14⁰⁵ 22.* * 29332— 0 Nrei N 7 SN 33 r* *** 7 5 2 *————— * *. 2 2— + E ** +—— 2.— N 228* I 27 — 47— +8 —— *7 *** *. — 22— 7. * 2275— 09* N 2— —————ͤ—‚——— Alphabetisches Uerzrichnis der Lieder. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Chrisssêttnu. 29 Ach bleib mit deiner Gnade 30 Ach wundergroßer Siegeshebbbd 23 Allein Gott in der Höh sei Thhhnrtrrtt 28 Alle Menschen müssen sterben 68 Als Jesus von seiner Mutter ginng 88 Aus dem Himmel serne 110 Aus tiefer Noth schrei ich zu diteiiir. 46 Besichl du deine Wegee 7 58 Christe, du Lammn Gottees 13 Christ ist erstanden von der Marter alle 19 Christus der ist mein Lebeen 69 Danter dem Herrn M 102 Das neugeborne Kindeleen 86 Der beste Zreun eeeee ĩ5 9⁵ Der Christbaum ist der schönste amnm 74 Der Mond ist ausgegangeenn 113 Der Sonntag ist gekommzen 113 Die armen Heiden jammern micch 86 Die Onade sei mit alleen 110 —* 760 T 2 —— ISX 2 3 6 0 Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Seite Die Gnade unsers Herr. 7 12⁴ Dies ist der Tag, den Gott gemachchchkt. 5 Dir, dir, Jehovah, will ich singen 36 Die wir uns allhier beisammen findeeenn 125 Du lieber, heilger, frommer Chrirrrtr. 76 Eine Herde und ein Hirrrt. 87 Ein seste Burg ist unser Gooarakk 31 Ein Gärtner geht im Garten 96 Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld.. 13 Eins ist Noth, ach Herr, dies Eine 49 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wor 33 Erstanden ist der heilge Chrisútttttt 93 Es ist ein Ros entsprung.een 77 Es kennt der Herr die Seinen. 116 Fang dein Werk mit Jesu[nn 67 Geh aus, mein Herz, und suche Freuudddnd. 11⁴ Gelobet sei der Her. w 28 Gelobet seist du, Jesu Chrir 6 Gott des Himmels und der Erden 6⁴ Gott sei Dank durch alle Weelt. 1 Großer Gott, wir loben diiiih 103 Harre, meine Seeleeeee. 10⁵ Herbei, o ihr Gläubigaees 78 Herr Jesu Christ, dich zu uns wendn 34 Herr, wie du willt, so schicks mit mirr... 50 Ich bin ein kleines Kindeleiinn 96 Ich bin getauft auf deinen Namen 33 Ich habe nun den Grund gefundden 47 134 Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Ich singe dir mit Herz und Mund Jerusalem, du hochgebaute Staddtt Jesu, geh voran auf der Lebensbahnhss Jesu, großer Wundersteernns Jesus lebt, mit ihm auch ich Deiuz, meine Zuversiccht. Jesus nimmt die Sünder amnmn* Oor Kinderlein, kommet Immer muß ich wieder lesen In allen meinen Thateeen Dt Gott für mich, so treetee Laß mich dein sein und bleibbeen Laßt mich geÿᷣnn Lieyster Jesu, wir sind hier 8 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Lobe den Herren, o meine Seetrle.. Lobt froh den Herrn 3 Lobt Gott, ihr Christen alle gleiicchhhhh Mache dich, mein Geist, beree Macht hoch die Thürrr Maria, die wollt wandlen geaee Meinen Jesum laß ich nicrchchhht. Mein Jesu, schmücke miieeer Mein Vater, der im Himmel wohnt Mir ist Erbarmung widerfahreen. Mir nach, spricht Christus, unser Hebdd. Mit Ernst, o Menschenkinder Nun bitten wir den heilgen Geissssûaa⁊... Nun danket alle Goart Nun danket all und bringet CErrrrrrrr. ÿIIssng „¶DEÆE Æ&ÆLT CdILq;ᷓ—2222 *** Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. 135 Seite Nun laßt uns gehn und tretten 10 Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeiit 42 Nun ruhen alle Wälberr 65 Nun so bleibt es sest dabeelllll 98 O daß ich tausend Zungen hätte 43 du fröhliche— Osterzeitt 9⁴ O du fröhliche— Pfingstenzeette 9⁴ O du fröhliche— Weihnachtszeirt 8²2 DOott, du frommer Gorlt 5⁴4 O Haupt voll Blut und Wundddnn 14 O heilger Geist, kehr bei uns een 25⁵ O Jesu Christe, wahres Lictrtt 12 Lamm Gottes, unschuldiiiiiissͤd 16 D Welt, sieh hier dein ebbktdn 16 Sag, was hilft alle Weerrt 119 Schönster Herr JesssrWuuu 99 Seelenbräutigammmem:m 9 56 Sei Lob und Ehr dem höchsten Girrrrtrt. 4⁵ So nimm denn meine Händdde 108 So ruhest du, o meine Ruhuayyy 18 Steht auf, ihr lieben Kinderlein 112 Stille Nacht. 83 Such, wer da will, ein ander Ziei“lalll 57 Thut mir auf die schöͤne Pforte 35 Tochter Zion, freue di 73 Unsern Ausgang segne Goltrt 36 Vom Himmel hoch da komm ich her 136 Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Wach auf, du Geist der ersten Zeugen. 98 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin Wachet auf, ruft uns die Stimmʒmme Was Gott thut, das ist wohl gethan. Was hätt ich, hätt ich Jesum nicht... 6 Weil ich Jesu Schäflein bin. Weißt du, wie viel Sterrereeenen Wer nur den lieben Gott läßt waltten Wer weiß, wie nahe mir mein Endde. Wie lieblich ist's hienieden Wie sie so sanft ruiuunununn˙ngggg Wie soll ich dich empfangen. Wir bitten dich, o Jesuleieiininn Wir danken dir, Herr Jesu Chriiik Wirf Sorgen und Schmerz. Wir singen dir, Immanueels. Wo findet die Seele die HeimwW. Wollt ihr wissen, was mein Preiss Zeuch ein zu deinen Thoreeenn_ Zieht in Frieden eure Pfadde. Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig. 2.— — 2 7 2 1 2 — Kirchenlieder. Advent. 1. Mel.: Nun komm, der Heiden Heiland. 1* Gott sei Dank durch alle Welt, Der sein Wort beständig hält, Und der Sünder Trost und Rath Zu uns her gesendet hat. 2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Und was sie geprophezeit, Ist er⸗ füllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Der wohl zweigestammte Held Hat sich treulich eingestellt. ö 4. Sei willkommen, o mein Heil, Dir Hosanna, o mein Theil! Richte du auch eine Bahn Dir in mei⸗ nem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Es gehöret dir al⸗ lein, Mach es, wie du gerne thust, Rein von aller Sünden Wust. 6. Und gleichwie dein Zukunft war Voller Sanft⸗ muth, ohn Gefahr: Also sei auch jederzeit Deine Sanftmuth mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans schlaue List Sich zu hoch für mich vermißt. 1 Abvent. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, Daß ich, aller Angste frei, Dir im Glauben um und an, Selig bleibe zugethan; 9. Daß, wenn du, du Lebensfürst, Prächtig wie⸗ derkommen wirst, Ich dir mög entgegengehn Und vor dir gerecht bestehn. H. Held, um 1650. * Eigene Melodie. 1. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, Ein König aller Kö⸗ nigreich, Ein Heiland aller Welt zugleich, Der Heil und Leben mit sich bringt; Derhalben jauchzt, mit Freu⸗ den singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Schöpfer reich von Rath! 2. Er ist gerecht, ein Helfer werth, Sanftmüthig⸗ keit ist sein Gefährt, Sein Königskron ist Heiligkeit, Sein Scepter ist Barmherzigkeit; All unsre Noth zu End er bringt, Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland, groß von That! 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, So die⸗ sen König bei sich hat; Wohl allen Herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freuden⸗ sonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Ge⸗ lobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, Eur Herz zum Tempel zubereit; Die Palmen der Gottse⸗ ligkeit Streut hin mit Andacht, Lust und Freud; So kommt der König auch zu euch, Ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, Voll Rath, voll That, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, Meins Herzens Thür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnade ein, Dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein — ete Advent. heilger Geist uns führ und leit Den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr! G. Weißel, 4 1635. 3. Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 1. Mit Ernst, o Menschenkinder, Das Herz in euch bestellt: Bald wird das Heil der Sünder, Der wunderstarke Held, Den Gott aus Gnad allein Der Welt zum Licht und Leben Versprochen hat zu geben, Bei allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt; Macht alle Bahnen recht, Die Thal laßt sein erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demuth liebet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmuth übet, Mit Angst zu Grunde geht; Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen In dieser Gnaden⸗ zeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst be⸗ reit. Zeuch in mein Herz hinein Vom Stall und von der Krippen; So werden Herz und Lippen Dir ewig dankbar sein. B. Thilo, 4 1662. ö 4. Mel.: Valet will ich dir geben. 1. Wie soll ich dich empfangen, Und wie begegn' ich dir? O aller Welt Verlangen, O meiner Seelen Zier! O Jesu, Jesu, setze Mir selbst die Fackel bei, Damit, was dich ergötze, Mir kund und wissend sei. 1* Advent. 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin; Und ich will dir in Pfalmen Ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis, Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Da Fried und Freude lacht, Da bist du, mein Heil, kommen Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stund in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren, Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie irdisch Reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Himmelszelt, Als das geliebte Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammers⸗ last, Die kein Mund aus kann sagen, So fest um⸗ schlungen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, Du herzbetrübtes Heer, Bei denen Gram und Schmerze Sich häuft je mehr und mehr; Seid unverzagt, ihr habet Die Hilfe vor der Thür, Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Ar⸗ mes Macht; Er kommt, er kommt mit Willen Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Noth zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sün⸗ denschuld. Nein! Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Weihnachten. Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib ihr Erb und Theil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? Ihr Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem wahrlich alle Feind Auf Erden viel zu wenig Zum Widerstande sind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ewgen Licht und Wonne In deinen Freudensaal. P. Gerhardt, 4 1676. Weihnachten. 5. Mel.: Vom Himmel hoch da komm ich her. 1. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht, Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward, Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Ehrfurcht still, Er betet an, und er er⸗ mißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Hen Theil, Erscheinst im Fleisch und wirst uns eil. Weihnachten. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir: Ich komm, e im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen thu ich 7 gern. Gelobt sei, der da kommt im Herrn. 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffendsahn, Dich, Gott Messias, bet ich an! 5 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler“ ist's, der sie erhält: Was zagt der Mensch, wenn der 3 ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt, Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. Chr. F. Gellert, 4 1769. X 6. E Eigene Melodie. 1. Gelobet seist du, Jesu Christ, Daß du Mensch geboren bist Von einer Jungfrau, das ist wahr. Deß freuet sich der Engel Schar. Kyrieleis!(Halleluja!) ů 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippen findt, In unser armes Fleisch und Blut i Verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis! ö 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, Der liegt in Marien Schoß; Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding erhält allein. Kyrieleis! 4. Das ewig Licht geht da herein, Giebt der Welt Weihnachten. ein'n neuen Schein, Es leucht wohl mitten in der Nacht Und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast in der Welt hie ward, Und führt uns aus dem Jammerthal, Er macht uns Erben in sein'm Saal. Kyrieleis! 6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm Und in dem Himmel machet reich Und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis! 7. Das hat er alles uns gethan, Sein groß Lieb zu zeigen an; Deß freu sich alle Christenheit Und dank ihm deß in Ewigkeit. Kyrieleis! ö Luther, 4 1546. 17. Eigene Melodie. 1. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich, In seinem höchsten Thron, Der heut schleußt auf sein Himmel⸗ reich:]: Und schenkt uns seinen Sohn. 1 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß Und wird ein Kindlein klein, Er liegt dort elend, nackt und bloß : In einem Krippelein. 3. Er äußert sich all seiner G'walt, Wird niedrig und gering, Und nimmt an sich ein's Knechts Gestalt, Der Schöpfer aller Ding. 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, Nimmt von ihr seine Speis, An dem die Engel sehn ihr Lust, Denn er ist Davids Reis; 5. Das aus sein'm Stamm entsprießen sollt In dieser letzten Zeit, Durch welchen Gott aufrichten wollt:]: Sein Reich, die Christenheit.: 6. Er wechselt mit uns wunderlich: Fleisch und Weihnachten. Blut nimmt er an, Und giebt uns in sein's Vaters Reich el Die klare Gottheit dran;: 7. Er wird ein Knecht, und ich ein Herr, Das mag ein Wechsel sein! Wie könnt er doch sein freund⸗ licher,: Das Herze⸗Jesulein. 8. Heut schleußt er wieder auf die Thür Zum schönen Paradeis; Der Cherub steht nicht mehr dafür; Gott sei Lob, Ehr und Preis.: N. Herman, 4 1561. 8. 1. Vom Himmel hoch da komm ich her, Ich bring euch gute neue Mähr. Der guten Mähr bring ich so viel, Davon ich sing'n und sagen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindelein so zart und fein; Das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, Der will euch führn aus aller Noth, Er will eur Heiland sel⸗ ber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, Die Krippen, Windelein so schlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, Das alle Welt erhält und trägt. 6. Deß laßt uns alle fröhlich sein, Und mit den Hirten gehn hinein, Zu sehn, was Gott uns hat be— schert, Mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dorthin, Was liegt dort in dem Krippelein? Weß ist das schöne Kin⸗ delein? Es ist das liebe Jesulein. Weihnachten. 8. Sei uns willkomm'n, du edler Gast! Den Sün⸗ der nicht verschmähet hast, Und kommst ins Elend her zu mir. Wie soll ich immer danken dir! 9. Ach mein herzliebes Jesulein! Mach dir ein rein sanft Bettelein, Zu ruhn in meines Herzens Schrein, Daß ich nimmer vergesse dein. 10. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, Der uns schenkt seinen eingen Sohn! Deß freuen sich der Engel Schar Und singen uns solch neues Jahr. Luther, 4 1546. 9. Mel.: Gelobet seist du, Jesu Christ. 1. Wir singen dir, Immanuel, Du Lebensfürst und Gnadenquell, Du Himmelsblum und Morgen⸗ stern, Du Jungfrausohn, Herr aller Herrn. Halle⸗ luja! 2. Wir singen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o lang gewünschter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir gewacht; Dich hat gehofft so lange Jahr Der Väter und Propheten Schar. Halle⸗ luja. 4. Nun, du bist hier, da liegest du, Hältst in dem Kripplein deine Ruh; Bist klein, und machst doch alles groß, Bekleidst die Welt, und kommst doch bloß. Hal— leluja. 5. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. Halleluja. 6. Der Will ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und Neujahr. was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. Hal⸗ leluja. 7. Darum hab ich so guten Muth, Du wirst auch halten mich für gut; O Jesu Christ, dein frommer Sinn Macht, daß ich so voll Trostes bin. Halleluja. 8. Du bist mein Haupt, hinwiederum Bin ich dein Glied und Eigenthum, Und will, so viel dein Geist mir giebt, Stets dienen dir, wie dir's beliebt. Halleluja. 9. Ich will dein Halleluja hier Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Soll's schallen ohne Zeit und Zahl. Halleluja. P. Gerhardt, 1 1676. Nenjahr. 10. Mel.: Nun laßt uns Gott dem Herren. 1. Nun laßt uns gehn und treten Mit Singen und mit Beten Zum Herrn, der unsrem Leben Bis hieher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten zu dem neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern In schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch, und nichts minder Läßt Gott ihm seine Kinder, Wenn Noth und Trübsal blitzen, In seinem Schoße sitzen. 5. Ach Hüter unsers Lebens, Fürwahr es ist ver⸗ er Fest der Erscheinung. 11 gebens Mit unsrem Thun und Machen, Wo nicht dein Augen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden! 7. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In unsrem Kreuz und Leiden Ein Brunnen unsrer Freuden. 8. Gieb uns und allen denen, Die sich von Herzen sehnen Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das sich gedulde. 9. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen Die Gnaden⸗ sonne scheinen. 10. Sei der Verlaßnen Vater, Der Irrenden Be⸗ rather, Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe. 11. Hilf gnädig allen Kranken, Gieb fröhliche Ge— danken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermuth quälen. 12. Und endlich, was das meiste, Füll uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere Und dort zum Himmel führe. 13. Das alles wollst du geben, O unsers Lebens Leben, Uns und der Christenschare Zum selgen neuen Jahre. P. Gerhardt, t 1676. Fest der Erscheinung. 11. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1. Jesu, großer Wunderstern, Der aus Jakob ist erschienen, Meine Seele will so gern Dir an deinem Fest der Erscheinung. Feste dienen; Nimm doch, nimm doch gnädig an, Was ich Armer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, Wie ich's von dir selber habe Und damit beschenket bin; So ist dir's die liebste Gabe; Laß es auch bewährt und rein In des Elends Ofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, Laß ihn gnädig dir genügen. Herz und Lippen sollen stets, Ihn zu opfern, vor dir liegen; Wenn ich bete, nimm es auf Und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; Ach, mich schmerzet meine Sünde! Aber du bist fromm und treu, Daß ich Trost und Gnade finde, Und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. E. Neumeister, 1 1756. 12. Mel.: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. (Oder in der Mel.: Erhalt uns, Herr.) 1. G Jesu Christe, wahres Licht, Erleuchte die dich kennen nicht, Und bringe sie zu deiner Herd, Daß ihre Seel auch selig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, Die in Irr⸗ thum verführet sein, Auch die, die heimlich noch ficht an In ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat Von dir, das suche du mit Gnad Und sein verwundt Gewissen heil, Laß sie am Himmel haben Theil. 4. Den Tauben öffne das Gehör, Die Stummen richtig reden lehr, Die nicht bekennen wollen frei, Was ihres Herzens Glauben sei. 5. Erleuchte die da sind verblendt, Bring her die sich von uns getrennt, Versammle die zerstreuet gehn, Mach feste die im Zweifel stehn. — Passionszeit. 13 6. So werden sie mit uns zugleich, Auf Erden und im Himmelreich, Hier zeitlich und dort ewiglich Für solche Gnade preisen dich. J. Heermann, 1 1647. Passionszeit. 13. 1. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünde der Welt, gieb uns dein' Frieden! 