13 53 433 115 + NR *. 1 27* 2. 7 Evangelisches Gesangbuth. Herausgegeben von der Bezirkosynode Wiesbaden Redet unter einander in Psalmen und Lobgesängen und geist— lichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in euren Herzen! Eph. 5, 19. — 2— N= — — = 25 und geist⸗ 7 e& — Eues — D * 70 FSFPEPEE Inhalt. H— J. Lob und Dank. 1.“ Allein Gott in der Höh sei Ehr. Decius, 4 1541. 2.“ Dir, dir Jehovah, will ich singen. Crasselius, 4 1724. 3. Gott ist mein Lied. Gellert, 4 1769. 4. Großer Gott, wir fallen nieder. Nach Tersteegen, 4 1769. 5.“ Großer Gott, wir loben dich. Zuerst 1779. 6. Hallelujah! Gott zu loben. Jorissen, 4 1823. 7.“ Ich singe dir mit Herz und Mund. Gerhardt, 4 1676. 8. Jehovah, Jehovah, Jehovah. Pfeffel, 4 1809. 9.“ Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Neander, 4 1680. 10.“ Lobe den Herrn, o meine Seele. Herrnschmidt, 4 1723. 11.“ Nun danket alle Gott. Rinkart, 4 1649. 12. Nun danket all und bringet Ehr. Gerhardt, 4+ 1676. 3. Nun lob, mein Seel, den Herren Gramann, 4 1541. 14. Nun preiset alle. o. Löwenstern, 4 1648. 15.“ O daß ich tausend Zungen hätte. Mentzer, 4 1734. 16.“ Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. Schütz, 4 1690. 17.“ Sollt ich meinem Gott nicht singen. Gerhardt, 4 1676. 18. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. Gellert, 4 1769. 19.“ Wie groß ist des Allmächtgen Güte. Gellert, 4+ 1769. 20. Womit soll ich dich wohl loben. Gotter, 4 1735. 21.“ Wunderbarer König. Neander, 4 1680. II. Sonntag. 22. Betgemeine, heilge dich. v. Pfeil, 4 1784. 23 Eins hätten wir von Herzen gern. Sturm, 1816. 24. Gott ist gegenwärtig. Tersteegen, 4 1769. Verzeichnis der Lieder. 25. Großer Gott von alten Zeiten. Neumann, 4 1715. 26.“ Hallelujah, schöner Morgen. Krause, 4 1762. 27.“ Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Zuerst 1651. 28. Komm, heiliger Geist, erfüll die Herzen. Altkirchlich. 29. Licht vom Licht, erleuchte mich. Schmolck, 4 1737. 30.“ Liebster Jesu, wir sind hier. Clausnitzer, 4 1684. 31. O wie freun wir uns der Stunde. Spitta, 4 1859. 32.* Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. Neander, 4 1680, 33. Sieh uns fertig. Gerok, 4 1890, 34.“* Thut mir auf die schöne Pforte. Schmolck, 4 1737. III. Feste und Festzeiten. 1. Advent. 35.“ Auf, auf, ihr Reichsgenossen. Rist, 4 1667. 36. Dein König kommt in niedern Hüllen. Rückert, 1 1866. 37.“ Gott sei Dank durch alle Welt. Held, 4 1695. 38. Hosianna! Davids Sohn. Schmolck, + 1737. 39. Hosianna! Zu der Erde. Heydenreich, 4 1858 40. Kommst du, kommst du, Licht der Heiden. Homburg, 4 1681. 41.* Macht hoch die Thür, die Thor macht weit. Weissel, 1635. 42.“ Mit Ernst, o Menschenkinder. Thilo jun., 4 1662. 43.“ Nun jauchzet all, ihr Frommen. Schirmer, 4 1673. 44. Warum willst du draußen stehen. Gerhardt, 4 1676. 5. Was wär ich ohne dich gewesen.»v Hardenberg, 4 1801, 46.“ Wie soll ich dich empfangen. Gerhardt, 4 1676, 2. Weihnacht und Epiphanien. 47. Der heilge Christ ist kommen. Arndt, 4 1860, 48.“ Dies ist der Tag, den Gott gemacht. Gellert, 4 — 1 49.“ Dies ist die Nacht, da mir erschienen. Nachtenhöfer, 4 1685, 50. Empor zu Gott, mein Lobgesang. Krummacher, 4 1845, 51.“ Fröhlich soll mein Herze springen. Gerhardt, 4 1676, 52.“ Gelobet seist du, Jesus Christ. Luther, 4 1540. 53. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören. Tersteegen, 4 1769. 54. Ich steh an deiner Krippe hier. Gerhardt, 4 1676. 55. Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude. nach Allendorf, 4 1773. 56. Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich. Hermann, 4 150l. 57. O Liebesglut, wie soll ich dich. Lampe, 4 1720, 4 88. 89. 8 SESV —GS 3558 59 D E + 171⁵. + 1762. st 1651. irchlich. + 1737. 1684. 1859. 1680. 1890. 1737⁷. 1667. 1866. 1695. 17³7⁷. 18⁵⁸ 1681. + 1635, + 1662. + 1673. + 1676, + 180⁰1. + 1676, + 1860, + 1769. + 1685. + 184⁵, + 1676, + 1540, + 1769. + 1676, H+ 1773. + 15601. + 17²9, 58. 88. 89. Verzeichnis der Lieder. Vom Himmel hoch da komm ich her. Wir singen dir, Immanuel. Jesu, großer Wunderstern. 3. Jahreswechsel. Bis hierher hat mich Gott gebracht. Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, Das alte Jahr vergangen ist. Steuerlein, + + Das Jahr geht still zu Ende. Fürstin Reuß, Das Jahr ist nun zu Ende. Bähr, 4 Gott Lob! Ein Schritt zur Ewigkeit. Francke, 4 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. Rist, Jesus soll die Losung fein. Schmolck, Nun laßt uns gehn und treten. Gerhardt, Segnet uns zu guter letzt. v. Pfeil, Wir treten in das neue Jahr. Preiswerk, 4 4. Passion. An des Herren Kreuz zu denken. A. J. Rambach, 4 Der am Kreuz ist meine Liebe. Vor Eines wünsch ich mir vor allem andern. Knapp. Ein Lämmlein geht und trägt ꝛc. Gerhardt, 1 Herr stärke mich, dein Leiden zu bedenken. Gellert, 1 Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. Heermann, Jesu, deine tiefen Wunden. Heermann, 1 Jesu, meines Lebens Leben. Homburg. 1 O du Liebe meiner Liebe. Elisabeth v. Senitz, 1 O Haupt voll Blut und Wunden. Gerhardt, 4 O Lamm Gottes unschuldig. Decius. O Welt, sieh hier dein Leben. Gerhardt, 1 Ruhe hier, mein Geist, ein wenig. Tersteegen, 4 Seht am Kreuz den Mann der Schmerzen. Heydenreich. 1 Sei mir tausendmal gegrüßet. Gerhardt, t Wenn meine Sünd mich kränken. Gesenius, 1 Wir danken dir, Herr Jesu Christ. Fischer, Am Kreuz erblaßt. C. F. Neander, 4 Es ist vollbracht! Er ist verschieden. S. Franch, i 5 Luther, 4 1546. Gerhardt, 4 1676. Neumeister, 4 1756. Amilie Juliane 1706. 1613. 1835. 1846. 17²⁷7. 1667. 1737. 1676. 1784. 1871. 1851. 1676. 1864. 1676. 1769. 1647. 1647. 1681. 1679. 1676. 1541. 1676. 1769. 1858. 1676. 1673. 1600. 1802. 17²⁵. Verzeichnis der Lieder. 5. Ostern. 6 90. Bringt Preis und Ruhm dem Heiland ꝛc. Mudre, 1 1810. 91. Christ ist erstanden. Vor 1300. 92. Christ lag in Todesbanden. Luther, 4 1546. 93. Früh morgens, da die Sonn aufgeht. Heermann, 1 1647. 94. Gelobt sei Gott im höchsten Thron. Nach Weiße, 4 1542. 95.“ Hallelujah! jauchzt ihr Chöre. Funk, 4 1814. 96. Heut triumphieret Goltes Sohn. 2 Stolshagius, c. 1591. 97. Ich geh zu deinem Grabe. Schmolck, 4 1737. 98.5 Jesus lebt, mit ihm auch ich. Gellert, 4 1769. 99. Jesu, Todesüberwinder. 100.“ O Tod, wo ist dein Stachel nun. 2 Gesenius, 1 1673. 101. Triumph, Triumph! Der Sieg ist mein. Arndt, 1860. 102. Ueberwinder, nimm die Palmen. Taddel, 4 1775. 103. Wach auf, mein Herz! Die Nacht ist hin. Laurenti, 4 1722. 104.* Willkommen, Held im Streite. Schmolck, 4 1737. 105. Zwei der Jünger gehn mit Sehnen. Neunherz, 4 1737. 6. Himmelfahrt. ů 106.“ Ach wundergroßer Siegesheld. Homburg, 1 1681. 107.“ Auf Christi Himmelfahrt allein. Nach Wegelin, 4 1640. 108. Ergrünt, ihr Siegespalmen. Knapp, + 1864. 109. Großer Mittler, der zur Rechten. J. J. Rambach, 4 1735, 110. Hallelujah! Wie lieblich stehn. Knapp, + 1864. 111. Herr, auf Erden muß ich leiden. Neumann, 1 1715, 112.* Siegesfürst und Ehrenkönig. Tersteegen, 4 1769. 113. Zeuch uns nach dir. Funcke, 4 1699. Pfingsten. 114.* Komm heiliger g.i Herre Gott. Luther, 4 1546, 115.“ Komm, o komm, du Geist des Lebens. Held, 4 1695. 116. Nun bitten wir den heiligen Geist. Luther, + 1546. 117.* O du allersüßte Freude. Gerhardt, 4 1676. 118. O Gottes Geist und Christi Geist. Arndt, 4 1860. 119.“ O heilger Geist, kehr bei uns ein. Schirmer, 4 1673. 120. O heiliger Geist, o heiliger Gott. Vor 1655. 121. O komm, du Geist der Wahrheit. Spitta, 1859. 122.5 Schmückt das Fest mit Maien. Schmolck, 4 1731. 123.“ Zeuch ein zu deinen Thoren. Gerhardt, + 1676 124. 12⁵.* 126.* 1810. r 1300. 1546. + 1647. 1542. 1814. 1591. b. 1731. 4 1769. 1673. 1860. + 1775. E 1722. + 1737. 1737. 1546. 1695. 1546. 1676. 1860, 1673. 1655. 1859. 1737. 1676 1681. 1640. 1864. 1735⁵, 1864. 1715. 1769. 1699. 124. 125. 126. 127.⁷ 128.* 129. 130. 131. 13 1 34. 3 13⁵.* 149. 150. 151. 152.* Verzeichnis der Lieder. 8. Trinitatis. Gelobet sei der Herr. Olearius, 4 1684. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr. Nach Rinkart, 1649. Wir Hlanthen all an einen Gott. Clausnitzer, 4 1684. IV. Kirche und Gnadenmittel. 1. Kirche und Mission. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. Sernecker, 4 1592. Ach bleib mit deiner Gnade. 2 Stegmann, 4 1632. Ach Gott, vom Himmel sieh darein. Luther, + 1546. Der du in Todesnächten. Barth, 4 1862. Der du zum Heil erschienen. Knapp, 4 1864. Eine Herde und ein Hirt. Krummacher, 4 1845. Einer ists, an dem wir hangen. Knapp, 4 1864. Ein feste Burg ist unser Gott. Luther, 4 1546. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. Luther, 4 1546. Es wolle Gott uns gnädig sein. Luther, 4 1546. Gottes Stadt steht fest gegründet. Spitta, 4 1859. Hier stehen wir von nah und fern. Knapp, 4 1864. O daß doch bald dein Feuer brennte. Fricker, 1766. O Jesu Christe, wahres Licht. Heermann, 4 1647. Verzage nicht, du Häuflein klein. Altenburg, 1 1640. Wach auf, du Geist der ersten Zeugen. v. Bogatzty, 4 1774. Wann grünt dein ganzer Erdenkreis? Tersteegen, 1 1769.“ 2. Wort Gottes. Dein Wort, o Herr, ist milder Tau. Garve, 4 1841. Herr, dein Wort, die edle Gabe. N. L. v. Zinzendorf, 4 1760. Nun geh uns auf, du Morgenstern. Sturm, 1816. Teures Wort aus Gottes Munde. Schmolck, 4 1737. Wort des Lebens, lautre Quelle. Spitta, 4 1859. 3. Taufe und Konfirmation. Barmherziger, laß deiner Gnade.—09 Bei dir, Jesu, will ich bleiben. Spitta, 4 1859. Guter Hirt, der seine Herde. Sturm, 1816. Ich bin getauft auf deinen Namen. J. J. Rambach, 4 1735. 7 154. 155. 156. 157. 158. 159. 160. 161.5 162. 163. 16⁴. 165.* 166.* 167.* 168. 169. 170.* 171. 172. 173.* 174. 17⁵. 176. 177. 178.* 179. 180. 181. 182. 183. 184. Verzeichnis der Lieder. 153. Ich bleib bei dir! Wo könnt ichs besser ꝛc. Moraht, 4 1884. Lasset die Kindlein kommen. Becker, 1604. Liebster Jesu, wir sind hier, deinem ꝛc. Schmolck, 4 1737. 4. Abendmahl. Christe, du Lamm Gottes. Alte Kirche. Herr, du wollst uns vollbereiten. Klopstock, + 1803. Herr, sei gelobet, daß du hast dein Leben. Nach Luther. Ich komme, Herr, und suche dich. Gellert, 4 1769. Jesu, Freund der Menschenkinder. Nach Lavater, 4 1801. Komm, mein ü. i Jesu Leiden. Woltersdorf, 4 1761. Kommt her, ihr seid geladen! Arndt, 4 1860. O Jesu, meine Wonne. Rist, 4 1667. Schmücke dich, o liebe Seele. Joh. Franck, 4 1677. V. Christliches Leben. 1. Sündenerkenntnis und Reue. Ach Gott und Herr. 2 Rutilius, 4 1618. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. Schneesing. 4 1567. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. Luther, 4 1546. Gott der Gnaden, schwer beladen. Puchta, 4 1858. Herr, ich habe mißgehandelt. Joh. Franck, 4 1677. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut. Ringwald, 1597(7). Hüter, wird die Nacht der Sünden. Richter, 4 1711. Ich erhebe mein Gemüte. Lavater, 4 1801. Ich will von meiner Missethat. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg, 4 1667. Mag über uns dein Eifer flammen. Sturm, 1816. O frommer und getreuer Gott. Vor 1643. O großer Gott, du reines Wesen. POlearius, 1684. O Vater der Barmherzigkeit. Denicke, 4 1680. Wir liegen hier zu deinen Füßen. Schmolck, 4 1737. 2. Glaube und Rechtfertigung. Aus Gnaden soll ich selig werden. Scheidt, + 1761. Christi Blut und Gerechtigkeit. N. L. v. Zinzendorf, 4 1760. Der Glaube hilft, wenn nichts mehr. v. Pfeil, 4 1784. Es ist das Heil uns kommen her. Nach Speratus, 4 1554. Ewge Liebe, mein Gemüte. J. J. Rambach, 4 1735. Geht hin, ihr gläubigen Gedanken. Herrmann, 4 1701. 8 185. J 186. 3 187. J 188. 189. J 190.W3 191. V 192. N 193. N 194. 9 195. 2 196. 2 197. A 198. 2 199. 2 200. 6 201 202. 203. 204. J 205. J 206. J 207.6 5 208. J 209. J 210.— K 211. 212. N 213. 8 214. 8 215.8 216.— 6 217. L 218. X 219.— 2 220.— 2 1884. 1604. 1737. irche. 1803. uther. 1769. 180¹1. 1761. 1860. 1667. 167⁷. 1618. 1567. 1546. 1858. 1677. 97˙⁰9. 17¹¹. 1801. riette, 1667. 1816. 1643. 1684. 1680. 1737. 1761. 1760. 1784. 1554. 1735⁵. 1791. Verzeichnis der Lieder. 185. Ich bin erlöst durch meines Mittlers Blut. Wagner, 4+ 1825. 186. Ich bin im Himmel angeschrieben. S. Frauck 1 1725. 187.“ Ich habe nun den Grund gefunden. Rothe, 1758. 188.* Ich weiß, an wen ich glaube. Arndt, 4 1860. 189. Ich weiß von keinem andern Grunde. v. Bogatzky, 4 1774. 190.“ Jesus nimmt die Sünder an. Neumeister, 4 1756. 191. Mein Heiland nimmt die Sünder an. Lehr, 1744. 192.“ Mir ist Erbarmung widerfahren. Hiller, 4 1769. 193. Nun freut euch, lieben Christen g'mein. Luther, 4 1546. 3. Liebe zum Herrn. 194. Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein. Gregor, 4 1801. 195. Ach mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte. Gregor, 4 1801. 196. Ach sagt mir nichts von Gold ꝛc. Scheffler, 4 1677. 197. Allgenugsam Wesen. Tersteegen, 1 1769. 198. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht. Liebich, 4 1780. 199. Dir will ich danken bis zum Grabe. Knak, 4 1878. 200. Einer ist König, Immanuel sieget. Allendorf, 4 1773. 201.“ Eins ist not! Ach Herr, dies eine. Schröder, 4 1699. 202.* Herz im Gedächtnis Jesum Christ. Günther, 4 1704. 203.“* Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Schalling, 4 1608. 204.“ Ich bete an die Macht der Liebe. Tersteegen, 4 1769. 205. Ich bin nicht mehr mein eigen. Döring, 4 1844. 206.* Ich will dich lieben, meine Stärke. Scheffler, 4 1677. 207.“ Jesu meine Freude. Joh. Franck, 4 1677. 208. Jesus Christus herrscht als König. Hiller, 4 1769. 209. Jesus, Jesus, nichts als Jesus. Ludämilie Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, 4 1672. 210.“ König, dem kein König gleichet. Rambach, 4 1735. 211.“ Liebe, die du mich zum Bilde. Scheffler, 4 1677. 212.* Meinen Jesum laß ich nicht. Keymann, 4 1662. 213.“ O Jesu, Jesu, Gottes Sohn. Heermann, 1 1647. 214. O Ursprung des Lebens, o ewiges Licht. Koitsch, 4 1735. 215. ⸗Seelenbräutigam. Drese, 4 1701. 216.“ Such, wer da will, ein ander Ziel. Weißel, 4 1635 217. Wenn alle untreu werden. v. Hardenberg, 4 1801. 218. Wenn ich ihn nur habe. v. Hardenberg, 4 1801. 219.* Wie schön leucht't uns der Morgenstern. Nicorai, 4 1608. 220.“ Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. Deßler, 4 1722. 9 Verzeichnis der Lieder. 4. Wandel im Licht. 221. Ach komm, füll unsre Seelen ganz. v. Strauß. 222.“ Auf ihr Streiter, durchgedrungen. Buchka. 223. Auf dich seh ich. Walter. 224. Aus irdischem Getümmel. Asschenfeldt, 4 225. Christen sind ein göttlich Volk. v. Zinzendorf. 1 226. Dein Wort, o Herr, bringt uns ꝛc. Allendorf. 3 227. Die Gnade sei mit allen. Hiller, 228. Du Gott hasts angefangen. Hiller, 4 229. Ein reines Herz, Herr, schaff in mir. Neuß, 1 230. Es glänzet der Christen inwendiges Leben. Richter, 1 231. Es ist nicht schwer ein Christ zu sein. Richter, 1 232. Es kostet viel, ein Christ zu sein. Richter, 233. Es kennt der Herr die Seinen. Spitta, 234.“ Fahre fort, fahre fort. Schmidt, 4 235. Geht, ihr Streiter, immer weiter. Tersteegen, 236. Gott, deine Güte reicht so weit. Gellert, 237. Heilger Jesu, Heilgungsquelle. 2 Arnold. 238.* Herr Jesu, Gnadensonne. Gotter, 1 239.* Herz und Herz vereint zusammen. v. Zinzendorf, 4 240. Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder. Richter, 4 241.“ Himmelan geht unsre Bahn. Schmolck, 4 242. Jesu, der du bist alleine. Tersteegen, 1 243.“ Jesu, geh voran. Graf v. Zinzendorf, 4 244. Jesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens. Schröder, 4 245. Kommt, Kinder, laßt uns gehen. Tersteegen, 1 246.“ Lasset uns mit Jesu ziehen. v. Birken, 247. Laß mich, o Herr, in allen Dingen. Zollikofer, 4 248.* Mache dich, mein Geist, bereit. Freystein, 4 249.* Mir nach, spricht Christus. Scheffler, 250. O der alles hätt verloren. Arnold, 4 251.“ O Durchbrecher aller Bande. Arnold, 4 252.“* Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Winckler, 1 253.“ Rüstet euch, ihr Christenleute. Arends, 254.“ Schaffet, schaffet Menschenkinder. Gotter,. 255.“ Seele, was ermüdst du dich. Wolf, 256. Sei getreu bis an das Ende. Nach Prätorius, 4. 257. So jemand spricht: ich liebe Gott. Gellert, 4 258. Stark ist meines Jesu Hand. Garve, 259. Unverwandt auf Christum sehen. Rothe,. 4 1809., 17⁵². 18¹⁷. 1856, 1760. 177³. 1769. 1769. 17¹6. 17¹1. 17¹¹⁷. 17 + 1859, 17⁴⁵ 1769. 1769. 17¹4. 173⁵3 1760. 17¹1¹F. 1737. 1769, 1760. 1699. 1769, 168ʃ. 178⁸. 17¹8⁸, 167⁷ 17¹4. 17¹4 17²⁷ 172⁰, 173⁵³ 17⁵⁴4. 1674. 1769, 1841. 17⁵⁸t 260. 261.* 262. 263. 264. 265. 266. 267.5 268. 269. 270. 271. 272. 273.5 274. 275. 276. 27⁷. 278. 279. 280.5 281. 282. 283. 284. 285. 286. 287.— 288. 289. 290. 291. 292. 293.5* 294.* 295. 296.* eiee SARRnEE- o oꝰ ꝰe??.--S&& Verzeichnis der Lieder. 1734. 1739. 1801. 172⁵. 1676. 1769. 1609. 1676. 1737. 1726. 4+ 1815. 1780. 1737. 17²23. 1591. 1676. 1769. 1859. 17³. 1640. 1676. 1816. + 1698. 1722. 1809. 17³7. 1676. 17⁰3. 187⁴. 1598. 1676. 1708. 1⁵⁵ 1737. 1569. 1583. 260. Wer das Kleinod will erlangen. Mentzer, 1 261.* Wer ist wohl wie du. Freylinghausen, 4 262. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn. oser, 5. Kreuz und Trost. 263.* Ach Gott, verlaß mich nicht. S. Franck, 3. 264. Alles ist an Gottes Segen. Vor 265.* Auf Gott und nicht auf meinen Rat. Gellert, 1 266. Auf meinen lieben Gott. 2 Beurhaus, 267.“ Befiehl du deine Wege. Gerhardt, 268. Dennoch bleib ich stets an dir. Schmolck, 4 269. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Nerreter, 270. Endlich bricht der heiße Tiegel. Harttmann, 271. Gott ist getreu. Liebich, 272. Gott lebt! Wie kann ich traurig sein. Schmolck, 390. 273.“ Gott wills machen. Herrnschmidt, 274.“ Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Bienemann, 275. Ich hab in Gottes Herz und Sinn. Gerhardt, 276. Ich hab in guten Stunden. Gellert, 277. Ich steh in meines Herren Hand. Spitta, 278.* Je größer Kreuz, je näher Himmel. Schmolck, 279.“ In allen meinen Thaten. Flemming, 1 280.* Ist Gott für mich, so trete. Gerhardt, 281. Laß fahren deine Sorgen. Sturm. 282. Meine Seel ist stille. Schade, 283. Meine Seele senket sich. Winkler, 2 284. O mein Herz, gieb dich zufrieden Strauß. 285. O wie fröhlich, o wie selig. Schmolck, 286. Schwing dich auf zu deinem Gott. Gerhardt, 287.* Sollt es gleich bisweilen scheinen Tietze, 288. Stille halten deinem Walten. Hagenbach, 1 289.* Von Gott will ich nicht lassen. Helmbold, 1 290.* Warum sollt ich mich denn grämen. Gerhardt, 291. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Rodigast, 292.* Was mein Gott will, gescheh allzeit. Albrecht, Markgraf zu Brandenburg, 1 293.“ Weicht ihr Berge, fallt ihr Hügel. Schmolck, 294. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Eber, 295. Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut. Magdeburg, 1 296.* Wer nur den lieben Gott läßt walten. Reumark, 4 1681. Verzeichnis der Lieder. Wie Gott mich führt, so will ich gehn. Gedite, + 1735. Wunderanfang, herrlichs Ende. Stoclfleth, 4 1708. VI. Besondere Zeiten und Verhältnisse. 1. Morgen und Abend. Aus meines Herzens Grunde. Zuerst 1592. Des Morgens, wenn ich früh aufsteh. Um 1582. Die güldne Sonne. Gerhardt, 4 1670. Früh am Morgen Jesus gehet. Stip, 4 1882. Gott des Himmels und der Erden. Albert, 4 1051. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. Gellert, 4 1769. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen. Reumann, 4 1715. Morgenglanz der Ewigkeit. Knorr v. Rosenroth, 4 1689. O Jesu, süßes Licht. Lange, 4 1744. Wach auf, mein Herz, und singe. Gerhardt, 4+ 1676. Der Tag ist hin; mein Jesu bei mir ꝛc. Neander, 4 1680. Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen ꝛc. Herbert, 4 1571. err, der du mir das Leben. Gellert, 4 1769. err, es ist von meinem Leben. Neumann, 1715. Hinunter ist der Sonne Schein. Hermann, 14 1561. Hirte deiner Schafe. Schmolck, 4+ 1737. Nun ruhen alle Wälder. Gerhardt, 4 1676. Nun sich der Tag geendet hat. Herzog, 4 1699. Nun sich der Tag geendet, mein Herz. Tersteegen, 4 1769. Werde munter, mein Gemüte. Rist, 4. 1667. go willst du hin, weils Abend ist. Zuerst 1674. So ist die Woche nun geschlossen. Neumeister, 4 1756. Der Sabbat ist vergangen. Schmolck, 4 1731. 2. Ehe und Hausstand. Gott, Schöpfer, Stifter heilger Eh. Schleger, 4 1703. Ich und mein Haus, wir sind bereit. Spitta, 4 1859. Nun sprich du, Herr, dein Ja ꝛc. Dieffenbach, 1822. O selig Haus, wo man dich aufgenommen. Spitta, 1859. Sorge doch für meine Kinder. Schlosser, 4 1723. Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ. Gerhardt, 4 1676. Wohl einem Haus, da Jesus Christ. v. Pfeil, 4 1784. 329. 330. 331. 332. 333. 334. 335.* 336. 337. 338. 339.* 340. 341.* 3⁴2. 343. 344. 345. 346.5 3⁴7. 348.* 349. 350. 351. 352. 353. 354.* 355. 356. 357.5 358.5 Eꝰe?ꝰ 9 808 232 ————— „ * 1735⁵. 1708. 1502. 1582. 1676. 1882. 1651. 1769. 17¹⁵. 1689. 17⁴4. 1676. 1680, 1571. 1769. 17¹5⁵. 1501. 1737. 1676. 1699. 1769. 1667. 1674. 17⁵6. 1737⁷. 1793. 1859. 1822. 1859. 17²³. 1676. 329. 330. 331. 332. 333. 334. 335.* 336. 337. 338. 339.* 340. 341.* 3⁴2. 343. 344. 345. 346.5 3⁴7. 348.* 349. 350. 351. 352. 353. 354.* 355. 356. 357.5 358.5 Verzeichnis der Lieder. 3. Stand und Beruf. Das walte Gott, der helfen kann. Betichius, 4 1722. Fang dein Werk mit Jesu an. Vor 1734()). Geh hin nach Gottes Willen. Möller, 4 1861. Herr, höre! Herr, erhöre. Schmolck, + 1737. In Gottes Namen fahren wir. Zuerst 1561. In Gottes Namen fang ich an. Liscow, 4 1698. O Gott, du frommer Gott. Heermann, 4 1647. Was macht ihr, daß ihr weinet. Spitta, 4 1859. 4. Fürst und Vaterland. Ein Haupt hast du dem Volk gesandt. Sturm. 1816. Preis, Ehr und Lob sei dir. Grüneisen, 4 1878. Vater, kröne du mit Segen. Hülsemann, 4 1865. Herr Jesu Christ, der du beweintest. Fröhlich, 4 1865. Gott Lob! Nun ist erschollen. Gerhardt, 4 1676. 5. Ernte. Herr, die Erde ist gesegnet. Puchta, 4 1858. Herr im Himmel, Gott auf Erden. Schmolck, 4 1737. O Gott, von dem wir alles haben. Neumann, 4 1715. Was Gott thut, das ist wohlgethan! So denken ꝛc. Schmolck 4 1737. VII. Tod und Ewigkeit. Alle Menschen müssen sterben. Albinus, 4 1679. Auf du priesterlichs Geschlechte. Steinhofer, 4 1821. Christus, der ist mein Leben. Vor 1609 Die Herrlichkeit der Erden. Gryphius, + 1664. Einen guten Kampf hab ich. Albert, 1 1051. Ermunkert euch, ihr Frommen. Laurenti, 4 1722. Es ist genug! So nimm Herr, meinen Geist. Zuerst 1662. Es ist noch eine Ruh vorhanden. Kunth, 4 1779. Freu dich sehr, o meine Seele. Vor 1620. Geht nun hin und grabt mein Grab. Arndt, 1860. Herzlich thut mich verlangen. Rnoll, 4 nach 1627. Ich bin ein Gast auf Erden. Gerhardt, 4 1676. Ich habe Lust zu scheiden. Schmolck, 4 1737. 359.5 360.* 361. 362. 363. 364. 365. 366.5 367. 368. 369. 370. 371..* 372.* 373.* 374. 375. 376. 377.— Verzeichnis der Lieder. Ich sterbe täglich, und mein Leben. Schmolck, 4 1731. Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Meyfart, 4 1642. Jesus, meine Zuversicht. Luise Henriett v. Brandenburg, + 1667, In Christi Wunden schlaf ich ein. Eber, 4 1569. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe. Schmolck, 4 1731. Mein Leben ist ein Pilgrimstand. Lampe, 4 1729. Mit Fried und Freud ich fahr dahin. Luther, 4 154, Mitten wir im Leben sind. Luther, 1 1546, Nun bringen wir den Leib zur Ruh. Liebich, 4 1780. O Ewigkeit, du Donnerwort. Rist, 1 1667. O Ewigkeit, du Freudenwort. Nach Heunisch, 4 1690. O Welt, ich muß dich lassen. Hesse, 4 1541. O wie selig seid ihr doch, ihrFFrommen. Dach, 1 1659, Valet will ich dir geben. Herberger, 4 162N. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Nicolai, 4 1608. Wenn ich in Todesnöten bin. Kempff, 4 1625, Wenn mein Stündlein vorhanden ist. Hermann, 4 156ʃ. Wer sind die vor GottesThrone. Schenck, 4 1721. Wer weiß, wie nahe mirmein Ende. Amilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadt, + 1706., Wie fleucht dahin der Menschen Zeit. Neander, t 1680. Du bist zwar mein und bleibest mein. Gerhardt, 1 1676. Gott Lob! Die Stund ist kommen. Heermann, 1647, Wenn kleine Himmelserben. Rothe, 4 1758. Zeuch hin, mein Kind. Hoffmann, 4 1712 Liturgische Stücke. Verleih uns Frieden gnädiglich. Luther, 4 154. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze. Psalm 51. 12. 1 Ehre sei Gott in der Höhe. Ev. Luk. 2, 14. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich. Psalm 106,. Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer. Nach Luther, 1 1546. Ehr sei dem Vater und dem Sohn. Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. Herr Gott, dich loben wir. Luther, 4 1546. Laßt uns lobsingen. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi. 2. Kor. 13, 18 + 1737. + 1642. denriette + 1667. + 1569. + 1737. + 17²9, + 1546, + 1546. + 1780. +* 23 +7 + 1 + 1667. 1690. 1547. 1659, 1 1627. + 1608. + 162⁵, + 1561N. 4 1727 Juliane, + 1706. + 1680, 1676, + 1647. 1758, + 17¹² + 1546, 2. 13, k. 2, 14. 1 106, I. 393.5 394. 395. 396. 397. 398. 399. 400.* 401. 402. 403. 404. 405. 406.* 407. 408. 409. 410. 4¹¹1. 4¹2. 4¹3.* 41¹4. 4¹⁵. 4¹6. 4¹⁷.* 4¹8. 4¹9. 420. 421. 422. 423. 4²4. 425. 426. Verzeichnis der Lieder. Laß mich dein sein und bleiben. Sernecker, 4 1592. Unsern Ausgang segne Gott. H. Schenk, 4 1681. Die wir uns allhier heidennen finden. R. v. Zinzendorf, 4 1752. Der heilge Christ, der segne hich⸗ Mathestus, 4 1565. Zieht in Frieden eure Pfade. Knak, 1 1878. Geistliche Volkslieder. Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn. Herrosee, 4 1826. Lobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre. Geßner, 4 1843. O du fröhliche, o du selige. Falk, 4 1826. Du lieber, heilger, frommer Christ. Arndt, 1 1860. Es ist ein Ros entsprungen. Aus dem 15. Jahrh. Herbei, o ihr Gläubigen. Um 1819. Ihr Kinderlein, kommet. v. Schmid, 1 1854. Nun singet und seid froh. Zuerst 1648. Stille Nacht, heilige Nacht. Mohr, 4 1848. Tochter Zion, freue dich. Wo ist Jesus, mein Verlangen. Nach Ludämilie Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 4 1672. Wollt ihr wissen, was mein Preis. Schwedler, 4 1730. Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ. Preiswerk, 4 1871. Du Stern in allen Nächten. Krummacher, 4 1868. Wie lieblich ists hienieden. Wetzel, 4 1819. Wer ist ein Mann? Wer beten kann. Arndt, 14 1860. Darf ich wiederkommen. Grafe, 4 1869. Kehre wieder, kehre wieder. Spitta, 4 1859. Wohin, o müder Wandrer, du. J. C. Arndt. Der beste Freund ist in dem Himmel. Schmolck, 4 1737. Ein Gärtner geht im Garten. Schenkendorf, 4 1817. Ich will streben nach dem Leben. Hiller, 1769. Meinen Heiland im Herzen. Franz, 4 1843. Merk, Seele, dir das große Wort. N. L. v. Zinzendorf, 4 1760. Näher, mein Gott, zu dir. Nun, so bleibt es fest dabei. Woltersdorf, 4 1761. Schönster Herr Jesu. Zuerst 1677. So nimm denn meine Hände v. Hausmann, 1826. Tausendmal gedenk ich dein. Flitner, + 1678. 427. 428.* 429. 430. 431.* 432.* 433. 434.* 435. 436. 437. 438. 439. 440. 441. 442. 443. 4441. 445. 446. 447. 448. 449. 450. Anhang. I) Gebete ———.— Weil ich Jesu Schäflein bin. v. Hayn, 4 1789 Harre, meine Seele. Räder, 4 1872 In der Angst der Welt will ich nicht. Spitta, 4 1850 Wenn der Herr ein Kreuze schickt. v. Willich, 1 1888 Wie mit grimmgem Unverstand. Falk, + 1825 Geh aus, mein Herz, und suche Freud. Gerhardt, 4 167 Lieber Vater, hoch im Himmel. Der Mond ist aufgegangen. Claudius, 4 18ʃ5. Es ist so still geworden. Kinkel, 4 1882 Müde bin ich, geh zur Ruh. Hensel, 4 1870. Wie könnt ich ruhig schlafen. Franz, 4 1843 Der Mensch hat nichts so eigen. Dach, 1659 Ein getreues Herze wissen. Flemming, 1640 Wir pflügen und wir streuen. Claudius, + 1815 Auferstehn, ja auferstehn wirst du. Kropstock, 4 1806 Auf, laßt uns fröhlich singen. Arndt, 1 1800. Ich hab von ferne. Hermes, 4 182ʃ In die Ferne möcht ich ziehen. Schenkendorf, 4 1817 Kennt ihr das Land, auf Erden. Harms, 4 1855 Laßt mich gehn. Knak, 4 1878 Unter Lilien jener Freuden. Allendorf, 4 17⁷9 Wie sie so sanft ruhn. Roller, 4 1850. Wie wird uns sein. Spitta, 4 1859 Wo findet die Seele die Heimat. Jörgens, 4 1834 Anhang. Seil. 4⁵⁹ 2) Vor der Eidesleistung 50⁷ 3) Biblische Kernsprüche. 511 33 Bibel-⸗Lesetafel für die häusliche Andacht 52 Verzeichnis der Liederdichter 493 539 6 Alphabetisches Verzeichnis der Lieder 5⁵⁷ Seil. 4⁵⁰ 50⁷ 511 5²9 535 5⁵⁷ J. Lob und Dank. Luk. 2, 14. 1 Mn Gott in der Höh sei Ehr * und Dank für seine Gnade, darum, daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlaß; all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich für deine Ehr; wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessen ist dein Macht; allzeit geschieht, was du bedacht. Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner derer, die verlorn, du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not: erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, mit deinem Heil uns tröste. Vor Satans Macht nimm uns in Hut, die Jesus Christ erlöste durch Marter groß und bittern Tod; wend allen Jammer ab und Not; darauf wir uns verlassen. Nikolaus Docius, 4 1541. 1²⁷ 2 Lob und Dank. ir, dir, Jehovah, will ich singen; 2. D Jehovah hsingen; denn wo ist doch ein solcher Gott wie dul Dir will ich meine Lieder bringen; ach, gieb mir deines Geistes Kraft dazu, daß ich es thu im Namen Jesu Christ, so wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschieht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 3. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir. Dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinne und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 4. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht gethan, so klingt es schön in meinem Liede, so bet ich dich in Geist und Wahrheit an, so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 5. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, giebt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 6. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlange jeder Zeit, die giebst du und thust überschwänglich mehr als ich verstehe, bitte und begehr. 18 vie du! Lob und Dank. 7. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt. In ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! Bartholomäus Crasselius, 1667—1724. 3 Gott ist mein Lied! *Er ist der Gott der Stärke. Hehr ist sein Nam, und groß sind seine Werke und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und sprichts, so find und leben Welten, und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten, Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest; ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest so ist er allenthalben da. 19 Lob und Dank. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre; Herr, immerdar soll deines Namens Ehre dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freude empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 1716—1769. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 4 Großer Gott, wir fallen nieder. * Zwar du bedarfst nicht unsre Lieder, uns ziemt und nützt dein Lob so sehr. 1 6—1769, Lob und Dank. Dir zum Lob sind wir geboren, so teur erkauft, so hoch erkoren. O Seligkeit, dir geben Ehr! Zu deinem Lobe nur ist alle Kreatur. Selges Wesen, zu dir wir nahn und beten an; in Geist und Wahrheit seis gethan. 2. Tag und Nacht mit Ehrfurcht dienen dir Seraphim und Cherubinen, der Engel Scharen ohne Zahl. Alle Geister, die dich kennen, dich heilig, heilig, heilig nennen, sie fallen nieder allzumal. Ihr Seligsein bist du; dir jauchzet alles zu. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: du, Gott, bist unser Gott allein! 3. Droben knien vor deinem Throne die Altesten mit goldner Krone, der Erstgebornen selge Schar, samt den unzählbaren Frommen, die durch den Sohn zu dir gelommen; sie bringen ihre Psalmen dar: Macht, Weisheit, Herrlichkeit, Preis, Dank in Ewigkeit! Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: du, Gott, bist unser Gott allein! 4. Alle preisen deine Werke, die Weisheit, Liebe, Huld und Stärke, die über alles Denken geht. Treue, Langmut, Licht und Segen ist, Herr, in allen deinen Wegen; kein Lob ist, das dich g'nug erhöht. 2¹ Lob und Dank. Doch ist es eingeprägt in alles, was sich regt. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: du, Gott, bist unser Gott allein! 5. Komm, in uns dich zu verklären daß wir dich würdiglich verehren. Nimm unser Herz zum Heiligtum, daß es, ganz von dir erfüllet und durch dein Nahesein gestillet, zerfließ in deiner Gottheit Ruhm. Dich, unser höchstes Gut, erhebe Geist und Mut. Amen! Amen! Im Freudenschein, in Leid und Pein bleibst du, Gott, unser Gott allein. Nach Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 2 Mel. Hosianna! Davids Sohn. (Eigene Volksliedmelodie.) 5 roßer Gott, wir Himmel, Erde, Luft und Meen 9— loben dich; sind erfüllt von deinen Herr, wir preisen deine Stärke. Ruhm; Vor dir neigt die Erde sich alles ist dein Eigentum. und bewundert deine Werke. 4. Alle Tage wollen wir Wie du warst vor aller Zeit, dich und deinen Namen preisen so bleibst du in Ewigkeit. und zu allen Zeiten dir 2. Alles, was dich preisen Ehre, Lob und Dank erweisen. kann, Gieb, daß wir von Sünden Cherubim und Seraphinen heut stimmen dir ein Loblied an; und von Unfall sei'n befreitl alle Engel, die dir dienen, 5. Herr, erbarm, erbarm⸗ rufen dir in selger Ruh: ich; heilig, heilig, heilig! zu. überuns, Herr, sei dein Segen. 3. Heilig, Herr Gott Ze⸗ Leit und schütz uns väterlich; baoth, bleib bei uns auf allen Wegen heilig, Herr der Kriegesheere, Auf dich hoffen wir allein; starker Helfer in der Not! laß uns nicht verloren sein 1779. Nach dem Ambrosianischen Lobgesang(Le deum laudamus). 22 Lob und Dank. Psalm 146. 6 H.iben Gott zu loben bleibe meine Seelenfreud. Ewig sei mein Gott erhoben, meine Harfe ihm geweiht! Ja, so lang ich leb und bin, dank, anbet und preis ich ihn. 2. Setzt auf Fürsten kein Vertrauen! Fürstenheil steht nimmer fest. Wollt ihr auf den Menschen bauen, dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, er fällt, des Todes Raub, und sein Anschlag in den Staub. 3. Heil dem, der im Erdenleben Jakobs Gott zur Hilfe hat, der sich dem hat ganz ergeben, dessen Nam ist Rat und That! 1769. Hofft er von dem Herrn sein Heil, seht, Gott selber wird sein Teil. Meen 4. Er, der Himmel, Meer und Erde deinen mit all ihrer Füll und Pracht durch sein schaffendes: es werde! m hat aus nichts hervorgebracht, 0 er, der Herrscher aller Welt, en mir ists, der Treu und Glauben hält. preisen dir 5. Er, der Herr ists, der den Armen, weisen. Unterdrückten Recht verschafft, zünden giebt mit mächtigem Erbarmen 8 Hungernden stets Brot und Kraft, Hefreitl und von Zwang und Tyrannei barme macht er die Gefangnen frei. Segen 6. Er, der Herr, ists, der den Blinden erlich; liebreich schenket das Gesicht. Gegen. O ja, die Gebeugten finden allein. bei ihm Stärke, Trost und Licht. sein Seht, wie Gott, der alles giebt, 1.— immer treu die Frommen liebt! 23 Lob und Dank. 7. Er ists, der den Fremdling schützet, der die Witwen hält im Stand, der die Waisen unterstützet, ja, sie führt an seiner Hand. Die ihm ruchlos widerstehn, müssen ratlos irre gehn. 8. Er ist Gott und Herr und König; er regieret ewiglich. Zion, sei ihm unterthänig, freu mit deinen Kindern dich! Sieh, dein Herr und Gott ist da! Hallelujah! er ist nah. Matthias Jorissen, 1739—1823, Mel. Nun danket all und bringet Ehr. 7 Och singe dir mit Herz und Mund, 0 Herr, meines Herzens Lust! Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Ouelle seist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most zu seinen Zeiten find't? 6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Vaterland? 24 E V +I —1823. ad Lob und Dank. 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir; du, du mußt alles thun! Du hältst die Wacht an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und giebst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein stilles Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut; dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 2⁵5 Lob und Dank. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zum Heil gekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun! So laß ihn ferner thun und red ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, 1607-1676. 8 Wehovah, Jehovah, Jehovah, deinem Namen NI sei Ehre, Macht und Ruhm! Amen, Amen! Bis einst der Tempel dieser Welt auf dein Wort in Staub zerfällt, soll in unsern Hallen das Heilig, Heilig, Heilig! erschallen Hallelujah! Hallelujah! Gottlieb Konrad Pfeffel, 1736-1800. Psalm 103 9 9 den Herren, den mächtigen König der Ehren * meine geliebete Seele; das ist mein Begehren Kommet zu hauf! Psalter und Harfe wacht auf; lasset den Lobgesang hören! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der wie auf Flügeln des Adlers dich sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereiteh der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! ⁵⁸ —167⁰., amen —1800, rEhren egehren ieret, hret, bereitel itet. Lob und Dank. 10 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren! was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht! Seele, vergiß es ja nicht; lobende, schließe mit Amen! Joachim Neander, 1650(2)— 1680. Psalm 146. 10 6 den Herren, o meine Seele! 2 Ich will ihn loben bis zum Tod; weil ich noch Stunden auf Erden zähle, will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel gegeben hat, werde gepriesen früh und spat. Hallelujah! Hallelujah! 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Hallelujah! Hallelujah! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen des Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und That. Hallelujah! Hallelujah! 2⁷ — Lob und Dank. 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden und, was darinnen ist, gemacht. Alles muß Leean erfüllet werden, 11. was er uns einmal zugedacht. ö Er ists, der Herrscher aller Welt, mit He welcher uns ewig Glauben hält. der gre Hallelujah! Hallelujah! an uns 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, ud 8 er ists, der ihnen Recht verschafft. unzähli Hungrigen will er zur Speis bescheiden, und nI was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, 2. 8 und seiner Gnad ist mancherlei. woll u Hallelujah! Hallelujah! n und e 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn. Wo er kann gläubige Seelen finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz; Witwen und Waisen hält er Schutz. Hallelujah! Hallelujah! 7. Aber der Gottesvergessnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich. Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Hallelujah! Hallelujah! 8. Rühmet, ihr Menschen den hohen Namen des, der so große Wunder thut. Alles, was Odem hat, rufe: Amen! und bringe Lob mit frohem Mut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heiligen Geist! Hallelujah! Hallelujah! Johann Daniel Herrnschmidt, 1675—17². 2 5—17²9. Lob und Dank. 11. 12 Sirach 50, 24—26. 11 un danket alle * Gott mit Lerdeet Mund und Hän⸗ en, der große Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zu gut und noch jetzund gethan. 2. Der ewig reiche Gott woll uns hei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben Sirach 50, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich, im höchsten Himmelsthrone, ihm, dem dreiein'gen Gott, wie es anfänglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rinkart, 1586-1649. 24—26. 12 Nem danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer erhebt im Himmelszelt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut, 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält, und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt, 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergiebt und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns erfrische Geist und und werf all Angst, ein fröhlich Herz, Sinn Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 29 Lob und Dank. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Vaterland; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1676 Psalm 103. 13 un lob, mein Seel, den Herren, 2 was in mir ist, den Namen sein! Sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein! hat dir dein Sünd vergeben, heilt deine Schwachheit groß, erlöst dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schoß, mit Trost dich überschüttet, verjüngt dem Adler gleich; der Herr schafft Recht, behütet, die leid'n in seinem Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein heilig Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen; es mangelt an Erbarmung nicht. Den Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad thut er nicht sparen; den Blöden ist er hold. 30 Lob und Dank. Sein Güt ist hoch erhaben, ob dem, der fürchtet ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein, so thut der Herr uns Armen, wenn wir ihn fürchten kindlich rein Er kennt uns arme Knechte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Geschlechte, wie Gras und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da; also der Mensch vergehet; sein Ende ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit; sie bleibt bei der Gemeine, die, stets in seiner Furcht bereit, will seinen Bund bewahren. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engelscharen, lobt ihn mit uns zugleich und dient dem Herrn der Ehren und breitet aus sein Wort! Mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 1676 Johann Gramann, 1487— 1541. 14. un preiset alle Gottes Barmherzigkeit! Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich laden; 2, freue dich, Israel, seiner Gnaden. 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; 31 Lob und Dank. was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. Viel tausend Engel um ihn schweben; 2 Psalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf ihr Heiden, lasset das Trauern sein; zur grünen Weiden stellet euch willig ein. Da läßt er uns sein Wort verkünden, 2: machet uns ledig von allen Sünden. 3 4. Er giebet Speise reichlich und überall; nach Vaters Weise sättigt er allzumal. Er schaffet Früh⸗ und späten Regen, 2m füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit! Sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden; 1 freue dich, Israel, seiner Gnaden! Matthäus Apelles v. Löwenstern, 1594—1648, 15. O daß ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund,. so stimmt ich damit um die Wette vom allertiefsten Herzensgrund ein Loblied nach dem andern an von dem, was Gott an mir gethan. 2. O daß doch meine Stimm erschallte bis dahin, wo die Sonne steht. O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dant und jeder Odem ein Gesang! 8² Lob und Dank. 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir; ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Leib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt 4—1648 zu meinem Wohlsein hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todesschmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig⸗werter Gottesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo ich etwas Guts verricht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, du reicher Gott? 33 Lob und Dank. Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sünden Schuld unsäglich gnädige Geduld. 10. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht doch gewahr. 11. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 12. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt. Ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt. Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich noch mit Seufzen ein. 13. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin; da sing ich dir im höchsten Chor viel tausend Hallelujah vor. Johann Mentzer, 1658— 1734. 5. Mose 32, 3. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 16 Dei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt; gebt unserm Gott die Ehre! Lob und Dank. 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpsermacht, die alles also wohlbedacht; gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott erschaffen hat, das will er auch erhalten; darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich; gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: ach Gott, vernimm mein Schreien! da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir. Ach, danket, danket Gott mit mir; gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden. Er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her; gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget,. so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh; gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren. Man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. 1² Lob und Dank. Mein ganzes Herz ermuntre sich; mein Geist und Leib, erfreue dich; gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott! der Herr ist Gott, der Herr ist Gott; gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen. Bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht; gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 1640—1690, 17 Sont ich meinem Gott nicht singen, 47 sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut ers mit mir mein. Ists doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald vom Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 0—1690, Lob und Dank. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer. nein, er giebt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du unergründ'ter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können! Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer. giebt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebet an, seine Kraft mir beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt. Wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält, Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 37 Lob und Dank. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währk seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus den Bahnen weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir auch bitter scheint,— dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die mich hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinn entgehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, vers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 88 Lob und Dank. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe find't, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1607-1676. 18 Wern ich, o Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für alle wacht, anbetend überlege, so weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott, mein Herr und Vater. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit! Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm; dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! 39 Lob und Dank. Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; d bringt unserm Schöpfer Ehre! e 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand d so wunderbar bereitet, der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, u dich zu erkennen, leitet, 6 der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis d ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen; Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag: Amen! ü und alle Welt fürcht ihren Herrn ö und hoff auf ihn und dien ihm gern! x Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 1716-1769. 19 Wie groß ist des Allmächtgen Güte! * Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, der mit verhärtetem Gemüte den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, sei ewig meine größte Pflicht! Der Herr hat mein noch nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. reis 16—1769. rührt, Lob und Dank. Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben; sein Wori bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein, wie er; je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein. Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen; sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 1716-1769. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 20 Wehit soll ich dich wohl loben, 2 mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott; denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4¹ Lob und Dank. 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen und gehäufet Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen voll Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, canz sich zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 5. Wie ein Vater nimmt und giebet, wie's den Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Thälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4² Lob und Dank. 7. Fielen tausend mir zu Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir! großer, König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir gesungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen; ach, laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, 1661—1735. 21 underbarer 2. Himmel, lobe prächlig „ König, deines Schöpfers Thaten, Herrscher von uns allen, mehr als aller Menschen laß dir unser Lob gefallen! Staaten! Deine Gnadenströme hast du lassen fließen, ob wir schon dich oft verließen. Hilf uns noch; stärk uns doch. Laß die Zunge singen; laß die Stimm erklingen! Großes Licht der Sonne, sende deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern; seid bereit, zu ehren einen solchen Herren! 3. O du meine Seele, singe, fröhlich singe, singe deine Glaubenslieder! was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub dar⸗ nieder! Er ist Gott Zebaoth; er ist nur zu loben hier und ewig droben. Sonntag. 4. Hallelujah bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebeh Hallelujah singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergiebel O, wohl dir! Glaube mir, endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander, 1650(2)— 1680. II. Sonntag. Mel. Mache dich, mein Geist, bereit. 22. Bch heilge mit dem heilgen Ole. Jesu Geist ergieße sich dir in Herz und Seele. Laß den Mund alle Stund von Gebet und Flehen heilig übergehen. 2. Heilige der Seele Glut und ihr heiß Verlangen, dem, der für dich gab sein Blut heilig anzuhangen; heilger Rauch sei es auch, der zu Gott aufgehet, wenn dein Herze flehet. 3. Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausgeschüttet, und da ist Jesus Christ Priester und Versühner aller seiner Diener. 4. Wenn die Heilgen don und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begien alle sich vereinen und es geht ein Gebet aus von ihnen allen, wie muß das erschallen! 5. O der unerkannten Macht von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts voll— bracht so in Freud als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde. 6. rollen daß m offenb Sonntag. nge. 6. Betet, daß die letzte Zeit Stimmet ein net, rollends übergehe, insgemein m liebeh daß man Christi Herrlichkeit mit der Engel Sehnen offenbaret sehe. nach dem Tag, dem schönen. nnet, Christoph Karl Ludw. v. Pfeil, 1712—1784. ergiebet 23 Eins hätten wir von Herzen gern ben und wollen unsern lieben Herrn en. recht innig drum anflehen: —1680. ach lieber Gott, in deinem Haus laß uns gesegnet ein und aus als deine Kinder gehen! 2. Es ist doch nirgends in der Welt um unser Herz so wohl bestellt als hier, wo wir erscheinen, den schönen Gottesdienst zu schaun und an dem Wort uns zu erbaun, womit du dienst den Deinen. ner 3. Hier legen wir den Wanderstab gen don und allen Staub der Erde ab und alle Mühn und Sorgen; nen, wir halten mit einander Rast t Begit und laden uns bei dir zu Gast und fühlen uns geborgen. 4. Da wird das Herz so freudenvoll und weiß nicht, wie es danken soll; len! da beten wir und singen, um dir mit aller Engel Heer kannten demütig Lob und Preis und Ehr als Opfer darzubringen. en! ts voll⸗ 5. Ach komm und sei uns Burg und Hort und laß von deinem laͤutern Wort ten. uns nichts auf Erden treiben t und segne gnädig unsern Gang, damit wir unser Leben lang Freunde, bei deinem Haus verbleiben. nde. Julius Sturm, geb. 1816. 4⁰ 2⁴ 24 Grmr unneren Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten! Gott ist in der Mitten! Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge! Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlagt die Augen nieder; gebt das Herz ihm wieder! 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. „Heilig, heilig, heilig“ singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, wenn auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, die uns Sünd und Welt bereiten. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, dir zum Eigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Herre; dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen Sonntag. und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5. Du durchdringest allez Wollst mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 6. Mache mich voll Einfalh innig, abgeschieden, sanft und still in deinen Frieden! Mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit! Laß mein Herz Überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 7. Komm, in mirzu wohnen, daß mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum kann wen den! Komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich stets dich lieb und ehre! Wo ich geh, wo ich steh, laß mich dein gedenken, mich in dich versenken. Gerhard Tersteegen, 1697-1769. 26. schöner Heute denn d der recht d Sonntag. 25. roßer Gott von alten Zeiten, dessen Hand die Welt regiert, dessen Treu auf allen Seiten m. mich von Jugend auf geführt, heute weckt des Tages Lauf achten mich zu lauter Andacht auf. Gesichn 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden; men denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, halten da mein Gott mich ruhen Hn und durch seinen aunen Geist mir den Weg zum Leben weist. n 3. Habe Dank für diesen Morgen, en. der mir Zeit zum Guten schenkt. Das sind unfre besten Sorgen, Einfalh wenn der Mensch an Gott gedenkt deinen und von Herzen betet, singt, einen daß es durch die Wolken dringt. erzenz 4. Was ist schöner, als Gott dienen? 11 Was ist süßer, als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen ist und—— 17 und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht't. hen 5. O mein Gott, sprich selber Amen; . denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen! wohnen, Alles mehre deinen Ruhm, Erden bis es künftig wird geschehn, nn wer⸗ daß wir dich im Himmel sehn — Kaspar Neumann, 1648 1715. esen, ehre Mel. Hallelujah! Gott zu loben. ndehn 26 99 elujah, schöner 2. Süßer Ruhetag der . M orgen, Seelen, 2U schöner, als man denken mag! Sonntag, der voll Lichtes ist, 1 Heute fühl ich keine Sorgen; heller Tag der dunklen Höhlen. denn das ist ein lieber Tag, Zeit, in der der Segen fließt, steegen, der durch seine Lieblichkeit Stunde voller Seligkeit, 69. recht das Innerste erfreut. du vertreibst mir alles Leid. 4⁷ 27 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgen⸗ stund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Welt⸗ geschäfte! Heute hab ich sonst zu thun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu 22.—5 Heut schickt keine Arbeit sich als nur Gotteswerk für mich. 5. Ich will in der Zions⸗ stille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen. ein, wenn mein Jesus meinen Geist Sonntag. mitdemWortdesLebens speist. 6. Herr, Sinnen und bereite selbst die Bru Laß mich Lehr und Tu⸗ gewinnen; gieb zu deinem Manna Nus daß mir deines Wortt Schall recht tief in mein Herze ful 7. Segne deiner Knech Lehren; öffne selber ihren Mund. Mach mit allen, die dich hörn heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier fle und singt, solches in dein Herze dring 8. Gieb, daß ich den D beschließe, wie er angefangen ist. Segne, pflanze und begieß der du Herr des Sabbats bis bis ich einst auf jenen d ewig Sabbat halten mag. Jonathan Krause, 1701—-1762 27. Hedein Jesu Christ, dich zu uns wend; dein heilgen Geist du zu uns send. Mit Hilf und Gnad er uns regier und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein; bereit das Herz zur Andacht fein. Den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt, 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. ermuntre mein ——— 29 bei d Gnad meine laß m Mach deiner Stu das ar Sei n daß ke welche tre mein ie Bru nd Tri⸗ ; nna Nus Wors Herze fal Knech Nund. ich hörg »nbund, hier flo , ze dring den T ist. begieß bats biß enen V mag. 1—17⁰² Sonntag. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron; der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. 28 Rm heiliger Geist! Erfüll die Herzen deiner 02 ind in Haen und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe, der du aus allerlei Geschlecht und Zungen ein heiliges Volk dem Herrn gesammelt hast in in des Glaubens. Hallelujah! Hallelujah Nach einem n lateinischen Pfingstliede. Zuerst 1651. 29 Qicht vom Licht, er⸗ 9 leuchte 0l bei dem neuen Tageslichte! Gnadensonne, zeige dich meinem muntern Angesichte! Wohne mir mit zehllich bei, daß mein Sabbat fröhlich sei. 2. Brunnguell aller Selig⸗ keit, laß mir deine Ströme fließen! Mache Mund und Herz bereit,‚ deiner Gnade zu genießen! Streu das Wort mit Segen ein; 20 es hundertfrüchtig sein! Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen L Sei mir Weish eit Bahn, daß kein Irrtum mich be und kein fremdes brennt, welches dein Altar nicht kennt. ippen lieget! Licht und rüge Feue + * Feuer 4. Laß mich heut und 49, heil heilig, heilig, heilig! sin—— und mich im di àEwi igke kei wit des Geistes Slägeln ö schingeit ieb mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies im Herzen! Offenbare dich doch mir! Sende meiner Andacht Kerzen immer neues Feuer zu, o du Liebesflamme du! 6. Dieser Tag sei dir ge⸗ weiht; weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in deiner Liebe ruhn. Benjamin Schmolck, 1672.—1737. 30. 31 Sonntag. 30 Lionr Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören. Lenke Sinnen und Begier auf die süßen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet. Gutes denken, thun und dichten wollst du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit; öffne Herzen, Mund und Ohren. Unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen! Tobias Clausnitzer, 1618-1684. Mel. Herz und Herz vereint zusammen. 31 O wie freun wir 3. Lehr uns, wie wir den * uns der Stunde, Verderben da wir dir, Herr Jesu, nahn, durch der GnadeKraftentgehn, um aus deinem heilgen Munde wie wir, eh wir leiblich sterben, Lebensworte zu empfahn! wahrhaft geistlich auferstehn Laß uns heute nicht ver⸗ und nach deinem Wohl⸗ gebens gefallen Hörer deines Wortes sein; denken, reden, leiden, thun, schreibe selbst das Wort des graden Weges dahin wallen, Lebens wo wir nach der Arbeit ruhn tief in unsre Herzen ein. 4. Offne selbst uns das 2. Sieh, wir sitzen dir zu Verständnis, Füßen; wie den Jüngern du gethanz großer Meister, rede du! zur lebendigen Erkenntnis sieh, wir hören deiner füßen trag die Fackel du voran! Rede heilsbegierig zu. Licht der Welt, das schon Lehr uns, wie wir selig verscheuchte werden; manche dichte Finsternis, lehr uns, wie wir unsre Zeit, Licht der Welt, auch uns er⸗ diese kurze Zeit auf Erden,. leuchte; nützen für die Ewigkeit! denn im Licht geht man gewiß. 5. deiner daß ar hanger Kein die vi alles se was m 1684. vir dem ntgehn, sterben, ferstehn Wohl⸗ thun, wallen, it ruhn. us das 8, gethanz ntnis oran! 8 schon nis, uns er⸗ igewiß 5. Gieß uns aber auch das Feuer deiner Liebe in das Herz, daß an dir wir immer treuer hangen unter Freud und Schmerz. Keine Last sei uns be⸗ schwerlich, die von dir uns aufgelegt; alles sei uns leicht entbehrlich, was mit dir sich nicht verträgt. Sonntag. 6. Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort; laß es mit lebendgem Triebe in uns wirken fort und fort! Hilf uns, daß wir treu be⸗ wahren, was wir in das Herz gefaßt, und laß andre auch erfahren. daß du Lebensworte hast. Karl Johann Philipp Spitta, 1801-1859. 32 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig, lege mich vor deinen Thron. Schwache Thränen, kindlich Sehnen bring ich dir, du Menschensohn. Laß dich finden, laß dich finden von mir, der ich Asch und Thon. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich; lenke mich nach deinem Sinn. Dich alleine ich nur meine; dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, gieb dich mir und nimm mich zin. 3. Herr, erhöre, ich begehre nichts als deine freie Gnad, die du giebest, den du liebest, und der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden; der hat alles, der dich hat. 4. Hör, wie kläglich, wie beweglich dir die treue Seele singt, wie demütig und wehmütig deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich finden; denn mein Herze zu dir dringt. . 5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud 51 4 Sonntag. sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit! Idachim Neander, 1650(2)-1680. 2 ieh uns fertig, Reine Hallen soll durch⸗ 33. Siaemnn gegenwärtig, schallen, anzubeten, Herr, vor dir. Herr, Herr, dein lebendiz Dir zur Ehre, uns zur Lehre Wort. sind wir all versammelt hier. 3. Si 41 n nd3. Sieh uns fertig, gegen⸗ Herr, erscheine! Groß und würtig. Kleine, 0 ö gefno i anzubeten, Herr, vor dir. deiner Gnade harren wir. Brich die Wolle, zeig den 2. Hohe Stille, Segens⸗ Volke fülle offen deine Himmelsthür! weht um uns an diesem Ort. Laß uns brennen und er⸗ Was zerstreuet und entzweiet‚, kennen: bleib aus diesen Mauern fort! ja fürwahr, der Herr ist hier Herr ist h Karl Gerok, 1815—1890. Mel. Weicht, ihr Berge, fallt ihr Hügel. 34 Thut mir auf die schöne Pforte; r. führt in Gottes Haus mich ein! Ach, wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht; hier ist lauter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Zieh doch in mein Herz hinein; laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten! Heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten dir ein lieblich Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr; zieh das Herze ganz empor! 52 — 3⁵ Der Empf den g Ih Laßt ihm! mit h 1680. durch⸗ lebendiz , gegen⸗ vdir. eig den thür! und er⸗ ist hier 5—18090. 1 Feste und Festzeiten. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Saatkorn auf mich fällt. Gieb mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein; laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben; laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben. Halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt. Nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt⸗ Speise mich mit Himmelsbrot; tröste mich in aller Not. Benjamin Schmolck, 1672—1737. III. Feste und Festzeiten. R uf, auf, ihr Reichs⸗ 36. A genossen! 1. Advent. 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der Konig ist gar nah. Hinweg all Angst und Der König kommt heran. Schmerzen! Empfahet unverdrossen Der Helfer ist schon da. den großen Wundermann! Seht, wie so mancher Ort Ihr Christen geht herfür! hochtröstlich ist zu nennen, Laßt uns vor allen Dingen da wir ihn finden können ihm Hosianna singen mit heiliger Begier. än Nachtmahl, Tauf und Wort 36 Feste und Festzeiten. 3. Auf, auf, ihr Viel⸗ geplagten! Der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen; er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Seid fromm, ihr Unter⸗ thanen! Der König ist gerecht. Laßt uns die Weg ihm bahnen; macht sie zum Einzug recht! Fürwahr, er meint es gut; drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Mut! 5. Frisch auf, ihr Hoch⸗ betrübten! Der König kommt mit Macht. An uns, sein Herzgeliebten hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 6. So eilt mit schnelln Schritten, den König selbst zu sehn! Er kommt in unsre Mitten stark, herrlich, sanft und schön Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 7. Der König will he denken, die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gich durch seine Gnad und Won O König, hocherhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und don 8. Nun, Herr, du gieh uns reichlich, wirst selbst doch arm un schwach Du liebest unvergleichlich; du gehst den Sündern naß Drum woll'n wir dir allel die Stimmen hoch erschwinger dir Hosianna singen und ewig dankbar sein! Johann Rist, 1607—1608 36 Derr König kommt in niedern Hüllen sanstmükig auf der Eslin Füllen; empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen Friedenspalmen! Bestreu den Pfad mit grünen Halmen; so ists dem Herren angenehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! 5⁴ Advent. Friedrich Rückert, 1789—1866. schnelle Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren; sehn! doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. undschn 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden; schir doch aller Erden Reiche werden rüße dem, das du gründest, unterthan. süß Bewaffnet mit des Glaubens Worten en zieht deine Schar nach den vier Orten f. der Welt hinaus und macht dir Bahn. win g 4. Und wo du kommest hergezogen, ebt da ebnen sich des Meeres Wogen; zenken es schweigt der Sturm, von dir bedroht. 1118 git Du kommst, auf den empörten Triften ind Won des Lebens neuen Bund zu stiften, ben, und schlägst in Fesseln Sünd und Tod. hen 5. O Herr von großer Huld und Treue, ind don o komme du auch jetzt aufs neue du gieh zu uns, die wir sind schwer verstört! hlich, Not ist es, daß du selbst hienieden arm un kommst, zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. eichlich; 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, dern nat die Macht der Finsternis erliegen dir alle und lösch der Zwietracht Glimmen aus, schwingen daß wir, die Völker und die Thronen, n vereint als Brüder wieder wohnen sein! in deines großen Vaters Haus. 07-1000 Hüllen ott el durch was sie haben prophezeit, llen; 37. G ale We uht errlich der sein Wort belhudig hält und der Sünder Trost und Rat zu uns her gesendet hat. 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, 5⁵ ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams ohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, Friedefürst, 100 Rat und hat sich treulich eingestellt. 88 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte dir auch eine Bahn, Herr, in meinem Herzen an. Zeuch du Ehrenkönig ein; es gehöret dir allein. Mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sündenlust. 6. Und gleichwie dein Kommen war voller Sanftmut, ohn Gefahr, 38. HWSohn Davids kommt in Zion eingezogen. Ach, bereitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen. Streuet Palmen, machet Bahn, daß er Einzug halten kann. 2. Hosianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir ent⸗ gegen. Unser Herz ist schon gerüst't, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Thoren ein; du sollst uns willkommen sein! 3. Hosianna, Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast! wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; Feste und Festzeiten. prächtig wieder kommen wirst also sei auch jeder Zeit deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin und des Satans schlaue Lis sich gar hoch und kühn vermißt 8. Laß mich, wenn du Lebensfürst, „ freudig dir entgegengehn und vor dir gerecht bestehn Heinrich Held, 4 1695, ach, so laß uns unverdrossen deinem Scepter dienstbar sein; herrsche du in uns allein! 5. Hosianna! Kommebald, die Verheißung zu erfüllen Sollte gleich die Knechtsgestal Reten Majestät verhüllen, so kennet Zion schon Goltesundauch Davids Soht 6. Hosianna! Steh uns beil OHerr, hilf, laß wohlgelinge daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann 7. Hosianna nah und fern Eile, bei uns einzugehen, du Gesegneter des Herrn. Warum willst du draußen stehen? Hosianna! Bist du da? Ja, du kommst, Hallelujahl B. Schmolck, 1672—1787. —....—F....— zeit bereit. meinen löde bin aue List vermißt enn du t, en wirst gehn bestehn. + 1605, rdrossen ienstbar Ulein! me bald, erfüllen tsgestall Ullen, schon ds Sohn uns beil jelingen elei Opfer Jünger en kann nd ferns ehen, Herrn. draußen da? Lelujahl I Advent. Mel. Wer das Kleinod will erlangen. (Eigene Volksmelodie.) 39 osianna! Zu der Erde H steigt der Friedefürst herab. Ewig hochgepriesen werde Gott, der ihn der Erde gab. Freut euch, Sünder, jauchzt, ihr Frommen! Unsern König, seht ihn kommen! 2) Unser Heil kommt, unser Licht, unsers Herzens Zuversicht. 2. Zu der Erde neigt sich wieder Gottes Vaterhuld herab. Segen taut vom Himmel nieder; Morgenglanz bestrahlt das Grab. Seht, Erlösung wird gefunden; seht, es heilen alle Wunden. m Müden strömet süße Ruh, Sterbenden Belebung zu. 9 3. Kommt, ihn würdig zu empfangen; macht ihm Wege, macht ihm Bahn! Eilt, in Demut, mit Verlangen euern König zu empfahn! Streut ihm Zweige, streut ihm Palmen; bringt ihm Jubel, singt ihm Psalmen! 23½ Geist und Herz sei ihm geweiht; Preis dem Herrn der Herrlichkeit!: August Ludwig Christian Heydenreich, 1773—1858, 40 Kaunt du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und säumest nicht, weil du weißt, was uns gebricht. O du starker Trost im Leiden, Jesu, meines Herzens Thür steht dir offen, komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Gottes Sohn! Meine Sinnen spüren schon deinen gnadenvollen Segen und die Wunder deiner Kraft, welche Frucht und Leben schafft. Feste und Festzeiten. 3. Adle mich durch deine Liebe Jesu, nimm mein Flehen hin! Schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; denn zu lieben dich, mein Licht, steht in meiner Kraft sonst nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte; Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengast, lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld, mich zu dir sein hoch erhaben! Dann so will ich für und für Hosianna singen dir. Psalm 24. 41 Macht hoch die Thür, die Thor macht weill Es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer, reich von Rat. 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt. Sein Königskron ist Heiligkeit; sein Szepter ist Barmherzigkeit. All unsre Not zum End er bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: gelobet sei mein Gott, mein Heiland, groß von That. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Ernst Christoph Homburg, 1605-—1681 605—168ʃ )t weit! keit, Advent. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet einl Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und sp at. 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! Eur Herz zum Tempel zubereit't! Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, so kommt der König auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll That, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ! Meins Herzens Thür dir offen ist. Ach, zeuch mit deiner Gnaden ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligleit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! Jes. 40, Georg Weissel, 1590-1635. 3. 4. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. it Ernst, o Men⸗ 42. M schenkinder, das Herz in euch bestellt! Bald wird das Heil der Sün⸗ er, der wunderstarke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast. Macht seine Steige richtig; laßt alles, was er haßt. 59 Macht eben jeden Pfad. Die Thal laßt sein erhöhet; macht niedrig, was hoch stehet; was krumm ist, macht gerad. 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht. Ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig ist und folget Gottes eiten, das kann sich recht bereiten; zu dem kommt Jesus Christ. 43. 44 heste und 4. Ach mache du mich Armen Festzeiten. Zeuch in mein Herz himii mach es zu deiner Kripp⸗ zu dieser Gnadenzeit so werden Herz und Lippa ö aus Güte und Erbarmen, dir ewig dankbar sein. Herr Jesu, selbst bereit! Valentin Thilo jun., 1607—160 Mel. Auf, auf, ihr Reichsgenossen. ö 43 Non jauchzet all, die nach dem Himmel fühh * ihr Frommen, denn wenn ihr ihn verach in dieser Gnadenzeit, und nur nach Hoheit tracht weil unser Heil ist kommen, euch Gottes Zorn gebühnt der Herr der Herrlichkeit, 0 zwar ohne fkolze Pracht, 4. Ihr Armen und Eln doch mächtig, zu verheeren den ö und gänzlich zu zerstören in dieser bösen Zeit, ö des Teufels Reich und Macht. müßt zaben Aan Ru 0 ö ben Angst und Lat 2. en keine 8 seid 1. Lied Liünaen ö aßt eure Lieder klingen, sucht er in dieser Welt; dem König zu Lobsingen im hohen Himmelsthrone der ist das höchste Gut x ist ihm sein Reich bestellt. Ler ist d te et Er will hie seine Macht 5. Er wird nun bald!⸗ und Majestät verhüllen, scheinen bis er des Vaters Willen in seiner Herrlichkeit, im Leiden hat vollbracht. der euer Leid und Weiner 3. Ihr Mächtigen auf verwandeln wird in Fres Erden, Er ists, der helfen kann. nehmt diesen König an! Macht eure Lampen fertig Wollt ihr beraten werden, Seid seiner stets gewärtig so geht die rechte Bahn, er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, 1606-1678. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 44 Worum willst du draußen stehen, du Gesegneter des Herrn? Laß dir, bei mir einzugehen, wohlgefallen, du mein Stern. r mein Jesu, meine Freud, fer in der rechten Zeit, hilf, o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen. 6⁰ rz hinel Kripp d Lippa sein. 607-1ʃ0 mel fühn verach it tracht gebührt. und Eln it, inden und La ohlgemu lingen, singen, Gut. u bald ⸗ eit, Weinen in Freil fen kann. en fertig gewärtig er Bahn. 606 1673 en, Advent. 2. In der Welt ist alles nichtig; nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr, als ein Stäublein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ists, das mich heut erfreue, das mich morgen nicht gereue? 3. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ. Dein Erfreuen ist die Weide, da man erst recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht! Laß, Herr, mich an dir erquicken; Jesu, komm, laß dich erblicken! 4. Freu dich, Herz, du bist erhöret; jetzo kommt und zeucht er ein. Sein Gang ist zu dir gekehret! heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu; gieb dich ganz zu seiner Ruh. Offne dein Gemüt und Seele; klag ihm, was dich drück und quäle! 5. Alles dient zu deinem Frommen, auch was bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibest du dem wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, 1607—1676. Mel. Wie groß ist des Allmächtgen Güte. 45 Wos wär ich ohne dich gewesen? 5 Was würd ich ohne dich, Herr, sein? Zu Furcht und Aengsten auserlesen, stünd ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, was ich liebte;— die Zukunft wär ein dunkles Grab; und wenn mein Herz sich tief betrübte, wer nähm ihm seinen Jammer ab? Feste und Festzeiten. 2. Ach, unser Herz war in die Sünde, wie in ein schweres Joch, gespannt; wir irrten in der Nacht, wie Blinde, von Lust und Reu zugleich entbrannt. Der Friede war der Brust entflohen; wie konnten wir uns Gottes freun? Bang hörten das Gesetz wir drohen; denn. ach! es drohte Tod und Pein. 3. Da kam ein Heiland, ein Befreier, der Menschensohn voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unserm Innern angefacht. Nun sehen wir den Himmel offen, als unser wahres Vaterland; wir können glauben, lieben, hoffen und fühlen uns mit Gott verwandt. 4. Uns hat der Herr sich kund gegeben des Heils in ihm sind wir gewiß. Nun dringt ein heitres, lichtes Leben in bodenlose Finsternis. Mit ihm bin ich erst Mensch geworden; das Schicksal ist verklärt durch ihn: ein Paradies muß aller Orten um mich, als Gottes Kind, erblühn. 5. Nun flieht die Sünde aus dem Herzen; die Furcht vor Straf und Pein entweicht. Der Glaube heilt der Seele Schmerzen und macht die Last der Erde leicht. Durch ihn geheiligt, mag das Leben verschwinden wie ein schneller Traum; der ewgen Hoffnung hingegeben, bemerken wir den Abschied kaum. 6. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein; streckt jedem eure Hand entgegen und ladet ihn zu Jesu ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, in Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, die sehn ihn mit uns aufgethan. Friedrich von Hardenberg 1772—180ʃ1. 6² O, Je mir selb damit, w mir kund 2. De und grür und ich! ermunter Mein: in stetem und dein so gut e 3. W; —* zen; 72—1801. Advent. 46 Mel. Valet will ich dir geben. ie soll ich dich 46. Wĩ empfangen, und wie begegn ich dir, o, aller Welt Verlangen, o, meiner Seele Zier? O, Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unter⸗ lassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich ge⸗ nommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden,— dukommst und machst mich los. Ichstand in Spott und Schan⸗ den,— du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdscher Reichtum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund aus kann sagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei welchem Gram und Schmerze sich häufet mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht be⸗ mühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sünden Schuld. Nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sünderng ö zu Trost und wahrem Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 47. 48 9. Was fragt ihr nach dem ö Schreien Feste und Festzeiten. 10. Er kommt zum Y gerichte, der Feind und ihrer Tück? zum Flt ich dem, der ihm fll Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblict ö Er kommt, er kommt, ein König, ö dem alle Macht und List der ganzen Welt zu wenig zum Widerstande ist. mit Gnad und süßem dem, 1* ihn liebt und s Ach komm, ach komm, Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wo⸗ in deinen Freudensaal! Paul Gerhardt, 160710 2. Weihnacht und Epiphanien. Mel. Aus meines Herzens Grunde. (Eigene Volksliedmelodie.) 47.2 er heilge Christ ist kommen, der teure Gottessohn; des freun sich alle Frommen am höchsten Himmelsthron. Auch was auf Erden ist, soll preisen hoch und loben mit allen Engeln droben den lieben heilgen Christ. 2. Das Licht gangen; die lange Nacht ist hin. Die Sünde liegt gefangen; erlöst ist Herz und Sinn. Die Sündenangst ist weg; Der Glaube geht zum Himmel nun aus dem Weltgekümmel auf einem sichern Steg. ist aufge⸗ 3. Nun sind nicht meht Kinder verwaist und 3 die e. Gott rufet selbst die Si in seinen Gnaden schoß. Er will, daß alle, rein von ihren alten Schuldez vertrauend seinen Huldesn gehn in den Himmel eis 4. Drum freuet euch! preiset, ihr Seelen fern und naß Der euch den Vater weiß der heil Christ ist dal Er ruft so freundlich di mit süß 5 Liebesworien: hof ffnet sind die Pforte hr Kinder, kommt hereih Emt Moritz Arndt, 1769—15 Psalm 118, 24. Mel. Vom Himmel hoch, da komm ich her. ies ist der Tag, den 48. Gott gemacht! Sein werd in aller Welt ge⸗ dacht! Ihn preise, Christ im Himmel und auf E ist! was durch e Immat auf den dich, E 5. vereine Das bringt und weicht 2. versäu zum M ihm flh iBem Y t und s komm umal ind Wo usaalh 16070 ien. cht mehn erlos. die Sih ischoß. ulle, rein Schulden Hulden mel ein et euch! und nah ter weiß ist dal ndlich d worten: Pforten, nt hereih 1769—190 hurch Ih auf Ei 2. Die Völker haben dein wirst unser Freund geharrt, weihnacht und Epiphanien. 49 und Bruder hier, bis daß die Zeit erfüllet ward; und GottesKinder werden wir. da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehr⸗ furcht still. Er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott, mein Heiland, bet ich an. 5. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, 49 Dies ist die Nacht, Oda mir erschienen des großen Gottes Freund⸗ lichkeit. Das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkel⸗ heit, und dieses Welt⸗ und Him⸗ melslicht weichthunderttausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele; versäume nicht den Gnaden⸗ schein. 6. Durch eines Sünde fiel die Welt; ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 7. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 8. Dies ist der Tag, den Gott gemacht! Sein werd in aller Welt ge⸗ dacht! Ihn preise, was durch Jesum ů Chrif 185 im Himmel und auf Erden ist! Christian Fürchtegott Gellert, 1716—1769. Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein. Er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht in einer kurzen Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein. 50. 51 Heste und 4. Laß nur indessen helle scheinen Glaubens⸗ und dein Liebeslicht! Mit Gott mußt du es treu⸗ lich meinen, sonst hilft dir diese Sonnenicht. Willst du genießen diesen Schein, dein sein. mpor zu Gott, Er, dem das Lied der Engel klang, der hohe Freudentag, ist da; lobsinget ihm: Hallelujah! 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns des Lebens Licht gebracht; nun leuchtet uns sein milder Strahl, wie Morgenrot im dunkeln Thal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild, vom schlichten Pilgerkleid um⸗ hüllt, Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland. 51 FrSa soll mein 1. Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. festzeiten. 5. Drum Jesu, schöm Weihnachtssonn bestrahle mich mit dein Gunst! Dein Licht sei meine Wel nachtswonne und lehre mich die Wei nachtskunst, wie ich im Lichte wandeln st so darfst du nicht mehr dunkel mein Lobgesang! und führet uns mit sanfter 66 und sei des Weihnachts glanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624- 1685 Mel. Vom Himmel hoch, da komm ich her. 48. Er, der jetzt bei de Vater thront, hat unter uns, ein Menst uns, seine Brüder, auch him und wandelt unser Pilgerkle in Sternenglanz und Hen lichkeit. 6. Empor zu Gott, mus Lobgesang! Er, dem das Lied der Eng klang, der hohe Freudentag, ist de ihr Christen, singt: lujah! Friedrich Adolf Krummacher, 1767-18ʃ5. Chören alle Luft laute ruft: Christus ist geboren! gewohnt, damit auch wir ihm werde gleich auf Erden und im Himm reich. 5. Einst führet er zu Himmelsbahn Hall' Hört, hört, wie mit vollh 2. 8 Gottes der die reißt ar Gotu Gottes das ver sich mit 3. N ruft zu mich un spricht lasset was eu was eu ich brin 4. E Stellt Groß u kommt Liebt Schaut der uns Licht u 5.— sehet hi ist die zu den Faßt an den da hinf euch kei schüöm tssonnt it dein ne Welh nne ie Welh ist, ndeln sÿ hnachtz⸗ voll. 24—1085 bei du ront, Menst n werde Himm er zu bahn uch himn ilgerkll nd Hen ott, mas 01 der Eng L ist di Hall 671865. nit volla 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Goti wird Mensch dir, Mensch, zu gute; Gottes Kind,‚ das verbind't sich mit unserm Blute. 3. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, ů spricht mit süßen Lippen: lasset fahren, lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder! 4. Ei, so kommt und laßt uns laufen! Stellt euch ein, Groß und Klein; kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet! Schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet! 5. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet hier ist die Thür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. Weihnacht und Epiphanien. 51 6. Wer sich fühlt beschwer! im Herzen, wer empfind't seine Sünd und Gewissens⸗Schmerzen, sei getrost, hier wird ze⸗ funden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 7. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei; füllet frei eure Glaubenshände! Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 8. Süßes Heil, laß dich umfangen; laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 9. Ich will dich mit Fleiß bewahren. Ich will dir leben hier und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud, ohne Zeit, dort im andern Leben. Paul Gerhardt, 1607-1676. 52. 53 Feste und Festzeiten. elobet seist du, Es leucht't wohl mitten 52. G Jesu Christ. der Nacht daß du Mensch geboven bist und uns des Lichtes Kindt von einer Jungfrau; das ist macht. wahr, Hallelujah! des freuet sich der Engel Schar. 5 Der S Hallelujah! 333 Gutt von M 23 ein Gast in der Welt hie wn 2. Des ewgen Vaters einig und führt uns aus dem Iun Kind merthal, jetzt man in der Krippe find't. macht Erben uns in sein In unser armes Fleisch und Saal. Plut Hallelujah! verkleidet sich das ewge Gut. 6. Er ist auf Erden kun men arm, daß er unser sich erbarm und uns im Himmel mat Hallelujah! 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, ich der liegt in Mariens Schoß. 21 Er ist ein Kindlein worden und Eng klein, der alle Ding erhält allein. Hallelujah! Hallelujah! 7. Das hat er alles u Hathan. 4. Das ewge Licht geht sein groß Lieb zeigen da herein, Des freu sich alle Christenß giebt der Welt ein'n neuen und dank ihm des in Ewigl⸗ Schein. Hallelujah! Martin Luther, 1483—154 Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 53 Int ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, X Chören! Singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehn Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah zu den Verlornen sich kehren. 68 2. Gott Fried wird fre 3. Sehet Gott träge all 4. Hier Gehe eins die 5. Du! Sollt innig un 6. dem du si den ew 7. Rom Woh mach der 8. Laß Gieb Jesu, vö t es Kim es Vater n Art, t hie wu dem Jan in seinn rden kon m/ erbarm mel mat n Enge alles u zeigen hristenh n Ewigl⸗ 483—156 Shren. Engel, zu Ehnn Weihnacht und Epiphanien. 53 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget! Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische. Wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze voll Liebe mir schenken. Sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde, du sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren! Komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger verloren! Wohne in mir; mache ganz eins mich mit dir, der du mich liebend erkoren! 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben. Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben! Gieb mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, völlig mich dir zu ergeben! Gerhard Tersteegen, 1697—1769. Feste und Festzeiten. Ich steh an deiner Krippe hier, 54. NI o Jesu, du mein Leben. Ich stehe, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und laß dirs wohl gefallen! 2. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich noch war ans Licht gebracht, da hat dein Herze schon bedacht, wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht; du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht, Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht't, wie schön sind deine Strahlen! 4. Ich sehe dich mit Freuden an und kann nicht satt mich sehen, und weil ich nun nicht weiter kann, bleib ich anbetend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 5. Wenn oft mein Herz vor Leide weint und keinen Trost kann finden, rufst du mir zu: ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden. Was trauerst du, o Bruder mein? Du sollst ja guter Dinge sein; ich zahle deine Schulden. 6. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden. Du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, 70 weihnacht und Epiphanien. 5⁵5 suchst meiner Seele Trost und Freud durch dein selbsteignes Herzeleid; das will ich dir nicht wehren. 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich deine Wohnung sein; komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden. Paul Gerhardt, 1607— 1676 Mel. Einer ist König, Immanuel sieget. (Eigene Volksliedmelodie.) 55 Qesus ist kommen, Grund ewiger Freude! 990. N A und O, Anfang und Ende ist da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah! Himmel und Erde, erzählets den Heiden: :: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden. 2. Jesus ist kommen! Die lieblichste Krone seines erhabenen Vaters ist hier, holet sich Sünder und führt sie zum Throne; o, der erstaunlichen Liebesbegier! Danket der Liebe, ergebt euch dem Sohne! :: Jesus ist kommen, die lieblichste Krone. 3. Jesus ist kommen! Nun springen die Banden; int Stricke des Todes, sie reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünden und Schanden. :: Jesus ist kommen, nun springen die Banden.:: 4. Jesus ist kommen, der König der Ehren! Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt! lt, Dieser Monarche kann Herzen bekehren; öffnet ihm Thore und Thüren fein bald! Denkt doch, er will euch die Krone gewähren! :; Jesus ist kommen, der König der Ehren. 7¹ 56 geste und Festzeiten. 5. Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens! Sein Tod verschlinget den ewigen Tod, giebt uns— ach hört es doch ja nicht vergebens!— ewiges Leben, der freundliche Gott. Glaubt ihm, so macht er ein Ende des Bebens. : Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens! n 6. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden. Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier! Schwöret ihm Treue mit Herzen und Händen; sprechet: wir leben und sterben bei dir! Herzensfreund, gürte mit Wahrheit die Lenden! : Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden! 7. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden! Komme, wen dürstet, und trinke, wer will! Holet für euren verderblichen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll! Hier kann das Herze sich laben und baden. : Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden! 2 Nach Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1733. obt Gott, ihr Christen allzugleich, 56. L in seinem höchsten Thron, der heut schleußt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein. Er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein. 3. Der Herr begiebt sich der Gewalt, wird niedrig und gering, nimmt an sich eines Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding. 4. Er wechselt mit uns wunderbar, nimmt Fleisch an, wird uns gleich und beut uns Gottes Klarheit dar in seines Vaters Reich. 72 —e weihnacht und Epiphanien. 5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein! 27 Wie könnte doch sein freundlicher das liebe Christkindlein! 6. Heut schleußt er wieder auf die Thür zum schönen Paradeis. Der Cherub steht nicht mehr dafür; Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Hermann, 4 1561. 57 Liebesglut, wie soll ich dich mit Liebe würdig zieren? In deine Tiefen will ich mich, o volle See, verlieren. Es flammet Gottes Herrlichkeit; es brennt die ganze Ewigkeit; bleibt noch mein Herz erkaltet? 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn 17. aus seinem Schoß genommen! Er ist von dem gestirnten Thron zu uns herabgekommen. Sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und Grab „ sind uns ein Bild, zu malen ab, wie stark Gott lieben könne. 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein! Kannst du dies Meer nicht gründen, so wirf dich blindlings nur hinein mit allen deinen Sünden. Laß dem das Herze sein gewährt, der dir sein Herz hat ausgeleert; gieb Herz für Herz zum Opfer. 4. O liebster Vater, nimm es hin; gieb Kraft, um dich zu lieben. Herz und Begierden, Mut und Sinn sei dir hiermit verschrieben. Drennt aus das Feuer böser Lust; laß ewig nichts in dieser Brust als deine Liebe glühen. Friedrich Adolf Lampe, 1683-1729. 73 Feste und Festzeiten. 58 Vem Himmel hoch da komm ich herz · ich bring euch gute, neue Mär. Der guten Mär bring ich so viel, davon ich sing'n und sagen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein; das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ unser Gott, der will euch führ'n aus aller Not; er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun die Zeichen recht, die Krippe und die Windeln schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.“ 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Golt uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Sei uns willkommen, edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet hast und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? 8. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen ein'gen Sohn! Des freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr. Martin Luther, 1483—15ʃ0, 33—1566. Weihnacht und Epiphanien. 59 ir singen dir, Immanuel, 9. du Lebensfürst und Gnadenquell, du Himmelsblum und Morgenstern, du Sohn der Jungfrau, Herr der Herrn. Hallelujah! 2. Wir singen dir mit deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. Hallelujah! 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht, auf dich gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. Hallelujah! 4.„Ach, daß der Herr aus Zion käm und unusre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ Hallelujah! 5. Nun bist du hier; da liegest du, hältst in der Krippe deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Hallelujah! 6. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid, bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. Hallelujah! 7. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Hallelujah! 7⁵ Feste und Festzeiten. 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Hallelujah! 9. Und bin ich gleich der Sünde voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. Hallelujah! 10. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigentum und will, so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Hallelujah! 11. Ich will dein Hallelujah hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Hallelujah! Paul Gerhardt, 1607-1676. 4. Mose 24,17. Matth. 2, 1—12. Mel. Hosiannah! Davids Sohn. 60 Qesu, großer Wunderstern, * N. der aus Jakob ist erschienen, meine Seele will so gern dir an deinem Feste dienen. Nimm doch, nimm doch gnädig an, was ich Armer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin. Wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin, so ist dirs die liebste Gabe. Laß es auch bewährt und rein in dem Trübsalsfeuer sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets; laß ihn gnädig dir genügen. 76 Jahreswechsel. Laß mein Herz in Demut stets, ihn zu opfern, vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu. Ach, mich schmerzet meine Sünde, aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister, 1671-1756. 3. Jahreswechsel. 1. Sam. 7, 12. Jis hieher hat mich Gott gebracht 61. B durch seine große Güte. Bis hieher hat er Tag und Nacht 07—1606. bewahrt Herz und Gemüte. Bis hieher hat er mich geleit't; bis hieher hat er mich erfreut, bis hieher mir geholfen. 