,—* 7744. Ll e GaCui ειꝘ»VJ½ · 2 ⁷ LV CV 2 79 ‚ 2 2 EN 76 Sd 159α Kleines Gesangbusch geistlicher Lieder sür Kirche, Schule und Haus. Durch Philipp Wackernagel, Stuttgart 1860. — Verlag von S. G. Liesching. Col. 3, 16. Laßet das Wort Christi unter euch reichlich wohnen, in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen nud Lobgesängen und geistlichen lieblichen Lie⸗ dern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. 1. Chron. 17, 9. Singet, spielet und dichtet dem Herrn von allen seinen Wundern. Seinem teuren Freunde Hermann Schede. Du weißt, daß die Frage, durch welche Mittel und auf welchen Wegen unserer evangelischen Kirche die von ihr vergeßenen, ja verschmähten herlichen Schätze an Liedern und Melodieen wieder zugeführt werden könnten, noch nicht zum Abschluß gekommen, und daß ich selbst zu denen gezählt werde, welche in dieser Angelegenheit mitzuarbeiten berufen scheinen. Mein Verhältnis zu dem vorliegenden Büchlein und in wel— cher Weise ich mich bemüht, es durch Gründlichkeit und eine gewisse Frische von ähnlichen Unternehmungen zu unterscheiden, wirst Du hinten in den Anmerkungen nachgewiesen sehen. Sollte dasselbe, was ich vor Allem wünsche, Eingang in Haus und Schule finden, so würde sein Gebrauch an diesen kirchli— chen Vorörtern auch dazu dienen, ihm die Kirche selbst gewin⸗ nen zu helfen. Der Herr Verleger hat das Büchlein aufs lieblichste ausgestattet, und es ist nicht ohne besondere Absicht geschehen, daß dasselbe in kleinerem Format gedruckt worden, denn so kann man es leicht zur Kirche und Schule und auf Reisen mit sich nehmen. Du vor Allen, lieber teurer Freund, dessen geläuterter Geschmack auf dem Gebiete kirchlicher Kunst heimisch ist, habe deine Freude an den herlichen Liedern und Melodieen; es thut uns Allen herzliche heilige Freude und Trost so noth. Aber wäre das Elend und der Jammer unsrer Zeit auch noch so groß, so ist Gottes Gnade doch größer, und der unser Volk gesetzt, in seinen Kämpfen allezeit das Vordertreffen zu führen, wird seinen Gideon wol wißen und ihn lehren, daß den Lüg⸗ ner und Verwüster zu schlagen des Volkes schon zu viel ist. Wer denkt nicht in allen Unternehmungen, großen und kleinen, seines Vaterlandes! Das Büchlein erscheint im Anbruch schwerer Tage. Morgenröthe oder Abendröthe. Die werden kein Heil erjagen, deren Lippen von Freiheit und Fortschritt widerhallen, die mit dem losen Getön die Menge verführen und ihrer Sinne selbst nicht Meister sind. Freiheit von den Banden des Christentums und Fortschritt aus den Schranken seiner Sitten und Gebote hinaus auf den breiten Weg der Selbstbespiegelung und des Genußes haben das Verderben bereitet: wie sollten seine Geweihten ihm entrinnen? Singet fröhlich Gotte, der unsere Stärke ist. Man singt mit Freuden vom Siege in den Hütten der Gerechten: die Rechte des Herrn behält den Sieg. Lieber teurer Freund, möge diese kleine Sammlung geist⸗ licher Freiheitslieder unseres armen und doch so reich gesegne⸗ ten Volkes Dir samt Allen, die gutes Willens sind, in treuem Herzen wolgefallen. Elberfeld, zur Osterzeit 1860. Philipp Wackernagel. an Gesangbuch geistlicher Lieder. eist⸗ gne⸗ uem Ps. 147, 7. Singet um einander dem Herrn mit Danken, und lobet unsern Gott mit Harfen. Adyent. X. Mel. Aus meines Herzens Grunde. — ———— Auf, auf, ihr Reichs ⸗ ge⸗ no ⸗ ßen, eur Em ⸗pfa ⸗het un„ dro ⸗ ßen den E—.— 2— ————— Kö⸗nig kommt h— Kö⸗nig kommt her ⸗an, r Chri⸗ste er⸗ gro⸗ßen Wun-der ⸗-mann: Ihr Chri⸗sten, geht her⸗ laßt al ⸗len uns vor Din⸗gen ihm + —————— ——————— na sin ⸗ gen mit hei ⸗li⸗ ger Be⸗ gier. Auf, ihr betrübten Herzen! Der Herr will in der Noth der König ist gar nah. mit reichem Trost euch speisen, Hinweg all Angst und Schmerzen! er will euch erweisen, der Helfer ist schon da. ja dämpfen gar den Tod. Seht, wie so mancher Ort 4. hochtröstlich ist zu nennen, Nun hört, ihr frechen Sünder: da wir ihn finden können der König merket drauf, im Nachtmahl, 3. und Wort. Wenn ihr verlorne Kinder in vollem Lasterlauf Auf, auf, ihr Beelgeplagten! Auf Arges seid bedacht, der Kö ist nicht fern. ja thut es ohne Sorgen: Seid fröhlich, ihr Verzagten! gar nichts ist ihm verborgen, dort kommt der Morgenstern. er gibt auf alles acht. I ( 2 5. Seid fromm, ihr Unterthanen! der König ist gerecht, Laßt uns die Weg 4— bahnen und machen alles schlecht. Fürwahr, er meint es gut, drum laͤßet uns die Plagen, welch er uns schickt, ertragen mit e Muth. Und wenn gleich Krieg und Flammen uns alles rauben hin: Geduld! weil ihm zusammen gehört doch der Gewinn. Wenn gleich ein früher Tod die Kinder uns genommen, wolan, so sind sie kommen ins Leben aus der Noth. 7. Frisch auf in Gott, ihr Armen! der König sorgt für euch, Er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich: Der an ein Thier gedacht, der wird auch euch ernähren, was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 8. Hat endlich uns betroffen viel Kreuz, läßt er doch nicht Die, so auf ihn stets hoffen mit rechter Zuversicht: Von Gott kommt alles her, der läßet auch im Sterben die Seinen nicht verderben, sein Hand ist nicht zu schwer. 2 Advent. 9. Frisch auf, ihr Hochbetrübten! der König kommt mit Macht; An uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder 10. So lauft mit sonellen Schritten, den König zu besehn, Dieweil er kommt geritten stark, herlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. 11. Der König will bedenken die, welch er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt Durch seine Gnad und Wort: ja König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 12 Nun, Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; Du liebest unvergleichlich, du jagst den Sündern nach: Drum wollen wir all ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. J. Rist. 1651. —* (Mel. Nun komm, der Heiden Heiland.) Gott sei— durch al ⸗ le Welt, Und der Sün⸗der Trost und —....—— .—..— 1— R —————— Rath zu uns her⸗ ge ⸗sen ⸗ det hat. hlich, wach; Advent. 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnung war Und was sie geprophezeit, ist erfüllt nach Herlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jacobs Heil, der Jungfraun Sohn, Der wolzweigestammte Held, hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil, dir Hosianna, o mein Teil, Richte du auch eine Bahn dir in meinem Her⸗ en an. Zeuch, du Ehrertönig, ein, es gehöret dir allein; Mach es, wie du gerne Aoust⸗ rein von aller Sünden Wust. 6. Und gleich wie dein Zukunft war, voller Sanftmuth, ohn Gefahr, Also sei auch jederzeit deine Sanftmuth mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin Und des Satans schlaue List sich zu hoch vor mir vermißt. 8. Tritt den Schlangenkopf entzwei, daß ich, aller Aengsten frei, Dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan. 9 Daß, wenn du, du Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, Ich dir mög entgegen gehn und vor dir gerecht bestehn. Henrich Held. 1659. 3. Eigene Melodie. 1704. 9 + .....—.— + Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! es ————— ————.—— U b—..— 7————— kommt der Herr der Her-lich-keit, Ein Kö-nig al ⸗ ler al=ler Kö ⸗nig⸗ reich, ein Hei⸗land Welt zu⸗ gleich, Der 1 —. Es Z=— — x 22 14.——— Heil und Le-ben mit sich bringt: der⸗—— ben nin mit — nd,— E I.— Freu-den singt: ge⸗lo 2 sei mein 1—19— meit Schöpfer —— ——..—.—— reich von Rath! 1* Advent. 4. Er ist gerecht, ei lfer werth, Macht hoch die Thür, die Thor macht Ein Sanftmüt igkeit ist sein Gefährt, weit, bei Sein Königskron 417 Heiligkeit, D. Herz zum Tempel zubereit; Ein sein Scepter ist Barmberzigkeit. Die Zweiglein der Gottsäligkeit mit All unsre Noth zum End er bringt, steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; Ei derhalben jauchzt, mit Freuden singt: So kommt der König auch zu euch, und gelobet sei mein Gott, ja Heil und Leben mit zugleich: das mein Heiland groß von That! gelobet sei mein Gott, zu d voll Rath, voll 2—.— voll Gnad! O wol dem Land/ wol der Stadt, ö so diesen König bei sich hat! Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, Wol allen Herzen insgemein, meins Herzens Thür dir offen ist. da dieser König ziehet ein! Ach zeuch mit deiner Gnade ein, Er ist die rechte Freudensonn, ders Freundlichkeit auch uns erschein. bringt mit sich lauter Freud und ein heilger Geist uns fül or und leit Wonn:—— Weg zur ewgen Säligkeit. Zerbet⸗ sei mein Gott, Dem Namen dein, o Herr, mein Tröster früh und spat! sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel. 1633. 4. Mel. Von Gott will ich nicht laßen. (Veränderung in der 5. Zeile.) 1571. euch be⸗stellt: bald wird das Heil der Sün⸗-der, der wun⸗der⸗star ke Held, Den Gott aus Gnad al-lein der — ———— 65 E= H. Licht und Bereitet doch fein küchtig Macht alle Bahnen recht, den Weg dem großen Gast; die Thal laßt sein erhöhet, Macht seine Steige richtig, macht niedrig was hoch stehet, laßt alles, was er haßt. was krumm ist, gleich und schlecht. macht it reud; euch, iad! f. ist. n, eschein. nd leit 633. et, schlecht. Advent. 5 3. 4. Ein Herz, das Demuth liebet, Das war Johannis Stimme, bei Gott am höchsten steht; das war Johannis Lehr: Ein Herz, das Hochmuth übet, Gott strafet den mit Grimme, mit Angst zu Grunde geht. der ihm nicht gibt Gehör. Ein Herz, das richtig ist O Herr Gott, mach auch mich und folget Gottes Leiten, zu deines Kindes Krippen, das kann sich recht bereiten, so sollen meine Lippen zu dem kommt Jesus Christ. mit Ruhm erheben dich. Val. Thilo. 1642. Mel. Valet will ich dir geben. Teschner. 1615. soll ich dich em⸗ pfan⸗gen und wie be⸗ al ⸗ler Welt Ver-lan⸗-gen, 0 mei- ner gegn' ich— 5— 2 See⸗len Zier? —.— selbst die die Fa ⸗ckel bei, da ⸗- mit, was dich er⸗ ge ⸗tze, mir kund und wi⸗ßend sei. 2 Dein Zion streut dir Palmen Ich lag in schweren Banden, und grüne Zweige hin, du kommst und machst mich los; Und ich will dir in Psalmen Ich stund in Spott und Schanden, ermuntern meinen Sinn. du kommst und machst mich groß, Mein Herze soll dir grünen Und hebst mich hoch zu Ehren, in stetem Lob und Preis, und schenkst mir großes Gut, und deinem Namen dienen, das sich nicht läßt verzehren, so gut es kann und weiß. wie irdisch. thut. 3. Was hast du unterlaßen Nichts, nichts hat dich getrieben zu meinem Trast und Freud? zu mir vom Himmelszelt, Als Leib und Seele saßen Als das geliebte Lieben, in ihrem g ößten Leid, damit du alle Welt Als mir das Reich genommen, In ihren tausend Plagen da Fried und Freude lacht, und großen Jammerslast, da bist du, mein Heil, kommen die kein Mund aus kann sagen, und hast mich froh gemacht. so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetrübtes Heer, Bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr: Seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür, der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. —* Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft i ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld, Nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld: Advent. Weihnachten. 6. Er kommt, er kommt, den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb 9. Teil. Was fragt ihr nuch dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Ihr Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick: Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. ö Ach komm, ach komm, o Sonne! und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paulus Gerhardt. 1653. Eigene Melodie. 151⁴. .—4. Eiii ——— 2*.—— + Da Srr ge ⸗bo-⸗ ren war, 11—. sich der 5—E i H D— .——..——.—.—.. — En⸗gel Schar. Und sun⸗ gen mit Hau-⸗fen schon, 1 ——— —— — E —.— Z88ͤü 5. 1— + Ehr sei Gott im 1 höch⸗ sten Thron!“ Got⸗-tes——— ist —— 253— ...——— Mensch ge-born, hat versühnt des Ba⸗ ters Zorn, Weihnachten. 7 deue., ndern—8 6———.— freu sich, dem sein Sünd ist leid! 2. ö Die Hirten, erschrocken ganz Gottes Sohn ist Mensch geborn, ien von des Engels hellem Glanz, hat versühnt des Vaters Zorn, Hörten fröhlich neue Mähr, daß der Christ vorhanden wär. 5. Gottes Sohn ist Mensch geborn, Aus der Mutter Brust so rein nig, hat versühnt des Vaters Zorn, nähret sich dieß Kindelein, freu sich, dem sein Sünd ist leid Welchs durch sein göttliche Kraft allem Fleisch sein Speise schafft. Gottes Sohn ist Mensch geborn, freu sich, dem sein Sünd ist leid! 20 Sie suchten das Kindelein, eingehüllt in Windelein, hat versühnt des Vaters Zorn, Wie der Engel hat vermeldt, freu sich, dem sein Sünd ist leid! welches trägt die ganze Welt.—..—5 Gottes Sohn ist Mensch geborn, Solch große Barmherzigkeit hat versühnt des Vaters Zorn, laßt uns preisen allezeit, nne! freu sich, dem sein Sünd ist leil!! In Gottsfurcht und Glauben rein ů— mit Geduld gehorsam sein. Sie funden das Kindlein zart Gottes Sohn ist Mensch geborn, liegend in der Krippen hart, hat versübnt des Vaters Zorn, 1059. Bei dem Vieh im finstern Stall freu sich, dem sein Sünd ist leid! welches die Stern schaffet all. 1595. 77 Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 1540. N +. 9—.—.———— 5—— —ISSESEE ES——.——.——. +— Dieß ist der Tag, den Gott ge⸗macht, sein D.— m prei⸗se, was durch * — H —p.— — Je⸗sum Christ im Him⸗mel und auf Er ⸗ den ist. —— 2.3 x 4. Die Völker haben dein geharrt, Damit der Sünder Gnad erhält, bis daß die Zeit erfüllet ward; erniedrigst du dich, Herr der Welt, Da sandte Gott von seinem Thron Nimmst selbst an unsrer Menschheit das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. Teil, . erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. Wenn ich dieß Wunder faßen will, 5. so steht mein Geist vor Ehrfurcht Dein König, Zion, kommt zu dir: still aich komm, im Buche steht von mir, Er betet an, und er ermißt, Gott, deinen Willen thu ich gern.“ daß Gottes Lieb unendlich ist. gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. — Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt; ein Mittler ists, der sie erhält: Weihnachten. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt! Und Erde, die ihn heute sieht,. sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 10. eß ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht, Ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Christ. Fürchtegott Gellert. 8. Eigene Melodie. 9 366555 e Erat Ee, SDSSSSTJ———— + Es ist ein Reis ent⸗sprun⸗gen aus ei⸗ ner Als uns die Al⸗ten sun-⸗ gen, von Jes⸗ se Wur-zel HArt⸗ kam die Irt, Und hat ein Blümlein — 2 bracht mit⸗ten in kal⸗ tem — Nacht. Aus Gottes ewgem Rath hat sie ein Kind geboren die heilig reine Magd. 3. Den Hirten auf dem Felde * verkündt das englisch Heer, Wie zur selbigen Stunde Christus geboren wär, Zu Bethlem in der Stadt: da sie das Kindlein funden, wie ihn der Engel gesagt. 4. Ein Stern mit hellem Scheine drei König führt' geschwind Aus Morgenland mit Eile zum neugebornen Kind: Dem brachten sie reichen Sold und schenkten ihm mit Freuden Myrrhen, Weihrauch und Gold.— 2— Wir bitten dich von Herzen, o Heiland, edles Kind, durch alle deine Schmerzen, wann wir fahren dahin Aus diesem Jammerthal, du wollest uns geleiten bis in der Engel Saal. — 0 ihn uhrt, Lied! nacht, hrist llert. 1d. Weihnachten. 6. So singen wir all Amen, das heißt, nun werd es wahr, Das wir begehrn allsamen: o Jesu, hilf uns dar In deines Vaters Reich, drin wollen wir dich loben, o Gott, uns das verleih. 1600. 9. Eigene Melodie. Crüger. 1656. (Oder: Warum sollt ich mich denn grämen.) .—.—.— . Fröh⸗-lich +. + soll mein Her-ze sprin⸗gen 1 die⸗ser ä— ———————— ——e,..—II— —.————6 ů I — Zeit, da vor Freud al⸗le En⸗gel sin-gen. Hört, hört, wie mit vol⸗len Cho- ren Luft lau⸗te ruft Christus ist ge⸗bo ⸗ ren!“ 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch zu Gute, Gottes Kind das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können haßen, der uns gibt was er liebt über alle Maßen 2 Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich uns selbst verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lie⸗ 2 der jetzt kömmt, von uns nimmt was uns will betrüben? —— Er nimmt auf sich, was auf Erden wir RHan, gibt sich an, unser Lamm zu werden; Unser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod Heil und Fried erwirbet. 6. Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Laßet fahrn, o lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt: ich bring alles wieder. 10 Weihnachten. 7. Ei, so kommt und laßt uns laufen! stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. 8. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Thür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wol, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. N Wer sich findt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewißensschmerzen, Sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergiften Wunden. 10 Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 11. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben: nun kann ich mich durch dich wol zufrieden geben. Meine Schuld kann mich nicht drücken, denn du hast meine Last all auf deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner Sünden. 13. Ich bin rein um deinetwillen; du gibst gnug Ehr und Schmuck, mich drin einzuhüllen. Ich will dich ins Herze schließen, o mein Ruhm, edle Blum, laß dich recht genießen. 1 4. Ich will dich mit Fleiß bewaren; ich will dir leben hier, dir will ich abfahren, Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paulus Gerhardt. 1656. 10. Eigene Melodie. bet seist du, .,...—. EK———. daß du Mensch ge⸗ bo⸗ ven bist. Von ei-ner Jungfrau, U 1 * I— SDESSSESSSSE E 22— i, ne,, mr..n. das ist wahr, des freu⸗ et sich der En⸗gel Schar. Du h mein Dein ligt 3 Un wie k aus en, ůen, —— frau, — — ar. Weihnachten. 11 —— —— Ky ⸗ri e⸗leis. (Hinter jeder Strophe das Kyrieleis.) Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; In unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der ligt in Marien Schoß; Er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. 4. Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; Es leucht wol mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. —5— Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward, Und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erben in seim Saal. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm Und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. —*— Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Martin Luther. 1524 14. Mel. Nun freut euch, lieben Christen g'mein.(2. Mel.) 1555 535. 3 1 a.—— 2———— E.‚3.J‚‚— ——————————— —— 75 + Ich steh an Ich ste ⸗ he, dei⸗ ner Krip⸗pen hier, o bring und schen⸗ke dir, was E.— ———————— 5. Je⸗ su⸗ lein, mein du mir hast ge⸗ Le⸗ben, ge⸗ben: Nimm hin, es — 1 —:—— DDDS—.—.— ——— — ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Muth, nimm ——— + — ö———— .......————— ————.—.———— al les hin, und laß dirs Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein Adern und Geblüte, wol⸗ge⸗fal ⸗len. 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren, Dein schöner Glanz, dein süßes Bild Und hast mich dir zu eigen gar, ligt mir stets im Gemüthe, Und wie mag es auch anders sein, wie könnt ich dich, mein Herzelein, aus meinem Herzen laßen? eh ich dich kannt, erkoren: Eh ich durch deine Hand gemacht, da hat mein Herze schon bedacht, wie du mein wolltest werden. 12 Weihnachten. 4. Ich lag in tiefer Todesnacht, du wurdest meine Sonne, Die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werthe Licht des Glaubens in mir zugericht't, wie schön sind deine Stralen. — Ich sehe dich mit Freuden an, und kann mich nicht satt sehen; Und weil ich nun nicht weiter kann, so thu ich, was geschehen: O daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte faßen! 5. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, Daß meines Heilands Lager sei auf Rosen und Violen, Mit Tulpen, Nelken, Rosmarin aus frischen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 2. Zur Seiten will ich hier und dar viel weiße Lilien stecken, Die sollen seiner Aeuglein Paar im Schlafe sanft bedecken: 1 „Doch liebt vielleicht das dürre Gras dir, Kindlein, mehr, denn alles das, was ich hier nenn und denke. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden: Du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, Suchst meiner Seelen Trost und Freud durch allerhand Beschwerlichkeit, das will ich dir nicht wehren. 9 Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, Daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen: So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm, und lege bei mir ein dich und all deine Freuden. 10. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich bewirten werde: Du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde: Doch bist du so ein lieber Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet. Paulus Gerhardt. 1656. 2 —* Eigene Melodie. In dulei qjubilo.) sü⸗ —— ßem Ju„bel-schall 5 singt und froh=lo ⸗ E—— FSIIIII leuch⸗tet als die ligt in der Kripp im —— Son⸗ ne im jung⸗fräu ⸗li ⸗chen Er ka und u Er in ein lein 56. Weihnachten. 13 Saal. Jauchzt mid sin ⸗get all! Jauchzt und zeuch mich hin nach dir! 3 Da die Engel singen viel neue heilge Wort — ———————————————— sin-get all! 2. Kind Jesu, mit Begier So ist er uns geboren verlanget mich nach dir. zu ewger Freud und Huld. Tröste mein Gemüthe, Los sind wir der Schuld, o Sohn voll Gnaden, mir, los sind wir der Schuld. Durch alle deine Güte, 4. o Fürst der Ehr und Zier. Wo ist der Freuden Hort? Zeuch mich hin nach dir, ja nirgend denn nur dort, Groß ist des Vaters Huld, Und die Cymbeln klingen groß ist des Sohns Geduld: dem König fort und fort. Wir waren all verloren Eia, wärn wir dort, durch unsrer Sünden Schuld, eia, wärn wir dorti 1— 3. Eigene Melodie. Nic. Hermann. 1560. al le gleich, in ——— sei⸗nem heut schleußt auf sei ⸗nen schenkt uns S ohn/ und schenkt uns s 2. 3. Er kommt aus seines Vaters Schoß Er äußert sich all seiner G'walt, und wird ein Kindlein klein, wird niedrig und gering, Er ligt dort elend, nackt und Und nimmt an sich eins Knechts 0 bloß Gestalt, in einem Krippelein. der Schöpfer aller Ding. i⸗ nen Sohn. 14 Weihnachten. 4. Er ligt an seiner Mutter Brust, ihr Milch die ist sein Speis, An dem die Engel sehn ihr Lust, denn er ist Davids Reis, 5 2* Das aus seim Stamm entsprießen sollt in dieser letzten Zeit, Durch welchen Gott aufrichten wollt sein Reich, die Christenheit. 6 . Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an, Und gibt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran. 7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein! Wie könnt er doch sein freundlicher, Das herze Jesulein! Heut schleußt er wieder auf die Thür zum schönen Paradeis:—. Der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nic. Hermann. 1560. 14. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 1598. —————— +.————... 2 2.—5 SII MMI———.— 3*.——I——— + Nun jauch-zet all, ihr From ⸗ men, zu Weil un ⸗ser Heil ist kom „ men, der die ⸗ser Gna⸗den-zeit,—— 1 Herr der Her=lich= keit, Zwar oh ⸗ne N ————— —.——.———..—.—— stol ⸗ ze Pracht, doch mäch- tig zu ver⸗ 14.— 1— ——— ....I— E— +— des he⸗ ren und gänz=lich zu Teu⸗fels Reich und Pracht. 2. Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein, Und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein: Er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig wären thut. 3. Kein Scepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: IZm hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. ür*• Weihnachten. 4. Ihr großen Potentaten, nehmt diesen König an, Wenn ihr euch wollet rathen und gehn die rechte Bahn, Die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 5 — Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid: 1 Eigene Melodie. 0 15⁵ Seid dennoch wolgemuth, laßt eure Lieder klingen, und thut dem König singen, der ist eur höchstes Gut. 6. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herlichkeit Und all eur Klag und Weinen verwandelen in Freud. Er ists, der helfen kann: halt eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, her ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer. 1650. 5. ...... EEEE Vom Him⸗mel ho — ch da komm ich her, ich — —3—— bring euch gu ⸗e Mohr, Der gu⸗ten Mähr bring —„ —IIIFIiĩPI.————— ————— ich so viel, da⸗von ich singn und sa⸗ gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindelein so zart und fein, ö das soll eur Freud und Wonne— 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Noth, Er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Säligkeit, die Gott der Vater hat bereit, Daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 2. So merket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.“ 6. Des laßt uns alle fröhlich sein, und mit den Hirten gehn hinein, Zu sehn was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. Merk auf, mein Herz/ und sieh dort hin: was ligt doch in dem Krippelein? Was ist das schöne Kindelein? es ist das liebe Jesulein. 8. Bis willekomm, du edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast, Und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir 2 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, Daß du da ligst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 16 Weihnachten. 10. 13. Und wär die Welt vielmal so weit, Ach, mein herzliebes Zesulein, von Edelstein und Gold bereit, mach dir ein rein sanft Bettelein, So wär sie doch dir viel zu klein Zu ruhen in meins Herzen Schrein, zu sein ein enges Wiegelein. daß ich nimmer vergeße dein. 1 14 Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei te Susaninne schon, nslust den süßen Ton. Der Sammet und die Seiden dein das ist grob Heu und Windelein, Drauf du, König, so groß und reich, Das ꝛ herprangst, als wärs dein Himmelreich. mit He 12 — 15. Das hat also gefallen dir, Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, die Wahrheit anzuzeigen mir, der uns schenkt seinen eingen Sohn, Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut Des freuen sich der Engel Schar, vor dir nichts gilt, nichts hilft noch und singen uns solch neues Jahr. thut. Martin Luther. 1535. 16. Mel. Gelobet seist du, Jesu Christ. 1524. — Wir sin ⸗gen dir, Im ⸗-ma⸗ Him⸗mels⸗ blum und Herrn. H (Hinter jeder Strophe dasselbe Halleluja.) al ⸗ler 2. 5. Wir singen dir mit deinem Heer„Ach, daß der Herr aus Zion käm, aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, und unsre Bande von uns nähm! Daß du, o lang gewünschter Gast, Ach, daß die Hilfe bräch herein, dich nunmehr eingestellet hast. s. lich sein!“ so würde Jakob f 3. 6. Vom Anfang, da die Welt gemacht. Nun, du bist bier, da liegest du, hat so manch Herz nach dir gewacht, hältst in dem Kripplein deine Ruh; Dich hat gehofft so lange Jahr Bist klein und machst doch alles groß der Väter und Propheten Schar. bekleidst die Welt und kommst dochbloß Vor andern hat dein hoch begehrt der Hirt und König deiner Heerd, Der Mann, der dir so wol gefiel, wann er dir sang auf Saitenspiel. und sind doch alle Himmel dein; Trinkst Milch aus einer Menschenbrust und bist doch aller Engel Lust. —* Du kehrst in fremder Hausung ein, wir „ ein, in; enbrust t. Weihnachten. 17 Du hast dem Meer sein Ziel gesteckt,. Der Stall, das Heu, das dich umfieng, und wirst mit Windeln zugedeckt; war alles schlecht und fehr gering. Bist Gott, und ligst auf Heu und Stroh, 5.— wirst Mensch, und bist doch A und O. Darum so hab ich guten Muth, 9. du wirst auch halten mich für gut. Du bist der Ursprung aller Freud, O Jesulein, dein frommer Sinn und duldest so viel Herzeleid; macht, daß ich so voll Trostes bin. Bist aller Heiden Trost und Licht, 16. suchst selber Trost und findst ihn nicht. Bin ich gleich Sünd und Laster voll, 10. hab ich gelebt nicht, wie ich soll, Du bist der süßte Menschenfreund, Ei, kommst du doch deswegen her, doch sind dir so viel Menschen feind; daß sich der Sünder zu dir kehr. Herodis Herz hält dich für Greul, 7 und bist doch nichts denn lauter Heil. 11 17. Hätt ich nicht auf mir Sündenschuld, hätt ich kein Teil an deiner Huld, Ich aber, dein geringster Knecht, Vergeblich wärst du mir geborn, ich sag es frei und mein es recht: wenn ich nicht wär in Gottes Zorn. Ich liebe dich, doch nicht so viel, ö als ich dich gerne lieben will. 12 8. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei, Du trägst den Zorn, du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Noth. 9 Der Will ist da, die Kraft ist klein, doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz, und was es kann wirst du in Gnaden nehmen an. 13 Du bist mein Haupt, hinwiederum 3. bin ich dein Glid und Eigentum, Hast du doch selbst dich schwach gemacht, Und will, so viel dein Geist mir gibt, erwähltest was die Welt veracht, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Warst arm und dürftig, nahmst vorlieb 20. da, wo der Mangel dich hintrieb. Ich will dein Halleluja hier 14 14.— mit Freuden singen für und für, Du schliefst ja auf der Erden Schoß, Und dort in deinem Ehrensaal so war dein Kripplein auch nicht groß, solls schallen ohne Zeit und Zahl. Paulus Gerhardt. 1656. Neujahr. 17. Mel. Wenn wir in höchsten Nöthen sein. gen ist, wir dan⸗ken gro⸗ßer Gfahr be-wart hast 2. Und bitten dich ewigen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, Du wollst dein arme Christenheit bewaren ferner alle Zeit. 18. Mel. Nun freut euch, lieben Christen ꝛe. lan⸗ ge Zeit und Jahr 3. Entzeuch uns nicht dein heilsams Wort, welchs Vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, st der Seelen Trost und Hort, 6 Herr, und steh uns bei. 1603. Das lie⸗de neu Frisch auf, und freu 1 Jahr geht an, das der⸗mann, er⸗ sich je ⸗ al ⸗te hat ein En heb sein Herz und Hän de: de: Zu ansta Hau der k Gott ins Him⸗mels Thron, dank ihm und sei-nem lie ben Was komm Kor thu ei — auch Gott dem Sohn, 2. Gott Vater hat den Sohn gesandt, Gott Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht solchs be⸗ kannt uns, die wir warn verloren: Im sälgen lieben Gottes Wort geschrieben ists an manchem Ort und wird uns klar verkündet. 3. Die reine Lehr und Saemument wir hab'n in unserm Lande, Fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem Stande; heil⸗ gen Gei ⸗ ste. Gott krönt das Jahr mit seinem Gut und hält die Schul in guter Hut, auch aller Christen Häuser. 4. Das danken wir dem lieben Herrn und freun uns solcher Güte. Er woll den Feinden steurn und wehrn, und uns fort auch behüten. Er geb ein sälig neues Jahr, und helf uns zu der Engel Schar, da wolln wir ihn schön preisen. Cyr. Schneegas. 1597. und Neujahr. 19. ort, ort, 40 Ein Jahr geht nach dem an⸗dern hin der . Ach möch Ate doch der trä⸗ge Sinn dieß E⸗wig⸗keit ent⸗ge„gen: 9 brächste 5 23. flei⸗ßig⸗-lich er ⸗wä ⸗ gen! Ach Lräch⸗te doch ein — das je-des Jahr viel neu e gu ⸗te Früch⸗te dar! er 4. Allein, wo ist, wo ist die Frucht, Allein der treue Heiland spricht die wir bisher getragen? Zaß ihn dieß Jahr noch stehen! — Wie oft hat Gott umsonst gesucht, Trägt er noch keine Früchte nicht, wie hat er müßen klagen! 2—— ich hoff sie noch zu sehen: Es that ihm weh, wenn seine Hand Ach, halt des strengen Urteils anstatt der Frucht nur Blätter fand. Lauf 5 doch dieß Jahr noch, mein Vater, auf. „Haut ab,' spricht er, den kahlen 5 — 5 — Baum, So gib denn, lieber Heiland, Kraft, der keine Früchte träget: dieß Jahr viel Frucht zu bringen: Was nimmt er andern Saft und Ach, laß doch deines Geistes Saft 6 Raum 2 in unsre Zweige dringen, komm, Tod, der alles schläget, Schütt auch auf unfrer Eltern Haus Komm, leg die Axt der Wurzel an, viel Gnade, Kraft und Segen aus. thu einen Streich, so ists gethan. Joh. Jac. Jambach. 1734. 20. (Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren.) Selnecker? 1587. Nun laßt uns gehn und tre-ten mit Sin⸗gen ——..—. ——— 597. und mit Be ⸗ten zum Herrn, der un⸗serm Le⸗ 2⁴ .—.— 20 Neujahr. ben, bis hie-⸗ her 2. Wir gehn dahin, und wandern von einem Jahr zum andern; Wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen. 3. Durch so viel Angst und Plager wurch Zittern und durch Zanen, Durch Krieg und große Schrocken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern — schweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewaret werden: 2. Also auch und nichts minder läßt Gott ihm seine Kinder, Wenn Noth und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsres Lebens! fürwahr, es ist vergebens Mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. +. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden! 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten In unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. Kraft Schleuß zu „ ge ben. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen Nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. die Jammerpforten, und laß an allen Orten Auf so viel Blutvergießen die Friedensströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12. ei der Verlaßnen Vater, er Irrenden Berather, der Unversorgten Gabe, r Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen die sich mit Schwermuth quälen. 493 2 8 14. Und endlich, was das Meiste, 0 uns müt deinem Geiste, Der uns hier herlich ziere und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, Mir und der Christenschare zum selgen neuen Jahre. Paulus Gerhardt. 1653. u. Epiphanias. 21. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Haßler. 1613. —— Je ⸗su, Licht der kommen jetzt mit der Frommen durch dei⸗ nes Schatz und Gei ⸗=stes Tempel, und su⸗chen mit Be⸗gier nach Si⸗me⸗ons Ex U e em⸗pel dich, gro⸗ßen Gott, 2. Du wirst von uns gefunden, ö Mir werden nun mit Frieden o Herr, an jedem Ort, mein Augen zugedrückt, Dahin du dich verbunden nachdem ich schon hienieden durch dein Verheißungswort, den Heiland hab erblickt. Vergönnst noch heut zu Tage, 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut, Kein Feind kann dich mir rauben, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage wie hier der alte Greis. 3. wie heftig er auch dräut: Sei unser Glanz in Wonne, Ich wohn in deinem Herzen ein helles Licht in Pein, und in dem meinen du, In Schrecken unsre Sonne, uns scheiden keine Schmerzen, in Kreuz ein Gnadenschein, kein Angst, kein Tod dazu. In Zagheit Glut und Flamme, 6. in Noth ein Freudenstral, E ier blickst du zwar zuweilen in Krankheit Arzt und Amme, so hart und streng mich an, ein Stern in Todesqual. Daß oft vor Angst und Heulen 4. ich dich nicht kennen kann, Herr, laß auch uns gelingen, Dort aber wirds geschehen, daß letzt wie Simeon daß ich von Angesicht Ein jeder Christ kann singen zu Angesicht soll sehen den schönen Schwanenton: dein immer klares Licht. Joh. Francke. 16532 2² Epiphanias. 22 ——7 Eigene Melodie. (Oder: Mel. Nro. 35.) .——— + 3 su, gro⸗ßer Wun ⸗ der⸗stern, der aus Mei⸗ ne See⸗le will so gern dir an schie⸗ nen, die⸗ nen, dei= ent Nimm doch, nimm doch S.— ——.—, E, Fer, E gnä⸗dig an, was ich Ar-mer schen-ken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, ihn zu opfern vor dir liegen, wie ichs von dir selber babe Wenn ich bete, nimm es auf Und damit beschenket bin, und sprich Ja und Amen drauf. so ist dirs die liebste Gabe, Laß es auch bewärt und rein in dem. sein. Nimm die Myrrhen bittrer Reu: ach, mich schmerzet meine Sünde, Aber du bist fromm und treu. Nimm den Weihrauch d des Gebets, daß ich Trost und Gnade finde, laß denselben vor dir tügen, Und nun fröhlich sprechen kann, Herz und Lippen sollen stets Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumister. 17117 Charfreitag. 23. Eigene Melodie. 1531. Ber. rr. ——— der uns se-⸗lig macht, kein Bös's hat be⸗ 1* gan ⸗ gen, Der ward für uns in der Nacht als ein Charfreitag. —————— 4———..— DP——— 2—— Dieb ge ⸗ fan ⸗ gen, Ge⸗führt vor gott⸗lo ⸗se Leut, — ů .——— und fälsch⸗lich ver get, ver-lacht, ver-höhnt 1 4. I und verspeit, wie denn die— sa ⸗ get. O hilf, Christe, Ganes Sohn, durch dein bitter Leiden, Daß wir stets dir unterthan all Untugend meiden, Deinen Tod und sein Ursach fruchtbarlich bedenken, dafür, wiewol arm und schwach, dir Dankopfer schenken. Michael Weiße. 1531. (Erste und letzte Strophe.) 24. An Waßerflüßen Babylon.) (Mel. geht und trägt die Schuld der trä⸗ get Ge-⸗duld die Lämmlein E geht und Welt und ih⸗ rer 1531. Sün⸗ den al ⸗ler hin, wird man ud krank, — Wür⸗ 5 bank, ver ⸗ zeiht sich al ⸗-ler Freu⸗den, — 3. Ja Vater, ja, von Herzengrund, 24 Charfreitag. + —————— ö— — EI E es nim⸗met an Schmach, Hohn und Spott, 1 2 + ——— — IIII‚Iiii 255551 — Wun⸗den, Striemen, Kreuz wills gern ⸗ den.“ Du sollt sein meines Herzens Licht, Das Lämmlein ist der große Freund und wenn mein Herz in Stücke bricht, und Heiland meiner Seelen: sollt du mein Herze bleiben. Den, den hat Gott zum Sündenfeind Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, und Sühner wollen wählen: Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgethan zur Straf und Zornes Ruthen: die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3 leg auf, ich will dirs tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunderlieb, o Liebesmacht! du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen! 4. Du marterst ihn am Kreuzesstamm mit Nägeln und mit Spießen; Du schlachtest ihn als wie ein Lamm, machst Herz und Adern fließen, Das Herze mit der Seufzer Kraft,‚ die Adern mit dem edeln Saft des purpurrothen Blutes. O süßes Lamm, was soll ich dir erweisen dafür, daß du mir erzeigest so viel Gutes? 5. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht laßen, Dich will ich stets gleich wie du mich mit Liebesarmen faßen, zu Haus und auch auf Reisen. hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 6. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen, und was du mir zu Gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. —*— Erweitre dich, mein Herzensschrein, du sollt sein Schatzhaus werden Der Schätze, die viel größer sein denn Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Calmus, Myrrhen, Casia, ich hab ein Beßers funden: mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was gefloßen ist aus deines Leibes Wunden. 8. Das soll und will ich mir zu Nutz zu allen Zeiten machen: Im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, In Fröhlichkeit mein Saitenspiel, und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dieß Manna speisen. im Durst solls sein mein Waßerquell, in Einsamkeit mein Sprachgesell W dei Wo so 0 so als und mei so! Mrist, Nutz Schutz, spiel, n will, rquell, ell Charfreitag. 25 9. 10. Was schadet mir des Todes Gift? Wann endlich ich soll treten ein dein Blut das ist mein Leben: in deines Reiches Freuden, Wann mich der Sonnen Hitze trifft, So soll dieß Blut mein Purpur sein, so kann mirs Schatten geben; ich will mich darein kleiden, Setzt mir der Wehmuth Schmer⸗ Es soll sein meines Hauptes Kron, zen zu, in welcher ich will vor den Thron so find ich bei dir meine Ruh, des höchsten Vaters gehen, als auf dem Bett ein Kranker, und dir, dem er mich anvertraut, und wann des Kreuzes Ungestüm als eine wolgeschmückte Braut mein Schifflein treibet um und um, an deiner Seite stehen. so bist du dann mein Anker. Paulus Gerhardt. 1658. 25. Eigene Melodie. Crüger. 1640. Herz-lieb-ster Je⸗ su, was hast du ver⸗ ., ur⸗teil hat ge⸗ — 58* sprochen? Was ist die Schuld, in was für Mis-se⸗ 400 tha⸗ten bist du ge⸗ ra ⸗then? 2 Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhönet, Du wirst mit Eßig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wol die Ursach solcher Plagen? ach, meine Sünden haben dich geschlagen! Ach, Herre Jesu, ich hab dieß verschuldet, was du erduldet! 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! der gute Hirte leidet für die Schafe, „Die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 2— Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott mishandelt; Der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, Gott wird gefangen. Charfreitag. 6. Ich war von Fuß auf voller Schand und Sünden, bis zu der Scheitel war nichts Guts zu finden, Dafür hätt ich dort in der Hölle müßen ewiglich büßen. 7. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden! 8. Ach großer König, groß zu allen Zeiten! wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten! Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 9. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu vergleichen: Wie kann ich dir denn deine Liebesthaten im Werk erstatten? 10. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wann ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, Daß sie aufs Neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 11. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften: So gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 12. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb an dich die Welt für nichtes achten; Bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. Das alles, obs zwar für schlecht ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar bei Seite setzen, Zu Gnaden wirst du dieß von mir annehmen, mich nicht beschämen. 1⁵ Wann, Herre Jesu, dort vor deinem Throne wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone, Da will ich dir, wann alles wird wol klingen, Lob und Dank singen. geben Wann krieg Joh. Heermann. Will mein bald Ro heftig deine bald Will auf Daer alsda De die d so kan alle Ja, fi Ch arfreitag. 26. Mel. Zion klagt mit ꝛc. Crüger. 1640. —2—— 2*——— ———— .— ———— + Je⸗ su, dei⸗ ne tie⸗fen Wun⸗den, dei ne Ge⸗-ben mir zu al ⸗len Stun⸗den Trost in 2 —————.—— Qual und Leibs⸗ und bitt-rer Tod See⸗len-noth: dei ⸗-ne Pein, ver⸗lei det mei⸗nem 2. Will sich denn in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, So gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut. heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. Will die Welt mein Herze führen auf die breite Wollust Bahn. Da nichts ist denn Jubilieren, alsdann schau ich emßig an Deiner Marter Centnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust abtreiben. 4. Ja, für alles, was mich kränket, geben deine Wunden Kraft; Wann mein Herz hinein sich senket, krieg ich neuen Lebenssaft. Kommt der Satan, und setzt mir Deines Trostes Süßigkeit wendt in mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du für mich bist gestorben. —— Auf dich setz ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht. Dein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann tödten nicht. Daß ich an dir habe Teil, bringet mir Trost, Schutz und Heil; deine Gnade mird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6 Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller Gütigkeit, So empfind ich keine Schmerzen, auch im letzten Kampf und Streit: Ich verberge mich in dich: welch Feind kann verletzen mich? wer sich legt in deine Wunden, der hat glücklich überwunden. ZJoh Heermann. 1644. 28 Charfreitag. 7. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 2 — 0 7* ————4——.—— ——————4 92 —————1——.—— O Haupt voll Blut und Wun⸗den, voll Schmerz und O Haupt, zum Spott ge ⸗ bun-den mit ei ⸗ ner HiE———— —.——2———— vol ⸗ler Hohn! vol ⸗ler Hohn O Haupt, sonst schön ge⸗ Dor⸗nen-kron! E 5 2 Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut Das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit, Wie bist du so erbleichet, wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht? Die Farbe deiner Wangen, der rothen Lippen Pracht Ist hin und ganz vergangen; des blaßen Todes Macht. Hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last: Ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast! Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat: gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad. höchst schim-pfie⸗ret, ge ⸗ grü⸗ßet seist —2* Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan: Dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; Von dir will ich nicht gehen, wann dir dein Herze bricht: Wann dein Haupt wird erblaßen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich faßen in meinen Arm und Schoß. 2. Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wol, Wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wol geschähe mir! O Lan am S Allzei wiewo All. sonst n erbarm Charfreitag. 8. Ich danke dir von Herzen, Wann mir am allerbängsten o Jesu, liebster Freund, wird um das Herze sein, Für deines Todes Schmerzen so reiß mich aus den Aengsten da dus so gut gemeint. kraft deiner Angst und Pein. Ach gib, daß ich mich halte 0. zu dir und deiner Treu, Erscheine mir zum Schilde, und wann ich nun erkalte, zum Trost in meinem Tod, ö in dir mein Ende sei. Und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnoth; Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken: x wer so stirbt, der stirbt wol. Paulus Gerhardt. 1656. 28. Eigene Melodie. 9. Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; Wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür. — Lamm Got⸗tes, un schul⸗ dig am Stamm des ö · All-zeit ge-⸗fun-den dul dig, wie-wol du Kreu⸗zes ge⸗-schlach-tet, wur-dest ver⸗ ach-tet: 1 gen, sonst müß⸗ten wir ver- za= gen, er-barm dich un ⸗ser, 0 2. 5. ö O Lamm Gottes, unschuldig O Lamm Gottes, unschuldig x am Stamm des Kreuzes geschlachtet., am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit gefunden duldig Allzeit gefunden duldig, wiewol du wurdest verachtet: wiewol du wurdest verachtet: All Sünd hast du getragen, All Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, sonst müßten wir verzagen, erbarm dich unser, o Jesu! gib uns deinen Frieden, o Jesu! Nicolaus von Hofe. 1534. 30 Charfreitag. 2 9. O Welt, ich muß dich laßen. Mel. Um 1500. 7 Stamm des Kreu-zes O Welt, sieh hier dein 1 —— wil⸗lig sich be-schwe- ren ⸗„ ßem Spott. Tritt her, und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt; Aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3 Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Kinder, von Uebelthaten weißt du nicht. 4 Ich, ich, und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. * Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll: und was du ausgestanden, das hat werdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel sehrer denn ein Stein. Du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, Du setzest dich zum Bürgen, ja, läßest dich gar würgen für mich und meine Schuld; Mir läßest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8• Du springst ins Todes Rachen, mich frei und los zu machen von solchem Ungeheur. Mein Sterben nimmst du abe, vergräbst es in dem Grabe, o unerhörtes Liebesfeur! dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7 Nun in d dieß Es bis mir Ich mich ich f Es der der Wie den wie Wie wie will Und bit durch! Erlös und tr. Behüt reich u 9. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr: Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 10. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben; dieß aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 11. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergetzen, ich sei auch, wo ich sei; Es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 12. Wie heftig unsre Sünden den fromnien Gott entzünden, wie Rach und Eifer gehn, Wie grausam seine Ruthen, wie zornig seine Fluten, will ich aus deinem Leiden sehn. Wir dan⸗ken —— teu⸗res —— Blut Charfreitag. ge macht vor Gott ge⸗ recht und gut. 13. Ich will daraus studiren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem, sanftem Muth, Und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüͤben mit Werken, so die Bosheit thut. Wenn böse Zungen stechen, ö mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; Das unrecht will ich dulden, em Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 15. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz, und dem absagen, was meinen Geist gelüst't; Was deine Augen haßen, das will ich fliebn und laßen, so viel mir immer möglich ist. 16. Dein Seufzen und dein Stöhnen, und die viel tausend Thränen, die dir gefloßen zu, Die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände (begleiten zu der ewgen Ruh. Paulus Gerhardt. 1653. 30. (Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc.) 2. Und bitten dich wahr Mensch und Gott, x Daß wir in Kreuz geduldig sein, n/ durch dein heilig fünf Wunden roth, uns trösten deiner schweren Pein, Erlös uns von dem ewgen Tod x und tröst uns in der letzten Noth. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlaßen nicht, Behüt uns auch vor Sünd und Schand, Sondern ganz treulich bei uns stehn, reich uns dein allmächtige Hand, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Vischer. 1597. Oste Charfreitag. In. 8 232 Mel. Es ist gewislich an der Zeit. SSSS Am Frei⸗tag muß ein je ⸗der Christ sein vor-han-den ist, dann Bis der Sabbath ..——— Kreuz mit Chri ⸗=sto a ruht er in seim Gra — .— ——— —— kommt der fröhrlich O ⸗=st ——— ster⸗ tag, dann ihn das Grab nicht III 0 — 004 ö hal-ten mag, mit 2. Der Freitag wärt die kleine Zeit, weil wir leben auf Erden, Mit Jammer, Angst und Herzenleid, davon betrübt wir werden: Das macht Adams und unser Schuld: wol dem, der sein Kreuz mit Geduld dem Herren 3—3 nachträget. Am Sabbath kommen wir zur Ruh, all Kreuz wird weggenommen, Wann uns jetzt gehn die Augen zu, und unser Stund ist kommen, 32. Eigene Melodie. Freuden er auf ⸗wa ⸗chet. Dann trägt man uns ins Ruhbettlein, darin gar sanft wir schlafen ein, bis uns der Herr 4.17— Dann kommt der sröblich Ostertag, so werd'n wir all aufstehen, Der Tod dann uns nicht halten mag, entgegen werden wir gehen Christo, und mit ihm in seim Reich leben in Freuden ewiglich: Herr Christ, das hilf uns. Amen. Nic. Herman. 1560. 1 Um 1200. ————— 35 Christ ist er ⸗ 900 den von der Mar⸗ter 2 2 0—. 4 ————.— 2.—35.———— —..I 2———— al ⸗ le, des solln wir al-le froh sein, Christ soll —— ö——— 9 un ⸗ser Trost sein. Ky ⸗« ri leis⸗ 42— E——— T— m———H————————.—— 0 1 Wär er nicht er ⸗ stan ⸗ den, die Welt die —— +*—— e en Ein... E n—„— 15,. DDe wär ver ⸗ gan ⸗ gen, seit daß er er ⸗stan⸗- den DD.PIITI— V, Ln SSSSS — so lob'n wir den Va⸗ter Je ⸗su Christ. ist, ja! Des solln wir al-le froh sein, Christ soll un⸗ ser Trost sein. Ky ⸗ ri⸗ e⸗ leis! 3 Ostern. „33.. Mel. Heut triumphieret Gottes ꝛc. 1601 ——.— Früh morgens, da die Sonn auf⸗geht, mein ———.——— ——— S.—.* Hei⸗land Chri⸗ ius auf ⸗ —— .— 2——.— Sün⸗ den Nacht, Licht, Heil — 1 und Le ⸗ ben wie⸗der⸗ 1 sH E II bracht. Hal- le ⸗lu ⸗ ja! Hal le ⸗lu ja! (Hinter der—.2 und letzten Zeile jeder Strophe das Serrehe Halleluja.) Wann ich des Nacht oft lieg in Noth, ö verschloßen, gleich als wär ich todt, Läßt du mir früh die Gnadensonn aufgehn, nach Trauern Freud und Wonn. 3. Nicht mehr denn nur drei Tage lang bleibt mein Heiland ins Todes Zwang, Den dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren sein schwingt. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach und Kreuz gefangen hält, Drauf folgt der Sabbath in dem Grab, Darin ich Ruh 25. Frieden hab. In Kurzem wach 10 fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf: Ich wach auf Durch des Herren Stimm, veracht den Tod 8 seinem Grimm. Am Kreuz läßt Chrisuns öffentlich vor allem Volle tödten sich: Da er durchs Todes Kerker bricht, läßt ers die Menschen sehen nicht. Sein Reich ist niche von dieser Welt: kein groß Gepräng ihm hie gefällt, Was schlecht und niedrig geht herein, soll ihm das allerliebste sein. 8. Hier ist noch nicht ganz kund gemacht Der er aus seinem Grab gebracht, Der große Schatz, die reiche Beut, drauf sich ein 2 20 so herzlich freut. Der jüngste Tag wirds zeigen an was er für Thaten hat gethan, Wie er der Schlangen Lopf zerknickt, die Höll zerstört, den Tod erdrückt. 10. Da werd ich Christi Herlichkeit anschauen ewig voller Freud, Ich werde sehn, wie alle Feind zur Höllen Pein gestürzet seind. 11. —1— Herr den Tod zu Boden schlägt, da er selbst todt und sich nichts regt, Geht aus dem Grab in eigner Kraft, Tod, Teufel, Höll nichts an ihm schafft. ) Belt: illt, rein, acht cht, ut, reut. an nickt, ickt. lägt, regt, raft, ihm Ostern. 35 12. 15. O Wunder groß, o starker Held! Durch seiner Auferstehung Kraft wo ist ein Feind, den er nicht fällt? komm ich zur Engel Brüderschaft. Kein Angststein ligt so schwer auf mir, Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, er wälzt ihn von des Herzens Thür. die Feindschast ist ganz abgelehnt. 16. 13.„ Lebt Christus, was bin ich betrübt? Mein Herz darf nicht entsetzen sich: ich weiß, daß er mich herzlich liebt, Gott und die Engel lieben mich. Wann mir gleich alle Welt stürb ab, Die Freude, die mir ist bereit gnug, daß ich Christum bei mir hab. vertreibet Furcht und Traurigkeit. 1 17. 4. Er nährt, er schützt, er tröstet mich, Für diesen Trost, o großer Held, sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, Dort wollen wir mit größerm Fleiß weil ich ein Glid seins Leibes bin. erheben deinen Ruhm und Preis. Johann Heermann. 1630. 34. Eigene Melodie. 6 —— 38—.— „stan-den schon, Hal le⸗ lu keit. Hal ⸗le ⸗lu ja, ja! (Sinter der zweiten und letzten Zeile jeder folgenden Strophe dasselbe Halleluja.) 2. 4. Noth: Dem Teufel hat er sein Gewalt Hier ist doch nichts denn Angst und zerstört, verheert in all'r Gestalt, wer gläubet und hält dein Gebot, Wie oflegt zu thun ein großer Held, Der Welt ist er ein Hohn und Spott, der seinen Feind mit Listen fällt. muß leiden oft den schnöden Tod. O süßer Herre Jesu Christ, Nun kann uns kein Feind schaden mehr, der du der Sünder Heiland bist: ob er gleich murrt, ist ohn Gefähr: Führ uns durch dein Herlichterz reit Er ligt im Koth, der arge Feind, mit Freuden in dein Herlichkeit. dagegen wir Gotts Kinder seind. 3* 6. Dafür wir dank'n dir allzugleich und sehnen uns ins Himmelreich. Es ist am End, Gott helf uns alln, so singen wir mit großen Schalln: 36 Ostern. 7. Gott, dem Vater im höchsten Thron, samt seinem eingebornen Sohn, Dem heilgen Geist in gleicher Weis sei Lob und Ehr in Ewigkeit. 35. Eigene Melodie. Basilius Förtsch. 1607. (2. Mel. Nr. 22.) Crüger. 1658. Die⸗ses To-des-nacht mir auch für 2. ZJesus, er mein Heiland, lebt: ich werd auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt, warum follte mir denn grauen? Läßet auch ein Haupt sein Glid, welches es nicht nach sich zieht? 3 Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, Meine starke Glaubenshand wird in ihm gelegt befunden, Daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch, und muß daher auch einmal zu Asche werden, Das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird eben diese Haut mich umgeben, wie ich gläube, Gott wird werden angeschaut dann von mir in diesem Leibe, Und in diesem Fleisch werd ich Zesum sehen ewiglich. Ge⸗dan⸗ken macht? 6. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen, Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen, Nur die Schwachheit um und an wird von mir sein ahgethan. 7— Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herlich gehen, Irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen, Hier geh ich natürlich ein, dort da werd ich geistlich sein. 8— Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glider! Gebt nicht Statt der Traurigkeit: sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wann die letzt Posann erklingt, die auch durch die Gräber dringt. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen, Denn ihr sollt euch durch die Luft eurem Heiland zugesellen,„ Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 4 ö Nũ vo Un und weil Ostern. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden, Und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden: Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Louise Henriette, Churfürstin von Brandenburg. 1653. 36. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Er ⸗ mun⸗tre den 50—— F II—.— Sonn ist auf⸗ge ⸗ gan ⸗ gen; Hei⸗land zu em ⸗ pfan ⸗gen, —— Grab her-für, der gan-zen Welt zur Won ⸗ ne. 2. 5. Steh aus dem Grab der Sünden auf Geh Emit Maria Magdalen und such ein neues Leben, und Salome zum Grabe, Vollführe deinen Glaubenslauf, Die früh dahin aus Liebe gehn und laß dein Herz sich heben. ihrer Salbungsgabe, Gen Himmel, da dein Jesus ist, So wirst du sehn, daß Jesus Christ und such, was droben, als ein Christ, vom Tod heut auferstanden ist der geistlich auferstanden. und nicht im Grab zu finden. 3.. Vergiß nun, was dahinten ist, Es hat der Löw aus Juda Stamm und tracht nach dem, was droben, heut siegreich überwunden, Damit dein Herz zu jeder Frist Und das erwürgte Gotteslamm zu Jesu sei erhoben. hat uns zum Heil erfunden Tritt unter dich die böse Welt, Das Leben und Gerechtigkeit, und strebe nach des Himmels Zelt, weil er nach überwundnem Streit wo Jesus ist zu finden. die Feinde schaugetragen. 4. 7. Quält dich ein schwerer Sorgenstein. Drum auf mein Herz. fang an den Streit, dein Jesus wird ihn heben; weil Jesus überwunden: Es kann ein Christ bei Kreuzespein Er wird auch überwinden weit in Freud und Wonne leben. in dir, weil er gebunden Wirf dein Anliegen auf den Herrn, Der Feinde Macht, daß du aufstehst und sorge nicht, er ist nicht fern, und in ein neues Leben gehst weil er ist auferstanden. und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, noch gar der Höllen Rachen, Denn Jesus lebt, es hat kein Noth, er ist noch bei den Schwachen Und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld, drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist von Todten auferstanden, Rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, Ostern. Daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern, Und ewig in der Herlichkeit von allen Ueberwindern, Die überwunden durch dein Blut: Himmelfahrt. 37. Herr Jesu, gib uns Kraft und Muth, daß wir auch überwinden. Laurent. Laurentii. 1700. Nun freut euch, lieben ꝛc. 1523. Mel. — Al-lein auf Al⸗lein auf Chri⸗z sti sei ⸗ne mein und Him⸗mel⸗fahrt Hilf ich wart, Nachfahrt ich bitt, daß er thu grün woll sen⸗ den, den himmlisch Sein — ——— +———— E.* Gnad vom Thron her ab, ich der Welt mög ——..—.— r., ..i‚iꝑi‚iꝑi‚iꝑiꝑ'iiiꝑ‚ꝑꝑü‚I‚.‚‚‚.. — sa⸗gen ab und was dro⸗ben ist su ⸗ chen. 2. Weil er gen Himmel sich gewendt, das Irdische verlaßen, Mein Herz auch nirgend Ruhe findt, es will nun diese Straßen Zur himmlischen Ruh, Freud und Ehr, wo Christus ist, sein Haupt und Herr, dabei will es auch ruhen. 3. Ach laß, Herr Christe, mich die Gnad deiner Auffahrt empfangen, Daß mein Herz hier die Nachfahrt hab, bis daß ich werd erlangen Das Himmelfahrn mit Seel und Leib, dir zu Ehren und mir zur Freud, so will ich dir lobsingen. Zosua Wegelin. 1659. 5* — 3 Eigene Himmelfahrt. 8. Melodie. 1537. ———— SISIIIIIt......... ——— Auf die⸗sen Dn be= den ⸗ken wir, daß Und dan⸗ken Gott aus höch-ster B'gier, mit — H— .— e EIII..— Christ zu Him-mel gia ⸗ ren,— Bitt, er woll be⸗ wa ⸗ ren uns ar ⸗me Sün⸗der hie auf Erd, die wir von we-gen 1. 88 — ů————— ... e...— G'fährd ohn Hoff-nung kein Trost ha ⸗ ben. Hab⸗ Drum sei Gott Lob, der Weg istg'macht und steht der Himmel offen! Christus schließt auf mit großer Pracht, vorhin wars alls verschloßen. Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll; dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren Wer nicht folgt— sein Willen thut, dem ist nicht Ernst zum Herren, Denn er wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glaubenligts: soll der sein recht, wird auch gewis das Leben schlecht zu Gott im Himmel g'richtet. 3 Mel. (Dasselbe doppelte Hallelnja hinter jeder folgenden Strophe.) 2. Ach, Gott und Herr. ja! Hal⸗ le ⸗ lu 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an, bis wir den Vater finden, Und fliehen stets die weltlich Bahn, thun uns zu Gottes Kinden: Die sehn hinauf, der Vater hrab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab bis sie zusammen kommen. — Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn uns Gott zu ihm nehmen Und seinem Sohn wird machen gleich, als wir dann jetzt bekennen: Da wird sich finden Freud und Muth zu ewiger Zeit beim höchsten Gut: Gott woll, daß wirs erleben. Zoh. Zwick. 1540. 9. —— Zeuch uns nach dir, so kom-men wir mit Himmelfahrt. U I. e—.——— ...—— herz⸗ 4 Ver⸗lan ⸗-gen. Hin, da du bist, S, 4 Je⸗ su Christ, aus die ⸗ser Welt ge⸗ gan- gen. Zeuch uns nach dir,— Daß uns nicht mehr Herr Christ! ach, führ allhier beschwer uns deine Himmelsstege, das böse Wee Wir irrn sonst leicht, sind abgeneigt Zeuch uns nach dir vom rechten Lebenswege. r für und für, 3. und gib, daß wir nachfahren Zeuch uns nach dir, Dir in dein Reich, so folgen wir und mach uns gleich dir nach in deinen Himmel, den auserwählten Scharen. Ludämilia Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt. 1687. Pfingsten. 40. Eigene Melodie. 1524. —*— S——————— i—————— 2 Komm, hei* lid 2 Geist, Her⸗ re Gott, er⸗ ————ẽ dösi füll mit dei⸗ ner 1 Gut dei ⸗-ner Gläub ⸗ gen I I F T — 2*— Herz, Muth und Sum, dein brünstig Lieb ent⸗ 1 in DDD 16•.——— Dii ihn'n. O Herr, durch dein Lich- tes Glast zu 3———,— dem Glauben Däresew⸗went Hhast das Bolt aus al ⸗öler Pfingsten. 7— 2———‚ EIIASIASSESSEEEEEEEEE 0 9 40. Welt Zun ⸗ gen, das sei dir, Herr, zu Lob ge⸗ 1 3— er, A E.——2—.—.— En. sun ⸗ gen. Hal⸗le⸗lu ⸗jal Hal⸗le-lu ⸗ ja! 2. 3. Du heiliges Licht, edler Hort, Du heilige Brunst, süßer Trost, laß uns leuchten des Lebens Wort, nun hilf uns fröhlich und getrost Und lehr uns Gott recht erkennen, In deim Dienst beständig bleiben, von Herzen Vater ihn nennen. ibsal uns nicht abtreiben. O Herr, behüt vor fremder Lehr, rr, durch dein Kraft uns bereit daß wir nicht Meister suchen mehr k des Fleisches Blödigkeit, denn Jesum mit rechtem Glauben daß wir hie ritterlich ringen, und ihm aus ganzer Macht vertrauen. durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja! Halleluja, Halleluja! Martin Luther. 1524. 41. Eigene Melodie. —.— 1 SIIIA — E.—————..— 1524. —4 ——. ————— Nun bit⸗ten wir den hei ⸗li⸗ gen Geist um ͤ— —— E— ů—..— — ö———— „ 1DWHH‚.—— den rech- ten Glau⸗-ben al ⸗ler-meist, daß er uns be⸗ —.....———.. un⸗ serm En ⸗ de, wenn wir heimfahrn + —* aus die⸗sem E⸗ len ⸗de. Ky ⸗ ri ⸗e⸗leis. (Hinter jeder folgenden Strophe ebenfalls Kyrieleis.) 2 3 Du werthes Licht gib uns deinen Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, Schein, laß uns empfinden der Liebe Brunnst, lehr uns Jesum Christ kennen allein, Daß wir uns von Herzen einander Daß wir an ihm bleiben, dem treuen lieben Heiland, und im Friede auf einem Sinn bleiben. der uns bracht hat zum rechten Vater⸗ 7— land. Du höchster Tröster in aller Noth, 42 Pfingsten. toch Tod, Daß in uns die Sinne nicht verzagen, hilf, daß wir nicht fürchten in no wenn der Feind 7 das Leben ver⸗ klagen. Mart. Luther. 1524. 42. (Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern) 1599 I E 4.———————— + 345. E O beil⸗ger Geist, kehr bei uns ein, und laß uns Du Him⸗melslicht, laß dei⸗nen Schein bei uns und EIEIEEEEEEEEEE dei⸗ ne Wohnung sein, o komm, du Her⸗zens ⸗ son-ne. in uns kräf⸗tig sein zu ste⸗ter Freud und Won⸗ne. 2 —4—+ +— +—— ——— S 2—.— 4 9 + Son⸗-ne, Won⸗ne, himmlisch Le⸗ben willst du 2.——.— IDiH‚‚.;‚.— +.— 2—ᷣ„.65— ene, knienn. .—+.—. ge⸗ben, wenn wir be⸗ ten: zu dir kom⸗men wir ge⸗ tre ⸗ten. 2. Du OQuell, draus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3 Steh uns stets bei mit deinem Rath und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wißen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir uns leiden müßen. Schaue, baue was zerrißen, und geflißen dich zu schauen, und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Geberden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 2. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, Daß wir uns mögen nimmermehr von deiner Weisheit reichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüthe, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. und Lo laß un zur G 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müßen schweben, Fried und Freude wirst du geben. Pfingsten. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, Daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine todten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer. 1650. 43. (Mel. Jesu meine Freude.) — Crüger. 1656. — 9— — P.= — E n——.—— ———.‚‚‚‚‚‚—.———— ——— 32 2.— — Schmückt das Fest mit Mai ⸗ en, la ßet Blu⸗men — Denn der Geist der Gna-den hat sich ein-ge⸗ streu ⸗en, zün⸗det O⸗ pfer an, he IH1 1 la⸗den, ma chet ihm die Bahn, Nehmt ihn ein, so — enner , Lee. e, n.*.—— wird sein Schein euch mit Licht und Heil er-⸗ fül ⸗ölen E——.— II ——— ——— und den Kum⸗-mer stil 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rath und That, Starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Fürsprech voller Gnad: Gib uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuern Gaben zur Genüge laben. len. 3. Laß die Zungen brennen, wenn wir Zesum nennen, führ den Geist empor. Gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich uns selber vor. Gib uns Muth, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4⁴ Pfingsten. 4. Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; Ja laß Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, Und verleih, daß es gedeih, hundertfältig Früchte bringe und ihm stets gelinge. —. Schlag die heilgen Flammen über uns Dengisz wahre Liebesglut; Laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; Laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen, und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; Wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus. Werthes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuze süße, und im Finsternisse sei du unser Licht; Trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln, und verlaß uns nicht, Wenn der Tod, die letzte Noth, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergeßen, daß wir Gott verwandt; Dem laß uns stets dienen, und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, Bis wir dort, du werther Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benj. Schmolcke. 1715. 44. Eigene Melodie. Crüger. 1653. .— —— Zeuch ein zu mei⸗nen Tho⸗ren, sei ich ge-bo- ren, mich neu ge⸗ Der du, da mei⸗nes — Bers ‚ 2 Loreg Hasi. O hoch-ge=lieb-ter Geist, des EA— — 2——— Soh-nes, mit bei⸗ den glei⸗ches Va⸗ters und des Thro⸗nes, mit bei⸗den gleich ge=preist. —— — —— öD‚DiDiDiDiii‚ii die vr 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden hilft und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht Der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht Und in der Tauf erstickt, als wie mit einer Flute, mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge Oele, dadurch gesalbet ist Mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ Zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum Könge, den in Nöthen Gott schützt im Heiligtum. 2 Du bist ein Geist, der lehret wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wol: Es steigt zum Himmel an, es steigt und läßt nicht abe, bis der geholfen habe, der Allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht: Ach ja, wie manchesmal hast du mit süßen Worten mir aufgethan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit; Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen die voller Zwietracht seind. Pfingsten. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt: So gib doch deine Gnad zum Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen was sich getrennet hat. 9. Ach, edle Friedensquelle, schleuß deinen Abgrund auf Und gib dem Frieden schnelle hier wieder seinen Lauf. Halt ein die große Flut, die Flut, die eingerißen, so daß man siehet fließen wie Waßer Menschenblut. 10. O, laß dein Volk erkennen die Vielheit ihrer Sünd, Auch Gottes Grimm so brennen, daß er bei uns entzünd Dien wahren bittern Schmerz, und Buße, die bereuet, des sich zuerst erfreuet ein weltergebnes Herz. — Auf Buße folgt der Gnaden, auf Reu der Freuden Blick; Sich beßern, heilt den Schaden, fromm werden bringet Glück. Heerr! thus zu deiner Ehr, erweiche Stahl und Steine, auf daß das Herze weine, der Böse sich bekehr. 12. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, Bring wieder und erneure die Wolfahrt deiner Heerd. Laß blühen wie zuvorn die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 13. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsrer Fürsten Thron, Daß sie und wir gedeihen, schmück als mit einer Kron Die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 46 Pfingsten. 13. Erfülle die Gemüther Hilf kämpfen ritterlich, mit reiner Glaubenszier, damit wir überwinden Die Häuser und die Güter und ja zum Dienst der Sünden mit Segen für und für, kein Christ ergebe sich. Vertreib den bösen Geist, 16. der dir sich widersetzet Richt unser ganzes Leben und was dein Herz ergetzet allzeit nach deinem Sinn, aus unserm Herzen reißt. Und wenn wirs sollen geben 15. ins Todes Hände hin,—. Gib Freudigkeit und Störke, Wenns mit uns hie wird aus, ‚ zu stehen in dem Streit, so hilf uns fröhlich sterben— Den Satans Reich und Werke und nach dem Tod ererben ö— des ewgen Lebens Haus. Paulus Gerhardt. 1653. uns täglich anerbeut; das a Sei n daß ke Und welche Sonntag. 45. Eigene Melodie. Zünde ö Laß m Heilig, Und m mit de Gib wie es Mit Hilf und Gnad, Herr, uns re⸗gier und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, Und schauen dich von Angesicht bereit das Herz zur Andacht fein, in ewger Freud und sälgem Licht. Den Glauben mehr, stärk den Verstand, 4. daß uns dein Nam werd wolbekannt. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, 92—— * 3. dem heilgen Geist in einem Thron, Bis wir singen mit Gottes Heer Der beiligen Dreifaltigkeit Heilig, heilig ist Gott der Herr,; sei Lob und Preis in Ewigkeit. Wilhelm II., Herzog zu Sachsen-Weimar. 1669 Sonntag. 46. Mel. Jesu, großer Wunderstern. 2— +— 2v. Ir, ———— Eo—.—— — Licht vom Licht, er-leuch ⸗te mich bei dem Gna- den-son- ne, stel le dich vor mein ————— 1—.— —3. +— frü ⸗hen Ta Wob⸗ 217 i mun⸗tres An Woh⸗ ne mir mit ——.— 100————.—.— II — 177—..— 35— 1—— 4 Glan-ze bei, daß mein Sabbath lu⸗stig sei. 2. 4. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget, Sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrtum mich betrüget Und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar; nicht kennt. Laß mich heut und allezeit Heilig, Heilig, Heilig singen, Und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwingen, Gib mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. Dieser Tag sei dir geweiht, weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herlichkeit einen Tempel zubereiten, Nichts sonst wollen, nichts sonst thun, denn in deiner— ruhn. Du bist mehr denn Salomon: laß mich deine Weisheit hören, Ich will deinen Gnadenthron mit gebeugten Knieen ehren, Bis mir deine Sonne lacht und den schönsten Sonntag macht. Benj. Schmolcke. 1715. 47. 10 Eigene Melodie. Ahle. 1664. SE + Liebster Je⸗-su, wir sind hier, dich und Ren Wort Len⸗ke Sin⸗nen und Be⸗gier auf die sü ⸗ßen an ⸗ zu ⸗hö ⸗ ren: Daß di 7— Himmels-leh ⸗ren, Daß die Ba⸗ zen won l —..——— 4.•„.— II Er⸗den ganz zu dir ge⸗ zo⸗gen wer⸗den. Sonntag. 2. 3. Unser Wißen und Verstand O du Glanz der Herlichkeit, u ist mit Finsterniß umhüllet, Licht vom Licht aus Gott geboren; Wo nicht deines Geistes Hand Mach uns allesamt bereit,— uns mit hellem Licht erfüllet: öffne Herzen, Mund und Ohren, Gutes denken, thun und dichten Unser Bitten, Flehn und Singen 5 mußt du selbst in uns verrichten. laß, Herr Jesu, wol gelingen. 40 Tobias Clausnitzer. 1676. th 8 ein Wort Gottes. Kirche. 48. ö Eigene Melodie. M. Luther., 1520. — E.— —— 7 2—— Ein fe ⸗ste Burg ist un ⸗ ser Gott,— Er hilft uns frei aus al ⸗ ler Noth, 8 — + I —2—— N .-dret E.— ein gu⸗ te Wehr und Waf⸗ ien, die uns jetzt hat be⸗trof fen. E— ——— . —2 —*— Der alt bö 2 se Feind, mit Ernst ers jetzt e, E., E,,urir Huat.—.— ——.—— S58——— 4.—— ö 4..—.——— meint, groß Macht und viel List sein grausam Rüstung E—..—. —— E 5 ist, auf Erd ist nicht seins Glei ⸗ chen. 2. Fragst du, wer der ist?— Mit unser Macht ist nichts gethan, er heißt Jesus Christ, ö wir sind gar bald verloren: der Herr Zebaoth;— Es streit für uns der rechte Mann, und ist kein ander Gott, den Gott hat selbs erkoren. das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel und wollt uns gar verschlingen, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht, das macht, er ist gericht, ein Wörtlein kann ihn fällen. Eigene Melodie. Wort Gottes. So fürchten wir uns nicht zu sehr, Kirche. 49 4. wär Das Wort sie sollen laßen stahn, und kein Dank dazu haben; Er ist bei uns wol auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, laß fahren dahin, sie habens kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther. 1529. 49. 1543. — 1———.— EEIEEEE—————————— Er⸗halt uns, Herr, bei dei⸗nem Wort und steur des 1 1 Feindes Trug und Mord, Die Je⸗sum Christum, 1—— — L= 43 +. SSS.S I.I.II dei⸗ nen Sohn, 2. woll⸗ten der du Herr aller Herren bist, Beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, Eigene Melodie. stür⸗zen von dei-⸗nem Thron. 3. Gott, beilger Geist, du Tröster werth, gib deim Volk einrlei Sinn auf Erd, Steh bei uns in der letzten Noth, gleit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther. 1542. 50. Et Sein Ant llitz Es wollt uns Gott ge⸗ nã mit hel und er⸗ dig sein lem Schein uns sei⸗nen Se⸗gen leucht zum ew⸗gen Daß 4 wir er⸗ Wort Gottes. Kirche. 2 E 1——— +4 —.——— SISIPIIPIPIPIFITFIIIII—————..— —————— ken⸗nen sei ⸗ ne Werk und was ihm— auf Er⸗den, +Z..——— E——— ö ö EEeeeeee.— — und Je⸗sus Chri⸗stus Heil und Stärt be-kannt den * + —...—. r.— ————.— .—ntt Hei⸗den wer⸗den und sie zu Gott Te⸗ keh ⸗ ren. ** ..— 1— Strophe 3: hei⸗lig al⸗ler 2. 3. So danken Gott und loben dich Es danke, Gott, und lobe dich die Heiden überalle, das Volk in guten Thaten; Und alle Welt die freue sich Das Land bringt Frucht und beßert sich, und sing mit großem Schalle, dein Wort ist wol gerathen. Daß du auf Erden Richter bist Uns segen Vater und der Sohn, und läßt die Sünd nicht walten; uns segen Gott der heilig Geist, dein Wort die Hut und Weide ist, dem alle Welt die Ehre thun, die alles Volk erhalten vor ihm sich fürchte allermeist. in rechter Bahn zu wallen. Nun sprecht von Herzen Amen. Martin Luther. 1524. Mel. Ach und Herr, wie ꝛc. 10027. 1 — ————.— + Gott ist mein e und auf sein* soll —————— —————— .— mei⸗ ne le trau⸗ en. Ich wand⸗ In Hin hier, mein —.———— ö—‚—————— — +* Gott, vor dir im Glauben, uicht im Schau⸗ en. 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmecken, Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott! mich von dem Glauben schrecken. nicht un Erhalt und wel Gib de Fried, Den ste die sich Und bri zu fälsch Die Sa Wort Gottes. Kirche. 5¹ 2 3.* 6. Wo hätt ich Licht, Nun darf mein Herz ö wofern mich nicht in Reu und Schmerz — Dein Wort die Wahrheit lehrte? der Sünden nicht verzagen, Gott, ohne sie Nein, du verzeihst, verstünd ich nie, lehrst meinen Geist wie ich dich würdig ehrte. ein gläubig Abba sagen. 4.— Dein Wort erklärt Mich zu erneun, Der Seele Werth, mich dir zu weihn. Unsterblichkeit und Leben: ist meines Heils Geschäfte: Zur Ewigkeit Durch meine Müh ist diese Zeit vermag ichs niec von dir mir übergeben. dein Wort gibt mir die Kräfte. 5.„ Dein ewgen Rath, Herr, unser Hort, die Missethat laß uns dieß Wort, — der Sünder zu versühnen, denn du hasts uns gegeben. — Den kennt ich nicht, Es sei mein Teil, — wär mir dieß Licht 8 es sei mir Heil nicht durch dein Wort erschienen. und Kraft zum ewgen Leben. Christ. Fürchtegott Gellert. 1757. 6 52. 2 Mel. Erhalt uns, Herr, bei ꝛce. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord, Gib deiner Kirchen Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Geduld. · 3. Den stolzen Geistern webre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch, Und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 4. Die Sach und Ehr, nicht unser, Herr Jesu Christ, sondern ja dein ist: Darum, so steh du denen bei, die sich auf dich verlaßen frei. —— Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirchen wahrer Schutz: Dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. 6. Gib, daß wir leben in deim Wort, und darauf ferner fahren fort Von hinnen aus dem Jammerthal zu dir in deinen Himmelssaal. Nic. Selnecker. 1581. 4* 52 Wort Gottes. Kirche. 53. b Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1651. — ———— ů— — —— Herr, öff⸗ ne mir die Her⸗zens⸗thür, zeuch 5— — ů— —5 ....... I — mein Herz durch dein Wort zu dir, Laß mich dein Wort be⸗— D= 1 IL .— 34655.3— D.——... wa⸗ren rein, laß mich dein Kind und Er-be sein. 2. ö— Dein Wort bewegt des Herzens Grund, Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dein Wort macht Leib und Seel gesund, dem heilgen 659 in einem Thron, Dein Wort ist, das mein Herz erfreut, Der heiligen Dreieinigkeit x dein Wort gibt Trost und Säligkeit. sei Lob und Preis in Ewigkeit. Joh. Olearius. 1671. 54. Ein Kindelein so löbelich.) (Mel. Mor ⸗ gen⸗ Hilf Chri⸗ste, hel- ler Daß wir von Her⸗-zen fol ⸗ gen 2 ———.———. äKK«Kr. stern, leuch⸗tend zur Him⸗mels ⸗ pfor ⸗ te, Der gern dem Glanz in dei⸗ nem 3 2*te, +— 955.—2——— ———— 5——.— 5 + 7— + 2+ 17 + + Dem täg⸗lich durch die Wol-ken dringt und uns zur Gottser⸗ 9, To —* I — ———.— kennt⸗nis bringt, dar-ein denn steht das Le⸗ die Wort Gottes. Kirche. 53 1* — N— 5,. a .——.—— 5....... 5.—.— ben: gib, daß wirs deche mit Be ⸗gier, auch — — 8* 2.— 7— eee— 5—— sei ne Zier und wil ⸗-lig 2— Bartholomäus Ringwaldt. 1581. 55. Eigene Melodie. (Die 2. Melodie siehe Nr. 11.) — 2— nfreut euch, lie- ben Christen gmein, und Daß wir ge⸗trost und all in Ein mit 2—— I 5—— laßt uns fröh lich sin ; si„ We 50 Lust und Lie⸗ be sin Was Gott an + ———.———.— e i Le —— uns 98 wen-det hat un sei ⸗ne 2 3 5—.— ——— —.——— ‚.—j‚—.— . D that, gar teur hat ers er ⸗ wor ⸗ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; Mein Sünd mich Juälet Nacht und Tag, darin ich war 9850n. Ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, daß nichts denn sterben bei mir blieb, die Sünd hat mich beseßen. zur Höllen mußt ich sinken. 3. Mein gute Werk die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; Der frei Will haßet Gotts Gericht, er war zum Gut'n erstorben: Die Angst. rieh, verzweifeln Da jammerts Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen, Er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen laßen, Er wandt zu mir das Vaterberz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ's sein 33— kosten. Er sprach zu seinem lieben Sohn die Zeit ist hie r. Fahr hin, meins 5 1den n werthe Kron, und sei das Heil dem Armen, Und hilf ihm aus der Sünden Noth, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward, er kam zu mir auf Erden, Von einer Jungfrau rein und zart er sollt mein Bruder werden; Gar heimlich führt' er sein Gewalt, er gieng in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt 2— fangen. Er sprach zu mir Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; Ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen, (Mel. Wort Gottes. 56. Herr Jesu Christ, meins Lebens ꝛc.) Kirche. Denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollt du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8 Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben: Das leid ich alles dir zu Gut, das halt mit festem Glauben: Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein da bist du selig worden. Gen Himmel zu dem Vater mein jahr ich von diesem Leben, Da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübnis trösten soll, und lehren mich erkennen wol, und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollt du thun und lehren, Damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren, Und hüt dich für der Menschen G'satz, davon verdirbt der edle Schatz, das laß ich dir zu Letze. Mart. Luther. 1523. O Je⸗ su Chri⸗ste, W. ⸗res Licht, IIS.D‚Die= .. er⸗leuch-te die dich ken-nen nicht, Und brin⸗ge lig werd. ein, eben dein Wort Gottes. Kirche. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, Die nicht bekennen wollen frei, die in Irrtum verführet sein, was ihres Herzens Glauben sei. Auch die, so heimlich fichtet an 5. in ihrem Sinn ein falscher Wahn. Erleuchte, die da sind verblendt, 3. bring her, die sich von uns getrennt, Und was sich sonst verlaufen hat Versammle die zerstreuet gehn, von dir, das suche du mit Gnad, mach feste, die im Zweifel stehn! Und sein verwundt Gewißen heil, 6. laß sie am Himmel haben Teil. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmerreich Den Tauben öffne das Gehör; Hi ne Hier zeitlich und dort ewiglich die Stummen richtig reden lehr, für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann. 1630. 57. Mel. Dir, dir, Jehova ꝛc. 1701. —— nne n ——————=..—.— +—— Wach auf, du Geist der er⸗sten Zeu⸗gen, die Die Tag und Nacht auch nim⸗-mer schweigen und —.———I S.SI.PIPII. I I IIIE‚... 2.I.I.— auf der Maur als treu⸗e Wäch⸗ter stehn, die ge⸗ trost dem Feind ent⸗ge⸗ gen gehn, Ja, —————— ——— der en Schall die gan-ze Welt durchdringt und 4 ———— 1 + I ——.————— ů——— 19—.— al⸗ler Völ⸗ker Scha⸗ren zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, Dich herzinbrünstig hierum anzu⸗ „„möcht es doch in alle Lande gehn! ehn, Ach Herr, gib doch in deine Ernte drum hör, o Herr, und sprich Es viel Knechte, 70 in treuer Arbeit soll geschehn.“ tehn. 4. O Herr der Ernte, schaue doch darein: So gib dein Wort mit großen Scharen, die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte die in der Kraft Evangelisten sein. klein. Laß eilend Hilf uns widerfahren, 10 5— 3. und brich in Satans Reich mit Macht Dein Sohn hat ja mit klaren Worten hinein. uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O breite, Herr, auf weitem Erden⸗ O sieh doch, wie an allen Orten, kreiß sich deiner Kinder Herz und Sinn be⸗ dein Reich bald aus zu deines Na⸗ wegt, mens Preis. 56 Wort Gottes. Kirche. 5. Ach, daß die Hilf aus Zion käme! o daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nähme! o würd es doch nur bald vor Abend lcht Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei, und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, 8 sei kein Ort ohn diesen Glanz und Schein! Ach, führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll in alle Thore ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf, und also segne deines Wortes Lauf! 7. O beßre Zions wüste Stege! und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räume bald aus jedem Wege, vertilg, o Herr, den falschen Glau⸗ benswahn, Und mach uns bald von jedem Miethling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Got⸗ tes sei! 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein. Ja, sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Zugend selber ein, Daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein. Karl Heinr. v. Bogatzkty. 1725. 58. Eigene Melodie. 1524. 9 ——— N— SSIEEEEEEE EEEE ——.——.—..3.—.—EꝗDE..2 Wir Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, so Wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, wie — soll Is ⸗ ra ⸗ el a Die hät ⸗ ten mußt ver ⸗ za gen, E——*—— —.— 2— r n e nn— .— 2 ein ar⸗mes Häuf ⸗lein sind, ver⸗ acht von 1e⸗wiel ½ 2 3.—.—.—.. — Men⸗schen⸗kind, die an 2. Auf uns ist so zornig ihr Sinn, wo Gott hätt das zugeben, Verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben, Wir wärn als die ein Flut ersäuft und über die groß Waßer läuft und mit Gewalt verschwemmet. uns se⸗tzen al 4. le. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen! Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ist unser Seel entgangen. 4 Strick ist entzwei, und wir sind frei, des Herren Name steht uns bei, des Gotts Himmels und Erden. Mart. Luther. 1524. Wort Gottes. Kirche. 59. (Mel. Es spricht der Unweisen Mund ꝛc.) 15²4 .———————. ....‚‚‚—— Wir Men⸗schen sid zu dem, 0 Gott, was Dein We⸗sen, Wil⸗le und Ge-bot ist geist⸗lich ist, un ⸗ tüch⸗- t viel zu hoch und wich⸗tig: Wort und Licht den 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, Daß durch dieselben würd bekannt dein heilger Will und Rechte, Zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. Für solches Heil sei, Herr, gepreist, laß uns dabei verbleiben, Und gib uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläuben, Dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmuth, Ehre, Lieb als Gottes, Hilf, daß nicht der Menschen. der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende, Denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende, Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft', auch reichlich bei uns wohne. 798 5. Offn' uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht faßen, In Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht laßen, Weg zu und Freud, wei dir nicht Daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Thäter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen, In Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen, Der Sam, so in die Dornen fällt von Sorg und Wollust dieser Welt, verdirbet und ersticket. ** Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich dem guten fruchtbarn Lande, Und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, Viel Früchte bringen in Geduld, bewaren deine Lehr und Huld in feinem gutem Herzen. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, Gib, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden, Rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüste dämpfen. 58 Taufe. 9. 10. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein Gott Vater, laß zu deiner Ehr die Leuchte unsern Füßen, dein Wort sich weit verbreiten; Erhalt es bei uns klar und rein, Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr hilf, daß wir drauß genießen erleuchten mög und leiten; Kraft, Rath und Trost in aller Noth, O heilger Geist, dein göttlich Wort daß wir im Leben und im Tod laß in uns wirken fort und fort beständig darauf trauen. Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung David Denicke. 1659. Sacramente. 60. Mel. Liebster Zesu, wir sind hier, dich und ꝛce. ö Ahle. 1664. — E + Lieb⸗ster Je⸗su, wir sind hier, dei⸗nem Wor=te Die⸗ses Kindlein kommt zu dir, weil du den Be⸗ Daß man sie zu Chri ⸗sto füh ⸗re, denn das Him-mel ⸗ reich ist ih ⸗ re. 2. 4. Ja, es schallet allermeist Wasch es, Jesu, durch dein Blut dieses Wort in unsern Ohren: von den angeerbten Flecken, Wer durch Waßer und durch Geist Laß es bald nach dieser Flut deinen Purpurmantel decken, nicht zuvor ist neu geboren, Wird von dir nicht aufgenommen Schenk ihm deiner Unschuld Seide, und in Gottes Reich nicht kommen. daß es sich in dich verkleide. 3. 5. Darum eilen wir zu dir, Mache Licht aus Finsternis, nimm das Pfand von unsern Armen, setz es aus dem Zorn zur Gnade: Tritt mit deinem Glanz herfür Heil den tiefen Schlangenbiß und erzeige dein Erbarmen, durch die Kraft im Wuͤnderbade; Daß es dein Kind hier auf Erden Laß hier einen Jordan rinnen, und im Himmel möge werden. so vergeht der Aussatz drinnen. Meir bleibt Wenn so lat Nim wenn 3. Hirte, nimm das Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Glide, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, schenk ihm den Friede, Weinstock, hilf, daß dieser Rebe auch im Glauben dich umgebe. Confirmation. x. Nun, wir legen an dein Herz was vom Herzen ist gegangen. Führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen, ZJa, den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolcke. 