14. Mel.: An Wasserflüssen Babylon. 1. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld Der Welt und ihrer Kinder, Es geht und träget in Geduld Die Sünden aller Sünder; Es geht dahin, wird matt und krank, Ergiebt sich auf die Würgebank, Verzeiht sich aller Freuden; Es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod, Und spricht: ich will's gern leiden. 2. Das Lämmlein ist der große Freund Und Hei⸗ land meiner Seelen; Den, den hat Gott zum Sün⸗ denfeind Und Sühner wollen wählen: Geh hin, mein Kind, und nimm dich an Der Kinder, die ich ausgethan Zur Straf und Zornesruthen; Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, Du kannst und sollst sie machen los Durch Sterben und durch Bluten. Passionszeit. 14 3. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, Leg auf, ich will dir's tragen; Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken ist dein Sagen. O Wunder⸗ lieb, o Liebesmacht, Du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen; O Liebe, Liebe, du bist stark, Du streckest den ins Grab und Sarg, Vor dem die Felsen springen! 4. Mein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn Dich will ich stets, gleich wie du mich, Du sollst sein meines Her⸗ zens Licht, Und wann mein Herz in Stücke bricht, Sollst du mein Herze bleiben; Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiermit zu deinem Eigenthum Be⸗ ständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit Bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit Zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir Und deinem Namen für und für In Dank⸗ barkeit ergießen, Und was du mir zu gut gethan, Das will ich stets, so tief ich kann, In mein Gedächt⸗ nis schließen. nicht lassen, Mit Liebesarmen fassen; P. Gerhardt, + 1676. 15. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 1. OHaupt voll B und voller Hohn; O Haupt zum Spott ge einer Dornenkron; höchster Ehr und Zier, Jetzt aber Gegrüßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, Dafür sonst schrickt und scheut Das große Weltgewichte, Wie bist du so be⸗ Wer hat dein Augen⸗ speit, Wie bist du so erbleichet! lut und Wunden, Voll Schmerz bunden Mit O Haupt, sonst schön gekrönet mit höchst verhöhnet, Passionszeit. licht, Dem sonst kein Licht mehr gleichet, So schänd— lich zugericht? 3. Nun, was du, Herr, erduldet, Ist alles meine Last, Ich hab es selbst verschuldet Was du ge⸗ tragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, Der Zorn verdienet hat; Gieb mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad! 4. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Guts gethan: Dein Mund hat mich gelabet Mit süßer Gnadenkost, Dein Geist hat mich begabet Mit mancher Himmelslust. 5. Ich will hier bei dir stehen, Verachte mich doch nicht; Von dir will ich nicht gehen, Wann dir dein Herze bricht; Wann dein Haupt wird erblassen Im letzten Todesstoß. Alsdann will ich dich fassen In meinen Arm und Schoß. 6. Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund, Für deines Todes Schmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach gieb, daß sich mich halte, Zu dir und deiner Treu, Und wann ich nun erkalte, In dir mein Ende sei. 7. Wann ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir, Wann ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wann mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß mich aus den Ang⸗ sten Kraft deiner Angst und Pein. 8. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Und laß mich sehn dein Bilde In deiner Kreuzesnoth; Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. P. Gerhardt, 1 1676. Passionszeit. 16. Eigene Melodie. 1 0 Lamm Gottes unschuldig, Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit funden geduldig, Wie⸗ wohl du wardst verachtet. All Sünd hast du getragen, —. müßten wir verzagen; Erbarm dich unser, o esu. 2. O Lamm Gottes unschuldig, Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit funden geduldig, Wie— wohl du wardst verachtet. All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen; Erbarm dich unser, o Jesu. 3. O Lamm Gottes unschuldig, Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit funden geduldig, Wie⸗ wohl du wardst verachtet. All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen; Gieb uns dein Frieden, 0 Jesu. N. Deeius, 4 um 1529. 17. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 1. O Welt, sieh hier dein Leben Am Stamm des Kreuzes schweben, Dein Heil sinkt in den Tod! Der große Fürst der Ehren Läßt willig sich beschweren Mit Schlägen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, Sein Leib ist ganz mit Schweiße Des Blutes überfüllt; Aus sei⸗ nem edlen Herzen Vor unerschöpften Schmerzen Ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So übel zugericht'tt? Du bist ja nicht ein Sünder, Wie wir und unsre Kinder, Von üÜbelthaten weißt du nicht. Passionszeit. 4. Ich, ich, und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und das betrübte Marterheer. ö 5. Ich bin's, ich sollte büßen, An Händen und an Füßen Gebunden, in der Höll; Die Geißeln und die Banden, Und was du ausgestanden, Das hat ver⸗ dienet meine Seel. 6. Du setzest dich zum Bürgen, Ja lässest dich er⸗ würgen Für mich und meine Schuld: Mir lässest du dich krönen Mit Dornen, die dich höhnen, Und lei⸗ dest alles mit Geduld. 7. Ich bin, mein Heil, verbunden All Augenblick und Stunden Dir überhoch und sehr; Was Leib und Seel vermögen, Das soll ich billig legen Allzeit an deinen Dienst und Ehr. 8. Nun, ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben, Eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. 9. Ich will mich mit dir schlagen Ans Kreuz und dem absagen Was meinem Fleisch gefällt; Was deine Augen hassen, Das will ich fliehn und lassen, Ge⸗ fiel es auch der ganzen Welt. 10. Dein Seufzen und dein Stöhnen, Und die viel tausend Thränen, Die dir geflossen zu, Die sollen mich am Ende In deinen Schoß und Hände Begleiten zu der ewgen Ruh. P. Gerhardt, 1 1670. Begräbnis Christi. 18. Mel.: Nun laßt uns den Leib begraben. (Oder in der Mel.: Erhalt uns Herr.) 1. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist Und hast uns durch dein theures Blut Gemacht vor Gott gerecht und gut; 2. Und bitten dich, wahr Mensch und Gott, Durch dein heilig fünf Wunden roth: Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Noth. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, Reich uns dein allmächtige Hand, Daß wir im Kreuz gedul⸗ dig sein, Uns trösten deiner schweren Pein, 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, Daß du uns werdst verlassen nicht. Sondern ganz treulich bei uns stehn, Daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Chr. Fischer, 4 1600. Begräbnis Christi. 19. Mel.: O Traurigkeit, o Herzeleid. 1. Ko ruhest du, O meine Ruh, In deiner Grabeshöhle, Und erweckst durch deinen Tod Meine todte Seele. 2. Man senkt dich ein Nach vieler Pein, Du meines Lebens Leben! Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Ach, bist du kalt, Mein Aufenthalt? Das macht die heiße Liebe, Die dich in das kalte Grab Durch ihr Feuer triebe. 2 ner ine Du ab, acht urch Ostern. 4. O Lebensfürst, Ich weiß, du wirst Mich wie⸗ der auferwecken: Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 5. Sie wird mir sein Ein Kämmerlein, Da ich auf Rosen liege, Weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, Der Leib nur stirbt; Doch wird er auferstehen, Und in ganz verklärter Zier Aus dem Grabe gehen. 7. Indeß will ich, O Jesu, dich In meine Seele senken, Und an deinen bittern Tod, Bis ins Grab gedenken.—.— S. Franck, 4 125. Ostern. 20. Eigene Melodie. . Christ ist erstanden von der Marter alle! Deß solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis. 2. Wär er nicht erstanden, die Welt, die wär vergan⸗ gen; Seit daß er erstanden ist, so lobn wir den Herrn Je⸗ sum Christ. Kyrieleis. 3. Halleluja, Halleluja, Halleluja! Deß solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis! 21. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, mit ihm auch ich: Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich Von den Todten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht; Dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich Über alle Welt gegeben; Mit ihm werd auch ich zugleich Ewig herr⸗ schen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht, Dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun verzagt Sündigt wider Gottes Ehre; Gnade hat er zugesagt,. Daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; Dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein; Sein sei auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich sein Und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwa⸗ chen nicht; Dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsternis, Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; Dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt, nun ist der Tod Mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnoth Wird er meiner Seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Chr. F. Gellert, 1 1769. 22. Eigene Melodie. 1. Jesus, meine Zuversicht, Und mein Heiland ist im Leben: Dieses weiß ich, sollt ich nicht Darum mich zufrieden geben, Was die lange Todesnacht Mir auch für Gedanken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt; Ich werd auch das Leben schauen; Sein, wo mein Erlöser schwebt, Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau VIAE 10 er ist ich ch ich t, pt Ostern. 21 mit ihm verbunden; Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt befunden, Daß mich auch kein To⸗ desbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch, und muß daher Auch einmal zu Asche werden, Das gesteh ich; doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird diese meine Haut Mich umgeben, wie ich gläube, Gott wird werden angeschaut Dann von mir in diesem Leibe, Und in diesem Fleisch werd ich Jesum sehen ewiglich. 6. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, Werd in seiner Liebe brennen; Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgethan. 7. Was hier kranket, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen; Irdisch werd ich ausgesät, Himmlisch werd ich auferstehen; Hier geh ich natürlich ein, Dort, da werd ich geistlich sein. 8. Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder, Gebt nicht Statt der Traurigkeit: Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wenn einst die Posaun erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 9. Lacht der finstern Erdenkluft, Lacht des Todes und der Höllen: Denn ihr sollt euch aus der Gruft Eurem Heiland zugesellen, Dann wird Schwachheit und Verdruß Liegen unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lüften dieser Erden, Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt sollt werden; Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein. L. H. Kurf. v. Brandenburg, 4 1667. Ostern. 23. Mel.: Allein Gott in der Höh sei Ehr. 1. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, Die Sonn ist aufgegangen! Ermuntre deinen Geist und Sinn, Den Heiland zu umfangen, Der heute durch des Todes Thür Gebrochen, aus dem Grab herfür, Der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf Und such ein neues Leben; Vollführe deinen Glaubenslauf Und laß dein Herz sich heben Gen Himmel, da dein Jesus ist, Und such was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun was dahinten ist Und tracht nach dem was droben, Damit dein Herz zu jeder Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt Und strebe nach des Himmels Zelt, Wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein: Dein Je⸗ sus wird ihn heben; Es kann ein Christ bei Kreuzespein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn Und sorge nicht: er ist nicht fern, Weil er ist auferstanden. 5. Es hat der Löw Uaus Juda Stamm Heut sieg⸗ reich überwunden, Und das erwürgte Gotteslamm Hat, uns zum Heil, gefunden Das Leben und Ge⸗ rechtigkeit, Weil er nach überwundnem Streit Die Feinde Schau getragen. 6. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jesus überwunden; Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Macht, daß du aufstehst Und in ein neues Leben gehst Und Gott im Glauben dienest. ö Himmelfahrt. 23 7. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, Noch gar der Hölle Rachen; Denn Jesus lebt: es hat kein Noth, Er ist noch bei den Schwachen Und den Ge⸗ ringen in der Welt Als ein gekrönter Siegesheld; Drum wirst du überwinden. 8. Ach mein Herr Jesu, der du bist Von Todten auferstanden, Rett uns aus Satans Macht und List Und aus des Todes Banden, Daß wir zusammen ins⸗ gemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben. 9. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Got⸗ teskindern, Und ewig in der Herrlichkeit Von allen überwindern, Die überwunden durch dein Blut. Herr Jesu, gieb uns Kraft und Muth, Daß wir auch überwinden. L. Laurenti, 4 1722. Himmelfahrt. 24. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1. Ach wundergroßer Siegesheld, Du Sünden⸗ träger aller Welt, Heut hast du dich gesetzet Zur Rechten deines Vaters Kraft, Der Feinde Schar ge⸗ bracht zur Haft, Bis auf den Tod verletzet; Mächtig, prächtig Triumphirest, Jubilirest; Tod und Leben, Dir ist alles untergeben. 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich großen Siegsmann loben, Weil du den Segen wiederbracht, Mit Majestät und großer Macht Zur Glorie bist erhoben; Singet, klinget, Rühmt und ehret Den, so fähret Auf gen Himmel Mit Posaunen und Getümmel. 8 Pfingsten. 3. Du bist das Haupt, hingegen wir Sind Glie— der, ja es kommt von dir Auf uns Licht, Trost und Leben, Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquickung, Labsal, Herzenssaft Wird uns von dir ge— geben; Bringe, zwinge Mein Gemüthe, Mein Ge— blüte, Daß es preise, Dir als Siegsherrn Ehr erweise. 4. Zeuch, Jesus, uns, zeuch uns nach dir, Hilf, daß wir forthin für und für Nach deinem Reiche trach— ten. Laß unser Thun und Wandel sein, Wo Zucht und Demuth tritt herein, All üppigkeit verachten! Unart, Hoffahrt Laß uns meiden, Christlich leiden, Wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesus, unser Schutz und Schatz, Sei unser Ruhm und fester Platz, Darauf wir uns verlas⸗ sen; Laß suchen uns was droben ist: Auf Erden wohnet Trug und List, Es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen. Die da nagen, Die da quälen Stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, Du Sie⸗ gesfürst, Held, Davids Sohn, Komm, stille das Ver⸗ langen; Du, du bist allen uns zu gut, O Jesu, durch dein theures Blut Ins Heiligthum gegangen; Komm schier, hilf mir; Dann so sollen, Dann so wollen Wir ohn Ende Fröhlich kualfe in die Hände. Chr. Homburg, 1681. Pfingsten. 25. Eigene Melodie. 1. Mun bitten wir den heiligen Geist Um den rechten Glauben allermeist, Daß er uns behüte an unsrem Ende, Wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Kyrieleison! en mn Pfingsten. 25 2. Du werthes Licht, gieb uns deinen Schein, Lehr uns Jesum Christ kennen allein, Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, Der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleison! 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, Laß uns empfinden der Liebe Brunst, Daß wir uns von Herzen einander lieben, Und in Friede auf einem Sinn bleiben. Kyrieleison! 4. Du höchster Tröster in aller Noth, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, Daß in uns die Sinne nimmer verzagen, Wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleison! Luther, 4 1546. 26. Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1. O heilger Geist, kehr bei uns ein Und laß uns deine Wohnung sein, O komm, du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein Bei uns und in uns kräftig sein, Zu steter Freud und Wonne! Sonne, Wonne, Himmlisch Leben wirst du geben, Wenn wir beten; Zu dir kommen wir getreten. 2. Du Ouell, draus alle Weisheit fleußt, Die sich in fromme Seelen geußt, Laß deinen Trost uns hören; Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch andre in der Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, Herz und Sinnen zu gewinnen, Dich zu preisen, Guts dem Nächsten zu erweisen. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rath Und führ uns selbst den rechten Pfad, Die wir den Weg nicht wissen. Gieb uns Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue Was zerrissen, und geflissen Dich zu schauen Und auf deinen Trost zu bauen. ————— P3 3.............— —ęę5—I‚‚‚‚‚‚‚‚—————— —p..— Pfingsten. 4. O starker Held und Lebenshort, Laß uns dein himmelsüßes Wort In unsern Herzen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr Von deiner weis⸗ heitreichen Lehr Und reinen Liebe trennen! Fließe, gieße Deine Güte ins Gemüthe, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 5. Du süßer Himmelsthau, laß dich In unsre Seelen kräftiglich Und schenk uns deine Liebe; Daß unser Sinn verbunden sei Dem Nächsten stets mit Liebestreu Und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit Dich betrübe, Fried und Liebe Müsse schweben; Fried und Freude wirst du geben. 6. Gieb, daß in reiner Heiligkeit Wir führen unsre Lebenszeit, Sei unsers Geistes Stärke! Daß uns forthin sei unbewußt Die Eitelkeit, des Fleisches Lust, Und seine todten Werke. Rühre, führe Unser Sinnen und Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden. M. Schirmer, 4 1673. 27. Eigene Melodie. (Oder in der Mel.: Aus meines Herzens Grunde.) 1. Zeuch ein zu deinen Thoren, Sei meines Herzens Gast, Der du, da ich geboren, Mich neu geboren hast. O hochgeliebter Geist Des Vaters und des Sohnes, Mit beiden gleichen Thrones, Mit bei— den gleich gepreist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden Und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll, Dein Beten wird erhöret, Dein Singen E& 6 dein len, eis⸗ e, nen usre be tets eid, üsse ren rke! des ihre den, 73. mes neu und bei⸗ cken und ich mich echt igen Pfingsten. klinget wohl, Es steigt zum Himmel an, Es steigt und läßt nicht abe, Bis der geholfen habe, Der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden, Vom Trauren hältst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgethan die Pforten Zum güld⸗ nen Freudensaal! 5. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, Willst, daß durch Liebesflammen Sich wie⸗ der thun zusammen Die voller Zwietracht sind. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie dir es wohlgefällt; So gieb doch deine Gnad Zum Fried und Liebesbanden, Verknüpf in allen Landen Was sich getrennet hat. 7. Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsers Fürsten Thron, Gieb Glück zu unsern Zeiten; Schmück, als mit einer Kron, Die Alten mit Verstand, Mit Fröm⸗ migkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land. 8. Erfülle die Gemüther Mit reiner Glaubens⸗ zier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für; Vertreib den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und was dein Herz ergötzet Aus unsrem Herzen reißt. ů 9. Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wir's sollen geben In Todes Hände hin, Wenn's mit uns hie wird aus, So hilf uns fröhlich sterben, Und nach dem Tod ererben Des ewgen Lebens Haus. P. Gerhardt, 4 1676. Trinitatisfest. Trinitatisfest. 28. Eigene Melodie. 1. Allein Gott in der Höh sei Ehr Und Dank für seine Gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren kann ein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, Nun ist groß Fried ohn Unterlaß, All Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich Für deine Ehr, wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessen ist dein Macht, Fort gschieht, was dein Will hat bedacht: Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn Deines himm— lischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, Du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, Nimm an die Bitt von unsrer Noth, Erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, du größtes Gut, Du all'r⸗ heilsamster Tröster: Vors Teufels G'walt fortan be— hüt Die Jesus Christ erlöset Durch Marter groß und bittern Tod, Abwend all unsern Jammr und Noth; Darauf wir uns verlassen! N. Decius, 4 um 1529. 29. Mel.: Nun danket alle Gott. 1. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Licht, mein Leben, Mein Schöpfer, der mir hat Mein Leib und[Seel gegeben, Mein Vater, der mich schützt Von Mutterleibe an, Der alle Augenblick Viel Guts an mir gethan. Kirche. 29 2. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Heil, mein Leben, Des Vaters liebster Sohn, Der sich für mich gegeben, Der mich erlöset hat Mit seinem theuren Blut, Der mir im Glauben schenkt Sich selbst, das höchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, Mein Gott, mein Trost, mein Leben, Des Vaters werther Geist, Den mir der Sohn gegeben, Der mir mein Herz erquickt, Der mir giebt neue Kraft, Der mir in aller Noth Rath, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr. Mein Gott, der ewig lebet, Den alles rühmt und lobt, Was in den Lüf⸗ ten schwebet! Gelobet sei der Herr, Deß Name hei— lig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn, Und Gott, der werthe Geist, 5. Dem wir Halleluja Mit Freuden lassen klingen Und mit der Engelschar Das Heilig! Heilig! singen, Den herzlich lobt und preist Die ganze Christenheit: Gelobet sei mein Gott In alle Ewigkeit! J. Olearius, à 1684. Kirche. 30. Mel.: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, Weil es nun Abend worden ist; Dein göttlich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser letzt'n betrübten Zeit Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sacra⸗ ment Rein b'halten bis an unser End. 3. Herr Jesu hilf, dein Kirch erhalt, Wir sind gar sicher faul und kalt; Gieb Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es schall an allem Ort. Kirche. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord. Gieb deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Geduld. 5. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja ist. Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei. 6. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz, Und deiner Kirchen wahrer Schutz, Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts anders suchen mehr. 7. Gieb, daß wir leb'n nach deinem Wort, Und darauf ferner fahren fort Von hinnen aus dem Jam-⸗ merthal Zu dir in deinen Himmelssaal. N. Selnecker, 4 1592. 31. Mel.: Christus der ist mein Leben. 1. Ach bleib mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser werth, Daß uns beid, hier und dorte, Sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze Bei uns, du werthes Licht; Dein Wahrheit uns umschanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du rei⸗ cher Herr; Dein Gnad und alls Vermögen In uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Noth! J. Stegmann, 4 1632. behr nad eicht bei, iner err, Und am⸗ derr sen öser und du nze, rei⸗ uns du itze, nein aus Kirche. 32. Eigene Melodie. 1. Ein feste Burg ist unser Gott, Ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Noth, Die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind Mit Ernst er's jetzt meint, Groß Macht und viel List Sein grausam Rüstung ist. Auf Erd ist nicht seins gleichen! 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, Wir sind gar bald verloren; Es streit für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist: Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein ander Gott, Das Feld muß er behalten! 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, Wie saur er sich stellt, Thut er uns doch nicht, Das macht, er ist gericht, Ein Wörtlein kann ihn fällen! 4. Das Wort sie sollen lassen stan Und kein Dank darzu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, Laß fahren dahin, Sie haben's kein Gewinn: Das Reich muß uns doch bleiben! Luther, t 5546. 33. Eigene Melodie. 1. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Und steure deiner Feinde Mord, Die Jesum Christum, deinen Sohn, Wollen stürzen von deinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, Der du Herr aller Herren bist, Beschirm dein arme Christen⸗ heit, Daß sie dich lob in Ewigkeit. 32 Kirche. 3. Gott heilger Geist, du Tröster werth, Gieb deim Volk einrlei Sinn auf Erd, Steh bei uns in der letzten Noth, Gleit uns ins Leben aus dem Tod. Luther, 1 1546. 34. Mel.: Dir, dir, Jehovah, will ich singen. 1. Wach auf, du Geist der ersten Zeugen, Die auf der Maur als treue Wächter stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen Und die getrost dem Feind entgegen gehn; Ja, deren Schall die ganze Welt durch⸗ dringt Und aller Völker Scharen zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte! O möcht es doch in alle Lande gehn! Ach, Herr, gieb doch in deine Ernte Viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte! siehe doch darein. Die Ernt ist groß, da wenig Knechte sein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten Uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; Drum hör, o Herr, und sprich: es soll geschehn! 4. So gieb dein Wort mit großen Scharen, Die in der Kraft Evangelisten sein; Laß eilend Hilf uns widerfahren Und brich in Satans Reich und Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach, daß die Hilf aus Zion käme: O daß dein Geist so, wie dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach, reiß, o Herr, den Himmel bald ent— zwei Und komm herab zur Hilf und mach uns frei. 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen! Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. Ach, führe bald ins Sakrament der Taufe. 33 dadurch mit Haufen Der Heiden Füll in alle Thore ein. Ja, wecke doch auch Israel bald auf: Und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege, Und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räum, ach räum aus jedem Wege; Vertilg, o Herr! den falschen Glau⸗ benswahn, Und mach uns bald von jedem Miethling freiI', Daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule Die Werkstatt deines guten Geistes sein; Ja sitze du nur auf dem Stuhle Und präge dich der Jugend selber ein, Daß treuer Lehrer viel und Beter sein, Die für die ganze Kirche stehn und schrein. K. H. v. Bogatz ky, 4 1774. Sakrament der Caufe. 35. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. 22 Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott, Vater, Sohn und heilger Geist; Ich bin gezählt zu deinem Samen, Zum Volk, das dir geheiligt heißt; Ich bin in Christum eingesenkt; Ich bin mit seinem Geist be— schenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt: Du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; Du willst in aller Noth und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; Ich habe mich aus reinem Triebe Dein Eigenthum zu sein gewagt; Hingegen sagt ich bis ins Grab Des Saätans schnöden Werken ab. Sonntagsfeier. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn; Wenn aber ich ihn über⸗ schreite, So laß mich nicht verloren gehn: Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, Wenn ich hab einen Fall gethan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; Erwecke mich zu neuer Treue, Und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen thut. ů 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken. Gott Vater, Sohn und heilger Geist; Halt mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, So lob ich dich dort für und für. J. J. Rambach, 1 1735. Sonntagsfeier. 36. Eigene Melodie. 1. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend, Dein heil⸗ gen Geist du zu uns send; Mit Hilf und Gnad er uns regier Und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, Bereit das Herz zur Andacht fein; Den Glauben mehr', stärk den Verstand, Daß uns dein Nam werd wohl bekannt. 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott, der Herr! Und schauen dich von Angesicht In ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, Dem heil— gen Geist in einem Thron: Der heiligen Dreifaltigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit. Wilhelm II., Herzog zu Sachsen⸗Weimar, 4 1662. (SE GE SS S S in Sonntagsfeier. 37. Eigene Melodie. 1. Liebster Jesu, wir sind hier, Dich und dein Wort anzuhören; Lenke Sinnen und Begier Auf die süßen Himmelslehren, Daß die Herzen von der Erden Ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand Ist mit Finsternis verhüllet, Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, thun und dichten Mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, Mach uns allesammt bereit, Offne Herzen, Mund und Ohren; Unser Bitten, Flehn und Singen Laß, Herr Jesu, wohl gelingen. T. Clausnitzer, 1 1684. 38. Mel.: Gott des Himmels und der Erden. 1. Thut mir auf die schöne Pforte, Führet mich in Zion ein. Ach wie wird an diesem Orte Meine Seele fröhlich sein. Hier ist Gottes Angesicht, Hier ist lauter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen: Komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, Da ist lauter Himmel hier. Zieh doch in mein Herz hinein, Laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, Heilge du Leib, Seel und Geist. Daß mein Singen und mein Beten Ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, Zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, Wenn dein Sam⸗ korn auf mich fällt; Gieb mir Licht in dem Verstande, Und was mir wird vorgestellt, Präge meinem Herzen ein, Laß es mir zur Frucht gedeihn. 33— 4 Lob und Dank. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, Laß dein theures Kleinod mir Nimmer aus dem Herzen rauben; Halte stets dein Wort mir für, Daß es mir zum Leit⸗ stern dient Und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören Und dein Wille werd erfüllt. Nichts laß meine Andacht stören, Wenn der Brunn des Lebens quillt; Speise mich mit Him⸗ melsbrot, Tröste mich in aller Noth. 7. Oeffne mir die grünen Auen, Daß dein Lamm sich weiden kann, Lasse mir dein Manna thauen, Zeige mir die rechte Bahn Hier in diesem Jammer⸗ thal Zu des Lammes Ehrensaal. B. Schmolck, 4 1737. 39. Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. 1. Unsern Ausgang segne Gott, Unsern Eingang gleichermaßen; Segne unser täglich Brot, Segne unser Thun und Lassen; Segne uns mit selgem Ster⸗ ben, Und mach uns zu Himmelserben. Amen. 5. Schen k, 1 1681. Lob und Dank. 40. 1. Dir, dir, Jehova, will ich singen; Denn wo ist doch ein solcher Gott wie du? Dir will ich meine Lieder bringen, Ach gieb mir deines Geistes Kraft dazu, Daß ich es thu im Namen Jesu Christ, So wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; Dein Geist in meinem Herzen wohne, Und meine Sinnen und Ver⸗ stand regier, Daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl Und dir darob im Herzen sing und spiel. L⸗ Lob und Dank. 37 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, So wird gewiß mein Singen recht gethan, So klingt es schön in meinem Liede, Und ich bet dich im Geist und Wahr⸗ heit an; So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten Mit Seuf⸗ zern, die ganz unaussprechlich sind; Der lehret mich recht gläubig beten, Giebt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, Daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet Durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, So bricht dein Vaterherz und wallet Ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mir's die Bitte nicht versagen kann, Die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; In ihm ist alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir schenkest solche Seligkeit! B. Crasselius, 1724. 41. Mel.: Nun danket all und bringet Ehr. 1. Ic singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust! Ich sing und mach auf Erden kund, Was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ewge Quelle seist, Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd? 1 x ö ö 38 Lob und Dank. und Regen netzt? —— Most Zu seinen Zeiten find't? In unsrem Vaterland? Gefahr Gerathen, herzlich bei. Und wirfst sie in das Meer. erfreut Und dir zur Ehr gereicht. klein, Du hebst und legst es bei. Wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohl auf., mein Herze, dein Hilf und Heil, 4. Wer hat das schöne Himmelszelt uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Thau 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und 6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? mit seiner Hand Den güldnen, edlen, werthen Fried 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, Und du mußt alles thun! Du hältst die Wach an unsrer Thür Und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, du gar leicht erweicht. Und giebst uns, was uns hoch 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, sein Kummer sei; Kein Zähr- und Thränlein ist so ö. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, Ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, Schafft Rath und läßt dich nicht. Lob und Dank. 39 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf Hat er zurückgekehrt!— 17. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er thut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun Und red ihm nichts darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. P. Gerhardt, 4 1676. 42. Eigene Melodie. 1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren; Meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zu Hauf, Psalter und Harfe, wacht auf, Lasset den Lobgesang hören. 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der dich auf Adelers Fittigen sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt; Hast du nicht die⸗ ses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich be⸗ reitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; In wie viel Noth Hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar ge⸗ segnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Na⸗ Lob und Dank. men; Alles was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht; Lob ihn in Ewigkeit. Amen. 3. Neander, 4 1680. 43. Eigene Melodie. 1. Lobe den Herren, o meine Seele! Ich will ihn loben bis in Tod; Weil ich noch Stunden auf Erden zähle, Will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel gegeben hat, Werde gepriesen früh und spat; Halleluja! Halleluja! 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staub; Ihre Anschläge sind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch mehr helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja! Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Deß Hilfe der Gott Jakob ist, Welcher vom Glauben sich nichts läßt trennen Und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am besten Rath und That, Halleluja! Halleluja! 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden Und was darinnen ist, gemacht; Alles muß pünktlich erfül⸗ let werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja! Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, Er ist's, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, Was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, Und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja! Halleluja! — 5————— 70 Ace& ⏑+ Lob und Dank. 41 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, Erhebt die tief gebeuget gehn; Wo er kann einige Fromme finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Wittwen und Waisen hält er Schutz, Halleluja! Halleluja! 7. Aber der Gottesvergessnen Tritte Kehrt er mit starker Hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte Schritte Und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja! Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen Deß, der so große Wunder thut! Alles was Odem hat, rufe Amen Und bringe Lob mit frohem Muth. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist, Halleluja! Halleluja! J. D. Herrnschmidt, 1723. 44. Eigene Melodie. 1. Nun danket alle Göott Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge thut An uns und allen Enden, Der uns von Mutterleib Und Kindes⸗ beinen an Unzählig viel zu gut Und noch jetzund gethan. 2. Der ewig reiche Gott Woll uns bei unsrem Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben, Und uns in seiner Gnad Erhalten fort und fort, Und uns aus aller Noth Erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne, Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone, Dem dreimaleinen Gott; Als es anfänglich war Und ist und bleiben wird Jetzund und immerdar! M. Rintart, t 1640. Lob und Dank. 45. Eigene Melodie. 1. Nun danket all und bringet Ehr, Ihr Menschen in der Welt. Dem, dessen Lob der Engel Heer Im Himmel stets vermeldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unsrem höchsten Gut, Der seine Wunder über⸗ all Und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutterleibe an Frisch und ge⸗ sund erhält, Und wo kein Mensch nicht helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch bleibet gutes Muths, Die Straf erläßt, die Schuld vergiebt Und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, Erfrische Geist und Sinn, Und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz Ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn In unserm Vater⸗ land; Er gebe Glück zu unsrem Thun Und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt Um, bei und mit uns gehn; Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, Sei er stets unser Heil, Und bleib auch, wenn wir von der Erd Abscheiden, unser Theil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unsre Augen zu, Und zeig uns drauf sein Angesicht Dort in der ewgen Ruh. P. Gerhardt, 4 1676. 46. Eigene Melodie. 1. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit! 70 H—eh —* IITS ———2— it! Lob und Dank. Lob ihn mit Schalle, wertheste Christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich laden,:] Freue dich, Israel, seiner Gnaden!: 2. Der Herr regieret über die ganze Welt: Was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; Viel tausend Engel 90 ihn schweben,:] Psalter und Harfen ihm Ehre geben.. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauren sein, Zur grünen Weiden stellet euch willig ein, Da läßt er uns sein Wort verkünden, J: Machet uns ledig von allen Sünden.. 4. Er giebet Speise reichlich und überall, Nach Vaters Weise sättigt er allzumal, Er schaffet früh und späten Regen,]: Füllet uns alle mit seinem Segen.* 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, Sein Lob vermehre, wertheste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden;: Freue dich, Israel, seiner Gnaden!* M. A. v. Löwenstern, 4 1648. 47. Eigene Melodie. 1. O daß ich tausend Zungen hätte Und einen tausendfachen Mund, So stimmt ich damit um die Wette Vom allertiefsten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir ge⸗ than. 2. O daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank, Und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf auf, braucht allen euren Fleiß Und stehet munter Lob und Dank. im Geschäfte Zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herz— inniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein, Und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben Und einen Odem in sich hat, Soll sich mir zum Gehilfen geben. Denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. 7. Auch hab ich es mein Lebetage Schon so manch liebes Mal gespürt, Daß du mich unter vieler Plage Zwar wunderbar, doch wohl geführt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphirend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein! 9. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja wenn der Mund wird kraftlos sein, So stimm ich doch mit Seufzen ein. 10. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin; Im Himmel soll es besser wer⸗ den, Wenn ich bei deinen Engeln bin, Da sing ich dir im höhern Chor Viel tausend Halleluja vor! J. Mentzer, 4 1734. RAVIAe E — VIA Lob und Dank. 48. Mel.: Es ist das Heil uns kommen her. 1. Lei Lob und Ehr dem höchsten Gut, Dem Vater aller Göüte, Dem Gott, der alle Wunder thut, Dem Gott, der mein Gemüthe Mit seinem reichen Trost er⸗ füllt, Dem Gott, der allen Jammer stillt: Gebt uns⸗ rem Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Himmelsheer, O Herrscher aller Thronen, Und die auf Erden, Luft und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfermacht, Die alles also wohl bedacht: Gebt unsrem Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen König⸗ reich Ist alles recht, ist alles gleich: Gebt unsrem Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Noth: O Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod Und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir, Gebt unsrem Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und immer nicht Von seinem Volk geschieden, Er bleibet ihre Zuversicht, Ihr Se⸗ gen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her: Gebt unsrem Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, Die alle Welt erzeiget: So kommt und hilft der Überfluß, Der Schöpfer selbst, und neiget Die Vateraugen denen zu, Die sonsten nirgends finden Ruh: Gebt unsrem Gott die Ehre! Buße, Glaube und Rechtfertigung. 7. Ich will dich all mein Leben lang, O Gott, von nun an ehren; Man soll, Gott, deinen Lobgesang An allen Orten hören; Mein ganzes Herz ermuntre sich, Mein Geist und Leib erfreue dich: Gebt uns⸗ rem Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, Gebt uns⸗ rem Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht be⸗ kennt, Gebt unsrem Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott: Der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott! Gebt unsrem Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht Mit jauchzen⸗ vollem Springen, Bezahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl be— dacht Und alles, alles recht gemacht: Gebt unsrem Gott die Ehre! J. J. Schütz, 4 1690. Buße, Glanbe und Rechtfertigung. 49. Mel.: Herr, wie du willt. 1. Rus tiefer Noth schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen! Dein gnädig Ohren kehr zu mir Und meiner Bitt sie öffne; Denn so du willt das sehen an, Was Sünd und Unrecht ist gethan: Wer kann, Herr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, Die Sünde zu vergeben: Es ist doch unser Thun um⸗ sonst Auch in dem besten Leben; Vor dir niemand sich rühmen kann; Deß muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnaden leben. Buße, Glaube und Rechtfertigung. 47 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn mein Herz soll lassen sich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein werthes Wort: Das ist mein Trost und treuer Hort, Deß will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen: Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. So thu Israel rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward, Und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnaden; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, Der JIsrael erlösen wird Aus seinen Sünden allen. M. Luther, 1 1546. 50. Mel.: Wer weiß wie nahe mir mein Ende. 1. Ich habe nun den Grund gefunden, Der meinen Anker ewig hält; Wo anders, als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, Der Grund, der un⸗ beweglich steht, Wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt; Es sind die offnen Liebesarme Deß, der sich zu dem Sünder neigt, Dem allemal das Herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; Deßwegen kam sein Sohn auf Erden, Und nahm hernach den Himmel ein; Deß— wegen klopft er für und für So stark an unsers Herzens Thür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde Buße, Glaube und Rechtfertigung. recht verbinden; Da findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getrost vertraun, Und, wenn mich meine Sün⸗ den kränken, Nur bald nach Gottes Herze schaun: Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Muß ich an meinen besten Werken, Darinnen ich gewandelt bin, Viel Unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles Rühmen hin; Doch ist auch dieser Trost bereit: Ich hoffe auf Barmherzigkeit. 7. Es gehe mir nach dessen Willen, Bei dem so viel Erbarmen ist; Er wolle selbst mein Herze stillen, Damit es dies nur nicht vergißt; So stehet es in Lieb und Leid In, durch und auf Barmherzigkeit. 8. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einst auch nach der Zeit O Abgrund der Barm⸗ herzigkeit! J. A. Rot he, 4 1758. 51. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 2. Jesus nimmt die Sünder an, Saget doch dies Trostwort allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir werth. Doch hat er in seinem Worte Eidlich sich dazu erklärt; Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgethan. Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, Suchet H ½ —.— 82 treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann. Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr be⸗ trübten Sünder! Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gottes Kinder; Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muths; Ob die Sün⸗ den blutroth wären, Miüssen sie kraft deines Bluts Sich dennoch in Schneeweiß kehren, Da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen beißt mich nicht, Moses darf mich nicht verklagen: Der mich frei und ledig spricht, Hat die Sünden abgetragen, Daß mich nichts verdam⸗ men kann. Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an: Er hat mich auch angenommen Und den Himmel aufgethan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. E. Neumeister, 4 156. Heiligung. 52. Eigene Melodie. 1. Eins ist noth, ach Herr, dies Eine Lehre mich erkennen doch! Alles andre, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch, Darunter das Herze sich naget und plaget Und dennoch kein wahres Vergnügen er⸗ jaget. Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, So werd ich mit Einem in allem ergötzt. Heiligung. 49 ——————ß»— Heiligung. 2. Seele, willt du dieses finden, Such's bei keiner Kreatur, Laß was irdisch ist dahinten, Schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, Wo alle vollkommene Fülle erscheinet, Da, da ist das beste, nothwendigste Theil, Mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja ver⸗ borgen liegt. Gieb nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demuth und Einfalt regieret Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Jesum recht tenne und weiß, So hab ich der Weisheit vollkomme⸗ nen Preis. 4. Nun so gieb, daß meine Seele Auch nach dei⸗ nem Bild erwacht: Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum gött⸗ lichen Wandel und Leben, Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; Entreiße mich aller vergänglichen Lust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 5. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein Ein und Alles sein, Prüf, erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüg⸗ lichem Stege Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege, Gieb, daß ich hier alles nur achte für Koth Und Jesum gewinne, dies Eine ist noth. J. H. Schröder, 4 1728. 53. Eigene Melodie. (Ursprünglich zu dem Liede: Aus tiefer Noth schrei ich zu dir.) 1. HBerr, wie du willt, so schick's mit mir Im Le⸗ ben und im Sterben! Allein zu dir steht mein Begier, Laß mich, Herr, nicht verderben. Erhalt mich nur in deiner Huld; Sonst wie du willt, gieb mir Geduld, Denn dein Will ist der beste. HSE——98— „ʃ‚— XVA „FR¶I Heiligung. 51 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, Und Lieb zu deinem Worte! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr Und gieb mir hier und dorte Was dient zu meiner Seligkeit; Wend ab all Ungerechtigkeit In meinem ganzen Leben! 3. Soll ich einmal nach deinem Rath Von die⸗ ser Welt abscheiden, Verleih mir, Herr, nur deine Gnad, Daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; O Herr, ein seligs End gieb mir Durch Jesum Christum! Amen. K. Melissander, 1 1591. 54. Mel.: Seelenbräutigam. 1. Jesu, geh voran Auf der Lebensbahn; Und wir wollen nicht verweilen, Dir getreulich nachzueilen; Führ uns an der Hand Bis ins Vaterland. 2. Soll's uns hart ergehen, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, O so gieb Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang; Führst du uns durch rauhe Wege, Gieb uns auch die nöthge Pflege; Thu uns nach dem Lauf Deine Thüre auf. Zinzendorf, 1 1760. 55. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. Laß mich dein sein und bleiben, Du treuer Gott und Herr! Von dir laß mich nicht treiben, Halt mich ö x—— Heiligung. bei deiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, Gieb mir Beständigkeit; Dafür will ich dir danken In alle Ewigkeit! N. Selnecker, 4 1592. 56. Mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn. 1. Mache dich, mein Geist, bereit, Wache, fleh und bete, Daß dich nicht die böse Zeit Unverhofft betrete; Denn es ist Satans List Über viele Frommen Zur Versuchung kommen. 2. Aber wache erst recht auf Von dem Sünden⸗ schlafe; Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe; Und die Noth Samt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermuthet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht Unser Herr er⸗ leuchten; Wache, sonsten wird dein Licht Dir noch ferne däuchten; Denn Gott will Für die Füll Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Bete aber auch dabei Mitten in dem Wachen; Denn der Herre muß dich frei Von dem allen machen Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig blei⸗ best Und sein Werk nicht treibest. 5. Ja, er will gebeten sein, Wenn er soll was ge⸗ ben; Er verlanget unser Schrei'n, Wenn wir wollen leben Und durch ihn Unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 6. Drum so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten; Weil die Angst, Noth und Gefahr Immer näher treten; Denn die Zeit Ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. J. B. Freystein, 1 1720. 14.— 5„0 ä en, ken fleh offt iele en⸗ nge dich er⸗ noch Füll en; chen Kei⸗ ge⸗ len delt, hen, mer veit, n. . 14.— Heiligung. 57. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. 1. Meinen Jesum laß ich nicht! Weil er sich für mich gegeben, So erfordert meine Pflicht, Unverrückt nur ihm zu leben. Er ist meines Lebens Licht, Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, Weil ich soll auf Erden leben; Ihm hab ich voll Zuversicht Was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht't, Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen; Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen; Wenn der Lebensfaden bricht, Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht. Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Meiner Väter Glaube pranget; Mich erfreut sein Angesicht; Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet Und befreiet vom Gericht; Meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für Zu dem Lebensbrunnen leiten. Selig, der mit mir so sprich: Meinen Jesum laß ich nicht! Chr. Keimann, 1 1672. 58. Mel.: Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt. 1. Mir nach, spricht Christus, unser Held, Mir nach, ihr Christen alle! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, Folgt meinem Ruf und Schalle! Nehmt Heiligung. euer Kreuz und Ungemach Auf euch, folgt meinem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für Mit heil⸗ gem Tugendleben; Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Finstern schweben; Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, Voll Liebe meine Seele; Mein Mund der fleußt zu jeder Zeit Von süßem Sanftmuthsöle; Mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, Zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger List Zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh voran, Ich steh euch an der Seite, Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, Sieht er voran den Feldherrn gehn! 6. Wer seine Seel zu finden meint, Wird sie ohn mich verlieren; Wer sie hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, Ist mein nicht werth und mei⸗ ner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit un⸗ srem Kreuz nachgehen, Und wohlgemuth, getrost und gern In allen Leiden stehen. Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. J. Scheffler, 4 1677. 59. Eigene Melodie. 1. O Gott, du frommer Gott, Du Brunngquell guter Gaben, Ohn den nichts ist, was ist, Von dem wir alles haben, Gesunden Leib gieb mir, Und daß em Heiligung. 59 in solchem Leib Ein unverletzte Seel Und rein Ge⸗ wissen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befeh! In meinem Stande führet; Gieb, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wann ich's thu, so gieb, Daß es gera⸗ the wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann beste⸗ hen, Laß kein unnützlich Wort Aus meinem Munde gehen; Und wann in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gieb den Worten Kraft Und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gieb einen Heldenmuth, Das Kreuz hilf selber tragen. Gieb, daß ich meinen Feind Mit Sanft⸗ muth überwind, Und wann ich Rath bedarf, Auch guten Rath erfind. 5. Laß mich mit Jedermann In Fried und Freund⸗ schaft leben, So weit es christlich ist. Willt du mir etwas geben An Reichthum, Gut und Geld, So gieb auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gieb Geduld; vor Sünd Und Schanden mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod ab⸗ scheiden; Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei seiner Freunde Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab. 8. Wann du die Todten wirst An jenem Tag er⸗ 2 2rν¼¼¼)) Heiligung. wecken, So thu auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken, Laß hören deine Stimm Und meinen Leib weck auf, Und führ ihn schön verklärt Zum aus⸗ erwählten Hauf. J. Heermann, 1 1647. 60. Eigene Melodie. 4. Seelenbräutigam, Jesu, Gotteslamm! Habe Dank für deine Liebe, Die mich zieht aus reinem Triebe Von der Sünden Schlamm, Jesu, Gottes⸗ lamm. 2. Deine Liebesglut Stärket Muth und Blut; Wenn du freundlich mich anblickest Und an deine Brust mich drückest, Macht mich wohlgemuth Deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott! Trost in Noth und Tod! Du bist darum Mensch geboren, Zu ersetzen, was verloren Durch dein Blut so roth, Wahrer Mensch und Gott! 4. Meines Glaubens Licht Laß verlöschen nicht! Salbe mich mit Freudenöle, Daß hinfort in meiner Seele Ja verlösche nicht Meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für: Deine Liebe will ich ehren Und in dir dein Lob vermeh— ren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. 6. Großer Friedefürst, Wie hast du gedürst Nach der Menschen Heil und Leben Und dich in den Tod gegeben, Wie du riefst: mich dürst! Großer Friede⸗ fürst! 7. Deinen Frieden gieb Aus so großer Lieb Uns, den Deinen, die dich kennen Und nach dir sich Christen nennen: Denen du bist lieb, Deinen Frieden gieb! 8. Hier durch Spott und Hohn, Dort die Ehren⸗ kron; Hier im Hoffen und im Glauben, Dort im Heiligung. 57 Haben und im Schauen. Denn die Ehrenkron Folgt auf Spott und Hohn. 9. Jesu, hilf, daß ich Allhier ritterlich Alles durch dich überwinde, Und in deinem Sieg empfinde, Wie so ritterlich Du gekämpft für mich! 10. Du mein Preis und Ruhm, Werthe Sarons-⸗ blum, In mir soll nun nichts erschallen, Als was dir nur kann gefallen, Werthe Saronsblum, Du mein Preis und Ruhm! A. Drese, 4 1701. 61. Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein. 1. Auch, wer da will, ein ander Ziel, Die Selig⸗ keit zu finden: Mein Herz allein bedacht soll sein, Auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, sein Werk ist klar, Sein heilger Mund hat Kraft und Grund, All Feind zu überwinden. 2. Such, wer da will, Nothhelfer viel, Die uns doch nichts erworben: Hier ist der Mann, der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu Theil, Uns macht gerecht der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach, sucht doch den, laßt alles stehn, Die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund; Sucht ihn allein, denn wohl wird sein Dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudensonn Sollst du, Herr Jesu, bleiben; Laß mich doch nicht von deinem Licht Durch Eitelkeit vertreiben. Bleib du mein Preis, dein Wort mich speis'; Bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, An dich stets fest zu gläuben. Vertrauen und Trost. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen; Weich nicht von mir, mein höchste Zier, Hilf mir mein Leiden tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, Hilf, daß ich mag nach dieser Klag Dir ewig dort Lob sagen. G. Weißel, 1 1635. Vertrauen und Crost. 62. Mel.: Herzlich thut mich verlangen. 1. Befiehl du deine Wege Und was dein Herze kränkt Der allertreusten Pflege Deß, der den Him⸗ mel lenkt; Der Wolken, Luft und Winden Giebt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, Wenn dir's soll wohl ergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott ihm gar nichts nehmen: Es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, O Vater, weiß und sieht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geblüt; Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zum Stand und Wesen, Was deinem Rath gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt's dir nicht; Dein Thun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht. Dein Werk kann niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollten wider⸗ stehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke Vertrauen und Trost. 59 gehn: Was er ihm vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unver⸗ zagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer jagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur die Zeit: So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf! auf! gieb deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente, Der alles führen soll-: Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. ö 8. Ihn, ihn laß thun und walten: Er ist ein weiser Fürst, Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rath Die Sach hinausgeführet, Die dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn, Und thun an seinem Theile, Als hätt in seinem Sinn Er deiner sich begeben, Und sollst du für und für In Angst und Nöthen schweben, Fragt' er doch nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird er dich entbinden, Da du's am mindsten gläubst. Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue: Du hast und trägst davon Mit Ruhm und Dankgeschreie Den Sieg und Ehrenkron! Gott giebt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand; Und du singst Freu⸗ denpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. Vertrauen und Trost. 12. Mach End, o Herr, mach Ende An aller unsrer Noth; Stärk unsre Füß und Hände Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. P. Gerhardt, 4 1676. 63. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 1. In allen meinen Thaten Laß ich den Höchsten rathen, Der alles kann und hat; Er muß zu allen Dingen, Soll's anders wohl gelingen, Selbst geben Segen, Rath und That. 2. Nichts ist es, spat und frühe, Um alle meine Mühe, Mein Sorgen ist umsonst; Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen; Ich stell's in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat versehen, Und was mir selig ist. Ich nehm es, wie er's giebet, Was ihm von mir geliebet, Dasselbe hab ich auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Übel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, So wird mich nichts verletzen, Nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen Nicht stracks das Urtheil sprechen Und mit mir haben noch Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, Erwach ich frühe wieder, Lieg oder zieh ich fort, In Schwachheit und in Banden, Undwas mir stößt zu Handen, So tröstet mich sein kräftig Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unver— Er— Re Vertrauen und Trost. 61 drossen An mein Verhängnis gehn; Kein Unfall unter allen Wird mir zu harte fallen, Mit Gott will ich ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sei heut oder morgen, Dafür laß ich ihn sorgen, Er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine Undtraue dem alleine, Der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe, Dein Vater aus der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rath. P. Fleming, 14 1640. 64. Mel.: Valet will ich dir geben. 1. Ist Gott für mich, so trete Gleich alles wider mich; So oft ich ruf und bete, Weicht alles hinter sich. Hab ich das Haupt zum Freunde Und bin geliebt bei Gott, Was kann mir thun der Feinde Und Wider⸗ sacher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, Ich rühm's auch ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst und Beste, Mein Freund und Vater sei; Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh, Und dämpfe Sturm und Wellen Und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut, Das machet, daß ich finde Das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe werth. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, Mein Glanz und helles Licht, Wenn der nicht in mir wäre, Könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen Heldenmuth, Darf kein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder thut. Vertrauen und Trost. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibt mir Sorg und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Giebt Segen und Gedei⸗ hen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner Kraft. 6. Mein Herze geht in Sprüngen Und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud und Singen, Sieht lauter Sonnenschein: Die Sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ, Das, was mich singen machet, Ist, was im Himmel ist! P. Gerhardt, 1676. 65. Eigene Melodie. 1. Was Gott thut, das ist wohl gethan, Es bleibt gerecht sein Wille; Wie er fängt meine Sachen an, Will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu erhalten; Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohl gethan; Er wird mich nicht betrügen, Er führet mich auf rechter Bahn; So laß ich mir genügen An seiner Huld Und hab Geduld, Er wird mein Unglück wenden; Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohl gethan; Er wird mich wohl bedenken; Ex ist der beste Arzt und kann Nicht Gift für Balsam schenken Zur Arzenei; Gott ist ge⸗ treu, Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl gethan; Er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann; Ich will mich ihm ergeben In Freud und Leid, Es kommt die Zeit, Daöffentlich erscheinet, Wie treu— lich er es meinet. — 7—————— Vertrauen und Trost. 5. Was Gott thut, das ist wohl gethan; Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Laß ich mich doch nichts schrecken. Weil doch zuletzt Ich werd ergötzt Mit süßem Trost im Herzen; Da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohl gethan; Dabei will ich verbleiben; Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. S. Rodigast, 4 1708. 66. Eigene Melodie. (Oder in der Mel.: Wer weiß, wie nahe mir mein Ende.) 1. Wer nur den lieben Gott läßt walten Und hoffet auf ihn allezeit, Den wird er wunderlich erhalten In aller Noth und Traurigkeit. Wer Gott, dem Aller⸗ höchsten, traut, Der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille Und sei doch in sich selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnaden⸗ wille, Wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, wann es nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei: So kommt Gott, eh wir's uns versehn, Und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, Daß du EFHFIFIFIF—F————— Hliirrru — ½—— 64 Besondere Zeiten und Verhältnisse. von Gott verlassen seist, Und daß Gott der im Schoße sitze, Der sich mit stetem Glücke speist; Die Folge— zeit verändert viel Und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen, Und ist dem Höchsten alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stür⸗ zen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Ver⸗ richt das Deine nur getreu Und trau des Himmels rei— chem Segen, So wird er bei dir werden neu; Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott setzt, den verläßt er nicht. G. Neumark, 4 1681. Besondere Zeiten und Verhältnisse. 67. Eigene Melodie. 1. Gott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, Der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, Dessen starke Hand die Welt, Und was drinnen ist, erhält. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Noth und Schmer⸗ zen Hast behütet und bewacht, Daß des bösen Fein⸗ des List Mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß mich finden Deine Wunden offen stehn, Da alleine Hilf und Rath Ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auf⸗ erstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint, und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. E E — 28 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 65 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute Mein Beschützer und mein Hort! Nirgends, als von dir allein, Kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele Sammt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand! Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigenthum. 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende Und mich halt in guter Acht; Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu! H. Alberti, 4 1668. 68. Mel.: O Gott, du frommer Gott, du Brunngquell aller Gaben. 1. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe; Auch mit der Demuth mich vor allem kleide an, So bin ich wohl geschmückt und köstlich angethan. 2. Laß mir doch diesen Tag stets vor den Augen schweben, Daß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, Auf daß mein ganzes Thun durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 3. Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenke: Durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh zu deines Names Ruhm, Und daß ich unverrückt verbleib dein Eigenthum. J. Lange, 1 1744. 69. Eigene Melodie. 1. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, Es schläft die ganze Welt: Ihr aber, 66 Besondere Zeiten und Verhältnisse. meine Sinnen, Auf, auf! ihr sollt beginnen, Was eurem Schöpfer wohl gefällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin; ein andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, Die güldnen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal; Also werd ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammerthal. 4. Der Leib, der eilt zu Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit: Die zieh ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt: Es kommen Stund und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, Im Hui sind sie geschlossen; Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, So laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch Besondere Zeiten und Verhältnisse. 67 ruhig schlafen, Stell euch die güldnen Waffen Ums Bett und seiner Helden Schar. P. Gerhardt, 1 1676. 70. Mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott. 1. Fang dein Werk mit Jesu an, Jesus hat's in Händen; Jesum ruf zum Beistand an, Jesus wird's wohl enden. Steh mit Jesu Morgens auf, Geh mit Jesu schlafen, Führ mit Jesu deinen Lauf, Lasse Jesum schaffen. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzu⸗ beten, Daß er woll dein Helfer sein Stets in deinen Nöthen. Morgens, Abends und bei Nacht Will er stehn zur Seiten, Wenn des Satans List und Macht Dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, Laß die Feinde wüthen; Er wird dich vor ihrer List Schützen und be⸗ hüten. Setz nur das Vertrauen dein In sein All⸗ machtshände, Und glaub sicher, daß allein Er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach also Mit Gott ange⸗ fangen, Ei so hat es keine Noth, Wirst den Zweck er⸗ langen. Es wird folgen Glück und Heil Hier in die⸗ sem Leben; Endlich wird dir Gott dein Theil Auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach Sei dir überge⸗ ben; Es nach deinem Willen mach Auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Jesu, in dein'm Namen, Laß es doch sein wohlgethan! Ich sprech darauf Amen. äꝑPPꝗꝗPAceiSeSSS‚i‚i‚eSeS‚eSeeeSeSSeSeSSSSSSSSSSS‚Si‚i‚—— Die letzten Dinge. Die letzten Dinge. 71. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 1. Alle Menschen müssen sterben, Alles Fleisch vergeht wie Heu; Was da lebet, muß verderben, Soll es anders werden neu. Dieser Leib, der muß ver⸗ wesen, Wenn er anders soll genesen Der so großen Herrlichkeit, Die den Frommen ist bereit. 2. Drum so will ich dieses Leben, Weil es meinem Gott beliebt. Auch ganz willig von mir geben; Bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden Hab ich schon Erlösung funden, Und mein Trost in Todesnoth Ist des Herren Christi Tod. 3. Christus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn: Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Welt⸗ getümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde allezeit Schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, Da viel tau⸗ send Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron; Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal; Wo auf ihren Ehrenthronen Sitzet der zwölf Boten Zahl; Wo in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren; Da wir unsrem Gott zu Ehrn Ewig Halleluja hörn. 6. O Jerusalem, du schöne, Ach wie helle glän⸗ zest du! Ach wie lieblich Lobgetöne Hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jetzund gehet auf die Sonne, Jetzund gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. Die letzten Dinge. 69 7. Ach, ich habe schon erblicket Alle diese Herr⸗ lichkeit; Jetzo werd ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid, Mit der güldnen Ehrenkrone, Stehe da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. J. G. Albinus, 1 1679. Eigene Melodie. 1. Christus der ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn; Dem thu ich mich ergeben, Mit Fried fahr ich dahin; 2. Mit Freud fahr ich von dannen Zu Christ, dem Bruder mein, Auf daß ich zu ihm komme Und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Noth; Durch sein heilig fünf Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen. Mein Athem geht schwer aus, Und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf. 5. Wenn mein Herz und Gedanken Zergehn als wie ein Licht. Das hin und her thut wanken, Wenn ihm die Flamm gebricht; 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein Nach deinem Rath und Willen, Wenn kommt mein Stündelein. 7. Und laß mich an dir kleben Wie eine Klett am Kleid, Und ewig bei dir leben In himmlischr Wonn und Freud! 73. Eigene Melodie. 1. Jerusalem, du hochgebaute Stadt, Wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnlich Herz so groß Verlan⸗ Die letzten Dinge. gen hat Und ist nicht mehr bei mir. Weit über Berg und Thale, Weit über blaches Feld Schwingt es sich über alle Und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag, und noch viel schönre Stund, Wann wirst du kommen schier, Da ich mit Lust und freiem Freudenmund Die Seele geb von mir, In Gottes treue Hände, Zum auserwählten Pfand, Daß sie mit Heil anlände In jenem Vaterland? 3. Im Augenblick wird sie erheben sich Bis an das Firmament, Wenn sie verläßt so sanft, so wunder⸗ lich Die Stätt der Element, Fährt auf Eliä Wagen Mit heilger Engel Schar, Die sie in Händen tragen, Umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, Thu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, Eh ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben,. Aus jener Nichtigkeit, Und mir Gott hat ge⸗ geben Das Erb der Ewigkeit! 5. Was für ein Volk, was für ein edle Schar Kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, Seh ich, die beste Kron, Die Je⸗ sus mir, der Herre, Entgegen hat gesandt, Da ich noch war von ferne In meinem Thränenland. 6. Propheten groß, und Patriarchen hoch, Auch Christen insgemein, Die weiland trugen dort des Kreuzes Joch Und der Tyrannen Pein, Schau ich in Ehren schweben, In Freiheit überall, Mit Klarheit hell umgeben, Mit sonnenlichtem Strahl. 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin Ins schöne Paradeis, Von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, Der Mund von Lob und Preis; Das Halleluja reine Man singt in Heiligkeit Das Hosianna feine Ohn End in Ewigkeit; Die letzten Dinge. 71 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön Auf Chören ohne Zahl, Daß von dem Schall und von dem süßen Ton Sich regt der Freudensaal, Mit hun⸗ derttausend Zungen. Mit Stimmen noch viel mehr, Wie von Anfang gesungen Das große Himmelsheer. 3. M. Meyfart, 1 1642. 74. Eigene Melodie. 1. Wachet auf! ruft uns die Stimme Der Wäch⸗ ter sehr hoch auf der Zinne, Wach auf, du Stadt Je⸗ rusalem! Mitternacht heißt diese Stunde, Sie rufen uns mit hellem Munde: Wo seid ihr klugen Jung⸗ frauen? Wohlauf! der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit Zu der Hochzeit; Ihr müsset ihm entgegengehn! 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz thut ihr vor Freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, Ihr Licht wird hell, Ihr Stern geht auf. Nun komm, du wer⸗ the Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen Mit Menschen⸗ und mit Engel⸗Zungen, Mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore An deiner Stadt; wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gesehn, Kein Ohr hat je gehört Solche Freude; Drum jauchzen wir Und singen dir Das Halleluja für und für. Ph. Nicolai, 4 1608. ——— Die letzten Dinge. 75. Eigene Melodie. (Oder in der Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten.) 1. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod; Ach wie geschwinde und behende Kann kommen meine Todesnoth! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; Denn weil ich leb auf dieser Erden, Leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken Und, wenn ich einstens sterben muß. Die Seel in Jesu Wunden senken Und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willt, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Ach Vater, deck all meine Sünde Mit dem Verdienste Jesu zu, Darein ich mich festgläubig winde, Das giebt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. So komm mein End heut oder morgen: Ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt; Ich bin und bleib in deinen Sorgen, Mit Jesu Blut schön ausge⸗ schmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! Aem. J. Gräfin zu Schwarzburg⸗Rud., + 1706. Geistliche Lieder. Advent. 1. Tochter Zion, freue dich. — T n .....—*.— ́— 1. Sieh, dein Kö-nig kommt zu dir, NB. Die Kreuze vor den Anfangsworten bedeuten. daß die Lieder Nr. S u. 9 auch zweistimmig gesungen werden können(von Sopran und Alt). 4. Ja er kommt, der Frie de⸗ fürst! 2. Hosianna, Davids Sohn! Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich.! Hosianna in der Höh! 3. Hosianna, Friedefürst! Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du des ewgen Vaters Kind! Da capo Tochter Zion ꝛc. Weihnachten. — Der 66355 ist der üü⸗ Baum. i n dee dn den e, 1. Der Christbaum ist der schön⸗ste Baum, Den 2. Denn sieh, in die⸗ser Wunder-nacht Ist WI i + 1. wir auf Er⸗den ken⸗nen; Im Gar⸗ten klein, im 2. einst der Herr ge⸗ bo⸗ren. Der Heiland, der uns Weihnachten. σ AII—8————— iü — 2 e ———5**——.. SSISSISISISI... +——1*— 4 6 1. eng⸗sten Raum, Wie lieblich blühtder Wunderbaum, Wenn 2. se⸗lig macht: Hätt er den Himmel nicht gebracht, Wär ö.