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank für die bisher'ge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Großes mir gethan, bis hieher mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, mein treuster Hort; hilf mir zu allen Stunden. Hilf mir an all und jedem Ort; hilf mir durch Jesu Wunden, damit ich sag bis in den Tod: durch Christi Blut hilft mir mein Gott; er hilft, wie er geholfen. Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt. 1637—1706. 7⁷ 62. 63 Feste und Festzeiten. 62 Doir alte Jahr vergangen ist; 3.1. wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du in Not uns und Gefahr was m so gnädiglich beschützt dies Jahr. daß di 2. Wir bitten dich, du ewger Sohn 65 des Vaters in dem höchsten Thron, Es du wollst dein arme Christenheit die wi bewahren ferner allezeit. n de 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, 4. 5 das ist der Seelen höchster Hort.——5 Vor falscher Lehr, Abgötterei, die Th behüt uns, Herr, und steh uns bei. dort w 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünden Bahn im sele und fromm zu werden fangen an. Wir Der alten Sünden nicht gedenk; dorthir ein gnadenreich Neujahr uns schenk. nn ie ru 5. Hilf christlich leben, seliglich einst sterben und laß fröhlich mich am jüngsten Tage auferstehn und mit dir in den Himmel gehn, 6. Zu danken und zu loben dich 64 mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr doch d zu deines Namens Lob und Ehr! noch V. 1—2 vor 1508, B. 3. 6 von 2 Joh. Steuerlein, 1546—1013. noch f 2. Mel. Befiehl du deine 44.* Die al 63 Da Jahr geht still 2. Warum es so V doch d — zu Ende; Leiden, nun sei auch still mein Herz. so kurzes Glück nur giebt!. In Gottes treue Hände Warum denn immer scheiden legichnun Freud und Schmerz, wo wir so sehr geliebt? des M und was dies Jahr um⸗ So manches Aug gebrocht doch i schlossen, und mancher Mund n wer d was Gott der Herr nur weiß, stumm,. die Thränen, die geflossen, der erst noch hold gesprochen. die Wunden brennend heiß. du armes Herz, warum!? mein 78 Wege. 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen die Thränensaat ins Feld; dort werden wir uns freuen im selgen Himmelszelt. Wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus Jahreswechsel. 6⁴ 5. O das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit: nur immer vorwärts sehen mit selger Freudigkeit! Wird uns durch Grabes⸗ hügel der klare Blick verbaut, Herr, gieb der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz. Geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden so öde, so allein, und wissens, die geschieden,‚ o laß in deinem Frieden die ruhen dort schon aus. uns hier schon selig sein. Eleonore Fürstin Reuß, geb. 1835. Mel. Christus, der ist mein Leben. as Jahr ist nun 64. D zu Ende, doch deine Liebe nicht; noch segnen deine Hände, noch scheint dein Gnadenlicht. 2. Des Glückes Säulen wanken; der Erde Gut zerstäubt. Die alten Freunde schwanken; doch deine Liebe bleibt. 3. Der Jugend Reiz ver⸗ gehet, des Mannes Kraft wird matt; doch innerlich erstehet, wer dich zum Freunde hat. X. Mein Tag ist hin⸗ geschwunden, id bricht herein; 46—16ʃ3, so W r giebt! r scheiden liebt? gebrochs und nun prochen arum? mein Aber doch weil ich dich gefunden, so kann ich fröhlich sein. 5. Das Dunkel ist ge⸗ lichtet, das auf dem Grabe liegt. Das Kreuz steht aufgerichtet, an dem du hast gesiegt. 6. Erheben gleich Sünden des alten Jahres sich, du lässest Heil verkünden und wirfst sie hinter dich. 7. Du heilest allen Scha⸗ den, hilfst mir aus der Gefahr. Du siehst mich an in Gnaden auch in dem neuen Jahr. die Christ. Aug. Bähr, 1795—1846. Feste und Festzeiten. 65 ott Lob! Ein Schritt zur Ewigkeit ist abermals vollendet. Zu dir im Fortgang dieser Zeit mein Herz sich sehnlich wendet, o Quell, daraus mein Leben fließt und alle Gnade sich ergießt zu meiner Seele Leben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr. und wird mir fast zu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlungen werde ganz in dir und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganz anheim gestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, wenn ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen und daß ich frei vor jedermann dich meinen Freund darf nennen und daß du dort, o Lebensfürst, dich ganz mit mir vereinen wirst und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet und also auch von dieser Zeit ein neuer Schritt vollendet, und freudig schreit ich weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 6. Wenn meine Hände lässig sind und meine Kniee beben, so biet mir deine Hand geschwind, mich wieder zu erheben; 8⁰ Jahreswechsel keit erfüll mit deiner Kraft mein Herz, damit ich freudig himmelwärts ohn Unterlaß aussteige 7. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur unerschrocken; laß Lich nicht von der rechten Bahn die Lust der WU ablocken. So dir der Lauf zu langsam däucht, so eile, wie ein Ad 12 fleugt, mit Flügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen Fahr hin, was heißet Stund und Zeit! Ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. August Hermann Francke, 1663-1727. 5 6 6. WS. Jesu, laß gelingen! Das neue Jahr geht an. Laß es neue Ruast bringen, daß aufs neu ich wandeln kann! Neues Glück und neues Leben wollest du aus Gnade geben. 2. Meiner Hände Werk und Thaten, ö meiner Zunge Red und Wort müssen nur durch dich geraten und ganz glücklich gehen fort. Neue Kraft laß mich erfüllen und verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein. Geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, so steh zur Seiten! Feste und Festzeiten. 4. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, laß bereun mich meine Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade, daß ich bald Vergebung sind! Niemand sonst, als du, mein Leben, kannst die Sünde mir vergeben. 5. Tröste mich mit deiner Liebe; nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, ja voll Angst und Sorge bin. Stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 6. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. — 7. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr! Trage stets mich auf den Händen; halte bei mir in Gefahr! Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Johann Rist, 1607—1667, Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 67. JI soll die Lo⸗ mache seines Namens Ruht sung sein, unser Herz zum Heiligtm da ein 12760 Jahr erschienen; 3 Jesu Name soll allein denen zum Paniere dienen, die in seinem Bunde stehn und auf seinen Wegen gehn. sein Heil also wird es uns zuteil, 2. Jesu Name, Jesu Wort mehren. soll in der Gemeinde schallen, Auch fürs neue Jahr un und so oft wir nach dem Ort, beut da sein Name thronet, wallen. Jesu Name Seligkeit. 3. Sein Versühnen un wollen wir im Glauben ehruh wird sich täglich bei m 4. nun i geht 1 so wi und alles ol so wi uns ei 607—1667. tens Ruhs Heiligtun hnen un il Iben ehre zuteil, bei m Jahr un keit. Jahreswechsel. 68 4. Unsre Wege wollen wir Jesu Nam sei Sonn und nun in Jesu Namen gehen; Schild, geht uns dieser Leitstern für, welcher allen Kummer stillt. so wird alles wohl bestehen 6. Jesus, aller Bürger Heil, und durch seinen Gnaden⸗ unserm Ort ein Gnaden⸗ schein zeichen, alles voller Segen sein. unsres Landes bestes Teil, dem kein Kleinod zu ver⸗ 5. Alle Sorgen, alles Leid gleichen, soll sein Name uns versüßen; Jesus, unser Schutz und so wird alle Bitterkeit Hort uns ein Segen werden müssen. bleib uns Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, 1672—1737. Mel. Wach auf mein Herz und singe. 68 un laßt uns gehn wenn Not und Trübsal blitzen, und treten in seinem Schoße sitzen. mit Singen und mit Beten 6. Ach, Hüter unsres Le⸗ zum Herrn, der unserm Leben bens, bis hierher Kraft gegeben. fürwahr, es ist vergebens 2. Wir gehn dahin und mit unserm Thun und Machen, wandern wo nicht dein Augen wachen. von einem Jahr zum andern; 7. Gelobt sei deine Treue, wir leben und gedeihen die alle Morgen neue; vom alten bis zum neuen, Lob sei den starken Händen, 3. Durch so viel Angst und die alles Herzleid wenden. Plagen, 8. Laß ferner dich erbitten, durch Zittern und durchZagen, o Vater, und bleib mitten durch Krieg und große in unserm Kreuz und Leiden Schrecken, ein Brunnen unsrer Freuden. die alle Welt bedecken. 9. Gieb mirund allen denen, 4. Denn wie von treuen die sich von Herzen sehnen Müttern nach dir und deiner Hulde, in schweren Ungewittern ein Herz, das sich gedulde. die Kindlein hier auf Erden 10. Schleuß zu die Jammer⸗ mit Fleiß bewahret werden,. pforten 5. Also auch und nicht und laß an allen Orten, — minder wo Krieg und Blutvergießen, läßt Gott uns, seine Kinder,‚ die Friedensströme fließen. 69. 70 Feste und Festzeiten. 11. Sprich deinen milden den hochbetrübten Seelen, Segen die sich mit Schwermut quälg zu allen unsern Wegen; I4. Und endlich, was du⸗ laß Großen und auch Kleinen meiste, die Gnadensonne scheinen. füll uns mit deinem Geisst 12. Sei der Verlassnen der uns hier herrlich ziere Vater, und dort zum Himmel fühn der Irrenden Berater, 15. Das alles wollst d der Unversorgten Gabe, geben, der Armen Gut und Habe. o meines Lebens Leben, 13. Hilf gnädig allen mir und der Christen Schur Kranken; zum selgen neuen Jahre. gieb fröhliche Gedanken Paul Gerhardt, 1607-1676. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 69 Degnet uns zu guter letzt „ auch noch dieses Jahres Ende; segnet künftig, segnet jetzt, o ihr treuen Jesushände; segnet, daß an Leib und Seele niemand etwas Gutes fehle. 2. Helft, so wir gefallen sind, helft uns wieder aufzustehen; lehrt uns treulich und geschwind in den Wegen Jesu gehen, daß an Weisheit, Gnad und Segen wir auch täglich wachsen mögen. 3. Ja versiegelt dieses noch, o ihr treuen Jesushände, am Beschluß des Jahres doch, daß wir alle bis ans Ende Glauben immer fester fassen, nichts von ihm uns trennen lassen. Christoph Karl Ludw. v. Pfeil, 1712—178.. Mel. Ich steh an deiner Krippe hier. 70 Wir treten in das neue Jahr in Jesu heilgem Namen; in ihm ist, was verheißen war, den Seinen Ja und Amen. 8⁴ Passion. utquälg Die Welt, und was sie hat, zerstiebt; 30 doch wer den Namen Jesu liebt, was dis der hat das ewge Leben. n Geist 2. Von dieser Welt, so bunt und arm, ch ziere was ist uns hier beschieden? nel fühn Viel falsche Lust, viel echter Harm, vollst viel Täuschung, wenig Frieden! ö Die Zeit bricht schnell den Faden ab eben, und legt sich Jahr um Jahr ins Grab; n Schu wir aber hoffen Bessres. ahre. 3. Wir ziehen mit dem Volk des Herrn 07—1675 und seines Reichs Geweihten; wir folgen unserm Morgenstern im Dunkel dieser Zeiten; denn über allen Nächten klar strahlt uns sein Name: Wunderbar, Rat, Kraft und Ewig⸗Vater. 4. Wir legen auf des Herrn Altar, in ihm getreu verbunden, das angetretne neue Jahr und alle seine Stunden. Die Thränen alle, die es bringt, die Lieder alle, die es singt,— dem Herrn sei alles heilig! Samuel Preiswerk, 1799 1871. 4. Passion. 74 An des Herren Kreuz zu denken. * in dein Herz es zu versenken, sei, o Christ, dir heilge Pflicht! Wer mit Andacht seiner achtet und es glaubensvoll betrachtet, wünschet sich das Eitle nicht. 2. Wie am Abend, so am Morgen, unter Arbeit, unter Sorgen, in der Freude und im Schmerz, Feste und Festzeiten. in der Einsamkeit und Stille, in dem lauten Weltgewühle, überall faß es ins Herz! 3. In des Lebens trüben Stunden, bei der Seele tiefsten Wunden ist es sichre Arzenei. Wenn dich nichts mehr kann erquicken, wenn dich schwere Fesseln drücken, machet dieses Kreuz dich frei. 4. Wer mit Trübsal hier gerungen und durch sie zu Gott gedrungen, dem gab es zum Kampfe Kraft. In ihm wohnet hohe Stärke, die des Glaubens schönste Werke und die größten Siege schafft. 5. Es gewährt uns stete Freude, ist dem Herzen süße Weide und dem Geiste helles Licht. 72 Alles andre kann dich trügen; überall kannst du erliegen, mein nur bei Christi Kreuze nicht. Weg 6. Diesem gnadenreichen Kreuze Wel opfre gern der Sünden Reize Ei und der Welt Vergnügen auf; 27— stets entzünd es deine Triebe De zu der allerwärmsten Liebe, bis sich schließt dein Lebenslauf! 7. Mit der Liebe heißem Sehnen, mit der Wehmut stillen Thränen schaue deines Heilands Bild; schau ihn an, den Mann der Schmerzen, und im tiefgerührten Herzen fühle nach, was er gefühlt! 8. Ach, woher die harten Plagen? Sieh, für uns ward er geschlagen, für der Menschen Missethat; wegen unsrer Sündenschulden mußte Gottes Sohn erdulden, was kein Mensch empfunden hat. 86 Passion. 9. Unter namenlosen Schmerzen dringet ihm der Tod zum Herzen, und er giebt die Seele auf. Sieh es, Welt, für die er büßet; fließt, ihr Wehmutsthränen, fließet; nichts verhindre euern Lauf! 10. Ja, mein Heiland, dein zu denken, ganz in dich mich zu versenken, sei mir immer heilge Pflicht! An mein Herz will ich dich drücken, mich an deinem Kreuz erquicken, bis auch mir das Herze bricht. Nach dem Lateinischen des Bonaventura(4 1274) von August Jakob Rambach, 1777-1851. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 72 er am Kreuz ist Weh mir, wenn ich den betrübe, * meine Liebe; der für mich ging ins Gericht! meine Lieb ist Jesus Christ. Kreuzigt ich nicht Gottes Weg ihr argen Sündentriebe,‚ Sohn? Welt und Fleisch mit eurer Trät ich nicht sein Blut mit List! Hohn? Eure Lieb ist nicht von Gott; Der am Kreuz ist meine Liebe, eure Lieb ist gar der Tod. weil ich mich im Glauben übe. gar der Tr 9 Der am Kreuz ist meine Liebe, 4—— weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Drost eien Liebe. —0 Liebe ist meine Mein Gewissen, glaube dran: L 5 0 Liehestriebe Frevler, was befremdet dich, hat die Hundichrirt apgethan daß ich mich im Glauben übe? Wund mit meiner Durgen Jesus gab sich selbst für mich; Dlut o ister mein Friedensschild, sie durchstrichen mir zu gut. aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Lieb Der m Tron ist meine Lie Der am Kreuz ist meine Liebe, Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe weil ich mich im Glauben übe. Ych—— D 3. Der am Kreuz ist meine 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. ö Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht. Keine Trübsal noch so groß, 8⁷ 73 Heste und Festzeiten. Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesus los, nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe Nun ist auch der Tod meir Freund. Wenn ich wie ein Staub zer stiebe, wird mein Jesus mir vereim da, da schau ich Gottz Lamm, meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Lieh⸗ weil ich mich im Glauben uht Vor 1676. 73. Ciein wün 5 ich mir vor allem andern, eine Speif e früh und spät; selig läßts im Thränenthal sich wandern, wenn dies eine Dut uns Hcht: unverrückt auf einen Mann zu schauen, der mit blutgem Schweiß auf sein Antlitz niedersan und Todesgrauen k und den Kelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des Kreuzes Stamm, wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld, hattest längst nach deinem Schaf getrachtet eh es auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein,— sprich du darauf dein Amenl Treuster Jesu, du bist mein. 88 od mein taub zer vereint ) Gottz igam. ine Lieht uben üht zor 1676. idern, Amenl Passion. Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein! Mit dir alles thun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen, das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund! Albert Knapp, 1798—-1804. 74 Fin Lämmlein geht und trägt die Schuld „ der Welt und ihrer Kinder; es geht und träget in Geduld die Sünden aller Sünder; es, geht dahin, wird matt und krank, ergiebt sich auf die Würgebank, verzicht't auf alle Freuden; es nimmt auf sich Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wünden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: ich wills gern leiden. 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen: „geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die von Anfang an verdienet Straf und Ruten. Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß; du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3.„Ja, Vater, ja, von Herzensgrund; leg auf, ich wills gern tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund; mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen; o Liebe, Liebe du bist stark; du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. Feste und Festzeiten. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen; 805 dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen; 3 du sollst sein meines Herzens Licht, Sin und wenn mein Herz in Stücke bricht, mei sollst du mein Herze bleiben; d ich will mich dir, mein höchster Ruhm, 4 hiermit zu deinem Eigentum Got beständiglich verschreiben. dies 5. Ich will von deiner Lieblichkeit a bei Nacht und Tage singen, 5 mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. 8 Mein Bach des Lebens soll sich dir lehr und deinem Namen für und für 5. in Dankbarkeit ergießen, 6. und was du mir zu gut gethan, ich das will ich stets, so tief ich kann, verl in mein Gedächtnis schließen. in 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein; du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen dieser Welt und allem, was dem Fleisch gefällt; ich hab ein Bessres funden: Mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dein Blut, das geflossen ist aus deines Leibes Wunden. Paul Gerhardt, 1607-10N Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 75 err, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, . mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen! 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf G Wé und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, 9⁰ —* 1607—101 hen. edenken, rsenken, Passion. an unsrer Statt gemartert und zerschlagen die Sünde tragen: 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte; mein Herz erbebt; ich sehe und empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen; dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; es stürzt mich tief und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Güte. 7. Das Größt in Gott ist: Gnad und Lieb erweisen. Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. 8. So sei denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir bewiesen. Du hast, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahin gegeben. 9. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gieb du, Herr, zu diesem heilgen Werke mir Kraft und Stärke. Christian Fürchtegott Gellert, 1716-1769. 76. daß an Jesu, was hast du verbrochen, * daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld? In was für Missethaten bist du geraten? Feste und Festzeiten. 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; du wirst mit Essig und mit Gall getränket, auns Kreuz gehenket. 3. Was ist die Ursach aller solcher Plagen? Ach meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, ach Herr Jesu, habe dies verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden! 6. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Kein menschlich Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie lann ich dir denn deine Liebesthaten im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden mit alten Sünden. 9. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gieb mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 10. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten; bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 9² net, achten, hten; Passion. 11. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz mehr achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wohl wird klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann, 1585-1647. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 7 Qesu, deine tiefen Wunden, * N deine Qual und bittrer Tod geben mir zu allen Stunden Trost in Leibs⸗ und Seelennot. Fällt mir etwas Arges ein, denk ich bald an deine Pein; die erlaubet meinem Herzen mit der Sünde nicht zu scherzen. 2. Will sich denn in Lüsten weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden; bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen; bald muß er von dannen weichen. 3. Ja, für alles, was mich kräuket, geben deine Wunden Kraft; wenn mein Herz hinein sich senket, schöpf ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit wend't in mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben. 4. Auf dich setz ich all mein Hoffen; du bist meine Zuversicht. Dein Tod hat den Tod getroffen, daß er mich kann töten nicht. 93 Feste und Festzeiten. Daß ich habe an dir teil, 6. D bringet mir Trost, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir geben ausgesta Auferstehung, Licht und Leben. selbst d 5. Hab ich dich in meinem Herzen, Brunnquell aller Gütigkeit, um zu so empfind ich keine Schmerzen Daß auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich; trugest kein Feind kann verletzen mich. Tausend Wer sich birgt in deine Wunden, liebster der hat glücklich überwunden. 7. O Johann Heermann, 1585—100 ö meinen 78 esu, meines Lebens Ach, du hast zu mein dein Te Leben, Segen Jesu, meines Todes Tod, lassen dich mit Fluch beleg es komn der du dich für mich gegeben Tausend⸗, tausendmal sei! in die tiefste Seelennot, liebster Jesu, Dank dafsh in das äußerste Verderben, 4. Man hat dich sehr he nur daß 106 nicht möchte verhöhnet, sterben— dich mit großem Schin tausend⸗, tausendmal sei dir,‚ belegt— 70 und mit Dornen gar gekroͤn i ond was hat dich dazu beiutz die dudi 2. Du, Ieherden, aus⸗ Daß du möchtes mich! 2 * ö ötzen eine Lästerreden, Spott und Hohn, min di Aen Tals ei ee 3ohn, mir die Ehrenkron aufseh als ein i. den Tausend⸗, tunsendwal l und bez liebster Jes in alle M du gerechter Gottessohn, Faerraf D fl 2 ö nur mich Armen zu erretten 5. Du hast wollen sein 2. L von den argen Sündenketten. schlagen, Tausend⸗, tausendmal sei dir, mich zu lösen von der I 15 dem liebster Jesu, Dank dafür! fälschlich lassen dich anklagt Liebe, d daß ich könnte sicher sein unaufhi 3. Wunden ließest du dir Daß ich möchte tros Liebe liebster Jesu, Dank dafür! schlagen, prangen, in des ließest alle Frevel zu, hast du sonder Trost gehanh und um um zu heilen meine Plagen,. Tausend⸗, tausendmal seih treu di um zu setzen mich in Ruh. liebster Jesu, Dank daflh 94 585—100 u meim mal sei! nk dafin ch sehr h net, u Schin Ir gekrön zu beweh st mich! n aufseh mal sei d ink dafüͤr llen sein; n, n der M ch anklag cher sein te trostu⸗ n, st gehang dmal sei mk dafsh 6. Du hast lange Marter⸗ stunden ausgestanden mit Geduld, selbst den herben Tod em⸗ pfunden, um zu büßen meine Schuld. Daß ich losgesprochen würde, hugest du der Qualen Bürde. Tausend⸗ tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 7. Deine Demut hat ge⸗ büßet meinen Stolz und Uebermut, dein Tod meinen Tod ver⸗ süßet; Passion. 79 Dein Verspotten, dein Ver⸗ speien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not; für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod, für dein Zittern, für dein Zagen, für die tausendfachen Plagen, ich beleh es kommt alles mir zu gut. deine Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 1605—1681. 79 Odu Liebe meiner Liebe, du erwünschte Seligkeit, die du dich aus höchstem Triebe in das jammervolle Leid deines Leidens mir zu gute als ein Opfer eingestellt und bezahlt mit deinem Blute alle Missethat der Welt! 2. Liebe, die mit blutgen Thränen an dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit heißem Sehnen unaufhörlich fest geliebt, „Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt, und um Gottes Zorn zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt! 9⁵5 2 O. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, da der Atem geht zu End, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt! 4. Liebe, die für mich ge⸗ storben und ein immerwährend Gut an dem Kreuze mir erworben, ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, schmerzenreiche Liebe du, 80 wenn ich in den letzten Stun⸗ den sanft an deinem Herzen ruh! 5. Liebe, die sich tot ge⸗ kränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, Feste und Festzeiten. ach, wie dank ich dein Schmerz! Habe Dank, daß du storben, ö daß ich ewig leben kann die du mir das Heil erworh ewge Liebe, nimm mich: Elisabeth von Senitz, 1629—l0h Mel. 80. Haupt voll Blut uund Wunden, voll Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zum Spott ge⸗ bunden mit einer Dornenkron! O Haupt, sonst schön ge⸗ krönet mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber höchst vensünnet⸗ gegrüßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor das Reich der Welt erschrickt und wird zunichte, wie bist du so entstellt; wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schändlich zugericht't? 3. Die Farbe Wangen, der roten Lippen Pracht, ist hin und ganz vergangen. 1• blassen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. deiner Herzlich thut mich verlangen. 4. Nun, was du, 5 edulder ist alles meine Last; ich hab es selbst Dash was du get aagen hast. Schau her, hier steh Armer, der Zorn verdienet hat gieb mir, o mein Erbarm den Anblick deiner Gnad 5. Erkenne mich, m Hüter; mein Pte⸗ nimm mich⸗ Von dir, Quell aller Gil ist v mir viel Guts gethah Dein Mund hat mich labet mit süßer Gnadenkost; dein Geist hat mich bege mit manchem Himmelsin 6. Ich will hier bei! stehen; hn. te mich doch nichtl Von dir will ich nicht g6 wenn dir dein Herze i dein Haupt h6 erblassen Wenn im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich s in meinen Arm und 8 96 7. E und thr wenn i mein H Ach,1 an dein mein L wie wo 9999 o Jesu, für dei da du's Ach g zu dir und we in dir dein 5 du 1 kann; erworh micht 629—10f du, 5 st Herschull Erbarm r Gnad ich, m michee ller Git gethaz at mich nkost; ich behn mmelan ier bei! nichth nicht 1 herze 10 Haupt en stoß, dich fif und S 7. Es meinen dient zu n. bre und thut mir herzlich wohl, wenn ich in deinem L Leiden, mein Heil mich fuwer soll. Ach, möchtich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir vbon Herzen, Jesu, liebster Freund, für d deine Todesf schmerzen, da du's so gut ch Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei! 81. O ullzeit erfunden geduldig, Passion. 8¹ 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür. Wenn miram allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot! Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll fest an mein Herz dich drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl! Paul Gerhardt, 1607-1676. zum Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschl achtet, wiewohl du warest verachtet. All Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; erbarm dich unser, 2. O L um Stamm des Kreuzes allzeit ersunden geduldig, o Jesu! Lamm Gottes, unschuldig geschlachtet, wiewohl du warest verachtet. All Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; erbarm dich unser, 3. O Lamm Gottes, am Stamm des Kreuzes allzeit erfunden geduldig, o Jesu. unschuldig geschlachtet, wiewohl du warest verachtet. dein Heil läßt mit wie Feste und Festzeiten. All Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; gieb uns dein' Frieden, o Jesu! Mel. O Welt, ich 82. O Welt, 110 hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben; sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren willig sich beschweren Schlägen, Hohn und großem Spott. 2. Fleiße, er mit Todesschweiße und Blut ist überfüllt Aus seinem edlen Herzen vor unerhörten Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. dich so ge⸗ schlagen, mein Heil, un nddichn so A bel zus gericht 1² Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder von U belthaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, und deiner Marter großes Heer. 3. Wer it Plagen Tritt her und schau mit meine das dich schläget, Nikolaus Decius, 4 154f5, muß dich lassen. 5. Ich bins, ich sol büßen, an Händen und an Füße gebunden in der Höll. Die Geißeln und die V den, und was du ausgestanden das hat verdienet meines 6. Du nimmst auf dein Rücken die Lasten, die mich drül viel schwerer als. Sti Du wirst ein Fluch, d dage⸗ verehrst du mir den Segs dein Schmen zen muß m Labsal sein. setzest dich Bürgen; du läßt dich gar erwürge für mich und meine Schil Mir lässest du dich krht mit Dornen, die dich hoͤhm und leidest alles mit Gehi 8. Ich bin, verbunden all Augenblick und Stunh dir überhoch und sehr Was Leib und Seel mögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Ehr. 7. Du mein 9u Dienst ⸗ 9. N in diese eins ab es f. bis Lei mir stet 10. mich ste ich sei Es so der Uns der Liet .. wie ich mit stil 2 „+ 154l. ich sol n Füßen Höll. d die B estanden einesnd auf deih ich drül ein Ste ich, dageh en Segl muß m sein. dich 3 erwürge ine Schu dich kröͤn dich höhn nit Gedy „ mein 9 den id Stund sehr. d Seel h 9 legen Dienst u 9. Nun, viel geben in diesem armen Leben; eins 10 will ich thun: es soll dein Tod Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen und ruhn. 10. Ich—0 vor Augen Darra 3er nich stets d Daralt ergötzen, 10 sei auch, wo ich sei. Cssol wir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Ich will darin er⸗ blicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut Mel. Nuhe hier, 83.9 Passion. ich kann nicht 83 und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit thut. Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst't. Was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, 12. so viel mir immer möglich ist. mein Geist, ein R und schau an dies Wunder groß, 13. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607-1676. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. wenig ben dein Herr mid Ehrenkönig hängt am Kreu e bleich und bloß, den sein Lieben hat getrieben zu dir aus des Vaters Schoß. 2. Wie dich Jesus liebt von Herzen, kannst du hier am schau, ihm durch L Kreu wie bittre Todessch ymergen Leib und Seele gehn! ze sehn Fluch und Schrecken ihn bedecken; höre doch sein Klaggetön! 3 3. Dies sind meiner Sünden Früchte, die, mein Heiland, ängstgen dich; Feste und Festzeiten. dieser Leiden schwer Gewichte zöge sonst zum Abgrund mich; diese Nöten, die dich töten, sollt ich fühlen ewiglich. 4. Doch du hast für mich besieget Sünde, Tod und Höllenmacht, Gottes ewgem Recht genüget, seinen Willen ganz vollbracht, durch dein Sterben mich zum Erben deines Lebens dort gemacht. 5. Ach, ich Sündenkind auf Erden! Jesu, stirbst du mir zu gut? Soll dein Feind erlöset werden durch dein eigen Herzensblut? Ich muß schweigen und mich beugen für dies unverdiente Gut. se 6. Seel und Leben, Leib und Glieder, wi alles giebst du für mich hin; sollt ich dir nicht schenken wieder be alles, was ich hab und bin? Hi ö Ich bin deine ganz alleine; dir verschreib ich Herz und Sinn. di⸗ 7. Zeuch durch deines Todes Kräfte wi mich in deinen Tod hinein; laß mein Fleisch und sein Geschäfte, fin Herr, mit dir gekreuzigt sein, Bl daß mein Wille sanft und stille und die Liebe werde rein. mi 8. Laß in allen Leidenswegen ru deine Leiden stärken mich, daß mein Leiden mir zum Segen stel mag gedeihen stetiglich, Of daß mein Herze auch im Schmerze ohne Wanken liebe dich. dir 9. Wenn mich schrecken meine Sünden, He wenn mich böse Lust anficht, ich nicht Kraft noch Gnad kann finden, gat wollst du mich verlassen nicht! der 10⁰ Passion. Laß dein Sterben mir erwerben Trost im Tod und im Gericht! 10. Jesu, nun will ich ergeben meinen Geist in deine Hand; laß mich dir alleine leben, bis ich nach dem Leidensstand bei dir wohne, in der Krone dich beschau im Vaterland. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. seht mit tiefergriffnem Herzen, wie er blutet, wie er stirbt! Seht, o seht, des Todes Kinder, seht den Todesüberwinder, wie er Leben euch erwirbt! 2. Wessen Auge kann der Zähren bei dem Kampfe sich erwehren, den der Weltversöhner stritt? Wer kann seine Lieb ergründen, die für uns, für unsre Sünden, willig jede Pein erlitt? 3. Für die Sünden seiner Brüder sinkt sein Haupt am Kreuze nieder. Blutend, in des Todes Nacht, schwebt er da; von Gott verlassen muß des Höchsten Sohn erblassen, rufet er:„es ist vollbracht!“ 4. Herr, an deines Kreuzes Fuße steht dein Volk und bringt der Buße Opfer dir, Gekreuzigter! An dem Kreuze schwört aufs neue dir dein Volk den Eid der Treue, Herr und Haupt, Erhöheter! 5. Laß in Liebe uns entbrennen, ganz für dich in Liebe brennen, der für uns sein Leben gab! 84 Seht am Kreuz den Mann der Schmerzen; * — Feste und Festzeiten. Stärk uns, deines Heiles Erben, dir zu leben, dir zu sterben, dein zu bleiben bis ans Grab! 6. Ruhe in der Angst der Sünden, Trost im Leiden laß uns finden; gieb uns deinen Frieden hier! Nimmt des Grabes düstre Höhle unsern Leib, so nimm die Seele auf ins Paradies zu dir! Nach dem Lateinischen des Giacopone da Todi(z 1300) voy August Ludwig Christian Heydenreich, 1773-1858. 86. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. o mein 85 Sei mir tausendmal gegrüßet, so laß O. der mich je und je geliebt, wie du Jesu, der du selbst gebüßet und 6 das, womit ich dich betrübt. Ach wie ist mir doch so wohl, am St wenn ich knien und liegen soll an dem Kreuze, da du stirbest auf dich und um meine Seele wirbest! 2. O5 2. Heile mich, o Heil der Seelen, wer es l wo ich krank und traurig bin; es hat si nimm die Schmerzen, die mich quälen, der Herr und den ganzen Schaden hin, Selbst den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht! für mich Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, gegeben wird sich all mein Jammer setzen. 3. W 3. Schreibe deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, der Sün daß sie mögen alle Stunden Ich bin! bei mir unvergessen sein. Die Schi Du bist doch mein schönstes Gut, bezahlt da mein ganzes Herze ruht; ö laß mich hier zu deinen Füßen daß ich ni ö deiner Lieb und Gunst genießen. der Hölle 10² Passion. 4. Diese Füße will ich halten auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gieb meiner Bitte Raum; sprich: laß all dein Trauern schwinden; ich, ich tilg all deine Sünden. 306) voy 1858. 86 Wern meine Sünd mich kränken, o mein Herr Jesu Christ, so laß mich wohl bedenken, wie du gestorben bist und alle meine Schulden⸗ last am Stamm des Kreuzes auf dich genommen hast. heilgen 2. O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht! Selbst seinen eignen Sohn hat Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden. Die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehrdarf fürchten der Höllen Qual und Glut. Paul Gerhardt, 1607-1676. 4. Drum sag ich dir von Herzen, jetzt und mein Leben lang, für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angst⸗ geschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, ö daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Gieb, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und treu dem Vorbild folge, das du mir vorgestellt. 87. 88 Feste und Festzeiten. was du an mir gethan, und meinen Nächsten lieben, in meinen letzten Stundg gern dienen jedermann und des versichern mich, 7. Laß mich an andern 8. Laß endlich deine Vn üben, ö den mich trösten kräftiglich ohn Eigennutz und Heuchel⸗ weil ich auf dein Verdit schein nur trau, und, wie du mir erwiesen du werdest mich annehm aus reiner Lieb allein. daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1601-16ʃ8 Mel. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. 87 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist und hast uns durch dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut. 2. Wir bitten, wahrer Mensch und Gott, durch deine Wunden, Schmach und Spott, erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns deine mächtge Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein 4. Und schöpfen draus die Zuversicht. du werdest uns verlassen nicht, du werdest treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer, 1 10 88 Ann Kreuz erblaßt, 2. Ein heilger Schmah der Marterlast, durchdringt mein Herz, der Todesqualen müde, und, Herr, was lann ichsag findet mein Erlöser erst Nur an meine Brust kanni in dem Grabe Friede tief gebeuget schlagen. 10⁴ 3. 8 und üb gehn a sterben einzige 4. 2 dich be du Köt Dein 2 glaubet du zeig mein 2 habest 6. 5 Des§ will ie mein 4 seine? — E— ⁊CV V eine Vn alich Stunden mich, Verdier u, annehm schau. 601167½3 er, 4+ 1000 Schmen Herz, nich sag Ust kann gen. Passion. 3. her H½ mich,— ů 15 Haulschrier rief und über dich er, der entschlief, gehn aller Trübsal Wetter; den Toten; sie erstanden. sterben wolltest du für mich, Leicht entschwingt der Lebens⸗ einziger Erretter! 2 fürst 4. Du hasts gethan; sich des Todes Banden. dich bet ich an, 5 14 1 110 Thal du König der Erlösten! will ich im Tode mich durchwandeln ohne Grauen; Dein will ich im Tode mich hme Srall laubensvoll getrösten. denn durch dich, Erlöser, ists 0 6 mir der Weg zum Schauen. 5.„Es ist vollbracht!“ 9. Ich preise dich; niesst du mit Macht; erforsche mich du zeigst, daß du dein Leben. und siehe, wie ichs meine; mein Versöhner, göttlich frei ja, du siehst es, wenn ich still habest hingegeben. meinen Dank dir weine. 8. 6ngten n 10. 9. meß ich dein, Des Höchsten Ra so werde mein will ich in Demut preisen; in Ewigkeit vergessen. mein Erlöser wird mir einst Herr, ich will, so lang ich bin, seine Tiefen weisen. deine Lieb ermessen. Christoph Friedrich Neander, 1724— 1802. 89 3 ist vollbracht! Er ist verschieden. 9. Mein Jesus schließt die Augen zu. Der Friedefürst entschläft im Frieden; die Lebenssonne geht zur Ruh und sinlt in stille Todesnacht. O großes Wort: es ist vollbracht! 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen. Das ewge Wort muß sprachlos sein. Das Herz der Treue wird gebrochen; den Fels des Heils umschließt ein Stein. Die höchste Kraft ist nun verschmacht't. O wahres Wort: es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden, verdammet nun mein Herz nicht mehr. Feste und Festzeiten. Vom Himmel her hör ich verkünden: des Sohnes Blut erlangt Gehör; am Kreuz hats Frieden uns gemacht. O süßes Wort: es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen zieht mich zu deinem Grabe hin; dich wünschen Engel zu umfangen; ruh auch in meinem Herzen drin, wo dir die Liebe Raum gemacht. O tröstlich Wort: es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen zur Ruh auf Christi Grabesstein. Die Engel sind allhier zugegen; ich schlummre sanft wie Jakob ein. Die Himmelspfort ist aufgemacht. O Lebenswort: es ist vollbracht! Salomo Franck, 1659 172 5. Ostern. 90 Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar; singt ihm in allen Landen! Er, der für uns gelötet war, ist siegreich auferstanden. Sei gelobt, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist und siegreich auferstanden! Hallelujah! 2. Dein Leben in der Majestät befestigt unsern Glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, den großen Trost uns rauben, daß du unser Heil vollbracht und von des ewgen Todes Macht uns Sünder hast erlöset? Hallelujah! 106 XVX& EEE& HWM 59.—17²³ id dar; Ostern. 3. Gott selbst, der dich dem Grab entrückt, hat dem, was du gelehret, der Wahrheit Siegel aufgedrückt und dich als Sohn geehret. Deines Opfers hohen Wert hat er aufs herrlichste bewährt, da er dich auferwecket. Hallelujah! 4. Erstandner, ich frohlocke dir; mein ist dein Sieg und Leben. Du lebst und herrschest, nun auch mir dein ewges Heil zu geben, meiner Seele Trost zu sein, zum Siege Kraft mir zu verleihn und mich zu Gott zu führen. Hallelujah! 5. Dein ist das Reich, dein ist die Macht, Erstorbne zu erwecken. Du rufst einst, und des Grabes Nacht wird Tote nicht mehr decken. Wie du auferstanden bist, so werd auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. Hallelujah! 6. O laß mich, weil ich hier noch bin, im Glauben an dich leben und jederzeit nach deinem Sinn nach Gottes Liebe streben, daß ich, wenn ich aufersteh und dich als meinen Richter seh, nicht angstvoll vor dir bebe. Hallelujah! 7. Wo du, Herr, bist, da soll auch einst dein Jünger mit dir leben. Du wirst ihn, wann du nun erscheinst, zu deiner Freud erheben. Laß dies auch mein Erbteil sein, so werd ich dein mich ewig freun, du Todesüberwinder! Hallelujah! 107 Johann Friedrich Mudre, 1736—1810. 91. 92 Feste und Festzeiten. 91 Christ ist erstanden 2. Wär er nicht erstanh von der Marter die Welt, die wär vergang alle. seit daß er erstanden ist, Des solln wir alle froh sein: loben wir den Herren Jes Christ will unser Trost sein. Christ. Hallelujah! Hallelujah! 3. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! Des solln wir alle froh sein: Christ will unser Trost sein. Hallelujah! Vor 13N 92 Chrꝛist lag in Todes⸗ all sein Recht und banden, Gewalt; für unsre Sünd gegeben; da bleibet nichts denn Tu der ist wieder erstanden ö gestalt, und hat uns bracht das Leben; den Stach'l hat er verlon des wir sollen fröhlich sein, Hallelujah! Gott loben und ihm dantbar sein 4. Es war ein wunde und singen: Hallelujah! licher Krieg, Hallelujah! da Tod und Leben rung 2. Den Tod niemand be⸗ das Leben, Das behielt! ö Sieg; zwingen konnt— bei allen Menschenkindern; es Oie 70 afl 18 Diech das machte alles unsre Sünd; 10 rinte 10 kein Unschuld war zu finden. wis da sein Dod den 2 Davon kam der Tod sobald wie do uuhe wint 130 und nahm auch über uns Iag Gewalt; sein Reich hielt uns gefangen. Hallelujah! jah! ö 7 Hallelujah! 5. Hier ist das rechted 3. Jesus Christus, Gottes lamm, Sohn, davon wir sollen leben; an unsrer statt ist kommen das ist uns an des Rreh und hat die Sünde abgethan, Stamm damit dem Tod genommen aus heißer Lieb gegeben, 10 ein Spolt der Tod ist word⸗ Des 2 das hält nicht rüt Hallelr 6. So erstanh dergang hen ren AI ih! Vor 1- und f — denn I 1 verlon n wunde trieg, n rung Hehielt! rschlung die Ruh den 2 gl; ist word echte Oh leben; es Rrah zegeben, Des Blut zeichnet unsre Ostern. 93 mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr erscheinen Thůr; das hält der Glaub dem Tode läßt; fuͤr; er selber ist die Sonne, nicht rühr'n kann uns der der durch seiner Gnade 2. Glanz Hallelujah! erleuchtet unsre Herzen ganz; 6. So feiern wir das hohe der Sünd Nacht ist vergangen. Fest Hallelujah! Martin Luther, 1483— 1546. morgens, da die Sonn aufgeht, 93. Trüh 5 mein Heiland Christus aufersteht. * Hallelujah, Hallelujah! Vertrieben ist— Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Hallelujah, Hallelujah! 2. Nicht mehr als nur drei Tage lang hält meinen Heiland Todeszwang. Hallelujah, Hallel ujah! Am dritten mit Ehren seine Siegefahn Hallelujah, Hallelujah! 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält. Hallelujah⸗ Hallelujah! Drauf folgt der Sabbat in dem Grab, allda ich Ruh und Frieden hab. Hallelujah, Hallelujah! 4. In kurzem wach ich fröhlich auf; mein Ostertag ist schon im Lauf. Hallelujah, Hallelujah! Ich wach auf huh des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Hallelujah, Hallelujah! 5. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Hallelujah, Hallelujah! schwingt. 109 Tag durchs Grab er dringt, Feste und Festzeiten. Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Thür. Hallelujah, Hallelujah! 6. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Hallelujah, Hallelujah! Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, g'nug, daß ich Christum bei mir hab. Hallelujah, Hallelujah! 7. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Hallelujah, Hallelujah! Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil seines Leibes Glied ich bin. Hallelujah, Hallelujah! 8. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Hallelujah, Hallelujah! Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Hallelujah, Hallelujah! Johann Heermann, 1585—I0. 94 G sei Gott im höchsten Thron samt seinem eingebornen Sohn, der für uns hat genug gethan. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! 2. Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden alle Not, versühnet Sünd und Missethat. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! 3. Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom Tod erstanden bist, verleih uns, was uns selig ist. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! 4. Damit von Sünden wir befreit dem Namen dein gebenedeit frei mögen singen allezeit: Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! Nach Michael Weiße, 4 151. 11⁰ 9. wie Er, des er, E Pre Hal Er er, des hat von Wi sind und 2 entf ruh die bis das 585—166f ron n, Ostern. Mel. Wachet auf! rust uns die Stimme. 95. allelujah! jauchzt ihr Chöre, singt Jesu Christo Preis und Ehre; wie groß, wie herrlich ist sein Tag! Er, der Held, zerriß die Banden des Todes und ist auferstanden, er, der für uns im Grabe lag. Sein ist Gewalt und Macht! Preis ihm, er hats vollbracht! Hallelujah! Er hats vollbracht, er, der die Macht des Todes und des Grabes hat. 2. Glorreich h hat der Held gerungen, hat mächtig Satans Reich bezwungen, von Todesketten uns befreit Wir von Gott gefallne Sünder sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder und Erben seiner Seligkeit Bald, bald entschlafen wir, entschlafen, Christe, dir, ruhn in Frieden die kurze Nacht, bis deine Macht das Licht des ewgen Tages ruft. du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, dem Staube, der dir teuer ist. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein. Hallelujah! Tod und Gericht erschreckt uns nicht, denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsers Grabes Dunkel bricht! 3. Unsern Staub mag Staub bedecken,— Feste und Festzeiten. O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis verschwinden. und uns umstrahlt des Himmels Licht! d Vollender, führe du il uns diesem Tage zu, uns die Deinen! die Todesbahn gingst du voran; wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk, 1734—l5 Mel. Wir singen dir, Immanuel. V 96 eut triumphieret Gottes Sohn, du groß 90. J. der von dem Tod erstanden schon, weil ich mit großer Pracht und Herrlichkeit; daß du des danken wir in Ewigkeit. wie Hallelujah! 2. Dem Teufel hat er seine Macht 40 nir zerstört und ihn zu Fall gebracht, ins Lan wie pflegt zu thun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. 2. Di Hallelujah! und hast wenn ich 3. O lieber Herre Jesu Christ, daß sich u der du der Sünder Heiland bist, auch it führ uns durch dein Barmherzigkeit was Af mit Freuden in dein Herrlichkeit. Hallelujah! weil dir io(EErd 4. Nun kann kein Feind uns schaden mehr, di Eide ob er gleich trotzet noch so sehr; 3. Du im Staube liegt der arge Feind. daß ich an dieset wir aber Gottes Kinder seind. Du drüc Hallelujah! 923 so soll 5. Dafür wir danken allzugleich wenn m und sehnen uns ins Himmelreich; ich werd zum selgen End, Herr, bring uns ull, der mir so singen wir mit großem Schall: Hallelujah! 11² 34—151N1 , schon, mehr, Ostern. 6. Gott Vater in dem höchsten Thron samt seinem eingeborn en Sohn, dem heilgen Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob u Hallelujah! Rel. Valet wi 7 Occh geh zu deinem 9* V Grabe, du großer Osterfürst, ö weil ich die Hoffnung habe, daß du mir zeigen wirst, wie man kann fröhlich sterben und fröhlich auferstehn, auch mit den Himmelserben ins Land des Lebens gehn. 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub ver⸗ mehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3. Du ruhest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe. ö Du drückst die Augen zu: so soll mir gar nicht grauen,‚ wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seiten steht. wenn de 113 nd Preis. 7 Kaspar Stolshagius um 1591. ll ich dir geben. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei. Wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not. Ich will mein Lager machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwachen, deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 1672—1737. Feste und Festzeiten. 9 Cesus lebt, mit ihm auch ich; O. Tod, wo sind nun deine Schrecken! Jesus lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt; sein Heil ist mein,— sein sei auch mein ganzes Leben; reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt; nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert, 1716—ʃ 114 ecken! 716—74 Ostern. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 99. Qesu, Todesüberwinder, V auferstandner Siegesfürst, der du einst als Herr und König aller Welt erscheinen wirst! Leiblich bist du uns genommen; doch du willst im Geiste kommen, Leben spendend allerwärts in ein jedes Menschenherz. 2. Herr, mit vielen 19 3 fleh ich nun bei Tag und Nacht: komm, o komm, laß uns erfahren deine Liebe, deine Macht! Komm, vom lauen trägen Wesen uns allmächtig zu erlösen; nimm hinweg, was uns bef chwert und was dir den Zugang wehrt! n N N 3. Tratst du einst zu deinen Jüngern durch verschlossne sollten dann die Me dir zu fest verschl of Siehe, wie sie sih ermüden, ohne Leben, ohne Frieden! Komm, die Riegel brich entzwei, mach lebendig, froh und frei! 4. Mache los von Satans Banden, froh und stark in dir allein! Ach, die Blinden und die Toten führ ins Lis und Leben ein, daß sich alle dir ergeben dir zu serben, dir zu leben! Jesu, kommst du, bist du nah? Amen, ja! Hallelujah! mn sein 2 1. Kor. 57. Nel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 100. O Tod,‚ wo ist dein Stachel nun, wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jeht der—70 Ifel thun, wie grausam er sich Hu id Brüdern Feste und Festzeiten. Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! 2. Lebendig Christus kommt herfür; den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Höllen Schloß und Thür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, was in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; er ist der Überwinder. 3. Des Herren Rechte, die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind; ihr Zorn ist kraftlos worden. 4. Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, erstehn auch wir, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 5. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei; derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Wesen. 6. Das ist die rechte Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 116 Ostern. 7. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, wie grausam 5 sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so l Herrlich hat nach diesem Krieg dinh Jesum Christ gegeben! Justus Gesenius, 1601-1673. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 10 riun nph Triumph! Der Sieg ist mein; mein Heiland ist erstanden. Der Held zieht in den Himmel ein 29 Grab und Todesbanden. Bezwungen ist die lange Nacht, 103 ganzen Welt das 10 gebracht, die Finsternis vergangen 2.„Triumph, Triumph!“ der Himmel klingt; die Erde klingt es wieder. Der Sünde, Tod und Hölle zwingt, ist nun im Himmel wieder. Dort sitzet er in Herrlichkeit von Ewigkeit zu Er wigkeit und tröstet seine Brüder. 3. Drob soll'n wir alle fröhlich sein; der Heiland ist erstanden. Aufgangen ist der helle Schein den trüben Erdenlanden. Das ewge Morgenrot steht klar, das Wort des Vaters offenbar, das wen'ge nur verstanden. 4. Drob soll'n wir alle fröhlich sein und jauchzen, singen, klingen, daß Gott uns solchen Gnadenschein der Seligkeit will bringen, daß er uns auf dem dunklen Pfad das helle Licht gezündet hat, das Nacht und Graus kann zwingen. geste und 5. O süßer Schein, o Todesüberwinder! Wir zittern nicht, wir Festzeiten. o himmlisch Licht, zagen nicht,— nun sind wir alle Kinder, sind alle Sieger in dem Sieg; vollendet ist des Todes Krieg; erlöset sind die Sünder. 102 1 berwinder, nimm die Palmen, die dein Volk dir heute bringt, das mit frohen Osterpsalmen den erkämpften Sieg besingt. Wo ist nun der Feinde Pochen und der Würger Mordgeschrei, da des Todes Nacht vorbei und sein Stachel ist zerbrochen? Tod und Hölle liegen da; Gott sei Dank, Hallelujah! 2. Stecke nun dein Sieges⸗ zeichen auf der dunklen Gruft empor! Was kann deinem Ruhme gleichen? Held und König, tritt hervor! Laß dir tausend Engel dienen; denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen. Erd und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Hallelujah! 3. Teile, großer Fürst, die Beute deiner armen Herde mit, die in froher Sehnsucht heute vorden Thron der Gnade tritt; Ernst Moritz Arndt, 1769—1800 deinen Frieden gieb i allen! O so jauchzet Herz und M weil das Los uns wunderg und aufs lieblichste gefall Denn der Oelzweig grüneth Gott sei Dank, Hallelujach 4. Laß, o Sonne der 6 rechten, deinen Strahl ins Herze giß gieb Erleuchtung dein Knechten, daß sie geistlich auferstehn Hält der Schlaf uns m gefangen, o so fördre du den Lauf, rufe mächtig: wachet aufl Denn die Schatten sind u gangen, und der helle Tag ist diz Gott sei Dank, Hallelust 5. Tilg in uns des Toh Grauen, wenn die letzte Stunde schli weil du denen, die dir tra schon die Krone beigelegt gieb uns in den hoͤchs Nöten, gieb uns mitten in der deinen Trost und Glauben 11¹⁸ Oso kan denn die Gott sei 6. 3• über Sa wie die dort in Sind o so str nur, we und der 69—1800 gieb u und M vunderg gefall grünetd llelujch e der 6 erze gh deint „ UHerstehn uns nn , n Lauf, het auf sindey ist daz allelujet des Tah nde schlüß dir trau⸗ eigelegt n höchst n der N laubent Oso kann der Tod nicht töten; denn die Hoffnung blühet da; Gott sei Dank, Hallelujah! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer über Sarg und Grüften weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier ge⸗ boren, o so streift das kühle Grab nur, was sterblich heißt, uns ab, und der Staub ist unverloren. Christian Ludwig Taddel, 1706 Ostern. 103 Unser Hirte hütet da; Gott sei Dank, Hallelujah! 7. Rufe die Glieder endlich aus der dunklen Nacht; wenn der Deinen Asche wieder in verklärtem Glanz erwacht, dann wirst du die Krone geben; dann wird unsre volle Brust, Herr, mit engelgleicher Lust ewig deinen Sieg erheben, und wir sprechen auch allda Gott sei Dank, Hallelujah! zerfallnen 177⁵. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 103. die Sonn ach auf, mein Herz! Die Nacht ist hin, ist aufgegangen; ermuntre dich, mein Geist und Sinn, den Heiland zu empfangen, der heute durch des Todes Thür gebrochen aus dem Grab herfür, der ganzen Welt zur Wonne. ganz 2. Steh aus dem Grab der und such ein neues Leben; vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, Sünden auf und such, was droben, al der geistlich auferstanden. 8 ein Christ, 3. Vergiß nun, was dahinten ist und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesus sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem Himmelszelt, wo Jesus ist zu finden. 2 Feste und Festzeiten. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Wohlauf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 6. Ach, mein Herr Jesu, der du bist rem Tode auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 7. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern und ewig in der Herrlichkeit von allen Überwindern, die überwunden durch dein Blut; —.— Jesu, gieb uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden! Laurentius Laurenti, 1660-1723 3 04. Wi lkommen, 3. Der Feind wird Sch Held imStreite, é getragen(Gol. 2 aus deines Grabes Kluft! und heißt nunmehr ein Shah Wir triumphieren heute Wir aber können sagen: um deine leere Gruft. Mit uns ist unser Gottl In der Gerechten Hütten 4. Ach, teile doch die B schal t schon das Siegeslied; du trittst in unsre Mitt ten und bringst den Osterfried. deswegen in dein Hauz, bei deinen Gliedern aus Wir alle kommen heute 12⁰ 5. Le mit dir uns ein der ewi 6. V so leben was un das stel — 10⁵ über F ihre Au ihre S= man doch es unser und ver 2. 2 ihrem sie beja ihre N Mar daß es doch m fragt,! 3. 6 Jesus Jesus sich mi 60—17²— ird Scht Lol. 2 in Spoh agen: Gott! die Vn aus! eute aus. Ostern. 10⁵5 5. Laß unser aller Sünden mit dir begraben sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 7. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir dereinst nur selig mit dir auch auferstehn. 8. Der Tod kann uns nicht schaden; sein Stachel ist nun stumpf; wir sind bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck, 1672—1737. 6. Wir sind mit dir ge⸗ storben, so leben wir mit dir; ö was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. Luk. 24. 105 wei der Jünger Wenn ich mich im Leid 09. gehn mit Sehnen verzehre, über Feld nach Emmaus; ö gleich als ob er ferne wäre, ihre Augen sind voll Thränen, o, so ist er mehr als nah ihre Seelen voll Verdruß; und mit seiner Hilfe da. man hört ihre Klageworte; 4. Treuster Freund von doch es ist von ihrem Orte allen Freunden, unser Jesus gar nicht weit bleibe ferner noch bei mir; und vertreibt die Traurigkeit. kommt die Welt, mich anzu⸗ 2. Ach, es gehn noch manche feinden, Herzen ach, so sei du auch allhier! ihrem stillen Kummer nach; Wenn mich Trübsalswetter sie bejammern voller Schmer⸗ schrecken, zen wollst du kräftig mich bedecken. ihre Not und Ungemach. Komm, in meinem Geist zu Manches wandert ganz ruhn; alleine,— was du willst, das will ich thun. daß es nur zu gnüge weine; 5. Bin ich traurig und doch mein Jesus ist dabei, betrübet, fragt, was man so traurig sei. Herr, so ruf mir in den Sinn, daß mich deine Seele liebet und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich fester gründen; laß es auch mein Herz ent⸗ zünden, 3. Oft schon hab ichs auch empfunden, desus läßt mich nie allein; Nesus stellt zur rechten Stun⸗ en sich mit seinem Beistand ein. 106 Feste und Festzeiten. daß es voller Liebe brennt 7. Hilf, wenn es p und dich immer besser kennt! Abend werden W6 6. Tröst auch andre, die und der Lebenstag sich neß 101 voll Jammer wenn dem dunklen Aug ⸗ ö einsam durch die Fluren gehn Erden oder in der stillen Kammer nirgends sich ein Helfer zeh 110 tiefbekümmert zu dir flehn. bleib alsdann in unst CEh Wenn sie von der Welt sich. Mitten, trennen, wie dich deine Jünger bitin daß sie satt sich weinen können, bis du sie getröstet hast, hil so sprich ihrer Seele zu: bleibe, bleibe, teurer Gafl na liebes Kind, was trauerst du? Johann Neunherz, 1653IIN. La laf all 6. Himmelfahrt. Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. hil 106 A5 wundergroßer Siegesheld, wo — du Sündenträger aller Welt, heut hast du dich gesetzet ö zur Rechten Gottes in der Kraft, Se hast deinem Reich den Sieg verschafft, 90 den Feind zum Tod verletzet. La Mächtig, Au prächtig 5 triumphierst du und regierst du; Tod und Leben, ö alles ist dir untergeben. Ar 2. Dir dienen alle Cherubim, 1 viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben, 2 weil du den Segen wiederbracht, du mit Majestät und großer Pracht kor zur Freude bist erhoben. Di Singet, 0 klinget, ins rühmt und ehret den, der fähret auf zum Throne, ö zu empfahn die Himmelskrone. 3. Du bist das Haupt, o Herr, und wir Do sind deine Glieder; nur von dir jar kommt auf uns Heil und Leben. 12² es I verden sich nei Aug 6 lfer zuiz in unsi ger bittz t hast, er Gafl 53—1791 Leben, hrone, Himmelfahrt. Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft, was dem Gemüt Erquickung schafft, wird uns von dir gegeben. Dringe, zwinge mein Gemüte, ewge Güte, dich zu preisen, Ehr dem Siegsherrn zu erweisen. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir; hilf, daß wir fortan für und für nach deinem Reiche trachten! Laß unsern Wandel himmlisch sein; laß uns demütig, züchtig, rein all Üppigkeit verachten. Unart, Hoffart hilf uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei Jesu, unser Schutz und Schatz! Sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist! Auf Erden wohnet Trug und List; es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, Röm. 3,25.) du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen! Du bist uns allen ja zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Komm Herr! Hilf Herr! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende jauchzend heben unsre Hände. Ernst Christoph Homburg, 1605-1681. 107. 108 Feste und Festzeiten. 107 A7 Christi Himmelfahrt allein * ich meine Nachfahrt gründe und allen Zweifel, Angst und Pein hiermit stets überwinde; denn weil das Haupt im Himmel ist, wird seine Glieder Jesus Christ zur rechten Zeit nachholen 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends Ruh erlangen; denn wo mein Schatz gekor mmen hin, da ist hinfort mein Herz und Sinn; nach ihm mich stets isen 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auffahrt spüven, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wenn dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen! Nach Josua Wegelin, 1604-10ʃ0 Ergrünt, ihr Sie⸗ den sehn wir hoch u 108. E gespalme nv; prächtig ihr Himmel, werdet klar im Siegesglanze ziehn; Ihr Herzen, brine iget? Pfal und schmücket den Altar! durch alle Himmel hin. Singt von dem Menschen⸗ 3 sohne und seinem großen Sieg; singt, wie er auf zum Throne der Ewigkeiten stieg! 2. Der einst, von Qual durchdrungen, scheiden den Sündern war ein Spott, in deinen Sternensaal, der unsern Tod verschlungen weil du mit Licht und Frauh in seine Todesnot, sie tröstest ohne Zahl. 12⁴4 stehen hinauf gen Himmel sehen sie dir, o Jesu, nach. Doch sehn sie froh 9 almen der schwinget sich allmäch 3. Dort auf dem Olhe die Jünger arm und schwat 4. D zum Th und wa zu Gott in Richt Dann je der Sto 5. O rüst une seis, da seis, daf 60⁴4100f hoch u iehn; allmͤͤch hin. m Olba d schwat el sehen ach. froh H saal, 1d Freuhe ahl. Himmelfahrt. 109 4. Du aber hast nach oben Wenn dann dir deine zum Throne dich gewandt Knechte und waltest ewig droben verklärt entgegen ziehn, zu Gottes rechter Hand. dann führe deine Rechte Von dannen wirst du auch uns zum Himmel hin; kommen in Richtermajestät. Dann jauchzen deine From⸗ quillen men; dein schönes Lebenslicht; der Stolzen Hohn vergeht. dann zeig uns ohne Hüllen 5. O Jesu, Heil der Dei⸗ des Vaters Angesicht. nen, O himmlisches Entzücken! rüst uns auf diesen Tag,(O selger Liebeszug! seis, daß er heut erscheinen, Wenn wir nur dich erblicken, seis, daß er säumen mag! hat unser Herz genug. Nach dem Lateinischen des Beda Venerabilis(673—735) deutsch von Albert Knapp, 1798-1864. 6. Dann laß in Strömen Mel. Alle Menschen müssen sterben. 109 Großer Mittler, der zur Rechten seines großen Vaters sitzt und die Schar von seinen Knechten in dem Reich der Gnaden schützt, den auf dem erhabnen Throne in der königlichen Krone alles Heer der Ewigkeit mit verhülltem Antlitz scheut! 2. Dein Erlösungswerk auf Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht. Da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun bist du ja Hort und Hüter in des Vaters Heiligtum, die erworbnen Segensgüter durch dein Evangelium 125 Feste und Festzeiten. allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnade eilen; nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes teure Namen trägst du stets auf deiner Brust, und die gläubig zu dir kamen, sind und bleiben deine Lust. Du vertrittst, die an dich glauben, daß sie nichts dir möge rauben, bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil das Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, darauf zielt dein Bitten hin. 6. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar und vertrittst vor ihm mit Freuden deine teur erlöste Schar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod! Johann Jakob Rambach, 1693—⁷j⁷ 126 693⁷⁸ Himmelfahrt. 110. Hbahirn Wie lieblich stehn hoch über uns die Himmelshöhn, seit du im Himmel sitzest, sei du vom ewgen Zion dort aussendest dein lebendig Wort und deine Herde schützest! Fröhlich, selig schaut der Glaube von dem Staube auf zum Sohne: meine Heimat ist am Throne! 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl; was ist ihr tausendfacher Strahl? Was ist der Glanz der Sonne? Ein Schatten nur von jenem Licht, das dir vom holden Angesicht ausgeht mit ewger Wonne! Spende, sende deine hellen Lebensquellen reichlich nieder, großes Haupt, auf deine Glieder! 3. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht, ich weiß, daß dort ein Auge wacht, das einst um uns geweinet, das einst für uns im Tode brach; es ist dein Aug, es bleibet wach, bis neu die Sonne scheinet. O wer nunmehr nimmer klagte, nimmer zagte, seit du wachest und aus Nächten Tage machest! 4. Wohin wir ziehn durch Land und Meer, ein Himmel neigt sich drüber her, dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet; da wallt man sicher früh und spät vor Feindeslist und Schaden. Keiner deiner Auserwählten, Geistbeseelten bleibt verlassen; treu will ihn dein Arm umfassen. 127 Heste und Festzeiten. 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz, zu dir, wenn sich das arme Herz abhärmt in bittrer Reue. Du brichst nicht das zerstoßne Rohr, und wenn der Docht sein Ol verlor, so tränkst du ihn aufs neue. Im Licht soll nicht eine fehlen von den Seelen, die zum Leben dir dein Vater übergeben. 6. O selger König Jesu Christ, wie wundervoll und heilig ist, was uns in dir geschenket! In dir, der Gottes Kinder schirmt, bleibt unser Anker, wenn es stürmt, auf ewig eingesenket. Hier, hier sind wir festgebunden; unsre Stunden fliehn in Eile; dann hinauf zum ewgen Heile! Albert Knapp, 1798-180ʃ. Mel. Schaffet, schaffet, Menschenkinder. 111¹ Herr, auf Erden muß ich leiden I41. und bin voller Angst und Weh; Warum willst du von mir scheiden? warum fährst du in die Höh? Nimm mich Armen auch mit dir oder bleibe doch in mir, daß ich dich und deine Gaben täglich möge bei mir haben. 2. Laß dein Herze mir zurücke und nimm meines mit hinauf; wenn ich Seufzer zu dir schicke, thue mir den Himmel auf und, so ich nicht beten kann, rede du den Vater an; denn du sitzt zu seiner Rechten; darum hilf uns, deinen Knechten. 128 —838————— Himmelfahrt. 3. Zeuch die Sinne von der Erde über alles Eitle hin, daß ich mit dir himmlisch werde, ob ich gleich noch sterblich bin, und im Glauben meine Zeit richte nach der Ewigkeit, bis wir auch zu dir gelangen, wie du bist vorangegangen. 4. Meine Wohnung mache fertig droben in des Vaters Haus, da ich werde gegenwärtig bei dir gehen ein und aus. Dahin bringe mich zur Ruh,— denn der Weg dahin bist du,— und nimm an dem letzten Ende meinen Geist in deine Hände. 5. Komme, wenn es Zeit ist, wieder,— denn du hast es zugesagt,— und erlöse meine Glieder 98 1806 aus des dunklen Grabes Nacht; richte dann die 541. Welt, die dein Wort für Lügen hält, und nach ausgestandnem Leide führ uns ein zu deiner Freude. deh; Kaspar Neumann, 1648 1715. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1 12. Siegesfurft u und Ehrenkönig, — du verk lärte Majestät alle Himmel sind zu wenig; du bist drüber ho ch erhö ht. U Sollt ich nicht 3u Fuß und mein Herz vor Freude wallen, wenn mein Glaubensa dir fallen re bensaug entzück deine Herrlichkeit erblickt? 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da,‚ hör ich, wie der Engel Scharen rufen froh: Hallelujah!— 120 Feste und Festzeiten. sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert und mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmelssonne, leuchtet deine Herrlichkeit, die mit neuem Glanz und Wonne selge Geister hoch erfreut. Prächtig wirst du aufgenommen; jauchzend heißt man dich willkommen. Schau, dein Kind im Staube hier ruft auch Hosianna dir! 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? sollte jetzt mein Mut noch sinken, da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen,— vor dem Feind soll mir nicht grauen,— nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Herr, dein reicher Geist ergieße über uns sich kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füße alle Feinde legen sich. Herr, zu deinem Scepter wende alles bis zum fernsten Ende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen unterthan! 6. Nun erfüllst du aller Orten alles durch dein Nahesein; Heiland, meines Herzens Pforten stehen offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, komm, bei mir auch einzukehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem Himmelsthron! Gerhard Tersteegen, 1697½⁷⁰ 130⁰ 113. mit herzl hin, de Herr Je aus diese 2. Zet Herr Ch uns dein sonst i leicht ab vom rech Ofingsten. 113. 114 Hohes Lied 1, 4. 13. 3— uns nach dir, so laufen wir mit herzlchem Verlangen hin, da du bist, Herr Jesu Christ, aus dieser Welt gegangen. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ uns deine Himmelsstege, lan irren wir icht ab von⸗ dir, on rechten Lebenswege. 2 3. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir nur für und für, und gieb, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen. Friedrich Funcke, 1642— 1699. Pfingsten. 114. Kn mit deir deiner Gläubigen Herz, ent zünd in dein brünstig Lieb iger Geist, Herre Gott, iner Gne aden Gut Mut und Sinn; ihn'n. O Herr, durch deines Lichtes Glanz zum Glauben das Volk aus aller das sei dir, Herr, zi du versam imelt hast Welt Zungen; Lob gesungen Hallelujah, Hallelujah! 2 laß uns leuchten des und lehr uns Gott recht von Herzen Vater il O Herr! behüt vor daß wir nicht Meister suchen denn Jesum mit recht Du heiliges Licht, e 9 Ve n N fremder 8 Lehr, s mehr, tem Glauben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah, Hallelu jah! Feste und Festzeiten. 3. Du heilige Glut, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in deinem Dienst beständig bleiben; laß Trübsal uns von dir nicht treiben. Durch deine Kraft uns, Herr, bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah, Hallelujah! Martin Luther 115„ni. o komm, du Geist des wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Kraft sei nicht vergebens; sie erfüll uns jederzeit, so wird Geist und Licht und Schein in dem dunkeln Herzen sein. 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir andres nicht beginnen, denn was nur dein Wille sucht. Dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege; was gethan ist wider dich, räume ferner aus dem Wege; schlecht und recht behüte mich. Wirke Reu an Sünden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß dein Zeugnis uns empfinden, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn allein sich gründen, wenn sich Not und Drangsal find't; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit; 132 „1483—156 Lebens, 483—154 Lebens, Ofingsten. seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: „ach mein Gott, mein Gott, wie lange!“— o, so mache den Beschluß, sprich der Seele tröstlich zu und gieb Mut, Geduld und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke. Wenn die Welt uns an sich reißt, schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr uns unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod, noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer: nein, laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr, die Gott giebt durch Jesum Christ und die unaussprechlich ist. Heinrich Held, 4 1695. 116 FJ un bitten wir den heiligen Geist I. um den rechten Glauben allermeist, daß er uns behüte an unserm Ende, wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Erbarm dich, Herr! 2. Du wertes Licht, gieb uns deinen Schein; lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Erbarm dich, Herr! Feste und Festzeiten. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst; laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Erbarm dich, Herr! 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nimmer verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Erbarm dich, Herr! Martin Luther, 1483-1546. V. 1 aus dem 12. Jahrhundert Mel. Werde munter, mein Gemüte. 117 du allerfüßte Freude, o du allerschönstes Licht, der du uns in Lieb und Leide unbesuchet lässest nicht, Geist des Höchsten, höchster Fürst, der du hältst und halten wirst ohn Aufhören alle Dinge, höre, höre, was ich singe. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch je nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach ergieb dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst als ein milder Regen ausgegossen von dem Thron, bringst uns nichts als lauter Segen von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verteilst nach deinem Willen, meine ganze Seel erfüllen! 134 Pfingsten. 4. Du bist weise, voll Verstandes; das Geheimste ist dir kund,— hast gezählt den S 9980 des Sandes und durchj chaut des Meeres Grund. Nun, du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei; drum gieb Weisheit und vor allem, wie 3 möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt d dich finden, wo man rein—2— heilig ist, fliehst hingegen Schan nd und Sünden, weil du lauter Reinheit bist. Mache mich, o Gnadenguell, rein und züchtig, keusch un nd hell. Laß m ich flie ehen, was du fliehest; gieb mir, was du gerne siehest. 6. Deine Huld hat keine Schranken; du bist fromm und sanften Muts, bleibst im Lieben ohne Wanken, thust uns Bösen alles Guts. Ach! verleih und gieb mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 7. O mein Hort, ich bin zufrieden, wenn du nur nicht weichst von mir; bleib ich von dir ungeschieden bis ich stets un et in dir. Laß mich sein dein Eigentum; ich versprech hinwiederum, Dier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Allem will ich gern entsagen, was dir deinen Ruhm entreißt, und mein Herz soll immer fragen nur nach dem, was du verleihst. Was der Satan will und sucht, will ich hassen als verflucht, und den schnöden Sündenwegen trete ich mit Ernst entgegen. 135 Heste und festzeiten. 9. Wohl mir, wenn nur du mich stärkest und mir treulich stehest bei! de Hilf, mein Helfer, wo du merkest, det daß mir Hilfe nötig sei. Brich des Fleisches bösen Sinn; nimm den alten Willen hin, daß er sich in dir erneue 10 und mein Gott sich meiner freue. 0t 10. Sei mein Retter, halt mich eben;. wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; in wenn ich liege, sei mein Grab! sch Wenn ich wieder aufersteh, ste o so hilf mir, daß ich geh hin, wo du in ewgen Freuden wirst die Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, 1607-1676, Gottes Geist und Christi Geist, 1 18. O der uns den Weg zum Leben weist, 00 der uns die dunkle Erdennacht bei ö durch seine Lichter helle macht, zu st . 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht S als Gottes stille Majestät, W WN du aller Lichter reinstes Licht, himn erleucht uns Herz und Angesicht. zu d 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein 2. hell in die weite Welt hinein; die 4 komm, mach uns in der Finsternis laß * des lichten Himmelswegs gewiß. 1 4. Ach hier ist alles Staub und Nacht, dein ö die Wahn und Sünde trübe macht; H N ach hier ist alles Not und Tod, leh ME geht uns nicht auf das Morgenrot, daß ö 5. Das Morgenrot der bessern Welt, dir z das wie ein Strahl vom Himmel fällt, 3. ö als Gottes Macht und Gottes Lust und durchblitzt die kranke Menschenbrust. die u 136 Ofingsten. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut; komm, stille Kraft, die nimmer ruht; komm, gieße deinen Gnadenschein in Seele, Sinn und Herz mir ein! 8. Dann wandl ich wie ein Kind des Lichts im Glanze deines Angesichts schon meinen kurzen Erdenlauf stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt, 1769—1800) Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 119 O heilger Geist, kehr bei uns ein 9. und laß uns deine Wohnung sein; o komm, du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten; zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. geste und Festzeiten. Gieb uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir auch leiden müssen. 1 Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, ö ö auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz ö * ö mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich . auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, ö alles Unglück überwinden. 0 5. O starker Fels und Lebenshort, 5 laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr ö von deiner weisheitsreichen Lehr und reinen Liebe trennen. 0 RN Fließe, e gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können ö Christum unsern Heiland nennen. 6 6. Du süßer Himmelstau, laß dich ů in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, WR daß unser Sinn verbunden sei U dem Nächsten stets mit Liebestreu ö und sich darinnen übe. ö Kein Neid, IHHHNNN kein Streit ö dich betrübe; Fried und Liebe müssen schweben; Fried und Freude wirst du geben. 7. Gieb, daß in reiner Heiligkeit 2 wir führen unsre Lebenszeit; sei unsres Geistes Stärke, ö 136 Pfingsten. daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, 4 daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer, 1606-1673. ö 120 O heiliger Geist, o heiliger Gott,* x du Tröster wert in aller Not, du bist gesandt vom Himmelsthron von Gott dem Vater und dem Sohn, o heiliger Geist, o heiliger Gott! finden, 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, x gieb uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, ö daß en uns lieben henie⸗ V o heiliger Geist, o heiliger Gott! . heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; 1 an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf gethan, N o heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort; lehr uns den Vater kennen schon, 6; u auch seinen lieben Sohn, 0 heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du utt uns die n we laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich, o heiliger Geist, o heiliger Gott! eben 6. O heiliger Geist, o 1 Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir 8t Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang, o heiliger Geist o heiliger Gott! Vor 1655. 139 heste und Mel. Valet wi 12 komm, du Geist 1. der Wahrheit, und kehre bei uns ein. Verbreite Licht und Klarheit; verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer; rühr Herz und Lippen an, daß jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann. 2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt, komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gieb uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharfgeschliffnen Waffen der ersten Christenheit. 3. Unglaub und Thorheit brüsten sich frecher jetzt als je; darum mußt du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du mußt uns Kraft ver⸗ leihen, Geduld und Glaubenstreu, und mußt uns ganz befreien von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Ge⸗ ständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, gestzeiten. llsich dir geben. trotz aller Feinde Tobg trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium. 5. Fern in der Heih Lande erschallt dein kräftig Mun sie werfen Satans Bande und ihre Götzen fort. Von allen Seiten komm sie in das Reich herein; ach, soll es uns genomme für uns verschlossen sein! ö 6. O wahrlich, wir u dienen solch strenges Strafgericht uns ist das Licht erschien allein wir glauben nicht Ach lasset uns gebeugh um Gottes Gnade flehn, daß er bei uns den Leucht des Wortes lasse stehn. 7. Du heilger Geist, reite ein Pfingstfest nah und sin mit deiner Kraft begleitt das Zeugnis von dem Hiu O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mh⸗ daß wir in Freud und Schi⸗ zen das Heil ihr machen hus Rarl Johann Philipp Spitta, 1801-1 140 12². Lasset X Zündet Denn d hat sich machet Nehm so wird euch mi und den 2. Ti Siegel Geist vi starker sanfter Licht ar gieb und Lel laß uns zur Ger 3. Lo wenn u führ de Gieb u wenn v sprich d Gieb du höch tröst un bei der 4. G schütte auf das Lasse S die das wo dein e Toben um loben r Heihz ig Won Bande yrt. ukomm erein; nommen n seing wir 9 Agerich erschien nicht, zebeugtg flehn, n Leuch stehn. Geist,! und fen begleitz dem Hem Herzen den Mu nd Schm⸗ en kuh 801—9ʃ Pfingsten. Psalm 118, 27. 122. Sohmügtt) t das Fest mit Maien! Lasset Blumen streuen! Zündet Opfer an! Denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen; mahet ihm die Bahn! Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil er⸗ füllen und den ummer stillen. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und That starker Gottesfinger, sanfter Friedensbringer, Licht auf unserm Pfad, é gieb uns Kraft und Lebenssaft; laß uns deine teuern Gaben zur Genüge laben. 3. Laß die Herzen brennen; wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor. Gieb uns Kraft zu beten; wenn vor Gott wir treten, sprich du selbst uns vor. Gieb uns Mut, du höchstes Gut; tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld! Lasse Ströme fließen, die das Land begieß• wo dein Wort hinfällt und verleih, daß es aedeig; hundertfallig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut! Laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen; dämpfe Fleisch und Blut! Laß uns doch am Sündenjoch mit der Welt nicht ferner ziehen 4511„ und das Böse fliehen. 6. Gieb zu allen Dingen Wollen und Voll Wnen führ uns ein und aus! Wohn in unsrer Seele; unser Herz erwähle dir zum eignen Haus! Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Hilf das Kreuz uns tragen, und in finstern Tagen sei du unser Licht! Trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, will mit uns zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 123 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt; dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, 123 3 ein zu dei⸗ 140. O nen Thoren! sei meines Herzens Gast, der du, da ich geboren, mich neu geboren hast, o hochgeliebter Geist des Vaters und des Sohnes, mit beiden gleichen Thrones, mit beiden gleich gepreist! Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 5 3. Ich war ein Reben, du hast mich gut gemacht. Der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht, mit Segen mich geschmückt, mir schon im Wasserbade versiegelt Gottes Gnade, die mich im Tod erquickt. wilder Feste und Festzeiten. bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen maien Himmalz ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 16721ʃ. 4. Du bist das heih Oele, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine 8 Sall dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheteh zum König, den in Noöten Gott schützt vom Heiligun 5. Du bist ein Geist, lehret, wie man recht beten soll. Dein Beten wird erhöretz dein Singen klinget wohl. Es steiget himmelan und hört nicht auf mit Flehg bis der die Hilf läßt sehn der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist d Freuden; mit Trauern hältst du's nich erleuchtest uns im Leiden mit 9 133 Trostes Licht. Ach ja, wie manches M hast—— mi süßen Woun mir aufgethan die anal zum güldnen Freudensaal. 7. Du ein Freun willst nic Zorn, Za der Fe willst, de sich wied was voll 8. Du die ganz kannst Y wie dir so gie! zu Fried damünf was sich 9. Be bau uns hilf ihm Schmück die A mit Fröt mit Gott das Vol 124 mein Ge mein Se himmelz 2—1⁷½, 3 heilh ine Sel Lhrist entum, rophetz Nöten eiligtm Heist, d n soll. rhöret t wohl. Worten Pforten densagl. J. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit; der Feindschaft Feind du bist, willst, daß in Liebesflammen sich wieder thu zusammen, 1. was voller Zwietracht ist. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wen⸗ en, wie dir es wohlgefällt; so gieb doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden; 12 verknüpf in allen Landen, 42 was sich getrennet hat. 9. Beschirm die Obrig⸗ keiten; bau unsres Fürsten Thron; hilf ihm für Christum streiten. Schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, CTrinitatis. 12⁴4 10. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. Gieb Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut; hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. Richt unser Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben in Todes Arme hin, wenns mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. ganzes mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 8 Paul Gerhardt, 1607—-1676. Trinitatis. Mel. Nun danket alle Gott. 124. Ga mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, der mir Leib sei der und Seele hat gegeben. mein Vater, der mich schützt von Mutterleibe an, ö der jeden Augenblick viel Guts an mir gethan. 12⁵ Feste und Festzeiten. 2. Gelobet sei der Herr, 4. Gelobet sei der Hin 3. mein Gott, mein Heil, mein mein Gott, der ewig leh sei en Leben, den alles rühmt und loh. durch des Vaters liebster Sohn, was durch ihn lebt undwh. der ut der sich für mich gegeben, ö gelobet sei der Herr, und d der mich erlöset hat des Name heilig heißt, der u mit seinem teuren Blut, Gott Vater, Gott der 88 Sch der mir im Glauben schenkt und Gott der werte Gels scha sich selbst, das höchste Gut. 5. Dem wir Hallehah Da if 3. Gelobet sei der Herr, mit Freuden lassen kling 23 mein Gott, mein Trost, mein und mit der Engelschar 4. Leben, das Heiligl Heilig! singn sei ur des Vaters werter Geist. den herzlich lobt und zn und f den mir der Sohn gegeben. die ganze Christenheit, Stimt der mir mein Herz erquickt,‚ gelobet sei mein Got 208 der mir giebt neue Kraft, mit 8 der mir m aller Not E Kli Nat, Trost und Hilfe schafft. Johann Olearius, 1611 108 Ang gnädi Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. Dart 125 H allelujah! Lob Preis und Ehr 92 H sei unserm Gott je mehr und mehr für alle seine Werke; 120 von Ewigkeit zu Ewigkeit an G sei in uns allen ihm bereit den d Dank, Weisheit, Kraft und Stärke! der Klinget, alles singet: 2. gnädig, herrlich, heilig, heilig, heilig ist Gott, Gotte unser Gott, der Herr Zebaoth! der v 2. Hallelujah! Preis, Ehr und Macht und sei auch dem Gotteslamm Lebtacht, der in dem wir sind erwählet, hat e das uns mit seinem Blut erkauft, 3. damit besprenget und getauft der v und sich mit uns vermählet. der u reltern wider selig Hei ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir hal sei ge ö und darinnen uns erlaben. 144 „— der Hin ig lahs nd loht undwih Herr, eißt, der Se te Geist alleluct kling schar singg und pu heit, zott 611 109 mehr tt, wir hal CTrinitatis. 3. Hallelujah! Gott heilger Geist sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben hat geziert und dem Erlöser zugeführt, der uns sich hat erkoren. Schauet, shaul Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig boh 4. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr sei unserm Got je l hr und mehr und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller Himmelsschar und Anget nun und immerdar nit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: gnädig, herrlich, heilig, heilig, heilig ist Gott unser Gott, der Herr Zebaoth! Bartholomäus Crasselius(2) nach Martin Rinkart, 1586 Wi glauben all ud Wein Gott, 126. X Vat ter, Sohn und heilgen Geist, an Gott,—11 Herrn Zebaoth, den die Schar der Engel preist, der durch f eine große Kraft alles wirket, ihnt und schafft 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes und Marien Sohn der vom Himmel kommen ist und uns führt ins Himmels Thron, der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Not. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, der von beiden gehet aus, der uns Trost und Beistand leist wider alle Furcht und Graus. Heilige Dreifaltigkeit, sei gepreist zu aller Zeit!& 14⁵ ias Clausnitzer, 1618-1684. 1649 Kirche und Gnadenmittel. IV. Kirche und Gnadenmittel. 128. 9*., 1. Kirche und Mission. 0 des bösen 127. Acl leis bei uut Hen Ign asse e o —* weil es nun Abend worden ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, bei uns, laß ja bei uns erlöschen nicht. daß uns! ö 2. In dieser letzten, trüben Zei sei Güt 1 verleih uns, Herr, Beständigkeit, 3. Ach daß wir dein Wort und Sakrament stets rein behalten bis ans End. bei uns, 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt; dein Wah⸗ wir sind arg, sicher, träg und kalt. damit wi Gieb Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an allem Ort 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort d wehr des Teufels Trug und Mord und wehr des Teufels Trug und Mord⸗ Gieb deiner Kirche Gnad und Huld. 0 iner Ki d L W Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 0 WII 5 37*— 5. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Macht erheben hoch de und bringen stets was Neues her, be zu fälschen deine rechte Lehr. 6. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, 0 ö nicht unser, sondern dein ja ist; ih V. Aiun in sten du denen bei 1 ö ö darum so steh du denen bei, 4 ö die sich auf dich verlassen frei. 7. Dein Wort ist unsres Herzens Trutz sie und deiner Kirche wahrer Schutz; un dabei erhalt uns, lieber Herr, ö daß wir nichts andres suchen mehr. die ö 8. Hilf leben uns nach deinem Wort un I0 und darauf gläubig fahren fort 2 von hinnen aus dem Jammerthal ö N zu dir in deinen Himmelssaal. we ö V. 3—8 von Nikolaus Selnecker, 1530 09-—13%½ we ö 146 Mel. Christus, der ist mein Leben. irche und Mission. 128. 129 128 Ach bleib mit 4. Ach bleib mit deinem deiner Gnade Segen bei uns, Herr Jesu 1 hrist, bei uns, du reicher Herr; daß uns hin 155 nich schabe dein Gnad und all's Vermögen des bösen Feindes List. in uns reichlich vermehr. 2. Ach hleib mit deinem 5. Ach bleib mit deinem Worte 1 fart bei uns, Erlöser wert, bei uns, du f tarker Held, daß uns bei— hier und dorte, daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll sei Güt und Heil beschert. äll die böse Welt. 3. Ach bleib mit deinem 6. Ach bleib mit deiner Glanze Treue bei uns, du wertes—— bei uns, mein Herr und Gott; dein Wahrheit uns umschan B damit wir irren nicht. ständigkei t verleihe, hilf uns aus aller Not. 2 Josua Stegmann, 1588—1632. Psalm 12. 129. A5 Gott, vom Himmel sieh darein Wund laß di ich de 8 nerbarmen⸗ wie wenig sind verlassen sind Dein Wort der len ist auch ve bei allen M kenschenti 2. Sie lehren enel was eigner ihr Herz nicht eines Sinnes ist, in Gottes Wor gegründet. Der wählet dies, der andre das; sie trennen uns ohn alles Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten all 3 Lehr, die falschen Schein uns lehrer und sich vermessen hoch und sehr: „Trotz dem, ders uns wi il we Kaatkeß Wir haben Recht und Macht alle was wir setzen, gilt allgemein; wer ist, der uns soll mei istern?“ nun gar ern. falsche List, 5 ö Uirche und Gnadenmittel. 4. Darum spricht Gott: ich muß auf sein; die Armen sind verstöret. Ihr Seufzen dringt zu mir herein; ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein; da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem arg'n Geschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher find't, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther, 1483-5 Mel. Valet will ich dir geben. 130 Der du in Todes⸗ bis die von Süd und Rosh 2 nächten bis die von Ost und WI erkämpft das Heil der Welt sind deine Gäste worden und dich als den Gerechten bei deinem Hochzeitsfest zum Bürgen dargestellt, é der du den Feind bezwungen, den Himmel aufgethan, dir stimmen unsre Zungen 3. Noch werden sie laden; noch gehn die Boten au⸗ ein Hallelujah an! um mit dem Ruf der Gnh 2. Im Himmel und auf zu füllen dir dein Hau⸗ Erden Eͤs ist kein Preis zu ii es ist kein Weg zu schuh zu streun dein Lebensseh ins weite Völkermeer. 148 ist alle Macht nun dein, bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, 4. So wie Son Getrennt. das Dun und wi du Könit ein selig dahin, w 131. der aller⸗ und von zu Sünd den sie verhöhnt als du a versöhnte 2. D gingst di nahmst at und bau Von W von Mo⸗ sind Gäf zu deiner 3. In von aller führst du die Völk. und w kein Heil die brine dir Prei ein; 1 483 154 nd Nosh ind WI worden itsfest n sie ten aut der Gnnh 1 Haus 18s zu fih u schos bensfenn neer. bvon allen Flecken rein, Hirche und Mission. 131 4. So ziehen deine Flam⸗ 5. O sammle deine Herden men dir aus der Völker Zahl, wie Sonnen um die Welt. daß viele selig werden Getrenntes fließt zusammen; und ziehn zum Abendmahl! das Dunkle wird erhellt, Schleuß auf die hohen und wo dein Name schallet,‚ Ppforten! du König Jesu Christ, Es strömt dein Volk heran. ein selig Häuflein wallet Wo's noch nicht Tag geworden, dahin, wo Frieden ist. da zünd ein Feuer an! Christian Gottlob Barth, 1799—1862. tel. Valet will ich dir geben. 131 Der du zum Heil 4. Drum kann nicht Ruhe 04. erschienen werden, bis deine Liebe siegt, und von den Cherubinen bis dieser Kreis der Erden zu Sündern dich gesellt, zu deinen Füßen liegt, den sie mit frechem Stolze bis du im neuen Leben verhöhnt für seine Huld, die ausgesöhnte Welt als du am Marterholze dem, der sie dir gegeben, der allerärmsten Welt versöhntest ihre Schuld,— vors Angesicht gestellt. 2. Damit wir Kinder 5. Und siehe, tausend würden, Fürsten N gingst du vom Vater aus, mit Völkern ohne Licht nahmst auf dich unfre Bürden stehn in der Nacht und dürsten und bautest uns ein Haus. nach deinem Angesicht. Von Westen und von Süden, Auch sie hast du gegraben von Morgen ohne Zahl in deinen Priesterschild, sind Gäste nun beschieden am Brunngquell sie zu laben, zu deinem Abendmahl. der dir vom Herzen quillt. 3. Im schönen Hochzeits⸗ 6. So sprich dein gött⸗ kleide, lich„Werde!“ Laß deinen Odem wehn, führst du zu deiner Freude daß auf der finstern Erde die Völkerscharen ein, die Toten auferstehn, und welchen nichts verkün⸗⸗ daß, wo man Greueln digt, fröhnet kin Heil verheißen war. und vor den Götzen kniet, die bringen nun entsündigt ein willig Volk versöhnet dir Preis und Ehre dar. zu deinem Tempel zieht. . ö 132 Kirche und Gnadenmittel. 7. Wir rufen,— du willst Wie viele sind zerbroch hören; Wie viele sinds noch u wir fassen, was du sprichst. O du, ders uns versprotz Dein Wort muß sich bewähren, werd aller Heiden Lichtl womit du Fesseln brichst. Albert Knapp, 1798 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 13 2. C Herde und ein Hirt! — Wie wird dann dir sein, o Erde, wann sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Herde! Mach dich auf und werde Li icht; Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden. Blinde Pilger flehn um Licht; Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht; Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle; ihn umleuchtet Morgenlicht; Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren gufgethan rauscht, verdorrete Gebeng Macht dem Bundesengel großer Tag des Herrn, ersc Jesus ruft: es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, 15⁰ Kirche und Mission. und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und⸗ Wonne! Mach dich auf; es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, 1767 — Mel. Wachet auf, ruft uns 133. f ists, an dem wir hangen, Wh der für uns in den Tod gegangen ö und uns erkauft mit seinem Blut. Unsre Leiber, unsre Herzen gehören dir, o Mann der Schmerzen; ö ö in deiner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigentum; bereite dir zum Ruhm deine Kinder! Verbirg uns nicht ö ö das Gnadenlicht von deinem heilgen Angesicht! 