Fr. Gutermann Buchbinderei, Papier- u. Schreibmaterialienhdlg. Loerrach. Gesangbuch für die Evangelisch-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden. Taschen⸗-Ausgabe. Fünfte Auflage. Lahr. Druck und Verlag von J. H. Geiger. 1916. Mit Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des ö Großherzogs vom 24. Oktober 1882 ist dieses nach den Beschlüssen der Generalsynode von 1881/1882 bearbeitete Ge⸗ sangbuch in Kirche und Schule zur Einführung gelangt, und mit Genehmigung vom 30. November 1910 wird der nach 1 den Beschlüssen der Generalsynoden von 1904 und 1909 her— II gestellte und fortan allen Ausgaben beigefügte Anhang J mit ö „Liedern besonders für Jugendgottesdienste und Christfeiern“ zum Gebrauch empfohlen. Karlsruhe, den 1. Dezember 1910. Evangelischer Oberkirchenrat: D. Helbing. Trenkle. EEEEE Inhaltsverzeichnis. Ne. I. Lob und Dank 1 2 II. Bitte und Fürbitte 21— 38 III. S ee und Gottesdienst: „Eingangsliederr 39— 70 Zum Schluß des Gottesdienstes.. 71— 76 W. Adoeunỹ ũ 57— 70 VW Weihnachten 1822 VI. Epiphanien: Jesu Lehramt und Wandel auf Erden 83— 94 VII. Passion: Jesu Leiden und Tod 95—122 WMII. Ssterrnrrrrr:: 123—137 IK. Himmelfahrt 111338, X. Pfingsten 146— 157 . Deeieinigeritt 156—159 XII. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen 160 174 XIII. Ausbreitung des Evangeliums 175—185 XIV. Wort Gottes 1588 14 XV. Die heilige Tauuff 3137188 EW. Konfirmation 20 D 1 4 Inhaltsverzeichnis. O Nr. XVII. Das heilige Abendmahl.. 2006- 220 XVIII. Buße 221232 XIX. Gnade 28 Eeldiung, Glaube und Rechtfertigung. 233—248 XX. undchristlicher Wandel: 1. Früchte des Glaubens 249—259 0 Liebe zu Gott und zu Jesus ehame 2⁰⁰0-275 Der geistliche Kampf 276—294 0 Nachfolge Christi 295—3⁰5 . Nächstenliebe 306 313 6. Gottvertrauen, Kreuz und Trost„314341 XXI. Für besondere Zeiten und Ver⸗ hältnisse: 1. Am Morgen 342—348 2. Am Abend 349—360 3. Jahreswechsel 361—368 4. Ernte⸗ und Danffest 663 ˙2 5. Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen 373—374 6. Krieg und Frieden 375—376 7. Kaiser und Landesfürst 377-378 8. Ehe⸗ und Hausstand 379—384 9. Beruf 385— 387 10. Im Alter. 388— 389 1I. Krankheit und Geneiuns 390-395 XXII. 153 und Ewigkeit: „Vom Sterben 396—409 Bei Beerdigungen. 410-417 3. Auferstehung, Gericht, Ewigteit 418—437 II. G III. V 23 U Inhaltsverzeichnis. 7 Anhang. Nr. J. Lieder besonders für Jugend gottes- dienste und Christfeiern: I. Lob und Zann...... 1538844 2. Bitte und Fürbitte 1445—448 3. Sonntag und Gottesdienst.... 449—481 4. Erscheinung des Heilands... 432-473 5. Passion und Osten 474-480 6. Himmelfahrt und Pfingsten... 481—484 7. Ausbreitung des Evangeliums.. 485- 488 8. Wort Gotteesess 323282 9. Konfirmatinan 70 43 ö 10. Jesustieder 14 70 11. Christlicher Wandel 510-5ʃ11 12. Gottvertrauen, Kreuz und Trost.. 512— 520 13. Morgen- und Abendlieder.... 521-28 14. Swiges Keden 7232 15. Naturlieder BPPPP 16. Ordnung für den Jugendgottesdienst 837 Seite. II. Gebete e III. Verzeichnis der Liederdichterr 600 Läiederverzeichuüisss 68 Cherul Stimsu Alle E Rufen Heilig J. Lob und Dank. Nach eigener Melodie. Peter Ritter? 1779. F......... E. SDD‚. I 00 Gro ⸗ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich, Vor dir neigt die Er⸗ de sich — +—.——.—— + e, e ireet Herr, wir prei ⸗ sen dei-ne Stär⸗ke. und be- wun- dert dei-ne Wer⸗ke. Wie du 5 x 360—— ————2ꝛ2— 2—04—.—— —.———— D— warst vor al- ler Zeit, so bleibst du in =..I...... wig: keit. 2. Alles, was dich preisen kann, 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Cherubim und Seraphinen, Heilig, Herr der Kriegesheere, Stimmen dir ein Loblied an; Starker Helfer in der Not: Alle Engel, die dir dienen, Himmel, Erde, Luft und Meere Rufen dir in sel'ger Ruh Sind erfüllt von deinem Ruhm, Heilig, heilig, heilig zu. Alles ist dein Eigentum. ö 8 Lob und Dank. O 4. Sieh dein an. in Gnaden Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Hilf uns, 115 Hers dein Gib, daß jeder sündenfrei, Erbe! Deiner Gnade würdig sei! Leit es auf der rechten Bahn Daß der Feind es nicht verderbe!• Herr⸗ deh Warme Hilf, daß es durch Buß und über uns sei, Herr, dein Segen! Dich im Shalat sehnt Leit und schütz uns väterlich, oge sehn: Bleib bei uns auf allen Wegen! 5. Alle Tage wollen wir Auf dich hoffen wir allein, Dich und deinen Namen preisen Laß uns nicht verloren sein! Nach dem Ambrosianischen Lobgesang: Bearbeitung aus dem 18. Jahrh. Joh. Crüger. 1649. 5.6 eigener Melodie. 2—— 0 0 Nan dan⸗ket al⸗le Gott mit Her-zen, der gro- ße Din- ge tut an uns und „ 9——————. .... SSSSSIIT Mund und Händen, al⸗len En⸗ der, der uns von Mut- ter⸗-leib und .— 1— x —— —, ——————— Kin⸗des⸗bei⸗ nen an un-zäh⸗ lig viel zu gut und ö— ........ ED.— auch noch jetzt ge ⸗ tan! 2. Der ewig reiche Gott Und edeln Frieden geben, ö Woll' uns bei unserm Leben Und uns in seiner Gnad Ein immer fröhlich Herz Erhalten fort und fort — Lob und Dank. — Und uns aus aller Not Im höchsten Himmelsthrone, sen. Erlösen hier und dort. Ihm, dem dreiein'gen Gott, 34 5— Wie es anfänglich war 3. Lob, Ehr. sei Und ist und bleiben wird, ö 6 1 e ö Dem Vater und dem Sohne 90 so Sa Und dem, der beiden gleich arteidetufurt e. egen! h, Mel. Nun danket all und bringet ꝛe. Joh. Crüger. 1656. egen! 3 ö——— e, e. ——.— 2 0 rh. Ich sin-ge dir mit Herz und Mund, Herr, nd 4—— 5 — — —.—.— — SE —. Er- den kund, was 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ew'ge Quelle seist, Viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Allein gegeben werd'? melszelt mir von Daraus uns allen früh und spat 4. Wer hat das schöne Him⸗ dir be- wußt. Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost, Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, M man Ol und 0 Das uns, o Vater, nicht von dir Zu seinen Zeiten find't? 6. Wer gibt uns Leben, Kraft und Mut? Wer hält mit seiner Hand 10 Lob und Dank.—ꝙ Des goldnenFriedens wertes Gut In unserm Vaterland? 7. Ach Herr mein Gott, das kommt von dir, Und du mußt alles tun; Du hältst die Wach an unsrer Tür Und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu Und stehst uns, wenn wir in Ge⸗ fahr Geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 10. Du zählst, wie oft einChrist hier wein', Und was sein Kummer sei; Und ist ein Tränlein noch so klein, Du hebst und legst es bei. 11. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 12. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller ing', Ist selbst und bleibt dein Gut. 13. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht. 14. Was kränkst du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht! 15. Hat er dich nicht von Ju⸗ gend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks⸗ lauf Hat er zurückgekehrt! 10. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er tut und läßt ge⸗ schehn, Das nimmt ein gutes End. 17. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein! Paul Gerhardt 1607—1676. Lob und Dank. —— 9—— eigener Melodie. Joh. Crüger. 1656. —.— ——...— 0 0 0 Nun 90— ket —— —. en,. Men⸗schen in der Welt, ihm, all und brin⸗get Ehr, ihr .——— ——— des⸗-sen Lob der · En⸗gel Heer„ hebt im Him- mels zelt! 2. Ermuntert euch und singt Erfrische Geist und Sinn mit Schall Und werf' all n Schm. Sorg Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall Und große Dinge tut; 3. Der uns von Mutterleibe an Frisch und gesund erhält, Und wo kein Mensch mehr helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch gnädig bleibt und gut, Die Straf erläßt, die Schuld vergibt Und nichts als Gutes tut! 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, und Schmerz In's Meeres Tiefe hin! 6. Er lasse seinen Frieden ruhn Auf Fürst und Vaterland! Er gebe Glück zu unserm Tun Und Heil in jedem Stand! 7. Er lasse seine Lieb und Güt Stets bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn! 8. So lange dieses Leben währt, Sei er stets unser Heil, Und wenn wir scheiden von der Erd, Verbleib' er unser Teil! 12 Lob und Dank.— 9. Er drücke, wenn das Herze Und zeig' uns hicht sein Ange⸗ bricht, Uns unsre Augen zu Dort in der ew' 221 Ruh! Paul Gerhardt 1607—1676. h eigener Melodie. Joh. Heinr. Böhner? 1785. 5 2——.— 2— SSS — Sollt ich mei⸗nem Gott nicht si sin⸗gen? Sollt'ich Denn ich seh' in al- len Din⸗gen, wie so — II ̃— —.— 2———— 12—— SSSS ihm nicht dank⸗ bar ein? 1 mit mir wein Is doch nichts als lau⸗ ter Rie⸗ ben, was sein treues Herz be⸗ 66655 3 achr En ⸗ de ..... hebt und trägt, die in sei⸗nem Dienst sich ü⸗ Be Al⸗ les — 2 4— 5..— ..— S.. Ding währt sei ne Zeit, Got⸗tes Lieb in E-wig⸗keit. Oder: —— 460 uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 1641. 2—— 2 DD Sollt ich mei⸗ nem Gottnicht sin⸗gen? Sollt' ich Denn ich seh' in al- len Din⸗gen, wie so Alles Gottes 3.6 U Lob und Dank. 13 • r. d——— ihm nicht dank⸗ bar seinꝰ 1 gut er's mit mir mein'. — .....—— I e. E lau- ter Lie- ben, was 66 treu ⸗es Herz be⸗ * H 25 — I— 5—— —.—.—.—..—. wegt, das ohn' En-de hebt und trägt, Die in + + H— .—................ — 1.—2. n 33 —— 5 ⸗nem Dienst sich ü- ben. Al * les Ding währt D P sei⸗ ne Zeit, Got⸗ tes Lieb in E-wig ⸗keit. Z. Wie ein Adler sein Gefieder Nein, er gibt ihn für mich hin, Über seine Jungen streckt, Daß er mich vom ew'gen Feuer Also hat auch hin und wieder Durch sein teures Blut gewinn'. Mich des Höchsten Arm gedeckt, O du Brunnen ohn' Ergründen, Alsobald im Mutterleibe, Wie will doch mein schwacher Da er mir mein Wesen gab eist, Und das Leben, das ich hab' Ob er sich gleich hoch befleißt, Und noch diese Stunde treibe. Deines Grundes Tiefe finden? Alles Ding währt seine Zeit, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht 4. Seinen Geist, den edeln zu teuer, Führer, 14 Lob und Dank. 1 Gibt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmels⸗ pfort, Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen Hat er ja recht wohlbedacht; Will dem Leibe Not entstehen, Nimmt er's gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Ver⸗ mögen Nichts vermag, nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt: Wo ich nur mein Aug hinkehre, Find' ich, was mich nährt und hält, Tier' und Kräuter und Getreide; In den Gründen, in der Höh, In den Büschen, in der See, Überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Und ermuntert mein Gemüt, Daß ich jeden lieben Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär' ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde Niemals ganz sein Herz ent⸗ zeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und von dem Pfade weicht, Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit, 9. Seine Strafen, seine Schläge, Ob es mir gleich bitter scheint, Sind, wenn ich es recht erwäge, Dennoch Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der schnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch die Trübsal zu sich lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes — Lob und Dank. E 10. Das weiß ich fürwahr und lasse Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein; Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5365— eigener Melodie. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe find't, Ei so heb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind; Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob' und lieb' in Ewigkeit. Paul Gerhardt 1607—1676. 1665. 1668. I — Lo⸗ be den Hedeen, den n ti⸗gen Lob ihn mit Freu-den, o See ⸗le, das Eh ist mein Be ⸗ geh EI.=nig der 1 Kom⸗met zu⸗ hauf, K. .— d. Psal⸗-ter und Es —— —— fe wacht auf, kas⸗ set den Lob⸗-ge-sang hö- 2. Lobe den Herren, der alles Der wie auf Flügeln des Adlers so herrlich regieret, dich sicher geführet, — Lob und Dank. Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt! Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künst⸗ lich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet! In wie viel Not at nicht der gnädige Gott Über dir Flügel gebreitet! bar dein Leben gesegnet, 4. Lobe den Herren, der sicht⸗ Lob ihn und schließe mit Amen! Der aus dem Himmel mit Strö⸗ men der Liebe geregnet! Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet! 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, stimme voll Freuden zusammen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht! Joach. Neander 1650—1680. eigener Melodie.——½ Neander. 1680. Q 7 7 EEEEEE 0 0* Wun⸗der-ba⸗rer Kö- nig, Herrscher von uns Dei- ne Va⸗ter ⸗güͤ⸗ te hast du las=sen 8 —.— —..—— ——— al ⸗len, laß dir un- ser Lob ge⸗ fal-len! flie ⸗-ßen, ob wir schon dich oft ver-lie=ßen. * I laß die Stimmen klin gen! — Lob und Dank. 2. Himmel, lobe prächtig Deines Schöpfers Stärke, Mehr als aller Menschen Werke! Preise deinen Schöpfer, Sonne, deren Strahlen Diese Welt so herrlich malen! Mond und Stern, Lobt den Herrn! Ihr, der Allmacht Werke, Rühmet seine Stärke! 3. O du meine Seele, Singe fröhlich, singe, Singe deine Glaubenslieder! Was den Odem holet, Jauchze, preise, klinge; Mel. Mein Herzens-Jesu. Wirf dich in den Staub dar⸗ nieder! Er ist Gott Zebaoth; Er nur ist zu loben Hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, Wer den Herren kennet, Wer den Herren Jesum liebet. Halleluja singe, Wer da Christum nennet, Sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: Endlich wirst du droben Ohne Sünd ihn loben! Joach. Neander 1650—1680. Peter Sohrlen). 1668. SESE —— —— Sei Lob und Ehr dem 5355 sten Gut, dem dem Gott, der al ⸗le Wun-der tut, dem Va⸗ ter 26 ler Gü⸗ Gott, der mein Ge-mü⸗ te n—.— te, mit sei- nem rei⸗chen — 53.—— ——.—.— Tan er⸗ füht dem Gott, der len Jam:mer stillt: gebt 18 Lob und Dank. O —— — ..— —— . —— un⸗serm Gott die Eh- 2. Es danket dir des Himmels Heer, O Herrscher aller Thronen, Und die in Lüften, Land und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfermacht, Die alles hat so wohl bedacht: Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich Ist alles recht und alles gleich: Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mirvom Tod Und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank' ich, Gott, drum dank' ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir: Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nim⸗ mer nicht Von seinem Volk geschieden, Er bleibet seine Zuversicht, re! Sein Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her: Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe man⸗ geln muß, Die sonst die Welt erzeiget, So kommt mit seinem Überfluß Der Schöpfer selbst und neiget Die Vateraugen denen zu, Die sonsten nirgends finden Ruh: Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren; Man soll, Gott, deinen Lob⸗ gesang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib erfreue dich: Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr ChristiNamen nennt, Gebt unserm Gott die Ehre; Ihr, die ihr Gottes Macht be⸗ kennt, Gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; — Lob und Dank. — Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Ange⸗ sicht, Mit Jauchzen Dank zu bringen; Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht Und alles, alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jak. Schütz 1640—1690. Nach eigener Melodie. 1738. T ——— tau⸗send Zun-gen hät⸗ ich stimm⸗te da⸗ mit in die Wet⸗ Eüe .. und vom —.— Lob-lied nach dem te te al⸗ ler⸗ tief⸗ sten Her- zens-grund 220 —— an⸗dern an von dem, was D E SSS= —— 4—7—.— EI— Gott an mir ge⸗ tan! 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach wärꝛ ein jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euern Fleiß Und stehet munter im Geschäfte Zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herzinniglich! —— Lob und Dank. — 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräser in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein Und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben Und einen Odem in sich hat, Soll sich mir zum Gehilfen geben; Denn mein Vermögen ist zu matt Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, Unendlich Lob für Leib und Geist, Für alles, mildester Berater, Was deine Güte mir erweist, Was du in deiner ganzen Welt Zu meinem Wohlsein hast be⸗ In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphierend mit dir ehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. 8. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja wenn der Mund wird kraft⸗ los sein, So stimm' ich noch mit Seufzen ein. 9. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, Wenn ich bei deinen Engeln stellt. bin: 5 7. Wie sollte ich nicht voller Da sing' ich dir im höhern Chor Freuden Viel tausend Halleluja vor. Joh. Mentzer 1658—1734. 5% ⸗ meines Lebens Leben. Wolfg. Weßnitzer. 1661. 1o +* 2—— + 23 8 —— ᷑. E—.— IEER— * —— Wo⸗-mit soll ich dich wohl lo-ben, Sen⸗de mir da ⸗ zu von o ⸗ben —◻ Lob und Dank. I SS ——0— mäch⸗ti ⸗ ger Herr Ze⸗ ba⸗ oth? ö dei⸗ nes Gei⸗stes Kraft,mein Gott! Denn ich e. — 5 + 1— EEE E .SSSS SPI S.........—. EDD Lie⸗bes ⸗ zeis chen. Tau⸗send⸗, tau⸗send ⸗ mal sei 2—— 1—.——— +—— DE dir, gro⸗ßer Kö- nig, Dank da⸗ für! 2. Herr, entzünde mein Ge⸗ Hast getragen voll Erbarmen. müte, Tausend⸗, tausendmal sei dir, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu und Güte Stets erhebe Tag und Nacht! Denn an deinen Gnadengaben Können Leib und Seel sich laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 3. Denk' ich, wie ich dich ver⸗ lassen, Wie ich häufte Schuld auf Schuld, So möcht' ich vor Scham er⸗ blassen Ob der Langmut und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen Großer König, Dank dafür! 4. O wie hat mich deine Gnade Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich von der Sünden Pfade Möchte zu dem Kreuze fliehn, Wo in meines Heilands Wunden Die Erlösung ist gefunden! Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 5. Bald mit Lieben, bald mit Leiden Kommst du, Herr mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, 22 Lob und Dank. x U Ganz sich zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Verlangen Möcht' an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 6. Mich hast du auf Adlers Flügeln Oft getragen väterlich, In den Tälern, auf den Hügeln Wunderbar errettet mich. Schien's, daß alles auch zerrinne, Ward doch deiner Hilf ich inne. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 7. Fielen tausend mir zur Seiten Und zur Rechten zehnmal mehr, Ließest du mich doch begleiten Durch der Engel starkes Heer, Daß den Nöten, die mich drangen, Ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit, Und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, Und durch dich, o Geist der Gnaden, Werd' ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir ge⸗ sungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, Daß es mir bisher gelungen! Ach laß meines Lebens Gang Ferner noch durch Jesu Leiten Nur gehn in die Ewigkeiten: Da will ich, Herr, für und für, Ewig, ewig danken dir! Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. 5885 eigener Melodie. 17¹⁴. 2—8————.— 2. EEEEE V*— —— Lo⸗be den Her-ren, o mei- ne weil ich noch Stun-den auf Er- den ++ Lob und Dank. 1 e— *——— 5 ** 58 prie⸗-sen früh und spat. —— +*— ja, Hal ⸗ le: lu 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staubz Ihre Anschläge sind auch ver⸗ loren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, ja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden, Und was darinnen ist, gemacht; Alles muß pünktlich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Hauean 5. Zeigen sich welche, die Un⸗ recht leiden, Des Hilfe der Gott Jakobs ist, Er ist's, der ihnen Recht ver⸗ Der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum rist; schafft. Hungrigen will er zur Speis be⸗ scheiden, Was ihnen dient zur Lebenskraft. Wer diesen Herrn zum Beistand Die hart Gebundnen macht er hat, frei, Findet am besten Rat und Tat. Und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! Halleluja, Halleluja! 2⁴ ö Lob und Dank. H— 1 6. Sehende Augen gibt er den Und fallen selbst in ihren Strick.„ Blinden, Der Herr ist König ewiglich; 8 Erhebt, die tiefgebeuget gehn; Zion, dein Gott sorgt stets für Wo er kann gläubige Seelen dich. inden, Halleluja, Halleluja! 2. Die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsehn ist des Fremden 8. Rühmet, ihr Menschen, Dam rutz, den hohen Namen 4 Witwen und Waisen hält er Des, der so große Wunder tut! Dein Schutz. Alles, was Odem hat, rufe Amen Halleluja, Halleluja! Und bringe—.— frohem ö Und 7. Aber der Gottesvergessnen Ihr Kinder Gottes, lobt und 2 Daß Tritte preist 325 Kehrt er mit starker Hand zurück, Vater und Sohn und heil'gen Und Daß sie nur machen verkehrte Geist! Schritte Halleluja, Halleluja! Joh. Dan. Herrnschmidt 1675—1723.—. Nach eigener Melodie. 1690. 1704. So 12 S6 E——.—.——— ——. — Dir, dir, Je⸗ ho⸗va, will ich sin-⸗ gen, 35 Dir will ich mei- ne Lie⸗ der brin⸗gen; So Daf * denn wo ist doch ein sol⸗ cher Gott wie du? 4. ach gib mir dei- nes Gei⸗- stes Kraft da-⸗zu, Den Dat 0 V Lob und Dank. —— * 6— — 5 V 2 2. — .—— 2 *— — Er II ö 2 *— wie es dir durch ihn 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh' zu dir! Dein Geist in meinem Herzen wohne Und meine Sinne und Verstand regierꝰ/ Daß ich den Frieden Gottes schmeck' und fühl' Und dir darob im Herzen sing' und spiel'. 3. Verleih mir, Höchster, solche üte, So wird gewiß mein Singen recht getan, So klingt es schön in meinem Liede, So bet' ich dich im Geist und Wahrheit an, So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing' im höhern Chor! 4. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, Dem neiget sich dein Gottes⸗ wille zu; Das wird gewiß von dir erhöret, ge: fäl⸗ lig ist! Weil ich's im Namen deines Sohnes tu', Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin Und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 5. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit; Ich weiß ja, alle gute Gabe, Die ich von dir verlange jeder⸗ zeit, Die gibst d6 und tust über⸗ schwenglich mehr, Als ich verstehe, bitte und be⸗ gehr'. 6. Wohl mir! bitt' in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt. In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit! Barth. Crasselius 1667—1724. E Lob und Dank. ö O Mel. O Gott, du frommer Gott. 1693. 6—— +— e 2.—— 2— SEEE EEE— 9⁰0 An⸗ be⸗tungswürdꝰ ger Gott, mit Ehrfurcht du bist un-end-lich mehr, als wir be— 5— R E 3——————————.— ——... stets zu nen- nen,—3 1— 5 grei⸗fen kön ⸗nen. O flö-ße mei⸗ nem Geist die * O—.— SSSISS 4— ů DPPPPIPFIFIFIIII———.— + tief⸗ste De-mut ein und laß mich stets vor dir voll 4 F FPf * ——— *. Ehr er ⸗bie-tung sein! 2. Du riefst dem, das nicht Trägst du die ganze Welt, war, Und deine Macht vollführt, Um Lust und Seligkeiten Was uns unmöglich fällt. Aufs mannigfaltigste Um dich her auszubreiten. 4. Du bist der Herren Herr; Die Liebe bist du selbst, Der Erde Majestäten Verstand und Rat sind dein, Knien in den Staub vor dir, Und du gebrauchst sie gern, Dich, Höchster, anzubeten. Zu segnen, zu erfreun. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? 3. Du sprichst, und es ge⸗ Wen du erhöhen willst, schieht. Des Hoheit muß bestehn. ö Auf dein allmächtig Werde Entstand dein großes Werk, 5. Wer hat dich je gesehn? Der Himmel und die Erde; Wer kann im Fleisch dich sehen? Mit deinem kräft'gen Wort Kein sterblich Auge reicht Bis zr Von Auf d Und a Erfrer O Lob und Dank. 27 Bis zu des Lichtes Höhen, Dann sehn wir klarer ein, Von welchen du mit Huld Wie herrlich, Gott, du bist. 1I15 Daun⸗ Schöpfung blickst. In Ehrfurcht sei schon jett nd alles, was da lebt, Dein Ruh 8 b„ Erfteuest und beglückst. are uhm von un esungen; Verschmäh nicht unser Lob, 6. Doch hier erkennen wir Das Lallen schwacher Zungen! Dich noch gar unvollkommen; Dort soll, wenn wir dereinst Wird aber dermaleinst Vor dir verherrlicht stehn, Der Vorhang weggenommen, Ein Lied im höhern Chor Der jetzt das Heiligste Dich, großer Gott, erhöhn. Noch unserm Blick verschließt, Joh. Jak. Nambach 1693—1735. Mel. Wunderbarer König. Joach. Neander. 1680. 14 0 0 0 Gott ist ge⸗gen-wär ztig: las-set uns an⸗ Gott ist in der Mit- te: al=les in uns —— 6 be⸗ten und in Ehr-furcht vor ihn tre⸗ ten! schwei⸗ge und sich in ⸗nigst vor ihm beu ⸗ ge! Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlagt die Au⸗ gen nie⸗ der, gebt das Herz i 2. Gott ist gegenwärtig, Heilig, heilig, heilig Dem die Cherubinen Singen ihm zur Ehre Tag und Nacht gebeuget dienen. Aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm Unsre Stimm, Wenn auch wir Geringen Unsre Opfer bringen! 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, Erdenlust und sünd'gen Freu⸗ den; Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, Dir zum Eigentum ergeben. Du allein Sollst es sein, Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre! 4. Majestätisch Wesen, Möcht' ich recht dich preifen Und im Geist dir Dienst er⸗ weisen! Möcht' ich wie die Engel Immer vor dir stehen Und dich gegenwärtig sehen. Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allen! 5. Luft, die alles füllet, Drin wir sind und weben, Aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder, Ich senk' mich in dich hinunter: Ich in dir, Du in mir; 28 Lob und Dank. Laß mich ganz verschwinden, Dich nur sehn und finden! 6. Du durchdringest alles; Wollst mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen Willig sich entfalten Und der Sonne stille halten: Lehr mich so Still und froh Deine Strahlen fassen Und dich wirken laffen! 7. Mache mich voll Einfalt, Innig, abgeschieden, Sanft und still in deinem Frieden; Mach mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit Schau' im Geist und in der Wahrheit! Laß mein Herz Überwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben! , U Lob und Dank. 20 Mel. O du Liebe meiner Liebe. 1745⁵. Q 15 —.— 0 —— Sin:get Gott, denn Gott ist Lie⸗-be, Lie=-be, sin-ge durch des Gei⸗ stes Trie-be, wer es ö.II. RIERERSESSSREERDSSSS e— 2— die da e⸗-wig währt; 50 319 an sich selbst er⸗fährt Wenn Gott läßt den Ei⸗ fer S....— brennen, brennt er bis zum Höl⸗lengrund; nun er sich läßt H* +—— 0——— .—.—.— Liebe nen⸗nen, wird es al- len Himmeln kund. 2. Liebe, die er in Erkennt⸗ 3. Liebe, die mein Herz darf nis glauben, Seines Sohnes uns bezeugt, Ob sie mein Verstand nicht Liebe, welche das Verständnis faßt, Laß den Feind mich dir nicht Aller Menschen übersteigt, Du bist weit: ob allen Kindern; Du währst lang: auf alle Zeit; Du reichst tief: zu armen Sün⸗ dernz Du führst hoch: zur Herrlich⸗ keit. rauben, Der uns als die Deinen haßt! Liebe, laß es mir gelingen, Dich zu kennen, wie du bist! Liebe, lehr mich ewig singen, Wie es Gottes würdig ist! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. — Lob und Dank. — Mel. Mein Herzens-Jesu. Peter Sohrlen). 1668. I6 5 +.—. Wenn ich, o die Lie ⸗be, Schöp⸗fer, dei⸗. Wuch u die die für al⸗le wacht, an⸗ EE Weis⸗ heit dei ner—— ·ge/ be⸗-tend ü- ber-le⸗ 9e, so weiß ich, von Be⸗ —. 56— e — π wundrung voll, nicht, wie ich dich er EI he-ben soll,mein Gott, mein Herr und Va- ter. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, Die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausge⸗ schmückt, Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm er⸗ öht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den.5 der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlich— keit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem er Ehr Mich, ruft der Dann in seiner Pracht, MNE F ecH5 er — Lob und Dank. 31 Mich, ruft die Saat, hat Gott Ist sich ein täglicher Beweis emacht, Von deiner Güt und Größe. pfer Ehre! Bringt unserm Schöpfer Eh. Schrd ihn e), o mein 5. Der Mensch, ein Leib, den Geist/ deine Hand Erhebe seinen Namen! So wunderbar bereitet, Gott unser Vater sei gepreist, Der Mensch, ein Geist, den sein Und alle Welt sag' Amen! Verstand Und alle Welt fürcht' ihren Herrn Dich zu erkennen leitet, Und hoff' auf ihn und dien' ihm Der Mensch, der Schöpfung gern! Ruhm und Preis, Wer wollte Gott nicht dienen? Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Nach eigener Melodie. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. 4 Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, Nein, sei⸗ den Dank er⸗stickt, der ihm ge⸗ bührtẽ Nein, sei ne Lie⸗be zu er ⸗ mes sen sei e-wig mei⸗ ne größ=te Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ ges⸗ sen; 32 Lob und Dank. 65 O —* E ver⸗ 1 mein n 11 euer nicht! Oder: —— Die Tugend wird ꝛc. 17⁰0⁴4. — DI.— — e.— Wiegroß ist des All-mächt'gen Gü⸗ te! Ist der mit ver-⸗ här⸗te- tem Ge⸗-mü ⸗ te den 42—— ——— 2—.——. 54—F—— Lu————. der ein Mensch, den sie nicht rührt;* Dank er--stickt, der ihm ge-bührt? Nein, sei⸗ ne 388 er,—.— . iDDRRRRESE. Lie⸗ be zu er⸗-mes⸗ sen sei e- wig mei⸗ ne —.— *———....—. ——.— 3— IPDIII——— .—— größ⸗te Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ ges⸗ sen; SSPSS vere⸗ giß, mein Herz, auch sei⸗ner nicht! E 2. Wer hat mich wunderbar Wer hat mit Langmut mich ge⸗ bereitet? leitet? DerGott, der meiner nicht bedarf. Er, dessen Rat ich oft verwarf. I 5 1946/ ——— Lob und Dank. — Wer stärkt den Frieden im Ge⸗ wissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts ge⸗ nießen? Ist's nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit um⸗ geben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht n2 gehn? Sein Will ist mir ins Herz ge⸗ schrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben Und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll vollkommen sein wie er. Je mehr ich dies Gebot erfülle, Stellꝰ ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus Schwach⸗ heit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe/ Mein ganzes Leben dir zu weihni Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg' in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augen⸗ blicks! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 152⁵. — Evang. Gesangbuch. Ge⸗treu-er Gott, wie Wir häu⸗fen täg-lich E viel Ge⸗ un ⸗ sre 2 34 Lob und Dank. U duld er⸗ zei: gest du uns Ar-men! Schuld, du häu-fest dein Er ⸗ bar- men. Was 2 —.— I —........——.——— ist des Menschen Le⸗bens⸗lauf? Er ist ver⸗derbt von 0—— — ————— 2 SS — Ju⸗gend auf, sein Sinn ist dir ent⸗ge⸗ gen; und 5—— ———————— gleichwohl, Va- ter, suchst du ihn durch Gnad und ——2.— —— 1——— ... —— Huld zu ⸗ rück ⸗ zu ⸗ ziehn, durch Lang⸗mut —.—— .— II 2D X 1— II — zu be ⸗ we⸗ gen. 2. Du gibst den Sündern Zeit Hörst du nicht auf zu bauen; und Raum, Du schonest sein von Jahr zu Der Strafe zu entgehen. Jahr, So lässest du den argen Baum Dein Vaterherz hofft immerdar Nicht ohne Pflege stehen; Noch Frucht von ihm zu schauen. Du wartest sein, du suchest Frucht, 3. Barmherziger, so große Huld Und wenn du gleich umsonst ge⸗ Erzeigst du frechen Sündern sucht, Und hast nicht weniger Geduld Lob und Dank. 4— Mit deinen schwachen Kindern. Sie werden ja, wenn Fleisch und Welt Und Satan ihnen Netze stellt, Oft sicher, matt und träge; Sie straucheln, sie vergehen sich, Sie fallen oft, verlassen dich Und deine heil'gen Wege. 4. Drum rufst du ihnen in Gefahr, So oft sie irre gehen, Reichst ihnen Hand und Stärke dar, Von Sünden aufzustehen. Du lockest sie mit Vaterhuld, Versprichst, durch Christum ihre Schuld Joh. 4.50 Es ist genug. Und Fehler zu vergeben, Gibst reichlich Glauben, Geist und Kraft Und nach vollbrachter Pilger⸗ schaft Ein ewig Freudenleben. 5. O Gott der Güte, duld uns noch Um Christi Tod und Schmerzen! Erwecke du und rühre doch Die trägen sichern Herzen, Daß deine Huld und Vatertreu Doch nicht an uns verloren sei, Daß wir das Böse hassen Und uns noch in der Gnadenzeit Durch deine große Gütigkeit Zur Buße leiten lassen! Christ. Zimmermann 1702—1783. Joh. Rud. Ahle. 1662. 1942 e Gott ist ge ⸗treu. Sein Herz, sein Va⸗ ter⸗ Gott ist ge-treu bei Wohlsein und bei ö —.— E.— —— herz ist vol-ler Red- lich-keit. Schmerz, in gut' und bö⸗-ser Beit. Weicht, Ber-ge, u 9833— SPT 2 d— —.——— +——57 weicht, fallt hin, ihr Hü⸗ gel, mein Glaubensgrund hat 2* 9 124—. — 6 PS.— — ——— 1 —. E die⸗ ses 2. Gott ist getreu. Er ist mein treuster Freund, Dies weiß, dies glaub' ich fest. Ich bin gewiß, daß er mich keinen Feind Zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungs⸗ stunde Die Kraft von meinem Glau⸗ benspfunde. Gott ist getreu. 3. Gott ist getreu. Er tut, was er verheißt, Er hält, was er verspricht; Wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, So gleit' und irr' ich nicht. Gott ist kein Mensch,‚ er kann nicht lügen, Sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu. 4. Gott ist getreu. Er handelt väterlich, Und gut ist, was er tut. Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, Die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmelsleiter, Sie⸗ gel: Gott ist ge⸗ treu! Der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu. 5. Gott ist getreu. Er gibt der bösen Welt Den ein'gen Sohn dahin. Der Heiligste bezahlt das Löse— geld, Damit ich selig bin. Um uns zu retten vom Ver⸗ derben, Ließ er den Eingebornen sterben. Gott ist getreu. 6, Gott ist getreu. Mein Vater, des ich bin, Sorgt für mein Seelenwohl; Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn Ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, Er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu. 7. Gott ist getreu. Sein gött⸗ lich treuer Blick Gibt sorgsam auf mich acht; Er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück ——— n — Lob und Dank. . Erfreut und dankbar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er tragen, Und endlich stillt er alle Klagen. Gott ist getreu. 8. Gott ist getreu. Mein Herz,/ was fehlt dir noch, Dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag doch Die Welt voll Falschheit sein! Der falschen Brüder Neid und Gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu. 9. Gott ist getreu. Vergiß, o Seel, es nicht, Wie zärtlich treu er ist! Gott treu zu sein sei deine frohe Pfticht, So lang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben, Laß dir den starken Trost nicht rauben: Tücke Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich 1713-1786. Mel. Es ist gewißlich an der ü 1535. 20 ů—t.a—————.— + Der 93— 10 mein ge⸗ treu= er 22— mir der Hü ⸗ter, der nicht schläft noch irrt, kann 5— II SSIIIIII ——————— wird kein Gu⸗ tes feh⸗len; mir nur Heil er- wäh=len. Er wei- det mich auf 1—— —3————.——2——— ............. * 0 ö 0 grü- ner Au, die Spei⸗se gibt vom Le⸗bens⸗tau des ,,. I.. —— 9 Gei⸗ stes sei- ner Gna-de. Bitte und Fürbitte. — 2. Er führet mich zum reinen Quell, Der mein Gemüt beglücket, Zum Wasser, welches frisch und hell Den schwachen Mut erquicket; Er leitet mich auf rechter Bahn, Er nimmt sich meiner Seele an Um seines Namens willen. 3. Und ob ich wall' im finstern Tal, Fürcht' ich doch keinen Schaden; Sein Auge wachet überall, Ich bin der Sorg entladen; Sein Stab und Stecken tröstet mich, Auf seine Treu und Macht kann ich Gar ruhig mich Lelafe. 4. Du machst mir einen Tisch bereit Auch gegen meine Feinde, Verscheuchest Angst und Traurig⸗ keit, Sprichst freundlich zu dem Freunde; Du salbst mein Haupt mit ᷣl, du schenkst Mir voll den Becher ein und lenkst Zum Himmel hin mein Sehnen. 5. Ja, Gutes und Barm⸗ herzigkeit Wird lebenslang mir werden; Ich bleib' im Haus des Herrn die Zeit, Die ich noch leb' auf Erden. Und ist des Lebens Wallfahrt aus, Dann trägt mich in sein Vater⸗ haus Der Flügel treuer Liebe. Joh. Friedr. von Meyer 1772—1849. II. Bitte und Fürbitte. Erhalt uns, Herr. Altkirchlich. 1543. 2—.— + er. SDSDSS.SI........ —— Ach bleib bei uns,—— Je⸗= su Christ, weil 2 1.——— es nun Wedend wor⸗ den ist; Wein Etehnh Worddar U Bitte und Fürbitte. 39 ö—— r nirm, 4 ————— 8—7— hel ⸗le Licht, laß ja 2. In dieser letzten trüben Zeit Verleih uns, Herr, Beständig⸗ keit, Daß wir dein Wort und Sakra⸗ ment Behalten rein bis an das End! 3. Laß uns in guter stiller Ruh Das zeitlich Leben bringen zu, Und wenn das Leben neiget sch), Laß uns einschlafen seliglich! 4. Herr Jesu, deine Kirch er⸗ halt, Wir sind gar sicher, träg und kalt; Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es schall' an jedem Ort! 5. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord; Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Ge⸗ duld! bei uns aus=lö⸗schen nicht! 6. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit Macht erheben och Und bringen stets was Neues her, Zu fälschen deine rechte Lehr! 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja ist Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei! 8. Dein Wort ist unsers Her⸗ zens Trutz Und deiner Kirche wahrer Schutz; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts andres suchen mehr! 9. Hilf leben uns nach deinem Wort Und dann im Frieden fahren ort Von hinnen aus dem Jammer⸗ tal Zu dir in deinen Himmelssaal! 1611; Str. 4—9 von Nik. Selnecker 1530—1592. ◻ 35 Bitte und Fürbitte.— Mel. Aus tiefer Not. 15²4. 6— 22 ES ——.— 0 Herr, wie du willst, so schick's mit mir im Al-lein zu dir steht mein Be- gier, laß +7——— Le ⸗ben und im Ster⸗ben! mich, Herr, nicht ver- der-ben! 523—5 ö ——————— ,, nur in dei- ner Huld, sonst wie du willst; gib Er-halt mich ———— ö— e,— mir Ge⸗-duld, denn dein Will ist der be. stel 2. Zucht, Ehr und Treu ver⸗ 3. Soll ich einmal nach dei⸗ leih mir, Herr, nem Rat Zu deinem Worte Liebe; Von dieser Welt abscheiden, Behüt mich, Herr, vor falscher Verleih mir, Herr, nur deine Lehr Gnad, Und hilf, daß ich mich übe Daß es gescheh' mit Freuden! In Werken wahrer Frömmigkeit; MeinLeib undSeel befehl'ich dir; Wend ab all Ungerechtigkeit O Herr, ein selig End gib mir In meinem ganzen Leben! Durch Jesum Christum! Amen. Kasp. Bienemann 1540—1591. Mel. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. *— 3——.——— e, 2,, d, de, Le. — Ach bleib mit dei- ner Gna ⸗ de bei Bitte und Furbitte. + IT.T 0 n,itt..— ——————— uns, Herr Je⸗ su Christ, daß uns hin-fort nicht 9— 4—— II EDDiE E E RAA— * scha- de des bö⸗- sen Fein-des List! 2: Ach bleib mit deinem Worte Dein Gnad' und all Vermögen Bei uns, Erlöser wert, Reichlich in uns vermehr! Daß uns an jedem Orte Sei Güt und Heil beschert! 5. Ach bleib mit deinem Schutze 3. Ach bleib mit deinem Bei uns, du starker Held, Glanze Daß uns der Feind nicht trutze Bei uns, du wertes Licht; Noch fäll' die böse Welt! Dein' Wahrheit uns umschanze Damtit— Wuen chrt schande, 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott, . Ach bleib mit deinem Segen Beständigkeit verleihe, Bei uns, du reicher Herr; Hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann 1588—1632. Nach eigener Melodie. 1693. O Gott, du from⸗mer Gott, du Brunnquell durch wel⸗chen al- les ist, von dem wir —.———— Z 2 2——— 1—.——2.—.—— 01 118 10 Hen ge⸗ sun-den Leib gib mir, und daß in sol⸗chem Leib die See⸗le un- ver-letzt, rein —— 1550 H—— EEE— das Ge⸗ wis⸗sen bleib'! 2. Gib, daß ich tu' mit Fleiß, Was mir zu tun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet! Gib, daß ich's tue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's tu', so gib, Daß es gerate wohl! 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen, Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck ohn' Verdruß! 4. Droht mir Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gib einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen! Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmut überwind', Und wenn ich Rat bedarf, Auch guten Rat erfind'! 5. Laß mich mit jedermann In Fried' und Freundschaft leben, Soweit es christlich ist! Willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, So gib auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Richts untermenget sei! 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauern Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gib Geduld; vor Sünd Und Schande mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar! 7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab'! End nn „ —— Bitte und Fürbitte. 8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erwecken, Wollst du auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm, Ruf meinen Leib hervor Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Chor! Joh. Heermann 1585—1647. Mel. Erhalt uns, Herr. Altkirchlich. 1543. 25———.— Di — O Je-su Christ, du wah⸗res Licht, er⸗ ——.— ö E———4 .— Z.——.———.— — 2 —— te/ 2 dich ken⸗nen nicht, und brin-ge sie zu PFPFPFPFIFIFIFIFTFTFTFTFTFTTFTFTTTt Tu. ——————— E TNT E dei- ner Herd, daß ih- re Seel auch se-lig werd'! 2. Erfüll mit deinem Gnaden⸗ schein, Die noch ihr Ohr dem Irrtum leihn, Und die, so heimlich noch ficht an In ihrem Sinn ein falscher Wahn! 3. Und was sich sonst ver⸗ laufen hat Von dir, das suche du mit Gnadz Ihr wund Gewissen mache heil, Laß sie am Himmel haben teil! 4. Erleuchte, die da sind ver⸗ blend't; Bring her, die sich von uns ge⸗ trennt; Versammle, die zerstreuet gehn; Mach feste, die im Zweifel stehn! 5. So werden sie mit uns zu⸗ gleich— Auf Erden und im Himmel⸗ reich Hier zeitlich und dort ewiglich Für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann 1585—-1647. 4⁴ Bitte und Fürbitte. U 655 O Gott, du frommer Gott. 1693. —— 4. 2—.— 20 +——— 1 —4* Ach Gott, ver-laß mich nicht, gib mir die ach füh⸗re mich, dein Kind, daß ich den 2————.— SGna den⸗ hän⸗de; Lauf voll- en-de zu mei⸗ ner Se- lig⸗keit; sei V I—.—.—.—— — du mein Le⸗ benslicht, meinStab meinHort, Weinehre⸗ ach rnrn, rrin Gott, ver-laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, Regiere du mein Wallen; Ach laß mich nimmermehr In Sünd und Schande fallen; Gib mir den guten Geist, Gib Glaubenszuversicht, Sei meine Stärk und Kraft: Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ich ruf' aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich In jeder bösen Stunde; Wenn mir Versuchung naht Und meine Seel anficht, So weiche nicht von mir: Ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ach laß dich doch bewegen; Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke des Berufs, Die Werke meiner Pflicht, Zu tun, was dir gefällt: Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, Ich bleibe dir ergeben! Bilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden einst, Zu sehn dein Angesicht; Hilf mir in Not und Tod: Ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck? 1659—1725. O Bitte und Fürbitte. 5 Mel. O Gott, du frommer Gott. 1693. Q—.— 27———‚— — Herr, du er-for-schest mich, dir bin ich du kennst mein gan⸗zes Tun, mein Schaffen 4 ——— i—— Æh——— E—.— 0 33 SSS nicht ver ⸗bor⸗ gen; und mein Sor- gen; ja was die See-le denkt, war ———— ——— dir be⸗reits be-kannt, eh' der Ge- dan-ke noch vor 2. Wo meine Füße gehn, Führ' ich zur Tief hinab, Wo ich mich niederlege, Auch dort bist du mir nah. Da bin du tterd ntm Da b t Und siehest Ande Mueat 4. Wenn ich die Flügel nähm' Du weißt ein jedes Wort, Der lichten Morgenröte Du schaffest, was ich tu'.. Wor 2— st—— Erstaunt seh' ich auf dich Des Meeres fernste Ode, Wie wunderbar bist du! Doch hält auch dort mich fest Die starke Gotteshand, 3. Wohin, wohin soll ich Die Erde, Luft und Meer Vor deinem Geiste fliehen, Und jeden Raum umspannt. Und wo kann deinem Aug Ich jemals mich entziehen? 5. Und spräch' ich: Finsternis, Führ' ich gen Himmel auf, Komm her, mich zu bedecken, So bist du, Höchster, da; Auch in der Nacht würd' mich Bitte und Fürbitte. Dein heilig Auge schrecken. Es ist die Finsternis Vor dir wie helles Licht, Die Nacht glänzt wie der Tag Vor deinem Angesicht. 6. Eh' ich geboren war, Fingst du an mich zu lieben, Und meiner Tage Zahl Ward in dein Buch geschrieben. Ich danke dir, daß du Mich wunderbar erschufst; IVI. Voll Wunder alles ist, I Was du ins Leben rufst. 7. Wie köstlich sind vor mir Des Ewigen Gedanken! Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Unzählbar sind sie mir, Sind ohne Maß und Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets Auf dich, mein Schöpfer, sehn, Dir folgen und dein Lob, So gut ich kann, erhöhn. 8. Erforsche mich, mein Gott, Und prüfe, wie ich's meine, Ob ich dir folgsam bin Und nicht vielleicht nur scheine! Sieh, ob mein Fuß vielleicht Den bösen Weg betrat, Und hilf mir, daß ich geh' Allein den ew'gen Pfad! Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. Heinr. 55.15 Welllich. 1536. 1598. 28 E 11 5 e—— A.— ·re, Herr K 95=re! Breit dei-nes Namens Eh⸗ —— 655——5 5741 .—.,,— re an al- len Or⸗ten I — —* — + aus; be⸗ hü⸗ te al le Stän- de durch dei- ner All⸗-macht Hän- de, rrnnn —— be⸗ schü⸗ tze Kir ⸗che, —— 12333 Rechtschaffne Frömmigkeit; — Bitte und Fürbitte. 225 II O.— — Thron und Haus! 2. Ach laß dein Wort uns allen Noch ferner rein erschallen Zu unsrer Seelen Nutz; Bewahr uns vor den Rotten, Die deiner Wahrheit spotten, Biet allen deinen Feinden Trutz! 3. Gib du getreue Lehrer Und unverdrossne Hörer, Die beide Täter sei'n; Auf Pflanzen und Begießen Laß dein Gedeihen fließen Und ernte reiche Früchte ein! 4. Du wollst uns hoch be⸗ glücken, Mit hellen Gnadenblicken Auf unsern Fürsten sehn; Schütz ihn auf seinem Throne, Laß allzeit Reich und Krone In segensvollem Glanze stehn! 5. Laß alle, die regieren, Ihr Amt getreulich führen, Schaff jedermann sein Recht, Daß Fried und Treu sich müssen In unserm Lande küssen, Und segne beide, Herrn und Knecht! 6. Erhalt in jeder Ehe, Beim Glücke wie beim Wehe, In Ehrbarkeit und Tugend Gedeihe unsre Jugend, Zu deines Reiches Dienst bereit! 7. O Vater, wend in Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden Und Sturm und Hagel ab; Bewahr des Landes Früchte Und mache nicht zunichte, Was deine milde Hand uns gab! 8. Gedenke voll Erbarmen Der Leidenden und Armen, Verirrte bring herein; Die Witwen und die Waisen Wollst du mit Troste speisen, Wenn sie zu dir um Hilfe schrein! 9. Hilf gnädig allen Kranken, Und die im Glauben wanken, Laß nicht zu Grunde gehn; Die Alten heb und trage, Auf daß sie ihre Plage Geduldig mögen überstehn! 10. Bleib der Verfolgten Stütze, Die Reisenden beschütze, Die Sterbenden geleit Mit deinen Engelscharen, Daß sie in Frieden fahren Zu Zions Freud ů—— Herrlich⸗ keit! Bitte und Fürbitte. 11. Nun Herr, du wirst er⸗ füllen, Was wir nach deinem Willen In Demut jetzt begehrt. Mel. Gott des Himmels Wir sprechen nun das Amen In unsers Jesu Namen: So ist all unser Flehn erhört. Benj. Schmolck 1672—1737. Heinr. Albert. 1642. wenn zum Him- mel gü ⸗tig bist du ruft dein Kind! Va⸗ter, lie-ber Va ⸗ter, Of⸗ fen⸗ ba⸗ re dei ⸗ ne Eh? re, IDDDD 4 ,. Un= sre ja ge-„sinnt! 4 x SIT Her- zen flehn zu dir in dem Na- men *—— L d i —.——— I 2 IFt I hier. 2. Wer kann dich genug er⸗ heben? Wie dein Name, so dein Ruhm. Ach erhalt in Lehr und Leben Deines Namens Heiligtum! Diesen Namen laß allein Unsre höchste Freude sein! 3. Komm zu uns mit deinem Reiche, König, dem kein König gleich! Daß das Reich des Satans weiche, Bau in uns dein Gnadenreich! Führ uns auch nach dieser Zeit In das Reich der Herrlichkeit! 4. Lasse deinen guten Willen, Lieber Gott, bei uns geschehn, Daß wir ihn mit Lust erfüllen Und auf deinen Wegen gehn! ssss˙ — Bitte und Fürbitte. 40 Laß uns deines Willens sein, So stimmt Erd und Himmel ein! 5. Geber aller guten Gaben, Gib uns das bescheidne Teil! Du weißt, was wir müssen haben, Und bei dir steht unser Heil. Hat man Gott und täglich Brot, O so hat es keine Not. 6. Großer Gott von großen Gnaden, Ach vergib die Sündenschuld, Die wir täglich auf uns laden; Habe nur mit uns Geduld! Laß uns andern auch verzeihn, Dann wirst du uns gnädig sein! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. 7. Will die böse Lust uns leiten Auf die Sündenbahn der Welt, Hilf uns in Versuchung streiten, Daß der Geist den Sieg behält! Laß uns fest im Glauben stehn Und in keiner Angst vergehn! 8. Alle Not und. wende, Daß sie uns nicht schädlich sei, Und mach uns an unserm Ende Einst von allem Übel frei! Dein ist Reich und Kraft und hr; Amen, großer Gott, erhör! Benj. Schmolck 1672—1737. Georg Neumark. 1657. 30. ——— 0 0 denn au- ßer Memn lie-ber Gott, ge⸗ den- ke mei⸗-ner dir ist nir⸗gend ei⸗ner, 5.— I— . n— im be⸗sten jetzt und al ⸗le ⸗ zeit, der mich mit Rat und Trost er-freut! DeinWortmacht 26— — —— mich voll Zu-ver-sicht 2—.———— und sagt mir, du ver⸗ 50 Bitte und Fürbitte. U ö .—.... KKKn. gißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre Dein süßes Evangelium, Und mache durch die Himmels-⸗ lehre Mein Herz zu deinem Heiligtum, Daß deine Aussaat wohl geling' Und tausendfache Früchte bring'! 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, Und merke du mit Gnaden drauf! Weil ich in Christo vor dich trete, So schließ dein Vaterherz mir auf; Doch gib mir nichts als dies allein, Was mir kann gut und selig sein! 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, Und wirf mich nicht i im Zorne in! Weil ich, so lang ich hier noch walle, Im Fleische Ben und blöde in, So fördre meinen Gang und Stand Durch Kraft und Stärke deiner Hand! 5. Gedenke meiner, wenn ich leide! Wen hab ich sonst als dich allein, Der bei der Menschen Haß und Neide Mein Freund e Tröster könnte sein? Und hab' ich dich, so lacht mein Mut/ Wenn gleich die Welt mir Böses tut. 6. Gedenke meiner, wenn ich sterbe Und mich die 98136, Welt ver⸗ gißt! Versetze mich in jenes Erbe, Wo du mein Teil und Leben bist! Denn bleibst du nicht im Him⸗ mel mein, So wollt' ich nie geboren sein. 7. Ich will mich über nichts betrüben; In deine Hände hast du mich Zum Heil und Segen einge⸗ schrieben, Drum hoffe ich allein auf dich. Ich glaube fest und ungekränkt, Daß Gott im besten mein ge⸗ denkt. Erdmann Neumeister 1671—1756. —6363*— O Bitte und Fürbitte. 71 Mel. Allein Gott in der Höh ꝛc. Altkirchlich. 1539. 31 GZ— r Ei 0 0 Gott, dei⸗ ne Z6 Gü⸗ te reicht so weit, so du krönst uns mit Barm-her- zig-keit und — EI— 4 ———— 665.5565.——— weit die Wol- ken ge eilst uns bei ⸗ zu-ste 55. Herr, mei-ne 3.— SEEEE Burg, mein Fels, mein 9—— ver- nimm mein Flehn, merk auf mein Wort, denn ich W vor die be ten 2. Ich bitte nicht um Überfluß Und Schätze dieser Erden; Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden! Gib mir nur Weisheit und Ver⸗ stand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen! 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, So sehr sie Menschen rühren; Des guten Namens Eigentum Laß mich nur nicht verlieren! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, Der Ruhm vor deinem Angesicht Und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt' ich dich, Herr Zebaoth, Auch nicht um langes Leben; Im Glücke Demut, Mut in Not, Das wollest du mir geben! In deiner Hand steht meine Zeit; Laß du mich nur Barmherzig⸗ keit Vor dir im Tode finden! Bitte und Fürbitte. Mel. Sollt' es gleich bisweilen ꝛc. 1836. +31——— 32. —— e — Ur⸗quell al-ler Se-lig-kei ten, die in 2. ——. ů——— 2— ——— + Strömen sich ver⸗brei- ten durch der Schöpfung weit Ge⸗ biet, Va⸗ ter, hör mein 2. Nicht um Güter dieser Erde, Des erhabnen Geists Beschwerde, Um die Weltlust komm'ich nicht, Vater, vor dein Angesicht. 3. Schätze, die mich nicht ver⸗ lassen, Wenn ich sterbend werd' er⸗ blassen, Tugenden, des Christen wert, Sind es, die mein Herz begehrt. 4. Geber aller guten Gaben! Festen Glauben möcht' ich haben, Wie ein Meerfels unbewegt, Wenn an ihn die Woge schlägt; 5. Lieb, aus deinem Herzen stammend, Immer rein und immer flammend, Liebe, die dem Feind verzeiht — fle-hend Lied! Und dem Freund das Leben weiht; 6. Hoffnung, die mit hohem Haupte, Wenn die Welt ihr alles raubte, Hinblickt, wo sie wonnevoll Alles wieder finden soll; 7. Starken Mut im Kampf des Christen Mit der Welt und ihren Lüsten; Sieg dem Geist, und wenn er siegt, Demut, die im Staub sich schmiegt; 8. Duldung, alle Lebens⸗ plagen Mit Gelassenheit zu tragen; Stilles Harren, bis der Tod Mich erlöst auf dein Gebot; U x Bitte und Fürbitte. 53 9. Seelenruhe, Mut im 11. Immer will ich beten, Sterben, Dene. Wenn die Lippen sich ent⸗ Stille harren, Dank dir bringen, färben Bis dein Ruf einst meinen Geist Und der letzte Seufzer spricht: Zu dir, Vater, kommen heißt. O mein Jesu, l ich nicht! 12. Seele, gib dich nun zu⸗ 10. Willst du, Herr von mei⸗ frieden, nem Leben, Jesus kommt und stärkt die Diese Seligkeit mir geben, Müden; So wird auch die Leidensnacht Nur vergiß nie sein Gebot: Mir zum heitern Tag gemacht. Sei getreu bis in den Tod! Christ. Friedr. Dan. Schubart 1739—1791. Mel. Herr Jesu 3 1651. 33.....— S — Gon Va⸗ter in dem Him-mel, sprich dein 2 4 N ä—————— —.—.9.——.——.———— Wort des 45 ü⸗ ber e daß im bur den D 230 2— gin⸗ nen und voll⸗ den mag! 2. Herr, was mir deine Hand Glück oder Weh, das gelte mir bestimmt, Als Segen und Geschenk von Was sie mir spendet oder nimmt, dir! 54 Bitte und Fürbitte. O 3. Gib mir ein Herz durch Gnade fest, Das dich in allem walten läßt Und unbedingt mit Kindesmut In deinem Vaterwillen ruht! 4. Hilf, daß ich züchtig, klug und treu In Worten, Sinn und Werken sei Und alles, was zur Sünde rät, In mir besiege durch Gebet! 5. Laß deines Sohnes Gnaden⸗ schein Beständig mir im Herzen sein; Sein Leben, Wort und Kreuzes⸗ bild Sei meiner Seele Sonn und Schild! 6. Fällt mir ins Herz dein Lebenswort, Dann wirke du, daß es sofort Mel. Herzliebster Jesu. Im Innern aufkeimt, Wurzel schlägt Und Frucht für dich und andre trägt! 7. Bedroht mich Trübsal und Gefahr, So rette du mich immerdar Und laß mich, wenn ich Hilfe fand, In Demut preisen deine Hand! 8. Sinkt aus der Hand mein Wanderstab, Geh' ich ins finstre Tal hinab, So nimm, o Gott, mein Heiland, dann Dich meiner Seele herzlich an! 9. Schenk mir im letzten Augenblick Ein Vorgefühl von jenem Glück, Das du nach Tageshitz und Last Den Deinen dort bereitet hast! Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. Joh. Crüger. 1640. RRRRR 34 5—.———, —— + Gib dei⸗nen Frie-den uns, o Herr der d —.—.— B— Stär⸗ke! Im Frie-den nur ge- dei⸗hen dei⸗ ne Bitte und Fürbitte. 55 72.5 5—.—.— 1— ——————.—— T —— 1..———.— 1..——R— — Wer-ke; daß wir im Kampf mit Sün: de nicht er⸗ 25 r.——.———— —— mü⸗ den, 2. Des Lebens Tag ist schwül, des Lebens Abend Oft stürmisch noch und wenigen nur labend. Ach, es bedarf das Herz im Staub hienieden, Herr, deinen Frieden! 3. Gib Frieden, daß die fromme, dir getreue, Oft schwer geprüfte Seele sich erneue, Daß sie nicht mutlos hingerissen werde Vom Geist der Erde! 4. Gib, wie den Vätern, die dir wohlgefallen, Auch uns den Frieden, die im Kampf noch wallen; stärt uns mit Mel. Herzlich tut mich ꝛc. Frie⸗ den! Gib Hoffnung, daß des Glau⸗ bens Ehrenkrone Dem Sieger lohne! 5. Das ganze Leben auf der dunkeln Erde Ist, ach, ein Streit mit Sorgen und Beschwerde; O birg uns, Herr, in deines Friedens Schatten, Wenn wir ermatten! 6. Und wenn zuletzt wir mit dem Tode ringen, Deck' uns dein Engel, Herr, mit mächt'gen Schwingen Und trag' uns hin, von allem Kampf geschieden, Zum ew'gen Frieden! Bernh. Garve 1763—1841. 90171 013 Haßler. E Gib Frie- den, Herr, gib Frie ⸗-den, du Einst bist du ab- ge-schie-den mit mil⸗-der Lie- bes⸗hort! Ich geb' euch mei⸗ nen sü⸗ ßem Freu⸗den⸗ wort: * 1 + —.—————.2 ———.8— . 2 24.— Frie- den, wie ihn die Welt nicht gibt, ver ⸗-hei- ßen und be-schie⸗ den 2. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, Die Welt will Streit und Krieg! Der Stille wird gemieden, Der Wilde hat den Sieg; Viel Unruh herrscht auf Erden Und Lug und Trug und List. Ach laß es stille werden, Du stiller Jesus Christ! 1.— 6 4.— 22——— r,. dem, der Mel. Werde Licht, du Volk ꝛc. II* da glaubt und liebt. 56 3. Gib Hrieden, Herr, gib 20 Frieden, Sei Du milder Liebeshort! Dann wird es schon hienieden Sei Ein Paradiesesort, Und Sorgen fliehn und Schmer⸗ 3 zen Aus jeder schweren Brust; Du In Freuden glühn die Herzen, Ma In Lieb und Himmelslust. Leit Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Unf Wi Konr. Kocher. 1823. — Fal.— 30 ö Hü⸗ ter 00 0 und im Schat⸗ten Jo⸗ ra: els, be⸗ hü⸗ dei ⸗- ner Gü⸗ ö— O Vitte und Fürbitte. 57 —.—.—— e, e,. te uns, die wir uns dir ver-⸗traut te un ⸗ sre Hüt⸗=⸗te auf⸗ ge⸗ baut; ———————— 1——4 ii laß uns oh-ne Furcht und Grau⸗en un- ter 5. ——.‚——————— — dei⸗nen Flü⸗geln trau⸗en! 2. Walte über uns in Gnaden, Hab auf alle treulich acht, Wende mächtig allen Schaden, Sei uns nah bei Tag und Nacht, Sei uns Schild und sei uns Sonne, Sei uns Leben, Licht undWonne! 3. Wir sind Fremdlinge und Gäste, Du bist überall zu Haus; Mache Tor und Riegel feste, Leit uns sicher ein und aus! Unsre Leiber, unsre Seelen Wir in deinen Schutz befehlen. 4. O wie wohl sind wir ge⸗ borgen Unter deiner Gottestreu! Deine Güt ist alle Morgen Über deinem Volke neu, Und die Fülle deiner Gaben Läßt uns keinen Mangel haben. 5. Halleluja! Preis und Ehre Sei dir unter uns bereit, Herz und Mund dein Lob ver⸗ mehre Hier und dort in Ewigkeit, Wo wir mit den Millionen Deines Volkes bei dir wohnen.. Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. 5565 Ringe recht ꝛc. 17⁴⁵. 4——— 377 2 5 +. +.— 49— qꝑJP——————— — Der du trugst die Schmer-zen al=ler, 58 Bitte und Fürbitte. U 25—27 H—— —.—.——.— SSS PSEEEEEEEE viel⸗—— 1 2—— ter Menschen-sohn, blick auf dei-ne —— eererfre,en werirr. 2—.——— *— ar⸗ men Wal⸗ler 2. Walte, Herr, mit deiner Gnade über deiner kleinen Schar, Gieß auf unsre Pilgerpfade Deinen Segen wunderbar! 3. Deines Geistes leises Wehen Fach' in uns dein Leben an, Daß wir festen Schrittes gehen Deine schmale Glaubensbahn. 4. In das Innerste der Herzen Sprich dein: Friede sei mit euch! Will die Not des Lebens schmerzen, Mach uns in dir froh und reich! 5. Als ein Born von Lieb und Wahrheit, Als ein Licht am dunkeln Ort Wohne, wirke, leb' in Klarheit Unter uns dein heil'ges Wort. 6. Führt das eigne Herz uns irre, Wache du und rette du, Nach des Tagewerks Gewirre Schenk uns deine Sabbatruh! 7. Will Versuchung uns um⸗ fangen, nun vom ew'- gen Kö⸗ nigs⸗thron! Laß uns schaun dein Kreuzesbild; Will im Kampf die Seel er⸗ bangen, Sei du Sieger, ane und Schild! 8. Deck von schön geschmückten Sünden Uns die Wurzel auf, und dann Laß den Weg zum Kreuz uns finden, Wo die Schuld du ausgetan! 9. Unsre dunkeln Lampen schmücke Mit des Glaubens Ol fortan; Stärke unsrer Hoffnung Blicke Ins verheißne Kanaan! 10. Gieße über die Gemeine Deiner Liebe Reichtum aus, Und in seligem Vereine Führ uns heim ins Vaterhaus! 11. O wie wollen wir dich loben, Guter Hirte, wenn du einst In der sel'gen Heimat droben Deine Herde dir vereinst! Meta Heußer 1797—1876. — Bitte und Fürbitte. 59 Mel. 33— nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. Q 38 5 ä —.— Du bist das Licht von Gott ge-sen⸗det, und wer sich dem hat zu- ge⸗ Wel⸗det, 2.—— I H——4 ⁵G +— dein Wort ist wie die Son⸗-ne klar, der wird er-leuch-tet wun- der-bar. Du Licht aus *—ᷓ— Dii Gott, ich bit te dich, er-leuch⸗te i er⸗ . leuch ⸗ mich! 2. Du bist die Macht, du bist Die Liebe, die, ans Kreuz ge⸗ die Stärke, schlagen, Der Grundstein in dem Bau der Mit Freuden starb den Opfertod. Welt, Du Liebesfürst, ich bitte dich, Die Kraft zu jedem guten Werke, Zu deiner Lieb entflamme mich! Der Fels, auf den das Werk gestellt. 4. Du bist der Quell des Du starker Held, ich bitte dich, ew'gen Lebens, Mit deiner Kraft durchdringe Den Gott uns offenbar gemacht, mich! Und wen du tränkst, den schreckt vergebens 3. Du bist die Liebe, die ge- Der Sünde und des Grabes tragen Nacht. Der sünd' gen MenschheitSchuld Du Lebensguell, ich bitte dich, und Not, In meinen Geist ergieße dich! 0 Sonntag und Gottesdienst. O 5. Du bist die Schönheit, die Des Geistes Füll auf dich ergoß. Vollendung, Abglanz von Gott, ich bitte In der sich Gottes Bild erschloß, dich, Als er in liebender Verschwen- Verkläre mich, verkläre mich! dung Julius Sturm 1816—-1896. III. Sonntag und Gottesdienst. I. Eingangslieder. Nach eigener 1651. IEEEEEEEEE 42— RE — Herr Je⸗— Christ, dich zu uns wend, den —.—.—.—.— heil'⸗gen Geist du zu uns send! Mit Hilf und ...—.—. nn er uns re⸗ gier' und uns den Weg zur 47.. 1 DEE —— 0 Wahrheit führ'! 2. Tu auf den Mund zum Daß uns dein Nam werd' wohl Lobe dein, bekannt! Bereit das Herz zur Andacht fein, Den Glauben mehr, stärk den 3. Einst singen wir mit Gottes Verstand, Heer Das: Und so In emw ◻— Sonntag und Gottesdienst. —— Das: Heilig, heilig ist der Herr, Und schauen dich von Ange⸗ sicht In ew'ger Freud und sel'gem Licht. Wilhelm — eigener Melodie. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heil'gen Geist im höchsten Thron Der heiligen Dreieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit! II. von Sachsen-⸗Weimar? 1598—-1662. Joh. 30—0— 1664. , D — Lieb-ster Je-- su, wir sind hier, dich und len⸗ke Sin- nen und Be- gier auf die .———.———— re, ns— 2.————..—— dein Wort an- zu ⸗ hö-ren; sü ⸗ßen Him-mels-leh-⸗ ren/ dan die Hehezen SSS von der 2. Unser Wissen und Ver⸗ stand Ist mit Finsternis umhüllet, Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet. Gutes denken, tun und dichten Mußt du selbst in uns ver⸗ richten. Er⸗den ganz zu dir ge⸗ zo- gen wer- den! 3. O du Glanz der Herrlich⸗ keit, Licht vom Licht, aus Gott ge⸗ boren, Mach uns allesamt bereit, Offne Herzen, Mund und Ohren; Unser Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Tobias Clausnitzer 1619—1684. Sonntag und Gottesdienst. 6.65 eigener Melodie. 1738. ,. SDSDSS — Sieh, hier bin ich, Eh⸗ren-kö-nig, le⸗ ge schwa⸗che Trä⸗nen, kind⸗lich Seh-nen bring' ich QH ——*— ———5..————.—.— SE mich vor dei⸗nen Thron;— dir, du Menschen⸗ sohn. Laß dich fin: den, laß dich SS 2——.——————— —. fin-den, bin ich gleich nur Staub und Ton! 2. Sieh doch auf mich, Herr, Laß dich finden, Laß dich finden; ich bitt' d Der hat alles, der dich hat! Lenke mich nach deinem Sinn; 4. Dies. ten Eitelk Dich alleine Ich nur meine. Dieser Zeiten Ei eiten, Dein erkaufter Erb ich bin. Reichtum, Woleist, Ehr und 1— 27 d Laß dich finden, Laß dich finden 9.00 Gib dich mir hendmümm mich„Sind nur Schmerzen Meinem hink Herzen. Welches sucht die Ewigkeit. 3. Ich begehre, Herr, gewähre Laß dich finden, Laß dich Mir nur deine freie Gnad, finden, Die du gibest, Weil du liebest Großer Gott, ich bin bereit! Den, der dich liebt in der Tat! Joach. Neander 1650—1680. Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. 17⁰04. 42— —.— J — — — ũ 0 0 0 871 Be⸗schwer⸗tes Herz, leg ab die Sor⸗gen, Es kommt der an⸗ ge- neh- me Mor⸗gen, 2.2 Dein it Du so In dei Ihm z Und zr Die A In tief 3 Und g Wie ke Wenn Sonntag und Gottesdienst. —. d. 22 8 er ⸗he-be dich, ge-beug⸗ tes Haupt! ru hen hat da Gott zu — re, — erslaubt, da Gott zu . ru⸗ hen hat be- foh- len und selbst die Ru⸗ he 9 H— 4 r.— .s. ein — ⸗ ge-weiht. Auf, auf, die ihm ge-raub-te Zeit in ———.——.— Le nn EEEEEE sei⸗ nem Dien- ste ein zu ⸗ ho ⸗ len! 2. Auf, laß die Welt aus Wie wird mein Herz in dir er⸗ deinem Sinne, freuet, Dein irdisch Werk laß stille stehn! Wenn er nicht stillt der Sünde Du sollst zu höherem Gewinne Pein? In deines Gottes Tempel gehn, Ihm zu bezahlen deine Pflichten Und zur Vermehrung seines Ruhms Die Werke deines Priestertums In tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Gott, ich bin vor dir erschienen Und gebe auf dein Winken acht. Wie kann ich dir gefällig dienen, Zenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie kann mein Beten kräftig sein, Wenn er mein Wesen nicht er⸗ neuet? 4. Kann meine Harfe lieblich klingen, Wenn sie dein Finger nicht be⸗ rührt? Kann ich die düstre Nacht durch⸗ dringen, Wenn dieser Leitstern mich nicht führt? Kann ich ein reines Opfer werden, E Sonntag und Gottesdienst. — Wenn diese Flamm nicht in mich Vollführe, was du hast be⸗ ährt fähr Und mich in deiner Lieb verzehrt Und hebet von dem Staub der Erden? 5. In deinem Haus will ich mir bauen Die Hütte, bis ich scheidꝰ einmal; Indessen gib mir dich zu schauen, O Lebenslicht und Gnadenstrahl So feir' ich recht den Tag der Sonnen, So hab' ich meine Ruh in dir; Ach habe du dein Werk in mir, Mel, Gott des Himmels ꝛc. gonnen! 6. Wenn sich des Lebens Werk⸗ tag' enden, So ruh', von allem Frondienst os, Mein Geist in deinen Vater⸗ händen, Mein Leib in seiner Mutter choß, Bis beide feiern einst dort oben, Wo man in sicherm Frieden ruht, Nichts denket, redet oder tut, Als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter 1659—1706. Heinr. Albert. 1642. 43 9—. . + Tut mir auf die schö-ne Pfor=te, Ach wie wird an die- sem Or-te ——— ....—— ———— führt in Got ⸗ tes Haus mich ein! mei⸗ ne See ⸗ le fröh-lich sein! e v vne de r SSSISSIII Got⸗ tes An-ge⸗ sicht, hier ist lau-ter 2— AIIU SSE ö 32 Trost und 2. Sonn Heller Er —½ Sonntag und Gottesdienst. 67 2. Herr, ich bin zu dir ge⸗ kommen, Komme du nun auch zu mir! Wo du Wohnung hast ge⸗ nommen, Da ist lauter Himmel hier: Zieh in meinem Herzen ein, Laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, Heilige du Leib und Geist, Daß mein Singen und mein Beten Dir ein lieblich Opfer heißt; Heilige du Mund und Ohr, Zieh das Herz zu dir empor! 4. Rede, Herr, so will ich hören, Und dein Wille werd' erfüllt; Nichts laß meine Andacht stören, Wenn der Brunn des Lebens quillt; Speise mich mit Himmelsbrot, Tröste mich in aller Not! Benj. Schmolck 1672—1737. Heinr. Albert. 1642. 44—— SSS.S.....I.... 20οα Hal⸗ le: lu ⸗ ja, schö- ner Mor⸗-gen, . 4—— II— *—‚..—.. H——5— 3..—!—— —...—— schö⸗- ner als man den- ken mag! der durch 668950 das ist ein lie-ber Tag, e r, ö—— enl 1—— — — IIIII + 2 Q In ⸗ ner⸗ sei ⸗ ne Lieb⸗ lich⸗ I + sten er ⸗ freut. 2. Süßer Ruhetag für alle, Sonntag, der voll Lichtes ist, Heller Tag im dunkeln Tale, Evang. Gesangbuch. Zeit, in der viel Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, Du vertreibst mir alles Leid! 3 66 Sonntag und Gottesdienst.—— 3. Ach wie schmeck' ich Gottes Güte Recht als einen Morgentau, Die mich führt aus meiner Hütte Zu des Vaters grüner Au; Da hat wohl die Morgenstund Edeln Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltge⸗ schäfte! Bessres hab' ich heut zu tun, Denn ich brauche alle Kräfte, In dem höchsten Gott zu ruhn; Heut schickt keine Arbeit sich Als nur Gottes Werk für mich. 5. Dies soll in der Zionsstille Heute meine Arbeit sein, Daß ich sammle da die Fülle Von den höchsten Schätzen ein, Wenn mein Jesus meinen Geist Mit dem Wort des Lebens speist. . Herr, ermuntre meine Sinnen, 7G—4 Liebster Jesu. Wirke selbst in meiner Brust, Laß mich Lehr und Trost ge⸗ winnen, Gib zu deinem Dienste Lust, Daß mir deines Wortes Schall Tief im Herzen widerhall'! 7. Segne deiner Knechte Lehren, Offne selber ihren Mund; Mach mit allen, die dich hören, Heute deinen Gnadenbund, Daß, wenn man hier fleht und singt, Solches dir zum Herzen dringt! 8. Gib, daß ich den Tag be⸗ schließe, Wie er angefangen ist! Segne, pflanze und begieße, Der du Herr des Sabbats bist, Bis ich einst auf jenen Tag Ewig Sabbat halten mag! Jonath. Krause 1701-1762. Joh. Rud. Ahle. 1664. —.. 000 Herr, vor dei-nem An ⸗ge-sicht hat die ach ver⸗wirf die Bit-⸗ten nicht, die dein 9 15.——. ........ DSSSSE—— An- dacht uns ver⸗ sam-melt; Volk dir, Höch-ster, stam-melt! Hör auf un- sre shwathen Lie⸗ der 255 feb10 gnä⸗ di0 Auf u uns nie-der! 2. Laß dein Wort, das hier 3. Dein Gebot mach uns be⸗ erschallt, Viele gute Früchte bringen Und mit göttlicher Gewalt Tief in unsre Seele dringen; Laß es unsern Sinn erneuen Und das Herz mit Trost er— freuen! Nach eigener Melodie. kannt Und hilf selbst es treulich üben, Dich und den, den du gesandt, Jesum Christum herzlich lieben, Daß kein Schmerz und keine Freude Uns von deiner Liebe scheide! Daniel Schiebeler 1741—1771. Joh. Karl Gerold, um 1800. Ie: bo: va, Je⸗ *— 2......— .—. STI ho⸗ va, deie nem Na⸗men sei Eh- re, Macht und —————'b't.——.—— DD Ruhm! A-⸗ men, A⸗men. Bis nst der Tem⸗ pel en, an, E....,r. 190 1————‚.. ser Welt ni dein We in Sien zer⸗fällt, 4— I ů.. soll in un- sern Hal-len das Hei-lig, Hei- lig, 3* 68 Sonntag und Gottesdienst. O ee e E .——— Hei- 10 er ⸗ schal ⸗ len. al=le⸗ lu⸗ — I II—— — E I SS—* ja, Hal ⸗le⸗ lu ⸗ ja! Gottlieb Konr. Pfeffel 1736—1809. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 47 — 35 — Je ⸗=su, Seeeufend der Dei⸗ nen, Son⸗ne wan⸗delnd un⸗ter den Ge-mei- nen, die zu ——— H.-ee. ——— SSISISISI.. der Ge- rech⸗tig⸗keit, dei⸗ nem Dienst be⸗ reit, komm zu uns, wir sind bei⸗ E uuee, gie⸗ße dei⸗ne Gei⸗stes⸗-flam⸗men, gie ße —— 5 —— Licht und Le⸗ ben—5 ü⸗ ber dies dein Got-tes⸗ haus! 2. Komm, Sde alle Glie- Komm entdeckuns in der Klarheit Gottes Herz voll Gnad und Du, der Kirche heilig Haupt; Wahrheit; Treibe aus, was dir zuwider, Laß uns fühlen allzugleich: Was uns deinen Segen raubt!„Ich bin mitten unter euch!“ — Sonntag und Gottesdienst. E 3. Laß sich die Gemüter kehren Zu dir, Glanz der Ewigkeit! Laß uns innigst nur begehren, Was uns dein Erbarmen beut! Laß dein Licht und Leben fließen Und in alle sich ergießen, Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund! 4. Laß auch unsern Lehrer sehen Nur auf dich, Herr Jesu Christ! Laß die Hörer tief verstehen, Daß du selbst zugegen bist, Mild in jedes Herz zu kommen! Denn was nicht aus dir genom⸗ men, Taugt, und 35 es noch so chön, Nicht in deine Dumnelehöhn 5. Komm, o Herr, in jede Seele, Laß sie deine Wohnung sein, Daß dir einst nicht eine fehle In der Gotteskinder Reihn! Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich miteinander haben, Offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich! 6. Was von dir uns zuge⸗ flossen, Müsse Geist und Leben sein; Was die Seele hat genossen, Mache sie gerecht und rein. Komm, o Jesu, uns zu segnen, Jedem gnädig zu begegnen, Daß in ew'ger Lieb und Treu Jedes dir verbunden sei! Mich. Hahn 1758—1819. Mel. O du Liebe 40 Liebe. 178⁴. 48S —— Y— ö 4 — 5 wie adeun wir uns der Stun- de, da wir um aus dei- nem heil'⸗gen Mun- de Le-bens⸗ 2——— n err Lerer n d. dir, Herr Je-su, nahn, wor-te zu emp⸗fahn! 2 Laß uns heu =te nicht ver⸗ .—.— 2 ge⸗bens Hö⸗ rer dei⸗ nes Wor⸗ tes sein, schrei⸗be selbst das — 5 D———— , Wort des Le-bens tief in un- sre Her- zen ein! 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen, 3. Nun so lege Licht und Liebe, Großer Meister, rede du; Kraft und Feuer auf dein Wort; Sieh, wir hören deiner süßen Laß es mit lebend'gem Triebe Rede heilsbegierig zu; In uns wirken fort und fort; Lehr uns, wie wir selig werden, Hilf uns, daß wir treu bewahren, Lehr uns, wie wir unsre Zeit, Was wir in das Herz gefaßt, Diese kurze Zeit auf Erden, Und laß andre auch erfahren, Nützen für die Ewigkeit! Daß du Lebensworte hast! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. Mel. Sieh, hier bin ich. Sieh uns fer-tig, ge-gen-wär⸗tig, an- zu⸗ Dir zur Eh-re, uns zur Leh- re sind wir be⸗ten, Herr, vor dir! all der⸗samemelt hier. Herr, er-schei-ne! Groß und Q Klei- ne, dei⸗ner Gna⸗ de har-ren wir. 2. Hohe Stille, Segensfülle Deine Hallen Soll durch⸗ Weht um uns an diesem Ort. schallen, Was zerstreuet Und entzweiet, Herr, Herr, dein lebendig Bleib' aus diesen Mauern fort; Wort. O Sonntag und Gottesdienst. 7¹ 3. Sieh uns fertig, Gegen⸗ Offen deine Himmelstür! wärtig, Laß uns brennen Und er⸗ Anzubeten, Herr, vor dir! kennen: Brich die Wolke, Zeig dem Ja fürwahr, der Herr ist hier! Volke Karl Gerok 1815—1890. Mel. Heut singt ꝛc. Nik. Hermann. 1560. 50 5————— 9—— SSDSPEE P I— 10 r 0 Eins hät- ten wir von Her-zen gern und DEE- I wol⸗len un-sern lie- ben Herrn recht in- nig drum an⸗ — —— dei-nem Haus laß . DDE. E— uns ge⸗ seg- net ein und aus als dei⸗ ne 6.— —.px 4 Kin⸗der ge⸗ hen! 2. Es ist doch nirgends in der 3. Hier legen wir den Wan⸗ Welt derstab Um unser Herz so wohl bestellt Und allen Staub der Erde ab Als hier, wo wir erscheinen, Und alle Mühn und Sorgen; Den schönen Gottesdienst zu Wir halten miteinander Rast schaun Und laden uns bei dir zu Und an dem Wort uns zu erbaun, Gast Womit du dienst den Deinen. Und fühlen uns geborgen. 72 Sonntag und Gottesdienst. O 4. Da wird das Herz so freu⸗ 5. Ach komm und sei uns Burg denvoll und Hort Und weiß nicht, wie es danken Und laß von deinem lauternWort soll; Uns nichts auf Erden treiben, Da beten wir und singen, Und segne gnädig unsern Gang, Um dir mit aller Engel Heer Damit wir unser Leben lang Demütig Lob und Preis und Ehr Bei deinem Haus verbleiben! Als Opfer darzubringen. Julius Sturm 1816—1896. 2. Zum Schluß des Gottesdienstes. Nach eigener Melodie. Christ. Gregor. 1763. 1784. Q 5 —— EE T 00 0 Die Gna-de un⸗-sers Herrn Je-su Chri⸗ 568555 —. ii‚ und de Le be Got=⸗ tes und die Ge⸗ . 5—. Wischaft des heil'gen Gei- stes sei mit uns al⸗ len, 9 de n wim inin ö ——..— mit uns al-len. A⸗ men. 2. Kor. 13, 13. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. 52 2*.——— i. —.——..— 3 0 0 0 V— Laß dein mich sein und ble⸗ben, du treu er von dir laß nichts mich trei-ben, halt mich bei E g/ 1 — 2 5 3989 r r Herr, laß mich nur nicht wan- ken, gib 0—— 8 *2 2. 12—.— IIIIIIIIIIIITTTTITTTITTTT mir Be⸗stän⸗ dig⸗ keit; da⸗ für will ich dir dan⸗ 3 2* +5 II. .————4.———— ———. ö— o ᷓ Er ken in al⸗ le E⸗wig ⸗ keit! Nik. Selnecker 1530—1592. Mel. Liebster Jesu. Joh. Rud. Ahle. 1664. 53— E nan Un⸗ sern Aus⸗gang seg- ne, Gott, un⸗-sern 1— ne un-ser täg-lich Brot, seg⸗ ne — +——..—. gang glei0 i ma-ßen ⸗ser 6655 und Las⸗ ses ne uud mit —.— e 21 2——— 5 2.— sel'⸗gem Sterben und mach uns zu Him⸗ mels⸗er ⸗ ben! Hartmann Schenk 1634—1681. — 3—— Liebster Jesu. Joh. Rud. Ahle. 1664. SI Höch-ster Gott, wir dan-ken dir, daß du Gib uns Gna-de, daß auch wir nach dem-⸗ 7⁴ Sonntag und Gottesdienst. O SS........I uns dein Wort ge⸗ ge: ben. sel: ben hei ⸗uig le Lenz gib dem Glauben 9—.——— SDDD 2————Eeie ———— 1 sol⸗che Stär⸗ke, daß er tä⸗tig sei durch Wer⸗ke! 2. Uns, o Vater, lehrest du, 3. Gib uns, eh' wir gehn nach Was wir tun und glauben sollen. Haus, Schenk uns deine Kraft dazu, Deinen väterlichen Segen, Gib zum Wissen auch dasWollen Breite deine Hände aus, Und zum Wollen das Voll⸗ Leite uns auf deinen Wegen, bringen, Laß uns hier im Segen gehen, So wird alles wohl gelingen! Dort gesegnet auferstehen! Joh. Adam Haßlocher 1645— 1726. schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 55————————— — Herr un-ser Gott, dich lo- ben dir sei un: sre Le⸗ bens⸗ + 110 45————, arn + —— wir, Herr 1100 Gott, wir dan⸗ken dir die zeit, die uns noch ü- brig ist, ge- weiht zu —.—. Fei=er Ress ser Stun-de. ei- nem ew'-gen Bun-de. Hilf uns kämp⸗ fen einst wir sie-gend auf-wärts ge- hen! Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768—1834. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. Joh. Heinr. Böhner? 1785. —3.—— 56——.— 0 0 0 Laß 3 Wo 2 aßt uns nun mit Je- su zie-hen durch das In des Lebens Kampf und Mü⸗- hen strahlt der 5571 ,-r, *—.—.— 72—— dunk-le Tal 2 Zeit! 3. Stern der E⸗wig ⸗keit. Laßt uns hier im Glauben +27— — 12.—————— nn wen=en.=—.———— n,, wandeln, Je⸗su Lieb in un- srer Brust! Es sei un⸗ sre 27822 E+ 3—.—— ere e—38713838 2———— 2— höch⸗ste Lust, Gott zu fürchten, recht zu handeln. Ba⸗ zu 7 +* 2 hũ— ——..—, d hilf uns, gib uns Kraft, Herr, auf un- srer Pil-ger⸗schaft! 70 Sonntag und Gottesdienst.— Oder: 6506 Lasset uns den Herren ꝛe. Joh. Schop. 1641. 1n V 1 — 12 + I 8 * 4 3* E . E—— +. Laßt uns nun mit Je⸗ 0 zie⸗hen durch das In des e Mühen strahlt der 1 ILI DDD dunk⸗le Tal der Zeit! Stern der E-wig=keit. 0 —2 1—*———.—3 —.— 15———4,—4 ii 5 2 5 5 Laßt uns hier im I D Glau⸗ben wan⸗deln, Je⸗ su Lieb in un: srer 23 , SPSDSSSS............— Brust! Es sei un⸗sre höch-ste Lust, Gott zu — ö 23 ni——.——.—— *———.————— 1504. „ ne—. in——.—— ..... 1—— 12—. 1 2 fürch⸗ten, recht zu han⸗deln. Da- zu hilf uns, 6—455 2 + +. SSS gib uns Kraft, Herr, auf un- srer Pil--ger-schaft! Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768—1834. O Advent. 77 IV. Advent. Nach eigener Melodie. 17⁰04. —.—— 87 E. + 2 Macht hoch die Tür, die To=re Ere 1——.——— 5— EIE——.——.— . ESSSE..— weit! Es kommt der Herr der—5=lich keit, ein 5—— r.—— Kö- nig al ⸗ ler Kö⸗ 666 reich, ein Hei⸗land 95 2. 23—5———— 666776 EEEE 27— al ⸗ler Welt zu⸗ gleich, der Heil und Le⸗ ben E + SS............. mit sich bringt; der-hal⸗ben jauchzt, mit Freu⸗-den +— 2———— 52—.— —— singt: Ge- lo- bet sei mein Gott, mein —5 ů ö IP 2——— DD.— 2—5 Schöp-fer reich von Rat! 2. Er ist gerecht, ein Helfer Sein' Königskron ist Heiligkeit, wert, Sein Szepter ist Barmherzigkeit, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, All unsre Not zum End er bringt; 78 Advent. x U Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland groß von Tat! 3. O wohl dem Lande, wohl der Stadt, Die diesen König bei sich hat; Wohl allen Herzen insgemein, Wo dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Tür, die Tore weit! Das Herz zum Tempel macht bereit; Die Zweige der Gottseligkeit Mel. Zeuch ein ꝛe. Streut hin mit Andacht, Lust und Freud, So kommt der König auch zu euch, Bringt Heil und Leben mit zu⸗ gleich. Gelobet sei mein Gott Voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, Des Herzens Tür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnade ein, In Freundlichkeit auch uns er⸗ schein! Dein heil'ger Geist uns führ' und leit' Den Weg zur ew'gen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel 1590—1635. Joh. Crüger. 1653. Sa0ν Mit Ernst, o Menschen⸗ kin⸗ der, das Bald wird das Heil der 66%5 der •——.— E 4—— 2..— e Herz in euch be-stellt! wun⸗der⸗ star⸗ ke Held, den Gott aus Gnad al⸗ —. —3 e.. DSEEESE lein der Welt zum Licht und Le⸗ ben ver⸗ spro⸗ chen Advent. ů 79 é e d It.t. TT*TR ——.—.——d.—.—.—.— 1. 4—.——. hat zu e⸗ ben, bei 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt, Macht eben jeden Pfad, Die Täler all erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, macht gerad! 3. Ein Herz, das Demut übet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmut liebet, Mit Angst zu Grunde geht; Mel. Zeuch ein ꝛc.; oder wie bei Nr. 60. al⸗len keh⸗ ren ein. Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen In dieser Gnadenzeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein, Mach es zu deiner Krippe, So werden Herz und Lippe Dir ewig dankbar sein! Valentin Thilo 1607 1662. Joh. Crüger. 1653. 59 E. .—..— —.— Auf, auf, ihr Reichsge⸗ Emp ⸗fangt ihn nos⸗ sen, der un⸗ver- dros-sen, den RRRER Kö⸗nig kommt her ⸗ an! EEE — Ihr Chri-sten, geht her⸗ gro- ßen Wun⸗der-mann! 0 ..—— . für, laßt uns vor al⸗ len Dine gen ihm Ho-si⸗ an= na 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der König ist gar nah; Hinweg allAngst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort Hochtröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können In Nachtmahl, Tauf und Wort! 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König ist nicht fern! Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern! Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hilf erweisen, Besiegen gar den Tod. 4. Seid fromm, ihr Unter⸗ tanen, Der König ist gerecht! Laßt uns die Weg' ihm bahnen, Macht sie zum Einzug recht! Fürwahr, er meint es gut, Drum lasset uns die Plagen, Die er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem Mut! 5. Frisch auf, ihr Hochbe⸗ trübten, Der König kommt mit Macht! An uns, die Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. Nun wird nicht Angst noch Pein sin-gen mit hei⸗=li⸗ ger Noch Zorn hinfort uns schaden, Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 6. So eilt mit schnellen Schritten, Den König selbst zu sehn! Er kommt in unsre Mitten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann! 7. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns gibt Durch seine Gnad und Wort. Ja, König hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 8. Nun Herr, du gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach, Du liebest unvergleichlich, Du gehst den Sͤndern nach. Wir wollen dir allein Die Stimmen hoch erschwingen, Ein Hosianna singen Und ewig dankbar sein. Joh. Rist 1607—1667. Advent. E Mel. Aus meines Herzens oder wie bei Nr. 59 555 Weltlich? 1598. O — 0 0 Nun jauch-zet all, ihr From⸗ weil un ⸗ser Heil 9e ⸗kom⸗ H *+——.—. —.—1— men, in die ⸗ser Gna- den-zeit, men, der Herr der 1—885 keitz— —— —.——— 1. D——— oh-ne stol ⸗ ze Pracht, doch mäch-tig, zu ver⸗ —— —.— D.———..— 00— — —.— + hee ⸗ren und gänz⸗ lich zu zer ⸗stö⸗ .......... n ——— h.— en des Teu⸗fels Reich und Macht! 2. Kein Szepter, keine Krone Sucht er in dieser Welt, Auf hohem Himmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, Nehmt diesen König an; Soll euch geholfen werden, So geht die rechte Bahn, Die führt zum Himmelslicht! Sonst, wenn ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Trifft euch sein Strafgericht. 4. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid: Seid dennoch wohlgemut! Laßt eure Lieder klingen, — Advent. —H Dem König zu lobsingen, Er ist das höchste Gut! 5. Er wird nun bald erscheinen In seiner Herrlichkeit, Der euer Leid und Weinen Mel. Valet will ich dir geben. Verwandeln wird in Freud. Er ist's, der helfen kann; Macht eure Lampen fertig, Seid seiner stets gewärtig, Er ist schon auf der Bahn! Mich. Schirmer 1606—1673. Wie soll ich dich emp-fan-gen und wie be⸗ o ᷣal-ler Welt Ver-lan- gen, o mei⸗ner .—— ie——— gegn' ich dir, Sers le Ziere Je⸗ su, Je⸗ su, se ⸗ tze dein 9— I + SSRS ,,.——.— 25 gött⸗lich Licht mir bei, da- mit, was dich er-gö— 6 + — qDq——— D tze, mir kund, o Hei⸗- land, sei! 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zum Trost mir und zur Freud? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Wo Fried und Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht. Melchior Teschner. 1614. Aunn Advent. 4 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich ge⸗ trieben Zu mir vom Himmelszelt Als dein getreues Lieben, Womit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammerlast, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast. 6. Das nimm dir recht zu Herzen, Du hochbetrübtes Heer, Bei welchem Gram und Schmerzen Sich häufen mehr und mehr! Seid unverzagt, ihr habet Die Hilfe vor der Tür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier! 7. Ihr dürft euch nicht be⸗ mühen Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht er⸗ schrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind' und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist. 10. Er kommt zum Welt⸗ gerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ew'gen Licht, zur Wonne In deinen Freudensaal! Paul Gerhardt 1607-1676. Ad vent. Nach eigener Melodie. Fal— 6². S n, H—— E 0 0 0 Gott sei Dank durch al le Welt, der sein 2556.— TT **.—— Wort be⸗ stän⸗dig hält und der Sün-der 2—.— I. ,————4 EV2.———— +— H*—. DD N+ Trost und Rat zu 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was sie haben prophezeit, Ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau S ohn Gottes Sohn, der starke Held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn Dir zu meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Es gehöret dir allein; uns her-ge-sen- det hat! Mach es, wie du gerne tust, Rein von aller Sündenlust! 6. Und wie deine Ankunft war Voller Sanftmut immerdar, Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans Macht und List Sich gar hoch und kühn ver⸗ mißt! 8. Laß mich, wenn du Lebens⸗ fürst Prächtig wieder kommen wirst, Freudig dir entgegengehn Und vor dir gerecht bestehn! Heinrich Held 1620—1659. Rüänn n/ t, Advent. E Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Karl Friedr. Schulz? 1785. ͤ. bã ISSI ——— Er kommt, er kommt; geht ihm ent-ge⸗ er bringt euch Le⸗ ben, Heil und Se⸗ gen! Der Hei-land al⸗ ler Welt er⸗-scheint, gen. Ehrt ihn, der 4 ten ai. .. das Ge⸗ setz 10 us er füllt 12—— se⸗bend EN— 1——14 —— ö +* —— un⸗ sern Jam:mer stllt! 2. Er kommt, der Glanz von jenem Wesen, Das ewig und unsichtbar ist; Aus seinenTaten kannman lesen, Daß er die Menschen nicht vergißt; Durch seine Niedrigkeit erhebt Gott alles, was im Staube lebt. 3. Er kommt, der Freund ver⸗ lorner Sünder, Als Friedefürst, Kraft, Rat und eld, Der einst als Todesüberwinder Erlöste durch sein Blut die Welt. Lobsinget ihm! Er heißt und ist Der treue Mittler Jesus Christ. 4. Empfanget ihn, schenkt eure Herzen Ihm, eurem großen König, gern! Die hier die Gnadenzeit ver⸗ scherzen, Sehn ihn einst dort als ihren Herrn, Wo er als ernster Richter spricht: Weicht, weicht von mir, ich kenn? euch nicht! 5. Mein Heiland, komm, mein Herz steht offen, Zieh, sanftmuts oher König, ein! Was außer dir die Menschen hoffen, 86 ö Advent. U Ist Eitelkeit und leerer Schein; Komm, meine Hoffnung fest zu Dein Reich nur schenkt Ge⸗ gründen, rechtigkeit Die dein Verdienst dem Und göttliche Zufriedenheit. Glauben gibt! Mein größtes Glück, mein letztes 6. Laß deine Liebe mich emp⸗ Wort finden, Sei: Jesus ist mein Fels und Mit der du diese Welt geliebt! Hort. Joh. Friedr. Mudre 1756—1810. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. Joh. 155 i 900 Was wär' ich oh⸗ le⸗ ich. ge⸗ we sen, Zu Furcht und Ang-sten aus-er⸗le⸗ sen H -A. 19.3.8 E— und oh=ne dich was würd' ich sein? ständ' ich in wei-ter Welt al-lein. Nichts wüßt' ich si⸗ cher, was 0 ieb⸗ e Zu⸗kunft wär' ein —.—.— .——— EEEEEE dunk⸗ler Schlund, und wenn meinHerz sich tief be⸗trüb⸗ te, +2 IDDDDDTDDSI ꝗ— wem tät' ich mei⸗ne Sor- ge kund? 2—— ů Advent. 87 Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe 17⁰04. —.—.— 2——————— ——.e SDDSS 4—————.— Was wär ich oh ne dich ge ⸗ we⸗ sen, und Zu Furcht und Ang-sten aus er ⸗le⸗ sen ständ' SS 5 oh⸗ne ich in wei⸗ ter + dich was würdꝰ ich Welt al-lein. sein? Nichts wüßt' ich — 0——— si- cher, was ich lieb-⸗ die Zu⸗kunft wär' ein ar *——— 2———.—— . dunk⸗ler Schlund, Aennen55 sich tief be⸗ trüb=te, —.— wem tät' ich mei⸗ne Sor- ge kund? 2. Doch du hast dich mir kund⸗ 3. Das Leben ward zum gegeben, Liebesbunde, Und deiner bin ich nun gewiß; Du wandeltest in lichtes Leben Die bodenlose Finsternis. Wohl dem, dem du sein Heil geworden! DasSchicksal ist verklärt für ihn; Durch dich muß ihm an allen Orten Ein Paradies, o Heiland, blühn. Du wecktest 32 und Himmels⸗ lust; Ein heilend Kraut wächst jeder Wunde, Und freudig klopft des Dulders Brust. Für alle deine tausend Gaben Bleib' ich dein demutsvolles Kind, E — Gewiß, dich unter uns zu Und fühlen uns mit Gott ver⸗ haben, wandt. Wenn zwei auch nur versammelt 5. Noch schwebt in wunder⸗ sind. samem Glanze 4. Du kamst, ein Heiland, ein Dein Licht und Vorbild vor uns Befreier, Hier. Ein Menschensohn voll Lieb und Gerührt von deinem Dornen⸗ acht, kranze Und hast ein allbelebend Feuer Und deiner Treue danken wir. In unserm Innern angefacht. Ein jeder Mensch ist uns will⸗ eun sehn wir erst den Himmel kommen, offen Der deine Hand mit uns ergreift Als unser altes Vaterland Und, in dein Herz mit aufge⸗ Und können froh im Glauben nommen, hoffen Zur Frucht des Paradieses reift. Nach Friedr. von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. Wel. Was sorgst du ängstlich b:e. Sranz Aunnerrg, Buttstett —.H ——R—.—— +— 1— E+E————.— ———— *— —.— Dein Kö=nig kommt in nie-⸗ dern Hül=-len, 2 8 +2.——*—.— SSSII...... E— + S.* sanft⸗mü⸗tig auf der Es'-lin Fül-len; emp⸗ . 2— . ang ihn froh, Je-ru⸗-sa-lem! Trag ihm ent ⸗ge⸗- gen —.—.—..— Frie⸗ dens⸗ pal⸗ men, be⸗streu den Pfad Wü grü⸗ nen v⸗ 8 t Hal-men, so ist's dem Her-ren an- 30 Won 2. O mächt'ger Herrscher ohne Du kommst, auf den empörten Heere, Triften Gewalt'ger Kämpfer ohne Des Lebens neuen Bund zu Speere, stiften, O h von großer Und schlägst in 20. und Macht, Es wollen dir der Erde Herren Den Weg zu deinem Throne sperren; Doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, Doch alle Erdenreiche werden Dem, das du gründest, unter⸗ tan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten Zieht deine Schar nach den vier Orten Der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest her⸗ gezogen, Da ebnen sich des Meeres Wogen, Es schweigt der Sturm, von dir bedroht. 5. O Herr von großer Huld und Treue, O komme du auch jetzt aufs neue Zu uns, die wir sind schwer ver⸗ stört! Not ist es, daß du selbst hienieden Kommst, zu erneuen deinen Frieden, Dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, Die Macht der iiner er⸗ liegen Und lösch der Zwietracht Glimmen aus, Daß wir, die Völker und die Thronen, Vereint als Brüder wieder wohnen In deines großen Vaters Haus! Friedr. Rückert 1788—1866. Advent. Mel. Freu dich sehr ꝛe. —— Du, des Zu⸗kunft einst er-fleh-ten — du bist un ter uns ge⸗- tre=ten, 7——. L SSS V.— Tau sen⸗ de in J rael, der Chri-stus und Im ⸗- ma-nu- el. 6 5,,e, mie. — teu⸗ern Gnaden⸗ zeirt Nun ist — al-len Heil be⸗reit, —— D — ———— 1 PIIIIIFIFI... T————— nun soll kei⸗ ner hilf-los kla-⸗gen, kei⸗ ner +.— 2 4— 6 51 1— E E—1I hoff-nungs-los ver- za ⸗ gen. 2. Aber der der Welterschienen, Wie vom Vater er gesandt, Wandelt mitten unter ihnen Vielen fremd und unbekannt; Unbeachtet läßt man ihn Seinen Weg vorüberziehn; Ruft er, will man ihn nicht hören, Läßt in Sünde sich nicht stören. 3. Und er klopft an manche Pforte, Suchet Eingang hier und dort, Grüßet mit holdsel'gem Worte; Doch man weist ihn schnöde fort. Wer nicht fühlt, was ihm ge⸗ bricht, Dem gefällt der Helfer nicht; Wer nicht in sein Herz will gehen, Läßt den Heiland draußen stehen. 4. Kennt ihr ihn, der uns zu retten Von dem Thron des Vaters kam Und, damit wir Frieden hätten, Advent. —— Unsre Strafe auf sich nahm? Lebt ihr als sein Eigentum Ihm zur Freude und zum Ruhm? Seid auch ihr schon angeschrieben Unter denen, die ihn lieben?“ 5, Hosianna, sei willkommen, Heiland, kehre bei uns ein, 6 Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. Du sollst von uns aufgenommen, Herzlich aufgenommen sein! Sieh, zum Einzug öffnen wir Freudig unsre Herzen dir; Komm, o komm, darin zu wohnen, Ja als König drin zu thronen! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 1665. 1668. , 2 . Kö⸗ nig der Nicht bei den sei uns im schei⸗nest 6050 Kö⸗ni⸗ ge, En⸗geln er⸗ Stau⸗be will⸗ nicht bei den From⸗ kom ⸗men! menz Sün⸗der sind's nur, nie⸗ dri⸗ ger 4 Spur huldreich den ——— mB—.. nom ⸗ Ein⸗zug ge 2. Heil uns, das Leben will arm und in Sanftmut er⸗ scheinen; Herrlichkeit will mit dem Elend sich liebend vereinen. Ehre sei dir! Anders, Herr, würden ja wir Ewiglich nimmer die Deinen. men. 3. Seliger Anblick, wie mild auf den irdischen Auen Läßt der Beherrscher der himmlischen Heere sich schauen! Seht, er empfäht Liebevoll Gruß und Gebet Aller, die kindlich ihm trauen. 92 Advent. U 4. Komm zu den Deinen, o 6. Pflanze die Palmen des Herr, die dich innig be⸗ Glaubens im Grunde der gehren! Seelen, Feinde noch triffst du genug, die Wo mit den Blüten sich reifende das Herz uns beschweren; Früchte vermählen; Aber dein Blick Frieden und Ruh, Scheucht sie allmächtig zurück. Siegende Hoffnung dazu Hilf uns, du König der Ehren! Laß dem Gemüte nicht fehlen! 5. Hebe dein Antlitz auf deine 7. Komm, Hosianna! So tönt versöhnte Gemeinde, dir's von Orten zu Orten. Treibe hinweg die Verblendung, Komm, Hosianna! Begrüß uns vernichte die Feinde, mit gnädigen Worten! Bis wir befreit/ Dort nach dem Lauf Ganz dir zum Dienste bereit, Tu uns in Herrlichkeit auf, Unserm Erlöser und Freunde! Jesu, die himmlischen Pforten! Alb. Knapp 1798—1864. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. 1665. 1668. b— 35————— —.5— ——— 0—— 00 Auf, ihr Po- sau⸗ nen, das Ra⸗hen des der al-lent-hal- ben aufs neue sein —.: —.—.———————— 4 Kö⸗nigs ver ⸗ kün ⸗ det,— Feu⸗ er ent ⸗ zün ⸗ det! Iee sus ist da, 2——— +*—.—.— I—— ——— ů———— ————12 +. +— S.2.— .. 9 un ⸗ sre Er lö-sung ist nah, Dun⸗kel und e.— — + Fin ⸗ster nis schwin⸗ det, de RMtEln — Advent. E 2. Zion, Verkünderin, steige hinan auf die Höhen! Laß, o Jerusalem, mächtig dein Rufen ergehen! Bring es ans Licht, Ruf es und fürchte dich nicht: Kommt, euern König zu sehen! 3. Denn der Herr Herr kommt gewaltig herniederge⸗ fahren, Jesus wird herrschen und Gnade und Recht offenbaren; Bei ihm sein Lohn, Die unvergängliche Kron, Um ihn frohlockende Scharen. 4. Jauchzet und rühmet und prediget's unter den Heiden, Daß er als liebender Hirte die Herde wird weiden; Mel. Jesus, meine Zuversicht. Zärtlich und warm Trägt er die Lämmer im Arm, Treu wird die Schwachen er leiten! 5. Nichts ist zu ferne der treuen erbarmenden Liebe, Daß es den Hirten zu suchen, zu retten nicht triebe; Was sich verlor, Hebt er voll Mitleid empor, Daß es im Tode nicht bliebe. 6. ffnet, ihr Völker, die Tore dem König der Ehren, Möge doch niemand dem Retter den Eingang verwehren! Selige Ruh, Liebe und Freude dazu Will er den Herzen bescheren. Georg Friedr. Kayser 1817-1857. Joh. Crüger? 1653. 1656. 5.—— Auf und ma⸗che dich be=reit, denn dein tu ihm auf die To- re weit, um ihn —— II——— D— ö IRIRDI .—.— AU Kö nig kommt ge⸗ gan⸗ 9en ene fein⸗Li wür= dig 0 emp⸗ fan⸗ gen; 6 ———— —.— ——— ihm den Pfad, wenn er dei⸗nem Her-zen naht! 9⁴4 Advent. O ö 2. Denke, wie er für dich stritt Und den Frieden dir erworben, Wie er Phur und Schmerzen litt Und am Kreuz für dich gestorben, Wie er ging zum Vater ein, Daß du könntest selig sein! 3. Nimm ihn auf, den hohen Zünd ihm an der AndachtKerzen; Gönn ihm eine stille Rast, Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Bett ihn sanft in deinem Herzen Gib mit demutsvollem Sinn Dich ihm ganz zu eigen hin! 4. Laß ihn nicht von dannen ziehn, Halt ihn fest für alle Zeiten, Schlinge liebend dich um ihn Und laß nichts von ihm dich scheiden! Denn mit ihm kannst du allein Glücklich hier, dort selig sein. Julius Sturm 1816—-1896. Joh. Crüger. 1656. Fttftftft.t.... tT.. T T T.T—.—TCT 2 DS 0 0„ 2 Willst du noch län-ger drau-ßen stehn, Ge⸗ Q. seg= ne⸗ ter des Herm? Ich füh⸗ dei nen — r.—— —— 3. e wehn und weiß, du bist nicht fern. 2. Die Pforten sind weit auf⸗ getan Für dich, du werter Gast. Sieh meine Niedrigkeit nicht an Und halte bei mir Rast! 3. Mein brennend Herz ver⸗ langt nach dir, Um ganz sich dir zu weihn. HerrJesu, komm, kehr ein bei mir, Wohn in mir, du allein! 4. Schließ aus die Welt, schließ alles aus, Was mich von dir noch trennt, Und mach mein Herz zum Gottes⸗ haus Bis an mein selig End! Jul. Sturm 1816-1896. n Weihnachten. E V. Weihnachten. Nach eigener Melodie. Altdeutsch. 1524. ==.—.— Z.—. ö .... freu zet sich der En⸗gel Schar. 2. Des ew'gen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippe find't, In unser armes Fleisch und Blut Verkleidet sich das ew'ge Gut. Halleluja! 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, Der liegt in Mariens Schoß, Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding' erhält allein. Halleluja! 4. Das ew'ge Licht geht da herein, Gibt derWelt ein'n neuenSchein, Es leucht't wohl mitten in der Nacht Und uns zuichtes Kindernmacht. Halleluja! Hal ⸗le lu⸗ ja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast in der Welt hie ward Und führt uns aus dem Jam⸗ mertal, Macht Erben uns in seinem Saal. Halleluja! 6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm' Und uns im Himmel mache reich Und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja! 7. Das hat er alles uns getan, Sein' groß' Lieb zu zeigen an; Des freu' sich alle Christenheit Und dank' ihm des in Ewigkeit. Halleluja! Martin Luther 1483—1546. 96 Weihnachten. O Nach eigener Melodie. Joh. Schop? 1641. 72 6—.—4 4..——— 00 0 Er⸗-mun⸗tre dich, mein schwa⸗cher ein gött⸗lich Kind, das Je-sus ———— 2————— + A —5.— Y 2.———441— + * Geist, und tra⸗ ge groß Ver⸗lan 2 gen, heißt, mit Freu-den zu emp-fan ⸗ gen! 9— , r mn m,. — IIIII— es mit Lieb und Treu ⸗ die gan⸗ze IT. D —— Welt er 2. Willkommen, Held aus Da⸗ vids Stamm, Du König aller Ehren! Willkommen, Jesu, Gottes Lamm! Ich will dein Lob vermehren, Ich will dir all mein Leben lang VonHerzen sagenPreis und Dank, fren· e. Daß du, da wir verloren, Für uns bist Mensch geboren. 3. O Gottes Sohn, wie konnt' es sein, Dein Himmelreich zu lassen, Zu kommen in die Welt herein, Da nichts denn Neid und Hassen? —⁷ Weihnachten. E Wie konntest du die große Macht, Dein Königreich, die Himmels⸗ pracht, Ja selbst dein teures Leben Für solche Feinde geben? 4. O großes Werk, o Wun⸗ dernacht, Dergleichen nie gefunden! Du hast den Heiland hergebracht, Der alles überwunden; Du hast gebracht den Gottes⸗ mann, Der Sturm und Wolken zwingen kann, Vor dem die Felsen splittern Und alle Himmel zittern. 5. O liebes Kind, o süßer Knab, Holdselig von Gebärden, Mein Bruder, den ich lieber hab' Als alles Gut auf Erden: Dich schließ' ich in mein Herz hinein, O laß es deine Wohnung sein, Warum sollt' ich mich ꝛc. Komm, komm, ich will beizeiten Die Herberg dir bereiten! 6. Mein Heiland, der vom Himmel kam Zur Freud mir und zum Leben, Du edler Zweig aus Davids Stamm, Was soll ich dir doch geben? Ach nimm von mir Leib, Seel und Geist, Ja alles, was Mensch ist und heißt; Ich will mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. 7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, Sei dir von mir gesungen, Daß du mein Bruder worden bist Und hast die Welt bezwungen. Hilf, daß ich deine Gütigkeit Stets preis' in dieser Gnadenzeit Und mög' hernach dort oben In Ewigkeit dich loben! Joh. Rist 16071667. Joh. Georg Ebeling. 1666. — ů .—— t 73 e e—— Froh⸗ lich soll mein Her-ze sprin- gen 7—— — Q SSS—. — die⸗ ser Zeit, Evang. Gesangbuch. da vor Freud al⸗ le En⸗gel sin-gen. 4 Weihnachten. — Hört, hört, wie mit vol⸗ •——.—.— S .—— TTTT 1 —1——— len Chö-ren al⸗-le Luft I — n din nei IIIT —— i.— laut es ruft: Chrirstus 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir Mensch zu gute, Gottes Kind, Das verbind't Sich mit unserm Blute. 3. Nun er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, Was euch quält! Was euch fehlt, Bring' ich alles wieder. 4. Ei so kommt und laßt uns laufen, Stellt euch ein, Groß und klein, Kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labsal gönnet! ist ge⸗ bo⸗ ren! 5. Die ihr schwebt in großen Leiden, Sehet, hier Ist die Tür Zu den wahren Freuden! Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 6. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, Wer empfind't Seine Sünd Und Gewissensschmerzen, Sei getrost! Hier wird gefunden, Der in Eil Machet heil Auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eures Glaubens Hände! Hier sind alle guten Gaben Und das Gold, Dran ihr sollt Eure Herzen laben. .E V 22 0 — U N eHFN den, ide, O Weihnachten. 99 8. Süßes Heil, laß dich um, 9. Ich will dich mit Fleiß be⸗ fangen, wahren, Laß mich dir, Ich will dir Meine Zier/ Leben hier Unverrückt anhangen! Und mit dir heimfahren; Du bist meines Lebens Leben; Mit dir will ich endlich schweben Nun kann ich Voller Freud, Mich durch dich Ohne Zeit, Wohl zufrieden geben. Dort im andern Leben. Paul Gerhardt 16071676. Mel. Du, des sich ꝛc.; oder: Vom Himmel hoch ꝛc.*) 178⁴. —.— 15 i —. Wir sin⸗gen dir, Im-⸗ ma⸗-nuel, du 0 0 0 4— 6 — ö— SS.SS.SS IIIIII 2.— 25.— D—.— DD n neen +2. 4 L f 2— Mor gen⸗- stern, du Sohn der Jungfrau, Herr der D II =lu ⸗ja! Die zweite Melodie(ohne„Halleluja“ am Schluß) s. bei Nr. 77. 2. Wir singen dir mit deinem 3. Von Anfang, da die Welt Heer gemacht, Aus aller Kraft Lob, Preis und Hat manches Herz nach dir ge⸗ E wacht, I Daß du, o lang ersehnter Gast, Auf dich gehofft so lange Jahr' Dich nunmehr eingestellet hast. Der Väter und Propheten Schar. Galleluja!)(Hallelujal) 4* 10⁰ Weihnachten. E 4. Nun bist du hier, da liegest du, Hältst in der Krippe deine Ruh, Bist klein und machst doch alles groß, Bekleidst die Welt und kommst doch bloß. (Hallelujal) 5. Du bist der Ursprung aller Freud Und duldest so viel Herzeleid, Bist aller Heiden Trost und Licht, Suchst selber Trost und findst ihn nicht. (Hallelujal) 6. Ich aber, dein geringster mecht, Ich sag' es frei und mein' es recht: Ich liebe dich,— doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. (Hallelujal) 7. Der Will ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. (Halleluja!) 8. Bin ich gleich schwach und sündenvoll, Hab' ich gelebt nicht, wie ich soll: Ei kommst du doch deswegen her, Daß sich der Sünder zu dir kehr', (Halleluja!) 9. Du bist mein Haupt, hin⸗ wiederum Bin ich dein Glied und Eigen⸗ tum Und will, so viel dein Geist mir gibt, Stets dienen dir, wie dir's be⸗ liebt. (Halleluja!) 10. Ich will dein Halleluja hier Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Soll's schallen ohne Zeit und Zahl. (Hallelujal) Paul Gerhardt 1607—1676. das Kind, dem Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. 75————. D — Dies ist die Hch.de mir er-schie⸗ al ⸗le en⸗ gel die: Weihnachten. nen des gro⸗ßen Got ⸗tes Freundlich⸗keit; nen, bringt Licht in mei- ne Dun⸗kel-heit, die⸗-ses Welt- und Him⸗mels-- licht weicht wahr⸗lich 23—7 +.— —3 ———.— 2—*—— tau⸗send Son-nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnaden⸗ schein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Höllen Macht, Der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Seligkeit; Wenn Sonne, Mond und Stern? vergehen Vielleicht in einer kurzen Zeit, Wird dieses Licht mit seinem chein Dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens- und dein Liebes⸗ licht! Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein. 3. Drum Jesu, schöne Weih⸗ nachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst Dein Licht seimeine Weihnachts⸗ wonne Und lehre mich die hohe Kunst, Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtsglanzes voll! Kasp. Friedr. Nachtenhöfer 1624—1685. 10'2 Weihnachten. U Mel. Lobe den Herren, den 855 ꝛc. 1665. 1668. 70 en nr, n 00 0 Jauch-zet, ihr Him⸗ mel, froh lo⸗cket, ihr Sin⸗get dem Her⸗ren, dem Hei⸗land der v der i,vd IDDIDIDDRRRRR——————— — En⸗gel, in Chön⸗ ren! Se⸗het doch d Menschen, zu Eh ren! —4 — . Gott will so freundlich und nah zu den Ver⸗ RSTR 2— lor ⸗nen sich keh ⸗ ren! 2. Jauchzet, ihr Himmel, fro⸗ lockt, alle Völker der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud Wird uns verkündiget heut; Freuet euch, Hirten und Herden! 3. Gott ist im Fleische! Wer kann dies Geheimnis ver⸗ stehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, Freunde des Kindes zu sein, Die ihr zum Vater wollt gehen! 4. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen ge⸗ denken? Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen mir schenken. Sollt' nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin Und sich in Demut versenken? 5. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Du, dem ich wieder mein Herz in der Liebe verbinde, Du sollst es sein, Den ich erwähle allein! Ewig entsag' ich der Sünde. O Weihnachten. 103 6. Treuer Immanuel, werd 7. Menschenfreund Jesu, dich auch in mir nun geboren! liebꝰ ich, dich will ich erheben; Komm doch, mein Heiland, denn Laß mich doch einzig nach deinem ohne dich bin ich verloren; Gefallen nur streben! Wohne in mir, Herr, nimm mich hin, Mache ganz eins mich mit dir, Gib mir, in kindlichem Sinn Der du mich liebend erkoren! Ewiglich dir nur zu leben! Gerh. Tersteegen 1697 1769. Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 1539. Q.. ——.—— 2388— IEESEE ———— 00 0 Dies ist der Tag, den Gott ge⸗macht; sein ————.—.— L 3,..—.— ——————— —0 werd' in al-ler Welt ge-dacht, ihn prei- se, was durch —.— i 2 2 e. Je⸗-sum Christ im Him⸗mel und auf Er-den ist! 2. Die Völker haben dein ge- 4. Herr, der du Mensch ge⸗ harrt,‚ boren wirst, Bis daß die Zeit erfüllet ward; Immanuel und Friedefürst, Da sandte Gott von seinem Auf den die Väter hoffend sahn, Thron Dich Gott, mein Heiland, bet' Das Heil der Welt, dich, seinen ich an. Sohn. 5. Du, unser Heil und höchstes 3. Wenn ich dies Wunder Gut, fassen will, Vereinest dich mit Fleisch und So steht mein Geist vor Ehrfurcht Blut/ still; Wirst unser Freund und Bruder Er betet an und er ermißt, hier, Daß Gottes Lieb unendlich ist. Und Gottes Kinder werden wir. 1⁰⁴ Weihnachten. — 6. Durch eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt? 7. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt, Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 8. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; Sein werd' in aller Welt gedacht/ Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen ꝛc. 1665. 1668. 78——— IESE —— TN 00 0 2.——— sei Las- set uns Gott in der Hö- he,— sin⸗gen, ihr Brü-der, er + ö—. 8 Herr ist ge: bo⸗ ren!— bat u er„ ks ren sein uns zu freun ——1.—55—— — SSS,—— —5 und durch ihn 0 ig zu sein! Chri⸗ sen,u wir ů—— +——— —.—— 555—— I —— sind nicht ver lo ⸗ 2. Schatten und Dunkel be⸗ deckten den Erdkreis, es irrten Völker umher wie die Herden, verlassen vom Hirten. Jesus erschien, Nächte verschwanden durch ihn, Die auch den Weisen verwirrten. ren. 3. Menschen, berufen durch Liebe die Gottheit zu ehren, Folgten der Zwietracht und haßten sich vor den Altären. Jesus erschien, Und es ward Friede durch ihn; Singet es laut ihm zu Ehren! O Weihnachten. 10⁵ 4. Gnade und Wahrheit ent⸗ Bis in das Grab keimten des GöttlichenTritten, Stieg er vom Himmel herab, Trost und Erquickung trug er in Uns in den Himmel zu heben. der Weinenden Hütten. Er selbst, ihr Freund, 6. Selige Aussicht, wenn dann Ealhn gleich ihnen geweint, Ihnmitd— n Dont det Selber gekämpft und gelitten. Ihnmit de 23 ewig erhöhe! 5. Ehre sei Gott in der Höhe! Danket schon hier, Ein ewiges Leben Selige Brüder, mit mir: Hat er durch ihn, den Geliebten, Ehre sei Gott in der Höhe! uns allen gegeben. Aug. Herm. Niemeyer 1754—1828. Mel. Heut singt ꝛc. Nik. Hermann. 1560. x ö.— 79.—.—— A ** Mor⸗gen-licht! Das —. SS—.— —...— 1———.. —.— —— ist der al-te Mor-gen nicht, der täg⸗lich wie⸗der⸗ ———— den ———— EI — keh ret; ein Licht von dem, der e- wig wacht, durch⸗ —— bricht die lan- ge fin ⸗stre Nacht, ein Tag, der — ——— eeeer.