———— SIEEE 9— 4 e —— 1966515———— 7 1. sei⸗ ne Blümchen bren-nen, Wenn sei⸗ ne Blümchen ö 2. al ⸗le Welt ver⸗lo- ren, Wär al⸗ le Welt ver⸗ 1. e —— d e v. 1. bren⸗nen, ja bren nen! 2. lo⸗ ren, ver⸗ lo ren. 3. Doch nun ist Freud und Seligkeit, Ist jede Nacht voll Kerzen; Auch dir, mein Kind, ist das bereit', Dein Je⸗ sus schenkt dir alles heut,‚: Gern wohnt er dir im Herzen,.: Er wählt dein im Herzen. 4. O laß ihn ein, es ist kein Traum! Herz zum Garten, Will pflanzen in den engen Raum allerschönsten Wunderbaum: Und seiner treulich warten, J: ja warten. Weihnachten. 3. Du lieber, heil'ger, frommer Christ. F ——————. ——— 1. Du lie⸗ber, heil-ger, ronn⸗ mer Christ, Der ...——————,—.—— — 7— 1. für uns Kin⸗— kom⸗-men ist, Da⸗-mit wir —1 ö I... ——— n n——.—— en SSPISISISISISIIIIII..... 6— 6 7 ö 4.— —.* EZ.—— 1— 9—.———.—— I.— 1 — 7 7*— 1. sol len weis und rein Und rech-te ——— DSDSSDS.......... n ED ———.— H 1. Kin⸗ der Got⸗tes sein. 2. O Licht, vom lieben Gott gesandt In unser dunkles Erdenland, Du Himmelskind und Himmelschein, Damit wir sollen himmlisch sein. S e 29 Weihnachten. 77 3. Du lieber, heilger, frommer Christ, Weil heute dein Geburtstag ist, Drum ist auf Erden weit und breit Bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, O mache mir das Herze rein! O bade mir die Seele hell In deinem reichen Himmelsquell! 5. Daß ich wie Engel Gottes sei, In Demuth und in Liebe treu, Daß ich dein bleibe für und für, Du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt. 4. Es ist ein Ros entsprungen. — ↄ—κv?ᷣ—.— SI F EEEEEEEE— ö 1 Es ist ein Ros ent- sprun⸗gen Aus ei- ner Wie uns die Al⸗ten sun-gen, Von Jes⸗se Weihnachten. A— X..* + 4. N — 1— E..—— II 4——3* H 4635 1 4661— 2. L..—. III . 3— J.= III 29—H— H H 7 1. Wohl zu der hal ⸗ ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaia sagt, Hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes Racht. Rath Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben acht 3. Das Blümelein so kleine, Das duftet uns so süß. Mit seinem hellen Scheine Vertreibt's die Finsternis; Wahr Mensch und wahrer Gott, Hilft uns aus allem Leide, Rettet von Sünd und Tod. 4. Lob, Ehr sei Gott, dem Vater, Dem Sohn und heilgen Geist!— Maria, Gottesmutter, Sei hochgebenedeit!— Der in der Ta lag, Der wendet Gottes Zorne, Wandelt die Nacht in Tag 5. O Jesu, bis zum Scheiden Aus diesem Jammerthal, Laß deine Hilf uns leiten Hin in den Freudensaal, In deines valeih Reich, Da wir dich ewig loben. O Gott, uns das verleih! 5. Herbei, o ihr Gläubigen. 1. Her⸗bei, o ihr En»gen, fröhlich tri- um⸗ 2. Kö⸗ nig der 3ren, Herr--scher der Heer⸗ 3. Kommt, singet dem Der=ren, O singt ihm, En-gel⸗ 4. Dir, Herr, der du heu ⸗-te bist für uns ge⸗ Weihnachten. EE EEE EE SI——.... 1—.. V — 2—5.——9 N x . S.. ——— 7 7+*— 2— ö 1. phi⸗ rend, O kom⸗met, o kom⸗-met nach Beth⸗le⸗ 2. scha⸗ren, Du ruhst in der Krip⸗-pe im Er-⸗-den- 3. chö⸗re! Froh-lo⸗cket, froh⸗lo⸗cket, ihr Seli⸗ 4. bo⸗ ren, O Je⸗su, sei Eh-re und Preis und 6 NS.———————— — 2.. n SEEEEEE. / ..... IIT 2—.— 4— A 1. hem! Se⸗het das Kindlein, uns zum Heil ge⸗ 2. thal, Gott, wah⸗-rer Gott, von E-wig-keit ge⸗ 3. gen! Eh-re sei Gott im Himmel und auf 4. Ruhm, Dir, Fleisch ge-word⸗nes Wort des ew⸗ gen 79 NIIII 2 1* n. dir. un EDEEEEEEEE— .— E +—— 1. bo ren! O las⸗set uns an-be⸗ten, O 2. bo ⸗ren! O las⸗set uns an⸗be⸗ ten, O 3. Er ⸗den. O las-set uns an⸗be⸗ ten, O 4. Va⸗ters! O las⸗set uns an⸗be⸗ten, O ——— 1—— A V. 2 7— 1 bis 4. las⸗set uns an be-ten, o las- set uns an⸗ + +— 5— N f‚ +. P 2—— —7 SSS———— DIT———— 1 bis 4. be ten den Kö ⸗ nig! — 6. Ihr Kinderlein, kommet 0 ö 2... E——— K. I e, e rr i, K.n DRJ——U— Ihr Kin⸗der-lein, kom⸗met, o kommet doch all Zur Krip⸗pe her, kom⸗met in Beth⸗le-hems Stall, 2 O seht in der Krip-pe, im nächt-li⸗chen Stall, Seht hier bei des Lichtleins hellglän-zendem Strahl 3 ö Da liegt es, ach Kin-der, auf Heu und auf Stroh. Ma⸗ri⸗ a und Jo⸗seph be-trachten es froh; x 4 101 O beugt wie die Hir-ten an-be⸗tend die Knie; ⸗he-bet die Hän-de und dan⸗ket wie sie! Weihnachten. 3 IIDSSSSS ö ä 1— E —**— 1 2= 2—. 7— ö DDDEEEEEEE. — I—..— 2..——— 14—.— X ö——— 1. Und seht, was in die-ser hoch⸗hei-li-⸗gen Nacht Der 2. In rein ⸗li-schen Windeln das himmli-sche Kind, Viel ö 3. Die redli⸗chen Hir-ten knien be-tend da⸗vor; Hoch 4. Stimmt freu⸗dig, ihr Kinder, wer soll sich nicht freun? Stim̃t Eainn ,n e e. d. L . E I 2 rn. m nnnn—48—.— ·— R. * 1. Va⸗ter im Him-mel für Freu-de uns macht! 2. schö⸗ner und hol-der, als En--gel es sind. 3. o ⸗ben schwebt ju-belnd der En⸗ge-⸗lein Chor. 4. freu⸗dig zum Ju⸗-bel der En⸗gel mit ein. 5. O betet: Du liebes, du göttliches Kind, Was leidest du alles für unsere Sünd! Ach, hier in der Krippe schon Armuth und Noth! Am Kreuze dort gar noch den bittern Tod. 6. Was geben wir Kinder, was schenken wir dir, Du bestes und liebstes der Kinder, dafür? Nichts willst du von Reichthum und Schätzen der Welt, Ein Herz nur voll Unschuld allein dir gefällt. 51 7. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin; Wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn, Und mache sie heilig und selig wie deins, Und mach sie auch ewig mit deinem in eins. Chr. v. Schmidt. — — * 2 — — — — 7. O du fröhliche, o du selige. O du fröh 2. O du fröh⸗li ⸗che, 3. O du fröh⸗li⸗che, li ⸗che, 1. Weih-nachts-zeit! 2. Gna⸗den ⸗-brin⸗-gen-de Weih-nachts-zeit! 3. Gna⸗den-brin-gen-de 7.— — I. ——— 1. Welt ging ver⸗lo-ren, Christ ward ge ⸗-bo⸗-ren: ver⸗süh⸗ nen: jauch⸗-zen dir Eh-re: uns zu er⸗schie- nen, 3. Himm⸗li-⸗ sche Hee-re 2. Christ ist Weihnachten. 25. v vnn 4———I‚‚‚.— 7 21—— N 2 75—— 2 + 3..— 2.— ö — 2 +—— 83 ů PPFFPIIIIIFIIIIIII .———— 2 H ö— ů.————— ö 1. Freu e, freu⸗e dich, o Chri⸗sten-heit! ö 2. Freu e, freu⸗e dich, o Chri⸗-sten⸗heit! 3. Freu e, freu⸗e dich, o Chri-⸗sten-heit! J. D. Falk. 8. Stille Nacht! Heilige Nacht! 0 0. —IPPRIDr ö N RDRR 2— 4— ——————.—..— SII.—7— ö 1——.———— F VIEE* 1. Stil⸗le Nacht! Hei⸗ li⸗ge Nacht! Al⸗les schläft, 2. Stil⸗le Nacht! Hei ⸗li-ge Nacht! Hir⸗ten erst 3. Stil⸗le Nacht! Hei-li-⸗ge Nacht! Got-tes Sohn, ———— △ V V — ů SIꝗSSIPIIIIII— x 29—.—. 1 ů ovQ PP...... F SNEEE 1. Ein⸗sam wacht Nur das trau⸗te, hoch-hei-li-⸗ge Paar. 2. kund ge-macht, Durch der En⸗gel Hal le ⸗ lu-ja 3. o wie lacht Lieb aus dei-nem gött-li-chen Mund, 6* Weihnachten. * V N X. X 4 N·N ISEEE —.. FE 0 A 28 N + + II ,. E.SD. SSIS.SIII. 2 2 —... IEREE— 1. Hol⸗der Kna⸗be im lo⸗cki⸗gen Haar, Schlaf in himmlischer 2. Tönt es laut von fern und nah: Christ der Retter ist 3. Da uns schlägt die ret⸗ten⸗de Stund, Christ, in deiner Ge⸗ —— 1—.— 7— 338 F. 7 —2 N 4. DE. —— 1 F 4 1. Ruh! Schlaf in himm⸗li⸗scher Ruh! 2. da! Christ, der Ret⸗ ter, ist da! 3. burt, Christ, in dei⸗ ner Ge⸗burt. 9. Wir bitten dich, o Jesulein. 35—— +—— EEEEE DEEE E E — 1 13 .. EEEEE EEA—. ——— E ᷓ‚ Kinder. 1. Wir bit-ten dich, o Je⸗su-lein, Schöns Kin-de⸗ „ 2. Sag an, wa⸗rum man dich hier findt, Schöns Je⸗su⸗ 3. Wa⸗ rum bist du, o Gott, so groß, Schöns Je⸗ su⸗ 4. Wa rum bist du so arm im Stall, Schöns Je-su⸗ „ 5. Wa⸗rum bist du so sehr ver⸗acht, Schöns Je⸗su⸗ 6. Für sol ⸗che Lieb, was mögen wir, Schöns Je⸗su⸗ Weihnachten. —— N ö 2* 5 N „ 5 22 + 2— L—— LDI SSE ö x 4 9 3 fPfPff —.— 4.— e re H SSPI IIFIFIFIFIPIFIIIPII.I....——————— „ ö 1. lein! Wollst mit uns re⸗den ein Wör⸗te-lein. 2. lein, Auf die-⸗ser Welt ein klei⸗nes Kind? 3. lein, So klein in dei-⸗ner Mut⸗ter Schoß? ů 4. lein, Der du be⸗reichst das Wel⸗-ten-All? 5. lein, Nichts mit dir bracht, nicht Gut noch Pracht? 6. lein, Wir Ar⸗men doch hin ge⸗ben dir? ö —*ñ— n Hunn Ei .. 2* SDDDee....— —————.—.— AI— * F¶ I Christ.1. Singt, lie⸗be Kin⸗der mein. „ 2. Aus lau⸗ ter Lieb al-lein. „ 3. Aus lau ⸗ter Lieb al-lein. „ 4. Aus lau-ter Lieb al-lein. „ 5. Aus lau-ter Lieb al ⸗lein. „ 6. Mich wie-der lieb'n al-lein. Kinder. Wir lie ⸗ben dich al-lein! Christ. So seid ihr al le mein! Neujahr und Namensfest Jesu. Epiphanias. Uenjahr und Namensfest Jesu. 10. Das neugeborne Kindelein. Mel.: Vom Himmel hoch. 1. Das neugeborne Kindelein, Das herzeliebe Jesulein, Bringt abermal ein neues Jahr Der auserwählten Christen— schar. 2. Deß freuen sich die Engelein, Die gerne um und bei uns sein; Sie singen in den Luften frei, Daß Gott mit uns versöhnet sei. 3. Ist Gott versöhnt und unser Freund: Was kann uns thun der arge Feind? Trotz Teufel und der Höllen Pfort! Das Jesulein ist unser Hort. 4. Er bringt das rechte Jubeljahr; Was trauern wir denn immerdar? Frisch auf, jetzt ist es Singens Zeit, Das Jesulein wendt alles Leid. Cyriacus Schneegaß. Epiphanias(Mission). 11. Die armen Heiden jammern mich. Mel.: Nun sich der Tag geendet hat. 1. Die armen Heiden jammern mich; Denn groß ist ihre Noth; Ach lieber Gott, erbarme dich, Sie sind in Sünden todt. 2. Sie beten stumme Götzen an, Sie knien vor Holz und Stein Und wissen nicht in ihrem Wahn, Daß du bist Gott allein. 3. Sie kennen auch den Heiland nicht, Der ihre Sün⸗ den trug; Sie leben ohne Trost und Licht Und liegen un⸗ term Fluch. 4. O Vater der Barmherzigkeit, O Herr voll Lieb und Nacht Wann ist erfüllt der Heiden Zeit? Wann endet ihre acht? * * Epiphanias. 87 5. Ihr Elend schreit so laut zu dir, Und deine Kinder flehn: Ach öffne bald der Heiden Thür Und laß sie Jesum sehn. 6. Sie sind ja auch sein Erb und Gut, Sein theurer Schmerzenslohn; Wir bitten durch sein Kreuz und Blut: O gieb sie deinem Sohn! 7. Daß sie durch ihn mit uns zugleich Und deiner gan⸗ zen der Auf Erden und im Himmelreich Dich preisen im⸗ merdar! 12. Eine Herde und ein Hirt. Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 1. Eine Herde und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, Wenn sein Tag erscheinen wird? Freue dich, du kleine Herde; Mach dich auf und werde Licht; Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden; Blinde Pilger flehn um Licht. Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde. Kleine Herde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgen⸗ rothes Helle, Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle; Ihn umleuchtet Morgenlicht. Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgethan. Rauscht, verdorrete Gebeine! Macht dem Bundesengel Bahn! Großer Tag des Herrn, er⸗ scheine! Jesus ruft: es werde Licht! Jesus hält, was er ver⸗ spricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du, die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf und werde Licht, Jesus hält, was er verspricht. Fr. Ad. Krummacher. ‚p‚i‚i‚i‚i‚i‚ici‚ieie‚e‚e‚e‚... Passion. Passion. 13. Als Jesus von seiner Mutter ging. N ., Ee, d e 5 d den wW u 1. Als Je⸗sus von sei⸗ ner Mut⸗ter ging, Und 2. Ach Sohn, du lieb⸗ster Je⸗ su mein, Was II — 1. die gro⸗ße hei ⸗-li⸗ge Woch an ⸗fing, Da 2. wirst du am hei ⸗-li⸗-gen Sonn⸗tag sein?„Am ——— 6 0— e ... I 4 1. hat te Ma ⸗ri⸗ a viel Her⸗ze ⸗ leid, Sie 2. Sonn⸗tag werd ich ein Kö⸗nig sein, Da Passion. vritard. WMÆ .— 2——— n H en d drr in Wr. N ‚ 2 2 1 ö—— 1— I *. 7 nh 06 —65— 2—ĩ3—.—— 4—— EiEE 4—*—.* 2. II V. ů— 1.—— +— 23 n 2 28 2 1. frag te den Sohn mit Trau-rig-keit: 2. wird man mir Klei⸗der und Pal-men streun.“ Zu V. 10. Freudig bewegter. PPIPPPPTTTSTSTSTSTCTCTCTRT EEE... 5—.—7——2——1 I jq WE X* +* I IY DSDDD.— D——. ——.———— +—— 10. Und am Sonn⸗tag freu dich, o ꝛc. 3. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Montag sein?„Am Montag bin ich ein Wanders⸗ mann, Der nirgend ein Obdach finden kann.“ 4. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Dienstag sein?„Am Dienstag bin ich der Welt ein Prophet, Verkünde, wie Himmel und Erde vergeht.“ 5. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Mittwoch sein?„Am Mittwoch bin ich gar arm und gering, Verkauft um dreißig Silberling.“ 6. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Donnerstag sein?„Am Donnerstag bin ich im Speise— saal Das Osterlamm bei dem Abendmahl.“ ans Kreuz genagelt sein; Händ und Füß; Verzage ni Passion. 7. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Freitag sein?„Ach Mutter, liebste Mutter mein, Könnt dir der Freitag verborgen sein!“ 8.„Am Freitag, liebste Mutter mein, Dann werd ich Drei Nägel die gehn mir durch cht, Mutter, das End ist süß!“ 9. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Samstag sein?„Am Samstag bin ich ein Weizenkorn, Das in der Erde wird neu geborn.“ 10.„Und am Sonntag freu dich, o Mutter mein, Dann werd ich vom Tod erstanden sein; Dann trag ich das Kreuz mit der Fahn in der Hand, Dann siehst du mich wieder im Glorienstand!“ 14. Maria die wollt wandlen gehn. ——————— ů— 2———**— La— j;— —.— 9———2.— 2—.—3 .F. FFFTT : en. d. — ů FE——.—— 5..— 2 ů 2— +*—— SSS.I. , ä. é 1.*—— asg. e EEEEE — 2..—— 55 + —.—.—— 0 i 1. al⸗le Welt aus⸗gehn, Zu su⸗chen ih-ren v/ v/ Passion. — D—— 90—— 7 5—— 0— 0 Z.————— II 0 8 2—.—. 5SS.— x 1 2.——.— —— 1——.— 2 2— I — 2.—.— 1———1 dee.. 3 ——.—— 1. Sohn.— zu su ⸗chen ih ren Sohn. 2. Und als sie auf die Heide kam, Begegnet ihr ein Mann:] Mit Namen Peterus. 3. Ei, habt ihr nicht gesehen Mein herzallerliebsten Sohn, : Den ich verloren hab.:: 4. Ich sah ihn gestern Morgen stehn Vor einem Juden⸗ haus,:]: Ganz traurig sah er aus.: 5. Was trug er auf seinem Häuptelein? Von Dornen eine Kron,:: Das Kreuz das trug er schon.:: 6. Das Kreuz das muß er tragen Bis auf denselbigen Tag::Da er gekreuzigt ward.:!: 7. Maria die stand unterm Kreuz Und weinte bitterlich. I: Maria, wein nur nicht.:: 8. Maria, laß das Weinen sein, Die Schmerzen die sind mein,]: Das Himmelreich ist dein..: Volkslied. 15. Wollt ihr wissen, was mein Preis? IDREE EE EEE E. PPP‚PP— + +„ ö 00 8— g 8 2— SSSSS.....I.......3—— x* 1. Wollt ihr wis⸗sen, was mein Preis? Wollt ihr lernen, SSRAI E—..——.—— II....—I—— X* D——— 12. auhi h. 3 2— 3 1.. ..— 4. 2—v6 .— L e— 2— II.I— ————..—— 1. was ich weiß? Wollt ihr sehn mein Ei-gen⸗thum? ———— 553 XL L— +————— IIIIIIII XX. +* 3.8—1 3— + e nn. 2—.— 2—— ISI.— EEE 1. Wollt ihr hö⸗ren mei⸗nen Ruhm? Je⸗sus, der Ge⸗ 4—.. dee ede,, ——.ññ——— d mn.— ee ö.— ——— Hl... iiE ů—4—1———⁵1.— E. 1.— 2 5—.——. 1 W 1. kreu⸗zig⸗te! Je-⸗sus der Ges⸗kreu⸗zig⸗ te! 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer schafft mir des Vaters Huld?:: Jesus, der Gekreuzigte!:l: 3. Wer ist meines Lebens Kraft? Wer ist meines Geistes Saft? Wer macht fromm mich und gerecht? Wer macht mich zu Gottes Knecht? J: Jesus, der Gekreuzigte! 4 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schützt, wenn der Feind erbost? Wer erquickt mein mattes Herz? Wer ver⸗ hindert meinen Schmerz? l: Jesus der Gekreuzigte!:: 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der letzten L Ostern. 93 Noth? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich?:l: Jesus der Gekreuzigtel:f 8 6. Und so wißt ihr, was ich weiß. Ihr wißt meinen Zweck und Preis. Glaubt, lebt, duldt, sterbt— aber wem?— So sind wir recht angenehm:: Jesu, dem Gekreuzigten!:l: Joh. Christ. Schwedler. Ostern. 16. Erstanden ist der heilge Christ. . P — ů— DIDDDD.......— E S 1. Er⸗stan⸗den ist der heil-ge Christ, Halle-lu⸗ ö— ö PIPIIIIT IIITI....I I.A—.. 7. 4W—..2 + I D— 2 1.——=—4—— — 4 n e e—.— + — 2 3—— ö 4I————* 2 9— . Fr x 1. ja, Hal⸗le ⸗ lu⸗ja! Der al ⸗ler Welt ein riten . SE 1 I I E 23— FF — 4*— PiRKR Pfingsten. 2. Es gingen drei heilige Fraun,: Halleluja!:“ Des Morgens frühe hin im Thaun. Halleluja! 3. Sie suchten den Herrn Jesum Christ, 4: Halleluja!:l: Der von dem Tod erstanden ist. Halleluja! 4. Ach Engel, lieber Engel fein! l: Halleluja!: Wo find ich denn den Herren mein? Halleluja! 5. Er ist erstanden aus dem Grab, l: Halleluja!:l: Heut an dem heilgen Ostertag. Halleluja! 6. Habt Dank, ihr lieben Engel fein, l: Halleluja!:l: Nun wolln wir alle fröhlich sein. Halleluja! 7. Nun singet all zu dieser Frist: l: Halleluja!:.: Erstanden ist der heilge Christ. Halleluja! 8. Deß solln wir alle fröhlich sein, ꝛl: Halleluja!:“: Und Christ soll unser Tröster sein. Halleluja! 17. O du sröhliche. Mel.: S. Nr. 7. 1. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Oster⸗ zeit! Welt lag in Banden, Christ ist erstanden, Freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Oster⸗ zeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen, Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Oster⸗ zeit! Kraft ist gegeben, Laßt uns ihm leben, Freue, freue dich, o Christenheit! V. 1. Johannes Falk. Pfingsten. 18. O du fröhliche. Mel.: S. Nr. 7. 1. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingsten⸗ zeit! Christ, unser Meister, Heiligt die Geister. Freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingsten⸗ zeit! Führ, Geist der Gnade, Uns deine Pfade! Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingsten⸗ zeit! Uns, die Erlösten, Geist, wollst du trösten. Freue, freue dich, o Christenheit! V. 1. Johannes Falk, 1 1826. ten⸗ eue ten⸗ eue ten⸗ eue, 50—— 4 Liebe zu Jesu. Liebe zu Jesu. 19. Der beste Freund. 3 Ee e 2—3—— DDRSS—, 1 2— be- ste Freund ist in dem Himmel, Auf „8Denn bei dem fal-schen Welt-ge-tüm-mel Ist q‚endnn S 7 2 2.— 2 — —13 e,. PᷓpPPPP 7 Er⸗den sind die Freun⸗de rar; 145 lich⸗keit oft in Ge⸗fahr. Drum hab ich's immer .. 6——60— DDI‚‚2— —.— ,. 2 x SN .—. 2—7 D.— — ii 2 4.— 4—4 so ge-meint: Mein Je-sus ist der be— ste Freund. 2. Die Welt ist gleich dem Rohr im Winde; Mein Je⸗ sus stehet felsenfest. Wenn ich mich ganz verlassen finde, Mich seine Freundschaft doch nicht läßt. In Freud und Schmerz er's redlich meint: Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, Der am meisten nützen kann, Und scheinet dann das Glücke trübe, So steht die Freundschaft hinten an; Doch hier ist es nicht so gemeint; Mein Jesus ist der beste Freund. 1 4 Liebe zu Jesu. 4. Er läßt sich selber für mich tödten, Vergießt für mich sein eigen Blut; Er steht mir bei in allen Nöthen Und sagt für meine Schulden gut; Er hat mir niemals was ver⸗ neint: Mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet, Mein Freund, der mein ist und ich sein, Mein Freund, der mich beständig liebet, Mein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ich's nun nicht recht gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, Sie sind doch gar zu wandelbar. Und hätt' ich hunderttausend Feinde, So krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. B. Schmolk. 20. Ein Gärtner geht im Garten. Mel.: Wie lieblich ist's hienieden. 1. Ein Gärtner geht im Garten, Wo tausend Blumen blühn, Und alle treu zu warten, Ist eifrig sein Bemühn. 2. Der gönnt er sanften Regen Und jener Sonnenschein: Das nenn ich treues Pflegen, Da müssen sie gedeihn. 3. In liebenden Gedanken Sieht man sie fröhlich blühn; Sie möchten mit den Ranken Den Gärtner all um iehn. 4. Und wenn ihr Tag gekommen, Legt er 15 an sein wans Und zu den Selgen, Frommen Trägt er sie himmel⸗ wärts. 