen. Der Herr ist luhe. Sorget nichts: sondern in H Oingen lasset eure Bitte im ur Gott kund werden. Und der ulede Gottes, welcher hoͤher ist denn dle Vernunft, bewahre eure Herzen d Sinne in Christo Jesu. Evangelium am heil. Christtage, Luc. 2, v. 1⸗14. E begab sich aber zu der Zeit, aß ein Gebot vom Kaiser Au⸗ gusto ausgieng, daß alle Welt ge⸗ shätzet wuͤrde. Und diese Schatzung vor die allererste, und geschah zu 1 tee Zeit, da Cyrenius Landpfleger in 75 war. Hbet und Flehen mit Danksagung Am heiligen Christtage. du Elias? Er sprach: Ich bins icht. Bist du ein Prophet?ꝰ und 3 Stadt Nazareth, in das juͤdische Land, zur Stadt David, die da heißet Bethlehem, darum daß er von dem Un ihm: Was bist du denn? daß Hause und Geschlechte David war, auf daß er sich schaͤtzen ließe, mit Etimme eines Predigers in der Wuͤ sollte, Herberge. Maria seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebaͤren und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Huͤrden, die huͤteten des Nachts ihre Heerde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klar⸗ heit des Herrn leuchtete um sie, und sie fuͤrchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fuͤrchtet Und das habt zum Zeichen: ihr wer⸗ det finden das Kind in Windeln ge⸗ wickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heer⸗ schaaren, die lobeten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Hoͤhe und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen. Epistel, Tit. 2, v. 11⸗14. enn es ist erschienen die heil⸗ same Gnade Gottes allen Men⸗ schen, und zuͤchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen, und die weltlichen Luste, und zuͤchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Er⸗ scheinung der Herrlichkeit des großen Gottes, und unsers Heilandes Jesu Christi. Der sich selbst fuͤr uns gegeben hat, auf daß er uns erloͤsete von aller Ungerechtigkeit, und rei⸗ nigte ihm selbst ein Volk zum Eigen⸗ thum, das fleißig wäre zu guten Werken. 1* 4 Am 2. heiligen Christtage. Evangel. am 2. heil. Christtage, Luc. 2, v. 15 ⸗20 nd da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten unter einander: Lasset uns nun gehen gen Bethlehem, und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kund gethan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte, und erwägete sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehreten wie⸗ der um, preiseten und lobten Gott um alles, was sie gehoͤret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Epistel, Tit. 3, v. 3⸗8. enn wir waren auch weiland unweise, ungehorsam, irrige, dienend den Luͤsten und mancherlei Wolluͤsten, und wandelten in Bos⸗ heit und Neid, und hasseten uns unter einander. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes unsers Heilandes, nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiederge⸗ burt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat uber uns reichlich durch Jesum Chri⸗ stum unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seyen des ewigen Lebens nach der Hoffnung; das ist je gewißlich wahr. Evang.am Sonnt. nach Christtag. Luc. 2, v. 33⸗40. U sein Vater und Mutter wun. derten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler 97. Am Neuen Jahrestage. widersprochen wird. Und es wis ein Schwert durch deine Seele driß gen, auf daß vieler Herzen Gedankz ossenbar werden. Und es war ein Prophetin, Hanna, eine Tochizg Phanuel, vom Geschlecht Aser, A war wohl betaget, und hatte geltht sieben Jahre mit ihrem Manne, nut ihrer Jungfrauschaft, und war an eine Witwe bei vier und achtzig I ren, die kam nimmer vom Tempi diente Gott mit Fasten und Beh Tag und Nacht. Dieselbige trat aut hinzu zu derselbigen Stunde, u preisete den Herrn, und redete za ihm zu allen, die auf die Erläsin zu Jerusalem warteten. Und daf es alles vollendet hatten, nach in Gesetze des Herrn, kehrten sie wihh reth. Aber das Kind wuchs, ward stark im Geist, voller Welh und Gottes Gnade war bei ihm, Epistel, Gal. 4, v. 1⸗½. Ich sage aber: So lange der E 0 ein Kind ist, so ist unter ihm un einem Knechte kein Unterschied, chg wohl ein Herr ist aller Guterz s dern er ist unter den Vormündig und Pflegern, bis auf die bestimni Zeit vom Vater. Also auch wir wir Kinder waren, waren wir gish gen unter den aͤußerlichen Satunh Da aber die Zeit erfuͤllet ward, sanh Gott seinen Sohn, geboren von einn Weibe und unter das Gesetz gehn auf daß er die, so unter dem Gi waren, erloͤsete, daß wir die h schaft empfiengen. Weil ihr Kinder seid, hat Gott gesandt der schreiet: Abba, lieber Bat Also ist nun hier kein Knecht ni sondern eitel Kinder. Sinds Kinder, so sinds auch Erben Ga durch Christum. Evang. am Neuen Jahressih Luc. 2, v. 21. U da acht Tage um waren, das Kind beschnitten wuͤtden ward sein Name genennet In in Galilaͤam, zu ihrer Stadt Nup Geist seines Sohnes in eure Hasß in Israel, und zu einem Zeichen, dins wch nde, ze der E ter ihm u schied, n Beterz sn Vormündig ie bestimmt uch wir, x wir gisth WSagunge ward, sunh n von eshg esetz geths e dem G ir die H eil ihr da gesandt eure Haasz ieber Vng enecht n Sinds 6 Erben Gh Jahrestih waren, A n wuͤrde/ ennet IAl 6. duwahret und verschlossen auf den Hauben, der da sollte offenbaret Lauchtmeist blcher genennet war von dem Engel, che denn er im % gen war. Epistel, Gal. 3, v. 23⸗29. denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz perden. Also ist das Gesetz unser er gewesen auf Christum, uß wir durch den Glauben gerecht pürden. Nun aber der Glaube kom⸗ nen ist, sind wir nicht mehr unter um Zuchtmeister. Denn ihr seid alle hottes Kinder, durch den Glauben iChristum Jesum. Denn wie viel der auf Christum getauft sind, die i Jude noch Grieche, hie ist kein guecht noch Freier, hie ist kein Mann sher in Christo Jesu. Seid ihr aber christi, so seid ihr ja Abrahams Erben. bangelium am Sonntage nach Matth. 2, v. 13 ⸗23. sie aber hinweg gezogen wa⸗ engel des Herrn dem Joseph im Mum, und sprach: Stehe auf, Mutter zu dir, und fleuch in Egyp⸗ kuland, und bleib allda bis ich dir huodes das Kindlein suche, das⸗ sbe umzubringen. Und er stand sine Mutter zu sich bei der Nacht, ind entwich in Egyptenland. Und IE. Auf daß erfullet wuͤrde, das der Herr durch den Propheten gesagt lhe ich meinen Sohn gerufen. Da herodes nun sah, daß er von den hnig, und schickte aus, und ließ lle Kinder zu Bethlehem toͤdten, hahin Christum angezogen. Hie ist zuch Weib, denn ihr seid allzumal game, und nach der Verheißung dem Neuen Jahre, D² ren, siehe, da erschien der ude nimm das Kindlein und seine se. Denn es ist vorhanden, daß uf, und nahm das Kindlein und lleb allda bis nach dem Tode Hero⸗ ht, der da spricht: Aus Egypten Heisen betrogen war, ward er sehr und an ihren ganzen Grenzen, die Am Sonntage nach dem Neuen Jahre. Mutterleibe empfan⸗ den Weisen erlernet hatte. 5 da zweijaͤhrig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von Da ist ö erfuͤllet, das gesagt ist von dem Pro⸗ pheten Jeremia, der da spricht: Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret, viel Klagens, Weinens und Heulens: Rahel beweinete ihre Kin⸗ der und wollte sich nicht troͤsten lassen, denn es war aus mit ihnen. Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum, in Egyptenland. Und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und zeuch hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen. Und er stand auf, und nahm das Kind⸗ lein und seine Mutter zu sich, und kam in das Land Israel. Da er aber hoͤrete, daß Archelaus im jůͤdi⸗ schen Lande Koͤnig war anstatt seines Vaters Herodis, fuͤrchtete er sich dahin zu kommen. Und im Traum empfieng er Befehl von Gott, und zog in die Oerter des Galilaͤischen Landes, und kam und wohnete in der Stadt, die da heißet Nazareth. Auf daß er⸗ fuͤllet wuͤrde, das da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus heißen. Epistel, 1 Petri 4, v. 12⸗19. FIhr Lieben, lasset euch die Hitze, X so euch begegnet, nicht befrem⸗ den(die euch widerfaͤhret, daß ihr versuchet werdet) als widerfuͤhre euch etwas Seltsames: Sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offen⸗ barung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben moͤget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmaͤhet werdet uͤber den Namen Christi, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlaͤstert, bei euch ist er geprei⸗ set. Niemand aber unter euch leide als ein Moͤrder oder Dieb, oder Uebelthaͤter, oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schaͤme er sich nicht, 6 Am Sonnt. der Erschein. Christi. Am 1. Sonnt. n. Epiph. er ehre aber Gott in solchem Fall, Denn es ist Zeit, daß anfahe das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns; was wills fuͤr ein Ende werden mit denen, die dem Evangelio Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Suͤnder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen, als dem treuen Schoͤpfer, in guten Werken. Evangel. am Sonnt. der Erschei⸗ nung Christi(Epiphaniaͤ), Matth. 2, v. 1⸗12. a Jesus geboren war zu Beth⸗ lehem, im juͤdischen Lande, zur Zeit des Koͤnigs Herodis, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborne Koͤnig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der Koͤnig Hero⸗ des hörte, erschrak er, und mit ihm das ganze Jerusalem. Und ließ ver⸗ sammlen alle Hohepriester und Schrift⸗ gelehrten unter dem Volk, und er⸗ forschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im juͤdischen Lande; denn also stehet geschrieben durch den Propheten: Und du Bethlehem im juͤdischen Lande bi it ni die juͤdischen Lande bist mit nichten Gold und Weihrauch bringen, ing kleinste unter den Fuͤrsten Juda; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der uͤber mein Volk Israel ein Herr sey. Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen waͤre. Und weisete sie gen Bethlehem, und sprach: ziehet hin, und forschet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihrs sindet, so sagt mirs wieder, daß ich auch komme, und es anbete. Als sie nun den Koͤnig gehoͤ⸗ ret hatten, zogen sie hin. Und siehe der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, gieng vor ihnen hin, bis daß er kam, und stand oben uͤber, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet, und giengen in das Haus, und fandey das Kindlein mit Maria seiner Mit⸗ ter, und fielen nieder, und beteten gz an. Und thaten ihre Schaͤtze auf und schenkten ihm Gold, Weihraut und Myrrhen. Und Gott befahl ihng im Traum, daß sie sich nicht sollin wieder zu Herodes lenken, und zogn durch einen andern Weg wieder n ihr Land. Epistel, Jes. 60, v. 1⸗6. Mo dich auf, werde Licht, den dein Licht kommt, und die Han lichkeit des Herrn gehet auf uͤber din Denn siehe, Finsterniß bedecket dit Erdreich, und Dunkel die Volka Aber uͤber dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint uͤber iin Und die Heiden werden in deinmn Licht wandeln, und die Koͤnige in Glanz, der uͤber dir aufgehet. Hen deine Augen auf, und siehe umhe diese alle versammelt kommen zu din Deine Soͤhne werden von ferne kom⸗ men, und deine Toͤchter zur Sailn erzogen werden. Dann wirst du dulh Lust sehen und ausbrechen, und deh Herz wird sich wundern und aus breiten, wenn sich die Menge am Mir zu dir bekehret, und die Macht du Heiden zu dir kommt. Denn d Menge der Kameele wird dich bedechg, die Laͤufer aus Midian und Eyhn. Sie werden aus Saba alle kommah des Herrn Lob verkündigen. Evangel. am L. Sonntage nut Epiphaniaͤ, Luc. 2, v. 42⸗52. De Jesus zwoͤlf Jahre alt war giengen sie hinauf gen Jerusz lem, nach Gewohnheit des Fisti, Und da die Tage vollendet wargh, und sie wieder zu Hause gienghh blieb das Kind Jesus zu Jerusalap und seine Eltern wußtens nicht. meinten aber, er waͤre unter din Gefaͤhrten, und kamen eine Zahe reise und suchten ihn unter den G⸗ freundten und Bekannten. Und d cket di du deine und dih und aus; am Mett tacht du Denn di bedechgz nd Ephu. komma gen, ud ige nah • alt wit n Jerust 8 Fest, t warnn, giengeh erusalen, licht. G unter du ne Tohe r den G= Und u seihn nicht fanden, giengen sie wie⸗ der gen Jerusalem, und suchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen, snden sie ihn im Tempel sitzen, mit⸗ en unter den Lehrern, daß er ihnen uhörete, und sie fragete; und alle, de ihm zuhoͤreten, verwunderten sich eines Verstandes und seiner Ant⸗ port. Und da sie ihn sahen, ent⸗ sthten sie sich. Und seine Mutter hrach zu ihm: Mein Sohn, warum jat du uns das gethan? Siehe, kein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach u ihnen: Was ists, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß sh sein muß in dem, das meines Vaters ist? Und sie verstanden das Bort nicht, das er mit ihnen redete. und er gieng mit ihnen hinab, und hum gen Nazareth, und war ihnen Uterthan. Und seine Mutter be⸗ hielt alle diese Worte in ihrem bezen. und Jesus nahm zu an Beisheit, Alter, und Gnade bei Hott und den Menschen. Epistel, Roͤm. 12, v. 1⸗6. V ermahne euch, lieben Bruͤder, durch die Barmherzigkeit Got⸗ , daß ihr eure Leiber begebet um Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefaͤllig sei, welches si euer vernuͤnftiger Gottesdienst. und stellet euch nicht dieser Welt glich, sondern veraͤndert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß hr pruͤfen moͤget, welches da sei der gute, der wohlgefaͤllige, und der bollkommene Gotteswille. Denn ich age durch die Gnade, die mir ge⸗ giben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von ihm halte, denn sichs gebuͤhret zu halten: son⸗ den daß er von ihm maͤßiglich halte, iin jeglicher, nach dem Gott ausge⸗ theilet hat das Maß des Glaubens. denn gleicher weise, als wir in ünem Leibe viel Glieder haben, aber lle Glieder nicht einerlei Geschaͤfte hhen, also sind wir viele ein Leib in Christo, aber unter einander ist ner des andern Glied. Und haben Am 2. Sonntage nach Epiphaniaͤ. 7 mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. Evangel. am 2. Sonntage nach Epiphaniaͤ, Joh. 2, v. 1⸗11. ùr am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Cana, in Galilaͤa, und die Mutter Jesu war da; Jesus aber und seine Juͤnger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das thut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasser⸗ kruͤge gesetzt, nach der Weise der juͤdischen Reinigung, und giengen je in einen zwei oder drei Maaß. Je⸗ sus spricht zu ihnen: Fuͤllet die Was⸗ serkruͤge mit Wasser. Und sie fuͤlleten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen: Schoͤpfet nun und bringets dem Speisemeister. Und sie brach⸗ tens. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewe⸗ sen war, und wußte nicht, von wan⸗ nen er kam(die Diener aber wuß⸗ tens, die das Wasser geschoͤpfet hatten) rufet der Speisemeister den Braͤutigam, und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringeren; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus that, geschehen zu Cana in Galilaͤa, und offenbarete seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Epistel, Roͤm. 12, v. 6⸗16. He jemand Weissagung, so sey sie dem Glauben ähnlich. Hat jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfaͤltiglich. Re⸗ gieret jemand, so sei er sorgfaͤltig. Uebt jemand Barmherzigkeit, so 8 Am 3. und 4. Sonntage nach Epiphania. thue ers mit Lust. Die Liebe sey nicht falsch. Hasset das Arge, han⸗ get dem Guten an. Die bruͤderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrer⸗ bietung zuvor. Seid nicht träge, was ihr thun sollt. Seid bruͤnstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seid froͤhlich in Hoffnung, geduldig in Truͤbsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen, segnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Froͤh⸗ lichen, und weinet mit den Wei⸗ nenden. Habt einerlei Sinn unter⸗ einander: Trachtet nicht nach hohen Oingen, sondern haltet euch herun⸗ ter zu den Niedrigen. Evangel. am 3. Sonntage nach Epiphania, Matth. 