—— e⸗ wig wäh=ret. 2. Es ist ein König, aller Welt Ein zartes Kind geboren. Von Ewigkeit zum Heil bestellt, Er hat mit seiner Liebesmacht Weihnachten. H x Fluch Wr und wieder⸗ Das Reich, 908 war verloren. 3. Nun ist der Himmel nimmer SSFFIIIIIIIIe 7. Der Lieb und Freiheit sel'ge Zeit Ist mit ihm aufgegangen; Ein ewig festes Liebesband Hält fortan jedes Haus undLand, Hält alle Welt umfangen. 168 Vom Himmel hoch ꝛe. 4. Wer ist nun, der noch sorgt und sinnt? Geboren ist uns heut ein Kind, Das aller Heil soll werden. Willkommen, du ersehnter Held, Du Licht und Trost der ganzen Welt, Willkommen uns auf Erden! Nach Max von Schenkendorf 1783—1817. 7.— rrn—2— 36 2————.7—1 dem das Lied der En⸗ gel klang, der ho-he Freu- den⸗ — 3—— — lob-sin- get ihm, Hal- lu Ja 2. Vom Himmel kam in 229—— Der uns des Lebens Licht ge⸗ Run leuchtet uns ein milder h Wie Morgenrot im dunkeln Tal. 3. Er kam, des Vaters Eben⸗ Von schlichtem Pilgerkleid um⸗ hüll Und führet uns mit sanfter Hand, Ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront, Hat unter uns ein Mensch ge⸗ wohnt, Damit auch wir ihm werden gleich Auf Erden und im Himmelreich. 5. Einst führet er zur Him⸗ melsbahn oꝰleM”blN& 220 Weihnachten. 10'7 Uns, seine Brüder, auch hinan 6. Empor zu Gott, mein Lob⸗ Und⸗ wandelt unser Pilger⸗ gesang! kleid Er, dem der Engel Lied erklang, In Sternenglanz und Herrlich⸗ Der hohe Freudentag ist da; keit. Ihr Christen, singt Halleluja! Friedr. Adolf Krummacher 1767—1845. Mel. Zeuch ein ꝛe. Joh. Crüger. 1653. SI —.—— 1——— G 00 0 Der heil'- ge Christ ist kom-men, der des freun sich al le From-men am 2 e teu⸗ re Got⸗ tes ⸗ sohn; 2 höch-sten Him-mels-thron. Auch was auf Er: den —————— 65 e 7———— soll 1 sen hoch und ben mit al=len —.— En⸗ 920 dro en——31 lie⸗ben heil'-gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, Verwaist und vaterlos, SRRSSS Die lange Nacht ist hin; Gott rufet selbst die Sünder Die Sünde liegt gefangen, In seinen Gnadenschoß. Erlöst ist Herz und Sinn, Er will, daß alle rein Die Sündenangst ist weg; Von ihrem alten Schaden, Der Glaube geht zum Himmel Vertrauend seinen Gnaden, Nun aus dem Weltgetümmel Gehn in den Himmel ein. Auf einem sichern Steg. 4. Drum freut euch hoch und 3. Nun sind nicht mehr die preiset, Kinder Ihr Seelen fern und nah! 108 Weihnachten. U Der euch den Vater weiset, Mit süßen Liebesworten: Der heil'ge Christ ist da. Geöffnet sind die Pforten, Er ruft euch insgemein Ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. Q + „.— 1.———— 8 2—1.—.————————— Q 0 0 35—— 5 Er ⸗füllt sind Stund' und Zei⸗ten, der neu ze das Licht der E⸗ wig-kei-⸗ ten tritt auf die ——— ME. Tag bricht an; Sie⸗ ges-bahn. Zur Mit⸗-ter⸗nacht ver⸗schwie-gen hat 3— —— ee en ——— 6.—.— es sich ein ⸗-ge-stellt, die En-gel Gottes flie⸗ den Krtitriene ....T.T.T. TCTT gen und ru-fen's in die Welt. 2. Hier liegt's im Mutterschoße Die Sonne finster stehn. Und ist noch schwach und klein; Sein still verborgnes Wesen Nur zu geringem Lose Hat eine solche Macht, Scheint es bestimmt zu sein, Daß Kranke drin genesen Als sollt' es sich verlieren Und Totes neu erwacht. In tiefer Dunkelheit, 4. Es freuen sich die Armen, Und doch soll es regieren Die Müden in dem Schein; Die Welt in Herrlichkeit. Es ladet voll Erbarmen 3. Es muß vor diesem Lichte Die Schwachen zu sich ein; Der Erde Glanz vergehn, Die Stolzen nur erquicken Vor diesem Angesichte Sich nicht an seinem Strahl, —.— en, 4 Epiphanien: Jesu Lehramt u. Wandel auf Erden. 10 Nur den verkehrten Blicken Ist dieses Licht zur Qual. Den höhern Aufgang sehn! O Jesu, Stern der Gnade, 5. O Licht, laß uns hienieden Des Vaters Glanz und Zier, Als deine Kinder stehn, Bis wir dereinst im Frieden O leucht auf unsre Pfade, Damit sie gehn zu dir! Heinr. Puchta 1808-1858. VI. Epiphanien: Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. —1—— — 2— ö — — DDE E Auf, See⸗le, auf und säu⸗me nicht! Es Q 1— — ö————— nni. bricht das Licht her- für; der Wun-der-stern gibt —— —...———.—— + :, Bi. dir Be richt, der 2. Geh aus von deinem Vater⸗ land, Zu suchen solchen Herrn; Laß deine Augen sein gewandt Auf diesen Morgenstern! 3. Gib acht auf diesen hellen Schein, Der aufgegangen ist; Er führet dich zum Kind hinein, Das heißet Jesus Christ! Held se vor der Tür. 4. Er ist der Held aus Davids Stamm, Der alle Feinde schlägt; Er ist das teure Gotteslamm, Das unsre Sünde trägt. 5. Drum mache dich behende auf, Befreit von aller Last, Und laß nicht ab von deinemLauf, Bis du dies Kindlein hast! 11⁰ Epiphanien. —. o. Halt dich im Glauben an das Wort, Das fest ist und gewiß, Das führet dich zum Lichte fort Aus aller Finsternis! 7. Drum sinke nur vor seinem Glanz In tiefste Demut ein Und laß dein Herz erleuchten ganz Von solchem Freudenschein! 8. Bring willig dich zum Opfer ar, Dich selbst mit Leib und Seel, Und singe mit der Engel Schar: Hier ist Immanuel! Mel. Seelenbräutigam. 9. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, Wo man zum Leben geht, Hier ist des Paradieses Pfort, Die wieder offen steht. 10. Hier fallen alle Sorgen hin, Zur Lust wird alle Pein, Es wird erfreuet Herz und Sinn, Denn Gott ist wieder dein. 11. Der zeigt dir einen andern Weg, Als du vorher gekannt, Den stillen Ruh- undFriedenssteg Zum ew'gen Vaterland. Mich. Müller 1673—1704. Adam Drese um 1690. 1698. * —.—.— EIIT — 235 ist wohl wie du, Je- su, sü-ße 222 2 ko⸗ren, Le· H. 1** 5——— V — 8———— —— D..— 1ITtTtt... 3——— die ver-lo- ren, und ihr Licht da- zu, I.—.— —2———— ö—.— 54.——— Je⸗ su, sü⸗ ße duh! 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Not Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zugedecket, Und mich aus der Not Hat geführt zu Gott! — Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 11¹⁷ 3. Glanz der Herrlichkeit, Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket Zur erfüllten Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt Hast du mächtig überwunden Und ein ewig Heil erfunden Durch das Lösegeld Deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Szepter will ich küssen, Mit Maria dir zu Füßen Sitzen früh und spät, Höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm Als dein Eigentum Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen Als dein Eigentum, Du mein höchster Ruhm! 7. Zieh mich ganz in dich, Daß die Liebe mich Ganz durchdringe und erneue, Mich von aller Last befreie, Die noch drücket mich; Zieh mich ganz in dich! 8. Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn und Stolz sich rege! Vor dir sonst nichts gilt Als dein eigen Bild. 9. Steure meinem Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht mög' von dir wanken, Sondern bleiben in den Schranken; Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn! 10. Deines Geistes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög' und beten, Freudig vor dein Antlitz treten; Ungefärbte Lieb In die Seele gib! 11. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des HerzensSchifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken; Habe auf mich acht, Hüter in der Nacht! 12. Einen Heldenmut, Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen lasse Und des Fleisches Lüste hasse, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein teures Blut! 13. Soll's zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todestal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn! Joh. Anast. Freylinghausen 1670-1739. Epiphanien. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. —.— Je ⸗su, gro-ßer Wun⸗der-stern, der aus IPDRDDDEE Ja kob ist er⸗ schie ⸗ nen, mei⸗ ne See le 4—5 ö .—— 4——— 1——— ö— .————.—— will so gern dir an dei⸗nem Fe⸗ste die⸗ 1— h——.1..——— r nen; nimm doch, nimm doch gnä-dig an, 9 10—— + II— DERESSSSSS.— —.— I Ar- mer schen-ken kann! 2. Nimm das Gold des Ihn als Opfer vor dich bringen! Glaubens hin, Wenn ich bete, nimm es auf Wie ich's von dir selber habe Und sprich Ja und Amen drauf! Und damit beschenket bin,— So ist dir's die liebste Gabe; 4. Nimm die Myrrhen bittrer Laß es auch bewährt und rein Reu! In dem Trübsalsfeuer sein! Ach, mich schmerzet meine Sünde! 3. Nimm den Weihrauch des Aber du bist fromm und treu, Gebets, Daß ich Trost und Gnade finde Laß denselben zu dir dringen, Und nun fröhlich sprechen kann: Herz und Lippen sollen stets Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister 1671—1756. 155 Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. 113 Mel. Schmücke dich ꝛe. Joh. Crüger. 1649. 4— •.— 80 E 000 Hei-land, dei⸗ ne Menschen- lie ⸗ be die dein treu⸗es Herz be- wo⸗ gen, n, H. —III IDI‚‚DDe——.— — 2.———.—1.———— war die Quel⸗le dei- ner Trie-be, dich zu uns her-ab- ge- zo- gen, dich mit Ü⸗ber⸗ de⸗ Kzet, dich vom Kreuz ins . der wun⸗der-- ba⸗ ren ͤͤ dei ner treu⸗en Menschen-lie-be! 2. Über seine Feinde weinen, O wie ist dein Herz gebrochen, Jedermann mit Hilf erscheinen, Wenn dich Kranke angesprochen; Sich der Blinden, Lahmen, Armen O wie pflegtest du zu eilen, Mehr als väterlich erbarmen, Das Erbetne mitzuteilen! Der Betrübten Klagen hören, Sich in andrer Dienst verzehren, i Für die Welt sein Leben lassen: Die Unwissendniherlehren „ 1 I Wer mag solche Lieb erfassen! Die Verführten 0 bekehren, 3. O du Zuflucht der Elenden, Sünder, die sich selbst verstocken, Werhat nicht von deinen Händen Täglich liebreich zu sich locken: Segen, Hilf und Heil genommen, Das, o Herr, war deine Weise, Der gebeugt zu dir gekommen? Das war täglich deine Speise. 4. Die Betrübten zu erquicken, nder an dein Herz zu drücken, 1⁴ Epiphanien. O 5. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, Ohne Schelten, Drohen, Klagen Andrer Schmach und Last zu tragen, Allen freundlich zu begegnen, Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schar zu beten Und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Er⸗ barmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar teures Leben In den ärgsten Tod gegeben, Da du in der Sünder Händen, Alle Leiden zu vollenden Und den Segen zu erwerben, Als einFluch hast wollen sterben! 7. Demut war bei Spott und Deiner Liebe Schmuck und Krone; Diese machte dich zum Knechte Einem sündigen Geschlechte, In ihr warst du, gleich den Tauben, Ohne Falsch; und Treu und Glauben, Mit der Klugheit stets gepaaret, Hast du bis zum Tod bewahret. 8. Herr, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng und Flecken! Du hast das Gesetz erfüllet, Seinen Fluch hast du gestillet; Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen; Rein'ge meines Herzens Triebe, Heil'ge sie durch deine Liebe! Hohne Joh. Jak. Nambach 1693—1735. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. —4.——— I 87 2— We—. ———4— —— O sü⸗ ße ⸗ster der Na-men all, die O du, der Him- mel Wi⸗der⸗-schall, dem EE 2 —. 2*— — V. Men⸗ schen-zun⸗gen nen-nen! tau⸗send 10 1 zen bren⸗nen! O Je⸗sus, Je⸗= sus 4 +I .— —.———. ö e Chri⸗ stus, wie beugt tief ge⸗nug sich un-ser Knie vor dir, o mein Er⸗ 2. O du, der ewig uns befreit Von Todesnot und Schmerzen: Wer, Heiland und Erretter, freut Sich deiner nicht von Herzen? Dein Nam ist Hilfe, Heil und Huld, Vor dir verschwindet Tod und Schuld; Wer ist wie du ein Retter? 3. Erlöser Jesu, einger Sohn Des Vaters aller Wesen, Zum König auf Jehovas Thron Von Anbeginn erlesen, Nach eigener Melodie. Voll Gottesweisheit, Licht aus Licht, Voll Kraft, die warm zum Her⸗ zen spricht, Voll reinster Gottesliebe! 4. Hoch über alle Namen geht Dein Name, Weltregierer, Du Hoherpriester und Prophet, Du aller Seelen Führer! Dein ist die Tiefe, dein die Höh, O König aller Könige, Dein alles, Jesus Christus! Joh. Kasp. Lavater 1741—1801. Konr. Kocher. 1823. 88 W de Dir geht Licht, dur⸗ auf ein Glanz der 20 Volk der 99 0ei⸗ Freu⸗ —.— 2 den, den wer⸗ de vom ge Licht, rin lem! hem; ru⸗ sa Beth⸗le Ii gen das Licht icht und Welt, 152— stus Hell der 116 Epiphanien. . hat sich ein ⸗ge⸗ 2. Ehe dieses Licht erschienen, Das die Völker wünschten, lag Dichte Finsternis auf ihnen; Doch uns scheinet lichter Tag, Und ein strahlenvoller Stern Führt uns sicher zu dem Herrn. 3. Aber ach, von deinem Volke Wirst du, Heiland, nicht erkannt, Und des Irrtums finstre Wolke Überschattet noch dein Land; Über Salem strahlt dein Licht, Aber Salem kennt dich nicht. 4. Ach verwerfet doch, ihr Sünder, Den nicht, der euch retten kann; Komint und werdet Gottes Kinder, Betet euren König an! Eilt zu ihm und säumet nicht, Macht euch auf und werdet Licht! 5. Nun wir eilen mit Ver⸗ langen, Dich zu ehren, sind bereit, Dich, o Heiland, zu empfangen; Mel. Gott des Himmels ꝛc. stellt. Zeig uns deine Herrlichkeit! Unsre Kniee beugen sich, Unser Glaub umfasset dich. 6. Auf des Lebens Pfad geleite Täglich uns dein Geist und Wort; Gib uns Mut zum guten Streite, Daß wir siegen fort und fort, Stets an deiner Seite gehn, Nie verzagend stille stehn! 7. In des Leidens Finsternissen Leucht' uns deines Trostes Licht; Ach in unsern Kümmernissen, Jesu, ach verlaß uns nicht, Bis uns in der Ewigkeit Deines Lichtes Glanz erfreut! 8. Wandern wir im finstern Tale Endlich näher hin ans Grab, Dann sei unser Licht und strahle Himmelstrost auf uns herab, Daß wir ohne Furcht und Graun Unserm Tod entgegenschaun! Joh. Friedr. Mudre 1756—-1810. Heinr. Albert. 1642. 89 —.— Hört das Wort voll Ernst und Lie- be, hört's und prüft des Her- zens Trie- be Jesu Lehramt und Wandel auf Erden. x 117 9³³——— ——— —.——.—— RDDISPII— das zu euch der Hei⸗-land spricht; bei des Wor ⸗tes hel⸗lem Licht! Was der I +——... D...‚———— Mund des Herrn ge-beut, das ist eu ⸗= re Sr lig- keit. 2. Nicht aus Sinais Ge⸗ wittern Donnert hier des Herrn Gebot, Daß die Herzen bang erzittern, Weil es Zorn und Strafe droht; Seligpreisend tut sein Mund Euch den Sinn des Vaters kund: 3.„Selig sind die geistlich Armen, Denn das Himmelreich ist ihr!“ Ihnen öffnet voll Erbarmen Gott der ew'gen Gnade Tür, Da wird ohne Maß gewährt, Was ihr sehnend Herz begehrt. 4.„Selig sind, die Leid empfinden Auf des Lebens schmaler Bahn! Ihre Traurigkeit wird schwinden, Reicher Trost wird sie umfahn;“ Denn sie wirkt zur Seligkeit Reue, welche nie gereut. 5.„Selig sind, die sanften utes Und in Demut milde sind! Sie erfreuen sich des Gutes, Das kein Trotz und Streit ge— winnt.“ Durch der Sanftmut stille Macht Wird das Schwerste leicht voll⸗ bracht. 6.„Selig sind, die hier mit Schmachten Dürsten nach Gerechtigkeit, Die nach Gottes Reiche trachten, Nicht nach Gütern dieser Zeit! Wo der Born des Lebens quillt, Wird ihr Seelendurst gestillt.“ 7.„Selig sind, die voll Er⸗ barmen Auf der Brüder Leiden sehn Und den Schwachen, Kranken, Armen 11⁸ Epiphanien. — Freudig eilen beizustehn! Noch vor Gottes Thron erfreut Einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen Herzen, Die nicht Sünd und Welt um⸗ strickt, Die mit schnöder Lust nicht scherzen, Weil nur Heil'ges sie entzückt! Einst im reinen Himmelslicht Schaun sie Gottes Angesicht.“ 9.„Selig sind, die Frieden bringen, Schuld und Kränkung über⸗ sehn, Feindeshaß mit Huld bezwingen, Für Verfolger segnend flehn! 0 Mel. Herzliebster Jesu. Trifft sie auch der Menschen Spott, Seine Kinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sind, die als Ge⸗ rechte Dulden Kreuz, Verfolgung, Schmach, Als des Herrn getreue Knechte Bis zum Tod ihm folgen nach! Groß ist dort vor Gottes Thron Seiner Überwinder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde, Laßt der Wahrheit Früchte sehn, Daß durch euch verherrlicht werde Euer Vater in den Höhn!“ Ob der Erdball untergeht, Sein Gebot, sein Wort besteht. Bernh. Garve 1763—1841. Joh. Crüger. 1640. 0 3— —... 2.. II — wal⸗ ler, daß wir nicht fal-len! 2. Du bist der Weg! Wenn Du bleibst der Morgenstern in deine Hand uns leitet, unserm Herzen So stehn wir fest, wenn unser In Nacht und Schmerzen. Fuß auch gleitet. Erhalt uns stets, o Hirt voll 4. Du bist das Le ben! Ewig Huld und Gnade, himmlisch Leben Auf rechtem Pfade! Wirst du, o Lebensfürst, den 7 1910 Deinen geben. 3. Du bist die Wahrheit! ‚ hilf, daß wir zum Himmel Gehn wir gleich im hingelangen, Dunkeln, Darnach verlangen! Doch muß dein himmlisch Licht Friedr. 17071 97550 uns freundlich funkeln; 1767—18⁴ Mel. Jerusalem ꝛe. Melchior Frank? 1663. RN e ——*.— Ich fol- ge dir, mein Füh⸗rer, Die Welt er ⸗ wählt in—-—gñ. 237— ., auf der Bahn, da du mich führst zum Ziel. blin⸗den Wahn sich fal-scher Füh=rer P viel. Ich blei-be dir er ⸗ge- ben, nur e-wig Epiphanien. dir g— weiht, dir . + W 90 nach in 2. Ich folge dir, Prophet, der nie mich trügt, Nie ohne Trost mich läßt; Ich weiß, daß nie dein heilig Wort mir lügt, Es steht wie Felsen fest. Wenn alles wird vergehen, In Feuersglut zerstäubt, Wird fest dein Wort bestehen, Und deine Gnade bleibt. 3. Ich folge dir, mein Hoher⸗ priester, nach Zu deinem Kreuzesstamm, Wo dir das Herz in treuer Liebe brach, Unschuldig Opferlamm! Als du am Kreuz geendet, Da ward ich Gottes Kind, Da wurden die vollendet, Die dir geheiligt sind. 9—6 Valet will ich dir geben. E⸗ wig-keit. 4. Ich folge dir, mein König, dem wie Gott Hier alles untertan. Die Welt vergeht⸗ zu Schanden wird der Spott, Verschwinden muß der Wahn. Welch Heil ist mir bereitet, Wenn mich dein Geist regiert, Auf ebner Bahn mich leitet Und zu dem Himmel führt! 5. Ich folge dir, mein Hirt, durch Kampf und Qual, Mich lenkt dein Hirtenstab. Du leitest mich einst auch durchs Todestal, Nicht furchtbar ist das Grab, Der Eingang ist's zur Höhe, Zu dir, Herr Jesu Christ, Wo man in deiner Nähe Der armen Welt vergißt. Karl August Döring 1783—1844. Melchior Teschner. 1614. + 2 7 ů 92—.—— 0 0 0 Nus ir: Wen G6 4 0 wo Glück und wer ist mein Weg zum Him⸗mel, da- hin die 55157 45 Lust ver⸗ geht, Hoff-nung steht? Wer lei⸗ tet un⸗ser Stre-ben, wenn es das Ziel ver⸗ gißt? Wer führt durch Tod zum Le ben? Der 2. Wenn Irrtum uns befangen, Kein Strahl die Nacht durch⸗ bricht, Wie können wir gelangen Zum wahren Lebenslicht? Getrost, es strömt die Klarheit Von Gottes ew'gem Thron, Denn Christus ist die Wahr—⸗ heit, Der eingeborne Sohn. ö— 9885— Weg heißt Je- sus Christ. 3. Wer schenkt in Not und Leiden, Wenn bang das Herz verzagt, Die Hoffnung ew'ger Freu⸗ den, Daß einst der Morgen tagt? Wer stillt der Seele Beben, Wer gibt im Tode Ruh? Heil! Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. Christoph K. Jul Asschenfeldt 1792—-1856. Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. 93 — Den Blickem-por und halte still die Hän⸗ de zum Ge⸗ bet; laß —— —.——— ᷑. — ruhn dein Au- ge 2² Epiphanien. U 5 22—.—.—.—— , en n ver G—.———— 4——.—. 30 auf dem Stern, der hell im O- sten steht! 2. Das ist der rechte Morgen⸗ Ob drinnen aufgestellt stern, Die Krippe mit demChristuskind, Ihm weicht die dunkle Nacht; Dem Herren aller Welt! Er führt. des 6. Frag, ob das Kreuz dabei nicht fehlt Den Tag, den Gott gemacht. Mit seinem blut'gen Schein! 3. Den Blickzurück nach Beth- Für Bethlehem und Golgatha lehem Muß Raum im Herzen sein. In ferne graue Zeit,; Wo in der niedern Krippe lag 35 etr 2 krlichkeit! Der Herr der Herrlichkeit! Und wo noch weilt die Nacht, 4. Den Blick hinauf nach Verkünde du als Morgenstern Golgatha, Den Tag, den Gott gemacht! Wo an des Kreuzes Stamm S Die Welt mit ihrem Gott ver⸗ 8. Gründ äberall ein Beth⸗ lehem 4 söhnt„ 2 Wo man die Krippe sieht Das letzte O ö Das letzte Und überall ein Golgatha, 5. Den Blick ins Herz und Wo man am Kreuze kniet! frage dich, Zulius Sturm 1816—1896. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. 94 0 1—— 0——— — 0 0 0 Die Fin⸗ster ⸗nis hielt uns ge⸗ fan⸗ da ist ein Licht uns auf⸗ gen⸗ gan⸗ ——————— —.— ö⸗ de Wüksten ten wir, 9 gen; das Licht, Herr Je- su, kam von dir. 335 HR HFPRE[ O Passion: Leiden und Tod Jesu. 123 +*.— T +—.—.— —— — n 4—.——.—.— muß die Nacht um uns ver-gehn: wir ha-ben Q =ee. DT * dei⸗ nen Stern ge⸗- sehn. 2. Er leitet uns auf lichte 3. Der Stern, der über unserm Bahnen, Pfade Und wenn wir freudig ihm ver⸗ Helleuchtend zieht in stiller traun, Pracht, Erwachtin uns ein sel'ges Ahnen Es ist die Botschaft deiner Gnade, Von ewig grünen Friedensaun, Die arme Sünder selig macht. Wo du uns wirst entgegengehn: Wir können nicht verloren gehn: Wir haben deinen Stern gesehn. Wir haben deinen Stern gesehn. Julius Sturm 1816—-1896. VII. Passion: Leiden und Tod Jesu. Mel. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. 0 5 q 3. —.— Wir sin-gen und ver- kün ⸗ den dein . H— ‚ 2 0 ———.. 2— Lob, Herr Je- su Christ, der du für un- sre Sün⸗-den am Kreuz ge⸗stor-ben bist. —1²⁴ Passion. — 2. O neige dich uns Armen, Du gnadenreicher Gott, Dich unser zu erbarmen Durch deinen bittern Tod! 3. Ach wer ermißt die Schmerzen Und wägt der Leiden Last, Die du aus freiem Herzen Für uns getragen hast? 4. Du hast in Todesnöten Für uns dein Haupt geneigt, Wie solches die Propheten Zuvor uns angezeigt. 5. Nun danken wir von Herzen Dir heut und allezeit, Denn von der Hölle Schmerzen Sind wir durch dich befreit. 6. Für uns hast du gelitten So blutig und so bleich Und uns am Kreuz erstritten Dein sel'ges Himmelreich. Nach einem Lied aus dem 14. Jahrhundert von Julius Sturm 18161896. Nach eigener Melodie. O Lamm Got-tes, un- schul-dig am 0 stets ge-fun-den ge ⸗ dul-dig, wie⸗ 1 WDDRRE 2 95———.— 4 vxr. 3 l,—.———— — 2————————— Stamm des Kreu⸗zes ge⸗-schlach⸗tet, wohl du wur-dest ver-ach tet; all Sünd hast 9 SISSISSSIIIT. SPPP N du, ge⸗ tra⸗ gen, sonst müß⸗ten wir ver⸗za⸗ +.——— e. gen: Er⸗barm dich un ——.— ·fer, 9 Je ⸗ su —— Leiden und Tod Jesu. 125 2.OLammGottes, unschuldig Am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, Stets gefunden geduldig, Wiewohl du wurdest verachtet; All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen: Gib deinen Frieden, o Jesu! Nik. von Hof? oder Joach. Slüter? 1529. Nach eigener Melodie. Joh. Crüger. 1640. 9 2 — — ——— ——3 —— Herz⸗lieb⸗ster Je- su, was hast du ver⸗ 2.—— +——— 4 ———..— 12 4 14.—— +— — bro⸗chen, daß man ein solch scharf Ur⸗-teil dir ge⸗ — I 2 rnr nere. dn L Er rn. spro⸗chen? Was ist die Schuld, in was für Mis⸗se⸗ — 57.—.— E/..— ́pPPPFFf T —— ta=ten bist du ge⸗ ra: ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Ich, o Herr Jesu, habe das ver⸗ Dorn gekrönet, schuldet, Ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, Ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ur⸗ sach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen; Was du erduldet! 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der Herr selbst, der Gerechte, Für seine Knechte. 12⁶ Passion. — 5. O große Lieb, o Lieb ohn' alle Maße, Die dich gebracht auf diese Mar⸗ terstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden! 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann genug ich solche Treu ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es auszudenken, Was dir zu schenken. 7. Doch ist noch etwas, das du wirst annehmen: Ich will des Fleisches böse Lüste zähmen, Daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden Mit alten Sünden. So gib mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe! 9. Dann werd' ich deine Gnad und Huld betrachten, Aus Lieb zu dir die Welt für nichts mehr achten, Bemühen werd' ich mich, Herr, deinen Willen Stets zu erfüllen. 10. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach und Plagen; Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehm' ich zu Herzen. 11. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne Auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, 8. Weil aber dies nicht steht Dann will ich dir, wenn alles in eignen Kräften, wohl wird klingen, Fest die Begierden an das Kreuz Loblieder singen. zu heften, Mel. Freu dich sehr ꝛc. Joh. Heermann 1585—1647. 98 Je⸗ su, ge⸗ ben mir dei ⸗ne zu al- len Stun- den Bali J. Geb Wen Schi Deir Wen Wei Da 4. — O Leiden und Tod Jesu. 127 9—.——— D dei ne Qual und bitt ⸗ rer Tod Trost und Kraft in je ⸗ der Not. Fällt mir Sün ⸗den⸗ lust zu scher: zen. 2. Will sich je in Lüsten weiden Mein verderbtesFleisch und Blut, So gedenk' ich an dein Leiden; Bald wird alles wieder gut. Kommt der Feind und setzet mir Heftig zu, halt' ich ihm für Deine Gnad und Gnadenzeichen; Bald muß der Versucher weichen. 3. Ja für alles, was mich kränket, Geben deine Wunden Kraft; Wenn meinHerz darein sich senket, Schöpf' ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit Wendet mir das bittre Leid, Weil du mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 4. Auf dich setz' ich all mein Hoffen, Du bist meine Zuversicht, Dein Tod hat den Tod getroffen, Daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, Bringet mir Trost, Schutz und Heil; Deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 5. Hab' ich dich in meinem Herzen, Brunngquell aller Gütigkeit,, So empfind' ich keine Schmerzen Auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, Kein Feind kann verletzen mich. Wer vertraut auf deine Wunden, Der hat selig überwunden. Joh. Heermann 1585—1647. Passion. O ö Mel. Herr Christ ꝛc. Altdeutsch. 1524. E D krän Je- su Christ,— stor⸗ben bist 2——— al le mei- ne Sün⸗den⸗last am Stamm des heil'⸗gen Kreu-zes auf dich ge⸗nommen hast! 2. O Wunder ohne Maßen, Für deine Angst und bittre Not/ Wer es betrachtet recht: Es hat sich martern lassen Der Herr für seinen Knecht! Für dein unschuldig Sterben, Dein Lieben bis zum Tod. Selbst seinen eignen Sohn hat„Herr, laß dein bittres Leiden Gott Mich reizen für und für, Fur mich verlornen Menschen Mit allem Ernst zu meiden Gegeben in den Tod. Die sündliche Begier, Daß mir nie komme aus dem 3. Was kann mir denn nun Sinn, schaden Der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden; Die Schuld ist allzumal Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin! 6. Mein Kreuz und meine I111 3 ölagen Bezahlt durch Christi teures Blut/ fn Plagen, Daß ich nicht mehr darf fürchten H auch Schmach und Der Höllen Qual und Glut. Spott, Hilf mir geduldig tragen; 4. Drum sag' ich dir von Herzen Gib, o mein Herr und Gott, Jetzt und mein Leben lang Daß ich verleugne diese Welt Für deine Pein und Schmerzen, Und treu dem Beispiel folge, O Jesu, Lob und Dank, Das du mir vorgestellt! — t, en U ö Leiden und Tod Jesu.— ů— 7. Laß mich an andern üben, 8. Laß endlich deine Wunden Was du an mir getan, Mich trösten kräftiglich Und meinen Nächsten lieben, In meinen letzten Stunden Gern dienen jedermann Und das versichern mich: Ohn' Eigennutz und Heuchel⸗ Weil ich auf dein Verdienst nur schein trau', Und, wie du mir erwiesen, Du werdest mich annehmen, Aus reiner Lieb allein! Daß ich dich ewig schau'! Justus Gesenius 1601—1673. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 152²⁵. 100—.— — ID H0νν Ein Lamm geht hin und nägt die es geht und trä- get in Ge⸗ 2 3— E EEEE Schuld der Welt 5 ih= rer Kin⸗der; 65 duld die Sün-den al-ler— — geht da⸗ hin, n wird matt und krank, er—— sich 65 die E . —— 224 Wuür⸗=ge- bank, ent⸗ ieht sich 125 len 458eU den; es — ö—— DDEEEEE — ütent 1 sich Schmach, Hohn und 65 Angst, Wunden, ‚— 12.—.—————— —.—.——.—. Le—— ——— Strie⸗men, Kreuz und Tod und spricht: Ich Evang. Gesangbuch. 7 565768585•..u.. 6.5. 67......b. 5.U;.W... · ....... ⁷ Passion. O will s gern Hlei den. 2. Das Lamm, es ist der große Freund Und Heiland unsrer Seelen. Ihn, ihn hat Gott zum Sünden⸗ feind Und Sühner wollen wählen: „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an Der Kinder, die von Anfang an Verdienet Straf und Ruten; Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und solst sie machen los Durch Sterben und durch Bluten!“ 3.„Ja, Vater, ja von Her⸗ zensgrund, Leg auf, ich will's gern tragen; Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken ist dein Sagen!“ O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst, was nie ein Mensch gedacht/ Gott seinen Sohn abdringen! O Liebe, Liebe, du bist stark, Du streckest den in Grab und Sarg, Vor dem die Felsen springen! 4. Mein ganzes Leben will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen; Dich will ich stets, gleichwie du mich, Mit Liebesarmen fassen; Du sollst sein meines Herzens Licht, Und wenn mein Herz im Tode bricht, Sollst du mein Herze bleiben; Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiermit zu deinem Eigentum Beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieb⸗ lichkeit Bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopfer bringen. Es soll mein Lebensquell sich dir Und deinem Namen für und für In Dankbarkeit ergießen, Und was du mir zu gut getan, Das will ich stets, so tief ich kann, In mein Gedächtnis schließen. Paul Gerhardt 1607—1676. 2 Leiden und Tod Jesu. 13³¹⁷ Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. O Haupt voll Blut und Wun⸗ den, voll o Haupt,zum Spott ge-bun-den mit — Mel. Herzlich tut mich ꝛc. 0 0 0 0 5 1 —7— * Schmerz und vol-ler Hohn, ei ⸗ ner Dor-nen⸗ kron, o Haupt, sonst schön ge⸗ .—— ——— —.—— —— frech ver-höh-net, 2. Du edles Angesichte, Davor sonst alle Welt Erschrickt und wird zunichte, Wie bist du so entstellt, Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, Dem sonst keinLicht mehr gleichet, So schändlich zugericht't? 3. Nun, was du, Herr, er⸗ duldet, Ist alles meine Last; Ich hab' es selbst verschuldet, Was du getragen hast. Schau her, hier steh' ich Armer, — 25—— I ge- grü-ßet seist du mir! Der Zorn verdienet hat; Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner- Gnad! 4. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts getan; Dein Mund hat mich gelabet Mit süßer Gnadenkost, Dein Geist hat mich begabet Mit reichem Himmelstrost. 5. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht! 7* Passion. U —1³⁷ Von dir will ich nicht gehen, Zu dir und deiner Treu, 2 Wenn dir dein Herze bricht; Und wenn ich einst V. Und wird dein Haupt erblassen In dir mein Ende sei! Im letzten Todesstoß, ö Alsdann will ich dich fassen Sochee icht danuue cheiden, n meinen Arm und Schoß. Acen mir 2 Wenn ich den Tod soll leiden, 12 6. Es dient zu meinen Freuden So tritt du dann herfür!— Und tut mir herzlich wohl, Wenn mir am allerbängsten Wenn ich mich in dein Leiden, Wird um das Herze sein, 2 Mein Heil, versenken soll. So reiß mich aus den Angsten Ach möcht' ich, o mein Leben, Kraft deiner Angst und Pein! Die An deinem Kreuze hier—45 Nig Mein Leben von mir geben,. Teon in 38 205. 9 Wie wohl geschähe mir! Zum Trost in meinem Tod, Laß schaun zu deinem Bilde Vor 7. Ich danke dir von Herzen, Mich in der letzten Not! Ein O Jesu, liebster Freund, Da will ich nach dir blicken, Für deine Todesschmerzen, Da will ich glaubensvoll 3. Da du's so gut gemeint; Fest an mein Herz dich drücken; Ach gib, daß ich mich halte Wer so stirbt, der stirbt wohl. Meit Paul Gerhardt 1607—1676. So z 5 ö Dul Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 2959 1535.1598 Welllich. Wie 115 0 Und 10² EEE, 40.—— 293 De — O Welt, sieh hier n 120 ben am Des Die ——.——.——.— Das ———— Unde Stamm des Kreu⸗zes WWr⸗ Len, dein Heil sinkt in den 5 2*.— —————.— 3— ..—= DDRRRDDR.— 11 +— aße Fürst der Eh-ren laßt wil⸗lig — O Leiden und Tod Jesu. 133 S....... ——— 65 SRSRIRTRTRRRRERAEE — DSDi— — sich be- schwe- ren mit Schlä-gen, Hohn und Q =. gro⸗ ßem Spott. 2. Tritt her und schau die Plagen, Die er am Kreuz muß tragen, Bis sie der Tod ihm stillt! Aus seinem edeln Herzen Vor unerhörten Schmerzen Ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer ist's, der dich ge⸗ schlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So zugerichtet hat? Du bist ja nicht ein Sünder Wie wir und unsre Kinder Und weißt von keiner Missetat. 4. Ich, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und deiner Martern großes Heer. 5. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich drücken Viel schwerer als ein Stein; Du wirst ein Fluch, dagegen Verleihst du mir den Segen, Dein Leiden muß mein Labsal sein. 6. Wie bin ich dir verbunden All Augenblick und Stunden Zur höchsten Dankbarkeit! Was Leib und Seel vermögen, Das bring' ich dir entgegen, Zu deinem Dienst und Ruhm bereit. 7. Nun, ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich tun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. 8. Ich will's vor Augen haben, Mich stets daran erlaben, Ich sei auch, wo ich sei; Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld und ein Siegel DerLieb und unverfälschtenTreu. 9. Ich will daran erblicken, Wie ich mein Herz soll schmücken 1³⁴ Passion. — Mit stillem sanftem Mut, Und wie ich die soll lieben, Die mich doch sehr betrüben Mit Werken, so die Bosheit tut. 10. Ich will mich mit dir schlagen Ans Kreuz und widersagen Den Lüsten dieser Welt; Was deine Augen hassen, Mel. Freu dich sehr ꝛc. Das will ich fliehn und lassen Und gerne tun, was dir gefällt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen Und die viel tausend Tränen, Die dir geflossen zu, Die sollen mich am Ende In deinen Schoß und Hände Begleiten zu der ew'gen Ruh. Paul Gerhardt 16071676. 103.— 0 0 0 0 Sei mir tau⸗send-mal ge⸗ Je- su, der du selbst ge⸗ grü⸗ bet, bü⸗ 6 0 —— —— 6—————.— 2———.— der mich je und je e=liebt; — wo⸗ mit dich be⸗ mübt! Ach wie mir ar doch—0 n wenn 49898 knien und lie⸗=gen soll O———— 2* an dem Hen⸗ ⸗ze, da du stir-best und um ——— nn———— — ——— —⁷ Leiden und Tod Jesu. ⁷ 2. Schreibe deine blut'gen Wunden Mir, Herr, in das Herz hinein, Daß sie mögen alle Stunden Bei mir unvergessen sein! Du bist doch mein schönstes Gut, Drin mein ganzes Herze ruht; Laß mich hier zu deinen Füßen Deiner Lieb und Gunst ge⸗ nießen! Mel. Schwing dich auf ꝛc. 3. Dich, dich will ich ewig halten, Gib mir, daß ich's ewig kann; Schaue meiner Hände Falten Und mich Armen freundlich an; Schau vom hohen Kreuzesstamm Auf mich nieder, Gotteslamm! Sprich: Laß all dein Trauern schwinden, Ich, ich tilge deine Sünden! Paul Gerhardt 16071676. Joh. Crüger. 1653. K, 2—— S.—..— — UDII.— S—— Je⸗su, mei⸗ner See- le Licht, Freu⸗de mei-nes Le⸗bens Zu ⸗ver-sicht fließt aus mei⸗- ner Freu⸗den, dei⸗nem Lei⸗ den! Nimm den Dank in Gna⸗den an 555— 29—..— 322— ....—. .für die To⸗des⸗ schmer-zen, ob ich gleich ihn ——— ——.——..———— n... ——— brin⸗gen kann nur aus schwachem Her-zen! 2. Ich erwäg' es oft und viel, Daß du Angst, Gewalt und Not, Was dich angetrieben, Schläg' und Hohn in Banden, Sünder ohne Maß und Ziel Lästerung und Kreuz und Tod Bis zum Tod zu lieben, Willig ausgestanden. 1³⁶ Passion. 3. War es unsre Würdigkeit? Nur des Vaters Güte, Deine Herzensfreundlichkeit Und dein treu Gemüte Hat den Segen uns gebracht, Daß kein Mensch verzaget, Wenn der Sünden Meng und Macht Am Gewissen naget. 4. O du wunderbarer Rat, Den man nie ergründet; O der unerhörten Tat, Die man nirgends findet! Was der Mensch, der Sünde Knecht, Trotzig hat verbrochen, Büßt der Herr, der doch gerecht— Wir sind freigesprochen. 5. Herr, dein Friede sei mit mir, Und auf mein Gewissen, Wenn es zaget, laß von dir Trost und Freude fließen! Trost ergießt in jedes Herz Sich aus deinem Herzen, Und den bängsten Seelenschmerz Heilen deine Schmerzen. 6. Gib, sobald mein Herz er⸗ — schrickt Über Straf und Sünde, Daß ich durch dein Wort erquickt Bald Vergebung finde! Sieh, ich fall' in ernster Reu Mit wahrhaft'ger Buße, Mit Begier nach bessrer Treu, Jesu, dir zu Fuße, 7. Ich will, weil ich mit dir frei Werd' im Himmel erben, Herr, in deinen Armen treu Leben und auch sterben, Bis man fröhlich sagen wird Nach den Todesbanden: Sieh, dein König und dein Hirt, Jesus ist vorhanden! Heinrich Held 1620 1659. Nach eigener Melodie. Wolfg. Weßnitzer. 1661. n. 105 S..— E —— Je=su, mei-nes Le⸗ bens Le⸗ der du dich für mich ge-⸗ ge-ben 2257 f. ——— —— 0———— Je-su, mei ⸗nes To⸗des Tod, in die tief ⸗ste See⸗len ⸗ not, Lästerre Und du Du gere Nur mi Von de Tausen Liebster 3. W Angst u Um zu! Um zu f Ach, du Lassen d Tausend Liebster Du I — —.— ste Ver ⸗der-ben, nur daß ich nicht dir, lieb⸗ ster Je⸗= su, 2. Du, ach du hast ausge⸗ standen Lästerreden, Spott und Hohn, Und du gingst in schweren Banden, Du gerechter Gottessohn, Nur mich Armen zu erretten Von den argen Sündenketten. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 3. Wunden ließest du dir schlagen, Angst und Pein erlittest du, Um zu heilen meine Plagen, Um zu setzen mich in Ruh. Ach, du hast zu meinem Segen Lassen dich mit Fluch belegen; Tausend-, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 4. Du hast dich mit Schmach bedecket, ster⸗ben, tau⸗send⸗-, tau⸗send⸗-mal sei Dank da-für! Hast gelitten mit Geduld, Gar den herben Tod ge— schmecket, Um zu büßen meine Schuld; Daß ich würde freigegeben, Gabst du hin dein teures Leben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür! 5. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not, Für die Wunden, für die Schmerzen, Für den herben bittern Tod, Für dein Zittern, für dein Zagen, Für die tausendfachen Pla⸗ gen, Für die Angst und tiefe Pein Will ich ewig dankbar sein! Ernst Christopy Homburg 1605—1681. 138 Passion.— Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. Georg Neumark. 1657. a—. 100,,, —. Es ist vollbracht! Er ist ver⸗ schie⸗ den, der Frie⸗de=fürst schläft ganz mit Frie⸗den, 2 5é 9———— 2 2— ii mein Je⸗ sus schlißt die Au⸗ gen die Le⸗bens-son- ne— zur zu; und sinkt in To⸗des⸗ nacht. gro⸗ 92 Wort: Es ist voll⸗ bracht! 2. Es ist vollbracht! Er hat's gesprochen. Das Lebenswort muß sprachlos sein Das Herz der Treue wird ge⸗ brochen, Den Fels des Heils umschließt ein Stein, Verschmachtet ist die höchste Kraft. wahres Wort: Es ist voll⸗ bracht! 3. Es ist vollbracht, und meine Sünden Verdammen nun mein Herz nicht mehr; Denn Gnade hör' ich mir ver⸗ künden Durch Jesu Blut vom Kreuze her; Getilget ist der Hölle Macht. O tröstlich Wort: Es ist voll⸗ bracht! 4. Es ist vollbracht! Ich will mich legen Zur Ruh in meines Heilands Grabʒ Die Engel sind allhier zugegen Und steigen bei mir auf und ab; Die Himmelspfort ist aufge⸗⸗ macht. O selig Wort: Es ist vollbracht! Salomo Frank 1659—1725. Und b Ach, d Daß ü Drum Mein 3.8 Du su So mi Und fl —H Leiden und Tod Jesu. —4³ Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. loꝛ 00 0 0 laß mich an .—— Du ge⸗hest in den Gar⸗ten 0e ten, dei⸗ne Sei⸗ te tre⸗ten, •O— 36 su, von dir mein treu⸗ster ich wei⸗che d nimm mich mit; kei ⸗-nen Schritt! Ich will an 5—. W. SE 1 E— dir, mein Leh-rer, ——— — mein in Ge 5 ttasoi soll = schehn. 2. Du gehst mit Zittern und mit Zagen + recht ge⸗ Und bist bis in den Tod betrübt. Ach, dies soll mir ans Herze schlagen, Daß ich die Sünde so geliebt. Drum willst du, daß ein Herz voll Reu Mein Anfang zum Gebete sei. 3. Du reißest dich von allen Leuten, Du suchst die stille Einsamkeit; So muß auch ich mich wohl bereiten Und fliehen, was mein Herz zerstreut. Laß mich von aller Welt allein Und nur mit dir beisammen sein! 4. Du kniest und wirfst dich hin zur Erden, Fällst nieder auf dein Angesicht. So muß die Demut sich ge⸗ bärden; Drum rühm' ich Asch und Staub mich nicht, Ich lieg' und beuge mich mit dir Vor meinem Gott in Demut hier. 5. Du greifst voll Zuversicht und Liebe Dem Vater tief ins treue Herz Und rufst aus stärkstem Herzens⸗ triebe .0.. v. W..,WW. W.. 36.Q—.—.—.—5 14⁰ Passion. „Mein Vater, Vater“ himmel⸗ wärts. Ach,/ Glaub und Liebe sind mir not, Sonst ist mein Leben kalt und tot. 6. Geduldig Lamm, wie hältst du stille, Hältst im Gebete dreimal an! Es ist dein heilig guter Wille, Ich soll so tun, wie du getan. Gott hilft nicht stets aufs erste Mal al, Drum fleh' und ruf'ich ohneZahl. 7. Dein Wille senkt sich in den Willen Des allerbesten Vaters ein; In ihm muß auch mein Herz sich stillen, Wofern ich will erhöret sein. Drum bet' ich in Gelassenheit: Was mein Gott will, gescheh' allzeit. 8. Obgleich die Jünger dein vergessen, Gedenkst du doch getreu an sie, Nach eigener Melodie. Und da dich alle Martern pressen, Sorgst du für sie mit höchster üh. Mein Beten bleibet ohne Frucht, Wenn es des Nächsten Heil nicht sucht. 9. Du, Herr, erlangest auf dein Flehen Trost, Kraft, Sieg, Leben, Herr⸗ lichkeit; Und so wird's auch mit mir ge⸗ schehen, Daß ich zur angenehmen Zeit Auf ernstlich Beten freudenvoll Den gleichen Segen ernten soll. 10. Mein Jesu, hilf mir so zu beten, Wie mich dein heilig Vorbild lehrt! So kann ich frei zum Vater treten Und werde stets von ihm erhört, So bet' ich mich zum Himmel ein Und will dir ewig dankbar sein. Joh. Mentzer 1658—1734. 108.—.———.— D. . O du Lie- be mei⸗ner Lie-be, du er⸗ die du dich aus höchstem Triesbe in das ar , . wünsch⸗te Se-lig⸗ keit, jam⸗mer⸗vol ⸗le Leid dei⸗nes Lei-dens mir zu 0 C6 Leiden und Tod Jesu. 14¹1 9 + + DDPDPDPFPPPITTITIITTIIII — E— 0— gu te als ein Op-fer einge-stellt und bezahlt mit .......———4 ——., dei⸗nem Blu⸗ te al le Mis- se-tat der Welt! 2. Liebe, die mit blut'gen Tränen An dem Olberg sich betrübt; Liebe, die mit heißem Sehnen Unaufhörlich treu geliebt; Liebe, die den eignen Willen In des Vaters Willen legt Und, um Gottes Zorn zu stillen, Gern die Last des Kreuzes trägt! 3. Liebe, die mit starkem Herzen Allen Spott und Hohn gehört; Liebe, die voll Angst und Schmerzen Blieb im Tode unversehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, Da der Atem geht zu End; Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 4. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuze mir erworben, Ach wie tröstet mich dein Blut! Ach wie dank' ich deinen Wunden, Schmerzensreiche Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deinem Herzen ruh'! 5. Liebe, die sich tot gekränket Und für mein erkaltet Herz In ein kaltes Grab gesenket, Ach wie dank' ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann! Die du mir das Heil erworben, Ew'ge Liebe, nimm mich an! Elisabeth von Senitz 1629—1679. Georg Neumark. 1657. Gottlob! der Weg ist 0 0 0 0 auf ihn ge⸗-stützt, von ihm er- mah⸗ wet 7 0 7 * RII 4 * VI 2 4 .4 14 5 * ö 14 3 2 N * * ...W. L...7.. 14² Passion. O D 1 55.. + 0 —— mein Je⸗sus ge-het selbst vor⸗ an; be⸗tret' ich freu⸗ dig sei ⸗ ne Bahn. Er ru=fet .—.— , neeinrinn— — 8 sel ber: Fol⸗ ge mir! Ich folg', o zie⸗ he — ———.— 1— —— mich nach dir! 2. Wie willig gibst du hin dein Leben! Du gehst mit Freuden in den Tod, Da siehet man kein Widerstreben, Du scheuest nicht die größte Not; Du siehst vor dir das Blutgericht Und weichest doch, o Heiland, nicht. 3. Wir gehn, so sprichst du auf dem Wege, Es drängt dich niemand mit Gewalt; Es warten auf dich Schmach und Schläge, Und doch sprichst du: Ich komme bald Dein Sterblied ist einsobgesang, Dein Gang zum Tod ein Sieges⸗ gang. 4. So ich nun will dein Jünger heißen, Muß ich in deinen Spuren gehn Und mich nicht lassen von dir reißen, Wenn Not und Trübsal gleich entstehn. Wer sich nicht selbst verleugnen kann, Den siehst du nicht als Jünger an. 5. Nimmst du das Kreuz auf deinen Rücken, So rufst du mir auch: Folge nach! Ich will mich auch darunter bücken, Ich achte künftig keine Schmach; Es wird dein Leiden, Kreuz und Pein Mir dennoch lauter Ehre sein. 6. Wie sollt' ich mich auf Rosen weiden, Da deine Stirne Dornen trägt? —— E Leiden und Tod Jesu. 143 Ein Glied muß mit dem Haupte Zu leiden, was du mir be⸗ leiden, stimmt!— Wie schwer auch Trübsal auf Weil ich mir das zum Troste uns schlägt. merke, Der Herr erduldet solche Pein, Daß alles Kreuz ein Ende Der Knecht wird ja nicht besser nimmt. sein. Die Dornenkrone hab' ich hier, 7. So will ich leiden,—gib Die Siegeskrone dort bei dir. mir Stärke, Benj. Schmolck 1672—1737. 65 Jesum lass' ich nicht. 1668. +2 a n. HoEEEE 00⁰ See=le, geh nach Gol⸗ 9⸗ sha, na⸗ he =D=——— 2U* D —— 1 ⁰ dich zu Je⸗= su Kreu ⸗ ze und 150 den⸗ ke, —.— S—.— P......I....... was dich da für ein Trieb zur Bu- ße rei⸗ 75————— 4—— +——— . 2.. ze! Nur ein har-tes Herz wie Stein kann hier I II ESEEE —— 2225— + 4 1 un- empe- find-lich sein. 2. Schaue id das Jammer⸗ Wie das Blut in Strömen quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen! Zwischen Erd und Ach der übergroßen Not: hangen, Jesus sinket in den Tod! 1⁴⁴ Passion. — 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das hab' ich verschuldet, Und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet! Daß ich nicht verloren bin, Gibst du dich am Kreuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, Ich verehre deine Liebe; Schaue von des Kreuzes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe! Dein für mich verblutend Herz Setzt mich in den tiefsten Schmerz. 5. Ach, was kann ich tun für dich? Ich will dir mein Herz ergeben. Nach eigener Melodie. Herr, laß mich beständiglich Unter deinem Kreuze leben! Wie du mein, so will ich dein Lebend, leidend, sterbend sein. 6. Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die Welt verschmähen: Laß mich dich, du höchstes Gut, Immer vor den Augen sehen, Führ in allem Kreuze mich, Wie du willst, nur seliglich! 7. Endlich, laß mich meine Not Auch geduldig überwinden! Nirgends sonst soll mich der Tod Als an deinem Kreuze finden. Wer sich dies zur Zuflucht macht, Spricht getrost: Es ist vollbracht! Benj. Schmolck 1672—1737. Joh. Georg Söhnlin. 1836. Im Weg, ihr — — Der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie ⸗be, ar⸗ gen Sün⸗den⸗trie-be, 5——— H—————3 10—.— 3 55—5—— mei⸗ne Lieb ist Je ⸗sus Christ. A Welt und Fleisch mit eu ⸗rer List! Eu are Lieb ist — — ů —— —.— +—— + 2 B—.— 1— W nicht von Gott, eu re Lieb ist gar der Tod. —14 d Der am Kreuz ist mei⸗ ne .—. DD— mich im Glau⸗ben 2. Der am Kreuz ist meine Liebe; Frevler, was befremdet dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; So ist er mein Friedensschild, Aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe; Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, Der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn, Trät' ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe; Sündenangst, nun schweige du! Gott zeigt seine Liebestriebe Und schenkt meinem Herzen Ruh, be. Denn es floß ja mir zu gut Seines Sohnes teures Blut. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, Nichts macht mich von Jesu los, Nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe; Nun ist auch der Tod mein Freund. Wenn ich wie einStaub zerstiebe, Wird mein Jesus mir vereint; Da, da schau' ich Gottes Lamm, Meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, Weil ich mich im Glauben übe. Verfasser unsicher(Joh. Greding? 1676—1748). ...5.—.— Ich auch will nicht eigne Rach Wider meinen Nächsten hegen Und mir selbst den Weg verlegen. Jesu, deine reiche Huld Tilge mein' und seine Schuld! 3. Liebreich wiesest du dem Jünger 14⁵⁶ Passion. H— —— meines Lebens Leben. Wolfgang Weßnitzer. 1661. Seitn —— Dief II² 1———9— So —*——————— 2 4— q— Bric ..—. Mitt⸗ler, al le Kraft der Wor=te, Mei vor der off-nen To-des-pfor=te, 5 ö ......I.... I IIII.. i die du sprachst in ho- her Pein Jes. soll auch mir zum Se⸗ gen sein/j enn 2—0 ů— ñ— DD n E,„ rn ich einst schei- de, mei-ner See⸗=le Wii e e. n 5—..—,. In 55 1.——.—. 4—.—.— 5 Lust Und Wei ꝛde. Nun ich so 3e rü stet 8 1 Sani e, 2———8 4— T II. No bin, kann ich froh zum Him-mel ziehn. Mi 2.„Vater,“ batest du,„laß An dem blut'gen Kreuze, du 2 diesen Großer Friedenswiederbringer, ö Ble Ihren blinden Frevel nach!“ Deine arme Mutter zu. ö Edle Langmut, sei gepriesen! Gib, daß die, so ich verlasse, 7 Treue Liebe auch umfasse, Und in deiner Lieb und Treu Eins des andern Zuflucht sei! 4.„Heute“— welch ein tröst— lich Heute!— „Heute,“ sprachst du,„soll gewiß Deine Seele nach dem Streite — Leiden und Tod Jesu. 1⁴⁷ Sein mit mir im Paradies!“ Dieses lasse wie dem Schächer So auch mir, o Todesrächer, Bricht der Augen matter Schein, Meiner Seele Leitstern sein! 5.„Ach, warum bin ich ver⸗ lassen, O mein Gott, mein Gott, von dir?“ Jesu, wie ist dies zu fassen? Klagst du so, wie geht's dann mir? Durch dein Klagen, durch dein Ringen Willst du meine Seele bringen, Trotz der Sünden Scheidewand, In des Himmels Ruhestand. 6. Aber„welch ein heißes Dürsten“ Klagt der ausgedörrte Mund Meines reichen Lebensfürsten Noch in der Vollendungsstund! Mir bei meiner Lippen Lechzen Und bei meiner Seele Achzen, Wenn kein Trost sonst in derWelt, Bleibt zum Labsal dies bestellt. 7. Nun, nun ist das Heil er⸗ worben, Mel. Herzliebster Jesu. Denn du sagst:„Es ist voll⸗ bracht!“ Jesu, eh' du noch gestorben, Leuchtet schon die Siegesmacht. Laß nun immerhin geschehen, Was an Schmerzen auszu⸗ stehen; Du, Vollender, bist in mir Und vollendet ich in dir! 8.„Vater,“ rufst du,„ich befehle Deinen Händen meinen Geist.“ Scheidet einst auch meine Seele, So vertritt mich allermeist! Wenn der letzte Zug vorhanden, Lös mich aus des Todes Banden, Nimm, Herr, deines Pilgrims wahr, Stelle mich dem Vater dar! 9. Jesu, deine hohen Worte Tühl' ich froh in meiner Brust. Ja, zum schönen Freudenorte, Dessen Trost mir nun bewußt, Will ich mich mit dir erheben, Dort bei dir, o Heiland, leben. Zu der Sel'gen frohem Chor Heb, o Retter, mich empor! Nach Joh. Albrecht Bengel 1687—1752. Joh. Crüger. 1640. 000 0 72 ———— I Herr,/ stär⸗ ke mich, dein Lei-den zu be⸗ Passion. 2 885——⁴ SS den⸗ken, mich in das Meer der Lie-be zu ver— —25—.— + 4 8 5 E , 9 Bö ⸗sen uns zu er ⸗ lö-sen! 2. Vereint mit Gott, einMensch 5. Es schlägt den Stolz und gleich uns auf Erden mein Verdienst darnieder, Und bis zum Tod am Kreuz ge⸗ Es stürzt mich tief und es erhebt horsam werden, mich wieder, An unsrer Statt gemartert und Lehrt mich mein Glück, macht zerschlagen mich aus Gottes Feinde Die Sünde tragen: Zu Gottes Freunde. 3. Welch wundervoll hoch⸗ 6.O Herr, mein Heil, an dessen heiliges Geschäfte!l Blut ich glaube, Sinn' ich ihm nach, so zagen Ich liege hier vor dir gebückt im meine Kräfte, taube, Mein Herz erbebt; ich seh' und Verliere mich mit dankendem ich empfinde Gemüte Den Fluch der Sünde. In deine Güte. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer 7. Laß deinen Geist mich stets, alles Bösen; mein Heiland, lehren, Gott ist die Lieb und läßt die Dein göttlich Kreuz im Glauben Welt erlösen. zu verehren, Dies kannmein Geist mit Schrek⸗ Daß ich getreu in dem Beruf der ken und Entzücken Liebe Am Kreuz erblicken. Mich christlich übe! E Leiden und Tod Jesu. 14⁵ 8. Das Gute tun, das Böse Du hast mein Heil, da du für fliehn und meiden, mich gestorben, Herr, diese Pflicht lehrt mich dein Am Kreuz erworben. heilig Leiden. IR 10. So bin ich denn schon selig Kann ich zugleich das Böse mir bier im Glanben; erlauben Sodirdiir ni ö ö o wird mir nichts, nichts meine uben? Und an dich glaube Krone rauben; 9. Unendlich Glück! Du littest So werd' ich dort, von Herrlich⸗ uns zu gute, keit umgeben, Ich bin versöhnt mit deinem Einst ewig leben. teuern Blute. Chr. Fürchtegott Gellert 17151769. Joh. Adam Hiller? Mel. Wie groß ist des—9— gen ꝛe. 1780. 1787. 114.—— , e ee.—— 0 0 0 Laß mir die Fei-er dei- ner Lei⸗den, Sie lehre mich die Sün⸗de mei- den ——, E 5** —„—* o mein Er- lön⸗ ser, hei-lig sein! Dir, der⸗ ö; ö He ir, des⸗sen und dir mein gan- zes Le-ben weihn, Blut für ann ge⸗ flos⸗sen, des Herz f für mich noch + 1———.— e 5——*—— —5 bend schlug, und der so=hig und entschlos⸗sen 5i E auch mei- ner Sün- de Stra⸗fe trug. ed 15⁰ Passion. O Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe. 170⁴. 5— nr 5—5 D.——— + Laß mir die Fei⸗ er dei- ner Lei-den, 0 Sie leh⸗re mich die Sün-de mei-den und —. e r, ᷣ —7 6 7 2—557 mein Er-lö- ser, hei- lig sein! 73 2 dir mein gan⸗zes Le- ben weihn, dir, des⸗ sen 0 ů. =.—..——.——. .—.— Blut für mich ge-flos-sen, des Herz für mich noch H P III. V 0. ster⸗bend schlug, und der so ru-hig und ent-schlos⸗sen IIT— D de. auch mei⸗ner Sün⸗de Stra⸗fe trug. 2. Ja, in den stillsten meiner 3. Mir sollen diese Feierzeiten Stunden Der größten Liebe heilig sein; Will ich nach deinem Kreuze sehn Still soll dein Kreuz mich stets Und dich, o Herr, für deine begleiten Wunden Und jede meiner Stunden weihn, Mittief gerührtem Dank erhöhn. Dein Leiden sei mein höchster O laß mich deine Huld ermessen, Segen, Womit dein Herz die Welt um⸗ Dein Tod mein seligster Gewinn. faßt, Mein Herz schlägt dir voll Dank Und nie im Undank es vergessen, entgegen, Was du für mich gelitten hast! Daß ich durch dich erlöset bin. eHRR et * —H Leiden und Tod Jesu. 161 4. Bleibt mir zu allen Zeiten Nach euch will ich voll Andacht teuer, Gethsemane und Golgatha, Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Der allergrößten Liebe sah! schauen, Wo mein Erlöser litt und starb, Auf ihn allein will ich ver⸗ trauen, Der mir die Seligkeit erwarb. Christoph Georg Ludw. Meister 17381811. Nach eigener Melodie. Justin Heinr. Knecht. 1793. — —— Il de e, r Eb—— 9 Ach sieh ihn dul-den, blu⸗ten, ster⸗ Sieh Got⸗ tes eig⸗ nen Sohn und Er⸗ 9969 ö ä. ——=...— IIIIIIII +—— 02 ben! O mei⸗ne See⸗le, sag ihm frommen Dank! ben, wie mäch-tig ihn die Men-schen-lie-be 190„ ö 95 en... —...... drang! Wo ist einfFreund, der je was er ge⸗tan, der —..— + — — — 13 so wie er für Sün ⸗der 2. Wie dunkel waren jene Stunden, ster-ben kann? Und ach, es floß zum Trost und Heil für mich OHerr, und welche Lasten drück- Und ruft noch heute mir ermun⸗ ten dich! ternd zu, Wie quoll das Blut aus deinen Daß du mich liebst, du treuer Wunden, Heiland du! 1⁵⁷ 33 Passion. leiden, Dein Tod macht mir des Vaters Liebe kund, Er wird für mich ein Quell der Freuden, Ein Siegel auf den ew'gen Frie⸗ densbund. So wahr dich Gott für mich zum Opfer gibt/ So fest steht es, daß er mich herz⸗ lich liebt. und Ruhm Ist auch im Kampf der Unschuld igentum. 6. O Herr, dein Vorbild soll mich lehren, Die Unschuld sei das schönste Ehrenkleid; Gern will ich deine Stimme hören Und willig tun, was mir dein Wort gebeut; 4. Dein bin ich nun und Gottes Die Dankbarkeit dringt innigst rbe,/ Ich seh' getrost ins Vaterherz hin⸗ ein; Wenn ich nun leide, wenn ich sterbe, Kann ich unmöglich je verloren sein; Wenn Sonne, Mond und Erde untergehn, So bleibt mir Gottes Gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum Trost und dir zur Ehre Gereicht dein ganzer Kampf, dein Kreuzestod; Bestätigt ist nun deine Lehre, 0 0 0 mich dazu,— Wer hat es mehr um mich ver⸗ dient als du? 7. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Mein Retter, den die treue Liebe bringt! Noch heißern Dank will ich dir sagen, Wenn dich mein Geist im Engel⸗ chor besingt; Dann stimmenalle Sel'gen fröh⸗ lich ein, Der ganze Himmel soll dann Zeuge sein! Joh. Timoth. Hermes 1738—1821. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. 0 Ee Ich sen⸗ke mich in dei⸗ ne Wunden, wenn in der Bu- ße Trau⸗er-stun⸗den 4 3. So sollt' es sein, du mußtest Ich baue fest darauf in jederNot. Unschuldig littest du, doch Preis I NIIIl 58 E CGE7 ⁰ 62 O ö Leiden und Tod Jesu. 15³ — e SI ich sen⸗ ke mich in dei⸗-nen Tod, die Sün⸗de mir Ver⸗damm:nis droht; ich schau⸗e EEEEE dei ne Schmerzen an und weiß, du hast ge⸗ —.— 1— II nug ge ⸗ tan. 2. All Weh will ich in dich Mit dir wird Nacht zum Mor⸗ versenken, Will teilen deine bittre Not Und hier an keine Rosen denken, Wo dir der Acker Dornen bot; Ich sprech' auf meiner Kreuzes⸗ bahn: Das hat man Gottes Sohn getan. 3. Flößt die verbotne Lust dem Herzen Ihr Gift mit süßen Reizen ein, So geh'ich ein in deine Schmerzen Und töte sie durch deine Pein; Seh' ich dein Dürsten, deine Schmach, So scheu' ich, was dein Herz dir rach. 4. Will keine Sonne mehr mir scheinen, Und schweb'ich in Verlassenheit, So denk' ich, wie die Schar der Deinen, Wie Gott selbst dich verließ im Streit; genschein, Bei dir ist kein Verlassensein. 5. Will einst des Todes Pfeil mich schrecken, Und macht mir bang des Grabes Nacht, So hoff' ich ihn mit dir zu schmecken, Der mir Unsterblichkeit gebracht. Wer mit dir stirbt, der lebt zu⸗ gleich, SeinSterben wird zum Himmel⸗ reich. 6. So will ich die Gemein⸗ schaft üben, Aus deren Leid mir Freude grünt; Könnt' auch die Marter mich betrüben, Durch die du Segen mir ver⸗ dient? Ich geh' in deine Leiden ein; Mit dir vereint heißt selig sein. Joh. Friedr. von Meyer 17721849. —1⁵⁴ Passion. O Mel. Herr und Altster ꝛc. Weltlich. 1784. I7 E 0 0 0 0 Ei⸗ nes wünsch'ich mir vor al-lem se-lig läßt's im Trä-⸗nen⸗tal sich 0. +—— + 2 SSS —.—.— an dern, ei ⸗-ne Spei⸗se früh und spät; wan ⸗ dern, wenn dies Ei- ne mit uns geht: —— ——2 IS 4. un ⸗ver-rückt auf ei- nen Mann zu schau-en, der mit —.——— ner ei dirderenids ri aren— * I E blutgemSchweiß und To⸗des⸗grauen auf sein Ant llitz —2 N— S en — RDDDRDDRRSDDe.—— nie⸗ der-sank und den Kelch des Va⸗ters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, Wie er als ein stilles Lamm Dort so blutig und so bleich zu sehen, Hängend an des Kreuzes Stamm, Wie er dürstend rang um meine Seele, Daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, Und dann auch an mich gedacht, Als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nicht vergessen Meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsternis ge⸗ sessen, Trugest du mit mir Geduld; Hattest längst nach deinemSchaf getrachtet, Eh' es auf des Hirten Ruf ge— achtet, Und mit teuerm Lösegeld Mich erkauft von dieser Welt. E Leiden und Tod Jesu. 155 4. Ich bin dein! Sprich du dar⸗ auf dein Amen! Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen Brennend in mein Herz hinein! Mit dir alles tun und alles lassen, In dir leben und in dir erblassen: Das sei bis zur letzten Stund Unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp 1798— 1864. — Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. B——k.ꝭP— I1 DI 0 œ Du schaust wohl Chri⸗ sti Lei-den an und das hat der Herr für mich ge-tan, daß + —.—.— ——————————— denkst in dei-nem Sin-ne, ich bei Gott ge- win- ne e.— e mich zu Bo⸗den drü 2. Doch hast du auch daran gedacht, Daß dir sein bittres Sterben Nur dann allein hat Heil ge⸗ bracht Und Rettung vom Verderben, Wenn du mit ihm, der für dich stritt Und bittern Tod am Kreuz erlitt, Der Welt bist abgestorben? =cket. 3. Da wo dein Schatz ist, sei dein Herz! O sieh, voll Blut und Wunden Hängt Gottes Sohn in Qual und Schmerz Ans Marterholz gebunden! So geh mit deinem Herzen ein In deines Herren Angst und Pein Und stirb, wie er gestorben! 1⁵⁶ Passion. — 4. Ja, streite mit ihm, wie er stritt, Und teile seine Wunden, Und leide mit ihm, wie er litt, Bis du nach bangen Stunden Darfst rufen mit ihm durch die Nacht Von seinem Kreuz: Es ist voll⸗ bracht! Dann erst bist du gerettet. 5. Ein ew'ger Friede folgt dem Streit, Dem Tod ein ew ges Leben, Und ewige Gerechtigkeit Wird dir dein Heiland geben, Der freundlich ruft: Mein Leid⸗ genoß, Das Blut, das ich für dich vergoß, Tilgt alle deine Sünden! Julius Sturm 1816—1896. Jesu Grablegung. 3——.— eigener Melodie. 1628. II9—. das nicht zu be kla 2 16 20—.—.— 0 0 O. keit, o Her⸗ze- leid! Ist —0— ..n. B r, nn w. gen? Gott des Va⸗ters drn, eene, Ka 2——— — nig Kind wird ins Grab ge ⸗ tra⸗-gen. 2. lrod. Not, Der Herr liegt tot! Am Kreuz ist er gestorben, Hat dadurch das Himmelreich Uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind, Nur deine Sünd Hat dieses angerichtet, Da du durch die Missetat Warest ganz vernichtet! 4. O selig ist Zu aller Frist, Der dieses recht bedenket, Wie der Herr der Herrlichkeit Wird ins Grab gesenket! 5. O Jesu, du Mein Hilf und Ruh, Ich bitte dich mit Tränen: Bülf, daß ich mich bis ins Grab Nach dir möge sehnen! Joh. Rist 1607—1667. b O Leiden und Tod Jesu. 157⁷ Mel. O Traurigkeit. 1628. 12⁰——— 5 . —— Eoi—— I So ru-hest du, o mei- ne Ruh, in 0 0 0 0 .3 2—— ,... ee dei⸗ nes Gra⸗ bes Höh-le und er⸗ weckst durch +——.— —‚ dei- nen Tod mei⸗ ne 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben; Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Mich wieder auferwecken; Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich in Frieden liege, Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. ——— ———,. to ⸗ te See=le. Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Nein, nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt, Doch werd' ich auferstehen Und mit dir, o Herr, verklärt Ein zum Himmel gehen. 6. Indes will ich, Mein Jesu, dich In meine Seele senken Und an deinen bittern Tod Bis zum Tod gedenken. Salomo Franck 1659—1725 Joh. Heinr. Böhner? 1785. 0 0 IAIEE A⸗men, dei- nes Gra⸗bes Frie-de wird auch wenn wir von der Wallfahrt mü-de ruhn, um Passion. O un⸗ ser Grab durchwehn, fro-her auf- zu-stehn. 1 —— —..— 4. 0.————— 5 9—— 92 b.—.— 22— A⸗men, Fürst der Auf-er⸗ ——— 1—8 I.—.— Li H— .——.——— 2. Lamm, das uns ver-söhnt, al- ler Him-mel Lob-lied tönt! Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛe. Joh. Schop. 1641. A⸗ men, dei⸗ nes Gra-bes Frie⸗ de wenn wir von 60 Wallfahrt mü⸗ de wird auch ruhn, um DE= 24.—— 2.—.— E— un ⸗ ser Grab durch-wehn 90 7—— fro ⸗her auf⸗ zu⸗ stehn. Aemen, Fürst der 05—.n d.—.— Naf⸗ er ⸗ste⸗hung, de des Gra⸗bes Sie-gel H Leiden und Tod Jesu. 15⁹ 52)——... E. — brach, zieh durch Grab und Tod uns nach zu der E ů ——2—2— 2 Hei li-gen Er-hö⸗-hung, wo dem Lamm, das e. —— uns 8 Leresähnt, al-ler Him⸗-mel Lob ⸗lied tönt! + —— EEE 2. Großer Erstling deiner Ja, wir werden auferstehen, Brüder, Weil du auferstanden bist, Ja, du ziehest uns nach dir; Werden dich, Herr Jesu Christ, Du, das Haupt, ziehst deine Einst in deiner Klarheit sehen. Glieder; Unsre Herzen harren dein; Weil du lebst, so leben wir. Amen, ewig sind wir dein! Bernh. Garve 1763—-1841. 666. 1628. — 1 EII 0 0 0 0 e. 60 in antgstanch du zur Sab⸗-bats⸗ruh ins trr—2 2 ........— stil⸗le Grab hin ⸗ U= ber; dei ⸗ ne Ar=beit er,.... ——.————.——— ist ge⸗-tan, all dein Leid vor ⸗ü⸗ ber. 16⁰0 Ostern. — 2. Nichts kränkt dich mehr, Fried ist umher; Dein Herz hat ausgeschlagen, Das im heißen Kampf für uns Unsre Sünd getragen. 3. O Erdengruft, Du dunkle Kluft, Wie heilig und voll Segen Wurdest du, seit Gottes Sohn Hat im Grab gelegen! 4. Wie selig ruhn Die Toten nun, Die in dem Herrn verschieden! All ihr Werk folgt ihnen nach, Ja, sie ruhn im Frieden. 5. O Sabbatsruh, Durch welche du Uns jede Ruh erworben, Wo du wie ein Saatkorn lagst In der Erd erstorben! 6. Herr, führe du Zur Sabbatsruh Die tiefbetrübten Seelen, Die um ihre Sündenlast Sich in Reue quälen! 7. Laß deiner Herd, O Heiland wert, Bald ihren Sabbat kommen, Wo sie allem Kampf und Leid Ewig ist entnommen! Viktor Friedr. von Strauß 1809 18g9. VIII. Ostern. Mel. Du, des sich ꝛe. 17⁴. — Früh mor⸗gens, da die Sonn auf⸗geht, mein 31—. — +.9 2 — 22 28 Hei⸗land Christus auf-er-steht. Ver⸗trie⸗ben ist der igst —24 Ostern. 121 527.—.— E — —.———— 45 ———— brächt. Hal le⸗lu=ja! 2. O Wunder groß, o starker Und stürb' gleich alle Welt mir el a Wo ist ein Feind, den er nicht G'nug, daß ich Christum bei fällt? mir hab'. Kein Angststein liegt so schwer Halleluja! auf mir 4. Für diesen Tro Er wälzt ihn von des Herzens e 2 9 Tür. Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Halleluja! Dort wollen wir mit größerm 3. Lebt Christus, was bin ich Fleiß betrübt? Erheben deinen Ruhm undPreis. Ich weiß, daß er mich herzlich Halleluja! liebt. Joh. Heermann 1585—1647. Mel. Mein Herzens-Jesu. Peter Sohrlen). 1668. 2..——7.— 124 e eee 25 —‚T—— —— Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Er⸗mun⸗tre dich, mein Geist und Sinn, den 2 2——.— 83——4——.— PFI— 22—.—. III Sonn ist auf⸗ ge⸗ gan⸗ gen! Hei⸗land zu emp-fan- gen, der heuete durch des 5, Wi PPFFFIFIFI. v 2.—— 1.—— C— To-des Tür ge⸗bro⸗chen aus dem Grab her-für der 9 2—5—— DDPI————— — SSSI.III...... gan-zen Welt zur Won- ne! Evang. Gesangbuch. 6 1 Ostern. U— 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf Und such ein neues Leben, Vollführe deinen Glaubenslauf Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such, was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden! 3. Vergiß nun, was dahinten 41% Und tracht nach dem, was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben! Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach dem Himmels⸗ zelt, Wo Jesus ist zu finden! 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, Dein Jesus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzes⸗ pein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht, er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden! 5. Wohlauf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jesus überwunden! Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Macht, daß du auf⸗ stehst Und in ein neues Leben gehst Und Gott im Glauben dienest. 6. Ach mein Herr Jesu, der u bist Vom Tode auferstanden, Rett uns aus Satans Macht und List Und aus des Todes Banden, Daß wir zusammen insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben! 7. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Überwindern, Die überwunden durch dein Blut! Herr Jesu, gib uns Kraft und ut, Daß wir auch überwinden! Laurentius Laurenti 1660—1722 421 Alle Menschen müssen sterben. 168⁷. 125 ᷓ 00 uñ 0 Zwei der Jün⸗ger gehn mit Seh⸗nen ü⸗ ber ih re Au-gen sind voll Trä⸗nen, ih-=re d E Ostern. 1⁵³ 9 ——, rn. dnn.r nr, d v, dn enre nrn 1—. Er en 50f. Wr nuß, und sie wech-seln Kla⸗ge⸗ —.—————**— tez doch es ist von ih- rem Or- te schon der 1*2 +—— ——— 5.——— 4 ———— Mei⸗ster gar nicht weit und ver-treibt die Traurig ⸗keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen Ihrem stillen Kummer nach, Sie bejammern ihre Schmerzen, Ihre Not und Ungemach. Mancher wandert gar alleine, Daß er zur Genüge weine; Doch mein Jesus ist dabei, Fragt, was man so traurig sei. 3. Wenn zwei Seelen sich be⸗ sprechen, Rimmt er liebend daran teil, Er bemerket die Gebrechen, Spendet Trost und bringet Heil. Denn er kann uns nicht ver⸗ säumen, Wie wir glaubenslos oft träumen, Er hat alles im Gesicht, Seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, Wenn ich meiner Eitelkeit Und der Sünde nachgehangen. O der unglücksel'gen Zeit, Die ich Armer so verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht Und das Schäflein wieder⸗ bracht. 5. Oft schon hab' ich's auch empfunden, Jesus läßt mich nicht allein, Jesus stellt zur rechten Stunden Sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich in Leid verzehre, Gleich als ob er ferne wäre, O so ist er mehr als nah Und mit seiner Hilfe da. 6. Treuster Freund von allen Freunden, Bleibe ferner noch bei mir; Kommt die Welt mich anzu⸗ feinden, Ach so sei du auch allhier! 6* 1⁵⁴α Ostern. — Wenn mich Trübsalswetter schrecken, Wollst du mächtig mich bedecken! Komm in meinem Geist zu ruhn; Was du willst, das will ich tun! 7. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so ruf mir in den Sinn, Daß mich deine Seele liebet Und daß ich der Deine bin! Laß dein Wort mich fester gründen, Laß es auch mein Herz entzünden, Daß es voller Liebe brennt Und dich immer besser kennt! 8. Tröst auch andre, die voll Jammer Einsam durch die Fluren gehn Oder in der stillen Kammer Tief bekümmert zu dir flehn! Wenn sie von der Welt sich trennen, Daß sie satt sich weinen können, Sprich dann ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 9. Hilf, wenn es will Abend werden Und der Lebenstag sich neigt, Wenn dem dunkeln Aug auf Erden Nirgends sich ein Helfer zeigt; Bleib alsdann in unsrer Mitten, Wie dich deine Jünger bitten, Bis du sie getröstet hast: Bleibe, bleibe, teurer Gast! Joh. Neunherz 1653—1737. —..— Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. 120.— +—. H —— IDRDRE Hal⸗le-lu- ja! Je- sus lebt, Tod und To ⸗ten⸗gruft und Ei ⸗de bebt, da der 0 2 e,,, Kex. +*— e——— Höl le sind be- zwun ⸗gen ö Held hin-durch⸗ge-drun- gen. Gehtnicht mehr nach Q 14— ö— ——.—.— x , + Gol-ga ⸗- tha: Je-sus lebt, Hal-le- lu- ja! —— Ostern. 16 2. Halleluja! Seht das Grab, Die ihr seinen Tod beweinet! Wischet eure Tränen ab, Weil die helle Sonne scheinet; Euer Heiland ist nicht da: Jesus lebt, Halleluja! 3. Halleluja! Suchet nicht Den Lebend'gen bei den Toten, Glaubet freudig dem Bericht Der verklärten Osterboten! Diese wissen, was geschah: Jesus lebt, Halleluja! Mel. Valet will ich dir geben. 0 4. Halleluja! Dieses Wort Soll mich wiederum beleben. Kann ich gleich nicht an den Ort Seines Grabes mich begeben, G'nug, daß es mein Glaube sah: Jesus lebt, Halleluja! 5. Halleluja! Er wird mir Leben in dem Tode geben. Also sterb' ich freudig hier/ Christi Tod ist nun mein Leben. Nur getrost, ich glaube ja: Jesus lebt, Halleluja! Benj. Schmolck 1672—1737. Melchior Teschner. 1614. I2² 0 0 Ich geh' zu dei-nem Gra⸗be, du gro⸗ ßer weil ich die Hoffnung ha⸗ be, daß du mir Iä2 DDE O=ster=fürst, zei- gen wirst, wie man kann fröh⸗lich ster- ben und 2— I——1— —— 2———.— —————— ... —* fröh⸗ lich auf⸗ er-stehn und mit des Himmels Er- 4 ——— 2e,—*——— W5 ben ins 2. Du liegest in der Erde Und hast sie eingeweiht, Land des Le⸗ 9215 gehn. Wenn ich begraben werde, Daß sich mein Herz nicht scheut 166 Ostern. 1 Auch in den Staub zu legen, Da werd' ich dich erblicken, Was Asch und Staub vermehrt, Der mich vom Tode weckt. Weil dir doch allerwegen 5. Du fährest in die Höhe Die Erde zugehört. Und zeigest mir die Bahn, 3. Du ruhest in dem Grabe, Wohin ich endlich gehe, Daß ich auch meine Ruh Da ich dich finden kann. An diesem Orte habe, Dort ist es sicher wohnen, Drückst mir die Augen zu; Wo lauter Glanz um dich, So soll mir gar nicht grauen, Da warten lauter Kronen Wenn mein Gesicht vergeht/ In deiner Hand auf mich. Ich werde den wohl schauen, 6. O meines Lebens Leben, Der mir zur Seite steht. O meines Todes Tod, 4. Dein Grab war wohl ver⸗ Ich will mich dir ergeben siegelt, In meiner letzten Not! Doch brichst du es entzwei. Ich will mein Lager machen Wenn mich der Tod verriegelt, In deine liebe Gruft, So bin ich dennoch frei; Da werd' ich schon erwachen, Du wirst den Stein schon rücken, Wenn deine Stimme ruft. Der auch mein Grab bedeckt, Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. —.— —— Will⸗ kom⸗ men, Held im Strei ⸗ te, aus SS.. .PPSPPP II 25 dei⸗ nes Gra- bes Kluft! Wir tri- um--phie ren W 2——— 2— S— heu ⸗-te um dei ⸗ne lee⸗re Gruft. 2. In der Gerechten Hütten Du trittst in unsre Mitten Schallt schon das Siegeslied, Und bringst den Osterfried', — Ostern. 167 3. Der Feind ist schon ge⸗ schlagen Und ist nunmehr ein Spott; Wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. 4. Ach teile doch die Beute Bei deinen Gliedern aus! Wir alle kommen heute Deswegen in dein Haus. 5. Laß unser aller Sünden Mit dir begraben sein, Uns einen Schatz hier finden, Der ewig kann erfreun! Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. 6. Wir sind mit dir gestorben, So leben wir mit dir; Was uns dein Tod erworben, Das stell uns täglich für! 7. Wir wollen hier ganz fröhlich Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir dereinst nur selig Mit dir auch auferstehn. 8. Der Tod kann uns nicht schaden, Sein Stachel ist nun stumpf; Wir sind bei Gott in Gnaden Und rufen schon: Triumph! Benj. Schmolck 1672—1737. Joh. Heinr. Böhner? 1785. IEEEEEE 2 ber⸗win⸗der, nimm die Pal-men, die dein das mit fro⸗hen O-ster-psal-men den er⸗ ——— 1 E———————— Zi⸗ on heu=te bringt, kämpf⸗ten Sieg be singt! Wo ist nun der Fein⸗de 21— Po⸗chen und der Würger Mord-ge-schrei, da des To⸗-des O—7—.——— Nacht Lrn⸗ Hin ün sein Stachel ist zer⸗ cbrochen? Tod und Ostern. H ö — f 2———— E RET. in .SE——— Teu⸗-fel lie⸗gen da: Gott sei Dank, Hal⸗ le⸗lu⸗ ja! Oder: Mel. Lasset uns den Herren ꝛe. Joh. Schop. 1641. ————. 2 II 7——.52.— 7+——.—— EEEEEEEE —— U⸗ber- win-der, nimm die ürn die dein das mit fro 5564 O ⸗ster-psalmen den er— SSST Zi⸗ on heu=te bringt, kämpf⸗ten Sieg be-singt! Wo ist wun der 2 EEEREE .e Ed Fein⸗de Po⸗ 1 und der Mord⸗-ge⸗ 2ů.—45 —— schrei, da des Ded ne und sein 2 + 4— 2————— ———..3—— EEE Sta⸗chel ist zer⸗-bro⸗chen? Tod und Teu⸗ fel — —.————— gen da: Gott sei Dank Hal⸗ le lu⸗ a 2. Laß nun mdene Sen Was kann deiner Krone gleichen? Glänzen aus dem Grab empor! Held und König, tritt hervor! nẽ — Ostern. 169 Laß dir tausend Engel dienen; Denn nach harter Leidenszeit Ist dein Tag der Herrlichkeit, Höchste Majestät, erschienen! Erd und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Halleluja! 3. Teile, großer Fürst, die Beute Deiner armen Herde mit, Die in froher Sehnsucht heute Vor den Thron der Gnade tritt! Deinen Frieden gib uns allen, O so jauchzet Herz und Mut, Weil das Los so wundergut Und aufs lieblichste gefallen; Denn der Olzweig grünet da: Gott sei Dank, Halleluja! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, Deinen Strahl zum Herzen gehn; Gib Erleuchtung deinen Knech⸗ ten, Daß sie geistlich auferstehn! Hält der Schlaf uns noch ge⸗ fangen, O so fördre selbst den Lauf; Rufe mächtig: Wachet auf! Denn die Schatten sind ver⸗ gangen Und der helle Tag ist da: Gott sei Dank, Halleluja! 5. Tilg in uns des Todes Grauen, Wenn die letzte Stunde schlägt, Weil uns in des Himmels Auen Ist die Krone beigelegt! Laß uns in den höchsten Nöten, Mitten in der Todespein, Voll des Glaubenstrostes sein! O so kann der Tod nicht töten, Denn die Hoffnung blühet da: Gott sei Dank, Halleluja! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer Über Gruft und Bahre weint, Wie die Schwachheit nach dem Schlummer Dort in voller Kraft erscheint! Sind wir sterblich hier geboren, O so nimmt das kühle Grab ichts als nur was irdisch ab, Und der Staub ist unverloren. Unser Hirte hütet da: Gott sei Dank, Halleluja! 7. Wecke die erstorbnen Glie⸗ der Endlich aus der dunkeln Nacht, Daß des Geistes Hülle wieder In verklärtem Glanz erwacht! Dann wirst du die Krone geben, Während wir aus voller Brust, Herr, in engelgleicher Lust Ewig deinen Sieg erheben. Selig sprechen wir allda: Gott sei Dank, Halleluja! Christ. Ludw. Taddel 1706—-1775. 17⁰0 Ostern. O Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 1539. 3 0 F TT 0 Er⸗ inn re dich, mein Geist, er-⸗freut des Q 4— —— ö ö n.——— ,. ö—— Je-sum Sede Ler von dem Tod er-stan-den sst! 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erschien' Und spräche: Friede sei mit dir! So freue dich, mein Geist, in mir! 3. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar Dem, der da ist und der da warz Sein Name sei gebenedeit Von nun an bis in Ewigkeit! 4. O Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Majestät, Wenn sie mein Geist mit der vergleicht, Die ich durch Gottes Sohn er⸗ reicht? 5. Vor seinem Thron in seinem Reich Unsterblich, heilig, Engeln gleich Und ewig, ewig selig sein: Ach, welche Herrlichkeit ist mein! 6. Herr, der du in den Him⸗ meln thronst, Ich soll da wohnen, wo du wohnst, Und du erfüllest mein Vertraun, Dich in der Herrlichkeit zu schaun! 7. Ich soll, wenn du, o Lebens⸗ ürst, Einst in den Wolken kommen wirst, Erweckt aus meinem Grabe gehn Und rein zu deiner Rechten stehn. 8. Mit deiner heil'gen Engel char Soll ich dich loben immerdar, Mit allen Frommen aller Zeit Soll ich mich freun in Ewigkeit. 9. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, 79 88E H eH½- 9898 un, ◻ Ostern. 171 Was ich, mein Heil, dir schuldig Sein ist das Reich, sein ist die in, Kraft. Damit ich mich in Lieb und Treu Halt im Gedächtnis Jesum Zu deinem Bilde stets erneu'! Christ, 10. Er ist's, der alles in uns Der von dem Tod erstanden schafft, ist! Christ Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. I 2 E 943565.— x —— u Je ud lebt, mit ihm audh 3005 Tod, wo Je⸗ sus lebt und wird auch mich von den 3, P.——.—.— .——* 5655 4..—392 ö sind nun dei⸗ ne Se Ken Er ver ⸗klärt rrich To: ten auf⸗ er⸗=cken. D in sein Licht, dies ist mei⸗ ne—— ver⸗ sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich 4. Jesus lebt; sein Heil ist mein, Über alle Welt gegeben; Sein sei auch mein ganzes Leben. Mit ihm werd' ich auch zugleich Reines Herzens will ich sein Ewig herrschen, ewig leben. Und den Lüsten widerstreben. Gott erfüllt, was er verspricht, Er verläßt den Schwachen nicht, Dies ist meine Zuversicht. Dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, Lästert ihn und Gottes Ehre. Nichts soll mich vonZesu scheiden, Gnade hat er zugesagt, Keine Macht der Finsternis, Daß der Sünder sich bekehre. Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Gott verstößt in Christo nicht, Er gibt Kraft zu jeder Pflicht, Dies ist meine Zuversicht. Dies ist meine Zuversicht. 17² Ostern. O Mel, Wie schön leucht't uns ꝛc. 5. Jesus lebt; nun ist der Tod Wird er meiner Seele geben, Mir der Eingang in das Leben. Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Welchen Trost in Todesnot Herr, Herr, meine Zuversicht! Christ. Fürchtegott Gellert 17151769. Phil. Nicolai? 1598. DEEE Froh-lockt dem Herrn, bringt Lob und Der gro ⸗ße Sie-⸗-ger ü⸗ber⸗ Dank ihm, der des To-des Macht be⸗zwang und wand; Nacht war um ihn, und sie verschwand in ö 0. ——.—— EEEE — t— uns vom Staub er-höh=te! hel⸗le Mor⸗gen-rö ⸗ te.** S..... —.—.— rr mene. ————.. Ee E stol-ze Spöt⸗ter, un-serm Ret- ter Preis und Eh=re! en u.,, i,. — Glaubt an ihn und sei⸗ne Leh re! 2. Heil uns, des Heilands Er hat den Tempel neu gebaut, Grab ist leer! Den blinde Wut zerbrochen. Fest stehet wie ein Fels im Meer Mächtig, Prächtig Das Wort, das er gesprochen. Ist der Sieger, O selig, wer sich ihm vertraut! Gottes Krieger, . Ostern. ⁴³ Auferstanden Und macht seinen Feind zu Schanden. 3. Leer ist die Gruft, die ihn umgab; Sei mir gegrüßt, mein künftig Grab, Du Wohnung ernster Stille! Nur wenig Tage werden's sein, Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen. O dann empfängst du mein Gebein In deiner Schattenhülle. Freude, Freude! Meine Glieder Werden wieder Auferstehen, Meinen Heiland werd' ich sehen. Dan. Schiebeler 1741—1771. Joh. Heinr. Böhner? 1785. I +. H 9 + Nuf⸗ er⸗stan⸗den, auf-er-stan⸗den ist der Seht, wie hat nach Schmach und Banden Gott mit ——.. Herr, 83 uns ver⸗söhnt. Eh⸗ren ihn ge: krönt! Dort auf se nes Va⸗ters .*.— Thro⸗ne, ü⸗ HeechnerndLod erhöht, herrscht er nun in ——.— +. , —— +.—.— 21—— .— Ee, Ma-⸗je⸗stät. Fal⸗let nie-der vor demSoh:ne, 1 uns 9 — 4—.. einst zu sich er ⸗hebt! Hal-le⸗ lu⸗ja, Je⸗sus lebt! 2⁴4 Ostern. O Oder: 7—6 Lasset uns den Herren ꝛe. Joh. Schop. 1641. . Auf⸗ er⸗-stan⸗-den, auf⸗ er anen ist der Seht, wie hat nach Schmach und Banden Gott mit 6— EE— Herr der uns ver⸗söhnt. ů—0 Eh ren ihn ge⸗krönt! Dort auf sei⸗ nes + —— 5⸗..—— .—————. Va ⸗ ters Thro⸗ne, ü⸗ berSchmerz und Tod er⸗ 5——.—— I— —.—— höht, herrscht er nun in Ma-je-stät. Sal⸗ let — 2—— E.ꝰ r rt n,— Die e.— nie⸗ der vor dem Soh- ne, der uns einst zu EE — 95 er · hebt! Hal⸗ le ⸗ lu⸗ ja, Je=sus lebt! 2. Singt dem Herrn! Er ist Wer kann ihm noch widerstreben? erstanden, Mächtig steigt der Held empor, Da er starb auf Golgatha. Im Triumph bricht er hervor. Rühmt es laut in allen Landen: Seht, des Abgrunds Pforten Was sein Mund verhieß, geschah! beben, Ostern. 17⁵ Da ihr Sieger sich erhebt! Halleluja, Jesus lebt! 3. Uns vom Tode zu befreien, Sank er in des Grabes Nacht; Uns zum Leben zu erneuen, Steht er auf durch Gottes Macht. Tod, du bist in Sieg verschlungen, Deine Schrecken sind gedämpft, Deine Herrschaft ist bekämpft, Und das Leben ist errungen. Ob man unsern Leib begräbt: Halleluja, Jesus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu erheben, Ging er zu dem Vater hin. Laßt uns ihm zur Ehre leben, Dann ist Sterben uns Gewinn! Haltet unter Lust und Leiden Im Gedächtnis Jesum Christ, Der vom Tod erstanden ist! Unvergänglich sind die Freuden Des, der nach dem Himmel strebt. Halleluja, Jesus lebt! 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder, Er sei euer Lobgesang! Bringt dem Todesüberwinder Ewig Ehre, Preis und Dank! Rühmt es in Versuchungs⸗ stunden, Wenn euch Sünd und Elend droht, Rühmt es in der Todesnot: Unser Herr hat überwunden, Der uns einst zu sich erhebt; Halleluja, Jesus lebt! Nach Joh. Friedr. Danneil 1719—1772—⁰5 Christoph Christian Sturm. 1740—1786 . Wachet auf ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. +Z.— ů20 13⁴ IIRR D. 0— Lobt den Höchsten, Je-sus le-bet! Er⸗ Hört's, be⸗ trüb⸗te 56665 ge⸗ bet der 3— ——3— 3 ů x —.... ste Menschen, f er⸗ bet des Welt⸗er⸗ Sen⸗ de Raum, denn Je⸗-sus 1 bet; Gott hat ihn 45 ——— I———— —PFFFFII‚‚ lö-sers Ma-je⸗ stät! aus dem Staub er höht! O See ⸗le, dein Ge⸗ Ostern. — ... sang er ⸗ schal-le ——ìᷣ—— ihm zum Dank, ihm zur + — —. DDD—.—. S.SF —— —.——— 1.— Eh-re! Dich, gro- ßer Held, er-hebt die Welt, weil ö R . dei ne Hand den Sieg be 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leide, Lobsinget ihm und nehmt voll Freude Am Siege teil, den er erstritt! Ob auch ihr dem Tod erlieget, Er hat für euch den Tod besieget; Er herrscht, der für euch starb und litt. Was wollt ihr traurig sein? Ihr könnt getrost euch freun. Jesus lebet Von Ewigkeit Zu Ewigkeit, Derselbe gestern und auch heut. 3. Nun verzagt auch nicht, Verbrecher! Gott ist euch nun kein strenger Rächer, Wenn ihr die Schuld mit Ernst bereut. Durch des Todes Überwinder Ist er dem reuevollen Sünder — hält. Ein Vater der Barmherzigkeit. Er nimmt ihn liebreich auf, Mit Kraft zum Glaubenslauf Ihn zu segnen. Preis sei der Huld, Die mit Geduld Uns trägt und tilget unsre Schuld! 4. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, Verwest der Leib gleich in der Gruft, Einst wird er zum bessern Leben Sich aus des Todes Staub er⸗ heben, Wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld Zu einer regen Welt. Alles lebet, Sowie erneut ö‚ HE HE. HRN eRN ie uns er ben er⸗ en — Ostern. 1²⁷⁷ Zur Frühlingszeit Sich alles regt und alles freut. 5. Auferstandner, welch ein Segen Erwartet uns, wenn wir auf Wegen Einhergehn, die dein Fuß betrat! Unnennbare Seligkeiten, Die ewig währen, sind die Beuten, Die uns dein Sieg erkämpfet hat. Bald sind sie unser Teil, Bald krönet uns das Heil Deines Lebens. Halleluja! Der Herr ist nah, Bald ist der Tag des Sieges da. Christoph Christian Sturm 1740—1786. Mel. Wachet auf ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 135 0 œ 0 0— Hal ⸗le=lu⸗ 25. rn—.— ja!Jauchzt, ihrChö⸗re, singt Er, der Held, ist von den Ban-den des ——————1. n— ED ———..—— Je⸗ su Chri⸗ 5 Preis nd Eh ⸗ re, To ⸗des sieg-reich 22 er⸗stan-⸗-den, 2 wie groß und er, der für .— 1— ——— 1— 2f —*—— III. ——— herr-lich ist sein Tagl uns im Gra-⸗ be —— lag. Sein ist Ge⸗walt und 522 6 + + — 6 ö ..-,.. Macht. Preis ihm, er hat's voll⸗ bracht! Hal=le⸗ — ——— 50—...—— *— Tlu⸗ Jal Er hat's vol bracht, er/ der die Macht des — Iui + To-des und des Gra-bes 2. Glorreich hat der Held gerungen, Hat mächtig Grab und Tod bezwungen, Von ihren Schrecken uns befreit. Wir von Gott gefallne Sünder Sind nun mit ihm versöhnte Kinder Und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, Entschlafen, Christus, dir, Ruhn in Frieden Die kurze Nacht, Bis deine Macht Das Licht des ew'gen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, Du wirst ihn herrlich auf⸗ erwecken, Der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben Und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. hat. Dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, Gerecht und selig sein. Halleluja! Tod und Gericht Erschreckt uns nicht, Denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis verschwinden Und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns die Deinen! Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk 1734—1814. Joh. Crüger. 1656. I36 —2—.— Ich sag' 6 0 0 00 — 2—5 je ⸗dem, daß er lebt und eHR eH ES/&& 2— —Ü — 14. —⁷ Ostern. 170 22 557— ö—.— EIEE — 4..— auf⸗ er ⸗stan⸗ den ist, daß er in un srer 3 4 —————.—.— — +* S———.——. e Mir⸗ te schwebt uud 2. Ich sag' es jedem, jeder sagt Es seinem Freunde gleich, Daß bald an allen Orten tagt Das neue Himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn Erst wie ein Vaterland, Ein neues Leben nimmt man hin Entzückt aus seiner Hand. 4. Hinunter in das tiefe Meer Versank des Todes Graun, Und jeder kann nun leicht und hehr In seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, Geht in den Himmel aus, wig bei uns ist. Und wer nur hört auf seinen Rat, Kommt auch ins Vaterhaus. 6. Nun weine keiner mehr allhie, Wenn eins die Augen schließt, Vom Wiedersehn spät oder früh Wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat Ein jeder frischer glühn, Denn herrlich wird ihm diese Saat In schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, Wenn alles uns verläßt, Und so soll dieser Tag uns sein Ein Welterlösungsfest! Friedr. von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Wolfgang Weßnitzer. 1661. —.———— 22785 13⁷ SSDSSDSPSPSIPIüII‚II........... .—— ——— Je⸗su, To-des-ü⸗ ber- win-der, der 425 einst als Herr und Kö-nig auf-er ⸗ stand=ner ler Welt er ⸗ Sie⸗ges ⸗ fürst,—— schei⸗nen wirst! Leib⸗lich Himmelfahrt. O ———— uns ge- nom-men, doch du willst im —— I— 1 S Gei⸗ ste kom⸗men, 33— al-ler⸗ 2 2—— .. — v. wärts in ein des Men-schen-herz. 2. Herr, mit vielen Aend Brüdern Fleh'ich nun bei Tag undNacht: Komm, o komm, laß uns er⸗ fahren Deine Liebe, deine Macht! Komm, vom lauen trägen Wesen Uns allmächtig zu erlösen; Nimm hinweg, was uns be⸗ schwert Und was dir den Zugang wehrt! 3. Tratst du einst zu deinen Jüngern Durch verschlossne Türen ein, Sollten dann Vie Menschenheden IX. Himmelfahrt. D Mel. Du, des sich ꝛc. I38 Dir zu fest verschlossen sein? Siehe, wie sie sich ermüden, Ohne Leben, ohne Frieden! Komm, die Riegel brich entzwei, Mach lebendig, froh und frei! 4. Mache los von Satans Banden, Froh und stark in dir. allein! Hal Ach die Blinden und die Toten 3 Führ ins Licht und Leben ein, Daß sich alle dir ergeben, Und Dir zu sterben, dir zu leben! Sei Jesu, kennn du, bist du nah? Amen, ja! Halleluja! Er Verfasser unbekannt. Hal — 4 We Tro Der Wi freu- en uns, Herr Je-su Christ, daß U Himmelfahrt. 181 0 — 366650—— —— + du von Bott er ⸗ hö⸗ het bist. Im ma 2 63, du ho- hes 60 stärk Fe. T nun dein Volk, t, das an dich ——— 14.—— Aleutrl Hal⸗= 4 2. ja! 2. Nun freut 10 alle Christen⸗ heit Und singet dir befreit von Leid: Gott Lob und Dank im höchsten Thron, Denn unser Freund ist Gottes Sohn! Halleluja! 3. Nun thronet er im Himmel mün. Und ist doch bei uns allzeit noch. Sein' Macht und Gnad unend⸗ lich ist, Er ist der Herr zu aller Frist. Halleluja! 4. Er ist der Sieger, dessen Hand Welt, Sündund Hölle überwand. Trotz', wer da will, was liegt daran? Der Herr ist's, der ihn stürzen kann. Hallelujal 5. Wohl 920 des Herz in Christo ruht Und der in ihm hat frischen Mut! Was frag' ich dann, o Welt, nach dir? Nach Christo nur verlangen wir. Halleluja! 6. Wir freuen uns aus Her⸗ zensgrund Und singen dir mit frohem Mundʒ Du Bruder, unser Fleisch und Blut, Bist unser Heil und höchstes Gut. Halleluja! 7. Durch dich der Himmel unser ist; Hilf uns, o Heiland Jesu Christ, Daß wir vertrauen fest auf dich Und durch dich leben ewiglich! Halleluja! 8. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit! 182 Himmelfahrt. U Komm doch in deiner Herrlichkeit, In deinen ew'gen Freudensaal! Führ uns aus diesem Jammertal Halleluja! Mel. Ermuntre dich. Verfasser unbekannt; 1611. Joh. Schop? 1641. H —.— —.— —. ——. 1—— ́D 2.—— + 0 0 0 Du Le⸗bens=fürst, Herr VI. su gen Him-⸗mel, da dein Va ⸗ter 2 Christ, der und ist du die bist Ge⸗ mein der From- men, auf⸗-ge⸗ nom ⸗ men ——44—— G DIDRĩRD——— . Ewie soll ich dei ⸗nen gro ⸗ßen Sieg, ———— 9— 7———— 4.—6F65h— schwenem Krieg, o —2— +——..———— 65——F —— +2— den du er ⸗ warbst nach +7 * star ⸗ker Held, recht prei-sen, dir Ehr ge⸗ ů II — 1——. II nug er ⸗ wei ⸗ sen? 2. Du hast die Höll und Du hast gesieget weit und breit; Sündennot Wie werd' ich solche Herrlich⸗ Mit starker Kraft bezwungen, keit/ Hast über Teufel, Welt und Tod O Herr, in diesem Leben Den Sieg am Kreuz errungen, Recht würdiglich erheben? eHFRH eH — Himmelfahrt. 18³ 3. Du hast durch deine Himmelfahrt Die Straße uns bereitet; Du hast den Weg uns offenbart, Der uns zum Vater leitet; Und weil denn du, Herr JesuChrist, Nun stets in deiner Wonne bist, So werden ja die Frommen Dahin zu dir auch kommen. 4. Hilf, daß 32— suchen unsern atz Nicht hier in diesem Leben! Leit uns dorthin, wo du den Platz Willst Gottes Kindern geben! Ach laß uns streben fest und wohl Nach dem, was künftig werden soll, Laß uns dein Heil ergründen Und deine Wohnung finden! 5. Zieh uns nach dir, so folgen wir, Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Gib uns des Glaubens Flügel! Hilf, daß wir sicher fliehn von hier Auf deinen Friedenshügel! Mein Gott, wann fahr' ich doch dahin, Woselbst ich ewig fröhlich bin? Wann werd' ich vor dir stehen, Dein Angesicht zu sehen? 6. Wann soll ich hin ins Paradies Zu dir, Herr Jesu, kommen? Wann labt mich Himmelsspeise süß. Wann werd' ich aufgenommen? Mein Heiland, komm und nimm mich an, Auf daß ich fröhlich jauchzen kann Mit aufgehobnen Händen: Preis dir an allen Enden! Joh. Rist 1607—1667. Phil. Nicolai? 1598. 4 0HE 0 0 0 04 098 wun=der⸗-gro⸗ zur Rech- ten Got-tes —1 TTI— ——— ßer Sie ⸗ges⸗ in der +———— —.— beld, du Kraft, hast 36. den Sin⸗ Rer⸗ trã⸗ ger 1— ler Welt, heut Sieg ver⸗schafft, den 3 II— ——————————.— .—.—.—.—.7— hast du dich ge⸗ se⸗ Feind zum Tod ver-le⸗ tet— IN bel. Mäch ⸗tig, präch- tig 184 Himmelfahrt. —— win ö DSPSDSSDS.‚ II.......— —.—. tri-umphierst du und re-gierst du. Tod und Le⸗ben I — — al ⸗les ist dir 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich Siegesfürsten loben, Weil du denSegen wiederbracht, Mit Majestät und großer Pracht Zur Freude bist erhoben. Singet, Klinget, Rühmt und ehret Den, der fähret Auf zum Throne, Zu empfahn die Himmelskrone! 3. Du bist das Haupt, o Herr, und wir Sind deine Glieder, nur von dir Kommt auf uns Heil und Leben; Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft, Und was dem Herzen Labsal schafft, Wird uns durch dich gegeben. Neige, Beuge Mein Gemüte, Ew'ge Güte, Dich zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen! 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, un= ter Hilf, daß wir fortan für und für Nach deinem Reiche trachten! Laß unsern Wandel himmlisch sein, Laß uns demütig, züchtig, rein All lppigkeit verachten! Unart, Hoffart Gaf uns meiden, Christlich leiden, Wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden! 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Hort Und gründ uns auf dein göttlich ort, So sind wir nie verlassen! Laß suchen uns, was droben ist; Auf Erden wohnt viel Trug und List Und Feinde, die uns hassen! Llüigen, Trügen, Angst und Klagen, Ach sie nagen, Ach sie quälen Stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm vom Gnadenthron, — Du Siegesfürst, Held, Davids Dafür Soll dir ohn, Von uns allen Komm, stille das Verlangen! Preis erschallen; Du bist uns allen ja zu gut Nimm am Ende, Durch dein vergossnes teuresBlut Herr, uns auf in deine Hände! Ins Heiligtum gegangen. Ernst Christ. Homburg 1605—1681. Himmelfahrt. Mel. Allein Gott in der Höh ꝛe. Altkirchlich. 1539. α Auf Chri⸗sti Him⸗mel⸗fahrt al- lein ich und al⸗len Zwei-fel, Angst und Pein hier⸗ IIS D mei ⸗-ne Nach ⸗fahrt grün ⸗- de 465 denn weil das mit stets ü ber ⸗win dez SSSS— . Him⸗mel ist, wird sei-ne Glie-der —— — —.—— —.— 1—— Je-sus Christ zur rech 2. Weil er gezogen himmelan Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh erlangen; Denn wo mein Schatz gekommen hin, Dahin steht auch mein Herz und Sinn, Nach ihm mich stets verlanget. ten Zeit nach-ho=- len. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mög' meine Nachfahrt zieren Und dann einmal, wenn's dir gefällt, Mit Freuden scheiden aus der Welt: Herr, höre doch mein Flehen! Nach Josua Wegelin 1604 1640. Himmelfahrt. U— Mel. Ach Gott und Herr. 1625. 1655. EEEE ———— 2 DE& % Zieh uns nach dir, so ei- len wir mit II . 3 da du bith Herr 525 herz-li⸗chem Ver⸗lan⸗ gen 2—..— — Je ⸗su Christ, as 2. Zieh uns nach dir, Herr Christ, und führ Uns deine Himmelsstege! Wir irren leicht, Sind abgeneigt Vom rechten Lebenswege. 3. Zieh uns nach dir, So folgen wir Dir nach in deinen Himmel, Mel. Jesu, meines Lebens Leben. die⸗ser Welt ge gan gen! Daß uns nicht mehr Allhier beschwer' Das böse Weltgetümmel! 4. Zieh uns nach dir Nur für und für Und gib, daß wir nachfahren Dir in dein Reich, Und mach uns gleich Den auserwählten Scharen! Friedr. Funcke 1642-1699. Wolfg. e 1661. —— Sie⸗ges-fürst 1 Eh⸗ ren-kö-nig, al le Him-mel 5. zu we⸗ nig, 2.— 10— ö— e———— du ver ⸗ klär»te Ma⸗ je ⸗ stät du bist drün⸗ ber hoch er- höht! rut ich U O Himmelfahrt. 187 1655⁵. —.— +*—— 5561„ 12—— RII Wait nicht zu Fuß dir fal⸗ len, nicht mein 8 vor mi ů— RDDI.— Freu-de wal-len, wenn ich gläu⸗big, Herr, be⸗ en e——.—— 0—— 5—.———— +— aünen D tracht' dei- ne Ho-heit, dei- ne Macht? en n! 4699. 1661. 2. Seh' ich Rat gen Himmel fahren, Seh' ich dich zur Rechten da, Hör' ich, wie der Engel Scharen Rufen froh Halleluja: Sollt' ich nicht zu Fuß dir fallen Und meinHerz vorFreude wallen, Da der Himmel jubiliert Und mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Him⸗ melssonne, Leuchtet deine Herrlichkeit, Die mit neuem Glanz und Wonne Sel'ge Geister hoch erfreut. Prächtig wirst du aufgenommen, Jauchzend heißt man dich will— kommen; Schau, dein Kind im Staube hier Ruft auch Hosianna dir! 4. Sollt' ich deinen Kelch nicht trinken, Da ich deine Klarheit seh'? Sollte jetzt mein Mut noch sinken, Da ich deine Macht versteh'? Meinem König will ich trauen, Vor dem Feind soll mir nicht grauen, Nur in Jesu Namen mich Beugen will ich ewiglich. 2— Hen, dein reicher Geist ergieße über uns sich kräftiglich, Bis zum Schemel deiner Füße Alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Szepter wende Alles sich von End zu Ende; Mache dir auf Erden Bahn, Alle Herzen untertan! 6. Nun erfüllst du allerorten Alles durch dein Nahesein; Heiland, meines Herzens Pforten Stell' ich offen, komm herein! 18³ Himmelfahrt. ö O Komm, du König aller Ehren, Ewig in mir leb und wohn Komm, bei mir auch einzukehren; Als in deinem Himmelsthron! Gerh. Tersteegen 1697 1769. Mel Alles ist an Gottes Segen. 1738. 144 6.... SSS— 8⁰0 Je- sus Chri⸗stus herrscht als Kö— nig/ 3 al⸗les ist ihm un⸗-ter tä- nig, al⸗-les legt ihm ——.——— Gott zu Fuß. 2 —— dem man Eh-re ge⸗ ben muß. 2. Gleicher Macht und gleicher Die Erlösung durch sein Blut. Ehren Hört's, das Leben ist erschienen, Thront er unter lichten Chören Und ein ewiges Versühnen ö Über allen Cherubim. Kommt in Jesu uns zu gut. In der Welt und Himmel Enden,—— Hat er alles in den Händen, Debenadtare Dee Denn der Vater gab es ihm. Hat auch ihn zu ihrem Haupt. 3. Nur in ihm— o Wunder⸗ Er hat sie mit Blut erkaufet, gaben!— Für das Himmelreich getaufet, Können wir Erlösung haben, Und sie lebet, weil sie glaubt. n ron! 1769. U—1 Himmelfahrt. 18⁰ 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; Sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen! Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst du leben? Es soll sein. Willst du erben? Du wirst's sehen. Soll der Wunsch aufs Höchste gehen: Willst du Jesum? Er ist dein. 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder Hier auf kurze Zeit darnieder, Und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld! Es folgenFreuden, ichts kann sie von Jesu scheiden, Und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein Himmel offen, Welcher über alles Hoffen, Über alles Wünschen ist. Die geheiligte Gemeine Weiß, daß eine Zeit erscheine, Wo sie ihren König grüßt. 9. Jauchz ihm, Menge heil'ger Knechte, Rühmt, vollendete Gerechte, Und du Schar, die Palmen trägt, Und ihr Märt'rer mit der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! 10. Ich auch auf den tiefsten Stufen, Ich will glauben, zeugen, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, Alles sei ihm untertänig, Ehret, liebet, lobet ihn! Phil. Friedr. Hiller 1699-1769. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. ASEE H....— 4.—33— i —— Hal le⸗lu- ja! Wie lieb=lich seit du vom ew'- gen Zi-⸗ on —..3 2— ö stehn hoch ü ber uns die dort aus-sen-dest dein le⸗ Him-mels-höhn, seit ben⸗ dig Wort und Himmelfahrt. im Himmel si ⸗tzest, dei- ne Her⸗- de schü⸗tzest! Fröh=lich, se⸗ lig + — SSS . 2—— schaut der Glau⸗be von dem Stau⸗ be auf zum Soh⸗ ne: — Mei⸗ ne 2. Die Sterne leuchten ohne Hei⸗mat Zahl; Was ist ihr tausendfacher Strahl, Was ist der Glanz der Sonne? Ein Schatten nur von jenem Licht, Das dir vom holden Angesicht Ausgeht mit ew'ger Wonne. Spende, Sende Deine hellen Lebensquellen Reichlich nieder, Großes Haupt, auf deine —.— ů—— II ————— 4.— HIS— ist⸗ am Thro=ne. Es ist dein Aug, es bleibet wach, Bis neu die Sonne scheinet. O wer Nunmehr Nimmer klagte, Nimmer zagte, Da du wachest Und aus Nächten Tage machest! 4. Wohin wir ziehn durchLand und Meer, Ein Himmel neigt sich drüber her, Dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, Da wallt man sicher früh und ieder! spät ——— Vor Feindeslist und Schaden. 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Keiner Deiner Nacht, Auserwählten Ich weiß, daß dort ein Auge Geistbeseelten wacht, Bleibt verlassenz Das einst um uns geweinet, Das einst für uns im Todebrach; Treu will ihn dein Arm um⸗ fassen. Pfingsten. —19— 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz/ Zu dir, wenn sich das arme Herz Abhärmt in bittrer Reue. Du brichst nicht das zerstoßne Rohr, Und wenn der Docht sein ol verlor, So tränkst du ihn aufs neue. Im Licht Soll nicht Eine fehlen Von den Seelen, Die zum Leben Dir dein Vater übergeben. 5. O sel'ger König Jesu Christ, Wie wundervoll und heilig ist, Was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, Bleibt unser Anker, wenn es stürmt, Auf ewig eingesenket! Hier, hier Sind wir Festgebunden; Unsre Stunden Fliehn in Eile; Dann hinauf zum ew'gen Heile! Alb. Knapp 1798—1864. X. Pfingsten. 146 4 Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. —— 6 2——— 0 0 0 Du 8 heil⸗ ger Geist kehr bei uns Him-mels- licht, laß dei- nen 4— 22t —— d e 2— 0.—.—— ein und Schein bei laß uns dei⸗ ne uns und in Wohmmng sein; o uns kräf⸗tig sein zu komm, du Her-zens-son⸗ ne! ste⸗ter Freud und Won=ne! Son ⸗ne, Won ⸗=ne, Pfingsten.—4 I—3— E ere„ himmelisch Le⸗ ben willst du —*——— ge⸗ ben, wenn wir be⸗ ten; zu dir kom⸗ men 2. Du Quell, draus alle Weis⸗ heit fließt, Die sich in fromme Seelen gießt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren! Höre, Lehre, Daß von hinnen Herz und Sinnen Wir erheben Dir zum Lob und uns zum Leben! 3. Sei stets bei uns mit deinem Rat Und führ uns selbst den rechten Pfad Die wir den Weg nicht wissen! Gib uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen! Schaue, Baue, Was zerrissen Und beflissen Dich zu schauen Und auf deinen Trost zu bauen! 4. Laß uns stets deine Gottes⸗ kraft Q 4 E wir ge ⸗ tre⸗-ten. Empfinden und zur Ritterschaft Dadurch gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Mit freudigen Gebärden! Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden! 5. O starker Fels und Lebens⸗ hort, Laß doch dein himmlisch süßes Wort In unsern Herzen brennen, Daß wir uns mögen nimmer⸗ mehr Von deiner weisheitsreichen Lehr Und reinen Liebe trennen! Sende, Spende Deine Güte Ins Gemüte, Daß wir können Christum unsernHeiland nennen! 6. Du süßer Himmelstau, geuß di 1 7 In unsre Seelen kräftiglich Q0 ens⸗ ßes er⸗ Lehr ien! jeuß O Pfingsten. 1—³ Und schenk uns deine Liebe, Wir führen unsre Lebenszeit, Daß unser Sinn verbunden sei Sei unsers Geistes Stärke, Dem Nächsten stets mit Liebes⸗ Daß uns hinfort sei unbewußt treu Die Eitelkeit, des Cleisches Lust Und sich darinnen übe! Und seine toten Werke! Kein Neid, Kein Streit Rühre, Führe Dich betrübe; Unser Sinnen Fried und Liebe Und Beginnen Soll hier schweben, Von der Erden, Fried und Freude wirst du geben. Daß wir Himmelserben werden! 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit Mich. Schirmer 1606—1673. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 1554. TEEE .... — 0 0 O du al=ler-süß⸗ste Freu⸗ de,/ Geist, der du in Lieb und Lein- de — du al⸗ len schön⸗ stes Licht, un ⸗be- sucht uns läs-sest nicht, Geist des —.———*—.— Hoch⸗ sten, höchster Fürst, der du Unid hal⸗ ten Sun. .— ů 330 ö 4.—. un⸗ auf ⸗hör⸗lich al ⸗le Din-⸗ge: hö= re, —— II .. 22 hö* re, was ich sin ⸗ ge! Evang Gesangbuch. 7 1⁵⁴ Pfingsten. — 2. Du bist ja die beste Gabe, Die ein Mensch je nennen kann. Wenn ich dich, o Tröster, habe, Geb' ich alles Wünschen dran. Ach erhör mich, komm zu mir, Wohn in meinem Herzen hier, Das du dir, als ich geboren, Selbst zum Tempel auserkoren! 3. Du wirst wie ein milder Regen Ausgegossen von dem Thron, Bringst uns nichts als lauter Segen Von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast Und verteilst nach deinemWillen, Meine ganze Seel erfüllen! 4. Du bist weise, voll Ver⸗ standes, Das Geheimste ist dir kund, Hast gezählt den Staub des Sandes Und durchschaut des Meeres Grund. Nun so kennst du auch gewiß Meines Herzens Finsternis; Drum gib Weisheit und vor allen, Wie ich möge Gott gefallen! 5. Du bist heilig und zu finden, Wo man rein und heilig ist, Fliehst hingegen Schand und Sünden, Weil du lauter Reinheit bist, Mache mich, o Gnadengquell, Rein und züchtig, keusch und hell; Laß mich fliehen, was du fliehest, Gib mir, was du gerne siehest! 6. Deine Huld hat keine Schranken, Du bist fromm und sanften Muts, Bleibst im Lieben ohne Wanken, Tust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gib mir auch Diesen edeln Sinn und Brauch, Daß ich Freund'und Feinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe! 7. O mein Hort, ich bin zu⸗ frieden, Wenn du nur nicht weichst von mir; Bleib' ich von dir ungeschieden, Bin ich stets getrost in dir. Laß mich sein dein Eigentum, Ich versprech' hinwiederum, Hier und dort all mein Vermögen Dir zu Ehren anzulegen. 8. Wohl mir, wenn nur du mich stärkest Und mir treulich stehest bei! Hilf, mein Helfer, wo du merkest, Daß mir Hilfe nötig sei; Brich des Fleisches bösen Sinn, Nimm den alten Willen hin, Daß er sich in dir erneue, Und mein Gott sich meiner freue! 9. Sei mein Retter, führ mich eben; O O Pfingsten. é 195 é tell, Wenn ich sinke, sei mein Stab; O so hilf mir, daß ich gehꝰ dhell; Wenn ich sterbe, sei mein Leben; Hin, wo du in ew'gen Freuden iehest, Wenn ich liege, sei mein Grab! Wirst die Auserwählten weiden! ehest! Wenn ich wieder aufersteh', Paul Gerhardt 16071676. 5046 eigener 22—221 Joh. 65155 1653. n 148 ½ 2 2*—.—.————.—— inken, 0 Heuch ein zu Leiten To ⸗ren, sei — der du, da ich ge⸗- bo-ren, mich 2—.—— auch, Y— äbe EDEDDREEDD‚E————.—— Ube! mei⸗ nes Her⸗zens Gast, zu⸗ neu ⸗ge⸗ bo⸗-ren hast, 8ech e kab ötet ———5 von SSI.I.III.............. eden, Geist des Va⸗ters und des Soh⸗ nes, mit bei⸗den —— 7m5 m, Gö——.— ögen glei⸗chen Thro⸗nes, mit bei⸗den gleich ge-preist! 2. Zeuch ein und laß empfinden Es steiget himmelan du Mich deine hohe Kraft, Und hört nicht auf mit Flehen, ö Die Kraft, die uns von Sünden Bis der die Hilf läßt sehen, Hilf und Errettung schafft! Der allen helfen kann. ckest, Entsünd'ge meinen Sinn, 4. Du bist ein Geist derFreuden, Daß ich mit reinem Geiste Das Trauern willst du nicht, inn, Dir Ehr und Dienste leiste, Erleuchtest uns im Leiden n/ Die ich dir schuldig bin! Mit deines Trostes Licht. 3. Du bist ein Geist, der lehret, Ach ja, wie manches Mal eue! Wie man recht beten soll. Hast du mit süßen Worten nich Dein Beten wird erhöret, Mir aufgetan die Pforten Dein Singen klinget wohl; Zum goldnen Freudensaal! 7* 19⁹ Pfingsten. — 5. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Rachsucht, Haß und Neid. Der Feindschaft Feind du bist, Willst, daß in Liebesflammen Sich wieder tu' zusammen, Was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie es dir wohlgefällt. So gib doch deine Gnad, Mit Fried' und Liebesbanden Verknüpf in allen Landen, Was sich getrennet hat! 7. Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsers Fürsten Thron, Verleih uns gute Zeiten, Schmück, als mit einer Kron, Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land! 8. Erfülle die Gemüter Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für; Vertreib den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reißt! 9. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn; Und sollen wir es geben Der Hand des Todes hin, Und kommt der letzte Streit, So hilf uns fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Die ew'ge Seligkeit! Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. —— 49 r t —.— 1.—————— 4 a Komm, o komm, du Geist des Le-bens, dei ne Kraft sei nicht ver ⸗ ge-bens, E von uns wah⸗rer Gott sie er ⸗ füll; E⸗ wig-⸗⸗keit; je ⸗ der-zeit! So wird — L —— ES E Geist und —— 25750 D— Licht und Schein in den dun-keln Pfingsten. 1⁵⁷ WEE 23 Her ⸗ zen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, Daß nichts andres wir beginnen, Als was nur dein Wille sucht! Dein' Erkenntnis werde groß Und mach' uns von Irrtum los. 3. Zeig uns, Herr, die rechten tege Zu der wahren Wohlfahrt an; Räume fürder aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann! Wirke Reu durch deine Gnad, Wenn der Fuß gestrauchelt hat! 4. Laß dein Zeugnis uns emp⸗ finden, Daß wir Gottes Kinder sind, Die allein auf ihn sich gründen, Wenn sich Not und Drangsal find't! Denn des Vaters liebe Rut Ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller Freudigkeit; Seufze in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit! So wird unsre Bitt erhört Und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird um Trost dem Herzen bange, Daß es ruft voll Traurigkeit: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange! O so wende unser Leid, Sprich der Seele tröstlich zu Und gib Mut, Geduld und Ruh! 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser neuer Geist, Fördre in uns deine Werke; Und wennSatan Macht beweist, Schenkuns Waffen in dem Krieg Und erhalt in uns den Sieg! 