5. Zu seinem Paradiese, Zu seiner schönen Welt, Die nimmermehr, wie diese, In Staub und Asche fällt. 6. O Gärtner treu und milde, O laß uns fromm und fein Zum himmlischen Gefilde, Zum ewgen Lenz gedeihn! Max v. Schenkendorf. 21. Ich bin ein kleines Kindelein. Mel.: Christus der ist mein Leben. 1. Ich bin ein kleines Kindelein, Und meine Kraft ist schwach; Ich wollte gerne selig sein Und weiß nicht, wie ich's mach! 2. Mein Heiland, du warst mir zu gut Ein armes, kleines Kind Und hast mich durch dein theures Blut Erlöst von Tod und Sünd. sie löst Liebe zu Jesu. 97 3. Ach, liebster Heiland, rath mir nun, Was ich aus Dankbarkeit Dir soll für deine Liebe thun, Und was dein Herz erfreut. 4. Ich armes Kindlein aber kann Nichts von mir selber thun; Drum hilf mir, o du starker Mann, Herr Jesu, hilf mir nun! 5. Ach, nimm mein ganzes Herz dir hin, Nimm's, liebster Jesu Christ, Ich weiß, daß ich dein Eigen bin, Und du mein Heiland bist. 22. 289— 938— wieder 2 3 Z.—.— —1 ö ND —— ꝗꝗSꝗSDSDS. SDSDSDPSFP‚Pꝑ‚P‚ꝑ/ctctét‚titétéctcte‚‚e q ——— 5 +—————— 1. heil-gen Buch, wie er ist so sanft ge-we-sen, E 6 2———— x + 3..—.—.——4—————— 7* 9, * E ö . S. ö n.———— 2——.——— 5— H — F— II 1. Oh ⸗ ne List und oh- ne Trug. 2. Wie er hieß die Kindlein kommen, Wie er hold sie angeblickt, Und sie in den Arm genommen, Und sie an das Herz gedrückt! 7 Liebe zu Jesu. 3. Wie er Hilfe und Erbarmen Allen Kranken gern erwies, Und die Blöden und die Armen Seine lieben Brü⸗ der hieß. 4. Wie er keinem Sünder wehrte, Der bekümmert zu ihm kam, Wie er freundlich ihn bekehrte, Und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, Die sein Vater ihm verliehn. Hat die Arme ausgebreitet, Alle an sein Herz zu ziehn. Louise Hensel. 23. Nun so bleibt es fest dabei. — 1. hin! Nur nach Je⸗su steht mein Sinn. N Liebe zu Jesu. 99 2. Jesus ist mein höchstes Gut, Denn er gab sein theures Blut Auch für mich verlornes Kind, Daß mein Glaube Gnade find. 3. Herr, ich hang allein an dir! Nimm nur alles selbst von mir, Was dir nicht gefällig ist, Weil du doch mein alles bist. 4. Amen! ja, du hörest mich, Und ich Armer lobe dich; Ja, zum voraus werd ich schrein: Jesus wird mein Helfer sein! 24. Schönster Herr Jesu. r—— 2— 1. Schön⸗ster Herr Je-⸗ su, Herr-scher al-ler ‚D I —— nirinn nn.i IRRSSSS...— X——H—.. 1.———— E 1 W . nin.. . EE— IIRDIII dE L d — A K. E. 2— SI— — b—.— 2 1. Dich will ich lie-ben, Dich will ich eh- ren,(du) Kron. 1. Mei⸗ner See ⸗le Freud und 2. Schön sind die Felder, Schöner sind die Wälder In der schönen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht die Sonnen, Schöner leucht der Mon⸗ den Und die Sternlein allzumal; Jesus leucht schöner, Je⸗ sus leucht reiner Als all Engel im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen, Schöner sind die Menschen In der frischen Jugendzeit; Sie müssen sterben, Müssen verderben, Jesus bleibt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden Ist ver⸗ faßt in dir allein; Keiner auf Erden Lieber kann werden, Als der all'rschönste Jesus mein. 25. Was hätt ich, hätt ich Jesum nicht. Mel.: Der Christbaum ist. 1. Was hätt ich, hätt ich Jesum nicht Auf ewig mir erkoren? Für flüchtge Freuden ewgen Schmerz! Ach, ohne Jesum, armes Herz, l: Hättst du dich selbst verloren::— verloren. 2. Was könnt mir doch die ganze Welt Für meinen Jesum geben? Und wär die ganze Welt auch mein, Nein, sollt ich ohne Jesum sein, J: Da möcht ich auch nicht leben: — nicht leben. 3. Wer wär mein Tröster dann im Schmerz, Wer auf dem Sterbebette? Wer einst am Tage des Gerichts? Ach, hier und dort hätt ich ja nichts, J:Wenn Jesum ich nicht hätte:!:— nicht hätte. Liebe zu Jesu. 101 4. Ich hätte nichts, als ewge Pein Für stundenlang Ergötzen! Ach, ohne Jesum dort und hier— Gedanke, weiche fern von mir,:]: Gedanke voll Entsetzen::— Entsetzen. 5. Nun aber, da ich Jesum hab, O welch ein reiches Leben! Ist Erde doch und Himmel sein, Drum ist auch alles, alles mein,:Weil er sich mir gegeben,‚::— gegeben. A. Morath. 26. Weil ich Jesu Schäflein bin. — h. r . 332 E 5,. 1 Weil ich Je⸗ Shästen bin üÜ⸗ber mei⸗ nen Freu— 11 nur im⸗mer⸗hin Der mich wohl weiß SS. 19— 1—— 6• 7 8 957 +— 4—.— +*.— 0 S.——.—— 9—————— , d . 1— o— 1. un be. würther, Der mich lie⸗bet, der mich —.—.—..——..—— N S.—— I——— 4 ——— Fi * 2 I 2 2 RN I2 1. kennt Und Lob⸗ und Danklieder. 2. Unter seinem sanften Stab Geh ich aus und ein und hab Unaussprechlich süße Weide, Daß ich keinen Mangel leide, Und so oft ich durstig bin, Führt er mich zum Brunn⸗ quell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen Werd ich end⸗ lich heimgetragen In des Hirten Arm und Schoß: Amen, ja mein Glück ist groß! Louise von Hayn. Ssdd Lob- und Danklieder. 27. Danket dem Herrn. é ————. S.— FE——...——..——. + IIAI— 2—.— ι 2—— 2—— 5—— XI. + +—.———— 4+.—.— 2+. 2..—.—2.. 198 136 ö . SSRSESESEEEEEEEEEEEEEEEEE 2. ——., da a n., nm——. ——— IL I— 1. Dan⸗ket dem Herrn! Wir dan⸗ken dem Herrn; denn öWꝑWCD‚DRDRPRPRPPRPRPRPRPRPRPRPRRPRPRPPPTPPRPRPTRRRR—— SPSISI...‚............ I—F—— — 3..—..—.— 3.— 4 2..——..———.——.————...— 2— —— ü 5W5. +......—— J. 2 — 1 + 2..——. — SZ..„. 2.—— 12—— I. I 1I.— 1. er ist freundlich und sei⸗ ne Gü⸗te wäh⸗ret II V 2*.— 2—— I 2..——V.*— +— *— LII...—. L. i, — 6—5.....———5 EEiiii RE . E 2.— e dn a innd d⸗. r.—— ——2—...———— 3 wäh-ret e- wiglich, sie wäh-ret — 7—.2 Lob⸗ und Danklieder. 2.—— 5— U H A.DDI + — + —.—* H E ... . e, E., H —— ů H e⸗wig-lich. 2. Lobet den Herrn! Ja, lobe den Herrn auch, meine Seele; Vergiß es nie,]: was er dir Guts gethan!:: 3. Sein ist die Macht! Allmächtig ist Gott; sein Thun ist weise, Und seine Huld P:wird jeden Morgen neu.: 4. Groß ist der Herr! Ja, groß ist der Herr; sein Nam ist heilig, Und alle Welt z ist seiner Ehre voll. 5. Betet ihn an! Anbetung dem Herrn; mit hoher Ehr⸗ furcht Werd auch von uns sein Name stets genannt.:J 6. Singet dem Herrn! Lobsinget dem Herrn in frohen Chören; Denn er vernimmt:l: auch unsern Lobgesang.:: C. F. W. Herrosee. + II re e ,xn nnnn vinrn.d— E Emirtn Imdin , Fin hiim Leitie Hiat d müinn, d, di.„ nmnr, in 2..— n Han, dauner.—— 5 ‚[RK* 2. 2 44 S SSSSSSEEEEEEE +*—— —938—.——.5 Hur., 3. 2.— ———.———— 2———— —.——.—....—— 1. HGro⸗ßer Gott, wir lo e ben dich! Hem, wir Vor dir beugt der Erd-kreis sich Und be— .———.—.R— 2 x— W e H FFIF—— iEiEEE— sen dei⸗ ne Stärke; dert dei⸗ ne Wer⸗ke Wie du warst vor 1. al ⸗ler Zeit, So bleibst du in E- wig⸗keit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Sera⸗ phinen, Stimmen dir ein Loblied an. Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig zu! 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Krieges⸗ heere! Starker Helfer in der Noth! Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigen⸗ thum. 4. Der Apostel heilger Chor, Der Propheten große Menge Schickt zu deinem Thron empor Neue Lob-⸗ und Dank⸗ gesänge; Der Blutzeugen große Schar Lobt und preist dich immerdar. 5. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben Große und auch Kleine Dich, Gott Vater, dir zum Preis Singt die heilige Gemeine. Sie verehrt auf seinem Thron Deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heilgen Geist, Welcher uns mit seinen Lehren Und mit Troste kräftig speist; Der, o König aller Ehren! Der mit dir, Herr Jesu Christ! Und dem Vater ewig ist. 7. Sieh dein Volk in Gnaden an, Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; Leit es auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe! Hilf, daß es durch Buß und Flehn Dich im Himmel möge sehn. 8. Alle Tage wollen wir Dich und deinen Namen preisen, Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen. Gieb, daß jeder sündenfrei, Deiner Gnade würdig sei! 9. Herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, Herr, dein Segen! Deine Güte zeige sich Allen der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein; Laß uns nicht verloren sein! ——— Vertrauen und Trost. 29. Lobt froh den Herrn. +—• E‚‚‚ 1. Lobt froh den Herrn, Ihr ju-gend-li-chen , 5e. SEENEE , f e, Bie., Sn, ED 1. Chö⸗re! Er hö ⸗ ret gern Ein Lied zu sei-ner .N——. 6— S —————— 7 in en d r rren e 1. Eh-⸗ re! Lobt froh den Herrn, Lobt froh den Herrn! 2. Es schall empor Zu seinem Heiligthume Aus un— serm Chor Ein Lied zu seinem Ruhme! l: Lobt froh den Herrn!:: 3. Vom Preise voll, Laß unser Herz dir singen! Das Loblied soll Zu deinem Throne dringen. Lobt froh den Herrn!: 4. Wir stammeln hier; Doch hörst du unser Lallen Zum Preise dir Mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir, Dir singen wir! 5. Einst kommt die Zeit, Wo wir auf tausend Weisen — O Seligkeit!— Dich, unsern Vater, preisen Von Ewig⸗ keit Zu Ewigkeit! Vertranen und Crost. 30. Harre, meine Seele. —.—— LI 1 4 LI · dne.v Hei CRSRDRDRDRPRPRPRP‚PRP‚P‚P‚‚P‚P‚P‚P‚‚— r IR 4...—— 2—4—.— 5—— 2 a v un 0—4— In. E— „ mei⸗ne See⸗ Har⸗re des Herrn! . — 2 — * 2 — — — * — 2 feh⸗le, Hilft er doch so gern. Al⸗les ihm be⸗ 1. Bald der Morgen tagt, Sei un⸗ver⸗zagt, 1. Und ein neuer Früh-ling Folgt dem Winter nach. 1. al⸗ler Noth, al⸗len Stür⸗men, In In 1. 1. Wird er dich be-schirmen, Der treu ⸗e Gott! 2. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm be⸗ fehle, Hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott ver— läßt uns nicht; Größer als der Helfer Ist die Noth ja nicht. Ewige Treue, Retter in Noth, Rett auch unsre Seele, Du treuer Gott. 31. Mein Vater, der im Himmel wohnt. Mel.: Vom Himmel hoch. 1. Mein Vater, der im Himmel wohnt, Als König aller Engel thront, Der ist mir nah bei Tag und Nacht Und giebt auf meine Schritte Acht. 2. Er nährt den Sperling auf dem Dach Und macht zur Früh die Vöglein wach, Er schmückt mit Blumen Wald und Flur Und pflegt die Zierde der Natur. 3. Von meinem Haupte fällt kein Haar, Mein Vater sieht es immerdar; Und wo ich auch verborgen wär, In Herz und Nieren schauet er. 4. Geschrieben stand in seiner Hand Mein Name, eh ich ihn gekannt. An seinem Arm geh ich umher, Und er ist Gott, was will ich mehr. 5. O Vater mein, wie gut bist du, Gieb, daß ich nie— mals Böses thu, Mach mich den lieben Engeln gleich In deinem großen Himmelreich. Vertrauen und Trost. 32. So nimm denn meine Hände. x E ö 33—.—— 23.8 3. V.— 2 EEEE *—* 5* F— Sonimm denn mei⸗ ne Hän⸗de Und füh-re mich, „Bis an mein se lig En- de Und e-wigelich. zu d Du So mein 0 I 3. EEEEEE Zi ere Hr. DDDE= *— IE DEEE 4— —.—— 4 m— 1. Ich mag al⸗lein nicht ge-hen Nicht ei-nen Schritt, Wo 7 de.,i mrn Lne. nin. 2— + 2* SEEH . 0 ——5.——.. + Di 2.e rnrmi nen nneneen vni=ninn Hini.mnune. i. ——— X.—— — 12— n* 1. du wirst gehn und ste-hen Da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle Mein schwaches Herz, Und mach es gänzlich stille In Freud und Schmerz; Laß ruhn einen Füßen Dein armes Kind, Es wird die Augen schließen Und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle Von deiner Macht, führst mich doch zum Ziele Auch durch die Nacht: nimm denn meine Hände Und führe mich, Bis an selig Ende Und ewiglich.— qu Vertrauen und Trost. 33. Wirf Sorgen und Schmerz. ö— 2.——— DDDP I TIIAIAIIIIII. ISIS SS..... 51————— E +—.—— 2. 12—2——.—— E— 1. Wirf Sor⸗gen und Schmerz Ins lie-ben- de —.— PIII. SI* + r i. —.——— 1 4 EIE din näin n dn i. i *—— ninmm in A. SSSDD‚... 4 ————. 1. Herz Des mächtig dir hel-fen⸗den Je ⸗ sus. 2. Wenn Kummer dich quält, Wenn alles dir fehlt, So flehe zu deinem Erbarmer. 3. Er leichtert die Last Voll Mitleid und faßt Und hebt sie mit mächtigen Händen. 4. Mild ist er und weich, Sein Segen macht reich, Sein Wort giebt dir himmlischen Frieden. 5. Er schützt dich und wacht, Drum laß dich die Nacht Des Leidens und Todes nicht schrecken. 6. Hab ihn zum Gewinn, Das Leben fließt hin Zum Ziel deiner ewigen Ruhe. 7. So leide jetzt gern; Beim freundlichen Herrn Er— quicken dich Ströme der Wonne. Gottes Gnade und Fürsorge. 4 Gottes Gnade und Fürsorge. 34. Aus dem Himmel ferne. ———— ö ich .—— ste 8 1 1 Aus dem Him⸗mel fer⸗ ne, Wo die Eng⸗lein 1 Schaut doch Gott so ger⸗ ne Her auf je⸗des G 2.— II.—. fü SDSPSISSII. 1. sind. Hö⸗ret sei⸗ne Bit⸗ten Treu bei Tag und Kind. ich ——— m —— 2—.— 1. mi 1. Nacht, Nimmt's bei al-len Schritten Vä⸗ter⸗lich in Acht. 2. Giebt mit Vaterhänden Ihm sein täglich Brot, Hilft an allen Enden Ihm aus Angst und Noth. Sagt's den Kindern allen, Daß ein Vater ist, Dem sie wohlgefallen, Der sie nie vergißt. W. Hey. 35. Die Gnade sei mit allen. Mel.: Christus, der ist mein Leben. 1. Die Gnade sei mit allen, Die Gnade unsers Herrn, Des Herrn, dem wir hier wallen Und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns gar kein„ Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis ans Ende mit. ů 3. Auf Gnade darf man trauen: Man traut ihr ohne Reu; Und wenn uns ja will grauen, So bleibt der Herr doch treu. 4. Wird stets der Jammer größer, So glaubt und ruft duß noch: Du mächtiger Erlöser! Du kommst: so komme doch! 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein, Denn sie flößt zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. Bald ist es überwunden Das in den schwersten Stunden Die größten Thaten Blut, thut. 7. Herr, laß es dir gefallen! Die Gnade sei mit allen, Nun durch des Lammes E Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit mir! F. Joh. Hiller, 4 1769. Gottes Gnade und Fürsorge. 36. Mir ist Erbarmung widerfahren. Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. 1. Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht werth; Das zähl ich zu dem Wunderbaren, Mein stolzes Herz hat's nicht begehrt. Nun weiß ich das und bin —2 Und rühme die Barmherzigkeit.:: Ich hatte nichts als Zorn verdienet, Und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit ihm selbst ver⸗ sühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum geschieht's?:]: Erbarmung ist's und weiter nichts.:: 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen; Das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt: Ich kann es nur Erbar⸗ mung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich 9— mich und bin erfreut,: Und rühme die Barmherzigkeit.: Ph. Fr. Hiller. 37. Weißt du, wie viel Sterne. +—.— 89. N *————..— + NX.— Hi W.N 3—5——— 3— 7 8 7½ i—. ** 355. 55— ö 7 u, wie viel Ster⸗ne hen An dem eißt du, wie viel Wol-ken hen Weit⸗hin n NT SISISS. SSISISIII * I H V olr2 ‚ 4 ber Gott, der Herr, hat sie ge— 2 e. 557 ***— zäh-let, Daß ihm auch 1—1 ei⸗ner seh-let An der 4 4 . 70 112 Tages⸗ und Jahreszeiten. 2. Weißt du, wie viel Mücklein spielen In der heißen Sonnengluth? Wie viel Fischlein auch sich kühlen In der hellen Wasserfluth? Gott, der Herr, rief sie mit Namen, Daß sie all ins Leben kamen,]: Daß sie nun so fröhlich sind.:“: 3. Weißt du, wie viel Kinder frühe Stehn aus ihren Bettlein auf, Daß sie ohne Sorg und Mühe Fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen Seine Lust, sein Wohlgefallen, J: Kennt auch dich und hat dich lieb.:: W. Hey. Tages- und Jahreszeiten. 38. Steht auf, ihr lieben Kinderlein. Mel.: Vom Himmel hoch. 1. Steht auf, ihr lieben Kinderlein! Der Morgenstern mit hellem Schein Läßt sich frei sehn gleichwie ein Held Und leuchtet in die ganze Welt. 2. Sei willkommen, du edler Stern! Du bringst uns Christum, unsern Herrn, Der unser lieber Heiland ist, Da⸗ rum du hoch zu loben bist. 3. Ihr Kinder sollt bei diesem Stern Erkennen Christum, unsern Herrn, Marien Sohn, den treuen Hort, Der uns leuchtet mit seinem Wort. 4. Gotts Wort, du bist der Morgenstern, Wir können dein gar nicht entbehrn, Du mußt uns leuchten immerdar, Sonst sitzen wir im Finstern gar. 5. Leucht uns mit deinen Glänzen klar Und Jesum Christum offenbar; Jag aus der Finsternis Gewalt, Daß nicht die Lieb in uns erkalt! 6. Sei willkommen, du lieber Tag! Vor dir die Nacht nicht bleiben mag, Leucht uns in unsre Herzen fein Mit deinem himmelischen Schein. 7. O Jesu Christ, wir warten dein, Dein heilges Wort leucht uns so fein; Am End der Welt bleib nicht lang aus Und führ uns in deins Vaters Haus! 8. Du bist die liebe Sonne klar, Wer an dich gläubt, der bleibt fürwahr Ein Kind der ewgen Seligkeit, Die dei— nen Christen ist bereit. 9. Wir danken dir, wir loben dich Hier zeitlich und dort ewiglich Für dein große Barmherzigkeit Von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus Alberus. Tages- und Jahreszeiten. 39. Der Mond ist aufgegangen. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. 1. Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille Und in der Dämmrung Hülle So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen Und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder Und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinnste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß uns dein Heil schauen, Auf nichts Ver⸗ gänglichs trauen, Nicht Eitelkeit uns freun. Laß uns ein⸗ fältig werden Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod; Und wenn du uns ge— nommen, Laß uns in Himmel kommen, Du, unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen Und laß uns ruhig schlafen Und unfern kranken Nachbar auch. Matthias Claudius. 40. Der Sonntag ist gekommen. —— aen 6N Pꝑꝑꝑꝑ 1. Der Sonntag ist ge-kom-men, ein Sträußchen auf mi Tages⸗ und Jahreszeiten. e rine v. DD PꝑPBPPIT —— 1. gut; Er stei⸗get auf die Ber⸗ge, er wandelt durch das SD S— „ 1. Thal; Er ladet zum—.— die. 5 0 Wal 2. Und wie in schönen Kleidern nun pranget Jung und Alt, Hat er für sie geschmücket die Flur und auch den Wald. Und wie er allen Freude und Frieden bringt und Ruh; So ruf auch du nun Jedem„Gott grüß dich!“ freundlich zu. 41. Geh aus, mein Herz, und suche Freud. — 7 + N —— eererr nine S. ————— 1. Geh aus, mein Herz, und su ⸗-che Freud In iN S V/ 27*„ + 7 . K4 F, , 15. 1• —— die⸗ser lie⸗ben Sonmer⸗ zeit An dei⸗nes Got⸗tes rnander. wne.— 7 4 7 1. Ga⸗ben. Schau an der schö-nen Gär- ten Zier Und — ..— N N.— —————I.— ö drr— DEEEE U .. F P F. — 2.. 2— Z +2..— 7+— S— — N— —.— mae Le n C.. +..* 9ꝗ: + XX—— 6 I. III — 7 7 7„ 25 4 —— 1. ha⸗ben, Sich aus-ge schmücket ha-ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide. Narcissus und die Tulipan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fleucht aus seiner Kluft Und macht sich in die Wälder. Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, Der Storch baut und bewohnt sein Haus, Das Schwälblein speist ihr Jungen. Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Ist froh und kommt aus seiner Höh Ins tiefe Gras gesprungen. 8* 116 Vom christlichen Leben. 5. Die Bächlein rauschen in den Sand Und malen sich und ihren Rand Mit schattenreichen Myrthen. Die Wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz von Lustgeschrei Der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienenschar Fleucht hin und her, sucht hier und dar Ihr edle Honigspeise. Des süßen Wein⸗ stocks starker Saft Bringt täglich neue Stärk und Kraft In seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Gewalt; Darüber jauchzet Jung und Alt Und rühmt die große Güte Deß, der so über⸗ flüssig labt Und mit so manchem Gut begabt Das mensch— liche Gemüthe. 