8, v. 1⸗13. Do Jesus aber vom Berge herab gieng, folgete ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussaäͤtziger kam und betete ihn an, und sprach: Herr, so du willt, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich wills thun; sei gerei⸗ niget. Und alsbald ward er von seinem Aussatze rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu: sag es niemand, sondern gehe hin, und zeige dich dem Priester, und opfere die Gabe, die Moses befohlen hat zu einem Zeugniß uͤber sie. Da aber Jesus eingieng zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause, und ist gichtbruͤchig, und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen, und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund; denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit unterthan, und habe unter mir Kriegsknechte, und wenn ich sage zu einem! Gehe hin, so gehet er, und zum andern: komme het, so kommt er. Und zu meinem Knechtt! Thue das, so thut ers. Da das Jesuh hoͤrete, verwunderte er sich, und sprach zu denen, die ihm nachfog ten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel niht funden. Aber ich sage euch: Vil werden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham, Isan und Jakob im Himmelreich sihm. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die Finsterniß hin⸗ aus, da wird sein Heulen und Zahm klappen. Und Jesus sprach zu den Hauptmann: Gehe hin, dir gescheh, wie du geglaubet hast. Und sn Knecht ward gesund zu derselbizn Stunde. Epistel, Roͤm. 12, v. 16⸗A. altet euch nicht selbst fuͤr klhz H Vergeltet niemand Boͤses mil Boͤsem. Befleißet euch der Ehn barkeit gegen jedermann. Ists wög⸗ lich, so viel an euch ist, so hallt mit allen Menschen Friede. Rächt euch selber nicht, meine Liebsie, sondern gebet Raum dem Zorn, dehn es stehet geschrieben: Die Rache is mein, ich will vergelten, spricht dir Herr. So nun deinen Feind huh⸗ gert, so speise ihn, duͤrstel ihn, s traͤnke ihn. Wenn du das thust, s wirst du feurige Kohlen auf seh Haupt sammeln. Laß dich nicht dal Boͤse uͤberwinden, sondern uͤberwinde das Boͤse mit Gutem. Evangel. am 4. Sonntage nah Epiphaniaͤ, Matth. 8, v. 28⸗27. Ur Jesus trat in das Schiff, M seine Juͤnger folgten ihm. MW siehe, da erhub sich ein groß Ung stuͤm im Meer, also daß auch du Schifflein mit Wellen bedecket wath, und er schlief. Und die Juͤnger tun ten zu ihm, und weckten ihn aif und sprachen: Herr, hilf uns, vi verderben. Da sagte er zu ihnen Ihr Kleinglaubige, warum seyd ih so furchtsam? Und stand auf und le rselbign 16⸗A. ur klug. öses mit er Ehr⸗ jsts mög so habet Rͤchet Liobster, orn, denn Rache is Pricht dE ind huh⸗ (ihn, 6. thusts auf sen nicht duz uͤberwinde age nah 27. chiff u ihm. u roß Ungt auch du cket walh, unger tz ihn af uns, vi zu ihnen m seyd ih uf und Kr Im 5. Sonnt. nach Epiphaniaͤ Am Sonnt. Septuagefimaͤ. 9 dräuete den Wind und das Meer, da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Bas ist das fuͤr ein Mann, daß ihm Pind und Meer gehorsam ist? Epistel, Roͤm. 13, v. 8⸗10. Sed niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfuͤllet. Denn das da gesagt ist: Du sollt nicht ehebrechen; Du sollt nicht tödten, du sollt nicht sehlen: Du sollt nicht falsch Zeugniß geben, dich soll nichts geluͤsten, und ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du sllt deinen Nächsten lieben als dich sbst. Die Liebe thut dem Naͤch⸗ sen nichts Boͤses. So ist nun die lube des Gesetzes Erfuͤllung. Ebangel. am 5. Sonntage nach Epiphaniaͤ, Matth. 13, v. 24⸗30. Er legte ihnen ein ander Gleich⸗ niß vor, und sprach: Das Him⸗ melreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker shete. Da aber die Leute schliefen, hUm sein Feind, und saͤete Unkraut zvischen den Weizen, und gieng davon. Da nun das Kraut wuchs, und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Haus⸗ vater, und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesäet? Woher hat er denn das Un⸗ kraut? er sprach zu ihnen: Das hat der Feind gethan. Da sprachen die Knechte: Willt du denn, daß wir hingehen, und es ausjaͤten? Er sprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjaͤtet. Lasset heides mit einander wachsen, bis zu der Erndte, und um die Erndtezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Buͤndlein, daß man es berbrenne, aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Epistel, Col. 3, v. 12⸗17. Sẽ ziehet nun an als die Auser⸗ waͤhlten Gottes, Heilige und Ge⸗ liebte, herzliches Erbarmen, Freund⸗ lichkeit, Demuth, Sanftmuth, Ge⸗ duld, und vertraget einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern, gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr; über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seyd in einem Leibe, und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit, lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesaͤngen, und geistlichen lieb⸗ lichen Liedern, und singet dem Herrn in euren Herzen. Und alles, was ihr thut, mit Worten, oder mit Werken, das thut alles in dem Na⸗ men des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Evangelium am Sonntage Septuagesimaͤ. Matth. 20, v. 1⸗16. Dꝰ Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausgieng, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und gieng aus um die dritte Stunde, und sah andere an dem Markte muͤssig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch geben, was recht ist; und sie giengen hin. Abermal gieng er aus um die sechste und neunte Stunde, und that gleich also. Um die eilfte Stunde aber gieng er aus, und fand andere muͤssig stehen, und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag muͤssig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden. Da es nun Abend 10 Am Sonntage Seragesimaͤ. ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe den Arbei⸗ tern, und gib ihnen den Lohn, und bebe an, an den Letzten bis zu den Ersten. Da kamen die um die eilfte Stunde gedinget waren, und empfieng ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie wuͤrden mehr empfangen, und sie empfiengen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfiengen, murrten sie wider den Hausvater, und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Er antwortete aber, und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht unrecht; bist du nicht mit mir eins worden um einen Gro⸗ schen? Nimm, was dein ist, und gehe hin. Ich will aber diesen letzten geben, gleich wie dir; oder habe ich nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? siehest du darum scheel, daß ich so guͤtig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten seyn. Denn viele sind beru⸗ fen, aber wenig sind auserwaͤhlet. Epistel, 1 Cor. 9, v. 24 bis Cap. 10, v. 5. Wisse ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kaͤmpfet, enthaͤlt sich alles Dinges: jene also, daß sie eine vergaͤngliche Krone empfangen, wir aber eine unvergaͤngliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse: Ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet. Sondern ich betaͤube meinen Leib, und zaͤhme ihn, daß ich nicht den andern predige, und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Bruͤder, nicht verhalten, daß unsere Vaͤter sind alle unter der Wolken gewesen, und sind alle durchs Meer gegangen, und sind alle unter Mosen getauft, mit der Wolke und mit dem Meer, und haben alle einerlei geist⸗ liche Speise gessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken. Sie trunken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgete, welcher Felz war Christus. Aber an ihrer viklen hatte Gott keinen Wohlgefallen, denn sie sind niedergeschlagen in der Wüsten. Evangelium am Sonntage Sexagesimaͤ, Luc. 8, v. 4⸗15. De nun viel Volks bei einander war, und aus den Staͤdten zu ihm eileten, sprach er durch e Gleichniß: Es gieng ein Saͤemann aus zu saͤen seinen Saamen, un indem er saͤete, fiel etliches an den Weg und ward vertreten, und die Voͤgel unter dem Himmel fraßenz auf. Und etliches fiel auf den Felz, und da es aufgieng, verdorrete e, darum, daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter di Dornen, und die Dornen giengen mit auf, und ersticktens. Und etliches fiel auf ein gut Land, und es gieng auf, und trug hundertfaͤltige Frucht Da er das sagte, rief er: Vur Ohren hat zu hoͤren, der hoͤre. fragten ihn aber seine Jünger, un sprachen, was dieses Gleichniß waͤre? Er aber sprach: Euch istz gegeben zu wissen das Geheimniß des Reichs Gottes, den andern aher in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hoͤren Das ist aber dies Gleichniß: Dn Same ist das Wort Gottes. Di aber an dem Wege sind, das sihh, die es hoͤren; darnach koͤmmt du Teufel, und nimmt das Wort vnn ihrem Herzen, auf daß sie nicht glau⸗ ben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die, wenn sie es hörnn nehmen sie das Wort mit Freudh an; und die haben nicht Wursh eine zeitlang glauben sie, und zu dn Zeit der Anfechtung fallen sie gh. Das aber unter die Dornen seh sind die, so es hoͤren, und gehin hin unter den Sorgen, Reichthun und Wollust dieses Lebens, und und die es gieng e Frucht. r: Ver oͤre. E zeheimniß dern abtt es nicht hen, und on hoörtn. liß: Our tes. On das sind, mmt der Vort von icht glat⸗ aber auf es hören, Freudah Wurzeͤ, nd zu del n sie ah, rnen ffeh md gehnn Reichthun ens, u esticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind, die das Wort hoͤren und behalten in enem feinen guten Herzen, und hringen Frucht in Geduld. Epistel, 2 Cor. 11, v. 19 bis Cap. 12, v. 9. enn ihr vertraget gerne die Narren, dieweil ihr klug seyd. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten machet, so euch jemand schindet, so euch jemand nimmt, so tuch jemand trotzet, so euch jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als waͤren wir scwach worden. Worauf nun je⸗ nand kuͤhn ist(ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch kuͤhn. Sie sind Ebräer, ich auch. Sie sind Israe⸗ liten, ich auch. Sie sind Abrahams Gamen, ich auch. Sie sind Diener Christi(ich rede thoͤrlich) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin äster gefangen, oft in Todesnoͤthen gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche, weniger eins. Ich bin dreimal ge⸗ saͤpet, einmal gesteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe(des Meeres). Ich habe oft gereiset, ich bin in Faͤhrlichkeit ge⸗ wesen zu Wasser, in Faͤhrlichkeit unter den Moͤrdern, in Faͤhrlichkeit unter den Juden, in Faͤhrlichkeit unter den Heiden, in Faͤhrlichkeit in den Staͤdten, in Faͤhrlichkeit in der Wuͤ⸗ sten, in Faͤhrlichkeit auf dem Meer, in Faͤhrlichkeit unter den falschen Bruͤdern, in Muͤh und Arbeit, in viel Vachen, in Hunger und Durst, in diel Fasten, in Frost und Bloͤße. Ohne was sich sonst zutraͤget, naͤm⸗ lich, daß ich taͤglich werde angelaufen, und trage Sorge fuͤr alle Gemeinen. Ver ist schwach, und ich werde nicht shwach? Wer wird geaͤrgert und ich krenne nicht? So ich mich je ruͤhmen hol, so will ich mich meiner Schwach⸗ heit ruͤhmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher Am Sonntage Quinquagefimaͤ. 11 sei gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht luͤge. Zu Damasco, der Landpfleger des Koͤnigs Areta ver⸗ wahrete die Stadt der Damascaͤer, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Haͤnden. Es ist mir ja das Ruͤhmen nichts nuͤtze, doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vier⸗ zehn Jahren(ist er in dem Leibe ge⸗ wesen, so weiß ichs nicht, oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht, Gott weiß es), derselbe ward entzuͤckt bis in den dritten Him⸗ mel. Und ich kenne denselbigen Men⸗ schen(ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht, Gott weiß es). Er ward entzücket in das Paradies, und höͤrete unaus⸗ sprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Davon will ich mich ruͤhmen, von mir selbst aber will ich mich nichts ruͤhmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich ruͤh⸗ men wollte, thaͤte ich darum nicht thoͤr⸗ lich, denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber des, auf daß nicht jemand mich hoͤher achte, denn er an mir siehet, oder von mir hoͤret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung uͤberhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, naͤmlich des Satans Engel, der mich mit Faͤusten schlage, auf daß ich mich nicht uͤberhebe; dafuͤr ich dreimal dem Herrn geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genuͤgen, denn meine Kraft ist in den Schwachen maͤchtig. Darum will ich mich am allerliebsten ruͤhmen meiner Schwach⸗ heit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne. Evangelium am Sonntage Quinquagesimaͤ, Luc. 18, v. 31 ⸗43. Fesus nahm zu sich die Zwoͤlfe, und sprach zu ihnen: Sehet wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird 12 Am 1. Sonntage in der Fasten. alles vollendet werden, das geschrie⸗ ben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird über⸗ antwortet werden den Heiden, und er wird verspottet, und geschmaͤhet und verspeiet werden. Und sie wer⸗ der ihn geisseln und toͤdten, und am dritten Tage wird er wieder auserste⸗ hen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wusten nicht, was da gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege, und bettelte. Da er aber hörete das Volk, das durchhin gieng, forschete er, was das waͤre? Da ver⸗ kuͤndigten sie ihm, Jesus von Naza⸗ reth gienge voruͤber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn David, erbarme dich mein! Die aber vorne an giengen, bedraͤueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie vielmehr: Du Sohn David, erbarme dich mein. Jesus aber stand stille, und hieß ihn zu sich fuͤhren. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten, fragte er ihn, und sprach: Was willt du, daß ich dir thun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen moͤge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend, dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend, folgete ihm nach, und preisete Gott; und alles Volk, das solches sahe, lobete Gott. Epistel, 1Cor. 13, v. 1⸗13. W'n ich mit Menschen⸗ und mit Engelzungen redete, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤr ich ein toͤnend Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen koͤnnte, und wuͤste alle Geheimnisse und alle Er⸗ kenntniß, und haͤtte allen Glauben, also, daß ich Berge versetzte, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gaͤbe, und ließe meinen Leib brennen, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤre mir nichts nuͤtze. Die Liebe ist langmuͤthig und freund⸗ lich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, sie blaͤhet sich nicht, sie stellet sich nicht ungeber⸗ dig, sie suchet nicht das ihre, su laͤsset sich nicht erbittern, sie trachte nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freun sich aber der Wahrheit. Sie ver⸗ traͤget alles, sie glaubet alles, si hoffet alles, sie duldet alles. Di Liebe hoͤrt nimmer auf, so doch di⸗ Weissagungen aufhoͤren werden, und die Sprachen aufhoͤren werden, un das Erkenntniß aufhoͤren wird. Denmn unser Wissen ist Stuͤckwerk, und unser Weissagen ist Stuͤckwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, s wird das Stückwerk aufhoͤren. Du ich ein Kind war, da redete ich wů ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschlaͤge; da ih aber ein Mann ward, that ich ab, was kindisch war. Wir sehen jeht durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stüch weise, dann aber werde ich es en kennen, gleich wie ich erkennet bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe is die groͤßeste unter ihnen. Evangel. am 1. Sonntage in der Fasten(Invocavit), Matth. 