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, Daß kein Teufel, Tod und Spott Uns denselben möge rauben; Sei du unser Schutz, o Gott! Sagt das Fleisch gleich immer nein, Laß dein Wort gewisser sein! 9. Wenn wir endlich sollen sterben, So versichre uns je mehr Als des Himmelreiches Erben Jener Herrlichkeit und Ehr, Die Gott gibt durch JesumChrist/ Und die unaussprechlich ist! Heinr. Held 1620-1659. 198 Pfingsten. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 2. 150 I—..—— .——— SSSSESESEEEE.. —— Geist vom Va⸗ter und vom Soh= ne, Geist, der schen-ke du vom Himmels-thro- ne mei⸗ nem 2 AI——.—.— 3— Heil und Le-ben schafft, Her-zen dei ⸗ ne Kraft und er-fül ⸗le mein Ge⸗ mü⸗ 77 U ů —.— 2— DDDEEDERRR...——.— 66 — E— x· Komm, durchstrahle den Ver⸗ stand, Daß die Finsternis zerrinne Und nicht nehme überhand! Offne meiner Seele Augen, Daß sie zu erkennen taugen Deines Wortes tiefen Grund, Das uns lehret Christi Mund! 3. Niemand ohne dich verspüret Reiner Gottesliebe Kraft; Wen nicht deine Gnade rühret, Den täuscht eitle Leidenschaft. Komm, ach komm, mein Herz entzünde, Stär⸗ke dei-ner Hand an mirSchwachem werd'er⸗kannt! 2. Komm,erleuchte meine Sinne, Daß ich tief in mir empfinde Stets der Liebe heiße Glut, Die allein in Jesu ruht! 4. Gib mir Kraft zu wider⸗ stehen, Wenn sich regt die böse Lust, Laß es nimmermehr geschehen, Daß sie siegt in meiner Brust! Steh mir in dem Kampf zur Seiten, Hilf mir ritterlich bestreiten Diesen Feind, der in mir wohnt Und mit Tod und Hölle lohnt! 5. Du bist heilig, laß mich werden — Pfingsten. 1⁹ Rein und heilig immer mehr! Töt die Triebe, die auf Erden Widerstreben deiner Ehr! Laß mich in dem neuen Leben Wachsen und nur dahin streben, Daß die Seel nach Gottes Bild Sich erneu', von dir erfüllt! 6. Endlich wenn ich soll durchs Meinem Heiland folgen nach Und zu meines Herren Freuden Gehen durch viel Ungemach: Leite mich durch deine Güte, Daß mein Geist und mein Ge⸗ müte Lobe dich in süßem Ton Samt dem Vater und dem Sohn! Leiden Gottfried Hoffmann 1658—1712. Mel. Warum sollt' ich mich ꝛc. Joh. Georg Ebeling. 1666. ⁴² 5IIEE S= IA———53. + —.—— 1 ⁰ 0 Höch-ster Trö⸗-ster, komm her⸗ nie⸗ der; SIIIIIIIII IIIIII I.—.————.— ö e,er, Geist des Herrn, sei nicht fern, sal-be Je- su Glie=der! • 2——..... ————— 2— ö Er, der nie sein Wort ge-bro-chen, Je⸗sus hat ————— II 59—.— I ů IE——.——.1— sei⸗ nem Volk ver⸗ spro⸗ chen. 2. Geist der Weisheit, gib uns Und sprich ja, allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen! Wenn wir gläubig beten! 3. Hilf den Kampf des Glau⸗ bens kämpfen, Lehr uns freudig vor ihn treten, Gib uns Mut, Sei uns nah Fleisch und Blut, 2⁰⁰0 Pfingsten. — Sünd und Welt zu dämpfen! Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod Nicht von Jesu scheiden! 4. Hilf uns nach dem Besten streben; Schenk uns Kraft, Tugendhaft Und gerecht zu leben! Gib, daß wir nicht stille stehen; Treib uns an, Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. Froh die Bahn Deines Worts zu gehen! 5. Sei in Schwachheit unsre Stütze, Steh uns bei, Mach uns treu In der Prüfungshitze! Führ, wenn Gott uns nach dem Leide Sterben heißt, Uns ern Geist In des Himmels Freude! Ehrenfried Liebich 17131780. 1651. 2 . — aann——— Got⸗tes Geist und Chri⸗ sti Geis, der 32 6 ö—— 6·———————— uns den Weg zum Him⸗ mel 2— der uns die 4—— S dunk⸗le Er-den⸗nacht durch sei- ne Lich ter —— .— 7322 1 , 3 helle macht; 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht Als Gottes stille Majestät, Du aller Lichter reinstes Licht, Erleucht uns Herzund Angesicht! 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein Hell in die weite Welt hinein; Komm, mach uns in der Finster⸗ nis unsre h dem —— Pfingsten. ⁰ Des lichten Himmelswegs ge⸗ wiß! 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht, Die Wahn und Sünde trübe macht; Ach, hier ist alles Not und Tod, Geht uns nicht auf das Morgen⸗ rot; 5. Das Morgenrot der bessern Welt, Das wie ein Strahl vom Him⸗ mel fällt, Als Gottes Macht und Gottes Lust Durchblitzt die kranke Men⸗ schenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, Mel. Gott sei Dank ꝛc. Der uns wie Kinder beten heißt, Der uns wie Kinder glauben heißt, O komm, o komm, du heil'ger Geist! 7. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, Komm, stille Kraft, die nimmer ruht; Komm, gieße deinen Gnaden⸗ schein In Seele, Sinn 107 Herz mir ein! 8. Dann wandl' ich wie ein Kind des Lichts Im Glanze deines Angesichts Schon meinen kurzen Erdenlauf Stets himmelein und himmel⸗ auf. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 1693. . ——— 6 vom Va⸗ ter und Vom Sohn, wei⸗ he dir mein Herz zum Thron, schen⸗ ke dich mir —— 2—— 5 . im⸗ mer ⸗ dar so wie einst der Jün⸗ger⸗schar! 2⁰0² Pfingsten. 2. Geist der Wahrheit, leite mich! Eigne Leitung täuschet sich, Da sie leicht des Wegs verfehlt Und den Schein für Wahrheit wählt. 3. Geist des Lichtes, mehr in mir Meinen Glauben für und für, Der mich Christo einverleibt Und durch Liebe Früchte treibt! 4. Geist der Andacht, schenke mir Salbung, Inbrunst, Glut von dir; Laß mein Bitten innig, rein Und vor Gott erhörlich sein! 5. Geist der Liebe, Kraft und Zucht, Wenn mich Welt und Fleisch versucht, O dann unterstütze mich, Daß ich ringe; rette mich! 6. Geist der Heiligung, verklär Jesum in mir mehr und mehr Und erquicke innerlich Durch den Frieden Gottes mich! 7. Geist der Hoffnung, führe du Mich dem Himmelserbe zu; Laß mein Herz sich deiner freun Und in Hoffnung selig sein! Ign. Heinr. Karl von Wessenberg 177⁴180. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 2We 60. 1615. .—.— ——————————— O komm, du Geist der Währ⸗heit, und ver ⸗ brei ⸗te Licht und Klar-heit, ver⸗ keh ⸗ re bei uns ein, ban⸗ ne Trug und Schein, gieß aus dein hei⸗-lig + ——.——————— 2—— ——————— ———.— Feu-er, rühr Herz und Lip⸗pen an, daß jeg-li⸗ 6———, ———— ö ————.ii ge=⸗ treu⸗ er den Herrn be-ken-nen kann! E 0 ů91 ft und eisch berklär mehr mich! hre du zu; freun n senberg 4 Pfing sten. 203 2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt, Komm zu uns, werter Tröster, Und mach uns unverzagt; Gib uns in dieser schlaffen Und glaubensarmen Zeit Die scharfgeschliffnen Waffen Der ersten Christenheit! 3. Unglaub und Torheit brüsten Sich frecher jetzt als je; Darum mußt du uns rüsten Mit Waffen aus der Höh, Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu, Und mußt uns ganz befreien Von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geständnis In dieser unsrer Zeit, Ein offenes Bekenntnis Bei allem Widerstreit, Trotz aller Feinde Toben, Trotz allem Heidentum Zu preisen und zu loben Das Evangelium. 5. Fern in der Heiden Lande Erschallt dein kräftig Wort; Sie werfen Satans Bande Und ihre Götzen fort, Von allen Seiten kommen Sie in das Reich herein. Ach, soll es uns genommen, Für uns verschlossen sein? 6. Du heil'ger Geist, bereite Ein Pfingstfest nah und fern, Mit deiner Kraft begleite Das Zeugnis von dem Herrn! O öffne du die Herzen Der Welt und uns den Mund, Daß wir inFreud und Schmerzen Das Heil ihr machen kund! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 155⁵⁴4 2—87 155 ———.— 3———. — DDDDDRDRD‚.De 0 0— Komm, o heil'-ger Geist, her-nie⸗ der, leucht mit heil'-gen Flammen wie-der, — 8 . ——————— komm, der Pfing-sten schen-ke Kraft und Tag Fried' und Freud! I Dain, und gleich⸗ Pfingsten. H 4— wie in Flur und Wald neu⸗ en Le⸗ bens Ju=bel schallt, —. al ⸗so werd' mit neu⸗en Zun ⸗gen neu=es H v d. I Lied dem Herrn ge⸗- sun- gen! 2. Komm und walle durch die Herzen, Die gar finster, tot und kalt, Voll von Trotz und Furcht und Schmerzen, Ohne Trost und ohne Halt; Rausch hinein mit Gottesmacht, Die vertreibet alle Nacht, Und laß leuchten deine Sonne Voller Klarheit, Trost und Wonne! 3. Komm, erfülle du die Hütten, Wandle sie zum Gotteshaus, Sammle stets zu Dank und Bitten Alle, die gehn ein und aus, Halt sie eins in Freud und Leid Und versöhn, was sich entzweit; Fördre auch das Werk der Hände, Und die Trübsal gnädig wende! 4. Komm und rausche durch die Lande, Zeig das Kreuz als höchsten ö Hort;—5 Und daß starker Treue Bande& Fest nun ruhn in Gottes Wort, Mache Fürst und Völker gleich, Treu zu bauen Gottes Reich Und in Kriegs- und Friedens⸗ tagen Sein Panier voranzutragen! 5. Rausche durch die ganzz 2 Erde ö Bis zum letzten Sünderzelt, Wi Ruf hinein das neue Werde Daf In das bleiche Totenfeld! Re Schaffe, daß doch balde wird Gar Eine Herde und ein Hirt, All⸗ Und dann unter Friedenspalmen Wo Alle jauchzen Freudenpsalmen! Wilh. Kritzinger 1816—1890. 3. Dreieinigkeit. 2⁰⁵ XI. Dreieinigkeit. Nach eigener Melodie. 1539. 5⁰0— .....——— D 40 — I nn Al ⸗lein 65 in der Höh sei Ehr und da- rum daß nun und nim-mer⸗mehr uns .IFF.FIFIFIFFIFTFt.I..— PFIFIPIPITPTITITITITITTITITTTTITTTT Dank für sei ⸗ ne rüh⸗ren kann Gna ⸗ de, kein Scha ⸗ de! Ein Wohl⸗ge⸗ fall'n Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn' 5 P‚PDID Un=ter= laß, all Fehd hat nun ein En ⸗ de. 2. Wir beten an und loben dich/ Wir bringen Ehr und danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn' alles Wanken. Ganz ohne Maß ist deine Macht, Allzeit geschieht, was du bedacht; Wohl uns des starken Herren! 3. OJesuChriste, Gottes Sohn, Für uns ein Mensch geboren, Der uns vertritt vor Gottes Thron Und rettet, was verloren; Lamm Gottes, heil' ger Herr und Gott, Nimm an die Bitt in unsrer Not, Erbarm dich unser aller! 4. O heil'ger Geist, du höchstes ut, Mit deinem Heil uns tröste! Vor Satans Macht nimm uns in Hut, 20 Dreieinigkeit.—— Die Jesus Christ erlöste Wend allen Jammer ab und Durch Marter groß und bittern Not! Tod; Darauf wir uns verlassen. Nik. von Hof? oder Joach. Slüter? 1529. Nun danket alle Gott. Joh. Crüger. 1649. — —..——— +— 129—1 57 I——. 4— 0⁰⁰ 0 Ge⸗lo- bet sei der Herr, mein Gott, mein mein Schöpfer, wel⸗cher mir hat Leib und „ +.—..—.————— DDDDDD Licht, mein Le-ben,— Seel ge⸗ ge ꝛ ben, mein Va⸗ter, der mich schützt von +—.— Mut-ter-lei-be an, der je- den Au⸗gen⸗-blick viel Q ꝗSSPSPSPSPSPSTSTISITTTITIT T T* — 2—— Gu- tes mir ge= tan. 2. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Trost, mein Mein Gott, mein Heil, mein Leben, Leben, Des Vaters werter Geist, Des Vaters liebster Sohn, Den mir der Sohn gegeben, Der sich für mich gegeben, Der mir das Herz erquickt, Der mich erlöset hat Der mir gibt neue Kraft, Mit seinem teuern Blut, Der mir in aller Not Der mir im Glauben schenkt Rat, Trost und Hilfe schafft. Das alerhöchste But. 4. Gelobet sei der Herr, 3. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, der ewig lebet, V — mein und lein „ O Dreieinigkeit. 2⁰² x Den alles lobt und preist, Des Name heilig heißt, Was ist und lebt und webet; Der ein'ge wahre Gott, Gelobet sei der Herr Gott Vater, Sohn und Geist. Joh. Olearius 1611—1684. 48 Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 2 75 +————2—1 158 1———————..— —————.— 4 00 0 3 25— 1 Hal ⸗le-lu- ja! Lob, Preis und von E-wig- keit zu E⸗wig⸗ 0 —————— + Ehr sei un⸗ serm Gott je mehr und mehr für keit sei in uns al-len ihm be⸗reit Dank, 9 4 —————.— ei. al le sei⸗ ne Wer 32— Weisheit, Kraft und Stär⸗ ke. Klin⸗get, sin ⸗get: Q n— 1 2—— E 22.— 1—————— VEE. 4——————— SSEEEA.———————— Gott ist hei⸗ lig, hei=lig, Hei⸗ lig; Preis und Eh⸗re + 2* 5— DDDD— + I ö —— — sei dem Herrn der Him-mels-hee- re! 2. Halleluja! Preis, Ehr und Der uns mit seinem Blut erkauft, Macht In dessen Tod wir sind getauft, Sei auch dem Gotteslamm ge⸗ Dem wir sind zugezählet. bracht, Heilig, Selig In dem wir sind erwählet, Ist die Freundschaft 20 Dreieinigkeit. O Und Gemeinschaft, 4. Halleluja! Lob, Preis und Die wir haben Ehr Und darinnen uns erlaben. Sei unserm Gott je mehr und 3. Halleluja! Gott heil'ger mehr Geist Und seinem großen Namen. Sei ewiglich von uns gepreist, Stimmt an mit aller Himmel Durch den wir neu geboren, Schar Der uns mit Glauben hat geziert, Und singet nun und immerdar Uns dem Erlöser zugeführt, Mit Freuden Amen, Amen! Zur Herrlichkeit erkoren. Klinget, Singet: Heil uns, Heil uns! Gott ist heilig, Da ist Freude, Heilig, heilig; Seelenweide, Preis und Ehre Himmlisch Manna Sei dem Herrn der Himmels⸗ Und ein ewig Hosianna. heere! Barth. Crasselius? 1667—1724. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. I50 SS ⁰ο e Ich glau⸗be, daß mit Lie⸗ be ein Gott mich daß, wenn sein Kind ich blie-be, mein Glückwär' +—.— e dn, ——2——. 111.—.———— dn e Run⸗ daß, was ich Gu-tes ha⸗ be und 9 —.. —.— 2—.— 0——.— —— 4———.— was er zu ⸗ ge-dacht, ist sei-ne mil-de Ga- ——— N.—— . ,. ——— —½ 5 und und O Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2⁰⁹ 2. Ich glaube, daß von oben 3. Ich glaube, daß ins Helle Ein Heiland freundlich kam, Ein klarer Stern mich weist, Der hoch mein Herz erhoben, Daß frisch aus reiner Quelle Die Sünde von mir nahm, Mich tränkt der heil'ge Geist, Mein Licht, mein Seelenleben, Der stets mich aus der Höhe Mein Führer himmelan, Mit Himmelskraft umschwebt, Der sich für mich gegeben Und wenn ich schlafen gehe, Und aufwärts brach die Bahn. Die Seel zum Himmel hebt. Joh. Friedr. Möller 1789—1861. XII. Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. Mel. Aus tiefer Not. 152⁴. SS—— 1—3 Lose 0⁰νν Ach Gott, vom Him⸗mel sieh da-rein und Wie we⸗nig sind der Heil'gen dein, ver⸗ *——. II—— —————————.——— —.—DIII...——.— laß dich es er ⸗ bar ⸗-men! las⸗sen sind wir Ar ⸗ men; dein Wort will 4 1 —— 1. ů ———————— ———*De—— man nicht ha⸗ben wahr, der Glaub ist auch er⸗ — —— 4— D II D—————— 19 lo⸗schen gaear bei so viel Men-schen⸗kins dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, Ihr Herz nicht eines Sinnes ist, Was eigner Witz erfindet; In Gottes Wort gegründet. 21¹⁰ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. — Der wählet dies, der andre das, Sie trennen uns ohn' alles Maß Und gleißen schön von außen. 3. Gott woll' ausrotten alle Lehr', Die falschen Schein uns lehren, Dazu ihr' Zung hochmütig sehr Spricht: Trotz, wer will uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, Was wir gesetzt, gilt allgemein; Wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, Die Armen sind verstöret, * Ihr Seufzen dringt zu mir herein, Ich hab' ihr' Klag erhöret, . Mein heilsam Wort soll auf den Plan, 92966 eigener Melodie. Getrost und frisch sie greifen an Und sein die Kraft der Armen. 5. Durchs Feuer siebenmal bewährt Wird Silber echt erfunden; An Gottes Wort man das erfährt Desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, Da wird erkannt sein' Kraft und Schein Und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, be⸗ wahren rein Vor dieser Zeit Geschlechte; Und laß uns dir befohlen sein, Daß uns hier nichts anfechte! Der gottlos Haufe da sich find't/ Wo diese losen Leute sind In deinem Volk erhaben. Martin Luther 1483—1546. Martin 3 33 1527(2). Ibl EE———— 8 gu⸗te Wehr und Waf ⸗ uns jetzt hat be⸗- trof- ⁰ 0 Einꝰ fe ⸗ste Burg ist un-ser Gott, ein⸗ er hilft uns frei aus al- ler Not, die 2.— SSDS.I—— — 22— + 79 H —6 E Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 21¹ + — 4—.5 e . 20 3 ö ö Feind mit Ernst er's jetzt meint, groß' Machtund viel Q +..—.— 3——— f + r d * 27—.—. 14— List sein' grau⸗sam Rüstung ist; auf Erd ist +.———5 I= d L.— — I.. II — nichts seins- glei ⸗ chen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts Der Fürst dieser Welt, getan, Wie sau'r er sich stellt, Wir sind gar bald verloren; Tut er uns doch nichts; Es streit't für uns der rechte Das macht, er ist gericht't, Mann, Ein Wörtlein kann ihn fällen. Den Gott hat selbst erkoren.— Fragst du, wer der iste 4. Das lassen 4—— 0 ear, Und kein' Dank dazu haben; Und istkeit andrer Gott Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Das Feld muß er behalten. Nehmen sie den Leib 3. Und wenn die Welt voll Gut, Ehr, Kind und Weib: Teufel wär' Laß fahren dahin, Und wollt' uns gar verschlingen, Sie haben's kein Gewinn; So fürchten wir uns nicht so sehr, Das Reich muß uns doch Es soll uns doch gelingen. bleiben! Martin Luther 1483—1546. Nach eigener Melodie. Altkirchlich. 1543. H ö.— .—— SIDS. — 000 Er-⸗halt uns, Herr, bei dei⸗nem Wort und 2¹² Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. O 29— 5——5 2— PPPFFFFFF T e, steu re dei⸗ner Fein⸗ de Mord/ die Je⸗-sum Christum, —.— ö EESSEEEEEE 2. nen .— dei nen Sohn, stür⸗zen wol⸗len von dei⸗nem Thron! 2. Beweis dein? 1n Herr 3. Gott heil'ger Geist, du Jesu Christ, Tröster wert, Der du Herr aller Herren bist, Gib Eintracht deinem Volk auf Beschirm dein' arme Christen⸗ Erd, heit Steh bei uns in der letzten Not, Daß sie dich lob' in Ewigkeit! Leit uns ins Leben aus dem Todi Martin Luther 1483—1546. 5669 0 ist das Heil ꝛc. Altdeutsch. 1524. 1523. —.—— 2 Ibʒ— 0 0 0 Wo Gott der Herr nicht ber uuns hält, wenn wo er nicht un-srer 455 zu⸗ fällt im .————— un=fre Fein⸗ de to⸗—925 e —5 mel hoch dort o ben, wo er 0 5——..— d ....I—.—— —.— — 223 II—— öDSD —GE/ S — 7 7⁹ S..–— — — ii Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2¹³ 2. Was Menschenkraft und =witz anfäht, Soll billig uns nicht schrecken. Der Herr sitzt an der höchsten Stätt, Wird ihren Rat aufdecken. Wenn sie's aufs klügste greifen an, Geht Gott doch eine andre Bahn, Es steht in seinen Händen. 3. Sie drohen uns voll Grau⸗ samkeit Und wollen uns verschlingen; Lob, Dank und Preis sei Gott allzeit, Er läßt es nicht gelingen. Der Feinde Strick zerreißet er Und stürzet ihre falsche Lehr, Sie werden's Gott nicht wehren. 4. Ach lieber Gott, wie tröstest du, Die gänzlich sind verlassen! Der Gnaden Tür steht nimmer zu; Vernunft kann das nicht fassen, Mel. Heut singt ꝛc. Sie meint, daß alles sei verlor'n, Da doch das Kreuz hat neu⸗ gebor'n, Die deiner Hilfe warten. 5. Die Feinde sind in deiner Hand, Dazu all ihr' Gedanken, Ihr Anschlag ist dir wohl⸗ bekannt; Hilf nur, daß wir nicht wanken! Wenn Menschenwitz dein Wort anficht, Aufs Künft'ge will vertrauen nicht, Da wirst du selber trösten. 6. Den Himmel hast du und die Erd, Herr unser Gott, gegründet; Dein Licht auch bei uns helle werd'/ Das Herz uns werd' entzündet, In rechterLieb des Glaubens dein Bis an das Ende treu zu sein; Die Welt laß immer murren! Justus Jonas 1493—1555. Nik. Hermann. 1560. A 00 0 0 Ver-⸗ za ⸗ge nicht, du Häuf⸗lein klein, ob⸗ 9 —————*—— Ie + schon die Fein de wil⸗lens sein, dich gänz⸗lich zu ver⸗ ö ¹⁴4 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen.—O 2—7 6————— 4—— EDEEEEE.———. Le.—— V——— stö ren, und su⸗chen dei- nen Un ⸗ter⸗gang, da⸗ 8—— GSS..— 52—— V*— 2.—— —5 von dir wird recht ang st und bang; es lan⸗ge wäh⸗ren! 2. Des tröst dich nur, daß deine Sach Ist Gottes; dem befiehl die Rach Und laß du ihn nur walten! Er wird durch einen Gideon, Den er wohl weiß, dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Muß Teufel, Welt und Höllen⸗ pfort Und was dem tut anhangen, Endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns und wir mit Gott: Den Sieg woll'n wir erlangen. Mich. Altenburg 15841640. Nach eigener Melodie. 1704. 9— 165 +—— 1— 2 ———————.——— *...— — —...— Fah re fort, fah-re fort, Zi⸗on, 9 4—.—— E S I...— 2——2 2——.————— fort im Licht, ma⸗che dei⸗ nen Leuch⸗ter ———— —— ö 2.—.——..— hel⸗ le, laß die er ste. Lie⸗ be nicht, su ⸗che H211 O Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2¹² —.— + n K,—.— ů—— .————1.—.———3——.2 V S 0 stets die Le-bens⸗quel⸗le! Zi-⸗ on, drin⸗ge durch die Q · e,. *—.— 25 2 4—— en ⸗ ge Pfort, sah er fort, fah- re fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebenskrone! Zion, fühlest du der Schlange tich, Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, Wenn sie dich sucht groß zu machen, Achte nichts ihr Gut und Geld, Nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen! Zion, wenn sie dir viel Lust ver⸗ spricht, Folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, Der dir ruft zu beiden Seiten; Tue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten! Zion, beides, was da gut und schlecht, Prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben, Sei nicht wie die andern tot, Sei du gleich den grünen Reben! Zion, in die Kraft statt in den Schein Dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, Weil die Bruderliebe brennet! Zeige, was der in dir schafft, Der als seine Braut dich kennet! Zion, durch die dir gegebne Tür Brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus! Zion, halte deine Treu, Laß nicht lau und träg dich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei, Auf, verlasse was dahinten; Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmidt 1669—1745 216 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. Mel. O du Liebe ꝛc. I06 IS .S.SISIS...S...‚.‚.‚........——2.— 0 0 Herz und Herz ver⸗eint zu⸗sammen sucht in las⸗ set eu EE Got⸗ tes Her⸗zen Ruh, auf den Hei⸗land zu! 17⁴⁵. re Lie- besflammen lo-dern Er das Haupt, wir sei ⸗ne S.. TT ir der Schein, er der Meister, SE —— wir die Brü⸗ der, er 2. Kommt, ach kommt, ihr Gotteskinder, Und erneuert euern Bund! Schwöret unserm lÜberwinder Liebund Treu von Herzensgrund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, O so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt! 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, Auf so treues Lieben an, Daß ein jeder für die Brüder Auch das Leben lassen kann! So hat uns der Herr geliebet, So vergoß er dort sein Blut; —— ist un ⸗ser, wir sind sein. Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr selbsteuch Eintrag tut! 4. O du treusterFreund, vereine eine dir geweihte Schar, Daß sie es so herzlich meine, Wie's dein letzter Wille war, Und daß, wie du eins mit ihnen, Also sie auch eines sei'n, Sich in wahrer Liebe dienen Und einander gern erfreun. 5. Friedefürst, laß deinen Frieden Stets in unsrer Mitte ruhn, Unser Tagewerk hienieden All in einem Geist zu tun! 278—ͤ— — nun7 4 4—11 401 H Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 217 Denn wie kann die Last auf Wir, als die von einem Erden Stamme, Und des Glaubens Ritterschaft Stehen auch für einen Mann! Besser uns versüßet werden— 7 ö 7. Laß uns so vereinigt werden 8 raft! Als durch deiner Liebe Kraft! Wie du mit dem Vater bist, 6. Liebe, hast du es geboten, Bis schon hier auf dieser Erden Daß man Liebe üben soll, Kein getrenntes Glied mehr ist, O so mache doch die toten Und allein von deinem Brennen Trägen Geister lebensvoll! Nehme unser Licht den Schein: Zünde an die Liebesflamme, Also wird die Welt erkennen, Daß ein jeder sehen kann: Daß wir deine Jünger sei'n! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700—1760. 651——— dir, Jehova ꝛe. 1690. 1704. 167 2—— 1 + D—— 4— 5 We E — Wach auf, du Geist der er-sten Zeu⸗ 298. die Tag und Näch⸗te nim-mer schweigen ** 2.—3 V 4 D AIPI.I..II..t.......RCR R 7— 44 N 20. der Wäch-ter, die auf Zi- ons Mauëernn stehn, und die ge- trost dem Feind ent= 1 . rxd. 35.— —.— ja ren Schaldie gan⸗ e Welt durchdringt und 5 5 e ED 1I— al⸗ ler Völ- ker e zu dir bringt! 2. O daß dein Feuer bald O möcht' es doch in alle Lande entbrennte, gehn; 218 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. O ö Gib zu der Ernte doch die Hände, O würd' es doch nur bald vor Gib Knechte, die in treuer Arbeit Abend Licht! stehn! Ach reiß, o Herr, den Himmel O Herr der Ernte, siehe doch bald entzwei darein: Und komm herab zur Hilf und Die Ernt ist groß, der Knechte mach uns frei! Zahl ist klein! 3. Dein Sohn hat ja mit kla⸗ e ö en Woten sen O deh Uns diese Bitte in den Mund W Schenn gelegt. 0 ů O siehe, wie an allen Orten Hoiten— Sich deiner Kinder Herz und Der Heiden Füll zu allen Toren Sinn bewegt, ein; . Mit tiefster Inbrunst dich, Herr, Ja wecke doch auch Israel bald anzuflehn; auf Drum hör, o Herr, und sprich: ů Es sol geschehn! Und also segne deines Wortes Lauf! 4. Herr, gib dein Wort mit 5 großen Scharen, 2.O bessre Zions wüste Stege; Die in der Kraft Evangelisten Und was dein Wort im Laufe sei'n! 5 hindern kann, Laß eilend Hilf uns widerfahren Das räume bald aus jedem Und brich in Satans Reich miit Wegez Macht hinein! Vertilg, o Herr, den falschen O breite, Herr, auf weitemErden⸗ 50 Glaubenswahn! kreis Von Mietlingen mach deine Dein Reich bald aus zu deines Herde frei, 3 Naunend Preis! Daß Kirch und Schul ein Garten 1 . Ach daß die Hilf aus Zion käme! 8. Laß jede hoh' und niedre O daß dein Geist, sowie dein chule Wort verspricht, Die Werkstatt deines guten Dein Volk aus dem Gefängnis Geistes sein! nähme; Ja sitze du nur auf dem Stuhle 7⁰0 —V8798 ten re hle O Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 219 Und präge dich der Jugend Du wirst der Menschheit Jam⸗ selber ein, mer wenden, Daß treue Lehrer viel und Beter So dunkel jetzt dein Weg, o sei'n, Heil'ger, ist. Die kräftig für die Kirche stehen Drum hört der Glaub nie auf ein! zu dir zu flehn; 9. Du wirst dein herrlich Werk Du tust noch über Bitten und vollenden, Verstehn! Der du der Welten Heil und Karl Heinrich von Bogatzky Richter bist; 1690—1774. Mel. Zeuch ein ꝛe. Joh. Crüger. 1653. 168— S..I..II.I.II SSSISSII EE Kommt, Kin⸗der, laßt uns ge- hen, der Es ist ge⸗-fähr-lich ste hen in A?'bend kommt her ⸗ bei! die⸗ser Wü⸗ste ⸗ nei. Kommt, stär-ket eu=ern 2 47—.— *— de, e. 2——5 2 — 2—— 5— 25 Mut, zur E⸗wig- keit zu wan-dern, von ei=ner V 4— 1—3 FFP P P;P;P;PTPTPTPTC SESEDSESSESSESESEE Kraft zur an⸗ dern; es ist das En ⸗ de gut! 2. Es soll uns nicht gereuen Mit ganzer Wendung richte Der schmale Pilgerpfad; Fest nach Jerusalem! Wir kennen ja den Treuen, Der uns gerufen hat. 3. Geht's der Natur entgegen, Kommt, folgt und trauet dem; So geht's gerade doch. Ein jeder sein Gesichte Die Fleisch und Sinne pflegen, 2²⁰ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. —1 Sind schlechte Pilger noch. Verlaßt die Kreatur Und was euch sonst will binden, Laßt gar euch selbst dahinten, Es geht durchs Sterben nur! 4. Schmückt euer Herz aufs este, Weit mehr als Leib und Haus, Wir sind hier fremde Gäste Und ziehen bald hinaus! Gemach bringt Ungemach; Ein Pilger muß sich schicken, Sich dulden und sich bücken Den kurzen Pilgertag. 5. Ist gleich der Weg sehr enge, o einsam, krumm und schlecht, Der Dornen in der Menge Und manches Kreuze trägt: Es ist doch nur ein Weg; Laß sein, wir gehen weiter, Wir folgen unserm Leiter Und brechen durchs Geheg. 6. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, Der Vater gehet mit; Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauern Tritt! Er will uns machen Mut, Mit süßen Sonnenblicken Uns locken und erquicken; Ach ja, wir haben's gut! 7. Sollt' wo ein Schwacher fallen, So greif' der Stärkre zu; Man trag', man helfe allen, Man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, schließt euch fester an; Ein jeder sei der Kleinste, Doch wohl auch gern der Reinste Auf unsrer Liebesbahn! 8. Kommt, laßt uns munter wandern, Der Weg kürzt immer ab; Ein Tag der folgt dem andern, Bald fällt das Fleisch ins Grab! Nur noch ein wenig Mut, Nur noch ein wenig treuer, Vor allen Dingen freier Gewandt zum ew'gen Gut! 9. Es wird nicht lang mehr währen: Harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus. Da wird man ewig ruhn, Wenn wir mit allen Frommen Daheim zum Vater kommen; Wie wohl, wie wohl wird's tun! 10. Drauf wollen wir's denn wagen, Es ist wohl Wagens wert, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, Wir gehn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten; Es soll nur Jesus sein! Gerhard Tersteegen 1697—1769. ½½½ HR eHFR eRd eRR HE en, th. an; einste inter dern, rab! 69. O Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 221 Mel. Herr und Altster ꝛc. Weltlich. 1784. 1009———.—— VS—“...—— ——„‚— +— 0 Die wir uns all-hier bei⸗sam- men uns auf dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver⸗ 9 +— ———— 4 TS=x, d er —*—.—— 4———1 iin Oi⸗ schla-gen un-sre Hän-de ein, bin den, vir auf e⸗ wig treu zu sein. — . ee n i r re ee. 4—— 2—— 2 2— *. Und zum Zei⸗ chen, daß dies Lob⸗ ge 6 ö tö ⸗ ne dei⸗nem ä ————— Her-zen an-ge⸗nehm und schö⸗ne, sa⸗ge. men I 1 *.— 1— +.—— SS·I·I IIIII Lirrr e, drer—. 0 und zu-gleich: Frie-de, Frie-de sei mit euch! Christ. Renat. Graf von Zinzendorf 1727—1752. Mel. Ein' feste Burg. Martin Luther. 1527(2). 17⁰ SSSSI νο Wenn Chri⸗ stus sei ⸗ ne Kr che schützt, 10 er, der zur Rech-ten Got- tes sitzt, hat —— II—— 2——————.— —.— v V—— 1 mag die Höl-le wü ten; e deit Hit Macht,ihr zu ge⸗ bie ten. Er ist mit Hil⸗fe VIN 22² Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. O ö —— 1— I—.— —ñ———99——5 +——.—.—5.—— ——— 32———— + nah, wenn erspricht,steht's da. Er schützt sei⸗nen Q 4 + M———— II I I— ö ————.——.— Ruhm und hält sein Hei-lig- tum; mag doch die .——— HGS.EE— BP EIl — Höl⸗ le wü T? ten! 2. Gott siehet wider seinen hron Die Völker sich empören, Denn den Gesalbten, seinen Sohn, Den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts, Des Heilands, des Horts, Sein Kreuz ist ihr Spott, Doch ihrer lachet Gott; Sie mögen sich empören! Gelobt sei Jesus Christ! Wer sein Jünger ist, Sein Wort gläubig hält, Dem kann die ganze Welt Die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, Laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, Wird uns gewiß bedecken. 3. Der Frevler mag die Wahr⸗ Der Herr, der starke Gott, heit schmähn, Uns kann er sie nicht rauben. Hält auf sein Gebot, Gibt Geduld in Not Der Unchrist mag ihr widerstehn, Und Kraft und Mut im Tod; Wir halten fest am Glauben. Was will uns da erschrecken? Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. 2— Alles ist an Gottes Segen. 1738. I7l —— 17.3—1 +— ——— +— — 4.—— 0 0 0 0 V + Gro⸗ßer Hir ⸗te dei⸗ner Her⸗ den F eHr eH Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 223 9 2— + I ö — e, er. 143— 2———.— 2 4——— ———— 57 in dem Him⸗mel und auf Er-den, treu er Hei⸗land 6 5— D 2 Je⸗su Christ, laß in die-sen letz- ten Zeisten — 5E 27——.— 2.— sich dein Reich noch mehr ver=brei ten, als bis⸗ her ge⸗ sche⸗hen ist! 2. Laß es sich zu deinen Ehren Kräftiglich in uns vermehren; Breit es, Herr, von Haus zu Haus UnterFreunden undVerwandten, Breite es in allen Landen, Unter allen Völkern aus! 3. Gib dazu von Jahr zu Jahren Viel Evangelistenscharen, Treue Lehrer ohne Fehl, Die im Glauben, Wort undLeben Gründlich, kindlich dir ergeben, Heiliger in Israel! 4. Flöße früh der zarten Jugend Jede Kenntnis, jede Tugend Nur durch dein' Erkenntnis ein; Gib ihr Leben, nicht nur Wissen, Und behalt von Argernissen Lehrer mit den Schülern rein! 5. Laß dein Wort die Sichern schrecken Und die geistlich Toten wecken, Stürz die Selbstgerechtigkeit, Mach die geistlich Blinden sehend, Mach die geistlich Lahmen gehend, Mach dir selbst den Weg bereit! 6. Schenke den Erwachten Gnade, Nicht zu ruhen, bis ihr Schade Recht entdeckt und schmerzhaft istʒ Zieh sie dann zu dir, dem Sohne, 2²⁴ Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. Daß vor deinem Gnadenthrone Sie sich laben, Jesu Christ! 7. Welchen ihre Schuld ver⸗ geben, Die laß stets im Glauben leben, Der viel Geistesfrüchte bringt; Laß sie niemals stille stehen, Treibe sie stets fortzugehen, Bis ihr Geist die Kron erringt! 8. Die am Ende sich befinden, Denen hilf selbst überwinden, Zeig dem Glauben jenen Lohn, Mel. Es ist das Heil ꝛc. Den du denen aufgehoben, Die nach wohlbestandnen Proben Siegreich stehn vor deinem Thron! 9. Herr, so sammle deine Glieder, Dann erscheine gnädig wieder Als der ewig gute Hirt, Da aus so viel tausend Herden Eine Gottesherde werden Und um dich sich scharen wird! Joh. Jak. von Moser 1701—1785. Altdeutsch. 1524. 1523. Reich, Herr, zu zer ⸗stö ⸗ ren; I ih⸗-rem Tro⸗tze weh= ren. Dein Thron be⸗ ste⸗het ——REN⸗—————— ——————.—— S —— ST.. e wig⸗=lich, ver⸗geb⸗lich wird sich wi=der dich die gan- ze Höl-le 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, Kein Werk von Menschenkin⸗ dern, — n⸗ — Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 2⁵ Drum konnt' auch keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar Und wird selbst durch der Feinde Schar Zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Weit wollst du deine Herr⸗ schaft noch In deiner Welt verbreiten Und unter deinem sanften Joch Zum Heil die Völker leiten! Vom Aufgang bis zum Nieder⸗ gang Bring' alle Welt dir Preis und Dank Und glaub' an deinen Namen! 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, Die frevelnd sich empören, Laß deiner Gnade Wunder sehn, Daß sie sich noch bekehren! Lehr sie mit uns gen Himmel schaun Und unerschüttert im Vertraun Auf deine Zukunft warten! Mel. Nun danket alle Gott. 5. Uns, deine Christen, wollest u Fest in der Wahrheit gründen, Daß wir für unsre Seelen Ruh In deiner Gnade finden! Mach unsers Glaubens uns gewiß, Vor Irrtum und vor Finsternis Bewahr uns, weil wir leben! 6. Dein Geist führ' uns auf ebner Bahn Und heil'ge unsern Willen, So wird dein Volk, dir untertan, Gern dein Gesetz erfüllen, Bis du erscheinest zum Gericht Und dann vor deinem Angesicht Die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen Und freun des großen Tages sich, Da du wirst wiederkommen. Dann werden sie, o Gottes Sohn, Den längst verheißnen Gnaden⸗ lohn, Dein Himmelreich ererben. Balthasar Münter 1735—1793. Joh. Crüger. 1649. X IHEEEEE 0 0 0 Nun dan⸗ket der wie⸗der⸗ Evang. Gesangbuch. al le Gott und ge bet her ⸗ge⸗-stellt der Bi-bel 8 226 Kirche und Gemeinschaft der Heiligen. 8 *. TEU—— ꝗDPPPISII ihm die Eh-re—K— rei ⸗ne Leh⸗ 2— der sei-ner Knech⸗zte Mut ge⸗ .— 5. 5 IDEE —2— rü ⸗stet hat mit Kraft und ge-gen al- le Welt der 2— nen.— — ee Kirche Sieg ver-schafft! 2. Du Ewiggnädiger, Laß über seinem Haus Wir hoffen mit Vertrauen, Stets walten deine Hand Du werdest ferner noch Und segne, Herr, durch ihn Die Mauern Zions bauen, Das ganze Vaterland! Und was begonnen ward, 4. Erhalt dies Heiligtum So fördern fort und fort, Und in ihm reine Lehre, Daß endlich alle Welt Auf daß auch stets bei uns Sich weid' am reinen Wort! Dein Himmelreich sich mehre, 3. Mit Gnaden schau herab Und jeder würdig sei, Auf unsern Landesvater; Schließt sich sein Lauf allhier, Laß auch die Kirche sehn Das ew'ge Freudenfest In ihm den Freund und Rater; Zu feiern dort bei dir! Fürchtegott Christ. Fulda 1768—1817. Mel. Wachet auf ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 17⁴— SI.....———.— — Got⸗ tes Stadt steht fest ge⸗ grün⸗det auf Dennoch steht sie und wird ste⸗ hen, man 9 5 73 SSSII— —————.— DDDIII—— heil'⸗gen Ber⸗ gen; es ver-bün-det sich wi-der wird an ihr mit Stau⸗nen se⸗ hen, wer hier die eHN HFR H e 58SEESDS S&S ++ —4+ — 12— 910 nin Wache Welt. hält. Der Hü⸗ ter Is-ra⸗ I it 94 —— —— 4 —. E I ..—— els ist ih ⸗res Hei⸗ les Fels. Hal-le⸗ ———— n Lob⸗singt und sprecht: Wahldem Geischlecht das L + + . — .— in ihr hat das Bür⸗ger- recht! 2. Zions Tore liebt vor allen Sonst unter keinem Volk man Der Herr mit gnäd'gem Wohl— hört. gefallen, Gottes Wort ist deine Wahr⸗ Macht ihre Riegel stark und fest, heit, Segnet, die darinnen wohnen, Du hast den Geist und hast die Weiß überschwenglich dem zu Klarheit, lohnen, Die alle Finsternis zerstört; Der ihn nur tun und walten läßt. Da hört man fort und fort Wie groß ist seine Huld, Das teuerwerte Wort Wie trägt er mit Geduld Ew'ger Gnade. All die Seinen! Wie lieblich tönt, O Gottesstadt, Was hier versöhnt Du reiche Stadt, Und dort mit ew'gem Leben Die solchen Herrn und König hat! krönt! 3. Große heil'ge Dinge werden 4. Auch die nichts davon ver⸗ In dir gepredigt, wie auf Erden nommen, 8* 2²⁸ Ausbreitung des Evangeliums. Die fernsten Völker werden kommen Und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, Wird auch der Herr noch pred' gen lassen, Was einst für alle Welt ge⸗ schehn. Wo ist der Gottessohn, Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt die Zeit, Wo weit und breit Erscheint der Herr in Herrlich⸗ keit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, Wie Gott sein Zion mächtig bauen XIII. Ausbreitung Und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin Für die Heiden; Es kommt ihr Tag, Sie werden wach, Und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker wer⸗ den, Die ew'ges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie am Reigen, Wird einst von dir zJum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir; In dir das Wasser quillt, Das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd und Tod, Von aller Not Erlöst nur einer: Zions Gott. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. des Evangeliums. der Platz ist Mel. Es ist genug. Joh. Rud. Ahle. 1662. — 7 +—— I.—— e in ax,. —— D n re. ⁰ Es ist noch Raum!Sein Haus ist noch nicht da, wo je⸗-der si- tzen sü HERN efrrt eRr IIN HFRE O E Ausbreitung des Evangeliums. 229 0.— E—.—.— . l, sein Tishit 0.e 0 voll, sein Tisch ist noch zu leer; soll: bringt sei ne Gä ste her! Geht, nö⸗tigt — V*E.——.—1—4— 4—+ ——.——*..— „,.. sie von al-len Stra- ßen, der Herr hat viel be— st auf 10 ———— ——— PpP rei⸗ ten las-sen: da ist noch Raum! er 2. Es ist noch Zeit! Die Liebe 3. Doch ist es Zeit! Die Stun⸗ rufet noch; den folgen schnell, nmel Noch gehen Diener aus Es geht auf Mitternacht, Zu Stadt und Land, sie laden Bald schlägt es voll, von ferne dir; heute noch schimmert's hell: Ins große Rettungshaus. Ihr Jungfrauen erwacht! Noch ist die Türe nicht ver⸗ Der Bräutigam erscheint von schlossen, weitem; Für Kind und Greis noch nicht Auf, auf, die Lampen zu bereiten, verflossen Auf, es ist Zeit! tt. Die Rettungszeit. Ernst Gottl. Woltersdorf 1725—1761. 1859. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 891780 1785. Hiller? ———..— D 1905 22— e H1[ O daß doch bald dein De er brenn⸗te, —. 95 bald die 23— ze—— er⸗ — —.————— 0 hrerH ErE. zen du un⸗ aussprech⸗lich Lie'ben⸗ der, daß du bist Kö- nig, Gott und Herr! O möch⸗ten 2³⁰ Ausbreitung des Evangeliums. O IDDID— E sei ne Him-mels-fun⸗ken ent⸗zün⸗den je⸗ des ..............———— SPSSESEDEEE e Herz, die Durst'gen ma⸗chen freu- de⸗trun⸗ken — DD= ᷓ.. 335 und hei⸗ len al⸗len Sün⸗den⸗schmerz! Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. 17⁰0⁴. 4 N 17.— 5———+ +———— n. En,....— .—— ISISISE 9—— 2 2———.———— O daß doch bald dein Feu⸗er brenn⸗ te, du und bald die gan ⸗ze Welt er ⸗ kenn⸗ te, daß — 4—— —.—————— un⸗aus⸗sprech⸗ lich Rie⸗ ben Tder,—6 du bist Kö⸗ nig, Gott und Herr! O möch⸗ten 6— 4—.—.. sei⸗ 1— Himmels-fun- ken ent⸗-zün⸗den je-des —.—— ——— SIEEE to te Herz, die Durst'gen ma⸗ chen freu⸗de⸗ trun⸗ken äa eHR HN — Ausbreitung des Evangeliums. 231 ——.— —.S— des und hei⸗len al len Sün⸗den⸗ schmerz! 2. Zwar brennet es mit heller Schmelz alles, was sich trennt, Flamme zusammen —— Schon hier und dort, in Ost und Und baue deinen Tempel aus; ken est, Laß leuchten deine heil'gen Dir, dem am Kreuz erwürgten Flammen — Lamme, Durch deines Vaters ganzes —.— Ein herrlich Wdend und Freu⸗ Haus! —.— denfest. 2 Doch wecke, läutre und vereine 4. Beleb, tan n en aen degennrr re 17⁰⁰⁴. scheine Und zeig dich Wom Völker⸗ —.— 7570 stamme — Dein Heil noch jedem offenbar! Als Heiland, Dle und 3. Du unerschöpfter Quell des Held 11 Lebens, Dann tönen dir von Millionen aß Allmächt'ger starker Gottes⸗ Der Liebe Jubelharmonien, hauch, Und alle, die auf Erden wohnen, — Dein Feuermeer ström' nicht Knien vor dem Thron des — vergebens; Lammes hin. Ach zünd in unsern Herzen auch! Joh. Ludw. Fricker 1729.—1766. 9 Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. —— 177⁷F rnr. —— des—— Vom Auf-⸗gang bis zum Nieder⸗ Un⸗ zähl-bar sind die Scha=ren ——.———.— ——————————.——.— 2—..—— r— 155—.— en 35 gang er-schal-let dir der Lob⸗ ge⸗ sang er⸗ schon, die ger⸗ ne dir vor dei- nem Thron ein 232 Ausbreitung des Evangeliums. O ———— E r.——. 6.——. ret ⸗te ⸗ ter Ge⸗ rech⸗-ten.———* wür⸗ dig Lob⸗lied bräch⸗ten..35½ e 2—.— 2—.—— 4———.——..— Einst uoch wer⸗ den mehr auf Er- den dir lob-tsin⸗ gen, 5765 Preis und Ruhm und Dank dir brin ⸗gẽn. 2. Wie groß, wie angebetet ist Den Deinen dann erscheinen! Dein Nam, o Caten Jesu Ewig müsse Christ, Dir zur Ehre Wie herrlich bei den Deinen! Ihrer Chöre Doch führst du uns zu deiner Lob erschallen, Ruh, Durch die Himmel widerhallen. O wie weit herrlicher wirst du Joh. Andr. Cramer 1723—1788. 928 O du Liebe meiner Liebe. 1745⁵. 785 0⁰ρ Va⸗ter, dei⸗nes Gei⸗ stes We⸗hen durch die laßt uns schon von fer⸗ ne se-hen dei- nes Rei⸗ 63 denn dein Wort wird aus- ge⸗ O Ausbreitung des Evangeliums. 233 — ITIIIr— weis ver⸗sen-det auf das gro⸗ße A⸗ Ker=feld. 2. Dieser Samen wird bald Steige, Sonne, bald empor, blühen Weicht nun, all ihr bangen Allenthalben hoch und hehr, Sorgen, Denn Evangelisten ziehen Tagverkünder, tritt hervor! Über Inseln, Land und Meer, Seht, der Berge Spitzen glühen Um die Saaten zu begießen. Schon im ewigen Morgenlicht, Geist der Pfingsten, komm herab, Und die Frühlingsblumen Laß uns Lebensströme fließen blühen: Bis zum Grabe tief hinab! Brüder alle, sorget nicht! 3. Sei gegrüßt, du ew'ger Joh. Heinr. Jung, gen. Stilling Morgen! 17⁴0—1817. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. 2 —2— 1— 12——————— 170— EES.— .I....... 8⁰0⁰0 Ei⸗ ne Her-de und ein Hirt! Wie wird wenn sein Tag er-schei⸗nen wird! Freu⸗e — B. II—— ——..—— E dann dir sein, ͤo Er⸗ de, dich, du klei⸗ ne Her⸗de, mach dich auf und SPSSDR¶ EPIAEIEIIIIII S————— + wer⸗ de Licht: Je- sus hält, was er ver spricht! 2 Hüter, ist der Tag noch Und die Herrlichkeit des Herrn fernꝰ Nahet dämmernd sich denHeiden, Schon ergrünt es auf den Blinde Pilger flehn um Licht: Weiden, Jesus hält, was er verspricht. 2³ë Ausbreitung des Evangeliums. E 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht! 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrotes Helle Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle, Ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. Mel. Valet will ich dir geben. 5. Gräber harren aufgetan. Rauscht, verdorrete Gebeine, Macht dem Bundesengel Bahn; Großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedr. Ad. Krummacher 1767—1845. Melchior Teschner. 1614. „————.———. Der du in To ⸗des-näch-ten erkämpft das und dich als den Ge- rechten zum Bür⸗gen 4.— ESS +Heil der Welt dar⸗ge=stellt, der du den Feind be- zwun⸗gen, den⸗ Q * 2 2 ——— — — — Him-mel auf- ge- tan: dir stim-men un⸗ sre Zun⸗ SISDSDISRSSSSSSII gen ein Hal-le- lu⸗ ja an. — Ausbreitung des Evangeliums. 2³⁵ 2. Im Himmel und auf Erden 4. So ziehen deine Flammen s Ist alle Macht nun dein, Wie Sonnen um die Welt, B 0 Bis alle Völker werden Getrenntes fließt zusammen, Heinst Zu deinen Füßen sein, Das Dunkle wird erhellt; 511 Bis die von Süd und Norden, Und wo dein Name schallet, ht! Bis die von Ost und West Du König Jesu Christ, richt. Sind deine Gäste worden Ein selig Häuflein wallet ichkeit! Bei deinem Hochzeitsfest. Dahin, wo Friede ist. onne, 3. Noch werden sie geladen, 5. So sammle deine Herden breit Noch gehn die Boten aus, Dir aus der Völker Zahl, d und Um mit dem Ruf der Gnaden Daß viele selig werden Zu füllen dir dein Haus. Und ziehn zum Abendmahl! Licht! Es ist kein Preis zu teuer, Schließ auf die hohen Pforten, icht. Es ist kein Weg zu schwer, Es strömt dein Volk heran; —18⁴⁵ Zu streun dein Lebensfeuer Wo's noch nicht Tag geworden, Ins weite Völkermeer. Da zünd ein Feuer an! 161⁴ Christ. Gottlob Barth 1799—1862. ö Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. —.— ISI——— IEE + P.....— ft das.— ᷓPDPDPDPDPPP — r⸗gen— Der du zum Heil er- schie⸗nen der al-ler⸗ — und von den Che⸗ ru⸗ bi- nen zu Sündern —. ———..—.. 0,——— den Wain en PEP ärm ⸗sten Welt— — dich ge ⸗sellt, den sie mit fre-chem Stol- ze ver⸗ —— 2——————.— ev da Last 25 höhnt für sei⸗ ne Huld, als du am Mar⸗ter-hol⸗ — 6——— e. d...— 79—— ze ver ⸗ söhn⸗test ih ⸗re Schuld: 2³⁶ Ausbreitung des Evangeliums. 2. Damit wir Kinder würden, Zu deinen Füßen liegt, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre Bürden Und bautest uns ein Haus. Von Westen und von Süden, Von Morgen ohne Zahl Sind Gäste nun beschieden Zu deinem Abendmahl. 3. Im schönenHochzeitskleide, Von allen Flecken rein, Führst du zu deiner Freude Die Völkerscharen ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein Heil verheißen war, Die bringen nun entsündigt Dir Preis und Ehre dar. 4. Du hast den ärmsten Sklaven, Wo heiß die Sonne glüht, Wie deinen andern Schafen Zuliebe dich gemüht, Und selbst den öden Norden, Den ew'ges Eis bedrückt, Zu deines Himmels Pforten Erbarmend hingerückt. 5. Drum kann nicht Ruhe werden, Bis deine Liebe siegt, Bis dieser Kreis der Erden Mel. Wachet auf ꝛc. Bis du im neuen Leben Die ausgesöhnte Welt Dem, der sie dir gegeben, Vors Angesicht gestellt. 6. Und siehe, tausend Fürsten Mit Völkern ohne Licht Stehn in der Nacht und dürsten Nach deinem Angesicht! Auch sie hast du gegraben In deinen Priesterschild, Am Brunngquell sie zu laben, Der dir vom Herzen quillt. 7. So sprich dein göttlichWerde, Laß deinen Odem wehn, Daß auf der finstern Erde Die Toten auferstehn, Daß, wo man Götzen frönet, Vor toten Bildern kniet, Ein willig Volk versöhnet Zu deinem Tempel zieht! 8. Wir rufen, du willst hören; Wir fassen, was du sprichst; Dein Wort muß sich bewähren, Womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen, Wie viele sind's noch nicht! O du, der's uns versprochen, Werd aller Heiden Licht! Albert Knapp 1798—1864. Phil. Nicolai? 1598. — 1 182 . ——————+——— SIDDRDIDIS——— — Q 0 0 0 Ei⸗ ner ist's, an dem wir han⸗ gen, der Un ⸗sre Lei⸗ ber, un ⸗sre Her-zen ge⸗ IIIHSICISNVII— 29606 4J77—¶9467 IIINI N —.2 ——7838783— Fürsten dürsten ö n ben, lt. Werde, O Ausbreitung des Evangeliums. 23³⁷ 9. 2+ 1 *— E— 2——.—— .SSSDSS————— * ar, 5 für uns in den Tod ge⸗gan⸗ gen und uns er⸗ hö⸗ ren dir, o Mann der Schmerzen; in dei- ner —— E SS— ..— 5—. 2— 1 II*— kauft mit sei⸗ nem Biat. ̃; Lie be ruht sich's gut. Nimm uns zum Ei⸗ gen⸗ 7•8. W 4 ———.— 1—— ꝗDSDPISIII.IIIIII.I....... ——— tum, be rei te dir zum Ruhm dei⸗ne I ER —.— +—— Kin⸗der, ver⸗ birg uns nicht das Gna:den⸗ licht von 9 + II — N 1 IL. AE——— II V2——. II 15——— dei⸗nem heil'⸗gen An-geü⸗ sicht! 2. Nicht wir Wabhe dich er⸗ Wer in sich schwach, ählet, Folgt, Herr, dir nach Du selbst hast unste Jahl ge⸗ Und trägt mit Ehren deine zählet Schmach. Nach deinem ew'gen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, nichtig, Die Ernt ist groß, der Schnitter Und keiner ist zum Werke tüchtig, wenig, Der nicht von dir die Stärke hat. Drum sende treue Zeugen aus; Drum brich den eignen Sinn, Send auch uns hinaus in Denn Armut ist Gewinn Gnaden, Für den Himmel; Viel frohe Gäste einzuladen 2³⁸ Ausbreitung des Evangeliums. . Zum Mahl in deines Vaters Haus! Wohl dem, den deine Wahl Beruft zum Abendmahl Im Reich Gottes! Da ruht der Streit, Da währt die Freud Heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, Die noch im Todesschatten wohnen, Von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtausenden ist ihnen Kein Evangelium erschienen, Kein gnadenreicher Morgen⸗ stern. Glanz der Gerechtigkeit, Geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, Zieh uns voran Und mach uns Bahn, Gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, Die uns ein ewiges Heil er⸗ funden, Dein treues Herz, das für uns fleht, Mel. O Gott, du frommer Gott. Wollen wir den Seelen preisen Und auf dein Kreuz so lange weisen, Bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, Es richtet und durchbohrt Geist und Seele; Dein Joch ist süß, Dein Geist gewiß, Und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten inge Beginnest du still und geringeʒ Was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten Und uns mit deinen Augen leiten, Auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, Wächst endlich ohne Schein Doch zum Baume, Weil du, Herr Christ, Sein Hüter bist, Dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp 1798—1864. 0 0 0 0 Herr Je'=su, EREEEE du re⸗ gierst zu dei⸗nes von En⸗geln hoch⸗ge-lobt, ver⸗ ehrt von — EN EFAUl. eEN 798E 933E 79 E 2³⁰ preisen unge geht. rt, dies. ten inge; rr, iten en klein, in —.— 1——— I.r —.——.. —— 1.— —8 12.——.— — Va⸗ters Rech⸗ ten, dei- nen Knech-ten. *DT.— Du hast für al-le Welt am ä—— —.i..8——t—1 — 4 Kreuz ge⸗ nug ge-tan; nimm dich nun al-ler Welt in 3— ——.— IE EG. —5 ih⸗rem E⸗lend 2. Dein Evangelium Gib allem Volk auf Erden, Laß jedes Menschenherz Dadurch erleuchtet werden! In Nord, in Ost, in West Und in des Mittags Land an! Es ist das Reich, die Macht, Die Herrlichkeit und Kraft Auf ewig unserm Gott Und seinem Christ verschafft. 5. Mit Herrlichkeit wird er In Ewigkeit regieren, Werd' hoch dein Ruhm erhöht, Dein Name recht bekannt. 3. Auf Erden sei kein Knie, Das sich vor dir nicht beuge, Und keine Kreatur, Doch in der Majestät Ein Friedensszepter führen. Ihr Völker, jauchzt ihm zu, Preis' jedes, wie es soll, Die ganze Erde sei Die si Kein vor dir nicht neige; Nur seiner Ehre voll! und, der nicht bekenn', Daß Jesus unser Herr, Heiland und König sei Zu seines Vaters Ehr. 4. Komm, froher Tag, o komm, Der unsre Sehnsucht stillet Und das Verheißungswort Im ganzen Sinn erfüllet: 6. Ehr sei dem höchsten Gott, Dem Sohne gleich dem Vater, Dem heil'gen guten Geist, Der Gläubigen Berater! Die auserwählte Schar, Der Himmel weit und breit Preist dich, dreiein'ger Gott, In alle Ewigkeit. Verfasser unbekannt. 2⁴⁰ Ausbreitung des Evangeliums. x O Mel. Wachet auf ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. ——.—.——— 184 SS — Wa⸗chet auf, er⸗hebt die Bli cke! Laut Seht, ge⸗kom⸗men ist die Stun⸗de, die SSSII.— D— mahenen uns die Welt⸗ge-⸗schi⸗ cke, es drän-get uns ver⸗ eint zu schö-nem Bun de, zu tun, was 26.— ——— I————— DĩIRD‚‚DRRT— .— SSSSSSIISSIII — — hart der Brü⸗der Not. ̃j uns der Herr ge bot. Laßt nicht die Hän⸗de 4*——— 6— *—....... — ruhn, auf, laßt uns Gu⸗tes tun al ⸗len 0 ——.—.............—. —————————— 0 —— Men⸗schen im rech⸗ten Geist, doch wie es heißt: an i SEIII‚I‚D—. —. Glaubens⸗brü⸗dern al⸗ler⸗ meist! 2. Wachet auf, schaut an das Und ihrer Glaubenstreu ver⸗ Gute, dankt! Das ihr der Väter Mut und Auf und tilgt die alten Schulden! Blute Wie lange soll sich noch gedulden ö — Ausbreitung des Evangeliums. ¹ Das Schifflein, das im Sturme schwankt? Eilt ihm zur Hilf herbei! Es rudert froh und frei, Wenn ihm Liebe Die Segel schwellt Hin durch die Welt; Gott ist es, der das Steuer hält. 3. Wachet auf! In allen Landen Erheben sich, vom Tod erstan⸗ den, Die Zeugen frischer Glaubens⸗ macht. Werdet müde nicht im Werke, Der Gott des Rechts ist unsre Stärke, Und seinem Lichte weicht die Nacht! Drum wirkt, so lang es Tag, So heiß er glühen mag! Mel. Wachet auf ꝛc. Reift die Frucht doch Im Sonnenglanz: Der Erntekranz Wiegt auf die Mühe voll und ganz. 4. Wachet auf, die Zeit zum Wachen Soll alle Glieder munter machen, Und keines trete scheu hintan! Leidet eins, so leiden alle; Drum wachet, daß nicht eines falle/ Und stehet freudig Mann für ann! So streitet wacker fort Und haltet fest am Wort! Ciez vom Himmel trahlt uns das Licht, Es trüget nicht; Der Herr ist unsre Zuversicht! Karl Rud. Hagenbach 1801—1874. Phil. Nicolai? 1598. — 185——— ED— SS IIFPFIIIIIIII. — Kö⸗ nig Je-su, strei⸗te, sie ge, daß Blick auf dei-ne Friedens-bo- ten, laß —— 2 .+.S — auten dr,— ——..— al-les bald dir we⸗ hen dei- nen un ⸗ter⸗-lie ⸗ge, was lebt und Le⸗ bens-o⸗ dem durchs gan-ze 2⁴² Wort Gottes. O webt in die-ser— wei te To⸗ten feld! Er⸗ hö ⸗ re un=ser .———. — —. Flehn und laß es bald ge⸗schehn! A⸗ men, —.— P... A⸗ men. So aüh⸗ men wir und jauch-zen dir ein 4—— ö + II .—— 2.——— 1+ 2 Hal-le-lu-ja für und für. Verfasser unbekannt. XIV. Wort Gottes. Mel. Herr Jesu Christ. 1651. 80 1. 8.— 00 Herr, öff ne mir die Her⸗zens⸗ tür, zeuch 42.— re— 2————— durch Lemn Wen men a zu dir, laß mich dein . 2...—..—.— Wort be⸗ wah⸗ ren rein, laß mih dein Kind und U Wort Gottes. 2⁴³ .— I—.— 2—5—— 4 II——— Er ⸗be sein! 2. Dein Wort bewegt des Her⸗- 3. Ehr sei dem Vater und dem zens Grund, Sohn, Dein Wort macht Leib und Seel Dem heil'gen Geist in einem gesund, Thron, Dein Wort ist, was mein Herz Der heiligen Dreieinigkeit erfreut, Sei Lob und Preis in Ewig⸗ Dein Wort gibt Trost und keit! Seligkeit. Joh. Olearius 1611—1684. Mel. Sollt' es gleich bisweilen ꝛc. 1836. 187 2 111 0—41——— — 2 224.——— L K οοομ⏑ Treuster Mei⸗ ster, dei ne Wor⸗te sind die +— I—— H ————— e. i rech⸗te Himmelsrfor⸗ te, dei ⸗ ne Leh⸗ ren sind der Pfad, +—— II v H K— 5 — der uns führt zur Got-tes⸗stadt. 2. O wie selig, wer dich höret, 4. Hilf mir mich im Lieben Wer von dir will sein gelehret, üben Wer zu jeder Zeit und Stund Und Gott über alles lieben, Schaut auf deinen treuen Mund! Meinen Nächsten gleichwir mich 3. Sprich doch ein in meiner Laß mich lieben inniglich! Seele, 3. Lehr mich heilige Gebärden, Gib ihr Weisung und Befehle, Laß mir deine Demut werden, Lehr sie halten bis zum Tod Gieß mir deine Sanftmut ein, Deiner Liebe sanft Gebot! Laß mich klug in Einfalt sein! ——⁴⁴ Wort Gottes. 6. Also werd' ich mich ver⸗ binden Ganz mit dir und Ruhe finden, Mel. Valet will ich dir geben. Also werd' ich in der Zeit Schon gelehrt zur Ewigkeit, Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 162⁴4—1677. Melchior Teschner. 1614. ESSSE — +—2— SSEEEEEEEE — Wohl dem, der Je-sum lie⸗ bet und des⸗ sen Dies Licht glänzt un⸗ ge⸗ trü⸗bet zum Trost ihm — IL L—.—— EEE im⸗mer ⸗fort. Wo Je⸗sus sich be- fin⸗-det, da ——. —— E 2— 1— ——————————— ..... ste- het al-les wohl; wer sich auf Je⸗sum grün⸗ le⸗ bet se-gens-voll. 2. Suchst du, vom Ziel ver⸗ In Kreuz und Not geübet: irret, Komm, hier ist Gottes Wort! Die wahre Lebenspfort, Hat dich die Welt verwirret: Komm, hier ist Gottes Wort! Das wird dir deutlich weisen Die rechte Lebensbahn, Auf welcher du mußt reisen, Wenn du willst himmelan. 3. Bist du vielleicht betrübet, Ja wirst du fort und fort Das wird dich schon erquicken, Daß, wenn gleich Höll und Welt Dich wollten unterdrücken, Du doch behältst das Feld. 4. Wirst du gleich auch ge⸗ führet Zum bangen finstern Ort, Wo sonst der Tod regieret: Komm, hier ist Gottes Wort! 7 5 97 +* HANIIl. 1 5 ERA.„ENI. 939e t keit, Silesius) r. 1614. — Wort Gottes. 4⁵7 Dies ist der Stab und Stecken, Mit diesem kannst du dich Vor Furcht und Todesschrecken Beschützen mächtiglich. 5. Hilf, Jesu, daß ich liebe Dein seligmachend Wort Und stets darin mich übe; Hilf, liebster Seelenhort, Daß ich's in meinem Herzen Bewahr' durch deine Huld, Damit in Kreuz und Schmerzen Es Frucht trag' in Geduld! Anna Sophie Landgräfin von Hessen-Darmstadt 1638—1683. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. SSSSSSS —— — 00 0 0 Teu⸗res Wort aus Got- tes Mun de, dich al⸗-lein hab'ꝰ ich zum Grun- de 2—.— SPIIIIIT D das mir lau ⸗ ter Se⸗gen trägt, In dir mei⸗ner Se ⸗ lig-keit ge⸗ legt.— 9—— SꝗSSSSS 3 treff' ich al ⸗ les an, was zu Gott mich ———————— —.— füh ⸗ ren kann. 2. Geist der Gnaden, der im Was du sagest, laß mich tun! Worte Wird dein Wort den Glauben Mich an Gottes Herze legt, Offne mir des Himmels Pforte, Daß meinGeist hier recht erwägt, Was für Schätze Gottes Hand Durch sein Wort mir zugesandt! 3. Was ich lese, laß mich merken; stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei! 4. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach deiner Richtschnur gehn! 2⁴⁴ Wort Gottes. 6. Also werd' ich mich ver⸗ binden Ganz mit dir und Ruhe finden, Mel. Valet will ich dir geben. Also werd' ich in der Zeit Schon gelehrt zur Ewigkeit, Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 162⁴4—1677. Melchior Teschner. 1614. 188*—.—.— ————————— οοο Wehl dent eer Je⸗sum lie--bet und des⸗ sen Dies Licht glänzt un⸗ge⸗ trü- bet W 1.——— + E.——— P————— 3——— 11en mer r—H9— Him-mels⸗wort! im⸗mer⸗fort. Wo Je-sus sich be- fin--det, da Q 0 + V EX+—.—.— 2—*— I᷑.—— 2.—.— r d, e. ste⸗ het al-les wohl; wer sich auf Je⸗sum grün⸗ — SSST* SS det, der le⸗ bet se-gens-voll. 2. Suchst du, vom Ziel ver⸗ In Kreuz und Not geübet: irret, Komm, hier ist Gottes Wort! Die wahre Lebenspfort, er dich die Welt verwirret: omm, hier ist Gottes Wort! Das wird dir deutlich weisen Die rechte Lebensbahn, Auf welcher du mußt reisen, Wenn du willst himmelan. 3. Bist du vielleicht betrübet, Ja wirst du fort und fort Das wird dich schon erquicken, Daß, wenn gleich Höll und Welt Dich wollten unterdrücken, Du doch behältst das Feld. 4. Wirst du gleich auch ge⸗ führet Zum bangen finstern Ort, Wo sonst der Tod regieret: Komm, hier ist Gottes Wort! ge⸗ ort! — Wort Gottes. Dies ist der Stab und Stecken, Mit diesem kannst du dich Vor Furcht und Todesschrecken Beschützen mächtiglich. 5. Hilf, Jesu, daß ich liebe Dein seligmachend Wort Und stets darin mich übe; Zilf, liebster Seelenhort, Daß ich's in meinem Herzen Bewahr' durch deine Huld, Damit in Kreuz und Schmerzen Es Frucht trag' in Geduld! Anna Sophie Landgräfin von Hessen-Darmstadt 1638.—1683. Mel. Gott des Himmels ꝛe. Heinr. Albert. 1642. —— SS 0 0 0 0 Teu⸗res Wort aus Got- tes Mun⸗de, dich al⸗-lein hab' ich zum Grun- de 2 j— H—— 24—.————.—— ———————— das mir lau ⸗ ter Se⸗gen trägt, ö mei ⸗ ner Se ⸗ lig ⸗ keit ge⸗ legt. In din .—2—— nnr. IISE treff ich al ⸗ les 22 E an, was zu Gott mich —— 1Q.——. r. füh ⸗ ren kann. 2. Geist der Gnaden, der im Worte Mich an Gottes Herze legt, Offne mir des Himmels Pforte, Daß meinGeist hier recht erwägt/ Was für Schätze Gottes Hand Durch sein Wort mir zugesandt! 3. Was ich lese, laß mich merken; Was du sagest, laß mich tun! Wird dein Wort den Glauben stärken, Laß es nicht dabei beruhn, Sondern gib, daß auch dabei Ihm das Leben ähnlich sei! 4. Hilf, daß alle meine Wege Nur nach deiner Richtschnur gehn! — 2 2⁴⁵ Wort Gottes.— Was ich hier zum Grunde lege, In der Folge Jesu sein, Müsse wie ein Felsen stehn, Drücke drauf dein Gnaden⸗ Daß mein Geist auch Rat und siegel, Tat Schließ den Schaßi im Herzen In den größten Nöten hat. ein, 5. Laß dein Wort mir einen Daß ich fest im Glauben stehꝰ/ Spiegel Bis ich dort zum Schauen geh'! Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Jesu, meine Liebe. 1715. 190— 12 1— —.——.—.——.—.. 00 0 Wort des höch⸗ sten Mun⸗ ⸗des, Bo⸗te Bald, da wir ge- fal⸗ len, ließ dich 4 237—.——.—— 4 — ..—.— + 22 drn nn n——— SEEEEE sei⸗ nes Bun- des, du warst nie-mals stumm. Gott er--schal-⸗—— E⸗ van- ge-⸗ li- um, —.— 1—— r. E ei ⸗ ne Kraft, die Glau⸗ Waft ei ⸗ ne Botschaft, E die zum 5 Dan er uns hat ge- ge⸗ Hen. 2. Was dein Wohlgefallen Alles ein in Jesu Namen Vor der Zeit uns allen Und ist Ja und Amen. Fest bestimmet hat, Was die Opferschatten 3. Alles ist vollendet, Vorgebildet hatten, Jesu Gnade wendet Das vollführt dein Rat. Alle Straf und Schuld. Was die Schrift Verspricht, das Jesus ist gestorben, trifft Jesus hat erworben ——⁴ Wort Gottes. 2⁴⁷ Alle Gnad und Huld. Auch ist dies Fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre. O erwünschte Lehre! 4. Uns in Sünde Toten Machen Jesu Boten Dieses Leben kund; Lieblich sind die Füße Und die Lehren süße, Teuer ist der Bund. Aller Welt Wird vorgestellt Durch der guten Botschaft Lehre, Daß man sich bekehre. 5. Kommt, zerknirschte Herzen, Die in bittern Schmerzen⸗ Das Gesetz zerschlug; Kommt zu dessen Gnaden, Der für euch beladen Alle Schmerzen trug! Jesu Blut Stärkt euern Mut; Gott ist hier, der euch geliebet Und die Schuld vergibet. o. Dieser Grund bestehet; Wenn die Welt vergehet, Fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bauen, So soll mein Vertrauen Cvangelisch sein. Auch will ich Nun würdiglich In der Kraft, die mir gegeben, Evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke Schaffet diese Werke, Stehe du mir bei! Nichts kann mich nun scheiden, Hilf denn, daß mein Leiden Evangelisch sei; Laß auch mich Einmal auf dich Als ein Kind, mit dir zu erben, Evangelisch sterben! Heinr. Kornelius Hecker 1699—1743. — O du Liebe meiner Liebe. 174⁴5⁵. —— Herr, dein Wort, die ed=le Ga⸗be, die ⸗sen denn ich zieh' es al⸗ ler Ha- be und dem ———— + E— . Schas e a En Wenn dein Wort nicht mehr soll größ⸗ten Reichtum für! ⁴⁸⁷ Wort Gottes. E x 5 EI——— SS gel⸗ ten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist's nichtum —.— tau⸗send Wel⸗ten, a ber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja! Ja und Amen, Laß mich eifrig sein beflissen, Herr, du wollest auf mich sehn, Dir zu dienen früh und spat, aß ich mög' in deinemNamen Und mich stets zu deinen Füßen Fest bei deinem Worte stehn! Sitzen, wie Maria tat! Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700—1760. H + Mel. Ach Gott und Herr. 1625. 1655. 2 EEEE —— done Gott ist mein Hort, und auf sein Wort soll ISS L*—— L=——..— — 2—1.—*—1— mei⸗ne See-le trau-en. Ich wand⸗le hier, mein + 6 DFIFISPIYIYIP.P.‚I..I..I.I............... 0 2—.——.... PPPI.IPIIPI.PI.II....— Gott, vor dir im Glauben, nicht im Schau'en. 2. Dein Wort ist wahr; Dein Wort die Wahrheit lehrte? Laß immerdar Gott, ohne sie Mich seine Kräfte schmecken, Verständ' ich nie, Laß keinen Spott, Wie ich dich würdig ehrte. O. Herr und Gott, 4. Dein Wort erklärt Mich von dem Glauben schrecken! Der Seele Wert, W 3. Wo hätt' ich Licht, Unsterblichkeit und Leben; Wofern mich nicht Zur Ewigkeit — Wort Gottes. 2⁴⁵ Ist diese Zeit Von dir mir oeO den. 5. Den ew'gen Rat, Die Missetat Der Sünder zu versühnen, Den kennt' ich nicht, Wär' mir dies Licht Nicht durch dein Worterschienen. 6. Nun darf mein Herz In Reu und Schmerz Der Sünden nicht verzagen; Nein, du verzeihst, Lehrst meinen Geist 7. Mich zu erneun, Mich dir zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte; Durch meine Müh Vermag ich's nie, Dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Wort, Denn du hast es gegeben; Es sei mein Teil, Es sei mein Heil⸗ Und Kraft zum ew'gen Leben! Christ. 1715—1769. Gellert Ein gläubig Abba sagen. 17¹⁵—17 Mel. Gott sei Dank ꝛc. 1693. al— 103 Lae. m Lmer— ESEDATTTT—— 2* 12—— 0 0 0 0 Wal⸗t te, wal- te nah und fern, all- ge⸗ —— 3 wal⸗ tig Wort des Herrn, wo nur sei⸗ ner 40 , 9 —. SS + All-macht Ruf Menschen für den Him-mel schuf! 2. Wort vom Vater, der die Welt Schuf und in den Armen hält Und aus seinem Schoß herab Seinen Sohn zum Heil ihr gab; 3. Wort von des Erlösers Huld, Der der Erde schwere Schuld Durch des heil'gen Todes Tat Ewig weggenommen hat; 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, Der den Weg zum Himmel weist 2⁵⁰ Wort Gottes. U Und durch seine heil'ge Kraft Weithin wogt das weiße Feld, Wollen und Vollbringen schafft; Klein ist noch der Schnitter Zahl, 5. Wort des Lebens, stark und Viel der Garben überall. rein der Ernt Alle Völker harren dein: 2.76 aut, Aihnnd Walte fort, bis aus der Nacht Wirk Wéü zum Werke Lust und Mut Alle Welt zum Tag erwacht! Laß die Völker allzumal 6. Auf zur Ernt in alle Welt! Schauen deines Lichtes Strahl! Jonath. Friedr. Bahnmaier 1774—1841. Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 1651.6 194 86 .——.— α Nun geh uns auf, du Rater stern, du ö—— e., n. e 2 lig ⸗ma⸗chend Wort des Herrn, du Pfand des 2.—— + * N— 1 ,,n.n. 3 Heils, das uns im Sobn der Va ter gab von 9 II =E— — * sei⸗ Nem Thron! Z. Du Wort der Wahrheit, Uns an mit tiefem Reueschmerz, lautrer Quell, Daß unser Flehn und Seufzen Mach unsre dunkeln Augen hell, sei: Daß wir die Wege Gottes sehn Gott steh' uns armen Sündern Und in der Welt nicht irre gehn! bei! 3. Du Wort der Buße, füll 4. Du Wort der Gnade, das Herz tröstend Wort, U Die heilige Taufe. 251 O bring uns Botschaft fort und 6. So geh uns auf, du fort Gottesglanz, Von ihm, der für uns litt und starb Durchdring uns und verklär uns Und uns Gerechtigkeit erwarb! ganz, 3. Du Wort des Glaubens, Du Wort, das noch in Kraft gib uns Kraft, besteht, Daß wir, der Eitelkeit entrafft, Wenn Erd 99 Keht—— Im gnädig dargebotnen Heil Ergreifen unser ew'ges Teil! Julius Sturm 1816—1886. XV. Die heilige Taufe. 906..—8 Jesu ꝛe. Joh. 99Z5 Ahle. 1664. Q 1095 R—j— —— IPDi ꝗ α Lieb⸗ster Je-su, wir sind hier, dei⸗nem Die⸗ ses Kindlein kommt zu dir, weil du DDiE dun 5 4— seht 91 hen daß die Kind⸗lein 0 ³———.— ᷣᷓBPBSPIIEE dir sich na⸗ hen, Heil und Se⸗ gen zu emp⸗fa- hen. 2. Darum eilen wir zu dir; 3. Hirte, nimm dein Schäf⸗ Nimm das Pfand von unsern lein an; Armen, Haupt, mach es zu deinem Tritt mit deinem Glanz herfür Gliede; 225 erzeige dein Erbarmen, Himmelslicht, zeig ihm die Daß es dein Kind hier auf Erden ahn; Und im Himmel möge werden! Friedefürst, o schenk ihm Friede! —.— 2⁵² Die heilige Taufe. — Hilf, daß wederLeid nochFreuden Führ die Bitten himmelwärts Es von deiner Liebe scheiden! 4. Nun, wir legen an dein Herz, Was von Herzen ist gegangen; Und erfülle das Verlangen! Ja, den Namen, den wir geben, Schreib ins Lebensbuch zum Leben! Benj. Schmolck 1672-1737. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. 100f0 0 0 0 0 Ich bin ge⸗ tauft auf dei-nen Na⸗ ich bin ge-zählt zu deinem Sa⸗ Q + ——— E— 124———4H——4—— —— DPDPP en Lde.,. ,; L. 25 men, Gott Va⸗ter, Sohn und heil'⸗ger Geist, Ich men, zum Volk, das dir ge⸗ 23 heißt. 3 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, — „ee re in.irvree rir. —.— 2— bin in Chrisum ein⸗ ge sentt, ich bin mit 5— +.—. 412——.— II e,, E ·nn.. schenkt. 3. Doch hab' ich dir auchfurcht und Liebe, Mein lieber Vater, mich erklärt; Gehorsam zugesagt und Treu; Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir ge⸗ währt; Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. Ich habe dir aus reinem Triebe Gelobt, daß ich dein eigen sei. Hingegen sagt' ich bis ins Grab Der Sünd und ihren Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite — Die heilige Taufe. 25³ x Bleibt dieser Bund wohl feste Es sei in mir kein Tropfen Blut, stehn. Der nicht, Herr, deinen Willen Wenn aber ich ihn überschreite, tut. So laß mich nicht verloren gehn; Nimm mich, dein Kind, zu 6. Laß meinen Vorsatz nimmer Gnaden an, wanken, Wenn ich hab' einen Fall getan! Geit Water⸗ a heil ger 5. Ich gebe dir, mein Gott, Halt mich in deines Bundes aufs neue Schranken, Leib, Seel und Herz zum Opfer Bis mich dein Wille sterben hin; heißt! Erwecke mich zu neuer Treue So leb' ich dir, so sterb' ich dir, Und nimm Besitz von meinem So lob' ich dich dort für und für. Sinn! Joh. Jak. Rambach 1693—1735. —— nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. 197½——.—.—. — —.— Barm⸗ her⸗ zi⸗ r, laß dei⸗ ner Gna⸗ de das wir im heil'⸗gen Was-ser- ba⸗de Hr 32 5—.— e —— Rener——.———— jetzt die⸗ses Kund emp⸗foh-len sein, erfül⸗Le, nach dei⸗nes Sohns Be- fehl dir. 8— ·——.— 125— —.—— 4——. was dein Wort ver-heißt, 5 ihm, 651. Va ⸗ ter, — + 2— +—AI ¹— 1— eh 12—..— Sohn und Geist! 2⁵⁷ Konfirmation. 3353 O 2. Regiere nun das ganze Sei du mit ihm in Glück und Not; Leben Ach führ es selbst auf rechter Auch dieses Kindes, treuer Gott! Bahn, Dir sei und bleib' es stets ergeben, Nimm es zuletzt mit Ehren an! 198 Aus dem Baseler Gesangbuch. —2— Nun danket all und bringet ꝛc. Joh. Crüger. 1656. 3———.— SꝗSDSDSSSS — Nun sind die Kind⸗lein Gott ge-weiht, fest —— , en,— ——.———————— i steht der Gna⸗ den⸗ bundz nun wer-de Glaub und —— 1 ——— 9 lig ⸗keit in ih⸗rem Le⸗ be nkund! 2. O Gott, bewahre du ihr Herz, 3. Und ist ihr Lauf einst wohl Steh ihnen mächtig bei, vollbracht, Daß all ihr Wandel himmel-⸗ So führe deine Hand wärts Getrost sie durch des Todes Nacht Zu dir gerichtet sei! Ins sel'ge Vaterland! 100 Friedr. Aug. Köthe 1781—-1850. XVI. Konfirmation. Mel. O Ewigkeit ꝛc.(Joh. Schop. 1642.) Joh. Crüger. 1653. +* 2 . ——— I————. ———— 0 0 +—— (Gemeinde.) Er ⸗ hör, o Gott, das hei ⸗ße gib ih- nen, Va⸗ter, Sohn und O H Konfirmation. 255 dNot; DSEITT—— hieen F 5e. en an! Flehn der Kin⸗ der, die hier vor dir stehn, blick ugbuch Geist, den Se- gen, den dein Wort ver-heißt, denn 04 D DPIPIItI‚IIItIITIII......T —.—=Dr 1————————— —.— gnä-dig auf sie nie- der;*— sie sind— Glie⸗ der! Steh ih ⸗nen bei mit fest 4 8 * — a und dei⸗ ner Kaaft die Wol⸗ len und Vo⸗ en⸗ Leuschastt —(Konfirmanden.) Schenk ihnen Kraft und Freu⸗ — 2. Wir wollen unsern Bund digkeit, erneun, Das Böse zu bezwingen! Mit Herz und Leben dir uns Auch wir erneun mit Herz und wohl weihn Mund Und treu am Glauben halten, Des Glaubens und der Treue Auf Christi hohes Vorbild sehn Bund; Nacht Und fest inunsrer Hoffnung stehn, Laß uns das Ziel erringen, Nicht in der Lieb erkalten. Daß alle, die vereint hier 1855 Zu dem Gelübde, Vater, sprich flehn, Dein Ja und Amen gnädiglich! Auch dort vereint dein Antlitz (Gemeinde.) sehn! 3. O mache sie zum Kampf Nach 1 Gottlieb Küster bereit, —93 Mel. Allein Gott in der Höh ꝛe. Altkirchlich. 1539. 2— *— 200 Si— o a a Die hier vor dei⸗ nem Ant⸗ litz stehn, sind un Blick, wenn ver⸗eint wir für sie flehn, er⸗ 2. 256 Konfirmation.——⁷ 23—25 5 II 3 SPIPIPIIIITTTTTRRRT Je⸗ su Chri ⸗ sti Glie ⸗ der. bar⸗mend auf sie nie der! Gib ih ⸗nen, 3——— ————.— Va ⸗ter, Sohn und Geist, das Gu-te, was dein —— — Wort ver- heißt, im Le- ben und im Ster- ben! 2. Sie kennen, Vater, deinen Sohn Und seine heil'gen Lehren. Ist Freude, Gott, vor deinem Thron, Wenn Sünder sich bekehren, Wie groß soll unsre Freude sein, Wenn junge Seelen dir sich weihn, Dir treulich anzuhangen! 3. O laß sie niemals zum Gericht Dein heilig Mahl empfahen! Laß sie mit gläub'ger Zuver⸗ sicht Sich dem Altare nahen! Es stärke sie in aller Not, Es reize sie, des Heilands Tod Zu preisen durch ihr Leben. 4. Lacht ihnen bei dem edeln Lauf Die falsche Welt entgegen, Hilf dann den schwachen Herzen 8. 3 Und wenn sich Lüste regen, Laß sie hinauf auf Jesum sehn, Die Welt mit ihrer Lust ver⸗ schmähn, Beharren bis ans Ende! 5. Den wicht gen Lohn der Ewigkeit, Die Herrlichkeit dort oben, Zeig ihnen, die auf alle Zeit Jetzt Treue dir geloben! Der Blick müss' ihnen Kraft verleihn; Herr, segne sie, denn sie sind dein; Erhalte sie im Glauben! Theod. Gottlieb von Hippel 1741-1796. IR /* 7 N edeln „ Herzen „ sehn, ver⸗ raft ddein; —1796. U Konfirmation. 2⁵⁷ —20. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. N—5——.— ——.—— S —— 2——— Wir flehn um dei⸗ ne Gna ⸗ de, nichts —— 5—— wir oh⸗ ne dichz führ uns auf dei⸗ nem —.—. H 2.——66.— ö—— —— de und hilf uns mäch-tig ⸗ lich! 2. Wir flehn um deine Wahr⸗ 4. Wir flehn um deine Stärke, heit Du weißt, wie schwach wir sindz In unsers Lebens Nacht; Zu jedem guten Werke Durch dich nur wird uns Klarheit Stärk jedes schwache Kind! In unsern Geist gebracht. 5. Wir flehn um deinen Segen 3. Wir flehn um deinenFrieden Zum Bund an diesem Tag, In dieser Welt voll Angst; Daß treu auf allen Wegen Uns sei das Heil beschieden, Dir jeder folgen mag. Das du am Kreuz errangst. Karl Aug. Döring 1783—1844. Mel. Seelenbräutigam. Adam Drese, um 1690. 1698. 20²2 3———* IIS —— Von des Himmels——.— sen-de, Got ⸗tes —9—— ·nen Geist, den Git der Stär⸗ ⸗ke; gib uns —— ————..— nnnn Hetehen Wert ke, dir uns ganz zu weihn, Epang. Gesangbuch. 9 25⁵8 Konfirmation. é O — II 5 15—.—1.— e⸗ wig dein zu sein! +* 17 * C— 4——— 2. Mach uns selbst bereit, 4. Wenn wir betend nahn, Gib uns Freudigkeit, Segen zu empfahn, Unsern Glauben zu bekennen Wollest du auf unsre Bitten Und dich unsern Herrn zu nennen, Uns mit Gnade überschütten; Dessen teures Blut Licht und Kraft und Ruh Floß auch uns zu gut! Ströme dann uns zu! 3. Richte Herz und Sinn 5. Gib auch, daß dein Geist, Zu dem Himmel hin, Wie dein Wort verheißt, Daß wir unsern Bund erneuern Unauflöslich uns vereine Und gerührt vor dir beteuern, Mit der gläubigen Gemeine, Deine Bahn zu gehn, Bis wir dort dich sehn Weltlust zu verschmähn! In den Himmelshöhn! Samuel Marot 1770—1865. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 17⁴45. 0 203 +— 22.— 2 ,,.. c Bei dir, Je⸗ su, will ich blei⸗ 9 0 stets in nichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ben, dei-ne 0 2 DE .——.— H. dei⸗-nem Dien⸗ste stehn; We⸗ge will ich gehn. Du bist mei⸗nes Le- bens ö 2 ——.—— .—.—. 1—— —.—.— E 1 —*5 Len, mei⸗ ner See⸗ le Trieb und Kraft, wie der Wü O O Konfirmation. 259 —.—5——.— Ah—..——.——4 ————————————— sei- nen Re-ben zuströmt Kraft und Le-bens⸗saft. 2303 2. Könnt' ich's irgend besser 4. Ja, Herr Jesu, bei dir itten haben bleib' ich, itten: Als bei dir, der allezeit So in Freude wie in Leid; ih So viel tausend Gnadengaben Bei dir bleib' ich, dir verschreib' ö Für mich Armen hat bereit? ich Könnt' ich je getroster werden Mich für Zeit und Ewigkeit. n Geist Als bei dir, Herr Jesu Christ, Deines Winks bin ich gewärtig, „ Dem im Himmel und auf Auch des Rufs aus dieser Welt; 6 Erden Denn der ist zum Sterben fertig, neine, Alle Macht gegeben ist? Der sich lebend zu dir hält. 3. Wo ist solch ein Herr zu 5. Bleib mir nah auf dieser — finden, Erden, 70—1866. Der, was Jesus tat, mir tut, Bleib, auch wenn mein Tag sich Mich erkauft von Tod und neigt, Sünden Mit dem eignen teuern Blut? Sollt' ich dem nicht angehören, Der sein Leben für mich gab? Sollt' ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? Wenn es nun will Abend werden Und die Nacht herniedersteigt! Lege segnend dann die Hände Mir aufs müde schwache Haupt; Sprich dann: Kind, hier geht's u Ende, Doch dort lebet, wer hier glaubt! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. —3 bens Mel. O du Liebe meiner Liebe. 17⁴⁵. 204 —.—.— wi. 2.— 0⁰ Bleibt bei dem, der eu ret-wil⸗len auf die zeinstock der, um eu-ernSchmerz zu stil⸗len, tau⸗send 93 Konfirmation. .—— SISISISIIIIITITTTTITITITITITIIIII Er ⸗de nie⸗ der⸗ kam, Schmerzen auf sich— Bleibt bei dem, der ein-⸗zig . e o blei⸗ be, wenn auch al⸗les un=ter- geht, der, wenn al⸗les —.— 5—— V. ——— —— 22 ö. SSPSPSIIII. 5 sie⸗gend ü⸗ berm Stau⸗-be auch zer⸗stäu⸗ bet, 2. Alles schwindet; Herzen brechen, Denen ihr euch hier ergabt, Und der Mund hört auf zu sprechen, Der euch oft mit Trost gelabt, Und der Arm, der euch zum Stabe Und zum Schilde ward, erstarrt, Und das Auge schläft im Grabe, Das euch sorgsam einst bewahrt. 3. Alles stirbt; das Ird'sche findet In dem Irdischen sein Grab, Alle Lust der Welt verschwindet, Und das Herz stirbt selbst ihr ab. 16855 Wachet auf ꝛc. steht! Ird'sches Wesen muß verwesen, Ird'sche Flamme muß verglühn, Ird'sche Fessel muß sich lösen, Ird'sche Blüte muß verblühn. 4. Doch der Herr steht überm Staube Alles Irdischen und spricht: Stütze dich auf mich und glaube, Hoffe, lieb und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der bleibet, Und der geben kann, was bleibt Der, wenn ihr euch ihm ver⸗ schreibet, Euch ins Buch des Lebens schreibt! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. Phil. Nicolai? 1598. 205 6 S..... 0 0 0 0 Guundt) Bor dir, To⸗des⸗ü⸗ber- win-⸗der, stehn Freu-dig gehn sie dir ent⸗ge- gen, weil vesen, lühn, sen, ihn. überm 2 aube, ht! r leibt, er⸗ U Konfirmation. 2⁰¹ —46——.— —.— e ————..— die⸗se teur-er-lö-sten Kin⸗der, ihr Lob-ge⸗ du der Lie⸗ be reich-sten Se ⸗gen den Kin⸗der⸗ 5—.— 1. — + I. + .———5—S. 12. 2* E II..——.— 33 65———— 12 be⸗ 01 0 98 dacht. Dein Au ⸗ge sieht sie Fa 2 ———— 3655 1— +— 1 XZ.— 2— . Lf——. L— 835 hier im Ju⸗ gend⸗schmuck vor dir knien und 6 12— f ——— 1——.———— ——— 2 2 be⸗ten. Herr, sie sind dein, laß ih re Reihn dir —.——.— + I —— II —*— II Y— 0 L— +.— II an dein Herz ge le- get sein! (Konfirmanden.) Nach den Gaben, 2. Friedefürst, ich ward erkoren Die du mir heut Am ersten Tag, als ich geboren, Zur Seligkeit Zu deinem sel'gen Gnadenkind; Durch dein Erbarmen hast Du gabst mir des Himmels erneut. Gaben, 3. Laß dich halten und um⸗ Weil wir nichts Gutes eigen fassen, haben Ich will dich ewig nicht verlassen, Und ohne dich verloren sind. Verlaß auch du mich ewig nicht! O Jesu, meine Ruh, Schütze mich vor Welt und Ich greife freudig zu Sünde 2⁵⁷ Das heilige Abendmahl. E Und offenbare deinem Kinde Wenn meine Seele von dir geht; Dein gnadenvolles Angesicht, Darum gib mir Licht und Stärke Auf daß ich Tag für Tag Und Glaubensmut zum guten In dir mich freuen mag Werke, Still und heilig, ZumRingen, Wachen und Gebet, Und mich dein Mund Bis ich den Pilgerstand Zu jeder Stund Im ew'gen Vaterland Erinnre an den Liebesbund! Siegreich ende, (Gemeinde und Konfirmanden.) 9. Goues Sehn, I 4. O du Hirt erkaufter Seelen, Mir reichst von deinem Gnaden⸗ Ich muß des rechten Wegs ver⸗ thron! fehlen, Albert Knapp 1798—1864. XVII. Das heilige Abendmahl. 6 eigener Melodie. 1557. Vereinfacht nach Joh. Seb. Bach. 2000M 1—— —' Hei=lig, Hei 1 93„lig ist der ,, Kr ..————— 1—— *—— 0 Herr Ze⸗ ba- oth; al⸗ le Lan ⸗ de sind .—.——— sei ⸗ ner Eh-re voll.—95 si ⸗-an- na in der .—. 2 SD Hö⸗ he! Ge⸗ lo⸗ bet sei, der 20 kommt im Na⸗ — O Das heilige Abendmahl. 2⁶³ geht; 25 Stärke 5—.— zuten————1—— 2.— men des Herrn! Ho-si-an- na in der Hö-he! Gebet, Jesaja 6, 3. Matth. 21, 9. 65 eigener Melodie. 1528. ö 20⁷ e i iaden⸗ πν Chri⸗ste, du Lamm Got ⸗tes, der du —1864. D— 2——*— 2— 2—— 5⸗—— trägst die Sünd der Welt: erbarm dich un- ser! 9——. 8—— Bach SS —.— 2. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Q—— * w fir rnövitit vir. —— 9* D.ñIIRIEIEIRIRITTTIIPIFFHFIFIII——— —. Welt: er-barm dich un- ser! 3. Chri-ste, du Lamm sind—.7—.— EIE —— EE—— —.— Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Welt: gib uns der H —— ä4 *—— — 2 dei⸗nen Frie⸗den! A—. 2 men. Ra⸗ Alte Kirche. 2⁶α Das heilige Abendmahl.— 555 Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. ——.—— 0 0 der nach dem Him-mel hung=rig 9—⁴ 208 65 28 Du Le⸗ bens⸗ brot, Herr Je⸗ su Christ, kann ist und +——.— 54—.—. — 3 dich ein 235—. ha-⸗ ben— will sich an dir la⸗ ben! so bitt' ich dich de⸗ mü⸗ tig⸗=ͤlich, du wol-lest so be⸗ rei ꝛ ten mich/ daß ich recht wür⸗ dig 2. Auf grüner Aue wollest du, Herr, diesen Tag mich leiten, Den frischen Wassern führen zu, Den Tisch für mich bereiten. Weil ich bin sündig, schwach und krank, So laß mich deinen Gnadentrank Aus deinem Becher trinken! 3. Zwar bin ich deiner Gnad nicht wert, Als der ich jetzt erscheine Mit Sünden allzuviel beschwert, Die schmerzlich ich beweine. In solcher Trübsal tröste mich, wer-de. Herr Jesu, daß du gnädiglich Der Sünder dich erbarmest! 4. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, Komm selbst, dich mir zu schenken! Dein Blut, das mir vergossen ist, Woll' auch mich Schwachen tränken. Ich bleib' in dir, du bleibst in mir, Du öffnest mir des Himmels Tür, Auch mich dort aufzunehmen. Joh. Rist 1607—1667. ö—O Das heilige Abendmahl. 26 —— eigener Melodie. Joh. Crüger. 1649. 0% — Somun⸗ de 915 0 lie be 5 ·le, komm ans hel⸗-le Licht ge- gan- gen, 55 II —— laß die dunk⸗le Sün⸗ den ⸗höh-le; Denn der fan⸗ ge herr-lich an zu pran ⸗gen! 9 ——— 165———.. ..— ——........ Herr voll Heil und Gna⸗ den will dich jetzt zu 20— SPSIPIIII..... ——— + SS Ga-ste la- den; der den Him:mel kann ver⸗ 12————. ——————1 wal-ten, will jetzt Her-berg in dir hal⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, Deinem Heiland froh entgegen, Der mit süßen Gnadenworten Klopft an deines Herzens Pforten! Säume nicht, ihm aufzu⸗ schließen, Sn dich hin zu seinen Füßen! Sprich: O Herr, laß dich um⸗ fassen, Von dir willich nicht mehr lassen! 3. Mag ein köstlich Gut auf rden Sonst um Geld erkaufet wer⸗ den, Du, o Herr, für deine Gaben Willst nicht Erdenschätze haben; Und in allen Bergesgründen Könnt' ich ja kein Kleinod finden, Das bei diesem heil'gen Mahle, Herr, dein Manna dir bezahle. 266 Das heilige Abendmahl. O x 4. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte; Ach wie pfleg' ich oft mit Tränen Mich nach diesem Mahl zu sehnen; Ach wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Trank des Lebens⸗ fürsten, Daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Beides, Wonne und auch Bangen, Fühl' ich jetzt mein Herz um⸗ fangen. Das Geheimnis dieser Speise, Ihre unerforschte Weise Machet, daß ich staunend merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, Der dies Wunder kann er⸗ gründen? 6. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, den ich mir erwähle, Lebensquell und Licht der Seele, ——— Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Hier fall' ich zu deinen Füßen; Laß mich würdiglich genießen Diese deine Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise! 7. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns gegeben Und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns ver⸗ gossen, Das uns jetzt kann kräftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens Oder mir vielleicht zJum Schaden Sei zu deinem Tisch geladen! Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, Daß ich auch, wie jetzt auf Erden, Mög' dein Gast im Himmel werden! Joh. Franck 1618—1677. 1535. 1 A0 H— ö—.— = i d 0 2.—.— —.— 0 0 Halt im Ge⸗dächt⸗ nis Je⸗ sum Christ, o vom Him⸗melsthron ge- kom-men ist, dein O ö U Das heilige Abendmahl. 267 üßen; 4 eßen PP.—TTT——T——— 5 Oere le, der ur Ere en n— im ee⸗le, der auf Er- den Bru⸗ der hier zu wer-den! Ver⸗giß nicht, daß er 4— ee, x ene. rieben 229985 Seben dir zu gut hat an- ge⸗nommenfleisch und Blut; dank . ver⸗— ihm für die-se Lie⸗be! g 2. Halt im Gedächtnis Jesum Da du sollst bleiben allezeit ö hrist, Und sehen seine Herrlichkeit; ö Der für dich hat gelitten Dank ihm für diese Liebe! des uund dir, da er gestorben ist 5. Halt im Gedächtnis Jesum Am Kreuz das Heil erstritten! 5 hrit, des gebens. Er hat besiegt Sünd, Höll und Der einst wird wiederkommen chaden Tod Und sich, was tot und lebend ist den! Und dich erlöst aus aller Not; Zu richten vorgenommen! nessen Dank ihm für diese Liebe! O denke, daß du da bestehst „ 3. Halt im Gedächtnis Jesum Und mit ihm in sein Reich ein⸗ uf Christ,... gehst, Der auch am dritten Tage Ihm ewiglich zu danken! mel.Siegreich vom Tod erstandenist 6. Gib, Jesu, gib, daß ich Pefreit von Not und Plage! f bich dann 1677 Bedenke, daß er Fried' gemacht, Mit wahrem Glauben fassen Das Leben wieder hat gebracht; Und nie, was du an mir getan, 1535. Dank ihm für diese Liebe! Mög' aus dem Herzen lassen, 4. Halt im Gedächtnis Jesum Daß dessen ich in aller Not —.— Christ, Mich trösten mög' und durch —.— Der nach den Leidenszeiten den Tod „ 0 Gen Himmel aufgefahren ist, Zu dir ins Leben dringen! dein Die Stätt dir zu bereiten, Eyriakus Günther 1650—1704. 2⁵ Das heilige Abendmahl. U ö Mel. An Wasserflüssen Babylon. 1525. + ⁵% 0———.— 00 00 Ich kom⸗me, Herr, und su⸗ che Gott, mein Er⸗—— mer, würd'⸗ge Q —— er. 2— D— —— dich müh=⸗se⸗ 110 161 b. la den; Ich mich des Wun-ders dei-ner Gna-den! Ich 0 0145......——.—— ————— lie⸗- ge hier vor dei⸗ nin.ermi nni tes und des 2 N ————— 2—4.——— PIIIIIIII. Menschen Sohn, mich dei ⸗ner zu trö ⸗ sten; ich Q—— . — füh⸗ le mei⸗ ner Sün⸗ den Müh, ich su⸗ che 6— —.——. 4— SSISIIII..:....TI —————5.——.— Ruh und in de sie im Glau-ben 0 Ra 32—— 7 H—== der Er ⸗16 sten. 2. Dich bet' ich zuversichtlich Und wir sind Gottes Kinder. an, Ich denk' an deines Leidens Du bist das Heil der Sünder; Macht Du hast den Schuldbrief ab⸗ Und an dein Wort: Es ist voll⸗ getan, bracht. Das heilige Abendmahl. 269 Du hast mein Heil erworben, Du hast für mich dich dargestellt; Gott hat mit sich versöhnt die Welt, Da du für sie gestorben. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden Und läßt an seinem Tische hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, Spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn, Die Sünd ist dir vergeben; Du bist in meinen Tod getauft, Und du wirst dem, der dich er⸗ kauft, Von ganzem Herzen leben!“ 4.„Dein ist das Glück der Seligkeit; Bewahr es hier im Glauben Mel. Schmücke dich ꝛe. Und laß durch keine Sicherheit Dir deine Krone rauben! Sieh, ich vereine mich mit dir, Ich bin der Weinstock, bleib an mir, So wirst du Früchte bringen! Ich helfe dir, ich stärke dich, Und durch die Liebe gegen mich Wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, Ich will es treu erfüllen Und bitte dich durch deinen Tod Um Kraft für meinen Willen. Laß mich von nun an willig sein, Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn Und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Joh. Crüger. 1649. Komm m stil U 6 WE ein Herz, in Je⸗ su Lei⸗ den e hier dein sehn⸗lich Dür⸗sten strömt auch dir ein Quell der Freu- den; Le⸗bens⸗für-sten! an dem Mahl des — Daß ich 2⁷⁰ Das heilige Abendmahl. E . Bde — 1 — 5 ei ⸗nen Hei⸗land ha ⸗be, 41 ö SSIII..—.———.. ů 1———.— 25 Hei zle la ⸗ be und in rn N————* — klei ⸗ de, das ist mei⸗nes Her-zens Freu⸗ de. 2. Zwar hab' ich ihn alleTage, Wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; Er ist auf der Himmelsreise Täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, Bleibt meinAlles bis zum Grabe, Und ich mag nichts andres wissen, Als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen Auch sein Abendmahl empfan⸗ gen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen; Nimmer will ich's nun ver⸗ schweigen, Daß ich einen Heiland habe, Der am Kreuz und in dem Grabe, Wie sein Wort mir sagt und schreibet, Mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd' ich oft so müde, Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich ver⸗ wunden, Wenn mir dieses Licht ver⸗ schwunden, Daß ich einen Heiland habe, Der mit seinem Hirtenstabe Sanft und mild und voll Ver⸗ geben Mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, Ich in Sünden schon Geborner! Was wollt'ich vomTroste wissen, Wäre dies mir weggerissen, Daß ich einen Heiland habe, Dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär' es nie geboren, Als dies teure Wort verloren! 6. Sei gesegnet, ew'ge Liebe, Daß du mir aus treuem Triebe, Da das Mißtraun mich ver⸗ giftet, ——— 0 O E Das heilige Abendmahl. 27¹ 53 Solch ein 32 selbst ge Er gebietet mir zu trinken — iftet: Und in Freude zu versinken Da— 1* 7 Eem Den den W 2— ich einen Heiland habe, Guudr uz und Der Een zur Opfergabe, — 95 Lebe — Ja den Schritt in Todes Rachen Mir aus he Dand auebes —— Gern getan, mich los zu machen. ö mich 2. Heil ges Brot, sei mir ge⸗ 10. Gott, was wisen mehr 325 seonet zu wissen, — Weil mir der in dir begegnet, Wrkat nn, — 5 O seinen Todeswunden 2— Auen 5 19 ie Erlösung mir erfunden!* 1e Darn B Dab iheiden Kelard Harte ede er erblaßt ver Auch für elde Sold Hahthen 285 Sünd n H Will ich schmecken und erwägen. 9 Dichreden 8. Heil'ger Fon sei mir ge⸗ So wird mich mein Heiland . egnet decken. 8 Weil mir der mit dir begegnet, 3UNR ö ö Per⸗ Dessen Blut mich lässet finden 11. Will hinfort wuich ettätd 923 Die Vergebung aller Sünden! 8 ö. Daß ich einen Heiland habe n. EI eben Der die arme Seele kabe,„Oder wird die Kraft zerrinnen, Her. Muß nicht dies mein Dürsten So will ich mich nur besinnen, Inerl stillen Daß ich einen Heiland habe, issen, Und mein Herz mit Wonne Dereee Retera 3 be fülen? Bis zum Thron, Auchmn ihn abe! 9. Er gebietet mir zu essen, ehret, ů Meines Jammers zu vergessen; Mir, dem Sünder, zugehöret. ennd Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. ebe, 0 Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668⁸ riebe A3— 1— 5 I 0 0 + Die ihr Chri⸗ sti Jün⸗ger said, all ihr 27² Das heilige Abendmahl. U ——— * ——.—, mit⸗ er⸗ lö⸗ sten Brün⸗ der, al le sei- nem 9—.— E..I..S—————. ee. Dienst ge⸗ weiht, al⸗le sei⸗ nes Leis bes Glie⸗ 2*—— . ISDDS der, kommt, Ver⸗söhn-te, kommt, er ⸗-neut eu⸗ ern 1—. 2— SDDEE Bund der Se⸗- lig⸗ 2. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben Für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt! Ihr trinkt sein Leben. Seht, wie er die Sünder liebt, Da er selbst sich für sie gibt! 3. Die mit voller Zuversicht Deines Heils, o Herr, sich freuen, Laß sie stets in diesem Licht Wandeln, ewig dir sich weihen! Laß ihr Herz vom Stolze rein, Voll von deiner Demut sein! „. 4. Tröste, die in Traurigkeit Über ihre Seelen wachen; Hilf du, Herr der Herrlichkeit! Herr, sie glauben, hilf den Schwachen! keit! Die gebeugt von ferne stehn, Können unerhört nicht flehn. 5. Hoherpriester, ja du bist Dort für sie auch eingegangen. Sprich sie los, Herr Jesu Christ, Wenn sie nun dein Mahl empfangen; Laß sie fühlen, ins Gericht Kommen sie nun, Mittler, nicht! 6. Nehmet hin und eßt sein Brot! Jesus Christus ward gegeben Für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt! Ihr trinkt sein Leben. Seht, wie er die Sünder liebt,. Da er selbst sich für sie gibt! Friedr. Gottlieb Klopstock 1724—1803, E eHER H EANAENNU. hn, ehn. bist ingen. Christ, ; t v/ sein eben od. inkt liebt, ibt! —1803. K — Das heilige Abendmahl. 2⁷³ Mel. Wachet auf ꝛe. Phil. Nicolai? 1598. A4.,—— 2———4——. — Her du wollst uns vor⸗be⸗ rei-ten zu Heil und Le- ben zu emp- fa- hen, laß 7 2———.——— 1*2 4—.. — dei⸗ nes es Mah⸗ les Se⸗lig ⸗kei ⸗ ten, sei mit⸗ ten uns, o Herr, dir wür-dig na hen und sprich uns rvrt;e Eei ◻e— 0 — + L— II 1—.— — 0 ö 3— un ter uns, o Gott! Wir si ir sind, o e⸗ su los 6.5655135 Tod! sind, Je⸗su, +2 . —.— 2—.—— 1 2 2 dein, dein laß uns e⸗ wig sein! Ho-si⸗ 9——.—.— ———.— an ⸗ —* ——.—— 0 — 0 na,——3 be⸗ tung dir! Einst fei⸗ ern wir das 9 — .... —.. gro⸗ à5 0 0 0 8.— ße A-bendmahl bei dir. Friedr. Gottlieb Klopstock 1724—-1803. Mel. Der am Kreuz ꝛc. Joh. Georg Söhnlin. 1836. Lee⸗ Vol⸗ ler Ehrfurcht, doch mit—2 dẽen und ge⸗ den ke an dein Lei-den 2⁴⁴ Das heilige Abendmahl. ü —— . ES— komm' ich, Herr, auf dein Ge--bot ö ů itt⸗ler, der du und an dei⸗nen Mar⸗ ter-tod. M 23— 1—— .— II..— —.—.D + A„ i 3. 3.— für mich starbst, mir ein e-wig Heil er-warbst, —⁴—— ..ITII.... SSP S 231———— ach möcht' ich mich wür-dig na- hen und das 2— II — A XX 1— 1—2———— Di Le ⸗ben hier em)- fa ⸗ hen! 2. Laß mich vor dein Antlitz Mittler, im Vertraun auf dich! kommen, Ach, es lenke meinen Willen Dein Gedächtnis zu erneun, Dein Gesetz, Herr, zu erfüllen! Laß mich heut mit deinen 5 mich h Tonieh 4. Diesen Shade, den ich Deines Todes Zeuge sein! abe Herr, ich shan nach Golgatha, Mich nicht wieder 30 entweihn, Wo die Welt dich sterben sah, Laß ihn, Jesu, bis zum Grabe Sehe dich in deinem Blute: Stark in meiner Seele sein! Herr, du littest mir zu gute. Vor der drohenden Gefahr Schütze du mich immerdar, 3. Möcht 5 Rbe— 0 Gib mir, daß ich Scheu emp⸗ ergeben inde Mich zu deinem Kreuze nahn! Vor der bösen Macht der Sünde! Mocht ich diese Mahl des Lebens 5. Wenn ich in der Irre Nicht mir zum Gericht empfahn! wandle, Ach, es gründ' und stärke mich, Geh du mir, Erbarmer, nach; HFl eFEnl. eERNl. —— O Das heilige Abendmahl. 2⁷⁸ Zeig mir, wie ich unrecht handle; Daß du so barmherzig bist; Stärke mich, denn ich bin Laß mich nur nicht wieder schwach, wanken, Und ertrage mit Geduld Mein Erretter Jesu Christ! Meine Schwachheit, meine Hilf mir, daß ich dir getreu Schuld! Und mein Vorsatz standhaft sei, Sage: Du sollst Gnade finden; Jede Sünd und ihre Freuden Ich, ich tilge deine Sünden! Bis an meinen Tod zu meiden! 6. Dir will ich es ewig danken, Balthasar Münter 1735—1793. Schmücke dich ꝛc. Joh. Crüger. 1649. A0 ETE——.— ...— 0 0 0 Je⸗ su, Freund der Menschen⸗kin-der, der zur Sühnung un⸗srer Schul⸗den ö ——.—...,. Hei- land der ver⸗ lor⸗ nen Sin der ⸗der, Kreu-zesschmach hat wol-len dul-den: wer kann 9 19355 d n.———1.——.— *— 15— —— fas⸗sen das Er⸗-bar-men, das du trä⸗ gest + I SDSSPSSSSIIIIIII mit uns Ar⸗ men? In der Schar er ⸗lö⸗ ster 27⁰ Das heilige Abendmahl. 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll entgegen. In dem Elend meiner Sünden Soll bei dir ich Hilfe finden; Meine Schulden willst du decken, Mich befrein von Furcht und Schrecken, Willst ein ewig sel'ges Leben Als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Ja, du kommst, dich mit den Deinen In dem Nachtmahl zu vereinen; Du, der Weinstock, gibst den Reben Mut und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, Reiche gute Frucht zu bringen Und durchFrömmigkeit zu zeigen, Daß ich gänzlich sei dein eigen. 4. Nun so sei der Bund erneuet Und mein Herz dir ganz ge⸗ weihet! Auf dein Vorbild will ich sehen Und dir nach, mein Heiland, gehen. Was du hassest, will ich hassen, Stets von dir mich leiten lassen; Was du liebest, will ich lieben, Nie durch Untreu dich betrüben. 5. Doch ich kenne meine Schwäche; Schwer ist, was ich dir verspreche: Werd' ich dir auch Glauben halten Und im Guten nie erkalten? O steh du mir bei und stärke Mich zu jedem guten Werke! Hilf, daß ich die Lust zur Sünde Durch dich kräftig überwinde! 6. Gib, daß ich und alle Christen Uns auf deine Zukunft rüsten, Daß, wenn heut der Tag schon käme, Keinen, Herr, dein Blick be⸗ schäme! Schaff ein neues Herz den Sündern, Mache sie zu Gottes Kindern, Die dir leben, leiden, sterben, Deine Herrlichkeit zu erben! 7. Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, Daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich schaun und ewig ehren? Halleluja, welche Freuden Sind die Früchte deiner Leiden! Danket, danket, fromme Her⸗ —— zen, Ewig ihm für seine Schmer⸗ zen! Joh. Kasp. Lavater 1741—1801. E O Das heilige Abendmahl. 277 Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. 4634 Nicolai? 1598. W ———— — Wi na⸗ hen uns, o Got⸗tes im Nacht⸗mahl dei ⸗nen Leib, dein E 2 re, Binernen.rrnn.. — 5 Sohn, von Dank durchdrun⸗ gen dei⸗ nem Thron; du Blut; dies komm' 8 e⸗ wig uns zu gut und 31 5 II.— — n. hast uns nun ge⸗ ge- ben stärk' in uns dein Le-ben. A⸗men, A⸗men. ——.. 5 e ee n,. l. K —5 E 2 1 E 0 E 2— Wel che Freu den nach dem Lei⸗ den war⸗ten dro⸗ ben n/ .— + II ———— 5 +— 25210—— wo wir dich ohn' En- de benl Joh. n Walz 17⁴49—1817. Mel. 3466 nur den— Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. A8 I 2.=EDE——.—, — Du hast ein e-⸗-wi⸗ ges Er- bar⸗men, Du stehst vor dem mit off-nen Ar⸗-men, + 1 o Hert,durch Wort undTod be⸗ währt; der dei⸗ ne Stim⸗me glau⸗bend hört, und ziehst ihn 2⁷⁸ Das heilige Abendmahl. * + 5 1 ů—— —8———5— ů— d. in der Bu- ße Schmerz mit sanf- ter Lie=be Herz. 2. O Jesu, deine Stimme klinget So freundlich und so sanft auch mir. Ich höre deinen Ruf, er dringet Und treibt mein ganzes Herz zu dir. Ermutigt, Herr, durch dein Gebot Komm' ich zu feiern deinen Tod. 3. Du hast im Drange deiner Liebe Gestiftet dieses heil'ge Mahl, Daß dein Gedächtnis bei uns bliebe In dieses Lebens dunkelm Tal. Du sprichst bei deinem Brot und Wein: Mein Leib und Blut soll euer sein! 4. Ich fühl', o Jesu, deine tähe, Ich fühle deines Geistes Licht. Es tagt in mir; es ist, als sähe Ich dich, o Herr, von Angesicht, Wie du am Holz des Kreuzes starbst Und mir die Seligkeit erwarbst. H* an dein 3. Ich höre dich am Glberg klagen, ch höre, wie man dich verhöhnt; ch seh' das Kreuz von dir ge⸗ tragen, ch seh' mit Dornen dich gekrönt; Ich sehe dich,— mir bebt das Herz,—. O Herr, am Kreuz im höchsten Schmerz. 6. Was du in diesem Schmerz erduldet, Es war ein Opfer auch für mich; Und alles, was mein Herz ver⸗ schuldet, Ist ausgetilgt, o Herr, durch dich. Du sichertest mir durch dein Blut Vergebung und das höchste Gut. 7. Dich will ich lieben, o mein Leben; Dir will ich folgen, o mein Licht; Dir will ich ganz mein Herz er⸗ geben, Bis hoffend es im Tode bricht; Dann halt' ich in des Himmels aa Mit dir, o Herr, deinAbendmahl. Joh. Christ. Herm. Gittermann 1768—1834. H878988 3E ——I———— Das heilige Abendmahl. 27⁰ ů Weltlich. Hans Leo Haßler. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 1601. 1613. A0 er: e. eh H———— ————3— p——.—— 00 0 0 Wie könnt' ich sein ver⸗ges⸗ sen, der Kann ich die Lieb er-mes⸗ sen, da⸗ — 2 ..—2———. mein noch nie ver⸗ gaß? ö— durch mein Herz ge nas? Ich lag in bit⸗tern 6 — ————.— Schmerzen, er schafft mein Le-ben neu, und stets quillt 2 — 4— + 5 DDIDDTI —2———1—=—. aus dem Her-zen ihm neu e Leb und Treu. 2. Wie sollt' ich ihn nicht Daß mich kein Feind verwunde lieben, Im Lauf zum Heimatland. Der mir so hold sich zeigt? Wie jemals ihn betrüben,— Er gibt zum heil genPfande Der sich so zu mir neigt! Mir seinen Leib, sein Blut, Er, der ans Kreuz erhoben Hebt mich aus Sactande Getragen meine Schmach, it mrich eui a 1 Ruft er mir nicht von oben: Füllt mich mit Himmelsmut; Komm, folge du mir nach? Will selber in mir thronen 650 Mit heil'gem Gnadenschein: 3. Ihn will ich ewig lieben, Sollt' ich bei ihm nicht wohnen, — —.—.—— , —— 2 — Der mir aus Todesnacht, In ihm nicht selig sein? Von meinem Schmerz getrieben, e Unsterblichkeit gebracht; 5. Bei Freuden und bei Der noch zur letzten Stunde Schmerzen Mir reicht die treue Hand, Durchleuchte mich dein Bild, 28⁰ Das heilige Abendmahl. O x Wie du, o Herz der Herzen, Mein Dulden weih' ich dir; Geblutet hast so mild! Laß mir die Heimat offen Mein Lieben und mein Hoffen, Und dein Herz für und für! Gottlob Christ. Kern 1792—1835. Mel. Wie wohl ist mir ꝛe. 17⁰04. 2 2 ... I 0 Dein Wort hast du uns, Herr, ge ⸗ ge⸗ er ⸗äleuch-tet, hei-ligt un- ser Le⸗ „re,. =PI......... 1. 220— ben, das aus der ew'⸗gen Weis-heit quillt, dein ben und un⸗sern Durst und Hun-ger stillt; 10 .. ———— Gna-den-mähl ist uns be⸗ rei ⸗tet, und uns, die 9³3 1— E— ar⸗men Gä⸗ste, lei⸗ tet zu ihm das sanf- te 0 E. E—— 4.———— SᷓS/·/ꝑ·ꝑꝑEE ꝑ I I 2.————.——.—.— D ‚—3 55 5 Frie⸗dens-wort. O laß es uͤns zum Heil ge- rei⸗ .rrt P PII.P.I.II 5 chen, daß wir von dir, von dir nicht wei⸗chen, daß —— II — ö dein wir blei⸗ben hier und dort! U Buße. 281¹ 2. Gott, welche Gnade, welch Erbarmen Wird uns bei deinem Mahl zu teil! Du selbst umschlingst mit Liebesarmen Uns Sünder und bringst Trost und Heil. Du kommst, um stets bei uns zu bleiben, All Angst und Zagen zu ver⸗ treiben, In deiner Gnad uns zu erneun; Wir sind von unsrer Schuld gereinigt Und selig nun mit dir vereinigt, Wir dürfen uns nun deiner freun. 3. O eile, eil uns zu bekleiden Mit deinem reinen Festgewand! Nun soll uns nichts von dir mehr scheiden Und nichts entreißen deiner Hand. Wir stehen auf vom Schlaf der Sünden, Wir wollen deinen Tod ver⸗ künden In neuer Lieb und Seligkeit; Du hast dich selbst uns hin⸗ gegeben, So sei nun wüsen Herz und Leben Auf ewig einzig dir geweiht! Friedr. Aug. Köthe 1781—1850. XVIII. Buße. eigener Melodie. 1524. 22 252—.———.—.— E—.——. II o o o Aus tie-fer Not schrei' ich zu dir, Herr Dein gnä-dig Ohr neig her zu mir, laß, ö ꝗS.ISISSSSIIII..— Gott, er ⸗hör mein Fle- hen! was ich bitt', ge ⸗ sche- hen! Deun so du — — i.— — ————.— . S. —. willst das se hen an, was Suͤnd 280 Un⸗ recht 2² Buße. nn —.—.—. ———.——.——— ist ge- tan, wer Rni, Ore vor 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad allein, Die Sünden zu vergeben; Es ist ja unser Tun nicht rein Auch in dem besten Leben. Vor dir sich niemand rühmen kann, Drum muß dich fürchten jeder⸗ mann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn will ich verlassen mich Und seiner Güte trauen, Die mir verheißt sein wertes dir blei ⸗ ben? 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Soll doch mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. So tu' das Volk von rechter Art, Das aus dem Geist geboren ward, Und harre seines Gottes. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein' Hand zu Z0 hat kein Wie groß auch sei der Schade. Wort. Er ist allein der gute Hirt, Das ist mein Trost und treuer Er, der sein Volk erlösen wird Hort, Von seinen Sünden allen. Des will ich allzeit harren. Martin Luther 1483—1546. 6556.65 ist gewißlich an der Zeit. 1535. 2 2 * 1— 2.— Herr Je⸗ su Christ, du höch⸗ stes Gut, du sieh doch, wie ich in mei-nem Mut mit 0— —— 365556755—————.— 9—.———.— 2 2 Dmnanen al⸗ ler Gna An Schmer⸗zen bin be⸗la⸗den und in mir hab' der n I hottes gen. r Art, en inden ade; kein hade. vird 1546. Buße. 283 —..— 2—⁊1 f6 8*— IFSISIIIIIIIII.I... Pfei ⸗le viel, die im Ge-wis-sen oh-ne Ziel mich 04 ö HIISI. —..———— ar⸗men Sün⸗der pla⸗ gen! 2. Erbarm dich mein in solcher 5. So komm' ich jetzt zu dir Last, Nimm sie von meinem Herzen, Dieweil du sie gebüßet hast Am Kreuz mit Todesschmerzen, Auf daß ich nicht vor großem Weh In meinen Sünden untergeh' Und ewiglich verzage! 3. Fürwahr, kommt alles mir zu Sinn, Was ich jemals begangen, So fällt mir aller Mut dahin, Ich bin mit Furcht umfangen; Ja, ich weiß weder aus noch ein Und müßte ganz verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Jedoch dein heilsam Wort das macht Mit seinem süßen Klingen, Daß mir das Herze wieder lacht Und froh beginnt zu singen, Weil Gnade uns dein Wort verheißt Für die, die mit zerknirschtem Geist Zu dir, o Jesu, kommen. allhie In meiner Not geschritten Und will dich mit gebeugtem Knie Von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, Was ich mein Lebtag wider dich Auf Erden hab' gesündigt! 6. Vergib mir doch, o Herr mein Gott, Um deines Namens willen! Du wollst in mir die große Not Der Übertretung stillen, Daß sich mein Herz zufrieden gebꝰ Und dir hinfort zu Ehren leb' Mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deinem Freudengeist, Heil mich durch deine Wunden, Daß dich mein Herz noch dank⸗ bar preist In meiner letzten Stunden, Und führ mich einst, wenn dir's gefällt, Im rechten Glauben aus der Welt Zu deinen Auserwählten! Barth. Ringwald 1530—1598. 28⁴ Buße.—— Nach 5 Melodie. 1625. 1655. 17 ö„ 23z, e. —* e e ir..4—— nn Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind 117 S DEEED‚EEE —. 1— mei⸗ne vie- len Sün-den! Niemand ist hier als ᷣᷣᷓ ö ö 4——— +—94 ,, — Hel ·fer mir in die ⸗-ser Welt zu fin⸗den. 2. Lief ich gleich weit So fahr hier fort, Zu solcher Zeit Nur schone dort, Bis an des Erdreichs Enden, Laß mich nicht ewig büßen! Um los zu sein 5. Hab, Herr, Geduld Des Elends mein, Vernid der Schud Würd' ich es doch nicht wenden. Schaff ein gehorsam Herze, 3. Zu dir flieh' ich; Daß ich mein Heil, Erbarme dich, Mein bestes Teil, Ob ich's wohl nicht verdienet! Durch Murren nicht verscherze! Ach geh doch nicht, 6. Verfahr mit mir, Gott, ins Gericht, Wie's dünket dir, Dein Sohn hat mich versühnet! Ich will es gerne leiden; 4. Soll's ja so sein, Nur wollst du mich Daß Straf und Pein Nicht ewiglich Auf Sünde folgen müssen, Von deiner Liebe scheiden! Mart. Rutilius 1550—1618. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 224 9 4——.— I. 0.. 2—..— 250. Je- su, der du mei⸗ ne See⸗le dir er⸗ der du starbst, daß mir nicht feh⸗ le Trost in — / erze! U Buße. EE —II— p—p—.————— 2—— 132— 21 warbst durch dei⸗nen Tod, mei⸗ner Sün⸗den-not, der du mich der Angst ent⸗ H G.... — x —— L IL + I + — —— ——— teu er⸗wer⸗tes Wort: sei und blei-be du mein Hort! 2. Du mit herzlichem Ver⸗ langen Suchtest die verlorne Herd, Als sie kläglich irrgegangen, Sich dem Abgrund zugekehrt; Du, des Satans Überwinder, Rufst die tiefbetrübten Sünder So zur Buße für und für, Daß ich kommen muß zu dir. 3. Ach, ich bin ein Kind der Sünde; Ach, ich irre weit und breit; Was ich leider an mir finde, Ist nur Ungerechtigkeit. Daß ich oft dein Wort verachtet, Oft nach Bösem hab' getrachtet, Deinen Willen nicht getan, Klagt mich mein Gewissen an. 4. Jesu, du hast weggenommen Meine Schulden durch dein Blut; Laß es, o Erlöser, kommen Meiner Seele nun zu gut! Du, gemartert und zerschlagen, Hast die Sünd am Kreuz ge⸗ tragen; Sprich mich, o mein Heiland, frei, Daß ich ganz dein eigen sei! 5. Du ergründest meine Schmerzen, Du erkennest meine Pein; Nichts ist tröstlich meinem Herzen Als dein herber Tod allein. Dies mein Herz, von Leid bedrücket, Aber durch dein Blut erquicket, Das am Kreuz vergossen ist, Geb' ich dir, Herr Jesu Christ! 6. Herr, ich glaube, hilf mir chwachen, 2³⁶ Buße. ö O Laß mich ja verzagen nicht! Deiner Güte will ich trauen, Du, du kannst mich stärker Bis ich fröhlich werde schauen machen, Dich, Herr Jesu, nach dem Wenn mich Sünd und Tod Streit anficht. In der sel'gen Ewigkeit. Joh. Rist 1607—1667. Mel. Aus tiefer Not. 15²⁴. 25 2—..— 00⁰ O Va⸗ ter der Barm⸗ her⸗zig-keit, ich ver⸗stoß den nicht, der zu dir schreit in . ö re IDDDRRRRE fal⸗le dir zu Iu ⸗ ßez wah⸗-rer Reu und Bu ⸗ßel! Was ich be⸗ 9⁴ ——— +—— —III ——. E..—— +—5— gan- gen wi-der dich, ver- zeih mir al-les — 1. ů—4 SD...E.. gnä⸗dig-lich durch dei- ne gro ⸗ße Gu ⸗ te! 2. Durch deiner Allmacht Daß ich mit dir all meine Werl' Wundertat Anfange und vollende! Nimm von mir, was mich quälet, 3. O Jesu, laß dein teures Durch deine Weisheit schaffe Blut, at, Dein Leiden und dein Sterben Wo es an Rat mir fehlet; Mir kommen kräftiglich zu gut, Gib Willen mir und Kraft und Daß ich nicht muß verderben! Stärk, Bitt du den Vater, daß er mir eHνR H H —³ Buße. 28⁷ Nicht möge lohnen nach Gebühr, Wie ich es hab' verschuldet! 4. O heil'ger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich der Sünden Lust anficht, Laß mich von dir nicht wanken! Verleih, daß nun und nimmer⸗ mehr Begier nach 3 Geld und r In meinem Herzen herrsche! Mel. Wer nur den 5566 Gott ꝛc. 5. Und wenn mein Stündlein kommen ist, So hilf mir treulich kämpfen, Daß ich des bösen Feindes List Durch Christi Sieg mög' dämp⸗ en, Auf daß mir Krankheit, Angst und Not Und dann der letzte Feind, der Tod, Nur sei die Tür zum Leben! David Denicke 1603—-1680. Georg Neumark. 1657. 20—.—. Ich ar⸗mer Mensch,ich ar⸗mer Sün⸗ 11 ach Gott, mein Gott, ver-fahr ge⸗ lin⸗der —— 5 4—— 655.66565 D EE— steh' hier vor Gat⸗ tes 4 6 ge⸗-sicht; Er⸗bar ame und geh nicht mit mir ins Ge ⸗richt! — 2—— DDSDDDDDDeD *————— 2—...—— ——42——.3 2————— dich, er⸗-bar-me dich, Gott, mein Er ⸗bar⸗ mer, 2⁸⁸ Buße. 2. Wie ist mir doch so angst und bange, Herr, wegen meiner großen Sünd! Hilf, daß ich wieder Gnad er⸗ lange, Ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Ach höre doch mein seufzend Schreien, Du allertreustes Vaterherz! Wollst alle Sünden mir ver⸗ zeihen Und lindern meiner Seele Schmerz! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht, wie ich hab' ver⸗ schuldet, lohne Und handle nicht nach meiner Sünd! O treuer Vater, schone, schone, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Erkenn mich wieder für dein Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd' ich leben; Sprich, daß ich armer Sünder hör': Ich habe dir die Sünd vergeben, Mur sündige hinfort nicht mehri Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Gott höret und erbarmt sich mein; Weil sich der Trost im Herzen mehret, Drum stell' ich nun das Klagen ein: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Tietze(Titius) 1641—1703. Georg Neumark. 1657. I 27 H 0 0 0 und füh⸗ len —......