2. Nicht wir haben dich erw äh ö ählet du jelbst hast unsre Zahl gezã hlet nach deinem ewgen Gnadenrat. Unfre Kraft ist schwach und nichtig, WIMN und keiner ist zum Werke tüchtig, +* der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn; ö denn Armut it Gewinn für den Himmel. Wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und träͤgt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, Die Ernt ist groß, der ů— wenig; drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinau s in Gnaden viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes. Kirche und Gnadenmittel. Da ruht der Streit; da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu; zeuch uns voran und mach uns Bahn; gieb deine Thüren aufgethan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort; es richtet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe; was sind wir Anmen Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten; auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfk orn, arm und klein wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 1798- 13⁰ ein gi er hilf die un Der mit 6 groß sein g auf Er 2. wir s Es str Kirche und Mission. 134. 135 Psalm 46. ö ö 13⁴ Ein feste Burg ist und wollt uns gar ver⸗ AMN ö unser Gott, schlingen, ein gute Wehr und Waffen; so fürchten wir uns nicht so er hilft uns frei aus aller Not, sehr,— WR die uns jetzt hat betroffen. es soll uns doch gelingen. Der alt böse Feind, Der Fürst dieser Welt, mit Ernst ers jetzt meint; wie saur er sich stellt, N groß Macht und viel List thut er uns doch nicht; sein grausam Rüstung ist; das macht: er ist gericht't; auf Erd ist nicht seins Gleichen. ein Wörtlein kann ihn fällen. é 2. Mit unsrer Macht ist 4. Das Wort sie sollen nichts gethan; lassen stahn wir sind gar bald verloren. und kein'n Dank dazu haben! Es streit't für uns der rechte Er ist bei uns wohl auf dem Mann, Plan ö den Gott selbst hat erkoren. mit seinem Geist und Gaben. ö* Fragst du, wer der ist? Nehmen sie den Leib, ö Er heißt Jesus Christ, Gut, Ehr, Kind und Weib,— ö ö der Herr Zebaoth, laß fahren dahin! ö ö und ist kein andrer Gott; Sie habens kein Gewinn; ö das Feld muß er behalten. das Reich muß uns doch bleiben. W Martin Luther, 1483-1546. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär 135 Enud uns, Herr, bei deinem Wort 60. und steure deiner Feinde Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, stürzen wollen von deinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert, gieb Eintracht deinem Volk auf Erd. Steh bei uns in der letzten Not; leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther, 1483—1546 „1798—1 136. 137 Kirche und Gnadenmittel. Psalm 67. 136. Eꝰ wolle Gott uns gnädig sein und seinen Segen geben; sein Antlitz uns mit hellem Schein erleucht zum ewgen Leben, daß wir erkennen seine Werk und was ihm lieb auf Erden, und Jesus Christus Heil und Stärk bekannt den Heiden werden und sie zu Gott bekehren. 2. So danken dir und loben dich, o Gott, die Völker alle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich — Volk in guten Thaten. as Land bringt Frucht und bessert sich; 2 Wort ist wohl geraten. Uns segne Bater und der Sohn, uns segne Gott der heilge Geist, dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen! Martin Luther, 1483—1540 Psalm 87. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 137 G'ttef Stadt steht fest gegründet 2 auf heilgen Dergen⸗ es verbündet sich wider sie die ganze Welt; dennoch steht sie und wird stehen; man wird an ihr mit Staunen sehen wer hier die Hut und Wache hält. 15⁴ Kirche und Mission. Der Hüter Israels ist ihres Heiles Fels. ö Hallelujah! Lobsingt und sprecht: wohl dem Geschlecht, das in ihr hat das Bürgerrecht! 3 2. Zions Thore liebt vor allen der Herr mit gnädgem Wohlgefallen, macht ihre Riegel stolz und fest, I segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich dem zu lohnen, ö der ihn nur thun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld! Wie trägt er mit Geduld all die Seinen! O Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn und König hat! 3. Große, heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit; du hast den Geist und hast die Klarheit, die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuer werte Wort W ewger Gnade. WNN Wie lieblich tönt, W was hier versöhnt — * und dort mit ewgem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon vernommen, die fernsten Völker werden kommen und in die Thore Zions gehn. idet Denen, die im Finstern saßen, bündet wird auch der Herr noch pred'gen lassen, was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gottessohn? Wo ist sein Gnadenthron?— wird man fragen. Kirche und Gnadenmittel. Dann kommt die Zeit, ů wo weit und breit erscheint der Herr der Herrlichkeit. 90 5. Darum stellet ein die Klagen! 0 Man wird noch einst zu Zion sagen: un wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! sür Voll Erstaunen wird man schauen, wie Gott sein Zion mächtig bauen ö und herrlich weitern wird einmal. Le Erhebet Herz und Sinn! all Es ist die Nacht schier hin ö für die Heiden; ö es kommt ihr Tag; 790 sie werden wach, 0 und Israel folgt ihnen nach. 97 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden zu die Mutter aller Völker werden, die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie vom Reigen, Li wird einst von dir zum Himmel steigen! her Die Lebensbrunnen sind in dir. In dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt. 0 Hallelujah! 8 Von Sünd und Tod, von aller Not 23 erlöst nur einer, Zions Gott. Karl Johann Philipp Spitta, 1801-15. W. Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. ler 138. Hen stehen wir von nah und fern, in einem Geist, vor einem Herrn, dr vereint zu Dank und Bitte: an o Jesu, selge Majestät, W Gekreuzigt einst und nun erhöht, du tritt ein in unsre Mitte. di Stimm an, nimm an unsre Lieder, die wir wieder vor dich bringen, fr deiner Liebe Thun zu singen. w 156 en ni 1801185f . ern, Herrn, gen, Nirche und Mission. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war, das breitest du von Jahr zu Jahr nun aus mit mächtgen Zweigen. Zu Tausenden erwächst dein Bund und öffnet Herz und Hand und Mund, sür Gottes Heil zu zeugen, deinen reinen Lebenssamen, deinen Namen durch die Weiten aller Länder auszubreiten. 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, und alle Völker werden dir einst noch zu Füßen fallen. Du weckst sie aus der Todesruh und führst schon Erstlinge herzu zu Salems heilgen Hallen, spendest, sendest Licht und Segen allerwegen deinen Freunden, herrschest unter deinen Feinden. 4. Wir zählen unsrer Toten Zahl; laß, Herr, dies Herz im Pilgerthal an Trennung sich gewöhnen. Heil dem, der Seelen für dich warb und sanft in deinen Armen starb! Da soll nur Lob ertönen. Deine Zeugen werden stehen in den Höhen, wie die Sterne leuchtend in des Himmels Ferne. 5. Dein sind wir, dein in Ewigkeit; drum wollen wir, du Held im Streit, an deinem Auge hängen. Wohlauf, mit Macht umgürte dich, du Arm des Herrn, so werden sich die Völker um dich drängen. Alsdann wird man fröhlich singen, Palmen schwingen, wenn man schauet, Albert Knapp, 1798—1864. wie Jehova Zion bauet. 139. 140 Hirche und Gnadenmittel. O daß doch bald dein Feuer brennte du unaussprechlich Liebender, und bald die ganze Welt erkennte, daß du bist König, Gott und b Zwar. es schon in heller 2158 jetzt hier, jetzt dort, in Ost und Wes dir, dem am Kreuz erwürgten Lar 101 ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 2. Und noch entzünden Himmelsfunken so manches kalte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd⸗ und Höllenschmerz. Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. 3. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström ni icht vergebens; ach zünd in unsern Herzen auch. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus. 4. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme doch bald die ganze weite Welt und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und Held. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. Johaun Ludwig Fricker, 1729 140 O Jesu Christe, Licheres Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu ini. Herd, daß ihre Seel auch selig werd. 15⁸ Kirche und Mission. 2. Erfüll mit deinem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein, ö auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. innte 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad, und ihr verwund't Gewissen heil, laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör; die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblend't; bring her, die sich von uns getrennt. Versammle, die zerstreuet gehn; nach feste, die im Zweifel stehn, 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich, für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann, 1585—1647. 141. Verage nicht, du Häuflein klein, ö obschon die Feinde willens sein, dich gänzlich zu verstören, und suchen deinen Untergang, davon dir recht wird angst und bang; es wird nicht lange währen. 729-100 2. Des tröst dich nur, daß deine Sach ist Gottes. Dem befiehl die Rach , und laß du ihn nur walten; nicht, er wird durch seinen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 159 Kirche und Gnadenmittel. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort, und was dem thut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns, und wir mit Gott; den Sieg woll'n wir erlangen. Michael Altenburg, 1584-1640. (Vers Un. 3 Gustav Adolfs Feldlied) Mel. Dir, dir Jehovah will ich singen. 142 Wesh auf, du Geist der ersten Zeugen, * der Wächter, die auf Zions Mauern stehh, die Tag und Nächte nimmer schweigen und die getrost dem Feind entgegen gehn, ja deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Völker Scharen zu dir bringt! 2. O daß dein Feuer bald entbrennte; o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gieb doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn! O Herr der Ernte, siehe doch darein; die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig darum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: es soll geschehn! 4. Herr, gieb dein Wort mit großen Scharen laß sie mit Kraft Evangelisten sein! Laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme; o würd es doch nur bald vor Abend licht! 160 Ach und k 6. es sei Ach ft der H ja und 6 7. und das r vertil Vo daß ö5 8. der d du w so du Dr du th 14. und 1 Want daß, und f Gie süß Geiste bis d ort, 1640. seldlied gen, rn stehh, Kirche und Mission. Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Thoren ein; ja wecke doch auch Jsrael bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 7. O bessre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räume bald aus jedem Wege; vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn! Von Mietlingen mach deine Kirche frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei! 8. Du wirst dein herrlich Werk vollenden, der du der Welten Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer wenden, so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist. Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn; du thust doch über Bitten und Verstehn! Karl Heinrich von Bogatzky, 1690—1774. Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 143 Wonn grünt dein ganzer Erdenkreis? Wann geben dir die Völker Preis und werden unterthänig? Wann wirst du groß in mir und all'n, daß, die du schufst, zu Fuß dir fall'n und schrein: der Herr ist König? Gieße süße Geisteskräfte, Lebenssäfte in mich Schwachen, bis du alles neu wirst machen. Gerhard Tersteegen, 1697-1769 Kirche und Gnadenmittel. 2. Wort Gottes. 144 Dein Wort, o Herr, ist milder Tau für trostbedürftge Seelen. Laß keinem Pflänzchen deiner Au den Himmelsbalsam fehlen; erquickt durch ihn laß jedes blühn und in der Zukunft Tagen dir Frucht und Samen tragen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, ein Blitz, der Felsen splittert, ein Feuer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein durchschüttert. O laß dein Wort noch fort und fort der Sünde Macht zerscheitern und alle Herzen läutern! 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pilgerreise; es führt die Thoren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ewgen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn zu dir, dem sichern Horte. ö Wo wendet ich mich anders hin? Herr, du hast Lebensworte. 162 Tau hwert, Wort Gottes. Noch hör ich dein: komm, du bist mein! Das rief mir nicht vergebens, ein Wort des ewgen Lebens. 6. Auf immer gilt dein Segensbund; dein Wort ist Ja und Amen; nie weich es uns aus Herz und Mund, zu preisen deinen Namen. Laß immerfort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten. 7. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren, den Hunger aus, dein Lebenswort und deinen Geist zu hören, und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen. Karl Bernhard Garve, 1763 Mel. Herz und Herz vereint zusammen. 145. err, dein Wort, die edle Gabe, H dief en Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aler Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu thun. 2. Hallelujah, Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn! Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria that. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1760. 146. 147 Kirche und Gnadenmittel. 1 46 Nen geh uns auf, du Morgenstern, du seligmachend Wort des Herrn, du Pfand des Heils, das uns im Sohn der Vater gab von seinem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn; die Herzen sind dir aufgethan. Wir sehnen uns nach deinem Licht und seufzen: Herr, versäum uns nicht! 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell, mach unsre Glaubensaugen hell, daß wir die Wege Gottes sehn und in der Welt nicht irre gehn. 4. Du Wort der Buße, füll das Herz uns an mit tiefem Reueschmerz, daß unser Flehn und Seufzen sei: Gott, steh uns armen Sündern bei! 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort, o bring uns Botschaft fort und fort von ihm, der für uns litt und starb und uns Gerechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gieb uns Kraft, daß wir, der Eitelkeit entrafft, im gnädig dargebotnen Heil begreifen unser ewges Teil. 7. So geh uns auf, du Gottesglanz; durchdring uns und verklär uns ganz, du Wort, das noch in Kraft besteht, wenn Erd und Himmel untergeht. Julius Sturm, geb. 188 Mel. Gott des Himmels und der Erden. 14 CTeures Wort aus Gottes Munde, +(das mir lauter Segen trägt, dich allein hab ich zum Grunde meiner Seligkeit gelegt. In dir treff ich alles an, was zu Gott mich führen kann. 164 Wort Gottes. 2. Will ich einen Vorschmack haben von des Himmels Seligkeit, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir ein Tisch bereit, der mir lauter Manna schenkt und mit Lebenswasser tränkt. 3. Geist der Gnaden, der im Worte mich an Gottes Herze legt, öffne mir des Himmels Pforte, uell, daß mein Geist hier recht erwägt, was für Schätze Gottes Hand durch sein Wort ihm zugesandt. nstern, Herrn, 4. Gieb dem Samen einen Acker, der die Frucht nicht schuldig bleibt; mache mir die Augen wacker und, was hier dein Finger schreibt, präge meinem Herzen ein; rt, laß den Zweifel ferne sein. 5. Was ich lese, laß mich merken; was du sagest, laß mich thun; wird dein Wort den Glauben stärken, Kraft, laß es nicht dabei beruhn, sondern gieb, daß auch dabei ihm das Leben ähnlich sei. 6. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richtschnur gehn. Was ich hier zum Grunde lege, müsse wie ein Felsen stehn, daß mein Geist auch Rat und That „geb. Il in den größten Nöten hat. 7. Laß dein Wort mir einen Spiegel, Jesu nachzufolgen, sein. lunde, Drück darauf dein Gnadensiegel; igt, schließ den Schatz im Herzen ein, daß ich fest im Glauben steh, bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, 1672—1737. Kirche und Gnadenmittel. Mel. Herz und Herz vereint zusammen. 148 ort des Lebens, lautre Quelle, die vom Himmel sich ergießt, Lebenskräfte giebst du jedem, der dir Geist und Herz erschließt, der sich wie die welke Blume, die der Sonnenbrand gebleicht, ö dürstend von dem dürren Lande zu der Quelle niederneigt. d 2. Ohne dich, was ist die Erde? n Ein beschränktes, finstres Thal. Ohne dich, was ist der Himmel? 0 Ein verschlossner Freudensaal. Ohne dich, was ist das Leben? Ein erneuter finstrer Tod. 2 Ohne dich, was ist das Sterben? 2 Nachtgraun ohne Morgenrot. 3. Wort des Lebens, du erleuchtest, doch erwärmst du auch zugleich; eine Hölle offenbarst du, aber auch ein Himmelreich. Furchtbar schreckest du den Sünder aus der dumpfen, trägen Ruh; doch mit Liebe deckst du wieder jedes Büßers Fehle zu. 4. Einen Richter lehrst du fürchten, der mit rechter Wage wägt, doch auch einen Vater lieben, der mit Langmut alle trägt, xů einen Gott, der den geliebten eingen Sohn zum Opfer giebt, n der an ihm die Sünde richtet d und in ihm die Sünder liebt. 5. Wort des Lebens, wer dich höret n dem versprichst du ewges Heil; u doch nur dem, der dich bewahret, 3 wird das Kleinod einst zuteil. Nun so will ich dich bewahren, * SE& Schwert des Geistes, Gottes Wort! Hilf mir hier auf Erden streiten und die Kron erwerben dort. f Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1850 166 lle, eßt, 01—185⁵0 3. Taufe und Konfirmation. Mel. Mir ist Erbarmung widerfahren. 149. Bermherziger, laß deiner Gnade jetzt dieses Kind empfohlen sein, das wir im heilgen Wasserbade nach deines Sohns Befehl dir weihn; erfülle, was dein Wort verheißt, an ihm, Gott Vater, Sohn und Geist! 2. Regiere nun das ganze Leben auch dieses Kindes, treuer Gott! Dir sei und bleib es stets ergeben. Sei du mit ihm in Glück und Not! Ach, führ es selbst auf rechter Bahn; nimm es zuletzt in Ehren an! 3. Laß uns die Wohlthat recht ermessen, die uns die Taufe zugewandt, und nie, o Herr, den Bund vergessen, der uns so fest mit dir verband. Uns alle stärk zu neuer Treu, daß über uns dein Friede sei! 150. Bei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts soll mich von dir vertreiben; deine Wege will ich gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft, wie der Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. Könnt ichs irgend besser haben, als bei dir, der allezeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? 167 CTaufe und Konfirmation. 149. 150 40 6 Kirche und Gnadenmittel. Könnt ich je getroster werden, als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus that, mir thut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen, teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich, so in Freude, wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nur auf dieser Erden nahe, bis mein Tag sich neigt! Wenn es einst will Abend werden und die Nacht herniedersteigt, wenn mein Aug wird dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Karl Johann Philipp Spitta, 1801-—1 Mel. Gott des Himmels und der Erden. R Zuter Hirt, der seine Herde 151. G mit dem eignen Blut erkauft, daß dies Kind dein eigen werde, ward es heut auf dich getauft und im heilgen Wasserbad eingetaucht in deine Gnad. 168⁸ — / „1801—19ʃ zuft, Taufe und Konfirmation. 2. Schaff ihm nun ein Herz, ein neues, und gieb ihm gewissen Geist, daß es stets als ein getreues, stilles Lamm dich liebt und preist und, von Weltlust unbethört, stets auf deine Stimme hört. 3. Und wenn sichs von dir verirrte in des Lebens Wüstenei, geh ihm nach, du treuer Hirte, daß es unverloren sei, und am Ende seiner Bahn trag es selig himmelan! 152 Ich bin getauft auf deinen Namen, .Gott Bater, Sohn und heilger Geist! Ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christum eingesenkt; ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, mein teurer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt. Ich hab, o Herr, aus reinem Triebe, dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab der Sünde schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall gethan. Julius Sturm, geb. 1816. Kirche und Gnadenmittel. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen thut. 6. Laß meinen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist; halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt,— so leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach, 1693—1735 153. J Och bleib bei dir. Wo könnt ichs besser haben baagt XMir ist so wohl in deiner Liebeshut. Du schmückest mich mit ewgen Liebesgaben, den du erkauft mit deinem heilgen Blut. O, weich mit deiner Gnade nicht von mir, so weich ich nimmer, guter Hirt, von dir. 2. Ich bleib bei dir. Du lohnst mit ewgem Lehen mit ewgem Sieg nach dieses Lebens Streit. Was kann die Welt dem armen Herzen geben, als kurze Freud und ewges Herzeleid? Für kurze Freuden tausch ich ewge ein; drum will ich nur bei dir, mein Heiland, sein. 3. Ich bleib bei dir. Es kann mit allen Schätzen, mit allen Gaben und mit aller Lust die ganze Welt ja nimmer den ergötzen, dem deine Liebe wohnet in der Brust. Du arme Welt, ich sehn mich nicht nach dir; ich bleib bei Jesu, und er bleibt bei mir. 4. Ich bleib bei dir, der du dich hingegeben für alle Welt in heilgem Liebesdrang. Ach wäre doch mein ganzes, ganzes Leben dir, lieber Herr, ein heilger Lobgesang! Dann spräch ich einst in meiner letzten Pein: ich bleib bei dir und bin nun ewig dein. Adolf Moraht, 1805—188“ 17⁰ nd herz der Him dieweil das aus se am Kreu auch ihn⸗ Taufe und Ronfirmation. Mark. 10, 14. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 15⁴4 Lasfet die Kindlein 4· kommen zu mir, spricht Gottes Sohn, sie sind mein Freud und Wonne; ich bin ihr Schild und Kron. Auch für die Kindelein, daß sie nicht wär'n verloren, bin ich ein Kind geboren; drum sie mein eigen sein. 693—11 2. Der Herr gar freundlich küsset . und herzt die Kindelein, ser habal hezeugt mit Worten süße, Shut. der Himmel soll ihr sein, dieweil sein teures Blut, das aus sein'n heilgen Wunden am Kreuzesstamm geronnen, auch ihnen kommt zu gut. em Lehnn 3. Drum nach Christi Ver⸗ langen bringet die Kinder her, damit sie Gnad erlangen; niemand es ihnen wehr. Führet sie Christo zu; er will sich ihr'r erbarmen. Legt sie in seine Arme, darin sie finden Ruh. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, ihr Seele Gott gefällt; denn sie sind Gottes Erben, lassen die schnöde Welt, sind frei aller Gefahr und dürfen hier nicht leiden; sie loben Gott mit Freuden dort bei der Engel Schar. Kornelius Becker, 1561-1604. 15⁵5 Licbster Jesu, wir sind hier, 154. 155 deinem Worte nachzuleben; dieses Kindlein kommt zu dir, weil du den Befehl gegeben, daß man Kindlein zu dir führe; denn das Himmelreich ist ihre. 2. Darum eilen wir zu dir; nimm das Pfand von unsern Armen! Tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 3. Hirte, nimm dein Schäflein an; Haupt, mach es zu deinem Gliede! Himmelsweg, zeig ihm die Bahn; Friedefürst, sei du sein Friede! 156. 157⁷ Kirche und Gnadenmittel. Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe! 4. Nun, wir legen an dein Herz, was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen: ja, den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben! Benjamin Schmolck, 1672—n 4. Abendmahl. Joh. 1, 29. 156 Chrꝛiste du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Vel, erbarm dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gieb uns deinen Frieden! Amen. Nach dem altkirchlichen Agnus Dei deutsch zuerst 153. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 157 Hen du wollst uns vollbereiten zu deines Mahles Seligkeiten; sei mitten unter uns, o Gott! Laß uns, Leben zu empfahen, mit glaubensvollen Herzen nahen und sprich uns los von Sünd und Tod! Wir sind, o Jesu, dein; dein laß uns ewig sein! Amen, Amen! Anbetung dir! Einst feiern wir das große Abendmahl bei dir. 17² =+.......F‚‚.„‚* D N 167²2—05 er Wel, zuerst I Abendmahl. 2. Nehmt und eßt zum ewgen Leben das Brot, das euch der Herr gegeben; die Gnade Jesu sei mit euch! Nehmt und trinkt zum ewgen Leben 5 Kelch des Heils, auch euch gegeben; ererbt, ererbt des Mittlers Reich! Wacht! Eure Seele sei bis in den Tod getreu! Amen, Amen! Der Weg ist schmal; klein ist die Zahl, die dort eingeht zum Abendmahl. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724- 1803. 158 Hes sei gelobet, daß du hast dein Leben * für uns Sünder hingegeben. Stärk unsern Glauben; deine Himmelsspeise heilige uns dir zum Preise. Erbarm dich unser! 2. O, gieb uns allen deine Gnad und Segen, daß wir gehn auf deinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß dein Christenvolk dich freue. Erbarm dich unser! Nach Luthers Bearbeitung eines vorreformatorischen Liedes. Mel. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. 159.0 Qch Ahfelte Herr, und suche dich, mühselig und beladen; Gott, mein Erharmer, würdge mich des Wunders deiner Gnaden! Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Goites und des Menschen Sohn, mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh; ich suche Ruh und finde sie im Glauben der Erlösten. 158. 159 Kirche und Gnadenmittel. 2. Dich bet ich zuversichtlich an; du bist das Heil der Sünder. Du hast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet. Du hast für mich dich dargestellt; Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich:„sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben. Du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen; laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert, 1716—N 17⁴ bot; 1716—8 Abendmahl. Mel Schmücke dich, o liebe Seele. 160 Gesu, Freund der Menschenkinder, NI Heiland der verlornen Sünder, der zur Sühnung unsrer Schulden Kreuzesschmach hat wollen dulden, wer kann fassen das Erbarmen, das du trägest mit uns Armen? In der Schar erlöster Brüder fall ich dankend vor dir nieder. 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner Füll entgegen. In dem Elend meiner Sünden soll bei dir ich Hilfe finden; meine Schulden willst du decken, mich befrein von Furcht und Schrecken, willst ein ewig selges Leben als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Mich, den Zweifelnden, den Schwachen, willst du fest im Glauben machen, ladest mich zu deinem Tische, daß mein Herz sich dort erfrische. So gewiß ich Wein genossen, ist dein Blut für mich geflossen; so gewiß ich Brot empfangen, werd ich Heil in dir erlangen. 4. Ja du kommst, dich mit den Deinen in dem Nachtmahl zu vereinen; du, der Weinstock, giebst den Reben Mut und Kraft zum neuen Leben; durch dich muß es mir gelingen, reiche gute Frucht zu bringen und durch Frömmigkeit zu zeigen, daß ich gänzlich sei dein eigen. 5. Nun so sei der Bund erneuet und mein Herz dir ganz geweihet! Auf dein Vorbild will ich sehen und dir nach, mein Heiland, gehen; was du hassest, will ich hassen, stets von dir mich leiten lassen; 17⁵ Kirche und Gnadenmittel. was du liebest, will ich lieben, nie durch Untreu dich betrüben. 6. Doch ich kenne meine Schwäche; schwer ist, was ich dir verspreche. Werd ich dir auch Glauben halten und im Guten nie erkalten? O, steh du mir bei und stärke mich zu jedem guten Werke; hilf, daß ich die Lust zur Sünde durch dich kräftig überwinde. 7. Gieb, daß ich und alle Christen sich auf deine Zukunft rüsten, daß, wenn heut der Tag schon käme, keinen, Herr, dein Blick beschäme. Schaff ein neues Herz den Sündern; mache sie zu Gotteskindern, die dir leben, leiden, sterben, deine Herrlichkeit zu erben. 8. Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, daß wir mit der Engel Chören, Herr, dich schaun und ewig ehren? Hallelujah, welche Freuden sind die Früchte deiner Leiden! Danket, danket, fromme Herzen, ewig ihm für seine Schmerzen! Nach Johann Kaspar Lavater(1741—18⁰0D von Johann Samuel Diterich, 1721—7N. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 1 61 Konm, mein Herz! In Jesu Leiden N strömt auch dir ein Quell der Freuden Stille hier dein sehnlich Dürsten an dem Mahl des Lebensfürsten. Daß ich einen Heiland habe, mich in seinem Heile labe und in sein Verdienst mich kleide, das ist meines Herzens Freude. 1—18⁰x⁰ —17H⁷. den Freuden Abendmahl. 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der Himmelsreise täglich meine Seelenspeise; daß ich einen Heiland habe, bleibt mein alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Leiden zu genießen;— 3. Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen; nimmer will ichs nun verschweigen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde! Wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht verschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner! Was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe? Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet, daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja den Schritt in Todes Rachen gern gethan, mich los zu machen. Hirche und Gnadenmittel. 7. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden! Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden! Daß ich einen Heiland habe, der die arme Seele labe, muß dies nicht mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen; er gebietet mir zu trinken, und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen? Ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. 11. Will hinfort mich etwas quälen oder wird mir etwas fehlen oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Eanst Bottlie Wottersdorf. M5—-m. bu Sreun 178 lchnich 62. Der He Oer süf an Huld der E will Gaf und wu was er 2. Kt und wer Rommit hier ist Empfe die heilg die auf erquicket 3. Ko die Not! mit Gott der wun Romm der Sün enpfange das Got 4. O 60 lockst O wunde 80 nahst 163. du meine Abendmahl. 162. 163 Mel. Kommt, Kinder, laßt uns gehen. 6² ommt her, ihr„Ich soll der Sünden Tod * seid geladen! in deinem Blute trinken, Der Heiland rufet euch. vergehen und versinken Oer füße Herr der Gnaden, in deiner Liebe, Gott. an Huld und Liebe reich, ö 5. O Wonne kranker Her⸗ der Erd und Himmel lenkt, zen, vil Gastmahl mit euch halten die mir von oben kam! ind wunderhar gestalten, Verwunden sind die Schmer⸗ was er in Liebe schenkt. en, zagte getröstet ist der Gram. Sirer 4 dem Himmel 1 Anast x eußt und werft die Angsten weg!... lleußt, 4 65 kommther, versöhnte Kinder; hat lieblich sich ergossen; hier ist der Lebenssteg. mein Herz ist gar durchflossen Enpfangt die Himmels⸗ vom süßen Liebesgeist. lust, 6. Drum jauchze, meine die heilge Gottesspeise, Seele, eruicket jede Brust. verkünde und erzähle her, betrübt die tiefe Wundermacht, 3. Kommt di errübte die unermeßlich süß, Ser en, ½% ein Born der Liebe, quillet bi Rot und Jammer drückt, und jeden Jammer stillet, sen nit Gott euch zu vermählen, der fast verzweifeln ließ. der wunderbar beglückt. 7. Or jauch Kommt, legt auf ewig ab—⁴ run jauchze, meine ber Snde bange Säumnis: Seele, eupfanget das Geheimnis, bertunde und 938 Herrn; ver 30 uu Glt vom Hiwmel gab! die Gnade nah und fern, 4.— wunderbare Treue! den Wunderborn im Blut, 60 lockst du mich zu dir? die selge Himmelsspeise, O wunderbare Weihe! die auf verborgne Weise 5o nahst du selig mir? dir giebt das höchste Gut! Ernst Moritz Arndt, 1769-1860. Mel. Wach auf, mein Herz, und singe. 163 Jesu, meine 2. Wie kann ich g'nug⸗ * Wonne, sam schätzen bu meiner Seelen Sonne, dies himmlische Ergötzen „ 5-I hu rendlichster auf Erden, und diese teuren Gaben, lah nich dir dankbar werden! die uns gestärket haben? 17⁰ 12˙ ö die auf verborgne Weise hell aus der Sünden Nacht; 16⁴ Kirche und Gnadenmittel. 3. Wie soll ich dirs ver⸗ danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen; dir dank ich für dein Leiden,‚ den Ursprung meiner Freuden. 5. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 6. Du wollest ja die Sünn die ich noch in mir finde, aus meinem Herzen treihgn und kräftig in mir bleihn 7. Laß mich sie ernslh meiden; laß mich geduldig leiden. Laß mich mit Andacht behh von deinem Weg nie treten- 8. So kann ich nicht ve derben; drauf will ich selig sterba und freudig auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist, 1607-165, 164 Schmüche dich, o liebe Seele; 2 laß die dunkle Sündenhöhle! Komm ans helle Licht gegangen; fange herrlich an zu prangen! Denn der Herr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Gaste laden; der den Himmel kann verwalten, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Dürstend nach dem Himmelssegen eile deinem Herrn entgegen, der mit füßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten. Säume nicht, ihm aufzuschließen; wirf dich hin zu seinen Füßen; sprich: o Herr, laß dich umfassen; von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Mag ein köstlich Gut auf Erden sonst um Geld erkaufet werden, du, o Herr, für deine Gaben willst nicht Erdenschätze haben, und in allen Bergesgründen könnt ich ja kein Kleinod finden, daß ich bei dem heilgen Mahle, Herr, dein Manna dir bezahle. 18⁰ ir finde. in treibg! r bleiben ie ernstt ö leiden. acht behn ie treten⸗ nicht ig sterbn! stehen, ö ehen. 1607-1ʃ05, ö lel! Abendmahl. 4. Ach, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Beides, Wonne und auch Bangen, fühl ich jetzt mein Herz umfangen. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise macht, daß ich voll Staunen merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht kann ergründen? 6. Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen; laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, 1618—1677. 165. 166 Christliches Leben. V. Christliches Leben. 1. Sündenerkenntnis und Reue. 165 A5 hGott und Herr,. 4. Solls ja so sein, 0. wie groß und daß Straf und Pein schwer auf Sünde folgen müssen, sind mein begangne Sünden! so fahr hier fort; Da ist niemand, nur schone dort, der helfen kann, laß mic nicht ewig büßen in dieser Welt zu finden. 5. Gieb auch Geduld. 2. Lief ich gleich weit Vergiß der Schuld; zu dieser Zeit schaff ein gehorsam Herze, bis an der Erden Enden daß ich mein Heil, und wollt los sein mein bestes Teil, des Elends mein, durch Murren nicht verschern würd ich es doch nicht wenden. 6. Verfahr mit mir, 3. Zu dir flieh ich; wie's dünket dir, verstoß mich nicht, ich will es gerne leiden. wie ichs wohl hab verdienet! Nur wollst du mich Ach, geh doch nicht, nicht ewiglich Gott, ins Gericht; von deiner Liebe scheiden. dein Sohn hat mich versühnet. Martin Rutilius(I) 1550-—I08 166. Al zu dir, Herr 2. Mein Sünd ist schwa Jesu Christ, und übergroß meinHoffnung ste htaufrden. und reuet mich von Herza Ich weiß, daß du mein Tröster derselben mach mich frei un bist; los kein Trost mag mir sonst deinen Tod und werden. Schmerzen Von Anbeginn ist nichts und nimm dich mein bein erkorn, Vater an, auf Erden ist kein Mensch der du genug für mich gethan geborn, so 11. ich los der Sündenlas der mir aus Nöten helfen kann. Herr, halt mir fest, Ich ruf dich an; was du auch mir versprocn du bist allein der rechte Mann. hast. 18² 3. Gi din wah aufdaß ie noͤg inn vor all und mei am letzt damit be dis Tod 167. Herr Got dein gnö und mei Denn was Sür wer kan 2. Be die Sün ist do auch in Vor dis muß und deir Ue. ein, in müssen, cheiden. 1550—106 ist schw rgroß n Herzen h frei un und enn .0 bein — gethanz ündenlaf. , ersprohn des Todes Graun sich von u wer kann, 3. Gieb mir durch dein Barmherzigkeit din wahren Christenglauben, ufdaß ich deine Freundlichkeit nög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich; im letzten End dein Hilf mir send, damit behend Sündenerkenntnis und Reue. mir wend. Herr Gott, erhör mein Rufen; dein gnädig Ohr neig her zu mir und meiner Bitt es öffne! Denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist gethan, Herr, bleiben? vor dir 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; tz ist doch unser Thun um⸗ sonst, auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann; dis muß dich fürchten jeder⸗ mann ö und deiner Gnade leben. Psalm 130. 167 us tiefer Not ö schrei ich zu dir, 16² 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Christo, seinem lieben Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott dem werten heil⸗ gen Geist, der uns sein Hilfe allzeit leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Zeit und einst——— in der Ewig⸗ eit Johann Schneesing, 4 1567. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn will ich verlassen mich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer ort, des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So thu das Volk von rechter Art, das aus dem Geist geboren ward, und seines Gottes harre. 183 16⁸ 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat tein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Christliches Leben. Er ist allein der gute Hin, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Martin Luther, 1483—15, Mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. 168. schwer beladen neigt sich unser Haupt vor dir. Unsre Herzen sind voll Schmerzen, Staub und Asch ist unsre Zier. Hab Erbarmen mit uns Armen! Aus der Tiefe rufen wir. 2. Wir verzagen, denn wir tragen auf uns aller Sünden Last, aller Qualen volle 14M1100 die du ausgegossen hast. Hab Erbarmen mit uns Armen! Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wenn du richtest, wenn du sichtest, geht das Zittern vor dir her; wenn uns decken deine Schrecken, dann ist keine Rettung mehr. Hab Erbarmen mit uns Armen! Deine Hand ist uns zu schwer. 4. Herbe Strafe trifft die Schafe, deren Ohr nicht Folge gab; 18⁴ ott der Gnaden, vor dem Schwerte bebt h Herde, die nicht hielt dem Hirtenstah Hab Erbarmen mit um Armen; führ uns nicht zum Tod hinoh! 5. Wir bekennen, Herr, wi nennen laut vor dir die Missethat es ist keiner hier ein Reinn jeder erntet böse Saat. Hab Erbarmen mit um Armen; sieh auf ihn, der für uns balh 6. Hör uns rufen an den Stufen deines hohen Gnadenthronz tilg in Hulden unsre Schuldan in dem Blut des Menschen sohns! Hab Erbarmen mit um Armen; sprich uns los des Sunder lohns! 7. Herr, verzeihe! Ih leihe uns dein priesterlich Gehell Gott, verschone, wenn von Sohne das Erbarmen zu dir flechl Hab wenn d 83 unsrer daß der unser? Hab desu, 9. 8 du bist 169 jamich! ich bin zute Hi wird allen. 83—1545. bebt gi irtenstah mit um od hinab! Herr, wi Missethat n Reingh aat. mit um uns batl n an dun penthrom Schulden Mensches⸗ mit um Sünder el Hh ich Gebel venn von dir flchl Hab Erbarmen mit uns Armen, wenn der Mittler vor dir steht! 8. Jesu, rette, brich die Kette unsrer Finsternis entzwei, daß der Glaube tief im Staube unser Trost und Zuflucht sei! Hab Erbarmen mit uns Armen; Jesu, mach uns wieder frei! 9. Du mußt siegen, wir erliegen; du bist frei, wir sind in Haft; Sündenerkenntnis und Reue. du alleine bist der Reine; wir sind schwach, dein ist die Kraft. Hab Erbarmen mit uns Armen; denk an deine Pilgrimschaft! 10. Wenn du Frieden uns beschieden, fürchten wir die Strafe nicht; dein Versöhnen wird uns krönen mit Gerechtigkeit und Licht. Dein Erbarmen hilft den Armen; du bist unsre Zuversicht! Christ. Rud. Heinr. Puchta, 1808— 1858. 169 Hm ich habe mißgehandelt; jamich drückt der Sünden Last; ich bin nicht den Weg ge⸗ wandelt, den du mir gezeiget hast, und jetzt wollt ich gern aus Schrecken nich vor deinem Zorn ver⸗ stecken. 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthalben sein. Wollt ich über See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich Flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum, ich muß es nur bekennen: Herr, ich habe mißgethan, 18⁵ darf mich nicht dein Kind mehr nennen; ach, nimm mich zu Gnaden an! Laß die Menge meiner Sünden deinen Zorn nicht gar ent⸗ zünden. 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen an dem großen weiten Meer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. 5. Aber, Christe, deine Wunden und dein teuerwertes Blut machen meine Seel gesunden, löschen meiner Sünden Glut; drum will ich, mein Angst zu stillen, mich in dein Erbarmen hüllen. 1697 6 1 17⁰ Christliches Leben. 6. Dir will ich die Last Laß dein'n guten Geist mih aufbinden; treiben, wirf sie in die tiefe See. einzig stets bei dir zu Wasche mich von meinen bleiben. Sünden; mache mich so weiß als Schnee. Johann Franck, 1618—-167. 170 Hed Jesu Christ, du höchstes Gut, * du Brunngquell aller Gnaden, sieh doch, wie ich in meinem Mut mit Schmerzen bin beladen und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewissen ohne Ziel mich armen Sünder quälen. 2. Erbarm dich mein in solcher Last; nimm sie von meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet hast am Kreuz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, kommt alles mir zu Sinn, 171. was ich von je begangen, nicht v so fällt mir aller Mut dahin Hüter, und bin mit Furcht umfangen. Wirt Ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte ganz verloren sein, hald ze wenn ich dein Wort nicht hätte. darein 4. Jedoch dein heilsam Wort, das macht 2. 9 mit seinem süßen Klingen, daß mir das Herze wieder lacht lichte u und froh beginnt zu singen, Seelenf weil Gnade uns dein Wort verheißt Ich für die, die mit zerknirschtem Geist zu dir, o Jesu, kommen. Resu L 5. So komm ich jetzt zu dir allhie womm, in meiner Not geschritten 3. 2 und will dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten. da die 186 171. Sündenerkenntnis und Reue. verzeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab gefündigt. 6. Vergieb mir doch, o Herr, mein Gott, um deines Namens willen! Du wollst in mir die große Not der Uebertretung stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deines Geistes Mut; heil mich durch deine Wunden. Wasch mich mit deiner Gnade Flut in meinen letzten Stunden und führ mich einst, wenn dirs gefällt, im rechten Glauben aus der Welt zu deinen Auserwählten. Bartholomäus Ringwald, 1530— 1597(2). üter, wird die Nacht der Sünden nicht verschwinden? Hüter, ist die Nacht schier hin? Wird die Finsternis der Sinnen hald zerrinnen, darein ich verhüllet bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden lichte werden! Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; gesu Liebe, komm, beeile deinen Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde Jes. 21, 11. der Erscheinung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, weil du kommen; aber ich bin lauter Nacht; darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Finsternis vollziehn? 17² Christliches Leben. Wie kann ich die Liebe üben, 8. Nur die Decke vor den Demut lieben Augen und der Nacht Geschäfte fliehn? kann Kuan taugen; 6. Ach, daß länger meine seine Klarheit kann nicht ein Gerle 5 Wenn sein helles Licht den sich nicht quäle, Seinen zünd dein Feuer in mir an! soll erscheinen, Laß mit— Kind der muß das Auge reine sein. rden 9. Ai helle werden, DaAuge daß ich Gutes wirken kann. die was taugen; 7. Das Vernunftlicht kann rühre meine Augen an! das Leben Denn das ist die größte mir nicht geben; Plage, Jesus und sein heller Schein, wenn am Tage Jesus muß das Herz an⸗ man das Licht nicht sehen blicken kann. und erquicken, Christi iedrich Ri Jesus muß die Sonne sein. 2 11015—171l.— Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 172 cch erhebe mein Gemüte 2 N sehnsuchtsvoll, mein Gott, zu dir. Ich erkenne deine Güte; o, wie teuer ist sie mir! Gott der Liebe und des Lebens, keiner harrt auf dich vergebens; nur Verächter deiner Huld stürzet ihre eigne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; zeige deinen Willen mir. Daß ich richtig wandeln möge, führe du mich selbst zu dir. Gott, du siehest mein Vertrauen; sicher kann ich auf dich bauen; deine Vatertreue ist ewig, wie du selber bist. öů 3. Ach, gedenke, Herr, der Sünden meiner Jugendjahre nicht; laß mich Gnade vor dir finden; geh nicht mit mir ins Gericht. 188 Sündenerkenntnis und Reue. Alle Sünden, die uns reuen, willst du, Vater, ja verzeihen. 10. O so höre denn auch mich! icht ein. Meine Seele hofft auf dich. icht dn 4. Gott, du willst des Sünders Leben; dir ist seine Seele wert. ö Gnädig willst du ihm vergeben, sein. wenn er sich zu dir bekehrt. gesunde Mitten auf dem Sündenwege machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht an! umkehrt; du verwirfst ihn nicht. größte 5. Allen, die zu dir sich wenden, ö über ihre Schuld betrübt, willst du Trost und Rettung senden, t sehen wenn ihr Herz sich dir ergiebt. Freude schenket deine Güte Richter dem geängsteten Gemüte, welchem du die Sündenlast liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn ergeben; dir. Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem Angesicht! Keine schnöde Lust der Sünden soll mich ferner überwinden. Ach, bewahr, ich bitte dich, meinen Geist und stärke mich! Johann Kaspar Lavater, 1741— 1801. 173 Och will von meiner Missethat N zum Herren mich bekehren; du wollest selbst mir Hilf und Rat hierzu, o Gott, bescheren und deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewähren. 2. Der Mensch kann von Natur doch nicht sein Elend recht empfinden, bleibt ohne deines Geistes Licht blind, taub und tot in Sünden; Christliches Leben. verkehrt ist Herz, Verstand und Thun; des großen Jammers komm mich nun, o Vater, zu entbinden. 3. Herr, klopf in Gnaden bei mir an und führ mir wohl zu Sinnen, was Böses ich vor dir gethan; du kannst mein Herz gewinnen, daß ich aus Kummer und Beschwer laß über meine Wangen her viel heiße Thränen rinnen. 4. Du hast in Christo mich erwählt tief aus der Höllen Fluten, daß niemals mir es hat gefehlt an irgend einem Guten; und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruten. 5. Bisher hab ich in Sicherheit fein unbesorgt geschlafen, gesagt: es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen; er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort; es hat Geduld der Hirte mit den Schafen. 6. Dies alles jetzt zugleich erwacht; mein Herz will mir zerspringen. Ich sehe deines Donners Macht und Feuer auf mich dringen. Es regt sich wider mich zugleich des Satans und der Hölle Reich, die wollen mich verschlingen. 7. Herr Jesu, nimm mich bei dir ein; ich flieh zu deinen Wunden, die du, o Heiland, wegen mein am Kreuze hast empfunden, als unser aller Sünden Müh dir, o du Gotteslamm, ward hie zu tragen aufgebunden. 19⁰ Sündenerkenntnis und Reue. 8. Wollst mich durch deines Todes Pein und durch dein heilig Leiden, von allen meinen Sünden rein, in deine Unschuld kleiden. Von wegen deines Kreuzes Last erquick, was du zermalmet hast, mit deines Trostes Freuden. 9. So angethan will ich mich hin vor deinen Vater machen. Ich weiß, er lenket seinen Sinn und schaffet Rat mir Schwachen. Er weiß, was Fleischeslust und Welt und Satan uns für Netze stellt, die uns zu stürzen wachen. 10. Wie werd ich mich mein Leben lang vor solcher Plage scheuen durch deines guken Geistes Drang, den du mir wollst verleihen, daß er von aller Sünden List und dem, was dir zuwider ist, helf ewig mich befreien. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg, 1627—1667. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 17⁴4 Mag über uns dein Eifer flammen, * weil wir vor dir nicht recht gethan, mag uns das eigne Herz verdammen, wir wagens dennoch, dir zu nahn; wir treten vor dein Angesicht: verwirf, o Herr, verwirf uns nicht! 2. Du siehst, wie uns die Sünden brennen; wir wissen keinen andern Rat, denn dir von Herzen zu bekennen all unsre Schmach und Missethat; und was vergessen unser Mund, das lies in unsrer Seelen Grund. 3. Wir können nicht vor dir bestehen; ach, geh nicht mit uns ins Gericht! Christliches Leben. Wir beugen unsre Knie und flehen: verwirf Uns nicht, verwirf uns nicht! Nimm uns um Christi willen an, der auch für uns genug gethan. 4. Wir zitterten vor deinem Throne und suchten bebend zu entfliehn, wenn du im eingebornen Sohne nicht den Versöhner uns verliehn, das Lamm, das sich in Tod und Grab für unsre Schuld und Sünde gab. 5. Herr, wollest länger nicht verhüllen ö dein Antlitz, hör auf unser Schrein; um Christi, deines Sohnes, willen laß leuchten deiner Gnade Schein! ö ö Es floß ja auch für uns zu gut ö vom Kreuz sein heilig Opferblut. 6. Vergieb, vergieb uns unsre Fehle, x ob uns das eigne Herz verdammt, ö und gieß in unsre bange Seele den Frieden, der vom Himmel stammt, . und send uns deinen heilgen Geist, der uns der Sünde Macht entreißt. ö 4 Julius Sturm, geb. I8ʃ6, * Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. i frommer und getreuer Gott, 17⁵. O ich hab gebrochen dein Gebot und sehr gesündigt wider dich! Das ist mir leid und reuet mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott, nicht Lust hast an des Sünders Tod, x UWH so ist dein herzliches Begehr, daß ich mich wieder zu dir kehr. x ů 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, ich armer Sünder zu dir komm x und bitt durch deines Sohnes Tod: n erbarm dich mein in meiner Not! 4. Verschon, o Herr, laß deine Huld zudecken alle meine Schuld, so werd ich arm verlornes Kind ledig und los all meiner Sünd. N 192 Sündenerkenntnis und Reue. 5. Ich will, o Herr, nach deinem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, N damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit. Nach Johann Leon(T 1597) vor 1643. Psalm 51, 12—14. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 176 O großer Gott, du reines Wesen, * der du die reinen Herzen dir zur steten Wohnung auserlesen, ach, schaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das von der argen Welt sich rein und unbefleckt erhält. 2. Vor allem mache mein Gemüte durch ungefärbte Buße rein und laß es, Herr, durch deine Güte in Christi Blut gewaschen sein; dann mache mich zur Reinigkeit des Lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich mit deinem Geiste, der mein getreuer Beistand sei und mir erwünschte Hilfe leiste. Gott, stehe mir aus Gnaden bei und gieb mir einen solchen Geist, ot der neu, gewiß und willig heißt. 4. Doch weil ich meine Schwachheit merke mein Vater, so verwirf mich nicht und stoß mich wegen meiner Werke ja nicht von deinem Angesicht. Laß mich hier in der Gnade stehn und dort in deinen Himmel gehn. ö 5. Nimm deinen Geist, den Geist der Liebe, ja nun und nimmermehr von mir und leite mich durch seine Triebe, durch seinen Beistand für und für. Auch führe du mich durch die Zeit hin zu der reinen Ewigkeit. Johann Olearius, 1611—1684 eb. I8l6, Christliches Leben. 177 O Vater der Barmherzigleit, ich falle dir zu Fuße; verstoß den nicht, der zu dir schreit und thut noch endlich Buße! Was ich begangen wider dich, verzeih mir alles gnädiglich durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wunderthat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat in allem, wo mirs fehlet; gieb Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen! O Gottes und des Menschen Sohn, erbarm dich mein und mein verschon; hör auf mein kläglich Rufen! 4. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust anficht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmermehr Begier nach Reichtum, Lust und Ehr in meinem Herzen herrsche! 5. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg mag dämpfen, auf daß mir Krankheit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Thür zum Leben. 194 David Denicke, 1603—1080, ist, Sündenerkenntnis und Reue. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 178 Wir liegen hier zu deinen Füßen, —* ach Herr von großer Güt und Treu, und fühlen leider im Gewissen, wie sehr dein Zorn entbrennet sei. Das Maß der Sünden ist erfüllt; ach, weh uns, wenn du strafen willt! 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen; gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort heißt immer Ja und Amen; dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du wilft der Sünder Tod ja nicht; ach, geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen vor dir in dem Staube, und unser Herz ist ganz zerknirscht; nur tröstet uns allein der Glaube, daß du dich noch erbarmen wirst. Ja, du hast noch ein Vaterherz; drum sieh doch jetzt auf unsern Schmerz. 4. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade hast erz zeigt, dein Herz dem Sünder zugeneigt. 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner Hut verlassen stehn. Ach, sammle uns in deinem Schoß und mach uns aller Plagen los. 6. Gieb Fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, 26— eile Zeit; laß Lieb und Treu sich stetig küssen und fördre die Gerechtigt keit. Krön unser Feld mit deinem Gut; nimm 5 und Haus in deine Hut, So wollen mir dir Opfer bringen, dein eigen sein mit Leib und Seel. 1²79 Christliches Leben. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, 6. und dein erlöstes Israel denk stimm in die Lieder Zions ein: Wah der Herr soll mein Gott ewig sein! ans Benjamin Schmolck, 1672—57. dos der n 6. 2. Glaube und Rechtfertigung.„tet' ur Cph. 2, 8—9. dann ö 179 A Gnaden soll ich selig werden! Be ö Herz, glaubst du's oder glaubst du's nichth dem é Was willst du dich so blöd gebärden? 8. ö Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht, das so muß auch dieses Wahrheit sein: wenn aus Gnaden ist der Himmel dein! nichts 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen; W die eignen Werke fallen hin. wenn Der Mittler, der im Fleisch erschienen, ö 9. hat diese Ehre zum Gewinn, ich gl daß uns sein Tod das Heil gebracht Ichek und uns aus Gnaden selig macht. doch ö 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort:„aus Gnaden“ M 4 so oft dich deine Sünde plagt, weil * so schwer du immer bist beladen, so oft dich dein Gewissen nagt; ö was die Vernunft nicht fassen kann, K das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden ö dar und übernahm die Sündenlast. we en Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? A Sprich, wes du dich zu rühmen hast? das ö Wars nicht, daß er dein Bestes wollt für und dir aus Gnaden helfen sollt? erk E 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt. ger UR Was alle Knechte Jesu schreiben, un V was Gott in seinem Worte preist, un worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Sohnes Blut. 196 znaden“, Glaube und Rechtfertigung. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht:„wohlan, ich greif auch zu.“ Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch nimmt er nicht zu Gnaden an, der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei; nur wenn der Sünder sich bekehret, dann lernt er erst, was Gnade sei. Beim Sündgen scheint die Gnad gering; dem Glauben ists ein Wunderding! 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgethan, wenns unter Angst und heißen Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben ich glaube, darum ist mir wohl. Ich kenn mein sündliches Verderben, doch den auch, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. Christian Ludwig Scheidt, 1709-1761. 180 Chꝛisti Blut und Gerechtigkeit, »das ist mein Schmuck und Ehrenkleid; damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. Das heilige, unschuldge Lamm, das an dem rauhen Kreuzesstamm für meine Sünd gestorben ist, erkenn ich für den Herrn und Christ. 3. Ich glaube, daß sein teures Blut genug für alle Sünden thut und daß es Gottes Schätze füllt und ewig in dem Himmel gilt. 4. Drum soll auch Jesu Blut allein mein Trost und meine Hoffnung sein; 181. 182 Christliches Leben. im Leben und in Todesnot bau ich allein auf Jesu Tod. 5. Und würd ich durch des Herrn Verdienst auch noch so treu in seinem Dienst, ö gewönns auch allem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab, ö 6. So will ich, wenn ich zu ihm komm, ö nicht denken mehr an gut und fromm, ö sondern: da kommt ein Sünder her, der gern fürs Lösgeld selig wär. ö ö 7. So lang ich noch hienieden bin, ö so ist und bleibet das mein Sinn: ö ich will die Gnad in Jesu Blut ů bezeugen mit getrostem Mut. 8. Gelobet seist du, Jesu Christ daß du ein Mensch geboren bist N und hast für mich und alle Welt bezahlt ein ewig Lösegeld. n 9. Du Ehrenkönig, Jesu Christ, des Vaters einger Sohn du bist; erbarme dich der ganzen Welt ö und segne, was sich zu dir hält. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1700, ö nach einem schon um 1640 bekannten Liede. RII 1 1 8 Der Glaube hilft, wenn nichts mehr helfen kann WIi +. 2 der Glaube dringt zu Christo sich hinan. Der Glaube sieht durch alle Finsternisse; der Glaube bricht durch alle Hindernisse. ö 2. Der bloße Glaub ergreifet Christi Kleid; der schwache Glaub lehnt sich an Christi Seit. ö Der kleinste Glaub thut eitel Wundersachen; wer Glauben hat, kann alles möglich machen. . ö ö Karl Ludwig v. Pfeil, 1712—178¼. Iun ö V Röm. 3, 28. ͤ 182 Eꝰ ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Güte; die Werke helfen nimmermehr, sie mögen nicht behüten. 198 0—⁰9, iede. fen kann hinan. Glaube und Rechtfertigung. Der Glaub sieht Jesum Christum an, der hat genug für uns gethan; er ist der Mittler worden. 2. Gerecht vor Gott sind die allein, die dieses Glaubens leben; dann wird des Glaubens heller Schein durch Werke kund sich geben. Der Glaub ist wohl mit Gott daran, und aus der Nächstenlieb sieht man, daß du aus Gott geboren. 3. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage. Wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott nicht feste Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist und braͤucht an uns kein arge List, das soll'n wir ihm vertrauen. 4. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutthat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist; der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns begonnen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 5. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd G'scheh wie im Himmelsthrone; das täglich Brot noch heut uns werd; wollst unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern thun; laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Übel. Amen. Nach Paul Speratus, 1484—1554 Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 183 wge Liebe, mein Gemüte — waget einen kühnen Blick in den Abgrund deiner Güte. Send ihm einen Blick zurück, einen Blick voll Heiterkeit, der die Finsternis zerstreut, Christliches Leben. die mein blödes Auge drücket, wenn es nach dem Lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o Liebe, daß du dich erbarmet hast und aus einem freien Triebe den erwünschten Schluß gefaßt, der im Fluch versenkten Welt durch ein teures Lösegeld, durch des eignen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O ein Ratschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der so einer Welt voll Armen Gnade, Trost und Hilfe beut! Liebe, die den Sohn nicht schont, der in ihrem Schoße wohnt, um die Sünder zu erretten aus den schweren Sündenketten. Doch du hast, o weise Liebe, eine Ordnung auch bestimmt, daß sich der darinnen übe, der am Segen Anteil nimmt: wer nur an den Mittler gläubt und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern Heil und Leben sehen. 5. Liebe, dir sei Lob gesungen für den gnadenvollen Schluß, den die Schar verklärter Zungen rühmen und bewundern muß, den der Glaub in Demut ehrt, die Vernunft erstaunet hört und umsonst sich unterwindet, wie sie dessen Tief ergründet. 6. Liebe, laß mich dahin streben meines Heils gewiß zu sein; richte selbst mein ganzes Leben so nach deinem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, 200⁰ —————2— .— Glaube und Rechtfertigung. mir zum Zeugnis dienen möge, ich sei auf dem Himmelswege. 7. Laß mich meinen Namen schauen in dem Buch des Lebens stehn; dann so werd ich ohne Grauen selbst dem Tod entgegen gehn. Keine Kreatur wird mich, den du liebest, ewiglich deiner Hand entreißen können noch von deiner Liebe trennen. Johann Jakob Rambach, 1693—-1735. 184 G²⁴ hin, ihr gläubigen Gedanken, ins weite Feld der Ewigkeit; erhebt euch über alle Schranken der alten und der neuen Zeit; erwägt, daß Gott die Liebe sei, die ewig alt und ewig neu. „Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron; in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, 201 Christliches Leben. daß jeder Tag sein Zeugnis giebt: Gott hat mich je und je geliebt! 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hierher gebracht? Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein,— dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 11. Ach, könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir gethan; nichts ist so köstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde da mein durch dich erlöster Geist 20² Mit Go hab ich: und für Die W die Liebe ich bin 2. Id und sein k trifft! Lom Sir Mein He von mir ich komm Drum Der Vatt ich bin e 3. Ich der Held der Fein Zur Höll die Schlü en Glaube und Rechtfertigung. 185. 186 im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Johann Gottfried Herrmann, 1707 1791. 185. 0 Ib bin erlöst er schloß die Pforte zu. durch meines Ich trete frei zu Gottes Mittlers Blut Throne, und seinen Kreuzestod. hab alles Heil in seinem Mit Gott versöhnt Sohne; hab ich nun Trost und Mut ich bin erlöst! und fürchte keine Not. Die Weisheit hat mein Heil 4. Ich bin erlöst; erfunden, was ists, das mich erschreckt? die Liebe glorreich überwun⸗ Licht wird die Todesnacht, ö den; aus der mich bald ih bin erlöst! der Herr des Lebens weckt . zu seines Himmels Pracht. 2. Ich bin erlöst; Werd ich ins stille Grab s trifft des Donners Spruch inar mi tragen, vom Sinai mich m; 6— Mein Heiland nahm so ruh ich iagen Prüfungs von mir den shweren Fluch; ich komm nicht ins Gericht. ich bin erlöst! Daum Gnält mich nicht, be⸗ 5. Ich bin erlöst; reute Sünden! in Frieden fahr ich hin, Der Vater läßt mich Gnade ist meine Stunde da. finden; Der Tod wird mir ich bin erlöst! zum seligsten Gewinn; 3. Ich bin erlöst; mein— ist mir nah. der Held zerriß das Band Er führt Imich in sein selig 5 der Feinde meiner Ruh. Leben; Zur Hölle hat da werd ich ewig ihn erheben; die Schlüssel seine Hand: ich bin erlöst! Joh. Christian Wagner, 1747—1825. Mel. Mir ist Erbarmung widerfahren. 186 Ochͤ bin im Himmel angeschrieben; N ich bin ein Kind der Seligkeit. Was kann die Sünde mich betrüben und alles Leiden dieser Zeit? Christliches Leben. Ich weiß, daß ich von Anbeginn in Christo auserwählet bin. 2. Das Lamm hat mich mit seinem Blute gezeichnet in das Lebensbuch und mir erlanget alles Gute: Erlösung von dem Tod und Fluch. Was ists doch, das mein Herze quält? Ich bin zum Himmel auserwählt. 3. Kein Teufel soll den Trost mir rauben, daß ich erwählt von Anbeginn, daß ich aus Gnaden durch den Glauben an Christi Blut erlöset bin. So leb ich denn und sterbe drauf, Auf Christum schließ ich meinen Lauf. Salomo Franck, 1659—17V, Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 187 ch habe nun den Grund gefunden, * N der meinen Anker ewig hält; wo anders als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, der Grund, der unbeweglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. ö 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. ö 3. Wir sollen nicht verloren werden; Gott will, uns soll geholfen sein; 0 deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; WHf deswegen klopft er für und für * so stark an unsre Herzensthür. 40 4. O Abgrund, welcher alle Sünden V6 durch Christi Tod verschlungen hat! W das heißt die Wunde recht verbinden; da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 204 88. ich weiß, wenn alle wie Stau ich weif wo alles wo Wahn und Trus 2. Ich ich weiß, auf ewger steht diese Es sii die Wort on diesem holt ich u 3. Aue der mir d Glaube und Rechtfertigung 5. Darein will ich mich gläubig senken; dem will ich mich getrost vertraun, te und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit! * 6. Bei diesem Grunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt. en, Das will ich denken, thun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einst auch nach der Zeit: Abgrund der Barmherzigkeit! ich glaube; ich weiß, was fest besteht, wenn alles hier im Staube, wie Staub und Rauch ver⸗ weht; po alles wankt und fällt, wo Wahn die Weisen treibet lund Trug die Klugen hält. 2. Ich weiß, was dauert; ich weiß, was nie verläßt; auf ewgem Grund gemauert sieht diese Schutzwehr fest. Es sind des Worte, die Worte fest und klar; on diesem Felsenhorie halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, ber mir die Feste baut; Johann Andreas Rothe, 1688 ich weiß, was ewig bleibet, ewig Heilands 1758. 2 Tim. 1, 12. Mel. Valet will ich dir geben. den, 188 Ich weiß, an wen es ist der Herr der Geister. auf den der Himmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Heilgen dienen,— ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der nimmermehr wanken, mein Heiland und mein Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort, 5. Er, den man blut⸗ bedecket am Abend einst begrub, er, der von Gott erwecket sich aus dem Grab erhub, der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schenkt. kann 189 Christliches Leben. der mich mit Gnade krönet und in dem Erdenstaube und ewig mein gedenkt. nicht mit als Staub verweh Es bleibet mir im Graun d 6. Drum weiß ich, was des Todes ungeraubt; ich glaube; es schmückt auf Himmelsaun x ich weiß, was fest besteht mit Kronen einst mein Haun d Ernst Moritz Arndt, 1769—1800. 1 Mel. Aus Gnaden soll ich selig werden. i 189 Cch weiß von keinem andern Grunde, 5 H. als den der Glaub in Christo hat; ich weiß von keinem andern Bunde, ö von keinem andern Weg und Rat, als daß man elend arm und bloß 0 sich legt in seines Vaters Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen . und eil ihm immer besser zu; ö ich bin auch von ihm aufgenommen 6 und finde bei ihm wahre Ruh; er ist mein Kleinod und mein Teil, I und außer ihm weiß ich kein Heil. ö 3. Ich bleib in Christo nun erfunden 100 und bin in ihm gerecht und rein; 119. bleib ich mit ihm nur stets verbunden, saget doch so kann ich immer sicher sein; welche vi 1410 Gott sieht auch mich in Christo an,— auf verle wer ist, der mich verdammen kann? Hier 4. Ich fühle noch in mir die Sünde; doch schaden kann sie mir nicht mehr, Hesus nit weil ich in Christo mich befinde; 2. Kei 4 wohl aber beuget sie mich sehr. Rar Ich halte nichts gering und klein, doch hat sonst dringt ein sichres Wesen ein. tidlich si 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben schet nur im Glauben und in Christi Kraft; ist hie ö* der alte Mensch muß täglich sterben, Asus nit der mir noch immer Unruh schafft; 3. We dies aber macht mich arm und klein R und lehrt zu Jesu ernstlich schrein. suchet es 206 taube verwoh u Graun bt; melsaun in Hauh 69—1800. unde, hat; 19 Glaube und Rechtfertigung. 6. Und da ich so in Christo bleibe, stets vor ihm wandelnd auf ihn seh, das Wort des F. Friedens fröhlich treibe und unablässig zu ihm fleh, so bleib ich stets im Grunde stehn, da kann mein Wachstum vor sich gehn. — 7. Ich bleib im tiefsten Demutsgrunde und will von Christo nimmer gehn; ih bleib im algemeinen Bunde, in allgemeiner Liebe stehn und hang an Christo ganz allein; dies soll mein Grund auf ewig sein! 8. O Jesu, laß mich in dir bleiben; o Jesu, bleibe du in mir! Laß deinen guten Geist mich treiben, daß ich im Glauben folge dir! Laß stets mich fromm und wachsam sein, so reißet nichts den Grund mir ein. Karl Qesus nimmt die *0 Sünder an! saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, kann: gesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte tidlich sich dazu erklärt; shet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Asus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf ver⸗ loren ist, suchet es ein treuer Hirte; Heinrich v. Bogatzky, 1690 Mel. Jesus, meine Zuversicht. was sie retten 177⁴4. Jesus der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann; Jesus nimmt die Sünder an 4. Kommet alle, kommet her, kommet ihr betrübten Sünder; Jesus rufet euch und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, 191 Christliches Leben. daß dies Wort mich trösten 7. Jesus nimmt die Sin 9 kann: der an; d Jesus nimmt die Sünder an. mich auch hat er angenommen 6. Ich bin ganz getrosten mir den Hiumet aufgekhan! 9 Muts; daß ich selig zu ihm komma ob die Sünden blutrot wären, und auf den Trost sterba j müssen sie kraft deines Bluts kann: 9 sich dennoch in schneeweiß Jesus nimmt die Sünder an 0 ö kehren, ö n da ich gläubig sprechen kann: Erdmann Neumeister, 16N1—m. 0 Jesus nimmt die Sünder an. u ö s˙ N ö 191 Mein Heiland nimmt die Sünder an. 0 * Die unter ihrer Last der Sünden kein Mensch, kein Engel trösten kann, die nirgend Ruh und Rettung finden, 1 für deren Angst und Seelenpein die weite Welt ist selbst zu klein, weil über sie der Stab gebrochen, der Himel ihnen abgesprochen, die sehn die Freistatt aufgethan; mein Heiland nimmt die Sünder an 2. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden. W Ihn drang der Sünder Not und Schmerz, an ihrer statt ein Fluch zu werden. 0 Er senkte sich in ihre Not und litt für sie 2 bittern Tod. Nun, da er denn sein eigen Leben für sie als Lösegeld gegeben und seinem Vater g'nug gethan, so heißts: er nimmt die Sünder an. WiN 3. O solltest du sein Herze sehn, ö. wie sichs nach armen Sundern sehnet, ö sowohl wenn sie noch irre gehn, als wenn ihr Auge vor ihm thränet! . Wie streckt es sich nach Zöllnern aus! 94 Wie eilt er in Zachäi Haus! 208 ie Simn ommas fgethaß nder an 71—1⁵3 an. den Glaube und Rechtfertigung. Wie sanft stillt er dort Magdalenen den Strom der heißen Reuethränen und denkt nicht, was sie sonst gethan! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. Wie freundlich blickt er Petrum an, so tief der Jünger auch gefallen! Nun, dies hat er nicht nur gethan, da er auf Erden mußte wallen, nein, er ist immerdar sich gleich, an Liebe, Treu und Gnade reich; und wie er unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zugethan. tein Heiland nimmt die Sünder an. 5. So komme denn, wer Sünder heißt, wen seine Sündenschuld betrübet, zu dem, der keinen von sich weist und der zerschlagne Herzen liebet. Wie, willst du dir im Lichte stehn und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, da, dich zu retten, er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Komm nur mühselig und gebückt; komm nur, so gut du weißt zu kommen. Wenngleich die Last dich niederdrückt, du wirst auch so noch angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht und wie er dir entgegen geht! Wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig noch dir umgesehen! So komm denn, armer Mensch, heran! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. Sprich nicht: ich sündigte zu schwer, ich bin zu sehr mit Schuld beladen; für mich ist keine Rettung mehr; mich nimmt der Herr nicht an zu Gnaden. Wofern du's jetzt nur redlich meinst und deinen Fall mit Ernst beweinst, 209 Christliches Leben. so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst dennoch Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Doch sprich auch nicht: es ist noch Zeit, ich muß erst noch der Welt genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und tritt zum Gnadenstuhl hinzu; ö wer seiner Seele Heil verträumet, WN der hat die Gnadenzeit versäumet; ö ihm wird hernach nicht aufgethan; ö heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 9. Ja, zeuch uns selber recht zu dir, holdselger Heiland aller Sünder; erfüll mit lohnender Begier auch uns und alle Adamskinder. 4 Zeig uns bei unserm Seelenschmerz dein aufgeschlossnes Liebesherz, I. und wenn wir unser Elend sehen, 0 so laß uns ja nicht stille stehen, ö bis daß ein jeder sagen kann: 64 Gottlob, auch mich nimmt Jesus an. 697 Leopold Friedrich Lehr, 1709⸗ * ö 192 Mir ist Erbarmung widerfahren, *0 1 194. N Erbarmung, deren ich nicht wert; 140 das zähl ich zu dem Wunderbaren; WW mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme di ie Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet N und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst Snns 0 macht durch das Blut des Sol)ns mich rein. Wo kam dies her? Warum geschiehts? I Erbarmung ists und weiter nichts. 21⁰ Zeit, 709.— ö wert; ö in. Glaube und Rechtfertigung. 3. Das muß ich dir, mein Ge das rühm ich, wenn ein Mensch Ich kann es nur Erbarmung nen so ist mein ganzes Herz 300 beuge mich und bir und rühme die Barmher 4. Dies dies soll Auf dies auf diese Auf auf dieses bekennen; ch fragt. ien, ge! agt. ir raub hen; 5. nimm und fi daß wir getr mit Lust u was Gott und seine süß gar teur hat ers 2. Dem Teufel ich gefang im Tod war Mein Sünd mich que darin ich war geboren. Ich fiel auch i es war kein Guts die Sünd haten 3. Mein g mit ihnen wars verdorben. Der frei Will haßte Gotts Gericht, zum Guten gar erstorben. die galten nich T Christliches Leben. Die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb; zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen. dacht an sein Varniherzigket; wollt mir helfen lassen. Er wandt zu mir das Vaterherz; es war bei ihm fürwahr kein Scherz, ließ es sein Bestes koster er 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn „Es ist Zeit, zu erbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, rg für ihn den bittern Tod aß ihn mit dir leben!“ Der Sohn dem Vater g'horsam ward; 1 zu mir auf Erden n einer Jungfrau rein und zart; — ollt mein Bruder werden. zn meiner armen Knechtsgestalt er einher, um die Gewalt des Teufels zu zerstören 7. Er sprach mir:„halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich sel lber ganz für dich; da will ich für dich ringen; denn ich bin dein und du bist mein, nd wo ich bleib, da sollst du sein; uns der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu 165 Le ben rauben; das leid ich alles dir zu gut; das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein; mein Unschuld trägt die Sünde dein; da bist du selig worden. 212 5 S&„-„— nich, Liebe zum Herrn. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein; den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollst du thun und lehren, daß Gottes Reich hier werd gemehrt zu seinem Lob und Ehren; und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letze.“ „Martin Luther, 1483—1546. (Altestes evangelisches Kirchenlied.) 3. Liebe zum Herrn. 194 A, mein Herr Jesu, dein Nahesein bringt großen Frieden ins Herz hinein, und dein Gnadenanblick macht uns so selig, daß Leib und Seele darüber fröhlich und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht; aber unsre Seele kanns schon gewahren; du kannst dich fühlbar g'nug offenbaren, auch ungesehn. 3. O, wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht! Der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund begegnen, ist deine Lust. L13 Christliches Leben 5. Ach, gieb an deinem kostbaren Heil uns alle T nnen und eelen si ch immer schicke aus Noti und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir Narder so tröst uns bald x 105 deiner heiligen Todsgestalt; „laß sie uns immer vor Auge n schweben nd dein wahrhaftiges Inunsleben 20 spüren sein. Himmel hinein ie K nolein sein. ngen noch manchmal netzen, nur an dir stets letzen eichst uns deine durchgrabne Hand, e an uns gewandt, nlen 2— schämt dastehen, gehen die daß und unser 2 Christian Jesu, wenn ich dich nichl ht für die Sünder red'ite, ter unter den Elenden imer bliebe; voll Liebe? meiner Seelen, meinde brachtest 21¹⁴4 Gregor, 1723-1801. Christian Gregor, 172380l. 19 Es k das 1 Ei ich li 2. mein an de und sein 1 und n verbl Ein ich li 723—1801, ch nich! te, liebe; be? Seelen, 723—180. Liebe zum Herrn. 196 196 R5 sagt mir nichts von Gold und Schätzen, von Pracht und Schönheit dieser Welt! Es kann mich ja kein Ding ergötzen, das mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 2. Denn er allein ist meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten; des Fleisches Schönheit dauert nicht. Die Zeit kann alles das verwüsten, was Menschenhände zugericht't. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören; sein Reich vergeht nicht mit der Zeit; sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen; sein majestätisch Angesicht, und was von Schmuck um ihn zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über all's erheben und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 19⁷ Christliches Leben. 7. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch einst gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum thu ich billig, was ich will, und liebe Jesum, der mein Ziel. Mel. Jesu, meine Freude. 197 Algenugf sam Was ich mehr * Wesen, als dich begehr, Johann Scheffler, 1624N. ö das ich hab erlesen kann mein Seligsein nn ö mir zum höchsten Gut, hindern du vergnügst alleine und den Frieden mindern. völlig, innig, reine, 6 Seele, Geist und Mut. 4. Was genannt kann Wer dich hat, werden +* ist still und satt; droben und auf Erden, wer dir kann im Geist an⸗ alles reicht nicht zu; hangen, einer kann nur geben darf nichts mehr verlangen.. pt. und a ö 2. Wem du dich gegeben‚ Hab ich dich WB kann in Frieden leben; nur wesentlich, ö er hat, was er will. so mag Leib und Seel ver⸗ Wer im Herzensgrunde 5 20— schmachten lebt mit dir im Bunde, IUH„S 10 Iht Rion liebet und ist still. will ichs doch nicht achten. Rist 7— + 1. Bist du da 5. Komm, du selges Wesen und innig nah, das ich mir erlesen, muß das Schönste bald er⸗ werd mir offenbar; bleichen. meinen Hunger stille und das Beste weichen. und mein Herz erfüͤlle 3. Höchstes Gut der Güter, mis dir selber gart ö x Ruhe der Gemüter, leib nur du ö „ Trost in aller Pein; ö mehn Gut und Ruh, was Geschöpfe haben, bis du wirst in jenem * kann den Geist nicht laben; Leben du vergnügst allein. dich mir völlig geben. RRi Gerhard Tersteegen, 1697—I0. ö 216 1624—7½ sein nn lindern. it kann Leben; du! Seel ver⸗ ꝛn, achten. * es Wesen, „ lle fülle ih, jenem ben. 397—759 für Gut und Geld, Liebe zum Herrn. 198 Dis Jesum, laß ich ewig nicht; dir bleibt mein Herz ergeben. Du kennst dies Herz, das redlich spricht: nur einem will ich leben. Du, du allein, du sollst es sein; du sollst mein Trost auf Erden, mein Glück im Himmel werden. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; ich halte dich im Glauben. Nichts kann mir meine Zuversicht und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund; die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich allzeit um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; du stärkest mich von oben. Auf dir steht meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben. Ich flieh zu dir; du eilst zu mir. Wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht dich, Gottes größte Gabe! Ich weiß, daß mir kein Gut gebricht, Herr, wenn ich dich nur habe! Ich mag der Welt Christliches Leben. wonach die Eiteln laufen, den Heiland nicht verkaufen. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit; bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 7. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; nie soll mein Glaube wanken, und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz und Tröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, 1713-I8d. 199 Dir will ich danken bis zum Grabe, * so lang ich atme, leb und bin, für deine teuerwerte Gabe, daß ich durch dich erlöset bin, daß du, Herr, bist für mich gestorben und mir den Himmel hast erworben. 2. An dich nur will ich ewig denken; du sollst mein ein und alles sein. Dir will ich meine Seele schenken, zu dir mich halten ganz allein. Nach dir will ich voll Sehnsucht schauer und dir in Demut fest vertrauen. 3. Du bist ja nichts als lauter Liebe, mein treuer Heiland und mein Hort, und wenn auch nichts mehr übrig bliebe, so hab ich doch dein Himmelswort. Das wird mich halten und eraquicken, wenn mich Versuchung will berücken. 2¹⁸ 3•U50. Hrabe, in, Liebe zum Herrn. 4. Die schnöde Welt mit ihren Gaben, wie ist sie doch so arm und leer und kann das müde Herz nicht laben, wenn Reu und Angst es drücket schwer! Durch alle Güter dieser Erden lann ja die Schuld nicht kleiner werden. 5. Nur einer kann uns alle retten und führen aus des Wahnes Nacht; nur einer bricht der Sünde Ketten und nimmt dem Tode seine Macht: vor meines Jesu Gottesblicke erschrickt der Feind und flieht zurücke. 6. Bis in den Tod ist er gegangen für uns, die wir den Tod verdient; am Kreuze hat der Herr gehangen und unsre große Schuld gefühnt. Ja, dort hat er für uns gebeten und uns erlöst aus Furcht und Nöten. 7. Und wenn wir uns mit bittrer Reue zu seinem Gnadenthrone nahn, so nimmt er uns mit Liebestreue, mit Freuden wieder auf und an; und wenn wir fest im Glauben stehen, so werden wir ihn ewig sehen. 8. Nun wohl, ich habe kein Verlangen, als meinen Jesum ganz allein; an leinem andern will ich hangen, zu keinem sonst um Hilfe schrein. Von ihm will ich mich nimmer ktrennen und nur für ihn in Liebe brennen. 9. Ich bin ja nichts, wenn er mir fehlet; ich sterbe, hab ich Jesum nicht. Wie er weiß keiner, was mich quälet, und wenn er: Friede! zu mir spricht, so mag die Welt mir alles nehmen; der Herr ist mein, mich solls nicht grämen! 10. So nimm denn all mein Sein und Wesen, mein Denken, Glauben, Hoffen hin! 219 Christliches Leben. Durch dich nur kann ich ganz genesen, weil ich durch dich erlöset bin. Herr, nimm mich hu mit Herz und Streben in Freud und Leid, in Tod und Leben! Gustav Friedrich Ludwig Knak, 1806—1878. 200. CEinee ist König, Immanuel sieget; bebet, ihr Feinde, und gebet die Flucht Zion hingegen, sei innig vergnüget, labe dein Herze mit himmlischer Frucht; ewiges Leben, unendlichen Frieden, Freude die Fülle hat er uns beschieden. 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, trauet mit Freuden dem ewigen Gott; Jesus, die Liebe, verfüßet die Schmerzen, reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; ewig muß unsere Seele genesen in dem holdseligsten, lieblichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus; bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß. Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen; Jesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet? Auf, und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe, die Sonne der Freuden erscheinet tausendmal heller, als du es geglaubt. Jesus, der lebet, die Liebe regieret, die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus, der bittet: kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle fließen die Ströme des Lebens allhier. Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket; hier ist Erlösung für alles, was drücket. 22⁰ 6. die selbe wah S selbe 7. eine seine brin E Höre 8. Gott Wen Spri Ar alles, Hlucht. Liebe zum Herrn. 6. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, die euch der König des Himmels anbeut; selber Jehovah wird Siegern zum Lohne,— wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone; selber Jehovah wird Siegern zum Lohne. 7. Droben in Salem, da, da wird man sehen eine gewaltige, siegende Schar seine unendliche Hoheit erhöhen. bringen im Tempel den L oTbe dar. Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen! 2.— wie donnernde Stimmen erschallen: 8.„Reichtum Kraf ft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist!“ Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, n Amen, die Liebe wird wahrlich erhören; alles, was in mir ist, lobe den Heren! Lu Luk. 10, 42. 1. Kor. 1, 30. 201. Eiin ist not; ach Herr, dies eine ehre mich erkennen doch! Alles andre, wies auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darunter das Herze sich naget und plaget und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget. Erlang ich dies eine, das alles ersetzt, so werd ich mit einem in allem ergötzt. 2. Seele, willst du dieses finden, 9105 bei keiner Kreatur. Laß, was irdisch ist, Le schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Falleic in einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, notwendige Teil, mein ein und mein alles, mein seligstes Heil. 221 Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1773. Christliches Leben. 3. Wie dies eine zu genießen sich Maria dort befliß, Y als sie sich zu Jesu Füßen di voller Andacht niederließ,.— in das Herz ihr entbrannte, nur einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ö de ihr alles war gänzlich in Jesum versenkt, ö D und wurde ihr alles in einem geschenkt,— in 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir. so ö Laß mich treulich an dir hangen; pr schenke dich zu eigen mir. til Ob viel auch uͤmkehren zum größesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; In denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; gi- was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? un 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt; ö VIä gieb nur, daß sich auch mein Wille sein in solche Schranken fügt, darinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führe, Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. ö 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, ö als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. x RN 7. Nun so gieb, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; 401 du bist ja, den ich erwähle, —4 mir zur Heiligung gemacht. I Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; d entreiße mich aller vergänglichen Lust; ft 04 dein Leben, sei, Jesu, mir einzig bewußt. b 222 führet. eiß, rben, en; Peben, Liebe zum Herrn. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich beströmt die Gnadenflut; du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut. Da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der Herrschaft der Hölle entbunden. Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt; im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein ein und alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine; tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; gieb, daß ich nur alles hier achte für Spott und Jesum gewinne; dies eine ist not. Johann Heinrich Schröder, 1667-1699. 2. Tim. 2, 8. Mel. Ich steh an deiner Krippe hier. 202 H alt im Gedächtnis Jesum Christ, *o Mensch, der auf die Erden vom Himmelsthron gekommen ist, dein Bruder hier zu werden. Vergiß nicht, daß er dir zu gut hat angenommen Fleisch und Blut; dank ihm für diese Liebe. 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist, und hat dadurch bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod und dich erlöst aus aller Not; dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Christliches Leben. Bedenke, daß er Fried gemacht und dir das Leben wiederbracht; dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit; dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wiederkommen ö und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. O sorge, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, Jesu, gieb, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen, und nie, was du an mir gethan, mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich trösten mög und durch den Tod ö zu dir ins Leben dringen. Cyriacus Günther, 1650Il. 203 H erzlich lieb hab ich dich, o Herr; . H ich bitt, wollst sein von mir nicht fen mit deiner Hilf und Gnaden. ö Die ganze Welt erfreut mich nicht; nach Erd und Himmel frag ich nicht, wenn ich nur dich kann haben; und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, bist du doch meine Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr! 224 204 die sich h geb. nitdem. ich wi ins Mee zum Nutz und D Herr Jesu Christ,— mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot! N in gar sanft ohne ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, mein Heiland und mein Gnadenthron! Herr Jesu Christ, 350—IIL. ehöͤre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. ; icht fein Mel. Dir will ich danken bis zum Grabe. (Eigene Volksliedmelodie.) 204 Qch bete an die 2. Wie bist du mir so sehr IRch der Liebe, gewogen, zu denken, senken. 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab 1 mein Leib und Soul, und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, wollst mir dein Gnade geben. Behüt tans Herr, vor falscher 8 Lehr; des l ans Mord und Lügen wehr! In allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. 3. Ach Herr, laß deine Engelein am imah. End die Seele mein in En hams Schoß tragen, ö den Leib in seinem Kämmerlein, bie sich in Jesu offenbart; und wie verlangt dein Herz ich geb mich hin dem freien nach mir! Triebe, Durch Liebe sanft und stark mitdem guch ich geliebetward; gezogen ich will, anstatt an mich ins Meer der Liebe mich ver⸗ du traute Liebe, gutes Wesen erlesen Liebe zum Herrn. Dienst des Nächsten mein, ein'ge Qual und Pein o Gottes Sohn, Martin Schalling, 1532- 1608. neigt sich mein alles auch zu dir; duhastmich, ichhabdiche Christliches Leben. Ich fühls, du bists, dich 5. Ehr sei dem hohnn muß ich haben; Jesusnamen, icht ‚ ich fühls, ich muß dich in dem der ann aH W sprir 10 Nicht im Gese von dem hier alle Bächle 10 u kamen, aus dem die selge Schar deul 5. trinkt! Wie beugen sie sich ohnl dem d Ende! 1 sie die frohn ände! 6. O Jesu, daß dein Nam ö mein süßer bliebe mein inde tief 56 Kesng ein Für dich hast di deine —* Wort, im Werk und . allem Iai und i Jesus und sonst nichtz n erhard„1697—100. vig dienen, und milb W Dem hab — cht mehr mei dem sich der alle dem 1*** ö der treu der Leben mir erwarb ö der zIm wri Wenn f u ihm ichk in e mi icken kann, 2 Fülle nähme, 8 ich dann! 74 nur Christi wi ht mehr men ö VI Nur 25— wil von S mac n. er, ö lein 3 ö Auch miwi ist mild erschienen Nie will ich dies verschweiheh das hohe Kreuzesbild; mein höchstes Gut sei erl ö n nen, Wuell ent Böchleh Schar D0 sich ohn ie frohn dein Nam rücket Werk ud! HZesen nichtz n dienen und milb ich f ch beuges varb. in ich käm, rn 697—1700. mehr mein Ich fürchte nicht Spott und Hohn der der mich so teur erkauft. ich leb in der G die sich zu Jesu t 5. Ich bin nicht mel dem Herrn bin ich getauft. Liebe zum Herrn. 206 keine Feinde, Laut will von dem ich zeugen, Welt; Nur er soll mir gefallen, er, des ich ewig bin; mit ihm nur will Rant. zur selgen Heimat hin eigen; Karl August Döring, 1783—1844. 206. 2 IJ 0 will dich lieben, meine Stärke, ich will dich lieben, meine Zier; ich will dich Weben mit 8 1 Non* dem Werke stes Licht ich will d bis mir das 2. Ich wil als meinen ich will dich l so lange mich ich will als meinen? 40 Ach daß du böcht Es ist mir daß ich so su 4. Ich ich suchte dich Ich hatte mich und liebte das ht. Nun aber ists durch dich g daß ich dich hab 5. Ich danke! daß mir dein Glanz ich danke dir, du H daß du mich froh u ich danke dir, du daß du mich machst ge Christliches Leben. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn; erleuchte Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz! 7. Ich will dich lieben, meine Krone; ich will dich lieben, meinen Aoit. Ich will dich lieben sond der Lohne auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, s bis mir das Henz e pbricht. 207. meines Z dHeide, Jesu, meine Hach ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bge und verlangt nach dir! Du bist mein und ich bin dein; außer dir soll mir auf Erden nichts sonst lieber werden. 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß von Ungewittern rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob die Welt in Trümmer fällt 25— meine Freu⸗ schör sies Licht, Johann Scheffler, 1624 leN. Elend, Not, ITon Schmat und Tod, soll mich, ob ich viel muß; leiden, nicht von Jesu scheiden. 4. Gute erle o Weseh das die Welt erlesen; mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden! Bleibet meit dahinten; kommt nicht mehr ans Lichtl Gute Nacht, du Stolz un Pracht; dir sei ganz, du Sündenlehnn gute Nacht gegeben! 5. Weicht, ihr Trauer⸗ geister! nn mein Freudenmeistez sus, tritt herein. ů De Je ob gleich Sünd und Hölle Denen, die Gott lieben, schrecken, Jesus will mich decken. 3. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein„Ergötzen, Jesu, ihr eitle zust. Weg, ihr eitlen Ehren! Ich mag euch nicht hören; bleibt mir unbewußt! muß auch ihr Betrüben lauter Segen sein. Duld ich 19 8 hier Spoh und Hohn, dennoch bleibst du auch in Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1618—Ioff. 2² Liebe zum Herrn. 208 Qesus Christus herrscht als König; 43 Walles wird ihm unterthänig; alles legt ihm Gott zu Fuß. Jede Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen. dem man Ehre geben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlichkeit. Alle Herrschaft dort im Himmel, 1624-1000 hier im irdischen Getümmel, ist zu seinem Dienst bereit. 3. Schmaß d. 3. Nur in ihm— o Wundergaben!— viel muß! können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. eiden. Hörts! Das Leben ist erschienen, o Westh und ein ewiges Versühnen kommt in Jesus uns zu gut. ünden! 4. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; ten: klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; ans Lichtl! sagt, ihr Armen, ihm die Not! Stolz und! Wunden müssen Wunden heilen; Reichtum weiß er auszuteilen; ndenleben Leben schenkt er nach dem Tod. 1 Trallek 5. Eil! Es ist nicht Zeit zum Schämen. Willst du Gnade? Du sollst nehmen! penmeiste Willst du leben? Es soll sein! Willst du erben? Du wirsts sehen! ieben, Soll der Wunsch aufs Höchste gehen, rüben willst du Jesum? Er ist dein. 6. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder hn, hier auf kurze Zeit darnieder, auch in und das Leiden geht zuvor. tur Geduld! Es folgen Freuden; nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 7. Ihnen steht ein Himmel offen, welcher über über alles alles H ul rühmt, vol e Gerechte und du Se und du Chor der die n 9. alles sei ihm unte in ehret, liebet, lobet ihn Philipp Friedr . N soll zetzund mach ich eir ich will, was enn mein Her rufet nur: 2. Einer ist es, de den ich liebe früh und Jesus ist es, dem i was er mir ges In dir ist mein führe mich,:1 Herr, 3. Scheinet mei N ndn V erbündnis, e S dir, n es bald zurücke; „was nützet mir! ich mir, mein Jesu mild; nimm mich dir,:1 Herr, wie du willt, 230⁰ Christliches Leben. 8. Jau 033 hm,„Man heilger Knechte; ö ende har, di e Palmen trägt und ihr nn cer mit der K rone, Throne, es sei mein Gl ich Jesus ücke, Liebe zum Herrn. 21⁰ 4. II nd vollbringe in, durch und deinen Willen mich im Lebe sterben als dein Sbenb Herr, wann, wie und wo oadu willt. ö V ö 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen, der du d ich und viel de hast ges mir erwiesen, daß ich frü N es gesch hild, wie du wil du willt!: Ludämili zu Schwarz Iburg⸗Rudol stadt, 699—1709 den so viel 2 krönen, zierer müssen was du w Fluch alles ist di und vor d zittern Mens 3. In des E sieht man dich wo viel tauf dich zu ihrem Har die durchs Seep nach dem Recht des G sich von dir regieren la und wie du das Unrecht hassen. nbundes 2. Liebe, die du mich er⸗ Christliches Leben. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen, dir ist niemand zu vergleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Volllommenheit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützest deine Freunde; du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen; laß mich deinen Schutz genießen, gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich im Gehorsam üben, hier mit ringen, dulden, streiten, dort mit herrschen dir zur Seiten! Johann Jakob Rambach, 1693—1793 Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. Qiel de, die du mich Liebe, die du Mensch gebong L zum Bilde und mir gleich wardst gus deiner Gh heit hast 10 mild⸗ ö und gar, die du mich so mi lde Liebe, dir ergeb ich mith nach dem Fall hast wieder⸗ dein zu bleiben ewiglich, bracht, 3. Liebe, die für mich g⸗ Liebe, dir ergeb ich mich,‚ litten dein zu bleiben ewiglich. und gestorben in der Ze Liebe, die mir hat erstrilig ewge Lust und Seligkeit, koren, Liebe, dir ergeb ich nith eh als ich erschaffen war, dein zu bleiben ewiglich, 232 4. Licht Liebe, mir zu Liel dein z 5. an ih Liebe, und m Lieb dein z 21 weil er so erfe nur al Eri meinen 2. 0 weil ie Ihm was 1 Alle neinen 693—17³5 dein zu bleiben ewiglich. nur allein für ihn zu leben. I. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich ganz ergeben mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat ge⸗ bunden é an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin‚ Liebe, dir ergeb ich mich,‚ Meinen Jesum 212. M laß ich nicht; weil er sich für mich gegeben, so erfordert meine Pflicht, Er ist meines Lebens Licht; meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich ewig nicht, weil ich soll auf Erden leben. Ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, er⸗ geben. Alles ist auf ihn gericht't; meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Ge⸗ sicht, Hören, Schmecken, weichen, loß das letzte Tageslicht Fühlen Liebe zum Herrn. 2¹² 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt't, Liebe, die das Lösgeld giebet und mich kräftiglich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich einst wird führen aus dem Grab der Sterblich⸗ keit, Liebe, die mich dort wird zieren mit dem Kranz der Herrlich— keit, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler, 1624—1677. mich auf dieser Welt er⸗ reichen.— wenn der Lebeusfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht unsrer Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht; meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele seufzt und sehnet; Jesum sucht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott ver⸗ söhnet, der mich frei macht vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. ö ö Christliches Leben. von mir, spricht: Mel. Wie schön enn uns der Mo stern. 21 S Jesu, Jesu, Gottes Sohn, R mein Druber und mein Gnadenthron, du meine Freud und Wonne! Du weißt es, daß ich rede wahr; vor dir ist alles sonnenklar und klarer als die Sonne. Herzlich lieb ich mit Gefallen dich wor allen; micht auf Erden kann 2195 mag mir lieber werden. 2. Dies ist dies kränket mich, daß i 11 nich ben dich wie i Ich Wah von ag z je mehr ich lieb, je n daß ich dich lieben so Von dir laß mir deine Güte ins G so wird sich die Lieb ere 3. Durch deine Kraft tref daß ich. so viel ich soll und will, dich allzeit lieben n Nichts auf der ganzen weiten V Pracht, Ehre, Freude, Gut und wenn ich es recht 9 kann mich ohn dich g'nugsam laben; ich muß haben reine Liebe die tröst't, wenn ich mich 1— 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen Fried 2—5 Ruh, erstenest sein Gewissen. ntzünd't; ae ge. — 23⁴ 6. Jesum laß ich nicht. Selig, wer mit mir f geh ihm ewig an der Seiten; meinen Jesum laß ich nich Christus läßt mich für und für zu den Lebensbächlein leiten. Christian Keymann, 1607—ʃ% un Mũ mi t mir ich nith „1607-—I0 enthron, en nich, Liebe zum Herrn. Es geh ihm, wie es woll, auf Erd,* wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, NN soll er doch dein genießen. Ewig selig, N nach dem Leide große Freude wird er finden; 0 alles Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat jemals dies gehört, kein Mensch gesehen noch gelehrt;*14 es läßt sich nicht beschreiben, was Dahen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit't, die in der Liebe bleiben.* Gründlich läßt sich nicht erreichen noch vergleie hen Erdenschätzen* das, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sor sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeld't, aus Liebe mich stets übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen 7. Da werd ich deine Freundlichkeit, die schon auf Erden mich erfreut, in reiner Liebe schmecken und sehn dein lebreich Angesicht mit unverwandtem Aue chracken ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Himmelskrone. Johann Heermann, 1585 1647. 23⁵5 2¹1⁴4 214. e o ewiges Licht, da niemand vergebens sucht, was ihm gebricht, lebendige Quelle, die lauter und helle sich aus seinem heiligen Tempel ergießt und in die begierigen Seelen einfließt, 2. Du sprichst: wer be⸗ gehret zu trinken von mir, was ewiglich nähret, der komme; allhier sind himmlische Gaben, die kräftiglich laben. Er trete im Glauben Quelle heran; hier ist, was ihn ewig be⸗ seligen kann. zur 3. Mein Hirt und mein Hüter, ich komme zu dir; gewähre die Güter des Heiles auch mir! Du kannst dein Versprechen mir Armen nicht brechen. Du siehest, wie elend und dürftig ich bin; drum gieb deine Gaben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunngquell, du labest Geist, Seele und Mut, é und wen du begabest, ö hat ewiges Gut; Chr 236 Christliches Leben. wenn man dich genießet, wird alles versüßet; es jauchzet und singet du fröhliche Herz; es weichet zurücke der bitten Schmerz. 5. Drum gieb mir z trinken, wie dein Wort verheißt! Laß gänzlich versinken den sehnenden Geist im Meer deiner Liebel Laß heilige Triebe mich immerfort treiben zun Himmlischen hin es werde mein Herze gash selig darin! Wenn du auch vbon Leiden was schenkest mit ein, so laß mich mit Freuden gehorsam dir sein; denn alle die, welche mittrinken vom Kelche, den du hast getrunken in Leiden allhier, die werden dort ewig sh freuen mit dir. Drum laß mich auh werden, mein Jesu, erquickt, da, wo deine Herden kein Leiden mehr drückt, wo Freude die Fülle, wo liebliche Stille, wo Wonne, wo Jauchzen, i Herrlichkeitwohsh wo heiliges Leben wird eui belohnt! istian Jakob Koitsch, 1671 6. +7 1. habe? die für star gesu, 2. stürket wWenn und n mack deiner 3. NDost du bif zu erse durd wahrer 4. N laß ve Salbe daß hi ja v meines 5 7„ 9.— leiben deine& und ir demne L genießet, t: inget duz Herz; der bitten ;. mir rheißt! nken ist Liebe! e reiben zun ischen hin erze gah win! auch von ein, Freuden velche elche, runken in allhier, mit dir. mich auh nuchzen, v Hkeitwohhz wird ebij ewig sih Liebe zum Herrn. 21⁵ 15 Deelenbräutigam, mich ernähre und verwehre, 2• Jesu, Gottes daß die Welt mich nicht ver⸗ Lamm, sehre, habe Dank für deine Liebe, ob sie mir auch gram, die für mich aus reinem Triebe Held aus Davids Stamm starb am Kreuzesstamm, 7. Deinen Frieden gieb gesu, Gottes Lamm. aus so großer Lieb 2. Deine Liebesglut uns, den Deinen, die dich strket Mut und Blut; kennen, 4— wenn du freundlich mich an⸗ und nach dir sich Christen blickest nennen; und mit deinem Geist er⸗ denen du bist lieb, quickest, deinen Frieden gieb. macht mich wohlgemut 8. Wer der Welt abstirbt, deiner Liebe Glut. sich mit Ernst bewirbt, 3. Wahrer Mensch und dir zu leben und zu trauen, Gott, der wird bald mit Freude Tost in Not und Tod, schauen, du bist darum Mensch ge⸗ daß niemand verdirbt, boren, der der Welt abstirbt. zu ersetzen, was verloren, durch den Kreuzestod, wahrer Mensch und Gott. 9. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; sch will nimmermehr dich 4. Meines Glaubens Licht lassen, laß verlöschen nicht! sondern gläubig dich umfassen Salbe mich mit Freudenöle, weil im Glauben ich buß hinfort in meiner Seele nun ergreife dich. i verlösche nicht 10. Hier durch Spott und meines Glaubens Licht. Hohn, 5. So werd ich in dir dort die Ehrenkron; lleiben für und für; hier im Hoffen und Vertrauen, deine Liebe will ich ehren dort im Haben und im und in dir dein Lob ver⸗ Schauen; mehren, denn die Ehrenkron weil ich für und für lleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, beine Liebesflamm folgt auf Spolt und Hohn. 11. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, Christliches Leben. ö wie so ritterlich In mir soll nun nichts a du gekämpft für mich. schallen, 12. Du mein Preis und als was dir nur kann gefalla Ruhm, werte Himmelsblum, werte Himmelsblum! du, mein Preis und Ruhn Adam Drese, 1620—10. 21 6. S Such, wer da will, ein ander Ziel, X die Seligkeit zu finden,— mein Herg allein bedacht soll sein, ö auf Christum sich zu grü n Sein Wort ist wahr; sein Werk ist klar; ö sein heilger Mund hat Kraft und Grund, * all Feind zu überwinden. 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben,— hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zuteil; uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 8 Ach, sucht doch den, laßt alles stehn, ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund; sucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret! 2¹8 5 0 kron, mein Freudensonn wenn e 4. Mein Herzens sollst du, Herr Jesu, bleiben; henn m laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben! seine T Bleib du mein Preis; dein Wort mich speis! weiß Bleib du mein Ehr; dein Wort mich lehr, sihleni an dich stets fest zu gläuben! 238 nichts e m gefalla blum, nd Ruhni 1620—170ʃ. Liebe zum Herrn. 217. 21⁸ 5. Wend von mir nicht dein Angesicht; laß mich im Kreuz nicht zagen; weich nicht von de mein höchste Zier; hilf mir mein Leiden tr danen! Hilf mir zur Freud nach diesem Leid; hilf, daß ich mag nach dieser Kle g dort ewig Lob dir sagen! Georg Weißel, 1590—1635. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Wem nalle untreu 3. Du stehst, voll treuer 247 6. Wé Liebe, bleib ich dir noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Du kamst ja für die Verlorn en Glück; du rufst rrte Kinder zu ihrem Gott zun ück. 4. Ich habe dich gefunden; 9Ha nicht von mir! nich verbunden mit di O laß a c. die 10 finden, schmähn; Heil empfinden ihm erhöhn! 8 ů hast du so viel gethan ew'ges Heil wen'ge denk He nberg, m ich ihn nur habe, schlaf ich fröhlich ein; ewig wird zu Ire Labe sein treues Lieben sein, rit fanfteut Zwingen d chen und durch⸗ ingen. ich ihn nur habe venn mein Treue nie 5 ich ni sihle nichts, als Andach und Freude. weil des Himmels schönste Gabe ist mein Vaterland, meinen Blick nach oben hält; und es fällt mir jede Gahe wie ein Erbteil in die Hand; kann mir vor dem Irdischen längst vermißte Brüder nicht grauen. find ich nun in Jüngern wieder. Friedrich v. Hardenberg. 1772-1801. 219 Christliches Leben. hingesenlt im Schauen Psalm 45. 4. Wo ich ihn nur hah, 219 Wit schön leucht't uns der Morgenstern —* voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, aus Juda aufgegangen. Du Davidssohn aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam— du hast mein Herz umfangen, lieblich, freundlich, schön und prächtig, groß und mächtig, reich an Gabeh über alles hoch erhaben. 2. O meine Perle, werte Kron, Sohn Gottes und Marien Sohn, du hochgeborner König, mein Herz ist voll von deinem Ruhm; dein fsüßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Herr, dich preis ich; Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du Gottesglanz und Himmelsschein, die Flamme deiner Liebe und stärk mich, daß ich ewig bleib, o Herr, ein Glied an deinem Leib, in frischem Lebenstriebe! Nach dir wallt mir mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet dich, des Liebe mich entzündet. 2⁴⁰ ö wen seh dei mie nur habe, „ ede Gabe die Handz Brüder n seinen wieder. 772—180ʃ. jenstern dem Herrn, an Gabau, Liebe zum Herrn. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, wenn ich dein holdes Angesicht seh I, du⸗ auf mich blicken. OJ du mein höchstes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in die Arme; Herr, erbarm Auf dein Wort komm ich 5. u 4 o du du hast mich ewig v. in deinem Sohn Dein Sohn hat sich mit mein Herz auf ihn mit was ists, das mi Preis dir! Heil mir! e dich in Gnaden! eladen. Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spi jost B. 5 und laßt den si Gesang ganz freudenreich erschallen Ich will mit meinem Je der mir mein ein und alles ist, in steter Liebe wallen. Singet, klinget, jubilieret, triumphieret; dankt dem Herren, ihm, dem König aller Ehren! Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ daß du der erst und letzte bist, der Anfang und das Ende. Du wirst mich einst zu deinem Preis aufnehmen in das Paradeis; froh falt ich meine Hände! Amen, Amen! Komm, o schöne Freudenkrone; bleib nicht lange; deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Nicolai, 1556 24¹ Christliches Leben. 220. Wie wohl ist mir, o I.nd der Seelen, wenn ich in deiner Liebe ruh. Ich steige aus der Schwermutshöhlen und eile deinen Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit so angenehmen Freuden die Liebe strahlt aus deiner Brust. Hier ist men Himmel schon auf Erden; wer wollte nicht vergnüget werden, der in dir suchet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag schmähen oder preisen, es sei also! Ich trau ihr nicht, wenn sie mir 3.— ich will Lieb bei einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; du bist mein Freund, den ich erwähle; du bleibst mein Freund, wenn ducht zilen weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last erdrücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, nur du kannst mich dem Fluch entrücken; ich schaue lubi g in die Höh und flieh zu dir und deinen Wunden; da hab ich schon den Ort gefunden, wo auich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich. Du giebst mir aus den Wolken Speise und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen; sie enden sich in Lieb und Segen. Cenng, wenn ich dich bei mir hab! Ich weiß, wen du willst n. zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 2⁴2 rweisen, 2² du gn du va von laß nocht 2. du ge wie di Wandel im Licht. Seelen, 5. Der Tod mag andern düster scheinen, Ni mir nicht, weil Seele, Herz und Mut in dir, der du verlässest keinen, MIINI o allerliebstes Leben, ruht. ö Wen macht des Weges End erzittern, wenn aus Gefahr und Ungewittern er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich 0800 mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach dewer unum schränt kten Güte veicht. des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, ri. allen Schmeicheleien! Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O, reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, 1660—1722. 4. Wandel im Licht. 221. Ee„füll un⸗ Laß immer mild re Seelen ganz, des Bruders Bild du gnadenreicher Liebesglanz, durch unser Wort sich lichten! du väterlich Erbarmen; ö von deiner Glut 3. Das ist der Liebe freund⸗ laß Herz und Mut lich Amt, uact inniglich erwarmen! daß sie zurecht bringt, nicht 2. Du willst den Tod des verdammt. ö Sünders nicht; Ach, wer steht unbescholten! Il gehst mit uns nicht ins Und was sind wir, Gericht,— Herr Gott, vor dir, wie dürften wir denn richten? daß wir verdammen sollten? 16 Christliches Leben. o hilf das Herz erschließen. Laß sie gemein durch Liebe sein 4. Herr, leucht in uns mit deine Gnad, wenn uns des Nächsten Wort und That und reich 5 Armut fließen! bringt Kränkung, Leid und Schmerzen; 6. Ach komm, füll unsre laß ganz und rein uns ihm verzeihn Herzen ganz, gnade in Wahrheit und von Herz zen! u L äter 11 rbarmen; 5. Du reicher Geber aller von deiner Glut Hab, laß Herz me Mut all unser Gut ist deine Gab; recht innig 92 erwarmen! 222 uf, ihr Streit C. Auf, und folgi der durch Marter, H sich auf Zions Burg e 59005— das weh dem Glied, das m iland nach nach mit so ve 2. Fort, nur fort!— was seid il Christus hat den und der Schlange Kopf zertre Rufet laut im Siegeston: „Schwert des Herrn und Gid üsse sprechen: —— 3. Kein Erlöster m „Ich bin elend, arm und f und durch so viel Ungemack kann kein armer Sünder brechen denn der Herr ists, der uns heilt und den Schwachen Kraft erteilt. 4. Sind wir schwach,— bei ihm ist Stärke; sind wir arm,— der r ist reich. Wer ist unserm König gleich? Unser Gott thut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, dem der Himmel unterthan? 244 icher Liebesglan. winkt deines zu d Dir g auch wo nie wer z dahin Wandel im Licht. schließen. 5. Niemand kann zu Salem thronen, der nicht Alen mit Jesu Iaurt IWAN 11 und des Fleisches Lüste dämpft, t fließen! weil wir noch im Fleische wohnen. Nur durch Ringen, Kampf und Streit üll unse kommet man zur Sicherheit. anz, 6. Nun so wachet, kämpfet, ringet, besglam, streitet mit Gebet und Flehn, nen; bis wir auf der Höhe stehn, wo 1 5 Lamm die Fahne schwinget! ————— Ist der Erde Werl gethan, 5 Geht des Himmels Sabbat an! „geb. 1809. Johann Simon Buchka, 1705— 1752. en! lls me nach 5 if dich seh ich. 3. Starke Waffen nit di wirst du schaffen und ins Herz getrosten Mut. Statt des Schwertes wird dein wertes de, Tod und Welt. Wort mir dienen treu und gut. 2 er Held, 2. Auf dem Plane 4. Sei im Streite inkt als Fahne mir zur Seite; deines Kreuzes en mir; kämpfe für mich, wo es gilt! Izn 27 schwör Wie's dann gehe, Dir gehör ich; ich bestehe; i durch Leiden folg ich denn mich deckt des Glaubens dir. Schild August He nn Walter, geb. 1817. lein eige n. Wer leitet unser Streben, wenn es das Ziel vergißt? wo nichts Wer führt durch Tod zum wer zeigt den Weg Leben? Dosnwn Der Weg heißt Jesus dahin die Ho Christ. —6. 224 ö das Herz e Christliches Leben. 2. Hier irren wir und 3. Wer giebt uns hier fehlen, schon Freuden, gehüllt in tiefe Nacht; die niemand rauben kann? durc wen wird unsern Seelen Wer zeiget uns im Leiden ein wahres Licht gebracht? den Himmel aufgethan? Von oben kommt die Klar⸗ Wenn vor dem Tod wir heit, beben, die alles uns erhellt; wer giebt dem Herzen Ruhn denn üge ist die Wahr-⸗ Heil! Christus ist das Leben, heit; führt uns dem Vater zu. er ist das Licht der Welt. Christoph Karl Julius Asschenfeldt, 1792—1856. 225 hristen sind ein von der ewgen Bunde⸗ * göttlich Volk, gnade, aus dem Geist des Herrn ge⸗ von dem rade, Lebenz: zeuget, pfade, ihm gebeuget von dem hellen Morgenstern. und von seiner Flammenmacht angefacht; 4. Pilari 10 vor des Bräutgams Augen Pumtife zur Eviy schweben, bleibet immerdar beschwerlich das ist ihrer Seelen Leben, i fährli 0„Jja gefährlich, und sein Blut ist ihre Pracht. 915 man In und dringt zu 2. Königskronen sind zu dir, bleich enge Thür, für der Gottverlobten Würde; ein'ge Ursach der I. eine Hürde Glut der göttlichen Belebung wird zum himmlischen Palast,‚ Jesu, unser Liebspanier! und die Last, ö drunter sich die Helden 5. Zeuch mich hin, erhöhte lagen F Freund, wird den Kirdern leicht zu zeuch mich an deinn Herz de tragen, Liebe! die des Kreuzes Kraft gefaßt. ö Deine Triebe 3. Ehe Jesus unser wird, führen mich, du Siegeshehh ehe wir uns selbst vergessen durch die Welt, und gesessen daß ich deine Seele bleih⸗ zu den Füßen unsers Herrn, und so lange an dich gläub, sind wir fern bis ich lieb im innern 344 246 6 ODu he imverz und de daß ic undd Wenn hütte! uns hitr euden, 1 kann? Leiden han? Tod wir zen Ruh! 3 Leben, er zu. 92.—1856 Bundes⸗ Lebenk rgenstern. schwerlich zur Ewih⸗ dringt zu ergebung, Belebung anier! n, erhöhtet Herz der Wandel 6. Do ist meine Hand und Herz! Du hast deine Seel gewaget, unverzaget, und das alles blos allein, daß ich dein und du meine heißen könntest. Benn du nicht von Liebe im Licht. 7. Nun, ihr Kronen, fahret hin; fahre hin, erlaubte Freude! Meine Weide sei des Herren letztes Mahl vor der Qual, meine Ehre seine Schande, meine Freiheit seine Bande, hitte das nicht können sein. meine Zier die Ros im Thal! Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1760. brenntest, 1. Joh. 1, 3. 226 D'in Wort, o Herr, bringt uns zusammen, 2 daß wir in der Gemeinschaft stehn; es läßt an uns die heilgen Flammen des Glaubens und der Liebe sehn. Wir werden durch das Wort der Gnaden auch zur Gemeinschaft jener Schar, die bei dem Herrn ist immerdar, gelockt und kräftig eingeladen. 2. Nur Menschen, die von Gott geboren, die unter einem Haupte stehn, die hat der Herr sich auserkoren, die läßt er Wunderliebe sehn; Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit dem Sohn im heilgen Geist, das ist, was ihre Seelen speist; nur das kann sie vollkommen laben. „Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das ein'ge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut, sein Wort die Regel, die wir kennen, sein Geist das Band, das uns verbind't; die Seelen all, die er gewinnt, sind, was wir heilge Kirche nennen. 2⁴⁷ Christliches Leben. 4. Was ist das für ein himmlisch Leben, 2 , Vater, Sohn und heilgem Geist n seliger Gemeinschaft schweben, glling 20 nießen das, was Gott verheißt! 65 gel Wie flammen da die selgen 1 Triebe! denn Gott schüttet in sein geistlich Haus V die ganze Gnadenfülle aus. 3. Hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 5. Der Vater liebt und trägt die Kinder nin ö und schenkt den Geist, der Abba schreit; 10 ble ö des Sohnes Treue schmückt die Sünder ö mit ewiger Gerech t; 4. der heilge Geist tritt mit dem Ole des Friedens und der Freude zu. so gla Die Herzen schmecken Gottes Ruh; du mi die Kraft durchdringet Leib und Seele. a kor ů 6. Die eines Herren Leib gegessen, 5. die stehen auch für einen Mann; ö macht sich der Feind an eins vermessen, nuß sobald greift er sie alle an Sie fallen betend Gott zu Fußen und siegen in des Herren Kraft ö sie n wollen von der Brüdersch haft' ——— Heilgen nicht das Kleinste missen. len mit verbundnen Herzen hal ins Vaterland, die bit merzen; 22 eins reick ht dem ander e Hand.. Sie wollen sich mit Freuden dienen, 65 mit Herz und Auge, Hand und Juß Mein bis zu dem völligen Genuß 1 des großen Guts:„ich, ich in ihnen.“ 6 Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—17ʃ. w ich da 4 + 9 6 2. * Mel. Ch er ist mein Leben. 227 Die Gnade sei des Herrn, dem wir his du ha mit allen, wallen bist ir die Gnade unsers Herrn, und sehn sein Kommen gennl] hast n 2⁴⁸ Wandel im Licht. 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns ja kein Tritt, tz gehe seine Gnade denn bis ans Ende mit. denn sie flößt zu dem Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, — was man um Jesum mißt; 3. Auf Gnade darf man der Herr hat eine Gnade, trauen7 die über alles ist. man traut ihr ohne Reu, und wenn uns je will grauen, 7. Bald ist es überwun⸗ so bleibt der Herr doch treu. den mun durch des Lammes Blut. ird stets der Jammer H3 257. 4. Wird stets der I⸗ das in den schwersten Stunden größer, · 5 + ö 6 ie größten Thaten thut. so glaubt und ruft man noch: e groß 3 du mächtiger Erlöser, 8. Herr, laß es dir ge⸗ du kommst,— so komme doch! fallen, 5. Damit wir nicht er⸗ noch immer rufen wir: liegen, die Gnade sei mit allen nuß Gnade mit uns sein; die Gnade sei mit mir! ipp Friedrich Hiller, c1699—1769. zhil. 1, 6. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren. 228 Du, Gott, hasts Dein Leben ist in mir; angefangen, du wirst es auch vollführen. das gute Werk in mir. Du wirst mich nicht verlieren; Mein erstes Heilsver en der Vater gab mich dir. war, Vater, schon von dir. Das ganze Werk ist dein; du prüfest Herz und Nieren. en; den Glauben wirktest du. Ich kann an Jesu hangen; 2. Du, Herr, hasts an⸗ du giebst mir Kraft dazu. gefangen; Das Abba lehrst du mich; wir hir] du hast mich Gott versühnt, du lehrst mich Freude spüren. bist in den Tod gegangen, Du wirst es auch vollführen; men gem hast mir mit Blut gedient. zum Pfande hab ich dich. 3. Du, Geist, hasts an⸗ 0 693—17²³ 229. 230 Christliches Leben. Du bists, auf den ichz wag; 4. Hast du es angefangen, mein Gott, so führ es fort! So werd ich auch erlangen Ich bin in deinen Händen das Ziel nach deinem Wort. bis an den letzten Tag. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. Mel. Christi Blut und Gerechtigkeit. 229 in reines Herz, Herr, schaff in mir; 7 schleuß zu der Sünde Thor und Thuͤrz vertreibe sie und laß nicht zu, daß sie in meinem Herzen ruh! 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Thür; ach, komm und wohne du bei mir; was unrein ist, das treib hinaus aus deinem Tempel, deinem Haus. 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt, 4. Und mache dann mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich; gieb Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand,— 5. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß, 1654—I7I, Kol. 3, 3—4. 230 Eꝰ glänzet der Christen inwendiges Leben, * obgleich sie von außen die Sonne verbranntz was ihnen der König des Himmels gegeben, ist keinem als ihnen nur selber bekannt. Was niemand verspüret, was niemand berühret, hat ihre erleuchteten Sinne gezieret und sie zu der göttlichen Wurde geführet. 2⁵⁰ o Herr, du wirsts vollenden 2. und t sie fül oft sel Sie sie red wie je doch k 3. gebore ein F entzü Die die ih mit il das n 4. sie ble Sie s sie kri Sie sie ble sie sch und f 5. wenn so we auch l Sie mit il den da wi 6. du hi laß de wenne ie und'r hier h dort den ichz ollenden, Händen ag. 9—1769 mir; id Thuͤr; erbrannt 5Leben, Wandel im Licht. 230 2. Sie gleichen im Außern den Kindern der Erde und tragen auch an sich des Irdischen Bild; sie fühlen wie andre der Menschheit Beschwerde, oft sehn sie die Sonne der Freude verhüllt. Sie stehen und wandeln, sie reden und handeln, wie jeder es treibet in zeitlichen Dingen; doch kann sie die weltliche Lust nicht bezwingen. 3. Denn innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort, ein Funke und Flämmlein aus göttlicher Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen gar freundlich und wonniglich singen; das muß dann ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 4. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel; sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt. Sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel; sie kriegen, die Armsten, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden,— sie bleiben in Freuden; sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 5. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er sich einst, wie er ist, öffentlich stellt, so werden sie mit ihm als Herren der Erden auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt. Sie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offenbar spüren. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du himmlische Zierde der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wenngleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. ier übel genennet und'wenig gekennet, hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet! Christian Friedrich Richter, 1676—1711. Christliches Leben. N Mer. Es kostet vier ein Christ zu sein. Was ö 231. FS ist nicht schwer zu sein— und na ch dem Sir i des reinen Geistes leben.— ö zwar 9er Natur geht es gar sauer ein, so sich immerdar in Christi Tod zu geben; 8. i 4 doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit dich! 2, den schweren Streit. Geh 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein; im 8 du darfst ja nur die lei te Lie „wie gut ers mein! all O blöder Geist, schau de Das kleinste Kind kann ja die 9 ö Drum fürchte d dich nur ferneren ö 2, es ist nicht schwe tter lieben. cht so sehr; 32 46 be üben. D Dein Vater fordert 1 nur Das Herz, 2 daß er es sel lbst mit denn Der Intrgt G ö sich i die Unlust schafft 1 Drum übergi 80 : so hats nicht 0 21 Wirf nur e hin, ö die l. der nur dein und plaget; ö H erwecke nur zum er m/ Xaßt wenn.55 und Weh dein se 3 Herze naget W. sprich:: Vater, schau mein Elend gnädig an! dit 22 0 ists 5 . Faf„ 9. wenn du nicht e merkest! 20 Versiehst du's o r Schuld. 0 f so sieh, daß du die ö 50 so gilt dein Fehl kindl V 1 0 2) als nicht gesch* ö 6. Laß nur deinr 4 ic 0 ein r wenn dich wird Ne Wie Dein Vater wird 0 he 9 vor keinem Sturm und* die Ja, siehst du endlich fert ö 11 so glaube nur. 2 30 7. So wird dein Licht ar dacht entstehn, in und wirst dein Hal mit größrer Klarheit schauen. 25² Wandel im Licht. Was du geglaubt, d unn vor dir sehn; Vate in drum darfst du nu nmen macet trauen. sieh d 1 tes leben.— Stele, sieh so selig ist! ½ 8. Auf, au säumest du, dich deinem ergeben? Geh ein, mei e Ruh; eden Bater schwehen. S st und küh ristian F ich Richter, 1676-1711. ist zu sein inn des reinen Geistes leben; e sauer ein, zu geben; sich innend⸗ und ist hier das machts 2. Man muß die leicht ihr C get; da koste daß nicht dringen. 17³3 BVenn rt man mit der Zeit 17½ die 3. D daß u man mit( 05 die ewiglich ein 67 der sich hier stets Es hat wohl * daß mans nicht 4. Man soll ern ö ein ͤreiner Clanz. ein hun; 91 218 man da f 7 FPIRV retken. bn herrlich sein, verklärt dieweil uns da die n 10 10 schöne macht! 5, Da wird das Kind den Vater sehn; im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden. so hell 1 Ang che auen. Christliches Leben. Der lautre Strom wird es da ganz durchgehn und es mit Gott zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? 2 Wer mags verstehn? 6. Was Gott genießt, genießt es auch; was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben. Der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch; wie lieblich wird es dort mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein, : als Gott allein. 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen! Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn; 2 wie wohl wirds thun! Christian Friedrich Richter, 1676-11. 2. Tim. 2, 19. tel. Ich bin nicht mehr mein eigen. 233 Eꝰ kennt der Herr 3. Er kennt sie als de * die Seinen Seinen und hat sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen die fröhlich auf dem einen, in jedem Volk und Land; daß er der Herr ist, ruht, er läßt sie nicht verderben; in seiner Wahrheit Glann er führt sie aus und ein; sich sonnet frei und kühn, im Leben und im Sterben die wunderbare Pflanze, sind sie und bleiben sein. die immerdar ist grün. 2. Er kennet seine Scharen 4. Er kennt sie an da! am Glauben, der nicht Liebe, schaut die seiner Liebe Frucht und doch dem Unsichtbaren, und die mit lauterm Nieh als säh er ihn, vertraut, ihm zu gefallen sucht, A der aus dem Wort gezeuget die andern so begegnet, und durch das Wort sich nährt wie er das Herz bewegt, und vor dem Wort sich beuget die segnet, wie er segnet, und mit dem Wort sich wehrt. und trägt, wie er sie trügh 25⁴ an ihrer Hoffnung Muh 5. wie er die Gr iin jede am 1 x‚ ing Muh! m einen, st, ruht, eit Glam id kühn, flanze, grün. ie an du Frucht rm Niche ucht, ö hegegnet, bewegt, segnet, sie trägt 5. So kennt der Herr die 6. So hilf uns, Herr, zum Seinen, Glauben wie er sie stets gekannt, und halt uns fest dabei! die Großen und die Kleinen Laß nichts die Hoffnung in jedem Volk und Land ö rauben! am Werk der Gnaden⸗Die Liebe herzlich sei! triebe Unnd wirdderdagerscheinen, durch seines Geistes Stärk, da dich die Welt wird sehn, an Glauben, Hoffnung, Liebe, so laß uns als die Deinen als seiner Gnade Werk. zu deiner Rechten stehn! Karl Johann Philipp Spitta. 1801—1859. Off. Joh. 3. 234 F. fort, fahre fort, Zion, fahre fort im Licht! Mache deinen Leuchter helle! Laß die erste Liebe nicht; suche stets die Lebensquelle! Zion, dringe durch die enge Pfort! Fahre fort, fahre fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne! Sei bis in den Tod getreu; siehe auf die Lebenskrone! Zion, fühlest du der Schlangen Stich, leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, wenn sie dich sucht groß zu machen! Achte nichts ihr Gut und Geld, nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen! Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten! Thue nicht, was er dich heißt; laß nur deinen Stern dich leiten! Wandel im Licht. 234 Christliches Leben. Zion, das, was gut scheint oder schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben! Sei nicht wie die andern tot; sei du gleich den grünen Reben! Zion, in die Kraft statt in den Schein dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft! Weil die Bruderliebe brennet, zeige, was der in dir schafft, der als seine Brant dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Thür brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu; kaß nicht lau und träg dich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei; auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 1669 17⁴. 235 G' ihr Streiter, immer weiter 30. durchs Verleugnen zum Genuß! Auserkorne, Hochgeborne! Standsgemäß man wandeln muß. Wenn ihr Jesu Braut wollt werden, werft den Kindern dieser Erden ihren armen Tand zu Fuß! 2. Wir verlachen eure Sachen, stoßen weg, was ihr begehrt! Euer schönes Dies und Jenes achten wir nicht sehenswert. Euer Herrlich, Groß und Wichtig ist für uns zu schlecht und nichtig, euer Ballast uns beschwert 256 15 669—1745. iter enuß! Wandel im Licht. 3. Geld und Güter— der Gemüter güldne Strick und Fesseln sind. Lobt und schmeichelt, bückt und heuchelt, lästert auch— es ist nur Wind. Süßes Gift sind eure Lüste; auf dem Staats-⸗ und Ehr'ngerüste man nur glänzend Elend find't. 4. Unser Sehnen, unsre Thränen trösten mehr, als eure Freud. Könnt't ihr sehen und verstehen die verborgne Seligkeit, ihr würd't euerm Kram entlaufen und mit dem verschmähten Haufen wandern nackt zur Ewigkeit! Gerhard Tersteegen, 1697.—1769. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 236 Goelt, deine Güte reicht so weit, 2 so weit die Wolken gehen; du krönst uns mit Barmherzigkeit und eilst uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, rernimm mein Flehn, merk auf mein Wort; denn ich will vor dir beten. 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden! Gieb mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigentum laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe! 25⁷ Christliches Leben. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In 1—— Hand steht meine Zeit laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden! Christian Fürchtegott Gellert, 1716—170h. Mel. auf! ruft uns die Stimme. 23— Heweh 9130 Heilgungsquelle, mehr als Kryf stall rein, klar und helle, 91 lautrer Strom der Heiligkeit! Aller Glanz der C heruhinen, die Heiligkeit der Seraphinen ist gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild bist du mir; ach, bilde mich nach dir, du me in alles Hilf, Jes su, 90 auch mir dazu, daß ich mag heilig sein vie du! 2. Stiller Jesu, wie dein Wille dem Willen deines Vaters stille und bis zum gehorsam also mein Herz und ach stille meinen Will ch dir glei en gari Mach mich chgesinnt wie ein geh orsam Kind stille, stille; hilf, Jesu, du auch mir— daß ich fei sei wie du. „ ohne— t, Müh un en Tag und Nacht, mußtest käglich viel ausstehen; des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen und hast gebetet und gewacht. 25⁵ in großer bist du gew 58 16 1700, d hell, Wandel im Licht. Gieb mir auch Wachsamkeit, daß ich wie du allzeit wach und bete! Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich stets wachsam sei wie du. 4. Gütger Jesu, ach, wie gnädig, wie liebreich bist du und gutkhätig doch gegen Freund und Feind gesinnt! Deine Sonne scheinet allen; dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sind. Mein Herr, ach, lehre mich, damit auch hierin ich dir nacharte! Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich auch gütig sei wie du. 5. Sanfter Jesu, ganz unschuldig ertrugst du alle Schmach geduldig und übtest niemals Rache aus. Wer kann deine Sanftmut messen, bei der du dennoch nie vergessen den Eifer um des Vaters Haus! Mein Heiland, ach, verleih mir Sanftmut und dabei guten Eifer! Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich sanftmütig sei wie du. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönie du suchtest deine Ehre wenig und wurdest niedrig und gering, wandeltest einher auf Erden in Demut und in Knechtsgebärden, erhobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben! Christliches Leben. Hilf, Jesu, du auch mir dazu, daß ich demütig sei wie du. 7. Liebster Jesu, liebstes Leben, mach mich in allem dir ergeben und deinem heilgen Vorbild gleich; gieb, daß mich dein Geist durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach, zeuch mich ganz zu dir; behalt mich für und für, treuer Heiland! Hilf mir dazu, daß ich wie du, und wo du bist, einst finde Ruh. Nach dem Holländ. des von? Gottfried Arnold, 1666—1714. 238. H'de Jesu, Gna⸗ densonne, wahrhaftges Lebenz. icht, weil ich er löset bin. laß Deben, Licht und Wonne 4. mein blödes Angesicht nis nach deiner Gnad erfreuen und meinen Geist erneuen; mein Gott versag mirs nicht! 2. Vergieb mir Sünden und wirf sie hinter dich; laß allen Zorn verschwinden 5. ur 9 hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedens sgaben mein armes Herze laben; ach Herr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin meine in meiner Seele an, dich ewig lieben kann Stärke, 260 zu deinem Dienst ergebe und dir 301 Ehren lebe, Befördre dein Erkennt⸗ in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis durch dein heilsames Wort damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. Ach zünde deine Liehe daß ich aus innerm Tricbe und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 6. Nun Herr, verleih mir verleih mir Kraft und Mut Jod. v. Lodenstein(E 10N sucht it lasset e lodern Er l und ert schwöre Vieb ur Und! Festigke denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und thut; hingegen all mein Sinnen‚. nein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. Wandel im Licht. 239 wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu. Gieb, daß ich deinen Willen stets suche zu erfüllen, und steh mir kräftig bei. x é 7. Darum, du Gott der Ludwig Andreas Gotter, Gnaden, 1661—1765. N du Vater aller Treu, AI Denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr selbst euch Eintrag 239. He n Herz ver⸗ eint zuf sammen sucht in Gottes Herzen Ruh thut. lasset eure Liebesflammen Wen auf den Heiland zu! 4. Ach, du holder Freund, vereine Er das Haupt, Glieder, &+ ¹ν wir seine ö . deine dir geweihte Schar, 85 fe es 5 297˙* ‚ erdas Licht und wirder Schein, daß sie es so herzlich meine, er der Meister, wir die Brü⸗ wie's dein letzter Wille war, der, und daß, wie du eins mit er ist unser, wir sind sein ihnen, also sie auch eines sei'n, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun! t ergebe lebe, Erkennt⸗ 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder, und erneuert euren Bund;— schwöret unserm Uberwinder 5. Lieb und Treu von Herzens⸗ grund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, 0, so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt! nhort, rständnis es Wort ch gläͤube eit bleibe pfort. ine Liebe Friedefürst, laß deinen Frieden stets in unsrer Mitte ruhn. Liebe, laß 195 nie ermüden, deinen selgen Dienst zu thun! Denn wie kann die Last auf Erden und des Glaubens Ritterschaft besser uns versüßet werden, als durch deiner Liebe Kraft? m Tricbt g. Legt es unter euch, ihr nn Glieder, lgefaln auf so treues Lieben an, llen daß ein jeder für die Brüder 6. Liebe, hast du es ge⸗ 2 — — auch das Leben lassen kann! So hat uns der Herr ge⸗ liebet; 18 vergoß er dort sein Blut. boten, daß man Liebe üben soll, o, so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll. 261 .—4 Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: Christliches Leben. Stamme, Brennen stehen auch für einen Mann. nehme unser Licht den Schein 7. Laß uns so vereinigt also wird die Welt erkennen werden, daß wir deine Jünger sein, wie du mit dem Vater bist, Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-160. 240 H mei legt mein Sinn sich vor dir nieder; mein Geist sucht seinen Ursprung wieden Herr, dein erfreuend Angesicht auf meine Armut gnädig richt. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben; laß mich in Christi Tode sterben; o möchte doch in seiner Pein die Eigenheit ertötet sein! 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe; — ist von Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist gehe lligt werden. Der Sinn muß tiefer in dich gehn; der Fuß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten; hier gelten nichts der Menschen Thaten. Wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben: du bist noch immer treu geblieben. Ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und aus der Sünde Netz mich ziehst. 262 bis schon hier auf dieser Erden kein gekrenntes Glied mehrist als die von einem und allein von deinen ser Erden mehriist; deinen n Schein erkennen. iger sein, 90—I50. nieder; ig wieder. en; drücke tief in m daß ich in dir schon selig bin! Christian Friedrich Richter, 1676 iner Seelen öbefehle N. an nen Sinn, 1 9. Drum will die ch dir, mein Vater, ge iei Hit imelan geht unsre Bahn; 241. 4 J.) bis wir hin nach Kanaan durch die Wü ste kommen werden; hier ist unser Pilgrimsstand, D10en unser Vaterland. 2. Himmelan denn du bist ein und kannst das, nicht zu deinem St ein von( kehrt zu se 3. Himmelan! ruft Gott mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre; wenn mich dieses Wort halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan denk ich allzeit, wenn er mir die Tafel decket und mein Geist hier allbereit eine Kraft des Himmels schmecket; nach der Kost im Jammerthal folgt des Lammes Hochzeitsmahl. 5. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; — bewahrt, wir sind Gäste nur auf Erden, 171¹1. Christliches Leben. denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Lofung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan steht mir mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1672—1737 Mel. Alles ist an Gottes Segen. 24.* J.. der du bist alleine HHaupt und König der Gemeine segne mich, Dein armes Glied! Wollst mir neuen Einfluß geben ö deines Geistes, dir zu leben; stärke mich durch deine Güt. 2. Ach, dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen; ich verein'ge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht 26⁴ 72—⁰ meine Wandel im Licht. wünsch ich Zion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, führe sie in deinem Licht. 5. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, ganz allein in dich gewandt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen; gieb du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach, besuch zu dieser Stunde ihre Herzen, und im Grunde sie erfreu in dir allein; zeuch mit deinen Liebeszügen ihre Lust und ganz Vergnügen wesentlich in dich hinein. 9. Ach, du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein! Halt uns fest, so lang wir leben und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein, 10. Bis wir einst mit allen Frommen dort bei dir zusammen kommen und, von allen Flecken rein, dort vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. 265 243. 244 Christliches Leben. Mel. Seelenbräutigam. 243 Jesu, geh voran 3. Rühret eigner Schmen . auf der Lebens⸗ irgend unser Herz, bahn, kümmert uns ein fremdiz und wir wollen nicht ver⸗ Leiden, weilen, o, so gieb Geduld zu beiden; dir getreulich nachzueilen; richte unsern Sinn führ uns an der Hand auf das Ende hin. bis ins Vaterland. 2. Solls uns hart ergehn, 4. Ordne unsern Gang, laß uns feste stehn Jesu, lebenslang. und auch in den schwersten Führst du uns durch rauhe Tagen Wege, niemals über Lasten klagen; gieb uns auch die nötge Pflegt; denn durch Trübsal hier thu uns nach dem Lauf geht der Weg zu dir. deine Thüre auf. Nikole Lud Graf von Zinzendorf, 1700—1700, SCesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens! CÆ. Sieh, wie die Finsternis dringet herein, wie sie ihr höllisches Heer nicht vergebens mächtig aufführet, mir schädlich zu sein! Schau, wie sie sinnet auf allerlei Ränke, daß sie mich sichte, verstöre und kränke. 2. Jesu, hilf siegen; ach, wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für! Ach, laß mich schmecken dein kräftig Versühnen und dies zu meiner Demütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde und sich mein tiefes Verderben darlegt. Hilf dann, daß ich vor mir selber erröte und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gieb, daß in mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb. 266 Schmetj fremdiz u beiden; un 1Gang, rch rauhe ge Pflege m Lauf 00—1700. ebens! herein, Wandel im Licht. Laß mich eindringen ins göttliche Wesen, so——— mein Geist, Leib und Seele genesen. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dr, Herr, sei gänzlich zu Dnlen geschenkt und ich mich so in dein Wollen verhülle, daß sich die Seele zur Ruhe hinlenkt. Laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken! Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn und mit dem S der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister; lehre mich tämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten; Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, Fürsprecher zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet, und ich mein nichts und Verderben nur seh; wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh, ach, Herr, so wollst du im Grunde der Seelen 10 mit dem inner rsten Seufzen vermählen. 9. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang, 0 will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! Johann Heinrich Schröder, 1667—1699. 245 Kut Kinder, Kommt, stärket euern Mut, laßt uns gehen, zur Ewigkeit zu wandern, der Abend kommt herbei; von einer Kraft zur andern; ist gefährlich stehen es ist das Ende gut. in dieser Wüstenei. 267 24⁵ 2. Es soll uns nicht ge⸗ reuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem! Ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem. 3. Gehts der Natur ent⸗ gegen, so gehts gerad und fein. Die Fleisch und Sinne pflegen, noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden; laßt gar euch selbst dahinten; es geht durchs Sterben nur! 4. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nurschwer. Wer will, der trag sich tot; wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchens nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Dulden muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. Christliches Leben. 2⁸ 6. Ist gleich der Weg sey. 10. enge, so einsam krumm und schlech, halt ne der Dornen in der Menge wit und manches Kreuze trägz es ist doch nur ein Weg so kon laß sein, wir gehen weiten Da wir folgen unserm Leiter wann n und brechen durchs Geheg! daheim wie w 7. Kommt, Kinder, laht uns gehen; der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt. Er will uns machen Mut mit süßen Sonnenblicken, uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 8. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu. Man trag, man helfe allen; man pflanze Lieb und Ruh. Kommmr, schließt euch fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch wohl auch gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. ö 9. Kommt, laßt uns munter wandern; der Weg kürzt immer ab. Ein Tag der folgt dem andem bald fällt das Fleisch insGral, Nur noch ein wenig Mutz nur noch ein wenig treuen, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gutl Wandel im Licht. 246 Weg sehy 10. Es wird nicht lang 11. Drauf wollen wirs mehr währen,— denn wagen,— nd schleht, helt noch ein wenig aus,— es ist wohl wagenswert,— Menge wird nicht lang mehr und gründlich dem absagen, tze träg, währen, was aufhält und beschwert. in Weg so kommen wir nach Haus. Welt, du bist uns zu klein; m weiter; Da wird man ewig ruhn, wir gehn durch Jesu Leiten Leiter vann wir mit allen Frommen hin in die Ewigkeiten; Gehegldaheim zum Vater kommen; es soll nur Jesus sein. der lah wt wohl, chun! wohl wirds Gerhard Tersteegen, 1697—1769. en; it; Joh. 11, 16. aan Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. ritt. asset uns mit Jesu ziehen, chen Mi 246. L seinem Vorbild Iolgen nach,‚ blicken, in der Welt der Welt entfliehen, juicken auf der Bahn, die er uns brach, gut. üidisch un 5 Rihiumn reisen, irdisch noch, schon himmlisch sein, Schwachn glauben recht und leben rein, in der Lieb den Glauben weisen. re zu. Treuer Jesu, bleib bei mir; undhn geh voran, ich folge dir. 1—— süt 2. Lasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich! leinste Nach dem Leide folgen Freuden; ern der Armut hier macht droben reich. 0 Thränensaat, die erntet Lachen; sahn Hoffnung tröstet mit Geduld; es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. —— Jesu, hier leid ich mit dir; mer ab dort teil deine Freud mit mir. mandem 3. Lasset uns mit Jesu sterben! insGrub. Sein Tod uns vom andern Tod enig Mutz rettet und vom Seelverderben, ig treue, non der ewiglichen Not. freier, Laßt uns töken, weil wir leben en Gutl unser Fleisch, ihm sterben ab, 269 Christliches Leben. so wird er uns aus dem Grab in des Himmels Leben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist; wir sind deines Leibes Glieder; wo du lebst, da leben wir. Ach, erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder. Dir, o Jesu, leb ich hier und dort ewig auch bei dir. Sigismund von Birken, 1626 168l. Mel. Herr Jesu Christ, der du beweintest. 247 Qaß mich, o Herr, in allen Dingen Weauf deinen Willen sehn und dir mich weihnl Gieb selbst das Wollen und Vollbringen und laß mein Herz dir ganz geheiligt sein! Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin; dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin! 2. Gieb meinem Glauben Mut und Stärke und laß ihn in der Liebe thätig sein, daß man an seinen Früchten merke, er sei kein eitler Traum und falscher Schein! Er stärke mich in meiner Pilgrimschaft und gebe mir zum Kampfe Sieg und Kraft. 3. Laß mich, so lang ich hier soll leben, in gut und bösen Tagen sein vergnügt und deinem Willen mich ergeben, der mir zum Besten alles weislich fügt! Gieb Furcht und Demut, wenn du mich beglückst, 00. n e Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal sch ickst! 1 4. Ach hilf mir beten, wachen, ringen! Einst werd ich noch, wenn ich den Lauf vollbracht, im Himmel ewig Dank dir bringen, dir, der du alles hast so wohl gemacht; dann werd ich heilig, rein, ganz dir geweiht, dein Lob verkündigen in Ewigkeit. Georg Idachim Zollikofer, 1730 1788 27⁰ 24⁵ wache, daß di unverh denn Sat über v zur V 2.— von de denn eine le und sam möͤchte unverr 3. christ Bache ebig f dem für seiner offne 4. nicht i weilsi heimli und die Ift in wenn 526 168l. eine lange ich weihnl glückst, ickst! racht, t, 17301¹8U mnöchte dich in Sünden Matth. 2⁴8 Maacher dich, mein Geist, bereit, wache, fleh und 21 daß 30 nicht die böse Zeit unverhofft betrete; n es ist Satans List über viele Frommen zur Versuchung kommen. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf Strafe, und die Not samt dem Tod mvermutet finden 3. Wache auf, sonst kannst du nicht Christi Klarheit sehen. Wache, sons stwirddirf sein ewig ferne stehen; denn Gott will für die Füll siner Gnadengaben offne Augen haben. Li Lich 4. Wache d daß dich Satans List nicht im Schlaf mag weils ihm sonst ein Leichtes ist, heimlich dich zu binden, und Gott giebt, Rn er liebt, t in seine Str afen, won sie sicher schlafen. Wandel im Licht. für dein Fle 26, 41. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, —8 wenn sie sich verstellt wieder an Ni bringe; wach und sieh, es fehlt nie hier an falschen Brüdern unter Christi Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, isch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List, kann sich selber heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herr, der muß dich blen von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Welt, Sünden Feind, Fleisch und kräftig überwinden. wachen, flehn und beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; Johann Burchard Freystein, 1671—1718. Christliches Leben. 9. Drum, so laßt uns denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. immerdar 249 ir nach!“ spricht Christus, unser Held „„mir nach, ihr Christen alle; verleugnet euch, verlaßt die Welt; folgt meinem Ruf und Schalle. Nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wandel nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendleben. Wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg; ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte. Mein Mund, der fleußt zu jeder Zeit von Sanftmut und von Güte. Mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden und euer Herz von arger List zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran; ich steh euch an der Seite. Ich kämpfe selbst und breche Bahn, bin alles in dem Streite. Ein Kriegsmann darf nicht stille stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; 27² richten Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ichten. ist mein nicht wert und meiner Zier.“ Freystein, 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Wandel im Licht. wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. mit Leib und Seel nachgehen und wohlgemut, getrost und gern nser Helh, bei ihm im Leiden stehen; lle; A —. 251. O wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. 250. O nur das eine hätt erkoren, so Herz, Geist und Seel erfreut 2. O, der alles hätt vergessen, der nichts wüßt als Gott allein, dessen Güte unermessen macht das Herz still, ruhig, rein! 3. O, der alles könnte lassen, daß er, frei vom Eiteln all, wandern möcht die Friedensstraßen durch dies dunkle Thränenthal! 4. O, wär unser Aug der Seelen stetig nur auf Gott gewend't, so hätt auch das bange Quälen im Gewissen ganz ein End! O du Abgrund aller Güte, zeuch durchs Kreuz in dich hinein Geist, Seel, Herz, Sinn und Gemüte, (wig mit dir eins zu sein! 7 Gottfried Arnold, 1666—1714. Johann Scheffler, 16241677. Mel. O du Liebe meiner Liebe. Durchbrecher aller Bande, der du immer bei uns bist, der da Schaden, Spott und Schande uns mit Himmelslust versüßt, der alles hätt verloren, „auch sich selbst, der allezeit Christliches Leben. übe ferner dein Gerichte wider unsern Adamssinn, bis dein treues Angesichte uns führt aus dem Kerker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus dem Treiben führest zu der füßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen; dein Herz ist auf uns gericht't, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, ungeacht't der Geist zu Zeiten sich auf etwas Bessers schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen! Weich, Vernunft-Bedenklichkeit! Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen! Fort des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie du's nötig findest, thue noch vor unsrer Abschiedszeit; 27⁴ jen! Wandel im Licht. aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, die dein treuer Mund verspricht. 7. Herrscher, herrsche! Sieger, siege! König, brauch dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege! Mach der Sklaverei ein End! Ach die Last treibt uns zu rufen; alle flehen wir dich an: zeig uns nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 8. Ach wie teur sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein; drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, nach dem besten Bild gebild't; der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 9. Liebe, zeuch uns in dein Sterben; laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan! Du wirst nicht säumen; laß uns nur nicht lässig sein. Werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 1666—1714. 252 Ninge recht, wenn Gottes Gnade 5. N dich nun ziehet und bekehrt, daß dein Geist sich recht entlade von der Last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. Christliches Leben. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben; ö dring hinein in Gottes Reich! Will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht stich. ö 5. Ringe mit Gebet und Schreien; halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht gethan. 6. Nimm mit Furcht ja deiner Seele deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 7. Halte deine Krone feste; halte männlich, was du hast! Recht beharren ist das Beste; ö Rückfall ist ein böser Gast. 0. 8. Wahre Treu führt mit der Sünde R bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 9. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut. ö 10. Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel; l drum ist auch ihr Herz allda. 11. Dies bedenket wohl, ihr Streiter: A streitet recht und fürchtet euch! Geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich. Johann Joseph Winckler. 1070 IR. 27⁰ de mmel 1670⁷⁷— Wandel im Licht. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Müstet euch, ihr Christenleute! 253. R Die Feinde suchen euch zur Beute; ja, Satan selbst hat eur begehr Wappnet euch mit Gottes Worte und kämpfet frisch an jedem Orte, damit ihr blelbet unversehrt! Ist euch der Feind zu schnell? Hier ist Immanuel! Hosianna! Der Starke fällt durch diesen Held, und wir behalten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten; besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft! Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt, wie die Lahmen. Wo is des Glaubens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel! Da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet euch die Ewigkeit. Streitet recht die wenig Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; — 5 kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gott Lob! wir sind Bohn Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen uberwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Christliches Leben. Schaff in uns ein neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends, 1677—172ʃ. Phil. 2, 12. 3 Schaffet, schaffet Menschenkinder, 254. S schaffet eure Seligkeit; bauet nicht, wie sichre Sünder, nur auf gegenwärtge Zeit, sondern schauet über euch; ringet nach dem Himmelreich und bemühet euch auf Erden, wie ihr möget selig werden. 2. Daß nun dieses mög geschehen, so bekämpfet Fleisch und Blut, und der Welt zu widerstehen, rüstet euch mit Kraft und Mut; Gottes Wille soll allein eures Lebens Richtschnur sein, mag es eure schwache Herzen nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet; selig, wer im Kampf besteht, wer des Fleisches Lüste dämpfet; selig, wer die Welt verschmäht! 278 16771⁷²¹. nkinder, 145 Wandel im Licht. Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach. Wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen, hat bei Christen keine Statt. Leichtsinn bei der Welt Gelagen schwächt den Geist und macht ihn matt. Unter Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wollte thun und scherzen. 7. Furcht muß man im Herzen tragen, Furcht vor dem, der Leib und Seel kann zur Hölle niederschlagen; Gott ists, der des Geistes Ol, und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen giebt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann zähmet eure Glieder, drin die Sündenlust sich regt; kämpft den alten Menschen nieder, bis ihm seine Macht gelegt. Was euch ärgert, hauet ab; was euch hindert, senkt ins Grab und denkt immer an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. 25⁴ ————— Christliches Leben. Ach, mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht; gieb mir deines Geistes Waffen meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen meinen Kampf zu Ende führ! Er, er gebe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter, 1661—-1733, 255 Serle. was ermüdst du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn; laß ihn sich zu Gott ausschwingen. Richt ihn stets zum Himmel hin; laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil der Lebensquelle zu; da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 4. Geh in Einfalt stets einher; laß dir nichts das Ziel verrücken. Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 28⁰ 661—17³5, den, Wandel im Licht. 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren, bist erlöst durch Christi Tod und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich nur oft im Geist über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, unter deinen Füßen stehen. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 7. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 8. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 9. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf, 1684—1754. Off. 2, 10. Mel. Schaffet, schaffet, Menschenkinder. 256 Sei getreu bis an das Ende, „ daß nicht Marter, Angst und Not dich von deinem Jesu wende; sei ihm treu bis in den Tod. Christliches Leben. Ach, das Leiden dieser Zeit ist nicht wert der Herrlichkeit, die dein Jesus dir will geben dort in jenem Freudenleben. 2. Sei getreu in deinem Glaubenl Laß dir dessen festen Grund ja nicht aus dem Herzen rauben; halte treulich deinen Bund, den dein Gott durchs Wasserbad fest mit dir geschlossen hat. Ach, du gingest ja verloren, wenn du treulos ihm geschworen! 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; auch die Lieb am Nächsten übe, wenn er dich auch oft betrübt. Denke, was dein Heiland that, als er für die Feinde bat. Du mußt, soll dir Gott vergeben, auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Leiden! Lasse dich kein Ungemach, laß dich nichts von Jesu scheiden; murre nicht in Weh und Ach! Denn du machest deine Schuld größer nur durch Ungeduld; leichter trägt, wer willig träget, was sein Gott ihm auferleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen! Traue fest auf Gottes Wort; hat dich Kreuz und Not betroffen und Gott hilft nicht alsofort,— hoff auf ihn doch festiglich; sein Herz bricht ihm gegen dich; seine Hilf ist schon vorhanden; Hoffnung machet nie zu schanden. 6. Nun wohlan, so bleib im Leiden, Glauben, Liebe, Hoffnung fest! Ich will treu sein bis zum Scheiden, weil mein Gott mich nicht verläßt. 282 Wandel im Licht. Herr, den meine Seele liebt, dem sie sich im Kreuz ergiebt, sieh, ich fasse deine Hände: hilf mir treu sein bis zum Ende! Nach Benjamin Prätorius, 1636—1674(27 Mel. Mir nach! spricht Christus, unser Held. 257 So jemand spricht: ich liebe Gott, * und haßt doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb und will, daß ich den Nächsten liebe gleich als mich. 2. Wer dieser Erde Güter hat und sieht die Brüder leiden und macht den Hungrigen nicht satt, läßt Nackende nicht kleiden, der übertritt die erste Pflicht und liebt dich, Gott der Liebe, nicht. 3. Wir haben einen Gott und Herrn, sind eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern; denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich,— mein Nächster ist sein Kind wie ich. 4. Ein Heil ist unser aller Gut; ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, hab ich dies mehr als sie verdient? 5. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Tagen; ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen,— dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den du liebst? 283 Christliches Leben. 6. Was ich den Frommen hier gethan, den kleinsten auch von diesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein und Gott in Brüdern nicht erfreun? 7. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist. Christian Fürchtegott Gellert, 1716-1760. Mel. Seele, was ermüd'st du dich. 258 Sbaork ist meines Jesu Hand, und er wird mich ewig fassen, hat zu viel an mich gewandt, um mich wieder loszulassen. Mein Erbarmer läßt mich nicht; das ist meine Zuversicht. 2. Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, fürcht ich auch zu unterliegen, Christus beut die Hand mir dar; Christus hilft dem Schwachen siegen. Daß mich Gottes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Mittler für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Ausgang wüßte und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte, Christus ist mein Stab und Licht; das ist meine Zuversicht. 28⁴ ist 16—1700. sen, 5. Mag die Welt im Mißgeschick beben oder ängstlich klagen, ohne Halt ist all ihr Glück; wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, Wandel im Licht. das ist meine Zuversicht. NMWN 6. Will der Herr durch strenge Zucht mich nach seinem Bild gestalten, dennoch will ich ohne Flucht seiner Hand nur stille halten. ö Er übt Gnad auch im Gericht; das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts; 4 wer will diesen Trost mir rauben? Mein Erbarmer selbst versprichts; ö sollt ich seinem Wort nicht glauben? Jesus läßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. I Mel. Schaffet, schaffet, Menschenkinder. 259 1 nverwandt auf Christum sehen * bleibt der Weg zur Seligkeit. Allen, welche zu ihm flehen, ist gewisses Heil bereit't. ů Siehet man im Herzen an, was er für die Welt gethan, ö und man glaubt daran mit Beugen, WMN so bekommt man es zu eigen. 2. Wenn doch alle Seelen wüßten, 6 wie es dem so wohl ergeht, welcher in der Zahl 66 wahrer Glieder Jesu, steht! Da geht man in seinem Glück immer fort und nie zurück; man ist auf dem Lebenspfade und nimmt immer Gnad um Gnade. 3. Aber freilich kann nichts taugen, als nur das, was Jesus thut. Lassen wir ihn aus den Augen, finden wir was anders gut, Karl Bernhard Garve, 1763-1841. der Christen, 28⁵ Christliches Leben. so erfahren wir gewiß, unser Licht sei Finsternis, unser Helfen sei Verderben, unser Leben lauter Sterben. 4. Wären wir doch völlig seine Regte sich doch keine Kraft, da der Heiland nicht alleine, was sie wirkete, geschafft! Jesu, richte unsern Sinn lediglich auf dich nur hin, so lebts Herz in deiner Wahrheit, und das Auge wird voll Klarheit! 5. Bring uns völlig in die Schranken, die dein Liebesrat gesetzt! Weder Worte noch Gedanken werden sonst für gut geschätzt. Eine arme Kreatur kann allein auf dieser Spur deines Namens Ruhm erhöhen und in deine Freud eingehen. Johann Andreas Rothe, 1688.—1758. 1. Kor. 9, 24. 260 Wer das Kleinod will erlangen, der muß laufen, was er kann; wer die Krone will empfangen, der muß kämpfen als ein Mann. Dazu muß er sich in Zeiten auf das beste zubereiten, alles andre lassen gehn, was ihm kann im Wege stehn. 2. Herzens⸗Jesu, deine Güte hält auch mir ein Kleinod für, das entzückt mir mein Gemüte durch den Reichtum seiner Zier. O wie glänzt die schöne Krone von dem hohen Ehrenthrone, die du in der Herrlichkeit deinen Streitern hast bereit't! 286 51 HNsu,f Unter Leben und RNsu,f 2. L nich at zu erlö meine und hat gef en, kann; 17⁵⁵. Wandel im Licht. 3. Mich verlangt von ganzem Herzen, daß sie mög mein eigen sein; ja ich sehne mich mit Schmerzen nach dem freudevollen Schein. Doch das Ringen macht mir bange, und der Kampf währt mir zu lange. An der Erde hängt mein Sinn; bald sinkt meine Kraft dahin. 4. Drum, mein Jesu, steh mir Armen n so großer Schwachheit bei; laß dich meine Not erbarmen; mache mich von allem frei, was mir will mein Ziel verrücken; komm, mich selbst recht zuzuschicken. Gieb mir Kraft und Freudigkeit; fördre meinen Lauf und Streit. 5. Es verlohnt sich wohl der Mühe, ob mirs gleich oft sauer wird, wenn ich mich der Welt entziehe, die mich stets zurücke führt. Denn der Treue Gnadenkrone ist mir überg'nug zum Lohne; wirst du nur mein Beistand sein, so ist sie in kurzem mein. Johann Mentzer, 1658—1734. Mel. Seelenbräutigam. 201. We'ri ist wohl, wie 3. Glanz der Herrlichkeit! du bist vor der Zeit gesu, füße Ruh? zum Erlöser uns geschenket Unter vielen anzerkoren, und in unser Fleisch versenket Leben derer, die verloren, in der Füll der Zeit, und ihr Licht dazu, Glanz der Herrlichkeit. Hesu, süße Ruh! 2. Leben, das den Tod, nich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, neine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. 4. Großer Siegesheld! Tod, Sünd, Höll und Welt hast du mächtig überwunden und ein ewges Heil erfunder durch das Lösegeld deines Bluts, o Held! 28⁷ Christliches Leben. 5. Höchste Majestät, Satan halte auf; Dr G Wewüllh fördre meinen Lauf. Deinen Scepter will ich küssen, Dei istes I mit Maria dir zu Füßen in te Serle gich. Trich hochte Maßstätt ür daß ich wachen mäg und bein 6. Laß mich deinen Ruhm kramgefärbte Lich als dein Eigentum, ö in die Seele gich. durch des Geistes Licht er⸗ kennen, 11. Wenn der Wellen stets in deiner Liebe brennen, 114 Macht als dein Eigentum, in der trüben Nacht allerschönster Ruhm! will des Hecken Schifflein 7 Shi ecken, 7. Deiner Sanftmut Schild, wollst du deine Hand aus deiner Demut Bild strecken; mir anlege, in mich präge, 14 daß kein 2—— noch Stolz Hnter iu der Machtt ich rege; vor dir sonst nichts gilt, 12. Einen Heldenmut, als dein eigen Bild. der da Gut und Blut 8. Steure meinem Sinn, gern um deinetwillen lasse der zur Welt will hin, und des Fleisches Lüste hass daß ich nicht mög von dir gieb mir, höchstes Gut. wanken, durch dein teures Blut. sondern bleibe in den Schran⸗ 13. Solls zum Sterben ken. gehn, Sei du mein Gewinn; wollst du bei mir stehn, gieb mir deinen Sinn. mich durchs Todesthal be⸗ 9. Wecke mich recht auf, gleiten daß ich meinen Lauf und zur Herrlichkeit bereiten, umverrückt zu dir fortsetze daß ich einst mag sehn Ind mich nicht in seinem Netze! mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen, 1670—1730 Mel. Bis hierher hat mich Gott gebracht. 262 3⁰⁶ an die Macht, du Arm des Herrn! Wohlauf! und hilf uns streiten! Noch hilfst du deinem Volke gern, wie du gethan vor Zeiten. Wir sind im Kampfe Tag und Nacht; 28⁸ 263. gub min 10 fih haß ich! es Tritb nd beten, itztreten; Wellen Schifflein ind aus⸗ Sterben tehn, thal be⸗ bereilen. 9 sehn ehn. 0—1⁵⁰⁰ Hreuz und Crost. o Herr, nimm gnädig uns in acht und steh uns an der Seiten. ö 2. Mit dir, du starker Heiland du, muß uns der Sieg gelingen; wohl gilts zu streiten immerzu, bis einst wir dir lobsingen. 1 Nur Mut! Die Stund ist nimmer weit, ö da wir nach allem Kampf und it die Lebenskron erringen. 3. Drängt uns der Feind auch um und um, wir lassen uns nicht grauen; du wirst aus deinem Heiligtum 0 schon unsre Not erschauen. ö Fort streiten wir in deiner Hut N und widerstehen bis aufs Blut und wollen dir nur trauen! ö 4. Herr, du bist Gott und keiner mehr, WaUA auf den allein wir trauen. V. Wie gnädig wolltest du zur Wehr der Berge Wall uns bauen! Laß deine Güte, deine Treu WNNN behüten uns und stets aufs neu 1 uns deine Hilfe schauen! x 5. Herr, du bist Gott! In deine Hand o laß getrost uns fallen! Wie du geholfen unserm Land, ö so hilfst du fort noch allen, W die dir vertraun und deinem Bund und freudig dir von Herzensgrund ihr Loblied lassen schallen. — Friedrich Oser, 1820—91. V 5. Kreuz und Trost. Psalm 38, 22. 203 2 ch Gott, verlaß zu meiner Seligkeit; mich nicht; sei du mein Lebenslicht, zeb mir die Gnadenhände. mein Stab, mein Hort, mein ah führe mich, dein Kind, Schutz; uß ich den Lauf vollende ach Gott, verlaß mich nicht. 289 10 26⁴4 Christliches Leben. 2. Ach Gott, verlaß mich 4. Ach Gott, verlaß mich nicht; nicht; regiere du mein Wallen. ach, laß dich doch bewegen! Ach, laß mich nimmermehr Ach Vater, kröne doch in Sünd und Schande fallen. mit reichem Himmelssegen Gieb mir den guten Geist; die Werke des Berufs, gieb Glaubenszuversicht; die Werke meiner Pflicht, sei meine Stärk und Kraft; zu thun, was dir gefällt; ach Gott, verlaß mich nicht. ach Gott, verlaß mich nicht 3. Ach Gott, verlaß mich 5. Ach Gott, verlaß mit nicht, nicht, ich ruf aus Herzensgrunde; ich bleibe dir ergeben. ach Höchster, stärke mich Hilf mir, o großer Gott, in jeder bösen Stunde; recht glauben, christlich lebn wenn mich Versuchung plagt und selig scheiden ab, und meine Seel anficht, zu sehn dein Angesicht. so weiche nicht von mir; Hilf mir in Not und Todi ach Gott, verlaß mich nicht. ach Gott, verlaß mich nicht Salomon Franck, 1659—1725. Ulles ist an Gottes Segen 264. 2 8 ist 6 9 3 Seg und an seiner Gnad gelegen über alles Geld und Gut. Wer auf Gott sein Hoffnung setzet, der behält ganz unverletzet einen freien Heldenmut. 2. Der mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderbar geführet und noch leitet und regiere wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig si ich begehr, nach dem zu ringen, was den Frieden pflegt zu bringen und was man gar selten find't. 290⁰ 5 265 will ie und der nit ga Er, llmäch wird n als Go 2. E wieviel hestimn nein G rlaß mich bewegen! och elssegen zerufs, Pflicht, gefällt; nich nicht. rlaß mich hen. r Gott, stlich lebn N ab, sicht. 659—1725. und Todz nich nicht Ureuz und Crost. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimge 5. Er weiß schon nac mein Verlangen zu erfüllen; es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzi wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, ich bin bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht Widerserben; ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet; alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. Vor 1676. Mel. Was Gott t das ist wohlgethan. 265 uf Gott, und nich 3. Gott kennet, was mein 5. A auf meinen Rat Herz begehr will ich mein Glücke bauen und 1 und dem, der mich erschaffen mir hat, ö it ganzer Seele trauen. wenns seine W. Er, der die Welt Er sergt für 2 allmächtig hält, stets väterlich. wird mich in meinen Tagen Nicht, was ich mir ersehe, als Gott und Vater tragen. sein Wille, der geschehe 4». Ist nicht ein ungestörtes 2. Er sah von aller Ewig⸗ Glück keit, veit sch f wieviel mir nützen würd hestimmte meine Leb nein Glück und meine Bürd Was zagt mein Herz? At auch ein Schmerz, ebt e der zu des Glaubens Ehre und Ehre, Glück und Habe hicht zu besiegen wäre? rläßt mich doch im Grabe. — .—— ———— —— 266 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott 85 keinem fehlen; Gesundheit, Reichtum, Ehr und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. Christian 266. AI Gutt lieben trau ich in Angst und Not; er kann mich allzeit retten aus Trübsal, Angst und Nöten; mein Unglück kann er wenden; es steht in seinen Händen. 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christun will ich bauen und ihm allein vertrauen ihm will ich mich er geben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben; dem will ich mich ergeben Christliches Leben. 6. Was ist des Lebem Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwundenl Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten der Herr hilft seinen Anechen Fürchtegott Gellert, 1716-1760. Ich sterb heut oder morgen mein Seel wird er versorga, 4. O mein Herr Jui Christ, der du geduldig bist für Eu am Kreuz gestorbe, Huh mir das Heil erworben 18 allen auch beschiedin Den Lngei Himmelsfrieden.— 5. Erhöre gnädig mich, mein Trost, das bitt ich dich hilf mir am letzten Endez nimm mich in deine Hände, daß selig ich abscheide zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stuld sprech ich aus Herzensgrun, wollest selbst uns leiten Herr C Huse zu allen Zeiteh, uf daß wir deinen Nameh ohn Ende preisen. Amen. Friedrich Beurhaus, löh, 26. und u der des, der giebt der w da de wenn aufsei wenn Mi und n läßt es mu 9 . o Vat was g dem st und das tr und b was d 3 Lebenz eit? hwunden! hen dieser rwunden! derrn! Gerechten Knechten 716—1769, er morgen, versorgen. herr Isu hist gestorbe erworben, beschiedn frieden.— dig mich, itt ich dith n Ende; ine Hände, bscheide elsfreude. ler Stund zensgrund, Uns leiteh, llen Zeiten nen Namah Amen. us, 4 1000. Kreuz Psalm 207. B efieh ldu deine BWege, und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege des, der den Himmel der Wolken, Luft Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird dauch ene finden, da dein Fuß gehen kann. lenkt; und 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; gufsein Werkmußt du schauen wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen; es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Trer Gnade, 0 Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen und was du dann erlesen, das treibst du, starker Hund, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. und 4. Weg hast du aller⸗ Pfehlt an Mitteln fehlt dirs nicht. Dein Thun ist lanter Segen; bein Gang ist lauter Licht. und Crost. wenn du, 26⁷ 37, 5. Dein Werk kann niemand hindern; dein Arbeit darf nicht ruhn was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun 5. Und ob Teufel hier wollten widersteh n, so wird doch ohne Zweifel G gleich alle * Hott nicht zurücke gehn. Was er sich vorgenommen und was er haben 1 das muß doch endlich zu seinem Zweck und 11 6. Hoff, o du arme hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken. Erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf! gieb deinem Schmerze Sorgen gute Nacht; f„was 11. Herze betrübt und traur Bist du doch nicht der führen soll; Gott im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten; er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, 268 Christliches Leben. wenn er, wi 9 4 eine den Sieg und Ehrenkron; Gott giebt dir selbst die 48 7* Ralme 3 seinem Trost verziehn Palmen und thun an seinem Teile,‚ in deine rechte Hand, hätt in seinem Sinn r deiner ch begeb in Angst und ö mach Ende als fragt er mit aller unsrer Not; + hts ne 10 her sich be⸗ Nüit 10. W Lird ber sich be⸗ stärk unsre Füß und Hände und laß 1. in den Tod daß du uns allzeit deiner Pflege so wird er dich entbir da du's am mind glä er wird dei von der so sch die du zu ke— bisher ge so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Psalm 73, 23 f. Mel. Himmelan geht unsre Bahn. 268 dennoch bl eib ich stets an dir, 00. O wenn mir alles gleich zuwider; keine Trübsal drückt in mir die gefaßte Hoffnung nieder, daß, wenn alles bricht und fällt, dennoch deine Hand mich hält. 2. Leite mich nach deinem Rat, der wohl wunderlich geschiehet, aber endlich in der That nur auf meine Wohlfahrt siehet; denn du führst es wohl hinaus, sieht es gleich verkehret aus. 3. Nimm mich dort mit Ehren an; wenn ich ausgekämpfet habe, 294 gebühret, 11. Wohl dir, du Kind mit wunderbarem Rat der Treue! 84 810. 0 inar führet, hast und trägst davon mit An ihm und Dankgeschrit und du singst Freudenpsalman dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Hen, und Tre eu empfohlen sein Paul Gerhardt, 160716ʃ0. Noi S /— du Kind ue! st davon nkgeschrei renkron; selbst di nd, enpsahmen ) gewandt. d, o Hend, nde cot; ind Hände en Tod ler Pflege hlen sein, zege lel ein. 607—1676. vider; Kreuz und Crost. führe mich die Lebensbahn zu dem Himmel aus dem Grabe; endlich' zeige mir das Los in der Auserwählten Schoß. 4. Mag es doch indessen hier wunderlich mit mir ergehen, dennoch bleib ich meiz an dir; dennoch bleib ich fest e stehen; ich muß, Trotz sei aller Pein, dennoch, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 269. 2.—5 Christ kann ohne Kreuz nicht sein; drum laß dichs nicht betrüben, wenn Gott versucht mit Kreuz und Pein die Kinder, die ihn lieben. Je lieber Kind, je ernster sind des frommen Vaters Schläge. Schau, das sind Gottes Wege. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, so geh es ein; es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; das Kreuz lehrt fleißig beten, zieht ab vom eitlen Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit schnödem Sinn, wenns nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; das muß uns immer wecken; Christliches Leben. wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit die Ewigkeit und der Posaune Schallen uns würde überfallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit 18 Lieb umfassen Die Welt vergeht,— nur Gott besteht; bedenks und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der 153 Vater mein; sinds doch nur kurze Plagen und woh lreneint. Wer g Rudig weint, lebt dort in steten Freuden; ich will mit Christo leiden. David Nerreter, 1649—17R. 270 En ich bricht der heiße Tiegel, —— und der Glaub empfängt sein Siegel gleich dem Gold, im Feur bewährt. Zu des Himm lels höchsten Freuden werden nur durch tiefe Leiden Gottes Lieblinge verklärt. 2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister sein allgel ten d Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künftgen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder macht sie Christo unterthan 206 Kreuz und Trost. daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. 4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt, 0 ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 1* 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten, 4 lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die selgen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn. 6. Leiden fördert unsere Schritte; Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. 49—1725. 7. Leiden macht im Glauben gründlich macht gebeugt, barmherzig, kindlich; MN Leiden, wer ist deiner wert? „ Hier heißt man dich eine Bürde;* Siegel droben bist du eine Würde, ö die nicht jedem widerfährt. 8. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen 1 dringt das Herz zu Jesu Herzen immer liebender hinan, und um eins nur fleht es sehnlich: 6 mache deinem Tod mich ähnlich, I daß ich mit dir leben kann. 9. Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset dann hienieden, welch ein Meer von Gottesfrieden droben ihm bereitet sei! Christliches Leben. 10. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt. Nach Karl Friedrich Harttmann, 1743-18ʃ5, Mel. Es ist genug; so nimm, Herr, meinen Geist. Gott ist getreu; sein Herz, sein Vaterher 21. G ist voller Redlichkeit. bn Gott ist getreu bei Wohlsein und bei Schmerz, in gut und böser Zeit. Weicht, Berge, weicht! fallt hin, ihr Hügel! Mein Glaubensgrund hat dieses Siegel: 2,: Gott ist getreu. 2. Gott ist getreu; er ist mein treuster Freund; dies weiß, dies glaub ich fest Ich bin gewiß, daß er mich keinen Feind zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungsstunde die Kraft von meinem Glaubenspfunde. 2,: Gott ist getreu.: 3. Gott ist getreu. Er thut, was er verheißt; er hält, was er verspricht. Wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen; sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. , Gott ist getreu.: 4. Gott ist getreu. Er handelt väterlich, und was er thut, ist gut. Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich; die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmelsleiter; der Kampf macht mich zum guten Streiter. 2: Gott ist getreu. 5. Gott ist getreu. Er giebt der bösen Welt den ein'gen Sohn dahin; der Heiligste bezahlt das Lösegeld, damit ich selig bin. 298 43—18ʃ5. t. Aterherz und; Kreuz und Crost. Um uns zu retten vom Verderben, ließ er den Eingebornen sterben. : Gott ist getreu. 6. Gott ist getreu. Mein Vater, des ich bin, sorgt für mein Seelenwohl; sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden; er läßt mich Ruh in Christo finden. h; Gott ist getreu. 7. Gott ist getreu. Sein göttlich treuer Blick giebt sorgsam auf mich acht; er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück erfreut und dankbar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er tragen, und endlich stillt er alle Klagen. 3: Gott ist getreu. 8. Gott ist getreu. Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu! sei unverzagt, mag doch die Welt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke gereicht am Ende mir zum Glücke. 3 Gott ist getreu.: 9. Gott ist getreu. Vergiß, o Seel, es nicht, wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine liebste Pflicht, so lang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben; laß dir den starken Trost nicht rauben: 2½ Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich, 1718—1780 Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 272 Gelt lebt. Wie kann ich traurig sein, — als wär kein Gott zu finden? Er weiß ja wohl von meiner Pein, die ich hier muß empfinden. Er kennt mein Herz und meinen Schmerz; so darf ich nicht verzagen und ihm nur alles klagen. 209 Christliches Leben. 2. Gott hört, wenn niemand hören will. Wie soll ich lange sorgen, mein Seufzen dringe nicht zum Ziel und bleibe Gott verborgen? Schrei ich empor, so hört sein Ohr, so steigt die Hilfe nieder, so schallt das Amen wieder. 3. Gott sieht. Wie klaget denn mein Herz, als säh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz offenbar erscheinen. Kein Thränlein fällt, das er nicht zählt, darauf sein Aug nicht blicket, bis er uns hat erquicket. 4. Gott führt. So geh ich ruhig fort auf allen meinen Wegen; und wenn die Welt, bald hier, bald dort will ihre Stricke legen, so pflegt er mich zwar wunderlich doch selig auch zu führen, daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott giebt. Und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben. Was hilft mir denn mein steter Harm, als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, und wenn die Not uns nach der Wüste weiset, doch werden wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das; Gott hört, ich wills ihm sagen; Gott sieht, er setzt den Thränen Maß; Gott führt, ich darf nicht klagen; Gott giebt und liebt; nur unbetrübt! Er wird mir endlich geben, auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck, 1072—173, 90⁰ — 7²—17³⁷ Kreuz und Crost. 273 Gort wills machen, daß die Sachen * gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen immer schwellen, wenn du nur bei Jesu bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott dein Wächter schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschloss en sei. Wenn dein Wille Hi ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken, uß ich in Gelasse nheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 7. Gottes Hände sind ohn Ende; sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints wien Deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unverseher 18 sein. 9. Nun, so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld. Wer das Leiden will vermeiden, häufet seiner Sünden Schuld. 10. Aber denen, die mit Thränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Heilands werden noch. 301 ö 274. 275 Christliches Leben. 11. Amen, Amen! In dem Namen ö meines Jesu halt ich still; „ es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675—1723. err, wie du willst, so schicks mit mir 2½4. H im Leben und im Sterben! Allein zu dir steht mein Begier; laß mich, Herr, nicht verderben! ö Erhalt mich nur in deiner Huld; sonst wie du willst! Gieb mir Geduld; ö denn dein Will ist der beste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gieb mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. 0 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, 0 daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Herr, ein selig End gieb mir durch Jesum Christum! Amen. Kaspar Bienemann, 1540—159ʃ ö Mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. I 275 cch hab in Gottes Herz und Sinn 0. mein Herz und Sinn ergeben. Was böse scheint, ist mir Gewinn; 0½ der Tod selbst ist mein Leben. ö Ich bin ein Sohn des, der vom Thron des Himmels wohl regieret, der, ob er schlägt und Kreuz auflegt, doch stets mit Liebe führet. 30² 5—17²5. it mir 40—1591 Sinn en. Kreuz und CTrost. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben; wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen, fest zu stehen; halt ich dann stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 3. Bei ihm ist Weisheit und Verstand zu finden ohne Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene, und was er thut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschieht, gescheh zu deinem Frommen. 5. Fürwahr, der dich erschaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen; laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlgefallen. 6. Wenns Gott gefällt, so muß es sein; zuletzt wirds dich erfreuen. Was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld; die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden. All Angst und Qual wird auf einmal gleich wie ein Rauch verschwinden. 30³ Christliches Leben. 7. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände. Nimm mich und mach es so mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Heil entstehe, und deine Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 8. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Thür noch ferner offen stehen, wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 9. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straßen reisen, wohlan, so geh ich Bahn und Steg, den deine Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, 1607—1675. 276 ch hab in gutken Sollt ich, beschwert mit * N Stunden Schulden, des Lebens Glück empfunden kein zeitlich Weh erdulden, und Freuden ohne Zahl; das doch zu meinem Besten so will ich denn gelassen dient? mich auch in Leiden fassen: 3. Dir will ich mich er⸗ welch Leben hat nicht seine geben, Qual? nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herm; Ja, Herr, ich bin ein dir, Gott, will ich ver⸗ Sünder, trauen und stets strafst du gelinder, und nicht auf Menschenbauen; als es der Mensch verdient. du hilfst und du errettest gern, 30⁴ 4. 8 nich a erkenne Jetzt 07—1676. wert mit , ‚dulden, m Besten mich er⸗ ein Leben n Herm; ich ver⸗ en bauen; ttest gern. Hreuz und Crost. 27⁷ 4. Laß du mich Gnade Auch auf des Todes Pfade finden, vertrau ich deiner Gnade; nich alle meine Sünden du, Herr, bist bei mir in der erkennen und bereun. Not. Zetzt hat mein Geist noch 6. Ich will dem Kummer Kräfte; wehren, kin Heil laß mein Geschäfte, Gott durch Geduld verehren, din Wort mir Trost und im Glauben zu ihm flehn. Leben sein. ö Ich will den Tod bedenken; 5. Wenn ich in Christo der Herr wird alles lenken, sterbe, und was mir gut ist, wird hin ich des Himuels Erbe; geschehn. was schreckt mich Grab und Tod? Christian Fürchtegott Gellert, 1716—1769. 277 Och steh in meines Herren Hand und will drin stehen bleiben; nicht Erdennot, nicht Erdentand soll mich daraus vertreiben; und wenn zerfällt die ganze Welt, wer sich an ihm und wen er hält, wird wohlerhalten bleiben. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen; ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er thut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 4. Ja wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; 3⁰⁵ 20 Christliches Leben. ich weiß, die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind und giebt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er selbst verheißen: daß nichts mich seiner starken Hand soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht; er bleibet meine Zuversicht; ich will ihn ewig preisen. Karl Johann Philipp Spitta, 1801-1859. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 278 Qe größer Kreuz, je näher Himmel; * N wer ohne Kreuz, ist ohne Gott. Bei Sündenlust und Weltgetümmel vergißt man Hölle, Fluch und Tod. O selig ist der Mann geschätzt, den Gott in Kreuz und Trübsal setzt. 2. Je größer Kreuz, je bessrer Christe; Gott prüft uns an dem Probestein. Wie mancher Garten lieget wüste, fällt nicht ein Thränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube; die Palme wächset bei der Last. Die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Am Kreuze wächset uns der Mut wie Perlen in gesalzner Flut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe; der Wind bläst nur die Flammen auf, und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Ol im Feuer thut. 30⁰⁶ 279 laß ich der alle er m solls a ins sel 1801-1859 nmel; ott. Kreuz und Crost. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete; geriebne Kräuter duften wohl. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen; im Thale steiget man bergan. Wer durch die Wüsten oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein, find't es hier nicht Ruh, so fliegt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben; man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben; es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt: sie haben triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, die Gott den Seinen beigelegt und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach, dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze ze länger und je lieber sein. Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glaube, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benjamin Schmolck, 1672-1737. —27⁰ On allen meinen 2. Nichts ist es spät und 2 N Thaten frühe laß ich den Höchsten raten, um alle meine Mühe; der alles kann und hat; mein Sorgen ist umsonst. er muß zu allen Dingen,. Er mags mit meinen sls anders wohl gelingen, Sachen uns selber geben Rat und nach seinem Willen machen; That. ich stells in seine Vatergunst. 30⁰⁷ 20⁷ I 280 Christliches Leben. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mir selig ist; ich nehm es, wie ers giebet; was ihm von mir beliebet, das hab ich willig auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; erwird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Ge⸗ duld. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu handen, so tröstet mich sein heilig Wort. 7. Hat er es denn he⸗ schlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen; mit Gott will ich ihn überstehn 8. Ihm hab ich mich en geben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen; er weiß ja wohl die rechte Zei. 9. So sei nun, Seele, sein und traue dem alleine, der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe; dein Vater in der Höhe der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Flemming, 1609—16ʃ0, Röm. 8, 3139. Mel. Valet will ich dir geben. Qst Gott für mich, 280. so trete gleich alles wider mich; so oft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich. Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was kann mir thun der Feinde und Widersacher Rott? 80⁸ 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheh daß Gott, der höchst und bist mein Freund und Vater sei und daß in allen Fͤͤlla er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm Wellen, und was mir bringet Wih 3. it Ch. das m das en An! itt nich was C das ist 4. 6 ugiere hertrei nimmt giebt dem, y hilft m aus all 5. 1 schFur oseufz die une mir Gott a der an trsiehet 6. E nanch vie Go der bei und in edle n0Nda Aug bas es und in zu handen, ein heilig denn he⸗ „ rossen nis gehn er allen fallen; rüberstehn. h mich en leben, eut; r morgen, sorgen; rechte Zeit Seele, sein leine, hat! gehe; Höhe dachen Rah 1609—1600, und glaub hne Schel. t und besh Vater so len Fällen n steh urm ud inget Wih. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Sein Geist wohnt mir im Herzen, ugieret meinen Sinn, bertreibt mir Sorg Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, giebt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das„Abba“ schreien aus aller meiner Kraft. und 5. Und wenn an meinem Orte schFurcht und Schrecken find't, seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind nir zwar und meinem Munde, Hott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 6. Sein Geist spricht mei⸗ nem Geiste nanch süßes Trostwort zu, vie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet in edle neue Stadt, d4 Aug und Herze schauet, vas es geglaubet hat. Hreuz und Crost. 280 7. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Thränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 8. Die Welt, die mag zer⸗ brechen,— du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn des großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 9. Kein Engel, keine Freu⸗ den, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann er⸗ denken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 10. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet 3 8 ist mein Herr Jesus Christ; 80⁰ das, was mich singen machet ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 1607—1676. 281. 282 Christliches Leben. ö 281. Laß fahren deine Sorgen, lerne i du änderst nicht dein Los! 0 wir Das heut ist dein; 505 morgen vie di ö trägt Gott in seinem Schoß. die iE 2. Und wie ers wird gestalten, ver f W ergründen kannst du's nicht; doch glaubst du an sein Walten, den ka so gehst du auch im Licht. 5. * 3. Und was er dir mag senden, alles, N du trägst es still und gern; tief in kommt es doch aus den Händen Sie w des besten aller Herrn. was träge 4. Nie kann dein Morgen trübe, dein Abend dunkel sein; denn deines Gottes Liebe giebt ihnen hellen Schein. Julius Sturm, geb. 18l. Psalm 62, 2. Mel. Jesu, meine Freude. 282. Me 3 ist von der Welt, Ehr, un und Geld, zu Gott, dessen Wille wonach so viel sind beflisen mir zu helfen steht; mein Herz ist vergnüget mit dem, wie's Gott füget, nimmt an, wie es geht. Geht es nur dem Himmel zu und bleibt Jesus ungeschieden, so bin ich zufrieden. 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten und mag keinen leiden, der ihr rede ein; mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt. Jesus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergiebt. Er allein, er soll n dem 2 wieder mich e und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; 81¹⁰ ach nein, nin vV „ geb. 18ll. Ehr, Lut eld, nd beflisse, ts wissen. nein, nun ist keiner eliebt. ue, freue, giebt. soll es seh, mich ergit lebe. tt erwäge lege Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist; wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust. Sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, läget sie mit Lust, Jo Hreuz und Crost. 283 fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste; endlich lommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End; alsdann sich wend't das zuerst geschmeckte Leiden, und gehn an die Freuden. hann Kaspar Schade, 1666—98. 283 Meine Seele senket sich 2 hin in Gottes Herz und Hände und erwartet ruhiglich seiner Wege Ziel und Ende, legt sich still und sorgenlos in des liebsten Vaters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zufrieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld er regt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorg will vielmehr an nichts et nicht, gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu; 7 meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden. 31¹ I 4 Christliches Leben. Wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht; denn sie weiß von keinen Nöten, hängt an Gottes Angesicht auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden; also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleich wie ein stilles Meer voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler, 1670—1759. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 284 O mein Herz, gieb dich zufrieden; * o, verzage nicht so bald. Was dein Gott dir hat beschieden, nimmt dir keiner Welt Gewalt. Niemand hindert, was Gott will; harre nur, vertraue still, geh des Wegs, den er dich sendet; er begann und er vollendet. 2. Hüllt er dich in Dunkelheiten, so lobsing ihm aus der Nacht; sieh, er wird dir Licht bereiten, wo du's nimmermehr gedacht. Häuft sich Not und Sorg umher, wird die Last dir allzuschwer, faßt er plötzlich deine Hände und führt selber dich ans Ende. 3. Wär die ganze Welt dir feindlich, rottete sich wider dich, dank ihm; o, der Herr ist freundlich; seine Huld währt ewiglich. 31² 670—17²2. eden; Kreuz und Crost. 285 Sind auch Trauer, Angst und Leid seines Segens dunkles Kleid, dank ihm; er schickt seinen Segen auf geheimnisvollen Wegen. 4. Endlich wird dein Morgen grauen; kennst du nicht sein Morgenrot? Darfst du zagend rückwärts schauen, wenn dich Glut und Sturm bedroht? Denn auch Feuerflamm und Wind Boten seines Willens sind, und kanns nur ein Wunder wenden, auch ein Wunder kann er senden. 5. O so laß denn alles Bangen; wirke frisch, halt mutig aus. Was mit ihm du angefangen, führet er mit dir hinaus; und ob alles widersteht, im Vertrauen und Gebet bleib am Werke deiner Hände, so führt ers zum schönsten Ende. Viktor v. Strauß, geb. 1809. Mel. Zwei der Jünger gehn mit Sehnen. 285 O wie fröhlich, o wie selig * werden wir im Himmel sein! Droben ernten wir unzählig unsre Freudengarben ein. Gehen wir hier hin und weinen, dorten wird die Sonne scheinen; dort ist Tag und keine Nacht, dort, wo man nach Thränen lacht. 2. Ach, wer wollte sich nicht sehnen, dort in Zion bald zu stehn und aus diesem Thal der Thränen an den Freudenort zu gehn, wo sich unser Kreuz in Palmen, unser Klagelied in Pfalmen, unsre Last in Lust verkehrt und das Jauchzen ewig währt! 313 Christliches Leben. 3. O, wie werden wir so schöne bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird uns das Lobgetöne seiner Engelschar erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen bei so vielen Siegeskränzen! Wie wird unser Kleid so rein, heller als die Sonne sein! 4. Ach, wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen Himmelsbau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht alles Gold beschämet macht? 5. Nun, so stille mein Verlangen, o du großer Lebensfürst! Laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein Herz recht himmlisch werden, bis mein Los in jener Welt auf das allerschönste fällt. Benjamin Schmolck, 1672—1757 286 Schwing dich auf zu deinem Gott, 2 du betrübte Seele; warum liegst du Gott zum Spott in der Schwermutshöhle? Merkst du nicht des Feindes List? Er will durch sein Kämpfen deinen Trost, den Jesus Christ dir erworben, dämpfen. 2. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz hinein mit dem bittern Leide, 3¹⁴ Hreuz und Crost. laß es dringen; kommt es doch von geliebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 3. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten. Bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? ö 4. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen; wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen. Wem hier Christus recht bewußt, hat in Gottes Garten droben die vollkommne Lust endlich zu gewarten. 5. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen, aber endlich bringt das Jahr, 7121737 wonach sie sich sehnen. +* ö Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; x Bott da wird all ihr Gram und Leid ö lauter Freud und Lachen. 6. Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen; wirf sie fröhlich hinterwärts; laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr. Gieb dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr; er wird helfen! Amen. Paul Gerhardt, 16071676. Christliches Leben. 287 ollt es gleich bisweilen scheinen, * als ob Gott verließ die Seinen, o, so glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich noch gewiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so hält Gott auch Maß und Ziel; er giebt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gefinnt. 5. Will mir Satan bange machen, ich kann seine Macht verlachen; drückt mich schwer des Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Laß die Welt nur immer neiden; will sie mich nicht länger leiden, ei, so frag ich nichts darnach; Gott ist Richter meiner Sach. 7. Will sie gleich mich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; ist der Himmel mein Gewinn, geb ich alles andre hin. 8. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, frag ich nicht nach andrer Gabe; legt man mich gleich in das Grab, g'nug, Herr, wenn ich dich nur hab. Christoph Tietze, 1641—1703, ien, —1703. Hreuz und Crost. Mel. Großer Gott von alten Zeiten. 288 Stille halten deinem Walten, * stille halten deiner Zucht, deiner Liebe stille halten, die von je mein Heil gesucht, ja, das will ich, wieis auch geh, wie's auch thu dem Herzen weh. 2. Stille halten ohne Klage, ohne Murren, ohne Trotz.— was dazu die Welt auch sage, ich will spotten ihres Spotts. Weiß ich doch, wie gut mir war, still zu halten immerdar. 3. Wo ichs selber wollte zwingen und es wagen ohne dich, ach, da sanken mir die Schwingen meines Mutes jämmerlich; aber wo ich stille hielt, hast du stets mein Heil erzielt. 4. Ward es anders auch gewendet, gings durch banges Dunkel oft, M immer hat es gut geendet, 40 besser, als ich je gehofft, I. besser, als bei Tag und Nacht ichs im Herzen ausgedacht.. 5. Darum will ich stille halten Tag und Nacht, Jahr ein und aus, WN bricht auch neues zu dem alten 190 Krenz und Leid herein ins Haus. WMN Weiß ich nur, es kommt von dir, nun, es sei willkommen mir!. 6. Du, o Herr, giebst Kraft den Deinen und den Schwachen allermeist; darum gieb mir deinen reinen, deinen guten, stillen Geist, 3 daß, es gelte wo und wann, ich dir stille halten kann! 7. In der wellenlosen Stille überm tiefen Meeresgrund 470 31⁷ I Christliches Leben. thut sich mir dein Gotteswille in dem klarsten Spiegel kund; da nur kann dein Odem wehn, wo die Stürme schlafen gehn. 8. Wie das Weltmeer seine Masten sicher trägt auf stiller Flut, so, Herr, laß mich deine Lasten tragen mit ergebnem Mut! Kehr mit deinem Frieden ein; laß mich stille, stille sein! Karl Rudolf Hagenbach, 1801 1874. 289 on Gott will ich 4. Lobt ihn mit Herz und * nicht lassen; Munde, denn er läßt nicht von mir, ihn, der uns beides schenlt; führt mich auf rechter Straßen, das ist ein selge Stunde da ich ging in der Irr. darin man sein gedenkt. Er reicht mir seine Hand;— Verlorn ist alle Zeit, den Abend und den Morgen ohn ihn vollbracht auf Erden; thut er mich wohl versorgen, wir sollen selig werden wo ich auch sei im Land. und bleib'n in Ewigkeit. 2. Auf ihn will ich ver⸗ trauen é dulde in meiner schweren Zeit, hie Widerwärtigkeit, so kann mir gar nicht grauen; wie ichs auch wohl verschulde, er wendet alles Leid. kommt doch die Ewigkeit, Ihm sei es heimgestellt; ist aller Freuden voll, mein Leib, mein Seel, mein die, weil ich Christum kenme Leben und meinen Herrn ihn nenne, sei Gott dem Herrn ergeben; mir widerfahren soll. er machs, wie's ihm gefällt. 6. Das ist des Valert 3. Es kann ihm nichts Wille, gefallen, der uns erschaffen hat: denn was mir nützlich ist; aus seines Sohnes Fülle gut meint ers mit uns allen, wir nehmen Gnad um Gnad schenkt uns den Herren Christ, aauuch Gott der heilge Geis seine'n eingebornen Sohn. im Glauben uns regieret, Durch ihn er uns bescheret, zum Reich des Himmelsfihrez was Leib und Seel ernähret. Ihm sei Lob, Ehr und Preis. Lobt ihn im Himmelsthron! Ludwig Helmbold, 1532—1508 3¹ 5. Darum, ob ich schon 29 Hab Chrif Wer We den u Gotte beigel 2. ist ni Gott ist es, Wi nehm ich wi denno 3. dring Angst jollt i Der er wei wie er all me 4. oft er ollt i nicht Fro sein C kann n ganzn 18N. Herz und schenkt; tunde, denkt. Zeit, uf Erden rden igkeit. ich schon 2 erschulde, vigkeit, voll, um kenne hn nenne. l. 3Valerz hat: Fülle im Gnad; ilge Geis egieret, els führet. nd Preis! 1532—1501 arum sollt ich 290. W̃ mich denn grämen? Hab ich doch Christum noch! Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin; ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 3. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt; sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Frommi ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, lann mich nicht ganz und gar verlassen. 319 Hreuz und Crost. 290 5. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 6. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 7. Kann uns doch der Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schließt das Thor der bittern Leiden und macht Bahn, daß man kann gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in süßen Schätzen ich mei Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 29¹ 44 ö 9. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand I voller Sand, Kummer der Gemüter. 41 Dort, dort sind die edlen + Gaben, da mein Hirt, Christus, wird 0 mich ohn Ende laben. 10. Herr, mein Hirt, Brunn ů aller Freuden, du bist mein, W ich bin dein; niemand kann uns scheiden. as Gott thut, 1 291. Wé das ist wohl⸗ gethan; es bleibt gerecht sein Wille. Wie erfängt meine Sachen an, will ich ihm halten stille. WN Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu erhalten; drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan; 1 er wird mich nicht betrügen. Er führet mich auf rechter Bahn; so laß ich mich begnügen an seiner Huld und hab Geduld. 0 Er wird mein Unglück wenden; ö es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er wird mich wohl bedenken. 3²⁰ Christliches Leben. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 11. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hin⸗ gelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 1607- 1676. Er als mein Arzt und Wun⸗ dermann wird mir nicht Gift ein⸗ schenken für Arzenei; Gott ist getreu; drum will ich auf ihn bauen und seinet Gnade trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid. Es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das is wohlgethan; muß ich den Kelch gleic schmecken, du dein . „weil ich se. lich hin⸗ n. 7 1676. ud Wun⸗ zift ein⸗ yn bauen rauen. t, das ist m; id Leben, 3 gönnen rgeben id. net, neinet. it, das is anz; ch gleich der bitter ist nach Wahn, loß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt nit süßem Trost im da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; 292. W Hreuz und Crost. meinem 292 dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben. so wird Gott mich Herzen; ganz väterlich zu helfen dem ist er bereit, der an ihn glaubet feste. Er hilft aus Not, der fromme Gott, und züchtiget mit Maßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, den wird er nicht verlassen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschieht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr; denn all mein Haar er selber hat gezählet; er schützt und wacht und hat wohl acht, auf daß uns ja 3. Drum, muß ich Sünder von der Welt nichts fehlet. hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott,— will ich ihm hal Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzter ten stille. Stunden. as mein Gott will, gescheh allzeit; sein Will, der ist der beste; wanns ihm gefällt, O frommer Gott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen! 82¹ in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649—1708. Christliches Leben. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen. 2 Albrecht, Markgraf zu Brandenburg, 1522—155.. Jes. 54, 10. 2 eicht ihr Berge, fallt ihr Hügel, 293. Wé brecht ihr Felsen alle em Gottes Gnade hat das Siegel; sie will unverändert sein. Laß die Welt zu Trümmern gehn, Gottes Gnade wird bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen; Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht; es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist fromm und gut und treu, sei die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen. So fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 32² vr, 1522—1557 ügel, Hreuz und Crost. 6. Er will Friede mit mir halten, wenn die Welt sich auch empört. Ihre Liebe mag erkalten, achtet doch mein Gott mich wert. Ob auch Sturm und Donner brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer; so hat er sich selbst genannt. Das ist Trost, so werd ich Armer— immer als sein Kind erkannt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides thu. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen ankerfest auf ihm beruhn. Auf ihn will ich Felsen bauen; was er sagt, das wird er thun. Erd und Himmel kann vergehn, doch sein Bund bleibt ewig stehn. Benjamin Schmolck, 1672 1737. 29⁴4 W enn wir in höchsten Nöten sein und wissen nicht, wo aus noch ein, und finden weder Hilf noch Rat, obgleich wir sorgen früh und spat, 2. So ist das unser Trost allehn, daß wir zusammen insgemein dich rufen an, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten dich. Wir flehn im Namen Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. 5. Drum kommen wir, Herr unser Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 3²3 Christliches Leben. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß; sprich uns davon in Gnaden los. WII Neerr Gott vertraut, hat wohlgebaut 295. W̃ im Himmel und auf Erden; wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden; ö darum auf dich all Hoffnung ich will fest und sicher setzen. Herr Jesu Christ, mein Trost du bist in Todesnot und Schmerzen. 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder; und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich;! denn du kannst mir wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, hier und in jenem Leben. Gieb wahre Reu, mein Herz erneu, 0 errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. Str. 1 von Ibachim Magdeburg, 1525—5N Str. 2 und 3 späterer Zusatz. 32⁴ Steh uns in unserm Elend bei; mach uns von allen Plagen frei, N 8 7. Auf daß von Herzen wir dafür ie hernach mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, . dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber, 1511—159 1511—159. gebaut n; sehr 1525—15ʃ usatz. Kreuz und Trost. 296. Wer nur den lieben Gott läßt walten. und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut. Hunt helfen uns die schweren argen! 99210 ilft uns unser Weh und Ach? Was hil ft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach 2 Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt. wie unsres Gottes Gnaden-Wille, wie sein Allwissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden; er weiß wohl, wann es nützlich sei. Wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlassen seist und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen arm und klein zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. Christliches Leben. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen; verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 1621—168ʃ. Mel. Was mein Gott will, gescheh allzeit. [Wie Gott mich führt, so will ich gehn 297. Wé ohn alles Eigenwählen; geschieht, was er mir ausersehn, wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh ich mit und folge willig Schritt vor Schritt in kindlichem Vertrauen. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, ob gleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit in Zeit und auch in Ewigkeit, stets seinen Rat zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt; ich ruh in seinen Händen. Wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt; er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich hat ans Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden; 326 521—1681. ich gehn Kreuz und Trost. steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest; was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken; kann ichs auch anfangs nicht verstehn, zuletzt wird ers aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat; dies sei mein Glaubensanker. Lampertus Gedike, 1683—1735. Mel. Jesus Christus herrscht als König. 2WMunderanfang, herrlichs Ende, 298. Wẽ wo die wunderweisen Hände Gottes führen ein und aus! Wunderweislich ist sein Raten, wunderherrlich seine Thaten, und du sprichst: wo wills hinaus? 2. Denke doch, es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet; Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß;(Psalm 77, 20) so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen mag ersinnen, wo man Hilfe kann gewinnen; die Vernunft ist hierzu blind; ihre halbgebrochnen Augen nicht für das Verborgne taugen, weil sie allzu blöde sind. Besondere Zeiten und Verhältnisse. 5. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er läßt, was er angefangen, so zum Ende stets gelangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum laß dir doch nimmer grauen; lerne deinem Gott vertrauen; sei getrost und guten Muts. Er, fürwahr, er wird es führen, daß du wirst am Ende spüren, wie er dir thut lauter Guts. 7. Deinem Glauben wirds nicht fehlen; du wirst noch der Welt erzählen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz verfüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang herrlichs End! Heinrich Arnold Stockfleth, 16431708. VI. Besondere Zeiten und Verhältnisse. 1. Morgen und Abend. 299 A meines Her⸗ Ich bitt demütiglich, 9 zens Grunde sag ich dir Lob und Dank geben, in dieser Morgenstunde womit in diesem Leben und all mein Leben lang, ich hab erzürnet dich. Herr Gott, auf deinem Thron, ö zu Lob dir, Preis und Ehren mi durch Christum unsern Herren, vor Satans List und Wüten, dein'n eingebornen Sohn, vor Sünden und vor Schmach, 2. Daß du mich hast aus vor Feur und Wassersnot, Gnaden vor Armut und vor Schan⸗ in der vergangnen Nacht den, vor Not und allem Schaden vor Ketten und vor Banden, behütet und bewacht. vor bösem, schnellem Tod. 32⁸ 3. Du wollest auch behüten ch gnädig diesen Tag wollst mir mein Sünd ver⸗ 4. mein sei di dazu als die E Gescht und a 5. der al er seg auch ⸗ dem meit 5 darr befe nim Morgen und Abend. 300 4. Mein Leib und Seel.—Ihm hab ich heimgestellt mein Leben, Leib, Seele, Gut und Leben, ö mnein Weib. Gut, Ehr und und was er sonst gegeben; Kind er machs, wie's ihm gefällt. sei dir, Herr, übergeben, 6. Darauf so sprech ich dazu mein Hausgesind, als dein Geschenk und Gab, die Eltern und Verwandten, Geschwister und Bekannten mein Flehen gnädig an. und alles, was ich hab. Nun streck ich aus die Hand, 5. Gott will ichlassen raten. greif an mein Werk mit der alle Ding vermag; Freuden, ö ů er segne meine Thaten was Gott mir will bescheiden n auch an dem heutgen Tag. in meinem Amt und Stand. Zuerst 1592. Amen und zweifle nicht daran, Gott nimmt in Jesu Namen 3—17⁰ 300 Des Morgens, wenn ich früh aufsteh, 43—1708. und abends, wenn ich schlafen geh, INN sehn meine Augen, Herr, auf dich; e Herr Jesu, dir befehl ich mich. N tnisse. 2. In den heilgen fünf Wunden dein, I da kann ich ruhn und sicher sein mit Leib und Seele, Hab und Gut; W mein Schutz ist nur dein heilges Blut. RR nd ver⸗ 3. Denn, o Herr Christ, am Kreuzesstamm dein heilges Blut die Sünd hinnahm; eben drum ich wach oder schlafe ein, wollst du, Herr, allzeit bei mir sein. 4. Dein Engel mir stets halten Wacht; behüten] drum ich nicht Tod, nicht Teufel acht; Tag denn wo ich bin, bist du bei mir; mein Glück und Kreuz kommt alls von dir. ssersnot, 5. Leb oder sterb ich, bin ich dein; Schan⸗ darum ich dir die Seele mein befehle jetzt und auch im Tod: Banden, nimm sie zu dir, o treuer Gott. Tod. Um 1582. 32⁰ Besondere Zeiten und Verhältnisse. 301 Die güldne Sonne voll Freud und * Wonne bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder; aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht. 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wenn sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben; alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüter; Lieder der Frommen, von Herzen gekommen, sind Weihrauch, der ihn am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen. Segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Seelenfeinds Bande Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden, ohn alles Neiden, sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders Hand, Güter und Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Guͤt mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 3³⁰ und er; en, en, Morgen und Abend. 7. Menschliches Wesen, was ists? Gewesen! In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald die Lüfte des Todes drein wehn. Alles in allen muß brechen und fallen. Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet; Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken,. sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tötlichen Schmerzen, halten uns zeiklich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergieb und schone; laß meine Schulden in Gnad und Hulden vor deinen Augen sein ferne gewandt. Sonst Herr, regiere mich, lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste; Gott ist das Süß'ste und Allergewiß'ste, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken und soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals einen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; nach Meeresbrausen und Windessausen leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille darf ich erwarken im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt, 1607 1676. 831 302. 303 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 302 Frud am Morgen Jesus gehet * und vor allen Thüren stehet, klopfet an, wo man geflehet: komm, Herr Jesu, unser Gast! M 2. Nun, so lasset ihn nicht dorten! WN Thut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein, 4. weiden uns auf grünen Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja, es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden froͤhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip, 1809—1882. 303 Vott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt und was drinnen ist erhält, 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; 33² ——— 1882. den, ist, Morgen und Abend. o Herr Jesu, laß dich finden und dein Herz mir offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort; nirgends als bei dir allein, kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele, samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr, mein Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht,* List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, 1604—1651. 304 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank; * erheb ihn, meine Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang; lobsing ihm, meine Seele! 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 333 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt und dein ist unser Leben; du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht! Gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele. Sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig thue, 10. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe, 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue, 33⁴ Morgen und Abend. 5, 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße ö und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert, 1716—1769. Mel. Ich bin getauft in deinen Namen. 305 ein Gott, nun ist es wieder Morgen; * die Nacht vollendet ihren Lauf. Nun wachen alle meine Sorgen auf einmal wieder mit mir auf. x Die Ruh ist aus, der Schlaf dahin; ich sehe wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat, wo ich nur immer älter werde und häufe Sünd und Missethat. O Goltt, von dessen Brot ich zehr, wenn ich dir doch auch nütze wär! N 3. Du siehst am Morgen mich ausstehen; regier mich auch in dieser Welt. R Ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen; 4 mach alles so, wie dirs gefällt. Schließ mich in deine Vorsicht ein; 0 dein will ich tot und lebend sein. x 4. Vergieb mir, Vater, meine Sünden, V die ich bei Tag und Nacht beging. und laß mich vor dir Gnade finden; erhöre, was ich bet und sing; denn wenn ich nur bei dir wohl steh, so acht ich gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen raten; denn ich bin selber mir nicht klug. Behüte mich vor Missethaten, vor böser Menschen List und Trug. Laß mich den Tag wohl legen an und Gutes schaffen, wo ich kann. 33⁵5 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 6. Behüte mir mein Leib und Leben, mein Weib und Kind, mein Hab und Gut, und laß den Himmel Segen geben, wenn meine Hand das Ihre thut; hilf, daß ich alles wohl verricht! Du wirst es thun, ich zweifle nicht. Kaspar Neumann, 1654—1715. 306 Meenglanz der Ewigkeit, * Licht vom unerschaffnen Lichte schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte und vertreib durch deine Macht unsre Nacht. 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei erstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn recht aufstehn. 4. Schmück uns mit Gerechtigkeit als mit einem weißen Kleide, das, von Sünden unentweiht, nie an seinem Glanze leide. Laß uns hell und sündenrein alle sein. 5. Ach, du Aufgang aus der Höh, gieb, daß auch am jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 336 30⁷ nun ist nun hat aufs ner nun i vom St und hat berlange 2. W mein Got Ich will in deine mit L Heut dief Das soll Wil ich 3. M nit Weis nit Reuf urch dei 908. dem Schi dem Geb hem fromt Morgen und Abend. 307. 308 6. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Thränenfeld in das Land der süßen Wonne, wo die Lust, die uns erhöht, ö nie vergeht. —17¹⁵, Christian Knorr v. Rosenroth, 1636—1689. 307 Resu, süßes auch mit der Demut mich te Licht, vor allem kleide an, nun ist die Nacht vergangen; so bin ich wohl geschmückt nun hat dein Gnadenglanz und köstlich angethan. aufs neue mich umfangen; 4. Gieb, daß mir diesen nun ist, was an mir ist, Tag don Schlafe aufgeweckt. stets vor den Augen schwebe, und hat sich, Herr, nach dir daß dein Allgegenwart verlangend ausgestreckt. mich wie die Luft umgebe, 2. Was soll ich dir denn auf daß mein ganzes nun, Thun nein Gott, für Opfer schenken? durch Herz, durch Sinn und ́h will mich ganz und gar Mund ö in deine Gnade senken dich lobe inniglich, mit Leib, mit Seel, mit mein Gott, zu aller Stund! Geist, 5. Ach segne, was ich thu, ut diesen ganzen Tag; ja rede und gedenke; lun soll mein Opfer sein, durch deines Geistes Kraft hil ich sonst nichts vermag. es also führ und lenke, 3. Mein Jesu, schmücke daß alles nur gescheh mich zu deines Namens Ruhm, nit Weisheit und mit Liebe, und daß ich unverrückt nit Keuschheit und Geduld lurch deines Geistes Triebe; verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 1670—1744. 308⁸ Wach auf, mein 2. Heut Nacht, als dunkle ö Herz, und singe Schatten Iin Schöpfer aller Dinge, mich ganz umfangen hatten dem Geber aller Güter, hast du, o Gott, gewehret, hunfrommen Menschenhüter! daß mich kein Leid versehret. 3³⁷ 2² 309 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Du sprachst: mein Kind, du kannst ins Herze sehen, 5. nun liege, und weißt wohl, daß zur Gah zu m mein starker Schutz dir gnüge! ich ja nichts Bessres habe. bewa Schlaf wohl, laß dir nicht 7. So wollst du nun vol Wenn grauen; enden du sollst die Sonne schauen! dein Werk an mir und senden 9. I der mich an diesem Tage(. Dein V He 3 135 4. e ist auf seinen Händen n— . 5 4„ ich kann das Licht noch sehen. 8. Sprich Ja zu meinen Von Not bin ich befreiet; CThaten: dein Schutz hat mich erneuet. hilf selbst das Beste raten 2 den Anfang, Mitt und Ende 5. Du willst ein Opfer ach Herr, zum besten wend. haben,— 9. Mit S ich he hier bring ich meine Gaben; iit sade; 71 31⁰ in Demut fall ich nieder mein Herz sei deine Hüttz⸗ und bring Gebet und Lieder. dein Wort sei meine Speiß daß 6. Die wirst du nicht ver⸗ bis ich gen Himmel reise der schmähen; Paul Gerhardt, 1607—10f6. 2 ——5— halt! schirm sen⸗ 309 Dir Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleihg o0o Seelenlicht, der Sünden Nacht vertreib.] 3. Geh auf in mir, Glanz der Gerechtigkeit; fröhli erleuchte mich, o Herr; denn es ist Zeit. laß u 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungan 235 dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen 4 nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; silf d du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 115 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: des Beständigkeit im Guten mir noch fehlet; das weißt du wohl, o Herzenskündiger, 5. ich strauchle noch wie ein Unmündiger.— 9 rist u 4. Vergieb es, Herr, was mir sagt mein Gewissen: 0 Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen; 9 es ist mir leid, ich stell mich wieder ein; da ist die Hand, du mein und ich bin dein. 338 esehen, zur Gah⸗ habe. nun voll d senden, Tage trage. u meinmn e raten; und Endz en wendi. mich be⸗ ie Hütte; ne Speis, el reise. 60719t. ir bleibtz t vertreib. gesungan; Gewissen n; Morgen und Abend. 310 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein siegreich Schwert umgürte; bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen; ach, laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen. O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn; V dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin! Joachim Neander, 1650(2)-1680. I 310 Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen. Gott walts zum Frommen nach sein'm Wohlgefallen, daß wir uns legen, in sein'm G'leit und Segen, der Ruh zu pflegen. 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister; halt die Nachtwach gern, sei selbst unser Schutzherr; shirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel; send uns dein Engel. 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken; laß uns in Züchten unser Thun und Dichten zu dein'm Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten; hilf den Gefangnen, tröste die Betrübten; pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder; des Feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset; frist unser Leben, wollst die Sünd vergeben, erlös uns. Amen. Petrus Herbert, 4 1571. 311. 312 Besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 311 H err, der du mir auf deine Güte hoffen — 2 das Leben im Geist den Himmel ffn bis diesen Tag gegeben, und dort den Preis de dich bet ich kindlich an. Glaubens sehn! Ich bin viel zu geringe 4. Ich weiß, an wen u der Treue, die ich singe glaube, und die du heut an mir gethan. und nahe mich im Staube 2. Mit dankendem Gemüte zu dir, o Gott, mein Heil freu ich mich deiner Güte;(Ich bin der Schuld entladen ich freue mich in dir. ich bin bei dir in Gnaden Du giebst mir Kraft und und in dem Himmel ist man Stärke, é Teil. Gedeihn zu meinem Werke 5. Bedeckt mit deinnn und schaffst ein reines Herz Segen in mir. eil ich der Ruh entgegen; 3. Gott, welche Ruh der dein Name sei gepreist! Seelen, Mein Leben und mein End⸗ nach deines Worts Befehlen ist dein; in deine Hände einher im Leben gehn, befehl ich, Vater. meinen Gei Christian Fürchtegott Gellert, 1716—1500 Mel. Werde munter, mein Gemüte. 312 Herr, es ist von meinem Leben wiederum ein Tag dahin; lehre mich nun Achtung geben, ob ich fromm gewesen bin; zeige mir auch selber an, so ich was nicht recht gethan, und hilf jetzt in allen Sachen guten Feierabend machen. 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat; denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und That, und zu jeder Tagesstund pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen. daß ichs selber nicht kann zählen. 3⁴⁰ hoffen mel offn zreis d6 5 sehn! nwen ut Staube ein Heil. dentladen Gnaden, ist men t deinen itgegen; preist! mein End Hände einen Geis 716-1700 Morgen und Abend. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich schwer beladen; doch vergieb mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will künftig deinen Willen ich noch mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte; auch dein Engel steh mir bei. Lösche Licht und Feuer aus und bewahre selbst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück müsse weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten. die im Finstern Böses thun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die That; wend auch allen andern Schrecken, den die Bosheit kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht; darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich dann gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein; oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann, 1648—1715. 8⁴¹ 313. 314 Besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. 313 inunter ist der Sonne Schein; * H die finstre Nacht bricht stark herein. Leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht; laß uns im Finstern wandeln nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Not, Gefahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt't aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich, das, Herr, verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns in Fried und Ruh. 4. Der Engel Wach um uns bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnot behüte uns, o lieber Gott! Nikolaus Hermann, 17 1501. 514.H der din buem durch die tiefgeschlagnmn der von keinem Wunden „Schlafe gnädiglich entbunden. deine Wunde 5r. 3. Laß auch meine Liebn eine Wundergüte keine Not betrüben; war mein Schild und Hütte sie sind mein und dein. den vergangnen Tag; Schließ uns mit Erbarmmn 0 5 Derre t in den Vaterarmen auch auf der Wach wohlgeborgen ein. und laß Schn von deinen D bei mir Schnren und ich bei dir; um und um bewahren. also sind wir ungeschiede 2. Decke mich von oben und ich schlaf in Frieden. vor der Feinde Toben 48. Komm, verschließ di mit der Vaterhuld; Kammer ein versöhnt Gewissen und laß allen Jammer sei mein Ruhekissen; ferne von uns sein. drum vergieb die Schuld: Sei du Schloß und Riegl. denn dein Sohn unter deine Flügel hat mich davon nimm dein Küchlein ein. 34² Doch, h daß me mmit! so wi licht wi Morgen und Abend. 31⁵ Deck uns zu gerne, weil ich dich gefunden, nit Schutz und Ruh, sterb ich alle Stunden. erein.* wird uns kein Grauen 6. Nun wohlan! ich thue wecken, in vergnügter Ruhe uh der Feind uns schrecken. meine Augen zu. 5. Wie, wenn ich mein Bette Seele, Leib und Leben heut zum Grabe hätte? hab ich dir ergeben, Bie bald rot, bald tot! weuer Hüter du! Doch, hast du Weuslofen Gute Nacht! daß mein Ziel verflossen, Nimm mich in acht, Iw—— Todesnot, und erleb ich ja den Morgen, ll ich wirst du weiter sorgen. iih wider dich; Benjamin Schmolck, 1672—1737. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. x un ruhen alle Wälder, 315. N Vieh, Menschen, Städt und Felder; es schläft die ganze Welt. Ihr aber, meine Sinnen, auf, auf! ihr sollt beginnen, eschlagnn was eurem Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du Sonne blieben? en. Die Nacht hat dich vertrieben, ine Liebn die ů des Tages Feind. Fahr hin! Ein andre Sonne, dein. mein Zesus, meine Wonne, rbarmen gar hell in meinem Herzen scheint. + 1501. 3. Der Tag ist nun vergangen; die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal; chiedn also werd ich auch stehen, wenn mich wird beißen gehen mein Gott aus diesem Jammerthal 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, mer legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; d Riegll die zieh ich aus; d dagegen wird Christus mir anlegen n ein. den Roc der Ehr und Herrlichkeit. 3⁴3 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zu Ende die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder; der Ruhe ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen; im Nu sind sie geschlossen. Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden; sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein; will Satan mich verschlingen, so laß die Engel singen: dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben kein Unfall, noch Gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar! Paul Gerhardt, 1607—10ʃ8. 316 An sich der Tag geendet hat 10. und keine Sonn mehr scheint, schläft alles, was da müd und matt und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3⁴⁴ 31⁷ nein und 10 Dein zum S kleucht Morgen und Abend. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser finstern Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat g'nug für mich gethan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vor Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 6. Drauf thu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh; wer wollte traurig sein? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf; ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammerthal, so führ mich, Herr, in Himmel ein zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, du Herr Gott Zebaoth; im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Not. Johann Friedrich Herzog, 1647— 1699. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. int, 31⁷ Nen sich der Tag 2. Ich schließe mich aufs geendet, neue nein Herz zu dir sich wendet in deine Vatertreue t, und danket inniglich. und Schutz und Herze ein; Dein holdes Angesichte die fleischlichen Geschäfte zun Segen auf mich richte; und alle finstren Kräfte erleuchte und entzünde mich. vertreibe durch dein Nahesein. 3⁴⁵ 31⁸ Besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Daß du mich herzlich 4. Ein Tag der sagts dem liebest, andern, daß du mich stets umgiebest mein Leben sei ein Wandein und rufst zu dir hinein, zur großen Ewigkeit. daß du vergnügst alleine O Ewigkeit, du schöne, so wesentlich und reine, mein Herz an dich gewöhnel laß allezeit mir heilig sein. Mein Hein nicht in dieser eit. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. 318 Werde munter, mein Gemüte, 2 und ihr Sinne, geht herfür, daß ihr preiset Gottes Güte, die er hat gerhan an mir, da er mich den ganzen Tag vor so mancher schweren Plag durch sein gnadenreiches Walten hat beschirmet und erhalten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die Feinde weggetrieben, daß ich unversehrt geblieben. 3. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich doch mich wieder ein; denn dein Sohn hat ausgeglichen meine Schuld durch seine Pein. Ich verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich täglich in mir finde. 4. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und alle Zeit. 3⁴6 Morgen und Abend. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel hier; daß kein Unfall mich betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanfte, süße Ruh; alles Ubel laß verschwinden; decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sei'n in deinen Schutz geschlossen. 6. Ach, bewahxe mich vor Schrecken; schütze mich vor Überfall. Laß mich Krankheit nicht aufwecken; halte fern des Krieges Schall. Wend ab Feur und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben noch an Leib und Seel verderben. 7. O du großer Gott, erhöre was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schutz und Rat; und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja, es soll geschehen. Luk. 24, 29. Mel. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ. 319 o willst du hin, weils Abend ist, 9. o liebster Pilgrim Jesu Christ? Komm, laß mich so glückselig sein und kehr in meinem Herzen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3⁴²⁷ Johann Rist, 1607-1667. — Besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt; die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch irre macht. 5. Vornehmlich aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib; ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Zuerst 1674. Mel. Ich bin getauft auf deinen Namen. 320 So ist die Woche nun geschlossen, doch, treuer Gott, dein Herze nicht. Wie sich dein Segensquell ergossen, so bin ich noch der Zuversicht, daß er sich weiterhin ergießt und unerschöpflich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde; ich lobe dich, so hoch ich kann. Ich rühme dich von Herzensgrunde fur alles, was du mir gethan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich in diesen Wochentagen das liebe Kreuz auch mitbesucht, so gabst du auch die Kraft zu tragen; zudem ist es voll Heil und Frucht durch deine Liebe, Herr, zu mir, und darum dank ich auch dafür. 4. Nur eines bitt ich über alles,— ach du versagst mir solches nicht,— gedenke keines Sündenfalles, weil mich mein Jesus aufgericht't, mein Jesus, der die Missethat uuf ewig schon gebüßet hat. 3⁴⁸ 1674⁴ Morgen und Abend. 5. Dein Schwur ist ja noch nicht gebrochen,— du brichst ihn nicht in Ewigkeit— da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht sterben, sondern gnadenvoll als ein Gerechter leben soll. N 6. Mein Glaube hält an diesem Segen, und will also den Wochenschluß vergnügt und froh zurückelegen, V da der Trost mich ergötzen muß, 0 daß ich ja soll in Christo dein und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zugenommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näher kommen und warte nun der letzten Zeit, V da du die Stunde hast bestimmt, N die mich zu dir in Himmel nimmt. ö 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue e den Sonntag wieder sehen kann, so blickt die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, was du mir künftge Woche giebst. Du wirst es in der That erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, 1671-1756. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 321 Der Sabbat ist vergangen; * ich habe mein Verlangen M nach Herzenswunsch erfüllt. Gott hat mich unterweiset, ů* mit Lebensbrot gespeiset und meiner Seele Durst gestillt. 3⁴ 32² Besondere Zeiten und Verhältnisse. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen; drum leg ich ohne Schmerzen auch meinen Leib zur Ruh; denn allen Sündenschaden deckt Jesus nun in Gnaden mit seinem Purpurmantel zu. 3. O du dreieinig Wesen, mein Geist ist schon genesen, weil ich dein Tempel bin. Ich habe Licht vom Lichte; dein leuchtend Angesichte treibt alle Finsternisse hin. 4. Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zu schanden macht. 5. Ich schlafe ganz vergnüget; denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel; es träumt mir nur vom Himmel. Ach, wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck, 1672 173 2. Ehe und Hausstand. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 322 Gen. Schöpfer, Stifter heilger Eh, * schau auf dies Paar aus deiner Höh, das vor dir steht, den Ehebund zu schließen jetzt mit Hand und Mund. 2. Mit Gnade schau auf sie herab, daß sie zusammen bis ins Grab geduldig, liebreich, fromm gesinnt, in Christo dir gefällig sind. 350 S. 645 E 173⁷ / r Höh, Ehe und Hausstand. 3. Laß sie einander inniglich sich lieben, doch nie mehr als dich, von Untreu fern, im Herzen rein, auch recht in Wort und Wandel sein. 4. Und wenn ein Kreuz sie niederdrückt, laß sie dabei nicht unerquickt; gieb heitre Tage nach dem Leid und segn es für die Ewigkeit. 5. Laß uns zusammen dir vertraun, zusammen unsre Seel erbaun, zusammen deine Hilf erflehn, zusammen auch dein Lob erhöhn. Johann Adolf Schlegel, 1721—1793. Josua 24, 15. Mel. Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ. 323 Qcch und mein Haus, wir sind bereit, dir, Herr, die ganze Lebenszeit mit Seel und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein; gieb deinen Segen nur darein, daß wir dir willig dienen. Eine kleine, fromme, reine Hausgemeine mach aus allen; dir nur soll sie wohlgefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; er leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die drin wohnen, aus; 351 Besondere Zeiten und Verhältnisse. im Glauben uns verbinde. Laß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit, voll Demut, sanft und linde. Liebe übe jede Seele; keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kindlichem Gemüte, selig, fröhlich, selbst mit Schmerzen in dem Herzen dir uns lassen und dann in Geduld uns fassen. 5. Giebst du uns irdisch Glück ins Haus, so schließ den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste; denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus kein andrer Geist, als nur dein Geist regiere,— daß er, der alles wohl bestellt und gute Zucht und Ordnung hält, uns alle liebreich ziere. Sende, spende ihn uns allen, bis wir wallen heim und droben dich in deinem Hause loben. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859. 83⁵² 32 wo u du d wo und wo a und 2. in de als b im G wo in Li und an je 3 mit§ sen —1859. Ehe und Hausstand. und wollens ewig, ewig sein. Du wollest selbst das Haus uns bauen, der Hüter sein, auf den wir trauen; o, kehre täglich bei uns ein! 2. Sei du der Herr im kleinen Reiche; dein Lieben nimmer von uns weiche,— das ist, o Jesu, unser Flehn. Wir wollen an dein Herz uns schmiegen, vor dir im Staube betend liegen, daß nimmer du magst von uns gehn. 3. In Trübsal und in Sturm hinieden sei unser Trost und unser Frieden; laß leuchten uns dein Angesicht. O leite uns mit treuen Händen; gieb deiner Gnade reiche Spenden; sei unsers Hauses Hort und Licht! wo unter allen Gästen, die da kommen, du der gefeiertste und liebste bist, wo aller Herzen dir arane dichtsehn und aller nen freudig auf dich sehn, wo aller Lippen dein Gebot erfragen und alle deines Winks gewärtig stehn! 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist gesinnt, wo beide unzertrennbar an dir hangen in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, und nur bei dir zu bleiben stets verlangen, an jedem guten, wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, 35³ 324. 325 324. Nen sprich du, Herr, dein Ja und Amen! Wir sind vereint in deinem Namen Georg Christian Dieffenbach, geb. 1822. 325 O selig Haus, wo man dich aufgenommen, * du wahrer Seelenfreund, Herr Jesu Christ, 326 Besondere Zeiten und Verhältnisse. du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt, wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich deiner Ran du lieber Heiland, du! 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennn und wissend. wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn, als deine Diener, deine Hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen, froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu! 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt! O selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist, bis jeder einst sein Tagewerk vollendet und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1850. Mel. Schaffet, schaffet, Menschenkinder. 326. S Dorge doch für meine Kinder, 0 Vater, nimm dich ihrer an; ob sie gleich vor dir sind Sünder, sind sie dir doch zugethan und durch deines Sohnes Blut gleichwohl dein erworbnes Gut; darum wirst du sie aus Gnaden wohl beschützen und beraten. 2. Sie sind dir von Kindesbeinen und von ihrer ersten Stund übergeben als die Deinen, und durch deinen Gnadenbund hast du sie in ihrer Tauf väterlich genommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. 25⁴ N, h kennen 01—1850. Ehe und Hausstand. 3. Du hast sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall ö mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätte Keichtlich umgef•27 ja das Leben abgekürzt aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sammeln andre große Schätze, 4 daß ihr Haus in solchem Heil sich an Geld und Gut ergötze, ö so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott; ö lasse sie in keiner Not 30 und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 5. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr r Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr 4 in der Tugend bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken N. und die Seligkeit uns schenken. n 6. Können sie in diesem Leben . hier, und wo es dir gefällt, 5 was zu deinen Ehren geben, so laß in der ganzen Welt RMi ihnen, wo sie immer gehn, 11 deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Thun und Lassen ö stets in ihre Herzen fassen. 7. Gönne mir die große Freude, daß am lieben jüngsten Tag nach— viel em Kreuz und Leide ich mit Jauchzen sagen mag: ö liebster Vater, ich bin hier und die Kinder, d die du mir hast in jener Welt bescheret; ewig sei dein Nam geehret! Ludwig Heinrich Schlosser, 1663 1723. 3⁵⁵ Besondere Zeiten und Verhältnisse. 327 Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ, * im Stande, da dein Segen ist, im Stande heilger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab und alles Gut so mild herab aus deiner heilgen Höhe, wenn sich an dich fleißig halten Jung und Alten, die im Orden eines Lebens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn und Hand in Hand durchs Leben gehn im Bunde reiner Treue, da blüht das Glück von Jahr zu Jahr; da sieht man, wie der Engel Schar im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott giebet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Sei gutes Muts! Wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht't, es ist ein höh'rer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unfre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater. Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 4. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Thränen lässet fließen; doch wer sich still und in Geduld ergiebt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Schweige, beuge dich ein wenig! Unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 3⁵6 3² Jaen wie e 2 im re zu die nach 3. ein V daß 0 das ät 4. beständ und m als Ge 5. mit fle ein jeg im Gl/ 6. 8 und w versäun so blei tehn ziebet wohl Ehe und Hausstand. Wohl denn, mein König, nah herzu; —91 Rat in Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude! Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen! Paul Gerhardt, 1607—-1676. Jos. 24, 15. Mel. Nun geh uns auf, du Morgenstern. 328. Woehaa einem Haus, da Jesus Christ allein das all in allem ist! Ja wenn er nicht darinnen wär, wie elend wärs, wie arm und leer! 2. Wohl, wenn da Mann und Weib und Kind im rechten Glauben einig sind, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot! 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt! 4. Wohl, wenn der Weihrauch im Gebet beständig in die Höhe geht und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort! 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand ein jegliches nach seiner Art im Glauben seine Pflicht bewahrt! 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück, so bleibet ihrer keins zurück! 35⁵5² Besondere Zeiten und Verhältnisse. 7. Wohl solchem Haus! Denn es gedeiht; N die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wich alles Volk auch von ihm fern, ö ich und mein Haus stehn bei dem Herrn! Christoph Karl Ludwig v. Pfeil, 1712—188, ö 3. Stand und Beruf. 329 Das walte Gott, der helfen kann! Mit Gott fang ich die Arbeit an; mit Gott nur geht es glücklich fort; drum ist auch dies mein erstes Wort: das walte Gott! 2. All mein Beginnen, Thun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk. Mein Herz sucht Gottes Angesicht; drum auch mein Mund mit Freuden spricht: das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht giebet, da gebrichts. Gott giebt und thut mir alles Guts; drum sprech ich nun auch gutes Muts: das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür: auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist; drum sprech ich auch zu jeder Frist: das walte Gott! 35⁵⁸ —5... —28 2—1784. Stand und Beruf. 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so g'nügets mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: das walte Gott! 7. Crifft mich ein Unglück, unverzagt! ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei; drum dies auch meine Losung sei: das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Thun ein Ende hat; er giebt und nimmt, machts wie er will; drum sprech ich auch fein in der Still: das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not und giebt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten Vaterbrauch thut er mir Guts; drum sprech ich auch: das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Thun umsonst; nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst. Mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: das walte Gott! 11. Ceilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid, lass hassen, wers nicht lassen kann, und stimme doch mit Freuden an: das walte Gott! 12. Chu ich denn was mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: das walte Gott! Johann Betichius, 1650—1722. 3⁵ Jesus hats in Händen. Jesum ruf zum Beistand an; Jesus wirds wohl enden. Steh mit Jesu morgens auf; geh mit Jesu schlafen. Führ mit Jesu deinen Lauf; 340 lasse Jesum schaffen. WN 2 2. Morgens soll der An⸗ W fang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. eh hin nach Got⸗ 391. tes Willen in Demut und Vertraun; lern das Gebot erfüllen, sein großes Feld zu baun! Frag nach der Ernte nicht; du darfst denLohn nicht messen, gessen, nur sehn auf deine Pflicht. 2. Willst du nur sein ge⸗ borgen 1 Besondere Zeiten und Verhältnisse. Morgens, abends und bei Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren. mußt Freud und Lust ver⸗ 860 — Setz nur das Vertrauen dein 2 7* Tang dein Werk 330. 5 mit Jesu an; in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 4. Wenn dann deine Sach mit Gott also angefangen, ei, so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen. Es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben; endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all ö mein Sach sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgethan; darauf sprech ich Amen. Vor 1734(0. und vor der Welt geehrt, so kannst du nicht besorgen, was deinem Herrn gehört. Sieht jemand auf Gewinn und trachtet hier auf Erden nur glücklicher zu werden, der hat den Lohn dahin. 3. Doch hast du dein ö Gaben dem Dienst des Herrn geweiht so wirst du Augen haben, zu sehn, was er gebeut. Das du da nicht re er ruft, 4. 9 die Ar! Mit ur sei wir das Streu⸗ ndein e allein e. e Sach t, 1g9en. ick und 1 ein Teil en. in mach eben. reif ih men; lgethan; nen. 734 0. geehrt, besorgen, gehött. Gewinn uf Erden verden, Hdahin. du deine n geweih, haben, beut. die Arbeit angefaßt! ö Mit unverdroßnen Händen sii wirksam ohne Rast; Stand und Beruf. Das thue still und gern; wählen, nicht rechnen und nicht zühlen; er ruft,— du folgst dem Herrn. das Feld des Herrn gedeihn 4. Nur frisch an allen Enden ö das ist der rechte Mut. 332 arbeit in Gottes Namen,— du darfst nicht zaudernd so keimt und wächst es gut. 5. So wird von Stund zu Stunde und bald auf seinem Grunde kein Unkraut sichtbar sein. Schlag alles aus dem Sinn, was sonst dich hielt gefangen, dein Wünschen und Ver⸗ langen, Streu aus den edlen Samen; und gieb dich gänzlich hin. Johann Friedrich Möller, 1789— 1861. Mel. Ich hab in err, höre; Herr,‚ 332. erhöre! Breit deines Namens Ehre an allen Orten aus! Behüte alle Stände durch deiner Allmacht Hände; beschütze Kirche, Land und Haus. é 2. Ach, laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz! Bewahruns vor den Rotten, die deiner Wahrheit spotten; beut allen deinen Feinden Trutz. 3. Gieb du getreue Lehrer und unverdrossne Hörer die beide Thäter sein. Auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und Früchte reichlich ernten ein. guten Stunden. 4. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen; schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen; ja segne beide, Herrn und enecht. 5. Erhalt in jeder Ehe beim Glücke wie beim Wehe rechtschaffne Frömmigkeit. In Unschuld und in Tugend gedeihe unsre Jugend, zu deines Reiches Dienst bereit. 6. Gedenke voll Erbarmen der Leidenden und Armen; die Verirrte bring herein. Witwen und Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. Die 361 333. 334 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 7. Hilf als ein Arzt den daß sie in Frieden fahren Kranken, zu Zions Freud und Herrlich⸗ und die im Glauben wanken, keit. laß nicht zu Grunde gehn. Die Alten heb und trage, damit sie ihre Plage ö ö . ů 1 was wir nach deinem Willen geduldig 0 überstehn. in Demut jett begehrt. 8. Die Reisenden beschütze; Wir sprechen gläubig Amen bleib der Verfolgten Stütze; in unsers Jesu Namen; die Sterbenden geleit so ist gewiß der Wunsch ge⸗ mit deinen Engelscharen, währt Benjamin Schmolck, 1672—1737 9. Nun, Herr, du wirst erfüllen, 222 On Gottes Namen fahren wir; 90. N sein Hilf und Gnad begehren wir. Bewahr uns heut des Vaters Güt und unsre Seel und Leib behüt. Erbarm dich unser. 2. Christus sei unser Geleitsmann, bleib stetig bei uns auf der Bahn und wend von uns des Feindes List, auch was sein'm Wort zuwider ist. Erbarm dich unser. 3. Der heilge Geist auch ob uns halt mit seinen Gaben mannigfalt; er tröst und stärk uns in der Not und führ uns wieder heim mit Gott. Erbarm dich unser. Zuerst 1561; nach einem alten Wallfahrtsliede aus den 13. Jahrhundert. 33 Un Gottes Namen fang ich an, 4. N was mir zu thun gebühret; mit Gott wird alles wohlgethan und glücklich ausgeführet. 362² Mren derrlich⸗ u wirst Willen rt. ig Amen en; nich gr —17³⁷ wir. aus dem Stand nnd Beruf. Was man in Gottes Namen thut, ist allenthalben recht und gut und muß uns auch gedeihen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft, das Gute zu vollbringen. Er giebt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk gelingen, läßt einen reichen Zug uns thun, Gedeihn auf unsrer Nahrung ruhn, daß wir die Fülle haben. 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht't und bleibt auf seinen Wegen. der wird gar leichtlich reich gemacht durch Gottes milden Segen. Da wird der Fromme froh und satt, daß er von seiner Arbeit hat, auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der Frommen Schild und Lohn; er krönet sie mit 4— Der bösen Welt Haß, Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden. Gott decket sie mit seiner Hand; er segnet ihre Stadt, ihr Land und füllet sie mit Freuden. 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit merken. Gieb dein Gedeihen selbst 9. daß ich in allem, was ich thu erfahre deinen Segen. 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden. daß das, was du mich schaffen heißt gescheh mit lauter Freuden, auf daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot gehorsam sei und meinem Nächsten diene. 363 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner Hände befehl ich, liebster Heiland, dir; * hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit, und gieb, daß ich zur Abendzeit * erwünschten Lohn empfange! Salomon Liscow, 1040-1698. Golt, du from⸗] Gieb einen Heldenmut; ö 335. O mer Gott, das Kreuz hilf selber tragen. du Brunnquell guter Gaben, Gieb, daß ich meinen Feind ohn den nichts ist, was ist, mit Sanftmut überwind, ö von dem wir alles haben, und wenn ich Rat bedarf, M ö gesunden Leib gieb mir, auch guten Rat erfind. und daß in solchem Leib I ein underleste Seel 5. Laß mich mit jedermann und rein Gewissen bleib. in Fried an Freundschaft eben, 2. Gieb, daß ich thu mit so weit es chrisilich ist. Fleiß, Willst du mir etwas geb üru Huhr—77 was mir zu thun gebühret. an Reichtum, Gutund Geld, wozu mich dein Befehl so gieb auch dies dahei, in meinem Stande führet; gieb, daß ichs thue bald zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gieb, 6. Soll ich auf dieser Welt daß es gerate wohl. mein Leben höher bringen, 3. Hilf, daß ich rede stets, durch manchen sauren Tritt womit ich kann bestehen; hindurch ins Alter dringen, laß kein unnützlich Wort so gieb Geduld; vor Sünd aus meinem Munde gehen, und Schanden mich bewahr, und wenn in meinem Amt auf daß ich tragen mag daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. ich reden soll und muß. mit Ehren graues Haar. so gieb den Worten Kraft 7. Laß mich an meinem und Nachdruck ohn Verdruß. End 4. Find't sich Gefährlich⸗ auf Christi Tod abscheiden; keit, die Seele nimm zu dir so laß mich nicht verzagen. hinauf zu deinen Freuden; 36⁴ 1698. t; tragen. FJeind ind,‚ darf, . rmann idschaft 1. geben d Geld, ei, zut i. er Welt ingen, u Trilt ringen, rSüͤnd bewahr, nag aar. meinem heiden; Stand und Beruf. dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, 336 Was macht ihr, daß ihrweinet und brechet mir mein Herz? Im Herrn sind wir vereinet und bleibens allerwärts. Das Band, das uns ver⸗ bindet, löst weder Zeit noch Ort; was in dem Herrn sich findet, das währt in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände, als sollts geschieden sein, und bleibt doch ohne Ende im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe man sich zum letztenmal, und bleibt in gleicher Nähe dem Herrn doch überall. 3. Man spricht: ich hier du dorten; du ziehest, und ich bleib,— und ist doch aller Orten ein Glied an einem Leib. Karl nein, „mit unserm Herrn geweiht. Johann Philipp Spitta, 1801 336 so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. Johann Heermann, 1585-1647. Man spricht vom Scheide wege und grüßt sich einmal noch— und geht auf einem Wege in gleicher Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen und gar so traurig sehn? Wir kennen ja den einen, mit dem wir alle gehn in einer Hut und Pflege, geführt von einer Hand, auf einem sichern Wege ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde nicht schwerem Trennungs⸗ leid, einem neuen Bunde Wenn wir uns ihn erkoren zu unserm höchsten Gut, sind wir uns nicht verloren, wie weh auch Scheiden thut. 1859. 56⁵ 337. 338 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 4. Fürst und Vaterland. am Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 90 —330 Ein Haupt hast du dem Volk gesandt du * und trotz der Feinde Toben das in Gnaden unser Vaterland und geeint und hoch erhoben. mit r Mit Frieden hast du uns bedacht, 5. den Kaiser uns bestellt zur Wacht auf se zu deines Namens Ehre. der kl 2. Wir danken dir mit Herz und Mund, des h. du Retter aus Gefahren, du und flehn aus tiefster Seele Grund, und n du wollest uns bewahren, ihm s Herr aller Herrn, dem keiner gleich, ihm den Kaiser und das deutsche Reich 4. zu deines Namens Ehre. in dei 3. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht! und 4 Laß auf des Kaisers Wegen in ihr dein huldvoll heilig Angesicht ihm leuchten uns zum Segen und salbe ihn mit deinem Geist, daß er sich kräftiglich erweist zu deines Namens Ehre. 4. Ach, komm, wie zu der Väter Zeit ein Feuer anzuzünden, daß wir im Frieden und im Streit fest auf dein Wort uns gründen,— ein frommes Volk, das dir vertraut und dir zum Tempel sich erbaut zu deines Namens Ehre. Julius Sturm, geb. 1810 Mel. Nun danket alle Gott. 338 Proat Ehr und der auch zu jeder Frist * Lob sei dir, allmächtig nah und fern in dessen Schirm und Schatten ein Herr und Helfer ist wir bis zur Stund allhier des Fürsten, unsers Herrn! viel Heil zu schmecken hatten, 366 sandt b. 1810. Frist fern ist Herrn! 2. Du hast ihm lebenslang den Odem treu bewahret und auf manch strengem Gang dich huldvoll offenbaret; du hast in seiner Hand das Scepter stark gemacht und unser Vaterland mit reichem Gut bedacht. 3. Du wollest deinen Geist auf seine Stirne legen, der klar ihn unterweist, des hohen Amts zu pflegen; du wollst Gerechtigkeit und milder Gnade Lust ihm stellen an die Seit, ihm pflanzen in die Brust. 4. Du wollest allezeit in deinem Gleis ihn lenken und Zucht und Frömmigkeit in ihm dem Lande schenken,‚ Mel. Fürst und Vaterland. 339 auf daß er Vorbild sei von jeder Tugendart und Hilf und Schutz verleih, wo man den Glauben wahrt. 5. Du wollest seine Treu vergelten durch die Treue, womit ihn täglich neu ein gutes Volk erfreue, daß dein Gebot im Bund von ihm und uns gescheh und seines Thrones Grund in unserm Herzen steh. 6. O segne, was wir flehn an seinem Jahresfeste, und gieb zum Wohlergehn ihm deiner Gaben beste! Gieb, daß ers nie vergißt, noch wir, wie du so gern ein Herr und Helfer bist des Fürsten, unsers Herrn! Karl v. Grüneisen, 1802-1878. Freu dich sehr, o meine Seele. 339 Nater, kröne du mit Segen 29Qunsern König und sein Haus; führ durch ihn auf deinen Wegen herrlich deinen Ratschlu Deiner Kirche sei er deinen Feinden biet er Sei du dem Gesalbten 5 aus. Schutz; Trutz. gnädig; segne, segne unsern König. 2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde; reich ihm deines Geistes Schwert, daß Gerechtigkeit und Milde ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leichb die schwere Last, die du auferlegt ihm hast. Sei in Jesu du ihm gnädig; schütze, segne unsern König. 36² Besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und frommem Flehn fest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron eine Burg, o Gottessohn. Sei du ihm auf ewig gnädig; leite, segne unsern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht hast du über ihn gewacht; du erhieltest ihn uns gnädig; segne, segne unsern König. 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, ist dein Gebot, und du hast es selbst bewähret, warst gehorsam bis zum Tod, Wer dich liebt, der folget dir; drum, so beten alle wir: vor dem Bösen schütz uns gnädig; Gott, erhalte unsern König! 6. Gieb uns Mut in den Gefahren. wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue dann bewahren, gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns! so singen wir Deine Treuen krönst du gnädig; segne, segne unsern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unserm Lande aus. daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gieb uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig; segne, segne unsern König. Wilhelm Hülsemann, 1781—1855, 368 Fürst und Vaterland. 340 9² Jesu Christ, der du beweintest Jerusalem und deines Volkes Fall, der du's so wohl und herzlich meintest, versammelt hättest gern die Kinder all, wie nur die mütterliche Liebe thut, du Herr und König, sei uns Schirm nnd Hut! 2. Auf allen Höhn, in allen Gründen,. in allen Hütten kehr du heute ein! Weck uns, bestrafe unsre Sünden; von ihrer Knechtschaft kannst nur du befrein. In alle Herzen rufe:„eins ist not! 4 Durch mich seid einig, wie ich eins mit Gott!“ 3. Kehr ein bei allen, die regieren, verwalten, richten, lehren und erziehn; V lehr sie ihr Amt mit Demut zieren und Stolz und Heuchelei und Selbstsucht fliehn; denn wider dich ist, wer sich dein nicht freut, und wer nicht mit dir sammelt, der zerstreut. 4. Kehr ein bei allen, die da leiden,* so nehmen willig sie dein Kreuz auf sich; ö flöß ein uns allen dein Mitleiden, RAA daß wir in Brüdern nähren, kleiden dich. R O lehr uns, daß wir alle, Arm und Reich, V vor Gott und dir sind hilfsbedürftig gleich. 5. Kehr bei uns ein und lehr uns beten in Geist und Wahrheit und der Liebe Sinn, daß immer einiger wir treten durch dich, den Sohn, zu Gott, dem Vater, hin. x Dann wird zum Tempel unser Vaterland; ö uns segnet deine Hohepriesterhand. Abraham Emanuel Fröhlich, 1796—1865. Besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. ott Lob! Nun ist erschollen 341. G'e das edle Fried- und Freudenwort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß, die Schwerter und ihr Mord! Wohlauf, und nimm nun wieder dein Saitenspiel hervor, o Deutschland, und sing Lieder im hohen, vollen Chor! Erhebe dein Gemüte zu deinem Gott und sprich: Herr, deine Gnad und Güte bleibt dennoch ewiglich. 2. Sei tausendmal willkommen, du teure werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein bei uns Wohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drüakt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. 3. Ach laß dich doch erwecken; wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das letzte Schrecken dich schnell und plötzlich überfäll Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts; der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben das Ende naht herzu; da sollt ihr bei Gott leben in Fried und ewger Ruh. Paul Gerhardt, 1607—1075, 346 von de Güt un dein Ge Auf ist dein Unser? unser 2. A Herr, ar daß du und ver Und d dein V. Deine H nachet e 3. Di an dein? gaß dich deiner Hi und so lber der hl nicht Rrost un 1076. ist dein Segen ausgestreut. Schaden, Unfall und Gefahr, Ernte. 5. Ernte. Mel. Herz und Herz vereint zusammen. 3⁴2². H die Erde ist 4. Gnädig hast du aus⸗ gesegnet gegossen von dem Wohlthun deiner deines Überflusses Horn, Hand. ließest Gras und Kräuter Güt und Milde hat Wchmdi ö sprossen, 2.— schenk bedeckt das Land. ließest wachsen Frucht und Auf den Hügeln, in den Korn. Gründen Mächtig hast du abgewehret Unser Warten ist gekrönet; und das Gut steht unversehret, unser Herz hast du erfreut. und gesegnet ist das Jahr. 2. Aller Augen sind er⸗ 5. Herr, wir haben solche hoben, Güte Herr, auf bich zu jeder Stund, nicht verdient, die du gethan; ud du Speise giebst von oben unser Wissen und Gemüte und versorgest jeden Mund. klagt uns vieler Sünden an. Und du öffnest deine Hände; Herr, verleih, daß deine dein Vermögen wird nicht Gnade matt. jetzt an unsre Seelen rührt, Deine Hilfe, Gab und Spende daß der Reichtum deiner Milde nachet alle froh und satt. unser Herz zur Buße führt. 3. Du gedenkst in deiner 6. Hilf, daß wir das Gut ö Treue der Erden Ion dein Wort zu Noahs Zeit,‚ treu verwalten immerfort. aß dich nimmermehr gereue Alles soll geheiligt werden hiner Huld und Freundlich⸗ durch Gebet und Gotteswort. keit; Alles, was wir Gutes und so lang die Erde stehet‚ wirken, iber der dein Auge wacht, ist gesät in deinen Schoß, sl nicht enden Saat und und du wirst die Ernte senden Ernte, unaussprechlich reich und grost und Hitze, Tag und groß. Nacht. Christian Rudolf Heinrich Puchta, 1808 1858. 37¹ 24⁷ Besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. 343 H err im Himmel, Gott auf Erden, 0. 9 Herrscher dieser ganzen Welt, laß den Mund voll Lobes werden, da man dir zu Fuße fällt, für den reichen Erntesegen Dank und Opfer darzulegen. 2. Vater, du hast aus Erbarmen uns Unwürdige genährt; du hast Reichen, du hast Armen milder Gaben viel gewährt. Sei gelobt und hochgepriesen, daß du so viel Guts erwiesen. 3. Du hast Sonnenschein und Regen uns zu rechter Zeit geschickt, und so hat man allerwegen Auen voller Korn erblickt; Berg und Thäler, Tiefen, Höhen sahen wir im Segen stehen. 4. Ach, wer ist, der solche Güte dir genug verdanken kann? Nimm ein dankbares Gemüte für die große Wohlthat an! Alle Felder sollen schallen: du machst satt mit Wohlgefallen. 5. Gieb nun, daß wir deinen Segen, den du jetzt uns hast beschert, also suchen anzulegen, daß der Fluch ihn nicht verzehrt. Bleiben wir in alten Sünden, kann das Gute leicht verschwinden. 6. Schenk uns auch zufriedne Herzen; Stolz und Geiz laß ferne sein. Jaß den Undank nichts verscherzen; Areu das Samkorn wieder ein, daß wir jetzt und künftig haben, uuch die Dürftigen zu laben. 37² hen, Ernte. Laß dein Wort auch Früchte bringen, dah man reichlich ernten kann, so wird man hier jährlich singen, wie du uns so wohl gethan. Gieb uns nach dem Thränensamen Freudenernt im Himmel. Amen! Benjamin Schmolck, 1672—1737. Mel. Aus Gnaden soll ich selig werden. 344. OCGott, von dem wir alles haben, die Welt ist ein sehr großes Haus; du aber teilest deine Gaben recht wie ein Vater drinnen aus. Dein Segen macht uns alle aneh ach lieber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch darf die Notdurft keinem fehlen; denn du weißt allem vor desehe und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot empfangt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt; der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonnenstrahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise; der Acker selbst wird ihm zu Brot. Es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte Jung und Alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, wer kanns genug bedenken? der Wunder sind hier gar zu viel. So viel als du kant niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert als wir zusammen alle wert. 345 Besondere Zeiten und Verhältnisse. 6. Wir wollen es auch nie vergessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, 1648—1715, 9 Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Es bleibt ꝛc. 345 Wo Gott thut, das ist wohlgethan! . So denken Gottes Kinder. Wenn man nicht reichlich ernten kann, liebt er uns doch nicht minder. Er zieht das Herz nur himmelwärts, wenn er uns läßt auf Erden ein Ziel der Plagen werden. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran und können ruhig leben. ö Er nimmt und giebt. 6 weil er uns liebt, und seine Hände müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Er zeigt uns oft den Segen, und ehe man ihn ernten kann, muß sich die Hoffnung legen. Weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre Güter zum Heile der Gemüter. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Es geh nach seinem Willen, und läßt sichs auch zum Mangel an, so weiß er ihn zu stillen. Obgleich das Feld nicht viel enthält,— 87⁴ 8—17¹⁵, t ꝛc. zethan! Tod und Ewigkeit. man kann bei wenig Gaben satt werden und sich laben. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Das Feld mag traurig stehen; wir gehn getrost auf seiner Bahn N und wollen ihn erhöhen. 8 Sein Wort verschafft ů uns Lebenskraft; es nennt uns Gottes Erben; wie können wir verderben? 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan! So wollen wir stets schließen. Ist gleich bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen, V er, unser Gott, 4 weiß, was uns not, und wird es gern uns geben. Kommt, laßt uns ihn erheben! Benjamin Schmolck, 1672—1737. VII. Tod und Ewigkeit. 346. Ae e Menschen müssen sterben; alles Fleisch vergeht wie Heu. Was da lebet, muß verderben, soll es andein werden neu. Dieser. Leib, der muß verwesen, wenn er anders soll genesen zu der großen Herrlichkeit, die den Frommen ist bereit. 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, ö bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Wunden ö hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren Jesu Tod. 37⁵ Tod und Ewigkeit. 3. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn; er hat mir das Heil erworben; drum fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron, da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: „heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist,“ 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl, wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, wo dem Herrn, der uns versöhnt, ewig Hallelujah tönt. 6. O Jerusalem, du schöne, ach, wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! Ach der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne; jetzo gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit; jetzo werd ich schön geschmücket mit dem weißen Ehrenkleid; mit der goldnen Ehrenkrone steh ich da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Johann Georg Albinus. 16241079. 376 Tod und Ewigkeit. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 347. A.f du priesertich Geschlechte, 2 das den Bund des Herrn bewahrt, und ihr, unsers Gottes Knechte, schaut auf eure Himmelfahrt! Suchet doch nur das, was droben; es verdients ja ganz allein! Sollt ich das nach Würden loben, müßt ich mehr als Engel sein. 2. Die ihr sonst die Harfen hinget an die Weiden Babylon, nehmt sie wieder ab und singet Zions Lied im Siegeston! Sollt uns unser Jammer hindern, der da nur zur Welt gehört, uns, ein Volk aus Königskindern? Wer ist, der die Feinde stört? 3. Droben seht zur Rechten sitzen Jesum Christ, voll Glanz und Licht! Sehet seine Augen blitzen und sein Sonnen⸗-Angesicht! A und O, Anfang und Ende, erst und letzter nennt er sich; er beherrscht die Höllenschlünde als ein Sieger königlich. 4. Droben und doch immer nahe, wo ein Herz zu ihm sich naht, er ist, den Johannes sahe, der die sieben Sterne hat. Wandelnd unter den Gemeinen reinigt er sein Tempelhaus, tröstet, straft, warnt, lobt die Seinen und gießt Geist und Leben aus. 5. Droben, wenn wir überwinden, wird im Paradiese schon sich das Holz des Lebens finden und die goldne Ehrenkron; himmlisch Manna, neue Namen, die nur der weiß, der sie trägt, gutes Zeugnis: dies zusammen wird den Siegern beigelegt. 37⁷ Cod und Swigkeit. 6. Droben sind sie angeschrieben in dem Lebensbuch des Herrn alle, die den Heiland lieben und bei aller Schmach sich gern doch nach seinem Namen nennen; diese ziert das weiße Kleid, und er wird sie laut bekennen auf dem Thron der Herrlichkeit. 7. Droben soll in Salems Höhen, wo der Tempel Gottes prangt, als ein Grund und Pfeiler stehen, wer den Siegeskranz erlangt. Wessen Streiter er gewesen, dessen Namen wird man hell einst auf seiner Stirne lesen: Zion, Gott, Immanuel! 8. Droben sind unzählge Namen, Palmenträger, weiß gekleid't, die aus großer Trübsal kamen, und nun singen sie erfreut: Heil sei Gott und unserm Lamme, das in Gnaden uns erwählt und aus jedem Volk und Stamme uns den Seinen zugezählt! 9. Droben schickt sich neu zu werden schon der weite Himmel an; dann wird Himmel, Meer und Erden als veraltet abgethan. Bald wird sie hernieder kommen, Neu-Jerusalem, die Braut, als die Königsstadt der Frommen, die Gott ihnen selbst erbaut. 10. Droben ruft er voll Verlangen: höre Braut, ich komme bald! Selig, wem ihn zu empfangen schon das Herz entgegenwallt! Er wird nimmer lang verweilen und bringt seinen Lohn mit sich. Komm, dein Zion heißt dich eilen; meine Seel erwartet dich! Ludwig Christian Steinhoser, 1746--18el. 37⁸ 34 und dem mit! 2 zu Cl daß i und 3. Kreuz durch bin i 4. mein und Herr, 182ʃ. Cod und Ewigkeit. 348. 349 348 Chrisius, der ist 5. Wenn Sinne und Ge⸗ * mein Leben danken und Sterben mein Gewinn; vergehen wie ein Licht, dem hab ich mich ergeben; das hin und her muß wanken, mit Fried fahr ich dahin. Wenn ihm die Flamm ge⸗ 2. Mit Freud fahr ich von bricht, dannen zu Ch hrist, dem Bruder mein, 6. Alsdann fein sanft und daß ic mög zu ihm kommen stille 5— ewig bei ihm sein. laß, Herr, mich schlafen ein Nun hab ich über⸗ nach deinem Rat und Willen, wund hen wann kommt mein Stünde⸗ —— Leiden, Angst und Not; lein. durch seine heilgen Wunden 5 100 versöhnt mit Gott 7. An dir laß gleich den 4. Wenn meine Rraͤtte Reben brechen, mich bleiben alle Zeit mein Atem geht schwer aus und id ewig bei dir leben und kann kein Wort mehr in Himmelswonn und Freud. ö sprechen, Vor 1609. Herr, nimm mein Seufzen auf. Mel. In allen meinen Thaten 349 Die Herrlichleit der Erden muß Rauch und Asche werden; kein Fels, kein Erz kann stehn. Was uns hier mag ergötzen, was wir für ewig schätzen, wird als ein leichter Traum vergehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier gethan. Es hilft nicht Kunst noch Wissen; wir werden hingerissen, der morgen, dieser heut. 37⁹ Tod und Ewigkeit. Was nützt der Güter Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt; was Menschen hier besitzen, kann vor dem Tod nicht schützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf die Throne, da keine Macht noch Krone kann unvergänglich sein? Es mag vom Totenreihen kein Scepter dich befreien, kein Purpur, Gold noch Edelstein. 7. Wie eine Rose blühet, wenn sie die Sonne siehet begrüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und unversehns abfällt,— 8. So wachsen wir auf Erden und hoffen groß zu werden, von Schmerz und Sorgen frei; doch eh wir zugenommen und recht zur Blüte kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 9. Wir rechnen Jahr auf Jahre; indessen wird die Bahre uns vor die Thür gebracht; drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Nacht. 38⁰ meine seliglich vollen und die Seele Tod und Ewigkeit. 350 10. Auf, Herz, wach daß dieser Zeit Geschen und bedenke, ke den Augenblick nur dein; was du zuvor genossen, ist als ein Strom verfl was künftig,— wessen —. Verlache Welt u ossen; wird es sein? nd Ehre, der Y— schen Gunst und Lehre und geh den Herren an, der einzig König leibet, den keine Zeit verkreibet, der immer ewig machen kann. 12. Wohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen und nimmermehr vergeh weil ihn die Allmacht ‚ en, elbst erhält Andreas Gryphius, 1616—1664. 2. Tim. 4, 7—8. inen guten 350. Ei Kampf hab ich auf der Welt gekämpfet; denn Gott hat so gnädiglich all mein Leid gedämpfet, daß ich meines Lebens Lauf det himmelauf Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir bei⸗ gelegt 3. Dieser ösen, schnöden Welt jämmerliches Leben mir nun länger nicht gefällt; drum ich mich ergeben meinem Jesu, da ich bin jetzt in lauter Freuden; denn sein Tod ist meinGewinn, mein Verdienst sein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, ihr, o meine Lieben! 110 Gerechten Krone, Alle, die ihr um mich weint, die mir wahre Freud erregt laßt euch nicht betrüben vor des Himmels Throne. Forthin meines Lebens Licht, dem ich hier vertrauet, meines Gottes Angesicht meine Seele schauet. 38¹ diesen Schritt, den ich nun thu in die Erde inri schaut, die Sonne geht zur Ruh, kommt doch morgen wieder. Heinrich Albert, 1604—1651. 351 Cod und Ewigkeit. Matth. 25, 1—13. 351 rmuntert euch, * ihr Frommen; zeigt eurer Lampen Schein! Der Abend ist gekommen; die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet der Bräutigam mit Pracht. Auf, betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Herrn gewärtig; bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: der Bräutigam ist nah. Begegnet ihm in Reihen und singt Hallelujah! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor! Die Thür ist aufgeschlossen; die Hochzeit ist bereit. Auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Brautgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen; drum schlafet 110 mehr ein! Man sieht die Bäume blühen; der e Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt! Es sind die Freudensunde gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld ge⸗ tragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mitleben 425 regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphienm in eurer Siegeskron. ihm auf 7. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden; hier ist die sichre Pfort. Hier sind die güldnen Gassen. Hier ist das Hochzeitsmahl; hier soll sich niederlassen die Braut im Freudenfaal. und führ uns aus dem S 382 8. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich aufl Geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! mach ein Ende treit; wir heben Haupt und Hände O Jesu, nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 1660—1722. er kenn 3⁵ Lös befrei der der tä Es ist 2. Die si mit ih nichts Wa⸗ was te s ist 3. den Ri Wie se Ich ne die wie la Es ist 4. 00 bis er der abnim s ist auf n trübt! unden raut nden, It. d ge⸗ 5 3 und id ren Thron hieren adt der en; ort. Gassen. zmahl; ssen densaal. Wonne, dich aufl onne, auf! Ende Streitz; d Hände eit. —17²². Tod und Ewigkeit. 1. Kön. 19, 4. 8 ist genug; so nimm, Herr, meinen Geist 352. E st genug f 5 eis zu Zions Geistern hin! Lös auf das Band, das allgemach zerreißt; befreie diesen Sinn, der sich nach seinem Gotte sehnet, der täglich klagt und nächtlich thränet! Es ist genug. 2. Es ist genug des Jammers, der mich drückt. Die sündliche Begier mit ihrem Gift hat mich fast ganz umstrickt; nichts Gutes wohnt in mir. Was täglich mich von Gott abtrennet, was täglich im Gewissen brennet, es ist genug. 3. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich netze manche Nacht die harte Lagerstatt mit Thränen; wie lang, wie lang muß ich mich sehnen? Es ist genug. 4. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will; er kennet ja mein Herz. Ich harre sein und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der an der siechen Brust mir naget, abnimmt und endlich zu mir saget: es ist genug. 5. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, o Welt! Ich fahr ins Himmels Haus. Ich fahre sicher hin in Frieden; mein großer Jammer bleibt danieden. Es ist genug. Zuerst 1662. 38³ Tod und Ewigkeit. Hebr. 4, 9. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 353 Eꝰ ist noch eine Ruh vorhanden; auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last und eil herzu! Bald ist der heiße Kampf geendet, bald, bald der saure Lauf vollendet; so gehst du ein zu deiner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt; es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Der gute Hirte wollte sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; er ruft, er locket weit und breit: ihr müden Seelen und ihr Frommen, versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen; geht nicht mehr traurig und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen; dafür läßt euch der Heiland sagen: ich selbst will eure Ruhstatt sein! Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Hölle toben, seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen; denn unsre Thränensaat ist aus. O, welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird von uns weichen es wird kein Tod uns mehr erreichen; wir werden den Erlöser sehn. 38⁴ ; Licht! den gen; weichen Tod und Ewigkeit. 354 Er wird beim Brünnlein uns erfrischen, die Thränen von den Augen wischen. Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 5. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen; denn die Erquickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen; der Herr ist seinem Volke nah. Er selbst will über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbat ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 6. Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos. Ach, fasset dieses Wort, ihr Müden! Legt euch dem Heiland in den Schoß! Ach, Flügel her! Wir müssen eilen und uns nicht länger hier verweilen; dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren; auf, gürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth, 1700—1779. 354 Fem dich sehr, o meine Seele, Mund vergiß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal! Aus der Trübsal, Angst und Leid sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr je hat gehöret, die in Ewigkeit auch währet. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, 38⁵ 2⁵ Tod und Ewigkeit. so hab ich gewünscht, mein Leben hin in Gottes Händ zu geben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter Dornenspitzen gar, also auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unsre Wallfahrt voll Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag; reich an Kreuz sind unsre Tag. Gleich, wann wir geboren werden, find't sich Jammer g'nug auf Erden. 5. Wann die Morgenröt aufgehet und der Schlaf sich von uns wend't, Sorg und Kummer uns umfähet; Müh sich find't an allen End. Unsre Thränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn aufhört zu scheinen, hört doch nicht auf Klag und Weinen. 6. Drum Herr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei du jetzt von mir nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach, sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse! 7. Ob mir schon die Augen brechen und mir das Gehör verschwind't, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt, 386 ine, Tod und Ewigkeit. bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort. Du wirst mich in Gnad regieren, mich die Bahn zum Himmel führen. 8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren, ohn Aufhören triumphieren. Vor 1620. Mel. Meine Seele senket sich. 355 Geht nun hin und grabt mein Grab; 00. G denn ich bin des Wanderns müde. Von der Erde scheid ich ab; denn mir ruft des Himmels Friede, denn mir ruft die süße Ruh von den Engeln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab! Meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunkeln Thale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unfre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl; laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden selber Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 38⁷ Tod und Ewigkeit. 5. Darum letzte gute Nacht! 3. Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht; der To denn ich reis in weite Ferne, il ich reise hin zu jenem Glanz, 0 sert worin ihr erbleichet ganz. 190 6. Die ihr nun in Trauern geht, un mei fahret wohl, ihr lieben Freunde; frer was von oben niederweht, Eterben tröstet ja des Herrn Gemeinde. 