4, v. 1 7 11. De ward Jesus vom Geist in gi Wuͤste gefuͤhret, auf daß E von dem Teufel versucht wuͤrde. ud da er vierzig Tage und vierzig Naͤchn gefastet hatte, hungerte ihn. und der Versucher trat zu ihm und sprach Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod werden. Und a antwortete und sprach: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebet nicht vom Brod allein, sondern von einen jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da fuͤhrte ihn du Teufel mit sich in die heilige Staht, und stellte ihn auf die Zinne dis Tempels. Und sprach zu ihm: B du Gottes Sohn, so laß dich hinahz denn es stehet geschrieben: Er wun seinen Engeln uͤber dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Hin voffnung, Liebe sst tage in Hit), I. ist in di f daß Er rde. ud zig Naͤchte hn. Und nd sprach prich, das Und er Es stehet ebet nicht von einem den Mund ihn dr ge Stadh. Zinne dis ihm: Bil ich hinab Er wind fehl thun, den Ha⸗ un tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoͤßest. Da sprach Rsus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollt Gott, deinen herrn, nicht versuchen. Wiederum fuͤh⸗ kete ihn der Teufel mit sich auf einen shr hohen Berg, und zeigte ihm alle geiche der Welt, und ihre Herrlichkeit. Ind sprach zu ihm: dies alles will ich uir geben, so du niederfaͤllst und mich aubetest. Da sprach Jesus zu ihm: hebe dich weg von mir, Satan, denn o stehet geschrieben: Du sollt anbe⸗ in Gott, deinen Herrn, und ihm allein sienen. Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu im, und dieneten ihm. Ep ist el, 2 Cor. 6, v. 1⸗10. W˖ ermahnen aber euch, als Mit⸗ helfer, daß ihr nicht vergeblich ie Gnade Gottes empfahet, denn spricht: Ich habe dich in der an⸗ genehmen Zeit erhoͤret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, iht ist der Tag des Heils. Lasset us aber niemand irgend ein Aer⸗ gerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; sondern in alen Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes, in großer Geduld, Trubsalen, in Nöthen, in Aengsten, u Schlaͤgen, in Gefaͤngnissen, in Jufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkennt⸗ uiß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geiste, in ungefaͤrbter libe; in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit, zur Rechten und hur Linken, durch Ehre und Schande, durch böse Geruͤchte und gute Geruͤchte; als die Verfuͤhrer, und doch wahr⸗ haftig, als die Unbekannten, und doch bekannt, als die Sterbenden, und siehe wir leben; als die Gezuͤchtigten, und doch nicht ertödtet. Als die Trau⸗ nigen, aber allezeit froͤhlich, als die Urmen, aber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben. Am 2. Sonntage in der Fasten. Evangel. am 2. Sonntage in der Fasten(Reminiscere), Matth. 15, v. 21⸗28. Urd Jesus gieng aus von dannen, und entwich in die Gegend Tyrus und Sydon. Und siehe ein Cananaͤisch Weib gieng aus derselbigen Grenze, und schrie ihm nach, und sprach: Ach Herr, du Sohn David, erbarme dich mein; meine Tochter wird vom Teufel uͤbel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Juͤnger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schaafen von dem Hause Israel. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr hilf mir. Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brod nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja Herr, aber doch essen die Huͤndlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß, dir geschehe, wie du willt. Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Epistel, 1 Thess. 4, v. 1⸗7. eiter, lieben Bruͤder, bitten wir euch, und ermahnen in dem Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wan⸗ deln, und Gott gefallen, daß ihr immer voͤlliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gege⸗ ben haben, durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Lustseuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bru⸗ der im Handel; denn der Herr ist Raͤcher uͤber das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. 14 Am 3. und 4. Sonntage in der Fasten. Evangelium am 5. Sonntage in der Fasten(Oculi), Luc. 11, v. 14⸗28. Urd er trieb einen Teufel aus, der war stumm; und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme, und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen spra⸗ chen: Er treibet die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Ge⸗ danken, und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wuͤste, und ein Haus faͤllet uͤber das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so koͤmmt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein star⸗ ker Gewappneter seinen Palast be⸗ wahret, so bleibet das Seine mit Frieden; wenn aber ein staͤrkerer uͤber ihn koͤmmt, und uͤberwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, dar⸗ auf er sich verließ und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfaͤhret, so durchwandert er durre Staͤtte, suchet Ruhe, und findet ihrer nicht, so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wann er koͤmmt, so findet ers mit Besemen gekehret und geschmuͤcket. Dann ge⸗ het er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die aͤrger sind, denn er selbst; und wenn sie hinein kommen, woh⸗ nen sie da, und wird hernach mit demselbigen Menschen aͤrger, denn vorhin. Und es begab sich, da er sol⸗ ches redete, erhub ein Weib im Volke lig ist der Leib, der dich getragen und die Bruͤste, die du gesohen In Er aber sprach: Ja selig sind, di Gottes Wort hoͤren und bewahren. Epistel, Ephes. 5, v. 1⸗H. Se seid nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder, und wan⸗ delt in der Liebe, gleichwie Christuz uns geliebet hat, und sich selbst dar⸗ gegeben fuͤr uns zur Gabe und Opfez Gott zu einem suͤßen Geruch. Hurt⸗ rei aber und alle Unreinigkeit, odnr Geiz, lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet; auch schandbare Worte und Narrem theidinge, oder Scherz, welche euh nicht ziemen, sondern vielmehr Dank⸗ sagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer noch Unreiner, oder Geiziger(welcher ist ein Goͤtzendl⸗ ner), Erbe hat an dem Reiche Chrisi und Gottes. Lasset euch niemand verfuͤhren mit vergeblichen Worten denn um dieser willen koͤmmt du Zorn Gottes uͤber die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihn Mitgenossen. Denn ihr waret weß land Finsterniß, nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandell wie die Kinder des Lichts. D Frucht des Geistes ist allerlei Gülz keit und Gerechtigkeit und Wahrhest, Evaͤngel. am 4. Sonntage i der Fasten(Laͤtare), Joh. 6, v. 1⸗15. arnach fuhr Jesus weg uͤber des Meer an der Stadt Tibekitz in Galilaͤg, und es zog ihm viel Vollt nach, darum, daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken thak. Jesut aber gieng hinauf auf einen Berg, u setzte sich daselbst mit seinen Juͤngetn. Es war aber nahe die Ostern, du Juden Fest. Da hub Jesus seint Augen auf, und siehet, daß dil Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß diese essen?(Das sagte er abeh ihn zu versuchen, denn er wußte wohl was er thun wollte). Philipphs die Stimme, und sprach zu ihm: Se⸗ antwortete ihm: Zweihundert Pf nige w unter s nehme. Zuͤnger monis der hat yeen o biele dah sid aber d lagerter Jesus und gal cber de Gütig hrheit, ge in er das ibetits Voliz sahet, Jesu 9j, 0 ingeth. n, der sein 0 vill icht zu ‚, daß abet, wohl lippus Pfen nige werth Brods ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Zunger, Andreas, der Bruder Si⸗ nonis Petri: es ist ein Knabe hie, der hat funf Gersten⸗Brode, und wien Fische, aber was ist das unter (biele? Jesus aber sprach: Schaffet, dah sich das Volk lagere. Es war aber biel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei funftausend Mann. zesus aber nahm die Brode, dankte und gab sie den Juͤngern, die Juͤnger aber denen, die sich gelagert hatten. desselbigen gleichen auch von den Fi⸗ shen, wie viel er wollte. Da sie aber stt waren, sprach er zu seinen Juͤn⸗ gern: Sammlet die uͤbrigen Brocken, duß nichts umkomme. Da sammelten se, und fuͤlleten zwölf Koͤrbe mit Brocken, von den fuͤnf Gersten⸗Bro⸗ hen, die uͤberblieben denen, die ge⸗ heiset wurden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus that, prachen sie: Das ist wahrlich der hrophet, der in die Welt kommen sll. Da Jesus nun merkte, daß kommen wuͤrden und ihn haschen, suh sie ihn zum Koͤnige machten, ent⸗ vich er abermal auf den Berg, er bbst alleine. Epistel, Gal. 4, v. 22⸗31. daß Abraham zween Soͤhne hatte, enn es stehet geschrieben, Unen von der Magd, den andern ton der Freien. Ragd war, ist nach dem Fleisch seboren, der aber von der Freien, st durch die Verheißung geboren. die Worte bedeuten etwas, denn us sind die zwei Testamente, eins un dem Berge Sinai, das zur auechtschaft gebieret, welches ist die har. Denn Agar heißt in Arabia iir Berg Sinai, und langet bis gen Irusalem, das zu dieser Zeit ist, und dienstbar mit seinen Kindern. ber das Jerusalem, das droben , das ist die Freie, die ist unser Aer Mutter. Denn es stehet ge⸗ srleben: sei froͤhlich du Unfrucht⸗ lre, die du nicht gebierst, und Am 5. Sonntage in der Fasten. 15 brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist. Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, lieben Bruͤ⸗ der, sind Isaaks, nach der Verheißung Kinder. Aber gleich wie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber was sagt die Schrift? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn, denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien. So sind wir nun, lieben Bruͤder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien. Evangel. am 5. Sonntage in der Fasten(Judica), Joh. 8, v. 46⸗59. esus sprach zu den Juden: Welcher unter euch kann mich einer Suͤnde 3 zeihen? So ich euch aber die Wahr⸗ heit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hoͤret Gottes Wort; darum hoͤret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Da antworteten die Juden, und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist, und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber. einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: so Jemand mein Wort wird halten, Aber der von der der wird den Tod nicht sehen ewig⸗ lich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist ge⸗ storben, und die Propheten, und du sprichst: So Jemand mein Wort haͤlt, der wird den Tod nicht schmek⸗ ken ewiglich. Bist du mehr, denn unser Vater Abraham, welcher ge⸗ storben ist, und die Propheten sind gestorben? Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprecht, er sey euer Gott, und kennet 195 Un nicht; ich aber kenne ihn. 16 Am Palmsonntage. Am gruͤͤnen Donnerstage. o ich wuͤrde sagen, ich kenne sein nicht, so wuͤrde ich ein Lügner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn, und halte sein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn, und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht funfzig Jahr alt, und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn wuͤrfen. Aber Jesus verbarg sich, und gieng zum Tempel hinaus. Epistel, Hebr. 9, v. 11⸗15. Coritu⸗ aber ist kommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukuͤnf⸗ tigen Güter, durch eine groͤßere und vollkommnere Huͤtte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist; auch nicht durch der Boͤcke oder Kaͤlber Blut, sondern er ist durch sein eigenes Blut ein⸗ mal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erloͤsung erfunden. Denn so der Ochsen und der Boöcke Blut, und die Asche von der Kuh gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel, durch den heiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den todten Werken, zu dienen dem leben⸗ digen Gott? Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erloͤsung von den Uebertre⸗ tungen, die unter dem ersten Testa⸗ ment waren, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. Evangelium am Palmsonntage. Matth. 21, v. 1⸗9. De sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Oelberg, sandte Jesus seiner Juͤn⸗ ger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Fuͤllen bei ihr; loͤset sie auf, un fuͤhret sie zu mir. Und so euch Jemanh etwas wird sagen, so sprechet: dn Herr bedarf ihrer, sobald wird er ss auf daß erfüͤllet wuͤrde, das gesagt i durch den Propheten, der da spricht Saget der Tochter Zion, siehe deh Koͤnig kommt zu dir sanftmüthi und reitet auf einem Esel, und einem Fuͤllen der lastbaren Eselz Die Juͤnger giengen hin, und thathn wie ihnen Jesus befohlen hatte. In brachten die Eselin und das Fuͤllen un legten ihre Kleider drauf, und sehin ihn drauf. Aber viel Volks breslig die Kleider auf den Weg. Die andern hieben Zweige von den Baͤumen, uud streueten sie auf den Weg. Das Nul aber, das vorgieng und nachfolgh, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn David! gelobet sey, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hoͤhe! Epistel, Phil. 2, v. 5⸗II. in jeglicher sei gesinnet, wie Ash Christus auch war. Welcher, ad er wohl in goͤttlicher Gestalt war, hielt ers nicht fuͤr einen Raub, Hal gleich sein, sondern aͤußerte sich sehhz und nahm Knechtsgestalt an, waß gleich wie ein anderer Mensch, und n Geberden als ein Mensch erfunden, E erniedrigte sich selbst, und ward g horsam bis zum Tode, ja zum In am Kreuze. Darum hat ihn auch da erhoͤhet, und hat ihm einen Namn gegeben, der uͤber alle Namen i daß in dem Namen Jesu sich beuhn sollen alle Knie derer, die im hir mel und auf Erden, und unter N Erden sind; und alle Zungen bekehmn sollen, daß Jesus Christus der O sei, zur Ehre Gottes des Vaters, Evang. am grunen Donners Joh. 13, v. 115. Ver dem Fest aber der Ostemv Jesus erkannte, daß seine di gekommen war, daß er aus diesh Welt gienge zum Vater, wie er hul geliebet die Seinen, die in der Dil waren, so liebte er sie bis ans G euch lassen. Das geschah aber allgi m, wan 9, und ar nden. E ward ge um Vor auch Gat n Namn amen is ch beugn im H⸗ unter Y bekann der Hin Vateré. und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Juda Simonis Isharioth in das Herz gegeben, daß er ihn verriethe, wußte Jesus, daß ihm der Vater hatte alles in seine Haͤnde gegeben, und daß er von Gott gekommen war, und zu Gott gieng; sand er vom Abendmahl auf, legte sine Kleider ab, nahm einen Schurz und umguͤrtete sich. Darnach goß er Basser in ein Becken, hub an den Juͤn⸗ gern die Fuͤße zu waschen, und trock⸗ nete sie mit dem Schurz, damit er unguͤrtet war. Da kam er zu Simon Yetro, und derselbige sprach zu ihm: herr, solltest du mir meine Fuͤße paschen? Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Was ich thue, das peißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Fuͤße waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Theil an mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Fuͤße allein, sondern auch die Haͤnde und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der darf nicht denn die Fuͤße waschen, sondern er ist ganz rein: und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verraͤther wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Fuͤße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nie⸗ der: und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch gethan habe? Ihr heißt mich Meister und Herr, und saget recht daran: denn ich bin es auch. So nun ich, euer Herr und Meister, tuch die Fuße gewaschen habe, so sollet ihr auch euch unter einander die Fuͤße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe. Epistel, I1. Cor. 1I, v. 23⸗32. Ich habe es von dem Herrn empfan⸗ V gen, das ich euch gegeben habe. Ddenn der Herr Jesus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankete und brach es, und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Am heiligen Ostertage. 