— Wir lie⸗gen hier zu lei⸗der dei⸗nen Fü⸗ßen, im Ge⸗wis⸗ sen, 52. 35.— EI S ach Herr von gro- ßer Güt und Treu, wie sehr dein Zorn ent-bren-net sei. Das Maß der — ——— 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort heißt immer Ja und Amen, Und die Verheißung zeugt davon, Du willst der Sünder Tod ja nicht; Ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen hier vor dir im Staube, Und unser Herz ist ganz zer⸗ knirscht; Es tröstet uns allein der Glaube, Daß du dich noch erbarmen wirst. Ach ja, du hast ein Vaterherz; So siehe doch auf unsern Schmerz! 4. Das teure Blut von deinem Sohne Ruft für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone Und denke noch der alten Zeit, Evang. Gesangbuch. O Buße 289 ö — 2— L 21 SSSE. * Sün⸗ den ist er-füllt; ach weh uns, wenn du —2— ————.. II 9.—*— ᷓ Da du auch Gnade hast erzeigt, Dein Herz dem Sünder zu⸗ geneigt! 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unsre Häupter gehn, Daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Hut verlassen stehn! Ach sammle uns in deinen Schoß Und mach uns aller Plagen los! 6. Gib Fried' im Land und im Gewissen, Gib Sonnenschein zur rechten Zeit, Laß Lieb und Treu sich stetig küssen Und fördre die Gerechtigkeit, Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut! 7. So wollen wir dir Opfer bringen, Dein eigen sein mit Leib und Seel; 10 2²⁰ Buße. U Es soll dein Lob gen Himmel Stimm' in die Lieder Zions ein: dringen, DerHerr soll mein Gottewig sein! Und dein erlöstes Israel Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. 2 2— —.—.—. Her, der du in der Hö-he woh⸗ west, Herr, der du rich-test und be-loh-nest, ich lie ge tief ge-beugt vor dir; wie schwer liegt mei- ne Schuld auf mir! Wie hoch und 2—— ernst is dein Ge⸗—03— wis tief der 25 grund 15 22— 567— SSI. mei-ner Not! 2. Aus meiner Not, aus meiner Wenn er auch— unsträflich Tiefe Ruf' ich zu dir, zu dir allin. Dein Auge, das nict fehlen Wenn ich zu einem andern riefe, kann, Es würde doch vergeblich sein. Trifft überall noch Fehler an. Mein Flehen steigt zu dir 981 4. Und ach, mir wird die Welt Herr, öffne mir dein gnädig Ohr! zu enge, 3. Herr, willst du ins Gerichte Wenn des Gesetzes Donner gehen, schlägt Der du mendlich heilig bist, Und bei der Übertretung Menge Herr, wer wird dann vor dir Sich ängstlich mein Gewissen bestehen, regt, 7—9—5— 79— 79— 70 70 79 7 O Buße. 291 Das dich als einen Richter Und sich mein Herz zum Tempel scheut, weihn; Der Rechnung heischt und Strafe Ich soll den Richter nicht mehr dräut. scheuen, 5. In deiner Hand steht Tod und Leben, Du bist es, den man fürchten muß; Doch Herr, du kannst und willst vergeben Aus deiner Gnade Überfluß. Dein Wort, dasWort desLebens, spricht, Du willst den Tod des Sünders nicht. 6. Es heißt mich auf das Opfer schauen, Das, Herr, vor Throne Es heißt mich 55 den Felsen bauen, Aus dem der Strom der Gnade quillt, Die alles tilget, was mich quält, Die alles schenket, was mir fehlt. 7. Dein guter Geist will mich erfreuen Mel. Freu dich sehr ꝛe. Aus Gnaden frei und selig sein. O Wort, das durch die Seele dringt Und Licht in finstre Tiefen bringt! 8. Ich hoff' auf 22 du Kraft der Schwachen, Auf dich, du Licht in Finsternis, Auf dich, mein Hüter, du wirst wachen, Mein Heil, du kommst und hilfst gewiß. Sei angstvollmeine Trauernacht, Von dir wird Hilf und Trost gebracht. 9. O Vater, nimm für dein Erbarmen, O Lamm, für dein Versöhnungs⸗ blut, O Geist, du Trost der geistlich Armen, Für deiner Gaben reiches Gut Von Herz und Lippen Dank und Ruhm, Und mich zu deinem Eigentum! Paul Gottlieb Werlhof 1699—1767. 15⁵4. 0 0 0 o so 2⁰ E—.—.—.— SSASSSI.—. Höch⸗-ster, denk' ich an die wird mein ganz Ge Gü⸗ te, mü⸗ te 10³ —— — ————— 4 1 du mir bis ⸗ her der tief-sten Scham ge-beugt, er ⸗0zeigt, daß ich + —. UI —— E—.— + —.— H ———— — ꝛ— * — dich ge⸗ ring gezschätzt, dein Ge⸗ bot hint⸗an ge⸗ setzt 2———— S.......— —— 122.—.— und dich, der du mich ge⸗ lie ⸗öbet, doch so ————.— ͤ— DSS E———— *— e een n oft und schwer be⸗- trün⸗ bet. 2. Alle meine Seelenkräfte, Deines Wohltuns Zweck ver⸗ Meine Glieder sind ja dein, gessen! Und sie sollten zum Geschäfte 4. Bei dem hellen Licht der Deines Dienstes fertig sein. Güden O wie hab' ich sie entweiht! Ach, zur Ungerechtigkeit Und zum schnöden Dienst der Sünden Ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden — Morgen über mir, o Vater, neu; Von wie manchen schweren Sorgen Machte sie das Herz mir frei! Was mir nützte, gabst du mir; Aber ach, wie dankt' ich dir? O wie hab' ich so vermessen Sollt' ich ja die Sünde fliehn Und von meinem Seelenschaden Frei zu werden mich bemühn. Deine Güte lockte mich Oft zur Buße; aber ich Floh vor ihrem sanften Locken, Suchte selbst mich zu verstocken. 5. Ach, an dir hab' ich ge⸗ sündigt, Gott, mein Vater, ohne Scheu; Dir hab' ich oft aufgekündigt Meine schuld'ge Kindestreu. Ach vergib, was ich getan, Nimm mich doch erbarmend an, D IXINII 2441 2—83780 O Buße. 2² Führe mich vom Sündenpfade Schnell zurück durch deine Gnade! Dir ergeb' ich mich aufs neue; Gib, daß mein gebeugter Geist Deiner Vaterhuld sich freue, Die dein tröstend Wort verheißt! Was dein Sohn auch mir erwarb, Da er für die Sünder starb, Fried' und Freude im Gewissen, Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Ach das laß auch mich ge⸗ nießen! 7. Stärke selbst in meiner Seele Den Entschluß, mich dir zu weihn! Gib, daß keine Kraft mir fehle, Folgsam deinem Wort zu sein! Stehe mir stets mächtig bei, Daß mein Herz dir heilig sei; Dich zu lieben, dir zu leben, Sei mein herzliches Bestreben! Joh. Sam. Diterich 1721—1797. Joh. Crüger. 1649. Herr, an fühl' ich, —.—— ů ——.‚—— ö—.——4 ——. dir hab' ich ge- sün-digt, daß dein Wort ver- kün⸗digt und vor Lei⸗ nem An-⸗ 98 ein ver- gel- ten-des Ge⸗richt; , 1——— . icht und was kann vor 23—. —66— ö SDi dei⸗nen Schrecken, Rich⸗ ter 2. Kann ich deinem Arm ent⸗ fliehen? Du bist allenthalben nah. Führ' ich, dir mich zu entziehen, Himmelan, so bist du da. al⸗ ler Welt, mich de⸗cken? Stürzt' ich in die Tiefe nieder, Deine Rechte hält mich wieder, 3. Herr, ich flieh' in deine Hände, 294 Buße. —— Außer dir ist keine Ruh. Dein Erbarmen hat kein Ende; Wer ist gnädiger als du? Du bist Gott und kannst ver⸗ geben; Ach vergib und Laß mich leben! 4. Groß sind meine Sünden⸗ schulden, Ihre Last ist mir zu schwer. Ja wenn, länger mich zu dulden, Deine Langmut müde wär', Müßt' ich, würdest du nur winken, In des Todes Nacht versinken. 5. Mich für straflos zu er⸗ klären, Reichet Reue noch nicht zu; Und zerflöss' mein Herz inZähren, Fänd' ich darum doch nicht Ruh. Nach eigener Melodie. Können eines Sünders Tränen Dich, o Heiliger, versöhnen? 6. Herr, mein Heiland, dein Erbarmen, Dein für mich vergossnes Blut Und dein Tod erlöst mich Armen, Heilet mich und gibt mir Mut. Dein Verdienst ist's, was mich decket, Wenn mich dein Gerichtstag schrecket. 7. Rette mich von meinen Sünden, Schaff ein reines Herz in mir, Laß bei dir mich Ruhe Huden Zieh mich immer mehr zu dir! Dankbar will ich mich bestreben, Mein Erlöser, dir zu leben! Christoph Fr. Neander 1724—1802. Joh. Georg Frech. 1843. ern ex Te, * RSE———— 0 0 0 0 Keh⸗re wie- der, keh⸗- re wie- der, sin ke reu ig bit- tend nie-der 4 4. 41————— 224 t, ere,, ,. der du dich ver-lo- ren hast, vor dem Herrn mit dei ⸗ner Last! Wie du bist, so . — V . 5 — XX V darfst du kom⸗men und wirst gnä⸗ dig auf ge⸗ nommen. 1 1 ö eeF 24 PFF DDN NN ränen n? dein Blut rmen, Mut. mich Buße. 2⁰⁵⁷ 4—55 4 E 2—.—,— Sieh, 3 Herr kommt dir ent- ge⸗ gen, und sein heil'⸗ges — 0.— —.—. ———— H2˙ 2————32 227—— Wort ver-spricht dir Ver- ge⸗ bung, Heil und Se ⸗genz ..B‚I.—. keh re wie-der, 2. Kehre aus der Welt Zer⸗ streuung In die Einsamkeit zurück, Wo in geistiger Erneuung Deiner harrt ein neues Glück, Wo sich bald die Stürme legen, Die das Herz so wild bewegen, Wo des heil'gen GeistesMahnen Du mit stillem Beben hörst Und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst! 3. Kehre wieder, irre Seele! Deines Gottes treues Herz Beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen Dir mit ausgestreckten Armen Winket von dem Kreuzesstammel Kehre wieder, fürchte nicht, Daß der Gnad⸗ ge 8 verdamme, Dem sein Herz vor Liebe bricht! 1— U e nicht! 4. Kehre wieder, neues Leben Trink in seiner Liebeshuld! Bei dem Herrn ist viel Vergeben, Große, Langmut und Geduld; 220 ein Herz zu seinem Herzen! Er hat Trost für alle Schmerzen, Er kann alle Wunden heilen, Macht von allem Aussatz rein; Darum kehre ohne Weilen Zu ihm um und bei ihm ein! 5. Kehre wieder, endlich kehre In der Liebe Heimat ein, In die Fülle aus der Leere, In das Wesen aus dem Schein, Aus der Lüge in die Wahrheit, Aus dem Dunkel in die Klarheit, Aus dem Tode in das Leben, Aus der Welt ins Himmelreich! Doch was Gott dir heut will geben, Nimm auch heute— kehre gleich! Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. 2⁰⁸ Buße. 55 5— Sieh, hier bin 21 232⁰ 4———. 0 u½ n Gott der Sadershwrher la⸗ den neigt sich Un-⸗sre Her-zen sind voll Schmerzen, Staub und ——— ———————. Asch WW d 30 4— Hab Er-bar-men mit uns —— I 175—. — Ar-men! Aus der 2. Wir verzagen, Denn wir tragen Auf uns aller Sünden Last, Aller Qualen Volle Schalen, Die du ausgegossen hast. HabErbarmen Mit uns Armen! Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wenn du richtest, Wenn du sichtest, Geht das Zittern vor dir her; Wenn uns decken Deine Schrecken, Dann ist keine Rettung mehr. HabErbarmen Mit unsArmen! Deine Hand ist uns zu schwer. 4. Herbe Strafe Trifft die Schafe, Deren Ohr nicht Folge gab; Tie ⸗ fe Vor dem Schwerte Bebt die Herde, Die nicht hielt dem Hirtenstab. HabErbarmen Mit uns Armen, Führ uns nicht zum Tod hinab! 5. Wir bekennen, Herr, wir nennen Laut vor dir die Missetat; Es ist keiner Hier ein Reiner, Jeder erntet böse Saat. n n Mit uns Armen; Sieh auf ihn, der für uns bat! 6. Hör uns rufen An den Stufen Deines hohen Gnadenthrons; Tilg in Hulden Unsre Schulden In dem Blut des Menschen⸗ sohns! —68 —(Q 34⁴7 —S/,/· E%= ISXISINI O Gnade u. Erlösung; Glaube und Rechtfertigung. 297 HabErbarmen Mit uns Armen, Sprich uns los des Sünden⸗ lohns! 7. Herr, verzeihe! Jesu, leihe Uns dein priesterlich Gebet! Gott, verschone, Wenn vom Sohne Das Erbarmen zu dir fleht! HabErbarmen Mit uns Armen, Wenn der Mittler vor dir stehti 8. Jesu, rette, Brich die Kette Unsrer Finsternis entzwei, Daß der Glaube Tief imStaube Unser Trost und Zuflucht sei! HabErbarmen Mit uns Armen, Jesu, mach uns wieder frei! 9. Du mußt siegen, Wir erliegen, Du bist frei, wir sind in Haft; Du alleine Bist der Reine, Wir sind schwach, dein ist die Kraft. HabéErbarmen Mit uns Armen, Denk an deine Pilgrimschaft! 10. Wenn du Frieden Uns beschieden, Fürchten wir die Strafe nicht; Dein Versöhnen Wird uns krönen Mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen Hilft den Armen, Du bist unsre Zuversicht! Heinr. Puchta 1808.—1858. XIX. Gnade und Erlösung; Glaube und Rechtfertigung. Nach eigener Melodie. Altdeutsch. 1524. 1523. WIE + 2 2 Es ist das Heil uns kom-men her von die Wer⸗ ke hel-fen nim⸗mer⸗mehr, sie . Gnad und lau⸗ 4 Gü⸗ mö⸗ gen nicht be⸗ hü⸗ te; en. DerGlaub sseht Ie sum Gnade und Erlösung.— + — il—.— +*——— L....— + + ist der Mitt⸗ ler wor ⸗ den. 2. Gerecht vor Gott sind die allein, Die dieses Glaubens leben; Dann wird des Glaubens heller Schein Durch Werke kund sich geben. Der Glaub ist wohl mit Gott daran, Und aus der Nächstenlieb sieht man, Daß du aus Gott geboren. 3. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit. Was Gottes Wort zusaget, Das wird geschehen uns zurßFreud, Wenn Gott es auch vertaget. 4. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis Um dieser Wohltat willen Gott Vater, Sohn und heil'gem Geist; Der woll' mit Gnad erfüllen, Was er in uns begonnen hat ZuEhren seiner Macht und Gnad, Daß heilig werd' sein Name. 5. Dein Reich, Herr, komm', dein Will aufErd G'scheh' wie imHimmelsthrone; Das täglich Brot auch heut uns werd'; Gott, unsrer Schuld verschone, Wie wir den Schuldnern tun Er weiß wohl, wann's am nach Pflicht, besten ist, Auch führ uns in Versuchung Und braucht an uns kein' arge nicht; List; Lös uns vom übel! Amen. Des sollen wir ihm trauen. Paul Speratus 1484—1551. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. 234 E.—.—.— . ⁰ u 0 Such',wer da will, ein an-der Ziel, die mein Herz al⸗ lein be⸗dacht soll sein auf —— . S.—* len, hat Znad, ime. mm', ufErd rone; it uns hone, tun t/ ung Glaube und Rechtfertigung. 2³ 4 R E — Se lig⸗ keit zu fin⸗ den: Chri⸗stum sich zu grün-den. Sein Wort ist wahr, sein 2 55—————3 2323—— Werk ist klar, sein heil'⸗ger Mund hat Kraft und Grund, all 4 d. V.—— 1 LI 8 Feind'ꝰ zu ü⸗ ber ⸗ win⸗ den. 2. Such', wer da will, Not⸗ helfer viel, Die uns doch nichts erworben: Hier ist der Mann, Der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil Durch ihn zu teil, Uns macht gerecht Der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, Laßt alles stehn, Die ihr das Heil begehret; Er ist der Herr Und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund Von Herzensgrund, Sucht ihn allein, Denn wohl wird sein Dem, der ihn herzlich ehret! 4. Mein's Herzens Kron, Mein' Freudensonn Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht Von deinem Licht Durch Eitelkeit vertreiben; Bleib du meinPreis, Dein Wort mich speis'; Bleib du mein Ehr, Dein Wort mich lehr' An dich stets fest zu glauben! 5. Wend von mir nicht Dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen, Weich nicht von mir, Mein' höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud Nach diesem Leid, Hilf, daß ich mag Nach dieser Klag Dir ewig dort Lob sagen! Georg Weissel 1590—1635. 30⁰0 Gnade und Erlösung. 2— Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. 255——— 6 2 ——E1— 7—— * Na 00 0 0 Ist Gott für mich, so tre⸗=te gleich al⸗les So oft ich ruf' und be=te, weicht al-les ö — a,—, WWs—— 7 DWW—— ‚— ** 1—.— hu⸗ 400 2— Hab' ich das Haupt zum Freun⸗de und ———.——.—— E dn. v. I— — ge- liebt bei Gott, was kann mir tun der 923 *—— 4.— R—.— e en, Lr. — de und Wi⸗der-sa⸗cher Rottꝛ 2. Nun weiß und glaub' ich Ist nichts auf dieser Erd; feste, Was Christus mir gegeben, Ich rühm's auch ohne Scheu, Das ist der Liebe wert. Daß Gott, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei, 4. Nichts, nichts kann mich Und daß in allen Fällen verdammen, Er mir zur Rechten steh' Ich fürchte kein Gericht, Und dämpfe Sturm und Wellen, Die Höll und ihre Flammen Und was mir bringet Weh. Beängstigen mich nicht. Kein Urteil mich erschrecket, 3. Der 1. aade. ich Kein Unheil mich betrübt, NI, Da mich mein Heiland decket Ist Christus und sein Blut; Der 910 tren— Hebt. Das machet, daß ich finde Das ewig wahre Gut. 5. Sein Geist wohnt mir im An mir und meinem Leben Herzen, 1 EEE IEE- — IIAINNI r im — Glaube und Rechtfertigung. 301 Regieret meinen Sinn, Vertreibet Sorg und Schmerzen, Nimmt allen n hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner Kraft. 6. Sein Geist spricht meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab' erbauet Die neue Friedensstadt, Da Aug und Herze schauet, Was es geglaubet hat. 7. Da ist mein Teil und Erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Durchseufz' ich auch hienieden Nach eigener Melodie. Mit Tränen manche Zeit, Mein Jesus schenkt mir Frieden, Versüßet alles Leid. 8. Kein Engel, keine Freuden, Nicht Thron noch Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Nicht Angst, nicht Herzeleid, Noch was man sonst kann nennen, Es sei klein oder groß, Nichts soll von dir mich trennen Aus deinem Arm und Schoß. 9.MeinHerze geht inSprüngen Und kann nicht traͤurig sein, Ist voller Freud und Singen, Sieht lauter Sonnenschein: Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ; Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt 1607—1676. 175⁵⁴4. 1777. . * 7—— — Ru-⸗ he ist das be- ste Gut, Stil⸗le und ein gu⸗ ter Mut .„ 55 2 .in n— 5⁴ e—281 6—.——.—— das man ha⸗ ben kann; die su⸗che stei get him⸗mel · an; 3⁰⁷ Gnade und Erlösung. iii du! Hier 98 dort ist kei⸗ ne als bei Ruh ᷓB 658 2. Ruhe suchet jedes Ding, Allermeist ein Christ; Du, mein Herz, nach Ruhe ring, Wo du immer bist, O suche Ruh! In dir selber wohnt sie nicht; Such in Gott, was dir gebricht: Gott ist die Ruh! 3. Ruhe gibt dir nicht die Welt/ Ihre Freud und Pracht; Ruhe gibt nicht Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht; Keins reichet zu. Wenn du recht bekümmert bist, Suchst du das, was droben ist: Gott ist die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, Der uns alle ladet ein Vor des Himmels Thron Zur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, Dringe ein zur Gottesstadt: Gott ist die Ruh. 5. Ruhe beut er allen an, Die beladen sind; ihm ei ⸗le zu: Gott ist die Ruhl Arm' und Reiche, kommt heran, Mann und Weib und Kind, Ihr findet Ruh! Traget ihr des Leides viel, Gott setzt allem Leid ein Ziel: Gott ist die Ruh. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, Der nur Jesum hält; Jesus machet leicht, was schwer, Richtet auf, was fällt; Sein Geist bringt Ruh. Gib im Glauben Herz und Sinn Seinem Geist zu eigen hin: Gott ist die Ruh! 7. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; Alle Last, die er auflegt, Ist ja lieblich doch Und schaffet Ruh. Folge deinem Heiland gern, Dann ist nie dein Friede fern: Gott ist die Ruh! 8. Ach du Gott der wahren Ruh, Gib auch Ruhe mir; —— —(S668 IXNII 27 iel: uben wer, Sinn trägt U Glaube und Rechtfertigung. 303 x Was ich denke, red' und tu', Schließt sich dann mein Auge zu, Streb⸗ nach Ruh in dir; So führ Leib und Seel zur Ruh: Gib Ruh dem Geist! Gott ist die Ruh! Joh. Kaspar Schade 1666—1698. Nach eigener Melodie. 170⁴4. —4. 25⁷ 4——— D— 0 0 0 0 ie wohl ist mir, o Freund der See⸗ Ich stei- ge aus der Schwermuts- höh⸗ ——H — III.I.IIITIT le, wenn ich in dei⸗ ner Lie- be ruh'! Da le und ei⸗ le dei⸗nen Ar-men zu. N ν siii —.—.— 0 49— muß die Nacht des Trau⸗erns schei-den, wenn mit s. * 11 HHA SP‚..‚.‚.‚.‚.. an⸗ ge⸗ aeh⸗ men W den die Lie⸗ be strahlt aus —.——.— —— dei-ner Brust. Hier ist mein Him mel schon auf Er⸗ ARN 6 1.— +——.— EDDDDD 228 den; wer woll⸗te nicht ver⸗ gnü⸗ get wer-⸗den, der Z rr. 7 3 in dir su⸗ chet Ruh und Lust? 3⁰⁴ Gnade und Erlösung. 2. Die Welt mag meine Feindin heißen, Es sei also, ich trau' ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb erweisen Bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele, Du bist mein Freund, den ich erwähle, Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht, Der Haß der Welt kann mich nicht fällen, Weil in den stärksten Unglücks⸗ wellen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich die Last der Sünden drücken, Fällt auf mich des Gesetzes Weh, Seh' ich heran die Strafe rücken, So steig' ich gläubig in die Höh Und flieh' in deine heil'gen Wunden; Da hab' ich schon den Ort ge⸗ funden, Wo mich kein Fluch mehr treffen kann. Tritt alles wider mich zusam⸗ men: Du bist mein Heil! Wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, Ich folg' und lehne mich auf dich, Du gibst mir aus den Wolken peise Und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb und Segen; Genug, wenn ich dich bei mir hab'. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Mir nicht, weil Seele, Herz und Mut In dir, der du verlässest keinen, O allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, Wenn aus Gefahr und Un⸗ gewittern Er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildnis scheiden Zur Ruhe deiner Ewigkeit. 6. Wie ist mir doch, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich lehn' auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, — füii 78 II! „I&IIV 269P944 — olken mich. egen, E Glaube und Rechtfertigung. 30³ Weil du, mein Gott, vergnügest Weg Welt mit allen Schmeiche⸗ mich. leien! Laß solche Ruh in dem Gemüte Nichts kann als Jesus mich Nach deiner unumschränkten erfreuen; Güte O reicher Trost: Mein Freund Des Himmels süßen Vorschmack ist mein! sein! Wolfg. Christoph Deßler 1660—1722. Mel. Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. ——..—. + e Hnnn Weicht,ihr Ber-ge, fallt, ihr Hü⸗-gel, Got⸗tes Gna- de hat dies Sie⸗gel, 0—— II— E. SSSS... brecht, ihr Fel ⸗ sen, al ⸗ le ein!. sie will un ⸗ ver⸗ än-dert sein. Laß die 9 ——2— e 2—. EIIII Welt in Trüm⸗mer gehn, Got-tes Gna- de wird be⸗ stehn. 2. Gott hat mir ein Wort 3. Seine Gnade soll nicht versprochen, weichen, Gott hat einen Bund gemacht, Wenn gleich alles bricht und fällt; Der wird nimmermehr gebrochen, Sie wird ihren Zweck erreichen, Bis er alles hat vollbracht. Der mein Herz zufrieden stellt. Er, die Wahrheit, trüget nicht; Gott ist fromm und gut und treu, Es geschieht, was er verspricht. Sei die Welt voll Heuchelei. 06 Gnade und Erlösung. ——½ 4. Will die Welt den Frieden brechen, Hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Ver⸗ sprechen: So fällt aller Zweifel hin, Als wär' er nicht immerdar, Was er ist und was er war. 5. Mag sein Antlitz sich ver⸗ stellen, Ist sein Herz doch treu gesinnt Und bezeugt in allen Fällen, Daß ich sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, Wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Frieden mit mir halten, Wenn die Weltsich auch empört. Ihre Liebe mag erkalten, 230 *—4.— Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. Achtet doch mein Gott mich wert; Und wenn Sturm und Donner brüllt, Bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Er⸗ barmer, So hat er sich selbst genannt. Das ist Trost, so werd' ich Armer Immer als sein Kind erkannt, Sein Erbarmen läßt nicht zu, Daß er mir was Leides tu'. 8. Nun so soll mein ganz Vertrauen Ewig fest auf ihm beruhn. Auf ihn will ich Felsen bauen; Was er sagt, das wird er tun. Erd und Himmel kann vergehn, Doch sein Bund bleibt ewig stehn. Benj. Schmolck 1672—-1737. 1668. 0 0 0 0 e Je⸗ n Sün ⸗der an: sa⸗ get 50 doch dies Trostwort al len, wel⸗-che von der iE E. —.—.————. rech-ten Bahn auf ver⸗kehr-ten Weg ver ⸗fal⸗ 656. HF eR GVE —866% Eeur'e 77 * wert; onner und n Er⸗ nnt. Armer innt. t zu, u'. inz . auen; tun. rgehn, stehn. —1737. 1668. — Glaube und Rechtfertigung. 307 r,. 30— ‚ESR len! Hier ist, was sie ret- ten kann: Je=sus v, irrni.— Sünder 2. Keiner Gnade sind wir wert, Doch hat er in seinem Worte Treulich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. nimmt die 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch und er Macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an! 2⁴⁰ 2 0 0 0 0 Ich wo ha⸗ be an⸗ders als in an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß diesWort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an! 6. Ich bin nun getrosten Muts; Wenn der Sünde Last mich drücket, Werd'ich doch kraft deines Bluts Mit dem reichen Trost erquicket, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. Jesus nimmt die Sünder an. Mich auch hat er angenommen, Mir den Himmel aufgetan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister 1671—1756. Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Karl Friedr. Schulz? 1785. nun den Grund ge⸗ Je=⸗ su fun⸗ Wun⸗ mei⸗ nen lag er den, der den? Da An n⸗ ker vor der wig hält; Zeit der Welt, 2³— 2 weg⸗=lich steht/ wenn Erd und Him⸗ mel un-⸗ 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt, Da Gott mit offnen Liebesarmen Sich zu uns armen Sündern neigt, Dem stets das Herz vor Mitleid bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; Deswegen kam der Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein, Deswegen klopft er für und für So stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! ter ⸗geht. Das heißt die Wunden recht verbinden, Da findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläu⸗ big senken, Dem will ich mich getrost ver— traun Und, wenn mich meine Sünden kränken, Nur gleich nach Gottes Herzen schaun: Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre mir entrissen, Was Seel und aar erquicken kann Darf ich von Hiteinrreste wissen EN SH- igkeit! gläu⸗ ver⸗ ünden Herzen it t. —— Glaube und Rechtfertigung. 3⁰⁶ Und nimmt kein Mensch sich meiner an, Ist die Errettung noch so weit: Mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken, Ja häuft sich Kummer und Verdruß, Daß ich mich noch in vielen Stücken Mit eiteln Dingen mühen muß, Worüber sich meinGeist zerstreut, So hoff' ich auf Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, Die ich zu tun beflissen bin, Viel Unvollkommenheit be⸗ merken, So fällt wohl alles Rühmen hin; 4.— Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Doch ist auch hier der Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist; Er wolle selbst das Herz mir stillen, Damit es das nur nicht vergißt: Dann stehtes fest in Lieb undLeid Gegründet auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, tun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. Dann sing' ich einstens hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe 1688-1758. Karl Friedr. Schulz? 1785. .——— 2 + 4575 e 4 4—.—— 35⸗ 4—— I‚ weiß von ich weiß von kei- nem an- dern Grun⸗ kei- nem an- dern Bun⸗ ——.— + G E —.—— +—.— —— —— 1 de, de, von kei- nem als den der Glaub in an⸗-dern Weg und Rat, Chri⸗sto hat; als E lend, arm und bloß sich legt in 3¹⁰⁰ Gnade und Erlösung. O 00—4,.— n dr — Chri- sti Arm und Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland Sonst dringt ein sichres Wesen kommen Und eil' ihm immer besser zu; Ich bin auch von ihm auf⸗ genommen Und find' an seinem Herzen Ruh. Er ist mein Kleinod und mein Teil, Und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib' in Christo nun erfunden Und bin in ihm gerecht und rein; Ich traue fest auf seine Wunden, Da kann ich immer sicher sein; Gott sieht auch mich in Christo an, Daher mich nichts verdammen kann. 4. Ich fühle noch in mir die Sünde, Doch schaden kann sie mir nicht mehr, Weil ich in Christo mich befinde; Wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts gering und klein, Mel. Christus der ist mein Leben. ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben Im Glauben und in Christi Kraft; ö Der alte Mensch muß täglich sterben, Der mir noch immer Unruh ö schafft. Dies aber macht mich arm und klein Und lehrt mich stets nach Hilfe schrein. 6. O Jesu, laß mich in dir bleiben, O Jesu, bleibe du in mir; Laß deinen guten Geist mich treiben, Daß ich im Glauben folge dir! Laß mich nur fromm und wach⸗ sam sein, So reißet nichts Grund mir ein! Karl Heinr. v. Bogatzky 1690—1774. Melchior 6 1609. 24 1—— 4—— 4——. 334— .—— W3— —— Die Gna- de sei mit al⸗ eu. die — 99 66 Nee m und Hilfe dir . nich ge dir! wach— nud mir —1774. 1609. —— — die O Glaube und Rechtfertigung 311 Ptttt.t Be 5* S— äII——.— Gna- de un- sers Herrn, des Herrn, dem wir hier *—.— II t. — III wal-len und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade 5. Damit wir nicht erliegen, Gelingt u Es gehe seine Gnade Denn bis ns gar kein Tritt, Muß Gnade mit uns sein; Denn sie flößt zu dem Siegen zum Ende mit. Geduld und Glaͤuben ein. 3. AufGnade darf man trauen, 6. Bald ist es überwunden Man traut ihr ohne Reu; Nur durch des Lammes Blut, Und wenn uns je will grauen, Das in den schwersten Stunden So bleibt der Herr doch treu. Die größten Taten tut. 4. Wird stets der Jammer 7. Herr, laß es dir gefallen, größer, Noch immer rufen wir: So glaubt und mit man noch: Die Gnade sei mit allen, Du mächtiger Erlöser, Die Gnade sei mit mir! Du kommst, so komme doch! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Nach eigener Melodie; oder O daß ich tausend Zungen hätte. Mel. aus der Schweiz? 1819. 1— —4.—. 00 0 0 + Mir ist Er ⸗ bar⸗mung wi ⸗ der⸗ das zähl' ich zu dem Wun-der⸗ Q 4 ——— VD ————— xe fah⸗ren, Er⸗ bar⸗mung, de ren ich nicht wert; ba⸗ ren, mein stol⸗-zes Herz hat's nie be⸗ gehrt. 312 Gnade und Erlösung. O ——.—— — 65— Nun weiß ich das und bin er ⸗ freut und —5 EIR 1 5—— 2— —— 2 j . rüh⸗ me die 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet Und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit sich selbst versühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum ge⸗ schicht's? Erbarmung ist's und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, Das rühm' ich, wenn ein Mensch mich fragt, Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. Barm-⸗ äit Herz, ermuntre dich ꝛe. her zig keit. 4. Dies lass' ich kein Geschöpf mir rauben, Dies soll mein einzig Rühmen sein; Auf dies Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet' ich auch allein, Auf dieses duld' ich in der Not, Auf dieses hoff' ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir Und führe durch den Tod mich Armen Durch meines Heilands Tod zu dir; Da bin ich ewig hoch erfreut Und rühme die Barmherzigkeit! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Karl Friedr. Schulz? 1785. ————... D——— — 244 E —7 0 0 0 Aus Gna⸗den soll ich Was willst du se lig wer—⸗ dich so blöd ge- bär⸗ ⁷ CGG G eschöpf n, hmen ich Ulein, reut zigkeit! —1769. 32 178⁵. H 35 Glaube und Rechtfertigung. 313 ö RDDRRDSSTI——— ů me d, a,.——. I———————.—1.— den! Herz,glaubst du's o den? Ist's Wahr-heit, was ——— der glaubst du's nicht? ͤ‚ die Schrift ver⸗spricht, — —— 0 muß auch . ——— 2————— sein: aus Gna⸗- den —— 6W— ist der Him-mel dei 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, Die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, Hat diese Ehre zum Gewinn, Daß uns sein Tod das Heil gebracht Und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden! So hart dich deine Sünde plagt, So schwer du immer bist beladen, So schwer dein Herz dich auch verklagt: Was die Vernunft nicht fassen kann, Das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden Und übernahm die Sündenlast. n. Was nötigt' ihn dein Freund zu werden? Sprich, wes du dich zu rühmen hast? Gab er sich nicht zum Opfer dar Und nahm dein Heil in Gnaden wahr? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, So lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, Was Gott in seinem Worte preist, Worauf all unser Glaube ruht, Ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, Denk nicht: wohlan, ich greife zul Wahr ist's, Gott ruft verlorne Kinder Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; 3¹⁴ Gnade und Erlösung. — Doch nimmt er nicht zu Gnaden an, Wer noch auf Gnade sünd'gen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, Tret' ab von aller Heuchelei. Nur wenn der Sünder sich be⸗ kehret, Dann lernt er erst, was Gnade sei; Beim Sündetun scheint sie gering, Dem Glauben ist's ein Wunder⸗ ding. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen Das Herz des Vaters aufgetan, Mel. O daß ich tausend Wenn's unter Angst und heißen Schmerzen Nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm' ich oftmals Stär⸗ kung her, Wenn Gnade nicht mein Anker wär'? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben! ch glaube, darum ist mir wohl. ch weiß mein sündliches Ver⸗ derben, Doch den Lioh der mich heilen 80 3 Mein Geist 15 froh, mein Herze lacht, Weil mich die Gnade selig macht. Christian Ludw. Scheidt 1709—1761. ꝛc. 1738. 2⁴⁵ 0 0 0 0 Gott, dei⸗ ne Gnad ist Dein ist's die un ⸗ Sün⸗den zu ser ver⸗ —— SE EEE ben, sie schafft uns Heil und 2— len⸗ ben, und wil-lig ist dein Herz da — 2———..—— ——— SS tief: ge⸗ fal⸗le⸗ nen 6. eeschlecht schenkst du zum T x IR —SG7 2. + d heißen mehr Stär⸗ n Anker auf will ir wohl. es Ver⸗ h heilen in Herze gmacht, 9—1761. 1738. u zum — Glaube und Rechtfertigung. 43¹⁷ , 33, — . 72777½7 Him⸗mel neu- es Recht. 2. Uns, uns Verlorne zu er⸗ retten, Gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, Für uns den Tod, der Sünde Lohn. O Gott, wie hast du uns geliebt, Welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank, ewig Dank sei deiner Treue, Die niemand g'nug erheben kann. Nun nimmst du jede wahre Reue Um Christi willen gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir be⸗ kehrt Und gläubig seinen Mittler ehrt! 4. Du rettest ihn von allen lagen, Die dem Gewissen furchtbar sind; Er kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein Kind; Mein Jesus ist's, der für mich litt Und mich noch jetzt bei Gott vertritt. 5. O Herr, wie ruhig ist die eele, Die ganz sich deiner Gnade freut! Sei's auch, daß irdisch Glück ihr ehle Nie fehlt ihr doch Zufrieden⸗ eit. Denn überwiegt dein Heil nicht weit Die Welt und ihre Herrlichkeit? 6. O laß mich dies im Glau⸗ ben fassen Und, Vater, mich voll Zuversicht Auf deine Treue stets verlassen; Wenn alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt, Sein Heil steht unbeweglich fest! 7. Lobsingend will ich dich er⸗ heben, Mich ewig deiner Gnade freun Und deinem Dienst mein ganzes Leben In kindlichem Gehorsam weihn. Herr, du vergabst mir meine Schuld; Nie, nie vergess' ich diese Huld. Joh. Sam. Diterich 1721—1797. 22 3¹⁸ Gnade und Erlösung. O W ꝛc.(Joh. Schop. 1642.) Joh. Crüger. 1653. 240— —.— Fo schä-me mich des Heilands Gott, welch ein teu⸗- res wer=-tes .—.— d munn, ᷑n v ESSE 49. nicht, vor dem voll fro ⸗her Zu-ver-⸗—1 mein Wort: ich hier dein Kind, dein Er- be dort, wie + 2.—————.— DIIEEE —— Kui sich dankbar Len⸗ 2—— mir dein Geist be⸗ zeu⸗get, E ů 215 F——— ich soll durch Je⸗sum ———. Chriesum rein, durch ihn g 820 und se-lig sein! Vergebung meiner Sünden⸗ schuld, Der Beifall Gottes, seine Huld Und Seelenruh gegeben. Ich steh' im Glauben, bin ein Christ, An dem nun nichts verdammlich ist. 4. Mir widerfuhr Barm⸗ herzigkeit, Mit himmlis scher Zufriedenheit Lohnt Gott mir schon hienie⸗ den; Ich bete voller Zuversicht, 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, Die in der sel'gen Wissenschaft Von dem Erlöser lieget, Die alle Kenntnis dieser Welt, Und was sie Reizendes enthält, Unendlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höch— ster Ruhm Ist Jesu Evangelium. 3. Auf ewig ist's mein bestes Teil, In keinem andern ist mir Heil Und Kraft zum ew'gen Leben, e Huld in ein nmlich m⸗ enheit enie⸗ —. Glaube und Rechtfertigung. —3¹⁷1 Mich schreckt kein Tod und kein Gericht, MeinGeist fühlt Gottes Frieden. Gott, ewig ist mein Herz nun dein Und ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht; Nichts raubt mir meinen Trost und Mut, Mel. Valet will ich dir geben. Nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich alles hier vermag, Mein Gott wird bis auf jenen Tag Mein Erbteil mir bewahren. Ja du, der mich berief, bist treu; Hilf, daß ich's en im Glauben eil Friedr. Wilh. Loder 1757—-1823. Melchior Teschner. 1614. +— . ——— Ich weiß, an wen ich glau⸗be, ich weiß, was wenn al-les hier im Stau- be wie Rauch und fest be ⸗steht, Staub ver⸗ weht; *— nrr—.—..——— al⸗-les wankt und fällt, wo Wahn die Wei⸗-sen trei⸗ 3— +*— e r e,. 2 ED E bet und Trug die Klu-gen 2. Ich weiß, was ewig dauert, Ich weiß, was nie verläßt; Auf ew'gem Grund gemauert Steht diese Schutzwehr fest. halt. Es sind des Heilands Worte, Die Worte fest und klar; An diesem Felsenhorte Halt' ich unwandelbar. 3¹⁸ Gnade und Erlösung. — 3. Auch kenn' ich wohl den Meister, Der mir die Feste baut: Es ist der Herr der Geister, Auf den der Himmel schaut, Vor dem die Seraphinen Anbetend niederknien, Um den die Heil'gen dienen,— Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, Das ist mein Jesus Christ, Der Fels, auf dem ich stehe, Der diamanten ist, Der nimmermehr kann wanken, Mein Heiland und mein Hort, Die Leuchte der Gedanken, Die leuchtet hier und dort; 6 Valet will ich dir 6 5. Er, den man blutbedecket Am Abend einst begrub; Er, der von Gott erwecket Sich aus dem Staub erhub; Der meine Schuld versöhnet, Der seinen Geist mir schenkt, Der mich mit Gnade krönet Und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, Ich weiß, was fest besteht Und in dem Erdenstaube Nicht mit zu Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen Des Todes ungeraubt, Es schmückt auf Himmelsauen Mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Melchior Teschner. 1614. 2487———— 5635.8— 00 0 0 Den Cna⸗ ⸗de will ich auf Gna-de mich er le⸗ ben, auf Gna⸗de 3ge-ben bis zu dem — SE ster-ben auch, letz-ten Hauch. 9 Der Quell all mei-ner Freu- de, all —— — —.—— E ——— + mei⸗nes Tro⸗ stes Grund, die Kraft in je⸗dem Lei⸗ 4 R x O O Heiligung und christlicher Wandel. 319 decket S eden SSSDSSSS‚ ö SSIIDIꝑꝑIEꝑIIAIAExII n de bleibt Got- tes Gna⸗den⸗ End. * nkt, 2. Wohl hat auf allen Wegen Dem kommt doch gar nichts net Viel Lieb und Freundlichkeit, gleich; Viel tausendfachen Segen Das ist der Gaben beste, ich Mein Gott für mich bereit; Macht auch den Armsten reich. Wohl in der Näh und Ferne 4. Wie müßt'ich dochv Erkenn' ich seine Güt, Wismüß ich Z Dort oben Sonn und Sterne, 29 Luneiie Klemeichernarn eht. Hier unten Baum—0 B Trüg' mich die Gnade nicht! 3. Ich weiß, was sie verkünden, Der Gnad allein ergeben Hab' meine Lust daran. Stimmt alle mit mir ein: sauen Doch daß in meinen Sünden Von Gnade will ich leben, aupt. Ich Gnade finden kann, Durch Gnade selig sein! 1860. Das ist das Allergrößte, Julie von Hausmann 1825—1901. 1614. XX. Heiligung und christlicher Wandel. e I. Früchte des Glaubens. a⸗de dem 59 Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. — I o⁰⁴ Laß, Va⸗ter, dei- nen gu⸗ten Geist all⸗ all zu tun, was dein Ge-bot—— heißt znichts — —————.—————— 4.—— ——.——2 2—* 15 2——.—— zeit mein Herz ·gie⸗-ren,— soll mich mehr ver- füh- ren. Hilf mir der Sün⸗de —.. 320 Heiligung und christlicher Wandel.— —— Rech⸗-ten o-der Lin⸗ken! 2. Regt sich oft bösedust inmir, Dir dienen ohne Furcht und Weil ich auf Erden lebe, Zwang So stärke mich, damit ich ihr In willigem Gehorsam! G1 ö eih Aunn danen, 4. Gott Vater, deine Kraft Und daß ich ja vergesse nicht Die Todesstunde, das Gericht, Laß reichli 1. Laß reichlich mich empfinden! Den Himmel und die Hölle! O Jesu Christe, steh mir bei, 3. Gib, daß ich denke jederzeit Daß ich kann überwinden! An diese letzten Dinge Hilf, heil'ger Geist, in diesem Und dadurch alle Sündenfreud Krieg, Aus meinem Herzen bringe, Auf daß ich freudig einen Sieg Damit ich mög' mein Leben lang Erhalte nach dem andern! David Denicke 1603-1680. und Treu Mel. Nun danket all und bringet ꝛe. Joh. Crüger. 1656. 0 5.6 e 25.— 4041 4— O 0 0 0 Mein Gott das Herz ich brin- ge dir als — DDDD, Ga⸗ be und Ge⸗ schenk; du for-derst sol-ches a von mir, des bin ich ein- ge- denk. —22 — Früchte des Glaubens. 3²¹ 2. Gib mir, mein Sohn, dein „Herz, sprichst du, Das ist mir lieb und wert, Du findest anders keine Ruh Im Himmel und auf Erd! 3. Nun, du mein Vater, nimm es an, Mein Herz, veracht es nicht; Ich geb's, so gut ich's geben kann, Neig mir dein Angesicht! 4. O rein'ge du, Herr Jesu rist, Mich durch dein teures Blut! Ich glaub', daß du gekreuzigt bist Der Welt und mir zu gut. 5. Gott heil'ger Geist, nimm du auch mich In die Gemeinschaft ein, Ergieß um Jesu willen dich Tief in mein Herz hinein! 6. Dein göttlich Licht gieß in in mich aus Und Glut der reinen Lieb, Lösch Finsternis, Haß, Falschheit aus, Schenk mir stets deinen Trieb! Mel. Wer nur den 11 Gott ꝛc. 7. Hilf, daß ich sei von Herzen treu Im Glauben meinem Gott, Daß mich nie wieder mache scheu Der Welt List, Macht und Spott! 8. Hilf, daß ich seivon Herzen fest In Hoffnung und Geduld, Daß, wenn nur du mich nicht verläßt, Mich tröste deine Huld! 9. Hilf, daß ich sei von Herzen rein; Mein Wandel tue kund, Daß ich dich liebe nicht zum chein, Vielmehr von Herzensgrund! 10. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein Mein Herz hier in der Zeit; Ja laß es deine Wohnung sein Auch in der Ewigkeit! Joh. Kaspar Schade 1666—-1698. Georg Neumark. 1657. . H 0 0 0 so wolllest Evang. Gesangbuch. MeinGott, weil ich in mei⸗nem—=ben du ein Herz mir ge⸗-ben, 11 527 Heiligung und christlicher Wandel.— 6 2 1—— 5.—— ů——.—.— .——— dich stets vor Tu⸗ ⸗gen ha⸗ Hen soll, denn bei⸗des das dei⸗ ner Furcht und Lie-be voll; —..—. +*. 9—5 r— ...... muß bei⸗ fan wen rhn, —— Chri⸗ sten⸗ soll un ⸗ ser 2—— II 5—+ D tum bes- stehn. 2. Laß deine Furcht im Tun und Denken Mir aller Weisheit Anfang sein Und immer meine Schritte lenken, Von allem Leichtsinn mich be⸗ frein! Nur wer dich fürchtet in der Tat, Der meidet auch der Torheit Pfad. 3. Gib, daß ich stets zu Herzen nehme, Daß du allgegenwärtig bist, Und das zu tun mich ernstlich schäme, Was, Herr, vor dir ein Greuel ist; Ia, deine Furcht bewahre mich Vor allen Sünden wider dich! 4. Laß mich vor deinem Zorne beben Und wirke wahre Buß in mir, Laß nur in deiner Furcht mich leben, Daß ich die Gnade nicht verlier', Die meiner in der Missetat Mit Langmut oft verschonet hat! 5. Erhalt in mir ein gut Ge⸗ wissen Und hohe Glaubensfreudigkeit, Gib mir bei allen Hindernissen Den Geist, der wahre Kraft verleiht Und in mir einen Mut erweckt, Den keine Menschenfurcht er⸗ schreckt! 6. Hilf, daß ich immer also wandle, Daß deine Furcht mein Leitstern ei, Und nie aus falschem Herzen handle Inbloßem Scheinund Heucheleil mich derlier', tat zet hat! jut Ge⸗ digkeit, rnissen raft rweckt, t er⸗ r also eitstern erzen uchelei! —— Früchte des Glaubens. 3²³ Du siehest in das Herz hinein, Nichts kann vor dir verborgen sein. 7. Ach gib mir stets mit Furcht und Zittern Zu schaffen meine Seligkeit! Laß mich nicht deinen Geist er⸗ bittern Durch Eigensinn und Sicherheit, Und zeige du die Hölle mir, Daß ich den HRr nicht ver⸗ lier'! —4 Was mein Gott will ꝛc. 8. In deiner Furcht laß mich auch sterben! So fürcht' ich weder Tod noch Grab Und werde die Verheißung erben, Die mir dein Wort aus Gnaden gab. Die Gottesfurcht bringt Segen ein, Ihr Lohn wird groß im Himmel sein. Benj. Schmolck 1672—1737. Weltlich. 1529. 1540. 6⁴ Hä 25.. —.— Wer sich auf sei- neSchwachheit und wer nicht— tes Kraft be⸗ —H——.— SDPDPDPSPSPSCSPIIIIII sftützt, 8 bleibt in Sün⸗den lie gen, nützt, wird sich ge wiß be- trü gen; A———— —4.—.—— Y—.5 1—0 —.... z⸗ 1—* DE— den Himmels-weg und schma⸗len Steg hat er nie an⸗ 0 tre⸗—5 r weiß auch nicht in Got⸗tes 5 Licht, 08 kämp⸗fen fe und be 2 ten. 32⁴ Heiligung und christlicher Wandel. U 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, Ist ihrer Bosheit Stärke; Dadurch vermehrt der böse Geist Gar mächtig seine Werke. Auf, Seele, auf, Richt deinen Lauf Zur Allmacht, die dich rettet! Des Heilands Hand Zerreißt das Band, Womit du angekettet. 3. Der erste Schritt im Christentum Heißt von der Sünd uns scheiden, Und bei dem wahren Glaubens⸗ ruhm Muß man die Weltlust meiden. Wenn Christi Geist Die Seel entreißt Aus ihren Todesbanden, So spürt sie Kraft, Die Jesus afft, Mit dem sie auferstanden. 4. Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, Laß mich gekräftigt werden; Es ist Gerechtigkeit und Stärk Mein bestes Teil auf Erden! Du machst gerecht Uns, dein Geschlecht, Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Und willst zugleich uns stärken, Daß wir in dir Des Glaubens Zier, Die Macht der Gnade merken. 5. Brich durch, o starker Gottessohn, Damit auch wir durchbrechen; Laß uns vor deinem Gnaden⸗ thron Nicht mehr von Schwachheit sprechen, Wenn deine Hand Das teure Pfand Des Geistes uns gegeben, Dadurch wir frei Von Heuchelei Im Streit stets siegreich leben! 6. Gib Kraft, wo keine Kraft mehr ist, Gib Kraft, das Fleisch zu dämpfen! Gib Kraft, wenn Satans Macht und List Uns schwächen willimKämpfen! Wenn uns die Welt Viel Netze stellt, Gib Kraft, sie zu vernichten; So wird in Not, Ja selbst im Tod Uns deine Kraft aufrichten! Bernh. Walter Marperger 1682—1746. Joh. Crüger. 1656. —— D—= 253 0 0 0 0 . ——.— Wie gut ist's von der Sün-de frei, wie i eR —79 79 ärken, ubens erken. r chen; den⸗ heit teure ichelei eben! Kraft Nacht npfen! Netze en; bst im en! rperger Früchte des Glaubens. 325 Q ——,—'p— I— ——2.— 15 2—.—— 0 .35 lig Chri-sti Knecht! Im Sün⸗ den dienst ist —4 ......T + E — .. Skla⸗ve⸗ rei, 2. Im Sündendienst ist Finsternis, Den Weg erkennt man nicht; Bei Christo ist der Gang ge⸗ wiß, Man wandelt in dem Licht. 3. Im Sündendienst ist Haß und Leid, Man plagt und wird betrübt; In Christi Reich ist Freudig⸗ keit, Man liebt und wird geliebt. 4. Die Sünde gibt den Tod zum Lohn, Das heißt ja schlimm gedient! Das Leben ist in Gottes Sohn, Der uns mit ihm versühnt. er am Kreuz ꝛe. in Chri⸗sto Kin-des-recht. 5. O Heiland, dir nur dien' ich gern, Denn du hast mich erkauft; Ich weiß und will sonst keinen Herrn, Auf dich bin ich getauft. 6. Wen du befreist, der ist recht frei, Du schenkst ihm alle Schuld, Und darum dank' ich deiner Treu Und rühme deine Huld. 7. Ich bete an, HerrJesuChrist, Und sage: Ich bin dein! Nimm mich zu dir, denn wo du bist, Soll auch dein Diener sein! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Joh. Georg Söhnlin. 1836. Di 24E— —— 2— — uir, vor L des⸗sen An-ge- sich ⸗te ⸗ges Licht, aus des-sen Lich-te Und kein Böses ist an dir; Ewig bist du so gewesen Und so bleibst du für und für; Was dein Wille wählt und tut, Ist unsträflich, recht und gut, und mit deines Armes Stärke Wirkst du stets vollkommne Werke. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder Deinem Bilde ähnlich sei'n. Nie besteht vor dir der Sünder, Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur derFrommenFreund, Übeltätern bist du feind; Wer beharrt in seinen Sünden, Kann vor dir nicht Gnade finden. 326 Heiligung und christlicher Wandel. 00 2— 5.—.—..— nur ein rei⸗ Uer Wabdel gilt;—458 stets die rein-ste Klar-heit 988—— dei ⸗nes Na⸗mens ⁵1 5 2 T.. 7.—. Hei- lig⸗ ei wer-de stets von uns ge⸗scheut, 27 + 4— —— 63— 7 B.—— I—.— ülaß sie doch uns Käf⸗ tig dun gen, nach der Krlre ———. r n, n n. Hei- li⸗ gung zu rin ⸗ gen! 2. Heilig ist dein ganzesWesen 4. O so laß uns nicht ver⸗ scherzen, Was du uns noch zugedacht! Schaff in uns stets reine Herzen, Töt in uns der Sünde Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu erlösen, Gabst du deinen Sohn dahin; O so reinige vom Bösen Durch ihn unsern ganzen Sinn! Gib uns, wie dein Wort verheißt, Gib uns deinen guten Geist, Daß er unsern Geist regiere Und zu allem Guten führe! E E —O Früchte des Glaubens. 3²⁷ — 6. Keiner sündlichen Begierde Mach uns deinem Bilde gleich! Bleibe unser Herz geweiht; Denn zu deinem Himmelreich Unsers Wandels größte Zierde Wirst du, Herr, nur die erheben, Sei rechtschaffne Heiligkeit. Die im Glauben heilig leben. mens Joh. Christ. Zimmermann 1702—1783. —.— Mel. Mach's mit mir, Gott ꝛc. Herm. Schein. 1628. . 255————— scheut, 2. —— 0 0 0 0 9277—„— —. Wer Got-tes Wort nicht hält und —— in sol-chem ist die Wahrheit h der——.— .·ꝑ ————.——— e. ,. 2—.——— 4 I — spricht: ich ken-ne Gott, der trü⸗ get; Wé nicht, die durch den Glauben sie--get.. ver⸗ 9 5——— 65535 —————.— . eten 5 a ⸗ber sein Wort glaubt und hält, der ist von Kacht! 9 II or dir?—— —. SD— kann Gott, nicht von der Welt. 2. Der Glaube, den sein Wort Sind wir nun Gottes Kinder. ehlen? erzeugt, Wer solche Hoffnung zu ihm hat, rlösen, Muß auch die Liebe zeugen; Der flieht den Rat der Sünder, ahin; Je höher die Erkenntnis steigt, Folgt Christi Beispiel als ein Je mehr wird diese steigen. Christ, Sinn! DerGlaub erleuchtet nicht allein, Um rein zu sein, wie er es ist. rheißt, Er stärkt das Herz und macht es 4. Alsdann bin ich Gott an⸗ eist, rein. genehm, 9—1 3. Durch Jesum rein von Wenn ich Gehorsam übe. 33 Missetat Wer die Gebote hält, in dem 328 Heiligung und christlicher Wandel.—H4 Ist wahrlich Gottes Liebe; Wer in der Liebe bleibet. Ein täglich tätig Christentum, Die Lieb ist's, die die Cherubim Das ist des GlaubensFrucht und Gott zu gehorchen treibet. Ruhm. Gott ist die Lieb, an seinem Heil Hat ohne Liebe niemand teil. 5. Der bleibt in Gott und Christ. Fürchtegott Gellert Gott in ihm, 1715—1769. — ist gewißlich an der Zeit. 1535. 25⁰ e. +7‚‚‚‚‚— 65—— SS.S...... ————— 0 u Nimm hin mein Herz, Gott, nimm es an! Ich ich bring' es dir, so gut ich's kann, so 2.—.— I ö— ——. bring' es dir zur Ga=be, 1 schwach und arm ich's ha-be; ich weiß doch, du ver⸗ .—½ 9.——8 * 7. 1—— SSISSSIR DI‚ee HE IE 2— schmahstes nicht, so viel dem Op⸗ fer auch ge⸗bricht, das 2 0 4———— SDSE —.—— ich dir wil-lig wei⸗he. 2. Nimm, o mein Heiland, Doch ist dir's auch, o Herr, nimm es hin, bewußt, Du Herz voll ew'ger Liebe! Ich kann's nicht selbst bekehren. Mein Herz ist voller Eigensinn Und voll verkehrter Triebe; 3. Mach du's zu deinem reinen Es hängt an Welt und eitler Haus, Lust; Das dir gefallen könne; t. herubim . ů em Heil teil. Gellert 9. err, dekehren. mreinen — Früchte des Glaubens. 2⁹ Was dir zuwider, reiß heraus, Daß dich und mich nichts trenne! Entsünd'ge mich mit deinem Blut, Gib mir den Geist, dann werd' ich gut, Dann fang' ich an zu leben! 4. Herr, gib— und kost' es immerhin Dem Fleische tausend Schmer⸗ zen— Herr, gib mir einen neuen Sinn, Ein Herz nach deinem Herzen, Ein Herz, das dich mit Freuden ehrt, Das kindlich deine Stimme hört Und deinen Namen fürchtet! 5. Gib mir ein Herz, das dich forthin Mit Vorsatz nie betrübet, Ein Herz, das dich mit lauterm Sinn Aus allen Kräften liebet, Ein Herz, das nur für dich ent⸗ brennt Und keine falsche Liebe kennt, Ein Herz voll Kraftund Glauben! 6. Gib mir ein Herz, das deine Mel. Ach 966 ihn dulden. Wenn es gefehlt, bald spüret, Das keine andre Straße sucht, Als die zum Himmel führet; Ein Herz, das auch in Not und Pein Zu dir die Zuflucht nimmt allein Und auch im Kreuz dich preiset; 7. Ein Herz, das Freund' und Feinde liebt Und nichts haßt als die Sünden Ein Herz, das täglich mehr sich äb übt, Sich stets in dir zu finden; Ein Herz, das immer droben ist, Dort, wo du bist, Herr Jesu Christ, Zu deines Vaters Rechten! 8. Herr, gibst du mir ein solches Herz, Was will ich mehr verlangen? Dann bleib' ich fest in Freud und Schmerz An deiner Liebe hangen; Dann bin ich dein, und du bist mein, Dann werd' ich einst dort oben sein Und selig dich umfangen. Ernst Gottl. Woltersdorf 1725—1761. Justin Heinr. Knecht. 1793. Zucht, 5⁷ Gib selbst das ——. rr =.— —.—.—— Laß mich, o Herr, in al-len Din⸗ Wol-len und Voll-brin⸗ ————..— Heiligung und christlicher Wandel. —— ö ö— n, nnn, v,——— —...2.——————6 73*— 1—1 —.——— 2 1— gen auf dei-nen Wil-len sehn und dir mich weihnl gen und laß mein Herz dir ganz ge- hei⸗- ligt ——— 1 ö —— +. 1— H+ . 70—4 1———..—* + — seinl Nimm mei⸗nen Leib und Geist zum Op- fer hin; dein, 0 ——— f ————.— 9——— e ————H. Herr, ist—5 les, was ich 2. Gib meinem Glauben Mut und Stärke Und laß ihn in derLiebe tätig sein, Daß man an seinen Früchten merke, Er sei kein eitler Traum und falscher Schein! Er stärke mich in meiner Pilgrim⸗ schaft Und gebe mir zum Kampfe Sieg und Kraft. 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben, In gut' und bösen Tagen sein vergnügt Und deinem Willen mich ergeben, Der mir zum Besten alles weis⸗ lich fügt! hab' und bin! Gib Furcht und Demut, wenn du mich beglückst, Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal schickst! 4. Ach hilf mir beten, wachen, ringen! Einst werd' ich noch, wenn ich den Lauf vollbracht, Im Himmel ewig Dank dir bringen, Dir, der du alles hast so wohl gemacht; Dann werdẽ ich heilig, rein und unentweiht Dein Lob verkündigen in Ewig⸗ keit. Georg Joach. Zollikofer 1730—1788. wenn du glückst, in du mir schickst! „wachen, nuich den olbracht, nk di rein und eiht in Ewig⸗ 730—1788. U Früchte des Glaubens. 331 Mel. Schwing dich auf ꝛe. Joh. Crüger. 1653. — —2.— 1—— 258 133 — 7—.52..——— L + 23 —— Sollt' ich jetzt noch, da mir schon dei=ne dich ver-las- sen, Gottes Sohn, und der ——. 8 r— r.————— Ee 2.— Güt er-schie- nen, Sün⸗de die neu, mit den Lü⸗sten die⸗ ser Zeit PSSPSS.... .μν-:. wie⸗der mich be ⸗ fle cken und nicht mehr die —.RR ————* 0 2—.—.— P‚P‚P‚I‚III‚I‚I‚I‚IIIII‚.‚‚ Sü⸗ßig ⸗keit dei-⸗ ner Lie⸗-be schme⸗cken? 2. Hab ich doch allein bei dir Sie wird mein Vertraun auf dich Meine Ruh gefunden; Mir doch lassen müssen. Mittler, heiltest du doch mir 4. Zeigt die Welt ein Heil Alle meine Wunden! wie du? Und ich sollte dein Gebot Bringt sie Kraft den Müden, Wie die Frevler hassen Den Bedrängten Trost und Ruh, Und mein Recht an deinen Tod Sündern Gottes Frieden? Wieder fahren lassen? Gibt sie mir die Zuversicht, 3. Nein, ich bi d bleib' Daß ich trotz dem Grabe 29 ů—0 Christ, 2 Deiner Ewigkeiten Licht Halt' auf deine Lehren, Zu erwarten habe? Lasse keine Macht noch List 5. Rettet sie mich, wenn vor Mir den Glauben wehren. Gott Fielen tausend ab, nicht ich; Einst die Völker stehen Mag's die Welt verdrießen, Und das Leben und den Tod 3³² Heiligung und christlicher Wandel. — Ihm zur Seite sehen, Wenn der Sichre nun zu spät Aus dem Schlaf erwachet, Und derSpötter, der hier schmäht, Glaubt und nicht mehr lachet? 6. O wie töricht, wenn ich mich Sollenmich, mein Herr und Gott, Noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße, Da ich weiß, auf wessen Wort Ich die Hoffnung gründe, Mel. Freu dich sehr ꝛe. Daß auch ich unfehlbar dort Gnad und Leben finde! 7. Nicht das Leben, nicht der 0 Trübsal nicht noch Treuden Jemals von dir scheiden. Sünde, Welt und Eitelkeit Und des Fleisches Triebe, Alles überwind' ich weit, Herr, durch deine Liebe! Balthasar Münter 1735—1793. 15⁵4. daß in Q —5————— H n, V 0 Las-set uns —— im Gei⸗ ste wan⸗- deln, un⸗serm Tun und Han-deln —3 ů————1 EII ͥ E wie's dem Volk des nie des Fleisches — Herrn ge-bührt, Got=tes Lust re= giert! 9 SSS 20————— 1 Geist sei im⸗mer-dar un-ser Beistand in Ge-fahr, —. — 9 ö EI XX. daß in sei⸗ ner Kraft wir sie gen, wenn das 9h. —736% dort icht der iden ndGott, keit U Früchte des Glaubens. 3³³ H 2 ö— D. Fleisch uns will be⸗- trü 2. Wo der Geist des Herrn regieret, Bricht das neue Leben an, Und die Gnade Gottes führet Unsern Gang auf rechter Bahn; Herz und Wandel werden rein, Dienen Gott dem Herrn allein, Um je mehr und mehr auf Erden Vor ihm angenehm zu werden. 3. Drum, o Geist der Kraft und Stärke, Zieh in unsre Herzen ein, Laß des sünd'gen Fleisches Werke Nicht mehr in uns mächtig sein! Töt in uns die Eitelkeit, Wehre allem Zank und Streit, Hilf uns frei von dem Verderben, Daß das Himmelreich wir erben! 4. Mehre in uns deine Liebe, Die des Glaubensfrüchte bringt, Schenkuns deine heil'genTriebe, Daß all Gotteswerk gelingt! Halte uns in treuer Hut, Gib uns Freudigkeit und Mut, Daß allweg uns sei beschieden Freud in dir und süßer Frieden! 5. Ziere uns in allen Stücken Mit Geduld und Freundlichkeit, gen. Daß zum Helfen und Beglücken Wir im Bruderdienst bereit; Laß uns allen gütig sein Ohne Trug und Heuchelschein; Lehr uns, wenn sie uns betrüben, Sanftmut und Versöhnung üben! 6. Führe uns auf allen Wegen, Daß uns nichts mehr schaden kann, Und so oft sich Lüste regen, Nimm dich unsrer Schwachheit an! Stärke uns durch deine Kraft Zu der rechten Ritterschaft, Als die Christo angehören, Aller bösen Lust zu wehren! 7. Also wird es uns gelingen, Gottes heilig Volk zu sein; Dann wird Wollen und Voll⸗ bringen Immer mehr von Sünden rein. Nicht mehr schreckt uns das Gericht, Wenn uns das Gesetz anficht, Weil wir in der Gnade stehen Und des Geistes Wege gehen. Otto Schulze 1823—1884. 33⁴ Heiligung und christlicher Wandel. O 2. Liebe zu Gott und Jesus Christus. Nach eigener Melodie. —— ————— + 0—6 Herzu- lich lieb hab' ich Die gan⸗ze Welt er⸗ Vor 1577. 200 Q0 0 0 dich, o freut mich 660 1..——.— J— ö * J .— ——— Herr! Ich bit- te, sei von nicht, nach Erd und Him- mel mit ich nicht, wenn mir nicht fern frag' + Ee e. ——— dei- ner Gna-de Ga-ben! ich nur dich kann ha-ben. Und wenn mir gleich mein V. e— E Iirs ** 4 + 400 —— —4 * — — —++ Herz zer⸗-bricht, bist du doch mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht, mein —.— den —.—— 50 E . Trost und meines Herzens Teil, und bringst durch dei⸗nen 9 4 4 H 4 20 r,. Tod mir Heil. Herr Je⸗su und Herr, mein W. mit Gott und Herr, in Schanden laß mich nim⸗mer⸗mehr! 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab Mein Leib und Seel und was ich hab' In diesem armen Leben; Damit ich's brauch' zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, Wollst du mir Gnade geben! Behüt mich/ Herr, vor falscherLehr, Des Satans Macht und Lügen wehr, In allem Kreuz erhalte mich, Auf daßich's trag' geduldiglich! Herr Jesu Christ, π mein Herr und Gott,, Tröst meine Seel in Todesnot! Nach eigener Melodie. 3. Ach Herr, laß deine Enge⸗ lein Am letzten End die Seele mein In Abrahams Schoß tragen, Den Leib in seinem Kämmer⸗ lein Gar sanft ohn' alle Qual und Pein Ruhn bis am züngsten Tage! Alsdann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen sehen dich In aller Freud, o Gottessohn, Mein Heiland auf dem Gnaden⸗ thron! Herr Jesu Christ,, erhöre mich,/ Ich will dich preisen ewiglich! Martin Schalling 15321608. Phil. Nicolai? 1598. 5 Wd—.——1 x 20l———4 E..— —.——4 1 1— —— Wie schön leucht't uns der Mor-gen⸗ 0 0 0 0 Du Da ⸗vids Sohn aus Ja⸗kobs ———.— 2—————— *D.———..——— stern, voll Gnad und Wahr-heit von dem Herrn aus Stamm,mein Kö⸗ nig und mein Bräu⸗ti⸗ gam, du — 30 Heiligung und christlicher Wandel—— 2 .—.—.......... .. Ju-da auf⸗ ge-gan-gen! 472 hast mein Herz um-⸗- fan⸗- gen; lieb-lich, freundlich, —— =.——1—.— SSIEEE * schön und präch⸗ tig, groß und mäch⸗ tig, reich an Ga⸗ ben, 22 .— I ö—5 +*— Ei ü⸗ ber al ⸗les hoch er ⸗ ha-bẽen. 2. O meine Perle, werte Kron, Nach dir Wallt mir Sohn Gottes und Marias Sohn, Mein Gemüte, Du hochgeborner König, Ew'ge Güte, Mein Herz ist voll von deinem Bis es findet ö Ruhm Dich, des Liebe mich entzündet. Dein süßes Santelden Ist lauter Milch und Honig. 4. Von ene—.—— ein Herr, nn Preis' ich, Wenn ich dein holdes Ange⸗ Hosianna! sicht Himmlisch Manna, Seh' freundlich auf mich Das wir essen, blicken. Deiner kann ich nicht vergessen. O Jesu, du mein höchstes Gut, 3. Geuß tief mir in das Herz Dein Wort, dein Geist, dein Leib hinein, und Blut Du Gottesglanz und Himmels⸗ Mich innerlich erquicken. schein, Nimm mich Freundlich Die Flamme deiner Liebe In die Arme, Und stärk 5 daß ich ewig Herr, erbarme bleib' Dich in Gnaden! O Herr, ein Glied an deinem Leib Auf dein Wort komm' ich ge⸗ In frischem Lebenstriebe! laden. SESE —SE 5 0 SE H- ündet. lir ein ht, ige⸗ Gut, in Leib ge⸗ 27 —⁵⁷ Liebe zu Gott und Jesus Christus. 5¹⁷⁷ 5. Gott Vater, o du starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat sich mit mir vertraut, Mein Herz auf ihn mit Freuden schaut; Was ist's, das mich betrübet? Preis dir, Heil mir! Himmlisch Leben Wird er geben Mir dort oben Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang Und laßt den süßen Lobgesang Ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem JesusChrist, Der mir mein Ein und Alles ist, In treuer Liebe wallen. Singet, Klinget, Jubilieret, Triumphieret! Dankt dem Herren, Ihm, dem König aller Ehren! 7. Wie freu' ich mich, Herr Jesu Christ, Daß du der Erst' und Letzte bist, Der Anfang und das Ende! Du wirst mich einst, ich bin's gewiß, Aufnehmen in das Paradies, Froh fass' ich deine Hände. Amen, Amen. Komm, o schöne Freudenkrone, Bleib nicht lange, Weil ich sehnlich dein verlange! Phil. Nicolai 1556-1608. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. +.—1—+ 20²———————— RD—— —.— O Je⸗ su, Je⸗ su, Got⸗tes du weißt es, daß ich Ure- de * vor dir ist Sohn, mein Bru⸗ der auf dem Him⸗ melsthron, du al-les son-nen-klar, ja — ————— + 4.— II = II — mei⸗ ne Freud und Won⸗ ne, als die Son ⸗ne. kla⸗ rer Herz-lich lieb' ich 3⁵⁸ Heiligung und christlicher Wandel. ◻ 0.— ö +————— ——————— E L 0 1.9 1..9 L 2— mit Ge⸗fal-len dich vor al- lenz nichts auf Er-den 4 ů —, ö— dn,,. kann und soll mir lie⸗ ber wer⸗-den. 2.Dies ist mein Schmerz, dies 4. Denn wer dich liebt, den kränket mich, liebest du, Daß ich nicht so kann lieben dich, Schaffst seinem Herzen Fried? Wie ich dich lieben wollte. und Ruh, Mein Herz dich lieber stets ge⸗ winnt; Je mehr ich lieb'/ je mehr ich find', Wie ich dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine Güte Ins Gemüte Lieblich fließen, So wird sich die Lieb ergießen! 3. Durch deine Kraft treff' ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld Und was man sonst auch nenne, Kann mich Ohn' dich G'nugsam laben; Nur die Gaben Deiner Liebe Trösten, wenn ich mich betrübe. Erfreuest sein Gewissen. Wie's ihm auch gehn mag auf der Erd, Wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, Soll er doch dein genießen. Ewig Selig Nach dem Leide Große Freude Wird er finden; AllesTrauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat jemals dies gehört, Kein Menschgesehen noch gelehrt, Es läßt sich nicht beschreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Gründlich Läßt sich Nicht erreichen Noch vergleichen Erdenschätzen, Was uns droben wird ergötzen. — iden. dies ehrt, en, hkeit eit, ötzen. ——⁷ Liebe zu Gott und Jesus Christus. 3³⁰ 6. Drum lass' ich billig dies allein, O Jesu, meine Sorge sein, Daß ich dich herzlich liebe, Daß ich i in dem, was dir gefällt, Was mir dein Wort vor Augen hält, Aus Liebe mich stets übe, Bis ich Endlich Werde scheiden Und mit Freuden Zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da werd' ich deine Freund⸗ lichkeit, Die hochgepriesen weit und breit In reiner Liebe schmecken Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd' ich Sein erquicket Und geschmücket Vor dem Throne Mit der schönen Himmelskrone. Joh. Heermann 1585—1647. Nach eigener Melodie. 1668. 203... — e e + sich für mich ge⸗ ben, s˙ er⸗ for⸗dert mei⸗ ne Pflicht, ganz von Her- zen ihm zu 135 +. ben. Er lass' ich Je⸗-sum ist mei⸗ 15 Le⸗ bens Licht: mei-nen nicht. 34⁰ Heiligung und chr istlicher Wandel.— 2. Jesum lass' ich ewig nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab' ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab' ergeben. Alles ist auf ihn gericht't: Meinen Jesum lass' ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Alle Sinne mir entweichen, Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen, Wenn der Lebensfaden bricht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, Wenn ich bin dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget. 5556— mein Gott will. Mich erfreut sein Angesicht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seel in mir sich sehnet; Jesum sucht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich frei macht vom Gericht: Meinen Jesum lass' ich nicht. 6. Jesum lassͤich nicht von mir, Geh' ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für Zu der Lebensquelle leiten. Selig wer mit mir so spricht: Meinen Jesum lass'ich nicht. Christ. Keymann 1607—1662. (Weltlich. 1529.) 1540. —4 204 3. wn——.—. ,.—.— =.— 0 0 —.— Hier ist mein Herz! Herr, nimm es Hin-weg, o Welt, aus mei- nem 2 a .—.—* — hin, dir hab' ich mich er ge ben. Sinn mit dei⸗ nem schnö-den Le ben! f + 2 1———.—.—..— 2—— 2.*—— 5— Dein Tun und Tand hat nicht Be⸗ stand, wie man's auch 1662. 1540. E Liebe zu Gott und Jesus Christus. 341 ö 5 be⸗ gin⸗ nen; Samishwinan dir sich mit Be⸗ — ᷓS„— nte. X.t.. gier 2. Gott ist mein allerbestes Gut, Nach ihm steht mein Verlangen. Ach könnt' ich doch mit frohem Mut Nur meinem Gott anhangen! Ach wäre doch Der Sünde Joch Von mir hinweggenommen, Daß ich einmal In seinen Saal Des Himmels möchte kommen! 3. Ich sehe doch, daß diese Welt Mit allen ihren Sachen, Was sie von Gütern in sich hält, Nicht kann recht glücklich machen. Es muß Rn Wie Staub Wind Die Lust der Welt zerstieben; Nur Gott, mein Licht, Verläßt mich nicht, Ihn will ich ewig lieben. mein frei- er Geist von hin nen. 4. Gib, daß ich meinen Sinn zu dir Hinauf gen Himmel schwinge Mit Lieb und wahrer Heils⸗ begier, Und mich in keinem Dinge Erfreue hier Als nur in dir, Gott, meiner Seele Leben! Nur du allein Kannst mich erfreun Und wahren Frieden geben. 5. Drum fahre hin, was flüchtig ist! Ich will es lassen fahren. Gott ist mein Teil zu jeder Frist, Der wird mich wohl be⸗ wahren, Daß ich die Pracht Der Welt nicht acht', Vielmehr nur ihn verlange Mit festem Mut, Das höchste Gut, Und ewig an ihm hange. Sebastian Franck 1606-1668. 2 Heiligung und christlicher Wandel. Nach eigener Melodie. Joh. Crüger. 1649. 1656. HI— 0 0 205 rar— ———— +.— — H—— 00—— Je: su, mei⸗ ne Freu-de, ach wie lang, wie lan- ge mei- nes ist dem 5EEEEEEEEEE — 2. Hr zens Wei 88. Her-zen ban- ge Je⸗ su, mei⸗ ne Zier: und ver-langt nach dir! E +v— 1 e, 25 Du bist mein und ich bin dein, au⸗ßer dir soll —4+ + + 1 mir auf Er-den 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß von Ungewittern Rings die Welt erzittern, Mir steht Jesus bei. Ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz der Feinde Lauern, Trotz des Todes Schauern, Trotz der Furcht dazu! Zürne, Welt, und tobe: Ich steh' hier und lobe nichts sonst lie⸗-ber wer: den. Ob die Welt In Trümmerfällt, 2.—5 * I —..* · Gott in sichrer Ruh. Gottes Macht Hält mich in acht; Erd und Abgrund mögen zittern, Mich kann nichts erschüttern. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eiteln Ehren, Will von euch nichts hören, Bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von Jesu scheiden. DIE den, — Liebe zu Gott und Jesus Christus. 5. Gute Nacht, o Wesen, Das die Welt erlesen, Mir gefällst du nicht! Gute Nacht, ihr Sünden, Bleibet weit dahinten, Kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, Du Stolz und 6. Weicht, ihr Trauergeister, Denn mein Freudenmeister, Jesus tritt herein! Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr Betrüben Lauter Segen sein. Duld' ich schon Hier Spott Pracht; und Hohn, Dir sei ganz, du Sündenleben, Dennoch bleibst du auch imLeide, Gute Nacht gegeben! Jesu, meine Freude. Joh. Franck 1618-1677. Nach eigener Melodie.“) 1738. 4————5——— SS —.— Ich will dich lie-ben, mei- ne Stär⸗ ich will dich lie-ben mit dem Wer⸗ 1 2+2.— —4— ILSEee 6 e—— — ke/ ich will dich lie⸗ ben, mei⸗ ne Zier; ke und im⸗mer⸗wäh⸗ren-der Be⸗gier. Ich will dich ů 2 +4 —.——.— — 2— 1 — lie⸗ben, schönstes Licht, bis mir(im Tod) das Her⸗ze bricht. *) Das Lied kann, aber dann m it den eingeklammerten Worten, auch nach der Melodie„O daß ich tausend Zungen hätte“ (s. Nr. 9 und 268). 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, gesungen werden So lange mich dein Glanz be⸗ scheint. Ich will dich lieben, Gottes⸗ lamm, 22 6⁴ Heiligung und christlicher Wandel. — Als meinen(Seelen-) Bräuti⸗ gam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobte Liebe du, Und dich nicht eher mein ge⸗ nennet, Du höchstes Gut und wahre Ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich dich(erst so) spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war Daß du mich froh und frei ge⸗ macht; Ich danke dir, du süßer Mund, Daß du mich(wieder) machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn! Laß meinen Fuß auf deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn! verblendet, Erleuchte Leib und Seele ganz Ich suchte dich 2— fand dich Du(ewig) starker Himmels⸗ nicht; lanz! Ich hatte mich von dir gewendet 32— Und liebte nicht das wahre Licht. 7. Ich will dich lieben, meine Nun aber ist's durch dich ge⸗ Krone, schehn, Ich will dich lieben, meinen Daß ich dich mir(zum Heil) Gott/ ersehn. Auch fern von allem Erdenlohne Und in der allergrößten Not; . Ich danke dir, du wahre Ich will dich lieben, schönstes , Licht, Daß mir dein Glanz hat Licht Bis mir(im Tod) das Herze 0 gebracht; bricht. Ic0 danke dir, en Himtels⸗ Joh. Schester Angelns Sileu wonne, 162⁴4—1677. Mel, Gott des Himmels ꝛc. Heinr. Albert. 1642. ZS‚CIISE ———— — Lie ⸗-be, die du mich zum Bil-de Lie ⸗be, die du mich so mil- de —.. n! „ ne — 3⁴⁵ 4 1.— I——— IE 57 ,.—.—— dei⸗ ner Gott- heit hast ge- macht, Lie 0 nach dem Fall hast wie-der-bracht:——. — *——.—.——.— ——— 4—— V..—.—0.—.———— dir er ⸗ geb' ich mich, dein zu blei-ben — + I SSSSII 7— 1— II pig lich. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh' ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich ge⸗ litten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ew'ge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die mich hat gebun⸗ den An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herz hat ganz da⸗ hin: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele litt, Liebe, die das Lösgeld gibet Und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich einst wird führen Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich dort wird zieren Mit dem Kranz der Herrlich⸗ keit: Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624-1677. ——— 346 Heiligung und christlicher Wandel. 27 Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. ——5—.——— 08 —————4— 15 dooo Von Je-su will ich nim-mer wan⸗ Ihm hab' ich all mein Heil zu dan⸗— 2515— S— +ken; er liebt mich treu, ich lieb' auch ihn. Da⸗ ken, der ich durch ihn in Gna-den bin; 23 5 d IᷓDiqi 2 + 1 V.—— — her ihm Mund und Herz ver-spricht: ich las⸗ se 2———— • e e meiznen Je⸗sum nicht. 2. Ich lass' ihn nicht, ich will ihn halten, Wie es mir auch auf Erden geh'; Ich lasse meinen Jesum walten, Bei welchem ich in Gnaden steh'. Er ist stets meine Zuversicht; Ich lasse meinen Jesum nicht. 3. Er läßt mich nicht; sollt' ich ihn lassen? O nein, mein Jesus bleibet mein. Ich will ihn immer stärker fassen Und schließen in mein Herz hin⸗ ein, Das froh und fest i im Glauben spricht: Ich lasse meinen Jesum nicht. 4. Mag man mich hie und da vertreiben, Ich weiß noch einen sichern Ort, Da werd' ich fest und standhaft bleiben: Es ist mein Jesus und sein Wort. Sein Glaube ist mir süße Pflicht; Ich lasse meinen Jesum nicht. 220 Welt mir selbst das Leben, Die Welt, die 00 4——8 Mein Heiland dn mir's wieder geben, Den meine ganze Seele liebt. ——— ——— Liebe zu Gott und Jesus Christus. 3⁴⁷ Ihm sterb' ich, wenn mein Auge richt; Ich lasse meinen Jesum nicht. 6. Die Welt muß endlich auch vergehen Mit aller ihrer Herrlichkeit; Doch wird das Reich des Herrn bestehen, Das für die Frommen ist bereit. Wenn Himmel, Erd und alles bricht, Lass' ich doch meinen Jesum nicht. 7. Ich lass' ihn nicht in jenem Leben, Dort will ich ihm zur Seite stehn, Mel. Mein Herz, ermuntre dich ꝛc. Und ewig, ewig ihm ergeben Werd' ich dort nimmer von ihm gehn. Dort schau' ich einst sein An⸗ gesicht Und lasse meinen Jesum nicht. 8. Dort werd' ich ihm mein Loblied singen, Dort selig einst vor seinem Thron Ihm Dank und Preis und Ehre bringen, Ihm, dem Erlöser, Gottes Sohn; Dort steh' ich einst in seinem Licht Und lasse meinen Jesum nicht. Erasmus Finx 1627—1694. Karl Friedr. Schulz? 1836. 2 SENFE +——.—5 r e IISS 90 0 0 5 3 3 3 ö 3 Ein Wort ist mir ins Herz ge⸗-schrie⸗ auch wenn mich al- les will be- trü⸗ + ben, es gibt mir fro⸗ he Zu=ver⸗-sicht; ben, raubt man mir die-se Freu⸗de nicht. 0—4 —.—..—..——.—, * weil ich Je-sum nen⸗nen kann, so schau' ich ——— +* +I ..F freu dig him⸗mel · an. — 3⁴⁸ Heiligung und christlicher Wandel. E 2. In diesem Worte glänzt mein Himmel, Nur dieser Name bringt das Heil. Ach, alles Welt- und Lust⸗ getümmel Trägt Dornen 101. der Rosen eil. Hab' ich nur Jesum in der Brust, Bin ich mir keines Grams be⸗ wußt. 3. Mein Herz ist froh bei diesem Worte, In Jesu bin ich hoch entzückt; Dies ist die goldne Lebenspforte, Nach welcher meine Seele blickt; Es quillt ein edler Lebenssaft Aus diesem Namen voller Kraft. 2—— eigener Melodie. 4. O könnt'ich je was Schönres sagen? MeinHerz und Mund spricht froh dies Wort. Ruf' ich, so hört er meine Klagen, Er, meine Burg, mein Schild, mein Hort. Nichts außer ihm ist meine Lust, Nur Jesus wohn' in meiner Brust. 5. Wohlan, es bleibt, was ich gesprochen, Ich nehme Jesum an mein Herz! Es mag die Welt aufs Eitle pochen, Ich schaue freudig himmel— wärts. Indessen bleibt die Losung hier Nur Jesu Name für und für. Beni. Schmolck 1672—1737. Dimitri Boriniansky. 1822. 2⁰½ I—.—.—.——.—8 ⁰ u Ich—2 te an die Macht der Lie-be, . + V 4— 1 117— —————— a. die sich in Je ⸗su of: fen⸗ bart; ich 9—— mich , . — H Liebe zu Gott und Jesus Christus. 340 9—4 LC ——. —.—————— lie ⸗ bet ward;z ich will, an- statt an mich zu Q— 4 IE 3525 .SI.I..... T— 1245 —————I....— +..—— den⸗ken, ins Meer der Lie-be mich ver-sen ⸗ ken. 2. Ich fühl's, zum Heil muß ich dich haben, Ich fühl's, ich 12— für dich nur ein. Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, Mein Leben ist in dir allein; Hier ist die Ruh, hier ist Ver⸗ gnügen, Drum folg' ich deinen sel'gen Zügen. 3. Dein ewig sei mein Herz und Leben, Erlöser, du mein einzig Gut! Für dich hast du mir's nur ge⸗ geben, In dir es still und selig ruht. Dueiland meines tiefenFalles, Für dich ist ewig Herz und alles. 4. O Jesu, daß dein Name bliebe Im Grunde tief gedrücket ein! Laß deine treue Jesusliebe In Herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Werk und allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerh. Tersteegen 1697—1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1738. 2I SSDSSSISSIIIIE. —.—.— Nun so will ich denn mein Le- ben ern ——— 2——— völ⸗lig mei⸗ nem Gott er ge- ben; nun wohl-an, es 55⁰ Heiligung und christlicher Wandel. ——.— ist ge-schehn! Sünd, ich will von 0 V IEEEIEEEA. dir nicht 2 ren; +— E e, e, wrni. + 1 Welt, ich will mich von dir keh⸗ ten, oh ⸗ je zu 6—— —— II E rück⸗ zu⸗ sehn. 2. Hab' ich sonst mein Herz geteilet, Hab' ich hie und da verweilet, Endlich sei der Schluß gemacht, Meinen Willen ganz zu geben, Meinem Gott allein zu leben, Ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe All mein Liebstes, das ich habe; Schau, ich halte nichts zurück! Schau und prüfe Herz und Nieren; Solltest du was Falsches spüren, Nimm es diesen Augenblick! 4. Ich scheu' keine Müh und Schmerzen, Gründlich und von ganzem Herzen Will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem Deinen Augen nur gefallen, Ach, so hab' ich ewig g'nug. 5. Eines will ich nur betrachten Und nicht wissen noch drauf achten, Was sonst draußen mag ge⸗ schehn: Fremd der Welt und ihren Sorgen Will ich hier, in dir verborgen, Als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich er⸗ wählen, Alle Kräfte meiner Seelen Nimm nur ganz in deine Macht! Ja, ich will mich dir verschrei⸗ ben, Laß es ewig feste bleiben, Was ich dir hab' zugesagt! Gerh. Tersteegen 1697-1769 O Liebe zu Gott und Jesus Christus. 351 470. schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 272 2—. EI 4—. SPSSSS ..— Was freut mich noch, wenn du's nicht Bist du nicht Schild,was de ⸗cket 0⁴——.— E——— P. +*——.—— bist, Herr Gott, der doch mein Al ⸗=les ist, mein mich? Bist du nicht Licht, wo fin de ich inr 44——.— 4—— Q. 41 ————— i. —— D H Trost und mei⸗ne Won⸗ne?(Kei⸗ ne rei⸗ Fin⸗stern ei- ne Son- ne? EE————— Lid e—— ——— E Q.. L— 7 wah⸗re Freu- de, auch im Lei-de, auch für Sün⸗ den, 4 ——— ist, Herr, au ⸗ ßer 2. Was freut mich noch, wenn du's nicht bist, Mein Herr, Erlöser Jesu Christ, Mein Friede und mein Leben? Heilst du mich nicht, wo find' ich Heil? Bist du nicht mein, wo ist mein Teil? dir zu fin ⸗ den. Gibst du nicht, wer wird geben? Meine Eine Wahre Freude, Wahre Weide, Wahre Gabe Hab' ich, wenn ich Jesum habe. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. 352 Heiligung und christlicher Wandel. O Mel. Was Gott tut ꝛc. 1690. Q—4— —— 12— DSSS.— 27³ —..———— — Dich, Je⸗ sum, lass' ich e- wig nicht, dir du kennst dies Herz, das red=lich spricht: nur 0 ———— 1 ER YII T ——.—— 1 I 2——— H—— ———— bleibt mein Herz er ⸗ ge-ben; ben! ei-nem will ich le⸗ Du, du al ⸗=lein, du 4 —— ä... 2— .——.— sollst es sein, du sollst mein Trost auf Er Ader⸗ mein — 2— Q . SGluck im Himmel 2. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Ich halte dich im Glauben; Nichts kann mir meine Zu⸗ versicht Und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund Hat festen Grund; Die deiner sich nicht schämen, Die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht. Aus göttlichem Erbarmen Gingst du für Sünder ins Gericht wer- den. Und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit Will ich allzeit Um deines Leidens willen Die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Du stärkest mich von oben; Auf dich steht meine Zuversicht, Wenn meine Feinde toben. Ich flieh' zu dir, u eilst zu mir; Wenn mich die Feinde hassen, Wirst du mich nicht verlassen. Herr, Ichev —. en. ssen, sen. U+ Liebe zu Gott und Jesus Christus. 35⁵³ 5. Dich, Jesum, lass' ich ewig Sterb' ich mit dem Gedanken: nicht, Dich, Gottes größte Gabe; Ich weiß, daß mir kein Gut gebricht, Herr, wenn ich dich nur habe. Ich will der Welt Für Gut und Geld, Wonach die Eiteln laufen, Den Heiland nicht verkaufen. 6. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Das Kreuz soll uns nicht scheiden Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, Mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid Währt kurze Zeit, Bald ist es überstanden, Und Ruh ist dann vorhanden. 7. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht, Nie soll mein Glaube wanken; Und wenn des Leibes Hütte bricht, 5„ Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Mein Freund ist mein Und ich bin sein; Er ist mein Schutz, mein Tröster, Und ich bin sein Erlöster. 8. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht; Wenn alles wird vergehen, Werd' ich getrost auch im Gericht, Erlöser, auf dich sehen. Sieh brüderlich Vom Thron auf mich, Stell mich zu deiner Rechten, Zu deinen treuen Knechten! 9. Dich, Jesum, lass' ich ewig nicht; Hier will ich dir vertrauen, Dort hoff ich dich von Angesicht Zu Angesicht zu schauen. Dort werd' ich dein Mich ewig freun Und ewig deinen Namen, Erlöser, preisen! Amen. Ehrenfried Liebich 1713—1780. Georg Neumark. 1657. SSS Du Va ⸗ter dei-ner Menschen-kin-der, und des⸗sen Herz auch ge- gen Sün-⸗der Evang. Gesangbuch. E laß mich von 12 Seiligung und christlicher Wandel. — 2 + O——.— —.—— SRD gan⸗zem Her- zen dein, labmich smit 4Al len — G—.— 2 .—— II ——— —————— +1 Kräf=-ten sein! 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe, Da du mich als ein Vater liebst, Und so gesinnt zu sein mich übe, Wie du mir selbst die Vorschrift gibst! Was dir gefällt, gefall' auch mir; Nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilge du durch deine Liebe In mir die Liebe dieser Welt Und gib, daß ich Verleugnung übe, Wenn mir das Eitle noch gefällt! Wie sollt' ich je die Kreatur Dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deines Namens willen Gern tun, was mir dein Wort gebeut! Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, So sieh auf meine Willigkeit Und rechne mir nach deiner Huld Die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden Das tut, was dir, o Gott, miß⸗ fällt. Drum laß es mich mit Ernst vermeiden, Gefiel' es auch der ganzen Welt! Die kleinste Sünde selbst zu scheun, Laß, Vater, mich behutsam sein! 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, Was mir dein weiser Rat be⸗ stimmt! Auch Trübsal führt zu ew'gen Freuden; Wer ihre Last gern übernimmt, Geduldig trägt und weislich nützt, Wird mächtig von dir unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, Dann ist auch Sterben mein Gewinn, — — Liebe zu Gott und Jesus Christus. 35⁵ Dann werd' ich deinen Himmel Da lieb' ich in Vollkommenheit erben, Wo ich dir ewig nahe bin. Mel. Warum sollt' ich mich ꝛc. Dich, Vater der Barmherzig⸗ keit! Balthasar Münter 1735—1793. Joh. Georg Ebeling. 1666. 275⁵ 5 E ... 0 V 5 .——— 00 0 0 Mei⸗nes———— zens rein⸗ ste Freu⸗ de SE ist nur die, daß ich nie Aun Je- su schei-de, 4F½— 0.— ee——.—j——. 2—1.—1. —* +—— 1⁵1 daß ich durch Glauben eh ⸗re, je⸗ der⸗zeit ——— *. ö . 2 V 5—1.— hoch er⸗freut 2. Freundlich ruft er alle Müden Und erfüllt Sanft und mild Yren Geist mit Frieden; Seine Last ist leicht zu tragen, Er macht Bahn, Geht voran, Stärkt uns, wenn wir zagen. 3. Ja, er kennt die Leidens⸗ stunden; Größern Schmerz sei ne Stimme h6 re. Als sein Herz Hat kein Herz empfunden. Darum blickt, wenn seiner Brüder Einer weint, Unser Freund Mitleidsvoll hernieder. 4. Will das Herz vor Jammer brechen, O dann pflegt Er und trägt Uns in unsern Schwächen. 12. —— 35⁰ Heiligung und christlicher Wandel. U Selig, wer in bösen Zeiten, Froh und still In Gefahr Ich durchs Leben wallen! Immerdar Auch der Tod kann mich nicht Sich von ihm läßt leiten! schrecken, 5. Jesu, treuster Freund von Lebensfürst, Mit di Denn du wirst, allen, Mich einst auferwecken. V will Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. 3. Der geistliche Kampf. 7⁰———..—.—. 2— d. Nach eigener Melodie. Joach. Neander. 1680. 1704. 2 1.———— 0 0 0 2— Eins ist not! Ach Herr, dies Ei⸗ne Al- les an-dre, wie's auch schei⸗ ne, —4— 1 2 *——3 ů11 5———— e e. ——— 2—. SS leh-re mich er- ken- nen doch! dal⸗ ist ja nur ein schwe⸗res Joch,* 3—.Diii * EE—— 10 5 4——. run⸗ter das Her ze sich na-get und pla⸗get und 227 25—⁵—— I+ Ve— H— 4——.— .. .. ———— et. E den⸗-noch kein wah⸗res Ver-gnü⸗gen er ⸗ja get. Er⸗ 9 77 9 4 , d, ween d i: drn— . er. lang' ich dies Ei ne, das al⸗les er⸗ sett, so —.. 1831. O Der geistliche Kampf. 3⁵⁷ 0 ii + J*—..—1— E JZ—1 werd' ich mit 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei keiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing dich über die Natur! Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet, Wo alle vollkommene Fülle er⸗ scheinet, Da, da ist das beste notwendigste Teil, Mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie dies Eine zu genießen Sich Maria dort befliß, Als sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ;— Das Herz ihr entbrannte, nur einzig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; Ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt Und wurde ihr alles in einem geschenkt:— 4. Also ist auch mein Ver⸗ langen, Liebster Jesu, nur nach dir; Laß mich treulich an dir hangen, Schenke dich zu eigen mir! ei⸗ nem in — al-⸗ lem er-götzt. Ob viele zum größesten Haufen auch fallen, So will ich dir dennoch in Liebe nachwallen; Denn Leben und Geist ist, o Jesu, dein Wort; Was fehlt meiner Seele bei dir, o mein Hort? 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demut und Ein⸗ falt regieret Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet! Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab' ich der Weisheit voll⸗ kommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen Als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen Durch dein heil'ges teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, — 3⁵⁸ Heiligung und christlicher Wandel. — Da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; Da hab' ich die Kleider des Heiles erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist i in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; Entreiße mich aller vergäng⸗ lichen Lust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt! 8. Ja, was soll ich mehr ver⸗ langen? Auf mich strömt die Gnadenflut Du bist einmal eingegangen In das Heil'ge durch dein Blut, Da hast du die ew'ge Erlösung erfunden, Daß ich nun von Tod und Ver⸗ dammnis entbundenz DeinEingang die völlige Freiheit mir bringt, In kindlichem Geiste das Abba nun klingt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein Ein und Alles sein! Prüf, erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein! Sieh, ob ich auf bösem betrüg⸗ lichem Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege! Gib, daß ich nichts achte, nicht Leben noch Tod, Und Jesum gewinne: dies Eine ist not! Joh. Heinr. Schröder 1667—-1699. 5201 O du Liebe meiner Liebe. 174⁴⁵. 27⁷— 2.„, 2.—„ Durchbre⸗cher al-ler Ban-de, der du D da Schaden, Spott und Schande uns mit im- mer bei uns bist, Himmels⸗lust ver⸗ süßt: HFRN IH— 2.——7 en Blut, sung Ver⸗ ndenz eiheit Abba lleine sein! ine, trüg⸗ zuf nicht d/ Eine 1699. O Der geistliche Kampf. é 33 ——.—— Ie DDD 6 ‚ 49———— PPTTTT 2— — rich⸗te wi- der un- sern A-⸗damssinn, bis dein treu⸗es H— — + e, t ee PDDDRDRDRDRD ...... An: ge-sich⸗ te 2. Ist's doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hiezu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb und Stärk, Daß du nichts von dem verlierest, Was er dir geschenket hat, Und es aus dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. 3. Schaue doch auf unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, um Erlösung beten Von der sündigen Natur, Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns noch so hart bedrückt, Ob auch schon der Geist der Zeiten Sich auf etwas Bessres schickt. 4. Herr, zermalme, brich, ver⸗ nichte Alle Macht der Finsternis, Rette uns aus dem Gerichte, Mach des Sieges uns gewiß! Heb uns aus dem Staub der Sünden, Wirf die Schlangenbrut hinaus, uns führt aus dem Ker= ker hin! Laß uns wahre Freiheit finden Droben in des Vaters Haus! 5. Wir verlangen keine Ruhe Für das Fleisch in Ewigkeit; Was du nötig findest, tue Noch vor unsrer Abschiedszeit! Aber unser Geist, der bindet Dich im Glauben, läßt dich nicht, Bis er die Erlösung findet, Die dein treuer Mund verspricht. 6. Herrscher, herrsche! Sieger, iege! König, brauch dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, Mach der Sklaverei ein End! Aus dem Kerker führ die Seelen Durch des neuen Bundes Blut! Laß uns länger nicht so quälen, Denn du meinst's mit uns ja gut! 7. Teuer sind wir ja erworben, Nicht der Menschen Knecht' zu sein. Drum so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz voll⸗ kommen —— 3⁰⁰ Heiligung und christlicher Wandel. —— Und verkläret in dein Bild. Der hat Gnad um Gnad ge⸗ nommen, Welchen deine Füll erfüllt. 8. Liebe, zieh uns in dein Sterben, Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann er— Führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen, Laß nur uns nicht lässig sein! Wird's doch sein, als ob wir träumen, Wenn die Freiheit bricht herein! erben; Gottfried Arnold 1666—1714. Mel. Es kostet viel ꝛc. 1704. 27³*——..———— DRDDDRRRRSE +* 2———— Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und E2—— 5 2 ö— IDEEE.—————— nach des rei- nen Gei- stes Sinn zu le⸗-ben. Zwar — 2— 2—— 1 DDISDDED.. —. —I.— dar in Chri⸗ sti Tod zu ge⸗ ben; doch führt die + 1 2 2. Du darfst ja wie ein Kind Du darfst ja nur die leichte Liebe nur sein, üben. W/ —⁵ Der geistliche Kampf. —3⁰¹ treit. Liebe O blöder Geist, schau doch, wie gut er's mein'; Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr: Es ist nicht schwer! 3. Dein Vater fordert nur das Herz, Daß eres selbst mit reiner Gnade fülle; Der treue Gott macht dir ja keinen Schmerz/ Die Unlust schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergib ihn willig in den Tod, So hat's nicht Not! 4. Wirf nur getrost den Kum⸗ mer hin, Der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget! Erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, WennFurcht und Weh am schwaͤ⸗ chen Herzen naget! Sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an! So ist's getan. 5. Erhalt dein Herz nur in Geduld, Wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest! Versiehst du's oft und fehlst aus eigner Schuld, So sieh, daß du dich durch die Gnade stärkest! Dann gilt dein Fehl und kind⸗ liches Versehn Als nicht geschehn. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, Wenn dich will Nacht und Finsternis bedecken! Dein Vater wird nichts Schlim— mes mit dir tun, Vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken. Ja, siehst du auch von Hilfe keine Spur, So glaube nur! 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, Du wirst dein Heil mit größrer Klarheit schauen. Was dugeglaubt, wirst du dann vor dir sehn, Drum darfst du nur dem from⸗ men Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ So selig ist! 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, Dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? — 3⁰⁰ Heiligung und christlicher Wandel. O Geh ein, Wenne Herz, genieß die Die Sorg und Last wirf nur e Ruh, getrost und kühn Im Frieden solls du vor dem Allein auf ihn! Vater schweben! Christ. Friedr. Richter 1676—1711. Nach eigener Melodie. 17⁰0⁴. %e, .. 00 Es ko ⸗stet viel, ein Christ zu sein und Q 0 i —.—— 5——— —— + 48 4333 nach des rei- nen Gei⸗stes Sinn zu le⸗ ben; denn —— — +— .... —9—.———.— der Na⸗ tur geht es gar sau⸗ er ein, sich im-mer⸗ + —.—— +——— ........... er,—— dar in Chri⸗=sti Tod zu ge-ben; und ist hier D ——— ee, gleich ein Kampf wohl aus⸗ge⸗ richt't, das macht's noch nicht. 2. Doch ist es wohl der Mühe Er hat wohl Müh, die Gnade wert/ aber schafft Daß man mit Ernst die Herrlich- Uns Mut und Kraft. keit erwäget, Die ewiglich ein solcher Mensch 3. Du sollst ein Kind des erfährt, Höchsten sein, Der wahren Himmelssinn im Ein reiner Glanz, ein Licht im Herzen träget. großen Lichte. 0&ͥ⅛⅜Hnͥ —.. t im ——⁷ Der geistliche Kampf. 3⁰⁵ Wie wirst du da so stark, so hell und rein, So herrlich sein, verklärt im Angesichte, Dieweil da Gottes wesentliche Pracht So schön dich macht! 4. Da wird das Kind den Vater sehn, Im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; Des Lebens Strom wird es da ganz durchgehn Und es mit Gott zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn, Wer mag's verstehn? 5. Was Gott genießt, genießt es auch, Was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben; Der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, Wie lieblich wird es dort mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein Als Gott allein. 6. Auf, auf, mein Geist, er⸗ müde nicht, Der Macht der Finsternis dich zu entreißen! Was sorgest du, daß dir's an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen! Wie gut wird sich's doch nach der Arbeit ruhn, Wie wohl wird's tun! Christ. Friedr. Richter 1676—1711. Mel. Straf mich nicht ꝛc. 1694(Joh. Rosenmüller 16557). 280⁰0—— —...——— ——————*— 0 0 0 0— 74 10.* Ma⸗che dich, mein Geist, be⸗ reit, wa⸗ che, daß dich nicht die bö se Zeit un⸗ver⸗ 9 50 5—— 020 PSP IIIIII.T** —————— fleh und be- te, hofft be⸗ tre-te! Denn es ist Sa⸗tans List — 3⁴4 Heiligung und christlicher Wandel O 90.—— 2— ii ———— ü⸗ber vie ⸗le Frommen zur Ver⸗ Raund kom⸗—80 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sündenschlafe! Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe, Und die Not Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Klarheit sehen; Wache, sonst wird dir sein Licht Ewig ferne stehen! Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, laß des Feindes Li Zicht im Schlaf dich finden, Weil's ihm sonst ein Leichtes ist, Dich zu überwinden! Gott läßt zu, Daß auch du, Wenn du sorglos wallest, In Versuchung fallest. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge Oder, wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe! Wach und sieh, Es fehlt nie Hier an falschen Brüdern Unter Christi Gliedern! 6. Wache, nimm dein Fleisch in acht, Trau nicht deinem Herzen; Leicht kann, wer es nicht be⸗ dacht, Gottes Gnad verscherzen! O, es ist Voller List, Kann sich selber heucheln Und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei, Bete bei dem Wachen! Denn der Herr nur kann dich frei Von dem allem machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, Soll er etwas geben; Er verlanget unser Schrein, Wenn wir wollen leben Und durch ihn S —1= —D... dich in, — Der geistliche Kampf. 3²⁷ Unsern Sinn, Welt und Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 9. Nun so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil uns Angst, Not und Gefahr Immer näher treten! Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. Joh. Burkhard Freystein 1671—1718. Nach eigener Melodie. 1738. 1745 IA ——— DDDD— ————.— 0 0 œ Rin⸗ge recht, wenn Got- tes Gna-de Ioich u Wurd n zie⸗ het und be⸗ kehrt, daß dein Geist sich — EDDE SSPSS....... recht ent ⸗la⸗ de 2. Ringe, denn die Pfort ist enge Und der Lebensweg ist schmal! Hier bleibt alles im Gedränge, Was nicht zielt zum Himmels⸗ saal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring hinein in Gottes Reich; Will der Feind dir widerstreben, Werde weder matt noch weich! 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Und die rechte Liebe dich von der Last, die ihn be-schwert! Gänzlich von der Welt Sache; 5 Halbe Liebe hält nicht Stich! 5. Ringe mit Gebet und Schreien, Halte damit feurig an, Laß dich keine Zeit gereuen, Wär's auch Tag und Nacht getan! 6. Nimm mit Furcht doch deiner Seele, Deines Heils mit Zittern wahr! Hier in dieser Leibeshöhle Schwebst du täglich in Gefahr. 3⁰⁸ Heiligung und christlicher Wandel. 7. Halte deine Krone feste, Halte männlich, was du hast! Recht beharren ist das Beste, Rückfall wird zur schweren Last. 8. Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Lust den Zügel nicht! Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 9. Wahre Treu führt mit der Sünde Bis ins Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 10. Wahre Treu liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Wollustpflege, Hält sich selber nichts zu gut. 11. Wahre Treu kommt dem Getümmel Dieser Welt niemals zu nah; Ist ihr Schatz doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 12. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, Kämpfet recht, bezwinget euch! Dringet alle Tage weiter, Bis ihr kommt ins Himmel⸗ reich! Joh. Jos. Winckler 1670—1722. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Wolfg. Weßnitzer. 1661. QV. 43 282 ⁴—. 2—., — 0⁰0 0⁰0 Wer das Klei⸗ nod wil er⸗ Lan⸗ gen, wer die Kro- ne will emp-fan- gen, 4 ö e n En 5 ., jag' ihꝶm nach, so viel er kann; 7 der muß kämp⸗fen als ein Mann, muß sich —.—.—.——— ——l.————.—— ,. auch zu len Zeie ten auf das be-ste las⸗sen an⸗ dre Der geistliche Kampf. ö ——.—5 EIE ——— gehn, was ihm 2. Treuer Jesu, deine Güte Hält auch mir ein Kleinod für, Das entzückt mich im Gemüte Durch den Reichtum seiner Zier. O wie glänzt die schöne Krone Von dem hohen Ehrenthrone, Die du in der Herrlichkeit Deinen Streitern hast bereit! 3. Mich verlangt von ganzem Herzen, Daß sie mög' mein eigen sein; Ja ich sehne mich mit Schmerzen Nach dem freudevollen Schein. Doch das Ringen macht mir bange, Und der Kampf währt mir zu lange, An der Erde hängt mein Sinn, Bald sinkt meine Kraft dahin. Mel. Der am Kreuz ꝛc. kann im We⸗ ge 4. Drum, mein Jesu, steh mir Armen In so großer Schwachheit bei; Laß dich meine Not erbarmen, Mache mich von allem frei, Was mir will mein Ziel ver⸗ rücken; Laß mich in die Zeit mich schicken, Gib mir Kraft und Freudigkeit, Fördre meinen Lauf und Streit! 5. Es verlohnt sich wohl der ühe Kämpfen, eh' ich werd' gekrönt; Drum ich mich der Welt entziehe, Die den heil'gen Kampf verhöhnt. Deine treue Gnadenkrone Ist mir überg'nug zum Lohne; Wirst du nur mein Beistand sein, So ist sie in kurzem mein. Joh. Mentzer 1658—1734. Joh. Georg Söhnlin. 1836. 00 0 0 Schaf⸗fet, fhaf⸗fet, Menschen⸗ ·kin⸗der, bau ⸗et nicht wie sich- re Sün- der ——. E— V schaf⸗fet eu ⸗re Se lig ·keit; nur auf ge⸗ gen⸗wärt'⸗ge Zeit, son⸗ dern Hn⸗ et —2— ü⸗ ber euch, PDꝑ‚PꝑPꝑPꝑPꝑPꝑP‚PꝑPPPPP— rin get nach dem Him-mel-reich Er ⸗ den, wie ihr . . ——— mö⸗ get se=lig 2. Daß nun dieses mög' ge⸗ schehen, So bekämpfet Fleisch und Blut Und der Welt zu widerstehen, Rüstet euch mit Kraft und Mut! Gottes Wille soll allein Eures Lebens Richtschnur sein, Mag es eure schwachen Herzen Nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu be⸗ kennen, Daß ihr noch in Sünden seid, Daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, Daß ihr fehlt zu jeder Zeit, Und daß Gottes Gnadenkraft Nur allein das Gute schafft, Ja daß außer seiner Gnade Nichts euch bleibt als Seelen— schade. 4. Selig wer im Glauben kämpfet, 5 — wer —.— 5—1 „den! Selig wer im Kampf besteht, Wer des Fleisches Lüste dämpfet, Selig wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach Jaget man dem Frieden nach; Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, Sondern träg und lässig sein, Eure Lüste zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget niemals rechter Sieg; Nur den Siegern wird die Krone Beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen, Hat bei Christen keine Statt; Leichtsinn bei der Welt Gelagen Schwächt den Geist und macht ihn matt. 232323..—5 eht, npfet, näht! rben. aulich ein, in. Rrieg eg Krone ne. Lust itt; agen nacht — Der geistliche Kampf. 3⁰⁵⁷ Unter Christi Kreuzesfahn Geht es wahrlich niemals an, Daß man noch mit sicherm Herzen Mit der Sünde wollte scherzen. 7. Furcht muß man im Her⸗ zen tragen Vor demHerrn, der Leibund Seel Kann zur Hölle niederschlagen, Doch auch allen, ohne Fehl, Weil er ewig uns geliebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, Ihn um Gnade anzuflehen! 8. Und dann zähmet eure Glieder, Drin die Sündenlust sich regt, Kämpft den alten Menschen nieder, Bis ihm seine Macht gelegt! Was euch ärgert, hauet ab; Was euch hindert, senkt ins Grab Und gedenket oft der Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9. Zittenn will ich vor der Sünde Und dabei auf Jesum sehn, Bis ich seinen Beistand finde, In der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht Mit mir Armem ins Gericht; Gib mir deines Geistes Waffen, Meine Seligkeit zu schaffen! 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, Auf daß ich in Jesu Namen Meinen Glaubenskampf voll⸗ ühr'. Er verleihe Kraft und Stärk Und regiere selbst das Werk, Daß ich wache, bete, ringe Und also zum Himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter 1661—1735. 00 0 0 Nicht der Mel. Freu dich sehr ꝛe. 15⁵4. 0 —5.— ö N 284 FPFPIII T—. ———.——————— —— An-⸗fang, nur das eur⸗ ·de Ach ge- treu- er Gott, voll= de II 4910. krö ⸗net die mei- nen Lauf in Be ⸗ stän- dig⸗keit. die ⸗ser Beit! Hab ich Heiligung und christlicher Wandel. 9 43.— —.——— + memat dich be⸗kannt, so ver⸗- lei-he mir Bestand, — 5—— ö—.— ů I——.— — E——— daß ich, bis ich einst er ⸗ kal: te, Glau⸗ben 2. Du bist treu in allen Dingen, Und dein Wort ist auch getreu; Laß mich dir ein Herze bringen, Das dem deinen ähnlich sei! Wanket oft mein Fleisch und Blut Und entfället mir der Mut, So laß doch den rechten Glauben Nicht aus meinemHerzen rauben! 3. Laß mich halten, was ich habe, Daß mir nichts die Krone nimmt! Es ist deines Geistes Gabe, Daß mein Glaubensdocht noch glimmt. Mel. Wachet auf ꝛc. und Ge⸗ W⸗ sen hal 2 Lösche nicht den Funken aus, Mach ein helles Feuer draus, Laß den Glauben in mir brennen, Dich vor aller Welt bekennen! 4. Jesu, hilf mir an dir hangen, Wie die Reb amWeinstock hängt, Fest im Glauben dich umfangen, Bis mich dort dein Arm umfängtl Kommt es auch zur letzten Not, So versiegle durch den Tod, Was ich hier geglaubt auf Erden, Und laß es zum Schauen werden! Benj. Schmolck 1672—1737. Phil. Nicolai? 1598. Ru⸗ stet euch, ihr Christen-leu-te! Die Wappnet euch mit Got⸗tes Wor- te und HFE — 222.... nnen, nen! ngen, ängt, ngen, ängtl Not, d/ f Der geistliche Kampf. 357⁷¹ĩ A+ * kämp⸗fet frisch an ——.— 2— ———.———— Fein⸗ de su⸗ 58 euch zur Beu ⸗-te, ja Sa⸗tan je⸗dem Or- te, da- mit ihr 4——— II 42—2—5—1 n, —— I——65—— 1. 0— 0 S— selbst hat euch be-gehrt. sehrt! Ist euch der Feind zu blei-bet un- ver .— ů——— ..I.IIITTIIII.I — 5— schnell, hier ist Im⸗ ma: nu ⸗el. Ho-si 0 —..— 575——.—.— ———— 1—. an⸗ na! Der Star⸗ te fäll Dubch die⸗ sen 5 und Q 4—.— 27 II — + II 2—— 0 2— I wir be-hal-ten mit das 2. Reinigt euch von euern Lüsten, Besieget sie als rechte Christen Und stehet in des Herren Kraft! Stärket euch in Jesu Namen, Daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen, Zeigt eures Glaubens Ritter⸗ schaft! Wer hier ermüden will, Der schaue auf das Ziel: — Feld. Da ist Freude. Wohlan, so seid Zum Kampf bereit, Dann krönet euch die Ewigkeit! 3. Streitet recht die wen'gen Jahre, Eh' ihr kommt auf die Toten⸗ bahre; Kurz, kurz ist unser Lebenslauf! WennGott wird dieToten wecken 3⁷² Heiligung und christlicher Wandel. — Und vor dem Herrn die Welt erschrecken, So stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt; Daß uns die Welt noch höhnt, Währt nicht lange, Und Gottes Sohn Hat lange schon Uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder Und mach aus ihnenllberwinder, Die du erkauft mit deinem Blut! Schaff in uns ein neues Leben, Daß wir uns stets zu dir erheben, Wenn uns entfallen will der Mut! Gieß aus auf uns den Geist, Dadurch die Liebe fleußt In die Herzen: So halten wir Getreu an dir Im Tod und Leben für und für! Wilh. Erasmus Arends 1677—1721. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. e-le, was er-⸗ müdst du dich in den — Din⸗gen die⸗ ser Er 5.—— den, die doch bald ver⸗ 0—— .. zeh⸗ ren sich und zu Staub und A-⸗ sche wer⸗ ———„— den? Su-che Je- sum und sein Licht, al-les an⸗ n hilft 83— de nicht! Blut! Leben, heben, der eist/ d für! 172/. 1668. Der geistliche Kampf. 37³ 2. Sammle den zerstreuten Sinn, Laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß ihn in die Gnad eindringen! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 3. Du verlangst oft süße Ruh, Dein betrübtes Herz zu laben; Eil der Lebensquelle zu, Da kannst du sie reichlich haben! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 4. Geh in Einfalt stets einher, Laß dir nicht das Ziel verrücken! Gott wird aus der Liebe Meer Dich, den Kranken, wohl er⸗ quicken. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott Und aus seinem Geist geboren, Bist erlöst durch Christi Tod Und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 5900 eigener Melodie. 6. Schwinge dich nur oft im Geist Über alle Himmelshöhen, Laß, was dich zur Erde reißt, Unter deinen Füßen stehen! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 7. Nahe dich dem lautern Strom, Der vom Thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem Maß ergießet! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 8. Laß dir seine Majestät Immerdar vor Augen schweben, Laß mit brünstigem Gebet Sich dein Herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! 9. Sei im übrigen ganz still, Du wirst schon zum Ziel ge⸗ langen; Glaube, daß sein Liebeswill Stillen werde dein Verlangen! Drum such Jesum und sein Licht, Alles andre hilft dir nicht! Jak. Gabriel Wolf 1684—1754. 1739. 28⁷7 1— l d DD Ich wil streben nach dem Le-ben, wo ich Ich will rin⸗gen ein- zu-drin-gen, bis daß se ⸗ lig bin. ich's ge⸗ winn'. Hält man mich, so lauf' ich fort; * 2 H— 4 ◻e— o— e en, w. bin ich matt, so ruft —— das Wort: fort- ge- run⸗gen, 7—— H5 merenr En. — durch⸗ ge⸗ drun⸗gen bis 2. Als berufen Zu den Stufen Vor des Lammes Thron Will ich eilen; Das Verweilen Bringt oft um den Lohn; Wer auch läuft und läuft zu schlecht, Der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, Das mag schwinden, Ich will nichts davon. 3. Jesu, richte Mein Gesichte Nur auf jenes Ziel; Lenk die Schritte, Stärk die Tritte, Wenn ich Schwachheit fühl'! —————.— zum Klei⸗ 1 1 144 4.— Lockt die Welt, so sprich mir zu; Schmäht sie mich, so tröste du; Deine Gnade Führ' gerade Mich aus ihrem Spiel! 4. Du mußt ziehen, Mein Bemühen Ist zu mangelhaft. Wo ihr's fehle, Spürt die Seele; Aber du hast Kraft, Weil dein Blut uns Leben bringt Und dein Geist das Herz durch— dringt. Dort wird's tönen Bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft! Phil. Friedr. Hiller 1699-1769. 9—— Alles ist an Gottes Segen. 1738. 288 —— — * 5 2— f 6 2 ——— Fort- ge⸗kämpft und fort 3ge- run:gen, — —.. —H— O Der geistliche Kampf. 3⁷⁵ — 4—— — Pf —— 17.——2——— 2 ort; bis zum Lichte durch-ge- drun⸗gen muß es, ban-ge .— 2—. N. See⸗le, sen! Durch die tie f⸗ sen Dun⸗kel⸗ hei⸗ ten 9 2 2— EE—— 35⸗. —— +*—H — kann Ze⸗ sus hin⸗ge=lei⸗ ten, Mut sphter den nir zu; ste duz—. 456 Schwachen ein. el! 2. Bei der Hand will er dich Schau nicht seitwärts, nicht Nein ö fassen, zurücke, Scheinst du gleich von ihm ver- Nur auf Gott und Ewigkeit! lassen: Nur zu deinem Jesus wende Seele; Glaube nur und zweifle nicht! Aug und Herz und Sinn und Bete, kämpfe ohne Wanken: Hände, Bald wirst du vollFreude danken, Bis er himmlisch dich erfreut! durch. Dald umgibt dich Hrast und durch⸗ id ingit Lch 11—— 22— 5. Aus des Jammers wilden 232— Wogen dem 3. Bald wird dir sein Antlitz Hat dich oft herausgezogen funkeln; einer Allmacht treue Hand. fft! Hoffe, harre auch im Dunkeln, Nie zu kurz ist seine Rechte; —1769. Nie gereut ihn seine Wahl! Wo ist einer seiner Knechte, 17˙0 Er will dich im Glauben üben, Der bei ihm nicht Rettung fand? Gott, die Liebe, kann nur lieben: — Wonne wird bald deine Aual. Schlie Gamer Dud I —0 4. Weg von aller Welt die Blicke, Geh und schütte deinen Jammer Aus in Gottes Vaterherz! 376 ö Heiligung und christlicher Wandel. O Kannst du gleich ihn nicht Glaube, daß, was er gebeten, empfinden, Gott sein Vater ihm gewährt! Worte nicht noch Tränen finden: D* Klage schweigend deinen 8. Drum so Letzahen, Schmerh! Mich vor Gottes Antlitz wagen, 7. Kräftig ist dein tiefes Flehen, ringen fort und fort. Schweigen, So werd' ich ihn überwinden: Gott wird sich als Vater zeigen; Wer ihn sucht, der wird ihn Glaube nur, daß er dich hört! finden, Glaub, daß Zesus dich vertreten, Wird ihn haben fort und fort. Joh. Kaspar Lavater 1741—1801. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. 289— 4——. .———*— Q0 0 0 0 Nuf,auf, mein Geist, be⸗ trach-te des Christen Wach auf vomSchlaf, ver-ach-te der Ei⸗tel⸗ ——.. ABhen Stand! 145 Aen Tandl Die Lust der Welt ver-ge- het und en⸗det sich in Leid; des Chri⸗ sten Glück be- ste- —1— ———— 2 het in Zeit und E⸗wig ⸗ keit. 2. Dich stellt zu Gottes Bilde Und rein und fromm wie er! Dein Mittler wieder her; Auf, auf, die Zeit verschwindet Drum sei gerecht und milde Und alles mit der Zeit; —. — Der geistliche Kampf. 3⁷⁷ Nur dem, der überwindet, Lohnt einst die Ewigkeit! 3. Gebet und Ernst erringen Das Heil der bessern Welt. Auf, alles zu bezwingen, Was dich gefangen hält! O wache! Deine Feinde Verändern die Gestalt: Bald schmeicheln sie alsFreunde, Bald brauchen sie Gewalt. 