4. O Weint nicht ob dem eitlen Schein; droben nur kann ewig sein. 81 7. Weinet nicht, daß ich nun will uh m von der Welt den Abschied nehmen, I 6 daß ich aus dem Irrtum will, aus den Schatten, aus den Schemen, d aus dem Eiteln, aus dem Nichts und Lebe hin ins Land des ewgen Lichts, nhimm 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, mnz scha meinen Heiland hab ich funden, 5. Ol und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, lleib woraus einst sein heilges Blut u ů 8 floß der ganzen Welt zu gut. 0 61 9. Weint nicht, mein Erlöser lebt! 09 Hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt, 3 währt und der Himmelsheld, der Glaube, uth Him und die ewge Liebe spricht: bleib Kind des Vaters, zittre nicht! 6. W Ernst Moritz Arndt, 1609-1. 3.—656 erzlich thut mich 2. Du hast mich ja erlößtPwun mein 356. H verlangen von Sünde, Tod und hill sir mich nach einem selgen End, es hat dein Blut gekostet, uoh tröst weil ich hier bin umfangen drauf ich mein Hoffnung stil daß wir mit Trübsal und Elend. warum sollt mir den ammen Ich hab Lust abzuscheiden grauen o nichts von dieser argen Welt, vor Hölle, Tod und Sunds sehn mich nach ewgen Freuden; Weil ich auf dich kann baung lart an de o Jesu, komm nur bald! bin ich ein selig Kind. 38⁸ 3. Wenn gleich füß ist das Leben, ber Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, u sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin; des freu ich mich gar eben; Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der ö Erden Ium Staube wiederkehrt, 5 auferweckt wird werden durch Christum, schön ver⸗ klärt, wird leuchten als die Sonne * ind leben ohne Not in himmelsfreud und Wonne; vas schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet zu bleiben länger hier, 0 mir auch immer zeiget Ehr, Gut und all ihr Zier, doch ich das gar nicht achte; währt nur kurze Zeit; guch Himmlischem ich trachte, das bleibt in Ewigkeit. 69—1800. nun scheide un meinen Freunden gut, ir mich und sie zum Leide, boh tröstet meinen Mut, a erlot ind Hil, gekoste, nung silh ir dem lsammen kommen schon, do nichts uns mehr wird scheiden, lutt an des Himmels Thron. id Sindi nn bauth ind. Tod und Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich 389 356 7. Muß ich auch hinter⸗ lassen betrübte Waiselein, der'n Not mich über Maßen jammert im Herzen mein, will ich doch gerne sterben und trauen meinem Gott; er läßt sie nicht verderben; er hilft aus aller Not. 8. Gesegn euch Gott, der Herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzusehre über den Abschied mein! Beständig bleibt im Glau⸗ ben! Wir werdn in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 9. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein; gieb mir ein selig Ende; send mir die Engel dein; führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast, als du dich hingegeben für meine Sündenlast. 10. Hilf, daß ich ja nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist! daß wir in größern Freuden Hilf ritterlich mir ringen; dein Hand mich halt mit Macht, daß ich mög fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Christoph Knoll, 1563.—1627(2). Tod und Ewigkeit. 357 Ich bin ein Gast 5. Ich habe mich ergebn auf Erden in gleiches Glück und Leid; und hab hier keinen Stand; was will ich besser leben! der Himmel soll mir werden; Hier gilt es Müh und da ist mein Vaterland. Streit! Hier wall ich bis zum Grabe; Es muß ja durchgedrungn, dort in der ewgen Ruh es muß gelitten sein; ist Gottes Gnadengabe, wer nicht hat wohl gerungen die schließt all Arbeit zu. geht nicht zur Freude ein. 2. Was ist mein ganzes 6. So will ich zwar un Wes . Wasen Dan treiben on meiner Jugend a mein Leben durch die Walh denn Müh und Not gewesen? doch denk ich ni hdenk ich nicht zu bleibg So lang ich denken kann, in diesem fremden Zcl hab ich so manchen Morgen, ich wandre meine Stucd iehe Nacht 53 so manche liebe Nacht die zu der Heimat führt mit Kummer und mit Sorgen d ich ohn alle Maß des Herzens bracht da mich ohn alle Maße es Herzens zugebracht. mein Vater trösten wird. 3. Mich hat auf meinen 10 1 8 Wogen Taue 7. Mein Heimat ist dot manch harter Sturm erschreckt; oben, Blitz, Tee Wind und den grpßen Berrsher lobeh tegen alles dan⸗ 4 Wetanlemundr. Berfolging Haß und Nei⸗und für und Für erhb en S I. d alles he ob ichs gleich nicht verschuld't,—10 nnni am ni in hab ich doch müssen leiden 2⁵⁰99 Rgefält und tragen mit Geduld. 1 L. Dorthin steht mein Iu⸗ 4. So gings den lieben langen; Alten, da wollt ich gerne hin. an deren Fuß und Pfad Die Welt bin ich dult⸗ wir uns noch täglich halten, gangen, wenns fehlt an gutem Rat; daß ichs fast müde bin. sie zogen hin und wieder; Je länger ich hier walh ihr Kreuz war immer groß, je wen'ger find ich Freud, bis daß der Tod sie nieder die meinem Geist gefall legt in des Grabes Schoß. das meist ist Herzeleid. 39⁰ 9. D det Trü Ah, kon min He Romn mit mei und wa durch dei 10. V itt nicht Benn me alsdann und, w. das leg. ind wan o legt m 958. mein Si Ich sehne nach Zion Weilsal um Absch 0 hört at nein letzt 2. Gott escheid i lus dieser ühr sie ir Du haß nimm haß ich in nur dein e ergeben nd Leid leben! üh und drungen n; zerungen ide ein. war nun die Wilh u bleiheh Zelt; e Straß führt, Maße wird. t ist bi ar er loben gar Tod und Ewigkeit. 358 9. Die Herberg ist zu böse; 11. Du aber, meine Freude, der Trübsal ist zu viel. du meines Lebens Licht, Ah, komm, mein Gott, und du ziehst mich, wenn ich löse scheide, mein Herz, wenn dein Her) hin vor dein Angesicht will! ins Haus der ewgen Wonne, Komm, mach ein selig Ende da ich stets freudenvoll nit meiner Wanderschaft gleich als die helle Sonne und was mich kränkt, das mit andern leuchten soll. wende. 12. Da will ich immer durch deinen Arm und Kraft. wohnen— 10. Wo ich bisher gesessen,‚ und nicht nur als ein Gast— it nicht mein rechtes Haus. bei denen, die mit Kronen lbamr tert ich lirun⸗ nessen, du ausgeschmücket hast. llsdann tret ich hinaus Da will ich herrlich singen und, was ich hier gebrauchet von deinem großen Thun das leg ich alles ab, und frei von schnöden Dingen und wann ich ausgehauchet, in meinem Erbteil ruhn. so legt man mich ins Grab. Paul Gerhardt, 160716786. Mel. Ich bin ein Gast auf Erden. 35 8 J́â habe Lust zu 3. Was werd ich, Jesu, 08. Viceden; finden, nein Sinn geht aus der das dir gefallen kann? Welt. ö Ach nimm doch meine Sünden Ich sehne mich mit Freuden als ein Vermächtnis an; nach Zions Friedens⸗Zelt. zwirf f ie in deine Wunden Wel aber uns die S S1 unde wie in ein Meer hinein, jun Abschied keiner nennt, so hab ich Heil gefunden o hört aus meinem Munde und schlafe selig ein. 93 letztes Testament! 48. Dir, o du Geist der 2. Gott Vater, meine Seele Gnade, ich deiner Hand; laß ich den letzten Blick; dieser dunklen Höhle zieh ich des Todes Pfade, ihr sie ins Vaterland. so sieh auf mich zurück. Du hast sie mir gegeben, Ach fleh in meinem Herze nimm sie wieder hin, wenn ich kein Glied meh Rrrühr, duß ich in Tod und Leben un nd stell in meinen Schmerzen mur dein alleine bin. mir nichts als Jesum für. 39¹ Tod und Ewigkeit. 5. Ihr Engel, nehmt die 7. Zuletzt sei dir, o Erh Thränen mein blasser Leib vermach von meinen Wangen an; damit dir wieder werde, ich weiß, daß euer Sehnen was du mir zugebracht. sonst nichts erfreuen kann. Mach ihn zu Asch um Wenn Leib und Seele Staube, scheiden, bis Gottes Stimme ruft: tragt mich in Jesu Schoß, denn dieses sagt mein Glaube so bin ich voller Freuden er bleibt nicht in der Grust und aller Thränen los. 6. Euch aber, meine Lieben, die ihr mich dann beweint, Wille; euch hab ich was verschrieben: Gott drückt das Siegel drau Gott, euren besten Freund. Nun wart ich in der Stilli Drum nehmt den letzten bis daß ich meinen Lauf Segen; durch Christi Tod vollendz es wird gewiß geschehn, so geh ich freudig hin daß wir auf Zions Wegen und weiß, daß ich ohn Ende einander wieder sehn. des Himmels Erbe bin. Benjamin Schmolck, 1672—173N. 8. Dies ist mein letln Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 359 Och sterbe täglich, und mein Leben NI eilt immerfort zum Grabe hin; wer kann mir einen Bürgen geben, ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ach, wer nur immer fertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten; er kommet oft unangemeld't und fordert uns ins Land der Toten. Wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewges Unglück oder Glück hängt oft an einem Augenblick. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand; wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt. 392 Tod und Ewigkeit. „o Erh Hilf, daß ich jeden Glockenschlag vermagh, an meinen Abschied denken mag. derde, acht. 4. Es kann vor Abend anders werden, Usch um als es am Morgen mit mir war; den einen Fuß hab ich auf Erden, e ruft: den andern auf der Totenbahr; Glauber ein kleiner Schritt ist nur dahin, 'er Grust wo ich der Würmer Speise bin. in letzte 5. Ein einzger Schlag kann alles enden, und Fall und Tod beisammen sein; gel drauf doch schlage nur mit Vaterhänden Hder Still und schließ in Christi Tod mich ein, Lauf daß, wenn der Leib zu Boden fällt, vollendz die Seel an Jesu Kreuz sich hält. hin ohn Ende 6. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, bin. wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt; 72—11. drum bet ich bei gesunden Tagen: „Herr, dir befehl ich meinen Geist!“ Verschließen meine Lippen sich, so bitte Jesu Blut für mich! 1; 7. Kann ich nicht segnen mehr die Meinen, so segne du sie, Herr, für mich; und wenn sie bittre Thränen weinen, o Tröster, so erbarme dich und lasse der Verlassnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein. 8. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließ mir, Herr, den Himmel auf; verkürze mir die Todesschmerzen und hole mich zu dir hinauf; so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 1672 360. 361 CTod und Ewigkeit. 360. 4. alem, du 4. Was für ein Volk, welch hochgebaute eine edle Schar —— wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnend Herz so groß Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir; weit über Berg und Thale, weit über blaches Feld schwingt es sich über alle und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, daß ich mit Lust und freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir; thu Uauf der Gnaden Pfort! Wie manche Zeit hat mich ver⸗ langt Rauch dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Zeben, aus jener Nichtigkeit! Nun hat mir Gott gegeben das Erb der Ewigkeit. 361 Qesus me * Vꝗ und m Dieses weiß ich; sollt darum mich zufrieder was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht? kommt dort gezogen schon! Was in der Welt von Aus⸗ erwählten war, trägt nun die Ehrenkron, m Jesus mir entgegen om Himmel hat gesandt, 90 ich auf fernen Wegen noch war im Thränenland. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland trugen ihrez Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wire der Sinn, der Mund von Lob und Preiz Diaas Hallelujah hallet dort rein in Heiligkeit; das Hosianna schallet ohn End in Ewigkeit. Johann Matthias Meyfart, 1590—1642. ö ine Beilaund t ein Heiland ist im Leben. ich nicht geben, 39⁴ , welch Schar schon! m Aus⸗ war, kron, gegen andt, egen ienland. 5 und n hoch, lein, 1 ihres och Zein, hweben, mgeben, trahl. letzt ith bin erfüln Sinn, d Preis. ulet eit; t t. teyfart, en. Tod und Ewigkeit. 2. Jesus, er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. — 5. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgethan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen. Irdisch werd ich ausgesät; himmlisch werd ich auferstehen. Hier geh ich natürlich ein; nachmals werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hoch erfreut; Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht statt der Traurigkeit; sterbt ihr,— Christus ruft euch wieder, wenn einst die Posaune klingt, die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft; lacht des Todes und der Höllen; denn ihr sollt euch aus der Gruft 30⁵5 362. 363 Tod und Ewigkeit. euerm Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter euerm Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr wollt vereinet werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein! Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg, 1627—1667. 36 QIn Christi Wunden schlaf ich ein; * NI die machen mich von Sünden rein. Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid; damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. 2. Mit Fried und Freud fahr ich dahin; ein Gotteskind ich allzeit bin. Dank hab, mein Tod, du förderst mich; ins ewge Leben wandre ich durch Christi Blut von Sünden rein. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! 2 Paul Eber, 1511—1569. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 363 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe; ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hier kein solches Erbe, das ewig in der Welt besteht; drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe; wie kann die Blume schnell verblühn! Drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 396 Tod und Ewigkeit. bieweil der Tod viel Wege hält. Dem einen wird das Scheiden herbe; ein andrer sanft in Schlummer fällt. Doch wie du willst; gieb, daß dabei mein End in dir nur selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe und welche Erde mich einst deckt; boch wenn ich nur den Trost erwerbe, nburg. daß mich dein Ruf zum Leben weckt, so nehm ich jede Stelle ein; die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich einst sterbe, ein so nimm du meinen Geist zu dir, auf daß ich dort mit Christo erbe; hab ich nur den im Glauben hier, so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck, 1672-1737. 364 Mein Leben ist ein Pilgrimstand; * ich reise nach dem Vaterland, nach dem Jerusalem, das droben Gott selbst als eine feste Stadt g. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, 1500. auf Bundesblut gegründet hat; da werd ich meinen Gott stets loben. Mein Leben ist ein Pilgrimstand; erbe; ich reise nach dem Vaterland. geht, 2. Es rinnet ohne Unterlaß hin meines Lebens Stundenglas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit. Herr Jesu, mach mich nur bereit und öffne meine Augenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach; der Lebensweg hat auch sein Ach; man wandelt nicht auf weichen Rosen. 39⁷ Tod und Ewigkeit. Der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich wegreißen von dem Ziel. Ich muß mich oft in Dornen stoßen; ich muß durch dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die mit Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet. Wind, Regen stürmen auf mich zu; mein matter Geist find't nirgend Ruh; doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich das güldne Himmelsthor mir stell in Glaub und Hoffnung vor. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, zeig mir im Worte deine Tritt; laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben fleucht; 909 eile du und komm mit Gnad und Hilf herzu. 6. Durch deinen Geist mich heilig leit; gieb in Geduld Beständigkeit; vor Straucheln meinen Fuß be schütze. Ich falle stündlich,— hilf mir auf; zeuch mich, damit ich dir nachlauf; sei mir ein Schirm in Trü übsalshitze. Laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden, und wenn ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, da Streit und alle Mühe schwinden; laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß. 398 Tod und Ewigkeit. 8. Bin ich in diesem fremden Land der blinden Welt gleich unbekannt, dort sind die Freunde, die mich kennen; dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o, bleib nicht lang; hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe, 1683—1729. Luk. 2, 29—32. git Fried und Freud ich fahr dahin 365. M in Gottes Wille; 2110 getrost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille. Wie Gott mir verheißen hat: der Tod ist mein Schlaf worden. 2. Das macht Christus, wahr'r Gottes Sohn, der treue Heiland, den du mich, Herr, hast lassen schaun und g'macht bekannt, daß er mir das Leben sei und Heil in Not und Sterben, 3. Den du hast allen vorgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden N durch dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht für alle Heiden, zu'rleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist deins Volks Israel Preis. Ehre, Freud und Wonne. Martin Luther, 14831546. 366. 367 366. Mecehen sind mit dem Tod umfangen. Wen suchen wir, der Hilfe thu, daß wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missethat, die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Hei⸗ land! Du ewiger Gott, laß uns nicht versinken in des bittern Todes Not. Erbarm dich unser! 2. Mitten in dem anficht uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzig⸗ keit unsre Sünd und großes Leid. Tod V. 1 nach dem Lateinis 6 C. Nund decten Tod und Ewigkeit. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Hei⸗ land! Du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Hölle Glut. Erbarm dich unser! 3. Mitten in der Hölle Angst unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, das g'nug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Hei⸗ land! Du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Erbarm dich unser! Martin Luther, 1483-1546. chen des Notker d. Alt.(1 919. wir den Leib zur Ruh ihn mit Erde zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Erde werd en muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub, nicht immer der Verwesun ig Raub; er wird, wenn Christus einst erscheint, mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; lern hier, was unser Lebe Nach Sorge, Furcht und lommt endlich noch zuletzt 40⁰ n ist. mancher Not der Tod. ott, jer Hei⸗ gen Glut. r! * Hölle iben; ehen hin, en? alleine. res Blut, nde thut. ott, t, er Hei⸗ Tod und Ewigkeit. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit; auf Sterben folgt die Ewigkeit. Wie wir die Zeit hier angewandt, so folgt der Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück, wie wir selbst, einen Augenblick; so währt auch Kreuz und Traurigkeit, wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. In allem, was du denkst und thust, bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn, soll jeder zu dem Vater flehn: ich bitt, o Gott, durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun, vor unserm Gott uns kindlich scheun. Wir sind hier immer in Gefahr; nehm jeder seiner Seele wahr! 9. Wann unser Lauf vollendet ist, so sei uns nah, Herr Jesu Christ; mach uns das Sterben zum Gewinn; zieh unsre Seele zu dir hin! 10. Und wann du einst, du Lebensfürst, die Gräber mächtig öffnen wirst, dann laß uns fröhlich auferstehn und dort dein Antlitz ewig sehn! Ehreufried Liebich, 1713- 368 Ebwigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende; mein ganz erschrocknes Herz erbebt, wenn mir dies Wort im Sinne schwebt. 40¹ Cod und Ewigkeit. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt, nicht endlich muß vergehen; nur die unselge Ewigkeit ist ohne Maße, Ziel und Zeit, bleibt unverändert stehen; ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer stirbet nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang! O ewig, ewig ist zu lang; hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit. 4. Ach, Gott, wie bist du so gerecht! Wie strafest du den bösen Knecht so hart mit ewgen Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. Ach, nimm es wohl zu Herzen, ach, merke drauf, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind! 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlas; ermuntre dich, verlornes Schaf, und bessre bald dein Leben! Wach auf, es ist sehr hohe Zeit; es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß doch, wie er sterben mag? 6. O Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt! 40² Johann Rist, 1607—1607 af; 07—1607 Tod und Ewigkeit. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 369 O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß vor Herzensfröhlichkeit nichts mehr vom Weltelende, das uns in diesem Leben quält, weil ich die Ewigkeit erwählt. 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen; allein die selge Ewigkeit bleibt ohne Jahre, Ziel und Zeit, bleibt unverändert stehen; ja, wie das Wort des Herren spricht, sie welket und vergehet nicht. 3. O Ewigkeit, du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, weiß ich, daß dies aufhöret; drum wenn ich diese lange Zeit erwäge samt der Seligkeit, die ewig nichts zerstöret, so acht ich alles Leiden kaum als einen ängstlich bösen Traum. 4. Im Himmel lebt der Christen Schar bei Gott viel tausend, tausend Jahr und werden des nicht müde; sie haben mehr als Sonnenlicht; sie sehen Gottes Angesicht; sie haben goldnen Frieden, wo Christus giebt, wie er verheißt, das Manna, so die Engel speist. 5. Ach, wie verlanget doch nach dir mein mattes Herze mit Begier, du überselig Leben! Ach, bringe mich, mein Gott dahin, wonach jetzt Seele, Mut und Sinn mit allen Kräften streben. 4⁰³⁸ Tod und Ewigkeit. Der schnöden Welt vergeß ich ganz und sehn mich nach des Himmels Glanz. 6. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gieb mir solchen Sinn, bis ich dort ewig bei dir bin. 370 Welt, ich muß dich lassen; *„ ich fahr dahin mein Straßen ins ewge Vaterland. Mein'n Geist will ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben setzen in Gottes gnädge Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet; der Tod das Leben endet. Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden; das Ewge muß mir werden; mit Fried und Freud fahr ich dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogen durch Sünden mancherlei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen; sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben; mein Mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd mag mir nicht schaden; erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. 40⁴ 8 Nach Kaspar Heunisch, 1620—1690. Ihr j aller 2. da nu was! ist nu 3. sicher Tod und Ewigkeit. Kein Werk kommt mir zu Frommen, will ich zu Gnaden kommen; der wahre Glaub allein es thut. 6. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit't. Hier mag ich nicht mehr bleiben; der Tod thut mich vertreiben; mein Seele sich vom Leibe scheid't. 7. Damit fahr ich von hinnen. 1600. O Welt, du mußt zerrinnen; darum besinne dich. Auf! dich zu Gott bekehre und von ihm Gnad begehre, daß er auch dein erbarme sich. 8. Die Zeit ist schon vorhanden; hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; sonst alle irdsche Sachen sollst du gutwillig geben dran. 9. Das schenk ich dir am Ende: leb wohl, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen! Nimm mein'n Abschied zu Herzen; meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Johann Hesse, 1490—1547. 37¹ O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, 1* die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen aller Not, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man doch hier wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hie kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, scher und befreit von allem Jammer; 4⁰0⁵ Tod und Ewigkeit. kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab all eure Thränen; ihr habt schon, wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, was durch keines Ohr allhie gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hie bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen; lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, 1605—1659. Erschein mir in dem Bilde. zum Trost in meiner Rot, wie du, dich Christ, so milde geblut't dich hast zu Tod. 4. Verbirg mein Seel auz Gnaden bei dir vor allem Leid; 372.(Jalet Reben dir du arge, falsche Welt! Dein fündlich böses Leben durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen; hinauf steht mein Begier; b 3z da wird Gott herrlich lohnen rück sie aus allem Schaden dem, der ihm dient allhier. u deiner Herrlichkeit. 2. Rat mir nach deinem Der ist wohl hier gewesen Herzen, wer erbt das Himmelslos, o Jesu, Gottes Sohn; und ewig ist genesen, i, ich ja dulden Schmerzen, wer bleibt in deinem Schoß, hilf mir, Herr Christ, nun; 5. Schreib meinen Namu verkürz mir alles Leiden; + aufs beste stärk meinen blöden Mut. ins Buch des Lebens ein; Laß selig mich abscheiden; bind meine Seele feste schenk mir dein ewig Gut. ins Lebensbündlein ein 3. In meines Herzens der'r, die im Himmel grünen Grunde und vor dir leben frei; dein Nam und Kreuz allein so will ich ewig rühmen, funkelt all Zeit und Stunde; wie treu dein Herze sei. drauf kann ich fröhlich sein. Valerius Herberger, 1562—1691 4⁰06 1659. 1 Bilde. Not, o milde Tod. eel aus id; Schaden Ewes en lslos, Schoß, Nam'n ein; te ein grünen ei; men, sei. 32—1621 Tod und Ewigkeit. Matth. 25, 1—13. 373 achet auf! ruft uns die Stimme * der Wächter sehr hoch auf der Zinne; wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde. Sie rufen uns mit hellem Munde: wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kömmt; steht auf, die Lampen nehmt! Hallelujah. Macht euch bereit zu der Hochzeit; ihr müsset ihm entgegen gehn! 2. Zion hört die Wächter singen; das Herz thut ihr vor Freuden springen; sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna. Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. 3. Preis und Ruhm sei dir gesungen mit Menschen⸗ und mit Engelzungen, mit Harfen⸗ und mit Cymbelton. Von zwölf Perlen sind die Thore an deiner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat je gehört solche Freude. Drum jauchzen wir und singen dir das Hallelujah für und für. Philipp Nicolai, 1556 40⁷ 1608. 374. 37⁵5 Tod und Ewigkeit. 374 Wenmn ich in Todesnöten bin * und weiß kein'n Rat zu finden, so nehm ich meine Zuflucht hin zu Christi Tod und Wunden; darinnen find ich Hilf und Rat für meine Schuld und Missethat, auch wider Tod und Hölle. 2. Es ist kein Schmerz, kein Leid, kein Not, kein Angst so groß auf Erden, so nicht durch Christi Wunden rot könnte geheilet werden. Sein Tod— mein Leben und Gewinnst, mein Hoffnung, Zuflucht und Verdienst, mein Schatz, mein Ehr und Krone. 3. O Vater, hoch in's Himmels Thron, laß mich von hinnen scheiden; o Jesu Christe, Gottes Sohn, du wollest mich geleiten; o heilger Geist, thu auf die Thür und mich zum Baum des Lebens führ und zu dem Brunn der Gnaden! 4. Nun fühl ich Schutz, Trost, Ruh und Freud in deinen heilgen Wunden; nun ist all Leid und Traurigkeit aus meinem Herz verschwunden. Fahr hin, mein Seel; Gott wartet dein mit seinen lieben Engelein, führt dich zum Himmelssaale. Johann Kempff, 4 1055, 375 Wermn mein Stündlein vorhanden ist Dund ich soll fahrn mein Straße, geleit du mich, Herr Jesu Christ, mit Hilf mich nicht verlasse! Mein Seel an meinem letzten End befehl ich dir in deine Händ; du wollst sie mir bewahren! 4⁰⁸ reud wie ein Sieger in der Hand wenn er seinen Feind erschlagen, hingestrecket in den Sand? Tod und Ewigkeit. 2. Mein Sünde wird mich kränken sehr und mein Gewissen nagen; denn ihr ist viel, wie Sand am Meer. Doch will ich nicht verzagen, will denken in der letzten Not, Herr Jesu Christ, an deinen Tod; der wird mich wohl erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib; des tröst ich mich von Herzen. Von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir; ein ewig Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, kann Todesfurcht vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. Nikolaus Hermann, 4 1561. Off. Joh. 7, 13—17. Mel. Hallelujah! Gott zu loben. 376 Wend die vor Gottes Throne? Was ist das für eine Schar? Jeder träget eine Krone, glänzet gleich den Sternen klar; Hallelujah singen all, loben Gott mit hohem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen „ Welcher Streit und welcher Krieg hat erzeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide göttlicher Gerechtigkeit, 409 CTod und Ewigkeit. angethan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Tod bezwungen, folgend nicht dem sündgen Heer, die erlanget auf den Krieg durch des Herren Arm den Sieg. 37 5. Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, ach! im Gebet auch oft gestritten lann mit dem hochgelobten Gott. 2 Nun hat dieser Kampf ein End; mach Gott hat all ihr Leid gewend't. 2. 6. Es sind die, so stets erschienen als e hier als Priester vor dem Herrn, denn ö Tag und Nacht bereit zu dienen, leb i Leib und Seel geopfert gern. 5 ö Nunmehr stehn sie all herum mach I vor dem Stuhl im Heiligtum. 3 7. Dahin streck auch ich die Hände, und. o Herr Jesu, zu dir aus; die e mein Gebet zu dir ich wende, und der ich noch in deinem Haus 7 hier auf Erden steh im Streit: machs treibe, Herr, die Feinde weit! 8. Hilf mir in dem Kampfe siegen 4. wider Sünde, Höll und Welt; daß laß mich nicht darnieder liegen, 205 wenn ein Sturm mich überfällt; Hert, führe mich aus aller Not, chz Herr, mein Fels, mein treuer Gott, machẽ 9. Daß mein Teil sei bei den Frommen, 5. welche, Herr, dir ähnlich sind nichts und aus großer Trübsal kommen; ich le hilf, daß ich auch überwind und f alle Trübsal, Not und Tod, 240 bis ich komm zu meinem Gott. machs 4¹1⁰ Tod und Ewigkeit. 10. O wie groß wird sein die Wonne, wenn ich mit der heilgen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leuchte wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Theobald Schenck, 1656-1727. 377⁷ Mer weiß, wie nahe mir mein Ende? * Hin geht die Zeit, her kommt der Tod; ach wie geschwinde und behende kann kommen meine Todesnot! 2½ Mein Gott,:; ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. 2) Mein Gott,: ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, und wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. 2; Mein Gott,:; ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott,:à ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 5. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: mein Herr und mein Gott! 2 Mein Gott,:n ich bitt durch Christi Blut: nachs nur mit meinem Ende gut. 4¹¹ Tod und Ewigkeit. 6. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf; du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. : Mein Gott,:u ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 7. Ich habe Jesu Leib gegessen; ich hab sein Blut getrunken hier. Nun kann er meiner nicht vergessen; ich bleib in ihm und er in mir. : Mein Gott,, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 8. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, wie auch die Todesnot mich drückt. Mein Gott,:3 ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 9. Ich leb indes in ihm vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis; es gehe, wie mein Gott es füget,— ich glaub und bin des ganz gewiß: durch deine Gnad und Christi Blut machst du's mit meinem Ende gut. Amilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg⸗Rudolstadb, 1637—1706. 378 Wis fleucht dahin der Menschen Zeit; wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wenig denken an die Stund von Herzensgrund; wie schweigt hievon der träge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, ein nichtger, leerer Wasserschaum; im Augenblick es bald vergeht und nicht besteht, wie ihr dies täglich vor euch seht. 4¹² ut: lut: „ lut: dolstabt, Zeit; 379. Di Doch bist du nicht nur mein allein; Tod und Ewigkeit. 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin; mir ists Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn! Gieb, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu. Das merke du; du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt; das such ich nur, das bleibet mir. O mein Begier, Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor deinem Throne steh? Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. Ivachim Neander, 1650(2)-1680. (BWeim Tode von Kindern.) wer will mirs anders sagen? bist zwar mein und bleibest mein der Herr von ewgen Tagen, der hat das meiste Recht an dir; der fordert und erhebt von mir dich, o mein Kind, mein Wille, mein Herz und Wunsches Fülle. 4¹3 Tod und Ewigkeit. 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut ewiglich mir wünschen und erwählen; ich wollte sagen:„bleib bei mir; du sollst sein meines Hauses Zier; an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben.“ 3. So sagt mein Herz und meint es gut; Gott aber meints noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut; in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr,— Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, daraus die Jungen und Alten sind entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und, der mir ihn gegeben, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. Ich sprech:„ach weh, mein Licht verschwind't!“ Gott spricht:„willkommen, liebes Kind, dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben.“ 5. O süßer Rat, o schönes Wort und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6. Ach, dürft ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den du auch geheiligt bist; ich weiß, ich würde müssen vor Freuden Thränen gießen. 4¹⁴ d'tl Tod und Ewigkeit. 7. Nun denn, es sei und bleib also! Ich will nicht um dich weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh; da leb und bleib nur immerzu. Wills Gott, will ich mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, 1607-1676. Mel. In allen meinen Thaten. 380. Geit Lob! Die Stund ist kommen, da ich werd aufgenommen, ins schöne Paradeis. Ihr Eltern dürft nicht klagen; mit Freuden sollt ihr sagen: dem Höchsten sei Lob, Ehr und Preis! 2. Kurz ist mein irdisch Leben; ein bessres wird mir geben Gott in der Ewigkeit. Da werd ich nicht mehr sterben, in keiger Not verderben; mein Leben wird sein lauter Freud. 3. Gott eilet mit den Seinen, läßt sie lange weinen in diesem Thränenthal. Ein schnell und selig Sterben ist schnel und glücklich erben des schönen Himmels Ehrensaal. 4. Wie oft wird hier verführet manch Kind, an dem man spüret ein Herz voll Frömmigkeit! Die Welt voll List und Tücke legt heimlich ihre Stricke bei Tag und Nacht, zu jeder Zeit. 4¹⁵ Tod und Ewigkeit. 5. Ihr Netze mag sie stellen,— mich wird sie nun nicht fällen; sie wird mir thun kein Leid; denn wer kann den verletzen, den Christus jetzt wird setzen ins Schloß vollkommner Sicherheit? 6. Zuvor bracht ich euch Freude; jetzt, nun ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz. Doch wenn ihrs recht betrachtet und, was Gott thut, hoch achtet, wird sich bald lindern aller Schmerz. 7. Gott zählet alle Stunden; er schlägt und heilet Wunden; er kennet jedermann. Nichts ist jemals geschehen, das er nicht vorgesehen, und was er thut, ist wohlgethan. 8. Wenn ihr mich werdet finden vor Gott, frei aller Sünden, in weißer Seide stehn und tragen Siegespalmen in Händen und mit Psalmen des Herren Lob und Ruhm erhöhn, 9. Da werdet ihr euch freuen; es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld ergiebt. 10. Ade! nun seid gesegnet! Was jetzo euch begegnet, ist andern auch geschehn. Viel müssens noch erfahren. Nun, Gott woll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn. Johann Heermann, 1585—16ʃ1. 4¹ 982 zaus die h lei lh we so unt ind wil uch hi Tod und Ewigkeit. 381. 382 Mel. In allen meinen Thaten. 381 Wenn kleine Himmelserben *2* 5 in ihrer Unschuld sterben, so büßt man sie nicht ein; sie werden nur dort oben vom Vater aufgehoben, damit sie unverloren sei'n. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Jesum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden; was soll es ihnen schaden, daß er nun über sie gebeut? 3. Wie leichtlich geht bei Kindern, wie bei erwachsnen Sündern das fremde Feuer an! O Glücke, wenn wir wissen, daß nichts mehr einzubüßen, daß sie kein Tod mehr töten kann. 4. O, wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe, 1688 1758. Mel. Es ist genug, so nimm, Herr, meinen Geist. 382 3 hin, mein 2. Zeuch hin, mein Kind! Der * Kind! Gott Schöpfer hat dich mir selber fordert dich nur in der Welt geliehn. uus dieser argen Welt. Die Zeit ist aus; darum Ih leide zwar, dein Tod befiehlt er dir, ö betrübet mich; nun wieder fortzuziehn. loch weil es Gott gefällt, Zeuch hin, Gott hat es so o unterlaß ich alles Klagen versehen; ind will mit stillem Geiste was dieser will, das muß sagen: x geschehen. 5—I541. juch hin, mein Kind! Zeuch hin, mein Kind! 27 383. 384 Liturgische Stücke. 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Wer lange lebt, steht lang Himmel findest du, im Leide; was dir die Welt versagt; wer frühe stirbt, kommt bald denn nur bei Gott ist wahrer zur Freude. Trost und Ruh, Zeuch hin, mein Kind! kein Schmerz, der Seelen 5. Zeuch hin, mein Kindl i Pladt. 171 Engel warten schon Hier müssen wir in Angsten auf deinen frommen Geist; schweben; nun siehest du wie Golls dort kannst du ewig fröhlich lieber Sohn 2 leben. dir selbst die Krone weist. Zeuch hin, mein Kind! Nun wohl, die Seele is 4. Zeuch hin, mein Kind! entbunden; Wir folgen alle nach, du hast durch Jesum übas sobald es Gott gefällt; wunden. du eilest fort, eh dir das Zeuch hin, mein Kind! Ungemach verbittert diese Welt. Gottfried Hoffmann, 1658—IIll Liturgische Stücke. Zum Sündenbekenntnis. 383 Nerleih uns Frieden gnädiglich, 000. OHerr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott alleine. Martin Luther, 1483—1545. 384 Schaffe in mir Gott ein reines Herze und gih mir einen neuen gewissen Geist. 2½ Vermis mich nicht von deinem Angesicht 2½ und nimm deingn heilgen Geist nicht von mir. Psalm 51, 12.U. 4¹⁸ 38⁰ und in 38 in der Herrn! teht lang mmt bald ind! Kind! Di en schon n Geist; ie Gottiz 1 e weist. Seele is sum üba⸗ dind! 1658—l. Yu Verwif um deinig i 51, 22. N. Liturgische Stücke. 385—389 Zur Gnadenversicherung. 385 Ebro sei Gott in der Höhe en und Friede auf 93. Erden ½ und den Menschen ein Wohl⸗ gefallen. Amen. Ev. Luk. 2, 14 386 Danlet dem Herrn; denn er ist freundlich, und 680. D seine Güte währet ewiglich. Pfalm 106, 1. Der Glaube. ZTir glauben all an einen Gott 387. Wẽ Schöpfer Himmels und der Erden, der sich durch Jesum, aben Sohn, uns zum Vater hat gegebe er will uns a llzeit 8115 1. uns zur Seligkeit bewahren durch den heilgen Geist im Glauben. Kein Leid sollr uns widerfahren. Die heilige Dreifaltigkeit sei hochgelobt in Ewigkeit. Amen. 1 V Nach Martin Lukher, 1483—1546. Nach dem Glaubensbekenntnis. 388. Ebr sei ne Vater und dem Sohn und dem heil en Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar Adn von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 389. H'enn heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. ⁰ Alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höh. Gelobt sei, der da kommt im Namen des herrn! Hosianna in der Höh! 4¹9 390—393 Liturgische Stücke. Nach dem Preisgebet. 390 H err Gott, dich loben wir; 9 9 Herr Gott, wir danken dir! Dich, Vater, in Ewigkeit ehrt die Welt weit und breit; all Engel und Himmelsheer, und was dienet deiner Ehr, auch Cherubim und Seraphim singen immer mit hoher Stimm: heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth. Martin Luther, 1483-1546. Nach dem Ambrosianischen Lobgesang(Le deum laudamus, 391 Qaßt uns lobsingen! L Lasset uns dankend frohlocken! Lasset uns rühmen, lasset uns von Herzen preisen den Herren, unsern Gott. Zum Ausgang. 2 Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi 392. D und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen! Amen. 2. Kor. 13, Il, Mel. Herzlich thut mich verlangen; oder: Balet will ich dir geben. 393 Qaß mich dein sein und bleiben, 93. X du treuer Gott und Herr! Von dir laß nichts mich treiben; halt mich bei deiner Lehr! Herr, laß mich nur nicht wanken; gieb mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Ritolaus Selnecker, 1530hh—50. 4²⁰ Liturgische Stücke. 394— 397 Psalm 121,8. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 394. V uun ern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen. Segne unser täglich Brot; segne unser Thun und Lassen. Segne uns mit selgem Sterben und mach uns zu Himmelserben! Hartmann Schenk, 1634-1681. Mel. Eines wünsch ich mir vor allem andern. 395 Die wir uns allhier beisammen finden, * VD schlagen unsre Hände ein, uns auf deine Marter zu verbinden, dir auf ewig treu zu sein. Und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne lamus, deinem Herzen m und schöne, sage: Amen! und Aaleich: Friede, Friede sei mit euch! Christian Renatus Graf v. Zinzendorf, 1727—5 396 Der heilge Christ, der segne dich, * bewahr dich allezeit; sein heilger Nam behüte dich, schütz dich vor allem Leid! Johann Mathesius, 1504— 1565. risti Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 397 36 in Frieden eure Pfade! Mit euch des großen Gottes Gnade und seiner heilgen Engel Wacht. 13, 15. Wenn euch Jesu Hände schirmen, gehts unter 220f. Dei Taa und Stürmen getrost und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nimmer fern spät und frühe Vergeßt uns nicht in seinem Licht, und wenn ihr sucht sein Angesicht. Gustav Knak, 1806— 1878. 398—400 Geistliche Volkslieder. Geistliche Volkslieder. anket dem(3. Sein ist die Macht! 398. D Herrn! Allmächtig ist Gott; Wir danken dem Herrn; sein Thun ist weise, denn er ist freundlich, und seine Huld wird jeden undseine Güte währetewiglich. Morgen neu. 2. Lobe den Herrn! 4. Groß ist der Herr! Ja lobe den Herrn Ja groß ist Eder Herr, auch meine Seele; sein Name heilig, vergiß es nie, was er dir und alle Welt ist seiner Ehre Guts gethan. voll. C. F. Herrosee, 4 1825. 399 Lobt froh den Herrn, Das Loblied soll ihr jugendlichen zu deinem Drone dringen. Chöre! Lobt froh den Herrn; Er höret gern lobt froh den Herrn! ein Lied zu seiner Ehre. 4. Wir stammeln hier; Lobt froh den Herrn; doch hörst du unser Lallen lobt froh den Herrn! zum Preise dir 2. Es schall empor mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir; u seinem Heilie 8 zu f Hangtume dir singen wir. aus unserm Chor ein Lied zu seinem Ruhme. 5. Einst kommt die Zet, Lobt froh den Herrn; wo wir auf tausend Weisen lobt froh den Herrn! 2 Seligkeit!— dich, unsern Vater, preisen 3. Vom Preise voll von Ewigkeit laß unser Herz dir singen! u Ewigkeit. 0 8 Georg Geßner, 1765-1843. 400.O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Wieihnachtszeit! Welt ging verloren; Christ ist geboren; freue, freue dich, o Christenheit! 42²² Könie Freue O freue, 2. Tod freue, 3. Kraft Freue O Christ freue, 2. Jühr, Freue 3. Uns, freue, cht! jeden eisen 1843. igende Geistliche Volkslieder. 400 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu versühnen; freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! König der Ehren, dich wolln wir hören. Freue, freue dich, o Christenheit! 1 du Veit zan o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Welt lag in Banden; Christ ist erstanden; freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen; freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben; ihm laßt uns leben! Freue, freue dich, o Christenheit! O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingsten⸗ zeit! 2 Christ, unser Meister, heiligt die Geister; freue, freue dich, o Christenheit! O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingf stenzeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine Pfade! Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Pfingstenzeit! Uns, die Erlösten, Geist, willst du trösten; freue, freue dich, o Christenheit! 0 0 Johannes Doniel Falk, 1768— 1826. 42³ 401. 402 Geistliche u lieber, 401 der für damit wir sollen weiß Volkslieder. heilger, frommer Christ, uns Kinder kommen ist, und rein und rechte Kinder Gottes sein. 2. Du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, du Himmelskind und Himmelsschein, damit wir sollen himmlisch sein! 3. Du lieber, heilger, frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O, segne mich, ich bin noch klein; o, mache mir das Herze rein; o, bade mir die Seele hell in deinem reichen Himmelsquell. 5. Daß ich wie Engel Gottes sei, in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für,— du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt, 1769—1860, 402 Es ist ein Ros * entsprungen aus einer Wurzel zart, als uns die Alten sungen; von Jesse kam die Art und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter wohl zu der halben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesaias sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren wohl zu der halben Nacht. 3. O Jesu, bis zun Scheiden aus diesem Jammerthal laß deine Hilf uns leiten hin in den Freudensaal in deines Vaters Reich, da wir dich ewig loben. O Gott, uns das verleih! Vor 1600. 40. Sehet d O, la , lasset , lasset 2. K du ruhs Gott, w O, la , lasset , lasset 3. K Frohlock Ehre sei O, la 0, lasset , lasset 4. D gesu, E dir, fleis O, la , lasset , lasset Geistliche Volkslieder. 403. 404 ö 403 H erbei, o ihr Gläubigen, fröhlich triumphierend, H o kommet, o kommet nach Bethlehem! Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren! O, lasset uns anbeten o, lasset uns anbeten, o,lasset uns anbeten den König! 2. König der Ehren, Herrscher der Heerscharen, du ruhst in der Krippen im Erdenthal. Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren! O, lasset uns anbeten, o, lasset uns anbeten, o, lasset uns anbeten den König! 3. Kommt, singet dem Herren, o ihr Engelchöre! Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! O, lasset uns anbeten, o, lasset uns anbeten, o, lasset uns anbeten den König! 4. Dir, der du heute bist für uns geboren, desu, Ehre sei dir und Ruhm, dir, fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters! O, lasset uns anbeten, 0, lasset uns anbeten, o, lasset uns anbeten den König! Um 1819. 404 Ohr Kinderlein kommet, o, kommet doch all, zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Bater im Himmel für Freude uns macht. 2. O, seht in der Krippe, im nächtlichen Stall, seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl in reinlichen Windeln das himmlische Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind. 3. Da liegt es, ihr Kinder, auf Heu und auf Stroh; Maria und Foseph betrachten es froh. Die redlichen Hirten knien betend davor; hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor 4²⁵ Geistliche Volkslieder. 4. O, beugt, wie die Hirten, anbetend die Knie; erhebet die Händlein und danket, wie sie; stimmt freudig, ihr Kinder,— wer wollt sich nicht freun?— stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein. 5. O, betet: du liebes, du göttliches Kind, was leidest du alles für unsere Sünd! Ach, hier in der Krippe schon Armut und Not, am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod. 6. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin; wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. Ach mache sie heilig und selig, wie deins, und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmid,‚, 1768-1854. A un singet und seid froh, 405. 9 jauchzt alle und sagt so: unsers Herzens Wonne liegt in der Krippe bloß und leuchtet als die Sonne in seiner Mutter Schoß. 1 Du bist A und O. 2. Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh. Tröst mir mein Gemüte, o Kind voll Mildigkeit, durch alle deine Güte, du Fürst der Herrlichkeit. 2, Zeuch mich hin nach dir! ꝛn 3. Groß ist des Vaters Huld; der Sohn tilgt unsre Schuld; wir warn all verdorben durch unsre Missethat, so hat er uns erworben himmlische Freud und Gnad, 2: daß uns nichts mehr schad't. 4. Dir schallt Hallelujah jetzt hier und einstens da, 4²6 Geistliche Volkslieder. ie; wo die Engel singen das Heilig alemal un 7— und wo die Pfalmen klingen im hohen Himmelssaal. Wären wir doch da! 2 Zuerst 1648. Nach dem lateinisch⸗deuts schen„In dulei jubilo“ aus dem 14. Jahrh.) in; Stille Nacht, heilige Nacht! 406. Stales ilf, einsom wacht nur das traute hochheilige Paar; hol older Knabe im lockigen Haar, 1854.) schlaf in himmlischer Ruh. 27 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kund gen macht; durch der Engel Hallel njah tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter, ist da. 1 Stille 9 stacht, heilige Nacht! ohn, o wie lacht deinem göttlichen Mund, chlägt die rettende Stund, rist, in deiner Geburt! Joseph Mohr, 1792— 1848. 40 Tochter Zion, freue dich; jauchze laut, Jerusal em. Sieh, dein König kommt zu dir; ja, er kommt, der Friedefürst. — uns 251 Ch * SE 2. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewges Reich. Hosianna in der Höh! 3. Hosianna, Davids Sohn sei 1 W et, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, du, des Epoen Vaters Kind. 4²2⁷ 408. 409 Geistliche Volkslieder. 408 Woe ist Jesus, mein Verlangen, 2 mein Geliebter und mein Freund? Ach, wo ist er hingegangen? Wo mag er zu finden sein? Meine Seel ist sehr betrübet mit viel Sünd und Ungemach; wo ist Jesus, den sie liebet, den sie suchet Nacht und Tag? 2. Ach, ich ruf vor Pein und Schmerzen: wo ist denn mein Jesus hin? meine Ruh hab ich im Herzen, bis ich endlich bei ihm bin. Ach, wer gibt mir Taubenflügel, daß ich kann zu jeder Frist fliegen über Berg und Hügel, suchen, wo mein Jesus ist? 3. Er vertreibt mir Angst und Schmerzen; er vertreibt mir Sünd und Tod. Quält mich was in meinem Herzen, er hilft wiederum aus Not. Darum will ich nicht ablassen, will ihn suchen hin und her, in den Wäldern, auf den Straßen, will ihn suchen mehr und mehr. ö 4. Liebster Jesu, laß dich finden! Meine Seele ruft nach dir. Ach, vergieb mir meine Sünden! ö Heiland, zieh mich ganz nach dir! ö Stille, Jesu, mein Verlangen; sei und bleibe du doch mein! x Laß mich einzig dir anhangen 0 und auf ewig bei dir sein! Nach Ludämilia Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg⸗ Rudolstadt, 1640—72. 409 Won ihr wissen, was mein Preis ö 99* Wollt ihr lernen, was ich weiß! ö Wollt ihr sehn mein Eigentum? ö Wollt ihr wissen, was mein Ruhm? ö Jesus, der Gekreuzigte! ö 428 und? burg⸗ Geistliche Volkslieder. 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer ägt meine Straf und Schuld? Wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus, der Gekreuzigte! 3. Wer ist meines Lebens Kraft? Wer ist meines Geistes Saft? Wer macht fromm mich und gerecht? Wer macht mich zu Gottes Knecht? Jesus, der Gekreuzigte! 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schützt, wenn mein Feind erbost? Wer erquickt mein mattes Herz? Wer verbindet meinen Schmerz? Jesus, der Gekreuzigte! 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der letzten Not? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus, der Gekreuzigte! und weil es deine Sache ist, kann sie nicht Weiteukorr Allein das Weizenkorn, bevor es fruchtbar sproßt zum Licht empor, muß sterben in der Erde Schoß, zuvor vom eignen Wesen los, durch Sterben los, vom eignen Wesen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, durch Leiden himmelan und führest jeden, der da glaubt, mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich zum Teil am Leiden und am Reich; 4²29 Johann Christoph Schwedler, 1672— 410. ie Sach ist dein, Herr Jesu Christ, die Sach, an der wir stehn, Geistliche Volkslieder. führ uns durch deines Todes Thor samt deiner Sach zum Licht empor, zum Licht empor, durch Nacht zum Licht empor! 3. Du starbest selbst als Weizenkorn und sankest in das Grab; belebe denn, o Lebensborn, die Welt, die Gott dir gab. Send Boten aus in jedes Land, daß bald dein Name werd bekannt, dein Name voller Seligkeit! Auch wir stehn dir zum Dienst bereit in Kampf und Streit, zum Dienst in Kampf und Streit. V. 1 u. 2 von Samuel Preiswerk, 1799—1871. B. 3 von Felician Graf von Zaremba, 1794—1874. 441² Du Stern in Weinlese⸗Lieder schwingn ö II. allen Nächten, sich durch die öde Welt, ö du Schild in jedem Streit, und Senf und Sichel klingen ö du Mann zu Gottes Rechten in deinem Erntefeld. 9 in purpurfarbnem Kleid,.. verlaß die ewge Hütte 4. Das klingt so wunder und deiner Engel Reihn suße; und trag in unfre Mitte das dringt durch Mark und Bein. Ei, ständen unsre Füße auch bei den Schnittern dein! ö H15 Ei, wär dein Garbenacker uns huldreich angeblickt: Ci,— 91 H du hast dein fürstlich Siegel auch unser Arbeitsplan! C FHerr Jesu, mach uns wacker; V uns an die Stirn gedrückt. mümurmnser Halfen anz 1 Drum wagen wirs und laden heut deinen Stuhl hinein! 2. Du hast vom Marter⸗ hügel 5. Ob wir gleich, kaum dich ungescheut herbei; geboren, die Allmacht deiner Gnaden noch wie im Wieglein ruhn, macht uns den Mut so frei. auch mit zerstoßnen Rohnn 3. Es ist ein froh Getöne kannst du, Herr, Thaten thun. ringsum im Land erwacht, Sieht man auch kaum unz ö das hat uns, deine Söhne, glimmen 0 vom Schlafe wach gemacht. in deines Vaters Haus, 430 klingen vacker; n! kaun ruhn, tohren thun. m uns kannst du uns rüsten aus. Geistliche Volkslieder. mit Blitzen, Donnern, ob dir aus unserm Bunde ein Bruder dienen kann, die noch in Wüsten schlafen, 6. Das war ja so dein zu rufen in dein Schloß; Wesen zeigs an, wer soll im Hafen von alten Tagen her, sein Schifflein binden los? daß du dir hast erlesen, 8. Wer soll die Ruder Stimmen was schwach, gebeugt und leer,‚ schlagen daß mitzerbrochnen Stäben wohl übers weite Meer? du deine Wunder thatst Wer deine Fahnen tragen und mit geknickten Reben ins blinde Heidenheer? die Feinde untertratst. Zeigs an, wen du erkoren, 7. Zeigs denn in dieser greif in die Schar hinein!— Stunde durch deine Taube an, Wir habens all geschworen: dein sind wir, Amen,— dein! Friedrich Wilhelm Krummacher, 1796-1868. 412 WMie lieblich ists hienieden, ;wenn Brüder treu gesinnt 2: in Eintracht und in Frieden vertraut beisammen sind! 2. Wie Tau vom Hermon nieder auf Gottes Berge fließt, 23½ also auch auf die Brüder der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wird erneuet durch sie die heilge Stadt; : was Knecht ist, wird befreiet und rein, was Flecken hat, 4. Und alles Volk der Erde geht nun zum Lichte ein; 2: dann wird nur eine Herde und nur ein Hirte sein. Karl Friedr. Gottlieb Wetzel, 1779—1819. 413. 414 413 er ist ein Mann? Wer beten kann * Wann alles bricht, er zaget nicht; dem Frommen nimmer graut. inbrünstig, wahr und frei; denn diese Wehr bricht nimmermehr; sie bricht kein Mensch entzwei. von Herzen fromm und warm; die heilge Glut giebt hohen Mut und stärkt mit Stahl den Arm. für Weib und liebes Kind; der kalten Brust fehlt Kraft und Lust, und ihre That wird Wind. für Freiheit, Pflicht und Recht; dem frommen Mut däucht alles gut; es geht ihm nimmer schlecht. für Gott und Vaterland; er läßt nicht ab bis an das Grab mit Herz und Mund und Hand. mit Gott dem Herrn zum Krieg! Denn Gott allein kann Helfer sein; von Gott kommt Glück und Sieg. 414 Dari ich wieder kommen mit derselben Schuld? Hast du nicht verloren sich mir aufgethan! endlich die Geduld? Ist denn deine Gnade also täglich neu, ach! und eine Liebe, daß du willst vergeben, wie kein Mensch es denkt. auch so oft es sei? Hermann Grafe, 4 1809 Geistliche Volkslieder. und Gott dem Herrn vertraut. 2. Wer ist ein Mann? Wer glauben kann 3. Wer ist ein Mann? Wer lieben kann 4. Dies ist der Mann, der sterben kann 5. Dies ist der Mann, der sterben kann 6. Dies ist der Mann, der sterben kann 7. So, deutscher Mann, so, freier Mann, Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. 2. Wenn ich so dich frage und ich seh dich an, o, wie hat dein Herze Liebe, nichts als Liebe ists, die mich umfängt, 432 kann 1. 1860. ch frage e iebe t, enkt. 1809 Geistliche Volkslieder. 5 Geehre wieder, kehre wieder, 415. K der du dich verloren hast! Sinke reuig bittend nieder vor dem Herrn mit deiner Last! Wie du bist, so darfst du kommen und wirst gnädig aufgenommen. Sieh, der Herr kommt dir entgegen, und sein heilig Wort verspricht dir Vergebung, Heil und Segen; kehre wieder, zaudre nicht! 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung in die Einsamkeit zurück, wo in geistiger Erneuung deiner harrt ein neues Glück, wo sich bald die Stürme legen, die das Herz so wild bewegen, wo des heilgen Geistes Mahnen du mit stillem Beben hörst und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele! deines Gottes treues Herz beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen dir mit ausgestreckten Armen winket von des Kreuzes Stamme; kehre wieder, fürchte nicht, daß der Gnädge dich verdamme, dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder! Neues Leben trink in seiner Liebeshuld. Bei dem Herrn ist viel Vergeben, große Langmut und Geduld. Faß ein Herz zu seinem Herzen; er hat Trost für alle Schmerzen; er kann alle Wunden heilen, macht von allen Flecken rein; darum kehre ohne Weilen zu ihm um und bei ihm ein. 433 416. 417 Geistliche Volkslieder. 5. Kehre wieder, endlich kehre in der Liebe Heimat ein, in die Fülle aus der Leere, in das Wesen aus dem Schein, aus der L Lüge in die Wahrheit, us dem Dunkel in die en aus dem Tode in das Leber der Welt ins Hi inmelreich! was Gott dir Dert will geben, nimm auch heute,— kehre gleich! Karl Johann Philipp Spitta, Kehr heim ins Vate est nirgen ö ds sonst auch Ruh, läufst du die gleich aus. Kehr heim, ke hr heim! 2. Kehr heim mit deiner wunden zum Samariter tein Arzt hat für dich Jesus nur allein. ehr heim, kehr heim! Wein und S 3 ri in sein sch wer nicht zuhaus an bleibt ewig heimatlos Kehr heim, kehr heim! ist in dem id die Freunde rar; tümmel in Gefal hr. s immer so gemeint: beste? 1801 21850. Zohin, o müder Wandrer du? rhaus; Seel J. C. Arndt. Himmel. mei mei mei Sie und so! 8 mei 418. uo tause und alle ist einzit 2. De und jene das nem oa müsse 3. In sieht mat Geistliche Volkslieder. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nützen kann, und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freundschaft hinten an; Doch hier ist es nicht so gemeint; mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut. Er steht mir bei in allen Nöten; er spricht für meine Sünden gut. Er hat mir niemals was verneint; mein Jesus ist der beste Freund, 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet, mein Freund, der mein und ich bin sein, mein Freund, der mich beständig liebet, mein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar; und hätt ich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind; mein Jesus ist der beste Freund Benjamin Schmolck, 1672 1737. 418 Ein Gärkner geht sie möchten mit den Ranken * im Garten, den Gärtner all umziehn. uo tausend Blumen blühn, und alle treu zu warten.. 4. Und wann ihr Tag ist einzig sein Bemühn. gekoömmen, 29— legt er sie an sein Herz 2. Der gönnt er sanften egt er sie an em Pon, Regen und zu den Selgen, Frommen Regen trägt er sie himmelwärts und jener Sonnenschein; e e eltsärte. huwüste e wederen 5. Zu seinem Parabiese, n müssen sie gedeihn. zu seiner schönen Welt, In liebenden Gedanken die nimmermehr, wie diese, saht man sie fröhlich blühn; in Staub und Asche fällt. 435 N 4¹0 Geistliche Volkslieder. 7. Du Gärtner, treu und milde, o, laß uns fromm und fein zum himmlischen Gefilde, zum ewgen Lenz gedeihn! Max von Schenkendorf, 1783—1817. 419. J Occhh will streben ane dem Leben, wo ich selig bin 6. Hier muß das Herz verglühen; Wii das Weizenkorn verdirbt; dort oben gilt ein Blühen, das nimmermehr erstirbt. W Ich will nen einzudringen, bis daß ichs gewinn. Hält man mich, so lauf ich fort; ö bin ich matt, so ruft das Wort: ö fortgerungen, durchgedrungen bis zum Kleinod hin! 2. Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron, i will ich eilen; das Verweilen IRNR bringt oft bösen Lohn. 0 ö Wer auch läuft und läuft zu schlecht, V der versäumt sein Kronenrecht; was dahinten, das mag schwinden, ich will nichts davon. 3. Jesu, richte meine Gesichte nur auf jenes Ziel; lenk die Schritte, stärk die Tritte, wenn ich Schwachheit fühl! Lockt die Welt, so sprich mir zu; schmäht sie mich, so tröste du; deine Gnade führ gerade mich aus ihrem Spiel! 4. Du mußt ziehen; mein Bemühen ist zu mangelhaft. Wo ihrs fehle, spürt die Seele, aber du hast Kraft, weil dein Wort ein Leben bringt und dein Geist das Herz durchdringt. Dort wirds tönen bei dem Krönen: Gott ists, der es schafft! Philipp Friedrich Hiller, w16990—1700. 436 reu und ind fein ö filde, Heihn! —1817. n, 1769. Geistliche Volkslieder. 420. 421 420 Meinen Heiland im Herzen, da schlaf ich so süß; 2n da träum ich so selig vom Paradies. 2. Meinen Heiland im Auge, da schreckt mich kein Feind; 2n er bleibet dem betenden Kinde vereint. 3. Meinen Heiland im Sinne, bleibt Böses mir fern; 23 die Sünde entweichet vor Gott, meinem Herrn. 4. Drum will ich ihn halten fest, fest und getreu; 3 mein Vater im Himmel, o, stehe mir bei!: „7* Agnes Franz, 1794—1843. 421 Mert. Seele, dir das große Wort: wenn Jesus winkt, so geh; wenn er dich zieht, so eile fort; wenn Jesus hält, so steh. 2. Wenn er dich lobet, bücke dich; wenn er dich liebt, so ruh; wenn er dich aber schilt, so sprich: ich brauchs, Herr, schlage zu! 3. Wenn Jesus seine Gnadenzeit bald da, bald dort verklärt, so freu dich der Barmherzigkeit, die andern widerfährt. 4. Wenn er dich aber brauchen will, so steig in Kraft empor; wird Jesus in der Seele still, so nimm auch du nichts vor. 5. Kurz, liebe Seel, dein ganzes Herz sei von dem Tage an bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz dem Heiland zugethan. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700—1760. 437⁷ Geist liche Volkslieder. 422. Nzader mein Gott, zu dir, 0 näher zu dir! Drückt mich auch Hummer hier, drohet man mir, soll doch trotz Kreuz und Pein dies meine Losung sein: näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort Nacht auch herein, find ich zum Ruheort nur einen Stein, ist selbst im Traume hier mein Sehnen für und für: näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn aufwärts zu steil, führt sie doch himmelan zu meinem Heil. Engel so licht und schön winken aus selgen Höhn: näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! 4. Ist dann die Nacht vorbei, leuchtet die Sonn, weih ich mich dir aufs neu vor deinem Thron, baue mein Bethel dir und jauchz mit Freuden hier: näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt dein Weg allhier, wird nur mein Wunsch erfüllt: näher zu dir! Schließt dann mein Pil gerlauf schwing ich mich freudig auf näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! 438 420 Herrsch Goltes dich dich wi du mei 2. E schöner in der Jesu Nsus ber uns 3. Se schön l und di 424½ Nom, so bleih 2725 N daß ich! Jesn eigen Welt und Sünde, fahret h mein Nur nach Jesu steht ö 2. Jesus ist mein höchf te denn er gab sein teures auch für mich verlornes daß mein Glaube Gnade ja, zum vorau Er Herrscher aller Euden, Goltes und Marien dich will ich 00 en, dich will ich ehre du meiner Seele Freud und Kron 2. Schön sind die shöner sind die Wälder in der schönen Frühlings⸗ zeit Jesus ist schön Asus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. a 3. Schön leucht't die Sonne; schön leucht't der Monde und die Sternlein allzumal. Geistliche Volẽ 4. Amen, ja du hi und ich Armer lobe di 5werd Jesus wird mein Helfer 3. Herr, ich hang allein nimm nur alles selbst von mir, was dir nicht gefällig weil du doch mein alles bif ist, ust Gottlieb We Ieue Jesus s als eder. 423. 424 es fest dabei, Sinn. 8 Gut; an dir; 1 sei. Ian schöner; leucht't reiner, all Engel i kui 1 Himmels— e Jesus Zuerst 1677 Zuerst 1677. 425—427 Geistliche Volkslieber. Mel. Wie könnt ich ruhig schlafen. 425 Sd nimm denn Laß ruhn zu deinen Füßen 22* meine Hände dein armes Kin Id; und führe mich es will die Augen schließen bis an mein selig Ende und glauben blind. und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, 3. Wenn ich auch gleich nicht einen Schritt; nichts sühle wo du wirst gehn und stehen, von deiner Macht, da nimm mich mit. du führst mich doch zum Ziele 2. In dein Erbarmen auch durch die Nacht. hülle So nimmdenn meine Hände mein schwaches Herz und führe mich und mach es gänzlich stille bis an mein selig Ende in Freud und Schmerz. und ewiglich. Julie v. Hausmann, geb. 1826. 426. FTausendmal ge⸗Seelenweide! V denk ich dein, Sei du meine Ruhestatt, mein Erlöser, tuh der Seelen, und begehre dich allein, Jesu, Ruh der Seklen. mein Erlöser, 15 sehne mich, bei dir zu sein 3. Ich bin krank, komm mein Erlöser. stärke mich, Jesu, mein Erlöser. meine Stärke! 2. Weide mich und mach Ich bin matt, erquicke mich, mich satt, Lebensquelle! Himmelsspeise! Wenn ich sterbe, tröste mich, Tränke mich, mein Herz ist du, mein Tröster, matt, Jesu, du, mein Tröster! Johann Flitner, 1618-1678. 427 Weil ich Jesu Schäflein bin, 40* freu ich mich nur immerhin über meinen guten Hirten, der mich wohl weiß zu bewirten der mich liebet, der mich kennt und bei meinem Namen nennt. 4⁴⁰ Hände de den. komm e mich, te mich, öster! 1078. Geistliche Volkslieder. 428. 429 2. Unter seinem sanften Stab geh ich ein und aus und hab unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Mangel leide, und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunngquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen in des Hirten Arm und Schoß. Amen! ja, mein Glück ist groß! Luise von Hayn, 1724- 1782. 428 Harre, meine Seele, harre des Herrn! O.Alles ihm befehle; hilft er doch so gern. Sei unverzagt! Bald der Morgen tagt, und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach. In allen Stürmen, in aller Not wird er dich beschirmen, der treue Gott. 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle; hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, Rett auch unsre Seele, du treuer Gott! Friedrich Raeder, 1815-1872. 429 On der Angst der Welt will ich nicht klagen, N will hier keine Ehrenkrone tragen, wo mein Herr die Dornenkrone trug,— will hier nicht auf Rosenpfaden wallen, wo man ihn, den Heiligsten von allen, an den Stamm des Sünderkreuzes schlug. 2. Gieb mir, Herr, nur für die Lebensreise deine Wahrheit, die den Weg mir weise, und den Geist, der diesen Weg mich führt! Gieb ein Herz, das gern sich führen lasse auf der graden, schmalen, steilen Straße, die dein heilger Fuß einst selbst berührt. 44⁴¹ 430 Geistliche Volkslieder. 3. Mache mich im Glauben immer treuer, und des Glaubens Frucht, das heilge Feuer ungefärbter Liebe, schenke mir! Ohne sie könnt ich nicht weiter schreiten; zu der Liebe kann nur Liebe leiten; sie nur führt mich durch die Welt zu dir. 4. Freundlich hast du mich zu dir gerufen. lieber Herr, doch sind noch viel der Stufen, die zum Himmel ich ersteigen muß. O so reiche deinem schwachen Knechte aus dem Himmel deine Gnaden-Rechte; unterstütze, leite meinen Fuß, 5. Und recht hoffnungsvoll in deinen blauen, schönen, fernen Himmel laß mich schauen, wenn ich von der Wallfahrt müde bin, daß ich hier im tiefen Thal der Schmerzen einen festen Frieden hab im Herzen, einen klaren, himmelsfrohen Sinn! 6. Ja, ich bin ein Fremdling hier auf Erden, muß hier tragen mancherlei Beschwerden, bin ein Pilger, arm und unbekannt, und das Kreuz ist meiner Wallsahrt Zeichen, bis ich werd mein Kanaan erreichen das ersehnte, liebe Vaterland. Karl Johonn Phylipp Spina 1801—-1859 4. 0 N Fenn der. Herr ein Kreuze schicht 400. laßt es uns geduldig tragen! Betend zu ihm aufgeblickt, wird den Trost er nicht versagen, Drum es komme, wie es will,— in dem Herren bin ich still 2. Ist auch oftmals unser Herz schwach und will wohl gar verzagen, wenn es in dem stärksten Schmerz leinen Tag der Freud sieht tagen, sagt ihm: komm es, wie es will, ⸗— in dem Herren bin ich still 4⁴ 18⁵» chickt zen! Geistliche Volkslieder. 3. Darum bitt ich, Herr, mein Gott, laß mich immer glaubend hoffen! Dann, dann kenn ich keine Not; Gottes Gnadenhand ist offen. Darum komm es, wie es will,— in dem Herren bin ich still. Ernst v. Willich, 1860 1873. 431 Wie mit grimmgem Unverstand 1. Wellen sich bewegen! Nirgends Rettung, nirgends Land vor des Sturmwinds Schlägen. Einer ists, der in der Nacht, einer ists, der uns bewacht: Christ in der Höh, du wandelst auf der See! 2. Wie vor unserm Angesicht Mend und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, wo dann Rettung finden? Wo sonst, als nur bei dem Herrn? Sehet ihr den Abendstern? Christ in der Höh, erscheine auf der See! 3. Nach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen. Lobet ihn mit Herz und Mund! Lobet ihn zu jeder Stund! Christ in der Höh, ja, dir gehört die See! 4. Einst, in meiner letzten Not, laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken, reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ in der Höh, komm zu uns auf die See! Johannes Daniel Falk, 1768 1826. 432. und siehe, wi das Erdreich mit einem gr als Salomon Die hochbe Berg, Hügel, ist froh und 5. Ach, de und läßt du' dort in dem und güldnen und trüge m mit tausend an deines Gottes Gaben: schau an der schönen Gärten Zier sich ausgeschmücket haben. 2. Die Bäume stehen voller Laub; Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an ö 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft; das Täubchen fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder. ergötzt und fuͤllt mit ihrem Schall 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus; der Storch baut und bewohnt sein Haus; das Schwälblein speist die Jungen. Der schlanke Hirsch, das leichte Reh ins tiefe Gras gesprungen. auf dieser armen Erden, was will das doch nach dieser Welt 6. O, wär ich da! O stünd ich schon, ach, treuer Gott, vor deinem Thron so wollt ich nach der Engel Weis erhöhen deines Namens Preis Geistliche Volkslieder. eh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit e sie mir und dir decket seinen Staub ünen Kleide; is Seide. gabte Nachtigall Thal und Felder. kommt aus seiner Höh nk ich, bist du hier so schön 8 uns so lieblich gehn reichen Himmelszelt Schlosse werden! eine Palmen, schönen Pfsalmen! Paul Gerhardt, 1607—1676, 4⁴⁴ reud 1676. Geistliche Volkslieder. 433. 434 433. L Qieber Vater, hoch im Himmel, merk auf deines Kindes Flehn: laß mich heut und alle Tage, Herr, in deinem Segen stehn. 2. Meine Sonn ist deine Gnade und dein Wort der Himmelstau, der mich nähret und erquicket, gleich der Blume auf der Au. 3. Alles hast du ja in Händen, und du weißt, was mir gebricht; o, so gieb aus deiner Fülle, gieb mir, Herr, von deinem Licht. 4. Laß mich deinen Geist regieren; lehre mich gehorsam sein; führe mich auf deinen Wegen, Herr, in deinen Himmel ein. 434. Der Mond ist aufgegangen; V die gold ldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar; der Wald sleht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille und in der r Dämmrung Huülle so traulich fil so hold als eine stille Kammer, wo ihr dee Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, die wir getrost verlachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder sind doch recht arme Sünder und wissen gar nicht viel. 4⁴⁵ Geistliche Volkslieder. Wir spinnen Luftgespinnste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun! Laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod; und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du lieber, treuer, frommer Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kühl ist der Abendhauch. Verschon uns Gott mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius, 174) 18ʃ5, 125 Os ist so still geworden, 435. E verrauscht des Abends Wehn; nun hörk man allerorten der Engel Füße gehn. Rings in die Thale senket sich Finsternis mit Macht; wirf ab, Herz, was dich kränket und was dir bange macht. 2. Es ruht die Welt im Schweigen; ihr Tosen ist vorbei, stumm ihrer Freude Reigen und stumm ihr Schmerzensschrei. Hat Rosen sie geschenket, hat Dornen sie gebracht,— wirf ab, Herz, was dich kränket, und was dir bange macht. 146 Geistliche Volkslieder. 3. Hast heute du gefehlet, o schaue nicht zurück. Empfinde dich beseelet von freier Gnade Glück. Auch des Verirrten denket der Hirt auf hoher Wacht; wirf ab, Herz, was dich kränket, und was dir bange macht. 4. Nun stehn am Himmelskreise die Stern in Majestät; in gleichem, festem Gleise der goldne Wagen geht. Und gleich den Sternen lenket er deinen Weg durch Nacht; wirf ab, Herz, was dich kränket, und was dir bange macht. Gottfried Kinkel. 1815-1882. 436. A Mise bin ich, geh zur Ruh, ( schließe beide Auglein zu. Vater 8 die Ar ugen dein über meinem Bette sein. 2. Hab ich unrecht heut gethan, sieh es lieber Gott nicht an; deine Gnad und Christi Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand. Alle Menscher Hnif und klein sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh; nasse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn und die stille Welt besehn. Luise Hen sel, 437. 438 437 Wie könnt ich ruhig schlafen in dunkler Nacht, wenn ich, o Gott und Vater, nicht dein gedacht? Es hat des Tages Treiben mein Herz zerstreut; bei dir, bei dir ist Friede und Seligkeit. 2. O, decke meine Mängel mit deiner Huld; du bist ja, Gott, die Liebe und die Geduld. Gieb mir, um was ich flehe ein reines Herz, das dir voll Freuden diene in Glück und Schmerz. 3. Auch hilf, daß ich vergebe, wie du vergiebst, und meinen Bruder liebe, wie du mich liebst; so schlaf ich ohne Bangen im Frieden ein und träume süß und stille und denke dein. Geistliche Volkslieder. Agnes Franz, 1794—1843. 438 Der Meusch hat — nichts so eigen‚ so wohl steht ihm nichts an, als daß er Treu erzeigen und Freundschaft halten kann, wenn er mit seines Gleichen soll treten in ein'n Bund, verspricht sich, nicht zu weichen mit Herzen, Hand und Mund. 2. Gott stehet mir vor allen, die meine Seele liebt; dann soll mir auch gefallen, der mir sich herzlich giebt. verlach ich Pein und Not, geh auf den Grund der Höͤllen und breche durch den Tod. Mit diesen Bundsgesellen ö I 3. Ich hab, ich habe Herzun, so treu, wie sichs gebührt, die Heuchelei und Scherzen nie wissentlich berührt. Ich bin auch ihnen wieder von Grund der Seelen hold; ich lieb euch mehr, ihr Brüden als aller Erden Gold. Simon Dach, 1605—1659. 44⁸ 44 den S doch V steht i der th sich m und tr Wuchs Alle kommt dru und he 2.( und Se und w gar za Geistliche Volkslieder. 439. 440 439. Ein getreues Herze wissen, hat des höchsten Schatzes Preis der ist selig zu Peuri ßen, der ein iane. Kleinod weiß. Mir ist wohl bei Freud und Schmerz; denn ich weiß ein treues Herz. 2. Läuft ein Glücke gleich zu Zeiten anders, als man will und meint,— ein getreues Herz hilft streiten wider alles, was ist feind. Mir ist wohl bei Freud und Schmerz; denn ich weiß ein treues Herz. 3. Seine Freude steht alleine in des andern Redlichkeit, hält des andern Not für seine, weicht nicht auch in böser Zeit. Mir ist wohl bei Freud und Schmerz; denn ich weiß ein treues Herz. 440 N Wi ir pflügen und ů„ wir streuen Land, doch Wachstum und Gedeihen sieht in des Himmels Hand; Wehen den Samen auf das der thut mit leisem sich mild und hei gehen, Wuchs und Gedeihen drauf. Alle gute Gabe kommt her von Herrn; 3 drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn. 2. Er sendet Regen und Sonn und Mondenschein und wickelt seinen Segen Gott dem Tau und gar zart und künstlich ein imlich auf und träuft, wenn heim wir 4⁴9 Paul Flemming, 1609—1640. und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot; es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn; drum dankt ih m/ und hofft auf ihn 3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, dankt das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst, von ihm das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm. 441 Geistliche Volkslieder. Alle gute Gabe Er schenkt uns soviel aud vn kommt her von Gott dem er macht uns frisch und rot; Herrn; er giebt dem Viehe Weide drum dankt ihm, k und seinen Menschen Brot. und hoff fi Alle gute Gabe 4. Er kommt her von Gott dem Herrn; dauf::: drum dankt ihm, dankt a 5 Lauf; 1 auf ihr Iotgen und hofft auf ihn. ut die Wolken auf Matthias Claudius, 1740—18ʃ3, 4 1 Auferstehr .7.. V. mein Unsterblich Leben wird, der dich schuf, dir geben. Hallelujah! r R uh. Der 4 und sammelt Garben uns ein, uns 1905 die starben. Hallelujah 3. Tag u, meines Gottes in ich im Grabe genug geschlummer erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wirds dann uns sein; mit Jesu gehn 3353 ein zu seinen 1.8. en. h Sann iden 50 11 ins Wamerh eiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume zu deines Namens Ruhme. Hallelujah! Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724-1803, 45⁵⁰ Geistliche Volkslieder. 442. 443 442 Af, laßt uns fröhlich singen ein Lied von Tod und Grab! Gar herrlich soll es klingen ins letzte Bett hinab. Des Friedhofs stiller Hügel, ott dem kein Leben deckt er zu; der Geist schwingt frohe Flügel dankt und fliegt der Heimat zu. 2. Er sagt der grünen Erde 0—18ʃ5, die letzte gute Nacht; denn Arbeit, Not, Gefährde, sie sind mit Gott vollbracht, die Freuden und die Mühen 5 der armen Sterblichkeit;— du 5. nun sieht er Kränze bl lüͤhe . im Lenz der Ewigkeit. 3. Nun sieht er hell im Lichte, was hier so dunkel war, des Herzens Traumgesichte, des Lebens Rätsel klar; nun kann er ganz verst ehen, was Gott, was Christus ist. Wie wohl ist ihm geschehen, daß er gestorben ist! Tag, 4. Drum wolln wir fröhlich singen ein Lied von Tod und Grab; ein Himmelslied soll klingen ins Erdenbett hinab! Die Seele hat gewonnen sein; das ewge Morgenrot und schaut aus heitern Wonnen hinab auf Grab und Tod Ernst Moritz Arndt, 1769-1860. Eigene Melodie oder Mel. Nun preiset alle. 443 Qcch hab von ferne, ö 40. Herr, deinen Thron erblickt und hätte gerne mein Herz vorausgeschickt und hätte gern mein müdes Leben, 4 1803. Schöpfer der Geister, dir hingegeben! 1 451 Geistliche Volkslieder. 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn! du bist allmächtig; drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen ): doch schon von heut an ewig wohnen! 3. Noch bin ich sündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, „ noch nicht ganz innig mit dir vereinigt.: 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben : und dich zeitlebens inbrünstig lieben.: 5. Ich bin zufrieden, I daß ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn und ihre hellen, goldnen Gassen lebenslang nicht aus den Augen lassen. Johann Timotheus Hermes, 1738—182ʃ. 444 Qn die Ferne möcht ich ziehen, * N. weit von meines Vaters Haus. Wo die Bergesspitzen glühen, wo die fremden Blumen blühen, ; ruhte meine Seele aus. 2. Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich auf zu meinem Stern; über Meere, Thäler, Hügel sonder Schranke, sonder Zügel 2; folgt ich immer meinem Herrn. 4⁵² us. Geistliche Volkslieder. 3. Still und selig mit Marien ihm zu Füßen säß ich da; immer möcht ich vor ihm knieen, in mich seine Worte ziehen, ; hätt ihn immer hold und nah. 4 4. Ach, das war ein schöner Segen, wenn er mit den Jüngern ging; auf den Feldern, auf den Wegen jedes Herz wie Maienregen „seinen Trost, sein Wort empfing. 5. Ander Los ward uns bereitet; wie auch blühet rings das Land, wie sich rings die Ferne breitet,— der uns rufet, der uns leitet, : unser holder Freund verschwand. 6. Aufgehoben, aufgenommen in den Himmel ist er nur; herrlich will er wiederkommen; seine Treuen, Stillen, Frommen 2: folgen immer seiner Spur. — 7. Will mich denn zufrieden geben, fassen mich im stillen Sinn; all mein Denken, Sehnen, Streben, meine Lieb und auch mein Leben geb ich meinem Freunde hin. 8. Seinen Schwestern, seinen Brüdern will ich mich in Treue nahn; an den Armen, Blöden, Niedern will ich dankend ihm erwidern, 2) was er liebend mir gethan. 9. Einst erklingen andre Stunden, und das Herz nimmt andern Lauf; Erd und Himmel ist verschwunden; in den selgen Liebeswunden 2) löset aller Schmerz sich auf.: 4⁵³ 445. 446 Geistliche Volkslieder. 10. Meine Seele, gleich der Taube, die sich birgt im Felsenstein, wird der Erde nicht zum Raube; in den Himmel dringt mein Glaube, ) meine Lieb und Sehnsucht ein. 11. Dort ist Gnade, dort Erbarmen, ewge Füll und reiche Lust. All ihr Kranken, all ihr Armen, zum Genesen, zum Erwarmen kommt an eures Heilands Brust! Max von Schenkendorf, 1783-1817. 445 Gennt ihr das Land,— auf Erden liegt es nicht, 4+40. von dem das Herz in bangen Stunden spricht, wo keine Thräne, keine Thräne fließt, der Gute glücklich, stark der Schwache ist? Kennt ihr es wohl? Dahin, dahin laßt fest uns richten Herz und Sinn! 2. Kennt ihr das Land, wo ewger Friede wohnt, wo treuen Herzen Gottes Liebe lohnt, wo irdsche Lust und Erdensorge schweigt und Himmelswonn ins Herz herniedersteigt? Kennt ihr es wohl? Dahin, dahin laßt fest uns richten Herz und Sinn! 3. Kennt ihr das Land, das noch kein Auge schaut dem nur der Glaube hoffend still vertraut, und alle zieht dahin ein mächtig Band, doch nur dem Reinen öffnet sich das Land? Kennt ihr es wohl? ihin, dahin 0 laßt fest uns richten Herz und Sinn! Klaus Harms, 1778 1855. 446 aßt mich gehn, laßt mich gehn, ö daß ich Jesum möge sehn! Meine Seel ist voll Verlangen, ihn auf ewig zu umfangen und vor seinem Thron zu stehn. 4⁵⁴ 5 D 44 sollst Seele, Als Jesu öͤffnen 2. zu dem derer,k nebst schon b mit de 1817. nicht, spricht, aut, 18⁵⁵t6 2. Süßes Licht, füf Sonne, die durch Geistliche Volkslieder. ißes Licht, Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht? 3. Ach wie f ist der Engel Lo Hätt ich Flüge n, ach wie s tön! ich Flügel, flög ich über Thal und Hügel heute noch nach Salems Höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt Herr, mein G was das wird 5. Paradies, wie ist deine? Unter deinen Le wird uns sein, als Bring uns, Herr, ins Gustav Friedrich Ludwig Knak, 1806—1878. 44 7 R Lilien 4(. UI jener Freuden sollst du weiden; Seele, schwinge dich empor! Als ein Adler fleuch behende; Resu Hände öffnen schon das Perlenthor. 2. La ßt mich mich lau zu dem Haufen derer, die des Lammes nebst dem Chor der Sera⸗ phinen schon bedienen mit dem reinsten Jubelton. 2 st be ns sbäur ir ramnten Paradies! 3. Löse, zeborner doch die Ruder meines Schiffleins, laß mich ern in den sichern Friedens⸗ ücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben in sich hält. ich in der Wüste weilen ua Rein, ich eili 18 Himmelszelt. 448 Geistliche Volkslieder. 5. Herzensheiland, laß den 7. Du hast Sünd und Glauben Straf getragen; mir nichts rauben, Furcht und Zagen Glauben, der durch alles muß nun ferne von mir gehn. dringt. Tod, dein Stachel liegt Nach dir sehnt sich meine darnieder; Seele meine Glieder in der Höhle, werden fröhlich auferstehn. bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O, wie bald kannst du 8. Gottes Lamm, dich will es machen, ich loben daß mit Lachen hier und droben unser Mund erfüllet sei. mit der herzlichsten Begier. Du kannst durch des Todes Du hast dich zum ewgen Thüren Leben träumend führen mir gegeben; und machst uns aufeinmal frei. hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693-1773. 448 Wie sie so sanft ruhn, alle die Seligen, 2 von ihrer Arbeit, die sie in Gott gethan, und ihre Werke folgen ihnen nach in des ewigen Friedens Hütten! 2. Von ihren Augen wischt er die Thränen ab sie kommen freudig, bringen die Garben ein, die weinend gingen, edlen Samen trugen in Hoffnung, in Lieb und Glauben. 3. Wenn einst die Stimme wieder sie auferweckt des Menschensohnes, die durch die Gräber dringt, dann wird, was irdisch und verweslich, himmlisch und jugendlich auferstehen. 4. Preis, Ruhm und Ehre sei dir, o Gott, gebracht für deine Werke, die du an uns gethan, daß, wie in einem alle sterben, also in einem sie wieder leben. Samuel David Roller, 1779=1850, 4⁵⁶ 4 doch wir und w den und was 2. des und uns Wi und als eintr 8. dem wenn das empe 4. ins! und die 5 die und die 8 zu de 5. lein das! wenn nd und ragen; ür gehn. el liegt 5 rstehn. dich will Begier. n ewgen —1850. Geistliche Volkslieder. 449 Mel. O selig Haus, wo man dich aufgenommen. 449 Rieie wird uns sein, wenn endlich nach dem — XVW schweren, doch nach dem letzten ausgekämpflen Streit wir aus der Fremde in die Heimat kehren und einziehn in das Thor der Ewigkeit, wenn wir den letzten Staub von unsern Füßen, den letzten Schweiß vom Angesicht gewischt und in der Nähe sehen und begrüßen, was oft den Mut im Pilgerthal erfrischt! 2. Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle des ewgen Lichtes übergossen stehn und— o der Wonne!— dann zum ersten Male uns frei und rein von aller Sünde sehn, wenn wir durch keinen Makel ausgeschlossen und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein als Himmelsbürger, Gottes Hausgenossen, eintreten dürfen in der Selgen Reihn. 3. Wie wird uns sein, wenn wir mit Beben lauschen dem höhern Chor, der uns entgegen tönt, wenn goldne Harfen durch die Himmel rauschen das Lob des Lammes, das die Welt versöhnt, wenn weit und breit die heilge Gottesstätte vom Hallelujah der Erlösten schallt und dort der heilge Weihrauch der Gebete empor zum Thron des Allerhöchsten wallt! 4. Wie wird uns sein, wenn jeder Blick zur Erde ins dunkle Thal, das uns zu Füßen liegt, und jeder Blick auf jegliche Beschwerde, die wir, im Glauben wallend, einst besiegt, die Herrlichkeit des Himmels uns verkläret und den Genuß des Friedens selger macht, die Freude würzet und die Liebe nähret zu dem, der herrlich uns hindurch gebracht! 5. Wie wird uns sein! O, was kein Aug gesehen, kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, das wird uns werden, wird an uns geschehen, wenn wir hineinziehn ins gelobte Land. 4⁵⁷ 45⁰0 Geistliche Volkslieder. Wohlan, den steilen Pfad hinangeklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert, dahin 0 eilen Ind dort anzukommen, wo mehr, als wir verstehn, der Herr beschert. Karl Johann Philipp Spitta, 1801—1859, do findet die Seele die Heimat, die Ruh! 450. W ö Wer deckt sie mit schützenden Fittichen zu Ach, bietet die Welt keine Freistatt uns an, wo Sünde nicht herrschen, nicht an nfechten kann? Nein, nein,/ hier ist sie nicht; die Heimat der Seele ist droden im Licht. 2. Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn, die Heimat der Seele, so herrlich, so schön! Jerufalem droben, von Golde erbaut, ist dies es die Heimat der Seele, der Braut? Ja, ja, 1 dieses allein kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 5 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. 2,: Ruh, Ruh, 51 himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Ludwig Jörgens, 1791—1837. De IJc Christu allem wollest allem! Denn in dein der böf 1—1859, ie Ruhs ichen zu⸗ 7 ort nicht, 1—1832. Anhang. Gebete. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Pf. 92, 2. 3. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgethan. Matth. 7, 7. J. Morgen- und Abendgebete. 1. Luthers Morgensegen. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor alem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und dlem Übel, daß dir all mein Thun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 459 Gebete. 2. Luthers Abendsegen. Das walte Gett Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen, Ich danle dir, mein himmlischer Vater, durch Jesem Christum deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Nag gnädig behütet hast, und bitte dich, du wollest mir ver⸗ geben alle meine Sünden, wo ich Unrecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mih, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Denn heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 3. Morgengebet am Sonntag. Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Leben lanh, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu betrachten. Ps. 27, 4. Barmherziger, getreuer Gott, du ewiger Vater unserz Herrn Jesu Christi, der du mit deinem Sohne und den heiligen Geiste regierest in Ewigkeit, wir sagen dir Lu und Dank für alle Wohlthaten, die wir ohne Unterlaß von deiner milden Güte empfangen, daß du uns die ganze Zet unsers Lebens, wie auch die vergangene Nacht, so väterlih behütet und uns den heutigen Tag gesund hast lassen er⸗ leben. Insonderheit danken wir dir, daß du bei uns das helle Licht deines Evangeliums hast lassen aufgehen, bi welchem wir dich und deinen Willen recht erkennen ud lernen mögen, wie wir christlich leben und selig sterb sollen. Wir bitten dich, gütiger Gott, du wollest solh Gnadenlicht des Evangeliums uns und unsern Nachkomma erhalten; und damit wir dein angenehmes Volk sein und bleiben können, so vergieb uns alle unsere Sünde und Missethaten um deines lieben Sohnes, unsers Heilandez Jesu Christi willen und heilige uns durch deinen heiligen Geist je länger je mehr, daß wir der Welt und allen welt lichen Lüsten von Herzen entsagen und unsere Freude und Lust darin suchen, daß wir dir dienen in Heiligkleit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Offne unsere Ohren und Herzen, daß wir dein heiliges Wort mit Freuden höreh mit Fleiß erwägen und in reinem Herzen behalten, dih 460 Meine des H kbendi I. hören Leben. Hesu 2. 1. dein Wi habe hö Acerlar Bewahr in mein diner git un 2. Da ingen! Onade I. O2, Her banken Amen, ch Jesam iesen Tug mir ver⸗ habe, und fehle mich, de. Den ine Macht erne, daß ben lang, ind seinen ter unserz und den erlaß von anze Zet väterlith lassen er⸗ uns dos ehen, bi nnen und ig sterben llest solc chkommen sein und ünde und Heilandes heiligen llen wel⸗ reude und gleit und hren und en höreh, ten, dih dir Lob Morgen⸗ und Abendgebete. getrost anrufen und nicht allein diesen Tag sondern auch lle übrigen Tage unsers Lebens von allen bösen Werken ftiern, bis wir endlich zu dem ewigen Sabbattag gelangen. da wir mit allen Auserwählten deine großen Thaken rühmen und preisen werden in alle Ewigkeit. Amen. 4. Gebet beim Eingang des Gottesdienstes. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem kbendigen Gott. Pfsalm 84, 2 u. 3. J. Lieber Vater im Himmel, hilf mir, dein Wort recht löten und bewahren, und mache es fruchtbar in meinem Kben. Segne mir dazu den heutigen Gottesdienst um Rsu Christi willen. Amen. 2. Herr. öffne mir die Herzensthür; zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir! Laß mich dein Wort bewahren rein; laß mich dein Kind und Erbe sein! Amen. 5. Gebet beim Schluß des Gottesdienstes. 1. Mein Gott und Vater, ich danke dir, daß du mir den Wort gegeben hast. das ich heute hier in deinem Hause gabe hören dürfen. Hilf mir, daß mein Herz dem guten Ukerland gleiche, wo die Samenkörner reiche Früchte tragen. Hwahre mich vor weltlicher Zerstreuung, wenn ich jetzt in mein Haus zurückkehre, und halte mein Herz fest in deiner Gemeinschaft. Dir befehle ich mich, o Gott, für git und Ewigkeit. Amen. 2. Lied No. 393. 6. Abendgebet am Sonntag. „Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lob⸗ sugen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine hnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. I. N, 2. 3. Herr, allmächtiger Gott und himmlischer Vater, wir hanken dir von Grund unserer Herzen für deine Güte und 461 Gebete. Wohlthat, die du uns an diesem heiligen Tag so väterlich erzeigt hast. Insbesondere sagen wir dir Lob und Dant für dein göttliches Wort, welches du uns auch heute hast verkündigen lassen, und bitten dich, du wollest uns solchez allezeit rein und lauter erhalten, auch dasselbe immer weiter ausbreiten und deine Kirche mehren und gnädiglich schützen und bewahren. Wir bitten dich auch, du treunn Gott, als deine lieben Kinder, du wollest uns bei deinem allein seligmachenden Wort bis an unser letztes Seufzen erhalten und unsere Herzen mit deinem heiligen Geist er⸗ leuchten, daß wir mögen erkennen, was gut und bösfe ist Du wollest auch alle Sünden, die wir heute wissentlich oder unwissentlich gethan haben, auch die verborgenen Fehler, durch deine Barmherzigkeit uns vergeben und in der kommenden Nacht uns ruhig und sicher schlafen lassen, daß wir frisch und gesund zu deinem Lobe morgen wieder auf⸗ stehen. Hilf endlich, lieber Vater, daß wir durch dein Gnade ein neues, dir wohlgefälliges Leben anfangen zu unserer Seelen Seligkeit, in Christo Jesu, deinem lieben Sohn, unserem einigen Helfer. Amen. 7. Morgengebet am Montag. Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und förden das Werk unserer Hände bei uns; ja das Werk unsernn Hände wolle er fördern! Pf. 90, 17. O Herr! Durch deine Güte fangen wir mit diesen Morgen unsere Wochenarbeit von neuem an. Laß deshalh deine ewige Liebe und Treue, die uns mit deinem Segen bisher überschüttet hat, auch heute uns abermals aufgehen. Wer sind wir, o Gott, daß du uns bis hierher gebraht hast? Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmsz den wir an dir haben sollten. Sb gedenke denn auß heute unser nach deiner großen Barmherzigkeit und nach deiner Verheißung, daß alle, die an den Sohn glaubah, nicht sollen verloren werden, sondern das ewige Lebeh haben. Verlaß uns nicht und ziehe deine Hand nicht von uns ab, Gott unser Heil! Lehre uns heute und die ganhe Woche thun nach deinem Wohlgefallen; dein guter Geis führe uns auf ebner Bahn. Wir wissen nicht, was uuz in dieser Woche begegnen kann. Behüte uns vor allen 462 übel; gang shütze wende auch Gott mit u dich dir w lich ne denke heide, um de schmäht Angesie Nund mpfan⸗ helches misere e iu dir liber V Vertrau shnende hereinig ind See lsbeson aus dein ber Wel väterlich id Danl eute hast 5 solchs e immer nädiglich du treuer i deinen Seufzen Geist er⸗ böse ist tlich oder n Fehler, in der issen, daß yeder auf⸗ uch deint angen zu em lieben k unsern mit diesen 5 deshalb m Segen aufgehen. gebracht Ruhns, glauber, ge Lebeu nicht vun ie ganze ter Geis was uns or allem id förden Morgen- und Abendgebete. übel; behüte unsere Seele und unseren Leib, unseren Ein⸗ Rul und Ausgang. Wehre allem Bösen, weahez uns das Ziel unseres Christ enlaufs verrücken könnte. Laß uns auf⸗ schen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des laubens, damit alles, was wir thun, in dir gethan sei! Gieb zu unserer Arbeit dem Leibe Kraft und Gesundheit, dem Herzen Frieden, und erhalte uns den Segen, den du seither uns hast zufließen lassen. Ernähre, versorge, be⸗ schütze uns Gieb uns Weisheit, unsere Zeit wohl anzu⸗ wenden. Legest du uns eine Last auf, so hilf sie uns auch tragen und laß uns allezeit, erfahren, daß du ein Gott seiest, der uns von allem Übel erlösen will. Sei nit uns und zeige uns dein Heil. Und wie alles auf dich wartet, so segne auch heute und in dieser Woche alle dir Lahre umn ige Arbeit und gieb, daß ein jeder sich red⸗ lich nähre und mit gutem Gewissen vor dir wandle. Ja, denke an uns 919 segne uns. Segne, die dich lieben, beide, Große und Kleine. Segne uns je mehr und mehr um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. 