17 Leib, der fuͤr euch gebrochen wird; solches thut zu meinem Gedaͤchtniß. Desselbigen gleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blute; solches thut, so oft ihr es trinket, zu meinem Gedaͤcht⸗ niß. Denn so oft ihr von diesem Brod esset, und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkuͤndigen, bis daß er kommt. Welcher nun un⸗ wuͤrdig von diesem Brod isset, oder von dem Kelch des Herrn trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch pruͤfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brod und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwuͤrdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das Gericht, damit, daß er nicht unter⸗ scheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch so viele Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Theil schlafen. Denn so wir uns selber richteten, so wuͤrden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem Herrn gezuͤchtiget, auf daß wir nicht samt der Welt ver⸗ dammt werden. Evangel. am heiligen Ostertage, Marc. 16, v. 1⸗8. a der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena, und Maria Jacobi, und Salome Spece⸗ rei, auf daß sie kaͤmen und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehr fruͤhe, da die Sonne aufgieng. Und sie sprachen unter ein⸗ ander: Wer waͤlzet uns den Stein von des Grabes Thuͤr? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewaͤlzet war, denn er war sehr groß. Und sie giengen hinein in das Grab, und sahen einen Juͤngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang weiß Kleid an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht: ihr suchet Jesum von Naza⸗ reth, den Gekreuzigten; er ist auf⸗ erstanden, und ist nicht hie; siehe da die Staͤtte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin, 2—— es seinen 18 Am heiligen Oster-Montage. Juͤngern und Petro, daß er vor euch hingehen wird in Galilaͤa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesaget hat. Und sie giengen schnell heraus, und flo⸗ hen von dem Grabe, denn es war sie Ziltern und Entsetzen ankommen, und sagten niemand nichts, denn sie fuͤrch⸗ teten sich. Epistel, 1. Cor. 5, v. 7⸗8. eget den alten Sauerteig aus, auf F daß ihr ein neuer Teig seid, gleich⸗ wie ihr ungesaͤuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, fuͤr uns geopfert. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteige, auch nicht im Sauerteige der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Suͤßteige der Lauterkeit und der Wahrheit. Evangelium am heiligen Oster⸗ Montage, Luc. 24, v. 13⸗35. Urd siehe, zween aus ihnen giengen aa demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechszig Feld⸗ weges weit, des Name heißet Emmaus, und sie redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten, und befragten sich mit einander, nahete Jesus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten. Er aber sprach zu ihnen: Was sind das fuͤr Reden, die ihr zwischen euch handelt unterweges, und seid so traurig? Da antwortete einer, mit Namen Cleophas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Pro⸗ phet, maͤchtig von Thaten und Worten vor Gott und allem Volk. Wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdamm⸗ niß des Todes, und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erloͤsen. Und uͤber das alles ist heute der dritte Tag, da solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der unsern, die sind fruͤhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht fun⸗ den, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welch sagen, er lebe. Und etliche unter um giengen hin zum Grabe, und fandeh es also wie die Weiber sagten, ahg ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Thoren und tragiz Herzens, zu glauben alle dem, wo die Prepheten geredet haben. Mußt nicht Christus solches leiden, und 1 seiner Herrlichkeit eingehen? Und sieng an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schrift aub die von ihm gesagt waren. Und sl kamen nahe zum Flecken, da sie hih⸗ giengen, und er stellete sich, als wolle er fürder gehen. Und sie noͤthigtin ihn und sprachen: Bleibe bei une, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er gieng hinein, bei ihnen zu bleiben. Und ez geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brod, dankete, brachs, und gabs ihnen. Da wurden ihre Augen geoͤffnet, und erkennetin ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brannte nicht unser Herz in uns, er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift oͤffnete? Und si standen auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Eilfe versammelt, und di bei ihnen waren, welche sprachent Der Herr ist wahrhaftig auferstan den, und Simoni erschienen. u sie erzaͤhleten ihnen, was auf den Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt waͤre, an dem, da er das Brod brach. Epistel, Apost. Gesch. 10, v. 34⸗Kl, Pern aber that seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet; sondern in allerli Volk, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wissit wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Ifrael gesandt hat, und herkün Fesum über a dische ganger die Ic denselb salbett Kraft, hat we alle, paren Und w er getl und zt gelödte Densell kritten har we dern ur von Ge und ge auferst⸗ r gieng Und es Tische ankete, wurden enneten ihnen. nander: ins, ge, als Und si Itunde, m und und dit rachen: ferstu. „ nd uf dem er vnn / da er 34⸗41. und auf ich nit Person allerli cht thut, r wissit Gott zu at, und *fsber alles. Die durch das ganze ju⸗ gerkündigen lassen den Frieden durch gesum Christum, welcher ist ein Herr diche Land geschehen ist, und ange⸗ gangen in Galilaͤa, nach der Taufe, die Johannes predigte. Wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth ge⸗ salbet hat mit dem heiligen Geiste und Kraft, der umher gezogen ist, und lat wohl gethan und gesund gemacht ale, die vom Teufel uͤberwaͤttiget paren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, das ir gethen hat im judischen Lande, und zu Jerusalem. Den haben sie gelödtet und an ein Holz gehangen. Denselbigen hat Gott auferwecket am kritten Tage, und ihn lassen offen⸗ bor werden, nicht allem Bolk, son⸗ den uns, den vorerwaͤhlten Zeugen zön Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Todten. Evangel. am 1. Sonntage nach Ostern(Quasimodogeniti), Joh. 20, v. 19⸗23. An Abend aber desselbigen Sabbats, da die Jünger versammlet und die Thuͤren verschlossen waren, aus zurcht vor den Juden, kam Jesus, und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das sagete, zeigete er seine Hande und seine Seite. Da wurden die Jünger froh daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: sriede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich kuch. Und da er das sagete, blies er se an, und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist; welchen ihr die Sünde erlasset, denen sind sie er⸗ lͤssen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Epistel, 1. Joh. 5, v. 4⸗10. enn alles, was von Gott geboren ist, uͤberwindet die Welt, und luser Glaube ist der Sieg, der die Belt uberwunden hat. Wer ist aber, Am 1. und 2. Sonntage nach Ostern. der die Welt uͤberwindet, ohne der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn 19 ist? Dieser ists, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ists, der da zeuget, daß Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist, und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: Der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind bei⸗ sammen. So wir der Menschen Zeug⸗ niß annehmen, so ist Gottes Zeugniß groͤßer, denn Gottes Zeugniß ist das, daß er gezeuget von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugniß bei ihm. Evang. am 2. Sonnt. nach Ostern (Misericordias Domini), Jeh. 10, v. 12⸗16. Ich bin ein guter Hirte. Ein guter 7. Hirte laͤsset sein Leben fuͤr die Schafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und verlaͤsset die Schafe und fleucht, und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Miethling aber fleucht, denn er ist ein Miethling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater, und ich lasse mein Leben fuͤr die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus die⸗ sem Stalle, und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hoͤren. Und wird eine Heerde und ein Hirte werden. Epistel, 1. Petri 2, v. 21⸗25. (Denn dazu seid ihr berufen, sinte⸗ mal auch Christus gelitten hat fuͤr uns, und uns ein Vorbild ge⸗ lassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; welcher keine Suͤnde ge⸗ than hat, ist auch kein Betrug in sei⸗ nem Munde erfunden. Welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht drohete, da er litte; er stellete es aber dem heim, der 30 recht richtet; 2 20 Am 3. und 4. Sonntage nach Ostern. welcher unsere Suͤnde selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir der Suͤnde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Bischofe eurer Seelen. Evangelium am 3. Sonntage nach Ostern(Jubilate)/ Joh. 16, v. 16⸗28. eber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein Kleines, so werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater. Da spra⸗ chen etliche unter seinen Juͤngern unter einander: Was ist das, daß er saget zu uns: Ueber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein Kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, daß er saget, über ein Kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr untereinander, daß ich gesagt habe: Ueber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uͤber ein Kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein, doch eure Trau⸗ rigkeit soll in Freude verkehret wer⸗ den. Ein Weib, wenn sie gebieret, so hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist kommen; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wie⸗ dersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll Niemand von euch nehmen; und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Epistel, 1. Petri 2, v. 11⸗17. Leben Bruͤder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrime: Enthaltet euch von fleischlichen Lͤsten welche wider die Seele streiten, und fuͤhret einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch after reden, als von Uebelthaͤtern, eure gi ten Werke sehen und Gott preisen wenn es nun an den Tag kommu wird. Seid unterthan aller mensth lichen Ordnung, um des Herrn willez, es sei dem Koͤnige, als dem Oberstih oder den Hauptleuten, als den G⸗ sandten von ihm, zur Rache uͤber di Uebelthaͤter, und zu Lobe den From men. Denn das ist der Wille Gottez daß ihr mit Wohlthun verstopfet de Unwissenheit der thoͤrichten Menschen als die Freien, und nicht als häthtt ihr die Freiheit zum Deckel der Bo⸗ heit, sondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre Jedermann. Habt di Bruͤder lieb. Fuͤrchtet Gott. Ehrnt den Koͤnig. Evangelium am 4. Sonntagr nach Ostern(Cantate), Joh. 16, v. 5⸗15. Nen aber gehe ich hin zu dem dur mich gesandt hat, und Niemand unter euch fraget mich: Wo gehit du hin? Sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Henz voll Traurens worden. Aber ich sagt euch die Wahrheit: Es ist euch guh daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Troͤster nict zu euch. So ich aber hingehe, wil ich ihn zu euch senden. Und wann derselbige kommt, der wird die Vet strafen um die Suͤnde, und um di Gerechtigkeit und um das Gerichtz Um die Suͤnde, daß sie nicht glauben an mich. Um die Gerechtigkeit abeh daß ich zum Vater gehe, und ihr nith fort nicht sehet. Um das Gerichth daß der Fuͤrst dieser Welt gerichtet is. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr koͤnnets jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahr⸗ heit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wüd nicht von ihm selber reden, sonden, was er hoͤren wird, das wird er reden, und was zukuͤnftig ist, wit glauben it abet, ihr nich Herichtz chtet is. sagen, tragen. r Wahr⸗ euch in er wid sondern, wird er t, wid r euch verkuͤndigen. Derselbige wird mich verklaͤren, denn von dem Mei⸗ „nen wird ers nehmen, und euch ver⸗ kondigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum habe ich gesagt: Er wirds von dem Meinen nehmen und euch verkuͤndigen. Epistel, Jac. 1, v. 17⸗21. A5 gute Gabe, und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veraͤnderung noch Wechsel des lichts und Finsterniß. Er hat uns ge⸗ zuget nach seinem Willen durch das Port der Wahrheit, auf daß wir waͤren Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, leben Bruͤder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hoͤren, langsam aber zu reden, und langsam zum Zorn. Denn des Nenschen Zorn thut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, und nuhmet das Wort an mit Sanftmuth, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Evangel. am 5. Sonntage nach Ostern(Rogate), Joh. 16, v. 23⸗30. W'.nlich wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird ers euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude bollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort geredet, es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkuͤndigen zon meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Ramen: und ich sage euch nicht, daß ich den Vater fuͤr euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lu, darum, daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegan⸗ gen bin. Ich bin vom Vater ausge⸗ gangen und kommen in die Welt: wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm Am 5. Sonntage nach Ostern und Christi Himmelfahrt. 21 seine Juͤnger: Siehe, nun redest du frei heraus, und sagest kein Sprich⸗ wort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißest, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage, darum glau⸗ ben wir, daß du von Gott ausge⸗ gangen bist. Epistel, Jac. 1, v. 21⸗27. Sẽd aber Thaͤter des Worts, und nicht Hoͤrer allein, damit ihr euch selbst betruͤget. Denn so jemand ist ein Hoͤrer des Wortes, und nicht ein Thaͤter, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet. Denn nachdem er sich be⸗ schauet hat, gehet er davon, und ver⸗ gisset von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommene Gesetz der Freiheit, und darinnen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher Hoͤrer, sondern ein Thaͤ⸗ ter, derselbige wird selig sein in sei⸗ ner That. So aber sich jemand unter euch laͤsset duͤnken, er diene Gott, und haͤlt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuͤhret sein Herz, des Got⸗ tesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der, die Waisen und Wit⸗ wen in ihrem Truͤbsal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt behalten. Evangel. am Tage der Himmel⸗ fahrt Christi, Marci 16, v. 14⸗20. Zf da die Eilfe zu Tische saßen, offenbarete er sich, und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Haͤrtigkeit, daß sie nicht geglaubet hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel aus⸗ treiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Toͤdtliches trinken, wirds ihnen nicht schaden. Auf die Kranken werden sie die Haͤnde legen, so wirds besser mit ihnen werden. Und der Herr, nach⸗ dem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel, und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber giengen aus und predigten an allen Or⸗ ten, und der Herr wirkete mit ihnen, und bekraͤftigte das Wort durch mit⸗ folgende Zeichen. Epistel, Ap. Gesch. 1, v. 1⸗11. ie erste Rede habe ich zwar gerhan, lieber Theophile, von alle dem, das Jesus anfieng, beides zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er auf⸗ genommen ward, nachdem er den Apo⸗ steln(welche er hatte erwaͤhlet), durch den heiligen Geist Befehl gethan hatte. Welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte, durch mancher⸗ lei Erweisung, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reiche Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Ver⸗ heißung des Vaters, welche ihr habt gehoͤret(sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammen kommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er aber sprach zu ihnen: Es gebuͤhret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat, sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes! empfahen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem, und in ganz Judaa und Samaria, und bis an das Ende der Erden. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehens, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da standen bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Maͤnner von Gali⸗ laͤn, was stehet ihr, und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, 22 Am 6. Sonntage nach Ostern und am heil. Pfingsttage. wird kommen, wie ihr ihn gesehnn habt gen Himmel fahren. Evangel. am 6. Sonntage nag Ostern(Exaudi), Joh. 15, v. 26, bis Cap. 16, v. 6. Wern aber der Troͤster kommun wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahr⸗ heit, der vom Vater ausgehet, du wird zeugen von mir. Und ihr werdel auch zeugen, denn ihr seid von An⸗ fang bei mir gewesen. Solches hah⸗ ich zu euch geredet, daß ihr euch nich aͤrgert. Sie werden euch in den Bumn thun. Es kommt aber die Zeit, daß wer euch toͤdtet, wird meinen, er thut Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, daß sie weder meinen Vater noch mich erken⸗ nen. Aber solches habe ich zu euh geredet, auf daß, wenn die Zeit kom⸗ men wird, daß ibr daran gedenket, daß ichs euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang niht gesagt, denn ich war bei euch. Epistel, 1. Pet. 4, v. 8⸗II. Se seid nun maͤßig und nuͤchtimn zum Gebet. Vor allen Dingin aber habt unter einander eine brun⸗ stige Liebe; denn die Liebe decket auch der Suͤnde Menge. Seid gastsrei unter einander, ohne Murmeln, und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Ga⸗ ben Gottes. So jemand redet, daß ers rede, als Gottes Wort. S˙ jemand ein Amt hat, daß ers thun, als aus dem Vermoͤgen, das Golt darreichet, auf daß in allen Dingen Gott gepreiset werde, durch Jesum Christ, welchem sei Ehre und Gewall von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Evangel. am heil. Pfingsttage, Joh. 14, v. 23 ⸗31. er mich liebet, der wird mein Wé Wort haltenz und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ibm kommen, und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der he Wort, sonder hat. weil i der Tr mein Name ren, v ich eu lasse ich eu Welt nicht, gehoͤre gehe h Haͤttet luch f. gehe z groͤßer luch g auf da daß ih nicht es kon hat ni⸗ erkenn ich al boten von h Epi Ue le bei ei ein B gewal ganze sah a als w auf ei wurdg und fi Zunge auszu zu Je tesfüͤn das diese g zusa s höi Spra ober rlei Ga⸗ et, daß t. 8⁰ 8 thur, 6 Golt Dingen Jesum Gewalt lmen. sttag, d mein Vater rden zu bei ihm liebet, der haͤlt mein Wort nicht. Und das Vort, das ihr hoͤret, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbe wirds euch alles leh⸗ ten, und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lase ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Velt gibt. Euer Herz erschrecke nicht, und fuͤrchte sich nicht. Ihr habt gehöret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch. häͤttet ihr mich lieb, so wuͤrdet ihr luch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist groͤßer, denn ich. Und nun habe ichs tuch gesaget, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es nun geschehen wird, dah ihr glaubet. Ich werde hinfort nicht viel mehr mit euch reden, denn es kommt der Fuͤrst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber, daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also thue, wie mir der Vater ge⸗ boten hat. Stehet auf und lasset uns von hinnen gehen. Epistel, Ap. Gesch. 2, v. 1⸗13. nd als der Tag der Pfingsten erfuͤl⸗ let war, waren sie alle einmuͤthig bei einander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfuͤllete das ganze Haus, da sie saßen. Und man sah an ihnen die Zungen zertheilet, ö als waͤren sie feurig; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes, und fiengen an zu predigen mit andern zungen, nachdem der Geist ihnen gab duszusprechen. Es waren aber Juden, zu Jerusalem wohnend, die waren got⸗ lesfuͤcchtige Maͤnner, aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden verstuͤrzt: denn s hoͤrte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich, und spra⸗ Am Pfingst⸗Montage. 2³ schen unter einander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galilaͤa? Wie hoͤren wir dann ein Jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und Meder, und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamia, und in Judaͤa, und Cappadocia, Ponto und Asia, Phrygia und Pamphilia, Egypten und an den Enden der Lybien, bei Cyrenen, und Auslaͤnder von Rom, Juden und Judengenossen, Creter und Araber, wir hoͤren sie mit unsern Zun⸗ gen die großen Thaten Gottes reden. Sie entsetzten sich alle, und wurden irre, und sprachen einer zu dem an⸗ dern: Was will das werden? Die andern aber hatten es ihren Spott, und sprachen: Sie sind voll suͤßen Weins. Evangel. am Pfingst-Montage, Joh. 3, v. 16⸗21. enn also hat Gott die Welt gelie⸗ bet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, son⸗ dern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, son⸗ dern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet, wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet, denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Soh⸗ nes Gottes. Das ist aber das Gerichte, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsterniß mehr, denn das Licht, denn ihre Werke waren boͤse. Denn wer Arges thut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahr⸗ heit thut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden, denn sie sind in Golt gethan. Epistel, Ap. Gesch. 10, v. 42.48. Un der Herr hat uns geboten zu Upredigen dem Volk, und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden 24 empfahen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Worte zuhoͤreten. Und die Glaͤubigen aus der Beschneidung, die mit Petro kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward, denn sie hoͤreten, daß sie mit Zungen redeten, und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch Jemand das Wasser wehren, daß diese nicht ge⸗ tauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu taufen im Namen des Herrn. Evangel. am Sonnt. Trinitatis, Joh. 3, v. 1⸗15. swar aber ein Mensch unter den Pharisaͤern mit Namen Nicode⸗ mus, ein Oberster unter den Juden, der kam zu Jesu bei der Nacht, und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott gekom⸗ men, denn niemand kann die Zeichen thun, die du thust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß Jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen, und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß Jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch ge⸗ boren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich es nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr muͤsset von neuem geboren werden. Der Wind blaͤset, wo er will, und du hoͤrest sein Sausen wohl, aber du weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er faͤhrt. Also ist ein Jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nicodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Ifrael, Evangelium am 1. Sonnt. nach Trinitatis. und weißt das nicht? Wahrlich, wahr⸗ lich, ich sage dir: Wir reden, das uir wissen, und zeugen, das wir gesehm haben, und ihr nehmet unser Zeugniz nicht an. Glaubet ihr nicht, wenn it euch von irdischen Dingen sage, mi⸗ wuͤrdet ihr glauben, wenn ich euch bun himmlischen Dingen sagen wuͤrde? u Niemand faͤhrt gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder gekommen is, naͤmlich des Menschen Sohn, der in Himmel ist. Und wie Moses in der Wüst eine Schlange erhoͤhet hat, also muß diz Menschen Sohn erhoͤhet werden: auf daß Alle, die an ihn glauben, nich verloren werden, sondern das ewihe Leben haben. Epistel, Roͤm. 11, v. 33⸗86, welch eine Tiefe des Reichthunt beide der Weisheit und Erkennt⸗ niß Gottes! Wie gar unbegreiflich sih seine Gerichte, und unerforschlich sein Wege! Denn wer hat des Herrn Bimn erkannt? Oder wer ist sein Rathgeher gewesen? Oder wer hat ihm elwaz zuvor gegeben, das ihm werde wiedur vergolten? Denn von ihm und dutth ihn, und in ihm sind alle Dinge. In sei Ehre in Ewigkeit. Amen, Evang. am 1. Sonnt. n. Trinitit Luc. 16, v. 19⸗31. s war ein reicher Mann, der kliß dete sich mit Purpur und koͤstlichn Leinwand, und lebte alle Tage herrlih und in Freuden. Es war aber ein N⸗ mer, mit Namen Vazarus, der lag var seiner Thuͤr voller Schwaͤren, und b⸗ gehrte sich zu saͤttigen von den By⸗ samen, die von des Reichen Tische fielenz doch kamen die Hunde und leckten ihn seine Schwaͤren. Es begab sich aber daß der Arme starb, und ward getro⸗ gen von den Engeln in Abrahamz Schoos. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in dit Hoͤlle und in der Qual war, hob a seine Augen auf, und sah Abraham von ferne, und Lazarum in seinen Schoos, rief und sprach: Vater Abre⸗ ham, erbarme dich mein, und sende Lazarum, daß er das aͤußerste seints Fingers ins Wasser tauche, und kuhle wahr⸗ das wir gesehen Jeugniz enn ich ge, wi uch hon ee ub enn det nen is, der in r Wüst muß diz en: auf n, niht 8 ewihe 3·0. hthum, Erkennt⸗ llich sind ich seine rn Sinn athgeber n elwas e wiedir d durch je. In „ rinitat der klei koͤstlicht herrlich ein N⸗ lag vor und be⸗ den Biu⸗ he fielenz kten ihn ich aber d getra⸗ brahamz rb auch in in der „hob et Abraham u seinem ter Abra⸗ nd sende ste seints ind kühle Pein; wer sich aber fuͤrchtet, der ist Am 2. und 3. Sonntage nach Trinitatis. meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Boͤses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt. Und uͤber das alles it zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, koͤnnen nicht, und auch nicht von dannen zu uns heruͤber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus. Denn ih habe noch fuͤnf Bruͤder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten; laß sie dieselben höͤren. Er aber sprach: Nein, Vater Abra⸗ ham; sondern wenn einer von den Tod⸗ ten zu ihnen gienge, so wuͤrden sie Buße thun. Er aber sprach zu ihm: Hoͤren sie osen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob Je⸗ mand von den Todten auferstuͤnde. Epistel, 1. Joh. 4, v. 16⸗21. Gen ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. Daran ist die Liebe vöͤllig bei uns, auf daß wir eine Freu⸗ digkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Kebe, sondern die voͤllige Liebe treibet die Furcht aus, denn die Furcht hat nicht voͤllig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebet. So jemand spricht: ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Luͤgner, denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lieben,‚ den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet‚, daß der auch seinen Bruder liebe. Evang. am 2. Sonnt. n. Trinit., Luc. 14, v. 16⸗24. Eĩ war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl, und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls zu sagen den 25 Geladenen: Kommet, denn es ist alles bereit. Und sie fiengen an alle nach ein⸗ ander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinausgehen, und ihn besehen: ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fuͤnf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen, ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und fuͤhre die Armen, und Kruͤppel, und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen, und an die Zaͤune, und noͤthige sie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Maͤnner keiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Epistel, 1. Joh. 3, v. 13⸗18. erwundert euch nicht, meine Bruͤ⸗ der, ob euch die Welt hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind, denn wir lieben die Bruͤder. Wer den Bruder nicht lie⸗ bet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschlaͤger, und ihr wisset, daß ein Todtschlaͤger nicht hat das ewige Leben bei ihm blei⸗ bend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben fuͤr uns gelassen hat, und wir sollen auch das Leben fuͤr die Bruͤder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Guͤter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zungen, sondern mit der That, und mit der Wahrheit. Evang. am 3. Sonnt. n. Trinit., ö Luc. 15, v. 1⸗10. Eꝰ naheten aber zu ihm allerlei Zoͤll⸗ ner und Sunder, daß sie ihn hoͤre⸗ 26 Am 4. Sonntage nach Trinitatis. ten. Und die Pharisaͤer und Schriftge⸗ lehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Suͤnder an, und isset mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichniß, und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eines verlieret, der nicht lasse die neun undneunzig in der Wuͤsten, und hingehe nach dem verlornen, bis daß ers finde? und wenn ers funden hat, so leget ers auf seine Achseln mit Freu⸗ den. Und wenn er heim kommt, rufet er seinen Freunden und Nachbarn, und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf funden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein uͤber einen Suͤnder, der Buße thut, vor neun und neunzig Gerechten, die der Buße nicht beduͤrfen. Oder welch Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen ver⸗ liert, die nicht ein Licht anzuͤnde und kehre das Haus und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde. Und wenn sie ihn funden hat, rufet sie ihren Freun⸗ dinnen und Nachbarinnen, und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groschen funden, den ich ver⸗ loren hatte. Also auch sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes uͤber einen Suͤnder, der Buße thut. Epistel, 1. Pet. 5, v. 6⸗I1. Sꝰ demuͤthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhoͤhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorget fuͤr euch. Seid nuͤchtern und wachet: denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein bruͤllender Loͤwe, und suchet, welchen er verschlinge; dem widerstehet fest im Glauben, und wisset, daß eben dieselbigen Leiden uͤber eure Bruͤder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herr⸗ lichkeit, in CEhristo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, staͤrken, kraͤf⸗ tigen, gruͤnden. Demselben sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit! Amen. Evang. am 4. Sonnt. n. Trinit. Luc. 6, v. 36⸗42. — seid barmherzig, wie auch euer Bater barmherzig ist Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht so werdet ihr auch nicht verdammel. Vergebet, so wird euch vergeben. Gehet, so wird euch gegeben. En voll gedruͤckt, geruͤttelt und uͤber⸗ fluͤssig Maaß wird man in euren Schooß geben; denn eben mit dem Maaß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Wig weisen? Werden sie nicht alle Beide in die Grube fallen? Der Junger ist nicht uͤber seinen Meister; wemn der Juͤnger ist wie sein Meister,% ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bu⸗ ders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder, wie kannst du sagen zu deinem Buu⸗ der: Halt still, Bruder, ich wil den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehest selbst nicht den Ballen in deinem Auge? Du Heuchler, ziehe zuvor den Balken aus deinem Augz, und besiehe dann, daß du den Splitlir aus deines Bruders Auge ziehest. Epistel, Roͤm. 8, v. 18⸗28. enn ich halte es dafuͤr, daß dieser werth sei, die an uns soll offenbaret werden. Denn das aͤngstliche Harrin der Kreatur wartet auf die Offen⸗ barung der Kinder Gottes. Sinti⸗ mal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondem um des willen, der sie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des vergaͤnglichen Wesens, zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Kreatur sehnet sich mit uns, und aͤng⸗ stet sich noch immerdar. Nicht alleiß aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge sehnen uns auch bei uns selbst nach Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht der K sers L Evan 6 b . Vort Geneze am Se ausget trat er Simor ein toe er setz dem& gehoͤre Fahre Netze thut. prach 0 gai gefang ich das das th Menge Auge, qplitter est. 23. ; dieset it nicht enbaret Harren Offen⸗ Sinte⸗ ist der sondern worfen uch dis on dem Besens, Kinder aß alle nd aͤng⸗ t allein bst, die estlinge, st nach der Kindschaft, und warten auf un⸗ sers Leibes Erloͤsung. Evang. am 5. Sonnt. n. Trinit., Luc. 5, v. 1⸗II. Ei begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hoͤren das Wort Gottes, und er stand am See Genezareth, und sahe zwei Schiffe x‚ thut. am See stehen, die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Netze; trat er in der Schiffe eins, welches Simonis war, und bat ihn, daß ers en wenig vom Lande führete. Und er setzte sich und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte auf⸗ gehöret zu reden, sprach er zu Simon: zahre auf die Höhe, und werfet eure Retze aus, auf daß ihr einen Zug Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben me ganze Nacht gearbeitet und nichts gfangen, aber auf dein Wort will Und da sie ich das Netz auswerfen. das thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. „und sie winkten ihren Gesellen, die in anderen Schiffe waren, daß sie kimen, und hulfen ihnen ziehen. Und se kamen, und fülleten beide Schiffe boll, also daß sie sunken. Da das Si⸗ mon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen, und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankom⸗ men, und alle, die mit ihm waren uͤber diefen Fischzug, den sie miteinander gethan hatten, desselbigen gleichen auch Incobum und Joh annem, die Soͤhne gebedaͤi, Simonis Gesellen. Und Jesus prach zu Simon: Fuͤrchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menschen ahen. Und sie fuͤbrten die Schiffe zu kande, und verließen alles, und folge⸗ ten ihm nach. Epistel, 1. Pet. 3, v. 8⸗15. sinnt, mitleidig, bruͤderlich, barm⸗ herzig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Boͤsem, oder Scheltwort mit Scheltwort; sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, Am 5. und 6. Sonntage nach Trinitatis. Erich aber seid allesammt gleich ge⸗ ö 27 daß ihr den Segen ererbet. Denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Boͤses rede, und seine Lippen, daß sie nicht truͤgen. Er wende sich vom Boͤsen, und thue Gutes, er suche Frieden, und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn siehet auf die, so Boͤses thun. Und wer ist, der euch schaden koͤnnte, so ihrdem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der Gerech⸗ tigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fuͤrchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht. Heiliget aber Gott den Herrn in eurem Herzen. Evang. am 6. Sonnt. n. Trinit., Matth. 