4. Vergleiche dieses Leben Mit dem, was Gottes Geist, Aus Gnaden uns zu geben, In seinem Wort verheißt: Dann wirst du bald erkennen, Es sei doch in der Tat Nur Eitelkeit zu nennen, Was diese Erde hat! 5. Du ringst nach Ruhm und Ehre Und willst bewundert sein, Als ob nichts Höhres wäre: Denk nur an Jesu Pein! Er ist für dich gestorben Und hat zum Eigentum Den Himmel dir erworben: Das sei dein wahrer Ruhm. 6. Was sind des Reichtums Gaben, Die hier der Rost verzehrt? Willst du den Schatz nicht haben, Den Jesus uns gewährt, Wenn wir uns ihm ergeben Und unser Herz ihm weihn, Um ihm getreu zu leben Und uns in ihm zu freun? 7. Was sind des Leibes Freuden, Der Sinne Gaukelspiel? Sie schaffen dir der Leiden, Der Müh und Sorgen viel, Entfernen deine Seele Je mehr und mehr von Gott, Und in des Grabes Höhle Begräbt sie doch der Tod. 8. Gott ist die rechte Quelle, Aus der sich Lust ergießt, Die ewig rein und helle Für fromme Seelen fließt. Dem lohnet kein Vergnügen, Auf den sein Aug nicht blickt; Er bleibt im Staube liegen Und ewig unerquickt. 9. Auf denn, mein Geist, ent⸗ schwinge Dich dieser Sinnlichkeit Und glaube, bete, ringe Nach jener Seligkeit! Die Welt wird einst vergehen Mit dem, was in ihr ist; Doch Gott bleibt ewig stehen, Mit ihm dein Heil, o Christ. 10. Vom Dienst der Eitel⸗ keiten Befreie, Gott, mein Herz! Den heißen Wunsch nach Freu⸗ den 3⁷⁸ Heiligung und christlicher Wandel. O ö Den lenke himmelwärts! Dem Geist, der ewig ist; Ruh kann die Welt nicht Nur der hat Ruh und Leben, geben Dem du, Gott, alles bist. Nach Christ. Ludw. Edeling 1678—1742, bearbeitet von Friedr. Brauer 1754—1813. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1535. —— 1—..— IS... —.—— f— 20un Herr, laß Wuh dei- ne Hei-li- gung durch Du hast die Sin- nes- än-de⸗rung selbst dei? nen n Geist er⸗ lan⸗ gen! in mir an⸗ge- fan⸗ gen; du zu Gott ge ⸗gan⸗gen. 2. Ich kann mich selber vor Das Kleinod zu verlieren; der Welt Die Sünde lockt mich immerdar Nicht unbefleckt bewahren; Und will mich dir entführen. Ich kann nicht tun, was dir Herr Jesu, nimm dich meiner an, gefällt, Erhalt mich auf der Lebensbahn, Das hab' ich ft erfahren. Nur du wollst mich regieren! Ich will mich übergeben dir: 8 mach ein neu Geschöpf aus mir In meinen Gnadenjahren! 4. Die Kraft von deinem teuern Blut Laß innig mich durchdringen, 3. Ich stehe immer in Gefahr, Dein Leben, o du höchstes Gut, Nur Sei Dar * — Der geistliche Kampf. 3⁷ Mir in das Herz zu bringen, Damit dein Geist, der ewig frei, Allein mein innres Leben sei: Dann wird es mir gelingen! 5. Laß mich in deiner Lieb allein Die Lebensnahrung finden, Vertreib aus mir den Lügenschein Der angewohnten Sünden! Nur die Gemeinschaft mit dem Licht Sei meine Lust und süße Pflicht: Dann wird die Knechtschaft schwinden. 6. Lösch alles fremde Feuer aus, Das in mir möchte brennen! Be⸗ hal ⸗=te Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. Mach mich zu deinem reinen Haus, Laß nichts von dir mich trennen! Verbinde dich im Geist mit mir, Damit ich völlig eigen dir Nach dir mich dürfe nennen! 7. Laß mich in deiner Gegen⸗ wart Rit stillem Geiste bleiben; Mach mein Gefühl mir rein und zart, Das Böse wegzutreiben; In dir laß mich stets grünend sein: So führst du mich zum Himmel ein, Mag auch mein Leib zerstäuben! Mich. Hahn 1758—1819. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. mich in dei- ner Pfle⸗ge, daß nicht der Trug der eig ⸗nen We⸗ ge mich kaum Er-lö⸗ sten neu um:strickt! 1— ö Herz in sei ⸗ * du, der dem To ⸗de mich ent⸗rückt, nem Tru⸗-tze, Du kennst mein rs EII ² IED Kreu-zes⸗ siucht; be-hal- te mich in deinem Schu-tze, Es ö in WiSE +—— Die be⸗ halt mich, Herr, in dei- ner Zucht! Die Did er:; Ach Mel. Die Tugend wird ꝛc. 17⁰04. 1— + ö 222 Wo 5— eh 3 G4 E——.—— — 3— ö— Be- hal- te mich in dei- ner Pfle⸗ge, daß nicht der Trug der eig- nen We- ge e — 2 , 3—— der dem To-de mich ent=rückt, kaum Er lö- sten neu um:⸗ strickt! 9501 2 sei- nem Tru⸗ tze, du kennst's in Du kennst mein 6 ◻r sei⸗-ner Kreu-zes⸗ flucht; be 1=8te mich in dei-nem Schurtze, ů—..—.— 5 unnn EEE be⸗ halt mich, Herr, in dei- ner Zucht! — O x O Der geistliche Kampf. 381 — 2. Behalte mich in der Be⸗ 3. Du mußt, was du begannst, —. reitung vollenden, — Des heil'gen Geistes für und für! Aus mir wächst Heil'ges nicht u⸗ze/ Es würde ohne deine Leitung hervor. Ein unbrauchbarer Baum aus Behaltin deinen Bildnerhänden —.— mir. Mich weiches Wachs, mich —.— Die Keime selbst der Lieb und schwankes Rohr! Güte, Ob milde Lüfte wehn, ob Stürme, Die du mir neu ins Herz gelegt, Olaß mich nimmer, nimmer los! Ach, sie verkümmern vor der Behalte mich in deinem Schirme 1704. Blüte, Und deiner Liebe treuem Schoß! —— Wo deine Rechte sie nicht pflegt. Friedr. Ad. Krummacher 1767—1845. —— 725 O du Liebe meiner Liebe. 1745⁵. du, 2027 6*⁴ E 5, mich 2.————— —.—— Volk des Herrn, du hast hie- nie-den ei- nen — Kämpfe sind dir hier be⸗=schieden, Frie- de n.— EE———.——. 998,— lan⸗gen schwe⸗ren Streit; 3— —.— in der E-wig⸗-keit. L e ü i —.—— 1 ner——.—— Eii — Weh⸗ re, ste-he auf dem ew'⸗gen Fels, daß dir Sieg und —— 0 210.. —, Hnamdü, n e, 1 Heil be- sche⸗ er der Hei⸗land Is-ra- els! — 2. Träumest du von guten Wiegst du dich in alten Sagen, Tagen, Oder wachst du auf zum Streit Oder kennst du deine Zeit? Hörest du den Ruf der Wächter: 382 Heiligung und christlicher Wandel. O „Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn; Nun so suche keinen Frieden Aber wehe dem Verächter, In der bösen Zeitlichkeit! Denn sein Trost wird unter⸗ Führe deines Gottes Kriege!— 2 gehn“? Jesu Kreuz ist dein Panier; 3. Volk des Herrn, du hast Unter diesem Zeichen siege, hienieden Seine Schmach sei deine Zier!— Einen langen schweren Streit. Samuel Preiswerk 1799—1871. Mel. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. 6 — ESEEEEEE 2— 7 4 —.— Hindurch, hin-durch mit Freu ⸗ den! das +— EE — 26———— 6 OO———E— 6 ..— 8 Lei Euneund Len ud n i⸗ den, durch Kreuz und Not und Pein! 2. Hindurch, hindurch mit Und das Gewölke schaͤurig Freuden, Fast bis zur Erde geht: Mit Gottes Helm und Sieg, Durch Leiden und durch Streiten Mi 313 52660 it Danken und Gebet In seinem heil gen Krieg! Hin, wo auf ew'gen Hügeln 3. Hindurch die öden Strecken Der Tempel Gottes steht! Von unsrer Wanderschaft, DurchKlüfte und durchSchrecken 2 en 24— 5. Hindurch mit Adlerflügeln, 25 7— Mit seiner Gotteskraft! Selbst durch des Todes Nacht, 4. Und wenn es schwül und Hindurch die letzten Leiden, traurig Bis daß es heißt: Vollbracht! Und trostlos allwärts steht, Ernst Albert Zeller 1804—1877. U O Der geistliche Kampf. 8³ 33 525.—5 groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 1780. H9e! 204 EIDD 6————— gier! 0 0 0 Nicht daß ich es er grif-fen hät=te 7³70 noch bin ich fern der heil'gen Stät- te 9—187¹ 9 2 1609 1—M 8 35— 4+. 1— SS. ER— ———— ö E und jetzt schon gar voll⸗kom-men sei, —. wo ich von al- len Sün-den frei; doch jag' ich das ————42— — I ——— 2 2E,—. ihm mit al-len Kräf⸗ten als meinem höch-sten —————. 4——. —.—3—— 2. ————————.————————— Gu n⸗te nach, wenn auch in mei-nes Laufs Ge- schäf⸗ ten ig 4——— ·1— I— SPSPSPSPSISI ugeln, mir oft die Kraft zu⸗ sam-⸗men⸗-brach. eln ů Oder: mit Mel. Die Tugend wird ꝛc. 1704. ..S.SS. I.... E. —.— 255 Nacht, H——— n— icht! Nicht daß ich es er- grif-fen hät- te und 1877. noch bin ich fern der heil'-gen Stät ⸗te, wo 3⁸⁴ 2 4 .—— 25.—. —— jetzt schon gar voll- kom-men sei, 77 7 ich von al-len Sün-den frei; doch jag' ich — H—.—— e e DD —. ihm mit al-len Kräf⸗ten als mei⸗nem höch- sten Gute nach, wenn auch in Wm n 2 shäßten ᷣ mir oft die Kraft zu ⸗ sam⸗men⸗-brach. 2. Ich jag' ihm nach, ob ich's Ob ich es möchte noch er— ergreife, langen,— Weil Jesus Christus mich ergriff, All andres ist nur Tand und Und wenn ich ab vom Ziele Spiel,— schweife, Dem Kleinod, das mir vor⸗ Wie beugt es mich so schrecklich gehalten tief! Als himmlische Berufung ist, Ich will verschmerzen und ver- Und trotze aller Welt Gewalten gessen Und selbst des Satans Trug Das alles, was dahinten ist, und List. Und meinen Srreen darnach Doch wie ich klüglich mich ;. ̃; gehütet, Ob ich mich nahe Jesu Christ. Noch hab' ich 1151 aufs Blut 3. Ich jage nach mit Lust und gekämpft; Bangen Das Feuer, das im Innern Dem einen vorgesteckten Ziel, wütet, Nachfolge Christi. 3⁸⁵ Ist nicht erloschen, nur gedämpft; Ich kann der Schlange nicht zertreten Den Kopf, das kannst du, Herr, allein; Ich kann verwunden, doch nicht töten, Und meine Siege sind nur Schein. 5. Gib mir den starken Schild des Glaubens Und auf das Haupt den Helm des Heils, Sonst wird kein Ende des Be⸗ raubens Des mir von dir verliehnenTeils; Gib mir das Schwert in meine Rechte, Das Glaubensschwert, das nie— mals fehlt: Dann halt' ich stand in dem Gefechte, Und meine Seele wird gestählt! 6. So nah am Ziel und— unterliegen? Die Kraft zum Kampfe geht mir aus. Herr, führ aufs neue mich zum iegen! Schon winket mir das Vater⸗ haus. Nur wer getreu bis an das Ende Den Streit als wie ein Held besteht, Empfängt in seine Siegerhände Die Krone, die nicht mehr ver⸗ geht. 7. Doch wer auch mit dem kühnsten Wagen Vordringt, daß ihm nicht einer gleicht, Würd' er von dir nicht hin⸗ getragen, Er hätte nie das Ziel erreicht. Du gibst das Wollen und Voll⸗ bringen, Dein ist die Ehre, dein der Preis; So laß es du uns, Herr, gelingen Und schmück uns mit dem Siegespreis! Ernst Alb. Zeller 1804-1877. 4. Nachfolge Christi. ü mit mir, Gott ꝛc. Herm. Schein. 1628. 205 Q0 0 0 — 6——...— 6555 +— Mir nach,sprichtChri-stus un- ser Ver ⸗leug-net euch, ver-laßt die Evang. Gesangbuch. 13 IN Heiligung undech ristlicher Wandel. — SSIIIET Held, mir nach, ihr Chri⸗sten al⸗ le! Welt, folgt meie⸗nem Ruf und Schalẽ le, nehint 2————— +— I ⁰οἀ IIII—— ————....... eu⸗ er Kreuz und Un⸗ge-mach auf euch, folgt mei⸗nem Wan- del 2. Ich bin das Licht, ich leucht' euch für Mit heil'gem Tugendleben; Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Finstern schweben; Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll De⸗ mütigkeit, Voll Liebe mein Gemüte, Mein Mund voll Huld und Freundlichkeit, Voll Sanftmut und voll Güte. Mein Geist und Wille, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben: schaut auf ihn! 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, nach! Zu fliehen und zu meiden Und euer Herz von arger List Zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ' euch zu der Himmels⸗ pfort. 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh' voran, Ich steh' euch an der Seite; Ich kämpfe selbst und breche Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn, Sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer hier sein Heil zu finden meint, Wird's ohne mich verlieren; Wer hier es zu verlieren scheint, II eHNRN HFl. eRR SEN —222. .. Nachfolge Christi. 3⁵⁷ finden ren; scheint, Den werd' ich dazu führen. Mit unserm Kreuz nachgehen Wer nicht sein Kreuz nimmt in Und wohlgemut, getrost und Geduld, gern Ist mein nicht wert und meiner Bei ihm im Leiden stehen; Huld. Denn wer nicht kämpft, trägt 7. So laßt uns denn dem auch die Kron lieben Herrn Des ew'gen Lebens nicht davon! Joh. Scheffler(Angelus Silesius) 1624—1677. Strophe 4 erstmals um 1668. Wel: Eeacht magen Foh. Heinr. Väzner: m288. —. Las-set uns mit Je⸗ su zie⸗hen, sei⸗nem in der Welt der Welt ent-flieshen, auf der . II —.—.—. Vor⸗ bild Rede gen nach ö Bahn, die er uns brach, im⸗-mer⸗fort zum Him⸗mel S SSI...—. .—.—.—.—.—..————— rei⸗ sen, ir⸗disch noch schon himmlisch sein, glauben recht und ——— le⸗ben rein, in der Lieb den Glauben wei-sen! Treu⸗er — .———— Je ⸗su, bleib bei mir; geh vor- an, ich fol-- ge dir! 13* 35⁸⁸ Heiligung und christlicher Wandel. O Oder: 6865 Lasset uns den Herren ꝛc. Joh. Schop. 164ʃ. ——.— 9.4 Las⸗ set uns mit Je- su zie-hen, sei⸗ nem in der Welt der Welt ent-flie-hen, auf der Vor⸗bild fol⸗ gen nach, Bahn, die er uns brach, 75„——— DEE—.—— 25.—&— UIEEI— ö Him⸗ mel rei⸗ sen, ir⸗ noch schon himmlisch sein, glau- ben recht und ⸗ben rein, in der im⸗ mer⸗ fort zum fol ge 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Hoffnung tröstet mit Geduld, Seinem Vorbild werden gleich! Denn es scheint durch Gottes bleib bei mir; geh vor-an, ich Nach dem Leide folgen Freuden, Huld Armut hier macht droben reich, Nach dem Regen bald die ö Tränensaat die erntet Wonne, Sonne. 11 7ES GCG 42 — uf der —— Nachfolge Christi. 3⁸⁶ Jesu, hier leid' ich mit dir, Dort teil deine Freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod wehret unserm Tod, Rettet uns von dem Verderben, Von der Seele ew'ger Not. Laßt uns töten, weil wir leben, Unser Fleisch, ihm sterben ab, So wird er uns aus dem Grab In des Himmels Leben heben! Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wieder geben. Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder; Wo du lebst, da leben wir. Ach erkenn uns für und für, Trauter Freund, für deine Brüder! Jesu, dir nur leb' ich hier t zum Daß ich lebe für und für Und dort ewig auch bei dir! Sigmund von Birken 1626—1681. — ——.— Mel. Freu dich sehr ꝛe. 15⁵4. mlisch 207 .— — 00 0 0—D— —— Sei ge⸗treu bis an das En-de, ö der dich von dei- nem Je- su wen- dez 0—— —m— SS——. ————————————— eduld, ottes die daß nicht Mar⸗-ter, sei ihm treu bis Angst und Not in den Tod! Ach, das —— SI— —.— Lei⸗ den die⸗ser Zeit ist nicht wert der Herrlich-keit, . = die dein Je-sus dir will ge⸗ ben dort in 39⁰0 Heiligung und christlicher Wandel. U 2— ——.———I— ————————————— +———— ,. je⸗ nem Freu⸗den⸗ le ⸗ ben. 2. Sei getreu in deinem Glauben; Laß dir dessen festen Grund Ja nicht aus dem Herzen rauben, Halte treulich deinen Bund, Welchen in der Taufe Bad Gott mit dir geschlossen hat! Der ist gottlos und verloren, Wer ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt! An dem Nächsten Gutes übe, Und wenn er dich hat betrübt, Denke wie dein Heiland tat, Als er für die Feinde bat! So mußt duVerzeihung schenken, Soll Gott gnädig dein gedenken. 4. Sei getreu in deinemLeiden! Lasse dich kein Ungemach Von der Liebe Jesu scheiden, Murre nicht in Weh und Ach! Denn du machest deine Schuld Größer nur durch Ungeduld. Leichter trägt, wer willig träget, Was sein Gott ihm auferleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen, Traue fest auf Gottes Wort! Hat dich Kreuz und Not be— troffen, Und Gott hilft nicht allsofort: Hoff auf ihn doch festiglich! Nimmermehr vergißt er dich. Seine Hilf ist schonvorhanden— Hoffnung machet nie zu Schan⸗ den. 6. Nun wohlan, so bleib im Leben Glaube, Lieb und Hoffnung fest! Ich will Treu für Treue geben, Weil mein Gott mich nicht ver⸗ läßt. Herr, den meine Seele liebt, Dem sie sich im Kreuz ergibt, Sieh, ich fasse deine Hände: Hilf mir treu sein bis zum Ende! Nach Benj. Prätorius 1636—1674. Him⸗ mel-an geht un⸗ Ire Bahn; wir snd bis wir hin nach Ka- na- an — Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. 2 S nn n— durch die —. Nachfolge Christi. 3⁰⁵¹ + II ———. ———— Se—— —— Gä⸗ ste nur auf Er-den 24 Wü⸗ ste kom⸗-men wer-⸗ denz hier ist un ⸗ser träget, 266⁷1 leger EEER hoffen— u pil⸗ ger ⸗ stand, dro⸗ ben un⸗ ser Ba⸗ ter-land. be⸗ 2. Himmelan schwing dich, Daß mein Herz schon aufwärts mein Geist, steigt fort Denn du bist ein himmlisch über Sonne, Mond und Sterne; ch! Wesen Denn ihr Licht ist viel zu klein 921 Und kannst das, was irdisch Gegen jenen Glanz und Schein. en— heißt,— chan Nicht zu deinem Ziel erlesen! 2 mich des Ein von Gott gelehrter Sinn In d znenr rihr In die rechte Heimat führen, ib ind Kehrt zu seinem Ursprung hin. Da ich über alle Not 3. Himmelan, ruft Gott mir Ewig werde triumphieren. g fest! zu, Jesus geht mir selbst voran, lwer⸗ 0 ich ihn im Worte höre; Daß ich freudig folgen kann. t ver⸗ eist mi ht ver Das weist mir den Ort der Ruh, 6. Himmelan, ja himmelan! Wo ich einmal hingehöre.* 4—5 ö bt R, D Das soll meine Losung bleiben. bt, Wenn ich dieses Wort bewahrt, Ich will allen eiteln Wahn ibt, Halt' ich frohe Himmelfahrt. de: Durch die Himmelslust ver⸗ Ende! 4. Himmelan! Mein Glaube treiben; —1074 zeigt Himmelan steht nur mein Sinn, Mir das schöne Los von ferne, Bis ich in dem Himmel bin. Benj. Schmolck 1672-1737. 200 0 0 0 Auf, ihr Strei⸗ ter, Mel. Unerschaffne Lebenssonne. 1705. —F———— 4———— ir ů—————.— =——3—.—— + 0 durch- ge-drun-gen, 3⁵½ Heiligung und christlicher Wandel. — 0 6—. —.———.—.— auf und folgt dem Hei land nach, der durch Mar⸗tur . i.. ö —.—.— i Tod und Schmach sich zum Him-mel auf⸗-geschwungen! —.— Ringt ihm nach in sei⸗ ner Kraft; er ist's, der den Sieg ver⸗-schafft! 2. Kein Erlöster müsse sagen, Ihm gebreche Kraft und Mut Zu dem Kampf mit Fleisch und „Plut; Alles soll der Jünger wagen, Weil der Herr die Wunden heilt Und denSchwachenKrafterteilt. 3. Sind wir schwach, bei ihm ist Stärke; Sind wir arm, der Herr ist reich. Wer ist unserm Führer gleich? Unser Gott tut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, Dem die Himmel untertan? 4. Ja, Gott kann und will uns schirmen. Drum so dringet mutig ein, Schämt euch, träg und feig zu sein! Mag es drohen, mag es stürmen: Nur durch Müh, Geduld und Streit Führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun so wachet, kämpft und ringet, Bleibet wacker im Gebet, Bis ihr auf der Höhe steht, Wo der Sieg die Fahne schwinget! Ist der Erde Werk getan, Hebt des Himmels Sabbat an. Nach Joh. Sim. Buchka 1705—1752, —.. ISIN Nachfolge Christi. 3⁵²⁵ —.— Mel. Adam Drese, um 1690. 1698. —‚— 300 G———— 8—.— ————— ar⸗ ter/— 4—— œ Je ⸗su, geh vor- an auf der Le- bens⸗ —.— ———5. 2——— —.————— 2 1967 bahn, und wir wol⸗ len nicht ver-wei⸗ len, dir ge⸗ 0—4 deate —— I—— DRRDDDRRSRDRD Den treu⸗ lich nach-zu-ei- len; führ uns an der Hand Z. — bis ins Va⸗ter ⸗ land! 2. Soll's uns hart ergehn, O so gib Geduld zu beiden; in, Laß uns feste stehn Richte unsern Sinn eig zu Und auch in e Auf das Ende hin! agen men Niemals über Lasten klagen! 7. Ordne unsern Gang, Heiland, lebenslang! 5und Denn durch Trübsal hier Führst du uns durch rauhe Geht der Weg zu dir. Wege ˙ keit. 3. Rühret eigner Schmerz Gib uns auch die nöt'ge npft Irgend unser Herz, Pflege; Kümmert uns ein fremdes Tu uns nach dem Lauf Leiden, Deine Türe auf! bt, Nik. Ludw. Graf von Zinzendorf 1700—1760. Mel. Ich dank' dir schon ꝛc. 85665 Prätorius? 1610. ö 2——6— IIEE at an.—.4—— —1752, 0⁰0*3** Christ, er⸗ be 9—8 und — 398———.— 2 ————— —9 Sinn! Was hängst D an der Er⸗ den? Hin⸗ —— 325—55 . auf, hin⸗-auf zum Him-mel hin! Ein Christ muß EinFremdling und ein Wandrer. Wenn du kurz hausgehalten hast, So erbt dein Gut ein andrer. 3. Was hat die Welt, was beut sie an? Nur Tand, nur eitle Dinge. Wer einen Himmel hoffen kann, Der schätzt die Welt geringe. 4. Wer Gott erkennt, kann der wohl noch Den Sinn aufs Niedre lenken? Rur wer an Gott denkt, denket hoch; So müssen Christen denken. 5. Sieh, Christ, nie mutlos unter dich, Wenn dich die Leiden drücken, Sieh gläubig in die Höh und sprich: Der Herr wird mich erquicken! 52 9— II n,,,..... himm ⸗lisch wer⸗-⸗den. 2. Was bist du in der Welt? 6. Der Christen hohes Ein Gast, Bürgerrecht Ist dort im Vaterlande; Der Christ, der irdisch denkt, denkt schlecht Und unter seinem Stande. 7. Dort ist das rechte Kanaan, Wo Lebensströme fließen; Blick oft hinauf, der Anblick kann Den Leidenskelch versüßen! 8. Dort oben ist des Friedens Haus, Gott teilt zum Gnadenlohne Den Überwindern Kronen aus; Kämpf auch umRuh und Krone! 9. Dort singt der Engelchor im Licht Von Gott und seinen Werken; O Seele, sehnest du dich nicht Dies Loblied zu verstärken? 10. Dort herrscht dein Heiland Jesus Christ, —— —24 ö IIII IIII —‚..„235 H t kt, cht naan, k kann V iedens hne waus; Trone! — Nachfolge Christi. 3⁰⁷ Der Tilger deiner Sünden; Mit dem, durch den du selig bist, Muß sich dein Herz verbin⸗ d en. 11. Hilf, Heiland, daß ich für und für Den Geist dorthin erhebe, Und daß ich jetzt und ewig dir Zu Ehren denk' und lebe! Ehrenfried Liebich 1713-1780. 1754. 1777. Was die Frommen EE Mel. Ruhe ist das beste Gut. IW— 4— , e. t 0 0 0 0„—— Him⸗mel ⸗an, nur him-⸗ mel ⸗ an wün- schen, kann ——— II 1.. 4239—— —.— 2—..— soll der Wan⸗del gehn. dort erst ganz ge schehn, auf Er ⸗ den —— I PDD —— — 1——1— 1— nicht. Freu de wech⸗selt hier mit Leid; richt hin⸗ — ———.—.—.3— 14 4——— ᷣSISISIISIEIEEE 9— 2—.—. +1 ö——— 0 auf zur Herr-lich-keit dein An- ge⸗ sicht! 2. Himmelan schwing deinen Geist Jeden Morgen auf! Rurz, ach kurz ist, wie du weißt, Unser Pilgerlauf. Fleh täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, Präg ins Herz mir den Beruf, Mach mich getreu! 3. Himmelan hat er dein Ziel Selbst hinaufgestellt. Sorg nicht mutlos, nicht zu viel Um den Tand der Welt! Flieh diesen Sinn! 3⁰⁸ Heiligung und christlicher Wandel. Nur was du dem Himmel lebst, Dir von Schätzen dort erstrebst, Das ist Gewinn. 4. Himmelan erheb dich gleich, Wenn dich Kummer drückt, Weil dein Vater, treu und reich, Stündlich auf dich blickt! Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts Weiß man von den Sorgen nichts; Sei himmlisch froh! 5. Himmelan wallt neben dir Alles Volk des Herrn, Trägt im Himmelsvorschmack hier Seine Lasten gern. O schließ dich an! Kämpfe drauf, wie sich's ge⸗ bührt; Denke, auch durch Leiden führt Die Himmelsbahn! 6. Himmelan ging Jesus Christ Mitten durch die Schmach; Folg, weil du sein Jünger bist, Seinem Vorbild nach! Er litt und schwieg; Halt dich fest an Gott wie er, Statt zu klagen bete mehr, Erkämpf den Sieg! 7. Himmelan führt seine Hand Durch die Wüste dich, Ziehet dich im Prüfungsstand Näher hin zu sich Im Himmelssinn; Von der Weltlust freier stets Und mit ihm vertrauter geht's Zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zu⸗ letzt Selbst die Todesnacht. Sei's, daß sie dir sterbend jetzt Kurze Schrecken macht, Harr aus, harr aus! Auf die Nacht wird's ewig hell, Nach demToderblickst du schnell Des Vaters Haus. 9. Halleluja! Himmelan Steig' dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, Und Gott naht zu dir In Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, Alles jauchzt verklärt und neu In Ewigkeit. 10. Halleluja singst auch du, Wenn du Jesum siehst, Unter Jubel ein zur Ruh In den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, Hilft auch dir zu deinem Sieg: Gelobt sei er! Joh. Gottfr. Schöner 1749—1818. III — 22222... leu du, e ieg: 8¹8. Nachfolge Christi. 3⁰⁷ Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. 303 dn e 0⁰0⁰ Steil und dor-nicht ist der Pfad, der uns Se⸗lig ist, wer ihn be-⸗ trat und im ,. d—— —2 e——— zur Voll-en- dung lei= tet. 1.— Na⸗ men Je-su strei z tet, se: lis, wer den — —— e. E— I Lauf voll⸗ bringt und nicht kraft⸗los nie- der⸗ sintt! 2. überschwenglich ist der Lohn Der bis in den Tod Getreuen, Die, der Lust der Welt ent⸗ flohn, Ihrem Heiland ganz sich weihen, Deren Hoffnung unverrückt Nach der Siegeskrone blickt. 3. Den wir lieben und nicht sehn, Der hat uns den Lohn errungen, Von dem Kreuz zu Gottes Höhn Sich vom Staub empor⸗ geschwungen. Sieger in des Todes Nacht, Sprach er selbst: Es ist voll⸗ bracht! 4. Zieh, o Held, uns hin zu dir, Zieh uns nach, die Schar der Streiter! Sturm und Nacht umfängt uns hier, Droben ist es still und heiter. Hoffnung sieht das Morgenrot Schimmern hinter Grab und Tod. 5. Auf denn, Mitgenossen, geht Mutig durch die kurze Wüste; Seht aufJesum, wacht und fleht, Daß Gott selbst zum Kampf euch rüste! Der in Schwachen mächtig ist, Gibt uns Sieg durch Jesum Christ. Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. 398 Heiligung und christlicher Wandel. Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. D 1— Es kennt der Herr die Sei- nen und hat sie die Gro⸗ßen und die Klei-nen in je-dem stets ge-⸗kannt, Volk und Land; er läßt sie nicht ver ⸗der-ben, er fi 3—— führt sie aus und ein, im Le-ben und im Ster⸗ ben sind sie und blei-ben sein. 2. Er kennet seine Scharen Am Glauben, der nicht schaut Und doch dem Unsichtbaren, Als säh' er ihn, vertraut; Der aus dem Wort gezeuget Und durch das Wort sich nährt Und vor dem Wort sich beuget Und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Mut, Die fröhlich auf dem Einen, Daß er der Herr ist, ruht, In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet frei und kühn, Die wunderbare Pflanze, Die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe, Die seiner Liebe Frucht, Und die mit lauterm Triebe Ihm zu gefallen sucht, Die andern so begegnet, Wie er das Herz bewegt, Die segnet, wie er segnet, Und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen, Wie er sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen —71 —— 44 Nachfolge Chrifti. 4⁵⁸⁰ einen In jedem Volk und Land: Und halt uns fest dabei, Am Werk der Gnadentriebe Laß nichts die Hoffnung rauben, Durch seines Geistes Stärk, Die Liebe herzlich seil An Glauben, Hoffnung, Liebe Und wird der Tag erscheinen, Als seiner Gnade Werk. Da dich die Welt wird sehn, 6. So hilf uns, Herr, zum So laß uns als die Deinen Glauben Zu deiner Rechten stehn! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. ů ů ztt Joh. Adam Hiller? Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 1780. 1787. u u Hier Got-⸗tes⸗kin-der und dort Er⸗ben um die⸗sen Na⸗men laßt uns wer⸗ ben, —.—— als Je- su Chri⸗sti Ei⸗ gen-tum: O ̃; er ist der Gna⸗ de Werk und Ruhm! as sei das der Kind⸗-schaft Zeug-nis in sich trägt. ⁰⁰ Heiligung und christlicher Wandel. O + Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe. 17⁰4. W. —— I..——— De —7.—————.— +—.—— DDiiEEEE — Hier Got- tes-kin⸗der und dort Er⸗ben als Un * um die-⸗ sen Na⸗-men laßt uns wer-ben, er 2 55—— r ep Je⸗ su Chri⸗sti Ei⸗ gen⸗ tum: 5 ist der Gna- de Werk und Ruhm! Das sei das —— .—. Teil, das wir er ⸗ ko⸗ ren, dar⸗nach das Herz sich *—.——.—— .— 1.—.—.—1——— Dis es aus Got- tes Geist ge bo⸗ren — 6 der Kudschast 5 Hercg nis in sich trägt. 2. Dann ist uns wohl; und Doch nur getrost, es kommt die doch das Beste, Zeit, Das Herrlichste ist noch voraus. Da Gottes Kinder alles erben Hier sind wir Fremdlinge und Im Stande ew'r ger Herrlichkeit. Gäste, Im Himmel heimisch und zu 3. Sie werden als ein heil'ger aus. Same Hier gilt's zu kämpfen, leiden, In ihr verheißnes Erbe gehn, sterben; Es wird ein neuer, Gottes Name ben hkeit. l'ger n, ame —⁷ Nächstenliebe. 4⁰¹ An den verklärten Stirnen stehn. Was unter Glauben, Hoffen, Lieben Der innre Mensch geworden war, Das ist, wenn alles starb, ge⸗ blieben Und wird als Wesen offenbar. 4. Drum freuet euch, wenn eure Namen Im Himmel angeschrieben stehn! Die hier zu solcher Ehre kamen, Die sind wahrhaftig angesehn. Die treu hier glauben, hoffen, lieben, Schreibt Gott ins Buch des Lebens ein; Und dort im Himmel ange⸗ schrieben Das heißt gut angeschrieben sein. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 7. Nächstenliebe. 6584 Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. 306 6.. E I —.—.—.— See=len, 7 uns Gu⸗tes tun und da⸗ +— Zeit ist, L 4— U bei nicht mü⸗- de wer ⸗ den! Wenn es wird man ruhn o wie sanft von den Be⸗ schwer⸗ + +——— n rn ———————— —. den; a⸗ ber ru- hen nicht al-lein, dort wird 0— 26—— auch die Ern- te sein. 4⁰² Heiligung und christlicher Wandel. U— 2. O daß wir in unsrer Zeit Auf die Ewigkeit hin lernten! Wer hier kärglich ausgestreut, Wird auch wieder kärglich ernten; Wer hier reichlich Gutes tut, Sammelt dort auch reiches Gut. 3. Nicht nur nach dem Augen⸗ schein Müssen wir das Säen richten; Manches Körnlein scheinet klein, Dennoch wächst es reich an Früchten. Klein gesät und dennoch dicht Fehlet in der Ernte nicht. Mel. Mach's mit mir, Gott ꝛe. 4. Lehr, o Gott, mich Gutes tun Und im Wirken nicht erliegen! Denn die Zeit dazu ist nun, Und sie wird so schnell verfliegen. Wenn man auch Geringes tut, Ist's nur gut, so ist es gut. 5. Stelle mir die Ernte für, Daß ich darf auf Hoffnung säen! Was wir tun und tun es dir, Läßt du nicht umsonst geschehen; Hat man kein Verdienst davon, Gibt die Gnade dennoch Lohn. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Herm. Schein. 1628. W —4 ö ů ———.— 0 0 0 5 5 So je⸗-mandspricht: Ich lie be der treibt mit Got-tes Wahrheit 9—⁴—— I——*5 ————. 2— — 30* Gott, und haßt doch sei⸗ ne Brü⸗ der/ Spott und reißt sie ganz dar- nie⸗der. 13 ——50 9 ö I= .— 1— ———— H + ist die Lieb und will, daß ich den Nächesten lie ⸗be gleich als mich. Gutes iegen! un, fliegen. es tut, It. e für, 3säen! dir, hehen; davon, Lohn. —1769. O Nächstenliebe. 4⁰³ Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen, Dem nicht verzeihn, dem du 2. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder; Drum diene deinem Nächsten vergibst, gern, Und den nicht lieben, den du Denn wir sind alle Brüder! liebst? Gott schuf die Welt nicht bloß 5. Was ich den Frommen für mich, . ier getan Mein e Kind Dem kleinsten auch von diesen, 7 Das sieht er, mein Erlöser, an, 3. Ein Heil ist unser aller Als hätt' ich's ihm erwiesen; Gut; Und ich, ich sollt' ein Mensch Ich sollte Brüder hassen, noch sein Die Gott durch seines Sohnes Und Gott in Brüdern nicht Blut erfreun? o hoch erkaufen lassen? Anunber; 33 Daß Gott mich schuf und mich Ddder Lenerenhen versühnt, Derni 3Z 05 5 er nicht barmherzig ist und nicht Hab'ich dies Went: sie ve⸗ Gern hilft, wenn Arme flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist Ein Herz, das dich durch Liebe preist! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Joach. Neander. 1680. 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du Herr von meinen Tagen; Mel. Wunderbarer König. ⁰ ö o ihr Gotstes⸗ —— —————.——— —————.——-—— kin ⸗ der, ihr mit Gott ver⸗ söhn⸗ten Sün ⸗der! lie ⸗ ben und euch recht da-rin-nen 6⸗ ben! auch die cWachen 2. Sünde zu vergeben, Sünde zu vergessen, Das hat keiner so besessen Als der Freund der Sünder, Der mit eignem Blute, Seinen Feinden selbst zu gute, Voller Huld Alle Schuld Auf sich hat genommen Und getilgt vollkommen. 3. Wirft der Feind der Seelen Zwischen eure Herzen Streit, Verdacht und Kränkungs⸗ O so seid nicht stille Wartet nicht so lange Brü⸗ der! 4. Bleibt nicht eigensinnig Auf dem eignen Rahte Werdet gern der andern Knechte! Denn die süße Liebe Deckt der Sünden Menge, Duldet ohne Maß der Länge. Liebt euch sehr, Bis zum Sonnenuntergange; Tötet bald Die Gewalt Aller Zwistigkeiten, Die den Fall bereiten! Mel. Werde Licht, du Volk ꝛc. Q00 0 0 Liebet mehr, Ci Nährt das Liebesfeuer W'i Alle Tage treuer! Du Abba, lieber Vater, 80 Sohn und Geist der Gnaden, Heile allen unsern Schaden! Se schmerzen, Falschheit, Schein und Tücke, Eil Stolz und Eigenliebe W Kreuzige durch deine Triebe! Höll und Welt Sind gefällt, Wenn wir dich nur kennen 3 Und in Liebe brennen. ö Ernst Gottl. Woltersdorf 1725—1761. 0 0 Konr. Kocher. 1823. Seid barm⸗ her⸗ zig, Men⸗ schen! das uns Je-sus Chri-stus Hö V leh O Nächstenliebe. 4⁰⁵ , IEDID ret, hört das hei li 3e 9 8055 bot, ret: Seid barm-her⸗- zig so wie Gott! —( 6¶—— + , drir.r:r rr:. FPFFFTTTCTUPöPö öPCT„T„TTPTCTCTWTWTCTS„T„SS Gebt, so wird auch euch gen ⸗ ge- ben einst am mig iechte! 0——— Thro⸗ ne Heil und Le-ben! 2. So viel Menschen, so viel Mag's im stillen auch geschehen, Brüder! Wird's doch Gottes Auge sehen. Ein Gott ist es, der uns schuf; Wir sind alle Christi Glieder Durch des Vaters Gnadenruf. So den Bösen wie den Seinen Läßt der Herr die Sonne scheinen. 3. Gottes Bild in euch zu sehen, Seid barmherzig so wie er! Eilt, dem Armen beizustehen! 4. Herr, wir geben von dem Deinen; Laß uns tun, wie sich's gebührt! Laß, wenn unsre Brüder weinen, Nie die Herzen ungerührt; Lehr uns selbst dein Gut ver⸗ walten, Um hier klüglich hauszuhalten! Was ihr gebt, empfängt der Herr. Theod. Gottl. von Hippel 1741—1796. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 17⁴5⁵. lo ......,.. 00 0 0 .— Menschenfreund, nach dei⸗nem Bil⸗ 3 bil ⸗de Dei⸗ne Sanftmut, dei⸗ ne Mil-d sei mein —Q bA.—33 = ———..— ————. sich mein gan-zer Sinn! köst⸗lich⸗ster Ge⸗winn. Un-wert wär' ich dich zu ken⸗nen, liebt' ich nicht, wie —— du ge⸗ liebt, un⸗wert mich nach 2. Jesu, wo du liebend nahtest, Folgte Wohltun deiner Spur, Da du segnend Gutes tatest In der Hütte, auf der Flur, An dem Lager kranker Brüder; Wo du je nur hingeblickt, Kehrte Freud und Hoffnung wieder, Und der Dulder ward erquickt. 3. O du Menschlichster von allen, Keinen hast du je verschmäht; Wer verirrt war, wer gefallen, Wer um Trost zu dir gefleht, Hat für alle seine Wunden, Herr, in deiner treuen Hand Rettung, Heil und Trost ge⸗ funden, Hilfe, die er nirgends fand. 4. Drum, wenn mich mein Bruder kränket, Denk' ich: Jesus litt noch mehr. Ob er Böses von mir denket, Sanfter will ich sein wie er. Ob er Kummer mir bereitet, Irrt vielleicht nur sein Verstand; Weil er strauchelt, weil er gleitet, Braucht er öfter meine Hand. 5. Nimmer soll mein Herz ermüden, Dem Bedrängten beizustehn! Es gewährt so hohen Frieden, Seinen Schmerz gestillt zu sehn. Wer um Dank und Lohn nur ringet, Hat dahin der Erde Lohn; Wen die Liebe einzig dringet, Fühlt in ihr den Himmel schon. 6. Zwar so manche Träne fließet Dem, der edle Saat gestreut, Wenn der Hoffnung Feld nicht sprießet Oder wenig Frucht ihm beut; Aber wer beim Säen weinet, Freut doch einst sich, wär's auch spät; Denn in ew'ger Frucht erscheinet, Was die Liebe ausgesät. August Herm. Niemeyer 1754—1828. 9 5 8 U 2 —2— 3 nget, schon. räne reut, d nicht beut; inet, 's auch heinet, —1828. Nächstenliebe. 4⁰⁷ Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. —— ——— —.————— E ———.— * 00 0 0 —— — ö Nicht Op-fer und nicht Ga⸗ ben, auch Ruhm und noch was sonst Menschen ha⸗ ben, be⸗ freit uns —— + —— H—.—.. Eh⸗re nicht, vom Ge⸗richt. Nur Je-su Lie⸗be blei- bet, sie — 7 —.—— — 11— =S De ist von E-⸗wig⸗keit; was au⸗ ßer ihr uns trei⸗ ———.— —.———— „— H—— bet, ver⸗ schwindet mit der Zeit. 2. Sie gibt uns Kraft und Wen Liebe nicht durchdrungen, Leben, Reißt jeden Bann entzwei, Lehrt helfen, trösten, geben, Macht von der Lüge frei. Sie muß uns heilig machen Und los von Sündenlust, Zum Beten und zum Wachen Bewegen unsre Brust. 3. Sie ist die höchste Zierde, Des Christentumes Kern, Sie gilt als schönste Würde Und Krone vor dem Herrn. Was hilft's, mit Engelzungen Wohlreden ohne Herz? Der ist ein totes Erz. 4. Geheimnisvolle Lehren Und starker Glaubenssinn Stehn nicht bei Gott in Ehren, Wenn Liebe nicht darin. Der treibt nur arm Geschwätze, Wer kalt und liebeleer Der größten Weisheit Schätze Darleget um sich her. 5. Der Vater ist die Liebe, Der Sohn ist Lieb allein, Des heil'gen Geistes Triebe Sind Liebe, heiß und rein. 4⁰⁸ Heiligung und christlicher Wandel. Das ist die Lebensquelle Vom Vater und vom Sohn: Mel. Zeuch ein ꝛc. Mach unsre Seelen helle, Du Strom von Gottes Thron! Johannes Rothen 1797—1876. Joh. Crüger. 1653. Wenn uns dann laß die Fein⸗ de krän⸗ken, und uns dein ge ⸗ den-ken, o Hei- land Je-su uns einFreund ver⸗ gißt, Christ; sei du uns Schirm und —....———— 2.. Schutz, daß nicht in uns er⸗wa⸗ che der bö⸗ se 3.—— 25 n.—.— 5 Ra⸗ che und 2.Daserz ist leicht erschüttert, Und wogend wallt das Blut, Der Sinn ist leicht verbittert, Und trotzig ist der Mut; Schnell reißt der Zorn uns fort, Und aus empörtem Grunde Drängt nach dem stolzen Munde grollend Wort um Wort. Ach Herr, laß vor uns stehen Dei bleiches blut'ges Haupt, Wenn derVerleumder Schmähen Uns frech die Ehre raubt! fänd ger Groll und Trutz! Wie blickest du so mild Und betest noch im Sterben Für die, so dich verderben, Und deckst sie als ein Schild! 4. Zieh ein, du Fürst der Liebe, Zieh ein in unsre Brust Und heil'ge unsre Triebe Und tilg die böse Lust, Daß wir, wie Gott es will, Gern unserm Feind vergeben Und in der Liebe leben Geduldig, sanft und still! Julius Sturm 1816-1896. II —— 1896. E Nächstenliebe. 409 Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. W 9. n 000 0 ——— Lie⸗ be, die du mich bis zum +1 . To ⸗de treu ge⸗- lie . — 4 2 2 bet, senk in mei⸗ne ——.—————— —— 38—**— See⸗le dich, daß sie ganz sich dir er-gi⸗ ů—— , d v, ——.— bet und in dei- ner Le⸗bens⸗kraft Lie- be 0— I—— 12— sinnt und Lie be 2. Laß mich täglich auf dich sehn Und in dir das Herz erneuern, Fest und treu dir nachzugehn Und dem bösen Feind zu steuern, Daß ich so, wie du getan, Meine Brüder lieben kann! 3. Das ist ja dein neu Gebot, Das den Deinen du gegeben, Daß wir treu bis in den Tod Liebend füreinander leben Und in Herzenseinigkeit Fest beharren allezeit. schäfft! 4. Drum laß deinerLiebe Kraft, Liebster Jesu, mich durchdringen, Sie, die alles kann und schafft, Alles Wollen und Vollbringen, Daß ich deinem Vorbild gleich Sei an Liebeswerken reich! 5. Laß mich, weil ich hier noch bin, Meiner Liebesschuld gedenken, Daß ich möge Herz und Sinn Nur auf dieses Eine lenken, Wie ich komme da hinan, Daß ich nichts als lieben kann! 4¹⁰ Heiligung und christlicher Wandel. O 6. Soll's dann einst zum Und kein Tod wird mich mehr Sterben gehn, en Wird mich deine Liebe decken; Du—— mich zum Leben ein, Offen wird dein Himmel stehn, In der Liebe dein zu sein. Otto Schulze 18231884. 6. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Nach eigener Melodie.(Weltlich. 1529.) 1540. 314—2— +— —SDS.———————————52— . Was mein Gott will, ge⸗scheh' all⸗ Zu hel ⸗fen dem ist er be⸗ zeit; sein Will der ist der be reit, der an 2 glau⸗-bet fe 2.. ů ů + ————— .—— Er hilft aus 9970 der from⸗ me Gott, und 13 140 ————.— + Wbant den will er nicht ver-las sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Was mein Gott will, daß mir Zuversicht, geschicht, ö Mein'Hoffnung und meinLeben; Will ich nicht widerstreben. I 6 — E Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4¹1 Sein Wort ist wahr, Daß all Du frommer Gott, Sünd, Höll mein Haar und Tod Er selber hat gezählet; Hast du mir überwunden! Er hütet, wacht Und hat wohl 4 Noch eins, Herr, will ich Auf daß uns 5 19515 fehlet bitndich, Ve n ehlet. Du wirst mir's nicht versagen: 3. Und muß ich scheiden aus Wenn mich der böse Geist an⸗ der Welt, ficht, Gebeut es Gottes Wille, Laß mich, Herr, nicht verzagen; Zu meinem Gott, wenn's ihm Hilf mir und wehr, Ach Gott gefällt, mein Herr, Will ich ihm halten stille. Zu Ehren deinem Namen! Mein' arme Seel Ich Gott Wer das begehrt, Dem wird's befehl' gewährt: In meiner letzten Stunden: Drauf sprech' ich fröhlich Amen. Albrecht Herzog von Preußen 1490—1568. ö Mel. Zeuch ein ꝛc. Joh. Crüger. 1653. SEEEEEEE S..———————82 4+4———.— — SSSSSE — a 0 0 Von Gott will ich nicht las- sen, denn ti⸗ ü, er läßt nicht von mir,; 7*=ne ihn ging' ich in der Irr. Er reicht mir sei en ——————•— 0 — SSDSDSDSDS‚S.S‚E..... ‚‚..... — n. Hand; den A⸗bend und den Mor⸗ gen will er mich ——. +. + mir———.—.— 2—.— SFPFPFPFFFFI— e— S. 1 wohl ver ⸗ sor ⸗gen, wo ich auch sei im Land. 4¹²⁰ Heiligung und christlicher Wandel. 2. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit, Es kann mir nimmer grauen, ö Er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt: Mein Leib, mein Seel', mein * Leben Sei Gott dem Herrn ergeben; Er mach's, wie's ihm gefällt. 3. Es kann ihm nichts gefallen, Als was mir nützlich ist; Gut meint er's mit uns allen Und schenkt uns Jesum Christ Den eingebornen Sohn, Durch den uns wird bescheret, Was Leib und Seel ernähret: Lobt ihn im Himmelsthron! 4. Lobt ihn mit Herz und Munde, Die er uns beide schenkt! Wie selig ist die Stunde, Melodie. Darin man sein gedenkt! Denn sonst ist alle Zeit Verloren hier auf Erden: Wir sollen selig werden In Zeit und Ewigkeit. „Darum, ob ich schon dulde Hier Widerwärtigkeit, Wie ich's auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Ist aller Freuden voll, Die, weil ich Christum kenne Und meinen Herrn ihn nenne, Mir widerfahren soll. 6. Das ist des Vaters Wille, Der uns geschaffen hat; Sein Sohn gibt uns die Fülle Der Wahrheit und der Gnad; Auch Gott der heil'ge Geist Im Glauben uns regieret, Zum Reich der Himmel führet: Drum sei er hoch gepreist! Ludw. Helmbold 1532—1598. Jak. Negnart? Weltlich 1574. 1605. 1627. 310 ——— Ingst und Not; der 1 kann mich all⸗ zeit ret ten aus ö— = 2 Trüb⸗sal, Angst und Rö⸗ten, mein Un-glück kann er —— n dulde schulde, it, kenne jenne, Wille, Fülle nad; eist O Gottvertrauen, Kreuz und Trost 4¹³ .6. II e 1——. wen-den, es steht in sei- nen Hän- den. 2. Ob mich die Sünd anficht, Will ich verzagen nicht, Auf Christum will ich bauen Und ihm allein vertrauen; Ihm hab' ich mich ergeben Im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, Und Christus ist mein Leben, Dem hab' ich mich ergeben. Ich sterb' heut oder morgen, Die Seel wird er versorgen. 4. O mein Herr Jesu Christ, Der du so willig bist Für mich am Kreuz gestorben, Du hast mir Heil erworben, Uns allen auch beschieden Den ew'gen Himmelsfrieden. 5. Amen zu aller Stund Sprech' ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Ohn' Ende preisen. Amen. Sigismund Weingärtner um 1600. 00 0 0 7⁴ Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Hn1550, 1595. ——————— 2———— DDDEEEE In al- len mei- nen Ta⸗ten lass' — 25—. SSSDSSSSSE ich den Höch-sten ra —.— ten, der al- les kann und —1—+r. — l — —.— EO—— iii———— — 15 — hat; er muß zu al-len Din-gen, soll's an-ders lin ⸗gen, uns sel-ber Rat 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe Mit aller Ungeduld; Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen, Ich stell's in seine Vaterhuld. 3. Es kann mir nichts ge⸗ schehen, Als was er hat ersehen, Und was mir heilsam ist. Ich nehm' es, wie er's gibet; Was ihm von mir beliebet, Das will auch ich zu jeder Frist. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Übel schützt. Folg' ich des Herrn Gesetzen, So wird mich nichts verletzen, Nichts fehlen, was mir ewig nützt. und Tat. 5. Leg' ich mich späte nieder, Erwach' ich frühe wieder, Lieg' oder zieh' ich fort, In Schwachheit und in Banden, Und was für Not vorhanden, So tröstet mich sein heilig Wort. 6. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängnis gehn. Kein Unfall unter allen Wird je zu hart mir fallen, Mit Gott will ich ihn über⸗ stehn. 7. Ihm hab'ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut. Es sei heut oder morgen, Dafür lass' ich ihn sorgen, Er weiß allein die rechte Zeit. 8. Indes wird er den Meinen Mit Segen auch erscheinen, Ihr Schutz wie meiner sein, Wird beiderseits gewähren, Worinnen unsre Zähren Und Bitten kommen überein. 9. So sei nun, Seele, seine Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Fleming 1609—1640. —.. ů O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4¹² — Mel. Herzlich tut mich verlangen. lt1601. 1515 Haßler. n lS — + +* +— ben—.—.— 4—— ——.— ——.— Be-fiehl du dei- ne Be ⸗ge, und —. der al-ler-treu-⸗sten Pfle-ge des, 1 2 c hlossen,——— IEE ö* hn. was dein Her- ze kränkt der den Him-mel lenkt! Der Wol'ken, Luft und en ů 10 ber⸗ 2. 3 D . 2 EE..— Kb Win⸗ den gibt We⸗ ge, Lauf und Bahn, der wird auch rgeben, 9— + 4— EE EE ů 2——— n We⸗ge fin-den, da dein Fuß ge-hen kann. — 43 2. Dem Herrn mußt du Und was du dann erlesen, Meinen vertrauen, Das treibst du, starker Held, en, Wenn dir's soll wohl ergehn; Und bringst zum Stand und ein/ Auf sein Werk mußt du schauen, Wesen, en, Wenn dein Werk soll bestehn. Was deinem Rat gefällt. Mit Sorgen und mit Grämen 5 rein. Und mit selbsteigner Pein 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt dir's nicht. Läßt Gott sich gar nichts nehmen, ̃; ö seine Es muß erbeten sein Dein Tun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht, 3. Dein ew'ge Treu und Dein Werk kann niemand Gnade, hindern, O Vater, siehet recht, Dein' Arbeit wird nicht ruhn, n Rat. Was gut sei oder schade Wenn du, was deinen Kindern —1640. Dem sterblichen Geschlecht; Ersprießlich ist, willst tun, ¹⁸ Heiligung und christlicher Wandel. E 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn. Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud! 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten! Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rat Das Werk hinausgeführet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn Und tun an seinem Teile, Als hätt' in seinem Sinn Er deiner sich begeben Und sollt'st du für und für In Angst und Nöten schweben, Als fragt' er nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wirst du Hilfe finden, Da du's am mindsten gläubst; Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, Du trägst den Sieg davon; Drum rühme laut und freue Dich deiner Ehrenkron! Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende Mit aller unsrer Not! Stärk unsre Füß' und Hände Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein! Paul Gerhardt 1607—1676. Weile hn 27 in für weben, dir. efinden, ibst, n, läubst; t, ind der Hoon; freue Palmen salmen andt. r, mach Hände ; in, O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4¹⁷c1 26 1— mein Gott will ꝛc.(Weltlich. 1529.) 1540. IISEEE —.— Ich hab' in Got⸗tes Herz und Was bös-se scheint, ist mir Ge— ——— * e—— 5— 56——2 34 Sinn mein O a 98——— er ⸗ ge*ben. winn, der Tod selbst ist mein Le ben. 35——7 9— ꝗPPPIIIIII + Der al-les lenkt,—— mein ge⸗denkt, hat mich zu SPSSI sich ge ⸗ zo⸗ gen; und ob er schlägt und Kreuz auf⸗ er 1.—,—.—. =———— 30 1635 bleibt er mir 80 ge ⸗ wo 7 gen. 2. Das kann mir fehlen 3. Es ist ja Weisheit und nimmermehr, Verstand Mein Vater muß mich lieben. Bei ihm ohn' alle Maßen; Drückt mich das Kreuz auch Zeit, Ort und Stund ist ihm noch so sehr bekannt, So will er mich nur üben Zu tun und auch zu lassen. Und mein Gemüt In seiner Güt Er weiß, wann Freud, Er weiß, Gewöhnen festzustehen. wann Leid Halt' ich dann stand, Weiß Uns, seinen Kindern, diene; seine Hand Und was er tut, Ist alles gut, Mich wieder zu erhöhen. Ob's noch so traurig schiene. Evang. Gesangbuch. 14 Heiligung und christlicher Wandel. 4. Wie's Gott gefällt, so muß es sein, Zuletzt wird's dich erfreuen. Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, Wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, Die Gnad und Huld Wird sich doch endlich finden; All Angst und Qual Wird auf einmal Gleichwie ein Dampf ver⸗ schwinden! 5. Das Feld bei lauter Sonnenschein Kann keine Früchte tragen; Auch Menschenwohl kann nicht gedeihn Bei lauter guten Tagen. Und bist du krank, Muß bittrer Trank Dir neue Kräfte bringen: So muß ein Herz Durch Angst und Schmerz Zu seinem Heile dringen. 6. Ei nun, mein Gott, so fall' ich dir Getrost in deine Hände! Nimm mich und mach es so mit mir Nach 11..—— Melodie. Bis an mein selig Ende, Wie du wohl weißt, Daß meinem Geist Dadurch sein Heil entstehe, Und deine Ehr Je mehr und mehr Sich auch an mir erhöhe! 7. Willst du mir geben Sonnenschein, So nehm'ich's an mit Freuden; Soll's aber Kreuz und Trübsal sein, Will ich's geduldig leiden. Soll mir allhier Des Lebens Tür Noch ferner offen stehen: Wie du mich führst Und führen wirst, So will ich gern mitgehen. 8. Soll ich dann auch des Todes Weg Und finstre Straße reisen, Wohlan, so geh' ich Bahn und Steg, Den deine Augen weisen! Du bist mein Hirt, Der alles wird ᷓ. solchem Ende kehren, Daß ich einmal In deinemSaal Dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt 1607—1676. 050 Crüger. 1653. E 2— i— Schwing dich auf zu Flieh zu ihm in Angst und Not, daß kein ————— S —.8— dei⸗ nem dernem Goet du be⸗ 1 ENI. I. * IENI. — 98673838 72388 —68888E782 hein, euden; rübsal n. ns Tür führen mSaal 71676. er. 1653. —— — —— u be⸗ iß kein Gottvertrauen, Kreuz und Trost. é 419 H 1— II— 5—— SSS See=le! feh ⸗ le! trüb⸗ te Trost dir Kei⸗ nes Fein⸗des Macht noch List ......—— & 4— e,— 44— soll dir dei⸗nen Q Glau⸗ ben —. und das Heil, das + 5 O —— Je- sus Christ dir 2. Stürme Welt und stürme Tod! Wer ist, der mir schade? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnade, Der Gott, der mir seinen Sohn Hat geschenkt aus Liebe, Daß ich selbst bei Spott und Hohn Mich doch nicht betrübe. 3. Meine Seele lebt in mir Durch die süßen Lehren, Die die Christen mit Begier Und mit Segen hören. Gott eröffnet früh und spat Mir in seinem Worte Durch des Geistes reiche Gnad Seine Himmelspforte. 4. Ja, auf diesen heil'gen Grund Bau' ich mein Gemüte, er⸗ wor- ben, rau-ben. Wie des bösen Feindes Bund Auch dagegen wüte. Ewig, ewig muß bestehn, Was Gott aufgerichtet, Aber schmählich wird vergehn, Was die Welt erdichtet. 5. Ich bin Gottes, Gott ist mein; Wer ist, der uns scheide? Dringt die Prüfung auch herein Mit dem bittern Leide, Laß sie kommen, kommt sie doch Von geliebten Händen, Und er wacht im Himmel noch, Der das Leid wird wenden. 6. Es ist herzlich gut gemeint Mit der Christen Plagen. Wer hier zeitlich wohl geweint, Darf nicht ewig klagen; Keines Leides mehr bewußt Hat er dort im Garten 14* 4²⁰ Heiligung und christlicher Wandel.—U x Seines Gottes ew'ge Lust 8. Nun, so laß, o Christen⸗ Endlich zu erwarten. herz, 7. Gottes Kinder säen zwar Alle eiteln Sorgen! Traurig und mit Tränen, Schaue mutig himmelwärts, Doch es kommt ein Freudenjahr Auf die Nacht folgt Morgen! Und stillt all ihr Sehnen. Stärke dich je mehr und mehr, Ja, es kommt die Erntezeit, Gib dem großen Namen Wo sie Garben bringen, Deines Gottes Preis und Ehr: Da wird all ihr Gram und Leid Er wird helfen! Amen. Lauter Freud und Singen. Paul Gerhardt 1607—1676. 565 eigener Melodie. 3605 Georg Ebeling. 1666. 364 ———— d, ⁰% n Wa⸗rum sollt' ich mich denn grä⸗ men? —— —2— 32 Hab' ich doc Christmn Famisch)l wer will mir den neh⸗ men? 2 —.— +. SDS ——.—5 Wer will mir den Him-mel rau⸗ ben, den mir schon —, 1. 2255——.— 2 DDIDDiIeee SGot⸗ 42 Sohn bei⸗ ge-legt im Glau- ben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel Ich will ihn und Leben Dennoch fröhlich ehren. Ist nicht mein, Gott allein 3. Schickt er mir ein Kreuz Ist es, der's gegeben. zu tragen, Will er's wieder zu sich kehren, Dringt herein Nehm' er's hin, Angst und Pein, SMrDU DD SS rs ůSIIR .— Rreuz —⁴ Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4²⁷ Sollt' ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; Er weiß wohl, Wie er soll All mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergötzt, Sollt' ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen Sein Gericht, Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 5. Satan, Welt und ihre Rotten Können mir Nichts mehr hier Tun als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen, Gott, mein Heil, Wird in Eil Sie zu Schanden machen. 6. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen. Wollt' ihn auch der Tod auf⸗ reiben, Soll der Mut Dennoch gut Und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch der Tod nicht töten, Sondern reißt Unsern Geist Aus viel tausend Nöten, Schließt das Tor der bittern Leiden Und macht Bahn, Daß man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in bessern Schätzen Ich mein Herz Auf den Schmerz Ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden: Was die Welt In sich hält, Muß im Nu verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edeln Gaben, Da mein Hirt Christus wird Mich ohn' Ende laben. 10. Herr mein Hirt, Brunn aller Freuden, Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. 4½² Heiligung und christlicher Wandel. é— 11. Du bist mein, weil ich Laß mich, laß mich bimzelanei; dich fasse Wo du mich Und dich nicht, Und ich dich O mein Licht, Ewig werd' umfangen! Aus dem Herzen lasse. Paul Gerhardt 1607 1676. Mel. Unerschaffne Lebenssonne. 1705.ͤ ae +—— 322— SSSS ⁰⁰ Sollt' ich mei- nem Gott nicht trau⸗ en, 0— 3 e. —— SDSTTTTT Der mich liebt so vä-ter-lich, der so—.— *—. — —. SISIRI‚I‚ISISIIee iiiii — sorgt für mich? Sollt' ich auf den Fels nicht bau- en, B 2 5e XX.——— 555 der mir e⸗ wig Hleibet fest der die Sei ⸗nen ö 10 ö +*— II . EI =SS nicht ver⸗ läßt?—— 2. Er weiß alles, was mich 3. Der die Vögel all ernähret, drücket, Der die Blumen, Laub und Mein Anliegen, meine Not, Gras Er steht bei mir bis zum Tod, Kleidet schön ohn' Unterlaß, Er weiß, was meinHerzerquicket; Alles Gute uns bescheret, é Seine Lieb und Vatertreu Sollte der verlassen mich? Ist mit jedem Morgen neu. ein, ich trau' ihm sicherlich. ö — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 423 4. Wenn nach seinem Reich Meinen Gott nur lass' ich sorgen, ich trachte, Denn es ist für jede Zeit Wenn ich die Gerechtigkeit Seine Hilfe schon bereit. Christi mir zur Seligkeit 6. Gott sei Lob, der mich er⸗ Mehr als Gold nh un achte, sreuet Segnet Gott mir früh und spat ö Wort und Werke, Rat und Tat. ů2 emn Bate serhrsiraut chl 5. Nun so sorg' ich nicht für Preis ihm, der den Trost erneuet, morgen; Daß ich weiß, Gott liebet mich, Alles, was zukünftig ist, Gott versorgt mich ewiglich! Irrt mich nicht, ich bin ein Christ. Joh. Olearius 16111684. Nach eigener Melodie. Georg Neumark. 1657. IEE. — —.— Wer nur den lie- ben Gott läßt wal⸗ten den wird er wun der-bar er⸗ 5655 ten 2 E2—E 2814——.—.——*———.— .——3—....... D und hof⸗fet auf ihn al-le- zeit, 1 al⸗ler Not und Trau⸗rig⸗keit. Wer Whott demt H—— D A.—— .— v.—.— e 3 Al⸗ ler⸗ höch⸗ sten traut, der hat auf kei⸗- nen Sand ge⸗ baut. 2. Was helfen uns die schwe- Was hilft es, n. ren Sorgen? Beseufzen unser Ungemach? Was hilft uns unser Weh und Wirmiacheandiet Kreuz undLeid Ach? Nur größer durch die Traurigkeit. 4²⁴ Heiligung und christlicher Wandel. — 3. Drum halte nur ein wenig stille Und warte in dir selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille Und sein allweiser Rat es fügt! Gott, der uns ihm hat aus⸗ erwählt, Der weiß am besten, was uns ehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, was uns nützlich ei; Wenn er uns nur hat treu er⸗ funden Und merket keine Heuchelei, So kommt er, eh' wir's uns versehn, Und lässet uns viel Guts ge⸗ schehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, Daß du von Gott verlassen seist, Und daß ihm der im Schoße sitze, —5 eigener Melodie. Den hier die Welt als glücklich preist. Die Zukunft ändert oft sehr viel Und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen Und seiner Allmacht gilt es lei Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu Und trau des Himmels reichem Segen, So wird er täglich bei dir neu; Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht! Georg Neumark 1621—1681. 1836. +2———. 4—— ——.——.—.—— + Sollt' es gleich bis-wei- len schei-nen, als ob Gott ver- ließ' die Sei-nen, o so— weiß H S 79 ⁵ O O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. ücklich.—. 75— + ö r viel*—.———— iel. Gott hilft end lich noch ge-wiß. nge 2. Hilfe, die er aufgeschoben, 6. Laß die Welt nur immer es Hat er drum nicht aufgehoben; neiden, Hilft er nicht zu jeder Frist, Will sie mich nicht länger m zu Hilft er doch, wenn's nötig ist. leiden, I Ei so frag' ich nichts darnach: reich; 2 e nicht bald Gott ist Richter meiner Sach. Ian. Wonach ihre Kinder streben 7. Will si ͤ „Will sie gleich mich von —— So hält Gott auch Maß und Hch teiben Ziel;„Miuß mir doch der Himmel uf Er gibt, wem und wann er will. bleiben; 4. Seiner kann ich mich ge⸗ Ist der Himmel mein Ge⸗ ů—. trösten, winn, ichem Wenn die Not am allergrößten; Geb' ich alles andre hin. Er ist gegen mich, sein Kind, 3 8 3913 0 8. Ach Herr, wenn ich di cht Mehr als väterlich gesinnt. ch H m Habe 2 t er 5. Will mir Satan bange Frag' ich nicht nach andrer machen, Gabe; 1681 Ich kann seine Macht verlachen; Legt man mich gleich in das Drückt mich schwer des Kreuzes Grab, 1836 Joch, G'nug Herr, wenn ich dich nur ——5 Gott mein Vater lebet noch. hab'! —— ö Christoph Tietze(Titius) 1641—1703. ob Nach eigener Melodie. 1738. 9 32 S‚.—.—— *——— 3 —.— Al-les ist an Got- tes Se-gen 2⁶ Heiligung und christlicher Wandel. O —5 55. I.IIII..... ↄ II.. — +——— N 1—— und an sei- ner Huld ge- le- gen, ü-⸗ ber al=les SSSSS E DDSDSRD—. 2——.—— SGeld und Gut. Wer auf Gott sein Hof-fen se⸗ tzet, —— 4 , I.DISSSEE —2—.——————— ö„ 2 67— der be- hält ganz un⸗ ver le-tzet ei ⸗nen frei⸗ en I 0 L L—.— I.— Hel⸗den⸗mut. 2. Der mich hat bisher ernähret Und mir manches Glück bescheret, Ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderbar geführet Und noch leitet und regieret, Wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich umSachen, Die nur Sorg und Unruh machen Und ganz unbeständig sind. Ich begehr' nach dem zu ringen, Was allein kannFrieden bringen, Den man in der Welt nicht find't. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben Hab' ich seiner Gnad ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen, Es hat alles seine Zeit. Ich hab' ihm nichts vorzu⸗ schreiben; Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, Alles Irdische vergehet Und fährt wie ein Strom dahin. Verfasser unbekannt, um 1676. II7 IVNMi NN I & Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 6.66 eigener Melodie. .—— 2—. ——.— ö Wsn tut, das ist wohl⸗ge- tan; es Wie er fängt mei⸗ ne Sa⸗chen an, will 2 .———.———— bleibt ge⸗recht sein Wil ⸗le. Er ist mein Gott, der 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Sein Wort kann ja nicht trügen. Er führet mich auf rechter Bahn; So lass' ich mir genügen An seiner Huld Und hab' Geduldz Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Er wird mich wohl bedenken. Mein Arzt, der alles heilen kann, Wird mir nicht Gift einschenken Anstatt Arznei; ich ihm hal⸗ten stil-le. 4 I , n., ů*— FV/——.———— V J.— 2* 2—— 1 ..————— 65— in der Not mich wohl weiß zu er- hal- ten; drum ——— , E.———.————2— II .— 1— 1 lass' ich ihn nur wal⸗ten. Gott ist getreu, Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Gnade trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann. Ihm will ich mich ergeben In Freud und Leid; Es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 4²⁸ Heiligung und christlicher Wandel. —— Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Lass' ich mich doch nicht schrecken, Weil doch zuletzt Ich werd' ergötzt Mit süßem Trost im Herzen: Da weichen alle Schmerzen. —— Ringe recht ꝛe. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum lass' ich ihn nur walten. Sam. Rodigast 1649—1708. 1738. 1745. —4 327 e 0ο Gott will's ma- chen, daß die Sa⸗ chen PtIt .SPSSPSSPSI........ ge⸗ hen, wie es heil⸗sam ist. Laß die Wel- len —.—. 7..... —2—.— hö- her schwellen, wenn 2. Wer sich kränket, Weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, Wird mit Klagen Nur sich plagen, Denn der Unglaub leidet Straf. 3. Du Verächter! Gott dein Wächter Schläfet ja und schlummert nicht. Zu den Höhen Aufzusehen Wäre deines Glaubens Pflicht. du nur bei Je ⸗su bist! 4. Im Verweilen Und im Eilen Bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen Bitter scheinen, Dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, Daß das Beste Über dich beschlossen seil Wenn dein Wille Nur ist stille, Wirst du von dem Kummer frei. —— zist! im erz. einen, h ein iß das stille, er frei. —+ Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4²⁸ 6. Willst du wanken In Ge⸗ danken, Faß dich in Gelassenheit! Laß den sorgen, Der auch morgen Herr ist über Leid und Freud! 7. Gottes Hände Sind ohn' Ende, Sein Vermögen hat kein Ziel. Ist's beschwerlich, Scheint's gefährlich: Deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stunden Sich gefunden, Bricht die Hilf mit Macht herein; ⸗½ O daß ich tausend ꝛe. Und dein Grämen Zu be⸗ schämen, Wird es unversehens sein. 9. Nun so trage Deine Plage Fein getrost und mit Geduld! Wer das Leiden Will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. 10. Aber denen, Die mit Tränen Nehmen ihres Jesu Joch, Wird die Krone Vor demThrone Ihres Heilands werden noch. 11. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jesu halt' ich still, Es geschehe Und ergehe, Wie und wann und was er will. Joh. Dan. Herrnschmidt 1675—1723. 1738. E=— .———— Ach wenn ich dich, mein Gott, nur ha⸗ nichts ist, was mei⸗ ne See⸗ le la⸗ .......———. ——————32 4——— ——————————..— be, frag' ich nach Erd und Him-mel nicht; be, als du, mein Gott, mein Trost und Licht! Rühmt SSSSSSII 35 sich die Welt mit ch rer Lust, ohn' dich ist 4⁰ Heiligung und christlicher Wandel. O * mir kein Trost be- wußt. 2. Soll Leib und Seele mir Was meine Seele wünschen — D verschmachten, kann, Ich hoffe doch getrost auf dich; Auch fürcht' ich mich gar keines Nichts will ich alle Plage achten, Falles; An dir allein erquick' ich mich; Liebst du mich nur, was ficht Regt sich auch alles wider mich, mich an? Es bleibt dabei, ich liebe dich. Drum spricht mein Herz: Du 3. Hab' ich nur dich, so hab' bist mein Teil, 0 ich 160 In dir ist meiner Seele Heil! Benj. Schmolck 1672—1737. 356. Zeuch ein ꝛc. Joh. Crüger. 1653. 3²⁰ SSITTTTTTTTTTNT 2 An Et will ich ge⸗ den-ken, denn Wenn mich die Sor-gen krän- ken, so —* ..—.——.— SRS—.——————— ——1 er ge⸗denkt an ih hebt mein Her⸗ze sich zu mei⸗nem Gott em⸗ 4— ö.—.—.— SiI por; bald wei-chen al- le Schmerzen, denn er stellt Q —.—.—.—— mei⸗ nem Her- zen nichts als Ver-gnü- gen vor. i. 3 879 79 6C67 C6 E — E — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4³¹ 2. Denk' ich an seine Liebe, Wie werd' ich doch entzückt, Daß, wenn es noch so trübe, Mir gleich die Sonne blickt! Da kommt mir immer ein: Er hat sich hoch verbunden, Er denkt mein alle Stunden, Wie könnt' ich traurig sein! 3. Denk' ich an seine Güte, Die alle Morgen neu, So freut sich mein Gemüte Bei solcher Vatertreu. Die Last werf' ich auf ihn, So wird die Arbeit süße, Auch wenn ich Schweiß vergieße; Denn Gott ist mein Gewinn. 4. Denk' ich an sein Erbarmen, Er schenket mir sein Kind; O Gnade für mich Armen! Heißt das nicht treu gesinnt? Gott ist in Christo mein; 5555 355 nur den—— Gott ꝛe. Daß er sein Kind sollt' hassen, Daß er mich sollt' verlassen, Das kann unmöglich sein. 5. Drum will an Gott ich 2 denken; Die Welt mag immerhin Den Sinn aufs Eitle lenken, Hier ist ein andrer Sinn. Ich trage Gott allein Im Herzen und im Munde, So kann mir keine Stunde Allhier zu lange sein. 6. An Gott will ich gedenken, So lang ich denken kann. Wird man ins Grab mich senken, So geh' ich zwar die Bahn, Da mein die Welt vergißt; Doch glaub' ich dieses feste: Gott denket mein aufs beste, Wo kein Vergessen ist. Benj. Schmolck 1672-1737. Georg Neumark. 1657 330 ————.— 0 N. grö⸗ ßer Renz, je nã her Wümnel bei Sünden- lust und Welt⸗ge⸗tümmel —.— + Wer oh=ne 1— ist oh⸗ ver⸗gißt man Höl-le, Fluch ad Tod. Gott: 8 ist der Meuschhe⸗ schätzt den Gott in Kreuz und 2—.—*—— .——— Trüb⸗sal setzt! 2. Je größer Kreuz, je besfre Das Kreuz vermehrt der Liebe Christen. Glut, Gott prüft uns an dem Probe- Gleichwie das Gl im Feuer tut. stein; Die Gärten wandeln sich in 5. Je größer Kreuz, je mehr Wüsten, Gebete. Fällt nicht einTränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuer⸗ herd, Ein Christ in mancher Not be⸗ währt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube. Die Palme wächset bei der Last; Die Süßigkeit fließt aus der Traube, Wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, Wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größre iebe. Der Wind bläst nur die Flam⸗ men auf; Und scheinet gleich der Himmel trübe, So lachet doch die Sonne drauf. Da fleht man gern um Trost und Licht; Wenn um dasSchiff kein Sturm⸗ wind wehte, So seufzte man um Rettung nicht. Wo kämen Davids Psalmen her, Wenn er nicht auch versuchet wär'? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen. Vom Tale steiget man bergan; Wer durch die Wüste lang ge⸗ nach Der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein findet es nicht Ruh, So fliegt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben. 75 236 798 — 70 5 ISIIII IINII IIXNII neh; rgan; ge⸗ an. icht e zu. ieber ◻* Gottvertrauen, Kreuz und Trost. ⁵ Man freut sich recht auf seinen Tod; Denn man entgehet dem Ver⸗ derben, Es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das stille Gräber ziert, Bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, Die Gottes Gnad uns beigelegt, Und die einmal vor seinem Throne Der überwinder Scheitel trägt. Mel. Jesu, meine Liebe. Ach, dieses teure Kleinod macht, Daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze Je länger und je lieber sein! Daß mich die Ungeduld nicht reize, So pflanz ein solches Herz mir ein, Das Glaͤuben, Liebe, Hoffnung hegt, Bis dort mein Kreuz die Krone trägt! Benj. Schmolck 1672—1737. 171⁵. aI 00 0 0 E See⸗le, sei zu? frie ⸗ den! Was d di Treib aus dei⸗ nem— ⸗ zen Un⸗ge⸗ a—.— —., Gott be- schie-den, das ist al- les gut. duld und Schmer-zen, fas- se fri⸗schen Mut! — +— 3 Wenn dich Not rings-um be⸗ droht, und kein Glück will freundlich la⸗ chen: wohl wird's Gott doch ma chen. 1³⁷ Heiligung und christlicher Wandel. — 2. Bringt der Feinde Menge Alles ins Gedränge, Was die Wahrheit liebt; Will man dir den Glauben Aus dem Herzen rauben: Werde nicht betrübt! Naht zu dir Viel Elend hier, Droht der Bosheit offner Rachen: Wohl wird's Gott doch machen. 3. Scheint der Himmel trübe, Stirbt der Menschen Liebe Ganz für dich dahin, Stören Mißgeschicke Fast all Augenblicke Deinen Geist und Sinn: tur Geduld! Des Himmels Huld Sieht auf alle deine Sachen: Wohl wird's Gott doch machen. 4. Ungeduld und Grämen Kann das Leid nicht nehmen, Nein, es mehrt den Schmerz. Wer sich widersetzet, Wird nur mehr verletzet; Drum Geduld, mein Herz! Wirf, mein Sinn, Die Sorgen hin! Drücket gleich die Last den Schwachen: Wohl wird's Gott doch machen. 5. Auf die Wasserwogen Folgt ein Regenbogen, Und die Sonne blickt. So wird auf das Weinen Lauter Freud erscheinen, Die das Herz erquickt. Laß es sein, Wenn Angst und Pein Mit dir schlafen, mit dir wachen: Wohl wird's Gott doch machen. 6. Kronen sollen tragen, Die des Kreuzes Plagen In Geduld besiegt. Fröhlich ausgehalten Und Gott lassen walten Das macht recht vergnügt. Drum, mein Herz, Beschließ im Schmerz Alles Unglück zu verlachen: Wohl wird's Gott doch machen. 7. Nun so soll's verbleiben, Ich will nie mich sträuben Folgsam Gott zu sein. Beides, Tod und Leben Sei ihm hingegeben: Ich bin sein, er mein; Denn mein Ziel Ist, wie Gott will. Drum sag' ich in allen Sachen: Wohl wird Gott es machen. Benj. Schmolck 1672—1737. 1 2— SHi—— 246014 ISI 2—.4 und ß im hen, Gott n. 1737. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4³³ *— Warum sollt' ich 6 ꝛc. Joh. Georg Ebeling. 1666. 3320 Senn—— 1 oaan Sei frie- den, mein Ge- mü- te! e,—. 4—— SIIU——— Gott ist gut, was er tut, ist auch vol⸗ler Gü⸗te. — I—.— +7— dr E!.:s 1— 1—— 4———1 Schau⸗e sei⸗ ne gro⸗ßen Ta ⸗ten! 0 I +— NI SES..... —*— DSE in sich hält, ist ihm wohl ge ra⸗ ten. 2. Beides, Erd und Himmel Selbst der Staub preisen Zeugt von Gottes Größe. Macht, 280 und Nacht 4. Was auf Bergen und in Müssen sie beweisen, 0 Gründen, Sonn und Stern' sind Gottes In der Höh, Zeugen; In der See Was sich regt Oder sonst zu finden, Und bewegt, Rühmet seines Schöpfers Stärke, Kann von ihm nicht schweigen. Daß man hier Nach Gebühr 3. Schau Haudet seiner Seine Weisheit merke. ände! Mensch und Tier 5. Wie muß ich sein Lob er⸗ Sagen dir, heben, Daß sein Ruhm ohn' Ende; Wie so gar Auch der Wurm in seiner Blöße, Wunderbar Gras und Laub, Gab er mir mein Leben! 4³⁸⁶ Heiligung und christlicher Wandel. — Seel und Leib ist sein Geschenke; Ist es nicht Meine Pflicht, Daß ich dran gedenke? 6. Er hat seine Huld vermehret, Da er hier Jesum mir Als ein Pfand bescheret Und durch ihn auf meinem Pfade Mich beglückt Und erquickt; Heißet das nicht Gnade? 7. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht Nimmt in acht, Das zeigt jeder Morgen; Ja kein Augenblick verschwindet, Der mir nicht, Gott mein Licht, Deine Huld verkündet. 8. Sandt' er mir des Kreuzes Plagen, War die Last; Kaum gefaßt, So half er mir tragen; War nicht mehr Geduld vor⸗ handen, Seine Kraft Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. Hat geschafft, Daß ich's überstanden. 9. Nun mein Herz, das hat schon lange Gott getan; Denke dran, Will dir werden bange! Dein Gott wird dich nicht ver⸗ lassen; Trau dem Herrn; Er hilft gern, Er wird dich nicht hassen! 10. Der viel tausendMillionen Noch erhält, Die die Welt Um mich her bewohnen; Der den Himmel unterstützet, Weiß, was dir Auch hinfür Schadet oder nützet. 11. Drum ergib dich seinem Willen! Heiße gut, Was er tut, Einst wird sich's enthüllen! Denn Gott weiß in allen Sachen, Groß an Rat, Stark von Tat, Alles wohl zu machen. Benj. Schmolck 1672—1737. Georg Neumark. 1657. P3 — 0 0 0 0 333 7575—— + Ich bin bei al⸗ lem Kummer stil⸗, Es ist des lie-ben Got-tes Wil⸗-le, t ver⸗ lionen itzet, inem achen, O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4³7⁷ 4 nn mi. DDDEDEE der mir auf mei⸗nem Her- zen liegt.; der mich zu sei- ner Zeit ver- gnügt; denn die:ser 2.. +———— —.—————— S.....—— Trost ist mir be⸗ kannt: es än⸗dert's mei⸗ nes +1 Got⸗-tes Hand. 2. Er kann es tun, drum will ich hoffen; Er will es tun, so trau' ich drauf. SeinVaterherz steht immer offen, Und er nimmt meine Seufzer auf. Sein Wort ist mir ein sichres Pfand: Da stärkt mich meines Gottes Hand. 3. Es kann nicht jeder Wunsch gelingen, Den man sich etwa ausgedacht. Man sieht, wer's mit Gewalt „will zwingen, Daß der nur übel ärger macht. Doch was mir fehlt, ist Gott bekannt: Es hilft mir meines Gottes Hand. 4. Die rechte Stunde wird schon kommen, Wo seine Hilfe mich erfreut. Ich weiß, daß endlich doch den Frommen Der Wunsch des Herzens wohl gedeiht. So hält mein Glaube festen Stand: Mich segnet meines Gottes Hand. 5. Will's Gott, so stellet sich schon morgen Der Segen meiner Hoffnung ein, Und wird von allen meinen Sorgen Kein Stäubchen ferner übrig sein. So hab' ich ein gelobtes Land: Es krönt mich meines Gottes Hand. 6. Geduld! will ich indessen sprechen; Geduld! wenn sich's noch will verziehn; 4³⁸ Heiligung und christlicher Wandel. O Geduld! die Zeit wird Rosen Dabei verharr' ich unverwandt: brechen, Bald ändert's meines Gottes Die mir aus Gottes Liebe blühn. Hand. Erdmann Neumeister 1671—1756. Mel. Was Gott tut ꝛc. 1693. Q 1—4 — 1——.—5 ISS. Q 0 00 V 1—— Auf Gott und nicht auf mei- nen Rat will und dem, der mich er-schaf-fen hat, mit 22— 2—— RD 50 ich mein Glücknur bau⸗ en gan⸗zer See- le trau⸗ en. Er, der die Welt all⸗ +2—— 4———— SSI.....II...... —— 7 2— 1—¹½¹ V ö— 7— 2.— 5 2—5— mäch-tig hält, wird mich in mei-nen Ta⸗gen als V 4 -, n— — 1I.——— Gott und Va⸗ ter tra⸗ gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Und hätte, was ich bitte, Wie viel mir nützen würde, Mir gnädig, eh' ich's bat, ge⸗ Bestimmte meine Lebenszeit, währt, Mein Glück und meine Bürde. Wenn's seine Weisheit litte; Was zagt mein Herz? Er sorgt für mich Ist auch ein Schmerz, Stets väterlich. Der zu des Glaubens Ehre Nicht was ich mir ersehe, Nicht zu besiegen wäre? Sein Wille der geschehe. 3. Gott kennet, was mein Herz 4. Ist nicht ein ungestörtes begehrt, Glück ...eS 3 ttes rtes — Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4³⁰ Weit schwerer oft zu tragen Als selbst das widrige Geschick, Bei dessen Last wir klagen? Die größte Not Hebt doch der Tod, Und Ehre, Glück und Habe Verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, Läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht Sind nicht das Heil der Seelen. Wer Gottes Rat Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herr⸗ lichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn, Er hilft uns gern! Seid fröhlich, ihr Gerechten, Der Herr hilft seinen Knechten! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Was Gott tut ꝛc. 1690. ——— 0 0 00 Dem fehlt es —.— Der Herr ist mei- ne Zu ⸗ver⸗ sicht, mein nie an Trost und Licht, der E be-ster Trost im Le- ben. sich naen ihn er ⸗ge- ben. Er ist mein Gott, auf + ———————— f sein Ge⸗bot wird mei- ne See-le stil ⸗le; mir ..... Wil=le. g'nügt des Va⸗ters 4⁴⁰ Heiligung undichristlicher Wandel. H 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche zu dir schaun, Sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat Und stark von Tat, Mit gnadenvollen Händen Wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, Verlassen sehen müssen; Du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, Doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz Wird frei von Schmerz, Der Sünder eitles Dichten Wird einst dein Rat zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Des Toren Trost verschwindet, Wenn der Gerechte selbst im Tod Ruh und Erquickung findet. Wenn jener fällt, Ist er ein Held; Er steht, wenn Sünder zittern, Ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht den Trost der Hoffnung hin, Den dir der Glaube reichet! Weh dem, der zu der Welt will fliehn Und von dem Höchsten weichet! Dein Heiland starb, Und er erwarb Auf seinem Todeshügel Dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her Auch Trübsalswetter stürmen! Flieh nur zu Gott, gewiß wird er Mit starkem Arm dich schirmen! Die Zeit der Qual, Der Tränen Zahl Zählt er, er wägt die Schmerzen Und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuver⸗ sicht, Auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, Wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich Nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen Und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehl' ich mich, Mein Wohlsein und mein Leben; Mein hoffend Auge blickt auf dich, Dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott Und einst im Tod Der Fels, auf den ich traue, Bis ich dein Antlitz schaue! Christoph Christ. Sturm 1740—1786. 1 SAE SE8 SE Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4⁴¹ Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. 33⁰ rkner, 2*—.— 0 0C0 Gott„meinTrost und mein Vertrau-en, e- wig dei- ne Hil-fe werd'ich schauen, seh' ich ö DDiE.— ——— sicht, V mei⸗- ne Zu ⸗ver⸗-sicht 8— sonst auch nir⸗gends Licht; alh auf rau⸗hen dun- keln 3 A 66855 ——5 n. We⸗ gen find' ich Freu-de, find' ich Se⸗ gen. Dei⸗ ner 2 1.— * VX 1 n Fühaung folg ich 2. Seit der Jugend ersten Jahren Hast du treulich mich geführt. O wie oft hab' ich erfahren, Wie dein Vaterherz gerührt Hilfe mir und Rettung sandte, Wenn mein Flehn zu dir sich wandte! Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 3. Alles sei dir übergeben; Was du tust, ist wohlgetan. Es sei Sterben oder Leben, Dankbar nehm' ich alles an. Mag die Last auch schwer mich drücken, still; wie du willst, nicht wie ich will. Du kannst stärken und erquicken. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 4. Führe mich, Herr, wie du denkest, Daß ich vor dir wandeln soll! Wenn nur du mein Schicksal lenkest, O so geht's mir ewig wohl; Steh' ich nur bei dir in Gnaden, Welcher Feind kann dann mir schaden? Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 5. Muß ich manchen Schmerz empfinden, 4⁴ Heiligung und christlicher Wandel. — Fühl' ich oft, wie schwer es sei, Sich durch Leiden durchzu⸗ winden, Weiß ich doch, mein Gott ist treu. Jede Last hilfst du mir tragen, Und ich sollte trostlos zagen? Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 6. Bin ich niedrig hier auf Erden, Trifft mich unverdienter Hohn, Hoff' ich doch erhöht zu werden, Ewiger, vor deinem Thron. Mögen denn mich Menschen hassen, Du, du wirst mich nicht ver⸗ lassen. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 7. Nicht den Ruhm, den Menschen geben, Nicht der Sinne Lust, nicht Geld Such' ichznur ein frommes Leben Sei mein Reichtum auf der Welt. Meine Lust sei, dich zu schauen, Und meinStolz, dir zu vertrauen. Deiner Führung folg' ich still; Wie du willst, nicht wie ich will. 8. Ich empfehl' mich deinen Händen, Vater, voll Zufriedenheit. Jede Klage wird fich enden, Jeder Schmerz wird Seligkeit. Kann ich von des Himmels Höhen Einst mein Schicksal übersehen, O dann sprech' ich tiefgerührt: Selig hast du mich geführt! Nach Elisabeth Eleonore von Sachsen-Meiningen 1658—1729, von Friedr. Brauer 1754—1813. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh. Crüger? 1653. 1656. — ———1 .... ——————— ——1. + Hof-fe, Herz, nur mit Ge- duld, end⸗lich Gott dein Va⸗ ter ist voll Huld, kind-lich wird der Tag an-bre⸗chen! spre⸗ chen; darfst du zu ihm auf dein gläu- bi⸗ x — 2 *n (6) S CG/ eben, Geld Leben Welt. auen, auen. still; ö will. einen ⸗ bi⸗ O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. ö 4⁴³ Q 4— 4.—.— .—— 1.51 SDSPSPS P.PII.I.I...... —*—.——— 4——————.— 4 ges Ver⸗ traun wird er gnä-dig nie=der-schaun. 2. Wolken kommen, Wolken Er ist gütig und erquickt Jedes Herz, das Kummer drückt. gehn; Bau auf deines Gottes Gnade! Zu der Freude Sonnenhöhn 4. Faß im Glauben kühnen Führen stürmisch dunkle Pfade, WMut, Doch ein treues Auge wacht; Kraft wird dir dein Helfer Zittre nicht in Sturm und Nacht! senden; Mit der Hand, die Wunder tut, 3. Ankre du auf Felsengrund, Wird er deine Leiden enden! Schwinge dich zu Gottes Herzen, Er ist lauter Lieb und Huld; Mach ihm deine Leiden kund, Hoffe, Herz, nur mit Geduld! Sag ihm deine tiefsten Siegfried Aug. Mahlmann Schmerzen! 17711826. ——— Mel. Es ist genug. Joh. Rud. Ahle. 1662. 338 e LrrrtrnriireIr, . 0 0 0 Gott ist mein Licht! Ver ⸗ za ⸗ ge Die Son ⸗ne sinkt, die Nacht bringt i⸗ —————————— 0 ...... nicht, mein Herz, in ban⸗ger dunk-ler Zeit! Furcht und Schmerz, mein Licht strahlt al-le 2 ————5 5— EM 4——.— 8 . 2— 6 2—— 6—+ SE——.— X zeit; es schimmert an dem Tag der Freu⸗den, es ——— —4⁴⁷ Heiligung und christlicher Wandel. 07 —. leuch⸗tet in der Nacht der 2. Gott ist mein Heil! OSeele, fürchte nichts! Dein Helfer ist getreu; Er läßt dich nicht, sein Vater⸗ wort verspricht's, Er steht dir mächtig bei. Er will dich bis ins Alter tragen, Kein wahres Gut dir je versagen: Gott ist mein Heil! 3. Sein ist die Kraft! Er spricht's, und es geschieht, Gebeut, und es steht da; Und wenn mein Blick noch keine Hoffnung sieht, Ist schon die Rettung nah. Wo schwache Menschen nichts vermögen, Da kommt Gott stärkend uns entgegen: Sein ist die Kraft! 4. Sein ist das Reich! Er herrscht im Weltgebiet Mit Weisheit, Huld und Macht. Die Sterne gehn, der Strom der Zeiten flieht, Von seinem Blick bewacht, Und alles lenket er im stillen Zum Ziel nach seinem heil'gen Willen: Sein ist das Reich! Lei⸗den: Gott ist mein Licht! 5. Gott ist mein Schild, mein Schirm in der Gefahr, Die er nur wenden kann! Er deckt mein Haupt, und ohn' ihn fällt kein Haar, Er nimmt sich aller an. Ob Tausende, die mit mir wallen, Zur Rechten oder Linken fallen: Gott ist mein Schild! 6. Gott ist mein Lohn! Drum geh' ich unverzagt Die Bahn, die er mir zeigt. Der Gang ist schwer, er wird mit Gott gewagt, Der dort die Palme reicht. Froh will ich wachen, kämpfen, ringen, Durch Gnade stark den Feind bezwingen: Gott ist mein Lohn! 7. Gott ist mein Preis! Er sei mein Lobgesang, Er, des ich ewig bin! Der Herr ist groß, und seines Ruhmes Klang Tönt durch das Weltall hin. Ich stimme mit den Erdgebornen Ins hohe Lied der Auserkornen: Gott ist mein Preis! Joh. Heinr. Karl Hengstenberg 1770—1834. in. ornen rnen: 1834. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4⁴⁵ 356—— Herzens⸗Jesu. Peter Sohrlen). 1668. 339 SSPD ——4— 0 0 Ich steh' in nicht Er⸗den⸗ mei⸗ nes Her- ren Hand und not, nicht Er-den⸗tand soll .—.—.—— ö + will drin ste⸗ hen blei⸗—5— mich da- raus ver⸗ trei-ben; 99 wenn zer⸗-fällt die 5 II H4— IS—= —II— 2——— 2—— gan- ze Welt, wer sich an ihm, und wen er hält, wird E II , ,, , be wohl-be- hal- ten blei-ben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, Und Wunder sollen schauen, Die sich auf sein wahrhaftig Wort Verlassen und ihm trauen. Er hat's gesagt, Und darauf wagt Mein Herz es froh und unverzagt Und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will, Ist alles mir gelegen. Ich halte ihm im Glauben still Und hoff' auf seinen Segen; Denn was er tut, Ist immer gut, Und wer von ihm behütet ruht, Ist sicher allerwegen. 4. Ja, wenn's am schlimmsten mit mir steht, Freu' ich mich seiner Pflege; Ich weiß, die Wege, die er geht, Sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, Ist gut ge⸗ meint/ Er ist doch nimmermehr mein Feind Und gibt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glaubens Unterpfand 46 Heiligung und christlicher Wandel. O Ist, was er selbst verheißen, Was er verspricht, Das bricht Daß nichts mich seiner starken er nicht, Hand Er bleibet meine Zuversicht, Soll je und je entreißen. Ich will ihn ewig preisen. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 0.1015. Haßler. 3⁴⁰ e dr. 4.— — —3———— — Ich will in Gott mich fas⸗sen und —— bin ich— ver⸗ las-sen in —— de.e 2— *— 935 10 W sein; Pein, Dan 1 auf mei⸗nem ...— 2———.— + Pfa⸗ de, wie dun⸗ kel er auch. wãr', ein Bo⸗ te — ———.——. D V ö sei ⸗ner Gna⸗-de, ein En- gel voör mir her. 2. Er trägt in seinen Hän⸗ 3. Zur Rechten und zur Linken den Mag der Versucher nahn, Ein wunderhelles Licht, Mich lockt sein schmeichelnd Mir süßen Trost zu spenden Winken Und reine Zuversicht. Nicht hin auf seine Bahn; Von solchem Licht geleitet Wie fänd' ich dorten Frieden, Fühl' ich die Furcht gebannt, Hätt' ich mich falschgesinnt Denn über mich gebreitet Von Gottes Huld geschieden, Ist Gottes Vaterhand. Ein ungehorsam Kind ꝛ * N E/ V bricht t/ 1859. haßler. id —4 Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 4⁴⁷ 4. MeinHerz will ich bewahren Dem, der es treulich liebt, Auch wenn er mit Gefahren Zur Prüfung mich umgibt. 59665 ist gewißlich an der Zeit. Er will die Kraft mir stärken, Sie kommt von ihm allein; In Worten und in Werken Soll ich sein Zeuge sein. Julius Hammer 1810—-1862. + 0 0 0 0 O kla⸗ge nicht, wenn dir dein Gott ein Sei's Krankheit, Man⸗gel, Gram und Spott, vom 94 ö U' 1— 1 SI.............. — H.——2.— Kreuz will auf- er ⸗le- gen! Kreu- ze kommt der Se-gen, wenn du dei⸗ eueend 1 1 4 +—.— —.0 2—...— 7— 1.——— +—— dei ne Schuld es trägst in gläu⸗bi⸗ ger Ge- duld und 7* . ....— fest auf Christum bau ⸗est. 2. Macht auch das Kreuz dem Fleische bang, Mein Christ, laß dich's nicht reuen! Des alten Menschen Todesgang Ist Lebensweg dem neuen; Erst wenn der starre Trotz erliegt, Und sich das Fleisch dem Kreuze fügt, Beginnt das wahre Leben. 3. Du gehst vor Gottes An⸗ gesicht Und stehst in seinem Segen, Und deines Fußes Leuchte ist Sein Wort auf allen Wegen. Du hältst an ihm, der dich nicht läßt, An deinem Herrn und Heiland e Im Leben und im Sterben. 1˙⁷⁸ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. U 4. Und himmelan, nur Bis Gott sich dir in Gnaden neigt himmelan Und dir durch Jesum Christum Ist all dein Lauf gewendet, reicht Bis er am Ziele deiner Bahn An Kreuzes Statt die Krone. In Herrlichkeit sich endet, Julius Sturm 1816—1896. XXI. Für besondere Zeiten und Verhältnisse. J. Am Morgen. Nach eigener Melodie. Weltlich? 1598. 342—.—..——. ———— Aus mei- nes Her- zens Grun⸗ in die⸗ser Mor- gen- stun⸗ de sag' ich dir Lob und Dank de und all mein Le-ben lang; ———— Gott auf dei⸗ nem Thron, dich will ich e wig d.——. —..— D—— —————— 3.—.—H—.——— — eh ⸗ ren, laß mich dein Lob ver ⸗ meh⸗ de ö r. .. ren durch Chri-stum, dei- nen Sohn! — ID VS/& S& 2 7/7/7ꝗ — 1H—.e———— nneigt ristum one. —1896. isse. — Am Morgen. ——ẽ ˙ 2. Dank dir, daß du aus Gnaden In der vergangnen Nacht Mich vor Gefahr und Schaden Behütet und bewacht! Demütig bitt' ich dich, Wollst mir die Sünd vergeben, Womit in diesem Leben Ich hab' erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten Mich gnädig diesen Tag Vor Feindes List und Wüten, Vor Sünden und vor Schmach, Vor Feu'r und Wassersnot, Vor Armut und vor Schanden, Vor Krankheit und vor Banden, Vor bösem schnellem Tod. 4. Die Seele, Leib und Leben, Gut, Ehre, Weib und Kind Will ich dir übergeben, Dazu mein Hausgesind; Nach eigener Melodie. Was deine Huld mir gab, Die Eltern und Verwandten, Die Freunde und Bekannten Und alles, was ich hab'. . Sern will ich lassen raten, Der alle Ding' vermag; Er segne meine Taten Auch an dem heut'gen Tag. Ihm hab' ich heimgestellt Leib, Seele, Gut und Leben Und was er mir gegeben; Er mach's, wie's ihm gefällt. 6. Drauf sprech' ich fröhlich Amen Und zweifle nicht daran, Gott nimmt in Jesu Namen Mein Beten gnädig an. Drum streck' ich aus die Hand, Greif an das Werk mit Freuden, Das Gott mir wollt' bescheiden In meinem Amt und Stand. Verfasser unbekannt; 1592. Heinr. Albert. 1642. der uns Tag und Nacht läßt 343 550........ *——— WeI Gott des Him⸗mels und der Er- den, wer-den, 4 +.— ö ——.— ————— ———— Vater, Sohn und heil'- ger Geist, des⸗sen Sonn und Mond uns schei- nen heißt, 17 Evang. Gesangbuch. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen Hast behütet und bewacht, Daß des bösen Feindes List Mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß dich finden Und dein Herz mir offen stehn, Da allein ja Hilf und Rat Ist für meine Missetat! 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht! Nach eigener Melodie. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort, Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort! Nirgends als bei dir allein Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Samt den Sinnen undVerstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ehr, mein Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg' von mir wende Und mich halt' in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu! Heinr. Albert 1604—1651. Joh. Georg Ebeling. 1666. 0 0 0 Die gold⸗ ne IVXXNXII SII ˖⁊ —.— nen id leite •m heute Hort! in sein. eine stand, le Ehr, m, ntum! sende, kacht, wende Acht, Am Morgen. —.—.— ——— Won-ne bringt un- sern ee e L schau⸗e den 2. Mein Auge schauet, Was Gott gebauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen sei mächtig und groß, Und wo die Frommen Dann sollen hinkommen, Wenn sie mit Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, Dem Schöpfer bringen Him⸗mel mit steh' ich, bin mun⸗ter und fröh⸗lich, — ———: mei⸗nem Ge⸗ sicht. Güter und Gaben; Was wir nur haben, Alles das sei Gott zum Opfer geweiht! Die besten Güter Sind unsre Gemüter; Lieder der Frommen, Von Herzen gekommen, Das ist ein Spfer, dran er sich erfreut. 4. Abend und Morgen Sind seine Sorgen; Segnen und mehren, Unglück abwehren 15⁹ 4⁵j² Für besondere Zeiten und Verhältnisse. Sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, So ist er zugegen, Wenn wir aufstehen, So läßt er aufgehen Über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Alles vergehet, Gott aber stehet Ohn' alles Wanken; Seine Gedanken, Sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden Die nehmen nicht Schaden, Heilen im Herzen Die tödlichen Schmerzen, Halten uns zeitlich und ewig gesund. 6. Gott, meine Krone, Vergib und schone, Laß meine Schulden In Gnad und Hulden Aus deinen Augen sein ferne verbannt! Sonst Herr, regiere, Mich lenke und führe, Mel. Nun laßt uns Gott ꝛe. Wie dir's gefället: Ich habe gestellet Alles in deine Beliebung und Hand! 7. Willst du mich kränken, Mit Galle tränken, Und soll von Plagen Ich auch was tragen, Wohlan, so mach es, wie dir es beliebt! Was gut und tüchtig, Was schädlich und nichtig Meinem Gebeine, Das weißt du alleine, Hast niemals zu sehr die Deinen betrübt. 8. Trübsal und Zähren Nicht ewig währen, Nach Meeresbrausen Und Windessausen Leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle Und selige Stille Darf ich erwarten Im himmlischen Garten; Dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt 1607—1676. Nik. Selnecker? 1587. 34⁵— — 0 0 0 Wach auf, mein Herz, und sin ge dem — *—— A. einen ischtes en 1676. 1587. — dem Am Morgen. 4⁵³ 2.7 ö—.— F 1 141— —.— SP I IIIII Schöp⸗fer al⸗ler Din-ge, dem Ge⸗-ber al- ler — III— IDDDE Gü ⸗ter, dem treu⸗en Men-schen-hü- ter! 2. Heut, als die dunkelnSchatten Mich ganz umgeben hatten, Hast du, o Gott, gewehret, Daß mich kein Leid versehret. 3. Du sprachst: Kind, lieg im Frieden, Ich will dich treu behüten; Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die Sonne schauen! 4. Dein Wort, Herr, ist ge⸗ schehen, Ich kann das Licht noch sehen, Von Not bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben: Hier bring' ich meine Gaben Und leg' in Demut nieder Vor dir Gebet und Lieder. — Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 340. 6. Die wirst du nicht ver⸗ schmähen, Du kannst ins Herz mir sehen Und weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Bessres habe. 7. Dein Werk wollst du voll⸗ enden Und deinen Engel senden, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinenTaten, Hilf selbst das Beste raten, Den Anfang, Mitt und Ende, Ach Herr, zum Besten wende! 9. Herr, segne meine Tritte, Mein Herz sei deine Hütte, Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reise! Paul Gerhardt 1607—1676. Georg Neumark. 1657. 0 0 0 0 5— die Nacht voll-en-det auf ein-mal wie-der ih ⸗ren Lauf; mit mir auf. Die Ruh ist ich se wie- der, 2. Ich bin noch immer auf der Erde, Wo jeder Tag sein Elend hat, Wo ich zwar immer älter werde, Doch nimmer rein von Missetat. Ich kenn', o Gott, dein heilig Recht Und bin doch kein getreuer Knecht. 3. Vergib mir, Vater, alle Sünden, Die ich von Kindheit auf getan, Laß früh vor dir mich Gnade finden Und nimm mein reuig Bitten an! Ist deine Gnade nur mein Teil, So fehlt mir nichts zu meinem Heil. 4. Hilf du in allen Sachen raten, Denn wo wär' ich mir selbst genug? Bewahre mich vor Missetaten, Vor böser Menschen List und Trug! Laß mich den Tag wohl wenden an Und Gutes schaffen, wo ich kann! 5. Behüte mir Leib, Seel und Leben, Verwandte, Freunde, Hab und Gut! Willst du mir Kreuz zu tragen geben, So gib dabei auch Trost und Mut; Und willst du Freuden mir ver⸗ leihn, So laß sie mir zum Segen sein! 6. Du gabst mir Kraft, jetzt aufzustehen, Dein Aufsehn ist's, das mich erhält. 242114 I setaten, t und wenden ch kann! eel und ab und tragen t und ir ver⸗ n sein! U Am Morgen. 45⁵ Ich weiß nicht, wie mir's heut Schließ mich in deine Obhut wird gehen, ein, Doch schick es, Herr/ wie dir's So bin ich tot und lebend dein! gefällt! Kaspar Neumann 1648—1715. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1690. r e wire. AE —0 e d00 O Je ⸗su, sü⸗ ßes Licht, nun ist die nun hat dein Gna-den⸗glanz aufs neu ⸗e — DE—.——— + 6— SꝗDSSPPPP....... Nacht ver-gan- gen, 2 n nun ist, ist mich um⸗ fan⸗ gen; nun ist, was an mir ist, vom SSSSSI lan⸗gend aus- ge⸗ reckt. 2. Was soll ich dir denn nun, Daß sie nur dich erwähle O Herr, für Opfer schenken? In deiner Liebe Kraft; Ich will mich ganz und gar Da hast du meinen Geist, In deine Gnade senken Darinnen wollst du dich Mit Leib, mit Seel und Geist Verklären allermeist! eut diese 7„ Das on w an Speer seh 4. Hier sei denn auch mein Leib N Zum Tempel dir ergeben; Weil ich sonst nichts vermag. Wähl ihn zur Wohnung dir, 3. Drum siehe da, mein Herr, O allerliebstes Leben! Da hast du meine Seele, Ach wohn, ach bleib in mir, Sie sei dein Eigentum, Beweg und rege mich, ——— 4⁶ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — So hat Geist, Seel und Leib Mit dir vereinigt sich! 5. Mein Jesu, schmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld Durch deines Geistes Triebe; Kleid mit der Demut mich Und mit der Sanftmut an, So bin ich wohlgeschmückt Und köstlich angetan! 6. Gib, daß mir diesen Tag Stets vor den Augen schwebe, Daß dein' Allgegenwart Mich wie die Luft umgebe, Auf daß mein ganzes Tun Durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, Mein Herr, zu aller Stund! 7. Ach segne, was ich tu', Ja rede und gedenke; Durch deines Geistes Kraft Es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh' Zu deines Namens Ruhm, Und daß ich unverrückt Verbleib' dein Eigentum! Joachim Lange 1670— 1744. Mel. Ich dank' dir schon ꝛc. Mich. Prätorius? 1610. . Mein 348 2— erst Ge- fühl sei Dank: er⸗ Preis und — Gott, of 4— A——0—— GEE + Herr hört dei-nen Lob- ge-sang: lob⸗ sing ihm, See 5 lel 2. Mich selbst zu schützen ohne Wer schafft die Nacht der acht, Lag ich und schlief in Frieden. Nacht Und Ruhe für die Müden? 2.49 — Am Abend. 4⁵⁷ 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Kreis Und schützt mich vor Gefahren? 4. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tags erfreue! „Laß deinen Segen auf mir ruhn, Mich deine Wege wallen, Und lehre du mich selber tun Nach deinem Wohlgefallen! 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr, Auf dich hofft meine Seele; Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle! 7. Gib mir ein Herz voll Zu⸗ versicht, Erfüllt mit Lieb und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn' und willig tue; 8. Daß ich das Glück der Lebenszeit In deiner Furcht genieße Und meinen Laufmitfreudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe! Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. 2. Am Abend. Mel. Freu dich sehr ꝛc. Wer-de mun⸗ ter, mein Ge⸗ mü⸗= te, daß ihr prei⸗- set Got⸗tes Gü⸗ te, geht her-für, Da ei tan an mir, — — n, —.— michd den gan⸗zen Tag vor so man: cher schweren Plag 9 51 4———— ——————+1———— ——————.————— + durch sein gna-den-rei⸗ ches Wal⸗ten hat be⸗ — ö .— schir- met und 2. Lob und Dank sei dir ge⸗ sungen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir heut mein Werk ge⸗ lungen, Daß du mich vor allem Leid Und vor Sünden mancher Art So getreulich hast bewahrt, Manches Unheil auch vertrieben, Daß ich unversehrt geblieben! 3. Dieser Tag ist nun ver⸗ gangen, Und das Dunkel bricht herein; Hin ist nun der Sonne Prangen Und ihr freudenreicher Schein. Stehe mir, o Vater, bei, Daß mein Licht stets bei dir sei; Laß es hell im Herzen werden, Ist auch tiefe Nacht auf Erden! 4. Herr, verzeihe mir aus Gnaden Alle Sünd und Missetat, Die mein armes Herz beladen Und dich sehr erzürnet hat! Des Versuchers List und Tück Treib durch deine Macht zurück! — EEEE — er ⸗hal ten! Gott, du kannst allein mich retten, Strafe nicht mein Übertreten! 5. Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, Stell' ich mich doch wieder ein; Denn dein Sohn hat ausge⸗ glichen Meine Schuld durch seine Pein. Ich verleugne nicht die Schuld; Aber deine Gnad und Huld Ist viel größer als die Sünde, Die ich stets noch in mir finde. 6. O du Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, allhier In der Dunkelheit bei mir, Daß kein Unfall mich betrübe; Tröste mich mit deiner Liebe! 7. Laß mich diese Nacht empfinden Eine sanfte süße Ruh! Alles Übel laß verschwinden, Decke mich mit Segen zu! FIIEII 1 2+— —H2— 0— vretten, eten! dir ge⸗ ůer ein; sge⸗ e Pein. chuld; uld ünde, finde. men t, fehlen allhier 275 rübe; iebe! t den, —— Am Abend. 4⁵⁹ Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Heunde, Feinde, Hausgenossen Sei'n in deinen Schutz ge⸗ schlossen. 8. O du großer Gott, erhöre, Was dein Kind gebeten hat! Mel. O Welt, ich muß Jesu, den ich stets verehre, Bleibe ja mein Schutz und Rat! Und mein Hort, du werter Geist, Der du Freund und Tröster heißt: Höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja es soll geschehen. Joh. Rist 1607—1667. ö Heinr. Isaak? Weltlich. dich lassen. 1536. 1598. 350 ½——— 8 4 S—.—— α Nan ru-hen al-le Wal⸗ der, Vieh, ——— 25—.— —.——— ———. Menschen, Städt'und Fel⸗ der, es schläft die gan⸗ 3ze L. DEEEE Weltze ihr a-ber, mei⸗ne Sin-nen, auf, auf, ihr —. 9—1 be ⸗ gin- nen, was eu erm Schöp=fer 6—.————— wohl⸗-ge= fällt! 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Gar hell in meinem Herzen Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein' andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die goldnen Sternlein prangen —— — 4⁶0 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. E Am blauen Himmelssaal: Also werd' ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammer⸗ tal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh' ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Das Kleid der Ehr und Herr⸗ lichkeit. 5. Das Haupt, die Füß' und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sünden Arbeit frei! 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Ruhe ihr begehrt! Nach eigener Melodie. Es kommen Stund' und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein' Augen stehn ver⸗ drossen, Im Nu sind sie geschlossen; Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, So laß die Engel singen: Dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr! Gott lass' euch ruhig schlafen, Stell' euch die mächt'gen Waffen Ums Bett und seiner Engel Schar! Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Heinr. Lützel. 1858. 2.— 2— L* Der Tag ist hin, mein Je-su, bei mir + —. — V.—*— blei? bez 79— n; Seel? den, n/ srael! beide, ein! ngen, sein! ieben, ö ifen, Jaffen O Am Abend. 4⁵⁰ 2——*A/— 4—.—. ——...——.——— trei-be; geh auf in mir, Glanzder Ge⸗ rech⸗tig⸗ ——.— .— ö 6 ö DD‚,.————— keit, er-leuch-te mich, ach Herr, denn es ist Zeit! 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, Dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen Nach deinem Rat, ob ich's gleich nicht versteh'; Du bist gerecht, es gehe, wie es geh'. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; Das weißt du wohl, du Herzens⸗ kündiger, Ich strauchle noch wie ein Un⸗ mündiger. 4. Vergib es, Herr! Mir sagt es mein Gewissen, Der Sünde Lust hat mich von dir gerissen; Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. Es ist mir leid, ich stell' mich wieder ein, Da ist die Hand: du mein und ich bin dein! 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte, Bewahre mich durch deine große Macht, Wenn Belial nach meiner Seele tracht't! 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen, Ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! Dich lass' ich nicht, mein Fels — der Tag ist hin! Joachim Neander 1650-1680. 16⁵1. 38² ... 0 0 Wo willst du hin, weils A⸗ bend ist, 0 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — —..—.——.—‚— 6—————.— ii lieb-ster Pil- ger Je su Christ? Komm, laß mich D.—— glück ⸗se- lig sein und kehr in ———— ...... Her-zen ein! 2. Laß dich erbitten, liebster 4. Erleuchte mich, daß ich die Freund, Bahn Dieweil es ist so gut gemeint; Du weißt, daß du zu aller Frist Ein herzenslieber Gast mir bist! 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, Die Nacht sich schon von ferne zeigt; Drum wollest du, o wahres Licht, Mich Armen ja verlassen nicht. Zum Himmel sicher finden kann, Damit die dunkle Sündennacht Mich nicht verführt noch irre macht! 5. Vor allem in der letzten Not Hilf mir durch einen sanftenTod! Herr Jesu, bleib; ich halt' dich est, Ich weiß, daß du mich nicht verläßt! Verfasser unbekannt; 1674. Mel. Freu dich sehr ꝛc. 15⁵⁴ N—.—— ̃ꝛßßꝛ ͤ—tꝛß 85— 0 0 0——— Herr, es ist von mei⸗nem Le-ben Leh re mich nun Achtung ge- ben, 0 — 1—— SSS——— — 2 13—.—— EEEEEE— wie ⸗ der um ein Tag da- hin. i ob ich fromm ge we⸗- sen bin;——— — HF efRr errr —E E ISII5 e DEA ich die n kann, nnacht irre en Not nTod! t' dich Am Abend. ———— .—— —— so ich was nicht recht ge⸗ tan, 9—.—.— —.—— ———— ———..... 2. Freilich wirst du manches finden, Was dir nicht gefallen hat; Denn ich bin noch voller Sünden In Gedanken, Wort und Tat, Und vom Morgen bis zur Stund Pfleget Herze, Hand und Mund Mannigfach und oft zu fehlen, Daß ich's selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, Habe noch einmal Geduld; Ich bin freilich schwer beladen, Doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu Werde diesen Abend neu, So will ich noch deinen Willen Künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, Daß der Schlaf nicht sündlich seiz Decke mich mit deiner Güte, Auch dein Engel steh mir bei! Lösche Licht und Feuer aus und hilf jetzt in al⸗ len Sa⸗ chen gu= ten II 5——— ——————— a⸗ bend ma- chen! Und bewahre sonst das Haus, Daß ich morgen mit den Meinen Nicht im Unglück müsse weinen! 5. Steure den gottlosenLeuten, Die im Finstern Böses tun! Sollte man gleich was bereiten, Uns zu schaden, wenn wir ruhn, So zerstöre du den Rat Und verhindere die Tat; Wend auch allen andern Schrecken, Den die Bosheit kann erwecken! 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, Wenn es bei uns Abend wird; Denn du bleibest ewig munter Und bist wie ein guter Hirt, Der auch in der finstern Nacht Über seiner Herde wacht. Darum hilf uns, deinenSchafen, Daß wir alle sicher schlafen! 7. Laß mich dann gesund er⸗ wachen, 4⁰ι Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — Wenn es rechte Zeit wird sein, Daß ich ferner meine Sachen Richte dir zu Ehren ein! Oder hast du, lieber Gott, Heut bestimmet meinen Tod, So befehl' ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann 1648—17ʃ5, 10—8— Herzens-Jesu. Peter Sohrlen). 1668. 354——— SE + 0 Gott⸗ lob, anSze E⸗ wig⸗ keit ist Zu dir im Fortgang die-ser Zeit mein Q — II 21—1 I a ⸗ber-mals voll- en- det! Herz sich sehn-lich wen-det, o Quell, da⸗-raus mein nee en i—2 —— ́;-⸗- J—1—..— j—I9—5ßißißißII—iñ— . ů Le⸗ ben fließt und al le Gna⸗de sich er- gießt zu ——— n rre—— mei⸗ner Seezle Leben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, Und wird mir allzu lange, Bis es erscheine, daß ich gar, O Leben, dich umfange, Damit, was sterblich ist an mir, Verschlungen werde ganz in dir, Und ich unsterblich werde. 3. O daß du selber kämest baldl Ich zähl' die Augenblicke. Ach komm, bevor mein Herz wird kalt Und sich's zum Sterben schicke! Komm doch in 124100 Herrlich⸗ Schau her, die La steht bereit, Die Lenden sind umgürtet! 4. Doch sei dir ganz anheim⸗ gestellt 11— 79E & 7 447— Tod, ide hände. —17ʃ5. —U Am Abend. 4⁰⁵ ö Die rechte Zeit und Stunde, Wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt, Wenn ich mit Herz und Munde Dich kommen heiße und darauf Von nun an richte meinen Lauf, Daß ich dir komm' entgegen. 5. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann Von deiner Liebe trennen, Und daß ich frei vor jedermann Dich meinenFreund darf nennen, Und daß du dort, o Lebensfürst, Dich ganz mit mir vereinen wirst Und mir dein Erbe schenken. 6. Drum preis' ich dich in Dankbarkeit, Daß heut der Lauf geendet, Und daß dadurch von dieser Zeit Ein neuer Schritt vollendet. Ach führe du mich weiter fort, Bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben! 7. Wenn auch die Hände lässig sind Mel. O Welt, ich muß Und meine Kniee wanken, So biet mir deine Hand ge⸗ schwind Und halt mich in den Schranken Des Glaubens, daß in dir mein Herz Sich stärke, und ich himmelwärts Ohn' Unterlaß aufsteige! 8. Geh, Seele, frisch im Glauben dran Und sei nur unerschrocken, Laß dich nicht von der rechten Bahn Die Lust der Welt ablocken! So dir derLauf zu langsam dünkt, So eil, wie sich ein Adlerschwingt, Mit Flügeln heil'ger Liebe! 9. O Jesu, meine Seele ist Zu dir schon aufgeflogen; Du hast, weil du voll Liebe bist, Mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit: Ich bin schon in der Ewigkeit, Weil ich in Jesu lebe! Aug. Herm. Francke 1663—1727. Heinr. 555.11 Weltlich. 536 dich lassen. 1536. 1598. ——— DEEEEEE..— E Der Sab⸗- bat ist ver- gan⸗gen, ich —.———— ha be mein Ver⸗lan⸗gen nach Her-zenswunsch er⸗ ——— füllt. Gott hat mich un- ter-wein set, mit Le-bens⸗ m.———1— ů IE——— H.—.—— 2— ——— brot ge⸗ spei- set und mei-ner See ⸗le —— w. .— Durst ge-stillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Und eine Sonne machen Herzen, Auch mitten in der Nacht, Drum leg' ich ohne Schmerzen Bis bei den Cherubinen Auch meinen Leib zur Ruh; Ein Sonntag ist erschienen, Denn allen Sündenschaden Der alle Nacht zu Schanden Deckt Jesus nun in Gnaden macht. Mit seiner treuen Liebe zu. 10 3. O du dreieinig Wesen, ch schlfegmoecniget, 3.— Denn wo mein Herze lieget W e 59m1 Da ist der Sxarde 2 eil ich dein Tempel bin! R igetit Ich habe Licht vom Lichte, Mich stört kein Weltgetümmel, ů Es träumt mir nur vom Him⸗ Dein leuchtend Angesichte mel Treibt alle Finsternisse hin Ach wer doch nur bald droben 4. Du wirst schon bei mir wär'! wachen Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Jesu, meine Freude. Joh. Crüger. 1649. 1656. 350 9———— —..——.——— Q00 0 0 V— ——— Hir- te dei- ner Scha fe, der von dei- ne Wun⸗der-mil-de dien: te 6⁰ H IIINANELLEN SII SNe⁰hnE&⁰ Am Abend. n, den nüget, et, nmel, Him⸗ oben mag, de den ver-gang⸗nen Tag. —— S.— 5. 2. Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld; Ein versöhnt Gewissen Sei mein Ruhekissen, Drum vergib die Schuld! Jesus Christ Mein Mittler ist, Er hat das, was ich verschuldet, Williglich erduldet. 3. Laß auch meine Lieben Keine Not betrüben, Sie sind mein und dein! Schließ uns mit Erbarmen In den Vaterarmen Wohlgeborgen ein! Du bei mir Und ich bei dir, Also sind wir ungeschieden, Und ich schlaf' in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer Und laß allen Jammer , um und um be-wah⸗ren! Ferne von uns sein! Sei du Schloß und Riegel, Unter deine Flügel Nimm dein Küchlein ein; Deck uns zu MitSchutz und Ruh, So wird uns kein Grauen wecken Noch der Feind uns schrecken! 5. Wie, wenn ich mein Bette Heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Drum hast du beschlossen, Daß mein Ziel verflossen, Kommt die Todesnot, So will ich Nicht wider dich; Hab' ich Jesum nur gefunden, Sterb' ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue In vergnügter Ruhe Meine Augen zu! Seele, Leib und Leben Hab' ich dir ergeben, —.—. 46s Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O ö Treuer Hüter du! Und erlebe ich den Morgen, Gute Nacht, Nimm mich in Wirst du weiter sorgen! acht; Benj. Schmolck 1672—1737. 5 Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Heinr. Iigatizettlig. 357— 2—55— ——.————2.——. SW EEEEEE 00 00 Herr, der du mir das Le⸗ ben bis —— Ich bin viel zu ge⸗ rin ⸗ ge der Treu⸗e, 2. Mit dankendem Gemüte Nach deines Worts Be fehlen Freu' ich mich deiner Güte, Einher im Leben gehn, Ich freue mich in dir. Auf deine Güte hoffen, Du gibst mir Kraft und Stärke, Im Geist den Himmel offen Gedeihn zu meinem Werke, Und dort den Preis des Glau— Und schaffst ein reines Herzin mir. bens sehn! 3. Gott, welche Ruh der 4. Ich weiß, an wen ich glaube, Seelen, Und nahe mich im Staube en, —737. Veltlich. . len fen lau⸗ aube, e O Am Abend. 