1704. 61. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. —.— Neumark. 1657. E 2——.— 4 — 3—————.——.———.—. —.I. — Ich bin ge⸗tauft auf deinen Namen, Ich bin ge⸗- zählt zu deinem Samen, **— 1..——— . EH.—.———— EE—...——.—.— Gott Vater, Sobn und heil⸗ ger Geist; Ich bin in zum Volk, das dir ge- hei- ligt heißt. ——.— —————.— E— Christum ein ⸗ ge-senkt, ich bin mit U 2 seinem Geist beschenkt. 2 Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, Du hast der Frucht von deinemSterben, mein treuer Heiland, mich gewährt, Du willst in aller Noth und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt, Ich habe mich aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt, Hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab: 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wol feste stehn, Wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn, Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall gethan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin, Erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn, Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen thut. 6. Weich, weich du Fürst der Finsternissen! ich bleibe mit dir unvermengt; Hier ist zwar ein befleckt Gewißen, jedoch mit Jesu Blut besprengt; Weich, eitle Welt, du Sünde, weich! Gott hört es, ich entsage euch. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt, So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. J. J. Rambach. 1723. Confirmation. V 62. (Mel. Es kostet viel ein Christ ꝛc.) e ö 1704. II 4 IW n· ‚iEE Bleibt, Schäflein, bleibt, ver= 55=ßet Rachr die so —..—.— 4.———.——.——— Hut des gu ⸗ten Hirten, dem ihr euch er⸗ —— EI 4 82 ..II— 0 da,; — 1— De geben! So bittet— und fleht durch wer ů—— ö..—.——.— ö Christi Blut ein Lehrer, der nichts wünscht denn ihr Er ruft, weil ihn die heiße Liebe treibt, Bleibt, Sont U annt Er hats gehört, was euer Mund gesagt, E Se am,so ündig wie ihr seid, ich will an Jesum glauben, Jesum lie⸗ so blind und todt, so kalt und voller ben.“ Schanden; Er war dabei, so oft man euch gefragt, Bringt gar nichts mit, denn alles ist und hat das Jawort in sein Buch ge⸗ bereit, schrieben, bei ihm ist Gnade, Licht und Kraft Er weiß auch alles, was man euch vorhanden. gelehrt, O komm doch nur ein jedes, wie es“ er hats gehört. 22 kann, er nimmt euch an. Er hat euch lieb: bedenket was er that, wie er am Kreuz im Blute da gehangen. Er hat Geduld: erh 4 den Muth Bedenket, wie er euch so zärtlich bat, bis euer Fuß von Sodonrausgegangen: wenn ihr bald hie bald da in Schuld O wie viel stärker brennet nun sein gefallen. Trieb, Er trägt euch gern nach seinem Mut⸗ tersinn, er hat euch lieb. er liebt den größten Sünderunter allen. Kommt, küst die Hand, so weiß er keine Schuld, er hat Geduld. — 6. lsagt: . Er läßt euch nicht, das hat er selbst ge⸗ nichts soll sie mir aus meinen Hän⸗ den reißen;“ Und wenn euch Lust und Furcht in Schrecken jagt, so will er selbst die Mauer sein und 24 heißen. — Wer nur mit Vorsatz nicht den Bund — zerbricht, den läßt er nicht. Abendmahl. 7. Ihr seid sein Ruhm, sein Lob und seine Lust, dazu ist er gestorben und geboren. ‚ Das wäre recht ein Schwert durch seine Brust, wenn er sein Blut und Schweiß an euch verloren. Denn was ihr seid ist doch sein Eigentum, ihr seid sein Ruhm. 8 Ach wehe euch! ihr wäret doppelt todt, wo ihr euch nun aus seinen Händen rißet: 63. Eigene Melodie. 61 Ihr häufet euch den Schatz der ewgen Noth, wo ihr das Wort verachtet, das ihr wißet: Gott ist an Zorn so wie an Gnade reich, ach wehe euch! 9. O Jesu, nein! laß du es ja nicht zu, daß sie sich dir aus deinen Händen winden. Laß ihnen doch im Herzen keine Ruh, als wenn sie sich in deinem Schoße —.— finden. Wie, soll denn eins davon verloren sein? o Jesu, nein! 10. So bleibt nun, bleibt, o bleibt in Ewigkeit, und laßt euch nichts von seiner Liebe trennen! Das ewge Leben ist für euch bercit, die aber weichen, werden ewig brennen. O seht doch, wie euch Fluch und Segen treibt, so bleibt nun, bleibt! E. G. Woltersdorf. 1750. Gott sei Mit i ge⸗ 1 seinem Fleische Kraft lo ⸗-bet und ge⸗be⸗ ne⸗ dei ⸗ et und mit sei⸗ nem Blute; wie eo der uns sel-ber hat das gib ge uns, Herr Gott, zu son! Herr, durch deinen hei li⸗gen I Abendmahl. Nicht größer Güte konnt er uns ge⸗ schenken, dabei wir sein solln gedenken. Kyrieleison!(hat, Herr, dein Lieb so groß dich zwungen daß dein Blut an uns groß Wunder that und bezahlt unser Schuld, das uns Gott ist worden hold. Kyrieleison! —————— ů ö —.——..——————5— 4. 2.————— Leichnam, der von deiner Mut ⸗ ter Ma⸗ ria 50— 242W 2 25——— 2 32 E II—.——— 5r 777 ur kam, und das hei⸗ ⸗ge Blut, hilf uns, Herr, aus und P e d rirtutertnae, 1— EAEEEEEEI ——— aller Norh! Ky ⸗ri⸗ e« le i ⸗ son! 2. 3. Der heilig e ist für uns ge⸗ Gott geb uns allen seiner Gnade Se⸗ geben gen, zum Tod, daß wir dadurch leben. daß wir gehn auf seinen Wegen In rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison! Herr, dein heilig Geist uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison! Martin Luther. 1524. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 1524. —— 1———.— I... E— 127 e. Hen 2 su Christ, du höchstes Gut, du Wir kommen, deinen Leib und Blut, wie Sonr deh 2.— den In ut —.5— fRESRAEEREESE‚‚.eee E Liebe Herlichkeit und unsrer Seelen Sälig⸗ Abendmahl. .... keit zu e⸗ßen und zu trin ⸗ ken. — 2. 3. — O Jesu, mach uns selbst bereit Bleib du in uns, daß wir in dir — ů zu diesem hohen Werke, gauch bis ans Ende bleiben,. — Schenk uns dein schönes Ehrenkleid Laß Sünd und Noth uns für und für durch deines Geistes Stärke“ nicht wieder von dir treiben, 8 Hilf, daß wir würdge Gäste sein Bis wir durchdeinesNachtsmalsgraft und werden dir gepflanzet ein é zu den Erwählten fortgeschafft zum ewgen Himmelswesen. und ewig sälig werden. 65. Mel. Gott sei gelobet und gebenedeiet. 1524. Se⸗— /Mmn..rri. 1—3——. eue, 356 Herr ge⸗su Chri⸗ste, mein ge⸗treu⸗ er Hir=te, Bei dir al ⸗lei⸗ne find ich Heil und Le⸗ben, imer—.— b—.——— 5 ö———.—————..— ES.——.—. I komm, mit Gnaden mich be⸗ wir=te.„ was ich darf, kannst du mir ge⸗ben, Lh e vi g⸗ „ son. Dein arm Schäflein wol⸗ lest du lei⸗ ö 7 .——8 SD——— ———— T—.——. S.— —— 11—— E 2 wei⸗den auf Is ⸗ra⸗ els Ber ⸗ gen mit Freu⸗ den, und zum fri⸗schen Wa⸗ßer führn, da das —— + vndenm Lnt ——*.D‚.— —————————— 3— —3—— S. —; Le⸗ben her thut rührn. Ky-ri⸗-e li son. (Zu Anfang und Ende des Abgesangs jeder Strophe Kyrieleison.) Abendmahl. 2. All ander Speis und Trank ist ganz vergebens, du bist selbst das Brot des Lebens. Kein Hunger plaget den, der von dir ißet, alles Jammers er vergißet. Du bist die lebendige Quelle, zu dir ich mein Herzkrüglein stelle: laß es mit Trost fließen voll, so wird meiner Seelen wol. Laß mich recht trauren über meine Sünde, doch den Glauben auch anzünde, Den wahren Glauben, mit dem ich dich faße, mich auf dein Verdienst verlaße. Gib mir ein recht bußfertig Herze, daß ich mit der Sünde nicht scherze, noch durch meine Sicherheit mich bring um die Säligkeit. 4. Greulich beflecket ist mein arm Gewißen: ach, laß ein Blutströpflein fließen Aus deinen Wunden, welche du empfangen, da du bist am Kreuz gehangen: Wann mein Herz damit wird gerühret, wirds von Stund an rein und gezieret durch dein Blut mit Glauben schön, kann in dir vor Gott bestehn. —— Der darf des Arztes, den die Krankheit plaget, mit Begier er nach ihm fraget: O süßer Jesu, schau, wie tiefe Wunden werden auch in mir gefunden. Du bist ja der Arzt, den ich rufe, auf den mit Verlangen ich hoffe: hilf, o wahrer Mensch und Gott! hilfst du nicht, so bin ich todt. 6. Du rufest allen zu dir in Genaden, die mühselig und beladen, All ihre Sünde willst du ihn'n verzeihen, ihrer Bürde sie befreien. Ach komm selbst, leg an deine Hände und die schwere Last von mir wende, mache mich von Sünden frei, dir zu dienen Kraft verleih. 7. Mein Geist und Herze wollst du zu dir neigen, nimm mich mir, gib mich dir eigen. Du bist der Weinstock, ich bin deine Rebe: nimm mich in dich, daß ich lebe. Ach, in mir find ich eitel Sünden, in dir müßen sie bald verschwinden; in mir find ich Höllenpein, in dir muß ich sälig sein. Abendmahl. 8. Komm, meine Freude! komm, du schönste Krone! Jesu, komm und in mir wohne. In mir will ich dich mit Geber oft grüßen, ja mit Lieb und Glauben küssen. Bringe mit, was alle Welt erfreut, deiner Liebe süße Lieblichkeit, deine Sanftmuth und Geduld, die Frucht deiner Gnad und Huld. 9 und mir Lebenssaft erteilen, Daß ich nun aus mir all Untugend reiße, dir zu dienen mich befleiße. In dir hab ich alles, was ich soll, deiner Gnaden Brünnlein ist stets voll: laß mich ewig sein in dir,‚ und bleib ewig auch in mir! 66. Vater unser im Himmelreich. Dieß sind die Blümlein, die mich können heilen Joh. Heermann. 1630. Treu nicht zu er⸗ grün⸗ den ist, 1.— — Daß du dein Blut uns gibst im Sa ⸗cra⸗ment, weil ——— ——————————.— Bein, das mag ein groß Ge⸗ heim-nis sei. 2 3. Mein Herr, hilf, daß ich dein stets bleib Meins Thuns und Laßens also walt, und mich kein Unglück von dir treib, daß ichs nicht mit dem Satan halt, Daß ich an dir fest hang und kleb, Noch mit der Welt im Argen lieg, so lang ich hier auf Erden leb, mein Fleisch und Blut mich nicht betrüg, Gib mir Geduld und Kraft im Leid, Daß ich das Bös' forthin vermeid der Tod mich auch nicht von dir scheid. und von dir Wäsi bleib. 66 Abendmahl. 4. O Herr, du wollst mein eigen sein, ich schließ dich in meins Herzens Schrein: Wohn und wirk drinnen für und für und mich mit schönen Gaben zier: Dieß ist meins Doeud, Trost und en, so lob ich dich in Ewigteit. Maͤrtin Behm. 1608. 67. Eigene Melodie. Crüger. 1656. +* 1— n—— EEDEe.......—— Schmücke dich, o lie⸗ be Seele, laß die Komm ans hel ⸗le Licht ge-gan-gen, fan ⸗ge ..—— H ++— —*—————— SDE* dunk ⸗le Sün-den ⸗ hön⸗=le, Deun der Herr voll her ⸗lich an zu pran⸗gen, ——.— I—— e,—.—..—.— — 1 ——.— Heil und Gna⸗den will dich jetzt zu Ga⸗ste la⸗-den, 1— 3 vinn ——.— 2.. Der den Him⸗mel kann ver⸗ wal ⸗ten will jetzt E P IE —5 2.—.—— E l Her⸗berg in dir hal⸗ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, Der da mit dem Gnadenhammer il an deine Herzenskammer: Oeffn' ihm bald die Geistespforten, red' ihn an mit schönen Worten, sprich mein Heil, laß dich umfaßen, wollst mich nimmermehr verlaßen.“ 3. Zwar in Kaufung teurer Waaren pflegt man sonst kein Geld zu sparen, Aber du willst für die Gaben deiner Huld kein Geld nicht haben, Weil in allen Bergwerksgründen kein solch Kleinod ist zu finden, das dieß Blut im Abendmahle und dieß Lebensbrot bezahle. 4. Ach, wie hungert mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach deiner Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten: wünsche stets, daß mein Gebeine sich durch Gott mit Gott vereine. Heilge Lust und tiefes Bangen nimmt mein Herze jetzt gefangen; Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise Machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Stärke: ist wol auch ein Mensch zu finden, der dein Allmacht sollt ergründen? Lief i 1 di is a Und des K würd Zu d versto wie ig ier: ost und 1608. rüthe, Güte! hränen hnen! dürsten fürsten: beine ereine. ründen! finden Abendmahl. 6. 8. Nein, Vernunft die muß hier weichen, Herr, es hat dein treues Lieben kann dieß Wunder nicht erreichen, dich vom Thron herabgetrieben, Daß dieß Brot nie wird verzehret, Daß du willig hast dein Leben ob es gleich viel tausend nähret, in den Tod für uns gegeben, Und daß mit dem Saft der Reben Und dazu ganz unverdroßen, uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, die nur Gottes Geist kann deuten! deiner Liebe zu gedenken. Herr, dein Biut für uns vergoßen, das uns jetzt kann kräftig tränken, 7. 9. Jesu, meine Lebensonne, Zesu, wahres Brot des Lebens, Jesu, meine Freud und Wonne, hilf, daß ich doch nicht vergebens Jesu, du mein ganz Beginnen, Oder mir vielleicht zum Schaden Lebensquell und Licht der Sinnen: Hier fall ich zu deinen Füßen, x laß mich würdiglich genießen deine Liebe recht ermeßen, dieser deiner Himmelsspeise, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dieß Seeleneßen mir zum Heil und dir zum Preise. mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck. 165 Buße, Rechtsertigung, christlicher Wandel. 68. Eigene Melodie. 3. + groß und schwer sind wie —— 4..—— — TUJJ.————.=——. —..——.————— 2— mein be⸗-gang- ne Slin⸗den! Da ist Niemand, der U 4 ——————.——— —— IRDSDDSD ———.— hel⸗fen kann, in die ⸗ser Welt zu fin⸗den! —— 2. 011 ett weit Ach 954 9—6 ht⸗ u dieser Zei geh nicht ins G'rich Und Wont 198 5 ihr Ende, dein Sohn hat mich versühnet. os sein 4. des Kreuzes mein, Solls ja so sein, würd ich doch solchs nicht wenden, daß Straf 1 Pein 0 . 3. auf Sünde folgen müßen, Zu dir flieh ich: S ier for destoß wuch uah So fahr hier fort und schone dort, 10 und laß mich hier wohl büßen. 5³ wie ichs wol hab verdienet; 68 Buße, Gib, Herr, Geduld. vergib die Schuld, verleih ein g'horsams Herze, Laß mich nur nicht, wies wol geschicht, mein Heil murrend verscherzen. Handle mit mir Rechtfertigung, 6. wies dünket dir, durch dein Gnad will ichs leid en, Laß mich nur nicht* dort ewiglich von dir sein abgescheiden. Martin Rutilius. 1604. 69. E Mel. Herzlich thut mich verlangen? Haßler? 1613.— Q 1— n—.—..„ 0 VB— EERiiE ö 5 Ach Herr, mit gro⸗ßen — Schmerzen, ach Herr, du Zu dir schrei ich von Her-zen in i n Gen SSSIIII — 0 will, 2.— treu er Gott!*————10. 7 Die gro⸗ßen Noth: Mein G'wißen thut mich kränken von 227 I./ — andn en:— And 655555 3——....I ———— 4 1..— Gott . aus we⸗gen mei⸗ner er Sind und will mich gar ver-sen=ken, Und da F —— 12.——3———— Da b —4 mit wen Hilf ich bei mir find. Was die h 2. Aver du bist alleine, der mir draus helfen kann, Dein Gnad ist allgemeine gegen ein Jedermann: Drum hilf mir auch jetzt tragen mein Leid und Trübsal groß, sonst müßt ich gar verzagen, mach mich von 9.5 los. Gedenk ans bitter Leiden, welches dein lieber Sohn Am Kreuz hat müßen leiden, der für mich gnug gethan: Er hat für mich vergoßen ein rosenfarbes Blut, sonst müßt ich sein verstoßen, sein Tod kommt mir zu gut. 4. Dafür will ich dich loben Dh und allezeit; O Gott Vater, von oben gib mir Beständigkeit, Daß ich, Herr, nicht abweiche von deiner Wahrheit klar, bis ich einmal abscheide zu der christlichen Schar. Erasmus Winter. 1 1611. 8 christlicher Wandel. „70. Eigene Melodie. — schau ⸗ en ————.— kehr dein Muth von hin⸗neñ. — 6. Dein Freunde und die Eltern dein, Steh auf, steh auf, du Seele mein, Gewalt der Zeit und Ehren, kehr dich zu Gott dem Herren, Das mußt du alles laßen sein, Und bitt den edlen König dein, willst du zu Gott dich kehren. er woll dich des gewähren. 3 7 3. 7. Die Welt geht in der Sünden Nacht Sprich Christe, laß es also sein und irret in den Sinnen: und heil mein tiefe Wunden, Ach, edle Seele, das betracht Empfah mich in die Gnade dein und kehr dein Herz von hinnen. an meines Todes Stunden. 1 4. 8. Gott führt dich zu der rechten Hand Ich hab es oft und viel gehört, aus dieser Welt Elende, und wollt es nie gelauben, Und setzt dich in der Liebe Band, Die falsche Welt den Sinn bethört, da Freud hat nimmer Ende. nun seh ichs mit den Augen: 5 8 9. a bl Stell mirs nicht unter die Augen mein, mit Gottes Lieb umfangen, laß mich dich, Herr, erbarmen! Was Herzen Freuden je erdacht, Ach, durch das bitter Leiden dein 2— Da bleibst du Tag und auch die Nacht die hast ohn alls Verlangen. empfah mich in dein Armen! Nach Heinrich von Laufeuberg. 1421. 7•1 Eigene Melodie. 14. Jahrhundert. Ach, wir ar⸗men Sün⸗der, wir in em⸗pfan⸗ gen und ge Buße, Rechtfertigung, 53n 4—. PSPII II IPI‚IEI‚III.——...—— sind, Hat gebracht uns al ⸗le in solch gro⸗ße 1 Z. —— Noth, daß wir un⸗ter ⸗wor⸗fen sind dem ⸗gen 1 2. So nicht wäre kommen Christus in die Welt und an sich genommen unser arm Gestalt, Und für unser Sünde gestorben williglich, so hätten wir müßen verdammt sein ewiglich. Kyrieleison. Hermann Bonnus. 1542. (Die 1. und 3. Strophe des Liedes.) 0 12. Eigene Melodie. 1545 E———— ——6————— SSI.IIIII............ —..———..—..— Al⸗ lein zu dir, Herr Je ⸗ su Christ, mein Ich weiß, daß du mein ster bist, kein ISe—.—— 55565565 3.m— I.—— 4 steht auf Er Trost mag mir sonst wer den. —————.——— —...—.—.— e n.———— Von An⸗be⸗ — 2.— ist— er⸗korn, auf Er den ist kein Mensch ge⸗ ——— EIEEEE born, der mir aus Nö⸗then hel-⸗fen kann: ich ruf dich 1 ä ö an, zu dem ich mein Ver⸗trau ⸗ en han. . Erb nimu Die am 4 2. Liedes.) kein christlicher Wandel. 2 2. Bor allen Dingen lieben dich Mein Sünd sind schwer und übergroß und meinen Nächsten gleich als mich; und reuen mich von Herzen, am letzten End dein Hilf mir send, Derselben mach mich frei und los dadurch behend durch deinen Tod und Schmerzen, des Teufels List sich von mir wend. Und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich gethan, Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, so werd ich los der Sündenlast: dem Vater aller Güten, erhalt mich fest Und Jesu Christ, seim eingen Sohn, in dem, das du mir versprochen hast. der woll uns all behüten, 3. Und Gott, dem werthen heilgen Geist, Gib mir durch dein Barmherzigkeit der allezeit uns Hilfe leist, den rechten Christenglauben, daß wir ihm wolgefällig sein Und daß ich hie dein Süßigkeit hier in der Zeit mög inniglich beschauen, und folgen ihm in Ewigkeit. Johann Schnersing. Um 1530. Eigene Melodie 1594 9— ————8—2 ———.———. ........... 2 Herr Je⸗ su Christ, du höch⸗stes Gut, du Sieh doch, wie ich in mei⸗nem Muth mit EII IISEI I— Brunnquell al⸗ ler Gna⸗-den, Schmerzen bin be ⸗la-den, und in mir — 4— — 2——5—4——— ö — eeee.———— ——....... ů—— Lri. hab der Pfei⸗le viel, die im Ge⸗ wi⸗ ßen oh⸗ ne 1 ar⸗men u drü⸗cken. 2. 4 Erbarm dich mein in solcher Last, Ja, ich weiß weder aus noch ein mimm sie aus meinem Herzen, und müßte ganz verloren sein, Dieweil du sie gebüßet hast wenn ich dein Wort nicht hätte. am Holz im Todes Schmerzen, Auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh, Aber dein heilsam Wort das macht und ewiglich verzage. mit seinem suͤßen Singen, 0 3. Daß mir das Herze wieder lacht Fürwahr, wenn mir das kommet ein, und fast beginnt zu springen, was ich mein Tag begangen, ö Dieweil es alle Gnad verheißt So fällt mir auf das Herz ein Stein denen, die mit zerknirschtem Geist und bin mit Furcht umfangen, ö zu dir, o Jesu, kommen. Und weil ich be 11 meinem Sumn, wie ich zuvor geklaget, Auch ein betrübter Sünder bin, den sein Gewißen naget, Und gerne möcht im Blute dein von Sünden absolvieret sein wie David und Als komm ich auh zu dir allhie in meiner Angst geschritten, Und thu dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten, Verzeih mir doch genädiglich was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. Buße, Rechtfertigung. 7. O Herr, vergib, vergib mirs doch um deines Namens Willen, Und thu in mir das schwere Joch der Uebertretung stillen, Daß sich mein Herz zufrieden geb— und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam. Stärk mich mit deinem Freudengeist,— heil mich mit deinen Wunden;— Wasch mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden,— Und nimm mich eins, wenn dirs gefällt,. im rechten Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. Barthol. Ringwald. 1588. 2 74. ö Eigene Melodie. 1430. Wei *—* I V+ Soh — i; 2. 4 4— 4 O V ———— ISISeE ind ERAE Ich wollt, daß ich da„ hei⸗- me wär und al ⸗ler Welt nicht di 2. Ich mein daheim im Himmelreich, da ich Gott schauet' ewiglich. 3. Wolauf, mein Seel, und richt dich dar, wo wartet dein der Engel Schar! 4. Denn alle Welt ist dir zu klein, du kommest denn erst wieder heim. — 5. Daheim ist Leben ohne Tod, und ganze Freude ohne Noth. 6. Da ist Gesundheit ohne Weh und währet heut und immer mehr. Da sind doch tuhend Jahr als heut und ist kein Jammer und kein Streit. en⸗ te 33— Wolauf, mein Serz und all mein Muth, und such das Gut allem Gut! 9. Was das nicht ist, das ui gar klein und trachte allzeit wieder heim. Du hast doch hie 2 Bleiben nri obs morgen oder heut geschicht. 11. Da es denn anders nicht mag sein, so fleuch der Welt erlognen Schein, 12. Und reu dein Sünd und beßer dich, als wolltest heut gen Himmelreich. Ade, Welt! Gott gefezen dich! ich fahr dahin gen Himmelreich. Nach Heinrich von Laufenberg. 1430. ö christlicher Wandel. 73 0 2 5: Mel. O Jesu Christ, meins Lebens ꝛc. 1630 30. geb 4 igeist, hweiß efällt, elt 55.— ——.——— dich: das ist mir leid und reu et mich. 2. 3. 130, Weil aber dein Barmherzigkeit Hinfort mir auch dein Gnade geb, Hoß ist und bleibt in Ewigkeit, daß ich fromm werd und beßer leb O Vater, so komm ich zu dir Und als ein Christ säliglich sterb, und bitt herzlich, sei gnädig mir. dein eigen sei, dein Freud ererb. Joh. Leon. 1588. 76. Mel. Jesus meine Zuversicht. Crüger. 1658. —— Muth,— 4 ut!. 0 ut! Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an! sa ⸗get doch dieß Wel⸗che von der rech-ten Vahn auf ver⸗kehr⸗ten r klein . nicht, Troungr . Wez bey⸗ zu Hier ist, was sie ret-ten kann: sein, chein, Je-sus nimmt die Sün⸗der an. dich, 2. 3. eich. Leiner Gnade sind wir werth, Wenn ein Schaf verloren ist, doch hat er in seinem Worte suchet es der treue Hirte: Endlich sich dazu erklärt: Zesus, der uns nie vergißt, ö sehet nur, die Gnadenpforte suchet treulich das verirrte, Ist hier völlig aufgethan: Daß es nicht verderben kann: 430. ö Zesus nimmt die Sünder an. Jesus nimmt die Sünder an. 74 Buße, Rechtfertigung. dennoch sich in schneeweiß kehren, Da ich gläubig sprechen kann Jesus nimmt die Sünder an.“ 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5* 5 Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden: Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade zur Vergebung finden, Daß dieß Wort mich trösten kann Jesus nimmt die Sünder an.“ 7. Mein Gewißen beißt mich nicht, Moses darf mich nicht verklagen: Der mich frei und ledig spricht, hat die Sünden abgetragen, Daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8 Jesus nimmt die Sünder an! mich hat er auch angenommen, Und den Himmel aufgethan, daß ich sälig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdm. Neumeister. 17052 6. Ich bin ganz getrosten Muths: ob die Sünden blutroth wären, Müßten sie kraft deines Bluts 77. Mel. Aus tiefer Noth ac. 1524. 9 ½3—.——— EEESSIESSSIESSA .————. 5——4 O Va ⸗ ter der Barm⸗her⸗zig ⸗ keit, ich Ver⸗stoß den nicht, der zu dir schreit und +.—————— EEEEEEEiiIEEEEE fal ⸗le dir zu Du be Was ich be⸗ thut noch end⸗=lich —.——*—.— ISIIii E— 4.— D..—.— 22 gan⸗gen wi ⸗ der dich, ver⸗zeih mir al=les 2.— EE— —————.———— DDDDP——3————— ———.—————I— gnä⸗dig ⸗-lich durch dei⸗ ne gro⸗ße Gu⸗ tel 2. 3. Durch deiner Allmacht Meisterthat O Jesu Christe, der du hast nimm von mir was mich quälet, am Kreuze für mich Armen Durch deine Weisheit schaffe Rath, Getragen aller Sünden Last, worinnen mirs sonst fehlet. wollst meiner dich erbarmen. ů Gib Willen, Mittel, Kräft und Stärk, O wahrer Gott, o Davids Sohn! daß ich mit dir all meine Werk erbarm dich mein und mein verschon, anfange und vollende. sieh an mein täglich Rufen. kann: Sohn! rschon, * christlicher Wandel. 7⁵ 4. Laß deiner Wunden teures Blut, Verleih, daß nun und nimmermehr dein Todespein und Sterben Begier nach Reichtum oder Ehr Mir kommen kräftiglich zu Gut, in meinem Herzen hersche. daß ich nicht müß verderben. 6. Bitt du den Vater, daß er mir Und wenn mein Stündlein kommen ist, im Zorn nicht lohne nach Gebühr, ö so hilf mir treulich kämpfen, wie ich es hab verschuldet. Daß ich des Satans Trutz und List —5. O beilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich die Sündenlust anficht, und dann der letzte Feind, der Tod, laß mich von dir nicht wanken; nur sei die Thür zum Leben. David Denicke. 1646. 78. Mel. Vater unser ꝛc. durch Christi Sieg mög dämpfen, Auf daß mir Waiolh Angst und oth 15⁴40 ——————.— 4+* ——.——.—.——.— ———.—————— So wahr ich le ⸗-be, spricht dein Golt, mir —— D...—.—————.— —..—.—————— ist nicht lieb des Sünders Tod, Vielmehr ist dieß mein —...THHI‚———J—‚..— 1—.— DIDDSDD Wunsch und Will, daß er von Sün⸗den hal ⸗te still ——. L —————.————.— b SI SIIIIIIIITIIIIII sich und le ⸗be mit mir e⸗ wig ⸗lich. 4. Dieß Wort bedenk, o Menschenkind, Wahr ists, Gott ist wol stets bereit verzweifle nicht in deiner Sünd; dem Sünder mit Barmherzigkeit; Hier findest du Trost, Heil und Gnad, ö Doch wer auf Gnade sündigt hin, die Gott dir zugesaget hat, fährt fort in seinem bösen Sinn, Und zwar mit einem teuren Eid; Und seiner Seelen selbst nicht schont, o sälig, dem die Sünd ist leid! dem wird mit Ungnad abgelohnt. Doch hüte dich vor Sicherheit, Gnad hat dir zugesaget Gott denk nicht, zur Buß ist noch wol Zeit, von wegen Christi Blut und Tod: Ich will erst fröhlich sein auf Erd: Zusagen hat er nicht gewollt, wann ich des Lebens müde werd, ob du bis morgen leben sollt: Alsdann will ich bekehren mich, Daß du mußt sterben, ist dir kund, Gott wird wol mein erbarmen sich. verborgen ist des Todes Stund. * 76 Buße, Rechtfertigung, 6. 7. Heut lebst du, heut bekehre dich; Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, eh morgen kommt, kanns ändern sich. daß ich noch heute komm zu dir, Wer heut ist frisch, gesund und roth, Und Buße thu den Augenblick, ist morgen krank, ja wol gar todt. eh mich der schnelle Tod hinrück, So du nun stirbest ohne Buß, Auf daß ich heut und jederzeit dein Leib Und Seel dort brennen muß. zu meiner Heimfahrt sei bereit. Joh. Heermann. 1630. 7. 7. Mel. Herr Christ, der einig ꝛc. 524 „ 8 1524. 1 — E , e,. — . —........ 2 —— Wenn mei- ne Sünd mich krän⸗ken, o mein Herr So laß mich wol be-den-ken, wie du ge⸗ ——DD‚.J— —— a3. I.un wii, E——————4—.——' Je ⸗su Christ e ne Schulden⸗ stor⸗ ben bist,“ Und al⸗le mei⸗ ne Schulden⸗ — 34——„————...— —.——.————— S=. I— last am Stamm des heil ⸗ gen Kreu-zes auf dich —.—— ———— 2. O Wunder ohne Maßen, Für deine Noth und Aungstgeschrei, wer es betrachtet recht: für dein unschuldig Sterben, Es hat sich martern laßen für deine Lieb und Treu. der Herr für seinen Knecht, 8. Es hat sich selbst der wahre Gott Herr, laß dein bi 424 Lei jür mich verlornen Menschen wüh renen Iur undeshe, gegeben in den. Mit allem Ernst zu meiden I Sei die sündliche Begier, Was kann mir denn nun schaden Daß mir nie komme aus dem Sinn der Sünden große Zahl? wie viel es di efosfte —Fj— wie viel es dich gekostet, Ich bin bei Gott in Gnaden, daß ich erlöset bin die Schuld ist allzumal Bezahlt durch Christi teures Blut, 6. daß ich nicht mehr darf fürchten Mein Kreuz und meine Plagen, der Höllen Qual und Glut. sollts auch sein Schand und Spott, 4. Hilf mir geduldig tragen; Drum sag ich dir von Herzen gib, o mein Herr und Gott. jetzt und mein Lebenlang Daß ich verleugne diese Welt Für deine Pein und Schmerzen, und folge dem Exempel, o Jesu, Lob und Dank, das du mir vorgestellt. H◻n und m In de da ich Dur. die 10 Wasc mit T Und il ins M Sinn ott, christlicher Wandel. —— Laß mich an Andern üben, was du an mir gethan, Und meinen Nächsten lieben, gern dienen Jedermann, 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich In meiner letzten Stunden, und des versichern mich, Ohn Eigennutz und Heuchlerschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. Weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius. 80. Mel. Auf meinen lieben Gott, trau ꝛc. um 1570. 1646. Wo soll ich flie- hen hin, weil ich be— schwe⸗ret bin Mit und gro- ßen — ———— ᷣ ———— kann ich Ret⸗tung fin-den? Wann al⸗ le 1 Welt herkä⸗ —— —————— ..—— me, mein Angst sie 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rath Kommt mein betrübt Gemüthe zu deiner großen Güte, Laß du auf mein Gewißen ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, So viel ihr in mir stecken und mich so heftig schrecken, In deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, die schöne rothe Flut, Wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde, Und ihr nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5. Du bist der, der mich tröst, weil du mich selbst erlöst: Was ich gesündigt habe hast du verscharrt im Grabe, Da hast du es verschloßen, da wirds auch bleiben müßen. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr doch los, Wann ich dein Blut auffaße und mich darauf verlaße: Wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. 7. Mir mangelt zwar sehr viel, doch was ich haben will, Ist alles mir zu gute erlangt mit deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. Sün⸗den? wo —— 8 — Buße, Rechtfertigung, 8. 10. Und wenn des Satans Heer Darum allein auf dich, Noc mir ganz entgegen wär, Herr Christ, verlaß ich mich. sons Darf ich doch nicht verzagen: Jetzt kann ich nicht verderben, Dar mit dir kann ich sie schlagen, dein Reich muß ich ererben, der Dein Blut darf ich nur zeigen, Denn du hast mirs erworben, so muß ihr Trotz 9. schweigen. da du für mich 211. dam der Dein Blut, der erle Saft, Führ auch mein 9115 und Sinn bat solche Stärk und Kraft, durch deinen Geist dahin, Und Dab auch ein Tröpflein kleine Daß ich mög alles meiden, durch die ganze Welt kann reine, was mich und dich kann scheiden So Ja gar aus Teufels Rachen Und ich an deinem Leibe des frei, los und sälig machen. ein Glidmaß ewig bleibe. Ni Joh. Heermann. 1630. dein du he 8 1* Dara dein Eigene Melodie. 15² Nun das u —2.— S...... T bEE— demse 65 ist das Seil uns kom⸗men ber— Die Wer⸗ke hel ⸗fen nim⸗mer⸗mehr, sie IDI ᷓ Gnad und lau⸗ ter Gü ⸗ ten. mö⸗ gen be⸗ 66— ten. Der Glaub sieht —=. —— Je⸗ sun Chri⸗ dun 2 de⸗ hat aung für un all — 2 I —— .. ge⸗than, er ist der 2. Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, Erhub sich Zorn und große Noth vor Gott so manigfalte: Vom Fleisch— 0 nicht heraus der 1„ vom Gsetz erfordert allermeist, es war mit uns Es war ein salscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, Als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben: Mitt⸗ler wor den. So ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art aus eignen Kräften laßen, Wiewol es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen, Denn Gleisners Werk Gott hoch —— verdammt und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. art, x t jen, t hoch chand christliche 5. Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben, Darum schickt Gott sein Sohn herein, der selber Mensch ist worden— Das ganze Gsetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns gieng alle. 6 Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, So lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens rechte G'stalte: Nicht mehr denn lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet! 14* Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen: Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt in mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht wird verloren.“ 8. Er ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben faßet; Der Glaub gibt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht laßet; Mit Gott der Glaub ist wol daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts thun, r Wandel. 79 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwißen nieder, Das Evangelium kommt zu Hand und stärkt den Sünder wieder, Und spricht nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken.“ 10. Die Werk die kommen gwislich her aus einem rechten Glauben; Denn das nicht rechter Glaube wär, wollst ihn der Werk berauben; Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werk die sind des Nächsten Knecht, dabei wirn Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit was Gottes Wort' zusagen; Wann das geschehen soll zu Freud, setzt Gott kein⸗ gewissen Tage: Er weiß wol wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List, das solln wir ihm vertrauen. 2. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken: Denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken: Sein Wort das laß dir gwisser sein, und ob dein Herz spräch lauter Nein, bist du aus Gott geboren. so laß doch dir nicht grauen. Paulus Speratus. 1524. 82. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Neumark. 1657. ö Mir ist Er Das zähl ich zu d bar⸗mung wi⸗der fah⸗ren, em Wun⸗der⸗ ba⸗ren, Er⸗barmung, de⸗ren ich mein stol⸗zes Herz hats nicht nicht werth: be⸗ gehrt: Nun weiß ich — das und bin erfreut und rüh⸗ me die Barm⸗her⸗zig⸗keit. 8⁰ und soll bei Gott in Gnaden sein? Gott hat mich mit ihm selbst versühnet, und macht durchs Blut des Sohns mich rein: Wo kam dieß her? warum geschichts? Erbarmung ists, und weiter nichts. * ö Ich hatte nichts 00 Zorn verdienet, Buße, Rechtfertigung, Dieß laß ich an mir rau⸗ dieß soll mein einzig Rühmen sein; Auf dieß Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein; Auf dieses duld ich in der Roth, auf dieses hoff ich noch im Tod. 3. 5. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen,. Gott, der du reich bist an Erbarmen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich nimm dein Erbarmen nicht von mir, fragt! Und führe durch den Tod mich Ar⸗ Ich kann es nur Erbarmung nennen, men so ist mein ganzes Herz gesagt, durch meines Heilands Tod zu dir. Ich beuge mich und bin erfreut Da bin ich ewig recht erfreut und rühme die Barmherzigkeit. und rühme die Barmherzigkeit. Phil. Friedr. Hiller. 1752 (Mel. Unser Herscher, unser ꝛc.) Neander? 1680. +* „„„—..— EUK ö—————— H7 DSi— Weicht, ihr Ber⸗ 9e 1—05 fallt, ihr Hü⸗gel, bre ⸗chet, Got⸗tes Gna⸗-de hat das Sie⸗-gcel, sie will —— n b.....— le Fel⸗sen, ein! un ⸗ver⸗ än⸗dert sein: Laßt die Welt zu Trümmern gehn, .— + Got⸗tes Gna⸗de 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, Der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht: Er, die Wahrheit, trüget nicht, was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, ö Sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist fromm und Nlei und treu, ob die Welt voll Heuchelei. wird be⸗stehn. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen: so fällt aller Zweifel hin, Als wär er nicht immerdar was er ist und 195. er war. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt Und bezeugt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, Dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. ◻7e wi au⸗ 13 den, „ nen, nir, Ar⸗ ir. 22 weicht. christlicher Wandel. 8¹ 6 . Das ist Trost, so werd ich Armer Er will Friede mit mir halten, nimmermehr von ihm getrennt. wenn die Welt gleich Lärmen macht. Sein Erbarmen läßt nicht zu, Ihre Liebe mag erkalten, daß er mir was Leides thu. ich bin bei ihm werth geacht, 8. Und wenn Höll„und Abgrund Nun, es bleibt mein ganz Vertrauen brüllt,— auf ihn ankerfest gericht. bleibt er mir doch Sonn und Schild. Auf ihn will ich Felsen bauen, 1* denn ich weiß, daß es geschicht. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, Erd und Himmel kann vergehn, so hat er sich selbst genennt. sein Bund bleibet feste stehn. Benj. Schmolcke. 1723. 84. Eigene Melodie. ei nen Gott, Schöpfer Himmels und der Er⸗den, Der ——— S—— sich zum Va⸗ter ge-⸗ ben hat, daß wir sei ⸗ ne ———— —— SDPIPIPII. é— ———— Kin⸗der wer ⸗ den. Er will uns all ⸗zeit er ⸗-näh⸗ 1 Z. ren, Leib — Leid soll uns H H. ren, kein — — + ——.—.——.——— —————99.—— 0—.—. 7˙— sor ⸗ get für uns, * Buße, Rechtfertigung, —.— 2— 1—4 N 5 r.— ö S——— ů—5.——.—5. u —.—.—.— 1I.—— 31 hüt't und wacht es steht E na ich Sarii ————— 6 ö—* al al ⸗les 5 ei ner Macht. 30 —.— we Wir glauben an Jesum Christ, Wir glauben an den heilgen Geist, da⸗ seinen Sohn und unsern Herren, Gott mit Vater und dem Sohne, Der ewig bei dem Vater ist, Der aller Blöden Tröster heißt ö Ich 1867 gleicher Gott von Macht und Ehren, und mit Gaben zieret schöne, die Von Maria, der Jungfrauen, Die ganze Christenheit auf Erden ˙ . vor ist ein wahrer Mensch geboren, hält in Einem Sinn gar eben; Leb durch den heilgen Geist im Glauben, hier all Sünd vergeben werden, so für uns, die wir warn verloren, das Fleisch soll auch wieder leben, und Am Kreuz gestorben und vom Tod Nach diefemn Elend ist bereit wieder auferstanden durch Gott. uns ein Leben in Ewigkeit. ö Er Mart. Luther. 1524. in Gr r 85. nicht Mel. O Welt, ich muß dich laßen. und (1536.) 1598 —.— 5 n.,. E—————— In al⸗len mei⸗nen Tha⸗ ten laß 1 —‚‚‚IIJ‚——————.—.2.7 —.——.—— ů——— l 424 den Höch-sten ra⸗then, der al⸗les bmn und — E—.— ————— II hat: Er muß zu al ⸗len Din ⸗gen, solls an⸗ders wol⸗ ge-lin- gen, mir sel⸗ber ge⸗ben ————— 2—.—..—.— Rath und That. christlicher Wandel. 2. 6. Nichts ist es spät und frühe Leg ich mich späte nieder, um alle meine Mühe, erwach ich frühe wieder, mein Sorgen ist umsonst: lieg oder zieh ich fort, Er mags mit meinen Sachen In Schwachheit und in Banden nach seinem Willen machen, und was mir stößt zu Handen, ich stells in seine Vatergunst. so tröstet mich allzeit sein Wort. 3. 7. Es kann mir nichts geschehen, Hat er es denn beschloßen, als was er hat versehen so will ich unverdroßen und was mir sälig ist: an mein Verhängnis gehn: Ich nehm es, wie ers gibet, Kein Unfall unter allen was ihm von mir geliebet, wird mir zu harte fallen, dasselbe hab auch ich erkiest. ich will ihn freudig überstehn. 4. 8. Ich traue seiner Gnaden, Ihm hab ich mich ergeben die mich vor allem Schaden, zu sterben und zu leben, vor allem Uebel schützt: sobald er mir gebeut, Leb ich nach seinen Sätzen, Es sei heut oder morgen, so wird mich nichts verletzen, dafür laß ich ihn sorgen, und nichts mir fehlen, was mir nützt. er weiß allein die rechte Zeit. 5• 9. Er wolle meiner Sünden So sei nun, Seele, deine in Gnaden mich entbinden, und traue dem alleine, durchstreichen meine Schuld. der dich geschaffen hat: Er wird auf mein Verbrechen Es gehe wie es gehe, nicht stracks das Urteil sprechen dein Vater in der Höhe und mit mir haben noch Geduld. der weiß zu allen Sachen Rath. Paulus Fleming. 1641. 86. Mel. Machs mit mir, Gott ꝛc. Schein. 1628. 1 ———— —2—. Mir nach, spricht Christus, un⸗ser Held, mir Ver ⸗ läug-net euch, ver-laßt die Welt, folgt nach, ihr Christen al let meinem Ruf und Schal ⸗ le, 1 ..— ——.— 12—7 —— Un⸗ge⸗mach auf euch, folgt mei⸗ nem Wan⸗del nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für Mein Herz ist voll Demüthigkeit, mit heilgem Tugendleben: voll Liebe meine Seele; Wer zu mir kommt und folget mir, Mein Mund der fleußt zu jeder Zeit darf nicht im Finstern schweben. von süßem Sanftmuthöle; Ich bin der Weg, ich weise wol, Mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn wie man wahrhaftig wandeln soll. ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 6* 8⁴ Buße, Rechtfertigung, 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden; Ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. —. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite. Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, wenn er den Feldherrn sieht an⸗ gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren. Wer sie um mich verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht werth und meiner Zier. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit unserm Kreuz nachgehen, Und wolgemuth, getrost und gern in allem Leiden stehen. Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Zoh. Scheffler.(Angelus Silesius) 1668. . Mel. Wachet auf, ruft ꝛe. 1599. —— Rü⸗stet euch, ihr Wappnet euch mit Chri⸗sten ⸗-leu⸗ Got⸗tes Wor⸗ Feinde f und kämpfet frisch an chen euch zur Beute, ja je⸗ dem Orte, da⸗ —— —— E Satan selbst hat eur be mit ihr 8 blei-bet un ⸗ver — hrt. ⸗ sehrt. eind zu schnell, hier ist Im⸗ma⸗ nu ⸗el. Hosi⸗ 1 e — halten mit die christlicher Wandel. — 2. Reinigt euch von euren Lüsten, euch! Gott Lob, wir sind versöhnt! besieget sie, die ihr seid Christen, daß uns die Welt noch höhnt, und stehet in des Herren Kraft. wärt nicht lange, Stärket euch in Jesu Namen, und Gottes Sohn daß ihr nicht strauchelt wie die dLahmen: hat längstens schon wo ist des Glaubens Eigenschaft? uns beigelegt die Ehrenkron. Wer hier ermüden will, 4 der schaue auf das Ziel: Jesu, stärke deine Kinder, Da ist Freude. ö und mache die zu Ueberwindern, Wolan, so seid die du erkauft mit deinem Blut. zum Kampf bereit, — Schaff in uns ein neues Leben, so krönet euch die Ewigkeit. 3 daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. Streitet recht die wenig Jahre, Geuß aus auf uns den Geist, eh ihr kommt auf die Todtenbahre; dadurch die Liebe fleußt kurz, kurz ist unser Lebenslauf. in die Herzen, Wann Gott wird die Todten wecken, so halten wir und Christus wird die Welt erschrecken, getreu an dir so stehen wir mit Freuden auf. im Tod und Leben für und für. W. E. Arends. 1714. Liebe und Erkenntnis Christi. 88. Eigene Melodie. Der beste Freund ist in dem Himmel, auf Er⸗-den V..* Denn bei dem fal⸗-schen Welt-ge⸗tümmel ist Red-lich⸗ —.— si i Freun-de.— leit ust Ge fahr. Drum hab ichs immer so ge⸗ —— ..... Hau ————— meint, mein Je⸗ sus ste Freund. Di 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nutzen kann, n Und scheinet dann das Glücke trübe, mich seine Freundschaft doch nicht läßt,‚ so steht die Freundschaft hinten an: Er ists, der mit mir lacht und weint, Doch hier ist es nicht so gemeint, mein Jesus ist der beste Freund. mein Jesus ist der beste Freund. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus stehet felsenfest, Daß, wenn ich gleich darnieder liege, 86 Liebe und Erkenntnis Christi. 4. 5 Er läßt sich selber für mich tödten, Ach hab ichs nun nicht recht gemeint, vergeußt für mich sein eigen Blut, mein Jesus ist der beste Freund? Er steht mir bei in allen Nöthen, 6 er spricht für meine Schulden gut; Er hat mir niemals was verneint, Behalt, o Welt, dir deine Freunde, mein Jesus ist der beste Freund. sie sind doch gar zu wandelbar, 5. Und hätt ich hundert tausend Feinde, Mein Freund, der mir sein Herze gibet‚ so krümmen sie mir nicht ein Haar: mein Freund, der mein und ich der sein, Hier immer Freund und nimmer Mein Freund, der mich beständig liebet, Feind, mein Freund bis in das Grab hinein: mein Jesus ist der beste Freund. Benj. Schmolcke. 1704. 89. Eigene Melodie.(1680.) 1704. Eins ist noth! ach Herr, dieß Eine lehre mich er⸗ Al-les Andre, wies auch scheine, ist ja nur ein V O 1— 4 kennen doch! Darunter das Herze sich naget und schweres Joch, * D.DIIIIUI.—5———— i E——— lang ich dieß Eine, das alles — + E. Einem in Allem ergetzt. 2. Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Creatur: Laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur: Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste nothwendigste Teil, mein Ein und mein Alles, mein säligstes Heil. t, Liebe und Erkenntnis Christi. 3. Wie Maria war beflißen auf des Einigen Genieß, Da sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ: Ihr Herze entbrannte, dieß einzig zu hören, wes Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren, ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt und wurde ihr Alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir: Laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen, denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist, was ist wol, das man nicht in Jesu geneußt? —5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt: Gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demuth und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet: ach, wenn ich nur Jesum recht keme und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen denn nur dich, mein höchstes Gut? Jesu, es muß mir gelingen durch dein rosenfarbes Blut: Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben, die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 4. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht. Du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht: Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben, entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? mich bedeckt die Gnadenflut: Du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut, Da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herschaft entbunden, dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, in kindlichem Geiste das Abba nun klingt. 87 Liebe und Erkenntnis Christi. Volles Gnüge, Fried und Freude Di jetzo meine Seel ergetzt, trö Weil auf eine frische Weide Un mein Hirt Jesus mich gesetzt: der Nichts Süßes kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben, da nichts, nichts ist, das also mich innig erqguickt, und als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. ihn 10. Drum auch, Jesu, du alleine Do sollst mein Ein und Alles sein! die Prüf, erfahre, wie ichs meine, We tilge allen Heuchelschein, ‚ übe Sieh, ob ich auf bösem betrüglichen Stege, 2 und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege, daß gib, daß ich hier alles nur achte für Koth daß und Jesum gewinne: dieß Eine ist noth. ach, ö Joh. Heinr. Schröder. 1697. 3we 90 da! Dir (Mel. Jesu, meines Lebens Leben.) 1657 2 —.3 2— 3—.— 5 —I———‚—..—— 2— e D.......... Vaters aters süht Den auf dem er ⸗hab-nen Throne Gnaden schützt,— chen Krone alles Heer der in der kö ⸗ nig ⸗ li⸗ E⸗wig⸗keit mit ver⸗ hüll ⸗ tem Antlitz scheut: 35 2. 3. Dein Geschäft auf dieser Erden Nun ist dieses dein Geschäfte x und dein Opfer ist vollbracht; in dem obern Heiligtum, Was vollendet sollen werden, Die erworbnen Segenskräfte ö das ist gänzlich ausgemacht: durch dein Evangelium V Da du bist für uns gestorben, Allen denen mitzuteilen, ist uns Gnad und Heil erworben, die zum Thron der Gnaden eilen; und dein siegreich Auferstehn nun wird uns durch deine Hand läßt uns in die Freiheit gehn. Heil und Segen zugewandt. en; Liebe und Erkenntnis Christi. 89 4. Deines Volkes werthe Namen trägest du auf deiner Brust, Und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; Du vertrittst die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, und bittst in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 2 Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, Weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht: Daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach rken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach, da zielt dein Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, da die Sünden aller Welt Dir auf deinen Schultern lagen, hast du dich vor Gott gestellt, Bald mit Seufzen, bald mit Weinen für die Sünder zu erscheinen; o mit welcher Niedrigkeit batest du zur selben Zeit! 7. Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht unterstützt, Da in der vollkommnen Hütte die verklärte Menschheit sitzt; Nun kannst du des Satans Klagen majestätisch niederschlagen, und nun macht dein redend Blut unsre böse Sache gut. 8. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar, Und machst liebreich und bescheiden dein Verlangen offenbar, Daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben, und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 9 Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum So viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten: sprich für uns in letzter Noth, wenn den Mund verschließt der Tod. Joh. Jac. Rambach. 17232 91. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. V 1535 Q.* 1 EE—.— E —.—— EE..—4— Halt im Ge⸗dächt- nis Jesum Christ, o Vom Thron des Himmels kommen ist, dein Mensch, der auf die Bru⸗ der da zu Erden werden: Vergiß nicht, 9⁰ Liebe und Erkenntnis Christi. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, Ja gar am Kreuz gestorben ist, und dadurch hat! bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod, und dich erlöst aus aller Noth: dank ihm für 105 Liebe. Halt im Gedächtnis ZJesum Christ, der auch am dritten Tage Siegreich vom Tod Glrunden ist, befreit von Noth und Plage, Bedenke, daß er Fried gemacht, sein Unschuld—.— wider bracht; dank ihm für dies Liebe. Halt im Gevächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten Gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herlichkeit; dank ihm für diese Liebe. —5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wieder kommen Und sich, was todt und lebend ist, zu richten vorgenommen: O denke, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben faßen, Und nie was du an mir gethan mög aus dem Herzen laßen, Daß dessen ich in aller Noth mich trösten mög, und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriacus Günther. 1714. 92. Eigene Melodie. Herr Christ, der ei ⸗nig Gotts Sohn, Va⸗ters in E⸗ Aus seim Her-⸗zen 651 66 gleich—17 ge⸗schrie⸗ ...—— S ———— wigkeit, 5 ben steht: Er ist der Mer⸗hen Rere u, sein Glän⸗ E . + SEE —— —..I ze streckt er fer⸗ ne vor 2. Laß uns in deiner Liebe und Kenntnis nehmen zu, Daß wir am Glauben bleiben und dienen im Geist so, Daß wir hier mögen schmecken dein Süßigkeit im Herzen und dürsten stets nach dir. an⸗dern Ster⸗nen klar: 3. Du Schöpfer aller Dinge, du väterliche Kraft, Regierst von End zu Ende kräftig aus eigner Macht: Das Herz uns zu dir wende, und kehr ab unsre Sinne, daß sie nicht irrn von 240 Elisab. Creutziger. 1524. (Die erste, dritte und vierte Stetphe) 1½76 od 60 Liebe und Erkenntnis Christi. 93. Mel. Schmücke dich, o liebe ꝛc. Crüger. 1649. König, dem kein Dem als Gott das R Kö⸗ nig glei⸗chet, des⸗sen eich ge büh⸗ret, der als I DE ——— + 4— — 2—— ö e‚eee Mund er⸗ Scepter Ruhm kein Mensch das füh⸗ rei-chet, Dem das Recht ge⸗ ret, 1 —— S——...Eee——— ———————————.—— 4 ..—. DI— 66— —————. hört zum Throne als des Vaters eingem + ——— —.—————.. 1. Sohne, den so viel Voll-kom-men ⸗ hei⸗-ten B nei, 5 ——.——. + ——————— krönen, zieren und be ⸗ glei⸗ ten: 2 Himmel, Waßer, Luft und Erde, nebst der ungezählten Heerde Der Geschöpfe in den Feldern, in den Seen, in den Wäldern, Sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben, Thiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. In des gnadenreiches Gränzen sieht man dich am schönsten glänzen, Wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, Die durchs Scepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich von dir regieren laßen und, wie du, das Unrecht haßen. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören Von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, Die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. —— O Mognarch in dreien Reichen, dir ist Niemand zu vergleichen An dem Ueberfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, An Vortrefflichkeit der Gaben, welche deine Bürger haben: du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6 Hersche auch in meinem Herzen Über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen, Laß mich deinen Schutz genießen, laß mich dich im Glauben küssen, Ehren, fürchten, loben, lieben, und mich im Gehorsam üben! hier mit leiden, kämpfen, schwitzen, dort mit auf dem Throne sitzen. Zoh. Jac. Rambach. 1723 7 Liebe und Erkenntnis Christi. 94.— Mel. Gott des Himmels ꝛe. Albert. 1642. n 103——2 2 —— I——————— Lie⸗be, die du mich zum Bil⸗ dei⸗ner— Lie⸗be, die du mich so mil⸗ de nach dem —.—— H+. IE—.— +*— Jes SDiDIDSDS S 2. weil .—.— D——. Ihm 8 Gott- heit hast ge-macht,— din e—5 Fall hast wie⸗derbracht: Lie-be, dir er⸗=ge ich meih *+ E— 4—————.‚—— Laß ——— 12 3— 2 6 mich, dein zu blei ⸗ ben e ⸗ wig ⸗lich. mith We 2. meine Liebe, die du mich erkoren, und mein Herze hat dahin, eh denn ich geschaffen war, Liebe, dir ergeb ich mich, Icher Liebe, die du Mensch geboren dein zu bleiben ewiglich. wenn und mir gleich wardst g ganz und gar,/ 5. Wo sv Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, die mich Seele liebet, dein zu bleiben 95. die für meine Seele bitt, Liebe, die das Lösgeld gibet Liebe, die für mich gelitten und mich kräftiglich vertritt, und gestorben in der Zeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, die mir hat erstritten dein zu bleiben ewiglich. ewge Lust und Säligkeit, 6. iebe, dir ergeb ich mich, Liebe, die mich wird erwecken dein zu bleiben 24.. aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken Liebe, die mich hal gebunden mit dem Laub der Herlichkeit, an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, die mich überwunden dein zu bleiben ewiglich. Joh. Scheffler. 95. Mel. Jesus meine (Angelus Silesius) 1657. Crüger. 1658. .———.———— — 7 ge⸗sum laß ich nicht! weil er sich für „for-⸗dert mei- ne Pflicht, klet-ten⸗weis an 57.• TT——I—.— —.———— SEEE ESESSSEEEE mich ge⸗ ge-ben, I 15 ie ihm zu kle⸗ ben. Er ist meines debens Licht, 1 —— H .—.— meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, meiner Eltern Glaube pranget: weil ich soll auf Erden leben. Mich erfreut sein Angesicht, Ihm hab ich voll Zuversicht, meinen Jesum laß ich nicht. was ich bin und hab, ergeben. 5. Alles ist auf ihn gericht, Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meinen Jesum laß ich nicht. meine Seele seufzt und stöhnet: 10— Zesum wünscht sie und sein Licht, Laß vergehen das Gesicht, der mich hat mit Gott versöhnet, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, Der mich freiet vom Gericht: Laß das letzte Tageslicht meinen Jesum laß ich nicht. mich auf die elt erreichen: 6, Wenn der Lebensfaden bricht, Jesum laß ich nicht von mir, meinen Jesum laß ich nicht. Geh ihm ewig an der Seiten. . Christus läßt mich für und für Ich werd ihn auch laßen nicht, Zu dem Lebensbächlein leiten. wenn ich nun dahin gelanget, Sälig, wer mit mir so spricht: Wo vor seinem Angesicht meinen Jesum laß ich nicht. Chr. Keimann. 1656. 96. Eigene Melodie. F. W. Arnold. August 1858. u————— Mein schönste Zier und Kleinod bist auf ———.—.— du, Herr Jesu Christ, dich will ich laßen I. — + ——— walten, Und ————— 2 meinem Herzen b'halten. 9⁴ Liebe und Erkenntnis Christi. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, solchs muß man frei bekennen, Drumb soll nicht Tod, nicht Angst, gicht Noth von deiner Lieb 22.— trennen. Dein Wort ist wahr und treuget nicht, und hält gewis was es verspricht im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab: ach, schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden: Laß doch dein Licht ausleschen nicht bei uns allhie auf Erden. 16397 (Mel. Seelenbräutigam.) Drese. 1698. 9* +* +.—— 5, II iiee + Wer ist wol, wie du, Jesu, süße Ruh! SS Unter vielen aus⸗er⸗ko⸗ ren, Leben derer, die ver⸗ — IE Di loren, Und ihr Licht da ⸗ zu, 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Noth Zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket Und mich aus der Noth hat geführt zu 5. Glanz der Herlichdeit du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket, und in unser Fleisch versenket In der Füll der Zeit, Glanz der. Großer Siegesheld. Tod, Sünd, Höll und Welt, Alle Kraft des großen Drachen Dur du wolln zu Schanden machen urch das Lösegeld deines Bluts, o Held. Jesu, süße Ruh. —— Höchste Majestät, König und Prophet, Deinen Scepter will ich küssen, ich will sitzen dir zu Füßen, Wie Maria thät, höchste Majestät. . Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum Durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen, Als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. 7. Zeuch mich ganz in dich, daß vor Liebe ich Ganz zerrinne und Zerschmeg und auf dich mein Elend wälze, Das stets drilcket mich, zeuch mich ganz in dich. Dein in die Daß freudi er, Liebe und Erkenntnis Christi. 9⁵ 8. Deiner Sanftmuth Schild, Ungefärbte Lieh deiner Demuth Bild in die Seele gib. Mir anlege, in mich präge, 5 12. daß kein Zorn noch Stolz sich rege; Vor dir sonst nichts gilt* Wenn der Wellen Macht denn dein eigen Bild. in der trüben Nacht 9. Will des Herzens Schifflein decken, Steure meinem Sinn, wollst du deine Hand ausstrecken; der zur Welt will hin, Habe auf mich Acht, Daß ich nicht mög von dir wanken, Hüter in der Nacht. sondern bleiben in den Schranken; 13. Sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 10. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf Unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Einen Heldenmuth, der da Gut und Blut Gern um deinetwillen laße und des Fleisches Lüste haße, Gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. Satan halte auf, 14. fördre meinen Lauf. Solls zum Sterben gehn, 11. wollst du bei mir stehn, Deines Geistes Trieb Mich durchs Todesthal begleiten in die Seele gib, und zur Herlichkeit bereiten, Daß ich wachen mög und beten, Daß ich einst mag sehn freudig vor dein Antlitz treten; mich zur Rechten stehn. J. A. Freylinghausen. 1704. 98. (Mel. Ermuntre dich, mein schwacher ꝛc.) Schop. 1641. —3.—.——— ——.— Wo blieb, mein Je ⸗ su, dei ⸗ne Macht, Lust, Wo blieb dein Reich- tum, Ruhm und Pracht, da⸗ — 40— Chre, Freud und en⸗ Wo blieb, o rin du konntest schwe ⸗⸗ ben2 großer Got ⸗ tes Sohn, dein Kö⸗ nig ⸗reich und I‚—IIiII‚ i 1— PSPSPꝓPIPIꝑIPICPIPIPIIIII‚I ——————.— 1I—..‚I dei-ne Kron, als du zu hohen Dingen mich Liebe und Erkenntnis Christi. a————————————— wolltest wie⸗der ⸗brin gen? E Verläugnest du nicht selber dich, Selbst, Selbst ist oft der Bösewicht,— beugst du nicht deinen Willen, der Abgott unsrer Seelen; Wenn du nur dadurch säuberlich Auf Selbst ist mehrenteils gericht, des Vaters Zorn kannst stillen? was unsre Sinn' erwählen: ‚ 4 Zum Spiegel hast du dich gestellt, Drum zeuch, mein Jesu, mich von mir, De daß ich mich selbst in dieser Welt daß ich mich selbst in mir verlier, Dit verläugnen soll, und streben in dir mich aber finde Die nach deinem Wort zu leben. und mich selbst überwinde.— Franziscus Vogt. 1730. 85.— Dich —. — Lob und Dank. den 99— — Eigene Melodie. 1520.—.— Erster Chor. Zweiter Chor, Du „———— ——— x———— ri.——— All Engel und Himmels Heer, —.— EE=——=.—. auch Che⸗ru⸗bin und Se⸗ra⸗phin singen immer mit hoher Stimm: E——— ———— SI— Beilig ist unser Gott! Beide Chöre. —————— —— 2 Hei⸗lig ist un⸗ ser Gott, der Her⸗re Ze⸗ ba⸗ otb. 0. — Stimm: Golll Lob und Dauk. 9⁷7 Erster Chor. Shar. ——————— Dein göttlich Macht und Herlichkeit geht ü⸗ber Himmel und Erden weit. — SSDDDD———— ————————.— Der hei-li⸗gen Zwölf L Boten Zahl und die lie⸗ben Pro⸗ pheten all, Die teu⸗ren Märtrer all⸗zu⸗mal lo⸗ ben dich, Herr, mit großem Schall. Die gan⸗ze wer-the Christenheit rühmt dich auf Er⸗den al⸗le Zeit. .— 2—————————— ———— ———————— a— Dich, Gott Vater im 9⸗57555— ——— —. E— S— den heiligen 5 und Tröster werth e Ler b— Je-su Christ, Gott Baters e⸗wi⸗ger Sohn du Urst. 0 00 01 0 0 Der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht zur-lö⸗sen das menschlich Geschlecht. Du hast dem Tod zerstört sein Macht und all Christen zum Himmel bracht. Du sitzst zur Rechten Gottes gleich mit al-ler Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zu⸗künf⸗ tig bist al⸗les, das todt und le-bend ist. .I...I— Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, —. ö Laß uns im Himmel ha⸗ben Teil mit den Hei⸗li⸗gen im e-wigen Heil. ——..——. ————.——3—— Dilf Luen Woth errd⸗ IuChrist, und se⸗gen das dein Erbteil ist, ————————————.———— *.— 1I....— wart und pfleg ihr zu al⸗ler Ft und heb sie hoch n 98 Erster Chor. Lob und Dank. Zweiter Chor. DDDD —— — Täglich, Herr Gott, wir lo⸗ben dich P ....— Be⸗hüt uns heut, o treuer Gott, Sei uns gnädig, o Her⸗re Gott, Zeig uns dei⸗ne Barmherzigkeit, vor al⸗ler Sünd und Mis⸗se⸗that. sei uns gnä⸗dig in al ⸗ler Noth. wie un⸗ser Hof⸗fen zu dir steht. 35— TCÄ T-Uù Auf dich hof⸗fen wir, lieber Herr, D—— SSSSSSSS in Schanden laß uns nimmermehr. Beide Chöre. IL A DSD.— E men. Martin Luther. 1529. 100. Eigene Melodie. Eigene Melodie M. Haydn. ö 3.—. +.— 234—— — DE.ee—. PEDSEEEE 2 Großer Gott, wir lo⸗ ben dich, Herr, wir Vor dir beugt die Er ⸗ de sich und be⸗ + t t .. ———.—— 1—.— prei ⸗sen dei ⸗ ne Stärke. Wi wun⸗ dert dei ⸗ ne Werke. Wie du warst vor al ler Zeit, so bleibs 2. Alles, was dich preisen kann Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an, alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in sälger Ruh Heilig, Heilig, Heilig zu. t du in E⸗ wig ⸗keit. Heilig, Herr Gott Zebaoth, hbeilig, Herr der Kriegesheere! Starker Helfer in der Noth, Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhnm, alles ist dein Eigentum. Setz Fürf Wo desse S und Heil ako 29. Lob und Dank. 99 4. 6. Der Apostel heilger Chor, Sie verehrt den heilgen Geist, der Propheten große Menge welcher uns mit solchen Lehren Schickt zu deinem Thron empor Und mit Troste kräftig speist, neue Lob⸗ und Dankgesänge. der, o König aller Ehren, Der Blutzeugen große Schar Der mit dir, Herr Jesu Christ, lobt und preist dich immerdar. und dem Vater ewig ist. 5. 227— Auf dem ganzen Erdenkreiß Herr, erbarm, erbarme dich! loben Große und auch Kleine auf uns komme, Herr, dein Segen! Dich, Gott Vater, dir zum Preis Deine Güte zeige sich singt die heilige Gemeinde, allen, der Verheißung wegen! Sie verehrt auf seinem Thron Auf dich hoffen wir allein, deinen eingebornen Sohn. laß uns nicht verloren sein! 101. Eigene Melodie. lale⸗ lu⸗ ja Gott zu lo-ben, blei-be wig sei mein Gott er ⸗ho⸗ ben, mei ⸗-ne eie n See⸗len-⸗freud.— Har⸗ fe ihm Leweihr Ja, so lang ich leb und bin, — —— I— S......—4 dank, an-bet und preis ich ihn. 2. Setzt auf Fürsten kein Vertrauen, hat aus nichts hervorgebracht, Fürstenheil steht nimmer fest. Er, der Herscher aller Welt, Wollt ihr auf den Menschen bauen, ists, der Treu und Glauben hält. dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, da fällt des Todes Raub und sein Entwurf in den Staub. —* x Er, der Herr, ists, der den Armen, Unterdrückten Recht verschafft, 3. Gibt mit mächtigem Erbarmen Heil dem, der im Erdenleben Hungerigen Brot und Kraft, Jakobs Gott zur Hilfe hat, Und von Zwang und Tyrannei Der sich dem hat ganz ergeben, macht er die Gefangnen frei. Wont er ist Rath und san 6 Hofft er von dem Herrn sein Hei ists der nde f. G elber mird Fein Fe;„Er, der Herr, ists, der den Blinden seht, Gott selber wird sein Teil. liebreich schenket das Gesicht. 4. Sehet, die Gebeugten finden Meer und Erde bei ihm Stärke, Trost und Licht. mit all ihrer Füll und Pracht Seht, wie Gott, der Alles gibt, Durch sein schaffendes Es werde“ immer treu die Frommen liebt. 100 Lob und Dank. 7. 8. Er ists, der den Fremdling schützet, Er ist Gott und Herr und König, der die Witwen hält im Stand, er regieret ewiglich. Der die Waisen unterstützet, Zion, sei ihm unterthänig, führt an seiner Vaterhand. freu mit deinen Kindern dich! Die ihm ruchlos widerstehn, Sieh, dein Herr und Gott ist da! müßen rathlos irre gehn. Halleluja, er ist nah! 7 M. Jorissen. 1793. 102. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2 Nie. Waen 1560. 9 —5— 3 EEE ——— Ich sin ⸗ge dir aut Herz umns Mund, Herr, 1 —..—.—4.——— .— 1———1.— mei- nes Le⸗ 4 Lust. Ich sing und mach auf — + — 8—— D——— SSS UT + — 35 ‚tei‚ee‚‚2‚e I von dir be⸗wußt. Er⸗den kund was mir von dir be⸗wußt, was mir 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad 7 Den güldnen edlen werthen Fried und ewge Ouelle seist, in unserm Vaterland? Daraus uns allen früh und spat 7. viel Heil und Gutes fleußt. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun: Du hältst die Wach an unsrer Thür Was sind wir doch, was haben wir und läßt uns sicher ruhn. auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir 8. allein gegeben werd? Du nährest uns von Jahr zu Jahr, dleibst immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, herzlich bei. 4. Wer hat das schöne Himmelszelt über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und 20 netzt? Du strafst uns Suͤnder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; Wer wärmet uns 2 Kält und Frost? Ja endlich nimmst du unsre Schuld wer schützt uns vor dem Wind? und wirfst sie in 10. Meer. Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten findt? Wenn unser HBarde seufzt und schreit, 6. wirst du gar leicht erweicht, Wer gibt uns Leben und Geblüt? Und gibst uns was uns hoch erfreut wer hält mit seiner Hand und dir zu Ehren reicht. E +—— w Lob und Dank. 101 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei: Kein Zähr und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wolauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14 Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und 15 Hell dein Hilf Heil, und H schafft Rath und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16 Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment, Nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, So wirst du hier in Frieden ruhn, und ewig fröhlich sein. Paulus Gerhardt. 16583. 103. Eigene Melodie. I 1668. — —— ———— — —³—— ————— ——.— Lo ⸗be den Her⸗ren, den mäch⸗ti ⸗=gen Mei⸗ ne ge ⸗lie-be ⸗te See⸗le, das ,. V — * Kö⸗nig der Eh ⸗ ren, ist mein Be ⸗ geh ⸗ ren. Psal⸗ter und Har-⸗fe, wacht auf! la⸗ßet die Mu⸗ II —— IIl si ⸗cam hö ⸗ ren! 2. Lobe den Herren, der alles so berlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet; Der dich erhält, wie es dir immer gefällt: hast du nicht dieses verspüret? Lob und Dank. 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, E der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet! d. In wie viel Noth V hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! ut 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, fi der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet! 0 H Denke daran, was der Allmächtige kann, D der dir mit Liebe begegnet. In 5. Al Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! weô Alles was Odem hat lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, we Seele, vergiß es ja nicht, He 1 I. jeß; 1 7 6 lobende schließe mit Amen. Zoach. Neander. 1679. 30 104. Hu wa Eigene Melodie. 1713. eit E Ha ne See⸗ 5 —— 2— Lo ⸗be den Her⸗ ren, o mei den zäh⸗ Weil ich noch Stunden auf Er u u —81 1—. 14M‚— —————.—.—... —.—.— le! ich woll ihn lo ⸗ ben bis in Tod. le, will ich lob ⸗ sin ⸗ gen mei⸗ nem Gott. Der Leib und Seel E 2 E ++— 41 de ge⸗ prie⸗ sen früh + 1 1 ———.———4 b—.—.— und spat. Hal ⸗le 1 1 1 L. — ja, Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗ ja! 2.(lgeboren, Fürsten sind Menschen, vom Weib Weil denn kein Mensch uns helfen und kehren um zu ihrem Staub. kann, Ihre Anschläge sind auch verloren, rufe man Gott um Hilfe an. wenn nun das Grab nimmit seinen Raub.] Halleluja, Halleluja! Afen Lob und Dank. 3. Sälig, ja sälig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jacob ist, Welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ: Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rath und That. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden und was darinnen ist gemacht, Alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 2. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft. Hungrigen will er zur Speis bescheiden was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, seine Genad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! 103 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt die tief gebeuget gehn. Wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! —* Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder thut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Muth! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist! Halleluja, Halleluja! Joh. Daniel Herruschmidt. 1716 2 105. Eigene Melodie. Crüger. 16492 e Fa e e... EHAU ·—..— XE H— 2—— 1. Nun dan⸗ket al ⸗le Gott mit Her-zen, Der gro⸗ße Din⸗ge thut an uns nnd ———— 9 Hän⸗— 22G 1eu Wu⸗ den, Der uns von Mut⸗ter⸗leib 11— 73 —— —.——— ö— +——.—‚— ——— und Kin-des-bei⸗ nen an un ⸗ zäh⸗lich viel zu — n. PP‚PIIꝗPIPIPIPIPIPIPIIII ——IIii——— gut und noch jetz- und ge than. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, Und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, und uns aus aller Noth erlösen hier und dort. Lob und Dank. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich, im höchsten Himmelsthrone, Dem dreieinigen Gott, als er im Anfang war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Mart. Rinckart. Um 1648. 106. Eigene Melodie. Crüger. 1658. + in der Welt, Dem, dessen Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen IIIITITITITIII —————— Lob der Engel Heer im II II Himmel stets ver-meldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält, Und wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muths, Die Straf erläßt, die Schuld vergibt, und thut uns alles Guts. —H Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn, V und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. Eigene Und werf all Angst, Furcht, Sorg 6. Er laße seinen Frieden ruhn in Israelis Land, Er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand. —* Er laße seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben wärt, sei er stets unser Heil, Und bleib auch, wann wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu Und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh Paulus Gerhardt. 1658. 107. Melodie. 1540.(1553. Nun lob, mein Nun Seel, den Sein Wol⸗that tbut er nieh ⸗ ren, ver⸗ ren, was Erd Lob und Dank. 10⁵ — 5 II fnr. H— 1— — —— in mir ist, den giß es nicht, o Her⸗ Na⸗men sein! ze Mein. Hat dir dein —j— ů ——..—.——....— EIEIESEIEESESESESEEEEEEE Sünd ver ⸗- ge ⸗ ben, und heilt dein Schwach*« heit E + 1*—.———.ä—ͤ——— .. + groß, er ⸗ rett dein ar⸗mes Le ⸗ben, nimmt —1———.— E— D— 2 dich in sei⸗ nen Schoß, Mit rei⸗chem Trost — 1— E— I= +—.— ̃————.—.—m— —— +. IISISISS——.—— — be⸗ schüt-tet, ver-jüngt, dem Ad ⸗ler gleich, U — der Kön'g schafft Recht, ö ů— .— X— E—— be ⸗ hü⸗ tet die lei⸗-den — — 2355 SI in seim Reich. 2. Er hat uns wißen laßen sein herlich Recht und sein Gericht, Darzu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Erbarmung nicht. Sein Zorn läßt er wol fahren, straft nicht nach unfrer Schuld, die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; Sein Güt ist hoch erhaben ob den, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend ist unser Sünd dahin. 3. Wie sich ein Mann erbarmet üb'r seine jungen Kindlein klein, So thut der Herr uns Armen, so wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte, und weiß, wir sind nur Staub, gleich wie das Gras von Rechte, ein Blum und fallends Laub: Der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da: also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 10 4. Die Gottesgnad alleine bleibt stet und fest in Ewigkeit Bei seiner lieben G'meine, die steht in seiner Furcht bereit, Die seinen Bund behalten; er herscht im Himmelreich, Lob und Dank. ihr starken Engel, waltet seins Lobs, und dient zugleich Dem großen Herrn zu Ehren, und treibt sein heiligs Wort: mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 108. Eigene Melodie. Joh. Gramann. 1510. 1738. ler-tief-sten Her⸗zens-grund. 9 1 J Dii‚iIDiIiSEieSESEE . hh tR— ES—DI O daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät⸗ te und So stimmt ich da⸗mit um die Wet⸗te vom —————— ů——.——— .e— 1——— i 2 + set— f. 2 E 2 N 1 rn tau⸗ send fa⸗ chen Mund, Ein Lob⸗lied ———, . nach dem an-dern an 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! so lang es noch im Laufe geht! und jeder Odem ein Gesang! Was schweigt ihr denn, ihr meine 7 Kräfte? auf, auf! braucht allen euren Fleiß, Und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis, Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. 4 Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Fel⸗ dern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, es noch die allenthalben um mich stehn. Ach wär ein jeder Puls ein Dank von dem, was Gott an mir ge⸗than. Soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Seel und Leib! Lob sei dir, mildester Berather, für allen edlen Zeitvertreib, Den du mir in der ganzen Welt, zu meinem Nutzen hast bestellt. 1 Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz Sich mir so hilfreich hat erwiesen, und mich durch Blut und Todesschmerz Von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig werther Gottesgeist, Für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlichs Licht. * re, ißt. icht, ht. Lob und Dank. 9. Wer überströmet mich mit Segen? bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? du, du, o Herr Gott Zebaoth. Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10 Vor andern küss ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast: Wie viel thut sie mir doch zu Gute und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeugt dabei, daß ich von deinen Liebsten sei. 11 Ich hab es ja mein Lebetage schon so mauch liebes Mal gespürt, Daß du mich unter vieler Plage durch alle Straßen hast geführt. Denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewar. 12 Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einher gehn? * 107 Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 15 Drum reiß ich mich jetzt aus der Höle der schnöden Eitelkeiten los, Und rufe mit erhöhter Seele: mein Gott, du bist sehr hoch und .. groß: Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herlichkeit gehört dir jetzt und allezeit. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. —. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin: Im Himmel soll es beßer werden, wenn ich verklärt und sälig bin; Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer. 17087 109. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 1528. 1 IIIEEEEEEEE E 1—— ten Gut, Sei Lob und Ehr dem hö dem Dem Gott, der al-lein Wun-⸗der thut, dem Va⸗ ter al⸗ler Gü⸗ te, 7 Gott, der mein Ge ⸗ mü ⸗ the Mit sei⸗nem —— I3— 2—— +— ...— rei⸗chen Trost er⸗füllt, stillt: gebt un⸗serm Gott die Eh ⸗ re. 10⁸ Es danken dir Lie. Himmelsheer o, Herscher aller 2 Thronen, Und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, Die preisen deine Schöpfersmacht, die alles also wol bedacht: gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich: gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Noth: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir! gebt unserm 45 die Ehre! Der Herr ist—5—— und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; Er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her: gebt unserm Gott die Ehre! Lob und Dank. Wenn Trost und Oiuf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, So lommt und hilft der Ueberfluß, der Schöpfer selbst, und neiget Die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh: gebt unserm 7 die Ehre! Ich will dich all mern Leben lang, o Gott, von nun an ehren; Man soll, o Gott, dein Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott: der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! gebt unserm Gott— Ehre! So kommet vor sen Angesicht mit jauchzenvollem Springen, Bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wol bedacht, und alles, alles recht gemacht: gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jac. Schütz. 1678. 110. (Mel. Laßet uns den Herren preisen.) Schop. 1641. 2 * Sollt ich Denn ich seh mei⸗nem e Gott nicht in al ⸗len sin⸗gen, Din⸗gen, iEE 4344 1 sollt ich ihm uicht fröh⸗lich Dein wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts denn — E I +—+—— D— 2... E—— EEE 4—— lau⸗ Ster Lie-ben, das sein treu⸗es Her⸗ze Lob und Dank. 109 e v; ——————————„— E————.——.— regt, das ohn En⸗-de hebt und trägt die in sei⸗nem 1 G—.— 3— ——*—0—. — SSSE— Dienst sich ü ⸗ben. Al⸗les Ding wärt sei ne SSSSSSE 1 +* I + Zeit, Got⸗tes Lieb in E⸗wig ⸗keit. x Wenn mein Können, mein Vermögen Wie ein Adler sein Gefieder nichts vermag, nichts helfen kann, über seine Jungen streckt, kommt mein Gott, und hebt mir an Also hat auch hin und wieder sein Vermögen beizulegen. mich des Höchsten Arm gedeckt, Alles Ding wärt seine Zeit, Alsobald im Wihen uns Gottes Lieb in Ewigkeit. da er mir mein Wesen gab 6. und das Leben, das ich hab Himmel, Erd und ihre Heere und noch diese Stunde treibe: hat er mir zum Dienst bestellt: Alles Ding wärt seine Zeit, Wo ich nur mein Aug hinkehre, Gottes Lieb in Ewigkeit. find ich was mich nährt und hält. ö‚ 3. Thier und Kräuter und Getraide, Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, in den Ducen. in der Ooh⸗ Dah er mich onn ee cherall ist mene Weide. Daß er mich vom ewgen Feuer Alles Di würt sei 3 it durch sein teures Blut gewinn. 5 oites Lieh in E wigkeit. O du ungegründter Brunnen, Gottes Lieb in Ewigkeit. die wi ein schwacher Geist 7. b er ich.gleich hoch deeh, Bait Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen deine Tief ergründen können? und ermuntert mein Gemüth, ina wärt sei 11. Daß i e liebe Morgen Alles Ding wärt seine Zeit, Ufaue weue died und Git 83 Kieh 1 Swiakei*V .— Wäre mein Gatt nicht gewesen, 4.— ein Angesi Seinen Geist, den edlen Führer, ucht galehnnt, wär ich nicht gibt er mir in seinem Wort, aus so mancher Angst genesen. Daß er werde mein Regierer Alles Ding wärt seine Zeit, durch die Welt zur Himmelspfort, Gottes Lieb in Ewigkeit. 1 ön beut mein Henolicht 8. mit dem hellen Glaubenslicht, Wie so ma schwere Plage das des Todes Reich zerbricht wird von Sa Murgesiher Allesi Hölle selbst macht stile. Die mich doch mein Vebetage Gles Ding wärt seine Zeit, niemals noch bisher berührt: Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes Engel, den er sendet, 5. hat das Böse, das der Feind Meiner Seele Wolergehen anzurichten ist gemeint, hat er ja recht wol bedacht; in die Ferne weggewendet. Will dem Leibe Noth zustehen Alles Ding wärt seine Zeit, nimmt ers gleichfalls wol in Acht; Gottes Lieb in Ewigkeit. 11⁰ 9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahne weicht: Also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu Gut, will mein Fehlen mit der Ruth und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding wärt seine Zeit, Gottes Lieb in 40. Seine Strafen, sane Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, Dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding wärt seine Zeit, Gottes vieb in Ewigkeit. Lob und Dank. 11. Das weiß ich fürwahr und laße mirs nicht aus dem Sinne gehn, Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn: Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein, also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding wärt seine Zeit, Gottes Lieb in 12.— Weil denn weder Hiel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, Ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als ein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht, bier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paulus Gerhardt. 1656. 111. Mel. Es ist das Heil uns ꝛc. 18220 Wenn ich, o Schöpfer, dei⸗ Die Lie⸗be, die für al ⸗ ne Nacht, die le wacht, an⸗ E . Weisheit dei⸗ner We Ze, 8 Heiß be⸗tend ü⸗ ber ⸗ le ⸗ ge, So weiß ich — + 1+.— ——————2.— ——.—.—.‚I 1.— Ir 1 von Be⸗wundrung voll, nicht wie ich dich er ⸗he⸗ ů— I ———.——— II qqñ‚ii‚iii‚ 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke: Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? wer kleidet sie mit Majestät? wer ruft dem Heer der Sterne? mein Gott, mein Herr und 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? — Va ter. wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erden auf, mit Vorrath uns zu segnen? O Gott der Macht und Herlichkeit, Gott, deine Wart. reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 6 Il Lob und Dank. 111 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Der Mensch, der Schöpfung Ruhm dich preist der Sand am Meere: und Preis, Bringt, ruft auch der geringste Wurm, ist sich ein täglicher Beweis bringt meinem Schöpfer Ehre; von deiner Güt und Größe. Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht: bringt unserm Schöpfer Ehre! 5— Der Mensch, ein Lei 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen!— Gott, unser Vater, sei gepreist, „den deine Hand so wunderbar bereitet; und alle Welt sag Amen!— Der Mensch, ein Geist, den sein Ver⸗ Und alle Welt fürcht ihren Herrn, stand- und hoff auf ihn, und dien ihm gerni dich zu erkennen leitet; wer wollte Gott nicht dienen? C. F. Gellert. 1757. 112. (Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz.) Knecht. + ——— —...— —.......E—— Wie groß ist des All⸗mächt⸗gen Gü⸗te! ist Der mit ver-här⸗te⸗ tem Ge⸗mü⸗ the den .—— 5 ——— der ein Mensch, den sie nicht Dank er⸗stickt, der ihm ge⸗ me⸗ßen sei e⸗ wig mei⸗ne ——5— , — 4—— Der Herr hat mein noch nie ver⸗ ———— E——— E ——.... EEEEE E ——.— 4—.——— ge-ßen, ver⸗giß, mein Herz, auch sei⸗ ner nicht. 2 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Schau, o mein Geist, in jenes Leben, der Gott, der meiner nicht bedarft. zu welchem du erschaffen bist, Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Wo du mit Herlichkeit umgeben er, dessen Rath ich oft verwarf. Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Wer stärkt den Frieden im Gewißen? Du hast ein Recht zu diesen Freuden, wer gibt dem Geiste neue Kraft? durch Gottes Güte sind sie dein: wer läßt mich so viel Glück genießen? sieh, darum mußte Ehristus leiden, ists nicht sein Arm, der alles schafft? damit du könntest sälig sein. 11² 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren, und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrie⸗ en, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben, und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dieß ist mein Dank, dieß ist sein Wille: ich soll vollkommen sein, wie er. Je mehr ich dieß Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Bitte, Lob und Dank. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein. Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmer⸗ zen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. C. F. Gellert. 1757. Gebet. 412. Christus, der ist mein Leben. Vulpius? 1609. Gna ⸗ de bei ——————— .—..———— T —..—— uns, Herr Je⸗ su — 0 +.— ES des bö- sen Fein-des 2. Ach, bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth, Daß uns beid hier und dorte sei Güt und Heil bescheert. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht, Dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, + — ———— Dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr. —2 Ach, bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht trutze und fäll die böse Welt. 6 Ach, bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit aler Ne hilf uns aus aller Noth. Josua Stegmann. 16209. Ach behüt r⸗ 629. Bitte, Gebet. 1¹³ Eigene Melodie, 1429. 1 4—‚..— b.——— Ach lie-ber Her-re Je⸗su Christ, weil du ein I — — + —.————— DSIASESISI IAESEIEAESESEEEE ESEEEEE..— Kind ge⸗ we⸗sen bist, So gib auch die⸗sem Kin-de⸗ —iSSSS SED.——————————— —IEEEE———————————— ——— UUUIIIIIIIIEEEII— Her ⸗ ⸗ re mein, be⸗hüt Deinr Engel Schar die wohn ihm bei, es schlaf, es wach und wo es sei, Das heilig Kreuz behüt es schon, daß es Besitz der Heilgen Kron. Ach Jesus, Herre mein, behüt diß Kindelein. diß Kin ⸗ ⸗de ⸗ lkein. Nun schlaf, nun schlaf, mein Kindelein, Jesus der soll dein Wächter sein, Der woll, daß dir geträume wol und werdest aller Tugend voll. Jesus, der Herre mein, behüt diß Kindelein. 4. Ein gute Nacht und gute Tag geb dir, der alle Ding vermag. Hiemit sollst du gesegnet sein, mein herzeliebes Kindelein. Jesus, der Herre mein, behüt diß Kindelein. Heinrich von Laufenberg. 1429. 115. Eigene Melodie. 1539. 4 11 1 — 2—„— ö— ä— x———.——— 5——.———.— Al ⸗lein Gott in der Höh. sei Ehr und Dank Dar- um, daß nun und nim⸗mer⸗mehr uns rüh⸗ — H J —— 1 I— 1 SIS.ISIIIII. für. sei ⸗ ne Gua= de, in Wol⸗ae⸗ ren kann kein Scha ⸗ ⸗ de, Ein Wol⸗ge Bitte, Gebet. falln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Un⸗ter⸗ 1—.—— E.—. E H E. 2 H ——— PIFI I I III...... laß, all Fehd hat nun ein En ⸗ de. 2. Wir loben, preisen, anbeten dich für deine Ehr, wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemeßen ist dein Macht, fort geschieht, was dein Will hat be⸗ dacht, wol uns des feinen Heen 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Noth, 4. dich üb'r uns Arme. 8 du allerheilsamster Tröster, O heilger Geist, bn höchstes Gut,— Vors Teufels Gewalt fortan behüt die Jesus Christ erlöset Durch große Marter und bittern Tod, abwend all unsern Jammer und Noth, dazu wir uns verlaßen. 116. O Mensch, bewein dein Sünde groß.) (Mel. Nicolaus von Hofe. 1526. An-be⸗tung, Ehre, Dank und Ruhm sei un⸗serm DennHott, 2. La⸗sten auf uns legt, doch uns mit H ..———4—— + II—— Gott im Hei⸗lig'-tum, der Tag für Tag uns seg⸗net, un⸗ sern La⸗-sten trägt und uns— be⸗geg-net. 5 ——=—.— b —.̃— da——— 2— Sollt ihm, dem Herrn 19 Her⸗ uh⸗ve⸗ dem Gott vollkommner ..— —.— Sä=lig ⸗keit nicht Ruhm 1 Ehr ge⸗büh ⸗ren? Er * und roth, 26. kann, er will, er wird in Noth, vom To⸗ de selbst, und EIEIEIESIESIEEEEE —.——...— durch den Tod uns zu dem Le⸗ben füh ⸗ren. — 117. Eigene Melodie. HS——— —4..— SSSIII—.— + Die Gna de un⸗sers Herrn Je⸗-su Chri⸗— IHJ—‚IIJI—..— 5— —— E ——— sti, und die Lie⸗be Got ⸗ tes, und die Ge⸗ meinschaft des heil⸗gen Gei⸗ ste sei mit euch E— H ——— L ————.———— al⸗ len, mit euch al-len, A⸗-men. 118. Eigene Melodie. 4— ———— △.—.————— „— 6 Die wir uns all⸗hier bei⸗sam⸗men fin⸗den, Uns auf dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver⸗ bin-den, ——— E—— ——— schla-gen uns⸗ re Hän⸗de ein, i⸗ dir auf e⸗wig treu zu sein, und zum Zeirchen, ——— + ö ö ꝗDD—— IISS———— daß dieß Lob⸗ge ⸗tö⸗ne dei ⸗nem Lue an⸗ge⸗ * 116 Bitte, Gebet. —* SDSDSSS......i nehm und schö⸗ ne, sa ⸗ ge=men' und zu⸗gleich —— I — 1 .—— 4—I ö Frie⸗de, Frie⸗de sei mit euch!'* 5 113. Eigene Melodie. 1704. 72— 535—55..F +—————— 2 ————————— +—— Dir, dir, Je⸗ho⸗ va, will ich sin ⸗gen, denn Dir will ich mei⸗ne Lie⸗ der brin-gen, ach E —.——.——. 4———.———.—.— nn. wo ist noch ein sol⸗ cher Gott wie duꝰ Daß gib mir dei⸗nes Gei⸗stes Kraft da- zu, IITSIIe—— —— EI ö—.— +———— + Rach es thu im Na⸗men Je⸗ su Cheist, so 1 dir 0 ihn de fäl⸗lig ist. Zeuch mich, o Vater, 31 dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir. Dein Geist in meinem Herzen wohne ö und meine Sinnen und Verstand regier, Daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzei sing und spiel.* E— Verleih mir, Höchster, Jolche Güte, so wird g gewis mein Singen recht gethan; So klingk es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; x So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sng im höhern Chor. Denn der kann mich bet dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; Der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Hind Und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater, schrei. Bitte, Gebet. 11 Wenn diß aus meinem Wersch schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, So bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem—5.—— hab gethan. Was mich dein Geist selöst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht Und wird gewis von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir HAur um Gnade hin. Wol mir, daß ich diß 3⁰ augnis habe! drum bin ich voller Trost und Freudigkeit, Und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir erlange jederzeit, Die gibst du und thust überschwänglich mehr, denn ich verstehe, bitte und begehr. Wol mir, ich bitt in Zesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt! In ihm is alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wol mir, Lob dir, jetzt und in Emigkeit, daß du mir schenkest solche Säligkeit! Barthol. Crasselius. 1700. 120. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu ꝛe. 1651 + +— ————— +——— e —— Ein rei⸗nes Herz, Per shaf in mir, schleuß —— 163 4„ 1 — 9—.—. ,. . 555555 87 zu der Sün⸗den Thor und Thür, Ver⸗treib sie, Herr, und —.—. ä ,ur., r, .———.—...—ö4˙— ,. schaf se du, daß sie vor mei⸗ner Thür— ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Thür; Laß deines guten Geistes Licht ach, komm und wohne du bei mir, länzend Anges sicht Treib all Unreinigkeit hinaus Erlteuchden mein Herz und Gemü üth, aus deinem Tempel und Wohnhaus. o Brunnen unerschöpfter Güt. 11 Bitte, Gebet. 