8. Abendgebet am Montag. Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfft mir, daß ich sicher wohne. Pf. 4,“ Wir loben und preisen deinen heiligen Namen, ewiger Hott, daß du uns erhört und unser Gebet nicht ver⸗ shmäht hast, das wir heute in der Morgenstunde vor dein lgesicht gebracht haben. Wir preisen dich mit Herz und Nund für alle Wohlthaten, die wir heute wieder von dir upfangen haben. Wir preisen dich auch für das Kreuz, helches du uns, als Hitendt Jesu, täglich auflegst, um msere Seele von den Lüsten dieser Welt zu entwöhnen und u dir zu ziehen. So nimm uns denn jetzt zur Ruhe, leber Vater! Wir legen uns in deine Arme, in gläubigem Lertrauen auf deine Gna Schließe du uns mit deiner sgnenden Vaterhand die Augen zu und bleibe indessen bereinigt mit unserm Geiste. Behüte uns gnädiglich Leib und Seele und alles, was du uns gegeden hast. Behüte lnbesondere auch alle unsere Lieben und laß niemand sie us deiner Hand reißen. Erbarme dich aller Menschen in der Welt, vornehmlich unserer Brüder und Schwestern in 463 Gebete. Christo Jesu.— Morgen aber öffne wieder unsere Augen und erfülle unsern Mund aufs neue mit deinem Lobe damit wir so lange dich preisen und dir zur Ehre leben, bis der Abend unseres zeitlichen Lebens herankommt. Danmn nimm uns zu dir und laß uns immerdar in Wahrheit und Klarheit vor dir leben. Amen. 9. Morgengebet am Dienstag. Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lich. sehen wir das Licht. Breite deine Güte über die, de dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Fromman. Ps. 36, 10. 11. Allmächtiger Gott und Vater des Lichts, der du wohnest in einem Lichte, da niemand zukommen kann, der du aus der Finsternis den Morgen machst und die Sonn dem Tage zum Lichte giebst, dir bringen wir das Dank⸗ opfer unserer Herzen dar, weil du uns das Licht nach der Finsternis wieder hast erblicken und den Tag gesund has antreten lassen. Ach, Herr, laß mit dem Tageslicht uns ud den Unsern, allen Christen und allen Menschen, unsen Freunden und auch denen, die uns feind sind, deine Guode neu aufgehen. Gieb allenthalben neues Licht, neue Freudih⸗ keit, neues Leben und neue Seligkeit! Laß unser Glück und unsere Wohlfahrt hervorbrechen, wie die schöne Morgenrotz und wenn du uns einen dunklen Weg führen willst, so si du unser Licht. O Herr Jesu Christe, du Sonne dir Gerechtigkeit, gehe auf mit deiner Gnade in unsern Herze. Erleuchte, erwärme und erfreue dieselben. Lehre uns denkn an dein Gericht; bewahre uns vor den Werken der Finsten nis; laß uns in deinem Lichte wandeln, dir folgen, immn frommer werden und dereinst zu deiner himmlischen Klan heit gelangen. Amen. 10. Abendgebet am Dienstag. „Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn dn dir ist kein Lebendiger gerecht. Ps. 143, 2. Herr, du Hüter Israels, der du nicht schläfst noß schlummerst, wir danken dir für alle deine Wohlthaleh die du uns heute wieder erwiesen, und bitten dich, gedens 46⁴ unser diese Vate deine haber offen auf hat beden werdt dann mitee Zorn Anda licht g über ul diesem re Augeh em Lobe. re leben, It. Dann Wahrheit nem Licht die, de Frommen. der du kann. der die Sonne as Dank⸗ t nach der esund hast t uns und n, unserm ine Guode Freudig⸗ Glück und orgenrö, llst, so si rn Herzen. ns denken r Finster en, immer denn vu läfst not ohlthateh, „ gedenh Morgen- und Abendgebete. unser und wache über uns mit deinem Vaterauge auch in dieser Nacht. Erhöre in dieser Abendzeit, o barmherziger Vater, aller frommen Christen Abbaruf. Schone nach deiner großen Güte unser, die wir wider dich gesündigt haben. Laß niemand unter uns vergessen, daß wir offenbar werden müssen vor dem Richterstuhl Christi, auf daß ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibes Leben, es sei gut oder böse. Laß uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden; denn es ist uns gesetzt, einmal zu sterben und dann das Gericht.— Gieb, daß alle, die heute uneins mit einander geworden sind, die Sonne nicht über ihrem Zorn untergehen lassen. Erbarme dich auch derer, die ohne Andacht und Gebet sich niederlegen. Erquicke mit sanfter Ruhe alle Menschen, welche diesen Tag über müde ge⸗ worden sind. Stärke die, welche aus Not auch in dieser Nacht arbeiten müssen. Hilf den Reisenden zurecht, die jtzt noch auf der Straße wallen. Schaffe denen ihr Unter⸗ kommen, welche heute keine Herberge fanden. Labe, die sich hungrig niederlegen müssen. Wache selbst über den Kranken, pflege der Kinder und Säuglinge, kürze die Zeit denen, die nicht schlafen können, und stehe mit deinem Trost allen Notleidenden bei.— Behüte unsere ganze Gemeinde in dieser Nacht vor Not und Gewalt, vor Feuers- und Wassersgefahr, vor Mord und Totschlag, vor allem Schaden und Unglück. Hilf, daß alle, die für uns wachen, treulich auf ihrer Hut stehen, und erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir endlich aus der Finsternis dieser Welt kommen zu deinem ewigen Licht. Amen. 11. Morgengebet am Mittwoch. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du list mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Pf. 143, 10. Lieber himmlischer Vater, durch deine Gnade sind wir wieder in die Mitte einer Woche eingetreten und preisen dafür deinen heiligen Namen. Deine Güte ists, daß wir nicht gar aus sind; deine Barmherzigkeit ist alle Morgen über uns neu, und deine Treue ist groß. So laß auch an biesem neuen Morgen und immerdar das rechte geistliche 46⁵ 30 Gebete. und himmlische Leben, das aus dir ist, durch den Geist der Gnade in uns neu werden. Dir ergeben wir uns aufs neue, o Vater; thue mit uns, wie es dir wohlgefällt. Reinige, läutere und bewähre uns, daß wir rechtschaffene Christen seien; denn wir begehren keine Ehre, als deine Kindschaft, keinen Reichtum, als die Gerechtigkeit Christi, keine Freude, als die gnadenreiche Einwohnung deines heiligen Geistes. Für unsere leibliche Notdurft wirst du wohl sorgen; denn du hast gesagt: ich will dich nicht verlassen noch ver⸗ säumen. Doch bewahre uns vor Müßiggang und hilf uns, daß wir treulich arbeiten, nicht aus Habsucht, sondern weil es dein Wille ist, und aus herzlicher Liebe gegen unsern Nächsten. Laß deine Barmherzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen. Gedenke deiner Kinder, die dich kennen und in der Einigkeit des Geistes verbunden sind als lebendige Glieder an ihrem hochgelobten Haupte, Jesu Christo. Laß unser aller Gebet ein Gebet sein vor dir durch Christum, in welchem du uns dir selbst angenehm gemacht hast. Sei du eine ewige Vergeltung denen, die uns Liebe beweisen. Unsere Beleidiger siehe mit erbarmendem Auge an und vergieb ihnen, gleichwie wir ihnen von Herzen vergeben. Alle unsere Anverwandten legen wir in deine Liebesarme. Kirchen und Schulen, Obrigkeiten und Unterthanen befehlen wir dir, Herr, unser Gott. Siehe an das Sündenelend in allen Ständen; mache dich auf und hilf uns, daß deine Ehre gerettet und des gottlosen Wesens ein Ende werde. Hilf den Armen und Elenden, die zu dir schreien. Herr, unser Gott, verschmähe unser Gebet nicht, sondern erhör uns um Jesu Christi willen! Amen. 12. Abendgebet am Mittwoch. Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen; merke auf mich und erhöre mich. Ps.55,2.9. Barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! Wir sagen dir Lob und Dank für alles Gute, das du uns in unserem bisherigen Leben erwiesen hast, für allen Segen, mit welchem du uns im Leiblichen wie im Geistlichen gekrönt, für alle Hilfe und allen Beistand, den du uns 466 ohne lassen für d dem gesche der S Gedul zu ger gethar gebun heute nicht laß d jerner Seele, Schlaf Schildt Gefahr wir ai unsern wenn nehr w und ni Amen. He mimm ich will Stimme nerken. All ins bie hmmen und pre viederur ns sich Reu erqu teundlie und ken Geist 18 aufs gefällt. chaffene deine Christi, deines sorgen; och ver⸗ ilf uns, sondern gegen her alle und in bendige o. Laß hristum, st. Sei eweisen. an und ergeben. besarme. befehlen elend in 5 deine werde. Herr, erhöre Wit uns in Segen, istlichen du uns Morgen- und Abendgebete. ohne unser Verdienst und Würdigkeit hast zuteil werden lassen. Insbesondere danken wir dir von ganzem Herzen für deine Gnade und Wohlthat, die du uns, o Gott, an dem vergangenen Tage erzeigt. für die Freude, die du uns geschenkt, für den Schutz gegen alle Übel des Leibes und der Seele, den du uns gewährt, und für die Langmut und Geduld, womit du unsere Fehler getragen hast. Wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns gethan hast, und bitten dich mit herzlicher Reue um Ver⸗ gebung aller Sünden, die wir begangen und womit wir bis heute und auch diesen Tag dich beleidigt haben. Herr, gehe nicht ins Gericht mit uns, sondern erbarme dich unser und laß deine Güte und Treue uns auch diese Nacht und ferner behüten. In deine Hand befehlen wir Leib und Seele, unser Gut und Vermögen, unser Wachen und Schlafen, unser Leben und Sterben. Decke uns mit deinem Schilde und bewahre uns vor allem Übel und vor aller Gefahr. Laß uns morgen wieder fröhlich erwachen, damit vir aufs neue dir die Opfer unseres Dankes bringen und unsern Christenlauf zu deinem Preise fortsetzen. Und wenn einst die Nacht auch für uns kommt, da niemand nehr wirken kann, dann reiche uns deine allmächtige Hand und nimm uns auf zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. 13. Morgengebet am Donnerstag. Herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, ver⸗ nimm mein Schreien, mein König und mein Gott; denn ih will vor dir beten. Herr, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken und auf⸗ nerken. Pf. 5, 2—4. Allmächtiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du uus bis auf diese Stunde lebendig erhalten hast, wir lmmen vor dein heiliges Angesicht an diesem Morgen ind preisen dich für alle deine Barmherzigkeit, die du niederum in dieser Nacht an uns erwiesen hast. Du hast ins sicher ruhen lassen, unseren Leib und alle unsere Kräfte aeu erquickt und uns fröhlich gemacht im Anschauen deines seundlichen Lichtes. Du, unser Gott und Herr, erforschest ind kennest uns; du merkest auf unsere geheimsten Ge⸗ 467 30² Morgen⸗ und Abendgebete. danken; wir aber müssen mit herzlichem Leid bekennen, daß wir nicht also vor dir wandeln, wie sichs gebührt, und des Ruhmes mangeln, den wir vor dir haben sollten. Wir sündigen oft und mannigfaltig in Gedanken, Worten und Werken. Ach, Vater, vergieb uns doch um deines Namens willen unsere Übertretungen! Gedenke der Für⸗ bitte deines Sohnes, unseres gekreuzigten Heilands, und nimm uns wieder zu Gnaden an. Du bist ja unser Vater; von Alters her ist das dein Name. Dein heiliger Geist regiere uns zu allem Guten. Siehe, o Herr, unseren Leib und unsere Seele und alles, was uns deine Gnadenhand gegeben hat, befehlen wir in deine treuen Vaterhände. Sei du unser Licht und Heil. Sei mit uns in all unserem Thun; gieb, daß wir mit aller Treue warten des Berufes, in den du uns gesetzt hast. Laß alles wohlgelingen! Laß uns auch heute unser täglich Brot nach deiner Zusage von deiner Hand mit Danksagung empfangen. Ach, Herr, be⸗ wahre unsere Zunge und alle unsere Glieder vor den Bösen. Laß uns diesen Tag in deiner Furcht zubringen, dir zur Ehre und uns zur Seligkeit, um Jesu Christi unseres Heilands willen. Amen. 14. Abendgebet am Donnerstag. Behüte mich, wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Pf. 17, 8. Lieber, barmherziger Gott und Vater! Wir kommen vor dein Angesicht, um dir zu danken, daß du uns auch diesen Tag wieder durch deinen Schutz vor Schaden und Gefahr gnädiglich behütet hast. Wir sind nicht wert aller der Güte und Treue, die du auch heute wieder an uns gethan hast. So du, Herr, willst Sünde zurechnen, hwer wird bestehen? Aber du bist langmütig und freundlich und lässest dich gnädig finden denen, die dich suchen. Darun bitten wir dich, du wollest uns alle Sünden vergeben, welche wir in Gedanken, Worten und Werken begangen haben, und uns auch jetzt in dieser Nacht und alle Zeit unseres Lebens vor aller Gefahr und allem Schaden des Leibes und der Seele gnädiglich beschirmen. Zu dir steht unsre Hoffnung; denn du bist unser Gott, der Hort, auf den wir bauen. Darum laß deine Augen offen stehen über 468 uns Frie wied endl anbr in d Sün wohl Sün ist in Mor deine Leber viele und danke hast gn deine uns nichts nichte wecke irren Leide so ste was zur und f vergä daran wir uns; heimk die U lich e ekennen, gebührt, sollten. Worten 1 deinez er Für⸗ ds, und r Vater; er Geist ren Leib denhand erhände. unserem Berufes, en! Laß sage von oerr, be⸗ vor dem ibringen, Christi, beschirme 8. kommen uns auch iden und Hert aller an uns nen, wer reundlich Darum vergeben, begangen alle Zeit aden des dir steht Hort, auf hen über Gebete. uns und decke uns mit deinem Schilde. Laß uns heute in Frieden schlafen und morgen fröhlich zu deinem Preise wieder erwachen. Führe uns durch Nacht zum Licht, bis endlich der letzte Tag unseres Lebens kommt und ein Tag anbricht, der kein Ende nimmt; dann führe uns gnädig in die ewigen Hütten. Amen. 15. Morgengebet am Freitag. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich wohl von meiner Missethat und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist immer vor mir. Ps. 51, 3—5. Gnädiger Gott und Vater! Wir erheben in dieser Morgenstunde unsere Herzen und Hände zu dem Thron deiner göttlichen Majestät, von welchem uns Zeit unseres Lebens und auch wieder in der vergangenen Nacht so viele Wohlthaten zugeflossen sind. Du warst unsere Stärke und unsere Burg, unser Schutz und Schirm. Darum danken wir dir und preisen deinen heiligen Namen; du hast Großes an uns gethan, des sind wir fröhlich. Sei, o gnädiger Gott, auch heute unser Beistand; leite uns nach deinem Rat und nimm uns endlich mit Ehren an. Gieb uns heute und allezeit ein, was wir reden sollen, daß wir nichts Ubles reden; lehre uns, was wir thun sollen, daß wir nichts Böses thun. Laß deines Geistes Zucht unsere Herzen wecken und mahnen, wenn unsere Gedanken sich von dir ver⸗ irren wollen. Und da der heutige Tag ein Gedenktag des geidens und Sterbens unseres Herrn und Heilands ist, so stelle sein Kreuz vor unsere Augen, damit wir schauen, was er für uns gelitten hat, und alle Lust unserer Herzen zur Sünde erlösche. Gedenke auch im Leiblichen an uns und segne uns; laß uns aber auch alles Irdische als ein bergängliches Gut ansehen, daß wir unsere Seelen nicht daran hängen, sondern nach dem Ewigen trachten. Wenn wir arbeiten, so stärke uns; wenn wir beten, so erhöre uns; wenn wir ausgehen, so begleite uns; wenn wir heimkehren, so weiche nicht von uns. Umgieb uns und die Unseren mit deinem Schutze, daß wir den Abend fröh⸗ lich erleben mögen. Amen. 469 X Gebete. 16. Abendgebet am Freitag. Herr, auf dich traue ich; laß mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit Ps. 31, 2. Wir danken dir, Herr, unser Gott, für die wunder⸗ bare Liebe, mit welcher du uns Unwürdige durch deinen geliebten Sohn errettet hast. Also hast du die Welt gi⸗ liebt, daß du deinen Eingebornen dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondem das ewige Leben haben. O unermeßliche Liebe, du gabs den Sohn dahin, um uns Sünder zu erlösen und der Ge⸗ walt des Bösen zu entreißen. Wie sollen wir dich loben und dir Dank sagen für diese deine Barmherzigkeit? Laß dir wohlgefallen das Stammeln unseres Mundez und den kindlichen Dank unseres Herzens. Vernimm die schwachen Seufzer unserer Seelen, die wir dir darbringen für alle Erbarmungen, womit du uns in deinem Sohne, unserem Heiland, zu Hilfe kamst. Er starb für unsen Sünden und stand auf zu unserer Gerechtigkeit und herrscht nun in Ewigkeit zu deiner Rechten und bittet für unz, Du hast ihm alle Macht gegeben, daß in seinem Namen sich unsere Kniee beugen und alle Zungen bekennen sollen, daß er der Herr sei zu deiner Ehre. Gott, allmächtiger Vater, gelobet sei dein heiliger Name in Ewigkeit! Erfülle auch an uns, himmlischer Vater, die großt Verheißung deines Sohnes, daß wir in ihm Leben und Seligkeit haben sollen. Vollende, was du begonnen has, und laß uns immer reichlicher zum Genusse deiner Gnade gelangen. Schenke uns immer tiefere Blicke in das G⸗ heimnis deiner Erbarmungen und zerstreue alle Finstermss unseres Herzens durch die Strahlen deines ewigen Lichtes Stärke, kräftige, gründe uns durch die helle Erkenntnüß unseres Erlösers. Siehe, wir lieben ihn; hilf uns inniger an lieben. Siehe, wir glauben; hilf unserm Unglauben. Amen. 17. Morgen gebet am Samstag. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für, Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt ge 47⁰ mehr zu chtigkeit wunder⸗ h deinen Welt ge⸗ auf daß sondem du gabst der Ge⸗ ich loben it? Mundes limm die rbringen 1 Sohne, ir unsere herrschet für uns. n Namen en sollen, mächtiger t! die große eben und men hast, er Gnade das Ge⸗ instermisse n Lichtes. rrkenntniz 8 inniger nglauben. für. Eht Welt 9e Morgen⸗ und Abendgebete. schaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Pf. 90, 1. 2. Barmherziger Gott und Vater! Auch in dieser Nacht hast du uns wieder geholfen und lässest uns heute unter deinem Schutze den Schluß einer Woche erleben. Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Darum danken wir dir für alle deine Gnade und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Ach, gieb doch, daß wir ohne Unterlaß deiner Treue gedenken und des Morgens deine Gnade, des Nachts deine Wahr⸗ heit verkündigen. Und hilf uns, daß auch all unser Wandel dich preise und unser Thun und Lassen dich ehre. Heilige du uns zu Opfern, die dir angehören und die da lebendig, heilig, unsträflich und dir wohlgefällig sind. Dazu erwecke uns alle Morgen; wirke beständig in unseren Herzen durch deinen heiligen Geist und mache uns zu neuen Menschen, auf daß wir in dir bleiben und einen Fels des Heils haben mögen, wenn auch eine Woche um die andere dahinflieht. Es ist ja alles eitel; alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blume. Das Gras verdorrt, die Blume fällt ab; du allein bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen lein Ende. Darum nehmen wir unsere Zuflucht zu dir und bitten dich: sei unser allmächtiger Schutz und leite uns an deiner Hand, daß wir nicht von deinen Wegen abweichen. Hilf uns zu einem gesegneten Schlusse dieser Woche; segne uns zu ernstlicher Selbstprüfung, damit wir unsere Gedanken und Werke dieser Woche überschauen und merken, wo wir gefehlt haben, und uns demütigen vor dir. O Herr, wirke du selbst in uns wahre Buße. Bereite uns zu, daß du unter uns wohnen könnest; mache uns den heutigen Tag zu einem Vorsabbat unserer Seelen, damit wir morgen deinen heiligen Sabbattag im rechten Segen feiern mögen. O treuer Vater, schenke uns auch heute deine Hilfe und laß nichts Böses über uns herrschen. Sei uns gnädig und erfülle an uns deine Verheißung: es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Ja, offenbare an uns deine Treue, Vater, Sohn und heiliger Geist. Hilf, 47¹ ——.— Gebete. o Herr, und laß alles wohlgelingen. Erhebe dein Angesicht über uns und gieb uns deinen Frieden! Amen. 18. Abendgebet am Samstag. Herr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schemen und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es einnehmen wird. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Pfs. 39, 5—8. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, waz er dir Gutes gethan hat! Ja Lob und Preis und Dank sei dir gesagt, Herr unser Gott, daß du uns diese ganze Woche über so gnädiglich behütet und bewahret hast! Biz hieher hat uns der Herr geholfen! so rühmen wir mit dankbarem Herzen. Nun befehlen wir uns auch getrost für diese Nacht in deine treuen Hände und bitten dich, du wollest uns unter deinem gnädigen Schutz und Schirm sicher ruhen lassen. Ach Herr, wir haben solche deine Güte und Treue nicht verdient; denn wir sind abgewichen von deinen Rechten und Geboten, haben auch in dieser ver⸗ gangenen Woche dich oftmals betrübt mit unseren Sünden. Du aber bist gnädig und barmherzig und deckest unsie Ubertretung zu um Jesu Christi willen. Darum kommen wir getrost zu dir und bitten dich um Vergebung aller unsrer Sünden. Wir flehen dich an, du wollest uns in dieser Nacht gnädiglich behüten vor Gefahr und Schaden, wollest deine Hand halten über diesem Hause und allen unseren Lieben in der Nähe und in der Ferne, daß kein Unfall uns schrecken mag. Laß uns in Frieden ruhen und schlafen; du bist bei uns, dein Auge wachet über uns. Gieb heiligen Frieden und Ruhe allen Menschen, insbesondert allen Betrübten, Elenden, Kranken und Sterbenden, und sende deine lieben Engel aus, daß sie mit himmlischen Waffen gerüstet stehen um alle die Deinen. Laß unz morgen mit Freuden erwachen, daß wir deinen heiligen Tag recht feiern mögen und in deinem Hause dich anbeken mit allen Gläubigen. Walte über uns bei Tag und Nacht, 47² daß w Laß u und da deiner leihen Christu ngesicht r haben Siehe, 1 Leben enschen, ochemen In und ves soll t, was d Dank ganze tI Bis zir mit rost für ich, du Schirm ne Güte en von ser ver⸗ Zünden. t unsre kommen ig aller uns in chaden, d allen aß kein jen und . Gieb esondere en, und mlischen aß unz heiligen anbeten 0 Nacht, Morgen⸗ und Abendgebete. daß wir verharren in deiner Liebe und Gemeinschaft. Laß uns dereinst in Frieden zur letzten Ruhe eingehen und darnach mit Frohlocken auferstehen zum ewigen Sab,hat deiner Heiligen im Himmel. lihen aus lauter Gnade und Barmherzigkeit durch Jesum Christum! Amen. 19. Kindergebete. Lieber Gott, mach mich fromm. daß ich in den Himmel komm. Amen. Ich bin klein; mein Herzchen ist rein. Soll niemand drin wohnen als Jesus allein. Amen. Morgengebete. Wie fröhlich bin ich aufgewacht; wie hab ich geschlafen sanft die Nacht! Hab Dank, du Vater im Himmel mein, daß du hast wollen bei mir sein. Nun sieh auf mich auch diesen Tag, daß mir kein Leid geschehen mag. Amen. Des Morgens, wenn ich früh aussteh, und abends, wenn ich schlafen geh, sehn meine Augen, Herr, auf dich; Herr Jesu, dir besehl ich mich. Nimm du dich deines Kindleins an und führ mich auf der rechten Bahn, auf daß ich freudig diesen Tag in deinem Frieden schließen mag. Amen. Ach lieber Gott, behüte mich und meine Eltern gnädiglich; auch mein Geschwister vor Gefahr mit deinem starken Arm bewahr. Und alle, die uns sind verwandt, beschütz durch deine Vaterhand. Behüte mich vor aller Sünd; hilf, daß ich werd ein frommes Kind. Amen. 473 Duas wollest du uns ver— Gebete. Abendgebete. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dies Kind soll unverletzet sein. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben kein Unfall noch Gefahr. Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar. Amen. Gott, der du heute mich bewacht, beschütze mich auch diese Nacht! Du wachst für alle, Groß und Klein; drum schlaf ich ohne Sorgen ein. Amen. Müde bin ich, geh zur Ruh, s. Nr. 436. II. Cischgebete. Vor dem Essen. 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gieht ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du thust deine Hald auf und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Dieß Speise segne uns Gott der Vater, der Sohn und der heilih⸗ Geist! Amen. 2. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und dils deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu mnz nehmen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Luther. 47⁴ 3 2 bu un 4 trübte etzo v Kraft an die ihm em woll au Wort,! du wol Amen. Hof kommt i Matth. Bar gehen w Deine L du giebt ne Hand n. Dilse er heilihe ind diůst zu unn lmen. her. Cischgebete.— Festgebete. ö 3. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen. ö 4. Speis uns, o Gott, deine Kinder, tröste die be⸗ trübten Sünder; sprich den Segen zu den Gaben, die wir zzo vor uns haben, daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, bis wir endlich zu den Frommen an die Himmelstafel kommen. Amen. Nach dem Essen. I. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich. Wir danken dir, Herr Gott Vater, durch Jesum Christum unsern Herrn, für alle deine Wohlthat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hats nicht Not; du bist das wahre Lebensbrot! Amen. 3. Wir danken Gott für seine Gaben, die wir von ihm empfangen haben; wir bitten unsern lieben Herrn, er woll auch ferner sie beschern und speisen uns mit seinem GUort, daß wir satt werden hier und dort. Ach, lieber Gott, zu wollst uns geben nach dieser Welt das ewge Leben. Amen. III. Festgebete. 1. Advent. Hosianna dem Sohne Davids! Gelobt sei, der da hmmt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Matth. 21, 9. Barmherziger, ewiger Gott! Mit Dank und Freude gehen wir ein in die Thore, die du uns heute aufthust. Deine Liebe will wieder neu werden; deines Volkes willst 47⁵ Gebete. du dich von neuem annehmen und herzlich erbarmen. Ein neues Kirchenjahr ist angebrochen; die liebliche Adventszeit ist gekommen. Zions König kommt gezogen sanftmütiz und von Herzen demütig, um zu besuchen und zu erlösen sein Volk, um unter uns zu wohnen, zu wirken und zu walten, uns zu lieben und zu segnen, damit uns auf der Pilgerschaft das Brot des Lebens nicht mangele, damit wir gewinnen die Wasser, welche in das ewige Leben fließen. Wir wollen mit Freuden aufthun unsere Herzensthüren. Wir wollen rufen und bitten: komm herein, du Gesegneter des Herrm; wo sollte ich Trost und Frieden, Leben und Seligkeit fin⸗ den, wenn du draußen bliebest? Schenke uns die Krast deines Geistes, neu zu werden, unfrer Seelen Seligkeit zu schaffen mit Furcht und Zittern. Hilf Herr, damit dein Feigenbaum, welchen du gepflanzet und so treulich gepflege hast, dir reichliche Früchte bringe. Du dreieiniger Gott, segne uns das neue Kirchenjahr. Segne alle, welche zu Dienern am Wort bestellt sind, samt allen Gliedern der Gemeinde und deiner ganzen Kirche Segne jeden Gottesdienst und alle kirchlichen Anstalten. Segne unser Gebet und den Gebrauch deiner heiligan Sakramente. Wirke, o Gott, mit deinem Geiste in allen Herzen, in allen Häusern, in allen Gemeinden, daß all⸗ sich aufmachen, dem Heiland entgegen zu gehen und ihn aufzunehmen mit Freuden. Mache dich auf, Zion, denn dein König kommt. Hosianna dem Sohne Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Amam 2. Weihnachten. Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christuh, der Herr, in der Stadt Davids. Luk. 2, II. Ewiger und allmächtiger Gott! Du hast also die Wil geliebt, daß du deinen eingebornen Sohn gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondem das ewige Leben haben. Wir danken dir dafür von Grund unserer Herzen und loben deine große Barmherzigkeit, daß uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, dein Sohh Jesus Christus, und unser Fleisch und Blut angenommah, damit er durch sein Leben unser Leben heilige und dunh 476 seinen kenntni Heilan willig ihn dei Herrlich und der Id nir Hil der Hin All haben j Erden z neues ar die du! Sünden und pre fr alle auch du ins ins hhat, so auf dein sgnen. Hlauben und unst Jahre, Schutzes über uns dich alle alle Lehr bhüte bördere; n. Ein ventszeit nftmütiz erlösen walten, gerschaft jewinnen ir wollen r wollen 3Herrn; gkeit fin⸗ die Krast igkeit zu mit dein gepfleget chenjaht. nd, samt 1 Kirche. Unstalten, heiligen in allen Hestgebete. seinen Tod dem Tode die Macht nehme und Leben und mvergängliches Wesen an das Licht bringe.— Wir bitten dich herzlich, verleihe uns die Gnade, daß wir dir unser Leben lang danken und von Tag zu Tag mehr ukennen, wie uns dein Sohn gemacht ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und Erlösung, daß wir alls für Schaden achten gegen die überschwängliche Er⸗ kenntnis Jesu Christi. Gieb, daß wir an ihn, unsern Heiland, aufrichtig glauben, uns ihm gänzlich ergeben, ihm willig dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit und durch hn deine Kinder und Miterben sein mögen deiner ewigen Herrlichkeit. Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen. Jahreswechsel. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen nir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Ps. 121, 1 Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater! Wir haben jetzt abermals ein Jahr unserer Pilgerschaft auf Erden zu Ende gebracht und fangen in deinem Namen ein neues an. Ach, Herr und Gott, wie groß ist deine Gnade, die du uns seither erzeigt hast, da wir doch durch unsere Sünden so viel Strafen verdient hätten. Wir rühmen und preisen deine große Barmherzigkeit und danken dir ͤr alle deine Güte und Treue.— Wir bitten dich aber auch durch deinen Sohn, unsern Heiland, gehe nicht mit ins ins Gericht und vergilt uns nicht nach unserer Misse⸗ that, sondern vergieb uns unsere Sünden und führe uns auf deinen Wegen. Fange an, o Vater, uns aufs neue zu sgnen. Gieb uns rechte Zuversicht und Freudigkeit, rechten Hlauben, rechte Liebe und rechte Werke. Sei unser Trost und unsere Hilfe in aller Trübsal, und weil wir im neuen Zahre, wie in unserer ganzen Lebenszeit, vor allem deines Schutzes bedürftig sind, so halte deine Gnadenhand väterlich über uns.— Getreuer Gott, erhöre unser Gebet und erbarme bich aller Menschen; erhalte uns dein reines Wort; heilige lle Lehrer und Prediger; arbaue Kirchen und Schulen; behüte uns vor falscher Lehre; stärke alle Regenten; sördere jeden guten Rat und jede gute That. Segne Väter 47⁷7 ................::: —————— Gebete. und Mütter; regiere Kinder und Gesinde. Bewahre unz vor Krieg und Blutvergießen, vor Feuers⸗ und Wassers⸗ not, vor Teurung und Krankheiten. Kröne das Jahr mit deinem Gut. Gieb Frieden im Lande, unseren Herzen Frieden, unserem Leibe Gesundheit. Segne unsere Nahrung und fördere das Werk unserer Hände. Bekehre die Sünder, stärke die Frommen, bringe zurecht die Irrenden, erleuchte unsere Feinde, wehre allen Verfolgern, schütze Witwen und Waisen, versorge die Armen, tröste die Elenden, errette die Bedrängten, pflege die Kranken, sei bei den Sterbenden, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unseren Heiland und Erlöser. Amen. 4. Karfreitag. Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Joh. 1, 29. Herr Gott, heiliger, barmherziger Vater, der du kein Gefallen hast an unserem Tode, sondern willst, daß wir uns bekehren und leben, in tiefer Demut preisen wir deine Gnade, daß du deines eingebornen Sohnes nicht verschont sondern ihn für uns alle dahingegeben hast zum Opfer und Lösegeld für unsere Sünden.— Herr Jesus Christus, du Mittler des neuen Bundes, demütige uns heute durch den Anblick deines Leidens und Sterbens. Wir haben dir Arbeit gemacht mit unsern Sünden und Mühe gemacht mit unsern Missethaten. Fürwahr, du trugst unsre Krank⸗ heit und ludest auf dich unsre Schmerzen. Du bist um unsrer Missethat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf dir, auf daß wir Frieden hätten, und durch deine Wunden sind wir geheilet— Treuer Heiland und Versöhner! Du hast das große Werk unserer Erlösung vollbracht. O laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser Heil, deinen Todeskampf unsern Sieg und ewigen Frieden werden. Ergreife uns mit der Hand deines heiligen Geistes und versetze uns in die Gemeinschaft deines Lebens, daß unser alter Mensch samt dir gekreuzigt und begraben werde in den Tod und wir zu einem neuen Leben mit dir auferstehen. Entzünde unsere Herzen durch die Liebe, damit du unz geliebt hast bis in den Tod, daß wir dich wiederum lieben 47³⁸ nit rechte nagen in silbst dein lischen Ve auf die Seele und das Wort shaft wer damit au ihren Sü rühmen. Blute; di graft und Gelol Christi, d geboren h astehung Wir dnken di christum, dun den hatte, diegesfür mausspre Ctärke un gaviß we lorben u Hirke in raft dein Rahren 1 10d noch zinen Ge se Lüste HReistes z hmmen len, die Halt sein Legen dei e uns ssers⸗ L mit Herzen hrung inder, euchte und rrette enden, eiland Sünde u kein 5 wir deine schont Opfer ristus, durch haben emacht Krank⸗ ist um Sünde iß wir eheilet. Werk unser skampf fe uns e uns Mensch Tod estehen. u uns lieben Festgebete. nit rechter Inbrunst des Geistes und dir dein Kreuz nach⸗ nagen im Glauben und in Geduld. Herr Jesu, wie du lbst deinen Geist befohlen hast in die Hände deines himm⸗ lichen Vaters, so befehlen auch wir im festen Vertrauen auf die Kraft deiner Erlösung unsern Geist ganz samt Setle und Leib in deine allmächtige Hand.— Laß, Herr, dus Wort vom Kreuz eine Gotteskraft und Friedensbot⸗ shaft werden bei allen Menschen und unter allen Völkern, damit auch die, welche noch ferne stehen, erlöst werden von ihren Sünden und samt uns deine Gnade und Herrlichkeit uͤhmen. Denn du, Herr, hast uns erkauft mit deinem UAute; du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und huaft und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 5. Ostern. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wieder⸗ boren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auf⸗ astehung Jesu Christi von den Toten. 1. Petri 1, 3. Wir loben und preisen dich, barmherziger Gott, und gnken dir von Herzen, daß du deinen Sohn, Jesum Ihristum, den großen Hirten der Schafe, ausgeführt hast un den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, welche uhatte, ehe denn die Welt war. Und dir, du großer Zegesfürst, sei ewig Ehre und Preis gebracht für deine maussprechliche Liebe und den Segen deiner Auferstehung. Zlͤrke und mehre unseren schwachen Glauben, daß wir giß werden, du seiest um unserer Sünden willen ge⸗ lorhen und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. lürke in uns durch deine Gnade, daß wir die Frucht und kraft deiner herrlichen Auferstehung recht an unseren Seelen nahren und den beständigen Trost empfinden, daß weder id noch Hölle uns schrecken können. Erwecke uns durch hinen Geist zu einem neuen Leben in dir und stärke uns, l Lüste des Fleisches zu besiegen und die Werke des Reistes zu vollbringen. Erhalte uns und unsern Nach⸗ humen die Predigt von deiner Auferstehung. Sei mit len, die für dein Reich arbeiten, damit das Reich dieser Halt seine Macht verliere auf Erden. Kehre ein mit dem eegen deiner Auferstehung in alle Häuser und gieb, daß 47⁰ SSIIIIIIIIsss Gebete. in unserem Lande deine Ehre wohne, Güte und Treus einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen, Komme zu Hilfe deiner bedrängten Kirche und erwelke auch sie zu neuem Leben und neuer Kraft; gieb ihr Sieg gegen ihre Feinde. Tröste mit deiner Osterbotschaft all betrübten Herzen und errette alle, die in Not und Gefahr sind. Beschere uns durch die Kraft deiner Auferstehumg einen seligen Heimgang zu deinem und unserem Vater und gieb, daß wir mit dir in himmlischer Freude und Hern⸗ lichkeit ewig leben mögen. Amen. 6. Himmelfahrt. Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes, Trachtet nach dem, das droben ist, nicht nach dem, das auf Erden ist. Kol. 3, 1. 2. Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi! Wir sagen dir von Herzen Dank für deine große Gnade, die du uns armen Sündern erzeigt hast durch deinen Sohn, unsern Herrn, welcher auferstanden ist von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzet zu deiner Rechten und ver⸗ tritt uns. Wir bitten dich, du wollest auch uns erwecken aus dem Grabe aller Sünden und zu dir hinauf ziehen, daß wir allein Lust, Liebe und Verlangen haben nach den himmlischen Gütern. Laß unsern Leib auf Erden leben und seines Berufes warten, unser Herz aber, Gedanken und Sinne laß bei dir im Himmel sein. Behüte und bewahste uns vor Sünden und allem Übel. Erhalte uns in deiner wahren Erkenntnis, so lange wir noch hier auf Erden zu leben haben, bis wir einst ganz zu dir kommen, dich von Angesicht zu Angesicht sehen und ewig bei dir bleiben in deiner Herrlichkeit. Amen. 7. Pfingsten. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gieb mir einen neuen gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mi Ps. 51, 12. 13. O Gott, der du die Herzen deiner Gläubigen o gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geist am Feste 48⁰ der Pfin. Geist au aus; ere Komm, 4 fältigen durch Je preisen u und aus gegründe Entzünde verzehre Wahrheit unserm unsere H in Sanf einander gieb uns tändigke damit w mrufen. noch wie prechlich Hilfe in Romm, die Elen die Irre Hand. Finstern, und füh wir dich mit allen uͤhmen 522 ihre Sp erfüllest rwecken ziehen, ach den leben en und hewahre deiner den zu ich von iben in ieb mit deinem on mii, igen o m Zeste Hestgebete. der Pfingsten besucht und begabt hast, gieße diesen deinen Geist auch über unsere dürren, verschmachtenden Herzen aus; erquicke doch dein Erbteil und labe die Elenden. gomm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen so viel⸗ filtigen Gaben, daß wir die großen Thaten Gottes, welche durch Jesum Christum geschehen, wahrhaftig erkennen und preisen und mit neuen Zungen dein Wort reden, rühmen und ausbreiten. Erfülle deine Kirche, welche durch dich gegründet ist, und laß sie immerdar deine Wohnung sein. Entzünde uns mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe und verzehre allen sündlichen Willen. Zünde an das Licht deiner Wahrheit, daß wir inbrünstig mit rechtem Ernst und Eifer unserm Gotte dienen. O du Geist des Friedens, verbinde unsere Herzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanftmut und Demut, in Friede und Einigkeit bei⸗ einander bleiben und leben. O du Geist der Geduld, gb uns Geduld in Leidenszeit und bis ans Ende Be⸗ sändigkeit. O du Geist des Gebets, erwecke unsere Herzen, damit wir sie zu Gott erheben und ihn in allen Nöten anrufen. Und da wir nicht wissen, was wir bitten sollen, noch wie es sich gebührt, so vertritt du uns mit unaus⸗ sprechlichem Seufzen. Sei unser Schutz in der Not, unsere hilfe in Trübsal, unser Trost in aller Widerwärtigkeit. Romm, du starker Gott, und stärke die Schwachen, lehre die Elenden deinen Weg, hilf den Gefallenen auf, bringe die Irrenden zurecht und erhalte sie bei deiner treuen Hand. Komm, o du ewiges Licht! Sei unser Licht im Finstern, unser Heil im Leben, unser Trost im Sterben und führ uns auf ebner Bahn zum ewigen Leben, damit wir dich, heiliger Geist, samt dem Vater und dem Sohne nit allen Engeln und Auserwählten dort in deinem Reiche uhmen und preisen immer und ewiglich. Amen. 8. Erntefest. Bei reichlicher Ernte. „Aller Augen warten auf dich, und du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du thust deine Hand auf und kfuͤllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Pf. 145, 15. 16. Herr unser Gott, du treuer und allgütiger Vater, unser Mund soll heute deines Lobes und Preises voll werden. 481 31 Gebete. Deine allmächtige Hand hat sich segnend über unsere Flurm ausgebreitet. Du hast unsern Feldern Frühregen und Spat⸗ regen zu seiner Zeit gegeben und hast das Gewachs de Landes so reich gemacht, daß bei des Segens Menge die Räume zu enge werden. Das danken wir, o Herr, deiner großen Güte.— Wir bitten dich, laß uns nicht vergessen, daß alle diese Erntegaben dein Eigentum sind. Du hast sie uns gegeben, daß wir als deine Haushalter nach deinem Willen und Wohlgefallen sie genießen und anwenden sollen So behüte uns vor Geiz und Habgier, Uppigkeit und Verschwendi ing. Was du an uns gethan hast, das laß uns auch an anderen üben und bei dem reichen Segen der Dürftigen nicht vergessen, weil wir wissen, daß solcht Opfer dir wohlgefallen. Laß uns des großen Ernte an welchem die ganze Erde das Feld und alle Völker der Erde die reife Ernte sein werden, und deine Engel, die Schnitter, werden kommen und die Sichel anschlagen und werden das Unkraut in Bündlein binden zum Verbrennen, den guten Weizen aber in die himmlischen Schennn sammeln.— Du großer Herr der Ernte, du Gewalliger und Barmherziger, hilf uns, daß auch wir dann als edle gutz Garben in deinem Reiche gesammelt werden. Amen. tages stets eingedenk sein, Bei kärglicher Ernte. Sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. Ps. 62 Herr Gott Himmels und der Erde, du hast nach deinem unerforschlichen Ratschluß unsere Erntehoffnungen vernichtet und gr Heimsuchung üler uns gebracht. Wir beugen uns in Demut unter deine ge⸗ waltige Hand. Gieb. nur, daß dein ichen Err an uns er⸗ füllt werde und der Mangel an irdischen Erntegaben nßz antreibe, um so eifriger nach dem zu 26 achten, was ewigen Gewinn bringt. Behüte uns vor allem Murren und aller Unzufriedenheit mit deinem Thun und Walten. Sänt unsern Glauben an deine fürsorge nde Liebe und das Vu trauen auf deine Hilfe. Der du die Vögel unter 5 Himmel ernährst und die Lilien auf dem Felde kleidest wirst auch uns nicht verlassen noch versäumen. Du bis 48² 482 der ewig uns den unser K läglich e uns mit über Kii lommt! hat und wunderb sei über Ein der geles O! wir Lob nach so aus gro durch tr von ver herrlich untrügli Aposteln und un unnützer Feinden deine Seo Weide deiner berstand heile, di uns alle Leben de wandeln keit mit an den und bis stärken, Ewigkei Flurin d Spat⸗ ichs des enge die „deiner ergessen, Du hast deinem n sollen. eit und das laß Segen 5 solch nk sein, lker der gel, die gen und brennen, chennen waltiget edle gute en. ist meine und der 5 unsere ng über eine gi⸗ uns er⸗ ben unz ewigen ind aller Stärke das Ver⸗ iter den kleides, Du bist Hestgebete der ewig reiche Gott, der allem Mangel steuern kann. Gieb uns den Geist des Gebets, täglich vor dich zu bringen, was unser Herz bekümmert und beschwert, und laß es uns läglich erfahren, daß es dir an Mitteln niemals fehlt, dich uns mit Trost und Hilfe zu beweisen. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, f o erbarme dich auch über uns. Es bmt die Zeit, in welcher alles Darben auf ewig ein Ende hat und alles Seufzen und Klagen sich in ein Lob deiner wunderbaren Güte verwandeln wird. Deine Güte, o Herr, sei ber uns, wie wir auf dich hoffen. Amen. 9. Reformationsfest. Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 1. Kor. 3, 11. O heiliger wahrhaftiger Gott und Herr! Wie können wir Lob und nk genug gegen dich aussprechen, daß du nach so langer Finsternis dein seligmachendes Evangelium aus großer Barmherzigkeit wieder ans Licht gebracht und durch treue Zeugen und Bekenner desselben unsere Kirche von verderblichen Irrtümern und Menschensatzungen so herrklich gereinigt hast. Gieb ferner Gnade, daß wir dein untrügliches Wort, wie es dein Geist den Propheten und Aposteln gegebemel hat, samt den heiligen Sakramenten lauter und unverfälscht behalten. Wende unsre Herzen ab von unnützer Lehre, von Irrtum und Dunkümerer Wehre allen zeinden unseres Glaubens, daß keiner mit List oder Gewalt deine Schafe zerstreue und uns der gesunden und erquickenden Weide deines Wortes beraube. Bring auch die herbei zu deiner Herde, die noch in Unwissenheit, blindem Efer Un⸗ berstand und Irrtum dahingehen. Suche die Verlorenen, heile, die an ihrer Seele Schaden genommen haben. Heilige uns alle in deiner Wahrheit, daß wir nicht durch gottloses Leben deiner Kirche zur Schande gereichen, sondern würdiglich wandeln dem Evangelium und dasselbe in aller Widerwärtig⸗ keit mit Worten und Werken bekennen. Siehe mit Gnade an den Weinberg, den du durch Jesum Christum gepflanzt und bisher gesegnet hast. Herr, du wollest uns vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Dir sei Ehre und Macht von Edigkeit zu Ewigkeit. Amen. 31⁷ Gebete. 10. Bußtag. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir; Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meiniz Flehens. So du willst, Herr, Sünden zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Pf. 130, 1—4. Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, geduldiz und von großer Güte und Treue, der du vergiebst Misse⸗ that, Ubertretung und Sünde, wir treten vor deinen Thron und bekennen mit demütigem Herzen, daß wir alle mannig⸗ fach wider dich gesündigt haben. Wir haben dich, unsern Gott und Herrn, oftmals verlassen, haben der Welt und unserm Fleische gedient und deine heiligen Gebote vielfältig übertreten. Wenn du gerufen, haben wir nicht geantwortet wenn du gedroht, haben wir vom Bösen nicht abgelassen; wenn du uns gezüchtigt, haben wir uns nicht gedemütiget. Ja wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmz, den wir an dir haben sollten. Darum kommen wir jetzt zu dir und bitten im Namen Jesu, deines lieben Sohnes: vergieb uns unsere Schuld und mache uns rein von allen unseren Sünden. Sieh uns an mit den Augen deiner Barmherzigkeit, nicht als die Ge⸗ fallenen, sondern als die Erlösten in Jesu Christo, deinem Sohne. Schenke uns deinen heiligen Geist, daß er unz erleuchte, reinige und erneuere. Hilf uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen und laß uns unsträflich erhalten werden bis ans Ende. Nimm dich deiner Kirche gnädig an und schütze sie wider alle Macht und List des Feindes. Segne die Predigt deines Wortes an allen Seelen und bewahre uns, daß der gute Same nicht wieder von unsern Herzen genommen werde. Laß deine Hilfe widerfahren unserm Vaterlande, unserm teuren Kaiser samt seinem ganzen Hause, allen Obrig⸗ keiten unsers Landes und unsern Gemeinden. Laß unter den Unruhen und Stürmen dieser Zeit unser Vaterland deiner gnädigen Obhut befohlen sein. Sei unserm Volle eine starke Schutzwehr gegen alle Feinde und Gefahren, die ihm drohen; bewahre uns unter dem Schatten deiner Flügll in rechter Einigkeit, Liebe und Treue. 48⁴ same werden in den getroste erlange Amen. S nun an Arbeit; He du die? Rensche schlafen Kirchen dir, da Erden deiner 2 gebliebe Sei du Lehre a nuß un Ja, leh wir klu. Ve⸗ ohne Be an Jesu gegeben heiligen uns täg re meine meines err, wer aß man geduldiz t Misse⸗ n Thron mannig⸗ „ unsern delt und ielfältiz twortet; gelassen; mütiget. Ruhm, Namen uld und uns an die Ge⸗ deinem er un Kampf erhalten jütze si Predigt daß der werde. unsern Obrih⸗ 3 unter terland 1 Volle ren, dis Flügel Hestgebete. Erbarme dich eines jeden, der heut mit bußfertigem Herzen zu dir aufblickt. Und wer noch verhärtet ist in Unbußfertigkeit, den erwecke du, o Herr, so lange es noch geit ist, und treibe ihn kräftig an, rechtschaffene Früchte der Besserung zu bringen. Alle Kranken und Notleidenden, alle Betrübten und An⸗ gefochtenen befehlen wir deiner treuen Vaterliebe. Laß in kder Anfechtung deinen heiligen Geist die Herzen regieren, stärken und trösten, und jede Trübsal laß geben eine fried⸗ same Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübet werden. Welche du aber abberufen willst aus diesem Leben, in denen verherrliche deine Macht und Gnade, daß sie in getrostem Glauben von hinnen scheiden und die Seligkeit krlangen, die du uns bereitet hast durch Jesum Christum. Amen. I1. Schluß des Kirchenjahres und Totenfeier. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von mun an. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Ubeit; denn ihre Werke folgen ihnen nach. Offenb. 14, 13. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für; der du die Menschen lässest sterben und sprichst: kommet wieder, Menschenkinder! Wir gedenken heute unsrer teuren Ent⸗ shlafenen, insonderheit derer, welche du im vergangenen stirchenjahre aus diesem Leben abgerufen hast. Wir danken dir, daß du dich an keinem unter ihnen, so lange sie auf Erden wandelten, unbezeugt gelassen hast, und befehlen sie deiner Barmherzigkeit. Wir gedenken auch derer, die zurück⸗ geblieben sind. Tröste sie mit dem Worte des Lebens. Sei du ihre Stütze und erquicke sie durch dein Nahesein. Lehre auch uns bedenken, daß es ein Ende mit uns haben nuß und unser Leben ein Ziel hat und wir davon müssen. Ja, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Verleihe, barmherziger Vater, daß keiner unter uns ohne Buße sterbe und ohne den seligmachenden Glauben an Jesum Christum, der sein Leben zum Lösegelde für uns gegeben hat und unser Friede ist. Reinige uns durch deinen heiligen Geist von allen Werken des Fleisches und stärke uns täglich zu neuem Eifer in der Heiligung, auf daß wir, 48⁵ —— Gebete. wenn du uns rufest, bereit sein mögen. Dein Licht erleucht uns, deine Euade delre un führe uns, deine Hand schütze uns, deine Gnade helfe uns und schenke uns den Gingm zu deiner Herrl ichteit Sei mit uns, o Jesu, wenn der letzte Augenblick nun da ist, und erscheine unsern Seelen, wie du für uns gelitten und unsre Sunden getragen hast. Hilf uns, daß wir einen guten Kampf kämpfen und Glauben halten, auf daß wir die Krone des Lebens Klanga. Erhalte uns im Glauben an dich und in der L Liebe zu dir und stärke uns, gern um deinetwillen in der Welt zu leiden, so wirst du uns auch mit dir zur Herrlichkeit führen. Mache uns treu und erfülle dann an uns die Ver⸗ heißungen, die du den Deinen gegeben hast, daß sie sein sollen, wo du bist, und deine Herrlichkeit sehen! Amen. IV. Beicht⸗ und Abendmahlsgebete 1. Beichtgebet. Die Opfer, die E m gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstet 51 919 hlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Pf. 51, 19. Alwerhier Gott, barmherziger Vater! ich armer, elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missethat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, damit ich dich jemals erzürnet und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich um deiner unergründlichen Barmherzigkeit und um des unschuldigen bittern Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sünd⸗ haften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir all meine Sünden vergeben und mir zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen. Amen. 486 meiner wer zu mich g komme damiten an dein mir au meinen Bitterke liche Lie Nochster Ack Seele r Heiligke mit deit nut. de Brot de dir hab laß mid mein Fl und ich Tage. 3 O heiligen würdigl mein bl ewig se um Jest nn. Seelen, en hast. en und langen. iebe zu r Welt rlichkti die Ver⸗ sie sein (men. Beicht⸗ und Abendmahls 2. Vor dem heiligen Abendmahl. Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erqu icket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um 1 Namens willen. Pf. 23, 1—3. Herr Jesus Christus, mein 355 5 er Hirte und Diof meiner Seele, du bast 110 ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an nich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Siehe, ich domme zu dir und bitte dich, du selbst wollest mich recht bereiten und zum würdigen Gast deines himmlischen Nahles machen. Bewahre mich davor, daß ich unwürdig von diesem Brote esse und von diesem Kelche trinke und damit mir selbst esse und trinke das Gerich Gieb rechte Reue über meine Sünden in mein He erz und festen Glauben an dein heiliges Verdienst zum Trost in meine Seele. Gieb mir auch einen demütigen und versöhnlichen Sinn, daß ich neinen Feinden vergebe, und tilge in mir die Wurzel aller Bitterkeit und Feindseligkeit. Pflanze in mein Gemüt herz⸗ liche Liebe und. daß ich meinen Bruder und Nächsten, ja alle Menschen, wie mich selber in dir lieb habe. Ach, Herr, reinige mich, erleuchte mich; mache meine Seele reich in dir. Erfülle mein Herz mit Gottseligkeit, Heiligkeit und Gerech f mit deiner Gnade mit deinem Geiste, d emut und S mut. deir 22 Geduld und Du wahrhaftiges Brot des Lebens, speise mich zum en. Nur in dir habe 0 volles Genüge; darum bleibe ewig in mir und laß mich ewig in dir bleiben, wie du gesagt hast: wer mein Fleisch isset und trinket mein X der bleibt 0 sien und ich in ihm, und ich werde ihn uferwecle n am jüngsten Tage. Amen. 3. Vor dem Hintritt zum Tisch des Herrn. O Gott, sei mir armen S gieb deinen heiligen Geist in mein Herz. daß ich d as heilige Sakrament würdiglich empfangen. meinen schwa che Glauben stärken, mein blodes Gewissen trösten, mein Leben bessern und wig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott um Jesu Christi willen. Amen. 48⁷ e8 Gebete. 4. Nach dem heiligen Abendmahl. Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Pf. 86, 12. Barmherziger Gott und Vater, ich lobe und preist deinen heiligen Namen und danke dir für deine unauz⸗ sprechliche Güte, daß du mich armen, unwürdigen Sünder mit dem Leibe und Blute deines Sohnes Jesu Christi ge⸗ speist und getränkt hast. Ach, Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir gethan hast. So hilf mir denn, getreuer Gott, daß mir dieses Mahl gedeihen möge zur Stärkung meines Glaubens und meiner Liebe gegen die Brüder, zum Wachstum in der Gottseligkeit, zur Ge⸗ duld im Leiden und dereinst zu einem freudigen seligen Sterben. Mache mich fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, laß mich anhalten am Gebet, auf daß ich die guten Vorsätze, welche ich durch deine Gnade gefaßt hahe, durch deine Kraft nun auch ins Werk setzen und alle An⸗ fechtungen der Welt und des Fleisches überwinden möge. Erhalte deine Kirche im rechten Glauben und in wahrer Einigkeit des Geistes und hilf uns allesamt aus zu deinem himmlischen Reiche, das du aufgerichtet hast durch Jesum Christum, welchem samt dir und dem heiligen Geiste sei Dank, Lob, Ehre, Preis und Herrlichkeit von nun an biz in Ewigkeit. Amen. V. Gebete für besondere Tage des häuslichen Lebens. 1. Am Trauungstage. Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Jos. 24, 15. ch Herr, unser Gott! Nun ist der Tag gekommen, an wel⸗ em wir vor deinen Altar hintreten wollen, um in deinem heiligen Namen uns miteinander für unser ganzes Leben 488 zu ve bis de geführ wir e auszu frohen Sünde gesicht nicht. du sel Geist, früh 1 Anges im Kr unser in Gl. im Lei und G Wir h Segne segne stärkt zur W und so Gnade Kindle Vater Erden. dein A deine! und E dies ar Herzen d preise unaus⸗ Sünder risti ge⸗ ing aller ast. So gedeihen be gegen zur Ge⸗ seligen Ildig in ich die ĩt habe, Ule An⸗ u möge. wahrer deinem Jesum eiste sei an bis des dienen. an wel⸗ deinem Leben Gebete für besondere Tage. zu verbinden und uns von dir segnen zu lassen. Du worst bis dahin unser Gott und Vater und hast uns freundlich geführt; du willst auch ferner mit uns sein. Mit dir haben wir es begonnen; du wirst uns Gnade schenken, es mit dir auszuführen. Siehe uns huldvoll an und schenke uns einen frohen gesegneten Hochzeitstag. Vergieb uns alle unsere Sünden und laß uns mit getrostem Herzen vor dein An⸗ gesicht treten. Versage uns, lieber Gott, deinen Segen nicht. Gehe du mit hinein in den heiligen Stand, welchen du selbst gestiftet hast. Regiere uns mit deinem Wort und Geist, leite uns an deiner Hand, sei und bleibe bei uns früh und spat. Hilf uns, daß wir beständig vor deinem Angesicht wandeln, einander zu allem Guten ermuntern, im Kreuze aufrichten, im Glücke an dir bleiben und so unser Leben im Frieden und Segen zubringen. Lege du selbst, Herr Jesu, in uns den wahren Grund in Glauben und Liebe und gieb uns untereinander Geduld im Leiden, Sanftmut und Nachsicht bei allen Schwachheiten und Gebrechen. O hilf uns und laß es uns wohl gelingen. Wir harren deines Segens und getrösten uns deiner Hilfe. Segne uns, o Herr; hilf uns. Segne unsern Ausgang, segne unsern Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. 2. Nach der Geburt eines Kindes. Lieber Herr Gott, himmlischer Vater! Wir danken dir, daß du unser Haus gesegnet und uns ein Kindlein geschenkt hast uns zur Freude und dir zur Ehre. Du hast gnädig⸗ lich gewacht über der Mutter dieses Kindleins, hast sie bewahret vor allerlei Schaden, hast sie getröstet und ge⸗ stärkt in ihren schweren Stunden, und nun, da das Kind zur Welt geboren ist, freuen wir uns und sind fröhlich und sagen dir, Herr unser Gott, Dank für solche deine Gnade und herzliches Erbarmen, befehlen dir auch dies Kindlein in deine Vaterhände; denn du bist ja der rechte Bater über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden. Du wollest ihm Leben und Odem bewahren und dein Angesicht über ihm leuchten lassen, es aufnehmen in deine heilige Kirche und Gemeinde, es zu deinem Kind und Erben machen, es treulich führen und leiten durch dies arme Leben und dereinst eingehen lassen zur Herrlich⸗ 489 Gebete. keit der Kinder Gottes in deinem seligen Himmelreiche Dazu hilf, o Gott der Gnade diesem Kindlein und uns allen. Amen. 3. Vor der Taufe eines Kindes. O Herr Jesu Christe, unser einiger Heiland. Trost und Seligmacher, du hast ein herzliches Wohlgefallen an den Kindlein, die zu dir gebracht werden, und nimmst sie gern an zum ewigen Leben. Denn du hast gesagt: lasset die Kindlein zu mir kommen; denn solcher ist das Reich Gottes. Auf dies dein Wort bringen wir dies Kind durch unser Gebet zu dir und bitten: nimm es an und laß es deiner Erlösung, die du uns am Kreuz durch dein bitteres Leiden und Sterben erworben hast, durch die heilige Taufe teilhaftig werden; zeichne es in deine Hände und laß es dein sein und bleiben zu seiner Seelen Seligkeit um deines heiligen Namens willen. Amen. 4. Nach der Taufe eines Kindes. Allmächtiger, ewiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du dieses Kindlein uns geschenkt und bisher behület und nun verliehen hast, daß es durch die heilige Taufe der Gemeinschaft deines lieben Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi, einverleibt worden ist. Wir bitten dich herzlich, du wollest dieses Kind, welches nunmehr dein Kind und Erbe geworden ist, bei der empfangenen Wohlthat erhalten und Gnade geben, daß es nach allem deinem Wohlgefallen zur Ehre deines Namens treulich auferzogen werde, im wahren Glauben bis zum seligen Ende beständig verbleibe und endlich das verheißen Erbteil im Himmel mit allen Heiligen empfange duich Jesum Christum unsern Herrn. Amen. 5. Am Konfirmationstag eines Kindes. Allmächtiger Gott, du Vater der Barmherzigkeik! Wir befehlen an diesem Tage unser Kind, das heute sein, Be⸗ kenntnis ablegen und sich dir zum Eigentum angeloben 490 will, Sinn Himm Herz, den F nicht in der du, tr auf de in Em 6. S einen Angesi Pfalm L daß di diesen Meine Namen und V als de lassenei und Ve sirmati — gede nich m Sünde dir zu nir Kr und Ve O ist dein den Ta. erblickt Gott, u ielreiche. ind uns Trost llen an umst sie : lasset 3 Reich d durch laß es bitteres e Taufe laß es deines Vater, er heißt Herzen ikt und irch die Sohnes, Wir welches bei der daß es Namens is zum heißene durch 1 Wir in Be⸗ geloben Gebete für besondere Tage. will, in deine treuen Vaterhände. Lenke du selbst seinen Sinn vom Eitl tlen und.1 ichen auf das Ewige und Himmlische hin. Schenke ihm ein au richt iges, heilsbegieriges Herz, das im Glauben an dich und in der Liebe zu Jesu den Frieden findet, den die Welt nich Paud und auch nicht nehmen kann. Hilf ihm wachen, fest 1 id stark n in den Versuchungen und Kämpfen dieses Lebenz. Lege du, treuer Heiland, unserem Kinde deine Dand segnend auf das Haupt; segne es in Freud und Leid, in Zeit und in Ewigkeit. Amen. fe 6. Gebet eines Kindes am Tag der Konfirmation. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gieb mir einen neuen gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Psalm 51, 12 u. 13. Lieber himmlischer Vater! Von Herzen danke ich dir, daß du bis hierher mit mir gewesen bist und hast mich diesen Tag, den Fir meiner Kon firmation, erleben lassen. Meine Seele lobet dich, und was in mir ist, deinen heiligen Namen. Du hast Großes an mir gethan, getreuer Gott und Vater. Schon in der heiligen Taufe hast du mich als dein Kind Anadnere Du hast mich unterweisen lassen in dem Worte der Wahrheit und des Lebens. O Golt und Vater, segne mir nun den heutigen Tag, meiner Kon⸗ firmation. Gedenke nicht meiner Sünden und Ubertretungen, —gedenke meiner nach deiner großen Barmherzigkeit. Stärke nich mit dein iem he eiligen und guten Geist. Hilf mir, die Sünde zu überwinden, die böse Lust zu bekämpfen und dir zu dieren in einem geheiligten Lebenswandel. Gieb mir Kraft, mein Gelübde zu halten. Segne mich, o Golt und Vater, für Zeit und Ewigkeit. Amen. Am Geburtstag. O Gott, Schöpfer und Erhalter meines Lebens! Groß ist deine Barmherzigkeit und Treue, die mich heut abermals den T 1 erleben läßt, an welchem ich das Licht dieser Welt arblickt habe. Bis hierher hast du mir geholfen; o mein Gott, wie kann ich al das Gute aufzählen, womit du mich 491 Gebete. von Kindesbeinen an so väterlich gesegnet hast, und dir wird b ö würdig dafür danken? Ich will dich preisen, so lange ich jittern, lebe, und deinem Namen Lob sagen, so lange ich hier bin. sehen 1 Mit dem heutigen Tage fängt ein neuer Abschnitt dem er meines Lebens an. Ach Herr, versenke alle Verschuldungen unserer meiner bisherigen Jahre und Tage in das Meer der Ver⸗ um dei 14 gessenheit. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und nicht en meiner vielfachen Übertretungen; gedenke aber meiner nachSdeinen x deiner großen Barmherzigkeit um Jesu Christi willen. Hilf Hof un mir, mein Gott, wie ich dirs heute gelobe, mein Leben grausat I ferner ganz nach deinen Geboten einzurichten. Meinvon un einziges Bestreben soll es sein, so zu denken, zu reden und und stä . zu handeln, wie es dir wohlgefällig ist. Allwissender Gott, kit, fr 1 du hörst mein Versprechen, du kennst aber auch meine wenn e * Schwachheit und Gebrechlichkeit. Herr, ohne dich kann ih Nimm nichts Gutes vollbringen. Darum stärke mich durch deinendas Ur Geist, meine guten Vorsätze auszuführen. Verborgen istDonner ö 10 es mir, welche Schicksale in diesem Jahre und in allerSlosen e Zukunft meiner warten. Du allein weißt es, der alles, nimmer was mir begegnen soll, von Ewigkeit her beschlossen hat. Reich, Unter deiner gnädigen Leitung müssen alle Dinge zu meinen wahren Besten dienen. Du wirst es gewiß wohl mit mir machen. Vater, dein Wille geschehe. Amen. daß du also ha VI. Gebete in allerlei Not. kin S treues 1. Bei großem Ungewitter. O du großer und allmächtiger Gott, dem Sturmwindt solchen und Feuerflammen dienen müssen, der du auf den Wollen bessern, fährst wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Hagel] deines und Blitzen auslässest,—wir armen Menschen müßten ja in faß einem Augenblick verderben, wenn du deine vernichtenden Strahlen auf uns fahren hießest. Denn die Erde bebt und 402 ud du nge ich 'er bin. bschnitt dungen er Ver⸗ nd und er nach n. Hilf 1 Leben Mein sen und er Gott, meine ann ich deinen gen ist in aller T alles, sen hat. meinem machen. emwinde Wollen it Hagel en ja in ichtenden bebt und Gebete in allerlei Not. wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und er⸗ zittern, wenn du deine gewaltige Hand erhebst. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Rollen deines Donners. Ach gedenke nicht unserer Sünden und Missethaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu Christi willen. Vernichte uns doch nicht mit deinem Wetter und zerschmettere uns nicht mit deinen Schlägen; bewahre uns Leib und Seele, Haus und Hof und die lieben Früchte des Feldes. Behüte uns vor graufamem Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Kleinmütigkeit und ängstliche Furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren Glauben, herzliche Bußfertig⸗ keit, fröhliche Hoffnung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das Unwetter vorüber gehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines heiligen Zorns, womit du die Gott⸗ losen einst in das ewige Feuer weisen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, Sohn und heiligen Geist, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mögen! Amen. 2. Nach dem Unwetter. Allmächtiger Gott, der du gesagt hast: rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen! Bir sagen dir von Grund unsers Herzens Lob und Dank, daß du unser Gebet gnädiglich erhöret und dies böse Wetter also hast vergehen lassen, daß uns dadurch an Leib und Gut kein Schade geschehen ist. Damit hast du abermal dein ge⸗ treues Vaterherz zu erkennen gegeben, daß du nicht mit uns nach unsern Sünden handeln und uns nicht nach unserer Missethat vergelten willst. Verleihe uns, barmherziger Vater, daß wir uns bei solchen deinen ernstlichen und väterlichen Warnungen beständig bessern, in deiner Furcht hinfort leben und auf die Zukunft deines lieben Sohnes, da diese Erde vergehen wird, uns gefaßt und bereit machen. Hilf uns wachen und beten, da⸗ nit wir ihm mit Freuden entgegengehen und den neuen Himmel, in welchem Gerechtigkeit wohnen wird, mit Jauchzen 493 ——— —.. und Frohlocken einnehmen und mit dir in deinem seligen Anschauen ewiglich besitzen mögen, durch deinen lieben Sohn, Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 3. In Kriegszeiten. Heiliger und barmherziger Gott, erzeige uns deine Guade und hilf uns. Schwere Wetter steigen auf, Kriegsgeschni ist rings um uns her. Ach daß wir unter dem Toben der Völker deine Stimme hörten und deinen Geist uns strafen ließen! Mit Langmut hast du uns geschont und Geduld mit uns gehabt, aber wir sind über deine Güte allzu sicher geworden, haben dein Wort vergessen, viel wider einander gemurret, aber wenig für einander gebetet, haben auf unsere Weisheit, unser Vermögen und Werk vertraut, statt allein auf dich unsere Hoffnung zu setzen. In tiefer Demut kommen wir zu dir, Herr unser Gott. Laß uns eins werden in Er⸗ kenntnis unserer Sünde, daß wir auch eins werden im Ver⸗ trauen auf deine Erbarmung. Deine Gnade sei unser Trost, dein Friede unsere Kampfesrüstung. Sei eine feurige Mauer um unser Vaterland her und erzeige dich herrlich darinnen. Wächst die Not, so mache die Liebe brennender, daß sie rastlos einhergehe und den Verwundeten und Kranken Pflege bringe, den Armen und Hungernden Obdach und Speise. Knüpfe durch die Trübsal neue Liebesbande, führe uns durch Kampf und Sieg zu neuen Siegen deines Reiches und laß über unserm Vaterlande einen Frieden aufgehen, der deines Namens Ehre ist. Herr Gott, sei uns gnädig, erbarme dich üher uns und erhöre unser Gebet um Jesu Christi willen. Amen. 4. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue! Wir demütigen uns unter deine gewaltige Hand, die so schwer auf uns liegt. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsre Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns, 404 Hilf un ken und heraus herzlich bei un⸗ wir klu keit sche deinem Tod ni Gott V leit. 2 D D He Zeiten des lag Armen gung.! herzigke längst uns hät bist gno hin alst daß du Herzen rufen. Handen Du wii berderb ihre In dem Hi uns un rung Barmhe in diese um dei seligen Sohn, Guade zeschrai en der strafen Heduld sicher nander unsere allein ommen in Er⸗ n Ver⸗ Trost, Mauer rinnen. haß sie Pflege Speise. 8 durch nd laß deines me dich willen. großer waltige „lieber Strafe deinem ite und Wende von der te uns, Gebete in allerlei Not. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Kran⸗ len und Schwachen. Sei bei ihnen in der Not, reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich au und vergieb ihnen alle ihre Sünde. Lehre hier— bei uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsre Selig⸗ keit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Erhöre uns, erhöre unsre Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewig— leit. Amen. (Danach lies Psalm 90 und 91.) 5. In ieurer Zeit. Herr Gott. himmlischer Vater! Du siehst, daß jetzt schwere Zeiten sind in unserem Lande und viel Sorge und Not um des läglichen Brots willen, so laß dich den Jammer der Armen und Hungernden erbarmen und wende die Züchti⸗ gung, die wir ja wohl verdient haben, um deiner Barm⸗ herzigkeit willen von uns. Ach lieber Gott, wir hälten ja längst verschmachten und verderben müssen, wenn du mit uns hättest handeln wollen nach unsern Werken. Du aber bist gnädig und barmherzig gewesen, wirst dich auch künstig⸗ hin also erweisen. Ach Herr, gieb es uns doch zu erkennen, daß du es bist, der uns heimsuchet, damit wir unsere Herzen wieder zu dir kehren, damit wir lernen dich an⸗ nufen. auf dich schauen und dir allein vertrauen. Lege deine Hand nicht allzuschwer auf uns, sondern erbarme dich unser. Du wirst uns aushelfen aus aller Not, du wirst uns nicht verderben lassen. Du giebst ja den Raben ihre Speise, wenn ihre Jungen zu dir schreien, und ernährest die Vogel unter dem Himmel. Du wirst auch noch Mittel und Wege haben, Uns unser täglich Brot darzureichen mitten in dieser Teu⸗ tung Nun, du treuer Gott, so laß uns deine Gnade und Barmherzigkeit schmecken und sende uns Hilfe und Erlof ng in dieser schweren um deiner Liebe und Barmherzigkeit, um deines Namens willen. Amen. Gebete. VII. Gebete für Kranke und Sterbende. 1. 1. Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Not! An meine Thür klopft an der Tod. Steh du mir bei zu dieser Frist, Herr Jesu Christ, der du des Todes Sieger bist! 2. Ist es dein Will, zieh aus den Pfeil, der mich verwundet, hilf und heil! Rufst du zum frühen Tode mich, der Thon bin ich; mach ganz ihn oder ihn zerbrich! 3. Nimmst du den Geist von dieser Erd, thust du's, daß er nicht böser werd und daß er frommen Herzen nicht mit falschem Licht entwende Trost und Zuversicht. 4. Tröst, Herr Gott, tröst! Die Krankheit steigt, und Seel und Leib dem Schmerz sich neigt. Nach deiner Gnad steht mein Begehr; zu mir dich kehr; denn außer dir ist Hilf nicht mehr! 5. Hin rinnt mein Leben, es ist um; still wird es bald; mein Mund ist stumm, mag nicht mehr stammeln nur ein Wort. Die Kraft ist fort; all meine Sinne sind verdorrt. Darum, so bitt ich, es ist Zeit: führ, Herr, du selber meinen Streit! Ich bin gar schwach, du stärke mich; fest halt ich dich, wie grimm der Feind auch stelle sich. Her an dir e Es mit Kra lassen, Rattigke und me mächtige Gott“, à auch in! hilte ich mir um Hoffuune Laß die Seele ge Olauben unsthaft Leiden, Freude Himmel beruhiget ende. teigt, Gebete für Uranke und Sterbende. 7. Gesund, Herr Gott, ich bin gesund! Wie preiset dich mein Herz und Mund! Ins Leben kehr ich wieder her; dein Lob und Ehr will ich auskünden immer mehr. 8. Wie es auch geh, dein ist mein Herz, bis einst mich rafft des Todes Schmerz. Wohl muß ich einmal ihn bestehn, mit schwerern Wehn vielleicht, als jetzo wär geschehn. Doch trag ich Feindes Hohn und Trutz getrost, Herr, unter deinem Schutz. Du hast die Kraft mir angefacht; dein ist die Macht, und ohne dich wird nichts vollbracht! Nach Huldreich Zwingli, 1484—1531. 2. Auf dem Krankenbette. Herr sei mir gnädig, heile meine Seele; denn ich habe an dir gefündigt. Ps. 41, 5. Es hat dir gefallen, mein Schöpfer und Vater, mich nit Krankheit heimzusuchen. Meine Kraft hat mich ver⸗ lasen, mein Odem ist schwach, meine Heiterkeit dahin; Nattigkeit und Schmerzen haben meine Glieder befallen, und mein leibliches Leben ist dem Grabe nahe. All⸗ nächtiger, der du gesagt hast:„ich bin der Herr, dein Hott“, zu dir nehme ich meine Zuflucht, auf dich setze ich nuch in dieser Prüfung mein Vertrauen. Vor allen Dingen bilte ich dich, daß du dich gnädig meiner Seele annehmen, mir um Christi willen meine Sünden vergeben und mir Hoffuung und Glaubensfreudigkeit im Tode schenken wollest. luß die Krankheit meines Leibes zur Gesundheit meiner Seele gereichen, daß das Gefühl meiner Schwachheit den Hlauben an dich stärke und meine Buße aufrichtig und unsthaft mache. Sei mir freundlich, mein Gott, in diesem geiden, und laß die Gebeine, die du zerschlagen hast, wieder Jreude und Wonne fühlen; denn ich habe niemand im Himmel und auf Erden, der mir helfen, mich stärken und beruhigen könnte, als dich, den treuen Helfer in aller Not. 40⁰⁷ 32 Gebete. O mein Vater, du hast mir eine Last aufgelegt, hilf si mir auch tragen; lindere meine Schmerzen; erquicke mein matte Seele mit deinem himmlischen Troste; schenke min christliche Geduld und Gelassenheit; läutere meinen Glauba in der Hitze der Trübsal und segne den Gebrauch der Arzneimittel zur Wiederherstellung meiner verlorenen 6⸗ sundheit. Herr, du Allmächtiger, bei dir ist kein Din unmöglich; wenn du willst, kannst du mich wieder gesund machen. Bin ich noch nicht bereit zum Sterben, noch nich reif für die Ewigkeit, o, so verlängere noch meine Gnaden⸗ zeit. Reiß mich nicht weg aus dem Lande der Lebendigen, sondern stärke mich noch ferner durch deinen Geist, daß it künftig als ein fruchtbarer Baum dir wohlgefällige Frücht bringen möge. Ja, Herr, ich gelobe es, daß ich mit Leih und Seele mich dir heiligen will, wenn du mich wiede aufkommen lässest. Sollte aber in deinem heiligen Ra mein Ende beschlossen sein, so bitte ich dich flehentlich un die Gnade, selig sterben zu dürfen. Ach, nur selig, welchn Ausgang auch die Krankheit nehmen wird; sie mag zun Leben oder zum Tode sein, laß sie nur zu deiner Ehn und zu meinem wahren Besten dienen. Vater, nicht mein sondern dein Wille geschehe. Herr, dir lebe ich; Herr, dit sterbe ich; Herr, dein bin ich tot und lebendig. Amen. 3. Auf dem Krankenbette. Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich au meinen Nöten. Ps. 25, 17. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Weil du unt geboten hast und gesprochen:„rufe mich an in der Mo, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen“, dä⸗ wegen schreie ich zu dir in dieser meiner großen Mo. durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, und bitte dic du wollest mich armen, sündhaften Menschen nicht verlasse So nun diese meine Krankheit nicht zum Tode ist, so hil mir auf, daß ich genese, um deiner Barmherzigkeit willen auf daß ich deine Macht und Kraft an mir erfahre und verkündige. Wo es mir aber nützlicher ist, bald zu sterbe, denn allhier in diesem Leben zu bleiben, so geschehe, Hen, dein göttlicher Wille! Verleihe mir nur Gnade, daß iß mich in deinen Willen, der allezeit der beste ist, gänzlit 498 3 ein Ziel ha alles mi was ich Statt, f neine K aufrichti Olauben nd Sü dir gehe neine S daß, we nöge. f. 10 Her neu ist, hilf si ke mein nke mir Glauben auch der men Ge⸗ in Ding r gesund och nicht Gnaden⸗ Hendigen, daß ich Frücht mit Leib ) wieder gen Rat itlich un welchen Gebete für Kranke und Sterbende. ergebe. Erhalte mich fest im christlichen Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr geschieden werden, sondern nimm meine Seele zu dir in dein Reich, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. 4. Auf dem Krankenbette. Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und erhöre nein Gebet. Ps. 4, 2. Mein Gott, es hat dir nach deinem heiligen Rat und Billen gefallen, mich auf dieses Krankenbett zu legen und dadurch mich an meinen Tod zu erinnern, mich aufmerk⸗ jam zu machen, daß ich ein sterblicher Mensch sei. Siehe, meine Tage sind eine Hand breit bei dir, und mein Leben it wie nichts vor dir; ach, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Ich weiß auch, daß dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach das Hericht; doch vergesse ichs nur zu leicht wieder. Darum bitte ich dich: ach Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mit mir haben muß und mein Leben ein giel hat und ich davon muß. Ich weiß auch, daß ich alles muß verlassen, meine Habe, Gut, Ehre, Glück, und was ich in der Welt besitze. Ich habe hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suche ich. Daran möge mich meine Krankheit erinnern, damit ich mich mit Gebet, mit aufrichtiger Prüfung meines bisherigen Lebens, mit Buße und Glauben zum seligen Sterben bereite und also von Welt und Sünden abgezogen und mein Leben, Geist und Seele dir geheiligt werde. Siehe, mein Gott, hier bin ich, nimm neine Seele hin; aber bereite mich zuvor recht in der Zeit, baß, wenn ich sterbe, ich in deiner Gnade und selig sterben nöge. Amen. — 5. Morgengebet eines Kranken. Ich komme in der Frühe und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ps. 119, 147. Herr, du Vater des Lebens, dessen Güte alle Morgen neu ist, sei gelobt und gepriesen, daß du mich armen 4099 32˙ Gebete. Kranken in dieser Nacht so gnädig bewahrt und erhalten hast. Noch kann ich das Licht schauen im Lande der Lebendigen und deine über mich erneuerte Güte preisen, Sollte aber dieser Tag mein letzter auf Erden sein, ach, so bewahre doch in meinem Herzen das Licht des Glaubenz und laß Jesum Christum, das ewige Licht, mit seiner Gnade mir leuchten bis ans Ende, daß ich selig einschlafen möge in seiner seligmachenden Erkenntnis. Nun, Herr, dein Wille geschehe! Nimm dich meiner Seele treulich an, daß sie nicht verderbe. Mein Gott und Vater, erbarme dich über mich! Mein treuer Heiland, Herr Jesu, erbarme dich meiner! O heiliger Geist, du Tröster in aller Not, erbarme dich über mich und gieb mir deinen Frieden! Amen. 6. Abendgebet eines Kranken. Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wen sollte ich mich fürchten? Ps. 27, J. Deinem Namen, mein treuer Gott und Heiland, sage ich von Herzen Dank und Lob, daß du mir diesen Tag hast überwinden helfen und daß deine Kraft in mir Schwachem mächtig war. Aber siehe, hier liege ich noh unter deiner Heimsuchung und seufze zu dir: ach, Herr, mein Gott, wie lange verziehst du mit deiner Hilfe? Siehe doch an meinen Jammer und mein Elend; vergieb mir alle meine Sünden und errette mich! Dir befehle ich meinen hinfälligen Leib und meine so teuer erkaufte Seele Laß meinen Leib ruhen, die Seele aber stets zu dir wachen, damit ich deine herrliche Ankunft mit Verlangen erwarke. Stärke mich im Glauben und in der Geduld also, daß ich vor dir bestehen und das himmlische Erbe durch deine Gnade erlangen möge. Dazu hilf mir, mein Heiland und Erlöser, um deines bitteren Leidens und Sberbens willen. Amen. 7. Fürbitte für ein krankes Kind. Hilf du uns, Gott unser Helfer, um deines Nament Ehre willen. Ps. 79, 9. Herr Jesu, du treuer und barmherziger Heiland, er barme dich unser und dieses kranken Kindleins. Du Ha einst das Kind des Königischen gesund gemacht, da sein 500 Vater! erweckt: lannst. daß du allmäch Gnaden der Ki selige& dich die es in d hinzuge was dei Rindlei länger ihm wi für dein aus die und zu Hishehe das du Murren gieb un treuen gefalle Herz ur wohlgeb Er! der du erhöre 1 unserem Herzelei doch nie denn be wird di so werd rhalten ide der preisen in, ach, laubenz seiner schlafen „ Hert, lich an, erbarme erbarme ler Not, Amen. Siehe ieb mir ehle ich e Seele. wachen, erwarte. so, daß ch deine Heiland terbens Gebete für Kranke und Sterbende. Vater dich bat, du hast des Jairus Töchterlein vom Tode aweckt; so wissen wir, daß du auch hier gnädiglich helfen kannst. Und wir wenden uns flehend an dein Erbarmen, daß du uns deine Herrlichkeit offenbaren wollest durch deine allmächtige Hilfe. O lieber guter Hirte, nimm dich in Gnaden an dieses deines elenden Schäfleins. Du Freund Kindlein, der du die Kleinen liebst und ihnen das slige Erbe deines Himmelreiches verheißen hast, erbarme dich dieses Kindleins; es ist ja dein Eigentum. Du hast in der heiligen Taufe angenommen und zu den Deinen hinzugethan. So ziehe doch die Hand nicht ab von dem, was dein ist! Herr, unser Heiland, wir möchten wohl dies Kindlein noch behalten. Ist es ihm und uns gut, daß es Emw lebe, so schenke es uns noch einmal und verleihe ihm wieder Kraft und Gesundheit, so wollen wir dich loben für deine Gnade. Hast 5u aber beschlossen, das Kindlein 16 dieser Welt abzurufen und zu Wam ewigen Frieden und zur Schar deiner Auserwählten heimzuführen, so geschehe dein Wille. Wir weigern uns des Kreuzes nicht, das du uns auflegen willst. Hilf nur, daß wir ohne Murren die Last tragen. Stärke unsern Glauben und gieb uns den Geist der heiligen Stille, daß wir aus deinen kreuen Händen alles dahinnehmen, es gefalle uns oder gefalle uns nicht. Herr, erbarme dich unser! An dein Herz und in deine Hände legen wir dies Kindlein, so ists wohlgeborgen und selig in Zeit und Ewigkeit. Amen. 8. Fürbitte für ein krankes Kind. Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in der Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. Ps. 4, 2 Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, du siehst, welcher Jammer unser Herz erfüllt. Die Freude an unserem lieben Kinde ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme du dich, allmächtiger Helfer; denn bei dir ist kein Ding unmöglich. Gebiete du, dann wird die Krankheit weichen; laß es dein Wohlgefallen sein, so werden wir die heißersehnte Freude haben, unser Kind 50¹ Gebete. genesen zu sehen. Doch ist es dein Kind, du bist sein rechter Vater; denn du hast es geschaffen und in der heiligen Taufe als dein Kind aufgenommen. So hast du ein größeres Anrecht an es, als wir. Deshalb, dein Will geschehe. Wir wollen nicht murren, wenn du es uns nimms aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Vor dit liegt ja alle Zukunft, wie ein aufgeschlagenes Buch, und du weißt am besten, was unserem teuren Kinde heilsan ist, Leben oder Sterben. Gedenkst du es zu versetzen alz Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß du es auch bewahrst vor den Sünden dieser Welt und es frühe führest zu deinem ewigen Heile. Willst du unser liebes Kind uns aber noch lassen, dann, o Herr, wollen wir es von neuem freudig aus deiner Vaterhand nehmen als lebendigen Zeugen deiner Macht und deiner Gnade. Dann aber schenke uns auch Kraft und Weisheit, es für dich und dein himmlisches Reich zu erziehen. Endlich, getreuer Gott, laß uns wieder vereinigt werden in den Himmelreich unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, da, wo kein Leid, kein Schmerz, kein Tod mehr unse Freude stört und wo wir in vollkommener Seligkeit dich ewig loben und preisen werden. Amen. 9. Fürbitte für einen Kranken. Hilf uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9. Vater, wir flehen zu dir für den Kranken, der un so wert und teuer ist. Kann es nach deiner Weisheit die höher ist als alle Weisheit dieser Welt, geschehen, so laß ihn genesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unterwerfen uns mit Demut deinen heiligen Willen, wenn auch mit banger Besorgnis und mit Thränen. Ach, verwandle unsre Angst und Traurig⸗ keit durch Erhörung unseres heißen Gebetes in Freude und Wonne. Hilf, Helfer, hilf! denn wenn du wibllst, so kannst du uns wohl helfen. In deinem heiligen Wortt hast du uns ja gesagt: rufe mich an in der Not, so wil ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: ist es möglich, so laß uns den bitten 50² Kelch für Re köonnen Kranke Geist. väterli so mac aus de bleiben die ew sterben, Laß ih Crlöser und Le hat. 1 sterben. Lo einen und ve alle dei der dei! Gnade Jc ich rief Leid in danken hange, daß sie und ich Flehen He du an lange i sei dein Vater, sondern fangen bist sein heilign du ein n Will⸗ nimmst Vor dit ich, und heilsan etzen alz trösten, Belt und du unser „wollen nehmen Gnade „es für Endlich, in dem Christi yr unste keit dich ens Ehrt der un eisheit, ehen, so so innig deinen nis und raurig⸗ Freude villst, so Gebete für Kranke und Sterbende. Relch der Trennung nicht trinken, gieb vielmehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und dir danken lönnen. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Kranken und tröste, beruhige, stärke ihn durch deinen Geist. Und soll, o Herr über Leben und Tod, nach deinem väterlichen Ratschluß seine Todesstunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Kraft aus der Höhe den Scheidenden und uns, die Zurück⸗ bleibenden. Laß ihn und uns im Geiste hinüberblicken in die ewigen Wohnungen, wohin diejenigen, die vor uns sterben, vorangehen und wohin wir ihnen folgen werden. Laß ihn und uns alle feststehen im Glauben an unsern Erlöser und Heiland, der dem Tode die Macht genommen und Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat. In solchem Glauben laß uns leben, leiden und sterben. Amen. 10. Dankgebet nach der Genesung. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Sünde vergiebt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöset; der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Ps. 103, 1—4. Ich preise dich, Herr, denn du hast mich erhöret; da ich rief zu dir, machtest du mich gesund. Du hast mein Lid in Freude verwandelt. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe. Stricke des Todes umfingen mich, und ich dachte: nun bin ich gar dahin. Aber du hast mein Flehen erhört und mich vom Tode errettet. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen hast! Ich will sie verkündigen, so lange ich lebe. Gelobt seist du, Herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Name immer und ewiglich. Getreuer Bater, wende nun deine Barmherzigkeit nicht von mir, sondern vollführe das gute Werk, das du in mir ange⸗ fangen hast, und stärke mich von Tag zu Tag mehr und 503 Gebete. mehr; leite mich durch deinen guten Geist, daß ich hinfon dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkei, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich behüten und befiehl deinen heiligen Engeln, deinen starken Helden, über mir, daß sie mich auf meiner Lebenz⸗: reise begleiten und auf den Händen tragen, damit ich meinen Fuß nicht an einen Stein stoße. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott; sei nicht fem von mir; eile, mir immerdar beizustehen, Herr, meine Hilft, auf daß ich allezeit deinen heiligen Namen lobe und deine Erbarmung und Gnade preise. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. 11. Auf dem Sterbelager. Ach Herr, erlöse mich von allem Übel und hilf mir aus zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Du frommer und getreuer Gott und Vater unseres lieben Herrn Jesu Christi! Ich bitte dich von Herzen, du wollest mich in meiner Not nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Erkenntnis erleuchten, daß ich in demselben aus dieser Finsternis zu dir, dem ewigen Licht, möge wandeln. O Herr, sei du bei mir, wenn ich sterhen soll; stehe du mir zu meiner rechten Hand, wenn ich sol meinen Geist aufgeben; errette mich aus der Hand des Feindes; tröste und stärke mich; erhalte mich in deiner Erkenntnis und in festem, starkem Vertrauen auf deine großt Gnade und Barmherzigkeit. Ach Herr Gott, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit starkem und gläubigen Vertrauen im Herzen darf sagen: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; denn du hast mich erlöset, du getreuer Gott. Und wenn ich aus Schwachheit und Schwer meiner Krankheit solches mit dem Munde nicht könnte ausreden, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen und seufzen. Amen. 12. Auf dem Sterbelager. Barmherziger, gnädiger Gott, hilf mir in meinen Leiden und in meiner Todesstunde. O mein Gott, du bist 50⁴ ja all ach, b Abend O hei festen ewiger Gewin an die Erbar im G. du zu Strick 8 dein L gerun⸗ windet Heima 8 Sterbe in sei die en Rhinfot chtigkei, allewege „ deinen Lebens⸗ h meinen icht fein ne Hilff, nd deine ich will hilf mir unserez rzen, du dern mit 5 ich in en Licht, ) sterben ich soll and des 1 deiner ne große das letzte zes auch äubigen e Hände öset, du Schwere könnte e zu dir meinen du bist Gebete für Uranke und Sterbende. in allezeit mein gnädiger Gott und mein Beistand gewesen; ach, bleibe es auch jetzt. O Jesu, bleibe bei mir; es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneiget. O heiliger Geist, du Tröster, stärke mich; erhalte mich im festen Glauben bis an mein Ende; erleuchte mich zum ewigen Leben. Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn. Herr Jesu, ich verlasse mich auf dich. Amen. 13. Fürbitte für einen Sterbenden. Heiliger Gott! barmherziger Gott! Siehe in Gnaden an diefen unsern Miterlösten, wie er mit dem Tode ringt! Erbarme dich über ihn in seiner Angst! Sei ihm gnädig im Gericht!— Nimm dich der geängsteten Seele an, die du zum ewigen Leben berufen hast. Erlöse sie aus den Stricken des Todes und hilf ihr aus zur ewigen Ruhe! Herr Jesu Christ! Auch für diesen Sterbenden hast du dein Blut vergossen, auch für ihn hast du mit dem Tode gerungen. Stehe ihm bei im Todeskampf, daß er über⸗ winden möge!— Führe die scheidende Seele zu dir in die Heimat, daß sie deine Herrlichkeit schaue! Heiliger Geist, du allerheilsamster Tröster, sei dem Sterbenden Licht, Trost, Kraft in seiner Not. Stärke ihn in seiner Ohnmacht und hilf ihm hindurchdringen durch die enge Pforte zum ewigen Leben. Amen. 14. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Pf. 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Ge⸗ winn. Phil. 1, 21. Fürchte dich nicht; denn ich habe dich erlöset; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, I. Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und aus⸗ helfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mose 49, 18. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. 505⁵ Gebete. Verlaß mich nicht, Herr! Mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile mir beizustehen, Herr meine Hilsfel Ps. 38, 22. 23. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrm, Herrn, der vom Tode rettet. Ps. 68, 21. In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott! Pf. 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Apostelgesch. 7, 38. 15. Gebet, wenn der Kranke verschieden ist. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 30, 8. Herr, allmächtiger Gott und Vater, verleihe unserem Entschlafenen um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; laß ihm leuchten dein ewiges Licht und gieb ihm das ewige Leben! Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Ent⸗ schlafenen nachschauen, tröste aus der Fülle deiner Barm⸗ herzigkeit! Sei unser aller Pfleger, Helfer und Beistand und laß uns deine Güte und Gnade reichlich erfahren, bis auch unser Stündlein kommt und wir selig dahinfahren. O getreuer Herr und Heiland, geleite die Seele unserez Entschlafenen, die du selber so teuer erkauft hast, in die Herrlichkeit Gottes um deiner Liebe willen. Amen. 16. Gebet nach dem Tode eines Kindes. Barmherziger Gott, bei dir suchen wir Trost und Frieden. Du hast uns durch den Tod unseres lieben Kin⸗ des tief verwundet; du wirst uns auch wieder heilen. Wir wollen nicht klagen und fragen: Herr, warum hast du uns dies gethan? Wir wollen vielmehr durch deine Gnade lernen, mit Ergebung in deinen heiligen Willen zu sprechen: haben wir das Gute von Gott empfangen, sollten wir nicht auch das Böse hinnehmen? Der Herr hats gegeben; der Herr hats genommen; der Name des Herrn sei gelobt!— Sprich du selbst uns den Trost ins Herz, daß unser liebes Kind bei dir wohl aufgehoben ist, da, wo es keinen Schmerz,. kein Leid, keine Sünde und keinen Tod mehr giebt. Herr, 506 dein daß u mehr treuer Trenn ewiger 8 Christ Gerech Lüge, wird Recht D wärt! und sie Alles stehet! D gerech dem gr Er ist haftige der di er den Lügeen — sag t ferne Hilfel Herrn, ist mich ). 7,58. offe auf inserem e ewige cht und m Ent⸗ Barm⸗ zeistand fahren, fahren. unseres in die u uns Vor der Eidesleistung. dein Wille ist heilig und gut. Schenke uns die Gnade, daß wir auch im bittersten Leide an deiner Liebe nimmer⸗ mehr zweifeln, und laß unsere Herzen und Blicke um so treuer und fester dahin gerichtet sein, wo wir nach kurzer Trennung unser teures, entschlafenes Kind bei dir in der ewigen Herrlichkeit wiederfinden werden. Dazu hilf uns, barmherziger Gott, durch Jesum Christum. Amen. Vor der Eidesleistung. Eidesvermahnung. Einen Eid schwören ist ein ernstes und heiliges Thun. Da stehst du vor dem lebendigen Gott und sprichst: ich schwöre einen Eid zu Gott dem Allmächtigen und All⸗ wissenden, und bekräftigst deinen Schwur mit den Worten: — so wahr mir Gott helfe! Du rufst ihn an zum Zeugen der Wahrheit und zum Rächer der Unwahrheit. Das wird von dir gefordert, auf daß Wahrheit, Gerechtigkeit und Treue geschützt werden, daß nicht die Lüge, Ungerechtigkeit und Untreue den Sieg gewinnen. Es wird von dir gefordert, damit der Unschuldige zu seinem Recht komme, daß des Haders ein Ende werde. Du rufst Gott zum Zeugen an. Das ist der allgegen⸗ wärtige und allwissende Gott. Er ist allerorten nahe und sieht in das Verborgene. Ihn kannst du nicht täuschen. Alles ist bloß und aufgedeckt vor seinen Augen. Er ver⸗ stehet deine Gedanken von ferne. Er weiß die Wahrheit. Du rufst Gott zum Zeugen an. Das ist der heilige, gerechte undallmächtige Gott. Er ist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt; wer böse ist, bleibt nicht vor ihm⸗ Er ist ein verzehrend Feuer allen, die mit argem unwahr⸗ haftigem Herzen zu ihm nahen. Er ist der eifrige Gott, der die Sünden heimsucht an den Sündern. Was wird er denen thun, die frevelnd seinen Namen zum Deckel ihrer Kge machen? Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten — sagt sein heilig Wort. 50⁷ Gebete. Du rufst Gott an zum Rächer der Unwahrheit. Sagst du die Unwahrheit, so soll Gott dich strafen. Du sprichst dir selbst das Urteil. Gott soll dir nicht helfen, weder im Leben, noch im Sterben,— du willst keinen Anteil haben an der Gnade Jesu Christi und an seiner teueren Erlösung, keinen Segen seines heiligen Wortes und Sakra⸗ mentes,— ja du willst nicht selig werden, sondern ewig verdammt sein und der Hölle Pein und Marter leiden, wenn du beim Eide lügst und nicht die volle reine Wahrheit sagst. Der Meineid ist eine große Sünde, ein schweres Ver⸗ brechen. Der Meineidige versündigt sich an Gott; denn er ruft den Namen Gottes an, um seine Lüge damit zu decken. Er versündigt sich an seinem Nächsten; denn er bringt über den Unschuldigen oft das größte Unglück. Er versündigt sich an sich selbst; denn er ruft Gottes Gericht über sich herab. Darum kann der Meineidige nicht mehr seines Lebens froh werden, weil sein Gewissen ihm Tag und Nacht keine Ruhe läßt. Das Elend, das er über seinen Nächsten gebracht, die trostlose Zukunft, der er entgegen geht, die Todesstunde, die ihn in die Hände des lebendigen Gottes liefert, das alles muß ihn quälen. Er hat Gott verloren; was hilft ihm alles andere? Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse? Weil es sich nun beim Schwören um so große und heilige Dinge, um zeitliches und ewiges Heil handelt, so dränge dich nicht zum Eid, am wenigsten, wo es sich um deinen eigenen Vorteil handelt. Du weißt, wie leicht der eigene Gewinn das Auge blendet und das Urteil trübt. Schwöre nicht, wo deine Erinnerung nicht ganz sicher, wo ein Irrtum nicht ausgeschlossen ist. Leide lieber einen Schaden an irdischem Gut, als daß du Gefahr läufs, Schaden an deiner Seele zu leiden. Solches alles bedenke, du Menschenkind. Ist dein Herz lauter und wahrhaftig vor deinem Gott, dann wird dir der Eidschwur ein heiliger Gottesdienst sein. Ist dein Herz aber unwahr und ohne Furcht des Herrn, dann wird dir dein Eid zu einem Richterspruch zur Verdammnis. Davor be⸗ hüte dich der barmherzige Gott in Gnaden. Amen. 50⁸ und e Wege 7 hin, die di geben die la Worte du, H auch — 0 Eidsch Herzer die de wissen Laß d dein alle Y heit w — und L Kein — u, 5 Laß wies „Sags sprichs „weder 1 Anteil teueren Sakra⸗ in ewig n, wenn it sagst. res Ver⸗ t; denn mit zu denn er ück. Er Gericht ht mehr m Tag seinen ntgegen endigen at Gott es dem me doch Mensch ße und delt, so sich um icht der trübt. her, wo r einen läufst, in Herz dir der erz aber pir dein vor be⸗ Vor der Eidesleistung. Gebet vor der Eidesleistung. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ichs meine. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Ps. 139, 23. Mit dieser Bitte, du heiliger Gott, trete ich vor dich hin, um mich vorzubereiten, einen Eid vor der Obrigkeit, die du, Herr, verordnet hast, abzulegen. Ich soll Zeugnis geben und dabei nach meinem besten Wissen und Gewissen die lautere Wahrheit aussagen und solches zuletzt mit dem Worte: so wahr mir Gott helfe! bekräftigen. Ja, so wahr du, Herr, mir helfen sollst im Leben und im Sterben, soll auch ich wahr erfunden werden in allen meinen Aussagen. — Laß mich bedenken, daß dein Ohr die Worte meines Eidschwurs hört und dein Auge bis in die Tiefe meines Herzens schaut, damit sich dort keine Unwahrheit verstecke, die danach wider mich zeugen könnte hier in meinem Ge⸗ wissen, dort vor deinem Angesicht, du ewiger Richter.— Laß deine Furcht alle Menschenfurcht von mir fern halten, dein Wohlgefallen alle Menschengefälligkeit, deine Gunst alle Menschengunst, also daß ich von dem Wege der Wahr⸗ heit weder zur Rechten noch zur Linken weiche. O Herr, hilf mir ein unbefleckt Gewissen von der Stätte, da ich den Eidschwur ablegen werde, heimtragen. Hilf mir dazu nach dem Reichtum deiner Gnade in Christo Kesu, deinem einigen Sohn, unserm Herrn. Amen. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. Ge der du Herzenskenner 2. Und wenn ich schwörend bist, ö vor dir steh, dem Falschheit stets ein dir feierlich ins Antlitz seh, Greuel ist, die Hand zum Himmel hebe; und Lügen ein Verbrechen! wenn ich dich selbst zum Kein Wort spricht je ein Zeugen ruf, falscher Mund, zum Rächer dich, der mich Allwissender, dir ist es kund; erschuf, du, Heilger, wirst es rächen! durch den ich bin und lebe: Laß jederzeit mein ja und Diann sei von Trug und nein, Heuchelei wies Christen ziemt, auf⸗ mein Herz und meine Zunge richtig sein! frei! 509 3. Wenn Frevler da auch Gott noch schmähn, mit Lügen frech noch vor ihm stehn, dann laß meinHerz erschrecken! Weh dem, der Gott und Gottes Macht zum Siegel seiner Vosheit macht, sie vor der Weli zu decken! Herz, schau den Gott mit Zittern an, der Leib und Seel verderben kann! 4. O Seele, wenn du dich noch liebst, denk, was du da zum Pfande giebst: Dein Heil, dein ewig Leben! Verlier nicht mit Verwegen⸗ heit dein Teil an Gott und Seligkeit! Wer kann dirs wiedergeben? Gott und sein Evangelium, wie kostbar ist dies Eigentum! 5. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn mich beim Leiden dieser Zeit kein Trost vom Himmel mehr erfreut, kein Trost mehr, sterbe, ist Gott und Jesus nicht mehr mein, dann besser, nie geboren sein! wenn ich Gebete. 51⁰0 6. Frech ist die Zunge, di noch spricht: „Gott siehets nicht, Golt achtets nicht!“ So lästern Spötterrotten. Herr, deine Langmut ist bekannt; du lähmest nicht die falsche and; doch du läß tdich nicht spotten. Zum Richten hast du lang noch Zat, zum Strafen noch dieEwigkeit 7. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Geld, kein Fürstentum und keine Welt soll mich so weit verführen Um alle Leiden dieser Zeit will ich doch Gott und Seligkeit mutwillig nicht verlieren! Wie klein mein Glück auch immer sei: Nur reines Herz und Gott dabei! 8. Gott, lehre mich bei jedem Eid, aus Furcht vor deiner Heilig⸗ keit, die Wahrheit pünktlich Wahenen Beschwör ich h 3010 Amt und Pflicht, so laß mich hi. im kleinsten nicht die teure Zusag brechen. Auch dir, Gott, schwur ih treu zu sein, erhalt mich ewig, ewig dein der He Liebe 2. dir ver kann Glaub eingege zur Zü sei vol 3. wahren 4. auf me — Augen 46. mich u bösem; spotten. du lang wigkeit. t, nicht Geld, id keine führen ser Zeit t und d Gat rich bu Biblische Kernsprüche. 9. Der du mein Trost im ich hörs mit voller Seelenruh: Tod noch bist, Ich soll nicht sein verloren. Gott, dessen Wort wahr⸗ O Seele, halt Gott deinen haftig ist, ö Eid! du hast auch mir geschworen. Dann freu dich seiner Gütig⸗ So wahr du Gott bist, sagst keit! du's zu; Joh. Daniel Karl Bickel, 1737-1809. Biblische Kernsprüche. J. Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6, 8. 2. Du aber bleibe in dem, das du gelernet hast und dir vertrauet ist, sintemal du weißt, von wem du gelernet hast. Und weil du von Kind auf die heilige Schrift weißt, kann dich dieselbige unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christum Jesum. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, daß ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt. 2. Tim. 3, 14—17. 3. Selig sind, die das Wort Gottes hören und be⸗ wahren. Luc. 11, 28. 4. Dein Wort ist meines Fußes. Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. 47 Pfsalm 119, 105. 5. Gieb mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deinen Augen meine Wege wohlgefallen! Sprüche 23, 26. 6. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe nich und erfahre, wie ichs meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Psalm 139, 23. 24. 5¹¹ Biblische Kernsprüche. 7. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen; denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Psalm 143, 10. 8. Weise mir, Herr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einigen, daß ich deinen Namen fürchte. Psalm 86, 11. 9. Das ist ein köstlich Ding. dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Psalm 92, 2. 3. 10. Der Herr erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller Augen warten auf dich, und du giebst ihnen ihre 9955 e zu seiner Zeit. Du thust deine Hand auf, und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Psalm 145, 14—16. 11. Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte gethan hast. — 1. Mos. 32, 11. 12. Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Stärke, Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz. Psalm 18, 2. 3. 13. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und die Seele nicht mögen töten. Fürchtet euch aber viel⸗ mehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Hölle. Matth. 10, 28. 14. Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit und meiden das Böse, das ist Verstand. Hiob 28, 28. 15. Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruhet die Sünde vor der Thür. und nach dir hat sie Verlangen; du aber h 1. N0 4.7 sie. ose 4, 7. 51² ein Urt 20. mit Fu Shristo, sie wac geben si nit Ser 22. wohl der und ver Himmel. 23. Gerechti, allen, di denn ebener „10. ndle in n, daß „II. en und deine richtet en ihre S lebet, 6. id aller 111 Stärke, Gott, meines b töten r viel⸗ in die „28. eisheit, „28. n; bist Thür. ber sie. 4„ 2. das Verheißung hat: Biblische Hernsprüche. 16. Aus einem Munde gehet Loben und Fluchen. Es soll nicht, lieben Brüder, also sein. Jak. 3, 10. 17. Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter“, das ist das erste Gebot, „auf daß dirs wohl gehe und lange lebest auf Erden“ ED. Eph. 6, 1—3. 18. Thut Ehre jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. 1. Betr. 2, 14. 19, Jedermann sei unterthan der Obrigkeit, die Ge⸗ walt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Ver sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfahen. Röm. 13, 1. 2. 20. Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren nit Furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures Herzens, als Ghristo, nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Men⸗ scen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr lchen Willen Gottes thut von Herzen, mit gutem Willen. gasset euch dünken, daß ihr dem Herrn dienet und nicht den Menschen. Ephes. 6, 5—7. 21. Gehorchet euren Lehrern, und folget ihnen; denn se wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür gehen sollen, auf daß sie das mit Freuden thun, und nicht nit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. Hebr. 13, 17. 22. Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; thut vohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Matth. 5, 44. 45. 23. Fliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der Herechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit llen, die den Herrn anrufen von reinem Herzen. 2. Tim. 2, 22. 51³ 33 Biblische Kernsprüche. 24. Lasset uns ehrbarlich wandeln als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern ziehet an den Herm Jesum Christ und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Röm. 13, 13. 14. 25. Alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht von Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes thut, der bleibet in Ewigkeit. 1. Joh. 2, 16. 1. 26. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondem arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen. Eph. 4, 28. 27. Leget alles ab von euch, den Zorn, Grimm, Vos⸗ heit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde. Lügtt nicht untereinander. Kol. 3, 8. 9. 28. Darum leget die Lüge ab und redet die Wahr⸗ heit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir unter⸗ einander Glieder sind. Eph. 4, 25. 29. Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht wer⸗ den zum Bösen, und er selbst versucht niemand, sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. Jak. I, 13. 14 30. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten; demn was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch säet, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist säet, der wird von dem Geist dos ewige Leben ernten. Gal. 6, 7. 8, 31. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Uebertretungen, gedenke aber mein nach deinst Barmherzigkeit, um deiner Güte willen. Psalm 25, 7. 51⁴ 3• eingeb. nicht v 37 dienen einer E 39. Rensche das une gerecht die seli⸗ großen selbst fi ige, nicht Unzucht, n. Herrn daß er 3. 14. hes Lust icht vom zehet mit L bleibet 6. 17. sondern auf daß 4, 28. im, Bos⸗ e. Lüget 8. 9. e Wahr⸗ r unter⸗ 4, 25. 3 er von icht wer⸗ sondern nen Lust 3. 14. n; denn auf sein ernten. eist das 7. U. ond und deinkt 25, 7. Biblische Hernsprüche. 32. So wahr, als ich lebe, spricht der Herr Herr, ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem bösen Wesen! Ezech. 33, 11. 33. Was hülfe es den Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löseꝛ Matth. 16, 26. 34. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen ingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16. 35. Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden. Apostelgesch. 4, 12. 36. Das ist je gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus kommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen. 4. Tini. I, 15. 37. Des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. Matth. 20, 28. * 2 Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie an Gott haben ollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade burch die Erlösung, so durch Christum Jesum geschehen ist. Röm. 3, 23. 24. 38. Es ist hie kein Unterschied; sie sind allzumal 39. Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und züchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf bie selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsres Heilandes Jesu Christi, der sich slbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von 51⁵ 33˙ Biblische Kernsprüche. aller Ungerechtigkeit und reinigte ihm selbst ein Volk zun Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. Tit. 2, 11—14. 40. Ich schäme mich des Evangeliums von Christa nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig machtt alle, die daran glauben. Röm. 1, 16. 41. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Matth. 11, 28. 42. Ich bin der Weg und die Wahrheit und daz Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. — Joh. 14, 6. 43. Was soll ich thun, daß ich selig werde? Sit sprachen: glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirs du und dein Haus selig. Apostelgesch. 16, 30. 31. 44. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Ge⸗ rechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barm⸗ herzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gotles Kinder heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolget wer⸗ den; denn das Himmelreich ist ihr. Matth. 5, 3ʃ0. 45. Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis ab⸗ führet, und ihrer sind viele, die drauf wandeln. Und dit 516 Pforté führet leugner 4⁰ sich un geplagt er ist unsrer auf da wir gel Bolk zun 1—14. Christo g machet 6. elig und 1, 28. „ und daz ich. 14, 6. de? Sie so wirt 0. 31. denn das getröstt den das der Ge⸗ n Barm⸗ werden Gottes get wer⸗ —10. e Pforte mis ab⸗ Und dit Biblische Kernsprüche. Hforte ist enge, und der Weg ist schmal, der zum Leben führet, und wenig ist ihrer, die ihn finden. Matth. 7, 13. 14. 46. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Matth. 6, 33. 47. Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist mein nicht wert. Matth. 10, 38. 48. Wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch ver⸗ keugnen vor meinem himmlischen Vater. Matth. 10, 32. 33. 49. Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sch unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missethat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilet. Jes. 53, 4. 5. 50. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns erst ge⸗ libet.—12 1. Joh. 4, 19. 51. So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht is, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Rsu Christi, seines Sohns, machet uns rein von aller Sünde. —.8180 1. Joh. I, 7. 52. Ihr seid teuer erkauft. Darum so preiset Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes. 1. Kor. 6, 20. 53. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Aunger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Joh. 13, 35. 517 Biblische Kernsprüche. 54. Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 2. Tim. 1, 7 55. Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keusch⸗ heit. Gal. 5, 22. 56. Seid untereinander freundlich, herzlich und ver⸗ gebt einer dem andern, gleich wie Gott euch vergeben hat in Christo. Eph. 4, 32. 57. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durh und durch, und euer Geist ganz, samt der Seele und Leib, müsse bewahret werden unsträflich auf die Zukunft unserz Herrn Jesu Christi. 1. Thess. 5, 25. 58. Lieben Brüder, ich ermahne euch als die Fremd⸗ linge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten. 1. Petr. 2, II. 59. Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen, sondern was nützlich zur Besserung ist, da es not thut, daß es holdselig sei zu hören, und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes, damit ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung. Eph. 4, 29. 30. 60. Wachet, stehet im Glauben, seid männlich, und seid stark! 1. Kor. 16, 18. 61. Seid nüchtern, und wachet; denn euer Widersacher der Teufel, gehet umher wie ein brüllender Löwe und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest in Glauben.—— 1. Petr. 5, 8. 9. 62. Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig, aber das Ileisch ist schwah, Matth. 26, 4I. 63. Leide dich als ein guter Streiter Jesu Christi. 2. Tim. 2, 3. 5¹⁸ treu, Große 6 Krone die iht 7 von ol ist kei Jinstet 7. finden r Furcht, 1, „Friede, t, Keusch⸗ R 2. 5, 22 ind ver⸗ jeben hat 4, 32. uch durch ind Leib, ft unsers Fremd⸗ Lüsten, 2,. „ de gehen, Hot thut, icht den den Tag 9. 30. ich, und 6, 13. Hdersacher we und fest in „8. 9. fechtung schwach. 6, 4l. hristi. 2, 3. Biblische Kernsprüche. 64. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist. 1. Tim. 6, 12. 65. Ein jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfahen, wir aber eine unvergängliche. 1. Kor. 9, 25. 66. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurige Pfeile des Bösewichts, und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Eph. 6, 16. 17. 67. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu, und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht. Luk. 16, 10. 68. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offenb. 2, 10. 69. Halte was du hast, daß niemand deine Krone nehme. Offenb. 3, 11. 70. Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Psalm 50, 15. 71. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Psalm 145, 18. 72. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem it keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und der Jinsternis. Jak. 1, 17. 73. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr sinden; klopfet an, so wird euch aufgethan. Matth. 7, 7. 51⁹ Biblische Kernsprüche. 74. So denn ihr, die ihr arg seid, könnet euren Kin dern gute Gaben geben, wie vielmehr wird der Vater in Himmel den heiligen Geist geben denen, bitten! uk. 11, 13. 75. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eun Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gol kund werden. Phil. 4, 6. 76. Sorget nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genuh daß ein jeglicher Tag seine eigne Plage habe. Matth. 6, 34. 77. Kaufet man nicht zween Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt derselbigen keiner auf die Erd ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare au dem Haupt alle gezählet. Matth. 10, 29. 30. 78. Er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß st dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf din Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Steh stößest. Psalm 91, 11. 12. 79. Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hin⸗ fallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht da Herr, dein Erbarmer. Jes. 54, 10. 80. Wir haben einen Gott, der da hilft, und dur Herrn, Herrn, der vom Tode errettet. Pfsalm 68, 2I. 81. Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein, und au die Hilfe des Herrn hoffen. Klagelieder 3, 25. 82. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsah haltet an am Gebet. Röm. 12, 12. 83. Demütiget euch unter die gewaltige Hand Gotlsz daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werst auf ihn; denn er sorget für euch. 1. Petr. 5, 6. 7. 5²⁰ Engel wärtige keine at die in gehande 93. aber de tren Kin⸗ Vater in itten! 1, 15. ysset eun vor Goh 4, 6. denn da st genuß 6, 34. m einen die Erde aare auf 9. 30. daß se auf den en Stein 1. 12 gel hin hen, und richt de 4, 10. und den 8, 21. und auf 3, 26. Trübsch 2, 12. Gottez, je werse 6. 7. Biblische Kernsprüche. 84. Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2. Kor. 12, 9. 85. Welche ich lieb habe, die strafe und züchtige ich. Offenb. 3, 19. 86. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt giebt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Joh. 14, 27. 87. Ich habe dich je und je geliebet, darum hab ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jerem. 31, 3. 88. Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegen⸗ wärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn. Röm. 8, 38. 39. 89. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese brei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1. Kor. 13, 13. 90. Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.—19151 Psalm 90, 12. 91. Lasset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten. Luk. 12, 35. 36. 92. Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richter⸗ suhle Christi, auf daß ein jeglicher empfahe, nachdem er gehandelt hat bei Leibes Leben, es sei gut oder böse. 2. Kor. 5, 10. 93. Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen, aber der Gottlosen Rame wird verwesen. Spr. 10, 7. 5²2¹ Biblische Kernsprüche. 94. Es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden die Stimme des I n0 hören und werden hervorgehen, die da Gutes gethan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber Übels 15•25 haben, zur Auferstehung des Gerichts. Joh. 5, 28. 29. 95. Wer überwindet, der wirds alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Offenb. 21, 7. 96. Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stürbe, und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Joh. 11, 25. 26. 97. Es wird gesäet verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesäet in Unehre und wird auf⸗ erstehen in Herrlichkeit. Es wird gesäet in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesäet ein natür⸗ licher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Kor. 15, 42—44. 98. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähn⸗ lich werde seinem verkläreten Leibe nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge sich unterthänig machen. Phil. 3, 20. 2ʃ. 99. Gott wird abwischen alle Thränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, h Geschrei, noch Schmerz wird mhr sein; denn das erste vergangen. Offenb. 21, 4. 100. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit; denn ihre Werke folgen Df nach. Offenb. 14, 13. Nach Sonnt Monta Dienst Mittw Donne Freitaa Samst Sonnte Monta Dienst Mittwi Donner Freitag Samst. Sonnta Monta Dienste Mittwe Donner Freitag Samste ensohns n haben haben, . 29. n; wer he, und rermehr . 26. erstehen d auf⸗ vachheit natür⸗ . dannen Herrn, er ähn⸗ „damit 2I. ihren d, noch erste ist 1„ 4 sterben, en von „I3. in den Bibel⸗L Lesetafel. (Nach dem Bibel-⸗Lesezettel der Preußischen Haupt gesellschaft.) 1. Advent. Morgens. Abends. Sonntag Ev. Matth. 21, 1-9. Ep. Römer 13, Montag 1. Mose 3, 8-15. 1. Mose 12, Dienstag 49, 8-12. 4. Mose 24, Mittwoch 5. Mose 18, 15-19. 2. Samuelis 7, Donnerst. Jesaia 7, 10-14. Jesaia 9, Freitag„ 11,I.10. 12, Samstag„ 25, 6-9. Pf alm 24. 2. Advent. Sonntag Ev. Lukas 21, 25.36. Ep. Römer 15, Montag Jesaia 35, 1-10. Jesaia 40, Dienstag„ 42, 1-9. 49, Mittwoch„ 51,8 A1„ 52, Donnerst. 54, 7.18.„ 55, Freitag 0 57,½ 4 21.„ 61, Samstag 62, 6-12. Psalm 96. 3. Advent. Sonntag Cy. Matth. 11, 2.10. Ep. 1. Kor. 4, Montag Jeremia 23, 1-6. Lukas, Dienstag 31, 31.34.„ 1, Mittwoch 35, 14.20., 1, Donnerst. Hesekiel 34, 11-16.„. Freitag 3. 23.31. Matthäus I, Samstag 36, 22.27. Psalm 97. 523 tbibel⸗ 1114. 15·17. 6. + EES Bibel⸗Lesetafel. 4. Advent. Morgens. Abends. Sonntag Ev. Joh. 1, 19-28. Ey. Phil. 4, 47. Montag Daniel 7, 13.18. Daniel 9, 22.2, Dienstag Hosea 2, 14-23. Hosea 14, 2•10. Mittwoch Joel 3, 1-5. Amos 9, 1115, Donnerst. Micha 4, 1-5. Micha 5, 130. Freitag Zephanja 5, 14.20. Haggai 2, 1•10. Samstag Sacharja 9, 8.10. Psalm 113. 1. Weihnachtsfeiertag. 25. Dezbr. Ev. Lukas 2, 2. Weihnachtsfeiertag. 26. Dezbr. Ev. Lukas 2, 15-20. Ep. Titus 3, 47 27.„ Johannes 1, 1-18. 1. Johannis 3, 18 28.„ Epheser 1, 3.6. Psalm 2. 29%, Kolosser 9, 917„ 45, 1.8. 30.„ Hebräer 1, 14. 1 90. Sonntag nach Weihnachten. 1·14. Ep. Titus 2, 11.14. Ev. Lukas 2, 33.40. Ep. Galater 4, 1.7. Jahresschluß. 31. Dezbr. Hebräer 6, 11-20. Psalm 103. Neujahr. 1. Januar Ev. Lukas 2, 21.* Ep. Galater 3, 23.90. 2. Matthäus 3, 1·12. Matthäus 3, 1317. 5. 7 Johannes 1, 29.34. Jo 7 1, 35-51J. 4—„„ 2, 13.25. 3, 22.9. 5 1 0 4, 1·14. 4, 15.W0. Epiphanias. 6. Januar Ev.Matthäus 2, 1-12. Ep. Jesaia 60, 1.6. 7.„ Johannes 4, 27.42. Psalm 126. 52⁴ Sonnta Monta⸗ Dienste Mittwe Donner Freitag Samste Sonnta Montas Dienste Mittwo Donner Freitag Samsto Sonnta Montac Diensta Mittwo Donner Freitag Samsta Sonnta Montag Diensta Mittwo Donner Freitag Samsta zu erseher 4.7. 1·8 1.8. 1.7. 23.20. 13.17. 35.51. 22.36. 15-25. 16 Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Bibel⸗Lesetafel. Sonntag nach Reujahr. Morgens. Abends. Sonntag Ev.Matthäus 2, 13-23.] Ep. 1. Petri 4, Pfalm 8. Pfalm 19. 27.„ 80. 46. 40. „ 112.„ 32. 85.; 5. 111. 3. Samstag Sonntag Montag Dienstag Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Ev. Matthäus 8, 1-13. Ep. Römer Nontag Jesaia 1, 1·18. 3— Dienstag„ 2, 1-19.„ Aullvoch„ 5. IIN, Donnerst.„ 6, Ael3.„ Freitag„ 26, 112.„, eamslag 1 26, 13-21.„ Mittwoch Johannes 1. nach Epiphanias.“) Ev. Lukas 2, 41-52. Ep. Römer Lukas 4, 14.30. Matthäus 7 4, 31-44. 0 Matthäus 5, 27-48. 5 7. 1.14.„ „ 8, 28.34.„ 0 9, 27·38. Psalm 2. nach Epiphanias. Ev. Joh. 2, Matthä äus 10, 1-15. Lukas „ 13, 31.35.„ 13, 44-52. 13, 5 5 1 1 3, 53-58. 5, 1-16. Johannes 5, 31-47. Psalm 1 3. nach Epiphanias. 1-11. Ep. Römer 12, +. 9, 10, 11, 5 38. 12, 73. 84. 86. 87. 89, 18, 12-19. 7.16. 36-50. 57·62. 38-42. 37:54. 17·:30. 17.21. 1·19. 1.20. Welche Epiphanien⸗Sonntage ausfallen, ist aus dem Kalender zu ersehen. 5²2⁵ Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst Freitag Bibel⸗Lesetafel. 4. nach Epiphanias. Morgens. Abends. Sonntag Ev.Matthäus 8, 23-27. Ep. Römer 13, 8.10,. Jesaia 41, 1-14. Psalm 68, 1.12. „ 45, 115.„ 100. i 44, 1.8.„ 123. 5. 124. 0 45, 12.25.* 12⁵. „ 49, 8-18.„ 12. 5. nach Epiphanias. Ev. Matth. 13, 24.30. Ep. Kolosser 3, 12.1. Jesaia 58, 7-14. Jesaia 63, 7.16. 0 64, 1-12. 65, 17.55. 66, 13-24. Hesekiel 31, 11¹9. Hefe ekiel 36, 22.28. Jona 1. Jona 2 3. „ 4. Pfsalm 116. 6. nach Epiphanias. Ev. Matth. 17, 1-9. Ep. 2. Petri 1, 16-2I. Sprichwört. 8, 1-21. Spri hwört. 9, 1•ʃ8. Prediger 2, 1-11. Pfalm 119, 1.24 Psalm 119, 25-48.„ 119, 49.72. 119, 73.96.„ 119, 97.190. „ 119, 119, 145N100. 5 3118, ötoh, 14. Septuagesimä. Ev. Matth. 20, 1-16. Ep. 1. Kor. 9,24.10,. Markus 6, 7-13. Matthäus 14, 1•ʃ12. Matthäus 14, 22-33. Johannes 6, 22•3. Johannes 6, 3551. 6, 52.60. 0 6, 61-71. Matthäus 15, 1.20. Matthäus 16, 1-12. 16, 13.28. 17, 14-27. Psalm 138. Samstag Sonnt Monte Dienst Mittw Donne Freita Samst Sonnte Monta Dienst Mittw Donne— Freitac Samst Sonnte Monta Dienste Mittwe Donner Freitag Samste Sonnta Montac Diensta Mittwo Donner Freitag Samsta Bibel⸗Lesetafel. Sexagesimä. Morgens. Abends. 8.10. Sonntag Ev. Lukas 8, 4-15. Ep. 2. Kor. 11,19.12,9. „I2. Montag Matthäus 18, 1-11. Matthäus 18, 12.22. Dienstag Johannes 7, 1-10. Lukas 9, 51-56. Mittwoch 7, 11-24. Johannes 2 25.36. Donnerst. 7, 37·53. 0 8, 111. Freitag 8, 12-20. 0 8, 21-30. Samstag 0 8, 31-45. Psalm 141. Estomihi. „12.17. Sonntag Ev. Lukas 18, 31-43. Ep. 1. Kor. 13, 1-13. „7ʃ16.Montag Johannes 9, 1-9. Johannes 9, 10.23. „I7.5.] Dienstag 9, 24-41.„ 10, 1-11. „•109.[Mittwoch Matthäus 10, 24-42. Lukas 10, 21.24. Donnerst. Lukas 11, 1-13. Matthäus 11, 16-24. Freitag. 11, 37.54. Lukas 12, 1.12. Samstag„ 12, 13-31. Psalm 91. Sonntag 16-21.Sonntag I-8,. Montag 1-24½•Dienstag 49.72. Mittwoch 97.120. Donnerst. 45.160.Freitag Samstag. I-12.Montag 22.34. Dienstag 52.60.Mittwoch 1.20.Donnerst. 13.38. Zreitag Samstag Invokav it. Ev. Matth. 4, 1-11.. Ep. 2. Kor. Lukas 12, 32-40. Lukas 12, 19.59. 47 10,.„ 9 75 15, I 24. 7 0 17, 1.10. 1 „ 18, 1-8. Psalm Neminise ere. „10. 41·—48. „1017. 2535. — 0 — Ev. Matth. 15, 21-28. Ep. 1.Thessal. 4, 1-7. Johannes 10, 22-42. Markus 10, 1-16. „ 11, 1-16. Matthäus 19, 16-30. Matthäus 20, 17-28. 20, 29-34. Lukas 19, 1-10. Lukas 19, 11.28. Johannes 11, 17-31. Johannes 11, 32.46. 11, 47-57. Pfalm 121. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Bibel⸗Lesetafel. Mo Ev. Lukas Markus Johannes Matthäus Ev. Joh. Markus Matthäus Lukas Johannes Ev. Joh. Johannes ö Matkhäus Lukas Matthäus 5 Matth. Matthäus Lukas Johannes Am grü Ev. Joh. Ev. Matth. Matthäus Okuli. rgens. 11, 14.28. 19, 29.40. . lld. 12, 34.50. 21, 33.46. 23, 1-12. 23, 29.39. Lätare. 6, 1-15. 12, 41.:44. 24, 29-36. 26, 15. 22, 7-13. 22, 24-38. 13, 31.38. Judika. 8, 46-59. 14, 1.21. 15, 16-25. 26, 30-46. 26, 57-75. 27 1·7. „11-23. Palmarum. 21, 19. 27, 24. 23, 33- 19— 19, nen Donnerstage. 15. 13, 1— 52 Abends. Ep. Epheser 5, 1•9. Matthäus 21, 12.17. Johannes 12, 20.33. Matthäus 21, 23.33. 0 22, 23.33. 1 23, 13.28. Psalm 145⁵. Ep. Galater 4, 21.31. Matthäus 24, 1•-14 25, 14.30. Lukas 22, 1.6. Matthäus 26, 20.29. Johannes 13, 12.⸗30, Psalm 26. Ep. Hebr. 9, 11-15, Johannes 15, 1•ʃ55, 17, 1.25. Matthäus 26, 47.56, „ 27, 110. Lukas 23, 8.12. Psalm 69, 12ʃ. 41 3 23 5.II. Lukas Pfalm 3, 2632. 2 3, 39.4 22. Ep. 1. Kor. 11, 23.39. Am Karfreitage. 27, 45.54. Ep. Jes 27, 55-66. Psalm 52,13-53,12. 16. Mittn Sonn Mont Diens Donn Freita Sams Sonnt Monta Dienst Mittw Donner Freitag Samste Sonnto Monta⸗ Dienste Mittwe Donner Freitag Samste Sonnta Monta⸗ Dienste Mittwe Donner Freitag Samste Bibel.Lesetafel. 1. Ostertag. Morgens. 121 Sonntag Ev. Markus 16, 1-8. Ep. 1. Kor. 5, 6.8. 20.33. 2. Ostertag 23.30 23.33. Montag Ev. Lukas Ep. Apostg. 10, 34.41. 13.28. Dienstag Lukas 0. Apostelgesch. 13, 26.33. Mittwoch Johannes Johannes 20, 11-18. Donnerst. 5 Dont erst 9 4... 21, 15 19. Freitag 0.25. Matthäus 28, 16-20. 148 Samstag Lukas 24, 48.53. Psalm 33. —4.* 14.30 Quasimodogeniti. 16, Sonntag Ev. Joh. 20, 19.31. Ep. I. Joh. 5, 4.10. 29.20.Montag Apostelgesch. 1, 12.26 b 19, 23.27 12.30. Dienstag 4% 48. Mittwoch„ 2, 2 72. Donnerst. 1 3, 93. Freitag 6 3, 95. 11.I5,.Samstag 4, 23. Miserikordias 47.56. 1.10. Sonntag Ev. Joh. 8.12. Montag Apostelgesch. 1.21. Dienstag„ Mittwoch Donnerst. 5.11. Freitag 39. Samstag Jubilate. Sonntag 16, 16-23. Ep. 1. Petri 2, 11.20. Montag h. 8 Psalm 132 23.32. Dienstag* 139. Mittwoch 102. Donnerst. Apostelgesch. 9, 23.31. 53,12. Freitag„ 10, 5116. Samstag f Abends. 14:29. Bibel⸗Lesetafel. Kantate. Morgens. Abends. Sonntag Ev. Joh. 16, 5-15. Ep. Jakobus 1, 16.2ʃ. Montag Aposte 10. 11, 1-18. Aposteld. II, 19.30. Dienstag 7 12, 1-25. 6 13, 1.12 Mittwoch 0 13, 44-52. 0 14, 1.18. 0 Donnerst. 14, 19-28. 1 15, 1.20. W Freitag„ 16, 924.„ 16, 25.40 Samstag„ 17, 1-15. Psalm 7⁷. Rogate. Sonntag Ev. Joh. 16, 23-30. Ep. Jakobus 1, 22.27. Montag Apostelg. 17, 16-3. Apostelg. 18j 1-28. Dienstag 19, 1-20. 1 19, 21.40 Mittwoch 20, 1-16. Psalm 47. Am Tage der Himmelfahrt Christi. Donnerst. Ev. Markus 16, 14.20. Ep. Apostelg. 1, 111. Freitag 20, 17·38. Apostelg. 21, 1-16. Samstag 21, 17.39. Psalm 61. Ev. 1. Petri Formttag Offenbarung 1, 17. ö I. Montag Dienstag Mittwock Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Pfingsttag. Montag Ev. Joh. 3, 16-21. Dienstag Apostelg. 26. O Mittwoch. 27, 1.20. Donnerst.„ 2/, 21-—44. Freitag 28, 1.15. Samstag 28, 16-31. Sonnte' Monta Dienst Mittw. Donnet Freitat Samst Sonnte Monta Dienste Mittwe Donner Freitag Samste Sonnta Montag Samste — & —E — —— Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Bibel⸗Lesetafel. Trinitatis. Morgens. Abends. Ev. Joh. 3, 1-15. Ep. Römer 11, 1. Mose I. 1.31. Römer 1, 216.25.„ I, 1 3. 1 2, 1 4, 1·16. 1 2, „ 6, 5-22. 3, 7. Psalm 49. 1. nach Trinitatis. Ev. Lukas 16, 19-31. Ep. 1. Joh. 4, 1. Mose 8. Römer 3, 15 9,4.8-29.1„ 4, 1 11. 1.9. ö 1— 2„ ü 5 9 14, 8-24.„ 5, 0 15, 1-18. Psalm 10⁴ 2. nach Trinitatis. Ev. Lukas 14, 1 Ep. 1. Joh. 3, 1. Mose 17, 1.10 Römer 6, 18, 1-16. 7. 18, 17.5.„ 7 10,612.29.„ 8, 21,.2l.„ 8, 22, 1-19. Psalm 6. 3. nach Trinitatis Ev. Lukas 15, 1-10. Ep. I. Petri 5, 1. Mose 23. Römer 8, I, 114½„ 9, 24, 15-28 9, 24, 29.•49„ 9, „ 24, 50-67.„ 10, 27 Psalm 53. — — 7 — EE 16-21. 21·31. 1·8. 9.25. 1·11. 12.21. Sonntag Montag ö Dienstag Mittwoch Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Freitag Samstag Sonntag Montag W Dienstag Mittwoch Freitag ö Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Freitag Samstag Donnerst. Donnerst. Donnerst. Donnerst. Ev. Ev.“ 4. Bibel⸗Lesetafel. 4. nach Trinitatis. 6. nal Matth. Mose 7. na Markus Mose 193867 Abends. Ev. Lukas 6, 36-42. Ep. Römer 8, 18.23. 1. Mose 18.29. Römer 10, 12.21. 27 3045.„ 11, 1.12. 0 28, 10-:2 11, 13·24. 29, 1.20..„ 11, 25.:32. „ 31, 1-18.„ 13, 1 32, 1-21. Psalm 44. 5. nach Trinitati Ev. Lukas 5, 1-11.] Ep. 1. Petri 3, 8.15. 1. Mose 32, 22-32 Römer 14, 1.9. 50% I1f.„ 14, 10.26. 35, 1-15. 1. Korinth. I, 10.10. 37, 1-17.„20.Jl. 37, 18-36. 2,1.5. 39. Psalm 43. h Trinitatis. 40, 1-23. 1. Korinth. 2, 6•16. 41, 1.-24. 3, 110, 41, 25-43. 3, 11.23. 41, 44.57. 6, 1•12. 42, 1-17. 9, 13.23. 42, 18-38. Psalm 33 ch 545 43 12, 12·3 44 3. 15, 12 44, 14.34. 15, 2940 45, 1.15. 15, 50-58 45, 16-28. Psalm 5⁵ 5, 20.26. Ep. Römer 6, 3.1II. ) Sonnt Monte Diens Mittw Donne Freita Samst Sonnt Monta Dienst Mittw Donne Freitat Samst Sonnte Monta Dienstt Mittwr Donner Freitag Samst. Sonnta Monta⸗ Dienste Mittwo Donner Freitag Samste 18.23. 12·2ʃ. 13.24. 25.32. Bibel-Lesetafel. 8. nach Trinitatis. Morgens Sonntag Ev. Matthäus 7. 15-23. Montag I. Mose 46,1-7. 26-34. Dienstag„ 4/, EI2. 27.31. Mittwoch 48, 1-20. Donnerst.„ 49,29.50,14. Freitag 50, 14.26. Samstag 2. Y 1, 6.22. Aber Ep. Römer 2. Korinther V Pfalm 9. nach Trinitatis. Sonntag Ev. Lukas Montag 2. Mose Dienstag Mittwoch„ Donnerst. Freitag„ Samstag„ 10. Sonntag Ev. Lukas Montag 2. Mose Dienstag Mittwoch„ Donnerst.„ Freitag Samstag 0 11. Sonntag Ev. Lukas Montag 2. Mose Dienstag Mittwoch 0 Donnerst.„ Freitag„ Samstag„ nach Trin 16, 1-9. 2, 1-10. 2. 11.25. 3, 115. 4, 1-17 . 6, 1-13 19, 41-48. Ep. 1. Kor. ids. 2. Korinther 6, Pfalm ·titatis. Ep. 1. Kor. Galater „ Psalm nach Trinitatis. Ep. I. Kor. Galater Epheser 1 ö Psalm 8, 12-17. I„ 1.11. 1, 12.22. 4. 5, 1-10. 5, 11-21. 17. 10, 6-13. 11•18. 1. 8, 1-15 9. 10. 79. 12, 1.11. 1, 110. 1, 11.24. 2, 16.21. 3, 114. 4, 11:20 25. 15, 1-10. 5, 1-15. 6, 11-18. 1, 1.14. 1, 15-23. 2, 1-10. 94. 12. Mor Ber intag Ev. Markus Sor Montag 2. Mose ienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Ev. Lu Montag Mos Dienstag 3. Mose Mittwoch 4. Mose Donnerst. Freitag„ Samstag„ 14. Sonntag Ev. Lukas Montag 4. Mose Dienstag Mittwoch 7 Donnerst. 6 Freitag„ Samstag nach Trinitatis. nach 17,81 16, 16, 20— 16, 17, 20, 20, 15. nach Sonntag Ev. Matth. Montag 4. Mose Dienstag Mittwoch 5. Mose Donnerst. 21 Freitag Josua Samstag„ 2. 34, 1 6j 2 2 23 Ep. Galater 3 Epheser Ph jili ipper itatis. Ep. Galater Philipper 1 Psalm initatis. Cp. Galater 5, Kolosser 1 17 1. Thessalon. 1. Psalm — Son Mor Dien Mitt Don Frei Sam Sonn Mon Dien Freit Sam: Sonn Mon: Dien Mitt! Donn Freit Sam Sonn Mon Dien Mitt Dom Freit Sam Bibel⸗-Lesetafel. 16. nach Trinitatis. Morgens. Abends. „ 41Il. Sonntag Ev. Lukas 7, 11-17.. Ep. Epheser 9 13·21. „ 11-2. Montag Inpan 6, 1-21. 1. Thessalon. 1·8. „ 1-12. Dienstag 7. 2. 9-20. „ 7-14 Mittwoch 23. ö 3. „ 15-A. Donnerst.„ 24, 1-18. 4, 8-12. „ 10.-14.Freitag 24, 19-33. 5, 12.·28. Samstag Richter 2, 8-23. Psalm 7⁵ 17. nach Trinitatis. „15-29.[ Sonntag Ev. Lukas 14, 1-11.] Ep. Epheser 4, 1-6. „1.9. Montag Ruth I. 2. Thessalon. 2, 1-12. „18.2½ Dienstag„ 2. ö 2, 13.17. „12-A.[ Mittwoch„ 3. „22.30. Donnerst.„ 4. „12.18,Freitag 1. Samuelis 1, 1-20. 2 11 3. 1. Timoth. 1, 1-11. 1 1 . Samstag 1, 21-2, 11. Psalm 36. 18. nach Trinitatis. A.Sonntag Eo. Matth. 22, 34-46. Ep. 1. Kor. 1, 49. 16.Montag I. Samuelis 3. 1. Timoth. 2. 8.23. Dienstag 4, 1.18.„ 3. „13. Mittwoch 0 5 4. „15-9. Donnerst. 0 7, 3-13 0 5, 17.·25. „ 1.15. Freitag 8.—7 6, 1-11 Samstag 7. Psalm 143. 19. nach Trinitatis. 25-6, 10,] Sonntag Ev. Matth. 9, 1-8. Ep. Epheser 4, 22·28. 16.29. Montag 1. Samuelis 10, 1-16. 1. Timoth. 6, 12.-21. .II. Dienstag 0 10, 17.27. 2. Timoth. 1, 1.7. 18.411 Mittwoch„ 12. E 1.18:18. 2.18. Donnerst. 5 13, 1.14. 10 2, 1.10. Freitag 15...20.„ 2, 11.21. Samstag 16, 1-13. Psalm 34. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Samstag Bibel⸗Lesetafel. 20. nach Trinitatis Ilh. 25 Abends. Ev. Matth. 22, Ep. Epheser 5, 15.A. 1. Sa nuelts 16, 2. Timoth. 2, 22.25 1 11— 11 7 4, 1.8. „ Titus 1. 4k.„ 2, 1•10, 19, 1-18. Psalm 20. 21. nach Trinitatis. Ev v. Joh. 4, 47.54. Ep. Epheser 6, 10.. 1. Samuelis 24. Philemon. 26. I. Petri 1. 1.12 31. 1 1, 13.25. 2. Samuelis 1, 2, 1.10. 5, 3, 15-29. 6. Psalm 13⁰ 7 22. nach Trinitatis. Ev. Matth. 18 Ep. Philipp. 1, 3.II. 2. Samuelis 12, 1. Petri 4, 1.7. 12, 5, 15. 15, 2. Petri 1, 1¹⁴4. 16, 1, 15.2ʃ. 18, 9 2. 2⁴ sall 71. 23. ů——n Trinitatis. Ep. Philipp. 3, 17.A. 1. Ichannis 1. Diens Mittw Donne Freita Samst Sonnt Monte Dienst Mittw Donne Freita. Samst Sonnt Monta Dienst Mittw Donne Freita. Samst 7 werden angegeb 17.A. 1-14. 1⁴² 110 Bibel⸗Lesetafel. 24. nach Trinitatis.“) Morgens. Abends. Sonntag Ev. Matth. 9, 18.26. Ep. Kolosser 1, 9-14. Montag 1. Könige 10, 1-13. 1. Johannis 5, 12-21. Dienstag 7 17, 1-16. Hebräer 2, 1.18. Am Bußtage. Mittwoch Psalm 102². Johannes 12, 35-48. Donnerst. 1. Könige 18, 1-16. Hebräer 3 Freitag 18, 17.29.„ 4. Samstag 0 18, 30-46. Psalm 76. 25. nach Trinitatis.“) Sonntag Ev. Matth. 24, 15-28. Ep. 1. Thess. 4, 13.18. R Montag 1. Könige 19. 10 Hebräer 5. Dienstag 21, 1.19. 7 6 Mitwoch 2. Könige 2, 1-14.(C„ 10, 1•18. Donnerst.„ i 10, 19.39. Freitag„ 5, 1-14.„ 12, 1.11. Samstag„ 6, 8.23. Psalm 138 26.— Trinitatis.“) Sonntag Ev. Matth. 25, 31-46. Ep. 2. Thess. 1, 3·10. Montag 2. Könige 17 123. Hebräer 12, 12.29. Dienstag ö 18, 4.8. 7 13, 1-14. Mittwoch 7 20. 7 13, 15-25. 4 22. Jakobus 0 1.15. Freitag 25, 1⸗22. 2, 1-13. Samstag Klagel. Jer. 3, 22·.39 Pfalm 149. 27. nach Trinitatis.) Sonntag Ev. Matth. 25, 1-13. Ep. 1. Thess. 5, 1-11. Montag Offenbarung 5. Jakobus 2, 14.26. Dienstag 1 7. 917.N 3. Mittwoch 19, 1⸗9.%½½ 4 Donnerst. 20,411.25., 5 Freitag 0 21. Judas Snung 0 22. Psalm 150. 2. Von dem Sonntage ab, an dem das Totenfest gefeiert wird, werden die Lektionen gelesen, die für die 27. Woche nach Trinitatis äangegeben sind. 537 Verzeichnis der Liederdichter. He d. Albert, Heinrich, geb. 1604 zu Lobenstein im sächs. Voigt lande, Organist am Dom zu Königsberg i. Pr., Freund von Simon Dach, 1651. 303. 350. Albinus, Joh. Georg, geb. 1624 zu Unternessa b. Weißen⸗ fels, 1 1679 als Pfarrer zu Naumburg. 346(). Allendorf, Joh. Ludw. Konr., geb. 1693 zu Josbach b. Mar⸗ burg, Schüler A. H. Franckes, Hofprediger in Köthen Konsistorialrat in Wernigerode, T 1773 als Pfarrer in Halle. 55. 200. 226. 447. Altenburg, Joh. Michael, geb. 1584 zu Alach b. Erfun, f 1640 als Pfarrer zu Erfurt. 141. Arends, Wilh. Erasmus, geb. 1677, 1721 als Pfarrn in Halberstadt. 253. Arndt, Ernst Moritz, geb. 26. Dez. 1769 zu Schoritz au der Insel Rügen, der kühne Vorkämpfer der deutscheg Freiheit zur Zeit der Befreiungskriege, 1 29. Jan. Idl als Professor der neueren Geschichte zu Bonn. 47. Il 118. 162. 188. 355. 401. 413. 442. Arndt, J. C. 416. Arnold, Gottfried, geb. 1666 zu Annaberg im sächs. Ein gebirge, Anhänger Speners, 1697 ein Jahr lang Puh⸗ fessor der Geschichte in Gießen, 1 1714 als Pfarrer und Inspektor(Dekan) zu Perleberg. 237(. 250(0. 25 Asschenfeldt, Christoph Karl Julius, geb. 1792 zu Kit seit 1824 Propst in Flensburg, daselbst 1856,— M. Bähr, Christian August, geb. 1795 zu Atterwasch b. Guhn + 1846 als Pfarrer zu Weigsdorf b. Zittau. 64. Barth, Christian Gottlob, geb. 1799 zu Stuttgart, 159 Pfarrer in Möttlingen, seit 1838 in Calw als Voliz schriftsteller und Foͤrderer der Heidenmission thal 1daselbst 1862.— 130. Sp Bienet Er suf Birler stei we M Pr Bogat in rei Köthen, farrer in Erfur, Pfarta oritz auf deutschn an. 1800 47. 10J. chs. Eih thätiz Verzeichnis der Liederdichter. Becker, Kornelius, geb. 1561 zu Leipzig, 7 daselbst 1604 als Profess or der Theologie u. Pfarrer zu St. Miolai. 154. Beda Denerabilis(d.h. der Ehrwürdige), ein Angelsachse, geb. 673 im Bistum Durham in England, Mönch im Kloster Jarrow, wo er 735 T. Wurde ebenso als Meister in allen Wissenschaften seiner Zeit wie als Muster der Anspruchslosigkeit bewundert.(108.) Betichius, Joh., geb. 1650 zu Stöckby in Anhalt, 1722 als Pfarrer in Zerbst. 329. Beurhaus, Friedrich, 4 1609 als Prorektor des Gym⸗ Binten zu Dortmund. 266 0. Bickel, Joh. Daniel Karl, geb. 26. Juni 1737 zu Wies⸗ baden als S. des Kantors(späteren Pfrs zu Altweilnau u. Dörsdorf) 730 Chr. B., 1758 Lehrer am Waisenhaus u. Vikar der luth 4.— neinde zi Wiesbaden, 1763 Kaplan und 1777 Huforediger zu Biebrich, 1787 Pfr. zu Mos⸗ bach, wo er 28. Juni 1809 als Nassau⸗Usingen'scher Konsistorialrat, Superintendent u. Hofprediger starb. Verf. des Nass. Gesangbuchs von 1779 u. des Nass. Spruchbuchs von 1793.(S. 509.) Bienemann(Melissander), Kaspar, geb. 1540 zu Nürnberg, Erzieher am Hofe zu Weimar, 1 1591 als General⸗ superintendent zu Altenburg. 274. Birken(Betulius), Sigismund von, geb. 1626 zu Wilden⸗ stein b. Eger, flüchtete mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böhmen, Erzieher am Wolfenbütteler und Mecklenburger Hof, von Ferdinand III. geadelt, zuletzt Privatgelehrter zu Nürnberg, dort 4 1681.— 246. Bogatzty, Karl Heinr. von, geb. 7. Sept. 1690 zu Jankowe in Schlesien, studierte in Halle Theologie, Verfasser zahl⸗ reicher, weitverbreiteter Erbauungsschriften, 4 15. Juni 1774 als—I e im Waisenhaus zu Halle. 142. 189. Vonaventura(Joh. v. Fidanza), geb. 1221 im Toskanischen, Franziskaner, Prof. zu Paris, Kardinal, 1274 zu Lyon; scholastischer Theologe und zugleich einer der besten Mystiter seiner Zeit.(71.) Brandenburg, Luise Henr. von, geb. 27. Nov. 1627 im Haag als Tochter des Prinzen Heinr. Friedr. v. Oranien⸗ Nassau, seit 7. Dez. 1646 Gemahlin des Großen Kur⸗ fürsten, 1 18. Juni 1667 zu Berlin. Die ihr gewöhn⸗ lich zuheihriedenen drei Lieder werden zwar„ihre Lieder“ 539 Verzeichnis der Liederdichter. zeich genannt, jedoch wahrscheinlich nur im Sinne von Lieh⸗ lingsliedern. 173(2). 361(2). Brandenburg⸗Kulmbach, Albrecht d. Jüngere, Markgus von, geb. 1522 zu Anspach, 1 1557 zu Pforzheim. 29200. Buchka, Joh., geb. 1705 zu Arzberg bei Bayreuth, Kon⸗ rektor und Hilfsprediger zu Hof i. V., 1 daselbst 1752.— 90 Claudius, Matthias, der„Wandsbecker Bote“, geb. 15. Aug, 1740 zu Reinfeld b. Lübeck, privatisierte zu Wandsbel⸗ 1 21. Jan. 1815 zu Hamburg als Revisor der Schleswig⸗ Holsteinschen Bank zu Altona. 434. 440. Clausnitzer, Tobias, geb. 1618 zu Thum b. Annaberg in Erzgebirg, schwedischer Feldprediger, 4 1684 als kur⸗ pfälzischer Kirchenrat u. Inspektor zu Weiden, Ober⸗ pfalz. 30. 126. Crasselius, Bartholomäus, geb. 1667 zu Wernsdorf ba Glauchau i. Sachsen, 1724 als luth. Pfarrer zu Düsseldorf. 2. 125(7). Dach, Simon, geb. 1605 zu Memel, 4 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg i. Pr. 371. 438. Decius(Hovesch), Nikolaus, anfangs Mönch im Kloster Steterburg b. Braunschweig, seit 1523 evang. Pfarrer zu Stettin, daselbst 21. März 1541.— I. 81. Denicke, David, geb. 1603 zu Zittau, 5 1680 als juristischs Mitglied des Konsistoriums in Hannover, seit 1646 mit Justus Gesenius Herausgeber des Hannoverschen Gesang⸗ buchs, in welchem zuerst die ältern Lieder grundsätzlih dem Zeitgeschmack angepaßt wurden. 177. Deßler, Wolfgang Christoph, geb. 1660 zu Mürnberg + 1722 als Konrektor der Schule zum hl. Geist da⸗ selbst. 220. Dieffenbach, Georg Christian, geb. 4. Dez. 1822 zu Schliz in Oberhessen, Oberpfarrer daselbst; hat u. a. il mehrere Sprachen übersetzte„Krankenblätter“ herau⸗⸗ gegeben. 324. Diterich, Joh. Samuel, geb. 1721 zu Berlin, f daselhs 1797 als Oberkonsistorialrat u. Pfarrer an St. Marien. 160. Döring, Karl Aug., geb. 1783 zu Mark-Alvensleben bi Magdeburg, 1844 als Pfarrer der luth. Gemeinde zu Elberfeld; Förderer der innern Mission. 205. 5⁴⁰ ö H Bü Frandt als 186 Frandt Freyli hei U. der Freyst fel⸗ Dꝛi Fricke Pf on Lieb⸗ Narkgraf 20920⁰0 th, Kon⸗ 1752.— 15. Aug, andsbec, chleswig⸗ iberg in als kur⸗ I, Ober⸗ dorf bii arrer zu ufesn 2. lostet Pfarrer 51 daselbs Marien. Verzeichnis der Liederdichter. Drese, Adam, geb. 1620 in Thüringen, 1701 zu Arn⸗ stadt als Schwarzburgischer Kapellmeister. 215. Eber, Paul, geb. 1541¹ zu Kitzingen in Franken, Gehilse Luthers, 4 1569 als Professor der Theologie, General⸗ superintendent: u. Pfarrer zu Wittenberg. 294. 362(7). Jalk, Johannes Daniel, geb. 1768 zu Danzig, 4 1826 als Kegation srat zu Weimar; Begründer eines der ersten lettungshäuser für verwal rloste Kinder. 400. 431. zücher, Christoph, geb. zu Joachimsthal in Böhmen, 1 1600 als Hofprediger u. Genera lsuperint endent zu Celle. 87. lemming(Fleming), Paul, geb. 5. Okt. 1609 zu Harten⸗ stein in Sachsen, 1633—39 Teilnehmer einer Gesandt⸗ schaftsreise nach Rußland u. Persien, bei deren Antritt er das Lied r. dichtete und durch welche seine Gesund⸗ heit aufgerieben wurde, so daß er schon 25. März 1640 starb, als Arzt zu Ha Na Ouh 5— 439. Flitner, Joh., geb. 1618 zu Su 1L, Predig er zu Grimmen b. Greissr wald. als solcher 4 16 678 während des branden⸗ burgisch⸗schwedischen Kriegs auf der Flucht zu Stral⸗ sund. 426. Franck, Joh., geb. 1618 zu Guben in der Niederlausitz, als Student zu Königsbe rg Schüler S. Dachs, 4 1677 als Bürgermeister seiner Vaterstadt. 164. 169. 207. Franck, Salomo, geb. 1659 zu Weimar, 1 1725 daselbst als Sberkonfi storial-Sekretär und Bibliothekar. 89. 186. 263. Francke, Aug. Herm., geb. 12. März 1663 zu Lübeck, Be⸗ gründer des berühmten Waisenhauses zu Halle, da⸗ selbst 8. Juni 1727 als Professor der Theologie und Pfarrer der Vorstadt Glaucha. 65. Franz, Agnes, geb. 1794 zu Militsch in Schlesien, T 1843 zu Breslau. 420. 437. Freylinghausen, Joh. Anastasius, geb. 1670 zu Ganders⸗ heim in Brar unsch weig, A. H. Franckes Schwiegersoh n u. Gehilfe, 1739 als Pfarrer zu St. Ulrich u. Direktor der Franckeschen Stiftungen zu Halle. 261. Freystein, Joh. Burchard, geb. 18. April 1671 zu Weißen⸗ fels, seit 1709 Hof⸗ u. Justizrat(für Bausachen) i Dresden, 1 daselbst 1. April 17¹8.— 248. Fricker, Joh. Li udwig, geb. 1729 zu Stuttgart, 4 1766 als Pfarrer zu Dettingen in Württemberg. 139. 5⁴¹ Verzeichnis der Liederdichter. Fröhlich, Abr. Emanuel, geb. 1796 zu Brugg im Kanton Aargau, seit 1817 zu Brugg, seit 1827 zu Aarau in verschiedenen Lehr⸗u. Kirchenämtern thätig, Fabeldichter, 1 1865 zu Gebensdorf(zu Baden?) b. Aarau. 340. Funcke, Friedrich, geb. 1643 zu Nossen im Erzgebirg, Kan⸗ tor in Perleberg und Lüneburg, seit 1694 Pfarrer zu Römstedt b. Lüneburg, dort 4 1699.— 113. Funk, Gottfr. Benedikt, geb. 1734 zu Hartenstein i. Sachsen, 1 1814 als Konsistorialrat u. Rektor des Domgymna⸗ siums zu Magdeburg. 95. Garve, Karl Bernh., geb. 1762 1816—36 Prediger der Brüdergemeinde zu Neusalz a. O, 1 1841 in Herrnhut. 144. 258. Gedicke, Lampertus, geb. 1683 zu Gardelegen in der Alt⸗ mark, 1709 Feldprediger, 4 1735 als Feldpropst in Berlin. 297. Gellert, Christian Fürchtegott, geb. 4. Juli(nach Gödeke: 1716 zu Großenhayn in Sachsen(nach früherer An⸗ nahme: 1715 zu Hainichen bei Freiberg im Erzgebirg, seit 1751 Professor der Dichtkunst, Beredsamleit und Sittenlehre zu Leipzig, daselbst 13. Dez. 1769.— 3. 18. 19. 48. 75. 98. 159. 236. 257. 265. 276. 304. 31l. Gerhardt, Paul, nach Luther unser größter Kirchenlieder⸗ dichter, geb. 12. März 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651 Propst in Mittenwalde, 1657ν67 Prediger an St. Nikolaii erlin, aus welcher Stellung er infolge konfessioneller gkeiten schied, seit 1669 Spree, f daselbst 7. Juni 46. 51. 54. 59. 68. 74. 80. 280. 286. 290. 301. n B S 315. 327. 341. 357. Gerok, Karl, geb. 1815 i aselbst seit 18ʃ Pfarrer, zuletzt Ober 4„ 4 890.— 0. annover, Pfarrer 3als Gen.⸗Sup. (Vergl. Denicke/ 86. 100(2). Geßner, Georg, geb. 1765 zu 1 1843 als Pfarrer am Großmünste Dübendorf, Kanton Zürich, zu Zürich. 300. Hotter, 1de Grafe, evan Gramat Neu Dis Luth als? Hregor, Here Bert Grünei als Gryphi: Hünthe als hagenb gymna⸗ mnover, gebirg), eit und 769.— 4. 31l. nlieder⸗ hen bei 57—67 Stellung it 1669 7. Juni 74. 80. 1. 306. it 1840 .— 33, Pfarrer n.⸗Sup. nicke) Zürich 9. 300, Verzeichnis der Liederdichter. Giacopone da Todi(Jacoponus, Jacobus de Benedictis), geb. zu Todi in Oberitalien, Franziskanermönch, vom Dapst Bonifazius VIII., dessen Sittenlosigkeit er geißelte, in den Kerler geworfen und wie ein wildes Tier gefangen gehalten, aber vom Volke selig gesprochen; 1 25. Dez. 1306.—(S4.) Hotter, Ludwig Andreas, geb. 1661 zu Gotha, Jurist, 1daselbst 1735 als Hofrat. 20. 238. 254. Grafe, Fabrikant zu Elberfeld, Mitbegründer der freien evang. Gemeinde daselbst, 4 1869.— 414. Gramann(Graumann, Poliander), Jobann, geb. 1487 zu Neustadt in Baiern, Sekretär des Dr. Eck bei dessen Disputation mit Luther 1519, seit 5595 Anhänger Luthers, Rektor der Thomasschule zu Leipzig, 4 1541 als Pfarrer der Alt 01 ter„Siregn Königsberg i. Pr. 13. Gregor, Christian, geb. 1723 zu Diersdorf in 1501 z0 Herausgeber des Drüdergesangbuchs von 1778, 1 40109 Berthelsdorf als Bischof der Brüdergemeinde. 194. 195. Eals OW Karl, geb. 1802 zu Stuttgart, daselbst 1878 als Oberhofprediger und Präl at. 338. Oryphius(Greif), Andreas, geb. 1616 zu i 5deen in Schlesien, Jurist, 16 46 als Flüchtling i. d. Fremde, 1647 Syndikus des F ürstentums Glogau; 1664 in einer a. Ger ing der Glogau'schen La idstände am Schlagfluß. Gekrönter und geadelter Dichter; Haupt⸗ Dramatiker seiner Zeit. 349. Hünther, Cyriakus, geb. 1650 zu Goldbach b. Gotha, 1704 als Gymnasial lehrer zu 6⁰ otha. 202. hahe beh, Karl Rudolf, geb. 1801 zu Basel, Professor der Theologie daselbst, F 187; hordenberg, Friedr. Ludw. Freiherr von,(0 ovalis), geb. 1772 auf Gut O berwie derstedt b. 92 + 1801 18 lste 58 X.— 288. als Bergassessor in Weißenfels. 45. 217 harms, Klaus, geb. 1778 zu Fahrsted dt in Ho Pfarrer in Kiel, 1835 Hauptpfarrer an und Kirchenpropst daselbst, 4 1855.— 445. harttmann, Karl Friedr., geb. 1743 zu Adelberg i. Württem⸗ berg, an der Harleshme Schillers Lehrer, bis 1812 Pfarrer u. Dekan zu Lauffen, 4 1815 in Tübingen. 270. ein, 1816 Nikolai 543 Verzeichnis der Liederdichter. Hausmann, Julie von, geb. 1826 zu Riga, Erzieherin an verschiedenen Orten, seit 1870 Musiklehrerin an der St. Annenschule zu Petersburg. 425. Hayn, Henr. Luise von, geb. 22. Mai 1724 zu Jostein, wo ihr Vater Fürstl. Nassauischer Oberjägermeister war; seit 1746 Mitglied der Brüdergemeinde, 4 27. Aug. 1783 als Pflegerin der ledigen Schwestern in Herrnhut. 49. Heermann, Johann, geb. 11. Okt. 1585 zu Raudten bi Wohlau in Schlesien, 1611 Pfarrer zu Köben b. Glogan, legte 1634 sein Amt nieder, weil seine Gesundheit in⸗ folge der Drangsale des 30j. Kriegs und vielen Haus⸗ kreuzes erschüttert war, 4 17.(27. 9) Febr. 1647 zu Lissa in Polen. Der bedeutendste Liederdichter zwische Luther und P. Gerhardt. 76. 77. 93. 140. 213. 355, 380. Held, Heinrich, war 1643, in welchem Jahr er seine G⸗ dichke herausgab, Rechtsanwalt in seiner Vaterstabt Guhrau in Schlesien, 4 1695.— 37. 115. Helmbold, Ludwig, geb. 1532 zu Mühlhausen i. Thür, Pfarrer u. Superintendent daselbst, 1598.— 289. Hensel, Luise, geb. 1798 zu Linum b. Fehrbellin als Tochtin eines evang. Pfarrers, Erzieherin der Kinder des Konver⸗ titen Grafen Leopold Stolberg, nachdem auch sie(I8I zur kath. Kirche übergetreten war, während ihre 1894 in 92.Lebensj. gest. Schwester Wilh., gleichfalls Dichterin, den evang. Bekenntnisse treu blieb; 1 1876 zu Paderborn. 43. Herberger, Valerius, geb. 21. April 1562 zu Fraustadt in Posen, als Pfarrer am Kripplein Christi daselbs 18. Mai 1627. Verfasser vieler Erbauungsschriften Lehrer des Joh. Heermann. 372. Herbert, Petrus, 4 1571 als Konsenior der böhmisch⸗ mährischen Brüderunität zu Eibenschütz; Mitarbeiter am Brüdergesangbuch von 1566.— 310. Hermann, Nikolaus, Kantor zu Joachimsthal in Böhma, Freund seines Pfarrers Joh. Mathesius, 1 3. Mai l501 hochbetagt. 56. 313. 375. Hermes, Joh. Timotheus, geb. 1738 zu Petznik b. Stat⸗ gard in Pommern, 1 1821 als Oberkonsistorialrat ud Oberpfarrer in Breslau. 443. 5⁴⁴ errma feld, Dres herrnsd in W Sup fesso Stift (Vor herroses herzog, 1699 helfe heunisch 169⁰ erin an an der Idstein, er war; 1g. 1780 t. 42. dten bi Glogan, heit in⸗ Haus⸗ 1647 zu zwischen 13. 385 eine G⸗ aterstadt Thüt, 289. 3 Tochtinn Konver⸗ sie(1819 1894 in erin, den orn. 46. Fraustodt i daselbst schrifte, böhmisch⸗ itarbeiltt Böhmeh, Nai 1501 b. Star⸗ alrat ud Verzeichnis der Liederdichter. herrmann, Joh. Gottfr., geb. 1707 zu Altjeßnitz b. Bitter⸗ feld, 1746 Oberhofprediger und Oberkonfistorialrat zu Dresden, 4 1791.— 184. herrnschmidt, Joh. Daniel, geb. 11. April 1675 zu Bopfingen in Württemberg, 1712—16 Fürstl. Nassauischer(General⸗ Superintendent u. Konsistorialrat zu Idstein, dann Pro⸗ sessor der Theologie und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen zu Halle, 4 5. Febr. 1723 zu Glaucha Vorstadt von Halle). 10. 273. herrosee, C. F. 1 1826.— 398. herzog, Joh. Friedr., geb. 1647 zu Dresden, daselbst 1699 als Rechtsanwalt. 316. hesse, Johann, geb. 1490 zu Nürnberg, 1547 als Pfarrer zu Breslau, wo er die Reformation hatte einführen helfen. 370(9). heunisch, Kaspar, geb. 1620 zu Schweinfurt, 7 daselbst 1690 als Pfarrer und Superintendent.(369.) heydenreich, Aug. Ludw. Christian, geb, 25. Juli 1773 zu Wiesbaden, Pfarrer u. Inspektor(Dekan) zu Dotz⸗ heim, als solcher 1817 Mitglied der Idsteiner Unions⸗ Synode, 1818 Kirchenrat, Professor am Prediger-Semi⸗ nar u. Pfarrer zu Herborn, 1837—58(41) der 2.(3.) Bischof der ev.⸗christl. Kirche im Herzogtum Nassau, Haupt⸗Verfasser des Gesangbuchs v. 1841 u. der Agende v. 1843, 4 26. Sept. 1858 zu Wiesbaden. 39. 84. hiller, Phil. Friedr., geb. 6. Jan. 1699 zu Mühlhausen a. d. Enz in Württemberg, 1748 Pfarrer zu Steinheim, verlor drei Jahre später die Stimme u. mußte deshalb sein Amt niederlegen, wirkte aber noch segensreich als Liederdichter und Verfasser vieler Erbauungsschriften; 24. April 1769.— 192. 208. 227. 228. 419. hoffmann, Gottfried, geb. 1658 zu Löwenberg i. Schlesien, 1 1712 als Rektor des Gymnasiums in Zittau. 382. homburg, Ernst Christoph, geb. 1605 in Mihla b. Eise⸗ nach, Rechtsanwalt zu Naumburg u. Zeitz, 1681.— 40. 78. 106. hilsemann, Wilh., geb. 1781 zu Soest in Westfalen, 41865 zu Elsey als Pfarrer u. Superintendent i. R. 339. Jrgens, Ludwig, geb. 1791 zu Gütersloh, c. 1820—30 Reiseprediger in Kanada, 1831 nach Deutschland zurück, 5⁴⁵ 35 Verzeichnis der Liederdichter. gab in Barmen„Stimmen der Erquickung v. Angesicht srguse, des Herrn“ heraus, worin das Lied„Wo findet du als Seele“ ꝛc.; nach moralischem Schiffbruch in Amerihnshrumm (St. Louis?) 1832.—. 450. West Jorissen, Matthias, geb. 1739 zu Wesel, 4 1823 als deutscha zulet reformierter Prediger im Haag. Trefflicher Pfalmen. starb. übersetzer. 6. hrumm Kempff, Johann, geb. zu Staffelstein in der Gegend vons gel Würzburg, 4 1625 als Prediger zu Gotha. 374. Keymann, Christian, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmeh + 1662 als Rektor des Gymnasiums in Zittau. Ah Kinkel, Gottfried, geb. 1815 zu Oberkassel b. Bonn, I80, Privatdozent der Theol. zu Bonn, dann Prediger unh i. d. Lehrer in Köln, 1846 Professor der Kunst⸗ u. Kullm nmpe, geschichte zu Bonn, infolge der 1848/49r Ereignisse Nus reforr 1850 nach Amerika, Prof. am Westbourne⸗College Utrech London, 1866 am Polytechnikum zu Zürich, f daselbel f das 1882.— 435. hunge, J Klopstock, Friedr. Gottlieb, geb. 2. Juli 1724 zu Quedlir] Freu burg, längere Zeit in Kopenhagen, später in Hambup] Profef wo er 14. März 1803 als dänischer Legations⸗ u. badischt uurenti Hofrat starb. Der Sänger des„Messias.“ 157. A1 Husm Knak, Gustav Friedr. Ludw., geb. 1806 zu Berlin, Pfam] direkte zu Wusterwitz in Pommern, seit 1850 Goßners Mah bater, folger an der Bethlehemskirche zu Berlin, 1878 alff das. einer Reise zu Dünnow in Pommern. 199. 397. 440,. Jai Knapp, Albert, geb. 25. Juli 1798 zu Tübingen, Pfartt] durch in Kirchheim, seit 1836 an St. Leonhard in Stuttgath sehr, Ler wo er 18. Juni 1864 starb. Herausgeber des„Cvang] Franz Liederschatzes“ mit(in 3. Aufl.) 3130 Kirchenliedem] bergee 73. 108. 110. 131. 133. 138. Oberk Knoll, Christoph, geb. 1563 zu Bunzlau, nicht vor din luth. 25. Sept. 1627 als Prediger zu Sprottau nach mihtwauf ei als 363. Amtsführung daselbst. 356. on, Jr Knorr von Rosenroth, Christian, geb. 1636 zu Altraudeg] dann bei Wohlau in Schlesien, 1689 als pfalzgräflicht] haufen Geheimrat u. Kanzleidirektor zu Sulzbach in der Obtk] Ostern pfalz. 306. itbich, e Koitsch, Christian Jakob, geb. 1671 zu Meißen, Inspektuf 178 am Pädagogium zu Halle, 1705 Rektor des Gymnasiuné b. Hir zu Elbing, 7 daselbst 1735.— 214. 198.2 5⁴ Angesichh findet die Ameriln 8 deutschn Psalmen⸗ gend von 374. Böhmen. tau. A2 onn, 18ʃ0 diger und 1. Kultun⸗ nisse No, College in + daselhs Quedlin⸗ Hambunz . badische 157. 44l. I, Pfarrn iers Nah⸗ 1878 Qaf 397. 440. , Pfarnr Stuttgatt, 5„Evang henliedem. t vor din nach meht Altrauden zgräfliche der Obez Inspeklar mnasium Verzeichnis der Liederdichter. higuse, Jonathan, geb. 1701 zu Hirschberg i. Schl., 4 1762 als Pfarrer u. Superintendent zu Liegnitz. 26. haummacher, Friedr. Adolf, geb. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, in verschiedenen Lehr⸗ u. Kirchenämtern thätig, zuletzt Pfarrer zu St. Ansgarii in Bremen, wo er 1845 starb. Parabeldichter. 50. 132. lrummacher, Friedr. Wilh., ältester Sohn des Vorigen, geb. 1796 zu Mörs a. Rh., Prediger in Frankfurt, Ruhr⸗ ört, Barmen(Gemarke), Elberfeld(1835), Berlin(47), 11868 als Hof⸗ u. Garnisonprediger in Potsdam. 411. sunth, Joh. Sigismund, geb. 1700 zu Liegnitz, seit 1743 Oberpfarrer und solmsischer Superintendent zu Baruth i. d. Niederlausitz, daselbst 1779.— 353. lunpe, Friedr. Adolf, geb. 18. Febr. 1683 zu Detmold, Eformierter Pfarrer zu Weeze u. Duisburg, Prof. zu Utrecht, zuletzt Pfarrer an St. Stephani in Bremen, 1daselbst 8. Dez. 1729.— 57. 364. lunge, Joachim, geb. 1670 zu Gardelegen i. d. Altmark, Freund und Amtsgenosse A. H. Franckes, 4 1744 als Professor der Theologie in Halle. 307. hurenti, Laurentius,(Lorenz Lorenzen), geb. 1660 zu Husum i. Schleswig, 4 1722 als Domkankor u. Musik⸗ direktor in Bremen. 103. 351. lbater, Joh. Kaspar, geb. 15. Nov. 1741 zu Zürich, das. als Kirchenrat u. Pfarrer an St. Peters Münster 2. Jan. 1801 infolge eines bei der Einnahme der Stadt durch die Franzosen empfangenen Schusses.(160.) 172. ihr, Leopold Friedrich(nach dem Kirchenbuch nicht: Leop. Franz Friedr.), geb. 3., get. 5. Sept. 1709 zu Kron⸗ berg a. Taunus, wo sein Vater Kurfürstl. Mainzischer Oberkeller(Rentmeister) war, als Prediger an der luth. Kirche zu Köthen 27. Jan. 1744 zu Magdeburg auf einer Reise. 191. lon, Johann, geb. zu Ohrdruf i. Thür., Feldprediger, dann Lehrer in Königssee u. bis 1575 in Groß-Mühl⸗ hausen, zuletzt Pfarrer in Wölfis bei Ohrdruf, wo er Ostern 1597 starb.(175.) lebich, Ehrenfried, geb. 1713 zu Probsthain b. Liegnitz, 1780 als Pfarrer zu Lomnitz(und Erdmannsdorf) b. Hirschberg; Mitherausgeber der Hirschberger Bibel. 198. 271. 367. 5⁴⁷ 3⁵⁵ Verzeichnis der Liederdichter. Liscow, Salomo, geb. 1640 zu Niemitzsch i. d. Niederlausth 1 1689 als Prediger zu Wurzen i. Sachsen. 334. Lodenstein, Jodokus von, Prediger z. Utrecht, 4 1677.— (237). Hoöwenstern, Matthäus Apelles von, geb. 1594 zu Neusth b. Oppeln, 1 1648 in Breslau als Kaiserlicher Rat in Staatsrat des Herzogs von Münsterberg⸗-Ols. 14 Luther, D. Martin, der deutsche Reformator, zugleich d Begründer und Meister des deutschen evang. Kirchg gesangs, geb. 10. Nov. 1483 zu Eisleben, seit 1 Professor der Theologie zu Wittenberg, 4 18. Febr. E zu Eisleben. 52. 58. 92. 114. 116., 129. 134. 1 136.(158.) 167. 193. 365. 366. 383.(387.) 390. Magdeburg, Joachim, geb. 1525 zu Gardelegen i. d. M mark, evang. Prediger, zuletzt zu Efferding in Osternit von dort 1583 vertrieben. 295. Mathesius(Mathe), Joh., geb. 1504 zu Rochlitz i. Sachsh als Student Luthers Haus⸗ und Tischgenosse, wirkte Rektor, dann als Pfarrer zu Joachimsthal i. Böhmm wo er 1565 f. Hier die vorletzte Str. aus dessen Wiegn lied:„Nun schlaf mein liebes Kindelein.“ 396. Mentzer, Johann, geb. 1658 zu Jahma i. d. Oberlauft 1 1734 als Pfarrer zu Kemnitz b. Bernstadt(Lauss 15. 260. Meyfart, Joh. Matthäus, geb. 1590 zu Walwinkel b. Golh 1 1642 als Professor der Theologie u. Pfarrer an i Predigerkirche zu Erfurt. 360. Möller, Joh. Friedr., geb. 1789, zuletzt Gen.⸗Superinteh dent zu Magdeburg, 1 1861.— 331. Mohr, Joseph, geb. 1792 zu Salzburg, kath. Priester, Si zu Laufen b. Salzburg, wo er„Stille Nacht“ dichteh 1 1848 zu Wagrein im Salzkammergut. 406. Moraht, Adolf, geb. 1805 in Hamburg, dort neun Yh im Dienst der innern Mission, 1838 Hilfsprediger Mölln in Lauenburg, 1846 Pfarrer daselbst, 1 18³⁴½: 153. Mudre, Joh. Friedr., geb. 26. Dez. 1736 zu Lübben i Niederlausitz, Gellerts Schüler, zu Marienberg 6 Sachsen, als pensionierter Pfarrer von Mittelsaida 0 Freiberg, 30. Mai 1810.— 90. 5⁴ Scht 1681. leumeist fels, 17. geunher 1 17: Reuß, S Pfarr Supe Hitolai, in W Pfar! luth. dung beidei „der Haup burg, lotker zu H 912. tiederlaufß . 354 1 1677.4 zu Neustih her Rat un ls. 14. zugleich u ig. Kirchg „seit 159 Febr. 150 134. 13 J 390. n i. d. M n Osternit i. Sachsh „ wirkte al i. Böhmen sen Wieger 396. Oberlaustz dt(Lausth el b. Gothj rrer an d lirolai, Philipp, geb. 10. Aug. 1556 zu Mengeringhausen zu Heiligau, Benediktinermönch zu St. Gallen, 1 6. April Verzeichnis der Liederdichter. huchtenhöfer, Kaspar Friedr., geb. 1624 zu Halle, 4 1685 als Pfarrer in Koburg. 49. kander, Christoph Friedr., geb. 1724 zu Eckau in Kur⸗ land, 1750 Propst zu Gränzhof in Kurland, 7 daselbst 1802.— 88. kKander, Joachim,„der Psalmist des neuen Bundes“, geb. 1650 zu Bremen, 1674 Rektor an der reformierten Schule zu Düsseldorf, 1679 Prediger an St. Martini zu Bremen, 7 daselbst 31. Mai 1680.— 9. 21. 32. 309. 378. lerreter, David, geb. 1649 zu Nürnberg, 1709 Gen.⸗Sup. des Herzogtums Hinterpommern und des Fürstentums Kammin u. Kons.⸗Rat zu Stargard, 4 das. 1726.— 269. Rumann, Kaspar, geb. 1648 zu Breslau, Hofprediger zu Altenburg, 1678 Oberpfarrer zu St. Elisabeth, theo⸗ logischer Professor am Gymnasium u. Kircheninspektor zu Breslau, das. 1715.— 25. 111. 305. 312. 344. umark, Georg, geb. 16., get. 17. März 1621 zu Langen⸗ salza(in der St. Stephani⸗Gemeinde), seit 1651 Biblio⸗ thekar u. 250 zu Weimar, f daselbst 8. Juli 1681.— 296. kumeister, Erdmann, geb. 1671 zu Uchteritz b. Weißen⸗ fels, zuletzt Hauptpfarrer zu St. Jakobi in Hamburg, 1 1756.— 60. 190. 320. stunherz, Johann, geb. 1653 zu Waltersdorf i. Schlesien, 11737 als Oberpfarrer in Hirschberg. 105. leuß, Heinr. Georg, geb. 1654 zu Elbingerode a. Harz, Pfarrer in Wolfenbüttel, 4 1716 als Kons.⸗Rat und Superintendent zu Wernigerode. 229. in Waldeck, zuerst Gehilfe seines Vaters daselbst, 1583 ), geb. um 850 912.—(366). 549 Verzeichnis der Liederdichter. Olearius, Johann, geb. 1611 zu Halle, Herzogl. Sit Ringwa Gen.⸗Sup. u. Hofprediger zuerst in Halle, wo Henn 11⁵⁵ August als Administrator des Erzstifts Magdeburg u Rinkart dierte, nach dessen Tod zu Weißenfels, wo er l der! starb. 124. 176(). 1617 Oser, Friedr. Heinr., geb. 1820 zu Basel, 1845 Pfarrery starb Waldenburg(Baselland), 1866 Prediger an der Stu erster anstalt zu Basel, 41891 als Pfarrer zu Benken(Bal] und land). 262. in d Pfeffel, Gottlieb Konr., der bekannte Fabeldichter, geb.IWI]. Ert zu Kolmar, seit seinem 21. Jahre völlig erblindet, Gem als Präsident des Konsistoriums zu Kolmar. 8. nicht Pfeil, Christoph Karl Ludw. von, geb. 1712 zu Grünsl Tisch i. d. Grafschaft Leiningen, unfern Worms, württen Rist, J. Geh. Legationsrat, später in preußischen Diensten, I als als Geheimerrat auf seinem Gute Deufstetten b. Dünk' 163. bühl. 22. 69. 181. 328. Prätorius, Benjamin, geb. I. Jan. 1636 zu Oberguißhe Frer b. Weißenfels, 1674(2) als Pfarrer in Großlissa Oyr Delitzsch.(256.) Noller Preiswerk, Samuel, geb. 1799 zu Rümlingen b. WI. 1 Pfarrer u. Antistes zu Basel, 5 das. 1871.— 70. 0 Rot Puchta, Christian Rud. Heinr., geb. 1808 zu Kadohhbm othe, in Mittelfranken, wirkte zu München, Erlangen, Spein Eib b. Ansbach teils im Kirchen⸗, teils im Lehrans[ 259 T 1858 als Pfarrer zu Augsburg. 168. 342. 15 Räder, Joh. Friedr., geb. 1815 zu Elberfeld, Kaufmm Aückert daselost, T 1872.— 428. 194 44 Rambach, Aug. Jak., geb. 1777 zu Quedlinburg, 1 9 als Hauptpfarrer zu St. Michaelis u. Seniot I. 19 Hamburg. 71. mutilit Rambach, Joh. Jak., geb. 1693 zu Halle, daselbst 65 b doe als Franckes Nachfolger, 1731 Professor u. Supe Her dent zu Gießen, wo er 1735 starb. 109. 152. 183.2 Jol Reuß, Eleonore Fürstin von, geb. Gräfin zu Stolbe anl Wernigerode, geb. 1835 zu Gedern in Oberhessen, rüh Richter, Christian Friedr., geb. 1676 zu Sorau i. d. Michez Schade lausitz, Arzt am Waisenhaus zu Halle, 4 das. 171¹.— Fr 171. 230. 231. 232. 240. in Grünstal württems ten, f Dünlehz — 70. 4 Radolzbm en, Spiin Lehuun 2. Kaufmam rg. 1 Senior selbst 1 2 Theoloh Superintu 18. Stolbaay. hessen, l d. Niedh⸗ Is. 171ʃ.— ingwald, Bartholomäus, Verzeichnis der Liederdichter. geb. 1530 zu Frankfurt a. O., 1597(od. 99) als Pfarrer zu Langfeld i. d. Neumark. 170. Rinkart, Marin geb. 23. April 1586 zu Eilenburg an der Mulde, seit 1613 Pfarrer zu Erdeborn b. Eisl., 1617 Pfarter in seiner Vaterstadt, wo er 8. Dez. 16— 9 starb. Verfasser von nahezu 100 Schriften(auch des ersten Lutherfestspiels:„Der Eißlebische Ritter“ 1613] und von mehr als 600 Kirchenliedern, die fast alle in den Stürmen des 30 j. Kriegs vernichtet worden sind. Er teilte die Drangsale dieses Kriegs treulich mit seiner Gemeinde, dichtete jedoch sein„Nun danket alle Gott“ nicht nach 2.1.(0429 2.——— sondern schon 1630, als Tischgebet. 11.(12⸗ Rit, Johann, geb. 1607 zu Ottensen b. Hamburg, 1667 als Pfarrer zu Wedel a. d. Elbe i. Holstein. 35. 66. 163. 318. 368. Rodigast, Samuel, geb. 19. Okt. 1649 zu Gröben b. Jena, Freund Speners, 19. März 1708 als Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Berlin. 291. Roller, Sam. David, geb. 1779 zu Heynitz b. Meißen, 1 1850 als Pfarrer zu Lausa b. Dresden. 448. Rothe, Joh. Andreas, geb. 1688 zu Lissa b. Görlitz, 1722— 758 Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthelsdorf, 1 — luth. Pfarrer zu Thommendorf b. Bunzlau. 187. 259. 381. Rückert, Friedrich, n 16. Mai 1789 zu Schweinfurt, Pro⸗ fessor der morgenländischen Sprachen 1826 zu Erlangen, 1841—49 Iu Berlin, lebte dann auf seinem Landsitz zu Neuseß b. Koburg, wo er 31. Jan. 1866 starb. 36. Rutilius( Rüdel), Mart tin, geb. 1550 zu Salza b. Magde⸗ burg, 1 1618 als Pfarrer in Weimar, gilt allgemein (doch erst seit 1726) als Verf. des Liedes„Ach Gott und Herr“, welches zuerst 1613 mit einer von dem Professor Johannes Major(Groß) zu Jena(4 1654) aus Ver⸗ anlassung der„Thüringer Sündflut“(29. Mai 1613) gehaltenen Predigt erschien und wohl von letzterem her⸗ rührt. 165(2). Schade, Joh. Kaspar, geb. 1666 zu Kühndorf b. Meiningen, Freund A. H. Franckes, 1691 Prediger an St. Nikolai in Berlin u. Amtsgenosse Speners, 7 das. 1698.— 282. Verzeichnis der Liederdichter. Schalling, Martin, geb. 1532 in Straßburg, 1576 Hof— prediger u. Superintendent zu Amberg, 1585 Pfarrer an St. Marien in Nürnberg, ‚ das. 1608.— 203. Scheffler, Johann, geb. 1624 zu Breslau, seit 1649 Luib. arzt des Herzogs von Württemberg⸗Ols zu Ols, trat nah Lösung dieses Verhältnisses 12. Juni 1653 zu Breslau unter dem Namen Angelus Silesius zur römischen Kirch⸗ über, wurde Geistlicherrat des Fürstbischofs und stard im Kloster zu St. Matthias daselbst 9. Juli 1677.— 196. 206. 211. 249. Scheidt, Christian Ludw., geb. 1709 zu Waldenburg bei Schwäbisch⸗Hall, 4 1761 als Geh. Hofrat u. Bibliothekar zu Hannover. 179. Schenck, Heinr. Theobald, geb. 10. April(1. Apr. a. St. 1656 zu Heidelbach a. d. Schwalm b. Alsfeld i. Ober⸗ hessen, T 11. Apr. 1727 als Pfarrer zu Gießen. 3ʃ5. Schenk, Hartmann, geb. 1634 zu Ruhla b. Eisenach, f 168l als Pfarrer zu Ostheim vor der Rhön. 394. Schenkendorf, Gottlob Ferd. Max von, geb. 1783 zu Tilsii einer der Sänger der Befreiungskriege, 1817 alz Regierungsrat zu Koblenz. 418. 444. Schirmer, Michael, geb. 1606 zu Leipzig, Freund P. Ger⸗ hardts, T 1673 als Konrektor am Gymnasium zun grauen Kloster in Berlin. 43. 119. Schlegel, Joh. Adolf, geb. 1721 zu Meißen, 1 1793 alh Pfarrer u. Gen.⸗Superintendent in Hannover. 322. Schlosser, Ludw. Heinr., geb. 1663 zu Darmstadt, 1 17²9 als Pfarrer zu St. Katharinen in Frankfurt a. M. 3W, Schmid, Joh. Christoph von, geb. 1768 zu Dinkelsbühl, 1791 Priester, 1826 Domkapitular zu Augsburg, 1 1854. Verfasser vieler Jugendschriften. 404. Schmidt, Joh. Eusebius, geb. 12. Jan. 1670 zu Hohen⸗ felden im kurmainzischen Amte Tondorf bei Erfun, 1 25. Dez. 1745 als Pfarrer in Siebleben b. Gotha nach 48 j. Amtsführung daselbst. 234. Schmolck, Benjamin, geb. 21. Dez. 1672 zu Brauchitschdon im Fürstentum Liegnitz, 1701 Gehilfe seines Vaters in Pfarramt daselbst, seit 1702 in Schweidnitz, 1 daselbst 12. Febr. 1737 als Oberpfarrer u. Inspektor. Verfasser 5⁵² Schu - 52. —— 576 Ho Pfarrer 203. 49 Leib trat nach Breslal en Kircht ind starh 1677.— burg bii liothekor a. St. i. Ober⸗ n. 370. „1 168ʃ zu Tilsit 817 alz P. Ger⸗ um zun 1793 alz 322. ** M. 335. kelsbühl, 185 1 Hohen⸗ Erfurt, 5. Gotha jitschdon aters in daselbst Verfasse Verzeichnis der Liederdichter. weit verbreiteter Erbauungsschriften. 29. 34. 38. 67. 97. 104. 122. 147. 155. 178. 241. 268. 272. 278. 285. 293. 314. 321. 332. 343. 345. 358. 359. 363. 417. Schneesing, Johann,(Chiomusus), geb. zu Frankfurt a. M., . 1567 als Pfarrer zu Friemar b. Gotha. 166. Schröder, Joh. Heinr., geb. 4. Okt. 1667 zu(Haller⸗) Springe b. Hannover, seit 1696 Pfarrer zu Meseberg b. Magde⸗ burg, das. 30. Juni 1699.— 201. 244. Schütz, Joh. Jakob, geb. 7. Sept. 1640 zu Frankfurt a. M., 1 das. 22. Mai 1690 als Rechtsanwalt u.„verschiedener (Reichs⸗)Stände Rat.“ 16. Schwarzburg⸗Rudolstadt, Amilie Juliane Gräfin zu, geb. Gräfin von Barby, geb. 19. Aug. 1637 zu Rudolstadt, Gemahlin des Grafen Albrecht Anton, f das. 3. Dez. 1706.— 61. 377. Schwarzburg⸗Rudolstadt, Ludämilie Elisabeth Gräfin zu, geb. 7. April 1640 zu Rudolstadt, F 12. März 1672 als Braut des Grafen Christian Wilh. zu Schwarzburg⸗ Sondershausen. 209.(408.) Schwedler, Joh. Christoph, geb. 1672 zu Krobsdorf i. Schle⸗ sien, 1730 als Pfarrer zu Niederwiese i. d. Ober⸗ lausitz. 409. Selnecker, Nikolaus, geb. 1530(32 2) zu Hersbruck b. Nürn⸗ berg, Schüler Melanchthons, Pfarrer in Dresden und Jena, 4 1592 als Professor der Theologie, Superinten⸗ dent u. Pfarrer an St. Thomas in Leipzig. Mitver⸗ fasser der Konkordienformel. 127. 393. Senitz, Elisabeth von, geb. 1629 zu Rankau i. Fürstentum Brieg i. Schlesien, früh verwaist, Hoffräulein an den Höfen zu Brieg u. Ols, 4 1679.— 79. Speratus(Spret), Paul, geb. 13. Dez. 1484 zu Röthlen bei Ellwangen i. Schwaben, 1516 Pfarrer zu Salzburg, predigte schon 1522 das lautere Evangelium im Stephansdom zu Wien, 1523 in Wittenberg, 1524 auf Luthers Empfehlung Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen, Reformator des Herzogtums Preußen, 4 12. Aug. 1554 zu Liebemühl als evang. Bischof von Pomesanien. Er zuerst dichtete(1523) auf Luthers Anregung evangelische Kirchenlieder.(182.) Spitta, Karl Joh. Phil., geb. 1. Aug. 1801 zu Hannover, 1 28. Sept. 1859 als Superintendent und Pfarrer zu 553 Verzeichnis der Liederdichter. Burgdorf b. Hannover. Der Dichter von„Psalter und Harfe“. 31. 121. 137. 148. 150. 233. 277. 323. 325. 336. 415. 429. 449. Stegmann, Josua, geb. 1588 zu Sulzfeld b. Meiningen, 1 3. Aug. 1632 als Professor der Theologie u. schaum⸗ burgischer Superintendent zu Rinteln. 128(9). Steinhofer, Ludw. Christian, geb. 1746 zu Tübingen, 1 1821 als Pfarrer zu Welzheim i. Württemberg. 347. Steuerlein, Johann, geb. 1546 zu Schmalkalden, 5 1613 als Stadtschultheiß zu Meiningen. 62. Stip, Gerhard, geb. 1809 zu Norden in Ostfriesland, Heraus⸗ geber des„Unverfälschten Liedersegens“(1851), 4 1882 zu Potsdam als Privatgelehrter. 302. Stockfleth, Heinr. Arnold, geb. 1643 zu Alfeld i. Hannover, 1 1708 zu Mönchsberg b. Baͤyreuth als brandenbur⸗ gischer Kirchenrat, Oberhofprediger u. Gen.⸗Sup. 298. Stolshagius, M. Kaspar, 1583 Pfr. zu Stendal, ließ als „Pfarrherr zur Igel(Iglau) im Lande zu Mehrn“ (Mähren) 1591 zu Eisleben„Kinderspiegel, Oder Haus⸗ zucht, vnd Tischbüchlein, Wie die Eltern mit den Kin⸗ dern singen und beten sollen“ ꝛc. drucken, worin das Lied „Heut triumphieret Gottes Sohn“ zuerst erschien. 96 ½. Strauß, Viktor Friedr. von, geb. 1809 zu Bückeburg, 1840 Archivrat das., 1850 Kabinetsminister, auch Bundestags⸗ gesandter des Fürsten zu Schaumburg⸗Lippe; lebt zu Dresden. 221. 284. Sturm, Julius Karl Reinhold, geb. 1816 zu Köstritz in Fürstentum Reuß, seit 1857 Oberpfarrer u. Kirchenrat daselbst. Verf. der„Frommen Lieder“ u. a. 23. 146. 151. 174. 281. 337. Taddel, Christian Ludw., geb. 1706 in Mecklenburg⸗Schwerin, + 1775 als Hofrat u. Justiz⸗Kanzlei⸗Direktor zu Rostock. 102². Tersteegen, Gerhard, geb. 25. Nov. 1697 zu Mörs a. Rh., machte die höhere Schule seiner Vaterstadt durch, erlernte die Kaufmannschaft u. dann das Bandwirken zu Mͤl⸗ heim a. d. Ruhr, wo er von seinem 15. Jahre bis zu seinem Tode, 3. April 1769, lebte.„Ein reformierter Mystiker mit reichem inneren Leben, durch Wort und Schrift vielen ein Seelsorger u. geistlicher Führer.“(0). 24. 53. 83. 112. 143. 197. 204. 235. 242. 245. 317. 5⁵⁴ rund 325. ingen, haum⸗ 1821 1613 eraus⸗ 18² nover, nbur⸗ 298. e5 als tehrn“ Haus⸗ Kin⸗ 5 Lied 96 0½. 18⁴⁰0 Stags⸗ ebt zu itz im henrat .146. verin, ostock. Rh., lernte Mül⸗ vis zu ierter und (0. 317. Verzeichnis der Liederdich ter. Thilo, Valentin, geb. 1607 zu Königsberg i. Pr., T das. 1662 als Professor der Beredsamkeit. 42. Tietze(Titius), Christoph, geb. 1641 zu Wilkau b. Breslau. 1 1703 als Pfarrer zu Hersbruck b. Nürnberg. 287. Wagner, Joh. Christian, geb. 1747 zu Hildburghausen, Amt⸗ mann zu Heldburg, dann Regierungs- u. Konsistorialrat zu Hildburghausen, daselbst 1825. Herausgeber des „Hildburghäuser Gesangbuchs“. 185. Walter, Aug. Herm., geb. 1817 zu Leipzig, 1843 Katechet u. Nachmittagsprediger an St. Petri daselbst, trat 1849 wegen Ohrenleidens in den Ruhestand. 223. Wegelin, Josua, geb. 1604 zu Augsburg, Prediger daselbst, + 1640 als Pfarrer in Preßburg.(107.) Weiße, Michael, geb. zu Neiße i. Schlesien, deutscher Pfarrer zu Landskron u. Fulneck i. Böhmen, gab 1531 das erste deutsche Gesangbuch der böhmischen Brüder heraus, +. 1540(42 2) als Vorsteher der Brüder in Neutomischl. Bearbeitete meist böhmische Hussitenlieder.(94.) Weissel, Georg, geb. 1590 zu Domnau i. Ostpr., 4 1635 als Prediger zu Königsberg i. Pr. 41. 216. Wetzel, Karl Friedr. Gottlieb, geb. 1779 in Bautzen, Litte⸗ rat, 4 1819 als Redakteur des fränkischen Merkur in Bamberg. 412. Willich, Ernst von, Stiefenkel Schleiermachers, geb. 25. Febr. 1860 zu Breslau, 1 4. Febr. 1873; dichtete im Alter von 12 Jahren das Lied 430, das Lieblingslied Kaiser Friedrichs in seinen Leidenstagen. 430. Winckler, Joh. Joseph, geb. 1670 zu Lucka i. Sachsen⸗ Altenburg, 4 1722 als Kons.⸗Rat u. Domprediger zu Magdeburg. 252. 283. Wolf, Jak. Gabriel, geb. 1684 in Greifswald, 1 1754 als Professor der Rechte zu Halle. 255. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, geb. 1725 zu Friedrichsfelde b. Berlin, 1748 Pfarrer zu Bunzlau i. Schlesien, Stifter des dortigen Waisenhauses, das. 1761.— 161. 423. Zaremba, Felician Graf von, geb. 1794 zu Zaroy in Litthauen, 56 Jahre im Dienste der Basler Mission: 1821—38 zu Schuscha in Rußland, 1839—64 als Reise⸗ prediger in Deutschland und der Schweiz; 1874 im Missionshause zu Basel. 410. 55⁵⁵ Verzeichnis der Liederdichter. Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von, geb. 26. Mai 1700 zu Dresden, Schüler A. H. Franckes, 1721 Hof⸗ und Justizrat, stiftete 1727 auf seinen Gütern die evang. Brüdergemeinde, als Bischof derselben 9. Mai 1760 zu Herrnhut. 145. 180. 225. 239. 243. 421. Zinzendorf, Christian Renatus Graf von, Sohn des Vorigen, geb. 1727 zu Herrnhut, 11752 als Presbyter der Brüder⸗ gemeinde in London. 395. Zollikofer, Georg Joachim, geb. 1730 zu St. Gallen, Pre⸗ diger 1754 in Murten, 1758 in Leipzig, T 1788.— 247. Zwingli, Huldreich, der Reformator der deutschen Schweiz, geb. 1. Jan. 1484 zu Wildhaus in Toggenburg, 1 11. Okt. 1531 in der Schlacht bei Cappel.(Seite 496.) Von unbekannten Verfassern:(4.) 5. 27. 28. 72. 91ʃ. (94.) 99.(107.) 120. 149. 156. 158.(175.)(182.) (256.) 264. 299. 300. 319. 330. 333. 348. 352. 354. (369.)(387.) 402. 403. 405. 407.(408.) 422. 424. 433.(S. 496.) Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. —— (Die eingellammerten Zahlen sind die Nummern des Militär⸗ Gesangbuchs.) Ach bleib bei uns, Herr Jesu Wüßt Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott und Herr. Ach Gott, verlaß mich nicht 6 Ach Gott vom Himmel sieh darein* Ach komm, füll unsre Seelen ganz Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein. Ach mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte Ach sagt mir nichts von Gold und Schätzen Ach wundergroßer Siegeshedðd(658) Allein Gott in der Höh sei ECEhhr...() Allein zu dir, Herr Jesu Chrite..(89) Alle Menschen müssen sterben.(129) Alles ist an Gottes Segen Allgenugsam Wesen Am Kreuz erblaßt An des Herren Kreuz zu denken Auf, auf, ihr Reichsgenossen(22) Auf Christi Himmelfahrt allein.(659) Auf dich seh ich..* Auf! du priesterlichs Geschlechte Auferstehn, ja auferstehn wirst du Auf Gott und nicht auf meinen Rat..(116) Auf, ihr Streiter, durchgedrungen!...(88) Auf, laßt uns fröhlich 1960 Auf meinen lieben Gott Aus Gnaden soll ich selig werden Aus irdischem Getümmel. Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich zu dir. I(82) 5⁵5⁷ Nr. 127⁷ 128 165 263 129 221 194 19⁵5 196 106 1 166 346 264 197 88 7¹ 3⁵ 107 2²23 347 441 265 222 442 266 179 2²2⁴ 299 167 Barmherziger, laß deine Gnade Befiehl du deine Wege 28— Bei dir, Jesu, will ich bleiben. Betgemeine, heilge dich Bis hierher hat mich Gott gebracht Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar Christe, du Lamm Gottes Christen sind ein göttlich Volk. Christi Blut und Gerechtigkeit. Christ ist erstanden Christ lag in Todesbanden Christus der ist mein Leben Danket dem Herrn, denn er ist Danket dem Herrn! Wir danken Darf ich wiederkommen Das alte Jahr vergangen ist Das Jahr geht still zu Ende Das Jahr ist nun zu Ende. Das walte Gott, der helfen kann. Dein König kommt in niedern Hüllen Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen Dein Wort, o Herr, ist milder Tau. Dennoch bleib ich stets an dir Der am Kreuz ist meine Liebe Der beste Freund ist in dem Himmel Der du in Todesnächten. Der du zum Heil erschienen Der Glaube hilft, wenn nichts mehr helfen kann Der heilge Christ, der segne dich. Der heilge Christ ist kommen Der Mensch hat nichts so eigen Der Mond ist aufgegangen. Der Sabbat ist vergangen Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe ö Des Morgens, wenn ich früh aufsteh Dich, Jesum, laß ich ewig nicht Die Gnade sei mit allen 4..— Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi 5⁵⁸ Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Die g Die L Die 9 Die E Dies Dies Dieen Dir, Direu Du b Du,( Du li Du S Ehre Ehr st Ein 6 Eine Einen Einer Einer Eines Ein f. Ein 6 Ein g Ein H Ein L Ein r Eins Eins Empo Endlic Ergrü Erhal' Ermu Es gl. Es ist Es ist Es ist Es ist Es ist Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Die güldne Sonne ü 2 Die Herrlichkeit der Erden Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ. Dies ist der Tag, den Gott gemacht 628 —0 ist die Nacht, da mir erschienen 2*—0 Die wir uns allhier beisammen finden Du, dir, Jehovah, will ich singen(2) Dir will ich danken bis zum Grabe. Du bist zwar mein und bleibest mein Du, Gott, hasts angefangen. Du lieber, heilger, frommer Christ Du Stern in allen Nächten. Ehre sei Gott in der Höhe. Ehr sei dem Vater 159d1. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Eine Herde und ein Hirt. 3 Einen guten Kampf hab ich Einer ist König, Immanuel sieget Einer ists, an dem wir hangen Eines wünsch ich mir vor allem andern Ein feste Burg ist unser Gott Ein Gärtner geht im Garten Ein getreues Herze wissen Ein Haupt hast du dem Volk gesandt.(150a) Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. Ein reines Herz, Herr, schaff in mir. Eins hätten wir von Herzen gern. Eins ist not! Ach Herr, dies eine..(090) Empor zu Gott, mein Lobgesang. Endlich bricht der heiße Tiegel Ergrünt, ihr Siegespalmen.. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort:(72) Cuuumtert euch, ihr Frommen. Es glänzet der Christen inwendiges Leben Es ist das Heil uns kommen her. 2— Es ist ein Ros entsprungen.. Es ist genug; so nimm, Herr, meinen Geist Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein Es ist noch eine Ruh vorhanden 559 E Es ist so still geworden Es ist vollbracht! Er ist verschieden Es kennt der Herr die Seinen Es kostet viel, ein Christ zu sein Es woll Gott uns gnädig sein Ewge Liebe, mein Gemüte Fahre fort, fahre fort! Fang dein Werk mit Jesu an Freu dich sehr, o meine Seele Fröhlich soll mein Herze springen. Früh am Morgen Jesus gehet. Früh morgens, da die Sonn aufgeht Geh Hin mein Herz, und suche Freud Geh hin nach Gottes Willen Geht hin, ihr gläubigen Gedanken Geht, ihr Streiter, immer weiter Geht nun hin und grabt mein Grab Gelobet sei der Herr 90. Gelobet seist Du, Jesu Christ 11. Gelobt sei Gott im höchsten Thron Gott, deine Güte reicht so weit Gott, der du Hazzenttenier bist Gott der Gnaden, schwer beladen Gott des Himmels und der Erden Gottes Stadt steht fest 25 Gott ist gegenwärtig Gott ist getreu Gott ist mein Lied. Gott lebt. Wie kann ich traurig fein? ů Gott Lob! Die Stund ist kommen Gott Lob! Ein Schritt zur Ewigkeit Gott Lob! Nun ist erschollen Gott, Schöpfer, Stifter heilger Eh Gott sei Dank durch alle Welt Gott wills machen. Großer Gott von alten Zeiten Großer Gott, wir fallen nieder Großer Gott, wir loben dich Großer Mittler, der zur Rechten. Guter Hirt, der seine Herde 56⁰ Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. (75) (131) „600 (31) Seite 509 (143 Halleli Hallelu Hallelu Hallelu Hallelu Halt in Harre, Heilger Heilig, Herbei, Herzliel Herz ur Heut tr Hier le⸗ Hier ste hf. o Hul. Himmel Hinunte Hirte d Hosianr Hallelujah! Gott zu loben.. Hallelujah! jauchzt, ihr Chöre. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr. Hallelujah! Schöner Morgen Hallelujah! Wie lieblich stehn Haͤlt im Gedächtnis Jesum Wut Harre, meine Seele. Heilger Jesu, Deirersauell Heilig, heilig, heilig Herbei, o ihr Gläubigen Herr, auf Erden muß ich leiden Herr, dein Wort, die edle Gabe Herr, der du mir das Leben Herr, die Erde ist gesegnet Herr, du wollst uns vollbereiten Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben wir Herr, höre, Herr, erhören. Herr, ich habe mißgehandelt Herr im Himmel, Gott auf Erden Herr Jesu Christ, der du beweintest. Herr Frin Christ, dich zu uns wend. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut Herr Jesu, Gnadensonne. Herr, sei gelobet, daß du hast d dein Leben Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken. Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Herzlich thut mich verlaͤngen Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen Herz und Herz vereint zusammen. Heut triumphieret Gottes Sohn Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder Hier stehen wir von nah und fern. Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Not. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. Himmelan geht unsre Bahn. Hinunter ist der Sonne Schnn Hirte deiner Schafe Hosianna! Davids Sohn Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. 652) 667) 15) (4 Seite 496 (359 (93) (145) (78) Hosianna! Zu d Hüter, wird die er Erde Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Nacht der Sünden Ich bete an die Macht der Liebe Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin erlöst durch meines Mittlers Blut Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin im Him Ich bin nicht mehr mein eigen Ich bleib bei dir. Wo könnt ichs Ich erhebe mein Ich geh zu deine mel angeschrieben Gemüte. m Grabe Ich habe Lust zu scheiden Ich habe nun de Ich hab in Gottes Herz und Sinn Ich hab in guten Ich hab von ferr n Grund gefunden Stunden ne Ich komme, Herr, und suche dich ö Ich singe dir mi Ich steh an dein Ich steh in mein t Herz und Mund er Krippe hier es Herren Hand Ich sterbe täglich, und mein Leben Ich und mein Haus, wir sind bereit Ich weiß, an wen ich glaube Ich weiß von keinem andern Grunde Ich will dich lieben, meine Stärke Ich will streben. Ich will von me Ihr Kinderlein, In allen meinen iner Missethat kommet, o kommet Thaten. In Christi Wunden schlaf ich ein In der Angst der Welt will ich nicht tlagen ů In die Ferne m In Gottes Nam In Gottes Nam Ist Gott für mi öcht ich ziehen. en fahren wir en fang ich an ch, so trete. bess er doch all Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel Je größer Kreuz, je näher Himmel Jehovah, Jehovah, Jehovah. Jerusalem, du h ochgebaute Stadt 562 Kehre Kennt König, Komm, Komm, Romm, Komm, Kommi Komm: Kommt Lasset Lasset Laß fa Laß m Laß m Laßt n Laßt 1 Licht v Liebe, Lieber Liebste Liebste Lobe d Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. gesu, deine tiefen Wunden„(45) desu⸗ der du bist alleine. Zesu, Freund der Menschnkinder desu, geh voran. 62 Fesu, großer Wunderstern. 11511 87 gesu, hilf siegen, du Fürste des Lebens Fesu⸗ meine Freude 4 in(98) Fesu, meines Lebens Leben„e Ginlis(40) Jesus Christus herrscht als König Jesus, Jesus, nichts als Jesus⸗ Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden des sus lebt, mit ihm auch iccꝙcht. 654 Jesus, meine Zuversicht.((136) INsus nimmt die Sünder aRwn.(99) Jesus soll die Losung sein Jesu, Todesüberwinder Kehre wieder, kehre wieder Kennt ihr das Land— auf Erden liegt es nicht König, dem kein König gleichee((100) RKomm, heiliger Geist, erfüll die Herzen..(61 b) Komm, heiliger Geist, Herre Hott 202.½ 1(61 a) Komm, mein Herz, in Jesu Leiden(79) Komm, o komm, du Geist des Lebens(62) ommst du, kommst du, Licht der Heiden Kommt her, ihr seid geladen Kommt, Kinder, laßt uns gehen Lasset die Kindlein kommen. Lasset uns mit Jeiu zithenn ien t 8 Laß fahren deine Sorgen Laß mich dein sein und bleiben(17) Laß mich, o Herr, in allen Dingen Laßt mich gehn aßt uns lobsine igen Licht vom Licht, erleu chte mi ich 4 8 Lie be die du mich zum Bilde„102) Lieber Vater, hoch im Hen. dei Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Jesu, wir sind hier„dich und dein Wort(18 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren(6) 563 36 Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Lobe den Herren, o meine Seele 60 Lobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich—— Mache dich, mein Geist, bereit.(105 Macht hoch die Thür, die Thor macht weit 1 Mag über uns dein Eifer flammen Meinen Heiland im Heraen Meinen Jesum laß ich nichtt 19.1.(104) Mein erst Gefühl sei Preis 155 Dank 94 Meine Seele senket sich Meine Seel ist stille Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe Mein Gott, nun ist es wieder Morgen Mein Heiland nimmt die Sünder an Mein Leben ist ein Pilgrimstand Merk, Seele, dir das große Wort. Mir ist Erbarmung widerfahren 21. 4.(105) Mir nach! spricht Christus, unser Held...(39) Mit Ernst, o Menschenkinder. 1151(25) Mit Fried und Freud ich fahr dahin Mitten wir im Leben sind 9 2(137) Morgenglanz der Ewigkeit 20 Müde bin ich, geh zur RRuh Näher, mein Gott, zu dir Nun bitten wir den heilgen Geist Nun bringen wir den Leib zur——— Nun danket alle Gott.. Nun danket all und bringet Ehr 4 Nun freut euch, lieben Christen g'mei Nun geh uns auf, du Morgenstern Nun jauchzet all, ihr Frommen.(26 Nun laßt uns gehn und trettn 636) Nun lob, mein Seel, den Herren. 7111 Nun preiset alle. R Nun ruhen alle Wälder) 0 Nun sich der Tag geendet hat....(10 Nun sich der Tag geendet, mein Herd 29 Nun singet und seid froh Nun so bleibt es fest dabei Nun sprich du, Herr, dein Ja und Amen 56⁴ 888585858585885858588585858585858 E DEE S S SE SSEEEEEEEEEEEE Preis Ringe Rüstet Ruhe O daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätten. O der alles hätt verloren O du allersüßte Freude O du fröhliche O du Liebe meiner Liebe. O Durchbrecher aller Bande. O Ewigkeit, du Donnerwort O Ewigkeit, du Freudenwort O frommer und getreuer Gott. O Gott, du frommer Gott O Gottes Geist und Christi Geist O Gott, von dem wir alles haben O großer Gott, du reines Wesen. O Haupt voll Blut und Wunden. O heilger Geist, kehr bei uns ein. O heiliger Geist, o heiliger Gotte. O Jesu Christe, wahres Licht O Jesu, Jesu, Gottes Sohn O Jesu, meine Wonne Oesu, süßes Lichht O komm, du Geist der Wahrheite. O Lamm Gottes, unschuldig O Liebesglut, wie soll ich dich. O mein Herz, gieb dich zufrieden. O selig Haus, wo man dich aufgenommen. O Tod, wo ist dein Stachel nun. O Ursprung des Lebens O Vater der Barmherzigkeit O Welt, ich muß dich lassen O Welt, sieh hier dein Leben O wie freun wir uns der Stunde O wie fröhlich, o wie selig. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen Preis, Ehr und Lob sei dir Ringe recht, wenn Gottes Gnade. Rüstet euch, ihr Christenleute Ruhe hier, mein Geist, ein wenig. 56⁵ Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. 00) (63 „(47) (106) 610) (48) (64 (107) 649) 655 (50) (138) (150 c) (108) (109) ö Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Nr. ö Schaffe in mir Gott.. τ N Vom e Schaffet. schaffet, Menschenkinder 2 cnunt 1003½5Jon 6 Schmücke dich, o liebe Seevbete(0).„, 164 Schmückt das Fest mit Maien(5l Wach Schönster Herr Jesu. Wach Schwing dich auf zu deinem Gottt Wach Seelenbräutigam Bachet Seele, was ermüdst d du dich. Iu id Wann Segnet uns zu guterletzt.. m Aorur Seht am Kreuz den Mann der Scmen n ee Warur Sei getreu bis an das Ende Intet 11/.½Was 6 Sei Lob und Ehr dem höchsten ut n iaz(10) 16 Was e Sei mir tausendmal gegrüßeetrtrtrtr. Was en Siegesfürst 985 Ehrenkönig.(00), 112 Was u Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig(199N Was u Sieh uns fertig I 0„ Weicht * So i die Woche nun geschloff en e e Weil'i I So jemand spricht: Ich liebe Go)tt Wenn . Sollt es Reh bisweilen scheinen(123) 2Wenn Sollt ich meinem Gott nicht singen„½2). Wenn So nimm denn meine Hände 425Wenn W Sorge doch für meine Kinder f üe ee Wenn 9* Stark ist meines Jesu Had Wenn Stille halten deinem Walten 38Wenn Stille Nacht, heilige Nacht I mig 451P· K Dun Such, wer da will, ein ander Ziel..(112), AlWenn W Tausendmal gedenk ich deiritiinn44 Wer de Teures Wort aus Gottes Munde. 3 14½Werde (20) Ver& Thut mir auf die schöne Pforte 40½ Wer is Tochter freue 29 Der Sie eirin o Wer is 5235 imph! Triumph er Sieg ist mein I Ter u überwinder, nimm die Palmen 109 Wer sit Unsern Ausgang segne, Go)ttete(21) 34Wer w ö Unter Lilien jener Freudeen Wie sle Unverwandt auf Christum seheen Wie G 5 Wie gr Valet will ich dir geben Aur h unen Wie 15 Vater, kröne du mit Segen.(I50b). 3% Wie lie Verleih uns Frieden gnädiglich. 62), ½ Wie m Verzage nicht, du Häuflein klein...(148) 141 Wie sch 566 ———— Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. Vom Himmel hoch da komm ich her(32 Von Gott will ich nicht lasseen.(124) Wach auf, du Geist der ersten Zeugen t u(5) Wach auf, mein Herz, die Nacht ist Hur n(56) Wach auf, mein Herz und singe„1I44) Wachet auf! ruft uns die Stimmee((140) Wann grünt dein ganzer Erdenkreis? 2 Warum sollt ich mich denn grämen.((125) Warum willst du draußen stehen. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Es bleibt(126 Was Gott chut das ist wohlgethan! So denken Was macht ihr, daß ihr weinet Was mein Gott will, gescheh allzeit.(127) Was wär ich ohne dich gewesen ih Weicht ihr Berge, fallt ihr Hügel(113) Weil ich Jesu Schäflein bin Wenn alle untreu werden Benn der Herr ein Kreuze schickt. Wenn ich ihn nur habe Wenn ich in Todesnöten bin Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben. Wenn meine Sünd mich kränken. 65) Wenn mein Stündlein vorhanden issstee Wenn wir in höchsten Nöten seiinn.(656) Wer das Kleinod will erlangen Werde munter, mein Gemüte Wer Gott vertraut, hat wohlgebaut. Wer ist ein Mann? Wer beten kann Wer ist wohl, wie du..*0 Wer nur 15 lieben Gott läßt walten(128 Wer sind die vor Gottes Thronen. Wer weiß, wie nahe mir meine Ende..(141) Wie fleucht dahin der Menschen Zeit Wie Gott mich führt, so will ich gehhhn.... Wie groß ist des Lalschlaren Ei.t Wie könnt ich 3 hin schlafen* Wie lieblich ists hinieden Wie mit Nilts der n Unverstand Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ 567 Alphabetisches Verzeichnis der Lieder. * Rr. Wie schön leucht't uns der Morgenstern..(41), 2ʃ9 6 Wie sie so sanft ruhn, alle die Seligen. 1 1979 400 EI Wie soll ich dich empfangaen(27) 40 Wie wird uns sein, wenn endlicch. 440 Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen.(114) 20 Willkommen, Held im Streite 657) 104 ö Wir danken dir, Herr Jesu Christt(51) 87 Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer.. 38⁷ V Wir glauben all an einen Gott, Vater..(68) 125 ö Wir liegen hier zu deinen Füen.(87) 178 Wir pflügen und wir streun. 4»40 Wir singen dir, Immanuel(33) 65 Wir treten in das neue Jerr00 Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh?. 450 Wohin, o müder Wandrer, dnn..416 Wohl einem Haus, da Jesus Chrisstt. 3²8 + Wo ist Jesus, mein Verlangen 40⁸ * Wollt ihr wissen, was mein Preiss 4090 + Womit soll ich dich wohl loben: Wort des Lebens, lautre Quelle14 Wo willst du hin, weils Abend istte 3¹9 Wunderanfang, herrlichs Ende 0 4* Wunderbarer König.(14) 2ʃ W Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn 202 Rt Zeuch ein zu deinen Thorrern(66) 123 NW Zeuch hin, mein Kind 38² Zeuch uns nach diiiiirr 113³ Zieht in Frieden eure Pfadd. 30⁷ Zwei der Jünger gehn mit Sehneen 10⁵ —— Walter Köster Buchbinderei 3550 Marburg 100⁰0 Berin 61 Tel. O 64 2½/2 1277— 030/7 86 30 10 O em