4⁶ Zu dir, mein Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, Ich bin bei dir in Gnaden, Und in dem Himmel ist mein eil. 5. Bedeckt mit deinem Segen Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Eil' ich der Ruh entgegen, Dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende Ist dein; in deine Hände Befehl' ich, Vater, meinen Geist. Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. 358 — Die Son⸗ ne sin-⸗ ket nie--der, die *.. + . stil ⸗le Nacht kom̃t wie I 30 . beschließt des Tags Ge-schäf-te —. und drückt die mün- den — Au ⸗gen zu. 2. Noch wach' ich und erzähle Mit tiefgerührter Seele, Was Gott an mir getan. Mit dankendem Gemüte Lobsing' ich seiner Güte; Er hört mein frommes Loblied an. 3. Von ihm kommt jede Gabe, Das Leben, das ich habe, Die Ruhe dieser Nacht. Er ist der Quell der Güter, Er ist mein treuer Hüter, Der, wenn ich schlummre, für mich wacht. 7⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — 4. Er läßt es finster werden Und hüllt den Kreis der Erden In stille Dunkelheit; Doch auch in dunkler Stille Wohnt Gott mit seiner Fülle Und zeigt mir seine Herrlichkeit. 5. Aus unermessner Ferne Führt er jetzt Mond und Sterne Am Firmament herauf; Sie leuchten ihm zur Ehre Hoch über Erd und Meere, Und seine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Groß, wenn der Morgen grauet, Groß, wenn der Abend tauet, Groß in der stillen Nacht, Im Sonnenschein und Sturme, Am Menschen und am Wurme, Groß zeigst du, Vater, deine Macht! 7. Voll Majestät und Stärke Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. Stehn lauter Wunderwerke In deiner Schöpfung da. Wie kann ich dir's vergelten? Du, Gott so vieler Welten, Warst auch mir Armem heute nah. 8. Gott, groß von Macht und Treue, Jetzt, da ich dein mich Wird mir die Nacht zum Licht. Leg⸗ ich die müden Glieder In deinem Namen nieder, So wachest du, ich sorge nicht. 9. Soll jetzt der Schlaf zum Leben Mir neue Kräfte geben, So schlaf' ich fröhlich ein; Soll er mein Leben enden, So wirst du mich vollenden Und auch mein Gott imTode sein. Joh. Zach. Junkheim 1729-1790. S Crüger. 1656. —— So flie⸗hen un ⸗ 1 Ta⸗ge hin, auch =e. die Nacht, der Mü-den die⸗ser ist nicht mehr; 7 v. E rn —.——. Trö⸗ ste⸗ rin, eilt wie⸗ .——— der zu uns her. lten? en, heute en de sein. —1790. —³ Am Abend. 4⁷¹ 2. Herr, du nur bleibest, wie du bist/ Du schläfst und schlummerst nicht; Die Finsternis, die uns um⸗ schließt, Ist deinem Auge Licht. 3. Dir übergeb' ich voll Ver⸗ traun Mich auch in dieser Nacht; Und wovor sollte mir denn graun? Mich schützt ja deine Macht. 4. Hab' ich an deiner Gnade nur Noch teil, mein Herr und Gott, So fürcht' ich keine Kreatur Und scheue nicht den Tod. 5. Zwar ich erkenne meine Schuld, Mit Reue fühl' ich sie; Christoph Friedr. Neander 172⁴4—1802. wo die Ru-⸗he —— stil⸗ le A- bend kommt; Mel. Herzlich tut mich verlangen. 30⁰ SS....— ———————— —— Wirf ab des Ta⸗ges La= sten, der nun, See⸗le, sollst du ra- sten dort, Doch, mein Erlöser, deine Huld, Wie trostvoll ist mir die! 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin Und weiß, wie sicher ich Im Schatten deiner Flügel bin; Du wachest über mich. 7. Flieht, finstre Sorgen, weit von mir! ——0 Jesu, du allein ei mein Gedanke; weihe dir Mein Herz zum Tempel ein! 8. Ist dies vielleicht die letzte Nacht In meiner Prüfungszeit, So führe mich durch deine Macht Zum Licht der Ewigkeit! 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, Dein bin ich auch im Tod; Du, mein Erretter, bist bei mir Und hilfst aus aller Not. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. an dei- nes Va⸗ter frommt; Da zters Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O 5 f — IDSDSDISS. 0— ——.—— LS—— 1 Her- zen sollst du, ent Ü digt nun — 333— Mühn und Schmerzen, 2. Dort ist dir Rast beschieden Nach mühevoller Zeit, Dort findest du den Frieden Nach unruhvollem Streit; Dort schläfst du frei von Sorgen, Von seinem Arm bedeckt, Bis dich der junge Morgen Zu neuer Arbeit weckt. 3. Die Rast gibt neue Kräfte, Die Kraft gibt neuen Mut, Daß man des Tags Geschäfte Mit neuer Freude tut. Gern wirst du sie vollbringen recht sanft und se-lig ruhn! Und fühlst dich nicht beschwert, Und Gott läßt dir gelingen, Was seinen Ruhm vermehrt. 4. Mit ihm beginn den Morgen, Vor ihn trag deine Last, Auf ihn wirf deine Sorgen, Bei ihm such deine Rast! So fließet leicht dein Leben Dem klaren Himmel zu, Wo dir dein Gott wird geben Die ewig sel'ge Ruh. Julius Sturm 1816—1896. 3. Jahreswechsel. Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 30l 1 6 4—— 4+.—— SSDSSI 9 Das al=te Jahr ver- gan⸗gen ist; wir ————— ——2———————— dan-ken dir, Herr Je-⸗ su Christ, daß du in 5 ——4 hwert, en, ehrt. Jahreswechsel. Not uns und Ge-fahr so gnä⸗dig hast be⸗ schützt dies Jahr. 2. Wir bitten dich, du ew'ger Und fromm zu werden fangen an! Sohn Der alten Sünde nicht gedenk, Des Vaters auf dem höchsten Thron, Wollst deine arme Christenheit Bewahren ferner allezeit. 3. Entzieh uns nicht dein heil⸗ sam Wort, Das ist der Seelen höchster Hort; Vor Irrlehr und Abgötterei Behiit uns/Herr/ und steh uns bei! 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn 00 0 0 Hilf, Herr Je-⸗ su, laß ge⸗ laß es un 2—— gen, hilf, das neu gen, daß aufs neu Ein gnadenreich Neujahr uns schenk! 5. Hilf christlich leben, seliglich Einst sterben und hernach fröhlich Am jüngsten Tage auferstehn, Mit dir zum Himmel einzugehn, 6. Zu danken und zu loben dich Mit allen Engeln ewiglich! O Jesu, unsern Glauben mehr Zu deines Namens Lob und Ehr! Joh. Steuerlein 1546—1613. Rel, Werde Licht, du Volk ꝛe. Konr. Kocher. 1823. eu⸗e Kräf⸗- te 3e Jahr geht an, ich wan⸗deln kann! ——— Zu verrichten deinen Willen! 3. Was ich denke, was ich mache, Das gescheh' in dir allein; Wenn ich schlafe, wenn ich wache, Wollest du, Herr, bei mir sein. Geh' ich aus, wollst du mich leiten, Komm'' ich heim, so steh zur Seiten! 4. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, Laß bereun mich meine Sünd; Hilf, daß sie mir nimmer schade Und ich bald Verzeihung find'! Niemand sonst als du, mein Leben, Kann die Sünde mir vergeben. 4⁷⁴H Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — e 3—— . Neu⸗-es Glück und neu- es e⸗ ben wol-lest 4 2. DER ö—. ꝑ— ————.———— —— du aus Gna-den ge-ben. 2. Meiner Hände Werk und 5. Tröste mich mit deiner Taten, Liebe, Meiner Zunge Red und Wort Nimm, o Herr, mein Flehen Können nur durch dich geraten hin; Und ganz glücklich gehen fort. Wenn ich mich auch sehr be— Neue Kraft laß mich erfüllen, trübe Und voll Angst und Zagen bin, Stärke mich in meinen Nöten, Daß mich Sünd und Tod nicht töten! 6. Herr, du wollest Gnade geben, Daß dies Jahr mir heilig sei Und ich christlich könne leben, Sonder Trug und Heuchelei, Daß ich noch allhier auf Erden Fromm und selig möge werden! 7. Jesu, laß mich fröhlich enden Dieses angefangne Jahr, Trage stets mich auf den Hän⸗ den, Halte bei mir in Gefahr! Freudig will ich dich umfassen, Wennich soll die Welt verlassen. Joh. Rist 16071667. IDPSEe n bin, köten, nicht ade sei ben, lei, Erden erden! ich Hän⸗ assen, lassen. —1667. 25 Jahreswechsel. 47⁵ Mel. Nun laßt uns Gott ꝛc. Nik. Selnecker? 1587. —7 EAH. 3— S I Nun laßt uns gehn und tre⸗ten mit Le ⸗ben bis 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen: „Durch so viel Angst und Plagen, Durch Zittern und durch Zagen, Durch Not und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 5. Also auch und nicht minder Läßt Gott uns, seine Kinder, Wenn Not und Trübsal blitzen, In seinem Schoße sitzen. o. Ach Hüter unsers Lebens, Fürwahr, es ist vergebens hier⸗ her Kraft ge ⸗ ge-ben! Mit unserm Tun und Machen, Wo nicht dein' Augen wachen! 7. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden! 8. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden Ein Brunnquell unsrer Freuden! 9. Gib mir und allen denen, Die sich von Herzen sehnen Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das sich gedulde! 10. Schließ zu des Jammers Pforten Und laß an allen Orten, Wo Krieg und Blutvergießen, Die Friedensströme fließen! 11. Sprich deinen milden Segen — 47ο Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O Zu allen unsern Wegen, 14. Und endlich, was das Laß Großen und auch Kleinen Meiste, Die Gnadensonne scheinen! Füll uns mit deinem Geiste, 12. Sei der Verlassnen Vater, Der uns hier herrlich 1—— Der Irrenden Berater Und dort zum Himmel führe! — 7 Der Unversorgten Gabe, 15. Das alles wollst du Der Armen Gut und Habe!⸗ geben, 13. Hilf gnädig allenKranken, Omeines een Gib fröhliche Gedanken Mir und der Dättn Den hochbetrübten Seelen, Zum sel'gen neuen Jahre! Die sich mit Schwermut quälen! Paul Gerhardt 1607—1676. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Joh.——.— 1653. 1656. 00.5—— ..— I.——— 9 Je-sus soll die Lo⸗— sein, da ein Je⸗ su Na-me soll al-lein de- nen +2 .— 0 2—— 2— . 5. neu ⸗ es Jahr er-tischie- nen, zum Pa- nie⸗-re die ⸗ nen, die in sei-nem — e —6557.—————.— DWDSSEE Iil 4 Bun-de stehn und auf sei-nem We⸗ge gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort 5. Unsre Wege wollen wir Soll in den Gemeinden schallen, Nun in Jesu Namen gehen. Und so oft wir nach dem Ort, Geht uns dieser Leitstern für, Der nach ihm genannt ist, So wird alles wohl bestehen wallen, Und durch seinen Gnaden⸗ Mache deines Namens Ruhm schein Unser Herz zum Heiligtum. Alles voller Segen sein. 75 6 SE 1656. ein nen — Jahreswechsel. E 4. Alle Sorgen, alles Leid Uns zum Segen werden müssen. Soll sein Name uns versüßen, Jesu Nam ist Sonn und Schild, So wird alle Bitterkeit Welcher allen Kummer stillt. Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Allein Gott in der Höh ꝛce. Altkirchlich. 1539. R...———— 14 365—.——— EDD 0 0 0 Gott ruft der Sonn und schafft den Mond, das er schafft es, daß man si ⸗cher wohnt, und —...——....——— ——— ů=—— J.. 78 Jahr dar⸗nach zu tei len; er. Ord alet heißt die Zei ⸗ ten ei len; —.—.——————— Jah⸗re, Tag und Nacht: auf, laßt uns ihm, dem —— R= 25e. 3.74———.— Gott der Macht,Ruhm, Preis und Dank er ⸗ tei= 2. Herr, der da ist und der da Das du uns neu gegeben! war, Verleih uns Kraft,— die Kraft Von dankerfüllten Zungen ist dein,— Sei dir für das verflosne Jahr In deiner Furcht zu leben! Ein heilig Lied gesungen, Du schützest uns und du ver⸗ Für Leben, Wohlfahrt, Trost mehrst und Rat, Der Menschen Glück, wenn sie Für Friedꝰ und Ruh, für jede Tat, zuerst Die uns durch dich gelungen! Nach deinem Reiche streben. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet 4. Hilf deinem Volke väterlich sein, In diesem Jahre wieder! 17⁸ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ——³— Erbarme der Verlassnen dich Und der bedrängten Glieder! Gib Glück zu jeder guten Tat Und laß dich, Gott, mein Heil und Rat, Auf unsern Fürsten nieder; 5. Daß Weisheit und Ge⸗ rechtigkeit Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. In seinem Herzen throne, Daß Tugend und Zufriedenheit In unserm Lande wohne, Daß Treu und Liebe bei uns sei: Dies, lieber Vater, dies verleih In Christo, deinem Sohne! Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. 33 780. Hiller? 1787. 1 : ——— 0 0 Ein neu⸗es Jahr ist an ⸗ge-fan-gen, Herr, je⸗ der bli-⸗ cket voll Ver⸗lan-gen 5.——— .——————.— ꝗ—— 4— L L laß es ein Jahr der Gna⸗ de sein! in die se künft'⸗ge Zeit hin- ein. Laß je⸗ den — SS..IT 2. ...— 5·.—.. fin- den und er⸗ Laben⸗ was sei⸗ ner See- le — ——— —. dient und fromt! 8 Heil uns, wenn in al-len Jah⸗ren ———.— afR dein Reich uns im⸗ mer nä- her kommt! 140 INT eHH H U O— Jahreswechsel. 4⁷ Oder: denheit Mel. Die Tugend wird ꝛe. 1704. I uns———.—, —.—*———I...— e ö——.—. verleih— ne! Ein neu- es Jahr ist an- geů- fan⸗gen, laß 1760. Herr, je- der bli-cket voll Ver⸗ lan⸗ gen in ů E e— I—.— Hiller? SSSI—.— 87. DEEEEEEEEEE es ein Jahr der Gna⸗de sein! aac die se künft'⸗ge Zeit hin-ein. sei⸗ner See=le —.— — den—.—— dein Reich uns im- mer nä⸗= her kommt! 2. Die Tage fliehn und Du führst heraus die Zahl der tauchen nieder, Sterne, Die Jahre schwinden wie ein Vor dir ist alles Fleisch wie Heu; Rauch. Was du gebeutst, das kommt — Du sprichst: Ihr Menschen, von ferne, kommet wieder, Und deine Hand macht alles neu. Und nimmst sie weg mit einem 3. O laß auch uns ein Neues Hauch. hören 45⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. —½ In dieser neuen Gnadenzeit, Ein Neues aus des Himmels Chören, Ein Neues aus der Ewigkeit, Ein neues Wort von alter Treue, Die täglich neu die Hand uns beut, Ein Wort, das unser Herz erfreue, So oft es seine Kraft erneut! 4. Hilf, Gott, mit deinem Gnadengeiste, Daß dieses angefangne Jahr In deinemgeich ein Bessres leiste, Als der Gewinn des alten war! Erwecke du den Trieb der Seelen, Der ein erneutes Herz begehrt, Und laß es nicht an Früchten fehlen, Wenn sich der alte Mensch be⸗ kehrt! 5. Laß deinen Namen neu erschallen, So weit dein Reich die Erde deckt; Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. Laß alle falschen Götter fallen, So weit das Kreuz die Arme streckt! Du hast den heil'gen Christus⸗ namen Zum Gnadenthrone hingestellt; Aus diesem Lebenskeim und Samen Erneure die erstorbne Welt! Laß Trost und Frieden neu verkünden Den Herzen, die ch doralte sind, Zerbrich das Joch der alten Sünden Und rette das verirrte Kind! Vergib uns, Herr, was wir bereuen, Und lege du den bessern Grund, Auf dem wir Tag für Tag erneuen Den festgeschlossnen Gnaden⸗ bund! Heinr. Puchta 1808—1858. 1651. ——.— . 6335 — Ein Jahr—— hin, das an⸗ Lie kommt; nur ei nes bleibt 5 steht m fest, und ei⸗ nes HFNH FF fosliO S H ——— fallen, Arme hristus⸗ zestellt; und elt! den neu en sind, ten nd! vir Grund, 23 iden⸗ 185⁵8⁸. U Jahreswechsel. 48⁰ —.— —.———————— 5— 4— ů 2——— bleibt, das e-wig frommt: Gott, der die Sei-nen * nie ver⸗ läßt; I I E 2. Gott, der die Seinen nie Gott aber ist stets neu und alt, verläßt, Neu in der Lieb, alt in der Treu. Sie hebt und hält, sie hegt und Laßt uns auch leben dergestalt! pflegt Und doppelt fest ans Herz sie n—.——— preßt,.— WensenWarehandsteshlägk. Ind gran und altund Tcbestal 3. Das Jahr wird alt, das Wir Gottes und er unser sein! Jahr wird neu, Wilh. Wackernagel 1806-1869. . Liebster Jesu ꝛc. Joh. Rud. Ahle. 1664. 368 3 I —4—.—— 00 0 Mu gott⸗lob, wir ste⸗ hen hier wie⸗ der Leib und Seel emp-feh-len wir, Gott, in SISISSIPISISSIESIEIEI.... ——.. an des Jah⸗ ves En de; dei ⸗ ne Va ⸗ter⸗ hän ⸗dez mag's zum Kampf und —.— 2 5 0 + SISS Ster⸗ben ge-hen, du wirst tröstend bei uns ste⸗ hen. Evang. Gesanabuch. 16 48² Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O 2. Ruhet wohl, die ihr von Und dann gehn wir auch zum hier Frieden; Unter Tränen seid geschieden! Gott wird uns in jenem Leben Kurze Zeit noch kämpfen wir, Einst einander wieder geben. Verfasser unbekannt. 4. Ernte- und Danffest. Mel. O daß ich tausend ꝛc. 1738. 30 2—.———— — ——— 5——— 0⁰ 0 0 O Gott, von dem wir al- les ha— du a⸗ ber tei-lest dei»ne Ga⸗ — 4—— E 2*—— n La u.2**—— ben, die Welt ist ein so gro-ßes Haus, dei ben recht wie ein Va⸗ ter drin-nen aus;—3 +— —.— E Se⸗ gen macht uns e Rith, ach lie⸗ ber ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen Sein Brot empfängt aus deiner alle zählen, Hand. Die heut bei dir zu Tische gehn? 3. D Doch soll die Nahrung keinem e fehlen, Und endlich auch Denn du weißt allem vorzustehn—ðVä7öe annehrre Und schaffest, daß ein jedes Der Wind, der durch die Felder Land wehet, eFR eRsr H᷑-ͤ²ꝰ — Ernte⸗ und Dankfest. 4⁸³ ch zum Die Wolke, die das Land begießt, So viel als du kann niemand ö Des Himmels Tau, der Sonne schenken, n Leben Strahl Und dein Erbarmen hat kein Ziel; zeben. Sind deine Diener allzumal. Denn immer wird uns mehr —— 4. Und also wächst des Men⸗ beschert, schen Speise, Als wir zusammen alle wert. Der Acker reichet ihm sein Brot. 6. Wir wollen es auch nie 1738 Es mehret sich vielfält'gerweise, vergessen, Was anfangs schien, als wär“ Was uns dein Segen träget ein; — es tot, Ein jeder Bissen, den wir essen, —— Bi E —— Bis in der Ernte jung und alt Soll deines Namens Denkmal ha⸗ Erlanget seinen Unterhalt. sein, Ga⸗ 5. Nun Herr, dies laß uns Und Herz und Mund soll lebens⸗ recht bedenken! lang 1— Der Wunder ist hier gar so viel. Für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann 1648—1715. dei Mel. Was Gott tut ꝛc. 1690. ein— 300..— r, E —— —— Was Gott tut, das ist wohl⸗ge- tan, so e=ber—— man nichtreichlich ern⸗ ten 2 liebt — DD den⸗ ten Got⸗tes Kin- der. er uns doch nicht min-der. zieht das Herz mur s deiner—.— 1— 2 I an auf SSE e säet him⸗melwärts, wenn er uns läßt auf Er⸗ den ein ucht——— .... Felder e, 35 Ziel der Pla⸗gen wer-den. 16* 4⁵⁷ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Im Nehmen und im Geben Sind wir bei ihm stets wohl daran Und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, Weil er uns liebt, Und seine Hände müssen Wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Er zeigt uns oft den Segen, Und ehe man ihn ernten kann, Muß sich die Hoffnung legen. Weil er allein Der Schatz will sein, So nimmt er andre Güter Zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Es geh' nach seinem Willen; Und läßt sich's auch zum Mangel an, Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. So weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld Nicht viel enthält, Man kann bei wenig Gaben Satt werden und sich laben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Das Feld mag traurig stehen, Wir gehn getrost auf seiner Bahn Und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft Uns Lebenskraft, Es nennt uns Gottes Erben; Wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, So wollen wir stets schließen. Ist gleich bei uns kein Kanaan, Wo Milch und Honig fließen, Er, unser Gott, Weiß, was uns not, Und wird es gern uns geben: Kommt, laßt uns ihn erheben! Nach Benj. Schmolck 1672—1737. Joh. 1750.159. re. . PiP‚e 0 0 0 0 Wir al ⸗le, Gott und Va⸗ ter, brin⸗gen und un-⸗sre fro⸗ hen Her-zen sin- gen 4 5 + 4 4— . E dir Preis und Dank im Hei⸗ lig⸗ tum, von dei- nes Na-mens ho⸗hem Ruhm. Ge⸗ krönt hast IIn 1 N IN aben uben. ist im. stehen, er Bahn rben; en? ist im/ ießen. (anaan, ließen, eben: heben! 2—1737. Hiller? 1787. in⸗gen n⸗ gen —. nt hast O Ernte- und Dankfest. 48³⁵ ——— H 4.——5 4——.—..———. ö—.— EERE= PIII 2—— ——2 218—— du mit dei- ner Mil-de rings um uns her das 4———.— +—.— — EEEEEEE DIiee ——*.— gan⸗ ze Land; dein Se⸗gen strömt auf die Ge-fil⸗- de *———.n —— , ˖.————„66565 122—— 2— 1222 aus dei-ner rei⸗chen Va⸗ ter-hand. Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe. 17⁰⁴. 3.— 2—— 1971—— S 3 re Fn* U — Wir al-le, Gott und Va⸗ ter, brin⸗gen dir und un- sre fro-hen Her- zen sin- gen von —* EE Preis und Dank im Hei⸗ lig tum dei⸗ nes Na-mens ho-hem Ruhm. Gez eint hast 20. du mit dei- ner Mil-de rings um uns her das gan⸗ ze Land; den Se⸗ gen strömt auf die Ge⸗- fil-de 48⁶ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. —.—. 4.. aus dei- ner 2. Du schenktest Sonnenschein und Regen Für jede Frucht zu rechter Zeit Und gabst Gedeihen, Kraft und Segen Dem Samen, den wir aus⸗ gestreut. Für Millionen deiner Kinder Reicht deiner Gaben Fülle hin; Du nährst den Frommen und den Sünder Mit ewig treuem Vatersinn. 3. Du gibst, uns liebreich zu versorgen, Mehr, als wir bitten und ver⸗ stehn, Du wachst am Abend und am Morgen Und hörest unser gläubig Flehn. Selbst unsern Undank, unsre Sünden Vergibst du, der die Liebe ist; Wir schmecken täglich und empfinden, Wie gütig, Herr, du allen bist. 4. Wer kann die Güte ganz ermessen, Die weiter als die Wolken reicht? Wer dürfte undankbar vergessen rei=chen Va⸗ ter⸗ hand. Die Treue, die nie von uns weicht? Wir wollen deiner stets gedenken, Des Wohltun uns begnadigt hat, Das Herz nach deinem Reiche lenken, Dich preisen stets durch fromme Tat. 5. Was du uns gabst, wohl anzuwenden, Verleih uns Weisheit und Ver⸗ stand! Bewahr uns, daß wir nicht ver⸗ schwenden Die reichen Gaben deiner Hand! Du willst, wir sollen froh ge⸗ nießen Und dankbar im Genusse sein; Gib, daß mit ruhigem Gewissen Wir deiner Güte stets uns freun! 6. Auch für den Armen kam dein Segen In solcher Füll auf uns herab; Wir wollen liebreich seiner pflegen Von dem, was deine Milde gab. Er danke heute mit uns allen, Frohlocke laut und bete an, Daß du nach deinem Wohl⸗ gefallen So Großes hast an uns getan. Christ. Georg Ludw. Meister 1738 1811. 2l Hand! ge⸗ sein; wissen freun! kam erab; flegen e gab. llen, n, hl⸗ zetan. 1811. O Ernte-⸗ und Dankfest. 48⁰⁷ Mel. O du Liebe meiner Liebe. 174⁴⁵. 372 5e, i, 2— E—+—.— 00 Herr, die Er-de ist ge-seg⸗ net von dem Güt und Mil-de hat ge⸗ reg⸗net, dein Ge⸗ —.— 1—3 1.— q.I.....———— DRRDRDRPIRRRR‚ Wohl-tun dei- ner Hand; schenk be-deckt das Land. Auf den Hü- geln, in den IISSRS ..*———.—. 25 Gründen ist dein Se⸗gen aus⸗ ge⸗streut; un-ser War⸗ten —— r. — e ist ge⸗ krö-net, un-⸗ 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, Daß du Speise gibst von oben Und versorgest jeden Mund; Und du öffnest deine Hände, Dein Vermögen wird nicht matt, Deine Hilfe, Gab und Spende Machet alle froh und satt. 3. Gnãädig hast du ausgegossen Deines Überflusses Horn, Ließest Gras und Kräuter sprossen, Ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, sre Her-zen sind er-freut. Und das Gut steht unversehret, Und gesegnet ist das Jahr. 4. Herr, wir haben solche Güte Nicht verdient, die du getan. Unser Wissen und Gemüte Klagt uns vieler Sünden an. Ach gib, daß auch das Gefilde Für dich rühre unser Herz, Daß der Reichtum deiner Milde Uns bewege himmelwärts! 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden Treu verwalten immerfort! Alles soll geheiligt werden Durch Gebet und Gottes Wort. — 48⁸ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O Was wir wirken und vollenden, Dann wirst du die Ernte senden Sei gesät in deinen Schoß, Unaussprechlich reich und groß. Heinr. Puchta 1808-1858. 5. Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. 92865158 1598. 9 373 6 1—tf8 EEE——..—..— ———————. 21— — —— O: su,—3— der Herr⸗- lich⸗ du er. auf die er-lö= ste G———.— keit, du KS nig dei ⸗ner Chri⸗ 2— heit, du Welt, re⸗ gierst sie, wwie es dir ge⸗—— sorgst, —— ————— SRSSSE Hir ⸗te. dei⸗ ner Her-de, daß sie se-lig wer-de. Von dir sind wir — ——— 1 H CITIIIFTFT TT 2 1*. 5 auch er-⸗ wäh⸗ let, zu⸗ Re ah⸗ let den Er-lö⸗ sten, .— E—— IL. die du seg⸗-nen willst und trö⸗ sten. 2. O wohl dem Volke, das Die es zum Himmel führen, du liebst, Und die in deines Geistes Kraft Nach deinem Sinn ihm Hirten Aus göttlich tiefer Wissenschaft gibst, Das Herz der Sünder rühren! — 2373* EE 5 M/ — senden id groß. 81858. hen. li? 1598. hren, 5 Kraft enschaft ühren! O Kirchweihe und Einführung eines Geistlichen. 48⁸ Treue Hirten Laß den Seelen Niemals fehlen, Daß die Herden Mit den Hirten selig werden! 3. Wir nehmen hier von deiner Hand Den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne seine Werke! Die Seelen, die sich ihm ver⸗ traun, Durch Lehr und Leben zu er⸗ baun, Gib Weisheit ihm und Stärke! Lehr ihn, Hilf ihm Tun und leiden, Dulden, streiten, Beten, wachen, Selig sich und uns zu machen! 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit Freuden tun; 154„ schön leucht't uns ꝛc. Nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, Gib uns ein Herz, das folgsam hört, Ein Herz voll treuer Liebe! Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft Und Gemeinschaft Feste stehen Und den Weg zum Himmel gehen! 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, Laß ihn als unsern Seelenfreund Uns dir entgegenführen! Du gibst ihm heut in seine Hand Die Seelen als ein teures Pfand, Laß keine ihn verlieren! Deine Hilfe, Herr, uns sende, Daß am Ende Hirt und Herde Treu vor dir erfunden werde! Joh. Dan. Karl Bickel 1737—1809. Phil. Nicolai? 1598. — 9— 0 65 +— ä ————.—.— Gott Va⸗ ter, al-ler Din- ge Wie lieb⸗ lich ist die Stät⸗te — 1— —— Grund, gib hier, die dei⸗ nen Va- ter- na⸗men kund an Her-zen wal- len auf zu dir, hier Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — 0 + die⸗sem heil'⸗gen — —55———— 7 Or⸗ te! ist des Himmels Pfor⸗te! Woh ene, ehrd ne 22 n.—— hier bei Sün⸗dern als bei Kin-dern vol-ler Klarheit, — 7— +—— II — 3————— 6 ä heil'-ge uns in dei- ner Wahr⸗-heit! 2. Sohn Gottes, Herr der Mach himmlisch uns auf Erden, Herrlichkeit, Lehrer, Hörer, Dies Gotteshaus ist dir geweiht, O laß dir's wohl gefallen! Hier schalle dein lebendig Wort, Dein Segen walte fort und fort In diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit Gib den Herzen, Angst und Schmerzen Tilg in Gnaden Und nimm von uns allen Schaden! 3. O heil'ger Geist, du wertes icht, Wendher dein göttlich Angesicht, Daß wir erleuchtet werden! Gieß über uns und dieses Haus Dich mit allmächt'gen Flammen aus, Kinder, Väter! Früher, später Geht's zum Sterben: Hilf uns Jesu Reich ererben! 4. Dreiein'ger Gott, Lob, Dank und Preis Sei dir vom Kinde bis zum Greis Für dies dein Haus gesungen! Du hast's geschenkt und auf⸗ gebaut, Dir ist's geheiligt und vertraut Mit Herzen, Händen, Zungen. Ach, hier Sind wir Noch in Hütten; Herr, wir bitten: Stell uns droben In den Tempel, dich zu loben! Albert Knapp 17981864. ben! „Dank Greis ngen! auf⸗ rtraut ingen. loben! —1864. Krieg und Frieden. 6. Krieg und Frieden. Mel. Aus tiefer Not. 15²⁴. —.——— H—. 37⁵———.———— — 0 u Herr, der du vor⸗mals hast dein Land mit —— —— de Ei—— 663 Gna⸗den an⸗- ge ⸗ bli⸗ cket lö⸗set und er ⸗ quiz cket, He E—.— 5 Sünd und Mis⸗se⸗ tat, die es zu ⸗ vor be⸗ 2 RDRDRR A——= gangen hat, hast vä⸗ ter⸗ lich ver-zie ⸗- henz 2. Herr, der du deines Eifers Ach gieß von deines Himmels Glut Haus, Zuvor oft abgewendet Herr, deine Güt und Segen aus Und nach der Straf das süße Gut Auf uns und unsre Häuser! Der Lieb und Huld gesendet: R Ach treuer Gott, du unser il 4. Ach daß—— doch das Nimm weg und hebe auf in Eil, E ö en Erschallen bald auf Erden Was uns so schwer jetzt kränket! Daß Friede soll an jedem Ort, 3. Willst du, o Vater, uns Wo Christen wohnen, werden! denn nicht Ach daß uns Gott doch sagte zu Nun einmal wieder laben, Des Krieges Schluß, der Waffen Und sollen wir an deinem Licht Ruh Nicht wieder Freude haben? Und alles Unglücks Ende! 4⁰² Für besondere Zeiten und Verhältnisse. . Ach daß doch diese böse Zeit Bald wiche guten Tagen, Damit wir in dem großen Leid Nicht ganz und gar verzagen! Doch Gottes Hilfe ist nicht weit, Und seine Gnade ist bereit All denen, die ihn fürchten. 6. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott Schon wieder zu uns wenden, Den Krieg und alle andre Not Nach Wunsch und also enden, Daß seine Ehr in unserm Land Und überall recht werd' erkannt, Ja stetig bei uns wohne. 7. Die Güt und Treue werden schön Mel. Nun danket alle Gott. Einander grüßen müssen, Das Recht wird durch die Lande gehn Und wird den Frieden küssen, Die Treue wird mit Lust und Freud Auf Erden blühn, Gerechtigkeit Wird von dem Himmel schauen. 8. Der Herr wird uns viel Gutes tun, Das Land wird Früchte geben, Und die in seinem Schoße ruhn, Die werden davon leben; Gerechtigkeit wird bei uns stehn Und stets in vollem Schwange gehn Zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt 1607—1676. Joh. Crüger. 1649. — 4• 1 *—————— E EE RRS —.— Herr Gott, dich lo- ben wir, wir prei⸗sen wir rüh⸗men dei⸗ ne Macht mit freu- di⸗ 0 229—.— —60 9955 1 690.6 IEE dei⸗- ne Gü⸗ te, 0 gem Ge: mäs te; es stei-get un-ser Lied bis +.————.— RIEEEHIU————.— *——. 22—— an des Himmels Tür und tönt mit lau⸗temSchall: Herr 7½ eHR —573758 = Lande sen, und tigkeit hauen. jeben, ruhn, stehn zange O Kaiser und Landesfürst. 4⁰³ ——..— 72 II V d Gott, dich lo- ben wir! 2. Herr Gott, dich loben wir Für deine großen Gnaden, Daß du das Vaterland Von Kriegeslast entladen, Daß du uns blicken läßt Des goldnen Friedens Zier; Drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir, Die wir in herben Jahren Des Krieges harte Last Und viele Not erfahren; Jetzt rühmet unser Mund Mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh; Herr Gott, dich loben wir! 4. Herr Gott, dich loben wir, Daß du uns zwar gestrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar hast weggeraffet. Es hat die Vaterhand Uns deine Gnadentür Jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir Und bitten, du wollst geben, Daß wir auch künftig stets In guter Ruhe leben! Krön uns mit deinem Heil! Erfülle für und für, O Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir! Joh. Franck 1618—1677. 7. Kaiser und Landesfürst. Mel, Gott des 5——5 ꝛc. Heinr. Albert. 1642. 7² ů— 5— x.— 22————. ——.— Va⸗ter, krö⸗ ne du mit Se⸗gen führ durch ihn auf sei- nen We⸗gen ........ SDD———.— un⸗ sern Für ⸗ sten herr-lich dei- nen und sein Haus, Rat⸗schluß aus! Dei⸗ ner Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — ———— +— e . Kir⸗ che sei er Schutz, dei-nen Fein- den —.—— SI II — 2 4 11 biet er Trutz. 2. Rüst ihn mit des Glaubens Fest in deiner Streiter Reihen Schilde, Für des Landes Wohlfahrt stehn; Reich ihm deines Geistes Baue um den Fürstenthron Schwert, Eine Burg, o Gottes Sohn! Daß Gerechtigkeit und Milde Ihm des Friedens Heil gewährt; Mach ihm leicht die schwere Last, Die du auferlegt ihm hast! 3. Sammle um 2. Thron die Treuen, Die mit Rat und frommemslehn Mel. Allein Gott in der 4. Breite, Herr, dein Reich auf Erden Auch in unserm Lande aus, Daß wir deine Bürger werden, Ziehen in dein Vaterhaus! Frieden und Gerechtigkeit Gib uns jetzt und allezeit! Nach Wilh. Hülsemann 1781—1865. Höh ꝛc. Altkirchlich. 1539. — 2 e —— Ein Harpthast du dem Volk ge-sandt 113 in Gna- den un-⸗ ser Va⸗ter-land ge⸗ 22 45———— 9—— 2.—— trot der Fein„de To ⸗ ben eint und hoch er ⸗ ho ⸗ ben. Mi. Frie zden —.—— ————— 15— hast du uns be⸗ dacht, den Kai ser uns be⸗ HFFRE 9 us, Ehe⸗ und Hausstand. — 60 SI— DRIASDDIDDDS=*+.—— ——5— 5566 4——— 1 stellt zur Wacht zu dei- nes Na-mens Eh ⸗ re. 2. Wir danken dir mit Herz Ihm leuchten uns zum Segen, und Mund, Und salbe ihn mit deinem Geist, Du Retter aus Gefahren, Daß er sich kräftiglich erweist Und flehn aus tiefster Seele Zu deines Namens Ehre! Grund, 4. Ach komm, wie zu der Väter Zeit, Ein Feuer anzuzünden, Du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner gleich, Eri ö Den Kaiser und 805 deutsche Daß wir iin 2 2 Reich Fest auf dein Wort uns gründ —— 0 den, Zu deines Namens Chre. Ein frommes Volk, das dir 3. Verwirf, Gott, unser Flehen vertraut nicht, Und dir zum Tempel sich erbaut Laß auf des Kaisers Wegen Zu deines Namens Ehre! Dein huldvoll heilig Angesicht Julius Sturm 1816—1896. 8. Ehe- und Hausstand. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 370. ——— —. schön ist's doch Herr Je- su Wie neigt sich freund⸗ lich dei ⸗ne .——.—— 3—5 Christ, im Stan-de, da dein Se⸗ gen ist, im Gab und al⸗les Gut so mild her⸗ ab aus 1⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O P......—— ———————.— 25 Stan⸗de heil'⸗ger E 2222 dei⸗- ner heil'⸗gen Hö-he, wenn sich an dich — Fn 5— 15 155— —.——.— HR— —1— I die in Ein⸗tracht sich ver uuib l 2. Wenn Mann und Weib sich Der beste Freund und Rater— wohl verstehn Anfang, Ausgang Und Hand in Hand durchs Leben Aller Sachen, gehn Die zu machen Im Bunde reiner Treue, Wir gedenken, Da blüht das Glück von Jahr Wird er wohl und weislich zu Jahr, lenken. Da sieht man, Sch 1 Engel 4. Zwar bleibt's nicht aus, es 67.; kommt ja wohl Tem Sunrn Een üe Ein Stündlein, da man Leides . voll Daun Lanace. Die Tränen lässet fließen; Was Gott gibet Indessen wer sich in Geduld Dem pPaar, das in ihm sich liebet. Ergibt, des Gottes 3. Seid gutes Muts! Nicht In großen Freuden schließen. Menschenhand Wage, Trage Hat aufgerichtet solchen Stand, Nur ein wenig, Gott ist es, unser Vater; Unser König Der hat uns je und je geliebt Wird behende Und bleibt, wenn Sorge uns Machen, daß die Angst sich betrübt, wende! ‚ — 325— O é O Ehe- und Hausstand. 4⁵⁷ — 5. Wohlan, mein König, tritt Wir wollen singen besterweis —.— herzu, Und danken alle beide, —3 Gib Rat im Kreuz, in Nöten Bis wir Bei dir, dich Ruh, Deinen Willen In Angsten Trost und Freude! Zu erfüllen, —.— Des sollst du haben Ruhm und Deinen Namen Preis, Ewig loben werden. Amen. 4+— Paul Gerhardt 1607-1676. ee⸗ len, Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Wolfg. Weßnitzer. 1661. 5S 0 1—9——— u Mach/ Herrein Herz aus den zwei=⸗en Rater. gie ße Se-gen und Ge-dei-⸗ hen ——— SSDPDPDTIDSEEEE EE —..———— 1 lich durch der Lie ⸗be fe⸗ stes Band, auf den neu ⸗er- wähl⸗ten Stand! Laß sie aus, es—1 1— 2 „ Leides———— alt bei-sam-men wer-den und viel Gu⸗tes nʒ ö duld 5.———— d,. ottes——..— eßen. sehn af Er-den, steh bei ih⸗ nen in der 0 25—1 3 E=————— 5——„ 10 4—— sich Not und sei wig un- ser Gott! Kaspar Neumann 1648—1715. —. 1 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ů O Mel. Freu dich sehr ꝛe. 1554. 381.—5.—. I— .———— 00 0 0 Sor- ge, Herr, für un- sre Kin-der, Sind sie gleich vor dir auch Sün-⸗der, +.— ů—— IIEE q.—— e..— E—— sor ⸗ge für ihr wah- res Heil! ha⸗ ben sie an dir doch teil. Sie sind Q ———— PfFf. T T——*T *— E 7 2—— —— in schon di rge⸗ weiht und deinem Sohn; ——————2.— SSSSEE da⸗ rum i ⸗te dei⸗ ne Gna⸗ de sie auf —.———— .—— re würer mt ih⸗ rem Le⸗bens⸗pfa ⸗ de. 2. Der du sie bisher erhalten Bei so manchem Unglücksfall, Wollest über ihnen walten Immerdar und überall; Bricht Gefahr für sie herein, Wollst du ihr Beschützer sein; Wenn in Not sie zu dir flehen, Laß sie deine Hilfe sehen! 3. Dringt auf sie von allen Seiten Der Verführer Schar heran, Laß doch ihren Fuß nicht gleiten, Halte sie auf rechter Bahn! Regt in ihrer eignen Brust Sich mit Macht die böse Lust, Gib dann, daß sie mutig kämpfen Und den Reiz der Sünde dämpfen! 4. Herr, erhalte deinem Reiche Unsre Kinder stets getreu! O daß keines von dir weiche Und dereinst verloren sei! ◻ Ehe⸗ und Hausstand. 409 Weck in ihnen frommen Sinn, Dir sich gänzlich zu ergeben Lenk ihr Streben darauf hin, Und zur Ehre dir zu leben! Nach Ludw. Heinr. Schlosser 1663—1723. Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. — W — Von dir, du Gott der Ei nig⸗ O seg- ne jetzt von dei⸗ nen —————— S....—,——. .—— 4—— keit, ward einst der E⸗ he⸗ bund ge- weiht, von Höhn, die hier vor dei- nem Ant⸗litz stehn, um SS dir kommt auch der Se ⸗gen. Hand in Hand zu le⸗ gen! Laß sie, Va ster, 2.—... —.— 3———=Lir. dir er ⸗ge⸗ ben, ei⸗ nig le⸗ ben, treu sich lie⸗ ben und in dei ⸗nem Wort sich ü ⸗ ben! 2. Gott, der du selbst geknüpft Laß Untreu nie den Bund ent⸗ ihr Band,; weihn, Laß sie durch Eintracht Hand Den sie dir heut beschwören! in Hand Immer Laß sie Ihr Eheglück stets mehren! Dir ergeben Laß ihre Liebe lauter sein, Friedlich leben, 5⁰⁰ Für Lesondere Zeiten und d Verhältnisse.— Einig handeln, Ein Herz und eine Seele sein Fromm und heilig vor dir Im Glauben, Lieben, Hoffen! wandeln! Laß sie, Vater, 3. Nimm sie in deine Vaterhut, Dir ergeben, Halt ihren Sinn bei frohem Mut, Glücklich leben, Ihr Herz dem Himmel offen, Freudig sterben Und lehre sie sich deiner freun, Und vereint den Himmel erben! Nach Georg Ernst Waldau 1745—1817. 5. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 383 EEEEEE — Ich und mein Haus, wir sind be⸗ Du sollst der Herr im Hau⸗-se IIDIR reit, dir, 560 di gan⸗ ze 25 bens⸗ zeit mit sein, gib dei- nen Se- gen nur darein, daß 0 0 0 SSS Leib und Seel zu diee her nen. wir dir wil⸗lig die- nen! Ei ⸗ne klei⸗ ne Dir nur soll sie wehl⸗g 9e Wfal⸗ len. jj— 79 —E/Ds&Ꝙ s 55 Che⸗ und Hausstand. 5 2. Es wirke durch dein kräftig Wort Dein guter Geist stets fort und fort An unser aller Seelen; Er leucht' uns wie das Sonnen⸗ licht, Damit's am rechten Lichte nicht Im Hause möge fehlen. Reiche Gleiche Seelenspeise Auch zur Reise Durch dies Leben Uns, die wir uns dir ergeben! 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus Und alle, die drin wohnen, aus, Im Glauben uns verbinde; Laß uns in Liebe allezeit Zum Dulden, Tragen sein bereit Voll Demut, sanft und linde! Liebe Übe Jede Seele; Keinem fehle, Dran man kennet Den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein Auf deine Gnade ganz allein Und deine große Güte! Auch laß uns in der Nächte Graun Auf deine treue Hilfe schaun Mit kindlichem Gemüte, Selig, Fröhlich, Selbst mit Schmerzen In dem Herzen Dir uns lassen Und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns ird'sches Glück ins Haus, So schließ den Stolz, die Welt⸗ lust aus, Des Reichtums böse Gäste! Denn wenn das Herz an Demut leer Und voll von eitler Weltlust wär'/ So fehlte uns das Beste: Jene Schöne Tiefe stille Gnadenfülle, Die mit Schätzen Einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, Daß in dem Haus kein andrer Geist Als nur dein Geist regiere; Der ist's, der alles wohl bestellt, Der gute Zucht und Ordnung hält, Der alles liebreich ziere. Sende, Spende Ihn uns allen, Bis wir wallen Heim und oben Dich in deinem Hause loben! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 502 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. é O Nach. eigener Melodie. 1542. 1844. 5—2————— ů— 384 IIIDSISI—— 2 1...— 1* —— O se=lig Haus, wo man dich auf- ge⸗ wo un ter al- len Gä⸗sten, die da 1 A—..——— —.——.——.—— VX—.—2 1——— 5 nom⸗ men, du wah⸗ rer See⸗len⸗ freund, Herr Je- su kom-men, du der ge⸗fei- ert-ste und lieb ⸗ste K— HG SS. —8 üi bist wo al⸗-ler Her-zen dir ent⸗ge- gen⸗ 1 4.— DDDD‚.ee—..— — SSSPSIPITITITI—————— schlagen und al- ler Au-gen freu-dig auf dich PTT—————.— sehn, wo ler Lip⸗ pen dein Ge-bot er⸗ *———. 5 510. —————— Ra⸗ gen, 1 al le dei⸗ nes Wints 965 II *— ö I———— ———— ——— wär- tig stehn! 2. O selig Haus, wo Mann Als beide eines Heils gewürdigt, und Weib in einer, keiner In deiner Liebe eines Geistes Im Glaubensgrunde anders ist sind, gesinnt; — ürdigt, ders ist E Be Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen An jedem guten wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt, Wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Heiland du! 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen Und wissend, wessen Augen auf sie sehn, 385 Mel. O Gott, du frommer Gott. ruf. 50³ Bei allem Werk in einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag geschehn, Als deine Diener, deine Haus⸗ genossen, In e willig und in Liebe rei, Das Ihre schaffen froh und unverdrossen, In kleinen Dingen zeigen große Treu! 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt; O selig Haus, wo du die Wun⸗ den heilest Und aller Arzt und aller Tröster bist, Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich gesendet, Ins große freie schöne Vaterhaus! Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 9. Beruf. 1693. en de in e 0 0 0 0 5re vn Mit Je-su fang' ich an, was ich nur im- mer tu', mit Je⸗ su wohin ich 30⁴4 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O 2 12 4———— r diret, der, Le, F. D.— will ich en-den; mich mag wen-den, soll mei⸗ner Au⸗gen Ziel nur 0——.— EIEEEEE 8337 —— ein⸗zig Je⸗ sus sein; in meinem Her-zen nichts als lein. 25 DDD ö Je⸗-sus wohn' al 2. Mit Jesu wach' ich auf, Mit Jesu geh' ich schlafen; Nur Jesus einzig kann Der Seele Ruh verschaffen. Mit Jesu geh' ich auch Ganz freudig in mein Grab; Nichts kann mir schädlich sein, Wenn ich nur Jesum hab'. 3. Herr Jesu, führe mich, So lang ich leb' auf Erden; Laß mich nie ohne dich Durch mich geführet werden! Mel. Du, des sich ꝛc. Führ' ich mich ohne dich, So werd' ich bald verführt; Wo du mich führest selbst, Tu' ich, was mir gebührt. 4. Ich opfre dir ganz auf Mein Herz, all mein Beginnen, Mein ganzes Ich, mein Tun, Mein Lassen, alle Sinnen. Ich will gehorsam sein In Lieb und auch in Leid, So lang du mich noch hier Willst haben in der Zeit. Nach Joh. Heermann 1585—1647. 17³⁴ H— 38⁰0 2 5—————————— 00 0 0 2505 ö Das wal⸗te Gott, der hel-fen kann! Mit 25——— V—— SSSS —.———— Gott fang⸗ ich die Ar beit an, mit Gott nur geht es IIIIII auf zinnen, Tun, n. D.. 2——.—. 11 Wort: Das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun 5. Trifft mich ein Unglück: und Werk unverzagt! Erfordert Gottes Kraft und Ist doch mein Werk auf Gott Stärk. gewagt, Mein Herz sucht Gottes An⸗ Er wird mir gnädig stehen bei; gesicht, Drum dies auch meine Losung Drum auch mein Mund mit sei: en spricht: Das walte Gott! Das walte Gott! 6. Er kann mich segnen früh 3. Wenn Gott nicht hilft, so und spat, kann ich nichts, Bis all mein Tun ein Ende Wo Gott nicht gibet, da ge⸗ hat. bricht's; Er gibt und nimmt, macht's wie Gott gibt und tut mir alles er will; Guts, Drum sprech' ich auch fein in Drum sprech' ich nun auch gutes der Still: Muts: Das walte Gott! Das walte Gott! 7. Tu' ich mein Werk mit 4. Will Gott mir etwas geben Gottes Rat, ier, Der mir beistehet früh und spat, So will ich dankbar sein dafür. Dann alles wohl geraten muß; Auf sein Wort werf' ich aus Drum sprech' ich nochmals zum mein Netz Beschluß: Und sag' in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! Das walte Gott! Joh. Betichius 1650—1722. *—— 506 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. U 326 Freu dich sehr ꝛc. 15⁵4. * + 387 e. nnn nnin. Herr, es sei mein Tun und Las ⸗ sen Füh- re mich auf rech- ter Stra- ßen, R 55,% .———————— 2.— dir al=lein ganz heim- ge⸗ stellt. seg ne mach's mit mir, wie dir's ge⸗-fällt; Q — 3 ———.———— 5 ö—— 1——— den ge-rin⸗ gen Fleiß, leh⸗ re Wi/s ich nicht weiß, 22 72——.— — ....— zei ⸗ ge mir, was ich nicht se-he, lei⸗ te —7——.— I =.— ———.— l mich, wo⸗ hin ich ge ⸗ he! 2. Wirst du deinen Schutz Wie sie wohl geraten kann. gewähren, Segne, Gottes Sohn, auch du; Fang' ich gern die Arbeit an; Heil'ger Geist, sprich Ja dazul Denn du, Vater, wirst mich Herr, in deinem großen Namen lehren, Heb' ich an und schließe: Amen. Verfasser unbekannt. 10. Im Alter. 6505— Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. ꝗ R +* 388.——. SSPSPIIIIII.II 0 0 0 27 3 ö 6% Ver⸗wirf mich nicht im Al- ter, ver⸗ —6728378 705 SCSIROT———+–+—— Namen Amen. bekannt. 1609. — ver⸗ .— 1.— 5—— 3—— EEE laß mich nicht, mein Gott! Bist du nur mein Er⸗ Krr, a. ——4 2.E —— hal- ter, so werd' ich nie zu Spott. 2. Wie oft hab' ich erfahren, Mir in dem Herzen schallen: Der Vater sei getreu Ich will dir gnädig sein! Ach mach in alten Jahren 6. Wenn mich die Glieder Mir dieses täglich neu! schmerzen, 3. Wenn ich Berufsgeschäfte So bleibe du mein Teil Von außen schwächlich tu', Und mach mich an dem Herzen Leg deines Geistes Kräfte Durch Christi Wunden heil! Dem innern Menschen zu! 7. Sind Stimm und Zunge blöd 4. Wenn dem Verstand, den So schaffe du, daß 15 Die Schärf Augen Im Glauben stärker rede: ie Schärfe nun gebricht, Mein Heiland spricht für mich! Daß sie nicht viel mehr taugen,— Sei Jesus noch mein Licht. 8. WennHänd' und Füße beben 70 Als zu dem Grabe reif, 5. Will mein Gehör verfallen, Gib, daß ich so das Leben, So laß dies Wort allein Das ewig ist, ergreif'! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Heinr350 199. BI PIII TTTREEET IEI——— — 4—— Gott hat in mei- nen Ta⸗ gen mich — ————.— vä⸗ter⸗lich ge⸗ tra ⸗ gen von mei⸗ ner Ju⸗ gend * 308 Für besondere Zeiten und Verhältnisse. O ., e n, — ů rr n n e En ZÄ=n d 2 auf; ich sah auf mei⸗nen We gen des Höchrsten d. —..— — Huld und Se- gen, er lenk⸗te mei⸗ nes Q E II 1 II .——. Le bens Lauf. 2. Sein Weg war oft ver⸗ 5. Er wird mir schwachem borgen; Alten, Doch wie der helle Morgen Aus dunkeln Nächten bricht, So hab' ich stets gespüret: Der Weg, den Gott mich führet, Bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf ver⸗ gebens, So kam der Herr des Lebens Und half und machte Bahn; Wußt' ich mir nicht zu raten, So tat Gott große Taten Und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen Will ich dich heben, tragen Und dein Erretter sein“: Dies hat mir Gott versprochen, Der nie sein Wort gebrochen; Ich werde sein mich ewig freun. Was er verheißen, halten, Denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde, Er gibt mir Trost und Friede Und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stun⸗ den, Dann hab' ich überwunden, Ich bin vom Ziel nicht weit. O welche große Freuden Sind nach dem letzten Leiden VorGottes Thron für mich bereitl 7. Ich harre froh und stille, Bis meines Gottes Wille Mich nach dem Kampfe krönt; An meiner Laufbahn Ende Sink' ich in Jesu Hände, Der mich dem Vater hat versöhnt. Jak. Friedr. Feddersen 1736—1788. Stun⸗ den, weit. ꝛeiden bereitl stille, le krönt; ade e/ ersöhnt. 6—1788. E Krankheit und Genesung. 3⁰⁰ II. Krankheit und Genesung. zaht' Joh. Adam Hiller? Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. 1780. 1787. 390 Loe e +— 355555 . en d⁰ane So wahr der Al-ler-höch⸗ ste bet/ des Herz zer knirscht vor ihm er⸗ He E —— will er den Tod des Sindesd nicht, Er züch⸗tigt und sich sein ei⸗ gen Ur⸗teil spricht. uns zu sei⸗ ner Ch⸗re Nund un⸗ 33. Va⸗ ter⸗ 828 n, daß man sich zu ihm be⸗keh=re, zum bes=⸗sern ben tüch- tig 27— Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛc. So wahr der Al-ler-höch ⸗ ste le⸗bet, will des Herz zerknirscht vor ihm er ⸗ be⸗ bet und 2—— 5¹⁰ Für besondere Zeiten und Verhältnisse. ö U ———— I—.—— ,. er den Tod des Sün'ders nicht.** sich sein ei⸗-gen Ur⸗teil spricht. Er züch⸗tigt .— 3,.—— ꝰ 0 ———— 2 uns 30 sei⸗ ner Eh-⸗re und un- serm lan mit Q 4 35 +— .—. Gö ——1— E1——— —— . Va⸗ter⸗-treu nur, daß man sich zu ihm be- keh-re, 33.———.— ——.— e—. PSSSSSSIIISTITIIIIFIIII zum bes⸗sern Le- ben tüch-tig sei. 2. Liebreicher Gott! Ich selber Ich fühlte tief die Macht der sehe Sünden Dein wahres Wort an mir Und sah schon deinen Richter⸗ erfüllt; thron: Wenn ich mit Reu um Gnade Da rührte dich mein ängstlich flehe, Sehnen, Wird meiner Seele Angst ge- Mein Jammerbrach dein Vater⸗ stillt. herz, Da meine Werke nichts ver⸗ Es galten für mich Jesu Tränen, dienen, Und mich erbat sein Blut und Bleibt deiner Gnade ganz der Schmerz. Preis; Die ist so herrlich mir erschienen, 4. Bald kam beabeder, Trost Daß ich es nicht zu sagen weiß. Der führte mich vom Tod herauf 3. Ich sah die Welt und alles Und stärkte mich vollkommen schwinden, wieder Und meine Kräfte starben schon, Zu einem neuen Lebenslauf. 7) 555 hter⸗ slich Vater⸗ ränen, tund Trost herauf nen uf. + Krankheit und Genesung. 5¹¹ Du sprachest freundlich mit mir Müden, Und ich vernahm dein Gnaden⸗ wort: Nun gehe hin, mein Kind, im Frieden, Doch sündige nicht mehr hinfort! 5. O welcher Seligkeiten Menge Erweckte dieses Heil in mir! Mein Herz ward für den Dank zu enge Und brannt' und wallte nur von ir. Wie, Herr, vergelt' ich dir die age, Die deine Huld mir nun gewährt, Und wo sich meine Pein undPlage In Ruhe, Kraft und Ruhm verkehrt? 6. Ich weihe, was ich von dir habe, Mel. Christus der ist mein Leben. Mein Herz dir ganz zum Opfer ein; Es wird ja, Schöpfer, deine Gabe In deinen Augen teuer sein. Nun weiß ich, was es heiße: leben, Da ich, was sterben sei, erfuhr; Nun wird mir stets im Sinne schweben, Was ich dir in der Prüfung schwur. 7. Es ist genug, daß ich vor⸗ zeiten Nachmeines Fleisches Lüsten ging Und anden flücht'gen Eitelkeiten Mehr als an dir, o Vater, hing. Ich bin ja darum nur genesen, Daß ich die Seele bessern kann; Drum fang' ich, Herr, ein ander Wesen Mit deiner Gnade Beistand an. Joh. Jak. Spreng 1699—1768. Melchior Vulpius? 1609. — das liegt mir oft im Sinn; ich Frie- den aus die⸗ sem Le⸗ ben Wie Si⸗me⸗ on ver- schie ⸗ den, ————— ——————— —————— *—5 5¹² Für besondere Zeiten und Verhältnisse. — 2. Ach laß mir meine Bitte, Mein treuer Gott, geschehn, Laß mich aus dieser Hütte In deine Wohnung gehn! 3. Dein Wort ist uns geschehen, An diesem nehm' ich teil: Wer Jesum werde sehen, Der sehe Gottes Heil. 4. Ich seh' ihn nicht mitAugen, Doch an der Augen Statt Kann mir mein Glaube taugen, Der ihn zum Heiland hat. 5. Ich hab' ihn nicht in Armen Wie jener Fromme da; Doch ist er voll Erbarmen Auch meinem Herzen nah. o. MeinHerz hat ihn gefunden, Es rühmt: MeinFreund ist mein, Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Auch in den letzten Stunden Ist meine Seele sein. 7. Ich kenn' ihn als mein Leben, Er wird mir nach dem Tod Bei sich ein Leben geben, Dem nie der Tod mehr droht. 8. Mein Glaube darf ihn fassen, Sein Geist gibt Kraft dazu; Er wird auch mich nicht lassen, Er führt mich ein zur Ruh. 9. Wenn Aug und Arm er⸗ kalten, Hängt sich mein Herz an ihn; Wer Jesum nur kann halten, Der fährt im Frieden hin. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. Heinr. Isaak? Weltlich. 1536. 1598. —— ———— Zahl: so will ich denn 94 · Ich hab' in gu⸗ ten Stunden des ———.———— —— 28—. H—.—. der wt u e n—— Le⸗ bens Glück emp-fun- den und Freu⸗-den oh-ne ———.— ...—————.— + lal⸗ sen mich auch im 55‚ 92 1——ñji— dazu; t lassen, iuh. Irm er⸗ in ihn; alten, in. 99—1769. H Krankheit und Genesung. 51³ 2.—————1.———= —.——— Lei⸗ den fas⸗sen; welch Le⸗ sei ⸗ ne Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Sollt' ich, beschwert mit Schul⸗ den Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben Mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen; Du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geist noch Kräfte, Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben sein! 5. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe; Was schreckt mich Grab und Todꝰ Auch auf des Todes Pfade Vertrau' ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Dich durch Geduld verehren, Im Glauben zu dir flehn. Ich will den Tod bedenken: Der Herr wird alles lenken, Und was mir gut ist, wird ge⸗ schehn. Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1738. 3 3 7—3 . ——.. u End-lich bricht der hei-ße Tie-gel, Evang. Gesangbuch. 17 —... —— E —— ö I—— ⁰SIII/ —2—— E 1..—— und der Glaub empfängt sein Sie⸗ gel, gleich dem Gold in .— ö * —— Glut be⸗währt; zu des Himmels höchsten Freu⸗den 0 ö ö— .. ⏑ n 2 ů—ł.— 2 wer⸗den nur durch tie fe Lei- den Got-tes Lieb- lin⸗ . II 11—— — 2—— ge ver⸗klärt. 2. Unter Leiden prägt der Meister In die Herzen, in die Geister Sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, Will er auch des künft'gen Schöpfer Auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder Endlich zum Gehorsam wieder, Macht sie Christo untertan, Daß er die zerbrochnen Kräfte Zu dem Heiligungsgeschäfte Sanft und still erneuern kann. 4. Leiden stimmt des Herzens Saiten Für den Psalm der Ewigkeiten, Lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, Wo die sel'gen Palmenträger Mit demChor der Harfenschläger Preisend vor dem Throne stehn. 5. Leiden fördert unsreSchritte, Leiden weiht die Leibeshütte Zu dem Schlaf in kühler Gruft; Es gleicht einem frohen Boten Jenes Frühlings, der die Toten Zum Empfang des Lebens ruft, 6. Leiden macht im Glauben gründlich, Macht gebeugt, barmherzig, kindlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, Droben bist du eine Würde, Die nicht jedem widerfährt. 7. Wenn auch die gesunden Kräfte Zu des guten Herrn Geschäfte 22 IIII‚ I Gold in fenschläger rone stehn. reSchritte, eshütte ler Gruft; en Boten die Toten bens ruft, Glauben ich, herzig, 5 wert? ine Bürde, Bürde, rfährt. gesunden jeschäfte Krankheit und Genesung. 22 Wurden willig sonst geweiht, O so ist's für sie kein Schade, Daß sie ihres Führers Gnade Läutert in der Prüfungszeit. 8. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen Dringt das Herz zu seinemHerzen Immer liebender hinan, Und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinemTod mich ähnlich, Daß ich mit dir leben kann! 9. Endlich mit der Seufzer Fülle Bricht der Geist durch jede Hülle,‚ Und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset dann hienieden, Welch ein Meer von Gottes⸗ frieden Droben ihm bereitet sei! 10. Jesu, laß zu jenen Höhen Heller stets hinauf uns sehen, Bis die letzte Stunde schlägt, Da auch uns nach treuemRingen Heim zu dir auf lichten Schwingen Eine Schar der Engel trägt! Nach Karl Friedr. Harttmann 1743—1815. Mel. Schwing dich auf ꝛc. Joh. Crüger. 1653. H— — ü⸗ ber-wun- den. ich emp-⸗ fun⸗den. Wie ge⸗brech⸗lich ist die Kraft, ..E.—— — 4———— XX wie ver⸗zagt der I — Hil-fe schafft, lie⸗gen wir im Stau⸗ be. 17³ * 351⁸ Für besondere Zeiten und Verhältnifse. E 2. Ach, wie könnt' ich diese Nacht Ohne dich bestehen? Ohne deine Huld und Macht Müßt' ich ganz vergehen. Trübe fällt der Abend ein, Stille wird's auf Erden; Doch in diesem Kämmerlein Wird's so still nicht werden. 3. Jedes Auge tut sich zu, Alles sucht den Schlummer; Doch hier ist noch keine Ruh, 995 es wacht der Kummer. O so komm und bleibe hier Bei dem armen Kranken; Liebster Jesu, schenke mir Tröstliche Gedanken! 4. Zieh empor das matte Herz Aus der finstern Höhle, Salbe diesen Leib voll Schmerz Mit dem Lebensöle! Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. Herr, du kannst die Furcht und Pein In der Seele stillen, Laß mich ganz ergeben sein In des Vaters Willen! 5. Wenn ich diese ganze Nacht Wachen muß und weinen, Herr, du bist's, der bei mir wacht, Du wirst mir erscheinen, Du wirst in der Dunkelheit Freundlich mit mir sprechen, Sollte gleich vor Traurigkeit Mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch gebettet bin, Lieg' ich dir in Händen; Wo mein Auge siehet hin, Wird's zu dir sich wenden. Mein Gebet bestärke du, Laß es nicht ermatten, Laß mich finden sanfte Ruh Unter deinem Schatten! Heinr. Puchta 1808—1858. 1651. —— —.——.— I — 0— lie ber Hei⸗land Je⸗ su Christ, der ———— f6— 4 ů IDFFE——————— —————— du am—— ge⸗ stor⸗ben bist, ge⸗ lit ⸗= ten — ..... —.—.—.——.—.— + + hast die schwe⸗re Pein, da⸗ 5—— ich mö⸗ ge E urcht und en sein 25 anze Nacht einen, mir wacht, ien, kelheit prechen, lurigkeit chen. bettet bin, en; t hin, nden. du, „ te Ruh Tod und Ewigkeit. 517 se-lig sein: 2.Erbarm dich mein in meinem 3. Hilf mir von deines Him⸗ Schmerz, mels Höh, Gib Glauben und Geduld ins Daß ich in allem Kampf besteh', Herz, Und schließt einmal mein Leben Gib mir in dir nur frohen Mut, hier, Dann ist es auch im Leiden gut! So nimm mich gnädig aufzu dirl Ernst Fink 1806—1863. XXII. Tod und Ewigkeit. J. Vom Sterben. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. — U * ä......... d n e———.—. 1315.151 0 0 0 0 Wenn mein Stündlein vor⸗han-den ist, zu e⸗leit du mich, Herr Je-su Christ, mit 9 335 1— II +— *.—.—.————— —— SSS.I.. — fah-ren mei⸗ ne Stra⸗ße, ö hrist, der ii uuch uicht ver kafe set ——.——2W— SIII IIT ———.— ◻——————..— ——————.—*— lit ten letz ten End be-fehl' ich dir in dei=- ne Händ', du — Q 1 —... e 1 S...... nö⸗ ge 2 wollst sie mir be⸗ wah⸗ ren! 518 Tod und Ewigkeit. 25 H x 2. Die Sünde wird mich In Todesnot und Schmerzen. kränken sehr Wenn ich gleich sterb', so sterb' Und mein Gewissen nagen, ich dir, Denn ihr ist viel wie Sand am Ein ewig Leben hast du mir Meer, Durch deinen Tod erworben. Doch will ich nicht verzagen, ö ö Will denken, Herr, an deinen 4. Weil du vom Tod erstan⸗ Tod; den bist/ 5 ö Werd ich im Grab nicht bleiben Herr Jesu, in der letztenNot Wer Wird noch dein But mch. Mein Trost, Wlahrei, Auf⸗ teösten. Kann Todesfurcht vertreiben. 3. Ich bin ein Glied an deinem Denn wo du bist, da komm' ich Leib, hin, Des tröst' ich mich von Herzen; Daß ich stets bei dir leb' und bin; Von dir ich ungeschieden bleib'ꝰ Drum fahr'ich hin mit Freuden. Nik. Herman 1480—1561. Nach eigener Melodie. Melchior Teschner. 1614. al— V*.————— — 0 0 0— 355 5— va ⸗let will ich dir ge- ben, du ar=ge dein sünd⸗lich bö- ses Le⸗ ben durchaus mir + IT—— ——— I———— nicht ge.: sält. Im Him⸗-mel ist gut woh⸗nen, hin⸗ 6 4.— DPDDR SSSISIEIIIII Wauf steht mein Be⸗ gier; da wird Gott e-wig loh⸗ —— —.———.— ——— 2 I nen dem, der ihm dient all- hier. 6— .III xs — Vom Sterben. —5¹ merzen. so sterb' u mir vorben. d erstan⸗ I t bleiben; ꝛe Auf⸗ „ reiben. omm' ich und bin; Freuden. 80—1561, ner. 1614. —— ——— ar=ge ius mir 2. Rat mir nach deinem Herzen, O Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon; Verkürz mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Mut, Laß selig mich abscheiden, Gib mir dein ewig Gut! 3. In meines Herzens Grunde Dein Nam und Kreuz allein Funkelt all Zeit und Stunde, Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde Zum Trost in meiner Not, Wie du dich, Herr, so milde Geblutet hast zu Tod! 398 0 0 0 0 Nach eigener Melodie. Chri⸗stus der 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden Bei dir vor allem Leid, Rück sie aus allem Schaden Zu deiner Herrlichkeit! Der ist hier wohl gewesen, Wer erbt das Himmelslos, Und ewig ist genesen, Wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib mich in deiner Milde Ins Buch des Lebens ein, Laß mich nach deinem Bilde Ein Glied von jenen sein, Die in dem Himmel droben Dir leben froh und frei, So will ich ewig loben, Wie treu dein Herze sei! Valerius Herberger 1562—1627. Melchior Vulpius? 1609. ist mein Le —, ...... —————06——.— ge⸗ ben, mit 2. Mit Freud fahr' ich von hinnen Zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich ihn mög' gewinnen Und ewig bei ihm sein. 52⁰ Tod und Ewigkeit. 3. Nun hab' ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; Durch seine heil'gen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Ich kaum mehr atmen kann Und kann kein Wort mehr sprechen, Nimm, Herr, mein Seufzen an! 5. WennSinne und Gedanken Zergehn als wie ein Licht, Mel. Schwing dich auf ꝛc. Das hin und her muß wanken, Wenn ihm das Bl gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille Laß mich, Herr, schlafen ein, Wie es dein Rat und Wille, Wenn kommt mein Stündelein! 7. Laß mich gleich einemReben Anhangen dir allzeit Und ewig bei dir leben In Himmelswonn und Freud! Verfasser unbekannt; 1608. Joh. Crüger. 1653. 300 0 0 0 0 V Ei⸗nen gu- ten Kampf hab' ich auf der denn mein Gott hat gnä-dig- lich all mein EE—— +7 Welt ge- käm⸗pfet, Leid ge- däm⸗-pfet, daß ich mei- nen Le⸗bens⸗lauf 7 x.,. —— se⸗lig nun voll- en ⸗ det und die See-le 2. Forthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud erregt him⸗mel- auf Gott dem Herrn 3e ö sen-det. An des Himmels Throne; Forthin ist der Herr mein Licht, Dem ich hier vertrauet, 1 2V8 5ß wanken, ebricht: ft und stille fen ein, Wille, tündelein! iemReben n id Freud! annt; 1608. üger. 1653. auf der all mein ens-lauf ne; in Licht, I 2 Vom Sterben.— Meines Gottes Angesicht 4. Gute Nacht, ihr meine Meine Seele schauet. Freund', 3. Dieser eiteln schnöden Welt Alle meine Lieben! Kümmerliches Leben Alle, die ihr um mich weint, Mir nun länger nicht gefällt; Laßt euch nicht betrüben Ich hab' mich ergeben Diesen Schritt, den ich nun tu' Meinem Jesu, da ich bin In die Erde nieder! Jetzt in lauter Freuden, Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Denn sein Tod ist mein Gewinn Kommt doch morgen wieder! Und mein Trost sein Leiden. Heinr. Albert 16041651. 400 000 0 Mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner. 1614. SiE Da dter land. Hier reis' ich bis zum Gra s be; dort —.———.—— ů 2—.—— ————— 655 4—— e 22 665 in der ew'⸗gen Ruh ist Got- tes Gna- den-ga⸗ ————— be, die schließt all Ar-beit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen Hab' ich so manchen Morgen, Von meiner Jugend an So manche liebe Nacht Denn Müh und Not gewesen? Mit Kummer und mit Sorgen So lang ich denken kann, Des Herzens zugebracht. ——, —. 222 Tod und Ewigkeit. 3. Mich hat auf meinenWegen Manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen Hat mir oft Angst erweckt. Verfolgung, Haß und Neiden, Ob ich's gleich nicht verschuld't, Hab' ich doch müssen leiden Und tragen mit Geduld. 4. So ging's den lieben Alten, An deren Fuß und Pfad Wir uns noch täglich halten, Wenn's fehlt an gutem Rat: Sie zogen hin und wieder, Ihr Kreuz war schwer und groß, Bis daß der Tod sie nieder Legt' in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben In gleiches Glück und Leid; Was will ich besser leben? Hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, Es muß gelitten sein; Wer nicht hat wohl gerungen, Geht nicht zur Freude ein. 6. So will ich zwar nun treiben Mein Leben durch die Welt Doch denk' ich nicht zu bleiben In diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, Die zu der Heimat führt, Da mich ohn alle Maße Mein Vater trösten wird. 7. Die Heimat ist dort oben, Wo aller Engel Schar Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen Händen träget Und für und für erhält Und alles hebt und leget, Wie es ihm wohlgefällt. 8. Dorthin steht mein Ver⸗ langen, Da wollt' ich gerne hin; Die Welt bin ich durchgangen, Daß ich's fast müde bin. Je länger ich hier walle, Je wen'ger find' ich Freud, Die meinem Geist gefalle, Das meist' ist Herzeleid. 9. Du aber, meine Freude, Du meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, Hin vor dein Angesicht, Ins Haus der ew'gen Wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Mit andern leuchten soll. 10. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gast, Bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast; Da will ich herrlich singen ö Von deinem großen Tun Und frei von eiteln Dingen ö In meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt 1607—1676. loben, get t zet, lt. in Ver⸗ ö‚ n; hgangen, in. le, reud, ulle, d. Freude, t, ich „ Wonne, oInne l. ner I Hast, nen ; gen in igen n. 071676. O 6 Vom Sterben. EE Nach eigener Melodie. 168⁷ 4⁰ ———.—.—————— 0 α Al⸗le Menschen müs⸗sen ster⸗ben, al⸗ les was da le-bet, muß ver- der⸗ben, soll es S —.—.——.——. Fleisch ver⸗ geht wis Hen; Die zser Leib der muß ver⸗ an-ders wer- den neu. we⸗ sen, wenn er gro⸗ßen Herrlich ke 2. Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden Hab' ich schon mein Heil ge⸗ funden, Und mein Trost in Todesnot Ist mir meines Heilands Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben, Drum fahr' ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, an⸗ders soll ge ⸗ ne⸗ . it, die den Frommen ist be⸗ reit. Da ich werde allezeit Schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freuden⸗ leben, Wo viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz um⸗ geben, Dienen Gott vor seinem Thron, Wo die Schar der Engel singet, Und das hohe Lied erklinget: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist; 5. Wo die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehrenthronen 2⁴ Tod und Ewigkeit. Sitzet der Apostel Zahl; Wo in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Ewig Halleluja tönt. 6. O Jerusalem, du schöne, Ach wie helle glänzest du, Und welch lieblich Lobgetöne Hört man da in sanfter Ruh! Ach der großen Freud und Wonne, 40² Wo dem Herrn, der uns versöhnt, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Endlich gehet auf die Sonne, Endlich gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag! 7. Ach, ich habe schon erblicket Alle diese Herrlichkeit, Und ich werde jetzt geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh'ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. Joh. Georg Albinus 16241679. Georg Neumark. 1657. 0 0 0 0 Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En-de! wie plötz⸗lich, ach, und wie be hen- de * — bitt' durch Chri sti ——04— ——8 Hin geht die Zeit, her kommt der Todʒ kann kommen mei-ne To-des- not! Mein Gott, ich 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; So lang ich lebe hier auf Erden, 15—. . 5 — Sonne, ag,/ mag! rerblicket hmücket elskleid; krone Throne, n, kann. 24—1679. rk. 1657. uwar; Erden, — Vom Sterben. 52⁹ Leb' ich in steter Todsgefahr. 6. Nichts ist, das mich von Mein Gott, ich bittꝰ durch Christi Jesu scheide, Blut, Nichts, es sei Kben oder Tod; Mach's nur mit meinem Ende Ich leg' die Hand in seine Seite gut! Und sage: Mein Herr und mein Gott! 3. Herr, Vend dn Mein Gott, ich bitt' durch Christi H 1 Blut, Und, wenn ich n sterben Mach's nur mit meinem Ende Die Seel in Jesu Wunden senken— 99—— Und ja nicht sparen meine Buß;: Du hast zu dir mich hin⸗ ö ich bitt' Christi ezogen D— Schon längst iraneinch heil'gen Mach's nur mit meinem Ende Tauf; In Jesu bist du mir gewogen, gut! Jeln mir gewog Hast mich zum Kind genommen 4. Laß mich beizeit mein Haus auf. 2 1 Mein Gott, ich bitt' durch Christi Daß ich bereit sei für und für Blut 93 sage stets in allen Fällen: Mach's nur mit meinem Ende err, wie du willst, so schick's gut! mit mir! 8 5 ů 2— 8. Ich hab' auch oft mit süß Mein Gott, ich bitt' durch Christi he Rande Blut Sein Ab hl 79505 Mach's nur mit meinem Ende—5 e gut! Das ist mein Trost, wenn ich 5. Ach Vater, deck all meine Ich hleib'in il einst W. Sünde Ich bleib in ihm und er in mir Mit dem Verdienste Christi zu, Mein Gott, ich 910 durch Christi Darauf ich mich fest gläubi ut, 8—— Rands 335 Mach's nur mit meinem Ende gut! Das gibt mir die erwünschte Ruhl Mein Gott, ich bitt' durch Christ: 9. So komm' mein End heut Blut, oder morgen, Mach's nur mit meinem Ende Ich weiß, daß mir's mit Jesu gut! glückt; 2———— ²⁰ Tod und Ewigkeit. E Ich bin und bleib' in deinen Sorgen, Mit Jesu Gnaden schön ge⸗ schmückt. Mein Gott, ich bitt' durch Christi lut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 10. Ich leb' indes in Gott Nach eigener Melodie. Und sterb' ohn' alle Kümmernis. Es gehe, wie mein Gott es füget Ich glaub' und bin es ganz gewiß: Durch deine Gnad und Christi Blut Machst du's mit meinem Ende gut. Amilie Juliane Gräfin zu Schwarz⸗ burg-Rudolstadt 16371706. Joh. Rud. Ahle. 1662. vergnüget E DED 0 0 0 Es ist gen=⸗ nug. So nimm, Herr, Lös auf das Band, das schon all— ö D S n ma r. mei⸗ nen Geist zu Zi ⸗ons Geistern hin! mäh-lich reißt; be frei ⸗e mei⸗ nen 9— 1——.——— ———.*.—— —— Sinn, der sich nach sei nem Got zte seh-net, der SISEE + 2. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast Den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! täg⸗lich klagt und nächtlich stöh⸗net: Es ist ge nug. Ich netze manche Nacht Die harte Lagerstatt mit Tränen; Wie lang, wie lang muß ich mich sehnen: Es ist genug! ümmernis, ̃tt es füget es ganz nd Christi inem Ende 1 Schwarz⸗ —1706. Ahle. 1662. on all⸗ t Tränen; muß ich hnen: Vom Sterben. 4. Es ist genug. Herr, wenn 3. Es ist genug, wenn nur es dir gefällt, mein Jesus will, Er kennet ja mein Herz. So spanne mich doch aus! Ich harre sein und halt' indessen Mein Jesus kommt: Nun gute still, Nacht, o Welt/ Bis er mir allen Schmerz/ Ich fahr' ins Himmelshaus; Den meine sieche Brust getragen, Ich fahre sicher hin in Frieden, Hinweg wird nehmen und mir Mein großer Jammer bleibt sagen: hienieden. Es ist genug. Es ist genug. Franz Joachim Burmeister 1633(2)—1672. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Georg Neumark. 1657. — e— .....— Auf meisnen Je⸗sum will ich ster⸗ben der mich zu Got⸗ tes Kind und Er⸗ ben ge⸗trost mit Friedꝰ und Freu⸗dig ⸗ keit, ——5 durch sein un⸗ schul⸗dig Blut ge- weiht. Mein Je⸗ sus —— ist mein Trost al⸗ se ⸗lig ein. 2. Auf meinen Jesum will ich Ich darf ja doch den Himmel sterben; erben, Brich immerhin, mein Herze, bri An Jesum hält mein Glaube rich! sich. 528 Tod und Ewigkeit.—¼ Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 3. Auf meinen Jesum will ich sterben; Er bleibt, wenn alles mich ver⸗ läßt. Er starb, das Leben zu erwerben, An ihm hält sich mein Glaube fest. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 4. Auf meinen Jesum will ich sterben; Herr Jesu, nimm die Seele hin! Kann ich mit dir den Himmel erben, So ist das Sterben mein Ge⸗ winn. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 5. Auf meinen Jesum will ich sterben, Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Wenn mir vergeht der Augen Licht, Wenn Mund und Lippen sich entfärben, Und wenn mir auch mein Herze bricht. Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 6. Auf meinen Jesum will ich sterben. Mit Leib und Seele bin ich dein, Herr Jesu, laß mich nicht ver⸗ derben, Ach laß mich ewig selig sein! Mein Jesus ist mein Trost allein, Auf Jesum schlaf' ich selig ein. 7. Auf meinen Jesum will ich sterben. Hilf, Jesu, in der letzten Not, Laß mich das besteTeil erwerben, Versüße mir den bittern Tod! Du bist mein höchster Trost allein, Auf dich nur schlaf' ich selig ein. Nach Salomo Franck 1659—1725. Georg Neumark. 1657. Ich ster⸗ be Wer kann mir täg⸗lich, und mein Le⸗ ben ei⸗ nen Bür⸗gen ge⸗ben, eilt im⸗mer-fort zum Gra⸗be ob ich noch mor⸗gen hin. le⸗ bend bin? Die Seit geht pen sich en/ ein Herze ost allein, selig ein. n will ich ich dein, icht ver⸗ g sein! ost allein, selig ein. n will ich n Not, rwerben, n Tod! ost allein, selig ein. 59—1725. zeit geht — 135 SI— D-..—..———.—.2— ᷣ hin, der Tod kommt her; ach wer nur im-mer fer ⸗ tig 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, Ist immer reif zu Sarg und Grab; Der Apfel, der den Wurm schon heget, Fällt endlich unversehens ab. Des Todes Stunde bleibt nicht aus, Mein Leib ist ein zerbrechlich Haus. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten, Er kommt auch oft unangemeld't Und fordert uns ins Land der Toten. Wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ew'ges Unglück oder Glück Hängt nur an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren! Tod und Leben Hast du allein in deiner Hand. Wie lange du mir Frist gegeben, Das ist und bleibt mir un⸗ bekannt. Hilf, daß ich jeden Glockenschlag An meinen Abschied denken mag! 5. Es kann vor Abend anders werden, Als es am Morgen mit mir war. Den einen Fuß hab' ich aufErden, Den andern auf der Totenbahr; Ein kleiner Schritt ist nur dahin, Wo ich ein Raub des Grabes bin. 6. Ein einz'ger Schlag kann alles enden, Und Fall und Tod beisammen sein. Doch schlage nur mit Vater⸗ händen Und schließ in Christi Tod mich ein, Daß, wenn der Leib zu Boden fällt, Die Seel an Jesu Kreuz sich hält! 7. Vielleicht kann ich keinWort mehr sagen, Wenn mich der Tod von hinnen reißt; Drum bet' ich bei gesunden Tagen: Herr, dir befehl' ich meinenGeist! Und schließen meine Lippen sich, So bitte Jesu Blut für mich. 5⁰ Tod und Ewigkeit. H 8. Kann ich nicht segnen mehr die Meinen, So segne du sie mehr als ich, Und wenn sie bittre Tränen weinen, O Tröster, so erbarme dich Und lasse der Verlassnen Schrein Durch deinenGeist erhörlich sein! das e-wig in Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. 2———— —— 4—— ich bin en Meisch,der bald ver-geht der Welt —.— I— an, wie ich recht se-lig 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, So schließe mir den Himmel auf, Verkürze mir des Todes Schmerzen Und hole mich zu dir hinauf: So wird meinAbschied ohne Pein, Mein Ende sanft und selig sein! Benj. Schmolck 1672—1737. Georg Neumark. 1657. —— MeinGott,ich weiß wohl, daß ich ster⸗be; und fin⸗ de hier kein sol⸗ches Er-⸗ be, .⸗ Drum zei⸗ ge ster ⸗ ben 2. Mein Gott, ich weiß nicht, Drum mache mich nur stets bereit kann! wann ich sterbe; Kein Augenblick geht sicher hin, Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, Die Blume kann auch leicht verblühn: Hier in der Zeit zur Ewigkeit! 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; te Stoß zen, nel auf, n ꝛauf: nePein, ig sein! 2—1737. k. 1657. U Vom Sterben. Dem einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein andrer aus der Doch wie du willst, gib nur dabei, Daß einst mein Ende selig sei! 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe Und welcher Sand mein Grab bedeckt; Doch wenn ich dieses nur ererbe, Daß deine Hand mich auferweckt, 2. Gib mir ein ruhig Ende, Der Augen matten Schein Und die gefalt'ten Hände Laß sanft entseelet sein! 3. Laß meine Atemzüge Am End zu schwer nicht sein Und gib, daß ich so liege, Als schlummerte ich ein! So senke man ins Grab mich ein, Die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Vater, wenn ich sterbe, So nimm dumeinen Geist zu dir! Denn bin ich nur— Kind und rbe Und hab' ich Jesum nur bei mir, So gilt mir's gleich und geht mir wohl, Wann, wie und wo ich ster⸗ ben soll. Benj. Schmolck 1672—1737. Mel. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. — es⸗ hüt ⸗ te sinkt —4. Bit⸗te und brich sie stil ⸗-le ab! 4. Doch es gescheh' dein Wille; Ich scheide leicht dahin, In Kämpfen oder stille, Wenn ich nur selig bin. 5. Ich werde auferstehen, Da geht's zum Himmel ein; Ich werde Jesum sehen, Er wird mir gnädig sein. Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. — x 832 Tod und Ewigkeit. ◻ Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. 1668. — 408 E r, ..————— ———— Mei⸗ne eil' ich zu dem 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, Wünschen wirst gelebt zu haben! Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dirMenschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun, Diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugnis gibt, Wird dir deinen Tod versüßen. Solch ein Herz, von Gott erneut, Ist im Tod voll Freudigkeit. Gra ⸗ be; und wie Le-bens-zeit ver⸗ streicht,stündlich 45 — not! 4. Daß du dieses Herzerwirbst, Fürchte Gott und bet und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst; Deine Zeit ist Gottes Sache! Lern nicht nur den Tod nicht scheun, Lern auch seiner dich erfreun! 5. Überwind ihn durch Ver— traun! Sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, Und ich weiß, ich werd' ihn schaun, Er erweckt mich aus demStaube! irbst, ache! irbst; he! cht m! Ver⸗ E Vom Sterben. 15³5³ Er, der rief: Es ist vollbracht, Nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken; Mel. Herzlich tut mich verlangen. Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken; Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag! Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. Weltlich. Hans Leo Haßler. 1601. 1613. 40 0 0 0 1 Im Herrn sind wir ver-ei⸗ net und S....... bre⸗ chet mir das Herz? bleiben's al-ler wärts. Das Band,das uns ver⸗ 4.——.— Herrn sich fin- det, 2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollt's geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letztenmal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall. bin⸗det, löst we- der Zeit no das währt in ihm auch fort. 3. Man spricht:„Ich hier, du dorten, Du ziehest und ich bleib',“ Und ist doch allerorten Ein Glied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und geht auf einem Wege In gleicher Richtung doch. — 934 Tod und Ewigkeit. O 4. Was sollen wir nun weinen 5. So sei denn diese Stunde Und gar so traurig sehn? Nicht schwerem Trennungsleid, Wir kennen ja den Einen, Nein, einem neuen Bunde Mit dem wir alle gehn, Mit unserm Herrn geweiht! In einer Hut und Pflege, Wenn wir uns ihn erkoren Geführt von einer Hand, Zu unserm höchsten Gut, Auf einem sichern Wege, Sind wir uns nicht verloren, Ins eine Vaterland. Wie weh auch Scheiden tut. Karl Joh. Phil. Spitta 1801—1859. 2. Bei Beerdigungen. Mel. Wohlauf, wohlan ꝛc. 18⁴4. —..—— +.— SDEEEEE . EIEEE— 0 0 0 Wie fliegt da⸗hin der Menschen Zeit, wie 0— ——.— 4————— Oe. DDDRDDPDDDRSSS 2—“ —— ei⸗let man zur E- wig-keit! Wie we-nig' den- ken —. an die Stund von Her-zensgrund, wie schweigt hie⸗ — 5 1 —... von der trä- ge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie Und nicht besteht, ein Traum, Wie täglich ihr vor Augen seht. Gleich einem leichten Wasser— schaum; 3. Nur du, mein Gott, du Im Augenblick es bald vergeht bleibest mir, Stunde ngsleid, de Was du mir bist, ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin: Mir ist's Gewinn, Wenn ich allein bei Jesu bin. 4. Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu, Bedenk es du! Sonst kommst du nicht zur wahren Ruh. Mel. Es ist genug. lass' ich 5.—— 5 Gei⸗ ste , . Bei Beerdigungen. *.——— 2....— Zeuch hin, mein Kind, denn Gott selbst for⸗dert Ich lei- de zwar, dein Tod be- trü-bet al⸗les Kla- gen 55⁵ 5. Weg Eitelkeit, der Toren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt; Das such' ich nur, das bleibet mir. O mein Begier, HerrJesu, zieh mein Herz nach dir! 6. Wie wird mir sein, wenn ich dich seh' Und bald vor deinem Throne steh'! Du unterdessen lehre mich, Daß stetig ich Mit klugem Herzen suche dich! Joachim Neander 1650—1680. Joh. Rud. Ahle. 1662. * 336 Tod und Ewigkeit. 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir Nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir Jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so versehen; Was dieser will, das muß ge⸗ schehen: Zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, Was dir die Welt versagt; Denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, Kein Schmerz mehr, der uns plagt. Hier müssen wir in Angsten schweben, Dort kannst du ewig fröhlich leben: Zeuch hin, mein Kind! Mel. Was Gott tut ꝛc. Bald sieht er gibt und nimt auch wie⸗ der. beu-get er uns nie ⸗der. 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, Sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh' dich das Un⸗ gemach Heimsucht in dieser Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; Wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude: Zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon Auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn Dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist ent⸗ bunden, Du hast im Herren überwunden: Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann 1658—1712. 1690. 5 ist wohl⸗ge⸗ tan; er uns in Gna⸗den an, bald Er schenkt auf Freud bald dI Wir h/ s Un⸗ „ g im bald Die hon . es nt⸗ nden: 1712. O Bei Beerdigungen. 537 — 1— 8—— .—— Lar e bitt ⸗res Leid; wo Wie⸗gen-lie- der klin- gen, muß IS 2——— man zu Gra- be sin⸗gen. 2. Doch was Gott tut, ist wohlgetan; Wer will die Weisheit meistern? Ruft er,mein Kind, dich himmelan Zu Zions reinen Geistern, Und will mein Herz Bei seinem Schmerz In tausend Stücke brechen, Wer darf da widersprechen? 3. Gott tut's, drum ist es wohlgetan; Er macht es bald vollkommen, Da er es von der Dornenbahn In seinen Schoß genommen. Was Gott gefällt, Muß in der Welt Nicht allzulange weinen: Er rettet gern die Seinen. 4. Tut's Gott, so ist es wohl⸗ getan. Die Welt kann leicht verführen, Dort aber trifft es Rosen an, Daran kein Dorn zu spüren. In Gottes Hand Ist dieses Pfand Ganz sicher aufgehoben, Wenn hier auch Stürme toben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Ich will mich drein ergeben. Dort in dem schönen Kanaan Blüht dir das wahre Leben. Zeuch hin, mein Kind, Wo Sonnen sind, Die niemals untergehen Und stets im Glanze stehen! 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan; Das Herz des Christen glaubet, Daß er uns wieder geben kann, Was uns der Tod geraubet. Wie freu' ich mich, Mein Kind, auf dich! Dort wollen wir uns küssen, Wo Freudenströme fließen. 7. Gott tut es, so ist'swohlgetan. Du sammelst meine Tränen, Ich aber schaue himmelan Mit Seufzen und mit Sehnen: Ach daß ich dort Bei dir, mein Hort, Mein Kind bald möchte sehen! Ach ja, es wird geschehen! Benj. Schmolck 1672.—1737. —— 5³⁸ Tod und Ewigkeit. U einr. Isaak? Weltlich. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 130 m. 9238 E 0 0 0 Wenn klei-ne Him⸗mels- er⸗ ben in Za.....———T————— e — 2—————1..—3— 2 ih ⸗ rer Un-schuld ster ben, so büßt man sie nicht —.— E—.— auf⸗ ge⸗- ho- ben, da-mit sie un ⸗ ver⸗ 35— II—— — E.—— 34 2. Sie sind ja in der Taufe Im Angstgefühl der Sünden Zu ihrem Christenlaufe Das Sterben schwer empfin⸗ Für Christum eingeweiht den— Und noch bei Gott in Gnaden; Davor bewahrt ein früher Tod. Was sollt es ihnen shaden, 4. O wohl auch diesem Kinde Wenn er sie nun zu sich gebeut? Es stirbt Wicht 31 geschwindel 3. Der Unschuld Glück ver⸗ Zeuch hin, du liebes Kind! scherzen, Du gehest ja nur schlafen Stets kämpfen mit den Und bleibest bei den Schafen, Schmerzen, Die ewig unsers Jesu sind. Mit so viel Seelennot, Joh. Andr. Nothe 1688—1758. — fin⸗ O Bei Beerdigungen. 353⁹ Mel. Herr Jesu Christ ꝛc. 1651. ᷓ— 56 4¹4 94.—. 2——— P PI——— 00 Nun brin⸗gen wir den Leib zur Ruh und —. ..— de ⸗cken ihn mit 2. Er bleibt nicht immer Asch So folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. Es währen Reichtum, Ehr und Staub, Nicht immer der Verwesung Raub; ö; ö und Glück, i einst Wie wir selbst, einen Augenblick; So währt auch Kreuz und Traurigkeit, Wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; Schau hier, was unser Leben ist! NachSorge, Furcht und mancher Not Kommt endlich noch zuletzt der Tod. Tod, Grab und Richter nahen ich. In allem, was du denkst und tust, Bedenke, daß du sterben mußt! J. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn, Soll jeder zu dem Vater flehn: 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit, Aufs Sterben folgt die Ewigkeit; Wie wir die Zeit hier angewandt, 9——— . Tod und Ewigkeit. O x Ich bitt', o Gott, durch Christi Blut, Mach's einst mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun, Vor unserm Gott uns kindlich scheun! Wir sind hier immer in Gefahr; Nehm' jeder seiner Seele wahr! Jesum lass' ich nicht. 9. Wenn unserLaufvollendet ist, So sei uns nah, Herr Jesu Christ, Mach uns das Sterben zum Gewinn, Zieh unsre Seele zu dir hin! 10. Und wenn du einst, du Lebensfürst, Die Gräber mächtig öffnen wirst, Dann laß uns fröhlich auferstehn Und dort dein Antlitz ewig sehn! Ehrenfried Liebich 1713—1780. 227 —2— A ——.— **— Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Wanderns mü . 0—5 de! Von der Er-⸗de * scheidẽ ich ab, denn mir ruft des Himmels Frie⸗ .— SISS —————U..—.——— de, denn mir ruft die sü⸗ße Ruh von den En⸗geln 2. Geht nun hin und grabt mein Grab! Meinen Lauf hab' ich vollendet, Lege nun den Wanderstab ...... IE endet ist, u Christ, zum 7 hin! ist, du irst, en wirst, ferstehn ig sehn! 3—1780. 1668. lendet, b ◻—— Bei Beerdigungen. 15⁴¹ Hin, wo alles Ird'sche endet, Lege selbst mich nun hinein In das Bette ohne Pein. 3. Was soll ich hienieden noch In dem dunkeln Tale machen? Denn wie mächtig stolz und hoch Wir auch stellen unsre Sachen, Muß es doch wie Sand zergehn, Wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, Laß mich nun inFrieden scheiden ö Deine Hoffnung, ach, ist hohl, Deine Freuden selbst sind Leiden, Deine Schönheit Unbestand, Eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, Fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis' in weite Ferne, Reise hin zu jenem Glanz, Worin ihr erbleichet ganz. 6. Die ihr nun in Trauer geht, Fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben niederweht, Tröstet ja des Herrn Gemeinde; Nach eigener Melodie. Weint nicht ob dem eiteln Schein, Droben nur kann ewig sein! J. Weinet nicht, daß nun ich will Von der Welt den Abschied nehmen, Daß ich aus dem Irrtum will, Aus den Schatten, aus den Schemen, Aus demEiteln, aus dem Nichts Hin ins Land des ew'gen Lichts! 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, MeinenHeiland, hab'ich funden, Und ich habe auch mein Teil An den warmenHerzenswunden, Woraus einst sein heil'ges Blut Floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern Erdenstaube Hellempor die Hoffnung schwebt; Und des Himmels Held, der Glaube, Und die ew'ge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 54² Tod und Ewigkeit.—U 5—— +.— 6— war nicht 2. Du 0 der Wander⸗ Du gabest waahel gabst auch eid; Jetzt schließe, Welt—das Haus ist du,— Die Türe zu! Dein Gast geht in die ewꝰge Ruh 3. Geht in ein bessres Schlaf⸗ gemach, DieFreunde folgen segnend nach. Hab gute Nacht, der Tag war schwül Im Erdgewühl! Hab gute Nacht, die Nacht ist kühl! 4. Ihr Glocken, tönet festlich drein Und läutet hell den Sabbat ein, Der nach des Werktags kurzerfrist Durch Jesum Christ Für Gottes Volk vorhanden ist! II. 5. O selig, wer das Heil er⸗ wirbt, Daß er im Herrn, in Christo stirbt! O selig, wer vom Laufe matt die⸗ses Haus. Die Gottesstadt, Die droben ist, gefunden hat! 6. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil; Denk an dein Heil Und wähl in Gott das beste Teil! 7. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz: Schau himmelwärts! Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz! 8. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, Eh' dich der Tod an Tote reiht! Sie rufen: Gestern war's an mir, Heut ist's an dir; Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 9. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, mit. st und ei dein Haus reiht! n mir, leiben zum b, ——1 Bei Beerdigungen. 5⁴⁵ Aus Wieg und Bett in Sarg und Grab: Wann, wie und wo, ist Gott bewußt; Schlag an die Brust, Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 10. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, Kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, Da blüht zu schön kein Wangen⸗ rot; Im Finstern droht Der Tod und überall der Tod. 11. Ach banges Herz im Leichental, Wo ist dein Licht, dein Lebens⸗ strahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht Aus Gräbernacht Das Leben hat ansicht gebracht. 12. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr. Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, Dein Himmelgehn Läßt uns den Himmeloffen sehn. 13. Wohl dem, der sich mit ihm vertraut, Schon hier die ew'gen Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern Und kämpfet gern Und harrt der Zukunft seines Herrn. III. 14. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Hinein! Hier schließt die Wall⸗ fahrt sich. Ihr Schlummernden im Frie⸗ densreich, Gönnt allzugleich Auch ihm(lihr) ein Räumlein neben euch! 15. Viel Gräber sind an diesem Ort, Viel Wohnungen im Himmel dort; Bereitet ist die Stätte schon Am Gnadenthron, Bereitet ihm(ihr) durch Gottes Sohn. 16. Sein ist das Reich mit Allgewalt; Er zeugt und spricht: Ich komme bald! Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! Wir harren dein. Amen, dein laß uns ewig sein! Christ. Friedr. Heinr. Sachse 1785—1860. 2——— 34⁴4 Tod und Ewigkeit. U é 1——.— der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. 417⁷ d——— 25 E 00 0 0 + An Gra- be stehn wir stil- le und sä ⸗en Trä-nen- saat: des lie⸗ ben Pil- gers EAff Hul le, der 2. Er ist nun angekommen, Wir pilgern noch dahin; Er ist nun angenommen, Der Tod war ihm Gewinn. 3. Er schaut nun, was wir glauben, Er hat nun, was uns fehlt; Ihm kann derFeind nichts rauben, Der uns versucht und quält. 4. Ihn hat nun als den Seinen Der Herr dem Leid entrückt, Nach eigener Melodie. aus-ge-pil⸗ 941 3 4— —— D— Z e.———— ö....— hat. Und während wir hier weinen, Ist er so hoch beglückt. 5. Er trägt die Lebenskrone Und hebt die Palm empor Und singt vor Gottes Throne Ein Lied im höhern Chor. 6. Wir armen Pilger gehen Hier noch im Tal umher, Bis wir ihn wiedersehen Und selig sind wie er. Karl Joh. Phil. Spitta 1801-1859. 3. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. Phil. Nicolai? 1598. 4¹⁸ 0 0 0 0 Wa⸗ chet auflruftuns die Stim-me der Mit⸗ter⸗nacht heißt die-se Stun-de, sie 2226606* H ** —. T 1 Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 545 5—6 S==S...... DD. ——— 0————.— Wi ter sehr hoch auf der Zin ⸗ ne, wach auf, du fen uns mit hel-lem Mun-de: Wo seid ihr — 0— + ö +—.— IDDDSRR —*3—4 4———— ö 2— 4* 14 DII 88 +*—— 33 tadt Je⸗ ru⸗ sa-lem! klu⸗ gen—— 1—2912 auf, der Bräut' gam deinen, krone or hrone r. gehen 1—1859. 6— H —— ——.—— kömmt! Steht u n. die Lam⸗ pen Lehmt! Hal ⸗le⸗ —— ——..I —..— ————4— lu⸗ in Machteuch. reit zu der Hoch-— beitl Ihr f—— II 5..— ꝗDD‚....— müs⸗set ihm ent-ge- gen ⸗ gehn. 2. Zion hört die Wächter singen, Hosianna! Das Herz will ihr vor Freuden Wir folgen all springen, Zum Freudensaal Sie wachet und steht eilend auf. Und halten mit das Abendmahl. Ihr Freund kommt vom Himmel 3. Gloria sei dir gesungen prächtig Mit Menschen- und mit Engel⸗ Von Gnaden stark, von Wahr⸗ zungen, heit mächtig/ Mit Harfen⸗ und mit Zimbelton. Ihr Licht wird hell, ihr Stern Von zwölf Perlen sind die Tore geht auf. An deiner 0 wir stehn im Nun komm, du werte Kron, Chore Herr Jesu, Gottes Sohn! DerEngel hoch um deinenThron. Evang. Gesangbuch. 18 54⁵ Tod und Ewigkeit. O Kein Aug hat je gesehn, Drum jauchzen wir Kein Ohr hat je gehört Und singen dir Solche Freude. Das Halleluja für und für. Philipp Nicolai 1556—1608. Nach eigener Melodie. Melchior Frank? 1663. Q. IIOIEE . — Je ⸗ru⸗ sa ⸗ lem, du hoch-ge⸗ Mein seh-nend Herz so groß Ver⸗ — ö h — it 1 bau⸗te Stadt, wollt Gott, ich wär' in dir! lan⸗gen hat und ist nicht mehr bei —441 2. E T— 35 e. 7— mir: weit ü⸗ ber Berg und Ta ⸗ le, weit ü⸗ ber 1— +— H—. + I— II—.——9—— IAE—..——— .— Se——. Flur und Feld s schwingt s sich ü-ber —, 2 en — le und eilt aus die-ser Welt. III a 2. O schöner Tag und noch viel In Gottes treue Hände schönre Stund, Zum auserwählten Pfand, Wann bist du endlich hier, Daß sie mit Heil anlände Da ich mit Lust, mit freiem In jenem Vaterland? Freudenmund 3. O Eh renburg, sei nun ge⸗ Die 5 25 Die Seele geb' von mir grüßet mir, HFR eE 2———J—————— O O Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 547 x Tu auf die Gnadenpfort! Auch Christen insgemein, Wie manche Zeit hat mich ver⸗ Die weiland trugen ihres für. ö langt nach dir, Kreuzes Joch 56—1608. Wie sehnt' ich oft mich fort Und der Tyrannen Pein, nk? 1603 Aus jenem bösen Leben, Schau' ich in Ehren schweben, Aus jener Nichtigkeit! In Freiheit überall, — Nun hat mir Gott gegeben Mit Klarheit hell umgeben, —.—. Das Erb der Ewigkeit. Mit sonnenlichtem Strahl. 8 ch⸗ ge⸗ 4. Was für Kohte Schar 6. Wenn dann zuletzt ich an⸗ 5 Ver⸗ Kommt dort gezogen schon! gelanget bin . Hedog Im schönen Paradeis, — Was in der Welt von Aus⸗ V d 53. erwählten war, on höchster 88. Sian wird — Trägt nun die Ehrenkron, Der Mund don 990 und P eis; dir! Die Jesus mir entgegen..5 Vom Himmel hat gesandt, Da ich auf fernen Wegen Noch war im Tränenland. 5. Propheten groß und Pa⸗ triarchen hoch, Das Halleluja singet Man dort in Heiligkeit, Das Hosianna klinget In alle Ewigkeit. Joh. Matthäus Meyfart 1590—1642. nun ge⸗ mir, 406 eigener Melodie. 1554. ———— , Freu dich sehr, öo mei⸗ ne See= le, 52—0 stus, dem ich mich be⸗-feh-le, —.———..— SSSSS und ver⸗ giß der Not und Qual! Aus der mein im — ·stern Tal. 5⁴⁸ Tod und Ewigkeit. O +. e ——..—— S.. die kein Ohr hier hat ge- hö-ret, die in Q 1————.—.—— I ..————.— SSISIIIIIIIII..... E wig⸗ keit auch wäh⸗ ret. 2. Tag und Nacht warst du mein Hoffen, Und ich rief zu dir, mein Gott, Weil mich stets viel Kreuz be⸗ troffen, Daß du hälfest aus der Not. Wie sich sehnt einWandersmann Nach dem Ziel auf seiner Bahn, Sehnt sich auch mein Herz im Leide Nach des Himmels ew'ger Freude. 3. Denn gleichwie um Rosen stehen Scharf und spitzig Dornen gar, Also auch die Christen gehen Unter Angst und in Gefahr. Wie die Meereswellen sind Und der ungestüme Wind, Also ist allhier auf Erden Unsre Wallfahrt voll Beschwer⸗ den. 4. Wenn der Morgenröte Schimmer Leuchtet und der Schlaf entfleucht, Bleibt doch Sorg und Kummer immer Und die Not, die hier nicht weicht. Unter Tränen in der Not Essen wir hier unser Brot. Hört die Sonne auf zu scheinen, Währt das Klagen noch und Weinen. 5. O du schönster aller Sterne, Der du ewiglich aufgehst, Du, meinHeiland, sei nicht ferne, Denn dein Blut hat mich erlöst! Hilf, daß ich mit Friedꝰ und Freud Komm' zu meiner Seligkeit! Ach mein freundlich Licht, ver⸗ lasse Mich nicht auf des Todes Straße! 6. Ob mir schon die Augen brechen, Das Gehör mir ganz vergeht, Meine Zung nicht mehr kann sprechen ö Und mein Blut mir stille steht, Bist du doch mein Licht, mein Hort, ö Leben, Weg und Himmelspfort; U .— — —— ie in u scheinen, och und n. er Sterne, hst, licht ferne, ich erlöst! dꝰ und ligkeit! icht, ver⸗ odes Augen „ vergeht, or kann ille steht, ht, mein ielspfort; — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 5⁴⁰ Du wirst selig mich regieren Und den Weg zum Himmel führen. 7. Freu dich sehr, o meine eele, Und vergiß der Not und Qual! Christus, dem ich mich befehle, Führt mich durch das finstre Tal. Seine Freud und Herrlichkeit Soll ich sehn in Ewigkeit, Mit den Engeln jubilieren, Ewig, ewig 14..—. Verfasser unbekannt, vor 1620 Bearbeitung von Gust. Friedr. Nit. Seunthg 1788—1858. Nach, eigener Melodie. 17⁴4⁴. —— 7⁴————— 4 2——.——. ‚IPIIIITI—.—..— —9——— + 2— —— O wie se⸗lig seid ihr doch, ihr N .——————.— 2 4 From⸗-men, die ihr durch den Tod z6 Gott ge⸗ ent- gan-⸗ gen al⸗ler ——— II ———— ...T IFDDSDEDS E Not, die uns noch hält ge- fan-gen. 2. Muß man hier doch wie im Sicher und befreit von allem Kerker leben, Jammer; Wo Gefahr und Schrecken uns umschweben; Was wir hier kennen, Ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, Kein Kreuz und Leiden Störet euch in euern Himmels⸗ freuden. 4. Christus trocknet alle eure Tränen; Ihr habt schon, wornach wir uns erst sehnen; . IXᷓNR)T:;R—NC— 57⁰0 Tod und Ewigkeit. O x Euch wird gesungen, Länger mühevoll das Leben Was in keines Ohr allhier ge⸗ treiben? drungen. 6. Komm, o Christus, löse unsre Bande, 5. Ach, wer wollte denn nicht Führ uns zu dem wahren Vater⸗ gerne sterben lande! Und den Himmel für die Welt Bei dir, o Sonne, ererben? Ist der frommen Seelen Freud Wer wollt' hier bleiben, und Wonne. Simon Dach 1605—1659. Mel. O wie selig ꝛe. 17⁴4. EEEEET EE ——4 —.— O wie mö⸗gen wir doch un=ser Le· ben 0 der Welt und ih⸗rer Lust er⸗ 0—.— ——————.————— P ge⸗ ben, und uns selbst schei- den von der .——.— II ————.————— 2—— 7 en rrn. Frommen Ruh und tau-send Freu- den? 2. Müssen wir nicht auchnach 3. Wenn die Welt ihr Ende kurzen Jahren nun genommen, Zu den Toten in die Grube Und der Richter wird vom Him-⸗ fahren? mel kommen, Es wird geschehen, Der wird entdecken Daß ein jeder seinen Lohn wird Alles, was wir meinten zu ver⸗ sehen. stecken. +1+— 1—. x 49479— — Ende mmen, n Him⸗ nen, zu ver⸗ + Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 55¹ 4. O was wird er für ein Urteil fällen, Wenn er unser Tun wird vor sich stellen, Wenn er wird finden, Wie wir hier gelebt in schweren Sünden! 5. O Herr Christus, wollest meiner schonen Und mir Sünder nach Verdienst nicht lohnen! Ich will verlassen Alle Welt und ihre Lüste hassen. 6. Forthin will ich leben dir zu Ehren, Nimmer mich von deinem Worte kehren; Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Dein will ich bleiben, Keine Welt soll mehr von dir mich treiben. 7. Deine Gnadentür steht allen offen, Die auf dich in diesem Leben hoffen; Doch die verderben, Welche ohne dich, o Heiland, sterben. 8. Wohl dem Herzen, das in deinen Wunden Seinen Trost und Frieden hat gefunden! Dein Kreuz und Leiden Führet michzu wahren Himmels⸗ freuden. Heinr. Albert 1604-1651. Heinr. 506. 1 Weltlich. 1536. 1598. —.— ——.—— Cr⸗ den muß Staub und A⸗-sche wer⸗ ii kein Fels/ tein in Erz bleibt 56 —— 32— e- wig schä- tzen, wnd An ein leich⸗ Tod und Ewigkeit. gehn. 2. Was sind doch alle Sachen, Die uns so trotzig machen, Als Tand und Nichtigkeit? Was ist des Menschen Leben, Das stets umher muß schweben Als wie ein Traumbild dieser Zeit? 3. Der Ruhm, nach dem wir trachten, Den wir unsterblich achten, Ist nur ein falscher Wahn. Sobald der Geist gewichen Und dieser Mund erblichen, Fragt keiner, was man hier getan. 4. Es hilft nicht Kunst noch Wissen, Wir werden hingerissen All ohne Unterscheid. Was nützt der Güter Menge? Wem hier die Welt zu enge, Dem wird ein enges Grab zu weit. 5. Dies alles wird zerrinnen, Was Müh und Fleiß gewinnen Und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, Kann für den Tod nichts nützen, Dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 6. Wie eine Rose blühet, Wenn man die Sonne siehet Begrüßen diese Welt, Doch eh' der Tag sich neiget, Eh' sich der Abend zeiget, Verwelkt und unversehns ab⸗ fällt: 7. So wachsen wir auf Erden Und denken groß zu werden, Von Schmerz und Sorgen frei; Doch eh' wir zugenommen Und recht zur Blüte kommen, Bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Auf, Herz, wach und be⸗ denke, Daß dieser Welt Geschenke Nur kurze Zeit sind dein! Was du zuvor genossen, Ist wie ein Strom verflossen; Was künftig,— wessen wird es sein? 9. Trau nicht auf Welt und Ehre, Der Menschen Gunst und Lehre; Ruf Gottes Gnade an, Der ewig Vater bleibet, Den keine Zeit vertreibet, Der ewig selig machen kann! 10. Wohl dem, der auf ihn trauet! Der hat recht fest gebauet; Und ob er hier gleich fällt, neiget, jet, ns ab⸗ uf Erden erden, gen frei; men mmen, Sturm und be⸗ „ flossen; wird es Belt und nd Lehre; 7 t, et, kann! auf ihn uet; ällt, O Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 5353 Wird er doch dort bestehen Weil ihn die Allmacht selbst Und nimmermehr vergehen, erhält. Andreas Gryphius 1616—-1664. Nach eigener Melodie. Joh. Crüger? 1653. 1656. 9 ———.———— Zu ⸗ver- sicht und mein die-ses weiß ich, sollt' ich nicht da- rum Hei⸗ land, ist im Le⸗ ben; mich zu-frie-den ge-ben, was die lan- ge To⸗ des⸗ nacht mir auch für Ge- dan-ken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, Das gesteh' ich, doch wird er Ich werd'auch dasLeben schauen, Mich erwecken aus der Erden, Sein, wo mein Erlöser schwebt: Daß ich in der Herrlichkeit Warum sollte mir denn grauen? Um ihn sein mög' allezeit. Lässet auch ein Haupt sein Glied,* 9— Welches es nicht nach sich zieht! 5. Dann wird ein verklärter Leib 3. Ich bin durch der Hoffnung Mich in jener Welt umgebenz Band Allzeit bei dem Herrn ich bleib', Zu genau mit ihm verbunden, Schau' ihn dort im bessern Leben. Meine starke Glaubenshand Froh und selig dort werd' ich Wird in ihn gelegt befunden, Bei ihm wohnen ewiglich. Daß nri kein Todes ain—„ Daß mich auch kein odesbann. Dann mit meiner Augen Ewig von ihm trennen kann. Licht 4. Ich bin Fleisch und muß Werd'ich meinen Heiland kennen, daher Sehen dort sein Angesicht Auch einmal zu Asche werden; Und in seiner Liebe brennen; 5⁵⁴ë Tod und Ewigkeit.— Nur was Schwachheit heißen Zur Verwesung sink' ich ein, kann, Unverweslich werd' ich sein. Wird von mir sein abgetan. 8. Wohl dem, der den Geist 7. Was hier kränkelt, seufzt erhebt und fleht, Von den Lüsten dieser Erden Wird dort frisch und herrlich Und schon hier dem Heiland lebt, gehen; Dort mit ihm vereint zu werden! Irdisch werd' ich ausgesät, Schicket da das Herz hinein, Himmlisch werd' ich auferstehen; Wo ihr ewig wünscht zu sein! Verfasser unbekannt; Trostlied der Kurfürstin Luise Henriette von Brandenburg 1627—1667. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1687. EEEEET . Hοπα Du, o schö⸗nes Welt⸗ge bäu de, magst ge⸗ ist doch dei- ne eit le Freu-de stets mit — ————————5.———.—— SSDSSSSS —.———— fal⸗len, wem du willt; lau- ter Angst um-hüllt. De⸗nen, die den Himmel 2 4 e e, L 2. Müde, die der ArbeitMenge Daß sie nach so vielen Lasten Und der heiße Strahl beschwert, Könnten sanft und süße rasten. Wünschen, daß des Tages Länge Mein Wunsch ist, bei dir zu sein, Werde durch die Nacht verzehrt, Lieber Herr und Heiland mein! ein, sein. n Geist Erden and lebt, werden! inein, u sein! iette 168⁷. agst ge⸗ ets mit Lasten e rasten. r zu sein, id mein! —⁷ Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. +⁵⁵ 3. Andre mögen durch die Wellen Und durch Wind und Klippen gehn/ Ihren Handel zu bestellen, Und da Sturm und Not bestehn; Ich will auf des Glaubens Schwingen Aufwärts in den Himmel dringen, Ewig da bei dir zu sein, Lieber Herr und Heiland mein! 4. Tausendmal pfleg' ich zu sagen Und noch tausendmal dazu: Würd' ich doch ins Grab ge⸗ tragen, O so käm' ich ja zur Ruh, Und mein bestes Teil das würde, Frei von dieses Leibes Bürde, Dort im Himmel bei dir sein, Lieber Herr und Heiland mein! 5. Komm, oTod, des Schlafes Bruder, Komm und führe mich nur fort! Löse meines Schiffleins Ruder, Mel. Valet will ich dir geben. Bringe mich zum sichern Port! Mag, wer immer will, dich scheuen, Mich vielmehr kannst du er⸗ freuen, Denn durch dich komm' ich hinein Zu dem lieben Heiland mein. 6. Ach daß ich des Leibes Bande Heute noch verlassen müßt', Käme zum gelobten Lande, Wo das Haus des Friedens ist! Da wollt' ich in heil'gen Chören Mit den Engeln dich verehren, Rühmen deinen Gnadenschein, Lieber Herr und Heiland mein! 7. Doch weil ich die Friedens⸗ auen Und den goldnen Himmelssaal Jetzt nicht kann nach Wünschen schauen, Sondern muß im Tränental Noch im Prüfungskampfe leben, Soll mein Geist sich doch erheben, Unterdessen bei dir sein, Lieber Herr und Heiland mein! Joh. Franck 1618—-1677. Melchior Teschner. 1614. 4007 — Q 0 0 0 * Er⸗mun: tert euch, ihr Frommen, zeigt eu- rer Der A-bend ist ge- kom-men, die fin⸗stre . 556 Tod und Ewigkeit. 4 O ö + +——.——.——.— 2.E— 5. —— 60—.——.— Lam⸗pen Schein! Nachtbricht ein, es hat sich auf⸗ge⸗ Warhen der 2 refx w 5—.— I— Bräu⸗ti⸗gam mit Pracht: auf, be⸗ tet„kämpft und wa⸗ — — —.— 5—.———— —6—.— n 145— I chet, bald ist es Mit- ter- nacht! 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet sie mit dl Und seid des Herrn gewärtig, Bereitet Leib und Seel! Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah, Begegnet ihm in Reihen Und singt Halleluja! 3. Ihrklugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor! Die Tür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräut'gam ist nicht weit! 276 —.4 Gott des Himmels ꝛc. 4. Begegnet ihm auf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen Gebärden Und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudenstunden Gekommen, und der Braut Wird, weil sie überwunden, Die Krone nun vertraut. 5. O Jesu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf, Geh auf, ersehnte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jesu, mach ein Ende Und führ uns aus dem Streit: Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit! Laurentius Laurenti 1660—1722. Heinr. Albert. 1642. 0 0 0 0 5.2 Je⸗ ru und der En ⸗gel lem, du schö ·ne, Lob ge⸗ tö ⸗ ne sa⸗ — H eHR — 79 865 2—.2 Erden, übt! den zut den, nne, ich auf, / O Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 5⁷ ———— DE —. 4.——.— H.— da man Gott be⸗ stän- dig ehrt „Hei⸗ lig, hei ⸗lig, hei ⸗lig“ hört: ach, wann 2 2 D.T———.———— PISPIPIPIIITITITITITITITITITITIIIIIII komm' ich doch ein-mal hin zu dei⸗ ner 55/—— ——.——— F. HineE— II L—0 EEEEEE II Bür ⸗ ger Zahl? 9 2. Muß ich nicht in Pilger⸗ hütten Unter strengem Kampf und Streit, Da so mancher Christ gelitten, Führen meine Lebenszeit, Da oft wird die beste Kraft Durch die Tränen weggerafft? 3. Ach, wie wünsch' ich dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, Dort auf deinen Friedensauen, Wo man nicht mehr klagt und weint, Sondern in dem höchsten Licht Schauet Gottes Angesicht! 4. Komm doch, führe mich mit Freuden Aus der Fremde hartem Stand, Hol mich heim nach vielem Leiden In das rechte Vaterland, Wo dein Lebenswasser quillt, Das den Durst auf ewig stillt! 5. O der auserwählten Stätte Voller Wonne, voller Zier! Ach daß ich doch Flügel hätte, Mich zu schwingen bald von hier Nach der neuerbauten Stadt, Welche Gott zur Sonne hat! 6. Soll ich aber länger bleiben Auf dem ungestümen Meer, Da mich Sturm und Wellen treiben Durch so mancherlei Beschwer, Ach so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker sein! 7. Alsdann werd' ich nicht ertrinken, Christus ist mein Arm und Schild, Und sein Schifflein kann nicht sinken, —.. 5⁵⁸ Tod und Ewigkeit. Wär' das Meer auch noch so wild; Ob gleich Mast und Segel bricht, Läßt doch Gott die Seinen nicht! Nach Friedr. Konr. Hiller 1662—1726. .6. Alle Menschen müssen sterben. 168⁷. S——— 1— O wie fröhlich, o wie Dro⸗ben ern⸗ten wir un- zäh⸗lig un-sre se⸗lig wer⸗ den 2— 1241 .—. wir im Him-⸗mel sein! Freu⸗den ⸗gar-ben ein. Lar 9860 gehn wir hin und 2 5— — 4—— 3 — ———— —5 66 EEE wei⸗ nen; dort wird uns die Son⸗ ne schei- nen, dort ist 2— —— I+ +— S.DSIP‚‚.I‚I‚‚.I............. 1.—— stei⸗ ne Tds⸗=nacht, die uns Otamt und macht. 2. Es ist doch ja dieses Leben Nur ein jammervolles Tun, Und die Not, die uns umgeben, Lässet uns gar selten ruhn. Von demAbend bis zum Morgen Kämpfen wir mit lauter Sorgen, Und die überhäufte Not Endet sich erst mit dem Tod. 3. Ach, wer sollte sich nicht sehnen, Bald in Zion dort zu stehn Und aus diesem Tal der Tränen In den Freudenort zu gehn, Wo das Kreuz in Siegespalmen, Unser Klagelied in Psalmen, Unser Leid in Lust sich kehrt, Und die Wonne ewig währt! 4. Da wird unser Aug erblicken, Was ganz unvergleichlich ist, Ewig sich an dem erquicken, Was aus Gottes Liebe fließt; Da wird unser Ohr nur hören, Was die Freude kann ver⸗ mehren; — 2 VV/S V — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 5⁵⁹ n⸗ sre r rmacht. jehn, palmen, Imen, kehrt, bährt! erblicken, ich ist, cken, fließt; hören, ver⸗ Da empfindet unser Herz Lauter Wonne ohne Schmerz. 5. Dort in welcher hohen Schöne Wird die Klarheit Gottes sein! Wie wird dort das Lobgetöne Seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen Bei so vielen Siegeskränzen! Wie wird unser Kleid so rein, Heller als die Sonne sein! 6. Ach, wann werd' ich dahin kommen, Daß ich Gottes Antlitz schau'! Wann werd' ich dort auf⸗ genommen Mel. Nun danket all und bringet ꝛc. In dem schönen Himmelsbau, Welchem nichts auf Erden gleichet, Dessen Glanz die Sonne weichet, Dessen wundervolle Pracht Alles Gold zu Schanden macht! 7. Mich durchdringt ein heiß Verlangen; O du großer Lebensfürst, Laß mich bald dahin gelangen, Wo du mich recht trösten wirst! Aber laß auch hier auf Erden Jetzt mein Herz schon himmlisch werden, Bis mein Los in jener Welt Auf das allerschönste fällt! Benj. Schmolck 1672—-1737. Joh. Crüger. 1656. — i noch al ⸗ still. Wohl dem/ der nun les sich IS 2 —22———— will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt Und einen Tag bestellt; fer⸗ tig macht und ihm be⸗ geg- nen 3. Wer wacht und hält sich stets bereit Er kommt, wenn niemand nach—5 ein getreuer Knecht, ihm fragt Noch es für möglich hält. Daß er in jener Rechnungszeit Vor Gott bestehe recht? D... 56⁰0 Tod und Ewigkeit. 