4. 5. Und mache denn mein Herz zugleich So will ich deines Namens Ruhm an Himmelsgut und Segen reich: ausbreiten als dein Eigentum, Gib Weisheit, Stärke,) Rath, Verstand Und dieses achten für Gewinn, aus deiner milden Gnadenhand. wenn ich dir nur ergeben bin. Heinr. Georg Neuß. 1687. 121. Eigene Melodie. 9 8——.—— IS Gott der Va⸗ter wohn uns bei und laß uns Mach uns al-ler Sün⸗den frei und helf uns „ 1— II + ————— — 4— ů——— IEIIIIFFFITs...T.T.T. ————— nicht ver ⸗der ⸗ ben, Vor dem Teu⸗sfel uns be⸗ ja ⸗ lig ster; ven, Die uns la ⸗ßen ganz und dxrer redxxr, .—.——.——.—— 9— 4 war, halt uns bei fe⸗ sten Glau ⸗ben, und gar, mit al ⸗len rech-ten Chri ⸗ sten ent⸗ —— 1——*— ———9 ö qñ— EE— auf dich laß uns bau ⸗ en, 305 Her⸗zensgrund ver⸗ flie-hen Teu⸗-fels Li ⸗ sten, mit 656 fen Att uns trau ⸗ en, A⸗ 2Ue a fri ⸗sten. A-⸗-men, A-men, das sei wahr, so 2—Z— E e. —.— EEE I ——————— sin gen wir Hal ⸗le ⸗-lu⸗ ja. 2. 3. Jesus Christus wohn uns bei Der heilig Geist wohn uns bei und laß uns nicht verderben ꝛc. und laß uns nicht verderben ꝛc. Martin Luther. 1524. Bitte, Gebet. 119 122. Mel. Herr Christ, der einig ꝛc.— 14524. d..— — 1— D— ...— Herr Je⸗- su, Gnaden „son-ne, wahr-haf⸗tes Le⸗ Laß Le-ben, Licht und Won⸗ne mein blö-⸗des An⸗ Nach dei⸗ ner Gnad er ⸗ freu⸗en und —.— mei⸗nen Geist er neu⸗ en; mein Gott, ver⸗sag mirs nicht! 2. Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, Laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben, ach Herr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen des alten Adams Sinn, Und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin Zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, Und öffne mein Verständnis durch dein heiliges Wort, Damit ich an dich gläube und in der Wabhrheit bleibe zu Trutz der Waie Komm, mich mit Kraft zu rüsten, und kreuzge mein Begier Samt allen bösen Lüsten, auf daß ich für und für Der Sündenwelt absterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in 0 Ach, zünde deine Liebe in meiner Seelen an, Daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, Und dir zum Wolgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, Sanih mir Kraft und Muth, Denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und thut; Hingegen meine Sinnen, mein La 5 en und Beginnen, ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, Wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu, Gib daß ich deinen Willen gedenke zu erfüllen, Und steh mir kräftig bei. Ludtw. Andreas Gotter. 1607. 12⁰ Bitte, Gebet. 1 2 3* Mel. Aus tiefer Noth.(2. Mel.) 1525. 1— —— ES.—..——.— I Herr, wie du willst, so schics mit mir im Al ⸗u lein zu dir steht mein 665 laß IIE Le⸗ ben und im̃ Ster⸗ben. mich, Herr, nicht ver ⸗ der-ben. Erhalt 0 — 1 E D.ee ——— EÆ dei⸗ner Huld, sonst wie Dar willst, gib mir Ge-duld, nur in denn dein Will ist der be ⸗ ste. 2. 3. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, Soll ich denn einmgl nach deim Rath und Lieb zu deinem Worte; von dieser Welt abscheiden, Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr Verleih mir, Herr, nur deine Gnad, und gib mir hier und dorte daß es gescheh mit Freuden. Was mir dienet zur Säligkeit, Mein Leib und Seel befehl ich dir, wend ab all Ungerechtigkeit o, Herr, ein säligs End gib mir in meinem ganzen Leben. durch Jesum Christum. Amen! „ Caspar Melissander. 1574. 124. Eigene Melodie. Vor 1577. 12.—— —— lieb hab duh, 2 Ich bitt, Die gan⸗ Welt freu ⸗et mich, nach Himm'l 1 wollst sein von mir nicht fern mit dei ⸗ner Hilf und und Er-den nicht frag ich, wenn ich dich nur kann — I—4 DDi‚ee— 1 Pend Und wenn mir gleich mein 74. itt, Bitte, Gebet. 12¹ EiiPPPD Herz zer⸗bricht, so bist doch du mein Zu-ver-sicht, mein ——— 57— EIESEEEEESEESSSSIEEEEE ——————— Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut 7 E I— 4 hat er⸗löst. Herr Ze-su Christ, mein Gott und Herr, . ——————————— I——...—— k.—— Eiur ma. S—...— mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nim⸗mer⸗mehr. 2. Es ist ja, Herr, dein G'schenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. 3. Ach, Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen; Damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr, in allem Kreuz erhalte mich, auf daß. ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnoth. 12 Eigene Melodie. Der Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruh' bis am jünsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling. 1571. 5. 1535. — Ich ruf zu u dir, Herr Je Ver⸗leih mir Gnad zu die + 3 —.—.—.—. su Christ, ich ser Frist, laß H— J ·—...——v——— — —. 5— bitt, er⸗hör mein Kla⸗gen. Der mich doch nicht ver ⸗Wza⸗gen. Den rech⸗ken Glauben, 1 1 —— +——— + —— E——. ——.——— Herr, ich mein, den wol⸗lest du mir ge⸗ben, Bitte, Gebet. +.— 2 E—— +— E—— dir zu le⸗-ben, meim Racsten nutz sein, dein IE I + I —— Wort zu hal⸗-⸗ten e ben. 2 dir Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wol geben, Daß ich nicht wieder werd zu Spott, die Hoffnung gib darneben, Voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen, und nicht bauen auf alles mein Thun, sonst würds mich ewig reuen. 3 Verleih, daß ich aus Herzen Grund mein Feinden mög vergeben, Verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis' laß alsen, damit mein Seel zu nähren, Isein, mich zu wehren, wenn Unglück geht herein, das mich bald möcht verkehren. Laß mich kein Lust noch Furcht von in dieser Welt abwenden, Beständig seyn ins End gib mir, du hasts allein in Händen, Und wem dus giebst, der hats um⸗ es mag niemand erwerben, Isonst: noch ererben durch Werke dein Gunst, die uns errett 2 3 Sterben. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen. An deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße, du kannsts maßen, daß mirs nicht bringt G'fähr, ich weiß, du wirsts nicht laßen. 1529. 126. (Mel. Als Jesus an dem Kreuze stund.) 15. Jahrh. — 2 ——.——. A—— 1 1— Ich weiß, mein Gott, daf all mein Thun Dud dei⸗ nem Werk auf 9 Len r 3 von 31— kommt Glück n wi. — und Se ⸗ gen: du re⸗gierst, das geht und steht auf rech-ten gu⸗ten We ⸗ gen. eb, hen. wehr, Bitte, 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rath werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue: Des Höchsten Rath, der machts allein, daß Menschenrath gedeihe. 3 Oft denkt der Mensch in seinem Muth, dieß oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet, Oft sieht er auch für schädlich an, was doch Gott selbst erwählet. 4 So fängt auch oft ein weiser Mann ein gutes Werk zwa lich an, und bringts doch ni m Stande, Er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande. 2— Wie mancher ist in seinem Sinn fast über Berg und Spitzen hin, und eh er sichs versiehet, So liegt er da, und hat sein Fuß vergeblich sich bemühet. 5— Drum, lieber Vater, der du Kron und Scepter trägst im Himmelsthron und aus den Wolken blitzest, Vernimm mein Wort und höre mich vom Stuhle, da du sitzest. 7. Verleih du mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket Und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 8. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen: Sei du mein Freund und treuer Rath, was gut ist, zu erfüllen. 9 Prüf alles wol, und was mir gut, das gib mir ein, was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre: Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre. Gebet. 123 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seelen Sonn und Zier, gefallen und belieben, Was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und That verüben. 11. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück, ists Menschenthun, so treibs zurück und ändre meine Sinnen: Was du nicht wirkst, pflegt von ihm in Kurzem zu zerrinnen.(selbst Sollt aber dein und unser Feind an dem, was dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, Ist das mein Trost, daß seinen Zorn du leichtlich könnest brechen. 3. 13. Tritt du zu mir, und mache leicht, was mich sonst fast unmöglich deucht', und bring zum guten Ende Was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Hände. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, So treib mich nur ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 15 —— Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, da ihm sonst vor graut, mit tapferm Muth bezwingen, Sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 16. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt, doch, wer ihn freundlich gehet, Kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind: was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge: So hilf nun, daß ich meinen Stand wol halt und herlich siege. 18. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen Vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen. Paulus Gerhardt. 1656. Bitte, Gebet. 1427. Mel. Gott des Himmels und ꝛe. Albert. 1642. ge⸗ su, du weißt al⸗ le Sor⸗gen; al=les, Ist vor dir ja un⸗ ver ⸗-bor-gen, wenn es IL—— 1 IISISSS wãs uns kränkt und plagt, Wé—. dir gleich niemand klagt. Wo das zze drückt der — + Darrnin n 1 4x—.———...—— Stein, das ist 227.⁰ be kannd al ⸗lein. 2.„ Hilf, daß wir auf deinen Rücken freudig alles werfen hin, Was da will das Herze drücken, und laß unsern Geist und Sinn Einzig für die Seel allein voll von tausend Sorgen sein. Franziscus Vogt. 1752. 128. (Mel. Seelenbräutigam ꝛc.) Drese. 1698. — II1 —.—. auf der Le⸗bens⸗ . TT T 1—— 1—.—— bahn, Und wir wol⸗len nicht ver-wei-len, dir ge⸗ ———.——— —.—.— 7⁴.— —.—.— n.. treu⸗lich nach⸗zu ⸗ei⸗ len, Führ uns an der Hand bis ins Va⸗ ter ⸗ 227m Solls uns hart adan niemals über Lasten klagen, laß uns feste stehn, Denn durch Trübsal hier Und auch in den schwersten Tagen geht der Weg zu dir. Bitte, Rühret eigner Schwerz jemals unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gib Geduld zu beiden, Richte unsern Sinn auf das Ende hin. Gebet. 12⁵ 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang; Führst du uns durch rauhe Wege, 80 uns auch die nöthge Pflege, Thu uns nach dem Lauf deine Thüre auf. Graf v. Zinzendorf. 129. Eigene Melodie. (2. Melodie Nr. 164.)—(3. Melodie Nr. 126.) 1536 1Z.2 nin 4 ö 75* 1.———1———.—..— in ir.———— —— Iñ Dch hab ich ge- hof⸗fet, Herr: —*—— ——— —— + hilf, daß ich e nicht zu Schanden werd, noch e- wig⸗ 43—— + +— 5 —— DPDPDPDDPDIDDIIIRTI.— — 24.——— lich zu Spot ⸗ te: Das bitt ich dich, er- hal⸗te 5 +* +.— ö I ——————— ——— 7.2.. mich in dei⸗ ner Treu, mein Got ⸗ te. 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, thu dich herfür, eil bald, mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöthen. Mein Gott und S Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich müög streiten Wider mein' Feind, der gar viel seind an mich auf beiden Seiten. 4. Hort, Du bist mein Stärk, mein Fels, mein mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, Mein starker Gott in aller Noth: wer mag mir Mir hat die Welt trüt lich gericht mit Lügen und mit falschem G'dicht viel Netz und heimlich Stricke: Herr, nimm mein war in dieser G'fahr, b'hüt mich vor falschen Tücken. Herr, meinen Geist befehl ich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Händel O wahrer Gott, aus aller Noth hilf mir am letzten Ende! Adam Reisner. 1533. Bitte, Gebet. 130. Eigene Melodie. Vor Luther. 0 . H IS— x,k, nH,—— * In Na⸗men fah⸗ren wir, sei⸗ner 2 .—— d.——— 10 — f ———— 2.———— Berre. be ⸗geh⸗ ren wir. Be⸗war—0— des Va⸗ters Güt und —.....—..—————— 5— 1 un⸗ser Seel und Leib be-hüt. Ky⸗ri⸗e⸗ f„son. 2. 3. Christus sei unser Gleitesmann, Der heilig Geist auch ob uns halt bleib stetig bei uns auf der Bahn mit seinen Gaben manigfalt, Und wend von uns des Feindes List, Tröst, stärke uns in aller Noth auch was seim Wort zuwider ist. und führ uns wieder heim mit Gott. Kyrieleison. Kyrieleison. 131. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Haßler? 1605. * Altes Lied. .— Laß mich dein sein und blei⸗ben, du treu⸗er Von dir laß mich nichts trei-ben, halt mich bei —.—............ Gott und Herr! dei ⸗ner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gib mir Be⸗stän⸗dig⸗keit; da ⸗ für will ich dir dan⸗ken R— I— Nic. Selnecker. 1572. zott. Bitte, Gebet. 12⁷ 132. Eigene 1586. 1 Fal Er H +.—— — Mein Hirt ist Gott der Herr, nim⸗mer⸗mehr Dar⸗- um ich er thut mich im⸗ mag Noth und Man⸗ mer wei-den, gel lei ⸗den. wird mit treu⸗em Muth auf — EEI= grü⸗ner Au⸗-en gut mir Rast und ei⸗de gön=nen, Wird mich hin⸗-füh⸗ ren fein zum Wa⸗ßer still und rein, zu fri⸗schen 2. Er wird die Seele mein mit Lebenssaft erquicken, Wird durch den Namen sein auf rechte Bahn mich schicken: Wann ich schon in dem Fall her gieng im finstern Thal, da Todesschatten wäre, So fürchtet ich dennoch kein Leid noch Ungemach, denn du bist bei mir, Herre. 3. Dein Stecken heilger Zier, dein Hirtenstab darneben, Sind immer über mir, meim Herzen Trost zu geben: küh⸗len — Brun⸗-nen. Du hast, mein Zuversicht, mit Nothdurft zugericht ein Tisch vor meinen Augen, Zu Trotz den Feinden mein, die mir zuwider sein und ohn Ursach mich plagen. Du hast mit Freudenöl salbend mein Haupt getränket, Mein Kelch ist übervoll von dir, Herr, eingeschenket: Dein Gnad und Gütigkeit wird meines Lebens Zeit mich immerdar begleiten, Daß ich im Hause dein wahrhaftig möge sein zu ewiglichen Zeiten. Bitte, Gebet. 133. 4 Eigene Melodie. 1704. A 1 44—.. 12——3 EEEI O Durch⸗bre⸗cher al⸗ler Ban⸗de, der du Bei dem Schaden, Spott und Schande lau⸗ter Zd, KiEs dm,=, de. ͤäSII.... 4.—.—— I.—. im ⸗ mer bei uns bist he er H Lust und Him⸗mel ist: ue⸗ be fer- ner EEAEEE E ‚‚‚DD————— dein Ge⸗ rich- te wi⸗ der un⸗sern A⸗dams⸗sinn, E.—— + ——.—.——7 ..... urin n, ü äzüt bis uns dein so treu Ge⸗ sich⸗te füh ⸗ret — -a 5— ——.— I —..—— aus dem Ker⸗ ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, Von dem Dienst der Eitelkeiten, daß du endest dieses Werk; der uns noch so harte drückt, Hiezu wohnt in dir die Fülle ungeacht der Geist in Zeiten aller Weisheit, Lieb und Stärk,„sich auf etwas Beßers schickt. Daß du nichts von dem verlierest,.— was er dir geschenket hat, Ach, erheb die matten Kräfte, und es von dem Treiben führest sich einmal zu reißen los zu der süßen Ruhestatt. Durch Shrachen Reben bloß durchgebrochen, stehen bloß. 3. en urft Menchenfurt Acheze nußt en ins wonenen, eih, Demee willst und kannst ja anders nicht, 0. Denn wir sind in deinen Händen, fort mit Scheu Plar Schmach und in Herz i funs gericht, e 6 9—. 9—— 1 r allen Lepten weg des Fleisches Zärtlicheit! als gefangen sind geacht.—— 1 901 weil des Kreuzes Niedrigkeiten Herr, zermalme, brich und reiße 8 veracht und schnöd gemacht. die verboste Macht entzwei! Ae 9 255 Denke, daß ein armer Waise 4. dir im Tod nichts nütze sei. Schau doch aber unsre Ketten, Heb ihn aus dem Staub der Sünden da wir mit der Creatur wirf die Schlangenbrut hinaus, Seufzen, ringen, schreien, beten laß uns wahre Freiheit finden um Erlösung von Natur, in des Vaters Hochzeithaus. Bitte, Gebet. 129 7. Wir verlangen keine Ruhe Denn die Last treibt uns, zu rufen, für das Fleisch in Ewigkeit: alle schreien wir dich an: 4 Wie dus nöthig findst, so thue z eig doch nur die ersten Stufen noch vor unsrer Abschiedszeit, der gebrochnen Freiheitsbahn. —— Aber unser Geist der bindet 10. — dich im Glauben, läßt dich nicht, Ach, wie teur sind wir erworben, — bis er die Erlösung findet, nicht der Menschen Knecht zu sein! da ihm Zeit und Maß gebricht. Drum, so wahr du bist gestorben, 8. mußt du uns auch machen rein, Herscher, hersche! Sieger, siege! Rein und frei und ganz vollkommen, — König, brauch dein Regiment! nach dem besten Bild gebildt: —— Führe deines Reiches Kriege, der hat Gnad um Gnad genommen, — mach der Sclaverei ein End! wer aus deiner Füll sich füllt. —— Laß doch aus der Grub die Seelen I. r durch des neuen Bundes Blut, Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß uns länger nicht so quälen, laß mit dir gekreuzigt sein — denn du meinsts mit uns ja gut. Was dein Reich nicht kann ererben, — 9. führ ins Paradies uns ein. Haben wir uns selbst gefangen Doch wolan! du wirst nicht säumen, in Lust und Gefälligkeit, wo wir nur nicht läßig sein: Ach, so laß uns nicht stets hangen werden wir doch als wie träumen, in dem Tod der Eitelkeit. wenn die Freiheit bricht herein! Gottfrid Arnold. 1697. 134. Eigene Melodie. (Eine zweite Nr. 151.) 1648. —— —.———— O. Gott, du frommer Gott, du Brunnquell eiten, Ohn den nichts ist, was ist, von dem wir II I—4 2———H——— —— 3—.———.— ů— RI E „ gu⸗ ter Ga ⸗ been, e⸗sun⸗ Leib gi al ⸗les hba ⸗ ben: Ge⸗ sun ⸗den eib gib . 15 EE 246.— 2„ 1 N——— 4S.— d Zagen!——..—.—— ——.—3——f un 4 7 ů mach v mir, und daß in sol⸗chem Leib ein 5=ver⸗ eit!—— reiße— — ö se te Seel und rein Ge⸗wi⸗ßen bleib. 2. i.——— 2 er Sünden, Gib, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, naus, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; nden Gib, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, 8. und wann ichs thu, so gib, daß es gerathe wol. Bitte, Gebet. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen; Und wann in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4 Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gib einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind, und wann ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind. Laß mich mit Jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist; willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, so gib auch diß dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen. durch manchen sauern Tritt hindurch ins Alter dringen, So gib Geduld; vor Siind und Schanden mich bewar, daß ich mit Ehren trag all meine grauen Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönne bei seiner Eltern Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seiten hab. Wann du die Todten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; Laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. ——— Zohann Heermann. 1630. 135. Mel. Aus tiefer Noth ꝛc.(2. Mel.) — 1525 2 + 4Z.—. —— 1————— DDIID DDE— Schaff in mir, Gott, ein reines Herz, mein Es füh ⸗let von der Sün⸗de Schmerz, die datinen, E Herz ist ganz ver⸗ bet. Nie s ihm ist an ⸗ ge ⸗ er ⸗bet, und die es noch thut U — E.——.— ———.— 2——— —ñ EDRDDST ‚— ———————3——.— oh⸗-ne Scheu: ach ma⸗che, daß wie⸗ sei, E 1630. Bitte, Gebet. 131 2. 4. Gib mir auch einen neuen Geist, Den heilgenGeist nimm nicht von mir, der wie du sei gesinnet, den bösen Geist vertreibe, Der stets dir anhangt allermeist Damit er mich nicht nehme dir und was du willst, beginnet; und ich stets deine bleibe; Gib, daß er haße Fleisch und Blut,. Beherschet mein Herz, Sinn und Muth und üb den Glauben in Demuth, der heilge Geist, so ist es gut Zucht, Sanftmuth, Hoffnung, Liebe. im Leben und im Sterben. 3. 5. Verwirf von deinem Angesicht, Mit deiner Hilfe tröste mich, ob ich es gleich verdienet, hilf und vergib die Sünden; Mich, allerliebster Vater, nicht, Wenn meine Seele suchet dich. weil Jesus dich versühnet; so laß dich von ihr finden Laß nimmer, nimmer, nimmermehr Und dein u Verdienst, Herr Jesu Christ, mich, dein Kind, also fallen sehr, darinnen Trost und Hilfe ist daß du es von dir würfest. wid'r Sünde, Tod und Teufel. Dein heilger Geist erhalt mich doch mit seinem Freudenöle, Damit nicht das Verzweiflungsjoch derderbe meine Seele; Sei meine Freude du allein, ach, laß mich deine Freude sein führe mich zur Freude. Ludämilia Elisabeth, Gräfin v. Schwarzburg. Vor 1672. 136. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Able. 4064. 2 0 i:— ———————.——— Un⸗sern Ausgang seg⸗ne Gott, un⸗sern Ein⸗gang Seg⸗ne un⸗-ser täg⸗lich Brot, seg- ne un ⸗ser glei⸗cher ma⸗ Thun 1157 La⸗ Seg⸗ne uns mit säl⸗ gem, 1— ——..— Ster⸗ben, und mach uns zu Him⸗mels⸗=ben. Hartmann Schenk. 1677. (Letzte Strophe des Liedes Nun Gott Lob, es ist vollbracht.“) 9. Bitte, Gebet. — 1540. E—*— E Va⸗ ter un ⸗ser im Him⸗mel⸗ reich, der ..D..— — 1— +—.— — 25. —————— ......‚‚r le du uns al⸗ hei-ßest gleich Brü-der sein und dich — 1— S — +— IIII— .D....— I 1 1 an und willst das Be⸗ten von uns han: E 4.—.—.— 9 ————; i. Gib, daß nicht bet al-lein der Mund? hilf daß es II geh von Her⸗-zens⸗grund. 2. Geheilget werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, Daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Herr, behüt uns vor falscher Lehr, das arm verführet Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit. Der heilig Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidens Zeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, Wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. —. Gib uns heut unser täglich Brot und was man darf zur Leibesnoth. B'hüt uns, Herr, vorUnfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, Daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unser Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrüben mehr, Wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht: wenn uns der böse Geist anficht, Zur linken und zur rechten Hand hilf uns thun starken Widerstand, Im Glauben fest und wolgerüst und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Uebel uns erlös: es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns vom ewigen Tod, und tröst uns in der letzten Noth, Bescher uns auch ein säligs End, nimm unser Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist, es werde wahr; stärk unsern Glauben immerdar, Auf daß wir ja nicht zweifeln dran, das wir hiemit gebeten han, Auf dein Wort in dem Namen deil so sprechen wir das Amen fein. Mart. Luther. 1539. Bitte, Gebet. 133 —.— Eigene Melodie. x 152²9 .—— — 4... 545— ID EEE S— ůer 219.. Ver⸗leih uns Frieden gnä⸗ 28 lich r ————— —.— S.— 4 1— Gott, zu un⸗sern Zei ⸗ten. Es ist doch ja ——— .........— kein And⸗rer r nicht, der ünms könn⸗te strei⸗ten, 2— —I———‚— ——— 1———— denn du, un ⸗ ser Gott/ ct=lei- ne. Mart. Luther. 1529. 5 „Herr, 24 1910 Jahres— und Tages-Zeiten. iger en gern. 5 139. ug nicht:(Mel. Kommt her zu mir, spricht ꝛc) 1534.(1553) Hund—.— D— + Han—..m.——— siand, SSISSSSSS SI— erüst—.——.— es Trost. Geh aus, mein Herz, und su⸗ che Freud in ——— bös.— Ef. d/——..— 95 Roth, 5 die⸗ser lie⸗ ben Som⸗mer⸗ zeit an dei⸗nes End,— F— TZ—4 Händ.———.— ahr;———.——— erdar, Got tes Ga-ben; Schau an der schö⸗nen dran, 973—. I——— 45———— auden 93—.————.——.—— SSI ZIII fein.—.——.— D r. 1539. Gür⸗ ten Zier und sie ⸗ he, wie sie dir und mir Jahres- und Tages ⸗Zeiten. —. 7 sich aus⸗ge ⸗ schmü 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide. Narcissus und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an denn Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleucht aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder, Die hoch begabte Nachtigall ergetzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist ihr' Jungen, Der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh, und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen. — Die Bächlein rauschen in dem Sand, und malen sich und ihren Rand mit schattenreichen Myrthen, Die Wiesen liegen hart dabei, und klingen ganz von Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienenschar zeucht hin und her, sucht hier und dar ihr' edle Honigspeise, Des süßen Weinstocks starker Saft kriegt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. Der Waizen wächset mit Gewalt, darüber jauchzet jung und alt, und rühmt die große Güte Des, der so überflüßig labt, und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüthe. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Thun erweckt mir alle Sinnen; Ich singe mit, wenn alles singt, und laße was dem Höchsten klingt aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach, denk ich, bist du hie so schön, und läßt dus uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, Was will doch wol nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt und güldnem Schloße werden? 10 . Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein? wie muß es da wol klingen, Da so viel tausend Seraphim mit eingestimmtem Mund und Stimm ihr Alleluja singen? O wär ich da! o stünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron, und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis'? erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 2 Doch will ich gleichwol, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen, Mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 13 3. Hilf nur und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe. Gib, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrücht erziehe. 14 Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich wol bekleiben: Verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. 15⁵ — Erwähle mich zum Paradeis, und laß mich bis zur letzten Reis an Leib und Seele grünen, So will ich dir und deiner Ehr allein, und sonsten keinem mehr, hier und dort ewig dienen. Paulus Gerhardt. 1056. n/ hn Welt t Schein ein? Stimm on, hron, Weis' ich noch ö fort heist fleußt, r Gnad at Raum, Baum, hm lum 2—— Reis Ehr nehr, 1656. Am Morgen. 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Thun ein Ende hat; Er gibt und nimmt, machts wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Noth und gibt mir auch mein täglich Brot; Nach seinem alten Vaterbrauch thut er mir Guts, drum sprech ich auch: Das walte Gott!— 10. Nichts glücket ohne Gottes Gunst, nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst, 139 Mit Gott gehts fort, geräth auch wol, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid: Laß haßen, wers nicht laßen kann, ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 12. Thu ich denn was mit Gottes Rath, der mir beistehet früh und spat, Dann alles wol gerathen muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Joh. Betichius. 1721. 145. Eigene Melodie. Ebeling. — — 5— SP —.— —— —1 qui⸗cken⸗des lieb⸗ li⸗ches Licht. Mein Haupt und ⸗nie ⸗ der Gli-der die la⸗-gen dar a ⸗ber nun — 2—32—* ö— steh ich, bin mun⸗ter und fröh-lich, schau⸗e den IDS ———.——.—.— ——————3. II Him⸗mel mit mei⸗nem Ge⸗sicht. 2 Mein Auge schauet was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, Und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden wiesein Vermögen sei mächtig und groß, aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 14⁰ 3. Laßet uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüther, dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergetzt. Abend und Morgen sind seine Sorgen, segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigteit Schein. — Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen: laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Lucifers Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke, laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6 Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen„ in meines Bruders und Nähesten Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? in einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das Lüftlein des Todes drein Alles in Allen(bläst. muß brechen und fallen; Himmel und Erden Am Morgen. Alles vergehet; Gott aber stehet ohn alles Wanken, seine Gedanken, sein Wort und Wille bat ewigen Sein Heil und Gnaden(Grund. die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödtlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9 Gott, meine Krone, vergib und schone! laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abgewandt! Sonsten regiere mich, lenke und führe, wie dirs gefället: ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen diß heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste, das Beste, Gott ist das Süßte und Allergewiste, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Gallen tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen: wolan, so mach es, wie dir es beliebt! Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast niemals Keinen zu sehre betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Küu ünschtes Gesicht. Freude die Fülle und sälige Stille hab ich zu warten die müßen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. Paulus Gerhardt. 1667. — gen ind. und. tl and. ort: Hort. liebt! etrübt. Hesicht. Am Morgen. 14¹ 146. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1651. EꝘ——5——.—— 5, n e — Die hel-le Sonn 1——— jetzt her⸗für, fröh⸗ D———— . neg. e, B me,,———— lich vom S auf⸗stehen wir; Gott Lob, der uns heint D-ʒj b 1————— die-se Nacht be- hüt hat vor des Teufels Macht. 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt Daß wir dich stets vor Augen han vor Sünd und Schand durch deine Güt, in allem, das wir 4.—— an. Laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein. Laß unser Werk Lanthen wol, 3. was ein Jeder ausrichten soll, Daß unser Herz im G'horsam leb, Daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß deim Wort und Willn nicht widerstreb; gereich zu deim Lob, Ehr und Preis. Nic. Hermann. 1560. 147. Eigene Melodie. Albert. 1642. 04 CAEr— + 2 1—— E.——.::.—.—.— 5— + Gott des Himmels und der Er⸗den, Ba ter, Der es Tag und Nacht—— 366655— Sonn und ,. Sohn, hei ⸗li⸗ ger 690. Des⸗——— Mond uns schei⸗nen heißt, Des⸗sen star ⸗ke , nKeee., 4——8—— IISISIESE———..—.—— Hand die Welt und was drin-nen ist er⸗-hält: 2. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser. Nacht vergehn; O Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, Da alleine Hilf und Rath ist für meine Missethat. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht Vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen hast behütet und bewacht, Daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. Am M 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen. daß, wenn nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, ich davor e nicht. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gans nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort; Nirgends denn von dir allein kann ich recht bewaret sein. 14 unter deine starke Hand, orgen. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle [Ruhm, Herr, mein Schild, mein Ehr und nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert. 1644. 8. Eigene Melodie. 1704. 7 Mor ⸗ gen⸗glanz der Schick uns die ⸗se Licht vom dei⸗-ne E ⸗wig⸗leit, Mor-gen-zeit un ⸗er ⸗schöpf⸗ Lich⸗ te, Ge-⸗ sich ⸗ te, Aüs Stra⸗len 11 ver⸗treib durch 20f. II 2 — dei⸗ ne Macht 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewißen, Laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen, Und erquick uns, deine Schar, immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke tödte, Und erweck uns Herz und Muth bei erstandner Morgenröthe, Daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. 4. Laß uns ja das Sündenkleid durch des Bundes Blut vermeiden, Daß uns die Gerechtigkeit uns⸗re——— mög als wie ein Rock bekleiden, Und wir so vor aller Pein sicher sein. 5. Ach du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage Unser L Leichnam aufersteh, und entfernt von aller Plage Sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 6. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne. Führ uns durch das Thränenfeld in das Land der süßen Wonne, Da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Christ. Knorr von Rosenroth. 1684. 0 4. ge Am Morgen. 143 149. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1651 .2—— E E—— — 1 O hei⸗li⸗ge Drei⸗fal⸗ tig⸗keit, 828 — + 9—.— 4....IIII—.— hoch-ge=lob⸗ te 1 Ei nig⸗keit, Gott Va⸗ter, Sohn, hei⸗ DII— + ——— E li⸗ger Geist, heut die⸗-sen Tag mir 1 leist. Ouein Seel, Leib, Ehr und Gut bewar, Mein Schöpfer,—— mir kräftig bei, 8 daß mir kein Schaden widerfahr, Und mich der Satan nicht verletz, noch mich in 3 und Schaden setz. n Des Vaters Macht mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, Des heilgen Geistes Glanz und Schein er le eucht meins finstern HerzensSchrein. st, mein Erlöser, hilf mir frei, Tröster werth, weich nicht von mir, mein Herz mit 25.— Gaben zier. Herr, segne und behüte mich, Herr, leucht mich an ganz gnädiglich, Herr, heb auf mich dein Angesicht, dein Frieden auf mich Armen richt. Martin Behme. 1593. 150. (Mel. Ich dank dir schon.) Mich. Prätorius? 1610. ————— O Ne⸗ Le⸗bens Licht, nun I‚‚ee ————....—2——.—.. ——— ist die Wacht ver ⸗ gan⸗gen: Men Gei⸗stes⸗ aug zu Wr r M dir sich ar Du bast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr bedecket, Und auch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. dein blic——3 0 pfan⸗gen. Mein Leben schentst du mir aufs Neu, es sei auch dir verschrieben, Mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 14⁴ 4. Dir, Jesu, ich mich ganz befehl, im Geiste dich verkläre, Dein Werkzeug sei nur meine Seel, den Leib bewar und nähre. 5. Durchdring mit deinem Lebenssaft Herz, Sinne und Gedanken; Bekleide mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 6. Nein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, Und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 7. Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Leben; Am Morgen. Kein andres Teil sei mir bewußt, dir bin ich ganz ergeben. Zeig mir in jedem Augenblick, wie ich dir soll gefallen; Zieh mich vom Bösen stets zurück, regiere mich in allen. N 9. Gib, daß ich meinen Wandel führ im Geist in deinem Lichte Und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. daß ich nicht fall noch weiche; Zieh weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Tersteegen. 1729. 154. ö O Gott du frommer Gott. E. Mel.) 1710 1 10. Ach, halt mich fest mit deiner Hand, — E d den, Benenr. ii.— r Hzi Airt, Ełiw.„.E. — O Je⸗su, Nun hat dein Gna⸗den-glanz die Neu⸗e nun ist aufs sü⸗ßes Licht, — — , Nacht ver⸗ gan⸗gen, mich um⸗fan⸗gen, Nun ist, was in mir ist vom Schla⸗fe auf⸗ ge=weckt und hat nun 1 E + +— R S————.—————.—— ů 4 — ͥ— in Be⸗ gier zu dir sich aus ⸗-ge⸗ streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? ich will mich ganz und gar in deine Gnap einsenken, Mit Leib, mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag: das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Dirum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele, sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle In deiner Liebeskraft, da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. Am Morgen. 4. t Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, 20 zur Wohnung und zum Haus: ach allerliebstes Leben, Ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. ** 4 1 2 ich Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner Seelen sein dein Bildnis eingepräget Im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, ihr so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 25 Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld, durch deines Geistes Triebe; Auch mit der Demuth mich vor allem kleide an, Hand, so bin ich wol geschmückt und köstlich angethan. —* and Laß dich mir diesen Tag stets vor den Augen schweben, 2 laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, Auf daß mein ganzes Thun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenkez durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, Daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange. 1716. 152. (Mel. Herr Gott, dich loben alle wir.) V 15⁵⁵ .2 1 ———— 3 —..—— E. K ñiee‚.‚.—.——.—— 2 Vor dei⸗nen Thron tret ich hier⸗mit, o E* 5———.—— E—.— 2.—— ——————— +— de ⸗ mü⸗thig bitt: Wen .—.— —.— von mir be⸗ trüb⸗tem Sün-⸗der nicht. 2. 4 Du hast mich, o Gott Vater mild, Verstand und Ehr gemacht nach deinem Ebenbild, In dir web, schweb und lebe ich, vergehen müßt ich ohne dich, V hab ich von dir, des Lebens Nothdurft gibst du mir, Darzu auch einen treuen Freund, der mich in Glück und Unglück meint. é 5. Errettet hast du mich gar oft Gott Sohn, du hast mich durch dein Blut Da une r O und unverhofft, erlöset von der Höllenglut, Da nur ein Schritt, ja nur ein Haar Das schwer Gesetz für mich erfüllt, mir zwischen Tod und Leben war. damit des Vaters Zorn gestillt. 10 146 Am Morgen. 6.• Wenn Sünd und Satan mich anklagt und mir das Herz im Leib verzagt, Alsdann brauchst du dein Mitleramt, daß mich der——. nicht verdammt. Du bist mein Fürfprech allezeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud, Ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und. sälig sein. Gott heilger Geist du höchste Kraft, des Gnade in mir alles schafft, Ist etwas Guts am Leben mein, so ist es lauter dein. Dein ists, daß ich Gott recht erkenn, ihn meinen Herrn und Vater nenn, Sein wahres Wort und Sacrament behalt und lieb bis an mein End, 10. Daß ich fest in Anfechtung steh und nicht in Trübsal untergeh, Daß ich im Herzen Trost empfind, zuletzt mit Freuden überwind. 11. Drum dank ich dir mit Herz und Mund, o Gott, in dieser Morgenstund Für alle Güte, Treu und Gnad, die meine Seel empfangen hat, 12. Und bitt, daß deine Gnadenhand bleib über mir heut ausgespannt: Mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und in deinen Schutz ich dir befehl.[Seel 25 Hilf, daß ich werd von Herzen fromm, damit mein ganzes Christentum Aufrichtig und rechtschaffen sei, nicht Augenschein und Heuchelei. 14. Erlaß mich meiner Sündenschuld und hab mit deinem Knecht Geduld. Zünd in mir Glauben an und Lieb, zu jenem Leben Aaffs gib. 15 Ein sälig Ende mir bescher, am jüngsten Tag erweck mich, Herr, Daß ich dich schaue ewiglich: Amen, Amen, erhöre mich. B. von Hodenberg. 1640 2 153. (Mel. Nun laßt uns Gott dem Herrn.) Selnecker?) 1587. — 1— Wach auf, mein Herz, und sin ⸗ ge dem —2 Schöpfer al ⸗=ler Din ⸗ge, Dem Ge⸗-ber al⸗ler D.j—— II äꝑPPSPIPIIIsIIIIIIII 1— 4 III Gü ⸗ ter,— frommen Menschen ⸗ hü ⸗ ter. Heint, als die duntlen Schatten mich La nz umfangen hatten, Hat Satan mein begehret, Gott aber hats verwehret. Du sprachst mein Kind, nun liege, trotz dem der dich betrüge, Schlaf wol, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen.“ Dein Wort das ist geschehen, 10 kann das Licht noch sehen, Von Noth bin ich befreiet, dein Schutz hat 2. verneuet. Du willst ein Oyfer baben: hier bring ich meine Gaben, Mein Weihrauch, Farr und Widder sind mein Gebet und Lieder. Zu Tisch. 1⁴⁷ 6. 8. dund, Die wirst du nicht verschmähen, Sprich ja zu meinen Thaten, du kannst ins Herze sehen, hilf selbst das Beste rathen, d„ Und weißest, daß zur Gabe Den Anfang, Mitt'l und Ende, ich ja nicht Beßers habe. ach Herr, zum 9— wende. d So wollst du nun vollenden Mit Segen mich beschütte, nt: Hün Werk an mir, und senden mein Herz sei deine Hütte, b und Der mich an diesem Tage Dein Wort sei meine Speise, (Seel 1 anf seinen Händen trage. bis ich gen Himmel reise. nm ö Paulus Gerhardt. 1649. ö 154. i.(Mel. Herr Jesu Christ, meins Lebens ꝛe.) 1676 — d E, a,. Rie——+— j;—.—.— Lieb, E.. + 55245— EEE + Ge⸗segn' uns, Herr, die 2 ⸗ben dein, E,. DEEE —— 95 die Speis laß un- ser. Nahrung sein, Hilf, daß da⸗ 64 — 5————.e.—.— .‚‚ 4.— 1587. durch er⸗ qul Iet werd der dürft⸗ge Leib — 2— H ....... 4.—— 11 auf die⸗ser Erd. Denn diß zeitliche Brot allein kann uns nicht Inug zum Leben sein: Dein göttlich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 1586, 155. Eigene Melodie. —————.— IIIIERSEEEE +— et. Der Tag mit sei⸗nem Lich⸗te fleucht hin und 7 ö————I..———, ö.....I..—..—————. wird zu=nich- te, die Nacht Wonut an 385 10. 5 Wa⸗chen und zum Schlafen, will sin-gen dei⸗nen Preis. Ru⸗ he zu- um ⸗fan⸗—— der Aet Er⸗den⸗ E.— E. 11 vyrrn—.— ö 16 1— 3 1 ̃EISISIiSIEeE kreiß. Der Tag der ist ge ⸗ en⸗det, mein Herz 135 ö 1 E ö E— —.— dir sich wen-det, der Tag und Nacht ge-schaf-fen zum ö —— ,r v.— U—— 2. 5. Wolauf, wolauf, mein Psalter! Erhöre, Herr, mein Beten, erhebe den Erhalter, und laß mein Ue bertreten der mir an Leib und Seelen zur Rechten und zur Linken viel mehr denn ich kann zählen, ins Meeres Tiefe sinken hat heute Guts gethan. und ewig untergehn, All Augenblick und Stunden Laß aber, laß hergegen hat sich gar viel gefunden, sich deine Engel legen womit er sein Gemüthe um mich mit ihren Waffen: und unerschöpfte Güte mit dir will ich entschlafen, mir klar gezeiget an. mit dir auch auferstehn. 3. 6. Gleichwie des Hirten Freude, Darauf so laß ich nieder ein Schäflein an der Weide, mein Haupt und Augenlider, sich unter seiner Treue will ruhen ohne Sorgen, ohn alle Furcht und Scheue bis daß der güldne Morgen ergetzet in dem Feld, mich wieder munter macht. Und sich mit Blumen füllet, Dein Flügel wird mich decken, den Durst mit Quellen stillet, so wird mich nicht erschrecken so hat mich heut geführet, der Feind mit tausend Listen, mit manchem Gut gezieret der mich und alle Christen der Hirt in aller 4. verfolget Tag—½ Nacht. Gott hat mich nicht verlaßen, Ich lieg hier ode stehe, ich aber hab ohn Maßen ich sitz auch oder e 320—— 5 mich nicht gescheut, mit Sünden so bleib ich dir ergeben, und Unrecht zu entzünden und du bist auch mein Leben, das treue Vaterherz: das ist ein wahres Wort. Ach, Vater, laß nicht brennen Was ich beginn und mache, den Eifer, noch mich trennen ich schlaf ein oder wache, von deiner Hand und Seiten: wohn ich als wie im Schloße mein Thun und Ueberschreiten in deinem Arm und Schoße, erweckt mir Reu und Schmerz. bin sälig hier und dort. Paulus Gerhardt. 1667. 1667. Am Abend. 149 156. Eigene Melodie. Q 2— 4.— ᷓAS EE —— Die Sonn hat sich mit ih⸗rem Glanz ge— auf die⸗ sen. Tag vol⸗len⸗ 4 nuen — nn.———.3 det, Die dunkle Nacht dringt al⸗lent⸗-hal-ben zu, bringt 16.5 — ————— 1.— Menschen, Vieh und 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Noth und Plage Durch deine Hand und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 3 Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; Laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei dir verloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht vertraue, Und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 2— Vergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der Finsternis bewaren, Auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Feind im Schlafe sicher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabes strecken, So blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. —* Und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, Da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. Josua Stegmann. 1629. Am A bend. 157. Eigene Melodie. sei selbst unser Schutzherr! Schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, Fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken, Laß uns mit Züchten unser Thun und Dichten zu deim Preis richten. 15 Mel. Mit meine 1566. nnr— 22.——.——.—.— 1.2—1.92 7— Die Nacht ist kom⸗men, drin wir Tru⸗ hen N U 4 4—— —4——— 4 —.— . Gott walts zu from-men nach seim Wol-ge⸗ — —— b. ů ——.——5—— E—— 10 fal⸗len, Daß wir uns le⸗gen in seim G'leit und Se-gen, +*+ II ö I———— — H. — der Ruh zu yfle⸗gen. 4. Treib, Herr, von uns fern Pfleg auch der Kranken die unreinen Geister, durch deinen Geliebten, Halt die Nachtwach gern, Hilf den Gefangenen, tröste die Betrübten, Pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid 9.— Vater, dein Mame werd von uns gepreiset, Dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset, Frist unser Leben, wollst die Schuld vergeben, erlös uns. Amen! Petrus Herbert. 8. m Cott geh ich. 1566. sei ge⸗preist, 1 —*———.—— — —.— Vater, Sohn und heil= ger Seist ihr bin ich Am Abend. 151 EI—— —— e n Kümn- e.„. 5.—— — 4—.——— E—————ꝛx zn ne rin ge. Vernimm den Dank, den U .— 39——————— — AZ————— Lob ⸗ge-sang, den ich dir kind⸗lich brin ⸗-ge. 2..— Du nahmst dich meiner herzlich an, Was ich vermag hast Großes heut an mir gethan, bis diesen Tag, mir mein Gebet gewäret, ist alles deine Güte. Hast väterlich 4. mein Haus und mich Sei auch nach deiner Lieb und Macht beschützet und genähret. mein Schutz und Schirm indieser Nacht, — vergib mir meine Sünden; Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: Und kommt mein Tod, der Geist, mit dem ich dein gedenk, Herr Zebaoth, ein ruhiges Gemüthe, so laß mich Guade finden. Christ. Fürchtegott Gellert. 