5, v. 20⸗26. s sei denn eure Gerechtigkeit besser, denn der Schriftgelehrten und Pharisaͤer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt ge⸗ hoͤrt, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht toͤdten; wer aber toͤdtet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bru⸗ der zuͤrnet, der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha, der ist des Raths schuldig. Wer aber sagt: Du Narr, der ist des hoͤlli⸗ schen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe; so laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und versoͤhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfaͤhrig dei⸗ nem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst uͤberantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir, wahrlich du wirst nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Epistel, Röm. 6, v. 3⸗I1. Wisn ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, 28 Am 7. und 8. Sonntage nach Trinitatis. die sind in seinen Tod getauft? So sind wir nun mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleich⸗ wie Christus ist auferweckt von den Todten, durch die Herrlichkeit des Va⸗ ters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzet werden zu glei⸗ chem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein. Dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gekreuziget ist, auf daß der suͤndliche Leib aufhoͤre, daß wir hinfort der Suͤnde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Suͤnde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Todten erwecket, hinfort nicht stirbet, der Tod wird hinfort uͤber ihn nicht herrschen. Denn, das er gestorben ist, das ist er der Suͤnde gestorben, zu einem mal, das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafuͤr, daß ihr der Suͤnde ge⸗ storben seid, und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herrn. Evang. am 7. Sonnt. n. Trinit., Marc. 8, v. 1⸗9. 3* der Zeit, da vieles Volk da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Juͤnger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharret und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie ungessen von mir heim ließe gehen, wuͤrden sie auf dem Wege verschmachten, denn Etliche waren von ferne gekommen. Seine Juͤnger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wuͤste, daß wir sie saͤttigen? Und er fragte sie, wie viel habt ihr Brode? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brode, und dankte und brach sie, und gab sie seinen Juͤngern, daß sie diesel⸗ bigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankete und hieß die⸗ selben auch vortragen. Sie aßen aber und wurden satt, und huben die uͤbrt grn Brocken auf, sieben Koͤrhe. Und ihrer waren bei viertausend, die da ge gessen hatten; und er ließ sie von sich, Epistel, Roͤm. 6, v. 19⸗23, Ich muß menschlich davon reden, V um der Schwachheit willen euretz Fleisches. Gleichwie ihr eure Gliehn begeben habt zum Dienste der Unrei nigkeit, und von einer Ungerechtigkat zu der andern: also begehet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtiz keit, daß sie heilig werden. Dem da ihr der Sünde Knechte waret zn waret ihr frei von der Gerechtigkei, Was hattet ihr nun zu der Zeit fih Furcht? Welcher ihr euch jetzt schͤmet; denn das Ende derselben ist der Lah. Nun ihr aber seid von der Suͤnde friß und Gottes Knechte geworden, haht ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdetz das Ende aber das ewige Leben. Dem der Tod ist der Suͤnden Sold, abir die Gabe Gottes ist das ewige Lehe in Christo Jesu, unserm Herrn. Evang. am 8. Sonnt. n. Trinit, Matth. 7, v. 15⸗23. Soet euch vor, vor den falschn Propheten, die in Schafskl dern zu euch kommen; inwendig ahn sind sie reissende Woͤlfe. An ihren Fruͤchten sollt ihr sie erkennen. Kan man auch Trauben lesen von dun Dornen, oder Feigen von den Disteln! Also ein jeglicher guter Baum brin get gute Fruͤchte, aber ein fauler Baun bringet arge Fruͤchte. Ein guter Baun kann nicht arge Fruͤchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gutz Fruͤchte bringen. Ein jeglicher Baun, der nicht gute Fruͤchte bringet, wi abgehauen, und ins Feuer geworflu, Darum an ihren Fruͤchten sollt ihr si erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr, in das Hin⸗ melreich kommen, sondern die den Bil len thun meines Vaters im Himmel Es werden viel zu mir sagen an jenen Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deiner wir! wet, da htigkeit Zeit fir chämetz der Tod, nde frei n, haht werdet; . Demn d, aber e Lebin deinem Namen geweissaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Thaten gethan? Oann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Uebelthaͤter. Epistel, Roͤm. 8, v. 12⸗17. Sꝰ sind wir nun, lieben Bruͤder, Schuldner, nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleische lebet, so werdet ihr sterben muͤssen. Wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschaͤfte toͤdtet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr tuch abermal fuͤrchten muͤßtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfan⸗ gen, durch welchen wir rufen: Abba, leber Vater! Derselbige Geist gibt geugniß unserm Geiste, daß wir Got⸗ us Kinder sind. Sind wir denn Kin⸗ der, so sind wir auch Erben, naͤmlich Gottes Erben, und Miterben Christi, rrn. Trinit, falschn hafskl dig ahe In ihrin n. Kann von dun Disteln“ im brin⸗ er Baum er Baun bringen, icht gutt r Baum, jet, witd zeworfen. llt ihr si le, die zu das Hin⸗ den Wil⸗ Himmal, an jenem ir nicht in so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben berden. Evang. am 9. Sonnt. n. Trinit., Lucas 16, v. 1⸗9. Er sprach aber auch zu seinen Juͤn⸗ gern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm beruͤchtiget, als haͤtte er ihm seine Guter umbracht. Und er forderte ihn, und sprach zu ihm: Wie hoͤre ich das von dir? Thue Rechnung von dei⸗ nem Haushalten: denn du kannst hin⸗ ort nicht mehr Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was sol ich thun? Mein Herr nimmt das Umt von mir, graben mag ich nicht, so schaͤme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun bon dem Amt gesetzt werde, daß sie nich in ihre Haͤuser nehmen. Und er tief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem Ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: bundert Tonnen Oels. Und er sprach Am 9. und 10. Sonntage nach Trinitatis. 29 zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreibe flugs fuͤnfzig. Darnach sprach er zu dem Andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weitzen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinenBrief, und schreib achtzig. Und der Herr lobete den un⸗ gerechten Haushalter, daß er kluͤglich gethan hatte, denn die Kinder dieser Welt sind kluͤger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch auf⸗ nehmen in die ewigen Huͤtten. Epistel, 1 Cor. 10, v. 6⸗13. D ist aber uns zum Vorbild ge⸗ schehen, daß wir uns nicht geluͤsten lassen des Boͤsen, gleichwie jene gelustet hat. Werdet auch nicht Abgoͤttische, gleichwie jener Etliche wurden, als geschrieben stehet: Das Volk setzte sich nieder zu essen und zu trinken, und stand auf zu spielen. Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, wie Etliche unter jenen Hurerei trie⸗ ben, und fielen auf einen Tag drei und zwanzig tausend. Laßt uns auch Chri⸗ stum nicht versuchen, wie Etliche von jenen ihn versuchten, und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleichwie jener Etliche murreten, und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur War⸗ nung, auf welche das Ende der Welt gekommen ist. Darum, wer sich laͤßt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht laͤßt versuchen uͤber euer Vermoͤgen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es koͤnnet ertragen. Evang. am 10. Sonnt. n. Trinit., Lucas 19, v. 41⸗48. Urd als er nahe hinzu kam, sah er die Stadt an, und weinete uͤber sie, und sprach: Wenn du es wuͤßtest, 30 Am 11. Sonntage nach Trinitatis. so wuͤrdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist es vor deinen Au⸗ gen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern, und an allen Orten aͤngsten, und werden dich schleifen, und keinen Stein auf dem andern lassen, darum, daß du nicht erkennet hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er gieng in den Tempel, und fieng an aus⸗ zutreiben, die darinnen verkauften und kauften; und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber habts gemacht zur Moͤrdergrube. Und er lehrte taͤg⸗ lich im Tempel. Aber die Hohenprie⸗ ster und Schriftgelehrten, und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrachten; und fanden nicht, wie sie ihm thun sollten; denn alles Volk hieng ihm an, und hoͤrete ihn. Epistel, 1. Cor. 12, v. 1⸗11. Ven den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seid gewesen, und hingegangen zu den stummen Goͤtzen, wie ihr gefuͤhrt wurdet. Dann thue ich euch kund, daß Niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und Niemand kann Jesum einen Herrn heißen, ohne durch den heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Aem⸗ ter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kraͤfte, aber es ist ein Gott, der da wirket Alles in Allen. In einem Jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weis heit; dem Andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geist; einem Andern der Glaube, in demselbigen Geist; einem Andern die Gabe gesund zu machen, in demselbi⸗ gen Geist; einem Andern Wunder zu thun; einem Andern Weissagung; noch schlaf den v Apost auch Gebu — bin d Evang. am 11. Sonnt. n. Trinil ls de Lucas 18, v. 9 ⸗14. Ipost r sagte aber zu etlichen, die si un selbst vermaßen, daß sie from U waͤren, und verachteten die Andenz 1 0 ein solches Gleichniß: Es giengenzu gehin Menschen hinauf in den Tempel— beten, einer ein Pharisaͤer, der ay 11 dere ein Zoͤlner. Der Pharisaͤer sto Hiten und betete bei sich selbst also: Evan danke dir, Gott, daß ich nicht bin u andere Leute, Räuber, Ungerecht. Ehebrecher, oder auch wie dieser zih* ner. Ich faste zweimal in der Woch und gebe den Zehnten von Allem, du n ich habe. Und der Zoͤllner stand di unter ferne, wollte auch seine Augen nith 1 s aufheben gen Himmel, sondern schlh r ft an seine Brust, und sprach: Gott s u die. mir Sunder gnaͤdig! Ich sage kich In de Dieser gieng hinab gerechtfertiget IUm e sein Haus vor jenem. Denn wer sh Pühet selbst erhöhet, der wird erniedrihl sh a werden; und wer sich selbst erniedtt 5 get, der wird erhoͤhet werden. 5 Epistel, 1. Cor. 15, v. 1⸗10, ward IIch erinnere euch aber, lieben Bri ot ih . der, des Evangelii, das ich euch x verkuͤndigt habe, welches ihr auch an e genommen habt, in welchem ihr auch stehet; durch welches ihr auch selh werdet, welcher Gestalt ich es euch ber kuͤndiget habe, so ihr es behalten habtz es waͤre denn, daß ihr es umsonst ge glaubt haͤttet. Denn ich habe euch zu voͤrderst gegeben, welches ich aut empfangen habe, daß Christus gestotz ben sei fuͤr unsere Suͤnden, nach del Schrift; und daß er begraben sh und daß er auferstanden sei am deit ten Tage nach der Schrift; und dh nach er gesehen worden ist von Kephas Lasta darnach von den Zwoͤlfen. Darnach s de er gesehen worden von mehr denn füf 6 hundert Brüdern auf einmal, dern sibeng einem Andern Geister zu unterscheidn einem Andern mancherlei Sprachg einem Andern die Sprachen auf legen. Dies aber Alles wirkt derselhi einige Geist, und theilet einem Jeglich seines zu, nachdem er will. onden noch viele leben, etliche aber sind ent⸗ schlafen. Darnach ist er gesehen wor⸗ den von Jacodo, darnach von allen Aposteln. Am letzten nach Allen ist er erscheide Sprachg n aufnn derselhh Jeglich Geburt, gesehen worden. als der ich nicht werth bin, daß ich ein qIpostel heiße, darum, daß ich die Ge⸗ meinde Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht ver⸗ geblich gewesen, sondern ich habe viel Agen zelf mehr gearbeitet, denn sie alle; nicht Zempel aber ich, sondern Gottes Gnade, die der ah mit mir ist. aͤer stan 3— also; A Evang. am 12. Sonnt. n. Trinit., ht bin a Marcus 7, v. 31.⸗37. . nd da er wieder ausgieng von den ieser AU-Grenzen Tyri und Sidon, kam 5 Wat er an das Galilaͤische Meer, mitten 9 ünter die Grenze der zehen Staͤdte. stend dn Und sie brachten zu ihm einen Tauben, igen nt der stumm war, und sie baten ihn, daß in shin serdie Hand auf ihn legte. Und er nahm nl ihn von dem Volke besonders, und legte dage eih ihm die Finger in die Ohren, und 23—. puͤtzete, und rührete seine Zunge, und wer si sah auf gen Himmel, seufzete, und irnietusht rach zu hm: Hephata! das ist, thue t ernieat dich auf. Und alsbald thaten sich seine den. Ohren auf, und das Band seiner Zunge 10. ward los, und redete recht. Und er ver⸗ eben Brü⸗ bot ihnen, sie sollten es Niemand sagen. 6 ich euch Ie mehr er aber verbot, je mehr sie es r auch an ausbreiteten, und verwunderten sich n ihr auch über die Maaße und sprachen: Er hat auch selh lles wohl gemacht; die Tauben macht ir hoͤrend und die Sprachlosen redend. euch ver⸗ mient g. Epistel, 2. Cor. 3, v. 49. He euch zu Eir solch Vertrauen aber haben wir ich auch E durch Christum zu Gott. Nicht, tus gestor saß wir tuchtig sind von uns selber, nach dir sitvas zu denken, als von uns selber, raben sih sendern daß wir tüchtig sind, ist von ei am diiz ott, welcher uns auch tuͤchtig ge⸗ und doh nacht hat, das Amt zu fuͤhren des neuen u Kephos, Kestaments, nicht des Buchstabens, Darnach isondern des Geistes. Denn der Buch⸗ Trinit „die s sie from Andenn „ e denn finfhtabe totet, aber der Geist machet nal, dern sebendig. So aber das Amt, das durch auch von mir, als einer unzeitigen Denn ich bin der Geringste unter den Aposteln, Am 12. und 13. Sonntage nach Trinitatis. 