4. Wer gibt sein Pfund auf Du, meine Seele, schicke dich, Wucher hin Steh und verzage nicht! Und nützet jeden Tag, i ö 1 2 Daß ermit himmlischem Gewinn 7. Dein Teil 1115 e schön — 5 Vor Jesum treten mag? Steh auf, du hast es Macht, 5. So wache denn, mein Herz Geh hin, nimm und genieß dein und Sinn, Los, Und schlummre nun nicht mehr! Das Gott dir zugedacht! Blick täglich auf sein Kommen 8. Der Herr bricht ein um Als ob es h a—1 Mitternacht, Jetzt ist noch alles still. 6. Der Tag des Urteils nahet Wohl dem, der sich nun fertig sich, macht Der Herr kommt zum Gericht. Und ihm begegnen will! Johann Christopyh Nube 1665—1746. Mel. Was Gott tut ꝛc. 1690. — 0 0 0 0 Wir war⸗ten dein, ö Got⸗tes Sohn, und wir wis ⸗sen dich auf dei⸗nem Thron und nen⸗nen uns die Dei⸗nen. Wer an dich glaubt, er⸗ —— . hebt sein Haupt und sie ⸗het dir ent- ge⸗ gen; du kommst uns ja zum Se⸗ gen. 22— ⁵ — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 5⁰1 e dich, ist schön 5; Tacht, ließ dein 1 num icht, fertig „und nund 2. Wir warten deiner mit Geduld In unsern Leidenstagen, Wir trösten uns, daß du die Schuld Für uns am Kreuz getragen; So können wir Nun gern mit dir Uns auch zum Kreuz bequemen, Bis du es weg wirst nehmen. 3. Wir warten dein, du hast uns ja Das Herz schon hingenommen. Du bist uns zwar im Geiste nah, Mel. Wie wohl ist mir ꝛe. Doch sollst du sichtbar kommen, Da willst uns du Bei dir auch Ruh, Bei dir auch Freude geben, Bei dir ein herrlich Leben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, Die Zeit ist bald vergangen; Wir freuen uns schon über dies Mit kindlichem Verlangen. Was wird geschehn, Wenn wir dich sehn, Wenn du uns heim wirst bringen, Wenn wir dir ewig singen! Phil. Friedr. Hiller 1699—1769. 17⁰04. 45l 0 0 0 0 Du is Wch ei ne seuf⸗ zest = han⸗ Ban⸗ Ruh vor hier in dei-nen ET J denz den! auf, 1 mü⸗ des den, und dei- ne Hern, und Sonne Licht! nicht. wer⸗ de schei- net sei⸗ nem Stuh⸗ le wei⸗den, wirf hin die Last und —.. Tod und Ewigkeit. — ——+— 2 f.——— . eil her- zu! Bald ist der 0 hei ⸗ße Kampf ge-en⸗ ———.— —ů—— ———.—— 23 7 bald, bald der sau ⸗re Lauf voll-en-det, dann — 2..—. — ——.— — — 1 2 2 ——— gehst du ein zu 2. Die Ruhe hat Gott aus⸗ erkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt; Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Der Heiland wollte darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut einzu⸗ kommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die mancheLastund Bürde drückt, Eilt, eilt aus euern Kummer⸗ höhlen, Geht nicht mehr seufzend und gebückt! dei⸗ ner Ruh. 20 habt desTagesLast getragen, Dafür läßt euch der Heiland sagen: IösetönuileureRiahstat sein! Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Hölle toben, Seid nur getrost und gehet ein! 4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wanders-⸗ mann? Wenn jener nur ein Lager haben Und sanft auf solchem ruhen kann, Wenn dieser sich darfniedersetzen, An einem frischen Trunkergötzen, Wie sind sie beide so erfreut! Doch dies sind kurze Ruhe⸗ stunden, Es ist noch eine Ruh erfunden, Die währt in alle Ewigkeit. O O Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 563 9765—8 5. Da wird man Freuden⸗ Und leben ewig sorgenlos. — garben bringen, Ach fasset dieses Wort, ihr 38 Denn unsre Tränensaat ist aus; üden, en⸗ SOwelch ein Jubel wird erklingen Legt euch dem Heiland in den Und süßer Ton im Vaterhaus! Schoß! .— Schmerz, Seufzen, Leid wird Ach Flügel her, wir müssen —— ferne weichen, eilen Daki Es wird kein Tod uns mehr Und uns nicht länger hier ver⸗ erreichen, weilen, Wir werden unsern König sehn; Dort wartet schon die frohe —— Er wird beim Brunnquell uns Schar! — erfrischen, Empor, mein Geist, zum Jubi⸗ Die Tränen von den Augen lieren, teägen wischen; Auf, gürte dich zum Trium⸗ land Wer weiß, was sonst noch wird phieren, geschehn! Auf, auf, es kommt das Ruhe⸗ + tt sein! 6. Da ruhen wir und sind im jahr! t sein! 0 1700-1779 gt von Frieden Joh. Sigism. Kunth 1700—1779. toben, Mel. Straf mich nicht ꝛc. 1694(Joh. Rosenmüller 16557). et ein! 43 7—— en V e aben—— rs⸗— Christ, sei acht-sam, sei be zreit, kämp⸗fe, ö Nah ist Tod und E-wig-keit, nah dir haben 4 e hen— 22331 ů—— etzen, b 77 et und wa= che!— 2 ötzen, Lohn und Ra⸗che Hör, Gott spricht, säu⸗me nicht ut! Ee⸗ x iden, 2——— ö sei⸗nen Ruf zu hö- ren und dich zu be-keh⸗ ren! 5⁰⁴ Tod und Ewigkeit. 2.Noch tönt nicht zum Welt⸗ gericht Der Posaune Stimme, Noch bebt dieser Erdball nicht Vor des Richters Grimme; Aber bald, Hör, erschallt Gottes Ruf: Zur Erden Sollst du wieder werden! 3. Kommt nun, ehe du's ge⸗ dacht, Unter Sünd und Freuden Deines Lebens letzte Nacht: Was wirst du dann leiden, Wenn dein Herz, Von dem Schmerz Deiner Schuld zerrissen, Wird verzagen müssen! 4. Wenn vor deinemAntlitz sich Jede Sünd enthüllet, Wenn dann jede, jede dich Ganz mit Graun erfüllet, Nach eigener Melodie. Auf-er⸗ Dich nichts dann Stärken kann, Keine deiner Freuden: Was wirst du dann leiden! 5. Ach, wie bang um Trost und Ruh An des Grabes Stufen, Nah dem Untergang wirst du Dann vergebens rufen: Rette, Gott, Mich vom Tod! Höre, Vater, Richter, Schöpfer und Vernichter! 6. Noch, noch wandelst du, o Christ, Auf des Lebens Pfade; Nah zu deiner Rettung ist Dir des Ew'gen Gnade. Eil ihr zu, Daß du Ruh Für dein Herz empfindest Und Vergebung findest. Christoph Christ. Sturm 1740—1786. Jos. Schmittbauer. 1787. stehn, ja auf- er-⸗ stehn wirst du, — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit 5 —.———* dn dbrrerrere, — 2—4 Le- ben wird der dich schuf dir ge- ben. Hal— 2 I le lu⸗ ja! 2. Wieder Vaarsar⸗ werd' 4. Wie den Träumenden wird ich gesät; dann uns sein, Der Herr der Ernte geht Mit Jesu gehn wir ein Und sammelt Garben Zu seinen Freuden; Uns ein, uns⸗ die wir starben. Der müden Pilger Leiden Halleluja! Sind dann nicht mehr. 3. Tag des Danks, der Freuden⸗ 5. Ach, ins Allerheiligste führt tränen Tag, mich Du meines Gottes Tag! Mein Mittler dann, lebt' ich Wenn ich im Grabe Im Heiligtume Genug geschlummert habe, Zu seines Namens Ruhme. Erweckst du mich. Halleluja! Friedr. Gottlieb Klopstock 1724—1803. Mel. Wachet auf ꝛe. Phil. Nicolai? 1598. 43 4————————.— 4—.— D 0 0 0 0 Se⸗ lig sind des Himmels Er-ben, die Nach den letz-ten Au-gen-bli⸗-cken des — 2—. — 2— 3d rn wiüm u m ren Ln, rrn, Lan, ————— To⸗ten, die im Her⸗ren ster ben, zur Auf:er⸗ To⸗desschlummers folgt Ent-zü ⸗-cken, folgt Won⸗ne F23—. Alle Tränen. Er hat's vollbracht; Nicht Tag, nicht Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne 3α Tod und Ewigkeit.—4 ö 15 ——— ,. e⸗hung ein-ge-weiht! 1— der Un⸗sterb⸗lich keit; im Frie-den ru 910 5—5 f 1 —.——.— 6—.— e 92.— 2 ie los von der Er⸗ de Müh. Ho ⸗si⸗ 0 ö V I +—.— —. 4——— E— E———— an na! Vor Got⸗tes Thron zu sei⸗ nem Sohn be⸗ D.—.— glei-⸗ten ih-re Wer=⸗ke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis Scheint uns alsdann; er ist uns und Ehre, Sonne, Macht, Weisheit, ewig ewigEhre Der Sohn, die Herrlichkeit des Sei dir, Versöhner Jesu Christ! Herrn. Ihr, der Überwinder Chöre, Heil, nach dem wir weinend Bringt Dank, Anbetung, Preis rangen, und Ehre Nun bist du, Heil, uns auf⸗ Dem Lamme, das geopfert ist! gegangen, Er sank wie wir ins Grab, Nicht mehr im Dunkeln, nicht Wischt unsre Tränen ab, von fern. Nun weinen wir nicht mehr, Das Alte ist nicht mehr. Halleluja! Er sank hinab, Doch von dem Grab Erstand er, und wir folgen ihm. Friedr. Gottl. Klopstock 1724—1803. ohn er ist uns „ chkeit des einend 5 auf⸗ en, ln, nicht n. mehr, r. gen ihm. 241803. Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. ⁷ Mel. Freu dich sehr ꝛe. 1554. 43⁵—⁰ E——— SSS Wenn der Herr o dann schwinden —— ꝗ́—— jauchzend wer- den wir Frei⸗heit uns ge⸗ ge 2. Herr, erhebe deine Rechte, Richt auf uns den Vaterblick, Rufe die zerstreuten Knechte In das Vaterhaus zurück! Ach, der Pfad ist steil und weit; Kürze unsre Pilgerzeit, Führ uns, wenn wir treu ge⸗ stritten, In des Friedens stille Hütten! un⸗ ser Herz sich freun, un=se einst die Ge-fang-nen die ver⸗gang- nen 3. Ernten werden wir mit Freuden, Was wir weinend ausgesät; Jenseits reift die Frucht der Leiden, Und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron, Er, er selbst ist unser Lohn; Die ihm lebten, die ihm starben, Bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottlieb Bürde 1753—1831. —22— 78 Tod und Ewigkeit. 0 Mel. Wie schön leucht't uns ꝛc. Phil. Nicolai? 1598. 0—.— — Wie wird's im ew'= gen Frühling Da sieht man kei ⸗ nes Win-ters —.8 Got- tes Gar- ten nim⸗mer⸗ mehr ver we ge hen! Se- lig werd' ie hen 9 er wenn ich 2. Zwar schuf auch hier des Vaters Macht Die Welt in ungemessner Pracht, Daß sie sein Lob verkünde. Doch bleibt im Land der Sterb— lichkeit Von Leid und Gram kein Herz befreit, Das ist der Fluch der Sünde. Keine Reine Wahre Wonne waschen wer-de! Schaut die Sonne Nun hienieden, Mit derUnschuld floh derFrieden. 3. Doch wenn von JesuMacht besiegt Der letzte Feind zu Füßen liegt, Auf ewig überwunden, Und er mit seines Wortes Kraft Von neuem Erd und Himmel schafft, — ieden. Nacht liegt, Kraft mel — Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 5⁰ Dann ist das Leid verschwunden. Droben Loben Sel'ge Geister Dann den Meister, Der sie wählte Und zu seinem Volke zählte. 4. Die Sonne, die uns hier entzückt Und jetzt die niedre Erde schmückt, Wird dann uns nicht mehr scheinen; WIE Ich weiß, daß Wenn Le-ben, Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. Dort wechseln Tag und Nächte nicht, Vonottes Stuhl strahlt ew'ges Licht Und leuchtet all den Seinen. Jesus Christus, Gnad und Wahrheit, Licht und Klarheit Wirst du geben: Nur bei dir ist wahres Leben! Joh. Christ. Wilh. Aug. Hopfensack 1801¹8⁷⸗4. Joh. Adam Hiller? 1780. 1787. mein Er-lö- ser le-bet, Lieb und Licht ent⸗schwe⸗ bet, und daß er e⸗ was war ———.— wig Treuze hält. in Staub zer-fällt, E wenn kei⸗ ne + der letz te —.. 57⁰ Tod und Ewigkeit. U Oder: Mel. Die Tugend wird ꝛe. 17⁰4. —.— +— —— + 252 Ich weiß, daß mein Er-lö⸗- ser le ⸗bet, und Wenn Le- ben, Lieb und Licht ent- schwe-bet, was ö II DD daß er e⸗ wig Treu⸗e hält. + e kei ne un⸗ser war in Staub 5 i Ster⸗ ne e Woht uns n und lau-ter To-des⸗ 235—.— 5—.— der x,. Latu, Brntzrnr i, mittn D...—.—4..———.——— L L hau-che wehn, dann wird er ü- ber al- lenTrümmern — R—— EEE * ——.— —— der letz- te auf dem Stau⸗-be stehn. 2. Wir gehn 2rb in harten Er hat die Macht den Bann zu Fesseln, lösen: Bei jedem Schritte rings beengt, Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Umschlungen von der Sünde Nesseln, 3. Und daß er lebt und liebt Die bis ins Heiligtum sich und waltet, drängt. Das macht die dunkeln Nächte Der Herr, der ringend mit dem hell; Bösen Und ob dies Herz im Tod er— Im heißen Kampfe einst gebebt, kaltet, —— 5 bann zu ser lebt. id liebt tet, Nächte od er⸗ Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. Sein Herz bleibt alles Lebens Quell. Das bange Menschenrätsel: Sterben, Es wird verklärt von seinem Licht; x Der Sünde Sold wird ew'ges Erben, Wenn er, der letzte, lebt und spricht. 4. So rinnt dahin, ihr kurzen Stunden, Jahrhunderte der Erdenzeit! Ein Fels der Hoffnung ist ge⸗ funden, Ein Retter für die Ewigkeit. Es ringt sich kühn empor der Glaube, Von ew'ger Lebensluft um⸗ weht: Ich weiß, daß über allem Staube Der letzte mein Erlöser steht. Meta Heußer 1797—1876. — I Anhang. I. Lieder besonders für Jugendgottesdienste und Christfeiern.) J. Lob und Dank. Nach eigener Melodie. 45 2—— —— Lobt, ihr Kin-der, un- sern Herrn, 27 n iEE 2—— —— Her- zens Morgenxkstern! Prei⸗set Je⸗sum, un ⸗sre Son⸗ne, al-ler Frommen Trost und . Diese Lieder, welche einen Anhang zum Gesangbuch bilden, enthalten auch die früher als Anhang II dort gestandenen und ebenso zahlreiche neue, zugleich für den Gottesdienst der Erwachsenen geeignete, wie Nr. 445, 4⁴⁸, 453, 456, 457, 470, 474, 477, 482, 486, 487, 492, 493, 494, 495, 498, 499, 500, 502, 504, 507, 509, 510, 512, 515, 516, 517, 519, 521, 529, 530, 532 und bei 537 Ziff. 7, 9, 11 und 19. e und esum, 530, 532 Lob und Dank. FF—— 2 +V Won- ne! Lobt, ihr Kin-der, un- sern Herrn, 9⁰⁷ 2—...—— ö .—— 2— +.—— 3 Fi—— I 2. Rufet und bekennt es frei, Daß er unser Retter sei, — — un ⸗ sers Her- zens Mor-gen⸗stern! Liebt er doch geringe Gaben. Er ist groß und hält doch wert, Daß die Menschheit er vomBösen Was da klein ist auf der Erd. Als ein Heiland will erlösen! Rufet und bekennt es frei, Daß er unser Retter sei! 3. Er ist groß und hält doch wert, Was da klein ist auf der Erd. Über alles hoch erhaben 4. Alles nimmt er freundlich an, Was ihm wird zulieb getan. Drum läßt er der Kinder Lallen Und ihr Flehn sich wohlgefallen. Alles nimmt er freundlich an, Was ihm wird zulieb getan. Johann Scheffler(Angelus Silesius) 1624—1677. Nach eigener Melodie. 0000 Für al-le Gü ⸗ te sei ge⸗ — 5— e en r preist Gott Va- ter, Sohn und heil'⸗ ger Geist! Ihr — — +. 1 — SIIE..—— — . ge⸗rin ⸗ è ge. Ver-nimm den 222— 37⁴ Anhang.— x Px Dank, den Lobi⸗ ge ne den ich dir kind⸗ — -. 30 lich sin ge 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, Hast Großes heut an mir getan, Mir mein Gebet gewähret, Hast väterlich Mein Haus und mich Beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk, Der Geist, mit dem ich dein gedenk', Ein ruhiges Gemüte; Nach eigener Melodie. Was ich vermag Bis diesen Tag, Ist alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht Mein Schutz und Schirm in dieser Nacht; Vergib mir meine Sünden! Und kommt mein Tod, Mein Herr und Gott, So laß mich Gnade finden! Christ. Fürchteg. Gellert 1715—1769. Karl Friedrich Schulz. 1810. 4⁴⁰ I + —— 4..—.—.— 0 0 0 0 —— Dan⸗ket dem ——.. Herrn! Wir dan-ken dem m——— —.——— Herrn; n erist steund⸗lih, und sei⸗ Gü⸗ te ——— 1116 + 2——— —, wäh- ret e wig lich, sie wäh-ret e⸗ wig er Lieb ht n in cht; en! en! —1769. 3. 1810. E 58 Lob und Dank. 975 —— 1———.——— 1——— II lich, sie wäh-ret e⸗- wig- lich. 2. Lobet den Herrn! 4. Groß ist der Herr. Ja lobe den Herrn Ja groß ist der Herr, Auch meine Seele, Sein Nam ist heilig, Vergiß es nie, was er dir Guts Und alle Welt ist seiner Ehre voll, getan,): Ist seiner Ehre voll. ** 1** 1 Was er dir Guts getan!, 5. Singet dem Herrn! 3. Sein ist die Macht. Wir lobsingen ihm Allmächtig ist Gott; Mit frohen Chören, Sein Tun ist weise, Und er vernimmt auch unsern Und seine Huld ist jeden Morgen Lobgesang, neu,) Auch unsern Lobgesang.) ) Ist jeden Morgen neu. 2. Karl Fr. Wilh. Herrosé 1754—1821. Luise Reichardt 1779—1826. Nach eigener Melodie. ⁰0 Ich will Gott den Her⸗ ren — ů +—— e e e.——— ben durch mein gan- zes Le- ben lang; gern in ——.—— A—.———— ——— 2——.ñ————.—.m sei nem Him⸗mel o ben hört er mei= ner 52„.i...— Stim⸗-me Klang. G— 2—— 57⁶ Anhang. O 2. Seiner Engel Jubel Doch ich weiß, au auch das schallen Lallen Wunderbar von Welt zu Welt; Eines Kinds ihm wohlgefällt. Nach eigener Melodie. Hans Georg Nägeli 1773—1836. 442 2.— E——.———— Lobt froh den Herrn, ihr ju⸗gend⸗ Itttttt... — li⸗ chen Chö⸗ ve! Er hö⸗ret gern ein Lied zu 5⸗. 7 sei⸗ ner Eh⸗ re. e.Lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 2. Es schall' empor 4. Wir stammeln hier, Zu seinem Heiligtume Doch hörst du unser Lallen Aus unserm Chor Zum Preise dir Ein Lied zu seinem Ruhme! Mit Vaterwohlgefallen. Lobt froh den Herrn, Dir jauchzen wir, Lobt froh den Herrn! Dir singen wir! 3. Vom Preise voll 5. Einst kommt die Zeit, Laß unser Herz dir singen! Wo wir auf tausend Weisen, Das Loblied soll O Seligkeit, Zu deinem Throne dringen. Dich, unsern Vater, preisen Lobt froh den Herrn, Von Ewigkeit Lobt froh den Herrn! Zu Ewigkeit. Georg Geßner 1765—1843. Nach eigener Melodie. 443 4—. Z2.—7 1—. ö ee— H00un Jauchzt un-serm Gethden Va⸗ter ber IIRN—I I 3————.— O Lob und Dank. 577 ö N 14 2——..— 2“=..—— 4— 5, —2— +.2—* —————— III — al-le, daß weit von Ost und West sein Ruhmer⸗ 4— 4 DDD— ———..——— schal⸗ 05 denn durch sein Wal-ten ent-stan- den D wir, zu le⸗-ben für und für, zu le⸗ben für und 6— SSDSSSS T 14 Herrn! 10 für in Lie ⸗ be se ⸗ lig dort und hier. r/ 2. Schaut froh empor! 3. Ja singet froh (len Das Lichtmeer, dort die Sonne— Im Himmel und auf Erden, Gott schuf sie ja der ganzen Welt Die ihr durch Gott sollt froh und . zur Wonne, selig werden! Die ihr entströmet durch alle Es schalle mächtig die Welt Zeit, entlang zeit, 1 Und was am Himmelszelt: 2 Hell lauter Jubelklang eisen, Ber N Rächte Dunkelheit erhellt. Bes großen Vaters Preisgesang. isen Nach eigener 466 444 23 3*— De— 2..... 65—1843.———— 00 0 0 1Wa ser Gott ist lau⸗ ter Lie ⸗ be, —2.———.——.——.— TTTIII —— Menschen, komt und be⸗tet an! Stimmet Evang. Gesangbuch. 19 7⁸ Anhang. O ö 5—— .——..— 22——— ihm aus rei⸗nem Trie ⸗ be eu; er Lob⸗ — 2— II DD 37 lied freu-dig an! 2. Ist's auch schwach und 3. Droben in der Engel Chöre unvollkommen, Stimmen wir einst alle ein: Wenn der Wille nur ist gut;„Lob, Anbetung, Preis und Droben wird es besser kommen; Ehre!“ Darum habt nur guten Mut! Welche Wonne wird das sein! 2. Bitte und Fürbitte. Nach eigener Melodie. Altniederländ. Volksweise. Um 1600. — l aã*) Wir tre⸗ten zum Be⸗ ten vor Gott, der so 115, ge⸗ wal⸗ tig 0 805 hei-lig die Kir- che re⸗ ED—1 V — veeziatt: .— *V giert, der rich⸗ tend und ret⸗ tend, wunder-bar und 2⁵— +* 2 präch⸗ tig aus Nö⸗ten und Ver⸗ folgung sie huldreich ge⸗ *) Der ursprüngliche Text ist auf Seite 661 abgedruckt. 2.‚. U Bitte und Fürbitte. 4 Schluß der 3. Strophe.— Ni —. ——— führt. O Herr, steh uns bei! 2. Wohl sinnen und spinnen 3. Wir trauen und bauen Noch Unheil die Feinde, Auf den, der die Seinen Berücken mit Tücken, In Stürmen beschirmen Die feige und schwach. Will gnädig und treu. gel Chöre Doch sicher zum Siege Allmächtiger Helfer, e ein: Führet die Gemeinde Wollest uns erscheinen und DerHeiland, und durch Kämpfen Im Dräuen der un Healz⸗ Bleibt stark sie und wach. O Herr, steh uns bei! as sein! Nach den Altniederländischen Boltsliedern des Adrianus Balerius. 1026. 1 Melodie. Andreas Barner 1835—1910. E— 44π— Um 1600. 22——— Lie-ber Va⸗ter hoch im Himmel, merk auf —.—. 55—W8———— 20. der so PP‚IIFFII—— an..— dei⸗ner Kin- der Flehn! Laß uns heut und al⸗ —— ———3 5— he re⸗ 8*—.— Ta⸗ ge, 980 in dei- nem Se⸗gen stehn! — 2. Unsre Sonn ist deine Gnade, O so gib aus deiner Fülle, 2 Und dein Wort der Himmels- Gibuns, Herr, von deinem Licht! har und tau, ‚ 4. Mög' dein Geist uns stets Der uns nähret und erquicket regieren, —— Gleich der Blume auf der Au. Lehre uns gehorsam sein! 3. Alles hast du ja in Händen Führe uns auf deinen Wegen, eich K 35 Und du weißt, was uns gebricht; Herr, in deinen Himmel ein! 5 Agnes Franz 1794—1840. 19* —————— Anhang. — Nach eigener Melodie. Hans Georg Nägeli 1773—1836. Lehr mich sanft und milde, fromm und heilig sein! 3.Nimm die Sünde, nimm die Schuld von mir; Nach eigener Melodie. aaan Lehr mich be⸗ teu, Gott 20 Herr⸗l ich⸗ 22— keit, kind lich vor dich tre ⸗-ten, wie dein 2—— 5 5.— XXV J II Wort ge⸗ beut! 2. Deinem Bilde ähnlich soll Schenk mir deinen Frieden, ich sein. wohne selbst in mir! 4. Meine Seele preist und lobet dich; Wenn ich zu dir bete, so erhörst du mich. Nach Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Friedrich Silcher 1789—1860. 448 + 1—53 e a.— 2———.— 77—2 + 0 0 0 0 bis an n mei- ne Hän-de und und mein se⸗ lig En-de 2.—. EI ....... — 5 Wis Ich mag al- lein nicht ge⸗ — ——.— . hen,—9— ei ⸗ nen Schritt; wo du wirst gehn und 2—— — 731836. eden, st in mir! ist und so erhörst 769—1860. 789—1860. zehn und — Sonntag und Gottesdienst. —2— E, 1—— — I—— 5 0 ste- hen, da nimm mich mit! 2. In dein Erbarmen 3. Wenn ich auch gleich nichts hülle fühle Mein schwaches Herz Von deiner Macht, Und mach es gänzlich stille Du führst mich doch zum Ziele In ahn und Schmerz! Auch durch die Nacht. Laß ruhn zu deinen Füßen So nimm denn meine Hände Dein armes Kind! Und führe mich Es will die Augen schließen Bis an mein selig Ende Und glauben blind. Und ewiglich! Julie von Hausmann 1825—1901. 3. Sonntag und Gottesdienst. Mel. Wie fröhlich bin ich aufgewacht. Nach F. W. Sering. 449.—..— V——— 0ονα Der Sonntag kommt mit lei⸗sem Tritt und Eb. W 5 2.——. 2 0—.— 2595——— V—.— 2 bringt viel Ru 8 CEeden u mit. Sei—9 willkommen, — SSSSSS PPPPPII.I.IIIIIIII 2555 Tag des Herrn, wir sehn dich al-le herzz lich gern! 2. Wie freundlich hat uns Zu ruhen von der Hände Gott bedacht, Werk, Daß er den Sonntag hat ge. Daß Leib und Seel sich wieder macht, stärk'. 222228——. 5⁸ Anhang. — 3. Von innen und von außen rein Soll jedes Kind am Sonntag sein, Von Lärm und wildem Spiele fern, So hat's der Herr des Sonntags 4.— Melodie. Gottlieb David um 1827. 4. Drum, lieber Sonntag, sehnen wir Die ganze Woche uns nach dir. Sei uns willkommen, Tag des Herrn, Wir sehn dich alle herzlich gern! J. R. Weber. + — 450H½ 00 0 0 —— So fei ⸗ er lich 1nd stil le als 0 + — + 2555 — 1 2.———— 4. — heu-te nah und fer n sei's auch in mei⸗nem +2— — 1 IItIes am schö⸗ Her 2. Es tönen hell die Glocken, Sie tönen nah und fern Und wollen alle laden Ins hohe Haus des Herrn. 3. O solchem freud'gen Rufe Wer folgte dem nicht gern? zen Christian August Gebauer 1792—1852. nen Tag des Herrn. Wer nähme Gnad und Liebe Nicht gern von seinem Herrn? 4. Und sieh, der Glaube leitet Wie einst der Weisen Stern Das Herz auf sicherm Pfade Hinauf zu seinem Herrn. Nach eigener Melodie. Christian Gregor. 1784. 451 4— ———=.— SE + ——— Seg⸗ne und be⸗ hüü ⸗ te uns durch onntag, wir nach dir. „Tag des zlich gern! R. Weber. r um 1827. — —— dei⸗ ne Gü=⸗ te, Herr, er-heb dein An- ge⸗- sicht ——. H ——DIII ——.— H ns Licht! 2. Schenk uns deinen Frieden 3. Amen, Amen, Amen. Jeden Tag hienieden, Ehre sei dem Namen Gib uns deinen guten Geist, Jesu Christi unsers Herrn; Der uns stets zu Christus weist! Denn er segnet uns so gern. Johannes Evangelista Goßner 1773—1858. — 4. Erscheinung des Heilands. id Liebe Herrn? aube leitet Stern Pfade rrn. 1792—-1852. regor. 1784. — Nach eigener Melodie. Aus England. N*** . +—. 45² ⸗— CJIJJ—.—. 0 Horch, es klop-fet für und für! 9 2— N. dor der Tür? O ein Gast ist's son⸗der⸗ —————— ö U——— A.. me, * — . I 2 gleizchen, den die Lie⸗ be zu dir trieb. Ach, mein 54.——————— 1.— —————————————— ns durch—6 0= Herz, laß dich er-weichen, tu ihm auf und hab ihn lieb! 5⁸⁴ Anhang. — 2. Horch, es klopfet stets aufs neu! Wer mag warten so voll Treu? O dein Herr ist's hoch erhaben; Welch ein Glück ist's sein zu sein! Sieh, er kommt mit Himmels⸗ gaben, Tu ihm auf und laß ihn ein! Nach eigener Melodie, To 3. Horch, es klopfet, hör es doch! Immer steht er draußen noch. O dein Heiland ist's vollGnaden, Der da klopft an deiner Tür, Er will dich zur Hochzeit laden, Tu ihm auf, er schenkt sich dir! Ernst Gebhardt. Mel. aus dem 15. Jahrhundert. nsatz von Michael Prätorius. 1609. r 2 23 — a ꝗ Es iü ein' Ros' ent ⸗ sprun- gen wie uns die Al⸗ten sun= gen, ———— ö . ee,ienn,. FPFFFrt'TTTtTtrt'tæ'æ'é'T'T'T'P'Té'T'TCTCTHFTCTCT —————4 aus ei⸗ ner Wur⸗zel zart; ö von Jes-se kam die Art, und hat ein —————— r, —.— Blümlein bracht mit⸗ ten im kal-ten Win ⸗ter 5 6 WSSDEEEE ñ——.— I— wohl zu der hal 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaias sagt, Hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ew'gem Rat Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben Nacht. ben Rach. 3. Das Blümelein so kleine Das duftet uns so süß; Mit seinem hellen Scheine Vertreibt's die Finsternis. Wahr'r Mensch und wahrer Gott Hilft uns aus allem Leide, Rettet von Sünd und Tod. —.“. U O Erscheinung des Heilands. 5⁸ „hör es 4. O Jesu, bis zum Scheiden In deines Vaters Reich, Aus diesem Jammertal Da wir dich ewig loben; en noch. Laß deine Hilf uns g'leiten O Gott, das uns verleih! [Gnaden, Hin in den Freudensaal Aus dem 15. Jahrhundert. 325 Tür, Nach eigener Melodie. Altdeutsch. 1535. eit laden, 455 n 454 E Gebhardt. DDEEEEE „ 4.*— N hundert. Nun sin-get und seid froh, jauchzt rius. 1609.— e,———— .—.—.— SDSISIE‚I‚EEE.... al-le und singt so: Un- sers Her-zens gen,.— ů.——.—— ö* S.———— Wonne liegt in der Krip- pe bloß und — 0—. IEEIEEIEEEE....... E E hat ein 65⁵—— 32 n.. leuch⸗tet als die Son-ne in sei⸗- ner Mut ⸗ter 9 45.—..————5 5. : te + 2.—5 — Schoß. Su bist A und O, ————— ——— ahrer Gott Leide, Tod. Don bist A und D. 2. Sohn Gottes in der Höh, 3. Groß ist des Vaters Huld, Nach dir ist mir so weh! Der Sohn tilgt unsre Schuld. Tröst mir mein Gemüte, Wir wär'n all' verdorben O Kind voll Mildigkeit, Durch Sünd und Eitelkeit, Durch alle deine Güte, So hat er uns erworben Du Fürst der Herrlichkeit! Die ew'ge Himmelsfreud. 23½ Zeuch mich hin nach dir!:: 3 Wären wir doch dal 2 2222 586 Anhang. — 4. Wo ist der Freuden Ort? Nirgends mehr denn dort, Wo die Engel singen Das Heilig allzumal, Und wo die Psalmen klingen 0 hohen Himmelssaal. Wären wir doch da!:, Aus dem Mittelalter. 2465 eigener Melodie. 1539. —.— 4 455 j— DD.. ——.——2— + —.—.—.— Vom Hon mel hoch da komm' ich her, ich —.— =D——. EFIIIII.. Ybring euch gu-⸗te neu e Mär; der gu⸗ ten Mär bring' 305 455555535. — ·Im—.— jD—n,——.— ErE ich so viel, 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindlein, jetzt noch zart und fein, Das soll eur' Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott; Der will euch führ'n aus aller Not, Er will eu'r Heiland selber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alleSeligkeit, Die Gott der Vater hat bereit't, da- von ich sing'n und sa ⸗ gen will. Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt ewig leben allzugleich. 5. Des laßt uns alle fröhlich sein Und mit den Hirten gehn hinein Zu sehn, was Gott uns hat beschert, Mit seinem lieben Sohn verehrt. 6. Sei mir willkommen, edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet ast Und kommst ins Elend her zu mir: Wie soll ich immer danken dir? 22——— klingen aal. i Mittelalter. 15 Erscheinung des Heilands. 587 7. Lob, Ehr sei Gott im höch⸗ Des freuet sich der Engel Schar sten Thron, Und singt uns solch ein neues Der uns schenkt seinen ein'gen Jahr. Sohn! Martin Luther 1483—1546. Nach eigener Melodie. Nikolaus Herman. 1554. 1539. —.— 450 ge. D............—.——— . SSRSES 5er, Tich 0 0 0 0 Lobt Gott, ihr Chri-sten all⸗ zu-gleich, in *—* + I + 1 ...IIIII..............IIIII... —.—.— DEEEEE— ———— ei: nem höch⸗sten Thron, der heut schließt auf sein När bring.. IIII R ED .—.— 5 Him-mel⸗reich und schenkt uns sei- nen Sohn, und .— —— II jen will. NABüb 0⸗%— —.— 2———— immelreich schenkt uns sei⸗ nen Sohn! igleich. —— 2. Er kommt aus seinesVaters Und nimmt an sich ein's Knechts lle fröhlich Schoß Gestalt, 88 Und wird ein Kindlein klein;) Der Schöpfer aller Ding.:, jehn hinein Er liegt dort elend, nackt und bloß 4. Heut schließt er wieder auf ns hat) In einem Krippelein. die Tür . 3. Er äußert sich all seiner Zum schönen Paradeis, hn verehrt. G'walt, DerCherub steht nicht mehr dafür. men, edler Wird niedrig und gering Gott sei Lob, Ehr und Preis!: Nikolaus Herman 1480—1561. rschmähet Mel. Es ist gewißflich an der Zeit. 1535. em(457 ———4—— anken dir? οοòT Ich steh' an dei- ner Krip⸗ pe hier, o ich kom⸗ me, bring' und schen⸗ke dir, was — 5⁸⁸ Anhang. O r r.—— —..————, 2 ——.——— Je in Le⸗ 2 mir Hant arn⸗ 99 Dah Nimm hin, es ist mein 4———— I 75 , ,= .—— SO x * 0— — 2. Da ich noch nicht geboren war, Da bist du mir geboren Und hast mich dir zu eigen gar, Eh' ich dich kannt', erkoren. Eh' ich durch deine Hand ge⸗ macht, Da hast du schon bei dir bedacht, Wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefster Todes⸗ nacht, Du wurdest meine Sonne, Die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud' und Wonne. O Sonne, die das werte Licht Des Glaͤubens in mir zugericht't, Wie schön sind deine Strahlen! 4. Du fragest nicht nach Lust der Welt laß dir's wohl-ge ⸗ fal-⸗ len! Noch nach des Leibes Freuden; Du hast dich bei uns einge⸗ stellt An unsrer Statt zu leiden. Suchst meiner Seele Herrlich⸗ keit Durch dein selbsteignes Herze⸗ eid, Das will ich dir nicht wehren. 5. Eins aber, hoff' ich, wirst du mir, Mein Heiland, nicht versagen, Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. So laß mich doch dein Kripplein ein, Komm, komm und kehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden! Paul Gerhardt 1607—1676. S O U Erscheinung des Heilands. 58⁰ — Nach eigener Melodie. Georg Friedrich Händel 1685—1759. —.. 458 E NI r. —..———.—.—— 3 E, 2., 2 1....—— ist mein 0⁰0 0 0 Toch- ter Zi⸗ on, freu 42 2—— 2 5—————..— 5—— I PSPSSSSSSSIIII sFreuden; einge⸗ eiden. Herrlich⸗ es Herze⸗ t wehren. ich, wirst N, versagen, ir und für ragen. Kripplein hre bei mir auden! 16071676. — ze laut, Je⸗ ru sa⸗ Sieh, nig —.— —. kommt zu 2— 65 6— Frie de⸗fürst. Toch-ter .ir * 2.——— 1 2 freu e dich, jauch I II ii — S— 2 laut, Je-ru sa ⸗lem! 2. Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich; Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! 3. Hosianna, Davids Sohn, Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du, des ew'gen Vaters Kind. Hosianna, Davids Sohn, Sei gegrüßet, König mild! Heinrich Ranke. 1820. 2222222—. 59⁰0 Anhang. O Nach eigener Melodie. Portugiesische Weise. Alle. bei, o ihr Gläub'gen, fröh⸗ uch 0³ e. —1— tri um⸗ 12—— kom⸗met, o kom-met nach Mädchen. 1..— 2— SSSSEEE ——. Beth ⸗ le ⸗ hem! Se-⸗ het das Kind⸗lein I 2 x DDEEEEEE ——. uns zum Heil 9e„bo-ren! O las-set uns an⸗ 4 92797605 Alle. 1—. —— v, en trr. &—— be⸗ ten, o las-set uns an-be-ten, o las-set 2. 4*..—6 22 T. SSDSDSDSSSISISIIITTTITIAIAIIIIII........ 7 122 7—1* H1 uns an ⸗ be- ten den Kös- nig, den Herrn! (Alle.) O lasset uns anbeten, 2. Kommt, si singet dem Herren, Fnaben.) O lasset uns anbeten, O ihr Engelchöre!(Alle.) O lasset uns anbeten Frohlocket, Saltan ihr Den König, den Herrn! 3 übersetzt aus adeste fideles. WMädchen.) Ehre sei Gott im Him⸗ Deutsch von Heinrich Ranke mel und auf Erden! um 1820 — sische Weise. Herrn! anbeten, beten n! zte fideles. ich Ranke O Erscheinung des Heilands. 351 Nach eigener Melodie. Sizilianische geistliche Volksweise (O sanctissima) 400 E— 5 O du fröh⸗ li ⸗che, 665——— —....— 2.— 2——— 28 seli ge gna⸗ den⸗ brin⸗gen⸗de Weihnachts⸗ 2 11—.—.——.— SE 40· 7—— 7 —76 zeit! Welt ging ver ⸗lo ren, Christ l S XX— 7 30 ist ge⸗ bo ⸗ ren; freu ⸗ e, freu e Ti 1 —— .— 52 dich, o Chri-sten-heit! 2. O du fröhliche, O du selige Gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit! ) Christ ist erschienen, Uns zu versühnen; Freue, freue dich, o Christen⸗ Heit: 2—0 Kr Melodie. 3. O du fröhliche, O du selige Gnadenbringende bnachte; zeit! . König der Ehren, Dich woll'n wir hören; Freue, freue dich, o Christen⸗ heit! 2 Johann Daniel Falk 1768—1826. Aus Thüringen. 1810. EEDRNTN I— 2—— ——.—.—— 7— 25— Nm Weihnachts⸗ baum die Lich⸗ ter 22 2 5⁰² Anhang.— E +—— 5—. 2..— ————I—— bren- nen. Wie glänzt er fest⸗ lich lieb und mild, als —.—.———.—5 S 2———— 22 9 spräch' er:„Wollt in mir er= ken⸗nen ge⸗ Hoffnung stil-les Bild!“ treu er 2. Die Kinder stehn mit hellen Blicken, Das Auge lacht, 33 lacht das O fröhlich seliges Entzücen! Die Eltern schauen himmel—⸗ wärts. 3. Zwei Engel sind herein⸗ getreten, Kein Auge hat sie kommen sehn, Sie gehn zum Weihnachtstisch und beten Und wenden wieder sich und gehn. 4.„Gesegnet seid ihr alten Leute, Gesegnet seist du kleine Schar! 5.60 eigener Melodie. Wir bringen Gottes Segen heute Dem braunen wie dem weißen Haar. 5. Zu guten Menschen, die sich lieben, Schickt uns der Herr als Boten aus, Und seid ihr treu und fromm geblieben, Wir treten wieder in dies Haus.“ 6. Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen, Unsichtbar jedes Menschen Blick Sind sie gegangen wie ge⸗ kommen, Doch Gottes Segen blieb zurück. Gustav Hermann Kletke— Volksweise. 1842. 4⁰²ε 0 0 00 ——— * Der Christbaumist der schön- ste Baum, den egen heute m weißen en, die sich als Boten fromm en, es Haus.“ en Spruch imen, chen Blick e ge⸗ n, ieb zurück. ann Kletke. Heise. 1842. ö um, den 2—— wir auf Er- den ken-nen. Im Gar⸗ten klein, im —— —— —— . — 2— 2— — E— + bren⸗ nen, ja bren 2. Denn sieh, in dieser Wun⸗ dernacht Ist einst der Herr geboren, Der Heiland, der uns selig macht. Hätt' er den Himmel nicht ge⸗ bracht, : Wär' alle Welt verloren,:, Verloren. „Doch nun ist Freud und Seligkeit, Ist jede Nacht voll Kerzen, Auch dir, mein Kind, ist das bereit't: 4⁰³ Nach eigener Melodie. Dein Jesus schenkt dir alles heut, ) Gern wohnt er dir im Herzen, Im Herzen. 4. O laß ihn ein, es ist kein Traum! Er wählt dein Herz zum Garten, Will pflanzen in dem engen Raum Den allerschönstengunderbaum 2 Und seiner treulich warten,:, Ja warten. Johannes Karl. 1842. Franz Gruber. 1818. Q0 0 0 Stil⸗le Nacht, heil'⸗ge Nacht! Al-les schläft, 1 Anhang 9**— +2—— N—..— n. —2——— 2— 4.—— ein-sam wacht nur das—.— li⸗ge El ⸗tern-paar, .—— e—.— ——— H das im Salh zu Beth⸗le⸗hem war, bei dem himli-schen — ———— 4* SSSISIIIIIIIII. II Kind, bei dem himm⸗=li⸗ 100 Aud⸗ 2. Stille Nacht, heil'geNacht! 3. Stille Nacht, heil'ge Nacht! Hirten erst kundgemacht Gottes Sohn, o wie lacht Durch der Engel Halleluja, Lie b aus deinem göttlichenMund, Tönt es laut 290 fern und Da uns schlägt die rettende nah: Stund, ) Christ, der Retter ist da.„: Christ, in deiner Geburt!l:, Joseph Mohr 1702—1648 Nach eigener Melodie. Johann Abraham Peter Schulz. 1794. 4.7 464 2. SSSS ISNTTTT SE —.— Ihr Kin⸗der⸗lein, kommet, o kom⸗met doch zur Krip⸗pe her kommet in Beth⸗ le⸗hems ——— iIEEE all, Stall und seht, was in die-ser hoch-hei- li⸗gen SPSPII —7—ο⁰ Nacht der Va⸗ter im Himmel für Freu⸗de uns macht! 222—. 222—— 'ge Nacht! lacht henMund, ettende „ eburt!: 1792—1848. chulz. 1794. met doch Erscheinung des Heilands. 3⁰⁷ 2. O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, Seht hier bei des Lichtleins hell⸗ glänzendem Strahl In reinlichen Windeln das himmlische Kind Viel schöner und holder, als Engel es sind! 3. Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh; Die redlichen Hirten knien betend davor, Hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, Erhebet die Händchen und danket wie sie; Nach eigener Melodie. Stimmt freudig, ihr Kinder,— wer wollt' sich nicht freun?— Stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! 5. Was geben wir Kinder, was schenken wir dir, Du bestes und liebstes der Kin⸗ der, dafür? Nichts willst du von Schätzen und Freuden der Welt, Ein Herz nur voll Unschuld allein dir gefällt. 6. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin; Wir geben sie froh dir in kind⸗ lichem Sinn. O mache sie heilig und selig wie deins Und mach sie auf ewig mit deinem in eins! Christoph von Schmid 1768— 1854. Choralbuch der Brüdergemeine. 4⁰⁵ I L 0 Kom-met, ihr Kin-der, mit fröh-li⸗chem e. e e.*———. 22 Her- zen, kom⸗ met und ei let nach Beth-le-hems EE . SI.. Feld, las⸗set da⸗ hin⸗ten die Sor-gen und Schmerzen, —. 596 Anhang. U —* , ,.. 2— schau-et das lieb lich⸗ ste Wun⸗ der der Welt! 25——— EEE A. 6 2..—.2.——* Las-set die freu-di- ge Kund euch er zäh=-len: ——.— — 1 2— — Je⸗sus 2. Gebt euch dem Heiland nun gänzlich zu eigen, Präget sein Bild in die Herzen euch ein; Er kann den Weg nur den richtigen zeigen, Der in den Himmel uns führet hinein! Blicket nach ihm als dem retten⸗ den Sterne: Jesus ist kommen, o folget ihm Nach eigener Melodie. ist kom⸗men, der Hei⸗land der See⸗ Ien! 3. Ja, wir ergeben uns dir heut aufs neue, Jesus, du liebest die Kinder so ehr. Stärk unsern Glauben, erhalte die Treue, Daß wir dich lieben je mehr und je mehr, Bis wir im seligen Himmel dort oben, Liebster Herr Jasu, dich ewiglich loben! Brüdergemeine. Nach einer Paderborner Weise. 40⁰ 9— 00 0 0 Ihr Hir-ten, er⸗ .— 44ũ14 E. wacht, seid mun-ter und —— En=gel EE —— 2 lacht! Die schwingen vom Him⸗ sich O Erscheinung des Heilands. 97 — len! uns dir neue, Linder so „erhalte mehr „ immel ewiglich ergemeine. ter Weise. mel und sin-gen: Bie Freu⸗de ist da, der . 3 Hei-land ist 2. Ihr Hirten geschwind, 3. Sie hörten das Wort Kommt, singet dem Kind, Und eilten schon fort, Blast in die Schalmeien, Sie kamen in Haufen Sein Herz zu erfreuen; Im Eifer gelaufen Auf, suchet im Feld Und fanden da all Den Heiland der Welt! Den Heiland im Stall. Verfasser unbekannt. 07 Melodie. Altböhmische Volksweise. 4—.—— — Kom-met, ihr Hir- ten, ihr Män:ner kom⸗-met, das lieb- li-che Kind⸗zlein — 4—— R ———.—— und Fraun ö zu schauni Chri⸗stus der Herr ist heu=te 2—* I +—— SSS ö ö 7 7 ge⸗ bo⸗ ren, den Gott zum Hei-land euch hat er⸗ ————— — 2—— 2J ö—————— ko⸗ ren: Fürch⸗tet euch nicht! ⁸ Anhang. U 2. Lasset uns sehen in Bethle“ 3. Wahrlich, die Engel ver⸗ hems Stall, kündigen heut Was uns verheißen der himm- Bethlehems Hirtenvolk gar lische Schall; große Freud: Was wir dort finden, lasset uns Nun soll es werden Friede auf künden, Erden, Lasset uns preisen in frommen Den Menschen allen ein Wohl⸗ Weisen! gefallen. Halleluja! Ehre sei Gott! Nach einem altböhmischen Volkslied. 6507 eigener liit Joh. Christ. Heinr. Rinck 1770—1846. 468 7— οπαν Al-⸗le Jah=⸗re wie ⸗der kommt das 2. —5 7—— ——.—.. Chri⸗stus ⸗ kind Ränt die Er⸗ de nie ⸗ 505 9 II D——— 2.——— wo wir Menschen sind; 2. Kehrt mit seinem Segen 3. Ist auch mir zur Seite Ein in jedes Haus, Still und unerkannt, Geht auf allen Wegen Daß es treu mich leite Mit uns ein und aus; An der lieben Hand. Wilhelm Hey 1789—1854. Mel. Vom Himmel 455 ꝛc. 1539. Q 469 I.— — +— DDD Du lie⸗ ber heil⸗ ger from⸗ mer Christ, der 23———* E engel ver⸗ zen heut k gar Freud: Friede auf ein Wohl⸗ n. n Volkslied. 1770—1846. hrist, der O Erscheinung des Heilands. II ä ür uns Kin⸗ der kom⸗men ist, da H +. 4 ——5 ö — EEE 1—— 1— —— weis⸗ und rein und rech⸗ te Kin-der Got=tes sein! 2. Du Licht, vom lieben Gott 4. O segne mich, ich bin noch gesandt klein, In unser dunkles Erdenland, O mache mir das Herze rein, Du Himmelskind und Himmels⸗ O bade mir die Seele hell schein, In deinem reichen Himmels⸗ Damit wir sollen himmlisch sein! quell! 3. Du lieber heil'ger frommer 5. Daß ich wie Engel Gottes Christ, sei Weil heute dein Geburtstag ist, In Demut und in Liebe treu, Drum ist auf Erden weit und Daß ich dein bleibe für und für, breit Du heil'ger Chrisr, das schenke Bei allen Kindern frohe Zeit. mir! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. Nach eigener Melodie. Leonhard Schröter. 1587. ————3—— 4⁷⁰ D— —— 2— + 0 0 0 Freut euch, ihr lie ben Chri⸗-sten, freut ‚— 43 von—5— zen sehr! Euch ist ge⸗ bo⸗ ren . 2——.—..— ——— 1——* —————.—..8— Chri⸗ stus, recht gu⸗ te neu=e Mär. Es ⁰ο ö Anhang. ö U gen uns die En gel aus Got ⸗tes ho⸗ hem r, ert—.— I— 1.——2—.—H — Thron, gar lieb-lich tun sie sin-—— 1 60 25 wahr ein' sü ů ßen Ton. Ton. 2. Also tun sie nun singen: Es ist euch dargegeben, Das Kindlein ist euch hold, Dadurch ihr sollet han Es ist des Vaters Wille, Des Vaters Gunst undSegen, Der hat's also gewollt. Sein' Gnad ist aufgetan.:, Aus der Liedersammlung von Gottfried Freiherr von Tucher 1813—1877. 5—65 eigener 32505. Volksweise. Vor 1826. 471EEE PPIII 2.— E Sü⸗ßer die Glo⸗cken nie klin⸗ gen N SSSS 2———— als zu der Weihnachtö⸗ Zeitz 5 ist,a als ob SPPII—.— *—— 2 En⸗ge⸗ lein sin⸗ gen wie- der von Frie-den und ———. =—.—.—— Freud, wie sie ge⸗ sun- gen in 222— ö 5o⸗ hem ndSegen, tan., 813-1877. Vor 1826. in⸗ gen O Erscheinung des Heilands. 60 SDSDSPSSSI 2 2— *—— ger Nacht. Glo⸗cken mit hei-li- gem Klang, n v,,. /———..—.—— klin⸗get die Er- de ent⸗ lang! 2.0O wenn die Glocken erklingen, 3. Klinget mit lieblichem Schnell sie das Christkindlein— Schalle hört, über die Meere noch weit, Tut sich vom Himmel dann Daß sich erfreuen doch alle schwingen, Seliger Weihnachtszeit, Eilet hernieder zur Erd,) Alle aufjauchzen mit einem 3 Segnet den Vater, die Mutter, Gesang.. das Kind. ½ Glocken mit heiligem Klang, Glocken mit heiligem Klang, Klinget die Erde entlang! Klinget die Erde entlang! Wilhelm Kritzinger 1816—1890. Mel. Ostern ist heut. Johann Peter Schück. Weihnacht ist heut, wir sind er= freut, daß der Herr 2. Hörst du den Klang,)N Betend die Hirten knien, Den Engelsang? Weil unser Heil erschien.) — 6⁰² Anhang. — 3. Komme auch du —.— Dank herzu; ) Dir auch wird ew'ges Heil, Friede und Gnad zuteil. Christus der ist mein Leben. 4. Weihe dein Herz In Freud und Schmerz Zu Jesu Krippelein, So wirst du selig sein. Johann Peter Schück 1811—1892. Melchior Vulpius? 1609. 0 0 4 Am Him⸗mel 473. DIPI— —p.—...—— ist ge⸗ stan- den mit EE..... —— ——.— ei nem Mal ein Stern, zu kün- den al⸗=len 22——.— ———— + 25%—W 2 V + 1 ů—— ——— 1—1 Lan⸗-den den 2. Drei Männer nach ihm fragen Wohl in Jerusalem, Drei Männer ziehn ohn' Zagen Bei Nacht gen Bethlehem. 2 Drei Männervoll Verlangen Stehn vor'ner Türe klein; neu ⸗ge- bor- nen —— —7 Herrn. Da sind sie eingegangen Mit Gold und Spezerein 4. Und weinen fast aus Reue Ob ihrer Sündenschuld, Geloben Dienst und Treue Dem König groß an Huld. Abel Burckhard 1805—1862. 5. Passion und Ostern. Mel. Erhalt uns, Herr. 0 Altkirchlich. 1543. —* 47⁴ i 0 0 —. 2—.— 8— Herr Je⸗ su Christ, dein teu⸗ res Blut ist U E Passion und Ostern. 60³ —.— II 2— SPSII.II............. 7—— .• mei⸗ner See⸗le höch-stes Gut; das stärkt, das labt, das 18111802. 2 ö pius? 1609. aus Reue d, Treue Huld. 805—1862. hlich. 1543. —.— — ut ist —— SPPSPIPI.I.II.I..I........... —.— 2— macht al-lein mein Herz von al-len Sün⸗den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, 3. Herr Jesu, in der letzten Not, mein Ehrenkleid, Wenn mich schreckt Teufel, Höll Dein' Unschuld und Gerechtigkeit und Tod, Macht, daß ich kann vor Gott Solaß ja dies mein Labsal sein: bestehn Dein Blut macht mich von Und zu der Himmelsfreud ein⸗ Sünden rein! gehn. Johann Olearius 16111684. Mel, Alles ist an Gottes Segen. 1738⁸. α Un ⸗ter tau-send fro hen Stun-den, —— —.—— SSS 2 die im Le⸗ben ich ge⸗fun- den, blieb nur ei ne —.—— mir ge⸗ treu, ei ⸗ ne, wo in tau⸗send Schmerzen ———— 355*—* ich er-fuhr in mei⸗nem Her⸗ zen, wer für mich ge⸗ —— 6⁰0O4 Anhang. U 5 stor-ben sei. 2. Wenn en⸗ Liebten alle nur den Einen, Alle Menschen würden Christen, Würden ewig ihn nur meinen, Ließen alles andre stehn, Ewig ihm zur Seite stehn. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 5556— eigener Melodie. Emilie Zumsteeg 1796—1857. 0 0 N. 2————— —06— 2——— le-gen vom Gezräusch der Welt; der Ki⸗dron * e L——.———.—.——.—. 357 rauscht im tie⸗fen Bet ⸗te, der Gl⸗baum brei⸗tet .——— 4————— sein Ge ⸗ zelt. Dort blickt man nicht von stol⸗ zen ————4 5. .— + 4— War⸗ten hin⸗-aus auf Flu⸗ ren, Wald und See; den ... —‚— stil⸗ len Hof um⸗ gibt ein Gar⸗ ten, sed Na⸗ me E E Einen, 2. Dort lag der heiligste der 3. O Herr, du hast auch meinen ir meinen, Beter Frieden stehn. In dunkler Nacht auf seinen Gesucht in jener finstern Nacht; 1772—1801. Knien, Du hast, von allen abgeschie⸗ Dort hat das Kind der frommen den, 1796—1857. Väter Für mich gebetet und gewacht. Zu Gott gerufen und geschrien. Wie sollt' ich nicht daran ge⸗ 6⸗ Dort wurden Seufzer ausge⸗ denken r Und allerorten, wo ich geh', it⸗ te, ent⸗ 2—. Ki⸗ dron Na me stoßen In großer Angst und Seelennot, Von der gebeugten Stirne flossen Die schweren Tropfen blutigrot. Nach eigener Melodie. ——— ——— 2. Wär' er nicht er- stan Christ 133 er⸗ Die Blicke meiner Augen lenken Hinüber nach Gethsemane? Heinrich Puchta 1808—1858. Um 1050. stan-den die Welt die wär' ver⸗ „den, Anhang. 0 — L. 1— 2——— ee 232——. 2.....—. 2——8——— seit daß er er-stan-den ist, so —— — 2237 2 S gan-gen; . ———.— e, r, — 0 51 * lob'n wir den Va⸗ter Je-su Christ. Herr, er-barm — e i dichh Hal le lu la, Hal le Trost sein. sein, Christ will un-ser 42— Herr, er⸗-barm dich! Um 1200. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1738. 78⁵ u stern, O-stern, Früh-lings-we-hen! 1————— P— ——————— ——.—.— O?stern, Orstern, Auf- er=ste⸗ hen O ö E Passion und Ostern. 6o7 E.—.— 2— — Z. rii. ———— 2— ist, so Gra-bes⸗nacht! Blu-⸗men sol-len fröh- lich blü-hen, — 2 1.— 18— —. ————.———— — 722 zen sol⸗ len Heint lich gl⸗ hen; denn der Hei⸗land er⸗-barm —.—.. * ist er-wacht. 95 2. Trotz euch, höllische Ge⸗ 3. Der im Grabe lag gebunden, ———.— walten! Hat den Satan überwunden, EDD.. Hättet ihn wohl gern behalten, Und der lange Kerker bricht. ln wir Der euch in den bgrund zwang? Frühling spielet auf der Erden, Mochtet ihr das Leben binden? Frühling soll simßerzen werden, ——— Aus des Todes düstern Gründen Herrschen soll das ew'ge Licht. ——— Dringt hinan sein ew'ger Gang. Marx von Schenkendorf 1783—1817. sein. Mel. sanctissima. Sizilianische Volksweise. — 47⁰ N— . S* 00 α D da du fröh zli-che, du Um 1200—— ——— 1738.——.—— — i ge gna⸗ den-brin⸗gen⸗ de 2. —.————.—— wehent.. —..—— Welt lag in Ban'- den, Christ —— S.......— erhn PTI fen fan n des⸗ 2375, freu- e ——— 22— 6⁰0⁸ Anhang. 27 dich, o Chri- sten-heit! 2. O du fröhliche, 3. O du fröhliche, O du selige O du selige Gnadenbringende Osterzeit! Gnadenbringende Osterzeit! ) Tod ist bezwungen,) Kraft ist gegeben, Leben errungen. Laßt ihm uns leben! Freue, freue dich, o Christen⸗ Freue, freue dich, o Christen⸗ Heit! heit!:, Nach Johann Daniel Falk 1768—1826. Nach eigener Melodie. Johann Peter Schück. DPRRR* O⸗ stern ist heut, wir sind er- freut, 2— daß der Herr Je-sus Sn heut auß⸗ er⸗stan-den ist, daß der Herr Je⸗ sus Christ heut auf⸗ er ⸗stan⸗ den ist 2. Schaue doch her, 3. Und gehst auch du Das Grab ist leer; Zur Grabesruh, ) Leben und Sieg ist da, Führt dich der Heiland aus Singet Hallelujal In deines Vaters Haus.:, Johann Peter Schück 1811—1802. ——— O ö U Himmelfahrt und Pfingsten. 6⁰0' 6. Himmelfahrt und Pfingsten. ö— Nach eigener Melodie. Friedrich Ernst Feska. 1822. 2 4 48l 4. 23e 2 00 00 In die Fer⸗ne möcht' ich zie- hen weit von terzeit!———— DDI————. N —.———.—————— hristen⸗ mei⸗ner Hei-mat Haus. Wo die Ber-ges- spit⸗zen 7*• 4— 1768—1826. 2— Ar e n. I ter Schück. glü⸗hen, wo die frem- den Blu-⸗men blü-hen, ruh=te . ane n Hate———— land aus us. ½ 811—1892. mei⸗- ne See⸗le aus. 2. Hätt' ich Schwingen, hätt' ich Flügel, Flög' ich auf zu meinem Stern. Über Meere, Täler, Hügel, Sonder Schranke, sonder Zügel Folgt'ich immer meinem Herrn. 3. Ach, das war ein schöner egen, Wenn er mit den Jüngern ging, Auf den Feldern, auf den Wegen Jedes Herz wie Maienregen SeinenTrost, sein Wort empfing. 4. Ander Los ward uns be⸗ reitet: Wie auch blühet rings das Land, Evang. Gesangbuch. Wie sich rings die Ferne breitet— Der uns rufet, der uns leitet, Unser treuer Freund entschwand. 5. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er nur; Oanher⸗ will er wiederkommen, eine Treuen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur. 6. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich in stillem Sinn. All mein Denken, Sehnen, Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb' ich meinem Freunde hin. Max von Schenkendorf 1783.—1817. 20 FF 2222 6. 61⁰0 Anhang. O 3651. Ringe recht ꝛc. 1738. 1745. — 482 II 0 œ Gen vom Va⸗ ter, tau⸗-e, tau-e — 2 . Se⸗ gen auf die dür-re Flur, daß dein Lie-bes-⸗ + wir- ken prei⸗se die er⸗ quick⸗ te Kre⸗ a ⸗ tur! 2. Geist desdebens, wehe, wehe 4. Geistesflamme, zünde, zünde Übers weite Totenfeld, Heller hier dein Feuer an, Weck die Seelen aus dem Daß es deiner Jünger Herzen Schlafe, Wärmen, heil'gen, läutern kann! Die der Tod Hnen hält! 5. Jesus Christus, höre, höre 3. Geist des Lichtes, leuchte, Sprich dein Amen, wenn wir leuchte, flehn; Wo es finster ist und Nacht, Send einmal in unsre Lande Daß die Finsternis bald weiche Ein gewalt'ges Geisteswehn! Und die Nacht zum Tag erwacht! Verfasser unbekannt. Mel. O sanctissima. Volksweise. 2˙ 2. 483 Ov—..* 2——— + u 8 du fröh=-li⸗-che, o du D —— Ii se li ge gna⸗ den-brin- gen-de Pfing⸗ sten⸗ ——————— E zeit! Christ un-ser Mei ster hei⸗ nde, zünde an, Herzen ern kann! öre, höre, nn wir Lande swehn! unbekannt. zolksweise. 2—— e.... ligt die Gei ⸗ ster. Freu EE dich, o Chri⸗sten-heit! 2. O du fröhliche, 3. O du fröhliche, O du selige O du selige Gradenbringende Pfingstenzeit! Gnadenbringende Pfingstenzeit! ) Führ, Geist der Gnade, Uns deine Pfade! Freue, freue dich, o Christen⸗ heit!, Mel. Ostern ist heut. ): Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten. Freue, freue dich, o Christen⸗ heit: Nach Johann Daniel Falk 1768—1826. Johann Peter Schück. 484 EE —.———— 00 0 0 Pfing⸗sten ist heut, wir sind er ⸗ freut 0— „.. r* V*— ä — 2—— t. at ber den heil'⸗gen Geit, 355 un ⸗ ser Trö⸗ ster heißt, ..— IE ——.—. — II 2———— a ber den heil'⸗gen Geist, der un-ser Trö⸗ste ster heißt. 2. So will er dir Auch für und für Lehrer und Tröster sein, Zu Gottes Kind dich weihn.: 3. Drum bete gern Und oft zum Herrn, Der dich ja beten heißt: 1 Gib mir den heil'gen Geist! 7 Johann Peter Schück 1811— 1802. —— 20⁷ 612 ö Anhang. O 7. Ausbreitung des Evangeliums. Nach eigener Melodie. Georg Friedrich Händel 1685-1759. 485 0 0 Von Grönlands eis'-gen Ber- gen, von DI .—— In-diens sonn'gem Strand, von blü⸗ hen⸗ den Ge⸗ —— 0—.—.—— 5 ö fil ⸗den, aus dür⸗rem Wü-sten-sand, von vie-len tönt der Hei⸗den Bitte 910 neu⸗ en Glaubens Lcht. 2. Und wir, die wir emp⸗ 3. Weht, weht, ihr lust'gen fangen Winde, Den Glauben von dem Herrn, Sein Wort von Land zu Land, Wir bringen ihn den Heiden, Tragt es, ihr leichten Wellen, Den Brüdern ja so gern. Bis zu dem fernsten Strand, Erlösung ist erfunden Daß alle laut bekennen, Für alle fern und nah. Daß er allein der Herr, O sagt's den armen Heiden, Und alle Knie sich beugen Daß ein Messias da! Zu unsers Gottes Ehr! Nach Reginald Heber 1783—1826. —.— 385—1759. n, von ust'gen zu Land, Wellen, trand, „ 7 zen 83—1826. Ausbreitung des Evangeliums. 6¹³ Nach eigener Melodie. Vor 1822. Joseph Haydn(e) 1732-1809. .PS n 0 œ Die Sach ist dein, Herr Je-su Christ, die und weil es dei- ne Sa⸗che ist, kann ,— La in,———.—— ———— Sach, an der wir stehn, sie nicht un-ter-gehn. Al-lein das es fruchtbar Wei⸗zen-korn, be⸗ vor sproßt zum Licht em⸗-por, muß ster⸗ben in der *.. Er⸗ de Schoß zu⸗ vor vom eig- nen We⸗ sen los, durch e Ster-ben los, vom 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan, Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzu⸗ gleich Zum Teil am Leiden und am Reich Führ uns durch deines Todes Tor .........T 2— — — eig⸗nen We- sen los. Samt deiner Sach zum Licht empor, Zum Licht empor, Durch Nacht zum Licht empor! Du starbest selbst als Weizenkorn Und sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebensborn, Die Welt, die Gott dir gab! 61⁴4 Anhang. U Send Boten aus in jedes Land, Auch wir stehn dir zum Dienst Daß bald dein Name werd' bereit bekannt, In Kampf und Streit, Dein Name voller Seligkeit! Zum Dienst in Kampf undStreit. Strophe 1 und 3 von Felician Zaremba 1794—1874 Strophe 2 von Samuel Preiswerk 1700—1871. Mel. Vom Himmel hoch ꝛc. 48⁷———.——————.. —.—. 38 dan⸗ ken dir, Herr Je⸗ su Christ 2 —4 E —— — du der mächt' ge n bin, dunh des⸗ sen Gna⸗ de al⸗ des Her-zens Trost uns ist be=reit. 2. Wie trostlos gehn die Hei⸗ 3. Hilf du, daß sie erkennen dich den hin— deiner Herrs chaft beugen sich, In ihrem ganz verstockten Sinn Daß dankbar sie mit uns zugleich Und beten ihre Götzen an! Sich freun in deinem Gnaden⸗ Doch keiner ist, der helfen kann. reich! Reinhold Grundemann geb. 1836. le-zeit Mel. Ein Gärtner geht im Garten. +;; U H Ich weiß von vie-len Kind⸗lein im 25 ser nen Hei⸗ den Rland, die ha⸗ ben ih⸗ .. —.— m Dienst t, und Streit. 794—1874. 799—1871. e⸗reit. nnen dich ugen sich, s zugleich Gnaden⸗ geb. 1836. — Wort Gottes. — —————.——— 325 Hän-de zum * 2. Die armen Heidenkinder Die liegen mir im Sinn; Wer weist zum Freund der Sünder Mit treuem Wort sie hin? 3. Sie lernen keine Sprüchlein, Sie lernen kein Gebet; Sie haben keine Büchlein, Darin vom Heiland steht. 4. Kein Christtag ist bei ihnen Und auch kein Osterfest, 8. Wort 6.50 E 666560 Hei- land nie 983 wandt. Wo Gott sie danken können Als kleine Himmelsgäst'! 5. O Herr, laß deine Gnade Bei ihnen kehren ein, Ein Licht auf ihrem Pfade Laß deine Worte sein! 6. O Jesu, sende Lehrer Hinaus mit deinem Wort; Gib ihnen will'ge Hörer An jedem Heidenort! Verfasser unbekannt. Gottes. Friedrich Reichardt. 1790. 489 6 I—.— 4.4. Im-⸗mer muß ich wie-der le-sen in dem EN— I ö N 21— 53—— 6 S.I al⸗ten heil'⸗gen Buch, wie er ist so sanft ge⸗ ũ⸗0423 S.. SSPSPSPSPIIII we-sen, ne List und oh- ne Trug; 2. Wie er ließ die Kindlein Wie er hold sie angeblickt kommen, Und sie in den Arm genommen Anhang. Und sie an das Herz ge⸗ drückt; 3. Wie er Hilfe und Erbarmen Allen Kranken gern erwies Und die Blöden und die Armen Seine lieben Kinder hieß; 4. Wie er keinem Sünder wehrte, Der bekümmert zu ihm kam, Wie er freundlich ihn bekehrte Und den Tod vom Herzen nahm. . 10. 955 Herde sanft geleitet, Die sein Vater ihm verliehn, Hat die Arme ausgebreitet, Alle an sein Herz zu ziehn. o. Immer muß ich wieder lesen, Les' und weine mich nicht satt, Wie er ist so treu gewesen, Wie er uns geliebet hat. Luise Hensel 1798-1877. 9. Konfirmation. Nach eigener Melodie. Christian Palmer. 1863. 400 . ——— V 0 0 0 0 Je⸗ su/ dir S .— leb ich, Je-su, dir . . sterb' ich, su, dein Nach Str. 2. bin ich Le⸗ben im —.— ů N I.— 22 RR Tod. 2. O sei uns gnädig, Sei uns barmherzig, und im ,. A ⸗ Führ uns, o Jesu, In deine Seligkeit! Amen. 1666. Nach eigener Melodie. Thommen. 1745. 491 22—————— ο Nun so bleibt es fest da⸗bei, daß ich nft geleitet, verliehn, breitet, ziehn. 9wieder nicht satt, vesen, hat. 1798—1877. Umer. 1863. lmen. 1666. 0 Weniumation⸗ Je? su ei⸗ gen sei. fah-ret hin, nur nach Je- su steht mein Sinn. 2. Jesus ist mein höchstes Gut, 3. Herr, ich hang' allein an dir. Denn er gab sein teures Blut Nimm nur alles selbst von mir, Auch für mich verlornes Kind, Was dir nicht gefällig ist, Daß mein Glaube Gnade find'. Weil du doch mein alles bist! Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. 00 Hier ist mein Herzl MeinGott, ich geb' es „Nimm es der Welt, mein Kind, und gib es Mel. Es ist genug. Joh. Rud. Ahle. 1662. 0 RR“ ö + 9.—— DDDD—..—— 2,. dir, dir, der es gnä⸗ dig schuf. r mir!“ dies ist an mich dein Ruf. Hier ist das ö +.x— ‚iii‚‚—— DSDSDSDSDSiiieiieie‚eeiiiii‚i‚e‚ieE‚Eee‚eeeeeeeeeeeee Op ⸗fer mei- ner Lie ⸗be, ich weih' es dir aus x 8. —.... Trie ⸗be, frei em hier ist mein Herz. 018 Anhang.—— 2. Hier ist mein Herz! Onimm 3. Hier ist mein Herz! Es sucht es gnädig an, in Christo Heil, Ob ihm gleich viel gebricht! Es naht zum Kreuze hin Ich geb' es dir, so gut ich's Und spricht:„O Herr, du bist geben kann, mein Gut und Teil, Verschmäh die Gabe nicht! Dein Tod ist mein Gewinn.“ Es ist mit böser Lust befleckee, Es hat in des Erlösers Wunden Mit Sünd erfüllt, mit Schuld Trost, Ruh und Seligkeit ge⸗ bedecket funden Mein sündig Herz. Mein gläubig Herz. Ehrenfried Liebich 1713—1780. Mel. Wachet auf. Phil. Nicolai? 1598. Zieht im Frie-den eu re Pfa⸗de! Mit Wenn euch Je-su de 2 ——IU——.I.— — 1322.— —* 2— Weuch des gro ßen Got⸗tes Gna-de und sei⸗ner un ter Son-nen-schein und Stür⸗men ge⸗-trost und heil⸗ ⸗gen En-gel Wacht! froh bei Tag und Nacht. 45——.——— —— 56—— sei euch nim-mer fern—8 und frü⸗ be! Ver⸗ Lebt uns nicht 2 sei⸗ nem Lcht, und 22234. z1 Es sucht Heil, hin , du bist und Teil, zewinn.“ Wunden gkeit ge⸗ 1713—1780. colai? 1598. de! Mit —⁰ 2 sei⸗-ner rost und wohl im — —— ät und icht, und —O Jesuslieder. 619 =, **—— SS 1. wenn ihr sucht sein An- ge- sicht! Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. 10. Jesuslieder. Nach eigener Melodie. Giovanni Giacomo da Gastoldi. 1591. 494 EEr ——— 1.—.— 2—— 0 0 0 In dir ist Freu⸗ de in al⸗lem ———5—— SS Lei de/ o du mein sü⸗ßer Herr Je sus 2— iE Hil-fest von Schan⸗ den, ret⸗test von Ban⸗ den; wer dir ver ⸗ trau-et, hat wohl ge= bau z et, Q —*— ......... SS...—— —— wird e⸗ wig blei ⸗ ben. Hal-le⸗ 2 2. Durch dich wir haben Mit hellem Schalle danken dir himmlis che Gaben, alle Der du mein wahrer Heiland Zu dieser Stunde. Halleluja! bist. Drum wir dich ehren, dein Lob 3. Du hast's in Händen, kannst vermehren, alles wenden, ie —— Anhang. Wie nun auch heißen mag die Lieben und loben dein' Macht Not. dort oben Wir jubilieren und triumphieren, MitHerz und Munde. Hallelujal Johann Lindemann 15801630. Nach eigener Melodie. Schlesische Volksweise. 1842. Jen⸗ su, Herrscher — 0 Schön⸗-ster Herr dich will ich dich will ich eh- ren, du mei⸗ nes Her-zens — Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder, Jesus leucht't schöner, Schöner sind die Felder Jesus leucht't reiner In der schönen Frühlingszeit. Als alle Eng'l im Himmelssaal. Fesus ist schöne dr 36 ner, 4. Schön sind die Blumen, Zesus ist reiner, Schöner sind die Menschen Der unser traurig Herz erfreut. In der frischen Jugendzeit. 3. Schön leucht't die Sonne, Sie müssen sterben, Schöner leucht't der Monde, Müssen verderben; Und die Sternlein allzumal. Doch Jesus lebt in Ewigkeit. — — n' Macht Hallelujal 1580—1630. weise. 1842. melssaal. Blumen, schen dzeit. wigkeit. —O Jesuslieder. 621 5. Alle die Schönheit Keiner soll werden Himmels und der Erden Lie ber auf Erden Ist nur gegen ihn ein Schein. Als nur der schönste Jesus mein. 1677. —— 6 eigener Melodie. Volksweise. 17. Jahrhundert. 2 490.— ννον Sanh dein Werkmit Je⸗ 6 an, ů—5 5 Je-sum ruf zum Beistand an, Je-sus RI—————.— ID.I.—0 20— hhat's in Hän⸗den, wird's wohl en-den! Steh mit Je- su mor⸗gens — — DDe 4.—.———————— —.————————— 55——., auf, geh—— Ze: iu sota⸗ fen, füͤhr mit J Je⸗su ee. 22.——.. dei⸗ nen Lauf, las⸗se Je⸗ wii schaf⸗ sen! 2. Morgens soll der Anfang Also angefangen, sein O dann hat es keine Not, Jesum anzubeten, Wirst den Zweck erlangen. Daß er woll' dein Helfer sein Es wird folgen Glück und Heil Stets in allen Nöten. Hier in diesem Leben; Morgens, abends und bei Nacht Endlich wird dir Gott dein Teil Will er stehn zur Seiten, Auch im Himmel geben. Wenn des SatansList und Macht 2 ö Dich sucht zu bestreiten.& Nun Lach 53 3. Wenn denn deine Sach mit Sei dir übergeben, Gott Es nach deinem Willen mach 922 Anhang. O Auch im Tod und Leben! Laß es doch sein wohlgetan! All mein Werk greif' ich jetzt an, Darauf sprech' ich: Amen. Herr, in deinem Namen; Verfasser unbekannt. Um 17²0. Nach eigener Melodie. C. Straube. 1784. 2JWeil ich Je⸗su Schäflein bin, freu' ich der mich wohl weiß zu der mich kennt und bei meiznem Na-men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab 3. Sollt' ich denn nicht fröh⸗ Geh' ich ein und aus und hab' lich sein, Unaussprechlich süße Weide, Ich beglücktes Schäfelein? Daß ich keinen Mangel leide. Denn nach diesen schönen Tagen Und so oft ich durstig bin, Werden Engel heim mich tragen Führt er mich zum Brunnquell In des Hirten Arm und Schoß. hin. Amen, ja mein Glück ist groß. Luise von Hayn 1724—1782. Nach eigener Melodie. William Crost. 1708. 498 Herr zum Menschen sich —... —— (getan! men. Um 1720. aube. 1784. nennt. nicht fröh⸗ n, lein? ien Tagen ich tragen nd Schoß. ist groß. 724—1782. srost. 1708. schen sich Jesuslieder. neigt, wenn er sich als — Hort dem Fle-hen- den d — zeigt: mag schwinden das Le-ben, mag na⸗hen der EE——— d rn d.——— 32 Tod, wir kön⸗nen nicht sin-ken, denn Hel-fer ist Gott. Nicht Menschen vertraut Den lastenden Schmerz, Zum Himmel empor Erhebet das Herz! Dort wohnet die Weisheit, Die Güte, die Huld, Dort thronet die Gnade Für unsere Schuld. Nach eigener Melodie. „Drum nahet dem Thron Des Heilands der Welt Mit heiliger Glut! Er stärkt und erhält, Er ging einst hienieden In Menschengestalt, Er bracht' uns den Frieden Durch Gottes Gewalt. Nikolaus Kaiser 17341800. Heinrich Karl Breidenstein. 1825. 409 0 0 Wenn ich ihn 1— ha⸗ be, wenn er , I———— mein nur ist; wenn mein E bis hin zum Gra⸗ 2—.— —— SII.. P———.. 2 be sei ⸗ ne Treue nie ver⸗ gißt, weiß ich Anhang. —. nichts von Lei⸗ de, füh⸗ nichts als An- dacht, Lieb und Freu- de. 2. Wenn ich ihn nur habe, 3. Wo ich ihn nur habe, Lass' ich alles gern, Ist mein Vaterland, Folg' an meinem Wanderstabe Und es fällt mir jede Gabe Treugesinnt nur meinem Herrn, Wie ein Erbteil in die Hand. Lasse still die andern Längst vermißte Brüder Breite lichte volle Straßen Find' ich nun in seinen Jüngern wandern. wieder. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. Mel. Immer muß ich ꝛc. Friedrich Reichardt. 1790. n.—— ist so treu und gut, wie er seit viel tau⸗ send ,. .— Jah-ren al ⸗len We⸗sen Lie⸗ bes tut? 2. Liebend hat er ausgesehen 3. Segnend in der Menschen Manches lange Jahr nach euch; Mitte Wollet endlich ihn verstehen, Ist er jeder Seele nah; Menschen, kommt in Gottes Zu gewähren ihre Bitte, Reich! Steht er immer freundlich da. —— Jesuslieder. 52 habe, Gabe se Hand. er Jüngern 1772—1801. ardt. 1790. 4. Kommt und laßt uns Her⸗ berg nehmen, Kehret bei dem Heiland ein; Nach eigener Melodie. Da wird Sehnen bald und Grämen, Welt und Schmerzvergangen sein! Max von Schenkendorf 1783—1817. Gar⸗ten, wo le treu zu 2. Der gönnt er sanften Regen Und jener Sonnenschein. Das nenn' ich treues Pflegen, Da müssen sie gedeihn. 3. In liebenden Gedanken Sieht man sie fröhlich blühn; Sie möchten mit den Ranken Den Gärtner gern umziehn. 4. Und wenn ihr Tag ge— kommen, Legt er sie an sein Herz, Und zu den sel'gen Frommen Trägt er sie himmelwärts 4 2.— Melodie. war⸗- ten ist ein⸗ 502. zig sein Be mühn. * 5. Zu seinem Paradiese, Zu seiner schönen Welt, Die nimmermehr wie diese In Staub und Asche fällt. 6. Hier muß dasHerz verglühen, Das Weizenkorn verdirbt; Dort oben gilt ein Blühen, Das nimmermehr erstirbt. 7. Du Gärtner, treu und milde, O laß uns fromm und fein Zum himmlischen Gefilde, Zum ew'gen Lenz gedeihn! Max von Schenkendorf 1783—1817. 00 0 0 Atr Sor⸗gen und Schmerz ins 2⁰ Anhang. lie⸗-ben ⸗de Herz des mäch-tig dir hel⸗fen⸗-den Je 2. Wenn Kummer dich quält, Wenn alles dir fehlt, So flehe zu deinem Erbarmer! 3. Er leichtert die Last Voll Mitleid und faßt Und hebt sie mit mächtigen Händen. 4. Mild ist er und weich, Sein Segen macht reich, Sein Wort gibt dir himmlischen Frieden. Nach eigener Melodie. 5. Er schützt dich und wacht, Drum laß dich die Nacht Des Leidens und Todes nicht schrecken! 6. Hab ihn zum Gewinn, Das Leben fließt hin Zum Ziel deiner ewigen Ruhe! 7. So leide jetzt gern; Beim freundlichen Herrn Erquicken dich Ströme der Wonne. Verfasser unbekannt. 1818. Friedrich Silcher. 1824. — S + Q 0 0 0 treff' ich Mein Hei —— land ist mein Steu- er auf Er⸗-den kei ⸗ nen .....— ——— mann, so an, er groß an Macht und Treu steht mir im ⸗ mer bei. 1— 221 26760575 — Jesuslieder. .. — E Miein Schifflein hat er selbst ge- baut so wasser⸗ 27W— IR 4—— 0 S.———. 27———— dicht und fest, mit Wind und Meer ist er ver⸗ re ,—.—————————— traut, sein Arm mich nie ver-läßt, sein 2— 4———— Arm mich nie ver-läßt. 2. Oft läßt er wohl geraume Zeit Mich ziehn de Sturm und Nacht, Doch hat er meine Sicherheit Schon vor dem Sturm bedacht. Er steuert selber her und hin Und lenkt der Winde Lauf, Den Landungsplatz hat er im Sinn ) Und führt mich sicher drauf.:) eigener Melodie. 3. Will doch mein Glaube sinken dann, So wandelt er daher, Gebietet als ein Felsenmann Dem Sturme und dem Meer. „Hier bin ich,“ dih er,„fürcht ch nicht, Und glaub 188 liebe nur! Mn der Nacht dein Licht „ Auch ohne helle Spur.“ Aus Knapys Liederschatz. Luise Reichardt. 1807. 5⁰⁴ .— —1. 0 0 0 0 Wie mit grim'gem Un- ver⸗ stand Wel-len 62⁴ Anhang. I.q——— nichts von Lei⸗ 85 füh⸗ 18 90075 2180 An⸗ dacht, —— +5 II nt +— Lieb und Freu ⸗ de. 2. Wenn ich ihn nur habe, 3. Wo ich ihn nur habe, Lass' ich alles gern, Ist mein Vaterland, Folg' an meinem Wanderstabe Und es fällt mir jede Gabe Treugesinnt nur meinem Herrn, Wie ein Erbteil in die Hand. Lasse still die andern Längst vermißte Brüder Breite lichte volle Straßen Find' ich nun in seinen Jüngern wandern. wieder. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 42— 2550 muß ich ꝛc. Johann Friedrich Reichardt. 1790. 500 EE ——— ⁰ ο Habt ihr denn noch nie er⸗-fahren, wie er —8— 4 ——— 81 ain ......—‚.DD —————.—2* + ist so treu und gut, wie er seit viel tau-send .......I.. ,, 7———1 2—.— Jah-ren 1 len We⸗sen Lie⸗ bes tut 2 2. Liebend hat er ausgesehen 3. Segnend in der Menschen Manches lange Jahr nach euch; Mitte Wollet endlich ihn verstehen, Ist er jeder Seele nah; Menschen, kommt in Gottes Zu gewähren ihre Bitte, Reich! Steht er immer freundlich da. — HNö——— + I 79792 79 6 6%0 2———— en 625 4. Kommt und laßt uns Her⸗ berg nehmen, Kehret bei dem Heiland ein; Nach eigener Melodie. Da wird Sehnen bald und Grämen, Welt und Schmerz vergangen sein! Max von Schenkendorf 1783—1817. — — Ein Gärt⸗ner geht im V *. Gar⸗ten, wo —— Hle tren zu war⸗ten ist 2. Der gönnt er sanften Regen Und jener Sonnenschein. Das nenn' ich treues Pflegen, Da müssen sie gedeihn. 3. In liebenden Gedanken Sieht man sie fröhlich blühn; Sie möchten mit den Ranken Den Gärtner gern umziehn. 4. Und wenn ihr Tag ge⸗ kommen, Legt er sie an sein Herz, Und zu den sel'gen Frommen Trägt er sie himmelwärts Nach eigener Melodie. ein ⸗- zig sein Be- mühn. 5. Zu seinem Paradiese, Zu seiner schönen Welt, Die nimmermehr wie diese In Staub und Asche fällt. 6.Hier muß dasHerzverglühen, Das Weizenkorn verdirbt; Dort oben gilt ein Blühen, Das nimmermehr erstirbt. 7. DuGärtner, treu und milde, O laß uns fromm und fein Zum himmlischen Gefilde, Zum ew'gen Lenz gedeihn! Max von Schenkendorf 1783-1817. 1819. —.— —.— Q 0 0 0 —— Wirf Sor⸗gen und Schmerz ins 626 Anhang. 2555 — D—.—.———— — Wenn alles dir fehlt, So flehe zu deinem Erbarmer! 3. Er leichtert die Last Voll Mitleid und faßt Und hebt sie mit mächtigen Händen. 4. Mild ist er und weich, Sein Segen macht reich, Sein Wort gibt dir himmlischen Frieden. Nach eigener Melodie. 2. Wenn Kummer dich quält, ben-de Herz 918 Fiche fig dn 5 t T V V— II hel⸗fen-den Je 2 sus! 5. Er schützt dich und wacht, Drum laß dich die Nacht Des Leidens und Todes nicht schrecken! 6. Hab ihn zum Gewinn, Das Leben fließt hin Zum Ziel deiner ewigen Ruhe! 7. So leide jetzt gern; Beim freundlichen Herrn Erquicken dich Ströme der Wonne. Verfasser unbekannt. 1818. Friedrich Silcher. 1824. 503 0 0 0 Mein Hei⸗land ist mein Steu-er⸗ treff' ich auf Er-den kei- nen 4 2 6— 83 e, in ——.——— mann, so groß an Macht und Treu an, er steht mir im ⸗ mer bei. 0 selbst ge⸗ baut sof was⸗=ser⸗ dicht und fest, ——— ——.— , ,. mit Wind und Meer ist er ver⸗ —.—, d r. traut, sein Arm mich nie ver⸗ läßt, sein —4—.—— — J Aem mich nie ver-⸗ 2. Oft läßt er wohl geraume Zeit Mich ziehn dnc Sturm und Nacht, Doch hat er meine Sicherheit Schon vor dem Sturm bedacht. Er steuert selber her und hin Und lenkt der Winde Lauf, Den Landungsplatz hat er im Sinn Und führt mich sicher drauf.:) Nach eigener Melodie. läßt„ 3. Will doch mein Glaube sinken dann, So wandelt er daher, Gebietet als ein Felsenmann Dem Sturme und dem Meer. „Hier bin ich,“ ruft er,„fürcht dich nicht, Und glaub und liebe nur! Ich bleibe in der Nacht dein Licht Auch ohne helle Spur.“ ½ Aus Knapyps Liederschatz. Luise Gäät 3 1807. 5⁰⁴ 5 S.— V 0 0 0 0 Wie mit grim'gem Un-ver⸗stand Wel-len ⁸ 3 Anhang.— — U————.— sich be⸗ we⸗ 998 RBüends Nettiun,gend and ö——.— 77.59———.— 71——5 SSSII. vor des Sturmwinds n Ei⸗ ner ist, der 8——— 1——.— ꝗZSISISSS —.———.—.—— in der Nacht, ei-ner ist, der uns be-wacht: —4 +—— 5——.————— —2————54—— .— 15—.mj—— 1——. — Christ Ky-ri e, du wan- delst auf der See. 2. Wie vor unserm Angesicht Unsern Dank erschallen; Mond und Sterne schwinden! Loben dich mit Herz und Mund, Wenn des Schiffleins Ruder Loben dich zu jeder Stund: bricht, Christ Kyrie, ja dir gehorcht die Wo dann Rettung finden? See. Keine Hilf ist als beim Herrn, 9— 4.—— Er ist unser Morgenstern: ö Einst in meiner Lalen Not Christ Kyrie, erschein uns auf Laß mich nicht versinken! derSee Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken, 3. Nach dem Sturme fahren Reiche mir dann liebentbrannt, wir Ga Herr, deine Gnadenhand: Sicher durch die Wellen, Christ Kyrie, komm zu uns auf Lassen, großer Schöpfer, dir die See! Johann Daniel Falk 1768—1826. —7.2 eigener Melodie. Friedrich Silcher. 1846. —2..————————. 505— 3— 45111——. — 5 Wen Je=sus liebt, wen Je-sus liebt, der 9—— 91 die n Not Tod ö rannt, hand: is auf O Jesuslieder. ꝛꝰ 4.— +— 222.—— i ö n kann al-lein recht fröhlich sein und nie be⸗= trübt. 2. ½ Im Himmel hoch 11 Ohn' Maß und Ziel Auf oe 000 Und sorgt und denkt; Liebt Gottes Sohn J. j: Und liebt auch mich,:, . 277 h mich, Die Seinen noch. Gibt auf mich acht. 3.,: Und gibt und schenkt„: Drum Tag und Nacht Der Gaben viel So froh bin ich. Wilhelm Hey 1789—1854. Nach eigener Melodie. Friedrich Silcher 1789—1860. 500 d.r, —— I Ich bin klein, mein Herz ist —7—.— —„————.—.—..— Z n. —— 00 ö———.— rein, soll nie⸗ mand drin woh= nen als —2—— 5. DRSED 25 Je⸗sus al⸗lein. A⸗ men. Verfasser unbekannt. 7 Nach Melodie. Johann Peter Schück. 00 00 J H4 ist d Ler gu ⸗te Hir⸗te, der mich * +— e— DDSSSE *——.——*— gu⸗te We⸗ge führt, der da su⸗-chet das Ver⸗ — 630 Anhang. O L N— H———.—— +—— =—7——— irr te, der mich nie ver-las- sen wird. Je⸗sus .— 8—————— 2 SDD‚EI————5——.— ist der gu-te Hirt, der mich gu-te We⸗ge führt. 2. Liebend zeigt in seinem Gibt zur lÜbung Lust und Kraft. Worte Er der Wahrheit lichten Steg, Durch der Demut enge Pforte Führt er auf den schmalen Weg. Jesus ist der gute Hirt, Der mich gute Wege führt. 3. Glauben, Hoffnung, Treue, Liebe Wirkt der Herr, der alles schafft, Und er stärkt die frommen Triebe, Mel. Der—5.—.950 ist der ꝛe. Jesus ist der gute Hirt, Der mich gute Wege führt. 4. Folg' ich stets auf meinem Pfade Seiner treuen Führung hier, Offnet dort mir seine Gnade Unverdient die Himmelstür. Jesus ist der gute Hirt, Der mich gute Wege führt. Johann Peter Schück 1811—1892. Volksweise. 1842. ——. .... I 2—.— Was hätt ich, hätt' ich Je-sum nicht auf ——— PIIIII——.—— ——— 2.— e⸗ wig mir er ⸗ ko Nur flücht'⸗ge Freu- de, ren? Rin — ew'⸗genSchmerz, ach 90 ne Je- sum, ar⸗-mes Herz, haͤrd st O Jesuslieder. ö ——— 15——— —.———.——— — 2 90 dich selbst ver-lo- ren, hätbst du dich selbst ver⸗ 958 rer——— 6.— — — ö lo? ren, ver⸗ lo ren. 2. Was könnte mir die ganze 3. Nun aber, da ich Jesum Welt Für meinen Jesum geben? O welch ein reiches Leben! inem Und wär' die ganze Welt auch Ist Erde doch und Himmel sein, mein, Drum ist auch alles, alles mein, Nein, sollt' ich ohne Jesum sein,„ Weil er sich mir gegeben, 2. ö 50) Da wollt' ich auch nicht gegeben. . leben,:) nicht leben. Adolf Moraht 1805—1884. ö Nach eigener Melodie. Johann Peter Schück. ‚ 1802. 509 2SSS——8 r, 55 2— 0 e — 00 0 Nur n—2 Je- su will ich Pil-ger r. .0——.————9.— wan⸗ den, nur mit ihm geh' froh ich ein und de, 33—7 Weg und iel sind 0 bei kei- nem — 9— 2 T. —* x I itt'st an⸗dern, er al-lein bringt Heil in Herz und 6² Anhang. O 0 N— 3—)—— e ··..-.—.—..——.—— ÍᷓI Haus, 2. Berg und Tal und Feld und Wald und Meere Froh durchwall' ich sie an seiner Hand; Wenn der Herr nicht mein Be—⸗ gleiter wäre, ): Fänd' ich nie das wahre Vaterland. 72 3. Er ist Schutz, wenn ich mich niederlege, Er mein Hort, wenn früh ich stehe auf, Er mein Rater an dem Scheide— wege ) Und mein Trost bei rauhem Pilgerlauf.) er al-lein bringtHeil in Herz und Haus. 4. Bei dem Herrn willich stets Einkehr halten, Er sei Speis und Trank und Freude mir; Seine Gnade will ich lassen walten, ) Ihm befehl' ich Leib und Seele hier,: 5. Bis es Abend wird 20—10 hienieden Und er ruft zur ew'gen Heimat hin, Bis mit ihm ich gehe ein zum Frieden, ): Bis sein sel'ger.— ich bin.: Johann Peter Schück 1811—1892. II. Christlicher Wandel. Mel. Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius? 1609. 510 00 0 0 ——. Wie lieb⸗-lich ist's hie ⸗ nie⸗ ——— —— 55 — 2.— den, wenn SDSDSSSSSI Brü-der tren ge⸗ sinnt in Ein⸗tracht und in ich t 1 ast 92. Christlicher Wandel. —. Frie⸗ den ver-traut bei-sam⸗-men sind. 2. Wie Tau vom Himmel nieder Auf Gottes Berge fließt, Also auf treue Brüder Der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wird erneuet Durch sie die heil'ge Stadt: Mel. Weil ich Jesu Schäflein bin Was Knecht ist, wird befreiet, Und rein, was Flecken hat. 4. Und alles Volk der Erde Geht nun zum Lichte ein; Dann wird nureine Herde Und nursein Hirte sein. Friedrich Gottlob Wetzel 1779—1819. C. Straube. 1784. 3 die Gro⸗ Br⸗ auf die Klei-nen; und die Nacht ist — 5I vor ihn Lccht, da⸗rum tu das Bo zse nicht 2. Sind auch Vater, Mutter Und sein Vaterherz betrübest! weit, Er ist bei dir allezeit; Daß du ja kein Unrecht übest Ach, das würde dich gereun, Darum laß das Böse sein! Wilhelm Hey 1789-1854. 6³α Anhang. O 12. Gottvertrauen, Kreuz und Trost. Nach eigener Melodie. Julius Grobe 1807-1877. WMI —————— 4— 1 οο Mit dem Herrn fang al-les an! 4———— ————— Kind⸗ lich mußt du ihm ver⸗ 35=en, darfst auf 1 5——.— 2. S———— EE eig ne Kraft nicht Hn en; Duit schützt vor —5 R—. . zem— 5 Mit dem Herrn fang al⸗ les 1 R — E V At dem Honn fang al-les an! 2. Mit dem Herrn fang alles an! 3. Mit demHerrn fang alles anl Die sich ihn zum Führer wählen, Mut wird dir dein Helfer senden; Können nie das Ziel verfehlen; Froh wirst du dein Werk voll— Sie nur gehn auf sichrer Bahn. enden, ) Mit dem Herrn fang alles Denn es ist in Gott getan. An Mit demHerrn fang alles ankr Christian Christovh Hohlfeld 1776—1849 Nach 9 665 Melodie. Friedrich Silcher 1789—1860. 503..............T —————. ⁰ 0 0 Aus dem Him⸗mel fer ⸗ne, wo die ——— ˙777 O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. ³⁵ —. her auf je⸗ des Kind; 2. 2—— seine Bitte Hilft an allen Enden Treu bei Tag und Nacht, Ihm aus Angst und Not. Nim i jedem Sch ritte Warelich 1—1 ů— 4. Sagt' s den Kindern allen, Daß ein Vater ist, 3. Gibt mit Vaterhänden Dem sie wohlgefallen, Ihm sein täglich Brot, Der sie nie vergißt! Wilhelm Hey 1789-1854. Mel. Wie fröhlich bin ich aufgewacht. 814 HE +— 0 œ Mein VaC ter, der im Himmel wohnt/als * 35er—.———— e E dnnd, 85——— 2 2——————— 2—6—6 al ⸗ler En⸗gel thront, der ist mir nah bei PT— 1— ——. Tag und Nacht und gibt auf mei ne Schrit⸗te acht. —8 2. Er nährt den Sperling auf 3. Von meinem Haupte fällt dem Dach kein Haar, Und macht zur Früh die Vöglein Mein Vater sieht es immer⸗ wach, dar, Er schmückt mit Blumen Wald Und wo ich auch verborgen und Flur wär'/ Und sorgt für alle Kreatur. In meine Seele schauet er. 3⁰ Sher U— 4. Geschrieben stand in seiner 5. O Vater mein, wie gut bist Hand du; Mein Name, eh' ich ihn gekannt. Gib, daß ich niemals Böses tu! An seiner Hand geh' ich einher, Mach mich den lieben Englein Und er ist Gott, was will ich gleich mehr? In deinem schönen Himmelreich! H. Bohm. Mel. Ein Gärtner geht im Garten. ——.—.—5— 5.——..— E= män⸗gel hat ihn der Herr ge-sandt, 2. In seinem Blick ist Frieden Und redet so erfreulich Und milde sanfte Huld: Von einer schönern Zeit. Deun Lun 1 i win 2 4. Denn willst du ganz ver⸗ zagen, 3. Er führt dich immer treu⸗ Hat er doch guten Mut; li Er hilft das Kreuz dir tragen Durch alles Erdenleid Und macht noch alles gut. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 44.— Melodie. Cäsar Malan. 1827. ————6 5I6 E———— ———.— — Har re, mei⸗ne See=le, har re des IEIXN AIIINNII IIIIN III OSe 190 t bist 8 tu! glein eich! zohm. Her⸗ O Gottvertrauen, Kreuz und Trost. 3⁷ tagt, und ein neu-er Früh⸗ ling folgt dem Win⸗ ter nach. In al- len Stür-men, ——.————————— 231.....— 1— Not wird er dich be- schirmen, der treu e Gott! 2. Harre, meine Seele, Größer als der Helfer Harre des Herrn; Ist die Not ja nicht. Alles ihm befehle,— Ewige Treue, Hilft er doch so gern! Retter in Not, Wenn alles bricht, Rett auch unsre Seele, Gott verläßt uns nicht. Du treuer Gott! Friedrich Räder 1815—1872. Nach eigener Melodie. Nach Lowell Mason 1792-1872 517 0 0 ã Näsh her, mein Gott, zu dir, nã⸗ her zu Drückt mich auch Kummer hier, dro-het man 6³ Anhang. —.— ——ß7ꝛ——— — ——— II 2— . 1 dir! mir, soll doch trotz Kreuz und Pein dies mei- ne —2— sung sein: 1 10 nä⸗ her, mein Gott, zu dir, I SSS 2— H9— nä⸗ her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort Nacht auch herein, Find' ich zum Ruheort Nur einen Stein, Ist selbst im Traume hier Mein Sehnen für und für: Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn Aufwärts gar steil, Führt sie doch himmelan Zu meinem Heil. Engel so licht und schön Winken aus sel'gen Höhn. Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! Nach eigener Melodie. 4. Ist dann die Nacht vorbei, Leuchtet die Sonn, Weih' ich mich dir aufs neu Vor deinem Thron, Baue mein Bethel dir Und jauchz' mit Freuden hier: Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt Dein Weg allhier, Wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir! Schließt dann mein Pilgerlauf, Schwing' ich mich freudig auf Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! Nach Sara F. Adams 1805—1848. Volksweise. 518 +—— 366—5 —— SSISISS— 0 0 0 0 Ei⸗nen gold⸗nen Wan⸗der⸗ stab ich in Aus dem Him⸗mel ist er her, nach dem II—5¶9007— mei⸗nen Hän⸗den hab', Him⸗mel wei- set er. —— ——— Die-ser Stab, seht, ist mein 1— — DDD—. 1H.. 5 2. Und ein Engel freundlich mild, Meines Gottes Ebenbild, Wohnt in meiner Seele still, Lenket mich, wie Gott es will. Dieser Engel ist die Liebe; O daß sie die erste bliebe! Sie macht uns zu Brüdern gleich, Führet uns zu Gottes Reich. Nach eigener Melodie. — 2— 9——— 0 Leib und See-le sich, auf ihn trau' und bau-e ich. 3. Und am Himmel hell und rein Steht ein Sternlein, das ist mein; Winkt und lächelt mir zur Lust, Füllt mit Wonne meine Brust. Dieses Sternlein ist das Hoffen, Sieht von fern den Himmel offen, Führet die, die ihm vertraun, Zu des Himmels sel'gen Aun. Johann Baptist Berger 1888. Bernhard Klein 1793—-1832. —.— e* Der Herr ist mein Hirt; mir wird nichts II *2◻ꝑt änn v,, F 92 man-geln, er wei ⸗ det mich auf ei- ner 4— — DEE Lde. Der grü⸗nen Au. Herr ist mein Hirt; 6⁴⁰ Anhang.— ————.—.——..—— mir wird nichts man-geln, mir wird nichts man— geln, nichts 2. Der Herr ist mein Licht; Ich kann nicht irren. Er führet mich zum klaren frischen Quell. Der Herr ist mein Licht; „ Ich kann nicht irren,. Nicht irren. 3. Der Herr ist mein Schild; Mich wird nichts schrecken. Er schützet mich mit seinem starken Arm. Der Herr ist mein Schild; ) Mich wird nichts schrecken,:) Nichts schrecken. 55—. Weißt du, wie viel man-geln. 4. Der Herr ist mein Hort; Ihm will ich trauen. Er leitet mich auf guter rechter Bahn. Der Herr ist mein Hort; „: Ihm will ich trauen, Ihm trauen. 5. Der Herr ist mein Gott; Ihn will ich ehren. Nur Lieb und Treu gibt seine milde Hand. Der Herr ist mein Gott; „: Ihn will ich ehren, Ihn ehren. Georg Metzger geb. 1844. Sternlein. Volksweise. SST ———.——— Weißt du, wer dich in-nig lie⸗ bet, mehr, als wer dich im-mer treu um-gie- bet auf des kann, Bahn? ich nur sa⸗ gen Len⸗ bens dunk-ler Weißt du, wer dir E* 1 +———.——— ort; echter 18⁴4. weise. U Morgen⸗ und Abendlieder. 041 +=. R SSSSPI... T ——* gab das Le ⸗Hben, teu⸗ ern El ⸗tern dich ge⸗ *——.——— 5 DD e, un=in H nnr A,, i 7— ———— ben? Wer dir, was du hast, ge-schenkt, und wer 0 II— ö— stets an dich 0 denkt? 2. Weißt du, wer für dich gestorben Auf dem Berge Golgatha Und den Himmel dir erworben, Als sein Opfertod geschah? Ja, du weißt es, und du kennest Den, des Schäflein du dich nennest, Deinen Hirten Jesus Christ, Dessen Eigentum du bist. 3. Lieb ihn auch, weil er dich liebet; Dank ihm, daß er dich so liebt; Bitte, wenn du ihn betrübet, Daß er alles dir vergibt! Dann wirst du nach diesen Tagen Von den Engeln sanft getragen In den Himmel zu ihm gehn, Deinen lieben Heiland sehn. Verfasser unbekannt. 13. Morgen- und Abendlieder. Nach eigener Melodie. 1704. 5A 00 0 0 schick uns Evang. Gesangbuch. Mor-gen⸗ damd er . E⸗ wig⸗keit, Licht vom e- se Mor-gen-zeit dei-ne 21 6⁴⁷ Anhang. — •.. ar.*— — un-er-schöpf-ten Strahlen zu Lich ·te, Ge⸗sich ⸗te und ver⸗-treib durch dei⸗ ne Macht 2. Deiner Güte Morgentau Fall' auf unser matt Gewissen; Laß die dürre Lebensau Lauter süßen Trost genießen Und erquick uns, deine Schar, Immerdar! 3. Gib, daß deiner Liebe Glut Unsre kalten Werke töte, Und erweck uns Herz und Mut Bei erstandner Morgenröte, Daß wir, eh' wir gar vergehn, Recht aufstehn! 4. Ach, du Aufgang aus der öh, Nach eigener Melodie. un-sre EH 1 1 + —— I — Nacht! Gib, daß auch am jüngsten Tage Unser Leib verklärt ersteh' Und entfernt von aller Plage Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann! 5. Leucht uns selbst in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne, Führ uns durch das Tränenfeld In das Land der süßen Wonne, Da die Lust, die uns erhöht, Nie vergeht! Christian 1656- von Rosenroth 1636-1689. Nach F. W. Sering. DDPSPDDE ο Wie fröh-lich bin ich auf- gewacht, wie 225 ,,ne,. SP......I..I....... 85 hab' ich ge⸗ shla⸗ fen sanft die Nacht!Hab Dankim ten Tage eh'— Plage übahn in jene önne, änenfeld Wonne, höht, Rosenroth Sering. ank im Morgen- und Abendlieder. 0⁴4³ 2— — III/ ——— 1.——— Him⸗ mel, du Va ⸗ ter mein, daß du hast wol- len bei mir sein. 2. Behüte— 8 diesen Daß mir keinLeid geschehen mag, Nach, eigener Melodie. O schütze mich vor Sünd und Schuld, DuGott der Gnade Aund Geduld! Verfasser unbekannt. Hans Georg Nägeli. 1815. —.——.— — —— ——— I 43 ꝗ Gold⸗ne A-bend⸗ son⸗ ne/ wie bist 1 ——7 5— 4—55—— DiEEEE —. + du so schön! Nie kann oh-ne Won-ne dei- nen *——.——...... — * Glanz ich sehn. 2. Willst nun, Sonne, fliehen Mit dem goldnen Strahl, Nach dem Meere ziehen Üüber Berg und Tal. 3. Abendglocken klingen Von der Türme Dach Mit gewalt'gen Schwingen Dir den Abschied nach. 4. Und die Hände heben Zum Gebet sich all, Die Gebete schweben Auf zum Glockenschall. 5. Seht, sie ist geschieden, Läßt uns in der Nacht; Doch wir sind im Frieden, Der im Himmel wacht. 21³ ⁴ Anhang. O 6. Du, o Gott der Wunder, 7. Wollest auf uns senken, Der im Himmel wohnt, Herr, dein ew'ges Licht, Gehest nicht so unter Daß zu dir wir lenken Wie die Sonn, der Mond. Unser Angesicht! Strophe 1von Anna Barbara Urner geb. Welti. 1788. Strophe 2—7 von Christian Gottlob Barth 1799—1862. i 2 i Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 3.155, 1508. —.— 2—4 +L———— 2—.. WEEE 00⁰00 Der Mond ist auf- ge- gan-gen, die 2225———.— SSS.........E —2— I—. 2—— 1 gold⸗ nen Stern⸗lein pran⸗ gen am Him⸗mel hell und —.—.—.——— 45 K rũ—8605 665.6 2——.—— klar. Der Wald steht schwarz und schwei⸗get, und aus den — 2——— V. Wie⸗ sen stei⸗ get der wei⸗ße Ne⸗bel 9 + +— II IISIee 2——— wun-⸗der- bar. 2. Wie ist die Welt so stille 3. Seht ihr den Mond dort Und in der Dämmrung Hülle stehen? So traulich und so hold Er ist nur halb zu sehen Als eine stille Kammer, Und ist doch rund und schön. Wo ihr des Tages Jammer So sind wohl manche Sachen, Verschlafen und vergessen Die wir getrost belachen, sollt! Weil unsre Augen sie nicht sehn. ——.— E nken, lti. 1788. 9—182. chön. Sachen, 1 sehn. U Morgen- und Abendlieder. 4⁷ 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, Auf nichts Vergänglichs trauen, Nicht Eitelkeit uns freun; Laß uns einfältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich sein! Nach eigener Melodie. 6. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns genommen, Laß uns in Himmel kommen, Du unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt weht der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen Und laß uns ruhig schlafen Und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius 1740—1815. Karl Gotthelf Gläser. 1821. ——— ———2 —— —— Es geht durch al le Lan- de ein 9 ö ö — DDD— SPSPSPSPSPSPSPSISISSSISII Engel still um- her; kein Au ⸗ge kann ihn 94— .. —.——.—.——6— IEDDD se⸗ hen, doch al-les sie- het er. Der IE—9——— 04. — n e, d. 2. Er geht von Haus zu Hause, Und wo ein gutes Kind Bei Vater oder Mutter Im Kämmerlein sich find't, sandt. 3. Und geht das Kind zurRuhe, Der Engel weichet nicht; Er hütet treu sein Bettchen Bis an das Morgenlicht. Hawahuter gern und bleibet da Er weckt es auf mit stillem Kuß Und ist dem Kinde immer nah. Zur Arbeit und zum Frohgenuß. Karl Ludwig Theodor Lieth, um 1820. Mel. So nimm denn meine Hände. Friedrich Silcher. 1842. ... wenn ich, Wie könnt' ich ru hig schla-fen in Gott und Va ter, nicht —— .—.—.—— dunk⸗ ler Nacht, dein ge-dacht? Es hat des Ta⸗ges Trei- .——— BE + 9—— ben mein Herz zer strent; bei dir, bei dir ist 2 2—.— II r eHa n—.—— — 2—.——5——— II * 4—.—=l Frie⸗ den und Se lig ⸗keit. 2. O decke meine Mängel mit deiner Huld, Gib mir, um was ich flehe; ein reines Herz, Du bist ja, Gott, die Liebe und Das dir voll Freuden diene in die Geduld. Glück und Schmerz! —— rRuhe, · en m Kuß genuß. m 1820. he: ein ene in chmerz! + Morgen⸗ und Abendlieder. 4⁷ 3. Auch hilf, daß ich vergebe, So schlaf' ich ohne Bangen in . wie du vergibst, Frieden ein Und meinen Bruder liebe, wie Und träume süß und stille und du mich liebst; denke dein! Agnes Franz 1794—1840. Nach. eigener Melodie. Friedrich Silcher. 1842. iRREEEEEE ——— 0——— ö Mei⸗nen 36 land im Her ⸗ zen, da =S laf ich so süß, da träum' ich so se-⸗ ———— — 605——— ———.——— ————..———.——.— I—.— lig v vom Pa⸗ra⸗-dies, da träum' ich so se lig vom Pa⸗ ra⸗ dies. 2. Meinen Heilandi im Auge,:) Die Sünde entweichet vor Da schreckt mich kein Feind, Gott dem Herrn.:, Er en 4. Drum will ich ihn dalten 33 Fest, fest und getreu; 3. Meinen Heiland im Sinne,, Mein Vater im Himmel, Bleibt Böses mir fern, o steh mir bei!:, Agnes Franz 1794-1840. Nach eigener Melodie. J. G. Witthauer 1785— 1842. 52 S* DE Nde bin ich, geh' zur Ruh, 0 0 0 0 6⁴8⁸ Anhang. 2 SDDI — schließe mei⸗ne Au- gen zu; Va⸗ter, laß die Q*—— —.s H—— ......... —1 1 Au⸗ gen dein ü⸗ber mei⸗nem Bette sein! 2. Hab'ich unrecht heut getan, Alle Menschen, groß und klein, Sieh es, lieber—— nicht an! Sollen dir befohlen sein. Deine Gnad und Christi Blut 4. Kranten Herzen ende Macht ja allen Schaden gut. Nasse Wden U, Ruh, 3. Alle, die mir sind verwandt, Laß an deinem ew'gen Heil Gott, laß ruhn in deiner Hand; Uns im Himmel haben teil! Luise Hensel 1798-1876. 14. Ewiges Leben. 5—5— eigener Melodie. Karl Friedrich Voigtländer. 1853. 3²⁰ E D———.— 84 — Un ⸗ ter Li⸗ lien Je ⸗ner Freu⸗ 0 —5 2 H¶ .PPP — sollst du wei den, See=le, schwin ge d klein, de Ruh, + Heil teil! 81876. Ewiges Leben. öff ⸗ nen schon 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen Zu dem Haufen Derer, die des Lammes Thron Nebst dem Chor der Seraphinen Schon bedienen Mit dem reinsten Jubelton! 3. Löse, erstgeborner Bruder, Doch die Ruder Meines Schiffleins, laß mich ein In den sichern Friedenshafen Zu den Schafen Und der Furcht entrücket sein! 4. O wie bald kannst du es machen, Daß mit Lachen Unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des TodesTüren Mel. Nun preiset alle. das Per-len-tor! Träumend führen Und machst uns auf einmal frei. 5. Du hast Sünd und Straf getragen, Furcht und Zagen Muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel wird zu Schanden, Frei von Banden Werd' ich fröhlich auferstehn. 6. Gottes Lamm, dich will ich loben Hier und droben Mit der herzlichsten Begier; Du hast dich zum ew'gen Leben Mir gegeben: Hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. Matthäus Apelles v. Löwenstern. 1644. — 0 0 I 9—8 von fer ⸗ ne, 8—5 dei⸗nen SSPSPSPSI. Thron er⸗blickt und hät-te ger- ne mein Herz vor⸗ 9 de und hät=te .— aus-ge⸗-schickt —— gern mein 2—1 des Anbang. O .— Le-ben, L Schspfer der Gei⸗ster, dir hin ⸗ge⸗ge- ben. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn: Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt' ich an Ahe hellen Thronen 2) Doch schon von heut an auf ewig wohnen! ½ 3. Nur ich bin sündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heil'ger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug ge⸗ reinigt, Noch immer nicht ganz mit dir vereinigt.: 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt, Ich will mich noch imLeiden üben 2) Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 1)½ 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn, Und ohn' Ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen goldnen Gassen „ Lebenslang nicht aus den Augen lassen., Johann Timotheus Hermed 1738—1821. Nach eigener Melodie. Irisch, nach Henry Bishop. 1826. Q 4——— 53 N·——..— 0 0 ã Wo fin⸗ det die See le die Hei⸗ — + 4 ——8.— 5——— 2———5— —...— mat, die Ruh? Wer deckt sie mit schüt-zen- den e ————1———— Fit-ti-chen zu? Ach, bie=tet die Welt kei⸗ne —2———— ich, eschreckt; x t, den üben ö brünstig 7* hu, Gassen sden assen. ½ ö Hermes ö —.— kei ne 25 Ewiges Leben. 2.2 Frei- statt uns an, w. Hei- mat d hier ist sie nicht; die er See⸗le ist ———IIr———— dro„ ben im Licht. 2. Verlasset die Erde, die 3. Wie selig die Ruhe bei Heimat zu sehn, Jesu im Licht! Die Heimat derSeele, so herrlich/ Tod, Sünde und Schmerzen die so schön! kennt man dort nicht; Jerusalem droben, von Golde Das Rauschen der Harfen, der erbaut, liebliche Klang Ist dieses die Heimat der Seele, Bewillkommt die Seele mit der Braut? süßem Gesang. Ja, ja, Ruh, Ruh, Ja, ja, Ruh, Ruh, Dieses allein Himmlische Ruh Kann Ruhplatz und Heimat der Im Schoße des Mittlers, ich eile Seele nur sein. dir zu. Ludwig Jörgens 1792—1838. Nach eigener Melodie. Karl Friedrich Voigtländer. 1853. 532*5... . e 2.—.——— aHn Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Q— —— SIEESS S.E————— —*— 0* V Je⸗ sum mö⸗ ge sehn! Mei- ne Seel ist voll Ver⸗ 2— H— I 1 ———5——— L——— 1.————5 8—....— 2.——5 52—— . lan-gen ihn auf e-wig zu um-⸗fan- gen und vor .— ..... — +—.— II ———— 1— II sei⸗ nem Thron zu stehn. 2.): Süßes Licht,: In die Stadt der goldnen Gassen! Sonne, die durch Wolken bricht! Herr, mein Gott, ich kann's nicht Owann werd'ich dahin kommen, fassen, Daß ich dort mit allen Frommen Was das wird für Wonne sein. Si 7 Schau' dein holdes Angesicht? 5.:) Paradies,: 3.:) Ach wie schön 1 Wie ist deine Frucht so süß! Ist der Engel Lobgetön! Unter deinen Lebensbäumen Hätt' ich Flügel, hätt'ich Flügel, Wird uns sein, als ob wir Flög' ich über Tal und Hügel träumen. Heute noch nach Zions Höhn. Bring uns, Herr, ins Paradies! 4.): Wie wird's sein, 2 Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. Wenn ich zieh' in Salem ein, 5. Naturlieder. Nach eigener Melodie. Augustin Harder. 1852. ———— 533 EEE Geh aus, mein Herz,und su=che Freud in Gassen! nne sein. wig Knat der. 1852. ud in O Naturlieder. 653 **—* .— 2 5—** KS..I.— iiSDESSIISEE N 5———— I—4.—— 1H2*— die⸗ser lie-ben Som-mer- zeit an dei⸗nes 66.5— 4.—.— * Got⸗— en an an der schösnen Gär- ten + ö N PEEEEE 3— ——— Zier und sie-⸗ he, wie sie mir und dir sich 2. 2 2* *— N DD.e—.— — 7 aus⸗ge⸗ schmü⸗ cket ha⸗ ben, sich aus⸗ ge⸗ Q— DD SꝗDIDRDIR— —— schmü⸗cket ha⸗ben! 2. Die Bäume stehen voller Die hochbegabte Nachtigall Laub, Ergötzt und füllt mit ihrem Das Erdreich decket seinen Staub Schall Berg, Hügel, Tal und Felder.:) 4. Die Glucke führt ihr Völk⸗ lein aus, Der Storch baut und bewohnt Mit einem grünen Kleide; Narzissus und die Tulipan Die ziehen sich viel schöner an ) Als Salomonis Seide. ½ 3. Die Lerche schwingt sich in ie Luft, sein Haus, Das Täublein fliegt aus seiner Das Schwälblein speist ihr' Kluft Jungen; Und macht sich in die Wälder. Der schnelle Hirsch, das leichte Reh 6³⁴ ö Anhang. Ist froh und kommt aus seiner Und lasse, was dem Höchsten 5 klingt, ) Ins tiefe Gras gesprungen.::, Aus meinem Herzen rinnen.:) 5. Die Bächlein rauschen in 9. Ach, denk' ich, bist du hier dem Sand so schön Und malen sich und ihren Rand Und läßt du's uns so lieblich Mit schattenreichen Myrten, ehn Die Wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz vom Lust⸗ geschrei 2) DerSchaf' und ihrer Hirten.:, 6. Die unverdrossne Bienen-⸗ schar Sucht hin und her, sucht hier und da Ihr' edle Honigspeise; Des süßen Weinstocks starker Saft Kriegt täglich neue Stärk und Kraft ) In seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Gewalt Darüber jauchzet jung und alt Und rühmt die große Güte Des, der so überflüssig labt Und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüte. 2) 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, Des großen Gottes großes Tun Erweckt mir alle Sinnen; Ich singe mit, wenn alles singt, Auf dieser armen Erden, Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmels-⸗ zelt ): Und güldnen Schlosse werden! ½1 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird dort in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit unverdrossnem Mund und Stimm ) Ihr Halleluja singen! 1½ 11. O wär' ich da, o stünd' ich schon, Liebreicher Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen, So wollt' ich nach der Engel Weis' Erhöhen deines Namens Preis ) Mit tausend schönen Psalmen! Paul Gerhardt 1607—1676. EI S =+ — U— Naturlieder. 6³ chsten Nach eigener Melodie. Laur. EE nnen.,;:— du hier S Was nah ist und was fer ne, von blich. ĩñp‚eee—— ö,. 2..——.e—— Q— Gott komt al ⸗ les her, der Strohhalm und die h dieser SPIFIPIPIPIIPIPITITIITIITITIIIIII..........— nmels⸗.— Ster ⸗ne, das Sandkorn und das Meer. 2. Von ihm sind Büsch' und Doch Wachstum und Gedeihen welch Blätter Steht in des Himmels Hand. — Und Korn und Obst, von ihm Dir ein Das schöne Frühlingswetter Sr Der tut mit leisen Wehen irten Und Schnee und Ungestüm Sich mild und heimlich auf Und träuft, wenn heim wir gehen, ngen, 3. Er Is Meider La Wuchs und Gedeihen drauf. phim—5 35t Din inde we 40 7. Er sendet Tau und Regen d und Und tut di Wolken auf Und Sonn- und Mondenschein Und wickelt seinen Segen 77 4. Er schenkt uns sovielFreude, Gar zart und künstlich ein tünd'— hr dem h di We 8. Und bringt ihn dann behende und seinen Menschen Brot In unser Feld und 5 sem Es geht durch unsre Hände, 5. Wir pflügen und wir streuen Kommt aber her von Gott. „ Den Samen auf das Land, Matthias Claudius 1740— 1815. 231 Nach eigener Melodie. Volksweise. 19 53⁵ E ——— —4A——7 41976 ö Hann Weißt du, wie viel Sternlein ste ⸗ hen an dem 3— Weißt du, wie viel Wol⸗ken ge⸗ hen weit⸗hin ie Anhang.—O —5 50 777 N .— 12——.— e ee Wie Sene der ha —————* — +* 17—.—4 1—142—.* SSE— 1— SSSSS— I.——.— SSSSSSSEEEEEEEE— —ĩ feh let an der gan-zen gro⸗ßen Zahl, an der 9— nn e. eer, —————— 1. gan-zen gro ßen Zahl. 2. Weißt du, wie viel Mück⸗ 3. Weißt du, wie viel Kinder lein spielen frühe In der heißen Sonnenglut, Stehn aus ihren Bettlein auf, Wie viel Fischlein auch sich Daß sie ohne Sorg und Mühe kühlen Fröhlich sind im Tageslauf? In der hellen Wasserflut? Gott im Himmel hat an allen Gott der Herr rief siemit Namen, Seine Lust, sein Wohlgefallen, Daß sie all ins Leben kamen,, Kennt auch dich und hat dich ) Daß sie nun so fröhlich lieb.. inv. Wilhelm Hey 1789-1854. Mel. Morgen muß ich fort. Friedrich Silcher. 1829. 530 WH NN . xxx aoo Seht die KHi⸗lien auf dem Feld, eeoee 2—— Kinder wauf, Mühe zuf? allen allen, at dich 1854. O Naturlieder. 6⁵²⁷ x e. I. H.—* In HMi in——.8——. +* —2* 9——3———.—9* 2 75— wie sie wach-sen, blü⸗ hen! Sagt, wer hat sie 9— ö EIEEEEEE V 0—— *3—.2—*———2——6 L— —.— 23— 7— 2 hin-⸗-ge⸗stellt oh-ne Sorg und Mü⸗hen? 2 ——.—.———⁰—.. EE 2—— 2⁵ Wer hat sie so schön gemacht, aus- geschmückt mit 4. sol⸗ HerWrachr herr⸗ lich oh-ne⸗ glei ⸗ chen, 0———,/ ...—.—.— 1— * herr-lich oh- ne--glei-chen? 2. Gott der Herr rief euch 3. Auf, mein Herz, sei unver⸗ hervor, zagt, Daß die Erd ihr schmücket, Wirf auf ihn die Sorgen, Schwingt des Menschen Herz Der nach trüber Winternacht empor, Ruft den Frühlingsmorgen! Niedrer Sorg entrücket; Der die Blumen nicht ver⸗ Lehrt es gläubig aufwärts gißt, schaun, Mein getreuer Vater ist. Ewig, ewig Gott vertraun,„Lob ihn, meine Seele! 2 Blühn als Himmelsblume.:) Wilhelm Greef 1809—1875. Anhang. 537. 16. Ordnung für den Jugendgottesdienst. 1J. Eingangslied. 2. Geistlicher: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Gelobet sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum.(Oder ein anderer Spruch.) So spricht der Herr: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. 3. Kinder: I E ** ů 2— =:. V Zu uns kom=me, Herr, dein Reich. 4. Geistlicher: Kurzes freies Gebet. 5. Kinder: 1 ——.——.—.— F X. V 7 Schaf⸗fe in mir, Gott, ein rei- nes Her-ze ge⸗wis⸗ sen Geisti und gib mir ei⸗ nen neu⸗ en s und Jesu Segen anderer mmen ottes. — Ordnung für den Jugendgottesdienst. 6* Ver⸗wirf mich nicht, ver-wirf mich nicht von dei⸗nem An ⸗ge⸗ sicht, von dei-nem An-ge⸗sicht und nimm dei- nen hei lin⸗ gen Geist nicht von mir! 6. Geistlicher: Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, so ihn fürchten.(Oder ein anderer Gnadenspruch.) Ehre sei Gott in der Höhe! 7. Kinder: ASAS..e.——...— —.—— SDqDSISDSE Wohl⸗ge-fal-len. A-⸗-men, A-men, A men. 8. Geistlicher: Der Herr sei mit euch. Lasset uns beten:(Freies Gebet.) 6ο Anhang. O 9. Kinder: EIR 3455 S— 2* 2 5——..—— A⸗men, A-men, A ⸗ men. Oder: Q dre nr mrren, mur, r ⁰r ꝓͤXBRPTPTPTPPTPTTTDTPTPTłZD᷑Vm. + A⸗men, A-men, A⸗ men. 10. Geistlicher: Verlesung des Bibelabschnitts. Darauf: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren.(Oder ein anderer Spruch.) Halleluja! 11. Kinder: 05— PPPPTTTTT ————— Hal⸗le⸗-lu-ja, Hal⸗le-lu-ja, Hal⸗ le⸗ — Æ◻+ꝑ.w + II ————— 2*—— (12. Gruppenunterweisung. 13. Kinder: Gesang.] 14. Geistlicher: Katechese.(Ansprache.) 15. Kinder: Gesang. 16. Geistlicher: Gebet und Unser Vater. 17. Kinder: Gesang. 18. Geistlicher: Segen. „„ꝰVvüöVV Selig O Ordnung für den Jugendgottesdienst. esl 19. Kinder: — — 2 men Oder 4—.——5 ˙——— ESIII S SEE E eeeeeEEE ii e EE A 4 S. 7 men. Wo keine Gruppenunterweisung stattfindet, fällt Nr. 12 u. 13 weg. Zweiter(ursprünglicher) Tert zu Lied Nr. 445. 1. Wir treten zum Beten 2. Im Streite zur Seite ist vor Gott den Gerechten, Gott uns gestanden; Er waltet und haltet ein Er wollte, es sollte das Recht strenges Gericht. siegreich sein. Er läßt von den Schlechten Da ward, kaum begonnen, die die Guten nicht knechten; Schlacht schon gewonnen. Sein Name sei gelobt, er Du Gott warst ja mit uns; vergißt unser nicht. der Sieg, er war dein. 3. Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten, Und flehen, mögst stehen uns fernerhin bei, Daß deine Gemeinde nicht Opfer der Feinde, Dein Name sei gelobet; o Herr, mach uns frei! Nach einem niederländischen Volkslied. E II. Gebete. 1. Morgen- und Abendgebete für jeden Tag der Woche. Sonntag Morgen. Herr unser Gott und Vater! Im Namen Jesu Christi, deines lieben Sohnes, treten wir in dieser Morgenstunde vor dein An⸗ gesicht und sagen dir Lob und Dank für den Ruhetag, den du uns nach deiner Gnade abermals hast anbrechen lassen. O laß diesen heiligen Tag für uns einen reich gesegneten Teil unserer Wallfahrt werden, damit wir heute dem vorgesteckten Ziele der Seligkeit näher kommen! Siehe, wir wollen mit Ehrfurcht und Andacht dein seligmachendes Wort hören und zu Herzen fassen, damit wir das Tagewerk der neuen Woche morgen mit ge— sammeltem Gemüte antreten können. Gib du, himmlischer Vater, zu dem Wollen auch das Vollbringen nach deinem Wohlgefallen! Rede selbst zu uns, du hast Worte der Wahrheit; rede an unser Herz, du hast Worte der Liebe, des Trostes, der seligsten Hoff⸗ nung! Verleihe allen, die heute dein Wort verkündigen, hören und lesen, den Beistand deines heiligen Geistes und laß dich auch an denen nicht unbezeugt, die dein teures Evangelium noch geringachten! Hilf, daß die Schlafenden erweckt, die Trägen ermuntert, die Schwachen gestärkt, die Angefochtenen getröstet werden! Bewahre uns vor Gleichgültigkeit, vor Leichtsinn und vor allen Sünden, durch welche dein Tag entheiligt wird! Schenke uns im Glauben an deinen Sohn den Frieden, welchen die Welt nicht geben kann! Erbarme dich aller Mühseligen und Beladenen, aller Kranken und Sterbenden! Sei du ihre Stütze, erscheine ihnen mit Trost und Hilfe und führe all ihre Woche. „deines ein An⸗ den du O laß unserer iele der cht und fassen, mit ge⸗ Vater, efallen! n unser n Hoff⸗ „hören aß dich im noch Trägen zetröstet inn und wird! welchen seligen du ihre all ihre — Gebete. 663 ———— Leiden zu einem erwünschten und seligen Ende! Erquicke uns unter der Mühe und Arbeit dieser Zeit mit der Hoffnung auf den Frieden der Ewigkeit! Und wenn du uns dereinst abrufst von unserm irdischen Tagewerk, so laß uns zu der himmlischen Ruhe deines Volkes eingehen durch Jesus Christus unsern Herrn und Erlöser! Amen. Psalm 84. Sonntag Abend. Es ist ein köstliches Ding, dir, Herr, danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen! So kommen wir denn auch jetzt zu dir, um dir von Herzen zu danken für alle leiblichen und geistlichen Segnungen, womit du uns heute wieder be⸗ gnadigt hast. Du hast unsre heilsbegierigen Seelen gespeist mit dem Brote des Lebens, du hast unsre Herzen mit Kraft und Trost erfüllt. Dein heiliger Name sei dafür gepriesen! Wir können dir nicht genug danken für die vielen Erweise deiner Liebe und Barmherzigkeit. Nimm unser schwaches Lob in Gnaden auf! Vergib uns, o barmherziger Gott, um Jesu Christi willen alle Ubertretungen und Versäumnisse des heutigen Tages! Herr, wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler! Laß uns nun, deiner Vaterliebe aufs neue versichert, mit versöhntem Gewissen und im Frieden deiner Gemeinschaft diesen Tag beschließen! Nimm uns und alle deine Kinder in dieser Nacht in deine gnädige Obhut, behüte uns und einem jeglichen Haus und Hof, Hab und Gut! Höre das Seufzen der Kranken und Elenden, erlöse alle Sterbenden, die um ein seliges Ende flehen! Laß über uns und unsern Brüdern dein Angesicht leuchten und gib uns deinen Frieden in Zeit und Ewigkeit um Jesu Christi unseres Heilandes willen! Amen. Montag Morgen. Himmlischer Vater! Wir preisen dich, daß du uns aber⸗ mals aus der Dunkelheit der Nacht zum hellen Tageslicht hast 6⁰4 ö Anhang.—1 kommen lassen. Hilf uns nun im Licht deiner heiligen Gebote wandeln nach deinem Wohlgefallen! Laß uns unser irdisches Tagewerk heute und die ganze Woche hindurch unter deinem gnädigen Beistand und Segen vollführen! Du Gott der Liebe und des Friedens, bewahre uns vor allen Versündigungen gegen deinen Willen und erhalte uns beständig in deiner Gemein⸗ schaft, damit wir dein seien und bleiben und in dir allezeit Kraft, Trost und Frieden haben! Laß es uns, wenn es dein heiliger Wille ist, schon hienieden wohl ergehen und noch mehr einst in dem himmlischen Vaterland, in das du uns nach diesem Leben einführen wollest durch deinen lieben Sohn Jesus Christus! Nimm uns und unsere Lieben auch am heutigen Tag in deinen allmächtigen Schutz, wache über unsern Leib und unsere Seele und gib uns als unser treuer Gott und Vater alles, was uns gut und heilsam ist für diese Zeit und für die Ewigkeit, um deiner Güte und Barmherzigkeit willen! Amen. Montag Abend. Barmherziger Gott! Wir danken dir, daß du auch heute dich an uns erwiesen hast als unsern rechten Vater, der seine Kinder nicht verläßt. Preis und Dank sei dir gebracht für alle deine Gnadenwohltaten! Hilf uns dich dafür ehren mit dem Wort und Wandel und vergib uns, wo wir wider dich ge⸗ sündigt haben! Laß auf allen, die zu herrschen und zu befehlen oder zu dienen und zu gehorchen haben, den Geist der Weisheit und Zucht ruhen, daß sie mit ihrem Tun und Lassen deinen Namen verherrlichen! Laß alle Familien, Eltern und Kinder, Herrschaften und Dienstboten dir empfohlen sein! Entferne überall den Geist der Zwietracht, Verleumdung und Bosheit und laß deine Liebe als die helle Sonne alle Herzen erwärmen und erleuchten! Laß uns nicht weichen von deinen heiligen Geboten, weder zur Rechten noch zur Linken! Weiche aber auch du, o getreuer Gott, nicht von uns mit deinem allmäch⸗ tigen Gnadenschutz, halte in dieser Nacht deine Hand über uns, behüte uns vor allen Gefahren Leibes und der Seele und gib uns deinen Frieden in Christus Jesus unserm Herrn! Amen. — ——⏑ .....— 3 Gebete. 6es Gebote irdisches deinem er Liebe in gegen Hemein⸗ allezeit es dein ch mehr s nach n Jesus en Tag eib und Vater für die Amen. heute er seine efehlen zeisheit deinen Kinder, ntferne zosheit armen eiligen e aber lmäch⸗ Rüber le und Amen. Dienstag Morgen. Allgütiger Gott und Vater, der du aus der Finsternis den Morgen bereitest und die Sonne dem Tage zum Licht gibst, wir preisen dich dafür, daß du uns einen neuen Gnadentag hast anbrechen lassen. Ach Herr, laß mit dem Tageslicht auch dein Erbarmen neu über uns aufgehen! Versichere uns der Vergebung unserer Sünden, gib uns neuen Mut und Trost, neue Kraft, neue Freudigkeit, neues Leben! Walte über uns mit deiner Gnade, wende alles Herzeleid von uns ab und er⸗ freue uns nach deiner Güte! Wenn aber nach deinem heiligen Willen die Nacht des Leidens uns umgeben soll, dann sei du unser Licht und stärke uns in dem Glauben, daß denen, die dich lieben, alle Dinge müssen zum besten dienen! Du bist getreu und wirst uns nicht verlassen noch versäumen. Laß uns in deinem Lichte wandeln und bringe uns einst dahin, wo wir mit allen selig Vollendeten deine Gnade rühmen und preisen werden von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Lieber himmlischer Vater, du Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes! Wir kommen an diesem Abend und suchen dein Antlitz; wir rufen dich an, du wollest uns erhören. Sei uns gnädig, Gott, sei uns gnädig, denn auf dich traut unsere Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel haben wir Zu⸗ flucht, bis alles Leid dieser Zeit und aller Kampf vorübergeht! Hilf uns aus aller Trübsal und Anfechtung und befreie uns von allem, was uns Angst und Not, Schmerzen des Leibes oder der Seele bereitet! Umgürte uns mit dem Schwerte des Geistes und laß uns nie entfallen den Schild des Glaubens! Erbarme dich über alle betrübten Seelen und verherrliche deine Hilfe an allen Traurigen, Kranken, Verlassenen, Verfolgten und Notleidenden! Bewahre uns auch in dieser Nacht vor allem Schaden und Unglück! Bleibe bei uns mit deinem allmäch⸗ tigen Gnadenschutz und laß uns deine Hilfe widerfahren, wie du es verheißen hast! Amen. e Anhang.