1757. 159. (Mel. Herr Jesu Christ, meins.) 1676. 9—— FVft 4— 7 3 ——..———— .—— E—j— 1.—.‚ö Gott Lob, der Tag ist nun da⸗ hin, m— —— e.———.——————— ——II— drum ich, mein Gott, dir dank-bar bin, Daß ich den . 2 D—. und dei⸗ ne Gnad ob mir auch schwebt. 2. 3. Ach Herr, sei gnädig, hab Geduld, Laß mich auch mit der Morgenstund vergib mir alle Sündenschuld, aufwachen fröhlich und gesund, Dein heilger Engel mich bewar Daß ich, Herr, deine Ehr ausbreit vor aller Angst, Roth und Gefahr. und dich dort lob in Ewigkeit. Am Abend. 160. (Mel. Werde munter, mein.) Herr, es ist von deh ⸗ re mich nun mei⸗nem Le⸗ben wie⸗der⸗ Ach⸗tung ge⸗ben, ob ich II —4 — 1 11 I— 4.—.—2—.— 4 um ein Tag da⸗ hin: fromm ge⸗ we⸗ sen bin, Zei⸗ ge mir auch sel-⸗ ber —. ———᷑᷑— 2—— so ich was nicht recht ge⸗ than, und hilf jetzt in ———.— Z n ⁰4 l⸗len Sa⸗chen gu⸗ten 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat, Denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und That, Und zu jeder Tagesstund pfleget Herz und Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber 535 kann zählen. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld. Ich bin freilich schwer beladen, doch vergib mir alle Schuld. Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will ich nach deinem Willen künftig mehr denn 4.— erfüllen. Heilige mir das Gemüthe, daß der Schlaf nicht sundlich sei. Decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei. Lesche Feur und Lichter aus, und beware du das Haus, daß ich morgen init den Meinen nicht im Unglück dürfe weinen. — ma⸗chen Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses thun. Sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, So zerstöre du den Rath, und verhindere die That, deund auch allen andern Schrecke en, en die Bosheit 9.— erwecken. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; Denn du bleibest ewig munter, und bist wie ein guter Hirt, Der auch in der finstern Nacht über seine Heerde wacht: darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle schlafen. Laß mich denn gelund erwachen, Der es rechte Zeit wird sein, Daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein. Oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hä Caspar Neumann. de. 171¹⁰2 SVUrERY Am Abend. 153 161. Mel. Erhalt uns, 6 bei ꝛc. Hin⸗ un⸗ ter 10 der Sunwhe die finst⸗re S PIPI I FFFTFTFTFIFTFTFTFPIFTFTTTITITITITITIIIIIIIIIII —— I— ... 1...—.— Nacht bricht stark her- ein: Leucht uns, Herr Christ, du ———— ——.—.—— 4 4.———— wah-res Licht, laß uns im Fin⸗stern tap⸗pen nicht. 5• ö Dir sei Dank, daß du uns den Tag Und rechn es unsrer Seel nicht zu, vor Schad en, Fahr und mancher Plag laß uns schlafen in Fried und Ruh. Durch deine Engel hast behüt 4. aus Gnad und väterlicher Güt. Durch dein Engel die Wach bestell, 3. daß uns der böse Feind nicht fäll; Womit wir han erzürnet dich, Vor Schrecken, Angst und Feuersnoth dasselb verzeih uns gnädiglich, behüt uns, heint, o lieber Gott. Nic. Hermann. 1560. 162. Eigene Melodie. 4 IIEE 3—— ——— — dei ⸗ ner Scha ⸗ fe, der von Dei⸗ne Wun⸗ der ⸗ gü ⸗ te war mein .—— ————— n n——————2 4.— 1— IE 5 kei⸗nem Schla ⸗fe⸗ et⸗was wi⸗ßen mag, Schild und Hü ⸗ te den ver⸗gang- nen Tag: — ———.—.—.—— — Sei die Nacht auch auf der Wacht, und laß mich von IISISSI— ̃———————— PF—— dei⸗ nen Scha-⸗ ren um und um be ⸗ wa⸗ ren. 15⁴4 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; Ein versöhnt Gewißen sei mein Ruhekißen, drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Wund gnädiglich entbunden. Laß auch meine Lieben keine Noth betrüben sie sind mein und dein; Schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir, also sind wir Ungeschied— und ich schlaf in 4 Komm, verschließ die Kammer, und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deinen Flügel Am Abend. nimm dein Küchlein ein. Decke; mit Schutz und Ruh, so wird uns nicht dürfen grauen vor des Satans—— Wie, wenn ich mmein Bette hent' zum Grabe hätte? en 621 bald roth, bald todt! Doch hast du beschloßen, daß mein Ziel verfloßen, kommt die Todesnoth, So will ich nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wolan, ich thue in vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht, nimm mich in Acht, und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benj. Schmolcke. 1715. 163. (Mel. Herr Jesu Christ, meins ꝛe.) 1676 . r,. ESSESIE äh— ů— Ich hab nun hinbracht die ⸗ sen Tag, ——— ‚— 1.— DDiii— mein Gott und Herr, dir ob ich sag, Daß du vor U———.— —.—— E x6——— Un⸗ glück durch dein Güt, auch Sünd und Sn l0 —.—.— hast be- hüt. ö — 2. Was ich verbrochen hab an dir, das wollst du, Herr, vergeben mir, Laß deine groß Barmherzigkeit über mich walten zu aller Zeit. 3 5. Darauf, Herr, in die Hände dein befehl ich Leib und Seele mein: Ich will nun thun mein Augen zu und schlafen ein mit Fried und Ruh. Mel. In dich hab Am Abend. 4. Dein heilger Engel mich bewach vors Teufels G'walt und Ungemach, Durch Jesum Christ, Herr, bitt ich dich, wollst mich behüten gnädiglich. 5. Verleih, daß ich frisch und gesund aufsteh und mit fröhlichem Mund Dein Gnad und groß Barmherzigkeit lob, ehr und rühm zu aller Zeit. Johann Leon. 1588. 164. ich gehoffet, Herr.(2. Mel.) 1594. 1 —— 2———— . — 1. ——— —— + — Mit mei⸗nem Gott geh ich zur Ruh und — I— v/ n r ..—— uue me 7 2 T¶ thu in Fried mein Au V en Izu, denn Gott ins Himmels Thro⸗ ne Ue-ber mich wacht bei ̃——ꝛꝛ L. Tag und Nacht, 2. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, der du allein mein Helfer bist: laß kein Leid widerfahren, Durch deinen Schutz vors Teufels Trutz dein Engel mich bewaren. Mel. O Welt, ich auf daß ich si ⸗cher woh ⸗ ne. 3. Befiehl den starken Helden dein, daß sie stets um und bei uns sein, alls Uebel von uns wenden. Gott heilger Geist, dein Hilf uns leist an unserm letzten Ende. 165. muß dich laßen.(1530. 1 1598. H—4 eun ru⸗ hen al ⸗le Wäl ⸗der, Vieh, 70 I 6 ö 2— S—‚— 1—— — —— Menschen, Städt und Fel ⸗der, es schläft die gan⸗ ze Am Abend. 166. 3 +*— ———..——— I—— Welt, Ihr a⸗ber, mei⸗ ne Sin⸗ nen, auf, „— .— D——.— 25 —— D9—————— 0—a auf! ihr sollt be-gin- nen, was eu⸗rem Schö-pfer— ZZZZ— + II n +.———— HS I dl 3 5— — Wo bist du Sonne e beben Nun geht, ihr matten Glider,— die Nacht hat dich vertrieben, geht, geht, und legt euch nieder, die Nacht, des Tages Feind; der Betten ihr begehrt;— Fahr hin, ein andre Sonne, Es kommen Stund und Zeiten,* mein Jesus, meine Wonne, da man euch wird bereiten 2 gar hell in meinem Herzen scheint. zur Ruh ein Bettlein in der Erd. und 3. 7. Di Der Tag ist nun vergangen, Mein Augen stehn verdroßen, und die güldnen Sternlein prangen im Hui sind sie geschloßen, Vert am blauen Himmelssaal: wo bleibt dann Leib und Seel?— So, so werd ich auch stehen, Nimm sie zu deinen Gnaden, 2 wenn mich wird heißen gehen sei gut für allen Schaden, mein Gott aus diesem Jammerthal. du Aug und Wächter Israel. 4. 8. Der Leib der eilt zur Ruhe, Breit aus die Flügel beide, legt ab das Kleid, die Schuhe, o, Jesu, meine Freude, das Bild der Sterblichkeit; und nimm dein Küchlein ein. Die zieh ich aus, dagegen Will Satan mich verschlingen, wird Christus mir anlegen so laß die Engel singen:— den Rock der Ehr und Herlichkeit. diß Kind soll unverletzet sein. 5. 9. Das Haupt, die Füß und Hände Auch euch, ihr meine Lieben, sind froh, daß nun zum Ende soll beute nicht betrüben die Arbeit kommen sei; kein Unfall noch Gefahr; Herz, freu dich, du sollst werden Gott laß dr rubig schlafen, vom Elend dieser Erden stell euch die güldnen Waffen und von der Sündenarbeit frei. ums Bett und seiner Helden Schar. Paulus Gerhardt. 1658. 0 Mel. O Welt, ich muß dich laßen ꝛc. 7(1596.) 1208 1 5.——— EAE E V 7; in sich der Tag ge⸗ en ⸗det, mein 2—.— Am Abend. — 3 ——— DIDISDSDSDSISDIEEi DDDeee..— Herz zu dir sich wen⸗det, und dan⸗ket in⸗nig⸗ U 4 —————— —. DDqi— lich Dein hol-des An ⸗ge⸗ sich ⸗ te zum , —————— Se ⸗gen auf mich rich ⸗te, er ⸗leuch⸗te und — — ———————— ·ISSSSDSDESS— eut zün ⸗ de mich. 2. Ich schließe mich aufs Neue Daß du vergnügst alleine in deine Vatertreue so wesentlich und reine, Fus Schutz und Herze ein, laß allezeit mir 4 8 sein. Die fleischlichen Geschäfte und alle finstern Kräfte Ein Tag der jagis dem andern, vertreibe durch dein Nahesein. mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit: Daß du mich herzlich liebest,— Ewigkeit, du schöne, daß du mich stets umgibest, mein Herz an dich gewöhne! und rufst zu dir hinein, Imein Heim ist nicht in dieser Zeit. 1467. (Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc.) 15⁴⁴ —4..—..— — Hei⸗land mein, ich DDD. geh in mein Schlaf⸗käm-mer⸗lein, Ich will mich le-gen in die Ruh, schleuß du die Thür selbst mir zu. 2. Verzeih mein Sünd aus Gnad und Güt, Und wenn ich schlaf. so wach für mich, schädlich und schändlich Träum verhüt! treib alles Unglück hinter sich, Laß säuberlich mich schlafen ein Breit über mich dein Flügel aus, und ruhen sanft in Armen dein. laß stehn dein Engel um das Haus. 1⁵⁸ 4. Behüt vor Feur und Waßersnoth, vor einem bösen schnellen Tod, Vor allem Uebel und Gefahr mich und die Meinigen bewar. —5 Laß mich zu deinem Lob aufstehn und fröhlich an mein Arbeit gehn, Am Abend. So will ich dein Barmherzigkeit loben und preis'n in Ewigkeit. 6 Gott Vater, nimm mich in dein Hut, GottSohn, wasch mich mit deinemBlut, Gott heilger Geist, erleuchte mich, daß in den Himmel komme ich. 168. (Mel. Werde munter, mein Gemüthe.) Schop. 1642. 1 EAEEA E— EEEEEEE.— 2—4 Uns⸗re mü-⸗den Au⸗gen ⸗li⸗ der schließen Und des Lei-bes mat⸗te Gli⸗der grü⸗ßen —————— ———.— SPSDSDD DSSDDIE 1———.—*—— sich schon die jetzt schläf⸗rig zu, A⸗ bend⸗-ruh, Denn die trüb und finst⸗ re ——.— SIITTTTP— 42— L L La Nacht hat des hel-len Ta⸗ges Pracht in der 2. Ach bedenk, eh du gehst schlafen, du, o meines Leibes Gast, Ob du den, der dich erschaffen, heute nicht erzürnet hast; Thu, ach thu bei Zeiten Buß, ach geh und fall ihm zu Fuß, und bitt ihn, daß er aus Gnaden dich der Strafe woll entladen. 3 Sprich Herr, dir ist unverholen, daß ich diesen Tag vollbracht Anders, denn du mir befohlen, ja ich habe nicht betracht't Meines Amtes Ziel und Zweck, habe gleichfalls deinen Weg schändlich, o mein Gott, verlaßen, bin gefolgt der Wollust Straßen. ;, E +I—— EER See ver ⸗de⸗cket und die Ster⸗ne auf⸗ge⸗ ste⸗cket. 4. Ach, Herr, laß mich Gnad erlangen, 9at mir nicht verdienten Lohn, aß mich deine Hut umfangen, sieh an deinen lieben Sohn, Der für mich genug gethan: Vater, nimm den Bürgen an, dieser hat für mich erduldet, was mein Unart hat verschuldet. —2 Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, in dir schlaf ich sanft und wol; Gib mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, So laß doch den Geist in mir zu dir wachen für und für, bis die Morgenröth angehet. und man von dem Bett aufstehet. — en, 6. Vater droben in der Höhe, dessen Nam uns teur und werth, Dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brot werd uns bescherk, Am Abend. 159 Und vergib uns unsre Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld, laß uns nicht Versuchung tödten, hilf uns, Herr, aus allen Nöthen. Joh. Franck. 16537 169. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. E—— EE—.— E——— dir, Herr Je⸗-su ————— ser Er ⸗lö⸗ ser bist. Und bhü⸗test uns vor al⸗ ler . 4 4—— IISES ö 25..— —— 1iEE.— G'fahr durch dei-ner lie ⸗ben En ⸗gel Schar. 3 2. 4. Wir gehn nun, Herr, zu unsrer Ruh Vor Feur, vor Seeln⸗ und Leibesnoth ach, rechn' es unsrer Seel nicht zu, Was wir leider gesündigt han, vergib uns alls, o Gottes Sohn. 3. Laß dein' Engel stets um uns sein, die allzeit uns bewachen fein, Daß der Teufel hab keine Macht behüt uns, lieber Herre Gott. In deim Namen schlafen wir ein, hilf uns, dein armen Kinderlein. 5 Es g'scheh, was kann, wir sind ja dein, t durch dein fünf Wunden rein. r leben wir, dir sterben wir, Di an uns, weder zu Tag noch Nacht. I dein Kinder sind wir für und für. 6. Amen, Amen, zu guter Nacht! der Engel Gottes uns bewacht. Gott Lob und Dank in Ewigkeit, wir gehn zu Ruh ohn alles Leid. Nic. Selnecker. 1581. Kreuz und Trost. 170. Eigene Melodie. 1738 EE— E 2.— EEEEE 23 Al⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen und an sei⸗ner Gnad ge⸗le⸗ gen ü⸗ ber al⸗ les Geld und Gut, — Kir. i,xtri, Bi; r e. — 3——— Wer auf Gott sein Hoffnung se⸗tzet, der be-hält ganz — ———— + SiII—————— . 1 —, un⸗ver-le⸗tzet ei-nen 2. Der mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; Der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein sein. Viel bemühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind: Ich begehr nach dem zu ringen, was den Frieden mir kann bringen und man jetzt gar selten findt. Hoffnung kann 908 Herz erquicken: was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt; frei⸗en— Hel-den⸗muth. Meine Seele, deib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. —* Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen, es hat alles seine Zeit; Ich hab ihm nichts vorzuschreiben, wie Gott will, so muß es bleiben, wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlaße mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. 1676. mein Kreuz und Trost. 161 174 Eigene Melodie. 1605 + — ——————— E Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott in — 11 —— 27 4 — 1——..—.———— IISEEEEEEEEE Angst und Noth, Der kann mich all-zeit ret⸗ten aus ———— ——— S S.———— —3— Wn und Nö⸗then, mein Unglück er wen⸗ den, steht 555 in sei⸗ nen Hän ⸗den. Ob mich mein Sind anficht, O mein Herr ZJesu Christ, will ich verzagen nicht: der du so g'duldig bist Auf Christum will ich bauen, Für mich am Kreuz gestorben, und ihm allein vertrauen, e hast mir das Heil erworben, Ihm thu ich mich ergeben Auch uns allen zugleiche im Tod und auch 9.— Leben. das ewig Ob mich der Tod nimmt hin, Amen zu aller Stund ist Sterben mein Gewinn, drech ich aus Herzensgrund. Und Christus ist mein Leben, Du wollest uns thun leiten, dem thu ich mich ergeben: Herr Christ, zu allen Zeiten, Ich sterb heut oder morgen, Auf daß wir deinen Namen mein Seel wird er versorgen. ewiglich preisen. Amen. Sigmund Weingärtner. 1609. 7 172. Eigene Melodie. (2. Weise siehe Nr. 123.) 1524. —— Aus tie⸗ fer Noth schreĩ ich zu dir, Herr Gott, Dein gnä-dig Oh⸗-ren kehr zu mir und mei⸗ I +— —6.—— .— fen Denn so du willst das 11 Kreuz und Trost. •——.— 2..3 ———————.———————5— ——.——.. 2 se ⸗ hen an, was Sünd und Un⸗recht——2— ge⸗ 1 7˙ —.—— II ä...IIII.I.I..I...... E i‚i than, wer kann, Herr, vor dir— blei 4 Bei dir gilt nichts denn Gnad und und ob es währt. bis in die Nacht die Sünde zu vergeben.(Gunst, und wieder an den Morgen. Es ist doch unser Thun umsonst. Doch soll mein Herz an Gottes Macht ö auch in dem besten Leben. verzweifeln nicht noch sorgen. Vor dir niemand sich rühmen kann, So thu Isrgel rechter Art, des muß dich fürchten jedermann der aus dem Geist erzeuget ward V und deiner——— leben. 13 seines Gotts 9.——— Darum auf Gott will hoffen ich, Ob bei uns ist d er Sünden viel, auf mein Verdienst nicht bauen; bei Gott ist viel mehr Gnadenz Auf ihn mein Herz soll laßen sich Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, und seiner Güte trauen, wie groß auch sei der Schaden. Die mir zusagt sein werthes Wort, Er ist allein der gute Hirt, das ist mein Trost und treuer Hort, der Israel erlösen wird des will ich allzeit harren. aus seinen Sünden allen. 0 Mart. Luther. 1524. 173. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Haßler? 1605 —* —— 4.— x Be⸗ fiehl du dei⸗ne We⸗ge und was dein Der al⸗ler⸗ treu=sten Pfle⸗ge des, der den EE Her⸗ kränkt Humel lenkt: Der Wolken, Luft und Winden gibt der wird auch We⸗ge fin-den, We⸗ge, Lauf und Bahn, .— I I +—. N E——— I da dein Fuß ge-hen kann. dein D dein wenn erspr Kreuz und Trost. 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wol ergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. Dein ewge Treu und Gnade, 0 Vater, weiß und sieht, Was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt, Und was du damn eerlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen was deinem Rath gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlts dir nicht, Dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht, Dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du was deinen Kindern ersprießlich ist willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn: Was er ihm vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt: Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer jagt, Mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 163 7. Auf, auf: gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; Laß fahren was dein Herze betrübt und traurig Mache; Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wol. 8. Ihn, ihn laß thun und walten, er ist ein weiser Fürst, Und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath die Sach hinausgeführet, die dich bekümmert hat. Er wird zwar—5 Weile mit seinem Trost verziehn, Und thun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn Er deiner sich begeben und solltst du für und für in Angst und Nöthen schweben, fragt' er doch nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, So wird er dich entbinden, da dus am wengsten gläubst: Er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wol dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon Mit Rubm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron. Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Leis Lewandt. dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende an aller unsrer Noth; Stärk unsre Füß und Hände, und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege ů gewis zum Himmel ein.— Paulus Gerhardt. 1656. 11* Kreuz und Trost. Jesus meine Zuversicht. 174. ü Crüger. 1658. 1— 8———2 ——— Er ses an dir, wenn mir al⸗les un drückt in mir die ge⸗faß⸗te ‚ an ue IE — E.—— I———— an ISEEEE 10 gleich zu⸗ wi⸗der. 2. Leite mich nach 4100 80 Rath, der wol wunderlich Aber endlich in der 20 hat auf die schönste Wolfahrt siehet: Denn du führst es wol hinaus, Mag es doch Wdeen hier sieht es gleich 0. 8 aus. Nimm mich dort—5 Ehren an, wenn ich gnug gekämpfet habe. Führe mich des Lebens Bahn Eigene Melodie. Daß, wenn al-les bricht und fällt, Git Wi —————— ist 4 Er Hand mich hält.— 5. der zu dem Himmel aus dem Grabe, und Endlich zeige mir das Looß all in der n Schoß. Gib wunderlich mit mir ergehen, Dennoch bleib ich stets an dir, dennoch will ich feste stehen: Ich muß, Trotz sei aller Pein, dennoch, dennoch sälig sein. Benjamin Schmolcke. 1704. 175. Hintze? 390 .. zu ⸗ frie⸗den 1 sei ffil ruht al-ler Freu-den Fül⸗ VV E dei ⸗nes Le dich bens! 5 ver ⸗ge⸗— 7 77 Er — 2 +—.— —— — dei⸗ ne Son⸗ne, scheint täg⸗lich e/ Kreuz und Trost. 16⁵ ——— B hell zu dei-ner Won⸗ne. 2.— Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens: Wo er steht, thut dir kein Schaden auch die Pein des größten Schmerzens; Kreuz, Angst und Noth kann er bald wenden, ja auch den Tod bat er in Händen. Gib dich Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; Er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen; Er zählt den Lauf der heißen Thränen, und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, Alsdann will er dein Treuster werden, und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen; auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden! 5— Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, Und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen: Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegenz Ob alle Fluten einhergiengen, dennoch mußt du oben liegen; Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, bat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden! — „— Gib dich zu-frie- deni 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein' Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, Der Schaf und Rinder in den Feldern alle Tage tränkt und speiset, Der wird ja auch dich Eingen füllen und deinen Bauch zur Nothdurft stillen. Gib dich zufrieden! 8 9. Sprich nicht ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum Besten', Denn das ist Gottes Ehrentitel, helfen, wann die Noth am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wol zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; Macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen: Was langsam schleicht faßt man gewisser, und was verzeucht ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten: Laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden! 166 Kreuz und Trost. Hat er doch selbst au wol das Seine, wenn ers sehen könnt und wollte: Wo ist ein Glück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen ich weiß durchaus von keinen Plagen'“? Gib dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müßen leiden; Was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden! 1⁰ Wenn wir in höchsten Nöthen ꝛe. 1588 Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen: Er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen: Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 5. Er wird uns bringen zu den Scharen 27 Erwählten und Getreuen, Die hier mit Frieden abgefahren, sic auch nun im Frieden freuen, Da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gid dich zufrieden! Paulus Gerhardt. 1667. 6. Herr Gott, der⸗ du mein Va ⸗ ter bist, ich schrei im Na⸗men Je⸗ su Christ dir auf sein Wort, 4..—— 1 ———— Eid und To 2. Laß uns dein Wort, stärk uns im Geist, hilf, daß wir thun, was du uns heißt, Gib Fried, Schutz,guteFreund undBrot, behüt die Stadt, du treuer Gott! : hör, Hel⸗-fer treu, in Angst und Noth! Errett von Sünd, Teufel und Tod, aus Leibes und der Seelen Noth, Ein säligs Stündlein mir bescher, dein ist das Reich, Kraft, Preis und Ehr. Auf dein Wort sprech ich Amen, Herr, aus Gnad mein kleinen Glauben mehr. Du bist allein der Vater mein, laß mich dein Kind und Erben sein. Johann Mathesius. 1564. ren 7. 64. Kreuz und Trost. 16 ö 17˙7. Mel. Valet will ich dir geben. — It Gott für mich, so tre So oft ich ruf und be N te gleich al⸗les te, weicht al⸗les bi⸗der mich: 2„ hin⸗ter sch⸗ Hab ich das Haupt zum Freunde — 4 —————.———.——— — II—. 4 E—— und bin ge⸗liebt bei Gott, was kann mir thun der 7 1—.— I ...——— —4 äß Fein⸗de und Wi⸗der ⸗sa⸗ cher Rott? Nun weiß und glaub ich feste, Mein Jesus hat geleschet ich rühms auch ohne Schen, was mit sich führt den Tod, Daß Gott der Höchst und Beste, Der ists, der mich rein wäschet, mein Freund und Vater sei, macht schneeweiß was ist roth; Und daß in allen Fällen In ihm kann ich mich freuen, er mir zur Rechten steh, hab einen Heldenmuth, und dämpfe Sturm und Wellen darf kein Gerichte scheuen, und was mir be 95.0 Weh. wie sonst ein Sündek thut. Der Grund, da ich mich gründe, Nichts, nichts kann mich verdammen, ist Christus und sein Blut; nichts nimmet mir mein Herz; Das machet, daß ich finde Die Höll und ihre Flammen das ewge, wahre Gut. die sind mir nur ein Scherz. An mir und meinem Leben Kein Urteil mich erschrecket, ist nichts auf dieser Erd: kein Unheil mich betrübt, was Christus mir gegeben weil mich mit Flügeln decket das ist der Liebe werth. mein Heiland, der mich liebt. 4. 7. Mein Jesus ist mein Ehre,„Sein Geist wohnt mir im Herzen, mein Glanz und helles Licht; regieret meinen Sinn, Wenn der nicht in mir wäre, Vertreibt mir Sorg und Schmerzen, so dürft und könnt ich nicht nimmt allen Kummer hin, Vor Gottes Augen stehen Gibt Segen und Gedeihen und vor dem strengen Sitz: dem, was er in mir schafft, ich müßte stracks vergehen hilft mir das Abba schreien wie Wachs in Feuershitz. aus aller meiner Kraft. 168⁸ Kreuz und Trost. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schwachheit findt, So seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind Mir zwar und meinem Munde, Gott aber wol bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil, mein Erbe mir prächtig zugericht; Wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Thränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, Der wird verfolgt und findet ein harte schwere Last Zu leiden und zu tragen, geräth in Hohn und Spott, das Kreuz und alle Plagen die sind sein täglich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt: Dich will ich laßen sorgen, dem ich mich zugesagt; Es koste Leib und Leben und alles was ich bab, an dir will ich fest kleben— und nimmer laßen ab. 13. Die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich, Kein Brennen, Hauen, Stechen soll treunen mich und dich, Kein Hungern und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid: Was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze geht in Springen und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein; Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ, das was mich singend machet, ist was im Himmel ist.* Paulus Gerhardt. 1656. 1478. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. 1598. EAE 4+— Mein See⸗le, was be⸗trübst du dich, hast E r ——— ERAESESESESESSEEEEEE kei ⸗ne Ru und krän⸗kest mich? Hoff und ver⸗ 1 4— ———— 2—5————— 4.—.— 1——.— kann schaf⸗fen Rath, trau dem lie⸗ben Gott: Kreuz und Trost. 169 IN E II —— 7.— I E 4—..——.— E— wird dich ver⸗laß'n in kei⸗ner 5. 2. 4. Vertrau ihm nur, sein Gnad und Treu Derselbe, mein Herr Jesus Christ, hört nicht auf, ist all Morgen neu, für all mein Sünd gestorben ist, Meins lieben Gotts Barmherzigkeit Er 06 r N mit seinem Blut zu aller Zeit der Höllen Glut, geht über Himmel und 23 weit. ist auferstanden mir zu gut, 3. Was machst du denn, mein liebe Seel, daß du dich selbst ohn Noth willst Daß ich bei ihm i 9 seinem Reich quäl'n? soll sein und bleiben ewiglich, Laß nur walten den lieben Gott, Und aller seiner Herlichkeit, der mir aus Gnad die er mir bereit, sein liebsten Sohn gegeben hat. teilhaftig werden in Ewigkeit. Joh. Leon. 1582. 179. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Crüger. 1658. w 9.— 2—— + ö S—————— 1.— ö See⸗le, was er⸗müdst du dich in den Din⸗gen Die doch bald ver- zeh⸗ ren sich und zu lau⸗ter II—.—— I 25 .———.2 2—* *.——.—— —. die ⸗ ser Er⸗den, 8 Su⸗ e e⸗s sei Lich Nichts doch wer⸗den 2 Su⸗ che Je⸗- sum und sein Licht, , E.——— al⸗les an⸗dre hilft dir nicht. 2 4. Sammle den zerstreute n Sinn, Flieh doch die unsälge Pein, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, so das finstre Reich gebieret, Richt ihn stets zum Himmel hin, Laß nur den dein Labsal sein, laß ihn in die Gnad zeindringen, der zur Glaubensfreude führet: Suche Jesum und sein Licht, Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft 3.— nicht. alles Andre hilft 5. nicht. Du verlangst oft fuße Ruh, Geh einfältig⸗ stets einher, dein betrübtes Herz zu laben: laß dir nichts das Ziel verrücken: Eil zur Lebensquell binzu, Gott wird aus dem Liebesmeer da kannst du sie reichlich haben: dich, den Kranken, wol erquicken: Suche Jesum und sein Licht, Si uche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. Indre hilft dir nicht. 6. Weißt du nicht, daß diese Welt ein ganz ander Wesen heget, Denn dem Höchsten wolgefällt und dein Ursprung dir vorleget? Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. —0 aus seinem Geist geboren: Darum liege nicht im Koth: bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 8. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmelshöhen, Laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen: Suche Jesum und sein Licht alles Andre hilft dir nicht. 7. Du bist ja ein Hauch aus Gott 17⁰ Kreuz und Trost. 9. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet: Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 0 v 10. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben, Laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben: Suche Jesum und sein Licht, alles Andre—1 1— nicht. Sei im Uebrigen 250 still, du wirst schon zum Ziel u Glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen: Suche Jesum und sein Licht, falles Andre hilft dir nicht. Jac. Gabriel Wolf. 1714. 180. „ Mel. Was Gott thut, das ꝛe. Georg Gastor 7 um 1670. — Sei stil ⸗le, e, müd⸗ ge ⸗ quäl ⸗tes Herz, das Richt die Ge-dan-ken him⸗melwärts, hin, wo dein Va⸗ ter nur am Kummer 10 bet! Zu⸗-letzt verzagt wer U ISISISIIEIEE— D. im⸗mer klagt, in Gott sollst du—dich fa⸗ßen, er ——— —— kann dich 2. Sei stille! sinne nicht zu weit, was willst du dir ersinnen?— Was wirst du mit Vermeßenheit je gegen Gott gewinnen? nicht ver=la=ßen. Du bist ja Staub: ermann dich, glaub, er hat uns schon versehen auch was wir nicht verstehen. Kreuz und Trost. 17¹ 2 Sei stille! such bei Menschen nicht Sei stille! laß Rer Zweifel Macht was Menschen nicht vermögen, nicht immer dich besiegen, Halt fest an Gott mit Zuversicht, Laß Gottes Wahrheit in der Nacht darauf ligt aller Segen; des Kummers überwiegen. Folg seinem Rath, Du suchest Ruh, geh seinen Pfad, die hinderst du, laß dir den Herrn der Welten so lang dich Zweifel quälen, weit über Wui gelten. nur Glaube stillt die Seelen. 6. Sei stille! hast 4 lang geweint Sei stille! endlich mit dem Tod und wirds noch immer zrüber, Dau alle Sorge schweigen, Sag nicht weil mir kein Licht erscheint, Dann wird sich von demStand derNoth die Hilfe ist vorüber': der rechte Anblick zeigen; O harre fort, Da, da erscheint du hast sein Wort, wie gut gemeint er wird, so ists verheißen, die Leidensproben waren: dich noch aus allem reißen. Herr, laß michs froh erfahren. Joh. Gottfr. Schöner. 18107 181. Eigene Melodie(Rosenmüller. 1655 2) 1694. 2— Straf mich nicht in dei⸗nem Zorn, gro-ßer Gott, ver⸗ Ach, laß mich nicht sein ver-lorn, nach Verdienst nicht +. .ht —.——. EI—— EH +4 scho⸗ne! loh ⸗ne! die Sünd dich entzündt, lesch ab in dem — +.. I DD.S— Lam ⸗ me dei-nes Grimmes Flam⸗-me! 2. 4. Herr, wer denkt im Tode dein, Ach, sieh mein Gebeine an, wer dankt in der Höllen? wie sie all erstarren, Rette mich aus jener Pein Meine Seele gar nicht kann der verdammten Seelen, deiner Hilfe harren Daß ich dir für und für Ich verschmacht, Tag und Nacht dort an jenem Tage, muß mein Lager fließen höchster Gott, Lob sage. von den Thränengüßen. 3. 5. Zeig mir deine Vaterhuld, Ach, ich bin so müd und matt stärk mit Trost mich Schwachen; von den schweren Plagen; Ach, Herr, hab mit mir Geduld, Mein Herz ist der Seufzer satt, mein Gebeine krachen; die nach Silfe fragen; Heil die Seel mit dem Oel Wie so lang machst du bang deiner großen Gnaden, meiner armen Seele wend ab allen Schaden. in der Schwermuthhöhle? 17² Kreuz und Trost. 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten. Nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel weich, Hölle fleuch! was mich vor gekränket, hat mir Gott geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis bier und auch dort oben, Wie auch Christo gleicher Weis, der allzeit zu loben, Heilger Geist, sei gepreist, hochgerühmt, geehret, daß du mich erhöret. Joh. Georg Albinus. 1675. 182. Eigene Melodie. 1571. 4 6 Von Gott will ich nicht la⸗ßen, denn er läßt +.—— 4 — H en,———— —7— F nicht von mir, Führt mich durch al-le Stra⸗ßen, da * 2 7 E.——— 1— 2*———3—.—.—— Eiiiiiiieeiie—— 2=— ich sonst ir⸗ret sehr, Reicht mir sei⸗ ne Hand, den —— +..— .SSIIIE‚.‚...— 4——.—.— A-⸗bend als den Mor⸗gen thut er mich wol ver⸗ + E — sor⸗gen, sei wo ich woll 2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wolthat all verkehrt, So findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt, Hilft aus aller Noth, errett von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden und wenns auch wär der Tod. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit, Es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid, DIR im Land. Ihm seis heimgestellt, mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben, er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist, Er meints gut mit uns alle schenkt uns den Herren Christ, Seinen lieben Sohn:. durch ihn er uns bescheret was Leib. und Seel Toren lobt ihn ins Himmels Thron. Kreuz 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, welchs er uns beides schenkt: Das ist ein sälge Stunde, darin man sein gedenkt, Sonst verdirbt all Zeit, die wir zubringn auf Erden: wir sollen sälig werden und bleib'n in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stolz und Pracht, Kein Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht, Ja auch nach dem Tod, tief in die Erd begraben wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. —7— Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, Der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, und Trost. 173 „Heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren: daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. Darum ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, Wie ich auch wol verschulde, kommt doch die Ewigkeit Aller Freuden voll: dieselb ohn einigs Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 2. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die Fülle erworben und Genad. Gott der heilig Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet, ihm sei Lob, Ehr und Preis. Ludwig Helmbold. 1564. 183. Eigene Melodie. War⸗um sollt ich mich denn grä-men? „ —.....— — — doch Christum noch, wer will mir den neh-men? Wer will ——— mir den Himmel, rau- ben, den mir schon Got-tes Sohn bei ⸗ge⸗legt im 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem: Nackend werd ich auch hinziehen, wann ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. Glauben? 3 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, ders gegeben: Will ers wieder zu sich kehren, é nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 17⁴ 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Schleußt das Tor der bittern Leiden, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden, er weiß wol, wie er soll all mein Unglück enden. 2 Gott hat mich bei guten Zeiten oft ergetzt, sollt ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm ist Gott, und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlaßen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun denn meiner Pite lar Laß sie spotten, laß sie lachen, Gott mein Heil wird in Eil sie zu Schanden machen. —** Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich laßen schauen; Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Muth dennoch gut und fein stille bleiben. Kann uns doch kein Tod nicht tödten, Laß mich, laß mich hingelangen, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöthen, Kreuz und Trost. —— und macht Bahn, a man kann ehn zur Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergetzen— Hier ist kein recht Gut zu finden, was die Welt in sich hält muß im Hui verschwinden. 16 0. Was sind dieses Lebens Güter? eine Handðd voller Sand, Kummer der Gemütber: Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. Herr mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu Gut in den Tod gegeben. 2 1². Du bist mein, weil ich dich faße, und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen laße. da du mich und ich dich— leiblich werd umfangen. Paulus Gerhardt. 182. 16586. Eigene Melodie. 48 Georg Gestoxius, um 1670. E Was Gott thut, er fängt mei ⸗ne Wie wol⸗ge-than, es Sa⸗chen an, das ist en, Kreuz und Trost. 17⁵ 5 bleibt ge⸗recht sein Wil⸗ 1. ich ihm hal⸗ten stil-le. Er ist mein Gott, der 1 mich wol weiß zu +*+ ö ——.— er ⸗ hal- ten, drum — ů MV laß ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott thut, das ist wolgethan, er wird mich nicht betrügen. Er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen An seiner Huld, und hab Geduld: er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wolgethan, er wird mich wol bedenken. Er als ein Arzt und Wundermann ir nicht Gift einschenken Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Gnade trauen. 4. Was Gott thut, das ist wolgethan, er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben In Freud und Leid, 90 kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es ũ—— Was Gott thut, das ist wolgethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nichts schrecken, Weil doch zuletzt ich werd ergetzt mit süßem Trost im Herzen, da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wolgethan, dabei will ich verbleiben; Es mag. mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten, drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast. 1675. 185. Eigene Melodie. 1588. F D.De— SS höch⸗ u. Nö U⸗then sein, und Wenn wir in. 1— —.— DD‚.‚— ————. —— wi⸗ßen nicht wo aus noch ein, Und ‚n⸗ Den We erN Kreuz und Trost. — Hilf noch Rath, ob 2. So ist das unser Trost allein, daß wir zusammen ingemein Dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus 2. Angst und Noth, Und heben unser Aug⸗ n und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz, Und suchen der Sünd Vergebung und aller Strafen Linderung, Die du verheißest gnädiglich allen, die darum bitten dich Im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. wir gleich sor⸗-gen früh und 4 2— Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unser Noth, Weil wir jetzt stehn verlaßen gar in großer und Gefahr. Sieh nicht an üßier Sünden groß, sprich uns derselb'n aus Gnaden los, Steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei. Auf daß von Serzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, Gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hie und dort. Paulus Eber. 1567. 186. Mel. Was mein Gott will ꝛc 1540. —.—.— —.— *E +—— .SSSSS..... Wer Gott vertraut, hat wol⸗ge⸗-baut im Wer sich ver-läßt auf Je⸗sum Christ, dem L 3 15 2uo und auf Er muß der Him-mel wer . 2— IISSISI——— um auf dich all Hoff⸗nung ich steif thu se ⸗tzen: ·su Christ, mein Trost du To⸗des =noth und Kreuz und Trost. 17⁷ 2. 3. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr Dein tröst ich mich ganz sicherlich, und aller Welt zuwider, Dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar wed'r Tod noch Teufel schaden. denn du kannst mirs wol geben, Was mir ist noth, du g'treuer Gott, in dies'm und jenem Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, diß mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. 1571. 187. Eigene Melodie. Wer nur wun⸗der⸗-lich 7 n lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten und er ⸗hal-ten in hof-fet auf ihn al-lem Kreuz und I2 al ⸗le⸗ zeit, Trau⸗rig ⸗keit. Wer Gott dem Al⸗ler⸗ —— I 1 —. ö E—— ID— höchesten traut, der hat auf 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, Wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwißenheit es fügt: Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wol, was uns fehlt. ö 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wol, wann es nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden, und merket keine Heuchelei, So kommt Gott, eh wirs uns versehn, und läßet uns viel Guts geschehn. kei⸗nen Sand ge⸗baut. — Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlaßen seist, Und daß Gott der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist: Die Folgezeit verändert viel und setzet Jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen, und ist dem Höchsten alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich: Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. ö T. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu, Und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark. 1657. 2 Kreuz und Trost. 188. Du Mel. Wenn wir in höchsten Nöthen ꝛc. 1588. Da Be⸗ scher uns, Herr, das täg ⸗ lich Brot, 5 lie⸗ben Sohn, Gott Va⸗ter in dem höch-⸗sten Thron. e 2.—— O Herr, thu auf dein milde Hand, Laß scheinen dein Barmherzigkeit, mach uns dein Gnad und Heil bekannt‚. daß wir dich lob'n in Ewigkeit. Ernähr uns, deine Kinderlein, 5. der du speist alle Vögelein. O Herr, gib uns ein fruchtbars Jahr.— 3. den lieben Kornbau uns bewar, ö— Erhörst du doch der Raben Stimm, VorTeurung, Hunger, Seuch und Streit drumb unser Bitt, Herr, auch vernimm, behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. Denn aller Ding du Schöpfer bist 6. und allem Vieh sein Futter gibst. Unser lieber Vater du bist, weil Christus unser Bruder ist ö Gedenk nicht unser Missethat Drumb trauen wir allein auf dich und Sünd, die dich erzürnet hat, und wolln dich preisen ewiglich. Amen. Nic. Hermann. 1560. 189. f rist ins Lebens 2 Mel. O Zesu Christ, meins Lebens ꝛc. 1630. 2⁴ 1 + anmi ni frommer Va⸗ter, dei⸗ ne Kind jetz⸗und in U ———————— e.ñ—p —8 E=.= ——p——————— gro⸗ßem Kum⸗mer sind, Weil du auf uns + zor⸗ nig ich lmen. Kreuz und Trost. 179 Du speisest uns mit Thränenbrot, Entzeuch uns nicht das Himmelsbrot, tränkst uns mit Zähren in der Noth: dein teuer Sacrament und Wort. Das haben wir gar wol verdient, 4. doch fahr mit uns nicht so geschwind. Führ uns aus diesem Jammerthal 3. zur Wonn und Freud ins Himmels Saal, Die Sünd vergib, der Teurung wehr, Da wird kein Durst noch Hunger sein und uns das läglich Brot bescher; und wird aufhören Angst und Pein. Martin Behme. 1601. 190. Eigene Melodie.§. W. Arnold. Zult 1858. ——.—— 5 EE ————...II— Es kommt nun lei⸗ der ber die Zeit, da Denn groß und un⸗aus ⸗sprech-lich Leid' ver⸗ uns soll ban ⸗ ge wer⸗den, kün-⸗digt Himml und Er-⸗-den. der ar⸗men — ———— Wittwen gleich, die herz⸗lich ih- res Soh⸗nes Leich und 1 —.——— 2 4. e⸗ su, un ⸗ser dein Wort uns al⸗le mei⸗net. 2. 3. Wir fallen häufig ein und ab, Was aber mehr für Angst und Noth wie Blätter von den Bäumen; die Welt wird überfallen, »Man trägt manch liebes Kind zu Grab, Zeigt durch sein Wort und Wunder darob die Eltern weinen: gar schrecklich für uns allen:(Gott Und obs wol fällt in deine Hand Die Sünd nimmt mächtig überhand, und kommt ins rechte Vaterland, drumb brennt sein Zorn üb'r alle Land das du uns hast geschenket, und wird das Garaus spielen: doch allweg uns dein Trost gebricht, ach Herr, geh nicht in dein Gericht, drumb komm, sprich zu uns: Weine dein freundlich Trostwort: Weine nicht! denn unser Herz sich kränket.(nicht! laß uns im Herzen 2—— 12* 18⁰ Kreuz und Trost. 4. 5. Wir hab'ns ja wol' verdienet, Herr‚ Ach komm mit deinem Tag behend daß uns dein Zorn verzehre, und stell uns zu mit Freuden Kein Strafe ist so hoch und schwer, Was Liebes wir vorher gesendt der wir nicht würdig wären: und laß uns nicht mehr scheiden. Es reut uns aber unser Sünd, Wenn mein Stündlein herzu sich naht, und bitten dich von at Gnn Grund, begegne du auch meinem Tod, o Herr, komm nur mit Hnaden! laß mich nicht drin verderben, und ob die Welt dich nicht ansicht. mein traurig Herz mit Trost aufricht. doch sieh du uns und weine nicht, bild mir dein Wort ein: Weine nicht! wie übr der Juden Schaden. so will ich fröhlich sterben. Martin Kinner v. Scherfenstein. Vor 1597. 191. (Mel. Lobet den Herren alle ꝛc.) Crüger. 1658. 1 .....— +1 Herr un ser Gott, laß nicht zu Schanden wer⸗den ———— ——IIT.— 3———DD— die, so in ih⸗ren Nö⸗then und Be⸗-schwer-den ———.———— — UIUUUDIDIIe— ——., 5— . 3— Bei Tag und Nacht auf dei ⸗ ne Gü⸗te hoss⸗ fen b— 22Z— ——————— und zu dir ru⸗ sen. Mache zu Schanden alle, die dich haßen, die sich allein auf ihre Macht verlaßen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen; 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde: wann du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde; Sie müßen Wehr und Waffen niederlegen, 1 kein Glid mehr regen. 4 Wir haben niemand, dem wir uns' vertrauen; vergebens ists auf Menschenhilfe bauen; Mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, die Feinde dämpfen. Du bist der Held, der sie kann untertreten und das bedrängte kleine Häuflein retten; Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: hilf, Helfer, Amen! Zoh. Heermann. 