31 die Buchstaben toͤdtet, und in die Steine ist gebildet. Klarheit hatte, also daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mose, um der Klarheit willen seines Angesichts, die doch auf⸗ hoͤret: wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammniß prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Ge⸗ rechtigkeit prediget, uͤberschwengliche Klarheit. Evang. am 13. Sonnt. n. Trinit., Luc. 10, v. 23⸗37. 1 nd er wandte sich zu seinen Juͤn⸗ gern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Koͤnige wollten sehen, das ihr sehet, und habens nicht gesehen, und hoͤren, das ihr hoͤret. und habens nicht gehoͤret. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, ver⸗ suchte ihn, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie lie⸗ sest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kraͤften, und von ganzem Ge⸗ muͤthe, und deinen Naͤchsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: du hast recht geantwortet. Thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Naͤchster? Da antwortete Jesus, und sprach: Es war ein Mensch, der gieng von Jerusalem hinab gen Jericho, und fiel unter die Moͤrder, die zogen ihn aus, und schlugen ihn und giengen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefaͤhr, daß ein Priester dieselbige Straße hin⸗ abzog, und da er ihn sahe, gieng er vorüber. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Staͤtte, und sahe ihn, gieng er voruͤber. Ein Sa⸗ mariter aber reisete, und kam dahin, und da er ihn sah, jammerte ihn sein, gieng zu ihm, verband ihm seine Wun⸗ den und goß darein Oel und Wein, 32 und hob ihn auf sein Thier und fuͤhrete ihn in die Herberge und pflegete sein. Des anderen Tages reisete er, und zog heraus zween Groschen, und gab sie dem Wirthe, und sprach zu ihm: Pflege sein, und so du was mehr wirst dar⸗ thun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher duͤnkt dich, der unter diesen dreien der Naͤchste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen. Epistel, Gal. 3, v. 15⸗22. LGan Bruͤder, ich will nach mensch⸗ licher Weise reden: verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestaͤtiget ist, und thut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheihung Abrahaͤ und seinem Saamen zugesagt. Er spricht nicht, durch die Samen als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon;: das Testament, das von Gott zuvor bestaͤ⸗ tiget ist auf Christum, wird nicht auf⸗ gehoben, daß die Verheißung sollte durch das Gesetz aufhoͤren, welches ge⸗ geben ist uͤber vierhundert und dreißig Jahr hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben wuͤrde, so wuͤrde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott hat es aber Abraham durch Ver⸗ heißung frei geschenket. Was soll denn das Gefetz? Es ist dazu kommen um der Suͤnde willen, bis der Same kaͤme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln, durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler, Gott aber ist einig. Wie? ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißung? Das sei ferne. Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da koönnte lebendig machen, so kaͤme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Suͤnde, auf daß die Verheißung kaͤme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Am 14. Sonntage nach Trinitatis. Evang. am 14. Sonnt. n. Trinih Luc. 17, v. 11⸗19. ö nd es begab sich, da er reisete g— Jerusalem, zog er mitten dul Samariam und Galilaͤam. Und ah er in einen Markt gieng, begegnen ihm zehn aussaͤtzige Maͤnner, die stan den von ferne und erhoben ihre Stimm Evat Ni hasser er wi und sprachen: Jesu, lieber Meistal di erbarme dich unser. Und da er sie shsf sprach er zu ihnen: Gehet hin, un zeiget euch den Priestern. Und es g schah, da sie hingiengen wurden s. rein. Einer aber unter ihnen, dag sah, daß er gesund worden war, kehinz er um und preisete Gott mit lautn Stimme. Und fiel auf sein Angestht zu seinen Fuͤßen und dankete ihm, un das war ein Samariter. Jesus abn antwortete und sprach: Sind ihnt nicht zehn rein worden? Wo sindaln die neune? Hat sich sonst keiner fun den, der wieder umkehrete, und gitz Gott die Ehre, denn dieser Fremdliigt Und er sprach zu ihm: Stehe auf, giß hin, dein Glaube hat dir geholfi Epistel, Gal. 5, v. 16 ⸗A. IIch sage aber, wandelt im Geisterf J werdet ihr die Luͤste des Flasht nicht vollbringen. Denn das Flah geluͤstet wider den Geist, und den gist wider das Fleisch. Dieselbigen sad wider einander, daß ihr nicht thit, was ihr wollet. Regieret euch aberde Geist, so seid ihr nicht unter dim Gesetze. Offenbar sind aber die Vust des Fleisches, als da sind: Ehehruh. Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, K. goͤtterei, Zauberei, Feindschaft, Hadez Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rottin Haß, Mord, Saufen, Fressen un dergleichen, von welchen ich euch kuisef⸗ zuvor gesagt, und sage noch zudor, daß, die solches thun, werden in Reich Gottes nicht ererben. Die ruhh aber des Geistes ist Liebe, Freuh Friede, Geduld, Freundlichkeit. 07 tigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keust heit. Wider solche ist das Gesetz niht Welche aber Christum angehönt die kreuzigen ihr Fleisch, sammt in Luͤsten und Begierden. Trinih r: Evang. am 15. Sonnt. n. Trinit., isete 10 Matth. 6, v. 24⸗34. en dunl ANyiemand kann zween Herren die⸗ Und N nen; entweder er wird einen egegneihl hassen und den andern lieben, oder die stu er wird einem anhangen und den an⸗ e Stimm dern verachten. Ihr koͤnnet nicht Gott Meistal dienen und dem Mammon. Darum er sie sh sage ich euch: Sorget nicht fuͤr euer hin, unl keben, was ihr essen und trinken wer⸗ det, auch nicht fuͤr euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das eeben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung 2 Sehet die Voͤgel unter dem Himmel an, sie saͤen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, euer himmlischer Vater ernaͤhret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Eaͤnge eine Elle zusetzen moͤge, ob er gleich darum sorget? Und warum sor⸗ get ihr fͤr die Kleidung? Schauet die Zilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht be⸗ kleidet gewesen ist, als derselben Eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleinglaͤubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fuͤr den andern Morgen, denn der morgende Tag wird fuͤr das seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe. Epistel, Gal. 5, v. 25 bis Cap. 6, v. 10. o wir im Geiste leben, so laßt uns auch im Geiste wandeln. Laßt uns nicht eitler Ehre geizig seyn, unter Angesiht ihm, u esus abir remdligt e auf, gih Geiste 6 Fleist das Flash d den Hast lbigen sud nicht thut, ich aber de unter din die Wale Ehebruth, zucht, A aft, Hadi ht, Roltih, Fressen u h euch hal ioch zudar, verden d Die Fruch F Freuhe ckeit, th, Keust⸗ esetz nät angehbrn sammt u Am 15. und 16. Sonntage nach Trinitatis. 33 einander uns zu entruͤsten und zu hassen. Lieben Bruͤder, so ein Mensch etwa von einem Fehler uͤbereilet wuͤrde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmuͤthigem Geist, die ihr geistlich seyd. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so wer⸗ det ihr das Gesetz Christi erfuͤllen. So aber sich Jemand laͤßt duͤnken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betruͤget sich selbst. Ein Jeglicher aber prufe sein selbst Werk, und als⸗ dann wird er an ihm selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein Jeglicher wird seine eigene Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unter⸗ richtet. Irret euch nicht, Gott laͤßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch saͤet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch saͤet, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist saͤet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Laßt uns aber Gutes thun und nicht muͤde werden, denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhoͤren. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes thun an Jedermann, allermeist aber an den Glaubensgenossen. Evang. am 16. Sonnt. n. Trinit., Luc. 7, v. 11 ⸗17. Urd es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain gieng, und seiner Juͤnger giengen viel mit ihm, und vieles Volk. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe, und vieles Volk aus der Stadt gieng mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen, und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und ruͤhrte den Sarg an, und die Traͤger standen. Und er sprach: Juͤngling, ich sage dir, stehe auf! Und der Todte richtete sich auf, und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. 3— es kam sie alle ö 34 Am 17. und 18. Sonntage nach Trinitatis. Sabbattage? Und sie konnten ihm dar⸗ eine Furcht an, und priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze juͤdische Land und in alle umliegende Laͤnder. Epistel, Ephes. 3, v. 13⸗21. arum bitte ich, daß ihr nicht muͤde werdet um meiner Truͤbsal willen, die ich fuͤr euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist uber Alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch sei⸗ nen Geist an dem inwendigen Men⸗ schen, und Christum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und ge⸗ gruͤndet zu werden; auf daß ihr begrei⸗ sen moͤget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Laͤnge und die Tiefe und die Hoͤhe; auch erkennen, daß Christum lieb haben viel besser ist, denn alles Wissen; auf daß ihr erfuͤllet werdet mit allerlei Gottesfuͤlle. Dem aber, der uͤber schwenglich thun kann über Alles, was wir bitten oder ver⸗ stehen nach der Kraft, die da in uns wirket: Dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evang. am 17. Sonnt. n. Trinit., Luc. 14, v. 1⸗ 11. nd es begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten der Pharisaͤer auf einen Sabbat, das Brod zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersuͤchtig. Und Jesus antwortete, und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisaͤern und sprach: Ist es auch recht, auf den Sabbat heilen? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an und heilte ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete, und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen faͤllt, und er nicht alsbald ihn herauszieht am auf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichniß zu den Gasten, da er merkte, wie sie erwaͤhlten, oben an zu sitzen, und sprach zu ihnen; Wenn du von Jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht oben an, daß nicht etwa ein Ehrlicherer, denn du, von ihm geladen sei; und so dann kommt, der dich und ihn ge⸗ laden hat, spreche zu dir: Weiche die⸗ sem! und du muͤssest dann mit Schaam unten an sigzen. Sondern, wenn du geladen wirst, so gehe hin, und sehe dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, ruͤcke hinauf; dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhoͤhet, der soll erniedriget werden; und wer sich selbst erniedrigei, der soll erhoͤhet werden. Epistel, Ephes. 4, v. 1⸗6. Se ermahne nun euch, ich Gefange⸗ ner in dem Herrn, daß ihr wandilt wie sichs gebuͤhrt eurem Beruf, darin ihr berufen seid, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und ver⸗ traget Einer den Andern in der Liehe, und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater(unser) Aller, der da ist uͤber euch Alle, und durch euch Alle, und in euch Allen. Evang. am 18. Sonnt. n. Trinit, Matth. 22, v. 34⸗46. D aber die Pharisaͤer hoͤrten, daß er den Saccudäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich, Und einer unter ihnen, ein Schrist⸗ gelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemuͤth. Oiet ist das vornehmste und groͤßte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du er Liehe, Linigkeit riedens. ihr auch voffnung Glaube, (unser) le, und Allen. „deinen ganzer h. Dies Gebot. ch: Du sollst deinen Naͤchsten lieben, als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaͤer bei einander waren, fragte sie Jesus, und sprach: Wie duͤnkt euch um Christo? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn benn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fuͤße? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und Niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch Niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Epistel, 1. Cor. 1, v. 4⸗9. ch danke meinem Gott allezeit I eurenthalben fuͤr die Gnade Got⸗ tes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn in allen Stuͤcken reich gemacht an aller Lehre und in aller Erkenntniß, wie denn die Predigt von Christo in euch kraͤftig worden ist, also, daß ihr keinen Man⸗ gel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung un⸗ sers Herrn Jesu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unstraͤflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. Evang. am 19. Sonnt. n. Trinit., Matth. 9, v. 1⸗8. De trat er in das Schiff und fuhr wieder heruͤber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gicht⸗ Lrüͤchigen: Sei getrost, mein Sohn, deine Suͤnden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehr⸗ ten sprachen bei sich selbst: Dieser laͤttert Gott. Da aber Jesus ihre Ge⸗ danken sah, sprach er: Warum den⸗ ket ihr so Arges in euren Herzen? Am 19. und 20. Sonntage nach Trinitatis. 8⁵5 Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Suͤnden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf, und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Er⸗ den die Suͤnden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruͤchigen: Stehe auf, hebe dein Bett auf, und gehe heim. Und er stand auf und gieng heim. Da das Volk das sah, ver⸗ wunderte es sich, und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gege⸗ ben hat. Epistel, Ephes. 4, v. 2228. o leget nun von euch ab, nach dem vorigen Wandel, den alten Menschen, der durch Luͤste in Irrthum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geiste eures Gemuͤths, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein Jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zuͤrnet und suͤndiget nicht, lasset die Sonne nicht uͤder eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Laͤsterer. Wer ge⸗ stohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaffe mit den Haͤnden etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen. Evang. am 20. Sonnt. n. Trinit., Matth. 22, v. 1 14. nd Jesus antwortete, und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Koͤnige, der seinem Sohn Hochzeit machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie den Gaͤsten zur Hochzeit ruften, und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gaͤsten, siehe, meine Mahl⸗ zeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereit, kommet zur Hoch⸗ zeit. Aber sie verachteten das und giengen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Handthierung. 36 Am 21. Sonntage nach Trinitatis. ö Etliche aber griffen seine Knechte, Galilaͤa, und gieng hin zu ihm, und bu hoͤhneten und toͤdteten sie. Da das der Koͤnig hoͤrete, ward er zornig, und schickte seine Heere aus, und brachte diese Moͤrder um, und zuͤndete ihre Stadt an. Da sprach er zu sei⸗ nen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereitet, aber die Gaͤste waren es nicht werth. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gien⸗ gen aus auf die Straßen, und brach⸗ ten zusammen, wen sie fanden, boͤse und gute, und die Tische wurden alle voll. Da gieng der Koͤnig hinein, die Gaͤste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hoch⸗ zeitlich Kleid an, und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du herein gekommen und hast doch kein hoch⸗ zeitlich Kleid an? Er aber verstum⸗ mete. Da sprach der Koͤnig zu seinen Dienern: Bindet ihm Haͤnde und Füße und werfet ihn in die aͤußerste Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zaͤhnklappen. Denn viele sind berufen, aber wenig sind aus⸗ erwaͤhlet. Epistel, Ephes. 