— Mittwoch Morgen. Großer Gott, du bist das A und das O, der Erste und der Letzte, der Ursprung und das Ziel aller Dinge. Durch deinen Willen haben alle Menschen ihr Wesen, und deine Gnade und die Gemeinschaft mit dir ist ihr Friede, ihre Freude und Selig⸗ keit. So ziehe denn uns und die Unsrigen, ja alle Menschen immer mehr zu dir! Hast du durch deinen lieben Sohn das gute Werk in uns angefangen, o so vollführe es auch bis an seinen großen Tag! Hilf, daß uns niemand aus seiner treuen Hirtenhand reiße! Gedenke unserer Sünden nicht, o Gott; gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen! Deine Gnade müsse unser Trost sein auf unserer Pilgerschaft. Wir sehen hinauf; siehe, o himmlischer Vater, gnädig auf uns herab und laß uns an Treue und Liebe nichts mangeln, bis wir zu dir in den Himmel kommen! Mache uns durch deinen Geist tüchtig, diesen Tag und unsere ganze Lebenszeit wohl zuzu⸗ bringen, und nimm uns am Ende unserer Wallfahrt auf in die Wohnungen des Friedens durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Mittwoch Abend. Barmherziger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi und durch ihn auch unser Vater! Siehe von deiner heiligen Höhe gnädig auf uns herab, auf die Unsrigen in der Nähe und Ferne, auf alle deine Kinder, ja auf alle Menschen! Vergib uns alles Böse, segne und bewahre uns auch in dieser Nacht vor allem Übel, das uns zustoßen könnte! Herr unser Gott, du Allmächtiger und Alleinweiser, du hast den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin ist, gemacht. Mache auch aus uns etwas zum Lobe deiner Gnade! Laß uns Pflanzen der Gerechtigkeit dir zum Preise werden, damit du dein Wohlgefallen an uns haben könnest! Erhöre uns um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen! Amen. ————.——.————————————— und der h deinen iade und d Selig⸗ Nenschen ohn das bis an er treuen gedenke willen! gerschaft. auf uns bis wir ien Geist hl zuzu⸗ uf in die Thristus! risti und en Höhe ähe und Vergib er Nacht ser Gott, mel, die Mache Laß uns amit du uns um U x Gebete. 6E Donnerstag Morgen. Heiliger und gerechter Gott, der du in das Verborgene siehst, und vor dessen Auge niemand bestehen kann, wir beugen uns vor dir und preisen deinen heiligen Namen, daß du bis auf diesen Morgen uns gnädig behütet und uns nicht verstoßen hast von deinem Angesicht. O Herr, höre nicht auf uns zu tragen in Langmut und Geduld! Mache dein Wort jetzt in der Gnadenzeit zu einem zweischneidigen Schwert in uns, daß es ein Richter sei der Gedanken und Sinne des Herzens! Übe dein innerliches Gnadengericht an uns, zeige uns auch das Kleinste, das du wider uns hast! Erfülle uns mit dem Geiste der Demut, Sanftmut und Liebe! Hilf uns zur vollkommenen Freiheit der Kinder Gottes, damit wir in dir Leben und volle Genüge finden mögen! Segne uns auch den heutigen Tag, sei uns nahe mit deinem allmächtigen Schutz und Frieden, laß dir uns und alle die Unsern herzlich empfohlen sein und gib uns, was wir bedürfen für Zeit und Ewigkeit, um unsers Herrn und Heilandes willen! Amen. Donnerstag Abend. Getreuer Gott und Herr! Wie hinfällig und vergänglich sind wir Menschen! Wie kurz und mühselig ist unser Leben! Wie mannigfaltig und gefährlich sind die Versuchungen, die uns begegnen! Doch das ist unser Trost, daß du dein Volk nicht verstoßen und dein Erbe nicht verlassen wirst. Wir bitten dich herzlich: Sei uns gnädig und hilf uns! Wir haben außer dir keinen Trost und keinen Helfer. Siehe in Gnaden auf uns, deine Kinder! Ach, es ist noch so viel Jammer und Elend in der Welt! Erleichtere du die Lasten, unter welchen so viele seufzen! Trockne die Tränen der Witwen und Waisen, nimm dich in Gnaden an der Unmündigen, der Armen, Kranken und Hoch⸗ betagten! Sei allen angefochtenen Seelen ein Fels des Glau⸗ bens! Höre die Seufzer der Sterbenden und bereite ihnen ein seliges Ende! Erbarme dich unser aller, o Gott, um Jesu Christi willen und gib uns deinen Frieden in Zeit und Ewigkeit! Amen. 6eS» Anhang. O Freitag Morgen. Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen! Wir danken dir für deine Gnade und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Von Herzen bitten wir dich, o großer treuer Gott, verleihe uns deinen heiligen Geist, daß wir in dir bleiben und in dir völlige Hoffnung haben mögen, wenn auch ein Tag unseres Lebens nach dem andern dahinflieht. Ach, es ist ja alles eitel. Alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Du allein bleibst immerdar, und nur in dir haben wir das ewige Leben. Laß uns das täglich be⸗ denken und erfülle uns mit herzlicher Zuversicht zu dir und mit unerschütterlichem Vertrauen auf deine Allmacht und Güte! Dir befehlen wir unsere Wege, du wirst es wohl machen. Herr unser Gott, laß unser Flehen vor dich kommen und ver⸗ wirf uns nicht von deinem Angesicht! Erzeige an uns für und für deine Gnade und Barmherzigkeit! Segne unsere Obrigkeit, unser geliebtes Fürstenhaus, unsern Kaiser und unser ganzes deutsches Vaterland! Gib uns fruchtbare Zeiten vom Himmel und laß uns in stillem Frieden dir dienen! Walte mit deinem Segen über Kirchen und Schulen! Nimm dich nach deiner Treue der Kinder an und laß sie wachsen an Alter, Weisheit und Gnade bei dir und den Menschen! So hilf uns, o Gott, in allen Dingen und stärke uns zu einem gottseligen Wandel auch an dem heutigen Tag! Offenbare heute und allezeit deine Treue an uns durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Freitag Abend. Herr, wir rufen zu dir, eile zu uns, vernimm unsre Stimme, wenn wir zu dir flehen! Siehe uns um Christi willen in Gna⸗ den an! Wir preisen dich von ganzer Seele für alle Treue und Barmherzigkeit, die du uns heute abermals erwiesen hast. Du, Herr, bist groß von Rat und mächtig von Tat. Du zählest die Sterne und nennest sie alle mit Namen; du heilest, die zerbrochenen Herzens sind, und linderst ihre Schmerzen. Sei uns gnädig, o Herr, um deiner Barmherzigkeit willen! Tröste SS......... t.„‚Sets‚.F‚‚ee‚ nd deine dir für r. Von ihe uns r völlige Lebens „Alles hen wie nur in lich be⸗ und mit Güte! machen. ind ver⸗ für und brigkeit, ganzes Himmel deinem )deiner Weisheit o Gott, Wandel eit deine lmen. Stimme, in Gna⸗ eue und ist. Du, zählest lest, die n. Sei Tröste O é Gebete. S6O uns in aller Trübsal, erleichtere unsere Sorgen und Mühen, laß uns und allen, die dich suchen, dein Gnadenantlitz leuchten! Herr, wir rufen zu dir, vernimm unser Flehen; bewahre uns vor jeglichem Unheil, vor Krankheiten, vor Mißwachs und teurer Zeit, vor Feuers- und Wassersnot und vor einem bösen schnellen Tod! Wo du nicht das Haus behütest, da wacht der Wächter umsonst. Darum bleibe bei uns mit deinem all⸗ mächtigen Schutz und Segen und laß uns erfahren, daß du der Gott bist, an welchem niemand zu Schanden wird, der auf dich traut! Erhöre unser Bitten um Jesu Christi unseres Hei⸗ landes willen! Amen. Samstag Morgen. Herr unser Gott, du unser ewiger Trost und unsre Zuflucht für und für! Wir beugen uns vor deiner Herrlichkeit und preisen deine ewige Gnade, die du uns in dieser ganzen Woche erwiesen hast. In Freude und Leid willst du nur unser Heil und unsre Seligkeit. Ehre und Ruhm sei deinem großen hei⸗ ligen Namen! Entziehe uns auch fernerhin deinen Beistand nicht! Deine Macht allein ist es ja, die uns beschirmt und uns bewahren kann zur Seligkeit. Hilf uns, o Gott, daß wir dir, unserm Herrn, mit Treue und Gehorsam dienen und ernstlich ringen nach der Krone des Lebens! Regiere uns mit dem Szepter deiner Gerechtigkeit; weihe unsre Seelen zu deinem Tempel, darin du wohnen könnest als König der Gnade und des Friedens! Sei auch heute mit uns und mit allen, die deinen heiligen Namen anrufen; verleihe uns einen gesegneten Schluß der Woche und gib uns zu allem guten Vornehmen das rechte Gelingen nach deinem Wohlgefallen! Deine Güte, Herr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen! Amen. Samstag Abend. Allgütiger Gott und Vater! Ehe wir uns zum Schlummer niederlegen, kommen wir noch vor deinen Gnadenthron und bitten dich: nimm das arme Lob unsrer Lippen in Gnaden 67⁰ Anhang. 34 an und verwirf nicht das Flehen deiner Kinder! Wir danken dir von Herzen, daß du in Jesus Christus uns dein Vater⸗ antlitz zugewendet und dein Vaterherz aufgeschlossen hast. Hilf uns deinen heiligen Namen preisen mit Wort und Tat! Laß alles, was uns widerfährt, es sei Freude oder Leid, dazu dienen, daß dein Reich zu uns komme! Du bist der Alleinweise, der am besten weiß, was uns gut und heilsam ist; darum be— fehlen wir dir getrost unsre Wege und sprechen in kindlichem Vertrauen: dein Wille, o Vater, geschehe. Segne die Arbeit unsrer Hände und laß es uns nicht fehlen am täglichen Brot! Gib uns einen genügsamen Sinn und ein dankbares Herz und bewahre uns vor kleingläubigem Sorgen! Sprich uns los von aller Schuld unsers bisherigen Lebens und vergib uns ins-— besondere die Versäumnisse und Übertretungen der ganzen zu Ende gehenden Woche wie die des heutigen Tages! Bewahre uns, o Herr, in jeder Versuchung und erlöse uns aus aller Not! Du kannst es ja, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Großer Gott! Unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon; Tag um Tag und Woche um Woche eilt vorüber; du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Darum bist und bleibst du auch unsre Zuflucht für und für. Dir übergeben wir uns für diese Nacht und für die ganze noch kommende Zeit unsers Lebens. Führe uns alle an deiner Vaterhand durch Glauben und Liebe zum seligen Ziel unsrer himmlischen Berufung und nimm uns endlich auf zu dir in die ewige Freude und Seligkeit durch deinen lieben Sohn, unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Dr. M. Luthers Morgensegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben wohlgefalle. Denn danken Vater⸗ st. Hilf at! Laß dienen, ise, der rum be⸗ idlichem Arbeit n Brot! erz und los von ns ins⸗ nzen zu zewahre us aller ie Kraft t schnell oche um id deine u auch ür diese Lebens. id Liebe nm uns it durch men. Amen. Jesum icht vor ich, du allem Denn — Gebete. 6⁷¹ ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht über mich habe. Amen. Dr. M. Luthers Abendsegen. Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir ver⸗ geben all meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein hei⸗ liger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht über mich habe. Amen. 2. Festgebete. Advent und Weihnachten. Preis, Ehre und Dank sei dir, allmächtiger Gott, barm⸗ herziger Vater, der du dich unser so gnädig angenommen und aus großer Liebe deinen eingebornen Sohn gesendet hast, uns deine Herrlichkeit zu offenbaren und dein Volk selig zu machen von seinen Sünden! O hilf uns dies Wunder deiner Liebe mit demütigem Herzen betrachten und erwecke uns zu treuer Gegen⸗ liebe, du Gott unsers Heils! Du hast Großes an uns getan, des sind wir fröhlich.— So ziehe nun ein, Herr unser Hei— land, in unsre Herzen, die nach dir verlangen, und erfülle uns mit allen Gaben deiner himmlischen Güte! Regiere uns mit deinem Geiste, laß in unserm ganzen Hause deine Liebe walten, nimm uns, unsre Kinder und unser Hausgesinde in deine hei⸗ lige Zucht, heile uns und alle Menschen durch deine Gnade vom Elend der Sünde! Verleihe uns, treuer Herr und Erlöser, Trost in allem Leid, Hilfe in jeder Not, Kraft in den Ver⸗ suchungen dieser argen Welt und selige Hoffnung im letzten 6⁷² Anhang. U— Kampf! Unsre Seele erhebt dich und unser Geist freut sich deiner. Sei und bleibe du unsers Herzens höchstes Gut und unser ewiges Teil! Hosianna, sei willkommen, Heiland, kehre bei uns ein, Du sollst von uns aufgenommen, Herzlich aufgenommen sein! Sieh, zum Einzug öffnen wir Freudig unsre Herzen dir; Komm, o komm, darin zu wohnen, Ja als König drin zu thronen! Amen. Jahresschluß. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Ehe das Jahr zu Ende geht, kommen wir vor den Thron deiner Gnade und sagen dir von Herzen Lob und Dank für alle väterliche Liebe und Treue, für alle Wohltaten an Leib und Seele, die du uns in den vergangenen Tagen erwiesen hast. Ach Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns ge⸗ tan. Aber mit herzlicher Reue bekennen wir dir, daß wir den Reichtum deiner väterlichen Liebe nicht nach Gebühr geschätzt, sondern mit Gedanken, Worten und Werken vielfach wider dich in diesem Jahre gesündigt haben. Ach Herr, unser Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, verwirf uns nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns! Erneuere uns im Geiste unseres Gemüts und hilf uns den neuen Menschen anziehen, der nach dir geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit!— Unsere Zeit vergeht, verlaß uns nicht und entzieh uns deine Gnade nicht! Umgib mit deinem Schutz und Segen Obrigkeiten und Untertanen, Prediger und Gemeinden, Lehrer und Schüler, Eltern und Kinder, Frohe und Traurige, Gesunde mund Kranke, Lebende und Sterbende! Herr, bleibe bei uns, denn es ist Abend geworden und der Tag hat sich geneigt. — freut sich Gut und Jahr zu ade und che Liebe e du uns wir sind uns ge⸗ wir den geschätzt, ider dich er Gott/ züte und da nimm n Geiste inziehen, keit und dentzieh d Segen „Lehrer Gesunde bei uns, geneigt. V. 1 Gebete. 67³ Behüte uns vor allem Ubel, behüte unsere Seele! Herr, behüte unsern Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. Psalm 121. Neujahr. Herr Gott, himmlischer Vater! Bei dem Beginn dieses neuen Jahres unserer Wallfahrt kommen wir mit Danken vor dein Angesicht und rühmen deinen herrlichen Namen. Leben und Wohltat hast du an uns getan, und dein Aufsehen hat unsern Odem bewahrt. Wir danken dir für den Reichtum deiner Güte, die du täglich an uns bewiesen hast. Deiner gnadenreichen Obhut befehlen wir uns und die Unsrigen auch für den neuen Abschnitt unsrer Pilgerschaft, den wir heute an⸗ treten. Laß deine Treue wie bisher so auch fernerhin über uns walten und gib, daß wir reichlich erfahren, wie wohl du an denen tust, die auf deine Güte hoffen! Befiehl deinen Engeln, daß sie sich um uns her lagern und unsere und unserer Kinder Wächter und Hüter seien in jeglicher Gefahr! Verleih uns in immer reicherem Maße die Gabe deines heiligen Geistes, damit wir die kurzen Tage unserer Wallfahrt wohl anwenden und gewisse Tritte tun auf unserer Lebensbahn! Sei du unser Licht und unsre Kraft auf allen unsern Wegen! Schenke uns Gesundheit und Segen zu den Werken unseres Berufs und hilf uns denselben treulich ausrichten, wie es dir wohlgefällt! Laß uns unser täglich Brot unter deinem Schirm mit Dank⸗ sagung genießen, und wenn Kreuz und Leiden uns befällt, so entziehe uns nicht den Trost deiner Gnade und Hilfe! Hast du aber in deinem Rate beschlossen in diesem Jahre uns ab⸗ zufordern aus dieser prüfungsvollen Zeit, so gedenke unserer Sünden nicht, o Gott, sondern hilf uns in Gnaden aus zu deinem himmlischen Reiche, damit wir dort mit allen Erlösten vor dir leben und ewig deiner seligen Gemeinschaft uns freuen mögen durch Jesus Christus unsern Herrn! O höre, Vater, unser Flehn! O laß uns allen wohlgeschehn Evang. Gesangbuch. 22 ———— —— 67⁴ Anhang. 15. ö Und wohne bei uns immerdar Bis zu dem ew'gen neuen Jahr! Das werde wahr. Amen. Psalm 90. Gründonnerstag und Karfreitag. Herr Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi! Wir kommen vor dein heiliges Angesicht und beten dich in tiefer Demut an. Du hast den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor dir gilt. O gib uns heute recht zu erkennen den unerforsch⸗ lichen Reichtum deiner ewigen Liebe, daß unser Mund voll werde von deinem Lob, und wir einstimmen in das große Halleluja, das die Seligen dir im Himmel darbringen! Herr Jesu, du Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, was können wir dir zum Dankopfer geben für deine Liebe als den Leib, den du dir geheiligt, und die Seele, die du dir er⸗ worben hast! Nimm uns hin zu deinem Eigentum! Du hast das große Werk unserer Erlösung vollbracht. Laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todeskampf unsern Sieg und ewigen Frieden werden! Gib, o Herr, daß das Wort vom Kreuz eine Gotteskraft und Friedensbotschaft werde bei allen Menschen und unter allen Völkern, damit auch die, welche noch ferne stehen, erlöst werden von ihren Sünden und samt uns deine Gnade und Herrlichkeit rühmen dürfen! O Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt, erbarme dich über uns alle und gib uns deinen Frieden! Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Laß schaun zu deinem Bilde Mich in der letzten Not! Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drückenz Wer so stirbt, der stirbt wohl. Amen. U Gebete. 6⁷7⁵ r kommen emut an. ur Sünde it, die vor merforsch⸗ tund voll das große gen! nde trägt, Liebe als du dir er⸗ Du hast n Sterben deskampf Herr, daß sbotschaft imit auch Sünden ndürfen! irme dich Ostern und Himmelfahrt. Heiliger lebendiger Gott! Mit Rühmen und Frohlocken treten wir heute vor dein Angesicht und danken dir, daß du deinen Sohn, unsern Herrn, mit Preis und Ehre gekrönt und durch ihn Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hast. Mit getrostem Glauben halten wir uns nun an das Wort unsers Erlösers:„Ich lebe, und ihr sollt auch leben“, und:„Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.“ Wir bitten dich von Herzen: erleuchte und heilige uns durch die Kraft deines heiligen Geistes, damit wir den guten Kampf des Glaubens kämpfen, der Sünde täglich absterben und ernstlich trachten nach dem, was droben ist! Gib, daß wir in Anfech⸗ tung, Kreuz und Leiden uns Jesu Christi, unseres Siegesfürsten, getrösten können und in ihm deines Friedens teilhaftig bleiben! Erhalte uns in lebendiger Gemeinschaft mit ihm, unserm himmlischen Haupte, und nimm uns, wenn wir unsern Lauf im Glauben und in der Heiligung durch deine Gnade voll—⸗ endet haben, auf in die himmlische Seligkeit und Freude, wo⸗ hin Jesus unser Heiland uns vorangegangen ist! Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne Durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, Wenn Nacht und Finsternis verschwinden Und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du Uns diesem Tage zu, Uns die Deinen! Die Todesbahn Gingst du voran, Wir folgen dir in deine Ruh. Amen. Pfingsten und Trinitatisfest. ö Sei hochgelobet, gnädiger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, daß du uns nicht nur geschaffen und erlöst, sondern 55* 67e Anhang. O auch den verheißenen Tröster in die Welt gesendet und ihn uns als das Pfand unseres himmlischen Erbes gegeben hast! Gieße ihn immer reichlicher über uns aus, richte dein König⸗ reich auf in unseren Herzen, führe uns aus der Finsternis zum Licht, aus der Knechtschaft der Sünde zu der herrlichen Freiheit deiner Kinder! Stärke und erfreue uns durch diesen himmlischen Tröster und laß ihn unsern Führer und Beistand sein in dieser Pilgerzeit! Schenke uns durch ihn die Gnade, daß wir mit immer freudigerem Herzen rufen: Abba, lieber Vater! Laß das helle Licht deines Geistes aufgehen auch über die Menge derer, die noch in Finsternis und Schatten des Todes sitzen! Heilige die ganze Christenheit und mache sie zu einem wahrhaften Ab⸗ bilde deines unsichtbaren Reiches! Tilge aus alle Spaltung und Zwietracht, daß wir rechtschaffen seien in der Liebe und wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus! — Gott, unser Vater, erbarme dich unser und erfreue uns mit deiner Liebe! Herr Jesu, du Sohn Gottes, erbarme dich unser und mache uns gerecht und selig durch deine Gnade! O heili⸗ ger Geist, erbarme dich unser, heilige und tröste uns durch deine Gemeinschaft! Dir, dem dreieinigen Gott, sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Psalm 96. Reformationsfest. Gelobet seist du, Herr unser Gott, du Gott unserer Väter! Dir gebührt Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank; dein ist das Reich, und in deiner Hand steht Kraft und Macht. Du bist freundlich, deine Gnade währet ewiglich und deine Wahrheit für und für. Wir gedenken heute all der Treue und Barmherzigkeit, die du unsern Vätern erzeigt, all der wunderbaren Hilfe, wodurch du dich seit mehr als drei Jahr⸗ hunderten an unsrer Kirche unter allen Stürmen und Gefahren bis auf diese Stunde verherrlicht hast. Wir bitten dich, bleibe fort und fort der Schild und Schutz deiner Kirche, decke sie mit deinen Fittichen und laß ihre Zuversicht sein unter deinen Flü⸗ geln! Bewahre, o barmherziger Gott, unsre teuere evangelische — t und ihn geben hast! ein König⸗ ternis zum en Freiheit immlischen n in dieser iß wir mit Laß das enge derer, n! Heilige haften Ab⸗ Spaltung Liebe und „Christus! ie uns mit dich unser ! O heili⸗ uns durch Anbetung, rer Väter! Sieg und Kraft und ůiglich und der Treue „ all der drei Jahr⸗ Gefahren ůich, bleibe ecke sie mit einen Flü⸗ zangelische — — Gebete. 6rr Kirche vor aller Zerrüttung und Trennung; halte ferne den Geist der Zwietracht, damit der Glaube nicht Not leide und die Liebe nicht erkalte! Steure dem Unglauben, dem Aber⸗ glauben und der Gleichgültigkeit und vernichte alle Keime des Hasses und der Unduldsamkeit zwischen uns und unsern Mit⸗ christen, welche unserer Kirche nicht angehören! Vater des Lichtes und der Liebe, gieße deinen Geist aus über deine Kinder aller⸗ orten, damit die Zeit herbeikomme, wo auf der ganzen Erde eine Herde unter einem Hirten sein wird, welcher ist dein Sohn Jesus Christus, hochgelobt in Ewigkeit! Amen. Ernte- und Dankfest. Allmächtiger Gott, Vater aller Gnade! Wir bringen dir heute unsern demütigen Dank dar für die Liebe, womit du auch in diesem Jahre deine milde Hand aufgetan und alles, was lebet, mit Wohlgefallen gesättigt hast. Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich ge— ordnet, und die Erde ist voll deiner Güter! Ja deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Herr, was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Kind, daß du dich seiner an⸗ nimmst! Vergib uns, o Vater, unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Leichtsinn, der deiner Gebote vergißt, vor der Trägheit, die deine Gnade versäumt, vor der Unmäßigkeit, die deine Güter mißbraucht, vor dem Geiz, der Herz und Hand dem Bruder verschließt! Bewahre uns in Gnaden vor Mangel und Teuerung und laß uns deinen Segen in Frieden und guter Gesundheit genießen! Erfreue nach dem Reichtum deiner Liebe auch die Herzen aller Armen, Verlassenen und Betrübten und laß sie innewerden, daß keines von dir vergessen sei! Hilf uns durch deine Gnade, daß wir nicht auf das Fleisch säen, son⸗ dern auf den Geist, damit wir vom Geist einst das ewige Leben ernten durch Jesus Christus unsern Herrn. Amen. Psalm 145. y=mεπ ers Anhang.— Buß⸗ und Bettag. Aus der Tiefe unsres Herzens rufen wir, Gott, zu dir. Herr, höre uns, merke auf die Stimme unseres Flehens! So du willst Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Gehe nicht mit uns ins Gericht, barmherziger Gott, um Jesu Christi willen! Verwirf uns nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns! Unsre Seele dürstet nach deiner Gnade, unsre Hände strecken sich aus nach deiner Hilfe. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist! Herr unser Gott, laß diesen Tag unsrer gemeinsamen Demütigung vor dir an unser aller Seelen gesegnet sein! Schaffe in uns ein reines Herz und gib uns einen neuen gewissen Geist! O Jesu, erbarme dich über uns und gib uns deinen Frieden! Wenn du Frieden Uns beschieden, Fürchten wir die Strafe nicht; Dein Versöhnen Wird uns krönen Mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen Hilft den Armen, Du bist unsre Zuversicht. Amen. Psalm 51. 130. 3. Gebete zur Feier des heiligen Abendmahls. 1. Vor der Beichte. Heiliger und gerechter Gott! Du kennst mein Herz, und mein Leben ist dir nicht verborgen. Ich demütige mich vor dir im Gefühl meiner Sünde und Schuld. Vater, ich bin nicht wert, daß ich dein Kind heiße. Siehe meine Reue gnädig an, und wirke du selbst in mir einen solchen Abscheu gegen alles Böse, daß ich die Sünde ernstlich fliehe und mich ganz mit Seele und Leib dir heilige! Vergib mir, o Gott, meine •11 tt, zu dir. hens! So en? Gehe esu Christi und nimm irstet nach iner Hilfe. eine Güte, laß diesen unser aller z und gib dich über ahls. herz, und mich vor ich bin ie gnädig eu gegen rich ganz tt, meine O Gebete. ⁷ Sünden um meines Herrn und Heilandes willen, vergib mir alle Undankbarkeit und Untreue, jede Versündigung gegen dein Gebot der Nächstenliebe! Mit gebeugtem Herzen klage ich mich vor dir an. Laß mich Freude und Erquickung hören in dem erbarmungsvollen Worte: Sei getrost, deine Sünden sind dir vergeben! Aus tiefer Not rufe ich zu dir, o Gott, erhör mein Flehen! Meine Sünden gehen mir über mein Haupt, sie sind mir zu schwer geworden. Sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzig⸗ keit! Schaffe du selbst in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist! Erhöre mein Flehen durch meinen Herrn Jesus Christus, welchem sei Ehre in Ewigkeit! Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Gott höret und erbarmt sich mein; Weil sich der Trost im Herzen mehret, Drum stell' ich nun das Klagen ein: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Amen. 2. Vor der Abendmahlsfeier. Getreuer Gott und Vater! Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, der für uns seinen Leib dahingegeben, für uns sein Blut vergossen hat, bitte ich dich herzlich: gib mir erleuchtete Augen des Verständnisses, daß ich erkennen möge den Reichtum des heiligen Mahles, in welchem du mir alle himmlischen Güter spendest, Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit! Erfülle mich mit deinem Geiste, damit ich als würdiger Gast an deinem Tische erscheine! Hilf mir alle erlittene Kränkung und Feindschaft von Herzen vergeben und vergessen und gegen alle meine Mitmenschen versöhnlich sein, wie ich selbst der Versöhnung bedarf! Laß mich reichen Trost und Frieden in meinem Herzen empfinden; und wie du auf Erden unsre hun⸗ gernden und dürstenden Seelen nährst zum ewigen Leben, so laß uns einst droben dein himmlisches Abendmahl feiern und satt werden aus deiner himmlischen Gnadenfülle! Amen. Ss⁰ Anhang.— 3. Während der Abendmahlsfeier. Liebreicher Gott, du Quelle alles Heils und Lebens! Laß die Feier des heiligen Abendmahls, die wir jetzt im Namen Jesu unsers Herrn und Erlösers begehen, mir und allen, die es heute empfangen, insbesondere den Angefochtenen und Be⸗ kümmerten zum Segen gereichen, damit wir Ruhe und Er⸗ quickung finden für unsre Seelen und gestärkt werden im Glauben, in der Gottseligkeit und in der frohen Hoffnung des ewigen Lebens! O Gott, sei mitten unter uns und segne uns! Herr Jesu, erbarme dich meiner und gib mir deinen Frieden! Amen. Oder: Lob, Preis und Dank sei dir, Herr Jesu, für deine unaus⸗ sprechliche Liebe! Du bist das wahrhaftige Brot, das vom Himmel kommt und der Welt das Leben gibt. Laß mich die Heiligungskraft und den Segen der seligen Vereinigung mit dir in reichem Maße an meinem innern Menschen erfahren! Gib, daß ich an deinem Tische gestärkt und erquickt werde mit dem Trost der Vergebung meiner Sünden und mit der Hoff⸗ nung des ewigen Lebens! Mache mir den Genuß deines Leibes und Blutes zu einem Unterpfand des großen Abendmahls, welches du einst in deinem himmlischen Reiche mit den Deinigen feiern wirst! Amen. 4. Nach Empfang des heiligen Abendmahls. Barmherziger Gott und Vater! Lob und Preis sei deinem heiligen Namen für die unaussprechliche Güte, welche du mir durch die Gabe des heiligen Abendmahls erwiesen, für den Trost und die Stärkung, die du mir dadurch verliehen hast! Stehe mir nun bei, getreuer Gott, daß deine Gnade mir ge⸗ reichen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, damit ich hinfort viele Früchte der Gerechtig⸗ keit bringe! Mache mich fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal und hilf mir anhalten am Gebet, damit ich Sünde, Not und Tod durch deine Kraft überwinde und endlich dahin 5 Laß Namen en, die nd Be⸗ ind Er⸗ den im ing des se uns! rieden! unaus⸗ 5 vom ich die ig mit ahren! de mit Hoff⸗ Leibes nahls, inigen 8. einem u mir rden hast! ir ge⸗ Liebe chtig⸗ ig in ünde, dahin U Gebete. 68¹ gelange, wo ich mit allen Seligen und Vollendeten dein himmlisches Abendmahl feiern möge! Erhöre mein Gebet um meines Herrn und Erlösers willen! Amen. Psalm 103. 4. Gebete für besondere Zeiten und Umstände. 1. Für die Gewächse der Erde. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der du durch deine göttliche Kraft alles erschaffen hast und sättigest, was da lebet und webet, nach deinem Wohlgefallen, wir bitten dich demütig, du wollest unsere Felder mit deinem Segen krönen und alles, was wir zur Nahrung und Notdurft gebrauchen, unter deinem Schutz und Schirm gnädig gedeihen lassen und erhalten. Wende jede Gefahr von unsern Fluren gnädig ab, behüte sie vor Frost und Dürre, vor anhaltender Nässe, vor Hagelschlag und verheerenden Gewittern, und verleih uns deinen Segen, damit durch deine Güte das Gewächs unsers Landes gedeihe und reife, wir dasselbe mit Freuden können einsammeln und dich als unsern gnädigen Gott und Vater preisen durch Jesus Christus unsern Herrn! Amen. 2. Bei einem Gewitter. Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich, du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich. Du wölbest es oben mit Wasser, du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes. Du machest die Winde zu deinen Boten und die Feuerflammen zu deinen Dienern. Du hast das Erd⸗ reich gegründet auf seinen Boden, daß es bleibet immer und ewiglich. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleide, und Wasser stehen über den Bergen. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin. Deine Blitze leuchten auf dem Erdboden, das Erdreich sieht es und erschrickt. Aber wer unter deinem Schirm, du Höchster, sitzet und unter 68² Anhang.——— deinem Schatten, o Allmächtiger, bleibet, der spricht getrost und unverzagt: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Herr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Halte die zuckenden Blitze in deiner allmächtigen Hand, steure dem Sturm und Unwetter und behüte unsre Häuser und Felder, daß sie nicht Schaden leiden! Laß deine Wetter gnädig an uns vorüberziehen, so wollen wir dir mit Freuden die Opfer unsers Lobes und Dankes darbringen, der du unser treuer Gott und Vater bist von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 3. In Kreuz und Leiden. Ewiger, barmherziger Gott und Vater! Zu dir nehmen wir unsre Zuflucht in unsrer Not. Höre auf unser Flehen und verwirf uns nicht von deinem Angesicht! Wir hoffen auf dich, denn bei dir ist Gnade und viel Vergebung. Lindre du die Leiden, mit denen du uns heimgesucht hast! Tröste, stärke, errette, hilf uns nach deiner Barmherzigkeit! Wohl müssen denen, die dich lieben, alle Dinge zum besten dienen. Doch du kennst unser schwaches, trotziges und verzagtes Herz. O hilf uns, daß wir nicht verderben! Entziehe uns nicht des Glaubens Trost! Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit unsre Seele, Gott, zu dir. Dir befehlen wir alle unsre Wege. Du wirst uns nicht ewig in Unruhe lassen, du wirst uns nicht verlassen noch versäumen. Auf dich harren wir, Herr; mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen! Amen. Psalm 25. 39. 73. 126. 146. 4. In Kriegsnot. Starker und treuer Gott, groß von Rat und mächtig von Tat! Schaue gnädig hernieder auf uns, deine Kinder, die unter den Gefahren, Unruhen und Schrecken des Kriegs zu dir ihre Zuflucht nehmen. Du bist der König von alters her, der alle Hilfe schafft. Deinem allmächtigen Schutz befehlen wir uns und alle die Unsrigen, unser Fürstenhaus, unsern Kaiser und das ganze deutsche Vaterland. Laß deine Güte und Treue — getrost in Gott, ind hilf Hand, Häuser Wetter Freuden u unser Amen. nen wir en und uf dich, du die stärke, müssen Doch O hilf laubens o schreit eWege. ns nicht mache Amen. tig von der, die zu dir her, der len wir Kaiser d Treue —— é Gebete. EE uns allewege behüten! Ziehe aus in deiner Kraft mit unserem eere! Stärke den Mut und den Arm unsrer Brüder und Söhne und hilf ihnen zum Sieg über die Feinde! Sollen sie auf dem Felde der Ehre fallen, so schließe ihnen deinen Himmel auf! Sei allen Bedrängten nahe mit Trost und Errettung! Laß vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen, der Ver⸗ wundeten, der Sterbenden! Nimm der Verirrten und Ver⸗ lassenen dich väterlich an! Heile die Wunden, die der Krieg geschlagen hat und noch immer schlägt, und laß auch aus dieser Tränensaat eine Freudenernte reifen für Zeit und Ewig⸗ keit! Gib, daß wir aus der Unruhe und dem Streit hienieden mit immer herzlicherem Verlangen hinaufblicken in das Land des ewigen Friedens! Laß leuchten, o Gott, dein Antlitz über uns und gib uns Frieden allenthalben und auf allerlei Weise, um Jesu Christi unseres Friedensfürsten willen! Amen. Psalm 46. 62. 85. 5. Bei herrschender Seuche. Herr, erbarme dich unser! Wir sind Asche und Staub, hin⸗ fällige sündige sterbliche Menschen; aber du bist der All⸗ mächtige und Allerbarmende. An dir haben wir einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. So bitten wir dich denn: Hilf uns in der verderblichen Plage, die uns getroffen hat! Wenn es deiner Weisheit gefällt, so gebiete dem Engel des Todes, daß er an unsern Hütten vorübergehe! Wo du es anders beschlossen hast, da sei nahe mit deinem Trost und deiner Hilfe! Mindere und erleichtere jede Not durch deinen gnädigen Beistand, sei der Arzt der Kranken, erquicke die bekümmerten und gebeugten Seelen, die Schmachtenden und Sterbenden mit dem Troste deiner Gnade und mit dem seligen Frieden, den uns unser Herr und Heiland erworben hat! Erwecke unser aller Herzen zu selbstverleugnender aufopfernder Liebe und zu Werken der Barmherzigkeit! Lehre uns in der ernsten Zeit, in der wir leben, wohl bedenken, was zu unserm Frieden dient! Du hast uns verwundet, du kannst uns auch heilen. Nimm dich, o Herr, der Verlassenen, der Witwen und 58⁴4 Anhang. U Waisen väterlich an! In deine Hände befehlen wir unsern Leib und unsre Seele. Handle mit uns nach deinem heiligen Willen, nur sei und bleibe unser gnädiger Gott im Leben und im Sterben, durch unsern Herrn Jesus Christus! Amen. Psalm 91. 5. In Krankheit. Allgemein. Gnädiger und allmächtiger Gott! Im Namen meines Herrn und Heilandes schaue ich zu dir auf von meinem Kranken⸗ lager. Du hast mich bisher am Leben erhalten, wofür ich dir von Herzen Lob und Dank sage. O laß dich auch fernerhin an mir nicht unbezeugt! Sei du mein Arzt und Helfer! Meinen Leib und meine Seele befehle ich in deine Hände. Laß es mich erfahren, daß du meine Kraft seist und meines Lebens Licht! Bewahre mich vor Murren und Ungeduld! Hilf mir von meinen Schmerzen! Stärke meinen Glauben, richte auf den sinkenden Mut, wenn Verzagtheit und Kleinglauben sich meiner bemächtigen wollen! Alle meine Sorgen werfe ich auf dich, du wirst es wohl mit mir machen. Erhöre mein Gebet um Jesu Christi willen! Amen. Psalm 42. Bei schwerer Erkrankung. Barmherziger Gott, gnädiger Vater! Mein Leben steht in deiner Hand. In meinem schweren Leiden suche ich dein An⸗ gesicht, o laß dich von mir finden! Wo Menschen nicht helfen können, da kannst du, Allmächtiger, noch helfen mit deiner starken Hand. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Hilf mir nur geduldig leiden und im Glauben ausharren bis ans Ende! O Gott, versuche mich nicht über Vermögen, lege mir nicht mehr auf, als ich tragen kann! Du kennst ja mein schwaches sündhaftes Herz. Sei mir nahe mit deinem Trost und Frieden bei Tag und bei Nacht! Befreie mich von eiteln Sorgen und lenke meinen Sinn beständig hin auf das Eine, r unsern heiligen ben und nen. es Herrn dranken⸗ rich dir ernerhin Helfer! Hände. meines d! Hilf „ richte auben erfe ich emein steht in in An⸗ t helfen deiner eschehe. ren bis n, lege a mein Trost meiteln Eine, — Gebete. s was not tut! Meine Seele ist stille zu dir, mein Gott, der mir hilft. Großer Gott, lieber himmlischer Vater, erbarme dich meiner! Herr Jesu, hilf mir in Zeit und Ewigkeit! Amen. Oder: Auf dich, Herr, hofft meine bange Seele; ach laß mich nicht zu Schanden werden! Siehe an meinen Jammer und mein Elend und hilf mir aus meinen Nöten! Ich habe ja keinen Retter außer dir. An dich halte ich mich im Glauben; ver⸗ laß mich nicht! Siehe, um Trost ist mir so bange; o stehe mir bei und erquicke mich nach deiner Barmherzigkeit! Wenn ich versinken will, sei du mein Stab; wenn es Nacht um mich wird, sei du mein Licht! Herr, Herr, ich hoffe auf dein Heil. Mag alles Irdische mir schwinden, so bleibst doch du meines Herzens Trost und mein Teil. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist! Heiliger Vater! Wenn du mit mir rechten willst, kann ich dir auf tausend nicht eines antworten. O ver⸗ gib mir alle Sünden um Jesu Christi meines Heilandes willen! Soll hier meine Wallfahrt zu Ende gehen, so schreibe meinen Namen ins Buch des Lebens ein! Herr, dein Wille geschehe. Willst du mich noch länger am Leben erhalten, so sei es zu deiner Ehre! Willst du mich abrufen, so beschere mir einen sanften Tod und ein seliges Ende und führe mich in deinen Himmel ein durch Jesus Christus meinen Herrn! Amen. Für Sterbende. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln; er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser; er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Gutes und Barmherzig⸗ keit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Amen. S86 Anhang. ö Oder: Herr, mein Gott, erbarme dich meiner! Herr Jesu, mein Heiland, erbarme dich meiner und hilf mir aus zu deinem ewigen Reiche! Ach Herr, wie so lange! Hilf mir und erlöse mich nach deiner unergründlichen Barmherzigkeit! Amen. Oder: Herr, Herr, sei du mit mir! Verlaß mich nicht in meiner letzten Not! Stärke meinen Glauben, erhalte mir deinen Frie⸗ den, führe mich an deiner Hand, wenn mir die Sinne schwin⸗ den; begleite mich durchs dunkle Tal zum ewigen Licht, zur ewigen Heimat! Erhöre, ach erhöre mich und vergib mir alle meine Sünden um Jesu Christi willen! Amen. Oder: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Amen. Unser Vater. Unser Vater in dem Himmel. Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schulden, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herr⸗ lichkeit in Ewigkeit. Amen. Der Segen. Der Herr segne uns und behüte uns. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen. „ mein deinem oerlöse ien. meiner n Frie⸗ schwin⸗ t, zur ir alle Herr eiligt. ie im ib uns Und dem Herr⸗ ecsein Herr nen. — Gebete. 687 6. Tischgebete. Vor dem Essen. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. Speise, Vater, deine Kinder, Stärke, Kraft und Nahrung Tröste die betrübten Sünder; geben, Sprich den Segen zu den Gaben, Bis wir endlich mit denFrommen Die wir jetzt hier vor uns haben, Zu demHimmelsmahle kommen! Daß sie uns zu diesem Leben Amen. Joh. Heermann 1585—1647. Oder: Herr, wir kommen zu dem Die wir dir jetzt anbefehlen, Essen, Steh uns bei in aller Not; Laß uns deiner nicht vergessen, Hilf uns, daß wir nach der Erden Denn du bist das Lebensbrot; Deine Gäst' im Himmel werden! Speis die Leiber, stärk die Seelen, Amen. Nach dem Essen. Wir danken Gott für seine Daß wir satt werden hier und Gaben, dort. Die wir von ihm empfangen Ach lieber Gott, du wollst uns haben; geben Wir bitten unsern lieben Herrn, Nach dieser Welt das ew'ge Er woll' auch ferner sie bescher'n Leben! Und speisen uns mit seinemWort Amen. Oder: Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 1. Danke dem Herren, o Seele, Liebet den Gütigen sehr, dem Ursprung der Güter, Singet ihm dankende Lieder! Der uns erquicket die Leiber und stärkt die Gemüter! 2. Lebenswort Jesu, komm, speise Gebet ihm Ehr, die schmachtenden Seelen, s8N Anhang. O Laß hier auf Erden uns nimmer Und zu dem himmlischen Mahle das Nötige fehlen; recht würdig bereiten; Gib nur, daß wir Bleib uns hier nah, Innig stets dürsten nach dir, Bis wir dich ewig allda Ewig zum Heil dich erwählen! Schmecken und schauen in 3. Gütigster Hirte, du wollest Freuden! Amen. uns stärken und leiten Gerhard Tersteegen 1697—1769. 7. Schulgebete. Zum Anfang. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. J. Mein Gott, meinVater und Dich, meinen Herrn, erkennen mein Hort, wohl! Zu dir ruf ich, Wort! auf mein 3. O heil'ger und Oren Kraft 24 d Stärk Laß lernen mich, was heilsam ist.. Daß ich dich lob' zu jeder Frist! Vollbring in ar, 2. Steh du mir bei, Herr Jesu Den Glauben und die Lieb rist, vermehr Der du der rechte Lehrer bist; In mir zu deines Namens Ehr! Lehr mich vor allem, was ich soll, Amen. Oder: Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Komm, du Herr des ew'gen Nimm des treuen Lehrers Lebens, wahr, Tritt in unsern Kreis herein! Segne deiner Kinder Schar, Hilf und laß uns nicht ver⸗ So wird alles wohl gedeihen, gebens Und dein Herz sich unser freuen! Deines Wortes Schüler sein! Amen. ennen öttlich rieb ns Ehr! rõ har, eihen, freuen! 2 Gebete. 689 Zum Schluß. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Herr, dein Licht, dein Schutz, Leit uns selbst auf allen Wegen, dein Segen, Daß dein Friede mit uns sei! Deine Gnade steh' uns bei! Amen. Oder: Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. Herr Jesu, nimm uns völlig 2. Den Eigenwillen brich ent⸗ hin, zwei, Gib uns den sel'gen Kinder⸗ Mach uns von Trotz und Tücke sinn, frei! Daß wir in deinem Willen Regier uns selbst mit deiner ruhn Hand Und nicht nach unserm Willen Und trag uns bis ins Vaterland! tun! Amen. 8888 III. Verzeichnis der Liederdichter. Adams, Sara, geb. Fuller, geb. zu Great⸗Harlow(Essex) 1805, in London 1848. 517. Albert, Heinrich, geb. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande, 4 1651 als Organist am Dom in Königsberg. 343. 399. 422. Albinus, Johann Georg, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißen⸗ fels, 4 1679 als Pfarrer in Naumburg. 401. Albrecht, Herzog von Preußen, geb. 1490 zu Ansbach, seit 1511 Hochmeister des Deutsch⸗Ordens, 1522 auf dem Reichs⸗ tag zu Nürnberg für die Reformation gewonnen, verwandelt 1525 das preußische Ordensland in ein weltliches Herzogtum, + 1568. 3ʃ4. Allendorf, Johann Ludwig Konrad, geb. 1693 in Josbach bei Marburg, als lutherischer Hofpfarrer in Cöthen(Anhalt) Herausgeber der Cöthnischen Lieder, 4 1773 als Pfarrer und Scholarch in Halle. 529. Altenburg, Michael, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, 4 1640 als Pastor in Erfurt. Das Lied Nr. 164 soll er„zu sein und anderer Christen Trost“ im 30jährigen Krieg und mit beson⸗ derer Beziehung auf die Losung der evangelischen Armee bei der Leipziger Schlacht(1631)„Gott mit uns!“„verfertigt“ haben. Gustav Adolf ließ es in der vor der Lützener Schlacht gehaltenen Betstunde singen; es wurde deshalb„Gustav Adolfs Feldliedlein“ genannt. Ambrosius, 340—397, Bischof von Mailand. Der ihm zu⸗ geschriebene„Ambrosianische Lobgesang“(„Le Deum lau⸗ damus“= Dich, Gott, loben wir) ist wahrscheinlich nur eine von ihm herrührende lateinische Bearbeitung eines morgenländischen Hymnus. 1 r) 1805, „T 1681 22. Weißen; ach, seit Reichs⸗ rwandelt rzogtum, bach bei Anhalt) Pfarrer + 164⁰ sein und it beson⸗ rmee bei erfertigt Schlacht „Gustav ihm zu⸗ um lau- nlich nur ug eines O Verzeichnis der Liederdichter. Arenos, Wilhelm Erasmus, geb. 1677 in Langenstein b. Halber⸗ stadt, 2 1721 als Pastor in Halberstadt. 285. Arnot, Ernst Moritz, geb. 1709 auf Rügen, 4 1860 als Pro⸗ fessor der Geschichte in Bonn, berühmt als Vaterlandsfreund, Dichter und Schriftsteller zur Zeit der Befreiungskriege. 35. 81. 152. 247. 415. 447. 469. Arnold, Gottfried, geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, Schüler Speners, Professor der Geschichte in Gießen, 1714 als Pastor in Perleberg(Provinz Brandenburg). 277. Asschenfeloͤt, Christoph Karl Julius, Oberkonsistorialrat und Propst in Flensburg, 1792— 1856. 92. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, geb. 1774 in Oberstenfeld (Württ.), Professor der Theologie in Tübingen, dann Dekan in Kirchheim u. T., + in Owen 1841. 193. Barth, Christian Gottlob, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, nach Niederlegung seines Amtes als unermüdlicher Missions⸗ und Jugendschriftsteller tätig in Calw, 1 1862. 180. 523. Bengel, Johann Albrecht, geb. 1687 in Winnenden, 1752 in Stuttgart als Konsistorialrat und Prälat von Alpirs bach; Hauptvertreter des württemberg. Pietismus seiner Zeit. 112. Berger, Johann Baptist, + 1888. 518. Betichius, Johann, geb. 1650 zu Steckby(Anhalt), als Diakonus in Zerbst 1722. 386. Bickel, Johann Daniel Karl, geb. 1737 in Altweilnau in Nassau, Hals Konsistorialrat und Superintendent in Mosbach bei Wiesbaden 1809. 373. Bienemann(Melissander), Kaspar, geb. 1540 in Nürnberg, Erzieher am Hofe Herzogs Johann Wilhelm zu Weimar, + 139als Generalsuperintendent in Altenburg. 22. Birken, Sigmund von, Betulius genannt, geb. 1626 zu Wild⸗ stein bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böhmen flüchtig, Erzieher an verschiedenen Höfen, von Fer⸗ dinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, T 1681 als Privatgelehrter in Nürnberg. 206. Bogatzky, Karl Heinrich von, geb. 1690 zu Jankowe(Nieder⸗ schlesien), studierte Theologie, seit 1746 als Privatmann im 6592 Verzeichnis der Liederdichter. O Waisenhaus zu Halle a. d. S., als dessen Wohltäter 4 1774, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften. 167. 241. Bohm, H., unbekannt. 514. Brauer, Friedrich, Großh. badischer Staatsrat und Kirchen⸗ ratsdirektor, 1754— 1813. 289. 336. Buchka, Johann Simon, geb. 1705 zu Arzberg bei Bayreuth, mals Konrektor und Prediger in Hof 1752. 209. Burckhard, Abel, geb. zu Basel 1805, schweizerischer Dichter. Seine Kinderlieder von Friedrich Spitta herausgegeben. + 1882 in Basel. 473. HBürde, Samuel Gottlieb, geb. 1753 in Breslau, Kanzlei⸗ direktor daselbst, 1 1831 als Kammerdirektor in Berlin. 33. 275. 303. 435. Burmeister, Franz Joachim, Pastor in Lüneburg, 1633(2) bis 1672. 403. Claudius, Matthias, geb. 1740 in Reinfeld bei Lübeck, war Oberlandeskommissär in Darmstadt, lebte später in Wands⸗ bek bei Hamburg und starb 1815 in Hamburg im Hause seines Schwiegersohnes, des Buchhändlers Friedrich Perthes; Herausgeber des Wandsbeker Boten. 524. 534. Clausnitzer, Tobias, geb. 1619(1618) zu Thum bei Annaberg, zu Ende des 30jährigen Krieges schwedischer Feldprediger, hielt auf Wrangels Befehl die westfälische Friedenspredigt zu Weiden(Oberpfalz) und starb 1684 als 1. Pfarrer und kurpfälzischer Kirchenrat daselbst. 40. Cramer, Johann Andreas, geb. 1723 zu Jöhstadt im Erz⸗ gebirge, angesehener Kanzelredner, Pfarrer in Kröllwitz, Quedlinburg, Kopenhagen und Lübeck, zuletzt Professor in Kiel und 4 1788 als Kanzler daselbst. 177. Crasselius, Bartholomäus, geb. 1667 zu Wermsdorf bei Glauchau, Schüler August Hermann Franckes, T 1724 als Pfarrer in Düsseldorf. 12. 158(in Anlehnung an M. Rinkart). dach, Simon, geb. 1605 in Memel, als Professor der Dicht⸗ kunst in Königsberg 1659. 421. Danneil, Johann Friedrich, 1719— 1772, Konsistorialrat und Pfarrer in seiner Vaterstadt Quedlinburg. 133. 1 177⁴4, Kirchen⸗ ayreuth, Dichter. gegeben. Kanzlei⸗ Berlin. 633(⁷ eck, war Wands⸗ Hause Pperthes; maberg, orediger, spredigt rrer und im Erz⸗ röllwitz, fessor in borf bei 724 als an M. r Dicht⸗ rat und O Verzeichnis der Liederdichter. Denicke, David, geb. 1603 in Zittau, 4 1680 als Konsistorial⸗ rat in Hannover. Mit Justus Gesenius gab er das— nach⸗ mals so einflußreiche— Gesangbuch von 1646 heraus, in welchem zum erstenmal grundsätzlich und planmäßig ältere Lieder nach neuerem Geschmacke umgedichtet erscheinen. 225. 249. Deßler, Wolfgang Christoph, geb. 1660 zu Nürnberg, Kon⸗ rektor der Schule zum heiligen Geist daselbst, viel kränklich, + 1722. 257. Diterich, Johann Samuel, 1721—1797, ein Berliner, Ober⸗ konsistorialrat und Pastor zu St. Marien daselbst, war der eigentliche Führer der Gesangbuchstürmer und hat durch seine willkürlichen und weitgehenden Anderungen viele ältere Lieder verschlechtert. 229. 245. Döring, Karl August, geb. 1783 zu Markt⸗Alvensleben im Magdeburgischen, lutherischer Pfarrer in Elberfeld, eifriger Förderer der inneren Mission, T 1844. 91. 201. Edeling, Christ. Ludwig, geb. 1678 zu Löbejün bei Halle a. d. S., Zinzendorfs Hofmeister bis 1711, f als Oberpfarrer zu Schwanebeck bei Halberstadt 1742. 289. Falk, Johannes Daniel, 1768 1826, geb. zu Danzig, stiftete 1813 als Legationsrat zu Weimar die„Gesellschaft der Freunde in der Not“ zum Zweck der Heranbildung verlassener Kinder und gründete hiezu die Schulanstalt, welche noch jetzt unter dem Namen„Falksches Institut“ besteht. 460. 470. 483. 504. deodersen, Jakob Friedrich, 1736—1788, Propst in Altona. 389. Link, Ernst, geb. 1806, erster evangelischer Hausgeistlicher der 1837—42 erbauten badischen Heil⸗ und Pflegeanstalt Illenau, + 1863 daselbst. 3095. Linx, Erasmus, genannt Franzisci, 1627—1694, Privat⸗ gelehrter und Schriftsteller in Nürnberg. 268. Sleming, Paul, geb. 1609 zu Hartenstein an der Mulde, nahm 1633 teil an einer 6 Jahre dauernden Gesandtschaft nach Rußland und Persien, bei deren Beginn er das Lied Nr. 317 dichtete, und starb infolge der Anstrengungen dieser Reise kurz nachher(1640) als Dr. med. in Hamburg. E Verzeichnis der Liederdichter. H— Sranck, Johann, geb. 1618 zu Guben(Lausitz), + 1677 als Bürgermeister seiner Vaterstadt, nächst Gerhardt der bedeu⸗ tendste Kirchenliederdichter seiner Zeit. 209. 265. 376. 425. dranck, Salomo, Konsistorialsekretär in seiner Vaterstadt Wei⸗ mar, 16399—1725. 26. 106. 120. 404. Sranck, Sebastian, geb. 1606, 4 1668 als Diakonus in Schweinfurt. 234(2). Francke, August Hermann, geb. 1663 zu Lübeck, Professor und Pfarrer zu Halle a. d. S., Begründer des weltberühmten Waisenhauses und der mit diesem verbundenen Anstalten („Franckesche Stiftungen“), Hauptvertreter der von Spener ins Leben gerufenen sog. pietistischen Bewegung zur Neu⸗ belebung der Kirche, T 1727. 354. Sranz, Agnes, 1794—1843, aus Schlesien, wirkte segensreich im Dienst der inneren Mission, Vorsteherin einer Armen⸗ schule in Breslau. 446. 526. 527. Sreylinghausen, Johann Anastasius, geb. 1670 zu Ganders⸗ heim(Braunschweig), Schüler, Schwiegersohn und Nach⸗ folger Franckes in Halle, 1739. 84. Freystein, Johann Burkhard, geb. 1671 zu Weißenfels, 4 1718 als Hof- und Justizrat in Dresden. 20. Fricker, Johann Ludwig, geb. 1729 zu Stuttgart, + 1766 als Pfarrer zu Dettingen bei Urach. 176. Sulda, Fürchtegott Christian, Prediger zu Halle a. d. S., 1768 bis 1817. 173. Suncke, Friedrich, geb. 1642 zu Nossen, Kantor in Perleberg und Lüneburg, T 1699 als Pastor in Römstedt bei Lüne⸗ burg. 122. Sunk, Gottfried Benedikt, 1734— 1814, Konsistorialrat und Direktor des Domgymnasiums in Magdeburg. 135. Garve, Bernhard, geb. 1763 in Jeinsen bei Hannover, 4 1841 Nals Prediger der Brüdergemeine in Herrnhut. 34. 89. 121. Sebauer, Christian August, geb. 1792 zu Knobelsdorf(Sach⸗ sen), Lehrer an der Fürstenschule in Meißen, Professor in Bonn, später in Mannheim, 1882 f in Tübingen. 450. Gebharoͤt, Ernst, unbekannt. 452. I+ 677 als rbedeu⸗ 76. 425. dt Wei⸗ onus in ssor und rühmten nstalten Spener ir Neu⸗ jsensreich Armen⸗ zanders⸗ Nach⸗ + 1718 766 als .,1768 erleberg i Lüne⸗ at und 1 184¹ 89. 121. Sach⸗ essor in 450. Verzeichnis der Liederdichter. é Gellert, Christian Fürchtegott, geb. 1715 zu Hainichen(Sach⸗ sen), 4 1769 als Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und Moral in Leipzig, hat durch die Einfachheit, Wärme und Frömmigkeit seiner 34 geistlichen Lieder unter seinen Zeit⸗ genossen und bis heute großen Segen gestiftet. 16. 17. 31. 77. 113. 130. 131. 170. 192. 211. 255. 307. 334. 348. 357. 365. 392. 408. 439. Serharot, Paul, 1607— 1676, von Gräfenhainichen bei Witten⸗ berg, nach langem Warten Propst in Mittenwalde, 1657 bis 1667 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, welche Stelle er wegen öffentlicher Bekämpfung der reformierten Lehre aufgeben mußte, 1669 Archidiakonus in Lübben(Lausitz); der größte Kirchenliederdichter früherer Zeit(123 Lieder). 3. 4. 5. 61. 73. 74. 100. 101. 102. 103. 147. 148. 235. 3ʃ18. 319. 320. 321. 344. 345. 350. 363. 375. 379. 400. 457. 533. Gerok, Karl, 1815—1890, geb. in Vaihingen a. d. E., Ober⸗ hofprediger und Prälat in Stuttgart bis zu seinem Tode, gefeierter neuerer Liederdichter. 49. Gesenius, Justus, geb. 1601 zu Esbeck(Hannover), 4 1673 als Generalsuperintendent in Hannover. Vgl. Denicke. 99. Geßner, Georg, 1765—1843, Pfarrer am Waisenhaus, dann am Fraumünster und endlich am Großmünster in Zurich, Schwiegersohn Joh. Kaspar Lavaters. 442. Gittermann, Johann Christian Hermann, 1768—1834, Predi⸗ ger in Emden. 55. 56. 218. Boßner, Johann Evangelista, geb. 1773 in Hausen bei Günz⸗ burg, kath. Religionslehrer in Düsseldorf, trat 1826 zur evang. Kirche über, Pfarrer in Berlin, Begründer der Goßnerschen Heidenmission und mancher Werke der inneren Mission. 451. Gotter, Ludwig Andreas, 1661— 1735, Hof⸗ und Assistenzrat in seiner Vaterstadt Gotha. 10. 27. 283. Greding, Johann Ernst, 1676—1748, 4 als Pfarrer zu Alt⸗ heim bei Dieburg. 111(2). Sreef, Wilhelm, geb. 1809 zu Kettwig a. d. Ruhr, Organist in Mörs, Komponist geistlicher Lieder, 1878. 536. Grundemann, Reinhold, geb. 1836 in Bärwalde, seit 1869 Pfarrer in Mörz(Mark Brandenburg), Herausgeber des allg. Missionsatlas. 487. e Verzeichnis der Rederdichter. EI Gryphius, Andreas, 1616—1664, T als Syndikus in seiner Vaterstadt Glogau, verpflanzte das geschichtliche Schauspiel auf den deutschen Boden und war der hervorragendste Dichter seines Jahrhunderts in Deutschland. 223. Günther, Cyriakus, 1650—1704, Lehrer am Gymnasium in Gotha. 2ʃ0. hagenbach, Karl Rudolf, 1801—1874, Professor der Theo⸗ logie in seiner Geburtsstadt Basel. 184. hahn, Johann Michael, 17581819, geb. zu Altdorf bei Böb⸗ lingen, lebte später in Sindlingen bei Herrenberg; ein Bauer, der durch seine Schriften und erbaulichen Vorträge in„Stunden“ großen Einfluß und Anhang gewann(Michelianer). 47. 200. hammer, Julius, 1810—1862, Schriftsteller in Leipzig und Dresden. 340. hardenberg, Friedrich von, als Dichter Novalis genannt, geb. 1772 im Mansfeldischen, 4 1801 als Bergassessor zu Weißenfels, durch den Ernst und die religiöse Innigkeit seiner „geistlichen Lieder“ bekannt. 64. 136. 475. 409. Harttmann, Karl Friedrich, geb. 1743 zu Adelberg(Wurtt.), Professor auf der Solitude und an der Karlsakademie, Dekan in Lauffen a. N. bis 1812, 4 1815 in Tübingen. 393. haßlocher, Johann Adam, geb. 1645 zu Speier, später Pfarrer daselbst, nach Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat in Weilburg(Nassau) bis zu seinem Tode 1726. 54. hausmann, Julie von, geb. 1825 in Mitau(Ostseeprovinzen), 245.449 an der St. Annenschule in Petersburg, 4 1901. hayn, Henriette Marie Luise von, geb. 1724 in Idstein in Nassau, Pflegerin in der Brüdergemeine zuletzt in Herrnhut, ö wo sie 1782 starb. 407. heber, Reginald, geb. 1783, Bischof des von der anglikanischen Kirche 1816 gegründeten Bistums Kalkutta, 4 zu Tanjore (Südindien) 1826. 485. hecker, Heinrich Kornelius, geb. 1699 in Hamburg, f 1743 als Pfarrer in Meuselwitz bei Altenburg. 190. heermann, Johann, geb. 1585 zu Raudten im Fürstentum — in seiner hauspiel Dichter sium in r Theo⸗ ei Böb⸗ auer, der tunden“ 47. 290. zig und genannt, essor zu it seiner Württ.), ademie, en. 393. Pfarrer anzosen n Tode vinzen), 1901. tein in rrnhut, mischen Lanjore 43 als tentum O Verzeichnis der Liederdichter. 697 Wohlau, 1611—1634 Pastor zu Köben im Fürstentum Glogau, erduldete viel Kreuz, mußte wegen Krankheit sein Amt aufgeben und starb 1647 zu Lissa in Polen. 24. 5. 97. 98. 123. 262. 385. Anhang II S. 687. helo, Heinrich, geb. 1620 zu Guhrau in Schlesien, nach wechsel⸗ vollem Leben Advokat in Fraustadt, seit 1637 Stadtsekretär zu Stettin, 1688 Kämmerer und Ratsherr in Altdamm, + 1659 zu Stettin. 62. 104. 149. Helmbolö, Ludwig, 1332— 1598, Superintendent in seiner Heimat Mühlhausen in Thüringen. 315. hengstenberg, Johann Heinrich Karl, geb. 1770 zu Ergste (Westfalen), f1834 als Pfarrer zu Wetter a. d. Ruhr. 338. hensel, Luise, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin in der Mark Brandenburg, Tochter eines evangelischen Pfarrers, war Er⸗ zieherin und Krankenpflegerin, trat 1818 aus innerer Uber⸗ zeugung heimlich zur katholischen Kirche über und starb 1876 in einem Kloster in Paderborn. 489. 528. herberger, Valerius, 1362—1627, 4 als Pfarrer am Kripp⸗ lein Christi in seiner Vaterstadt Fraustadt in Posen, Ver⸗ fasser mehrerer weitverbreiteter Erbauungsschriften. Das Lied Nr. 397 dichtete H. während der Pest, welche 2000 Menschen in Fraustadt hinraffte. Die Anfangsbuchstaben der Strophen geben seinen Vornamen Valerius, und außerdem dachte er bei dem Anfangswort der 1. Strophe an das Vale(Lebe⸗ wohl), welches er der Welt damals täglich zurief. herman, Nikolaus, geb. 1480 zu Altdorf, Kantor zu Joa⸗ chimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Matthesius, dessen Predigten ihn oft zu seinen Liedern anregten, 2 1361 in hohem Alter. 396. 456. hermes, Johann Timotheus, geb. 1738 zu Pelznick bei Star⸗ gard(Pommern), 1821 als Oberkonsistorialrat und Professor der Theologie in Breslau. 115. 530. herrnschmiot, Johann Daniel, geb. 1675 zu Bopfingen (Württ.), 1 1723 als Professor der Theologie in Halle und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen. 11. 327. herrosé, Karl Friedrich Wilhelm, 1784—1821. 440. hessen-Darmstadt, Anna Sophie Landgräfin von, geb. 1638 98 Verzeichnis der Liederdichter. O zu Marburg, Pröpstin des Stiftes in Quedlinburg, 1683 als Abtissin desselben. 188. heußer⸗Schweizer, Meta, 1797—1876, Frau des Arztes Friedrich Heußer zu Hirzel(Zürich). 37. 437. hey, Wilhelm, geb. 1789 in Leina im Gothaischen, Pfarrers⸗ sohn, Hofprediger in Gotha, bekannter Fabeldichter, 1854. 468. 505. 511. 513. 535. hiller, Friedrich Konrad, 1662— 1726, war 30 Jahre lang Kanzleiadvokat in seinem Geburtsort Stuttgart. 227. hiller, Philipp Friedrich, 1699— 1769, geb. zu Mühlhausen a. d. Enz, 1748 Pfarrer in Steinheim, wo er aber bald seine Stimme verlor und dem Amte entsagen mußte, der fruchtbarste Liederdichter Württembergs, Verfasser des weit⸗ verbreiteten„Geistlichen Liederkästleins zum Lobe Gottes ꝛc.“ und zahlreicher anderer Erbauungsschriften. 15. 144. 22. 243. 253. 272. 287. 306. 388. 391. 407. 430. hippel, Theodor Gottlieb von, 1741—1796, zuletzt Bürger⸗ meister und Polizeidirektor in Königsberg. 200. 309. hof, Nikolaus von?(oder Slüter, Joachim?), 1329. Beide Lieder Nr. 96 und Nr. 156 sind Übertragungen lateinischer Gesänge und ursprünglich niederdeutsch abgefaßt. hoffmann, Gottfried, geb. 1638 zu Plagwitz bei Löwenberg in Schlesien, 1 1712 als Rektor des Gymnasiums in Zittau. 150. 411. hohlfeloͤ, Christian Christoph, geb. 1776 in Dresden, wo er 1849 als Rechtskonsulent starb. 512. homburg, Ernst Christoph, geb. 1505 zu Mihla in Sachsen⸗ Weimar, 4 1681 als Rechtskonsulent und Gerichtsaktuar in Naumburg. 105. 140. hopfensack, Johann Christian Wilhelm August, 1801—1874, Gymnasialoberlehrer in Cleve, von 18577 an im Ruhestand. 436. hülsemann, Wilhelm, geb. 1781 zu Soest, 1186als Pfarrer zu Elsey in Westfalen und Superintendent der Synode Iser⸗ lohn. 377. Jonas, Justus(eigentlich Jodokus Koch), 1493—1355, eifriger Mitarbeiter Luthers in Wittenberg, später Ephorus in Halle und zuletzt Superintendent in Eisfeld(Koburg). 163. I 1683 Arztes farrers⸗ + 1854. re lang 7. lhaͤusen er bald 5te, der es weit⸗ ttes ꝛc.“ 44. 242. Bürger⸗ Beide einischer wenberg Zittau. „ wo er Sachsen⸗ tsaktuar —1874, ind. 436. Pfarrer de Iser⸗ eifriger in Halle 63. 2. Verzeichnis der Liederdichter. 69⁹ Jörgens, Ludwig, geb. 1792 in Gütersloh, studierte Theologie, war zweimal in Nordamerika, dazwischen(1830) im Wupper⸗ tal; sein Leben endete 1838 zu Hermann in Missouri in betrübender Weise. 531. Jung, Johann Heinrich, genannt Stilling, ein Nassauer, 1740 bis 1817, armen Ursprungs, zuerst Kohlenbrenner und Schneider, dann Hauslehrer und Mediziner, als Arzt in Elberfeld berühmt durch Augenoperationen, Professor in Heidelberg und Marburg, r als Geh. Hofrat in Karlsruhe; populärer Schriftsteller. 178. Junkheim, Johann Zacharias, 1729— 1790, Konsistorialrat in Ansbach, gab mit Uz das Ansbacher Gesangbuch heraus. 358. Raiser, Nikolaus, geb. zu Redwitz 1734, Rektor daselbst und Prediger in Torgau, später in Hof, 1800 als Inspektor an seinem Geburtsort. 408. Karl, Johannes, 1842. 462. Georg Friedrich, 1817—1857, Diakonus in Gerns⸗ ach. 68. Kern, Gottlob Christian, 1792—1835, geb. zu Söhnstetten bei eidenheim auf der Alb, Professor am niederen Seminar in chöntal, 4 als Pfarrer in Dürrmenz⸗Mühlacker. 219. Reymann, Christian, 1607— 1662, Rektor in Zittau. Das Lied Nr. 258 ist auf die letzten Worte des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen gedichtet, der am 8. Oktober 1656 mit dem Bekenntnis verschied:„Meinen revb lass' ich nicht.“ Die Anfangsworte der 5 ersten Strophen bilden diesen Spruch; und wenn man in der letzten Strophe die fett gedruckten Anfangsbuchstaben der 5 ersten Zeilen, das Schlußwort der 5. Zeile und die ganze 6. Zeile zusammen⸗ liest, so ergibt sich folgendes: Johann Georg Churfürst zu Sachsen spricht:„Meinen Jesum lass' ich nicht.“ Rletke, Gustav Hermann, unbekannt. 461. Rlopstock, Friedrich Gottlieb, 1724— 1803, aus Quedlinburg, lebte lange in Kopenhagen und anderen Orten, so 1776 in Karlsruhe, und starb als dänischer Legationsrat in Ham⸗ burg. 213. 214. 433. 434. 2⁰⁰ Verzeichnis der Liederdichter. U Rnak, Gustav Friedrich Ludwig, geb. 1806 in Berlin, Pfarrer zu Wusterwitz, dann 27 Jahre an der Bethlehemskirche in Berlin(Nachfolger Goßners), 4 1878. 403. 532. Anapp, Albert, 1798—1864, geb. in Tübingen, Stadtpfarrer in Stuttgart, einer der begabtesten und beliebtesten geistlichen Dichter der Neuzeit, Herausgeber des„Liederschatzes“, einer großen Sammlung von Kirchenliedern. 67. 117. 145. 181. 182. 205. 374. Rnorr von Rosenroth, Christian, geb. 1636 in Altraudten (Fürstentum Wohlau, Schlesien), Sohn eines Geistlichen, Kanzleidirektor des Pfalzgrafen Christian August von Sulz⸗ bach(Oberpfalz), 4 1689. 521. Röthe, Friedrich August, 1781— 1830, geb. in Lübben, Pro⸗ fessor der Theologie in Jena, dann Oberpfarrer in Altstädt (Sachsen⸗Weimar). 198. 220. Rrause, Jonathan, 1701—1762, geb. zu Hirschberg in Schlesien, starb als Superintendent in Liegnitz. 44. Kritzinger, Wilhelm, geb. 1816, Direktor des Lehrerinnen⸗ seminars in Droyssig(bei Zeitz), 4als Schulrat 1890. 155. 471. Erummacher, Friedrich Adolf, geb. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, Professor der Theologie in Duisburg, Prediger in Krefeld und Kettwig, Konsistorialrat in Bernburg, Pastor Eu St. Ansgari) in Bremen, wo er 1845 im Ruhestand starb; Verfasser christlicher Jugend⸗ und Volksschriften(bes. Parabeln). 30. 90. 179. 291. Runth, Johann Sigismund, 1700—1779, geb. in Liegnitz, starb als Superintendent in Baruth(Sachsen). 431. Rüster, Elieser Gottlieb, 1732—1799, Generalsuperintendent in Braunschweig. 199. Laͤnge, Joachim, 1070—1744, geb. zu Gardelegen(Preußen)/ Franckes Freund, als Professor der Theologie in Halle a. S. 347. Laurenti, Laurentius(eigentlich Lorenz Lorenzen), 1660—1722, aus Husum, als Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen. 124. 226. Lavater, Johann Kaspar, 1741—1801, Prediger in seiner Vaterstadt Zürich, ebenso vielseitig und beredt wie von musterhaft christlichem Wandel. 87. 216. 288. 0 „Pfarrer kirche in dtpfarrer eistlichen 8“, einer 145. 181. ltraudten eistlichen, on Sulz⸗ en, Pro⸗ Altstädt Schlesien, rerinnen⸗ „155. 471. nburg in Prediger 9, Pastor tuhestand ften(bes. Liegnitz, 431. rintendent Preußen), 347. 0—1722, Dom in in seiner wie von — Verzeichnis der Liederdichter. 7⁰¹ Liebich, Ehrenfried, 1713—1780, geb. zu Probsthain bei Liegnitz, anfangs Müller, dann eifriger und gelehrter Theolog, starb als Pfarerr von Lomnitz und Erdmannsdorf(Schlesien). 19. 151. 273. 301. 414. 492. Lieth, Karl Ludwig Theodor, um 1820. 525. Lindemann, Johann, soll aus der Familie der Mutter Martin Luthers stammen, 13580— 1630 Kantor in Gotha. 494. Loder, Friedrich Wilhelm, 1757— 1823, aus Regensburg, starb als Hof- und Konsistorialrat in Ohrdruf(Gotha). 246. Luther, Martin, 1483—1546, der deutsche Reformator, geb. und gest. zu Eisleben, Professor der Theologie in Witten⸗ berg, Vater und Meister des deutschen Kirchengesangs, schuf seine 37 Lieder teils frei, teils durch Verdeutschung alter lateinischer Hymnen, Umarbeitung vorhandener Gesänge und Bearbeitung von Bibelstellen. 71. 160. 161. 162. 224. 455. Mahlmann, Siegfried August, 1771—1826, geb. in Leipzig, seit 1798 daselbst als Literat, zuletzt Direktor der ökonomi⸗ schen Sozietät. 337. Marot, Samuel, 1770—1865, aus Magdeburg, Mitarbeiter an dem Berliner Gesangbuch von 1829, 4 als Oberkonsi⸗ storialrat und Prediger an der Neuen Kirche zu Berlin. 202. Marberger, Bernhard Walter, geb. 1682 zu Hamburg, Pfarrer in Nürnberg, 4 1746 als Oberhofprediger(und Nachfolger Speners) in Dresden nach schweren Leiden und angefeindet wegen seiner versöhnlichen Stellung zu den damals allgemein bekämpften Pietisten. 252. Meister, Christoph Georg Ludwig, 1738—1811, aus Halle, Pastor und theologischer Professor am Gymnasium in Bre⸗ men. 114. 371. Mentzer, Johann, 1638- 1734, mit der Zinzendorfschen Familie 9nan, 400 1 als Pfarrer in Kemnitz(Oberlausitz). Metzger, Georg, geb. 1844 zu Nonnenweier, seit 1868 Lehrer in Freiburg i. Br. 519. Meyer, Johann Friedrich von, 1772—1849, aus Frankfurt a. M., T als Bürgermeister seiner Vaterstadt und Bundes⸗ ragsgesandter der(damaligen) 4 freien Reichsstädte, aus 70²2 Verzeichnis der Liederdichter.—O Neigung theologischen Studien zugewandt und Verfasser einer bekannten Bibelübersetzung. 20. 116. Meyfart, Johann Matthäus, geb. 1590 in Jena, 1642 als Professor der Theologie in Erfurt. 419. Mohr, Joseph, 1792—1848, geb. zu Salzburg, dichtete das Lied 463 als katholischer Koadjutor zu Oberndorf a. d. Salzach, gest. als Vikar zu Wagrein bei St. Johann (Salzkammergut). Möller, Johann Friedrich, 1789—1861, zuletzt General⸗ superintendent in Magdeburg. 159. Moraht, Adolf, geb. 1805 in Hamburg, seit 1846 Pfarrer in Mölln, 4 1884. 508. Moser, Johann Jakob von, 1701—1785, Regierungsrat in Stuttgart, berühmter Professor des Staatsrechts in Tübingen, Professor zu Frankfurt a. O., dann Landschaftskonsulent in Stuttgart, wegen seiner freimütigen Verteidigung der Rechte der Landschaft gegen Herzog Karl 5 Jahre Staatsgefangener auf dem Hohentwiel, nach seiner Loslassung für unschuldig erklärt und hochgeachtet bis zum Tode. 171. Mudͤre, Johann Friedrich, 1736— 1810, Gellerts Schüler, Pfarrer in Mittelsaida bei Freiberg(Sachsen). 63. 88. Müller, Michael, geb. 1673 zu Blankenburg am Harz, 4 1704 als Hofmeister auf Schaubeck bei Kleinbottwar(Württ.). 83. Münter, Balthasar, geb. 1735 in Lübeck, T 1793 als deut⸗ scher Prediger in Kopenhagen. 172. 215. 258. 274. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, 1024— 1687, aus Halle a. d. S., Pastor in Koburg. 75. Neander, Christoph Friedrich, 1724— 1802, Pfarrer und Propst zu Grenzhof in Kurland, Herausgeber eines Gesangbuchs flür die Kirche dieser Provinz. 230. 359. Neander, Joachim, 1650— 1680, Prediger in seiner Vaterstadt Bremen, wegen seines Lobpreises der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt. 6. 7. 41. 351. 4ʃ0. Ueumann, Kaspar, 1648— 1715, 4 in seiner Vaterstadt Breslau als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evangelischen Kirchen. 346. 353. 36g. 380. Verfasser + 16⁴4² hiete das rf a. d. Johann General⸗ Pfarrer igsrat in übingen, sulent in er Rechte efangener nschuldig Schüler, 88. „+ 17⁰⁴ rtt.). 83. als deut⸗ e a. d. S., ud Propst angbuchs Zaterstadt ottes„der 351. 410. Zaterstadt mnasium 369. 380. Verzeichnis der Liederdichter. 7⁰⁵ Neumark, Georg, geb. 1621 in Langensalza, 1 1681 als Sekretär, Bibliothekar und Hofpoet des Herzogs Wilhelm II. in Weimar. 323. Neumeister, Erdmann, 1671— 1756, aus üchteritz bei Weißen⸗ fels a. d. S., Hauptpastor in Hamburg. 30. 85. 239. 333. Neunherz, Johann, 16531737, geb. zu Waltersdorf(Schlesien), Oberpfarrer in Hirschberg. 125. Nicolai, Philipp, 1376— 1608, ein Hauptkämpfer gegen„Pa⸗ pisten“ und„Calvinisten“, allezeit streitfertig, zuletzt Pastor in Unna(Westfalen) und seit 1601 in Hamburg. 261. 418. RNiemeyer, August Hermann, 1754— 1828, geb. zu Halle a. d. S., Urenkel von August Hermann Francke, Professor, Kanzler der 73. 910— und Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle. Olearius(Olschläger), Johann, 1611— 1684, geb. zu Halle a. S., Generalsuperintendent daselbst, und nachher in Weißenfels. 157. 186. 322. 474. Pfeffel, Gottlieb Konrad, 1736— 1809, geb. zu Kolmar im Elsaß, als Fabeldichter bekannt, seit seinem 21. Jahre ganz erblindet, 4 als Präsident des Konsistoriums in seiner Vaterstadt. 46. Prätorius, Benjamin, aus Weißenfels, 1636— 1674, + als Pastor in Großlissa bei Delitzsch. 297. Preiswerk, Samuel, 1799—1871, geb. in Rͤmlingen(Basel⸗ land), Pfarrer und Hochschullehrer der hebräischen Sprache in Basel. 292. 486. Puchta, Heinrich, 1808— 1858, geb. in Cadolzburg(Bayern), Professor der Theologie und Religionslehrer am Lyzeum in Speier, als Pfarrer in Augsburg. 82. 252. 366. 372. 304. 476. Räder, Friedrich, geb. 1815 in Elberfeld, 4 1872 daselbst als Kaufmann. 51ʃ6. Rambach, Johann Jakob, 1693—1735, aus Halle, erlernte zuerst bei seinem Vater das Tischlerhandwerk, studierte noch unter A. H. Francke, Professor der Theologie daselbst, T als Superintendent und Professor in Gießen. 13. 86. 196. Ranke, Heinrich, geb. zu Wiehe in der Provinz Sachsen 1798, + 1876 als Sberkonsistorialrat in München. 458. 459. ⁰² Verzeichnis der Vederdichter. E Neigung theologischen Studien zugewandt und Verfasser einer bekannten Bibelübersetzung. 20. 116. Meyfart, Johann Matthäus, geb. 1890 in Jena, 4 1642 als Professor der Theologie in Erfurt. 419. Mohr, Joseph, 1792—1848, geb. zu Salzburg, dichtete das Lied 463 als katholischer Koadjutor zu Oberndorf a. d. Salzach, gest. als Vikar zu Wagrein bei St. Johann (Salzkammergut). Möller, Johann Friedrich, 1789—1861, zuletzt General⸗ superintendent in Magdeburg. 159. Moraht, Adolf, geb. 1803 in Hamburg, seit 1846 Pfarrer in Mölln, 4 1884. 508. Moser, Johann Jakob von, 1701—1785, Regierungsrat in Stuttgart, berühmter Professor des Staatsrechts in Tübingen, Professor zu Frankfurt a. O., dann Landschaftskonsulent in Stuttgart, wegen seiner freimütigen Verteidigung der Rechte der Landschaft gegen Herzog Karl 5 Jahre Staatsgefangener auf dem Hohentwiel, nach seiner Loslassung für unschuldig erklärt und hochgeachtet bis zum Tode. 171. Mudre, Johann Friedrich, 1736— 1810, Gellerts Schüler, Pfarrer in Mittelsaida bei Freiberg(Sachsen). 63. 88. Müller, Michael, geb. 1673 zu Blankenburg am Harz, 4 1704 als Hofmeister auf Schaubeck bei Kleinbottwar(Württ.). 83. Münter, Balthasar, geb. 1735 in Lübeck, 4 1793 als deut⸗ scher Prediger in Kopenhagen. 172. 215. 258. 274. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, 1624— 1685, aus Halle a. d. S., Pastor in Koburg. 75. Neander, Christoph Friedrich, 1724— 1802, Pfarrer und Propst zu Grenzhof in Kurland, Herausgeber eines Gesangbuchs für die Kirche dieser Provinz. 230. 359. Neander, Joachim, 1650— 1680, Prediger in seiner Vaterstadt Bremen, wegen seines Lobpreises der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt. 6. 7. 41. 351. 410. Ueumann, Kaspar, 1648—1715, 4 in seiner Vaterstadt Breslau als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evangelischen Kirchen. 346. 353. 369. 380. Verfasser + 1642 tete das üfa. d. Johann General⸗ Pfarrer 3erat in übingen, ulent in r Rechte fangener ischuldig Schüler, 88. + 17⁰ tt.). 83. ils deut⸗ a. d. S., d Propst ingbuchs aterstadt ttes„der 351. 410. aterstadt mnasium 369. 380. Verzeichnis der Liederdichter. 70³ Neumark, Georg, geb. 1621 in Langensalza, + 1681 als Sekretär, Bibliothekar und Hofpoet des Herzogs Wilhelm II. in Weimar. 323. Neumeister, Erdmann, 1671— 1756, aus Üchteritz bei Weißen⸗ fels a. d. S., Hauptpastor in Hamburg. 30. 85. 239. 333. Neunherz, Johann, 16531737, geb. zu Waltersdorf(Schlesien), Oberpfarrer in Hirschberg. 155. Nicolai, Philipp, 1356— 1608, ein Hauptkämpfer gegen„Pa⸗ pisten“ und„Calvinisten“, allezeit streitfertig, zuletzt Pastor in Unna(Westfalen) und seit 1601 in Hamburg. 261. 418. Niemeyer, August Hermann, 1754— 1828, geb. zu Halle a. d. S., Urenkel von August Hermann Francke, Professor, Kanzler der 76. 1 und Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle. 8. 310. Olearius(Olschläger), Johann, 1611— 1684, geb. zu Halle a. S., Generalsuperintendent daselbst, und nachher in Weißenfels. 157. 186. 322. 474. Pfeffel, Gottlieb Konrad, 1736— 1809, geb. zu Kolmar im Elsaß, als Fabeldichter bekannt, seit seinem 21. Jahre ganz erblindet, 4 als Präsident des Konsistoriums in seiner Vaterstadt. 46. Prätorius, Benjamin, aus Weißenfels, 1636—1674, + als Pastor in Großlissa bei Delitzsch. 207. Preiswerk, Samuel, 1799—1871, geb. in Rümlingen(Basel⸗ land), Pfarrer und Hochschullehrer der hebräischen Sprache in Basel. 292. 486. Puchta, Heinrich, 1808— 1858, geb. in Cadolzburg(Bayern), Professor der Theologie und Religionslehrer am Lyzeum in Speier, als Pfarrer in Augsburg. 82. 232. 366. 372. 394. 476. Räder, Friedrich, geb. 1815 in Elberfeld, 4 1872 daselbst als Kaufmann. 516. Rambach, Johann Jakob, 1693 1735, aus Halle, erlernte zuerst bei seinem Vater das Tischlerhandwerk, studierte noch unter A. H. Francke, Professor der Theologie daselbst, T als Superintendent und Professor in Gießen. 13. 86. 196. Ranke, Heinrich, geb. zu Wiehe in der Provinz Sachsen 1798, + 1876 als SOberkonsistorialrat in München. 458. 459. 7⁰⁴ Verzeichnis der Liederdichter. E Richter, Christian Friedrich, 1676— 1711, aus Sorau, Franckes Mitarbeiter als Inspektor des Pädagogiums und Arzt des 20 in Halle, dem er überhaupt sich völlig widmete. Ningwald, Bartholomäus, 1530— 1598, aus Frankfurt a. O., starb als Pfarrer zu Langfeld bei Sonnenburg in der Neu⸗ mark. 222. Ninkart, Martin, 1586— 1649, seit 1617 Archidiakonus in seiner Vaterstadt Eilenburg, erlebte hier das ganze Elend des 30jährigen Krieges, half in einem Jahre 4480 an der Pest Gestorbene beerdigen, geriet unter dem Druck der Zeiten tief in Schulden, dichtete aber gleichwohl und schuf 1630 oder 1631 das 1636 als„Tischlied nach dem Essen“ erstmals veröffentlichte Danklied: 2. Rist, Johann, geb. 1607 zu Ottensen, 4 1667 als Pastor zu Wedel(Holstein), Stifter einer dichterischen Gesellschaft, des „Elbschwanenordens“, welcher aber bald wieder einging. 59. 72. 119. 139. 208. 224. 349. 362. nodigast, Samuel, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, 4 1708 als Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Berlin, mit Spener befreundet. 326. Rothe, Johann Andreas, 1688—1758, zuerst Zinzendorfs Patronatspfarrer in Berthelsdorf, konnte sich aber in die Herrnhuter Art auf die Dauer nicht finden und starb als Pfarrer zu Thommendorf bei Bunzlau. 240. 4ʃ3. Rothen, Johannes, 1797-1876, Schüler des Inspektors Zeller in Beuggen, dann in Basel. 311. Rube, Johann Christoph, geb. 1665, Amtmann zu Burg⸗ Gemünden(Oberhessen), wo er 1746 starb. 429. Rückert, Friedrich, 1788— 1866, geb. in Schweinfurt, Professor in Erlangen und Berlin, starb auf seinem Gute zu Neuses bei Koburg; hervorragender Kenner des Morgenlandes, als Dichter ausgezeichnet durch Formvollendung und Vielseitigkeit. 65. Rutilius, Johann Martin, 1350—1618, T als Archidiakonus in Weimar. 223. Sachse, Christian Friedrich Heinrich, 1785—1860, Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg. 4ʃ6. borau, Franckes und Arzt des ;öllig widmete. rankfurt a. O., g in der Neu⸗ chidiakonus in ganze Elend ühre 4480 an dem Druck der vohl und schuf ch dem Essen“ als Pastor zu esellschaft, des dieder einging. Jena, 1 1708 ster in Berlin, st Zinzendorfs Kaber in die und starb als 413. es Inspektors inn zu Burg⸗ 429. fes nfurt, Professor zu Neuses bei des, als Dichter seitigkeit. 65. Archidiakonus 0, Hofprediger O Verzeichnis der Liederdichter. 70³ Sachsen⸗Weimar, Wilhelm II., Herzog von, 1998— 1662, geb. in Altenburg, in Weimar, angeblicher Verfasser des Liedes 39. Schade, Johann Kaspar, 1666— 1698, geb. in Kühndorf bei Meiningen, Gesinnungsgenosse Franckes und Speners, Tals Diakonus in Berlin. 236. 250. Schalling, Martin, geb. 1332 in Straßburg, + 1608 als Prediger in Nürnberg. 350. Scheffler, Johann, 1624—1677, geb. zu Breslau, seit 1649 Leibarzt des Herzogs Sylvius Nimrod von Württemberg zu Ols, wurde 1653 katholisch und nahm bei seiner Firmung den Namen Angelus an(daher Angelus Silesius d. h. der Schlesier genannt), trat später in ein Minoritenkloster, wurde geistlicher Rat des Fürstbischofs von Breslau und starb im jesuitischen Matthiaskloster daselbst. 187. 266. 267. 295. 438. Scheidt, Christian Ludwig, 1709 1761, geb. zu Waldenburg im Hohenloheschen, als Hofrat und Bibliothekar in Hannover. 244. Schenk, Hartmann, geb. 1634 zu Ruhla bei Eisenach, 4 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön. 53. Schenk v. Schenkendorf, Friedrich Ferdinand Gottfried Max Freiherr, geb. 1783 zu Tilsit, verheiratete sich 1812 in Karlsruhe, Kämpfer und Sänger der Befreiungskriege 451. 500 50. als Regierungsrat in Koblenz. 79. 478. „ 501. Schiebeler, Daniel, 1741—1771, Kanonikus am Domkapitel Hamburg. 45. 132. Schirmer, Michael, geb. 1806 in Leipzig, Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin,. 1673, nannte sich seiner vielen Leiden wegen den deutschen Hiob. 60. 146. Schlosser, Ludwig Heinrich, 1663—1723, geb. in Darmstadt, Tals Prediger in Frankfurt a. M. 381. Schmiod, Christoph von, geb. 1768 zu Dinkelsbühl in Mittel⸗ franken, katholischer Jugendschriftsteller, 18s4 als Dom⸗ kapitular in Augsburg. 404. Schmiot, Johann Eusebius, 1670—1745, geb. in Hohenfelden bei Erfurt, Tals Pastor zu Siebleben bei Gotha. 165. Evang. Gesangbuch. 23 7⁰⁶ Verzeichnis der Liederdichter. O Schmolck, Benjamin, 1672—1737, geb. zu Brauchitschdorf (Schles.), Pfarrer und Inspektor in Schweidnitz; einer der fruchtbarsten geistlichen Dichter(1200 Lieder). 28. 29. 43. 109. 110. 126. 127. 128. 189. 195. 227. 238. 251. 269. 284. 208. 328. 329. 330. 331. 332. 355. 350. 364. 370. 405. 406. 412. 228. Schöner, Johann Gottfried, 1749— 1818, aus Rügheim bei Würzburg, 4 als Pfarrer in Nürnberg. 302. Schröder, Johann Heinrich, 1667— 1699, geb. zu Springe bei Hannover, Schüler A. H. Franckes, Pastor zu Meseberg im Magdeburgischen. 276. Schubart, Christian Friedrich Daniel, 1739 1791, geb. in Obersontheim(Württ.), Organist und Musikdirektor an ver schiedenen Orten, war zehn Jahre auf dem Hohenasperg ge⸗ fangen, als Hofpoet und Theaterdirektor in Stuttgart. 32 Schück, Johann Peter, geb. in Dühren(Baden) 1811, 4 1892 als Pfarrer in Hoffenheim. 472. 480. 484. 507. 509. Schulze, Otto, 1823—1884, Pastor zu Derenburg(Provinf Sachsen). Bo. 313. Schütz, Johann Jakob, 1640—1690, zuerst mit Spener be freundet, Rechtskonsulent und Reichsrat in Frankfurt a. M. seiner Vaterstadt. 8. Schwarzburg⸗Rudolstaͤdt, Amilie Juliane Gräfin zu, 163) bis 1706, Gemahlin des Grafen Albrecht Anton, geb. Gräfin von Barby. 402. Selnecker, Nikolaus, 1530—1392, geb. zu Hersbruck bei Nürn berg, Schüler Melanchthons, Pastor und Professor der Theologi in Leipzig, Mitarbeiter an der Konkordienformel. 21. 52. Senitz, Elisabeth von, 1629—1679, geb. zu Rankau in Schlesien, einige Zeit Hoffräulein zu Brieg, später zu Ols zuletzt in ernster Zurückgezogenheit nur Andachtsübungen und der geistlichen Dichtkunst lebend. 108. Sonntag, Gustav Friedrich Nikolaus, 17881858, geb. zu Kandern, Diakonus und Stadtpfarrer zu Müllheim, nach Prälat Hebels Tod 1826 Kirchen- und Ministerialrat in Karlsruhe, fing frühe an in alemannischer und hochdeutschen Mundart zu dichten und war der Verfasser des bisherigen n uchitschdorf ; einer der 28. 29. 43. ). 284. 298. 6. 412. 428. ügheim bei u Springe 1Meseberg 1, geb. in tor an ver⸗ nasperg ge⸗ uttgart. 32 1, + 1892 509. g(Provin Spener be⸗ furt a. M. zu, 163) Inton, geb k bei Nürn r Theologit 21. 2 Rankau in ter zu Bls bungen und 58, geb. zu heim, nach terialrat in ochdeutschen bisherigen Verzeichnis der Liederdichter. 707 Gesangbuchs, welches er für die Generalsynode von 1834 bearbeitete und nach den Beschlüssen derselben fertigstellte. 420. Speratus(eigentlich von Spretten), Paul, 1484—1551, geb. zu Rötlen bei Ellwangen, frühe der Reformation zugetan, an mehreren Orten verfolgt, zuletzt von Luther dem Herzog Albrecht von Preußen empfohlen, als dessen Hofprediger und dann Bischof von Pomesanien er der Reformator Preußens wurde und zu Marienwerder starb. Er war der erste, welcher dem Rufe Luthers folgend Lieder für die evan⸗ gelische Kirche dichtete(1524). 233. Spitta, Karl Johann Philipp, 1801—1859, geb. in Han⸗ nover, Tals Superintendent zu Burgdorf, hervorragender und vielgelesener geistlicher Dichter des vorigen Jahrhunderts („Psalter und Harfe“). 36. 48. 66. 154. 174. 203. 204. 231. 304. 305. 339. 383. 384. 409. 417. 515. Spreng, Johann Jakob, 1699—1768, Pfarrer am Waisen⸗ haus und Profesfor in seiner Vaterstadt Basel. 390. Stegmann, Josua, 1588—1632, geb. zu Sülzfeld bei Mei⸗ ningen, 4als Professor der Theologie in Rinteln. 23. Steuerlein, Johann, 1546 1613, geb. zu Schmalkalden, Stadtschultheiß in Meiningen. 361. Strauß und Torney, Viktor Friedrich von, 1809—1899, geb. zu Bückeburg, Archivrat daselbst, dann Geheimerat und Bundestagsbevollmächtigter, zuletzt im Ruhestand in Dres⸗ den. 122. Sturm, Christoph Christian, 1740—1786, Hauptpastor in Hamburg. 133. 134. 335. 432. Sturm, D. Julius, 1816—1896, Pfarrer und Geh. Kirchenrat in seiner Vaterstadt Köstritz(Reuß j. L.), mit Spitta der bedeutendste und fruchtbarste Dichter geistlicher Lieder im vorigen Jahrhundert, am 2. Mai 1896 in Leipzig. 38. 50. 69. 70. 93. 94. 95. 118. 194. 312. 341. 360. 378. Taddel, Christian Ludwig, 1706—1775, T als Kanzleidirektor in seiner Vaterstadt Rostock. 129. Tersteegen, Gerhard, 1697—1769, aus Mörs bei Krefeld, Bandmacher zu Mülheim an der Ruhr, einflußreicher christ⸗ 23⁷ 7⁰⁸ Verzeichnis der Hederdichter. E licher Schriftsteller und eifriger Pfleger der Erbauung in Privatgemeinschaften. 14. 76. 143. 168. 270. 271. Anh. II S. 687. Thilo, Valentin, 1607— 1662, Professor der Beredsamkeit in seiner Vaterstadt Königsberg. 58. Tietze(Titius), Christoph, 1641—1703, aus Schlesien, T als Pfarrer in Hersbruck bei Nürnberg. 226. 324. Tucher, Gottlieb Freiherr von, geb. 1813, Oberappellations⸗ gerichtsrat in Nürnberg, + 1877 in München, Kenner und Freund alter Kirchenlieder. 470. Urner, Barbara, geb. Welti, 1788. 523. valerius, Adrianus, 4 vor 1626 als Schöffe zu Veere in Zeeland; er gab eine Geschichte des Krieges der Nieder⸗ lande gegen Spanien heraus, die er mit Liedern seiner Zeit illustrierte. 445. Wackernagel, Wilhelm, geb. 1806 in Berlin, 4 1869 als Professor der deutschen Sprache und Literatur am Päda⸗ gogium zu Basel. 367. Waloau, Georg Ernst, 1745—1817, Antistes in Nürnberg. 382. Walz, Johann Leonhard, geb. 1749 in Lörrach, bearbeitete 1787 ein neues badisches Gesangbuch, 1817 als Ober⸗ hofprediger in Karlsruhe. 217. Weber, J. R., unbekannt. 449. Wegelin, Josua, 1604— 1640, aus Augsburg, als Pfarrer in Preßburg. 141. Wegleiter, Christoph, geb. 1659 in Nürnberg, 1706 als Professor der Theologie und Prediger in Altdorf(Bayern). 42. Weingärtner, Sigismund, angeblich um 1600 Prediger in oder bei Heilbronn. 316. V 1—. 1590—1635, f als Prediger in Königsberg. — 234. Werlhof, Paul Gottlieb, 1699— 1767, Hofmedikus in Han⸗ nover. 228. Wessenberg, Ignaz Heinrich Karl Freiherr von, 1774—1860, geb. zu Dresden, katholischer Domherr und Generalvikar, zuletzt Bistumsverweser in Konstanz, aber vom Papste nicht Ecrifes⸗ seit und u0hl des Bistums(1827) Privatmann, chriftsteller und Wohltäter daselbst. 153. O Verzeichnis der Liederdichter. 70 hauung in 9. II S. 687. samkeit in sien, +als pellations⸗ enner und Veere in er Nieder⸗ seiner Zeit 1869 als am Päda⸗ nberg. 382. bearbeitete als Ober⸗ Us Pfarrer 1706 als ayern). 22. hrediger in königsberg. in Han⸗ 741860, neralvikar, apste nicht ivatmann, wetzel, Friedrich Gottlob, geb. 1779 in Bautzen, Schriftsteller und Zeitungsredakteur, 4 1819 zu Bamberg in den gebrück⸗ testen Verhältnissen. Seine Bibliothek war eine Bibel und ein Gesangbuch. 510. winckler, Johann Joseph, 1670— 1722, geb. zu Lucka in Sachsen⸗Altenburg, ein Freund Speners, Konsistorialrat und Domprediger in Magdeburg. 2831. Wolf, Jakob Gabriel, geb. 1684 in Greifswald, 4 1754 als Hofrat und Professor der Rechte in Halle a. d. S. 386. woltersdorf, Ernst Gottlieb, 1725—1761, geb. zu Friedrichs⸗ felde bei Berlin, Prediger in Bunzlau, Mitbegründer und Leiter des dortigen Waisenhauses, starb frühe infolge von überarbeitung. 175. 212. 256. 308. 491. Zaremba, Felician Graf von, geb. 1794 zu Zaroyin in Litauen, Missionar, 4 1874 im Basler Missionshaus, wo er 76 Jahre lang tätig war. 486. Zeller, Ernst Albert, 1804- 1877, geb. zu Heilbronn, lang⸗ jähriger Direktor der württembergischen Heil⸗ und Pflege⸗ anstalt Winnental bei Winnenden. 293. 294. Zimmermann, Johann Christian, 1702— 1783, 4 als Propst zu Ulzen in Hannover. 18. 554. Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von, 1700—1760, geb. zu Dresden, Gründer von Herrnhut und Stifter der Brüder⸗ gemeine(1727), verbrachte nach vielen Reisen die beiden letzten Lebensjahre ruhig in Herrnhut, wo er auch starb, verfaßte zahlreiche Schriften und dichtete bis ins Alter über 2000 Lieder. 166. 191. 300. Zinzendorf, Christian Renatus Graf von, zweiter Sohn des vorigen, 1727—1752, geb. in Herrnhut, in London, treuer Gehilfe seines Vaters. 169. Zollikofer, Georg Joachim, 1730—1788, geb. in St. Gallen, Prediger der reformierten Gemeinde in Leipzig. 257. Unbekannte Verfasser haben die Lieder: 137. 138(angeblich von Selnecker). 183. 185. 197. 207. 325. 342. 352. 368. 387. 496 424. 441. 443. 444. 453. 454. 405. 466. 467. 477. 482. 488. 490. 495. 496. 502. 503. 506. 520. 522. Lieder⸗Verzeichnis. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott und Herr/ wie groß Nr. Nr. Anbetungswürd'ger Gott 13 21 An Gott will ich gedenken 329 23 Auf,auf,ihr Reichsgenossen 59 223 Auf, auf, mein Geist, be⸗ Ach Gott, verlaß mich nicht 160 trachte 289 Ach Gott, vom Himmel sieh Auf Christi Himmelfahrt darein 160allein 14¹1 Ach sieh ihn dulden, bluten, Auferstanden, auferstanden 133 Herben 115 Auferstehn, ja auferstehn Ach wenn ich dich, mein Ewirst du. Gott, nur habe... 328 Auf Gott und nicht auf Ach wundergroßer Sieges⸗ meinen Rat. 334 Sheld. 140 Auf, ihr Posaunen, das Alle Jahre wieder 468 Nahen 68 Allein Gott in der Höh sei Auf, ihr Streiter, durch⸗ Soyy 156 gedrungen 299 Alle Menschen müssen Auf meinen Jesum will Rerben 401ich sterben 4⁰⁴ Alles ist an Gottes Segen 325 Auf meinen lieben Gott 316 Amen, deines GrabesFriede 121 Auf, Seele, auf und säume Am Grabe stehn wir stille 217 nichht. 83 Am Himmel ist gestanden Am Slberg weiß ich eine Sture Am Weihnachtsbaum die Lichter 473 Auf und mache dich bereit 9 Aus dem Himmel ferne. 513 476 Aus Gnaden soll ich selig werden 461 Aus irdischem Getümmel 92 Nr. Gott 13 denken 329 nossen 59 st, be⸗ 1. 289 lfahrt 4 anden 133 rstehn auf das durch⸗ 2 will Gott säume bereit 69 ferne. selig immel 92 E ů Lieder⸗Verzeichnis. 71⁴ Nr. Nr. Aus meines Herzens Der am Kreuz ist meine Liebe 111 Grunde 342 Der Christbaum ist der Aus tiefer Not söral 20 schönste Baum. 462 zu dir 221 Der du in Todesnächten 180 Der du trugst die Schmer⸗ Barmherziger, laß deine en aller 37 Gnade 197 Der du 31 0 erschienen 181 Befiehl du deine Wege 318 Der heil'ge Christ 0 Behalte mich in deiner kommen 81 Pflegae... 291 Der Herr bricht ein um Bei dir, Jesu, will ich Miitternacht 129 bleiben. 203 Der Herr ist meine Zuver⸗ Beschwertes Herz/ leg ab sicht 335 die Sorgen 42 Der Herr isten mein Henee Bleibt bei dem, der euret⸗ Hirt 20 willen 204 Der Herr ist mein Hirt. 510 Brich an, du schönes Mor⸗ ö Der Mond ist aufgegangen 52⁴4 genlicht.* 79 Der Sabbat ist vergangen 385 2 Der Sonntag kommt mit Christe, du Lamm Gottes, lleisem Tritt. 41 der du trägst 207 Der Tag ist hin, mein Jesu, Christ ist erstanden. 477 bei mir bleibe 351 Christ,sei achtsam, sei bereit 432 Dich, Jesum, lass' ich ewig Christus der ist mein Leben 398 nicht.. 273 Die Feinde deines Kreuzes Danket dem Herrn 440 drohn 172 Das alte Jahr vergangen Die Finsternis biee uns ir Jefangen 94 Das walte Gott, der hel— Die Gnade sei mit allen 242 fen kann. 386 Die Gnade unsers Herrn Dein König tommt in Jesu Christi 51 niedern Hüllen. 65 Die goldne Sonne, voll Dein Wort hast du uns, Freud 344 Herr, gegeben. 339220 Die Hanlichtel der Erden 4²³ Den Blick Ier und halte still 93 stehn. 200 7¹² Lieder⸗Verzeichnis. U Nr. Die ihr Christi Jünger 9 213 Ehre sei Gott in der 0. Die Sach ist dein, Herr und Friede 657 Jesu Christ. 486 Eine Herde und ein Hirt 17⁰ Dies ist der Tag, den Gott Einen goldnen Wanderstab 518 gemacht 77⁷ Einen guten Kampf hab'ich 399 Dies ist die Nacht/ daen mir Einer ist's, an dem wir erschienen 7³ hangen 182 Die Sonne sinket mieder. 358 Eines wünsch' ich mir vor Die wir uns allhier bei⸗ allem andern. 117 sammen finden.... 169 Ein' feste Burg ist unser Dir, dir, Jehova, will ich Gott 161 singen 12 Ein Gärtner geht im Garten 501 Du bist das Licht von Gott Ein Haupt hast du dem gesendet 38Volk gesandt 3 378 Du bist der Weg, die Ein Jahr geht hin, das Wahrheit. 90 andre kommt 307 Du, des Zukunft einst er⸗ Ein Lamm geht hin und flehten 66trägt die Schuld. 10⁰ Du gehest in den Garten Ein neues Jahr ist ange⸗ eten. 107 fangen 366 Du hast ein ewiges Er⸗ Eins hätten wir von Her⸗ barmen 2180 zen gern 50 Du Lebensbrot, Herr Jesu Eins ist not! Ach Herr, Christ 208 dies Eine 276 Du Lebensfürst/ Herr J Jesu Ein Wort ist mir ins Herz Christ. 139geschrieben—„269 Du lieber heib'ger frommer Empor zu Gott, mein Lob⸗ hrist 469 gesang 8⁰ Du, oschönes Weltgebäude 425 Endlich bricht der heiße Du⸗ schaust wohl Christi Tisge 393 Leiden an. 118 Erfüllt sind Stund' und Du Vater deiner Men⸗ Zeiten 82 schenkinder 274 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort 162 Ehre sei Gott in der 2 Erhör, o Gott, das heiße Der Herr ist. h 199 Hirt 179 rstab 718 b'ich 399 wir 82 rvor / inser 16 irten 701 dem —1 Lieder⸗Verzeichnis. Erinnre dich, mein Geist, erfreut. Er kommt, er tommt; geht ihm entgegen Ermuntert euch,— From⸗ men Ermuntre dich, mein schwacher Geist Es geht durch alle Lande Es ist das Heil uns kom⸗ men her Es ist ein Ros' entsprungen Es ist genug. So nimm, Herr, meinen Geist. Es ist nicht schwer ein Christ zu sein... Es ist noch eine Ruh vor⸗ handen Es ist noch Raum! Sein Haus ist noch nicht voll Es ist vollbracht! Er ist verschieden. Es kennt der Herr die Seinen Es kostet viel, ein Christ zu sein. Es zieht ein stiller Engel Fahre fort, fahre fort, Zion Fang dein Werk mit Jesu an. Fortgekämpft und foide rungen Freu dich sehr/ o meine Scelle Freut euch, ihr Christen lieben 233 403 278 Fröhlich soll mein Herze springen Frohlockt dem Herrn, bringt Lob und Dank Früh morgens, da die Sonn aufgeht Für alle Güte sei gepreist Geh aus, mein Herz Geht nun hin und grabt mein Grab Geist vom Vater, taue, taue Geist vom Vater und vom Sohne, Geist, der Heil Geist vom Vater und vom Sohne, weihe dir Gelobet sei der Herr, mein Gott Gelobet seist du, Jefu Christ Getreuer Gott, wie viel Geduldd 120 deinen Frieden uns, o Herr Gib Frieden, Herr, gib Frieden. 2 Goldne Abendsonne Gott, deine Gnad ist unser Leben Gott, deine Güte reicht so weit Gott der Gnaden, schwer beladen. Gott des Himmels und der Erden Gottes Stadt srht feñ gegründet. Nr. 73 —¹⁷ Lieder⸗Verzeichnis. — Gott hat in meinen Tagen Gott ist gegenwärtih Gott ist getreu. Sein Herz, sein Vaterherz Gott ist mein Hort, und auf sein Wort Gott ist mein Licht! Ver⸗ zage nicht, mein Herz. Gottlob! der Weg ist nun gebahnet Gottlob, ein Schritt Ewigkeit Gott, mein Trost und mein Vertrauen. Gott ruft der Sonn und schafft den Mond. Gott sei Dank durch alle Welt Gott Vater, aller Dinge Grund. Gott Bater in dem Him⸗ mel, sprich. Gott, vor dessen Angesichte Gott will's machen, daß die Sachen Großer Gott, wir loben dich Großer Hirte deiner Herden Hhabt ihr denn noch nie het Hallelujaljauchzt, ihr Chöre Halleluja! Jesus lebt. Halleluja! Lob, Preis und Ehr Halleluja, schöner Morgen Hallelujal Wie lieblich stehn 365 14 19 192 338 109 ů³½ 836 365 62 3½4 33 25 327 171 500 135 2125 158 4⁴ 145 Iaeden ri Hare, meine Seele. 1 deine Menschen⸗ lLiebe Heil'ge Liebe, die du mich Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth Herbei, o ihr Gläub'gen Herr, an dir hab' ich ge⸗ sündigt Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du in der Höhe wohnest. Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals hast dein Land. Herr, die Erde ist Hestattet Herr, du erforschest mich. Herr, du wollst uns vor⸗ bereiten. Herr, ein ganzer Leidenstag Herr, es ist von meinem Leben Herr, es sei mein Tun und Lassen Herr Gott, dich loben wir, wir preisen Herr höre, Herr erhöre Herr Jesu Christ, dein teures Bluu Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. HerrJesuChrist, dubschfes Gut 376 174 stag nem und wir, 370 zre. dein 174 zu stes O Lieder⸗Verzeichnis. 7¹⁸ Nr. Herr Jesu, du regierst. 185 B komm her⸗ Herr, laß mich deine Hei⸗ nieder 26171 ligung 290 Hoffe, Herz, nur mit Ge⸗ Herr, meine Leibeshütte 407 duld 3 Herr, öffne mir die Her⸗ Horch, es klopfet. 4⁵² zenstür. 186 Hört das Wort voll Herr, stärke mich, dein und Liebe 89 Leiden zu bedenken.. 113 Hüter Israels, behüte 30 Herr 230 Gott, dich loben wir 55 Qauchzet, ihr Himmel, froh⸗ Herr, vor deinem Angesicht 45 locket, ihr Engel 7⁰ Herr, wie du willst, so Jauchzt unserm Gott. 443 schick's mit mir 22 Ich armer Mensch, ich Herzlich lieb hab' ich dich 260 armer Sünder 226 Herzliebster Jesu, was hast Ich bete an die Macht du verbrochen. 97 der Liebe 27⁰ Herz und Herz vereint zu⸗ Ich bin bei allem Kum⸗ sammen 166 mer stille 23 00 335 Hier Gotteskinder und dort Ich bin ein Gast auf Erden 40⁰ Erben 305 Ich bin getauft auf deinen Hier ist mein Herzl Herr, Namen. 196 nimm es hin 204. Ich bin klein, mein Herz 50 Hier ist mein Herz! Mein Ich folge dir, mein Führer 91 Gott 492 Ich geh' zu deinem Grabe 127 Hilf, Herr Jesu, laß ge⸗ Ich glaube, daß mit Liebe 159 Ungen. 362 Ich habe nun den Grund Himmelan geht unsre gefunden 24⁰ Bahn 298 Ich hab' in Gottes Herz Himmelan, nur himmelan 302 und Sinn. 319 Hindurch, hindurch mit Ich hab' in guten Stunden 392 Freuden.. 293 Ich hab' von ferne, Herr, Hirte deiner Schafe.356 deinen Thron.. 530 Höchster, denk' 30 an die Ich komme, Herr, und Güte 229 suche dich. 211 Höchster 238—0 wir danken Ich sag' es ien, daß er Dir 2%½ lebt 136 7¹⁶ Lieder⸗Verzeichnis. Ich schäme mich des Hei⸗ lands nicht. Ich senke mich in deine Wunden Ich singe dir mit Herz und und. Ich steh' an deiner Krippe Hier Ich steh' in meines Hernn Hand. Ich sterbe täglich, und mein Leben Ich und mein Haus, 1 wir sind bereit.—.—— Ich weiß, glaube Ich weiß, daß mein n Er⸗ löser lebet Ich weiß von andern Grunde Ich weiß von vielen Kind⸗ lein Ich will dich lieben, meine Stärke Ich will Gott den Herren Ich will in Gott mich fassen Ich will streben nach dem Leben Je größer Kreuz, je naher Himmel Jehova, Jehova, Jehova. Jerusalem, du hochgebaute Stadt Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, der du meine Seele Jesu, dir leb ich. an wen ich teinem Nr. Jesu, Freund der Men⸗ schenkinder. Jesu, geh voran auf der Lebensbahn. Jesu, großer Wunderstern Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Licht Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus herrscht als König Jesu, Seelenfreund der Deinen Jesus ist der gute Hirte Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder an Jesus soll die Losung sein Jesu, Todesüberwinder Ihr Hirten, erwacht Ihr Kinderlein, kommet. Immer muß ich wieder lesen In allen meinen Taten. In die Ferne ich ziehen In dir ist Freude in allem Leide Ist Gott für mich/ so trete Kehre wieder, kehre wieder, der du dich Kommet, ihr Hirten, ihr Männer Kommet, ihr Kinder, mit fröhlichem Herzen omm, mein Habt in Jesu Leiden 2.5 Nr. 216 465 212 n Lieder⸗Verzeichnis. 717 ö Nr. Nr. Komm, o heil'ger Geist, Lobe den Herren, den mäch⸗ hernieder 155 tigen König der Ehren 6 Komm, o komm, du Geist Lobe den Herren, o meine des Lebens 149 Seele 11 Kommt ins Reich der Liebe 308 Lobt den Höchsten, desue Kommt, Kinder, laßt uns lebet. 134 gehen— 168 Lobt froh den Herrn 2 König der Könige, sei uns Lobt Gott, ihr Christen im Staube willkommen 67 allzugleich. 456 König Jesu, streite, siege 188 Lobt, ihr Ainden msan Herrn: 438 Laß dein mich 05 und bleiben. 52 Mache dich, mein Geist, Lasset uns im Geiste bereit 280 wandeln 259 Mach, Herr, ein u Herz aus Lasset uns mit Jesu ziehen 296 den zweien.. 38⁰ Laß mich, o Herr, in allen Macht hoch die Tür, die Dingen. 257 Tore weit. 57 Laß mir die deiner Meine Lebenszeit verstreicht 408 Leiden. 114 Meinen Heiland im Herzen 527 Laßt mich gehn 532 Meinen Jesum lass' ich Laßt uns nun mit Jesu nicht.. 203 Wziehen. 6 Mein erst Gefühl sei Preis Laß, Vater, deinen guten und Dannk 348 Geist 249 Meines Herzens reinste Lehr mich beten, Gott. 4⁴⁷ Freude 27⁵ Liebe, die du 5 zum Mein Gott, das Herz ich Bilde 6.267 bringe. 25⁰ Lieber Vater hoch im Mein Gott, ich weiß wohl, Himmel 446 daß ich sterbe. 406 Liebster Jesu, wirs sind hier, Mein Gott, nun ist es deinem Worte nachzu⸗ wieder Morgen 340 leben 195 Mein Gott, weil ich in Liebster Jesu, wir sind hier, meinem Leben 23925⁰— dich und dein Wort an⸗ Mein Heiland ist mein zuhören. 40 Steuermann. 503 Lieder⸗Verzeichnis. — Mein lieber Gott, gedenke meiner Mein Vater, der im Him⸗ mel wohnt Menschenfreund, nach dei⸗ nen Bildzz Mir ist Erbarmung wider⸗ fahren Mir nach, spricht Christus unser Held Mit dem—.— fang alles an. Mit Ernst, 0 Menschen⸗ kinder Mit Jesu fang' ich an Mittler, alle Kraft der Worte Morgenglanz der Ewigkeit Müde bin ich, geh' zur Ruh Näher, mein Gott, zu dir Nicht daß ich es ergriffen hätte l der Anfang, nur das nicht Nicht Opfer und Gaben Nr. Nimm hin mein Herz, Gott, nimm es an. Nun bringen wir den Leib zur Ruh Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund. Nun danket alle Gott und Sebet imm.. Nun danket all und bringet Ehr Nun geh uns auf, du Morgenstern Nun gingst auch du zur Sabbatsruh. Nun gottlob, wir stehen hier Nun jauchzet all, ihr Frommen Nun laßt uns gehn und treten Nun muhen alle Wälder. Nun Gott geweiht Nun singet und seid froh Nun so bleibt es fest dabei Nun so will ich denn mein Leben sind die Kindlein Nur mit Jesu will ich O Christ, erhebe Herz und Sinn O daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätte O du allersüßste Freude. O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Oster⸗ zeit O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Pfing⸗ stenzeit O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weih⸗ nachtszeit PPDPD 460 —H Lieder⸗Verzeichnis. —¹9 O du Liebe meiner Liebe. O Durchbrecher allerBande O Gott, du frommer Gott. O Gottes Geist und Christi Geist. O Gott, von dem u wir alles haben O Haupt voll Blut und Wunden O heil'ger Geist, kehr bei uns ein. O Jerusalem, du schöne O Jesu Christ, du wahres Licht O Jesu, Herr der Herrlich⸗ keit —.—. Jesu, Gottes Sohn Jesu, süßes Licht. Otlage nicht, wenn dir dein Gott. O komm duGeist der Wahr⸗ heik O Lamm Gottes, unschul⸗ dig O lieber Heilandd JesuChrist O selig Haus, wo man dich aufgenommen Ostern ist heut. Ostern, Ostern, Frühlings⸗ wehen O süßester der Namen all O Traurigkeit, o Herzeleid O Vater der Barmherzig⸗ keit, ich falle dirn O Welt, sieh hier dein Leben Nr. 108 O wie freun wir uns der 277 Stunde. 24 O wie fröhlich, o wie selig O wie mögen wir doch unser 152 Leben. O wie selig seid ihr doch/ 369 ihr Frommen 101 Pfingsten ist heut. 146 Ringe recht, wenn Gottes 427 Gnade 102 Ruhe ist das beste Gut Rüstet euch, 0 1. leute Schaffe in mir, Gott. Schaffet, schaffet, Men⸗ schenkinder—* Schmücke dich, o liebe Seele Schönster Herr Jesu Schwing dich auf zu dei⸗ nem Gott Seele, geh nach Golgatha Seelen, laßt uns Gutes tun Seele, sei zufrieden Seele, was ermüdst du dich Segne und behüte. Seht die Lilien auf dem Feld Seid barmherzig, Men⸗ schen! Höret Sei getreu bis an das Ende Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut Nr. 48 4²8 22 21 484 281 7²⁰ Lieder⸗Verzeichnis. U Nr. Nr. Sei mir Een ge⸗ Such, wer da will, ein grüßet 105 ander Ziel 29234 Sei zufrieden, mein Ge⸗ Süßer die Glocken nie müte. 3 332 kkllingen. 417⁴ Selig sind des Himmels ö Erben 434 Teures Wort aus Gottes Siegesfürst und Ehren⸗ Munde. 85 könig.· 143 Tochter Zion, freue dich„458 Sieh,—— bim ich Ehen Treuster Meister, deine konig: 41 Worte— 187 Sieh uns fertig, gegen⸗ Tu nichts Böses, tu es wärtig. 49 nicht 511 Singet Gott, denn Gott Tut mir auf die fon⸗ ist Liebe 1 Pfortee 43 So feierlich und stille. 45⁰0 So fliehen unsre Tage hin 359 Uberwinder, nimm die So jemand spricht: Ich Palmen 129 liebe Gott 9— 307 Unser Gott ist lauter Liebe 4⁴⁴4 Sollt' es gleich bisweilen Unsern Ausgang segne scheinen. 324 Gott Sollt' ich jetzt noch, da Unter Lilien jener Freuden 729 mir schhocon 258 Unter tausend frohen Sollt' ich meinem Gott Stunden 473 nicht singen 8 leanen aller Seligkeiten. 32 Sollt' ich meinem Gott nicht trauen. 322 valet will ich dir geben. 397 So nimm denn meine Vater, deines Geistes Hände 448 Wehen 9. 1.7 Sorge, Herr, für unsre Vater, kröne du mit Segen 377 Kinder 381 Vater, lieber Vater, höre 29 So ruhest du, o meine Ruh 120 Verwirf mich nicht im So wahr der Allerhöchste Alter 388 lebet 390 Verzage nicht, du Häuf⸗ Steil und dornicht ist der lein klein 16⁴ Pfad Stille Nacht, heil'ge Nacht 303 463 Volk des Herrn, du baf hienieden ottes dich deine u es ch 5 ne die Liebe segne euden rohen eiten. eben. zeistes Segen höre t im dauf baf — Lieder⸗Verzeichnis. Voller Ehrfurcht, doch mit Freuden Vom Aufgang bis zum Niedergang Vom Himmel hoch da komm' Nr. 21 ö Was Gott tut, das ist wohlgetan; es bleibt gerecht. 115. 177 Was Gott tut, das ist wohlgetan, so denken. 455 Was hätt' ich, hätt' ich Jesum nicht. Was macht ihr, daß ihr weinet Was mein Gott will, ge⸗ scheh' allzeit. 219. Was nah ist und was ferne Was wär' ich ohne dich gewesen. Weicht, ihr Berge, sun ihr Hügel. Weihnacht ist heute. Weil ich Ise, 9. m bin Weißt du, wer dich inn Wenn Von des Himmels Thron 202 Von dir, du Gott der Einigkeit 382 Von Gnade will ich leben 248 Von Gott will 5 nicht lassen 315 Von Grönlands gen Bergen. 485 Von Jesu will ich nim⸗ mer wanken 268 Vor dir, Todesüberwinder 205 Wach auf, du Geist der ersten Zeugen 7101¹ 167 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin 124 Wach auf, mein Herz, und singe 345 Wachet auf, erhebt die Blicke 184 Wachet auf! ruft uns die Stimme 418 Walte, walte nah und fern. 193 Warum follt' ich mich denn grämen 321 Was freut mich noch, wenn du's 272 Was Gott tut, das ist wohlgetan; er gibt. 412 Evang Gesangbuch. liebet Weißt du, wie viel Stern⸗ lein Wen Jesus liebt. 28 Wenn Christus der Herr. Wenn Christus seine Kirche schütt Wenn der Herr einst die Gefangnen Wenn ich ihn nur habe Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. Wenn kleine Himmels⸗ erben. mein Stündlein vorhanden ist 2 —²² Lieder-Verzeichnis. — Wenn mich die Sünden kränken Wenn uns die W kränken. Wer das Kleinod will er⸗ langen Werde Licht, du Volt der Heiden Werde munter, mein Ge⸗ müte Wer Gottes Wort nicht hält und spricht. Wer ist wohl wie du. Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer sich auf sen:Scwach heit stützt. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende Wie fliegt dahin der Men⸗ schen Zeit. Wie fröhlich bin 10 auf⸗ gewacht Wie groß ist des All⸗ mächt'gen Güte Wie gut ist's, von der Sünde frei. Wie könnt' ich ruhig schlafen Wie könnt' ich sein ver⸗ gessen Wie lieblich ist's hienieden Wie mit grimm'gem Un⸗ verstand. Wie le ist's doch/ Herr Jesu Christ.. Nr. 99 .3312 282 40² 50⁴4 37 Wie schön leucht't uns der Morgenstern. Wie Simeon verschieden. Wie soll ich dich emp⸗ fangen Wie wird's im ew'gen Frühling sein Wie wohl ist mir, o Freund der Seele Willkommen, 1998 im Streite Willst du noch länger draußen stehn Wir alle, Gott und Vater, bringen Wir danken dir, Herr Jesu Christ Wirf ab des Tages Lasten Wir flehn um deine Gnade Wir freuen uns, Herr Jesu Christ. Wirf Sorgen und Schmerz Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir nahen uns, o Gottes Sohn Wir singen dir, Immanuel Wir singen und verkünden Wir treten zum Beten Wir warten dein, o Gottes Sohn Wo findet die Seele Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wohlauf, wohlan letzten Gang zum Rr. 21 391 6¹ 436 237 21 391 66606 Leder⸗Verzeichnis. 7²³ Nr. Nr. Wohl dem, der Jesum Seuch ein zu deinen Toren 148 liebeet 188 Zeuch hin, mein Kind, Womit soll ich dich wohl denn Gott selbst fordert loben 191 dich 411 des höchsten Mun⸗ Zieh uns nach dir, so *— 1290eilen winm 142 Wo pil du hin, weil' 8 Zieht im Frieden. 493 Abend ist...... 352 Zwei der Jünger gehn mit Wunderbarer König. Sehnen. 125 ——— IE—... — .— — SSSE —.— — ..