1630. ht, cht, 630. Mel. Die Nacht ist kommen. Kreuz und Trost. 181¹ 192. 1566. 2 5—.— 35 5 GE D——— a L Eümn —.̃——— Laß, Herr, vom Zür⸗nen ü⸗ ber uns E⸗ —— ——.———————— len⸗den! Laß ab vom Grimmen, wollst dich zu uns .— ————— E—— wen⸗den, Dein Gnad mit⸗tei V. von dein'n schar-fen 7* 7 — ö 1.— ——— ———— Pfei⸗len die Wunden hei⸗len! 2. Wo du die Sünden so genau willst rächen Und ganz ausgründen unser schwer Gebrechen: Wer wird erscheinen, der da möcht bescheiden dein Gericht leiden? 3. Denn gar behende müßten wir verderben Und im Elende vor Leid plötzlich sterben: Dein Zorn zerstöret und wie Feur verzehret, alles verheeret. 4. Sei uns, Herr, gnädig und thu dich erbarmen. Sei uns barmherzig und verschon der Armen. Denn ohn Aufhören unser Leib und Seelen sich heftig quälen. 2*— Willst du denn deim Werk selbst auch widerstreben, Und der Feinde Stärk dein Geschöpf dargeben? Willst du so zürnen mit uns armen Würmen, Asch, Staub und Erden. Ists denn ganz und gar aus mit deiner Gnade? Hat in höchster Fahr ein End die Zusage? Hast uns verstoßen, deiner Gnad vergeßen, vor Zorn verschloßen? —** Wir sind ja Sünder, du ein gnädiger Gott. Wir des Zorns Kinder, du ein Helfer aus Noth. Du gerecht allein, wir beflekt und unrein, jung, alt, groß und klein. 8. Ach, laß dein Güte deinem Zorn vorkommen! Dein Gnad ausschütte zu Lob deinem Namen. Um dein Zusagen laß uns nicht verzagen in solchen Plagen. 9. Nicht laß umsonst sein deins Sohns bitter Leiden. Sieh an sein Blut rein, sein Tod und Abscheiden, Drauf wir hie bauen und sicher vertrauen im wahren Glauben. 182 Kreuz und Trost. ‚ 10. 47 11. Sein Kreuz, Speer und Kron, Der Hilf und Güte E sein Schmerz und Wunden, wollest uns gewähren, de Laß, Herr, vor deim Thron Unser Gemükhe 2 gelten alle Stunden. zu deim Fried bekehren, fü Wollest von Sünden Uns drin erquicken, uns dadurch entbinden, und vors Teufels Stricken gr dein Gnad verkünden. ewig behüten. wa Georg Vetter. 1566. 5 3 Ei 193 9 * La elodi fol Eigene Melodie. B. Klein. 1818. fol wa E 12— +4.—.— er — —————.— um Lö⸗wen, laßt euch 7—— wie⸗ der ⸗fin den, wie im — +————..— D —..— IS= er⸗ Hn, Christen⸗tum, Die nichts konn-te ü⸗ber⸗ U win⸗den, seht nur an ihr Mar⸗ter⸗tum, Wie in Lieb sie U .....——— ——— — 6666 3 sie Feu ⸗ er sprühen, daß sich vor der — 1+ I ———— II 4——— Iii Sterbens⸗lust selbst der Sa⸗tan fürch⸗ten mußt. 2. In Gefahren unerschrocken, und von Lüsten unberührt, Die aufs Eitle konnten locken, alles sie zum Himmel führt'. Keine Furcht in ihnen, auf die Kampfschaubühnen sprangen sie mit Freudigleit, hielten mit den 23.— Streit. Alle Ding nach chrem Wesen und nicht nach der Meinung da Wurden gründlich abgemeßen, das Urteil im Licht geschah. In Unglück glücksälig waren sie und fröhlich, fern von Menschensklaverei und von ihren Banden frei. 4 O, daß ich, wie diese waren, mich befänd in gleichem Stand! Laß mich doch im Grund erfahren dein hilfreiche starke Hand, Mein Gott, recht lebendig! gib, daß ich beständig bis in Tod durch deine Kraft übe gute Ritterschaft. Kreuz und Trost. 183 0 25. Es dürft wieder dazu kommen, daß des Feindes tolle Wuth Zu der Schlachtbank deine Frommen führte und vergöß ihr Blut: Nach gemeiner Sage große Trübsalstage werden kommen uns zu Haus und noch ein sehr harter Strauß. 6 Ei wolan, nur fein standhaftig, o ihr Brüder, tapfer drauf! Laßet uns doch recht herzhaftig folgen jener Zeugen Hauf! Nur den Leib berühret was ihm so gebühret: er hats Leiden wol verdient, und die Seel darunter grünt. 194. 7. Fort, weg mit dem Sinn der Griechen, denen Kreuz ein Thorheit ist! O laßt uns zurück nicht kriechen, wenn ans Kreuz soll Jesus Christ! Steht in Jesu Namen, wenn der Schlange Samen sich dem Glauben widersetzt und das Schlachtschwert auf uns wetzt! 8 Tränke vor, o goldner Regen, uns, dein dürres Erb und Erd, Daß wir dir getreu sein mögen und nicht achten Feur und Schwert, Als in Liebe trunken und in dir versunken! Mach dein Kirch an Glauben reich, daß das End dem Anfang gleich'. 1712. Mel. Da Christus geboren war ꝛe. 1544. e. 3 4SS..——— Is⸗ra⸗el, des sich Treuer Wächter freu⸗et .......3—— 1 La mei⸗ ne Seel, Der du wei⸗ßest al ⸗-les Leid RR.... — ar⸗men Chri⸗sten-heit, O du Wäch⸗ter, —— 7— —— zu uns richt dein hilf-rei⸗ches An⸗ 2 x Schau, wie große Noth und Qual Hohepriester Jesu Christ, trifft dein Volk jetzt überall, Täglich wird der Trübsal mehr: hilf, ach hilf! schütz deine Lehr! Wir verderben, wir vergehn, nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. der du eingegangen bist In den heilgen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, Uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelescht der Höllen Glut, wiederbracht das höchste Gut, 18⁴4 Kreuz und Trost. 4. Sitzst auch heut ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, Unser Mittler und Patron, seine höchste Freud und Kron, Den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt: 5 Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadenthür, Wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum: Deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur jetzt brennt, und schier alle Welt durchrennt. 6 Zeig ihm deine Wunden roth, red von deinem Kreuz und Tod, Und was du mehr hast gethan zeig ihm unsertwegen an: Sage, daß du unser Schuld hast bezaͤhlet in Geduld, uns erlanget Gnad und Huld. 7. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zittern sie anschau! 8 Liebster Schatz, Immanuel, du Beschützer meiner Seel! Gott mit uns in aller Noth, neben uns und in uns Gott, „Gott für uns in aller Zeit! trotz dem, der uns thu ein Leid, Gottes Straf ist ihm bereit. 9. Deines Vaters starker Arm, komm, und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht! Aller Feinde Koppel trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn! 0 10. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft: Deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich: Laß sie werden nicht zu Schand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch all bekannt. 11. Gürte dein Schwert an die Seit als ein Held, und für sie streit, Und zerschmettre deine Feind, so viel ihr auf Erden seind. Auf die Hälse tritt du ihn'n, leg sie dir zum Schemel hin und brich ihren stolzen Sinn. 12. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuren kann, Der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, Der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 13 Zesu, wahrer Friedefürst, der der Schlangen hat zerknirscht Ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei Gott! Gib uns Frieden gnädiglich, so wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Joh. Heermann. 1030. 195. (Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn.) 1534.(15530 E —. EES + Ver⸗ za⸗-ge nicht, du Häuflein klein! ob⸗ — N 1 ————————— SD ——— 1— 1 schon die Fein⸗de Wil⸗lens sein dich gänzelich icht, 50. Kreuz und Trost. 18⁵ stö ⸗ren, Und su⸗chen dei⸗nen .———.— SSISSSSI EIII— Un⸗ter⸗gang, da-⸗ von dir wird ganz angst und bang: —.—— 2—.— ———.— es wird nicht lang mehr wä ren 2 Tröste dich des, daß deine Sach So 44 Gott Goti ist und sein Wort, ist Gottes: dem befiehl die Rach, muß Teufel, Welt und Höllenpfort, und laß es ihn nur walten: und was dem thut anhangen, Er wird durch einen Gideon, Endlich werden zu Hohn und Spott: den er wol weiß, dir helfen schon, Gott ist mit uns, und wir mit Gott, dich und sein Wort erhalten. den Sieg wolln wir erlangen. Joh. Altenburg. 1631. (Gustav Adolfs Feldliedlein.) 196. Eigene Melodie. Crüger. 1640. 28—— —4.—— ————————— — + Zi⸗ on klagt mit Angst und Schmerzen, Zi⸗ on, Got⸗ Die er trägt in sei⸗nem Her⸗zen, die er ihm 36657 Leih— — 2——— x—4 4 ⸗wah⸗het 0. Ach, spricht sie, wie hat mein Gott —— 5,— ——— *—— mich ver⸗la⸗ßen in der Noth, und läßt mich so .— H —+.— E—.———.— I har⸗te pres⸗sen! mei⸗ner hat er ganz ver⸗ge⸗ ßen. Der Gott, der mir hat versprochen Ach, will er denn für und für seinen Beistand jederzeit, grausam zürnen über mir? Der läßt sich vergebens suchen kann und will er sich der Armen jetzt in meiner Traurigkeit; jetzt nicht, wie vorhin, erbarmen? 186 3. Zion, o du Vielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, Zwar du bist jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt, Doch stell alles Trauren ein: wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann haßen und aus ihrer Sorge laßen? 4. Ja, wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, Da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch der ich bin: Meine Treu bleibt gegen dir, Zion, o du meine Zier! mein Herz hast du mir beseßen, deiner kann ich nicht vergeßen. N Kreuz und Trost. 2. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts denn schrecken kann: Siehe, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sein? ich muß ja gedenken dein, deine Mauern muß ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Du bist mir stets vor den Augen, du ligst mir auf meinem Schoß Wie die Kindlein, die noch saugen, meine Treu zu dir ist groß: Dich und mich kann keine Zeit keine Noth, Gefahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden: bleib getreu in allem Leiden! J. Heermann. 1036. Ster 19 Eigene Melodie. ben. . 1524. ——.— —— —+— 1 D 9 —— . 3 ..— Mit⸗ten wir im Wen suchn wir, der Le⸗ben sind Hil⸗fe mit dem thu, daß wir — 2—2—————————* ——— 2 Whnad. er. lan deu Das bisß du, Herr, al⸗ — 5——.—— DIi =*—. lei ⸗ ne. Uns reu⸗ et un⸗ ser Mis⸗se ⸗ that, —.— — ů .———.———— die dich, Herr, er ⸗ zür ⸗net hat. Hei ⸗li⸗ ger Sterben. 187 x — Her hei ⸗li⸗ ger —— ͥDAE li⸗ger, barm⸗her⸗ zi ger Hei⸗ —— ——.—.—————— DSISSSE DEDSe=— 1— 65 PP wi⸗ger Gott! laß u uns nicht ver ⸗sin ken in des ii ———.— 1.— 2.8 bit⸗tern To⸗ des Noth. Ky ⸗ ri⸗ e ⸗ lei ⸗ son 2. 3 Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen: Wer will uns aus solcher Noth sie und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigteit unser Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison. Mitten in der Höllen Angst unser Sünd uns treiben: Wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergoßen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, beiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison. Martin Luther. 1524. 198. Eigene Melodie. Vulpius? 1609. —————— Chri ⸗ stus der ist mein Le ⸗ ben, 1 D————— Dem ihu ich mich er ⸗ ge-ben, ben ist mein Ge⸗winn: mit Freud fahr ich da-hin. 188 Sterben. 2. 5. Mit Freud fahr ich von dannen Wann mein Herz und Gedanken zu Christ, dem Bruder mein, zergehn als wie ein Licht, uf daß ich zu ihm komme Das hin und her thut wanken, und ewig bei ihm sei. wenn ihm die Flamm gebricht, 3. 6. Ich hab min überwunden Alsdann fein sanft und stille, Kreuz, Leiden, Angst und Noth, Herr, laß mich schlafen ein, Durch sein' heilig fünf Wunden Nach deinem Rath und Willen, bin ich versöhnt mit Gott. wann kommt mein Stündelein; 4. 7. Wenn meine Kräfte brechen, Und laß mich an dir kleben mein Athem geht schwer aus, wie eine Klett am Kleid, Und kann kein Wort mehr sprechen, Und ewig bei dir leben Herr, nimm mein Seufzen auf! in himmlischer Wonn und Freud. 1008. 199. Mel. O Welt, ich muß dich laßen.(1536. 15955 O— 9 E—.———.——— Es na⸗ het sich zu En⸗ de, der L — P ͤ 12—— ——.—4 ——..——— Tod kommt oft be- hen- de und rückt uns aus der P 2 ——— —————..——— Welt: Wol dem, der al ⸗ le Stunn⸗den wird ———.— ——— 5 2 e, i. in Be⸗reitschaft fun-den und sich ge⸗ trost an — 1 + — II ESI Chri ⸗ stum hält. 2. 3. Was fürcht ich mich zu sterben? Dein Sohn, am Kreuz verhöhnet, bier ist ja kein Verderben, hat mich mit dir versöhnet der Tod bringt mich zu dir, und allen Zorn gewandt. O frommer Gott: mit Buße Will mich der Satan schrecken fall ich dir jetzt zu Fuße, und seine Klau ausstrecken, vergib die Sünd aus Gnaden mir. schleuß meine Seel in deine Hand. dein und Laß nich den Sterben. 189 4. Den Leib, frei von Beschwerden, laß in dem Schoß der Erden verschlafen alles Leid, Bis du das Grab aufdecken, ihn wirst vom Tod erwecken zu deiner Fens, Herlichkeit. Du wollest auch den Meinen mit Rath und Hilf erscheinen in ihrer Waisennoth: Wer sie mit List berücken und will zu Boden drücken, dem steur als ein gerechter Gott. 6. Führ auch der Kinder ö daß sie ja nicht versch ihr Heil durch Ketzerg Noch durch ein freches Leben, dem jetzt die Welt ergeben, die Sodoms 3. übertrifft. Ach, höre doch Wein Flehen: laß mich die Meinen sehen im Himmel bei der Schar, Die vor dir sälig stehet, dein Lob und Ehr erhöhet und leuchtet wie 8. Sternen klar. Laß deine Kirch auf Erden nicht überwältigt werden, den Feinden steck ein Ziel; Laß Pharao ersaufen mit seinen grimmen Haufen, wenn er Israel 23.1 will. Ei nun, seid Gott ergeben! um mich seh ich schon schweben den Engel, der jetzt soll Die Seel in Himmel führen, wo sie kein Angst wird rühren, da wird sie sein Erquickung voll. Kein Feind wird mich beschämen, mein Jesus wird mich nehmen auf seinen Vaterschoß, Aus Lieb an sein Herz drücken, mit Lust und Trost erquicken und machen aller 11.— los. O Freud, o höchste Freude, vermischt mit keinem Leide! herfür, getrost herfür Aus deiner Schmerzenshöhle! Gott ruft: komm, liebe Seele, der Himmel 5ht 2 offen dir! Es stehen mit Verlamgen die, so vorangegangen, und warten fröhlich auf. Hierauf will ich abscheiden: ade! folgt nach mit Freuden, sobald ihr schließet euren Lauf! Johann Heermann. 1645. 200. Eigene Melodie. Freu dich sehr, o Weil dich nun Christus, mei⸗ne See⸗ Ie. und ver⸗ giß ruft aus die⸗ U dein Her⸗re, ——— ——......... R—.——.— + all Noth und Qual Trübfar—— Hei sem Jam⸗mer⸗thal. Aus Trübsal und großem Leid ————3.———..—— 2—— 56633 f. ————.— 4.—— sollst du fah⸗ren in die Freud, die kein Ohr je 190 Sterben. * E—— IE —— H——————— ———.——‚—I— hat ge-⸗ hö⸗ret und in E⸗wig⸗keit auch wäh-ret. 2 Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, Weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Noth: Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß sein Weg ein End mög han, so hab ich gewünschet eben, daß ich enden mög mein Leben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter Dornen spitzig gar, Also auch die Christen gehen in lauter Angst und Gefahr; Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4. Die Welt, Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut Plagen stets hier unsre Seele, laßen uns bei keinem Muth. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag, wann wir nur geboren werden, Jammer gnug findt sich auf Erden. 2. Wann die Morgenröth herleuchtet und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer daher streichet, Müh sich findt an allem End. Unsre Thränen sind das Brot, so wir eßen früh und spat; wann die Sonn nicht mehr thut scheinen, ist nichts denn Klagen und Weinen. 6. Drum, Herr Ehrist, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, Sei von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach, sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlaße. —**— In dein Seite will ich fliehen an meim bittern Todesgang. Durch dein Wunden will ich ziehen ins himmlische Vaterland. In das schöne Paradeis, drein der Schächer thät sein Reis', wirst du mich, Herr Christ, einführen mit ewiger Klarheit zieren. 8. Ob mir schon die Augen brechen, das Gehöre gar verschwindt,(chen, Und mein Zung nichts mehr kann spre⸗ mein Verstand sich nichts versinnt, Bist du doch mein Licht, mein Wort, das Leben, der Weg, die Pfort: du wirst mich sälig regieren und die Bahn zum Himmel führen. 9. Laß dein Engel mit mir fahren auf Elias Wagen roth, Und mein Seele wol bewaren, wie Lazarum nach seim Tod, Laß sie ruhn in deinem Schoß, erfüll sie mit Freud und Trost, bis der Leib kommt aus der Erden, mit ihr wird vereinigt werden. 10. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Noth und Qual, führt aus diesem Weil dich nun Christus, dein Herre, Jammerthal! Seine Freud und Herlichkeit sollt du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren, in Ewigkeit triumphieren. Um 1618. Geh mein Lege hin, wan Dar laß Dein dein alle Sterben. 191 201. Mel. Jesus meine Zuversicht. 1.—— r, E ne, 225* ů Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich hin des Von der Er⸗de scheid ich ab, denn mir ruft des ud 1— 2— •—3S.—— f anderns mü⸗de. j mü Den 2 mmels Frie⸗de, Denn mir ruft V— „ von den En⸗-geln dro⸗ben zu. 21 2.—— 8 6. Geht nun hin und grabt mein Grab, Ihr, die nun in Trauren Ander meinen Lauf hab ich vollendet, Habret wol, ihr lieben Freunde Lege nun den Wanderstab Was von oben niederweht, en, hin, wo alles Ird'sche endet; tröstet froh des Herrn Gemeinde. re⸗ Lege selbst mich nun hinein Weint nicht ob dem eitlen Schein: 115 in das Bette sonder Pein. droben nur kann 2—.5 sein. ort, 3 3. Was soll ich hienieden noch— Weinet nicht, daß nun ich will u in dem dunklen Thale machen? von der Welt den Abschied nehmen, Denn wie mächtig, stolz und hoch Daß ich aus dem Irrland will, wir auch stellen unsre Sachen, aus den Schatten, aus den Schemen, Muß es doch wie Sand zergehn, Aus dem Eitlen, aus dem Nichts wann die Winde drüber wehn. hin ins Land des ewgen Lichts. — 4. 8. Darum, Erde, fahre wol! Weinet nicht: mein süßes Heil, laß mich nun in Frieden 1001. meinen Heiland hab ich funden, Deine Hoffnung ach! ist hohl, Und ich habe auch mein Teil n/ deine Freuden werden Leiden, in den warmen Herzenswunden, Deine Schönheit Unbestand: Woraus einst sein frommes Blut alles Wahn und Trug und Tand. oß der ganzen—5. zu Gut. 5 — Darum letzte gute Nacht,— Weint nicht: mein Erlöser lebt! Sonn und Mond und liebe Sterne! boch vom finstern Erdenstaube Fahret wol mit eurer Pracht! Hell empor die Hoffnung schwebt denn ich reis' in weite Ferne, und der Himmelsheld, der Glaube, Reise hin zu jenem Glanz, Und die ewge Liebe spricht: worin ihr erbleichet ganz.„Kind des Vaters, zittre nicht!“ Ernst Moritz Arndt. Um 1840. Sterben. 202. Mel. Aus tiefer Noth. — 15²4. 9 4 +—— 1——— ISS — Herr Gotd, mein Zammer hat ein End, ich Mein Seel be-fehl ich in dein Händ, die .——....3——.——— ——4. S.—, EEE—.— fahr aus die⸗sem Le ⸗ ben. ů du mir hast ge ⸗ ge ⸗ ben. Ich bitt, o 1 ———.—— ISSSEAEESE— E 4—— 1—.— Herr, sei gnä⸗ dig mir, und nimm mich vä⸗ter⸗ lich zu— mein Geist Weil ich lebt—.— in dieser Zeit, hab ich viel Sünd begangen, Dein väterlich Barmherzigkeit nicht dankbarlich umfangen: Solchs veut mich, Herr, von Herzen Grund all Augenblick und alle Stund: laß mich, Herr, Gnad erlangen. Mein Haffnung steht zu aller Frist auf deine große Güte Und meinen Heiland Jesum Christ, der woll mein Seel behüten, Daß sie nicht weich von deiner Gnad und mir des Feinds Gewalt nicht schad noch sein grausames Wüthen. zu dir thut stre ⸗ben. 4. Christus hat für mich'gnug gethan, am Stamm des Kreuz's gelitten: Den sehe ich im Glauben an, für mich! hat er gestritten Und Tod, Teufel und Höll ver⸗ wundt und sie vertilget gar zu Grund, ihr Macht zerschnitten. Deshalb ich auch, mein Herr und Gott, thu mich darauf verlaßen, Daß mir nicht schad der leiblich Tod, fröhlich fahr ich mein Straßen Zu meinem Herren Zesum Christ, der jetzund mein Geleiter ist, das weiß ich guter Maßen. 6. Amen, das ist gewislich wahr und lann mich nicht betrügen, Daß ich ins ewig Leben fahr, mein Glaub thut mir nicht lügen: Denn ich mit Christo ewiglich und allen Heilgen säliglich des Tods Macht will obsiegen. 1568. Sterben. 193 203. Mel. Erhalt uns, Herr, bei ꝛc. 1543. — + V——2 D—— Lin—— 1.—p—————— ———— 2 Herr, wenn du willst und dir ge-fällt, daß ich soll 7— —......— ——— E—.— +— Her⸗zen ein, 2. Gern sterben, o Herr Jesu Christ, das kommt von dir, dein Gab es ist: Der stirbt willig, wer glaubt an dich, der sieht den Tod nicht ewiglich. 3. Weil ich aber ein armes Werk, in festem Glauben du mich stärk, Daß ich vorm Tod verzage nicht, wenn er sein Pfeile auf mich richt, Sondern halt' mich allein an dich, der du gestorben bist für mich, dar ⸗ein. Mein Sünd gebüßt mit deinem Vlut und auferstanden mir zu gut. 2. So sterb ich nicht, ich schlaf nur ein und werd los alles Unglücks mein, Ein altes Kleid leg ich hie ab, nichts beßers, denn mit ihm zu Grab! Gesund und frisch will ich aufstehn am jüngsten Tag dich f. jung 9 lich sehn In Klarheit und Gerechtigkeit dich loben und preisen in Ewigkeit. Joh. Leon. 1588. 204. Eigene Melodie. 1613. Haßler? Haßler? Herzs lich thut mich Weil ich hie bin gen End, E⸗lend. —— ar⸗ gen ver⸗ lan⸗ gen um ⸗fan⸗ gen mit nach ei ⸗nem Trübsal Welt, sehn mich nach 2 19⁴ Sterben. —— I ——. 2 HJ— 4 ———D ew⸗gen Freuden: o 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Höll; Es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vorm Tod und höllschen Gsind? weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein säligs Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, Will ich mich doch ergeben zu sterben willig dir: Ich weiß ein beßer Leben, da mein Seel fähret hin, des freu ich mich gar eben, sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden von Würmern wird verzehrt, Aber erwecket werden durch Christum schön verklärt, Wird leuchten als die Sonne und leb'n ohn all Noth in himmlischer Freud und Wonne: was schadt mir denn der Tod 2 5. Ob mich die Welt auch reizet länger zu leben hier, Und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, Doch ich das gar nicht achte, es wärt ein kleine Zeit, das Himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide von meinen Freunden gut, Das mir und ihn' bringt Leide, doch tröst mir meinen Muth, Daß wir in größern Freuden zusammen werden komm'n und bleiben ungescheiden im himmelischen Thron. Je⸗ su, komm nur bald! 7. Ob ich auch hinterlaße betrübte Waiselein, Der'n Noth mich übermaßen jammert im Herzen mein, Will ich doch gerne sterben, und trauen meinem Gott, er wird sie wol versorgen, retten aus aller Noth. 8. Was thut ihr so sehr zagen, ihr armen Waiselein? Sollt euch Gott Hilf versagen, der speist die Raben klein? Frommer Wittwen und Waisen ist er der Vater treu: trotz dem, der sie thut naißen, das glaubt ohn alle Scheu. 9. Gesegn' euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein; Trauret nicht allzusehre über den Abschied mein; Beständig bleibt im Glauben, wir werd'n in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 10. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: Gib mir ein säligs Ende, send mir den Engel dein, Führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdienst. 11. Hilf, daß ich gar nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; Den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist; Hilf mir ritterlich ringen, dein Hand mich halte fest, daß ich mag fröhlich singen das Consummatum est. Christoph Knoll. 1599. n Sterben. 205. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Haßler? 1613. —— ———— ——————— Ich bin ein Gast auf ⸗den und hab hier Der Him-mel soll mir den, da ist mein kei ⸗nen Stand, Si Va⸗ter ⸗land. reis ich aus und Gna⸗den ⸗ ga-be, die schließt all Ar-beit zu. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an Denn Müh und Noth gewesen? so lang ich denken kann, Hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt, Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müßen leiden und tragen mit Geduld. 4. So giengs den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad Wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rath: Wie mußte sich doch schmiegen der Vater Abraham, eh denn ihm sein Vergnügen und rechte Wohnstatt kam. 2. Wie manche schwere Bürde trug Isaac, sein Sohn? Und Jacob, dessen Würde stieg bis zum Himmelsthron: Wie mußte der sich plagen. in was für Weh und Schmerz, in was für Furcht und Zagen sank oft sein armes Herz. 9— Die frommen, heilgen Seelen, die giengen fort und fort Und änderten mit Quälen den erst bewohnten Ort; Sie zogen hin und wider, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt' in des Grabes Schoß. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid: Was will ich beßer leben denn solche große Leut? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein: wer nicht hat wol gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 15 196 Sterben. 8. So will ich zwar nun treiben Komm, mach ein säligs Ende— mein Leben durch die Welt, an meiner Wanderschaft, Doch denk ich nicht zu bleiben und was mich kränkt, das wende in diesem fremden Zelt: durch deinen Arm und Kraft. ö Ich wandre meine Straßen, 12. die zu der Heimat führt, ů‚ Wo ich bisher geseßen M da mich ohn alle Maßen ist nicht mein rechtes Haus: mein Vater trösten wird. Wenn mein Ziel ausgemeßen, ich 9. so tret ich denn hinaus, Es Mein Heimat ist dort droben, Und was ich hie gebrauchet, bei da aller Engel Schar das leg ich alles ab, l Den großen Herscher loben, und wenn ich ausgehauchet, fa der alles ganz und gar so scharrt man 2210 ins Grab. Un In seinen Händen träget 13. 31 und für und für erhält, Du aber, meine Freude, 2 auch alles hebt und leget, du meines Lebens Licht, nachdems ihm wolgefällt. Du zeuchst mich, wenn ich scheide, 10. hin vor dein Angesicht, Zu dem steht mein Verlangen, Ins Haus der Wll Wonne, da wollt ich gerne hin; da ich stets freudenvo Die Welt bin ich durchgangen, gleich als die helle Sonne daß ichs fast müde bin; nächst andern leuchten soll. Je länger ich hier walle, 14.— je wenger find ich Freud, Da will ich immer wohnen, die meinem Geist gefalle, und nicht nur als ein Gast, das meist ist Herzeleid. Bei denen, die mit Kronen 11. du ausgeschmücket hast, Die Herberg ist zu böse,— Da will ich herlich singen der Trübsal ist zu viel: von deinem großen Thun, Ach komm, mein Gott, und löse und frei von schnöden Dingen mein Herz, wenn dein Herz will, in meinem Erbteil ruhn. Paulus Gerhardt. 1667. 206. Eigene Melodie. 1598. Ich hab mein Sach Gott heim-ge-stellt, er 20——3.—— 1:22.᷑—— · EA.EEIe.—————————————— ISSS—— machs mit mir wies ihm ge⸗=⸗fällt: Soll ich all-hier 7 noch län-ger leb'n, nicht wi-der⸗streb'n, seim e/ Sterben. 197 Willn thu ich uds gar 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will, ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel. Es sind gezählt all Härlein mein, beid groß und klein, fällt keines ohn den Willen sein. 3. Und was hab ich wenig guter Tag auf dieser Welt denn Müh und Plag! er⸗geb'n. Drum wenn Gott will, so will ich mit heimfahrn in Fried, sterben ist mein G'winn, schad mir nit. Ich leb und sterbe meinem Gott, von ihm soll mich nicht scheiden der Tod. Ich leb od'r sterb, so bin ich sein, er ist allein— im Leb'n und Tod der Helfer mein. Johann Leon. 1582. 207. Eigene Melodie. Schein. 1628. Machs mit mir, Gott, nach dei⸗ ner Güt, hilf Ruf ich dich an, ver-sag mirs nit: wenn ——.—— IE mir in meinem Lei ⸗ den!— sich mein Seel will schei ⸗ den, r n ——5 dei⸗ne Händ: ist al⸗les 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, du wirst mirs nicht verderben. Ach du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, Verlaßen meine liebsten Freund, dies mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, In deine Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Noth, Müh, Arbeit überall. gut, wenn gut das End. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, die Sünd mir können nichts mehr schaden: Bei dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden: Dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt 5 alle Schuld. Was sollt ich denn Lang traurig sein, weil ich so wol bestehe? Bekleidt mit Christi Unschuld rein wie eine Braut hergehe? Ghab dich wol, du schnöde Welt, bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. Herm. Schein. 1628. Sterben. 208. Eigene Melodie. —2— 2.— imin. +7— SI..... III.II.I....I...—— △.————— Mein Le⸗ben ist ein Pil⸗grim-stand, ich 1 — 4.—— 33.—55 PDPSPSPSPSPSPSIIIIISIII TIII IIAI . 4 1—3 rei⸗se nach dem Va-⸗ ter-land, nach dem ge ru⸗ sa⸗ —.—.— 5— ——————.—. ———— 4— —— lem, das dro-ben Gott selbst als ei ⸗ ne fe⸗ste Stadt —————.—— S en in ᷑ n. ni,— E— —3 auf Bun⸗-des-blut ge- grün-det hat, da werd ich + .........— Ja⸗kobs Hir⸗ten lo⸗-ben. Mein Le⸗ben ist ein Pil⸗grim⸗stand, 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, so schnell läuft meines Lebens Glas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit: Herr Jesu, mach mich nur bereit, eröffne meine Augenlider, Baß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. v Kein Reisen ist ohn Ungemach, der Lebensweg hat auch sein Ach, man wandelt nicht auf weichen Rosen: Der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abreißen von dem Ziel, ich muß mich oft in Dornen stoßen, Ich muß durch dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. — 4. Der Sonnen Glanz mir oft entbricht, der Sonnen, die mit Gnadenlicht in unverfälschten Herzen stralet: Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist findt nirgend Ruh, doch alle Müh ist schon bezahlet, Wenn ich die güldne Himmelsthür mir stell im Glaub'n und Hoffnung für. 2 Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, Zeig mir im Worte deinen Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen: Mein Leben fleucht, ach eile du und fleuch gleich wie ein Hirsch herzu. icht, zu, Ruh, men, „ men: 1 erzu. Sterben. 199 Durch deinen Geis mich heilig leit, gib in Geduld Beständigkeit, vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Ich faͤlle stündlich, hilf mir auf, 1. mich, damit ich dir nachlauf,‚ sei mir ein Schirm in Trübsalshitze, Laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nie—1— sein. Wann mir mein Oerd o Gnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden; Und wann ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, da Streit und alle Müh verschwinden, Laß mich da sein in Abrahms Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem Mesechsland der blinden Welt schon unbekannt, dort sind die Freunde, die mich kennen, Dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in 5 reinsten Liebe brennen: Mein Bräutigam, komm, bleib nicht in Kedars Hütten wird mir bang.(lang! Friedr. Ad. Lampe. 1726. 209. Eigene Melodie. 1630. — I. ISE 2 O Je⸗su Christ, meins 1 —— ꝛíi— 4 Trost, man Zu ⸗-ver⸗sicht! Nuf Er⸗den bin ich nur ein IL I 2 Gast und drückt mich sehr der 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis zu dir ins Himmels Paradeis, Da ist mein rechtes Vaterland, darauf du hast dein Blut gewandt. Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat, Allein mein Seele schreit in mir Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich dung das Leiden dein in meiner letzten Todespein, DeinBlutschweiß mich tröst und erquick. mach mich frei durch dein Band und 5.[Strick. Dein Hohn und Spott, dein dornenKron laß sein meinEhr, meinFreud und Wonn, E Dein Durst und Gallentrank mich lab, wenn ich sonst keine Stärkung hab. Sün⸗den Last. 6. Wenn mein Mund nicht Ki reden frei, dein Geist in meinem 5 en schrei. Hilf, daß mein Seel den mmel find, wenn meine— werden blind. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, wenn mir der Tod das Herz absticht. Behüte mich vor Ungeberd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. Dein Kreuz laß sein mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heiligs Grab, Die reinen Grabetücher dein laß meine Sterbekleider sein. N 9. Laß mich durch deine Nägelmahl erblicken meine Gnadenwahl, Durch deine aufgespaltne Seit mein arme Seele heimgeleit. 200 Sterben. 10. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, darauf mein letzte Heimfahrt bau. Thu mir die Himmelsthür weit auf, wenn ich beschließ meins Lebens Lauf. 1 12. Alsdann mein'n Leib verneure Gunn daß er leucht wie der Sonnen Glanz Und ähnlich sei deim klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 3 Wuur 11. 13. Am jüngsten Tag erweck mein'n Leib, Wie werd ich dann so fröhlich sein, hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, werd singen mit den Engeln dein, Daß mich nicht treffe dein Gericht, Und mit der Auserwählten Schar welchs das erschrecklich Urteil spricht. ewig schauen dein Antlitz klar. — Mart. Behme. 1611. 210. Eigene Melodie.(1536.) 1598 E 5——4—— ————.——..—.—..— E———..— 1—.—— O Welt, ich muß dich la⸗ßen, ich 1 — +. —.——— . fahr da-hin mein Stra⸗Pen ins ew⸗ ge Va⸗ter⸗ ——4 +—— S..SSSS...I.I......—3 land. Mein Geist will ich auf ⸗ge-ben, da⸗ +..— —.— +4 4.——..— S—.——.—.— zu mein Leib und Le⸗ben se ⸗ tzen gnä⸗ dig — — f —p...—— P F* in Got ⸗ tes Hand. 2. 4. Mein Zeit ist nun vollendet, Auf Gott steht mein Vertrauen, der Tod das Leben schändet, sein Ang'sicht will ich schauen sterben ist mein Gewinn: wahrlich durch Jesum Christ, Kein Bleiben ist auf Erden, Der für mich ist gestorben, das Ewge muß mir werden, des Vaters Huld erworben. mit Fried und Freud ich fahr dahin. mein Mittler er auch worden ist. Ob mich gleich hat betrogen Die Sünd mag mir nicht schaden, die Welt, von Gott abzogen erlöst bin ich aus Gnaden durch Schand und Büberei, uumsonst durch Christi Blut. Will ich doch nicht verzagen, Kein Werk kommt mir zu Frommen, sondern mit Glauben sagen, so ich will zu ihm kommen, daß mir mein Sünd vergeben sei. allein der christlich Glauben gut. Sterben. 201 6. ⸗ Ich bin ein unnütz Knechte, Thu dich zu Gott bekehren nz mein Thun ist viel zu schlechte, und von ihm Gnad begehren, denn daß ich ihm bezahl im Glauben sei du auch nicht schwach. b. Damit das ewge Leben, 9. umsonst will er mirs geben Die Zeit ist schon vorhanden, / und nichtnach meim VerdienstundWahl. hör auf von Sünd und Schanden 7. und richt dich auf die Straß Drauf will ich fröhlich sterben, Mit Beten und mit Wachen, das Himmelreich ererben, sonst all irdische Sachen wie er mirs hat bereit. selbst du gutwillig fahren laß. Hier mag ich nicht mehr bleiben, 10. der Tod thut mich vertreiben, Das schenk ich dir am Ende: mein Seel sich von meim Leibe scheidt. Ade, zu Gott dich wende, 8*0 zu ihm steht mein Begehr. Damit fahr ich von hinnen; Hüt dich vor Pein und Schmerzen, o Welt, thu dich besinnen, nimm mein Abschied zu Herzen, denn du mußt auch hernach, meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Johann Hesse. Vor 1547. 211. Eigene Melodie. J. Crüger. 1649. — die ihr durch den Tod zu Gott ge⸗ kom-men: al ⸗-ler Noth, die uns noch hält ge ⸗- fan ⸗ gen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, immerdar in Furcht und Schrecken schweben: Was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. Ihr hergegen ruht in eurer Kammer sicher und befreit von allem Jammer, Kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in eurer Freuden. ien, 2—r... 202 Sterben. 4. Christus wischt euch ab all eure Thränen, habt das schon, wornach wir uns erst sehnen, Euch wird gesungen— was durch keines Menschen Ohr gedrungen. 2. 2 Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben! Wer wollt hie bleiben, sich den Jammer länger laßen treiben! 6. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, lös uns aus und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach. 1657. 21⁴. Eigene Melodie. 1540. —„ Va⸗ let will ich dir ge⸗ben, du ar⸗ ge Dein sünd⸗lich bö⸗ses Le-ben durch-aus mir .— — 1 fal⸗-sche Welt;* 3— ncht ges falt: Im Him⸗mel ist gut wohnen, hin-auf steht mein Be-gier, da wird Gott ehr=lich 1. + II ..itre ———— I ————————I——— 2.— loh⸗nen dem, wer ihm dient all-hier. 2. 3. Rath mir nach deinem Herzen, In meines Herzens Grunde o Jesu, Gottes Sohn! dein Nam und Kreuz allein Soll ich ja dulden Schmerzen, Funkelt all Zeit und Stunde, hilf mir, Herr Christ, davon. drauf kann ich fröhlich sein. Verkürz mir alles Leiden, Erschein mir in dem Bilde stärk meinen blöden Muth, zu Trost in meiner Noth, laß mich sälig abscheiden, wie du, Herr Christ, so milde setz mich in dein Erbgut. dich hast geblut't zu Tod. Sterben. 203 4. 5. Verbirg mein Seel aus Gnaden Schreib meinen Nam'n aufs Beste in deiner offnen Seit, ins Buch des Lebens ein, Rück sie aus allem Schaden Und bind mein Seel gar feste zu deiner Herlichkeit. ins schöne Bündelein Der ist wol hier gewesen, Der, die im Himmel grünen wer kommt ins Himmels Schloß; und vor dir leben frei, der ist ewig genesen, so will ich ewig rühmen, wer bleibt in deinem Schoß. bad dein Herz treue sei. Valerius Herberger. 1613. 213. Eigene Melodie. Fas mein Gott H das g'scheh all-zeit, — Zu hel ⸗fen den'n er ist be⸗reit, IC. sein Will der ist der die an ihn glau-ben — Er hilft aus Noth, der from ⸗ 2 x 1——.——— IIIE..— 5 züch ⸗ ti⸗ get mit Ma⸗ ßen; wer Gott vertraut, fest —— m n. — auf ihn baut, den will er nicht ver ·la den 2.„ Gott ist mein Trost, mein Zuversicht‚. Mein arme Seel ich Gott befehl mein Hoffnung und mein Leben. in meiner letzten Stunden: Was mein Gott will, daß mir geschicht! du frommer Gott, Sünd, Höll und will ich nicht widerstreben. hast du mir überwunden. Tod Sein Wort ist wahr, denn all mein 4. er selber hat gezählet,(Haar Noch eins, Herr, will ich bitten dich, er hüt't und wacht, stets für uns tracht‚ du wirst mirs nicht versagen: auf daß uns gar nichts fehlet. Wenn mich der böse Geist anficht, 3. laß mich, Herr, nicht verzagen: Drum will ich gern von dieser Welt Hilf, steur und wehr, ach Gott mein hinfahrn in Gottes Willen zu Ehren deinem Namen! Herr, Zu meinem Gott: wanns ihm gefällt, wer das begehrt, der wirds gewährt, will ich ihm halten stille. drauf sprech ich fröhlich Amen. (Lied Albrechts des Jüngern, Markgrafen zu Brandenburg-Culmbach.) Um 1555. Ster ben. 214. Eigene Melodie. Wenn mein Stündlein vor-han-den ist und soll hin⸗ — 1 J—— + 4 —.— DDSDDDDSe.— fahrn mein Stra⸗ße, So g'leit du mich, Herr Je⸗ su +2—⁰n—. 2 L 1 äIII..I.II..I.... I—— 2— 1— Christ, mit Hilf mich nicht ver. ⸗ la-ße. Mein Seel an 1 1———— ..—— SS—— —*—————.——.5 ES meinem letz- ten End„fehl ich dir in dei⸗ne der — De ö ů—————— I 0 EE 2—i————— 110 — Händ, du wollst sie mir be-wa⸗ren. He 2. 3. 88 mn Mein Sünd' mich werden kränken 1.b Ich bin ein Glid an deinem Leib,—— mein G'wißen wird mich nagen. des tröst ich mich von Herzen: 9 Denn ihr sind viel, wie Sand am Von dir ich ungeschieden bleib doch will ich nicht verzagen: Meer, in Todes Noth und Schmerzen. ma Gedenken will ich an dein Tod. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, Herr Jesu, und dein Wunden roth, ein ewigs Leben hast du mir La die werden mich erhalten. mit deinem Tod erworben. da Un 4. 5 Weil du vom Tod erstanden bist, 0 N werd ich im Grab nicht bleiben: me Mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben. M Denn wo du bist, da komm ich hin, Iin daß ich stets bei dir leb und bin, 6 drum fahr ich hin mit Freuden. di Nic. Hermann. 1560. 4 ir, Sterben. 20⁵ 215. Eigene Melodie. 1715. Wer weiß, wie na⸗he Ach wie ge-schwin-de und mir mein En⸗de! hin be⸗- hen⸗ de kann geht die Zeit, her kommt der Tod. To⸗des⸗noth. kommen mei⸗ne Mein Gott, ich bitt D. durch Chri⸗sti Blut, 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, denn es am frühen Morgen war. Denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, und, wenn ich einmal sterben muß, Die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für Und sage frisch in allen Fällen Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 5. Mach mir stets zuckersüß den Himmel und gallenbitter diese Welt, Gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. machs nur mit meinem En⸗de gut. 6. Ach Vater, deck all meine Sünde wit dem Verdienste Jesu zu, Darein ich mich fest gläubig winde, das gibt mir recht erwünschte Dh. Mein Gott, ich bitt durch Shristi& zlut, machs nur mit meinem Ende gut. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod: Ich leg die Hand in seine Seite und sage mein Herr, und mein Gott!“ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen? Tauf, Du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt duͤrch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. Ich habe Jesu Fleisch gegeßen, ich hab sein Blut getrunken hier, Nun kann er meiner nicht vergeßen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 206 Sterben. 10. 11. So komm mein End heut oder morgen, Ich leb indes mit dir vergnüget ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, und sterb ohn alles Kümmernis, Ich bin und bleib in deinen Sorgen, Mir gnüget, wie mein Gott es füget, mit Jesu Blut schön ausgeschnmückt. ich glaub und bin es ganz gewis: Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, Durch deine Gnad und Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. machst dus mit meinem Ende gut. Emilie Juliane, Gräsin zu Schwarzburg-Rudolstadt. 1686. Letzter Advent, Gericht, Ewigheit. 216. Eigene Melodie. Hintze? 1690. 1 9 EHE——— ꝰì⁵,—— 5 IIIEeeeEEEE.— EH õIE= Al le Menschen mü⸗ßen ster-ben, al ⸗les Was da le⸗ bet muß ver-der-ben, soll es II—— E— 4—..— —————— —— 5—— Fleisch ver-geht wie Heu, er 5— an⸗ders wer⸗den neu. Die⸗ser Leib der muß ver⸗ V — 3.—— öDSDDIEIEEItt........... — +.— we⸗sen, wenn er an⸗ders soll ge-ne⸗ sen der so gro⸗ßen Her-lich⸗keit, die den From-men ist be=reit. 2. 3. Drum so will ich dieses Leben, Jesus ist für mich gestorben weil es meinem Gott beliebt, und sein Tod ist mein Gewinn, Auch ganz willig von mir geben, Er hat mir das Heil erworben, bin darüber nicht betrübt, drum fahr ich mit Freuden hin Denn in meines ZJesu Wunden Hier aus diesem Weltgetümmel hab ich nun Erlösung funden, in den schönen Gotteshimmel, und mein Trost in Todesnoth da ich werde allezeit ist des Herren Jesu Tod. schauen die Dreifaltigkeit. Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. 207 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron, Da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist!“ 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehrenthronen sitzet die gezwölfte Zahl, Wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Halleluja hörn. 6. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! Ach der großen Freud und Wonne! jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an der Tag der kein Ende nehmen mag! —* Ach, ich habe schon erblicket alle diese Herlichkeit! Jetzund werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid, Mit der güldnen Ehrenkrone steh ich da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Joh. Georg Albinus. 1652. 217. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. 1535. — A&.———.————— —„— —————Ie S=— Es ist ge⸗ In sei⸗ ner an der Zeit, daß Her⸗-lich-keit, zu Got⸗tes Sohn wird rich⸗ten Bös' und kom⸗men, Frommen: Dann wird das — La⸗ chen wer-den teur, — wann Al⸗les 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welt ihr Ende, Wird Gott fordern vor seinen Thron all Menschen gar behende: Da wird der Tod erschrecken sehr, wenn er wird hören neue Mähr, daß alles Fleisch soll leben. wie Pe⸗trus da⸗von zeu ⸗ get. 3. Ein Buch wird da gelesen bald, darin so steht geschrieben, Wie Gott wird richten Jung und Alt, soll nichts verborgen bleiben: Da Jedem kommen wird zu Haus, was er da hat gerichtet aus in seinem ganzen Leben. 208 Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. 6. Hilf, heilige Dreifalligteit Wann ich, Herr, meine Sünd bedenk, daß Wein dam werd gefunden mein Augen die thun weinen, Im Buch des Lebens allezeit Wann ich die ewig Freud bedenk, an meinen letzten Stunden: mein Herz das thut sich freuen: Weich nicht von mir, Herr Zesu Christ, Herr, hilf, daß ich dein Angesicht der du allzeit mein Helfer bist, mög sehn mit meinem Augenl icht du wollst von mir nicht scheiden! in dem ewigen—4.ᷓ— 5. Was werd ich armer Sünder dann Herr Zesu Christ, 6 machst es lang vor deinem Richtstuhl sagen? Nin diesen bösen Tagen; Was werd ich für ein Fürsprech han,. Den Leuten wird auf Erden bang, der mir mein Sach fürtrage? laß sie doch nicht verzagen, Geist, Das wirst du thun, Herr Jesu Christ, Schick ihn den Tröster, den heilgen dieweil daß du geboren bist! der sie geleit ins Himmelreich all Sünder zu erlösen. durch Jesum Christum. Amen. Altes Lied, um 1560. 