5, v. 1521. o sehet nun zu, wie ihr vorsichtig⸗ lich wandelt, nicht als die Unwei⸗ sen, sondern als die Weisen. Und schik⸗ ket euch in die Zeit, denn es ist boͤse Zeit. Darum werdet nicht unverstaͤndig, son⸗ dern verstaͤndig, was da sei des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes. Und redet untereinander von Psalmen und Lob⸗ gesaͤngen, und geistlichen Liedern, sin⸗ get und spielet dem Herrn in eurem Her⸗ zen. Und saget Dank allezeit fuͤr alles, Gott und dem Vater in dem Namen unsern Herrn Jesu Christi. Und seid untereinander unterthan in der Furcht Gottes. Eyang. am 21. Sonnt. n. Trinit., Johannes 4, v. 47⸗54. Ure es war ein Koͤnigischer, des Sohn lag krank zu Capernaum. Dieser hörete, daß Jesus kam aus Judaͤa in ihn, daß er hinab kaͤme, und hülft seinem Sohne; denn er war todtkranz, Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, 6 glaubet ihr nicht. Der Koͤnigische sprah zu ihm: Herr, komme hinab, ehe bn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: ö Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensh glaubte dem Wort, das Jesus zu ihn sagte, und gieng hin. Und indem er hi⸗ ab gieng, begegneten ihm seine Knecht. verkuͤndigten ihm und sprachen: Den Kind lebet. Da forschte er von ihnen di Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm Gestern um die siebente Stunde verliß ihn das Fieber. Da merkte der Vaten daß es um die Stunde waͤre, in welchin Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem gasn zen Hause. Das ist nun das andere zeh chen, das Jesus that, da er aus Judin in Galilaͤa kam. Epistel, Ephes. 6, v. 10⸗N,. Z tem meine Bruͤder, seyd stark i dem Herrn, und in der Macht seh ner Staͤrke. Ziehet an den Harnish Gottes, daß ihr bestehen koͤnnet gegn die listigen Anlaͤufe des Teufels. Den wir haben nicht mit Fleisch und Bluun kaͤmpfen, sondern mit Fuͤrsten und H waltigen, mit den Herren der Welt, di in der Finsterniß dieser Welt herrschnn mit den boͤsen Geistern unter dem Hin⸗ mel. Um deswillen, so ergreifet dn Harnisch Gottes, auf daß ihr, wan das boͤse Stuͤndlein kommt, Widerstanh thun, und alles wohl ausrichten, un das Feld behalten moͤget. So stehet nun umgürtet eure Lenden mit Wahrhei und angezogen mit dem Krebs der g⸗ rechtigkeit; und an Beinen gestieftl. als fertig, zu treiben das Evangeliun des Friedens, damit ihr bereitet sei Vor allen Dingen aber ergreifet di Schild des Glaubens, mit welchen ihr ausloͤschen köͤnnet alle feurige Pfest des Boͤsewichts und nehmet den Heln des Heils und das Schwerdt des Giß stes, welches ist das Wort Gottei. Am 22. und 28. Sonntage nach Trinitatis. Evang. am 22. Sonnt. n. Trinit., Matth. 18, v. 23⸗35. Dane ist das Himmelreich gleich einem Koͤnige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfieng zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tausend Pfund schul⸗ dig. Da er es nun nicht hatte zu bezah⸗ len, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da siel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jam̃erte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los. und die Schuld erließ er ihm auch. Da gieng derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig, und er griff ihn an, und wuͤrgete ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schul⸗ dig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern gieng hin, und warf ihn ins Gefaͤngniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betruͤbt, und kamen, und brach⸗ ten vor ihren Herrn alles, was sich bege⸗ ben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalks⸗ Tnecht, alle diese Schuld habe ich dir er⸗ lassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uͤber dei⸗ nen Mitknecht, wie ich mich uͤber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und uͤberantworte ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle. Epistel, Phil. 1, v. 3⸗11. J́â danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke(welches ich allezeit thue in allem meinem Gebet fur euch Alle, und thue das Gebet mit Freuden)/ üͤber eu⸗ rer Gemeinschaft am Evangelio, vom ersten Tage an bisher. Und hin dessel⸗ ben in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der 87 wird es auch vollfuͤhren, bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch Allen halte; darum, daß ich euch in meinen Herzen habe, in diesem meinem Gefaͤngniß, darinnen ich das Evangelium verant⸗ worte und bekraͤftige, als die ihr Alle mit mir der Gnade theilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch Allen verlanget von Herzens⸗ grund in Jesu Christo. Und daselbst um bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfahrung; daß ihr pruͤfen moͤget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstößig, bis auf den Tag Christi, erfuͤllet mit Fruͤchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch, zur Ehre und Lobe Gottes. Evang. am 23. Sonnt. n. Trinit., Matth. 22, v. 15⸗22. De giengen die Pharisaͤer hin, und hielten einen Rath, wie sie ihn sien⸗ gen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Juͤnger, samt Herodis Dienern, und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist, und lehrest den Weg Gottes recht, und du fragest nach Nie⸗ mand, denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was duͤnket dich? Ist es recht, daß man dem Kaiser Zins gebe oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weiset mir die Zinsmunze. Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das hoͤreten, verwunderten sie sich und ließen ihn, und giengen davon. Epistel, Phil. 3, v. 17⸗21. lget mir, lieben Bruͤder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn Viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Wei⸗ nen, die Feinde des Kreuzes Christi, welcher Ende ist das Verdammniß, wel⸗ 38 Am 24. und 25. Sonntage nach Trinitatis. chen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Macht in aller Geduld und dangmuͤthig⸗ Ehre zu Schanden wird, derer, die ir⸗ disch gesinnt sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklaͤren wird, daß er aͤhnlich werde seinem verklaͤrten Leibe, nach der Wir⸗ kung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen. Evang. am 24. Sonnt. n. Trinit., Matth. 9, v. 18⸗26. a er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber komm, und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stand auf, und folgte ihm nach, und seine Juͤnger. Und siehe, ein Weib, das zwoͤlf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm, und ruͤhrte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei ihr selbst: Moͤchte ich nur sein Kleid anruͤhren, so wuͤrde ich gesund. Da wandte sich Jesus um, und sah sie, und sprach: Sei getrost meine Tochter, dein Glaube hat dir ge⸗ holfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und sah die Pfeif⸗ fer und das Getuͤmmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Maͤgd⸗ lein ist nicht todt, sondern es schlaͤft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, gieng er hinein, und ergriff sie bei der Hand; da stand das Maͤgdlein auf. Und dies Geruͤcht erscholl in dasselbige ganze Land. Epistel, Col. X, v. 9⸗14. erhalben auch wir, von dem Tage an, da wirs gehoͤret hahen, hoͤren wir nicht auf fuͤr euch zu beten, und zu bitten, daß ihr erfuͤllet werdet mit Er⸗ kenntniß seines Willens, in allerlei geist⸗ licher Weis heit und Verstand. Daß ihr wandelt wuͤrdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seid in allen guten Werken, und wachset in der Er⸗ kenntniß Gottes, und gestaͤrket werdet mit aller Kraft, nach seiner herrlichen keit mit Freuden. Und danksaget dem Vater, der uns tuͤchtig gemacht hat zu dem Erbtbeil der Heiligen im Licht, Welcher uns errettet hat von der Obrig⸗ keit der Finsterniß, und hat uns versetzel in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erloͤsung durch sein Blut, naͤmlich die Vergebung der Suͤnden. Evang. am 25. Sonnt. n. Trinit, Matth. 24, v. 15⸗28. Won ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwuͤstung, davon gesagt ist durch den Propheten Dansel daß er stehet an der heiligen Statte, (wer das lieset, der merke darauf). Alsdann fliehe auf die Berge, wer in Juͤdischen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehrt nicht um, sein Kleider zu holen. Weht aber den Schwangern und Saͤugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter, oder am Sabbat. Denn es wird alsdann eine große Truͤbsal seyn, als nie ge⸗ wesen ist, von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht wuͤrden ver⸗ kuͤrzet, so wuͤrde kein Mensch selig: Aber um der Auserwaͤhlten willen wer⸗ den die Tage verkuͤrzet. So alsdam jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus, oder da, da sollt ihrs nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falschePropheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder thun, daß derfuͤhret werden in den Irrthum (wo es moͤglich waͤre) auch die Auser⸗ waͤhlten. Siehe ich habe es euch zuvor gesagt. Darum wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüͤsten, so geht nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer, so glaubets nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Auf gang, und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschen Sohns. Wo aber ein Aas ist, dasammeln sich die Adler. diesen Ebvan W. lichkeit dann durstig getraͤnk sen, u Ich bi mich b sen, ur ithig⸗ dem at zu Licht, brig⸗ sehet „ an durch g der nit, den avon miel, aͤttt, auf). r im dem eder, olen. ehre Behe Ich bin nackt Epistel, 1. Thess. 4, v. 13⸗18. ir wollen euch aber, lieben Bruͤ⸗ der, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht trau⸗ rig seid, wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glau⸗ ben, daß Jesus gestorben und aufer⸗ standen ist, so wird Gott auch die, so entschlafen sind durch Jesum, mit ihm fuͤhren. Denn das sagen wir euch, als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und uͤberbleiben in der Zu⸗ kunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feld⸗ geschrei und Stimme des Erzengels, und mit der Posaunen Gottes hernie⸗ der kommen, vom Himmel, und die Todten in Christo werden auferstehen zuerst. Darnach wir, die wir leben und uberbleiben, werden zugleich mit denselbigen hingeruͤcket werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der duft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit. So troͤstet euch nun mit diesen Worten untereinander. Evang. am 26. Sonnt. n. Trinit Matth. 25, v. 31⸗46. * W'nn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herr⸗ lichkeit und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit. ihm alle Voͤlker versammlet werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, und die Boͤcke zur Linken. Da wird dann der Koͤnig sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Velt. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getranket. Ich bin ein Gast gewe⸗ sen, und ihr habt mich beherbergt. gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewe⸗ Am 26. Sonntage nach Trinitatis. bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten, und sagen: Herr, wann haben wir dich hungerig gesehen, und haben dich gespeiset e Oder durstig, und haben dich getraͤn⸗ ket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen und beherberget? Oder nackt und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen, und sind zu dir kommen d Und der Koͤnig wird antworten, und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr gethan habt einem unter diesen meinen geringsten Bruͤ⸗ dern, das habt ihr mir gethan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Lin⸗ ken: Gehet hin von mir, ihr Ver⸗ fluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln. Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getraͤnket. Ich bin ein Gast gewesen und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nacket gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten, und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig, oder durstig, oder einen Gast, oder nacket, oder krank, Und werden vor sen, und ihr habt mich besuchet. Ich oder gefangen, und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen ant⸗ worten, und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht gethan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in die ewige Pein gehen aber die Gerechten in das ewige deben. Epistel, 2. Thess. 1, v. 3⸗10. Wir sollen Gott danken allezeit um euch, lieben Bruͤder, wie es billig ist, denn euer Glaube waͤch⸗ set sehr, und die Liebe eines Jeglichen unter euch allen nimmt zu gegen ein⸗ ander; also, daß wir uns euer ruͤh⸗ men unter den Gemeinden Gottes, von eurer Geduld und Glauben, in allen euren Verfolgungen und Truͤb⸗ salen, die ihr duldet; welches an⸗ 40 Am 27. Sonntage nach Trinitatis. zeigt, daß Gott recht richten wird, und ihr wuͤrdig werdet zum Reiche Gottes, uͤber welchem ihr auch leidet. Nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Truͤbsal denen, die euch Trübsal anlegen, euch aber, die ihr Truͤbsal leidet, Ruhe mit uns, wann nun der Herr Jesus wird offenbaret werden vom Himmel, samt den Engeln seiner Kraft, mit Feuerflam⸗ men, Rache zu geben uͤber die, so Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Christi. Welche werden Pein leiden, das ewige Ver⸗ derben von dem Angesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht; wann er kommen wird, daß er herr⸗ lich erscheine mit seinen Heiligen, und wunderbar mit allen Glaͤubigen. Denn unser Zeugniß an euch von dem⸗ selbigen Tage habt ihr geglaubt. Evang. am 27. Sonnt. n. Trinit., Matth. 25, v. 1⸗ 13. Donn wird das Himmelreich gleich sein zehen Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und giengen aus, dem Braͤutigam entgegen. Aber fuͤnf unter ihnen waren klug, und fuͤnf waren thoͤricht. Die Thoͤrichten nahmen ihre Lampen, aber sie nah⸗ men nicht Oel mit sich. Die Klugen aber nahmen Oel in ihren Gefaͤßen, sammt ihren Lampen. Da nun der Braͤutigam verzog, wurden sie alle schlaͤfrig, und entschliefen. Zur Mit⸗ ternacht aber ward ein Geschrei: siehe der Braͤutigam kommt, gehet aus, ihm entgegen. Da standen diese Jung⸗ frauen alle auf, und schmuͤckten ihre Lampen. Die thoͤrichten aber sprachen zu den klugen: Gebet uns von eurem Dele, denn unsere Lampen verloschen. Da antworteten die klugen, und spra⸗ chen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Kraͤmern und kaufet fuͤr euch selbst. Und da sie hingiengen zu kaufen, kam der Braͤutigam, und welche bereit waren, giengen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Thuͤre ward ver⸗ schlossen. Zuletzt kamen auch die an⸗ dern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, thue uns auf. Er antwortett aber und sprach: Wahrlich, ich sagt euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. Epistel, 1.Thess. 5, v. 1⸗U. Von den Zeiten aber und Stunden, lieben Bruͤder, ist nicht noth euch zu schreiben, denn ihr selbst wisset ge⸗ wiß, daß der Tag des Herrn wirb kommen, wie ein Dieb in der Nacht. Denn wann sie werden sagen: es is Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell uͤberfallen, gleichwie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, lieben Bruͤder, seid nicht in der Finsterniß, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid all⸗ zumal Kinder des Lichts, und Kindir des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsterniß. G laßt uns nun nicht schlafen, wie dee andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern seyn. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trun⸗ ken. Wir aber, die wir des Taget sind, sollen nuͤchtern sein, angethan mit dem Krebs des Glaubens und dn Liebe, und mit dem Helm der Hoff⸗ nung zur Seligkeit. Denn Gott balh uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen, durch unseren Herrn Jesum Christum, der fuͤr un gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch untereinander, und bauet einer den andern, wie sht denn thut. Walter Köster Buchbinderei 3550 Marburg 1000⁰0 Berun 61 Tel.o 64 2½ 1277— 080/7 86 30 10 d E 2