8. Ich selbsten kann und mag nicht ruhn; Des großen Gottes großes Thun Erweckt mir alle Sinnen. Ich singe mit, weil Alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach, denk ich, bist du hie so schön, Und läßt du's uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden: Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmels⸗ zelt Und güldnen Schlosse werden! 10. O, wär ich da! o, ständ ich schon, Ach süßer Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen: So wollt ich nach der Engel Weis Erhoͤhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen! Paul Gerhardt. Vom christlichen Leben. 42. Es kennt der Herr die Seinen. Mel.: Valet will ich dir geben. 1. Es kennt der Herr die Seinen Und hat sie stets ge— kannt, Die Großen und die Kleinen, In jedem Volk und Land; Er läßt sie nicht verderben, Er führt sie aus und ein, Im Leben und im Sterben Sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen Am Glauben, der nicht schaut, Und doch dem Unsichtbaren, Als säh er ihn, vertraut, Der aus dem Wort gezeuget Und durch das Wort sich nährt Und vor dem Wort sich beuget Und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Muth, Die fröhlich auf dem Einen, Daß er der Herr ist, ruht, In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet treu und kühn, Die wunderbare Pflanze, Die immerdar ist grün. Vom christlichen Leben. 117 4. Er kennt sie an der Liebe, Die seiner Liebe Frucht, Und die mit lauterm Triebe Ihm zu gefallen sucht, Die andern so begegnet, Wie er das Herz bewegt, Die segnet, wie er segnet Und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen, Wie er sie stets ge⸗ kannt, Die Großen und die Kleinen, In jedem Volk und Land, Am Werk der Gnadentriebe Durch seines Geistes Stärk, An Glauben, Hoffnung, Liebe Als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben Und halt uns fest dabei; Laß nichts die Hoffnung rauben, Die Liebe herz— lich sei! Und wird der Tag erscheinen, Da dich die Welt fehn sehn, So laß uns als die Deinen Zu deiner Rechten ehn. 43. Wie lieblich ist's hienieden. ——— 2.——.——— v inmr vnu: in. d CEE—.—.— de 2— ö— 1 8 5——— ——— 85* 2 L e Ha, ................. TT i* 1. Wie lieblich ist's hie⸗nie-den, Wenn Brüder treu ge⸗ 6 1— * I*—— 2—— D IIESEEEEEEEEEEE———— 2—.— S—,— x— 0 2 8————2—— ——————. —.5—— E. 2— +. 4— 2— —— V 1—— 1. sinnt, In Ein⸗tracht und in Frie⸗den Ver⸗ e ——— x— 7 a d.— D E +— 5 2—.—. I b— 2 —.—..——— Vom ewigen Leben. 9.0——— ö——————— 7—— 2—2..—— 15 BSP.PI.II ISI ———8..—. 5—— E 5 + 2..— AI— 2—* 13—— BI 2.6. 1. Frie-den Ver⸗traut bei-sam-men sind. 2. Wie Thau vom Hermon nieder Auf Gottes Berge fließt: l: Also auch auf die Brüder Der Segen sich ergießt.: 3. Und einstens wird erneuet Durch sie die heilge Stadt; : Was Knecht ist, wird befreiet, Und rein, was Flecken hat.: 4. Und alles Volk der Erde Geht nun zum Lichte ein; ]: Dann wird nur eine Herde Und nur Ein Hirte sein.:“ vom ewigen Leben. 44. Laßt mich gehn. ———,— N NIINNN ............. * 2—7 n Se——— —————————— V* 7 1. sehn: Mei⸗ne Seel ist voll Ver-lan⸗gen, Ihn auf wi v f 1. e⸗wig zu um⸗fan⸗gen, Und vor seinem Thron zu stehn. 2. J: Süßes Licht,:]: Sonne, die durch Wolken bricht: O, wann werd ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau dein holdes Angesicht! 3.„J: Ach, wie schön:]: Ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, haͤtt ich Flügel, Flög ich über Thal und Hügel Heute noch nach Zions Höhn! 4..: Wie wird's sein,‚:]: Wenn ich zieh in Salem ein, In die Stadt der goldnen Gassen— Herr, mein Gott, ich kann's nicht fassen, Was das wird für Wonne sein! 5.]: Paradies,:: Wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träumen: Bring uns, Herr, ins Paradies!— 45. Sag, was hilft alle Welt. 2 + 2 V— ö 2 5 FETEE +—. I 2—9 . 8——— 2* O G—..—— 2 „ + 0 1. Sag, was hilft al le Welt Mit al ⸗lem .—— —.2—.— N 22—— ZII + —— LE L2 3 2 VV 2.— 2 2.‚ee.—= rn. 22...J.——— 1 E +.I.. 2.—— TY + 32 + 1. Gut und Geld? Al-les verschwindt geschwind, . 2———— SRI——— 5. 2 2+.—..—7—— I (0² 2— Mi 1 S II —3———....— II— ů 1. Gleich wie der Rauch im Wind „ Vom ewigen Leben. 2. Was hilft der hohe Thron? Das Scepter und die Kron? Scepter und Regiment Hat alles bald ein End. 3. Was hilft's sein hübsch und fein, Schön wie die Röselein? Schönheit vergeht im Grab, Die Rosen fallen ab. 4. Was hilft ein goldgelb Haar? Augen krystallenklar? Lippen korallenroth? Alles vergeht im Tod. 5. Was ist das güldne Stück Von Gold, Zierd und Wnh Gold ist nur rothe Erd, Die Erd ist nicht viel werth. 6. Was ist das roth Gewand, Das Purpur wird ge⸗ nannt? Von Schnecken aus dem Meer Kommt aller Purpur her. 7. Was ist die Seidenpracht? Wer hat die Pracht ge— macht? Es haben Würm gemacht Die ganze Seidenpracht. 8. Was sind denn solche Ding, Die man schätzt nicht ——½ Erd', Würmer, Schneckenblut Ist, das uns zieren thut. 9. Fahr hin, o Welt, fahr hin, Bei dir find ich kein G'winn; Das Ewge achtst du nit, Hast hier dein Ernt und Schnitt. 10. Fahr hin, leb wie du willt, Hast gnug mit mir ge⸗ spielt, Die Ewigkeit ist nah, Fromms Leben ich anfah! J. M. Meyfahrt. 46. Wie sie so sauft ruhn. u. 2 ö ö 1. Wie sie so sanft 7⁵⁵ sanft ruhn in =—..—————. ——.— Kn u.—.—..—.— .—5 ne , , nn en 1. tief zur Ver⸗we⸗ sung hin-ab ⸗ ge⸗sen⸗ket. 2. Und nicht mehr weinen hier, wo die Klage schweigt, Und nicht mehr fühlen hier, wo die Freude flieht, Und von Cypressen sanft umschattet, Bis sie der Engel hervorruft, schlummern. A. C. Stockmann. 47. 9——— 10 die Heimat. — .—— e. 4.—.— H 1. Wo fin⸗det die See⸗ le die On wai er — — —— — — — — — — — — 8 1 —— * ů r n./—. J ... — E.—.— — — 6..— — —. ö ³* — IIRIE — H ——— — — 4. mit schü⸗tzen⸗den Fit-ti⸗gen Wer deckt sie Ruh? 1. ——— ö 21 ät: — Ach, bie-tet die Welt kei-ne Frei-statt ihr zu? 1. 145. R ———— * . r Le. e re d e en — —— —— DD 0— —.—.—.—.—... + F f Wo Sünde nicht kom-men, nicht an-fech-⸗ten an, 1. 6 —.—. .. ..— Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht, Die kann? 1. — Vom ewigen Leben. rredd, EEEEE IEE — 7 4 2 PP IIIFIIFIFIIFIIIIIIII —.———.. 1. Hei⸗mat der See⸗le ist dro⸗ ben im Licht, Die * — — 1. Hei⸗mat der See⸗le ist dro-ben im Licht. 2. Verlasse die Erde, die Heimat zu sehn, Die Heimat der Seele, so herrlich, so schön. Jerusalem droben, von Golde erbaut, Ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? Ja, ja, ja, ja, dieses allein Kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein.: 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen die kennt man dort nicht; Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang, Bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. Ruh, Ruh, Ruh, Ruh, himmlische Ruh, : Im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu.:: 4. Wie freut sich ein Jeder im Himmel zu sein! Wo viele schon prangen, von Sünden ganz rein; Die hier schon im Leben mit Jesu verwandt, Sind droben geschmücket mit heilgem Gewand. Rein, rein, rein, rein, von Sünden rein J: Ziehn droben errettet die Seligen ein.: 5. Ach, theuerster Jesu, versetze uns bald Dorthin, wo dir ewges Halleluja schallt! Das Herz in uns brennet von inniger Glut, Mit himmlischen Zungen zu preisen dein Blut. Still, still, still, still!— wie bald kann's sein, : So holt mich mein Jesus auch zu sich herein.: —..— Chri , * Und die Ge⸗ „stes Sei mit uns Al-len, a r a. — — — 2 . 1. meinschaft des heilgen Gei — — 6. mit uns Al ⸗len, * — — — * — —.— V . t, Iis= —. —.— un⸗sers Herrn Je-su . 1 Got- tes, — EE Gna⸗ͤ de — *—— 6. ö ————— — —— —— — —— — 66365 ——4— * 48. Die Gnade unsers Herrn. — 4 — sti Und die Lie⸗ be 1. Die 4 V dr 1 1. 2 +,— — EE 4 Schlußlieder. 49. Die wir uns allhier beisammen finden. ÄZ. 64—————— ——— +———————— I—3——— 2+——0 7— 577 X——————————— Die wir uns all- hier bei- sam-men fin-den, Uns auf dei- ne Mar⸗ter zu ver-bin⸗-den, 0 +.—— XV II— 5— 1——0 +——— 17 2 8 2—— SD.i‚— 4 Schlagen un-sre Hän-de ein, Und zum Zeischen, Dir auf e⸗-wig treu zu sein, Dei⸗nem Her-zen +—.‚ S. I. + II DSDISISqSDPItAiS‚.. =—— H.H————— daß dies Lob⸗-ge⸗- tö- ne an⸗-ge- nehm und schö⸗-ne, Sa⸗ ge: A⸗ men R. N V—— d n rer r ,; Lie ————————————— und zu⸗gleich: Frie-de, Frie-de sei mit euch! Ch. R. v. Zinzendorf. 50. Zieht in Frieden eure Pfade. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1. Zieht in Frieden eure Pfade! Mit euch des großen Gottes Gnade Und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch Jesu Hände schirmen, Geht's unter Sonnenschein und Stür⸗— men Getrost und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nimmer fern Spät und frühe. Vergeßt uns nicht in seinem Licht, Und wenn ihr sucht sein Angesicht. G. Knak. Ordnung des Kindergottesdienstes. ———————— I. 1. Eingangslied. 2. Eingangsspruch. Liturg: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. — ů H Kinder: LX. L——1 S A men. L. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, N + N H N + +—————— 1 9. 5 Der Himmel und Er⸗de ge⸗-macht hat. L. Spruch, nach der Zeit zu wählen. III Ordnung des Kindergottesdienstes. 127 — ————— Ehr sei dem Va⸗ter und dem Sohn und dem — * EXI E ** ——— w— . + —5——.— r ———— 2 hei- li⸗gen Geist; wie es war im An-⸗fang, I ů—.— ů + 3 e.— öSSSSIIIIIIIIIIIIII.II........ jetzt und im-mer⸗dar und von E-wig⸗keit zu — ö ö n nn. — 3 335———— E ⸗ wig⸗keit. A⸗men. 3. Die Heiligkeit Gottes in den zehn Geboten. L. Laßt uns hören den heiligen Willen Gottes, den Er geoffenbaret hat Seinem Volk in den heiligen zehn Geboten: K. Ich bin der Herr, dein Gott, Du sollst keine andern Götter haben neben mir. Du sollstden Namen deines Gottes nicht mißbrauchen. Du sollst den Feiertag heiligen. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Du sollst nicht tödten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder was sein ist. 128 Ordnung des Kindergottesdienstes. L. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen? K. Er sagt also: Ich der Herr, dein Gott, bin ein starker und eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied. Aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausendste Glied. L. Ach lieber Herr, du großer und heiliger Gott, der du Bund und Gnade hältst denen, die dich lieben und deine Gebote halten: wir haben gesündigt, Un⸗ recht gethan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten gewichen. Dein aber, Herr unser Gott, ist die Barmherzigkeit und Vergebung. — ö ů— v. a r K. H— —— ö 2*— Herr, er⸗bar⸗me dich! Chri⸗ste, er⸗barme dich! 64 CE.V.*—— SSSSSPIPIPIPITITITITITIII......... 23— I— Herr, er⸗barm dich ü⸗ber uns! oder K. Christe, du Lamm Gottes— Nr. 13, V. 1. 4. Die Gnade Gottes im Glanben. L. Der Herr, unser Gott, ist gnädig und barmherzig. Er will nicht, daß Jemand verloren werde, son⸗ dern daß sich Jedermann zur Buße kehre und lebe. Er hat unsre Füße gerichtet auf den Weg des Friedens und uns kund gethan Heil und ewi⸗ ges Leben durch den Glauben. Laßt uns darum unsern allerheiligsten Glauben an den dreieinigen Gott, auf den wir getauft sind, bekennen: —* * „ Ordnung des Kindergottesdienstes. 129 K. Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Ich glaube an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren aus Maria, der Jungfrau, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Todten, auf⸗ gefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine heilige christ— liche Kirche, die Gemeine der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. L. Ehre sei Gott in der Höhe! 27—.—.——.—.—— —— 12. 4— + K. 10—.—— — 2— ä und Friede auf Er⸗den und den Menschen ein E E— Wohl⸗ge-fal⸗len. oder K. Allein Gott in der Höh— Nr. 28, V. 1. U X 5. Gruß und Gebet. L. Der Herr sei mit euch! I12 K E, 5.— E 0 0 0— 0—.—4 +— 2 — und mit dei⸗nem Gei ⸗ste! Laßt uns beten:— Herrn. Ordnung des Kindergottesdienstes. schließt mit Durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern 6. schließt mit — Lection Herr, dein Wort ist unsers Fußes Leuchte und ein Licht auf unsern Wegen. — —— ... —— +— — 1½. Kne mirit Hmi ——D .———— SSFIFIII 2 lu Fastenzeit: (Erklärung des Bibelabschnittes in einzelnen Gruppen der K.— A⸗men! Kinder.) 4I. 1. Hauptlied. 3. Schlußgesang. I1I. 1. L. Gebet (mit etwaiger Fürbitte). Ordnung des Kindergottesdienstes. 2. Ansprache und RKatechisation des Geistlichen. A⸗ men. 2. Vater Unser (gemeinsam). 3. L. Segen. K +——— 2 2 D——3 — EE—. +——.2 ö———.. A ⸗ men, A⸗ men, A⸗ Inhalt. I. Kirchenlieder. Advent. „Gott sei Dank durch alle Welt. Macht hoch die Thür. Mit Ernst, o Menschenkinder. „Wie soll ich dich empfangen. Weihnachten. Dies ist der Tag, den. „Gelobet seist du, Jesu Christ. „Lobt Gott, ihr Christen. Vom Himmel hoch. „Wir singen dir, Immanuel. Neujahr. Nun laßt uns gehn. Fest der Erscheinung. „Jesu, großer Wunderstern. OJesu Christe, wahres Licht. Passionszeit. „Christe, du Lamm Gottes. Ein Lämmlein geht und trägt. O Haupt voll Blut. O Lamm Gottes unschuldig. O Welt. sieh hier dein Leben. Wir danken dir, Herr Jesu Christ. So ruhest du. Nr. 24. Ostern. Christ ist erstanden. Jesus lebt, mit ihm. „Jesus, meine Zuversicht. Wach auf, mein Herz, die Nacht. Himmelfahrt. Ach wundergroßer Sieges⸗ held. Pfingsten. Nun bitten wir den heilgen Geist. O heilger Geist, kehr bei uns ein. „Zeuch ein zu deinen Thoren. Trinitatisfest. Allein Gott in der Höh. Gelobet sei der Herr. Kirche. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. Ach bleib mit deiner Gnade. Ein feste Burg. „Erhalt uns, Herr, bei dei⸗ nem Wort. Wach auf, du Geist. 51. 52. Sakrament der Taufe. „Ich bin getauft auf deinen Namen. Sonntagsfeier. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Liebster Jesu, wir sind hier. Thut mir auf die schöne Pforte. .Unsern Ausgang segne Gott. Lob und Dank. Dir, dir, Jehovah. „Ich singe dir mit Herz und Mund. Lobe den Herren, den mäch⸗ tigen. Lobe den Herrn, o meine. Nun danket alle Gott. „Nun danket all und bringet Ehr. Nun preiset alle. O daß ich tausend Zungen hätte. „Sei Lob und Ehr dem höch⸗ sten Gut. Buße, Glaube und Recht⸗ fertigung. 49. Aus tiefer Noth. 50. Ich habe nun den Grund ge⸗ funden. Jesus nimmt die Sünder an. Heiligung. Eins ist noth. Inhalt. 66. Herr, wie du willt. Jesu, geh voran. Laß mich dein sein. Mache dich, mein Geist, be⸗ reit. Meinen Jesum laß ich nicht. Mir nach, spricht Christus. O Gott, du frommer Gott Seelenbräutigam. Such, wer da will. Vertrauen und Trost. „Befiehl du deine Wege. In allen meinen Thaten. Ist Gott für mich, so trete. . Was Gott thut, das ist wohl gethan. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Besondere Zeiten und Ver⸗ 67. hältnisse. Gott des Himmels und der Erden. Mein Jesu, schmücke mich. Nun ruhen alle Wälder. Fang dein Werk mit Jesu an. Die letzten Dinge. Alle Menschen müssen sterben. Christus der ist mein Leben. Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Wer weiß, wie nahe mir. Nr (OC O O 10 11 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 147. 18. Inhalt. II. Geistliche Lieder. Advent. „Tochter Zion, freue dich. Weihnachten. „Der Christbaum ist der schönste Baum. „Du lieber, heilger, frommer Christ. Es ist ein Ros entsprungen. „Herbei, o ihr Gläubigen. Ihr Kinderlein, kommt. .O du fröhliche. Stille Nacht. Wir bitten dich, o Jesulein. Neujahr. Das neugeborne Kindelein. Epiphanias(Mission). Die armen Heiden jammern mich. Eine Herde und ein Hirt. Passion. Als Jesus von seiner Mutter ging. Maria die wollt wandlen. Wollt ihr wissen, was mein Preis. Ostern. Erstanden ist der heilge Christ. O du fröhliche. Pfingsten. O du fröhliche. Nr. Liebe zu Jesu. 19. Der beste Freund. 20. Ein Gärtner geht im Garten. 21. Ich bin ein kleines Kindelein. 22. Immer muß ich wieder lesen. 23. Nun so bleibt es fest dabei. 24. Schönster Herr Jesu. 25. Was hätt ich, hätt ich Jesum nicht. 26. Weil ich Jesu Schäflein bin. Lob⸗ und Danklieder. 27. Danket dem Herrn. 28. Großer Gott, wir loben dich. 29. Lobt froh den Herrn. Vertrauen und Trost. 30. Harre, meine Seele. 31. Mein Vater, der im Himmel. 32. So nimm denn meine Hände. 33. Wirf Sorgen und Schmerz. Gottes Gnade und Fürsorge. 34. Aus dem Himmel ferne. 35. Die Gnade sei mit allen. 36. Mir ist Erbarmung. 37. Weißt du, wie viel Sterne. Tages⸗ und Jahreszeiten. 38. Steht auf, ihr lieben Kin⸗ derlein. 39. Der Mond ist aufgegangen. 40. Der Sonntag ist gekommen. 41. Geh aus, mein Herz, und suche Freud. Inhalt. Nr. Vom christlichen Leben. Es kennt der Herr die Seinen. Wie lieblich ist's hienieden. Vom ewigen Leben. Laßt mich gehn. Sag, was hilft alle Welt. Wie sie so sanft ruhn. Wo findet die Seele. Schlußlieder. „Die Gnade unsers Herrn. Die wir uns allhier. Zieht in Frieden. Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du Lob zugerichtet! Ps. 8, 3. Matth. 21, 16. In dem schönen Monat Juni haben wir einen Tag gefeiert, der mit Recht der Geburtstag unserer Kirche genannt werden kann. Am 25. Juni 1530, also vor 350 Jahren, wurde das Grundbekenntnis unserer Kirche, die Augsburgsche Konfession, in Augsburg vor Kaiser Karl V. und den versammelten Reichsständen verlesen und dann dem Kaiser übergeben. Wohl gab es auch vorher schon eine große Lutherische Gemeinde, an dem Tage aber erhielt sie ihre rechte feste Gestalt. Nächst dem Worte Gottes waren die alten Glaubenslieder die Hauptwaffe, mit welcher die Herzen für das Evangelium erobert wurden. Es hat ja das Lied eine wunderbare Macht über die Herzen der Menschen, und Alles, was wir singen, dringt viel tiefer in dieselben ein und schlägt viel festere Wurzeln, als das Gelesene und Gelernte. Dies gilt ganz besonders von Liedern, welche in der Kindheit gelernt, gesungen und immer wieder gesungen werden.— Ein Hauptgrund vom Unglauben unseres Geschlechts liegt darin, daß so wenig Lieder gelernt werden, und der Gesang von Glaubensliedern in den Familien fast ganz aufgehört hat. Soll es besser werden, so müssen wir es auch hier, wie Luther sagt, beim jungen Volk anfangen. Das geschieht auch in den Kindergottes- diensten, in welchen der Gesang einen ganz wesentlichen Theil ausmacht.— Für diese Gottesdienste ist dies von Herrn Pastor Zinßer hierselbst herausgegebene Büch⸗ lein bestimmt. Es ist eine kleine Gabe zum vierthalb— hundertjährigen Jubiläum unseres theuren Bekennt⸗ nisses. Möge es auch wie dieses in den lutherischen Gemeinden Deutschlands eine freundliche Aufnahme finden, und die Lieder in die Herzen der Kinder und durch dieselben in die Häuser tragen helfen.— Das walte Gott aus Gnaden um Jesu Christi willen. Leipzig, den 28. Juni 1880. Pastor D. Ahlfeld. Kleines für Kindergokkesdienske der evangelisch-lutherischen Kirche. 8 V V ö j ö Leipzig, 1880. Buchhandlung des Vereinshauses (Roßstraße 9). Univ.-Bibl. Giessen —*—*—*9————— UB GlESSEN Hlgösdidgtdn 63 610 925 TEοισ αιμ iineg ng In: 2. 2 5 Vy * V RRRRRRRee SSSISIJ‚IDSDSDDDDRD‚x‚‚‚‚‚‚‚‚.‚‚.‚..‚‚.‚.‚.‚..—...————