218. Eigene Melodie. 1599. 256 EÆ—4 2 d.in-His + Di chet auf! ruft uns die Stim— ⸗ me Mit⸗ter ⸗nacht heißt die⸗ se Stun de, — 2———.————— ————....——H———‚——— .SSSS. 2——————— der Wächter sehr hoch auf der Zin⸗ne, wach sie ru⸗fen uns mit hel⸗lem Mun⸗de: wo —.— —.— E ——————————— —.: auf, du Stadt Je⸗ ru ⸗ sa ⸗lem! seid ihr 4.— Jung⸗frau ⸗ en? die Lampen nehmt! Hal⸗le⸗ 1 — lu⸗ja! macht euch be-⸗reit zu der Hochzeltt ihr mü⸗ßet 2—*— ————991 ——.—. 4⁷—— 1 1 ihm ent ⸗ge⸗gen gehn. Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. 209 3. Zion hört die Wächter singen, Gloria sei dir gesungen das Herz thut ihr von Freuden sprin⸗Umit Menschen⸗ und— Zun⸗ sie wachet und steht eilend auf.(gen, gen Ihr Freund kommt vom Himmel mit Harfen und mit vmbeln schön prächtig, Von zwölf Perlen sind die Thore von Gnaden 40 von Wahrheit an deiner Stadt, wir stehn im nächtig, Chore ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. der Engel hoch um deinen Thron. Nun komm, du werthe Kron, Hein Aug hat je gespürt, Herr Jesu, Gottes Sohn! kein Ohr hat mehr gehört Hosianna! solche Freude! wir folgen all Des jauchzen wir zum Freudensaal und singen dir und halten mit das Abendmahl. das Halleluja für und für. Phil. Nicolai. 1596. 219. Eigene Melodie. 6* Herz⸗ Hicf t5rt mich er⸗-freu⸗en Som⸗mer⸗zeit, Wenn Gott Werd schön ver⸗ 1 les zur Him-mel und die r⸗den wird Gott neu schaf-fen gar, all Cre⸗a⸗ —— W4 tur soll wer⸗den ganz her ⸗lich, hübsch und klar. 2. 3. Die Sonn wird neu und reine, Also wird Gott neu machen der Mond, die Sternen all alles so wonniglich, Gar vielmal heller scheinen, Vor Schönheit solls gar lachen daß man sich wundern soll; und alles freuen sich; Das Firmament gemeine Von Gold und Edelsteine wird Gott auch schmücken fein, die Welt wird 5 geschmückt, das wird er thun alleine mit Perlen groß und kleine, zur Freud den Kindern sein. als wär es ausgestickt. 21⁰ Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. 4. Kein Zunge kann erreichen die ewig Zierheit groß, Man kanns mit nichts vergleichen, die Wort sind viel zu bloß: Drum müßen wir solchs sparen bis an den jüngsten Tag, dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag. 2— Denn Gott wird bald uns alle, was je geboren ist, Durch sein Posaun mit Schalle in seim Sohn ZJesu Christ An unserm Fleisch erwecken zu großer Herlichkeit, und klärlich uns entdecken die ewig Säligkeit. 6. Er wird uns unser Leben, den Leib mit Haut und Haar Ganz völlig wiedergeben, das ist gewislich wahr, Uns Leib und Seel verklären schön, hell, gleich wie die Sonn, nach Lust, was wir begeren, uns geben Freud und Wonn. 7. Sein Engel wird auch schicken der Herr Christ, unser Trost, Entgegen ihm zu zücken, der uns aus Lieb erlöst, Wird uns gar schön empfangen mit aller Heilgen Schar, in sein Arme umfangen, das wird erfreun fürwahr. 8. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, Der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgethan, Die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl. 9. Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, Sich unser gar nicht schämen, uns mengen mitten ein; Wir werden alle treten zur Rechten Zesu Christ, als unsern Gott anbeten der unsers Fleisches ist. 10. Er wird zur rechten Seiten uns freundlich sprechen zu: Kommt, ihr Gebenedeiten, zu meiner Ehr und Ruh! Jetzt sollet ihr ererben meins liebsten Vaters Reich, welchs ich euch hab erworben, drum seid ihr Erben gleich.“ 11. Er wird mit Zorn sich stellen zu den zur linken Hand. Ein recht gleich Urteil fällen, mit Worten so genannt: Geht hin, ihr ganz Verfluchten, zum höllschen Feur erkannt, ins Teufels Strick geflochten, in ewgen Tod und Band!' 12. Also wird Gott erlösen uns gar von aller Noth, Vom Teufel, allem Bösen, von Trübsal, Angst und Spott, Von Trauern, Weh und Klagen, von Krankheit, Schmerz und Leid, von Schwermuth, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit. 13. Kein Ohr hat je gehöret, kein menschlich Aug gesehn Die Freud, so den bescheret, die Gott ihm hat versehn: Sie werden Gott anschauen vom hellen Angesicht 7 leiblich mit ihren Augen das ewig wahre Licht. 14. Gott werden sie erkennen die heilig Trinitat, In Gottes Liebe brennen, sein Wesen und sein Rath Wird Gott ihrn Augen gönnen, und was er ist und hat, auch seine Kinder nennen in Gottes Kraft und That. 15. Also wird Gott erfüllen alles durch seine Kraft, Wird alles sein in Allen durch seinen Geist und Saft, Wird sich selbst ganz zu eigen uns geben völliglich und all sein Gut uns zeigen in Christo sichtiglich. Letzter Adv 16. Mit Gott wir werden halten das ewig Abendmahl, Die Speis' wird nicht veralten auf Gottes Tisch und Saal: Wir werden Früchte eßen vom Baum des Lebens stet, vom Brunn des Lebens Flüße trinken zugleich mit Gott. 17. Drum sollen nicht verzagen die jetzt in Trübsal seind, Und die die Welt thut plagen und ihn' ist spinnenfeind: Sie solln ihr Kreuze tragen in Friede mit Geduld, auf Gottes Wort sich wagen, sich trösten Gottes Huld. 18. Wer Gottes Reich und Gaben mit Gott ererben will, Der muß hier Trübsal haben, Verfolgung leiden viel; Das soll ihn aber laben: es wärt ein kleine Zeit, der Held wird bald hertraben, sein Hilf ist gwis nicht weit. Eigene Melodie. ent, Gericht, Ewigkeit. 211¹ 19. Der Bräutgam wird bald rufen kommt all, ihr Hochzeitgäst!' Hilf Gott, daß wir nicht schlafen, in Sünden schlummern fest, Bald han in unsern Händen die Lampen, Oel und Licht, und dürfen uns nicht wenden von deinem Angesicht. 20. König wird bald kommen, die Hochzeitgäst besehn: Wer vor ihm wird verstummen, dem wirds sehr übel gehn: O Gott, hilf, daß ich habe das rechte Hochzeitkleid, den Glauben, deine Gabe, zu geben recht Bescheid. 2 4 Ach Gott, durch deine Güte führ mich auf rechter Bahn! Herr Christ, mich wol behüte, sonst möcht ich irre gehn! Halt mich im Glauben feste in dieser bösen Zeit, hilf, daß ich mich stets rüste zur ewgen Hochzeitfreud! Johann Walther. 1555. 220. 1421. .— —— .—————— WEND ————————— 0 Ich weiß ein lieblich En⸗gel⸗spiel, da ist alls 1 1 S/SIASSsefEEE E....—..— —.——— SIIIIIIIII ö Leid zer-gan⸗gen: Im Himmel⸗reich ist Freuden viel ohn — E+ E —, er. 1.—.. I En⸗des Ziel, da-hin soll uns ver-lan⸗gen. 2. Weil Gott uns durch die Gnad wollt lieblich dahin weisen. So steh auf, edle Seele mein, und walle heim, sein Lob sollst ewig preisen. e sein Der Winter kalt, der Sünden Zeit, die hat nun bald ein Ende: Kehr dich zu Gott, der dir vergibt, darumb ihn bitt mit Herzen und mit Hände. 212 Schlaf oder I ieg oder geh, so steh allzeit in Sorgen: Bitt Gott, daß er dir gebe Reu all Tage neu den Abend und den Morgen. 5. Aus Herzen tief andächtiglich sollst du mit Reuen sprechen: Ach, reicher Gott von Himmelreich, nun wollest dich an meiner Sünd nicht rächen. Ich weiß, daß Gott ist also gut, sein Gnad will er dir geben, Kehrst du von Sünden deinen Muth: wer also thut, ‚ der kommt ins ewig Leben. 7 Auf himmelischer Haide grün solln dein die Engel warten, Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. Und reines Herzens wirst du kühn Gott schauen nun ins ewgen Lebens 3. Da stehn der Seilgen Chör dabei viel hoch auf Himmels Zinnen, Und aller Engel Scharen frei: was Freud da sei, das mag kein He besinnen. Gott spricht nun Ach in Säligkeit, von dir will ich nicht scheiden: Diß Reich hab ich dir zubereit von Ewigkeit in Wonn und allen Freuden.“ 10. Des sei gelobt der Herre mein, den ich so thät erbarmen, Daß ich durch ihn erlöset bin von großer Pein am Kreuz mit seinen Armen. Nach Heinrich von Laufenberg. 1421. 221. Eigene Melodie. Melch. Franck? 1663. dnr. —— Ie Stadt, wollt Gott, 1F1 wär Mi Rut Mein sehn⸗ lich 1.—.——— 2— ———..—..—.———— Herd so groß Ver⸗lan⸗-gen hat und ist nicht — ‚.‚.— mehr bei mir: weit ⸗ber Berg und Tha⸗le, weit E ů —— ————.—3——————— ———*——————22. ü⸗ber blachem 163 schwingt es sich ü-ber al le Was gl it, Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. 213 ——.— .— und eilt aus die⸗ser Welt. 599 2.[Stund, O schöner Tag und noch viel schönre Die Jesus mir, der Herre, Dame wirst du kommen schier? Da ich mitLust, mitf freudenfreiemRund die Seele geb von mir, In Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem V 0 und Im Augenblick wird sie erheben sich bis an das Firmament, Wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich die Stätt der Element, Fährt auf Eliä Wagen, mit engelischer Schar, die sie in Händen tragen, umgeben ganz 114 4⁰1 O Ehrenburg, 1—— sei gegrüßet mir, 00 auf die Gnadenpfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach eh ich bin kommen fort dir, Aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Eiorei Was für ein Volk und ein sehr werthe zemmt dann gezogen schen.[Schar Was in der Welt von Auserwählten seh ich, die beste Kron, lwar, 22 (Mel. Unser He e entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Thränenland. 6. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, Die weiland dort trugen des Kreuzes der Tyrannen Pein, Joch Schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Wenn dann zuletzt ich angelanget bin ins schöne Paradeis,(Sinn, Von höchster Freud erfüllet wird der der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine man spricht in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit, 8. Mitubelklang, mit Instrumenten schön auf Chören ohne Zahl, Daß on demn Schall und von dem süßen sich regt der Freudensaal, Ton Mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das himmelische Heer. Joh. Matth. Meyfart. 2. rscher, unser ꝛc.) Vor 1642. Neander? 1680. Wer sind di Trä⸗get je ——— 23— das für ei ne Schar? gleich den Sternen klar, — vor Got⸗tes der ei-ne Throne? Kro⸗ne, was ist glän-zet sin⸗gen all, Hal⸗le⸗lu⸗ja Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. E.— H I.—— ———.— H —.— 5— lo⸗ben Gott mit ho⸗hem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, Wenn er seinen Feind geschlagen und geleget in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, Angethan mit weißem Kleide, das zerreibet keine Zeit Und veraltet nimmermehr? wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, die wol gekämpfet für des großen Gottes Ehr, Haben Fleisch und Blut gedämpfet, nicht gefolgt des Satans Heer, Die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, die viel erlitten Trübsal, Schmerzen Angst und Noth, Im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott: Nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 8. Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die Lebenssonn, Mitten in den Stuhl sie leitet zu dem rechten Lebensbronn, Hirt und Lamm, das ewig Gut, lieblich sie erquicken thut. 9. Ach Herr Jesu, meine Hände ich zu dir nun strecke aus, Im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus Hier auf Erden steh im Streit: jag, o Herr, die Feinde weit! 10. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt, Laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt, Führe mich aus aller Noth, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 11. Gib, daß ich sei neu geboren, an dir als ein grünes Reis Wachse, und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß, Meine Kleider halte rein, meide allen falschen Schein. 6. Es sind Zeugen eines Namens, der uns Huld und Heil gebracht, Haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht, Sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen bier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern: Nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 12. 5 Daß mein Teil sei bei den Frommen, die deim Bilde ähnlich sind Und aus großer Trübsal kommen, hilf, daß ich auch überwind Alle Trübsal, Noth und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 13. O wie groß wird sein die Wonne, wann wir werden allermeist Schauen auf dem hohen Throne, Vater, Sohn und beilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Theodor Schenk. 0 das ut, jen, ott! men, n, ne, nk. Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. 21⁵ 223. Eigene Melodie. Crüger. 1658. 7— ... B ESEEE ————— .—— ö Es⸗wig⸗keit, du Don⸗nerwort! o Schwert, das O Es⸗wigkeit, Zeit oh- ne Zeit! ich weiß vor —.. J.....I.———— durch die See le bohrt Anfang son⸗der En ⸗de! gro ßer Traurig⸗xeit nicht, wo ich mich hin-wen-de. 7 EII Mein ganz er-schrock-nes ,.. Herz er⸗ bebt, ͤ,. mir die Zung am Gau⸗men klebt. 2 Kein Unglück ist in aller Welt, hast du so lange Pein bestellt: das endlich mit der Zeit nicht fällt Ach nimm diß wol zu Herzen, und ganz wird aufgehoben: Betracht es oft, o Menschenkind: Die Ewigkeit hat nur kein Ziel, kurz ist die Zeit, der Tod geschwind! sie treibet fort und fort ihr Spiel, 5. läßt nimmer ab zu toben, Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf! Ja, wie mein Heiland selber spricht, ermuntre dich, verlornes Schaf, aus ihr ist kein Erlösung nicht. und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit! es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben: Vielleicht ist heut der letzte Tag, wer weiß noch, wie man sterben magꝰ O Ewigkeit, du machst mir bang! o ewig, ewig ist zu lang! bier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, 6• erschreck ich recht von Herzen. O Ewigkeit, du Donnerwort! Nichts ist zu finden weit und breit o Schwert, das durch die Seele bohrt! so schrecklich, als die Ewigkeit. o Anfang sonder Ende! 4. O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ach Gott, wie bist du so gerecht, ich weiß vor großer Traurigkeit wie strafst du einen bösen Knecht 9 wo ich mich hinwende. so hart im Pfuhl der Schmerzen! Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Auf kurze Sünden dieser Welt Herr Jesu, in dein Freudenzelt. Joh. Rist. 1644. 224. Mel. Vater unser im Himmelreich. 1540. —... L. + ö O E⸗wig ⸗keit, o E⸗wig-keit, wie Letzter Advent, Gericht, Ewigkeit. ———.— .——. eit! Doch eilt zu dir schnell — .— D.—— —*.——— uns⸗re Zeit, gleich wie das Heerpferd zu dem Streit, 4—— ——— 1I———.——.— ——— ————— 75—.——— nach Haus das Boot, das Schiff zum Port, der schnel⸗le +* E—— E. SSSSEE— Pfeil vom Bo⸗gen fort. 2. O Ewigkeit, o Ewigkeit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Gleichwie an einer Kugel rund kein Anfang und kein End ist kund, Also, o Ewigkeit, an dir nicht Ein- noch Ausgang finden wir. 3. O Ewigkeit, o Ewigkeit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Du bist ein Ring, unendlich weit, dein Mittelpunkt heißt Allezeit, Niemal der weite Umkreiß dein, weil deiner nie 2—4 End wird sein. O Ewigkeit, o Cwigkeit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Wegnehmen könnt ein Vöglein klein all ganzer Welt Sand, Berg und Stein: Wenns auch nur käm all tausend ZJahr, von dir wär noch nichts weg fa. O Ewigkeit, o Ewigkeit, wie lang bist du, o Ewigkeit! In dir, wenn nur all tausend ZJahr ein Aug vergöß ein kleine Zähr, Würd wachsen Waßer solche Meng, daß Erd und Himmel wär zu eng. 6. O Ewigkeit, o Ewigkeit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Hör, Mensch! so lange Gott wird sein, so lang wird sein der Höllen Pein, So lang wird sein des Himmels Freud: o lange Freud, o 74— Leid! O Ewigkeit, o Cwigreit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Des Tieisch ist, der dich betracht, des Fleisches Lust er leicht veracht, Le ihm die Welt nicht Platz mehr findt, die Lieb zum Eitlen bald verschwindt. O Ewigkeit, o Ewigkeit, wie lang bist du, o Ewigkeit! Wer dich besinnt zu Gott so spricht hie brenn, hie schneid, hie straf und richt, Hie handle nach Gerechtigkeit, verschon nur nach— Gnadenzeit!“ O Ewigkeit, o Cwigkeit, wie lang bist du, o Ewigkeit! O Mensch, oft deine Sinnen stell, zu denken an die Qual der Höll Und an der Frommen Herlichteit: es wäret beides ohne Zeit! Betracht, o Mensch, die E —— Druck von Wilh. H a ssel in Elberfeld. der 3. Me Dr. wel Nor Lier (die bnell ö Streit, — — ird sein, Pein, Freud: * ö t, racht/ r findt, windt. spricht id richt, zeit! tell, V eit: Anmerkungen. 1. Das vorliegende Gesangbüchlein hat neben seiner allgemeinen Bestimmung noch den besonderen Zweck, darzulegen, wie ich als Mitglid der Eisenacher Gesangbuchscommission, aus der ich im April 1853 zu Frankfurt ausschied, über die uns gestellte Aufgabe damals dachte und wie wenig ich nach mei ner Auffaßung des kirchlichen Bedürfnisses die Beschränkung auf 150 Lieder und die damit zusammenhangende Ausschließung aller kirchlichen Hauslie⸗ der, namentlich der Morgen⸗ und Abendlieder, billigen konnte. Die Mit⸗ glider der Commission dissentierten alle, in den verschiedensten Richtungen; gleichwol fand eine Vereinbarung über die gebotene Anzahl von 150 Lie⸗ dern statt; diese ligen in den Cottaischen Ausgaben, leider mit vielen Re⸗ dactions- und Druckfehlern, seit Jahren vor. Wie nun Dr. Geffcken schon mit einem kleinen Gesangbuch ans Licht trat, um seine besondere Stellung darzulegen, so ich nach sieben Jahren mit dem meinigen zu dem⸗ selben Zweck, sowol was die Auswahl und Redaction der Lieder, als was die Melodien derselben betrifft. 2. Mehrere Lieder finden sich in meinem Büchlein zum erstenmal gedruckt, andere nach Jahrhunderten wieder zum erstenmal, andere zum erstenmal in ihrer unverletzten Gestalt. So bringt das Büchlein auch vier liebliche lodien, die wol seit 1450 nicht mehr gehört worden, zwei neue, die zu seltneren schönen Liedern gemacht worden, und die bekannten zum größten Teil nach ihrem Originallaut redigiert. Die Originalgestalt ei ner Melodie darf nicht bei den Componisten, den Setzern, wie K. v. Win⸗ terfeld sie nennt, gesucht werden, weil diese sie dem Satze zu lieb nicht selten sehr willkührlich behandeln, ja ihr Gewalt anthun, in Takt und Tönen, wovon sich jeder übezeugen kann, der bei K. v. Winterfeld nach— sieht, wie eine und dieselbe Melodie bei verschiedenen Componisten ver⸗ schieden lautet. Die Gestalt, in welcher sie erfunden worden, kann nur aus der ursprünglichen einstimmigen Aufzeichnung ersehen werden; ist diese nicht zugänglich, oder nicht mehr vorhanden, so hat man alle Ursach, gegen die Form, in der sich die Melodie bei einem Componisten darstellt, mistrauisch zu sein. Für die meisten alten Melodien ist es mir bei mei ner Bekanntschaft mit den ersten Quellen möglich gewesen, die Original weise herbeizuschaffen; dem Herrn Dr. Arnold in Elberfeld aber bin ich zu großem Dank verpflichtet, daß er die Güte gehabt, mir diese alten Notierungen und Schlüßel, deren Verständnis und richtige Deutung auch unter Musikern nicht jedermanns Sache ist, in die heut geltende Noten⸗ schrift zu übertragen. Indes hat der Gedanke, als könne eine Melodie im Laufe der Zeit keine Verbeßerung erfahren, absolute Herschaft nicht geübt: jede Melodie ist vielfach durchgespielt und durchgesungen worden, jede auch in ihren verschiedenen Abänderungen und Verflachungen, mit Benutzung der Mitteilungen in K. v. Winterfelds großem Werke und der besten Choralbücher, namentlich des Bayrischen.* 2 3. Mein Gesangbüchlein ist eines der wenigen in neuerer Zeit, die einen Druck mit abgesetzten Verszeilen haben, das einzige aber und das erste, welches auch den jedesmaligen Strophenbau anschaulich macht. Was die Noten der Melodien betrifft, so bin ich der Meinung, daß für geistliche Lieder die offenen(die ganzen und halben), für weltliche die schwarzen (die viertel und achtel) gehörig sind. In der Orthographie habe ich nur 218 Anmerkungen. in einigen Worten mich Neuerungen bedient, lediglich um falschen Etymo— logien zu begegnen: man sollte so lange sälig und nicht selig schreiben, bis der allgemein verbreitete Irrtum abgekommen, das Wort von Seele abzuleiten und wol gar seelig zu schreiben: wer die deutschen Wörter nicht kennt, mit denen es zusammenhängt, sollte wenigstens an salus den⸗ ten; herlich und herschen sind nicht aus allgemeiner Abneigung gegen ein doppeltes r oder überhaupt gegen doppelte Consonanten, wenn ein dritter folgt, bloß mit einem er geschrieben, sondern weil beide Wörter nicht von Herr, sondern von hehr abgeleitet sind. 4. Nro. 8. Die 5 Strophen dieses Liedes sind die ersten und letzten aus dem ältesten Druck desselben in dem Speierschen Gesangbuch von 1600. Schon in diesem heißt der Anfang fehlerhaft Es ist ein Ros' ent sprungen. 5. Nro. I1. Die Melodie dieses Liedes erscheint zuerst im J. Klugschen Ge⸗ sangbuche von 1535, zu dem Liede M. Luthers Nun freut eüch, lieben Cyristen gemein'; 1597 finden wir sie zu der ganzen ihr inwohnenden Schönheit entfaltet in dem fünfstimmigen Satze Joh. Eckards. Dieses Meisterwerk des größten evangelischen Tonkünstlers habe ich oft im Hause K. v. Winterfelds vortragen hören; er ließ es aber mit den Worten der vierten Strophe unseres Liedes Ich lag in tiefer Todesnacht' singen, ein Zeugnis seiner musikalischen Einsicht und seines tiefen Gefühls: die wun derbare Uebereinstimmung der durch die Worte und der durch die Töne hervorgerufenen Bilder und Gedanken trat mir jedesmal besonders leb haft im Anfang des Abgesanges entgegen, wenn zuerst der zweite Tenor einsetzt, dann die erste Stimme und der Bass folgen und endlich alle Stimmen singen O Sonne“, gerade als hätte diese mit jener Stimme ihre ersten Stralen geworfen und wäre allmählich heller hervorgetreten und endlich in vollem Glanze aufgegangen. 6. Nro. 12 ist ein Versuch von mir, das alte In dulei zubilo zu übe— 7. Nro. 25 in seiner undeutschen Strophenform ist ein rechtes Beispiel da⸗ von, was alles, wenn nur sonst Meinung und Ausdruck gut sind, dem frommen deutschen Gemüth heimlich werden kann. In anderer Weise gilt etwas Aehnliches auch von Nro. 8h, das ich nach meinem Geschmack am liebsten von der Sammlung ausgeschloßen hätte: die Anapästen oder Daktylen oder Amphibrachen des Abgesanges, wer weiß, was eigentlich gemeint ist, streiten eben so sehr als die Tanzweise der Melodie gegen den Ernst des deutschen Charakters und des deutschen Kirchanliedes. Gleichwol scheint das Lied bis jetzt in keinem Gesangbuch fehlen zu dürfen. 8. Nro. 31. Der Grundgedanke dieses Liedes von Nic. Hermann findet sich noch einigemal von spätern Dichtern verarbeitet: von Melchior Eckart (1611) in dem Liede Ein wahrer Christ in dieser Welt', und von Martin Rinckart(1645) in dem Liede Drei Tage hat ein jeder Christ'. 9. Nro. 42. Nach meiner Ueberzeugung kann das Lied Phil. Nicolais Wie schön leuchtet der Morgenstern' in keinem Gemeinde⸗Gesangbuche Platz finden. Verstümmelt wol; aber wem möchte damit gedient sein? Die Melodie haftet im kirchlichen Bewußtsein an dem Liede„O heilger Geist, kehr bei uns ein'. Sie hat in meinem Büchlein die Originalgestalt, aus⸗ genommen im 3., 4. und 5. Takt des Abgesanges, wo ich die spätere und jetzt überall gebräuchliche Weise vorgezogen. 10. Nr. 44. Manche neueren Gesangbücher haben den fehlerhaften Anfang Zeuch ein zu deinen Thoren.) Was die Strophen 9—12 betrifft, die in der Regel nicht mit aufgenommen werden, so bin ich der Meinung, daß wir jetzt mehr denn je auf Ausbrüche des Zornes Gottes über uns gefaßt sein müßen: in welchem Stücke sind wir beßer denn die Leute zur Zeit des dreißigjährigen Krieges? Wenn wieder grimmige Kriege mo⸗ iben, eele örter den 1¹ zegen ein nicht aus 60 ent⸗ — — fang e in daß uns eute iege „Nro. 67. Die letzten Zeilen der Anmerkungen. 219 das Land bedecken, werden wir gern in unsern Gesangbüchern jene Stro⸗ 928 7 zaufsuchen und singen und beten. Diß gilt auch von der 10. Strophe des Liedes Nro. 20, die ich in ihrem ursprünglichen Wortlaut aufge⸗ Aommen. Nro. 48. Mit diesem Liede bin ich jetzt bis nahe an die Quelle heran⸗ gerückt: es steht hier nach dem Erfurter Gesangbüchlein von 1531. Och habe deswegen auch in der zweiten Strophe die Formen unser, selbs und ander, so wie in der dritten zu sehr stehen laßen. Die Melodie hat Dr. Arnold aus dieser Quelle in meisterhafter Weise zu Recht gestellt. 2. Nro. 49. Zeile 2 dieses Liedes heißt ursprünglich Und steur des Pabsts und Türken Mord', 730 berechtigt und nothwendig als möglich bis auf den heutigen Tag, und dennoch in öffentlichen Gesangbüchern wegen der Vermischtheit unsrer Staats- und Kirchen-Verhältnisse nicht mehr oder noch nicht wieder zuläßig. Zeile 4 hat wollten die Bedeutung von möchten und könnte wöllten lauten. Nro. 50. Dieses Lied findet sich in dem Büchlein von Nic. Selnecker Der Psalter mit kurzen Summarien' von 1581, vielleicht schon in der ersten Ausgabe von 1571; später hat er es zu einem längeren Liede verarbeitet und dieses in seine Sammlung von 1587 aufgenommen. In einem Nürnberger Gesangbuche von 1611 sind dem Liede zwei nicht von Selnecker herrührende, in älteren Drucken für sich stehende Strophen vorgesetzt, und seitdem findet man es unter dem Anfange Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ'. So schön diese beiden Strophen sein mögen, so we⸗ nig eignen sie sich vor dem Selneckerschen Liede und sollten lieber, falls keine anderen Hinternisse entgegen stehen, in den Gesangbüchern wieder ein besonderes Lied bilden. Nro. 62. Damit man dieses Lied auf die Weise des Richterschen Es kostet viel ein Christ zu sein' singen könne, habe ich die erste Zeile der Melodie 257 dritten gleich machen müßen. 3. Strophe dürfen nicht der Sage vom heiligen Gral gemäß lauten. letzten Zeilen der 7. Strophe haben sich in rtemberg zu einem schgebet gestaltet: Jesu, segne diese Speise, uns zur Kraft und dir zum Preise'. 3. Nro. 68. Sollte man nicht in der ersten Strophe setzen dürfen Da ist kein Mann, der helfen kann'? Grammatische Fehler, wie der in der ersten Zeile der letzten Strophe, sind sehr bedenklich in einem Gesangbuche, weil sie zu immer größerer Abstumpfung des Sprachgefühls im Volke mitwirken. So übel freilich ist jener Fehler nicht, als es die drei in der 3. Strophe des Freisteinischen Liedes Mache dich mein Geist bereit' sind: die Zeilen Wache, sonsten wird sein Licht dir noch ferne däuchten“ sind wegen der Form sonsten und des noch schlimmern Infinitivs däuchten. keinem Gesangbuche brauchbar. . Nro. 70. Dieses Lied und die drei unter bas; 74, 114 und 220 stehen⸗ den sind von Heinrich von Laufenberg, das eine(114) in wörtlicher Uebereinstimmung, das andere mit Auslaßungen und Abänderungen. Die besonders durch ihre große Einfachheit anziehenden schönen Me⸗ lod dien, welche ich mir nebst anderen i. J. 1840 aus dem betr. Straß⸗ burger Codex abgeschrieben, hat Dr. Arnold entziffert und in die heutige Notenschrift übertragen; besonders schön lauten dieselben mit der von ihm dazu erfundenen Begleitung. Nro. 72. Den Text dieses Liedes habe ich aus einem alten Nürnberger Druck von Georg Wachter, der spätestens in das Jahr 1530 fällt, ent⸗ nommen. Die 7. Zeile der letzten Strophe lautet eigentlich Damit wir ihm gefällig sein, wie auch das Elberfelder lutherische Gesangbuch liest; das Bayrische aber setzt dafür Daß wir ihm Jein zum Dienst bereit' indem es dem Worte ggefällig' einen falschen S Sinn beimißt. 220 Anmerkungen. 19. Nro. 88. Dieses Lied, glaube ich, bezeichnet die Gränze, bis zu welcher man in dieser Richtung in kirchlichen Gesangbüchern gehen darf. Das Lied Laßt mich gehn' von G. Knack und gar das Schlesische Schönster Herr Jesu',‚ gegen welches auch sonst manches zu erinnern ist, stehen schon jenseits dieser Gränze. 20. Nro. 92. Daß man dieses Lied so selten in den Gesangbüchern berück⸗ sichtigt, halte ich für unrecht: es ist sehr schön, und die 3. und 4. Strophe zu singen hindern keine Sprachhärten, deren allerdings die andern Stro⸗ phen haben. 21. Nro. 95. Die Anfangsbuchstaben der Verse der letzten Strophe bedeuten Johann Georg Churfürst zu Sachsen'. 22. Nro. 96. Dieses schöne Lied hatte ich früher versucht nach den Melodien der Lieder Als Jesus an dem Kreuze stund' und In dich hab ich ge⸗ hoffet, Herr' singen zu laßen, allein es thut ihm keine genug. Als ich Herrn Dr. Arnold das Lied vorlas und ihn fragte, ob sich nicht aus dem unvergleichlichen J. Eckardschen Satze(K. v. Winterfeld I. Nro. 147) Motive zu einer einstimmigen Melodie entnehmen ließen, gieng er hier⸗ auf nicht ein, sondern brachte nach einiger Zeit die hier vorligende schöne Melodie ans Licht. Einige Wochen früher reizte ihn das Lied Nro. 190 zu der Erfindung einer Weise, die so im alten Kirchenstyl ge⸗ dacht und dem Inhalt des Liedes, namentlich den letzten Zeilen jeder Strophe, so nachgefühlt ist, daß für dasselbe noch die Melodie An Waßer⸗ flüßen Babylon' zu verwenden nicht mehr möglich scheint. Beide Melodien hat Dr. Arnold zugleich in vier Stimmen gebracht, und zwar, wie es die klassische Tonfolge beider möglich macht, ja fordert, in einem Satze, der gleich der Melodie sich durch Reichtum und Tiefe vor allen moder⸗ nen Gebilden auf diesem Gebiete auszeichnet. Noch muß ich in Bezie⸗ hung auf die unter Nro. 96 stehende Jahreszahl 1639 bemerken, daß diese den ersten bekannten Druck des Liedes betrifft; wer es gemacht, ist un⸗ bekannt, K. v. Winterfeld räth auf Joh. Eckard selbst. Jedesfalls müßen Lied und Composition vor 1608 gesetzt werden. „Nro. 98. Dieses Lied und das Nro. 127, beide von Franciscus Vogt (Postille, Lemgo 1732. 4.), habe ich aus besonderem Bergischen Interesse, da sie sich bis jetzt noch in keinem Gesangbuche dieses Landes finden, in das meinige aufgenommen. 21. Nr. 101. Dieses Lied ist ein Lieblingslied der biesigen reformierten Ge⸗ meinde; aus diesem Grunde habe ich ihm einen Platz in meinem Gesang⸗ büchlein eingeräumt, neben dem nachher unter Nr. 104. folgenden Herrn⸗ schmidschen Lobe den Herrn, o meine Seele'. Es wird auch wol zu den besten der Psalmlieder von Jorissen gezählt werden dürfen. Dieser Dichter hat es in der Regel zu seinem Schaden vermieden, sich an den Wortlaut der Lutherischen Bibel zu halten; wenn z. B. der 84. Psalm bei ihm anfängt Wie reizend schön, Herr Zebaoth, ist deine Wohnung! O mein Gott, so würden diese Verse doch gewis angemeßener so lauten: Wie lieblich, o Herr Zebaoth, sind deine Wohnungen! Mein Gott,. Nr. 108. In der 11. Strophe Zeile 4 hat das Original die Worte durch dick und dünn', wofür ich die Aenderung durch alle Straßen' beibe⸗ halten habe, welcher Ausdruck auch im Eingange des Liedes Nr. 182 steht. Die biblische Lehre von der Natur des Menschen und der Engel läßt nicht zu, daß die 4. Zeile der letzten Strophe laute wenn ich ein schöner Engel bin'; die Aenderung wenn ich bei deinen Engeln bin' fachli im Elberfelder luther. Gesangbuch und im Bayrischen) ist ober⸗ ächlich. 9 E 33. alm urch ibe⸗ 18² ngel ein bin' ber⸗ Anmerkungen. 221 26. Nr. 115. Zu diesem Liede habe ich in dem Valentin Schumannschen Gesangbuche von 9 die erste einstimmige Aufzeichnung der Melodie gefunden, und in dieser unverfälschten Gestalt ist sie hier zum erstenmal wieder abgedruckt. Die letzte Zeile der 3. Strophe hat nach Aussage der ältesten Gesangbücher ursprünglich gelautet erbarm dich unser Armen', nämlich miserére nostri miserorum. Der Misverstand eer⸗ barm dich unfrer Armen' lag nahe, man änderte also bald erbarm dich unser, Amen' und später erbarm dich unser Aller'. Der ursprüngliche Wortlaut schwerlich, aber der ursprüngliche Sinn könnte doch wieder hergestellt werden. 27. Nr. 123. Dieses bekannteste von den sieben Liedern Caspar Melissanders ist vom Jahre 1574, wie die erste Ausgabe des Betbüchleins von 1582 angibt; in der Ausgabe von 1592 steht durch einen Druckfehler 1584. Es ist über das Symbolum der Herzogin Maria Herr wie du wilt' gemacht und tägliches Gebet derselben gewesen; die Anfangsbuchstaben der Strophen bedeuten„Herzogin zu Sachsen.“ 28. Nro. 124. Mich verlangt nach einer kirchlichen Autorität, welche im An⸗ fang d trophe das Wort Engelein' beseitigte. Wer sonst möchte sich an diesem gewaltigen Liede vergreifen? Aber die Bibel kennt keine Engelein', sondern starke Helden, die seinen Befehl ausrichten'. Eng⸗ lein“ sind durch die Mahler aufgekommen, im Kirchenliede eine un⸗ leidliche Sentimentali Raphael füllt ganze Himmelsräume mit Kindergesichtern aus, die Engeln angehören sollen; die beiden kleinen Ge⸗ schöpfe unter der sixtinischen Madonna kommen an Bedeutung und Schönheit kaum den Engleinsköpfen an unsern Orgeln und Kanzeln gleich: es läßt sich gar nichts bei ihnen denken. 29. Nr. 125. Den Text dieses Liedes habe ich aus dem Erfurter Gesang⸗ büchlein von 1531 entnommen. Die vorletzte Zeile der ersten Strophe meim Nächsten nutz sein', wärend die vorangehende und die folgende Zeile den Infinitiv mit zu haben, zeigt deutlich, daß in dieser Zeile durch alle Strophen nur 5 Sylben beabsichtigt sind, daß also auch in der 3. Strophe nur so viel gesungen werden dürfen. 30. Nr. 147. Ich habe mich nicht entschließen können, die Originalmelodie von Heinrich Albert, wie wir sie in seinen Arien(bei K. v. Winterfeld II. Nr. 66) finden, aufzunehmen, sondern es gegen Dr. Arnolds Ansicht und Rath vorgezogen, dem Bayrischen Gesangbuche zu folgen, welches dieselbe auf das würdige kirchliche Maß zurückgeführt hat. 31. Nr. 149. Dieses Lied Martin Behms ist eines von den fünfen, die schon aus dem Jahre 1593 stammen; es hatte damals noch keine strophische Form, lautete auch sonst noch etwas anders und erschien erst 1608 in der vorliegenden Gestalt. Beidemal ist es noch mit einer Fortsetzung ver⸗ sehen, welche aber in den Gesangbüchern mit Recht fehlt. Der Name des Dichters heißt Behm, nicht Behme, wie aus Versehen unter den von ihm aufgenommenen Liedern in meinem Gesangbüchlein steht. 32. Nr. 161. Die vorletzte Zeile des Liedes heißt im Original Vor Schre⸗ cken, Gspenst und Feuersnoth'. Sollte man diß nicht mit Rücksicht auf Weish. Sal. 17. stehen laßen dürfen? Und aus demselben Grunde in Nr. 168 die Strophe Oeffne deiner Güte Fenster', welche nach der vierten folgen müßte, beibehalten? 33. Nr. 178. Dieses Lied Joh. Leons ist v. J. 1582. Die 4. Strophe kommt überein mit der 12ten des Liedes Ich hab mein Sach Gott heim⸗ gestellt', das man bis dabin Joh. Pappus zuschrieb, und die vorange⸗ hende Strophe hat in beiden Liedern gleiche Schlußzeilen; das Ende der 5. Strophe stimmt zu dem der 15. in jenem Liede, mit welcher dieses auch hätte schließen können. Das Lied Nr. 206 aus demselben Jahre 1582 ist ebenfalls von Joh. Leon; die 4 Strophen desselben entsprechen 222 Anmerkungen. der ersten, zweiten, zehnten und dreizehnten des dem Pappus zuge⸗ schriebenen Liedes. Auch Strophe 3, 4, 5, 6, 8 und h9 des letzteren find von Joh. Leon, und zwar Strophe 5, 6 und 8 ebenfalls mit Sicher⸗ heit aus dem Jahre 1582. Es wird also der Untersuchung bedürfen, wie des J. Pappus Name überhaupt hat mit dem Liede in Verbin⸗ dung gebracht werden können. 34. Nr. 182. Dieses Lied steht hier seit langer Zeit zum erstenmal wieder in seiner ursprünglichen Gestalt: Wort und Weise forder daß der Anfang des Abgesangs, die 5. Zeile jeder Strophe, trochäisch einsetze und nur 5 Sylben habe; unbegreiflich, wie man diese besondere Eigen⸗ tümlichkeit des Liedes verkennen und jener Zeile recht geflißentlich irgend eine müßige Sylbe hinzusetzen konnte, nur um sie mit dem jambischen Maß der andern Teile gleichfließend zu machen. Spätere Lieder, wie Nr. 4, die bereits nach dem verderbten Rhythmus gedichtet worden, dürfen freilich kaum mehr auf den beßeren zurückgeführt werden. 35. Nr. 199. Aus dem Catechismus M. Rinckarts von 1645. M. Rinckart nennt daselbst dieses letzte Lied seines Freundes dessen allerliebstes Schwanen⸗Gesänglein'. 36. Nr. 201. Dieses vied E. M. Arndts wird seinen Namen auch in den kirchlichen Gesangbüchern von Geschlecht zu Geschlecht tragen. Derselbe E. M. Arndt, der über den Rhein, daß er Deutschlands Strom und nicht Deutschlands Gränze sei, geschrieben, der von Schill und Blücher und Scharnhorst und von allen deutschen Ehren gesungen, der hat auch Lie⸗ der zu Ehren Gottes gemacht, der deutsche Mann war ein frommer Mann. Die Liebe zu Gott und die Arbeit für sein Reich zu vereinigen mit der Liebe zum Vaterlande und der Arbeit für dessen Heil und Ehre, das ist die große Lebensaufgabe für das deutsche Gemiith, an deren Härten schon mancher Schiffbruch gelitten und entweder Gott oder sein Vaterland verleugnet hat. 37. Nr. 204. In der vorletzten Zeile der 8. Strophe läßt sich das Wort maißen' schwer beseitigen: es bedeutet plagen, beschädigen. 38. Nr. 208. Ich habe geglaubt, dieses Lied von Lampe, weil es in den re⸗ formierten Gemeinden hoch gehalten wird, auch neben Nr. 205 von Pau⸗ lus Gerhardt in mein Gesangbüchlein aufnehmen zu müßen. 39. Nr. 217. Dieses alte Lied, das der Bearbeitung von B. Ringwald zu Grunde ligt, hat vor diesem viel an Kraft und Schönheit voraus und allen Anspruch, wieder ans Licht gezogen zu werden. 40. Schließlich bitte ich noch folgende Druckfehler zu verbeßern: Nro. 11, Strophe 3, Vers 6 lies dein statt mein, „ 19, unter dem Liede Rambach statt Jambach, „ 29, Strophe 5, Vers 7 lies v statt w, 5 Brunst, 7, 58, 5 1,„ 4„ wir statt mir, „ 83 muß die letzte Note der Mel. keine halbe, sondern eine ganze sein. „ 108, Strophe 1 kein Punkt hinter dem 4. Verse. „ 41, 3,„ 5„ 5 115,. 4, Vers 1 lies größtes statt höchstes. 7„ 121,„ 1, Zeile 4„ Dir statt Die. 7 140,. 4, Vers 1„ hilf. „ 44l, 5,„„ 2„ deine. „ 188, 7 3,„ 2„ drum. „ 190,„ 2,„„ 9„ drum. 5„ 190, 3,„ 6„ drum. Besch Bleib Chrif Ch Chrif rif ein. Register der Lieder. Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott und Herr, wie gr. Ach Herr, mit großen Schme Ach lieber rre Jesu Christ Ach Seele, willst du ewgem Leid. Ach, wir armen Sünder Allein auf Christi Bimmelfahrt— Allein Gott in der Allein zu dir, I e chen n an Gettes S Dank und Ruhm Heno Ar üf, auf, ihr— Auf diesen Tag bedenken wirr Aufgangen ist der Morgens Auf meinen lieben Gott Aus meines§ Aus tiefer Noth schrei ich Befiehl du deine Wege* Bescher uns, Herr, das täglich Bleibt, Schäflein, bleibt, verla Ch st erst Christus der ist mein Leben. Christus, der uns sälig macht. Da Christus geboren war Dank sei Gott in der Höhe. Das alte Jahr v Das liebe neue Jahr g Das walte Gott, der Dennoch bleib ich st ind ist in dem Himmel seinem Licht ins Die güldn Die helle ich singen Gott. „ dir, Ein feste Burg ist Ein Jahr geht nach dem andern hin immlein geht und trägt. Erhalt uns, erz, bei deinem. 608 ist das Heil uns kommen her. ist ein Reis entsprungen kommt nun leider her die3 nahet sich zu Ende woll uns Gott genädig se Freu dich sehr, o meine Fröhlich soll mein H. Seele, rze spri ist gewislich an der Zeit 2 200 9 Früh morgens, da die Sonn. 33 Für alle Güte sei gepreise. 158 Geh aus, mein Herz, und Geht nun hin und Gelobet seist du, Jesu Christ. 10 Gesegn“ uns, Herr, die Gaben. 154 Gib dich z den und sei stille. 175 Gott der Bater wohn uns bei. 121 Gott des Himmels und der Erden. 147 Gott ist mein Hort, und auf sein.„ 51 Gott Lob, der Tag ist nun159 Gott sei Dank durch alle Welt 2 Gott sei gelobet und gebenedeiet„ 63 Großek Gott, wir loben dich 100 Großer Mittler, der zur Rechte Hallelaja, Gart z 1 loben 101 Yrr ist, der einig Gotts Sohn, 92 ist von meinem 258 160 in Vater bist, 176 r Gott, dich loben wirr.99 er Gott, mein Jammer hat ein End 202 2 Jesu Christ, dich zu uns. rr Jesu Christ, du höchstes Gut(sieh) Herr Zesu Christ, du höchstes Gut(wir) r Jesu Christe, mein getreuer err Jesu, Gnadensonne. derr Jesu, hilf, dein Kirch. r Jesu, 2—. 0 dor Heiden. rr/ wenn du willst und Herr, wie du willst, so schick zlich lieb hab ich dich, o Herr. ich thut mich erfreuen. zlich thut mich verlangen ster Jesu, was hast du. umphieret Gottes Sohn Christe, heller Morgenstern. Hinunter ist der Sonnenschein. Hirte deiner Schafe Ich armer Mensch, mein Herr und G Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen Namen„ 61 Ich dank dir herzlich, Jeisusu. 66 Ich hab mein Sach Gott heimgestellt 206 Ich hab nun hinbracht diesen. 163 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. singe dir mit Herz uud Mund an deiner Krippen hier weiß ein lieblich Engelspiel.2 Ich weiß, mein Gott, daß all Ich wollt, daß ich daheime wär Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Jesu, deine en Wunden 2²2⁴ Register der Lieder. u, du weißt alle Sorgen. 1,‚ geh voran.*** u, großer Wunde Jesus, meine guver— Jesus nimmt die Sünder an. In allen meinen Thateeen In dich hab ich gehoffet, Herr.. In Gottes Namen fahren wir. In süßem Jubelschallll. Ist Gott für mich, so tre Komm, heiliger Geist, Herre Gott König, dem kein König gleichet Jes Jesu Jes Laß, Herr, vom Zürnen 2.— Laß mich dein sein und bleiben Licht vom Licht, erleuchte—3 Liebe, die du mich zum Bilde bster Jesu, wir sind hier, deinem. Liebster Jesu, wir sind hier, dich und 0be den Herren, den mächtigen Lobe den Herren, o meine Seelen. Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich. Löwen, laßt euch wieder finden Machs mit mir, Gott, nach deiner„207 Macht hoch die Thür, die Thor Meinen Jesum laß ich nicht Mein Hirt ist Gott der Herre Mein Leben ist ein Pilg Mein schönste Zier und Kleinoed Mein Seele, was betrübst du dich Mir ist Erbarmung widersahren. Mir nach, spricht Christus, unser Held Mit Ernst, o Menschenkinder,. Mit meinem Gott geh ich zur 5 Mitten wir im Leben sind Morgenglanz der Ewigkeit Nun bitten wir den heiligen Geist Nun danket alle Gott. Nun danket all und bringet Nun freut euch, lieben Christen gmein Nun jauchzet all, ihr Frommen Nun laßt uns gehn und treten Nun lob, mein Seel, den Herr Nun ruhen alle Wälder. Nun sich der Tag geender daß ich tausend Zungen hätte. Durchbrecher aller Bande frommer Vater, deine Kind.. Gott, du frommer Gott. Haupt voll Blut und Wunden heilger Geist, kehr bei uns ein. heilige Dreifaltigketitilrt Jesu Christe, wahres Licht Jesu Christ, meins Lebens Licht. 55558558855585 Zesu, meins Lebens Licht Jesu, süßes Licht, nun ist O Jesu, treuster Heiland mein, ⁰νον Vom Himmel hoch, da komm nd imstand. 208Wach auf, mein Hei Wachet auf, ruft uns die Stimme. Warum sollt ich mich denn grämen. Wär Gott nicht mit uns Wenn meine Sünd mich kränken Ewigkeit, du Donnerwort.. 225 Ewigkeit, o Ewigkeit! wie lang. 28 Wir glauben all an u Einen G˙ tt ⁵— Lamm Gottes, unschuldig. 28 Vater der Barmherzigkeit 77 Welt, ich muß dich laßen. 210 Welt, sieh hier dein Leben.. 29 wie sälig seid ihr doch, ihr Rüstet euch, ihr Christenleute. 87 Schaff in mir, Gott, ein reines Herz 135 Schmücke dich, o liebe Seele 67 Schmückt das Fest mit Maien„43 Seele, was ermüdst du dich. 1 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut 109 Sei stille, müdgequältes Herz. 180 Sollt ich meinem Gott nicht singen.110 So wahr ich lebe, spricht dein Gott. 78 Straf mich nicht in deinem Zorn„181 Treuer Wächter Israel. 194 Unsern Ausgang segne Gortt 136 Unsre müden Augenlider 168 Valet will ich dir geben. 212 Vater unser im Himme 137 Verleih uns Frieden gn 138 Verzage nicht, du Häuflein klei 195 Von Gott will ich nicht laßen.*— Vor deinen Thron tret ih Wach auf, du Geist der ersten Zeugen „die Nacht rz, und singe Wach auf, mein Was Gott thut, das ist wolgetha Was mein Gott will, das gscheh. Weicht ihr Berge, fallt ihr gel Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht. Wenn mein Stündlein vorhanden ist 2 Wenn wir in höchsten Nöthen sein. r Gott vertraut, hat wol r ist wol wie ddduðmðnmm· r nur den lieben Gott läßt. r sind die vor Gottes Throne.. 22 r weiß, wie nahe mir mein Ende groß ist des Allmächtgen Güte lieblich ist der Maieen soll ich dich empfangen. danken dir, Herr Je 35 Christ, daß du für uns. Wir danken dir, Herr Je esn E Christ, daß du unser* Wir Menschen sind zu dem, o Gott. Wir singen dir, Immanuel Wo blieb, mein Jesu, deine. Wo soll ich fliehen hin Zeuch ein zu meinen Toren Zeuch uns nach dir, so folgen wir Zion klagt mit Angst und Schmerzen 196 —————— 30 en 190 O em